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Für die von den Zementkonzernen Holcim und Lafarge zum Verkauf gestellten Firmenteile sind Insidern zufolge noch zwei Bieter ein Rennen. Der irische Konkurrent CRH und eine Gruppe um den Finanzinvestor Blackstone hätten Angebote abgegeben, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
Favorit sei CRH mit einer Offerte von fast 6 Milliarden Euro, sagte eine mit der Transaktion vertraute Person. Die Sache sei aber noch nicht entschieden. Das Angebot des Blackstone-Konsortiums, zu dem auch Cinven und der kanadische Pensionsfonds CPP gehören, belaufe sich auf 5,5 Milliarden Euro, sagte ein anderer Insider.
CRH angeblich Favorit
CRH bestätigte Verhandlungen mit Holcim und Lafarge. Ein Holcim-Sprecher sagte, der Verkaufsprozess schreite gut voran. Die beiden Unternehmen seien in fortgeschrittenen Verhandlungen mit mehreren Interessenten. Es gebe indes keine Garantie für eine Vereinbarung.
Eine mit dem Verkaufsprozess vertraute Person sagte, CRH habe grössere Chancen auf einen Zuschlag. Die Iren könnten die Geschäftsteile integrieren und daher mehr Geld bieten.
Ursprünglich mehr als 60 Offerten
Die EU hat den im April vergangenen Jahres angekündigten Zusammenschluss der Unternehmen aus der Schweiz und aus Frankreich zum weltgrössten Zementkonzern unter Auflagen genehmigt. Um Wettbewerbsbedenken für die rund 38 Milliarden Euro schweren Fusion auszuräumen, erklärten sich beide Konzerne bereit, überlappende Geschäftsbereiche in Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern zu veräussern.
Das Vorhaben soll in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen sein. Ursprünglich gingen mehr als 60 Offerten für die zu veräußernden Anlagen und Zementwerke ein.
(reuters/tno)