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Alfred Escher (1819–1882)
Aufstieg, Macht, Tragik
Alfred Escher hat die Entwicklung der Schweiz geprägt wie vor und nach ihm kaum jemand.
Anhand von Briefen, Reden und zeitgenössischen Publikationen entwirft Joseph Jung das Bild eines weitsichtigen Wirtschaftsführers und Politikers, dessen Leben – allen epochalen Erfolgen zum Trotz – tragisch endete. Im jungen Bundesstaat verhalf er der Neutralitätspolitik zum Durchbruch und verhinderte so, dass die Schweiz militärisch in europäische Wirren hineingezogen wurde. Als Promotor der Nordostbahn und der Gotthardbahn (SBB), des Polytechnikums (ETHZ), der Schweizerischen Kreditanstalt (Credit Suisse) und der Schweizerischen Lebensversicherungs- und Rentenanstalt (Swiss Life) wies er der modernen Schweiz in ihren ersten Jahrzehnten den Weg. Sein kometenhafter Aufstieg in wirtschaftliche und politische Spitzenpositionen, sein epochales Lebenswerk sowie sein tragisches Ende faszinieren noch heute. Legendär ist seine unermüdliche Schaffenskraft und sein bedingungsloses Engagement für die Schweiz und den Kanton Zürich, beispiellos war die öffentliche Polemik um seine Person. Ausgerechnet jenes Projekt, womit er Weltgeschichte schrieb, brach ihm das Genick: die Gotthardbahn. Die bewegte Lebensgeschichte Alfred Eschers, der Vater von Lydia Welti-Escher übrigens, ist aktueller denn je.
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