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Im Alter von sechs bis neun Monaten treten bei einem Kleinkind die Zähne durchs Zahnfleisch – das Baby beginnt zu zahnen. Beim Zahnen können Zahnungsprobleme auftreten, die jedes Kleinkind mal mehr oder weniger beschäftigen.
Alle Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Zahnen auftreten können, bezeichnet man als Zahnungsprobleme.
Bei Kindern, die Zahnungsprobleme haben, liegen die Ursachen im Mundraum: Die Milchzähne treten aus dem Kiefer hervor und «brechen» durch die Mundschleimhaut (sogenannter Zahndurchbruch). Das kann unangenehm sein und dem Säugling Schmerzen bereiten. Für gleichzeitig auftretende Probleme wie Durchfall, Fieber oder Hautausschläge sind die Ursachen nicht völlig geklärt. In Fachkreisen vermutet man ein zeitliches, zufälliges Zusammenspiel zwischen dem Zahnen und der Abnahme der mütterlichen Antikörper im Blut des Säuglings.
Zeitliche Durchbruchsstörungen sind leicht daran zu erkennen, dass die Zähne zu früh oder zu spät durchgebrochen sind.
Zu Beginn des Zahnens schieben sich langsam die unteren mittleren Schneidezähne hervor, gefolgt von den unteren seitlichen, den oberen mittleren und den oberen seitlichen. Danach treten die ersten Backenzähne im Unterkiefer hervor – anschliessend im Oberkiefer. Dann folgen die unteren und die oberen Eckzähne. Den Schluss bilden im 24. Monat nach den zweiten Unterkiefer-Backenzähnen die entsprechenden Zähne im Oberkiefer.
Spätestens im Alter von drei Jahren sollten alle Zähne vorhanden sein. Und spätestens dann sollte man mit dem Kind auch den ersten Zahnarztbesuch planen, damit das Gebiss des Kindes möglichst lange gesund bleibt.
Leider sind Zahnungsprobleme beim Kind ein Fall, dem Eltern kaum vorbeugen können. Lediglich die Beschwerden der Zahnungsprobleme lassen sich lindern. Wenn Sie also vor einigen Monaten Eltern geworden sind, lohnt es sich, sich über geeignete Mittel, Tinkturen oder kühlende Beissringe zu informieren und diese gegebenenfalls schon bereit zu halten. Auch Ihr Zahnarzt kann Ihnen Fragen zum Zahnen bei Ihrem Baby beantworten.
Für Zahnungsprobleme gilt folgende Definition: Jegliche Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Zahnen auftreten können, werden unter dem Begriff Zahnungsprobleme zusammengefasst. Für die Eltern ist oft schwer einzuschätzen, ob die auftretenden Symptome ihres Kindes das natürliche Mass überschreiten.
Darüber hinaus können Beschwerden und Zahnungsprobleme auch durch besondere Umstände entstehen, zum Beispiel::
Direkt über den durchbrechenden Zähnen können sich unter der Schleimhaut sogenannte Durchbruchs- oder Eruptionszysten zeigen. Auch Zahnungsgeschwüre (Dentitionsgeschwüre) sind möglich.
Die sogenannte Dentitio difficilis (Perikoronitis) zählt ebenfalls zu den Zahnungsproblemen. Hier ist das Zahnfleisch um die Spitze des durchbrechenden Zahns entzündet. Die entzündete Zahnfleischtasche kann in einigen Fällen auch eitern.
Bei Kindern, die Zahnungsprobleme haben, liegen die Ursachen im Mundraum: Die Milchzähne treten aus dem Kiefer hervor und «brechen» durch die Mundschleimhaut (sogenannter Zahndurchbruch). Das kann unangenehm sein und dem Säugling Schmerzen bereiten. Für gleichzeitig auftretende Probleme wie Durchfall, Fieber oder Hautausschläge sind die Ursachen nicht völlig geklärt. In Fachkreisen vermutet man ein zeitliches, zufälliges Zusammenspiel zwischen dem Zahnen und der Abnahme der mütterlichen Antikörper im Blut des Säuglings. Das Immunsystem des Säuglings ist dadurch geschwächt und reagiert sensibler auf Krankheitserreger.
