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1919
Im Jahre 1919 findet sich folgende Aufstellung im Protokoll des Verwaltungsrates:
Mannschaftsbestand:
Sanität 2
Ordonnanz 2
Rettungscorps 18
Pumpe 4o
Buttenspritzen 32
Schlauchmannschaft 23
Sappeur 7
Flöchmannschaft 8
Polizeicorps 7
Feuerreiter 3
Feuerhaken 5
Kübelmannschaft 51
1912
Gründung der Feuerwehr Rüte.
Für den Löschkreis Steinegg-Hirschberg fand im Februar 1912 die erste Kreisversammlung statt, an der eine Verwaltungskommission gewählt wurde. Diese Verwaltungskommission bestimmte von nun an die Geschicke der Feuerwehr Steinegg-Hirschberg. Über den Mannschaftsbestand bei der Gründung fehlen leider die Angaben, doch dürften es damals schon um die 200 Mann gewesen sein.
Von diesen 200 eingeteilten Mannen war das Rettungscorps mit seinen 18 Mann nur eine kleine Gruppe. Und doch ist es gelungen, das Rettungscorps durch all die schwierigen Zeiten bis auf den heutigen Tag in seiner Form zu erhalten. Das war sicher nur möglich, weill das Corps von allem Anfang an einen eigentlichen Verein gegründet hatte, weit mehr Übungen und Zusammenkünfte als die übrige Feuerwehr hatte, und als ganz wichtiger Punkt: von der allerersten Stunde an die Geselligkeit nie vergass.
Zur damaligen Zeit bestand jede Feuerwehr aus zwei Teilen: Einem Rettungscorps, gebildet aus einer kleinen „Elite“ mit mehreren Übungen pro Jahr, die vorwiegend in Leiter- und Seiltechnik ausgebildet wurden und bereits mit Helm/Hut und Uniform ausgerüstet wurde. Im weiteren Bestand sie aus einer Grosszahl von Feuerwehrlern für den Wassertransport, der damals noch mit „Kübelreihen“ bis zur Handbetriebenen Spritze bewerkstelligt wurde. Diese Löschzüge umfassten mehrere hundert Mann und wurden auch in unserem Bezirk in mehrere Gebiete oder Löschkreise aufgeteilt. Sie wurden in der Regel jährlich einmal zu einer Übung aufgeboten. Der Ersteinsatz erfolgte mit Buttenspritzen aus dem Brunnentrog.
Am 4. Februar 1912 fanden sich die 18 Männer des neu gegründeten Rettungscorps im Restaurant Schlössli zu ihrer ersten Hauptversammlung ein.
Von der Feuerwehr Schwende - Rüte hatte das Rettungscorps folgendes Gerät erhalten: Die grosse, alte Spritze mit sämtlichem Gerät, die Schiebe-, Stock-, First-, und Dachleitern samt Karren, sowie die Fototafel mit der Auflage, immer für Platz und Instandhaltung zu sorgen. An neuem Gerät wurden drei Buttenspritzen angeschafft.
An dieser Hauptversammlung standen zwei Traktanden auf der Liste: Wahlen, Bussen und Beiträge. Als erster Obmann beliebte Ignaz Dörig. An Beiträgen wurde pro Monat 50 Rappen eingezogen. Für Nichterscheinen an der Hauptübung, sowie an obligatorischen Übungen Fr. 2.-, an nicht obligatorischen Übungen Fr. 1.-. Übrigens: Der Sold pro Übung betrug 50 Rappen, die Dienstpflichtersatztaxe Fr. 10.- pro Jahr.
Mit grossem Elan wurden Übungen veranstaltet, 15 Stück noch im gleichen Jahr. Ihr Können konnten sie bereits am 26. April 1912 unter Beweis stellen, beim Brand der Strafanstalt Spital. Zusammen mit den Rettungscorps Ried und Appenzell gelang es, wenigstens noch das Mobiliar zu retten. Auch einige Hühner haben den Brand unbeschadet überstanden, schrieb doch der Aktuar: „Ferner habe ich noch zu bemerken, dass sich im hinteren Flügel des Gebäudes ein Hühnerstall befand. Niemand kümmerte sich um die Hühner. Erst als sie morgens mit ihrem eigenartigen Geschrei von Eiern berichteten, wurden ihre Eier, sobald sie das Tageslicht erblickten, abgeholt und verzehrt.
Im Frühjahr 1913 erhielten unsere Mannen Verstärkung aus Brülisau. Vier Mann Rettungsmannschaft aus dem Oberdorf hielten ab dato ihre Übungen gemeinsam mit dem Rettungscorps, ohne jedoch demselben anzugehören. An Bälle, Ausflüge und sonstige Veranstaltungen wurden sie jeweils separat eingeladen. Erst an der Hauptversammlung 1944 wurden allfälligen Ersatz sorge, in den Verein aufgenommen.
1911
Auflösung bzw. Trennung der Feuerwehr Schwende - Rüte
1893
In der Zeit von 1893 bis 1911 bestand eine Gesamtfeuerwehr Schwende - Rüte.