Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03526.jsonl.gz/136

Final im Teamsprint als Lichtblick
Am Samstag verpasste Roman Schaad (26) in Dresden den Final im Einzelsprint mit Rang 55 deutlich.
Konrad Schuler
Es will in dieser Saison bei Roman Schaad einfach nicht so richtig anhängen. «Es kam ein bisschen viel zusammen», sagte dieser am späten Sonntagabend dazu. Zuerst wurde er im November während dreier Wochen wegen Problemen mit der Achillessehne links am Schneetraining gehindert und startete beim ersten Rennen in Davos mit Trainingsrückstand. Danach lief es in Planica mit dem 30. Rang im Einzelsprint einigermassen gut. Auf der Lenzerheide wurde er nicht für die ersten beiden Rennen der Tour de Ski aufgeboten, da die Tour nicht mit einem Sprint begann. Ab Silvester war er eine Woche lang krank, wodurch ihm eine gute Vorbereitung für die beiden Rennen vom Wochenende in Dresden verunmöglicht wurde.
So trat der Unteriberger am Samstag in Dresden im Sprint im freien Stil geschwächt und nach keineswegs idealer Vorbereitung zum Start an.
Finalqualifikation im Teamsprint
Beim Prolog im Einzelsprint am Samstag verlor Roman Schaad als Drittbester von vier gestarteten Schweizern 7,33 Sekunden auf den Schnellsten Lucas Chanavat und belegte den enttäuschenden 55. Rang. Von den Schweizern klassierte sich nur Jovian Hediger mit Rang 14 im Prolog und Rang 17 nach dem Ausscheiden im Viertelfinal in den Punkterängen.
«Es ging mir gar nicht gut, ich bin nicht gut gelaufen, ich war nach der Krankheit klar zu wenig spritzig», führte Roman Schaad am Sonntagabend gegen Mitternacht in Kloten nach seiner Ankunft mit dem Flugzeug aus. Am Sonntag startete Roman Schaad zusammen mit Erwan Käser, der am Samstag sogar nur 60. geworden war, als Schweiz 2 im Halbfinal A. Schweiz 1 mit Jovian Hediger und Janik Riebli startete im Halbfinal B. Schweiz 1 wurde im Halbfinal Fünfter und verpasste den Einzug in den Final. Schweiz 2 mit Roman Schaad wurde im Halbfinal Siebter und qualifizierte sich dank der besseren Zeit als Lucky Loser für den Final. Das war zumindest ein kleiner Lichtblick.
Im Final wurde ein neuer Modus angewendet. Jeder der beiden Läufer hatte sechsmal eine Runde à 650 Metern zu absolvieren. Nach jeder Runde wurde an den Kollegen übergeben. Roman Schaad und Erwan Käser liefen in den hinteren Rängen, blieben aber bis zur Runde neun von zwölf an der Spitze dran. Erst in der zehnten Runde setzten sich fünf Teams allmählich ab. Am Schluss sprinteten die ersten fünf Teams um den Sieg, die zweiten fünf Teams um die Ränge sechs bis zehn. Sieger wurde Frankreich 1 mit Lucas Chanavat und Jay Renaud. Roman Schaad lief als Neunter ins Ziel mit nur 0,6 Sekunden Rückstand auf den sechsten Platz. Nach dem 14. Platz im Teamsprint in Planica bedeutete dieser neunte Platz doch eine kleine Steigerung.
«Es ging heute Sonntag deutlich besser. Im Halbfinal konnten wir gut mithalten, im Final waren wir bis zu Runde neun an der Spitze mit dabei. Der neue Modus wurde eigentlich von allen Läufern aus allen Nationen gelobt, denn er ist mehr auf uns Sprinter zugeschnitten als der bisher übliche Modus», liess sich Roman Schaad am Sonntagabend vernehmen.
Nun folgen Rennen im Continentalcup
In den nächsten Wochen wird Roman Schaad keine Weltcuprennen bestreiten. Das war schon zu Beginn der Saison so geplant. Am nächsten Wochenende startet er im Continentalcup in Pragelato, Italien. Am Samstag steht ein 30-Kilometer-Rennen mit Massenstart im klassischen Stil auf dem Programm, am Sonntag ein 10-Kilometer-Lauf im freien Stil.
In drei Wochen startet er an den Schweizer Meisterschaften in Realp, am Samstag über 15 Kilometer im klassischen Stil, am Sonntag in der freien Verfolgung über ebenfalls 15 Kilometer. «Es gilt nun für mich, in den nächsten Wochen gut zu trainieren. Vor allem werde ich viele Ausdauereinheiten machen. Dazwischen werde ich den einen oder anderen Wettkampf ausserhalb des Weltcups bestreiten», so Roman Schaads Zielsetzungen für die nächsten Wochen.