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Der Kranzgewinn am Schwarzsee-Schwinget ist für die Freiburger Schwinger das höchste aller Gefühle. Im Jahr 2009 hatten zwei Freiburger den Kranz gewonnen, 2010 keiner, 2011 und 2012 jeweils als einziger der inzwischen zurückgetretene Stefan Zbinden.
Gestern schaffte kein Freiburger das Edellaub. Michael Nydegger hätte es absolut in der Hand gehabt, und zwar mit einem Sieg im letzten Gang gegen den für ihn schlagbaren Damian Gehrig. Nach einem wenig animierten, umstrittenen Kampf sah es bei der letzten Aktion sogar so aus, als ob Nydegger seinen Gegner auf dem Rücken gehabt hätte. Aber die Kampfrichter winkten ab. Nydegger musste mit einem Gestellten vom Platz, wobei er für seine Passivität sogar nur eine 8,75 statt eine 9,00 bekam. Enttäuscht und wütend verweigerte er dann auch das Interview … Hätte Nydegger mit einer 9,75 gewonnen, hätte er den Kranz gehabt. So wartet Nydegger, der übrigens regelmässig in Kirchberg u.a. auch mit Matthias Sempach trainiert, weiterhin auf seinen ersten Schwarzsee-Kranz.
Joël Niederberger belegte den 9. Rang. Er hatte ein sehr schweres Notenblatt, wobei er im dritten Gang auf Matthias Sempach und im vierten auf Christian Stucki traf. Beide Gegner waren zu stark für ihn. Damit waren schon nach vier Gängen seine Chancen auf den Kranz dahin.
Der weitere Sensler Christoph Overney erreichte den 14. Rang. Dabei durfte er sich nach den drei Gängen am Vormittag noch Hoffnungen machen. Aber dann traf er im vierten Gang auf Thomas Sempach, gegen den er chancenlos war. Als er darauf auch gegen Patrick Schenk verlor, waren alle Kranzträume ausgeträumt: «Ich war am Nachmittag wohl nicht hundertprozentig konzentriert und auf die Gegner eingestellt», hielt er fest. Overney besitzt vierzehn Kränze.