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Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) – Sonate für Klavier und Violine G-dur KV 301 (1778)
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) – Sonate für Klavier und Violine c-moll op. 30/2 (1802)
John Cage (1912 – 1992) – Nocturne for violin and piano (1947)
Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840 – 1893) – Souvenir d’un lieu cher op. 42 (1878)
Maurice Ravel (1875 – 1937) – Violinesonate Nr. 2 G-dur (1927)
«Ein interpretatorisch und klanglich phänomenaler junger Geiger»
Norddeutscher Rundfunk
Von der Süddeutschen Zeitung zu den „ernsthaften und geradlinigen Musikern seiner Generation“ gezählt, charakterisiert sich das Spiel des jungen Schweizers Sebastian Bohren durch individuellen Ausdruck, interpretatorisches Format und ausgeprägtes Stilempfinden. Als Solist und Kammermusiker gleichermassen versiert, spielt er ein breites Repertoire von Bach bis zu Werken der Gegenwart. Bei Orchestern im In- und Ausland tritt er regelmässig als Solist auf, unter anderem mit dem Luzerner Sinfonieorchester unter James Gaffigan, dem Royal Liverpool Philharmonic unter Andrew Litton und Andrew Manze, dem Sinfonieorchester Basel unter Ivor Bolton, dem Musikkollegium Winterthur unter Douglas Boyd, dem Kammerorchester Basel unter Heinz Holliger, dem Württembergischen Kammerorchester unter Hossein Pishkar, den CHAARTS Chamber Artists unter Gabor Takacs-Nagy, der Staatskapelle St. Petersburg unter Elim Chan, dem Zürcher Kammerorchester und dem Orchestra di Padova. Als leitender Solist wirkt Bohren unter anderem beim Amadeus Chamber Orchestra of the Polish Radio, der Camerata Zürich, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt und beim Berner Kammerorchester. 2018 debütierte er beim Lucerne Festival. Engagements in naher Zukunft führen den jungen Geiger unter Anderem zur NDR Radiophilharmonie Hannover, zum Münchner Kammerorchester oder gemeinsam mit Daniel Hope und dem Zürcher Kammerorchester als Solist in Schnittkes Doppelkonzert in die Zürcher Tonhalle. Mit der Sinfonietta Zug spielt Bohren Prokofiev’s zweites Violinkonzert, mit dem Orchestre de Chambre Fribourgeois und dem Berner Kammerorchester Korngold im Kulturcasino Bern. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Bohren mit dem Ensemble CHAARTS. Die 2016 beim Label RCA Red Seal veröffentlichte Einspielung von Beethovens Violinkonzert mit CHAARTS, erhielt von der Fachpresse Höchstnoten. 2017 folgten Violinkonzerte von Mendelssohn, Hartmann und Schubert sowie digitale Live-Alben mit Werken Vasks, Kancheli & Shostakovitch. Über den im Juni 2018 veröffentlichten ersten Teil der Sonaten und Partiten von Bach schrieb Concerti: „voller Esprit, geistsprühend, voller Wärme und Anteilnahme – seinem Spiel zu lauschen macht glücklich“. Die aktuelle CD kombiniert Violinkonzerte von Mendelssohn und Britten. Im September 2019 veröffentlichte Sony Classical ein von Bohren in Auftrag gegebenes Arrangement für Violine, Streicher und Perkussion der ersten Violinsonate von Prokofiev. 2020 folgen die Violinkonzerte Nr. 3 & Nr. 5 von Mozart mit dem Ensemble CHAARTS unter Gabor Takacs-Nagy. Bohren ist Mitglied im Stradivari-Quartett. 2019/20 gastiert das Ensemble im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, dem Kammermusiksaal der Hamburger Elbphilharmonie, im National Center for Performing Arts Beijing, der Shanghai Symphony Hall und auf Tournee in Japan und Korea. Highlights der letzten Spielzeiten waren Auftritte in der Victoria Hall in Singapur, beim Rheingau Musikfestival, dem Kissinger Sommer oder 2019 bei den Festspielen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Ensemble arbeitet in Asien regelmässig mit führenden Orchestern wie dem Singapore Symphony Orchestra, dem NCPA Orchestra Beijing, dem Shanghai Philharmonic oder dem Guyang Symphony Orchestra. Als passionierter Kammermusiker arbeitet Sebastian Bohren regelmässig mit Dmitry Sitkovetsky, Thomas Demenga, Hansheinz Schneeberger, Reto Bieri, Christian Poltera, Antoine Tamestit, Konstantin Lifschitz, Yekwon Sunwoo und Anderen zusammen. Der in Zürich lebende Geiger ist weiterhin seiner Heimat, dem Kanton Aargau, verbunden. Seit zehn Jahren leitet er mit grossem Erfolg die Konzertreihe „Stretta Concerts“. In fast zehn Konzerten pro Saison treten Kammermusiker und Orchester von internationalem Format in der Stadtkirche in Brugg auf. In Adelboden initiierte Bohren die Konzertreihe „Worte und Klänge“, die ausgewählte Musiker ins Boutique Hotel Bellevue zu Konzerten einlädt.
