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Ursachen, die eine Störung der ösophagealen Phase auslösen können sind vielfältig und zahlreich. Eine Krankheit, die sehr häufig mit einer Schluckstörung für feste Speisen einhergeht, und rechtzeitig diagnostiziert werden sollte, um Spätfolgen zu vermeiden, ist neben gutartigen oder bösartigen Tumoren der Speiseröhre die eosinophile Ösophagitis.
Die Eosinophile Oesophagitis (EoE) ist eine chronisch-entzündliche, immun-vermittelte Erkrankung der Speiseröhre, welche erstmals 1993/94 als eigenständiges Krankheitsbild erkannt worden ist und deren Häufigkeit seither markant zunimmt. Als Folge ihrer steigenden Inzidenz lebt zurzeit in Europa und in Nordamerika ein Patient mit diagnostizierter EoE unter 2500 Einwohnern. Sie befällt vorzugsweise das männliche Geschlecht. Etwa 50-70% der meist jüngeren Patienten sind mit einer atopischen Diathese (genetisch bedingte Neigung) belastet.
Eine Anamnese mit den Leitsymptomen „Dysphagie für geformte Speisen“, „Bolusimpaktierungen“ und „therapie-refraktäre Retrosternalschmerzen“ ist vor allem bei jüngeren, atopie-belasteten Patienten sehr verdächtig auf das Vorliegen einer EoE. In der endoskopischen Untersuchung finden sich unspezifische Veränderungen wie rötliche Längsfurchen, weissliche Auflagerungen, Ringe und Stenosen.
Die Diagnose der EoE beruht einerseits auf der charakteristischen Anamnese, andererseits auf der Histologie mit dem Nachweis einer dichten eosinophilen Infiltration der Oesophagusschleimhaut. Differentialdiagnostisch muss hauptsächlich eine Refluxkrankheit ausgeschlossen werden.
Therapeutisch stehen hypo-allergene Eliminations-Diäten, Medikamente und endoskopische Verfahren zu Verfügung. In der medikamentösen Behandlung werden vorwiegend topische und bei Bedarf systemische Kortikosteroide eingesetzt. Die Mehrzahl der Patienten lässt sich mit rein lokal wirksamen Kortison-Präparaten gut behandeln. Bei steroid-refraktärem oder steroid-abhängigem Verlauf sind Immunsuppressiva und Biologica mögliche Alternativen. Diese jedoch noch wenig erforschten Therapien sollten aber nur in spezialisierten Zentren eingesetzt werden. Eine gefürchtete Spätfolge der unbehandelten oder unterbehandelten EoE ist das sogenannte Remodeling des Oesophagus, welches mit Fibrosierung und Ausbildung von schweren Strikturen einhergeht. Diese Komplikation wird vorwiegend mit Dilatation behandelt. Durch eine frühzeitige und konsequente anti-inflammatorische Therapie kann diese Spätkomplikation recht zuverlässig vermieden werden.
Der Artikel über EoE wurde verfasst von Prof. Dr. med. Alex Straumann, Facharzt für Gastroenterologie und Leiter der „Swiss EoEResearch Group“, einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, engagiert in klinischer und in Grundlagenforschung auf dem Gebiet der eosinophilen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.Tätigkeit in einer Schwerpunktpraxis für eosinophile Erkrankungendes Gastrointestinaltraktes in Olten und Professor am Department für Gastroenterologie der Universitätsklinik Basel. Alex Straumann gehört zusammen mit Prof. Stephen Attwood zu den Erstbeschreibern der EoE. Unabhängig voneinanderhaben die beiden in den Jahren 1993/94 das Krankheitsbild erstmals umfassend beschrieben.
EoEnet is a specialised subgroup of Swiss IBD specialists dedicating an important part of their research activity to the investigation of eosinophilic esophagitis.
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