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Das Wichtigste in Kürze
- Nicola Sturgeon fordert ein Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands.
- Die Regierungschefin verweist auf das gute Ergebnis ihrer Partei bei der Parlamentswahl.
Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hat ein neues Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands von Grossbritannien gefordert.
Das sei ein klarer «demokratischer Fall», sagte Sturgeon am Donnerstag vor Journalisten in Edinburgh. Sie verwies darauf, dass ihre Schottische Nationalpartei (SNP) bei der Parlamentswahl von den 59 zu vergebenden Mandaten 47 errang.
Es sei «unbestreitbar» erforderlich, die Schotten in einer Volksabstimmung über ihre Zukunft entscheiden zu lassen, sagte Sturgeon.
62 Prozent der Schotten waren gegen Brexit
Die Schotten hätten es durch ihr Wahlverhalten Folgendes «sehr klar» gemacht: Sie wollen nicht von einer konservativen Mehrheit unter Premierminister Boris Johnson «aus der Europäischen Union herausgenommen werden.» Dies sei allerdings die vorhersehbare Zukunft, sofern die Schotten nicht «die Alternative der Unabhängigkeit in Betracht» zögen.
2014 hatten bei einer Volksabstimmung in Schottland 55 Prozent für den Verbleib im Vereinigten Königreich gestimmt. Damals war aber noch nicht absehbar, dass die Briten bei einem Referendum 2016 mehrheitlich für den Brexit stimmen würden. 62 Prozent der Schotten stimmten 2016 jedoch gegen den Brexit.