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In einem Raumschiff sitzt George Taylor (Charlton Heston) und sinniert über den Sinn des Lebens. Mit seinen drei Mit-Astronauten jagt er durch Raum und Zeit, bis das Gefährt abstürzt. In einem kleinen See können sich Taylor und zwei der drei Mitinsassen retten und fangen an, die Umgebung zu erkunden. Bald schon entdecken die Astronauten Menschen oder Geschöpfe, die zwar menschlich aussehen, aber erstaunlicherweise von Affen beherrscht werden. Auf Pferden werden sie gejagt und gefangen genommen, danach studiert. Taylor und Kollegen geht's nicht anders.
George Taylor wird von seinen Kollegen getrennt und findet sich in der Forschungsstation wieder. Dort sorgt er für Aufmerksamkeit, weil er das einzige "Haustier" ist, das reden kann. Er freundet sich mit der Schimpansin Zira (Kim Hunter) an, deren Vertrauen er gewinnen kann. Zusammen starten sie einen Versuch der Erklärung, dass die Evolution eigentlich einen anderen Weg hätte gehen sollen und den Mensch über den Affen stellen sollte. Aber die Gesellschaft der Affen will eine solche Gefahr schnellstmöglich beseitigen.
Affen, welche die Menschen beherrschen; eine Kultur, die auf religiöse Art die Primaten über den Menschen stellt; und mittendrin ein (natürlich amerikanischer) Astronaut, der sich mit Affen-Zweiflern verbindet und am Schluss eine grausige Entdeckung macht. Was zunächst etwas gar abgefahren klingt, wurde von Pierre Boulle geschrieben und 1968 von Franklin J. Schaffner (Papillon) verfilmt. Planet of the Apes wurde zum Kult, zog viele Filmfortsetzungen sowie eine TV-Serie nach sich und wurde 2001 von Tim Burton (Planet of the Apes) neu aufgelegt.
Wenn's in den Sechzigerjahren einen amerikanischen Helden brauchte, war Charlton Heston zur Stelle. So reisst er auch in hier die Story an sich, darf sich gegen die Affengesellschaft auflehnen und dramatisch auf den Sand klopfen, wenn am Ende die grosse Entdeckung ansteht. Dass er in diesem Film seine erste Nacktszene spielt, sei auch noch erwähnt, auch wenn man ausser einem nackten Füdli kaum was sieht.
Natürlich ist kein Planet of the Apes komplett ohne Schauspieler in Affenkostümen. Die sehen ziemlich witzig aus, haben aber erstaunliche Charaktertiefe zu bieten. Vor allem die Schimpansen (Wissenschaftler), die sich auch noch in den Fortsetzungen der Filme in den Mittelpunkt stellen, gefallen sehr gut. Die Gorillas sind hingegen für die Action- und Militärsequenzen zuständig - allerdings ohne Erinnerungswert.
Fazit: Planet of the Apes ist ein Klassiker, keine Frage. Eine recht einfache Voraussetzung, die interessante Umsetzung und natürlich ein überzeugender Charlton Heston punkten beim Zuschauer. Und im Sog der neuesten Fassung der Franchise (Rise of the Planet of the Apes) sollte man sich diesen tollen Film definitiv nochmals anschauen.
Die DVD hat neuen, sehr sauber abgemischten Ton zu bieten, der in allen drei Sprachfassungen überzeugt. Das Bild hat sichtlich mit dem Alter zu kämpfen, passt aber mit den kleinen Schmierereien hervorragend zum Film. In Sachen Extras wird hingegen Magerkost geboten. Ausser einer kleinen Fotogalerie und dem Trailer zum Film wird nichts geboten. Wer mehr Material sucht, sollte sich die "Special Edition" anschauen. Da werden auch Hintergrunddokumentationen geliefert.
Nach dem eher durchschnittlichen Rise of the Planet of the Apes, der rückblickend trotz Prequel keine Erklärung gibt, warum hier der Planet so zerstört ist, wie er ist, wollte ich mir noch den Film ansehen der alles gestartet hat. Von der Machart und der Umsetzung natürlich wie üblich in der Epoche sehr träge, und oft unfreiwillig komisch, wenn es wieder arg holpert in den Action Szenen.
Doch Action ist hier auch nicht trumpf, was wirklich interessant ist, dass plötzlich der Mensch, sogenannte "Krone der Schöpfung", plötzlich wie ein Tier in Käfige gesperrt wird und Affen vor den Käfigen sind und auf die Menschen herabsehen und diese als niedere Wesen betrachten. Zusätzlich noch die entsprechend angepasste Religion, bei denen die Affen plötzlich aus ihren Heiligen Schriften Zitieren und behaupten "von dem Schöpfer geschaffen worden zu sein" etc. Das macht den Film sehr interessant und da alles auch sehr sorgfältig ausgearbeitet wurde, macht es auch Spass diese Welt zu erkunden und mehr über die Geschichte zu lernen.
Zusätzlich wird eine grosse Palette von Figuren geboten, welche auch mehrere Facetten zeigen und sich auch entwickeln. Ganz im Gegensatz zu Charlton Heston der einfach den Proll spielt und auch sehr nach Schema F konstruiert wurde.
Fazit: Rein von der Substanz her viel interessanter als die neuste Instanz und trotz offensichtlichem Alter ist der Film durchaus spannend und man will die Welt auch weiter erkunden.