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Die Parteien sind vor Erlass einer Verfügung oder eines Entscheids anzuhören. Sie haben das Recht, sich schriftlich zur Sache zu äussern und an den Beweisvorkehren teilzunehmen. Die vorgängige Anhörung kann bei Dringlichkeit unterbleiben, muss jedoch baldmöglichst nachgeholt werden. Gänzlich unterbleiben kann sie in nichtstreitigen Fällen (§ 23 Gesetz über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 124.11]).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt er ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Zum rechtlichen Gehör gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (vgl. BGE 120 Ib 279 E. 3b; BGE 119 Ia 136 E. 2d, BGE 118 Ia 17 E. 1c). Der Anspruch auf Begründung eines Entscheids ist ein weiterer Teilgehalt des rechtlichen Gehörs. Die Behörde soll die Vorbringen einer Partei nicht nur hören, sondern sorgfältig und ernsthaft prüfen und beim Entscheid berücksichtigen. Daraus leitet das Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 2 BV die Pflicht der Behörde ab, ihren Entscheid zu begründen. Der Bürger soll wissen, warum die Behörde gegen seinen Antrag entschieden hat (Rhinow/Koller/Kiss/Turnherr/Brühl-Moser [Hrsg.], Öffentliches Prozessrecht, 2. Aufl., Basel 2010, § 5 Rz 343, mit Hinweisen).