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An der Heerschau am Dienstag in der Hauptstadt Seoul hätten etwa 4000 Soldaten teilgenommen, teilte Südkoreas Verteidigungsministerium mit. Auch wurden moderne Waffensysteme einschliesslich Raketen, Marschflugkörper und militärischer Drohnen präsentiert. Anlass der vorverlegten Militärparade war der 75. Tag der Streitkräfte, der auf den 1. Oktober fällt.
Vor Beginn der Parade hatte Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol das benachbarte Nordkorea bei einer Zeremonie auf einem Militärflugplatz südlich von Seoul vor dem Einsatz von Atomwaffen in einem Konflikt gewarnt. In solch einem Fall werde «dem Regime durch eine überwältigende Antwort der Allianz Südkoreas mit den USA ein Ende bereitet», sagte Yoon.
Er folgte damit der Militärstrategie der USA. Das Pentagon hatte sie vor knapp einem Jahr vorgestellt. Die Strategie enthält unter anderem die Warnung an Nordkorea, dass die Regierung von Machthaber Kim Jong Un ein Einsatz von Nuklearwaffen gegen die USA oder ihre Partner nicht überleben würde. Nordkorea, das die USA als feindselig einstuft, ist wegen seines Atomwaffenprogramms internationalen Sanktionen unterworfen.
Bei der Militärparade marschierten auch 300 der in Südkorea stationierten 28 500 US-Soldaten mit. Obwohl es regnete, folgten grosse Menschenmengen dem Zug der Soldaten und Militärfahrzeuge durch das Zentrum der Zehn-Millionen-Metropole.
Zu den gezeigten schweren Waffen gehörten zudem Kampfpanzer und andere gepanzerte Fahrzeuge sowie Artillerie. Wegen des Wetters verzichteten die Veranstalter auf eine Flugdemonstration mit Kampfjets und anderen Flugzeugen.