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Allgemeines:
Bosnien und Herzegowina ist ein Staat in Südosteuropa und liegt im westlichen Teil der Balkanhalbinsel . Er hat eine insgesamt 1459 km lange Außengrenze zu seinen drei Nachbarstaaten. Davon entfallen 932 km auf Kroatien, welches das Land in einem Bogen nördlich und westlich umgibt, 302 km auf Serbien im Osten und 225 km auf Montenegro im Südosten. Auf wenigen Kilometern grenzt es zudem bei Neum an das Mittelmeer. Das Land ist in weiten Teilen durch eine bewaldete Mittelgebirgslandschaft geprägt, wobei der Gipfel des südlich von Foca an der montenegrinischen Grenze gelegenen Maglic-Massivs mit 2.386 m der höchste Punkt ist. Insbesondere in den westlichen Landesteilen und der Herzegowina, ist ein Teil des Berglandes verkarstet. Große Landesteile sind nur dünn besiedelt, der Grossteil der Bevölkerung lebt im Raum Sarajevo sowie in den Tälern der größeren Flüsse. Die wichtigsten Flüsse des Landes sind Save und Drina, die Bosnien und Herzegowina im Norden und Osten begrenzen, sowie die Bosna, welche im Landesinneren entspringt und in die Save mündet. Fast das gesamte Gebiet Bosniens gehört zum Einzugsgebiet der Save bzw. des Schwarzen Meeres, während die Flüsse der Herzegowina - zum Teil unterirdisch - in die Adria fliessen.
Klima /Wetter:
Bosnien und Herzegowina liegt im Übergangsgebiet zwischen mediterranem und kontinentalem Klima. Im Winter ist es sehr kalt und ein kalter Fallwind vom Landesinneren führt zu starken Böen und Stürmen. Im Süden des Landes sind die Sommer heiss.
Jüngste Geschichte Bosniens:
Bosnien und Herzegowina erklärte 1992 seinen Austritt aus dem Staatsverband Jugoslawiens und ist seither eine unabhängige Republik. Die internationale Anerkennung erfolgte am 17. April 1992. Es folgten drei Jahre Krieg zwischen serbischen, kroatischen und bosnisch-muslimischen Einheiten. Am Ende des Bosnienkrieges stand der 1995 unterzeichnete Dayton-Vertrag, der die föderale Republik Bosnien und Herzegowina schuf, die allerdings noch unter den Folgen des Krieges und den anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Volks- und Religionsgruppen leidet.
Auch der Tourismus konnte sich auch kriegsbedingt nur langsam entwickeln, seit einigen Jahren kommen immer mehr Touristen nach Bosnien und Herzegowina – insbesondere nach Mostar und Sarajevo. Wichtige Ziele sind z. B. die "Alte Brücke von Mostar", prächtige historische Kirchengebäude und Moscheen und die Raftingangebote auf den Flüssen Neretva, Una und Drina.
Achtung Minen!
Während in den Städten und grösseren Agglomerationen nun deutliche Anzeichen einer Erholung der Kriegsfolgen erkennbar sind, geht dieser Prozess in den ländlichen Gebieten langsamer vor sich. Die grösste Gefahr in Bosnien und Herzegowina bilden die unzähligen Minen und Blindgänger (Im Jahre 2004 wurden 16 Menschen bei Minenunfällen getötet). Das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) empfiehlt deshalb in einer aktuellen Mitteilung (Jahr 2009), sich strikte an die asphaltierten Strassen zu halten und keinesfalls ungemähte Wiesen, brachliegende Felder oder Hausruinen zu betreten.
Radfahren:
Wer sich über schöne Strecken in Bosnien informieren möchte, bekommt vor allem einen Tipp: Die Route Mostar - Sarajevo! (So erging es zumindest mir). Auf unseren ca. 300 km durch Bosnien war ich dann positiv überrascht, dass auch die restlichen Abschnitte sehr schön zu fahren waren. Schöne Hügellandschaften, ländliche Gebiete, Wälder, steile Berge, Flüsse und Seen. Auch das Verkehrsaufkommen war häufig eher niedrig bzw. nähe Sarajevo gut aushaltbar. Viele Tunnels prägten unsere Route, die meisten waren dabei unter 100 m. Um zu vermeiden, dass sich im Tunnel ausgerechnet auf unserer Höhe zwei Lastwagen/Autos kreuzen müssen, bevorzugten wir in längeren Tunnels öfters das Gehen oder Fahren auf dem schmalen, holprigen Troittoirrand im Tunnelinnern. Ansonsten fühlte ich mich auf den Strassen sicher, das Fahrverhalten der Auto- und Lastwagenfahrer fand ich oK.
Camping / Uebernachtungen
Es gibt nur sehr wenige Campingplätze in Bosnien. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass künftig immer mehr "Private" einen Platz zum Campen anbieten werden. Gleich zwei Campingplätze entdeckten wir bei den Jablanicko Jezero (Seen), dazu ist der Campingplatz direkt vor Sarajevo ideal gelegen für eine Sightseeing in der Stadt. Ob wild campen offiziell verboten/erlaubt ist weiss ich nicht; Plätze zum wild campen sind jedenfalls vorhanden und Probleme bekamen wir deswegen nie.
Bei der Routenplanung zu berücksichtigen:
- Mostar
- Route Mostar - Sarajevo
Bosnien aus meiner Sicht:
Ehrlich gesagt hatte ich mich über Bosnien eher schlecht als gut informiert. Mit dem einzigen Tipp, dass die Route Mostar - Sarajevo sehr schön sei, machte ich mich auf, Bosnien zu erkunden. Leider liess der Zeitplan der 17 tägigen Tour durch Kroatien, Bosnien und Montenegro nicht allzu grosse Fantasien bezüglich der Routenwahl zu. Ich wurde überrascht von der einfachen, schönen Landschaft Bosniens. Es hatte zwar nicht die spektakulären Highlights, die ein paar andere Länder bieten, aber das Fahren in den schönen Berg- und Hügellandschaften, durch einfache Bauerndörfer, entlang der Flüsse und Seen hat einfach Spass gemacht. Dazu die kulturellen Highlights von Mostar und die Besichtigung von Sarajevo. Ich bin überzeugt, dass Bosnien noch viel mehr zu bieten hat als ich in dieser kurzen Zeit erleben durfte. Ich hoffe, dass irgendwann die Zeit kommt, wo Minen in Bosnien kein Thema mehr sind uns somit mehr Biker den Reiz Bosniens entdecken können.
Anforderungen:
Auch in Bosnien gibt schöne Gebirgslandschaften und ein paar Strassenpässe. Etwas Kondition wäre entsprechend gut für die Moral.
Persönliche Bewertung:
Ich nehme viele Eindrücke aus Bosnien mit. Landschaftlich reizvoll und dazu hat das Land auch kulturell einiges zu bieten.
Gedanken vor Tourbeginn...
