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Mit ganz wenigen Ausnahmen gibt es weltweit nur zwei Arten, Tee zu sagen.
Die eine klingt wie der deutsche Begriff Tee. Das französische thé, das spanische té und das englische tea sind weitere Beispiele. Die anderen sind Abwandlungen von Cha. Die Portugiesen etwa sagen chá, die Russen Chay und die Japaner Ocha.
Die unterschiedlichen Verbreitungswege der chinesischen Begriffe Te und Cha zeigt die folgende Grafik des Newsportals Quartz.
Das chinesische Cha gelangte über die Seidenstrasse in den Westen. In Indien wurde daraus Chay und in arabischen Ländern Shay. Die Russen sagen Chay, die Türken çay.
In Westeuropa, Südafrika und Indonesien hat sich hingegen der Begriff Te aus der südchinesischen Sprache Min Nan eingebürgert. Te entstammt dem Amoy-Dialekt, der in Südchina in Küstenregionen gesprochen wird. Das Schlüsselwort heisst Küste.
Holländische Händler brachten die Teeblätter auf dem Seeweg nach Europa. Ihre Haupthäfen in China lagen in der Provinz Fujian und auf Taiwan, wo viele Menschen Min Nan sprechen, also Te statt Cha sagen. In Europa wurde daraus tea, thé oder eben Tee.
Die Portugiesen waren bereits vor den Holländern in Asien. Ihr Stützpunkt war Macau in der Nähe von Hongkong, wo die Menschen Cha sagen. Deshalb ist Portugal heute beim Begriff Tee ein Sonderfall in Europa.
Übrigens: Warum die Polen mit herbata oder die Litauer mit arbata weder Te noch Cha sagen, erklärt dieser Artikel.
(oli via quartz)