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Zweitwohnungsinitiative: Die Abstimmungsvorlage im Detail
In der Schweiz gibt es heute rund 500 000 Zweitwohnungen. Das entspricht rund 12 Prozent des gesamten Wohnungsbestands. Stark verbreitet sind Zweitwohnungen in den klassischen Tourismusgebieten der Kantone Graubünden, Wallis, Tessin, Bern und Waadt. Die Nachfrage nach Zweitwohnungen ist gross. Der Bau von Zweitwohnungen trägt allerdings auch zur Zersiedelung der Landschaft bei. Oft werden sie über das Jahr hinweg zudem nur wenig genutzt, man spricht deshalb auch von «kalten Betten».
Die Volksinitiative schlägt einen neuen Verfassungsartikel vor, der den Anteil an Zweitwohnungen pro Gemeinde auf höchstens 20 Prozent am gesamten Wohnungsbestand beschränkt. Wo diese Schwelle bereits erreicht ist, wären keine neuen Zweitwohnungen mehr zulässig. Die schon gebauten Zweitwohnungen dürften indes bestehen bleiben. Von der Beschränkung wären rund ein Fünftel aller Gemeinden in der Schweiz betroffen.
Gemeinden mit Zweitwohnungsanteil von mindestens 20 %
Die Volksinitiative will die Gemeinden auch verpflichten, jährlich über die Einhaltung der neuen Beschränkung zu informieren und eine Übersicht über die dauerhaft genutzten Wohnungen zu erstellen. Die Initiative würde bei den Behörden dadurch einen zusätzlichen administrativen Aufwand verursachen.