Geboren 1987 machte Sebastian Bohren seine Matura am Kunst- und Sportgymnasium in Zürich. Er erhielt Violinunterricht bei Jens Lohmann und studierte anschliessend bei Robert Zimansky und Zakhar Bron in Zürich, Igor Karsko in Luzern sowie bei Ingolf Turban an der Musikhochschule München. Weitere Impulse erhielt er von Ana Chumachenco, Heinrich Schiff und Hansheinz Schneeberger. Zurzeit bildet er sich bei Christoph Poppen, Dmitry Sitkovetsky und Christian Tetzlaff weiter. Er spielt ein Instrument von G.B. Guadagnini („Ex-Wanamaker-Hart“ Parma 1776).
„Sucht man ein übergeordnetes Merkmal von Huangcis Klavierspiel […], findet man es in ihrer Konzentration, ihrer Imaginationskraft, ihrer Phantasie und der daraus resultierenden Poesie der Interpretation.“
Thomas Schacher, Neue Zürcher Zeitung
Die junge Pianistin Claire Huangci, Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018, zieht ihr Publikum durch „glitzernde Virtuosität, gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion und feinsinnige Klangdramaturgie“ (Salzburger Nachrichten) in den Bann. Ihre große Wandlungsfähigkeit beweist sie mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire, in das sie auch immer wieder selten aufgeführte Werke aufnimmt.
In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester wie dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem RSO Wien, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem China Philharmonic Orchestra, dem Vancouver Symphony Orchestra sowie dem Tschaikowsky-Symphonieorchester des Moskauer Rundfunks konzertierte Claire Huangci in international bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzerthaus Berlin, dem Gasteig München, dem Gewandhaus Leipzig, der Salle Cortot, der Suntory Hall Tokyo und der Franz Liszt Akademie Budapest sowie auf Festivals wie dem Kissinger Sommer, Verbier Festival, Menuhin Festival Gstaad, Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musik Festival.
In der Saison 2019/20 debütiert die Pianistin beim Lucerne Festival, an der Philharmonie de Paris sowie dem Festspielhaus Salzburg und kehrt mit Rezitalen unter anderem an die Elbphilharmonie, die Konzerthäuser in Wien und Berlin sowie zum Klavierfestival Ruhr und zum MDR Musiksommer zurück. Orchesterengagements führen sie zum Staatsorchester Stuttgart, dem Konzerthausorchester Berlin, den Bochumer Symphonikern und dem Kammerorchester Basel sowie international von Skandinavien bis nach Spanien und Portugal und weiter nach Polen und Russland, Asien, Latein- und Nordamerika.
Gestartet hatte Claire Huangci ihre internationale Karriere bereits im Alter von neun Jahren mit Konzertauftritten und Wettbewerbserfolgen. Wichtige Impulse erhielt sie von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi nach Hannover wechselte. Besonders als ausdrucksstarke Chopin-Interpretin fiel sie zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn auf, nicht zuletzt durch erste Preise bei den Chopin-Wettbewerben in Darmstadt und Miami (2009/2010). Zudem gewann sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationalen ARD Musikwettbewerb 2011.
Nach Claire Huangcis Debüt-CD mit Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew und ihrem preisgekrönten Doppelalbum mit Scarlatti-Sonaten (Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie „Editor’s Choice“ des Magazins Gramophone) erschienen 2017 ihre vielgelobte Einspielung der Nocturnes von Chopin und 2018 die kompletten Préludes von Sergej Rachmaninow: „Es sind vielfach Lieder ohne Worte, die hier erwachsen […]. Alles wandelt sich zu einem Erzählfluss, der zugleich das schöpferische Sein und Wollen Rachmaninows perfekt einfängt“ (Marco Frei, Piano News). Nach Aufnahmen von Beethovens Violinkonzert in der Klavierfassung sowie der Fantasie für Klavier und Orchester von Schubert/Kabalewski mit dem RSO Wien erschien im Herbst 2019 ihr erstes Orchester-Album mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken unter Shiyeon Sung: Auf der Einspielung der frühen Klavierkonzerte von Chopin und Paderewski sprudelt sowohl aus dem bekannten als auch dem wenig gespielten Werk eine kraftvoll-jugendliche Energie.