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Das musst du wissen
- Babys, die sich von der ersten Erkältung schneller erholen, haben eine grössere Bakterienvielfalt in der Nase.
- Ob die grössere Vielfalt eine Schutzwirkung hat, ist noch nicht bekannt.
- Es gibt einen Zusammenhang zwischen Atemwegsinfektionen im Kindesalter und chronischen Lungenkrankheiten wie Asthma.
Die Welt der Bakterien ist kompliziert: Einige Arten braucht unser Körper zum Überleben, andere machen uns krank. Dass sie vielleicht sogar beeinflussen, wie lange Säuglinge an Erkältungsviren leiden, zeigt nun eine Studie der Universitäten Bern und Basel. Dafür machten die Forschenden Abstriche der Nasen von 167 Babys, sobald diese unter ihrer ersten viralen Infektion litten.
Drei Wochen später folgte ein erneuter Abstrich. Bei diesem zeigte sich, dass sich in den Näschen der Kinder, die sich bereits wieder erholt hatten, eine grössere Vielfalt an Bakterien tummelte, als in den Nasen jener Kinder, die auch nach drei Wochen noch Krankheitssymptome zeigten.
Zudem fanden sich bei den Kindern, die länger krank waren, grössere Mengen von Bakterien aus den Stämmen der Moraxellaceae und Streptococcaceae, zu denen auch bestimmte Krankheitserreger gehören.
Wie die Zusammensetzung der Bakterien mit der Krankheitsdauer zusammenhängt, ist bis jetzt noch unbekannt. Möglicherweise führen bestimmte Bakterienstämme dazu, dass sich die Symptome verschlimmern. Ebenfalls nicht auszuschliessen ist, dass die grössere Vielfalt an Bakterien einen schützenden Effekt hat und die Kinder deshalb schneller wieder gesund werden. Die Untersuchung fand im Rahmen einer grösseren Studie statt, die den Zusammenhang von Atemwegsinfektionen im Kindesalter mit der Entwicklung von chronischen Lungenkrankheiten wie Asthma erforscht.