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Von Gesetzes wegen darf kein Fahrzeug führen, wer übermüdet ist. Dies gilt als schwere Widerhandlung und kann zu einem mehrmonatigen Entzug des Führerausweises führen. Es kann zudem zu Geldstrafen und im schweren Fall auch zu Freiheitsstrafen kommen. Grundsätzlich gilt: Ein Fahren im übermüdeten Zustand, oder eben im schläfrigen Zustand, wird gesetzlich gleich gestellt wie das Fahren im alkoholisierten Zustand (also ab 0.5‰).
Es liegt an dir, deine Fahrfähigkeit richtig einzuschätzen und unter Umständen auf eine Fahrt zu verzichten.
Anders als beim Substanzkonsum kann bei Müdigkeit kein Grenzwert festgelegt werden. Die Polizei bewertet die körperliche Verfassung des Fahrenden durch Befragung der Umstände und Beobachtung.
Im Falle eines Unfalls wegen Grobfahrlässigkeit – dazu gehört auch Übermüdung – haben die Versicherungen die gesetzliche Pflicht, Leistungen zu kürzen. Die Haftpflichtversicherung, die Ansprüche Dritter bezahlen muss, fordert einen Teil der Kosten zurück (Regress). Im Falle von Personenschäden können Kürzungen bei Taggeldentschädigungen und Renten vorgenommen werden. Die Kosten eines Unfalls mit Verletzten betragen schnell mehrere hunderttausend Franken.