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Die Credit Suisse (CS) hat im vergangenen Jahr einen grösseren Verlust erlitten, als bislang bekannt war. Unter dem Strich musste die zweitgrösste Schweizer Bank ein Defizit von 2,71 Milliarden Franken hinnehmen.
Im Februar hatte die CS noch ein Minus von 2,44 Milliarden Franken ausgewiesen. Schuld an den grösseren roten Zahlen sei eine zusätzliche Belastung von 272 Millionen Franken, wie die Credit Suisse am Freitag anlässlich der Veröffentlichung ihres Geschäftsberichts bekannt gab.
Man habe in den USA einen Grundsatzvergleich mit der National Credit Union Association (NCUA) zur Beilegung eines Streits zu Hypothekenpapieren (RMBS) erzielt. Dafür muss die Grossbank nun die Rückstellungen um 300 Millionen Franken erhöhen.
Im Vorjahr 2015 hatte die CS einen Verlust von 2,944 Milliarden Franken ausgewiesen.
Mit ihrer nachträglichen Ergebniskorrektur ist die Credit Suisse nicht alleine: Auch die UBS hatte den Gewinn um 102 Millionen auf 3,2 Milliarden Franken senken müssen. Grund war ebenfalls eine Grundsatzvereinbarung mit der NCUA im Streit um besicherte Hypothekarpapiere, die mit 102 Millionen Franken zu Buche schlug.
Auch Credit Suisse-Chef Tidjane Thiam verdient deutlich weniger als im vergangenem Jahr. 2016 waren es 18.9 Mio. Fr., dieses Jahr sind es nur noch 11.9 Mio. Fr. Salär.
Ein Teil der Vergütung 2015 waren allerdings Kompensationszahlungen für entgangene Boni bei seinem vorherigen Arbeitgeber Prudential. Ohne diese hätte Thiam im 2015 für sein erstes halbes Jahr an der Spitze der Grossbank einen Lohn von 4,57 Millionen Franken bekommen. (sda)