Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03654.jsonl.gz/69

Solch hohe Temperaturen führen schnell zu Ermüdung und verminderter Konzentration von Studenten und Dozenten, schreibt die Luzerner Regierung. Die bestehende mechanische Lüftung soll deshalb nachgerüstet werden. Damit sollen die Temperaturen in den Räumen auch bei Vollbelegung künftig nicht über 26 Grad steigen. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Kredit in der Höhe von 5,8 Millionen Franken.
Neubau wurde ohne Klimaanlage geplant
Regierung und Parlament verzichteten 2006 bei der Planung des auf 144 Millionen Franken veranschlagten Uni-Neubaus neben dem Bahnhof Luzern auf eine Kühlung.
Die Anlagen seien auf das hygienisch notwendige Minimum hin ausgelegt worden, schreibt die Regierung. In der Immobilienstrategie des Kantons sei zudem festgehalten, dass kantonale Gebäude ohne Kühlung gebaut werden sollen, heisst es in der Botschaft weiter.
Bereits bei der Eröffnung des Neubaus Anfang September 2011 gab es Probleme. Am Tag der offenen Tür wurde die Feuerwehr aufgeboten, um das Gebäude mit Hochleistungslüftern zu kühlen. Im darauffolgenden Sommer erreichten die Temperaturen in mehreren Büros bereits am frühen Morgen 29 Grad und stiegen tagsüber bis 31 Grad.
Storen und Kippfenster nützten wenig
Mit den bisherigen Massnahmen wie dem Einbau von Kippfenstern, der Wärmedämmung durch Beschattung der Dachfenster und neuen Oberlichtern hätte das Problem nicht umfassend behoben werden können, schreibt Regierung.
Die Kosten für diese Anpassungen veranschlagt die Regierung auf rund 700'000 Franken.
Das Volk genehmigte 2006 den Kauf und den Umbau des ehemaligen Postbetriebsgebäudes neben dem Bahnhof für die Universität und die Pädagogische Hochschule für rund 144 Millionen Franken. Gemäss provisorischer Bauabrechnung sei der Kredit um rund 12 Mio. Franken unterschritten worden, schreibt die Regierung. Die Nachrüstung mit einer Klimaanlage soll 2015 fertig sein.