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Im Sommer führen Flüsse und Bäche zukünftig weniger Wasser als heute. Zudem werden Trockenphasen häufiger und länger. Während dieser Extremereignisse kann es regional und zeitlich begrenzt zu Wasserknappheit kommen.
Die hydrologischen Szenarien zeigen, dass die Wasserstände im Sommer und Herbst generell deutlich zurückgehen. Dies gilt sowohl für die Oberflächengewässer als auch für das Grundwasser. Vom Rückgang sind sämtliche Höhenlagen und Regionen betroffen, besonders jedoch die Alpen und Voralpen.
Falls keine Klimaschutzmassnahmen ergriffen werden, fallen die sommerlichen Abflüsse bis Ende Jahrhundert im Mittel um 30 bis 50 Prozent geringer aus als heute, in heutigen Gletscherbächen sogar um bis zu 60 Prozent.
Gleichzeitig werden Trockenperioden und Hitzewellen in Zukunft im Sommer häufiger und dauern länger an. Ohne Klimaschutz nehmen bis Ende Jahrhundert die sommerlichen Niedrigwasserabflüsse in Gebieten unter 1500 Meter Höhe während Trockenperioden um 30 Prozent ab.
Niedrigwasser in der Thur
Gefahr, dass Gewässer trockenfallen
Damit steigt die Gefahr, dass in regenarmen Zeiten Quellen, Feuchtgebiete, Bäche und kleinere Flüsse häufiger trockenfallen. Auch wird das Leben in und an den Gewässern öfter durch mangelnde Wassertiefe und hohe Temperaturen beeinträchtigt. Ein vollständiges Austrocknen von Bächen und Flüssen ist in sommerlichen Trockenphasen vor allem bei mittleren und kleineren Fliessgewässern oder in Karstgebieten wie dem Jura zu erwarten.
Als Folge des Klimawandels werden die nutzbaren Wassermengen im Sommer abnehmen. Wenn gleichzeitig vermehrt Fluss- oder Grundwasser für die Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen oder für Kühlzwecke verwendet wird, kann es regional und zeitlich begrenzt zu Wasserknappheit kommen. Schon heute müssen diese beiden Nutzungen während Trockenphasen im Sommer eingeschränkt werden.
Hoch gelegene alpine Bäche und Flüsse führten bisher in der Regel im Winter Niedrigwasser, wenn das Wasser in der Schneedecke gespeichert ist. Zukünftig nehmen in Regionen oberhalb von 2000 Meter Höhe die Abflussmengen bei Niedrigwasser im Winter zu.In Gebieten auf einer Höhe von 1500 bis 2000 Meter kann der Klimawandel dazu führen, dass sich die Niedrigwassersaison vom Winter in den Sommer und Herbst verschiebt. Die Abflussmenge bei Niedrigwasser verändert sich jedoch kaum.
Bilanz zwischen Wasserdargebot und Verbrauch
Erwartete Veränderungen
|Mit Klimaschutz

bis Ende Jahrhundert
|Ohne Klimaschutz

bis Ende Jahrhundert
|Niedrigwasserabflüsse in Gebieten unter 1500 m ü. M.||–0 bis –30 %||–10 bis –50 %|
|Sommerabflüsse||–0 bis –20 %||–30 bis –50 %|
Die Kernaussagen finden Sie auch in der Hydro-CH2018 Broschüre, die in gedruckter Form oder elektronisch als Download erhältlich ist.
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Letzte Änderung 22.06.2021