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Als die Regierung Maskenpflicht in bestimmten Kontexten oder auch zeitweise allgemein beschloss, haben manche Menschen sich geweigert, sich an diese Regeln zu halten. Immer wieder wurden sie aus Geschäften, Behörden und Arztpraxen verwiesen, und ihre Kinder durften die Schulen nicht betreten, was zu allerhand Problemen mit Lehrern und letztendlich auch mit dem Jugendamt führte. Was bringt Menschen dazu, lieber all diese Konflikte auf sich zu nehmen, als sich eben eine Maske vor das Gesicht zu ziehen?
Zuerst einmal stellt sich die Frage, welche Argumente es für das Masken tragen gibt.
Argument 1: Sich sicherer fühlen
Es gibt viele Menschen, die sich mit einer Mund-Nase-Bedeckung einfach sicherer fühlen. Sie sagen, es tut gut, wenn man aktiv etwas tun kann. Auch wenn jeder eigentlich weiß, dass Viren viel kleiner sind als die Maschen einer FFP-2 Staubmaske. Einige argumentieren, dass die Maske zumindest die Tröpfcheninfektion verhindere. Das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum in Köln hat in einem Versuch mit einer Wärmebildkamera gezeigt, dass die Atemluft bei angelegter Maske zum größten Teil an den Rändern der Maske, also nach oben und zu den Seiten entweicht. Man verhindert also damit, seinem Gegenüber direkt ins Gesicht zu spucken.
Doch zu welchen Gelegenheiten steht man sich so eng gegenüber, dass man den Atem des anderen einatmet? Und: Würde die warme Atemluft nicht ohnehin nach oben entweichen? Die Statistiken zeigen außerdem: Die Inzidenzen steigen trotz Maskenpflicht, und in Gegenden ohne Maskenpflicht sind sie niedrig oder sinken (so z.B. in Dänemark). Hat es also gar nichts gebracht? Die offiziellen Untersuchungen hierzu stehen bisher noch aus.
Argument 2: Unsicherheit verbergen
Viele Teenager finden es jedoch sehr angenehm, mit ihrem Gesicht auch ihre Unsicherheit verstecken zu können, weil die Maske ihnen ein Gefühl der Distanz und Anonymität gibt. Früher war in den Schulen nicht einmal das Tragen von Kappen erlaubt. Nun können Jugendliche sich so sehr vermummen, wie sie mögen. Vielleicht ist das ja besser; zumindest gibt es ihnen die Möglichkeit, sich zu verstecken, wenn sie es wollen. Niemand zwingt sie mehr, ihr Gesicht zu zeigen.
Argument 3: Rücksichtnahme signalisieren
Ein Blick in die Fußgängerzone einer typischen Stadt zeigt außerdem: Viele Menschen haben sich trotz der Lockerungen im Sommer dazu entschieden ihre Maske weiterhin zu tragen. Warum? „Ich fühle mich damit einfach sicherer“, antworten viele. Schließlich könne man ja sonst nichts tun. Das Aufsetzen einer Maske hilft gegen die Hilflosigkeit. Und die anderen sehen: Dieser Mensch möchte Rücksicht auf andere nehmen und niemanden anstecken. Es ist eine Geste.
Das klingt zumindest erst einmal positiv. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings: Wer das Aufsetzen einer Maske verweigert, signalisiert damit auch eine gewisse Rücksichtslosigkeit den anderen gegenüber. So, als hätte er oder sie in früheren Zeiten das Händeschütteln zur Begrüßung verweigert. Und die Reaktionen der anderen Menschen zeigen den „Maskenverweigerern“ sehr deutlich, dass ihr Handeln zumindest als unhöflich empfunden wird. Es kommt zu Situationen an Kassen oder in Arztpraxen etc., die wohl jeder Mensch als unangenehm empfinden würde.
Wie kann es also sein, dass manche Menschen trotz all dem keine Maske aufsetzen und soziale Ächtung und Unannehmlichkeiten riskieren?
Wenn man zuhört, erfährt auch, dass es einige Gründe gibt, aus denen Menschen glauben, das Tragen von Masken verweigern zu müssen.
Grund 1: Die Masken erfüllen keine gesundheitliche Funktion
Mit anderen Worten: Es macht keinen medizinischen Unterschied, ob jemand eine Maske trägt oder nicht. Wer mit gefährlichem Staub arbeitet, der kann sich durchaus mit einer FFP2-Maske vor dem Einatmen der Partikel schützen. Allerdings sollte man dann auch die Arbeitsschutzrichtlinien beachten, die klare Regelungen für maximale Tragezeiten der Masken vorschreiben. Denn:
Grund 2: Die Masken schaden der Gesundheit des Trägers erheblich
Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt dramatisch, während der CO2-Gehalt steigt. Das kann sowohl den Schlafrhythmus durcheinanderbringen und evtl. sogar Organe schädigen, als auch insbesondere bei Kindern Wachstum und (Gehirn-)Entwicklung schädigen.
Ein Test für Kinder-FFP2 Masken von der Stiftung Warentest musste aus eben diesem Grund bereits nach wenigen Minuten abgebrochen werden. Hinzu kommt, dass Masken, die länger als ein paar Minuten getragen werden (wie das ja bei vielen Arbeitnehmern und bei allen Schulkindern der Fall ist), die Entstehung von Bakterien, Keimen und Pilzen in der Maske begünstigt, die eingeatmet werden und sich in den Atemwegen festsetzen können. Doch auch schon das eingeatmete Material der Maske, deren Inneres nicht selten aus Kunststofffasern besteht, die in ihrer Wirkung mit Asbest verglichen werden können, wirkt bereits sehr gesundheitsschädigend. Auch etwaige Farbstoffe und Kleber sind nicht für das tägliche Einatmen geprüft. TÜV-Siegel etc. beziehen sich nämlich auf ganz andere Kriterien.
Grund 3: Es ist eben nicht „nur eine Maske“
Für viele Menschen symbolisiert das Tragen von Gesichtsbedeckungen den Verlust ihrer Selbstbestimmtheit. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass bedeckte Gesichter auch in der Vergangenheit häufig ein Merkmal von Sklaven war. Im US-Amerikanischen Gefängnis Guantanamo werden Gesichtsmasken zur Folter der Gefangenen eingesetzt. Dasselbe haben übrigens die Chinesischen Truppen im Korea- Krieg auch mit den japanischen Kriegsgefangenen gemacht. Und wer ein bisschen feinfühlig ist, wird gemerkt haben, wie traumatisierend auch das Fehlen von Gesichtern der Mitmenschen auf Menschen zwangsläufig wirkt.