Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03219.jsonl.gz/1297

Weitere Ölverkäufe aus der strategischen Reserve seien in diesem Winter möglich, "falls dies aufgrund russischer oder anderer Aktionen, die die globalen Märkte stören, erforderlich ist", hiess es aus dem Weissen Haus. Konkrete Angaben etwa zum Umfang und Zeitpunkt neuer Verkäufe gab es nicht. Den Angaben zufolge sank der Benzinpreis in den USA seit dem Höchststand im Juni pro Gallone (knapp 3,8 Liter) um etwa 1,15 US-Dollar auf durchschnittlich 3,39 US-Dollar. Er liege derzeit etwa 30 Cent über dem Stand vom 24. Februar, als der Krieg in der Ukraine begann.
"Wir werden dieses nationale Gut weiterhin verantwortungsvoll nutzen. Derzeit ist die strategische Erdölreserve mit rund 400 Millionen Barrel Öl mehr als zur Hälfte gefüllt", sagte Biden. Das sei mehr als genug für weitere Notfall-Freigaben. Bei der strategischen Erdölreserve handelt es sich um einen Notvorrat, der den Zugang zu Erdöl im Falle von Naturkatastrophen oder bei Krisen der nationalen Sicherheit gewähren soll. Die Reserve wird vom Energieministerium verwaltet und kann maximal bis zu 727 Millionen Barrel fassen. Nach Beginn des Kriegs in der Ukraine verboten die USA den Import von russischem Rohöl und Erdölprodukten, was das Angebot verknappte und Preise weiter steigen liess.
Anfang Oktober hatte die Öl-Allianz Opec+ angekündigt, die Ölproduktion zurückzufahren. Von November an will der Verbund aus 23 Staaten zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) täglich weniger Öl fördern. Es ist die umfassendste Verringerung der Ölproduktion seit langem. Die USA hatten dagegen seit Monaten von der Opec+ ein Aufdrehen des Ölhahns gefordert - auch im Interesse der Weltwirtschaft. Als starker Befürworter eines knapperen Ölangebots gilt Russland./trö/DP/he
(AWP)