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92% aller Getränkeverpackungen rezykliert
Die Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) legt für Einweggebinde aus Glas, PET und Aluminium eine Mindestverwertungsquote von 75% fest. Wird dieser Anteil nicht erreicht, kann ein Pfandsystem eingeführt werden. Auch 2011 lagen die Verwertungsquoten für Glas (94%), Aludosen (91%) und PET (81%) deutlich über dieser Zielvorgabe. Dies geht aus der Statistik hervor, die das BAFU am 16. Juli 2012 veröffentlicht hat.
Dank der Verwertung von Einweg-Getränkeverpackungen aus Glas, PET und Aluminium können Energie und natürliche Ressourcen eingespart werden. Deshalb schreibt die Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) vor, daß solche Behältnisse gesammelt und rezykliert werden müssen. Werden nicht mindestens 75% dieser Verpackungen der Rezyklierung zugeführt, kann der Bund eine Pfandpflicht einführen. Die Mindestverwertungsquote wurde 2011 deutlich übertroffen.
Separatsammlung in der Bevölkerung gut verankert
2011 betrug die Gesamtmenge an Getränkeverpackungen aus PET, Alu und Glas 315‘383 Tonnen, das sind 3% mehr als 2010. 92% aller Verpackungen wurden der Rezyklierung zugeführt. Ausschlaggebend für diesen Erfolg sind die starke Verankerung der Separatsammlung in der Schweizer Bevölkerung und die Mithilfe aller an der Rezyklierung beteiligen Aktöre (Konsumenten, Gemeinden, Sammelorganisationen und Detailhandel).
Aber nach wie vor gibt es einige Herausforderungen zu bewältigen: Um zu vermeiden, dass Getränkeverpackungen achtlos weggeworfen werden, braucht es eine kontinuierliche Sensibilisierung der Konsumenten. Die mit der Sammlung von Getränkeverpackungen beauftragten Organisationen PET-Rezyklierung Schweiz, VetroSwiss und IGORA sind auf diesem Gebiet sehr aktiv. Sie verbessern das Netz ihrer Sammelstellen laufend und rufen die Verbraucher regelmäßig mit gezielten Kampagnen dazu auf, Getränkeverpackungen in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen.
Anteil der Mehrwegverpackungen nimmt kontinuierlich ab
Der Anteil der Mehrweg-Getränkeverpackungen wie Glasflaschen sank 2011 weiter, nämlich von 47% auf 44% bei Bier und von 16% auf 14% bei Mineralwasser. Diese Entwicklung läßt darauf schließen, daß der Ausschank solcher Produkte gegenüber dem Konsum im privaten Kreis an Boden verliert. Mehrweg-Getränkeverpackungen sind nämlich vor allem im Gastgewerbe verbreitet.
Deklarationspflicht für PET-Exporte
PET wird sowohl im In- als auch im Ausland verwertet. Die Ausfuhr von PET-Flaschen ist zwar nicht bewilligungspflichtig im Sinne der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA). Indessen müssen die exportierten Mengen PET gemäss VGV dem BAFU gemeldet werden. In den vergangenen Jahren wurden gewisse Ausfuhren nicht oder nicht korrekt deklariert. Damit die rezyklierten Mengen an PET-Flaschen möglichst vollständig erfaßt werden können, hat das BAFU unlängst die Unternehmen, die möglicherweise PET exportieren, an ihre Deklarationspflicht erinnert.