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Basics
Zu der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) gehören die meisten Rheumamedikamente aber nicht das Kortison oder paracetamolhaltige Schmerzmittel (Panadol, Dafalgan, etc.). Dazu zählen Aspirin, Voltaren, Ponstan, etc. Diese Medikamente werden zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden eingesetzt, aber oft auch einfach als Schmerzmittel und entzündungshemmende Mittel eingenommen. Es handelt sich also um sehr weit verbreitete Medikamente. Die NSAR können eine diffuse Gastritis verursachen. Oft kommt es jedoch zu Defekten in der Magen- oder etwas weniger häufig in der Duodenalschleimhaut. Sind die Defekte nur klein oder oberflächlich nennt man sie Erosionen, wenn sie tiefer reichen, handelt es sich um ein Ulcus (Magengeschwür). NSAR können aber auch im Dünndarm und Dickdarm Schleimhautdefekte verursachen.
Symptome
Die Hauptbeschwerden sind Magenschmerzen. Ein Ulcus im Duodenum kann sich auch als Rückenschmerzen äussern. Die Erosionen und die Ulzera neigen zu Blutung, vor allem auch weil die NSAR, speziell das Aspirin, eine gewisse Blutverdünnung bewirken. Oft sind es nur Mikroblutungen, die den Stuhl nicht verfärben. Sie haben aber einen Eisenmangel und schliesslich eine Blutarmut (Anämie) zur Folge, was sich als chronische Müdigkeit äussert. Ulzera können jedoch auch arterielle, akute und lebensbedrohliche Blutungen verursachen.
Abklärung
Die Diagnose muss durch eine endoskopische Untersuchung gestellt werden. Findet sich im Magen oder Duodenum für den Eisenmangel keine Erklärung, muss eine endoskopische Untersuchung des Dickdarms erfolgen, eventuell auch eine Abklärung des Dünndarms mittels Kamerakapsel.
Therapie
Primär muss das NSAR gestoppt oder mindestens pausiert werden. Die eigentliche Therapie erfolgt dann mit säureblockierenden Medikamenten wie Omeprazol, Pantozol, Nexium, etc. Das NSAR sollte nach Möglichkeit durch ein Paracetamolpräparat wie Dafalgan, Panadol, etc. ersetzt werden. Wurde Aspirin primär zur Blutverdünnung eingesetzt, sollte dieses durch einen andern Blutplättchenaggregationshemmer ersetzt werden. Fast alle Erosionen und Ulzera heilen durch diese Therapie aus. Akute Blutungen können meist endoskopisch gestillt werden. Ein chirurgischer Eingriff ist nur noch selten bei schweren Blutungen notwendig.