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Die Gemeinde Golaten macht sich Gedanken rund um eine allfällige Fusion. Der Gemeindepräsident Hansjörg Tüscher sagte an der kürzlichen Gemeindeversammlung, dass die Gemeindeaufgaben laufend abnehmen, weil diese kantonalisiert und regionalisiert würden. «Wie zum Beispiel Sozialdienst, Vormundschaft, Feuerwehr, Schule, Pass und ID.» Der Austausch über das Internet nehme zu, der persönliche Kontakt am Schalter ab. Es werde zunehmend schwierig, Behörden und Verwaltungsstellen zu besetzen. Gegenwärtig fände sich auch kein Mitglied des Gemeinderates, das später das Präsidium übernehmen will.
Der Gemeinderat und die Verwaltung diskutieren schon länger, wie die Zukunft Golatens aussehen könnte. Eine Fusion sei in ein paar Jahren wahrscheinlich unumgänglich, so Tüscher.
Eine Erkenntnis aus einem Workshop des Kantons Bern sei jedoch, dass eine Fusion über die Kantonsgrenze keine Option ist. «Ein Zusammenschluss von Gemeinden über die Kantonsgrenze hinaus ist ein aufwendiges und langjähriges Verfahren der beteiligten Gemeinden, der Kantone und der Eidgenossenschaft.» Die Chancen einer Fusion sieht der Gemeinderat bei den Finanzen, der Infrastruktur und beim Personal. Risiken könnten schlechter besuchte Gemeindeversammlungen sein und eine steigende Angst vor Fremdbestimmung und Autonomieverlust.
Der Gemeinderat habe deshalb beschlossen, eine Fusion mit einer oder mehreren bernischen Gemeinden in sechs bis sieben Jahren anzustreben. Als nächster Schritt wird der Fusionsperimeter beraten und die Nachbargemeinden sowie der Kanton informiert.