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Baustellen
Verordnung über den Baulärm und Polizeiverordnungen
Im Kanton Zürich wird der Baulärm neben der Baulärm-Richtlinie und der Maschinenlärmverordnung zusätzlich durch die kantonale Verordnung über den Baulärm geregelt. Darin wird unter anderem definiert, welche Befugnisse die Gemeindebehörden haben und für welche Arbeiten sie eine Bewilligung verlangen müssen.
Bewilligung der Gemeinde
Eine schriftliche Bewilligung der Gemeinde wird gemäss der kantonalen Verordnung benötigt,
- wenn Rammarbeiten und Sprengungen vorgenommen werden,
- Wenn Maschinen mit starker Lärmentwicklung zum Einsatz kommen und
- wenn in der Zeit zwischen 7 Uhr abends und morgens Bauarbeiten ausgeführt werden, die störenden Lärm verursachen.
Für die kurzfristige Bekämpfung eines Notstandes ist keine Bewilligung einzuholen.
Nachtarbeiten benötigen eine Bewilligung der Gemeinde.
Grossbaustelle rund um den Escher-Wyss-Platz in Zürich
(Foto: Tiefbauamt der Stadt Zürich).
Widersprüche zur Baulärm-Richtlinie und zur Maschinenlärmverodnung
Die kantonale Verordnung über den Baulärm stammt aus dem Jahre 1969 und enthält einzelne Paragraphen, die zum Teil überholt sind und die den Inhalten der Baulärm-Richtlinie und der Maschinenlärmverordnung widersprechen. So geht die Verordnung von einer "Lärmgrenze" von 85 dB(A) resp. 80 dB(A) für bestimmte Baumaschinen aus (§ 1). Die Emissionspegel der Maschinen und Geräte werden aber neu anhand der Maschinenlärmverordnung definiert.
In § 6 wird erwähnt, dass die Gemeinden für die Baustellen einen "Höchstgrenzwert" festsetzen können, welcher bei den nächstgelegenen Wohnungen und Arbeitsstätten nicht überschritten werden darf. Wie die Messung erfolgen soll, wird nicht genauer definiert. Dies steht im Widerspruch zur Baulärm-Richtlinie, die Massnahmen statt Grenzwerte fordert.