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Myome sind gutartige Veränderungen der Gebärmuttermuskulatur, die bei rund 20% aller Frauen über 30 Jahren vorkommen. Oft verursachen sie keinerlei Probleme und werden nur zufälligerweise bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt.
Falls diese Myome zu wachsen beginnen oder ungünstig liegen, können sie Blutungsstörungen, ein Fremdkörpergefühl, einen Druck auf Nachbarorgane (Blase, Darm) oder starke Menstruationschmerzen verursachen. Auch können sie eine Schwangerschaft verhindern oder die Gefahr einer Fehlgeburt erhöhen.
Wann und wie werden Myome behandelt?
Myome, die keine Beschwerden verursachen und nicht stark wachsen, müssen nicht operiert werden. Es reicht aus, diese regelmässig mittels Ultraschall zu kontrollieren.
Eine medikamentöse Behandlung mit Hormonen führt meist vorübergehend zu einer Verkleinerung der Myome und zu einer Besserung der Beschwerden. Die Behandlung ist aber mit Nebenwirkungen (Wechseljahrsbeschwerden, Osteoporose) verbunden und kann nur über einen Zeitraum von 3-6 Monaten angewandt werden.
Ist eine Operation angezeigt, so können einzelne Myome minimal-invasiv, mittels einer Gebärmutterspiegelung oder Bauchspiegelung entfernt werden. Hierbei ist eine gute operative Wiederherstellung und anschliessende Heilung der Gebärmutter von entscheidender Bedeutung, um spätere Schwangerschaften nicht zu gefährden.
In manchen Fällen und bei abgeschlossener Familienplanung kann es auch empfehlenswert sein, die Gebärmutter zu entfernen. Diese kann komplett oder unter Belassung des Gebärmutterhalses durchgeführt werden. In der Regel können wir auch diese Operation ohne einen Bauchschnitt durchführen.
Myome - gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter