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Das spanische verstaatlichte Finanzinstitut NCG Banco könnte mit einem Milliardenverlust in die Hände von Venezuelas Banesco-Bank wechseln. NCG Banco stehe vor Kreditausfällen in Höhe von einer Milliarde Euro, für die keine Vorsorge getroffen worden sei, sagte eine Person aus dem Umfeld des staatlichen Banken-Sanierungsfonds Frob am Donnerstag. Banesco war der einzige Bieter für NCG gewesen, der die spanische Regierung nicht um zusätzliche Staatshilfen bat, um mögliche Verluste zu deckeln.
Am Mittwoch hatte Frob bekanntgegeben, dass Banesco den Zuschlag für den Erwerb von 88,33 Prozent an NCG Banco erhält. Das venezolanische Institut zahlt demnach eine Milliarde Euro. Insgesamt lagen sechs Offerten für die galizische Bank vor. Die Auktion galt als Test, wie gut das spanische Bankensystem seit Gewährung der europäischen Milliardenhilfen dasteht. NCG musste mit neun Milliarden Euro von Spanien und Europa gerettet werden. Im September hatte das Institut erstmals wieder schwarze Zahlen für das abgelaufene Gesamtjahr bekanntgegeben.
Erst vor wenigen Tagen hatten der Internationale Währungsfonds und die EU-Kommission gewarnt, dass Spaniens Banken auch in den kommenden Jahren unter Druck bleiben. Weiter fallende Immobilienpreise und eine sinkende Vergabe von Krediten würden die Bilanzen der Geldhäuser belasten, hiess es in einem Bericht.
(reuters/moh)