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Der Italiener Lamberto Zannier ist von den 56 OSZE-Mitgliedsländern einstimmig zum Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ernannt worden. Das teilte der litauische OSZE-Vorsitzende, Aussenminister Audrionius Azubalis, mit.
«Ich bin erfreut, anzukündigen, dass, nach sorgsamen Abwägungen, meine OSZE-Kollegen und ich Lamberto Zannier auserkoren haben, das Ruder dieser wichtigen Organisation zu übernehmen», wird Azubalis in einer Mitteilung zitiert. Zannier kam zum Zug, nachdem die ursprüngliche Favoritin, die österreichische Ex-Aussenministerin Ursula Plassnik am Veto der Türkei gescheitert war.
Zannier soll am 1. Juli in sein neues Amt eingeführt werden. Er löst den französischen Diplomaten Marc Perrin de Brichambaut ab. Der Italiener ist derzeit Chef der Uno-Mission im Kosovo (Unmik), die durch die Unabhängigkeit der früheren südserbischen Provinz praktisch bedeutungslos geworden ist.
Abteilung für Abrüstung
Der aus dem Friaul stammende Zannier studierte Rechtswissenschaften an der Universität Triest. Ende der 1970er Jahre startete er seine diplomatische Karriere als Mitarbeiter der Uno-Ernährungsorganisation FAO in Rom.
Von 1982 bis 1987 arbeitete er an der italienischen Botschaft in Wien, ehe er wieder ans Aussenministerium in Rom wechselte. In den Jahren 1991 bis 1997 leitete er die Abteilung für Abrüstung im Nato-Generalsekretariat in Brüssel.
OSZE-Erfahrung sammelte er in den Jahren 2002 bis 2006 als Leiter des Konfliktpräventionszentrums der Organisation in Wien. 2008 ernannte ihn Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Unmik-Chef.
(tno/sda)