Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03405.jsonl.gz/845

Paolo Pandolfo, Jose Miguel Moreno, Lina Tur Bonet, Ariane Maurette, Fahmi Alqhai, Private Musicke, Ensemble La Romanesca, Musica Alchemica, La Ritirata, Orphenica Lyra, Musica Fiorita, Harmonie Universelle, Ensemble Isabella d'Este, La Petite Bande, Acca
Die »Folia« (Wahnsinn) war ein schneller, ekstatischer Volkstanz, der im 15. Jahrhundert auf der iberischen Halbinsel entstanden ist. Im Barock wurde er zu einer standardisierten Akkordreihe mit der charakteristischen melodischen Linie »domestiziert«, die von nun an oft Grundlage virtuoser Variationen wurde. Die Doppel-CD präsentiert zahlreiche Folia-Versionen, geschrieben für Gitarre, Gambe, Violine oder Blockflöte von Komponisten wie Sanz, Ortiz, Marais, Falconieri, Corelli, Vivaldi, Geminiani u. a. Renommierte Interpreten wie José Miguel Moreno, Paolo Pandolfo, Leila Schayegh, Lina Tur Bonet oder Sigiswald Kuijken sorgen für 140 Minuten angenehmen, kurzweiligen Wahnsinn!
(Text JPC)
2 CDs: 27.-
Vö : 5.7.2019 ▴
Keith Jarrett (Klavier)
Im Februar 1987 nahm Keith Jarrett am Klavier das erste Buch des »Wohltemperierten Claviers« von Johann Sebastian Bach auf. Es war die erste in einer Reihe von gefeierten Bach-Aufnahmen, die er für ECM machen würde. Am 7. März 1987, noch vor der Veröffentlichung der Studioaufnahme, spielte Jarrett das komplette »WTC Buch I« vor Publikum in der Troy Savings Bank Music Hall im Bundesstaat New York, einem Konzertsaal, der für seine exzellente Akustik bekannt ist; eine Archiv-Aufnahme dieses Konzerts wird nun erstmals präsentiert.
2 CDs: 35.-
Vö : 14.6.2019 ▴
Lise Davidsen, Philharmonia Orchestra, Esa-Pekka Salonen
Mit ihrem Debut-Album »Lise Davidsen« präsentiert die Decca eine spektakuläre Neuentdeckung im hoch nachgefragten Fach des lyrisch-dramatischen Soprans. Lise Davidsen nimmt als erste skandinavische Sopranistin seit der legendären Birgit Nilsson für die Decca auf und wird nicht von ungefähr bereits weltweit als eine der nächsten großen Stimmen im Wagner- und Strauss-Repertoire gefeiert. Die junge Norwegerin hat bereits den Young Artists of the Year Award gewonnen und ihr Debut an New Yorks Met hinter sich.
CD: 25.-
Vö : 7.6.2019 ▴
Bamberger Symphoniker, Herbert Blomstedt
Bedeutete für Mahler das Komponieren seiner frühen Symphonien noch »eine Welt aufbauen«, so scheint die Neunte sich eher mit der Dekonstruktion dieser Welt zu beschäftigen – ein zitierendes, rückblickendes Abschiednehmen. Im Partiturentwurf notierte er Worte wie »O Jugendzeit! Entschwundene! O Liebe! Verwehte!«. 1909 war seine heile Welt zerstört, zwei Jahre zuvor ein Herzklappenfehler diagnostiziert – die Krankheit, die letztlich zu seinem Tod führen sollte.
Trotz mancher volkstümlicher Elemente komponierte er als Finale ein herzzerreißendes Adagio. Herbert Blomstedt, Ehrendirigent der Bamberger Symphoniker, leitet durch dieses hoch emotionale Wechselbad der Gefühle zwischen tiefer Wehmut, Trost und Melancholie. Diese außergewöhnliche Aufnahme der Mahler 9 ist die erste gemeinsame CD-Veröffentlichung der Bamberger Symphoniker unter der Leitung ihres Ehrendirigenten Herbert Blomstedt!
(Text JPC)
2 CDs: 32.-
Vö : 21.6.2019 ▴
Toronto Mendelssohn Choir, Toronto Symphony Orchestra, Andrew Davis
Jubiläen großer Komponisten bieten die willkommene Gelegenheit, sich auch mit weniger bekannten Werken bekannt zu machen: Lélio ou Le retour à la vie op. 14b konzipierte Berlioz als Fortsetzung seiner Symphonie Fantastique op. 14. Der letzte Abschnitt Fantaisie sur la Tempête de Shakespeare bildet hier die ideale Ergänzung zu der Einspielung von Sir Andrew Davis und dem Toronto Symphony Orchestra.
