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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00288 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Meierhans Urteil vom 22. August 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1992, gelernte Detailhandelsassistentin EBA und Detailhandel sfachfrau EFZ (Urk. 14/7/12 -13 ), arbeitete zuletzt vom 1. Januar 2017 bis 31. März 2021 bei der Y.___ AG in verschiedenen Funk tionen, zuletzt als Store Visual Merchandiser (Urk. 14/7/4-5). Im Februar 2021 meldete sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Opfi kon-Glattbrugg zur Arbeitsvermittlung ab dem 1. April 2021 an (vgl. Urk. 14/7/1 ). A ufgrund von anhaltenden Schmerzen am Unterbauch und auf der rechten Seite meldete sie sich sodann am 11. März 2022 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 14/ 8 S. 6 Ziff. 6.1 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte daraufhin die medizinische sowie erwerbliche Situation ab. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 14/53-54) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. April 2023 (Urk. 14/61 = Urk. 2) einen Leistungs anspruch der Versicherten. 2. Die Versicherte erhob am 14. April 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 6. April 2023 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuheben und es seien ihr berufliche Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen (Urk. 1; Urk. 8). Die direkt bei ihr erhobene Beschwerde überwies die IV-Stelle am 25. Mai 2023 dem hiesigen Gericht (Urk. 4). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2023 (Urk. 13) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 17. Juli 2023 (Urk. 17) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Leistungs anspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar. 1.2 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus ü bung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen: a. das Alter; b. der Entwicklungsstand; c. die Fähigkeiten der versicherten Person; und d. die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens (Abs. 1 bis ). Bei Abbruch einer Eingliederungsmassnahme wird nach Massgabe der Absätze 1 und 1 bis eine wiederholte Zusprache derselben oder einer anderen Einglieder ungsmassnahme geprüft (Abs. 1 ter ). Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Artikel 16 Abs. 3 lit. b IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nah men (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d). 1. 3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten od er verbessert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisher igen Beruf gleichgestellt (Abs. 2). Al s Umschu lung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Inva lidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen. Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumut baren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsein busse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt ( BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b, je mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_266/2021 vom 13. Juli 2021 E. 4.2.3 mit Hinweisen ). 1.4 Arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben Anspruch auf Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes oder im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (Art. 18 Abs. 1 IVG). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (Abs. 2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bedarf der Anspruch auf Arbeits vermittlung weder der Invalidität noch eines Mindestinvaliditätsgrades. Zur Begrün dung des Anspruchs ist jedoch eine spezifische Einschränkung gesund heitlicher Art notwendig, wenn die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit betroffen ist, als der versicherten Person nur leichte Tätigkeiten voll zumutbar sind. Die leistungsspezifische Invalidität des Anspruchs liegt vor, wenn die Behinderung Probleme bei der Stellensuche verursacht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn wegen Stummheit oder mangelnder Mobilität kein Bewerbungsgespräch möglich ist oder dem potenziellen Arbeitgeber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen der versicherten Person erläutert werden müssen (zum Beispiel welche Tätigkeiten trotz Sehbehinderung erledigt werden können), damit sie überhaupt eine Chance hat, den gewünschten Arbeitsplatz zu erhalten (Urteile des Bundesgerichts 9C_329/2020 vom 6. August 2020 E. 3.2.3 und 8C_641/2015 vom 12. Januar 2016 E. 2, je mit Hinweisen ). Zur Arbeitsvermittlung ist im Weiteren berechtigt, wer aus invaliditätsbedingten Gründen spezielle Anforderungen an den Arbeitsplatz (beispielsweise Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (beispielsweise Toleranz gegenüber invaliditätsbedingt notwendigen Ruhepausen) stellen muss und demzufolge aus invaliditätsbeding ten Gründen für das Finden einer Stelle auf das Fachwissen und entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden angewiesen ist. Bei der Frage nach der Anspruchsberechtigung nicht zu berücksichtigen sind demgegenüber invalidi täts fremde Probleme bei der Stellensuche wie beispielsweise Sprachschwierig keiten (im Sinne fehlender Kenntnisse der Landessprache, anders wiederum bei medizinisch diagnostizierten, somit gesundheitsbedingten Sprachstörungen; Urteil des Bundesgerichts 9C_467/2022 vom 3. Februar 2023 E. 3.2.2 mit Hin weis). Es genügt ferner nicht, dass der versicherten Person die Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_184/2022 vom 6. Februar 2023 E. 2.3 mit Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Leistungsanspruch der Beschwerde führerin mit der Begründung, diese sei in einer angepassten körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern vollständig arbeitsfähig. Die Erwerbstätigkeit als Modeverkäuferin entspreche einer solchen Tätigkeit. Selbst wenn die Tätigkeit en als Dekorateurin oder Modeverkäuferin diesem Belastungsprofil nicht entspr ä che n, liege bei der Stellensuche keine Ein schränkung vor. Es seien somit keine beruflichen Massnahmen angezeigt. M it Unterstützung des RAV sei es der Beschwerdeführerin möglich, eine neue Tätig keit zu finden und ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Damit bestehe weder Anspruch auf berufliche Massnahmen noch auf eine Invalidenrente (vgl. Urk. 2 S. 1 f.). 2.2 Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihr behandelnder Arzt habe ausführlich beschrieben, weshalb sie in ihre r bisherigen Tätigkeit beziehungsweise als Modeverkäuferin nicht mehr arbeits fähig sei. Da sie ausgesteuert sei, habe sie keinen Anspruch mehr auf Taggelder und sich bereits beim Sozialamt anmelden müssen. Sie möchte arbeiten, benötige jedoch Unterstützung bei der Reintegration in die Arbeitswelt. Sie wisse nicht, wann die Schmerzen aufträten. In einer solchen Situation sei es schwierig eine Arbeit sstelle zu finden, ohne in der Probezeit gleich gekündigt zu werden (vgl. Urk. 1; Urk. 8). 2.3 Strittig und zu prüfen ist einzig der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art. 3. 3.1 In den Akten finden sich die folgenden, wesentlichen medizinischen Berichte: 3. 2 Dr. med. Z.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erwähnte mit Bericht vom 2. Februar 2021 (Urk. 14/33) folgende Diagnose (S. 1): - p ersistierende Kniebeschwerden links nach relevantem Trauma vom 17. Juli 2020 mit vor allem Probleme n am Streckapparat, diskoider Meniskus lateral mit möglicher Läsion am Hinterhornansatz, Grad II-Läsion des Innenmeniskus mit auch muskulärer Dysbalance, verkürzte Hamstring Er empfehle eine konservative Therapie. Aktuell bestehe keine Notwendigkeit für eine Arthroskopie. Die Arbeitsfähigkeit sei erhalten (S. 2). 3. 3 Am 14. Februar 2022 erfolgte im Spital A.___ bei Verdacht auf Endometriose eine Laparoskopie. Diese ergab kein en Anhalt für eine Endometriose und die Exploration des übrigen Abdomens ergab ebenfalls regelrechte Befunde. Einziger auffälliger Befund sei eine relativ derb und etwas klobig erscheinende Cervix uteri. Die Beschwerdeführerin konnte am ersten Tag postoperativ in gutem Allgemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen werden. Als Diagnose wird ein kauterartefiziell verändertes fibrosiertes Weich - gewebe ohne Endometrioseherde genannt. Es fänden sich keine Anhaltspunkte für Malignität (vgl. Urk. 14/27 S. 1 ; Urk. 14/31/3-4 S. 1 f. ). 3. 4 Die am 8. März 2022 im Spital A.___ erfolgte Magnetresonanztomographie (MRI) des Beckens ergab keine sicheren Stigmata eines pelvic congestion syn drom e s. Insgesamt fand sich kein pathoanatomisches Korrelat zu r klinischen Symptomatik (Urk. 14/25). 3. 5 Dr. med. B.___, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Spital A.___, nannte mit Bericht vom 10. April 2022 (Urk. 14/13/ 2 -7) folgende Diag nose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 Ziff. 2.5): - Schmerzexazerbation unklarer Ätiologie, Adenom yose nicht ausgeschlos sen Die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Februar 2022 vollständig arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 1.3). Es bestehe bisher keine Ätiologie für die Schmerzen. Die Lapa roskopie habe keine Endometriose bestätig t (S. 3 Ziff. 2.4). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei unsicher (S. 3 Ziff. 2.7). Sie könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 6 Mit Bericht vom 12. August 2022 (Urk. 14/23/1-8) informierten die Ärzte der Integrierten Psychiatrie C.___ darüber, dass sie die Beschwerdeführerin seit dem 9. März 2022 behandeln würden (S. 1 Ziff. 1.1), und stellten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 Ziff. 2.5): - Anpassungsstörung, depressive Entwicklung im Zusammenhang mit Unterleibsbeschwerden und Arbeitsplatzverlust im Frühling 2021 (ICD-10 F43.2) - Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) Im Vordergrund stünden die somatischen Symptome und Schmerzen im Zusam menhang mit den gynäkologischen Beschwerden. Auch der Alltag sei dadurch stark beeinflusst. So habe sich die Beschwerdeführerin aufgrund der Schmerzen sowie der Angst vor erneuten Schmerzen sozial stark zurückgezogen und ihren Alltag nach de n somatischen Beschwerden ausgerichtet. Im Verlauf habe sich unabhängig von den somatischen Beschwerden eine Angstproblematik mit wiederkehrenden Panikattacken gezeigt. Im Rahmen der Therapie habe die Beschwerdeführerin ihr Vermeideverhalten erfolgreich reduzieren und den Um g ang mit den Angst- und Panikattacken verbessern können. Aufgrund der Gesamtsituation mit vorhanden er Schmerzproblematik, vielen Untersuchungen und der diesbezüglich unklaren Zukunftsperspektive, Sorgen um Finanzen und die weitere berufliche Zukunft zeige sich die Beschwerdeführerin allerdings anhaltend belastet mit depressiven Verstimmungen, Gedankenkreisen und Ängsten (S. 2 f. Ziff. 2.2). Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Prognose günstig. Die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit (mindestens 80 %) werde erwartet. Dies sei abhängig vom weiteren Verlauf der somatischen Beschwerden (S. 4 Ziff. 2.7). D ie Frage, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei, beantworteten die Ärzte dahingehend, dass aus rein psychiatrischer Sicht keine Einschränkungen vorlägen. A llerdings werde ein stufenweiser Wiedereinstieg empfohlen, um die Belastungsgrenze auszutesten (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 7 Dem Bericht von Dr. med. D.___, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsspital E.___, vom 9. September 2022 (Urk. 14/39/1-6) ist als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine «indirekte Diagnose Endometriose» zu entnehmen (S. 3 Ziff. 2.5). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er Folgendes: « functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrome » (S. 3 Ziff. 2.6). Er habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 2 Ziff. 1.3). Er könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 8 Dr. med. univ. F.___, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsspital E.___, erwähnte mit Bericht vom 12. Oktober 2022 (Urk. 14/40/3-10) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit unklare Bauchschmerzen sowie Dys menorrhoe bei Verdacht auf Endometriose (S. 3 Ziff. 2.5). Es sei keine Arbeitsunfähigkeit a ttestiert worden (S. 2 Ziff. 1.3). Aktuell erfolge eine monat liche Medikamentenverabreichung (S. 2 Ziff. 1.2). Die Prognose zur Arbeits fähigkeit sei schwierig abschätzbar. Sofern es unter der hormonellen Suppression zu einer Beschwerdeverbesserung komme, sei eventuell eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten (S. 3 Ziff. 2.7). Er könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 9 Mit Schreiben vom 9./12. Dezember 2022 (Urk. 14/45) erklärte Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Gastroenterologie, dass nach erfolgter Gastroskopie und Ileo -Koloskopie eine gastrointestinale Ursache der invalidisierenden Bauchbeschwerden weitgehend ausgeschlossen werden könne (S. 2). 3. 10 Mit Stellungnahme vom 13. Januar 2022 (richtig: 2023) erkannte Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, regionaler ärztlicher Dienst (RAD), dass rein körperlich kein dauerhaft arbeitsunfähigkeits relevanter Gesundheitsschaden vorliege. Die letzte Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit sei offenbar aufgrund unklare r Bauch schmer zen im kurativmedizinischen Kontext erfolgt. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit als Modeverkäuferin erscheine als angepasst (Urk. 14/51 S. 5). 3. 11 Dr. med. I.