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Wegen der immensen TV-Einnahmen rührt die Premier League, was Transfers anbelangt, mit der ganz grossen Kelle an. In diesen fünf Fällen hätte man sich die Millionen jedoch lieber gespart.
Der Ukrainer hat bei Dynamo Kiew und der AC Milan alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. «Sheva» räumte zwischen 1994 und 2006 insgesamt sechs Meistertitel und fünf Pokalsiege ab. Er schnappte sich mit den Italienern zudem die Champions League und den UEFA Super Cup. In der ewigen Torjägerliste der Champions League liegt Schewtschenko mit 48 Toren auf dem siebten Rang, in der Serie A wurde er zweimal Torschützenkönig.
Nach der Weltmeisterschaft 2006 folgte dann der Wechsel zum FC Chelsea. Die Londoner überwiesen der AC Milan 45 Millionen Euro. Bei den «Blues» kam der Ukrainer aber überhaupt nicht auf Touren, in der Premier League traf er in zwei Jahren nur neun Mal ins Schwarze. Er wurde zurück nach Milan ausgeliehen, löste später seinen Vertrag bei Chelsea auf und wechselte nach Hause zu Dynamo Kiew.
Der Junior des FC Santos verbrachte von 2005 bis 2008 drei ganz ordentliche Jahre bei Real Madrid. In jedem vierten Spiel erzielte Robinho einen Treffer, in drei Vierteln der Partien stand er in der Startformation.
2008 wechselte Robinho für 43 Millionen Euro in die Premier League zu Manchester City. Anfänglich lief es für den Brasilianer ganz passabel, er traf regelmässig, doch bereits nach eineinhalb Jahren wurde er nach einer Reihe schwacher Auftritte ausgemustert. Heute spielt Robinho in China bei Guangzhou Evergrande.
Kollege Sandro Zappella bringt es in seiner Geschichte auf den Punkt: Jedes Kind geht besser mit seinem Sackgeld um als Liverpool mit seinen Transfereinnahmen. 2011 kassierten die Engländer für Fernando Torres' Transfer zu Chelsea die Rekordsumme von 58 Millionen Euro, 41 davon wurden gleich wieder verbraten und zwar für Andy Carroll.
Warum Liverpool für den Stürmer mit dem Rossschwanz eine solch hohe Summe ausgab, ist bis heute nicht geklärt. Fakt ist: Carroll schaffte es nicht ansatzweise, Superstar Torres zu ersetzen, in 35 Premier-League-Einsätzen schoss er lediglich vier Tore. Ironie der Geschichte: Auch Fernando Torres konnte bei Chelsea nie an seine sensationelle Liverpooler Torquote anknüpfen.
Juan Sebastián Verón schaffte das Kunststück, gleich bei zwei englischen Spitzenclubs als Transfer-Flop bezeichnet zu werden. Für damals sagenhafte 43 Millionen Euro wechselte der Argentinier 2001 von Lazio Rom zu Manchester United. «La Brujita», «die kleine Hexe», enttäuschte jedoch auf der ganzen Linie.
Verón kam in der Premier League während zwei Saisons nur zu 51 Einsätzen, dabei erzielte der Spielmacher sieben Tore. 2003 folgte für 20 Millionen Euro der Wechsel zu Chelsea, aber auch dort wurde der Gaucho den hohen Erwartungen nicht gerecht. Die Bilanz seiner einzigen Spielzeit: sieben Einsätze, ein Tor.
2000 galt José Antonio Reyes als einer der hoffnungsvollsten Nachwuchsspieler im spanischen Fussball, bereits mit 16 Jahren debütierte er für den FC Sevilla in der Primera División. Im Winter 2004 wurde Reyes vom FC Arsenal verpflichtet, die Transfersumme betrug 20 Millionen Euro.
Reyes fasste in London schnell Fuss und zeigte zu Beginn gute Leistungen. Bald hatte der 1,75 Meter grosse Stürmer jedoch Mühe mit der rauen Premier League und musste mehr und mehr auf der Ersatzbank Platz nehmen, zudem klagte der Spanier über Heimweh. Im Sommer 2006, nach zweieinhalb unbefriedigenden Jahren, wurde Reyes zunächst an Real Madrid ausgeliehen, ein Jahr später wechselte er zu Stadtrivale Atlético Madrid.