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Weinerntebericht 2015
IVS.- Die ausgezeichneten klimatischen Bedingungen im Sommer und während der Weinlese ermöglichten eine gute und regelmässige Traubenreife. Dies deutet auf ein Weinjahr von hoher Qualität hin. Dank der raschen Traubenreife begann die Weinlese offiziel am 8. September 2015.
Der Austrieb, das Aufbrechen der Knospen, setzte 2015 Mitte April ein. Im Zehnjahresvergleich bedeutet das eine leichte Verzögerung. Nach einem besonders niederschlagsreichen Mai – die in Sitten erhobene Niederschlagsmenge war mehr als doppelt so hoch als die Norm 1981-2010 – erfolgte die Blüte anfangs Juni unter feuchtwarmen Bedingungen. Während des Sommers herrschte ein trockenes und warmes Wetter, was die Entwicklung von Rebkrankheiten gehemmt und die Entwicklung einer gesunden Laubwand gefördert hat.
Der Reifevorgang setzte für die Rebsorten der ersten Reifeepoche eine Woche früher als im Weinjahr 2014 ein. Das trockene Wetter im Juli bewirkte einen moderaten Wasserstress, welcher den Traubenreifevorgang noch zusätzlich positiv beeinflusste. So führte die rasche Zuckereinlagerung zu einem frühzeitigen Beginn der Weinlese am 8. September 2015. Nach der sehr arbeitsaufwändigen Weinlese 2014 schätzten die Winzer dieses Jahr das hochqualitative Traubengut und das günstige Wetter.
Zuckergehalte leicht über dem Durchschnitt
Die natürlichen Zuckergehalte der Traubenernte 2015 liegen leicht über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre. Für die Hauptrebsorten wurden folgende Grade gemessen: Chasselas 83.6 °Oe (79.4 °Oe), Pinot Noir 95.1°Oe (94.1°Oe) und Gamay 92.3°Oe (91.0 °Oe).
Eine mengenmässig kleine Ernte: 41 Millionen Kilogramm Trauben
Mit 24.8 Millionen Kilogramm roten Trauben (60%) und 16.2 Millionen Kilogramm weissen Trauben (39%) liegt die Walliser Ernte 2015 um 15.5 Prozent unter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre. Nach den geringen Ernten 2013 und 2014 handelt es sich um die dritte aufeinanderfolgende, mengenmässig kleine Ernte im Walliser Rebberg.
Jahrgang 2015: Auserlesene Weine
Die warmen Tage und kühlen Nächte im September ermöglichten eine regelmässige Traubenreife, was eine gute Qualität garantiert. Die ersten Degustationen offenbaren erstaunliche Weine, sowohl bei den Weiss- wie bei den Rotweinen. Sie sind zugleich warm, gehaltvoll, äusserst aromatisch und geschmeidig.
Die Rotweine zeichnen sich durch ihre dunkle und tiefgründige Farbe aus. Das Bouquet ist intensiv mit einem Aroma aus gut gereiften schwarzen und roten Früchten, versetzt mit Gewürzen. Im Gaumen breiten die Rotweine sich kraftvoll, grosszügig und konzentriert aus, mit einem soliden Gehalt gestützt auf umhüllte und seidige Tannine.
Bei den Weissweinen wurde entschieden, keine zweite Gärung durchzuführen. Dadurch konnte die dynamische Frische bewahrt werden. Die Weine weisen eine ausdrucksstarke Fruchtigkeit von reifen Früchten auf, die durch eine erfrischende Säure ausbalanciert werden. Wunderbar ausgeglichene Weissweine, reichhaltig und frisch. Die Kraft und die Stärke der Petite Arvine dieses sonnigen Jahrgangs enthüllt Fruchtnoten von Pink Grapefruit und reifen Zitrusfrüchten.
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