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Versicherungen für neu eingereiste EhepartnerInnen
Wie für alle EinwohnerInnen der Schweiz ist für neu eingereiste EhepartnerInnen die Grundversicherung bei einer Krankenkasse obligatorisch.
Falls die neu eingereisten EhepartnerInnen (noch) keine Arbeitsstelle haben, sind sie verpflichtet, eine Unfallversicherung abzuschliessen, zum Beispiel als Unfallzusatz bei einer Krankenkasse.
Falls neu eingereiste EhepartnerInnen über eine Arbeitsstelle verfügen, sind die ArbeitgeberInnen verpflichtet, sie gegen Betriebsunfall zu versichern. Falls sie mehr als acht Stunden pro Woche arbeiten, müssen sie auch gegen Nichtbetriebsunfall versichert werden.
Wie alle EinwohnerInnen der Schweiz müssen neu eingereiste EhepartnerInnen sich bei der AHV/IV und EO anmelden. Falls sie erwerbstätig sind, werden die Beiträge automatisch vom Lohn abgezogen und dem persönlichen Konto gutgeschrieben. Für Nichterwerbstätige empfiehlt es sich, die Beiträge regelmässig einzuzahlen. (Details unter AHV/IV/EO)"
Ausserhalb der Sozialversicherungen ist auch der Abschluss einer Haftpflichtversicherung respektive die Ausdehnung der eigenen Haftpflichtversicherung auf den Ehe/Partner, die Ehe/Partnerin nicht zu vergessen.
Dies gilt auch für die Hausratversicherung.
Sozialversicherungen im Ausland
Wenn es um grenzüberschreitende Fragen der Sozialversicherungen geht, gelten unterschiedliche Regelungen, je nachdem, welche Staatsbürgerschaft/en Sie haben:
a) StaatsbürgerIn eines EU- oder EFTA-Staates
b) StaatsbürgerIn eines Landes, mit dem die Schweiz ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat
c) StaatsbürgerIn eines Landes, mit dem die Schweiz kein Abkommen abgeschlossen hat
d) Für Flüchtlinge und Staatenlose gelten spezielle Regeln
StaatsbürgerInnen aus EU/EFTA-Staaten
Im Freizügigkeitsabkommen der Schweiz mit den EU und EFTA-Staaten ist geregelt, wie die Sozialversicherungssysteme koordiniert werden. Diese Koordination sichert, dass jemand, der in einem andern Land arbeitet und/oder wohnt, wegen des Landeswechsels nicht benachteiligt wird. Jedes Land muss die jeweils andern Staatsangehörigen wie eigene StaatsbürgerInnen behandeln. Das Abkommen bestimmt zum Beispiel:
- in welchem Land eine Person Sozialversicherungsbeiträge bezahlen muss
- von welchem Land oder welchen Ländern eine Person eine Rente bekommt und wie sie berechnet wird.
- dass die Leistungen bei Krankheit und Unfall in einem andern Land erbracht werden, wie wenn die Person dort versichert wäre.
Weitere Informationen über die Koordination der Sozialversicherungssysteme zwischen der Schweiz und den EU und EFTA-Staaten finden Sie unter www.soziale-sicherheit-ch-eu.ch. Oder in den Broschüren: "Soziale Sicherheit Schweiz" Informationen für Staatsangehörige der Schweiz oder der EG in der Schweiz. "Soziale Sicherheit in der Schweiz und in der EG" Informationen für Staatsangehörige der Schweiz oder der EG in einem EG-Staat.
Angehörige von Staaten mit Sozialversicherungsabkommen
Die Schweiz hat mit verschiedenen Staaten internationale Vereinbarungen zur Regelung der Rechte und Pflichten in der Sozialversicherung abgeschlossen. Derzeit sind dies Australien, Kanada, Chile, Zypern, Kroatien, Indien, Israel, Mazedonien, Philippinen, Quebec, San Marino, Türkei, USA, Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina. StaatsbürgerInnen dieser Länder erhalten ihre Renten ins Ausland ausbezahlt, wenn sie dorthin zurückkehren. Für jedes Land, mit dem ein Vertrag besteht, gibt es beim Bundesamt für Sozialversicherungen Merkblätter.
Angehörige von Nichtvertragsstaaten
Mit den übrigen Staaten hat die Schweiz keine Verträge abgeschlossen. Wenn Sie in eines dieser Länder zurückkehren, können Sie nach einer Beitragszahlung von mindestens einem Jahr die Rückvergütung der einbezahlten Beiträge beantragen. Wird keine Auszahlung beantragt, kann eine Rente ausbezahlt werden, falls Sie nach dem Erreichen des Pensionsalters wieder in der Schweiz wohnen.
Weitere Informationen finden Sie unter 10.03-D-F-I-A.pdf.
Für Angehörige von Staaten ausserhalb der EU/EFTA empfehlen wir folgende Broschüre:
"Sozialversicherungen: Aufenthalt in der Schweiz und Ausreise - Informationen für ausländische Staatsangehörige". Die Broschüre ist auch auf französisch, spanisch, englisch, italienisch, portugiesisch, albanisch, arabisch, russisch, serbisch, tamilisch und türkisch erhältlich (Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) Vertrieb Publikationen, 3003 Bern).
Vorsorgelücken bei binationalen Paaren
AusländerInnen aus Nicht-EU/EFTA-Staaten, die erst im Erwachsenenalter in die Schweiz einreisen, haben wegen fehlender Beitragsjahre Lücken in der AHV und in der Pensionskasse. Jedes fehlende Beitragsjahr bewirkt eine Rentenkürzung.
Versicherungslücken aus der 1. und 2. Säule können allenfalls mit Hilfe der 3. Säule oder Ergänzungsleistungen geschlossen werden. Lassen Sie sich von einer neutralen Stelle beraten.