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Walter wird international gesucht. Man findet ihn am Strand, im Park und sogar in Hollywood – wenn man ganz genau hinschaut. Seit 1987 versteckt sich der bebrillte Mann mit dem rot-weiss gestreiften Pulli auf den Seiten der grossformatigen Wimmel-Bilderbücher «Wo ist Walter» und wurde zur Kultfigur. Erfunden hat Wally – so heisst Walter im Original – der britische Illustrator Martin Handford. Inzwischen ist Walter in 30 Sprachen bekannt.
In Frankreich heisst er Charlie, in Schweden Hugo, in Kroatien Jura, in Dänemark Holger, in England Wally und in den USA Waldo. Über vier Millionen Facebook-Fans hat «Where’s Wally». Die Bücher wurden weltweit knapp 60 Millionen Mal verkauft und hielten lange den Weltrekord der am schnellsten verkauften Kinderbücher, bis sie in den letzten 15 Jahren von J.K. Rowling mit Harry Potter abgelöst wurden.
Am 19. Juni 2011 verkleideten sich 3‘872 Menschen in Dublin als Walter und erhielten damit einen Platz im Guinnes Buch der Rekorde. Und trotz der Beliebtheit des harmlosen Kinderbuches wurde bereits die allererste Ausgabe aus manchen öffentlichen Bibliotheken und Schulen in den USA verbannt. Der Grund: Einige Personen sahen in den Illustrationen anstössige Situationen, beispielsweise nackte Menschen am Strand oder auf einem Campingplatz.
Wimmel-Bilderbuch
Charakteristisch ist das grosse Format des Bilderbuches, häufig grösser als DIN A4. Darin erstrecken sich die Bilder meistens über eine Doppelseite, wobei es von detaillierten Menschen, Tieren und Dingen «wimmelt». Innerhalb des Bildes sind oft Alltagsszenen dargestellt.