(Text JPC)
CD: 25.-
Vö : 5.7.2019 ▴
Thüringer Bach Collegium
Die vorliegende Veröffentlichung ist die Debüt-CD des Thüringer Bach Collegiums und der Beginn der Zusammenarbeit mit audite. Die zweite CD (Werke von Johann Bernhard Bach) wird im Herbst 2019 veröffentlicht, weitere Einspielungen sind in Planung.
Prinz Johann Ernst IV. von Sachsen-Weimar (1696–1715) wurde von Johann Gottfried Walther unterrichtet, Johann Sebastian Bach schaute dem jungen Prinzen beim Komponieren ebenfalls über die Schulter und arrangierte einige der Konzerte des Prinzen für Cembalo oder Orgel für den Eigengebrauch. Den Violinkonzerten verlieh Georg Philipp Telemann den letzten Schliff. Das Ergebnis ist unverkennbar italienisch: mal funkelnd-virtuos, mal besinnlich-gesanglich – komponiert vom viel zu früh verstorbenen ›Vivaldi von der Ilm‹.
Das Thüringer Bach Collegium unter der Leitung von Gernot Süßmuth hat die sechs Violinkonzerte von Prinz Johann Ernst, wie sie 1718 posthum von Telemann herausgegeben wurden, mit überbordender Spielfreude eingespielt. Ergänzt werden sie durch zwei weitere Konzerte, die in Originalstimmensätzen der Weimarer Hofkapelle erhalten blieben, ein Konzert für Trompete und Orchester sowie ein Konzert für zwei Violinen, das auf Grundlage von J. S. Bachs Bearbeitung »zurück arrangiert« wurde.
Die Einspielung ist eine Pioniertat, mit der ein zentrales Kapitel Weimarer Musikgeschichte wieder hörbar wird – eines, in dem auch die Werke des Hoforganisten Johann Sebastian Bach ihren Platz hatten. Die Konzerte des Prinzen entstanden zeitgleich mit Bachs Weimarer Kantaten und liefern wie kein anderer Werkkomplex den ›Soundtrack‹ zum lebendigen Musikleben im Schloss. Die musikalische Perspektive war eine europäische. 1713 brach eine regelrechte ›Vivaldimania‹ aus; man arrangierte, komponierte und imitierte – nachzuhören in den Konzerten des Prinzen im feinsten Vivaldi-Stil.
(Text JPC)
CD: 27.-
Vö : 5.7.2019 ▴
Heinz Holliger, Marie-Lise Schüpbach, Sarah Wegener, Ernesto Molinari
▴
Gewandhausorchester Leipzig, Andris Nelsons
Andris Nelsons und das Gewandhausorchester setzen ihren von der Kritik gefeierten Bruckner-Zyklus fort mit den Sinfonien Nr. 6 und 9. Wie bei den bisherigen Alben stehen dem sinfonischen Repertoire Werke von Richard Wagner zur Seite, in diesem Falle sein Siegfried Idyll und das Prelude zum ersten Akt von Parsifal.
Der mittlerweile dreifache Grammy-Gewinner Andris Nelsons entlockt Bruckners mächtigen Partituren dabei eine seltene Leichtigkeit und lyrische Momente.
Die sechste Sinfonie, bekannt für ihre strukturelle Klarheit, war eine von Bruckners liebsten Werken seines Schaffens, die das Werk prägende Dynamik hat im Herzen ein dunkel-beunruhigendes Adagio, das bereits Mahlersche Züge trägt. An der neunten arbeitete Bruckner über eine Dekade hinweg bis zu seinem Tod, Bruckner selbst bezeichnete sie als seine »Keckste« Sifnonie.
Seit dem Beginn des Zyklus' im Mai 2017 sind bisher die dritte, die vierte und siebte Sinfonie erschienen.
2 CDs: 32.-
Vö : 3.5.2019 ▴
Raphaela Gromes (Cello), Wen-Sinn Yang (Cello), Julian Riem (Klavier)
Am 20 Juni 1819 und damit vor 200 Jahren wurde der berühmte Komponist Jaques Offenbach als »Jakob« Offenbach in Köln geboren. Die junge Cellistin Raphaela Gromes, die bereits mit ihren ersten beiden Alben für Sony Classical exzellente Rezensionen erhielt und sogar Chart-Erfolge feierte, hat sich zum Jubiläum ein ganz besonderes Offenbach-Album ausgedacht, nachdem sie auf ihrem letzten Rossini-Album bereits Offenbachs »Hommage à Rossini« in einer hochgelobten Ersteinspielung präsentiert hatte. Denn, bevor Offenbach im Musiktheater bejubelt wurde, hatte er selbst eine großartige Karriere als Cellist und wurde europaweit sogar als »Liszt des Cellos« gefeiert.
