Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03347.jsonl.gz/2494

Schrähbachbrücke
Die im Jahr 1924 von Robert Maillart erbaute und insgesamt 59 m lange Schrähbachbrücke setzt sich aus drei Teilen zusammen: die Bogenbrücke als Haupttragwerk und die beidseitig daran anschliessenden Anschlussbrücken, die als Balkenbrücken je über drei Felder durchlaufen und auf nicht bewehrten, massiven Betonpfeilerwänden aufliegen. Die Anschlussbrücken lagern ebenfalls auf unbewehrten Pfeilerwänden auf.
Durch das gewählte Instandsetzungs- und Verbreiterungskonzept soll der denkmalpflegerische Wert und der Charakter der Brücke soweit wie möglich erhalten bleiben. Das statische System bleibt nach wie vor unverändert.
Die Ertüchtigung des Bogens erfolgt durch das anschliessen zweier 25 cm starken Stahlbetonrippen entlang des Bogens, welche sich zu den Kämpfern hin verjüngen. Diese Rippen helfen unter Anderem den Bogen zu versteifen. Die Geometrie der Rippen ist die der Salginatobelbrücke bei Schiers ähnlich, jedoch sind diese durch die Kalksandsteinwände für den Betrachter von aussen verdeckt.
Im Rahmen der Instandsetzung wird der Überbeton (Gasbeton) samt PAK-Schicht entfernt und ein neuer bewehrter Überbeton aufgebracht, der die bestehende Fahrbahnplatte verstärkt. Als Abdichtung und Belag wird eine 40 mm starke UHFB-Schicht auf dem Überbeton aufgetragen.
Die bestehende 3.00 m Breite und gekrümmte südliche Anschlussbrücke ist für grössere Transporte zu schmal. Eine Verbreiterung der Fahrbahn ist somit zwingend. Die Fahrbahnverbreiterung beginnt beim Fahrbahnübergang und wird durch Abbruch und Neubau der aussenseitigen Brüstung und eine
Verbreiterung der Fahrbahnplatte erreicht. Der letzte Pfeiler und das Widerlager der Anschlussbrücke werden bergseits verbreitert.
An der ganzen Brücke werden die lokalen Schadstellen wie Abplatzungen sowie die durchrostete Bewehrung instandgesetzt bzw. ersetzt. Die unbewehrte Fundamente werden mit Ankerstangen verstärkt.
Die Schrähbachbrücke ist heute der älteste erhaltene versteifte Stabbogen der Welt.