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«Musik von Herzen für Herzen»
Sechs junge, musikbegeisterte Männer gründeten 2016 die A-Capella-Gruppe... Weiterlesen
von
Reinhold Hönle
03. Juni 2018
09:00
Priscilla Presley wurde am 24. Mai 1945 in New York geboren. Ihr Vater starb ein halbes Jahr später bei einem Flugzeugabsturz. Mit ihrem Stiefvater, US-Air-Force-Offizier Paul Beaulieu, kam die Familie nach Wiesbaden, wo sie Elvis 1959 bei einer Party kennenlernte. Wegen ihres jugendlichen Alters dauerte es bis 1967, ehe sie heirateten und Priscilla acht Monate später ihre einzige Tochter Lisa Marie auf die Welt brachte. Da Priscilla mit ihr oft allein zu Hause in Graceland sass, während Elvis ein rastloses Leben führte und viele Affären hatte, liess sie sich 1973 scheiden. Nach seinem Tod 1977 verwandelte sie Graceland vom ruinösen Erbstück in eine hochrentable Touristenattraktion. Ihre erfolgreichsten Rollen spielte sie in der TV-Serie «Dallas» (1983–1988) und in der Slapstick-Filmtrilogie «The Naked Gun» (1988–1994).
Vor genau 30 Jahren spielten Sie die weibliche Hauptrolle in der köstlichen Krimiparodie «The Naked Gun» (Die nackte Kanone). Hatten Sie damals selbst auch viel Spass?
Priscilla Presley: Oh, die Dreharbeiten waren sehr unterhaltsam! Es war so lustig, dass ich sie gar nicht als Arbeit empfand, insbesondere, da ich mit Leslie Nielsen einen wundervollen Partner hatte. Ausserdem waren wir völlig entspannt, denn wer hätte schon gedacht, dass der Film so erfolgreich sein würde, dass es noch zwei Fortsetzungen gab und die Leute diese Blockbuster heute noch anschauen.
Wie war die Stimmung auf dem Set der TV-Serie «Dallas» gewesen, wo Sie zuvor fünf Jahre die Jugendliebe von Bobby Ewing verkörpert hatten?
Da es keine Komödie, sondern eine dramatische Familiensaga war, die mehr von den Konflikten lebte, lachten wir natürlich nicht so viel. Die Geschichten handelten von Triumphen und Niederlagen, Liebe und Schmerz, Hochzeiten und Scheidungen! (Lacht schallend) Ich fühlte mich jedoch sehr wohl. Patrick Duffy und Linda Gray nahmen mich herzlich, auf und ich habe als Schauspielerin viel gelernt. Trotzdem war ich überrascht, dass mir die Rolle in «The Naked Gun» angeboten wurde.
Weshalb?
Ich hatte ja gar keine Erfahrung mit Komödien. Dann hat mir Regisseur David Zucker jedoch gesagt, dass ich die Rolle der Sekretärin Jane ernsthaft spielen solle.
Welche Rolle spielen Sie nun in «Elvis In Concert – Live On Screen»?
Ich führe durch diese Live-Show und präsentiere Elvis auch in Ländern, wo er gerne aufgetreten wäre, es aber nie dazu gekommen ist. Zwischen den Ausschnitten aus berühmten Konzerten und TV-Auftritten wie «68 Comeback Special» oder «Aloha From Hawaii», die auf grossen Videoleinwänden gezeigt und von einem Symphonieorchester begleitet werden, erzähle ich Geschichten über die Songs und versuche dem Publikum mit Anekdoten den Menschen Elvis näherzubringen.
Was hat Ihnen seine Musik bedeutet, als Sie ihm während seines Militärdienstes in Deutschland begegneten?
Ich war damals noch ein sehr junges Mädchen, gerade mal 14-jährig. Ich war ein Teenybopper, wie man das damals nannte. Meine Lieblingskünstler waren Bobby Darin, Ricky Nelson und die Everly Brothers. Elvis war schon viel reifer, bevorzugte den Rock ’n’ Roll. Trotzdem hat er auch viele Balladen gesungen. Er sagte mir, dass er sie mochte, weil sie ihm und dem Publikum erlauben, tiefe menschliche Gefühle zu teilen. Als Mädchen berührte mich vor allem ein Lied über einen Jungen, der seinen Hund verloren hatte.
Gibt es Songs, die er Ihnen gewidmet hat?
Ich denke nicht, dass er Lieder nur für eine einzige Person gesungen hat. Aber zu den Songs, die uns beiden besonders gefallen haben, zählt «The Wonder Of You», weshalb dies auch der Untertitel der Show ist.
Wie unterschieden sich der Künstler und die Privatperson Elvis?
Auf der Bühne hat er es genossen, das zu tun, was er am besten konnte. Zu Hause war er wie jeder andere. Hinter den verschlossenen Türen von Graceland konnte er sich viel freier und ungezwungener bewegen, weil nicht dauernd Kameras auf ihn gerichtet waren oder jemand ein Autogramm wollte. Mit den Menschen aus unserem innersten Kreis machte er gerne Spiele oder ging reiten.
In einigen Medien war zu lesen, dass Sie Ihr Leben nun mit Tom Jones teilen würden ...
Tom und ich sind schon seit den Sixties gut befreundet, aber es ist keine Liebesbeziehung.
Bald kommen Sie nach Zürich. Waren Sie überhaupt schon einmal in der Schweiz?
Nur ein einziges Mal. Ich ging nach Gstaad, um Ski zu fahren. Ich war drei Tage dort und hatte eine tolle Zeit. Ich spazierte durch das Dorf und hatte nette Begegnungen. Ich freue mich zurückzukommen, obwohl ich sehr merkwürdig finde, dass die Geschäfte sehr früh schliessen und abends niemand mehr unterwegs war! (Lacht)
Freitag, 15. Juni, 20 Uhr
Zürich Hallenstadion
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