Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03603.jsonl.gz/116

Die gesamte hängende Ernte von Äpfeln in der Schweiz wird auf 133’270 Tonnen geschätzt. Davon wachsen 106’895 Tonnen in Apfelanlagen und 25’300 Tonnen auf Hochstamm-Feldobstbäumen. Die Ernte in den Anlagen besteht zu 92’700 Tonnen aus Tafelobst-Qualität, weitere 11’000 Tonnen haben Mostobst-Qualität, und 4300 Tonnen wachsen als Mostobst in spezifischen dazu bestimmten Anlagen. Die Feldobsternte besteht nahezu vollständig aus Mostobst.
In den Apfelanlagen werden damit rund 22% weniger Äpfel als vier Jahresdurchschnitt und 20% weniger als im Vorjahr erwartet. Die Mostapfelernte wird 49% tiefer als die Vorjahresernte und 44% tiefer als im Durchschnitt der vier Vorjahre erwartet.
Die Verwendung der Ernte hängt von den effektiven Marktbedingungen ab. Diese sind im Voraus nur grob abschätzbar. Die Aufnahmekapazität der einzelnen inländischen Verwendungskanäle ist beschränkt. Der Bedarf liegt bei rund 100’000 Tonnen Tafelobst, 80’000 Tonnen Mostobst und 7000 Tonnen Industrieobst. Für 2017 ergibt sich nach dieser Vorernteschätzung eine Fehlmenge von 53’700 Tonnen Äpfeln, welche zum Teil durch die bestehende Marktreserve von 26’900 Tonnen Mostäpfel abgedeckt wird.
Birnen
Die gesamte hängende Ernte von Birnen in der Schweiz wird auf 18’641 Tonnen geschätzt. Davon wachsen 15’070 Tonnen in Birnenanlagen und 3571 Tonnen auf Hochstamm-Feldobstbäumen. Die Feldobsternte besteht nahezu vollständig aus Mostobst.
Für die Birnenanlagen liegt die Vorernteschätzung rund 32% unter dem Durchschnitt der vier Vorjahresernten und 22% tiefer als die Ernte 2016. Die Vorernteschätzung der Mostbirnenernte liegt 19% tiefer als im Vorjahr und 59% tiefer als im Durchschnitt der vier Vorjahresernten.
Die Marktbedingungen sind für den Einsatz der Birnenernte massgebend. Die Birnen aus den Anlagen werden vorwiegend als Tafel- und Industrieobst verwendet. Die Birnen aus dem Feldobstbau werden nahezu vollständig als Mostobst verwendet. 2017 entsteht bei den Birnen voraussichtlich eine Fehlmenge von rund 11’000 Tonnen Birnen.Quelle: Schweizer Obstverband