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Soldat,
Marie, Violinvirtuosin, geb. zu Graz, [* 2] wo ihr Vater als Organist und Chordirigent lebte, wurde zuerst von diesem und an der Musikschule von J. ^[Johann] Buwa im Klavier- und Orgelspiel ausgebildet und war in der Theorie Schülerin von F. Thieriot, im Gesang von Karoline Bauer, im Violinspiel von Eduard Pleiner. Bald trat die Violine als ihr Hauptinstrument in den Vordergrund, so daß sie schon 1876 ein eignes Konzert als Violinistin in Graz gab. Nach dem Tode ihres Lehrers Pleiner (1878) studierte sie unter August Pott in Graz und bald durch Vermittelung von Joh. Brahms (1879) in Berlin [* 3] weiter u. verließ 1882 die königliche Hochschule mit dem Mendelssohn-Preis.
Marie S. ist heute eine der angesehensten Geigerinnen, die mit manchem hochangesehenen Geiger kühnlich in die Schranken treten kann; ihre Neigung gilt vornehmlich Werken ernster Richtung (Bach, Beethoven, Brahms), die sie vorzüglich interpretiert. Neuerdings vereinigte sie sich mit Agnes Tschetschulin, Gabrielle Roy und Lucie Campbell zu einem Streichquartett. Im Juli 1889 verheiratete sie sich mit dem Rechtskonzipienten Röger in Wien. [* 4]