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Die Cathay Pacific Group präsentierte heute (11. März) in Hongkong ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2019. Das Unternehmen verzeichnete trotz grossen Herausforderungen einen Gewinn von 1,691 Milliarden HK-Dollar (umgerechnet rund 203 Millionen Franken). Im Vorjahr 2018 war das Unternehmen in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt und hatte einen Gewinn von 2,345 Milliarden HK-Dollar (rund 282 Millionen Franken) ausgewiesen. Der Umsatz ging von 111,060 Milliarden HK-Dollar im Jahr 2018 auf noch 106,973 Milliarden HK-Dollar (rund 12,85 Milliarden Franken) im Jahr 2019 zurück (-3,7%).
Der Gewinnrückgang von 27,9% im Jahr 2019 ist die Folge eines turbulenten Jahres für die an der Hongkonger Börse kotierte Luftfahrt-Gruppe. Man habe mit dem dreijährigen Transformationsprogramm in der ersten Hälfte des Jahres 2019 eine positive Leistung erbracht, sagt Chairman Patrick Healy. Die sozialen Unruhen in Hongkong und die verschärften wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und China hätten jedoch in der zweiten Jahreshälfte zu einem deutlichen Rückgang sowohl im ankommenden als auch im abgehenden Passagierverkehr geführt.
2019 wurden insgesamt 35'233’131 Passagiere befördert (2018: 34'986’499). Die Auslastung der Sitze war mit 82,3% (2018: 84,1%) insgesamt rückläufig. Bei Passagieren von und nach Europa blieb der sogenannte Passenger Load Factor mit 86,0% immerhin nahezu auf Vorjahresniveau (86,2%). Unter anderem hatte Cathay Pacific sein Codeshare-Abkommen mit dem Lufthansa-Konzern um drei weitere Routen nach Europa ausgebaut (Frankfurt, München und Zürich).
Ab Zürich fliegt Cathay Pacific derzeit aufgrund der aktuellen Situation fünf anstatt sieben Mal pro Woche nach Hongkong. Seit 31. März 2019 wird die Strecke Zürich – Hongkong vom neuen Cathay-Flaggschiff Airbus A350-1000 bedient, derzeit im Wechsel mit dem etwas kleineren A350-900.
Düsterer Ausblick
Auch 2020 rechnet man bei Cathay Pacific mit einem sehr herausfordernden Marktumfeld. Als Antwort auf die Auswirkungen des Coronavirus und die damit zurückgegangene Nachfrage nach Reisen hat die Airline ihre Flugkapazitäten stark reduziert. Trotz dieser Massnahmen erwarte man allein für die erste Hälfte des Jahres 2020 einen erheblichen Verlust.