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Betriebliche Weiterbildung wird definiert als „die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten an Menschen, die für ihre derzeitige Arbeit erforderlich sind“. Die Geschichte des Trainings bietet interessante Einblicke. Im Folgenden finden Sie einige wichtige Entwicklungen im Laufe der Jahrhunderte.
Die älteste bekannte Form der Ausbildung begann in prähistorischer Zeit und war eine Art „Ausbildung am Arbeitsplatz“. Erwachsene übertrugen ihre Arbeit, wie zum Beispiel das Jagen und Fischen, auf Kinder, um sie auf das Erwachsenenalter vorzubereiten. Mit anderen Worten, der „Meister“ gab sein Wissen und Können an den „Neuling“ weiter.
Im 5. Jahrhundert in China wurde die Methode des „Erzählens, Zeigens, Tun“ angewendet, bei der Wissen und Fähigkeiten weitergegeben wurden.
Die griechische Kultur hat ebenfalls einen bedeutenden Beitrag zum Lernen geleistet. Sokrates verwendete Fragen, um das Wissen der Lernenden zu erweitern und ihnen zu helfen, sich selbst zu verstehen. Aristoteles befürwortete die Wiederholung, um eine Fertigkeit zu meistern.
Im Mittelalter erlernten Lehrlinge beispielsweise in der Schmiede das Handwerk von einem Meister. Sie arbeiteten ohne Bezahlung, erhielten jedoch Verpflegung und die Möglichkeit zu lernen. Obwohl dies zu dieser Zeit üblich war, lassen sich die ersten bekannten Lehren bis ins alte Ägypten um 2000 v. Chr. zurückverfolgen.
Im 18. Jahrhundert wurden formale Schulungen im Klassenzimmer zum Standard für die Erwachsenenbildung, insbesondere mit dem Beginn der industriellen Revolution. Die hohe Anzahl an zu schulenden Personen machte das Modell der Einzellehrlingsausbildung unpraktisch und unangemessen.
1930 führte J.L. Moreno Rollenspiele in der Erwachsenenbildung ein, um die Lernenden auf erwartete Situationen vorzubereiten und ihre Kompetenz zu steigern.
1939 entstand durch den Ersten Weltkrieg das Job Instruction Training (JIT). JIT ist eine Form der einfachen Ausbildung am Arbeitsplatz, bei der ein neuer Mitarbeiter Schritt für Schritt von einem Vorgesetzten oder einem zugewiesenen Mitarbeiter geschult wird. Diese Art der Ausbildung funktionierte gut für Tätigkeiten, die manuelle Fähigkeiten erforderten, wie beispielsweise Fabrikarbeit.
In den 1980er Jahren wurden mit der Einführung von Computern und dem Internet die ersten Computer-Based Training (CBT)-Programme gestartet. Es wurden neue E-Learning-Tools und Lehrmethoden entwickelt und schnell erweitert.
In den 1990er Jahren wurde Job Support eingeführt, und Unternehmen begannen, E-Learning zur Schulung ihrer Mitarbeiter einzusetzen. Das Lehren von erwachsenen Lernenden, wo sie Informationen zur Unterstützung ihrer Arbeit finden können, wurde zur neuen Norm.
Heutzutage nutzen wir täglich Technologie, um webbasierte, virtuelle Schulungen und umfangreiche Online-Simulationen anzubieten. Wir greifen auf soziale Medien zu und erleben sogar virtuelle Realität. Wie wird sich das Training und die Erwachsenenbildung in Unternehmen weiterentwickeln?
In einem weiteren Beitrag finden Sie den Leitfaden für nachhaltige Lernprozesse in der Geschäftswelt.