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/ Forschung
Flüchtiges Azeton in der Atemluft gibt Auskunft über Fitnesszustand
Die Bestimmung von Azeton in der Atemluft ist eine innovative Methode zur Messung der Fettstoffwechselaktivität bei körperlicher Belastung. Bereits in früheren Untersuchungen wurde ein Anstieg des Azetons bei submaximaler Ausdauerbelastung nachgewiesen. In der aktuellen Studie wurde nun in Zusammenarbeit mit Dr. Andreas Güntner aus dem Particle Technology Laboratory der ETH Zürich gezeigt, dass die Konzentration von Azeton in der Atemluft zwischen Ausdauertrainierten und Untrainierten unterscheiden kann. Damit gelingt erstmalig die Bestimmung des Fitness-Zustandes nicht-invasiv und direkt auf metabolischer Ebene, was den Weg weiter eröffnet in ein personalisiertes Training im Ausdauersport.
Im Detail wurden bei 20 fitten und unfitten, gesunden Personen im Alter von 19-39 Jahren eine individualisierte, submaximale Ausdauerbelastung über 55 min durchgeführt, gefolgt von einer 2-stündigen Ruhephase. Dabei wurden die Veränderungen im Fettstoffwechsel durch die Messung von Azeton analysiert. Es zeigte sich, dass Azeton in der Atemluft bei fitten Personen (VO2peak 48.2 ± 2.0 ml/kg/min) deutlich stärker (plus 46%) als bei unfitten Personen (32.7 ± 2.0 ml/kg/min) (plus 29%) ansteigt. Das stimmt mit im Blut gemessenen Werte der Fettstoffwechselaktivierung überein.
Auf der Basis der Analyse flüchtiger Atemluftpartikel eröffnet sich die Perspektive, zukünftig Ausdauertraining mittels Azeton und ggf. weiterer volatiler Marker der Atemluft zu steuern. Dies könnte bei der Anwendung von gezielten Trainingsprogrammen zur Verbesserung des Fettstoffwechsels bei extremen Ausdauerbelastungen nützlich sein. Auch könnte die Effektivität von körperlicher Aktivität im Rahmen einer angestrebten Gewichtsabnahme gesteigert werden. Zusammenfassend weist die Studie den Weg in die Zukunft einer modernen und noch stärker personalisierten Bewegungsmedizin.
Veröffentlicht wurde die Studie mit Dr. Karsten Königstein aus der Sport- und Bewegungsmedizin des DSBG als Erstautor im «Journal of Breath Researchhttps://iopscience.iop.org/article/10.1088/1752-7163/abba6c».