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Wie «Le Matin Dimanche» enthüllte, gibt es Grund zur Annahme, dass Securitas eine zweite Spitzelin auf die globalisierungskritische Gruppe Attac angesetzt haben könnte. Eine junge Frau hat sich im Januar 2005 in der gleichen Arbeitsgruppe engagiert, für die sich die Spionin Sara Meylan in den Jahren 2003 und 2004 interessiert hatte. Die Frau ist bis vor wenigen Tagen in dieser Gruppe aktiv gewesen. Wie heute bekannt ist, hat sie während dieser Zeit für Securitas gearbeitet. Was dort ihr genauer Auftrag war, ist nicht bekannt. Laut Attac-Rechtsanwalt Jean-Michel Dolivo besteht der Verdacht, dass sie Informationen, Mailinglisten und Gesprächsprotokolle von Attac an ihren Arbeitgeber weitergegeben haben könnte. Dolivo hat auch Hinweise dafür, dass der Überwachungsvertrag zwischen Nestlé und Securitas über das Jahr 2005 hinaus gültig gewesen ist. Securitas dagegen streitet ab, nach 2005 noch Infiltrierungen durchgeführt zu haben.
Falls die junge Frau tatsächlich Attac bespitzelt hat, wäre sie bereits die dritte enttarnte Spionin im Dienste von Securitas. Die zweite war die als Shanti Muller bekannt gewordene Spionin bei der Lausanner Antirepressionsgruppe GAR.