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Die Verwirrung über das, was eine Ehe ausmacht, bietet die wundervolle Gelegenheit, eine klare Sichtweise zu beschreiben. Dies habe ich anhand von G. K. Chestertons Pamphlet "The Superstition of Divorce" versucht (Echte Freiheit in wahrer Bindung, BuG 3/17). Er beschreibt ausgezeichnet, wie das (post)moderne Verständnis von Beziehungen dem Bemühen gleicht, Fenster in ein Haus einzusetzen, wo es gar keine Wände gibt.
Ein Ausschnitt zum Thema "befristete Verträge":
Wir fürchten uns in der heutigen Zeit vor Bindungen. Wir bevorzugen kurzfristige Abmachungen und flüchten uns in befristete Verträge. Dies meine ich nicht nur auf Konsum oder Arbeit bezogen. Dieselbe Mentalität hat sich längst innerhalb menschlicher Beziehungen ausgebreitet. Manche Gesprächspartner schrecken vor verbindlichen Zusagen zurück. Wer weiß, wenn die Laune wieder wechselt? „Wir haben uns getrennt, weil wir nicht mehr verliebt waren.“ „Wir haben uns auseinander gelebt.“ Dies würde Chesterton als falsche Romantik bezeichnen. Wahre Romantik stellt sich aber der Realität und erblüht erst darin.