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Formel 1 - 2015: Die Regeländerungen
Änderungen beim Motorenreglement
Anders als im Motorenreglement von 2014 festgelegt, dürfen die Motoren und die Hybridsysteme während der laufenden Saison weiterentwickelt werden. Grund ist eine schwammige Formulierung im Reglement, aus der die Teams ihren Nutzen ziehen. Zur Kostenersparnis wurde genau festgelegt, welche Komponenten des Antriebssystems weiterentwickelt werden dürfen. Nicht weiterentwickelten werden darf beispielsweise der Motorblock. Was weiterentwickelt werden darf erhält Wertmarken mit unterschiedlichen Werten. Insgesamt dürfen 32 dieser Wertmarken in diesem Jahr aufgebraucht werden. In der Saison 2015 dürfen nur noch vier Triebwerke pro Fahrer eingesetzt werden. Werden mehr Motoren verschlissen, kommt es zu Rückversetzungen in der Startaufstellung. Außerdem muss die zu Beginn der Saison eingestellte Abstufung des Getriebes die gesamte Saison über beibehalten werden.
Änderungen an der Front der Boliden
Neu in der Saison 2015 ist, dass die Frontpartie neue Maße erfüllen muss. Kein Teil, das nach vorne ragt, darf oberhalb einer gedachten diagonalen Linie liegen. Die Linie zieht sich am vordersten Punkt in fünf Zentimeter Höhe bis auf 55 Zentimeter Höhe zu dem Punkt, an dem die Nase am eigentlichen Monocoque befestigt ist. Ausgenommen davon sind die Pitot-Sensoren. Linien, ab zehn Zentimeter vor dem Cockpitrand, dürfen nur noch konvex ausgeführt werden. Die Anbauten vorne müssen von der vorgestellten Wagenmitte aus symmetrisch gebaut sein. Daraus ergibt sich eine neue Nase, die eine Mindestbreite und eine Mindesthöhe haben muss.
Gewichtsänderung: Erhöhung des Mindestgewichts
Der Formel-1-Rennwagen muss unbetankt nun ein Mindestgewicht von 702 Kilogramm haben. Zuvor waren es elf Kilogramm weniger. Die Gewichtsverteilung muss dabei vorne mindestens 319 Kilogramm und hinten 375 Kilogramm ausmachen.
Änderungen für mehr Sicherheit
Änderungen gibt es auch in der Sicherheit. So müssen die Stahlseile, welche die Räder bei einem Crash am Wagen halten sollen, nun sechs Kilojoule Energie absorbieren können. Die symmetrische Knautschzone vorne darf nicht mehr als 85 Zentimeter hinter der Vorderachse ihren Anfang haben. Der Kopf- und Nackenschutz, der am oberen Cockpit angebracht ist, muss weiter nach vorne gezogen sein. Änderungen gibt es auch bei den Radmuttern, die nun über doppelt festzuzurrende Sicherheitsverschlüsse verfügen müssen. Kommt es in nur einem Streckenabschnitt zu einer Gefahrensituation kann künftig eine virtuelle Safety-Car-Zone (VSC) geben. Das Einheits-Steuergerät gibt dann beispielsweise bei doppelt geschwenkter gelber Flagge zwischen zwei Streckenposten eine Richtzeit vor, die eingehalten werden muss. Während der VSC darf nicht überholt werden und die Box darf aufgesucht werden, wenn ein Reifenwechsel nötig ist.
Keine doppelten Punkte mehr beim letzten Rennen
Die erstmals 2014 praktizierte doppelte Punktevergabe beim letzten Saisonrennen ist ab 2015 wieder passé. Eine weitere Änderungen betrifft die Zeitstrafen. So können die Rennstewarts für weniger schlimme Vergehen nun zu den Fünf-Sekunden-Zeitstrafen auch Zehn-Sekunden-Strafen verhängen. Wird ein Rennen unterbrochen, müssen die Fahrer langsam in die Box fahren. Das unsicher Losfahren in der Box wird ab 2015 automatisch mit einer Stop-and-Go-Zeitstrafe von zehn Sekunden oder bei schweren Vergehen auch höher geahndet.
Zwei Testtage weniger
Zugelassen sind vier Testtage, die in Europa stattfinden müssen. Die vier Testtage verteilen sich auf zwei Zwei-Tages-Termine. Während der Sommerpause dürfen am Antriebsstrang keine Arbeiten ausgeführt werden.
Formel 1 - 2015: Fahrer und Teams
Bild: Renault