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Nein zum Verbot von Tier- und Menschenversuchen
Tier- und Menschenversuche müssen begrenzt und durch einen strengen gesetzlichen Rahmen zum Schutz der Tiere und der Bevölkerung geregelt werden. Allerdings braucht die Forschung heute einen gewissen Spielraum, um Fortschritte zu machen und Medikamente und Impfstoffe herzustellen, die für die Bevölkerung sicher sind. Während der derzeitige Rechtsrahmen verbessert werden kann und muss, ist die Initiative eine schlechte Lösung für dieses Problem.
Es braucht Tierversuche sowie freiwillige Versuche mit Menschen, um die Wirksamkeit und Sicherheit eines Medikaments oder Impfstoffs zu gewährleisten. Ein Verbot der Einfuhr von Produkten, die Tierversuche durchlaufen haben, würde konkret bedeuten, dass etwa die Einführung der Impfstoffe gegen das Coronavirus nicht möglich gewesen wären.
Es ist klar, dass das Ziel des Initiativkomitees, Tierleid so weit wie möglich zu vermeiden und den Menschen in der wissenschaftlichen Forschung zu schützen, richtig und lobenswert ist. Jedoch sind Mensch und Tier in der Forschung bereits heute gut geschützt. In den letzten Jahren haben sich einige Regelungen in der Forschung weiter verschärft, um den Schutz von Menschen und Tieren zu gewährleisten. Mit einem Verbot würde es schwierig, den bestehenden Rechtsrahmen weiter anzupassen. Mit Blick auf den Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen für die gesamte Bevölkerung sowie die Unterstützung von Forschung empfiehlt die JUSO das Nein gegen die Initiative «Ja zum Verbot von Tier- und Menschenversuchen».