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Nach einer Entzündung seiner vorgeschädigten Lunge musste sich Niki Lauda im August 2018 einer Transplantation beider Flügel unterziehen. Kurzzeitig sah es aus, als würde sich das Stehaufmännchen ein weiteres Mal berappeln, dann aber wurde sein Zustand im Frühjahr 2019 extrem kritisch.
Lauda erholte sich nicht mehr. Der Formel-1-Weltmeister von 1975, 1977 und 1984 sowie Team-Aufsichtsratchef von Mercedes verstarb am Abend des 20. Mai im Alter von 70 Jahren in einem Zürcher Krankenhaus.
Grosse Trauer in der Formel 1
Die Nachricht von Laudas Tod traf den PS-Zirkus wie ein Blitz. «Wir haben Herz und Seele der Formel 1 verloren», sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: «Niki war unser Schutzschild, unser Dampfmacher. Und mein Freund.» Weltmeister Lewis Hamilton, vom charismatischen Österreicher zur Saison 2013 als abschliessender Mosaikstein ins Team geholt, trauerte um «ein Licht in meinem Leben».
Wie kann der Depperte wieder fahren, wenn er gerade verbrannt ist?
Lauda, der Mann mit der roten Kappe, war eine Formel-1-Ikone. Trotz schwerer Verbrennungen und einer verätzten Lunge überstand er am 1. August 1976 wie durch ein Wunder einen Horrorunfall auf dem Nürburgring. Im Krankenhaus gab dem Weltmeister ein Priester damals schon die letzte Ölung. «Ich wollte aber nicht sterben, ich wollte weiterleben», betonte Lauda nach dem Flammeninferno.
Nur 42 Tage später sass er in Monza wieder im Rennwagen und wurde Vierter. «Wie kann der Depperte wieder fahren, wenn er gerade verbrannt ist?», fragte Lauda einmal stellvertretend für alle Kritiker und Zweifler. «Die schnelle Rückkehr gehörte zu meiner Strategie, nicht lange daheim zu sitzen und darüber nachzugrübeln, warum und wieso mir das Ganze widerfahren ist.»
Am 26. Mai 2019 nahm die Formel 1 beim GP von Monte Carlo Abschied von Lauda. Die Trauerfeier 3 Tage später im Wiener Stephansdom kam einem Staatsbegräbnis gleich.