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Als Jonathan Huberdeau letzte Nacht im Spiel gegen gegen die New Jersey Devils den 1:1-Ausgleich für die Florida Panthers erzielte, war es mal wieder so weit. Im BB&T Center in Sunrise vor den Toren Miamis flogen Plastikratten in Scharen aufs Eis.
Der kreative Torjubel passte jedoch nicht allen und so verkündeten die Offiziellen übers Stadionmikrofon, dass es beim nächsten Rattenschauer eine Zwei-Minuten-Strafe für Spielverzögerung geben werde. Die Regel hatte die NHL nach der Saison 1995/96 wegen den Panthers einführen müssen.
Damals tötete Florida-Panthers-Flügel Scott Mellanby vor dem ersten Heimspiel in der Umkleidekabine mit einem «One Timer» eine Ratte und erzielte danach zwei Tore. Ein sogenannter «Rat-Trick», wie Goalie John Vanbiesbrouck nach dem Spiel anmerkte. Als dies öffentlich wurde, warfen die Fans auf dem Weg in den bisher einzigen Stanley-Cup-Final der Panthers-Geschichte in Anlehnung an den «Rat-Trick» immer mal wieder Plastikratten aufs Eis.
Und immer, wenn es dem nicht gerade erfolgsverwöhnten Franchise aus Südflorida läuft, wiederholt sich das Prozedere – so wie jetzt. Die Panthers stehen als Leader der Atlantic Division schon so gut wie in den Play-offs.
Und so kümmerten sich die Fans dann auch keinen Deut um die Drohung der Offiziellen. Natürlich flogen die Glücksbringer auch nach Huberdeaus 18. Saisontreffer zum 2:1 und nach dem 24. von Aleksander Barkov reihenweise aufs Eis und die Panthers kassierten jeweils eine Zwei-Minuten-Strafe. Superstar Jaromir Jagr war darüber nicht gerade glücklich: «Die New-Jersey-Fans haben die Ratten geworfen, wir hätten ein Powerplay bekommen sollen. Wir können doch nicht jedes Mal eine Strafe kriegen, wenn jemand etwas aufs Eis wirft», so der tschechische Oldie.
Der letzte Rattenvorfall liegt übrigens schon ein paar Jahre zurück. Vor dem gestrigen Spiel flogen die Ratten zuletzt 2012, als die Panthers zum ersten Mal nach zwölf Saisons wieder die Play-offs erreichten und – gegen die New Jersey Devils – den ersten Postseason-Sieg seit 1997 einfuhren. (pre)