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Ähnlich wie die Europäische Zentralbank (EZB) es zurzeit noch tut, hat die Fed während der Finanzkrise Staatsanleihen und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere im Volumen von mehr als vier Billionen Dollar erworben, um die Marktzinsen zu drücken und die Konjunktur zu stützen. Zinszahlungen und Tilgungen auf diese Papiere werden bislang stets reinvestiert, sodass das Volumen unverändert bleibt.
Experten halten es für nötig, diesen Berg an Papieren zu reduzieren, damit Leitzinserhöhungen ihre erhoffte Wirkung entfalten können. Bei der jüngsten Notenbanksitzung Mitte März hatte die Fed zum dritten Mal seit der Finanzkrise ihren Letzins angehoben. Ausserdem haben die Währungshüter weitere Erhöhungen in diesem Jahr signalisiert.
Der Abbau der Billionen-Bilanz ist nicht trivial: Sobald die Fed beginnt, Wertpapiere in grösserem Umfang zu veräussern, dürften die Wertpapierkurse fallen und die Marktzinsen könnten stärker als gewollt steigen. Ausserdem drohen der Fed hohe Verluste, falls der Verkaufskurs der Wertpapiere geringer ist als der Kaufpreis. Dies hätte letzten Endes der amerikanische Steuerzahler zu tragen.
Im Januar hatte Robert Kaplan, Chef der regionalen Notenbank von Dallas gefordert, dieses Jahr mit der Diskussion um eine Reduzierung der Bilanz zu beginnen. Sein Amtskollege James Bullard aus St. Louis sagte zudem, dass eine Reduzierung des Bilanzvolumens besser als eine aggressive Leitzinserhöhung geeignet sei, um die Geldpolitik wieder zu normalisieren./tos/fbr
(AWP)