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Es hat sich doch noch etwas getan seit dem letzen Zwischenstand im März 2014 wie man auch auf der Weltkarte sehen kann:
Dabei musste ich leider die Karte wechseln, da die Seite, mit denen ich es die letzten beiden Male gemacht habe, nicht mehr funktioniert. Dieses Mal habe ich es damit erstellt: Amcharts.com. Die Jpg-Relikte entstehen leider beim hochladen auf WordPress.
Wie man aber sieht hat sich die Karte schon gut gefüllt. Am auffälligsten ist sicher Grönland (auch wenn die „Apotheke“ dort in einen Supermarkt integriert ist) und in Afrika sind ein paar Länder dazugekommen.
Natürlich nehme ich auch weiterhin Apotheken von Ländern (und Orten), die schon gebracht wurden in der Serie Apotheken aus aller Welt – aber speziell freue ich mich von Apotheken von Orten und Ländern, die noch nicht gebracht wurden. Davon gibt es noch einige:
Europa: Bulgarien, Belarus, Zypern, Moldavien, Montenegro, Mazedonien, Vatican City, Isle of Man, Andorra, San Marino.
Nord/Zentralamerika: Bahamas, Dominikanische Republik, Honduras, Jamaica, Puerto Rico, Aruba, Barbados, St. Barthelemy, Grenada, St. Kitts and Nevis, St. Lucia, Martinique, Trurks und Caicos Inseln, British Virgin Inseln, Anguilla, Bermuda, Dominica, St. Pierre and Miquelon, Cayman Inseln, St, Martin, Montserrat, Sint Marteen, Trinidad und Tobado, St. Vincent and the Grenadines, US Virgin Inseln, Bonaire.
Südamerika: Falkland Inseln, Französisch Guinea, Guyana, Paraguay, Uruguay, Surinam, South Georgia and South Sandwich Inseln
Afrika: Angola, Burkina Faso, Burundi, Benin, Botswana, Zentralafrikanische Republik, Republik of Kongo, Elfenbeinküste, Djibouti, Algeria, Eritrea, Gabon, Ghana, Gambia, Guinea, Equatorial-Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Lesotho, Lybien, Mauritius, Mali, Mauritanien, Malawi, Mozambique, Niger, Reunion, Ruanda, Sudan, Sierra Leone, Senegal, Somalia, Süd-Sudan, Swaziland, Chad, Togo, Tunesien, Uganda, Zambia, Western Sahara, Comoros, Saint Helena, Sao Tome and Principe, Mayotte, Kapverde, Seychellen
Asien: Arabische Emirate, Bangladesh, Brunei, Bhutan, Irak, Iran, Krgyzstan, Nordkorea, Kuwait, Kazakhstan, Lao People’s Democratic Republic, Libanon, Macau, Mongolei, Pakistan, Saudi Arabien, Syrien, Tajikistan, Timor-Leste, Turkmenistan, Uzbekistan, Yemen, Malediven, Bahrain
Ozeanien: die vielen kleinen Inseln: Christmas Islands, Fiji, Guam, Marshall Inseln, Neu Kaledonien, Norfolk Inseln, Nauru, Niue, Papua Neu Guinea, Solomon Inseln, Tonga, Vanatu, Tuvalu, Samoa, Französisch Polinesien, Cook Inseln …
Also: Falls ihr zufällig dort hin reist, oder vielleicht schon da gewesen seid und eine Apotheke auf einem Foto findet: schickt es mir! (mail siehe Kontaktseite oder grüner Umschlag in der Seitenleiste hier)
Da war diese Patientin, die regelmässig 5 Minuten vor Ladenschluss hereinkam mit einem neuen Rezept. Das ist abends um kurz vor 7 Uhr. Sie gehört auch nicht zu den Personen, die den ganzen Tag arbeiten müssen .. und trotzdem machte sie das regelmässig.
Dann würde sie – nachdem man das Rezept ausgeführt hat und ihr die Dosierung erklärt hat – fragen, ob (und wieviel) die Versicherung daran zahlen würde, ob es da nicht etwas gebe, das man ohne Rezept bekommt, was für Nebenwirkungen das hatte und dann … entschied sie sich (fast immer) dafür das Medikament doch nicht zu nehmen.
