Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03637.jsonl.gz/703

Straßengebührensysteme für das Befahren von Innenstädten: Internationale Gestaltung und Erfahrungen [Taschenbuch]
Bachelor Thesis aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Verkehrswissenschaft, Note: 1,7, Universität Rostock (Institut für Verkehr und Logistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Großstädte und Ballungsräume stehen ständig anwachsenden, großen verkehrlichen Belastungen gegenüber. Begünstigt wird dies durch die massive Hinwendung zum privaten Automobil, vor allem seit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.Diese Entwicklungen führten nach einer rasanten Wiederaufbauphase erstmals Mitte der 60er Jahre zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den bis dahin durchgeführten Planungen. Der Bau einer Vielzahl von Verkehrsanlagen, führte zu einer großen Flächeninanspruchnahme. Der Betrieb des ständig zunehmenden motorisierten Individualverkehrs, im Personen- aber auch im Wirtschaftsverkehr, der mit geringen Anteilen am Verkehr bedeutendeAnteile an den Auswirkungen hat, hinterließ spürbare Folgen: Lärm- und Schadstoffemissionen, Erschütterungen, Energieverbrauch, Staus, Zeitverluste, Unfälle, Trennung von Stadträumen und schließlich Platzbedarf des ruhenden Verkehrs. Lärm- und Schadstoffemissionen zählen dabei zu den deutlichsten Auswirkungen. Sie werden oft als Gradmesser für die Lebensqualität in Straßen und Innenstädten herangezogen.Ausgehend von den Erfahrungen in anderen Ländern und Städten wird in dieser Arbeit eine vertiefende Betrachtung zur Erhebung von Abgaben für dasBefahren von Innenstädten vorgenommen. Für diese Art der Abgabenerhebung wird synonym auch der anglo-amerikanische Begriff „Road Pricing“im Sinne der Entrichtung der so genannten „Straßenbenutzungsabgaben“ verstandenund im Folgenden verwendet.Somit steht in dieser Arbeit eine aktuelle und viel versprechende Option für die Reduktion des Verkehrsaufkommens in Innenstädten und aller negativen es begleitenden Auswirkungen zur Diskussion. Diese Möglichkeit zeichnet sichdurch den Versuch aus, über den Preis einen Eingriff in die Organisation von motorisierten Fahrten vorzunehmen. Sie ist somit als nachfragebeschränkendeMaßnahme zu sehen.