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«Zambo»: Wie funktioniert das Schlafwandeln?
Rabia Liamlahi: Während du schläfst, wachst du immer wieder auf. Das passiert immer in der Tiefschlafphase, also dann, wenn du eigentlich tief und fest schläfst. Es passiert meistens nur kurz und am nächsten Morgen kannst du dich nicht mehr daran erinnern. Bei Schlafwandlern erwacht dabei aber nur ein Teil des Gehirns. Das ist der Teil, der für deine Bewegung zuständig ist. Der andere Teil des Gehirns, der deine Bewegungen bemerken sollte, schläft aber noch.
Rabia Liamlahi kennt viele Schlafwandler
Rabia Liamlahi ist Oberärztin im Kinderspital in Zürich. Dort arbeitet sie unter anderem mit Kindern, die zu wenig schlafen, immer wieder aufwachen oder eben schlafwandeln. Rabia Liamlahi versucht, den Kindern und ihren Eltern zu helfen.
Bemerke ich es, wenn ich schlafwandle?
Nein, du bemerkst das meistens nicht. Normalerweise fällt es deinen Eltern oder Geschwistern auf, wenn du mitten in der Nacht durchs Haus läufst. Du selber merkst das nicht, weil man während dem Schlafwandeln häufig wieder zurück ins Bett geht, dort weiterschläft und am nächsten Morgen nichts mehr davon weiss.
Ist das Schlafwandeln normal?
Ja, total. Wir Ärzte schätzen, dass jedes fünfte Kind im Vorschulalter schlafwandelt. Wenn du älter wirst, verschwindet das langsam. Von den Erwachsenen schlafwandeln nur noch zwei von hundert Menschen.
Kann das Schlafwandeln auch gefährlich sein?
Die meisten Eltern kommen mit ihren Kindern zu mir, weil sie das Schlafwandeln beunruhigt. Ich erkläre ihnen dann, dass das Schlafwandeln eigentlich harmlos und ungefährlich ist, solange die Fenster geschlossen bleiben und spitze Gegenstände sicher versteckt sind. Es kann nämlich passieren, dass sich Schlafwandler verletzen oder aus dem Fenster klettern wollen.
Was kann ich gegen das Schlafwandeln unternehmen?
Es gibt einige Tricks, wie man das Schlafwandeln vermeiden oder zumindest verringern kann. Zum Beispiel solltest du immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen - auch am Wochenende. Wichtig ist auch, dass du immer genug schläfst und entspannt bist, denn Schlafmangel und Stress fördern das Schlafwandeln.