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Havanna. Das kubanische Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt (CITMA) hat zum Rio+20-Gipfel in Rio de Janeiro Ergebnisse nachhaltiger Entwicklung aus Kuba präsentiert. Wie verschiedene Medien in Kuba berichten, will das Ministerium damit aufzeigen, dass Kuba eine ökonomisch und ökologisch nachhaltige Entwicklung verfolgt. Beispiel ist unter anderem die städtische ökologische Landwirtschaft, die nicht nur einen Beitrag zur Ernährungssouveränität darstelle, sondern auch eine wohnungsnahe Versorgung und die Schaffung von Arbeitplätzen. Das Ministerium bekräftigt auch die Bedeutung der regionalen Integration für die Ziele der nachhaltigen Entwicklung und die Verfügungsrechte der Staaten über ihre Rohstoffe.
Kuba ist eines der Länder, die sich massiv gegen das von den Industrieländern vorgelegte Konzept der „grünen Ökonomie“ wendet. Diese bedeute eine Externalisierung der Umweltbelastungen und den Versuch die Entwicklung zu privatisieren, so die Kritik aus Kuba. Das Konzept helfe nicht bei der Bewältigung der multiplen Krisen und der Bekämpfung der Armut. Osvaldo Martínez vom kubanischen Institut für Weltwirtschaft sagte, die Markmechanismen lösten nicht die Probleme, sondern dienten den Interessen der multinationalen Konzerne.
ksac/PL
amerika 21.de
19. Juni 2012