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Wenige Tage nach dem "heissen" Playoff-Final sind das Hallenstadion und die Resega erneut Stätten grosser Eishockey-Partien. Das Schweizer Nationalteam trifft am Mittwoch (11.04.) in Zürich und am Karfreitag in Lugano zweimal auf Schweden. Die beiden Spiele sind der Auftakt einer "Tour de Suisse" während des WM-Countdown.Dieser Inhalt wurde am 11. April 2001 - 15:26 publiziert
27 Spieler versammelten sich am Dienstagvormittag um Coach Ralph Krueger zur drittletzten Woche der WM-Vorbereitung. Von den Playoff-Finalisten fehlte noch Michel Zeiter, der eine Grippe auskuriert und am Mittwoch zur Mannschaft stösst. Ausserdem kann Verteidiger Olivier Keller wegen einer Verletzung des grossen Zehs erst ab Mittwoch auf dem Eis trainieren.
Das erste Training dauerte 75 Minuten und fand im Kraftraum statt. Am späten Nachmittag folgte ein 90-minütiges Eistraining. Bis zum WM-Start am Samstag, 28. April, in Köln gegen Gastgeber Deutschland folgen noch 17 weitere Trainingseinheiten und total fünf Länderspiele (alle in der Schweiz). Die weiteren Gegner nach Schweden werden Norwegen (zwei Spiele nächste Woche) und bei der WM-Hauptprobe am 25. April in Biel die USA sein.
Mindestens sieben scheiden aus
Während den nächsten zwei Wochen wird Nationalcoach Ralph Krueger das Kader auf jene 24 Akteure reduzieren, die mit an die WM nach Deutschland dürfen. Zu den 27 Spielern, die sich gestern in Lugano versammelten, werden sich nach Zeiter noch die Söldner Michel Riesen von den Hamilton Bulldogs, Marcel Jenni von Färjestad und Thomas Ziegler von den Detroit Vipers gesellen. Bis zur WM müssen somit zwei Verteidiger und fünf Stürmer ausscheiden. Falls Reto von Arx verfügbar würde, müssten sogar sechs Stürmer noch «über die Klinge springen». Den ersten Schnitt (rund fünf Spieler) wird Ralph Krueger bereits Ende dieser Woche vornehmen.
Entsprechend ist damit zu rechnen, dass die Schweizer gegen Schweden mit grossem Engagement zur Sache gehen werden. Vor einem Jahr resultierten gegen Schweden zum gleichen Zeitpunkt in der WM-Vorbereitung ein 2:5 in Bern und ein 6:4 in Zürich. Zu beiden Spielen kamen damals 10'000 Zuschauer. Später folgten gegen Schweden noch ein 2:6 in Linköping und ein 1:1 an der WM in St. Petersburg.
Renberg und drei «Schweizer»
Gegenüber dem Vorjahr ist das schwedische Team prominenter besetzt. Zwar fehlen die Akteure der Playoff-Finalisten Djurgarden und Färjestad, dafür sind mit Leif Rohlin (Ambri), Peter Andersson (Lugano) und Andreas Johansson (Bern) drei Stars der Nationalliga mit von der Partie. Angeführt wird die Equipe von Mikael Renberg, der noch letzte Saison in der National Hockey League ein ganz grosser Spieler war.
Der Gegner steht für Ralph Krueger derzeit aber nicht im Mittelpunkt. "Wir sprechen nicht vom Gegner", so Krueger, "viel wichtiger ist, dass wir unser Spielsystem finden." Ausserdem wird diese Woche der Teambildung grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Krueger: "Das ist jedes Jahr eine grosse Herausforderung. Neue Spieler müssen in die Gruppe integriert werden, die seit drei Wochen zusammen trainiert. Da muss man aufpassen, dass man nicht die einen mit Wiederholungen langweilt."
Es darf erwartet werden, dass Krueger die Playoff-Finalisten gegen Schweden mehrheitlich nur in einem Spiel einsetzen wird -- die Zürcher am Mittwoch im Hallenstadion; die Luganesi am Karfreitag in der Resega. "Eine Pauschale gibt es jedoch nicht. Es ist durchaus möglich, dass beispielsweise Michel Zeiter, der die letzten Playoff-Finals mit einer Grippe bestritt, überhaupt noch nicht spielen wird. Und andere werden beide Male einlaufen."
swissinfo und Agenturen
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