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Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gaben vergangenen Dienstag bekannt, dass sie 19 Mrd Dollar an zusätzlicher Liquidität in das heimische Finanzsystem pumpen wollen, um den Kreditkreislauf anzukurbeln. Die neuerliche Cash-Spritze erhöht die Unterstützung, die die Regierung den Banken gewährt, auf insgesamt 32,7 Mrd Dollar. Bereits im vergangenen Monat hatte die Zentralbank den Instituten 13,7 Mrd Dollar zur Verfügung gestellt, um Kreditengpässe im Interbankenmarkt zu verhindern.
Inmitten der Kreditkrise und der Befürchtungen um die finanzielle Stabilität von Banken in den USA, Europa und Asien haben die VAE eine Reihe von Massnahmen angekündigt, die für Vertrauen sorgen sollen. So gab die Regierung bekannt, dass sie Einlagen bei heimischen Banken für eine Zeit von drei Jahren garantieren werde. Ausserdem gab sie Garantien für den Interbankenhandel und sagte, dass sie es börsennotierten Unternehmen leichter machen werde, Aktien zurückzukaufen.
«Bankensysteme sind gesund»
Saudi-Arabien verkündete in der vergangenen Woche, dass die Regierung den Banken 40 Mrd Dollar zur Verfügung stellen werde, falls sie dieses Geld benötigten. Katar gab bekannt, dass der staatseigene Investmentfonds QIA bis zu 20% der Anteile von heimischen börsennotierten Banken kaufen werde, wenn sich die globale Kreditkrise auf die arabischen Golfstaaten ausdehne. Politiker aller drei Regierungen betonten, dass ihre Banksysteme gesund seien.
Trotz ihres Ölreichtums kämpfen auch die Golfstaaten mit einer Kreditkrise. Denn während des ölgetriebenen Wirtschaftsbooms haben die Banken der Region exzessiv Geld verliehen. Als die internationalen Kreditmärkte kollabierten, erschwerten sich auch die Bedingungen für die Golfregion, Geld zu leihen. In den vergangenen Wochen sind die Aktienkurse an den Börsen der Golfstaaten angesichts der Sorgen um fallende Ölpreise und die Nachhaltigkeit des Immobilienbooms drastisch eingebrochen.