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Die Handhabung der Notsituation in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erforderte wichtige und besondere Anpassungen auf allen Ebenen, nicht zuletzt auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Die Gemeinde Poschiavo führte Homeoffice ein und erlaubte somit den Angestellten der Verwaltung, von zu Hause aus zu arbeiten. Dank einer guten EDV-Infrastruktur war es möglich, dies innerhalb weniger Tage zu organisieren.
Die Regierung überwies dem Parlament die Botschaft zum Gesetz zur Förderung der digitalen Transformation in Graubünden. Darüber hinaus sprach sich die Regierung mehrmals für eine Stärkung der Gemeinden und Regionen, für die Erreichung von übergeordneten Zielen wie wettbewerbsfähige Regionen, eine dezentrale Wirtschaftsstruktur und nachhaltige Entwicklung aus.
In der aktuellen, auf das Coronavirus zurückzuführenden Lage wurden innovative Lösungen gefunden, welche die Arbeit von zu Hause aus oder sogar Homeschooling ermöglichten. Es wäre nun der richtige Zeitpunkt, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen und, wo immer sinnvoll, um die Ausbreitung der dezentralisierten Arbeit zu beschleunigen und die Minderheitssprachen in der kantonalen Verwaltung zu stärken.
In diesem Zusammenhang wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrmals Fragen und Anfragen an die Regierung gerichtet, dies hatte aber bescheidenen Erfolg. Heute kann neu auch auf der praktischen und konkreten Erfahrung aufgebaut werden, welche während der Lockdown-Phase gesammelt wurde.
Fragen an die Regierung:
- Hat die Regierung im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie Homeoffice-Massnahmen für Mitarbeitende der Verwaltung eingeführt?
- Kann eine erste Bilanz der Homeoffice-Arbeit der kantonalen Verwaltung gezogen werden (z. B. Einführung besonderer Massnahmen, Anzahl der Mitarbeitenden, welche im Homeoffice gearbeitet haben)?
- Kann Homeoffice als Massnahme betrachtet werden, um die Vertretung der Sprachminderheiten in der Verwaltung zu fördern (z. B. indem dezentralisierte Arbeitsplätze in den Regionen gefördert werden oder ein Übersetzungsdienst auf Distanz eingeführt wird)?
- Wäre es möglich, dank Homeoffice weitere Arbeitsstellen in die peripheren Regionen unseres Kantons zu dezentralisieren?
Chur, 19. Juni 2020
Jochum, Papa, Fasani, Alig, Berweger, Brandenburger, Buchli-Mannhart, Cahenzli-Philipp, Censi, Della Cà, Deplazes (Chur), Ellemunter, Felix, Flütsch, Hartmann-Conrad, Hohl, Kienz, Lamprecht, Maissen, Michael (Castasegna), Müller (Susch), Pfäffli, Preisig, Rettich, Rüegg, Rutishauser, Schwärzel, Thomann-Frank, Thür-Suter, Ulber, Weidmann, Wellig, Zanetti (Sent), Zanetti (Landquart)