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ProfessorAguzzis Forschung beschäftigt sich vor allem mit Erkrankungen des Nervensystems, welche als Folge einer Ansammlung anormaler Eiweisspartikel – sogenannter veränderter Prionen - auftreten. Zu diesen zählen beim Menschen die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und beim Rind der Rinderwahnsinn (BSE).
Aguzzis Arbeiten ermöglichen es, Eindringen und Ausbreitung des Krankheitserregers im Organismus besser zu verstehen. Seine erzielten Resultate eröffnen vielversprechende und ermutigende Perspektiven für die Früherkennung, Prävention und Therapie dieser schweren Krankheiten.
Schliesslich sind Aguzzis Studien hervorragende Modelle, welche zum besseren Verständnis altersbedingter Hirnerkrankungen beitragen. Wenn eines Tages eine wirksame Behandlungsmethode der Alzheimer-Krankheit entwickelt worden ist, haben Aguzzis Forschungsarbeiten auch einen wesentlichen Anteil daran.
Der Preisträger wurde 1960 in Italien geboren. Er studierte Medizin in Freiburg i. Breisgau, Basel, Columbia (New York) und Zürich und Molekularbiologie am Institut für Molekulare Pathologie in Wien. Seit 1993 gehört er dem Lehrkörper der Universität Zürich an, wo er 1997 zum ordentlichen Professor und Direktor des Instituts für Neuropathologie ernannt wurde. Seit 1995 leitet er auch das Nationale Referenzzentrum für Prionen-Erkrankung.
Die Preisträger wird seine Auszeichnung am 11. November 2004 aus den Händen von Bundesrat Pascal Couchepin, dem Präsidenten der Marcel-Benoist-Stiftung, anlässlich eines öffentlichen Festaktes an der Universität Zürich entgegennehmen.