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Internationale Rechtsstreitigkeiten betreffend Immobilien sind keine Seltenheit und erfahren im schweizerischen IPRG in verschiedenster Hinsicht eine kollisionsrechtliche Sonderbehandlung. Der vorliegende Band, der die wichtigsten Referate einer am 11. Juni 2010 an der Universität Zürich veranstalteten Tagung wiedergibt, widmet sich zwei Kernaspekten des internationalen Immobilienrechts: den kollisionsrechtlichen Fragen des grenzüberschreitenden Immobilienerwerbs sowie der Behandlung von Immobilien im internationalen Erbrecht. Der grenzüberschreitende Immobilienerwerb wird im Sinne des allgemeinen internationalen Immobilienkaufrechts behandelt und darauf aufbauend Sonderfragen des Konsumentenschutzes bei Immobiliengeschäften beleuchtet. Während der grenzüberschreitende Handel mit zu privaten Zwecken genutzten Immobilien («Feriendomizilen») weltweit starken Aufschwung nimmt, ist aus der Sicht des schweizerischen IPRG noch nicht endgültig geklärt, inwieweit die Sonderkollisionsnorm für Konsumentengeschäfte (Art. 120 IPRG) auch Grundstücksgeschäfte erfasst. Auch werden ebenso drängende und durch die wirtschaftlichen Entwicklungen aktuelle kollisionsrechtliche Fragen zum (internationalen) Immobilienleasing angegangen. Eine Sonderstellung nehmen Immobilien insbesondere auch im internationalen Erbrecht ein. Ein Beitrag zeigt auf, dass der Vorbehalt der Zuständigkeit des Staates, «der für Grundstücke auf seinem Gebiet die ausschliessliche Zuständigkeit vorsieht» (vgl. Art. 86 Abs. 2 IPRG), entgegen dem ersten Anschein erhebliche Anwendungsprobleme aufwirft; ein weiterer beleuchtet die aus der Nachlassspaltung resultierenden Probleme, die materiellen Ergebnisse der parallelen Nachlassverfahren zu koordinieren.