In wenigen Stunden fährt unser Bus Richtung Zadar in Kroatien. Morgen um ca. 11. 00 Uhr startet unsere Tour dann definitiv. Wie vor jeder Tour ist meine Vorfreude riesig, auch wenn wir für die Tour druch Kroatien, Bosnien und Montenegro nur 2 1/2 Wochen Zeit haben. Die Route ist so geplant, so dass wir nebst der Küste vor allem auch das Landesinnere, also auch das "wirkliche Leben abseits des Tourismus" kennen lernen werden. Natürlich aber freue ich mich auch auf einige erholsame Stunden an den hoffentlich schönen Sandstränden am Meer und schöne Momente mit Rebi. Ein einziges, dafür sehr grosses Fragezeichen gibt es bezüglich den Minenfeldern in gewissen Regionen. Ich habe dazu viele Erfahrungsberichte gelesen, die zwar teilweise auch schon einige Jahre her sind, aber für mich trotzdem sehr relevant sind: Es gibt auch heute noch viele Minenfelder und die Möglichkeit, dass nicht (mehr) alle gekennzeichnet sind, scheint aufgrund der Berichte zumindest möglich. In diesen Gebieten müssen wir also sehr, sehr vorsichtig sein, gerade was das wild campen oder das einfache Betreten der Landschaft abseits der Strassen betrifft. Ueber die Geschwindigkeiten und Ueberholmannöver der Autofahrer scheinen sich auch die meisten Fahrradfahrer einig zu sein. Es ist milde ausgedrückt nicht gerade ungefährlich als Fahrradfahrer. Da ich doch schon einige Länder in Europa befahren habe bin ich natürlich gespannt, ob ich auf dieser Tour ein neues Mass an "Gefahr" kennen lernen werde oder alles halb so wild ist. Ich freue mich sehr, dass die Tour durch drei verschiedene Länder führt. Die Landschaften entlang der gewählten Route sollen teilweise sehr schön sein. Ich bin darüberaus sehr gespannt wie gebirgig die Länder bzw. wie kräftezehrend die Aufstiege sind, Gerade Montenegro ("Schwarze Berge") scheint ja sehr bergig zu sein. Ich hoffe, dass wir trotz sprachlicher Unterschiede mit den Einheimischen ins Gespräch kommen, nette Menschen kennen lernen werden und beim wild campen die richtigen Plätze auswählen werden. Von Pannen und gesundheitlichen Problemen können wir durchaus verschont bleiben... Und nun gehts los... Die Tour beginnt!
13.06.2009 Sveti Rock – Kistanje 80 km
Ueber Nacht erreichten wir mit dem Car Kroatien. Wir hatten riesiges Glück, denn einerseits durften wir im 2-stöckigen Car oben an vorderster Front sitzen (mit mega tollem Blick) und andererseits liess uns der Car-Chauffeur auf Nachfrage anstatt im Zentrum von Zadar bereits bei der Autobahnausfahrt Sveti Rock, nördlich des Mali Alan Passes raus. So konnten wir unseren Tourstart bereits 1 Stunde früher als geplant starten und konnten dazu auch noch ein paar km sparen, welche wohl eher nicht zu den Highlights gehört hätten. Die Tour konnte nun also im Hinterland Kroatiens beginnen. Ab Sveti Rock planten wir, nicht über den Mali Alan, sondern zunächst etwas ostwärts Richtung Gracac zu fahren, um dann das Velebit-Gebirge am südlichsten Pass-Uebergang (Prezid-Pass) Richtung Süden zu überqueren. Der motorisierte Verkehr war bei sonnigen 25 Grad eher bescheiden, also sehr angenehm. So erreichten wir nach einem vergleichsweise eher kürzeren Aufstieg schon bald die Passhöhe des Prezid-Passes auf 766 m.ü.M. Kurz nach der Passhöhe verliessen wir die Hauptstrasse und bogen links auf eine schmale, alte Passstrasse ab und folgter dieser bis Kastel Zegarski. Auf diesem spannenden, einsamen Streckenabschnitt entschieden wir uns, obwohl offiziell keine Minenwarnungen optisch ersichtlich waren, die Strasse nicht zu verlassen. Dies änderte sich nur einmal, als wir zum ersten landschaftlichen Highlight dieser Tour kamen: Nähe der Krupa (Fluss bzw. Ortschaft) zeigte sich uns plötzlich ein atemberaubender Blick von einem Felsvorsprung hinunter zur Schlucht mit dem Fluss Krupa. Ein herrlicher Ausblick! Wir folgten der Strasse weiter, häufig mit Aufstiegen und kleinen Abfahrten verbunden bis Kastel Zegarski. Um möglichst direkt Richtung Sibenik zu gelangen, entschieden wir uns dann nach dem Prezid-Pass gleich noch einen zweiten, allerdings kleinen Pass (Klanac-Pass 425 m.ü.M.) Richtung Medvida zu fahren. Der ca. 6 km lange und teilweise recht steile Aufstieg forderte uns ziemlich, da der ganze Aufstieg auf mässigem Schotter gefahren werden musste. So kamen wir auf der holprigen Unterlage teilweise nicht mehr vorwärts, so dass wir die Bikes auch mal kurzzeitig schieben mussten. Exakt auf der Passhöhe wechselte dann aber zu unserer Freude der Belag wieder auf Asphalt und so gings dann rasant bergab. Zwischen Medvida und Kistanje wurden wir dann Zeugen der traurigen Geschichte dieser Gegend. Ueberall Schäden aus Kriegszeiten, kaum ein normales Haus, zerstörte Bushaltestellen, überall Ruinen. Richtige Geisterdörfer, ausser uns keine Menschen und kaum Verkehr (ca. 4 Autos auf 20 km) sichtbar. Aber auch hier waren keine Minenschilder zu sehen. Ob hier wirklich alles sicher und entmint ist??? Später entdeckten wir dann wieder ein paar einzelne, bewohnte Häuser. Da unser Trinkvorrat schon seit längerer Zeit leer war und wir in dieser verlassenen Gegend kein Trinkwasser besorgen konnten, nutzten wir die erst beste Gelegenheit und wandten uns beim ersten bewohnten alten Bauernhof an eine alte Frau. Sie liess uns in ihrer Wohnung unsere leeren Flaschen mit Wasser auffüllen, dabei ergaben sich ein paar Kommunikationsversuche, die jedoch leider aus sprachlichen Gründen scheiterten. In Kistanje erlebten wir dann wieder etwas mehr Leben. In einem kleinen Dorfladen kauften wir unser Nachtessen ein, wir entdeckten sogar 2 – 3 Restaurants und spielende Kinder. Ein schöner Anblick nach der Zeit der Geisterdörfer! Gegen Ende unseres Fahrtages erblickten wir dann auch noch unser 1. (fast..) totes Lebewesen auf der Strasse; ein Fuchs, sein Kopf bewegte sich noch ganz wenig... Nun haben wir wenige km ausserhalb von Kistanje unser Zelt aufgestellt. Der erste Tag hat bereits viele Eindrücke hinterlassen. Morgen besuchen wir den Nationalpark Krka nördlich von Sibenik. Wir sind gespannt was uns morgen erwartet.
