Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03497.jsonl.gz/76

Deutscher "Spur der Steine"-Autor Erik Neutsch ist gestorben
21.08.2013 Der 1931 in Schönebeck geborene deutsche Schriftsteller Erik Neutsch (Bild) ist am 20. August 2013 in Halle an der Saale gestorben.
Foto: Bundesarchiv_Bild_183-1982-0104-312,_Berlin,_Noll,_Neutsch,_Kuczynski.jpg, Junge, Peter Heinz - Lizenz: Attribution-Share Alike 3.0 Germany - Zur Originaldatei: http://commons.wikimedia.org
Erik Neutsch war Verfasser von Romanen, Erzählungen, Kinderbüchern, Essays, Gedichten und Drehbüchern. Seine letztlich stets parteitreuen Bücher setzen sich mit gesellschaftlichen Problemen des real existierenden Sozialismus in der DDR auseinander. Seinen größten Erfolg erzielte Neutsch mit dem Roman Spur der Steine, der die Entwicklung eines Arbeiters auf einer Großbaustelle vom Nonkonformisten zum angepassten Mitglied der sozialistischen Gesellschaft zum Thema hat. Das Buch war mit einer Auflage von über 500'000 Exemplaren eines der erfolgreichsten Bücher der DDR-Literatur; die Verfilmung durch Frank Beyer wurde 1966 unmittelbar nach der Uraufführung von den Behörden verboten. Seit den 1970er-Jahren arbeitete Neutsch an seinem erklärten Hauptwerk, dem Romanzyklus Der Friede im Osten, in dem die Geschichte der DDR in epischer Breite geschildert wird; von den geplanten sechs Bänden sind bisher vier erschienen. Der fünfte Band, an dem er schrieb, bleibt unvollendet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Erik_Neutsch
Neutsch wurde 1931 in Schönebeck bei Magdeburg geboren und schrieb mit "Spur der Steine" 1964 einen viel beachteten Roman. In dem Buch erzählt Neutsch die Geschichte des eigenwilligen Zimmermanns Hannes Balla - und durch ihn vom Alltagsleben eines Arbeiters im realen Sozialismus.
Das Buch wurde in den Jahren 1965/66 mit Manfred Krug in der Hauptrolle verfilmt, nach der Premiere wurde der Film wegen seiner kritischen Sichtweise auf die DDR aber abgesetzt und erst nach dem Fall der Mauer wieder gezeigt - dann allerdings mit nachhaltigem Erfolg.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/autor-von-spur-der-steine-schriftsteller-erik-neutsch-ist-tot-a-917795.html
"Meine Figuren müssen konkret sein, realitätsbezogen, und dazu gehört nun mal ihr gesamtes soziales Umfeld, das durch kaum ein anderes so geprägt wird wie durch die Arbeit", sagte Erik Neutsch im Gesprächsbuch "Spur des Lebens" von Klaus Walther, das 2010 in der Buchreihe von "neues deutschland" und dem Verlag Das Neue Berlin erschien. Die Konflikte in seinem sozialen Umfeld wurden ihm zum Thema. Misstände regten ihn auf. Daraus entstanden Werke wie "Auf der Suche nach Gatt" (1973), "Zwei leere Stühle" (1979, "Claus und Claudia" (1989), "Der Totschlag" (1994). Er schrieb über Georg Forster ("Forster in Paris", 1981) und einen großen Roman über Matthias Grünewald ("Nach dem großen Aufstand", 2003).
http://www.neues-deutschland.de/artikel/830903.schriftsteller-erik-neutsch-verstorben.html
DDR-Bestsellerautor Erik Neutsch gestorben
Er war SED-fromm und galt dennoch bei manchen als kritischer Autor. Sein Roman "Spur der Steine" wurde in der DDR eine halbe Million mal verkauft.
http://www.welt.de/kultur/article119238484/DDR-Bestsellerautor-Erik-Neutsch-gestorben.html
Mehr:
http://www.ddrautoren.de/Neutsch/neutsch.htm
http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/NeutschErik/index.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Erik_Neutsch