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Im Krematorium, welches seit 1938 im Thuner Schönauquartier steht, sind grosse, hochformatige Glasfenster angelegt. Diese sind jeweils mit einem Bogen abgeschlossen und erstrecken sich dabei bis kurz unter die Holzdecke. Das seitliche Fenster nimmt beinahe die ganze, die zwei kleineren Fenster an der Rückwand nehmen dagegen nur etwa die halbe Raumhöhe ein. Sie zieren rückwärtig die Empore, welche jedoch erst später eingebaut wurde. Knud Jacobsen wird 1969 im Rahmen des Erweiterungsbaus des Krematoriums beauftragt eine Glasmalerei zu kreieren. Als Grundlage unterteilt er die Fenster mit massiven Rastern. Für die Bildfläche verwendet er Variationen von Rechtecken, die sich über die ganze Fläche erstrecken sowie Kreissegmente, die entgegen der Bogenführung verlaufen. Während das grosse Seitenfenster einen orange-gelben Grundton bestimmt, wählt der Thuner Künstler für die kleineren ein hauptsächlich blaues Farbspektrum, wobei kleine eingeschlossene Stückchen farbliche Bezüge herstellen.
Katrin Sperry
Farbiges Licht fällt durch die Fenster im Krematorium.
Das ist ein Raum für Tote und Hinter-bliebene.
Das Licht kann trösten.
Es schimmert auf der einen Seite in Gelb,
auf der anderen Seite in Blau.
Schwung-volle Bögen prägen die Form.
Sie durch-brechen die klare Gliederung mit Recht-ecken.
Sara Smidt