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|Personalien|
Meine Beförderung zum kaufmännischen Leiter der TECTON-Gruppe verlangt auch in zeitlicher Hinsicht ein grösseres Engagement. Trotzdem versuche ich das Gleichgewicht zwischen TECTON, Familie und Hobby zu erhalten. Die Bedürfnisse der Familie gehen mit zwei (fast) erwachsenen Töchtern und einem elfjährigen Sohn eher etwas zurück, zumal mein Junior seit diesem Jahr auch aktiv an meinem Hobby teilnimmt. Ein grosser Teil meiner Freizeit gehört dem Modellrennsport. Einem Hobby also, das vielfach als ‚das Kind im Vater‘ belächelt wird mit vielen anderen Randsportarten im gleichen Boot sitzend um Anerkennung ringt.
Wer sich jedoch die Mühe nimmt, einmal etwas genauer nachzufragen kann erkennen, dass es sich dabei um eine durchaus seriös betriebene Sportart handelt mit jährlich ausgetragenen Schweizer-, Europa- und Weltmeisterschaften.
Der Modellrennsport unterteilt sich in verschiedene Kategorien, z.B. nach Grösse wie 1:10, 1:8, 1:5, 1:4 usw., oder nach Verbrenner- oder Elektromotoren, Flachbahn, Off Road. Ich persönlich habe mein Herz an die Königsklasse verloren, die Flachbahnrennen im Massstab 1:5, mit Modellen die immerhin eine Länge von rund 80 cm und ein Gewicht von ca. 10 kg aufweisen. Angetrieben werden diese Modelle von einem 23 ccm Verbrennermotor und erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 80 – 100 km/h.
Gesamtschweizerisch gibt es einen Dachverband (SRCCA), in dem alle Kategorien und alle Clubs des Modellrennsports zusammengefasst sind. Dieser Verband regelt alle wichtigen Bereiche der Modellrennsportfamilie in der Schweiz und vertritt die Interessen der Schweizer gegenüber dem europäischen Verband und dem Weltverband. Als Obmann der Kategorie 1:5 vertrete ich die Interessen aller Fahrer dieser Kategorie im schweizerischen Verband. Zu meinen Aufgaben gehört es auch, das Reglement für unsere Kategorie zu erstellen und darauf zu achten, dass es auch eingehalten wird. lch organisiere die Schweizermeisterschaft, die in der Regel an sechs Wochenenden (12 SM-Läufe) ausgetragen wird auf permanenten Pisten in Lostallo (Tl), Aigle (VD), Sitterdorf (TG), Wallisellen (ZH) und Brugg (AG). Ausgetragen wird die Schweizermeisterschaft in zwei Klassen für Tourenwagen (DTM), Expert und Amateur. Besonders stolz bin ich darauf, dass in diesem Jahr zum ersten Mal zusätzlich auch noch eine Klasse Formel 1 gefahren werden konnte. Eine Klasse, die auch für die Zuschauer besonders attraktiv ist.
Ich selber bin dieses Jahr bei den Tourenwagen-Expert und Formel 1 mitgefahren und konnte mich im hinteren Mittelfeld klassieren. Für absolute Spitzenleistungen benötigt man neben dem fahrerischen Talent auch genügend Zeit und technisches Flair, um die Autos optimal auf die Rennen vorbereiten und auf die jeweilige Piste abstimmen zu können. Es gibt in der Schweiz nur wenige Fahrer die dies absolut professionell beherrschen.
Zu meinen Aufgaben gehört es auch als Team-Manager das zehnköpfige Swiss-Team an den Europameisterschaften zu betreuen. ln diesem Jahr hatten wir das grosse Glück, dass einerunserer Spitzenfahrer, Roland lff aus Wetzikon, in Österreich den Europameistertitel erkämpfen konnte, in einem Feld von 140 europäischen Spitzenfahrern. Dieser Titelgewinn in diesem Jahr ist für uns Schweizer besonders wertvoll, da nun ein Schweizer im Jahr 2001 den Titel an der Europameisterschaft im eigenen Land (Lostallo TI) verteidigen darf. Ich erhoffe mir daraus natürlich auch eine Popularitätssteigerung dieser Kategorie in der Schweiz.
Hoffentlich habe ich mit diesem kleinen Beitrag etwas Interesse geweckt, und es würde mich freuen, wenn ich an den Rennen im nächsten Jahr unter den Zuschauern auch ab und zu einmal ein TECTON-Gesicht erblicken könnte. Vielleicht bekomme ich noch einen kleinen Platz in der nächsten Ausgabe der TECTONEWS um die Renndaten 2001 bekannt zu geben, oder erkundigen Sie sich doch einfach über Internet www.srcca.ch.
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