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Die Überschwemmungen in weiten Teilen Europas im Sommer 2021 zeigten schmerzlich auf, dass Hochwasserschutz aktueller denn je ist. Bei der Erweiterung des Flusses Maas in den Niederlanden ist eine Pegelsonde der KELLER AG zum Einsatz gekommen. Pegelüberwachung wird als Frühwarnsystem und für die Planung von Präventivmassnahmen genutzt. Das Ziel der Massnahme, das Vermeiden von Überschwemmungen, wurde erfolgreich erreicht.
Bild wurde von Keller AG zur Verfügung gestellt
Der Fluss Maas in den Niederlanden ist ein typischer Regenfluss. Er stammt aus der französischen Region Burgund. Nach starken Regenfällen wie im Sommer 2021 besteht in flussnahen Dörfern ein hohes Hochwasserrisiko. Bilder der jüngsten Überschwemmungen zeigen die Notwendigkeit von Abschwächungsmassnahmen. Die Mitte des Flusses ist die Grenze zwischen den Niederlanden und Belgien. Seit 2011 haben Aushubarbeiten auf niederländischer Seite den Fluss verbreitert, um mehr Platz für die Wassermassen zu schaffen. Das Projekt heisst «Grensmaas». «Grens» bedeutet auf Niederländisch Grenze. Maas ist der Name des Flusses.
Der Boden besteht aus mehreren Schichten. 1,5 Meter unter der obersten sichtbaren Schicht befindet sich die «Toutvenant-Schicht». Toutvenant bedeutet auf Französisch «was auch immer kommt». Es ist eine Mischung aus Kies und Sand. Riesige Maschinen graben den Toutvenant aus. Grosse LKWs transportieren es dann zu einem Pufferbereich. Zum Ausheben der schmaleren Stellen des Flusses werden spezielle «Langarm»-Krane eingesetzt. Hier wird das Toutvenant vor dem Spülen gelagert. Diese Aushubhügel sind bis zu 30 Meter hoch. Der Toutvenant wird auf schwimmenden Waschanlagen gespült. Kies bleibt. Der restliche Kies wird verkauft. So finanziert sich das Projekt selbst.
Es ist wichtig, dass der Wasserstand des Flusses nicht zu niedrig ist. Ein Gefälle vom Schiff zum Kai ist erforderlich, um Schmutzwasser abzulassen. Wenn kein Gefälle vorhanden ist, kann Schmutzwasser nicht abgelassen werden und der gesamte Spülvorgang muss abgebrochen werden. Hier setzt der KELLER LoRa Füllstandssensor an: Er misst den Wasserstand und signalisiert, sobald der Füllstand sinkt. Wasserstand und Wassertemperatur werden an die KOLIBRI Cloud von KELLER übertragen. In den Bereichen, in denen die Arbeiten abgeschlossen wurden, sind keine Überschwemmungen mehr aufgetreten.
KELLER hat langjährige Erfahrung in Messung von Füll- und Pegelständen und bietet zuverlässige Lösungen für fast jede Anwendung. Weitere Beispiele der vielen umgesetzten Projekte im Bereich Wasser und Umwelt sind auf der KELLER-Webseite unter Anwendungsberichte zu finden.
Danke an Martijn Smit und KELLER Niederlande für die Produktion des Videos!