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Ein sanftes Facelifting für eine 500-jährige Preziose
Das Valendaser Jooshus bildet mit seinem Stall ein historisches Ensemble, wie es in Graubünden wohl kein zweites mehr gibt. Jetzt ist die seit Jahrhunderten praktisch unveränderte Bausubstanz gesichert. Pechschwarz sind die Rauchküchen, es riecht nach Russ. Niedrig sind die Stuben, ihre Holzböden knarren. Die Schlafkammern und Spensen sind leer, niemand lebt hier, schon seit 80 Jahren nicht mehr. Und doch: Das Jooshus in Valendas hat eine Zukunft.
Im etwas weniger dicht bebauten westlichen Dorfteil, liegt das wohl älteste Haus in Valendas: das Haus Joos. Es liegt am Brunnenplatz Fraissa, einem zentralen Platz des Dorfes. Im Norden des Wohnhauses steht die 1481 erbaute Kirche, welche umgeben von einer hohen Friedhofsmauer ist. Haus und Stall liegen unter einem gemeinsamen Dach aus Blech, welches im Wohnbereich drei gemauerte Kamine aufweist. Im Westen an das leerstehende Wohnhaus angebaut, befindet sich die Stallscheune. Die Scheuneneinfahrt im Südwesten führt über einen Hof durch das Haus. Der angrenzende Baumgarten, „Bunggert“, wird an der Gasse ins Schmittatobel von einer Mauer eingefriedet. Eine Steinmauer grenzt den Hofbereich gegen Nord-Osten ab und dient als Stützmauer für die höherliegende Strasse.
Quelle: Auszug aus dem Objektinventar, DPG 2007)