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Der technische Zinssatz wird zur Berechnung der Risikolebensversicherungs-Prämien verwendet. Dieser wird meistens im Versicherungsvertrag festgelegt. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) definiert in regelmässigen Abständen die Obergrenze des technischen Zinssatzes, der von Schweizer Versicherungsunternehmen verwendet werden darf. Der beim Abschluss gültige technische Zinssatz gilt während der gesamten Vertragsdauer. Eine Änderung des Zinssatzes hat keine Auswirkungen auf bereits bestehende Policen.
Der technische Zins ist der Zinssatz mit dem der Gegenwartswert für zukünftige Verpflichtungen einer Versicherung, wie zum Beispiel das Auszahlen eines Todesfallkapitals, berechnet wird. Bei der Todesfallversicherung wird also das auszuzahlende Todesfallkapital bei Eintreten des Versicherungsereignisses unter Abzug der Versicherungskosten und Zinsen berechnet. Die Verzinsung erfolgt bei Todesfallversicherungen nicht auf der bezahlten Prämie, sondern auf der Risikoprämie. Die Risikoprämie ergibt sich aus der bezahlten Prämie abzüglich der Kostenprämie. Die Kostenprämie deckt die Abschluss-, Inkasso- und Verwaltungskosten. Die Risikoprämie ist also Betrag, der nach Abzug der Versicherungskosten als Guthaben des Versicherten übrig bleibt.