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Der Klimawandel gefährdet die in den letzten Jahrzehnten erzielten Fortschritte in der Medizin. Er verschlimmert die Mangelernährung, schadet der psychischen Gesundheit, löst mehr Herz-Kreislauf-, Lungen- und Infektionskrankheiten aus und verursacht vorzeitige Todesfälle. Im Rahmen ihres 2019 veröffentlichten Positionspapiers zur nachhaltigen Entwicklung des Gesundheitssystems engagiert sich die SAMW, die Bevölkerung für die Beziehung zwischen Gesundheit und Umwelt zu sensibilisieren.
Mit Blick auf die Gesundheitsförderung ist es unter bestimmten Bedingungen vorstellbar, «zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen», also einen Beitrag zum Erhalt der Umwelt zu leisten und gleichzeitig die Gesundheit zu verbessern, etwa indem man das Fahrrad statt das Auto benutzt. Dieser Zusammenhang wird in der Fachliteratur als «Co-Benefits» bezeichnet. Diesen und weitere Aspekte hat Prof. Nicolas Senn (Unisanté, Lausanne) im SAMW Bulletin 4/2020 beleuchtet.
Das Forum Biodiversität Schweiz der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) hat 2020 ein Factsheet herausgegeben. Dieses zeigt, dass der Kontakt mit der Natur zur Aufrechterhaltung der Gesundheit beitragen kann, und betont das weitgehend ungenutzte präventive und therapeutische Potenzial der Biodiversität.
Die Zeitschrift Lancet veröffentlicht seit 2016 einen jährlichen Bericht zum Thema Gesundheit und Klima: Der sogenannte «Lancet Countdown» evaluiert, wie sich die Regierungen an ihre im Rahmen des Pariser Abkommens übernommenen Verpflichtungen halten. Er bietet eine Reihe von Indikatoren und weltweite Statistiken zu den Ereignissen des Vorjahres.
Im Jahr 2021 hat die SAMW die Publikation eines europäischen Berichts unterstützt, der aufzeigt, wie stark der Gesundheitsbereich die CO2-Bilanz mit beeinflusst und wie diese verbessert werden könnte.