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In der Schweiz leben rund 500'000 Milchkühe. Eine von sechs Milchkühen sieht ihr gesamtes Leben nie eine Weide. Vielerorts sind die Milchkühe in den Ställen sogar noch angebunden, was bedeutet das sie einen grossen Teil des Tages sich nicht mal frei bewegen können! Dieses Leben kann den Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht werden. Die Hochleistungszucht auf hohe Milchproduktion hat einen grossen Einfluss auf das Leben der Tiere. Die riesigen Euter behindern die Kühe beim Gehen, verursachen Schmerzen und sind anfällig für Entzündungen. Nach etwa 5 bis 6 Jahren lässt die Milchleistung nach und die Kuh wird geschlachtet. Die Lebenserwartung einer Kuh unter natürlichen Umständen hingegen beträgt durchschnittlich 20 Jahre.
Nur eine Kuh die kalbt, gibt Milch
Damit sie ihr ganzes Leben Milch geben kann, wird die Kuh ihr ganzes Leben lang immer wieder künstlich besamt. So gebärt sie ein Kalb nach dem anderen. Die Milch beansprucht der Mensch für sich, deshalb werden Kuh und Kalb nur wenige Stunden oder Tage nach der Geburt voneinander getrennt. Häufig schreien Mutterkühe nach der Trennung tagelang, manchmal über eine Woche lang, nach ihrem Kälbchen.
Wusstest du schon?
Kühe sind sehr soziale Tiere. Sie machen praktisch alles zusammen in der Herde. Wenn sie grasen, grasen meist alle zusammen; Wenn sie liegen und widerkäuen, tut es in der Regel die gesamte Gruppe. Die Beziehung zwischen einzelnen Kühen kann aber noch tiefer gehen als das Herdenverhalten. Verhaltensbeobachtungen an diesen Tieren zeigten, dass Kühe auch richtige Freundschaften miteinander entwickeln. Sie suchen bewusst die Nähe ihrer «besten Freundin» und tauschen gegenseitige Streicheleinheiten aus.