In manchen Familien brechen die Milchzähne der Kinder gehäuft zu früh (zum Beispiel schon kurz nach der Geburt) oder zu spät durch. Diese Zahnungsprobleme sind dann möglicherweise auf erbliche Ursachen zurückzuführen. Der verzögerte Zahndurchbruch hängt auch mit der Dauer der Schwangerschaft zusammen. Die Bildung der Zahnhartsubstanz beginnt bereits im Mutterleib und bedarf einer bestimmten Zeit, bis sie abgeschlossen ist. Kommt das Kind jedoch zu früh auf die Welt, verschiebt sich automatisch auch das Zahnen zeitlich nach hinten, da die Zähne noch nicht entsprechend entwickelt sind.
Sogenannte Durchbruchszysten entstehen als Flüssigkeitsansammlung aus den Zahnsäckchen, welche jeden entstehenden Zahn im Kiefer des Kindes umgeben. Dies kann ebenfalls Zahnungsprobleme hervorrufen, die Ursachen für die Durchbruchszysten, die auch Eruptionszysten genannt werden, sind allerdings unklar. Ebenfalls nicht restlos geklärt ist die Ursache der Beschwerden beim Zahnen, die auf Zahndurchbruchsgeschwüre zurückzuführen sind. Diese Geschwüre zeigen sich nach dem Durchtreten der mittleren Unterkiefer-Schneidezähne in der Mundschleimhaut vor allem an Zungenbändchen und Mundboden. Bei dieser Form der Zahnungsprobleme vermuten Experten allergische Reaktionen als Ursachen.
Zahnungsprobleme äussern sich bei Kleinkindern individuell – und nicht jedes Baby entwickelt beim Zahnen die gleichen Symptome. Schlafstörungen, Unruhe und eine vermehrte Speichelbildung sind Anzeichen für das beginnende Zahnen. Kommt es zu Schmerzen, kann der Säugling dies nur durch Schreien ausdrücken – was den Eltern also sicher auffällt, allerdings auch andere Ursachen haben kann. Darüber hinaus können Durchfälle, Fieber und Hautausschläge als weitere Zahnungsprobleme auftreten, wobei auch diese Symptome nicht spezifisch nur beim Zahnen auftreten, sondern auch Zeichen einer anderen Erkrankung sein können.
Durchbruchs- beziehungsweise sogenannte Eruptionszysten erscheinen als bläuliche, pralle Erhebungen auf dem Kiefer. Zahnungsprobleme wie Geschwüre oder Entzündungen sind besonders gut daran zu erkennen, dass das Zahnfleisch geschwollen und gerötet ist oder sogar blutet. Eventuell tritt bei leichtem Druck auch Eiter aus der entzündeten Schleimhaut aus
Zahnungsprobleme betreffen meist Kinder im Alter von sechs bis neun Monaten, was die Diagnose erschwert, da der betroffene Säugling nicht wie ein Erwachsener sagen kann, was ihm genau wehtut. Die Zahnungsprobleme machen sich häufig dadurch bemerkbar, dass ein Baby beim Zahnen besonders viel schreit und dadurch seine Schmerzen zum Ausdruck bringt. Für Eltern ist es oft schwierig zu erkennen, ob es sich um «normale» Zahnungsbeschwerden handelt, oder ob behandlungsbedürftige Zahnungsprobleme vorliegen. Zusätzlich können weitere Symptome wie Appetitlosigkeit, Durchfall, Fieber und Hautausschläge auf Zahnungsprobleme hindeuten. Es empfiehlt sich, den Kinderarzt oder direkt den Zahnarzt aufzusuchen, der dann die Diagnose stellen kann. Er untersucht dazu Mund und Kiefer und fertigt gegebenenfalls eine Röntgenaufnahme an, um die Ursache der Zahnungsprobleme zu ermitteln.
