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Die U.S. Travel Association (USTA), der Branchenverband der US-Reiseindustrie, sieht sich aktuell Corona-bedingt mit extremen Herausforderungen konfrontiert. Das hat dazu geführt, dass der langjährige President & CEO der USTA, der beliebte und umtriebige Roger Dow, seine Amtszeit nochmals um ein Jahr verlängern wird, bis in den Juli 2022. Doch dann ist definitiv Schluss.
Dow kam ursprünglich von der Hotelkette Marriott; als er das Amt als President/CEO der USTA im Januar 2005 antrat, war sein Plan, diese Tätigkeit für maximal fünf Jahre auszuüben. Inzwischen sind es also bereits über 16 Jahre - eine Zeit, welche bis Corona mit einer Blütezeit des US-Tourismus gleichzusetzen ist. Von 2009 bis 2019 wuchs das Besucheraufkommen in den USA kontinuierlich. In Dow's Amtszeit fällt auch die Gründung von Brand USA, also der nationalen Destinationsmarketing-Organisation, sowie die Schaffung von Programmen auf höchster politischer Ebene, welche zugunsten der Tourismusindustrie wirkten, wie beispielsweise der «Travel Promotion Act», welcher 2009 mit dem damaligen Präsidenten Barack Obama ausgearbeitet wurde.
Dow selber erklärt in einem Statement: «Mein stets Ziel lautet, jeden Tag für die riesigen Vorteile dieser grossartigen Branche zu werben und all das Gute, das die Reisebranche für die Gemeinden und Millionen amerikanischer Arbeitnehmer tut, hervorzuheben. Ich bin fest entschlossen, mit dem Vorstand und unserem Team zusammenzuarbeiten, um unseren Aufschwung weiter voranzutreiben und sicherzustellen, dass U.S. Travel einen geeigneten neuen CEO finden kann.» In den kommenden Monaten wird die USTA ein Suchkomitee benennen und einen «transparenten und integrativen Prozess» einleiten, um die nächste Führungspersönlichkeit des Verbandes zu finden. Dow selber behält sich vor, weitere Positionen einzunehmen und will sich nicht zwingend in eine ruhige Rente begeben.
Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird jedenfalls in grosse Fussstapfen treten und auch genügend Herausforderungen haben. Dow hält fest, dass im US-Tourismus 8 von 17 Millionen Jobs Pandemie-bedingt verloren gegangen sind, wovon 50 Prozent wohl gar nicht mehr zurückkehren werden. Der/die neue President/CEO wird jemand sein müssen mit weit reichendem Branchen-Netzwerk, gesundem strategischem Verstand und viel Gehör in Washington.