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Hergestellt von Sony, Tokyo.
im Jahre 1994/5, etwas sieben Jahre nach Einführung des Winzlings ICF-SW1 wartete Sony mit einem weiteren Kleinstempfänger auf; Sonys Ingenieure schafften es, in das Gerätchen mit einem ähnlich einem Notebook aufklappbaren Deckel, einen kompletten Doppelsuper mit PLL-Synthese einzubauen.
Varianten:
Als Nachfolger des Sony ICF-SW1, der als Doppelsuper mit lediglich 5 kHz Abstimmschrittweite und fehlendem SSB-Empfang die Wünsche eingefleischter Kurzwellenhörer nicht ganz zu erfüllen vermochte, stellte Sony Ende 1994 den ICF-SW100 vor.
Das Gerät verfügt über einen ähnlich wie bei einem Notebookcomputer aufklappbaren Deckel, auf dem Lautsprecher und Display untergebracht sind, und somit etwas mehr Platz für die Bedienelemente. Dieses Konzept hatte Sony auch beim ICF-SW12 verfolgt, der als Analogempfänger allerdings in einer ganz anderen Leistungsklasse spielt.
Der Sony ICF-SW100 deckt als Doppelsuper mit PLL-Frequenzsynthese das UKW-Rundfunkband (mit der für Japan üblichen Frequenzbanderweiterung 76 - 108 MHz) ab. Im Gegensatz zum Vorgängermodell liegt die Abstimmschrittweite bei 1 kHz (im SSB-BEtrieb sogar bei 0,1 kHz) und das Gerät verfügt über einen BFO zum Einseitenbandempfang und einen Synchrondetektor zum automatischen ECSS-Empfang.
Der Hauptschalter und die Buchsen zum Anschluss des Netzadapters und der Aktivantenne (die vom Empfänger her ihre 3 V Versorgungsspannung erhält), befinden sich auf der linken Geräteschmalseite, der Lautstärkeregler und die Buchsen für Line out und Kopfhörer auf der rechten Seite.
Die Frequenz kann mittels der Zehnertastatur direkt eingegeben werden, das Gerät kann mit den UP/DOWN-Tasten normal und langsam mit kleinen Abstimmschritten abgestimmt werden und es verfügt auch über einen Suchlauf ein fünfzig Frequenzspeicher.
Die Frequenzspeicher sind in zehn Speicherseiten zu fünf Speicherplätzen organisiert, für die alphanumerisch ein Label vergeben werden kann, Frequenzen der britischen BBS, der Voice of America und des Japanischen Auslandsdunsfunks NHK sind vorprogrammiert, was im 21. Jhdt. nicht mehr viel nützt, da die grossen internationalen Stationen die Kurzwelle weitgehend verlassen haben.
Die Weltzeituhr hat Städtenamen für die vierundzwanzig Zeitzonen bereits von haus aus programmiert, die Umstellung auf Sommerzeit erfolgt auf Knopfdruck und das Mittelwellen-Frequenzraster wird anhand der gewählten Zeitzone automatisch von 9 kHz in Europa auf die in Amerika üblichen 10 kHz umgeschaltet.
Die Empfindlichkeit und Trennschärfe erfüllen die hohen Erwartungen nicht ganz, das Gerät trennt 5 kHz-Nachbarkanäle nicht genügend und der Synchrondetektor hilft hier nur bei einem ausreichend starken Signal und freiem Nachbarkanal auf der anderen Seite der Frequenz, mit schwachen Signalen ist er nicht zum Einrasten zu bewegen und kommt nicht an den hervorragenden Synchrondetektor des ICF-2001D oder auch des ICF-SW7600G heran.
Somit bringt das SSB-Teil vornehmlich dem Hörer etwas, der gern den lokalen Rundspruch der Funkamateure auch unterwegs verfolgen möchte.
Eine Schwachstelle darf nicht unerwähnt bleiben. Das Multipol-Verbindungskabel zwischen der Elektronik im Unterteil und dem Display neigt nach längerem Gebrauch zu Brüchen, womit der EMpfänger wertlos wird. Betroffen sind die frühen Geräte, bei denen des kupferfarbene „Ribbon Cable“ im Spalt zwischen Unterteil und Deckel erkennbar ist, es wird beim Zuklappen an einer harten Kante abgeknickt. Abhilfe schafft man mit Erweiterung des Spalts mittels einer Feile oder durch Ersatz des scharfkantigen Bauteils durch den von Sony abgegebenen „Sony ICF-SW100 Ribbon Cable Repair Kit, in den nach Spätherbst 1997 gefertigten Geräten wurde dieses Problem werksseitig behoben - vor Kauf eines gebrauchten Geräts empfiehlt sich also ein Funktionstest.
Doppelsuper mit digitaler PLL-Frequenzsynthese.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.