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Wie aus der Chronik der Genossenschaft hervorgeht, wurde bereits 1891die Viehzuchtgenossenschaft Tafers gegründet. 1906 erwarben Johann Josef Sturny und Franz Xaver Spycher die Alp Neugantrisch. Im folgenden Jahr verkaufte Gerichtspräsident Spycher seinen Anteil an drei Landwirte und Wirt Daniel Waeber, dessen Anteil auf die späteren Generationen überging. Anfänglich wurde die Alp von der Viehzuchtgenossenschaft gepachtet. Erst 1944 erfolgte die Trennung von Viehzucht- und Alpgenossenschaft. Es wurden in den letzten Jahren namhafte Investitionen getätigt.
Schon 1914 wurde die Alpweggenossenschaft Muscherntal gegründet. Die 3,7 km lange Basisstrasse wurde 1916/17 erbaut. Nachdem die Eidgenossenschaft 1967 die Geissalp und Kaisereggalp erwarb, um dort einen Schiessplatz zu errichten, wurde in der Folge der Strassenbau zum Dauerbrenner. Gegen den Bau einer Militärstrasse Schönenboden-Salzmatt wurde beim eidgenössischen Parlament eine Petition mit 14 800 Unterschriften eingereicht – ohne Erfolg. Die Schwertransporte zogen das Natursträsschen arg in Mitleidenschaft, wie es in der Jubiläumsschrift heisst. Für den Bau- und den Unterhalt der Strasse erarbeitete die Schätzungskommission einen Kostenverteiler.
In einem Beitrag über die Entwicklung der Alpwirtschaft wird betont, dass die Genossenschaften der Alpbewirtschaftung Auftrieb gegeben haben. Werden die Alpen nicht mehr bewirtschaftet, sei der Zerfall der Alphütten zu befürchten. Die Existenz der Alpbetriebe und der Berglandwirtschaft könne nur erhalten werden, wenn zusätzliche Möglichkeiten zur Wertschöpfung geschaffen würden: etwa die Alpkäserei Gantrischli, das Schlachthaus Zollhaus oder das Tourismusprojekt «Voralpen ohne Grenzen». Der sanfte Tourismus könne für Alpbetriebe einen willkommenen Nebenverdienst darstellen. Es könne auch dazu beitragen, in der Bevölkerung das Verständnis für die Schönheiten der Natur und die Pflege der Alpen zu fördern und somitzuhelfen, die herrliche Bergwelt auch den kommenden Generationen zu erhalten. ju
Die Jubiläumsschrift ist unter der Verantwortung von Stephan Waeber, Miteigentümer der Alp Neugantrisch, entstanden.