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Eine Anthropologiestudentin und ihr Lebenspartner, ein Filmstudent, wollen einen Dokumentarfilm über eine Gemeinschaft von Jägern und Sammlern in Argentinien drehen. Die Kluft, die zwischen den wohlhabenden jungen Städtern und den gefilmten Personen liegt, wird ab Beginn der Dreharbeiten sichtbar: Ein vom Verlust seines Schweizer Taschenmessers besessener Tontechniker, unwahrscheinliche Yoga-Sitzungen inmitten eines ärmlichen Dorfes, pompöse Erklärungen, die bei den Wichi perplexes Staunen und Ironie auslösen, obgleich deren volle Mitarbeit für dieses Projekt, das eine von Landkonflikten bedrohte traditionelle Lebensweise «besser wahrnehmbar» machen soll, unerlässlich ist … Während des Rohschnitts des Films treten grundsätzliche Konflikte über das im Namen der Ästhetik oder der Wissenschaft zu behaltende und zu verwerfende Material zu Tage und die Gespräche vor dem Bildschirm münden in einen Beziehungsstreit. Mit dieser kurzen Abhandlung über die Zerlegung der ethnografischen Arbeit geht María Onis humorvoll auf die Unmöglichkeit ein, eine andere als die eigene Realität zu filmen, ohne dass ein unausweichlicher Teil Exotik von der Beziehung Filmer/Gefilmte Besitz ergreift.