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Im letzten NZZ-Folio haben wir Männernamen präsentiert, die zurzeit im einen Landesteil beliebt sind, im andern aber keine Beachtung finden: Levin und Nico in der Deutschschweiz, Nolan und Ethan in der Westschweiz. Nun wenden wir uns den Frauennamen zu.
Für Harmoniesüchtige zuerst jene Namen, die in beiden Landesteilen populär sind:
1. Emma
2. Lea oder Léa
3. Julia
4. Sofia
5. Lara
6. Mila
7. Nina
Wer sich von den Gebräuchen in der Romandie absetzen will, der sollte seine Tochter hingegen Elin taufen. Mit 198 Exemplaren liegt dieser Modename in der Deutschschweiz auf Rang 19, in der Welschschweiz taucht er in der Statistik nicht auf. Ähnliches gilt für Leonie, die in der Deutschschweiz an neunter Position steht.
Auch Romands, die auf Distanz zu den Deutschschweizern gehen wollen, kann die Statistik helfen. Unter den zwanzig häufigsten Namen in der französischen Schweiz wird der zwölfte Rang, Mathilde, im andern Landesteil am wenigsten vergeben. Allerdings steht Mathilde nicht annähernd so isoliert da wie Elin. Einerseits war der Name in den 1930er Jahren auch in der Deutschschweiz beliebt, andererseits ist er dort mit der Endung -a auch heute verbreitet.
Ob Elin dereinst auch in der Westschweiz populär werden wird, ist schwer vorauszusagen. In der Vergangenheit fiel französischen Namen der Sprung über den Röschtigraben in die Deutschschweiz deutlich leichter als deutschen in die umgekehrte Richtung. Chantal, Nicole, Michèle und Jacqueline waren in der Romandie weit verbreitet, bevor sie ihren Siegeszug in der Deutschschweiz antraten. Jacqueline mit der gnädigen Hilfe der amerikanischen Präsidentengattin Jacqueline Kennedy. Verena, Ruth und Ursula hingegen blieb eine Karriere in der Romandie versagt.
Dasselbe gilt für Männernamen: André und René fanden trotz Accent aigu reissenden Absatz in der Deutschschweiz, ganz im Gegensatz zu Urs oder Ernst in der Romandie. Die Frankophilie scheint in der deutschen Schweiz weiter verbreitet als die Germanophilie in der französischen Schweiz.
Nur zwei Namen schafften es bisher in der Deutsch- und der Westschweiz gleichzeitig auf den ersten Platz: Laura zwischen 1995 und 1999 und Maria zwischen 1933 und 1939 sowie zwischen 1959 und 1961.
Quelle: BFS. Hier können Sie nach Ihrem eigenen Namen suchen.