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Seit langem gilt die spätkeltische Siedlung Basel-Gasfabrik als einer der wichtigsten Importplätze republikanischer Handelsgüter im nordalpinen Raum: An erster Stelle stehen römische Weinamphoren, die bis zur Auswertung von Matthieu Poux im Jahr 1997 in über tausend Exemplaren geborgen wurden. Es handelt sich dabei hauptsächlich um italische Amphoren vom Typ Dressel 1. Derartige Behälter dienten ausschliesslich zum Transport von Wein von der tyrrhenischen Küste (Etrutrien, Südlatium und Kampanien) nach ganz Gallien und wurden vom 2. bis zum ausgehenden 1. Jahrhundert v. Chr. massenweise importiert.
Die Untersuchung der Amphoren führt unter Berücksichtigung anderer Mitfunde (Menschenknochen, Fessel) zum Schluss, dass in einzelnen Gruben Deponierungen vorgenommen wurden, die in den Kontext von Weihegaben oder Grablegungen verortet werden können.
Matthieu Poux, Les amphores de Bâle-Gasfabrik. Approche taphonomique, in: Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte 80, Basel, 1997, 147-172.
Matthieu Poux, Die Amphoren von Basel-Gasfabrik. Neue Ergebnisse zu Ablagerung und Chronologie, in: Jahresbericht der Archäologischen Bodenforschung des Kantons Basel-Stadt 1995, Basel 1998, 22-33