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Weil der Unterschied zwischen, ja die Bedeutung von Ostern und Pfingsten immer unklarer wurde, abgesehen davon, dass sie zu Massenbewegungen Richtung Tessin führten, formte sich eine Bewegung, die verlangte, beide abzuschaffen, da sie nicht viel anderes waren als offiziell sanktionierte blaue Montage. Solche einzuziehen oder zu veranstalten, war eine dem Leistungsgedanken diametral entgegenlaufende Disziplin, die wiederbelebt werden sollte, da individualistischer, ökologischer und befriedigender, dazu staufrei und selbstbestimmt. Trotz oder gerade wegen Bedienung dieser zeitgemässen Phrasen und Lebensgefühle wurde die Bewegung von VertreterInnen der Wirtschaft, die solche Begriffe ausserhalb von Governance-Berichten und Werbebotschaften nur ungern sahen, noch in den Kinderschuhen zermalmt.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Die WOZ hat eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben, das unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich ist. Sein Krimi «Mordgarten» ist unter www.woz.ch/shop/buecher zu haben.