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Abfederungsmassnahmen für die aktiven Versicherten
Die Senkung des Umwandlungssatzes führt zukünftig zu tieferen Altersrenten. Mit anderen Worten: Das im Zeitpunkt der Pensionierung vorhandene Sparguthaben wird für die lebenslängliche Altersrente in kleinere Portionen aufgeteilt. Die Senkung des Umwandlungssatzes von 5.80% auf 5.00% im Alter 65 ergibt eine um rund 14% tiefere Rente. Die BLPK unterbreitet deshalb den Vorsorgewerken verschiedene Massnahmen, um diese Reduktion abzufedern.
Erhöhung Sparguthaben
Mit einem grösseren Sparguthaben zum Zeitpunkt der Pensionierung wird die Reduktion der zukünftigen Renten gemildert. Diese freiwillige Erhöhung des Sparguthabens kann mit zwei Abfederungsmassnahmen erfolgen, welche kombiniert werden können:
- Die Sparbeiträge werden erhöht. Damit soll das bisherige Leistungsniveau im Rentenalter ganz oder teilweise erhalten werden. Von dieser Massnahme sind sowohl die Arbeitnehmenden (durch erhöhte Lohnabzüge) als auch die Arbeitgeber (höherer Personalaufwand) betroffen.
- Ältere Arbeitnehmende können aber die vergangenen Jahre mit erhöhten Sparbeiträgen nicht mehr vollumfänglich kompensieren. Hier besteht die Möglichkeit, durch eine einmalige Abfederungseinlage des Arbeitgebers die fehlenden Sparbeiträge vollständig oder teilweise auszugleichen.
BLPK bietet verschiedene Lösungen an
Die BLPK versichert die Mitarbeitenden von über 200 angeschlossenen Arbeitgebern. Je nach Vorsorgewerk sind die Bedürfnisse und die finanziellen Möglichkeiten für Abfederungsmassnahmen sehr unterschiedlich. Es ist Aufgabe der paritätischen Vorsorgekommissionen, im sozialpartnerschaftlichen Dialog über die gewünschten Massnahmen zu befinden. Für die Finanzierung der Abfederungsmassnahmen braucht es zusätzlich das Einverständnis des jeweiligen Arbeitgebers.
Die entsprechenden Beschlüsse sollten bis Ende März 2018 gefasst sein. Die Vorsorgekommission oder der Arbeitgeber wird die Versicherten danach darüber informieren, welche Abfederungsmassnahmen zum Tragen kommen werden.