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Materiallieferung an Antarktisstationen sind eine schwierige Sache und mit hohem logistischem Aufwand verbunden. Meistens werden Materialien und Teile via Schiff oder Flugzeug während des südlichen Sommers geliefert. Doch während des Winters sind die Stationen normalerweise auf sich gestellt. Die australische Antarktisbehörde AAD hat nun in Zusammenarbeit mit der australischen Luftwaffe erfolgreich den Einsatz von C-17A Frachtflugzeugen als Transportmaschinen zur Station Casey in der Ostantarktis getestet. Nun wurde auch der erste Einsatz von Materialabwurf mitten im antarktischen Winter erfolgreich durchgeführt.
In Dunkelheit und bei Temperaturen von unter -30°C haben die Australier erfolgreich ihren ersten Materialabwurf im Winter über der Station Casey durchgeführt. Eine C-17A Globemaster III der australischen Luftwaffe RAAF hat 1.5 Tonnen Material für die Australian Antarctic Division AAD über einer Hochebene nahe der Station abgeworfen.
Obwohl die Mission als Machbarkeitstest ausgelegt war, konnten medizinischer Nachschub, Post und mechanisches Material für die Überwinterungsgruppe geliefert werden. Der Verantwortliche bei der AAD, Matt Filipowksi,, erklärte, dass bis anhin der Zugang zu den australischen Stationen auf die Sommermonate Oktober bis März beschränkt gewesen sei. „Während des Winters ist Antarktika in Dunkelheit gehüllt und erfährt extreme Temperaturen. Dadurch konnten wir unsere Stationen nicht vom Meer aus oder aus der Luft versorgen. Doch mit den Möglichkeiten der C-17A von der RAAF haben die Möglichkeit, wichtigen Nachschub und Material das ganze Jahr über zu liefern“, meint er weiter.
Vor der Ankunft des Flugzeugs musste ein Team von der Station ein für den Abwurf geeignetes Plateau suchen. Drei gepolsterte Container wurden aus dem Heck des Flugzeugs danach abgeworfen und segelten an Fallschirmen hinunter, wo sie zur Station gebracht wurden. „Wir konnten Teile für einen Schneetraktor senden, was normalerweise nicht vor weiteren sechs Monaten möglich gewesen wäre. Dies ist wirklich ein signifikanter Schritt und verbessert die logistische Unterstützung, die wir für unsere Stationen liefern können, enorm, vor allem in den langen Wintermonaten“, erklärt Filipowski.
Hauptmann Doug Susans von der RAAF, selber C-17A Pilot, erklärte, dass das Flugzeug routinemässig viele Versorgungsflüge rund um den Globus durchführe, aber dies sei das erste Mal im Winter in einer Polarregion gewesen. „Es gab eine Anzahl von herausfordernden Umweltbedingungen inklusive Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Dunkelheit und eine strukturlose Umgebung,“ sagte er. „Wir hatten zuvor Trainingsflüge in einem Simulator durchgeführt, um sicherzustellen, dass wir mit dem Ort, den Zeitpunkten und den Beobachtungen vertraut sein würden.“
Das Flugzeug war am frühen Morgen von Australien aus gestartet und benötigte rund 10 Stunden für den 8‘000 Kilometer langen Flug nach Antarktika und zurück. Der Flug war Teil der zweiten Phase zur Nutzung von Flugzeugen der RAAF nach Antarktika. In der vergangenen Saison unternahm eine C-17A insgesamt sechs erfolgreiche Flüge auf das Wilkins Flugfeld mit Schwertransporten für das australische Antarktisprogramm.
Quelle: Australian Antarctic Division
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