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FAQ
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen bei Pulmonaler Hypertonie:
Mir geht es körperlich besser, aber der Echobericht ist unverändert. Was bedeutet das?
Der Hauptbefund im Echo ist der Spitzendruck in der Lungenarterie (eigentlich wird die Differenz zwischen dem Spitzendruck in der rechten Herzkammer und dem Druck im rechten Vorhof ermittelt). Dieser Befund sagt noch nichts aus über die Herzleistung. Wichtig sind auch die Grösse der rechten Herzhöhlen, welche aber oft nicht genau angegeben werden. So wird zum Beispiel eine verbesserte Herzleistung eine Verkleinerung der rechten Herzkammer und Verbesserung von deren Pumpleistung zur Folge haben, was einen Anstieg des Spitzendruckes in der Lungenarterie bedingen könnte. Umgekehrt führt eine Dekompensation des rechten Herzens zum Versagen der Pumpleistung und somit Abfall des Spitzendruckes in der Lungenarterie.
Somit: Zunahme des Spitzendruckes in der Lungenarterie ist nicht immer ein schlechtes Zeichen - und umgekehrt.
Immer wird von präekapillärer Pulmonaler Hypertonie gesprochen. Gibt es auch eine postkapilläre Pulmonale Hypertonie?
Ja. Unter der präkapillären Pulmonaler Hypertonie verstehen wir Erkrankungen, die die Gefässe vom Lungenkapillarbett beziehungsweise den Lungenbläschen (Alveolen) zurück bis vor das rechte Herz betreffen (siehe Abb. 1), das heisst vor allem die Pulmonale Arterielle Hypertonie PAH. Die postkapilläre Pulmonale Hypertonie betrifft das Stromgebiet nach dem Lungenkapillarbett bis vor das linke Herz, das heisst umfasst die Erkrankungen der Gruppe 2, Pulmonale Venöse Hypertonie bei Erkrankungen des linken Herzens oder der Lungenvenen.
Gibt es einen idealen Zeitpunkt für den Therapiebeginn?
Der ideale Zeitpunkt für einen Therapiebeginn bei Pulmonaler Hypertonie ist nicht bekannt. Die meisten Studien haben nur Patientinnen und Patienten mit WHO-Klasse 3 und 4 eingeschlossen. Das heisst, über einen möglichen Nutzen bei einer Einschränkung der Klasse 2 und weniger gibt es keine Daten.
Sicher ist, dass jeder Patient und jede Patientin ab Klasse 3 behandelt werden sollte. Aufgrund vieler Überlegungen beruhend auf Studien über Ursachen der Pulmonalen Hypertonie, Ansichten über die Entstehungsfaktoren sowie Vermutungen über prognostische Einflüsse ist es jedoch wahrscheinlich, dass bereits Betroffene in der Klasse 2 von einer Behandlung profitieren könnten. Deshalb ist auch in diesen Fällen eine weitere Abklärung durch ein spezialisiertes Zentrum wichtig, insbesondere die Durchführung eines Pulmonaliskatheters zur Ermittlung anderer prognostisch wichtiger Kreislaufmessgrössen sowie der Ansprechbarkeit im Akutversuch auf gefässerweiternde Substanzen.
Hat das Wetter einen Einfluss auf mein Befinden?
Auf jeden Fall. Viele Einflüsse, zum Beispiel die des Barometerdruckes, sind noch wenig erforscht. Aber einfacher feststellbare Messgrössen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit haben bei Pulmonaler Hypertonie einen wesentlichen Einfluss auf das Allgemeinbefinden. Vor allem wird warmes und feuchtes Wetter (analog zum Duschen!) nur schlecht ertragen.