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Utopia ist mein neuer Roman. Er besteht erst in Bruchstücken, die ich hier nach und nach veröffentlichen werde.
[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]
Noë schlug die Zeitung auf und war gespannt darauf, was sie heute für Informationen finden würde. Auf der zweiten Seite leuchtete ihr ein Artikel über Flüchtlinge und Dichtestress entgegen. Sie beschloss, ihm eine Chance zu geben.
[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]
Noë hatte schon seit mehreren Tagen keine Zeitung mehr gelesen. Stattdessen hatte sie sich mit Texten über Gefühle auseinandergesetzt. Sie hatte versucht, das alles zu verstehen, mit anderen darüber zu sprechen. Aber es war ihr nicht so recht gelungen.
[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]
Noë war am Abend ganz erschöpft eingeschlafen und dann hatte sie die ganze Nacht seltsame Dinge geträumt. Dass ihr Wasser aus den Augen gelaufen war, Wasser, das salzig schmeckte. Und dass seltsame Geräusche aus ihrem Mund kamen, wenn wenn sich der ganze Körper zusammengezogen hätte.
Noë schlug die Augen auf. Sie lag in ihrem Bett, die Decke um sie herum zerwühlt. Sie schien hier wirklich die ganze Nacht geschlafen zu haben. Oder jedenfalls eine ganze Zeit. Sie erinnerte sich, dass sie immer wieder aufgewacht war, zumindest halbwegs. Und sie hatte das Gefühl gehabt, dass sie von einem Traum in den nächsten gesprungen war.
Noë sass im Café Meetingpoint und versuchte ihren Vorsatz umzusetzen: Jemanden dafür zu gewinnen, mit ihr über irgendetwas zu diskutieren. Es musste doch möglich sein, sich mit jemandem vertieft über etwas auszutauschen.
Noë lag wach in ihrem Bett. Sie wollte schon seit einer Weile aufstehen. Aber sie hatte sich bisher nicht dazu durchringen können. Wenn sie aufstand und ins Wohnzimmer gehen würde, dann läge da eine Zeitung auf dem Tisch.
Noë hatte viele Gedanken in ihrem Kopf, Gedanken, die sie der Welt nicht richtig anschliessen konnte. Sie wusste nicht, wie das, was sie täglich in der Zeitung las, zu ihrem wirklichen Leben passte. Sie konnte darum die Gedanken auch nicht richtig ordnen.
Noë schlug die Augen auf. Fahles Licht fiel durch die Gardinen. Sie hätte nicht sagen können, ob es erst kurz nach Morgendämmerung war oder sie schon weit in den Tag geschlafen hatte. Sie hätte auch nicht sagen können, ob es Sommer oder Winter war. Oder Herbst oder Frühling.
Noë erwachte in ihrem Bett und fühle sich erholt und entspannt. Das Zeitungslesen hatte sie angestrengt, aber nachdem sie die Zeitung weggelegt hatte, nachdem sie mit Luis darüber gesprochen hatte und er sie beruhigen konnte, hatte sie das alles gar nicht mehr so wichtig gefunden. Sie sah keinen Zusammenhang zu ihrem eigenen Leben hier und froh war sie eingeschlafen.
Noë ging nun jeden Tag ins Café Meetingpoint. Meist traf sie dort auf Luis und dieser hatte sie auch schon anderen Friends vorgestellt. Aber viele Friends waren da jeweils nicht. Die meisten, das hatte ihr Luis erklärt, blieben lieber für sich und unterhielten sich nur über Nachrichten mit anderen.