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Bern - Die Zahl der Asylgesuche hat leicht abgenommen: Im zweiten Quartal des Jahres reichten 3544 Menschen in der Schweiz ein Asylgesuch ein, rund 4 Prozent weniger als im ersten Quartal.
Gegenüber der Vorjahresperiode nahm die Zahl der Gesuche dagegen leicht zu. Über die letzten 17 Monate betrachtet waren die Zahlen stabil, wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Dienstag mitteilte.
Per Ende Juni waren in der Schweiz rund 37'000 Personen im Asylprozess. Von April bis Ende Juni erledigten die Behörden 5473 Gesuche erstinstanzlich; Asyl gewährten sie 968 Personen. Dies entspricht einer Anerkennungsquote von 18,7 Prozent.
Die meisten Asylsuchenden stammten in den vergangenen Monaten aus Nigeria. An zweiter Stelle lag bei den Herkunftsländern Eritrea, vor Serbien und Sri Lanka. Abgenommen hat die Zahl der Gesuche von mazedonischen Staatsangehörigen.
Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres mussten insgesamt 3935 Personen in ihre Heimat zurückfliegen. Rund 30 Prozent reisten selbständig aus, die übrigen wurden von Sicherheitsbeamten zum Flugzeug begleitet. Bei 95 Personen flogen Sicherheitsbeamte mit.
Weiter hat die Schweiz im ersten halben Jahr in 2968 Fällen einen anderen Dublin-Staat um Aufnahme eines Asylsuchenden ersucht. In den meisten Fällen erklärte sich der Staat bereit; abgelehnt wurden 435 Gesuche.
SDA-ATS