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Muskel-, Gelenk- und Knochengesundheit
Mobil und aktiv bleiben unterstützt die allgemeine Gesundheit und ist die wichtigste “healthy aging” Massnahme mit Förderung aller Organfunktionen. Muskel-, Gelenk- und Knochengesundheit beeinflussen sich gegenseitig und sind die drei zentralen Voraussetzungen aktiv und mobil zu bleiben.
Im Alter von 65 Jahren kennt jeder dritte
Mensch Gelenkschmerzen, vor allem im
Bereich der Hüfte und der Knie. Auslöser
für diese Schmerzen ist meist eine Arthrose.
Gelenkschmerzen begünstigen eine zunehmende
Immobilität, Muskelabbau und damit das Risiko
einen Sturz zu erleiden und eine Osteoporose
zu entwickeln.
Massnahmen, die den Muskel stärken (eine
Sarkopenie verhindern), Arthroseschmerzen
dämpfen und die Knochen kräftigen sind daher
besonders wertvoll. Dazu zählen Trainings-
massnahmen, unterstützt von einer gesunden protein-
(1g Protein pro Kilogramm Körpergewicht) und calcium-
reichen (800 bis 1000 mg/Tag) Ernährung sowie
eine Supplementation mit Vitamin D (800 IE am Tag).
Das Wichtigste in Kürze
Bei der Arthrose kommt es typischerweise zu einer Abnahme des Knorpelüberzuges auf der Gelenkfläche und zu knöchernen Anbauten im Bereich des Gelenkspaltes. Diese Veränderungen sind im Röntgenbild durch eine Verminderung des Gelenkspaltes, Zysten im Knochen und knöcherne Ausziehungen am Gelenkspalt zu sehen. Bei der Untersuchung eines arthrotischen Gelenkes, z.B. des Kniegelenkes, fällt eine knöcherne Verdickung und im Fortgeschrittenen Stadium eine Verminderung der Gelenkbeweglichkeit auf. Typisch sind sogenannte Anlaufschmerzen, die nach einer gewissen Gehstrecke abnehmen. Ältere Menschen mit einer Arthrose haben ein zweifach erhöhtes Sturz- und Knochenbruchrisiko.
Etwa ab dem vierzigsten Lebensjahr verlieren wir ein bis zwei Prozent unserer Muskelmasse pro Jahr. Ein vermehrter Verlust an Muskelmasse wird “Sarkopenie” genannt. Risikofaktoren wie mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung, rauchen, bestimmte Medikamente (z.B. Kortison), und chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes) begünstigen einen Abbau unserer Muskelmasse. Eine verminderte Muskelmasse führt zu einem Kraftverlust sowie zu einer Abnahme der Knochenstabilität. Folgenschwere Stürze werden begünstigt und die Gefahr einer schwerzhaften Arthrose-Entwicklung nimmt zu.
Daher ist die Erhaltung der Muskelgesundheit und Prävention der Sarkopenie ein wichtiges Thema im Test- und Diagnosezentrum unserer Klinik.
Jede zweite Frau und jeder fünfte Mann im Alter von 50 Jahren muss mit einem Osteoporose-bedingten Knochenbruch rechnen. Der häufigste und schwerwiegendste Knochenbruch im Alter über 75 ist der Hüftbruch, dessen Hauptrisikofaktor der Sturz darstellt. Risikofaktoren wie mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung, rauchen, bestimmte Medikamente (z.B. Kortison) und chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes) begünstigen einen Abbau unserer Knochenmasse. Im Test- und Diagnosezentrum unserer Klinik werden die Knochengesundheit mittels Knochendichtemessung und einer Abschätzung des Knochenbruchrisikos unter Berücksichtigung der Muskelgesundheit (Sarkopenie, Sturzrisiko), begünstigenden Grunderkrankungen und Ernährung erfasst um eine umfassende Therapie einzuleiten.