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E
isen ist ein wichtiges Spurenelement des menschlichen Stoffwechsels. 1/3 der ca 5 g Körpereisen befinden sich im Blutfarbstoff (Hämoglobin) und ermöglichen den Sauerstofftransport im Blut. ¼ des Eisens liegt auf Reserve und kann als so genanntes Ferritin gemessen werden. Nur 2% des Körpereisens sind im Blut als Serumeisen frei vorhanden. Der Rest verteilt sich auf Muskelzellen, Enzyme und Transferrin.
Zusammenfassend sind die Hauptfunktionen des Eisens also der Sauerstofftransport in Blut und Zelle, der Energiestoffwechsel in der Zelle und bestimmte Enzymfunktionen.
Eisen wird über die Nahrung im Dünndarm ins Blut aufgenommen (Resorption). Der Tagesbedarf liegt bei 1 mg (tausendstel Gramm), bei Schwangeren 2,5mg und bei stärkeren Eisenverlusten (starke Periodenblutung, andere unfall- oder krankheitsbedingte Blutungen) entsprechend höher.
Die Resorptionsfähigkeit des Eisens hängt u.a. davon ab, mit welcher Nahrung es zugeführt wird. Eisen aus Fleisch oder in Verbindung mit säurehaltigen Fruchtsäften oder Eiweiss reichem Soja kann besser aufgenommen werden als z.B. Eisen aus Gemüse.
Krankheiten: Häufiger Grund für Blutarmut ist Eisenmangel. Bei ungenügendem Angebot an Eisen können rote Blutkörperchen nicht in ausreichender Zahl und Größe hergestellt werden. Die typischen Symptome sind Müdigkeit, Konzentrationsstörung und Abgeschlagenheit. Bei Frauen ist die Eisenmangelanämie auf Grund der Menstruationsblutung häufiger.
Eisenmangel kann auch vorkommen, wenn eine chronische Erkrankung, Infektion oder Krebserkrankung vorliegt. Hier hat es meist keinen Nutzen, Eisen von aussen zuzuführen.
Es gibt auch ein Zuviel an Eisen, nämlich die seltene Eisenspeicherkrankheit, bei der zuviel Eisen im Organismus abgelagert wird. Unbehandelt führt dies zu vielfältigen Organschäden, insbesondere zum Leberschaden. Die Therapie besteht hier in regelmässigen Aderlässen und ggf. in der Gabe von Eisen bindenden Medikamenten.
Die Therapie des Eisenmangels, welcher mit einer Beeeinträchtigung des Allgemeinbefindens oder ausgeprägter Blutarmut einhergeht, besteht in der Zufuhr von Eisen, entweder in Kapselform geschluckt oder bei Unverträglichkeiten auf direktem Weg in die Vene per Infusion. Ziel ist es, nicht nur den erniedrigten Eisenserumwert im Blut, sondern auch das Ferritin (Reservoir) wieder aufzufüllen. Dies dauert mit Kapseln ca 6 Monate, mittels Infusion ca 6-10 Wochen.