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Der 56-jährige Lee habe 50,29 Prozent der Stimmen und damit knapp die Mehrheit auf sich vereint, teilte die Demokratische Partei (Minjoo) am Sonntag zum Abschluss parteiinterner Vorwahlen mit.
Lee, der sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen engagiert, setzte sich demnach im Feld von zuletzt vier verbleibenden Bewerbern durch. Zweiter wurde der frühere Premierminister Lee Nak Yong mit 39,14 Prozent. Dessen Lager kündigte Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge an, es werde das Ergebnis überprüfen lassen.
Lee Jae Myung, der Gouverneur der nordwestlichen Provinz Gyeonggi ist, will Nachfolger von Präsident Moon Jae In aus derselben Partei werden, der nach seiner fünfjährigen Amtszeit nicht wiedergewählt werden kann. Im Präsidialsystem Südkoreas trifft das Staatsoberhaupt fast alle wichtigen Entscheidungen. Moon gratulierte Lee zum Sieg. Beide vereint unter anderem, dass sie früher als Menschenrechtsanwalt gearbeitet hatten.
Lee kündigte in seiner Dankesrede an, für den Fall seiner Wahl gegen die Korruption vorgehen und den Immobilienmarkt reformieren zu wollen. Unter anderem galten die galoppierenden Immobilienpreise als ein Grund dafür, dass die konservative Opposition im April der Regierungspartei bei der Wahl neuer Bürgermeister in Seoul und der zweitgrössten Stadt Busan eine schmerzhafte Niederlage beschert hatte.
Im Verhältnis zum weithin abgeschotteten Nachbarland Nordkorea will Lee Jae Myung im Fall seiner Wahl eine ähnliche Politik der Annäherung verfolgen wie Moon und die Allianz mit den USA stärken.