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Häufige Fragen
Unsere Kundinnen und Kunden möchten die Gründe für den Anstieg verstehen und mehr über die künftigen Auswirkungen erfahren. Um diese Unklarheiten zu beseitigen, haben wir häufig gestellte Fragen zusammengestellt, die wir in den folgenden FAQ beantworten.
Nach einer deutlich unter dem nationalen Durchschnitt liegenden Erhöhung 2023 werden die Strompreise von Groupe E ab dem 1. Januar 2024 um durchschnittlich 7.05 Rp./kWh steigen. Zur Erinnerung: Die Stromrechnung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen: die Energiekosten, die Kosten des lokalen Transportnetzes von Groupe E und des nationalen Transportnetzes, die Bundesabgabe zur Förderung der erneuerbaren Energien und die neue Abgabe für die Winterreserve für drohende Mangellagen.
In Übereinstimmung mit dem rechtlichen Rahmen verrechnet Groupe E 2024 einen Teil der 2022 und 2023 unerwartet entstandenen Kosten und berücksichtigt in der Rechnung zudem die für 2024 vorgesehenen Kosten. Alle Komponenten der Stromrechnung sind betroffen:
Der Energieanteil erhöht sich um 4.80 Rp./kWh gegenüber 2023, der Anteil für das lokale Netz von Groupe E um 0.60 Rp./kWh, abhängig vom Spannungsniveau, der Anteil für das nationale Netz um 0.45 Rp./kWh, und die neue Abgabe für die Winterreserve beläuft sich auf 1.20 Rp./kWh. Groupe E leitet diese Abgaben vollumfänglich an die betroffenen Akteure weiter (Bund, Swissgrid, Pronovo, Kantone und Gemeinden). Zu beachten ist ferner, dass die Mehrwertsteuer 2024 von 7,7% auf 8,1% steigt.
Diese Tarife von Groupe E werden auf ähnlichem Niveau liegen wie die Tarife von Unternehmen mit vergleichbaren Merkmalen.
Die Erhöhung des Energieanteils 2024 ist durch folgende Faktoren bedingt:
1) Erhöhung aufgrund des Marktpreises:
Zur Versorgung unserer Kundinnen und Kunden in unserem Versorgungsgebiet erzeugen wir Strom mithilfe unserer eigenen Kraftwerke oder im Rahmen von Beteiligungen, insbesondere durch Wasserkraft. Die überschüssige Energie, die durch unsere Kundinnen und Kunden mit Solaranlagen erzeugt wird, ergänzt ebenfalls unsere Eigenproduktion.
Diese Kraftwerke und Anlagen produzieren jedoch hauptsächlich im Sommer, wenn die Nachfrage unserer Kundinnen und Kunden am geringsten ist. Im Winter, wenn der Verbrauch unserer Kundinnen und Kunden unsere Produktion übersteigt, müssen wir unsere Versorgung durch Einkäufe auf den Märkten ergänzen.
Der Strompreis auf dem Markt verzeichnet seit Herbst 2021 einen massiven Anstieg, aufgrund der höheren Preise für Brennstoffe und CO2-Zertifikate, der historisch niedrigen Füllstände der Gasspeicher sowie der Abschaltung zahlreicher französischer Kernkraftwerke. Durch den Krieg in der Ukraine und die historische Trockenheit verschärfte sich die Situation noch weiter und erreichte 2022 und 2023 Rekordwerte mit Preisen von teilweise über CHF 1.00/kWh (d. h. 16-mal höher als in den vergangenen fünf Jahren).
Die äusserst hohen Preise wirkten sich negativ auf unsere erforderlichen Energieeinkäufe für die Jahre 2022, 2023 und 2024 aus.
2) Erhöhung aufgrund historischer Trockenheit 2022:
Das Jahr 2022 war durch eine historische Trockenheit geprägt, die die Wasserkraftproduktion von Groupe E beeinträchtigte. Die Folge war ein Strommangel, den das Unternehmen kurzfristig durch Energieeinkäufe auf dem Markt ausgleichen musste. Die Kosten hierfür waren äusserst hoch (siehe o. g. Gründe). Sie konnten jedoch nicht vollständig in die Tariferhöhung 2023 einbezogen werden, da bei ihrer Veröffentlichung im August 2023 noch nicht alle Auswirkungen dieser Trockenheit bekannt waren. Ein Teil dieser Mehrkosten muss daher in die Rechnung 2024 einfliessen.
