Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03183.jsonl.gz/2316

Die neue Clubhütte auf dem Ober-Hüfiälpli
thal.
( Hierzu ein Plan, Ansichten der Hütte und ein Panorama. ) Die alte Clubhütte der Sektion Pilatus auf der Hüfialp im Maderanerthal wurde seiner Zeit im Jahr 1873 wegen der Lawinengefahr für dieselbe an der gewählten Stelle an einen großen Felsblock angebaut, der bisher den erwarteten Schutz auch vollständig gewährt hat. Dafür haben sich aber auch hier alle Mängel eingestellt, welche erfahrungsgemäß dieser Konstruktion anhaften und die den S.A.C. schon zu so vielen Um- und Neubauten solcher alten Clubhütten gezwungen haben, die, meist an Stelle alter Biwakplätze, bei solchen Felsblöcken oder in Balmen gebaut worden waren. Die Unmöglichkeit, den Anschluß des Daches an den Felsen wasserdicht zu machen, bildete neben den sonstigen sehr beschränkten Raumverhältnissen für höchstens 12—14 Personen die Ursache, warum diese Hütte längst nicht mehr den Anforderungen entsprach, die an eine Clubhütte in einem stark besuchten Gletschergebiet gestellt werden können und nach jetzigen Anschauungen auch, gestellt werden sollen.
Die Sektion Pilatus sah sich daher genötigt, einen Neubau ins Auge zu fassen. Der Erfolg der im Winter 1896/1897 eröffneten Sammlung freiwilliger Beiträge zu einem Hüttenfonds erzeigte bald, daß mit Unterstützung der Centralkasse dieses Ziel rasch erreicht werden könne. Es wurde daher beschlossen, schon an die nächste Delegiertenversammlung in La Chaux-de-Fonds ein bezügliches Subventionsgesuch zu richten. Leider drängte die Zeit, und war es uns bis dahin nicht möglich gewesen, ein gehörig studiertes und durchgeprüftes Projekt aufzustellen. Wir mußten uns damit begnügen, ein Vorprojekt mit zu kleinen Raumverhältnissen, das unser Mitglied, Herr Schär, entworfen hatte, zur Genehmigung und Subventionierung vorzulegen. Durch entsprechend höhere Berechnung des Voranschlages, die wir dem Centralkomitee mit dem provisorischen Cha- rakter des Projektes und der Absicht, definitiv einen größeren Bau zu erstellen, begründeten, hofften wir, 50 % dieses Voranschlages von Fr. 7200, also Fr. 3600 Subvention, bewilligt zu erhalten.
Das Centralkomitee und die Delegiertenversammlung schätzten aber nur das vorgelegte Projekt, und zwar zu Fr. 5000, und bewilligten dementsprechend auch nur Fr. 2500. Immerhin war nun auch die Finanzierung von dieser Seite her gesichert, da Aussicht bestand, auf Grund neuer, definitiver Pläne und Vollendung des Baues noch eine Nachsubvention zu erhalten, und so gingen wir frisch an die Arbeit der Aufstellung des definitiven Projektes. Es wurde der bestellten Hüttenkommission vom Verfasser dieses Berichtes eine neue Skizze nach ganz anderer Bauart vorgelegt, von ihr durchberaten und im allgemeinen gebilligt. Unser Mitglied, Herr Architekt F. Frey, unterzog sich bereitwilligst der Aufgabe, auf Grund dieser Skizze die definitiven Baupläne auszuarbeiten, und übernahm auch später die Bauleitung. Derselbe machte mit einigen anderen Mitgliedern, die schon viele Clubhütten aus eigener Erfahrung kannten, eine Rekognoscierungsfahrt zur Bestimmung des Standortes. Trotz pudelnassen Kleidern kehrte die Gesellschaft in fröhlichster Stimmung heim mit der guten Kunde, daß ein prächtig gelegener Platz gefunden worden sei, der sich in jeder Beziehung zu diesem Zwecke vorzüglich eigne und zu welchem auch die angenommene Projektskizze mit geringer Änderung der inneren Einteilung gut passe. Die definitiven Baupläne wurden nun rasch ausgearbeitet und erhielten die Genehmigung:
