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Das Podest
- 1. Marta Bassino (ITA) 2:19,69 Minuten
- 2. Federica Brignone (ITA) +0,14
- 3. Petra Vlhova (SVK) +1,13
Das erste Rennen der Weltcupsaison war fest in italienischer Hand. Marta Bassino entschied den Riesenslalom in Sölden knapp vor ihrer Landsfrau Federica Brignone, der Gesamtweltcupsiegerin der letzten Saison, für sich. Bassino hatte bereits im 1. Lauf klar geführt, Brignone machte das Rennen zum Schluss nochmals spannend.
Als 3. klassierte sich Petra Vlhova ebenfalls auf dem Podest. Die Slowakin arbeitete sich mit einem starken 2. Lauf von Zwischenrang 10 auf das Treppchen vor. Die Norwegerin Mina Fürst-Holtmann, 3. des ersten Durchganges, musste sich mit Rang 5 begnügen.
Die Schweizerinnen:
- 4. Michelle Gisin +1,30
- 8. Lara Gut-Behrami +2,56
- 11. Andrea Ellenberger +3,54
- 22. Priska Nufer +5,39
- 26. Wendy Holdener +7,28
Gleich im 1. Rennen der Saison verpasste Michelle Gisin das Podest nur um 17 Hundertstelsekunden. Es ist für die Innerschweizerin dennoch ein Erfolgserlebnis: Sie egalisierte ihr Bestresultat in einem Riesenslalom. Im 1. Lauf lag die Schweizerin ebenfalls auf dem 4. Zwischenrang. Lara Gut-Behrami verlor als 6. des 1. Laufs noch 2 Ränge, klassierte sich als 8. aber ebenfalls in den Top Ten.
Den wohl wildesten Ritt aus Schweizer Sicht zeigte Andrea Ellenberger im 2. Lauf: Nach Rang 25 im 1. Durchgang fuhr die Innerschweizerin angriffig und holte einen zwischenzeitlichen Vorsprung von 1,50 Sekunden raus. Lange blieb sie an der Spitze, zum Schluss resultierte mit der drittbesten Laufzeit Rang 11.
Wendy Holdener verkantete gleich zu Beginn des 2. Laufs als zwischenzeitliche 7. und fiel weit zurück. In ihrem allerersten Riesenslalom überhaupt durfte Priska Nufer, die mit Startnummer 64 ins Rennen gegangen war, bereits die Qualifikation für den 2. Lauf als grossen Erfolg werten. Zum Schluss resultierte Rang 22.
Der Rückschlag
Nachdem das österreichische Team im letzten Jahr erstmals seit 31 Jahren die Nationenwertung gegen die Schweiz verloren hatte, musste es gleich zu Beginn der Saison einen erneuten Rückschlag einstecken. Als beste Athletin der Austria-Mannschaft wurde Katharina Truppe 15.
Die Abwesende
Die grosse Abwesende hiess Mikaela Shiffrin. Die Amerikanerin verzichtete auf einen Start in Sölden, nachdem sie im Training Rückenschmerzen verspürt hatte. Sie wollte sich im Hinblick auf die nächsten Rennen im November schonen.
Die Stimmung
Das Rennen fand aufgrund der Coronavirus-Pandemie ohne Zuschauer statt. Von einer Wintersport-Party wie in all den Jahren zuvor war in Sölden diesmal überhaupt nichts zu spüren. «Ein bisschen eine traurige Stimmung», sagte der deutsche Alpin-Chef Wolfgang Maier, «wenn man weiss, was das hier immer für ein cooles Skifest war.» So höre man wie in den Fussballstadien jedes Wort.
Das weitere Programm
Nach dem Saisonauftakt haben die Athletinnen 4 ganze Wochen Zeit, die Erkenntnisse aus Sölden zu analysieren. Erst in einem Monat, am 13. November, geht es in Lech (AUT) mit einem Parallel-Slalom weiter.