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Estratetraenol - Das geheimnisvolle Pheromon
Estratetraenol - Das geheimnisvolle Pheromon
Estratetraenol, auch bekannt als estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol, ist ein endogenes Steroid, das in Frauen vorkommt. Es wird als pheromonähnliche Substanz beschrieben, die bei Primaten, einschließlich des Menschen, eine Rolle spielt. Estratetraenol wird wahrscheinlich in den Eierstöcken durch Aromatase aus Androstadienon synthetisiert. Es ist mit den weiblichen Sexualhormonen Östrogen verwandt, hat aber keine bekannten östrogenen Effekte. Erstmals wurde es im Urin schwangerer Frauen identifiziert.
Estratetraenylacetat oder estra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ylacetat ist ein wirksameres synthetisches Derivat von Estratetraenol.
Estratetraenol ist ein Estran-Steroid (C18) und ein Analogon von Estradiol, bei dem die Hydroxygruppe am C17β entfernt und eine Doppelbindung zwischen den Positionen C16 und C17 gebildet wurde.
Experimente haben gezeigt, dass eine Korrelation zwischen Estratetraenol und der Fähigkeit besteht, kooperative Partner anzuziehen. Das Hormon sendet olfaktorische Signale hoher Fruchtbarkeit bei schwangeren und ovulierenden Frauen aus, die attraktive Qualitäten bei potenziellen Partnern hervorheben. Diese Interaktionen zwischen den Hormonsignalen und Männern führten zu einer erhöhten Zusammenarbeit und Empathie seitens der Männer gegenüber den schwangeren Frauen.
Eine weitere Studie zeigt, dass das Hormon einen Einfluss darauf haben kann, wie ein Mann die Verfolgung einer Frau angeht, indem es das Maß an sexueller Wahrnehmung und Verhalten verändert. Während das Hormon die Anziehungskraft von Männern auf Frauen erhöht, zeigen Studien auch, dass es keinen Einfluss auf die impulsive sexuelle Natur von Männern in Bezug auf sexuelles Verlangen und verzögerte Befriedigung hat.
Frühere Studien legen nahe, dass das vermutete menschliche Pheromon Estratetraenol mehrere Systeme beeinflusst, die die menschliche Funktionsweise beeinflussen, und dass es neuronale Systeme aktiviert, die das sexuelle Verhalten beeinflussen. In dieser Studie wurde untersucht, ob die Exposition gegenüber Estratetraenol die soziale Kognitionsfähigkeit von Männern beeinflusst. Im ersten Experiment absolvierten Männer die "Interpersonal Perception" -Aufgabe, während sie Estratetraenol und eine Kontrolllösung ausgesetzt waren. Die Männer erzielten dabei eine bessere Genauigkeit, wenn sie Estratetraenol ausgesetzt waren. Dieser Effekt war insbesondere in der Kategorie "Intimität" deutlich, in der die Teilnehmer romantische Beziehungen bewerteten. In einem zweiten Experiment wurden andere Männer Estratetraenol und einer Kontrolllösung ausgesetzt, während sie eine Aufgabe durchführten, bei der ihre emotionale Reaktion auf Fotos gemessen wurde, auf denen entweder zwei Menschen romantisch berührt wurden oder nicht, sowie eine Kontrollbedingung mit zwei unbelebten Objekten, die sich berührten oder nicht. Es stellte sich heraus, dass die emotionale Reaktion der Teilnehmer auf Berührungen unter der Exposition gegenüber Estratetraenol stärker war. Zusammenfassend legen diese Ergebnisse nahe, dass die Exposition gegenüber Estratetraenol eine Veränderung in der sozialen Kognition von Männern auslösen kann, insbesondere in sexuell bezogenen Situationen.