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Die zwei Hauptbestandteile von Blut sind die Blutflüssigkeit oder auch Blutplasma genannt und die verschiedenen Blutzellen – rote oder weisse Blutkörperchen und Blutplättchen. Hinzu kommen weitere kleine Teilchen wie Fett, Zucker, Salz und Eiweisse. Diese haben alle eine für das Leben notwendige Funktion.
Rote Blutkörperchen – Erythrozyten
Im menschlichen Körper befinden sich bis zu 30 Billionen roter Blutkörperchen, welche den lebenswichtigen Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen und das Kohlendioxid zurück zur Lunge transportieren. Die roten Blutkörperchen verfügen über den Blutfarbstoff Hämoglobin, der den Sauerstoff chemisch an sich bindet.
In einem einzigen Tropfen Blut befinden sich fünf Millionen rote, aber nur 9000 weisse Blutkörperchen. Die Überlebensdauer der roten Blutkörperchen beschränkt sich auf circa drei Monate, bis sie anschliessend sterben. Damit sich immer genügend davon im Körper befinden, bildet das Knochenmark pro Sekunde zwei Millionen neue rote Blutkörperchen.
Weisse Blutkörperchen – Leukozyten
Die weissen Blutkörperchen sind ein Teil des menschlichen Abwehrsystems. Sie verfügen über die Eigenschaft körperfremde Gewebe und Zellen zu erkennen und sich diese zu merken. Hatte man beispielsweise als Kind die Masern, so kennen die weissen Blutkörperchen den Masern-Virus. Kommt der Virus also ein weiteres Mal in den Körper, erkennen und zerstören sie ihn. Ebenfalls zur Körperabwehr zählen die Monozyten, die grossen weissen Blutkörperchen. Sie können sich sehr rasch bewegen und umzingeln und vernichten die Krankheitserreger, bevor sie tiefer in den Körper eindringen. Granulozyten schliesslich sind die ersten Angreifer unter den Leukozyten, die darangehen, in den Körper eindringende Krankheitserreger sofort unschädlich zu machen.
Blutplättchen – Thrombozyten
Die kleinsten sichtbaren und zudem die «klebrigsten» Zellen im Blut sind die Blutplättchen. Sie sind als eine Art «inneres Pflaster» wichtig für die Blutgerinnung und sammeln sich an Stellen, an denen eine Ader verletzt wurde, um die Öffnung wieder zu verschliessen. Durch die Blutplättchen gerinnt das Blut an der verletzten Stelle und bildet zum Verschluss eine Kruste.
Blutplasma
Das Blutplasma ist eine durchsichtige, leicht gelbliche Flüssigkeit, die rund 55 Prozent unseres Blutes ausmacht und den flüssigen Teil darstellt. Ohne diesen Bestandteil könnten die festen Blutzellen nicht durch unseren Körper transportiert werden. Es setzt sich aus 90 Prozent Wasser und 10 Prozent lebensnotwendigen, darin gelösten Substanzen zusammen. Bei diesen gelösten Substanzen handelt es sich um Eiweisse, Elektrolyte, Fette, Zucker sowie andere Inhaltsstoffe. Hinzu kommen Gerinnungsfaktoren, welche im Zusammenspiel mit den Blutplättchen für die Blutstillung an der Wundoberfläche notwendig sind. Werden dem Blutplasma die Gerinnungsfaktoren entzogen, so erhält man Blutserum. Darüber hinaus ist das Blutplasma für den Wärmetransport innerhalb des Körpers zuständig und wird innerhalb von sechs Stunden vom Körper ersetzt.
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