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Die Hilfsorganisation Oxfam hat vor einer Verschärfung der Hungerkrise als Folge des Bevölkerungswachstums und des Klimawandels gewarnt. In einem am Dienstag vorgestellten Bericht heisst es, der Preis einiger Grundnahrungsmittel wie Mais werde sich bis zum Jahr 2030 mehr als verdoppeln.
Auf die Ärmsten der Armen, die schon jetzt bis zu vier Fünftel ihres Einkommens für Nahrung ausgeben, werde sich das verheerend auswirken. Das derzeitige Ernährungssystem sei unter anderem durch Missernten im Zusammenhang mit der Umweltzerstörung, durch steigende Energiepreise und die gestiegene Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten bedroht.
"Die internationale Gemeinschaft treibt schlafwandlerisch auf einen beispiellosen und vermeidbaren Rückfall in der menschlichen Entwicklung zu", heisst es in dem Bericht der in London ansässigen Organisation mit dem Titel "Aufbruch in ein neues Zeitalter".
Zu den von Oxfam vorgeschlagenen Lösungen gehören Massnahmen, um die Wasserverschwendung zu beenden sowie Subventionen reicher Länder für Landwirtschaft und Biotreibstoff einzuschränken. Ausserdem sollten geschlossene Märkte aufgebrochen und die Dominanz grosser Unternehmen über den Handel mit Agrarrohstoffen und Saatgut beendet werden.
Die Hilfsorganisation startet in 45 Staaten eine entsprechende Kampagne. Sie wird unter anderem vom früheren brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, dem südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und der Hollywood-Schauspielerin Scarlett Johansson unterstützt wird.
SDA-ATS