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Die Wahl der besten Optionsstrategie, um aus einer Marktannahme einen Profit zu schlagen, ist eine Herausforderung, der sich alle Optionshändler stellen müssen. Von der richtigen Strategie hängt der Erfolg Ihres Handelsansatzes ab. Wählen Sie die falsche, drohen Verluste.
Optionen-Kombinationen: Maßgeschneiderter kreativer Handel
Bei der Auswahl einer Optionsstrategie spielen verschiedene Faktoren und Überlegungen eine Rolle. In der Regel ist es so, dass Optionskombinationen gegenüber dem Handel von einzelnen Optionen viele Vorteile bieten. Das liegt daran, dass einfache einzelne Optionen nicht alle Markt-Situationen abdecken können. Mit Optionen-Kombinationen können Sie jede Trading-Annahme verwirklichen und die verzwicktesten Ideen umsetzen: Ihrem Handel sind keine Grenzen gesetzt.
Definition und Überblick von einzelnen Optionen und Optionskombinationen
Die einzigen Strategien, die Sie mit einzelnen Optionen umsetzen können, sind sehr überschaubar und heißen wie folgt:
- Long Call: Sie kaufen eine Call Option und setzen auf eine dynamische Aufwärtsbewegung des Basiswerts.
- Long Put: Sie kaufen eine Put Option und setzen auf eine dynamische Abwärtsbewegung des Basiswerts.
- Short Call: Sie verkaufen eine Call Option leer und setzen darauf, dass der Basiswert nicht steigen wird.
- Short Put: Sie verkaufen eine Put Option leer und setzen darauf, dass der Basiswert nicht fallen wird.
Mit der Kombination von Optionen sieht die Palette an Möglichkeiten vielfältiger aus, wie wir gleich sehen werden.
Im Optionshandel ist eine Kombination ein Begriff für jede Options-Handelsposition, die mit mehr als einer Optionsart (Call oder Put), einem Basispreis oder einem Verfallsdatum für einen Basiswert konstruiert wurde.
Einfache Kombinationen umfassen zum Beispiel Spreads, wie Vertical Spreads, Kalender Spreads (auch horizontale Spreads genannt) und Diagonal Spreads. Zu den komplizierteren Kombinationen zählen Trades wie Iron Condors oder Butterfly Spreads, bei denen es sich um Kombinationen aus zwei vertikalen Spreads handelt. Einige exotischere Varianten von Kombinationen haben keine bestimmten Namen und werden in der LYNX Handelsplattform schlicht als „Combo“ bezeichnet.
Optionskombinationen bieten eine breite Palette von Ansätzen an, angefangen von relativ einfachen Kombinationen von zwei Optionen wie bei Bull Put Spreads oder Bear Call Spreads bis hin zu schwierigeren Straddles und Strangles. Fortgeschrittene Strategien umfassen vier Optionen von zwei verschiedenen Arten (Puts und Calls), wie zum Beispiel einen Iron Condor. Der Iron Condor ist eine Kombination aus einem Bull Put Spread und einem Bear Call Spread.
Für einen bestimmten Basiswert wie eine Aktie zum Beispiel, werden Sie mit Optionen-Kombinationen hauptsächlich 2 Hauptziele verfolgen. Ein Ziel ist es natürlich, über die zukünftige Preisentwicklung des Basiswerts zu spekulieren (unabhängig davon, ob er sich aufwärts, abwärts oder seitwärts bewegt). Das zweite Ziel ist es, die potenziellen Verluste soweit wie möglich auf ein bestimmtes Maß zu begrenzen. Dieser Risikoschutz geht dann in der Regel zu Lasten des potenziellen Gewinns, der ebenfalls begrenzt wird.
Einige Kombinationen werden regelmäßig von Market Makers und anderen professionellen Händlern verwendet, um Prämien zu vereinnahmen und gleichzeitig das eigene Kapital vor umfangreichen Risiken zu schützen. Was professionelle Anleger machen, ist aber auch Privatanlegern wie Ihnen grenzenlos zugänglich.
Beispiele von Optionskombinationen
Um das Konzept einer Kombination zu verstehen, ist es nützlich, sich einige Beispiele anzuschauen. Im Wissensbereich auf unserer Internet-Seite finden Sie zum Beispiel unsere Artikel zum Long Strangle, Short Strangle, Bear Call Spread und Bull Put Spread, die dort im Detail erklärt werden.
