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Norbert Jan Paprotny wurde am 6. Mai 1928 in Zabrze-Pawlow in Polen geboren. Nach Abschluss der Volksschule 1943 (während der Besatzungszeit der Deutschen von 1939 – 1945) wurde ihm als Pole jegliche Weiterbildung untersagt. Dank eines anti Hitler deutschen Malermeisters konnte er während der Kriegsjahre eine Lehre als Dekorationsmaler absolvieren. Um studieren zu dürfen, holte er 1952 die Maturitätsprüfung nach und studierte anschliessend 12 Semester an der Kunstakademie in Krakau mit Diplomabschluss 1959 in den Fachgebieten Malerei, Wandmalerei und Grafik.
Seit 1959 ist er als freischaffender Kunstmaler tätig und ist Mitglied des polnischen Künstlervereins. In verschiedenen Städten Polens und im Ausland nahm er an Gruppen- und Einzelausstellungen teil. 1962 wurde er mit einer Spezial-Auszeichnung der Jury an der internationalen Ausstellung in Monte Carlo gewürdigt.
In den Jahren 1959 – 1971 realisiert er Wandmalereien, Malereien auf keramischen Platten und Mosaiken in über 20 Kirchen und öffentlichen Gebäuden.
Nach neunjähriger Verfolgung durch den Staatssicherheitsdienst verlässt Norbert Paprotny 1972 Polen und wird als Flüchtling in der Schweiz aufgenommen. Bis 1979 arbeitet er in der Glasmalerei H. Mäder in Küsnacht und als Kursleiter in der Klubschule Migros für Malen, Zeichnen, Mosaik und Bauernmalerei. 1979 eröffnet er eine eigene private Kunstschule für Erwachsenenbildung in Zürich unter dem Namen „Kunstschule Atelier N. Paprotny“ und führt diese sehr erfolgreich bis zu seiner Pensionierung 1993. 1987 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Zürich.
Trotz der Beschäftigungen als Kursleiter und Glasmaler führte sein aus Berufung entstandener Arbeitsdrang zu vielen Ausstellungen in der Schweiz und im Ausland. 2003 – 2004 wurde er eingeladen, in vier Museen in Polen auszustellen und erhielt 2003 den Kulturpreis des Präsidenten seiner Heimatstadt Zabrze, der zugleich als eine Art teilweiser Rehabilitation seiner damaligen Flucht aus Polen gilt.
Das Werk von Norbert Jan Paprotny führt in eine Welt der Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen, der Empfindungen und Emotionen. Mit einem starken Sinn für innerbildliche, räumliche Wirkungen der Farbe vereint er in spontaner Pinselschrift die figürliche Darstellung mit der gegenstandslosen Flächenkomposition. Oft werden kritische Botschaften vermittelt, ohne die optimistische Wirkung des Bildes zu verlieren.
Da mischen sich Lebens- und Sinnesfreude mit dem Element des Kampfes sowie innerer Beweglichkeit, Denkprozessen und Leidenschaft.