Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03244.jsonl.gz/1617

Wiederholt berichteten wir über die Verlegung von sechs grossen russischen Landungsschiffen ins Mittelmeer. Je drei kamen von der Nordflotte und aus dem Baltikum. Sie haben Gibraltar und das Mittelmeer durchquert und beim syrischen Hafen Tartus mit Manövern begonnen.
Die Tartus-Armada steht direkt unter dem Kommando von Admiral Nikolai Yevmenow, des Befehlshabers der russischen Marine. Er führt auch das Manöver. Landungen vom Meer aus üben entsprechende Einheiten auch auf der Krim.
Nicht unerwartet trainieren die sechs Einheiten an der syrischen Mittelmeerküste amphibische Landungen. Am Manöver nehmen zahlreiche weitere Schiffe teil, auch von der Pazifik- und der Schwarzmeer-Flotte. Noch nie habe Russland in seinem wertvollen Levante-Stützpunkt Tartus eine derart starke maritime Streitmacht zusammen gezogen,
Präsident Putin scheint sein Nervenspiel geschickt zu inszenieren. Den grimmigen Aussenminister Lawrow lässt er mit den USA verhandeln. Derweil verschärft. der Generalstab am Ufer der Moskwa den Druck jeden Tag. Landungen vom Asowschen und vom Schwarzen Meer würden starke ukrainische Verbände binden, welche die Hafenstadt Odessa und den Mariupol-Korridor verteidigen müssten.
Zudem kann Admiral Yevmenov die Schiffe, die er zum Stelldichein nach Tartus befohlen hatte, jederzeit ins Schwarze Meer verlegen. Die Montreux-Konvention von 1936 erlaubt den Russen die Passage durch die türkischen Meerengen. Ohnehin beherrscht Russland das Schwaze Meer von der Krim aus.