Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/125262

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert zu prüfen, ob und in welcher Form ein Aktionsplan zur Risikominimierung und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, wie ihn die EU vorsieht, geeignet ist, um die Verringerung der Pestizidbelastung in der Schweiz sicherzustellen. </p><p>Mögliche Ziele und Vorgaben des Aktionsprogramms:</p><p>1. Erarbeitung von Reduktionszielen und -massnahmen auf der Basis von Risikoindikatoren;</p><p>2. Sicherstellung der unabhängigen Beratung der Landwirtinnen und Landwirte;</p><p>3. Verbesserung der Information der Öffentlichkeit über Risiken.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Pflanzenschutzmittel dienen dazu, Kulturen vor Schädlingen und Krankheiten zu bewahren, wodurch Ertrags- und Qualitätseinbussen beschränkt werden. Ausserdem tragen sie dazu bei, den Selbstversorgungsgrad von Lebensmitteln in der Schweiz zu erhalten. Um gegen Schadorganismen zu wirken, müssen Pflanzenschutzmittel biologisch aktiv sein. Unerwünschte Nebenwirkungen auf Nicht-Zielorganismen können auftreten.</p><p>Zahlreiche Bestimmungen regeln den Handel mit und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Im Vergleich zu anderen Chemikalien sind die rechtlichen Anforderungen für den Handel mit und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hoch.</p><p>Zur Risikominimierung und nachhaltigen Anwendung wurden schon zahlreiche Massnahmen umgesetzt. Der Bundesrat ist bereit, eine umfassende Auslegeordnung dieser Massnahmen zu erarbeiten. Basierend auf dieser Auslegeordnung wird er prüfen, ob und, wenn ja, in welcher Form weitere Schritte (z. B. ein Aktionsplan mit Reduktionszielen) sinnvoll sind.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.