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Geschichten aus Punjab – ungleiche Geschäftsbeziehungen
Nachteile der ungleichen Geschäftsbeziehungen – Aufteilung der Beute
In der Zeit der grossen Dürre verbündeten sich der Löwe und ein Schakal, gemeinsam zu jagen und die Beute zu teilen. Beide hatten unterschiedliche Motive. Der Löwe – der in die Jahre gekommen war und nicht mehr so schnell laufen konnte wie früher – wollte von der Geschwindigkeit vom jungen Schakal profitieren. Der Schakal war überglücklich, dass er mit dem mächtigen Tier jagen konnte und sich so eine grosse Beute erhoffte. Der Plan war, dass der Schakal dem gewählten Opfer nachrennt und müde macht, dann würde der Löwe das Tier übernehmen und töten. Sie wählten ein Zebra aus und führten den Plan durch. Am Ende trafen sie sich, um die Beute zu teilen. Der Löwe teilte das Fleisch in vier grossen Haufen, dem Schakal lief das Wasser im Mund. Der Löwe sagte «der erste Haufen gehört mir, weil ich den Plan ausgedacht habe. Der zweite Haufen gehört gemäss Aufteilungsplan mir. Der dritte Haufen steht mir zu, weil ich der König der Tiere bin. Den vierten Haufen kann man nehmen, wenn man den Mut hat, den von mir wegzuschnappen». Dann brüllte er so laut, dass dem Schakal das Blut in den Adern fror. Er überlegte kurz und schlich dann mit gesenktem Kopf und knurrendem Magen davon.
Wer ungleiche Geschäftsbeziehungen eingeht, muss mit unangenehmen Konsequenzen rechnen.