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Moskau - Anlässlich des orthodoxen Weihnachtsfestes hat der russische Staatschef Dmitri Medwedew das Wiederaufleben der Religion in Russland begrüsst. "Ich bin sehr froh, dass man jetzt Weihnachten feiern kann, den Tag, an dem der Retter auf die Welt gekommen ist", sagte er.
"Vor zehn Jahren hätte man das nicht in einem Theater sehen können", fügte der Präsident am Freitag bei einer Weihnachtsfeier in einem Kinderheim in Zentralrussland hinzu. Vor dem Besuch des Heims hatte Medwedew mit seiner Frau Swetlana in Moskau eine Messe besucht, die der russische orthodoxe Patriarch Kirill zelebrierte.
Das russische Fernsehen zeigte auch den russischen Regierungschef Wladimir Putin bei einem Weihnachtsgottesdienst in Turginowo, einem Dorf in der Region Twer zwischen Moskau und St. Petersburg.
Seit der Auflösung der Sowjetunion 1991 ist der christlich-orthodoxe Weihnachtstag am 7. Januar offizieller Feiertag in Russland. Der russische Staat und die orthodoxe Kirche näherten sich nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und unter Medwedews Amtsvorgänger Putin schrittweise einander an.
Am Freitag zeichnete Medwedew den Patriarchen Kirill mit dem Alexander-Newski-Orden aus, wie der Kreml mitteilte. Diese renommierte Auszeichnung sei zuletzt 1945 nach dem Sieg der Sowjetunion und ihrer Verbündeten im Zweiten Weltkrieg vergeben worden.
SDA-ATS