14.06.2009 Kistanje – Ljubitovica 86 km
Ein letztendlich doch noch anstrengender Tag neigt sich dem Ende zu. Wiederum durften wir ein Highlight erleben. Nach dem wir gegen 8.30 Uhr starteten, erreichten wir gegen 10.30 Uhr den Haupteingang zu den Krka-Fällen bei der Ortschaft Skradin. Für 95 Kunas / Person wurde es uns freigestellt, ob wir mit dem Schiff, zu Fuss oder per Bike die 4 km lange Strecke zur Skradinski buk bewältigen möchten. Wir entschieden uns für unsere Fahrräder und durften dafür auf der gut fahrbaren Schotterstrasse einen idyllischen Blick auf den Fluss Krka geniessen. Bei der Skradinski buk angekommen kamen wir dann ins Staunen ab der Schönheit dieses aussergewöhnlichen Wasserfalls. Der 46 m hohe Skradinski buk gilt mit seinen 17 dicht aufeinander folgenden Travertin-Stufen auf einer Länge von 400 m als einer der schönsten Wasserfälle Europas. Der Wasserfall setzt sich zudem aus Inseln und Seen zusammen, welche dank eines Netzes von Pfaden und Brücken besichtigt werden können. Sogar baden ist in einem eingezonten Teil nähe des grossen Wasserfalls erlaubt. Verständlich also, dass sich hier auch viele Touristen tummeln und für Speis und Trank gesorgt wird. Wir verweilten fast 3 Stunden in dieser schönen Gegend, assen gemütlich zu Mittag, gönnten unseren Füssen eine willkommene Abkühlung und ein paar Bäume luden zu einem kurzen „Nickerchen“ im Schatten ein. Dann aber gings weiter Richtung Sibenik wo wir erstmals für kurze Zeit das Meer erblickten. Wir folgten dann der Hauptstrasse 58 wieder ins Landesinnere Richtung Trogir. Leider war uns dabei nicht ganz bewusst, dass wir dazwischen ein Aufstieg von Meereshöhe auf schätzungsweise 500 – 600 m.ü.M. zu bwältigen hatten. So mussten wir unsere ursprüngliche Idee bzw. Vorfreude, heute erstmals am Meer zu übernachten, aufgeben. Nun haben wir unser Zelt auf einer Wiese irgendwo nach Ljubitovica inmitten der Natur aufgestellt. Wahrscheinlich beginnt morgen schon bald die Abfahrt hinunter ans Meer. Darauf freuen wir uns bereits jetzt. Speziell am heutigen Sonntag war noch, dass wir in einigen Dörfern beobachten konnten (Dorfplatz, Restaurants), wie ein Lamm am Grillspiess gebraten wurde. Ein kleines Sonntagsfestmahl, welches auch unseren Augen und Riechsinne nicht verborgen blieb. Ebenfalls haben wir heute die ersten Touren-Biker (aus Polen) angetroffen, sie fuhren jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Wie bereits gestern war das Verkehrsaufkommen bzw. das Verhalten der Autofahrer sehr angenehm. Das Trinkwasser war auch heute eher knapp, so dass wir bei einem Restaurant nachfragen mussten. Auch wild campen wäre auf der ganzen heutigen Route immer wieder möglich gewesen, brauchbare Plätze hat es in der Gegend genug. Dies wars für heute. Da mein Hunger durch das Schreiben nicht kleiner wird, endet hier der heutige Tagesbericht. Nun kochen wir uns eine grosse Portion Pasta.
15.06.2009 Ljubitovica – Baska Voda 100 km
Der heutige Fahrtag begann um 07.00 Uhr mit einer langen Abfahrt nach Trogir. Das war die Belohnung für den gestrigen Aufstieg. Von Trogir aus sahen wir dann gut auf die frühere „Lepra-Halbinsel“ Ciovo. Wir waren dann gespannt auf die Fahrt der Küste entlang und waren dann etwas enttäuscht, denn der Abschnitt Trogir – Split auf der Nebenstrasse war zwar flach, aber überhaupt nicht radelnswert. Wenig sehenswerte Orte, Autoabgase, Industrie und kaum freie Blicke zum Meer. Um die Stadt Split nördlich zu durchfahren, benötigten wir dann (wie fast immer bei grösseren Städten) einen kühlen Kopf, Mut und den Schutz von ganz oben. Die Strasse wurde mehrspurig (bis 4 spurig!), die Autos rasten blödsinnig schnell, und wir mussten dabei die Spuren wechseln... Glücklicherweise schafften wir es gesund und „nur“ mit 1 brenzligen Situation ans Ende der mehrspurigen Strassenführung. Bereits kurz nach Split begann dann eine schöne Küstenroute, eben im Verlauf und durch die Nähe zum Meer sehr schön zu fahren. Das Städtchen Omis versprühte dann als erste Küstenortschaft wirklichen Charme. Ab Omis gings dann regelmässig rauf und runter, bis dann sogar eine längere Steigung hinauf zur Verzweigung zum Dubci-Pass führte. Beim Aufstieg trafen wir auf 2 jüngere Franzosen, welche seit Januar und noch bis im September durch Europa biken; Genial! Dieser Streckenabschnitt der „Jadranska Magistrala“ (Nationalstrasse 8 bzw. Adriatische Küstenstrasse) erhöht über dem Meer war dann auch trotz des langen Aufstiegs eine wahre Augenweide. Die Strasse folgte dem felsigen, steilen Gebirgshang, das Meer vor Augen und ein wunderschöner Blick hinunter zu den Buchten, bis uns die Strasse wieder steil abwärts auf Meereshöhe brachte. Bei der ebenfalls schönen Ortschaft Baska Voda haben wir nun erstmals einen Campingplatz aufgesucht. Da wir bereits vor der Camping-Beschilderung ins Dorf hinunter fuhren, konnten/mussten wir auf einem Spazierweg entlang der Küste zum Campingplatz fahren und wurden so erstmals Zeuge der in teil Kroatien herrschenden FKK-Kultur. Da wir den Camp bereits um 13.30 Uhr erreichten, reichte es noch gemütlich für ein Bad im Meer. Die erste Dusche on Tour steigerte unser Wohlbefinden ebenso nochmals. Den Abend verbrachten wir dann mit einem Spaziergang ins Dorf und einem feinen Nachtessen in einem Restaurant am Strand. Hinter uns waren nochmals die markanten, steilen Berge sichtbar. Eindrücklich und schön dieser Anblick! Nun machen wir uns auf eine etwas unruhigere, da lautere Nacht hier auf dem Campingplatz gefasst.
