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Migration
Bevor der Mensch vor rund 10 000 Jahren sesshaft wurde, ging er 200 000 Jahre lang als Jäger und Sammler tagein und tagaus über Stock und Stein. Bewegung scheint ein menschliches Merkmal zu sein. Und ohne Völkerwanderungen, Expeditionen, Massenfluchten oder Auswanderungswellen wäre der Mensch nicht Mensch. Sind somit die vielgescholtenen Citizens of Nowhere nicht der eigentliche rote Faden der menschlichen Evolution? Typen wie Leif Eriksson, der erste Europäer, der im Jahr 1000 das amerikanische Festland betrat. Oder wäre, mit Verlaub, Arnold Schwarzenegger ein Weltstar geworden, wenn er in Thal bei Graz geblieben wäre? Aber ist wegzugehen vielleicht etwas ganz anderes als herzukommen? Ein Wiener Abend zum Thema Migration. PS: Vielleicht lässt sich dabei auch klären, warum 43 000 Österreicher in der Schweiz leben.
Einleitungsreferat: Charles Lewinsky