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Erdöl ist eine endliche Ressource. Die Entdeckung von Erdöl hat in den 1960er Jahren mengenmässig den Höhepunkt erreicht. Seither nahm die Entdeckung von neuen Reserven kontinuierlich ab (gemessen an der entdeckten Menge Rohöl). Weltweit steigt jedoch der weltweite Verbrauch im Durchschnitt um ca. 2% pro Jahr.
Damit Erdöl entstehen kann, müssen ideale Voraussetzungen bezüglich Geologie und Druck vorhanden sein. Es gibt nur wenige Orte auf der Erde, wo diese Bedingungen auftreten. Zudem muss ein Ölfeld zusätzliche Anforderungen wie die Zugänglichkeit und eine genügend grosse Ölmenge erfüllen, damit sich eine wirtschaftliche Ausbeutung lohnt. Die besten und ergiebigsten Ölfelder wurden bereits in den 1930er Jahren gefunden. Funde, die jetzt noch dazukommen, sind zum Beispiel Ölsande oder Vorkommen in grossen Meerestiefen, die Offshore und mit grossem technischem Aufwand erschlossen werden müssen.
Die Fördermenge eines Erdölfeldes in Abhängigkeit zur Zeit folgt immer einer ähnlichen Gesetzmässigkeit: zu Beginn der Förderung ist eine starke exponentielle Zuwachsrate feststellbar. Nach Erreichen des Fördermaximums nach 50% der förderbaren Ölmenge, sinkt die Förderleistung wieder drastisch ab. Durch Überlagern der zeitlichen Förderleistungen aller Ölfelder erhält man ein Diagramm, das die weltweite Ölförderung im zeitlichen Verlauf darstellt. Auch diese Kurve weist ein Fördermaximum und anschliessend einen steilen Abfall auf!
Wann dieses weltweite Fördermaximum auftritt, ist nicht genau bekannt. Man geht aber davon aus, dass es nächstens eintreten wird, oder sogar vor einigen Jahren bereits überschritten wurde. Sobald die weltweite Nachfrage nach Erdöl nicht mehr gedeckt werden kann, wird dies massive Auswirkungen auf den Preis haben (die Nachfrage ist dann grösser als das verfügbare Angebot).
Eine solche Erdölkrise unterscheidet sich grundsätzlich von den vorhergehenden (1973 und 1979/1980). Sie ist nämlich nicht auf politische Ursachen zurückzuführen, sondern auf das zu Ende gehen der Ressource Erdöl.
Die Probleme beginnen nicht dann, wenn das Erdöl ausgeht, sondern dann, wenn der PeakOil überschritten wurde und die förderbare Menge bei steigender Nachfrage abnimmt.
zusätzliche Information zum Thema PeakOil
Die Förderung von Erdgas hängt stark mit deren von Erdöl zusammen. Die Verfügbarkeit und die Preise unterliegen damit den gleichen Gesetzmässigkeiten.
Im Gegensatz zum Erdöl hat Erdgas einen tieferen Kohlenstoffgehalt und emitiert damit bei der Verbrennung auch weniger CO2. Obwohl es in dieser Hinsicht besser ist, trägt auch die Verbrennung von Erdgas zum Klimawandel bei und ist keine erneuerbare Energie.
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