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In den letzten Jahrzehnten hat sich die Physiotherapie über die konventionellen Techniken hinaus entwickelt und ist immer breiter, effizienter und spezialisierter geworden, was dem professionellen Physiotherapeuten ein hohes Mass an Spezialisierung ermöglicht und die Qualität der Resultate mit höchster Sorgfalt gewährleistet. Die Entwicklung dieser Branche hat zu neuen und innovativen Arbeitstechniken geführt, deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist und welche gleichzeitig Sicherheit und maximalen Nutzen für den Patienten bieten.
Die invasive Physiotherapie umfasst alle von einem Physiotherapeuten angewandten Fachtechniken, bei welchen eine Nadel auf perkutanem Weg und mit Hilfe eines Ultraschalls in das neuro-muskulo-skelettale Gewebe als Instrument zur Beurteilung und/oder Behandlung eingesetzt wird.
Einige der meist vorkommenden Techniken in diesem Bereich sind die perkutane Elektrolyse (EPM), die perkutane Neuromodulation (NMP_e), das Dry Needling, die Mesotherapie und die Elektroakupunktur.
Als Grundlage für die Anwendung dieser Techniken ist eine gründliche Kenntnis des Ultraschalls des Bewegungsapparats erforderlich, welche die Evaluation oder die Führung der Behandlungen ermöglicht. Dieses ermöglicht effektivere Resultate, insbesondere dort, wo frühere Behandlungen fehlgeschlagen sind.
Die invasive Physiotherapie ersetzt nicht die konventionelle Physiotherapie, sondern ist eine Ergänzung davon, welche den therapeutischen Effekt exponentiell erhöht.
Ein grosser Vorteil der invasiven Physiotherapie liegt in den Resultaten, welche bereits nach der ersten Sitzung zu sehen sind. In der Regel sind drei bis fünf Sitzungen erforderlich, um eine Problematik zu behandeln (z. B. Epicondylitis).
Diese Behandlungsart weist ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis auf, zum einen aufgrund der erheblichen Reduktion der Behandlungskosten, zum anderen aufgrund der Tatsache, dass der Patient früher an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann, was eine erhebliche Ersparnis für die Lohnausfallversicherung bedeutet.