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Im April 1943 erstellten die Feldschützen Bumbach zwischen dem Schützenhaus Sädel und dem Scheibenstand eine Telefonverbindung. Als Lohn für die freiwillige Fronarbeit spendierte die Schützengesellschaft ein zünftiges "Zabe". Bei Brot, Käse, Wein und Schnapskaffee blieben die Schützen noch etwas länger sitzen und begannen zu singen und zu jutzen. In dieser fröhlichen Runde wurde beschlossen, das spontane gemeinsame Singen und Jutzen in einer Jodlergruppe und einem "richtigen Verein" fortzusetzen. Bereits einen Monat später wurden unter der Leitung von Lehrer Werner Schaffer regelmässige Singproben durchgeführt.
Konzerte und Theater
Nach vier Probemonaten, am 1. August 1943, bestritten die Sänger und Jodler im Kemmeriboden-Bad ihren ersten öffentlichen Auftritt, und im folgenden Winter begann die Tradition der Konzerte und Theater im Gasthof Alpenrose, Bumbach. Einem alten Protokoll entnehmen wir, dass dem Anlass "ein nicht geringer Erfolg beschieden war". Dieser Erfolg ist den Frauen und Männern vom Bumbach bis heute beschieden. Im jährlichen Wechsel tragen der Jodlerklub Bumbach und der Frauenjodelchor Bumbach ihr Liederprogramm vor. Die Aufführungen der Theatergruppe um die beiden Vereine sind legendär; nach dem Motto "es darf herzhaft gelacht werden" erfreuen sie seit Jahren ihre treuen Zuschauer.
Jodlertreffen, Jodlerfeste
An der ersten Hauptversammlung im April 1944 wurden die Statuten des Vereins beraten und genehmigt. Künftig trat der Chor unter dem Namen "Jodlerchörli Bumbach" auf; im Jahr 1951 wurde das Chörli dann umgetauft in Jodlerklub Bumbach. Dem Bernisch-Kantonalen Jodlerverband trat der Jodlerklub 1970 bei. Dies war die Voraussetzung für die Teilnahme an Oberemmentalischen Jodlertreffen und an Jodlerfesten. Zum ersten Mal stellten sich die Bumbach Jodler 1976 im heimischen Emmental, in Langnau, den Kampfrichtern. Dieser erste Vortrag an einem Jodlerfest wurde mit dem Prädikat "gut" belohnt. In der Folge besuchte der Jodlerklub mit Erfolg verschiedene Jodlerfeste. Diese Feste verbleiben den teilnehmenden Jodlern in bester Erinnerung, schwelgen sie doch noch heute in ihren zahlreichen Erinnerungen, Kameradschaftspflege pur.
Dirigenten
Grossen Einfluss auf den Gesang und das Repertoire hatten und haben natürlich immer die Dirigenten des Vereins. Oft haben sich Lehrer aus Bumbach oder Schangnau als musikalische Leiter zur Verfügung gestellt. In der Gründungszeit war dies Werner Schaffer, später übernahmen das Amt die Lehrer Ritter, Traugott Probst, Jean-Michel Begert, Jürg Wagner und Hans Zingg. Am längsten stand Franz Lustenberger aus Escholzmatt als Dirigent vor. Er wurde nach 17 Jahren von Hans Gerber, Langnau, abgelöst. Es folgten Rudolf Zesiger, Bumbach, der trotz zeitraubender politischer Tätigkeit nur wenige Singübungen verpasste, und Toni Wigger, Wiggen. Für eine kurze Zeit überbrückte Marianne Weingart, Konolfingen, als erste Frau die Lücke im Amt. Von 2004 bis 2012 leitete Edith Rentsch aus Lauperswil unseren Klub, bis eine schwere Krankheit ihr Wirken beendete. Seit 2012 leitet nun Marco Kunz aus Heimenschwand die musikalischen Geschicke des Klubs.
Auftritte, Kameradschaft
Heute Singen und Jutzen wir an verschiedenen Anlässen. Wichtig sind uns unser Konzert und Theater und der Jodlerabend im jährlichen Wechsel, die auswärtigen Auftritte und das Predigtsingen. Aber auch die Vereinsreise und das gemütliche Beisammensitzen nach den Proben oder am Altjahrshöck dürfen nicht fehlen.
Mit Freude und Begeisterung pflegen wir altes und neues naturnahes Liedgut und unsere Naturjutze.