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Nicht nur im Kanton Zürich finden jedes Jahr im Dezember absurde Theateraufführungen statt: Es werden überall Budgetdebatten inszeniert. Dabei könnte der Eindruck entstehen, das Staatsziel bestehe einzig darin, den Steuerfuss zu senken. Dem ist mit Sicherheit nicht so: In den Verfassungen von Bund und Kantonen und den entsprechenden Vorgaben der Städte und Gemeinden stehen an erster Stelle die Interessen der Allgemeinheit. Richtigerweise stehen dort die «Commons», die gemeinschaftlichen Güter, im Vordergrund. Aufgabe der (Finanz-)Politik ist es, dafür zu sorgen, dass die Gemeinwesen über die notwendigen Mittel verfügen, um die gemeinschaftlichen Herausforderungen bewältigen zu können.
Dass harte Nachhaltigkeit, Postwachstum oder Degrowth angesagt sind, wenn es darum geht, das Überleben der Menschheit auf der Erde dauerhaft zu sichern, ist einer zunehmenden Zahl von Menschen schon länger klar – dabei inbegriffen Aspekte der Suffizienz («Darf es ein Bisschen weniger sein?») Mit der am 18. Mai 2015 veröffentlichten Enzyklika «Laudato Si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus» bestötigt Papst Franziskus I. mit starken sozialethischen und sanft moralischen Argumenten diese häufig als fundamentalistisch bezeichneten Aussagen. Es sind denn auch in erster Linie die dogmatisch fixierten gebetsmnühlenfixierten Wirtschaftwachstum-FetischistInnen, die gegen «Laudato Si» Stellung beziehen.