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Der südfranzösische Wallfahrtsort Lourdes hat sein 69. Wunder. Wie am Sonntag bestätigt wurde, gab der Bischof von Pavia, Giovanni Giudici, die wundersame Heilung der Italienerin Danila Castelli von gefährlichen Bluthochdruck-Anfällen bekannt.
Die heute 67-Jährige litt demnach seit 1980 unter plötzlichen, massiven Ansteigen ihres Blutdrucks. Als Ursache sei unter anderem ein Tumor festgestellt worden, hiess es auf der Website von Lourdes. Mehrere Operationen hätten der Ehefrau eines Arztes keine Linderung gebracht.
Im Mai 1989 habe die Italienerin schliesslich ein Bad in der Quelle von Lourdes genommen und danach "ein aussergewöhnliches Gefühl des Wohlbefindens" verspürt. Einige Monate später habe sie das Büro für medizinische Beobachtungen von Lourdes über ihre anscheinende Heilung informiert.
Nach fünf Untersuchungen zwischen 1989 und 2010 habe das Büro festgestellt, dass Castelli durch ihre Wallfahrt nach Lourdes vollständig von dem Bluthochdruck-Syndrom geheilt worden sei. Die vorherige medizinische Behandlung habe dabei keine Rolle gespielt.
Das Internationale Medizinische Komitee von Lourdes, das aus rund 20 Ärzten besteht, bestätigte eine Heilung, die nicht "mit dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand" erklärt werden könne. Der Bischof von Pavia erklärte es daher zum 69. Wunder in Lourdes seit 1858.
Bekanntgegeben wurde die bereits am 20. Juni gefällte Entscheidung erst jetzt, weil Lourdes zum damaligen Zeitpunkt überschwemmt war. "Als die wundersame Heilung verkündet wurde, standen wir zwei Meter unter Wasser, und damals haben wir entschieden, keine offizielle Mitteilung herauszugeben", sagte der Sprecher des katholischen Wallfahrtsorts, Joel Luzenko, der Nachrichtenagentur AFP.
Insgesamt 7000 unerklärliche Heilungen von Lourdes-Pilgern wurden gezählt. Lourdes wurde zum katholischen Wallfahrtsort, nachdem die junge Hirtin Bernadette Soubirous von einer Marienerscheinung in der dortigen Grotte berichtet hatte.
SDA-ATS