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Ein Gespräch über ihren Lohn hatte für diesen amerikanischen Teenager Konsequenzen.
Viele wollen nicht recht glauben, dass Frauen, die gleich qualifiziert sind, weniger als ihre männlichen Arbeitskollegen verdienen. Dass die Lohndiskrepanz existiert und auch rege gepflegt wird, beweist aber - einmal mehr - die Geschichte eines jungen Mädchens.
Die 17-jährige Amerikanerin Jensen Walcott wurde von der Fastfood-Kette Pizzastudio zu einem Stundenlohn von 8 Dollar angestellt. Gleichzeitig wurde auch der gleichaltrige Jake Reed angestellt, um denselben Job wie sie zu machen. Der grosse Unterschied: Reed verdiente 8,25 Dollar, also 25 Cents mehr als Walcott. Das mag uns als wenig erscheinen, doch für eine Schülerin, deren Lohn sowieso schon tief ist, macht das durchaus einen Unterschied. Und es geht ums Prinzip: Weshalb sollte der junge Mann, der nicht mehr Arbeitserfahrung als Walcott hat, mehr verdienen?
Das fragte sich auch Walcott und rief ihre Vorgesetzte an. Sie wollte den gleichen Lohn wie ihr männlicher Arbeitskollege. Nachdem sie ihr Anliegen erklärt hatte, kam sie in die Warteschlaufe. «Erst dachte ich, es sei ein gutes Zeichen, dass sie mich am Telefon warten liess. Ich dachte, sie würde mir sagen, dass sie mir in Zukunft auch 8,25 Dollar die Stunde zahlen» erklärte Walcott «Fox 4».
Doch es kam anders. Die Managerin kam wieder ans Telefon und erklärte Walcott, dass sie gefeuert sei. Der Grund: Lohnverhandlungen seien in diesem Unternehmen verboten. Ausserdem wurde am selben Tag auch noch Jake Reed gefeuert - laut Reed in einem «Telefongespräch, das etwa zehn Sekunden dauerte».
Der Anwalt David White meinte zu «Fox 4», das Verhalten der Managerin sei illegal - und Walcott könne mit ihrer Geschichte sogar vor Gericht. Walcott hat sich noch nicht entschieden, ob sie Pizzastudio verklagen will. Aber ein Urteil über das, was sie erlebt hat, hat sie gefällt: «Die Manager von Pizzastudio sollten sich echt schämen!»