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In Frankreich müssen Frauen bei der Entbindung einen Mundschutz tragen. Ärzte müssen Frauen, die sich weigern, eine Mundschutz zu tragen bei der Geburt nicht helfen. Wegen der Gesichtsmaske sind die Frauen manchmal zu schwach, um das Kind zur Welt zu bringen, und sind gezwungen, sich einem Kaiserschnitt zu unterziehen.
Maud (30) aus Nanterre brachte Ende April ein Kind zur Welt. Ihr wurde gesagt, dass sie auf sich allein gestellt wäre, wenn sie sich weigerte, einen Mundschutz zu tragen. „Das ist Erpressung“, sagt sie. Während der Entbindung atmete sie wieder ihren eigenen warmen Atem. „Es war, als würde ich ersticken. Ich war blutheiß“.
Schließlich musste die Ärztin eine Zange verwenden, was eine Beule auf dem Kopf ihres Sohnes hinterließ. Das Baby bekam auch Fruchtwasser in die Lungen und musste deshalb in ein anderes Krankenhaus verlegt werden. „Das war sehr traumatisch für mich und meinen Partner“, sagt Maud.
Da ihr Sohn in einem anderen Krankenhaus war, durfte ihr Mann sie nicht besuchen. „Ich war ganz allein.“
Fanny Ragot (25) brachte ihr Baby in einer Privatklinik zur Welt, wo sie fünf Tage lang blieb. Die ganze Zeit musste sie eine Maske tragen. „Es war sehr, sehr schwer zu atmen“, sagt sie. „Ich habe mich mehrmals übergeben.“
„Mir ging wegen der Mundkappe die Puste aus, und schließlich wurde entschieden, dass ich mich einem Kaiserschnitt unterziehen musste“, sagte Fanny. Das Personal fütterte sie erst, nachdem sie einen Mundschutz angelegt hatte. Also musste sie ihn wieder ausziehen, damit sie essen konnte. „Niemand wollte mir helfen. Überall war Blut. Ich war auf mich allein gestellt“.
Caroline hat am 9. August während einer Hitzewelle entbunden. Sie musste einen Mundschutz tragen und das bei 40 Grad. „Der Schmerz war unerträglich, und ich schnappte nach Luft. Nach 30 Minuten nahm ich die Maske ab“.
Eine Umfrage zeigt, dass 75 Prozent der Frauen, die während der Coronarpandemie entbunden haben, an Wochenbettdepressionen leiden. „Solche Vorfälle während der Geburt zerstören Leben und verursachen Traumata“, antwortet Sonia Bisch, Leiterin einer französischen Frauengruppe, die seit dem 8. September die Zeugenaussagen von über 2.000 Frauen gesammelt hat.
Bilder: Real Press