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Kosten für den Kanton Luzern im Bereich Wasserbau
Archiv: 1. Januar 1970
Anfrage von Sibylle Lehmann, namens der GB-Fraktion
Das Hochwasser vom 20. bis 24. August 2005 kostet den Kanton Luzern viel Geld. Aufgrund der Gefahrenhinweiskarte haben Luzerner Gemeinden beim Kanton derzeit über Hundert Bauprojekte zum Hochwasserschutz in Bearbeitung. Durch das Hochwasser werden es wahrscheinlich noch mehr werden.
Hochwasserschutz lohnt sich: Im Kanton Nidwalden beispielsweise haben Investitionen im Umfang von 26 Millionen Franken Schäden im Umfang von 100 Millionen Franken verhindert. Dort wo keine präventiven Massnahmen ergriffen wurden, hat es schlimme Verwüstungen gegeben.
Der Kanton Luzern stellt für Wasserbau jährlich rund 2 Millionen Franken zur Verfügung, Tendenz sinkend. Was nicht realisiert wird, kommt auf eine Prioritäten-, bzw. Pendenzenliste (d.h. "auf die lange Bank"). Die Planung und Realisierung grosser, wirkungsvoller Schutzmassnahmen dauert derzeit Jahre.
Der Regierungsrat wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:
- Ist der Kanton Luzern bereit, über mehrere Jahre deutlich mehr finanzielle Mittel in einen möglichst naturnahen Wasserbau zu investieren?
- Mit welchen kurz-, mittel- und langfristigen Kosten ist zu rechnen?
- Nach welchen Kriterien werden die von den Gemeinden eingereichten Projekte priorisiert?
- Wie wirken sich die gesamten Kosten zur Bewältigung des Hochwassers ‐ Bereiche Tiefbau, Hochbau, Wasserbau, Land- und Forstwirtschaft ‐ auf das Budget 2006 bzw. den IFAP aus?