Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03232.jsonl.gz/1515

Die Kleinen bei den Grossen
Zuerst zur Auflösung des Rätsels von gestern – wer ist wer? Rechts im Bild sitzt Obwaldera, mit dem braunen Hinterkopf und dem schwarzen Gesicht; links sitzt Marco, mit dem grauen Hinterkopf und dem weniger dicht befiederten Gesicht.
Auch heute war wieder einiges los und unsere beiden Junggeier erhielten wie in den vergangen Tagen Besuch von einem fast erwachsenen Bartgeier, einem Steinadler, Kolkraben, Turmfalken, sowie Rot- und Schwarzmilanen. Die Gegend um die Nische ist jedoch auch Heimat einer Vielzahl kleinerer Vögel, wie zum Beispiel Steinschmätzer (s. Bilder und Video).
Diese Insektenfresser verbringen den Sommer im Hochgebirge, wo sie offenes, steiniges Gelände bewohnen. Der Henglihang ist also ein typischer Steinschmätzerlebensraum – und anscheinend sogar ein geeignetes Bruthabitat. So sind in der Nähe des Infostandes plötzlich vier kugelrunde Steinschmätzerküken aufgetaucht. Lautstark nach Futter rufend sind sie auf und zwischen den Felsen herumgehüpft und wurden von ihren Eltern fleissig mit Futter versorgt.
Steinschmätzer legen ihre Nester aus Halmen, Blättern und Moos zum Beispiel in Steinhaufen und Steinmauern an. Die Gelege umfassen normalerweise 4 bis 6 Eier, die während 14 Tagen bebrütet werden. Zum Vergleich: Bartgeier legen üblicherweise 2 Eier, die während 54 Tagen bebrütet werden.