Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03577.jsonl.gz/1374

Neuveville–St. Pierre (Fribourg)
|Kürzel||NStP|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1899-02-04|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1899 eröffnete und mit Wasserballast betriebene NStP war eine Aktiengesellschaft. Die ganzjährig verkehrende Bahn verband mitten in Freiburg die Unter- mit der Oberstadt (St. Pierre). Es handelte sich um eine typische innerstädtische Zubringeranlage mit hoher Verkehrsdichte. Grosso modo bot die NStP pro Tag um die 275 bis 300 Züge an. Mit ihrer Konstruktion beauftragt war die Firma Von Roll AG Bern.
Die Betriebsergebnisse der NStP bewegten sich stets im positiven Bereich. Auch die Kriegsjahre nach 1914 überstand sie problemlos. 1919 wurde mit 264'000 Fahrten sogar das höchste Passagieraufkommen seit dem Betriebsstart registriert. Ab 1904 konnte die NStP praktisch alljährlich eine Dividende ausrichten, die jedoch 4 Prozent des Aktienkapitalwerts nie überschritt. Ausserdem baute sie das vergleichsmässig geringe Fremdkapital kontinuierlich ab und legte Reserven an (bis 1920 insgesamt über 23'000 Franken). Weitere Investitionen wurden in die NStP im Untersuchungszeitraum keine getätigt.
Die Baukosten der zweischienigen NStP mögen in absoluten Zahlen mit 132'400 Franken zwar geringfügig erscheinen, auf den Bahnkilometer umgerechnet entsprach dies aber dem sehr hohen Betrag von 1.03 Mio. Franken. Gewichtigste Kostenfaktoren waren erwartungsgemäss der Unterbau und dahinter – überraschenderweise – das Rollmaterial. Wie bei anderen Standseilbahnen stellt sich auch hier jedoch die Frage, was im Einzelnen unter dem Posten «Rollmaterial» verbucht wurde. Insofern sollte diese Angabe nicht überinterpretiert werden. Bemerkenswert ist indessen, dass die NStP für den Landerwerb nur gerade 870 Franken ausgab.
Die Aktienmehrheit der NStP ging 1965 durch Kauf an die Stadt Freiburg über.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.