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Deiker,
1) Johannes Christian, Tier- und Jagdmaler, geb. zu Wetzlar als Sohn des Zeichenlehrers am dortigen Gymnasium, Friedrich D., der später in Paris unter David Porträtstudien machte und längere Zeit in England als Porträtmaler lebte. Von ihm erhielt der Sohn den ersten Unterricht, dann ging er auf die Zeichenakademie in Hanau, besuchte das Städelsche Institut in Frankfurt und war Schüler von Jakob Becker. Von Braunfels aus, wo er eine Zeitlang bei dem Fürsten Solms lebte, ging er auf ein Jahr nach Antwerpen. 1843 begann er die Ausübung der Malerei mit Erfolg im Porträtfach, bis er sich in Braunfels, mit Vorliebe der Jagd obliegend, mehr und mehr der Darstellung des jagdbaren Wildes widmete, worin er seitdem manche recht schätzbare Bilder brachte, z. B. aus neuester Zeit: Hirsche in der Kalbzeit, Hund mit Hasen, Hund auf der Jagd, Hühnerhund vor einer Kette Feldhühner und ähnliche. 1868 ließ er sich in Düsseldof (Anmerkung des Editors: richtig: Düsseldorf) nieder.
2) Karl Friedrich, Jagdmaler, geb. zu Wetzlar, Bruder des vorigen, besuchte in Hanau die Realschule und seit seinem 16. Jahr die dortige Zeichenakademie, wo er sich der Tiermalerei widmete. 1858 zog er nach Karlsruhe zu ¶
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Schirmer, unter dessen Leitung sein erstes größeres Bild entstand, ein angeschossener, von drei Schweißhunden verbellter Hirsch (im Besitz des Großherzogs von Baden). 1859 machte er eine Studienreise nach dem Reinhardtswald und brachte als Frucht derselben eine Sauhatz (im Besitz des Großfürsten Michael von Rußland) und eine zweite, die in Besitz des Markgrafen Max von Baden kam. 1861 bezog er in Karlsruhe ein eignes Atelier, malte kämpfende Hirsche, eine Hetzjagd auf einen Edelhirsch und fertigte eine Reihe von Zeichnungen als Album für Jäger und Jagdliebhaber. 1864 verlegte er seinen Wohnsitz nach Düsseldorf, malte zahlreiche Jagdbilder, unter denen das bedeutendste, eine lebensgroße Sauhatz (1870), ins Museum zu Köln kam, lieferte viele Jagdzeichnungen für illustrierte Journale («Gartenlaube» u. a.),
Originalaquarelle in Farbendruck, z. B. «Der Hund und seine Jagd» (Text von Adolf und Karl Miller),
ein «Jagdalbum» u. a.