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Haushaltsbudgeterhebung: Ergebnisse 2019 Rund 12% des Haushaltsbudgets gingen 2019 für Steuern weg
23.11.2021 - Im Jahr 2019 betrug das durchschnittliche verfügbare Einkommen der Privathaushalte in der Schweiz 6609 Franken pro Monat. Ein Grossteil dieses Betrags – nämlich 4985 Franken – wurde für den Konsum von Gütern und Dienstleistungen verwendet. Für obligatorische Ausgaben wie Steuern, Sozialausgaben und Krankenkassenprämien gaben die Haushalte im Durchschnitt 31,0% ihres Budgets aus, nämlich 2973 Franken. Dies geht aus den Ergebnissen der Haushaltsbudgeterhebung 2019 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Das verfügbare Haushaltseinkommen entspricht dem Bruttoeinkommen abzüglich der obligatorischen Ausgaben. Darin eingerechnet sind die Einkommen sämtlicher Mitglieder eines Haushalts; ein solcher besteht in der Schweiz im Durchschnitt aus 2,11 Personen. Das Einkommensniveau von Einpersonenhaushalten ist oft tiefer als dasjenige von Mehrpersonenhaushalten, da mehrere Personen zum Haushaltseinkommen beitragen können.
Zum Haushaltseinkommen zählen nebst den monatlich ausbezahlten Löhnen und Zulagen auch die jährlichen Zahlungen wie zum Beispiel der 13. Monatslohn. Erhaltene Renten, Sozialleistungen und Überweisungen von anderen Haushalten sowie Vermögenserträge wie Zinsen und Dividenden werden ebenfalls dazugerechnet.
Nicht alle Haushalte verfügen jedoch über 6609 Franken pro Monat. 2019 wiesen 60% aller Haushalte ein verfügbares Einkommen auf, das unter dem schweizerischen Mittelwert lag.
Drei Viertel des Bruttohaushaltseinkommens stammen aus Erwerbstätigkeit
Die Erwerbseinkommen bildeten auch 2019 die wichtigste Stütze mit durchschnittlich 73,4% des Bruttoeinkommens, während die Renten und Sozialleistungen mit 21,0% die zweitwichtigste Einkommensquelle darstellten.
Die Vermögenseinkommen spielten 2019 für einen grossen Teil der Haushalte nur eine untergeordnete Rolle (im Mittel 4,0% des Bruttoeinkommens). Nur bei jedem siebten Haushalt machte dieser Anteil mehr als 5% des Bruttoeinkommens aus.
Die Überweisungen von anderen Privathaushalten (wie zum Beispiel Alimentenzahlungen) trugen im Durchschnitt 1,5% zum Bruttoeinkommen bei. Für jeden vierzigsten Haushalt stellten sie über einen Viertel des Bruttoeinkommens dar. Diese Einkommenssituation zeigte sich vor allem bei Einelternhaushalten.
31,0% des Bruttoeinkommens für obligatorische Ausgaben
Im Jahr 2019 betrugen die obligatorischen Ausgaben 2973 Franken pro Monat oder 31,0% des Bruttoeinkommens. Dabei bildeten die Steuern mit durchschnittlich 1180 Franken pro Monat bzw. 12,3% des Bruttoeinkommens den wichtigsten Posten.
Zu den obligatorischen Ausgaben zählen auch die Sozialversicherungsbeiträge (9,9% des Bruttoeinkommens) wie zum Beispiel die AHV- und Pensionskassenbeiträge, die obligatorischen Krankenkassenprämien (7,0%) sowie die monetären Transferausgaben an andere Haushalte (1,8%).
14,4% des Bruttoeinkommens für Wohnen und Energie
Für Konsumausgaben verwendeten die Haushalte im Jahr 2019 52,0% des Bruttoeinkommens. Dabei stellten die Ausgaben für Wohnen und Energie mit rund 1381 Franken (14,4% des Bruttoeinkommens) den wichtigsten Posten dar.
Weitere bedeutende Posten waren die Ausgaben für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (6,6%), jene für Verkehr (7,4%), jene für Gast- und Beherbergungsstätten (5,8%) sowie jene für Unterhaltung, Erholung und Kultur (5,3%).
Wie viel bleibt übrig?
Nach allen Ausgaben blieb den privaten Haushalten 2019 ein durchschnittlicher Betrag von 1232 Franken pro Monat oder 12,9% des Bruttoeinkommens zum Sparen übrig.
Die Haushalte der untersten Einkommensklasse (mit weniger als 4500 Franken Bruttoeinkommen) konnten generell keinen Sparbeitrag zur Seite legen; sie gaben oft mehr Geld aus, als sie einnahmen. Dieses Ergebnis steht nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem verhältnismässig hohen Anteil von Rentnerhaushalten (55%) in dieser Klasse, bei denen der Vermögensverzehr einen Teil des Haushaltsbudgets finanziert.
Wie sehen die aktuellsten Zahlen zum Haushaltsbudget aus?
Da die aktuelle Covid-19-Pandemie das Haushaltsbudget in den Jahren 2020 und 2021 relativ stark beeinflusst, werden mit dieser Medienmitteilung zusätzlich auch die aktuellsten Zahlen vom 3. Quartal 2021 publiziert.
Zusätzliche Informationen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.
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