Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03615.jsonl.gz/2140

Ein ganzes Jahr musste die Tennis-Welt auf die Fortsetzung dieser elektrisierenden Rivalität warten. Heute Nacht (3.00 Uhr Schweizer Zeit) ist es wieder so weit: Roger Federer und Rafael Nadal treffen im Viertelfinal von Indian Wells aufeinander.
Nur zwei der bisher 28 Duelle zwischen den beiden (18:10-Bilanz für Nadal) fand nicht in einem Halbfinal oder Final statt: Die Premiere 2004 in der dritten Runde von Key Biscayne (6:3, 6:3-Sieg für Nadal) und 2011 ein Gruppenspiel bei den World Tour Finals.
Weil Nadal durch seine fast siebenmonatige Verletzungspause auf den fünften Rang der Weltrangliste abgerutscht ist, kommt es in der Wüste Kaliforniens nun bereits in der Runde der letzten Acht zum Duell zwischen dem Mallorquiner und dem Baselbieter.
Sowohl Nadal als auch Federer mussten im Achtelfinal hart arbeiten. Während Federer gegen Wawrinka trotz Breakrückstand im dritten Satz noch den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte, drehte Nadal einen Satzrückstand gegen den Letten Ernests Gulbis noch um.
Schon wieder ganz der Alte ist Nadal in Bezug aufs Understatement. Die Favoritenrolle schiebt er einmal mehr dem 31-jährigen Schweizer zu: «Ich habe wenig Selbstvertrauen. Das Duell mit Roger kommt für mich zu früh», erklärt der 26-Jährige.
Seit seinem Comeback im Februar hat Nadal bereits zwei von drei Turnieren gewonnen und einmal den Final erreicht. Mit einer Matchbilanz von 14:1 hat er auch bereits mehr Siege eingefahren als Federer (12:3), obwohl er beim Australian Open nicht antreten konnte.
Ein Fragezeichen besteht auch bei der Gesundheit der beiden Spieler. Während Federer über Rückenschmerzen klagte, gab Nadal zu, dass er sich nicht so bewegen könne, wie er das gerne würde. «Darum muss ich meine Strategie zum Teil anpassen.»
Das letzte Duell konnte Federer im Halbfinal von Indian Wells 2012 mit 6:3 und 6:4 für sich entscheiden. Auf Hartbelägen hat der Baselbieter mit 6:5 eine knapp positive Bilanz, von den letzten sechs Duellen haben beide Kontrahenten jeweils deren drei für sich entscheiden können.