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Neben zwei Vertrauten der Guebuza-Familie mussten sich weiterhin eine Reihe von ehemaligem Staatsbeamten in dem Fall verantworten, der sich von 2013 bis 2016 abspielte - un damit grösstenteils während der Präsidentschaft Guebuzas. Unter anderem wurde Ex-Geheimdienstchef Gregório Leao ebenfalls zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.
In dem Korruptionsskandal ging es um vom mosambikanischen Staat garantierte Grosskredite in Höhe von mehr als zwei Milliarden US-Dollar, von denen das Parlament keinerlei Kenntnis hatte. Das Geld floss angeblich in mehrere Firmen, unter anderem in der Thunfisch-Industrie.
Tatsächlich wurden mit dem Geld nach früheren Angaben des US-Justizministerium aber korrupte Regierungsvertreter des südostafrikanischen Staates geschmiert. Zudem sollen sich auch Investmentbanker der Credit Suisse selbst bereichert haben, die nach US-Ermittlungen in das Bestechungskomplott involviert gewesen sein soll. Die Bank akzeptierte in dem Zusammenhang 2021 bei einem Vergleich Strafzahlungen von insgesamt rund 475 Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten und Grossbritannien.
Der Skandal schädigte die mosambikanische Wirtschaft: Die Währung wertete ab, ausserdem wurden Investitionen abgezogen. Mosambik ist eins der ärmsten Länder der Welt.
Die Verteidigung der Angeklagten kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen. Die mosambikanische Staatsanwaltschaft versucht in einem separaten Fall, den ehemaligen Finanzminister Manuel Chang für die illegalen Geldflüsse zur Verantwortung zu ziehen./lcw/DP/mis
(AWP)