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In den letzen Jahren sind durch oftmals unbedachte Antibiotikaverschreibungen die Fälle der antibiotikaresistenten Infektionen stark angestiegen. Eine amerikanische Studie prüfte nun eine einfache Methode, um einen zurückhaltenderen Antibiotikaeinsatz bei den Ärzten zu fördern.
Die randomisierte, kontrollierte Studie wurde in fünf ambulanten Hausarztzentren durchgeführt. Ein Teil der Ärzte verpflichtete sich zu einem massvollen Antibiotikaeinsatz in Form eines Posters, das sie handunterzeichnet und mit ihrem Foto versehend, gut sichtbar in den Behandlungsräumen aufhängen mussten. Im 12-wöchigen Studienzeitraum wurden insgesamt 954 Patienten mit akuten Atemwegsinfektionen behandelt, 449 davon von jenen Ärzten mit Poster, die anderen 505 Patienten von Ärzten ohne Poster behandelt (Kontrollgruppe).
In der Postergruppe gingen der unangemessene Antibiotikaeinsatz deutlich von 43.5% zu Beginn auf 33.7% zurück, in der Kontrollgruppe hingegen kam es zu einem Anstieg der von 42.8% auf 52.7% (absolute Differenz: 19.7%, p=0.02). In der Postergruppe kam es dabei weder zu einer Verschiebung bei den Diagnosen, noch war die Rate der begründeten Antibiotikaverschreibungen gesunken.
Fazit der Autoren: Mit dem einfachen Konzept einer "Selbstverpflichtung" als Praxisposter können Ärzte zu einem zurückhaltenden Antibiotikaeinsatz stark gemacht werden.