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Der Syndic von Givisiez, Jean-Daniel Wicht (FDP), machte seinem Ärger Luft: Als er am Dienstag nach der Grossratssitzung nach Hause fuhr, brauchte er dafür eine halbe Stunde. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre es noch länger gegangen, fügte er an.
Dennoch gehörte Wicht bei der gestrigen Debatte nicht zu jenen Abgeordneten, die um jeden Preis einen neuen Bahnhof für die Agy-Ebene (FN vom Oktober) forderten. «Ist die kostspielige Lösung mit zwei Gleisen ab Givisiez auch gerechtfertigt?», fragte er. Wicht wies darauf hin, dass die Agglomeration Freiburg mit neun Bahnhöfen eine höhere Dichte habe als Zürich.
Dennoch unterstützte gestern die Mehrheit des Parlaments ein Postulat von Christian Ducotterd (CVP, Grolley) und Jean-Pierre Siggen (CVP, Freiburg), das eine Machbarkeitsstudie für einen Bahnhof Agy fordert. Nicht nur die aktuelle Entwicklung der Agy-Ebene mit weiteren Sportstätten-Projekten, sondern auch die angestrebte Entwicklung des Torry-Quartiers mit weiteren 10 000 bis 14 000 Einwohnern mache eine weitere Planung des öffentlichen Verkehrs in diesem Bereich nötig, meinte André Schoenenweid (CVP, Bürglen). Er warf gar die Idee einer Mini-Metro Freiburg–Givisiez in die Runde.
Staatsrat Maurice Ropraz verwies auf das ÖV-Programm im Rahmen des zweiten Agglo-Programms, mit Halbstundentakt für den Zug und Ergänzung durch Bus. Einen eventuellen Bahnhof für die Agy-Ebene soll aber eine Studie im Rahmen des Agglo-Programms dritter Generation prüfen. «Eine langfristige Vision», wie Ropraz meinte.