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Allaman–Aubonne–Gimel
|Kürzel||AAG|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1898-08-27|
|Betriebseinstellung||1950-05-14|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die als Aktiengesellschaft gegründete und von Anfang an elektrifizierte (Gleichstrom) AAG nahm 1896 den Betrieb zwischen Aubonne und Allaman auf. 1898 folgte die Verlängerung nach Gimel. Gleichzeitig wandelte die AAG schwebende Schulden in feste Anleihen um. Zu Beginn wurde die AAG in der Statistik als «Tramway» aufgeführt, 1909 dann zu den Schmalspurbahnen umgeteilt. Da die Tramway-Statistik weit weniger detailliert ist, fehlen für die ersten Jahre (1896 ff) verschiedene Datenreihen.
1899 wandelte die AAG schwebende Schulden in feste Anleihen um. Einen wichtigen Posten in der Bilanz der AAG stellte mit einem Anlagewert von über 500'000 Franken ihr Elektrizitätswerk in Aubonne dar (in den Baukosten ist dieses nicht enthalten). Die alljährlichen Erlöse von rund 30'000 bis 40'000 Franken, die das Werk im beobachteten Zeitraum abwarf und die in die Gewinn- und Verlustrechnung als «Erträge aus Nebengeschäften» einflossen, stützten die AAG finanziell massgeblich. Allein vom Transportgeschäft, das sich stark auf den Personenverkehr konzentrierte, hätte sie nicht leben können. Die Betriebsergebnisse reichten nie aus, um den Zinsverpflichtungen nachkommen zu können. Ab 1905 und noch verstärkt in der Kriegszeit waren sie praktisch nur noch defizitär. Die Einkünfte aus dem Elektrizitätswerk erklären, warum die AAG zeitweise dennoch eine bescheidene Dividende ausrichten und Reserven bilden konnte. Ab 1906 wurde überdies das Anleihekapital schrittweise reduziert. Umgekehrt stiegen allerdings die schwebenden Schulden gegen Kriegsende stark an.
1950 stellte die AAG zunächst den Betrieb zwischen Aubonne und Gimel und 1952 schliesslich ganz ein (Busersatz).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: