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Ziel: Die Teilnehmer*innen werten das Programm aus und sind sich über ihre eigene Befindlichkeit im Klaren.
Gedanke: Hat mir der heutige Lagertag gefallen? Fühle ich mich in der Lagergemeinschaft wohl?
Text: Teufelskreis der schlechten Laune. Ilse und Bernhard zanken sich. Ilse sagt zu Bernhard: «Du bist doof!» Bernhard sagt: «Und du bist eine Ziege!» «Und du hast einen Vogel mit Brille!» sagt Ilse. «Du bist ein dummes Kamel», sagt Bernhard. Grossmutter Mull sitzt im Garten. Sie hört, wie die beiden sich zanken. «Hört auf mit dem Streit», sagt sie, «sonst geht es euch so, wie dem Milchmann. «Was für einem Milchmann?» fragte Bernhard. «Kennt ihr die Geschichte nicht?» fragt die Grossmutter Mull. Ilse und Bernhard sagten nein. «Dann hört mal zu», sagt Grossmutter Mull: «Es war einmal ein Milchmann und eine Milchfrau. Sie hatten auch einen Sohn, der hiess Emil. Und alle drei vertrugen sich gut. Eines Nachts hatte die Milchfrau schlecht geträumt. Als sie aufwachte, hatte sie ganz schlechte Laune. Sie ging in den Laden. Da sah sie, wie der Milchmann ein wenig Milch verschüttete. Sie schrie: ‹Kannst du nicht besser aufpassen, du Tollpatsch! Und du willst Milchmann sein?› Nun hatte der Milchmann schlechte Laune. Da macht die Ladentür ‹klingelingeling›, und die Lehrersfrau kam in den Laden. Sie sagte fröhlich: ‹Guten Morgen!› ‹Morgen›, brummte der Milchmann, denn er hatte ja schlechte Laune, dann bediente er die Lehrersfrau und sagte: ‹Macht eine Mark zwanzig.› Die Lehrersfrau gab dem Milchmann einen Fünfzigmarkschein. Da brüllte der Milchmann: ‹Ich bin doch kein Wechselautomat! Lieber trinke ich meine Milch allein.› Oh, wie sich die Lehrersfrau da aufregte. Ihr Hals war ganz rot, als sie den Laden verliess. Jetzt hatte sie schlechte Laune. Zu Hause sass der Lehrer am Frühstückstisch. Er wartete auf die Brötchen. Er war ein bisschen nervös und trommelte mit den Fingern auf die Tischplatte. Da zischte seine Frau ihn an: ‹Hier ist doch kein Schützenfest, dass du dauernd trommeln musst! Und du willst Lehrer sein?› Da war der Lehrer wütend. Er sprang auf und rannte in die Schule. Oh, was hatte er für schlechte Laune! In der Klasse sitzen dreissig Schulkinder. Eines der Kinder ist Emil, der Sohn des Milchmanns. Die Kinder schreiben einen Aufsatz. Emil ist fast fertig. Da macht er einen dicken Tintenklecks. Als der Lehrer das sieht, donnert er los: ‹Du Schmierfink, du Dreckspatz, du Unglücksr ...!› Da klingelts und Emil geht nach Hause. Er ist wütend. Emil hat eine Stinklaune. Zu Hause begegnet er seiner Mutter, der Milchfrau. Die hat nun wieder gute Laune. Sie sagt zu Emil: ‹Warst du auch schön artig? Hast du den Lehrer auch nicht geärgert?› Emil sieht die Mutter an. Er schluckt einmal und noch einmal. Dann sagt Emil: ‹Ich ...›» Grossmutter Mull hört auf zu erzählen. «Erzähl weiter, Grossmutter Mull», sagt Bernhard. «Ja», sagt Grossmutter Mull, «wie geht die Geschichte zu Ende?» Und sie erzählt weiter: «Emil schluckte seine schlechte Laune einfach hinunter. Dann lachte er und sagte: ‹Ich habe vielleicht einen Hunger!› Wie klug der Junge war! Wäre er nicht so klug gewesen, müsste meine Geschichte wieder von vorn beginnen.»
Günter Haubold
Animation: Ob es für die Teilnehmenden im Lager «kugelrund» läuft, zeigt sich am Stimmungsbarometer. An einer Schnur können die Teilnehmer*innen eine bestimmte Anzahl gelber oder roter Holzkugeln aufziehen. Je gelber die Kugelreihe ist, desto besser ist die Stimmung!
Ausklang: Als Abschluss singen alle gemeinsam das bekannte Lied «Der Mond ist aufgegangen».Dieses Anispi stammt aus akzente kugelrund.