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Der britische Sänger David Bowie ist im Alter von 69 Jahren am 10.01.2016 an den Folgen eines Krebsleidens gestorben.
Nach einem 18 Monate andauernden Kampf gegen den Krebs sei der Musiker, Maler, Schauspieler und Produzent friedlich eingeschlafen, hiess es von seinem Pressesprecher. Weiter hiess es: «Viele werden diesen Verlust teilen, wir bitten aber darum, die Privatsphäre seiner Familie zu respektieren.» Über das Krebsleiden war bis zu seinem Tod nichts in die Öffentlichkeit gedrungen.
Der in bescheidenen Verhältnissen im Londoner Stadtteil Brixton aufgewachsene Künstler hat während vier Jahrzehnten als Chamäleon der Rockmusik über 140 Millionen Tonträger verkauft. Erst eine Woche vor seinem Tod hatte Bowie sein neues Album «Blackstar» veröffentlicht.
Zu Beginn seiner Karriere in den späten Sechzigerjahren viel Bowie insbesondere durch seine androgyne Art auf. 1972 outete er sich in einem Interview als schwul, allerdings sagte er vier Jahre später in einem Gespräch mit dem «Playboy», dass er bisexuell sei.
Angela Barnett, mit der Bowie bis 1980 verheiratet war, behauptete später, er habe eine Beziehung mit Mick Jagger gehabt.
Als Bowie in den 80ern mehr und mehr zum Mainstream-Sänger wurde, beteuerte er seine Heterosexualität. Er meinte damals auch, dass seine Aussagen über seine angebliche Homo- oder Bisexualität der grösste Fehler den er je gemacht hatte, seien.
Laut seinem Biografen David Buckley habe er sich vor allem in der queeren Kultur wohl gefühlt, die für ihn ein künstlerisches Ventil gewesen sei.
2004 erinnerte sich Bowie in einem Interview an die Siebzigerjahre: "Zu der Zeit war ich bisexuell, oder zumindest habe ich geglaubt, ich sei es. Vielleicht war ich ja eher versuchssexuell", sagte er. Das Tabu habe ihn gereizt. «Aber nachdem klar war, dass ich heterosexuell bin, war es nur noch ein Experiment, das ich machte.»