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6A. Helioda
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1. Beschreibung an einem Vortrag
Vortragsbericht von Dr. med. O. Büsing, über den Vortrag vom Freitag, 26. April 1907 im Künstlerhaus in Berlin, dat. 5. Mai 1907.
Carl Huter hat folgendes über die Helioda gesagt:
- Durch zahlreiche Forschungen und Experimente ist er dann zur Entdeckung einer besonderen Lebenskraft gekommen, die er Helioda, Lebenslicht- oder Lebensstrahlkraft, nennt.
- Er fand eine negative Helioda, die das sensible Lebensempfinden, das ehemals angenommene metaphysische immaterielle Geistige darstellt,
- und eine positive Helioda, welche das formgestaltende, eventuell auch fernwirkende, psycho-physiologische Element, das die Materie beeinflusst, verkörpert.
- Die Heliodakraft ist nach Huter eine aus dem Weltäther abgespaltene Empfindungsenergie, die sich im lebenden Eiweiss, besonders in der tierischen Zelle, am höchsten beim Menschen in dessen Gewebszellen, besonders aber in den Zentralnerven sammelt.
- Diese Helioda ist die Trägerin eines doppelten, nämlich des bewussten und des unbewussten geistigen Lebens,
- und sie ist die oberste schöpferische Gestaltungskraft im lebenden Eiweiss.
- Durch sie wird die eigentliche feinere Physiognomie aller höheren Lebewesen gebildet.
2. Helioda - Hintergrund-Information, Teil I
vgl. mit Rubrik 2B. Hutersche Lehren I: Entwicklungslehre und mit 5. Stoff, Kraft, Empfinden; Äther
- Es gibt einen Ur-Weltäther. Und dieser besteht aus drei Grundelementen: Das Ruh- oder Schwerelement, das Bewegungs- oder vibrierende Element, das Empfindungs- oder Leichtelement.
- Dem Ruh- oder Schwerelement, das aus dem Ur-Weltäher-Teilchen heraustrat und sich in separaten Ruhäther-Ilionen sammelte, haftet in geringem Mass das Empfindungselement an. Es gibt keine vollständige Trennung zwischen Ruh- und Empfindungselement.
- Aus den Ruhäther-Ilionen gehen, über Zwischenstufen, die Atome hervor. Das Empfindungsvermögen befindet sich in einem Schlummerzustand.
- In den Molekülen und Atomen kommt es zu einer Abspaltung des Empfindungselements und damit zur Bildung einer feinmateriellen empfindenden Substanz, die Huter Medioma nennt.
- Aus der Medioma spaltete sich eine noch feinere feinmaterielle Substanz ab, in welcher das Empfindungsvermögen noch stärker, feiner, gesammelter und konzentrierter ist, das Od.
- Aus Od und Medioma ging eine astrale, ganz besonders feine, empfindende Substanz hervor. Huter nennt sie Helioda.
- Die Helioda-Substanz vermag sich im Eiweiss-Molekül am stärksten zu sammeln und zu konzentrieren und ist hier am wenigsten stark an die Materie gebunden.
- Die Helioda baut sich in der Zelle ein eigenes Organ, das Zentrosoma. Hier sammelt und konzentriert sie sich. Sie hat aber auch im Protoplasma, also in den Eiweiss-Substanzen, Sammelpunkte.
- Die lebende Zelle wird durch Wirkungen, die vom vom Zentrosoma und von den Empfindungszentren im Protoplasma ausgehen, in organisierender und in schöpferischer Weise beherrscht und gesteuert.
Anmerkung
Mit naturwissenschaftlichen Instrumenten resp. naturwissenschaftlichen Methoden lässt sich dies alles kaum nachweisen, evtl. in indirekter Form:
- Das Empfindungsvermögen, das der Materie anhaftet.
- Das abgespaltene Empfindungsvermögen
- Die feinmaterielle Substanz. Huter nennt sie auch astrale Substanz.
