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Die Firma Martin Montalta betreibt in Schnaus ein Kieswerk. Das Werk aus den 50er Jahren war durch einen Neubau mit modern ausgestatteter Fördertechnik zu ersetzen.
In enger Zusammenarbeit mit Bauherr, Architekten, Bauingenieurs und Fördertechniker, entstand das betriebliche, räumliche und gestalterische Konzept in ein skulptural anmutenden Gebäudekoloss. Die Plastizität des monolithischen Gebäudekubus mit den in der Höhe gestaffelten Gebäudeteilen gipfelt in der 27 Meter hohen Gebäudehülle, wo das Kies gebrochen, gewaschen und gesiebt wird, um dann in die verschiedenen Komponentensilos zu rasseln. Als Baustoff für die Gebäudehülle wurde Beton aus dem eigenen Werk verwendet. Die Dächer sind als Metallkonstruktionen ausgeführt, damit Anpassungen oder der Ersatz von Maschinen leicht möglich ist.
Faszinierend ist das Nebeneinander der technischen Einrichtungen zum Fördern und Aufbereiten des Kiesmaterials und den archaisch wirkenden Baukörper inmitten der umgebenden Kieslagerstätten.
Das gesamte Kieswerk ist als Monolith ausgebildet. Die Haupttragkonstruktion besteht aus der sichtbaren Betonhülle.
Über den Silos nimmt die Betonhülle die innere Stahlkonstruktion der Fördertechnik auf. Die Silos sind in einem Raster von 2 x 4.5m Breite und 8 x 4.5m Länge angeordnet. Die Silowände weisen eine Stärke von 30cm auf. Unter den Silos liegt der Dosierkeller, der frei von Wandscheiben zu gestalten war. Daraus waren die Wandkreuzungspunkte aus den Silowänden mit Stützen auf die Flachfundation abzufangen. Obwohl das ganze Gebäude in Stillwasserablagerungen des Ilanzer Sees liegt, wurde eine Flachfundation unter dem Wissen der zu erwartenden Setzungen, gewählt.
Die schlanke Betonhülle kragt über die Silos hinauf und trägt das Dach aus Stahl. Dieses wiederum steift die freien Wandkronen aus. Damit die Stabilität der Betonhülle gewährleistet ist, war der Dachabsatz im Gebäudezentrum als einschenkliger Rahmen zu nutzen. Die Peripheriebauten wie Garage, Treppenhaus, Schlammpresse etc. folgen dem Prinzip der Haupttragkonstruktion der Grossform.
Aus wirtschaftlichen Gründen waren die Aufwendungen hinsichtlich Schalbildgebung auf ein Minimum zu reduzieren. Einzig die handwerklichen Fähigkeiten der Schaler mit konsequenter Anwendung der Grossflächenschalung abgestimmt auf die Etappierungen waren unter grossem Zeitdruck und oft wechselnden Witterungsverhältnissen umzusetzen.
Mit dem gewählten Tragwerkskonzept und der optimierten Ausführungsplanung war eine Konkurrenzierung des konventionellen Stahlbaus, der bei solchen Bauten oft zur Ausführung gelangt, gelungen. Heute präsentiert sich der Baustoff, der auch dort produziert und verkauft wird, als hervorragendes Produkt mit einem sehr grossen Teil der Wertschöpfung vor Ort.