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Die Geschichte beginnt im Jahre 1900. Der Grundgedanke war folgender: William S. Harley und Arthur Davidson, vermutlich geplagt vom anstrengenden und schweißtreibenden Radfahren, kamen auf die Idee, einem Fahrradrahmen eine Motorisierung unterzujubeln. Ihre Idee konnten sie mit der Hilfe eines Konstruktionszeichners schnell in die Tat, sprich in Konstruktionspläne umsetzen. So bastelten die drei also an den Wochenenden in einer Garage an den ersten Prototypen. Knapp an Material -da kaum finanzielle Mittel zur Verfügung standen- schraubten, hämmerten und schweißten sie solange herum, bis der Moment kam, an dem sie auf die Hilfe eines Monteurs angewiesen waren. Zufällig war der Bruder von Arthur Davidson ein begnadeter Monteur und kam zu den anderen. Er baute nun den ersten Prototyp zusammen und war von da an ebenfalls vom 'Harley-Fieber' infiziert. Das Resultat war - er blieb in Milwaukee.
Wie ging es weiter?

Kurze Zeit später brauchten das Team erfahrene Werzeugmacher. Und wieder kam ein Bruder ins Spiel: William Davidson. Da das Geld noch immer mehr als knapp war, wurden Ersatzteile aus den Materialien gezimmert, die irgendwo zu finden waren.
|Bei der Konstruktion des ersten Vergasers soll der Erfindungsreichtum der Männer so weit gegangen sein, dass sie diesen aus einer alten Konservendose 'gebastelt' haben.|
Die erste fahrbereite Harley war dann auch ein motorisiertes Fahrrad, das ein Einzylindermotor mit Hilfe eines Riemen über das Hinterrad antrieb. Motorisierung und Rahmenkonstruktion waren jedoch so schwach, dass der Fahrer bei Steigungen noch durch Treten den Vortrieb unterstützen mußte und gerade dies wollten Harley und Davidson ja vermeiden. Also mußte ein neuer Rahmen und ein stärkerer Motor und verbesserter Vergaser her. Im Jahr 1903 war es soweit. Die Garage in der bisher gewerkelt wurde, war natürlich für die Herstellung von Motorrädern viel zu klein, man benötigte einen größeren Werkraum. Nun war ausgerechnet der Vater der Davidson Brüder ein Zimmermann und so baute er den später berühmt gewordenen Holzschuppen, auf dessen Tür folgende Worte kamen:
Im ersten Jahr wurden drei Maschinen produziert. Sie erhielten den Namen "Silent Grey Fellow" und hatten 350 ccm. Die Produktion wuchs, der Holzschuppen auch und 1906 konnte man das erste Verwaltungsgebäude errichten. Die Produktion lag bei 50 Maschinen. 1907 wurde der Motor auf 500ccm aufgebohrt, und die Motorräder mit einer gefederten Vordergabel ausgestattet. Es fanden sich 150 Käufer. Obwohl die Maschine allerseits sehr beliebt war, wollte William Harley , inzwischen zum Dipl. Ing. avanciert, die Motorleistung steigern. So entschloß er sich zum Einbau eines weiteren Zylinders hinter dem ersten. Die Anordnung jener beiden Zylinder in Form eines "V", wurde zum Markenzeichen der Harley-Davidson.
Weitere Innovationen folgten 1912 mit der Motorradkupplung und der im Rahmen integrierten Sattelfederung, ein Jahr später Kette, Getriebe, wiederum im Jahr darauf der Kickstarter, 1915 das Dreiganggetriebe. So ging es weiter, nie ruhten sich die Verantwortlichen auf ihren Lorbeeren aus. Selbst der Erste Weltkrieg und die Weltwirtschaftsdepression konnten den Siegeszug der Motorräder aus Milwaukee nicht mehr aufhalten.
Später, viel später nämlich 1954 erhielt die Marke den endgültigen Kultstatus durch Hollywood, die in dem Film "The Wild One" mit Marlon Brando und im Jahre 1969 in dem Film "Easy Rider" mit Peter Fonda und Dennis Hopper die Legende schufen.
Im Grunde hat sich bis heute nichts daran geändert. Auch heute umweht eine Harley-Davidson noch immer der Geruch von Freiheit und Abenteuer und die Absatzzahlen steigen.
Noch etwas:
Warum wird in Zusammenhang mit Harley's auch der Ausdruck HOG verwendet?
Harley-Davidson's Erklärung dafür ist, dass die Firma in den 20 Jahren zu den Rennen, an denen sie teilnahm, ihr Maskottchen-Schwein mitnahmen. Nach einiger Zeit wurde das erfolgreiche Team mit den Worten "Here comes the Harley Team and their Hogs." angekündigt.