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Dieses Projekt ist organisiert durch PD Dr. med. Christoph Müller-Pfeiffer und Prof. Dr. med. Roland von Känel (Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik) und wird am Universitätsspital Zürich durchgeführt. Die Dauer des Projekts beträgt 1.5 Jahre (Juli 2020 bis Dezember 2022). Dieses Projekt wird so durchgeführt, wie es die Gesetze in der Schweiz vorschreiben. Die zuständige Ethikkommission hat dieses Projekt geprüft und bewilligt.
Die kontrolliert-randomisierte Studie zielt darauf ab, die Effektivität einer traumabezogenen Therapie (Eye Movement Desensitization and Reprocessing = EMDR) bei Patienten nach einem akuten Herzereignis hinsichtlich der Reduktion von posttraumatischen Symptomen zu untersuchen. EMDR ist besonders bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), welche sich nach einem Herzinfarkt entwickelt, sehr vielversprechend, da auch anhaltende, auf die Zukunft gerichtete innere Bedrohungen eines wiederkehrenden Herzereignisses berücksichtigt und behandelt werden.
Bislang hat noch keine Studie untersucht, ob eine EMDR-basierte Behandlung bei Patienten mit einer PTBS nach einem akuten Herzereignis die posttraumatischen Symptome erfolgreich reduzieren kann. Wenn unsere randomisiertkontrollierte Studie zeigt, dass EMDR eine wirksame Behandlung zur Verringerung der posttraumatischen Symptome bei Patienten mit einem akuten Herzereignis ist, könnte EMDR als Behandlung der Wahl bei diesen Patienten eingesetzt werden. Die Studie hat zudem das Ziel zu untersuchen, ob durch eine Reduktion der posttraumatischen Symptome das kardiale Risiko der Herzpatienten günstig beeinflusst werden kann.
Als teilnehmende Person müssen zudem folgende Bedingungen erfüllt sein:
Drei Wochen nach Spitalentlassung nach einem akuten Herzereignis werden die Patienten kontaktiert, um abzuklären, ob diese an relevanten posttraumatischen Symptomen als Folge des Herzereignisses leiden. Falls dies der Fall ist, wird mittels eines diagnostischen Interviews abgeklärt, ob eine PTBS vorliegt. Wenn die Probanden die Diagnose einer PTBS erfüllen, werden sie zufällig entweder in die Interventionsgruppe (EMDR-Behandlung) oder in eine Kontrollgruppe (passive Warteliste) zugeteilt. Vor Beginn der Behandlung oder Wartezeit werden Blut- und Speichelproben entnommen und die physiologische Reagibilität (Herzrate, elektrodermale Hautleitfähigkeit) auf kurze, laute Geräusche gemessen.
Für die Interventionsgruppe finden wöchentlich acht 60-minütige EMDR-Sitzungen am Universitätsspital Zürich statt. Nach der Behandlung/Wartezeit wird nochmals das diagnostische Interview zur Erfassung der PTBS durchgeführt, Blutund Speichelproben entnommen und die physiologische Reagibilität auf die lauten Geräusche gemessen. Sechs Monate später findet ein Nachfolgetermin statt und die entsprechenden Tests werden erneut durchgeführt.
Die Daten der Studie werden neben dem klinikinternen System (KISIM) noch auf internen und externen Datenträgern gespeichert (RedCap, Psychophysiologie, Forschungsordner USZ).
Leitender Arzt, Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik
Universitätsspital Zürich
Culmannstrasse 8
8091 Zürich