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Ein problematischer Drogenkonsum kann eine Beziehung stark negativ beeinflussen. Dein Geschwister entwickelt dadurch unangenehme Verhaltensweisen oder bleibt häufiger fern. Möglicherweise grenzt es sich von dir ab, zieht sich zurück und spricht nicht mehr offen mit dir. Sein Verhalten dir gegenüber kann aggressiv sein, es lügt dich an, hält seine Versprechen nicht, enttäuscht dich. Möglicherweise bittet dich dein Geschwister um Geld oder bestiehlt dich, oder bittet dich, die Eltern anzulügen, um es zu decken.
Der Bruder oder die Schwester sind nicht mehr dieselben oder einfach nicht mehr für einen da, obwohl sie, vielleicht als ältere Geschwister, Vorbilder sind und sich normalerweise um ihre jüngeren Geschwister kümmern. Nun ist dies nicht mehr so.
Solange der Substanzkonsum bestehen bleibt, wird dein Geschwister nicht mehr genau dasselbe sein. Seine Haltung, Motivation und Bedürfnisse werden anders sein.
Die Welt steht Kopf. Einerseits sind da die Sorgen und die Angst und andererseits die Trauer und Wut. Es ist schwierig und tut weh, wenn sich das Verhalten eines Familienmitglieds so negativ verändert.
Sucht ist eine psychische Krankheit. Das heisst, die Person ist so auf den Konsum fokussiert, dass andere Dinge und Personen vernachlässigt werden. Man tut und sagt Dinge, die eigentlich nicht so gemeint sind. Dies liegt nicht daran, dass dich die Person nicht respektiert, oder dich nicht liebt. Sie kann sich in dem Moment aufgrund der Krankheit nicht anders verhalten.