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|Initiation, menschliche und solare Einweihung, Seite 91 ff. (engl.)|

Grades, der zum ersten Mal die besonderen Kräfte verspürt, bis hinauf zu dem
freigewordenen Buddha des siebenten Grades, befassen sich alle mit der einen
oder anderen Art von Energie. Die Entwicklungsstadien des Aspiranten können
folgendermassen aufgezeigt werden:

1. Er muss durch sein Unterscheidungsvermögen die Energie oder die Kraft seines eigenen niederen Selbst verspüren.
2. Er muss auf diesen Rhythmus den einer höheren Energie übertragen, so lange, bis der niedere Rhythmus in den höheren übergegangen ist; die vorherige Art von Energie-Äusserung muss völlig absterben.
3. Dann wird ihm mit der schrittweisen Erweiterung seiner Erkenntnis erlaubt, mit bestimmten Formen von Gruppen-Energie in Kontakt zu kommen und sie - unter Anleitung - anzuwenden. Es kommt die Zeit, da er imstande ist, mit planetarischen Kräften wissenschaftlich zu arbeiten. Die Zeitdauer bis zur Erreichung dieses Endstadiums hängt von dem Fortschritt ab, den er im Dienst für seine Rasse (Menschheit) macht und in der Entwicklung jener seelischen Kräfte, welche die natürliche Folge geistiger Entfaltung sind.
Die Anwendung des «Stabes der Einweihung» bei den ersten zwei Einweihungen durch den Bodhisattva ermöglicht es dem Initiierten, die Kräfte seines niederen Selbst zu kontrollieren und anzuwenden, die wahre geheiligte Energie der Persönlichkeit im Dienste. Bei der dritten Einweihung, wenn der eine Initiator den «Stab» anwendet, wird die Kraft des Höheren Selbst, des Ego, in noch ausgedehnterem Mass verfügbar. Zugleich wird auf der physischen Ebene die gesamte Energie, die während zahlreicher Inkarnationen im Kausalkörper aufgespeichert wurde, ins Spiel [92] gebracht. Bei der vierten Einweihung werden ihm die Energien seiner Ego-Gruppe zuteil, damit er sie zum Nutzen der planetarischen Evolution anwende. Bei der fünften Einweihung steht ihm die Energie oder Kraft des Planeten (esoterisch verstanden, nicht bloss die Kraft oder die Energie der stofflichen Weltkugel) zur Verfügung. Bei diesen fünf Einweihungen sind jene beiden grossen Wesenheiten, zunächst der Bodhisattva, dann der «Eine Initiator», der «Herr der Welt», Sanat-Kumara, die amtierenden Hierophanten. Wenn sich der Initiierte nach diesen Einweihungen entschliesst, noch die beiden letzten Einweihungen zu empfangen (über die hinaus in unserem solaren System keine weiteren möglich sind), so tritt er unter den Einfluss einer noch höheren Art von Energie als Ausdruck des Einen Selbst, über die hier nur andeutungsweise gesprochen werden kann.
Bei der siebenten Einweihung figuriert der Eine, dessen Manifestation Sanat-Kumara ist, der Logos unseres Systems, auf seiner eigenen Ebene als Hierophant.
Bei der sechsten Einweihung führt den Stab und amtiert bei der Eidesleistung und Austeilung des Geheimnisses eine Wesenheit, die, als Ausdruck des Logos auf einer Zwischen-Ebene, ungenannt bleiben muss.
In diesen drei Bezeichnungen Hierarchischer Regierung: Sanat-Kumara an der Peripherie der drei Welten - der Eine Namenlose an den Grenzen der hohen Ebenen der menschlichen Evolution - und der Planetarische Geist selbst auf der letzten Stufe haben wir die drei grossen Manifestationen des planetarischen Logos selbst. Es ist der planetarische Logos, durch den bei der letzten grossen Einweihung die Kraft des solaren Logos einströmt und er ist es, der dem Eingeweihten enthüllt, dass das Absolute in der vollsten Bedeutung des Wortes Bewusst-Sein ist, wiewohl auf der Entwicklungs-Stufe der Menschheit das Absolute als Un-Bewusstsein angesehen werden muss.
