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MADRID (awp international) - Spanien beschleunigt die von der Regierung angekündigte Teil-Verstaatlichung maroder Sparkassen. Wie am Sonntag aus dem Madrider Wirtschafts- und Finanzministerium verlautete, kann der Staat schon im März damit beginnen, Kapitalanteile von Geldinstituten zu übernehmen, die nicht über genügend Finanzreserven verfügen.
Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado hatte im Rahmen der geplanten Bankenreform den Sparkassen eine Frist bis zum September gesetzt, um sich auf den Kapitalmärkten die notwendigen Reserven zu beschaffen. Diese Frist war in der Branche jedoch als zu lang bezeichnet worden, weil die betroffenen Geldinstitute in dieser Zeit Gefahr liefen, an Ansehen und an Wert zu verlieren.
Die Bankenreform, die im Februar vom Kabinett der Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero verabschiedet werden soll, sieht vor, dass die Banken und Sparkassen künftig eine Eigenkapitalquote von wenigstens acht (statt bisher sechs) Prozent aufweisen müssen. Man nimmt an, dass mehrere Sparkassen diese Bedingung nicht erfüllen und sich auch nicht die notwendigen Mittel auf dem Kapitalmarkt beschaffen können.
Diese können staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die Sparkassen müssen sich dazu in Banken umwandeln und Anteile ausgeben, die dann der staatliche Rettungsfonds FROB übernehmen kann. Die betroffenen Kassen würden damit für eine bestimmte Zeit ganz oder teilweise verstaatlicht. Nach spätestens fünf Jahren soll der Fonds die Anteile an private Anleger verkaufen./hk/DP/he
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