Noch nicht genug damit versuchte sie immer noch länger zu bleiben indem sie nach Vorschlägen für Medikamente für ihre anderen Beschwerden fragte. … Das alles, während rund um sie herum der Laden geschlossen wurde: Strassensteller hineingenommen, andere Kasse nach hinten versorgt, Computer heruntergefahren und schliesslich Türe geschlossen … denn inzwischen war es meist 15 Minuten nach Ladenschluss.
Das war die schlimmste. Da half eigentlich erst, als man ein paarmal sagte, dass man das Rezept leider erst am nächsten Tag ausführen könnte (weil Medikament nicht da … oder so) und ziemlich deutlich wurde, was die Schliesszeit betraf („Tut mir leid, aber wir schliessen jetzt, ich berate sie gerne morgen zu den Öffnungszeiten über XYZ, ich sehe schon, dass das etwas länger dauert“ – freundlich lächeln nicht vergessen).
Aber auch tagsüber gibt es so ein paar Kunden, die nenne ich für mich „Columbo-Kunden“. Ihr wisst schon, das war dieser Detektiv, gespielt von Peter Falk in der amerikanischen Fernsehserie. Sein Standardzug war, dass er wenn er einen Verdächtigen hatte, da nicht locker liess … und bei Befragungen auch immer wieder mal zurückkam mit: „Ich hätte da noch eine Frage …“ („Just one more thing“)… immer dann, wenn man dachte, jetzt sei er fertig.
So ein Columbo-Kunde geht ähnlich vor. Erst hat er ein neues Rezept (okay), dann fällt ihm ein, dass er vom Dauerrezept auch noch das eine mitnehmen könnte (okay) … und wenn man das hat, dann kommt garantiert vom selben Dauerrezept nochmal etwas. Und dann vom Augenarzt die Tropfen. Und dann (wenn man schon hier ist) könnte man ja auch grad noch (irgendetwas aus dem Freiverkauf?) mitnehmen. Das ist alles okay (ich meine: ist ja gut, wenn man das alles zusammen machen kann) – wenn man dabei nicht das Gefühl hätte, dass das absichtlich so … Stufenweise gemacht wird. Dazwischen hat man immer wieder praktisch den Vorgang abgeschlossen, man ist bei den letzten Smalltalk Worten zur Verabschiedung … und dann kommt noch etwas. Rinse and repeat. Da hilft es auch nichts, wenn man jedesmal fragt: „Darf es sonst noch etwas sein?“ Oder „Brauchen Sie heute noch etwas anderes?“ … denen fällt immer noch etwas ein. Einfach erst nachher.
Tagsüber finde ich das ansatzweise nervig (da Zeit- und auch Papierverschwendung, wenn noch mehr Etiketten ausgedruckt werden), aber nicht sehr schlimm – ausser es warten deutlich noch andere Kunden darauf, dass die so lange „gebundene“ Apothekerin frei wird. Abends nach Ladenschluss ist es einfach nur unverschämt.
Von Doris: Danke für den Lacher!
Jetzt habe ich dir auch einmal ein Fundstück, gefunden im Altersheim wo ich arbeite:
Das hätte mir halt wirklich früher mal jemand sagen sollen….
…. und ich hatte immer Probleme dass unsere Bewohner die Dinger fast nicht schlucken konnten 😂😉
Ja – da steht „Nicht einnehmen“ auf der Etikette der Apotheke für die Kompressionsstrumpfpackung.
Schon klar, dass sie eine Etikette draufgeklebt haben wegen dem Namen des Patienten, damit man weiss, wem sie sind. Und auch klar, dass zum Beispiel auf Salbenpackungen das (auch auf der Etikette) draufstehen muss … aber hat wirklich schon jemand versucht Strümpfe zu essen? Wir werden es nie erfahren, aber meist kommen so explizite Gebrauchsanweisungen nicht von ungefähr.
