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Vor 175 Jahren stellte der Hotel-Pionier Johannes Baur die Weichen für eine einmalige Erfolgsgeschichte. Er erkannte die Zeichen der Zeit und ahnte die Möglichkeiten des aufkommenden Tourismus voraus: In den USA und England verkehrten bereits Eisenbahnen, in der Schweiz schickte man sich an, das Land mit Schienen an Europa anzubinden. Wochenlange, unbequeme Kutschenfahrten waren somit passé und mit einem wachsenden wohlhabenden Bürgertum, das mehr und mehr die Rolle der adligen Schichten übernahm, wuchs auch die Anzahl der Reisenden und mit ihnen der Anspruch nach Annehmlichkeiten und Luxus auf dem Weg zum Reiseziel – wer wollte schon noch gerne in einfachen Gasthöfen absteigen?
1844 eröffnete Johannes Baur daher sein bereits zweites Hotel in Zürich, diesmal direkt am Zürichsee, dem durch Aufschüttung alter Hafenanlagen neues Land abgerungen worden war. War das Baur au Lac zunächst eher als kleinere Dependance für inkognito-reisende Gäste gedacht, eilte sein Ruf schnell über die Landesgrenzen nach ganz Europa hinaus und so wurde das Haus zügig erweitert. Längst hatte Johannes die Leitung des Hotels seinem erst 25-jährigen Sohn Theodor übertragen, der nicht nur den Ruf und die Qualitätsstandards weiter ausbaute, sondern ebenfalls besondere, geschäftliche Weitsicht bewies. So machte er sich beispielsweise als Initiator einer regelmässigen Schiffsverbindung über den See nach Rapperswil verdient, wodurch der Tourismus in der Stadt Zürich – und damit im Hotel - weiter florierte.
Mit dem Baur au Lac hatte Europas Hoch- und Geldadel ein neues Stammdomizil in Zürich. Die Mächtigen der Welt erachteten das Hotel als veritable Adresse bei ihren Reisen in oder durch die Schweiz. Neben König Ludwig I. von Bayern, dem König Carl XVI. Gustav von Schweden, der Königin Sonja von Norwegen zählte auch Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Sissi, samt Entourage zu den Stammgästen.
Nicht selten wurde im Hotel Geschichte geschrieben: So feierte Richard Wagner am 22. Oktober 1856 die Weltaufführung des ersten Akts seiner Walküre mit Schwiegervater Franz Liszt am Klavier und Bertha von Suttner überzeugte 1892 im Baur au Lac den schwedischen Industriellen Alfred Nobel von der Notwendigkeit eines internationalen Friedenspreises. Und auch als Vorreiter modernster Technik machte sich das Baur au Lac seit jeher einen Namen. 1852 wurde eines der ersten Hotel-Telegrammbüros in Betrieb genommen, gefolgt von elektrischem Licht (1888) und einem hydraulischen Lift.
Der visionäre Geist seiner Gründerväter wurde von Generation zu Generation weitergegeben, der Name wechselte durch Heirat von Baur zu Kracht, aber immer noch ist das Hotel im Besitz derselben Familie.
Andrea Kracht, heutiger Besitzer in sechster Generation, ist auch Chairman von The Leading Hotels of the World, der weltweit grössten Vereinigung von Luxushotels. In beiden Funktionen sowie auf privaten Reisen bleibt er immer am – globalen – Puls der Zeit, erkennt Entwicklungen früh, weiss sie einzuschätzen und bei Bedarf behutsam in das Traditionshaus am Zürichsee zu implementieren. «Ich sehe unsere Mitbewerber nicht so sehr in Zürich. Hier hat jedes Hotel seine Nische und bietet ein einzigartiges Produkt und zu uns ins Baur au Lac kommen die Gäste, weil unser Haus das Richtige für ihre Ansprüche ist. Wir stehen vielmehr in direkter Konkurrenz zu den besten Hotels in anderen grossen Städten der Welt, so wie Zürich nicht Basel oder Bern als Rivalen hat, sondern Metropolen wie New York, London, Paris, Shanghai oder Tokio. Und so wie die Bürger und die Stadtverwaltung von Zürich unsere weltoffene Stadt international auf höchstem Niveau halten, halten auch wir hier im Baur au Lac das Hotel an der Weltspitze», so Andrea Kracht.
Wilhelm Luxem, General Manager, ergänzt: «Wir haben eine gewachsene Substanz, die wir von und mit ganzem Herzen bewahren. Sie bildet den Charakter und den Stil unseres Hauses und führt zum exzellenten Ruf des Baur au Lac und sein internationales Partnernetzwerk. Daher sind wir stets in der Lage, mit den Besten der Besten zusammenzuarbeiten. So wird unser hauseigener Innenarchitekt bei unseren regelmässigen, aber stets sanften Renovierungsarbeiten immer wieder von weltberühmten, internationalen Designern unterstützt. Und der Sternekoch unseres Restaurant Pavillon lädt immer wieder hochdekorierte Kollegen aus den bekanntesten oder innovativsten Küchen ein und bleibt so seinerseits am Puls der Zeit und der internationalen Trends.»
Zum Abschluss der Feierlichkeiten präsentiert das Baur au Lac jetzt ein Video. Im Zentrum stehen die Einzigartigkeit des Hauses und seine unterschiedlichen Protagonisten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzählen über das Hotel, Stammgäste kommen zu Wort und seitens der Besitzer heben neben Andrea Kracht auch seine Frau Gigi, Mutter Marguita Kracht und Tochter Marguita die Bedeutung der letzten Jahrzehnte und die Zukunft des Hauses hervor. Über all diesen Beiträgen schwebt stets ein Wort: Familie. Und ganz selbstverständlich schliessen die Krachts in diese jeden mit ein.
Die Dreharbeiten zogen sich über ein Jahr, um den Charme des Baur au Lac im Wechsel der Jahreszeiten zu zeigen. Zudem flossen Hunderte historische Aufnahmen aus allen Epochen ein und wurden in der Anfangssequenz zu einem aufwändigen 3-D-Intro kombiniert. Historisches Vermächtnis und modernste Computertechnik lassen die Geschichte lebendig werden.