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Im Jahre 1895 führte Guglielmo Marconi in Salvan, zusammen mit seinem einheimischen Assistenten Maurice Gay-Balmaz, die ersten drahtlosen Übertragungen durch.
Hundert Jahre später wird eine Stiftung gegründet, um die Erinnerung an diesen italienischen Physiker wachzuhalten. Ein öffentlicher Bereich, der im Zentrum des Dorfes eingerichtet wurde, lässt seine Experimente wieder lebendig werden und lädt die Besucher zu einer Entdeckungsreise in die Welt der Telekommunikation ein.
DIE GESCHICHTE
Die Ausstellung würdigt den Erfinder Guglielmo Marconi, der mehr als 700 Passagiere auf der Titanic rettete, und Alexis Bochatay, den Koch aus Salvan, der an Bord war und beim Untergang ums Leben kam.
Im Sommer 1895 begab sich Marconi in den "Luftkurort" Salvan sur Martigny, dessen Ruf sich weit über die Grenzen der Schweiz hinaus verbreitet hatte. Unterstützt von Maurice Gay-Balmaz, einem jungen SaIvaner von etwa zehn Jahren, arbeitete er dort fast einen Monat lang und schaffte es, eine Nachricht mehr als 1,5 km vom Sendeort entfernt zu übermitteln. Es war eine der ersten drahtlosen Telegrafieverbindungen.
Heute würdigt die Marconi-Stiftung den Nobelpreisträger und geht auf die Titanic-Tragödie ein, die die humanitäre Rolle der Funktechnologie deutlich machte. Marconis Erfindung ermöglichte es der Titanic, SOS- (Save our Souls) und CQD-Notrufe (Come Quickly Distress) auszusenden. Mehr als 700 Überlebende konnten gerettet werden.
Alexis Bochatay, ein Koch auf dem Linienschiff, geboren am 27. November 1881 in Granges sur Salvan (Wallis), verschwand auf See vor der Küste Neufundlands, als die Titanic in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 sank. Nichts prädestinierte diesen Sohn eines Bauern und Zimmermanns für einen solchen Weg.
Die Ausstellung setzt sich zusammen aus:
- Radios und Fotos von 1895 bis 1950
- Videos
- Audio-Aufnahmen
- Modell des Linienschiffs Titanic
- Außergewöhnliche Marconi TSF-Ausrüstung von der Titanic
Die Stiftung „Fondation Marconi“ hat vier Führungen zusammengestellt, die das Radiomuseum allein oder wahlweise in Verbindung mit dem Lehrpfad oder der historischen Mühle „Moulin Fine“ umfassen. Diese Angebote können durch die Bereitstellung eines Seminarraums oder die Reservierung eines Essens in einem Restaurant von Salvan ergänzt werden. Massgeschneiderte Programme für Gruppen sind auf Anfrage ebenfalls möglich.
Ein Lehrpfad zu seinen Ehren wurde ebenfalls eingerichtet.