Ausgewählt hat Raphaela Gromes für diese Aufnahme Salonstücke für Cello und Klavier bzw. für zwei Celli. Damit füllt sie eine diskographische Lücke: Die letzte größere Einspielung mit Stücken für Cello und Klavier liegt tatsächlich 40 Jahre zurück. In der Zwischenzeit konnten unbekannte oder verschüttet geglaubte Manuskripte entdeckt werden. So präsentiert Raphaela Gromes mit ihrem langjährigen Klavierpartner Julian Riem denn auch in einer Weltersteinspielung eine virtuose, noch in Köln komponierte »Tarantelle«.
Offenbachs Cellostücke sind voller rhythmischer Feinheiten und melodischer Schönheiten, sie lassen das Instrument singen, sprühen vor guter Laune, können aber auch tief berühren und sind fallweise unglaublich virtuos. Zu den eingespielten Piècen für Cello und Klavier gehören solche Charakter- und Salonstücke wie der »Danse bohémienne«, »Deux Âmes au ciel« , »Introduction e valse mélancholique« ,»Revérie auf bord de la mer«, »La Course en traineau« sowie »Les Larmes de Jacqueline«.
Zudem hat Raphaela Gromes gemeinsam mit ihrem langjährigen Mentor, dem Münchner Celloprofessor Wen-Sinn Yang, das allerletzte von Offenbachs insgesamt 36 Cello-Duos aufgenommen: Das Duo, op. 54, Nr. 3 in E-Dur, ist eines der schwierigsten und, formal gesehen, das kapriolenhafteste des gesamten Zyklus.
Das Album endet mit Offenbachs wohl berühmtestem Hit, der »Barcarolle«, in einem neuen, ganz besonderen Arrangement für zwei Celli und Klavier von Julian Riem.
CD: 27.-
Vö : 10.5.2019 ▴
Le Concert des Nations, Jordi Savall
Oper in drei Akten
Im »Verzeichnüß« seiner Werke notierte Wolfgang Amadeus Mozart unter dem Datum des 26. Juni 1788 die Es-Dur-Sinfonie, am 25. Juli die g-moll-Sinfonie und am 10. August die C-Dur-Sinfonie. Die in kürzester Zeit entstandenen letzten Sinfonien des Komponisten, jede für sich ein Meilenstein des klassischen Repertoires, werden in jüngster Zeit gern als zusammenhängender Zyklus gesehen, wofür die Partituren allerhand Belege liefern, etwa in den musikalischen Themen oder im Aufbau.
Jordi Savall hat lange gewartet, bis er diese Meisterwerke mit seinem eigenen Ensemble Le Concert des Nations eingespielt hat. Und auch er verfolgt den Ansatz des Kontinuums in den drei Sinfonien. Um das nahtlose Hörerlebnis zu ermöglichen, erklingt – der limitierten Dauer des Tonträgers geschuldet – die mittlere g-moll-Sinfonie zweimal, also nach der Es-Dur-Sinfonie am Ende der ersten SACD und vor der »Jupiter«-Sinfonie am Anfang der zweiten. Der Musikdramatiker Savall erweist dem Musikdramatiker Mozart größte Ehre.
2 CDs: 27.-
Vö : 24.5.2019 ▴
Ragna Schirmer (Klavier), Nora Friedrichs, Iason Keramidis, Julien Heichelbech, Benedict Klöckner
Die ausgewiesene Clara-Schumann-Expertin Ragna Schirmer widmet ihrer künstlerischen Vorgängerin eine besondere Hommage. 1847 spielen Clara und ihr Mann Robert Schumann eine Matinee im Berliner Salon von Fanny Hensel. Neben zwei Liedern erklingen die Uraufführungen des Klavierquartetts von Robert und des Klaviertrios von Clara Schumann.
