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TPC, Les Transports Publics du Chablais, ist der Name eines grossen Verkehrsbetriebes mit 5 Bahn- und 8 Buslinien. Nebst diesem eigenen konzessionierten Netz betreiben die TPC aber auch die Mehrheit der Postautolinien in der Region. Drei von ihnen beginnen und enden am weitläufigen, frisch umgebauten Bahnhofplatz von Aigle, wenngleich die dünnen und auf diverse Bedürfnisse ausgerichteten Fahrpläne dazu führen, dass kaum einmal alle drei Postautos gleichzeitig "zu hause" sind. Am 9.2.2012 wartet der 2006 beschaffte Volvo 8700 auf die nächste Abfahrt nach Torgon.
Vier mal pro Tag fährt das Postauto zum erwähnten Walliser Ferienort, und jedes mal überwindet der Volvo rund 750 Höhenmeter, um zu seinem Ziel zu gelangen. Zwischen Vionnaz, wo die eigentliche Bergfahrt beginnt, und Torgon liegt nur eine einzige nennenswerte Siedlung namens Revereulaz. Am 12.2.2013 war von der Siedlung allerdings nur gerade das an der Strasse gelegene Gasthaus zu sehen - schon die weniger als 50 Meter dahinter liegende Kapelle blieb im Nebel verborgen...
Zusammen mit der Torgon-Linie bietet die zweite TPC-Postautolinie, nämlich jene von Aigle nach St-Gingolph, ein relativ dichtes (wenn auch unsystematisches) Angebot zwischen Aigle und Vionnaz an. Seit 2012 wird die Linie mit zwei Volvo-7700-Hybridbussen bedient, wobei ausser an Schultagen jeweils ein Wagen für den gesamten Betrieb ausreicht. Am 12.2.2013 hat VS 206'173 in Vionnaz gerade den Anschluss ans MOB-Postauto nach Monthey hergestellt und fährt in Kürze durch die weite Rhoneebene zurück nach Aigle.
Ursprünglich wurden die Postautos zwischen Monthey, Vionnaz und St-Gingolph als Ersatz für die unwirtschaftlichen SBB-Regionalzüge im Tonkin eingeführt. Heute ergänzen sie das (mit Lücken) stündliche Bahnangebot vor allem in Spitzenzeiten, wobei sie im Gegensatz zur Bahn die Dorfzentren bedienen können - so auch in Vouvry, wo am 7.1.2012 diese Aufnahme entstand. Die beiden Renault Ares waren bei PostAuto zeitlebens Einzelgänger, bis sie durch die beiden Volvo-Hybride ersetzt wurden.
Die Endstation St-Gingolph liegt an der Französischen Grenze und direkt neben dem gleichnamigen SBB-Bahnhof. Im Sommer fahren von jenseits der Grenze gelegentlich Nostalgiezüge nach Evian, und die Tourist Information im Bahnhofsgebäude wird gut frequentiert. Im Winter ist hier aber im wahrsten Wortsinn "Endstation" - ausser dem Fotografen und dem Busfahrer ist der Bahnhof menschenleer.
Im Gegensatz zu Torgon, Leysin, Villars und den anderen bekannten Ferienorten im Chablais ist Corbeyrier kaum bekannt - ausser dem Schlittelweg hat es wenig winterliche Aktivitäten zu bieten, und im Somer ist das Dorf Durchgangsort für die Militärfahrzeuge zum Lac de l'Hongrin. Für den Lokalverkehr genügt ein MAN-Midibus Typ A76, wobei das Fahrzeug auf der Bergfahrt ganz schön ins schwitzen kommt... Am 12.2.2013 hat der Wagen bei der Endhaltestelle Vers-la-Doey gewendet und fährt nun talwärts vorbei an der Post. Auf Reservation fahren die Kurse ab Vers-la-Doey weiter zur Alpsiedlung Luan, in erster Linie Wanderausgangspunkt.
Einziges Unterwegs-Dorf auf dem Weg nach Corbeyrier ist Yvorne, bekannt einerseits als Winzerdorf, andererseits vor bald 10 Jahren in den Schlagzeilen wegen einer riesigen Schlamm-Lawine mitten durch das Dorf. Die Schäden von damals sind behoben, und der MAN-Midi erreicht mit einem nachmittäglichen Schülerkurs den Wendeplatz beim Restaurant-Hotel "Le Torrent".
