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Gerötete oder gereizte Augen sind meistens nicht schlimm, doch in manchen Fällen erfordert ein gerötetes Auge schnelle ärztliche Hilfe. Wenn Sie ein vermindertes Sehvermögen feststellen, begeben Sie sich in die Notaufnahme!
Gerötete Augen deuten nicht zwangsläufig auf eine Erkrankung hin. Mögliche Ursachen sind ein exzessives Reiben der Augen, Schlafmangel, trockene Augen, Schnupfen, das Tragen von Kontaktlinsen, zu lange Bildschirmarbeit, erhöhte Sonneneinstrahlung oder Reizstoffe (Seife, Staub, Chlor im Schwimmbad, Rauch).
Neben diesen Ursachen zählen Bindehautentzündung und Bindehautblutung zu den häufigsten Beeinträchtigungen, die mit einem „geröteten Auge“ einhergehen.
Die Bindehaut ist eine feine, dünne und durchsichtige Feuchtmembran, die das Lid auf dem Auge gleiten lässt. Sie deckt die Innenseite der Lider und den vorderen Teil des Auges ab. Bei einer Bindehautentzündung ist diese Membran entzündet, z. B. infolge einer Bakterieninfektion oder einer Allergie.
Eine infektiöse Bindehautentzündung äussert sich durch ein gerötetes Auge, Brennen, das Gefühl, Sand in den Augen zu haben, Tränenfluss und manchmal klebrigen Ausfluss, vor allem nachts. Um zu verhindern, dass eine Bindehautentzündung an einem Auge auch das andere Auge befällt, sollte man vermeiden, sich an die Augen zu fassen und sich regelmässig die Hände waschen.
Eine allergische Bindehautentzündung tritt auf bei Personen, die an Allergien, z. B. Heuschnupfen, leiden. In diesem Fall sind in der Regel beide Augen befallen. Zudem tritt häufig ein Schnupfen mit verstopfter Nase und Niesanfällen auf.
Eine Bindehautblutung ist ein Bluterguss („Fleck“) hinter der Bindehaut des Auges. Sie kann spontan oder infolge starken Hustens oder Niesens auftreten. Auch bei starker Rötung ist die Blutung ungefährlich.
Da gerötete Augen zahlreiche Ursachen haben, richtet sich die Behandlung nach der Diagnose.
Bei einer banalen Rötung infolge von Übermüdung, Sonneneinstrahlung oder einer kleinen Reizung versuchen Sie, die Augen zu schonen, tragen Sie eine Sonnenbrille und meiden Sie eine Zeitlang den Bildschirm. Bei Seite, Staub oder anderen Reizstoffen im Auge spülen Sie das Auge mit klarem Wasser oder kleinen Fläschchen mit einer speziellen Flüssigkeit, den sogenannten „künstlichen Tränen“, aus.
Eine infektiöse Bindehautentzündung wird mit Kompressen mit warmem Wasser dreimal täglich und der Gabe von antibiotischen Tropfen (Hexamidin oder Tobramycin) bis zum Verschwinden der Symptome behandelt.
Bestimmte Fälle erfordern eine ärztliche Untersuchung: Bei einem Schlag aufs Auge, bei heftigen Schmerzen, Sehstörungen und Kopfschmerzen ist eine umgehende Abklärung geboten! Gerötete Augen bei Kontaktlinsenträgern machen ebenfalls eine umgehende Vorstellung beim Augenarzt erforderlich.