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Das indische Umweltministerium hat eine Erweiterung der Schmelze von Vedanta Aluminium in der Region Lanjigarh aufgrund umweltrechtlicher Bedenken abgelehnt.
«Diese Entscheidung begrüssen wir sehr und sie ist enorm wichtig für die lokale Bevölkerung, welche dafür gekämpft hat, dass diese Erweiterung nicht stattfindet» sagt Maghu Malhotra, stellvertretende Direktorin für Asien-Pazifik bei Amnesty International.
«Die Schmelze wird anerkannten nationalen und internationalen Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards nicht gerecht. Die Behörden müssen Aufräumarbeiten anordnen und den Gesundheitszustand der lokalen Bevölkerung überwachen.»
Umweltprobleme bestehen weiterhin
Bewohnerinnen und Bewohner von 12 Dörfern, welche im Schatten der Schmelze leben – vor allem die indigenen Majhi Kondh adivasi und die Dalit Gemeinschaften, welche zum Überleben auf die Landwirtschaft angewiesen sind – haben sich lange gegen den Ausbau gewehrt. Eine Erweiterung würde Land und Wasser noch mehr verschmutzen.
Kumti Majhi, ein lokaler Anführer der Indigenen, sagt zu Amnesty International, dass sie die Entscheidung, den Ausbau nicht zu erlauben, sehr willkommen heissen. Er fügte jedoch hinzu, dass «wir jedoch immer noch verpestete Luft einatmen, unsere Wasserquellen immer noch durch die Schmelze verschmutzt werden und unsere Gesundheit weiterhin darunter leidet. Wir werden nicht ruhen, solange diese Probleme, die wir aufgrund der Schmelze haben, nicht vollständig angegangen werden.»
Auch Bau von Mine abgelehnt
Das Ministerium hatte im August Pläne zum Abbau von Bauxit durch Sterlite India, einer anderen Tochtergesellschaft von Vedanta Resources und der staatlichen Orissa Mining Corporation, abgelehnt. Diese wollten Bauxit auf den Niyamgiri Hills in der Nähe von Lanjigarh fördern, was jedoch gegen Umweltgesetze verstossen und die Rechte der Dongria Kondh adivasi Gemeinschaften verletzen würde.
Die Entscheidung des Ministeriums basiert auf Berichten von zwei Expertenkomitees, welche die Rechtsverletzungen der Unternehmen dokumentierten. Ihre Ergebnisse sowie die Entscheidung, die Mine und den Ausbaus der Raffinerie nicht zu erlauben, sind konsistent mit den Resultaten und Empfehlungen eines detaillierten Berichtes vom Februar 2010 von Amnesty International