Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03352.jsonl.gz/3261

Sexarbeitende sind wegen ihrer Tätigkeit besonders emotionalen Risiken ausgesetzt. Die Gefahr von Personen denunziert zu werden, oder das Privatleben nicht vom Arbeitsleben trennen zu können zeichnet sich als hoher Stressfaktor ab. Das tabuisieren ihrer Arbeit stellt ebenso eine Belastung dar. Diese Risiken können erhebliche emotionale Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Sexarbeitenden verursachen. Aufgrund der geringen Selbstkontrolle und die kaum vorhandenen Schutzmassnahmen können schwerwiegende Folgen haben. Um die Grenze zwischen Privat- und Arbeitsleben besser definieren zu können, setzten Sexarbeitende psychische und physische Schranken. Benutzen Kondome oder lehnen bestimmte Praktiken mit Kunden ab, um keine emotionale Bindung mit ihnen einzugehen. Einige Sexarbeitende schaffen es jedoch nicht eine emotionale Grenze zu bewahren und geben schliesslich ihre privaten emotionale Bindungen/Liebesbeziehungen auf, solange sie im Sex-Gewerbe tätig sind.
EMOTIONALE RISIKEN
Eine mögliche Konsequenz dieser emotionalen Risiken können ein mangelndes Sicherheitsgefühl, Kontrollverlust und eine permanente Angst vor Gewalt sein.
Diese Risiko-Gruppe verzeichnet eine höhere Rate, als die allgemeine Bevölkerung folgender Krankheiten:
1. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD)
2. Emotionale Erschöpfung (Burnout)
3. Depression (Suizidgedanken, Suizidversuche)