Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03506.jsonl.gz/2635

Bei dem Streit über die Gebühren ging es nicht um die Kosten für Briefmarken, sondern um diejenigen Beträge, die ein Absenderland dem Empfängerland für die Beförderung von Warensendungen bezahlt. Angesichts des rasanten Wachstums im Onlinehandel und millionenfachen Bestellungen von Kleinteilen wie Elektronik oder Deko-Artikeln in China hatten die USA die niedrigen Gebühren moniert, die China der US-Post für die Zustellung zahlt. Die USA hatten gedroht, aus der Organisation auszutreten, wenn sie nicht die Genehmigung bekämen, die Gebühren etwa gegenüber China nach eigenem Gutdünken anzuheben.
Dieser Tarif geht auf eine einvernehmliche Vereinbarung im Weltpostverein zurück. Dort gehört China zu den Ländern mit kleinen oder mittleren Einkommen, die deutlich weniger zahlen als es Industrieländer untereinander tun. Auch der deutsche Branchenverband der Onlinehändler hatte dies als unfairen Wettbewerbsvorteil für chinesische Anbieter moniert./oe/DP/jha
(AWP)