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Ursula Eichenberger - Metamorphosischer Nonsens ex libris
Künstlerin, geboren in Winterthur, seit 2007 in Portugal
In Porto lässt es sich vortrefflich wühlen in Vergangenem. Schmuddlige Trödelläden und wuselige Flohmärkte sind literarische Schatztruhen voller alter Bücher, notabene hübsch illustriert. Wer sucht der findet: Zeitschriften aus den 40er Jahren, zensurierte Schulbücher aus Salazars Zeiten, hundertjährige Bücher über Krankenpflege, Landwirtschaft und Gartenbau, eine unvollständige Ausgabe eines philosophischen Wörterbuches von Voltaire aus dem 18. Jahrhundert, Liebesromane.
Ursula Eichenberger hat sie alle gefunden und nach Hause getragen - allein: wo ist zuhause? Als Fremde in einer fremden Stadt erschuf sie mit den Trouvaillen eine portuensische Enzyklopädie: sie sammelte, ordnete und schnitt, fügte zusammen was nicht zusammen gedacht war, kombinierte was getrennt entstand und ermöglichte so die Metamorphose von Figuren und das absichtslose Zusammenrücken von Unvereinbarem.
Non sense - und hohe Kunst.