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MigrationWas ist ein Lebensmittelkontakt?
Wenn eine Migration von der Verpackung ins Lebensmittel nicht ausgeschlossen werden kann, besteht Lebensmittelkontakt. Lebensmittelkontakt setzt nicht zwingend eine Berührung voraus. Eine Migration kann auch mittels Verdampfung (in der Verpackung) und Rekondensation (im Lebensmittel) stattfinden.
Wechselwirkung zwischen Verpackung und Füllgut
Unter Migration versteht man den Übergang beziehungsweise die Wanderung von Stoffen zwischen dem Füllgut und der Lebensmittelverpackung. Folgende Wechselwirkungen können stattfinden:
Testverfahren
- Chemische Analyse: Damit die Menge der migrierten Stoffe ermittelt werden kann, werden Simulantien eingesetzt. Sie weisen vergleichbare Eigenschaften, wie das zu verpackende Lebensmittel, auf. Diese werden nach einer festgelegten Einwirkzeit unter genau definierten Bedingungen, wie Temperatur und Raumfeuchte auf migrierte Bestandteile überprüft.
- Sensorische Analyse: Die Verpackung wird auf migrierende Stoffe überprüft, die das Lebensmittel geruchlich oder geschmacklich verändern können. Hierbei werden Proben aus der Produktion mit Testsimulantien (oftmals Schokolade) für eine gewisse Zeit in ein neutral riechendes sauberes Glas eingeschlossen. Danach wird die Probe durch geschultes Personal auf geruchliche Veränderungen überprüft und bewertet.
- Globalmigration: Gesamtmigrationsgrenzwert (OML) zeigt die höchstzulässige Menge nichtflüchtiger Stoffe, die aus einem Material oder Gegenstand in Lebensmittelsimulanzien abgegeben werden. Der Wert ist unspezifisch (keine Aufteilung in verschiedene Substanzen) und zeigt nur die Gesamtmenge aller Substanzen, die migriert haben.
- Spezifische Migrationsanalyse: Dieser Test sucht nach Einzelsubstanzen und zeigt auf, wie viel einer einzelnen Substanz migriert ist. Doch nur wenn man weiss, dass eine bestimmte Substanz enthalten ist, kann man nach ihr suchen.