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Es war schon eine negative Premiere, dass die Kanadier mit zwei Niederlagen in eine WM starteten, nun stehen sie auch nach drei Spielen mit null Punkten da. Sie müssen sich also gewaltig steigern, um die Blamage in Form eines Scheiterns in der Vorrunde noch zu verhindern. Die «Ahornblätter» waren an einer WM noch nie schlechter als im 7. Rang klassiert.
Nachdem die DEB-Auswahl mit einem Doppelschlag innerhalb von 38 Sekunden durch Stefan Loibl (11.) und Matthias Plachta (12.) 2:0 in Führung gegangen waren, vermochte einzig Nick Paul zum 1:2 (19.) den starken deutscher Keeper Mathias Niederberger zu bezwingen. 121 Sekunden vor dem Ende machte Korbinian Holzer mit einem Schuss ins leere Tor alles klar.
Es war für die aufopferungsvoll kämpfenden Deutschen erst der dritte Sieg gegen Kanada an einer WM nach 1987 und 1996. Damit wahrte das Team von Trainer Toni Söderholm nach den Siegen gegen Italien (9:4) und Norwegen (5:1) die weisse Weste an diesem Turnier. Derweil brachten die Nordamerikaner selbst während 3:55 Minuten in doppelter Überzahl nichts Zählbares zu Stande. Sie haben in nunmehr drei Spielen an diesem Turnier erst zwei Tore erzielt, was die offensive Harmlosigkeit unterstreicht.
Im zweiten Spiel der Gruppe B vom Montag feierte Gastgeber Lettland gegen das punktelose Italien einen 3:0-Pflichtsieg. Die Balten dominierten die Partie zwar klar, das Schussverhältnis lautete 44:12 zu ihren Gunsten, dennoch gelang es ihnen nur einmal, den italienischen Keeper Justin Fazio (41 Paraden) zu überwinden. Die letzten beiden Treffer erzielten Lauris Darzins (59.) und Martins Karsums (60.) ins leere Gehäuse. Letzterer hatte schon zum 1:0 (33.) getroffen. Das Tor der Letten hütete Ivars Punnenovs von den SCL Tigers.
Auch in der Schweizer Gruppe setzte es eine weitere Überraschung ab. Nachdem Schweden gegen Dänemark (3:4) und Belarus (0:1) verloren hatte, erwischte es nun auch Russland, das gegen die Slowakei 1:3 verlor. Verteidiger Martin Gernat zeichnete in der 54. Minute im Powerplay für das letztlich entscheidende 2:1 verantwortlich. 61 Sekunden vor dem Ende gelang Marek Daloga, einem weiteren Verteidiger, mit einem Schuss ins leere Tor das 3:1. Während die Slowaken auch die dritte Partie an diesem Turnier gewannen, unterlagen die Russen erstmals und liegen nun in der Rangliste hinter der Schweiz auf Platz 3.
Immerhin erhalten die Russen Verstärkung aus der NHL: Von den Washington Capitals kommen Goalie Ilja Samsonow und Verteidiger Dimitri Orlow, von den St. Louis Blues Stürmer Wladimir Tarassenko. Allerdings darf das Trio wegen der Corona-Restriktionen in den ersten sechs Tagen in Riga noch nicht zum Einsatz kommen. Dagegen steht der ebenfalls bei den Capitals tätige Alexander Owetschkin den Russen aufgrund einer Verletzung nicht zur Verfügung.
Zum ersten Sieg an dieser WM kam Tschechien, das sich gegen Belarus 3:2 nach Verlängerung durchsetzte. Den Siegtreffer schoss in der 62. Minute Dominik Kubalik, der ehemalige Stürmer von Ambri-Piotta. Für den Ausgleich der Tschechen zum 1:1 hatte der Zuger Center Jan Kovar (30.) verantwortlich gezeichnet.