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Die Urzeit
Fundstücke aus der ältesten Siedlungsgeschichte wurden in Kreuzlingen (Zeit: vor ca. 4000 v.Chr) gefunden. Östlich der Mündung des Chogenbachs (bei Kurzrickenbach) lag der bedeutende neolithische Pfahlbau "Hellebarden" dessen Funde sich im kantonalen Museum in Frauenfeld und im Landesmuseum in Zürich befinden.
Unser Ursprung
Kurzrickenbach wurde erstmals im Jahr 830 als Richinbah erwähnt. Es dürfte aber damals schon mehr als 100 Jahre als alemannische Siedlung bestanden haben. Der Name weist auf eine geografische Besonderheit hin: Unter einem Ric verstand man im Mittelalter einen Einschnitt oder Engpass. Ein Rickenbach war ein Bach, der sich eine Schlucht gegraben hatte.
Die Kirche Kurzrickenbach wurde schon um das Jahr 1157 als St. Peterskapelle erwähnt. Die Häuser gingen um 1471 und 1542 von der Reichsvogtei Eggen an die Stadt Konstanz über, bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798.
1838 bestand der Weiler Kreuzlingen auf dem Gemeindegebiet von Egelshofen aus lediglich 13 Häusern sowie dem Klosterbezirk, «Kreuzlingen Dorf» oder «bey Kreuzlingen» genannt. Begünstigt durch das Aufkommen der Eisenbahn setzte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine rasche Entwicklung ein. Am 1. Januar 1874 erfolgte der Namenswechsel der Gemeinde: aus Egelshofen wurde Kreuzlingen. Gleichzeitig löste Kreuzlingen Gottlieben als Bezirkshauptort ab.
Drei Gemeinden wachsen zu einer Stadt
Die Grenzstadt Kreuzlingen entstand in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts durch den Zusammenschluss der Gemeinden Kreuzlingen-Egelshofen mit Kurzrickenbach (1927) und Emmishofen (1928). 1947 wurde Kreuzlingen mit der Registrierung der 10‘000. Einwohnerin auch statistisch zur Stadt.
Rasantes Wachstum
Die Gemeinden Egelshofen, Emmishofen, Kurzrickenbach und Kreuzlingen entwickelten sich entlang der Hauptverkehrsstrassen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass heute historische Zentren schwer auszumachen sind. 1870 lebten 2821 Menschen in den drei Gemeinden, vierzig Jahre später waren es in Kreuzlingen bereits 8155 Einwohnerinnen und Einwohner.
Quartiere pflegen ihre Sitten und Bräuche
Obwohl die vier Quartiere zusammengewachsen sind, haben sie ihre eigene Identität, ihre Sehenswürdigkeiten und Traditionen beibehalten. Sie sollen auch in Zukunft gelebt und gepflegt werden.
1858 - Nur wenige Strassen verbinden die Ortschaften miteinander.
1910 - Die Dörfer entwickeln sich entlang der Verkehrswege.
1928 - Die ehemaligen Dorfkerne wachsen zusammen.
1972 - Kreuzlingen entwickelt sich flächig.
Quellen
Kurzrickenbach, Geschichte der ehemaligen Ortsgemeinde Kurzrickenbach, Emil Heeb 1991
Bisheriger Text (unbekannte Verfasser)