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Die althergebrachte Überzeugung, ein dickes Baby sei automatisch ein gesundes Baby, wird langsam von der Überzeugung abgelöst, dass das Baby besser in die Höhe und nicht in die Breite wächst. Lassen Sie sich nicht von der traditionellen Idee leiten, weil Ihr Baby sowohl in späteren Kinderjahren als auch im Erwachsenenalter eventuell unter den Folgen zu leiden hat.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und in Spanien die Estrategia para la Nutrición, Actividad Física y Prevención de la Obesidad (NAOS-Strategie; Strategie für Ernährung, physische Entwicklung und Vermeidung von Fettleibigkeit), in die verschiedene Unternehmen aus der Kinderheilkunde eingebunden sind, haben Warnhinweise ausgegeben, weil Fettleibigkeit bei Kindern allmählich ein besorgniserregendes Ausmass annimmt. Laut Berechnungen der WHO gab es 2005 ungefähr 20 Mio. übergewichtige Kinder unter fünf Jahren, und zwar nicht mehr grösstenteils in den Industrieländern. Das Problem des Übergewichts dehnt sich auch auf andere, weniger entwickelte Länder aus.
Obwohl die Bestimmung des Übergewichts und der Fettleibigkeit bei Kindern zwischen 5 und 14 Jahren aufgrund eines fehlenden weltweit einheitlichen Standards recht komplex ist, dient ein Körpermassenindex über 80 Perzentil als Hinweis auf Fettleibigkeit.
Es ist nachgewiesen, dass dicke Kinder eher dazu tendieren, auch im Erwachsenenalter an Fettleibigkeit zu leiden und damit anfälliger für schwere Behinderungen und vorzeitigen Tod sind. Übergewicht in den ersten Lebensjahren kann ausserdem zu einem erhöhtem Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Erwachsenenalter führen.
Zwei Massnahmen helfen Ihnen dabei, das zu vermeiden: gesunde Ernährungsgewohnheiten in der ganzen Familie und zusätzliche körperliche Betätigung, die für einen ausgewogenen Kalorienhaushalt unbedingt notwendig ist.
Die Ernährung sollte der so genannten Mittelmeerdiät entsprechen: viel Obst und Gemüse, reichlich Fisch und Hülsenfrüchte und eine reduzierte Fett- und Zuckerzufuhr.