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Mayweather vs. Pacquiao – Blut, Telefonate und Social Media
- Donnerstag, 30. April 2015, 11:12 Uhr
Dass es am Samstag zum Fight zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao kommt, ist nicht selbstverständlich. Dem Kampf ging ein fünfjähriger Schlagabtausch der beiden Boxer und deren Manager voran, ehe man sich endlich auf ein wirkliches Duell im Ring einigen konnte.
Kein Kampf wurde in den letzten Jahren mit mehr Spannung erwartet, als die Affiche Floyd Mayweather vs. Manny Pacquiao. Besonders in den USA, wo seit der Dominanz der Klitschko-Brüder die Königsklasse Schwergewicht nur noch ein Schattenbox-Dasein fristet.
Leichtgewichte als Grossverdiener
Mayweather und Pacquiao sind keine Schwergewichte, sie wiegen zusammen gerade mal ein paar Pfunde mehr als Weltmeister Wladimir Klitschko. Doch die Weltergewichtler (bis 66,67 kg) dominieren die Boxszene nach Belieben. Auf rund 280 Millionen Dollar wird Mayweathers Vermögen, das er sich mit dem Boxsport verdient hat, beziffert. Pacquiao steht bei geschätzten 120 Millionen. Am Samstag kommen weitere 150 (Mayweather) und 100 Millionen (Pacquiao) dazu.
Eigentlich hätten sich der Amerikaner und der Filipino schon vor 5 Jahren messen sollen. Der Kampf war auf den 13. März 2010 angesetzt. Anfang Dezember 2009 begannen die Verhandlungen. Es folgten detaillierte Verträge, die etwa festlegten, welcher Boxer zuerst zum Wiegen muss (Pacquiao) und welcher die Umkleidekabine auswählen darf (Mayweather).
Der Boxer, der kein Blut sehen kann
Doch als Mayweather plötzlich Dopingtests nach olympischen Standards bei seinem Gegner einforderte, scheiterte das Unterfangen. Die Bluttests unmittelbar vor dem Wiegen seien ein Mittel, um seinen Boxer aus der Ruhe zu bringen, so Pacquiaos Promoter Bob Arum. «Die wissen, dass sich Manny davor fürchtet, wenn ihm Blut abgenommen wird. Das schwächt ihn», so Arum.
Trotz weiteren Verhandlungen konnten sich die beiden Lager nicht über die Art und Weise der Dopingtests einigen. Der Kampf am 13. März 2010 sollte nie stattfinden.
Deal via Social Media verkündet
Später näherte sich Mayweather Pacquiao mit einem Telefonat an. Aber auch persönliche Gespräche zwischen den beiden Weltmeistern führten vorerst nicht zu einer Einigung.
Doch am Ende war der Lockruf des Geldes stärker. Die beiden Kontrahenten einigten sich betreffend Dopingtests und Aufteilung der Kampfkasse (Mayweather erhält 60%, Pacquiao 40%). So postete Mayweather am 20. Februar dieses Jahres auf der Social-Media-Plattform Shots ein Bild des unterschriebenen Vertrages. «Worauf die Welt gewartet hat, ist endlich gekommen. Mayweather vs. Pacquiao am 2. Mai 2015 ist beschlossene Sache», so der 38-Jährige zum Bild. «Wir werden Geschichte schreiben.»
Sendebezug: SRF zwei, sportlounge, 27.4.2015, 22:30 Uhr
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