___, Facharzt für Anästhesiologie, Spital A.___, nannte mit Bericht vom 28. Februar 2023 ( Urk. 3/1 = Urk. 9/1 = Urk. 14/57) folgende Diagnose (S. 1): - chronische Unterleibsschmerzen bei Adenomyose und Endometriose mit/bei: - diagnostische r Laparoskopie, Februar 2022 ( Spital A.___ ) - Laparoskopie mit Entfernung multipler Endometrioseherde und Mirena -Einlage, Dezember 2022 ( Universitätsspital E.___ ) - Dyspareunie, Dysmenorrhoe, Dyschezie, krampfartigen anfalls mässigen Bauchschmerzen im Sitzen verstärkt Aktuell stehe die psychosoziale Situation im Vordergrund. Die Beschwerde führerin sei ausgesteuert und möchte wieder in das Berufsleben einsteigen. Es treffe nicht zu, dass sie in ihrer angestammten Tätigkeit als Modeverkäuferin problemlos arbeiten könne. Sie könne nicht länger stehen und gehen sowie keine Lasten tragen. Sie müsse immer wieder absitzen können. Auc h Arbeiten in kniender oder kauernder Stellung oder Steigen auf Leitern seien schmerzbedingt nicht möglich. Dies schliesse eine Rückkehr in die bisherige Tätigkeit als Dekorateurin beziehungsweise Modeverkäuferin oder eine Tätigkeit im Einzel handel aus. Eine überwiegend sitzende Tätigkeit wäre sinnvoll. Hierfür seien berufliche Massnahmen seitens der Beschwerdegegnerin notwendig (S. 1). 3. 12 Dem im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht von Dr. D.___ vom 31. Mai 2023 ( Urk. 11 = Urk. 14/73 = Urk. 15 ) ist folgende Diagnose zu entnehmen (S. 1): - 30-jährige Beschwerdeführerin mit intermittierenden Schmerzen im linken Unter-/Mittelbauch mit Dysmenorrhoe und Stuhlalteration Erstmanifestation (EM) 2015 bei E i nengung der Pars III des Duodenum (Differentialdiagnose, DD: functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrom) mit/bei: - Status nach diagnostischer Laparoskopie, Exzision Befund Lig amentum ( Lig.) Sacrouterinum rechts, Einlage Hormon- Intrauterinpessare ( IU D; Mirena ) - Status nach GnRH Analoga Therapie mit Zoladex und add back Cyclakur seit August 2022 - Status nach Gastro-/ Colonoskopie Dezember 2022: unauffällig - Status nach MRI Becken August 20 22: keine May Turner Anatomie, kein Hinweis auf « pelvic-congestion » - Status nach diagnostischer Laparoskopie Februar 2022: kein Hinweis auf Endometriose - Status nach Stuhl-Parasitologie Oktober 2021: unauffällig - Status nach Zöliakie Serologie Oktober 2021: unauffällig - Status nach Cervikalbakteriologie Juli 2021: negativ - Status nach Colonoskopie August 2021: unauffällig Die Beschwerdeführerin leide unter chronischen Unterbauchschmerzen und peri menopausalen Schmerzexazerbationen. Der Entscheid zur erneuten laparoskopi schen Exzision allfälliger Endometrioseareale bei endometrioseassoziierten Schmer zen im Dezember 2022 sei aufgrund ausgeschöpfte r konservative r Thera pieoptionen erfolgt und habe initial zu einer postoperativen Schmerzeskalation geführt. Anschliessend sei es langsam zu einer Besserung der Schmerzen gekommen. Tätigkeiten mit längerem Stehen sowie Tragen von schweren Lasten und in knieender oder kauernder Stellung seien nicht geeignet. Die Beschwer deführerin benötige eine überwiegend sitzende Tätigkeit, was hinsichtlich einer Umschulung beziehungsweise beruflicher Massnahmen der Beschwerdegegnerin zu berücksichtig en sei (S. 1 f.). 3.1 3 In dem im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahren s eingereichten Bericht vom 6. Juni 2023 (Urk. 14/76/1-2 = Urk. 16 ) nannten die Ärzte des Universitätsspitals E.___, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie, folgende – hier gekürzt aufgeführte – Diagnosen (S. 1): - unklare Oberbauchschmerzen; Verdacht auf Wilkie -Syndrom - MRI des Abdomen s vom 30. Mai 2023: Einengung der Pars III des Duodenums durch die SMA ohne vorgeschaltete Dilatation des Duodenums, Wilkie - Syndrom möglich - Adipositas Grad I - 30-jährige Beschwerdeführerin mit intermittierenden Schmerzen im linken Mittelbauch mit Stuhlalteration EM 2015 (DD: functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrom) Als Hauptproblem w ürden – neben den bekannten, durch die Endometriose beding ten Beschwerden – eine seit dem letzten Jahr bestehende postrandiale Übelkeit sowie ein Meteorismus angegeben. Das MRI ergebe eine für das Wilkie -Syndrom typische Anatomie. A llerdings zeige sich keine prästenotische Dila tation des Zwölffingerdarms. Eine auswärtig durchgeführte Gastroskopie sei unauffällig gewesen. Die Beschwerden seien unspezifisch und auch der radiolo gische Nachweis einer Einengung des Duodenums durch die SMA sei bei vielen beschwerdefreien Patienten zu beobachten und somit nicht pathognomonisch für ein Wilkie -Syndrom. Zudem würden die typischen klinischen Zeichen einer mechanisch relevanten Stenosierung des Duodenums wie galliges Aufstos sen/Erbrechen, Inappetenz und Gewichtsverlust fehlen. S omit ergebe sich keine Indikation für einen das proximale Duodenum entlastenden chirurgischen Eingriff (S. 2). 4. 4.1 Hinsichtlich der Erwerbsbiographie ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin sowohl die Lehre als Detailhandelsassistentin EBA als auch die Zusatzausbildung als Detailhandelsfachfrau EFZ erfolgreich abgeschlossen und unter anderem auch das Diplom der Visagistenschule «professional make-up artist » erworben hat. Zuletzt war die Beschwerdeführerin bei der Y.___ AG als Store Visual Merchandiser tätig (vgl. Urk. 14/7/4-5; Urk. 14/7/11-13). Aus medizinischer Sicht stehen die unklaren Bauchschmerzen der Beschwerde führerin im Vordergrund. Hinsichtlich der Kniebeschwerden sowie in Bezug auf ein allfälliges psychische s Leiden der Beschwerdeführerin kann ein dauerhaft arbeitsunfähigkeitsrelevanter Gesundheitsschaden anhand der Berichte der behandelnden Ärzte ohne W eiteres verneint werden (vorstehend E. 3.2, E. 3.6, E. 3.10). Der Vollständigkeit halber bleibt auf die vor dergründig en invaliditäts fremde n psychosoziale n Faktoren hinzuweisen (vgl. hierzu BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2). Im Zusammenhang mit den unklaren Bauch schmerzen der Beschwerdeführerin erfolgten sodann unzählige Untersuchungen. Dabei fand sich weder ein pathoanatomisches Korrelat, insbesondere kein Hin weis auf ein pelvic congestion syndrome, noch eine gastrointestinale Ursache für die Schmerzen und die im Februar 2022 erfolgte Laparoskopie konnte auch keine Endometriose bestätigen (vgl. Urk. 14/13/ 2 -7 S. 3 Ziff. 2.4; Urk. 14/25; Urk. 14/27 S. 1; Urk. 14/45 S. 2). Ein Wilkie -Syndrom wurde bei insbesondere fehlenden klinischen Zeichen ebenfalls als nicht erwiesen erachtet (vgl. Urk. 14/76/1-2 S. 2). Anlässlich der zweiten im Dezember 2022 durchgeführten Laparoskopie erfolgte die Exzision eines Befundes am Ligamentum sacrouterinum (vgl. Urk. 14/73 S. 1). Gestützt auf die vorhandenen Befunde erweist sich die Schlussfolgerung von RAD-Arzt Dr. H.___, wonach kein dauerhaft arbeits unfähigkeitsrelevanter Gesundheitsschaden vorlieg e und die Beschwerdeführerin in der bisherigen sowie jeglicher körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern vollständig arbeitsfähig sei (vgl. Urk. 14/51 S. 5), als schlüssig und nachvollziehbar. Darauf kann abgestellt werden. A nzumerken ist, dass die Schmerzen bei Endometriose grundsätzlich nicht dauerhaft vorhanden sind, sondern vor allem assoziiert mit dem Menstruationszyklus (vgl. Pschyrembel, klinisches Wörterbuch, 266. Auflage, Berlin 2014, S. 585). Die Beschwerdeführerin gab ebenfalls an, sie wisse nicht, wann die Schmerzen aufträten (vgl. Urk. 1; Urk. 8). Ein dauerhaft die Arbeitsfähigkeit einschränkender Gesundheitsschaden ist demzufolge nicht ausgewiesen. Damit liegt auch keine Invalidität vor und für eine drohende Invalidität, wobei gemäss Art. 1 novies IVV der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit überwiegend wahrscheinlich ist, bestehen ebenfalls keine Anhaltspunkte. Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Einglie derungsmassnahmen beruflicher Art folglich zu Recht verneint (vorstehend E. 1.2). 4.2 Selbst wenn mit der Einschätzung der behandelnden Ärzte (vorstehend E. 3.11 3.12) davon ausgegangen würde, dass die bisherige n Tätigkeit en als Store Visual Merchandiser respektive Modeverkäuferin dem Zumutbarkeitsprofil nicht entspr ä chen, besteht vorliegend kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Die Beschwerdeführerin hat beschwerdeweise einzig die Gewährung von beruf lichen Eingliederungsmassnahmen beantragt, ohne zu konkretisieren, welche spezifische Massnahme sie verlangt. Als Massnahmen beruflicher Art kommen insbesondere Berufsberatung (Art. 15 IVG), erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG), Umschulung (Art. 17 IVG) und Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) in Frage (vorstehend E. 1.2). Ein Anspruch auf erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG) ist dabei ohne Weiteres zu verneinen, hat die Beschwerdeführerin doch – wie zuvor aufgezeigt (vorstehend E. 4.1) – bereits eine erstmalige berufliche Ausbildung abgeschlossen. Dass die Kenntnisse der Beschwerdeführerin über Neigungen, berufliche Fähig keiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung ange passten Beruf zu wählen (vgl. BGE 114 V 29 E. 1a ; ZAK 1977 S. 191 E. 2; Urteil des Bundesgerichts I 564/04 vom 14. April 2005 E. 4 ), ist sodann nicht erkennbar und wurde auch nicht geltend gemacht. E in Anspruch auf Berufs beratung (Art. 15 IVG) fällt damit ebenfalls ausser Betracht. Ein Umschulungsanspruch (Art. 17 IVG) setzt grundsätzlich eine Mindester werbseinbusse von rund 20 % in der für die versicherte Person ohne zusätzliche Ausbildung offenstehenden, noch zumutbaren Erwerbstätigkeit voraus ( vorste hend E. 1.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2022 vom 9. Dezember 2022 E. 3.2). Dieses umschulung sspezifische Erfordernis ist insbesondere dann nicht gegeben, wenn es – bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage – ein genügend breites Spektrum an Tätigkeiten gibt, die dem medizinischen Anforderungs- und Belastungsprofil der versicherten Person entsprechen, von der Ausbildung und beruflichen Erfahrung her zumutbar sind und im Durchschnitt nicht schlechter entlöhnt werden als die zuletzt ausgeübte. Entscheidend ist, dass ein genügend breites Spektrum von dem beruflichen und medizinischen Anforderungs- und Belas tungsprofil entsprechenden Tätigkeiten besteht, bei denen die Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich eingeschränkt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_511/2015 vom 15. Oktober 2015 E. 3). Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Store Visual Merchandiser bei der Y.___ AG wurde durch die Arbeitgeber in per Ende März 2021 gekündigt und die Beschwerdeführerin übt seither nach Lage der Akten keine Erwerbstätigkeit mehr aus (vgl. Urk. 14/7/4-5; Urk. 14/12 S. 1). Eine gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit ist dagegen erst seit Februar 2022 ausgewiesen (vgl. Urk. 3/3; Urk. 14/6; Urk. 14/13/2-7 S. 2 Ziff. 1.3; Urk. 14/20/4 7 ; Urk. 14/51 S. 2 ). Entsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt des Gesundheitsschadens nicht mehr ausgeübt hätte, so dass sowohl das hypothetische Validen - als auch das Invaliden ein kommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden kann (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/Reichmuth, Bundes gesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, N. 56 f. zu Art. 28a ). Selbst wenn es sich bei einer leidensange passten Tätigkeit – nach Einschätzung der behandelnden Ärzte (vorstehend E. 3.11-3.12) – um eine überwiegend sitzende Tätigkeit handeln müsste, wäre dies in einer Anstellung als Verkäuferin grund sätzlich ebenfalls möglich. Somit sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen und deren genaue Ermittlung erübrigt sich. Der Invaliditätsgrad entspricht dabei dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_368/2019 vom 8. Oktober 2019 in E. 4.2 und 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 ). Da e in Abzug vom Tabellenlohn vorliegend nicht gerechtfertigt ist, besteht bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auch keine Mindesterwerbs einbusse und damit ke in Anspruch auf Umschulung. Die Arbeitsvermittlung setzt gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG als Anspruchs voraus setzung schliesslich eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG voraus. Dies bezieht sich auch auf den zweiten Satz dieser Bestimmung, weshalb bei voller Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_184/2022 vom 6. Februar 2023 E. 3.2). Überdies ist auch nicht erkennbar, inwiefern die Beschwerdeführerin aus gesundheitsbedingten Gründen in der Suche nach einer geeigneten, auf das Anforderungsprofil zugeschnittenen Arbeitsstelle einge schränkt ist. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin bei Beachtung des Belastungsprofils auch in der bisherigen Verkäufertätigkeit noch vollschichtig arbeitsfähig ist. Ausserdem hat sie – wie bereits erwähnt (vorstehend E. 4.1) – auch das Diplom der Visagistenschule erworben und es steht ihr damit offen, in diesem zumutbaren Arbeitsumfeld von sich aus eine Erwerbstätigkeit zu suchen. Damit besteht zuletzt auch kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung. 4. 3 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwer deführerin auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art demnach zu Recht verneint. Der geltend gemachte Umstand, wonach sie bereits ausgesteuert sei (vgl. Urk. 1; Urk. 8), ändert daran nichts. Die angefochtene Verfügung erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensMeierhans

