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Im Vergleich zu anderen operativen Verfahren bietet die Sakralnervenstimulation zur sakralen Neuromodulation den besonderen Vorteil, dass sich das spätere Behandlungsergebnis durch eine Teststimulation gut vorhersagen lässt.
Für diese Teststimulationsphase der sakralen Neuromodulation werden eine oder mehrere Elektroden im Bereich des Kreuzbeines eingepflanzt. Während der Testphase wird die Elektrode mit einem externen Stimulator verbunden, der am Gürtel getragen werden kann. Die Teststimulation dauert rund eine Woche. Allerdings müssen Sie nur wenige Tage nach der Operation im Krankenhaus bleiben, wo Sie mit der Bedienung des externen Stimulators vertraut gemacht werden. Der Rest der Testphase wird unter Alltagsbedingungen in Ihrer häuslichen Umgebung weiter geführt. Während dieser Testphase dokumentiert ein Blasen- oder Stuhltagebuch führen, in welchem Ausmaß sich Ihre Beschwerden durch die Sakralnervenstimulation gebessert haben. Reduzieren sich Beschwerden in der Testphase, ist die Implantation des Schrittmachers zu empfehlen, ansonsten werden die Elektroden wieder entfernt.
Für die Testphase können zwei verschiedene Techniken eingesetzt werden, die Testung mit einer einfachen Spiralelektrode oder mit einer permanenten Elektrode. Die Testung mit einer Spiralelektrode ist weniger invasiv, die Implantation kann auch in lokaler Betäubung durchgeführt werden, und es sind keine Hautschnitte erforderlich. Der wesentliche Vorteil ist, dass bis zu sechs Elektroden implantiert und getestet werden kann. Im Falle eines ausbleibenden Behandlungserfolges lassen sich die Elektroden einfach ohne Operation entfernen.
Die Testung mit der permanenten Elektrode der sakralen Neuromodulation ist invasiver, da hierfür in einer Vollnarkose drei kleine Hautschnitte erforderlich sind. Nach erfolgreicher Testphase wird dann nur noch der Schrittmacher unter der Haut eingepflanzt und mit der bereits implantierten Elektrode verbunden.
Verläuft die Testphase nicht erfolgreich, so muss die Elektrode wieder in einem kurzen Eingriff entfernt werden. In der Regel lassen sich alle Komponenten wieder komplett aus dem Körper entfernen. Alternativ könnte die Elektrode auch bei mangelhaftem Ansprechen der Therapie im Körper belassen werden.