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Der Baumpieper
Anthus trivialis
Beschreibung
Für den weniger Kundigen ist dieser Vogel, der steil aus Waldblössen und lichten Wäldern in die Lüfte steigt und sein ansprechendes Lied erschallen lässt, "eine Lerche". Der Baumpieper in seinem schlichten Kleid und mit seinem Singflug erinnert in der Tat an unsere Frühlingsbotin. Da er aber zarter, schmaler und zierlicher wirkt und auch im Lied spitzere Töne hervorbringt, nannten ihn die früheren Vogelkundigen "Spitzlerche".
Der Baumpieper ist noch heute ein erfreulich häufig vorkommender Sommervogel unserer lichten Laub- und Nadelwälder. Auch wenn er sich gewöhnlich versteckt in der Bodenvegetation aufhält, seine Nahrung hier sucht und auf der Erde nistet, kann er dennoch kaum übersehen und überhört werden, wenn er im Luftraum seine optimistisch klingenden Strophen ertönen lässt und mit klangschönen "zia-zia"-Rufen und hochgestelztem Schwanz wieder zur Warte oder zum Boden herabgleitet.
Diese Art, die mit den Lerchen nicht verwandt ist, wurde in den letzten Jahren gründlicher untersucht. In der vorliegenden Monographie trug der Autor das alte Wissen und die neuesten Erkenntnisse namhafter Ornithologen zusammen und verarbeitete sie mit eigenen Beobachtungen zu einem gerundeten Lebensbild.
Rudolf Pätzold, Jahrgang 1921, Ingenieur für Melioration; bis 1986 tätig im Fluss-, Talsperren- und Meliorationsbau; Leiter der Fachgruppe Ornithologie in Dresden von 1953 bis 1970; Hauptarbeitsgebiet sind die Lerchen. Veröffentlichungen zahlreicher Fachpublikationen, u. a. mehrerer Brehm-Bände.