Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03205.jsonl.gz/2838

Im Jahr 2020 bin ich trotz Covid-19 internationale Wettkämpfe gelaufen und habe zum Glück nie das Virus erwischt. Nach der ersten Impfung im Sommer 2021 habe ich fast nichts gemerkt, nur Müdigkeit sowie eine Leistungsverringerung während 3-4 Wochen. Aber nach der zweiten Impfung hatte ich 2-3 Nächte lang hohes Fieber (über 39°C) und war erschöpft. Bereits 10 Tage danach bin ich wieder ein Rennen gelaufen, allerdings mit schlechtem Resultat. Im Herbst 2021 war ich wieder erfolgreich bei Wettkämpfen, aber bald begannen Symptome, welche ich zuvor noch nie gehabt hatte. U.a. starker Tinnitus, Schlaflosigkeit, Gefühl einer Blasenentzündung (dunkler Urin, Druck..) und Verdauungsprobleme. Im Winter 2022 war ich dann wieder topfit, obwohl einzelne Symptome wie der Tinnitus anhielten. Ich war mir nicht sicher, ob die Symptome etwas mit der Impfung zu tun hatten ; die Aerzte winkten ab.
Ich zögerte, ob ich die dritte Impfung machen sollte. Das Bauchgefühl sagte eher nein. Doch mein Sportarzt (Swiss Olympics) in Lausanne riet mir, diese Impfung zu machen, da ich dann “besser geschützt” sei. Ich zögerte weiter. Doch angesichts meiner Wettkampfpläne (z.B. USA im Sommer) dachte ich, dass ich die Impfung wohl brauchen würde. Ich wartete noch etwas ab. Eigentlich hätte ich die Warnsignale sehen sollen: Mehrere bekannte schweizer Sportler mussten wegen einer Myo-/Pericarditis im Winter 2022 monatelang pausieren – alle erlitten dies direkt nach dem ‘Booster’.
Trotzdem erhielt ich den ‘Booster’ am 1.2.2022. Ich pausierte einen Tag zuvor und drei Tage nach der Impfung. Trotzdem hatte ich komische Symptome: Starker pulsierender Herzschlag, Schlafstörungen, z.T. ein kurzer Schmerz in der Brust, etwas Kurzatmigkeit, und hin- und wieder Arrhytmien. Deshalb ging ich nach 10 Tagen zum Hausarzt und wies auf die Gefahr von Myocarditis und auf die Symptome hin. Troponin und EKG waren unauffällig und man sagte mir ich solle weitertrainieren. Fast zwei Wochen später war es schlimmer, obwohl ich mich beim Training zurückhielt. Oft konnte ich nicht schlafen oder wachte in der Nacht auf, da mein Herz ‘stolperte‘. Dies wurde auch in einem ‘Holter Test’ (24-h EKG) gemessen. Manchmal liess mein Herz Schläge aus (2:1 Rhythmus). Dies kann am Tag zu Bewusstlosigkeit führen. Ich hatte zudem auch Brustschmerzen, welche mir grosse Angst machten ; manchmal Schwindelanfälle. Ich hörte auf zu trainieren. Anfang März gab es endlich einen Herzultraschall. Dieser fiel – ausser unregelmässiger Rhythmen und Bradycardie – unauffällig auf. Trotzdem entschied ich mich, noch nicht weiter zu trainieren. Gleichzeitig setzten nun mehr Symptome ein, welche dem ‘Long Covid’ ähneln. Ich war oft sehr müde, konnte nur 50% arbeiten. Ich machte später noch einen Belastungstest, der auch eher unauffällig war. Doch danach ging es mir wieder schlecht, mit Brainfog, frösteln, Herzstolpern und bleichem Gesicht. Ich machte nur noch kurze Spaziergänge. Wenn die zu lange waren, dann hatte ich Post Exertion Fatigue. Später hatte ich noch mehr starke Brustschmerzen und z.T. auch stechende Schmerzen, bis die Symptome dank Medis/Supplementen wieder etwas abklangen. Nun kann ich wieder leichten Sport machen. Aber ‚richtig trainieren‘ liegt noch nicht drin, da mich Anfang Juli eine Covid-19 Infektion wieder zurückgeworfen hat. Vor Kurzem wurde bei einem Herz-MRI Anzeichen einer Myocarditis und eine kleinen Infarktes gefunden…
- Pascal Egli
- 34
- AB-
- Umweltingenieur / PhD Geografie / Trailrunner
- 22.5.2021 / 23.6.2021 / 1.2.2022
- 3x Moderna
- Ja
- Sie