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Normalerweise würde ich eine Rezension beginnen, indem ich Ihnen etwas über den Inhalt des Buches erzähle. In diesem speziellen Fall sollte ich damit beginnen, wer Gustave Doré war: Doré war der wahrscheinlich der bekannteste Illustrator des 19. Jahrhunderts, eine Art Popstar seiner Zunft, der in Stil und Qualität der Illustrationen seinesgleichen sucht. Lord Byron, Poe, Cervantes, Balzac, Dante Alighieri, Milton und Coleridge sind nur einige der Autoren, deren Werke von Doré veredelt wurden, gar nicht zu sprechen von seinen weltbekannten Illustrationen der englischen Bibelausgabe.
Gustave Doré ist aber auch (im zarten Alter von 12) die Hauptfigur dieses Nicht-Zamonien-Romans von Walter Moers. Aus verschiedenen Bildern des echten Doré spinnt Moers ein phantasievolles Märchen für Erwachsene, bei dem man den einzelnen Bildern und der daraus folgenden Geschichte nicht im geringsten ansieht, dass sie aus verschiedenen Quellen stammen. Ein literarischer Kunstgriff von Moers, das anders ist als Moers' Zamonien-Romane, aber keinen Deut schlechter.
Zur Wahl der Ausgabe sei noch gesagt, dass in diesem Fall die gebundene Ausgabe (mit ihrem Silberschnitt, Lesebändchen und dem extra grossen Format) dem schnöden Taschenbuch um ein vielfaches vorzuziehen ist.
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