Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03546.jsonl.gz/2566

Im Allgemeinen erhöhen sich während La Niña-Phasen die Niederschläge.
Während La Niña-Bedingungen erwartet man in den Monaten Dezember-Februar im westlichen Äquatorialen Pazifik, imnördlichen Australien und in Indonesien sowie im Juni bis August auf den Philippinen mit überdurchschnittlichen Niederschlägen.
Im östlichen Äquatorialen Pazifik rechnet man bei La Niña-Bedingungen mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen.
Feuchtere Bedingungen als normal sind von Dezember-Februar über dem nördlichen Südamerika und dem südlichen Afrika und von Juni-August in Südasien und im Südosten Australiens zu erwarten.
Trockenere Bedingungen als bei normalen Verhältnissen sind häufig von Dezember bis Februar entlang der Küste von Ecuador, im nordwestlichen Peru und im Äquatorialen Ostafrika und von Juni bis Augustim südlichen Brasilien und dem zentralen Argentinien beobachtet worden.
Während La Niña-Perioden sind in vielen Regionen auf der ganzen Welt häufig kühlere Bedingungen als in normalen Jahren festgestellt worden.
Unterdurchnittliche Temperaturen herrschen dann von Dezember bis Februar im Südosten Afrikas, in Japan, im Süden Alaskas und in West- und Mitteleuropa sowie in Kanada und im Südosten Brasiliens.
La Niña-Bedingungen führen von Juni-August in Indien, in Südost-Asien, entlang der Westküste Südamerikas, am Golf von Guinea, im nördlichen Südamerika und in Teilen von Zentralamerika zu kühleren Temperaturen als normal.
La Niña-Bedingungen sind häufig mit stärkeren Regenfällen im südlichen Afrika und weniger Niederschlägen im äquatorialen Ostafrika verbunden.
Warmphasen sind häufig von Dezember bis Februar an der Golfküste der Vereinigten Staaten beobachtet worden.
La Niña-Bedingungen fördern von Juni bis November auch die Aktivität der Hurrikane im tropischen Nordatlantik. Sie schwächen den Sturmaufbau im Ostpazifik.
El Niño und La Niña sind allerdings nicht die einzigen Faktoren, welche die Wetterentwicklung beeinflussen und steuern können. Die Wassertemperaturen im Indischen Ozean, im südöstlichen Pazifischen Ozean und im tropischen Atlantik haben einen wesentlichen Einfluss auf das Wetter in den angrenzenden Regionen.
Klimaphänomene El Niño und La Niña wechseln sich ab
La Niña tritt etwa alle drei bis fünf Jahre mit unterschiedlicher Intensität auf. Anders als beim bekannteren Gegenstück, dem El Niño-Phänomen, kommt es bei La Niña im Westpazifik zu einer starken Erwärmung der Meeresoberflächentemperaturen, bei gleichzeitiger Abkühlung des Wassers im Ostpazifik vor der südamerikanischen Küste. In der Folge verstärken sich die Ost-Passatwinde über dem indonesischen Archipel und damit die Intensität der Tiefdrucktätigkeit. Aufsteigende heisse Luft sorgt dann dort für besonders heftige Niederschläge, vor allem in Verbindung mit schweren Gewittern.