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Hungerkrise Afrika
Die schwerste Heuschreckenplage der letzten Jahrzehnte hat in Äthiopien bereits Anfang 2020 viele Ernten zerstört. HEKS unterstützt seither betroffene Familien mit kleinen finanziellen Beiträgen, um sie vom Hunger zu bewahren.
Im Flüchtlingscamp Bidibidi leben rund 230'000 Geflüchtete aus dem Nachbarland Südsudan unter schwierigen Bedingungen. Zwar hat jeder Haushalt Zugang zu einem kleinen Stück Land, das aber oft sehr schwer zu bewirtschaften ist. Die stetige Abnahme der Nahrungsmittelverteilungen führt zu einem Konflikt zwischen den Geflüchteten und der einheimischen Bevölkerung. HEKS setzt sich deshalb dafür ein, die Nahrungsmittelproduktion für die Selbstversorgung zu verbessern und das Zusammenleben der verschiedenen Gruppen zu fördern.
Auch im Südsudan ist der Hunger allgegenwärtig: Die Schliessung der Grenzen aufgrund der Corona-Pandemie hat die Nahrungsmittel knapp werden lassen. Viele Kleinbauernfamilien essen deshalb ihr gespartes Maissaatgut, das für die Aussaat gedacht ist, und müssen ihre Tiere verkaufen. Daher verteilt HEKS Saatgut und Werkzeug, berät die Bevölkerung in nachhaltiger Produktion und informiert über die Hygieneregeln zur Prävention von Covid-19.