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Dem Entwurf liegt das korrelierende Thema des „Gegenübers" zu Grunde. Die Längsshed-Typologie als Durchfahrtshalle reagiert thematisch auf die funktionalen Anforderungen einer flexiblen Hallenstruktur. An ihren Längsfassadenseiten wird der Aussenraum durch weit auskragende Vordachbereiche in den Arbeitsalltag mit einbezogen. Die programmatische Schnittlinie verläuft klar definiert zwischen dem Arbeits- und Hallenbereich und wird durch den Seitenwechsel der Sheddach-Ausrichtung architektonisch akzentuiert. Die Richtungsalternierung führt an dieser Stelle gemeinsam mit dem Programm zu einem Wechsel des Lichtes, der räumlichen Wahrnehmung und der Raumtemperatur.
Die Struktur des Industriebaus ist tektonisch klar gegliedert in die Schichten Primär-, Sekundär- sowie Hüll- und Dachstruktur. Die Leimbinder des Dreigelenkrahmen mit Gegenkragarmen (Vordächer) werden durch Längspfetten überspannt, auf welchen die hinterlüftete Dachhaut (Zink-Wellblech) zum liegen kommt.Das Thema des „Gegenübers" wird in der Wahl der konstruktiven Fügungsdetails fortgeführt. Ein alternierender Wechsel der primären Stützen-Träger-Verbindungen findet in Form einer Spangen-Konstruktion den Schulterschluss mit der sich spiegelnden Gebäudestruktur. Die Sekundärstruktur in Rahmenbauweise bildet den raum-definierenden Abschluss aus.
Ausfachende, vertikale Lattenschalungen, nach Aussen hinterlüftet, sowie in die Rasterstruktur komponierte Öffnungen zeichnen das Erscheinungsbild der Fassade. Die Oberflächenbehandlung des Lärchen-Holzbaus folgt dem thematischen Prinzips des Gegenübers. So sind die nach Aussen exponierten Flächen dunkel lasiert, während die inneren Holzelemente lediglich leicht vorvergraut bzw. natur belassen werden.