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Vor 20 Jahren, am 14. Dezember 1989, endete die Militärdiktatur von Augusto Pinochet in Chile. Der General hatte sich im September 1973 gegen den rechtmässig gewählten Präsidenten Salvador Allende an die Macht geputscht. Politische Gegner wurden zu tausenden gefangen genommen, gefoltert und ermordet. Viele flüchteten ins Exil. Heute weiss man, dass unter der Pinochet-Diktatur etwa 3100 Menschen ermordet wurden und mindestens 50.000 Opfer von Folter geworden sind. Bisher wurde gegen 711 Täter aus dem Bereich von Polizei und Militär Anklage erhoben. 51 von ihnen sitzen bereits Haftstrafen ab. In einem Gespräch mit dem Arzt und Journalisten Knut Rauchfuss haben wir den aktuellen Zwischenstand des Aufarbeitungsprozesses umrissen und einen Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen in Chile geworfen. Auch wurde die Rolle internationaler Organisationen im Kampf um Wahrheit, Erinnerung und Wiedergutmachung angesprochen. Knut Rauchfuss war mehrere Jahre in Lateinamerika und im Mittleren Osten tätig und arbeitet seit der Gründung 1997 für die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. Dort ist er für die Menschenrechtsarbeit und unter anderem auch für die Kampagne "Gerechtigkeit heilt" verantwortlich. Knut Rauchfuss ist (gemeinsam mit Bianca Schmolze) Autor und Herausgeber des Buches "Kein Vergeben. Kein Vergessen. Der internationale Kampf gegen Straflosigkeit.", das kürzlich im Berliner Verlag "Assoziation A" erschienen ist. http://www.assoziation-a.de/neu/Kein_Ver... Musik zum Interview: http://www.youtube.com/watch?v=7F_9FEx7y...
Autor: tagesaktuelle Redaktion
Radio: corax
Datum: 22.12.2009