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In der sogenannten IMpower150-Studie wurde das Immun-Therapeutikum Tecentriq in Kombination mit Avastin und einer Chemotherapie bei Patienten mit einer bestimmten Form von Lungenkrebs getestet, wie Roche am Montag mitteilt. In der HAVEN 3-Studie wurde das erst in der vergangenen Woche zugelassene Hemlibra bei Patienten mit Hämophilie A eingesetzt, die keine Inhibitoren aufweisen.
In der IMpower150-Studie habe die Kombinationstherapie das Risiko einer Krankheitsverschlechterung oder dass es zum Tode kommt (progression free survival, PFS), statistisch signifikant und klinisch bedeutend reduziert, heisst es in der Mitteilung. Erste Beobachtungen zu den Überlebenschancen (overall survival OS) generell seien ermutigend. Die Kombination wurde als Erstlinien-Therapie bei Patienten getestet, die an fortgeschrittenem nicht zu den Plattenepithelkarzinomen zählenden nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) erkrankt sind.
Die Daten werde man nun den entsprechenden Zulassungsbehörden vorlegen. Zudem werden die ausführlichen Daten am diesjährigen Fachkongress ESMO präsentiert. Gleichzeitig schränkt Roche aber ein, dass es sich noch nicht um völlig ausgereifte Daten handle. Die nächste Analyse zum Gesamtüberleben stehe im Laufe der ersten Jahreshälfte 2018 an.
Fortschritte bei Helimbra
In der HAVEN 3-Studie wiederum wurde Hemlibra (Emicizumab) bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren) Patienten eingesetzt, die an der Bluterkrankheit Hämophilie A leiden, die aber noch keine Inhibitoren entwickelt haben, schreibt der Pharmakonzern in einer zweiten Mitteilung.
Erst in der vergangenen Woche hatte Roche für das Mittel in den USA die Zulassung zur Behandlung von Hämophilie A-Patienten erhalten, die gelichzeitig "Faktor VIII"-Inhibitoren aufweisen. Wie Roche erklärte, entwickelt eine von drei Personen mit schwerer Hämophilie A solche Inhibitoren zu Faktor VIII-Ersatztherapien, was zu einem deutlich vergrösserten Risiko für lebensbedrohliche Blutungen führt.
In der Studie hätten die Patienten, die mit Hemlibra prophylaktisch jede Woche behandelt wurden, eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Abnahme an Blutungen gezeigt. Damit habe die Studie ihr Ziel erreicht. Auch bei Patienten, die alle zwei Wochen prophylaktisch mit Hemlibra behandelt wurden, sei es zu einer Abnahme der Blutungen gekommen.
(AWP)