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Dieser vielleicht beliebteste aller US-Feiertage geht auf die Zeit der Mayflower und der Pilgerväter zurück. Knapp ein Jahr nach ihrer Ankunft wurde das erste Thanksgiving gefeiert – ein Fest des Dankes an Gott und an die Indianer, die den Neuankömmlingen zur Seite gestanden hatten. Später wurde das Fest zur Institution und ein identitätsstiftendes Ereignis im historischen Gedächtnis der Nation.
Abraham Lincoln macht Thanksgiving zum Feiertag (10)
Diese Proklamation Abraham Lincolns ist die amtliche Verkündung des Erntedankfestes als jährlicher Feiertag, jedes Jahr am Donnerstag nach dem 26. November. 1863 wollte der Präsident Gott für die reiche Ernte danken und dafür, dass der Bürgerkrieg nicht zur Spaltung des Landes geführt hatte. Ausserdem soll damit an die puritanischen Wurzeln der Union erinnert werden. Es heißt, die Tradition, dass der Präsident an Thanksgiving einen Truthahn begnadigt, sei auf die Freundschaft zwischen einem Vogel und Abraham Lincolns eigenem Sohn zurückzuführen sein. Proklamation von Abraham Lincoln, 3. Oktober 1863, Historic New England Museum, Boston, Faksimile.
Das erste Thanksgiving (11)
Ein Jahr nach ihrer Landung 1620 feierten die Pilgerväter in Plymouth ein Dankesfest, gemeinsam mit den Indianern vom Stamm der Wampanoag. Dieses Volk hatte ihnen das Fischen, Jagen und den Maisanbau beigebracht und ihnen damit das Überleben erleichtert. Später erklärte Abraham Lincoln das Erntedankfest zu einem allgemeinen Feiertag. Diese Darstellung der Malerin Jennie Brownscombe (1850-1936) aus dem Jahre 1925 erinnert nostalgisch an eine Zeit, in der die Ostküste noch nicht besiedelt und verstädtert war.
Jennie Augusta Brownscombe, Thanksgiving at Plymouth, 1925,
National Museum of Women in The Arts, Faksimile.