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Das Dorftier von Safenwil hatte ungefähr die Größe eines Kalbes, einen langen, sehr gedrungenen Leib, kurze Beine und war schwarz von Farbe. Vom Kopfe bemerkte man wenig, doch hatte es glänzende tellergroße Augen. Man sah es vom sogenannten ,,Lindenrain" durch das Dorf Safenwil hinauf gehen bis zur Gasse, welche zu einem Sumpf führt, dort verschwand es in einem Baumgarten, in dem ein Speicher stand, der als Wohnort des Tieres angenommen wurde. Es soll nie jemandem Schaden zugefügt haben. Einmal jedoch, da es auf seinem Wege am Mühlenbache von einem großen Haushund angefallen wurde, zerriß es denselben, daß man mit den Stücken am Morgen drauf eine weite Strecke bedeckt fand.
(Seminarist Rudolf Scheuermann von Safenwil.)
Sage aus Safenwil
Band 3.1, Quelle: Ernst L. Rochholz, Naturmythen, Neue Schweizer Sagen, Leipzig 1962, S. 82 - 82
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchen.ch.