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Nach dem sensationellen Gewinn des EM-Titels mit der deutschen Handballnationalmannschaft 2016 in Polen und der Bronze-Medaille an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, wird Dagur Sigurdsson in den deutschen Medien als "Vater des Erfolgs" bezeichnet.
Dagur Sigurdsson, der Gewinner-Typ, nicht nur für den deutschen Handball!
Geboren 1973 in Reykjavik, Island, ist Dagur Sigurdsson in einer sportlichen Familie aufgewachsen. Als Fußballer schaffte er es bis in die isländische U17-Auswahl, widmete sich letztendlich doch dem Handball, und erlebte eine sehr erfolgreiche Karriere als Weltklassehandballer: 215 Länderspiele und EM-Vierter als Spieler der isländischen Nationalmannschaft 2002.
ERFOLGSTRAINER
Sigurdsson gewann fünfmal die isländische Meisterschaft, nahm erfolgreich an diversen Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen 2004 teil. Schon während seiner aktiven Karriere trainierte er als Spielertrainer Wakunaga Hiroshima und A1 Bregenz. Von 2008 bis 2010 fungierte Sigurdsson als Coach für die österreichische Handball-Nationalmannschaft, die er bei der Heim-EURO 2010 auf einen hervorragenden neunten Platz führte. Parallel dazu trainierte er die Füchse Berlin, die er zu einem Top-Team in der DKB Handball-Bundesliga führte und formte. Seine größten Erfolge als Trainer der Füchse Berlin waren der Gewinn des DHB-Pokals 2014 und des EHF Europa Pokals 2015.
Im August 2014 trat Dagur Sigurdsson sein bisher wichtigstes und größtes Amt an und wurde Trainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft. In dieser Funktion schreibt Sigurdsson eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte. Sigurdsson übernahm 2014 eine Mannschaft, die tief in einer sportlichen Krise steckte und gerade die WM Qualifikation verpasst hatte. Der deutsche Handball war am Boden. Doch aus einer jungen und unerfahrenen Mannschaft formte der Isländer in nur 18 Monaten ein Team, das durch Siegeswille, Moral und einzigartigem Teamgeist das Unmögliche möglich machte: als Underdog gewann eine junge deutsche Mannschaft den Europameistertitel in Polen 2016.
EUROPAMEISTER 2016
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft spielte sich innerhalb des Turniers in einen wahren Rausch. Trotz vieler Verletzungen und Ausfälle schaltete das Team von Dagur Sigurdsson ein Top-Team nach dem anderen aus. Im Finale kam es dann zum Showdown mit Spanien. Auf der einen Seite der haushohe Favorit und auf der anderen Seite das junge Überraschungsteam aus Deutschland. Doch von der ersten Minute an zeigte sich, dass die deutsche Mannschaft sich nicht beeindrucken ließ. Sigurdssons Team dominierte die Partie über die volle Spielzeit. Zu keiner Sekunde war ein Sieg der hochdisziplinierten deutschen Mannschaft gefährdet und am Ende stand ein überragender 24:17 Erfolg zu Buche. Nie zuvor ließ ein Finalteilnehmer weniger Treffer zu als Deutschland. Nie zuvor gab es im internationalen Handball einen solch großen Überraschungscoup. Der Vater dieses Erfolges ist Dagur Sigurdsson.
Seine taktische Finesse, seine strategische Planung und seine ruhige Art prägten die Mannschaft über das gesamte Turnier und gaben jedem einzelnen Spieler das Vertrauen in die eigene Stärke und somit in das gesamte Team.
VORBILD
Sigurdsson schafft es die Mannschaft auf dem Boden und die Konzentration hochzuhalten. Nachdem sich die deutschen Handballer 2012 nicht für Olympia qualifizieren konnten, ist die deutsche Mannschaft durch Sigurdsson wieder zurück im Welthandball und Gesprächsthema in Deutschland. Den Erfolg der Europameisterschaft 2016 will das Team nun mit in das olympische Handballturnier in Rio de Janeiro nehmen.
