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Was ist die beste Schlafhaltung?
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5 Februar 2018.
Während des Schlafens nehmen Sie im Laufe der Nacht verschiedene Schlafhaltungen ein. Der eine schläft auf dem Rücken, der andere auf der Seite. Die Haltung, in der Sie einschlafen, ist nicht unbedingt die Haltung, in der Sie die ganze Nacht über liegenbleiben. Sie nehmen wahrscheinlich eine Schlafhaltung ein, die Ihnen am bequemsten erscheint.
Eine schlechte Schlafhaltung kann zu verschiedenen körperlichen Problemen führen. Für eine korrekte Schlafhaltung ist eine natürliche Haltung der Wirbelsäule sehr wichtig. Hierbei spielt auch die Wahl Ihrer Matratze eine wichtige Rolle.
Inhalt:
- Auf dem Rücken schlafen
- Auf der Seite schlafen
- In Fötushaltung schlafen
- Auf dem Bauch schlafen
- Schlafhaltung bei schwangeren Frauen
- Die ideale Schlafhaltung
- Schlafhaltung ändern
Auf dem Rücken zu schlafen ist eine der besseren Schlafhaltungen. Ungefähr 20 % der Bevölkerung schläft auf dem Rücken. Beim Schlafen auf dem Rücken ist es wichtig, dass die natürliche s-förmige Krümmung des Rückens unterstützt wird.
Vorteile:
- Der Körper nimmt die natürlichste Haltung an.
- Das Gewicht wird auf den ganzen Körper verteilt und unterstützt.
- Weniger schnell Falten, da kein Druck auf die Gesichtshaut ausgeübt wird.
Nachteile:
- Schnarchen und Schlafapnoe werden gefördert.
- Kann Beschwerden im unteren Rücken verursachen.
- Kann sauren Reflux verursachen.
Empfehlungen:
- Verfallen Sie in ein Hohlkreuz? Legen Sie ein Kissen unter Ihre Knie. Das reduziert die Spannung im Rückgrat.
- Die Druckpunkte eines Rückenschläfers liegen hauptsächlich im Bereich von Hüften, Po und Schultern. Es ist wichtig, dass die Rückenwirbel ihre natürliche Form bewahren. Ihre Matratze darf hierfür nicht zu hart oder zu weich sein.
- Ein Rückenschläfer sollte ein Kissen verwenden, das nicht zu dick oder zu hart ist, vorzugsweise ein Daunen- oder Federkissen. Diese Kissen sind komfortabel und flexibel. So erhalten Sie die ideale Unterstützung.
Über 75 % aller Menschen schlafen auf der Seite. Beim Schlafen auf der Seite ist es wichtig, dass die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Körper eine natürliche Krümmung bewahren kann und an den richtigen Stellen unterstützt wird.
Vorteile:
- Reduziert die Gefahr von Schnarchen und Schlafapnoe.
- Reduziert Magensäure.
- Wenig Druck auf den unteren Rücken.
Nachteile:
- Kann Druck auf die Lungen ausüben.
- Größere Gefahr von Falten.
- Gefahr von Gefühllosigkeit in dem Arm, auf dem Sie liegen.
- Die Schulter trägt viel Gewicht, und es kann zu Beschwerden in Nacken und Schultern kommen.
Empfehlungen:
- Schlafen auf der linken Seite beugt Magensäure vor und sorgt für eine bessere Durchblutung.
- Bei Seitenschläfern liegen die Druckpunkte im Bereich von Schultern, Hüften und Knien. Für einen Seitenschläfer ist eine etwas weichere Matratze geeignet, damit die Konturen abgefangen und unterstützt werden können.
- Da ein Seitenschläfer auf der Schulter liegt, kommt der Nacken in eine schiefe Position. Das Kissen eines Seitenschläfers muss etwas voller sein, damit die Rückenwirbel eine gerade Linie bilden. Das ideale Kissen ist ein Kissen aus Memory-Schaum, ein volleres Daunen- oder Federkissen oder ein Latexkissen, das dafür sorgt, dass Ihr Kopf nicht zu tief einsinkt.
- Lattenböden mit integrierter Schultereinsinkung sorgen dafür, dass der größte Druckpunkt von Seitenschläfern, die Schultern, tiefer einsinken können.
- Wenn Sie erkältet sind, empfehlen wir Ihnen, ein zusätzliches Kissen unter den Kopf zu legen. Hierdurch vermeiden Sie, dass Ihre Nasenhöhlen volllaufen.
- Legen Sie ein Kissen zwischen die Knie, um die Gelenke zu entlasten.
Schlafen in einer Fötushaltung mit angewinkelten Knien, während Sie ein weiches, flauschiges Kissen zwischen den Beinen halten, ist eine komfortable und gute Schlafhaltung. Die Wirbelsäule wird hierbei nicht zusammengedrückt, wodurch der Rücken entlastet wird.
Vorteile:
- Schnarchen wird beschränkt.
- Stimulation des Blutkreislaufs bei schwangeren Frauen.
- Vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Nachteile:
- Gefahr von Nacken- und Rückenschmerzen.
- Rückgrat und Nacken liegen nicht in einer Linie.
- Es kann saurer Reflux entstehen, weil der Bauch gegen die Speiseröhre drückt. Das kommt hauptsächlich bei Menschen mit relativ mehr Bauchfett vor.
