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In Bolivien, Peru und Nordchile war die Kartoffel schon lange bekannt, bevor sie nach Europa gelangte. Wie die Kartoffel nach Europa kam, ist nicht ganz geklärt. Es gibt Hinweise dazu, dass sie von den Seefahrern über die Kanarischen Inseln nach Spanien und somit Europa gebracht wurde. Da die Kartoffel in Europa nicht bekannt war, wurde sie zuerst roh gegessen, was zu Vergiftungen führte. Erst im 18. Jahrhundert war das Wissen über die Kartoffel und dessen Verwendung vorhanden. Die Kartoffelknolle wurde daraufhin zum Grundnahrungsmittel.
Interessante Infos:
Die Kartoffel gehört zur Familie der Schattengewächse. In der Küche sollte die Kartoffel nach dem Schälen in kaltes Wasser gelegt werden, damit sie nicht braun wird. Als Frühkartoffeln dürfen nur Kartoffeln bezeichnet werden, welche bis am 31. Juli geerntet wurden.
Nährwert:
Die Kartoffel besteht aus Wasser, Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Eiweisse und einem sehr geringen Anteil an Fett. Zudem sind in der Kartoffel folgende Mineralstoffe enthalten: Kalium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalzium, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer und Selen. Auch enthält sie ein breites Spektrum an Vitaminen.
Aussehen:
Kartoffeln sind je nach Sorte hell- oder dunkelbraun, rot oder violett. Ihr Fleisch geht von weiss über hellgelb bis dunkelgelb.
Lagerung:
Die Grosslagerung sieht folgendermassen aus: Kartoffeln müssen dunkel, gut gelüftet bei ca. 8-9°C in Säcken oder Harassen bei einer Luftfeuchtigkeit von 85-95% gelagert werden. Frühkartoffeln oder gewaschene Kartoffeln sind nicht lagerfähig. Die Kartoffeln müssen vor Licht geschützt werden, da sie sonst zu Keimen beginnen und ein schädliches Gift bilden.
Lagerung Zuhause: Kartoffeln sollten auch Zuhause dunkel gelagert werden. Wenn ein kühler Vorratsraum in der Wohnung fehlt, lieber kleine Mengen einkaufen, die rasch verbraucht werden. Kartoffeln möglichst kühl (unter 15 Grad Celsius), trocken und dunkel lagern. Nässe sollte vermieden werden, da die Kartoffeln sonst leicht faulen. Knollen für den Vorrat im Keller mit Papier oder Säcken luftig abdecken.
Kartoffelarten:
Bei den Kartoffeln unterscheidet man zwischen Typ A,B,C
-Typ A
Feste Kartoffeln für Salate. Sind nicht mehlig und haben einen niedrigen Gehalt an Stärke:
-Typ B
Ziemlich fest, für vieles geeignet. Bleiben nach dem Kochen noch fest. Das Innere ist schwach mehlig und hat einen mittleren Stärkegehalt:
-Typ C
Mehlige Kartoffeln, sind geeignet für Kartoffelstock und haben einen hohen Gehalt an Stärke:
Zubereitungsarten:
Kartoffeln können folgendermassen zubereitet werden, dabei steht dahinter, welches Gericht daraus entstehen kann:
Blancieren – Vorgaren
Braten – Bratkartoffeln, Bäckerinkartoffel
Gekocht und püriert als Bindemittel – vegane Käsesauce
Getrocknet und gemahlen – Kartoffelstärke
Nach Grösse und Zubereitungsideen:
Man braucht sie auch für industrielle Produkte wie zb. Spiritus, Branntwein.
Süsskartoffeln:
Obwohl die Süsskartoffeln wenig gemeinsam haben mit den Kartoffeln, sollen sie hier kurz erwähnt werden, weil sie so vielfältig einsetzbar ist! Die Süsskartoffel gehört zu den Windengewächsen. Die Knollen der Süsskartoffel sind in verschiedenen Formen auf dem Markt erhältlich: länglich bis rundlich. Die Ende der Knolle laufen meist spitz. Die Schale ist zwischen leicht rötlich bis ganz rot. Die Süsskartoffel hat einen süsslichen Geschmack und wird auch in der Dessertküche gerne verwendet.