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Geschäftsordnung des Diakonatskapitels der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau (GO Diakonatskapitel)
vom 22. Februar 1996 (Stand 01. Januar 2022)
Das Diakonatskapitel,
gestützt auf § 125 Kirchenordnung (KO)1,
beschliesst:
Zugehörigkeit zum Diakonatskapitel
1Das Diakonatskapitel setzt sich zusammen aus denjenigen Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen, welche die Ausbildung zur Sozialdiakonin oder zum Sozialdiakon abgeschlossen haben und die innerhalb der Landeskirche eine Stelle in einer Kirchgemeinde oder bei den Landeskirchlichen Diensten versehen (§ 123 Abs. 1 KO2).
2Auf Antrag kann der Vorstand des Diakonatskapitels Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone, die pensioniert sind oder die im Gebiet der Landeskirche wohnhaft sind, jedoch keine Stelle versehen, in das Diakonatskapitel aufnehmen (§ 123 Abs. 2 KO3).
3Der Vorstand kann Nichtmitglieder ohne Stimmrecht zu den Sitzungen des Diakonatskapitels einladen (§ 123 Abs. 3 KO4).
4Der Kirchenrat führt das Verzeichnis der anerkannten Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone.
Aufgaben des Diakonatskapitels
Aufgaben des Diakonatskapitels in Ergänzung zu § 124 KO6 sind:
1.Pflege und Förderung der fachlichen und praktischen Fortbildung seiner Mitglieder.
2.Beratung von Verhandlungsgegenständen der Synode, die sie oder der Kirchenrat ihm zugewiesen oder das Diakonatskapitel sich selbst zur Vorbereitung bestimmt hat.
3.Vertretung der aargauischen Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone im Dachverband der kantonalen Zusammenschlüsse der Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone in Reformierten Kirchen der Deutschschweiz.
4.Vertretung der Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone nach aussen.
5.Vernetzung und Informationsaustausch unter den Mitgliedern ist zu fördern.
Pflichten und Befugnisse des Diakonatskapitels
1Behandlung von Anträgen des Vorstands oder von Mitgliedern des Diakonatskapitels.
2Wahl des Präsidiums, welches aus einer oder zwei Personen (Co-Präsidium) besteht, und der übrigen Mitglieder des Vorstands.
3Wahl von Kommissionen und der Kontrollstelle.
4Festsetzung eines Beitrages.
5Erlass einer Geschäftsordnung für die Verhandlungen des Diakonatskapitels.
Einberufung der Sitzungen, Ort und Datum
Das Diakonatskapitel tritt auf Einladung seines Vorstands jährlich mindestens einmal zusammen, oder wenn es wenigstens 1/5 der Mitglieder, der Kirchenrat oder die Synode verlangen. Ort und Datum werden den Mitgliedern des Diakonatskapitels schriftlich bekannt gegeben.
Liste der Verhandlungsgegenstände
Der Vorstand stellt die Liste der Verhandlungsgegenstände auf, die auf Beschluss des Diakonatskapitels geändert werden kann. Sie muss mit der Einladung zur Sitzung und den nötigen Unterlagen mindestens 14 Tage vor der Sitzung den Mitgliedern des Diakonatskapitels zugestellt werden.
Eröffnung der Sitzungen, Verhandlungsfähigkeit
1Das Präsidium teilt der Versammlung die personellen Veränderungen im Diakonatskapitel mit und stellt die neu eingetretenen Mitglieder vor.
2Das Präsidium lässt die Zahl der anwesenden Mitglieder feststellen und legt das absolute Mehr fest.
3Das Präsidium lässt die Liste der Verhandlungsgegenstände genehmigen.
4Das Diakonatskapitel ist so lange beschlussfähig, als die Zahl der anwesenden Mitglieder nicht unter das bei der Eröffnung der Sitzung festgesetzte absolute Mehr sinkt.
Teilnahmepflicht, Teilnahmerecht
1Die Mitglieder sind verpflichtet, an allen Sitzungen teilzunehmen. Wer verhindert ist, hat seine begründete Abwesenheit dem Präsidium zu melden. Mitglieder, die nicht im Gebiet der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau eine Stelle versehen, sind von diesen Verpflichtungen entbunden.
2Der Vorstand kann Nichtmitglieder ohne Stimmrecht zu den Diakonatskapitelsitzungen einladen. Eingeladen werden können insbesondere Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone ohne Wählbarkeit, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter sowie Praktikantinnen und Praktikanten. Das Präsidium kann ihnen bei der Beratung das Wort erteilen.7
Veröffentlichungen
Über allfällige Veröffentlichungen der Verhandlungen oder ihrer Ergebnisse entscheidet der Vorstand.
Vorstand: Zusammensetzung und Amtsperiode
1Der Vorstand des Diakonatskapitels besteht in der Regel aus 5 Mitgliedern, mindestens aber aus 3. Er konstituiert sich selbst.9
2Die Amtsperiode beträgt vier Jahre.
3Dasselbe Mitglied kann nicht mehr als acht Jahre im Präsidium sein.
Vorstand: Pflichten
1Der Vorstand bereitet die Geschäfte des Diakonatskapitels vor und vollzieht dessen Beschlüsse. Insbesondere fördert er die Fortbildung der Mitglieder des Diakonatskapitels.
