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Oft gestellte Fragen
Wie funktioniert die aktienrechtliche Verantwortlichkeit?
Die Haftung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit ist keine Haftung für Gesellschaftsschulden, sondern eine Haftung für eigenes Verhalten. Sie trifft alle Mitglieder des Verwaltungsrates und alle mit der Geschäftsführung oder mit der Liquidation befassten Personen. Die Organe sind gemäss Art. 754 OR für den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrlässige Verletzung ihrer Pflichten verursachen. Dabei haften sie unbeschränkt mit ihrem ganzen Vermögen, wenn der Gesellschaft, Gläubigern und/oder Aktionären durch ihr Verhalten ein Schaden entstanden ist.
Wie hafte ich als Verwaltungsrat?
Haftbar wird der Verwaltungsrat auch beim geringsten Verschulden, wobei ein objektiver Massstab entscheidend ist. Wer wegen seiner zeitlichen Belastung die Verwaltungsratstätigkeit nicht ernst nehmen kann oder ihr zu wenig Beachtung schenkt, kann sich nicht darauf berufen.
Sind die Aufgaben übertragbar?
Ja, die Statuten können den Verwaltungsrat ermächtigen, die Geschäftsführung nach Massgabe eines Organisationsreglements ganz oder teilweise an einzelne Mitglieder oder an Dritte zu übertragen. Damit lässt sich die Haftung einschränken. Überträgt nämlich der Verwaltungsrat die Erfüllung einer Aufgabe befugterweise einem anderen Organ, haftet er für den von diesem verursachten Schaden nicht, wenn er nachweist, bei der Auswahl, der Unterrichtung und Überwachung die nach den Umständen gebotene Sorgfalt angewendet zu haben.