Was ergibt sich daraus? - Mit den naturwissenschaftlichen Methoden lassen sich Kraft und Stoff, die grobmaterielle Welt, beobachten und beschreiben. Die feinmaterielle Welt lässt sich damit nicht erfassen, ist aber genau so real wie die grobmaterielle Welt.
3. Helioda - Hintergrund-Information, Teil II
Es ist noch wenig erforscht, wie diese astrale Substanz in der Zelle im einzelnen tätig ist, also organisierend, schöpferisch, das Bewusstsein erzeugend, etc.
Aus den wenigen Unterlagen Huters, die erhalten geblieben sind, lässt sich folgendes vermuten: (1)
- Das Empfinden resp. die empfindende Helioda-Substanz gerät im Zentrosoma in einen Schwingungs-Zustand. Das Empfinden wird freischwingend, selbständig und souverän. Das Empfinden wird aus dem schlummernden, gebundenen Zustand herausgehoben und erwacht zum Eigen- und Selbstempfinden.
- Das erwachte und souveräne Empfinden ist in der Zelle organisierend und schöpferisch tätig. Es beherrscht die Zelle. Das Empfinden wird zur Leit-, Richt- und Formkraft in der Materie.
- Nun beginnt die Zelle zu leben: Sie ist reizempfindlich, sie organisiert sich selbst, der Stoffwechsel beginnt, etc.
- Der Schwingungszustand wurde durch Reize, die das Sauerstoff-Atom verursacht hat, in Gang gesetzt. Der Sauerstoff erzeugt eine geheimnisvolle Spannung. Er sympathisiert mit dem Leichten und Schweren, der Grösse und Weite und ebenso der Kleinheit und Tiefe.
- Beim Menschen sind das Bewusstsein, das Gewissen und das Heiligkeitsgefühl auf das erwachte Empfinden zurückzuführen. (1)
(1) Siehe Rubrik 6C3. Empfinden und Erwachen .
4. Weitere Beschreibungen durch Carl Huter
4.1 Unterschied zwischen negativer und positiver Helioda
- Was ist der funktionelle Unterschied zwischen positiver und negativer Helioda?
a. Die negative Helioda ist passiv, eher nach innen orientiert. Empfinden und das Gedächtnis beruhen auf ihr.
b. Die positive Helioda ist aktiv, eher nach aussen orientiert. Gedankenkraft, Ausstrahlung.
4.2 Zweifache Erscheinungsform: negative und positive Helioda
Carl Huter hat die Helioda erst ab 1908 als "von dreifacher Natur" beschrieben. Zuvor, teils auch danach, beschreibt er sie als von zweifacher Natur, z.B. in der Broschüre "Katechismus der Huter'schen Wissenschaft", 1909.
- Die neunte Kraft, die gesammelte Empfindungsindividualkraft oder negative Helioda, ist doppelt, also wiederum zentrale sammelnde und äusserlich mehr in den Weich- und Hohlformen wohnende Kraft.
- Die zehnte Kraft ist die Abschlusskraft aller Kräfte, sie ist die strahlende Lebensenergie, die ausstrahlende Helioda, die ebenfalls doppelt wohnt, einmal zentral neben der negativen Empfindungsenergie und zweitens peripher auch neben den negativen Empfindungsorganen in den plastischen Körperausgliederungen, besonders da, wo die Lebens- und Seelenenergie ausgesendet wird, an den Greif- und Stossgliedern, an den Geschlechtsorganen und an den Sinnesorganen, insbesondere in den Augen, der Zunge und dem Haupt und Gesicht im allgemeinen.
Anmerkung: In anderen Beschreibungen, früher und später, fehlt die Erwähnung der doppelten Natur. In seinen späteren Beschreibungen beschreibt Huter die Helioda als von dreifacher Natur, siehe 6A2. Erläuterungen I , Ziffer 3 bis 6.
