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Das Haus an der Gartengasse 27 entstand vermutlich schon vor 1670. Das Wohnhaus ist bis heute fast unverändert geblieben.
An der Stelle der Liegenschaften Gartengasse 21–29 stand um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert ein Bauernhof, der dem Kloster Wettingen zinspflichtig war. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts wurde er auf vier bis heute bestehende Parzellen aufgeteilt.
Das Haus an der Gartengasse 27 wurde vermutlich schon etwas vor 1670 errichtet. Es gehörte bis etwa 1668 zum Grundstück der heutigen Gartengasse 29. Die Eigentümer übten handwerkliche Berufe aus (Maurer, Weber, Schneider, Schuhmacher). Im 20. Jahrhundert wurde die Liegenschaft zeitweise landwirtschaftlich genutzt.
Das Wohnhaus blieb bis in die Gegenwart beinahe unverändert: Es besteht aus einem niederen Bau, eingeschlossen zwischen der Gartengasse 29 und der Gartengasse 21/25. Fenster besitzt das Gebäude, das zwei Wohngeschosse umfasst, nur zur Gartengasse hin. Der Eingang im Erdgeschoss führt direkt in die Küche. Dahinter liegen der Keller und zur Rechten die Wohnstube. Im Obergeschoss befinden sich drei Zimmer. Links vom Wohnhaus liegt das etwas niederere Ökonomiegebäude und ein offener Schopf.
Es handelt sich um ein typisches Kleinbauerhaus für Taglöhner und Kleinhandwerker. Diese Hausform war in Riehen ab dem 17. Jahrhundert sehr häufig, ist inzwischen aber nur noch selten anzutreffen.
Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 3.6.2022
Kaspar, Albin: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft II. Riehen 2000. S. 57–58.
Kaspar, Albin: Geht auf die Indfabrik – ist zu haus in Jakob Meyers häuslein. In: Jahrbuch z’Rieche 2003. S. 15–25.