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Wie Japan um 1880 aussah
Die erste Kamera wurde bereits 1848 über Nagasaki nach Japan importiert. Der italienische-britische Fotograf Felice Beato war einer der Ersten in Japan, der aus dieser neuen Technologie ein Geschäft machte. 1863 eröffnete er ein Fotostudio in Yokohama und spezialisierte sich auf die Souvenirfotografie.
Diese Art der Fotografie wird heute unter dem Begriff Yokohama Shashin («Yokohama-Fotos») zusammengefasst. Die Hafenstadt war damals ein Zentrum der Fotografie. Fotografen fanden an diesem Ort, wo sich viele Ausländer niedergelassen hatten, einen lukrativen Absatzmarkt. Auch die Hafenstadt Nagasaki erlebte damals einen ähnlichen Boom.
Vom Feudal- zum Industriestaat
Der 1841 geborene Kusakabe Kimbei fand als Kolorist bei Beato eine Arbeit. Später wurde er zu seinem Assistenten bis er in den 1880ern sein eigenes Fotostudio eröffnete. Kimbei war einer der ersten japanischen Fotografen, der es mit Souvenir- und Porträtfotografie auch international zu Aufmerksamkeit brachte. Seine Fotos halten ein Japan in einer Übergangsphase fest, in der bereits die Modernisierung angefangen hatte, zugleich aber das feudale Japan noch immer überall sichtbar war.
Die New York Public Library hat nun viele seiner Fotos im Internet öffentlich zugänglich gemacht. Die Fotos stammen alle aus den Jahren 1880 bis 1890. Es sind Werke, die das Japan-Bild im Westen nachhaltig geprägt haben. Ein anderer wichtiger Zeitgenosse von Kimbei war übrigens der italienische Fotograf Adolfo Farsari, der ebenfalls in den 1880ern das aufstrebende Japan fotografisch festhielt (Asienspiegel berichtete).
So sieht die Kintai-Brücke heute aus:
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