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• Neue Firmenrichtlinie zu Solaranlagen und Energiespeicherprodukten
• Musk thematisiert Stromausfälle in Kalifornien
• Zusammenarbeit mit Versorgungsunternehmen im Fokus
Mit den Produkten der Solarsparte will Elon Musk jedes Haus in ein eigenständiges Kraftwerk umwandeln, offenbarte der Tesla
-Chef während einer Investorenkonferenz. Dabei liess er eine neue Strategie durchblicken, die er auch auf Twitter
verkündete: dass die hauseigenen Solaranlagen nur noch in Verbindung mit den Energiespeicherprodukten verkauft werden könnten. "Dies ist eine blühende Zukunft sowohl für Tesla als auch für die Versorgungsunternehmen," wird er von Techchrunch zitiert. "Wenn dies nicht geschieht, werden die Versorgungsunternehmen ihre Kunden nicht bedienen können. Sie werden nicht in der Lage sein, es zu tun," damit bezog er sich auf die zahlreichen Stromausfälle im Sommer 2020 in Kalifornien sowie einen kürzlichen Netzwerkausfall in Texas.
Änderung auf der Webseite: Systemkauf
Die Änderungen können nun auch auf der Webseite des Unternehmens nachvollzogen werden: Kunden ist es nicht mehr möglich, Solaranlagen oder ein Energiespeicherprodukt wie die Powerwall einzeln zu kaufen. Stattdessen wird der Kauf eines Systems erfordert: Die Solardachziegel und das Solardach sollen nur noch als integriertes Produkt für die Powerwall veräussert werden. Musk erläuterte diesen Schritt später in einem Tweet und erklärte, dass "Solarenergie ausschliesslich in die Powerwall eingespeist wird. Die Powerwall wird nur zwischen dem Zähler des Energieversorgers und der Hauptschalttafel des Hauses geschaltet, was eine sehr einfache Installation und eine nahtlose Sicherung des gesamten Hauses bei Stromausfällen ermöglicht."
Dekarbonisierung braucht mehr Kraftwerke
Wie Techcrunch berichtet, begründet Elon Musk diese Entscheidung mit Blick auf die Herausforderungen der Dekarbonisierung mit erneuerbaren Energien. Denn um das zu erreichen, brauche es mehr Stromleitungen, Umspannwerke und Kraftwerke. Zu diesem Wandel könnten dezentrale Haussysteme einen Teil beitragen. Bekräftigt wird diese Strategie des Tech-Konzerns durch eine Studie des Massachusetts Institute of Technology mit dem Titel: "Der Wert der interregionalen Koordination und Übertragung bei der Dekarbonisierung des US-Stromsystems". Das Ergebnis der Studie weist darauf hin, dass eine Verdopplung der Übertragungskapazität in den USA ein kohlenstofffreies Netz schaffen könnte. Währenddessen kommt eine Studie der Princeton University zu dem Ergebnis, dass die Übertragungssysteme bis zum Jahr 2050 verdreifacht werden müssten, um CO2-Neutralität zu erlangen.
Musks Vision noch nicht ganz ausgereift?
Um Musks Vision, aus Häusern kleine, dezentrale Kraftwerke zu erschaffen und das Stromnetzsystem auf den Kopf zu stellen, zu ermöglichen, müssen allerdings einige bürokratische Hürden genommen werden und Lösungen mit Energieversorgern und Regulierungsbehörden erarbeitet werden, merkt Techcrunch an. Ausserdem ist nicht sicher, inwiefern erneuerbare Energien und integrierte Stromspeicher das gesamte Energienetz dekarbonisieren können. Dass Teslas System einen Teil dazu beitragen kann, dessen scheint sich der Tesla-Chef sicher zu sein.
Redaktion finanzen.ch