Das folgende Beispiel eines Iron Condors zeigt, wie 4 Optionskontrakte zu einer einzigen Strategie zusammengeführt werden. Mit einem Iron Condor erzielen Sie einen Gewinn, wenn sich die zugrunde liegende Aktie nicht außerhalb einer bestimmten Kursspanne bewegt.
Wenn Sie einen Iron Condor handeln, gehen Sie davon aus, dass der Preis der Aktie bis zum Verfall der Optionen in einem engen Bereich bleiben wird. Bei einem Iron Condor handelt es sich um eine Kombination aus zwei vertikalen Spreads unterschiedlicher Typen: einen Bull Put Spread und einen Bear Call Spread. Der Iron Condor besteht also aus insgesamt 4 Optionen: 2 Puts und 2 Calls. Alle 4 Optionen haben dasselbe Verfallsdatum, unterscheiden sich jedoch durch ihre Basispreise. 1 Put und 1 Call werden leerverkauft und 1 Put und 1 Call werden gekauft.
Betrachten wir einen Iron Condor auf die Pepsi Aktie (Ticker: PEP). Angenommen die Aktie notiert aktuell bei 135$. Sie gehen davon aus, dass die Aktie in den kommenden 50 Tagen in einer Kursspanne zwischen 130$ und 140$ bleiben wird. Sie würden in dem Fall Ihren Iron Condor beispielsweise wie folgt aufbauen:
- Short Put mit Basispreis 130$
- Long Put mit Basispreis 125$
- Short Call mit Basispreis 140$
- Long Call mit Basispreis 145$
Die Kombination aus den Put Optionen bildet einen Bull Put Spread. Die Kombination aus den Call Optionen bildet einen Bear Call Spread. Alle 4 Optionen lassen sich zum Beispiel im OptionTrader Ihrer Handelsplattform in einer einzigen Transaktion handeln. So würde für diesen Iron Condor Ihr StrategyBuilder aussehen:
Sie würden für diesen Trade ca. 200$ Prämie je Kontrakt vereinnahmen, für ein maximales Risiko von 300$ (Abstand zwischen den Basispreisen der Puts oder der Calls, mal 100, abzüglich der vereinnahmten Prämie). Sie erzielen den maximalen Gewinn, wenn die Pepsi Aktie am Verfallsdatum zwischen 130$ und 140$ notiert. Sie können aber auch jederzeit während der Laufzeit die Position glattstellen und vorzeitig Gewinne mitnehmen.
Sie sehen auf der rechten Seite des Bildes, dass Ihre Handelsplattform automatisch erkannt hat, dass Sie gerade einen Iron Condor handeln wollen.
Die Strategie des Iron Condors hat das Risiko von Aufwärts- und Abwärtsbewegungen begrenzt, da die gekauften Optionen die Position vor starken Kursbewegungen in beide Richtungen schützen. Dafür ist auch das Gewinnpotenzial auf die vereinnahmte Prämie begrenzt. Mit keiner Strategie mit einzelnen Optionen hätten Sie so einen Ansatz umsetzen können, indem Sie mit begrenztem Risiko und mit geringem Einsatz Gewinne aus einer seitwärts-tendierenden Aktie erzielen.
Optionen-Kombinationen zur Risiko-Begrenzung
Mit Optionen-Kombinationen können Sie bei den meisten Stillhaltergeschäften Ihre Risiken begrenzen.
Angenommen Sie haben eine pessimistische Sicht auf die Aktie von Altria (Ticker: MO). Die Aktie befindet sich seit Anfang 2017 in einem etablierten Abwärtstrend und notiert aktuell in der Nähe ihres Jahrestiefs.
Jahreschart der Altria Aktie (Ticker: MO) – Tageskerzen:
Mit einem Aktienkurs um die 45,30$ entscheiden Sie sich zum Beispiel für den Leerverkauf einer Call Option mit Basispreis 47,50$ und einer Restlaufzeit von 50 Tagen. Für diesen Trade würden Sie ca. 75$ an Prämie vereinnahmen. Das maximale Verlustrisiko dieses Trades ist unbegrenzt. Sollte die Aktie wider Erwarten aus irgendwelchem Grund stark steigen (zum Beispiel in Folge eines Übernahmeangebots oder durch Quartalsergebnisse, die deutlich besser ausfallen, als allgemein erwartet), kann dieser Trade für den Anleger sehr böse enden:
- Bei einem Aktienkurs von 50$ entstehen 175$ Verlust
- Bei einem Aktienkurs von 55$ sind es 675$ Verlust
- Bei einem Aktienkurs von 60$ verliert der Anleger 1.175$
Es erscheint einem Trader oft unwahrscheinlich, dass eine Aktie in ein paar Wochen um 20% oder 30% steigen kann. Das hat es aber schon unzählige Male gegeben und es wird immer mal wieder vorkommen. Mit einer ungedeckten Call Option sind Ihren Verlusten keine Grenzen gesetzt.
