Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03252.jsonl.gz/1888

Ratspräsident Carlos Reinhard eröffnete den letzten Tag der Januarsession mit einer rund halbstündigen Verspätung, nachdem ein Neustart des elektronischen Abstimmungssystems und der Tonanlage misslungen war.
Sie sehen, wie abhängig wir von der Technik sind.
Nun hiess es wie früher: Abstimmen durch Aufstehen. Die Stimmenzähler kamen aber kaum zum Einsatz. War das Resultat «offensichtlich», wurde nicht ausgezählt.
Nonverbales «Schubsen»
Die Einhaltung der Redezeit kontrollierte der Ratspräsident mit der Stoppuhr seines Mobiltelefons. «Läuft Ihre Redezeit ab, werde ich Sie sanft in den Rücken schubsen», kündigte Reinhard unter dem Gelächter des Parlamentes an.
Wegen des Ausfalls der Tonanlage war auch die Simultanübersetzung per Kopfhörer nicht möglich. Die deutschsprachigen Parlamentsmitglieder wurden gebeten, ihre Voten statt in Dialekt auf Hochdeutsch abzugeben. Die Aussagen wurden auf Tonträger aufgenommen, um später für das Protokoll transkribiert zu werden.