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Das Weinlaub ist auch unter dem Namen Weinrebenblätter bekannt. Damit sind die Laubblätter der Edlen Weinrebe gemeint. Die Trauben der Weinrebe werden je nach Sorte zu Rot- und Weisswein oder zu Traubensaft verarbeitet, oder sie werden als Frucht genossen. Die Kerne der Trauben haben einen sehr hohen OPC-Gehalt (Oligomere Proanthocyanidine) und werden deswegen zu Traubenkernextrakt oder zu Traubenkernöl verarbeitet.
Die Weinrebe ist ein Lianen-Gewächs, welches eine Wuchshöhe zwischen 2 und 10 Metern erreichen kann. Der mehrjährige Stamm der Weinrebe ist hölzern und bildet die Triebe aus. An den Trieben wachsen die rundlich, herzförmigen Blätter. Diese haben eine filzig behaarte Unterseite und färben sich im Herbst tiefrot. Die gelbgrünen Blüten sind sehr unscheinbar und blühen von Mai bis Juni. In den Beeren wird der Zucker gespeichert, welche die Weinrebe anhand der Photosynthese produzieren kann. Im Herbst, dann wenn die Reifephase ist, entwickeln sich in den Beeren die sortentypischen Aroma- und Farbstoffe.
Als Arzneidroge kommt das getrocknete rote Weinlaub zum Einsatz. Also nichts anderes, als die im Herbst rötlich verfärbten Blätter. Aus ihnen werden Trockenextrakte hergestellt, welche dann für die innerliche und auch äusserliche Anwendung weiterverarbeitet werden. Als Auszugsmittel wird üblicherweise Wasser verwendet.
Die Weinrebe ist in Mittel- und Südeuropa, Australien und Südafrika heimisch. Dort wächst sie zerstreut in Auwäldern der Ebene und im Hügelland. Die Böden sollten eher trocken und nur mässig feucht sein.