Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/217687

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Gesetzesrevision zu unterbreiten, um die Medikationsqualität und Patientensicherheit bei Patienten mit Polymedikation zu erhöhen. Dabei sind insbesondere folgende Vorgaben zu berücksichtigen:</p><p>1. Die berechtigten Fachpersonen sind verpflichtet, ab gleichzeitiger Einnahme von fünf Arzneimitteln einen Medikationsplan zu erstellen.</p><p>2. Die Patienten erhalten die Möglichkeit, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel im Medikationsplan einzutragen bzw. eintragen zu lassen.</p><p>3. Liegt ein Medikationsplan vor, so ist dieser von allen beteiligten Fachpersonen aktuell zu halten.</p><p>4. Ein/e Apotheker/in führt mindestens halbjährlich einen Medikationsabgleich durch, um die Angemessenheit der Arzneimittel-Kombination zu prüfen und zu verbessern. Sind mehrere Fachpersonen an der Behandlung beteiligt, so kann eine Hausärztin/ein Hausarzt den Medikationsabgleich durchführen.</p><p>5. Diplomierte Pflegefachpersonen gleichen ab fünf Arzneimitteln die tatsächlich eingenommenen Arzneimittel mit dem Medikationsplan ab und melden allfällige Differenzen.</p><p>6. Um die Compliance zu erhöhen, erhalten Patienten das Recht, ihre Arzneimittel in der verordneten Zusammenstellung einnahmebereit (verblistert) zu beziehen.</p><p>7. Die Aufwände der Leistungserbringer sind tarifarisch zu vergüten, namentlich auch Leistungen in Abwesenheit der Patienten.</p>