4.3 Weitere Erkenntnisse von Carl Huter
- Psycho-physiologische Strahlen: Huter bezeichnet die Helioda wiederholt als psycho-physiologische Strahlen, vgl. II. Lehrbrief, 1. Lektion. Nähere Einzelheiten über die psychologischen, physiologischen und psycho-physiologischen Wirkungen sind aus den Huter-Schriften ersichtlich und teils in den nachfolgenden Rubriken dieses Kapitels.
Lebenskraft: Im Artikel "Carl Huter neue Weltanschauung in zweiundsiebzig Sätzen", enthalten in "Carl Huter: Die neue Weltanschauung", 1908 steht: Die Lebenskraft ist aus der, allem Weltäther und aller chemischen Substanz anhaftenden Empfindungsenergie in Form der negativen und positiven Helioda geboren, und kam besonders im lebenden Eiweiss zum sichtbaren Ausdruck.
Die Helioda ist die Lebens- und Liebeskraft. Huter hat dies persönlich erlebt, experimentell erforscht und die Berichte veröffentlicht.
- Die Helioda verstärkt sich durch liebende Gedanken, durch liebevolle und hingebende Tätigkeit, z.B. in der beruflichen Arbeit, in der Arbeit für die Familien, für Angehörige, für andere Menschen.
- Der Grundcharakterzug des Empfindungsvermögens und des Lebens ist die Liebe.
- Die Liebe ist das schaffende und bauende primäre Weltprinzip.
- Die Liebe ist, nach Huters Hellfühlversuchen, das innerste Geheimnis des Lebens und alles Seins.
- Die selbständige Lebenskraft oder Helioda ist eine Empfindungsfeinmaterie und Energie, die sich im lebenden Eiweiss sammelt. Sie entstand durch Abspaltung aus od-ähnlicher Materie, in welcher die Empfindungsenergie in höherem Masse gebunden ist.
- Die geistige Empfindungs- und Strahlkraft "Helioda" wurzelt in der Äthermaterie und schlummert in der chemischen Materie.
- Die Lebensempfindungs- und Strahlkraft Helioda der Lebewesen beruht auf konzentrierter Empfindungsenergie in der Materie. Das lebende Eiweiss ist der natürliche Träger dafür, aber Empfindungsvermögen besitzt auch jede andere Materie.
Die Helioda ist reinster konzentrierter Empfindungsäther.
- Die Heliodastrahlung und Heliodafernwirkung erklärt sich aus der konzentrierten Empfindungsenergie.
- Der Hell- und Fernsinn ist der Grundsinn aller übrigen fünf Sinnesorgane. Dieser Grundsinn wurzelt in dem gesammelten, konzentrierten und verfeinerten Empfindungsvermögen.
Anmerkung
Das Empfindungselement haftet der Materie an. Solange sie der Materie anhaftet, also nicht davon abgespalten ist, befindet sie sich in einem passiven, gebundenen Zustand.
Erst nach Abspaltung, nach Sammlung und Verdichtung, nach Beginn des Schwingungsprozesses im Zentrosoma, kommt es zur Entstehung des Bewusstseins.
5. Helioda: weitere Erläuterungen
Die nachstehende Charakterisierung beruht auf den Erklärungen von Huter, Rubrik
History
Diese Seite wurde im Februar 2018 ausgearbeitet und am 1. März 2018 fertig gestellt. Sie wurde am 29. März 2018 erweitert. Am 19. Oktober 2018 wurde sie um "Grundlegende Thesen der Huterlehre" erweitert und kritisch durchgesehen. Sie wird regelmässig geprüft und angepasst, letztmals am 15. Januar 2019, am 23. April 2019, am 4. August, am 21. und 22. August 2019, vom 5. bis 15. Dezember 2020, am 13. August 2021, am 29. September 2021, am 31. Mai 2022, vom 10. Juni bis 4. Juli 2022, am 4. Mai 2023 und am 11. Mai 2023.
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