Ein kleiner TPC-Postautoknoten besteht am Bahnhof Le Sépey, wo die TPC-Züge nach Les Diablerets eine Spitzkehre machen. Am 7.1.2012 warten die Stammkursfahrzeuge der drei Linien auf den Anschluss aus Aigle: Der MAN-Midibus wird zum Col-des-Mosses fahren, der Volvo 8700LE dahinter nach Leysin, und der Sprinter im Hintergrund nach La Forclaz VD.
Am Zielort, auf der Passhöhe des Col-des-Mosses, wartet der kleine MAN am selben Tag auf die Rückfahrt nach Sépey. Ursprünglich als durchgehende Linie Sépey - Chateau-d'Oex publiziert, fahren die Fahrzeuge heute von beiden Seiten nur bis zur Passhöhe, die gleichzeitig den Einstieg ins Skigebiet darstellt. Es werden gute Anschlüsse geboten, beide Busse nebeneinander sind aber nur selten zu fotografieren, da sie nicht den selben Wendeplatz benützen.
Das Stammfahrzeug für die Linie nach La Forclaz wurde 2011 ersetzt, seither fährt ein MB Sprinter 516CDI mit 4x4-Ausrüstung die Kurse ins Bergdorf oberhalb Les Planches. Im Sommer, wenn die Wanderer vom Col-de-Bretaye in Scharen eintreffen, wird es im Wagen bisweilen ziemlich eng, im Winter reicht er dagegen problemlos aus. Probleme mit dem Winter hat nicht etwa der Bus, sondern die Wasserzufuhr der Garage: Aufgrund einer zugefrorenen Wasserleitung konnte der Wagen während mehrerer Wochen nicht gewaschen werden... (Aufnahme am 9.2.2012).
Da die Linie Sépey - Leysin zeitweise sehr stark von Schülern frequentiert wird, muss bei Ausfall des Volvo 8700LE ein gleich grosser Reservewagen verfügbar sein. Es handelt sich dabei um einen O405, ehemaliges Regiefahrzeug aus 1990. Der rüstige Oldtimer trifft am 9.2.2012 aus Leysin am Bahnhof Le Sépey ein.
Bild aus vergangenen Zeiten: Ein MAN/Lauber 10.180HOCL, bereits damals Reserve, und der einstige Kurswagen der Linie Le Sépey - Leysin, ein verkürzter Renault Iliade aus 2001, warten am 25.4.2007 in Sépey auf die Abfahrt. Inzwischen ist der alte MAN ausrangiert und der Iliade selbst zur Reserve degradiert - auch der im Bildhintergrund angeschnittene Renault Mascott hatte aber vier Jahre später ausgedient.
Eine vierte Postautolinie im Ormont führt ab dem Bahnhof Ollon wenig oberhalb der Rhone-Ebene in die Höhe über Panex nach Plambuit, weit oberhalb des gleichnamigen ASD-Bahnhofes gelegen. Auch hier ist seit 2011 ein neues Kursfahrzeug im Einsatz: Der Sprinter 516CDI 4x4 ist das erste Allrad-Fahrzeug der Linie seit langem und wartet am 9.2.2012 in Ollon auf die Abfahrt.
Wenig später entstand die Aufnahme desselben Wagens bei der Endstation Hameau im Dorf Plambuit. Die Linie dient vor allem dem Schülerverkehr, am Wochenende wird nur auf Voranmeldung gefahren. Am Sonntag kann der Bus so auch für die dann ebenfalls nur dreimal täglich bediente Linie Aigle - Corbeyrier verwendet werden.
Auch die TPC hat inzwischen den im Wallis allgegenwärtigen Irisbus Crossway in die Flotte aufgenommen: Zwei Wagen fahren auf den Linien ab Bex nach Fenalet und Les Plans-sur-Bex. Am 9.2.2012 erreicht der neuere der beiden Wagen gerade den Bahnhof Bex, rechts angeschnitten der frisch grün gestrichene Doppeltriebwagen der Linie nach Villars.
Die beiden Linien fordern die neuen Fahrzeuge gleich mit schneebedeckter Strasse und grossen Höhenunterschieden. Schon nach gut 20 Minuten hat der Bus die 685 Höhenmeter bis Les Plans überwunden, er wartet bei der Post vor eindrücklicher Bergkulisse auf die Rückfahrt nach Bex.
Wie an vielen anderen Orten im Wallis auch, haben die beiden Crossways Fahrzeuge der bewährten Transliner-Bauserie (Typ N312K) von Neoplan ersetzt. Der VD 1'085 stand während mehr als 10 Jahren praktisch täglich im Einsatz ab Bex nach Fenalet, am 16.7.2009 wartet er vor dem Güterschuppen die Pause vor der letzten abendlichen Tour ab.
