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Geschichte
Mit der Stadtgründung entsteht um 1200 auf dem Kirchbühl in Burgdorf eine Kirche.
Diese geht höchstwahrscheinlich auf eine Stiftung von Herzog Bertold V. zurück. Die Kirche wird als Filiale von Oberburg geweiht.
1249 werden erstmals zwei Leutpriester erwähnt.
1401 wird Burgdorf zur selbständigen Pfarrkirche erhoben. 70 Jahre später beschliesst man einen Neubau der Stadtkirche.
1528 wird in Bern und seinen Gebieten die Reformation eingeführt – damit auch in Burgdorf. In der Folge entfernt man zahlreiche Ausstattungsteile (u.a. die sieben Altäre) aus der Kirche.
Eine wichtige Gestalt der Burgdorfer Kirchengeschichte ist Pfarrer Johann Rudolf Gruner (1680–1761). Er betätigt sich unter anderem als Chronist und Schriftsteller, gründet die Stadtbibliothek und führt die Solennität ein.
Als Vorsteher der Emmentaler Pfarreien, die vor der Reformation als Teil des Bistums Konstanz das Kapitel Burgdorf bildeten, trägt er den Titel «Dekan».
Ebenfalls über Burgdorf hinaus bekannt ist Pfarrer Gottlieb Jakob Kuhn (1775–1849), der sich einen Namen als Volksliederdichter macht.
Mit dem kirchlichen Zentrum Neumatt erhält die reformierte Kirche 1962 ein zusätzliches Gebäude, in dem sich das Gemeindeleben entfalten kann.