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Das Projekt war in zwei Aktivitätsbereiche unterteilt, verbunden durch ein Synthesemodul. Der erste Bereich (blaue Säule) untersuchte die Chancen, die modulare Wassertechnologien für Schweizer Firmen darstellen. Dazu untersuchten wir im ersten Arbeitspaket (WP1) globale Industriedynamiken bei modularen Wassertechnologien, sowie die Position die Schweizer Akteure darin einnehmen. Wir fragten insbesondere in welchen Weltregionen der Wechsel von zentralen zu modularen Systemen besonders wahrscheinlich wäre, respektive wo wir ein erhöhtes Interesse für experimentelle Ansätze mit diesen Technologien erkennen können. Die Schweizer Initiativen untersuchten wir dahingehend, wie unterschiedliche Akteure sich in nationalen und internationalen Netzwerken bewegen und ob und wie sie dort Führungsrollen übernehmen. In einem zweiten Arbeitspaket (WP2) diskutierten wir die beobachteten globalen Trends mit privaten Akteuren, die sich in diesem Bereich engagieren, um mögliche erfolgreiche Strategien für die Schweizer Industrie zu bestimmen. Leider konnte dieser Teil wegen Covid nur eingeschränkt umgesetzt werden.
Der zweite Aktivitätsbereich (grün), befasste sich mit den Chancen und Herausforderungen, die modulare Systeme für die Betreiber und Regulatoren der Schweizer Siedlungswassersysteme darstellen. Zu diesem Zweck führte das Projektteam eine detaillierte Kostenanalyse durch (WP3) für den Übergang von einem weitgehend zentralen Abwassersystem hin zu einem hybriden mit einem kostenoptimalen Anteil künftiger modularer Systeme. Diese Abwägungen wurden auf der Basis realer Infrastrukturdaten in zwei Schweizer Gemeinden (Köniz und Schächental) durchgerechnet und es konnte gezeigt werden, dass unter realistischen Annahmen mit einem relativ bedeutenden Zuwachs (>20%) bis hin zu einem vollständigen (100%) Übergang zu modularen Systemen gerechnet werden muss. In einem weiteren Arbeitspaket (WP4) untersuchte das Projektteam mit welchen Betriebs- und Regulierungsansätzen eine grosse Anzahl modularer Systeme koordiniert und überwacht werden könnten. Beispiele aus dem Ausland dienten als Ausgangspunkt für die Entwicklung möglicher Organisationsformen in der Schweiz. Diese Erkenntnisse wurden in einer dreimal eintägigen Workshopreihe (zwischen Januar 2020 und September 2021) mit ausgewählten Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Kantonen, Gemeinden, Planungsbüros und Fachverbänden diskutiert und auf ihre Auswirkungen auf die jeweiligen Strategien der Akteure untersucht (WP5). Dies mündete in die Ausformulierung ein Positionspapier, das den Umgang der Schweizer Akteure mit modularen Wassersystemen unter verschiedenen Rahmenbedingungen sowie noch zu klärende Fragen identifizierte. Das Synthesemodul (WP6) integrierte die verschiedenen Einsichten, die in den Arbeitspaketen erarbeitet worden waren, um allfällige Vorteile einer frühen Auseinandersetzung mit dem Thema in der Schweiz zu bestimmen.