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Zum (morgigen) Tag der Frau hat die UNO appelliert, die Gleichstellung zum Wohle aller voranzubringen. Zu Hause, in der Schule, bei der Arbeit und in der Gesellschaft seien Frauen oft schutzlos, erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in seiner Botschaft.
Der Frauentag jährt sich an diesem 8. März zum einhundertsten Mal. Zwar sei vieles erreicht, es gebe aber noch viel zu tun, erklärte Ban am Montag. Vielerorts würden Frauen wie Menschen zweiter Klasse behandelt.
Nur 10 Prozent der Staats- und Regierungschefs seien Frauen und nur 19,1 Prozent der Parlamentssitze weltweit seien von Frauen besetzt, erklärte Ban. Auch in der Wirtschaft befänden sich zu wenige Frauen unter den Entscheidungsträgern.
Umbruch in Nordafrika als Chance
Aus Sicht der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, bietet sich derzeit den Frauen Nordafrikas eine Chance auf Emanzipation.
Angesichts "der grossen Risiken, die auch Frauen eingegangen sind, um für ihre Würde, Gerechtigkeit und die Menschenrechte zu kämpfen", dürften die Frauen in diesem "historischen Moment des Umbruchs" in Ägypten und Tunesien bei den Reformen nicht vergessen gehen, forderte Pillay. "Die Frauenrechte müssen mit zuvorderst auf der Prioritätenliste stehen."
Weltweit herrsche grosse Ungleichheit: Frauen verdienten nur zehn Prozent des weltweiten Einkommens und besässen weniger als ein Prozent des Besitzes. Zwei Drittel der 759 Millionen Analphabeten seien Frauen.
Auch die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) forderte gleiche Rechte für Frauen. In einem am Montag veröffentlichten Bericht rechnet die FAO vor, dass 150 Millionen Menschen weniger hungern müssten, wenn Frauen in der Landwirtschaft die gleichen Ausgangsbedingungen hätten wie Männer.
Mit den gleichen Ausgangsbedingungen könnte die Ernte von Frauen in Entwicklungsländern um 20 bis 30 Prozent und die Gesamternte damit um bis zu 4 Prozent erhöht werden, erklärte die FAO.
SDA-ATS