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Haus Nummer 99 steht
Der hohe Bedarf an Wohnraum und die staatlichen Fördermassnahmen führten in den 1920er-Jahren zum Bau von fast 1700 neuen Wohnungen in der Stadt Luzern. Auch die abl legte nach ihrer Gründung 1924 eine beachtliche Bautätigkeit an den Tag, sodass sie bereits zehn Jahre nach ihrer Gründung nicht nur gut 1700 Mitglieder verzeichnete, sondern auch schon über 800 Wohnungen in noch nicht ganz 100 Gebäuden realisiert hatte. Und die nächsten waren bereits im Bau.
Man kann nicht ganz genau sagen, welches das 99. Haus war, das die abl baute. In der Regel entstanden die Siedlungen in Etappen, und es wurden immer mehrere Gebäude miteinander erstellt. Wenn man aber nach den Adressen der einzelnen Häuser geht und die Bauten der abl fortlaufend nach Datum ihrer Eröffnung zählt, dann dürfte das Haus Gebeneggweg 14 der 99. Bau sein, den die abl realisierte.
Ab 1934 baute die abl die erste Etappe im Weinbergli mit 58 sogenannten «verbilligten Arbeiterwohnungen» (Gebeneggweg 8 bis 22; heute Siedlung Weinbergli 2). Im 10. Jahresbericht von 1934 zeigte die abl stolz ein Bild mit dem Stand der Arbeiten kurz vor dem Bezug im März 1935. Der Eingang zum 99. Haus der abl ist der vierte von rechts. Ganz offensichtlich passt das Motto «nicht ganz hundert» in diesem Fall nur bedingt, denn die Häuser Nummer 100 bis 103 standen ebenfalls und waren bereit für den Einzug der neuen Mieterinnen und Mieter.
Bild aus dem Jahresbericht mit Rechnungen 1934 der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern, S. III. Fotografin oder Fotograf unbekannt.
«Vergissmeinnicht» wird von Florian Fischer betreut. Er ist Co-Leiter des Stadtarchivs Luzern und abl-Mieter.