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Voraussetzung sei, dass der EZB-Rat zuversichtlich genug sei, dass die monatlichen Zukäufe weniger notwendig seien, um das EZB-Inflationsziel nachhaltig zu erreichen. Die EZB strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent. Auf ihrer letzten Sitzung im Oktober hatte die EZB zwar entschieden, ihre Anleihekäufe ab Januar auf 30 Milliarden Euro im Monat zu halbieren, sie jedoch bis September 2018 zu verlängern. Ihre Forward Guidance hatte die EZB jedoch erneuert.
In der Frage habe es innerhalb des Rates unterschiedliche Einschätzungen gegeben. "Einige Mitglieder waren der Meinung, dass dies jetzt schon möglich wäre, andere waren der Meinung, das sollte später passieren", sagte Coeure. Er selbst glaube, dass die EZB die Gewichtung ihrer Instrumente noch verbessern könne, auch im Hinblick auf mögliche Risiken für die Finanzstabilität. Vor allem die Forward Guidance hinsichtlich der Zinssätze werde mit der Zeit an Bedeutung gewinnen und die monatlichen Anleihekäufe weniger wichtig.
Einer der Gründe für die abnehmende Bedeutung der monatlichen Anleihekäufe sei, dass die EZB es bei ihren Käufen mit einem anderen Typ von Investoren zu tun habe als zu Beginn des Programms, so Coeure. Im Jahr 2015 habe man viele Anleihen von Investoren aus Übersee gekauft. Heute kaufe man mehr und mehr von europäischen Versicherern und Pensionsfonds. Diese seien nur zu einem höheren Preis bereit die Papiere zu verkaufen. Das habe zur Folge, dass jeder Euro, der in die Ankäufe fliesse, einen stärkeren Effekt auf die Zinsen habe./jsl/he
(AWP)