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15. Juli 2021
Hochwasser-Situation im Kanton Aargau - Angespannte, stabile Lage durch die getroffenen Massnahmen
Hochwasserwarnung für alle Gewässer im Kanton Aargau
Die Lage um die Aargauer Flüsse bleibt angespannt:
Am Rhein, der Reuss, der Limmat und an der Aare liegen stark erhöhte Abflüsse im Bereich bis zur Gefahrenstufe 4 (grosse Hochwassergefahr) vor.
Für den Oberlauf der Reuss und der Suhre gilt die Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr).
Für sämtliche Gewässer im Kanton Aargau gilt eine Hochwasserwarnung. Zurzeit zeigt sich die Lage auch an Orten, an denen Massnahmen ergriffen wurden, stabil, wobei in Mellingen aktuell die Schutzmassnahmen ausgebaut werden. Infolge der erwarteten Niederschläge wird in den nächsten Tagen mit weiteren Hochwasserspitzen gerechnet.
Teile des Kantonalen Katastrophen-Einsatzelements (KKE) haben in enger Zusammenarbeit mit den Regionalen Führungsorganen (RFO), den örtlichen Zivilschutzorganisationen (ZSO) und den Feuerwehren am Dienstag, 13. Juli 2021, in Wallbach, Brugg, Mellingen und Wohlen und gestern, Mittwoch, 14. Juli 2021, in Zofingen mobile Hochwassersperren eingebaut. Aktuell werden in Mellingen die Hochwassersperren verlängert und die Schutzmassnahmen ausgebaut.
Die starken Regenfälle in der Nacht auf heute führen zu einem erneuten Anstieg der Pegelstände.
Für den Rhein, die Reuss als auch für die Limmat sind stark erhöhte Abflüsse im Bereich der Gefahrenstufen 4 (grosse Gefahr) erwartet oder bereits erreicht worden, für die Aare wird die Gefahrenstufe 3 erwartet.
Im Oberlauf der Suhre und beim Austritt der Reuss aus dem Vierwaldstättersee ist die Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr) zu verzeichnen.
Es muss damit gerechnet werden, dass weitere Hochwasserspitzen bis morgen Freitag-Nacht, 16. Juli 2021, eintreten können.
Folgende Werte wurden am 15. Juli 2021 um 09:30 Uhr gemessen:
Uferzonen und gefährdete Gebiete meiden
Die Bevölkerung wird gebeten, die Uferzonen von Flüssen und Bächen zu meiden, da überraschend Flutwellen auftreten und Ufer einbrechen könnten. Bei Aussenaktivitäten gilt es, das Risiko von lokalen Überschwemmungen und Rutschungen zu beachten. Zudem sollen in gefährdeten Gebieten und bei starken Niederschlägen Keller und Tiefgaragen nicht aufgesucht und nicht mit dem Auto oder Fahrrad durch überflutete Strassen gefahren werden. Den Anweisungen von Polizei, Feuerwehr und Behörden ist Folge zu leisten.
Die aktuelle Hochwassersituation im Kanton Aargau wird vom Kantonalen Führungsstab (KFS) in enger Zusammenarbeit mit dem Pikettdienst der Abteilung Landschaft und Gewässer (ALG), den RFOs und den Feuerwehren weiterhin überwacht. Das Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE) hat in dieser Woche bereits zirka 4800 Sandsäcke an die RFOs und Feuerwehren abgeben (Stand 15. Juli 2021, 10:00 Uhr). Die Öffentlichkeit wird bei Bedarf über die weitere Entwicklung der Hochwassersituation im Kanton informiert.
16. Juli 2021
Hochwasser-Situation im Kanton Aargau - Lage stabilisiert sich zunehmend
Hochwasserwarnung für alle Gewässer im Kanton Aargau gilt weiterhin
Die Lage um die Aargauer Flüsse hat sich auf heute Freitag, 16. Juli 2021, leicht entspannt.
Zurzeit zeigt sich die Lage auch an Orten, an denen Massnahmen ergriffen wurden, relativ stabil. Es ist jedoch weiterhin mit teils hohen Abflussmengen für Rhein, Reuss, Limmat und Aare zu rechnen. Ein kontinuierlicher Anstieg der Hochwasserpegel ist vorerst nicht zu erwarten. Für sämtliche Gewässer im Kanton Aargau gilt weiterhin eine Hochwasserwarnung.
Teile des Kantonalen Katastrophen Einsatzelements (KKE) kontrollieren weiterhin in enger Zusammenarbeit mit den Regionalen Führungsorganen (RFO), den örtlichen Zivilschutzorganisationen (ZSO) und den Feuerwehren die in Wallbach, Brugg, Mellingen, Wohlen und Zofingen eingebauten mobilen Hochwassersperren. In regelmässigen Koordinationsrapporten wird die Hochwasserlage laufend neu beurteilt. Bis sich die Situation beruhigt, werden die bestehenden Hochwassersperren beibehalten.
Bis zum Freitagmittag ist im Kanton Aargau nicht mit weiteren flächigen Regenfällen zu rechnen. Auch die schweizweit prognostizierte Niederschlagsmenge ist klein, so dass dies im Allgemeinen zu einer leichten Entspannung der Situation führen dürfte. Die bis in die Nacht vorhergesagten Schauer- und Gewitterzellen können jedoch, je nach Entladungsort, die bereits stark vorbelasteten Gewässer lokal schnell ansteigen lassen. Es ist daher zu erwarten, dass neue Abflussspitzen auftreten können, welche nach den jetzigen Prognosen jedoch die Höchststände dieser Woche nicht überschreiten sollten. Die Pegelstände der Flüsse werden jedoch die nächsten Tage bis Wochen auf hohem Niveau verbleiben, da die Abflüsse aus den vorliegenden Seen weiterhin hoch ausfallen werden.
Weiterhin angespannt bleibt die Hochwasserlage beim Austritt der Reuss aus dem Vierwaldstättersee mit der Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr).
Folgende Werte wurden am, 16. Juli 2021, um 10.40 Uhr gemessen: