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• Musk: Falsche Vorstellung, dass Tesla viel Kobalt verwendet
• Apple verwendet laut Tesla-Chef Kobalt
• Nutzung des Tesla-Ladenetz: Tesla will keinen "Walled Garden"
Musk vergleicht Tesla bei Kobalt-Frage mit Apple
Auf eine Frage, die sich auf Teslas Lieferkette bezog, erklärte Tesla-Chef Elon Musk CNBC zufolge, dass es eine falsche Vorstellung gebe, dass Tesla viel Kobalt - ein wichtiger Rohstoff, der für die Herstellung von Lithium-Ionen-Zellen genutzt wird - verwende und schoss dann gegen den iPhone-Hersteller Apple: "Apple verwendet meiner Meinung nach fast 100 % Kobalt in seinen Batterien, Mobiltelefonen und Laptops, aber Tesla verwendet kein Kobalt in den Eisenphosphat-Packs und fast keins in der Nickel-basierten Chemie", so Musk. "Im gewichteten Durchschnitt könnten wir 2 % Kobalt verwenden, verglichen mit 100 % Kobalt von Apple. Wie auch immer, es ist also einfach kein Faktor."
Für seinen Kobalt-Abbau stand Apple in der Vergangenheit in der Kritik. In Afrika wurde dieser mit Menschenrechtsverletzungen wie Kinderarbeit in Verbindung gebracht. 2019 habe es laut "The Guardian" eine Menschenrechtsklage gegen Tesla und andere grosse Tech-Konzernen, darunter auch Apple.
Ladenetz-Nutzung: Keinen "Walled Garden" schaffen
In der Telefonkonferenz teilte Musk, wie CNBC berichtet, später ausserdem gegen Apples sogenannten "Walled Garden" aus. Dabei geht es darum, dass Apple sehr streng kontrolliert, welche Apps über den App Store auf dem iPhone installiert werden können, was bereits von Gesetzgebern und anderen Unternehmen geprüft wird. In den Medien präsent war so zum Beispiel das Kartellverfahren Anfang des Jahres, nachdem Apple von Epic Games wegen seiner App Store-Gebühren und -Richtlinien verklagt wurde.
Musk konterte dem Geschäftsmodell des iKonzerns, als es darum ging, ob auch Wettbewerber das Tesla-Ladenetz nutzen dürften: "Ich denke, wir möchten betonen, dass unser Ziel darin besteht, das Aufkommen nachhaltiger Energie zu unterstützen". Es gehe nicht darum, einen "Walled Garden" zu schaffen und damit die Konkurrenz zu schlagen, so wie es einige Unternehmen handhabten. In einem vorgetäuschten Husten habe der Tesla-Chef dann "Apple" gesagt.
Auch wenn Tesla und Apple offensichtlich erst einmal nicht in Konkurrenz zueinander stehen, gibt es doch Reibungspunkte. So wurde in der jüngsten Vergangenheit vermehrt darüber berichtet, dass Apple im Rahmen des Projektes "Titan" an einem eigenen selbstfahrenden Auto arbeite. Fakt ist: Eine Reihe von Ingenieuren und Führungskräften sind bereits von Tesla zu Apple abgewandert.
Redaktion finanzen.ch