Der ältere der beiden Irisbusse, 2009 beschafft, war Anfang 2011 in einen Unfall verwickelt und steht deshalb für längere Zeit nicht zur Verfügung. Ersatz bietet ein Renault Mascott, der früher von Ollon nach Plambuit im Einsatz stand. Am 9.2.2012 wartet der Wagen am Bahnhof Bex auf die Abfahrt nach Fenalet - der für jene Linie gedachte VD 1085 fährt vorerst hauptsächlich nach Les Plans, wo das Fahrgastaufkommen etwas grösser ist.
Ein weiterer Mascott steht fast ganz in Weiss im Einsatz auf der Gemeinschaftslinie Bex - Monthey von PostAuto und TPC. Noch ist die Zukunft dieser jüngsten Überlandlinie im Gebiet nicht definitiv gesichert, weshalb der Wagen nach wie vor keinen definitiven Anstrich erhalten hat. Es ist zu hoffen, dass er nach der definitiven Überführung der Linie ins Grundangebot durch ein geeigneteres Fahrzeug ersetzt wird... Aufnahme am 16.7.2009.
Vorgeschmack auf bessere Zeiten? Wegen einer unpässlichkeit des Renaults zeigt sich am 12.2.2013 ein Neoplan N4411, aktuell Reservewagen bei TPC und von der Berner Firma Dysli übernommen, im Einsatz auf der Linie Bex-Monthey. Zwischen dem Bahnhof Monthey-Ville und dem SBB-Bahnhof passiert der Wagen gerade die reformierte Kirche des Städtchens.
Zwei TPC-Postautos sind in der Region St-Maurice stationiert und mit VS-Nummernschildern versehen. Sie fahren ab St-Maurice nach Lavey-les-Bains und Vérossaz; Nicht zum TPC-Einzugsgebiet gehört die Linie nach Mex. Neben deren Kursfahrzeug, einem A66 der zweiten Generation, wartet der in Vérossaz stationierte A76 von PU TPC auf die Abfahrt nach Lavey. Am Wochenende fährt der Midi sämtliche TPC-Kurse im Gebiet. (18.12.2011)
Werktags wird die Linie nach Lavey-les-Bains dagegen mit einem grösseren MAN A21 bedient. Nicht alle Kurse fahren dabei auch durch das Dorf Lavey, wohl aber dieser Morgenkurs, aufgenommen am 12.2.2013 im Dorfkern des Winzerdörfchens. Bis vor rund 10 Jahren war Lavey auch der Ausgangspunkt für die enge und steile Bergstrecke nach Morcles - das Dorf ist inzwischen ohne ÖV-Anschluss.
Vorgänger des A21 war der einzige Setra 315NF der Region, welcher über Umwege zur TPC gelangte und ebenfalls hauptsächlich nach Lavey eingesetzt wurde. Im Herbst 2011 wurde der Wagen, hier fotografiert am 16.7.2009, als einer der ältesten S315NF von PostAuto ersetzt.
Das Walliser Pendant zum Bezirkshauptort Aigle VD ist Monthey auf der gegenüberliegenden Talseite. Obschon seit dem 9.1.2012 ein Stadtbus die Gemeinden Monthey und Collombey-Muraz bedient, sind nicht alle Quartiere fahrplanmässig an den ÖV angeschlossen. Abhilfe schafft ein Sprinter 312D, welcher ursprünglich PU Tobler aus Rebeuvelier gehörte und heute als PubliCar für PU TPC die Region Monthey erschliesst. Aufnahme beim Bahnhof Monthey-Ville am 9.2.2012.
Ebenfalls in Monthey entstand am 16.7.2009 diese Aufnahme vom VD 1'373, damals TPC-Reservewagen. Der Bus bediente ursprünglich die Linie Lavey-les-Bains - Morcles, welche Leider um die Jahrtausendwende eingestellt wurde. Der Bus überlebte immerhin fast 10 Jahre länger als seine Stammlinie, bevor er definitiv ausgemustert wurde.
Die Gemeinden Monthey und Collombey-Muraz werden von einem komplexen System aus Bahn- und Buslinien mehr schlecht als recht bedient - Grund genug, um einen Ortsbus einzuführen. Zwei Citaro K von TPC/PostAuto bedienen seit Januar 2012 ein ausgedehntes Ortsbusnetz und machen den PubliCar wenigstens in den grösseren Wohnquartieren überflüssig. Am 12.2.2013 begegnet der Citaro auf der MOnthey- Schleife am Bahnhof zwei MAN-Postautos von PU MOB.