25 Jahre später spielt sie auf einer England-Tournee ein für diese Zeit unübliches Solo-Klavierkonzert mit all den Werken, die ihr wichtig sind. Von den Kinderszenen über einzelne Werke von Beethoven, Scarlatti, Chopin, Brahms und Mendelssohn zieht sie das Publikum in den Bann. Angekündigt wird sie als »Madame Schumann«. Aus über 1300 Programmheften, die sie im Laufe ihrer regen Konzerttätigkeit gesammelt und aufbewahrt hat, suchte sich Ragna Schirmer genau diese beiden Programme heraus. »Wie viele großartige Werke sie in ihrem Leben studiert und zur Aufführung gebracht hat, ist gänzlich einmalig«, so Ragna Schirmer. »Auch die Form, Reihenfolge und Gestaltung ihrer Konzerte hat mich fasziniert. Sie hatte die wichtigsten Musiker ihrer Zeit als Partner an ihrer Seite und die meisten Konzerte präsentieren sich als abwechslungsreiche Zusammenstellung verschiedener Musik-Genres.«
2 CDs: 29.-
Vö : 10.5.2019 ▴
Vox Orchester, Lorenzo Ghirlanda
Gerade mal 36 Jahre alt wurde Henry Purcell, doch in diesem kurzen Leben erwies er sich als enorm produktiv. 860 Kompositionen führt das vom amerikanischen Musikwissenschaftler Frank B. Zimmerman angelegte Purcell-Verzeichnis. Neben Kammer- und Kirchenmusik sowie immerhin 60 Fest- und Prunk-Musiken komponierte Purcell vor allem für die Bühne. Mit »Dido and Aeneas« entstand seine einzige klassische Oper. Auf dem Gebiet der von ihm geprägten Form der »Semi-Opera«, in der Schauspiel und Musik miteinander verknüpft wurden, hinterließ er hingegen Meisterwerke wie »King Arthur« und »The Fairy Queen«. Aus diesen beiden Semi-Operas hat das auf die historische Aufführungspraxis spezialisierte Vox Orchester unter der Leitung von Lorenzo Ghirlanda nun jeweils eine Suite mit Instrumentalsätzen aufgenommen. Von Purcell gibt es außerdem eine Instrumentalsuite seiner ersten Semi-Oper »Dioclesian« (1690). Zudem sind Stücke aus der Bühnenmusik zu Shakespeares »The Tempest« (»Der Sturm«) zu hören, die Matthew Locke 1674 komponiert hat. Mit diesen beschwingten, oftmals auch an der englischen Volksmusik angelehnten Suiten präsentieren das junge, international besetzte Vox Orchester sowie der Schweizer Dirigent und Orchestergründer Lorenzo Ghirlanda Instrumentalwerke von den damals berühmtesten Komponisten Englands nach John Dowland und vor der Ankunft Georg Friedrich Händels in London.
CD: 27.-
Vö : 10.5.2019 ▴
Viviane Chassot, Camerata Bern
▴
Reto Bieri, Meta4
Reto Bieris 2011 erschienenes Soloalbum Contrechant wurde seinerzeit für den schönen Ton des Schweizer Klarinettisten und seine ungewöhnliche Ausdruckskraft im Zusammenwirken mit erweiterten Instrumentaltechniken allseits gelobt. Quasi Morendo beginnt mit einer neuen Auseinandersetzung mit einem der Stücke von Contrechant, Salvatore Sciarrinos »Let Me Die Before I Wake« (1982), mit seiner "flüsterleisen Klangwelt aus Harmonik, Multiphonik und Tremolandos" (The Guardian). Bieri wird dann vom finnischen Streichquartett Meta4 bei einer tiefgründigen Interpretation von Johannes Brahms' Quintett op 115 (1891) begleitet.
Inspiriert von Brahms' Freundschaft mit dem Klarinettisten Richard Mühlfeld klingt dieses Quintett freier und idyllischer als die frühere Kammermusik des Komponisten, ist aber zugleich eines seiner am sorgfältigsten konstruierten Werke. Das Album schließt mit Gérard Pessons »Nebenstück« (1998), einem geisterhaften Neu-Arrangement von Brahms' Ballade, op. 10 Nr. 4.
CD: 25.-
Vö : 10.5.2019 ▴
Div. Interpreten;
Galoppierende Rhythmen, flotte Melodien voller Champagnerlaune – dazu das prickelnd-frivole Flair einer Kompanie von Can-Can-Tänzerinnen, die indezent die Röcke heben. Jeder weiß, zu welchem Komponisten diese Szenerie gehört: Jacques Offenbach, Schöpfer so unvergänglicher Operetten wie Orpheus in der Unterwelt, Pariser Leben oder Die schöne Helena. 2019 feiert die Musikwelt den 200. Geburtstag des Meisters, der nicht nur mitreißende Operetten komponierte, sondern gleich die ganze Gattung erfand. Die große, 30 CDs umfassende Werkschau, die anlässlich des Jubiläums bei Warner erscheint, vereint nicht nur über ein Dutzend bedeutende Gesamtaufnahmen, sondern dokumentiert auch eine einzigartige Verbindung zwischen Köln und Paris – den wichtigsten Städten in Offenbachs Leben. Sein musikalischer Frohsinn, der sich an der Seine zu Bühnenwerken voller Spott über die herrschende Gesellschaft entwickeln sollte, hat seinen Ursprung am Rhein: Offenbach wurde in Köln als Sohn eines jüdischen Musikers geboren, mauserte sich zum cellospielenden Wunderkind und ging mit nur 15 Jahren zum Studium nach Paris. Als er hier später im zweiten Kaiserreich den Franzosen mit seinen Parodien respektlos den Spiegel vorhielt, schwang dabei sicher auch ein guter Schuss der Volkskultur seiner deutschen Heimat mit: der rheinische Karneval! Die Gesamtaufnahmen der Jubiläumsbox glänzen mit internationalen Interpreten wie den Dirigenten Michel Plasson oder John Eliot Gardiner und Stars wie José Carreras, Régine Crespin, Mady Mesplé, Jessye Norman oder Teresa Berganza. Die Veröffentlichung dokumentiert jedoch auch, welche Popularität Offenbach in Deutschland genießt – abzulesen an den deutschsprachigen Produktionen seiner Meisterwerke, mit Künstlern wie Benno Kusche, Anneliese Rothenberger oder Adolf Dalla-pozza. Die deutschen Produktionen ergänzen in der Edition die originalsprachigen Versionen und machen sie zu einer der herausragendsten Veröffentlichungen zum Offenbach-Jahr 2019.