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00288 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Meierhans Urteil vom 22. August 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1992, gelernte Detailhandelsassistentin EBA und Detailhandel sfachfrau EFZ (Urk. 14/7/12 -13 ), arbeitete zuletzt vom 1. Januar 2017 bis 31. März 2021 bei der Y.___ AG in verschiedenen Funk tionen, zuletzt als Store Visual Merchandiser (Urk. 14/7/4-5). Im Februar 2021 meldete sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Opfi kon-Glattbrugg zur Arbeitsvermittlung ab dem 1. April 2021 an (vgl. Urk. 14/7/1 ). A ufgrund von anhaltenden Schmerzen am Unterbauch und auf der rechten Seite meldete sie sich sodann am 11. März 2022 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 14/ 8 S. 6 Ziff. 6.1 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte daraufhin die medizinische sowie erwerbliche Situation ab. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 14/53-54) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. April 2023 (Urk. 14/61 = Urk. 2) einen Leistungs anspruch der Versicherten. 2. Die Versicherte erhob am 14. April 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 6. April 2023 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuheben und es seien ihr berufliche Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen (Urk. 1; Urk. 8). Die direkt bei ihr erhobene Beschwerde überwies die IV-Stelle am 25. Mai 2023 dem hiesigen Gericht (Urk. 4). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2023 (Urk. 13) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 17. Juli 2023 (Urk. 17) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Leistungs anspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar. 1.2 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus ü bung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen: a. das Alter; b. der Entwicklungsstand; c. die Fähigkeiten der versicherten Person; und d. die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens (Abs. 1 bis ). Bei Abbruch einer Eingliederungsmassnahme wird nach Massgabe der Absätze 1 und 1 bis eine wiederholte Zusprache derselben oder einer anderen Einglieder ungsmassnahme geprüft (Abs. 1 ter ). Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Artikel 16 Abs. 3 lit. b IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nah men (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d). 1. 3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten od er verbessert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisher igen Beruf gleichgestellt (Abs. 2). Al s Umschu lung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Inva lidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen. Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumut baren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsein busse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt ( BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b, je mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_266/2021 vom 13. Juli 2021 E. 4.2.3 mit Hinweisen ). 1.4 Arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben Anspruch auf Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes oder im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (Art. 18 Abs. 1 IVG). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (Abs. 2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bedarf der Anspruch auf Arbeits vermittlung weder der Invalidität noch eines Mindestinvaliditätsgrades. Zur Begrün dung des Anspruchs ist jedoch eine spezifische Einschränkung gesund heitlicher Art notwendig, wenn die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit betroffen ist, als der versicherten Person nur leichte Tätigkeiten voll zumutbar sind. Die leistungsspezifische Invalidität des Anspruchs liegt vor, wenn die Behinderung Probleme bei der Stellensuche verursacht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn wegen Stummheit oder mangelnder Mobilität kein Bewerbungsgespräch möglich ist oder dem potenziellen Arbeitgeber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen der versicherten Person erläutert werden müssen (zum Beispiel welche Tätigkeiten trotz Sehbehinderung erledigt werden können), damit sie überhaupt eine Chance hat, den gewünschten Arbeitsplatz zu erhalten (Urteile des Bundesgerichts 9C_329/2020 vom 6. August 2020 E. 3.2.3 und 8C_641/2015 vom 12. Januar 2016 E. 2, je mit Hinweisen ). Zur Arbeitsvermittlung ist im Weiteren berechtigt, wer aus invaliditätsbedingten Gründen spezielle Anforderungen an den Arbeitsplatz (beispielsweise Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (beispielsweise Toleranz gegenüber invaliditätsbedingt notwendigen Ruhepausen) stellen muss und demzufolge aus invaliditätsbeding ten Gründen für das Finden einer Stelle auf das Fachwissen und entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden angewiesen ist. Bei der Frage nach der Anspruchsberechtigung nicht zu berücksichtigen sind demgegenüber invalidi täts fremde Probleme bei der Stellensuche wie beispielsweise Sprachschwierig keiten (im Sinne fehlender Kenntnisse der Landessprache, anders wiederum bei medizinisch diagnostizierten, somit gesundheitsbedingten Sprachstörungen; Urteil des Bundesgerichts 9C_467/2022 vom 3. Februar 2023 E. 3.2.2 mit Hin weis). Es genügt ferner nicht, dass der versicherten Person die Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_184/2022 vom 6. Februar 2023 E. 2.3 mit Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Leistungsanspruch der Beschwerde führerin mit der Begründung, diese sei in einer angepassten körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern vollständig arbeitsfähig. Die Erwerbstätigkeit als Modeverkäuferin entspreche einer solchen Tätigkeit. Selbst wenn die Tätigkeit en als Dekorateurin oder Modeverkäuferin diesem Belastungsprofil nicht entspr ä che n, liege bei der Stellensuche keine Ein schränkung vor. Es seien somit keine beruflichen Massnahmen angezeigt. M it Unterstützung des RAV sei es der Beschwerdeführerin möglich, eine neue Tätig keit zu finden und ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Damit bestehe weder Anspruch auf berufliche Massnahmen noch auf eine Invalidenrente (vgl. Urk. 2 S. 1 f.). 2.2 Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihr behandelnder Arzt habe ausführlich beschrieben, weshalb sie in ihre r bisherigen Tätigkeit beziehungsweise als Modeverkäuferin nicht mehr arbeits fähig sei. Da sie ausgesteuert sei, habe sie keinen Anspruch mehr auf Taggelder und sich bereits beim Sozialamt anmelden müssen. Sie möchte arbeiten, benötige jedoch Unterstützung bei der Reintegration in die Arbeitswelt. Sie wisse nicht, wann die Schmerzen aufträten. In einer solchen Situation sei es schwierig eine Arbeit sstelle zu finden, ohne in der Probezeit gleich gekündigt zu werden (vgl. Urk. 1; Urk. 8). 2.3 Strittig und zu prüfen ist einzig der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art. 3. 3.1 In den Akten finden sich die folgenden, wesentlichen medizinischen Berichte: 3. 2 Dr. med. Z.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erwähnte mit Bericht vom 2. Februar 2021 (Urk. 14/33) folgende Diagnose (S. 1): - p ersistierende Kniebeschwerden links nach relevantem Trauma vom 17. Juli 2020 mit vor allem Probleme n am Streckapparat, diskoider Meniskus lateral mit möglicher Läsion am Hinterhornansatz, Grad II-Läsion des Innenmeniskus mit auch muskulärer Dysbalance, verkürzte Hamstring Er empfehle eine konservative Therapie. Aktuell bestehe keine Notwendigkeit für eine Arthroskopie. Die Arbeitsfähigkeit sei erhalten (S. 2). 3. 3 Am 14. Februar 2022 erfolgte im Spital A.___ bei Verdacht auf Endometriose eine Laparoskopie. Diese ergab kein en Anhalt für eine Endometriose und die Exploration des übrigen Abdomens ergab ebenfalls regelrechte Befunde. Einziger auffälliger Befund sei eine relativ derb und etwas klobig erscheinende Cervix uteri. Die Beschwerdeführerin konnte am ersten Tag postoperativ in gutem Allgemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen werden. Als Diagnose wird ein kauterartefiziell verändertes fibrosiertes Weich - gewebe ohne Endometrioseherde genannt. Es fänden sich keine Anhaltspunkte für Malignität (vgl. Urk. 14/27 S. 1 ; Urk. 14/31/3-4 S. 1 f. ). 3. 4 Die am 8. März 2022 im Spital A.___ erfolgte Magnetresonanztomographie (MRI) des Beckens ergab keine sicheren Stigmata eines pelvic congestion syn drom e s. Insgesamt fand sich kein pathoanatomisches Korrelat zu r klinischen Symptomatik (Urk. 14/25). 3. 5 Dr. med. B.___, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Spital A.___, nannte mit Bericht vom 10. April 2022 (Urk. 14/13/ 2 -7) folgende Diag nose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 Ziff. 2.5): - Schmerzexazerbation unklarer Ätiologie, Adenom yose nicht ausgeschlos sen Die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Februar 2022 vollständig arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 1.3). Es bestehe bisher keine Ätiologie für die Schmerzen. Die Lapa roskopie habe keine Endometriose bestätig t (S. 3 Ziff. 2.4). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei unsicher (S. 3 Ziff. 2.7). Sie könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 6 Mit Bericht vom 12. August 2022 (Urk. 14/23/1-8) informierten die Ärzte der Integrierten Psychiatrie C.___ darüber, dass sie die Beschwerdeführerin seit dem 9. März 2022 behandeln würden (S. 1 Ziff. 1.1), und stellten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 Ziff. 2.5): - Anpassungsstörung, depressive Entwicklung im Zusammenhang mit Unterleibsbeschwerden und Arbeitsplatzverlust im Frühling 2021 (ICD-10 F43.2) - Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) Im Vordergrund stünden die somatischen Symptome und Schmerzen im Zusam menhang mit den gynäkologischen Beschwerden. Auch der Alltag sei dadurch stark beeinflusst. So habe sich die Beschwerdeführerin aufgrund der Schmerzen sowie der Angst vor erneuten Schmerzen sozial stark zurückgezogen und ihren Alltag nach de n somatischen Beschwerden ausgerichtet. Im Verlauf habe sich unabhängig von den somatischen Beschwerden eine Angstproblematik mit wiederkehrenden Panikattacken gezeigt. Im Rahmen der Therapie habe die Beschwerdeführerin ihr Vermeideverhalten erfolgreich reduzieren und den Um g ang mit den Angst- und Panikattacken verbessern können. Aufgrund der Gesamtsituation mit vorhanden er Schmerzproblematik, vielen Untersuchungen und der diesbezüglich unklaren Zukunftsperspektive, Sorgen um Finanzen und die weitere berufliche Zukunft zeige sich die Beschwerdeführerin allerdings anhaltend belastet mit depressiven Verstimmungen, Gedankenkreisen und Ängsten (S. 2 f. Ziff. 2.2). Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Prognose günstig. Die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit (mindestens 80 %) werde erwartet. Dies sei abhängig vom weiteren Verlauf der somatischen Beschwerden (S. 4 Ziff. 2.7). D ie Frage, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei, beantworteten die Ärzte dahingehend, dass aus rein psychiatrischer Sicht keine Einschränkungen vorlägen. A llerdings werde ein stufenweiser Wiedereinstieg empfohlen, um die Belastungsgrenze auszutesten (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 7 Dem Bericht von Dr. med. D.___, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsspital E.___, vom 9. September 2022 (Urk. 14/39/1-6) ist als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine «indirekte Diagnose Endometriose» zu entnehmen (S. 3 Ziff. 2.5). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er Folgendes: « functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrome » (S. 3 Ziff. 2.6). Er habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 2 Ziff. 1.3). Er könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 8 Dr. med. univ. F.___, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsspital E.___, erwähnte mit Bericht vom 12. Oktober 2022 (Urk. 14/40/3-10) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit unklare Bauchschmerzen sowie Dys menorrhoe bei Verdacht auf Endometriose (S. 3 Ziff. 2.5). Es sei keine Arbeitsunfähigkeit a ttestiert worden (S. 2 Ziff. 1.3). Aktuell erfolge eine monat liche Medikamentenverabreichung (S. 2 Ziff. 1.2). Die Prognose zur Arbeits fähigkeit sei schwierig abschätzbar. Sofern es unter der hormonellen Suppression zu einer Beschwerdeverbesserung komme, sei eventuell eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten (S. 3 Ziff. 2.7). Er könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 9 Mit Schreiben vom 9./12. Dezember 2022 (Urk. 14/45) erklärte Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Gastroenterologie, dass nach erfolgter Gastroskopie und Ileo -Koloskopie eine gastrointestinale Ursache der invalidisierenden Bauchbeschwerden weitgehend ausgeschlossen werden könne (S. 2). 3. 10 Mit Stellungnahme vom 13. Januar 2022 (richtig: 2023) erkannte Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, regionaler ärztlicher Dienst (RAD), dass rein körperlich kein dauerhaft arbeitsunfähigkeits relevanter Gesundheitsschaden vorliege. Die letzte Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit sei offenbar aufgrund unklare r Bauch schmer zen im kurativmedizinischen Kontext erfolgt. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit als Modeverkäuferin erscheine als angepasst (Urk. 14/51 S. 5). 3. 11 Dr. med. I.___, Facharzt für Anästhesiologie, Spital A.