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Das Wichtigste in Kürze
- Nach dem Tod von Georg VI. wurde Elizabeth 1953 zur Königin.
- Während ihrer Herrschaft erlebte die Königin die Umwandlung zum Commonwealth of Nations.
- Ihre Herrschaftsdauer ist inzwischen die längste aller britischen Monarchen.
1947 heiratete Elizabeth bereits ihren geliebten Philip. Als sich 1951 der Gesundheitszustand von König Georg VI. verschlechterte, sprang Elizabeth regelmässig für ihn ein. Anfangs 1952 brachen sie und ihr Ehemann Prinz Philip zu einer Reise nach Kenia auf.
Während dieser Reise erfuhren die beiden am 6. Februar 1952 vom Tod ihres Vaters. Das Paar kehrte sofort nach Grossbritannien zurück und zog in den Buckingham Palace um. Queen Elizabeth musste sich für die Thronbesteigung vorbereiten.
Krönung erhielt grosse Beachtung
Die Zeremonie der Krönung am 2. Juni 1953 wurde erstmals im Fernsehen übertragen. Bei der Zeremonie waren rund 8000 Gäste anwesend. Elizabeth schwor, die Gesetze ihrer Nationen aufrechtzuerhalten und die «Church of England» zu beschützen.
Mit der Thronbesteigung von Queen Elizabeth bestand die Möglichkeit, dass das Königshaus künftig den Familiennamen von Prinz Philip tragen würde. Ihre Grossmutter, Königin Mary, und Premierminister Winston Churchill bevorzugten aber die Beibehaltung des Namens Windsor. Diese Meinung setzte sich letztlich durch.
1960 wurde Mountbatten-Windsor als Familienname für jene Nachkommen Philips und Elizabeths eingeführt, die keinen königlichen Titel tragen.
Entwicklung des Commonwealth und erste Reisen
Während ihrer langen Herrschaft erlebte die Königin die Umwandlung des Britischen Empire zum «Commonwealth of Nations». Bei ihrer Thronbesteigung war ihre Rolle als Staatsoberhaupt verschiedener unabhängiger Staaten bereits etabliert.
1953 und 1954 unternahmen sie und ihr Ehemann ihre ersten Reisen als Königspaar – eine sechs Monate dauernde Weltreise. Sie war die erste Monarchin Australiens und Neuseelands, die diese Länder während ihrer Herrschaft auch besuchte.
1956 erörterten der französische und der britische Premierminister die Möglichkeit einer französisch-britischen Union oder des Beitritts Frankreichs zum Commonwealth. Dadurch wäre Queen Elizabeth auch französisches Staatsoberhaupt geworden. Beide Vorschläge scheiterten jedoch.
Zusätzlich zu traditionellen Zeremonien, an denen sie jeweils kaum fehlte, begründete sie auch neue Gewohnheiten. So wollte sie auf ihren Reisen nicht nur Behördenvertreter und Würdenträger treffen. Deshalb unternahm sie auch «royal walkabouts» (auf Deutsch: königliche Rundgänge), bei denen sie auf die Bevölkerung zuging, um Gespräche zu führen.
In den 60er- und 70er-Jahren beschleunigte sich die Entkolonialisierung Afrikas und der Karibik. Mehr als 20 Länder erlangten ihre Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich.
Silbernes Thronjubiläum und Lösung Kanadas
Bereits 1977 war das Jahr von Queen Elizabeths silbernem Thronjubiläum. Im ganzen Commonwealth fanden Feste, Feiern und Veranstaltungen statt. Diese Festivitäten bestätigten die Beliebtheit der Königin.
Ende der 70er-Jahre sorgte sich die Königin, dass die Monarchie für den damaligen kanadischen Premierminister Pierre Trudeau nur wenig bedeutet. Denn der Premier zeigte seine Missbilligung gegenüber der Monarchie immer häufiger offen.
Konkreter wurde seine Abneigung, als er verschiedene königliche Symbole in Kanada entfernen liess. 1980 begaben sich kanadische Politiker nach London, um die Trennung der letzten verfassungsrechtlichen Verbindungen Kanadas zum Vereinigten Königreich zu besprechen. Mit dem Verfassungsgesetz von 1982 verlor das britische Parlament seinen letzten Einfluss in Kanada.
Goldenes und diamantenes Thronjubiläum
Queen Elizabeth II. feierte 2002 ihr goldenes Thronjubiläum. In diesem Jahr starben sowohl ihre Schwester, als auch ihre Mutter. Zu ihrem Jubiläum machte die Königin erneut grosse Reisen durch die «Commonwealth Realms».
Im Jahr ihres Diamant-Thronjubiläums beschränkte sich Elizabeth lediglich auf Reisen in Grossbritannien.
2012 eröffnete sie die Olympischen Sommerspiele in London. Sie war das erste Staatsoberhaupt, das zwei Olympische Spiele in zwei verschiedenen Ländern eröffnen durfte.
Queen Elizabeth als dienstälteste Monarchin aller Zeiten
Ihre Herrschaftsdauer ist inzwischen die längste aller britischen Monarchen. Den bisherigen Rekord von Königin Victoria übertraf sie am 9. September 2015. Seit dem Tod des saudischen Königs Abdullah im Januar 2015 ist Elizabeth sogar die älteste amtierende Monarchin der Welt.
Am 6. Februar 2017 beging sie ihr Saphir-Jubiläum.
Letztes Lebensjahr und Tod
Im Februar 2022 war Elisabeth II. an Corona erkrankt. Fast gleichzeitig jährte sich ihre Thronbesteigung zum 70. Mal.
Das Platinjubiläum wurde mit vielen Veranstaltungen gefeiert. Die Zahl ihrer öffentlichen Auftritte reduzierte sie im Jahr 2022 aber stark.
Noch zwei Tage vor ihrem Tod ernannte Elisabeth II. am 6. September 2022 Liz Truss zur neuen Premierministerin von Grossbritannien. Aus gesundheitlichen Gründen tat sie dies nicht im Buckingham Palace, sondern auf Schloss Balmoral.