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Wie im Abschnitt "Vermögensallokation" erwähnt, spielen bei vielen Investitionsstrategien Obligationen eine grosse Rolle.
Nach der Entscheidung, welchen Teil des Vermögens Sie im Rahmen der Vermögensallokation in Obligationen anlegen wollen, müssen Sie ausserdem die einzelnen Obligationen und Obligationenmärkte auswählen.
Dieser Prozess besteht aus drei Phasen:
Die in jeder Phase möglichen Entscheidungen hängen davon ab, ob das Portfolio aktiv oder passiv verwaltet wird.
Aktive Anlageverwaltung
Bei einer aktiven Verwaltung wird mit den Obligationen gehandelt, die einzelnen Titel bleiben nicht lange im Portfolio. Ein aktives Portfolio versucht, Änderungen der Obligationenpreise auszunutzen, die durch Zinsschwankungen oder durch Änderungen der Kreditbewertung entstehen.
Ein Portfolio muss aus diesem Grund auf die am meisten liquiden Märkte konzentriert werden, d.h. grosse Emissionen mit hohen Handelsvolumen. Es wird nach Obligationenemissionen gesucht, deren Wert sich ändern wird. Die wichtigsten Märkte für Staatsanleihen in USD und EUR sind dabei am attraktivsten.
Passive Anlageverwaltung
Passive Anlageverwaltung besteht aus einer Strategie des Kaufens und Haltens. Die Liquidität spielt daher keine grosse Rolle. Aus diesem Grund stehen passiven Portfolios im Vergleich zu aktiv gehandelten Portofolios eine grössere Auswahl an Märkten und Währungen zur Verfügung.
Der Portfoliomanager versucht, die höchsten Erträge, d.h. die Rendite bis zur Fälligkeit, zu realisieren. Das Risikoprofil und der zukünftig benötigte Cashflow des Investors müssen dabei berücksichtigt werden.
Portfolioerträge, ob von aktiv oder passiv verwalteten Portfolios, werden mit dem Benchmarkindex in der Währung des jeweiligen Bondmarktes verglichen.
Ein Portfolio, das nicht ausschliesslich Staatsanleihen enthält, weist ein grösseres Risikoprofil auf und sollte entsprechend höhere Erträge erzielen.