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||Die alten Fasnachts-Cliquen 1884-1938

Ein tragender Faktor der Basler Fasnacht sind die sogenannten Cliquen. Früher hiessen sie "Fasnachtsgesellschaften". Aber so wie der Umzug heute mit Nachdruck "Cortège" genannt werden will, dominieren heute auch hier die frankophilen Tendenzen Basels. In einer Clique sind vereinsmässig Leute versammelt, die Fasnacht machen und dabei ein Sujet (Thema) satirisch darstellen.
Sofern es sich nicht um eine Wagenclique handelt, gehören zu einer Clique meist Pfeifer (Piccolospieler) und Tambouren (Trommler). Sie stellen, getrennt nach Instrumenten, das Cliquenrückgrat. Am Cortège bilden einzelne Elemente den Zug der Clique. Vorreiter und Vortrab spielen keine Instrumente. Sie gingen aus den einstigen Platzmachern hervor und schreiten der Clique voran.
Mitgeführt wird normalerweise ein kunstvolles Requsit, welches auf das Sujet hinweist. Die grosse Laterne der Clique stellt das Sujet künstlerisch-satirisch mit ihren Malereien dar. Pfeifer und Tambouren bilden gesonderte Marschgruppen, spielen aber zusammen. Letztere werden von einem Tambourmajor mit übergrosser Larve (Maske) angeführt. Die Kostüme sind auf das Sujet abgestimmt.
Die ersten Cliquen
Die Cliquen erschienen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Damals waren sie noch keine permanenten Vereinigungen. Sie bildeten sich jeweils oft zu jeder Fasnacht neu. Erst gegen Ende des Jahrhunderts entstanden erste dauerhafte Fasnachtscliquen, wie etwa 1884 die VKB (Vereinigte Kleinbasler), welche heute die älteste dauerhaft existierende Clique von Basel ist.
Die VKB lassen mit ihrem Namen den bei Cliquen häufig starken Bezug zu einem bestimmten Stadtteil erkennen, worin sie sich in der Tradition der früheren fasnächtlichen Quartierzüge bewegen. Die nächste Basler Clique, die heute noch besteht, bildete sich 1896. Damals kam eine Gruppe jugendlicher Pfeifer und Tambouren unter dem Namen "Breo" als Bubenzüglein zusammen.
Der Cliquenname sei ursprünglich eine kurze Koseform von "Brändlin" gewesen. So hiess die Wirtin der Wirtschaft "zum Löwenfels" in der Steinenvorstadt, wo sich die jungen Fasnächtler jeweils trafen. So war mit dieser Gastronomin aus der Steinen immerhin dem Namen nach eine Frau an der Basler Fasnacht präsent, die in jenen Tagen weitgehend noch rein männlich bestimmt war.
Die im selben Lokal verkehrende Löwenfels-Clique verschwand nach der Fasnacht 1897, während im Jahr darauf das vormalige Bübenzüglein Breo plötzlich eine Clique mit 46 Mitgliedern war. Die Vermutung liegt nahe, dass die alte Clique in der neuen aufging. Militärische Wurzeln hatte hingegen eine 1902 von Tambouren des Artillerie-Vereins Basel-Stadt gegründete Clique.
Ihre Fasnächtler nannten sich ab 1904 "Barbara-Clique", nach der Heiligen Barbara, der traditionellen Schutzpatronin der Kanoniere. Diese Clique von Artilleristen mutierte im Jahr 1907 schliesslich zum "Barbara-Club". Er ist gewissermassen ein später Zeuge für die ehemals enge Verbindung von Basler Fasnacht und dem Wehrwesen der Zünfte in der Zeit nach der Reformation.
