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Auswirkungen einer Anämie bei Patienten nach PTCA
Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Anämie bei Patienten mit einem Myokardinfarkt oder solchen, die sich einer Bypassoperation unterziehen müssen, mit einer schlechteren Prognose einhergeht. Diese Studie hat die prognostischen Auswirkungen einer Anämie bei PTCA-Patienten untersucht.
Prospektiv wurden die Daten von 48'851 Patienten, welche eine PTCA erhielten, analysiert. Eine Anämie wurde gemäss WHO definiert: < 12 g/dL bei Frauen und < 13 g/dL bei Männern. Endpunkte waren Mortalität und kardiovaskuläre Ereignisse in Abhängigkeit vom Hb-Gehalt vor der Intervention.
21.7% der Männer und 30.4% der Frauen waren anämisch. Männer und Frauen mit einer Anämie waren im Schnitt älter und hatten mehr Komorbiditäten als solche ohne Anämie. Nach Abgleich der Daten bezüglich der Komorbiditäts-Unterschiede war eine Anämie immer noch signifikant mit einer erhöhten Mortalität (Odds Ratio 2.29), einem höheren Myokardinfarktrisiko (Odds Ratio 1.34) und einem erhöhten Risiko für kradiovaskuläre Ereignisse (Odds Ratio 1.2) assoziiert. Das Alter spielte eine Rolle bei den Todesfällen (Männer) und den Myokardinfarkten (Frauen).
Konklusion der Autoren: Eine Anämie vor der Intervention ist mit einem signifikant schlechteren Outcome nach PTCA assoziiert. Ob die Normalisierung des Hbs vor der Intervention einen klinischen Benefit bringt müssen randomisierte Studien zeigen.
Abstract
Circulation 2004;110:271-277 - R. S. McKechnie et al
21.07.2004 - dde