30 CDs: 75.-
Vö : 26.4.2019 ▴
Albrecht Mayer, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrusa
Star-Oboist Albrecht Mayer wurde für sein erfolgreiches Barock-Album »Tesori d'Italia« von der Presse hochgelobt: »Was Albrecht Mayer in diesen fünf Schätzen an musikalischer Ausdruckskraft, tonlicher Schönheit und technischer Meisterschaft hören lässt, ist nicht mehr zu überbieten.« (FonoForum). Jetzt präsentiert er seine neue Aufnahme Longing for Paradise, eingespielt mit den Bamberger Symphonikern. Thema ist die musikalische Verarbeitung von Krieg und die Sehnsucht nach dem Paradies in einer im Chaos versinkenden Welt. So schreibt Richard Strauss (1864-1949) kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs sein einziges Oboenkonzert, eines der anspruchsvollsten Werke der gesamten Oboen-Literatur, und scheint darin alles Toben der Welt zu vergessen; es ist, wie Mayer schwärmt, »ein Stück voller Schönheiten und vielleicht eine Ahnung vom Paradies«. Ergänzt wird das Programm durch Edward Elgars (1857-1934) Soliloquy, Teil einer Fragment gebliebenen Suite für Oboe und Orchester, dessen einzig erhaltener Satz erst 1967 in einer vervollständigten Fassung der Öffentlichkeit präsentiert werden konnte, eine entdeckenswerte Neubearbeitung von Maurice Ravels (1875-1937) berühmtem Le Tombeau de Couperin für Oboe und Orchester sowie einem unbekannteren Meisterwerk von Eugène Goossens (1893-1962). Auch mit diesem Album beweist Mayer einmal mehr sein Gespür für thematisch ausgefeilte Programme: »Wir erleben Komponisten, die darauf aus waren, sich in eine schönere Welt hineinzudenken. Sie träumten sich ins Paradies.«
CD: 25.-
Vö : 17.5.2019 ▴
Elina Garanca, Orquesta Filarmonica de Gran Canaria, Karel Mark Chichon
Auf ihrem neuen Album fokussiert sich die lettische Star-Mezzosopranistin Elina Garanca zum ersten Mal gänzlich auf Stücke jenseits des klassich-musikalischen Kernrepertoires.
Sol y Vida ist ein ebenso leidenschaftliches, wie persönliches Projekt der Sängerin, eine Reise in den Süden, von Spanien über Italien bis nach Lateinamerika. Tänzerisches Feuer trifft auf Sinnlichkeit, Sehnsucht und intime Emotionalität. Glanzstücke aus dem lateinamerikanischen Lied-Repertoire wie Piazzollas Yo soy Mariaoder Gracias a la Vida, einem der meistinterpretiertesten Stücke des Subkontinents. Für beide Stücke schrieb der Gitarrist José Maria Gallardo del Rey neue intime Arrangements. Viele der beliebten Stücke wurden bisher vorrangig von Tenören gesungen, wie »Core ’ngrato«, geschrieben für Caruso oder die neapolitanische Canzone »Torna a surriento« oder »Canto napoletano«.
Begleitet wird Garanca von ihrem Eheman Karel Mark Chichon, der das Orquesta Filarmónica Gran Canaria leitet.
CD: 25.-
Vö : 10.5.2019 ▴
Nuria Rial, Dima Orsho, Musica Alta Ripa
Mit den Facetten der Mutterrolle haben sich von jeher immer auch Komponisten beschäftigt. Jungfrau Maria, die römische Kaiserin Agrippina oder die babylonische Königin Nitocris sind nur eine kleine Auswahl von Beispielen, mit deren Mutterschaft sich die Alte Musik in Opern, Oratorien und Kantaten auseinandergesetzt hat.