Cliquen nach der Jahrhundertwende
Im Jahr 1902 formierte sich auch die Lälli-Clique, bei deren Gründung der Basler Trommelpionier Carl Dischler (1868-1929) massgeblich beteiligt war. Der eigentümliche Name der Clique (Lälli = Zunge) geht nicht auf den Lällekönig am früheren Rheintor zurück. Inspiration dazu war vielmehr das erste Fasnachts-Sujet der Clique; die Einführung der Polizeistunde.
Diese wurde von hiesigen Zechern als elementare Verletzung der Menschenrechte gewichtet, da es nichts schlimmeres als den Durst gäbe. Folglich trat die ganze Clique mit Larven auf, welche dürstende Geschichtszüge mit heraushängenden Zungen trugen. Naheliegenderweise wurde dann der bereits erwähnte Lällekönig zum heute noch genutzten Logo der Fasnachtclique.
Im Jahr 1905 liegen die sportlichen Anfänge der Spezi Clique, die von Turnern aus dem Quartier Breite formiert wurde. Zu ihnen gesellten sich bald schon Wasserfahrer des Pontoniervereins Breite. Mit der Formation eigener Tambouren- und Pfeifergruppen in den 20er Jahren wurde schliesslich 1938 aus der vormaligen Wagen Clique Wasserraten Breite die heutige Spezi Clique.
Beim Name der 1907 entstandenen Basler Mittwoch Gesellschaft könnte der Wochentag der Gründung der Ursprung gewesen sein. Inspirierend mag die Mittwoch-Gesellschaft des Freundeskreises des populären Schrifstellers Jack London (1876-1916) oder die psychoanalytische Mittwoch-Gesellschaft von Sigmund Freud (1856-1939), die es um 1907 in Wien gab, gewirkt haben.
Die seit 1922 im Löwenzorn am Gemsberg sitzende BMG schloss sich, personell schwach wie sie damals war, zu ihrer ersten Fasnacht 1908 noch der Clique Pump-Club an. Die nächst jüngere Clique ist die 1908 während der Fasnachtszeit entstandene Olympia. Zu ihren Gründern gehörte der Basler Lokalhistoriker Paul Koelner (1878-1960), der damals mit Freunden im Birseckerhof gesessen habe.
Einige der Fasnächtler, die in dieser Runde nach dem Morgenstreich eine Mehlsuppe genossen, waren in Streitigkeiten mit einer Kleinbasler Clique verwickelt. Man beschloss eine eigene Clique zu formieren und griff bei der Namensgebung auf den Turnerzirkel der Seidenfärberei Schetty zurück, der früher bereits vorübergehend als "Jüngere Olympia" an der Fasnacht aufgetreten war.
Die Lälli auf dem Fischmarkt an der Fasnacht 1912. Man sieht den mit Handzetteln und Stöckchen ausstaffierten Vortrab und die Tambouren mit Tambourmajor. In Hintergrund steht die Laterne; rechts daneben ein Sensemann als Requisit.
Allmählicher Wandel der Cliquenlandschaft
Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts waren beim Trommeln die Unterschiede zwischen einzelnen Cliquen deutlich hörbar. Die Cliquen begannen eigene Trommelschulen zu gründen, deren Instruktoren verschiedene Stile pflegten. In den folgenden Jahren konnte ein aufmerksamer Zuhörer bei einer Clique die besonderen Eigenheiten beim Trommeln bereits von weitem heraushören.
So unterschieden sich etwa die BMG, die Olympia und die Lälli-Clique deutlich, da bei ihnen Trommelgrössen wie der Elsässer Joseph Wintzer (1882-1940), Emil Hug (1880-1940) oder Carl Dischler (1868-1929) ihren Stil instruierten. Noch lange Jahrzehnte prägten die Stile mit Wurzeln beim preussischen oder französischen Militär die Basler Tambourenkunst rund um die Fasnacht.
