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Schlechte Flusswasserqualität
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat die Flusswasserqualität auf die mikrobiologische Qualität untersucht und dabei insgesamt 21 Wasserproben während der Badesaison 2021 aus den Flüssen Rhein, Birs und Wiese entnommen. Auf einer Skala von A bis D fielen die meisten der untersuchten Proben in die beiden unteren Qualitätsklassen C und D.
Der Sommer 2021 war gekennzeichnet durch häufige, anhaltende und zum Teil sehr heftige mit starken Gewittern und Hochwassersituationen verbundenen Niederschläge, was sich deutlich in der mikrobiologischen Qualität des Flusswassers widerspiegelte. Lediglich bei der ersten Probenerhebung von Mitte Juni, die nach einer stabilen, länger andauernden Schönwetterperiode erfolgte, erwies sich die mikrobiologische Qualität des Flusswassers mehrheitlich als gut. Obwohl die Proben bei der zweiten und dritten Probenerhebung von Ende Juli und Mitte August nach einer mehrtägigen trockenen Wetterlage mit zum Teil intensiver Sonneneinstrahlung erfolgte, genügte diese Phase nicht, um die mikrobiologische Qualität des Flusswassers nach einer ausgeprägten Hochwassersituation wieder zu normalisieren. Hier fielen nur drei von 14 Proben in die Qualitätsklasse „B“, die restlichen Proben in die Qualitätsklassen „C“ und „D“.
Beim Baden an Badestellen, bei denen die Wasserqualität in die Qualitätsklassen „C“ und „D“ fällt, was bei den diesjährigen Proben mehrheitlich der Fall war, ist eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch Badewasser nicht auszuschliessen und das Baden mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden. Daher sollte in solchen Situationen auf das Baden oder zumindest auf das Tauchen verzichtet und nach dem Baden gründlich geduscht werden.
Generell ist zu beachten, dass die einzelnen Untersuchungen im Rahmen der sporadischen Qualitätskontrolle stets Momentaufnahmen darstellen. Umso wichtiger für die Badenden sind daher Kenntnisse über die Faktoren, welche die Wasserqualität beeinflussen. Allgemein kann gesagt werden, dass längere Schönwetterperioden, verbunden mit intensiver Sonneneinstrahlung, einen positiven Effekt auf die Wasserqualität haben. Die UV-Strahlen des Sonnenlichts töten Bakterien an der Wasseroberfläche ab. Andersherum nimmt die Wasserqualität nach Gewittern und starken Regenfällen eher ab. Dann nämlich kommt es durch das Aufwühlen des Flussbettgrundes und den Eintrag von Materialien von aussen (Bäume, Blätter, Fäkalien) zu einer vermehrten Belastung mit Mikroorganismen.
Weiterführende Informationen unter: http://www.kantonslabor.bs.ch/umwelt/umwelt/wasser/tipps.html