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In der Strahlentherapie wird von einer Stereotaxie oder stereotaktischen Bestrahlung gesprochen, wenn ein umschriebener Tumor kleinvolumig hochpräzise und hochdosiert bestrahlt wird. Das umgebende, gesunde Gewebe wird durch einen steilen Dosisabfall bestmöglich geschont.
Allen extrakraniellen, das heisst alle Körper-Stereotaxie-Verfahren haben folgende Prinzipien gemeinsam:
- Aufwändige Immobilisation des Patienten in der Regel mittels Vakuumkissen zur sicheren und rigiden Lagerung und Minimierung von Lageveränderungen während der Behandlung
- Höchstmass an Genauigkeit der Patientenpositionierung auf dem Behandlungstisch mittels bildgestützter Strahlentherapie
- Verwendung multipler, kleiner statischer Bestrahlungsfelder oder Rotationsbestrahlungen (VMAT) aus verschiedenen Richtungen zur Minimierung der Dosisbelastung des Normalgewebes
- Minimierung des Einflusses der Organbeweglichkeit beispielsweise durch Verwendung einer Bauchpresse oder den Einsatz von sogenanntem «gating» (Bestrahlung nur in bestimmten Atemphasen des Patienten) während jeder Bestrahlungssitzung
- Anwendung einiger weniger ablativer Bestrahlungsdosen (Einzeldosen) meist zwischen 5 und 20 Gy, die mit einer Genauigkeit im Millimeter- bis Submillimeterbereich appliziert werden.