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Anspruchsberechtigte
Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung haben erwerbstägige Frauen, die Beiträge an die EO entrichtet haben.
a) Anspruch
Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung haben Frauen, die im Zeitpunkt der Niederkunft:
- Arbeitnehmerinnen sind oder
- selbständigerwerbend sind oder im Betrieb des Ehegatten oder der Familie mitarbeiten und einen Lohn vergütet erhalten oder
- arbeitslos sind und entweder ein Taggeld der Arbeitslosenversicherung beziehen oder die Anspruchsvoraussetzungen dafür erfüllen oder
- wegen Krankheit, Unfall oder Invalidität arbeitsunfähig sind und deswegen Taggelder einer Sozial- oder Privatversicherung beziehen.
Der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung entsteht, wenn die Anspruchsberechtigte:
- während 9 Monaten unmittelbar vor der Niederkunft im Sinne des AHV-Gesetzes obligatorisch versichert war
- in dieser Zeit während mindestens 5 Monaten eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat und
im Zeitpunkt der Niederkunft:
- Arbeitnehmerin ist oder
- Selbständigerwerbende ist oder
- im Betrieb des Ehemannes mitarbeitet und einen Barlohn bezieht.
Bei einer vorzeitigen Geburt reduziert sich diese Frist auf:
- 8 Monate bei Niederkunft vor dem 9. Schwangerschaftsmonat
- 7 Monate bei Niederkunft vor dem 8. Schwangerschaftsmonat
- 6 Monate bei Niederkunft vor dem 7. Schwangerschaftsmonat
Eine arbeitslose Mutter hat Anspruch, wenn sie im Zeitpunkt der Geburt ein Taggeld der Arbeitslosenversicherung bezog oder wenn sie am Tag der Geburt die für den Bezug eines Taggeldes nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz erforderlichen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt.
Eine Mutter, die im Zeitpunkt der Geburt arbeitsunfähig ist oder wegen der Arbeitsunfähigkeit die erforderliche Mindesterwerbsdauer nicht erfüllt hat, hat Anspruch, wenn sie bis zur Geburt eine Erwerbsausfallentschädigung bei Krankheit oder Unfall aus einer Sozial- oder Privatversicherung oder ein Taggeld der Invalidenversicherung bezogen hat. Erfüllt eine arbeitsunfähige Mutter diese Voraussetzungen nicht, so hat sie Anspruch auf Entschädigung, wenn sie im Zeitpunkt der Geburt noch in einem gültigen Arbeitsverhältnis stand, ihr Anspruch auf Lohnfortzahlung jedoch schon erschöpft war.
b) Beginn
Der Anspruch beginnt am Tag der Niederkunft und endet spätestens nach 14 Wochen bzw. 98 Tagen. Wenn die Mutter die Erwerbstätigkeit während dieser Zeit ganz oder teilweise wieder aufnimmt oder stirbt, endet der Anspruch vorzeitig. Bei mindestens 3 Wochen Spitalaufenthalt des Kindes beginnt der Entschädigungsanspruch von 14 Wochen erst mit Heimkehr des Kindes.
c) Vorrang der Mutterschaftsentschädigung
Sofern bei der Geburt ein Anspruch besteht auf Taggelder der:
- Invalidenversicherung
- obligatorischen Unfallversicherung
- obligatorischen Krankenversicherung
- Arbeitslosenversicherung
- Militärversicherung oder
- Erwerbsausfallentschädigung für Dienstleistende
geht die Mutterschaftsentschädigung dieser vor. Sie entspricht mindestens dem bisher bezogenen Taggeld. Der Bezug der Mutterschaftsentschädigung schliesst den gleichzeitigen Bezug von Taggeldern der vorhin aufgeführten Versicherer aus.
d) Anmeldung
Den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung macht die Mutter geltend:
- als Arbeitnehmerin via Arbeitgebenden bei der Ausgleichskasse
- als Selbständigerwerbende direkt bei der Ausgleichskasse
- als arbeitslose und erwerbsunfähige Person direkt bei der Ausgleichskasse