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- 1.Goethe Vorbereitung Tipp #1 DIE ARTIKEL IM DEUTSCHEN
- 2.Goethe Vorbereitung Tipp #2 Kommaregeln
- 3.Goethe Vorbereitung Tipp #3 Verben und Objekte
- 4.Goethe Vorbereitung Tipp #4 Wörter ohne Übersetzung
- 5.Goethe Vorbereitung Tipp #5 Substantive im Plural
- 6.Goethe Vorbereitung Tipp #6 Verneinung im Deutschen
- 7.Goethe Vorbereitung Tipp #7 Aber und verwandte Wörter
- 8.Deutschlandkunde #4 Kleines Geographie-Quiz
- 9.Goethe Vorbereitung Tipp #8 Ein Wort oder zwei Wörter?
- 10.Goethe Vorbereitung Tipp #9 Redensarten und Sprichwörter mit regionalem Bezug
Goethe Vorbereitung Tipp #4 Wörter ohne Übersetzung
Wörter ohne Übersetzung
In jeder Sprache gibt es Wörter, die man nicht oder nur sehr mühsam und ungenau übersetzen kann.
Berühmte Beispiele sind „understatement“ im Englischen, „savoir vivre“ im Französischen oder „saudade“ im Portugiesischen.
Natürlich hat die deutsche Sprache auch so einiges in dieser Hinsicht zu bieten.
Die berühmtesten Beispiele sind vermutlich „Heimat“ und „Gemütlichkeit“.
Die berühmtesten Beispiele sind vermutlich „Heimat“ und „Gemütlichkeit“.
„Heimat“ ist nicht automatisch der Geburtsort oder der aktuelle Wohnsitz. Das Wort beschreibt unter Umständen mehr ein Gefühl von Zugehörigkeit und Verbundenheit als die tatsächliche Situation.
So gibt es Leute, die als die Kinder von Heimatvertriebenen aus Schlesien in der Bundesrepublik geboren wurden und trotzdem Schlesien, wo sie nie gelebt haben und das heute zu Polen gehört, als ihre Heimat bezeichnen.
„Gemütlichkeit“ ist auch etwas sehr diffuses und gefühlsmässiges. Das Wort beschreibt eine Atmosphäre, in der man sich wohl und geborgen fühlt, also bevorzugt ein anheimelndes Ambiente, etwa ein rustikal eingerichtetes, gut geheiztes Wohnzimmer mit bequemen Polstermöbeln. Dazu gehört auch eine eher entspannte und gemächliche Lebensführung. Deshalb kann man das Wort „gemütlich“ nicht nur für ein Ambiente, sondern auch für seine Bewohner benutzen! Ein „gemütlicher Mensch“ ist ein gelassener, etwas behäbiger und gutmütiger Typ ohne Neigung zu Hektik und Radikalität.
Goethe Vorbereitung Tipp
Ein anderes erstaunliches Wort, das vielleicht von der angeblichen deutschen Pünktlichkeit herrührt, ist die „Verfrühung“, also das Gegenteil von Verspätung. Das Wort beschreibt die seltene, aber meist erfreuliche Tatsache, dass etwas früher geschieht als erwartet. Es soll schon vorgekommen sein, dass ein Zug mit Verfrühung statt mit Verspätung den Bahnhof erreicht!
Ebenfalls mit der Zeitwahrnehmung zu tun hat das Wort „Vorfreude“.
Normale Freude empfindet man ja in dem Moment, wenn etwas schönes passiert. Beispielsweise empfinde ich zu Weihnachten Freude über meine schönen Geschenke.
Wenn ich es aber kaum noch erwarten kann und schon am 23.12. an all die schönen Sachen denke, die ich hoffentlich bekommen werde, wenn ich mich also sozusagen schon prophylaktisch freue, dann empfinde ich grosse Vorfreude auf Weihnachten.
Abschliessend noch zwei schöne, meist unterschätzte Adjektive:
Sehr vielseitig ist das Wort „unterwegs“, denn es kann alles bedeuten von verreist, in Entstehung begriffen, geplant, verschwunden bis zu in Veränderung begriffen oder mit der Post abgeschickt.
Und schliesslich noch das häufige und scheinbar banale kleine Wort „gern“, dass man für jede Art von Wunsch-, Sympathie- oder Wohlwollensbekundung verwenden kann:
Ich trinke gern Bier, Sie können mich gern anrufen, Er hat mich gern, Er ist ein Gernegross, Gern geschehen!!
Ich trinke gern Bier, Sie können mich gern anrufen, Er hat mich gern, Er ist ein Gernegross, Gern geschehen!!
Gern gebe ich zu, dass es noch mehr unübersetzbare Wörter gibt, aber ich glaube Euch gern, dass die wenigen hier genannten schon schwierig genug sind!!
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