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„Aber weisst du, was das Schlimmste ist, das sie mir über dich erzählt haben? Es ist die tückisch ausgestreute Überzeugung, dass du alles hörst und alles siehst und auch die geheimsten Gedanken erkennen kannst … In der Kinderwelt sieht das dann so aus, dass man sich elend fühlt, weil du einem lauernd und ohne Pausen des Erbarmens zusiehst und zuhörst und mit Gedankenlesen beschäftigt bist … Dein Hauptkennzeichen für mich ist Erbarmungslosigkeit. Du hattest so viel an mir verboten, dass ich nicht mehr zu lieben war. Deine Bedingungen waren zu hoch für mich …”
Destruktive Religion
Der Autor, selbst Psychoanalytiker und Therapeut, kehrt als erwachsener Mann im Zug einer schweren Krise zurück an den Ort, wo er aufgewachsen ist und verfasst da eine schonungslose Abrechnung mit dem Gott seiner Kindheit, der seine „schlimmste Kinderkrankheit” war und seine „kleine Seele vergiftet” hat. Was Missbrauch von Religion heisst, wird hier besonders deutlich.
Dieses Buch ist sehr empfehlenswert. Viele Passagen bieten ausgezeichnete Diskussionsgrundlagen.