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Bülach–Regensberg
|Kürzel||BR|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1865-05-01|
|Mutiert||Ab 1877-01-01 Schweizerische Nordostbahn|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1865 eröffnete BR gehörte einem Konsortium, wobei sich am Anlagekapital neben der Nordostbahn (NOB) mit ursprünglich 600'000 Franken auch der Kanton Zürich und «interessierte» Gemeinden mit Anleihen von 1.2 Mio. Franken beteiligten. In späteren Statistiken wurden solche Beteiligungen nicht mehr als «Anleihen» behandelt, sondern als «Gemeinschafts-» oder «Aktienkapital». 1871 übernahm die NOB das gesamte Anlagekapital, weshalb wir die von ihr an die BR geleisteten Bausubventionen (siehe unten) in der Datenbank ab diesem Zeitpunkt auf den Wert null reduziert haben. Die NOB besorgte auch von Anfang an den Betrieb der BR. Die Statistik konnte daher für die BR keine Angaben über das eingesetzte Rollmaterial ausscheiden (missing data). Genau genommen führte die BR gar nicht nach Regensberg, sondern sie bediente die Strecke (Zürich–) Oerlikon–Bülach mit der Zweiglinie Oberglatt–Dielsdorf. Auf den 1. Januar 1877 wurde die BR in die NOB eingegliedert und verschwand folglich aus der Statistik. Die Zahlen vor 1868 stammen aus den Geschäftsberichten der BR.
Beim Bau der BR gab es einige Schwierigkeiten, weil beauftragte Unternehmer in Konkurs gingen, was zu Gerichtsprozessen führte, die sich bis 1871 hinzogen. Ausserdem reichte das Anlagekapital nicht aus, weshalb die NOB mehrmals zusätzliches Geld in die BR einschoss. Diese in den Geschäftsberichten als «Zuschusseinzahlungen» titulierten Gelder dienten dem Ausgleich der Baurechnung, weshalb wir sie in der Datenbank bis 1871 aufsummiert als «Bausubventionen» gespeichert haben. Bei den bezahlten Zinsen der BR handelte es sich nicht eigentlich um (fixe) Anleihezinsen, sondern um «Zinsdividenden für das Baukapital», also de facto um Vergütungen an die Eigner (Aktiendividenden). Basis dazu bildeten die Betriebsergebnisse, die bei der BR stets im positiven Bereich lagen und sich ab 1873 stark verbesserten. Gemessen an den Baukosten bezifferte sich die Rendite 1876 im letzten Jahr als ‹selbständige› Gesellschaft auf 3.7 Prozent. Die Reduktion der Anlagegelder um 600'000 Franken 1874 war insofern bedeutungsarm, als sich die BR zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig im Besitz der NOB befand.