B. Wyss.
sowohl der Sektion als des Centralkomitees. Der Voranschlag belief sich samt Inventar auf Fr. 7200, entsprach also der ursprünglich von uns angenommenen Summe. Die Korporation Uri stellte uns in verdankenswerter Weise den nötigen Platz unentgeltlich zur Verfügung für die Dauer des Bestandes der Hütte, mit der einzigen besonderen Bedingung, daß der Weidgang nicht beeinträchtigt werden dürfe. Als Besitzerin dieses Teils des Maderanerthals bewilligte sie uns auch das nötige Holz zum Preise von Fr. 2 per m3. Da uns durch Lawinendruck im Winter gefälltes Holz im Stäuberwald, am Wege zur Hütte, angewiesen wurde, glaubten wir, von einer Imprägnierung absehen zu können, um so mehr, als wir in der Konstruktion der Hütte dafür gesorgt hatten, daß das Holzwerk möglichst geschützt sei. Herr Zimmermeister Dietrich in Erstfeld besorgte im Sommer 1898 das Schlagen und Zurüsten des Holzes in Regie, was Fr. 681.45 kostete, und übernahm auch das Abbinden und Transportieren des Holzes und Aufstellen und Vollenden der Hütte um Fr. 5450 im Accord. Das Küsten und Abbinden wurde im Herbst 1898 fertig und konnte den Winter über das Holz noch etwas austrocknen. So frühzeitig als möglich wurde im Frühjahr 1899 mit den Arbeiten auf der Baustelle begonnen und wurden diese so gefördert, daß am 13. August 1899 die Hütte eingeweiht werden konnte.
Der gewählte Standort der Hüttebefindet sich 340 Meter oder eine Stunde weiter oben als die alte Hütte, auf dem Grate, welcher sich vom Düssistock nach Nordwesten herunterzieht, um dessen Fuß sich der unterste Teil des Hüfigletschers herumwindet, 2338 Meter über Meer. Der Standort ist sicher vor Lawinen, wird bald schneefrei und gewährt einen prächtigen Überblick über das ganze Thal vom Firnfeld des Hüfigletschers bis hinunter ins Reußthal. Wandert man von Amsteg ins Maderanerthal und hat man mit Überwindung des Lungenstutzes die zweite Thalstufe erreicht, so erblickt man schon von da den scharf vom Horizont sich abhebenden Giebel der Hütte, welcher keck vom obgenannten Grate hinausschaut, und behält diesen Giebel bis zur Hütte beinahe fortwährend im Auge. Ebenso sieht der vom Glarnerland oder Schächenthal über den Claridenpaß oder die Kammlilücke von oben herabkommende und zur Hütte sich wendende Tourist dieselbe schon von weitem. Wasser befindet sich, je nach der Jahreszeit, an mehreren Stellen in 5—15 Minuten Entfernung von der Hütte. Die Nähe des vielbesuchten Hotels S.A.C.
im Maderanerthal einerseits und die vielen lohnenden Gipfel, die das Gebiet des Hüfigletschers umgeben und von der Hütte in 4—5 Stunden erreichbar sind, anderseits lassen voraussehen, daß, wenn einmal eine rechte Clubhütte vorhanden ist in diesem Exkursionsgebiet, sie auch stark frequentiert werden wird. Als Ziele von Besteigungen von der Hütte aus sind besonders zu erwähnen die beiden Scheerhörner, der Kammlistock, Claridenstock, Piz Catscharauls, Piz Cambriales und der Düssistock, sowie die Gletscherpässe der Kammlilücke, Pianura und des Claridenfirns.
Es war daher notwendig, die Aufnahmsfähigkeit der Hütte im Rahmen nicht übermäßig großer Dimensionen und Kosten, doch so groß als möglich zu bemessen, damit nicht in wenigen Jahren schon wieder neue Klagen über ungenügende Raumverhältnisse auftauchen, die zu abermaligen, kostspieligen Vergrößerungen führen können. Die vielen anerkennenden Bemerkungen im Fremdenbuch seit der Eröffnung der Hütte im letzten August geben uns die Genugthuung, daß die ganze Einrichtung den an sie gestellten Anforderungen entspricht. Wir sind zur Erreichung dieses Zweckes etwas von der sonst üblichen Konstruktionsart abgewichen und glauben, es sei vielleicht andern Sektionen, die in den Fall kommen, Neu- oder Umbauten von Hütten vornehmen zu müssen, gedient, hier im Jahrbuch Näheres über diesen Bau zu erfahren, und würde es uns freuen, wenn diese Anordnung auch anderwärts Anklang finden würde, speciell da, wo große Frequenz zu erwarten ist.