Noch eine grosse Apotheke aus Madagaskar von meinen Eltern, diesmal in Antsirabe, die drittgrösste Stadt dort. Ich finde es ja immer spannend das Sortiment zu betrachten🙂
Nicht wirklich viel, so wie’s aussieht. Ausnahmen gibt es ja (leider) immer, aber bei den 10 getesteten Apotheken waren die Apotheker durchgehend korrekt und haben freundlich beraten: unter 4 Augen im Beratungsraum. Keinerlei Anschuldigungen von wegen der Covergeschichte vom Sex unter Alkoholeinfluss mit dem One-night-stand. Das habe ich auch nicht anders erwartet.
Negativ aufgefallen ist nur dies:
In der St. Galler Apotheke Amavita rief die Angestellte mit lauter Stimme nach der Apothekerin: «Eine Kundin für die Pille danach!» Gut hörbar für alle Anwesenden. In der Apotheke Sunstore im Berner Storchengässchen berechnete die Apothekerin den Zyklus falsch. Sie erklärte, dass die Testerin vermutlich nicht schwanger werden könne, weil vor zwei Wochen die letzte Periode begonnen hatte.
Umm ja. Das macht man nicht. Auch heute nicht. Durch den Laden rufen (gerade bei so etwas) ist sehr unfein – bitte die Angestellte darauf hinweisen. Was den falsch berechneten Zyklus angeht: Hmpf. Im Zweifel gebe ich auch direkt nach der Menstruation die Pille danach ab … Unregelmässigkeiten und Ausnahmen gibt es auch hier und es gilt: lieber sicher als „sorry“.
Meine Eltern füllen ein Loch auf meiner Welt-Apotheken-Karte: Madagaskar. Und es sieht aus, als haben sie dort (zumindest in den grossen Städten) sehr brauchbare Apotheken!
Hier eine aus Antanaravio (Tana), der Hauptstadt von Madagaskar:
Drogist Urs arbeitet noch nicht so lange bei uns, da kam ein Kunde, männlich und fragte nach Slipeinlagen. Nichts ungewöhnliches, aber da Donna grad frei war, gab Urs ihn an sie weiter.
Das kam dem Kunden wohl grad recht. Es folgt ein „Verkaufsgespräch“ mit deutlich TMI (too much information = zu viel Information).
Kunde mit breitem Grinsen: „Die Slipeinlagen sind für meine Freundin. Wissen Sie, weshalb sie die braucht?“
Und ohne eine Antwort abzuwarten: „Die braucht sie wegen mir, wenn ich bei ihr bin, ist sie unten immer ganz … übertriebenes Augenzwinkern – Sie verstehen schon!“
Donna reagiert darauf so ganz gar nicht und bringt ihn nur zum Steller mit der Intimpflege und Einlagen auf die sie deutet.
Kunde: „Ich brauche aber eine, die nicht parfümiert ist! Ich sag ihnen auch warum: ich mag es nicht, wenn meine Freundin dort nach etwas anderes riecht als sie selber, vor allem nicht, wenn ich …“
Jetzt hat Donna genug. Sie schnappt sich die nächste Packung Slipeinlagen, dünn und unparfümiert, wendet sich ihm direkt zu, schaut ihm in die Augen und sagt: „War es das jetzt? Gibt es sonst noch etwas, das sie mir erzählen müssen? … (Pause) … Ansonsten ist da drüben die Kasse!“
Kunde – jetzt eher etwas kleinlaut, kauft die Packung bei ihr und geht.
Danach wendet sich Donna erbost Urs zu, der das Ganze gar nicht mitbekommen hat:
„Mach das nie mehr!“
Und damit stapfte sie erst mal davon.
Erst später am Tag, nachdem sie sich beruhigt hat, hat sie ihm erklärt was Sache war. Urs hat sich entschuldigt, indem er versprochen hat, derartiges nicht mehr weiterzugeben, wenn es ein Mann ist, der das verlangt. Damit war das gute Betriebsklima wieder hergestellt und die Sache erledigt.
Aber Leute gibt’s.
