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Der PRIX VISARTE 2019 geht mit CHF 10'000 an Ruth Erdt für ihr Werk «Eine Chronik für Freienwil» aus dem Jahr 2017. Die Vergabe des Preises an Ruth Erdt begründet die Jury mit dem sozialen und partizipativen Charakter des Werks. Im Rahmen eines Hochwasserschutzprojekts der Mobiliar Versicherung entstand eine fotografische Chronik – Ruth Erdt porträtierte die Bewohnerinnen und Bewohner von Freienwil, was die Identität der Gemeinde stärkte und ihr einen neuen Zusammenhalt gab.
Der PRIX VISARTE 2019 geht mit CHF 10'000 an Melik Ohanian für sein Werk «Les Réverbères de la Mémoire» von 2010–2018 in Genf. Melik Ohanian hat mit seinem sehr politischen Werk, bestehend aus neun unterschiedlich geformten Strassenlaternen, im Parc Trembley in Genf ein modernes Denkmal für den armenischen Genozid geschaffen und eine Jahre dauernde, öffentlich geführte Diskussion zu einem versöhnlichen Ende geführt.
Zum zweiten Mal wurde dieses Jahr der PRIX VISARTE HISTORIQUE für Projekte vergeben, die zwischen 1999 und 2009 entstanden sind. Der ebenfalls mit CHF 10'000 dotierte Preis geht an Stefan Banz für sein Werk «Alternative», aus dem Jahr 2006. Die Jury würdigt das Werk als ein Beispiel ökologischer Kunst am Bau der ersten Stunde. Es befindet sich auf dem Dach der Alternativen Bank AG in Olten.