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Rudolf Koblet (1904–1983)
Professor für Pflanzenbau an der ETH Zürich
Der am 13. Februar 1904 geborene Rudolf Koblet wuchs in der Nähe von Winterthur auf. Er durchlief seine ganze Studienzeit bis hin zur Habilitation 1939 an der ETH Zürich.
1943 übernahm er die Leitung der Eidgenössischen Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt in Zürich Oerlikon (heute: Forschungsanstalt Reckenholz), in der er bereits seit 1929 tätig war. 1951 wurde er von der ETH Zürich zum ordentlichen Professor für Pflanzenbau und gleichzeitig zum Leiter des Instituts für Pflanzenbau berufen. Diese Tätigkeit übte er bis zu seiner Emeritierung 1972 aus. Von 1969 bis 1971 war Koblet zudem Präsident des Europäischen Verbandes für Grünland und Futterbau.
Darüber hinaus präsidierte er diverse andere Kommissionen und Fachorganisationen im Bereich des Pflanzen- und Futterbaus.
Tätigkeit mit Futterbau
Zu Beginn seiner Laufbahn beschäftigte sich Koblet vor allem mit der Samenkeimung, den stofflichen Veränderungen in der Getreidepflanze sowie der Pflanzenphysiologie. Später setzte er seine Forschungsschwerpunkte in die Bodenbearbeitung, die Fruchtfolge und die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Das Hauptinteresse von Koblet und seines Instituts galt hingegen dem Futterbau. Hierbei standen vor allem der Futterbau in Berglagen sowie die Natur- und Kunstwiesen des Mittellandes im Zentrum.
Erfolge
Mit seiner Lehr- und Forschungstätigkeit erwarb er sich weitreichende Verdienste, mit Weitblick nahm er Fragen des praktischen Pflanzenbaus auf und versuchte sie mit den damals besten Methoden zu beantworten. Sein 1965 erschienes Werk "Der landwirtschaftliche Pflanzenbau (external link) unter besonderer Berücksichtigung der schweizerischen Verhältnisse" widerspiegelt sein Denken und liefert noch heute wertvolle Einsichten zum Verständnis des Pflanzenbaus im Alpenraum.
Rudolf Koblet starb am 20. Oktober 1983 in Zürich.
Handschrift
Glückwunschkarte von Rudolf Koblet an Albert Frey-Wyssling vom 31. Juli 1938.
Bestand
Im Hochschularchiv der ETH Zürich befinden sich Unterlagen aus dem Institut für Pflanzenbau, darunter Korrespondenz mit verschiedenen Persönlichkeiten sowie die Hüttenbücher der Casa Wahlen in Nante bei Airolo, wo das Institut Versuchsfelder besass. In den biographischen Dossiers des Archivs findet man weitere Informationen zum Leben und Werk von Rudolf Koblet. Das Bildarchiv betreut einen Bestand an Glasdias des Instituts für Pflanzenbau.