Jede der grossen Einweihungen ist nichts anderes als die Synthese (Zusammenfassung) der kleineren. Und wenn der Mensch versucht, sein Bewusstsein im Bereich des täglichen Lebens beständig zu erweitern, dann darf er erwarten, jene späteren Stufen zu erreichen, die nichts anderes sind als Gipfelpunkte aller früheren. Der Studierende darf sich nicht einbilden, dass, wenn er - «sehr gütig und selbstlos» ist - er nun eines Tages plötzlich vor dem [93] grossen Herrn stehen wird. Mit dieser Einbildung würde er die Wirkung vor die Ursache stellen. Güte und Selbstaufgabe erwachsen aus Verstehen und Dienen; die Bewusstseins-Erweiterung, die sich der Mensch in harter, mühevoller Arbeit und Anstrengung; erwirbt, bewirkt einen edlen Charakter. Der Mensch kann daher hier und in jedem Augenblick damit beginnen, sich auf die Einweihung vorzubereiten; allerdings wird sein Bemühen vergeblich sein, wenn er sich dabei in (von Sensationen und Erregung gemischter) Vorwegnahme (wie das manchmal geschieht) rein auf das Zeremoniell konzentriert. Nur durch eine systematische und anhaltende Arbeit an der ständigen Entwicklung des mentalen Körpers, durch eifrige und anstrengende Bemühung, den Astralkörper zu meistern, wird ihm sein Vorhaben gelingen, denn nur dann wird letzterer aufnahmefähig werden für die drei Schwingungen:
a. die des Ego,
b. die des Meisters,
c. die seiner Brüder überall um ihn herum.
Er bekommt ein feines Ohr für die Stimme seines Höheren Selbst und arbeitet derart Karma ab unter der kundigen Führung seines eigenen Ego. Ihm werden über sein Ego die Schwingungen bewusst, die von seinem Meister ausgehen. Er lernt, sie immer stärker zu verspüren und immer deutlicher auf sie einzugehen. Endlich wird er zusehends empfindsamer für die Freuden, Schmerzen und Sorgen derer, mit denen er täglich Umgang hat und zwar so weit, dass sie zu seinen eigenen Freuden, Schmerzen und Sorgen werden: und doch wird er davon nicht beeinträchtigt.
Kapitel X
Die Universalität der Einweihungen
Es wurde oftmals [94] in okkulten Lehrbüchern betont, dass der Vorgang der Einweihung (wie er gewöhnlich verstanden wird) etwas Ausserordentliches und nicht normal sei. Jeder Fortschritt im Reich des Bewusstseins geschieht in einer fortschreitenden Stufenreihe von Erweckungen, aber dieses Fortschreiten würde - normalerweise viel langsamer vor sich gehen, als es unter den gegenwärtigen planetarischen Bedingungen der Fall ist. Die besondere Methode der Bewusstseinsentwicklung der Menschheit wurde von der Hierarchie während der Periode der atlantischen Wurzelrasse gegen Ende der vierten Unterrasse eingeführt; sie wird andauern bis zur Mitte der nächsten «Runde». Dann wird der genügende Antrieb gegeben worden sein, da um diese Zeit drei Fünftel der grossen Menschenfamilie - esoterisch - «ihren Fuss auf den Pfad gesetzt» haben werden und dann wird ein grosser Teil von ihnen im Begriff stehen, zum «Pfad selbst» zu werden. Und dann wird der normale Ablauf wieder aufgenommen.
Die Einweihung auf den verschiedenen Planeten.
Die Methode der Stimulierung (Belebung) der menschlichen Egos durch fortlaufende Unterweisungen und durch die Anwendung der dynamisch-elektrischen Kraft des «Stabes» wird gegenwärtig auf drei Planeten unseres Systems verfolgt. Sie setzt jeweils in der vierten «Runde» ein; interessant daran ist, dass der Nachdruck für die vierte schöpferische Hierarchie in jeder vierten Kette und Erdkugel während der vierten «Runde» auf die vierte Einweihung, die der «Kreuzigung», gelegt wird. Die vierte schöpferische Hierarchie ist der grosse Ausdruck des bewussten [95] Willens und Opfers des solaren Logos und das grosse Symbol der geistvollen Vereinigung von Geist und Materie. Daher nimmt die vierte Einweihung mit ihrer Darbietung dieser drei kosmischen Wahrheiten und ihrer Zusammenfassung der Zwecke des grundlegenden Opfers eine hervorragende Stellung ein. Der Studierende muss sich vor Augen halten, dass die anderen planetarischen Systeme, obgleich sie im Grund dieselben sind wie unser viertes System, dennoch tiefgehende Unterschiede in ihrer Manifestation aufweisen, die sich aus verschiedenen Besonderheiten und aus dem individuellen Karma des sich inkarnierenden planetarischen Logos oder des Strahls ergeben.
