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Erstmals schriftlich nachzulesen ist die Armensuppe in Seebach in einem Bericht der Zürcherischen Hülfsgesellschaft, wo über die bittere Armut in Seebach in den Jahren 1799/1800 berichtet wird. Die oben erwähnte Gesellschaft hat dabei einer unbekannten Anzahl Seebachern, darunter auch der Tochter des Jakob Meiers, dessen Haus am 4. Juni 1799 durch französische Truppen in Brand geschossen wurde, Armensuppe verabreicht. Die Armensuppe entsprach in etwa einer einfachen Gemüsesuppe ohne Fleisch.
Die Zeit der Kriegswirren in den Jahren 1798 und 1799 war für die Seebacher Bevölkerung eine harte Zeit, denn die fremden Truppen suchten in Seebach wie auch in den umliegenden Dörfern alle Bauernhäuser auf und requirierten nicht nur deren Vorräte, sondern auch Küchengeräte und das lebende Vieh. Die Rede ist von 7'000 bis 9'000 Mann, welche in Seebach untergebracht und verpflegt werden mussten und das bei einer Einwohnerzahl von rund 500. Da die Seebacher Bauern auch ohne diese Truppen nicht auf Rosen gebettet waren, kann man sich die Armut vorstellen, welche nach dem Abzug der Russen im August 1799 und der Franzosen im Oktober 1799 herrschte. Rasche Hilfe aus der Nachbarschaft war nicht möglich, da alle Nachbarorte vom gleichen Problem heimgesucht wurden.
Es hat Jahre gedauert, bis sich Seebach von dieser Katastrophe wieder halbwegs erholt hatte.
Quellen: - Broschüre der Zürcherischen Hülfsgesellschaft