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Über uns
Die Geschichte der Bäckerei Brunner
Im alten Dörfli Dierikon, dort, wo die Steigung der Rigistrasse ins Götzental beginnt, steht ein Stück Dierikoner Dorfgeschichte. Die Geschichte der Bäckerei und Mühle Brunner…
Die Mühle
Im Jahre 1840 nimmt Michael Brunner von Aesch LU die 1548 erbaute Mühle in Pacht, bevor er am 15. März 1852 Besitzer der Mühle wurde.
Bis heute ist die Mühle und Bäckerei im Besitz seiner Nachkommen, derzeit in der
5. Generation.
Michael Brunner war ein Schaffer und Visionär. Nach seinen Lehrjahren im Freiamt AG arbeitete Michael einige Jahre auch in den Mühlebetrieben der Stadt Luzern am heutigen Mühleplatz. Die Legende berichtet, dass Michael am Stadttor der Baselstrasse (Baslertor) unweit der heutigen Bäckereifiliale in Luzern, er 3 Tage lang „brüelet het“, bis er in die Stadt eingelassen wurde und er die Stelle als Müllergeselle antreten durfte.
Die Mühle
Die Mühle wurde im Laufe der Zeit immer wieder renoviert und den Bedürfnissen der Zeit angepasst:
- 1912 wird die Wasserkraftanlage (Turbine) in Betrieb genommen.
- 1942 wird die Mühle umgebaut, anstelle der Mahlgänge werden Walzenstühle und Transmission installiert. Zugleich wird auf Elektrizität umgestellt.
- Während des 2. Weltkrieges fällt in der Mühle soviel Arbeit an, dass diese Tage und Nacht während 24 Stunden in Betrieb war.
- 1975 werden die Getreidesilos gebaut.
- 1984 wird die Mühle zum 2. Mal umgebaut und anstelle der Elevatoren wird auf Pneumatik umgestellt.
- 1995 wird die Getreidereinigung umgebaut. Gleichzeitig werden die Mehlmischerei sowie die Getreidereinigung auf Computersteuerung umgestellt.
Die Mehlproduktion ist auf vier Stockwerke verteilt, welche durch einen über 100-jährigen Aufzug miteinander verbunden sind. Die Mühle vermahlt heute jährlich rund 1000 Tonnen Weizen. Beliefert werden vor allem Bäckereien in der Region, aber auch ein Gewürzproduzent und eine Kosmetikfirma zählen zu den Kunden. Hauptabnehmerin ist jedoch die hauseigene Bäckerei, welche durch Joseph Brunner geführt wird.
Die Bäckerei
Die ersten Hinweise, dass in Dierikon eine Bäckerei bestanden habe, gibt es 1835, als der Kleine Rat des Kantons Luzern den Anbau an der oberen Seite des Hauses hin, mit Backofen, Küche und Wohnzimmer bewilligt.
Die Bäckerei
Auch die Bäckerei wurde im Laufe der Zeit immer wieder renoviert und den Bedürfnissen der Zeit angepasst:
- 1931 wird ein Dampfbackofen eingebaut und damit verschwindet die Bubenromantik des „Kohlen-Mahlens“.
- 1944 wird eine „Universal-Feuerung“ eingebaut. Kohle, Holz und auch Spreuer können verbrannt werden.
- 1964 wird die grosse Bäckerei östlich der Mühle errichtet. Ein elektrisch betriebener Dampf-Backofen wird eingebaut.
- 1971 kommt ein zweiter, mit Öl geheizter Dampf-Backofen.
- 1993 folg ein weiterer Ausbau der Bäckerei mit Kühlanlagen im hinteren Teil der bestehenden neuen Bäckerei.
- Die ehemalige Bäckerei im Parterre des Bauernhauses ist nach 1964 Abstellraum für Mühle und Laden bevor dort 1995 die heutige Konditorei entsteht.
Mit viel Leidenschaft und Engagement haben Bernadette und Joseph Brunner in der 5. Generation die Bäckerei zu dem gemacht, was sie heute ist. Tradition und Innovation in Kombination miteinander zu vereinen ist ein Ziel, an welchem sie tagtäglich arbeiten.