Die letzten vor 1914 entstandenen Cliquen die noch existieren sind der 1911 formierte Central Club Basel und die 1912 gegründeten Alti Stainlemer. Bei den letzteren deutet der Name einmal mehr auf die Verbundenheit zu einem Stadtquartier hin, in diesem Falle die Steinenvorstadt. Es gab damals noch weitere Cliquen, wie der Fasnachtsführer 1911 des jungen Comités zeigt.
Erwähnt werden eine "Museumsgesellschaft", ein "Riehentor-Kämmerli", eine "Boykott-Express Clique", ein Abstineten-Turnverein und auch der "Pump-Club". Manche würden heute kaum als Clique gelten, und alle sind längst verschwunden. Unter der Regie des 1910/11 entstandenen Fasnachts-Comité, wandelte sich in jenen Tagen das Erscheinungsbild des fasnächtlichen Brauchtums in Basel.
War die Fasnacht im 19. Jahrhundert noch vom bürgerlichen Mittelstand geprägt, begann man sie nunmehr als allgemeines Basler Brauchtum zu sehen. Die aktive Teilnahme an der Fasnacht in einer Clique wurde in der Frühzeit bisweilen wie ein Privileg verliehen. Dazu war es etwa wichtig, in welchem Quartier man wohnte. Arbeiterstand und Oberschicht waren in frühen Cliquen kaum präsent.
Neue Cliquen nach dem Ersten Weltkrieg
Der erzwungenen Pause während des Ersten Weltkriegs 1914-1918 folgte 1920 die erste offizielle Fasnacht. Dies war der Auftakt zu einem Jahrzehnt, in dem eine zweite Welle der Cliquengründungen erfolgte. Den Anfang machte 1920 die J.B.-Clique Santihans, gefolgt 1920/21 von der BFG (Basler Fasnachtsgesellschaft), die in kurzer Zeit im Streit zu zwei neuen Cliquen zerfiel.
Diese 1922/23 entstandenen beiden Cliquen waren die grossbaslerische Sans-Gêne und die kleinbaslerische AGB (Alti Glaibasler = Alte Kleinbasler). Die MCB (Märtplatz-Clique Basel) wurde wiederum im Herbst 1923 von zwei wohlhabenden Geschäftsmännern vom Marktplatz auf die Beine gestellt. Diese Herren gründeten die Clique als Bubenzüglein für ihre Söhne und deren Freundeskreis.
Ihren ersten Auftritt hatten die Knaben an der Fasnacht 1924, wo sie in Gärtnerkostümen durch die Strassen zogen. Die fasnächtlerisch begeisterten Knaben durften sich in der Trommelschule der Clique Olympia ausbilden lassen. Die Väter der Buben sorgten für eine hochstehende Ausstattung der Clique, aus der bald schon mehr als ein kleines Bubenzüglein werden sollte.
Hierzu muss man bedenken, dass seit Entstehung der Cliquen die Fasnacht, wie bereits erwähnt, eine Leidenschaft des Mittelstandes war. Dieser konnte sowohl Geld als auch Zeit für die Cliquenaktivitäten erübrigen. Diese Möglichkeiten fehlten der Arbeiterschicht häufig, wo der Broterwerb wenig Raum für anderes liess. Doch auch dort wuchs der Drang, aktiv Fasnacht zu machen.
Die Lälli am Steinenberg an der Fasnacht 1934. Klar ist die Gliederung in Pfeifer und Tambouren unter dem Tambourmajor zu sehen. Zum Ausdruck kommt auch die auf das Sujet abgestimmte unterschiedliche Kostümierung beider Gruppen.
Die 1923 entstandene Rätz-Clique hiess ursprünglich "Arbeiter Tambouren Vereinigung Rätz-Clique". Ihre Mitglieder aus der Arbeiterbewegung waren gewerkschaftlich oder politisch organisiert. Die Rätz verstand sich als Sammelbecken für Tambouren die aus Überzeugung nicht mehr woanders trommeln wollten (oder konnten), und trat auch an den Feiern zum 1. Mai auf.
