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Im Jahr 1138 wurde das Kloster Fischingen durch den Konstanzer Bischof Ulrich II gegründet. In einer Bauzeit von nur sechs Jahren liess er einen Glockenturm, je ein Haus für Mönche und Schwestern, sowie eine Herberge errichten.
Das Kloster sollte damals den Pilgern auf dem Weg von Konstanz nach Einsiedeln Obdach und Zuflucht bieten. Heute leben im Kloster Fischingen sechs Benediktiner.
In der Zeit der Hochblüte im Jahr 1210 zählte die Abtei gegen 150 Mönche und 120 Nonnen.
Die Klosteranlage wurde im 17. und 18. Jahrhundert im Barock- und Rokokostil umgebaut. Zwischen den Jahren 1685 und 1687 wurde eine neue Abteikirche errichtet. Wegen hohen Schulden, welche während den Um- und Neubauten entstanden, konnte der Umbau nicht vollständig abgeschlossen werden.
In der Zeit des Barocks wurde das Kloster von Priestermönchen dominiert, also Mönchen mit einer Priesterweihe, auch Patres genannt. Zwischen den Jahren 1650 und 1780 lebten insgesamt 134 Mönche im Kloster. Davon waren 97 Patres. Eine Anzahl von 35 Mönchen ohne Priesterweihe wurde im gesamten Zeitraum nie erreicht. Im Jahr 1725 lebten 34 Mönche ohne Priesterweihe im Kloster. Die Anzahl dieser Mönche war immer sehr klein. 25 Jahre später, also im Jahr 1750, waren es zum Beispiel nur 4.
Die meisten Mönche stammten aus der Alten Eidgenossenschaft. Nur 17 Mönche waren keine Schweizer. Die meisten kamen aus dem Gebiet der Fürstabtei St. Gallen, der gemeinen Herrschaft Thurgau und aus der katholischen Innerschweiz (Uri, Schwyz, Luzern und Zug). Die Ausländer kamen aus Österreich und Deutschland.
Möchten Sie das Kloster in Fischingen besuchen? Sie erreichen die Abtei mit der Linie 734. Fahren Sie bis zur Haltestelle «Fischingen, Kloster», welche sich direkt beim Kloster befindet.