Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03151.jsonl.gz/2491

Der Liegenschaftserwerb durch eine Gesellschaft, die die Immobilie mit dem Zweck anschafft, um diese an Investoren (hier: „Crowdfunding“) mit entsprechenden Miteigentumsanteilen weiterzuverässern, zieht keine wirtschaftliche Handänderung an. Handänderungssteuer wird nicht fällig (Entsheid TG).
Urteil v. 09.03.2021 # Die Organisationsform wie die einfache Gesellschaft sowie die finanziellen Risiken aus der Kredit-Aufnahme führen zum Schluss, dass die Kläger haben im Hinblick auf die Überbauung ihres Grundstücks sowie den Verkauf der Stockwerkeigentumseinheiten eine gewerbliche Tätigkeit ausgeübt, die die private Verwaltung von ihrem Privatvermögen sprengt. Folglich seien die Veräusserungsgewinne als Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu versteuern.
Die langfristige Planung der Wohnungserstellung in sachlicher und finanzieller Hinsicht und der Veräusserung erweist sich nach Ansicht des Gerichts als gewerblich. Das Bundesgericht hat zur Abgrenzung der privaten Vermögensverwaltung zur Händlertätigkeit immer daran festgehalten, dass die Vermietung eigener Liegenschaften keine selbstständige Erwerbstätigkeit darstellt, und zwar auch dann nicht, wenn das Vermögen umfangreich ist, professionell verwaltet wird.