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ZÜRICH - Späte Schlappe für den Reformator Huldrych Zwingli – die Protestanten sind in Zürich neu in der Unterzahl.
Seit heute Morgen ist es amtlich: In der Zwinglistadt Zürich wohnen mehr Katholiken als Reformierte. Das ergab die neuste Datenerhebung der Stadtzürcher Bevölkerung aus dem Jahr 2010. So seien ein Drittel der Zürcher römisch-katholisch. Demgegenüber stehen nur ein Viertel Evangelisch-reformierte.
Das war nicht immer so: «Mitte des 19. Jahrhunderts war die Stadt Zürich noch fest in den Händen der Protestanten. Andere Religionen waren dazumal bestenfalls geduldet», schreibt das Präsidialdepartement. Jedoch habe die Zuwanderung aus den katholischen Kantonen der Innerschweiz und dem Tessin sowie aus Südeuropa den Katholikenanteil massiv erhöht.
Zudem habe sich der Anteil der konfessionslosen Zürcher seit 1990 auf 27 Prozent verdreifacht. Fünf Prozent der Stadtzürcher sind Muslime, das sind leicht weniger als noch vor zehn Jahren. Die Zahl der Juden liegt seit 1970 konstant bei einem Prozent.
Weiter hat die Erhebung ergeben, dass die Hälfte der Zürcher mehr als eine Sprache als ihre Hauptsprache betrachten. Zwei Drittel sprechen zu Hause Schweizerdeutsch, ein Viertel Hochdeutsch und neun Prozent Englisch.
Ausserdem sind 60 Prozent der in den letzten fünf Jahren zugewanderten Ausländer hoch qualifiziert.