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Franz Steiner wurde 1959 als zweites von vier Kindern im Alpthal (Schweiz) geboren. Er wuchs auf einem Bauernhof auf. Am liebsten weilte er im nahen Wald oder am Bach. Früh erprobte er sich durch Ferienjobs im praktischen Leben und fand dort den Kontakt zu verschiedensten Menschen. Nachdem er die obligatorischen Schuljahre durchlitten hatte, erlernte er den Beruf des Zimmermanns (74-77) und war fortan als Zimmermann und Dachdecker tätig. Nebenher baute er 1980 das erste eigene Haus, ein Chalet. Im selben Jahr erwarb er das schweizerische Skilehrerpatent und arbeitete von da an im Winter als Privatskilehrer.
Aus der ersten Ehe (82-86) ging 83 eine Tochter hervor, die ab dem 12. Lebensjahr bei ihm lebte.
84 lieβ er sich in einer Möbelfabrik anstellen.
85 gründete er eine eigene Holzbaufirma, die heute noch als Haus- und Möbelbauwerkstätte besteht.
86 lernte er die Anthroposophie kennen.
87 arbeitete er auf einer Demeter-Milchfarm in Ontario, Kanada.
88 erfüllte er den Auftrag, in Benghasi/Libyen ein Labor für eine Schokoladenfabrik zu errichten.
Im selben Jahr baute er aufgrund der damals publik gewordenen Bauskandale sein erstes biologisches Haus in der Schweiz. Dabei erkannte er, dass eine Alternative auch keine Lösung sein kann, da das gleiche (falsche) Denken (Bremsen, Dichten, Isolieren…) nur mit anderen Mitteln fortgesetzt wird.
89 reiste er nach Indonesien (Sumatra, Bali, Lombock), wo er seinen Onkel, einen Kapuziner-Missionar besuchte und dort - auf der Suche nach dem Christentum - ernüchternde Gespräche mit Missionaren verschiedener Konfessionen führte.
Zurück in der Schweiz ging die Suche nach neuen Ansätzen im Hausbau erst recht los.
Sie führte ihn zunächst an verschiedene goetheanistisch ausgerichtete Studienstätten Bildender Künste in Österreich, der Schweiz und Deutschland.
Die eigenen tieferen Fragen blieben an diesen Orten jedoch unbeantwortet.
Erst 1990 durch die schicksalhafte Begegnung mit dem Bildhauer F. A. Coufal in Wien wurde ihm ein individueller Schulungsweg für Bildhauerei und Architektur ermöglicht.
Parallel zu seinem Leben als Handwerker konnte er an der Seite dieses Meisters bis zu dessen Tode im Jahre 99 seine künstlerischen Fähigkeiten entwickeln.
In dieser Zeit beteiligte er sich mit eigenen Holzreliefs, Grafiken und Marmorplastiken an Ausstellungen in Österreich, der Schweiz und Finnland.
94 baute er das erste Organisch gestaltete Haus in der Schweiz mit natürlichen Materialien.
Danach folgten verschiedene anspruchsvolle handwerkliche Dedailarbeiten mit Massivholz, Planungen für Projekte Organischer Architektur, Design und Herstellung plastisch gestalteter Vollholz-Möbel, erste Vorträge und Seminare in Österreich, der Schweiz und Deutschland.
05 begegnete er seiner späteren Frau. 06 und 08 wurden die gemeinsamen Söhne geboren. 09 erfolgte die Heirat.
Seit 06 verfeinert Franz Steiner seine Formsprache und den Umgang mit natürlichen Materialien (vor allem Hölzern) im Haus- und Möbelbau bis zu feinstofflichen Wirkungen. Ihm ergeben sich immer deutlichere Begriffe für seine ganzheitliche Sichtweise des Bauwesens, wie „Alchemie des Bauens, Bauen als Gesamtkunstwerk, Raumheilung, Haus als Lebenshülle, Kraftort Zuhause“.