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Über das Hilfsprojekt für Kinder in Kambodscha
Mit dem Hilfsprojekt «Komar An» (lesende Kinder) verbessert CO-OPERAID die Grundbildung für die Kinder armer Bauernfamilien im Distrikt Teuk Phos in Kambodscha. Die meisten Menschen im Einzugsgebiet der Schulen sind Reisbauern. Mit ihrer Landwirtschaft verdienen sie nur wenig. Aus diesem Grund gehen viele Eltern zusätzlicher Gelegenheitsarbeit nach und die Kinder müssen zuhause und auf dem Feld mitarbeiten. Die Schule hat in vielen Familien wenig Gewicht. Auch die Kosten für Schulmaterialien und der lange Schulweg sind Gründe, weshalb die Kinder den Unterricht unregelmässig besuchen und die Schule sogar vorzeitig abbrechen.
Mit Einkommensprojekten für die ärmsten Familien stärkt das Hilfsprojekt die ökonomische Situation der Bauernfamilien. Dazu sensibilisiert es für den Wert der Bildung, erleichtert den Zugang durch die Abgabe von Fahrrädern und Schulmaterialien und verbessert die Infrastruktur der Partnerschulen. Weiterbildungen für die Schulleitung und die Lehrerschaft verbessern die Qualität des Unterrichts. Ziel ist eine kinderfreundliche Schule, an der die Schüler/innen mit Freude lernen. Eine fruchtbare Zusammenarbeit ermöglicht seit 2011 deutliche Fortschritte an den ländlichen Partnerschulen. Das Projekt «Komar An» schliesst weitere 11 Primarschulen und 11 Kindergärten ein.
Bildungsprojekt in Kambodscha: so können Sie helfen
Ziele des Hilfsprojektes in Kambodscha
Kinderfreundliche Schulen
Im Rahmen des Hilfsprojektes für Kinder armer Bauern in Kambodscha werden zusätzliche Schulgebäude gebaut und die Schulumgebung wird gestaltet. Die Schulen werden mit Unterrichts- und Büromaterialien, Pulten, Bänken, Bücherregalen, Klassen-Bibliotheken und Computern ausgestattet. Rund 2'100 Kinder pro Jahr profitieren im aktuellen Projekt von dieser Förderung.
Schulen erreichbar machen
Viele Kinder aus der Projektregion wohnen zu weit weg von der nächsten Schule, um den Schulweg täglich zu Fuss bewältigen zu können. Schulbusse gibt nicht. Um die Schulen auch für diese Kinder erreichbar zu machen, erhalten sie Fahrräder.
Sicherung des Grundeinkommens der ärmsten Familien
Die ärmsten Familien der Gemeinden realisieren landwirtschaftliche Einkommensprojekte zur Verbesserung ihres Einkommens und damit des Lebensstandards. Sie werden von der Partnerorganisation individuell beraten und begleitet.
Verbesserte Unterrichtsqualität
Schulleitungen und Lehrerschaft werden weitergebildet, so dass die Unterrichtsqualität steigt. Wichtig ist auch der Einbezug von Eltern und Gemeindevertretern, damit die Schule zu einer Angelegenheit der ganzen Gemeinde wird.
Verantwortliches einheimisches Partner-Hilfswerk in Kambodscha
Projektgebiet Kampong Chhnang
Eine Stimme aus dem Hilfsprojekt in Kambodscha
«Ich besuche die dritte Primarschulklasse. Ich lerne gerne und strenge mich an, damit ich eine gute Schülerin bin. Meine Eltern ermutigen mich immer und schicken mich regelmässig in den Unterricht. Sie arbeiten als Bauern und Fischer und können selber weder lesen noch schreiben. Eines meiner Lieblingsfächer ist der Unterricht in der neuen Bibliothek. Ich freue mich, wenn ich Bücher ausleihen und mit nach Hause nehmen darf! Ich schaue sie dann nicht nur selber gerne an, sondern bringe damit auch meinem kleinen Bruder das Lesen bei. Und meinen Eltern erzähle ich die Geschichten.»
Häufige Fragen
Die Partnerorganisation für das Hilfsprojekt in Kambodscha ist SOFDEC, die 2006 als eigenständige kambodschanische NGO gegründet und registriert wurde. SOFDEC will den Lebensstandard der Menschen in den ländlichen Projektgebieten der Provinz Kampong Chnang erhöhen. Das Hilfswerk hat lange Erfahrung in der Förderung einer diversifizierten Landwirtschaft als auch in der Bildung. Es arbeitet mit den Bildungsbehörden zusammen und unterstützt deren Zielsetzungen. Der Projektleiter Piseth Moth ist ausgebildeter Lehrer, schon sein Vater war Schulleiter. Seine Familie stammt aus der Projektregion Kampong Chhnang.
Mit dem Projekt fördert CO-OPERAID die Grundbildung von rund 4‘500 Kindern aus armen Bauernfamilien. Begünstigt werden 11 Kindergärten und 11 Primarschulen, welche bisher eine geringe Bildungsqualität, hohe Schulabbruchraten und eine unzureichende schulische Infrastruktur aufwiesen. 55 Lehrpersonen profitieren von der Unterstützung.
Kambodscha erlebt in den letzten Jahren eine stetige Entwicklung in den Zentren. Auf dem Land kommt der Fortschritt aber kaum an. Die Infrastruktur und das Angebot in den Bereichen Bildung oder Gesundheit sind hier oft minimal. Im Distrikt Teuk Phos, in dem das Hilfsprojekt durchgeführt wird, leben 86% der Einwohner von der Landwirtschaft. Die Produktivität und die Einkommen sind niedrig. Die Bildungsqualität an den ländlichen Partnerschulen ist bescheiden, wodurch die Kinder der Reisbauern nur geringe Chancen haben, am Aufschwung im Land teilzuhaben und eine Arbeit mit guten Arbeitsbedingungen zu finden.
- Die geförderten Schulen sind öffentliche Schulen und werden nach Projektschluss vom Staat weiter betrieben. Die Fortschritte während der Projektlaufzeit wirken noch viele Jahre weiter
- Die Sensibilisierungs-Kampagnen für den Wert der Bildung erzielen eine nachhaltige Wirkung. Dies hat die Auswertung der Vorgänger-Projekte gezeigt
- Die Einkommensprojekte für arme Familien sind nachhaltig angelegt. Sie erhöhen die Einkommen aus der Landwirtschaft, so dass alle Kinder der Familie die Schule besuchen können