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Kommentar: Mechthild Zeul
Pedro Almodóvars Film erzählt die Geschichte einer Männerfreundschaft. Sie entwickelt sich zwischen den Protagonisten Benigno und Marco, als beide Männer zwei komatöse Frauen pflegen, die in zwei aneinander grenzenden Krankenzimmern liegen. Während Benigno sich bei der Pflege in eine Welt der Phantasie flüchtet, in welcher er als Partner seiner Patientin lebt, verkörpert Marco das Realitätsprinzip. Marco versucht, den neu gewonnen Freund aus seiner tragischen Phantasiewelt zu befreien. Die Gestaltung der Filmfiguren verdankt sich der Queer-Theorie, die herrschende gesellschaftliche sowie persönliche Normen und Werte dekonstruiert; Almodóvar verwendet sie in vielen seiner Filme. Damit kritisiert er indirekt die vom Frankismus vertretene reaktionäre Ideologie von Familie, Religion und Sexualität.