Performance Profil einer ungedeckten Call Option:
Sie sehen auf diesem Bild, dass die Linie rechts, die den Gewinn bzw. den Verlust des Trades am Verfallsdatum darstellt, in den unendlichen Verlust-Bereich laufen würde, wenn die Aktie steigen würde.
Sie fahren eine deutlich sicherere und bessere Strategie, wenn Sie zu dem leerverkauften Call einen gekauften Call kombinieren. Sie bauen einen sogenannten Bear Call Spread auf.
Wenn Sie die oben genannte Call Option mit Basispreis 47,50$ leerverkaufen und dazu eine Call Option mit derselben Laufzeit und mit Basispreis 52,50$ kaufen, vereinnahmen sie eine Prämie von 40$ und begrenzen ihr maximales Verlust-Risiko auf 460$.
Der maximale Verlust lässt sich einfach ermitteln:
Maximaler Verlust = Differenz zwischen den Basispreisen x 100 – Prämie
Performance Profil eines Bear Call Spreads:
Sie sehen auf diesem Bild ganz eindeutig, dass die Linie rechts eine Verlust-Grenze erreicht, wenn die Aktie steigt.
Egal wie hoch die Aktie steigen wird, Sie werden niemals mehr verlieren als diese 460$. Die gekaufte Call Option schützt Sie. Diese Sicherheit hat zwar einen Preis, da Sie eine zusätzliche Option kaufen müssen und auch die Prämie reduziert sich von 75$ auf 40$. Aber im Optionshandel, wie in jedem anderen Börsengeschäft, sollte höchste Priorität auf die Sicherheit und auf den Kapital-Erhalt gelegt werden. Daher vereinnahmen Sie lieber weniger Prämie als einen kompletten Schiffbruch zu riskieren.
Aber Achtung: Auch einige Optionskombinationen wie der Short Straddle oder der Short Strangle sind mit einem unendlichen Verlustrisiko versehen. Dieses Verlustrisiko lässt sich bei Short Straddle und Short Strangle durch eine weitere Kombination reduzieren, indem zum Beispiel ein Iron Condor gebildet wird.
Optionen-Kombinationen zur Reduzierung des Kapital-Einsatzes
Optionen-Kombinationen sind ideal und besser als einzelne Optionen, wenn Ihr Depot noch klein ist. Zudem können Sie mit Optionen-Kombinationen Ihren Kapital-Einsatz deutlich reduzieren.
Bleiben wir bei der Altria Aktie. Wir treffen diesmal eine andere Annahme und setzen auf eine Erholung der Aktie. Eine gern gehandelte Strategie ist der sogenannte Cash-Secured Put. Eine einzelne Put Option wird dabei leerverkauft und eine Prämie wird vereinnahmt. Sollte die Aktie am Ende der Laufzeit der Option unter dem Basispreis der Option notieren, werden je Kontrakt 100 Aktien ins Depot eingebucht. Auf diese Eventualität muss der Anleger vorbereitet sein und das notwendige Kapital parat haben, um die Aktien zu kaufen.
Wenn Sie beispielsweise eine Put Option auf Altria mit Basispreis 45$ und 50 Tagen Restlaufzeit leerverkaufen, vereinnahmen Sie ca. 200$ Prämie. Ihr „Breakeven“ liegt bei 43$. Wenn die Aktie am Ende der Laufzeit unter 45$ notiert, wird die Put Option ausgeübt und Sie kaufen automatisch 100 Altria Aktien zu 45$. Da Sie eine Prämie von 200$ vereinnahmt haben, bleiben Sie im Plus, solange die Aktie nicht unter 43$ fällt. Sie müssen aber den Gegenwert der 100 Aktien bar im Depot halten: In diesem Fall müssen Sie über 4.300$ bar verfügen. Zwar ist es höchst unwahrscheinlich, dass die Aktie von Altria auf 0 fallen wird, aber das schlimmste Szenario muss hier einkalkuliert werden. Das ist das Prinzip eines Cash-Secured Puts: Eine Strategie mit einer einzelnen Option.
