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Tripolis (awp/sda/afp) - Bei den seit Tagen andauernden Protesten in Libyen sind offiziellen Angaben zufolge mindestens 300 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien auch mindestens 58 Soldaten.
Dies ging aus Darstellungen hervor, die am Dienstagabend vor dem Beginn einer Pressekonferenz präsentiert wurden, die Saif al-Islam, der Sohn des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, in Tripolis halten wollte.
Den Zahlen zufolge, die auf einem grossen Bildschirm präsentiert wurden, starb die Hälfte der Opfer in der zweitgrössten Stadt Benghasi, rund tausend Kilometer östlich von Tripolis.
Es handelt sich um die ersten offiziellen Angaben zu Getöteten in Libyen. Zuvor hatte bereits die in Paris ansässige Internationale Menschenrechtsföderation (FIDH) erklärt, dass seit Beginn der Proteste vor einer Woche bis zu 400 Menschen getötet worden seien. Die UNO hatte am Dienstag von mindestens 250 Toten gesprochen.
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