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Die obstruktive Schlafapnoe ist durch Atemstillstände während des Schlafes gekennzeichnet. Der Begriff Schlafapnoe-Syndrom beschreibt alle Symptome und Folgen die durch solche Atemstillstände verursacht werden. Betroffene klagen in erster Linie über lautes, unregelmässiges Schnarchen, vom Partner beobachteten Atempausen, ausgeprägter Tagesmüdigkeit mit Einschlafneigung. Weitere Symptome sind nächtliches Schwitzen, morgendliche Kopfschmerzen, sexuelle Funktionsstörungen und Depressionen. Risikofaktoren zur Entwicklung eines Schlafapnoe-Syndroms sind: Übergewicht, männliches Geschlecht, enge Stellen im Nasen-Rachen-Raum mit vergrösserten Mandeln, übermässiger Alkoholkonsum vor allem am Abend, Rauchen, Gebrauch von Schlaf- und Beruhigungsmitteln.
Aufgrund der typischen Symptome kann das Schlafapnoe-Syndrom vermutet werden. Die Bestätigung erfordert jedoch eine Schlafuntersuchung. Liegt ein hoher Verdacht vor ohne Hinweise auf eine andere Schlafstörung, kann die weitere Diagnostik mittels einer ambulanten Untersuchung erfolgen (respiratorische Polygrafie). Liegen Hinweise auf eine andere Störung des Schlafs vor sollte bereits zu Beginn eine Polysomnographie (überwachte Schlafuntersuchung mit Hirnstromableitung) durchgeführt werden.
Die Therapie hängt vom Schweregrad des Schlafapnoe-Syndroms ab und vom Leidensdruck des Patienten. Bei leichteren Formen kann versucht werden mit einer Änderung des Lebensstils (Verzicht auf Rauchen, Akohol, Gewichtsreduktion) die Symptome zum Verschwinden zu bringen. Allenfalls kann auch die erzwungene Seitenlage, Zahnspangen oder die Didgeridoo-Therapie helfen.
Bei mittelschweren und schweren Formen reicht dies jedoch meist nicht aus. In erster Linie sollte in diesen Situationen die nächtliche Überdruckbeatmung (CPAP) eingesetzt werden.