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Nätteberg, Hesseberg, Ruge
Effingen/Bözen
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Hänge oberhalb der Dörfer Effingen und Bözen fast ausschliesslich mit Reben bestockt. Da die Abhänge des Tafeljuras einen sehr flachgründigen Boden besitzen, wurde auf den Plateaus Mergel abgebaut und an den Hängen als «Dünger» eingesetzt. Dadurch entstand auf dem Plateau ein extrem karger Untergrund, der nur von sehr spezialisierten Pflanzen und Tieren besiedelt werden konnte. Dieser bildet die Grundlage für die artenreichen lichten Föhrenwälder von heute.
Mit der Nutzungsaufgabe kehrte nach und nach der Wald zurück. Vor allem die Waldföhre kann auf dem trockenen und magern Boden Fuss fassen. Um 1990 wurden am Nätteberg die ersten grösseren Naturschutzmassnahmen umgesetzt, indem der zwischenzeitlich recht dichte Waldbestand ausgelichtet wurde. Seither wurde die lichte Waldfläche laufend vergrössert, die Waldränder zu den Magerwiesen im Offenland durchgängig gemacht und die Fläche einer jährlichen Pflege unterstellt.
Heute sind die Magerwiesen an den Südhängen an örtliche Landwirte verpachtet, welche diese unter Auflagen bewirtschaften. Im lichten Wald werden im Herbst jährlich 90% der Fläche gemäht, wenn die Orchideen und Enziane verblüht sind. Der zuletzt aufgelichtete Wald auf der Nordwestseite des Nätteberg wird sei 2016 mit Ziegen beweidet. Die Waldweide verhindert, dass wieder ein dichter Jungwald entsteht und fördert die Entwicklung hin, zu einem gebüschreichen lichten Wald.