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Stan Wawrinkas Rückkehr an die Swiss Indoors nach 2 Jahren Pause brachte 2 erfreuliche Erkenntnisse:
- Die Fans am Rheinknie lieben den 34-jährigen Waadtländer und bereiteten ihm einen äusserst warmen Empfang.
- Wawrinka schaffte es für einmal, ohne grosse Nervosität ins Heimturnier zu steigen, das ihm in der Vergangenheit nur selten viel Erfolg beschert hatte (8 Mal scheiterte er in der Startrunde). Er brauchte für seinen Sieg gegen den Uruguayer Cuevas (ATP 45) nur gerade 68 Minuten.
Weniger Freude hatte Wawrinka an den Schweizer Medien, die seiner Meinung nach zu hohe Ansprüche haben. «Immer wieder muss ich die Frage beantworten, was fehlt, um wieder Grand Slams zu gewinnen», klagte die aktuelle Nummer 17 der Welt.
Wawrinka verweist auf seine Verletzung
Oft werde ihm der Eindruck vermittelt, als ob er ein schlechtes Jahr habe. «Aber ich bin die Nummer 15 des Jahresrankings. Das ist besser – und schwieriger zu erreichen, als ihr denkt. Ihr wurdet einfach zu sehr verwöhnt!»
Ist das nun ein schlechtes Jahr von Roger?
Wawrinka betonte, man dürfe nicht vergessen, von wo er komme: Von einer schweren Knieoperation, die ihn im Juni vor einem Jahr bis auf Platz 263 der Weltrangliste zurückfallen liess. Deshalb ist für ihn klar: Trotz des (noch) fehlenden Turniersieges (er verlor in Rotterdam und Antwerpen im Final) sei 2019 nicht einfach nur ein zufriedenstellendes Jahr. «Es ist ein sehr gutes Jahr. Mehr konnte ich nicht erwarten, ich bin zufrieden, wo ich bin.»
Wawrinka glaubt noch an sich
Und überhaupt: Grand-Slam-Turniere hätten in diesem Jahr ja sowieso nur Novak Djokovic und Rafael Nadal gewonnen. «Ist das nun ein schlechtes Jahr von Roger (Federer)?», fragte er rhetorisch.
Hohe Ziele setzt er sich aber schon noch. «Wenn ich nicht glauben würde, dass ich wieder Turniere gewinnen kann, hätte ich wahrscheinlich aufgehört.» Ein Grand-Slam-Titel sei für ihn aber in diesem Jahr nie auch nur denkbar gewesen. «Vielleicht, und ich sage vielleicht und wenn alles gut geht, bin ich ja nächstes Jahr nochmal in der Lage, um einen solchen Titel zu kämpfen.» Vorerst will Wawrinka zum 5. Mal an den Swiss Indoors die Viertelfinals erreichen.
Sendebezug: sportlive auf SRF zwei vom 23.10.2019 um 16:50 Uhr