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Osteoporose: Welche Screening-Intervalle sind ausreichend
Generell wird Frauen ab 65 eine Knochendichtemessung empfohlen. Aber es existierten nur wenige und sehr unterschiedliche Daten dazu, in welchen Zeitabständen die Messungen wiederholt werden sollen. Eine Studie aus den USA untersuchte die Zeitabläufe für die Entwicklung einer Osteoporose bei älteren Frauen.
In der Kohortenstudie wurden 4'957 Frauen ab 67 mit normaler Knochendichte (T-Score an Oberschenkelhals und Hüftgelenk –1.0 oder höher) oder Osteopenie (T-Score –1.01 bis –2.49) für bis zu 15 Jahren beobachtet. Keine der Frauen hatte vor Beginn eine Hüft- oder Wirbelkörperfraktur erlitten oder wurde wegen Osteoporose behandelt. Die Teilnehmerinnen wurden gemäss T-Score in vier Gruppen eingeteilt: Frauen mit normaler Knochendichte, sowie Frauen mit leichter, moderater oder fortgeschrittener Osteopenie. Berechnet wurde der Zeitraum, in welchem 10% der Frauen in der jeweiligen Gruppe eine Osteoporose enwickelten. Andere Risikofaktoren wie aktuelle Östrogentherapie oder andere klinisch relevante Faktoren wurden berücksichtigt.
In der Gruppe mit anfänglich normaler Knochenmineraldichte dauerte es 16.8 Jahre bis 10% eine Osteoporose entwickelt hatten. Bei leichter Osteopenie war das Zeitintervall ähnlich lang mit 17.3 Jahren. In der Gruppe mit mittelstarker Osteopenie hatten bereits nach fünf Jahren 10% eine Osteoporose entwickelt und bei Frauen mit fortgeschrittener Osteopenie dauerte es nur 1.1 Jahre bis die Osteopenie bei 10% in eine Osteoporose übergegangen war.
Konklusion der Autoren: Weniger als 10% der ältere Frauen mit normaler Knochendichte oder milder Osteopenie entwickeln in den folgenden 15 Jahren eine Osteoporose. Bei mittelstarker Osteopenie entwickeln 10% bereits innerhalb von 5 Jahren eine Osteroporose und bei fortgeschrittener Osteopenie liegt das Intervall nur noch bei einem Jahr.
Link zur Studie
N Engl J Med 2012; 366:225-233 - Gourlay ML et al. for the Study of Osteoporotic Fractures Research Group
03.02.2012 - gem