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DER TSCHECHISCH-DEUTSCHE SCHRIFTSTELLER OTA FILIP IST GESTORBEN
03.03.2018 Der am 9. März 1930 in Schlesisch Ostrau geborene tschechischsprachige Schriftsteller Ota Filip (Bild) ist am 2. März 2018 in Garmisch-Partenkirchen gestorben. Seit seiner Ausbürgerung 1974 aus der Tschechoslowakei lebte er in der Bundesrepublik Deutschland und schrieb auch auf Deutsch.
Foto: Ota Filip, ca. 1997 - CC BY-SA 3.0 - Datei: https://de.wikipedia.org/wiki/Ota_Filip#/media/File:Filip.black.white.jpeg
Dissident des "Prager Frühlings"
In der früheren Tschechoslowakei gehörte Filip neben Pavel Kohout und Václav Havel zu den bekanntesten Dissidenten des "Prager Frühlings". 1959 wurde er Mitglied in der Kommunistischen Partei, die ihn jedoch ein Jahr später wegen kritischer Äußerungen ausschloss. Er wurde wegen "Unterwühlung von Staat und Gesellschaft" verurteilt und erhielt auch Schreibverbot.
Filip war Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, des deutschen PEN-Zentrums und des Tschechischen Schriftstellerverbandes. Er setzte sich für eine Aussöhnung zwischen den Tschechen und den Sudetendeutschen ein.
Ota Filip erhielt u. a. 1986 den Adelbert-von-Chamisso-Preis für deutschsprachige Migrantenliteratur verliehen, 1991 den Andreas-Gryphius-Preis und Die Löwenpfote (Münchner Großstadtpreis für Literatur), 1999 das Stipendium der Villa Massimo in Rom. Im Jahr 2010 hatte er die Chamisso-Poetikdozentur an der Technischen Universität Dresden inne. Am 28. Oktober 2012 verlieh ihm der Präsident der Tschechischen Republik die Medaille für besondere Verdienste im Bereich der schönen Künste.
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