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Fallbeispiel
Die Firma A, eine der grössten Marketingfirmen schweizweit, hegt aufgrund verschiedener Hinweise den Verdacht, dass ihre härteste Konkurrentin, die Firma C, über Insiderwissen verfügt, welches nur dem Management und dem Verwaltungsrat von A bekannt sein dürfte.
Es wird davon ausgegangen, dass mehrere Konkurrenten das Telefon abhören. Die beauftragten Privatermittler der Firma D suchen in Zusammenarbeit mit Spezialisten für Abhörtechnik während zweier Wochenenden sämtliche Räumlichkeiten der Firma A minutiös nach versteckter Abhörtechnik ab.
Schliesslich finden sie in einem Konferenzraum ein sprachaktiviertes Abhörgerät, dessen Batterien bei ständigem Betrieb rund alle vier Wochen ausgetauscht werden müssten. Das Abhörgerät wird am Ort belassen um diejenige Person zu identifizieren, die die Batterien erneuert. Dazu wird eine verdeckte Videoinstallation angeschlossen.
Dank dieser Anlage kann wenige Tage später festgestellt werden, dass es sich bei der Person, welche eines Abends die Batterien des Abhörgeräts wechselt, um das Mitglied des mittleren Kaders M handelt. In der Folge wird M praktisch rund um die Uhr überwacht. Schliesslich kann am 19. Überwachungstag beobachtet werden, dass M sich mit zwei Geschäftsleitungsmitgliedern der Firma C auf einer Autobahnraststätte trifft.
Mittels Videokamera kann der Austausch von Datenträgern und eines Briefumschlags festgehalten werden. Die nachfolgende Adressermittlung identifiziert die Geschäftsleitungsmitglieder eindeutig und der Fall kann direkt an die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität übergeben werden.