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Project Description
Geboren in Winterthur am 14. Oktober 1978 als zweites von vier Kindern, verbrachten wir als ich zwei Jahre alt war zwei Jahre in Kamerun, Afrika, aufgrund der Tätigkeit meines Vaters Christoph. Danach besuchte ich die Primarschule in Winterthur und später in Rüti ZH. Nach beendeter Sekundarschule entschloss ich mich für das Gymnasium Unterstrass in Zürich, welches ich 1999 mit der Maturität abschloss. Nach dem Absolvieren der Rekrutenschule als Sanitäter arbeitete ich für eineinhalb Jahren verschiedentlich als Temporärangestelter in einer Schreinerei/Zimmerei, als Monteur, Bauspengler, Barkeeper und Velokurier in Zürich, bevor ich 2001 mit dem Studium der Ethnologie, Kunstgeschichte Ostasiens und Religionswissenschaften begann. Bis ins Jahr 2006 verfolgte ich mein Studium sehr intensiv und beabsichtigte meinen Abschluss mit einer Feldforschung in Sumatra.
Seit Ende der Sekundarschule aber beschäftigte ich mich intensiv mit der Metallbearbeitung. Zu Beginn waren es einfache Schweisskonstruktionen für den Deko- und Haushaltsbereich, wie Kerzen- oder Kleiderständer. Zunehmend aber interessierte mich die künstlerische Auseinandersetzung mit den vielseitigen Metallen. Immer mehr verbrachte ich meine Freizeit mit der Bearbeitung von Metallen und zugleich investierte ich mit Unterstützung meiner Eltern vermehrt in meine künstlerische Tätigkeit.
War es zu Beginn meines Studiums nach wie vor ein intensiv gepflegtes Hobby, so entwickelte sich meine Auseinandersetzung mit der Metallbearbeitung zunehmend. In der gleichen Zeit entsprang die künstlerische Zusammenarbeit zwischen meinem Vater und mir, indem ich Eisenplastiken erstellte, die Christoph folglich mit Ölfarbe bemalte. Im Jahre 2004 konnten mein Vater und ich in der Klinik St. Raphael in Küsnacht unsere erste gemeinsame Ausstellung durchführen. Folglich entstanden erste größere Auftragsarbeiten, wie z.B. die Gestaltung des Entrees des katholischen Pfarrhauses in Rüti ZH. Weitere bedeutende Auftragsarbeiten erhielt ich mit der Eisenplastik Formousia für das Jubiläum des Lehrlingswettbewerbs Zürcher Oberland.
Aufgrund meiner zunehmenden Tätigkeit im Bereich der Metallbearbeitung wurde der Arbeitsort im Freien, hinter der Garage meines Elternhauses zunehmend eingeschränkter und ich suchte nach einem Atelier in der Region. 2006 fanden wir dann eine entsprechende Räumlichkeit, in welcher wir unserer intensiver geplanten künstlerischen Tätigkeit nachgehen konnten. Weitere größere Auftragsarbeiten wie die Porta Familiae zur 1200-Jubiläumsfeierlichkeiten von Rüti folgten und vermehrt machte ich mir Gedanken, inwiefern ich meine Freizeitbeschäftigung intensivieren sollte. Trotz des fortgeschrittenen Studiums entschied ich mich für eine parallele Selbständigkeit als freischaffender Künstler.
In der Folge organisierten mein Vater und ich jährlich mindestens eine Ausstellung und bauten unsere Atelierräumlichkeiten stetig weiter aus.
Trotz der zeitweiligen Hauptbeschäftigung als Metallkünstler, griff ich mein Studium an der Universität Zürich wieder auf und graduierte 2015 nach langjähriger Pause und mit einer Feldforschung auf Sumatra mit dem Lizentiat in Ethnologie, Kunstgeschichte Ostasiens und Religionswissenschaften.
Meine zukünftige berufliche Ausrichtung wird im Bereich meiner künstlerischen Tätigkeit sein. Doch meine Interessen gegenüber meinem abgeschlossenen Studium sind nicht erloschen und bilden eine wertvolle Grundlage nicht nur für meine Person und mein Denken, sondern auch für mein künstlerisches Schaffen. So ist es auch mein Ziel, die Kunst, das Handwerk und meine akademischen Interessen in symbiotischer Art zusammenzubringen und in unseren erweiterten Atelierräumlichkeiten weiter zu entwickeln.