Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03242.jsonl.gz/944

Der Volksmund nennt sie auch: Aroeira; Aroeira–mansa
Wissenschaftlicher Name: Schinus terebenthifolius Raddi
Deutscher Name: Rote Arueira
Aus der botanischen Familie der: Anacardiaceae
Herkunft: Aus verschiedenen Gegenden Brasiliens
Charakteristische Eigenschaften der Pflanze
Baum von 4 bis 10 Metern Höhe, mit dicker Rinde und dichter Krone. Blätter bestehen aus 3 bis 10 Fingerpaaren mit gezackten Rändern. Kleine, hellgelbe Blüten von aromatischem Geruch, der die Bienen und andere Insekten anlockt – sie kommen zwischen September und Januar hervor.
Frucht
Rund, von brillant–roter Farbe, in hängenden Rispen zusammengefasst. Präsentiert ein rötliches Fruchtfleisch, essbar, wird von der Vogel–Fauna sehr geschätzt. Fruchtreife zwischen Januar bis Juli.
Anbau
Eine wilde Pflanze, selten kultiviert – wird dann meistens als ornamentaler Baum in Parks angebaut, besonders die “Aroeiras“ von kleinerem Wuchs, die ebenfalls in einem grossen Teil des brasilianischen Territoriums, von Pernambuco bis nach Rio Grande do Sul vorkommen.
Und entsprechend der Region haben sie auch viele unterschiedliche Namen: der Aroeira–da–praia (Strand–), der Aroeira–de–bugre (Indianer–), der Aroeira–do–sertão (Sertão–), der Aroeira–do–mato (Wald–), der Aroeira–de–capoeira (Busch–), der Aroeira–do–campo (Savannen–), der Aroeira–de–goiás (Goiás–), der Aroeira–do–amazonas (Amazonas–), der Aroeira–do–rio–grande (Rio Grande–), der Aroeira–rasteira (Kriechender), der Aroeira – mansa (Zahmer), der Aroeira–brava (Wilder), der Aroeira–preta (Schwarzer), der Aroeira–branca (Weisser) und der Aroeira–vermelha (Roter).
Besonders der “Rote Arueira“ stammt aus Brasilien. Seine Frucht, klein und von brillant–roter Färbung, wird besonders von den Vögeln aller möglichen Arten sehr geschätzt. Wenn die Früchte reif sind, ist der Baum aussergewöhnlich attraktiv anzusehen, denn die rot leuchtenden Fruchtrispen sind alle an den äussersten Enden der Äste und Zweige positioniert. In vielen Regionen glaubt man, dass das in der Pflanze enthaltene Öl giftige Eigenschaften besitzt – was allerdings wirklich passieren kann, ist nichts weiter als eine allergische Reaktion bei gewissen sensiblen Menschen, die aber weiter keinen grösseren Schaden anrichtet. Aus diesem Grund nennt der Volksmund die Aroeira–vermelha auch “Falscher Pfeffer“ und “Zahmer Aroeira“.
Den kleinen Kern der Frucht – rund und glänzend – kann man als eines der vielen existierenden Gewürze einstufen, welche der universellen Küche Geschmack und Raffinesse verleihen. Sein weicher, leicht pfeffriger Geschmack und sein hübsches Aussehen, was man auch dekorativ einsetzen kann, erlaubt seine Verwendung in vielerlei Gerichten – entweder als ganzen Kern oder in gemahlener Form. Besonders gut eignet er sich zur Verfeinerung von Saucen zu weissem Fleisch, von Fischen oder Vögeln, denn dieses Gewürz beeinträchtigt nicht dessen sanfte Geschmacksnote.
Es hat sich auch in die europäische Küche eingebürgert als “Poivre Rosé“ (Rosa Piment), und der “Nouvelle Cuisine“ hat dieses Gewürz vom “Aroeira“ eine tropische Note verliehen.
Aus der Schale der Aroeira–Kerne extrahiert man ein Öl, welches in der volkstümlichen Heilkunde eine bedeutende Rolle spielt. Man sagt ihm Effizienz nach bei Fieber, Tumoren, Krankheiten der Cornea, der Atem– und der Harnwege.