Danke an Ingrid, die dies entdeckt und mir geschickt hat – und ich habe noch nicht einmal geantwortet … tut mir leid! Dafür kommt das hier:
ich war in der letzten Woche in Ste. Marie-aux-Mines in Frankreich zur alljährlichen Europäischen Quiltausstellung. Dort gab es 2 Objekte, bei denen die Apothekeraugen genauer hinsehen mussten. Bei Fathers Helper war alles Mögliche an Blistern vertreten, bei dem Gewichtheber waren alle Blister gleich, ich konnte aber nicht sehen, um welches Präparat es sich handelte.
Kunde: „Kann ich mir die Schmerztabletten bis Montag ausleihen, und zurückbringen, wen ich sie nicht brauche?“
Sowas macht mich immer ein bisschen sprachlos. Vor allem, wenn dahinter dann noch so etwas kommt wie: Dann kann ich am Montag beim Termin beim SD-Arzt grad dort etwas nehmen / bis dann ist es vielleicht da, ich habe das schon im Internet bestellt / die Apotheke, wo ich sonst gehe hat schon zu (und ähnliches).
Jetzt, hier bin ich gut genug … aber nur bis Montag? (Und: lohnt sich das wirklich für sie bei einem Medikament unter 10 Franken??)
Patient: „Da steht drauf alle 12 Stunden 1 Tablette.“
Pharmama: „Das ist richtig, Also 2 pro Tag.“
Patient: „Ein Tag hat aber nur 12 Stunden!“
Pharmama: „Äh, nein. Wir zählen nicht nur die mit Licht.“
(Und jetzt im Winter wäre das noch weniger?)
Merkt ihr’s? Es wird wieder kalt. Auch wenn wir hier nach dem verregneten Sommer einen ausgesprochen schönen (und warmen) Herbst hatten, jetzt geht es wirklich in Richtung Winter und kalt.
Genau der Richtige Zeitpunkt also, Euch hier eine Firma vorzustellen, die mit Wärmewäsche gross geworden ist und mit ihren orthopädischen Produkten auch in vielen Apotheken vertreten ist – in der Schweiz vor allem in der Romandie, aber sie sind auch international tätig: Gibaud.
Die haben eine amüsante Entwicklungsgeschichte: 1890 wurde die Firma von den Pichon Brüdern im französischen St. Etienne gegründet. Das Spitzenprodukt war ein Flanellband, das sich die Arbeiter um die Hüfte binden, um sich warm zu halten. Man kann sich vorstellen, dass das früher ein grosses Problem gewesen ist, nicht nur draussen, sondern auch wenn man in schlecht geheizten Räumen arbeiten muss.
1935 hat ein Dr. Gibaud nach einem Angelausflug mit Maurice Pichon dann den ersten schlauchförmigen Gürtel zum wärmen erfunden – statt Flanell nahm man jetzt Wolle und musste nicht mehr mühsam binden, sondern konnte ihn einfach überziehen. Der Slogan „Reins au Chaud du Dr Gibaud“ – etwa „warme Nieren von Dr. Gibaud“ macht die Marke bekannt.
Bild: links Vintage Werbung, rechts die moderne Version desselben.
Es folgen weitere Produkte der Thermotherapy wie Wollunterwäsche und dann ein komplettes orthopädisches Produktsortiment: die Marke Gibortho mit rezeptpflichtigen Produkten, spezialisiert auf Rheumatologie und Traumatologie zum Beispiel Cervikalstützen mit abnehmbarem und waschbarem Bezug und noch weitere innovative Produkte im Bereich Orthesen für Knie, Handgelenke etc.
Seit 2006 gibt es von ihnen den ersten Lendenstützgurt aus Jeansstoff: Lombogib®. Von diesen machen sie auch Schwangerschaftsgurte: Lombogib Maternity, den meine aktuell schwangere Kollegin testen durfte – an der Stelle ein herzliches Dankeschön für’s testen!
Der Lendengürtel (Bild) wurde für die speziellen Anforderungen in der Schwangerschaft entwickelt. Hinten gut stützend, vorne elastisch unter dem Bauch. In der Grösse einstellbar besteht er aus 2 Teilen. Es gibt ihn in den Farben (Jeans-)blau und Grau.
