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Im Jahr 2021 hat sich der Bitcoin-Kurs an die Preisentwicklungen an den regulären Aktienmärkten angepasst. Ausserdem war es auch das Jahr der Institutionalisierung der führenden Kryptowährung. Die bekanntesten Beispiele für die grössten Corporate-Investoren in Bitcoin (BTC) sind wohl MicroStrategy und Tesla. Unter erwähnenswerten Krypto-Hodler sind aber auch immer mehr Regierungen sowie Anbieter von ETFs, die insgesamt einen grossen Anteil an Bitcoins halten.
MicroStrategy verfügt über den grössten BTC-Bestand
Institutionelle Investoren horten aktuell 7,2 % der gesamten BTC-Bestände; davon halten private Unternehmen den geringsten Anteil, während der grösste Teil auf börsengehandelte Fonds entfällt. Inzwischen wurde Bitcoin von mehr als 40 börsennotierten und privaten Unternehmen in ihre Bilanzen aufgenommen. Der Software-Hersteller MicroStrategy von CEO Michael Saylor ist und bleibt wahrscheinlich noch für eine Weile das Unternehmen mit den mit Abstand grössten Bitcoin-Beständen. Hier ist natürlich die Rede von offiziell bekannten Daten.
Aktuell hält MicroStrategy rund 124.400 Bitcoins, die derzeit einen Wert von etwa 4,6 Milliarden € haben. Die Tatsache, dass das Unternehmen selbst an der Börse 4,9 Milliarden € wert ist, gibt einen noch besseren Einblick in die Tatsache, dass seine Bitcoin-Bestände den wesentlichen Anteil des Unternehmenskapitals ausmachen.
Die Anzahl der Firmen, die Kryptowährungen in ihre Bilanzen aufgenommen haben, hat im Allgemeinen zugenommen. Diese Strategie nutzen immer mehr börsennotierte Unternehmen, um sich an den Aktienmärkten in Bitcoins zu engagieren und sich gegen die Inflation abzusichern. Bei BTC-Käufern sind nach wie vor auch börsengehandelte Fonds beliebt, da sie eine bessere Diversifizierung ermöglichen.
Nach MicroStrategy gilt Tesla mit 48.000 BTC als ein weiteres Unternehmen mit den grössten Bitcoin-Beständen. Dahinter befinden sich Galaxy Digital Holdings mit 16.402 BTC, Block (Square) mit 8.027 BTC, Marathon Patent Group mit 4.813 BTC, Hut 8 Mining Corp mit 4.724 BTC, Coinbase mit 4.483 BTC, NEXON Co Ltd. mit 1.717 BTC, Voyager Digital Ltd. mit 1.239 BTC und die Riot Blockchain Inc. mit 1.175 BTC.
Bulgarien hat mehr Bitcoins als El Salvador
Für manche mag es wohl überraschend wirken, dass nicht ausgerechnet El Salvador jenes Land ist, welches über die höchsten Bitcoin-Bestände verfügt, sondern Bulgarien. Die Strafverfolgungsbehörden des kleinen osteuropäischen Landes haben im Jahr 2017 über 200.000 BTC von Cyber-Kriminellen konfisziert. So hält Bulgarien sogar mehr als 1 % der gesamten im Umlauf befindlichen Bitcoins.
Was aber genau mit diesen milliardenschweren Krypto-Beständen passiert ist, ist seither unklar. Ob der Staat auf die konfiszierten Bitcoins zugreifen kann, ist allerdings mehr als fraglich, denn nach Meinung der Beobachter verfügen die bulgarischen Behörden mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht über die dafür erforderlichen Schlüssel.
Dagegen hat El Salvador – erstes Land, in dem die Kryptowährung offiziell anerkannt wurde –im Jahr 2021 etwa 1.800 BTC gekauft. Die Ukraine, Finnland und Georgien sind weitere Länder mit nennenswerten Bitcoin-Beständen.
BTC-Bestand von USA ist mehr wert als das BIP mancher Länder zusammen
In den letzten Jahren haben die Vereinigten Staaten über 185.000 BTC beschlagnahmt und versteigert. Der Wert dieser Krypto-Bestände entspricht dem BIP von den Malediven, Seychellen und Bhutan zusammen. So haben die USA über die Jahre Bitcoins im Wert von mehreren Milliarden € beschlagnahmt und unter dem eigentlichen Wert versteigert. Im August 2021 hielten die USA immer noch einen Wert von über 1 Milliarden € in Bitcoin.
Die Regierung der Vereinigten Staaten bekommt ihre Bitcoins und andere digitalen Vermögenswerte von verdeckten Operationen. So eine Operation wurde z. B. gegen den Silk Road Marktplatz durchgeführt und resultierte mit einer Beschlagnahmung in Höhe von mehreren Tausend Bitcoins. Mithilfe des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis wurden unentdeckte Transaktionen identifiziert, die zum Silk Road, einem Marktplatz im Dark Web führte, wo mit digitalen Währungen unter anderem Drogen und Waffen gehandelt wurden. Ross Ulbricht, der Schöpfer dieses Marktplatzes, wurde 2015 zur lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Verbunden: Die Bitcoin-Nutzung im Darknet steigt weiter
Die USA hat zur Verbrechensbekämpfung wirkungsvolle Werkzeuge entwickelt, um Kryptowährungen zu verfolgen und zu beschlagnahmen, wenn sie für kriminelle Aktivitäten benutzt wurden. Diese werden anschliessend versteigert und die Erlöse aus den Kryptoverkäufen zur Finanzierung verschiedener Operationen verwendet.
Trotz starker Regulierung sind die USA relativ krypto-freundlich, während immer mehr Staaten weltweit mit Verboten und Massnahmen den Gebrauch von Kryptowährungen einschränken oder gar unmöglich machen. Das jüngste Verbot kommt aus Singapur, wo der Staat gegen Krypto-Automaten vorgeht, während letzte Woche auch die russische Zentralbank einen Krypto-Bann forderte. Das sind nur einige der zahlreichen Gründe für den aktuellen Crash auf dem Krypto-Markt, nach dem wahrscheinlich eine lange Erholungsphase folgen wird.
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