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Der Migros-Neubau in Herisau soll über einen Migros-Supermarkt (ca. 2700m2), ein Migros-Restaurant, 17 Partnergerschäfte (ca. 2900m2), Wohnungen sowie ein Raumangebot für gewerbliche Nutzung, ein Fitnesscenter und einen begrünten Begegnungsbereich verfügen.
Die Migros plant, 2013 mit dem Bau zu beginnen, die Eröffnung des Zentrumsbaus Herisau ist für 2015 vorgesehen. Anlass für den Neubau ist die veraltete Infrastruktur der 1972 eröffneten Migros-Filiale in Herisau. Die Platzverhältnisse erlauben keine zeitgemässe Warenpräsentation, die Energiebilanz und die Arbeitsbedingungen entsprechen bei weitem nicht mehr heutigen Anforderungen. Ziel der Bauherrin ist es, in Herisau ein attraktives Einkaufs-, Gastronomie-, Dienstleistungs- und Wohnangebot zu realisieren.
Das Projekt sieht drei rechteckige Körper vor, die auf einen mehrgeschossigen Sockelbau - 2 unterirdische Parkgeschosse mit je ca. 160 Parkplätzen und 2 Ladengeschosse - gesetzt und dadurch miteinander verbunden sind.
Für den geplanten Neubau müssten nebst weiteren Bauten der denkmalgeschützte alte "Brühlhof" abgerissen und auch - zusammen mit drei weiteren geschützten Bäumen - der Mammutbaum gefällt werden.
Die Umsetzung des Bauprojektes erfordert eine Zonenplanänderung sowie die Schutzentlassung der Villa Brühlhof.
Eine erste Vorprüfung des Projekts durch das Baudepartement bzw. das Planungsamt von Appenzell Ausserrhoden wurde mit dem Vorprüfungsbericht Ende 2011 abgeschlossen. Man kann davon ausgehen, dass eine Genehmigung der beantragten Schutzentlassung in Aussicht gestellt wurde, sofern es der Bauherrschaft gelingt, das bisherige Projekt aufgrund der vorgebrachten Kritik zu verbessern. Dieser Verbesserungsprozess hat in der Zwischenzeit stattgefunden und das Migros-Neubauprojekt liegt nun in angepasster Form vor. Es ist anzunehmen, dass es so die zweite Runde der kantonalen Vorprüfung bestanden hat.
Das Projekt wurde in seinen Grundzügen nicht verändert - die gewaltigen Volumen und mit ihnen die drei Riesenkörper über den Ladengeschossen sind geblieben. Auch die geschützten Objekte tauchen nicht wieder auf - der Brühlhof wie der Mammutbaum sollen fallen. Man hat sich bei der Überarbeitung darauf konzentriert, an den Details zu arbeiten. Markante Verbesserungen zeigen sich in der Gestaltung der Aussenseiten. Die Fassaden wirken durch den Einbau von Fenstern und Öffnungen nun deutlich lebendiger, offener und freundlicher. Weitere Verbesserungen in der Beziehung nach aussen wurden durch die Umgestaltung des Eingangs Oberdorfstrasse erreicht. Durch Verkürzung des Baukörpers an der Westfront und die Umgestaltung des Restaureantbereiches ist nun ein kleiner Platz entstanden, der eine deutlich bessere Öffnung nach aussen hin zur Oberdorfstrasse bedeutet. Mit der Führung des Restaurants an 7 Tagen der Woche, mit der Integration eines Fitnesscenters - ebenfalls während der ganzen Woche geöffnet, mit Laubengängen und Aussenzugängen der Wohnungen soll dem Zentrum mehr Lebendigkeit und Durchlässigkeit eingehaucht werden. Noch unbefriedigend gelöst ist die Zugänglichkeit und Ausgestaltung des Innenhofes. Auch die definitive Gestaltung der Fassaden mit ihren Öffnungen muss wohl noch weiter entwickelt werden.
Kommentar
Erstes Projekt