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Der Grundstein für eine neue Genossenschaft wurde bereits 2006 gelegt, als sich Interessierte in einem Verein organisierten, um ein Projekt für Wohnbedürfnisse in der 2. Lebenshälfte (ab 45 Jahren) anzustossen. Erst im Jahr 2010 wurde die Genossenschaft namens Zusammen_h_alt gegründet und es dauerte drei weitere Jahre, bis ein geeigneter Standort gefunden wurde.
2009 erwarb die Basler Pensionskasse Stiftung Abendrot ein Grundstück auf dem ehemaligen Sulzer-Areal in Winterthur. Der Gestaltungsplan sah hier am südlichen Ende des Lagerplatzes anstelle der dort vorhandenen Kranbahn 141 ein Gebäude vor. Sie bot der Genossenschaft an, ihr Projekt an der Tössfeldstrasse als Investorin zu realisieren. Als weitere Projektpartnerin für die Nutzung des Gebäudes kam die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) dazu.
Im Jahr 2013 lancierte die Stiftung Abendrot mit den beiden Projektpartnerinnen einen Wettbewerb, an dem fünf Architektenteams teilnahmen. Auch Zusammen_h_alt beteiligte sich mit 10 % an den Investitionskosten und arbeitete an der weiteren Projektentwicklung mit. Erwähnenswert ist, dass das Projekt von der Age-Stiftung mit CHF 210 000 unterstützt wurde.
Neben Wohnraum, vielen Flächen für die Gemeinschaft, einem Gästehaus und einem Quartierladen (selbstverwaltet) sind diverse Gewerbeateliers vorhanden. In dem untersten Stockwerk und neben den Bahngleisen sind Studienräume und Forschungslabors der ZHAW (Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurswesen) angesiedelt.
Baubeginn war 2017. Bereits ein Jahr vorher wurde der Globalmietvertrag zwischen Zusammen_h_alt und der Pensionskasse Abendrot abgeschlossen. Dieser wurde im Jahr 2019 neu verfasst. Die Genossenschaft erarbeitete einen Leitfaden für die Erstvermietung, Ende 2017 waren bereits 2/3 der Wohnungen vorreserviert. Der Bezug der 75 Wohnungen mit insgesamt 96 Personen fand im M.rz/April 2020 statt. Seit 2021 sind alle Wohneinheiten und die Gewerbeateliers vermietet.
Die Genossenschaft Zusammen_h_alt funktioniert nach den Grundsätzen der Selbstverwaltung. Für die Umsetzung partizipativer Prozesse gibt es verschiedene Kommissionen, Arbeitsgruppen (AGs) und Interessensgruppen (IGs).