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In einer Mischform von Vortrag und Präsentation lassen Alessandra Reeves und Christian Tanner die Mode des 18. Jahrhunderts Revue passieren und führen vor Augen, was der letzte Schrei für Mann und Frau war.
Vortrag und Präsentation von und mit Alessandra Reeves und Christian Tanner
Hauptausgangs- und Orientierungspunkt der europäischen Modeentwicklung im 18. Jahrhundert war der französische Königshof in Versailles. Lange trug die vermögende Frau mit Stil die «robe à la française» aus teuren Seidenstoffen und erreichte die modische Silhouette mit Panier und Schnürbrust. Gepudertes Haar war für Frauen wie Männer ein Must. Die aus England kommende, einfachere und natürlichere Kleidung «à l’anglaise» traf den Zeitgeist der durch Rousseau beeinflussten Oberschicht und inspirierte während und nach der Französischen Revolution 1789 die «mode à la grecque», deren Vorbild die Antike war. Der radikale Wechsel des Modegeschmacks, der hier stattfand, ging weit über die Jahrhundertwende hinweg, so trugen modische Frauen noch um Jahre hinaus hauchdünne, weisse Chemisenkleider mit hoher Taille und weitem Ausschnitt.
Reeves und Tanner haben sich dem Lebensstil des späten 18. Jahrhunderts und den historische Nähtechniken dieser Zeit verschrieben. In einer lebendigen Mischung zwischen Vortrag und Präsentation lassen sie die europäische Mode des 18. Jahrhunderts Revue passieren und führen vor Augen, was im Dix-huitième der letzte Schrei in Sachen Mode für Mann und Frau war.