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Die Übernahme der US-amerikanischen Relypsa wird von Marktteilnehmern als teuer bewertet und strategisch kontrovers beurteilt. Einzig im Hinblick auf die Abspaltung von Vifor sei die Entscheidung sinnvoll.
Das Bar-Kaufangebot für alle Relypsa-Stammaktien beträgt 32 Dollar pro Aktie. Damit summiert sich der implizite Wert auf vollständig verwässerter Basis auf rund 1,53 Milliarden Dollar.
«Recht teuer»
Der Bank Vontobel beurteilt den Erwerb als "recht teuer", betont aber auch, dass er strategisch "sehr viel Sinn" ergebe und der Zukauf der wichtigste Schritt zur Unabhängigkeit von Vifor ist. Zudem liege der Kaufpreis deutlich unter dem, den AstraZeneca damals für den Konkurrent ZS Pharma bezahlt habe (2,7 Milliarden Dollar). Ausserdem erhalte Vifor damit eine Vertriebsorganisation in den USA, die den Zugang zu interessanten Zielmärkten sichere. Einzige Unsicherheit sei das zukünftige Verhältnis von Vifor gegenüber dem US-Partnern Luitpold und FMC. Vontobel empfiehlt "Halten" und nimmt eine Neubeurteilung des Kursziels von 1200 Franken vor.
Die Zürcher Kantonalbank hält fest, dass der angebotene Preis von 32 Dollar pro Aktie einer Prämie von satten 60% gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch entspricht. Die Bank zeigt sich überrascht, dass Galenica ein Angebot für Relypsa abgibt. Obwohl beide Verwaltungsräte das Angebot befürworten, sei der Deal teuer. Zudem sei das Hauptprodukt Veltassa (Patiromer) mit dem "Black-Label" in den USA mit Problemen belastet. Die ZKB sieht die Übernahme als "gesamthaft belastend" und stuft die Aktien mit "Marktgewichten" ein.
(AWP)