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Ernest Grosjean (1844–1936) wurde in Vagney (Vogesen) geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er von seinem Onkel Romary Grosjean. Später erhielt er Unterricht in Klavier, Orgel, Harmonielehre, Komposition und Fuge bei Henri Hess, Camille-Marie Stamaty und Alexis Chauvet. Weiterlesen
Johann Wilhelm Hässler (1747–1822) wuchs in Erfurt auf, wo er von seinem Onkel und Bachschüler Johann Christian Kittel unterrichtet wurde.. Bereits mit 14 Jahren wurde er Kittels Nachfolger als Organist der Barfüsserkirche in Erfurt. Kittel war gut bekannt mit zahlreichen bedeutenden Musikern seiner Zeit, darunter Carl Philipp Emanuel Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. 1790 verliess er Erfurt und zog nach London, wo er grosse Erfolge als Klavier- und Orgelvirtuose feierte. Zwei Jahre später wurde er nach St. Petersburg berufen und kurz darauf nach Moskau. Dort wirkte er bis zu seinem Tode als hochgeachteter Komponist und Musikpädagoge. Weiterlesen
Christian Fink (1831–1911) wurde in Dettingen, Württemberg geboren. Schon mit 11 Jahren vertrat er seinen Vater beim gottesdienstlichen Orgelspiel. Als 13-Jähriger trug er bereits grössere Werke von Bach öffentlich vor. Ab 1846 studierte er am Seminar in Stuttgart, 1853 trat er ins Leipziger kKonservatorium ein. Er studierte u.a. bei Moritz Hauptmann und Ernst Friedrich Richter. Im Jahr 1860 wurde er Musikdirektor am Königlichen Seminar in Esslingen und Organist der Hauptkirche als Nachfolger von Johann Georg Frech. Diese Ämter versah er bis 1904/05, sein Nachfolger wurde Wilhelm Nagel. Weiterlesen
José Lidón (1748–1827) wurde in Béjar, Provinz Salamanca geboren. Sein Vater war dort Kirchenorganist. Die Familie stammte ursprünglich aus Frankreich. Zusammen mit zwei Brüdern erhielt er vom Vater den ersten Musikunterricht. Mit zehn Jahren wurde er ins Kollegium für junge Sänger in Madrid aufgenommen. Weiterlesen
Johann Gottfried Weiske (1745–1806) besuchte ab 1761 die Thomanerschule in Leipzig und studierte danach an der dortigen Universität. 1769 kam er als Stellvertreter des Kantors nach Meissen und wurde dort 5 Jahre später Dom- und Stadtkantor.
Weiske war der erste Komponist im deutschsprachigen Raum, der exakte Tempoangaben vorschrieb. Er veröffentlichte dazu eine Abbildung und eine genaue Beschreibung seines «Tactmessers» in Pendelform.
Kompositionen von Johann Gottfried Weiske
Nebst einigen Chorwerken sind sechs Sonaten für «Clavierspieler der mittleren Classe» überliefert, erschienen im Sonat-Verlag. Diese Sonaten können auch auf der Orgel wiedergegeben werden. Die sechste Sonate «à tré mani» erfordert zwei Spieler*innen. Stilistisch stehen die Sonaten zwischen der Musik von Johann Ludwig Krebs und Joseph Haydn.
Vincenzo Antonio Petrali (1830–1889) stammte aus einer sehr musikalischen Familie. Der junge Vincenzo konnte bereits als Elfjähriger seinen Vater an der Orgel vertreten und wirkte als Organist an der Chiesa dell’Ospedale und an der Kirche San Benedetto in Crema. Der Domkapellmeister von Cremona, Stefano Pavesi, gab ihm den ersten Kompositionsunterricht. Sein Vater schickte ihn 1846 für ein Jahr an das Mailänder Konservatorium, wo er Klavier und Komposition studierte. Weiterlesen
Bartolomeo Franzosini (1768–1853) stammta aus einer berühmten Familie aus Intra am Lago Maggiore. Nach seinem Universitäts- und Kunststudium wurde er 1793 zum Organisten und Kapellmeister der Basilika von San Vittore in Intra ernannt, wo er bis 1839 blieb. In dieser Funktion und auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt war er ein produktiver Komponist von geistlichen, symphonischen und kammermusikalischen Werken und etablierte sich als der grösste Musiker seiner Zeit in der Region Novara.
Sein Ruhm ging weit über die Grenzen seiner Region hinaus: Er erhielt Aufträge u. a. der einflussreichen Familie Borromeo; einige seiner Werke wurden im Archiv des Mailänder Doms gefunden. Franzosinis Musik geriet für lange Zeit in Vergessenheit; erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden einige seiner Werke wieder aufgelegt.
Franzosini war auch Architekt, er entwarf z. B. die Kirche San Rocco in Solcio di Lesa (Beitragsbild)
Giovanni (auch Giovan) Battista Candotti (1809–1876) war ein italienischer Komponist und Organist. Der autodidaktische Musiker war Kapellmeister an der Kathedrale von Cividale del Friuli (Udine, Nordostitalien). Er war noch ein Kind, als er von seiner Familie zum Studium in ein Priesterseminar geschickt wurde. Der grosse Fleiss, den er an den Tag legte, und die raschen Fortschritte sowohl in der Theologie als auch in den literarischen Fächern, brachten ihm eine Reihe von Preisen und Anerkennungen ein und ermöglichten es ihm, seine Studien vorzeitig abzuschliessen. Weiterlesen
Karl-Peter Chilla (* 1949) ist ein deutscher Kirchenmusiker, Organist und Komponist. Er studierte evangelische Kirchenmusik in Berlin. Von 1982 bis 2014 wirkte er als Kantor in Dillenburg und als Propsteikantor in der Propstei Nord-Nassau. Er Chorleitung und Hymnologie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Weiterlesen
Philipp Wolfrum (1854–1919) wurde in Schwarzenbach am Wald, Oberfranken, geboren. Bereits in jungen Jahren erlernte er das Orgelspiel und vertrat seinen Vater bereits als Neunjähriger an der Orgel. Auch sein jüngerer Bruder Karl wurde Organist und Komponist.
Er studierte ab 1876 als Schüler von Joseph Rheinberger in München. 1878 wurde er Seminarmusiklehrer in Bamberg, 1884 Dozent und 1894 Universitätsmusikdirektor in Heidelberg, wo er 1898 zum Professor ernannt wurde. Wegen einer Nierenerkrankung begab er sich 1919 zu einer Kur nach Samedan (Oberengadin). Er starb an dieser Krankheit und wurde noch in Samedan beigesetzt. Weiterlesen