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Von November bis Ende März halten Igel einen Winterschlaf, um so die nahrungsarme Zeit überbrücken zu können. (Igel sind Insektenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Käfern, Käferlarven, Puppen, Raupen, Regenwürmern, Mücken, Ameisen, Spinnen, Schnecken etc.)
Kurze Unterbrechungen des Winterschlafs sind jedoch nicht ungewöhnlich. Folgende Störfaktoren können Grund für den Unterbruch sein:
Aufwachen bedeutet einen Anstieg der Körpertemperatur auf über 30°C. Igel bleiben während dieser Wachphasen oft im Nest und schlafen nach einigen Stunden wieder weiter. Bisweilen sind sie aber auch einige Tage aktiv.
WIE VERHALTE ICH MICH, WENN ICH IM WINTER EINEM IGEL BEGEGNE?
Beobachten Sie ihn eingehend, bevor Sie etwas unternehmen. Hat der Igel eine rundliche Gestalt, ist aktiv und macht bei Berührung eine Stachelkugel, ist er vermutlich nicht krank. (Torkelt er in der ersten Beobachtungsphase herum, dann ist das oft darauf zurückzuführen, dass sein gesamter Kreislauf noch nicht richtig funktioniert.)
ERSTE HILFE VOR ORT
Unterstützen Sie den Igel, in dem Sie ihm ein Schlafnest zur Verfügung stellen. Dazu eignet sich ein Winterschlafhaus, das Sie dicht mit Stroh füllen. Stellen sie dieses Nest an einen ruhigen, schattigen Ort.
Aufgepasst: Sollten Sie kein solches Schlafhaus besitzen, stellt Ihnen der Tierschutz beider Basel gerne eines zur Verfügung.
FÜTTERN, JA ODER NEIN?
Eine Schale mit Wasser dürfen Sie ihm bereits am ersten Tag oder Abend hinstellen. Wiegt der Igel weniger als 600 Gramm (diese Gewichtsangabe gilt für Jungigel, ein ausgewachsener Igel wiegt je nach Grösse zwischen 800 und 1‘200 Gramm), können Sie ihm zusätzlich etwas Katzenfutter hinstellen. Damit das Futter vor Regen und anderen Tieren geschützt ist, sollten Sie das Futterschälchen ebenfalls unter eine Holzkiste mit Törchen stellen.
DER IGEL IST KRANK ODER VERLETZT
Haben Sie den Verdacht, dass der Igel krank oder verletzt ist, nehmen Sie ihn mit Handschuhen oder einem Tuch vorsichtig auf. Hilfsbedürftige Igel gehören grundsätzlich in die Hände von Fachleuten. Haben Sie einen verletzten oder kranken Igel gefunden, kontaktieren Sie einen Tierarzt in der Nähe oder den Tierschutz beider Basel.
Informationsquellen: u.a. www.igelzentrum.ch / www.pro-igel.ch
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Last Update: 24. Juni 2018
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