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Vor Inangriffnahme der eigentlichen Sanierung können und sollten Messungen vorgenommen werden. Durch Echolot-Messungen kann die Grundtopographie sehr genau bestimmt werden.
Mit Hilfe der GPS Technologie werden genaue Standorte für die Messpunkte festgestellt. Diese dienen danach als Referenz-Punkte für die genaue Bagger-Positionierung.
Die Echolot-Messungen erfolgen parallel auf zwei verswchiedenen Frequenzen. Dadurch lässt sich einerseits der Schlammpegel bestimmen und andereseits der Pegel des darunterliegenden natürlich gewachsenen Grundes. Daraus lässt sich die Mächtigkeit der durch Phosphatbelastung entstandene oder durch Anschwemmung abgelagerten Sedimente errechne welche abgetragen werden sollte.
Die aufbereiteten Daten der virtuellen Grund-Topographie werden in den Bordcomputer des Schwimmbaggers übertragen.
Der Bordcomputer zeigt dem Baggerführer an ob er noch die Sedimente abträgt, sich dem natürlich gewachsenen Grund annähert oder bereits vom diesem abträgt. Dies kann mitunter durchaus gewollt sein kann wenn zum Beispiel ein Hafenbecken für grössere Schiffe befahrbar gemacht werden soll. Der Baggerführer hat ein virtuelles Bild von der Topgraphie des Grundes über dem er sich gerade befindet.
Damit diese virtuelle Topographie mit der Realität übereinstimmt wird der Bagger auf genau definierte Standorte gebracht. Die genaue Positionierung des Schwimmbaggers erfolgt mittels Differential-GPS, der festgelegten Messpunkte und einem elektronischen Kompass.
Die zu bearbeitende Fläche wird in virtuelle Baggerfelder eingeteilt. Aufgrund der errechneten Schlammmächtigkeit für den jeweiligen Standort, kann nach Ablauf eines Tages ein Vergleich angestellt werden zwischen der errechneten Vorgabe in m3 und der tatsächlich entnommenen Schlamm-Menge in m3.
Die Sand- und Schlamm-Massen werden täglich auf ihren Trockensubstanzwert gemessen. Diese Werte werden in den Tagesbericht übernomen.
Am Schluss der Sanierungsmassnahme empfiehlt es sich eine weitere Echolot-Messung durchzuführen, um so ein Gesammtbild über den Zustand vor und nach der Sanierungsmassnahme zu erhalten. Die letzte Aufnahme dient dann auch als Bezugsdokument für zukünftigen Sanierungsprojekte.