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Um einen möglichst objektiven Überblick über den Reservationsstand in der Übernachtungsbranche zu erhalten, hat das Tourobs kurz vor den Festtagen erneut ausgewählte Hotelbetriebe im Wallis befragt und Daten aus Vermietungsagenturen analysiert. Die Auswahl der Betriebe entspricht einem für die Diversität repräsentativen Panel der im Wallis angebotenen touristischen Beherbergung.
Hotellerie
Um sich ein Bild des Gästeaufkommens während der Feiertage, in den Walliser Destinationen, zu verschaffen, kontaktierte das Tourobs zwischen dem 10. und 12. Dezember 2018 ungefähr 100 Hotelbetriebe. Es war auch eine Gelegenheit, sie über die Erwartungen für die Wintersaison 2018/2019 zu befragen.
Auf die Frage nach den Übernachtungsbuchungen für die Feiertage im Vergleich zum letzten Jahr antworteten 43% der befragten Hoteliers, sie seien zufrieden und 32% sogar sehr zufrieden. Diese Ergebnisse sind leicht tiefer als bei der letzten Befragung. Gleichzeitig ist für 22% der Befragten der Reservationsstand mehr oder weniger vergleichbar mit dem des Vorjahres. Nur eine Minderheit (3%)ist mit den aktuellen Aussichten nicht zufrieden.
Erweitert man den Ausblick auf die gesamte Wintersaison, verringert sich der Anteil der zufriedenen Hoteliers. 47% geben noch an, mit dem Reservationsstand zufrieden zu sein; davon sind noch 15% sehr zufrieden. Genau wie im letzten Jahr beobachten wir ein pessimistischeres Ergebnis (-13 Punkte), wenn man die Bewertungen für die gesamte Saison mit denen für die Festtage vergleicht. Bei der Interpretation dieser Aussagen darf die zunehmende Verbreitung der "Last-Minute"-Buchungen jedoch nicht ausser Acht gelassen werden: Oft konnten nur Schätzungen zur Wintersaison abgegeben werden, wogegen die Reservationen zu den Festtagen auf tatsächlichen Werten basiert. Etwas neutraler antworteten 33% der Befragten, die Buchungen würden auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Nur 5% sind mit dem aktuellen Reservationsstand unzufrieden.
Lenkt man das Augenmerk von den Reservationen auf die Herkunft der Gäste, sind die Meinungen weniger eindeutig. Allgemein besteht zwar auch hier die Tendenz einer relativ statischen Situation mit wenig Veränderungen. Dennoch scheint es, dass die Walliser Hoteliers einen Anstieg an einheimischen deutschen, amerikanischen und skandinavischen Gästen erwarten.
Parahotellerie
Das Parahotellerie-Panel vom Tourobs wird wöchentlich mit den neusten Daten aus den Reservationen und Übernachtungen aktualisiert. Die darin enthaltenen Objekte werden von den wichtigsten Agenturen des Kantons bewirtschaftet. Bei der Zusammenstellung des Panels wurde darauf geachtet, dass sowohl die Diversität der angebotenen Unterkünfte (Chalets, Ferienwohnungen), als auch die geografische Verteilung der Objekte auf die Destinationen berücksichtigt werden.
Basierend auf den letzten verfügbaren Daten (10.12.2018) können wir folgende Aussagen über die Übernachtungsreservationen in der Parahotellerie für die Periode vom 20.12. bis 15.01. machen:
Für die Festtage am Jahresende:
Insgesamt ist die Reservierungsrate um 3,5% höher als im Vorjahr am selben Tag. Damit setzt sich die positive Dynamik des vergangenen Jahres fort. Das Wachstum ist erwartungsgemäss schwächer als vor einem Jahr - damals erlebte dieser Sektor ein Wachstum von 8,3%.
Was die Quellmärkte betrifft, so wuchsen die Buchungen von einheimischen Gästen um 3%.Deutschland liegt mit einem Plus von 15% gegenüber dem Vorjahr wieder auf Platz zwei. Auf einem starken Aufwärtstrend befinden sich die skandinavischen Märkte. Allgemein kann festgehalten werden, dass sich die Prognosen für die Parahotellerie insgesamt mit denen für den Hotelsektor decken.
Rückläufige Zahlen verzeichnen wichtige europäische Märkte wie Benelux, das Vereinigte Königreich (UK) und Frankreich. Schätzungsweise gehen die Buchungen hier um 12% zurück.
Für die Winterferien:
Bislang deuten die Informationen aus unserem Panel auf einen sehr geringen Übernachtungsanstieg hin (+0,56%). Was die Herkunftsmärkte betrifft, so bleibt die Schweiz mit einer Steigerung von 3% im positiven Bereich. Dasselbe gilt für das Vereinigte Königreich (+4%) und die skandinavischen Länder. Wie schon für die Feiertage, zeigten die anderen europäischen Hauptmärkte keine Anzeichen für ein Wachstum.
Foto: Valais Wallis Promotion