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Der Widerstand gegen die Ausmusterung der F-5 Tigerflotte bis 2027 ist verständlich aber aus guten Gründen nicht gerechtfertigt. Ein Kampfflugzeug muss in erster Linie der Luftverteidigung und der Unterstützung der Bodentruppen dienen und nicht als Show-Element. Die beschränkten Mittel für unsere Armee zwingt jetzt Prioritäten zu setzen auch wenn dabei leider eine „heilige Kuh“ geopfert werden muss. Das ist sicher schmerzlich aber die Fokussierung auf die Einführung des F-35A ab 2027 und den Betrieb des F/A-18 ist zweifellos richtig. Millionen von Franken in ein Auslaufmodell zu investieren, das den Zweck als Kampfflugzeug nicht mehr erfüllen kann, ist Geldverschwendung. Das PC-7 Team demonstriert mit 9 Flugzeugen höchste fliegerische Präzision und stellt damit eine hervorragende Visitenkarte dar, die unsere Wertschätzung als Ersatz der Patrouille Suisse verdient.
Auch das Heer wird vor die gleichen Aufgaben gestellt: Pflege von Oldtimern oder Beschaffung von neuen leistungsfähigeren Systemen zu Gunsten einer glaubwürdigen Armee.
Mit der Behauptung, die F-5 Tiger werde in den USA bis 2050 eingesetzt, wird dem Volk Sand in die Augen gestreut. Tatsächlich wird das Flugzeug nur noch zur Zieldarstellung für Übungszwecke eingesetzt. Bei uns jedoch muss ein Kampfflugzeug im Krisenfall bestehen können.
Als jahrzehnte langes Mitglied des Patrouille Suisse Fan Clubs und während 35 Jahren als Privat- und Werkpilot habe ich unzählige Flüge mit der Pilatus PC-7 mit Passagieren durchgeführt und bedaure diesen unausweichlichen aber sinnvollen Entscheid zu Gunsten unserer Landesverteidigung.
Peter Bosshard, Dübendorf