___, nannte mit Bericht vom 28. Februar 2023 ( Urk. 3/1 = Urk. 9/1 = Urk. 14/57) folgende Diagnose (S. 1): - chronische Unterleibsschmerzen bei Adenomyose und Endometriose mit/bei: - diagnostische r Laparoskopie, Februar 2022 ( Spital A.___ ) - Laparoskopie mit Entfernung multipler Endometrioseherde und Mirena -Einlage, Dezember 2022 ( Universitätsspital E.___ ) - Dyspareunie, Dysmenorrhoe, Dyschezie, krampfartigen anfalls mässigen Bauchschmerzen im Sitzen verstärkt Aktuell stehe die psychosoziale Situation im Vordergrund. Die Beschwerde führerin sei ausgesteuert und möchte wieder in das Berufsleben einsteigen. Es treffe nicht zu, dass sie in ihrer angestammten Tätigkeit als Modeverkäuferin problemlos arbeiten könne. Sie könne nicht länger stehen und gehen sowie keine Lasten tragen. Sie müsse immer wieder absitzen können. Auc h Arbeiten in kniender oder kauernder Stellung oder Steigen auf Leitern seien schmerzbedingt nicht möglich. Dies schliesse eine Rückkehr in die bisherige Tätigkeit als Dekorateurin beziehungsweise Modeverkäuferin oder eine Tätigkeit im Einzel handel aus. Eine überwiegend sitzende Tätigkeit wäre sinnvoll. Hierfür seien berufliche Massnahmen seitens der Beschwerdegegnerin notwendig (S. 1). 3. 12 Dem im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht von Dr. D.___ vom 31. Mai 2023 ( Urk. 11 = Urk. 14/73 = Urk. 15 ) ist folgende Diagnose zu entnehmen (S. 1): - 30-jährige Beschwerdeführerin mit intermittierenden Schmerzen im linken Unter-/Mittelbauch mit Dysmenorrhoe und Stuhlalteration Erstmanifestation (EM) 2015 bei E i nengung der Pars III des Duodenum (Differentialdiagnose, DD: functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrom) mit/bei: - Status nach diagnostischer Laparoskopie, Exzision Befund Lig amentum ( Lig.) Sacrouterinum rechts, Einlage Hormon- Intrauterinpessare ( IU D; Mirena ) - Status nach GnRH Analoga Therapie mit Zoladex und add back Cyclakur seit August 2022 - Status nach Gastro-/ Colonoskopie Dezember 2022: unauffällig - Status nach MRI Becken August 20 22: keine May Turner Anatomie, kein Hinweis auf « pelvic-congestion » - Status nach diagnostischer Laparoskopie Februar 2022: kein Hinweis auf Endometriose - Status nach Stuhl-Parasitologie Oktober 2021: unauffällig - Status nach Zöliakie Serologie Oktober 2021: unauffällig - Status nach Cervikalbakteriologie Juli 2021: negativ - Status nach Colonoskopie August 2021: unauffällig Die Beschwerdeführerin leide unter chronischen Unterbauchschmerzen und peri menopausalen Schmerzexazerbationen. Der Entscheid zur erneuten laparoskopi schen Exzision allfälliger Endometrioseareale bei endometrioseassoziierten Schmer zen im Dezember 2022 sei aufgrund ausgeschöpfte r konservative r Thera pieoptionen erfolgt und habe initial zu einer postoperativen Schmerzeskalation geführt. Anschliessend sei es langsam zu einer Besserung der Schmerzen gekommen. Tätigkeiten mit längerem Stehen sowie Tragen von schweren Lasten und in knieender oder kauernder Stellung seien nicht geeignet. Die Beschwer deführerin benötige eine überwiegend sitzende Tätigkeit, was hinsichtlich einer Umschulung beziehungsweise beruflicher Massnahmen der Beschwerdegegnerin zu berücksichtig en sei (S. 1 f.). 3.1 3 In dem im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahren s eingereichten Bericht vom 6. Juni 2023 (Urk. 14/76/1-2 = Urk. 16 ) nannten die Ärzte des Universitätsspitals E.___, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie, folgende – hier gekürzt aufgeführte – Diagnosen (S. 1): - unklare Oberbauchschmerzen; Verdacht auf Wilkie -Syndrom - MRI des Abdomen s vom 30. Mai 2023: Einengung der Pars III des Duodenums durch die SMA ohne vorgeschaltete Dilatation des Duodenums, Wilkie - Syndrom möglich - Adipositas Grad I - 30-jährige Beschwerdeführerin mit intermittierenden Schmerzen im linken Mittelbauch mit Stuhlalteration EM 2015 (DD: functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrom) Als Hauptproblem w ürden – neben den bekannten, durch die Endometriose beding ten Beschwerden – eine seit dem letzten Jahr bestehende postrandiale Übelkeit sowie ein Meteorismus angegeben. Das MRI ergebe eine für das Wilkie -Syndrom typische Anatomie. A llerdings zeige sich keine prästenotische Dila tation des Zwölffingerdarms. Eine auswärtig durchgeführte Gastroskopie sei unauffällig gewesen. Die Beschwerden seien unspezifisch und auch der radiolo gische Nachweis einer Einengung des Duodenums durch die SMA sei bei vielen beschwerdefreien Patienten zu beobachten und somit nicht pathognomonisch für ein Wilkie -Syndrom. Zudem würden die typischen klinischen Zeichen einer mechanisch relevanten Stenosierung des Duodenums wie galliges Aufstos sen/Erbrechen, Inappetenz und Gewichtsverlust fehlen. S omit ergebe sich keine Indikation für einen das proximale Duodenum entlastenden chirurgischen Eingriff (S. 2). 4. 4.1 Hinsichtlich der Erwerbsbiographie ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin sowohl die Lehre als Detailhandelsassistentin EBA als auch die Zusatzausbildung als Detailhandelsfachfrau EFZ erfolgreich abgeschlossen und unter anderem auch das Diplom der Visagistenschule «professional make-up artist » erworben hat. Zuletzt war die Beschwerdeführerin bei der Y.___ AG als Store Visual Merchandiser tätig (vgl. Urk. 14/7/4-5; Urk. 14/7/11-13). Aus medizinischer Sicht stehen die unklaren Bauchschmerzen der Beschwerde führerin im Vordergrund. Hinsichtlich der Kniebeschwerden sowie in Bezug auf ein allfälliges psychische s Leiden der Beschwerdeführerin kann ein dauerhaft arbeitsunfähigkeitsrelevanter Gesundheitsschaden anhand der Berichte der behandelnden Ärzte ohne W eiteres verneint werden (vorstehend E. 3.2, E. 3.6, E. 3.10). Der Vollständigkeit halber bleibt auf die vor dergründig en invaliditäts fremde n psychosoziale n Faktoren hinzuweisen (vgl. hierzu BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2). Im Zusammenhang mit den unklaren Bauch schmerzen der Beschwerdeführerin erfolgten sodann unzählige Untersuchungen. Dabei fand sich weder ein pathoanatomisches Korrelat, insbesondere kein Hin weis auf ein pelvic congestion syndrome, noch eine gastrointestinale Ursache für die Schmerzen und die im Februar 2022 erfolgte Laparoskopie konnte auch keine Endometriose bestätigen (vgl. Urk. 14/13/ 2 -7 S. 3 Ziff. 2.4; Urk. 14/25; Urk. 14/27 S. 1; Urk. 14/45 S. 2). Ein Wilkie -Syndrom wurde bei insbesondere fehlenden klinischen Zeichen ebenfalls als nicht erwiesen erachtet (vgl. Urk. 14/76/1-2 S. 2). Anlässlich der zweiten im Dezember 2022 durchgeführten Laparoskopie erfolgte die Exzision eines Befundes am Ligamentum sacrouterinum (vgl. Urk. 14/73 S. 1). Gestützt auf die vorhandenen Befunde erweist sich die Schlussfolgerung von RAD-Arzt Dr. H.___, wonach kein dauerhaft arbeits unfähigkeitsrelevanter Gesundheitsschaden vorlieg e und die Beschwerdeführerin in der bisherigen sowie jeglicher körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern vollständig arbeitsfähig sei (vgl. Urk. 14/51 S. 5), als schlüssig und nachvollziehbar. Darauf kann abgestellt werden. A nzumerken ist, dass die Schmerzen bei Endometriose grundsätzlich nicht dauerhaft vorhanden sind, sondern vor allem assoziiert mit dem Menstruationszyklus (vgl. Pschyrembel, klinisches Wörterbuch, 266. Auflage, Berlin 2014, S. 585). Die Beschwerdeführerin gab ebenfalls an, sie wisse nicht, wann die Schmerzen aufträten (vgl. Urk. 1; Urk. 8). Ein dauerhaft die Arbeitsfähigkeit einschränkender Gesundheitsschaden ist demzufolge nicht ausgewiesen. Damit liegt auch keine Invalidität vor und für eine drohende Invalidität, wobei gemäss Art. 1 novies IVV der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit überwiegend wahrscheinlich ist, bestehen ebenfalls keine Anhaltspunkte. Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Einglie derungsmassnahmen beruflicher Art folglich zu Recht verneint (vorstehend E. 1.2). 4.2 Selbst wenn mit der Einschätzung der behandelnden Ärzte (vorstehend E. 3.11 3.12) davon ausgegangen würde, dass die bisherige n Tätigkeit en als Store Visual Merchandiser respektive Modeverkäuferin dem Zumutbarkeitsprofil nicht entspr ä chen, besteht vorliegend kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Die Beschwerdeführerin hat beschwerdeweise einzig die Gewährung von beruf lichen Eingliederungsmassnahmen beantragt, ohne zu konkretisieren, welche spezifische Massnahme sie verlangt. Als Massnahmen beruflicher Art kommen insbesondere Berufsberatung (Art. 15 IVG), erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG), Umschulung (Art. 17 IVG) und Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) in Frage (vorstehend E. 1.2). Ein Anspruch auf erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG) ist dabei ohne Weiteres zu verneinen, hat die Beschwerdeführerin doch – wie zuvor aufgezeigt (vorstehend E. 4.1) – bereits eine erstmalige berufliche Ausbildung abgeschlossen. Dass die Kenntnisse der Beschwerdeführerin über Neigungen, berufliche Fähig keiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung ange passten Beruf zu wählen (vgl. BGE 114 V 29 E. 1a ; ZAK 1977 S. 191 E. 2; Urteil des Bundesgerichts I 564/04 vom 14. April 2005 E. 4 ), ist sodann nicht erkennbar und wurde auch nicht geltend gemacht. E in Anspruch auf Berufs beratung (Art. 15 IVG) fällt damit ebenfalls ausser Betracht. Ein Umschulungsanspruch (Art. 17 IVG) setzt grundsätzlich eine Mindester werbseinbusse von rund 20 % in der für die versicherte Person ohne zusätzliche Ausbildung offenstehenden, noch zumutbaren Erwerbstätigkeit voraus ( vorste hend E. 1.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2022 vom 9. Dezember 2022 E. 3.2). Dieses umschulung sspezifische Erfordernis ist insbesondere dann nicht gegeben, wenn es – bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage – ein genügend breites Spektrum an Tätigkeiten gibt, die dem medizinischen Anforderungs- und Belastungsprofil der versicherten Person entsprechen, von der Ausbildung und beruflichen Erfahrung her zumutbar sind und im Durchschnitt nicht schlechter entlöhnt werden als die zuletzt ausgeübte. Entscheidend ist, dass ein genügend breites Spektrum von dem beruflichen und medizinischen Anforderungs- und Belas tungsprofil entsprechenden Tätigkeiten besteht, bei denen die Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich eingeschränkt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_511/2015 vom 15. Oktober 2015 E. 3). Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Store Visual Merchandiser bei der Y.___ AG wurde durch die Arbeitgeber in per Ende März 2021 gekündigt und die Beschwerdeführerin übt seither nach Lage der Akten keine Erwerbstätigkeit mehr aus (vgl. Urk. 14/7/4-5; Urk. 14/12 S. 1). Eine gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit ist dagegen erst seit Februar 2022 ausgewiesen (vgl. Urk. 3/3; Urk. 14/6; Urk. 14/13/2-7 S. 2 Ziff. 1.3; Urk. 14/20/4 7 ; Urk. 14/51 S. 2 ). Entsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt des Gesundheitsschadens nicht mehr ausgeübt hätte, so dass sowohl das hypothetische Validen - als auch das Invaliden ein kommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden kann (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/Reichmuth, Bundes gesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, N. 56 f. zu Art. 28a ). Selbst wenn es sich bei einer leidensange passten Tätigkeit – nach Einschätzung der behandelnden Ärzte (vorstehend E. 3.11-3.12) – um eine überwiegend sitzende Tätigkeit handeln müsste, wäre dies in einer Anstellung als Verkäuferin grund sätzlich ebenfalls möglich. Somit sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen und deren genaue Ermittlung erübrigt sich. Der Invaliditätsgrad entspricht dabei dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_368/2019 vom 8. Oktober 2019 in E. 4.2 und 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 ). Da e in Abzug vom Tabellenlohn vorliegend nicht gerechtfertigt ist, besteht bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auch keine Mindesterwerbs einbusse und damit ke in Anspruch auf Umschulung. Die Arbeitsvermittlung setzt gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG als Anspruchs voraus setzung schliesslich eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG voraus. Dies bezieht sich auch auf den zweiten Satz dieser Bestimmung, weshalb bei voller Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_184/2022 vom 6. Februar 2023 E. 3.2). Überdies ist auch nicht erkennbar, inwiefern die Beschwerdeführerin aus gesundheitsbedingten Gründen in der Suche nach einer geeigneten, auf das Anforderungsprofil zugeschnittenen Arbeitsstelle einge schränkt ist. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin bei Beachtung des Belastungsprofils auch in der bisherigen Verkäufertätigkeit noch vollschichtig arbeitsfähig ist. Ausserdem hat sie – wie bereits erwähnt (vorstehend E. 4.1) – auch das Diplom der Visagistenschule erworben und es steht ihr damit offen, in diesem zumutbaren Arbeitsumfeld von sich aus eine Erwerbstätigkeit zu suchen. Damit besteht zuletzt auch kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung. 4. 3 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwer deführerin auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art demnach zu Recht verneint. Der geltend gemachte Umstand, wonach sie bereits ausgesteuert sei (vgl. Urk. 1; Urk. 8), ändert daran nichts. Die angefochtene Verfügung erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensMeierhans

