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Kernthemen sind die langfristige Versorgung mit Energierohstoffen wie Kohle, Öl, Erdgas, Uran sowie den erneuerbaren Energien. Das diesjährige Schwerpunktthema ist den Bestimmungsgrössen der Energiepreisbildung gewidmet. Laut der Studie wird die Weltenergienachfrage deutlich weiter anziehen, wobei fossile Energien, insbesondere die Stein- und Braunkohle, auf absehbare Zeit zentrale Säulen der Energieversorgung bleiben werden. Verflüssigtes Erdgas könnte im Gasbereich mittel- bis langfristig zu einer wichtigen Ergänzung des Gasportfolios werden.
Im Kapitel über Kernenergie geht der Bericht auf die Bedeutung der Kernenergie für die zukünftige Weltenergieversorgung ein. Darin wird festgehalten, dass das Potenzial für einen weiteren Ausbau der Kernenergie grundsätzlich gegeben ist. Die Hindernisse für einen weiteren Ausbau der Kernenergie seien vorwiegend politischer Natur. Weitere Schwierigkeiten würden aus der Liberalisierung der Strommärkte erwachsen, weil Technologien mit hohem spezifischen Investitionsbedarf und langer Kapitalbindung in liberalisierten Strommärkten bei Ersatz- und Ausbauinvestitionen im Nachteil sind. Die Investoren bevorzugten häufig Kraftwerke mit - bezogen auf die Leistung - niedrigen spezifischen Investitionen und kürzeren Rücklaufzeiten, da die Risiken zeitlich überschaubarersind.
Neue Perspektiven für die Kernenergie können sich laut Bericht ergeben, wenn eine neue Generation inhärent sicherer Reaktoren mit deutlich geringerem spezifischen Investitionsbedarf zur Marktreife gelangt und noch offene Entsorgungsfragen gelöst sind. Der Weltenergiereport 2005 kann heruntergeladen werden.
Quelle
A.Z. nach Weltenergiereport 2005, RWE Presse/News, 3. Februar 2006