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Die Behandlungen von Haarerkrankungen im Hautzentrum Zürich entsprechen dem höchsten Standard und werden laufend den neuesten medizinischen Erkenntnissen angepasst. Dabei konzentrieren wir uns auf zwei Formen von Haarerkrankungen: Haarausfall (der Kopfhaare) und Überbehaarung (des Körpers oder Gesichts).
Haarausfall
Diffuser Haarausfall (Haarausfall am gesamten Kopf)
Für den Haarverlust am gesamten Kopfbereich gibt es ein Vielzahl von möglichen Ursachen, wie beispielsweise fiebrige Erkrankungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Hormonumstellungen, Einnahme bestimmter Medikamente, Vitamin- und Eisenmangel, einseitige Ernährung, Erschöpfungszustände und Stressepisoden etc.
Beseitigt man die Ursache für den Haarausfall, wachsen die verlorenen Haare in der Regel wieder nach. Oft leiden Menschen auch unter diffusem saisonal verstärkten Haarausfall ("Fellwechsler"), meistens im Herbst oder Frühjahr. Dieser reguliert sich aber in der Regel wieder von selbst. Eine Therapie ist in diesem Fall nicht notwendig.
Kreisrunder Haarausfall - Alopecia areata (AA)
Der "kreisrunde Haarausfall" ist die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung und kann in jedem Lebensalter auftreten. Meistens äussert sie sich jedoch im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Dabei sind eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen am sonst behaarten Kopf festzustellen. Die Ursache liegt in der Immunabwehr, die sich gegen die Zellen in den Haarwurzeln des eigenen Körpers richtet. Von einer Alopecia areata totalis spricht man, wenn alle Haare auf dem Kopf ausfallen. Bei einem Großteil der Patienten verschwindet der Haarausfall nach etwa 3 - 6 Monaten wieder von selbst und die Haare wachsen spontan nach.
Die effektivste Behandlung des kreisrunden Haarausfalls erfolgt mit stark wirksamen Glucocorticoid-Lösungen, da diese Substanzen eine immunsuppressive Wirkung besitzen. Bei geringer Ausprägung des kreisrunden Haarausfalls kann auch eine Behandlung mit kortisonhaltigen Lösungen und / oder die Einnahme von Medikamenten mit Zinkverbindungen erfolgreich sein.
Anlagebedingter Haarausfall - Alopecia androgenetica (AGA)
Der anlagebedingte Haarausfall, also die vererbte, sichtbare Ausdünnung der Kopfhaardichte, ist die häufigste Form von Haarverlust sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Er ist auf eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber männlichen Geschlechtshormonen (Androgenen) zurückzuführen.
- Beim Mann beginnt der anlagebedingte Haarausfall nicht selten bereits vor dem 20. Lebensjahr. Im mittleren Lebensalter sind 50% der Männer, nach dem 70. Altersjahr über 80% der Männer betroffen. Der anlagebedingte Haarausfall ist ein fortschreitender Prozess, welcher bei Männern mit Geheimratsecken beginnt und bis hin zu einer Glatze führen kann.
Wirksamste Behandlung bei Männern ist der Einsatz des Wirkstoffs Finasterid in Form von Tabletten. Der Haarausfall wird dadurch in 80-90% der Fälle gestoppt. Sofern die Therapie rechtzeitig begonnen wird, können sogar wieder neue Haare spriessen. Es dauert jedoch mindestens 3-6 Monate, bis eine Besserung sichtbar wird. Wird die Behandlung beendet, nimmt der Haarausfall wieder seinen erblich bedingten Verlauf. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist während der Therapie unbedingt erforderlich. Als weiterer Wirkstoff zur Behandlung des anlagebedingten Haarausfalls bei Männern eignet sich Minoxidil (siehe Therapie Frauen).
- Bei der Frau beginnt der anlagebedingte Haarausfall meist erst im dritten Lebensjahrzehnt. Im mittleren Lebensalter sind 20% der Frauen, nach dem 70. Altersjahr über 70% der Frauen betroffen. Die zumeist langsam fortschreitende Ausdünnung der Haare im Mittelscheitelbereich kann im weiteren Verlauf allmählich die Form eines "Weihnachtsbaumes" einnehmen. Schreitet der Prozess weiter fort, dünnt sich das Haarkleid am Oberkopf etwa Handflächengroß aus und die Kopfhaut wird immer stärker sichtbar. Meist bleibt ein vorderer Haarkranz erhalten. Eine echte Glatze wie beim Mann entsteht fast nie.