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2023.00288 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Meierhans Urteil vom 22. August 2023

IV.2023.00288

IV.2023.00288

IV.2023.00288 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Meierhans

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Meierhans

Urteil vom 22. August 2023

Urteil vom 22. August 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1992, gelernte Detailhandelsassistentin EBA und Detailhandel sfachfrau EFZ (Urk. 14/7/12 -13 ), arbeitete zuletzt vom 1. Januar 2017 bis 31. März 2021 bei der Y.___ AG in verschiedenen Funk tionen, zuletzt als Store Visual Merchandiser (Urk. 14/7/4-5). Im Februar 2021 meldete sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Opfi kon-Glattbrugg zur Arbeitsvermittlung ab dem 1. April 2021 an (vgl. Urk. 14/7/1 ). A ufgrund von anhaltenden Schmerzen am Unterbauch und auf der rechten Seite meldete sie sich sodann am 11. März 2022 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 14/ 8 S. 6 Ziff. 6.1 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte daraufhin die medizinische sowie erwerbliche Situation ab.

1. X.___, geboren 1992, gelernte Detailhandelsassistentin EBA und Detailhandel sfachfrau EFZ (Urk. 14/7/12 -13 ), arbeitete zuletzt vom 1. Januar 2017 bis 31. März 2021 bei der Y.___ AG in verschiedenen Funk tionen, zuletzt als Store Visual Merchandiser (Urk. 14/7/4-5). Im Februar 2021 meldete sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Opfi kon-Glattbrugg zur Arbeitsvermittlung ab dem 1. April 2021 an (vgl. Urk. 14/7/1 ). A ufgrund von anhaltenden Schmerzen am Unterbauch und auf der rechten Seite meldete sie sich sodann am 11. März 2022 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 14/ 8 S. 6 Ziff. 6.1 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte daraufhin die medizinische sowie erwerbliche Situation ab. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 14/53-54) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. April 2023 (Urk. 14/61 = Urk. 2) einen Leistungs anspruch der Versicherten.

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 14/53-54) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. April 2023 (Urk. 14/61 = Urk. 2) einen Leistungs anspruch der Versicherten. 2. Die Versicherte erhob am 14. April 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 6. April 2023 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuheben und es seien ihr berufliche Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen (Urk. 1; Urk. 8). Die direkt bei ihr erhobene Beschwerde überwies die IV-Stelle am 25. Mai 2023 dem hiesigen Gericht (Urk. 4).

2. Die Versicherte erhob am 14. April 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 6. April 2023 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuheben und es seien ihr berufliche Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen (Urk. 1; Urk. 8). Die direkt bei ihr erhobene Beschwerde überwies die IV-Stelle am 25. Mai 2023 dem hiesigen Gericht (Urk. 4). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2023 (Urk. 13) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 17. Juli 2023 (Urk. 17) zur Kenntnis gebracht wurde.

Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2023 (Urk. 13) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 17. Juli 2023 (Urk. 17) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Leistungs anspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar.

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Leistungs anspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar. 1.2 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:

1.2 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und

a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus ü bung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen:

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus ü bung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen: a. das Alter;

a. das Alter; b. der Entwicklungsstand;

b. der Entwicklungsstand; c. die Fähigkeiten der versicherten Person; und

c. die Fähigkeiten der versicherten Person; und d. die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens (Abs. 1 bis ). d. die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens (Abs. 1 bis ). Bei Abbruch einer Eingliederungsmassnahme wird nach Massgabe der Absätze 1 und 1 bis eine wiederholte Zusprache derselben oder einer anderen Einglieder ungsmassnahme geprüft (Abs. 1 ter ). Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Artikel 16 Abs. 3 lit. b IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ).

Bei Abbruch einer Eingliederungsmassnahme wird nach Massgabe der Absätze 1 und 1 bis eine wiederholte Zusprache derselben oder einer anderen Einglieder ungsmassnahme geprüft (Abs. 1 ter ). Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Artikel 16 Abs. 3 lit. b IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nah men (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).

Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nah men (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d). 1. 3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten od er verbessert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisher igen Beruf gleichgestellt (Abs. 2). Al s Umschu lung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Inva lidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.

1. 3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten od er verbessert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisher igen Beruf gleichgestellt (Abs. 2). Al s Umschu lung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Inva lidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen. Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumut baren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsein busse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt ( BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b, je mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_266/2021 vom 13. Juli 2021 E. 4.2.3 mit Hinweisen ).

Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumut baren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsein busse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt ( BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b, je mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_266/2021 vom 13. Juli 2021 E. 4.2.3 mit Hinweisen ). 1.4 Arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben Anspruch auf Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes oder im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (Art. 18 Abs. 1 IVG). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (Abs. 2).

1.4 Arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben Anspruch auf Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes oder im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (Art. 18 Abs. 1 IVG). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (Abs. 2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bedarf der Anspruch auf Arbeits vermittlung weder der Invalidität noch eines Mindestinvaliditätsgrades. Zur Begrün dung des Anspruchs ist jedoch eine spezifische Einschränkung gesund heitlicher Art notwendig, wenn die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit betroffen ist, als der versicherten Person nur leichte Tätigkeiten voll zumutbar sind. Die leistungsspezifische Invalidität des Anspruchs liegt vor, wenn die Behinderung Probleme bei der Stellensuche verursacht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn wegen Stummheit oder mangelnder Mobilität kein Bewerbungsgespräch möglich ist oder dem potenziellen Arbeitgeber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen der versicherten Person erläutert werden müssen (zum Beispiel welche Tätigkeiten trotz Sehbehinderung erledigt werden können), damit sie überhaupt eine Chance hat, den gewünschten Arbeitsplatz zu erhalten (Urteile des Bundesgerichts 9C_329/2020 vom 6. August 2020 E. 3.2.3 und 8C_641/2015 vom 12. Januar 2016 E. 2, je mit Hinweisen ).

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bedarf der Anspruch auf Arbeits vermittlung weder der Invalidität noch eines Mindestinvaliditätsgrades. Zur Begrün dung des Anspruchs ist jedoch eine spezifische Einschränkung gesund heitlicher Art notwendig, wenn die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit betroffen ist, als der versicherten Person nur leichte Tätigkeiten voll zumutbar sind. Die leistungsspezifische Invalidität des Anspruchs liegt vor, wenn die Behinderung Probleme bei der Stellensuche verursacht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn wegen Stummheit oder mangelnder Mobilität kein Bewerbungsgespräch möglich ist oder dem potenziellen Arbeitgeber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen der versicherten Person erläutert werden müssen (zum Beispiel welche Tätigkeiten trotz Sehbehinderung erledigt werden können), damit sie überhaupt eine Chance hat, den gewünschten Arbeitsplatz zu erhalten (Urteile des Bundesgerichts 9C_329/2020 vom 6. August 2020 E. 3.2.3 und 8C_641/2015 vom 12. Januar 2016 E. 2, je mit Hinweisen ). Zur Arbeitsvermittlung ist im Weiteren berechtigt, wer aus invaliditätsbedingten Gründen spezielle Anforderungen an den Arbeitsplatz (beispielsweise Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (beispielsweise Toleranz gegenüber invaliditätsbedingt notwendigen Ruhepausen) stellen muss und demzufolge aus invaliditätsbeding ten Gründen für das Finden einer Stelle auf das Fachwissen und entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden angewiesen ist. Bei der Frage nach der Anspruchsberechtigung nicht zu berücksichtigen sind demgegenüber invalidi täts fremde Probleme bei der Stellensuche wie beispielsweise Sprachschwierig keiten (im Sinne fehlender Kenntnisse der Landessprache, anders wiederum bei medizinisch diagnostizierten, somit gesundheitsbedingten Sprachstörungen; Urteil des Bundesgerichts 9C_467/2022 vom 3. Februar 2023 E. 3.2.2 mit Hin weis). Es genügt ferner nicht, dass der versicherten Person die Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_184/2022 vom 6. Februar 2023 E. 2.3 mit Hinweisen).

Zur Arbeitsvermittlung ist im Weiteren berechtigt, wer aus invaliditätsbedingten Gründen spezielle Anforderungen an den Arbeitsplatz (beispielsweise Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (beispielsweise Toleranz gegenüber invaliditätsbedingt notwendigen Ruhepausen) stellen muss und demzufolge aus invaliditätsbeding ten Gründen für das Finden einer Stelle auf das Fachwissen und entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden angewiesen ist. Bei der Frage nach der Anspruchsberechtigung nicht zu berücksichtigen sind demgegenüber invalidi täts fremde Probleme bei der Stellensuche wie beispielsweise Sprachschwierig keiten (im Sinne fehlender Kenntnisse der Landessprache, anders wiederum bei medizinisch diagnostizierten, somit gesundheitsbedingten Sprachstörungen; Urteil des Bundesgerichts 9C_467/2022 vom 3. Februar 2023 E. 3.2.2 mit Hin weis). Es genügt ferner nicht, dass der versicherten Person die Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_184/2022 vom 6. Februar 2023 E. 2.3 mit Hinweisen). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Leistungsanspruch der Beschwerde führerin mit der Begründung, diese sei in einer angepassten körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern vollständig arbeitsfähig. Die Erwerbstätigkeit als Modeverkäuferin entspreche einer solchen Tätigkeit. Selbst wenn die Tätigkeit en als Dekorateurin oder Modeverkäuferin diesem Belastungsprofil nicht entspr ä che n, liege bei der Stellensuche keine Ein schränkung vor. Es seien somit keine beruflichen Massnahmen angezeigt. M it Unterstützung des RAV sei es der Beschwerdeführerin möglich, eine neue Tätig keit zu finden und ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Damit bestehe weder Anspruch auf berufliche Massnahmen noch auf eine Invalidenrente (vgl. Urk. 2 S. 1 f.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Leistungsanspruch der Beschwerde führerin mit der Begründung, diese sei in einer angepassten körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern vollständig arbeitsfähig. Die Erwerbstätigkeit als Modeverkäuferin entspreche einer solchen Tätigkeit. Selbst wenn die Tätigkeit en als Dekorateurin oder Modeverkäuferin diesem Belastungsprofil nicht entspr ä che n, liege bei der Stellensuche keine Ein schränkung vor. Es seien somit keine beruflichen Massnahmen angezeigt. M it Unterstützung des RAV sei es der Beschwerdeführerin möglich, eine neue Tätig keit zu finden und ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Damit bestehe weder Anspruch auf berufliche Massnahmen noch auf eine Invalidenrente (vgl. Urk. 2 S. 1 f.). 2.2 Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihr behandelnder Arzt habe ausführlich beschrieben, weshalb sie in ihre r bisherigen Tätigkeit beziehungsweise als Modeverkäuferin nicht mehr arbeits fähig sei. Da sie ausgesteuert sei, habe sie keinen Anspruch mehr auf Taggelder und sich bereits beim Sozialamt anmelden müssen. Sie möchte arbeiten, benötige jedoch Unterstützung bei der Reintegration in die Arbeitswelt. Sie wisse nicht, wann die Schmerzen aufträten. In einer solchen Situation sei es schwierig eine Arbeit sstelle zu finden, ohne in der Probezeit gleich gekündigt zu werden (vgl. Urk. 1; Urk. 8).

2.2 Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihr behandelnder Arzt habe ausführlich beschrieben, weshalb sie in ihre r bisherigen Tätigkeit beziehungsweise als Modeverkäuferin nicht mehr arbeits fähig sei. Da sie ausgesteuert sei, habe sie keinen Anspruch mehr auf Taggelder und sich bereits beim Sozialamt anmelden müssen. Sie möchte arbeiten, benötige jedoch Unterstützung bei der Reintegration in die Arbeitswelt. Sie wisse nicht, wann die Schmerzen aufträten. In einer solchen Situation sei es schwierig eine Arbeit sstelle zu finden, ohne in der Probezeit gleich gekündigt zu werden (vgl. Urk. 1; Urk. 8). 2.3 Strittig und zu prüfen ist einzig der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art.

2.3 Strittig und zu prüfen ist einzig der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art. 3.

3. 3.1 In den Akten finden sich die folgenden, wesentlichen medizinischen Berichte:

3.1 In den Akten finden sich die folgenden, wesentlichen medizinischen Berichte: 3. 2 Dr. med. Z.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erwähnte mit Bericht vom 2. Februar 2021 (Urk. 14/33) folgende Diagnose (S. 1):

3. 2 Dr. med. Z.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erwähnte mit Bericht vom 2. Februar 2021 (Urk. 14/33) folgende Diagnose (S. 1): - p ersistierende Kniebeschwerden links nach relevantem Trauma vom 17. Juli 2020 mit vor allem Probleme n am Streckapparat, diskoider Meniskus lateral mit möglicher Läsion am Hinterhornansatz, Grad II-Läsion des Innenmeniskus mit auch muskulärer Dysbalance, verkürzte Hamstring

p ersistierende Kniebeschwerden links nach relevantem Trauma vom 17. Juli 2020 mit vor allem Probleme n am Streckapparat, diskoider Meniskus lateral mit möglicher Läsion am Hinterhornansatz, Grad II-Läsion des Innenmeniskus mit auch muskulärer Dysbalance, verkürzte Hamstring Er empfehle eine konservative Therapie. Aktuell bestehe keine Notwendigkeit für eine Arthroskopie. Die Arbeitsfähigkeit sei erhalten (S. 2).

