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Zum Artikel «Ein Beitrag an die Kaserne wäre ein Sündenfall» LZ Ausgabe vom 13. September 2022
Der Verfasser des Artikels behauptet, die Kaserne gehöre zur verteidigungsspezifischen Infrastruktur des Kleinstaates und eine Mitfinanzierung sei unerhört – ja ein Sündenfall.
Ich erlaube mir die Frage zu stellen, ob alle Steuerzahlerinnen und –zahler darüber in Kenntnis gesetzt sind, dass jährlich rund 20 Mio. Franken an den Zweckverband Grosse Kulturbetriebe Kanton Luzern fliessen. Der Voranschlag 2023 sieht vor, dass rund 1 Mio. Franken an die Filmförderung geleistet werden sollen oder rund 1.65 Mio. Franken an diverse Beiträge zur Förderung von Kunst und Kultur. Im Kanton Luzern lassen wir uns Kirche und Kultur netto rund CHF 26 Mio. jährlich kosten. Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Ich bin aber auch der Überzeugung, dass wir im Gegenzug CHF 400’000 an eine historisch und kulturell unbezahlbare Institution leisten sollten, die der Marke Schweiz tagtäglich ihre Ehre erweist.
Unser Beitrag ist fair bemessen: Der Vatikan leistet an die Neubaustiftung einen Beitrag von CHF 5 Millionen und übernimmt den späteren Unterhalt. Der Kanton leistet mit den CHF 400’000.00 einen einmaligen Beitrag an den Neubau – so wie die grosse Mehrheit der anderen Kantone. Auch die katholische Landeskirche Luzern beteiligt sich mit CHF 250’000.00.
Ein Staat beruht auf einer solidarischen Finanzierung: Kinderlose Personen finanzieren Schulhäuser mit, Handwerker finanzieren Universitäten, Autofahrer finanzieren Radwege. Diese solidarische Finanzierung darf nun auch der Wert Schweizergarde beanspruchen.
Angela Lüthold,
Kantonsrätin SVP