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Christian Ducotterd (CVP, Grolley) beruft sich in seinem Postulat vom 16. März auf die Vorkommnisse in der An-Nur-Moschee in Winterthur. Er sei beunruhigt über das Risiko von nicht tolerierbaren Reden von Imamen, die zur Gewalt aufriefen, so Ducotterd. «In solchen Fällen werden die Gesetzgebung und unsere Werte lächerlich gemacht. Zu oft sind die Frauen die ersten Opfer einer Koraninterpretation. Während wir täglich über Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sprechen, werden in gewissen Gemeinschaften unzulässige Praktiken toleriert», hält Ducotterd in seinem Vorstoss fest.
Laut dem CVP-Grossrat ist ein Vertrauensverlust gegenüber dem Islam nicht zu leugnen. Nur mit geeigneten Gegenmassnahmen könne man das Vertrauen wiederfinden. Er betont auch die Rolle der muslimischen Gemeinschaft. Diese müsse unbedingt in diesem Prozess aktiv werden. «Sie muss sich an der Integration ihrer Mitglieder beteiligen, auf die Anwendung der Gesetze achten, die Werte, die wir verteidigen, befördern und um eine Selbstüberwachung besorgt sein.»
Bericht verlangt
Das Postulat verlangt einen Bericht über bekannte Risiken, über Massnahmen, die getroffen wurden, um ein Abdriften zu verhindern, und über die Überwachung der Moscheen und Imame. Es empfiehlt ausserdem eine obligatorische Ausbildung der Imame zum Thema Integration und schliesslich eine Finanzkontrolle der religiösen Organisationen. «Sind die Risiken bekannt? Ist die Überwachung der Moscheen und Imame genügend? Gibt es eine Liste der Orte, wo Imame predigen? Ist es möglich, eine Liste der Imame im Kanton Freiburg zu erstellen?» Diese und andere Fragen will Ducotterd vom Staatsrat beantwortet wissen. Überweist der Grosse Rat das Postulat, muss der Staatsrat einen Bericht ausarbeiten.