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Barry I war der berühmteste aller Hospizhunde. Aufzeichnungen belegen, dass er von 1800 bis 1814 gelebt hat. In seiner Funktion als Lawinenhund soll er bis zwei Jahre vor seinem Tod über 40 Menschenleben gerettet haben.
Eine der Legenden, der sogenannte ''Knabenritt'', ist eine besonders schöne Erzählung. Es gibt sie in unterschiedlichen Versionen. Hier eine der meistgehörten:
Einmal war Barry auf dem Grossen Sankt Bernhard allein unterwegs. plötzlich entdeckte er im Schnee einen kleinen Jungen. Der Bub war vom harten Aufstieg so erschöpft und am Ende seiner Kräfte, dass er in der beissenden Kälte eingeschlafen war. Um ihn aufzuwecken, hat ihn Barry so lange abgeleckt bis er aufwachte.
Offen ist, wie es Barry geschaft hat, dem Kind zu verstehen zu geben, dass es auf seinen Rücken klettern und sich an ihm festhalten soll. Die Legende jedenfalls besagt, dass Barry den Jungen gesund und sicher ins Hospiz zurückbrachte. Diese Erzählung entstand, wie viele andere, Anfang des 19. Jahrhunderts. In jener Zeit überquerten zahlreiche Menschen den Pass. Die sterblichen Überreste des Original-Barrys sind noch heute erhalten. Das Präparat von Barry I kann im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern angeschaut werden.
(Literaturangabe: Die Hospiz-Bernhardiner - weit mehr als ein Mythos, Anja Ebener)