16.06.09 Baska Voda – Bacina 51 km
Eigentlich hatten wir uns für heute einen halben Ruhetag vorgenommen. Doch da wir etwas länger schliefen, wir es generell heute etwas gemütlicher nahmen und dann dort wo wir gemäss einer unserer Strassenkarten einen Campingplatz erwartet hätten (Gradac) keiner war, wurde es bei einem Start um 09.45 Uhr doch noch 15.00 Uhr bis wir unsere Tagesetappe beendet hatten. Die Tour heute erstreckte sich vorwiegend auf der schönen Makarska Riviera (Name der 45 km langen Route zwischen Brela im Norden und Gradac im Süden). Schon nach einem kurzen Startabschnitt erreichten wir denn auch die Ortschaft Makarska, welche wir dann auch kurz besichtigten. Ein wirklich hübsches, touristisches Städtchen direkt am Meer mit vielen schmucken Restaurants, vielen Marktständen und einem kleinen Hafen. Danach gings entlang der Riviera immer wieder leicht auf und ab, aber fast dauernd inmitten der mächtig steilen Berge zur Linken bzw. dem Meer zur Rechten. Viele schöne Buchten konnten wir bestaunen, nicht immer aber war klar, wie man dort tief hinunter kommen kann... Auch wild campen wäre in Notfall in dieser Landschaft gut möglich. Unterwegs trafen wir auch noch 2 Biker an. Mit dem Einen, aus Wien stammend und primär von Insel zu Insel unterwegs bis Dubrovnik, kamen wir dann während einer kurzen Verschnaufspause auch ins Gespräch. Dann trafen wir in Gradac ein, wo eben eine unserer Strassenkarten einen Campingplatz zeigte. Wir hatten diese Ortschaft gewählt, weil es der letzte Campingplatz an der Küste gewesen wäre, bevor wir dann Richtung Bosnien und Montenegro ins Landesinnere fahren. Nach Konsultation der anderen Karte sowie Nachfrage im Dorf mussten wir dann aber zur Kenntnis nehmen, dass es in dieser Gegend keinen Campingplatz gibt. So fuhren wir gezwungenermassen weg vom Meer bergauf ins Landesinnere weiter bis zu den Bacinska jezera (Seen), wo unsere Karte den nächsten Campingplatz anzeigte. Nichtsahnend nahmen wir noch eine letzte Kurve um einen Hügel, als sich uns diese wunderschöne Gegend mit den vielen kleinen Seen umringt von Bergen zeigte. Wir fuhren dann rasant abwärts ins Dorf Bacina an den Seen, doch da teilte man uns mit, dass der Campingplatz erst im Juli öffnen würde... Ohne dies selbst zu überprüfen entschieden wir uns, trotzdem den Seen entlang zu fahren und dabei ev. eine freie Wiese zum wild campen zu finden. Und welch Freude; nach wenigen hundert Metern fanden wir eine hübsche, kleine Wiese direkt am See, allerdings auch sehr nah vor einem bewohnten Haus. So entschlossen wir gleich direkt bei dem Hausbewohner um Erlaubnis zu fragen eine Nacht zu campen und es wurde ohne grosse Ueberlegung und Mimik erlaubt. Da wir nicht sicher waren ob uns dieser ältere Herr wirklich verstanden hatte, fragten wir auch noch einen jüngeren Bekannten. Als auch dieser keine Einwände hatte konnten wir endlich durchatmen. Mega toller Platz hier! Ein paar wenige Einheimische sonnen sich auf dieser schönen Wiese während der der Junge Mann sein kleines Boot frisch streicht. Ein paar Kinder schwimmen im See und geniessen das erfrischende Wasser. Uns wird nicht gross Beachtung geschenkt. Wir geniessen einfach diese wunderbare Sicht auf den See, die Ruhe und auch wir haben den Sprung ins erfrischende Wasser noch vor uns...
17.06.2009 Bacina (Cro) – Gornja Grabovica (Bos) 110 km
Nachdem wir gestern Abend unserem Körper noch etwas Abkühlung im Bacinska jezera gönnten und wir am späten Abend noch ein wahres “Frosch-Quack-Konzert” erleben durften, starteten wir heute bereits um 07.00 Uhr. Da unsere Magen aber noch leer waren, gabs bereits bei Ploce eine Frühstückspause. Gleich anschliessend zeigte sich uns das grosse Neretva-Delta, auf das ich schon sehr gespannt war. Denn hier mündet der Fluss Neretva, welcher im Südosten Bosnien-Herzegowinas entspringt, in das stark gegliederte, 196 km2 grosse Delta und dann ins adriatische Meer. Obwohl ich zunächst wenig beeindruckt war von dieser Landschaft, änderte sich dies später doch noch als ich diese riesige Fläche etwas erhöht aus anderer Perspektive zu sehen bekam. Vorher jedoch führte uns der Weg bei Opuzen nordwärts, definitiv weg vom Meer Richtung Metkovic an der Grenze zu Bosnien. Die Route verlief schön parallel zur Neretva. An der Grenze angekommen hiess es „Passport please“ und da waren wir also in Bosnien. Es ging weiter vorwiegend der Neretva entlang, allerdings war sie nicht mehr so häufig im Blickfeld der Strasse. Die erste Minarette zeigte sich und Lieferwagen voll mit Melonen sowie dutzende Stände mit Früchten und Gemüse prägten das Strassenbild. Ein frontal und seitlich starker Wind sorgte zudem den ganzen Tag nebst regelmässig überholenden Lastwagen für eine gewisse Konstante. Viele Tunnels, wobei die meisten unter 100 m Länge waren, sorgten wegen den Lastwagen für etwas Respekt. In Mostar, der grössten Stadt der Herzegowina machten wir dann eine längere Pause und wurden von der sehr schönen Altstadt positiv überrascht. Besonders beim Wahrzeichen Mostars, der „Stari most“ (Alte Brücke) drängten sich viele Besucher und wollten ein Foto der geschichtsträchtigen Brücke machen. Die Brücke wurde im Bosnienkrieg 1993 zerstört und dann zwischen 1996 und 2004 wieder aufgebaut. Die Brücke, welche über die den Fluss Neretva führt, verbindet den mehr bosniakisch geprägten Ostteil mit dem stärker kroatisch geprägten Westteil der Stadt. Heute soll die Stari Most ein Symbol für das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Völker in Mostar und Bosnien-Herzegowina sein. Beim Gang durch die schmalen Gassen der Altstadt zogen wir dann auch einige Blicke auf uns. Während wir dann in einem Restaurant etwas zu Essen (einheimische Cevapcici – Hackfleischröllchen) einnahmen, ertönte aus den entfernten Minaretten leise die Stimme des Muezzins. Als wir uns zur Weiterfahrt entschlossen, zeigte sich uns dann ausserhalb der Altstadt noch ein anderes Bild von Mostar. Links und Rechts der Strassen zeigten sich uns viele im Krieg zerstörten Gebäude. Hier wie vor wenigen Tagen in Kroatien überkam mich beim Anblick dieser Schäden schon ein etwas mulmiges, trauriges Gefühl. Einige km nach Mostar wurde das Landschaftsbild dann eindrücklich. Die Strasse führte uns zwischen steilen, hohen Berghängen der Neretva entlang, weiterhin mit kaum Steigungen. Lange Zeit sah es deshalb aus, dass in diesem engen Tal wild campen sehr schwierig sein würde. Doch dann entdeckten wir wenige km vor Gornja Grabovica (Hinweis: bevor die Autobrücke über den See Richtung Donja Dreznica führt) eine schmale Strasse hinunter zum Fluss. Die Frage dabei war nur, was der Sinn und Zweck des etwa 1,50 m hohen und mehreren Metern lange, unebene Steinhaufen auf der ganzen Breite der Strasse zu bezwecken hatte...? Zu zweit schoben wir unsere Fahrräder über das Gesteine und fanden prompt unten am Fluss eine etwas verwilderte Wiese, wo wir schliesslich umgeben von hohen Bergen und nur wenige Metern entfernt vom Fluss unser Zelt aufstellen konnten. Auch jetzt gerade windet es noch eher stark, trotz Wolken aber ist es weiterhin trocken. Hoffen wir dass es so bleibt und geniessen weiterhin dieses herrliche Panorama um uns herum.
