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Daniil Medwedew hat sich am olympischen Tennisturnier nach zähem Ringen für die Viertelfinals qualifiziert. Beim 6:2, 3:6, 6:2-Erfolg gegen den Italiener Fabio Fognini kämpfte die russische Weltnummer 2 erneut mit den äusseren Bedingungen. Bei 36 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit war dem 25-Jährigen die Erschöpfung deutlich anzusehen – immer wieder beugte er sich vor dem Aufschlag vornüber und stützte sich nach längeren Ballwechseln auf seinem Schläger ab.
Gleich zweimal benötigte Medwedew ein Medical Timeout, zudem rief er einmal seinen Trainer auf den Court. Schiedsrichter Carlos Ramos fragte bereits Mitte des zweiten Satzes, ob er weiterspielen könne. Die Antwort des Russen hatte es dann in sich: «Ich kann das Spiel beenden, aber ich könnte sterben», antwortete Medvedev. «Wenn ich sterbe, wer ist dann verantwortlich?»
Medwedew, der sich schon zu Beginn des Turniers über die Spielansetzungen mitten am Nachmittag beschwerte, konnte am Ende weiterspielen und sicherte sich mit Ach und Krach das Viertelfinal-Duell mit dem Spanier Pabol Carreno Busta.
«Ich hatte schon zu Beginn Mühe beim Atmen. Deshalb rief ich auch den Physiotherapeuten. Ich hatte das Gefühl, dass mein Zwerchfell blockiert war», erklärte Medwedew nach dem Spiel. «Im zweiten Satz wurde es mir dann immer wieder schwarz vor Augen. Nach fast jedem Punkt und ich konnte nichts tun, damit es besser wird. Am liebsten wäre ich einfach auf den Platz gefallen.»
Im dritten Durchgang erholte sich Medwedew etwas und konnte plötzlich wieder befreiter aufspielen. Weniger Glück hatte dagegen die Spanierin Paula Badosa. Sie musste nach ihrer Aufgabe wegen eines Hitzeschlags im Viertelfinal gegen Marketa Vondrousova im Rollstuhl vom Platz gefahren werden. (pre)