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Kleine Pokerturniere
Seit 2007 hatte die ESBK die Auffassung vertreten, Pokerturniere seien, gestützt auf das Spielbankengesetz Geschicklichkeitsspiele und deren Organisation sei somit - vorbehältlich des kantonalen Rechts - außerhalb von Spielbanken zulässig. Demnach hatte die ESBK gewisse Pokerturnierformate als Geschicklichkeitsspiele qualifiziert.
Das Bundesverwaltungsgericht stützte diesen Entscheid der ESBK mit Urteil vom 30. Juni 2009. Darauf erhob der Schweizer Casino Verband Beschwerde. Mit Urteil vom 20. Mai 2010 entschied das Bundesgericht, dass Pokerturniere der Variante "Texas Hold’em" Glücksspiele sind. Die Organisation von Pokerturnieren ausserhalb von konzessionierten Spielbanken war damit ab sofort verboten.
Neu gilt nun gestützt auf das Geldspielgesetz (BGS), das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, dass kleine Pokerturniere ausserhalb von Casinos mit einer Bewilligung der kantonalen Aufsichts- und Vollzugsbehörde erlaubt sind.
In der Geldspielverordnung werden die Rahmenbedingungen für die kleinen Pokerturniere zahlenmässig so festgelegt, dass die Turniere für die Spielerinnen und Spieler gleichzeitig ungefährlich und attraktiv sind. Zentral sind dabei die Höhe des maximalen Startgeldes und die maximale Summe der Startgelder. Erstere wird in der Geldspielverordnung generell auf 200 Franken und Letztere auf 20 000 Franken festgelegt.
nach oben Letzte Änderung 07.01.2019