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Wir zitieren aus den niedergeschriebenen Erinnerungen von Hans Ulrich Hüeblin:
Er wurde um 1900 im Lindenhof geboren. Er lernte schon sehr früh Weich- und Hartholz zu unterscheiden. Dies lernte er weil er jeden Morgen anfeuern musste. Er musste auch verschiedene Pflanzen kennen. Hans Ulrich musste auf das Feld um den Kümmel aus dem Gras zu ziehen. Er brachte die Kümmel nach Hause und die Mutter hängte es auf. Aus dem Kümmel gab es ein Gewürz um Fleisch und Käse zu würzen. Wenn er mit falschen Pflanzen nach Hause kam, wurde er bestraft. Er musste dem Vater den Znüni auf das Feld bringen. So lernte er die Flurnamen kennen. Er kannte keinen Kindergarten. Für ihn war die Küche der Kindergarten. Hans Ulrich musste in der Küche viel mithelfen, was in dieser Zeit normal war. Die Petroleumlampen versorgten die Stuben und Zimmern mit Licht. Die Sturmlampe brauchte man im Stall. Die Sturmlampe hatte eine Abdeckung, damit es nicht so schnell brennt. Diese Lampen wurden nach und nach durch Kohlefadenlampen ersetzt. Das nächste Telefon stand in der Post. Der Dorfstrasse entlang standen die Telefonmasten mit ihren weissen Isolatoren. Um ca. 1909 baute die Bürgergemeinde die erste Hochspannungsleitung über den Augraben bis zum Transformatorenhäuschen am Mühliweiher. Man hängte von dort aus die Drähte zu den Giebeln der Häusern. Sein Schulweg führte am legendären Mühliweiher vorbei. Im Winter war der See zugefroren, und es brachen viele ein. Deswegen gab es nasse Strümpfe. Hans Ulrich erinnerte sich nicht mehr wirklich an die Schule. Das Einzige, das ihm in Erinnerung geblieben ist, ist die freiwillige Zeichenschule am Sonntag.
Auf dem Foto sieht man Hans Ulrich mit seinen 80 Schulkollegen.
Geschrieben von: Jannik William, Florian Muehlebach und Henrik Zell