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Espace Gruyère hat nicht überraschend ein schlechtes Geschäftsjahr hinter sich. Wie gross der Verlust für 2021 ausfallen wird, hängt von den Bestimmungen für Grossveranstaltungen ab.
Für die Eventbranche war 2020 ein Jahr zum Abschreiben. So auch für das Kongress- und Eventzentrum Espace Gruyère. Wie die Verantwortlichen in einem Communiqué anlässlich der Generalversammlung schreiben, verzeichnen sie ein Minus von rund 190‘000 Franken. Der Umsatz liegt bei 1,45 Millionen Franken. 170 Veranstaltungen wurden letztes Jahr abgesagt. Die Eventhalle war während sechs Monaten geschlossen. Auch das Eisfeld musste abrupt schliessen. Die Mehrheit des Personals habe die Arbeit noch nicht wiederaufgenommen.
Da das Aktionariat von Espace Gruyère grösstenteils in öffentlicher Hand ist, erfüllt es die Bedingungen nicht, um Härtefallgelder des Bundes zu erhalten. Vom kantonalen Konjunkturprogramm erhielt das Kongresszentrum jedoch finanzielle Unterstützung.
Neues Vorstandsmitglied
An der online übertragenen Generalversammlung wurde der Vorstand wiedergewählt – mit Ausnahme von Eric Gobet. Der Gemeinderat von Bulle (FDP) trat von seinem Amt zurück. Als seinen Nachfolger wählte die Versammlung David Seydoux, den Vize-Syndic von Bulle (SP).
Ein zweites Verlustjahr
Abgesehen vom Impfzentrum, das im Espace Gruyère untergebracht ist, sei die erste Jahreshälfte 2021 als nichtig zu betrachten. 50 Veranstaltungen wurden bereits abgesagt oder verschoben. Den Einnahmeverlust schätzen die Verantwortlichen auf rund 1,6 Millionen Franken. Ein zweites Minus ist also bereits ersichtlich. Wie hoch es ausfallen wird, hängt von den Bestimmungen für Grossveranstaltungen im Herbst ab.
Aufgrund dessen wird ab Juli 2021 ein strategischer Massnahmenplan umgesetzt. Er involviere das Management und die Mitarbeitenden. Der Plan 2021–2025 bezieht sich auf Produkte, den Kundenkreis, die Infrastruktur sowie die Organisation.