Er empfehle eine konservative Therapie. Aktuell bestehe keine Notwendigkeit für eine Arthroskopie. Die Arbeitsfähigkeit sei erhalten (S. 2). 3. 3 Am 14. Februar 2022 erfolgte im Spital A.___ bei Verdacht auf Endometriose eine Laparoskopie. Diese ergab kein en Anhalt für eine Endometriose und die Exploration des übrigen Abdomens ergab ebenfalls regelrechte Befunde. Einziger auffälliger Befund sei eine relativ derb und etwas klobig erscheinende Cervix uteri. Die Beschwerdeführerin konnte am ersten Tag postoperativ in gutem Allgemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen werden. Als Diagnose wird ein kauterartefiziell verändertes fibrosiertes Weich - gewebe ohne Endometrioseherde genannt. Es fänden sich keine Anhaltspunkte für Malignität (vgl. Urk. 14/27 S. 1 ; Urk. 14/31/3-4 S. 1 f. ).

3. 3 Am 14. Februar 2022 erfolgte im Spital A.___ bei Verdacht auf Endometriose eine Laparoskopie. Diese ergab kein en Anhalt für eine Endometriose und die Exploration des übrigen Abdomens ergab ebenfalls regelrechte Befunde. Einziger auffälliger Befund sei eine relativ derb und etwas klobig erscheinende Cervix uteri. Die Beschwerdeführerin konnte am ersten Tag postoperativ in gutem Allgemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen werden. Als Diagnose wird ein kauterartefiziell verändertes fibrosiertes Weich gewebe ohne Endometrioseherde genannt. Es fänden sich keine Anhaltspunkte für Malignität (vgl. Urk. 14/27 S. 1 ; Urk. 14/31/3-4 S. 1 f. ). 3. 4 Die am 8. März 2022 im Spital A.___ erfolgte Magnetresonanztomographie (MRI) des Beckens ergab keine sicheren Stigmata eines pelvic congestion syn drom e s. Insgesamt fand sich kein pathoanatomisches Korrelat zu r klinischen Symptomatik (Urk. 14/25).

3. 4 Die am 8. März 2022 im Spital A.___ erfolgte Magnetresonanztomographie (MRI) des Beckens ergab keine sicheren Stigmata eines pelvic congestion syn drom e s. Insgesamt fand sich kein pathoanatomisches Korrelat zu r klinischen Symptomatik (Urk. 14/25). 3. 5 Dr. med. B.___, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Spital A.___, nannte mit Bericht vom 10. April 2022 (Urk. 14/13/ 2 -7) folgende Diag nose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 Ziff. 2.5):

3. 5 Dr. med. B.___, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Spital A.___, nannte mit Bericht vom 10. April 2022 (Urk. 14/13/ 2 -7) folgende Diag nose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 Ziff. 2.5): - Schmerzexazerbation unklarer Ätiologie, Adenom yose nicht ausgeschlos sen

Schmerzexazerbation unklarer Ätiologie, Adenom yose nicht ausgeschlos sen Die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Februar 2022 vollständig arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 1.3). Es bestehe bisher keine Ätiologie für die Schmerzen. Die Lapa roskopie habe keine Endometriose bestätig t (S. 3 Ziff. 2.4). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei unsicher (S. 3 Ziff. 2.7). Sie könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1).

Die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Februar 2022 vollständig arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 1.3). Es bestehe bisher keine Ätiologie für die Schmerzen. Die Lapa roskopie habe keine Endometriose bestätig t (S. 3 Ziff. 2.4). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei unsicher (S. 3 Ziff. 2.7). Sie könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 6 Mit Bericht vom 12. August 2022 (Urk. 14/23/1-8) informierten die Ärzte der Integrierten Psychiatrie C.___ darüber, dass sie die Beschwerdeführerin seit dem 9. März 2022 behandeln würden (S. 1 Ziff. 1.1), und stellten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 Ziff. 2.5):

3. 6 Mit Bericht vom 12. August 2022 (Urk. 14/23/1-8) informierten die Ärzte der Integrierten Psychiatrie C.___ darüber, dass sie die Beschwerdeführerin seit dem 9. März 2022 behandeln würden (S. 1 Ziff. 1.1), und stellten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 Ziff. 2.5): - Anpassungsstörung, depressive Entwicklung im Zusammenhang mit Unterleibsbeschwerden und Arbeitsplatzverlust im Frühling 2021 (ICD-10 F43.2)

Anpassungsstörung, depressive Entwicklung im Zusammenhang mit Unterleibsbeschwerden und Arbeitsplatzverlust im Frühling 2021 (ICD-10 F43.2) - Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)

Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) Im Vordergrund stünden die somatischen Symptome und Schmerzen im Zusam menhang mit den gynäkologischen Beschwerden. Auch der Alltag sei dadurch stark beeinflusst. So habe sich die Beschwerdeführerin aufgrund der Schmerzen sowie der Angst vor erneuten Schmerzen sozial stark zurückgezogen und ihren Alltag nach de n somatischen Beschwerden ausgerichtet. Im Verlauf habe sich unabhängig von den somatischen Beschwerden eine Angstproblematik mit wiederkehrenden Panikattacken gezeigt. Im Rahmen der Therapie habe die Beschwerdeführerin ihr Vermeideverhalten erfolgreich reduzieren und den Um g ang mit den Angst- und Panikattacken verbessern können. Aufgrund der Gesamtsituation mit vorhanden er Schmerzproblematik, vielen Untersuchungen und der diesbezüglich unklaren Zukunftsperspektive, Sorgen um Finanzen und die weitere berufliche Zukunft zeige sich die Beschwerdeführerin allerdings anhaltend belastet mit depressiven Verstimmungen, Gedankenkreisen und Ängsten (S. 2 f. Ziff. 2.2). Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Prognose günstig. Die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit (mindestens 80 %) werde erwartet. Dies sei abhängig vom weiteren Verlauf der somatischen Beschwerden (S. 4 Ziff. 2.7). D ie Frage, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei, beantworteten die Ärzte dahingehend, dass aus rein psychiatrischer Sicht keine Einschränkungen vorlägen. A llerdings werde ein stufenweiser Wiedereinstieg empfohlen, um die Belastungsgrenze auszutesten (S. 5 Ziff. 4.1).

Im Vordergrund stünden die somatischen Symptome und Schmerzen im Zusam menhang mit den gynäkologischen Beschwerden. Auch der Alltag sei dadurch stark beeinflusst. So habe sich die Beschwerdeführerin aufgrund der Schmerzen sowie der Angst vor erneuten Schmerzen sozial stark zurückgezogen und ihren Alltag nach de n somatischen Beschwerden ausgerichtet. Im Verlauf habe sich unabhängig von den somatischen Beschwerden eine Angstproblematik mit wiederkehrenden Panikattacken gezeigt. Im Rahmen der Therapie habe die Beschwerdeführerin ihr Vermeideverhalten erfolgreich reduzieren und den Um g ang mit den Angst- und Panikattacken verbessern können. Aufgrund der Gesamtsituation mit vorhanden er Schmerzproblematik, vielen Untersuchungen und der diesbezüglich unklaren Zukunftsperspektive, Sorgen um Finanzen und die weitere berufliche Zukunft zeige sich die Beschwerdeführerin allerdings anhaltend belastet mit depressiven Verstimmungen, Gedankenkreisen und Ängsten (S. 2 f. Ziff. 2.2). Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Prognose günstig. Die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit (mindestens 80 %) werde erwartet. Dies sei abhängig vom weiteren Verlauf der somatischen Beschwerden (S. 4 Ziff. 2.7). D ie Frage, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei, beantworteten die Ärzte dahingehend, dass aus rein psychiatrischer Sicht keine Einschränkungen vorlägen. A llerdings werde ein stufenweiser Wiedereinstieg empfohlen, um die Belastungsgrenze auszutesten (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 7 Dem Bericht von Dr. med. D.___, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsspital E.___, vom 9. September 2022 (Urk. 14/39/1-6) ist als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine «indirekte Diagnose Endometriose» zu entnehmen (S. 3 Ziff. 2.5). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er Folgendes: « functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrome » (S. 3 Ziff. 2.6). Er habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 2 Ziff. 1.3). Er könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1).

3. 7 Dem Bericht von Dr. med. D.___, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsspital E.___, vom 9. September 2022 (Urk. 14/39/1-6) ist als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine «indirekte Diagnose Endometriose» zu entnehmen (S. 3 Ziff. 2.5). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er Folgendes: « functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrome » (S. 3 Ziff. 2.6). Er habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 2 Ziff. 1.3). Er könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 8 Dr. med. univ. F.___, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsspital E.___, erwähnte mit Bericht vom 12. Oktober 2022 (Urk. 14/40/3-10) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit unklare Bauchschmerzen sowie Dys menorrhoe bei Verdacht auf Endometriose (S. 3 Ziff. 2.5). Es sei keine Arbeitsunfähigkeit a ttestiert worden (S. 2 Ziff. 1.3). Aktuell erfolge eine monat liche Medikamentenverabreichung (S. 2 Ziff. 1.2). Die Prognose zur Arbeits fähigkeit sei schwierig abschätzbar. Sofern es unter der hormonellen Suppression zu einer Beschwerdeverbesserung komme, sei eventuell eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten (S. 3 Ziff. 2.7). Er könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1).

3. 8 Dr. med. univ. F.___, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsspital E.___, erwähnte mit Bericht vom 12. Oktober 2022 (Urk. 14/40/3-10) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit unklare Bauchschmerzen sowie Dys menorrhoe bei Verdacht auf Endometriose (S. 3 Ziff. 2.5). Es sei keine Arbeitsunfähigkeit a ttestiert worden (S. 2 Ziff. 1.3). Aktuell erfolge eine monat liche Medikamentenverabreichung (S. 2 Ziff. 1.2). Die Prognose zur Arbeits fähigkeit sei schwierig abschätzbar. Sofern es unter der hormonellen Suppression zu einer Beschwerdeverbesserung komme, sei eventuell eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten (S. 3 Ziff. 2.7). Er könne nicht beantworten, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei (S. 5 Ziff. 4.1). 3. 9 Mit Schreiben vom 9./12. Dezember 2022 (Urk. 14/45) erklärte Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Gastroenterologie, dass nach erfolgter Gastroskopie und Ileo -Koloskopie eine gastrointestinale Ursache der invalidisierenden Bauchbeschwerden weitgehend ausgeschlossen werden könne (S. 2).

3. 9 Mit Schreiben vom 9./12. Dezember 2022 (Urk. 14/45) erklärte Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Gastroenterologie, dass nach erfolgter Gastroskopie und Ileo -Koloskopie eine gastrointestinale Ursache der invalidisierenden Bauchbeschwerden weitgehend ausgeschlossen werden könne (S. 2). 3. 10 Mit Stellungnahme vom 13. Januar 2022 (richtig: 2023) erkannte Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, regionaler ärztlicher Dienst (RAD), dass rein körperlich kein dauerhaft arbeitsunfähigkeits relevanter Gesundheitsschaden vorliege. Die letzte Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit sei offenbar aufgrund unklare r Bauch schmer zen im kurativmedizinischen Kontext erfolgt. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit als Modeverkäuferin erscheine als angepasst (Urk. 14/51 S. 5).

3. 10 Mit Stellungnahme vom 13. Januar 2022 (richtig: 2023) erkannte Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, regionaler ärztlicher Dienst (RAD), dass rein körperlich kein dauerhaft arbeitsunfähigkeits relevanter Gesundheitsschaden vorliege. Die letzte Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit sei offenbar aufgrund unklare r Bauch schmer zen im kurativmedizinischen Kontext erfolgt. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit als Modeverkäuferin erscheine als angepasst (Urk. 14/51 S. 5). 3. 11 Dr. med. I.___, Facharzt für Anästhesiologie, Spital A.___, nannte mit Bericht vom 28. Februar 2023 ( Urk. 3/1 = Urk. 9/1 = Urk. 14/57) folgende Diagnose (S. 1):

3. 11 Dr. med. I.___, Facharzt für Anästhesiologie, Spital A.___, nannte mit Bericht vom 28. Februar 2023 ( Urk. 3/1 = Urk. 9/1 = Urk. 14/57) folgende Diagnose (S. 1): - chronische Unterleibsschmerzen bei Adenomyose und Endometriose mit/bei:

chronische Unterleibsschmerzen bei Adenomyose und Endometriose mit/bei: - diagnostische r Laparoskopie, Februar 2022 ( Spital A.___ )

diagnostische r Laparoskopie, Februar 2022 ( Spital A.___ ) - Laparoskopie mit Entfernung multipler Endometrioseherde und Mirena -Einlage, Dezember 2022 ( Universitätsspital E.___ )

Laparoskopie mit Entfernung multipler Endometrioseherde und Mirena -Einlage, Dezember 2022 ( Universitätsspital E.___ ) - Dyspareunie, Dysmenorrhoe, Dyschezie, krampfartigen anfalls mässigen Bauchschmerzen im Sitzen verstärkt

Dyspareunie, Dysmenorrhoe, Dyschezie, krampfartigen anfalls mässigen Bauchschmerzen im Sitzen verstärkt Aktuell stehe die psychosoziale Situation im Vordergrund. Die Beschwerde führerin sei ausgesteuert und möchte wieder in das Berufsleben einsteigen. Es treffe nicht zu, dass sie in ihrer angestammten Tätigkeit als Modeverkäuferin problemlos arbeiten könne. Sie könne nicht länger stehen und gehen sowie keine Lasten tragen. Sie müsse immer wieder absitzen können. Auc h Arbeiten in kniender oder kauernder Stellung oder Steigen auf Leitern seien schmerzbedingt nicht möglich. Dies schliesse eine Rückkehr in die bisherige Tätigkeit als Dekorateurin beziehungsweise Modeverkäuferin oder eine Tätigkeit im Einzel handel aus. Eine überwiegend sitzende Tätigkeit wäre sinnvoll. Hierfür seien berufliche Massnahmen seitens der Beschwerdegegnerin notwendig (S. 1).

