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Taifun vor China, Tropensturm über Thailand: Mehr als 1,5 Millionen Menschen waren am Wochenende von den schweren Unwettern betroffen. Shanghai wurde entgegen ersten Befürchtungen verschont - es wurden lediglich einige Telefonmasten umgestürzt.
Der Sturm "Muifa", der schon auf den Philippinen weite Landstriche unter Wasser gesetzt und vier Menschen das Leben gekostet hat, schwächte sich am Sonntag ab und zog vor der chinesischen Küste weiter in Richtung Norden. Er sollte am Montag in der Provinz Shandong an Land kommen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Entlang der Küste seien 610'000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.
Ausläufer von "Muifa" sorgten in Shanghai am Samstag für heftige Windböen und Regen. Nach Presseberichten wurden einige Strommasten umgerissen. Die Flughafenbehörden strichen rund 200 Flüge.
Nach Angaben des Wetterbüros könnte sich "Muifa" bis Montag weiter abschwächen und auf einen tropischen Sturm herabgestuft werden, ehe er Shandong erreicht. Ostchina war erst 2006 von dem verheerenden Taifun "Saomai" heimgesucht worden. 460 Menschen kamen damals ums Leben, 1,5 Millionen mussten in Sicherheit gebracht werden.
Warnung für Südkorea
Die südkoreanischen Behörden warnten vor möglichen Überschwemmungen und Flutwellen an der West- und Südküste. In zentralen Teilen des Landes, darunter der Hauptstadt Seoul, wurden für die Nacht Stürme angekündigt.
Zahlreiche Flüge wurden laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Yonhap abgesagt. In mehr als 20'000 Haushalten auf Jeju fiel am Sonntag zeitweise der Strom aus. Auch in Teilen Nordkoreas wurden für Montag und Dienstag heftige Regenfälle erwartet.
Im japanischen Okinawa wurden am Freitag 27 Menschen verletzt, und mehr als 60'000 Haushalte waren ohne Strom, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete.
20 Tote in Thailand
Der Tropensturm "Nock-Ten" hatte auch bereits auf den Philippinen für schwere Überschwemmungen gesorgt. In Thailand setzte er am Wochenende 20 Provinzen mit einer Million Einwohnern unter Wasser, wie thailändische Zeitungen berichteten.
Rund 100'000 Hektaren Felder wurden geschädigt. Mindestens 20 Menschen kamen ums Leben. Die Behörden erklärten die Region zur Desasterzone. Dadurch werden besondere Mittel frei, um den Betroffenen zu helfen.