Traditionen und Mutationen
Die BMG schuf in jenen Tagen zum Abend des Fasnachtdienstags einen eigenen Brauch. Man versammelte sich im Hof des Löwenzorn im Kreis mit gelockerten Trommelsaiten. Ein rot kostümierter Domino erinnerte mit einem Gedicht an jene Fasnächtler die im vergangenen Jahr verstorben waren, und unter den dumpfen Klängen des Trauermarsches verbrannte man eine Fasnachtslaterne.
Fritz Berger (1895-1963), Trommel-Instruktor der Lälli-Clique, gründete 1926 die Wäntele-Clique, die zunächst nur aus Vortrab und Tambouren bestand. Erst zur Fasnacht 1928 trat sie unter ihrem definitiven Namen "Alti Richtig" auf. Etwa ab 1934 kamen auch Pfeifer mit zur Fasnacht. Die vorerst bescheidene Pfeifersektion erhielt 1935 grossen Zulauf aus der Lälli-Clique.
Die im Herbst 1926 gegründete Valencia-Clique nahm im folgenden Jahr erstmals an der Fasnacht teil. Auch bei ihr drang die Verbundenheit zum Heimatquartier so weit durch, dass sie 1930 ihren Namen in "Spale-Clique" änderte, unter dem sie heute noch bekannt ist. Das Phänomen der Abspaltung einiger Fasnächtler aus einer Clique zeigte sich 1926 auch bei der erwähnten Clique Sans-Gêne.
Aus Mitgliedern der Sans-Gêne ging 1926 die Clique "Schnurebegge" hervor. Der Name war von Stadttambour Christoph Beck (1805-1876) inspiriert, einem Meister der Trommel und des scharfen Mundwerks. Letzteres gab ihm den Spitznamen "Schnurebeck" (Schnure = Schnauze"). Sein Sohn Jakob Friedrich Beck (1834-1891) war ebenfalls ein Trommelvirtuose und Tambour bei der Basler Artillerie.
Aus dem Reihen des Veloclubs Olympia (nicht mit der gleichnamigen Clique zu verwechseln) trafen sich einige Mitglieder vor der Fasnacht 1929 um eine Clique zu gründen. Die kleine Gruppe soll im Restaurant Schnabel dabei endlos über den Cliquennamen diskutiert haben, dass irgendwann die Titulierung "Schnuure-Pfluderi" (Plaudertaschen) fiel, was zum Namen "Pfluderi-Clique" geführt habe.
Im April 1930 kamen im Restaurant Feldschösschen am Spalenberg die Gründer der Basler Bebbi Basel zusammen. Zuvor Mitglieder der Jungen Garde der BMG, beschlossen sie, mit ihren Vätern diese eigene Clique aufzustellen. 1931 erstmals an der Fasnacht, teilten sie sich in eine Kindergruppe, eine Gruppe für Jugendliche und eine für Erwachsene, überwiegend Tambouren und wenige Pfeifer.
Die Lälli-Clique auf der mittleren Rheinbrücke an der Fasnacht 1961. Vorreiter zu Pferde führen der Vortrab an. Heute kommen die Vorreiter meist auf kleinen künstlichen Pferden als Teil ihrer Kostüme daher, was man als "Junteressli" kennt.
Konfessionelles und die Frauenfrage
Eine Spezialität bildete die 1930 von Robi Bercher, Karl Kistler und Walter Schraner gegründete Clique Rhyschnogge. Sie verstand sich als eine katholische Trommler- und Pfeifergruppe. In diesem Fall war nicht das Quartier das verbindende Element, sondern das Glaubenbekenntnis. Ihren Satzungen gemäss hielt sich die katholische Clique von der reformierten Basler Fasnacht fern.
