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Wasserstoff ist ein ideales Speichermedium für Energie. Er lässt sich mittels Strom über Elektrolyse erstellen oder aus Erdgas, dem der Kohlenstoff entzogen und anderweitig verwertet wird. Dieser kann gespeichert (Carbon-Capture and Storage, CSS) oder in neuen Werk- und Baustoffen verwendet (Carbon-Capture and Use, CCU) werden. Wird der Wasserstoff aus erneuerbarem Strom hergestellt, spricht man von grünem Wasserstoff. Stammt er aus Erdgas mit CCS- oder CCU-Technologie, wird von blauem Wasserstoff gesprochen. Wasserstoff kann mittels Einsatz von CO2 methanisiert und ins Gasnetz eingespeist werden. Die Erzeugung von blauem Wasserstoff aus Erdgas dürfte die Rolle einer Übergangstechnologie spielen, bis die Produktion von grünem Wasserstoff hochgefahren ist.
Insbesondere für die Dekarbonisierung der energieintensiven industriellen Produktion steht Wasserstoff im Vordergrund, der primär aus erneuerbarem Strom gewonnen wird. Als Alternative kommt blauer Wasserstoff in Frage. Zu den Verbrauchern gelangt der Wasserstoff mit Tanklastwagen, über ein eigenes Leitungssystem oder eingespeist ins Gasnetz. Neue Studien zeigen, dass im Gasnetz 10% Wasserstoff problemlos transportiert werden können. Die Branche strebt langfristig einen höheren Anteil an, da dies technisch möglich ist. Anwendungsseitig bestehen teilweise bei den heute im Einsatz befindlichen Technologien (vor allem bei den Tanks von Gasfahrzeugen oder Gasturbinen) Einschränkungen in der Wasserstoffverträglichkeit. Bei höheren Konzentrationen müssten die Endgeräte zum Teil ausgetauscht und im Netz Dichtungen verstärkt werden. Welche Verteilungstechnologie sich durchsetzen wird, ist noch offen. Sicher ist, dass alle Systeme zur Anwendung kommen werden.