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In der Schweiz leidet jeder Erwachsene durchschnittlich ein Mal pro Jahr an Durchfall.
Die Ursachen von Durchfall (medizinisch Diarrhoe) sind vielseitig. Für den akuten Durchfall sind in den meisten Fällen Bakterien oder Viren verantwortlich.
Nicht selten trifft es auch Kinder. Ihr Immunsystem ist oft noch nicht so effizient wie jenes von Erwachsenen. Zudem leiden sie auf Grund des geringeren Körpergewichtes schneller an Wasser- und Elektrolytverlust, was schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation führen kann.
Neun Liter Flüssigkeit gelangen pro Tag in den Dünndarm, davon ca. zwei Liter durch Nahrungsaufnahme und ca. sieben Liter durch Sekrete der Speicheldrüsen, Magen, Pankreas, Galle und Dünndarm. Anatomie >>
90% davon werden im Dünndarm und 8% im Dickdarm rückresorbiert, sodass der Wassergehalt der täglichen Stuhlmenge normalerweise 100 bis 200 ml beträgt. Wenn diese Rückresorption gestört ist oder vermehrt Sekrete produziert werden, kommt es zu Durchfall (Diarrhoe).
Treten am Tag mehr als drei wässrige oder breiige Stühle auf, spricht man definitionsgemäss von Durchfall. Bei schwerem oder länger bestehendem Durchfall kommt es zu einem Flüssigkeits- und Mineralsalzverlust des Körpers. Bei älteren Menschen und Kindern kann dieser Zustand schnell lebensbedrohlich werden. Weitere Risikopatienten sind: HIV-Patienten, Patienten mit Gefässerkrankungen und Blutarmut.
Ursachen von Durchfall
Akute Magen- und Darminfektionen durch Viren (z.B. Noroviren) oder Bakterien. Die häufigsten Erreger bei uns sind: Kolibakterien ("Sommer-, Reisediarrhoe" durch Fäkalbakterien, z.B. in unsauberen Lebensmitteln oder Trinkwasser), Viren (Darmgrippe), Salmonellen (z.B. durch eine Nahrungsmittelvergiftung mit Eiern, Geflügel oder durch Ansteckung bei erkrankten Personen). In anderen Ländern: Typhus-, Paratyphus-, Cholera-, Ruhrerreger (sogenannte Reisediarrhoe bei Reisen nach Asien, Lateinamerika oder Afrika).
Parasiten
Angst, Stress, Nervosität
Übermässiges Essen von Diätzucker (Sorbit, Mannit) oder übermässige Einnahme von Abführmitteln.
Noroviren oder Rotaviren: diese können eine Epidemie auslösen weil sie vor allem durch direkten Kontakt von Person zu Person übertragen werden. Diese Durchfallserkrankung kommt häufig in Spitälern und Heimen vor.
Merke: Durchfälle aufgrund einer Infektion mit Viren oder Bakterien sind ansteckend, d.h. es sind besondere Hygienemassnahmen erforderlich.
Durchfälle als Begleitsymptome:
Nahrungsmittelallergien (häufig bei Kuhmilchunverträglichkeit, Lactoseintoleranz)
Glutenunverträglichkeit, Zöliakie
Reizdarm, auch nervöser Darm genannt. Hier treten Durchfall und verschiedene andere Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl, Verstopfung oder Bauchkrämpfe häufig im Wechsel auf, ohne dass eine organische Ursache vorliegt.
Im Folgenden gehen wir auch speziell auf den Reisedurchfall ein - erklären, wie der Arzt den Durchfall diagnostiziert und informieren über verschiedene Strategien bei der Behandlung von Durchfall (medizinisch Diarrhoe) zum Beispiel auch mit Mikroorganismen (Probiotika).
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Probiotika richtig eingesetzt sind sie gesundheitsfördernd Drei von acht Studien beurteilen den Einsatz von Probiotika positiv. Vor allem die Präparate auf der Basis von Lactobazillus erreichen bei bestimmten Erkrankungen eine positive Wirkung, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM).