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Entscheid über zweite Röhre noch kein Thema
Gefäss:
Noch vor Ende Jahr will der Bundesrat dem Parlament ein Konzept vorlegen, wie und wann der Gotthard-Strassentunnel saniert werden soll. Noch ist der Entscheid über den Bau einer zweiten Röhre kein Thema.
Wie der Bundesrat in Antworten auf acht parlamentarische Vorstösse schreibt, lehnt er es ab, zum jetzigen Zeitpunkt eine Botschaft über den Bau einer zweiten Strassentunnelröhre auszuarbeiten. In dem Konzept, welches das Parlament im März 2009 per Postulat gefordert hatte, will der Bundesrat die Anliegen der Vorstösse umfassend behandeln. So wird er auch Fragen zur Finanzierung und zum Betrieb einer zweiten Röhre beantworten. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Räte von diesen Überlegungen Kenntnis nehmen sollen, bevor sie der Regierung weitere Aufträge erteilen.
Verkehr auf die Schiene verlegen
Insbesondere bürgerliche Politiker aus dem Tessin möchten, dass im Hinblick auf die gegen das Jahr 2020 notwendige Sanierung des heutigen Gotthard- Strassentunnels eine zweite Röhre gebaut wird. So soll während der Sanierung des alten Tunnels die neue Röhre im Gegenverkehr betrieben werden. Nach Abschluss der Sanierung würden beide Röhren einspurig befahren. Nach Ansicht der Antragssteller könnte mit diesem Konzept der Alpenschutzartikel berücksichtigt werden, der einen Ausbau der Kapazitäten im transalpinen Strassenverkehr verbietet.
Für die Gegner dieses Konzepts handelt es sich dabei allerdings um den Bau einer neuen Nord-Süd- Strassenverbindung durch die Alpen: Dies sei seit dem Volks-Ja zur Alpen-Initiative untersagt. Sie verlangen, dass während der Sanierung des alten Strassentunnels der Strassenverkehr auf die Schiene verlegt und so durch den Gotthard befördert wird. (mai/sda)