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Vitamin D und sein Zusammenhang mit den Knochen
Vitamin D ist bekannt dafür, dass es eine Rolle in der Knochengesundheit spielt. Ein gesunder Knochen zeichnet sich durch eine ausreichende Mineralisation mit Kalzium und Phosphor aus. Fehlen Kalzium und Phosphor im Knochen, kann der Knochen nicht ausreichend «verknöchern» und bleibt deshalb weich und instabil.
In diesem Bereich spielt Vitamin D eine wichtige Rolle: Es hilft im Verbund mit anderen Hormonen, dem Parathormon und dem Calcitonin, die Kalziumkonzentration im Körper aufrecht zu erhalten, so dass immer genügend Kalzium im Blut vorhanden ist. Dies wiederum gewährleistet einen optimalen Verknöcherungsprozess.
Um die Verfügbarkeit von Kalzium im Körper aufrecht zu erhalten, greift das Vitamin D über verschiedene Organe regulierend ein: Durch die Wirkung des Vitamin D wird im Darm vermehrt Kalzium aufgenommen, in der Niere weniger Kalzium ausgeschieden und im Knochen vermehrt Kalzium eingebaut.
Die Wirkungsweise von Vitamin D (Calcitriol) ist aber im Zusammenspiel mit Parathormon und Calcitonin zu betrachten. Als gemeinsamer Nenner für die Regulation dieser Hormone gilt der jeweilige Kalziumspiegel im Blut.
− Sinkt die Kalziumkonzentration im Blut, wird vermehrt Calcitriol in der Niere aktiviert, welches die Kalziumaufnahme in der Niere und im Darm fördert und gleichzeitig die Parathormonwerte (Nebenschilddrüse) sofort sinken lässt, sodass der Kalziumabbau aus dem Knochen gestoppt wird.
− Steigt hingegen die Kalziumkonzentration im Blut an, wird aus den C-Zellen der Schilddrüse das Calcitonin freigegeben, welches die Calcitriol Bildung in der Niere hemmt, die Kalziumaufnahme im Darm reduziert, die Kalziumausscheidung in der Niere erhöht.
Dieser Regelmechanismus des Kalziumhaushaltes kann jedoch nur dann funktionieren, wenn die Vitamin D Versorgung, aus Eigensynthese und über die Nahrung, ausreichend ist.
Vitamin D als Nährstoff zeigt deshalb die folgenden Wirkungen:
− Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei.
− Vitamin D trägt zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei.
− Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.
− Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei.
Vitamin D und die Immunfunktion
Neben der klassischen Funktion von Vitamin D für die Gesundheit der Knochen, sind in den letzten 30 Jahren weitere interessante Aspekte von Vitamin D entdeckt worden. Nahezu alle Zellen in unserem Körper besitzen Bindungsstellen (sogenannte Rezeptoren) für das Vitamin D und können daher das Vitamin D aufnehmen. Das deutet darauf hin, dass das Vitamin D noch vielfältigere Funktionen besitzt als ursprünglich gedacht. Untersuchungen am Menschen wecken die Vermutung, dass das Vitamin D möglicherweise im Zucker- und Fettstoffwechsel sowie in der Regulation des Immunsystems und des Blutdruckes eine wichtige Rolle spielen könnte. So wurden beispielsweise in übergewichtigen Menschen und Diabetikern tiefere Vitamin D-Werte gemessen.
Die Rolle des Vitamin D in der Regulierung des Immunsystems verläuft auf verschiedenen Ebenen. Vitamin D wirkt, wie bereits erwähnt, in verschiedenen Zellen, unter anderem auch in Zellen des Immunsystems. Besonders interessant ist der Einfluss von Vitamin D auf die weissen Blutzellen (Leukozyten), die für das direkte Inaktivieren von Mikroorganismen zuständig sind. Durch eine rezeptorvermittelte Wirkung des Vitamin D, setzen diese
Zellen vermehrt Substanzen (Cathelicidin und Beta-Defensin) aus, welche Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze unter Kontrolle halten.
Nicht nur die Immunzellen setzen solche Stoffe aus, sondern auch Oberflächenzellen (Epithelzellen) im Atmungstrakt, wenn sie ausreichend Vitamin D erhalten. Das führt insgesamt zur Aufrechterhaltung einer effizienten Immunabwehr. Deshalb ist besonders auch im sonnenarmen Winter die Aufnahme von zusätzlichem Vitamin D über die Ernährung von grosser Bedeutung.
Vitamin D als Nährstoff zeigt deshalb die folgenden Wirkungen:
− Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Vitamin D spielt somit nicht nur in Hinblick auf die Gesundheit der Knochen eine entscheidende Rolle, sondern trägt auch wesentlich zur Erhaltung einer funktionierenden Immunabwehr bei.