Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03463.jsonl.gz/1514

aus dem Kunstmuseum Hamburg
Die Reihe der von mir ganz selbständig oder auf Grund von eingegangenen Informationen verfaßten Artikel der „Deutschen Orient-Korrespondenz“ eröffne ich mit einem Aufsatz, der sich mit dem Verhältnisse Deutschlands zur Türkei im allgemeinen befaßt, weil die Stellung Deutschlands zur Bagdadbahnfrage nur dann richtig verstanden werden kann, wenn das Verhältnis Deutschlands zur Türkei und gleichzeitig auch die politische Haltung der Westmächte berücksichtigt werden. Der Artikel wurde vor einem Jahre durch das unberechtigte Mißtrauen der Türkei gegenüber Deutschland veranlaßt, zur Zeit als die „Lynch-Affäre“ spielte. Die seitdem eingetretenen Ereignisse haben gezeigt, daß man in Konstantinopel schließlich doch eingesehen hat, daß die deutsche Politik volles Vertrauen verdient.
D. 0. K. 1910, 28. Januar.
Text aus dem Buch: Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte, Verfasser: Wiedemann, Max.
Siehe auch:
Bagdad und Teheran : politische Betrachtungen und Berichte – Vorwort
Die Türkei, Deutschland und die Westmächte.
Deutschlands Verhältnis zur Türkei
Der Verkauf deutscher Kriegsschiffe an die Türkei
Die Sorgen der türkischen Marine um ausreichende Transportschiffe
Frankreich — noch immer die „christliche Vormacht“ im Orient