Nur 5 % aller Menschen schlafen auf dem Bauch – zum Glück, denn auf dem Bauch zu schlafen, kann schlecht für den Rücken sein und gilt somit auch als schlechteste Schlafhaltung. Sie liegen in einer ungünstigen Krümmung, und es entsteht eine Wölbung im unteren Rücken.
Vorteile:
- Begrenzt Schnarchen und Schlafapnoe.
- Kann die Verdauung fördern.
Nachteile:
- Druck auf Gelenke und Muskeln.
- Muskulatur des unteren Rückens wird verkürzt.
- Gefahr von Nacken- und Rückenschmerzen.
- Der Nacken liegt in einer starken Drehung, wodurch die Nackenmuskeln überstreckt werden.
Empfehlungen:
- Schlafen auf dem Bauch lieber vermeiden? Befestigen Sie einen Ball oder dicken Knopf an Ihrer Nachtkleidung. Sollten Sie sich trotzdem auf den Bauch drehen, wird sich dies unangenehm anfühlen und werden Sie Ihre Schlafhaltung verändern.
- Eine harte Matratze, zum Beispiel eine harte Taschenfederkern-Matratze oder Latex-Matratze, passt am besten zu jemandem, der hauptsächlich auf dem Bauch schläft.
- Wählen Sie ein flaches und weiches Kissen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Wirbelsäule im Hals überstreckt wird und es zu Nacken- und Schulterschmerzen kommt.
- Für Bauchschläfer empfiehlt sich ein Lattenrost mit verstärktem Mittelteil. Diese Verstärkung sorgt dafür, dass die Hüften nicht einsinken und zu Rückenschmerzen führen können.
Während der Schwangerschaft stellen Sie fest, dass normale Schlafhaltungen nicht mehr wirklich funktionieren. Für schwangere Frauen kann es gut sein, auf der Seite zu schlafen.
Vorteile:
- Schlafen auf der Seite fördert die Blutzirkulation zum Herzen.
- Geringster Druck auf den unteren Rücken durch Schlafen auf der Seite.
Nachteile:
- Schlafen auf dem Rücken kann dazu führen, dass Adern abgeklemmt werden.
- Gefahr von Schwindel durch Schlafen auf dem Rücken.
Empfehlungen:
- Schlafen auf der linken Seite kann am gesündesten für die Plazenta des Babys sein.
- Schlafen auf der linken Seite sorgt für die beste Durchblutung.
- Ein Kissen zwischen den Beinen sorgt dafür, dass das Becken gerade bleibt.
- Benutzen Sie ein Stillkissen, um Ihren Bauch oder Rücken zu unterstützen und für eine bequeme Schlafhaltung zu sorgen.
Eine ideale Schlafhaltung gibt es eigentlich nicht. Das ist nämlich für jeden anders. Die Qualität der Matratze, des Kissens und des Lattenrosts können Einfluss auf die Schlafhaltung und etwaige Beschwerden im Bereich von Rücken, Nacken und Schultern haben.
Die richtige Matratze
Rückenschmerzen können durch eine falsche Matratze verursacht werden. Eine Matratze muss nicht nur für eine komfortable Unterstützung sorgen, sondern den Muskeln auch die Möglichkeit geben, entspannen zu können.
Die Härte und Spannkraft Ihrer Matratze spielen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des Körpers. Jeder Körper ist individuell und benötigt eine andere Unterstützung. Eine Matratze muss sozusagen die natürliche Krümmung Ihrer Wirbelsäule respektieren.
Der verteilbare Druck der Matratze sorgt dafür, dass die schwereren und herausragenden Teile des Körpers besser einsinken können. Sie werden sich hierdurch weniger drehen, um nach einer angenehmen Schlafhaltung zu suchen.
Lesen Sie auch: Matratzen vergleichen: Was ist die beste Matratze für mich?
Das richtige Kissen
Für eine gute und bequeme Schlafhaltung ist das richtige Kissen wichtig. Ein falsches Kissen kann zu körperlichen Beschwerden oder einer verkehrten Schlafhaltung führen. Ein Kissen muss Ihren Kopf und Nacken so unterstützen, dass die Nackenmuskeln sich entspannen können. Lassen Sie sich deshalb gut beraten, bevor Sie ein Kissen kaufen.
Der richtige Lattenrost
Nicht nur Matratze und Kissen sind ausschlaggebend für Ihren Schlafkomfort, auch der Lattenrost spielt eine wichtige Rolle. Matratze und Lattenrost wirken zusammen, um die Druckpunkte aufzufangen und den Körper in jeder Schlafhaltung zu unterstützen. Ein gut federnder Lattenrost bietet nicht nur Unterstützung, sondern gewährleistet auch die Lebensdauer einer Matratze.
Ihre Schlafhaltung haben Sie oftmals nicht vollständig in der Hand. Sie drehen sich die ganze Nacht über und nehmen von selbst verschiedene Schlafpositionen ein. Jede Haltung hat ihre Vor- und Nachteile. Wenn Sie keine Beschwerden haben, gibt es auch keinen Grund, Ihre Schlafhaltung zu ändern. Doch wenn Sie Nacken-, Rücken- oder andere Beschwerden haben, kann es nicht schaden, zu versuchen, eine andere Schlafhaltung einzunehmen oder die Wahl Ihrer Matratze zu überdenken.
Haben Sie Fragen zum Thema Schlafhaltung, oder vermuten Sie, dass Sie Beschwerden durch eine falsche Haltung haben? Stellen Sie Ihre Frage in den Reaktionen. Unsere Schlafexperten helfen Ihnen gerne.