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Im Alter von 50 Jahren verliebten sich die Eltern von Eric de Saint-Victor, Henri und Catherine, in Pibarnon, ein damals noch sehr kleines Weingut im Bandolais mit 3,5 Hektar, das von einem Mann aus dem italienischen Piemont geführt wurde. Wir schreiben das Jahr 1978 und die Baustelle, die auf das Paar wartet, ist nicht gerade klein. Sie müssen den Weinberg umgestalten, erweitern, die Terrassen festigen und die Mourvèdre-Pflanzen, die im harten Kalkstein verankert sind, dauerhaft kultivieren. Zur Erinnerung: Damals war die Weinregion Provence ein bisschen wie der Wilde Westen. Fast 40 Jahre später umfasst das Weingut fast 50 Hektar, von denen die Hälfte mit Weinreben bepflanzt ist, die auf zahlreichen Restanques (Terrassen) verteilt sind, die einen ästhetischen Zirkus bilden, der von einem schönen zivilisatorischen Eigensinn zeugt. Sie kleiden den Hügel in alle Richtungen, wobei die weitesten Entfernungen ein bis zwei Kilometer betragen. Anfang der 90er Jahre kam Eric de Saint-Victor zu seinen Eltern auf das Weingut und verfeinerte den von ihnen entwickelten Stil, der gleichzeitig fest und doch frei war. Nachdem er in den 2000er Jahren die Ganztraubenlese etwas vernachlässigt hatte, arbeitete er in den letzten Jahrgängen mehr mit der Rafle, wobei Gespräche mit großen burgundischen Winzern sicherlich nicht unwesentlich dazu beigetragen haben. Der Ausbau erfolgt nach wie vor traditionell, hauptsächlich in großen Eichenfässern.