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Burning
Regie: Lee Chang-dong
Darst.: Ah-in Yoo, Steven Yeun, Jong-seo Jun, Soo-Kyung Kim, Seung-ho Choi, Seung-kun Mun, Bok-gi Min, Soo-Jeong Lee, Hye-ra Ban, Mi-Kyung Cha u.a.
Der junge Jong-su arbeitet in einem Aushilfsjob und träumt davon, Schriftsteller zu werden. Eines Tages trifft er in einer Arbeitspause die verführerische Hae-mi, eine Klassenkameradin aus der Primarschulzeit. Jong-su verliebt sich sofort in sie und rasch landen die beiden im Bett. Kurz darauf eröffnet ihm Hae-mi, sie werde zwecks spiritueller Sinnsuche auf eine Reise nach Afrika gehen, und bittet ihn, während ihrer Abwesenheit auf ihre Katze aufzupassen. Als Hae-mi Monate später zurückkehrt und der verliebte Jong-su sie am Flughafen abholt, ist sie in Begleitung von Ben, einem schwerreichen Schnösel (gespielt von Steven Yeun, bekannt aus der Serie «The Walking Dead»). Obwohl Hae-mi ganz offensichtlich mit Ben liiert ist, folgt Jong-su den beiden in Bens luxuriöses Anwesen – ein seltsames Dreiecksverhältnis beginnt, das eines Tages abrupt endet, als Hae-mi spurlos verschwindet … Basierend auf der 1983 erschienenen Kurzgeschichte «Barn Burning» (Scheunenabbrennen) des japanischen Starautors Haruki Murakami hat Südkoreas Starregisseur Lee Chang-dong in Zusammenarbeit mit der jungen Drehbuchautorin Oh Jung-mi einen hypnotischen Mix aus Mystery-Thriller, Film noir und gesellschaftskritischem Beziehungsdrama geschaffen, der in seiner verrätselten Erzählweise und seiner visuellen Schönheit seinesgleichen sucht. Seit dem Suizid-Drama «Poetry», das 2010 in Cannes den Preis für das Beste Drehbuch und 2011 am Filmfestival Fribourg den Hauptpreis gewann, hatte Lee Chang-dong keinen Film mehr realisiert. Deshalb war man beim letztjährigen Filmfestival Cannes auf kaum einen anderen Film im Wettbewerb so gespannt wie auf den neuen, achten Film des südkoreanischen Kinozauberers. «Burning» gewann dann auch prompt den renommierten internationalen Kritikerpreis Fipresci. Tim Grierson schrieb in Screen: «‹Burning› ist ein Werk, bei dem potenziell verzerrte Wahrnehmungen alltäglich sind. Dabei geht es darum, wie wir andere und uns selbst betrachten und was wir mit diesen hoffnungslos unschlüssigen Informationen tun. Lee Chang-Dong hat einmal mehr einen Film von erstaunlicher Komplexität und Unergründlichkeit geschaffen. Je mehr wir in ‹Burning› sehen, desto weniger können wir uns sicher sein, was wir beobachten.»