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Nürnberg, 1698
Reichsstadt Nürnberg
Signiert
Georg Friedrich Nürnberger
(Münzmeister 1677-1716)
Goldabschlag
Gew. 17,379 g (= 5 Dukaten); Dm. 43,6 mm
Inv. 1928.1018.
Die Münzbilder der während des Dreissigjährigen Krieges ab 1632 in Nürnberg geprägten Dukaten veranschaulichen von Anfang an die starke Sehnsucht nach Frieden. Analog werden auch Friedensschlüsse auf Gold- wie Silbermünzen gefeiert. Der Taler von 1698 zeigt die antikisierende Pax (Friedensgöttin) und zu ihren Füssen zwei Genien mit den beiden Wappen der Stadt. Die Legende weist auf den 1697 geschlossenen Frieden von Rijswijk hin, der in Richtung auf ein europäisches Gleichgewicht einen kurzfristigen Erfolg erreicht. Als Chronogramm erscheint die Jahrzahl 1697: In der Umschrift durch eine grössere Zeichnung hervorgehobene Buchstaben sind als lateinische Ziffern zusammenzuzählen. Die Taler, mehrfachen Taler und die Goldabschläge im Gegenwert von Dukaten sowie die Dukaten selbst zeugen vom Selbstbewusstsein einer freien Reichsstadt wie Nürnberg: Sie stellt nicht nur reguläre Münzen her, sondern auch beliebte monetäre Geschenke.