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Kanton übernimmt Strassenabschnitte in Liestal: Lücke im Kantonsstrassennetz soll geschlossen werden
Die Gasstrasse (Abschnitt Rheinstrasse bis Weierweg), der Weierweg und die Rosenstrasse in Liestal sollen ins Kantonsstrassennetz integriert sowie nach den geltenden Richtlinien des Tiefbauamtes erneuert und umgebaut werden. Dies hat der Regierungsrat beschlossen und dem Landrat neben einem Realisierungskredit in der Höhe von 7'100'000 Franken auch einen Projektierungskredit von 2‘200‘000 Franken beantragt.
Seit in den 1970er-Jahren die Rathausstrasse vom Kanton an die Stadt Liestal abgetreten worden ist, besteht auf der Strecke Liestal–Lausen eine Lücke im kantonalen Strassennetz. Mit der Schliessung der Post- und Büchelistrasse für den Durchgangsverkehr zirkuliert der Durchgangsverkehr ab Kantonalbankkreuzung im Einbahnverkehr via Rebgasse bzw. via Gasstrasse und Weierweg sowie weiter im Gegenverkehr über Gerbergasse, Rosenstrasse, Militärstrasse und Kasernenstrasse zum Altmarkt. Die Versorgungsroute (Spezialtransporte) wird ebenfalls über diese Strassenabschnitte geführt. Von diesen Strassenabschnitten sind die Gasstrasse, der Weierweg, die Rosenstrasse und die Militärstrasse zurzeit in Hoheit und Eigentum der Stadt Liestal.
Entsprechend ihrer Bedeutung und Funktion sollen die Gasstrasse (Abschnitt Rheinstrasse bis Weierweg), der Weierweg und die Rosenstrasse ins Kantonsstrassennetz integriert werden. Anstatt über die Militärstrasse soll der Durchgangsverkehr in Zukunft über die Kasinostrasse zum Anschluss Altmarkt geführt werden, weshalb auch letztere vom Kanton übernommen und ausgebaut werden soll. Dabei sollen Eigentum und Hoheit unentgeltlich von der Stadt Liestal an den Kanton Basel-Landschaft übertragen werden. Diese Übernahme wurde im Rahmen der Anpassung des kantonalen Richtplans im Jahr 2016 bereits festgesetzt. Für die Projektierung der Erneuerung und des Ausbaus der Rosen- und Kasinostrasse beantragt die Regierung beim Landrat einen Kredit über 2,2 Mio. Franken.
Die Stadt Liestal führt im Raum Liestal Zentrum zurzeit diverse Siedlungsentwicklungsprojekte durch (Entwicklung Liestal-Nord, Quartierpläne Ziegelhof-Areal, Rosenmund-Areal und Rebgarten). Die Planungen für den Ausbau und die Gestaltung der Strassen sind auf diese Areal-Planungen abzustimmen. Durch die neuen Quartierentwicklungen wird ein höheres Verkehrsaufkommen generiert und hohe Ansprüche an das umgebende Strassenumfeld gestellt. Die Gerberstrasse, die Rebgasse sowie die neuen Kantonsstrassen Weierweg und Gasstrasse dienen bereits heute als wichtige Verbindungsachse in Liestal sowie als Ausnahmetransportroute. Insbesondere der Weierweg ist aufgrund der bisher räumlichen Begrenzung zu schmal ausgebildet. Um dem schlechten Zustand und den Ansprüchen der verschiedenen Verkehrsträger gerecht zu werden, sollen diese Strassenabschnitte für 7,1 Mio. Franken erneuert und teilweise ausgebaut werden.
Für Rückfragen:
Axel Mühlemann, Stv. Leiter Verkehrsinfrastruktur, Tiefbauamt, BUD, Tel. 061 552 54 89