Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03383.jsonl.gz/1378

Operationen bei Mastdarmkrebs
Hohe/tiefe anteriore Rektumresektion
Bei Tumorsitz im sogenannten Mastdarm kann heute in 90% der Fälle der Schliessmuskel und damit die Kontinenzfunktion erhalten werden. Diese Erfolge werden zusätzlich durch eine wesentlich sichere und prognose-verbessernde Operationstechnik der sogenannten „total mesorektalen Exzision“ weiter verbessert. Manche Tumore benötigen aufgrund ihres Sitzes und der Eindringtiefe in die Wand des Mastdarms eine Vorbehandlung mittels Strahlen- und Chemotherapie. Während des Eingriffes wird streng entlang der sogenannten Hüllfaszien präpariert und so das Risiko des Wiederauftretens des Tumors an der gleichen Stelle (Lokalrezidiv) minimiert. Auch bei diesem Eingriff werden alle Filterstationen der Lymphknoten mitentfernt. Die Rekonstruktion erfolgt dann durch eine Verbindung zwischen dem gesunden Dickdarm und dem kleinen Mastdarmrest oberhalb des Schliessmuskels. Evtl. kann es vorteilhaft sein, hier einen Dickdarmpouch als Reservoir vorzuschalten. Beim tiefsitzenden Mastdarmkrebs wird die Rekonstruktion abschliessend für ca. 3 Monate durch einen künstlichen Dünndarmausgang „trocken gelegt“, um sicherer abheilen zu können. Die Spitaldauer beträgt ca. 8-12 Tage.