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Die markigen Worte der letzten Tage hatten nicht den gewünschten Effekt auf den FC Sion. Die Angriffe von Christian Constantin und Mario Balotelli gegen die Liga hätten als Weckruf an das eigene Team verstanden werden können, doch die Sittener präsentierten sich gegen St. Gallen ganz speziell labil und verunsichert. Drei Tage nach dem glücklichen Weiterkommen im Cup gegen Wil waren die stärkeren Ostschweizer eine Nummer zu gross.
Von der 27. bis zur 60. Minute machte der FC St. Gallen sieben Tore und aus dem 0:1 ein 7:1. Mit Leichtigkeit spielte sich der FCSG durch die Dreierabwehr, die Trainer Paolo Tramezzani für diese Partie ausnahmsweise aufgestellt hatte. Captain Lukas Görtler brillierte nach einer mehrtägigen Grippe mit zwei Toren und zwei Assists. Emmanuel Latte Lath traf dreimal und steht nun bei sechs Ligatoren.
Noch nie war die Gelegenheit so günstig, im Tourbillon Tore zu erzielen. Nur rund eine halbe Stunde lang nach dem frühen Penaltytor von Balotelli (5.) leistete Sion trotz der Unterstützung von 10'500 Zuschauern ernsthaften Widerstand. Schon nach dem Ausgleich wirkte es zunehmend verletzlich und fast jeder Angriff der St. Galler stellte die Defensive bloss. Sion ist die erste Mannschaft seit über vier Jahren, die in der Super League sieben Gegentreffer hinnehmen muss.