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Decastel übernimmt Trainerposten beim FC Sion
Michel Decastel wird neuer Trainer beim FC Sion. (Reuters Archiv)
Michel Decastel wird Nachfolger von Sébastien Fournier, der am Montag sein Amt als Coach des FC Sion niedergelegt hat. Der Neuenburger Decastel war bereits in der Spielzeit 1995/1996 Trainer des Walliser Klubs. Damals beendete er die Saison auf Platz 2 und holte zudem den Schweizer Cup.
Bewegte Karriere auf dem «Schwarzen Kontinent»
Decastel (56) war seit 1999 fast ausschliesslich in Afrika als Coach tätig. Sowohl in Tunesien als auch in der Elfenbeinküste gewann er mit seinem jeweiligen Verein mehrfach den Landesmeistertitel. Mit dem tunesischen Vertreter CS Sfax gelang ihm 2007 sein bisher grösster Coup als Trainer: der Klub gewann den CAF Confederation Cup, denn zweitwichtigsten afrikanischen Wettbewerb für Vereinsmannschaften.
Internationaler während der «Ära Wolfisberg»
Als Aktiver spielte Decastel für Neuchâtel Xamax (64 Spiele), den FC Strasbourg (73) und Servette Genf (177). Zwischen 1982 und 1986 kam er unter dem damaligen Nationaltrainer Paul Wolfisberg zudem zu 19 Einsätzen in der Schweizer A-Nationalmannschaft.
In der damaligen, wegen Abwehr-Haudegen wie Andy Egli oder Heinz Lüdi zuweilen auch als «Abbruch GmbH» betitelten Landesauswahl stach er im Mittelfeld neben dem heutigen Gladbach-Coach Lucien Favre als feiner Techniker hervor.
Trainerkarussell in Sitten dreht sich rasant
Die Trainer in Sitten lösen sich unter Präsident Christian Constantin weiterhin in horrendem Tempo ab. Nach nur drei Monaten hat sich Fournier bereits wieder verabschiedet, obwohl seine Bilanz mit 16 Punkten aus 8 Spielen auch nach zuletzt zwei verlorenen Partien gut ist. Der 41-Jährige ist in diesem Jahr bereits der dritte Sion-Coach, der mehr oder weniger freiwillig abgetreten ist.
Laurent Roussey nahm Ende April den Hut und wurde drei Wochen später durch Vladimir Petkovic ersetzt. Der Bosnier verabschiedete sich nach vier Spielen und überstandener Barrage dann bereits Richtung Lazio Rom. (wedj, sda/sf)
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