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Meine erste Begegnung mit dem sportlichen Grossanlass WM ist nicht das lange erwartete Fernsehbild, sondern das eigenartige, stetige Summen der Übertragungen aus Afrika an den hiesigen Public-Viewing-Orten. Grund für die akustische instant city, mit der uns die FIFA in den nächsten vier Wochen beschert, sind die so genannten Vuvuzelas. Die Trompeten werden aus Plastik oder Blech hergestellt und sind ungefähr 50 Zentimeter lang. Ihr Klang ähnelt dem Brüllen eines Elefanten, so sagt man, er ist aber sogar noch lauter. Es ist also kein Bienengesang, der aus den Bierstuben, Kaffees und Privatgärten in die Stadt hallt, sondern es sind Elefantenrufe, die von Fussballbegeisterten mit Hilfe einer Spielzeugtrompete akustisch stilisiert, durch Aufnahmetechnik komprimiert, via Satellitenverbindungen in die Welt verschickt und vor Ort durch die Lautsprecher der Fernseher in unsere Städte und Dörfer übertragen werden. Je nach Modell, Lautstärke und Umgebungsakustik klingt es dann aus dem TV-Gerät eher nach einem Bienen- oder einem Mückenschwarm. Das bekannte Sprichwort lautet: Aus einer Mücke einen Elefanten machen. An der WM in Afrika lernen wir, dass es auch umgekehrt geht.
Ärger bei Spielern
Die Vuvuzuelas ärgern übrigens gewisse Spieler auf dem Feld. Xabi Alonso, Spaniens Mittelfeldspieler und erster Gegner der Schweizer Elf, hatte im Vorfeld der WM ein Verbot der Instrumente gefordert. Die Fifa jedoch hat die farbenfrohen Trompeten als kulturelle Eigenart des Gastlandes für das Turnier genehmigt.