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Machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein Name so hoch ist! Jesaja 12,4
Als das fromme Gretchen dem Dr. Faust die berühmte Frage nach der Religion stellt, gibt dieser die ausweichende Antwort: «Nenn es dann, wie du willst, nenn’s Glück! Herz! Liebe! Gott! Ich habe keinen Namen dafür! Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch, umnebelnd Himmelsglut.»
Ist der Name, die genaue Bezeichnung für Gott und Glaube, unwichtig, «Schall und Rauch»?
Anders sieht es das Märchen «Rumpelstilzchen», wo die Müllerstochter innerhalb von drei Tagen den Namen des Männchens herausfinden muss, das ihr geholfen hat. Als ihr dies gelingt, kann sie mit dem Aussprechen des Namens das grausame Versprechen aufheben, ihm ihr erstes Kind zu geben. Denn im Namen liegt ein grosses Potential.
Auch Gott enthüllt in seinem Namen sein Wesen. In seinem Namen lässt Gott sich von seinem Volk finden und bindet sich an den Rufer. Daher soll der Name nicht missbraucht werden. Dennoch: Der Name «Ich bin, der ich bin» ist eine Aussage, die die Auskunft über Gottes Sein verweigert. Wer Gott wirklich ist, wird man an seinem Tun erkennen.
Was sind eigentlich Gottes Werke an mir und in mir, die ich anderen kundtun soll? Wo hat Gott mich verändert?
Gottes Sein und mit ihm auch mein Sein sind im Werden.
Von Barbra Heyse-Schaefer