Bei aller kulturellen Unterschiedlichkeit zwischen Okzident und Orient gibt es dennoch oftmals ein gemeinsames Mutter-Bild. Genau diese thematische Verbindung hat nun die katalanische Sopranistin Nuria Rial, die Flötistin und Produzentin Danya Segal, die syrische Sängerin und Komponistin Dima Orsho und das mehrfach preisgekrönte Alte Musik-Ensemble Musica Alta Ripa zu ihrem ersten gemeinsamen Album inspiriert.
In »Mutter« kreuzen sich Barockarien und Lieder aus dem Morgenland unter dem Thema der verschiedenen Mutterrollen. Die meisten ausgewählten Arien stammen aus Opern und Oratorien von Georg Friedrich Händel (1685-1759). In »Il Pianto di Maria« begegnet man der trauernden Jungfrau Maria. In »Salomon« versucht eine Mutter, ihr Kind zurückzubekommen. In »Belshazzar« verliert die babylonische Königsmutter Nitocris ihren leiblichen Sohn, König Belshazzar, im Kampf gegen die Perser. In Georg Philipp Telemanns (1681-1767) Arie »Komm o schlaf« aus »Germanicus« versucht sich hingegen Agrippina, Mutter von Caligula, im Schmerz in der stillen Einsamkeit der Nacht zu vergraben. Während Nuria Rial die Stimme des Okzidents ist, erklingen die Lieder aus dem Orient von Dima Orsho und sind teilweise aber auch komponiert. Im syrisch-christlichen Lied zum Karfreitag »Wa Habibi« begegnet man wieder der trauernden Jungfrau Maria. In »Hidwa« von Dima Orsho (*1975) wiegt eine Mutter ihr Kind in den Schlaf und beklagt dabei ihr eigens verlorenes Leben. In »Ishtar« begegnet man schließlich der Mutter der arabischen Welt, einer babylonischen und hethitischen Göttin, »Göttin aller Göttinnen« genannt. Dieses Werk hat Dima Orsho eigens für dieses Projekt komponiert.
CD: 27.-
Vö : 17.5.2019 ▴
Francesco Piemontesi (Klavier)
▴
Gidon Kremer, City of Birmingham Symphony Orchestra, Kremerata Baltica, Mirga Grazinyte-Tyla
Die gefeierte litauische Dirigentin beginnt ihre Diskografie beim gelben Label mit Gidon Kremer, dem City of Birmingham Symphony Orchestra und Kremerata Baltica.
Dieses erste Album enthält Mieczysaw Weinberg's 21. Sinfonie, die den Opfern des Warschauer Ghettos gewidmet ist. Grazinyte-Tyla bezeichnet Weinberg als einen der wichtigsten Komponisten des letzten Jahrhunderts.
2 CDs: 27.-
Vö : 8.5.2019 ▴
Chick Corea
Das Album umfasst neuinterpretierte songs von Corea's Lieblingsalben »My Spanish Heart« und »Touchstone«, angereichert durch neue Kompositionen sowie Gastauftritten von Ruben Blades, Gayle Moran Corea und Maria Bianca. Dieses besondere Album bringt großartige Künstler verschiedener Musikgenres zusammen.
CD: 25.-
Vö: 28.6.2019 ▴
Avishai Cohen (Bass)
Das jüngste Album des gefeierten Bassisten Avishai Cohen, »1970«, wurde zu seinem bislang meistverkauften und brachte ihn einem Pop-Publikum nahe, das zum Großteil keinen Schimmer hatte von seinem enormen Katalog und seinen bisherigen Arbeiten. Was hätte näher gelegen als jetzt mit einem ganz ähnlichen Album aufzuwarten? Aber Cohen begibt sich nicht gerne in Bereiche, die er bereits erkundet hatte. Deswegen nimmt sich »Arvoles« gänzlich anders aus in Klang und Anmutung.
»Arvoles« enthält acht neue Instrumental-Kompositionen und einen überlieferten Song. Den Plan, sämtliche neun Stücke für das neue Album zusammenzustellen, hatte Cohen zunächst nicht. Die Kompositionen reiften unabhängig voneinander, zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Dennoch spielen sie einander zu und wirken wie aus einem Guss. »Arvoles« wurde mit dem Schlagzeuger Noam David aus Israel und dem Pianisten Elchin Shirinov aus Aserbaidschan aufgenommen. Beide sind hervorragende Musiker und eigenständige Komponisten. Sie begleiten Cohen auch während seiner kommenden, weltumspannenden Tour, die weit bis ins Jahr 2020 hineinreichen wird.
