Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03361.jsonl.gz/511

Das spätrömische Kastell bei Altenburg
Die Befestigung mit einer Fläche von ungefähr 0.28 ha wies eine bis zu 4 m dicke Ringmauer mit mehreren halbrunden Türmen auf. Im Osten befand sich ein Tor, im Westen eventuell ein zweites. Zwei vor den Mauern verlaufende, heute fast nicht mehr erkennbare Spitzgräben boten dem Kleinkastell zusätzlichen Schutz. Von der Innenbebauung sind bis jetzt nur einige wenige Mauerreste bekannt. Die genaue Funktion des Kleinkastells lässt sich bis heute nur vermuten: Wachposten, Fähre, Brückenkopf, Hafen oder der Nachfolgebau des Kastells Vindonissa. Leider sind aus der Antike keine Quellen bekannt, die Informationen zum Kleinkastell liefern könnten.
Im Mittelalter sollen die Überreste des Kleinkastells Bischofsburg und später Sitz des Frühhabsburgers „Kanzellin von Altenburg“, gewesen sein, doch lassen sich diese Vermutungen bisher nicht belegen. Der Name findet das erste Mal 1254 als „Altinburch“ Erwähnung. Nach dem Habsburger Urbar von 1306 befanden sich hier eine Hofstatt und eine Fischenz. Aus dem Mittelalter sind zwei Wappen überliefert: eines mit einem roten, gekrönten Löwen, das vielleicht in Bezug zu den Habsburgern steht, und eines mit zwei weissen Querbalken im schwarzen Schildfeld. Bei einem 1312 erwähnten „Peter von Altenburg“ handelt es sich eher um einen Bürger, denn einen Adligen. 1457 wird eine "burg" erwähnt, vermutlich die heute als „Schlösschen“ bezeichnete Jugendherberge. Ebenfalls im 15. Jahrhundert ist Altenburg als Gerichtstätte bezeugt.
Weitere Informationen finden sie hier.