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Der gefeierte New Yorker Theaterregisseur Caden Cotard (Philip Seymour Hoffman) wird von Frau und Kind verlassen und startet eine Megaproduktion: Er mietet ein riesiges leerstehendes Kaufhaus und reproduziert darin nicht nur seine Umwelt, sondern lässt auch sein eigenes Leben durch Schauspieler*innen nachstellen. Besessen vom Anspruch absoluter Wahrhaftigkeit, verliert er jedoch bald die Kontrolle über sein Werk.
Charlie Kaufman, eine Art Popstar unter den Drehbuchschreiber*innen, bescherte uns Filme wie «Adaptation», «Being John Malkovich», «The Eternal Sunshine of the Spotless Mind» und kürzlich «Anomalisa»; für den Filmkritiker Roger Ebert ist Kaufman der kreativste Drehbuchschreiber seiner Generation. In «Synecdoche, New York» führte Kaufman erstmals selbst Regie – und schuf ein zutiefst poetisches Werk über das Scheitern des Menschen am Versuch, die wahre Rolle im eigenen Leben zu spielen.
Der Film floppte an den Kinokassen, trotz Starbesetzung: zu sehen sind Michelle Williams, Catherine Keener, Tom Noonan, Jennifer Jason Leigh und natürlich Philip Seymour Hofmann in einer seiner besten Rollen. Für die Fachzeitschrift Sight and Sound gilt der Film als einer der besten zehn Filme aller Zeiten.
«I wanted to tell the story, and I wanted it — within the of the dream logic and the surreal stuff in the movie — I wanted it to be true. And the truth of it was, this man goes through his life, and there isn’t a moment where you go, “Oh! That’s what this is about. Now I feel safe.” This would be a like a free fall until the end of his life, and that’s what I did.» (Interview mit Kaufman, 22. Oktober 2008)
Do, 1. März, 20.15 Uhr: Einführung in die Filmreihe «Doppelgänger».