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Leiden Sie an einem Reizdarm oder nervösem Magen?
Bei einem Reizdarm-Syndrom handelt es sich um eine der häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen in unseren Breitengraden. Die Medizin versteht darunter eine funktionelle Störung des Magen-Darm-Traktes. Funktionell bedeutet, dass nach sorgfältiger Abklärung keine offensichtliche Ursache der Beschwerden (wie z.B. eine Entzündung oder Darmkrebs) gefunden wird. Frauen sind beinahe doppelt so häufig betroffen.
Symptome
Die Symptomatik kann sich individuell unterschiedlich ausprägen. Unter anderem sind Unterbauchschmerzen, einhergehend mit Stuhlunregelmässigkeiten, wie Durchfall oder Verstopfung und unangenehmen bis schmerzhaften Blähungen sowie Unterbauchkrämpfen bekannt. Diese treten am häufigsten zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erstmals auf und halten unterschiedlich lange an. Typisch ist die Überlappung mit chronischen Beckenschmerzen, mit Fibromyalgie (chronische Schmerzen, geistige und körperliche Erschöpfung) und psychischen Erkrankungen.
Das Reizdarmsyndrom kann Symptome aller möglichen Darmerkrankungen nachahmen, ist jedoch, wenn diese Erkrankungen ausgeschlossen sind, ungefährlich. Synonyme Begriffe sind Irritables Darmsyndrom (IDS), früher auch Reizkolon, „nervöser Darm“ u.a.. (siehe Wikipedia)
Trotzdem müssen – je nach Symptomausprägung – andere Krankheiten ausgeschlossen werden, deshalb sollten die Ursachen ärztlich abgeklärt werden.
Ursachen
Nach wie vor ist nicht eindeutig geklärt, wie das Reizdarmsyndrom entsteht. Wissenschaftler vermuten, dass eine gestörte Darmbeweglichkeit und eine Überempfindlichkeit des Magen-Darm-Trakts bei der Erkrankung Reizdarm zusammenspielen. Infolge einer trägen Muskulatur und ihrer mangelnden Koordination werden Nahrungsbrei und Darmgase verzögert oder beschleunigt transportiert.
Diskutiert werden auch Veränderungen des Darmimmunsystems und der Nervenübermittlung als Folge einer Darminfektion. Eine dadurch ausgelöste Entzündung führt dann zu einem Ungleichgewicht der Darmflora. Auch falsch übermittelte und ihm Gehirn verarbeitete Nervenreize aus dem Magen-Darm-Trakt scheinen ursächlich zu sein.
Weil sich die Symptome wie Blähungen, Schmerzen und veränderte Stuhlgewohnheiten bei Aufnahme von Mehrfachzuckern wie Laktose in Milchprodukten und Stärke in Weizenmehl verstärken, suchen viele eine Ursache in Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die jedoch durch einen Test auf Laktoseintoleranz und Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) ausgeschlossen werden können. Vielmehr könnte eine Dünndarmfehlbesiedlung (das oben erwähnte Ungleichgewicht der Darmflora) für diese temporäre Unverträglichkeit verantwortlich sein.
Selbsthilfe mit Mentaltraining und Entspannungstechniken
In diesem Zusammenhang ist es unerlässlich, den Abbau von Nervosität und Stress zu fördern. Positive Wirkung erzielen hier unterschiedliche Entspannungstechniken, Körperwahrnehmung und Achtsamkeit. Dadurch lernen wir wieder auf unsere feinen Körpersignale zu achten und uns in der Alltäglichkeit wieder wichtiger zu nehmen, was die psychische Alltagsbelastung reduziert.
Weitere positive Auswirkungen sind:
• Leistungssteigerung durch bessere Konstitution und mehr Wohlbefinden
• Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Lernfähigkeit
• Stärkung des Immunsystems
• Steigerung der eigenen Kreativität
• besserer Umgang mit Ängsten u.ä.
Weitere Themen unserer Sitzungen umfassen neben den Belastungen und Verhaltensmuster, welche unweigerlich zu einer Erhöhung des eigenen Stresspegels führen, natürlich die Ernährung.