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Die politische Krise in Venezuela spitzt sich immer weiter zu. Zuletzt scheiterte ein Putschversuch durch den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaido. Was die Krise im Land angerichtet hat, zeigen folgende 6 Grafiken.
Man beachte die «Kurve» von Nachbarland Kolumbien. Im Vergleich zu Venezuela ist sie gar nicht zu sehen. Die 10 Mio. Prozent sind allerdings nichts im Vergleich zur Währungskrise in Simbabwe, als die Inflationsrate 500 Milliarden Simbabwe-Dollar erreichte und zum Kollaps der Währung führte.
Bevor die Krise losging, waren 7,4 Prozent der Bevölkerung arbeitslos. Im Jahr 2019 sind etwa 44 Prozent arbeitslos, fürs Jahr 2024 sind etwa 55 prognostiziert. Diese Prognosen sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen.
Momentan liegt die Staatsverschuldung von Venezuela bei etwa 230 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Zum Vergleich: Die Schweiz ist mit etwa 40 Prozent des BIP verschuldet.
Im April 2013 übernahm Nicolas Maduro die Macht im Land. Ab dem Jahr 2014 schrumpfte das BIP kontinuierlich, für das Jahr 2019 sind -25 Prozent vorausgesagt.
In den vergangenen 30 Jahren wuchs die Bevölkerung Venezuelas kontinuierlich, im Jahr 2016 kam dann die Wende. Wieso sinkt die Bevölkerung? Hauptsächlich, weil viele Menschen aus Not das Land verlassen. Das UNHCR geht momentan von 3 Millionen Flüchtlingen aus.
Nach der Machtübernahme durch Maduro konnte Venezuela die Ölproduktion noch bis ins Jahr 2015 auf gleichem Level halten, danach sank die Produktion von etwa 2,4 Millionen Barrel pro Tag auf eine Million. Die Voraussagen sehen noch bitterer aus.