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Kinder – Öle, Fette & Nüsse
In der Ernährung werden in der zweitobersten Stufe der Ernährungspyramide drei „Lebensmittel“ zusammengefasst. Es sind Öle, Fette und Nüsse.
Grundsätzlich wird sichtbares Fett vom versteckten Fett unterschieden. Zum sichtbaren Fett zählen die oben genannten drei, Öle, Fette und Nüsse. Zu den versteckten Fetten gehören Lebensmittel wie Wurstwaren, Gipfeli, Vollfettkäse, Rahm, Gebäck, fettige Fertigprodukte und viele mehr.
Im Detail lassen sich die sichtbaren Fette noch weiter untergliedern. Die Unterteilung erfolgt in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach-ungesättigte Fettsäuren. Die Fette sind am Aufbau verschiedener Zellstrukturen beteiligt. Für den Körper Ihres Kindes spielt es eine Rolle, welche Fettsäuren ihm über die Nahrung zugeführt werden, denn genau diese wird es in die Zellwände einbauen.
- Die gesättigten Fettsäuren finden Sie beispielsweise in Milchfett, Rinder-, Schweine- oder Kokosfett. Sie sind für den Körperbau Ihres Kindes eher ungünstig. Der Körper kann diese Fette in genügenden Mengen selbst herstellen und lagert das dadurch überschüssige zugeführte Fett in Fettdepots an. Ausserdem stellen ungesättigte Fettsäuren ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauf- und Krebserkrankungen dar.
- Die einfach ungesättigten Fettsäuren finden Sie beispielsweise in Olivenöl, Avocado oder in Haselnüssen. Sie sind die „neutralen“ Fette, sie schaden unserem Körper nicht, sind aber auch nicht von grossem Nutzen. Über die gesundheitsfördernden Auswirkungen der einfach ungesättigten Fettsäuren sind sich die Fachpersonen nicht im Klaren.
- Um Einiges wichtiger für Ihr Kind sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, denn diese kann der Körper selbst nicht herstellen. Wir sind angewiesen darauf, dieses Fett mit dem Essen zuführen. Enthalten sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren zum Beispiel in Rapsöl, Baumnüssen oder fettem Fisch.
- Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren benötigen wir, damit die Zellmembran aufgebaut, der Blutcholesterinspiegel gesenkt und damit verschiedene wichtige Hormone, zum Beispiel Prostaglandine gebildet werden.
Konzentrieren Sie sich also bei der Ernährung Ihres Kindes auf diese Fettquellen.
Für den Alltag heisst das, verwenden Sie für die kalte Küche, beispielsweise für Salatsaucen, Rapsöl oder Olivenöl. Für die Zubereitung von Speisen und Saucen in der warmen Küche können Sie Butter, Bratbutter oder ebenfalls Olivenöl verwenden.
Wenn Sie Margarine bevorzugen, empfiehlt es sich, eine Margarine aus Rapsöl statt aus Sonnenblumenöl zu kaufen. Im Rapsöl ist die Sorte Fettsäuren enthalten, welche Ihr Kind benötigt.
Planen Sie Nüsse in den Tagesplan mit ein. Besonders Omega-3-reich sind Walnüsse, Baumnüsse und Mandeln. Falls Ihr Kind keine Nüsse mag, schlagen Sie diesen Kaffeelöffel zu den Ölen oder zum Butter.
Hier zu den Mengenangaben, die Ihr Kind pro Tag essen kann:
2- bis 3-jährige Kleinkinder
Pro Tag hat Ihr Kind zirka 45 g Fett zugute. Das können Sie wie folgt aufteilen:
- Pro Tag 3 Esslöffel hochwertiges Rapsöl.
- Als Streichfett pro Tag 1 Esslöffel Butter.
- Pro Tag 1 Kaffeelöffel Nüsse.
Bis Ende 2. Lebensjahr in gemahlener Form, damit sich Ihr Kleinkind nicht daran verschluckt.
4- bis 6-jährige Kleinkinder
Pro Tag hat Ihr Kind zirka 55 g Fett zu gute. Das können Sie wie folgt aufteilen:
- Pro Tag 4 Esslöffel hochwertiges Rapsöl.
- Als Streichfett pro Tag 1 Esslöffel Butter.
- Pro Tag 1 Kaffeelöffel Nüsse.
7- bis 9-jährige Kinder
Pro Tag hat Ihr Kind zirka 55 – 65g Fett zu gute. Das können Sie wie folgt aufteilen:
- Pro Tag 4 Esslöffel hochwertiges Rapsöl.
- Als Streichfett pro Tag 1-2 Esslöffel Butter.
- Pro Tag 1 Kaffeelöffel Nüsse.
10- bis 12-jährige Kinder
Pro Tag hat Ihr Kind zirka 70g Fett zu gute. Das können Sie wie folgt aufteilen:
- Pro Tag 4 Esslöffel hochwertiges Rapsöl.
- Als Streichfett pro Tag 2 Esslöffel Butter.
- Pro Tag können Sie Ihrem Kind 20g Nüsse anbieten.
Lesen Sie im nächsten Artikel über das wohl bekannte Thema Süssigkeiten, salzige Knabbereien und energiereiche Getränke in der Kinderernährung.
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