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Pedro Memelsdorff
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Pedro Memelsdorff
Musikalischer Leiter, Blockflötist, Mediävist
Der musikalische Leiter, Blockflötist und musikwissenschaftliche Mediävist Pedro Memelsdorff wurde in Argentinien geboren und lebt seit 1977 in Europa. Seinen Abschluss in Blockflöte und Alter Musik erhielt er an der Schola Cantorum Basiliensis und dem Sweelinck Conservatorium Amsterdam. Seine Dissertation in Musikwissenschaft wurde von der Universität Utrecht mit dem Prädikat cum laude gewürdigt und erhielt den Fünfjahrespreis „Jan Pieter Heije“.
Als Musiker war er seit 1981 Mitglied in Jordi Savalls Hesperion XXI und seit 1984 Mitglied des Duos Pedro Memelsdorff-Andreas Staier. Mit beiden Ensembles trat er weltweit auf und wirkte an Referenzeinspielungen mit. 1987 gründete er das vielfach ausgezeichnete Ensemble Mala Punica.
Für Forschungen zu spätmittelalterlichen Repertoires und Quellen war er Fellow der Villa I Tatti (The Harvard University Center for Italian Renaissance Studies in Florence) und ist zur Zeit Affiliate Researcher der Universität Utrecht, Mitherausgeber des Basler Jahrbuch für historische Musikpraxis und Mitglied der Studiengruppen „Transmission of Knowledge as a Primary Aim in Music Education“ und „Tablatures“ der International Musicological Society, sowie Mitglied der wissenschaftlichen Beiräte des Journal of the Alamire Foundation, der Miami Bach Society, von DIAMM (Digital Images Archive of Medieval Music, Oxford), und der „Ars nova“- Reihe von LIM (Libreria Musicale Italiana in Lucca, Italien).
Memelsdorff war Gastprofessor an mehreren Institutionen in Europa, Amerika und Japan, sowie Leiter für den Master in Alter Musik an der Escola Superior de Música de Catalunya in Barcelona (Spanien). Er war Leiter der Schola Cantorum Basiliensis (Basel, Schweiz) und ist seit 2006 Leiter des Seminars für Alte Musik an der Fondazione Giorgio Cini in Venedig (Italien). Im Frühjahr 2010 war er Ernest-Bloch-Lecturer an der University of California in Berkeley und 2014 Distinguished Blodgett Artist an der Harvard University. Seit September 2015 ist er künstlerischer Leiter des Festivals Festtage Alte Musik Basel.
Er ist Mitherausgeber von Coping with the Past. Creative Perspectives on Conservation and Restoration (mit Pasquale Gagliardi und Bruno Latour), Autor einer zweibändigen Monographie zum Codex Faenza 117 für LIM und veröffentlicht regelmäßig in Fachzeitschriften.