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Unangeseilter Spaltensturz
Datum der Veröffentlichung: 08.04.2014 - Skitour / Snowboardtour
Bei der unangeseilten Abfahrt über einen Gletscher stürzte eine Person einer Zweiergruppe 15 Meter tief bis zu einer Verengung in eine Spalte und blieb unverletzt. Der Partner oben installierte ein Fixseil, woran der Verunfallte mittels Ropeman selbständig aufsteigen konnte. Beide Skitourengeher hatten je ein Seil im Rucksack.
Bei kleinen Skitourengruppen, wo in der Regel ein Seil als Sicherungsmittel genügt, stellt sich die Frage beim unangeseilten Begehen eines Gletschers: Wer trägt das Seil? Kommt es zu einem Spaltensturz des Seilträgers, ist man meist auf Fremdhilfe angewiesen, die in abgelegenen Gebieten möglicherweise nicht aktiviert werden kann. Diese beiden Skitourengeher waren offensichtlich sehr gut ausgerüstet und der Verunfallte hatte auch Glück, dass er bei diesem doch respektablen 15 Meter Sturz unverletzt blieb. Die Taktik, dass auch bei kleinen Gruppen ein zweites Seil dabei ist, erscheint sicher sinnvoll. Hierzu genügen durchaus auch leichte Halb- oder Zwillingsseile, die man angeseilt mittels „Zwillingsseiltechnik“ doppelt führt.