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Einen wahrlich harten Job verrichten die Kaltbrunner Kläuse alle 3 - 5 Jahre. Doch diese Arbeit ist begehrt, - allerdings darf sie nur von unverheirateten Männern und Ortsbürgern
ausgeführt werden.
Der Rundgang der Kaltbrunner Kläuse ist bereits seit 1674 belegt und findet alle 3 bis 5 Jahre im November, nach dem Katharinentag statt. Die 12 Kläuse werden vom Klausführer durch das Dorf geführt. Dabei gehen die Kläuse mit leicht tänzelnden Schritten von Platz zu Platz und führen ihre Figuren, die Volte oder Doppelvolte (eine Art 8) vor.
Beim Klausgang in Kaltbrunn sind die Kläuse einheitlich in weissem Hemd mit roter Krawatte, weisser Hose und buntbestickten Hosenträgern gekleidet. Die Kopfbedeckung, Inful genannt, soll die Bischofsmütze des St. Nikolaus andeuten.
Der Klausgang von Kaltbrunn umfasst Geisslechlöpfer, zwölf Kläuse, einen Esel und den Eselführer. Unter dem «Steckenpferd»-ähnlichen Holztier versteckt sich ein Mann: Er führt allerlei Schabernack auf und erschreckt das Publikum.
Beim Rundgang verteilen Bibelibuebe und die Kläuse Zöpfe und Stollen an die Haushaltungen, welche sich ihrerseits mit einer Gabe erkenntlich zeigen. Vor der Kirche Reihen sich die Kläuse in einem
Glied auf und verneigen sich zur Ehrerweisung vor der Kirche. Diese Zeremonie wird "Referenz" genannt.