Diese Unterschiede beeinflussen:
a. den Einweihungsvorgang, sowohl in seiner zeremoniellen wie auch in den altruistischen Aspekten,
b. die Anwendung des Stabes der Kraft; denn die darin verkörperte Kraftart zeitigt, wenn sie mit den differenzierten Kräften des planetarischen Typus in Verbindung gebracht wird, Ergebnisse, die im Wesen und nach dem Grad von einander abweichen
c. die Zeitpunkte der Einweihungen. Die sich inkarnierenden Egos werden auf jedem Planeten - je nach ihrem Strahlentypus - mehr oder weniger leicht stimuliert; dies hängt von den individuellen astrologischen Bedingungen ab und bewirkt längere oder kürzere Entwicklungsphasen vor und zwischen den einzelnen Einweihungen;
d. die elektrischen Phänomene, die auf den höheren Ebenen hervorgebracht werden, weil (im esoterischen Sinne) immer mehr Menschen «aufflammen». Man erinnere sich, dass sich das ganze solare System mit allem, was es enthält, als «Licht» ausdrückt. Man kann daher den Vorgang der Einweihung als ein Aufleuchten von verschiedenen Lichtpunkten (oder menschlichen Lebensfunken) ansehen, deren Strahlung und Wärmeentwicklung zunimmt und deren Wirkungsbereich sich erweitert.
Die drei planetarischen Systeme, in denen der grosse Versuch [96] der Einweihung unternommen wird, sind Erde, Venus und ein anderes. Venus war die erste Versuchssphäre. Der Erfolg dieses Versuchs und die erzeugte Kraft waren die Beweggründe für ein ähnliches Unternehmen, das auf unserem Planeten in Angriff genommen wurde. Kein Planet wird seine Kraftvorräte und demzufolge seine Einflusssphäre vergrössern, ohne damit Verpflichtungen zu übernehmen und andere Systeme zu beeinflussen. Der Kräfte-Austausch zwischen den beiden Planeten Erde und Venus geht ununterbrochen vor sich. Ein ähnlicher Prozess ist erst vor kurzem auf einem anderen Planeten-System begonnen worden und wenn in der nächsten Runde unsere Erde ein Evolutionsstadium erreicht haben wird, das dem damaligen des Venus-Systems aus jener Zeit gleicht, da wir hier den Venus-Einfluss spürten, dann werden wir wiederum der Belebung einer wieder anderen Gruppe planetarischer Egos beistehen dürfen. Wir werden dann einen ähnlichen Vorgang unter den Menschensöhnen eines anderen Systems einleiten helfen.
In den drei grossen planetarischen Systemen: Neptun, Uranus und Saturn wird diese Methode der Einweihung nicht angewendet. Diese Sternenwelten sind bestimmt, diejenigen aufzunehmen, die - esoterisch gesprochen - aus anderen Sternensystemen «erlöst» worden sind. Damit soll gesagt sein, dass alle diejenigen, die auf irgend einem Planetensystem die notwendige Bewusstseinserweiterung erreicht haben (wie sie vom Grossteil der Menschheit vor der Mitte der nächsten grossen «Runde», also des nächsten Zyklus, erreicht werden wird) als «erlöst» angesehen werden; die in der Entwicklung Zurückgebliebenen werden als unzulänglich angesehen und zurückbleiben zur weiteren Entwicklung in künftigen Perioden oder aber sie werden in jene Planetensysteme überführt, die zeitlich noch nicht so weit fortgeschritten sind wie unser Erdensystem. Diese drei vorgenannten Hauptsysteme nehmen die Kräfte der anderen in sich auf und lassen sie ineinander übergehen.
Einweihung und die Devas.
Es könnte die Frage aufgeworfen werden, ob sich auch die Devas den Einweihungen unterziehen. Wir wollen hier diese Frage kurz behandeln.
Die Einweihung [97] hat mit der bewussten Entwicklung des Selbst zu tun und betrifft den Weisheits-Aspekt des Einen-Selbst; sie setzt die Entfaltung des Intelligenz-Prinzips voraus, sie schliesst ein das Erfassen von Zweck und Wille durch den einzelnen Menschen und sein verständiges Mitwirken daran durch Liebe und Dienen. Die Devas sind noch nicht selbstbewusst; ausgenommen jene grossen, die in früheren Zyklen das Menschenreich passiert haben und jetzt bei der Entwicklung der Menschheit mitwirken.
Sie wachsen und entwickeln sich auf dem Gefühlsweg (durch das Gefühl) und nicht durch die Kraft bewussten Denkens. Der Mensch wächst also dadurch, dass sich - aus eigener Entschlusskraft und Zielsetzung - sein selbstbewusstes Denken erweitert. Es ist die Richtung des Strebens und bewussten Mühens und damit der schwierigste Entwicklungsweg im solaren System, der nicht der Linie des geringsten Widerstandes folgt, sondern einen höheren Rhythmus einzuleiten sucht.
Die Devas folgen der Linie des geringsten Widerstandes, danach trachtend, in der Flut von Gefühlen und Empfindungen die Vibration der Dinge an sich (wie sie
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|Last updated Saturday, February 14, 1998 © 1998 Netnews Association. All rights reserved.|