Die Rhyschnogge pflegten das Trommeln und Pfeifen bei anderen Anlässen, und erst nach nach dem Tod von Gründervater Bercher sollte sich dies zaghaft ändern. 1961 beteiligten sich einige wenige Cliquenmitglieder am Morgenstreich. Schliesslich nahm die Clique 1963 erstmals offiziell an der Fasnacht teil, und im Jahr 1981 wurden die Rhyschnogge konfessionell neutral.
Die Clique Dupf-Club entstand 1932 im Restaurant Hopfenkranz an der Allschwilerstrasse auf Anstoss von Max Hediger, und nahm im folgenden Jahr erstmals an der Fasnacht teil. Für Aufsehen sorgte sie 1937 mit der Aufnahme weiblicher Mitglieder in ihrer Pfeifergruppe. Die aktive Teilnahme von Frauen an der männlich dominierten Fasnacht wurde damals weitgehend abgelehnt.
Als am Preispfeifen 1943 keine Mädchen zugelassen wurden, beschwerte sich der Dupf-Club über diese Ausgrenzung. Wegen ihrer pionierhaften Haltung gegenüber Frauen war die Clique mehrfach öffentlichen Anfeindungen ausgesetzt. Ein bemerkenswerter Umstand ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass sie mittlerweile in Umkehr ihrer Vergangenheit eine reine Männer-Clique ist.
Im April 1933 brachte einmal mehr ein Fasnachtsstreit eine neue Clique hervor. Mit Willy und Hans Panosetti verliessen zwei Mitglieder im Zorn die Alti Stainlemer. Sie gründeten mit finanzieller Unterstützung des Früchtehändlers Dreyfuss im Restaurant "Baselbieter" am Barfüsserplatz die Seibi-Clique (Seibi = Barfüsserplatz, ehemals Saumarkt) die 1934 erstmals Fasnacht machte.
Frauen in Cliquen und Frauenclique
Ende der 1930er Jahre trug die Entstehung einer Clique dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung. Wie bereits beim Dupf-Club angesprochen, waren Frauen weitgehend von der Fasnacht ausgeschlossen. Obschon für die 1880er eine weibliche Teilnahme an Fasnachtszügen belegt ist, fand danach eine Verschiebung statt, die Frauen von der Strassenfasnacht an die Maskenbälle verdrängte.
An diesen einst beliebten Bällen durften Frauen aktiv und kostümiert auftreten. Doch bei den Baslerinnen wuchs zunehmend der Wunsch, mit Trommel und Piccolo auf die Strasse zu gehen, und Fasnacht zu machen wie die Männer. Einzelne Cliquen gingen auf dieses Bedürfnis ein. Die schon erwähnte Clique Sans-Gêne stand in ihren ersten Jahren sowohl Männern wie Frauen offen.
Auch wenn die Sans-Gêne ab 1926 nur Männer zuliess, konnte 1936 ein Mädchen in der Clique das Piccolospielen erlernen, und zwei Jahre später ging eine Frau mit an die Fasnacht. Als diese Pfeiferin 1939 von der Clique zum Basler Tag der Landesausstellung in Zürich mitgenommen wurde, liessen andere beteilige Fasnachtsliquen die Sans-Gêne ihre lebhafte Ablehnung spüren.
Noch früher gab es Fasnächtlerinnen beim Barbara-Club. 1921 gingen die Tambourin Esther Abt und ihre pfeifende Freundin Helly Oppermann mit der Clique an den Morgenstreich. Oppermann hatte das Piccolospiel bei Paul Lächler (1896-1962) gelernt. Als Pfeiferinstruktor der Clique Alti Richtig unterrichtet er später auch drei Mädchen, während Fritz Berger ein weiteres das Trommeln lehrte.
Als diese Mädchen alt genug waren, um in die Stammclique Alti Richtig einzutreten, wurde ihnen dies aufgrund ihres Geschlechtes verwehrt, trotz Fürsprache Lächlers. Da ihr Einstand in die Clique abverheyt (misslungen) war, formierten sie als die "Abverheyte" eine reine Frauengruppe. Trotz Ablehnung und späterer Spaltung existiert sie noch heute als älteste Basler Frauenclique.
