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We Have Always Lived in the End Times wird ein experimenteller nicht-fiktionaler Film, der das Porträt einer seit Langem gemeinsam kämpfenden Gruppe von Anarchist:innen, Aktivist:innen und Landwirt:innen nachzeichnet. Es ist der Versuch herauszufinden, wie/ob eine radikale ökologische Protestbewegung eine utopische Gegenwart hervorbringen kann. Seit den frühen 2000er-Jahren halten illegale Siedler:innen ein Gebiet im Nordwesten Frankreichs besetzt, das für den Bau eines 580 Millionen Euro teuren Regionalflughafens vorgesehen ist. Trotz einer massiven gewaltsamen Räumungsaktion im Jahr 2018 blieb eine erstaunliche Anzahl von illegalen Siedler:innen vor Ort. Über 20 Gruppen erlangten legalen Status. Die Situation wird als ‘entspannt ohne vollständiges gegenseitiges Verständnis’ beschrieben. Kann daraus brauchbares künstlerisches, intellektuelles, bürgerliches und soziales Denken entstehen? Um historische Perspektiven und ideologische Positionen zu verstehen und potenzielle Kollaborateur:innen innerhalb der Gemeinde auszumachen, wird Russell im Rahmen der Vorproduktion in das Gebiet reisen und so viele illegale Siedler:innen wie möglich interviewen.
Ben Russell ist ein amerikanischer Künstler, Filmemacher und Kurator. Er lebt zurzeit in Marseille.