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Immer wieder einmal sage oder schreibe ich: Wer sich selbst nicht liebt, kann auch keinen anderen Menschen wirklich lieben.
Dennoch können wir unsere Selbstliebe auch fördern und stärken, indem wir wahre Nächstenliebe praktizieren. Wohlverstanden nicht mit einem Hintergedanken des Eigennutzes, nicht aus Verlustangst oder Unterwürfigkeit, nicht um der Anerkennung willen, nicht einmal um uns selbst dabei gut zu fühlen. Sondern einfach, um einem Mitmenschen etwas zuliebe zu tun oder ihm zu helfen.
Wenn wir freimütig geben, hilft das wiederum uns: Denn alles, was wir nicht aus der Not der eigenen Bedürftigkeit tun, fördert unser Selbstwertgefühl – und auch das Urvertrauen, dass wir immer bekommen, was wir brauchen.
Dazu eine hübsche jüdische Geschichte:
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Ein Rabbi fragte einmal Gott, was der Unterschied zwischen Himmel und Hölle sei.
„Das schaust du dir am besten selbst an“, sagte Gott und führte den Rabbi in einen grossen Raum; in der Mitte loderte ein Feuer und darauf war ein Topf, aus dem es wunderbar duftete. Ringsherum sassen abgemagerte, blasse Menschen. In der Hand hielten sie langstielige Löffel, mit denen sie zwar aus dem Topf schöpfen, aber wegen des langen Stiels die herrliche Speise nicht in den Mund führen konnten.
Der Rabbi schaute Gott fragend an. „Das ist die Hölle“, erklärte Gott. „Und jetzt zeige ich dir den Himmel.“
Sie schritten weiter in einen zweiten Raum. Auch hier brannte ein Feuer, auf dem in einem Topf ein schmackhaftes Essen brodelte. Die Menschen, die um dieses Feuer sassen, hielten die gleichen langstieligen Löffel in der Hand wie diejenigen im ersten Raum – doch sie sahen gesund, wohlernährt und zufrieden aus.
Sie versuchten nicht, sich erfolglos das Essen in den Mund zu schieben – sie fütterten einander gegenseitig.