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Die Tradition der Schweiz als Gastgeberin von Organisationen, die mit der Verhandlung von Weltangelegenheiten betraut sind, reicht mit der Gründung des Roten Kreuzes im Jahr 1863 über ein Jahrhundert zurück. Heute ist Genf der Sitz einer Vielzahl von diplomatischen, wissenschaftlichen und technischen Organisationen. Diese Organisationen arbeiten Hand in Hand und haben auch die Fähigkeit, im Alltag miteinander zu interagieren; sie haben die Genferseeregion zum weltweit wichtigsten Kompetenzzentrum in fünf Hauptkompetenzbereichen gemacht:
- Frieden
- Humanitäre Angelegenheiten, Menschenrechte und Migration
- Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Telekommunikation
- Gesundheit
- Klima und nachhaltige Entwicklung
New York und Genf sind die weltweit wichtigsten Zentren der multilateralen Diplomatie. Die Ufer des Genfersees ziehen jedes Jahr fast fünftausend Besuche von Staats- und Regierungschefs und anderen Persönlichkeiten an.
Seit vielen Jahren werden Diskussionen über globale Probleme auch für andere Akteure als die Regierungen, die die Hauptakteure sind, geöffnet. Technologien, die eine Teilnahme aus der Ferne ermöglichen, haben während der COVID-19-Pandemie einen Quantensprung gemacht, der diesen Prozess noch beschleunigt hat. In den kommenden Jahren wird alles, was Menschen miteinander verbindet - Frieden, Wissen, verschiedene Techniken und der Umgang mit natürlichen Ressourcen etc. - wird weiterhin Gegenstand von Verhandlungen sein. Als Gaststaat bietet die Schweiz einen neutralen und günstigen Ort für die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen für eine immer komplexere Welt.
Die Ständige Mission der Schweiz bei den Vereinten Nationen in Genf ist die Schweizer Vertretung, die als Bindeglied zu den internationalen Organisationen fungiert. Sie vertritt die Schweiz als Mitgliedsstaat (wenn die Schweiz z.B. bei den Vereinten Nationen spricht) und als Gaststaat, der internationale Organisationen beherbergt.