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Tibet Spaniel
FCI anerkannt: Gesellschafts- und Begleithunde (ohne Arbeitsprüfung)
Ursprüngliche Aufgabe
Wachhund, Haus und Hof frei von Ratten und Mäusen halten, Begleiter
Herkunft
Tibet (China) mit Patronat Grossbritannien. Die tibetischen Hunde zählen zu den ältesten Hunderassen der Welt. Wahrscheinlich ist, dass alle kleinen asiatischen Rassen Abkömmlinge ein- und desselben kleinen Hundes aus dem Hochland Tibets sind. Dabei entstanden in der Abgeschiedenheit der Klöster Lokalschläge. Ein Seemann brachte 1895 den ersten Tibet Spaniel namens «Ching» aus Indien nach England. Der kleine Hund war gegenüber Fremden abweisend, hatte ein rot glänzendes Fell und eine ausgeprägte Mähne. Frank Wormald brachte 1905 einen «bunten» Tibet Spaniel direkt aus Tibet nach England. Für die Zucht des modernen Typs wurden die beiden Geschwister-Hunde «Garpon» und «Potala», direkte Abkömmlinge tibetischer Klosterhunde sowie die Hündin «Dolma», welche 1947 aus dem osttibetischen Kloster Phari Dzong nach England kam, wichtig. Die Rasse wurde 1961 durch die FCI anerkannt. In der Schweiz fiel der erste Wurf 1973, der nur aus einem einzigen Welpen bestand. Verbreitung fand der Tibet Spaniel vor allem in Skandinavien.
Arbeitsweise
In den Dörfern wurde der Tibet Spaniel als kleiner Wachhund gehalten. In höher gestellten Familien war er Haushund, der Haus und Hof frei von Ratten und Mäusen hielt und wachte. In den Klöstern hatten die kleinen Hunde die Aufgabe, von einem erhöhten Punkt, wie zum Beispiel den Umfassungsmauern, Wache zu halten und alles Ungewohnte mit Gebell anzuzeigen. Ihr Gebell rief dann die grossen Do Khyi (Tibet Dogge, Tibet Mastiff) auf den Plan, die den Fremden vom Eindringen in das Klosterareal abhielten. Von den tibetischen Mönchen in den Klöstern wurde der Tibet Spaniel auch dazu abgerichtet, die Gebetsmühlen zu drehen, weshalb sie auch «Gebetshunde» heissen.
Aussehen
Der Tibet Spaniel soll klein, lebhaft und wachsam erscheinen. Die Schulterhöhe des Tibet Spaniels beträgt bis zu 25,4 Zentimeter, das Idealgewicht liegt bei 4,1 bis 6,8 Kilogramm. Seine Gesamterscheinung ist harmonisch, wobei die Länge seines Körpers geringfügig grösser ist als die Höhe am Widerrist. Die Augen sind dunkelbraun, strahlend und ausdrucksvoll, ziemlich weit voneinander gebettet, die Augenlider und der Nasenschwamm sind schwarz. Die Ohren sind hängend, die Rute hoch angesetzt, reich befedert und in der Bewegung fröhlich eingerollt über dem Rücken getragen. Sein Haarkleid, welches in allen Farben und Mischungen vorkommen kann, trägt der Tibet Spaniel in seidiger Struktur von mittlerer Länge, mit dichter, feiner Unterwolle.
Charakter
Der Tibbie soll fröhlich, intelligent und bestimmt auftretend sein. Er ist sensibel und Fremden gegenüber zurückhaltend. Zudem wird er als wachsam, treu, aber unabhängig beschrieben.
Gesundheit
Mögliche Probleme: Progressive Retinaatrophie (PRA), Patellaluxation (PL)
Spezielles
Die Bezeichnung Spaniel beim Rassenamen Tibet Spaniel ist irreführend, weil Spaniels zu den Jagdhunden gehören und dies auf den Tibet Spaniel nicht zutrifft. In seiner tibetischen Heimat heisst er «Jemtse Apso», was soviel wie «geschorener langhaariger Hund» bedeutet. Tibbies sind keine Schosshunde. Sie geniessen es, zu mehreren gehalten zu werden.
FCI Gruppe 9
Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion 2: Pudel
Gross-, Klein-, Zwerg- und Toy-Pudel
Sektion 4: Haarlose Hunde
Chinese Crested Dog (Chinesischer Schopfhund)
Sektion 6: Chihuahueno
Chihuahua
Sektion 10: Kromfohrländer
Kromfohrländer