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Das Wichtigste in Kürze
- Litauen will den Transitverkehr zur russischen Exklave Kaliningrad beschränken.
- Russland spricht von einer Blockade und kündigt Reaktionen gegen das Nato-Land an.
- Ob Putin seinen Krieg sogar ausweiten wird? Ein Experte gibt seine Einschätzung.
Kaliningrad ist ein Teil von Russland, welcher mit dem Rest des Landes nicht verbunden ist. Die Exklave grenzt unter anderem an das EU- und Nato-Land Litauen. Güter aus Russland werden meist mit dem Zug über Belarus und Litauen nach Kaliningrad gebracht.
Doch genau das wird für Putin jetzt zum Problem: Litauen hat nämlich angekündigt, den russischen Transitverkehr zu Kaliningrad zu beschränken. Durch die EU sanktionierte Waren sollen künftig nicht mehr auf der Schiene in die Exklave gebracht werden können.
Russland sieht dies als Provokation und droht mit Konsequenzen. Kremlsprecher Dmitrij Peskow forderte das Nato-Land Litauen auf, die Blockaden unverzüglich aufzuheben. Anderenfalls werde Russland «Massnahmen zum Schutz seiner nationalen Interessen treffen».
Wäre Putin bereit, den Ukraine-Krieg auszuweiten?
Mehrfach erhoben mehrere Teilnehmer im TV die Forderung nach der Schaffung eines Korridors zwischen Russland und Kaliningrad. Das würde einen Angriff auf die dazwischenliegenden Länder Lettland und Litauen bedeuten.
Aufgrund des Bündnisvertrages wären somit auch die übrigen Nato-Staaten im Ukraine-Krieg involviert, erklärt Sicherheitsexperte Albert A. Stahel. «Russland hätte damit einen Krieg gegen die Nato ausgelöst, der das Risiko der Eskalation zu Nuklearwaffen in sich bergen dürfte.»
Dieses Szenario hält Sicherheitsexperte Stahel aber nicht für wahrscheinlich: «Einen Nuklearkrieg dürfte Russland heute unter allen Umständen vermeiden wollen.»
Denkbar sei hingegen, dass Putin wegen des Streits mit Litauen Cyberwar-Aktionen gegen das Land intensivieren wird. Bereits heute würde Russland laut Stahel einen Computerkrieg gegen die baltischen Staaten führen.