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Nutzungspotenzial am Thunersee
Der jährliche Wärmeumsatz im Thunersee variiert von Jahr zu Jahr. Im Thunersee werden im Durchschnitt ungefähr 14'000 GWh Wärme aufgenommen und wieder abgegeben.
Diese entspricht der 4.7-fachen Strommenge, welche das Kernkraftwerk Mühleberg jährlich produziert. Dies veranschaulicht die in Seen generell latent vorhandene, gespeicherte Energiemenge.
In den tiefen Wasserschichten des Thunersees finden sich während des ganzen Jahres Temperaturen von 4.8 °C bis 5.2 °C. Diese Temperatur ist stabil. In den letzten Jahren ist eine leicht steigende Tendenz im Bereich von einem oder zwei Zehntelgraden feststellbar. Dies sind wohl erste Auswirkungen des Klimawandels.
Das nutzbare Potenzial des Thunersees für Wärmeentnahmen beträgt ungefähr 3'750 GWh/a und das Kühlpotenzial wird mit 1'100 GWh/a veranschlagt. Diese sehr grossen Energiememengen überteigen den Bedarf der an den See angrenzenden Siedlungen deutlich. Und selbst bei solch gigantischen Wärmebezügen aus dem See würden keine spürbaren Temperaturveränderungen und keine ökologischen Auswirkungen im See auftreten. Eine grosse Wärmeentnahme wirkt sich sogar positiv auf das Wohl der Fische aus und ist in Anbetracht des Klimawandels erwünscht.
Ausführlichere Daten finden sinch in folgendem Bericht der Eawag: Gaudard, A.; Wärme- und Kältenutzung aus Brienzer-, Thuner- und Bielersee; Bericht zH AWA des Kantons Bern; 2016.