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Heute ist ein wunderschöner Herbsttag. Um 9h10 geht es los. Wir fahren zu einem grossen Citroën Autohaus. Paul möchte Ersatzteile für den Bus kaufen, die sind aber nicht am Lager. Also fahren wir weiter bis nach Novi Sad, wo wir gegen 11h30 eintreffen. Die Parkplatzsuche erweist sich als sehr schwierig. Endlich finden wir einen Platz direkt an der Donau. Wir vertilgen unser Picknick und laufen in die Stadt. Diesmal finden wir sofort die Touristeninformation und bekommen einen Stadtplan. Aber wir schauen uns diese Stadt nicht besonders gründlich an. Irgendwie sind wir langsam "SEHMÜDE". Ich muss jetzt alleine in die Kirchen, Paul wartet draussen auf mich... Er schaut viel lieber den Fischern zu, wie sie aus der nicht soooo blauen Donau Fische ziehen. Auf dem Rückweg zum Bus kaufen wir am Markt noch ein wenig Gemüse ein. Beim Anlegesteg liegen jetzt zwei Schweizer Fluss-Kreuzfahrt-Schiffe, die "Select Belvedere" und die "Victoria". Die Victoria kommt gerade aus Süden an und wir schauen zu wie sie anlegt. Wir haben kein Internet! Wir sind gerade beim Abendessen, kommt ein Mann und fragt uns, ob wir den BONSAI verkaufen? Wir sagen beide spontan: Nein! Aber eigentlich hätten wir fragen sollen, wie viel er dafür bietet….
Novi Sad ist die zweitgrösste Stadt in Serbien, die Hauptstadt der Vojvodina und administratives Zentrum des Okrugs Južna Bačka.
Die Universitätsstadt besteht aus den Stadtteilen Novi Sad nördlich der Donau und Petrovaradin am Fusse der gleichnamigen Festung südlich der Donau. Laut Volkszählung von 2011 hat die Stadt 231.798 Einwohner. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 72 bis 80 Metern über dem Meeresspiegel. In Novi Sad mündet der Kleine Batschka-Kanal (als Teil des Donau-Theiß-Donau-Kanalsystems) in die Donau. Die Stadt wird auch als serbisches Athen bezeichnet.
Königreich Jugoslawien Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges fiel das Gebiet um Novi Sad an das neu errichtete Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, das sich ab 1929 Königreich Jugoslawien nannte.
Zweiter Weltkrieg In der Zeit von 1941 bis 1945 war die Stadt vom zu den Achsenmächten gehörenden Königreich Ungarn besetzt. In Novi Sad liess der ungarische Befehlshaber General Ferenc Feketehalmy-Czeydner vom 21. bis 23. Januar 1942 1246 Zivilisten erschiessen, darunter waren 809 Juden, 375 Serben, 8 Deutsche und 18 Ungarn. Mehrere hundert Zivilisten wurden unter das Eis der zugefrorenen Donau geworfen und ertränkt. Nach dem Einrücken der Partisanen Ende 1944 wurde nahezu der gesamte Teil der verbliebenen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppe, welche bis dahin noch nicht geflohen war, vertrieben oder ermordet.
Bombardements der NATO Novi Sad war während des Kosovokrieges 1999 Ziel von Luftangriffen durch die NATO, wobei unter anderem alle Donaubrücken, die regionale Wasserversorgung (welche 600.000 Menschen versorgte), das Rundfunkgebäude und die Raffinerie zerstört wurden. Weiter wurden das städtische Krankenhaus, mehrere Grundschulen, eine Kindertagesstätte und mehrere Kinderkrippen durch die Bomben beschädigt.
Der Verkehr über die Donau wurde mehr als sechs Jahre lang über eine Pontonbrücke abgewickelt, die nur dreimal wöchentlich für Schiffe geöffnet wurde. Seit der Wiedereröffnung der so genannten Freiheitsbrücke am 11. Oktober 2005 ist die Schifffahrt wieder ungehindert möglich.