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Interessante Honiganzeiger Arten in Ostafrika
Ordnung – Piciformes – Spechtvögel. In der Ordnung sind vorwiegend Arten, welche vorwiegend in Bäumen leben. Ein kurzer Hals und einen rundlichen Kopf zeichnet einige Arten aus. Die Schnabelform ist sehr variabel. Insekten sind bei etlichen Arten die Hauptnahrung. Es handelt sich um kleine bis mittelgrosse Vögel. Die meisten Arten haben 2 Zehen nach vorne und 2 nach hinten (zygodactyl). Das scheint in Bäumen den besten Halt zu geben.
Unterordnung – Picoidea – Spechtartige, Infraordnung – Picides
Familie – Indicatoridae – von den 17 Arten leben 15 in Afrika und 2 in Indien.
Sie fressen Insekten und haben die einzigartige Fähigkeit Bienenwachs zu verdauen. Sie leben in Wäldern und Buschlandschaften. Deren Farbe ist ein dunkles Grün oder bräunlich. Das Weiss am Schwanz und die Schnabelform hilft beim Identifizieren der Arten.
Honiganzeiger, vor allem Schwarzkehlhoniganzeiger, sind bekannt dafür, dass sie Menschen zu Bienennestern von Wildbienen locken. Diese Art ist am besten erforscht. Die Menschen räuchern die Bienen aus, nehmen den Honig und müssen dem Honiganzeiger Larven und Bienenwachs geben. Es besteht der Glaube, dass wenn man nicht mit dem Vogel teilt, er sie das nächste Mal zu einer Schwarzen Mamba (die giftigste Schlange in Afrika) oder einem Löwen führt.
Die Kollaboration zwischen Honiganzeiger und Honigdachs ist umstritten und noch zu wenig genau untersucht. Sicherlich kann der Honiganzeiger wahrnehmen, wenn ein Bienennest ausgeraubt wird.
Der Stamm der Hadzabe in Tansania lebt nahe beim Eyasi See. Sie haben eine enge Beziehung mit den Honiganzeigern. Sie sind nach wie vor Jäger und Sammler und von der Regierung geschützt. Vorwiegend leben sie von dem, was die Natur bietet und dazu gehört Honig, Blätter und Früchte des Baobab Baumes und Wildfleisch. Wen es interessiert, kann diesen kleinen Stamm besuchen. Sie lernen dabei deren Lebensstil kennen und erleben wie sie jagen. Auch ein Schmied kann besucht werden und man kann ihm bei der Arbeit zusehen.
Honiganzeiger sind Brutparasiten.
Die Gattungen Indicator und Prodotiscus bevorzugen Nester in Baumhöhlen und legen die Eier in Nester von Spechten und Bartvogel Arten. Das Honiganzeiger Weibchen pickt manchmal die Eier des Wirtes an. Die Eier sind weiss, wie diejenigen der Wirtseltern. Das frisch geschlüpfte Junge wirft Junge von den Zieheltern raus oder tötet es mit einem nadelspitzen Haken am Ende des Schnabels. Nach etwa 4 Wochen ist er bereit, das Nest zu verlassen. Die Zieheltern füttern das Junge weiterhin.
Andere Gattungen legen Eier in Höhlennester von anderen Bienen fressenden Arten, z.B. Bienenfresser und Spinte. Auch hier töten die Küken die Jungen der Zieheltern. Die Mutter Honiganzeiger brütet das Ei einen Tag länger im Körper, so dass ihr Junges den Jungen der Zieheltern überlegen ist. Ein Weibchen kann bis zu 20 Eier pro Jahr in verschiedene Nester legen.
Unsere ausführlichen Vogelseiten mit Fotos von fast jeder Art und Unterart in Kenia, Tansania, Uganda und Ruanda sind nur dank der Grosszügigkeit von tollen Vogelfotografen möglich. Ein grosses Dankeschön, dass wir die fantastischen Bilder auch von sehr seltenen Arten hier benutzen dürfen. Wir hoffen, dass dies vielen Besuchern unserer Seiten bei der Identifizierung von Arten hilft oder das Interesse an unseren gefiederten Freunden weckt.
Wir benutzen die Bücher “Birds South of Sahara”, “Birds of East Africa” und “Birds of Kenya and Northern Tanzania”. Um möglichst aktuelle Informationen zu liefern, wird auch Avibase vor allem für Unterarten hinzugezogen. Manchmal sagen Autoren nicht das Gleiche und es finden auch laufend Umbenennungen statt.
