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Erfolgreicher Digitalwährungsversuch der Zentralbanken von Frankreich und der Schweiz08 December 2021
Die Bank von Frankreich und die Schweizerische Nationalbank haben erfolgreich einen Versuch für Devisentransaktionen mit digitalen Währungen durchgeführt.
Ein erfolgreicher Versuch
Die Bank von Frankreich und die Schweizerische Nationalbank haben mitgeteilt, dass sie einen Versuch mit Devisentransaktionen unter Verwendung von digitalen Währungen durchgeführt haben. Das Experiment soll beiden Institutionen "enorme" Einblicke in die neue Technologie gewährt haben. Die BoF und die SNB arbeiten gemeinsam an den ersten grenzüberschreitenden digitalen Zahlungen in Europa. Das innovative Fintech-Projekt trägt den Namen Jura, benannt nach dem Gebirge an der Grenze zwischen den beiden Ländern. An dem Projekt sind neben den beiden Zentralbanken auch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die UBS Group AG, Credit Suisse, Natixis SA und weitere Investoren beteiligt. Die Idee hinter der digitalen Fintech-Initiative ist es, die Möglichkeit der Ausgabe, Übertragung und Einlösung von tokenisierten französischen Commercial Papers im Wert von 200.000 Euro (rund 226.090 Dollar laut aktuellem, durchschnittlichem Wechselkurs) zwischen schweizerischen und französischen Finanzinstituten genauer unter die Lupe zu nehmen. Der durchgeführte Versuch war das erste Mal überhaupt, dass ein digitaler Schweizer Franken und ein digitaler Euro vollständig getestet wurden. Das Ergebnis zeigte, dass es möglich war, Transaktionen in Devisen zwischen Euro und Schweizer Franken über Großhandels-CBDCs abzuwickeln. Außerdem wurde bestätigt, dass es möglich ist, auf Euro lautende französische Commercial Paper zwischen schweizerischen und französischen Finanzinstituten auszugeben, einzulösen und zu übertragen.
Viel Arbeit liegt noch vor uns
Obwohl der Versuch erfolgreich war, sagten die Banken, dass er nicht sofort zur Emission von CBDCs führen würde. "Das Projekt Jura bestätigt, dass ein gut konzipiertes Großkunden-CBDC eine entscheidende Rolle als sicheres und neutrales Abwicklungsinstrument für internationale Finanztransaktionen spielen kann", sagte Benoît Coeuré, Leiter des Innovation Hub bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Sylvie Goulard, stellvertretende Gouverneurin der Bank von Frankreich, fügte hinzu: "Wir sind froh, dass es funktioniert hat, aber wir haben noch viel zu tun. Wir wollten Geld von einem Land in ein anderes transferieren und umgekehrt, und das ist uns gelungen." Andrea Maechler, Mitglied des SNB-Direktoriums, erklärt, dass noch einige Fragen zu klären sind, z. B. wie skalierbar die technologische Plattform sein kann, und fügt hinzu: "Wir stehen noch ganz am Anfang." "Die SNB hat keine Pläne, irgendeine Art von CBDC zu emittieren", so Maechler weiter.
Digitales Geld auf der ganzen Welt
Die von Frankreich und der Schweiz durchgeführten CBDC-Tests sind nur die jüngsten Versuche von Zentralbanken mit Krypto-Assets. Währungsbehörden auf der ganzen Welt haben untersucht, wie die wachsende Beliebtheit von digitalem Geld das traditionelle Finanzsystem beeinflussen kann. Die People's Bank of China könnte bald die erste große Zentralbank sein, die eine digitale Version ihrer Währung herausgibt, die an den Wechselkurs der traditionellen Währung gekoppelt ist. Die Idee dahinter ist, mit der raschen Digitalisierung der chinesischen Wirtschaft Schritt zu halten und die Kontrolle darüber zu erlangen.