Die effektivste Behandlung von anlagebedingtem Haarausfall bei Frauen ist der Einsatz des Wirkstoffs Minoxidil. Dabei wird dieser in Form einer Lösung oder als Schaum auf die betroffenen Kopfhautareale aufgetragen. Wichtig ist zu wissen, dass Minoxidil, wie jedes andere Haartherapeutikum, nur so lange wirkt, wie es anwendet wird. Das primäre Ziel der Behandlung ist immer das Aufhalten der fortschreitenden Haarlichtung. Bei vielen Patientinnen kommt es sogar zu einer Verdichtung der Haare. Damit ist das Therapieziel übertroffen. Für Frauen eignen sich auch Hormonpräparate mit antiandrogener Wirkung. Gelegentlich werden diese kombiniert mit einer Haarkur, bei der Wirkstoffe per Injektion in den Gesässmuskel verabreicht werden.
Vernarbender Haarausfall, Trichodynie
Vernarbender Haarausfall ist in der Regel mit einer Erkrankung der Kopfhaut verbunden, welche Haut und Haarfolikel (haarbildende Organe) unwiederbringlich zerstört. Dabei bleiben Narben zurück. Mögliche Ursachen für vernarbenden Haarausfall sind Verletzungen, Verbrennungen oder Entzündungen der Kopfhaut (bakterielle Infekte, Pilzinfektionen, Vireninfektionen). Die Ausbreitung des Haarausfalls kann nur dadurch verhindert werden, dass die ursächliche Krankheit rechtzeitig geheilt wird.
Überbehaarung
Hypertrichose
Bei der Hypertrichose handelt es sich um eine über das übliche Maß hinausgehende Behaarung bzw. Haardichte an sonst unbehaarten Stellen des Körpers oder des Gesichts. Die Hypertrichose kann lokal begrenzt oder generalisiert auftreten. Neben einer harmlosen, rein kosmetischen übermäßigen Behaarung, kann sich eine Hypertrichose auch als Begleiterscheinung einer Erkrankung (Erbkrankheiten, Blutkrankheiten) oder durch die Einnahme von Medikamenten (z.B. Blutdrucksenker Diazoxid, Antibiotikum Streptomycin) äussern.
Hirsutismus
Unter Hirsutismus versteht man einen übermäßigen Haarwuchs bei Frauen und Kindern mit männlichem Behaarungsmuster. Typische Lokalisationen sind Oberlippe (Damenbart), Kinn, Ohr, zwischen den Brüsten, Brustwarzen, Schultern, Oberschenkelinnenseiten, Mittellinie des Bauches und Zehenrücken. Hirsutismus wird durch die Wirkung männlicher Geschlechtshormone (Androgene) ausgelöst. Die Ursachen dafür können vielfältig sein: zum Beispiel Geschwülste in den Nebennieren, die das Hormon Androgen bilden, bestimmte Stoffwechselkrankheiten oder die Einnahme von Anabolika zum Muskelaufbau. In den meisten Fällen ist die Ursache bei Frauen jedoch nicht erkennbar.
Behandlungsmöglichkeiten bei Überbehaarung
An erster Stelle der Behandlung steht, wo möglich, das Ausschalten der Ursache, das heisst, zum Beispiel das Absetzen eines auslösenden Medikaments. Gängige Haarentfernungsmethoden wie Rasur, Wachsentfernung und Epilationscremen haben den Nachteil, dass die Haare wieder (verstärkt) nachwachsen.
Als zurzeit modernste dauerhafte Enthaarungsmethode bietet sich die Laserepilation an. Das Prinzip dieser Methode beruht auf einer selektiven Schädigung der Haarwurzel mittels Photothermolyse. Im Hautzentrum Zürich arbeiten wir mit dem Diodenlaser Light Sheer XC, der sich als sehr effektiv bei der dauerhaften Haarentfernung erwiesen hat. Empfindliche Stellen werden mit einer anästhesierenden Creme vorbehandelt. In der Regel sind 4 bis 8 Behandlungen im Abstand von 5 – 6 Wochen notwendig.