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Verwandte Reaktionen: Wittig-Reaktion
Organic Chemistry Portal: Schlosser Modification
Schlosser-Variante
der Wittig-Reaktion
Die Schlosser-Variante der Wittig Reaktion ermöglicht die selektive Darstellung von (E)-Olefinen.
Mechanismus
Die eingesetzten Lithiumsalze bewirken die Bildung von cis- und trans- Lithiobetainen, welche mit Phenyllithium unter "Verlust" eines Stereozentrums zum Oxidoylid deprotoniert werden können.
Das Oxidoylid wird stereoselektiv zum trans-Betain protoniert :
Durch einen Überschuss Kaliumbutanolat wird Li+ durch K+ ausgetauscht. Die Reaktion läuft analog der unmodifizierten Wittig-Reaktion zu Ende:
Eine Prozedur, die kürzlich publiziert wurde, zeigt die recht komplexe Reaktionsführung mit unterschiedlichen Reagenzien:
Weitere Literaturstellen finden Sie bitte auf den englischsprachigen Seiten, die oben verlinkt sind.
Prof. Manfred Schlosser (1934-2013)
Der Deutsche Chemiker Manfred Schlosser studierte ab 1952 Chemie und Medizin in Heidelberg und schloss 5 Jahre später mit einem Chemiediplom ab. Anschliessend promovierte er bei Georg Wittig, machte ein Forschungsjahr und habilitierte dann wieder in Heidelberg. In seiner Zeit in Heidelberg entwickelte er "Trans-selektive Olefinsynthesen" die unter demselben Titel in Angewandte Chemie, 1966, 78, 115 publiziert wurden und die nun als Schlosser-Variante der Wittig-Reaktion bekannt sind. Ab 1967 forschte Schlosser unter dem Titel eines Oberarztes am Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg an Zytostatikas. Ab 1975 war er Professor an der Universität Lausanne und zwischen 2001 und 2004 arbeitete er an der École polytechnique fédérale de Lausanne. In den Jahren in der Schweiz publizierte Schlosser das Referenzwerk "Organometallics in Synthesis - A Manual".