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Ethik und Moral
Während es sich bei Moral um eine Ansammlung ethnischer, sozialer und religiöser Empfindungen handelt, die sich zwar psychologisch und soziologisch in ihrer Entstehung darstellen und verstehen lassen, stellt die Ethik den Anspruch “normativ” und somit “allgemeingültig” über Fragen der Moral entscheiden zu können. Wie dieser Anspruch aber logisch zu begründen wäre, von welcher “obersten Instanz” solche Regeln ableitbar wären bzw. wer die “Werte” formulieren sollte, die der “Beurteilung moralischen Handelns” zugrunde liegen sollen, bleibt offen. Daher beschränken sich die Erkenntnisse dieser Disziplin zumeist auch auf Tautologien wie: “Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg’ auch keinem andren zu!”. Auch die Ethik zählt (wie Ökonomie, Recht, Pädagogik und Politik) zu den “normativen Wissenschaften” (Wissenschaften bloß dem Namen nach) und sollte daher in gleicher Weise als “lokale Folklore” und nicht als legitime Wissenschaft betrachtet werden.
Eine bessere Orientierung im achtsamen Kommunikationsprozess bietet die ganzheitliche Resonanz als Teil eines einfühlsamen Dialogs. In der mitfühlenden Kommunikation werden z.B. Lust und Schmerz in gleicher Weise geteilt, sogar so weit, dass diese beiden Empfindungen transformieren können und gemeinsam entschieden werden kann, ob dies dann genossen oder vermieden werden sollte. Moralische Regeln in ethischer Interpretation sind dabei eher hinderlich als hilfreich.