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Dass selbst die bedeutendsten Intellektuellen und Geistesgrössen nicht immer respektvoll miteinander umgehen, beweist Jörg Drews in seinem Buch Dichter beschimpfen Dichter.
Jean Cocteau über Jean Anouilh: „Er hat eine neue Mätresse? Unmöglich – bei dem schläft doch nur das Publikum.“ Rahel Varnhagen über Clemens Brentano: „Er ist ein Esel; und weiter nichts.“ Tennessee Williams über Truman Capote: „Er ist eine entzückend lasterhafte alte Dame.“ Wilhelm von Humboldt über Matthias Claudius: „Von Claudius weiss ich durchaus nichts zu sagen, er ist eine völlige Null.“ Iwan Turgenjew über Fjodor Dostojewskij: „Dostojewskij ist der Pickel auf der Nase der russischen Literatur.“ Heinrich Heine über Alexandre Dumas Père: „Der Kopf von Dumas gleicht einem Gasthof, wo manchmal gute Gedanken einkehren, die sich aber dort nicht länger als eine Nacht aufhalten; sehr oft steht er leer.“ James Joyce über Johann Wolfgang Goethe: „Der Grossmeister der Platitüde.“ Alfred Döblin über Hermann Hesse: „Langweilige Limonade.“ Hugo von Hofmannsthal über Thomas Mann: „Ich wusste ja, dass er ungebildet ist, ich wusste ja, dass er dumm ist, aber ich wusste nicht, dass er so albern sein kann.“ Gottfried Benn über Eduard Mörike: „Völlig geistloser Mann.“ Friedrich Nietzsche über George Sand: „Die Milchkuh der frommen Denkungsart.“ Emile Zola über Jules Verne: „Sicher ist Monsieur Verne zur Stunde der Schriftsteller, der sich in Frankreich am besten verkauft. Das hat nun allerdings keinerlei Bedeutung im Zuge der derzeitigen Literatur, denn Alphabete und Gebetbücher werden auch in beträchtlichen Mengen abgesetzt.“
Reizende Menschen, unsere Dichterfürsten. (Die Gescholtenen waren meistens auch nicht auf den Mund gefallen!)