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Whitney Houstons Drogenprobleme haben ein Opfer gefordert – die Sängerin selbst: Sie wurde gestern in der Badewanne ihres Hotelzimmers in Beverly Hills/USA tot aufgefunden. Sie wurde nur 48 Jahre alt. Eine Karriere mit Höhen und Tiefen, begleitet von einem schlagkräftigen Ehemann, Drogenexszesse und musikalischen Höhenflügen ist jäh zu Ende gegangen.
Kein Hinweis auf Gewaltverbrechen
Die US-amerikanische Sängerin wurde gestern Nachmittag in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hilton zu Beverly Hills von ihrem Bodyguard aufgefunden, eingeleitete Reanimierungsmassnahmen blieben erfolglos – die Diva wurde um 15.55 Ortszeit für tot erklärt. Wie Elvis Presley, Freddie Mercury oder Michael Jackson wurde ein weiteres Musikgenie jäh aus dem Leben gerissen. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen existieren nicht, angeblich war Houston in der Badewanne ertrunken. Ihr Tod überschattet die für heute Abend Ortszeit in Los Angeles angesagte Grammy-Verleihung, an der Houston hätte teilnehmen sollen. Womöglich hatten Houstons Drogenprobleme eine Rolle für das Ableben gespielt.
Ein bewegtes Leben
1963 in Newark geboren, hatte Houston ein bewegtes Leben, das von etlichen Hochs und Tiefs nur so wimmelte. Mit sechs Grammy Awards und über 170 Millionen verkauften Tonträgern war sie eine der erfolgreichsten Sängerinnen und wagte beispielsweise mit Bodyguard an der Seite von Kevin Costner auch den Sprung ins Geschäft der Schauspielerei. Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul kam Houston die Ehre zuteil, den offiziellen Titelsong der Veranstaltung zu singen – One Moment In Time brachte sie an die Spitze der Charts diverser Länder. Mit sieben aufeinanderfolgenden Nummer 1-Hits erlangte sie einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde und wird dort als erfolgreichste Sängerin aller Zeiten vermerkt.
Ihre privaten Probleme mit Ehemann Bobby Brown und auch mit den Drogen sorgten für einen Karriereknick, 2009 veröffentlichte sie ein Comeback-Album namens I Look To You, das abermals die Spitzenpositionen eroberte. Die begleitende Welttournee war jedoch von Stimmproblemen und negativen Kritiken gezeichnet, zudem musste die Sängerin einige Konzerte wegen einer Krankheit absagen.
Ihre Ehe mit Kollege Bobby Brown war von seinen Gewaltexszessen geprägt, die Verbindung wurde 2007 nach 15 Jahren geschieden. Sie erlangte das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Bobbi Kristina. Anders als bei Tina Turner war es Houston nicht vergönnt, sich von ihrem gewalttätigen Ehemann und den Rauschgiften zu lösen. 2003 gab sie erstmals zu, von Drogen abhängig zu sein. Im Jahre 2011 begab sie sich in eine Entzugsklinik, um Herr (oder Frau) über diese Probleme zu werden. Um wieder Fuss zu fassen, war in naher Zukunft ein Engagement Houstons als Jurorin in der US-Castingshow The X-Factor geplant gewesen.
Unverwechselbare Stimme
Die Sängerin sorgte vor allem mit einer Stimme, die ihresgleichen sucht, für Furore. Houston sang in diversen Genres, so R&B, Soul oder Pop, ihr Stimmumfang betrug drei Oktaven. Lieder wie I Will Always Love You oder One Moment In Time werden unvergessen bleiben. Doch leider nützt ihr dieser Erfolg nichts mehr, eine Stimme zerbrach an Drogen- und Gewaltexszessen. Trotz Ehrgeiz und Leidenschaft war Houston vielleicht ihre Berühmtheit doch nicht so behaglich und sie hatte Probleme, damit umzugehen.
Anbei ihre bekanntesten Werke:
One Moment in Time, live gesungen an der Grammy-Verleihung. Folgend das offizielle Musikvideo des Titelsongs der Olympiade 1988.
Ebenfalls ein berühmtes Lied ist I Will Always Love You, welches als Soundtrack zum 1992 publizierten Streifen Bodyguard diente, in dem Houston selbst die weibliche Hauptrolle innehatte.
Ebenfalls aus diesem Film stammt Run To You:
Weitaus lebendiger wirkt hier I Wanna Dance With Somebody
Abschliessend noch The Greatest Love Of All, welches Houston als Coverversion aufnahm:
An der für heute angesetzten Grammy-Verleihung wird zu Houstons Ehren ein musikalisches Tribute aufgeführt, bei dem die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Jennifer Hudson zu Ehren ihres Idols auftreten wird.