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Laut M&A-Experte Ray Soudah müssen kleine Schweizer Finanzhäuser eine Nische finden. Sonst droht der Untergang.
Höhere Kosten, neue regulatorische Anforderungen sowie ein schwindender Heimmarkt würden den Schweizer Banken schwer zu schaffen machen und so die kleinen Akteure im Wealth Management ausrotten. Zu diesem Fazit kommt Ray Soudah, Gründer der in Zug domizilierten Beratungsfirma Millenium Associates.
«Kleine Banken haben eine anspruchsvolle Zukunft vor sich. Viele sollten schliessen, um sich Kopfschmerzen zu ersparen. Ausser sie finden eine Nische oder lassen ihr Geschäft weiterlaufen, bis es ausstirbt», sagt Ray Soudah im «Wall Street Journal».
Eine florierende Zukunft sieht er nur für grössere Geldhäuser mit einem internationalen Netzwerk. Kleinere Institute hingegen müssten sich dringendst nach Alternativen umsehen.
Ray Soudah zählt zu den vielseitigsten Bankpersönlichkeiten, die aus der Schweiz heraus international tätig sind. Der gebürtige Zypriote absolvierte die Harvard Business School sowie die Cedep, bevor er Anfang der siebziger Jahre eine lange und steile Karriere in der Finanzwelt einschlug. Er hatte diverse leitende Funktionen bei der Citigroup, bei Montagu und bei mehreren anderen Instituten inne.
Von 1998 bis 2000 arbeitete Ray Soudah als Managing Director im Private Banking der UBS. Dort gründete und leitete er das Team für strategische Unternehmensakquisitionen und Entwicklung und war Mitglied des Executive Board der Private-Banking-Sparte. Im Mai 2000 machte sich Ray Soudah selbständig und gründete die Millenium Associates AG, ein Beratungsunternehmen für M&A-Aktivitäten auf globaler Ebene. Dabei konzentriert sich Soudah mit seiner Firma, die heute knapp 40 Mitarbeiter beschäftigt, auf Finanzinstitutionen der Private-Banking-, Vermögensverwaltungs- und Finanzbranche.