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In Artikel 3 der „Verordnung über die Stiftung des Narvikschildes" vom 19. August 1940 hiess es: „Der Narvikschild wird verliehen an alle Wehrmachtangehörigen, die an der Landung in Narvik oder an den Kämpfen der Gruppe Narvik ehrenvoll beteiligt waren.“ Und die Durchführungsbestimmungen ergänzten: „Teilnehmer an den Kämpfen der Gruppe Narvik ist auch, wer in den Kampf der Gruppe Narvik in der Luft, zur See oder zu Lande unterstützend eingegriffen hat.“ Den Erinnerungsschild erhielten also nebst den massgeblichst beteiligten Gebirgsjägern auch Angehörige der Kriegs- und der Handelsmarine sowie der Luftwaffe. Der auch posthum zuerkannte Schild kam rund 8500-mal zur Verleihung. Er wurde am linken Oberarm getragen, in silber (Heer und Luftwaffe) sowie in goldfarbener Ausführung (Marine). Die Abbildung zeigt den Narvikschild in der Nachkriegsform gemäss „Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen“ vom 26. Juli 1957, also ohne Hoheitszeichen des Dritten Reiches.
Die kühne, am 9. April 1940 angelaufene Operation "Weserübung" war einem britisch-französischen Handstreich um blosse Nasenlänge zuvorgekommen. Dieser hatte, ebenfalls unter Missachtung der Neutralität Norwegens, die Blockade der für Deutschland unentbehrlichen schwedischen Eisenerzlieferungen zum Ziel gehabt. Anders als in Dänemark waren die deutschen Invasoren in Norwegen da und dort auf heftige Gegenwehr gestossen. Bei Narvik hatten Zerstörer Teile der ostmärkischen (österreichischen) 3. Gebirgsdivision an Land gesetzt. Die schweren Waffen, die Fahrzeuge und die Tragtiere waren aber infolge Feindeinwirkung verloren gegangen, sodass die Gebirgsjäger des bayerischen Generalleutnants Eduard Dietl (Generaloberst, 1890-1944), unterstützt durch Matrosen und Fallschirmjäger, am nördlichen Polarkreis in eine äusserst prekäre Lage gerieten.
Am Montag, den 10. Juni 1940, vier Tage vor dem Fall von Paris, gab das Oberkommando der Wehrmacht per Sondermeldung das Ende der zweimonatigen Kämpfe um Narvik bekannt, Unter dern Eindruck der deutschen Blitzerfolge im Westen hatten die Alliierten die Reste ihres Expeditionskorps, mit dabei polnische Schützen und französische Fremdenlegionäre der 13, Demi?Brigade, aus Norwegen abgezogen.
Vincenz Oertle, Esslingen
Schweizer Soldat