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Zwischen den Alpen und der Nord- und Ostsee gelegen, gilt Deutschland auch als ein großes Wasserschloss. Die Flüsse wie der Rhein, die Elbe, der Main oder die Donau sind wichtige Transportwege für Güter, die in großen Mengen bewegt werden, bei denen aber die Zeit weniger eine Rolle spielt. Güter, die in den Hochseehäfen von Hamburg und Bremerhaven ankommen werden so weiter in Richtung Süden gebracht, da die Hochseeschiffe für die Flüsse viel zu viel Tiefgang aufweisen.
Flüsse Deutschlands
Die ersten menschlichen Siedlungen entstanden entlang von Flüssen, an denen die Menschen Nahrung und Wasser für den Alltag fanden. Mit der Zeit begannen die Menschen diese Flüsse zu zähmen und für die Fortbewegung zu nutzen. Zu den Flüssen die so reguliert worden sind gehören der Rhein, der Main, die Elbe und die Oder. Auf ihnen werden heute große Mengen Güter transportiert aber auch Touristen nutzen die Flüsse dafür, die Landschaften Deutschlands vom Schiff aus zu betrachten. Eine Fahrt auf dem Rhein von Basel nach Rotterdam oder umgekehrt gehört zum Beispiel zum Programm vieler Touristen aus Übersee.
Einige Flüsse in Deutschland bilden richtige Systeme, bei denen Nebenflüsse zu einem großen Strom zusammenfließen. Wichtige Flüsse, die in den Rhein fließen sind die Mosel, der Neckar, der Main und die Ruhr. Weiter östlich in die Elbe fließen die Spree, die Havel, die Saale und die Moldau. Die Donau fließt zwar erst einige Tausend Kilometer weiter südöstlich ins Schwarze Meer, hat ihren Ursprung jedoch ebenfalls in Deutschland und verlässt das Land in Passau, an der Grenze zu Österreich.
Große Umschlagshäfen
Die wichtigsten Häfen befinden sich an der Nordsee und an der Ostsee. An der Nordsee befinden sich die größten Häfen in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven. An der Ostsee sind die wichtigsten Hochseehäfen in Kiel, Sassnitz und Puttgarden angesiedelt. An der Ostsee sind die Häfen auch für den Personentransport in Richtung Skandinavien wichtig. Dabei werden Autofähren angeboten, aber auch Bahnverbindungen, auf denen ganze Züge auf eine Fähre auffahren. Eine direkte Eisenbahnlinie von Deutschland nach Skandinavien existiert erst seit 1997, als die aus Tunnel und Brücken bestehende Verbindung über und durch den Großen Belt eröffnet wurde. Die Verbindung bis nach Schweden wurde erst 2010 mit der Eröffnung der Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö komplettiert.Die deutschen Häfen sind alle mit Bahnlinien und teilweise auch Flüssen erschlossen, was einen Weitertransport der ankommenden Güter aus Übersee ermöglicht. Die Güter müssen alleine schon deswegen umgeladen werden, weil der Tiefgang der Hochseeschiffe für den Verkehr auf den Flüssen zu groß ist und die Aufbauten für die Passagen unter den zahlreichen Brücken zu hoch wären. Weitere Häfen befinden sich entlang der erwähnten Flüsse und stellen somit sicher, dass die auf den Flüssen bergwärts transportierten Güter auch am richtigen Ort abgeladen werden können.
Eine spezielle Situation kann in der Gegend von Hamburg beobachtet werden, wo auf der Elbe die schweren Containerschiffe dem Luftverkehr am Flughafen Finkenwerder, wo Teile der Airbus-Flugzeuge gebaut werden, in die Quere kommen. Andernorts im Norden sind oft Zugbrücken über Kanäle zu beobachten, die für die Durchfahrt von Booten angehoben werden können.