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3. November 2014:

Thema: Ergänzungsleistungen (EL)
Sozialversicherungs-Betrug an IV- und AHV-Rentnern
Eine Harmonisierung zwischen IV/EL und Sozialhilfe existiert bis heute im Kt. Schwyz nicht
Ein IV-Rentner (Single) mit Minimalrente erhält Fr. 1'170.-- plus EL Fr. 1'600.85 = Fr. 2'770.85. Hinzu kommen können evtl. noch Fr. 175.- für eine lebensnotwendige Diät (z.B. schadstofffreie Bioernährung). Zusammen ergibt dies dann Fr. 2'945.85.
Bei einem Zweipersonenhaushalt sieht es dann "theoretisch" so aus: Fr. 1170.-- plus Verheirateten-EL Fr. 2'401.25 = Fr. 3'571.25. Plus evtl. Fr. 175.- für eine lebensnotwendige Diät. Zusammen wären dies dann Fr. 3'746.25.
Was denken Sie nun, passiert, wenn die Frau eines Ehemannes mit 100%-IV-Minimalrente neben ihrer Ausbildung noch arbeitet und Fr. 1'600.-- zum Haushalt beisteuert?
Normal und nach gesundem Menschenverstand müsste es so sein, dass zur IV/Single-EL inkl. Diätkosten des Ehemannes von 2'945.85 (siehe oben) der Verdienst der Ehefrau im Betrag von Fr. 1'600.-- dazu käme, was dann Fr. 4'545.85 ergäbe.
Leider aber sieht die Praxis im (kranken) Schwyzer Sozialversicherungssystem komplett anders aus: Eine Single-EL erhält der invalide Ehemann aufgrund der Tatsache, dass er geheiratet hat, nicht mehr, sondern lediglich noch eine IV-Minimalrente von Fr. 1'170.--. Eine Verheirateten-EL gibt's ebenfalls nicht, weil die Schwyzer Ausgleichskasse den Lohn der Ehefrau im Betrag von Fr. 1'600.-- nicht anerkennt und an Stelle der effektiven Einkünfte dem Ehepaar ein fiktives Einkommen von rund Fr. 50'000.-- unterstellt, aufgrund dessen kein Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL) bestehen soll. (Alles komplett im Widerspruch Art. 9BV zu Treu und Glauben!)
Obwohl der Ehemann aufgrund seiner 100% Invalidität einen Anspruch auf die vollen Ergänzungsleistungen hätte und die Frau zusätzlich zu ihrer Ausbildung arbeitet, wird aus den beiden behördlich ein "Sozialhilfefall" konstruiert
Und das in einem Kanton, der mehr als 4x so viele Vermögensmillionäre zählt wie Sozialhilfeempfänger!
Zum obigem realen Sozialversicherungs-Trauerspiel kommt dann noch - infolge künstlicher Abstufung auf Sozialhilfe-Niveau - der "bürokratische Sozialhilfe-Wahnsinn" (vgl. Fürsorgebehörde Ingenbohl!) dazu mit ständigen Kürzungen des wirtschaftlichen Grundbedarfs um 15%, Verweigerung situationsbedingter Leistungen, Integrationszulagen, Nicht- oder absichtlich verspäteter Auszahlung der WSH usw.
Warum können Sie über solches nichts im "Bote der Urschweiz" und anderen Medien lesen?
Weil die ungeschminkte Wahrheit über das Schwyzer (Schweizer) Sozialversicherungs- bzw. Sozialhilfesystem zu peinlich ist?
Ich bin parteipolitisch absolut unabhängig. Seit jeher. Aber ich staune, dass solcher „Behörden-Wahnsinn“ von Medien scheinbar unbemerkt ablaufen kann – und Parteien, welche sich für soziale Anliegen engagieren müssten, solches ignorieren.