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Alles rund um das Schaf
Hausschafe werden von Menschen schon seit Hunderten von Jahren überall auf der Welt gehalten. Sie liefern uns Wolle, Milch und Fleisch. Schafe sind Säugetiere und gehören zur Familie der Hornträger. Ausgezeichnet werden sie durch ihr langes, kuscheliges Fell. Die Unterwolle bleibt durch das Hautfett der Schafe selbst bei Regen warm und trocken.
Schafarten
Es gibt zwischen 500 und 600 verschiedene Schafarten. Dabei unterscheidet man zwischen Wildschafen und Hausschafen. Als Haustiere wurden die ersten Schafe schon vor etwa 9000 Jahren in Kleinasien gehalten. Heute gibt es viele verschiedene Rasen.
Das Mufflon-Schaf
Mufflons werden auch Europäische Wildschafe genannt und sind die wilden Vorfahren unserer Hausschafe. Die Mufflons sind kleiner als unsere Hausschafe und andere Wildschafe. Im Sommer ist das Fell der Männchen rötlich braun gefärbt, während das der Weibchen braun ist. Im Winter wechselt die Fellfarbe der Männchen zu schwarzbraun, während das Fell der Weibchen graubraun ist.
Das Argali-Schaf
Die Argalis sind die grössten und schwersten Wildschafe der Welt. Ihre riesigen Hörne gelten als begehrte und sehr kostspielige Trophäen für Wildjäger, weshalb die Argalis heute potenziell vom Aussterben gefährdet sind. Das Fell der Argali-Schafe variiert je nach Jahreszeit. Die Männchen der Argali sind um einiges grösser und schwerer als die Weibchen.
Das Merinoschaf
Das Merinoschaf gehört zu den Feinwoll-Schafrassen. Ein Merinoschaf liefert pro Jahr durchschnittlich 3 bis 6 kg Wolle. Durch eine spezielle Züchtung der Schafe ist der Wollgewinn der Merinos überdurchschnittlich hoch. Ein Erwachsenes Merino-Schaf bringt ungefähr 100 kg auf die Waage.
Das Heidschnucke-Schaf
Die Heideschnucke ist eine alte Landschafrasse, die von den auf Sardinien und Korsika beheimateten Mufflons abstammt. Der Name stammt von dem Wort «schnökern» (Naschen), da die Heideschnucke gerne Heidekraut, Gras und Wildkräuter frisst. Heideschnucken haben ein silbergraues Fell mit einem schwarzen Brustlatz. Sowohl das Männchen wie auch das Weibchen haben Hörner. Lämmer haben im ersten Jahr ein schwarzes, gelocktes Fell. Erst später wächst die graue Wolle durch.
Fortpflanzung und Aufzucht
Schafe können jedes Jahr Junge bekommen. Die Paarungszeit findet jeweils im Herbst statt. Fünf Monate später bringt das Schaf im Februar oder März ein bis vier Lämmchen zur Welt. Gleich nach der Geburt leckt die Mutter die Lämmer ab. So kann sie sich den Geruch der Lämmer merken, welche für sie als Erkennungszeichen gelten. Umgekehrt merken sich die Lämmchen das Blöken der Mutter, um sie später in der Herde zu erkennen.
Nach der Geburt versuchen die Lämmchen aufzustehen, um an die Euter ihrer Mutter zu gelangen. Die Lämmer müssen nach der Geburt unbedingt die Milch der Mutter trinken, damit sie ein intaktes Immunsystem aufbauen können.
In den ersten Stunden nach der Geburt stehen die Lämmchen noch wackelig auf den Beinen, doch schon kurze Zeit später folgend sie ihrer Mutter auf die Weide.