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Das Wichtigste in Kürze
- Mittelmeerkrankheiten sind Erkrankungen, die Hunde aus dem Mittelmeerraum befallen.
- Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vier Arten dieser Krankheit.
- Ein Ansteckungsrisiko lässt sich durch Vorsorge und einen geeigneten Schutz verringern.
In südlichen Ländern gibt es unzählige Hunde, die in überfüllten Tierheimen auf einen neuen Besitzer warten. Einen Hund aus einem Tierheim aus Spanien, Rumänien oder Italien zu adoptieren, ist sicher eine gute Idee. Doch die Adoption aus dem Süden birgt die Gefahr, dass er an einer Mittelmeerkrankheit leidet.
Ist der Hund nicht darauf getestet worden, kann er die Krankheit aus dem Ausland mitbringen. Auch eine Reise mit dem eigenen Hund in betroffene Regionen kann gefährlich werden, wenn der Hund nicht ausreichend geschützt ist.
Grundsätzlich werden vier Arten der Mittelmeerkrankheiten unterschieden.
Leishmaniose
Die wohl gefährlichste Mittelmeerkrankheit ist die Leishmaniose. Eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch Hautverletzungen auch auf den Menschen übertragen werden kann.
Der Hund wird durch einen Stich der Sand- oder Schmetterlingsmücke infiziert. Symptome sind Haarausfall, geschwollene Lymphknoten oder schuppiger Hautausschlag.
Babesiose
Die Babesiose wird durch Zecken, besonders die Auwaldzecke, übertragen und führt beim infizierten Hund zur Zerstörung von roten Blutkörperchen. Es kommt zu einer Blutarmut, die sich in starkem Fieber äussert und bei Nichtbehandlung tödlich sein kann.
Ehrlichiose
Bei der Ehrlichiose handelt es sich ebenfalls um eine Zeckenerkrankung. Die braune Hundezecke, die sich in warmen Gebieten tummelt, aber auch in beheizten Räumen ganzjährig überleben kann, infiziert das Tier. Symptome sind beispielsweise Fieber, Apathie oder Lethargie.
Herzwürmer
Eine Herzwurmerkrankung zieht sich der Hund durch einen Fadenwurm zu, der von Stechmücken übertragen wird. Die Larven des Wurms geraten in den Blutkreislauf des infizierten Tieres bis zu den Lungenarterien.
Bei starkem Befall können sie auch in die rechte Herzhälfte gelangen. Dort wachsen die Larven, vermehren sich und stören den Blutkreislauf. Es kommt zu verringerter Sauerstoffversorgung.
Beim Hund äussert sich dies durch Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit, trockenem Husten, Kreislaufprobleme, bis hin zur Ohnmacht.
Weist Ihr Hund diese oder ähnliche Symptome auf, wenden Sie sich schnellstmöglich an Ihren Tierarzt. Mittelmeerkrankheiten können heutzutage erfolgreich behandelt werden.
Vorsorge für den Hund
Grundsätzlich sind Hunde aus seriösen Tierschutzorganisationen auf diese Krankheiten getestet. Ist ein Hund positiv wird er meist noch im Tierheim behandelt, bevor er zur Adoption freigegeben wird. Da die Nachbehandlung unter Umständen mehrere Monate dauert, müssen Sie eventuell auch nach der Adoption noch Medikamente geben.
Bei unseriösen oder gar kriminellen Anbietern aus dem Internet sollten Sie jedoch vorsichtig sein.
Gehen Sie mit dem Hund zum ersten Mal in südliche Regionen, sollte dieser vor einem Reiseantritt einen ausreichenden Schutz erhalten. Zum Beispiel durch Impfungen, spezielle Halsbänder oder Spot-Ons.