Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03656.jsonl.gz/433

Folsäure und Fettleber (NAFLD)
NAFLD bezieht sich auf die nicht-alkoholische Fettleberkrankheit und auf viele damit verbundene chronische Lebererkrankungen, die bei Menschen mit Adipositas und Typ-2-Diabetes häufiger auftreten und für die es kein pharmakologisch zugelassenes Medikament gibt.
Folat (Folsäure oder Vitamin B9) kann von Säugetieren selbst nicht synthetisiert werden. Es muss daher mit der Nahrung aufgenommen werden. Folat ist essentiell und unterstützt die Nukleinsäurebiosynthese, Methylierungsreaktionen und den schwefelhaltigen Aminosäurestoffwechsel im Körper.
Interessanterweise wurde ein niedriger Folsäuregehalt bei Menschen beobachtet, die fettleibig sind und an Diabetes leiden. Diese Krankheiten sind bekanntlich schädlich für den Folsäurestoffwechsel und können die Entwicklung von NAFLD fördern.
Studien an Versuchstieren haben gezeigt, dass die Zufuhr von Folsäure eine Fettleber lindern können und antioxidative Enzyme wiederhergestellt werden. Zudem kann der Fettstoffwechsel verbessert werden.
Bevor jedoch die Verwendung von Folsäure als Therapeutikum für Menschen mit einer Fettleber in Betracht gezogen wird, ist es notwendig, die Folgen hoher Dosen an Folsäure im menschlichen Körper zu verstehen.
Viele Aspekte der Zusammenhänge zwischen Folsäure und NAFLD sind noch unklar. Es ist zum Beispiel noch nicht bekannt, ob ein niedriger Folatspiegel die Ursache oder eine Folge von NAFLD ist.
Der Artikel befasst sich mit der möglichen Rolle des niedrigen Folatspiegels bei der Entwicklung der NAFLD und diskutiert das Potenzial von Folat als Therapeutikum für die Krankheit.
Literatur
Sid V, Siow YL, O K. Can J Physiol Pharmacol. 2017 Oct;95(10):1141-1148. Epub 2017 May 1. Review.
Übersetzt von Florian Vogt