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Entstehung und Grundlagen der Craniosacral-Therapie
Die Craniosacral-Therapie hat ihre Wurzeln in der Osteopathie, welche von Dr. A.T. Still im Jahre 1874 begründet wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte Dr.W.G. Sutherland daraus die craniale Osteopathie. Er entdeckte das natürliche Pulsieren im Craniosacralen System mit der darin enthaltenen Flüssigkeit. Diesen Vorgang nannte er den "primären Atemmechanismus". Sutherland erforschte die physiologische Craniale Bewegung und fand heraus, dass sie auf einer tieferen Ebene alle Gewebe und Energiefelder des Körpers durchdringt und als Informationsträger für Gesundheit und Vitalität wirkt. Diese subtile Kraft bezeichnete er als den "Atem des Lebens". Mit dem "Lebensatem" hatte er ein zentrales Regulationssystem entdeckt. Ab 1970 machte der amerikanische Forscher und Osteopath Dr. John E. Upledger die Craniosacral-Therapie einer breiten Öffentlichkeit bekannt und prägte ihren Namen, der sich aus den Begriffen Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein) zusammensetzt. Die Craniosacral-Therapie wird fortwährend weiterentwickelt und seit mehreren Jahren erweitert embryologisches Wissen die Behandlung von Erwachsenen und Kindern.
Das Craniosacrale System
Dieses System besteht aus dem Schädel (Cranium), der Wirbelsäule mit dem Kreuzbein (Sacrum), den Hirn- und Rückenmarkshäuten (Meningen) und der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor). Sie wird in den Hirnkammern aus arteriellem Blut herausgefiltert. Die pulsierende rhythmische Bewegung der craniosacralen Flüssigkeit ist eine eigenständige physiologische Kraft - unabhängig von Atmung und Herzschlag.