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Artikel MAZ
Flugplatz in der Hard
Seit 1923 betrieb die Flugplatzgenossenschaft «Aviatik beider Basel» auf dem gepachteten Sternenfeld in Birsfelden einen Flugplatz. Sie verpflichtete sich, wegen der geplanten Birsfelder Hafen- und Industrieanlagen den Betrieb bis 1940 einzustellen. Drei mögliche neue Standorte wurden ins Aug gefasst, von denen nur einer vollständig innerhalb der Landesgrenzen lag: Einerseits die Hard, wo die Piste parallel zum Fluss gebaut worden wäre, und zwei weitere Varianten für einen Flugplatz bei Allschwil-Burgfelden, sowie bei Weil-Leopoldshöhe.
Flugplatzprojekt Hard C von 1942.
Kanton Basel-Stadt, Ratschlag und Bericht 3960 betreffend Verlegung des bisherigen Flugplatzes Sternenfeld und Erstellung eines neuen Flugplatzes in der Hard, 22.6.1942.
Für das Flugfeld auf dem Areal des Hardwaldes hätten 137 Hektaren Wald gerodet werden müssen. Die Gemeindeversammlung von Muttenz sprach sich 1936 gegen das Projekt aus. In der Folge wurde das Projekt Allschwil-Burgfelden vorangetrieben. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges führte zu einem Unterbruch der Verhandlungen mit den französichen Behörden.
Im Krieg wurde im Zusammenhang mit der Anbau- und Brennholzversorgungsaktion auch die ganze oder teilweise Rodung der Hard zur Diskussion gestellt. Die Gemeindeversammlung vom 19. Februar 1941 lehnte dies ab u.a. mit der Begründung, dass ein Kahlschlag aus klimatischen Gründen katastrophal sei.
1942 wurde ein gegenüber 1935 redimensioniertes Projekt mit einem Flugfeld zwischen Hard und Rangierbahnhof geplant, welches «nur» noch 63 ha Rodungsfläche erfordert hätte. In Basel-Stadt wurde dieser Standort jedoch in einer Volksabstimmung im März 1943 im Verhältnis 65 : 35 verworfen.
Am 31. März 1947 stellte die «Aviatik beider Basel» ihre Tätigkeit auf dem Flugplatz ein. Mit einem Flugtag am 27. August 1950 schlug endgültig die letzte Stunde des Flugplatzes Sternenfeld.
Basler Zentralfriedhof im Hardwald
Situationsskizze zu einem Zentralfriedhof in der Hard. Vorschlag II, 13. Juni 1912
Staatsarchiv Baselland, 1833 c
Im Jahre 1909 wurde von Basel-Stadt erstmals Land für einen Zentralfriedhof in der Umgebung gesucht. Ein Projekt sah vor, diesen Friedhof im Hardwald zu bauen, denn grosse Teile des Waldes gehörten der Bürgergemeinde Basel. Die Gemeinden Muttenz und Birsfelden stimmten lange dem Projekt zu. Kurz vor der Realisierungsreife 1917 kamen dem Gemeinderat Bedenken, denn die jetzt aktuellen Rheinhafen- und Güterbahnhofpläne ergaben ganz neue Fragestellungen. Im gleichen Jahr bekam jedoch die Stadt Basel Grundstücke beim Hörnli angeboten. Dort wurde schliesslich der Friedhof gebaut und 1932 eröffnet.
Helen Liebendörfer und Hanspeter Meier in Zusammenarbeit mit den Museen Muttenz