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Im Sommer 2018 ist eine Gruppe, die sich «Familie Eichwäldli» nennt, als Untermieterin des damaligen Mieters in die Soldatenstube eingezogen. Mit dem Ende des Mietvertrages Ende 2018 hat die Gruppe die Besetzung des Gebäudes ausgerufen. Nach Gesprächen im Frühling 2019 und der Räumung des Anbaus aus Sicherheitsgründen hat die Stadt mit der Familie einen befristeten Gebrauchsleihvertrag für den Hauptteil des Gebäudes abgeschlossen. Dieser wurde um ein Jahr bis zum 30. September 2020 verlängert.
Bautechnische und statische Gutachten zeigen, dass die Soldatenstube baufällig ist und ein Sicherheitsrisiko darstellt. Eine Gesamtsanierung des Gebäudes wäre wirtschaftlich nicht verhältnismässig. Es soll deshalb zurückgebaut werden. Da der Stadtrat das Anliegen der «Familie Eichwäldli», die ehemalige Soldatenstube zu Wohn- und Begegnungszwecken zu nutzen, grundsätzlich respektiert, hat er angeboten, über eine Nutzung des Areals zum Beispiel mit einer Wagenburg zu diskutieren. Bereits heute hat die «Familie Eichwäldli» auf dem Gelände einige Wagen. Mitte September 2020 hat sie mitgeteilt, dass sie sich «eine Lösung ohne das Haus nicht vorstellen» kann. Da die «Familie Eichwäldli» nicht zu Gesprächen bereit ist und daran festhält, das ganze Haus, also auch den einsturzgefährdeten Anbau, bewohnen zu können, hat der Stadtrat entschieden, den Gebrauchsleihvertrag nicht mehr zu verlängern. Um der «Familie Eichwäldli» zu ermöglichen, eine neue Unterkunft zu finden, hat er ihr für den Auszug eine Frist bis Ende Januar 2021 gewährt. Danach soll die Soldatenstube abgerissen werden.
Da das Areal eine Landreserve für zukünftige Bedürfnisse ist, steht es für mehr als zehn Jahre für eine Zwischennutzung zur Verfügung. Wie der Stadtrat bereits 2017 in einer Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss festgehalten hat, sieht er mittelfristig eine quartiernahe Nutzung des Areals für KMU, Kleingewerbe und Kultur. Deshalb wird mit verschiedenen Anspruchsgruppen ein Konzept erarbeitet. Kurzfristig soll das Areal ab Frühling 2021 durch die Quartierbevölkerung belebt werden. Die Stadt steht dazu mit dem Quartierverein Obergrund und dem Verein Brache Eichwäldli in Kontakt.