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Spitzenwinzer Vittorio Fiore verhalf der Sangiovese-Traube zu neuem Ansehen.
Manche Menschen sind ganz einfach Visionäre. Als der «Flying Winemaker» Vittorio Fiore in den 1970er-Jahren an Gründung und Aufbau des Weinguts Castelluccio mitwirkte, liess er eine detaillierte Terroirstudie durchführen. Aufgrund der Ergebnisse unterteilte er die Weinberge in sogenannte «Ronchi», separate Parzellen mit verschiedenen Böden und Mikroklimata. In der Romagna kam dies einem revolutionären Akt gleich. Denn ganz ehrlich, in Sachen Wein traute man dem Gebiet damals nicht allzu viel zu. Doch Fiore strafte die Zweifler Lügen.
Castelluccio – gelegen in den Hügeln von Modigliana, einem Landstrich, der bis in die 1930er-Jahre zur Toskana gehörte – wurde zum Vorbild für die ganze Region. 1999 schliesslich kaufte der Geburtshelfer sein Lieblingskind. Heute wachen seine Söhne über den Betrieb: Claudio als Önologe und Alessandro als Verkaufsleiter. Und die Weine? Wunderbare Tropfen aus Sangiovese, die zeigen, dass diese Sorte nicht nur auf die Toskana abonniert ist.