18.06.2009 Gornja Grabovica – Sarajevo 90 km
Während der Nacht regnete es mehrmals, am Morgen dann aber wars glücklicherweise trotz Bewölkung wieder trocken. Nachdem wir uns von unserem „Flussweg“ wieder hinauf zur Hauptstrasse bewegten, wurden wir noch von 2 wild kleffenden Hunden bedrängt. Glücklicherweise wie bisher immer auf Touren ohne Folgen. Mit einem kleinen Schrecken konnten wir dann also gegen 07.15 Uhr wach Richtung Sarajevo fahren. Die Route blieb entgegen unserer Erwartung vorerst eher eben. Der Lastwagenverkehr blieb noch bis Jablanica mässig stark. „Probleme“ machten nun eher die nun länger werdenden Tunnels. Die schmalen Trottoirränder im Tunnelinnern nahmen wir so gerne zum Anlass, darauf zu fahren oder bei zu grossen Unebenheiten bzw. Löchern die Velos zu schieben (Tunnel auf Passhöhe). Nach Jablanica erreichten wir den sehr schönen Jablanicko Jezero (See). Die Strasse verlief dabei schön direkt dem See entlang und sogar 2 Campingplätze waren ausgeschildert (Anfang und Ende See). Dann, nach der Ortschaft Podorasac begann der von uns früher erwartete Passaufstieg. Mit einer Steigung von 9 % strampelten wir passaufwärts, während die grossen Lastwagen im Schritttempo (!) abwärts fuhren. Da die Auffahrt 2-spurig verlief, hatten wir bzw. die Auto- und Lastwagen viel Platz zum überholen, was uns sehr entgegen kam. Obwohl wir bis zu diesem Zeitpunkt relativ viele Pausen machten (Kaffee trinken, Gespräch mit Personen an der Tankstelle), erreichten wir bald nach Mittag die Passhöhe des Ivan sedlo auf 959 m.ü.M. Die letzten ca. 600 m durch einen Tunnel liefen wir dabei unserer Gesundheit zu Liebe auf dem schmalen Rand im Tunnel. Die Abfahrt nach Sarajevo endete dann gegen 15.00 Uhr beim Campingplatz direkt vor der Stadt. Hier muss ich kurz eine Story erzählen: Nach dem wir das Zelt aufgestellt hatten und ich gerade dabei war die Fahrräder abzuschliessen, hörte ich plötzlich Schreie aus unserem Zelt. Rebi...? In ihrer Velotasche entdeckte sie eine ca. 30 cm lange Schlange, die sich wohl gestern über Nacht den Weg in ihre Tasche gesucht hatte... Wir kehrten die Tasche schliesslich um und liessen die Schlange zischend davonschleichen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir von anderen Campingbesuchern keine Schreie vernommen... Nach diesem Schreck entschlossen wir uns, trotz Müdigkeit noch für unsere 1.Kleiderwäsche (Handwäsche) und anschliessender Besichtigung der Altstadt von Sarajevo. Die Fahrt mit dem Tram dauerte fast 50 min und war ein Thema für sich. Fast wie auf einer Freizeitbahn schüttelte und rüttelte es uns richtig hin und her, die Tür gleich neben mir öffnete sich dabei immer wieder wegen den abrupten Bewegungen. Aber es machte Spass; andere bezahlen schliesslich Geld für ein solches Gefühl... Beeindruckend war auch die Umgebung: Von riesigen (eher hässlichen) Wohnblöcken, zu neuen bunten und modern wirkenden Bauten, dazwischen aber auch zerstörte, bombardierte Gebäude. Die Altstadt selber ist eher klein, aber sehr fein und multikulturell mit vielen kleinen Restaurants und Läden. Eine pulsierende, lebendige Stadt und die Menschen scheinen trotz unterschiedlichen Religionen und Kulturen gut miteinander leben zu können. Wie mir zu diesem Thema (Krieg, Konflikte) gestern ein Einheimischer erzählte, sind/waren nicht die Bürger das Problem, sondern das Militär bzw. die Politik. Nun haben wir also die mehrfach empfohlene Route Mostar – Sarajevo hinter uns gebracht. Vor allem der südliche Teil des Passes war häufig wunderschön und der Verkehr gut aushaltbar. Zum Schluss noch ein Vermerk zum Thema Essen im Restaurant: Wir gönnten uns bisher zweimal (in Mostar und Sarajevo) ein Essen; die Portionen, vor allem die Fleischmengen sind riesig! (ca. 3 mal soviel Fleisch wie in Schweizer Restaurants). Kostenpunkt für 2 Menus mit Gegrilltem, 2 Salate und 2 Getränke 20 – 25 BAM (= ca. CHF 20.00). Mega!
19.06.2009 Sarajevo – Brod 73 km
Das war wieder ein toller Tag heute! Zunächst hatten wir am Morgen zwar etwas Mühe in die Gänge zu kommen, aber dies lösten wir damit, dass wir erst nach einem gemütlichen freien Morgen den Campingplatz verliessen. Wir starteten also gegen 12.00 Uhr bei warmem, sonnigem Wetter Richtung Süd-Osten (Hauptstrasse 18), welche uns dann morgen nach Montenegro führen sollte. Ueber diese heutige Etappe hatten wir absolut keine Infos (Verkehr, Landschaft etc), deshalb hatte ich mich schon mal auf eine eher unspektakuläre Etappe eingestellt. Welch Irrtum! Die Route Sarajevo – Brod war ein kleiner Leckerbissen. Kaum Verkehr, eine Fahrt durch ländliche Dörfer, wenig Zivilisation, Wälder und Hügel... Bis zur Passhöhe des Rogoj-Passes auf 1163 m.ü.M. bewältigten wir zwei grössere Aufstiege, dazu begegneten wir einem einsamen, ganz winzigen weissen besitzerlosem Hündchen, welches ganz scheu versuchte, uns beim Aufstieg zu folgen. Oben auf der Passhöhe stand nur ein grosses Denkmal mit Namen, Geburts- und Todesjahr vieler 1992 während des Krieges verstorbenen Menschen. Einige von Ihnen waren da gerade mal 20 jährig... Die Passabfahrt war dann ein Knüller: Unverändert tolle Landschaft und eine Abfahrt die dauerte, dauerte... Bereits die morgige Tour über das Durmitor-Gebirge von Montenegro im Hinterkopf, löste diese lange Abfahrt nebst dem Fahrspass gleichzeitig etwas Unbehagen aus. Dann wurden wir sogar noch mit einer sehr schönen Fahrt durch eine Schlucht belohnt, auch diese Abfahrt dauerte wieder... Als es dann wieder mal eben weiterging und einige Häuser sichtbar wurden, sprang dann auch noch ein junges Reh aus einem Vorgarten heraus bis fast auf die Strasse. Jugendliche Bewohner konnten das junge Reh aber gerade noch einfangen. Gegen 17.00 Uhr kehrten wir noch in einem Restaurant ein und assen mal wieder das einheimische Menu Cevapici. Hier benütze ich auch erstmals auf dieser Tour ein Steh-Kloh. Rebi allerdings hatte dieses Vergnügen bereits vor dem heutigen Tag in Bosnien kennengelernt. Kurz vor der Ortschaft Brod haben wir gegen 18.30 Uhr auf Nachfrage neben einem Haus direkt am Bach und umgeben von Bäumen das Zelt aufgestellt. An einem Kirschenbaum durften wir uns sogar bedienen. Nebst tollen Landschaften erlebten wir heute vermehrt Ortsschilder in kyrillischer Schrift. Im Süden Bosniens war dies kaum mehr zu sehen bzw. auf der Tafel zugesprayt worden. Nun geniessen wir die Ruhe am Bach und schauen etwas kritisch dem Aufstieg morgen Richtung Durmitor Gebirge entgegen. Aktuell schätzen wir noch auf einer Höhe von etwa 200 m.ü.M. Die 2 Pässe morgen des Nationalparks liegen auf über 1900 m.ü.M....
