Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03276.jsonl.gz/1153

| Cassian († 430/35) - Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)

Siebente Unterredung, welche die erste mit Abt Serenus ist, über die Veränderlichkeit der Seele und die bösen Geister.
24. In welcher Weise sich die Teufel zu den Körpern Derjenigen, die sie ergreifen wollen, einen Zugang bereiten.
Es steht also fest, daß die unreinen Geister in Diejenigen, von deren Körper sie Besitz ergreifen wollen, nicht anders eindringen können, als wenn sie zuvor deren Geist und Gedanken besitzen. Wenn sie nun dieselben der Furcht Gottes und des Andenkens an Gott oder der geistlichen Betrachtung beraubt haben, so greifen sie die nun von allem göttlichen Schutz und Schirm Entblößten als leichte Beute [S. 496] kühn an und nehmen dann Wohnung in ihnen wie in einem ihnen überlieferten Eigenthum. 1
1: Hier ist von dem die Rede, was gewöhnlich, nicht was immer geschieht. Wenn die Besessenheit auch meist auf eine Schuld der Betreffenden zurückzuführen ist, so kann sie doch zuweilen auch Unschuldigere treffen, wie das Folgende lehrt.