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Im 15. Jahrhundert verwickelten sich die Eidgenossen erstmals in grösserem Stil in die europäische Politik. Sie wurden umworbene Bündnispartner und Söldner und mischten sich – vor allem der Rat von Bern – aus territorialen Interessen ein.
Zur ersten grossen Auseinandersetzung kam es mit Karl dem Kühnen von Burgund. Karls Herrschaftsgebiet lag als schmales, doch nicht geschlossenes Band zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich.
Sein Ziel war, Burgund zu einem zusammenhängenden Gebiet von der Nordsee bis zu den Alpen auszubauen. Er übte deshalb Druck auf Lothringen und Savoyen aus. Im selben Sinne übernahm er 1469 von Herzog Sigmund von Österreich als Pfand die habsburgischen Besitzungen im Schwarzwald und Oberelsass. Ludwig XI. von Frankreich und Kaiser Friedrich III. fühlten sich bedroht. Der Streit zwischen dem gefürchteten und militärisch bestens gerüsteten Fürsten Europas und den Eidgenossen waren ihnen recht. Auf eidgenössischer Seite war Bern, das sein Territorium gegen die savoyische Waadt und den Jurafuss auszuweiten versuchte, treibende Kraft.
Karl der Kühne besass eine schlagkräftige und mit modernstem Kriegsmaterial ausgerüstete Armee, die er in einem neuartigen Konzept einsetzen wollte. Ein Überraschungsangriff der Eidgenossen durchkreuzte alle Planung und endete für Karl in einem Debakel. Nur ein kleiner Teil seines Heeres kam zum Einsatz und wer nicht, im Lager überrascht, umgebracht wurde, riskierte auf der Flucht erschlagen zu werden.