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Aussen: In seinen Historien stellt Shakespeare dem Publikum verschiedene Königstypen und verschiedene Arten ihres Regierens und ihres Endes vor. Ein geschichtliches und moralisches Panorama von blutigen Familienfehden, Kriegen, Betrug, Unzucht, Völlerei, Mord und gewaltsamem Thronwechsel – letztendlich vom Wirken und Untergang Mächtiger. „Der Mann hat uns das reichhaltigste Ensemble der vitalsten und abgründigsten Theaterfiguren hinterlassen.“ DIE ZEIT Innen: Das dreiteilige Königsdrama „Heinrich VI.“ gehört zu den frühesten Stücken Shakespeares. Solche „Historien“ aus der englischen Geschichte sowie historische Epen und Chroniken waren damals schon seit einigen Jahrzehnten im Schwange. Sie behandelten Themen des guten Regierens, des gerechten Herrschers und der nationalen Einheit, die seit den Rosenkriegen, dem Beginn der Reformation, besonders seit der Zeit Marias der Blutigen, der katholischen Tudor – Königin vor Elisabeth I., und den Auseinandersetzungen mit Frankreich, Schottland und Spanien von andauerndem öffentlichen Interesse waren.
Portrait
William Shakespeare wurde am 23.4.1564 in Stratford-on-Avon als Sohn einer angesehenen Bürgerfamilie geboren. Er besuchte die Lateinschule in Stratford und heiratete 1582 die Gutsbesitzerstochter Anne Hatheway. Vermutlich 1584 ging er nach London, wo er als Schauspieler, Bühnenautor und schliesslich Teilhaber des 1599 gegründeten Globe-Theaters wirkte. Zu Wohlstand gelangt, zog er 1611 wieder nach Stratford, wo er am 23.4.1616 verstarb. Shakespeares Gesamtwerk umfasst 37 Komödien, Tragödien und Historien, 154 Sonette, zwei Versepen und viele Gedichte. Nach wie vor ist er der meistgespielte Dramatiker auf den deutschen Bühnen und den Bühnen der Welt.