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Chinua Achebes erschuf mit seinem Roman die literarische Stimme Afrikas. In ›Alles zerfällt‹ erzählt er von den Konflikten eines archaisch lebenden Dorfes, das mit Kolonialherren konfrontiert wird. Es geht um Verrat und Rache, um Leidenschaften, die keine Ruhe finden, und Sehnsüchte, die keine Zukunft haben. Okonkwo, der starke und jähzornige Held, stösst sich an den strengen Stammesregeln und zerbricht an dem Regime der britischen Herren aus Übersee. »Da war ein Autor mit dem Namen Chinua Achebe, in dessen Gesellschaft die Gefängnismauern einstürzten.« Nelson Mandela über Chinua Achebe
Portrait
Uda Strätling lebt in Hamburg und hat u.¿a. Emily Dickinson, Henry David Thoreau, Sam Shepard, John Edgar Wideman, Chinua Achebe und Aldous Huxley übersetzt. Chinua Achebe wurde 1930 in Ogidi im Osten Nigerias als Sohn eines Katechisten aus dem Stamm der Igbo geboren. Er studierte am University College von Ibadan und lehrte seitdem als Professor an nigerianischen, englischen und amerikanischen Universitäten. 1958 erschien sein erster Roman ›Things Fall Apart‹, heute das meistgelesene Buch eines afrikanischen Autors. 2002 wurde Achebe für sein politisches Engagement mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt, 2007 erhielt er den Man Booker International Prize. Chinua Achebe starb 2013 in Boston.