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Das Spätmittelalter.
Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung katholischer Klosterorden wurde die Brille schnell in Europa verbreitet.
Doch ausser bei den Geistlichen, die sich täglich mit Lesen und Schreiben befassten, fand die Brille in der
Gesellschaft kaum Verwendung.
Trotzdem breitete sich von Norditalien ausgehend ein Brillenmacherhandwerk ausserhalb der Klostermauern aus,
das sich schon bald in England, Holland und Deutschland etablierte. Besonders in Nürnberg und Regensburg
entstand parallel aus dem Gewerbe der Glasbearbeitung ein erstes deutsches Brillenmacherhandwerk.
Es gab erste Brillenfassungen aus Eisen, Holz, Horn oder Knochen und es ist bekannt, dass im 15. Jahrhundert
die erste Bügelbrille entstand.
Im Laufe der Zeit wurden die Materialien und Formen der Brillen immer vielfältiger.
Bild oben: aus Jan van Eycks Paele-Madonna, 1436