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Immer mehr Leute leben in Städten, doch der Wohnraum wird nicht grösser. Das bedeutet, dass sich Menschen mit immer kleineren Wohnungen arrangieren müssen. Hier finden Sie eine Auswahl an Mikro-Wohnungen.
Hongkong
Hongkong ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Erde. Etwa 1,2 Millionen Menschen leben dort unter der Armutsgrenze. Deshalb müssen viele Leute in sogenannten «Cage Homes» wohnen. Die monatliche Miete für ein Bett in einem Käfig beträgt 1’000 Hongkong-Dollar (zirka 127 Franken). Der Raum ist 28 Quadratmeter gross und beherbergt elf Käfige sowie ein Badezimmer und eine Toilette, die geteilt werden. Küchen sind keine vorhanden. Vor allem ältere Männer leben unter diesen Bedingungen. Faulige Gerüche und Bettwanzen gehören hier zum Alltag.
Donny Chan liest auf dem Bett in seiner Wohnung, die als «Microflats» (deutsch: Mikro-Wohnung) in Hongkong bekannt sind. Für Junge und Personen aus der Mittelschicht werden diese kleinen Wohnungen zu sehr hohen Preisen angeboten.
Ein weiteres Beispiel aus Hongkong sind die Sargwohnungen. Wong Tat-ming bezahlt 2’400 Hongkong-Dollar (305 Franken) pro Monat für die kleine Behausung mit den Massen 90 mal 180 Zentimeter. Die dürftig eingerichtete Wohnung enthält unter anderem einen Schlafsack, einen Fernseher und einen Ventilator.
Li Suet-wen wohnt mit ihrem Sohn (6) und ihrer Tochter (8) in Hongkong in einem etwa 11 Quadratmeter grossen Raum, in welchem sich ein Etagenbett, ein kleines Sofa, ein Kühlschrank, eine Waschmaschine und ein kleiner Tisch befinden. Für die Mini-Wohnung bezahlt die Mutter 4’500 Hongkong-Dollar (570 Franken) pro Monat, was fast der Hälfte ihres Lohnes (10’000 Hongkong-Dollar) entspricht.
New York
Keine Fenster und Türen, 9 Quadratmeter und 1’100 Dollar Miete: Das sind die Eckdaten zur kleinsten Wohnung Manhattans. Gemäss «Spiegel Online» wohnt ein New Yorker Lehrling in dieser Unterkunft. Jeden Tag frühstücke er im Bett, weil es nicht anders geht, und das Badezimmer befinde sich am Fussende des Bettes. Tageslicht dringt durch einen Schacht in der Decke in den kleinen Raum.
Warschau
Das schmalste Haus der Welt befindet sich in Warschau: Es misst 122 Zentimeter an der breitesten und 72 Zentimeter an der engsten Stelle und bietet 14,5 Quadratmeter Wohnfläche. 2012 wurde das Keret Haus errichtet, in dem der Schriftsteller Etgar Keret wohnt. Darin Platz finden ein Schlafzimmer, eine Küche, ein Bad sowie ein Wohnbereich.
Paris
Ein Mann lebte 15 Jahre in Paris in einer 1,56 Quadratmeter-Wohnung – für 300 Euro pro Monat, heisst es auf der Website von RTL. Was einem Quadratmeter-Mietpreis von 212 Euro entsprach. Damit handle es sich wahrscheinlich um eine der teuersten Wohnungen der Welt. Gleichzeitig dürfte es die kleinste Europas sein.
Die Grundfläche der Wohnung habe zwar 4 Quadratmeter betragen, doch die Dachschrägen dürfen nur anteilig an die Grösse der Wohnung angerechnet werden. Platz war in der Wohnung nicht für vieles: Der Mieter musste sich mit einer Matratze, einem kleinen Lavabo und einer Kochplatte begnügen.
Dharavi
Dharavi, mitten in Mumbai gelegen, ist einer der grössten Slums Asiens. Mehr als eine Million Menschen leben dort auf engstem Raum in kleinsten Wohnungen. Neben Unterkünften gibt es im Slum auch Geschäfte wie beispielsweise Gerbereien und Töpfereien.
Telebasel Themenwoche
In den Telebasel News vom Montag bis Mittwoch steht die Betroffenensicht im Mittelpunkt – Der Report am Mittwoch setzt sich mit den Bedürfnissen und Anliegen der Vermieter auseinander. Am Donnerstag und Freitag geht es in den News um die Fragen, ob überhaupt Wohnungsnot herrscht und wie neuer Wohnraum geschaffen werden kann.
Am Samstag fassen wir die Themenwoche ab 19:15 Uhr und dann stündlich in der Wiederholung in einer einmaligen Spezialsendung zusammen.