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Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat nach dem Putsch in Mali die Mitgliedschaft des Landes in der Regionalorganisation ausgesetzt und Friedenstruppen in Bereitschaft versetzt. Das erklärte Kommissionspräsident Kadré Désiré Ouedraogo am Dienstag in der ivorischen Hafenstadt Abidjan.
Ausserdem habe die Organisation die Entsendung einer Delegation beschlossen, die innerhalb von 48 Stunden aufbrechen und in Mali "die verfassungsmässige Ordnung" wiederherstellen soll, sagte Ouedraogo weiter.
Es gebe keine unmittelbaren Pläne für den Einsatz der Friedenstruppen. Diese würden aber in Bereitschaft bleiben und damit verdeutlichen, dass die Gemeinschaft zu einer militärischen Intervention gewillt sein könnte, sollte die Junta, die den demokratisch gewählten Präsidenten gestürzt hat, nicht abtreten, sagte Ouedraogo.
Die USA, die EU und Frankreich haben nach dem Militärputsch in der vergangenen Woche bereits ihre Hilfszahlungen an das arme Land eingestellt. "Die Sicherheitslage und die politische Situation bedrohen nicht nur den Frieden und die Sicherheit in Mali, sondern auch den Frieden, die Stabilität und die Entwicklung in allen Mitgliedsstaaten der ECOWAS", sagte Ouedraogo.