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Wenn Prüfungsfragen selbst entwickelt werden müssen, werden Inhalte aktiv verarbeitet.
Warum Prüfungsfragen selbst entwickeln lassen?
Um Prüfungsfragen entwickeln zu können, müssen sich die Studierenden intensiv mit den Inhalten der Lehrveranstaltung auseinandersetzen. Es handelt sich deshalb dabei um eine gute Aktivierungsmethode zur Stoffverarbeitung (Wendorff 2007, S. 28 f.).
Wie vorgehen?
Studierende können alleine oder in Kleingruppen innerhalb des Seminars oder ausserhalb der Seminarveranstaltung die Aufgabe erhalten, gute Prüfungsfragen zu einem Themenbereich zu entwickeln. Es kann sich dabei um offene Fragen handeln für eine schriftliche Klausur, um mündliche Fragen für ein mündliches Prüfungsgespräch oder um Multiple Choice (MC) Fragen für einen MC-Test.
Die Seminarleitung sollte Charakteristika guter Fragen für die verschiedenen Kategorien den Studierenden vorgängig vorstellen, im Idealfall anhand konkreter Beispiele, die kritisch erörtert werden.
Die entwickelten Fragen können den Mitstudierenden als Prüfungsvorbereitung dienen oder gemeinsam in einer Seminarsitzung gelöst werden.
Für die Seminarleitung zeigt sich allein durch die Qualität der Fragen und die Bereiche, zu denen Fragen gefunden wurden, wie tief das Verständnis zu welchen Bereichen bei den Studierenden ist. Themen, die von den Studierenden keine Beachtung gefunden haben, müssen evt. nochmals wiederholt werden, um ihre Relevanz zu verdeutlichen oder Unklarheiten bezüglich dieser Inhalte besprechen zu können (ebd.).
Literatur:
Wendorff, J. (2007). Aktivierende Methoden der Seminargestaltung. In: Hawelka, B., Hammerl, M. & Gruber, H. (Hg.). Förderung von Kompetenzen in der Hochschullehre. Kröning: Asanger Verlag. (Signatur: IDS Basel Bern: 11.03/131)