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2018 jährt sich zum fünfzigsten Mal die Niederschlagung des sogenannten Prager Frühlings. Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten besetzten im August 1968 die damalige Tschechoslowakei und beendeten die Liberalisierungs- und Demokratisierungsbestrebungen der tschechischen kommunistischen Regierung. Im Zuge dieser Ereignisse verliessen weit über 100‘000 Bürgerinnen und Bürger das Land, um nicht in einem sowjetischen Satellitenstaat mit repressiver Politik leben zu müssen. Über 13‘000 von ihnen blieben schliesslich in der Schweiz, wo sie sich ein neues Leben aufbauten.
Im Gedenken an diese Ereignisse, welche das bilaterale Verhältnis zwischen der Schweiz und den heutigen Republiken in Tschechien und der Slowakei bis heute nachhaltig prägen, organisierte die Schweizerische Botschaft in Prag die Ausstellung „Druhý Život“ (das zweite Leben). Der Kern des Projekts besteht aus einer Fotowanderausstellung. Die tschechisch-schweizerische Fotografin Iren Stehli porträtiert 25 tschechoslowakische Emigranten, die ihre zweite Heimat in der Schweiz gefunden haben. Die Ausstellung, die nacheinander in Prag, Zlín, Brno, Plzeň und Bratislava gezeigt wird, wird von einem Katalog und einem Dokumentarfilm der Schweizerin Fiona Ziegler, Absolventin der Prager Filmhochschule, begleitet.