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Die EU-Kommission hat den Zusammenschluss von Holcim und Lafarge zum
weltgrössten Zementkonzern unter Auflagen genehmigt. Um Wettbewerbsbedenken für den rund 38 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss auszuräumen, hätten sich beide Konzerne bereit erklärt, überlappende Geschäftsbereiche in Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern zum Verkauf zu stellen, teilte die Kommission mit.
Holcim erklärte, die Liste der Veräusserungen in Europa entspreche im Wesentlichen der im Oktober vorgelegten Variante, abgesehen von einer sehr geringen Veränderung in Frankreich. Die Schweiz ist von den Veräusserungen nicht betroffen.
«Sehr zufrieden»
«Wir sind sehr zufrieden mit der positiven Entscheidung der EU-Kommission», werden Wolfgang Reitzle, designierter Präsident des Verwaltungsrates, sowie Bruno Lafont, designierter CEO des künftigen gemeinsamen Unternehmens, im Communiqué zitiert. Damit seien Holcim und Lafarge weiterhin auf einem guten Weg zu einem Abschluss der Fusion im ersten Halbjahr 2015.
Früheren Angaben zufolge haben verschiedene Finanzinvestoren und Konkurrenten Interesse an Teilen oder dem ganzen Paket der angebotenen Werke und Anlagen. Bis Ende Januar sollen die Käufer der Firmenteile, von denen sich die Schweizer Holcim und die französische Lafarge trennen wollen, bestimmt sein. Im ersten Halbjahr 2015 soll die Fusion dann abgeschlossen sein.
Der neue Gigant
Durch den Zusammenschluss entsteht auf einem international boomenden Markt der weltweit grösste Zementhersteller mit Niederlassungen in rund 90 Ländern. Derzeit erwirtschaften beide Unternehmen zusammen mit etwa 136'000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 31 Milliarden Euro.