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Vor 60 Jahren schickte die Schweiz erstmals ein Kontingent unbewaffneter Soldaten ins Ausland. Ihre Destination: Nordkorea. Unter den knapp 100 Soldaten war auch Gottfried Weilenmann, der ein Jahr mit Reisen zwischen dem Norden und dem Süden verbrachte.Dieser Inhalt wurde am 26. Juli 2013 - 11:00 publiziert
Die Soldaten waren Teil von zwei Kommissionen, die im Zusammenhang mit dem Waffenstillstand von 1953 zwischen den beiden Kriegsparteien im Korea-Konflikt eingerichtet worden waren.
Die Schweiz hatte die Anfrage positiv beantwortet, zusammen mit Schweden, Polen und der damaligen Tschechoslowakei das vierte Land in zwei Kommissionen neutraler Staaten zu werden, die für die Repatriierung der Kriegsgefangenen (NNRC) und die Überwachung des Waffenstillstands (NNSC) zuständig waren.
Der damalige Schweizer Aussenminister Max Petitpierre sagte in einer Ansprache, die Landesregierung sei überzeugt, "dass wir uns an den internationalen Aufgaben beteiligen müssen, die im Dienste des Friedens stehen und mit unserer Neutralität nicht unvereinbar sind".
Die NNRC (Neutral Nations Repatriation Commission), die ihre Arbeit 1956 beendete, repatriierte die Kriegsgefangenen nach dem Koreakrieg. Für die NNSC (Neutral Nations Supervisory Commission), die bis heute besteht, waren zu Beginn folgende Aufgaben vorgesehen: Überwachung, Beobachtung, Kontrolle und Untersuchungen. Doch noch bevor sie ihre Arbeit aufnehmen konnte, wurde ihre Rolle auf die blosse Überwachung der Ein- und Ausfuhr von Personal und Material aus dem Ausland nach Korea an zehn Standorten beschränkt. (swissinfo.ch, Scott Capper und Christoph Balsiger)
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