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Das Schloss Schauensee verdankt seinen Namen der einmaligen Lage auf einer Felsnase über Kriens. Vom Schloss besassen die Besitzerfamilien einen überwältigenden Blick auf den Vierwaldstättersee (Vierländersee). So sind vom Schloss Schauensee aus zwei Arme des verzweigten Sees zu sehen: Das Luzerner Becken und der Kreuztrichter. Früher sah man sogar die Horwer Bucht, die heute aber hinter gewachsenen Bäumen und Gebäuden verschwindet.
Das Schloss an seiner erhabenen Lage genoss in Luzern einen hervorragenden Ruf. So gut, dass sich die Besitzerfamilie ab Mitte des 18. Jahrhunderts unter Josef Leons Meyer den Zusatz «von Schauensee» zum Familiennamen ergänzten.
Zum Schloss Schauensee gehört ferner der lateinische Satz «Nescit occasum» (Kennt keinen Untergang). Man findet ihn an zwei Orten im Schloss-Innern auf Türstürzen, womit ihm eine wichtige symbolische Bedeutung zukommt. So war der Satz lange Zeit das Losungswort für all jene, die im Schloss Einlass begehrten. Der Satz lehnt sich an den Nord-/Polarstern («Geht nie unter») und wird zurückgeführt auf den Schwedischen Nordstarorden (gegründet 1748) oder auf den Grafen von Sternberg (1242). Vor allem aber ist er auch der Leitspruch im Wappen der Meyer von Schauensee, denen das Schloss Schauensee lange gehörte.