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Vorgeschichte
Nach einem Spaziergang erbricht der Welpe plötzlich fortgesetzt. Sein Allgemeinzustand verschlechtert sich und die Hündin wird apathisch. Die Besitzer suchen umgehend den Tierarzt auf.
Untersuchung
In der Praxis angekommen hat sich die Hündin schon wieder etwas erholt. Sie ist aber immer noch sehr ruhig, hat kühle Lefzen und steht mit leicht aufgekrümmtem Rücken. Der Puls ist schnell und kräftig; das Abtasten des Bauches zeitigt keine abnormalen Befunde.
Röntgen/Ultraschall
Bei akutem Erbrechen kommt als Ursache insbesondere bei Junghunden immer auch eine Aufnahme von Fremdmaterial (Fremdkörper, aber auch reizende Substanzen) in Frage. Aus diesem Grund wird die Bauchhöhle von „Szana“ genauer untersucht. Auf der Röntgenaufnahme sind keine Hinweise auf einen Fremdkörper sichtbar; allerdings sind bei dieser Methode primär nur röntgendichte Materialien (Stein, Metall, z.T. auch Kunststoffe) sichtbar. Deswegen wird bei Röntgenuntersuchungen auch auf indirekte Zeichen eines Fremdkörpers (Hinweise auf einen Darmverschluss, zum Beispiel streckenweise aufgegaster Dünndarm) geachtet. Das Röntgenbild zeigt zwar ein aufgegastes Stück Darm (Pfeil), welches aber höchstwahrscheinlich durch den Blinddarm gebildet wird und damit nicht von Bedeutung ist.
Im Ultraschall ist ersichtlich, dass der Dünndarm atonisch (ohne Bewegung) ist – ein sogenannter paralytischer Ileus. Ein Teil des Dünndarms enthält eine stark echodichte, schlauchähnliche Struktur von ca. 2 Millimeter Durchmesser, rundem Querschnitt und von ca 20-30 cm Länge.