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(grch.) oder Lichtbilder, in flache Gipsformen mit Reliefzeichnungen gepreßte
dünne und nicht glasierte Porzellanplatten, die im durchfallenden Lichte infolge der zweckmäßig abgestuften
Dicke Licht
[* 3] und Schatten
[* 4] der
[* 2]
Figuren mit einer sonst unerreichbaren Wärme
[* 5] und Weichheit im Übergange
der Töne zeigen. Eine große Ähnlichkeit
[* 6] mit den Lithophanien haben die unter dem Namen Email ombrant, Email de Rubelles oder Lithoponien
angefertigten Platten von Porzellan, die in Bezug auf die Pressung das Entgegengesetzte der Lithophanien zeigen
und deshalb nicht im durchfallenden, sondern im auffallenden Lichte betrachtet werden; man wendet diese Verzierung auf Tafelservice
und Kacheln an; diese Gegenstände erhalten durch Formen eingedrückte Vertiefungen, die dann mit halbdurchsichtiger gefärbter
Glasurmasse ausgefüllt werden, wobei die tiefsten Stellen dickere Schichten von Glasur aufnehmen und daher dunkler erscheinen
als die erhabenen Stellen, die weniger mit Glasur bedeckt werden. Die Oberfläche der Glasur ist glatt.
Meist wendet man blau- oder grüngefärbte Glasur an. Auch aus gepreßter Papiermasse hat man Lithophanien gefertigt.
oder Lithophanien sind Platten aus Biskuitporzellan (vergl. Porzellan, S. 438), in denen bei durchscheinendem
Lichte das Bild infolge dünnerer und daher hellerer und dickerer und deshalb dunklerer Stellen des Porzellans
hervortritt.
Sie werden zu Lichtschirmen, Fensterbildern u. s. w. verwendet. - Zoll: S. Tarif Nr. 38 d 1 und 2.