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Die Verwerter der Schweizer Weizenernte stellten in den letzten Jahren eine Abnahme des Feuchtglutengehalts fest. Um ein gutes Niveau zu sichern, führte swiss granum Schwellenwerte für Feuchtgluten ein. Diese Schwellenwerte liegen für die Klasse Top bei 31 %, für die Klasse I bei 29 % und für die Klasse II bei 27 %. Zum Ausgleich der Jahre, in welchen der Glutengehalt hoch oder tief ist, wurde weiter ein Korrekturfaktor definiert. Verschiedene Labors führten einen Ringtest durch, um den Feuchtglutengehalt der gleichen Sorten, die am gleichen Standort gemäss den Extenso- oder ÖLN-Richtlinien angebaut wurden, zu ermitteln. Einer der Hauptunterschiede zwischen Extenso- und ÖLN-Anbau ist die beigegebene Stickstoffmenge. Diese war im Extenso-Anbau um 30 Einheiten kleiner. Die Korrelationen zwischen den Ergebnissen der verschiedenen Labors waren sehr hoch. Die gemäss den Extenso-Richtlinien angebauten Sorten wiesen an allen Standorten einen tieferen Feuchtglutengehalt auf als im ÖLN-Anbau. Das durchschnittliche Feuchtglutenniveau war 2010 höher als 2009. Durchschnittlich variierte der Feuchtglutengehalt zwischen ÖLN und Extenso um 3,6 % im Jahr 2009 und um 2,7 % 2010. Zur Ermittlung des Schwellenwertes für das Feuchtgluten erweist es sich als schwierig, einen Korrekturfaktor einzuführen, um die Ergebnisse der Extenso-Versuche zu berücksichtigen, ohne jährlich detaillierte Analysen durchführen zu müssen. Aus diesem Grund wurde beschlossen, nur die Ergebnisse der zwei ÖLN-Versuchsjahre zu berücksichtigen, um zu bestimmen, ob eine Sorte den Schwellenwert ihrer Qualitätsklasse erreicht.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.
Schweizer Rebberge sind oft klein und in einem Mosaik von unterschiedlichen Parzellen und Bewirtschaftungsformen angeordnet. Deshalb kann vermutet werden, dass durch Abdrift regelmässig Pestizide von konventionellen auf biologische Rebberge gelangen. Dennoch werden in Bioweinen meist keine Pestizidrückstände gefunden.
Pflanzenbau
Nay M.M., Grieder C., Frey L.A., Amdahl H., Radovic J., Jaluvka L., Palmé A., Skøt L., Ruttink T., Kölliker R.
Rotklee ist eine der wichtigsten Leguminosen im europäischen Futterbau. In einem mehrjährigen Experiment testeten Forschende die europaweit grösste Sammlung verschiedener Herkünfte von Rotklee an fünf Standorten in Europa.