Bei der als nicht übermäßig groß zu bezeichnenden Grundrißfläche von 5,40 Meter X 9,50 Meter = 51 m2 kann die Hütte 36—40 Personen Nachtlager und Raum an den Tischen bieten. Die Hütte ist aus Holz und steht auf einem, in Cementmörtel ausgeführten, gemauerten Sockel, in welchen das Holzwerk mittelst starker, eiserner Stangen verankert ist. Der Sockel reicht 0,40 Meter über die Bodenhöhe hinauf, d.h. bis auf Sitzhöhe. Die Mauerschwellen liegen nahezu bündig mit der äußern Mauerflucht, so daß die Verschalung etwas über die Schwelle hinunterreicht, das Wasser frei abtropfen kann und das innere Holzwerk aller Feuchtigkeit durch Regen und Schnee möglichst entzogen ist. Der Sockel ist innen auf drei Seiten mit Holz verkleidet und bildet einen rings herumlaufenden Sitz, soweit keine Pritschen vorhanden sind, und da dient der Sockel den Pritschen als Auflager. Der Boden ist somit ganz unabhängig von der übrigen Holzkonstruktion und kann leicht ausgewechselt werden, falls er durch Feuchtigkeit von unten leiden sollte. Die zwei etwas geneigt liegenden Pritschen im Parterre bieten je 6 enge Schlafstellen von 65 cm oder 5 bequeme von 0,78 Meter Breite. Eine derselben ist mit Vorhang versehen, um als Damenraum reserviert werden zu können. Die eine Hälfte des übrigen Raumes bietet Raum für zwei Tische mit zwei zwischenliegenden Sitzreihen, die andere Hälfte Raum für einen dritten Tisch und den Ofen, um welchen herum der Boden aus Cement besteht. Der Ofen, Schweiz. Patent, vom von Roll'schen Eisenwerk in der Klus geliefert, hat zwei Kessel und ein Wasserschiff übereinander angeordnet, in welchen gleichzeitig gekocht werden kann. Er braucht wenig Holz, zieht und heizt gut, ist sehr einfach zu behandeln und kann bestens für andere Hütten empfohlen werden, um so mehr, als er in 3—4 Traglasten zerlegbar geliefert wird, die erst in der Hütte zusammengesetzt und aufgemauert werden. In der Mitte der kurzen Wand beim Ofen führt eine kleine Treppe ( im Plan weggelassen ) in den Dachstock. Um den nötigen Raum für zwei bequem zugängliche Pritschen-mit zwischenliegendem Gang zur Kommunikation zu erhalten, wurde das Dach hoch und steil gehalten. Mit den durchgehenden Zangenhölzern. und den dazwischenstehenden Pfosten wird dabei ein gegen Winddruck sehr kräftig versteiftes Dach gebildet. Damit wenigstens bei einer dieser Pritschen die Kopfseite an die Wand und nicht an den Gang zu liegen komme und dieser Pritsche etwas Neigung gegeben werden könne, was viel bequemer ist als bei der Pritsche auf der andern Seite, die nur bei sehr-starker Frequenz benutzt werden muß, ist diese Pritsche tiefer gelegt worden als der Gang. Es verursachte dieses allerdings einen größeren Holzverbrauch, weil dadurch eben Mittelpfosten und Unterzöge zum Stützen der Balkenlage nötig wurden, da die Zangenhölzer hierzu nicht benutzt werden konnten wie bei der andern Pritsche, welche wegen des-unteren Wohnraumes nicht tiefer gelegt werden konnte. Auch versperren die Zangenhölzer etwas Platz, doch teilen sie die Pritsche in Abteilungen zu je drei bequemen Schlafstellen à 92 cm. oder vier engere à 69 cm. Breite. Die mit Kleiderhaken versehenen Pfosten bieten bequeme Gelegenheit, die Kleider und das Gepäck aufzuhängen. Jede Schlafstelle ist direkt zugänglich, ohne besondere Belästigung des Nachbars. In dieser Anordnung sehen wir die Hauptvorteile dieser Konstruktionsart. Der Gang ist an jedem Ende desselben durch ein Fenster beleuchtet. Bei Überfüllung kann auch der Gang noch zu Schlafstellen benutzt werden.
