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Geschichte des Wasserturms
Eine kräftige Bosse, in der Form jedoch hübsch ausgeglichen, ist der Luzerner Wasserturm. Sein Merkmal ist nicht nur das alte, seit hundert Jahren nicht mehr besetzte Storchennest auf der Turmspitze, sondern auch die Bauform. Der Turm ist als Achteck aufgebaut, eine Form, die besonders Kaiser Friedrich II. liebte, und der die schönsten seiner Bauten im Oktogon erstellte. Der Wasserturm misst vom Grund bis zum Dach 34,5 m. Er ist sogar etwas dicker als hoch; denn ob man es glauben will oder nicht: Der Umfang beträgt 38 m. Der Turm ist vermutlich in der 1. Hälfte des 14. Jh. auf trockenem Boden fundamentiert worden. In seiner langen Geschichte diente das massive Bauwerk verschiedenen Zwecken.
Der Wasserturm der Kappelbrücke war Archiv, Schatz- und Rüstkammer
Er war zuerst ein Wehr- und Wachtturm, später benützte man ihn als Archiv, Schatz- und Rüstkammer. Der unterste Raum mit seinen viereinhalb Meter dicken Mauern wurde als Verliess verwendet. In seinem Innern war es vollkommen dunkel. Die armen Sünder, die da hineinkamen, mussten, auf einem Knebel sitzend, durch ein Loch hinuntergelassen werden. Wie in zahlreichen anderen Türmen, fehlte auch die Folterkammer nicht. Heute befindet sich im mittleren Stock die Stube des Artillerievereins Luzern.
Alpensegler
Im Dachraum nistet seit vielen Jahrzehnten eine Alpenseglerkolonie. Die Vögel sind, wenn sie im April aus den Winterquartieren in Aequatorialafrika zurückkehren, Luzerns Frühlingsboten.
Spannende Details
Weitere spannende Geschichten zum Wasserturm finden Sie auch in der Lucerne Audio Guide App.