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Heinz Freis Erfolge sprechen Bände: 15 paralympische Goldmedaillen, 14 WM-Titel und 112 Marathon-Siege. Für seine Leistungen als Leichtathlet, Langläufer und Handbiker wurde der 62-jährige Solothurner bei den Sports Awards mit dem Titel «Bester Para-Sportler aus 70 Jahren» geehrt.
Heinz Frei gilt als Pionier des Rollstuhlsports und geniesst in der Paralympics-Szene absoluten Legendenstatus. Als 20-Jähriger stürzte er bei einem Berglauf und erhielt die Diagnose Querschnittlähmung. Vier Jahre später nahm Heinz Frei an den Internationalen Stoke Mandeville Games teil und holte eine Medaille nach der anderen.
Im Alter von 62 Jahren fährt der Marathon-Weltrekordhalter als Handbiker noch immer vorne mit. Er bereitet sich auf seine 10. Teilnahme an den Paralympics in Tokio vor. Zu Japan hat der Rollstuhlsportler eine besondere Beziehung. Er war bereits 1983 mit einem selbstgebauten Rennrollstuhl als Leichtathlet beim Oita-Marathon am Start, welchen er zwischen 1989 und 1999 zehn Mal gewann.
Highlights aus Heinz Freis Karriere
Die paralympischen Sommerspiele 1984 waren aus Schweizer Sicht ein grosses Highlight. Gleich drei Rollstuhlsport-Legenden triumphierten in der Leichtathletik. Frank Nietlispach gewann vier Goldmedaillen, Heinz Frei drei und Rainer Küschall zwei. Und einer der drei Legenden blieb dem Spitzensport bis heute treu: Heinz Frei.
«Für mich war auch Barcelona 1992 sehr wertvoll, weil ich damals noch jung war und gleich drei Goldmedaillen gewann. Es gab ein Riesencrash im 5'000 Meter-Finale, der für Aufsehen sorgte und meinen Sieg fast "überstrahlte"», erzählt Heinz Frei. Die Para-Athlet*innen waren in Barcelona auch zum ersten Mal im olympischen Athletendorf untergebracht.
2004 kehrte Heinz Frei von den Sommerspielen in Athen das erste Mal ohne Medaille heim. Für den mittlerweile 46-Jährige stellte sich die Frage nach dem geeigneten Zeitpunkt seines Rücktritts. Diesen sah er jedoch noch nicht gekommen. Stattdessen entdeckte er das Handbiken als neue Sportart.
Und prompt holte er bei den Paralympics in Peking 2008 wieder zwei Goldmedaillen, eine im Zeitfahren und eine im Strassenrennen. Gerne erinnert sich Heinz Frei an diese, selbst für ihn, überraschenden Siege zurück. «Und London 2012 war auch goldig in vielerlei Hinsicht», fügt der Solothurner hinzu.
Für seine aussergewöhnlichen Leistungen wurde der Solothurner zwischen 1987 und 2009 im Rahmen der «Sports Awards» nicht weniger als zehnmal als Paralympischer Sportler des Jahres ausgezeichnet - das bedeutet über alle Kategorien gesehen Rekord.
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