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Cours d’Architecture
Qui comprend les ordres de Vignole (…)
Augustin Charles d’Aviler
Konfrontierend mit der Frage: Wer versteht die Ordnungen von Vignola…, macht der Verfasser des Buches bereits im Untertitel auf den Architekten Giacomo Barozzi aus Vignola aufmerksam. Dieser nimmt im Werk Cours d’Architecture eine Schlüsselrolle ein.
Das Buch soll den Leser in der Kunst der Architektur lehren. Der Fokus liegt, sofern ich das beurteilen kann, auf den Stilelementen. Dies geschieht sehr umfassend: Von der Gestaltung einer Tür oder von Fenstern bis hin zur Gliederung von Fassaden, Dächern und Säulen lässt sich eine grosse Wissenssammlung studieren. Durch ergänzende Illustrationen fällt es dem Leser leichter, dem Inhalt des Buches zu folgen. Der Attraktivität macht dies zudem keinen Abbruch. Die Bilder sind nicht nur detailreich, sondern auch in ihrer Schönheit kaum zu übertreffen. Das Inhaltsverzeichnis breitet sich durch seine Länge auf mehrere Seiten aus. Ihm geht ein Vorwort, eine Biografie über Vignola, wie auch über d’Aviler, dem Verfasser, voraus. Am Ende des Buches kann man zudem ein Stichwortverzeichnis vorfinden. Dieses ist alphabethisch gegliedert. Mir scheint es wichtig, zu erwähnen, dass es sich um eine spätere Ausgabe handeln muss. Denn sie wurde rund 30 Jahre nach dem Tod des Verfassers veröffentlicht.
Ich übersetzte die erste Seite der Verfasser-Biografie. Dort konnte ich vernehmen, dass d’Aviler aus einer Adelsfamilie in Frankreich stammte und in Paris geboren wurde. Seine Familie fand bereits grosses Interesse an Kunst und Architektur. So scheint es naheliegend, dass der junge d’Aviler seine Berufung in diese Richtung einschlug. Er konnte seine Ausbildung in der Akademie des französischen Königs in Rom absolvieren. Nebst seinen Tätigkeiten als Architekt, verfasste und übersetzte er auch weitere Werke.
Giacomo Barozzi aus Vignola, kurz Vignola, lebte zu Zeiten Michelangelos und war oft auch an dessen Bauten beteiligt. So erlebte der gelehrte Perspektivzeichner die Blütezeit der Renaissance. Bekannt wurde er nebst seinen baulichen Errungenschaften durch sein Werk Regeln der fünf Ordnungen der Architektur. Dieses befasst sich mit architektonischen Gliederelementen und bildet zudem eine der Grundlagen dieses Buches Cours d’Architecture.
Als ich das Buch physisch antreffen konnte, entsprach es ungefähr dem, was ich erwartete. Es sieht so aus, wie man sich ein altes Sachbuch vorstellt: Dick, 600 Seiten umfassend und mit einem wunderschönen Ledereinband versehen. Dieser ist mittlerweile leider an gewissen Stellen rissig und abgenutzt. Das Buch ist eine grosse Sammlung zu verschiedensten architektonischen Elementen und deren Dekorierung, daher auch die umfassende Seitenzahl.
Post: Mika John 21-914-528