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Der Serbe verlor sein schwieriges Startspiel gegen den grossartig aufspielenden Argentinier Juan Martin Del Potro 6:7 (4:7), 6:7 (2:7) und muss damit weiterhin auf seine ersten Olympiasieg warten.
Der US-Open-Champion von 2009 ist nach einer hartnäckigen Handgelenksverletzung nur noch die Nummer 141 der Weltrangliste, deutete aber bereits in Wimbledon mit seinem Zweitrundenerfolg gegen Stan Wawrinka an, dass er sich auf dem Weg zu alter Stärke befindet.
Für den Grosserfolg gegen Novak Djokovic benötigte Del Potro zwei Stunden und 27 Minuten. Juan Martin Del Potro zeigte womöglich die stärkste Partie seiner Karriere – sicher die stärkste, seit er vor sieben Jahren im US-Open-Final gegen Roger Federer seinen bislang einzigen Grand-Slam-Titel holte. Auch der Weltranglistenerste Novak Djokovic spielte gut und versuchte alles, um einen Weg zum Sieg zu finden. Del Potro gelang indessen alles. Der “Turm aus Tandil” dominierte die Partie mit der Vorhand. Ihm gelangen fast doppelt so viele Gewinnschläge als Djokovic. Und obwohl er mit dem Aufschlag nur drei Asse produzierte, kam Djokovic zu keinem einzigen Breakball.
Auch in den beiden Tiebreaks diktierte Del Potro das Geschehen. Im zweiten Tiebreak zog er mit einem Ass und drei phänomenalen Vorhandschlägen sogleich mehr als vorentscheidend auf 5:0 davon.
Djokovic verlor zum zweiten Mal hintereinander in einem Olympia-Einzel gegen Juan Martin Del Potro, der als Argentinier vom fanatischen brasilianischen Publikum zuerst ausgepfiffen, ab dem zweiten Durchgang aber dennoch gefeiert wurde. In London vor vier Jahren gewann “DelPo” gegen Djokovic das Spiel um die Bronzemedaille, nachdem er am Vortag den Halbfinal gegen Roger Federer mit 17:19 im dritten Satz verloren hatte.
(SDA)