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Frontalität und Präsenz
Das dreigeschossige Kopfgebäude gibt der Schule eine starke Präsenz zur Dorfstrasse. Es bildet ein Gegenüber zum alten Seetalschulhaus und interpretiert mit eigenen Mitteln die stolze Haltung des Baus aus der Jahrhundertwende. Zwischen den beiden Bauten entsteht ein Spannungsfeld, welches den zur Begegnungszone umgestalteten Strassenraum räumlich auflädt.
Hybride Gebäudefigur
Das etwas schwierige, weil beziehungslose Nebeneinander der beiden Altbautrakte aus den 40er- und den 70er-Jahren wird durch das Hinzufügen eines dritten Teils entschärft, indem dieser als Vermittler auftritt und die einzelnen Teile zu einer komplexen Gesamtfigur umdeutet. Diese verschmilzt flügelartige Gebäudeteile mit Kopfbauten und ist formal und typologisch nicht mehr eindeutig beschreibbar.
Kontinuität und Analogie
Eine zusammenhängende Raumfolge von grosszügigen und gut belichteten Korridoren bindet alle Gebäudeteile zusammen. Durch 'unscharfe' Übergänge zwischen Alt und Neu wird die räumliche Kontinuität betont. Die nüchtern-pragmatische Materialstimmung des Bestandes, geprägt durch Kunststeinplatten und verputzte Wände, setzt sich im Neubau in interpretierter Form fort.