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Den Beschluss, die russische Anti-Doping-Agentur Rusada wieder aufzunehmen, gab die Wada am Donnerstag bekannt. Die Exekutive soll mit 9:2 Stimmen für eine Wiederaufnahme gestimmt haben.
Die Wada schreibt in einer Mitteilung:
Dieser Entscheid enthält einen klaren von der Wada aufgestellten Zeitplan, bis wann der Zutritt zum Moskauer Labor, den Daten und Proben gewährt werden muss – verbunden mit der Festlegung, dass bei Nichterfüllung des Zeitplans, die Rusada wieder für nicht regelkonform erklärt wird.
Rio 2016 und Pyeongchang 2018 betroffen
Wegen der seit November 2015 geltenden Sanktionen waren russische Leichtathleten und Behindertensportler aus ihren Weltverbänden IAAF beziehungsweise IPC ausgeschlossen. Sie durften 2016 nicht an den Olympischen und Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen.
Das Internationale Olympische Komitee IOC hatte Russland, das bei den Winterspielen 2018 wegen des Staatsdopingskandals nicht unter eigener Flagge starten durfte, unmittelbar nach den Wettkämpfen in Pyeongchang ohne Auflagen wieder mit allen Rechten ausgestattet.
Der grösste Verrat an sauberen Athleten in der olympischen Geschichte.
Der Entscheid wurde von verschiedener Seite harsch kritisiert. Die Vorstandsvorsitzende der deutschen Nada, Andrea Gotzmann, sprach von einem «herben Rückschlag», der «ein falsches Signal» setze.
Jim Walden, Anwalt von Whistleblower Grigorij Rodtschenkow, meinte gar: «Die Entscheidung stellt den grössten Verrat an sauberen Athleten in der olympischen Geschichte dar. Die USA verschwenden ihr Geld mit der Finanzierung der Wada, die ganz offenbar unfähig ist, das russische Staatsdoping zu benennen.»
Sendebezug: SRF 3, info3, 20.9.2018, 17 Uhr