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Die Schrift versteht Religion als Äußerung des menschlichen Bewusstseins hinsichtlich Weltbewusstsein, Selbstbewusstsein und Gottesbewusstsein. Dem Selbstbewusstsein kommt vermittelnde Bedeutung zu. Da der Mensch in seinem Selbstsein der Welt im Ganzen gegenüber steht, obwohl er als körperliches Individuum ein Teil von ihr ist, ergibt sich eine Beziehung über das Endliche hinaus auf absoluter Transzendenz. Philosophie, Moralität und Kunst weisen ihrerseits auf ein Sinnganzes. Letzteres wird, insbesondere im Bezug zur Religion, in den Momenten Sein-Wesen-Leben als Verwirklichung reflektiert. Vor diesem Hintergrund der allgemeinen Formen sind, als deren Realisierung in geschichtlicher Anschauung, Gilgamesch, Krishna, Christus in den Blick genommen, in denen das allgemeine, urbildliche Selbst in verschiedenen Erkenntnisstufen zur Erscheinung kommt.
Der Verfasser schließt sich damit, der Grundlinie nach, an die vorausgegangenen Texte „Kleine Phänomenologie des religiösen Bewusstseins“ (2000), „Erscheinungsgestalt des christlichen religiösen Bewusstseins“ (2001) an.