Beitrag erstellt 14.02.04 / Beitrag überarbeitet 06.02.18
Quellen:
Georg Duthaler, Trommeln und Pfeifen in Basel, Christoph Merian Verlag, Basel, 1985, ISBN 8-856-16-023-10, Seiten 60 bis 63
Alex Fischer, "Die Aktivitäten der Cliquen während des Jahres", in Die Basler Fasnacht, herausgegeben vom Fasnachts-Comité, Basel, 2. Auflage 1986, ISBN 3-9060-7200-1, Seiten 123 bis 153
Hanspeter Hirti / Max Richard, "Das Basler Trommeln", in 75 Jahre Basler Mittwoch Gesellschaft, Kirschgarten AG, Basel, 1982, Seiten 124 bis 125
Gabriela Imboden, "Geschichte der Fasnacht - Geschichte der Geschlechter", publiziert in Zwischentöne - Fasnacht und städtische Gesellschaft in Basel 1923-1998, Buchverlag der Basler Zeitung, Basel, 1998, ISBN 3-85815-330-3, Seiten 119 bis 130
Max Inderbitzin / Paul Kleffmann "S' Zyschtigszigli", in 75 Jahre Basler Mittwoch Gesellschaft, Kirschgarten AG, Basel, 1982, Seiten 138 bis 139
Paul Kleffmann "Von der Gründung bis 1939", in 75 Jahre Basler Mittwoch Gesellschaft, Kirschgarten AG, Basel, 1982, Seiten 23 bis 25
Paul Koelner, Die Basler Fastnacht, herausgegeben vom Fasnachts-Comité, Universtitätsbuchdruckerei Friedrich Reinhardt, Basel, 1913, Seite 31
Hummi Lehr, Källerabstieg: Fasnachtskultur im Cliquenkeller, GS-Verlag, Basel, 2000, ISBN 3-7185-0183-X, Seite 16
Eugen Anton Meier, "Cliquen, Gesellschaften, Gruppen und ihre Gründungsdaten", publiziert in Die Basler Fasnacht, herausgegeben vom Fasnachts-Comité, Basel, 2. Auflage 1986, ISBN 3-9060-7200-1, Seiten 427
Fritz Meier, Basler Heimatgeschichte, Lehrmittelverlag des Kantons Basel-Stadt, Basel, 5. Auflage 1974, Seiten 359 bis 361 und 366 bis 368
Dieter Moor, "Gründung und Anfänge", in 75 Jahre Fasnachtsgesellschaft Olympia, Birkhäuser AG, Basel, 1983, ISBN 3-7643-1385-4, Seiten 9 bis 11
Hansruedi Ospel, "Die ersten 25 Jahre", publiziert in Rätz-Clique 1923-1998 - Mer luege zrugg, herausgegeben von der Rätz-Clique, o.V., Basel, 1998, Seiten 8 bis 19
Websites der folgenden Cliquen:
Alti Richtig - www.altirichtig.ch
Alti Steinlemer 1912 - www.stainlemer.ch
Basler Bebbi Basel - www.baslerbebbi.ch
Basler Mittwoch Gesellschaft - www.bmg.bs
Barbara-Club 1902 - www.barbara-club.ch
Breo-Clique 1896 - www.breo.ch
Central Club Basel 1911 - www.ccb1911.ch
Die Abverheyte - www.dieabverheyte.ch
Dupf Club - www.dupf-club.ch
Lälli Clique Basel 1902 - www.laelli.ch
Pfluederi Clique Basel - www.pfluderi-basel.ch
Rhyschnogge 1930 - www.rhyschnoogge.ch
Fasnachtsgesellschaft Schnurebegge 1926 - www.Schnurebegge.ch
Seibi-Clique - www.seibi.ch