Mehrere Elemente erklären die Erhöhung der Netznutzungstarife von Groupe E 2024:
- Die Energiewende setzt das Stromnetz stark unter Druck. Groupe E führt daher ihre Investitionen in den Ausbau ihrer Infrastrukturen und die Einführung der intelligenten Zähler fort.
- Auch der Preis für Verluste bei der Stromdurchleitung tendiert wie der Energiepreis nach oben.
- Die gemäss Bundesgesetz vorgeschriebene Ausgewogenheit von Einnahmen und Kosten des Netzes erfordert Tarifanpassungen.
Zur Erinnerung: Swissgrid ist für den Energietransport auf nationaler Ebene zuständig. Ihr Netz wird oft auch als «Stromautobahn» bezeichnet.
Der Swissgrid-Tarif setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Preis für die Übertragung auf dem Höchstspannungsnetz sowie dem Preis für die Systemdienstleistungen (erforderlich für die ausgewogene Netzauslastung).
Für 2024 erhöht der Bund folgende Tarifelemente; dies gilt für alle Kundinnen und Kunden von Groupe E:
- Übertragung auf dem Höchstspannungsnetz: +0.16 Rp./kWh
- Systemdienstleistungen: +0.29 Rp./kWh
- Insgesamt: + 0.45 Rp./kWh.
Der Bund hat Winterstromreserven eingeführt, die bei Mangellagen genutzt werden können. Diese Massnahmen werden durch eine neue Abgabe in Höhe von 1.2 Rp./kWh finanziert, die ab 2024 gilt.
Die Energietarife setzen sich aus zwei Komponenten zusammen:
- Die sogenannte graue Energie. Sie stammt aus unseren Kraftwerken oder aus Einkäufen auf dem Markt. Es handelt sich dabei um einen «Energietopf», ohne Unterscheidung der Erzeugungsquelle.
- Die Herkunftsnachweise, ein «Etikett», das dazu dient, die Herkunft des Stroms auf Basis der Jahresproduktion zu verfolgen.
Diese beiden Elemente werden durch das Stromversorgungsgesetz (StromVG) und die Verordnung über den Herkunftsnachweis und die Stromkennzeichnung (HKSV) geregelt.
Die Stromkennzeichnung (basierend auf den Herkunftsbestimmungen) soll eher auf Jahresbasis als auf stundengenauem Verbrauch erfolgen. Daher können wir, auch wenn wir im Winter weniger Strom erzeugen, garantieren, dass der gesamte Strom, den unsere Kundinnen und Kunden mit dem Produkt PLUS verbrauchen, aus zu 100% erneuerbaren Energiequellen und überwiegend aus unseren eigenen Kraftwerken stammt, im Gegensatz zum Produkt BASIC.
Aufgrund unserer Einkäufe auf dem Markt erhöht sich der Preis der sogenannten grauen Energie einheitlich um 4.80 Rp./kWh für alle BASIC-, PLUS- und STAR-Produkte. Für 2024 bleibt der Preis für die Herkunftsnachweise unverändert gegenüber dem Vorjahr.
Für 2023 hat Groupe E für alle Anlagen einen Tarif in Höhe von 14.45 Rp./kWh beschlossen (11.45 Rp./kWh für die graue Energie und 3 Rp./kWh für den Herkunftsnachweis). Es handelte sich dabei um eine Erhöhung um rund 55% gegenüber dem 2022 geltenden Tarif.
Dieser Tarif in Höhe von 14.45 Rp./kWh bleibt 2024 unverändert bestehen. Er basiert insbesondere auf den durchschnittlichen Beschaffungskosten von Groupe E, wie zum Beispiel der Beschaffung aus eigenen Produktionsanlagen und Beteiligungen. Dieser Tarif bleibt über das Jahr unverändert, unabhängig von den täglichen oder saisonalen Schwankungen des Marktpreises.
Groupe E bietet jedoch ab dem 1. Januar 2024 allen Kundinnen und Kunden, die einen ausschliesslich marktpreisbasierten Einspeisetarif nutzen möchten, ein neues optionales Angebot.
