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Tausende Feuerwehrleute kämpften am Donnerstag weiter gegen sechs grössere Brände in Südkalifornien an. Heftige Winde breiteten die Flammen an mehreren Stellen weiter aus, doch an anderer Stelle konnten die Helfer die Feuersbrunst eindämmen.
Im Raum San Diego brach am Donnerstag ein neues Feuer aus, das von den stürmischen Santa-Ana-Winden schnell ausgebreitet wurde. Tausend Häuser seien dort bedroht, teilte die Feuerwehrzentrale mit.
Am schlimmsten wüteten die Flammen im Bezirk Ventura County, nordwestlich von Los Angeles, wo seit dem Ausbruch der Brände am Montag nun bereits eine Fläche von mehr als 380 Quadratkilometern abbrannte. Zehntausende Menschen wurden dort aus ihren Häusern vertrieben.
In einem der brennenden Gebiete nahe Ojai war eine Frau nach einem Autounfall tot aufgefunden worden. Die Todesursache müsse noch geklärt werden, hiess es.
Ausmass der Schäden unklar
Das ganze Ausmass der Schäden war zunächst noch nicht abzusehen. Die Behörden befürchten, dass hunderte Häuser vernichtet wurden. Schaden hat auch ein Weingut des Medien-Moguls Rupert Murdoch in Bel Air genommen.
Wie ein Mitarbeiter dem Magazin «Wine Spectator» am Donnerstag mitteilte, konnte die Feuerwehr die meisten Gebäude vor den Flammen schützen, doch ein Lagerhaus mit teuren Weinen sei abgebrannt. Murdoch habe das Anwesen 2012 für knapp 29 Millionen Dollar erworben, hiess es.
Ein Buschfeuer am Rand des Prominenten-Viertels Bel Air war am Donnerstagabend (Ortszeit) zu 30 Prozent unter Kontrolle, wie die Behörden mitteilten. Sechs Häuser seien abgebrannt, zwölf weitere beschädigt worden, hiess es. Mehrere Tausend Menschen hatten dort ihre Villen räumen müssen.
Das nahe gelegene weltberühmte Getty-Kunstmuseum im Westen von Los Angeles kam ohne Schaden davon. Nach zweitägiger Schliessung wollte das Museum am Freitag wieder für Besucher öffnen.
Dagegen sollten Hunderte Schulen in Südkalifornien weiter geschlossen bleiben. Die Behörden warnten vor dem starken Rauch und der schlechten Luftqualität in den betroffenen Gebieten.
Extreme Trockenheit
Klimaexperten machen die extreme Trockenheit und die seit Montag tobenden Santa-Ana-Winde für die starke Feuersbrunst im Süden Kaliforniens verantwortlich.
Für die Jahreszeit sei es in der Küstenregion ungewöhnlich trocken, sagte der Klimaforscher Daniel Swain am Donnerstag der «Los Angeles Times».
Heisses Sommer- und Herbstwetter hätten die Pflanzendecke völlig ausgedörrt. Die typischen Winterregen seien bisher ausgeblieben. Nach der Vorhersage der Meteorologen muss noch bis Samstag mit starken Böen gerechnet werden. (sda/dpa)