An dieser Strategie ist nichts auszusetzen aber sie könnte für kleine Depots schwer umzusetzen sein. Auch für größere Depots nimmt sie gegebenenfalls viel Kapital in Anspruch.
Ziehen Sie auch hier eine Kombination in Betracht, in dem Sie zu der leerverkauften Put Option eine andere Put Option dazu kaufen. Sie bauen dadurch einen sogenannten Bull Put Spread auf.
Wenn Sie die oben genannte Put Option mit Basispreis 45$ leerverkaufen und dazu eine Put Option mit selber Laufzeit und mit Basispreis 37,50$ kaufen, vereinnahmen sie eine Prämie von ca. 176$ und begrenzen Ihren Einsatz auf das maximale Verlust-Risiko von 574$. Das sind 86,7% weniger Kapitalbedarf als mit der Cash-Secured Put Strategie für eine fast ähnliche Prämie!
Weniger Anpassungsaufwand der Positionen mit Optionskombinationen
Bein einzelnen Optionen, die sich gegen Sie entwickeln, kann situationsbedingt ein sehr aggressives Risiko- und Verlustmanagement der Position notwendig sein. Bei ungedeckten Call Optionen müssen Sie unbedingt reagieren, wenn sich die Aktie gegen Sie entwickelt (wenn sie steigt). In dem Fall kommt das „Rollen“ in Frage, was das Verschieben der Position in einen späteren Monat ist, idealerweise mit weiter entfernten Basispreisen. Hier lebt der Trader in der Hoffnung, dass er doch noch mit seiner Position recht behalten wird und dass die Aktie doch noch fallen wird.
Beim Cash-Secured Put kann der vorausschauende Anleger, der genug Kapitalreserven gehalten hat, um die Aktien gegebenenfalls kaufen zu können, die Kursschwäche der Aktie eventuell aussitzen. Aber auch hier sollte er sich Anpassungstechniken bedienen, um sich gegen den weiteren Fall der Aktie zu schützen.
Wenn Sie einfache Put Optionen und Call Optionen kaufen, werden Sie zugegebenermaßen keinen großen Anpassungsaufwand haben: Wenn sich die Positionen gegen Sie entwickeln, werden Sie so gut wie keine Chance haben, um Ihren Einsatz zu retten. Long Puts und Long Calls lassen sich nur extrem schwer anpassen. Bei diesen einfachen Optionen geht es in der Regel um alles oder nichts.
Anders sieht es aus, wenn Sie eine Optionskombination gehandelt haben. Dadurch, dass Ihr maximales Verlustrisiko begrenzt ist, müssen Sie nicht zwangsweise die Position anpassen, um sie (und sich selbst) noch zu retten. Sie können situationsbedingt den vorher einkalkulierten Verlust hinnehmen, eine neue Position eröffnen und weiter nach vorne schauen.
Aber auch bei Optionskombinationen können Sie, wenn Sie sich dafür entscheiden, die Positionen anpassen und rollen, um den Verlust noch mehr einzuschränken.
Optionen-Kombinationen zur Verwirklichung komplexer Strategien: Lassen Sie Ihrem Einfallsreichtum freien Lauf!
Mit Optionen-Kombinationen können Sie sehr kreativ in der Gestaltung Ihrer Strategien sein. Es gibt Hunderte (vielleicht sogar Tausende) von Strategien, die Sie entwickeln können, da Sie mit Unmengen von Basispreisen und Verfallsdaten arbeiten können.
Sie finden an dieser Stelle eine tabellarische Übersicht der geläufigsten Strategien mit einzelnen Optionen und mit Optionskombinationen. Diese Tabelle zeigt nur einen Bruchteil dessen, was mit Optionen möglich ist. Auf die einzelnen Strategien wird in diesem Artikel nicht eingegangen, sie werden aber nach und nach im Bereich Wissen auf der Internet-Seite von LYNX erklärt werden.
Die Strategien unterscheiden sich zuerst dadurch, ob sie „direktional“ oder „richtungsneutral“ sind.
Direktionale Strategien setzen auf eine Kursrichtung des Basiswerts. Sie sind „bullisch“, wenn davon ausgegangen wird, dass die Aktie steigen wird, und „bärisch“, wenn auf eine fallende Aktie gesetzt wird.
Beispiel: Mit dem Long Call setzen Sie auf eine steigende Aktie. Mit einem Bull Put Spread darf je nach Auswahl der Basispreise die Aktie zwar leicht fallen, die Annahme ist aber auch hier leicht direktional: Es ist besser für die Position, wenn die Aktie steigt.
