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Seit Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich eine Hochschul- und Laborarchitektur, in der das Patent als Schutzbrief für technische Neuerungen eine besondere Rolle übernimmt. Zunächst entstehen Rastersysteme mit regelmässig positionierten Tragstrukturen, in die Böden, Decken, Innenwände und Fassaden mittels variierenden Anschlusskonstruktionen eingesetzt werden. Diese vornehmlich auf strukturelle Logik und Technik ausgerichtete Architektur gewinnt in vielerlei Hinsicht Modellcharakter: Geschaffen werden elementierte Fertigteilstrukturen, die eine wirtschaftliche Bauorganisation gewährleisten. Die Modularisierung der Konstruktion korreliert mit dem auf Rationalität zielenden Forschungs- und Bildungsanspruch der Hochschulen, die vor allem in der Bundesrepublik Deutschland, aber auch in der Schweiz und Österreich errichtet werden.