Klassische Musik und afrokaribische Rhythmen, Bebop und Hardbop, Swing und HipHop - auf »Arvoles« finden sich reichlich Spurenelemente. Einmal mehr präsentiert Avishai Cohen ein meisterhaftes Kapitel seines Schaffens - voller geistreicher Freude und dem reinen Vergnügen am Zusammenspiel und am respektvollen, gegenseitigen Lauschen mit seinen Musikern.
CD: 25.-
LP : 29.-
Vö : 5.6.2019 ▴
Marco Ambrosini
Unter der Leitung des Nyckelharpa-Virtuosen Marco Ambrosini - er war erstmals bei ECM mit Rolf Lislevand zu hören - wendet das Ensemble Supersonus seine einzigartige Instrumentalmischung, die durch den jenseitigen Obertongesang von Anna-Maria Hefele ergänzt wird, auf ein sehr breites Repertoire an.
Resonances baut Brücken zwischen Kulturen und Traditionen und setzt Kompositionen von Biber, Frescobaldi und Hildegard von Bingen neben schwedische Volksweisen, osmanische Hofmusik und Originalstücke der einzelnen Bandmitglieder.
(Text JPC)
CD: 25.-
Vö : 21.6.2019 ▴
Michele Rabbia, Gianluca Petrella & Eivind Aarset
Lost River ist ein stimmungsvolles, post-ambientes, reich strukturiertes akustisches Ereignis und eine der herausragenden, kategorienübergreifenden Aufnahmen der jüngeren ECM-Geschichte. Schlagzeuger Michele Rabbia und Gitarrist Eivind Aarset haben viele gemeinsame Duo-Konzerte gespielt, und Rabbia hatte auch in anderen Zusammenhängen mit dem Posaunisten Gianlucca Petrella zusammengearbeitet, aber diese Aufnahme ist die Premiere im Trio.
CD: 25.-
Vö : 31.5.2019
▴
Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia
Dieses äußerst unterhaltsame und höchst erfindungsreiche Album ist dem verstorbenen Umberto Eco gewidmet, einem lebenslangen Freund des Akkordeonisten Gianni Coscia und leidenschaftlichen Unterstützer dieses besonderen Duos. Ecos "The Mysterious Flame of Queen Loana", eine Meditation über die Natur der Erinnerung, inspiriert Trovesi und Coscia auf ihrer eigenen nostalgischen musikalischen Forschungsreise, die auf die im Roman erwähnte Musik verweist und sich frei auf seine philosophischen Themen bezieht.
Wie immer werfen die Italiener ein weites Netz aus, spielen Songs, die mit Louis Armstrong, Glenn Miller und George Formby assoziiert werden, paraphrasieren Janacek, tauchen in Filmmusik ein und improvisieren höchst kreativ, während sie ihr Widmungsthema stets im Auge behalten. Zum Repertoire gehört auch "Interludio", ein Stück, an dem Umberto Eco und Gianni Coscia vor 70 Jahren zusammengearbeitet haben, zudem hat Gianluigi Trovesi eine neue Komposition auf die Buchstaben des Namens Eco gefertigt. In vielerlei Hinsicht eine brillante Hommage.
(Text JPC)
CD: 25.-
Vö : 28.6.2019 ▴
Richard Galliano (Akkordeon)
2018 gab Richard Galliano, der Meister des Akkordeons, gleich drei Solokonzerte bei einem Klassikfestival in Tokio. In der zweiten Nacht war die Verbindung zwischen dem Virtuosen und den Zuschauern auf dem Höhepunkt: Dieses auf dem Album präsentiertes Konzert zeugt von Gallianos einzigartigen Talent, Komponisten aller Herkunft mit seiner persönlichen Sensibilität zu begegnen. Von den Meistern der klassischen Musik (Bach, Debussy, Chopin, Satie) bis zu brasilianischen Klängen. Natürlich nicht zu vergessen die französische Chanson-Musik.
CD: 25.-
2 LP: 49.-
Vö : 10.5.2019 ▴
Maria Farantouri & Cihan Türkoğlu
Der Albumtitel ist wahrhaft Programm bei diesem Treffen bemerkenswerter Musiker, die traditionelle Musik aus Griechenland, der Türkei, dem Libanon und Armenien interpretieren und Eigenkompositionen des anatolischen Saz-Spielers Cihan Türkoglu und des Texters Agathi Dimitroukas spielen.
