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Eine scharfsinnige Analyse des modernen Denkens
Nach Thomas von Aquin löst sich der autonome Mensch von Gott und aller höheren Ordnung. Diese scheinbare Befreiung in der Renaissance läuft über einen Höhenweg weiter zur Aufklärung und steigt seit dem 19. Jahrhundert abwärts bis zur modernen Verzweiflung, zur Preisgabe der Vernunft im Absurden, in Ausschweifung, Drogen und Irrsinn, um der Versklavung durch die Maschine zu entrinnen.
Der moderne Mensch hasst seine Vernunft, weil sie nicht genügt, seinem Leben Inhalt zu geben. Er wirft sie über Bord. Gegenüber dieser Hoffnungslosigkeit steht das Zeugnis der Schrift. „Die Bibel lehrt, dass der Mensch, obwohl hoffnungslos verloren, doch nicht ein Nichts ist"; er ist nach dem Bilde Gottes geschaffen, kann das ihm zugewandte Wesen seines Schöpfers mit seiner Vernunft wahrnehmen und findet so zum Sinn seiner Existenz.
Der Autor
Francis August Schaeffer (* 30. Januar 1912 in Philadelphia, Pennsylvania, USA; † 15. Mai 1984 in Rochester, Minnesota, USA) war ein US-amerikanischer presbyterianischer Theologe, Pastor, Gesellschaftskritiker, Kulturphilosoph, Autor und evangelikaler Vordenker. Er wurde vor allem im englischsprachigen Raum bekannt durch seine Veröffentlichungen und die Gründung der Kommunität L’Abri Fellowship in der Schweiz. Schaeffer stand in scharfem Gegensatz zum Humanismus und theologischen Modernismus und vertrat einen „präsuppositionellen“ Ansatz, den er durch seinen Lehrer Cornelius Van Til kennengelernt hatte. Mit seiner christlichen Apologetik versuchte er von der Bibel und der Kirchengeschichte her umfassende Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens, unseres Zeitalters und der westlichen Kultur zu geben. Obwohl er den wissenschaftlichen Fortschritt anerkannte, bemängelte er die ethisch-moralische Beliebigkeit und den damit verbundenen Niedergang des Westens. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Schaeffer)