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Mohn wurde bis in der Mitte des letzten Jahrhunderts in der Schweiz angebaut, jedoch durch ertragreichere Ölpflanzen aus dem Anbau verdrängt. Sofern die Mohnsamen nicht direkt (z.B. in den Bäckereien) verwendet werden, kann daraus ein äusserst wertvolles Öl gepresst werden (hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren (75% Linolsäure), Vitamine B1 und E, Mineralstoffe und Spurenelemente). Weiter kann Mohnöl auch in Medizinalprodukten und Kosmetika eingesetzt werden.
Mit finanzieller Unterstützung einer privaten Stiftung untersuchten wir in den Jahren 2000 - 2003 die Anbauwürdigkeit von Sommer-Ölmohn in der Schweiz. Schwerpunkte waren die Suche nach geeigneten Sorten sowie Anbautechniken. Mohn erwies sich als anspruchsvoll im Anbau, die Kultur ist auf eine gute Nährstoffversorgung und wenige Unkrautkonkurrenz angewiesen. In den Versuchen sind keine relevanten Krankheiten aufgetreten.
Die Erträge lagen im Mittel bei 10 dt/ha bei einem Ölgehalt bei Kaltpressung von ungefähr 30 %. Die österreichischen Graumohnsorten „Edelrot" und Edelweiss" sowie die Blaumohnsorte „Marianne" sind für die Schweiz zu empfehlen.