Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03217.jsonl.gz/1305

Am vergangenen Wochenende und bis und mit gestern, fand in Montevideo (Uruguay) die mit Spannung erwartete Generalversammlung der Fédération Equestre Internationale (FEI) statt. Zu den Haupthemen, über die am Dienstag abgestimmt wurden, gehörten unter anderem Reglementsänderungen in allen acht offiziellen Pferdesportdisziplinen.
Im Springen gab es im Vorfeld kontroverse Diskussionen um das Einladungssystem bei Fünfsternturnieren. Die Aktiven fordern gleiches Recht für alle und meinen damit vor allem die Global Champions Tour und League, die jeweils eine Ausnahme erhielten. Die Generalversammlung nahm das neue Reglement mit 60/20/20 (60 Prozent via Weltrangliste, 20 via Heimnation und 20 via Organisator) mit grossem Mehr an. Noch ist offen, ob dem Vorschlag des Internationalen Springreiterclubs (IJRC) – keine Weltranglistenpunkte für GCT/GCL-Turniere – entsprochen wird.
In der Dressur wurde der Vorschlag, die jeweils höchste und tiefste Note zu streichen, zurückgezogen. Dieses System soll nun 2018 zuerst getestet werden, bevor es definitiv eingeführt wird. Ein neues Einsteigerlevel unterhalb eines CIC1* gibt es ab 2018 in der Vielseitigkeit. Dieses soll ab 2019 zum «Einstern» werden, damit oben neu eine Fünfstern-Kategorie eingeführt werden kann. In den anderen Disziplinen wurden kleinere Reglementsänderungen vom Plenum bewilligt.
Unter dem Traktandum Wahlen wurden zwei Schweizerinnen in Kommissionen der FEI gewählt. Zum einen Sandra Wiedmer (Generalsekretärin des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport), sie ist neu stellvertretende Chefin der geografischen «Group I» im obersten Gremium. Dann Nayla Stössel: Die OK-Präsidentin des CSIO St. Gallen wurde zum Mitglied des «FEI Nominations Committee, Group I» gewählt.
Darüberhinaus wurden Championate vergeben. So findet der Nationenpreisfinal im Springen 2018 erneut in Barcelona (ESP) vom 4. bis 7. Oktober statt. Die EM CC für Junioren und Junge Reiter wird 2019 in Maarsbergen (NED) durchgeführt und die WM Voltige 2020 in Flyinge (SWE).
Ein ausführlicher Bericht über alle GV-Entscheide folgt in der nächsten Ausgabe der «PferdeWoche» vom 29. November.
Am Abend wurden zudem im Rahmen einer Gala die FEI-Awards 2017 vergeben. Die Preisträger sind: Dressurreiterin Isabell Wert (GER) als Athletin des Jahres. Der Springreiter Harry Allen (IRL), der im vergangenen August Doppeleuropameister bei den Ponyspringreitern wurde, wurde zum «Rising Star» gewählt. Bester Groom wurde Alan Davies (GBR), der im Dressurstall von Charlotte Dujardin und Carl Hester arbeitet. Manoj Jalan aus Indien erhielt den «Solidarity Award» für seinen Einsatz zu Gunsten von ehemaligen Rennpferden in Assam (IND). Die Auszeichnung «Against All Odds» ging an die Australierin Emma Booth, die sich nach einem schweren Autounfall zurückkämpfte und bereits plant, an den WEG 2018 wieder zu starten.
Vereinfacht kann man sagen, dass der olympische Pferdesport sich aus drei Quellen entwickelt hat: der höfischen Reiterei (Dressur), dem Militär (Vielseitigkeit) und dem Bauernstand (Springen). Die...
Sie möchten die PferdeWoche erst einmal testen? Kein Problem mit einem Schnupper-Abo.
Auf der Seite Resultate haben Sie Zugriff auf alle archivierten Resultate der gedruckten Ausgabe der PferdeWoche.