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Sklavenhandel untersuchen
St. Gallen/Bern. Die Verwicklung der Schweiz in den transatlantischen Sklavenhandel soll untersucht werden. Sowohl der Bundesrat als auch Kantons- und Stadtregierungen signalisieren das Interesse an einer Aufarbeitung des Themas und schliessen auch die Unterstützung entsprechender Forschungsarbeiten nicht aus.
Dass Schweizer Bürger am transatlantischen Sklavenhandel beteiligt waren, sei bekannt und die Landesregierung bedauere dies aus heutiger Perspektive zutiefst, schreibt der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Anfrage der grünen Nationalrätin Pia Holenstein (SG). Der Bundesrat verwies zudem auf die Erklärung und das Aktionsprogramm der Weltkonferenz gegen Rassismus im südafrikanischen Durban. Dabei sei klar zum Ausdruck gebracht worden, dass die Zeit des Kolonialismus und der Sklaverei kritisch aufgearbeitet werden müsse. Die Schweiz engagiere sich mit personellen und finanziellen Mitteln dafür. Auch die Kantonsregierung von Appenzell Ausserrhoden zeigte sich grundsätzlich bereit, wissenschaftliche Studien zu diesem Themenkreis zu unterstützen. Im 18. und 19. Jahrhundert seien etliche Kaufleute, Söldner und Kolonialisten aus Appenzell Ausserrhoden in unterschiedlichen Ausprägungen involviert gewesen. Die St. Galler Stadtregierung hält eine finanzielle Beteiligung an einer Aufarbeitung für denkbar. (ap)