Auf unserer Facebook “Bird photography Safaris Kenya” Seite finden Sie mehr Fotos von Lorenzo Barelli und Elvira Wolfer. Im Namibia-Forum (Bushtruckers) erstellt Elvira jeweils Berichte von ihren Safaris.
Honiganzeiger sind teilweise nur in kleinen Gebieten vorzufinden.
Einige Arten sind endemisch oder am besten im Albert Graben in Uganda zu finden. Dies ist z.B. auf unserer Uganda Safari möglich, die dann den Bedürfnissen entsprechend angepasst wird.
Andere Arten kommen nicht häufig in verschiedenen Gebieten vor. Dank ihrer Lebensweise in grossblättrigen Bäumen und ihrer dunkelgrünen Farbe, sind sie oft nicht leicht zu erspähen.
Strichelstirn-Honiganzeiger (Indicator variegatus) ist selten bis lokal häufig in Waldgebieten oder Gegenden mit dichtem Baumbestand vom Horn von Afrika bis Südafrika vom Meeresspiegel bis 3.500 m.
Kleiner Honiganzeiger (Indicator minor teitensis) kommt von SO Südsudan, SO Äthiopien, Kenia, Tansania bis südliches Afrika in gut bewaldeten Gebieten von Meereshöhe bis 3.000 m vor. Foto Per Holmen. Die Unterart riggenbachi findet man in Ostafrika in W Uganda und Burundi.
Schwarzkehl-Honiganzeiger (Indicator indicator) ist weit verbreitet in Afrika südlich der Sahara in Savannen und bewaldeten Gebieten, vermeidet aber dichte Wälder. Fotos Lorenzo Barelli, Per Holmen. Hören Sie den Ruf
Dickschnabel-Honiganzeiger (Indicator c. conirostris) kommt in Ostafrika NW vom Viktoria See und in W Uganda in Inlandwäldern von 700 – 2.300 m vor. Foto Per Holmen. Kann auch als Unterart Kleiner Honiganzeiger gefunden werden.
Barthoniganzeiger (Indicator exilis pachyrhynchus) ist nicht häufig in Baumkronen, oft nahe Wasser, in hohen Bäumen in Ruanda, Burundi, W Kenia. Foto Per Holmen, Kakamega Wald.
Tropfenbrust-Honiganzeiger (Indicator maculatus sticthithorax) kommt in Zentralafrika vor. In Ostafrika findet man ihn nur im Semliki Nationalpark in SW Uganda. Habitat: Wälder und Waldränder.
Guineahoniganzeiger (Indicator w. willcocksi) lebt in Baumkronen von hohen Bäumen in W Uganda und Ruanda.
Kurzschnabel-Honiganzeiger (Indicator pumilio) leben in Wäldern über 1.500 m in O DRK, W Ruanda, W Burundi, SW Uganda – Albert’s Rift endemisch. Foto Per Holmen
Tavetahoniganzeiger (Indicator m. meliphilus) lebt in Wäldern, dicht bewaldeten Gebieten und Gärten in O Uganda, Z – SO Kenia, NO Tansania. Foto Lorenzo Barelli
Leierschwanz-Honiganzeiger (Melichneutes robustus) ist eine Westafrikanische/Kongo Art. Der einzige Ort in OA, wo man ihn finden kann, ist im Semliki Nationalpark in SW Uganda. Habitat: Wälder, Waldränder, Galeriewälder.
Braunrücken-Honiganzeiger (Prodotiscus r. regulus) kann man lokal in bewaldeten Gegenden in Kenia, Tansania und Uganda finden. Foto Elvira Wolfer, Lewa Conservancy
Graubauch-Honiganzeiger (Prodotiscus zambesiae ellenbecki) ist eher local auffindbar an Waldrändern und in gemischten Baumbeständen vom Meeresspiegel bis 1.850 m. Foto Nairobi Gegend. Die Nominatform lebt von S Tansania weiter südlich.
Liliput Honiganzeiger (Prodotiscus i. insignis) ist die Unterart die in wenigen Gegenden in Kenya, Uganda, DRK gefunden werden kann. Foto Per Holmen, Bwindi impenetrable Forest
Gelbbauch–Honiganzeiger (Melignomon zenkeri) ist in Ostafrika nur vom Semliki National Park auf 700 m und im Kibale Nationalpark auf 1.500 m bekannt.