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Posten ab und ward zur Disposition gestellt, aber schon 7. Nov. d. J. zum Direktor der politischen Abteilung im Ministerium des Auswärtigen ernannt und fungierte als solcher auf dem Pariser Friedenskongreß von 1856 als Sekretär. [* 1] Da er schon früher mit Cavour über die italienische Frage verhandelt hatte und die Sache Italiens [* 2] begünstigte, ward er nachdem Frankreich das Königreich Italien [* 3] anerkannt hatte, Gesandter in Turin. [* 4] Dort arbeitete er in Übereinstimmung mit dem damaligen Minister des Auswärtigen, Thouvenel, auf eine Aussöhnung zwischen dem päpstlichen Stuhl und der italienischen Regierung hin.
Bei Thouvenels Sturz reichte auch Benedetti seine Entlassung ein. Am wurde er als Botschafter am Hof [* 5] zu Berlin [* 6] akkreditiert mit der Aufgabe, zum Behuf einer Gebietsvergrößerung Frankreichs eine eventuelle Allianz mit Preußen [* 7] gegen Österreich [* 8] anzubahnen. Benedettis Anerbietungen aber fanden bei Bismarck kein geneigtes Gehör, [* 9] wenn dieser auch bis zu der Kriegserklärung an Österreich genötigt war, die französischen Vorschläge dilatorisch zu behandeln. 1866 wurde er nach der Schlacht bei Königgrätz [* 10] mit der Friedensvermittelung zwischen Österreich und Preußen beauftragt und begab sich zu diesem Zweck nach Nikolsburg.
Nach Abschluß der Präliminarien trat Benedetti mit Frankreichs Forderungen, betreffend die Abtretung von deutschem Gebiet nebst Mainz, [* 11] nachdrücklicher und unter Drohungen hervor, die aber jetzt von Bismarck mit der allergrößten Entschiedenheit zurückgewiesen wurden. Benedetti blieb in Berlin und nahm die Verhandlungen über eine engere Allianz zwischen Frankreich und Preußen wieder auf, ja er ließ einen Vertragsentwurf, in welchem Napoleon freie Hand in Bezug auf Belgien [* 12] gelassen wurde, in Bismarcks Händen. 1870 stellte Benedetti 9. Juli Ems [* 13] die Forderung an den König Wilhelm, er solle dem Prinzen von Hohenzollern [* 14] die Annahme der spanischen Krone verbieten, und richtete auf Befehl seiner Regierung nach dem Verzicht des Prinzen das Verlangen an den König, derselbe möge die bestimmte Versicherung erteilen, daß auch in Zukunft die Frage der hohenzollernschen Thronkandidatur nicht wieder aufgenommen werden solle. Die Ablehnung dieses Verlangens sowie einer neuen Audienz 13. Juli gab der französischen Regierung den Vorwand zur Kriegserklärung. Mit dieser und dem Sturz des Kaiserreichs war Benedettis politische Laufbahn beendet. Nachdem er schon früher die Behauptungen Bismarcks über die belgischen Verhandlungen, obwohl ohne Erfolg, angefochten hatte, suchte er seine diplomatische Thätigkeit in Berlin durch das Buch »Ma mission en Prusse« (Par. 1871) zu rechtfertigen. Seit seiner Entlassung aus dem Staatsdienst lebt in Ajaccio.