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Mit Erde-Mond-Erde (EME) – international Moonbounce
genannt – bezeichnet man eine Funkverbindung, bei der der Mond als
passiver Reflektor verwendet wird. Diese Methode findet heute insbesondere
im Amateurfunkdienst An-wendung. Das Funksignal benötigt für
die rund 770.000 km zum Mond hin und zurück zur Erde nur rund 2,5
Sekunden..
First 23cm RX-Signals 9.5.08
First 23cm Echo
test von HB9HAL
First 23cm Echo test Video
EME-SDR- Webradio
Die Technik wurde vom US-amerikanischen Militär kurz nach dem Zweiten
Weltkrieg entwickelt. Der erste erfolgreiche Empfang von Echos vom Mond
gelang John Hibbett DeWitt am 10. Januar 1946 in Fort Monmouth, New Jersey.
Praktische Anwendung fand das Verfahren anschließend zum Beispiel bei
der US-Navy, die es für Fernschreiber-Verbindungen zwischen Pearl Harbor
(Ha-waii) und dem Hauptquartier in Washington nutzte. In der Zeit vor
der Satellitenkommunikation war eine Funkverbindung ohne die Unsicherheiten
der ionosphärischen Ausbreitung etwas Revolutionäres.
Später wurde die Technik auch von nicht-militärischen Nutzern
verwendet; 1953 gelang der erste Empfang von Signalen vom Mond durch Funk-amateure.

Auf 1296 MHz hat ein 4-m-Parabolspiegel
rund 35 dB Antennengewinn gegen-über einer Dipolantenne, sodass ca.
100 Watt Sendeleistung genügen, um seine eigenen Echos zu hören.
Hat die Gegenstation zum Beispiel einen 6-m-Parabolspiegel, so kann man
selbst mit einem 2- bis 3-m-Spiegel arbeiten, um sich gegenseitig zu hören.
Seit 2003 zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Digitale Betriebsarten
wie WSJT verdrängen allmählich die klassische Morse-telegrafie.
Dies führt unter anderem dazu, dass mit weniger technischem Aufwand
die anspruchsvolle Be-triebsart EME durchgeführt werden kann.