Die Orientierung der Hütte ist so, daß die Thüre auf der Südseite und die drei Fenster, von welchen man einen prächtigen Ausblick auf den Hüfigletscher und die umliegenden Berge genießt, auf der Nordseite liegen.
In den Details haben wir uns, mit Ausnahme der unterlassenen Imprägnierung, an die Katschläge des Herrn Becker-Becker in seiner Arbeit über die Schirmhütten des S.A.C. gehalten. Die Hütte hat eine innere senkrechte und äußere wagrechte Verschalung, genutet und mit Bandeisen als Federn erhalten, mit unausgefüllt gelassenem Hohlraum dazwischen. Auf die äußere Verschalung kommt eine Verschindelung ( die bei der Einweihung noch fehlte, weshalb auf der Ansicht der Hütte noch die Verschalung sichtbar ist ). Das Dach ist mit Schindeln gedeckt. In einem kleinen Anbau auf der westlichen Giebelseite befindet sich ein kleiner Magazinraum für Holz und der Abort mit steilem Ablauf. Es ist noch beabsichtigt, das Dachtraufwasser der einen Dachhälfte zur Abtrittspülung und dasjenige der andern Dachhälfte zur Speisung einer Cisterne zu verwenden. In der Nähe der Hütte soll eine durch den Wind in Funktion tretende Glocke angebracht werden, um das Auffinden der Hütte bei Nacht und Nebel, namentlich vom Gletscher her, zu erleichtern, und werden uns Mitteilungen über das Funktionieren derselben erwünscht sein.
Das Inventar mußte, dem Fassungsvermögen der Hütte entsprechend, reichlich bemessen werden. Außer dem notwendigsten Küchen- und Werkzeuginventar weist es noch viele nützliche andere Gegenstände auf, die zu diesem Zwecke in verdankenswertester Weise geschenkt worden sind, z.B. ein Barometer, ein Thermometer, eine Weckeruhr, Karte des Hüttengebietes 1 :50,000, Apotheke, Sodorflasche ( großes Modell ), ein Gletscherseil, ein Pickel, diverse Litteratur und anderes mehr.
Die Transportkosten machten auch hier einen erheblichen Teil der Erstellungskosten aus. Das Konstruktionsholz mußte von 1300 Meter auf 2340 Meter, d.h. 3 1/2 Stunden weit, Bretter von 1170 Meter an oder 4 Stunden und die übrigen Materialien, mit Ausnahme der auf der Baustelle sich vorfindenden Bausteine und Sand, und alles Inventar von Amsteg von 500 Meter Höhe auf obige Höhe, d.h. auf 7 Stunden Entfernung, getragen werden. Zudem ist der Weg stellenweise für das Tragen langer Gegenstände nicht bequem.
Die Abrechnung konnte wegen einiger zur Zeit der Abfassung dieses Berichtes noch ausstehenden Arbeiten noch nicht definitiv abgeschlossen werden, doch wird sie annähernd die folgenden etwas abgerundeten Zahlen ergeben:
Erd-, Maurer- und Steinhauerarbeiten, ohne Transport Fr. 780 Holzbeschaffung770 Zimmer- und Schreinerarbeiten, inkl.
Tische und Bänke2160 Übrige Handwerkerarbeiten180 Ofen mit Zubehörden120 Stroh der Pritschen20 Transport der Baumaterialien, des Ofens und Strohs „ 3150Fr. 7180 Inventar, ohne TransportFr. 510 Transport des Inventars120630 Umgebungsarbeiten und noch ausstehende Arbeiten cirka.. „ 400 Einweihungskosten„ 90 Total Fr. 8300 Von dem an der Fremdenfrequenz besonders interessierten Teil der Bevölkerung des Maderanerthales haben wir keine freiwilligen Leistungen erwartet und haben uns in dieser Annahme auch nur insofern getäuscht, als die Transportkosten schließlich noch cirka Fr. 850 teurer zu stehen kamen, als nach den ersten Erkundigungen über die Transportpreise gerechnet worden war.
Wir sahen uns daher genötigt, auf unser erstes Gesuch um eine Subvention aus der Centralkasse im Betrag von Fr. 3600 zurückzukommen und von der Delegiertenversammlung in Lugano eine Nachsubvention von Fr. 1100 zu fordern, die uns auch gewährt wurde.
