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Leitart ist die
von Britton & Rose typisierte :
Opuntia soehrensii Britton&Rose
The Cact. 1:134 (1919)
Holotyp: Pampa de Arrieros, Peru, 1914 , Mr.&Mrs.J.N.Rose
18967
Wie bei keiner anderen Kakteengattung als Tunilla, kann man die Diversität
einer Art so gut studieren. Diese von niedrig, polsterförmig, kompakt
wachsenden bis kriechenden, Triebketten bildendenden Formen, deren Blütenfarbe
von fast weiss, über orange, gelb bis hin zu einem fast violett reichen
kann, besiedeln Mittelhohe Lagen in Argentinien, Bolivien, Chile und Peru.
Der alte Gattungsname Airampoa den Fric 1928 für diese Opuntien-Familie
aufstellte bezog sich auf die Beschreibung von Philippi im Jahre 1894,
der die Art O.airampo aufstellt, von der leider kein Typ hinterlegt wurde.
Airampu (Chile) und Ma Puki (Argentinien) oder Slupisk`asa (Bolivien)
sind ein paar Indio-Namen für diese kleinen Opuntien, deren rotes Fruchtfleisch
sie zum einfärben der Lama-Wolle benutzen. Der älteste Namen den man findet,
dürfte wohl O.corrugata n.n. von Salm Dyck anno 1834 sein !
Leider wurde die Pflanze nicht typisiert ,darum entfällt dieser Name als
Typart.
Lokal sind Tunillas sehr uniform und gut zuteilbar, in gewissen Gebieten
streuen sie aber bedenklich und es ist alles an Blütenfarben, Triebgrössen,
Sprossverhalten etc. zu beobachten
Zum Teil sieht man in gewissen Gebieten der Anden Brandrodungen die den
Ackerbau erleichtern soll, Tunillas treiben aber auch wieder aus solch
angebrannten Polstern frisch aus. Anhand von Pflanzenmaterial das mir
von Chile, Peru und Bolivien vorliegt, darf davon ausgegangen werden das
die dortigen Vorkommen habituell relativ homogen sind. In Argentinien
dagegen variiert diese Art sehr stark innerhalb gewisser Verbreitungsgebiete.
Es gibt zwei grundlegende Typen an Pflanzen welche man vorfindet.
Typ1:
Häufig findet man in Schwemmfächern und
eher ebenen Gebieten,
basalsprossende Formen welche kompakte Polster bilden.
Typ2:
Eher in steilen, felsigen Gebieten, sind vor allem kettenbildende
(terminalsprossende) Formen verbreitet.