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Neben Microsoft
hat kaum ein Unternehmen die moderne Kommunikations- und Informationstechnologie derart nachhaltig revolutioniert wie Apple
. Hinter diesem Giganten steckt das Lebenswerk der genialen Köpfe Steve Jobs und Steve Wozniak, die sich im Laufe der Zeit - vielen Rückschlägen zum Trotz - über sämtliche Konkurrenten hinwegsetzen konnten. Trotz der kurzzeitigen Trennung ist die Erfolgsgeschichte des heutigen Konzerns eng mit den beiden verbunden.
Emporkömmling aus einer Garage
Am 1. April 1976 gründeten Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne das Unternehmen Apple. Um das notwendige Startkapitel aufbringen zu können, verkaufte Steve Wozniak seinen programmierbaren Taschenrechner und Steve Jobs seinen WV Bulli. Die drei starteten in der Garage von Steve Jobs Eltern in Los Altos, schraubten dort ihre ersten Computer zusammen. Ronald Wayne verliess aber nur wenige Wochen nach der Gründung die Firma, da er das persönliche Haftungsrisiko nicht mittragen wollte. An dessen Stelle trat Mike Markkula, der notwendiges Kapital in die Firma brachte. Apple wurde zu einer Kapitalgesellschaft, die drei erhielten je 26 Prozent der Aktien. Mit dem Rest sollten Investoren angelockt werden. Am 12. Dezember 1980 folgte der Börsengang Apples, zu einem Einstandspreis von 22 Dollar je Aktie. Im selben Jahr wurden bereits 117 Millionen US-Dollar umgesetzt, ihr damaliger Computer Apple II wurde bis 1985 satte 2 Millionen Mal verkauft.
Ohne Jobs kommt der Misserfolg
Die Worte, mit denen Steve Jobs im Jahre 1983 den bekannten PepsiCo-Manager John Sculley abwarb, gelten heute als legendär: "Wollen Sie den Rest Ihres Lebens Zuckerwasser verkaufen oder wollen sie die Chance ergreifen und die Welt verändern?" Ein Schritt, der Apple zum Verhängnis wurde. Es entstand ein Machtkampf zwischen den beiden. Zwar wurde der von Steve Jobs entwickelte Macintosh ein absoluter Erfolg, dennoch konnte er den Machtkampf nicht gewinnen. Jobs stieg 1985 aus und verkaufte seine Anteile. Kurze Zeit später gründete er das Computer- und Softwareunternehmen NeXT und kaufte das Trickfilmstudio Pixar.
11 Jahre nach Jobs Weggang sah die Zukunft Apples alles andere als rosig aus. 1996 verbuchte man einen Jahresverlust von einer Milliarde Dollar, der Börsenkurs fiel von 70 Dollar auf 14 Dollar. Die Einführung von "Windows 95" drängte das Unternehmen nahezu komplett aus dem Markt. Man steuerte unausweichlich auf die Pleite zu und sah sich gezwungen zu handeln. So kaufte Apple 1996 unter Führung des damaligen Chefs Gilbert Amelio das Betriebssystem NeXTStep/OPENSTEP von Steve Jobs und holte diesen erst als Berater zurück, ehe er im Folgejahr selbst zum Geschäftsführer wurde.
Die Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf
Mit Steve Jobs kam die erneute Wende. Innovationen wie der iPod und iTunes brachten nicht nur ordentlich Bewegung in den Musikmarkt, sondern verhalfen Apple wieder zu schwarzen Zahlen. Das wahre Meisterstück aber folgte 2007. In einer bis heute unvergessenen Keynote präsentierte Steve Jobs das allererste iPhone. Das iPhone stellte die Mobilfunkbranche nahezu komplett auf den Kopf, revolutionierte gar den gesamten Handymarkt. Mit 1,6 Milliarden verkauften Geräten und einer Billion Dollar Umsatz bis heute ist das iPhone das erfolgreichste Produkt aller Zeiten. Umsatz und Gewinn der Smartphones von Apple bewegen sich in Sphären, die für Konkurrenten unerreichbar scheinen. 2010 betrat man mit der Einführung des iPads den Tablet-Computermarkt. Auch mit weiteren Produktsparten wie unter anderem den AirPods - den Apple Kopfhörern, oder den Apple-Watches, den Smartwatches von Apple, generiert das Unternehmen jedes Jahr Milliardenumsätze. Steckenpferd ist und bleibt allerdings das iPhone.
Im Oktober 2011 erlag Steve Jobs den Folgen einer Krebserkrankung. An dessen Stelle als Apple-Chef trat Tim Cook, der bereits 1998 seine berufliche Laufbahn beim iKonzern begann, als er von Jobs persönlich abgeworben wurde. Bis heute ist er Oberhaupt des Techriesen. An der Börse ist der Konzern mittlerweile über 2,23 Billionen Dollar wert.
Philipp Beisswanger / Redaktion finanzen.ch