Die Hütte mit Inventar ist für Fr. 7200 brandversichert. Leider war es dem Centralkomitee nicht möglich, sich an der Einweihungsfeier am 12./13. August 1899 vertreten zu lassen, und hat daher bis jetzt keine offizielle Kollaudation stattgefunden. Hoffen wir, daß die Hütte ihren ersten Winter gut aushalte.
Es erübrigt uns nur noch, den Vorwurf des Vertreters der Sektion Uto an der Delegierten-Versammlung in Lugano, der in der „ Alpina " wiederholt wurde, wir hätten eine zu teure Hütte erbaut, zu entkräften, durch Vergleichung der Erstellungskosten derselben mit denjenigen einiger anderer Hütten. Leider habe ich zum Vergleich nur von drei andern Hütten, wovon aber zwei sonst als Musterhütten gelten, die nötigen Vergleichszahlen und Pläne gefunden. In nachstehender Tabelle habe ich nun die Kosten berechnet sowohl pro Schlafplatz, als auch per 1 m2 Grundfläche und per 1 m3 Kubikinhalt, ohne Berücksichtigung des Inventars, wobei ich nicht sicher bin, ob die hier zur Hütte gerechneten Tische, Bänke, Ofen und Stroh der Pritschen bei den andern eingerechnet oder als Inventar nicht gerechnet worden sind. Die bezüglichen Kosten unserer Hütte nehme ich nach obiger Zusammenstellung zu rund Fr. 7200, wobei wohl keine Luxusausgaben zu finden sein werden.
Die neue Clubhütte auf dem Ober-Hüfiälpli.
Hütte Höhe über Meer Meter Kosten ohne Inventar Total Fr.
Verglichene Kosten pro Schlafplatz per 1 m2 Flächeninhalt per 1 m3 Kubikinhalt Plätze Fr.
m2 Fr.
m3 Fr.
GaulihütteMuttseehütte Fridolinshütte... Hüflälplihütte...
2200 2490 2156 2338 6200. 3000. 4300. 7200. 30 22 22 40 207 136 195 180 39 28 28 51 159 107 154 141 144 86 86 221 43 35 50 33 Es ergiebt sich hieraus, daß unsere Hütte keine teure Hütte ist, sondern eher als eine billige zu bezeichnen ist. Zur Aufstellung und Beurteilung von Voranschlägen für andere, zukünftige Hüttenbauten wären solche vergleichende Kostenangaben von jeder vollendeten Hütte erwünscht.
Der Grund, warum eine große Hütte gebaut werden mußte, ist bereits erörtert worden. Sollte der Vorwurf des Vertreters der Sektion Uto die Größe der Hütte und nicht die verhältnismäßigen Kosten betreffen, so wäre uns dieser Vorwurf gerade an derjenigen Delegierten-Versammlung etwas unverständlich, an welche das Cirkular der Sektion Piz Sol gerichtet war, das so deutlich die Übelstände kleiner Hütten an frequentierten Stellen kennzeichnete, aber in Verkennung der Ursache mißbeliebige Geltendmachung der Eigentumsrechte in zweckwidriger Weise verlangte, um diesen Übelständen abzuhelfen. Daß diesen Übelständen mit solchen Gewaltmaßregeln nur noch weitere beigefügt würden, liegt unserer Ansicht nach auf der Hand, und statt andere Sektionen davor zu warnen, die Hütten so groß, wie wir es gethan haben, zu bauen, hätte der Vertreter der Sektion Uto wohl korrekter gehandelt, diesen Vorwurf zu unterlassen und zweckentsprechende Bauten eher zu begrüßen.
Wir hoffen, die Sektion Uto werde, was ja nur da, wo Hütten mit reichlich bemessenem Kaum benutzt werden können, für eine größere Gesellschaft ausführbar ist, einmal eine Sektionstour in dieses Gebiet wagen. Wenn sie dann mit andern Touristen sich friedlich in den Raum unserer Hütte teilen kann, so hoffen wir, gelegentlich in der „ Alpina " einen Bericht zu lesen, in dem unsere Arbeit etwas mehr Anerkennung findet.
R. Wyss ( Sektion Pilatus ).