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HIV-Prävention für Subsahara AfrikanerInnen in der Schweiz
Anwendung des "Information-Motivation-Behavioral Skills Model"
Subsahara-Afrikaner/innen kommen aus Ländern mit hoher HIV-Prävalenz, was sie vulnerabel für eine HIV-Infektion und damit zur Zielgruppe für HIV-Prävention in der Schweiz macht. Diese Bachelorarbeit untersucht die Anwendung des «Information-Motivation-Behavioral Skills Model» von Jeffrey Fisher und William Fisher als theoretische Grundlage zur HIV-Prävention für diese Zielgruppe. Dessen Konstrukte Information, Motivation und Behavioral Skills erklären Schutzverhalten vor einer HIV-Übertragung und lassen sich durch flexible Variablen optimal an das Sexualverhalten von Subsahara-Afrikaner/innen anpassen. Studien in Subsahara-Afrika belegen das Modell und zeigen, dass Motivation einen stärkeren Einfluss auf Behavioral Skills ausübt als Information. Wirkungsvolle HIV-Prävention schliesst Massnahmen gegen Aids-Stigma und zur Förderung der Solidarität mit HIV-positiven Menschen ein. Methodisch sinnvoll sind ein nach Geschlechtern getrenntes Vorgehen, ein gezieltes Empowerment für Frauen und Männer sowie das Thematisieren von Tabuisierungen. Die Informationsvariablen lassen sich durch bestehende Quizkarten der Aids-Hilfe Schweiz vermitteln. Als Motivationsvariablen können motivierende Gesprächsführung, das Nutzen der Symbolkraft von Kolanüssen sowie Voluntary Counseling and Testing dienen. Als Variablen von Behavioral Skills ist Kondomgebrauch zu üben, das Verhandeln von konsequentem Kondomgebrauch, Treue und HIV-Tests. Die Soziokulturelle Animation kann durch ihre Interventionspositionen Konzeption, Organisation, Animation und Mediation HIV-Prävention optimieren und gezielt die Gesundheitskompetenz von Subsahara-Afrikaner/innen stärken.