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Eine 15-jährige Nomadin verirrte sich in der Tundra und überlebte mehr als zwei Wochen, bis sie gefunden wurde. Sie hatte grosses Glück, dass sie nicht von Bären oder Wölfen attackiert wurde oder erfroren ist.
Die 15-jährige Svetlana Evai überlebte mehr als 14 Tage alleine in der russischen Tundra. Die Nomadin verirrte sich, als sie mit ihrer Familie auf einem knapp 6.5 Kilometer langen Marsch von deren Sommerlager zu ihrem Bruder unterwegs war. Svetlana irrte wochenlang in der Wildnis herum und schaffte es, sich von den Braunbären und Polarwölfen fernzuhalten, die laut einem Familienmitglied ganz in der Nähe jagen. Sie ernährte sich nur von wilden Beeren, die teils noch unreif waren.
Nach drei Tagen begann ein Rettungsteam die Suche nach der Vermissten in dieser kargen Gegend im Norden Russlands. Die Hoffnung, dass Svetlana überleben könnte, schwand jedoch mit jedem Tag. Die Nachttemperaturen gehen in dieser Gegend bis zum Gefrierpunkt und ihre Familie fürchtete, sie könnte von einem Braunbären oder einem Wolf attackiert worden sein.
Nachdem das Mädchen gefunden wurde, flog man sie ins Tazovsky Central Hospital. Ausser ein paar Bein- und Knieverletzungen vom Kriechen im tauenden Permafrost, geht es ihr bestens. Laut Ärzten seien ihre Organe in gutem Zustand und es gäbe keine lebensbedrohlichen Symptome.
Der Senior Doktor Alexander Bukharov - ein Experte wenn es ums Überleben in der arktischen Tundra geht - meint, es grenze an ein Wunder, dass Svetlana so lange überlebt habe.
«In der Gydan Tundra läuft man während des Sommers knietief im Wasser und in der Nacht friert man mit den nassen Kleidern. Sie ass Beeren, die zu dieser Jahreszeit komplett unreif sind», so Alexander Bukharov.