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Die Simulierung eines Flugzeugunfalls in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai 2015 wird ermöglichen, die verschiedenen Einheiten des Notfallplans von Genève Aéroport (PUR-GA) und die Synergien mit dem kantonalen Katastrophenplan für Interventionen im Fall von aussergewöhnlichen Situationen (OSIRIS) zu testen.
Um den Vorgaben des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) und den Anforderungen der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (OACI) zu entsprechen, organisieren Genève Aéroport und der Kanton Genf in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai 2015 eine Notfallübung im Massstab 1:1, bei der ein Flugzeugunfall simuliert wird.
Die Inszenierung dieser Katastrophe, unweit der Landeschwelle der Piste 23 (Richtung Lausanne) hat zum Zweck, die Engagement- und Führungsprozesse der verschiedenen Einheiten des Notfallplans von Genève Aréoport (PUR-GA) und des OSIRIS-Dispositivs zu testen.
«Das Flugzeug ist das sicherste Verkehrsmittel der Welt. Damit das so bleibt, muss die Sicherheit für die Flughäfen an erster Stelle stehen», erklärte Robert Deillon. Der Generaldirektor von Genève Aéroport zitiert im Weiteren den Leitsatz im Notfallplan von Genève Aéroport: «Die Schwierigkeit besteht nicht darin, das Unvorhergesehene vorherzusehen, sondern sich auf einen solchen Fall vorzubereiten, um ihn meistern zu können».
Im Weiteren wird der in dieser Grössenordnung erstmalige Einsatz des kantonalen Interventionsdispositivs OSIRIS gleichzeitig mit dem Flughafen ermöglichen, die Koordination der Flughafenbehörden mit seinen zahlreichen Partnern – Internationale Sicherheitspolizei (PSI), Kantonspolizei, Kriminalpolizei, Feuerwehr- und Rettungsdienst der Stadt Genf (SIS), kantonale Sanitätsbrigade, Rega, Wasserpolizei usw. – zu erproben.
«Es lag in der Verantwortung der politischen Behörden, die Bewilligung für eine solche Grossübung zu erteilen, damit die Verfahren des Krisenmanagements des Kantons erprobt werden können», fügte Staatsrat Pierre Maudet hinzu, der für das Genfer Sicherheits- und Wirtschaftsdepartement (DES) zuständig ist. Als früherer Verwaltungsratspräsident von Genève Aéroport und Präsident des Lenkungsausschusses der Notfallübung Buteo 2015 hatte er sich zu seiner Amtszeit ein Szenario gewünscht, das ermöglicht, die Übung und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Rettungskräften so echt als möglich durchzuspielen.
Der Ablauf dieses virtuellen Flugunfalls wird den Einsatz zahlreicher Akteure, wie Gaznat, Swissgrid (in Verbindung mit SIG und SBB) sowie Skyguide erfordern.
Es werden rund 150 Statisten mobilisiert, welche die Rolle der Flugzeugpassagiere (Unversehrte, Verletzte oder Verstorbene, die von den Rettungsdiensten an Ort und Stelle versorgt oder in die Spitäler evakuiert werden müssen) oder der Familienangehörigen übernehmen, welche die Passagiere am Flughafen erwarten (diese müssen empfangen, informiert, orientiert und unterstützt werden).
Insgesamt werden über 750 Personen für diese Nachtübung aufgeboten.
Zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens werden Notfallfahrzeuge (Feuerwehrautos, Einsatz- und Rettungsfahrzeuge, Polizeiwagen…) bei ihrem Einsatz zu beobachten sein, sowie allenfalls einige Helikopterbewegungen.
Die Flughafenbehörden halten fest, dass der entsprechende Flughafenbereich abgesperrt wird. Eine Annäherung an die Notfallübungszone wird nicht möglich sein.
Am 27. Mai 2015 wird Bilanz über die Notfallübung gezogen.
Bertrand Stämpfli
Pressesprecher