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Rang war Suter bei seiner Olympia-Premiere in das abschliessende Punktefahren gestartet. Bei den 16 Sprints auf den 160 Runden konnte er im hochklassigen Feld “nur” einen Punkt ergattern, eine rangmässige Verbesserung lag nicht drin. 48 Zähler fehlten ihm schliesslich zu Platz 8. Seine Konkurrenten, die hinter ihm klassiert waren, hatte Suter dagegen im Griff.
Suter beendete den Wettkampf damit ungefähr auf jener Position, die von ihm nach der Qualifikation für Rio hatte erwartet werden dürfen. Zum Vergleich: An der WM im März in London war Suter auf Position 14 gefahren. Mit etwas mehr Rennglück am ersten Tag hätte er durchaus noch ein paar Positionen weiter vorne klassiert sein können, denn Suter erlebte einen turbulenten Wettkampf.
Am ersten der beiden Renntage sorgte eine fehlerhafte Anzeige im Scratch für Verwirrung. Als die Glocke in der ersten der sechs Disziplinen die letzte Runde einläutete, zeigte die Anzeigetafel fälschlicherweise noch zwei Runden an. Einige der Fahrer fuhren weiter, so auch Suter. Erst in der Nacht auf den zweiten Tag korrigierten die Kommissäre das Klassement. Suter wurde im Scratch statt im 8. neu im 15. Rang geführt.
Zudem fuhr Suter eine “katastrophale” (Trainer Daniel Gisiger) Einzelverfolgung. Der Romand blieb rund zehn Sekunden hinter seiner persönlichen Bestleistung. Entsprechend weit hinten, als 17. von 18 gestarteten Fahrern, war Suter nach der Hälfte des Pensums klassiert. “Vielleicht wollte er es zu gut machen”, kommentierte Gisiger die Leistung seines Schützlings. “Gerade im Scratch und in der Einzelverfolgung fehlte ihm die Spritzigkeit.”
Am zweiten Tag, an dem Suters traditionell stärkere Disziplinen ausgetragen werden, gelang ihm die erhoffte Verbesserung. Im Sprint über eine Bahnrunde (mit fliegendem Start) fuhr der Schweizer Meister die fünftbeste Zeit. “In dieser Disziplin hat er gezeigt, was in ihm steckt”, so Gisiger. Die Hypothek vom ersten Tag wog aber am Ende zu schwer.
Olympiasieger wurde der Italiener Elia Viviani, der im letzten Herbst in Grenchen bereits den EM-Titel gefeiert hatte. Der 27-jährige Italiener, der auf der Strasse für das britische Team Sky fährt, setzte sich mit 13 Punkten Vorsprung vor dem britischen Starsprinter Mark Cavendish und 15 Punkten vor dem Dänen Lasse Norman Hansen durch. Dem kolumbianischen Weltmeister Fernando Gavira blieb nur Platz 4.
Selbst ein Sturz im Punktefahren konnte Viviani nicht stoppen. Während er das Geschehen im Griff hatte, lieferten sich Cavendish und Hansen einen packenden Zweikampf um Silber. Erst im Zielsprint fiel die Entscheidung zu Gunsten des Briten, dem der Abstecher auf die Bahn damit gelang. Hansen hatte vor vier Jahren bei der Olympia-Premiere des Omniums die Goldmedaille gewonnen und stand nun immerhin wieder auf dem Podest.
(SDA)