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Am 26. Dezember 2004 ereignete sich eine der grössten Naturkatastrophen der jüngeren Zeit: Ein Seebeben in Südostasien löste zwei Sturmfluten aus, welche in 13 Ländern zum Teil verheerende Schäden verursachten und gegen 215’000 Todesopfer forderten.
Etwa 15 Millionen Menschen waren betroffen und 1,7 Millionen verloren ihr Dach über dem Kopf.
Die schrecklichen Bilder, das Ausmass der Katastrophe, die Vielzahl der betroffenen Länder und die enorme Anzahl Todesopfer und Menschen, die dringend Hilfe benötigten, lösten eine unglaubliche Betroffenheit und Solidarität mit den Opfern der Katastrophe aus.
Die Schweizer Bevölkerung spendete uns unglaubliche 227,7 Millionen Franken. Die Tsunami-Sammlung ist damit die grösste Sammlung in der Geschichte der Glückskette.
Am 14. Oktober 2000 wurde das Wallis und das Tessin von schweren Unwettern heimgesucht. Die Solidarität der Bevölkerung in der Schweiz mit den Betroffenen war ausserordentlich: 74,2 Millionen Franken Spenden kamen bei der Sammelaktion der Glückskette zusammen.
Ein Drittel des gesammelten Geldes ging an die zwei am stärksten betroffenen Gemeinden Gondo (13 Millionen Franken) und Baltschieder (14 Millionen Franken). Mit dem restlichen Spendengeld konnten ausserdem geschädigte Privatpersonen, Kleinunternehmen und Gemeinden im Wallis und angrenzende Gebiete inklusive Aostatal unterstützt werden. Am 29. März 2009 wurde mit der Einweihung der polyvalenten Spielhalle in der Gemeinde Baltschieder bei Visp die Unwetterhilfe der Glückskette abgeschlossen.
Da Haiti eines der ärmsten Länder der Welt ist, waren viele unser Schweizer Partnerhilfswerke schon vor der Katastrophe auf dem Inselstaat tätig. Diese Hilfswerke konnten bereits in den ersten Stunden nach dem Beben anfangen, Nothilfe zu leisten. Sie verteilten Nahrungsmittel und Wasser, stellten provisorische Unterkünfte zur Verfügung und leisteten medizinische Hilfe.
Nach der Nothilfe nahmen wir gemeinsam mit unseren Partnerhilfswerken den Wiederaufbau in Angriff. Sie reparierten bzw. bauten 2700 Häuser erdbeben- und sturmsicher wieder auf und installierten 3300 Latrinen und 2500 Wasserreservoirs. Insgesamt haben wir bisher 90 Projekte von 22 Hilfswerken finanziert. Die Hilfe in Haiti ist somit fast abgeschlossen. Es laufen noch einige Projekte, welche die Erfolge der umgesetzten Projekte zusätzlich festigen und nachhaltig machen.
Die Situation in Syrien ist katastrophal. Täglich erreichen uns Bilder von zerbombten Städten, traumatisierten Kindern und flüchtenden Menschen. Der Krieg tobt seit 2011 und hat bisher über 400’000 Menschenleben gefordert. 50 Prozent der syrischen Bevölkerung sind Flüchtlinge im eigenen Land, rund fünf Millionen Menschen sind ins Ausland geflüchtet. 13,5 Millionen Menschen in Syrien selbst benötigen dringend humanitäre Hilfe. Aber die Hilfe zu den Menschen zu bringen, die sie so dringend benötigen, ist für die Hilfswerke äusserst schwierig. Der Zugang zu den betroffenen Gebieten ist nicht immer möglich. Ausserdem ist die Situation für die Hilfswerksmitarbeiter sehr gefährlich.
Wir sammeln seit 2012 für die Opfer des Syrienkonflikts. Bis 2015 haben Ihre Spenden den Menschen in Not in Syrien, aber auch den Menschen geholfen, die in die Nachbarländer Jordanien, Libanon, Irak und Türkei geflüchtet sind. Seit 2015 setzen wir die Syrienspenden spezifisch für Menschen ein, die noch in Syrien leben, und die Spenden für «Flüchtlinge» für Menschen, die aufgrund der Krisen im Nahen Osten in ein fremdes Land flüchten mussten.
Der Krieg im Kosovo begann 1998, dauerte ein Jahr und tötete mehr als 13’000 Menschen. 1999 erhielten wir den Internationalen Menschenrechtspreis für unsere humanitäre Arbeit, einschliesslich der Unterstützung für den Kosovo.
Heftige Gewitter, Überschwemmungen, Erdrutsche und Hochwasser – auch in der Schweiz führen Naturkatastrophen immer wieder zu grossen Schäden an Mensch, Natur und Infrastruktur.
Behörden und Versicherungen rechnen insgesamt mit Schäden in der Höhe von 2,5 Milliarden Franken. Als hauptsächliche Schadengebiete gelten das Berner Oberland, die Innerschweiz (vor allem die Kantone UR, LU, OW, NW), Teile Graubündens und in der Stadt Bern das Matte-Quartier.
Am 8. November 2013 zog der Wirbelsturm Haiyan über die Philippinen und hinterliess ein Bild der Verwüstung.
Besonders betroffen waren die Inseln Leyte und Samar. Tacloban, die Provinzhauptstadt von Leyte, wurde ebenfalls stark verwüstet und hatte viele Tote zu vermelden.
Pakistan wurde 2010 während mehrerer Wochen von den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten heimgesucht.
Am 25. April 2015 zerstörte ein Erdbeben 600’000 Häuser und forderte 9000 Todesopfer. Rund 22’000 Menschen wurden verletzt.
Nebst den Wohnhäusern wurden auch viele religiöse Kultstätten zerstört. Für die religiösen und mit ihrer Tradition sehr stark verbundenen Nepalesinnen und Nepalesen war dies ein zusätzlicher, schwerer Verlust.