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Türkei: Stromleitung für Akkuyu
Die Anordnung des Kabinetts ermächtigt die staatliche Netzbetreiberin TEIAS, die Eigentümer zu zwingen, ihr Land entlang der geplanten Übertragungsleitung zu verkaufen. Laut drei getrennter Entscheide, die im Staatsanzeiger der Türkei vom 10. April 2016 veröffentlicht wurden, unterzeichnete das Kabinett die Genehmigung am 14. März 2016, nachdem das Energieministerium diese geprüft hatte.
Die geplante Stromleitung hat eine Länge von 240 km und soll in drei Abschnitten entstehen: Kernkraftwerk Akkuyu–Wasserkraftwerk Ermenek, Kernkraftwerk Akkuyu–Konya und Kernkraftwerk Akkuyu–Seydisehir. In Konya wird die Leitung an das bestehende Übertragungsnetz der TEIAS angeschlossen. Die TEIAS erhielt für die Linienführung bereits die Zustimmung der Umweltbehörde. Die Ausschreibung für den Bau steht noch aus.
Die Türkei will in die Nutzung der Kernenergie einsteigen und plant den Bau von Kernkraftwerkseinheiten an den Standorten Akkuyu, Sinop und İgneada. Das Projekt Akkuyu ist am weitesten fortgeschritten. Der russische Staatskonzern Rosatom soll vier WWER-1200-Reaktoreinheiten mit einer Gesamtleistung von 4800 MW bauen. Als Referenzanlage dient Nowoworonesch-II-1, die kurz vor der Inbetriebnahme steht.