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Alexander Zverev drohte in der 2. Runde das frühe Ausscheiden. Gegen den Amerikaner Taylor Fritz gewann er schliesslich nach 3:12 Stunden doch noch 6:4, 5:7, 6:7, 6:1, 6:2. Das Spiel war gestern beim Stand von 2:1 Sätzen für Aussenseiter Fritz abgebrochen worden.
«Das war kein gutes Gefühl», sagte er zum «Halbzeitstand». Er hoffe, dass er noch ein paar weitere Matches haben werde. Zverev dachte auch an das blamable Vorrunden-Aus der deutschen Fussball-Nationalmannschaft an der WM in Russland. «Unglücklicherweise sind wir im Fussball schon raus. Ich hoffe, die Zuschauer können jetzt noch ein bisschen Tennis sehen.» Sein nächster Gegner ist der Lette Ernests Gulbis.
Stan Wawrinka durfte sich nicht nur über einen Sieg seiner Freundin freuen. Donna Vekic schlug die Belgierin Yanina Wickmayer 7:6, 6:1. Wawrinka erhielt auch die Nachricht, dass er für das ATP-500-Turnier in Washington (ab Ende Juli) eine Wildcard erhält.
Ursprünglich hatte Wawrinka in der Woche vor Washington das Sandturnier in Gstaad spielen wollen, entschied sich dann aber, dem zweimal operierten Knie keinen doppelten Belagwechsel zuzumuten. Er wird deshalb nach dem Zweitrunden-Out in Wimbledon direkt auf die Hartplätze in Nordamerika wechseln.
Das Favoritensterben im Frauenfeld geht ungebremst weiter. Nach viereinhalb Tagen sind von den ersten zehn der Setzliste noch genau zwei übrig: Die Weltnummer 1 Simona Halep und die Nummer 7 Karolina Pliskova. Als achte erwischte es in der 3. Runde Venus Williams. Die als Nummer 9 gesetzte Amerikanerin, fünffache Wimbledon-Siegerin, wehrte gegen Bertens die ersten zwei Matchbälle ab. Nach 2:40 Stunden triumphierte aber die Niederländerin, die bereits im zweiten Satz kurz vor dem Sieg gestanden hatte, 6:2, 6:7 (5:7), 8:6.
Damit zeichnet sich immer mehr Schwester Serena als Topfavoritin auf den Titel ab. Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin ist nach ihrer Babypause zwar nur noch die Nummer 181 des WTA-Rankings, wurde jedoch angesichts ihrer Erfolge als Nummer 25 gesetzt. Sie bestand den ersten richtigen Test gegen die Französin Kristina Mladenovic mit etwas Mühe und nach anfänglichem Rückstand 7:5, 7:6 (7:2). Im Achtelfinal trifft die 36-jährige Amerikanerin auf die russische Qualifikantin Jewgenia Rodina. (ram/sda)