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Angefälle
(Anevelle), die Einkünfte des
Lehns, welche während der Unmündigkeit des Vasallen dem Lehnsherrn als Lehnsvormunde
zustanden, wobei es diesem gestattet war, dieselben, wenn er selbst sie nicht beziehen wollte, einem andern zu verleihen.
Diese nutznießerische Vormundschaft des Lehnsherrn hat sich jedoch zeitig verloren, indem der gewöhnliche, nicht notwendig
lehnsfähige Vormund das Interesse des Mündels auch in betreff der Lehngüter wahrnahm. Einzelne Partikularrechte haben
die Lehnsvormundschaft mit
Angefälle beibehalten. In einem weitern
Sinne versteht man unter
Angefälle das gesamte den
zu bevormundenden
Personen anfallende Vermögen oder auch
Anfall (s. d.), Erbanfall, angefallenes Gut überhaupt.