Aktuell stehe die psychosoziale Situation im Vordergrund. Die Beschwerde führerin sei ausgesteuert und möchte wieder in das Berufsleben einsteigen. Es treffe nicht zu, dass sie in ihrer angestammten Tätigkeit als Modeverkäuferin problemlos arbeiten könne. Sie könne nicht länger stehen und gehen sowie keine Lasten tragen. Sie müsse immer wieder absitzen können. Auc h Arbeiten in kniender oder kauernder Stellung oder Steigen auf Leitern seien schmerzbedingt nicht möglich. Dies schliesse eine Rückkehr in die bisherige Tätigkeit als Dekorateurin beziehungsweise Modeverkäuferin oder eine Tätigkeit im Einzel handel aus. Eine überwiegend sitzende Tätigkeit wäre sinnvoll. Hierfür seien berufliche Massnahmen seitens der Beschwerdegegnerin notwendig (S. 1). 3. 12 Dem im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht von Dr. D.___ vom 31. Mai 2023 ( Urk. 11 = Urk. 14/73 = Urk. 15 ) ist folgende Diagnose zu entnehmen (S. 1):

3. 12 Dem im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht von Dr. D.___ vom 31. Mai 2023 ( Urk. 11 = Urk. 14/73 = Urk. 15 ) ist folgende Diagnose zu entnehmen (S. 1): - 30-jährige Beschwerdeführerin mit intermittierenden Schmerzen im linken Unter-/Mittelbauch mit Dysmenorrhoe und Stuhlalteration Erstmanifestation (EM) 2015 bei E i nengung der Pars III des Duodenum (Differentialdiagnose, DD: functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrom) mit/bei:

30-jährige Beschwerdeführerin mit intermittierenden Schmerzen im linken Unter-/Mittelbauch mit Dysmenorrhoe und Stuhlalteration Erstmanifestation (EM) 2015 bei E i nengung der Pars III des Duodenum (Differentialdiagnose, DD: functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrom) mit/bei: - Status nach diagnostischer Laparoskopie, Exzision Befund Lig amentum ( Lig.) Sacrouterinum rechts, Einlage Hormon- Intrauterinpessare ( IU D; Mirena )

Status nach diagnostischer Laparoskopie, Exzision Befund Lig amentum ( Lig.) Sacrouterinum rechts, Einlage Hormon- Intrauterinpessare ( IU D; Mirena ) - Status nach GnRH Analoga Therapie mit Zoladex und add back Cyclakur seit August 2022

Status nach GnRH Analoga Therapie mit Zoladex und add back Cyclakur seit August 2022 - Status nach Gastro-/ Colonoskopie Dezember 2022: unauffällig

Status nach Gastro-/ Colonoskopie Dezember 2022: unauffällig - Status nach MRI Becken August 20 22: keine May Turner Anatomie, kein Hinweis auf « pelvic-congestion »

Status nach MRI Becken August 20 22: keine May Turner Anatomie, kein Hinweis auf « pelvic-congestion » - Status nach diagnostischer Laparoskopie Februar 2022: kein Hinweis auf Endometriose

Status nach diagnostischer Laparoskopie Februar 2022: kein Hinweis auf Endometriose - Status nach Stuhl-Parasitologie Oktober 2021: unauffällig

Status nach Stuhl-Parasitologie Oktober 2021: unauffällig - Status nach Zöliakie Serologie Oktober 2021: unauffällig

Status nach Zöliakie Serologie Oktober 2021: unauffällig - Status nach Cervikalbakteriologie Juli 2021: negativ

Status nach Cervikalbakteriologie Juli 2021: negativ - Status nach Colonoskopie August 2021: unauffällig

Status nach Colonoskopie August 2021: unauffällig Die Beschwerdeführerin leide unter chronischen Unterbauchschmerzen und peri menopausalen Schmerzexazerbationen. Der Entscheid zur erneuten laparoskopi schen Exzision allfälliger Endometrioseareale bei endometrioseassoziierten Schmer zen im Dezember 2022 sei aufgrund ausgeschöpfte r konservative r Thera pieoptionen erfolgt und habe initial zu einer postoperativen Schmerzeskalation geführt. Anschliessend sei es langsam zu einer Besserung der Schmerzen gekommen. Tätigkeiten mit längerem Stehen sowie Tragen von schweren Lasten und in knieender oder kauernder Stellung seien nicht geeignet. Die Beschwer deführerin benötige eine überwiegend sitzende Tätigkeit, was hinsichtlich einer Umschulung beziehungsweise beruflicher Massnahmen der Beschwerdegegnerin zu berücksichtig en sei (S. 1 f.).

Die Beschwerdeführerin leide unter chronischen Unterbauchschmerzen und peri menopausalen Schmerzexazerbationen. Der Entscheid zur erneuten laparoskopi schen Exzision allfälliger Endometrioseareale bei endometrioseassoziierten Schmer zen im Dezember 2022 sei aufgrund ausgeschöpfte r konservative r Thera pieoptionen erfolgt und habe initial zu einer postoperativen Schmerzeskalation geführt. Anschliessend sei es langsam zu einer Besserung der Schmerzen gekommen. Tätigkeiten mit längerem Stehen sowie Tragen von schweren Lasten und in knieender oder kauernder Stellung seien nicht geeignet. Die Beschwer deführerin benötige eine überwiegend sitzende Tätigkeit, was hinsichtlich einer Umschulung beziehungsweise beruflicher Massnahmen der Beschwerdegegnerin zu berücksichtig en sei (S. 1 f.). 3.1 3 In dem im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahren s eingereichten Bericht vom 6. Juni 2023 (Urk. 14/76/1-2 = Urk. 16 ) nannten die Ärzte des Universitätsspitals E.___, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie, folgende – hier gekürzt aufgeführte – Diagnosen (S. 1):

3.1 3 In dem im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahren s eingereichten Bericht vom 6. Juni 2023 (Urk. 14/76/1-2 = Urk. 16 ) nannten die Ärzte des Universitätsspitals E.___, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie, folgende – hier gekürzt aufgeführte – Diagnosen (S. 1): - unklare Oberbauchschmerzen; Verdacht auf Wilkie -Syndrom

unklare Oberbauchschmerzen; Verdacht auf Wilkie -Syndrom - MRI des Abdomen s vom 30. Mai 2023: Einengung der Pars III des Duodenums durch die SMA ohne vorgeschaltete Dilatation des Duodenums, Wilkie - Syndrom möglich

MRI des Abdomen s vom 30. Mai 2023: Einengung der Pars III des Duodenums durch die SMA ohne vorgeschaltete Dilatation des Duodenums, Wilkie Syndrom möglich - Adipositas Grad I

Adipositas Grad I - 30-jährige Beschwerdeführerin mit intermittierenden Schmerzen im linken Mittelbauch mit Stuhlalteration EM 2015 (DD: functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrom)

30-jährige Beschwerdeführerin mit intermittierenden Schmerzen im linken Mittelbauch mit Stuhlalteration EM 2015 (DD: functional abdominal pain, Endometriose, Reizdarmsyndrom) Als Hauptproblem w ürden – neben den bekannten, durch die Endometriose beding ten Beschwerden – eine seit dem letzten Jahr bestehende postrandiale Übelkeit sowie ein Meteorismus angegeben. Das MRI ergebe eine für das Wilkie -Syndrom typische Anatomie. A llerdings zeige sich keine prästenotische Dila tation des Zwölffingerdarms. Eine auswärtig durchgeführte Gastroskopie sei unauffällig gewesen. Die Beschwerden seien unspezifisch und auch der radiolo gische Nachweis einer Einengung des Duodenums durch die SMA sei bei vielen beschwerdefreien Patienten zu beobachten und somit nicht pathognomonisch für ein Wilkie -Syndrom. Zudem würden die typischen klinischen Zeichen einer mechanisch relevanten Stenosierung des Duodenums wie galliges Aufstos sen/Erbrechen, Inappetenz und Gewichtsverlust fehlen. S omit ergebe sich keine Indikation für einen das proximale Duodenum entlastenden chirurgischen Eingriff (S. 2).

Als Hauptproblem w ürden – neben den bekannten, durch die Endometriose beding ten Beschwerden – eine seit dem letzten Jahr bestehende postrandiale Übelkeit sowie ein Meteorismus angegeben. Das MRI ergebe eine für das Wilkie -Syndrom typische Anatomie. A llerdings zeige sich keine prästenotische Dila tation des Zwölffingerdarms. Eine auswärtig durchgeführte Gastroskopie sei unauffällig gewesen. Die Beschwerden seien unspezifisch und auch der radiolo gische Nachweis einer Einengung des Duodenums durch die SMA sei bei vielen beschwerdefreien Patienten zu beobachten und somit nicht pathognomonisch für ein Wilkie -Syndrom. Zudem würden die typischen klinischen Zeichen einer mechanisch relevanten Stenosierung des Duodenums wie galliges Aufstos sen/Erbrechen, Inappetenz und Gewichtsverlust fehlen. S omit ergebe sich keine Indikation für einen das proximale Duodenum entlastenden chirurgischen Eingriff (S. 2). 4.

4. 4.1 Hinsichtlich der Erwerbsbiographie ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin sowohl die Lehre als Detailhandelsassistentin EBA als auch die Zusatzausbildung als Detailhandelsfachfrau EFZ erfolgreich abgeschlossen und unter anderem auch das Diplom der Visagistenschule «professional make-up artist » erworben hat. Zuletzt war die Beschwerdeführerin bei der Y.___ AG als Store Visual Merchandiser tätig (vgl. Urk. 14/7/4-5; Urk. 14/7/11-13).

4.1 Hinsichtlich der Erwerbsbiographie ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin sowohl die Lehre als Detailhandelsassistentin EBA als auch die Zusatzausbildung als Detailhandelsfachfrau EFZ erfolgreich abgeschlossen und unter anderem auch das Diplom der Visagistenschule «professional make-up artist » erworben hat. Zuletzt war die Beschwerdeführerin bei der Y.___ AG als Store Visual Merchandiser tätig (vgl. Urk. 14/7/4-5; Urk. 14/7/11-13). Aus medizinischer Sicht stehen die unklaren Bauchschmerzen der Beschwerde führerin im Vordergrund. Hinsichtlich der Kniebeschwerden sowie in Bezug auf ein allfälliges psychische s Leiden der Beschwerdeführerin kann ein dauerhaft arbeitsunfähigkeitsrelevanter Gesundheitsschaden anhand der Berichte der behandelnden Ärzte ohne W eiteres verneint werden (vorstehend E. 3.2, E. 3.6, E. 3.10). Der Vollständigkeit halber bleibt auf die vor dergründig en invaliditäts fremde n psychosoziale n Faktoren hinzuweisen (vgl. hierzu BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2). Im Zusammenhang mit den unklaren Bauch schmerzen der Beschwerdeführerin erfolgten sodann unzählige Untersuchungen. Dabei fand sich weder ein pathoanatomisches Korrelat, insbesondere kein Hin weis auf ein pelvic congestion syndrome, noch eine gastrointestinale Ursache für die Schmerzen und die im Februar 2022 erfolgte Laparoskopie konnte auch keine Endometriose bestätigen (vgl. Urk. 14/13/ 2 -7 S. 3 Ziff. 2.4; Urk. 14/25; Urk. 14/27 S. 1; Urk. 14/45 S. 2). Ein Wilkie -Syndrom wurde bei insbesondere fehlenden klinischen Zeichen ebenfalls als nicht erwiesen erachtet (vgl. Urk. 14/76/1-2 S. 2). Anlässlich der zweiten im Dezember 2022 durchgeführten Laparoskopie erfolgte die Exzision eines Befundes am Ligamentum sacrouterinum (vgl. Urk. 14/73 S. 1). Gestützt auf die vorhandenen Befunde erweist sich die Schlussfolgerung von RAD-Arzt Dr. H.___, wonach kein dauerhaft arbeits unfähigkeitsrelevanter Gesundheitsschaden vorlieg e und die Beschwerdeführerin in der bisherigen sowie jeglicher körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern vollständig arbeitsfähig sei (vgl. Urk. 14/51 S. 5), als schlüssig und nachvollziehbar. Darauf kann abgestellt werden. A nzumerken ist, dass die Schmerzen bei Endometriose grundsätzlich nicht dauerhaft vorhanden sind, sondern vor allem assoziiert mit dem Menstruationszyklus (vgl. Pschyrembel, klinisches Wörterbuch, 266. Auflage, Berlin 2014, S. 585). Die Beschwerdeführerin gab ebenfalls an, sie wisse nicht, wann die Schmerzen aufträten (vgl. Urk. 1; Urk. 8). Ein dauerhaft die Arbeitsfähigkeit einschränkender Gesundheitsschaden ist demzufolge nicht ausgewiesen. Damit liegt auch keine Invalidität vor und für eine drohende Invalidität, wobei gemäss Art. 1 novies IVV der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit überwiegend wahrscheinlich ist, bestehen ebenfalls keine Anhaltspunkte. Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Einglie derungsmassnahmen beruflicher Art folglich zu Recht verneint (vorstehend E. 1.2).

