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Abb.: Beckenbodentraining mit Biofeedback Über eine Elektrode in der Scheide kann die richtige Ausführung der Übung kontrolliert werden. (1) Harnblase, (2) Scheide, (3) Elektrode, (4) Gebärmutter, (5) Schambein, (6) Enddarm
Das Biofeedback und die elektrische Stimulation der Beckenbodenmuskeln verstehen sich als Ergänzung zum klassischen Beckenbodentraining. Jede fünfte Frau kann ihren Beckenboden nicht willkürlich aktivieren, und muss dies für ein erfolgreiches Training erst erlernen. Hier empfiehlt sich eine Biofeedback-Behandlung, bei der die Muskelaktivität des Beckenbodens für die Patientin sichtbar gemacht wird. Die einfachste Methode ist die Veranschaulichung der Harnröhre im Ultraschall, bei der die richtige Kontraktion der Muskeln auf dem Bildschirm gezeigt wird und gegebenenfalls korrigiert werden kann.
Darüber hinaus gibt es spezielle Geräte für das Biofeedback-Training, bei denen eine Sonde in der Scheide oder im Darm die Muskelaktivität der Beckenbodenmuskeln misst und auf einer Skala anzeigt. Das Gerät ist nicht nur für die Schulung des richtigen Trainings, sondern auch für eine Kontrolle des Trainingserfolges geeignet. Einige Geräte zur Biofeedback-Therapie können auch selbst elektrische Impulse abgeben, die über eine Stimulation der Scheide die Beckenbodenmuskeln trainieren. Eine solche Stimulationsbehandlung erstreckt sich je nach zugrundeliegender Störung über mehrere Wochen und kann mit einem Leihgerät auch zu Hause erfolgen.