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Antonio Tabucchis literarisches Vermächtnis
Neun meisterhafte Erzählungen, die allesamt im Europa der Nachwendezeit spielen. Berlin, Warschau, Bukarest und Moskau sind einige der Schauplätze - Wendehälse und Mauer-Nostalgiker, Opfer von Diktaturen und Kriegen die Protagonisten. Viel haben sie erlebt, vieles durchlitten. Nun ziehen sie Bilanz. Melancholisch und mit treffsicherer Ironie reflektiert Tabucchi Zeit und Zeitgeschichte, Vergangenes und Vergänglichkeit.
Antonio Tabucchi, am 23. September 1943 in Vecchiano bei Pisa geboren, verstorben am 25. März 2012 in Lissabon, promovierte an der Universität Pisa in moderner Literatur. Er war Ordinarius für portugiesische Sprache und Literatur an der Universität Genua sowie Leiter des italienischen Kulturinstituts in Lissabon. Lehrtätigkeiten an den Universitäten Pisa und Siena. Er schrieb Romane und Kurzgeschichten, Essays und Bühnenstücke. Sein Werk wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Premio Campiello, dem Premio P.E.N. Club, dem Prix Médicis Etranger und dem Österreichischen Staatspreis für Literatur. Tabucchi war Mitglied und Mitbegründer des International Parliament of Writers.