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Elgg, 1943(?)
Mantel Keramik AG
Ton, schamottiert, Unterglasurzeichnung
H. 26, B. 23,5, 7.6 cm
Inv. 1992.8.
Als die Schweizer 1943 die Grenze besetzt hielten, was vor allem in Kleinbetrieben und in der Landwirtschaft zu schweren Engpässen führte, war mancher Soldat froh, Urlaub zu bekommen und den Tornister beiseite zu legen, nachdem er - wie hier angedeutet - seine "Lorbeeren verdient" hatte. Bei dem dargestellten Gepäckstück handelt es sich um den klassischen, fellbezogenen Schweizer Infanterietornister, von dem sich ausschliesslich der Tornister des Basler Regiments im Material - dem Segeltuch - und in der Machart unterschied. Der Stahlhelm über dem Essgeschirr, der Gamelle, konnte mit dem Rückenschild nach vorne oder hinten getragen werden. Der abgebildete Fell-Tornister ist nicht ordonnanzmässig gepackt, es fehlt die Gasmaske, die damals auch für den Urlaub obligatorisch war. Darüber befindet sich der abnehmbare Brotsack, unter welchem die genagelten Schuhe an ihrer Fersenlasche mit Riemchen befestigt sind. Das sachgemässe Rollen des Mantels, des Kaputts, erforderte grosse Übung. Die Fabrik Mantel Keramik AG in Elgg ermöglichte Privatpersonen das eigenhändige Dekorieren von Ofenkacheln. Dies mag hier der Fall gewesen sein, ist der Duktus doch zeichnerisch angelegt und nicht keramikgerecht.