Meine Kollegin meinte dazu: „Der Gurt stützt sehr gut – er ist sehr stabil, das Material sehr fest, fast dick. Für jetzt (im Winter) ist das gut, im Sommer vielleicht etwas zu „viel“. Einstellen und anziehen geht sehr gut, vorne ist er auch elastisch genug. Grundsätzlich eine sehr gute Sache.“
Anzufügen vielleicht noch, dass sie ihn nicht unbedingt „bräuchte“. Der Lombogib ist für Rückenschmerzen gedacht und Leute mit Rückenproblemen, die etwas Stütze brauchen können, auch nur phasenweise, bei belastenderen Aktivitäten.
Der Katalog von Gibaud, enthält noch eine Menge mehr an orthopädische Stützen, Kompressionsstrümpfen und Wärmetherapie-Wäsche – den werde ich in der Apotheke weiterhin brauchen, da ich das noch gelegentlich brauche. Auf den Packungen hat es übrigens QR Codes drauf, die (Patienten und Fachpersonal) zum Youtube Kanal von Gibaud führen, wo man sich (bisher zwar nur auf französisch) kurze Lehrfilme zu den Produkten ansehen kann.
Ich weiss nicht, wie ihr das seht, aber für das neue Produkt, das mir in der Apotheke letztens vorgestellt wurde, würde ich am liebsten eine neue Blogsparte eröffnen: Unsinnprodukt der Woche (oder des Monats):
Echt jetzt? Intimwaschlotion für Mädchen ab 3 Jahren? Ja. Laut Vertreter ist das „vom Markt gewünscht!“
Kann ich so nicht bestätigen. Tatsächlich hatte ich das gerade einmal in all den Jahren: (das habe ich hier beschrieben) … und fand das damals schon … fraglich. Ist das wirklich nötig? Und: hinterlässt das bei anderen auch so einen … äh …seltsamen Nachgeschmack? (Vielleicht liegt das auch nur am Pfirsich-Geruch, den das auch noch hat … es kommt übrigens im Girly-Rosa Spender).
Der junge Mann mit Basketballmütze in der Apotheke verlangt Makatussin Sirup.
Jetzt … weil das bei uns in der Gegend leider stark missbraucht wird, sind wir dazu übergegangen den Sirup nur noch auf Rezept an jüngere abzugeben, (Altersgrenze ca. 25 Jahre) den Rest verweisen wir auf die (zahlreichen) Alternativen ohne Codein.
Bei dem hier bin ich etwas unschlüssig – Alter … an der Grenze zu dem, wo wir es wieder abgeben. Trotzdem. Ich erkläre ihm, was Sache ist und die Alternativen.
Er: „Nein, ich will den Makatussin Sirup. Dann bekomme ich das hier nicht?“
Pharmama: „Nein.“
Er: „Na – ich weiss, wo ich das herbekomme.“
Sagt’s, bleibt noch einen Moment stehen, als ob ich es mir jetzt vielleicht anders überlege und geht, als ich keine derartigen Anstalten mache.
Gut – mir ist dann auch klar, dass das die richtige Entscheidung bei ihm war. Sowas ist unangenehm, aber ich denke, wenn wir das nicht machen (und wir sind bei weitem nicht die einzige Apotheke in der Gegend, die das so handhabt), werden die Codeinhaltigen Sirupe bei uns irgendwann auch alle rezeptpflichtig … und das wäre doof für diejenigen Patienten, die das wirklich brauchen können.
Interessant ist, dass die Jungen hier das mit dem Makatussin anscheinend mitbekommen haben – jetzt versuchen sie dasselbe einfach mit dem Benylin. Und es ist immer dieselbe Geschichte, die wir dann hören: „Ich hatte Kontakt mit dem Arzt und er meinte, ich soll den XXX Sirup nehmen.“ – Seltsamerweise wollen sie aber nicht, dass wir dann den Arzt anrufen um das zu bestätigen …