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Rollstuhlbasketball ist einer der beliebtesten Behindertensportarten und eine Disziplin der Paralympics. Neben Menschen mit körperlichen Behinderung dürfen auch nicht Beeinträchtigte mitspielen. Laut Nationaltrainer Nicolas Hausammann ist eines der häufigsten Vorurteile gegen den Rollstuhlsport, dass dieser Sport nur als "Rehabilitation" ausgeübt wird und dass die Spieler*innen ganz langsam über das Feld schleichen. Dabei ist Rollstuhlbasketball auf dem Nationalmannschafts-Niveau ein extrem schneller und dynamischer Sport. Falls du noch nie an einem Rollstuhlbasketball-Spiel warst, kannst du dir hier einen Eindruck verschaffen:
Rollstuhlbasketball vs. Fussgängerbasketball
Es gibt sehr wenige Unterschiede zwischen dem Rollstuhlbasketball und dem Fussgängerbasketball. Das Feld hat die gleiche Grösse, die Körbe hängen auf der selben Höhe und vieles am Regelwerk ist ähnlich.
Der einzig grosse Unterschied ist, dass man Doppeldirbbeln darf. Das heisst, man darf den Ball mit beiden Händen halten und dribbeln so oft man will. Die Spielenden dürfen auch den Ball auf die Knie legen und den Rollstuhl maximal zwei Mal an den Rädern anschieben, bevor der Ball wieder geprellt werden muss. Ein weiterer Unterschied ist das Punktesystem. Jede*r Spieler*in erhält eine Klassifizierung, je nach Behinderungsgrad gibt es für die einzelnen Spieler*innen zwischen 1 und 4,5 Punkte. Es dürfen fünf Spielende auf dem Feld sein. Total dürfen diese Spieler*innen das Punktemaximum von 14,5 Punkten nicht überschreiten.
Es gibt zwei Spitzenteams in der Schweiz: "Pilatus Dragons" aus der Zentralschweiz und "Les Aigles de Meyrin" aus Genf. Diese beiden Mannschaften machen das Playoff-Finale und den Cupsieg meist untereinander aus. Einer, der sich in dieser Welt besonders gut auskennt, ist Nicolas Hausammann.
Nationaltrainer Nicolas Hausammann
Der 40 Jährige beschreibt sich selbst als einen positiven Teamplayer mit viel Leidenschaft. Doch Nicolas Hausammann ist noch viel mehr. Er ist Profispieler, spielt selbst bei den Pilatus Dragons als Guard und ist der Nationaltrainer des Schweizer Rollstuhlbasketball-Teams. Im 2015 war Nicolas Hausamman kurzzeitig nur als Coach tätig und stellte sein Leben als Nationalspieler ein. Jedoch kam er wieder in die Nationalmannschaft zurück und hat nun das Beste aus beiden Welten. Der Trainer-Staff, der Assistenztrainer sowie das Team macht es möglich, dass Coaching und Spielen gut nebeneinanderher geht.
Mit Nicolas Hausammann haben wir über ihn als Person, sowie die Situation des Rollstuhlsportes in der Schweiz gesprochen. Was läuft gut? Was muss sich in Zukunft noch verbessern? Du erfährst es im Podcast: