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Die Ethos Stiftung und die Mitglieder des Ethos Engagement Pool International sind Gründungsunterzeichner der «Climate Action 100+» Initiative, eine auf fünf Jahre angelegte und von 225 Investoren unterstützte Initiative. Im Rahmen von «Climate Action 100+» werden die 100 weltweit grössten Treibhausgas-Emittenten ermutigt, die Emissionen entlang ihrer Wertschöpfungsketten zu reduzieren, die Klima-Berichterstattung zu ergänzen und die Steuerung klimabezogener Risiken, welche Unternehmen betreffen können, zu verbessern.
Der Klimawandel ist mittlerweile als massgebliches Risiko für langfristige Investoren anerkannt. Um den Wert ihrer Anlagen zu erhalten, schliessen sich Investoren jetzt in der Initiative «Climate Action 100+» zusammen, um die 100 weltweit grössten Treibhausgas-Emittenten aufzufordern, dringende Massnahmen zu ergreifen, um ihre Auswirkungen auf das Klima zu begrenzen und die globale Erwärmung einzudämmen.
Umsetzung des Pariser Abkommens
197 Länder weltweit haben das Pariser Abkommen unterzeichnet (170 haben es bereits ratifiziert). Das Abkommen zielt darauf ab, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf unter 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die Ethos Stiftung, die Mitglieder des Ethos Engagement Pool International und die anderen Unterzeichner der Initiative «Climate Action 100+» sind der Ansicht, dass der Dialog und die Zusammenarbeit mit den Unternehmen, in die sie investieren, nicht nur mit ihren Pflichten als Aktionäre vereinbar sind, sondern für die Erreichung der im Pariser Abkommen festgelegten Ziele unerlässlich sind.
Die Gründungsunterzeichner der «Climate Action 100+» Initiative haben sich auf gemeinsame Ziele für den Dialog mit den Unternehmen geeinigt. Die Investoren, welche die Initiative unterstützen, werden die treibhausgasintensivsten Unternehmen in ihren Portfolios zu folgenden Massnahmen auffordern:
1. Implementierung einer wirksamen Governance-Struktur, der die Verantwortlichkeit und Aufsichtspflicht des Verwaltungsrates für die Risiken und Chancen des Klimawandels klar zum Ausdruck bringt
2. Einleitung von Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um diese in Einklang zu bringen mit dem Ziel des Pariser Abkommens, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf unter 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen
3. Verbesserung der Berichterstattung. Diese sollte im Einklang mit den abschliessenden Empfehlungen der «Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)» und gegebenenfalls den branchenspezifischen «Global Investor Coalition on Climate Change (GIC) Investor Expectations on Climate Change» erfolgen. Diese zusätzlichen Angaben werden es Investoren ermöglichen, die Widerstandsfähigkeit der Unternehmensstrategien gegenüber einer Reihe von Klimaszenarien zu beurteilen, insbesondere eines Unter-2-Grad-Celsius-Szenarios, welches neue Gesetze zur Reduktion des Treibhausgasausstosses berücksichtigt.
Website Climate Action 100+
Abschliessende Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)
Beispiel der GIC Investor Expectations on Climate Change für den Sektor Stromerzeugung