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(S.L.) Prado und Green Fees sprangen zum 32. Schweizer Derby am besten ab, doch dann übernahm Choix Célèbre das Kommando und Thierry Thulliez platzierte Green Fees gleich dahinter, mit Shisun an seiner Seite. In der Gegenseite sah man die Farben von Aga Khan durch Diakali die Spitze nehmen, Green Fees behielt jedoch den Kontakt und auch Shisun war stets zur Stelle. Im Einlauf ging Green Fees in Front, war aber alleine etwas verloren und hing etwas nach aussen. Nun kam von weit hinten Raheb herangeflogen und es schien für einen Moment, als ob die Kräuliger-Farben zu Derby-Ehren kommen würden. Doch Green Fees zog nochmals an und hatte auf dem Zielstrich die Nase vorne. Er hatte bereits das Vorbereitungsrennen in Chantilly äusserst knapp gewonnen. Auch um den dritten Platz wurde es eng, Shisun verwies Diakali auf den vierten Platz, Blue Planet holte sich das letzte Geld. Trainer Nicolas Clément hatte schon mehrmals Starter in Frauenfeld, dies war sein erster Sieg im Derby. Green Fees wurde speziell für dieses Rennen vorbereitet und seine Entourage war im Hinblick auf das Rennen sehr zuversichtlich. Sie haben sich damit abgefunden, dass sie jeweils zittern müssen, weil Green Fees knapp gewinnt.
Im Grossen Preis der Model AG zeigte Pont des Arts, was er immernoch kann. Frédéric Spanu beorderte den Star aus dem Stall Kräuliger sofort in Front, vorerst in ruhigem Tempo. Als Halling River Druck zu machen begann, beschleunigte Pont des Arts wie er wollte und gewann das Rennen äusserst leicht.
Im Cross-Country sah man das gewohnte Bild: Negus des Mottes führte das Feld bis in den letzten Bogen, dort setzten der Favorit L'Indien du Cadran sowie Monkstown zum Angriff an. L'Indien du Cadran gewann das Rennen unter Jonathan Viard mühelos. Doch weil sich die Linien dieser Pferde nach dem letzten Sprung kreuzten, beraumte die Rennleitung eine Ex-Officio-Untersuchung an. Sie stellte fest, dass keine Behinderung stattgefunden hat. So blieb es beim Sieg von L'Indien du Cadran und das Ehepaar Kräuliger und Trainer Andreas Schärer konnten sich über zwei Tagessiege freuen.
Der Lomitas-Sohn Aruaru legte bei seinem ersten Lebensstart gleich die Maidenschaft ab. Im "kleinen Derby" sorgte Akarali an der Spitze für eine stramme Pace, als es in die Entscheidung ging, hatte der Mitfavorit sein Pulver aber verschossen. Mitte der Zielgeraden schob sich Stall Friendships Aruaru unter Aurélien Lemaître an die Spitze und verteidigte diese äusserst leicht bis ins Ziel. Was danach Rudolf Remunds Sirena zeigte, war schon fast sensationell. Im 24. Türler Sprint galoppierten die beiden ausländischen Gäste Sapphire und Tulum an der Spitze, die im Einlauf nicht mehr weiterkamen, sodass sich Boccalino in Front befand. Von weit hinten kam nun Sirena herangeflogen und legte bis ins Ziel unter Aurélien Lemaître noch dreieinhalb Längen zwischen sich und Eyecatsher, der Boccalino auf den dritten Platz verwies. Dies war nach Aruaru der zweite Trainer-Sieg von Christina Bucher.
Traditionsgemäss bestritten die Zweijährigen am Derby-Renntag ihr erstes Rennen. Lidasha vom Stall Berwangerhof gewann das Rennen unter Freddy di Fède praktisch Start - Ziel vor Just Moritz und La Bohème.
In grosser Form agierte auf der Allmend die Ecurie Max Gordon. Der Kreis der Sieganwärter im Preis des Kantons Thurgau, dem mit 10 000 Franken dotierten Trabrennen, war gross. Als Favoriten wurden am Totalisator Onic Dream und Number One Chah gehandelt, doch es kam ganz anders. Maribou de Moitot innen und Maître de la Piste aussen befanden sich in ruhigem Tempo an der Spitze, bis Maribou de Moitot nach einer Runde ansprang und den hinter ihm liegenden Qrack de la Frette wohl um seine Chancen brachte. Nun versuchte Number One Chah sein Glück in der Flucht, doch die Kraft reichte nur bis Mitte der Zielgeraden, wo Maître de la Piste wieder antrat, seinerseits aber innen von Norisdor und aussen von dessen Stallgefährten Nectar d'Hermès angegriffen wurde. Dieser gewann mit Joey Vignony im Sulky knapp gegen Norisdor; Maître de la Piste war als Dritter ebensoknapp geschlagen. Somit konnte die Ecurie Max Gordon einen Doppelsieg feiern. Im ersten Rennen musste sich deren Racing Fox nur vom Totofavoriten Heros Champ von Renata Fuchs mit Sonja Brunner im Sulky bezwingen lassen. Dieser griff Ausgangs des letzten Bogens an und setzte sich unwiderstehlich vom Feld. ab.