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Dabei handelt es sich um die wohl tragischte Liebesgeschichte Portugals, die auch historisch belegt ist. Zahlreiche Dichter und Schriftsteller jeder Epoche und jeden Stils bedienten sich des Schicksals der Liebesgeschichte von Inês und Pedro.
Auch bei Luís de Camões fand Inês im Epos «Os Lusiadas» (1572) einen Platz. Die Camões’schen Verse über die Ermordung finden sich noch in einer Broschüre aus dem Jahr 1873.
Heute gehört das Schicksal von Inês und Pedro längst zum literarischen Trauergut Europas, in Titeln wie «Die Seufzer von Inês», «Tränen und Rosen» oder «The Fatal Beauty of Inês Castro».
Kennen Sie die tragische Liebesgeschichte von Inês und Pedro?
Der portugiesische Prinz Pedro wird zwangzigjährig mit Constança verheiratet, die er aber nicht liebt, sondern deren Hofdame Inês Perez de Castro. Daraufhin drängt Pedros Vater, König Afonso IV., Inês vom Hof zu entfernen und schickt sie nach Spanien zurück.
Als Pedros Gattin Constança stirbt, holt der Infante Inês nach Portugal zurück.
Da Inês einer der mächtigsten Familien Galiciens angehört, fürchtet der portugiesische Adel um die noch junge Unabhängigkeit von Spanien. Es ist das Todesurteil für Inês, das 1355 in Coimbra vollstreckt wird. Die sagenumwobene «Quinta das Lágrimas» erinnert daran.
Pedro ruft zum Krieg gegen seinen Vater auf, doch die Rebellion scheitert. In einem Vertrag einigen sich Vater und Sohn, das Geschehene zu vergessen.
Doch Pedro kann Inês nicht vergessen. Seine Liebe wandelt sich in Hass und Wahnsinn. Er wird zum gnadenlosen Rächer. «Grausam» und «Unerbittlich» lauten Pedros Charaktertitel in der Geschichtsschreibung.
Pedro, der ewig Liebende, holt die Tote an seine Seite. Es heisst, dass er sie zu Lebzeiten noch heimlich geheiratet hatte. Er liess angeblich die Leiche exhumieren. In die Kathedrale von Coimbra soll er ihren Sarg gebracht haben um ihn krönen zu lassen.
Der gesamte Hofstaat musste, die Hand des Leichnams küssen, bevor die „posthume Königin“ im Kloster von Alcobaça beigesetzt wird.
Nach seinem Tod wird auch Pedro dort begraben, wo sie von nun an unzertrennlich sind. .
Theaterstück Inês und Pedro in der Algarve
Die nächste Station des Schauspiels in der Algarve ist das städtische Auditorium in Lagoa am 12.11.11 um 21.30.
Leszek Madzik widmet sich ohne Worte dieser portugiesischten aller portugiesischen Geschichte. Die Liebesgeschichte wird durch Musik, Stille, die Gesten der Schauspieler und dem Spiel des Lichtes erzählt.