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Das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) untersteht der UN-Generalversammlung und dem
UN-Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC). An der Spitze steht der Flüchtlingshochkommissar, der für die Leitung und Kontrolle von UNHCR verantwortlich ist. Unterstützt wird er durch die Position des sogenannten „Deputy High Commissioner“ (stellvertretender Hochkommissar) und durch die zwei „Assistant High Commissioners for Protection and Operations“ (beigeordnete Hochkommissare für Flüchtlingsschutz und Einsätze). In einem jährlichen Bericht werden die UN-Generalversammlung und ECOSOC vom Flüchtlingshochkommissar über die Arbeit von UNHCR informiert. Der Flüchtlingshochkommissar informiert den ECOSOC und die UN-Generalversammlung jährlich und legt einen schriftlichen Bericht über die Tätigkeiten des UNHCR vor.
Die Programme des Hochkommissars werden ausserdem durch das Exekutivkomitee von UNHCR geprüft und genehmigt, das sich aus 85 Regierungsvertretern der Länder der Vereinten Nationen zusammensetzt. Das UNHCR-Exekutivkomitee ist seit 1958 das Leitungsgremium von UNHCR. Es überprüft und genehmigt das jährliche Budget sowie die Programme des Flüchtlingshochkommissars. Das Exekutivkomitee besteht aus 87 RegierungsvertreterInnen, die aus den Ländern der Vereinten Nationen entsendet werden. Auch die Schweiz ist im Gremium seit seiner Gründung vertreten (auch schon vorher war die Schweiz im Beratenden Komittee dabei). Neben seiner Kontrollfunktion steht das Komitee dem Flüchtlingshochkommissar in Fragen des internationalen Schutzes auch in beratender Funktion zur Seite und erlässt Beschlüsse zum Flüchtlingsschutz und anderen Bereichen des UNHCR Mandats.
Das Mandat des UN-Flüchtlingshochkommissariats ist im UNHCR Statut von 1950 festgelegt und wurde jeweils durch Resolutionen der UNO Generalversammlung erweitert. Anfangs wurde das UNHCR gerade für drei Jahre festgelegt und später jeweils von der UN-Generalversammlung um fünf Jahre verlängert. 2003 wurde UNHCR ein unbeschränktes Mandat verliehen, ein Zeichen, dass die Probleme von Flucht und Verfolgung uns noch eine Weile begleiten werden.