Aus medizinischer Sicht stehen die unklaren Bauchschmerzen der Beschwerde führerin im Vordergrund. Hinsichtlich der Kniebeschwerden sowie in Bezug auf ein allfälliges psychische s Leiden der Beschwerdeführerin kann ein dauerhaft arbeitsunfähigkeitsrelevanter Gesundheitsschaden anhand der Berichte der behandelnden Ärzte ohne W eiteres verneint werden (vorstehend E. 3.2, E. 3.6, E. 3.10). Der Vollständigkeit halber bleibt auf die vor dergründig en invaliditäts fremde n psychosoziale n Faktoren hinzuweisen (vgl. hierzu BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2). Im Zusammenhang mit den unklaren Bauch schmerzen der Beschwerdeführerin erfolgten sodann unzählige Untersuchungen. Dabei fand sich weder ein pathoanatomisches Korrelat, insbesondere kein Hin weis auf ein pelvic congestion syndrome, noch eine gastrointestinale Ursache für die Schmerzen und die im Februar 2022 erfolgte Laparoskopie konnte auch keine Endometriose bestätigen (vgl. Urk. 14/13/ 2 -7 S. 3 Ziff. 2.4; Urk. 14/25; Urk. 14/27 S. 1; Urk. 14/45 S. 2). Ein Wilkie -Syndrom wurde bei insbesondere fehlenden klinischen Zeichen ebenfalls als nicht erwiesen erachtet (vgl. Urk. 14/76/1-2 S. 2). Anlässlich der zweiten im Dezember 2022 durchgeführten Laparoskopie erfolgte die Exzision eines Befundes am Ligamentum sacrouterinum (vgl. Urk. 14/73 S. 1). Gestützt auf die vorhandenen Befunde erweist sich die Schlussfolgerung von RAD-Arzt Dr. H.___, wonach kein dauerhaft arbeits unfähigkeitsrelevanter Gesundheitsschaden vorlieg e und die Beschwerdeführerin in der bisherigen sowie jeglicher körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Knien/Hocken/Kauern vollständig arbeitsfähig sei (vgl. Urk. 14/51 S. 5), als schlüssig und nachvollziehbar. Darauf kann abgestellt werden. A nzumerken ist, dass die Schmerzen bei Endometriose grundsätzlich nicht dauerhaft vorhanden sind, sondern vor allem assoziiert mit dem Menstruationszyklus (vgl. Pschyrembel, klinisches Wörterbuch, 266. Auflage, Berlin 2014, S. 585). Die Beschwerdeführerin gab ebenfalls an, sie wisse nicht, wann die Schmerzen aufträten (vgl. Urk. 1; Urk. 8). Ein dauerhaft die Arbeitsfähigkeit einschränkender Gesundheitsschaden ist demzufolge nicht ausgewiesen. Damit liegt auch keine Invalidität vor und für eine drohende Invalidität, wobei gemäss Art. 1 novies IVV der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit überwiegend wahrscheinlich ist, bestehen ebenfalls keine Anhaltspunkte. Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Einglie derungsmassnahmen beruflicher Art folglich zu Recht verneint (vorstehend E. 1.2). 4.2 Selbst wenn mit der Einschätzung der behandelnden Ärzte (vorstehend E. 3.11 3.12) davon ausgegangen würde, dass die bisherige n Tätigkeit en als Store Visual Merchandiser respektive Modeverkäuferin dem Zumutbarkeitsprofil nicht entspr ä chen, besteht vorliegend kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Die Beschwerdeführerin hat beschwerdeweise einzig die Gewährung von beruf lichen Eingliederungsmassnahmen beantragt, ohne zu konkretisieren, welche spezifische Massnahme sie verlangt. Als Massnahmen beruflicher Art kommen insbesondere Berufsberatung (Art. 15 IVG), erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG), Umschulung (Art. 17 IVG) und Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) in Frage (vorstehend E. 1.2).

4.2 Selbst wenn mit der Einschätzung der behandelnden Ärzte (vorstehend E. 3.11 3.12) davon ausgegangen würde, dass die bisherige n Tätigkeit en als Store Visual Merchandiser respektive Modeverkäuferin dem Zumutbarkeitsprofil nicht entspr ä chen, besteht vorliegend kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Die Beschwerdeführerin hat beschwerdeweise einzig die Gewährung von beruf lichen Eingliederungsmassnahmen beantragt, ohne zu konkretisieren, welche spezifische Massnahme sie verlangt. Als Massnahmen beruflicher Art kommen insbesondere Berufsberatung (Art. 15 IVG), erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG), Umschulung (Art. 17 IVG) und Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) in Frage (vorstehend E. 1.2). Ein Anspruch auf erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG) ist dabei ohne Weiteres zu verneinen, hat die Beschwerdeführerin doch – wie zuvor aufgezeigt (vorstehend E. 4.1) – bereits eine erstmalige berufliche Ausbildung abgeschlossen. Dass die Kenntnisse der Beschwerdeführerin über Neigungen, berufliche Fähig keiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung ange passten Beruf zu wählen (vgl. BGE 114 V 29 E. 1a ; ZAK 1977 S. 191 E. 2; Urteil des Bundesgerichts I 564/04 vom 14. April 2005 E. 4 ), ist sodann nicht erkennbar und wurde auch nicht geltend gemacht. E in Anspruch auf Berufs beratung (Art. 15 IVG) fällt damit ebenfalls ausser Betracht.

Ein Anspruch auf erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG) ist dabei ohne Weiteres zu verneinen, hat die Beschwerdeführerin doch – wie zuvor aufgezeigt (vorstehend E. 4.1) – bereits eine erstmalige berufliche Ausbildung abgeschlossen. Dass die Kenntnisse der Beschwerdeführerin über Neigungen, berufliche Fähig keiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung ange passten Beruf zu wählen (vgl. BGE 114 V 29 E. 1a ; ZAK 1977 S. 191 E. 2; Urteil des Bundesgerichts I 564/04 vom 14. April 2005 E. 4 ), ist sodann nicht erkennbar und wurde auch nicht geltend gemacht. E in Anspruch auf Berufs beratung (Art. 15 IVG) fällt damit ebenfalls ausser Betracht. Ein Umschulungsanspruch (Art. 17 IVG) setzt grundsätzlich eine Mindester werbseinbusse von rund 20 % in der für die versicherte Person ohne zusätzliche Ausbildung offenstehenden, noch zumutbaren Erwerbstätigkeit voraus ( vorste hend E. 1.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2022 vom 9. Dezember 2022 E. 3.2). Dieses umschulung sspezifische Erfordernis ist insbesondere dann nicht gegeben, wenn es – bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage – ein genügend breites Spektrum an Tätigkeiten gibt, die dem medizinischen Anforderungs- und Belastungsprofil der versicherten Person entsprechen, von der Ausbildung und beruflichen Erfahrung her zumutbar sind und im Durchschnitt nicht schlechter entlöhnt werden als die zuletzt ausgeübte. Entscheidend ist, dass ein genügend breites Spektrum von dem beruflichen und medizinischen Anforderungs- und Belas tungsprofil entsprechenden Tätigkeiten besteht, bei denen die Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich eingeschränkt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_511/2015 vom 15. Oktober 2015 E. 3). Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Store Visual Merchandiser bei der Y.___ AG wurde durch die Arbeitgeber in per Ende März 2021 gekündigt und die Beschwerdeführerin übt seither nach Lage der Akten keine Erwerbstätigkeit mehr aus (vgl. Urk. 14/7/4-5; Urk. 14/12 S. 1). Eine gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit ist dagegen erst seit Februar 2022 ausgewiesen (vgl. Urk. 3/3; Urk. 14/6; Urk. 14/13/2-7 S. 2 Ziff. 1.3; Urk. 14/20/4 7 ; Urk. 14/51 S. 2 ). Entsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt des Gesundheitsschadens nicht mehr ausgeübt hätte, so dass sowohl das hypothetische Validen - als auch das Invaliden ein kommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden kann (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/Reichmuth, Bundes gesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, N. 56 f. zu Art. 28a ). Selbst wenn es sich bei einer leidensange passten Tätigkeit – nach Einschätzung der behandelnden Ärzte (vorstehend E. 3.11-3.12) – um eine überwiegend sitzende Tätigkeit handeln müsste, wäre dies in einer Anstellung als Verkäuferin grund sätzlich ebenfalls möglich. Somit sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen und deren genaue Ermittlung erübrigt sich. Der Invaliditätsgrad entspricht dabei dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_368/2019 vom 8. Oktober 2019 in E. 4.2 und 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 ). Da e in Abzug vom Tabellenlohn vorliegend nicht gerechtfertigt ist, besteht bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auch keine Mindesterwerbs einbusse und damit ke in Anspruch auf Umschulung.

Ein Umschulungsanspruch (Art. 17 IVG) setzt grundsätzlich eine Mindester werbseinbusse von rund 20 % in der für die versicherte Person ohne zusätzliche Ausbildung offenstehenden, noch zumutbaren Erwerbstätigkeit voraus ( vorste hend E. 1.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2022 vom 9. Dezember 2022 E. 3.2). Dieses umschulung sspezifische Erfordernis ist insbesondere dann nicht gegeben, wenn es – bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage – ein genügend breites Spektrum an Tätigkeiten gibt, die dem medizinischen Anforderungs- und Belastungsprofil der versicherten Person entsprechen, von der Ausbildung und beruflichen Erfahrung her zumutbar sind und im Durchschnitt nicht schlechter entlöhnt werden als die zuletzt ausgeübte. Entscheidend ist, dass ein genügend breites Spektrum von dem beruflichen und medizinischen Anforderungs- und Belas tungsprofil entsprechenden Tätigkeiten besteht, bei denen die Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich eingeschränkt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_511/2015 vom 15. Oktober 2015 E. 3). Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Store Visual Merchandiser bei der Y.___ AG wurde durch die Arbeitgeber in per Ende März 2021 gekündigt und die Beschwerdeführerin übt seither nach Lage der Akten keine Erwerbstätigkeit mehr aus (vgl. Urk. 14/7/4-5; Urk. 14/12 S. 1). Eine gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit ist dagegen erst seit Februar 2022 ausgewiesen (vgl. Urk. 3/3; Urk. 14/6; Urk. 14/13/2-7 S. 2 Ziff. 1.3; Urk. 14/20/4 7 ; Urk. 14/51 S. 2 ). Entsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt des Gesundheitsschadens nicht mehr ausgeübt hätte, so dass sowohl das hypothetische Validen - als auch das Invaliden ein kommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden kann (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/Reichmuth, Bundes gesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, N. 56 f. zu Art. 28a ). Selbst wenn es sich bei einer leidensange passten Tätigkeit – nach Einschätzung der behandelnden Ärzte (vorstehend E. 3.11-3.12) – um eine überwiegend sitzende Tätigkeit handeln müsste, wäre dies in einer Anstellung als Verkäuferin grund sätzlich ebenfalls möglich. Somit sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen und deren genaue Ermittlung erübrigt sich. Der Invaliditätsgrad entspricht dabei dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_368/2019 vom 8. Oktober 2019 in E. 4.2 und 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 ). Da e in Abzug vom Tabellenlohn vorliegend nicht gerechtfertigt ist, besteht bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auch keine Mindesterwerbs einbusse und damit ke in Anspruch auf Umschulung. Die Arbeitsvermittlung setzt gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG als Anspruchs voraus setzung schliesslich eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG voraus. Dies bezieht sich auch auf den zweiten Satz dieser Bestimmung, weshalb bei voller Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_184/2022 vom 6. Februar 2023 E. 3.2). Überdies ist auch nicht erkennbar, inwiefern die Beschwerdeführerin aus gesundheitsbedingten Gründen in der Suche nach einer geeigneten, auf das Anforderungsprofil zugeschnittenen Arbeitsstelle einge schränkt ist. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin bei Beachtung des Belastungsprofils auch in der bisherigen Verkäufertätigkeit noch vollschichtig arbeitsfähig ist. Ausserdem hat sie – wie bereits erwähnt (vorstehend E. 4.1) – auch das Diplom der Visagistenschule erworben und es steht ihr damit offen, in diesem zumutbaren Arbeitsumfeld von sich aus eine Erwerbstätigkeit zu suchen. Damit besteht zuletzt auch kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung.

Die Arbeitsvermittlung setzt gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG als Anspruchs voraus setzung schliesslich eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG voraus. Dies bezieht sich auch auf den zweiten Satz dieser Bestimmung, weshalb bei voller Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_184/2022 vom 6. Februar 2023 E. 3.2). Überdies ist auch nicht erkennbar, inwiefern die Beschwerdeführerin aus gesundheitsbedingten Gründen in der Suche nach einer geeigneten, auf das Anforderungsprofil zugeschnittenen Arbeitsstelle einge schränkt ist. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin bei Beachtung des Belastungsprofils auch in der bisherigen Verkäufertätigkeit noch vollschichtig arbeitsfähig ist. Ausserdem hat sie – wie bereits erwähnt (vorstehend E. 4.1) – auch das Diplom der Visagistenschule erworben und es steht ihr damit offen, in diesem zumutbaren Arbeitsumfeld von sich aus eine Erwerbstätigkeit zu suchen. Damit besteht zuletzt auch kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung. 4. 3 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwer deführerin auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art demnach zu Recht verneint. Der geltend gemachte Umstand, wonach sie bereits ausgesteuert sei (vgl. Urk. 1; Urk. 8), ändert daran nichts.

4. 3 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwer deführerin auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art demnach zu Recht verneint. Der geltend gemachte Umstand, wonach sie bereits ausgesteuert sei (vgl. Urk. 1; Urk. 8), ändert daran nichts. Die angefochtene Verfügung erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

Die angefochtene Verfügung erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.

5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

Grieder-MartensMeierhans