Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03135.jsonl.gz/2694

Am häufigsten empfinden SchülerInnen in der Schule Langeweile, davon 52 % ein bischen, über 30 % hingegen stark;
das zweithäufigste Gefühl ist – wer hätte das geglaubt – Freude :-))) erfreulich selten hingegen Angst oder Scham. Es werden vier Formen der Langeweile unterschieden:
1. zielsuchende Langeweile, daran zu erkennen, dass die SchülerInnen zappelig und nervös werden und anfangen untereinander zu schwätzen
2. indifferente Langeweile, d.h. die SchülerInnen suchen alternative Beschäftigungen, z.B. Musik hören oder Sudoku lösen.
3. eher selten ist die reaktante Langeweile, die hoch mit Absenzen korreliert, d.h. die SchülerInnen versuchen sich der als unangenehm empfundenen Langeweile zu entziehen durch Ausreden, Schwänzen usw.
4. kalibrierende Langeweile, mit 60 % die häufigste Form der Langeweile, die “Windstille der Seele”, die SchülerInnen wissen einfach nicht, was sie tun sollen; sie kann leicht durch Arbeitsaufträge durchbrochen werden.
Als Strategien gegen Langeweile empfiehtl die Bildungsforscher Dyonis Zink & Thomas Götz
a. die Langeweile gegenüber den SchülerInnen anzusprechen
b. und sie dabei zu unterstützen, Stretegien gegen die Langeweile zu entwickeln:
– die Bedeutung des Schulstoffs für das eigene Leben zu reflektieren
– über den Schulstoff hinausdenken im Sinne von “was wäre wenn …” oder “… als ob …”
– bei Überforderung nachfragen.
(SWR2 Aula: http://www.swr.de/swr2/service/audio-on-demand/audio-on-demand-podcasts/-/id=661264/nid=661264/did=1698672/mpdid=2222376/1j8j9qf/index.html)