Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03613.jsonl.gz/225

Die Unzufriedenheit ist bei den 55- bis 64-Jährigen und den SVP-Wählern am grössten - die Zufriedenheit hingegen bei den 15- bis 24-Jährigen. Den grössten Handlungsbedarf sehen die Befragten gemäss der Umfrage nach wie vor in der Ausländer- und Asylpolitik. Dort ist Anteil gegenüber dem vergangenen Jahr von 35 Prozent auf 41 Prozent gestiegen.
Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) ist der Ansicht, dass die Unterstützung für Asylsuchende während des Asylverfahrens reduziert werden sollte. 14 Prozent wünschen sich dagegen mehr Hilfe für Asylsuchende. Diese Meinung äusserten vor allem Umfrageteilnehmende in der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren.
Acht von zehn Personen befürworteten die Unterbringung von Asylsuchenden im verkürzten Asylverfahren in Bundeszentren. Den Bau solcher Zentren in der eigenen Gemeinde würde jedoch gemäss der Umfrage nur noch knapp mehr als die Hälfte der Befragten akzeptieren.
Sieben von zehn Befragten äusserten die Meinung, dass die Schweiz in Herkunftsländern von Wirtschaftsflüchtlingen Informationsprogramme zum Asylverfahren durchführen sollte, um die Anzahl von Asylgesuchen aus diesen Ländern zu reduzieren. Ebenso viele gaben an, dass die Schweiz Entwicklungsprojekte nur noch in jenen Ländern unterstützen sollte, die sich bereit erklären, abgelehnte Asylsuchende zurück zu nehmen.
Die Teilnehmenden haben zudem Fragen über die Altersvorsorge beantwortet. Nur 9 Prozent der Befragten sehen in den beiden Säulen keinen Reformbedarf, 42 Prozent hingegen erachten gemäss der Umfrage eine Neugestaltung als nötig. Eine Mehrheit von 54 Prozent - vor allem in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen - fände eine Mehrwertsteuer-Erhöhung von einem Prozent für die zusätzliche Finanzierung der AHV gut.
Zusätzliche Einnahmen durch höhere Lohnabzüge wurden von einer knappen Mehrheit abgelehnt. Drei Viertel der Befragten sprachen sich zudem dafür aus, dass für Männer und Frauen im gleichen Alter in Rente gehen können, wie es weiter heisst.
Fast zwei Drittel der Befragten wollen laut eigenen Angaben am Milizparlament festhalten und würden den Vorschlag, dieses durch ein Berufsparlament zu ersetzen, ablehnen. Fast acht von zehn Befragten wünschten sich laut der Umfrage, dass die Parlamentarier eine Erklärung abgeben müssten, wer an eingereichten Anträgen mitgearbeitet habe.
Die Online-Umfrage, an der 20'224 Menschen teilgenommen haben, wurde von Vimentis durchgeführt, einer Plattform zur politischen Information, die von über 60 Studenten betrieben wird.
Internetumfragen sind gemäss der Organisation nicht repräsentativ, da die Teilnehmer nicht zufällig ausgewählt werden. Die Organisation habe jedoch schweizweit zur Teilnahme aufgerufen und die Antworten nach den demographischen Kriterien Alter, Geschlecht, Kanton und Bildung gewichtet. Die statistische Unschärfe wird mit plus/minus 4 Prozent angegeben. (SDA)Publiziert am 22.02.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016