Bei den richtungsneutralen Strategien ist es prinzipiell egal, in welche Richtung sich die Aktie bewegt. Bei „stabilen“ Strategien ist es von Vorteil, wenn sich die Aktie kaum bewegt. Bei „volatilen“ Strategien ist es notwendig, dass sich die Aktie stark bewegt.
Sie können anhand dieser Tabelle erkennen, mit Blick auf die Zeilen zu den „einzelnen Optionen“ oben links, dass die strategische Vielfalt von einzelnen Optionen eher mager ausfällt.
Ganz anders sieht es aus, wenn Sie anfangen, Optionen miteinander zu kombinieren. Hier können Sie sich wortwörtlich austoben und von Aktien-Bewegungen, Aktien-Schwankungen oder –Stillständen profitieren.
Übersicht der geläufigsten Strategien mit Optionen
|Trading-Annahme|
|Strategie-Kategorien||Direktional (setzt auf eine Bewegung des Basiswerts)||Richtungsneutral|
|Bullisch||Bärisch||Stabil||Volatil|
|Einzelne Optionen||Long Call||Long Put|
|Short Put||Short Call|
|Spreads||Bull Call Spread||Bear Call Spread||Long Call Calendar Spread||Short Call Calendar Spread|
|Bull Put Spread||Bear Put Spread||Long Put Calendar Spread||Short Put Calendar Spread|
|Ratio Call Back Spread||Ratio Put Back Spread||Ratio Call Spread|
|Ratio Put Spread|
|Long Butterfly Spread||Short Butterfly Spread|
|Weitere Kombinationen||Synthetisch Long||Synthetisch Short||Short Straddle||Long Straddle|
|Short Strangle||Long Strangle|
|Optionen kombiniert mit Aktien||Synthetisch Long Call||Synthetisch Long Put||Covered Call|
|Covered Put|
Praktische Handelstipps für Kombinations-Order von Optionen in der TWS Handelsplattform
Die meisten bekannten Kombinationen wie zum Beispiel Vertical Spreads können als vordefinierte Gruppierung gehandelt werden. Sie müssen in Ihrer Handelsplattform die Optionen nicht einzeln handeln: Sie können die Kombination durch eine einzige Transaktion umsetzen. Dazu nutze ich persönlich gerne den OptionTrader der LYNX Handelsplattform.
Unter https://www.lynxbroker.ch/service/videotutorials/#OptionTrader erfahren Sie, wie Sie mithilfe des OptionTraders der LYNX Handelsplattform Optionen handeln und kombinieren können.
Schneller und mit weniger Aufwand handeln
Neben dem reduzierten Aufwand bei der Platzierung des Trades, indem Sie nur eine einzige Transaktion ausführen müssen, hat der Handel der Kombination in dieser Form einen weiteren Vorteil: Wenn Sie die Optionen einzeln handeln würden, würden Sie das Risiko eingehen, dass während Sie die eine Option handeln, durch irgendwelche unerwarteten Aktienbewegungen Ihnen der Preis der anderen Option davonläuft. Ihre Strategie läuft dann schon bei ihrer Eröffnung aus dem Ruder, nur weil die umständlichere Ausführung zu einer leichten Verzögerung geführt hat.
Noch brisanter wird es bei der Schließung der Position: Wenn es manchmal um Sekunden geht, um aus dem Trade noch den Gewinn mitzunehmen, werden Sie besser aufgestellt sein, wenn Sie in Ihrem Depot durch 1 Transaktion die bestehende Optionskombination auflösen können. Das gelingt noch einfacher, wenn Sie die Position auch als Kombination eröffnet haben. Ihre LYNX Handelsplattform wird nach der Eröffnung der Position die Optionskombination als solche erkennen und sie so in Ihrem Portfolio darstellen. Sie müssen dann nicht auf die einzelnen Optionen klicken, um die Position glattzustellen.
Steigen Sie sofort zum idealen Kurs ein
Sie werden diese Situation bestimmt kennen: Wenn Sie eine Option oder eine Aktie handeln wollen, versuchen Sie in der Regel, einen Kurs zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs zu „erwischen“, um den günstigsten Einstieg oder Ausstieg zu finden. Wenn Sie bei einer Optionen-Kombination die Optionen einzeln handeln würden, müssten Sie dieses Spiel 2 mal durchlaufen. Bereiten Sie die Optionen-Kombination zum Beispiel mit dem Strategy Builder des OptionTrader vor, müssen Sie nur einmal, für die ganze Kombination, den idealen Kurs suchen.
