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Der Mount Everest ist der höchste Berg der Welt – seiner genauen Höhe will sich Indien nun noch einmal versichern. Der Achttausender im Himalaya solle zwei Jahre nach dem Erdbeben in Nepal neu vermessen werden, sagte der oberste Landvermesser Indiens, Swarna Subba Rao, am Dienstag der Nachrichtenagentur PTI.
An der weit verbreiteten Annahme, der Berg habe durch das Erdbeben 2015 an Höhe verloren, «gibt es in der wissenschaftlichen Gemeinde Zweifel», sagte Rao. Nach dem Erdbeben hatten Satellitendaten vermuten lassen, der offiziell 8848 Meter hohe Berg habe bis zu einem Zentimeter an Höhe eingebüsst.
Ein fünfköpfiges Expeditionsteam soll Ende des Winters aufbrechen und einen Monat lang alles neu vermessen. Anschliessend sollen binnen 14 Tagen die Daten veröffentlicht werden.
Bei dem Erdbeben der Stärke 7,8 waren im April 2015 etwa 9000 Menschen ums Leben gekommen waren. Das Beben hatte auch eine Lawine ausgelöst, die in einem Basiscamp am Mount Everest 18 Menschen tötete.
Auch wenn die Neuvermessung des Mount Everests tatsächlich eine Schrumpfung belegen würde – er bleibt sicher der höchste Berg der Welt. Der zweithöchste Berg, der in Pakistan gelegene K2, ist mehr als 200 Meter niedriger. Ohnehin wächst der Gigant nach wie vor: Jedes Jahr hebt sich der Himalaya, ein relativ junges Faltengebirge, um rund zwei Zentimeter. Grund dafür ist der Zusammenprall der Indischen mit der Eurasischen Platte. (dhr/sda/afp)