Zwei Gründe erklären diesen Unterschied:
Einerseits vergütet Groupe E, wie andere Stromversorger auch, nur die von den Eigenproduzentinnen und Eigenproduzenten erzeugte Energie.Andere Tarifkomponenten wie Netzkosten und Steuern dürfen nicht vergütet werden. Die Tarife für die Übernahme und die Tarife für den Verbrauch sind daher nicht vergleichbar.
Andererseits wird die Solarenergie im Sommer, wenn sie im Überfluss vorhanden ist und der Verbrauch unserer Kundinnen und Kunden gering ist, generell ins Netz eingespeist (75% der Solarenergie wird im Sommer erzeugt, während es im Winter nur 25% sind). Zu diesem Zeitpunkt sind die Marktpreise in der Regel niedriger.
Die Erhöhung der Verbrauchertarife 2024 hängt teilweise damit zusammen, dass die nicht ausreichend erhobenen Gebühren für die Vorjahre nachgeholt werden müssen. Dadurch steigt der Rücknahmetarif nicht im gleichen Verhältnis an.
Der Rücknahmetarif von 14.45 Rp./kWh mit Herkunftsnachweis (3 Rp./kWh) wurde 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 55% erhöht. Er bleibt für 2024 unverändert und liegt weiterhin im nationalen Durchschnitt. Er hält sich an den gesetzlichen Rahmen und basiert auf unseren Beschaffungskosten. Groupe E zielt auf die Gleichbehandlung von Eigenproduzentinnen und Eigenproduzenten sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern ab, welche keine Möglichkeit haben, ihren Strom selbst zu erzeugen. Der angebotene Tarif stellt die Rentabilität der Anlagen sicher.
Weitere Informationen finden Sie im Artikel der RTS vom 9. September 2023 (nur auf Französisch).
Ein objektiver Vergleich der Einspeisetarife zwischen den Verteilern ist unmöglich, da es grosse Unterschiede zwischen den Beschaffungskosten, der Menge der erzeugten Solarenergie und den Ausbaumöglichkeiten (städtisch vs. ländlich) gibt.
Das Energiegesetz wird derzeit im Parlament diskutiert. Es sollte bis 2025 zu einem über mehrere Jahre garantierten Rücknahmetarif führen. Groupe E unterstützt diesen Harmonisierungsansatz.
Ab 1. Januar 2024 stellt Groupe E allen Kundinnen und Kunden, die einen marktpreisbasierten Einspeisetarif nutzen möchten, ein neues Angebot zur Verfügung; der Einspeisetarif schwankt daher im Verlauf des Jahres.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Website unter Rücknahmetarife Ihrer überschüssigen Fotovoltaik-Produktion.
In Ihrem Kundenbereich My Groupe E können Sie individuell Ihre Rechnung 2024 simulieren und sie mit der Rechnung 2023 vergleichen. Sie finden dort ausserdem die Einzelheiten zu Ihrem Stromtarif und Ihre letzte Jahresabrechnung im Abschnitt «Rechnungen». Falls Sie über kein Login verfügen, können Sie sich im Kundenbereich mithilfe der Angaben auf Ihrer letzten Rechnung anmelden.
Der Rechnungsbetrag muss spätestens zu dem auf der Rechnung genannten Fälligkeitsdatum beglichen werden, in der Regel 30 Tage nach Rechnungsdatum. Es besteht jedoch in unserem Kundenbereich My Groupe E die Möglichkeit, diese Zahlungsfrist zu verlängern oder Ihre Zahlungen in mehrere Raten aufzuteilen.
Wir haben auf unserer Website unter die richtigen Schritte zum Energiesparen eine Reihe praktischer und schnell umzusetzender Tipps zur Senkung des Stromverbrauchs zusammengestellt.
Die Tariferhöhung erfolgt innerhalb des rechtlichen Rahmens und führt zu keinem zusätzlichen Gewinn für Groupe E. Sie ermöglicht es dem Unternehmen nur, die von ihm zu tragenden Kosten zu decken. Letztere werden im Übrigen durch die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) überwacht.
Der Tarif für die öffentliche Beleuchtung ist Anlagen für öffentliche Verkehrswege vorbehalten, die mit einer von Groupe E gesteuerten Messausrüstung ausgestattet sind. Ab 1. Januar 2024 unterliegt er derselben Erhöhung wie die anderen Tarife, d. h. + 7.05 Rp./kWh, MwSt. nicht inbegriffen