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STAUSEE BANNALP
Er wurde von 1935 bis 1937 beim Bau des Kraftwerkes Oberrickenbach errichtet. Der See befindet sich auf der zur Gemeinde Wolfenschiessen gehörenden Bannalp und hat einen nutzbaren Inhalt von 1,3 Millionen m3 Wasser. Der Staudamm des Bannalpsees hat eine Länge von 181,5 Meter und eine Höhe von 30,3 Meter mit einer Kronenbreite von sechs Metern. Die Dammkrone liegt auf 1588 m ü. M.
Dieser kleine Stausee wurde 1937 eingeweiht und er hat eine erregende Geschichte. Im Jahre 1905 wurde das Werk Obermatt von der EWLE (Elektrizitätswerk Luzern-Engelberg AG ) eröffnet. Dieses Werk befindet sich vor der letzte Steigung nach Engelberg. Dadurch konnten die Bürger des Kantons Nidwalden endlich die Elektrizität nützen.
In Jahr 1928 entschloss sich die EWLE jedoch, bei jedem Haushalt ein Zähler zu installieren. Diese Installation war mit einer Vertragsänderung verknüpft, und eine bedeutende Preiserhöhung. Das Volk Nidwaldens war aber der Meinung, dass eine solche Vertragsänderung einer Genehmigung des Kantons und der Gemeinden vorgelegt war. Das war die Schöpfung der Idee, auf der Bannalp einen Stausee zu bauen. Im Jahr 1934, bei der unruhige Landesgemeinde wurden auf elf, neun pro-bannalper Projekt Kantonsräte ausgewählt. Der Bau konnte beginnen.
Der Bau selber ist merkwürdig, verglichen mit anderen in den Alpen. Äusserlich, gleicht er sehr dem Damm des Göscheneralpsees. Der Kern des Baus und die Baujahre sind jedoch verschieden. Bei der Bannalp ist der Kern aus Lehm. Der Grund liegt darin, dass der Lehm zur Dichtung des Damms dient. Dazu war Lehm auf dem Platz vorhanden, was den Bau erleichterte
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Der Bau des Bannalpsees
46 min. Stummfilm
Der Kampf um Bannalp
Eine Zerreissprobe für den Kanton Nidwalden
Mit Parolen wie «Dem Nidwaldner Volk seine eigene Energieversorgung» wurde zu Beginn der 1930er-Jahreder Ruf nach einer eigenen Energieversorgung laut. DerGrund für diesen Energie-Aufstand im Kanton Nidwaldenlieferte das Elektrizitätswerk Luzern-Engelberg AG (EWLE AG), dessen Hauptaktionärin mit einem Anteilvon 90 Prozent der Aktien die Stadt Luzern war.
Der Strom für das Luzerner Elektrizitätswerk wurde nur wenige Meter neben der Nidwaldner Grenze im Kraftwerk Obermatt bei Grafenort produziert. Streitpunkt zwischen der Luzerner Kraftwerkbetreiberin und dem Kanton Nidwalden waren die Tarif- und Konzessionsverhandlungen.
Trotz mehrmaligen Versuchen – eine befriedigende Lösung, geschweige denn eine Einigung war in weite Ferne gerückt. Verständlich, dass unter diesem Hintergrund der Ruf nach einem eigenen Kraftwerk immer lauter wurde.
Im Jahre 1931 zogen der in Stans geborene Geistliche Konstantin Vokinger (1888–1965), der Stanser Remigi Joller (1891–1960), sowie Landrat Werner Christen (1895–1969) aus Wolfenschiessen und der in Luzern wohnende Ingenieur Wilhelm Flury (1879 –1964) eine für damalige Verhältnisse noch nie gesehene populistische Kampagne auf.
Nidwalden war in der Folge in zwei Lager geteilt – Pro Bannalp und Contra Bannalp. Der Kampf um die eigene Energieversorgung wurde mit harten Bandagen gekämpft. Das Initiativkomitee sah sich einer schier übermächtigen Gegnerschaft gegenüber. An der Landsgemeinde vom 29. April 1934 kam es zum grossen Kräftemessen.
Gegen den Widerstand der politischen und wirtschaftlichen Führung des Kantons gewann das Projekt der Energie-Eigenversorgung mit dem Bannalpwerk die Zustimmung des Volkes. Die Landsgemeinde von 1934 kam einem grossen Erdbeben gleich und war ein Sieg auf der ganzen Linie für die «Bannalper». Nur zwei der elf Regierungsräte blieben im Amt. Neun wurden neu gewählt. Zu ihnen gehörten auch die beiden Initianten Remigi Joller und Werner Christen.
Der Kampf um Bannalp war aber nur scheinbar gewonnen. Schon Ende 1934 trat Mitinitiant Konstatin Vokingeraus der Baukommission aus, da es interne Unstimmigkeiten gab. Und auch die beiden anderen Initianten Joller und Christen hatten in der Folge das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne. Dennoch schafften sie es, dass das Bannalpwerk 1937 seinen Betrieb aufnehmen konnte. Dank der Ausnützung der damals schlechten Wirtschaftslage gelang es, die veranschlagten Baukosten um 13 Prozent zu unterschreiten. Der Kampf um Bannalp war damals eine echte Zerreissprobe für den Kanton Nidwalden, die noch lange nachhallte. Allen damaligen Prophezeitungen zum Trotze: Dass Bannalpwerk entwickelte sich zum erfolgreichen Unternehmen und sorgt seither für die Stromversorgung von Nidwalden.