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Der gemeinnützige Frauenverein konnte am letzten Freitag rund 30 Personen zur Dorfführung begrüssen. Dr. Rolf Seger erzählte auf dem anderthalb-stündigen Rundgang viel Interessantes. Hier kann ich nur einiges Wissenswertes wiedergeben. Wir erfuhren zum Beispiel, dass die früheste Besiedlung in der mittleren Steinzeit war. Das Gottlieber Wappen mit seinem weissen Kreuz auf schwarzem Grund verweist auf die Nähe zu Konstanz. Das Schloss wurde von Bischof Eberhard II, dem Bischof von Konstanz, gebaut. Der Reformator Jan Hus war während seiner Verhandlung im linken Schloss-Turm gefangen. In Gottlieben gibt es zwei Hausstile: Lager- und Fischerhäuser. Der Grund war, dass Gottlieben Umschlagplatz für Salz war sowie vom Fischen lebte. Auf der Schifflände beim Haus «Hecht», das heute ein Hotel ist, redete Rolf Seger über die Malerin Mathilde van Zuylen-Ammann und viele bekannte Künstler, die hier verkehrten. Ebenso steht dort ein Betonpfosten, wo der Hochwasserstand von 1999 angezeigt wird. Hier fand eine weitere Katastrophe statt und zwar das Versinken von 3 Häusern im Jahr 1692. Eine weitere Anekdote ist, dass die Kirche zweimal gebaut werden musste, da die erste Kirche wegen Konstruktionsfehlern abgebrochen werden musste. In Namen aller Anwesenden bedanke ich mich bei Rolf Seger für den spannenden Abend.
Anita Held: Tel. 071 669 14 52 oder <email-pii>.