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Der PC- und Smartphonehersteller Lenovo konnte zwar im vergangenen Quartal den Gewinn nahezu verdoppeln, doch der Umsatz war stark rückläufig. In dem am 31. März abgeschlossenen vierten Quartal setzte Lenovo rund 9,13 Milliarden US-Dollar um. Dies sind 19 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie auch HP kämpft Lenovo mit dem anhaltend schwachen PC-Markt. Der Umsatz von HP ging im vergangenen Quartal hingegen "nur" um elf Prozent zurück.
Der Gewinn von Lenovo entwickelte sich gleichzeitig nach oben. Der Nettogewinn betrug mit 176 Millionen Dollar 81 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Wie der Hersteller schreibt, ist der Gewinnanstieg auf ein Sparprogramm zurückzuführen. Insgesamt habe der Konzern im dritten und vierten Quartal 690 Millionen US-Dollar eingespart. Lenovo hat vergangenen August angekündigt
, die Kosten um 650 Millionen Dollar reduzieren zu wollen. Dazu gehörte auch ein Stellenabbau.
Für das Gesamtjahr muss Lenovo dennoch einen Nettoverlust von 128 Millionen US-Dollar ausweisen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2015/2016 lag mit 44,9 Milliarden Dollar drei Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Zudem ist die Nettomarge bei Lenovo viel kleiner als etwa bei HP.
In der PC Group (PCG), zu der PCs und Windows-Tablets gehören, setzte Lenovo mit 6,2 Milliarden Dollar 20 Prozent weniger um als im Vorjahresquartal. Der PC- und Druckerhersteller HP Inc., musste im am 30. April 2016 abgeschlossenen Quartal in der PC-Sparte einen Umsatzrückgang von zehn Prozent hinnehmen. Lenovo will künftig in Wachstumsbereiche vordringen. Potential sieht der Konzern im Gaming-Bereich und bei den Detachables.
Im vierten Quartal setzte die Mobile Business Group (MGB) zu der die Motorola-Produkte, unter eigenem Namen verkaufte Handys sowie Tablets und Smart TVs gehören, 1,7 Milliarden Dollar um. Dies lag unter den Erwartungen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Insbesondere der Absatz in China sei um 85 Prozent geschrumpft. Auch das Nordamerika-Geschäft habe sich nicht zufriedenstellend entwickelt.
Ebenfalls rückläufig entwickelte sich das Enterprise Business Group (EBG), die das Server-, Storage- Software- und Services-Geschäft beinhaltet. Hier ist auch das x86-Servergeschäfts von IBM
untergebracht. Im vierten Quartal ging der Umsatz um acht Prozent auf rund eine Milliarde Dollar zurück. Für das gesamte Geschäftsjahr weist der Konzern für die EBG hingegen einen Umsatzwachstum von 73 Prozent aus. Dies sei insbesondere auf den wachsenden Hyperscale-Markt in China zurückzuführen, so Lenovo. Mit der im März angekündigten Reorganisation wird die EBG künftig als Data Center Group geführt. (kjo)