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Viele Leute haben einen roten Bart, und das, obwohl sie eigentlich nicht rothaarig sind. Ein Blogger von Motherboard ist der Sache auf den Grund gegangen und hat die Genetik-Expertin Petra Haak-Bloem vom holländischen «Erfocentrum» gefragt, was das eigentlich soll.
Bei den Genen, welche die Farbe unserer Haare bestimmen, spricht man von unvollständig dominanten Erbanlagen. Das heisst, kein Gen setzt sich über die Anderen hinweg und bestimmt unsere Haarfarbe im Alleingang, sondern alle Gene beeinflussen sich gegenseitig. Je nach Kombination der Gene treten demnach verschiedene Haarfarben für Haar, Bart und Körperbehaarung auf.
Die Gene steuern das Vorkommen von Pigmenten, sogenannten Melaninen, in unseren Haaren. Zwei dieser Melanine bestimmen unsere Haarfarbe: Eumelanin (schwarze Pigmente) und Phäomelanin (rote Pigmente). Wenn beide Elternteile eine mutierte Version des Gens MC1R weiter geben, wird weniger Phäomelanin zu Eumelanin umgewandelt und das Kind bekommt rote Haare, kombiniert mit einer bleichen Haut.
Wenn allerdings nur ein mutiertes MC1R-Gen nur einmal weitergegeben wurde, kann rotes Haar immer noch an verschiedenen Stellen auftauchen. Zum Beispiel im Bart.