Im Geiste des Projekts verbinden die neuen Songs unterschiedliche Traditionen und Idiome und betonen das Potenzial gemeinsamen Ausdrucks. Die legendäre griechische Sängerin Maria Farantouri glänzt in dieser transkulturellen Musik, die auch durch die aktive Beteiligung des Produzenten Manfred Eicher geprägt ist. Die Cellistin Anja Lechner bringt ihr Wissen über traditionelle Folk-Musiken ein, das sie unter anderem durch die Beschäftigung mit der Musik des armenisch-griechischen Philosophen Gurdjieff erworben hat. Der armenische Kanonist Meri Vardanyan ist bei ECM bereits als Mitglied des Gurdjieff Folk Instruments Ensemble in Erscheinung getreten. Christos Barbas wiederum hat bereits alles von Barockmusik bis hin zu Ragas gespielt. Der Percussionist Izzet Kizil schließlich ist in der Osttürkei in einem von Sufi-Rhythmen geprägten Umfeld aufgewachsen und hat in vielen transkulturellen Kooperationen mit Musikern von Natacha Atlas bis Theodossi Spazzov neue Ansätze für traditionelle Percussion entwickelt.
(Text JPC)
CD: 25.-
Vö : 28.6.2019
▴
Paul Bley
1999, ein Jahr nach der Aufnahme des großartigen Reunion-Albums Not Two, Not One, machte sich Paul Bleys hochinnovatives Trio mit Gary Peacock und Paul Motian mit Konzerten auf beiden Seiten des Atlantiks auf den Weg. When Will The Blues Leave dokumentiert einen herausragenden Auftritt in der Aula Magna di Trevano in der Schweiz. Dazu gehören neben dem kantigen Freebop-Titelstück Ornette Colemans Paul Bleys energiegeladener »Mazatlan«, Gary Peacocks Evergreen »Moor«, Gershwins zartes »I Loves You Porgy« und vieles mehr. Alle spielten mit der Subtilität von Meisterimprovisatoren, die die Musik in jedem Moment neu interpretierten.
CD: 25.-
Vö : 31.5.2019 ▴
Hila Baggio, Jerusalem Quartet
Die jiddische Kultur ist nicht vollständig im Holocaust untergegangen, sondern konnte sich ausbreiteten und auf die zeitgenössische westliche Kultur großen Einfluss nehmen. So verwandelten jüdische Immigranten das Varieté in den Broadway, wie wir ihn heute kennen, und auch Hollywood wurde zu großen Teilen von jüdischen Immigranten und Flüchtlingen gegründet.
Im Zentrum des Albums stehen fünf Lieder, die für Kabarett-Aufführungen in Polen entstanden waren. Sie zeichnen ein Bild des jüdischen Alltagslebens in Warschau in der Zeit zwischen den Weltkriegen. Um eine zeitgenössische Perspektive auf diese Musik zu schaffen, wandte sich das Jerusalem Quartet an Leonid Desyatnikov, dessen neuartige Kompositionen seine Fantasie beflügelte.
Für den größeren Kontext wählten die Musiker Quartett-Kompositionen des Tschechen Erwin Schulhoff, der im Konzentrationslager starb, und des Österreichers Erich Wolfgang Korngold, der den Schrecken des Nationalsozialismus durch Emigration in die USA entging und zu einem der erfolgreichsten Filmkomponisten seiner Zeit aufstieg.
(Text von JPC)
CD: 27.-
Vö : 17.5.2019 ▴
Brad Mehldau Trio
▴
Swiss Jazz Orchestra & Guillermo Klein
Mit dem Swiss Jazz Orchestra hat sich ein wunderbares Ensemble etabliert, dem es gelungen ist einen Weg zu finden, seit seiner Gründung im Jahr 2003 regelmäßig jeden Montagabend im schweizerischen Bern aufzutreten. Aber das wirklich außergewöhnliche an dieser Gruppe von Musikern ist der Einsatz, mit dem sie die Arbeiten von Gastmusikern und Komponisten zur Aufführung bringen.
Der gefeierte Komponist und Pianist Guillermo Klein hat sich über die vergangenen Jahre zu einem regelmäßigen Partner des Orchesters entwickelt - das Album »Swiss Jazz Orchestra & Guillermo Klein« präsentiert nun die gelungenen Ergebnisse dieser glücklichen Zusammenarbeit. Er schrieb und überarbeitete eine Reihe von Stücken, um der Instrumentation des Orchesters entgegenzukommen, dessen tonale Möglichkeiten wirklich erstaunlich breit angelegt sind.
Klein ließ sich von einem früheren Bewohner Berns, dem brillanten Albert Einstein, inspirieren und auch von einem berühmten Wahrzeichen, dem pittoresken Zytglogge Uhrturm (der auch schon Einsteins Spezielle Relativitätstheorie mitinspiriert hat), um eine Reihe von Stücken für dieses Album zu schreiben.
CD: 27.-
Vö : 7.6.2019 ▴