Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/60519

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Ergebnisse der Studien des Programms Evaluation Komplementärmedizin, welche in Auftrag gegeben wurden, damit der Bundesrat seinen Entscheid auf wissenschaftliche Studien abstützen kann, sind bis heute nicht wissenschaftlich publiziert. Diese Studien wurden während sechs Jahren erarbeitet und kosteten die Steuerzahlenden über 7 Millionen Franken.</p><p>Bundesrat Couchepin wird bis Ende Juni 2005 entscheiden, ob die fünf komplementärmedizinischen Methoden weiterhin in der Grundversorgung bleiben.</p><p>Auf welche konkreten wissenschaftlichen Studien, die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser fünf Methoden untersucht haben, wird Bundesrat Couchepin seinen Entscheid abstützen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Eidgenössische Departement des Innern hat am 2. Juni 2005 entschieden, dass die ärztlichen Leistungen in den fünf komplementärmedizinischen Methoden Anthroposophische Medizin, Chinesische Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie und Phytotherapie ab dem 1. Juli 2005 nicht mehr von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen werden. Massgebend für diesen Entscheid war der ungenügende Nachweis der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser fünf Methoden.</p><p>Der Entscheid stützte sich auf folgende Grundlagen:</p><p>- die Rohdaten der Einzelstudien des Programms Evaluation Komplementärmedizin (PEK), d. h. auf Analysen der Gesundheitsbefragung 1997 und 2002, auf Struktur-, Patienten- und Kostendaten der Erhebungen in schulmedizinischen und komplementärmedizinischen Arztpraxen, eine Umfrage bei den Schweizer Spitälern, auf Analysen der Literatur in allen fünf Fachgebieten sowie auf Meta-Analysen von randomisierten Therapiestudien in drei der fünf Fachgebiete;</p><p>- Analysen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) anhand von zusätzlichen Kostendaten; und</p><p>- die Beurteilung und Empfehlung der Eidgenössischen Leistungskommission.</p><p>Seit dem 3. Juni 2005 sind der zusammenfassende Schlussbericht PEK und der Bericht über die Analysen der Gesundheitsbefragung auf der Homepage des BAG zugänglich. Die übrigen Teilberichte des PEK-Projektes (bzw. Auszüge daraus) sind zur Publikation in wissenschaftlichen Zeitschriften vorgesehen oder von den Autoren teilweise bereits zur Publikation eingereicht worden. Da eine vorgängige Publikation der Berichte im Internet die Publikation in wissenschaftlichen Zeitschriften gefährden oder verunmöglichen könnte, sind auf der Homepage des BAG von diesen Arbeiten vorerst nur die Titel, Kontaktpersonen und teilweise Zusammenfassungen zugänglich. Sobald die Publikation in wissenschaftlichen Zeitschriften erfolgt ist, werden die Teilberichte auf der Homepage des BAG veröffentlicht.</p>  Antwort des Bundesrates.