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Die junge Studentin Aimee weiss nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte, bis sie in einer TV-Show den attraktiven und charmanten Professor Guy Schermerhorn mit seinem Schimpansen Sam sieht. Aimee ist fasziniert von Sam, denn er ist kein gewöhnlicher Schimpanse, wie man sie etwa im Zoo beobachten kann, Sam kann mit Hilfe der Gebärdensprache sprechen.
Ohne gross nachzudenken bewirbt Aimee sich auf die ausgeschriebene Stelle als Hilfskraft bei Professor Schermerhorns Projekt. Durch turbulente Ereignisse, Zufall und die Tatsache, dass Sam sie nicht mehr gehen lassen will, wird Aimee Sams neue Ziehmutter. Als die Primatenforschung an Gewichtigkeit und Ansehen verliert, wird Sam, der als Mensch aufgezogen wurde und ein einigermassen ausgeprägtes Bewusstsein hat, an seinen eigentlichen Besitzer zurückgegeben und mit anderen Schimpansen in einem dreckigen und stinkenden Stall untergebracht.
Während Guy Schermerhorn seine Karriere und Beziehung in Gefahr sieht, versucht Aimee mit allen Mitteln, Sam aus der Gefangenschaft zu befreien.
In seinem neuen Roman beschäftigt sich T. C. Boyle mit der Frage, ob Tiere uns Menschen nicht doch ähnlicher sind, als wir glauben zu wissen und was uns als Menschen ausmacht.
Die Frage, ob und inwiefern die Forschung mit Tieren ethisch vertretbar ist, wird zwar nicht beantwortet, und doch wird die eigene Meinungsbildung unterstützt. Durch die abwechselnde Erzählperspektive von Aimee, Guy und Sam schafft Boyle ein bewegendes und lebhaftes Buch über Freundschaft, Liebe, Ich-Bewusstsein und Menschsein.
Livia Weber