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Guillermo Mordillo wurde am 4. August 1932 als Sohn spanischer Einwanderer in Buenos Aires geboren. In den ersten Jahren als Künstler schlug er sich unter anderem als Zeichner für Glückwunschkarten durch - was ihn frustrierte. "Der glücklichste Tag in meinem beruflichen Leben war der Tag, als in meinen Job verlor", sagte er einmal.
Nach Stationen in Lima, New York und Paris gelang ihm Ende der 60er Jahre der Durchbruch: mit der Veröffentlichung seiner Cartoons in "Paris Match" und dann auch im "Stern" und anderen führenden Magazinen rund um die Welt. Selbst in China fand Mordillo viele Fans.
Immer wieder liess sich der Künstler von Städten inspirieren. Grosse, rundliche Mordillo-Figuren tummeln sich in Zeichnungen mit dem Schiefen Turm von Pisa, Big Ben in London und dem Roten Platz in Moskau. Am frühen Morgen sitzt er eigenen Angaben zufolge auch heute noch am Zeichentisch, arbeitet täglich fast zehn Stunden. Über Kalender, Puzzles, Bücher für Gross und Klein, T-Shirts, Plüschtiere und Uhren finden seine drolligen Figuren weiterhin viel Verbreitung weltweit.
Seit sechs Jahren arbeitet er ausserdem an einem Zeichentrickfilm und einer TV-Serie mit seinen Figuren. Die Hauptperson im Film "Crazy Island" ist eine Giraffe - Mordillos beliebtestes Tier in seinen Zeichnungen -, die einen Tausendfüssler als Gegenspieler hat.
Erstmals sprechen seine Figuren in dem 3D-Film, der 2019 auf die Kinoleinwand kommen soll. "Ich weiss nicht genau, was sie sagen werden, es ist seltsam für mich", sagt Mordillo. Das Drehbuch wird nicht von ihm geschrieben. Deshalb setzt er eher auf die TV-Serie, die, wie seine Originalzeichnungen, wortlos produziert wird.
(SDA)