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Die infektiöse Hornhauterkrankung (mikrobielle Keratitis) ist eine häufige Augenerkrankung, die bei ausbleibender oder zu spät erfolgter Behandlung zu einem Verlust des Sehvermögens führen kann.«Verdächtig sind Kontaktlinsenträger mit schmerzhaft gerötetem Auge», warnen britische Kollegen in einer aktuellen medizinisch wissenschaftlichen Fachzeitschrift BMJ.
Zu den weiteren Symptomen können Überempfindlichkeit der Augen gegenüber Lichteinwirkung (Photophobie), Lidschwellung, verringertes Sehvermögen und vermehrtes Augentränen gehören.
Als Risikofaktoren für eine mikrobielle Keratitis gelten unter anderen eine mangelhafte Handhygiene, weiche Kontaktlinsen, langes bzw. nächtliches Linsentragen und männliches Geschlecht. Die häufigsten Auslöser sind Bakterien (Pseudomonaden, Staphylokokken, Streptokokken), gefolgt von Pilzen und Parasiten.
Ungefähr 5 % der Fälle bei Kontaktlinsenträgern werden durch Parasiten (Akanthamöben) verursacht. Als typisch für diese Form der Hornhautentzündung gilt ein ringförmiges Infiltrat in der Hornhaut. Bei Verdacht auf eine mikrobielle Keratitis sollte der Patient noch am selben Tag notfallmässig zum Augenarzt gehen. Die Autoren behandeln in ihrer Arbeit noch weitere Erkrankungen bei Kontaktlinsenträgern: entzündliche Erkrankung der Bindehaut des Auges (die gigantopapilläre Konjunktivitis), zerkratzte Hornhaut (korneale Abrasionen) und unter dem Oberlid «verlorene» Kontaktlinsen.