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"Eisball" wird etappiert umgesetzt
Trotz intensiver Lösungssuche wird die Reithalle Chur AG bis zum Auslaufen des Baurechts im Jahr 2023 auf dem Standort Obere Au verbleiben. Wie bereits in der Urnenbotschaft aufgezeigt, wird das Projekt "Eisball" nun etappiert umgesetzt. Dadurch ergibt sich eine Verzögerung von maximal vier Jahren für den Rasensport. Der Neubau der Trainingseishalle ist davon nicht tangiert.
An der Volksabstimmung vom 25. November 2018 wurde das Siegerprojekt "EISBALL" des Gesamtleistungswettbewerbs Rasensport und Eissport mit über 81 % Ja-Stimmen angenommen. In der Urnenbotschaft wurde auf die Abhängigkeit des Bauvorhabens mit der Reithalle auf der Oberen Au hingewiesen. Der Stadtrat strebte an, das Baurecht mit der Reithalle Chur AG vor dem Ablauf im Jahr 2023 aufzulösen, damit das Projekt "Eisball" in einem Zug und damit deutlich rascher realisiert werden kann. Um dies zu erreichen, wurde der Reithalle Chur AG auch ein Ersatzstandort auf der Unteren Au angeboten. Weder dieses Angebot noch das letzte mit einer Entschädigung von 300'000 Franken für die vorzeitige Beendigung des Baurechtsvertrags nahm die Reithalle Chur AG an. Dieser Betrag hätte durch die Stadt bei einem Verzicht auf eine Etappierung eingespart werden können.
Nachdem die Reithalle Chur AG auch das letzte Angebot der Stadt ausgeschlagen hat, betrachtet der Stadtrat die Verhandlungen als gescheitert. Entsprechend erfolgt die Umsetzung des Projekts "Eisball" etappiert. In einer ersten Etappe werden die Trainingseishalle und vier Naturrasenplätze realisiert; die Eröffnung der ersten Etappe ist für August 2021 geplant. Für die Realisierung der zweiten Etappe muss der Heimfall des Baurechts der Reithalle Chur AG im Jahr 2023 abgewartet werden. Danach werden das Tribünengebäude und das Hauptspielfeld realisiert; die Eröffnung ist für März 2025 geplant. Von der Etappierung nicht tangiert sind die Trainingseishalle, die Mühlbachverlegung und der Skatepark.
Der Stadtrat plant aber, eine Ausschreibung für den Betrieb einer neuen Reithalle am Standort Untere Au durchzuführen. Sollte der Gemeinderat diesem Ansinnen zustimmen, könnte die Unterstützung der Stadt geklärt und aufgrund der bestehenden Zonierung rasch eine neue Lösung realisiert werden.