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(spr. kehp kohst kahßl),Fort und Hauptniederlassung der Engländer an der Goldküste in Oberguinea,
auf einem bis an das Meer reichenden Gneisfelsen, ist ein bedeutendes Bauwerk mit 60 - 80 Kanonen. Es hat
etwa 300 schwarze Soldaten unter europ. Offizieren als Garnison. Hinter dem Fort und vom Meere her nicht sichtbar liegt die
Stadt der Weißen auf höherm Grunde, und 400 m weiter auf einem kegelförmigen Hügel steht das Fort William mit
dem Leuchtturme; westlicher das Fort Victoria, beide aus Ziegeln erbaut. In der Stadt sind mehrere Häuser aus Stein, viele
haben Gärten und kleine Orangenhaine. Die Zahl der Bewohner beträgt (1891) 25000; sie sind Fanti, in geringer Zahl Europäer.
Von aus wird ein sehr beträchtlicher Handel seewärts mit Palmöl, Elfenbein und Gold,
[* 4] landeinwärts mit
europ. Waren bis zum Niger und nach Sokoto getrieben. - Das von den Portugiesen erbaute und als Sklavenzwinger
benutzte FortCabo-Corso besetzten die Engländer 1664 und sie behaupteten den ihnen im Frieden von Breda 1667 überlassenen Platz gegen die
Angriffe der Franzosen 1757 und gegen die Aschanti (1822 - 24). Seit 1672 befand sich Cape-Coast-Castle in den Händen mehrerer
brit.-afrik. Compagnien, bis es 1844 von der Regierung übernommen und Sitz der Regierung für alle engl.
Niederlassungen an der Goldküste wurde. Wegen des für Europäer schädlichen Klimas ist 1875 der Sitz des Gouverneurs nach
Christianborg bei Akkra verlegt worden.