Für seine herausragenden sportlichen Erfolge wurde Dagur Sigurdsson mehrfach ausgezeichnet: In Österreich wurde er dreimal "Legionär des Jahres", in Deutschland "Trainer der Saison 2011". Nach dem Europameisterschaftstitel ist er für den Titel "Welttrainer des Jahres 2016" des IHF nominiert.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Mannschaft von Bundestrainer Sigurdsson in Berlin für ihr EM-Gold geehrt. Neben dem unglaublichen Willen des Teams lobte Merkel vor allem Sigurdsson, der mit seiner besonderen Art die Spieler zu motivieren, viel bewirkt hat.
Akribie, Kreativität sowie Ruhe stellen wichtige Säulen seines Erfolgs dar – auch abseits des Sports! Neben seiner erfolgreichen Karriere als Handballprofi und Trainer ist Sigurdsson erfolgreicher Entrepreneur und Gründer. Als Unternehmer ist er vor allem durch die Mitgründung und den Betrieb des erfolgreichen isländischen Kex Hostels in Reykjavik bekannt. Weiterhin unternehmerisch aktiv ist er in den Bereichen Gastronomie, Autoindustrie und IT.
MOTIVATOR
Dagur Sigurdsson ist ein kreativer Kopf, ein Taktiker und Denker, der Pläne nicht nur schmiedet sondern diese auch anpackt. Seine unkonventionelle Art und seine Fähigkeiten über den Tellerrand hinaus zu schauen führen zum Erfolg und schaffen Überraschungsmomente. Bei der deutschen Handball-Nationalmannschaft machte sich Sigurdsson vor allem die Geschichte der "bad boys" der NBA-Champions der Detroit Pistols zu eigen. Sigurdssons Motivationsidee ließ die deutsche Mannschaft den Mythos leben und führte sie schlussendlich zum Titel.
Sigurdsson ist ein Erfolgsarchitekt der durch Orientierung an seinem Umfeld und hohe Authentizität zu motivieren versteht. Seine jahrelange Erfahrung mischt sich mit seiner Vielseitigkeit, wodurch er neben den Spielern auch die Zuhörer bei seinen Vorträgen zu faszinieren weiß.
Der Weg bis zum EM-Titel:
Dagur Sigurdsson übernahm die deutsche Handball-Nationalmannschaft in einer ihrer schwersten Krisen. Nachdem sich die deutschen Handballer weder für Olympia 2012 noch für die EM 2014 qualifizieren konnten, war auch die Teilnahme bei der WM 2015 in Katar gefährdet. Aufgrund einer Wildcard ergab sich für den DHB die Möglichkeit in Katar zu spielen. Deutschland beendete das Turnier nach einer knappen Niederlage gegen Katar im Viertelfinale als Siebter, zwei Plätze schlechter als 2013, aber mit neuem Mut und einem Trainer mit Blick für die Zukunft. Zum Ende der Saison 2014/15 beendete Sigurdsson seine Tätigkeit bei den Füchsen Berlin und widmete sich ganz seiner Aufgabe als Nationaltrainer. Sigurdsson ist der Baumeister des deutschen Handball-Wunders: innerhalb kürzester Zeit formte er aus einem Team von Nobodys unseren Europameister. Er erkannte Chancen und konnte mit einer jungen und von Verletzungen geplagten Mannschaft überzeugen. Von den bisher 38 Länderspielen unter Sigurdsson konnte das deutsche Team 29 gewinnen, eine überragende Quote.
THEMEN:
• Jung und Wild – Teamführung der Generation Y
• Anpassung oder Auswechslung – Von Individualisten und Teamplayern
• Vom Typen zum Riesentypen: über sich hinauswachsen kann jeder
• Mit begrenzten Qualitäten angreifen – Vom Underdog zum Badboy, vom Badboy zum Gewinner
• Ziel erreicht, hungrig auf mehr – Auch die Großen kitzeln können
• Planung ist gut, die Umsetzung entscheidet – Ziele erreichen
• Kurz und Knapp – Die Aussage macht’s
• Auf Erfolg ausruhen? Die nächste Herausforderung lockt
• Müssen, müssen, müssen – Richtige Motivation und Spaß als Leistungssteigerung
• Konzentration formt Gewinner – Richtig fokussieren lernen
• Lust am Gewinnen vs. Angst vorm Verlieren – Glaube versetzt Berge