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Arteriovenöse Missbildungen (AV-Malformation)
Eine Gefässmissbildung am Zentralnervensystem geht mit einer krankhaften Vermehrung von Gefässen einher, die im Kopf oder im Spinalkanal vorzufinden sind und nicht an der Gewebeversorgung beteiligt sind. Mögliche Symptome sind u.a. Kopfschmerzen, Migräne oder epileptische Anfälle. Gefässmissbildungen können zu Rupturen (Zerreissungen) mit Blutungen in verschiedenen Abschnitten des Zentralnervensystems führen.
Weitere Komplikationen sind Unterfunktionen, wie z.B. ein Hirnschlag oder Lähmungen, bei einer Störung der normalen Hirnzirkulation. Erkenntnisse über das Vorliegen einer AV-Malformation werden in der Regel durch eine MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie) gewonnen.
Für die Behandlung von arteriovenösen Missbildungen gibt es drei Behandlungsoptionen, die auch in Kombination angewandt werden:
Bei der Endovaskulären Embolisation werden die funktionslosen Gefässenden mittels Katheter und einem Gewebeklebstoff verklebt, so dass der Blutzufluss ausbleibt. Grössere Gefässnester können anschliessend bei einer neurochirurgischen Operation entfernt werden. Alternativ bietet sich eine Strahlenbehandlung (Radiotherapie) an, um die überflüssigen Blutgefässe zu zerstören.