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Prostatakrebs
Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist die weltweit vierthäufigste Todesursache beim Mann. Der Tumor nimmt seinen Ursprung von der Prostata (Vorsteherdrüse) zwischen Harnblase und Schliessmuskel.
Ursachen
Genetische Faktoren wie auch Ernährungsgewohnheiten sind als Risikofaktoren bekannt.
Beschwerden
Isolierte Beschwerden, die auf ein Prostatakarzinom hinweisen, gibt es nicht. Die Beschwerden sind von den Symptomen einer gutartigen Prostatavergrösserung nicht zu unterscheiden. Teilweise besteht auch eine Kombination aus Beschwerden beim Wasserlösen aufgrund der Prostatavergrösserung mit gleichzeitigem Vorhandensein von Prostatakrebs. Eine Blutbeimengung im Urin oder in der Samenflüssigkeit kann auf ein Prostatakarzinom hinweisen. Bei Ablegern des Krebses in die Knochen treten häufig dort Schmerzen auf.
Untersuchung und Diagnostik
Bei der körperlichen Untersuchung wird die Prostata über den Enddarm getastet. Unter Umständen kann ein Prostatakrebs so erkannt werden. Häufiger gibt jedoch ein erhöhter Prostata-Wert im Blut (PSA: Prostata-spezifisches Antigen) Anlass für die weitere Abklärung und Überweisung zum Urologen. Besteht der Verdacht auf Prostatakrebs wird vorerst ein Bild der Prostata durchgeführt, nämlich ein Magnetresonanz-Bild (MRT) der Prostata. Anschliessend kann gezielt eine Gewebeentnahme aus der Prostata durchgeführt werden zur definitiven Klärung des Verdachtes. Liegt ein Tumor vor müssen weitere Bilder erfolgen zum Ausschluss von Ablegern (Metastasen).
Behandlung
Im Falle eines auf die Prostata beschränkten Tumors im Frühstadium ohne Ableger wird die roboterassistierte Prostataentfernung durchgeführt.
Eine Alternative sind die lokale Bestrahlung der Prostata von aussen oder die Einlage von sogenannten Seeds (radioaktiven Stäbchen) in die Prostata (Brachytherapie). Bei manchen ausgewählten Patienten kommt neben Operation oder Strahlentherapie zum Behandeln auch eine Beobachtungsstrategie in Frage.
Bei fortgeschrittenen Tumoren mit Ablegern in Lymphknoten oder im Knochen muss eine Hormonentzugstherapie diskutiert werden, um den hormonabhängigen Prostatakrebs in seinem Wachstum zu bremsen. Eine Heilung mit vollständiger Tumorentfernung ist hier nicht mehr möglich. In einer solchen Situation erfolgt die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen der Onkologie für die optimale Therapie.
Komplikationen
Komplikationen eines Prostatakarzinoms sind zum Beispiel Blutungen in die Harnblase, Beschwerden beim Wasserlösung bis zur Harnverhaltung und bei ausgedehntem Befall lokale Tumorschmerzen und Knochenbrüche in den betroffenen Gebieten.