Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03642.jsonl.gz/1523

Die letzten Minuten des Spiels brachten die Wende. Die Argovia Pirates kehrten die Partie und gewannen denkbar knapp mit 8:7. Gegen die mit zwei US-amerikanischen Importspielern angetretenen Bienna Jets zeigten die Aargauer viel Geduld. Im Nachmittagsspiel gewannen die Junioren überzeugend. Gleich mit 32:13 wurden die jungen Bieler geschlagen.
Die Bienna Jets erzielten gleich mit ihrem ersten Angriff ihren Touchdown. Der amerikanische Quarterback Taylor Plamer sorgte dabei mit vier Runs über insgesamt 29 Yards für Aufsehen. Ein Pass über sechs Yards führte zum Touchdown. Dank erfolgreichem Point after Touchdown (PAT) führten die Bieler schon früh mit 0:7. Die Argovia Pirates trugen den Ball in ihrem ersten Angriffsspiel, das sie bis in den zweiten Quarter brachte, bis in die Endzone. Nachdem Roland Stadelmann bereits ein paar überzeugende Runs über gesamthaft 19 Yards zeigte, sorgte er mit einem 8-Yard-Run für den Touchdown. Er zählte leider nicht. Die Schiedsrichter sahen ein Holding. Die Pirates mussten ihren zweiten Versuch von der Bieler 15-Yard-Linie aus starten. Nach zwei missglückten Pässen wollten die Aargauer mit einem Fieldgoal wenigstens drei Punkte aus dem Angriff erzielen. Doch der Ball flog am rechten Pfosten vorbei.
Dank einer starken Defense konnten die Pirates die Bienna Jets in ihrem nächsten Angriff an der Aargauer 11-Yard-Linie stoppen. Die Jets scheiterten mit ihren Fieldgoalversuch. Es blieb beim 0:7. Durch mehrere Strafen waren die Pirates in ihrem nächsten Angriff gezwungen, zu punten. Doch Alex Kopp eroberte den Ball mit einer Interception nur wenige Spielzüge später wieder zurück. Die Pirates Offense konnte nicht profitieren. Eine eigene Interception brachte die Bieler wieder in Ballbesitz. Im gleichen Stil ging die Partie weiter. Bis zum vierten Quarter gelang es keinem Team, in die Nähe eines Punktgewinns zu kommen.
Der erste Bieler Pass im vierten Quarter führte zur nächsten Interception. Diesmal schnappte sich Roger Galliker den Ball nach einem langen Pass. Die Pirates konnten den Ballbesitz ausnützen. In diesem langen Drive kamen sie der Endzone immer näher. Von der Bieler 32-Yard-Linie aus passte Quarterback Cédric Waser aus höchster Bedrängnis einen hohen Ball. Receiver Ivan Kovacevic reagierte goldrichtig und kam aus der Endzone zurück, um den Ball an der 12-Yard-Linie zu fangen. Der Drive endete mit dem Touchdown für die Pirates. Da der PAT lediglich zum Unentschieden gereicht hätte, nahmen die Pirates volles Risiko. Es ging auf; mit einer erfolgreichen 2-Point-Conversion gingen die Argovia Pirates mit 8:7 in Führung. Nur noch wenige Minuten waren zu spielen. Die Defense hielt gut, die Bieler standen an der 50-Yard-Linie und hatten den vierten Versuch. Anstatt zu punten, wagten die Bieler den Pass und hatten Erfolg. Sie hatten ihren First Down sieben Yards vor der Endzone. Die Pirates Defense drängte die Bieler auf die 9-Yard-Linie zurück und zwang sie zu einem weiteren Fieldgoal Versuch. Die Zuschauer hielten den Atem an. Das Fieldgoal misslang. Die Pirates gewannen mit dem knappmöglichsten Resultat.
Juniors U19 – die Kooperation der Pirates mit den Bouncers funktioniert
Am Nachmittag standen sich die U19 Mannschaften der Pirates und der Jets gegenüber. Die jungen Pirates gingen für diese Saison eine Kooperation mit den Midland Bouncers ein. Dank neuem Spielsystem, erweitertem Coaching Staff und vielen gemeinsamen Trainingseinheiten in Zug, Muri und Buchs begannen die Pirates starken und führten schon bald 8:0. Zur Pause lagen die Aargauer mit 24:6 in Führung. Die Bieler passten sich in der zweiten Hälfte dem System der Pirates an. Doch am Ende setzten sich die Aargauer mit 32:13 durch. Die Defense, die sich im Laufe des Spiels steigern konnte, steuerte 4 Punkte durch zwei Safeties bei. Headcoach Marcel Fehr zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: «Es war ein guter Start in die Saison aber es gibt noch viel zu tun». Die junge Zusammenarbeit zwischen den Pirates und den Bouncers hat bereits Früchte getragen. Die beiden Teams haben sich schnell gefunden und wurden den hohen Erwartungen der rekordverdächtigen 250 Zuschauern gerecht.