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Der Eisbrecher «Óscar Viel» ist seit 1995 bei der chilenischen Marine im Einsatz. Ursprünglich war das Schiff bei der kanadischen Küstenwache als CCGS «Norman McLeod Rogers» im Dienst. Der in die Jahre gekommene Eisbrecher wird nun ersetzt. Das neue Schiff, das unter dem Namen Projekt «Antarctica-1» gebaut wird, soll den derzeitigen Eisbrecher der Marine ersetzen.
Der aktuelle chilenische Eisbrecher «Óscar Viel» stand vom Oktober 1969 bis 1993 im Dienst der kanadischen Küstenwache im Einsatz. Gebaut wurde das Schiff von der kanadischen Vickers Werft in Montreal. Das Schiff wurde am 14. Januar 1995 bei der chilenischen Marine in Dienst gestellt. Der Eisbrecher wurde in «Almirante Óscar Viel» umbenannt und als Ersatz für die «Piloto Pardo» in Dienst gestellt. In der Zwischenzeit, bereits 50-jährig, hat die «Óscar Viel» das Ende ihres Lebenszyklus erreicht und muss ersetzt werden.
Neuer Eisbrecher ab 2023
Das Schiff, das unter dem Namen Projekt «Antarctica-1» gebaut wird, soll den derzeitigen Eisbrecher der Marine, «Oscar Viel», ersetzen. Gebaut wird das Schiff von der chilenische Werft Astilleros y Maestranzas de la Armada (ASMAR).
Das Projekt «Antarctica-1» hat eine lange Vorgeschichte. Erste Pläne zum Neubau gab es schon im Jahr 2011. Der Neubau wird logistische Unterstützung für diverse Antarktisstationen anbieten. Die «Antarctica-1» wird mit der Eisklasse PC-5 registriert sein. Der Eisbrecher soll in der Lage sein, mit einer konstanten Geschwindigkeit von zwei Knoten bis zu einem Meter dickes Eis zu brechen. Die Leistung des Antriebsmotors beträgt 20.000 PS. Das 111 Meter lange Schiff wird eine Geschwindigkeit von bis zu 15 Knoten (27,8 km/h) erreichen können. Die Gesamtinvestition des neuen Eisbrechers belaufen sich auf 216 Millionen US-Dollar (180 Millionen Euro).
Die «Antarctica-1» besitzt auch mit einen Helikopterhangart, in dem zwei Hubschrauber mitgeführt werden können. Zur Ausrüstung gehören ebenfalls zwei Kräne, welche Güter mit einem Gewicht von bis zu 20 Tonnen auf eine Entfernung von 20 Meter absetzen können.
Das Schiff wird auch in der Lage sein, Such- und Rettungsaktionen durchzuführen. Es hat Platz für den Transport von 18 Personen, die aus Wracks oder von Unfällen gerettet wurden. Zur ärztlichen Versorgung steht ein Schiffs-Krankenhaus für ärztliche Konsultationen zur verfügen.
Wenn nichts dazwischen kommt, soll das Schiff im Jahr 2023 zu seiner Jungfernfahrt in Richtung antarktischer Polarkreis auslaufen.
Heiner Kubny, PolarJournal