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Menopause Stimmungsschwankungen
Was ist es?
Psychische Probleme und Stimmungsschwankungen können in der Perimenopause und in den Wechseljahren sehr häufig auftreten. Manchmal treten sogar Angstzustände, Phobien und Panikattacken zum ersten Mal auf. Dieses Unwohlsein ähnelt dem Gefühl, das du während einer Schwangerschaft haben kannst: Plötzlich wirst du sehr emotional und fängst wegen einer Kleinigkeit an zu weinen. Dies kann sehr belastend sein.
Dennoch ist es eines der häufigsten Symptome, bei dem Frauen Hilfe suchen. Leider wird der direkte Zusammenhang mit den Wechseljahren nicht sofort hergestellt, und die Frauen wenden sich nicht schnell genug an ihren Gynäkologen, um das Problem anzusprechen.
Was sind die Ursachen für Stimmungsschwankungen?
Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den Veränderungen des Östrogenspiegels während der Perimenopause und der Menopause und den psychischen und zentralnervösen Symptomen, unter denen Frauen leiden.
Wir wissen, dass Östrogen mit dem Serotoninspiegel (dem Glückshormon) im Gehirn zusammenhängt, so dass bei sinkenden Östrogenspiegeln auch das Serotonin sinkt. Auch andere Hormone und Moleküle sind daran beteiligt: Testosteron, Kortison oder auch ein Gehirnprotein namens Monoaminoxidase A. Was das Kortison betrifft, so ist erwiesen, dass Östrogen mit dem Cortisolspiegel (dem Stresshormon) verbunden ist, sodass bei einem Rückgang des Östrogenspiegels der Cortisolspiegel steigt.
Leider ist der sinkende Östrogenspiegel auch mit einer langen Liste von unangenehmen Symptomen verbunden, darunter Reizbarkeit, Müdigkeit, Stress, Vergesslichkeit, Angst und Konzentrationsschwierigkeiten.
Andere Faktoren wie der Schlaf können sich auf deine Stimmung auswirken. Schlafmangel kann einen grossen Einfluss haben. Auch Hitzewallungen und Nachtschweiss, die oft den Schlaf beeinträchtigen, spielen eine Rolle. Es kann sogar ein Teufelskreis entstehen: Stress und Angstzustände sowie Depressionen wirken sich auf den Schlaf aus und Müdigkeit wirkt sich auf die Stimmung aus.
Wie kannst du Stimmungsschwankungen behandeln?
In erster Linie musst du darüber sprechen! Versuche abzuklären, ob du unter Wechseljahrsbeschwerden leidest und ob deine Verhaltensveränderungen mit dem veränderten Hormonspiegel zusammenhängt. Wenn deine Umgebung, dein Partner, deine Kinder und deine Verwandten die Situation verstehen, werden sie dir gegenüber verständnisvoller und toleranter sein.
Erkenne deine Symptome als das an, was sie sind: Du leidest nicht an einer Geisteskrankheit und verlierst nicht deine Persönlichkeit, sondern hast lediglich mit hormonellen Schwankungen zu kämpfen, die sich auf dein Gehirn auswirken.
Auch Entspannungs- und Meditationsübungen sind ein Weg, den du gehen kannst. Vermeide Überforderung und versuche, Zeit zum Entspannen zu finden. Es ist wichtig, herauszufinden, was dir gut tut: eine Mediationssitzung, ein Spaziergang im Wald oder das Hören angenehmer Musik.
Es gibt Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von Johanniskraut oder Safran, die sehr wirksam sein können. The Women Circle wird in Kürze ein Produkt zur Linderung von Stimmungsschwankungen auf den Markt bringen.
Wenn das Unwohlsein sehr stark ist und sich die Situation zu einer Depression ausweitet, können Antidepressiva helfen. Frauen, die ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben und daher keine Hormonbehandlung einnehmen dürfen, können Antidepressiva einnehmen. Manchmal führen bereits geringe Dosen zu einer Verbesserung des Wohlbefindens. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Risiken und Vorteile für Sie.
Schliesslich kann auch eine Hormonersatztherapie (HRT) eine sehr gute Option sein.
Es lohnt sich, mit deinem Arzt darüber zu sprechen, ob eine Hormonersatztherapie für dich geeignet ist.