Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03588.jsonl.gz/538

Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Vorfällen bei der Arbeit ist zwar offensichtlich, doch genaue Daten, insbesondere zu Arbeitsunfällen, gibt es kaum. Während bei schwerwiegenderen Arbeitsunfällen der Alkoholgehalt im Blut systematisch untersucht wird, ist dies bei leichteren Unfällen nicht immer der Fall.
1996 veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Bericht «Alcohol and the work-place». Diese Zahlen sind bis heute aktuell:
- Kurzzeitiges, unbewilligtes Fernbleiben von der Arbeit ist bei Personen mit einem problematischen Alkoholkonsum vier- bis achtmal häufiger.
- 15 bis 25% der Arbeitsunfälle sind auf Alkoholkonsum zurückzuführen.
- Die Wahrscheinlichkeit, dass Angestellte mit einem Alkoholproblem einen Unfall verursachen, ist schätzungsweise drei bis vier Mal grösser.
- Der Produktivitätsverlust einer Person mit einem Alkoholproblem wird auf ca. 15% geschätzt.
- Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt, dass weltweit drei bis fünf Prozent der Berufstätigen alkoholabhängig sind.
Zudem kommt eine gemeinsame Studie von BAG und SUVA von 2011 zu folgenden Befunden für die Schweiz:
- Der Anteil Angestellter mit einem problematischen Alkoholkonsum beträgt etwa 2%. Dies entspricht ungefähr 70‘000 Personen in der Schweiz.
- Die durch den Alkoholkonsum verminderte Produktivität, die vermehrten Absenzen und Unfälle führen zu jährlichen Kosten von einer Milliarde Franken für die Arbeitgeber.
Weitere Informationen finden Sie unter www.alkoholamarbeitsplatz.ch
Bild: © Gerd Altmann / pixelio.de