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Die Corona-Krise ist momentan in aller Munde. Das Coronavirus breitet sich nach Asien nun rasant über die ganze Welt aus. Eine Entwicklung, die Entscheidungsträger stark verunsichert. Insbesondere, weil die verzerrten Informationen und die volatile Datenlage die Einschätzung über die wirtschaftlichen Auswirkungen erschweren.
In dieser Situation kommt eine alte Fähigkeit zur Anwendung, die Militärdienstpflichtige vielleicht noch aus ihrer Ausbildung zum Einheitskommandanten oder einem Führungsstab kennen. Es ist die Aufgabe, die Lage fortlaufend zu beurteilen und mögliche «was mache ich wenn»-Lösungsoptionen in vorbehaltene Entschlüsse umzusetzen. Diese Fähigkeit ist eine Kunst, die erlernt werden kann.
Bei der Lagebeurteilung geht es darum, mögliche und zukünftige Probleme möglichst frühzeitig zu erkennen und in der Form möglicher kommender Ereignisse und Lagen darzustellen. Daraus kann abgeleitet werden, welche Auswirkungen resultieren und welche Aufgaben zur Bewältigung eines Ereignisses notwendig sind beziehungsweise welcher Handlungsbedarf resultiert. Diese möglichen Aktionen oder Handlungsbedarfe werden in der militärischen Terminologie «vorbehaltene Entschlüsse» genannt.
Die Eleganz der zugrundeliegenden Denkmethodik liegt in ihrer Einfachheit und in ihrer Gradlinigkeit. In einem ersten Schritt notieren Sie in einer dreispaltigen Tabelle in der ersten Spalte Ihre Wahrnehmungen oder Beobachtungen. In der zweiten Spalte notieren Sie für jede Wahrnehmung, was diese bedeutet, was sich daraus ergibt. In der dritten Spalte notieren Sie, welche Konsequenzen sich aus der Spalte zwei ergeben. Diese Konsequenzen sind die Handlungsmöglichkeiten, die sich für Sie in dieser spezifischen Situation ergeben.
Diese Schritte 1) Beobachtung / Wahrnehmung -> 2) bedeutet -> 3) Konsequenz durchlaufen Sie fortwährend. Je nach Situation stündlich oder täglich oder wöchentlich. Die Konsequenzen lassen sich oftmals bündeln, um den Überblick besser zu behalten. Das Ergebnis vorbehaltener Entschlüsse können zum Beispiel ausformulierte Planungsunterlagen, konkrete Aufträge oder Checklisten sein.
In der Unternehmenspraxis ist diese Lagebeurteilung individuell durchzuführen. Ein Szenario, das in mehreren Branchen eintreffen könnte, interessiert Sie vielleicht besonders:
Überlegung 1
Beobachtung / Wahrnehmung: Bei Nachfragerückgängen sind die Mitarbeitenden in der Firma weniger stark ausgelastet.
Bedeutet: Es ergibt sich eine Möglichkeit, etwas schon lange Überfälliges wie zum Beispiel Projektmanagement systematisch auszubilden und zu trainieren.
Konsequenz: Es muss ein Projektmanagement Training gefunden werden, das flexibel einsetzbar ist, so wie die Mitarbeitenden disponible Zeit haben.
Überlegung 2
Beobachtung / Wahrnehmung: Es kann sein, dass firmenintern Homeoffice angeordnet wird, oder dass Mitarbeitende Quarantäne zuhause ärztlich verordnet bekommen.
Bedeutet: Die gesuchte Projektmanagement Ausbildung sollte auch in dieser Situation anwendbar sein.
Konsequenz: Das Projektmanagement muss zeit- und ortsunabhängig durchführbar sein.
Als Lösungsmöglichkeit gibt es hierzu «E-Learning». Das heisst, Mitarbeitende erlernen gemeinsame Projektmanagement-Grundlagen zeitlich und örtlich unabhängig über das Internet. Falls das notwendige Kickoff-Meeting nicht als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden kann ist es möglich, auch dieses über das Internet als Webinar durchzuführen.
Das Simulator-Training zur Anwendung des Gelernten kann vier oder sechs Wochen nach dem Start des E-Learnings durchgeführt werden. Sollte die Corona-Krise bis dann immer noch nicht unter Kontrolle sein, kann dies auch nach 3 – 6 Monaten durchgeführt werden.
Der Nutzen daraus ist, dass die Projektmanagement-Kompetenz in Ihrem Unternehmen steigt. Wenn Sie nach der Krise den Rückstand bei Umsatz und Gewinn wieder aufholen wollen wird dies ja voraussichtlich in der Form von Projekten stattfinden. Das heisst, Sie können die Krise nutzen um eine Fähigkeit zu entwickeln, die Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit schon nach kurzer Zeit zur Bewältigung der Folgen der Krise benötigen.
Wenn Sie dazu Fragen haben: nehmen Sie bitte Kontakt auf.