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Bei der Hämodialyse wird das Blut wird ausserhalb des Körpers an einer halbdurchlässigen (= semipermeablen) Membran vorbeigeleitet; durch diese Membran entweichen die harnpflichtigen Substanzen in eine sterile Flüssigkeit (Dialyselösung), die jenseits der Membran vorbeifliesst, weg in die Abwasserleitung. Die ambulante Therapie ist in der Regeldreimal wöchentlich notwendig und dauert jeweils mehrere Stunden.
Der Ablauf der Hämodialysebehandlung und deren Überwachung
Das für eine Hämodialyse notwendige Dialysegerät übernimmt während der Behandlung eine ganze Reihe wichtiger Aufgaben. Zum einen dirigiert es die Zusammensetzung der Spülflüssigkeit. Das durch Wasseraufbereitung gereinigte Leitungswasser wird im Verhältnis 1: 34 mit dem sogenannten Dialysekonzentrat vermischt und auf Körpertemperatur aufgewärmt. Diese aufbereitete Dialyseflüssigkeit hat im Dialysator die Aufgabe, das außerhalb des Körpers befindliche Blut aufzuwärmen und die Giftstoffe und Flüssigkeit aufzunehmen, die durch die Poren in der Membran aus dem Blut übertreten.
Da der unmittelbare Kontakt des Blutes mit der Spülflüssigkeit nur durch eine sehr dünne Membran verhindert wird, müssen sich Flüssigkeit und Blut in ihren Eigenschaften sehr ähnlich sein. Das Dialysegerät kontrolliert die Menge und Zusammensetzung der durch den Dialysator geleiteten Spülflüssigkeit. Dadurch ist beeinflußbar, wieviel Flüssigkeit dem Körper des Patienten pro Stunde entzogen werden soll.
Sollte durch einen noch so geringen Defekt in der Membran Blut in die Spülflüssigkeit übertreten, würde dies das Gerät sofort erkennen und melden.
Lückenlose Kontrolle des Behandlungsablaufs
Darüber hinaus werden die Temperatur des Blutes, der Druck zwischen Blut- und Spülflüssigkeitsseite im Dialysator und der Widerstand des Blutes beim Wiedereintritt in den Kreislauf des Patienten (Venendruck) überwacht. Sämtliche Kontrollfunktionen sind mit einem geringen Toleranzbereich in ständiger Bereitschaft. Jede Abweichungen von vorgegebenen Werten löst unter Anzeige des betreffenden Meßbereichs sofortigen Alarm aus.
Damit das Blut, das sich außerhalb des Körpers befindet, im Verlauf der mechanischen Beanspruchung im Schlauchsystem nicht gerinnt, wird während der Behandlung ein gerinnungshemmendes Mittel (Heparin) zugegeben.
Ein Teil dieses Medikaments wird zu Beginn der Behandlung direkt dem Kreislauf des Patienten zugefügt, weitere Gaben erfolgen mittels einer Heparinpumpe während der Blutbehandlung außerhalb des Körpers.
Durch die enorme Fortentwicklung und Verfeinerung der elektronisch unterstützten Technik wurde die Hämodialyse in den vergangenen Jahren in noch stärkeren Umfang zu einem Verfahren mit einem Optimum an Sicherheit und Verträglichkeit für den Patienten.
Die systematische Wartung und Überprüfung der Geräte wird im übrigen durch eine ganze Reihe gesetzlicher Vorschriften abgesichert.
Dialyse: Dia = hindurch Lyse = (Auf-)Lösung
Hämodialyse: Hämo = Blut