20.06.2009 Brod (Bos) – Trsa (Montenegro) 61 km
Welcome in Montenegro. Das war erneut ein Super Tag. Mega tolle Route, aber auch super anspruchsvoll! Um 08.10 Uhr starteten wir mit noch leeren Mägen, deswegen machten wir noch in Brod eine gemütliche Frühstückspause. Danach wechselten wir die Flussseite für die ca. 26 km lange Strecke zur Grenze. Diese Streckenabschnitt (man kann kaum glauben dass man sich auf einer Hauptstrasse befindet) war bereits sehr schön, erneut entlang einer Schlucht, kaum Verkehr mit einem gleichmässigen Anstieg bis wir schliesslich hoch erhoben über dem Fluss Drina waren. Ganz nach dem Motto „wie gewonnen so zerronnen“ gings dann aber schon wieder rasant abwärts zur Ortschaft Hum, vorbei an einem Campingplatz wo auch River-Rafting angeboten wird. Zwischen dem Zoll von Bosnien und Montenegro überquerten wir dann eine einfach Holzbrücke, welche über die Tara führte. Und wie erwartet, kaum in Montenegro, begann auch schon ein 10 km langer mit 7% Gefälle ausgewiesener Aufstieg zum Piva-See (Stausee). Dort angekommen gings in wunderbar fjordähnlicher Landschaft (vergleichbar mit Norwegen!) dem 20 km langen Piva-See entlang, die Berge ragten beidseitig empor (erstmals Schnee auf den Spitzen sichtbar) und die vielen kurzen Tunnels gaben uns dabei immer wieder eine willkommene Abkühlung. Kurz vor Pluzine bog dann ein etwas sonderbar dunkler Tunnel links ab und eine Strassentafel kündigte uns an was folgt: Ein Anstieg mit 10% Gefälle! Diese schmale, aber asphaltierte Strasse war ein Erlebnis! Denn genau diesen steilen Berg, welchen wir unten am Piva-See noch bestaunt hatten, gings nun imponierend steil und rasant aufwärts. Kurvenreich, steil, auf der Strasse lagen immer wieder Steine von Steinschlägen gings Stück für Stück aufwärts, dabei immer wieder durch kleine Tunnels, der Piva-See wurde immer kleiner... Hier trafen wir auch auf 3 Polen by Bike, welche gerade noch die Abfahrt genossen und uns für den Aufstieg viel Glück wünschten... Ihre Route führte sie weiter nach Serbien. Als der imposante Aufstieg geschafft war, führte uns die Strasse weiter ost- und aufwärts nach Trsa. Endlich dann zeichnete sich ein Ende ab, die Landschaft wurde breiter, bis sich uns schliesslich bei Trsa eine wunderschöne Hochebene präsentierte. Wow...! Die letzten ca. 500 m hinauf zum „Bergrestaurant“ wurden wir zu unserer Ueberraschung von einem Kamera-Team gefilmt. Oben im Restaurant wurden wir dann vom serbischen TV, welche gerade hier oben waren und versuchen das Land touristisch besser zu vermarkten, um ein Interview gebeten. Auch andere, jedoch organisierte und geplante Gäste wurden in ihrem Element gefilmt und interviewt. Angeblich ist die Ausstrahlung des Zusammenschnitts auf September 2009 im serbischen TV geplant. Nachdem wir unseren Energiehaushalt mit etwas zu Essen wieder hergestellt hatten, schlugen wir unser Zelt erneut wild direkt neben einem Haus mit Restaurantbetrieb auf mit herrlichem Blick auf die naturbelassene Hochebene. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und zuvorkommend, nur ein kleiner weisser Welpe bringt uns mit seinem Spieltrieb etwas aus der Ruhe. Seit 2 Tagen fahren wir nun auf fast einsamen, landschaftlich wunder schönen Routen. Auf den heutigen 60 km gabs keine Einkaufsmöglichkeit (letzte in Brod). Für die Fahrt über das Durmitor-Gebirge mit den 2 Pässen hatten wir heute keine Kraft mehr. Morgen ist ja auch noch ein Tag.
21.06.2009 Trsa – Zabljak 36 km
Heute regnete es bereits in der Nacht, ebenso am Morgen und überhaupt praktisch den ganzen Tag. So liessen wir uns mit dem Aufstehen Zeit und gönnten uns in der bewirteten Hütte neben dem Uebernachtungsplatz noch ein einheimisches Frühstück (Spiegeleier, Brot, salzige Butter, Ziegenkäse, Speck, Kaffe und Tee). Wir fühlten uns sehr wohl hier, die Leute waren sehr gastfeundlich und nett. Auch gestern Abend diskutierten wir noch lange mit Daniel (Sohn des Hüttenwartes), spielten mit seiner 2 jährigen Schwester sowie dem aktiven spielfreudigen Welpen. Um 10.15 Uhr starteten wir dann aber trotz Nebel und Regen zu unserer Kurz-Tour hinüber über die zwei Pässe nach Zabljak. Die Landschaft hier im Durmitor Gebirge war atemberaubend schön, die Strasse asphaltiert und diese Ruhe zwischen den Berggipfeln, welche höchstens durch die Schaf- oder Kuhherden unterbrochen wurde. Dieses Landschaftsbild erinnerte mich denn auch stark an die schottischen Highlands (sogar das Wetter passte...). Nachdem wir den ersten Pass, den Prijespa auf 1884 mü.M. überquert hatten, folgte kurz später auch der zweite Pass; der Sedlo auf 1908 m.ü.M. In dieser Gegend zeigten sich dann auch tatsächlich noch ein paar wenige schneebedeckte Stellen seitlich den Strassen. Auch der Bobotov kuk, der höchste Berg Montenegros mit 2523 m.ü.M. konnten wir erblicken. Nachdem wir einen Hirten um ein Erinnerungsfoto auf der Passhöhe gebeten hatten, folgte die Abfahrt hinunter nach Zabljak, welche wir wegen Kälte und Nebel nicht in vollen Zügen geniessen konnten. Erneut vorbei an Schafen und Kühen erreichten wir bald das vor allem im Winter wegen dem Skifahren touristische Zabljak. Trotz Nebel und Kälte war nicht zu übersehen, wie aktuell gerade hunderte (!) Hütten und Häuser gebaut werden, welche vor allem dem Tourismus gedacht scheinen. Im Dorf erkundigten wir uns bei der Touristen-Info nach einer günstigen „Sobe“. Für 10 Euro / Person erhielten wir dann ein Zimmer. So konnten wir wieder mal Duschen, unsere Sachen (Zelt etc) trocknen lassen und uns wieder etwas aufwärmen. Nach 2 Tagen mit sehr vielen Höhenmetern in den Beinen sind wir froh, dass wir uns heute nur für diese kurze Route (mit 2 Pässen) entschieden haben. Nun sind wir gespannt wies weiter geht, landschaftlich wie auch wettermässig...
