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Von der Gegenwart führt die „Kultur-Spur“ nun direkt ins Mittelalter.
Neben dem reformierten Kirchgemeindehaus hat man die beste Aussicht auf die sogenannte Letzimauer. Als besterhaltene Letzimauer des ganzen Innerschweizer Raums wurde sie als Kulturgut von
nationaler Bedeutung eingestuft.
Das Alte Land Schwyz schützte sich gegen überfallartige Angriffe von aussen durch den Bau von Talsperren an den wichtigsten Einfallachsen. Der Zeitpunkt des Baubeginns der Befestigungen in Arth
und Oberarth lässt sich nicht mehr genau ausmachen, dürfte aber im frühen 14. Jahrhundert liegen.
Die Mauern bestanden aus übereinander geschichteten, roh behauenen Steinblöcken, wobei die Mauerstärke circa 1,3 m betrug. Auf der Seite des Feindes befand sich zudem ein circa 9 m breiter und 2
m tiefer Graben. Das ausgehobene Material wurde auf Verteidigerseite zum Aufschütten des Wehrgangs benutzt. Der Feind stand dadurch also gut 2 m unter dem Verteidiger. Die Brustwehren waren
wahrscheinlich mit Zinnen versehen. Die Letzi in Oberarth besass zwei Durchgänge. Der eine lag beim heutigen Türlihof in der Nähe der Reding-Kapelle und war – wie der Name „Türli“
vermuten lässt – mit einem Tor versehen. Ein zweiter Durchgang muss für den Bachlauf der Rigi-Aa bestanden haben. Leider ist nicht bekannt, wie diese Schwachstelle gesichert wurde.