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Regionaler Bauerntag Region Jura
30.01.2016 in Tavannes
Der Bauerntag für das Juragebiet war ein grosser Erfolg. 300 Bauern und Bäuerinnen trafen sich im CET, um Botschaften und Zeugnisse zum Thema der Hoffnung zu hören.
Die Musikgruppe vom CET und der Jodlerklub Anemone verleiten diesem zweitem Treffen dieser Art in Tavannes eine festliche Note.
Als die Musikgruppe vom CET mit einer modernen Melodie das Lied „Welcher Freund ist unser Jesus“ antönte, begannen alle Anwesenden - Kinder, Jugendliche und weniger Junge – dieses Lied mitzusingen. An diesem Treffen, das von Tom Gerber geleitet wurde, trafen sich Leute aus den Kantonen Jura, Neuenburg und Bern, welche in der Landwirtschaft tätig sind, um Zeugnisse zu hören von Männern und Frauen, deren Leben geprägt wurde von ausserordentlichen Erfahrungen.
Beten ja, aber …
In der Botschaft von Jean-Marc Bigler, ehemaliger Landwirt mit langjähriger Erfahrung, rief dieser am Vormittag den Psalm 1 in Erinnerung, der immer noch aktuell ist: „Wie glücklich ist, wer ganz auf den Herrn vertraut.“ Er erzählte einige erstaunliche Gebetserhörungen, ohne jedoch in die Falle des Triumphalismus zu fallen. Gott bleibt souverän gegenüber unseren Bittgebeten. Er entscheidet, meistens ohne uns dafür eine Begründung zu geben, ob er positiv auf unsere Gebete antwortet oder nicht. Gemäss dem Redner ist nicht sinnlos, unsere Rechnungen, unser Vieh, unsere Felder und alle unsere Entscheidungen im Gebet vor Gott zu bringen. Die schädlichen Nebenwirkungen von okkulten Praktiken, um gewisse dramatische Situationen zu lösen, verschwieg er nicht.
Arianne Tschanz, Bäuerin im Berner Jura, erzählte mit Humor wie sie bei Nacht im Pyjama und mit Stiefeln in den Stall ging, um mit einem Fläschchen Salböl für eine Kuh zu beten, welche dann geheilt wurde.
Jacques Dumas, Landwirt im Jura, stellte vor einigen Jahren fest, dass seine Arbeit nicht mehr genügend Einnahmen für seinen Bauernbetrieb brachte. Er entschied, seine Viehherde zu verkaufen, und erlitt das Syndrom des leeren Stalles. Nachdem er die sieben Lösungswege analysiert hatte, die ihm eine Fachschule unterbreitet hatte, setzte er seine Kräfte in die biologische Landwirtschaft.
Janine Monnet aus dem Kanton Neuenburg wehrte sich dagegen, dass eine ihrer Kühe, welche an einem Auge Krebs hatte, operiert würde. Ihr Argument war logisch: Wie kann sich eine Kuh, deren Augen beidseits des Kopfes angebracht sind, nur einem Auge leben und sich orientieren? Mit ihren Freundinnen betete sie unerlässlich für die Gesundheit des Tieres und erlebte nach einiger Zeit die vollständige Genesung der Kuh.
Höhepunkt des Nachmittags war ein Podiumsgespräch mit zwei Männern und zwei Frauen, welche auf Fragen von Elie Zürcher antworteten.
Hoffen – trotz allem
Pierre-André Geiser, Landwirt, Bürgermeister von Tavannes und Präsident des Verwaltungsrates der FENACO (genossenschaftlich organisiertes Unternehmen im Bereich der schweizerischen Landwirtschaft und spezialisiert im Detailhandel), kam auch zu Wort. Indem er sich für seine diversen Aufträge bewusst einsetzt, pflegt er auch seine guten Familienbeziehungen. Er verschwieg nicht, dass seine Frau mit ihm zu reden weiss, wenn er in die Versuchung kommt, dieses Gleichgewicht zu zerstören!
Chantal und Pierrot Jeanneret sprachen über ihre Ehekrise und die Konflikte zwischen den Generationen. Gefühlsvoll und klar erzählte Claudia Schnegg über den brutalen Tod ihres Kindes kurz vor der Geburt.
Der Leitfaden durch diesen Tag bildete durchgehend die Hoffnung auf Gott. Ein schönes Beispiel des Glaubens in einer so erschütterten Zeit.
Charles-André Geiser (aus der Zeitung „La Semaine“ vom 3. Februar 2016)