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Robuste Apfel- und Birnensorten sind ein wichtiges Instrument im Feuerbrandmanagement. Zur Einstufung der Feuerbrandanfälligkeit einer Kernobstsorte nach künstlicher Inokulation werden zwei Methoden angewandt: die Triebinokulation und die Blüteninokulation. Seit 2013 kann Agroscope auf einer schweizweit einmaligen Prüfparzelle erstmals künstliche Blüteninokulationen im Freiland durchführen. Die beiden Methoden wurden mittels einer Korrelationsanalyse auf ihre Vergleichbarkeit getestet. Es konnte eine schwach positive Korrelation beobachtet werden, die jedoch nicht signifikant war. Sorten, die in der Triebinokulation im Gewächshaus bereits wenig anfällig waren, zeigten sich oft auch in der Blüteninokulation als robust. Bei einigen Sorten wurde die Anfälligkeit in der Triebinokulation im Vergleich mit der Blüteninokulation jedoch deutlich unter- oder auch überschätzt. Zur besseren Übertragbarkeit der Ergebnisse in die Praxis sollten die vielversprechenden Sortenkandidaten aus der Triebinokulation deshalb zusätzlich mittels künstlicher Blüteninokulation im Freiland geprüft werden. Durch die Kombination beider Testmethoden und den zusätzlichen Beobachtungen zur Anfälligkeit der Sorten aus der Praxis können verlässliche Empfehlungen feuerbrandrobuster Sorten für den Schweizer Kernobstanbau gemacht werden.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.