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Die UNO-Klimakonferenz in Lima ist in der Nacht zum Samstag in die Verlängerung gegangen. «Wir haben es fast geschafft», sagte der peruanische Umweltminister Manuel Pulgar-Vidal. «Wir brauchen noch eine letzte Anstrengung.»
Die Delegationen berieten zuletzt auf der Grundlage eines Vorschlags der peruanischen Regierung, im Schlussdokument in vier entscheidenden Streitfragen verschiedene Textversionen stehen zu lassen.
Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks zeigte sich am Freitag zuversichtlich: In den kommenden Stunden werde vermutlich ein Kompromiss erreicht werden, der eine «gute Grundlage» für die entscheidenden Verhandlungen über ein neues globales Klimaabkommen bilden könne, sagte sie in der peruanischen Hauptstadt.
Allerdings blieben die Schlüsselfragen über die Lastenteilung für die Klimaschäden und über die rechtliche Verbindlichkeit der Post-Kyoto-Auflagen zur CO2-Reduzierung vorerst unbeantwortet.
Seit vergangener Woche beraten in Lima Vertreter der Staatengemeinschaft über den Rahmen für ein umfassendes Abkommen, das Ende kommenden Jahres in Paris geschlossen und 2020 in Kraft treten soll. Ein erster Anlauf war vor fünf Jahren gescheitert. Lima bilde nun einen guten «Startpunkt» auf dem Weg nach Paris, sagte Hendricks.
Ein konkretes Ergebnis in Lima stand schon vor Freitag fest: Für den globalen Grünen Klimafonds, mit dem die ärmeren Länder bei der Bewältigung des Klimawandels unterstützt werden sollen, kamen die anvisierten zehn Milliarden Dollar an Anschubfinanzierung zusammen und wurden sogar leicht übertroffen. (sda/afp)