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Garanten der Herrschaft? Die Rolle burgundischer Bischöfe in der Zeit des Investiturstreits
Der Tod Kaiser Heinrichs III. im Jahr 1056 bedeutete nicht nur einen groben Einschnitt für die Geschichte des römisch-deutschen Reichs, sondern auch für den Reichsteil Burgund. War es Heinrich III. noch gelungen, dieses Gebiet als rex Burgundionum herrschaftlich zu durchdringen, schafften dies seine Nachfolger nur bedingt. Dafür war es nun den Päpsten gegeben, in diesem traditionell reformfreundlichen Reichsteil nachhaltige Präsenz zu zeigen. Dabei wurde vor allem der burgundische Episkopat, der zuvor eine verlässliche Stütze der Könige Burgunds gewesen war, zu einem wichtigen Partner des Reformpapsttums.
In der Zeit des Investiturstreits führte dies schliesslich zu einigen Loyalitätskonflikten. Sowohl auf Seiten der Salier als auch auf Seiten der radikalen Reformpäpste fanden sich burgundische Bischöfe, welche die Sache ihrer Partei bis zum Äussersten verteidigten und in der Folge durchaus zu materiellem wie immateriellem Wohlstand kamen. In diesem Vortrag soll anhand exemplarischer Bischofspersönlichkeiten wie Burchard von Lausanne und Guido von Vienne herausgearbeitet werden, welche Konsequenzen deren Parteinahme haben konnte und inwiefern der burgundische Episkopat für die Salier Heinrich IV. und Heinrich V. noch eine Ressource der Herrschaft darstellte.