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Homeschooling-Aquarell-Landschaft
Anleitung in Aquarell
Sommerliche Landschaft am Türlersee
Am uralten Teich
springt ein Frosch vom Uferrand
Ein Ton im Wasser.
Haiku von Matsuo Basho (1644-1694)
Matsuo Bashō, eigentlich Matsuo Munefusa, war ein japanischer Dichter. Er gilt als bedeutender Vertreter der japanischen Versform Haiku.
Bashôs Reisetagebuch "Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland" (1689) gehört zu den Meisterwerken der Weltliteratur. Vor dem Hintergrund einer monatelangen Wanderung durch Japan entstand ein Dokument meditativer Selbstaneignung. Mit höchster Aufmerksamkeit für Natur und Leben porträtiert Bashô sich wie ein asketischer Mönch und entwirft eine poetische Bildergalerie feinster Lebensmomente, die dauerhaft in Erinnerung bleiben.
Wikipedia
Bei einem Haiku handelt es sich um die kürzeste Gedichtform der Welt. Sie besteht aus nur 17 japanischen Lauteinheiten, was ungefähr zehn bis 14 deutschen Silben entspricht. Haiku (japanisch 俳句; Plural: Haiku, auch: Haikus) ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die heute weltweit verbreitet ist.
Frösche sind Amphibien und gelten im Allgemeinen als sehr ortstreu und wenig schlau. Sie schwimmen im Wasser, klettern auf Bäumen, laufen am Boden oder kriechen in Erdlöchern. Es gibt sogar Frösche in Wüsten. Weltweit gibt es rund 5.800 verschiedene Arten von Fröschen und Kröten. Damit sind sie die größte Gruppe der Amphibien.
Frösche in unseren Breitengraden, z.B. im Türlersee, sind Erdkröte, Grasfrosch und Wasserfrosch. Auch die Gelbbauchunke und der Alpensalamander sind schon hier gesichtet worden.
Der Türlersee
Gelegen am Fuss des Albis und umgeben von Feuchtgebieten und Wald ist der See ein Kleinod. Die Wasserwelt und das Leben dort sind noch intakt. Vögel wie der Haubentaucher, das Blässhuhn, Rohrammer und weitere nisten im Schilf am Ufer. In den Mooren laichen Frösche und Erdkröten.
Er ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, das vor allem im Sommer viel Volk aus der nahen Stadt anzieht. An den Wochenenden spucken Busse die Menschen in Scharen aus.
Es riecht nach Grillwürsten und die Geräuschkulisse, bestehend aus menschlicher Unterhaltung und Musik aus dem Radio schwillt an. Dann fliehen die Tiere in den nahen Waldstreifen, die Blässhühner verstecken sich mit ihren Jungen im Schilf, die Fische tauchen auf den Grund.
Schon oft besuchte ich diesen kleinen See und mehrmals sass ich mit den Malschülerinnen an seinem Ufer. Immer begeistert er mich. Ich bevorzuge allerdings Zeiten, in denen wenig Besucher zu erwarten sind. Nur dann zeigt sich mir der See in all seiner Schönheit, seinen Besonderheiten, die sich erst auf den zweiten Blick offenbaren.
Zu jeder Jahreszeit zeigt er ein anderes idyllisches Bild, wie hier auf dem Foto vom Dezember 2004, und so hatte ich mir vorgenommen, für meine Schülerinnen im Blog eine Studie zu erstellen, damit sie für einen kommenden Besuch vorbereitet sind.
Im Gegensatz zum Winter, den wir meist im Atelier verbrachten, ist es uns jetzt möglich, im Freien zu malen. Da bietet sich ein Aufenthalt am Türlersee an.
Es ist nicht meine erste Anleitung für eine Wasserlandschaft und wird auch nicht die letzte sein.
Die Schwierigkeit einer Studie vor Ort besteht darin, das mit dem Auge Erfasste auf ein Mass zu reduzieren, um das Bild nicht zu überladen.
Ich legte zuerst die Farben fest, die ich verwenden würde.
In diesem Fall waren es: Kobaltblau, lichter Ocker, Siena Natur und Indigo, sowie Gebrannte Siena für die Äste im Vordergrund.
Ich begann mit einer Verwaschung in zartem Kobaltblau, sowie einer winzigen Spur Siena Natur, die ich zügig ineinanderlaufen liess und vom oberen Rand hinunter zum unteren Rand auftrug, wobei ich der Farbe immer mehr Wasser zufügte. Auf diese Weise hatte ich mein Aquarellpapier gut befeuchtet. Mit dem Auftragen weiterer Farben wartete ich, bis die Oberfläche nicht mehr glänzte, damit die weiteren Farbaufträge nicht zu stark verliefen.
Für die Uferszene im oberen Drittel des Bildes verwendete ich unterschiedlichen Mischungen aus Kobaltblau, Siena Natur, Lichter Ocker und Indigo, die ich etwas verwässert auch für die Wasserspiegelungen benutzte. Dabei liess ich einen schmalen Streifen für die Uferlinie frei.
Das Wasser des Sees erhielt nun eine Schicht zartes Kobaltblau. Die noch feuchten Farben der Spiegelungen zog ich streifenförmig in die Wasseroberfläche.
Mittlerweile wellte sich mein Papier stark und ich befestigte es mit Klebestreifen auf einem festen Karton.
Am vorderen Ufer des Sees lagen ein paar Äste, die aus dem Schilf ragten, im Wasser. Diese sollten den Vordergrund meines Aquarells gestalten. Hierfür verwendete ich neben den benutzten Farben ein wenig Siena Gebrannt, dem ich mit Indigo Kontur gab. Das Schilf malte ich mit Siena Natur.
Nun erhielt der Wald im Hintergrund mehr Farbe. Auch hier benutzte ich reichlich Wasser. Ich verlängerte den Ast im Vordergrund und legte eine zarte, graue Farbschicht aus Siena Gebrannt und Kobaltblau auf die Wasseroberfläche.
Hiermit war für mich die Aquarellstudie fertig. Weitere Einzelheiten hätten die friedliche Stimmung verändert. Ein Bild ist für mich beendet, wenn es noch den Eindruck von Frische aufweist.
Ich hoffe, ich konnte euch zu einem Versuch animieren und die Angst vor dem Landschaftsmalen nehmen.
Die Anleitungen zu Landschaftsaquarellen vom 18.Juli und 9. August haben einige von euch angeregt und dazu bewogen, sie nachzumalen. Das hat mich sehr gefreut.
Ich möchte euch einige Ergebnisse nicht vorenthalten. Ob Skizze oder fertiges Bild, ob Farbstiftzeichnung oder Aquarell, sie alle zeigen, wie unterschiedlich man eine Landschaft wiedergeben kann.
Ich hoffe, dass die hier gezeigten Werke alle ermutigen, sich diesem wundervollen Medium Aquarell zu nähern. Ein bisschen Farbe, ein wenig Wasser und ein Pinsel- mehr benötigt es nicht, die Welt mit den eigenen Augen zu sehen.
Ich grüsse euch alle
Katharina