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Um gezielt Freiwillige für Einsätze zu finden, ist es wichtig ein Tätigkeitsprofil zu erstellen. Dies hilft Ihnen auf der einen Seite, die geeignete Zielgruppe für Ihre Einsätze zu definieren, anzusprechen und zu gewinnen. Auf der anderen Seite können Sie damit sicherstellen, dass Personen, die sich für Freiwilligenarbeit interessieren, ihre Stärken einbringen können und keine Erwartungen enttäuscht werden.
Erstellung der Profile
Im Tätigkeitsprofil werden die Aufgaben der zukünftigen Freiwilligen und Anforderungen, die sie erfüllen sollen, möglichst genau umschrieben. Ein Tätigkeitsprofil sollte folgende Fragen beantworten (vgl. DRK 2013: 35; Reifenhäuser/Reifenhäuser 2013: 106):
- Was ist das Ziel des Einsatzes?
- Was genau tun die Freiwilligen während ihrem Engagement?
- Was gehört nicht zu ihren Aufgaben?
- Wie viel Zeit müssen Freiwillige investieren, einerseits für die anfallenden Aufgaben, andererseits für Weiterbildungen, Austauschtreffen usw.?
- Wann beginnt das Engagement und wann endet es?
- Welche Fähigkeiten und Kompetenzen, welche Interessen sollten Freiwillige für diese Aufgaben mitbringen?
- Werden für das Engagement Arbeitsmittel benötigt (bsp. Auto beim Fahrdienst)?
- Was bieten wir den Freiwilligen (bsp. Weiterbildungen, Versicherung, Spesen, Begleitung)?
Achten Sie beim Erstellen des Tätigkeitsprofils darauf, den persönlichen und gesellschaftlichen Nutzen sowie die Freude am Engagement in den Vordergrund zu stellen.
Die erarbeiteten Tätigkeitsprofile sind die Grundlage für die Gewinnung von Freiwilligen. Es bietet sich an, diese in der Öffentlichkeitsarbeit zu verwenden, bsp. auf der eigenen Webseite, in Social Media, auf Flyern oder in Zeitungsannoncen; je nach Zielgruppe, die Sie für die Freiwilligenarbeit gewinnen möchten.
Fehlende Diversität der Profile
Durch die Erstellung von Tätigkeitsprofilen setzen Sie sich grundlegend mit Ihren angebotenen Einsatzmöglichkeiten auseinander. Möglicherweise bemerken Sie dabei, dass immer ähnliche Fähigkeiten und Kompetenzen von Freiwilligen gefordert werden oder der Zeitaufwand bei allen Einsätzen sehr hoch ist. Dies sind Zeichen dafür, dass die bestehenden Einsatzmöglichkeiten zu einseitig sind und diese diversifiziert werden sollten (vgl. DRK 2013: 35). Möglicherweise bemerken Sie aber auch, dass die Aufgaben oder die geforderten Kompetenzen zu viel sind für Freiwillige. Womöglich können die Aufgaben dann noch mehr aufgeteilt werden auf verschiedene Freiwillige mit unterschiedlichen Tätigkeitsprofilen? Oder es zeigt sich, dass die Aufgaben von bezahlten Angestellten übernommen werden müssen.