2Der Vorstand ist für die Protokollführung im Diakonatskapitel verantwortlich.
3Der Vorstand prüft und genehmigt das Protokoll der Diakonatskapitelsitzungen und leitet es dem Kirchenrat und den Mitgliedern des Diakonatskapitels weiter.10
4Der Vorstand ist für die Rechnungsführung verantwortlich.
5Der Vorstand versammelt sich auf Einladung des Präsidiums so oft es die Geschäfte erfordern, oder auf Begehren von drei seiner Mitglieder.
6Der Vorstand berät die einzelnen Mitglieder des Diakonatskapitels in ihren beruflichen und kirchlichen Problemen.
Präsidium
1Das Präsidium bestimmt die Leitung der Beratungen des Diakonatskapitels.
2Das Präsidium bestimmt die Vertretung des Diakonatskapitels nach aussen.
3Die Leitung der Diakonatskapitelberatungen bezeichnet die nötigen Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler.
Verfahren
Vor einer Abstimmung gibt die Beratungsleitung eine kurze Übersicht über die vorhandenen Anträge.
Geheime Stimmabgabe
Ein Achtel der anwesenden Mitglieder des Diakonatskapitels kann eine geheime Abstimmung verlangen.
Mehrheit der Stimmen
Nehmen nicht alle anwesenden Mitglieder an einer Abstimmung teil, so entscheidet die Mehrheit der Stimmen. Wenn es verlangt wird, ist das Gegenmehr festzustellen.
Stimmabgabe der Beratungsleitung
1Die Beratungsleitung stimmt bei den Abstimmungen mit.
2Bei Stimmengleichheit gibt die Beratungsleitung den Stichentscheid.
Vorgehen bei Wahlen
1Wahlen werden offen durchgeführt, wenn nicht ein Achtel der anwesenden Mitglieder des Diakonatskapitels eine geheime Wahl verlangt.
2Bei offenen und geheimen Wahlen ist im ersten Wahlgang das absolute, im zweiten Wahlgang des relative Mehr der Stimmenden erforderlich.
3Bei geheimer Stimmabgabe fallen leere und ungültige Stimmzettel für die Berechnung des absoluten Mehrs ausser Betracht.
Ausstandspflicht
Hat bei einem Verhandlungsgegenstand ein Mitglied des Diakonatskapitels ein unmittelbares und persönliches Interesse, weil der Verhandlungsgegenstand für das Mitglied des Diakonatskapitels direkte und genau bestimmte, insbesondere finanzielle, Folgen bewirkt, so hat es sich in den Ausstand zu begeben.
Resolutionen
Resolutionen sind Erklärungen des Diakonatskapitels an die Öffentlichkeit, an einzelne Kreise oder an Behörden zu bestimmten Fragen oder Geschehnissen. Sie bilden die offizielle Stellungnahme der Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone.
Inkrafttreten
1Nach Verabschiedung dieses Reglements durch die Diakonischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 27. April 1992 und gestützt auf den Synodebeschluss vom 24. Juni 1992 tritt dieses auf den 01. Januar 1993 in Kraft.
2Dieses Reglement wurde erweitert und verabschiedet durch die Diakonischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom 22. Februar 1996 in Unterentfelden und tritt sofort in Kraft.
3Durch Beschlussfassung des Diakonatskapitels vom 27. Oktober 2011 geänderte Bestimmungen treten auf den 01. Januar 2012 in Kraft. Begriffliche Anpassungen des ganzen Geschäftsreglements werden nicht im Einzelnen bei den Bestimmungen ausgewiesen.
4Durch Beschlussfassung des Diakonatskapitels vom 24. Oktober 2013 geänderte Bestimmungen treten am 24. Oktober 2013 in Kraft. Die gestützt auf den Synodebeschluss vom 06. November 2013 geänderten Titel und Bestimmungen treten am 01. Januar 2014 in Kraft und werden nicht im Einzelnen ausgewiesen.
5Durch Beschlussfassung der Synode vom 17. November 2021 geänderte Bestimmungen sind in § 1 angepasst und nicht im Einzelnen ausgewiesen. Die Änderungen treten am 01. Januar 2022 in Kraft.
1SRLA 151.100. ↑
2SRLA 151.100. ↑
3SRLA 151.100. ↑
4SRLA 151.100. ↑
5Geändert durch Beschluss des Diakonatskapitels vom 27. Oktober 2011. ↑
6SRLA 151.100. ↑
7Abs. 2 geändert durch Beschluss des Diakonatskapitels vom 27. Oktober 2011. ↑
8Abs. 2 und Abs. 3 geändert durch Beschluss des Diakonatskapitels vom 27. Oktober 2011. ↑
9Abs. 1 geändert durch Beschluss des Diakonatskapitels vom 24. Oktober 2013. ↑
10Geändert durch Beschluss des Diakonatskapitels vom 27. Oktober 2011. ↑
Geschäftsordnung des Diakonatskapitels der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau (GO Diakonatskapitel)
vom 22. Februar 1996 (Stand 01. Januar 2022)
© Reformierte Landeskirche Aargau, 2022
X1.6.1/C2.2/F2.3