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Das geschah am Mittwoch am US Open
Das passierte am dritten Turniertag am US Open in New York.
Land unter im Big Apple
Am dritten Turniertag brachten die Ausläufer des Hurrikans Ida das Programm durcheinander. Am Abend konnte sogar im überdachten Louis Armstrong Stadion nicht mehr gespielt werden, da heftige Windböen den Regen in die Arena peitschten. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio rief wegen des «historischen Wetterereignisses» den Notstand in der Stadt aus, der später auf den ganzen Bundesstaat ausgeweitet wurde. Flutartige Regenfälle setzten die Strassen in Manhattan, Brooklyn und Queens unter Wasser sowie den U-Bahn- und Bahnverkehr ausser Betrieb. Der Flugverkehr am Flughafen Newark wurde vorübergehend eingestellt. Im Central Park fiel innerhalb einer Stunde die Rekordmenge von 80 Millimeter Regen. Mindestens acht Menschen kamen ums Leben.
Tsitsipas' Toilettenpausen
Mit einer langen Toilettenpause hatte Stefanos Tsitsipas in seiner Erstrundenpartie Andy Murray zur Weissglut getrieben. Und auch beim Viersatzsieg gegen den Franzosen Adrian Mannarino legte der Grieche eine solche ein. Als er nach gut sieben Minuten auf den Centre Court zurückkehrte, wurde Tsitsipas vom Publikum ausgepfiffen. Coach Patrick Mouratoglou hatte seinen Schützling zuvor in Schutz genommen. «Stefanos hat nicht gegen die Regeln verstossen. Jeder Spieler macht das, was ihm gut tut», sagte der Franzose gegenüber «ESPN». Der Vorwurf, dass sich Tsitsipas in den Pausen via Handy coachen lasse, sei absurd. Die Länge der erlaubten Pausen zu kürzen, sei aber sicherlich diskussionswürdig.
Ein Wasser mit Kohlensäure als Belohnung
Henri Laaksonen steht in New York zum zweiten Mal nach dem French Open in Paris an einem Grand-Slam-Turnier in der 3. Runde. Grund zu einer grossen Feier gab es für den 29-jährigen Schaffhauser deswegen aber nicht. Auf die Frage, wie er sich für den Sieg gegen den Chilenen Cristian Garin belohnen werde, sagte Laaksonen: «Mit einem Mineralwasser - mit Kohlensäure.» Am Freitag trifft der einzige Schweizer mit dem Deutschen Peter Gojowczyk ebenfalls auf einen Qualifikanten.
Gauff scheitert an ihrem ehemaligen Idol
Das mit Spannung erwartete Zweitrunden-Duell in der Night-Session zwischen den beiden amerikanischen Hoffnungen Coco Gauff und Sloane Stephens entschied die elf Jahre ältere Stephens überraschend klar für sich. Die US-Open-Siegerin von 2017, die im WTA-Ranking nur Rang 66 belegt, setzte sich gegen das 17-jährige Ausnahmetalent in 66 Minuten 6:4, 6:2 durch. Die beiden kennen sich schon lange. Gauff hatte an ihrem 10. Geburtstag ihr Idol eingeladen, worauf Stephens prompt auf der Party erschienen war, wie «USA Today» berichtete.
Lucky Loserin Rachimowa in der 3. Runde
Die Lucky Loserin Kamilla Rachimowa (WTA 134) hat ihr zweite Chance mehr als genutzt. Nach Kristina Mladenovic schlug die 20-Jährige aus Jekaterinburg in der 2. Runde des Haupttableaus auch ihre Landsfrau Jekaterina Alexandrowa und qualifizierte sich damit bei ihrem zweiten Grand-Slam-Turnier nach dem French Open 2020 erstmals für die 3. Runde. Der Lohn für den Exploit Rachimowas sind 180'000 Dollar Preisgeld und 130 Punkte in der Weltrangliste.
Masarova scheidet aus
Für Rebeka Masarova (WTA 231) endete die erste Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier in der 2. Runde. Die 22-jährige Baslerin, die seit 2018 für Spanien spielt, verlor gegen die Ukrainerin Jelina Switolina, die Nummer 5 der Setzliste, 5:7, 2:6. Dank ihrem Vorstoss in die 2. Runde wird die Juniorensiegerin des French Open 2016 in der Weltrangliste erstmals in die Top 200 vorstossen.
Osaka kampflos weiter
Titelverteidigerin Naomi Osaka erreichte kampflos die 3. Runde. Die Japanerin profitierte vom Rückzug der Serbin Olga Danilovic, die in den letzten Tagen mit einem viralen Infekt zu kämpfen hatte. Sie sei aber nicht an COVID-19 erkrankt, teilte Danilovic auf den sozialen Netzwerken mit. Mit Viktoria Asarenka erreichte auch die letztjährige Finalistin die 3. Runde. Die 32-Jährige aus Belarus setzte sich gegen die Italienerin Jasmine Paolini in zwei Sätzen durch.
Auch Ruud und Dimitrov scheitern
Mit dem Norweger Casper Ruud (ATP 11) und dem Bulgaren Grigor Dimitrov (ATP 18) schieden neben Cristian Garin weitere Spieler aus den Top 20 aus. Ruud, der in diesem Jahr schon vier Titel gewonnen hat (u.a. in Gstaad), scheiterte am niederländischen Qualifikanten Botic van de Zandschulp, Dimitrov gab gegen den Australier Alexei Popyrin Mitte des dritten Satzes wegen einer Fussverletzung auf. Die ersten zwei Durchgänge hatte der Bulgare im Tiebreak verloren.