22.06.2009 Zabljak – Babljak (bei Kolasin) 90 km
Nach einem wunderbaren Schlaf in unserer „Sobe“ starteten wir um 09.30 Uhr einen weiteren Tourtag. Leider regnete es auch heute wieder in regelmässigen Abständen, die Sonne dagegen sahen wir kaum. Auch kühl wars noch in der Höhe. Von Zabljak gings erwartungsgemäss vorwiegend abwärts zur ca. 24 km entfernten Tara-Brücke. Die Tara Schlucht ist Europas längste und tiefste Schlucht und gehört (nebst der Colorado-Schlucht USA, dem Colca-Tal in Peru und einigen asiatischen Schluchten) zu den grössten Schluchten der Welt. Allerdings ist die Tara Schlucht kaum zugänglich und somit nicht jenes Highlight das sich viele erwarten. Aber trotzdem, wer Montenegro besucht, sollte die Chance wahrnehmen und von der Tara Brücke aus die Schlucht ansehen. Eine einzige andere Möglichkeit wäre nämlich nur noch by River-Rafting direkt auf der Tara. Nach ein paar Fotos fuhren wir entlang der Tara flussaufwärts Richtung Mojkovac. Nach ein paar auf und abs und erneut wenig Verkehr erreichten wir Mojkovac, wo wir noch etwas bosnisches Geld in Euro wechseln konnten und uns ein Mittagessen gönnten. Die Weiterfahrt Richtung Kolasin war dann wieder von stärkerem Gegenwind geprägt und auffällig war, dass erstmals seit der Tagesroute nach Sarajevo (am 18.06.2009) wieder eine normale Anzahl Fahrzeuge unterwegs waren. Dies bedeutet, dass wir jetzt über 200 km ruhige, teilweise fast einsame Routen erleben durften! Bei einem Einkauf kurz vor unserem Uebernachtungsplatz kamen wir auch erstmals mit vielen neugierigen Kindern in Kontakt, die uns umzingelten und von Helm bis Velo und Gepäck alles genau anschauten bzw. anfassten und Rebi viele Löcher in den Bauch fragten.. Wir hatten dann eigentlich noch vor einen Teil des vor uns liegenden Passes auf 1045 m.ü.M. in Angriff zu nehmen, aber der Regen wurde wieder stärker und so bevorzugten wir es die heutige Etappe möglichst trocken zu beenden. Hinter der Strasse haben wir ein Stück Rasen entdeckt, wo wir bis morgen früh bleiben werden. Nichts speziell schönes, aber es tuts bis morgen.
23.06.2009 Babljak – Cetinje 105 km
Regentag Nr. 3 in Folge. So packten wir unser nasses Zelt und starteten im Regen-Vollschutz Tenue gegen 07.30 Uhr in Erwartung eines harten Passaufstiegs. Doch zu unserer grossen Ueberraschung dauerte der Aufstieg nur noch eine ganz kurze Zeit, so dass wir mit einem Lächeln den auf 1045 m.ü.M. gelegene Crkvine-Pass erreichten. Und was folgte war noch besser; eine lange Abfahrt welche schlussendlich in der Hauptstadt Montenegros in Podgorica endete. Speziell zu erwähnen gilt, dass die Stadt in einer weiten Ebene auf bloss 45 m.ü.M. liegt und unsere Abfahrt also 1000 Höhenmeter betrug. Auf diesem Weg fuhren wir wieder durch eine imposante Schlucht entlang dem Fluss Moraca. Steile, imposante Felswände, kurze Tunnels, Wasser welches von den teils überhängenden Felsen auf uns prasselte, aber auch Fahrzeuge die uns durch die Wasserlachen voll spritzten gehörten zur Geschichte dieses Tages. Wir besuchten auch die schöne Anlage des orthodoxen Klosters Moraca, welches 1252 gebaut wurde und eindrückliche Gemälde und Fresken zeigt. In Podgorica assen wir dann zu Mittag und machten uns auf Richtung Cetinje, wodurch wieder ein Aufstieg auf über 600 m.ü.M. nötig wurde. Da morgen nochmals ein letzter Pass vor uns liegt, konnten wir so bereits einige Höhenmeter bewältigen. Nun sind wir gespannt auf die Bucht von Kotor.
24.06.2009 Cetinje – Herceg Novi 68 km
Um 07.30 Uhr starteten wir in Cetinje auf 669 m.ü.M. mit dem Wissen, den letzten Pass unserer diesjährigen Tour direkt vor uns zu haben. Der Start glückte insofern, dass wir wieder mal bei trockener Witterung abfahren konnten. Für den restlichen Tag wars dann bei geschätzten 18 Grad wechselhaft mit Sonnen- und leichten Regenabschnitten. Die Passstrasse war dann auch sehr angenehm und schön zu fahren. Auf der schmalen Strasse mit kaum Verkehr gings kurvenreich hinauf bis wir den Cekanje-Pass auf 1006 m.ü.M. erreichten. Darauf folgte eine kurze Abfahrt zu einer grösseren Hochebene, welche durch ein paar Dörfer führte und uns dann erneut zu einem kurzen Aufstieg auf 900 m.ü.M. zwang, bevor wir schliesslich den sagenhaften Anblick der Bucht von Kotor geniessen durften. Von da an gings mit einer herrlich langen Abfahrt und einem einmaligen Panorama runter nach Kotor auf Meereshöhe. Dabei trafen wir seit längerem wieder auf andere Touren-Biker (2 Paare). Zufall war es auch, als wir unten vor der Altstadt Kotors die 3 Polen angetroffen haben, welche wir bereits am 20.06.2009 vor dem Aufstieg zum Durmitor-Gebirge angetroffen hatten. Wir besuchten dann die hinter Stadtmauern und vor einem Berg gelegene Altstadt. Natürlich ging es hier ziemlich touristisch zu und her, aber die verwinkelten Gassen, historischen Bauwerke, die einzigartigen Stadtmauern (bis auf 260 Höhenmeter am Berg), aber auch die vielen Restaurants hatten wirklich Charme. Für die Weiterfahrt nahmen wir dann auf Anraten anderer Biker das innere, enge Küstensträschen via Prcanj nach Lepetani. Eine äusserst gute Wahl: nur wenig Verkehr, einen nette, leicht holprige asphaltierte Route nahe der Häuser und direkt dem Meer entlang. Bei Lepetani schifften wir dann mit der Autofähre (by Bike gratis) zur anderen Uferseite nach Kamentari. Gerade noch bevor der Regen wieder einsetzte, konnten wir um 16.00 Uhr beim Campingplatz nach Zelenika unser Nachtlager aufstellen. Obwohl unsere Vorfreude auf eine gemütliche Dusche enttäuscht wurde (nur Kaltwasser unter freiem Himmel), tat die kurze, kalte Dusche gut. Dies war der letzte Bericht aus Montenegro. Morgen geht’s „zurück“ nach Kroatien.