Führen Zahnungsprobleme bei zahnenden Kindern zu starken Beschwerden, sollte man Therapie-Massnahmen ergreifen, welche die Schmerzen lindern. Dabei können pflanzliche Tinkturen (zum Beispiel Kamille) und im Kühlschrank gekühlte Beissringe hilfreich sein. Die Ringe nehmen durch den sich aufbauenden Kaudruck und die Kühlung einen Teil der Schmerzen.
Kommt es beim Zahnen zu allgemeinen körperlichen Beschwerden (zum Beispiel Durchfall oder Fieber) ist vor allem wichtig, dass die Kinder genügend trinken. Wadenwickel und gegebenenfalls schmerzstillende Mittel können zum Einsatz kommen. Jedoch sollte bei anhaltenden Zahnungsproblemen auf jeden Fall der Kinderarzt aufgesucht werden. Er kann die geeigneten Massnahmen einleiten.
Flüssigkeitsgefüllte Eruptionszysten (Durchbruchzysten), die beim Durchbruch der Zähne entstehen können, entleeren sich meist von selbst und heilen rasch ab. Nur in sehr seltenen Fällen muss der Zahnarzt die Zysten eröffnen.
Wenn Entzündungen oder Geschwüre an der Stelle des hervorkommenden Zahns auftreten, sollten Sie mit Ihrem Kind den Zahnarzt aufsuchen, damit er sich die entzündeten Stellen im Mund Ihres Kindes anschauen, die Zahnungsprobleme genau beurteilen und die entsprechende Therapie durchführen kann. Eventuell muss er ein Geschwür eröffnen, damit der Eiter abfliessen kann – auch die Gabe eines Antibiotikums kann sinnvoll sein.
Falls die Zähne in ungewöhnlicher Reihenfolge oder zu unüblichen Zeitpunkten durchbrechen, kann der Zahnarzt wenig direkten Einfluss nehmen. Eine Ausnahme bildet die Dentitio natale oder neonatale, bei der das Kind schon bei der Geburt Zähne hat oder diese kurz danach durchbrechen: Besteht die Gefahr eines Zahnverlusts mit nachfolgendem Verschlucken des Zahns oder eine Verletzungsgefahr für die mütterliche Brustwarze beim Stillen, ist es sinnvoll, den Zahn zu entfernen.
Fehlen nach einem verzögerten Zahnen einige Milchzähne immer noch, wird zu einem späteren Zeitpunkt mithilfe einer Röntgenaufnahme festgestellt, ob auch die bleibenden Zähne nicht angelegt sind.
Für Zahnungsprobleme gibt es keinen einheitlichen Verlauf: Bei dem einen Kind zeigt sich das Zahnen eher unauffällig, bei dem anderen bereitet es möglicherweise grosse Beschwerden. Zahnungsprobleme konfrontieren ein Kleinkind mit ersten Schmerzen – und rauben den Eltern oft den nächtlichen Schlaf. Vielleicht verhilft die alte Volksweisheit den Eltern zu etwas mehr Gelassenheit: «Zähne kommen und Zähne gehen unter Schmerzen.»
Leider kann man Zahnungsproblemen beim Kind kaum vorbeugen. Es gibt also keine vorsorglichen Massnahmen, die Schwierigkeiten beim Zahnen verhindern. Lediglich die Beschwerden der Zahnungsprobleme lassen sich lindern. Wenn Sie also vor einigen Monaten Eltern geworden sind, lohnt es sich, sich über geeignete Mittel wie Kamille-Tinkturen oder kühlende Beissringe zu informieren und diese gegebenenfalls schon bereit zu halten. Auch Ihr Zahnarzt kann Ihnen Fragen zum Zahnen bei Ihrem Baby beantworten.