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Das Reizdarmsyndrom (Reizkolon, Colon irritabile) ist eine häufige funktionelle Darmerkrankung. Die Prävalenz liegt bei etwa 10 bis 20%.
Patienten mit Reizdarmsyndrom klagen in der Regel über die folgenden Symptome:
Die Diagnose des Reizdarmsyndroms wurde früher als eine Ausschlussdiagnose betrachtet, jedoch ist diese Meinung nicht mehr gültig. Die Diagnose beruht auf der Anamnese, der allgemeinen körperlichen Untersuchung, Laboruntersuchungen und Bildgebung [6]. Die Ergebnisse im allgemeinen Anamnese und körperlichen Untersuchung zeigen häufig Eisenmangelanämie. Gewichtsverlust ist auch ein häufiges Merkmal. Eine Familienanamnese von gastrointestinalen Störungen, einschließlich Zöliakie, entzündlichen Darmerkrankungen und kolorektalem Karzinom, ist oft vorhanden. Die folgenden Untersuchungen sind notwendig, um die Diagnose zu bestätigen.
Labormedizinische Untersuchungen
Abhängig von der Anamnese können bei Reizdarmsyndrom auch folgende Untersuchungen indiziert sein:
Bildgebung und andere Untersuchungen
Die Therapie von Reizdarmsyndrom umfasst diätetische Maßnahmen und psychologische Unterstützung.
Diätetische Maßnahmen
Medikamente
Die Lebenserwartung der Patienten mit dieser Erkrankung unterscheidet sich nicht von der gesunden Bevölkerung. Weibliche Patienten haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, extrauterine Schwangerschaften und Fehlgeburten zu erleiden. Die Lebensqualität ist ebenfalls betroffen. Fehlzeiten am Arbeitsplatz sind bei Patienten aufgrund von starken Bauchschmerzen und veränderten Stuhlgewohnheiten häufiger.
Es ist keine spezifische Ursache für die Entwicklung des Reizdarmsyndroms bekannt. Darminfektionen können zur Genese der Erkrankung in der Mehrzahl der Fälle beitragen. Eine Studie hat gezeigt, dass die Verbreitung des Reizdarmsyndroms bei Patienten mit Darmentzündung durch Giardia lamblia 46,1% beträgt, im Gegensatz zu nur 14% bei der Kontrollgruppe [1].
Das Reizdarmsyndrom tritt auch familiär gehäuft auf, sodass davon auszugehen ist, dass genetische Faktoren auch eine prädisponierende Rolle spielen. Prädisponierende Faktoren sind auch entzündliche Prozesse wie Nahrungsmittelunverträglichkeit, Mangel an Ballaststoffen in der Ernährung und Veränderungen in der Darmflora [2] [3]. Angst, übermäßige Sorge und physischer oder sexueller Missbrauch scheinen ebenfalls beteiligt zu sein.
Das Reizdarmsyndrom betrifft sowohl Männer, als auch Frauen und tritt am häufigsten bei Personen zwischen 30 und 50 Jahren auf. In den westlichen Ländern ist das Verhältnis Frauen:Männer 2:1. Epidemiologischen Daten aus den Vereinigten Staaten zeigen, dass etwa 5 bis 9% der Männer und 14 bis 24% der Frauen betroffen sind. Die globale Inzidenz von Reizdarmsyndrom wird auf 1-2% geschätzt, während die Prävalenz bei etwa 10 bis 20% liegt. Die Prävalenz ist ähnlich in der weißen und schwarzen Bevölkerung, aber niedriger bei Personen spanischer Abstammung.
Die Pathogenese des Reizdarmdyndroms umfasst mehrere Komponenten:
Es gibt keine Richtlinien für die Prävention von Reizdarmsyndrom.
Nach den Rom-II-Konsensus-Kriterien kann ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert werden, wenn innerhalb der letzten 12 Monate mindestens 12 Wochen, die nicht in Folge sein müssen, abdominelle Schmerzen oder Unwohlsein mit mindestens zwei der folgenden Eigenschaften auftraten:
Weitere Symptome wie schleimiger Stuhl, abnorme Stuhlhäufigkeit oder abnorme Stuhlkonsistenz können die Diagnose unterstützen.
Das Reizdarmsyndrom, auch als Reizkolon, Colon irritabile oder nervöser Darm bekannt, ist eine häufige Erkrankung, bei der die Funktion des Darms gestört ist. Die genaue Ursache des Reizdarmsyndromes ist derzeit unklar. Typische Symptome der Krankheit sind:
Die Therapie erfolgt meist mittels spezieller Diät und mit Medikamenten, die den jeweiligen Beschwerden angepasst werden.