25.06.2009 Herceg Novi (Montenegro) – Dubrovnik (Kroatien) 55 km
Die offiziell letzte Etappe unserer Bike-Tour 2009 war eine der wenigen bzw. die einzige unspektakuläre Route. Hervorzuheben gibt es trotzdem, dass wir endlich wieder mal einen regenfreien Tag geniessen durften. Jetzt gegen Abend gewittert es jedoch bereits wieder hinter den Bergen in nächster Nähe. Der Grenzübergang Montenegro – Kroatien verlief wie bisher alle Grenzübergänge problemlos. Doch auch zum Schluss hatten wir nochmals einige auf und abs zu bestehen, welche unsere Oberschenkel nochmals beanspruchten. Dann wenige km vor Dubrovnik konnten wir endlich mal (bewusst) das offene Meer (ohne Inseln davor) bestaunen. In Dubrovnik konnten wir nun zum Tour-Schluss noch den 1000-Tour-km „feiern“. Auf dem Campingplatz der Stadt nahe des Meers machen wir nun erstmals Pause, der 1.Ruhetag der Tour steht also an. Dann werden wir uns die Altstadt Dubrovniks ansehen und möchten natürlich nochmals am Strand die Beine hochlagern. Uebermorgen (Samstag) geht’s dann mit dem Express Bus nach Split, wo wir dann die 2 übrigen freien Tage mit Sightseeing in Trogir und Split nützen möchten. Geplant ist dazu die Uebernachtung auf dem Campingplatz zwischen diesen beiden Städten direkt beim Flughafen. Am Dienstag, 30.06.2009 fliegen wir dann zurück in die Schweiz. Nun hoffen wir also auf ein paar erholsame Ferientage. Das wars von der Tour 2009 durch Kroatien, Bosnien und Montenegro.
Unsere Route im Jahr 2009
|Datum||Strecke||Distanz||Fahrtag||Nacht|
|12.06.2009||Busfahrt nach Kroatien (nähe Zadar)|
|13.06.2009||Sveti Rock - Kistanje||80 km||11.30 - 18.30 Uhr||wild|
|14.06.2009||Kistanje - Ljubitovica||86 km||08.30 - 19.00 Uhr||wild|
|15.06.2009||Ljubitovica - Baska Voda||100 km||07.00 - 13.30 Uhr||Camping|
|16.06.2009||Baska Voda - Bacina||51 km||09.45 - 15.00 Uhr||wild|
|17.06.2009||Bacina - G.Grabovica (BOS)||110 km||07.00 - 17.00 Uhr||wild|
|18.06.2009||G.Grabovica - Sarajevo||90 km||07.15 - 15.00 Uhr||Camping|
|19.06.2009||Sarajevo - Brod||73 km||12.00 - 18.30 Uhr||wild|
|20.06.2009||Brod - Trsa (MNE)||61 km||08.10 - 16.00 Uhr||wild|
|21.06.2009||Trsa - Zabljak||36 km||10.15 - 14.00 Uhr||Zimmer|
|22.06.2009||Zabljak - Babljak||90 km||09.30 - 18.00 Uhr||wild|
|23.06.2009||Babljak - Cetinje||105 km||07.30 - 17.30 Uhr||wild|
|24.06.2009||Cetinje - Herceg Novi||68 km||07.30 - 16.00 Uhr||Camping|
|25.06.2009||Herceg Novi - Dubrovnik (CRO)||55 km||07.30 - 12.00 Uhr||Camping|
|26.06.2009||Ruhetag (Besichtigung Dubrovnik)|
|27.06.2009||Busfahrt nach Split||15 km||Camping|
|28.06.2009||Ruhetag (Besichtigung Trogir)|
|29.06.2009||Ruhetag (Besichtigung Split)|
|30.06.2009||Rückflug Split - Genf|
|Total||1020 km|
Südosteuropa 2009
Start der Tour im Hinterland von Kroatien
Aufstieg zum Prezid Pass
Herrlicher Blick zur Krupa
Schotterweg zum Klanac Pass
Bilder zwischen Medvida und Kistanje...
Start zum 2.Tourtag
Kistanje nach Ljubitovica
Krka Fälle bei der Skradinski buk
Bald gibts zu Essen...
Jadranska Magistrala (Ljubitovica - Baska Voda)
Baska Voda - Bacina
Makarska
Bacinska Jezera
Neretva Delta (Bacina - Gornja Grabovica)
Grenze zu Bosnien
Route Gornja Grabovica nach Sarajevo
Die Strasse führte schön entlang der Neretva
Mostar rückt näher...
Die Altstadt von Mostar
Stari most - Das Wahrzeichen der Stadt
ein anderes Bild aus Mostar...
Schöner Uebernachtungsplatz an der Neretva
Abendessen um 19.45 Uhr
schöne Gegend zwischen Mostar und Sarajevo
Jablanicko jezero
Passaufstieg zum Ivan sedlo
Ankunft in Sarajevo
Route Sarajevo nach Brod
Einfach mal absitzen und auftanken
Er versuchte uns zu folgen, vergebens...
Schulgelände
Hauptstrasse zur Grenze Montenegros
noch 2-3 km bis zur Grenze
Gleich nach der Grenze der Aufstieg zum Pivasee
Route nach Trsa
Auf dem Weg passierten wir viele solcher Tunnels
Aufstieg Teil 1 geschafft - Der Piva See
es folgte ein weiterer (sehr knackiger) Aufstieg den Berg hoch
Blick zurück zum See
diese Route hatten wir bereits hinter uns gebracht
dann folgte eine herrliche Hochebene um Trsa - Glücksgefühle!
gibts schöneres...?
Freundliche Gastgeber, Daniel mit seiner Mutter und der kleinen Schwester
Route Trsa - Zabljak
Aufstieg zu den Pässen des Durmitor Gebirges
Ausser uns hatte es nur noch Schafe und Kühe
Sedlo Pass auf 1908 m.ü.M.
Route Zabljak nach Babljak
Tara Brücke
Blick zur Tara Schlucht, der längsten und tiefsten Schlucht Europas!
neugierige Genossen...
Route Babljak nach Cetinje
Tiefebene um Podgorica auf 45 m.ü.M.
Aufstieg zum Cekanje Pass auf 1006 m.ü.M.
Es zeigt sich langsam die Bucht von Kotor
Altstadt von Kotor
Wallfahrtskirche "Maria vom Felsen" bei Kotor
Von Kotor gings wieder zurück nach Kroatien Richtung Dubrovnik
Ankunft in Dubrovnik (CRO)
Franjo-Trudman-Brücke bei Dubrovnik
Burg Kamerlengo in Trogir - Die Tour endete dann in Split