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Intendant
Numa Bischof Ullmann
Seit 2004 beim Luzerner Sinfonieorchester
Intendant
Seit 2004 beim Luzerner Sinfonieorchester
Neben der regionalen Verankerung des Orchesters wurde unter Numa Bischof Ullmanns Leitung die internationale Positionierung des Orchesters entwickelt und bis heute stark ausgebaut.
Der gebürtige Basler Numa Bischof Ullmann ist seit 2004 Intendant des Luzerner Sinfonieorchesters. Unter seiner Leitung wurde das Orchester zu einem der führenden Schweizer Orchester. Zu seinen Errungenschaften gehören die sukzessive Vergrößerung des Orchesters, die Gründung der Stiftung für das Luzerner Sinfonieorchester, der Bau und die Finanzierung des Orchesterhauses sowie das Engagement von Michael Sanderling und des ehemaligen Chefdirigenten James Gaffigan, ebenso sowie die internationale Positionierung des Klangkörpers und die Partnerschaft mit Warner Classics. Das Budget des Orchesters hat sich seit 2004 nahezu verdoppelt. Heute tritt das Orchester in den bedeutenden Kulturmetropolen weltweit auf und produziert Aufnahmen für erstklassige Labels.
Neben der regionalen Verankerung des Orchesters wurde unter Numa Bischof Ullmanns Leitung die internationale Positionierung des Orchesters entwickelt und bis heute stark ausgebaut. So führte das Orchester Tourneen und Gastspiele in die wichtigen Hauptstädte Europas, nach Südamerika sowie wiederholt nach Asien durch.
Bischof Ullmann verfolgt einen neuen Ansatz in der Finanzierung und Organisation der Kulturinstitution, indem er 2008 die private «Stiftung für das Luzerner Sinfonieorchester» gründete, die mittels führender Schweizer Unternehmer finanziert wird. Dieser Ansatz ermöglichte die Erweiterung des Luzerner Sinfonieorchesters um über 20 Musikerinnen und Musiker und sichert den Erhalt der Institution für weitere Generationen.
Unter seiner Ägide wurde 2006 die Vollzeitstelle für das Programm Musikvermittlung eingerichtet, damals ein Novum unter den Schweizer Sinfonieorchestern. 2014 ging aus diesem Programm der Musikwagen erfolgreich hervor.
Bischof Ullmann legt besonderen Wert auf die Förderung der Neuen Musik. Entsprechend wurden unter seiner Leitung etliche neue Kompositionen in Auftrag gegeben z.B. der Zyklus «Nähe Fern» von Wolfgang Rihm und Werke von Sofia Gubaidulina oder Thomas Adès. Die Uraufführung von Rodion Shchedrins neuem Konzert für Klavier, Cello und Orchester 2011, das Martha Argerich gewidmet ist, gehört zu den Meilensteinen seiner künstlerischen Erfolge. Als zweitem Schwerpunkt widmet er sich der Förderung junger Talente, institutionalisiert durch den Arthur Waser Preis in Zusammenarbeit mit der Arthur Waser Stiftung und der Konzertreihe Lunchkonzerte und Rising Star Konzert.
Neben seiner Tätigkeit beim Luzerner Sinfonieorchester ist Numa Bischof Ullmann Gründer und Künstlerischer Leiter des Klavierfestivals «Le piano symphonique» und war von 2010 bis 2015 Vizepräsident des Dachverbandes der Schweizerischen Berufsorchester. In dieser Funktion hat er das Projekt Œuvres Suisse in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia angeregt, das ein neues Repertoire an zeitgenössischen Schweizer Orchesterwerken fördert. Darüber hinaus ist er im Stiftungsrat einer internationalen Förderstiftung, wirkt im Advisory Board von World Minds sowie einer weiteren Kulturstiftung mit und engagierte sich in Jurys bei diversen Wettbewerben, z.B. beim Internationalen Busoni Klavier Wettbewerb 2011 oder dem International Gilmore Award, USA (2011–2015).