Vermeiden Sie die Blockade durch hohe Margin-Anforderungen
Wenn Sie die Optionen einzeln handeln würden, müssten Sie darauf achten, dass Sie zuerst die „Long“ Position eingehen, bevor Sie die „Short“ Position eröffnen. Angenommen Sie möchten zum Beispiel einen Bull Put Spread auf den S&P500 (Ticker: SPY) handeln, mit einem Long Put mit Basispreis 270$ und einem Short Put mit Basispreis 280$, beide mit einer Laufzeit von 44 Tagen. Würden Sie zuerst die Put Option mit Basispreis 280$ leerverkaufen wollen, müssten Sie die Margin von ca. 3.630€ zur Verfügung stellen (bei einem SPY Stand von 293$). Das könnte bei einem kleineren Konto eventuell nicht möglich sein: Sie könnten gegebenenfalls die Position gar nicht eröffnen.
Indem Sie aber im Vorwege die Put Option mit Basispreis 270$ kaufen, stellen Sie sicher, dass die Margin-Anforderung sofort auf die Margin des Bull Put Spreads beschränkt ist (ca. 800€).
Damit Sie aber nicht jedes Mal aufpassen müssen, dass Sie zuerst die „Long“ Position und nicht die „Short“ Position eingehen, handeln Sie doch lieber gleich den Bull Put Spread oder jede andere Strategie im Rahmen einer Optionen-Kombination und in einer einzigen Transaktion.
Erfassen Sie sofort den Breakeven und die Gewinnwahrscheinlichkeit
Wenn Sie die Optionen kombiniert handeln, sehen im Performance-Graph von Ihrem Trade in der Trader Workstation den richtigen Breakeven und die richtige Gewinnwahrscheinlichkeit von Ihrer Optionskombination. Das wäre nicht möglich, wenn Sie die Optionen einzeln handeln würden. Im letzteren Fall würden Sie nur die Breakevens und die Gewinnwahrscheinlichkeiten der einzelnen Optionen erkennen, nicht die der Kombination.
Mein persönlicher Tipp: Eröffnen und schließen Sie Optionen-Kombinationen wenn möglich immer durch eine einzige Transaktion.
Alle Vorteile von Optionskombinationen gegenüber einzelnen Optionen auf einem Blick
Fassen wir noch einmal alle Vorteile von Optionen-Kombinationen zusammen:
- Mit Optionskombinationen können Sie Ihr maximales Verlust-Risiko begrenzen.
- Mit Optionskombinationen können Sie Ihren Einsatz reduzieren, was für kleinere Depots von Vorteil ist.
- Mit Optionskombinationen haben Sie weniger Aufwand, um Positionen anzupassen.
- Mit Optionskombinationen können Sie eine unbegrenzte strategische Diversifizierung sicherstellen, die mit einzelnen Optionen nicht gegeben ist.
Fazit: Handeln Sie raffiniert durch die Kombination von Optionen
Das Schöne an Optionen-Kombinationen ist, dass Sie mehrere Optionen mit unterschiedlichen Basispreisen, unterschiedlichen Optionsarten (Calls und Puts) und unterschiedlichen Verfallsdaten verwenden können, um einzigartige Strategien zu entwickeln. Damit verfügen Sie über die Möglichkeit, von allen Marktlagen zu profitieren.
Die Begrenzung des Risikos sollte die erste Priorität eines Optionshändlers sein. Dafür sind die meisten Optionskombinationen wie vor allem Spreads geeignet. Wenn Sie Ihre Kapitalanforderungen angemessen halten wollen, sind Optionen-Kombinationen auf jeden Fall die bessere Wahl.
In Ihrer LYNX Handelsplattform lassen sich Ihre Optionskombinationen reibungslos durch eine einzige Transaktion ausführen. Dadurch vermeiden Sie die zeitliche Verzögerung, die durch die manuelle Eingabe einzelner Optionen entsteht.
Stellen Sie sich bei Kombinationen von Optionen einen Kochtopf vor, in den Sie unzählige Zutaten reinwerfen können, um das beste Rezept (Ihre Tradeidee) in ein raffiniertes Essen (die ausgeklügelte Optionsstrategie) zu verwandeln. Dagegen sind einzelne Optionen eher fad. Seien Sie ein Gourmet und handeln Sie Optionen-Kombinationen!
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