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Der Airbus-Grosskunde Emirates Airline will wegen der Probleme mit dem Flugzeugtyp A380 Ausgleichszahlungen vom europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS. Die Fluglinie werde alle 21 Maschinen des Typs nach und nach auf Risse untersuchen und diese ausbessern. Die Emirates Airline rechnet dadurch bis Ende März mit einem Umsatzausfall von bis zu 90 Millionen Dollar, zitiert die «Financial Times», Tim Clark, den Präsidenten der Fluglinie Emirates. An 10 Flugzeugen, die bisher untersucht wurden, seien die Haarrisse entdeckt worden.
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hatte im Februar eine Überprüfung aller A380-Maschinen angeordnet, nachdem an den Klammern, die die Rippen mit den Tragflächen verbinden, Haarrisse entdeckt worden waren. Die EADS -Tochter Airbus hatte einen Fehler im Herstellungsprozess eingeräumt. Die Reparatur der Flügelteile koste EADS voraussichtlich 105 Millionen Euro, teilte der Konzern am Donnerstag in Paris mit.
Betroffen von den Problemen waren zuletzt die Fluggesellschaften Qantas und Singapore Airlines sowie drei Testflugzeuge. Auch die Lufthansa sowie die Fluggesellschaften China Southern, Korean Air Lines und Air France-KLM haben die A380 im Einsatz. Singapore Airlines, die erste Fluggesellschaft, die den doppelstöckigen Riesenflieger A380 2007 eingesetzt hat, habe an allen 10 bisher untersuchten Flugzeugen Risse entdeckt, berichtet die Zeitung.
(vst/awp)