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Storchenbrücke
Die Storchenbrücke ist eine Strassenbrücke über die SBB-Geleiseanlagen (Fahrstrecken Richtung Zürich und Bülach, sowie des alten Rangierbahnhofes und Ablaufberges) und verbindet die Quartiere Tössfeld und Vogelsang/Breite. Sie ist als Schrägseilbrücke gebaut und hat eine Spannweite von 61.20 m und 63.20 m. Die Höhe des Mittelpylons beträgt 38.00 m.
Die Storchenbrücke -der Name stammt vom ursprünglich benachbarten Restaurant Storchen- wurde im Jahre 1923 anlässlich der Erweiterung des Rangierbahnhofes gebaut. Sie hiess damals noch Briggerstrassenbrücke. Die Brücke über die Linie Winterthur - Zürich mit einer Länge von zirka 90 m und 7,8 m Breite wurde damals neu erstellt und diejenige über die Linie Winterthur - Bülach von 6 m auf 7,8 m verbreitert. Beide Brücken gehörten den Schweizerischen Bundesbahnen. Wie dem damaligen Vertrag zu entnehmen ist, hatte die Stadt Winterthur einen Kostenbeitrag von Fr. 30'000.-- zu leisten, "zahlbar bei der Öffnung der Brücke". Ferner musste sie "die Kosten des neuen, vorsorglich vorgesehenen Kabelkanals für die zukünftigen Drehstromkabel sowie die Kosten des Kabelkanals für die bestehenden Kabel" übernehmen.
Die Stadt erweiterte aufgrund einer Vereinbarung mit den Bundesbahnen auf ihre Kosten die bestehende Überführung beidseitig um ein 2,5 Meter breites Trottoir. Im Bahnhofgebiet erfolgte diese Verbreiterung mit einer separaten Brückenkonstruktion. Über der Linie Winterthur-Bülach wurde die bestehende Brücke verbreitert. Bei dieser Gelegenheit wurden Eigentum, Erneuerungs- und Unterhaltspflicht im Detail neu festgelegt.
Die heutige Storchenbrücke (448müM) in Winterthur wurde 1996 gebaut und ersetzte eine schmale Vorgängerin. Sie hat Spannweiten von 61,2m und 63,2m. Die Höhe des Mittelpylons beträgt 38 Meter. Als Weltneuheit wurden bei neben den 22 konventionellen Paralleldrahtkabeln auch zwei Schrägseilkabel aus Kohlenstoff-Faserverstärktem Kunststoff eingebaut. Die vorliegende Schrägseilbrücke wurde als Alternativprojekt zu einer konventionellen Spannbetonbrücke entwickelt und einer Volksabstimmung zur definitiven Wahl unterbreitet. Sie gilt heute als Wahrzeichen von Winterthur und für Zugreisende als Eingangstor zur Stadt.
Seit dem Herbst 2009 wurde sie als Pilotprojekt mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet. Somit ist die Brücke, die ein Flair der grossen weiten Welt an die Eulach bringt, auch nachts als solche erkennbar.