Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03325.jsonl.gz/411

Jedes Jahr wird bei rund 4'400 Menschen in der Schweiz ein Kolorektalkarzinom diagnostiziert, rund 1'650 Menschen sterben daran.
Im Jahr 2018 wurden weltweit rund 1'850'000 Kolorektalkarzinome registriert, mehr als 880'000 Patienten starben daran.
Krebs des Dickdarms oder des Enddarms tritt vor allem bei Erwachsenen über 50 Jahren auf. Das Krankheitsverhältnis von Männern zu Frauen beträgt 4:3.
Meistens entwickelt sich Darmkrebs aus gutartigen Wucherungen der Schleimhaut an der Innenwand des Dickdarms oder Enddarms. Diese Wucherungen werden Polypen genannt. Einige Arten von Polypen können sich im Laufe der Zeit (normalerweise viele Jahre) in Krebs verwandeln, aber nicht alle Polypen werden zu Krebs.
Kolorektalkarzinome wachsen langsam. Über einen langen Zeitraum verursachen sie keine Beschwerden. Haben sie eine gewisse Grösse erreicht, können sie eines oder mehrere der folgenden Symptome auslösen:
Viele dieser Symptome können auch durch andere Erkrankungen verursacht werden, wie z.B. Infektionen, Hämorrhoiden oder Reizdarmsyndrom. Sie sollten jedoch von einem Arzt untersucht werden.
Forscher haben mehrere Faktoren gefunden, die das Risiko für Darmpolypen oder Darmkrebs erhöhen können. Einige von ihnen hängen mit dem persönlichen Lebensstil zusammen und können daher vermieden oder zumindest reduziert werden:
Risikofaktoren, die beeinflusst werden können:
Risikofaktoren, die nicht beeinflusst werden können:
In den folgenden Fällen besteht ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs:
Menschen, die einem oder mehreren dieser Risiken ausgesetzt sind, können in jüngerem Alter an Darmkrebs erkranken.
Es gibt keinen sicheren Weg, Darmkrebs zu verhindern. Aber ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Erkrankungsrisiko zu senken:
Wird Darmkrebs in einem frühen Stadium erkannt, ist er in den meisten Fällen heilbar. Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen so wichtig. Der «Blut-im-Stuhl-Test» und die Darmspiegelung sind zwei bewährte Methoden zur Entdeckung von Darmkrebs und seiner Vorstufen.
Blut-im-Stuhl-Test
Der «Blut-im-Stuhl-Test» kann selbstständig zuhause durchgeführt werden. Er ist beim Arzt oder in der Apotheke erhältlich. Der Test weist selbst nicht sichtbare Spuren von Blut im Stuhl nach, das von Darmkrebs oder möglichen Vorstufen einer Darmerkrankung, den Polypen, ausgehen kann. Die Zuverlässigkeit des Tests ist gut, wenn dieser alle zwei Jahre durchgeführt wird.
Darmspiegelung
Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist eine sehr zuverlässige Methode zur Entdeckung von Darmkrebs. Dabei untersucht ein Spezialist das Innere des Darms mit einem biegsamen Schlauch und einer kleinen Kamera. Diese überträgt die Bilder des Darms direkt auf einen Monitor. So kann ein Tumor mit hoher Wahrscheinlichkeit entdeckt und mögliche Polypen direkt entfernt werden. Die Untersuchung dauert circa 20 bis 30 Minuten und ist in der Regel schmerzarm.