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|Guter Auftakt für den Schweizer Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte|
Am ersten Regattatag des diesjährigen Ruder-Weltcup gab es für das Schweizer Team einen guten Auftakt. Der neu formierte Vierer ohne Steuermann der Kategorie Leichtgewichte mit Schlagmann Mario Gyr (Seeclub Luzern), Patrick Joye (Grasshopper Club Zürich), Lucas Tramèr (Club Aviron Vésenaz) und Silvan Zehnder (Seeclub Zürich) erreichte im ersten Vorlauf in einem spannenden Rennen den guten dritten Platz. Da nur der erste Rang für den direkten Finaleinzug berechtigt, werden die vier Schweizer am Samstagnachmittag im Hoffnungslauf rudern. Im Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte mit Oliver Angehrn (Grasshopper Club Zürich) und Simon Niepmann (Seeclub Zürich) reichte es trotz schnellen ersten 500 Metern ebenfalls nicht für eine direkte Finalqualifikation. Auch der Zweier rudert am Samstag im Hoffnungslauf. Die Rennen in Banyolas – der Olympiastrecke von 1992 – fanden bei sommerlichen Temperaturen und flachem Wasser statt. > Bilder Vorlauftag vom 29.5.2009 Der Schweizer Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte bekam im Vorlauf im qualitativ gut besetzten Feld eine anforderungsreiche Aufgabe vorgesetzt. Auf der Aussenbahn eins rudernd, trafen die jungen Schweizer auf die Olympia-Silbermedaillengewinner aus Polen, Frankreich, Grossbritannien, Kanada und Italien. Es war denn auch das italienische Boot, welches sich mit einem Blitzstart an die Spitze des Feldes setzte und den Vorsprung auf bis zu 2.5 Bootslängen ausbaute. So ruderte Italien während des ganzen Rennens unangefochten an der Spitze und sicherte sich den direkten Finaleinzug. Dahinter war das Rennen von einigen Positionswechseln zwischen den Booten aus Frankreich, Grossbritannien und der Schweiz geprägt. Frankreich, als Olympia-Vierter klar favorisiert, behauptete sich an zweiter Stelle, während das britische Boot zuerst auf Rang drei ruderte, ehe es vom Schweizer Quartett Gyr/Joye/Tramèr/Zehnder auf der zweiten Streckenhälfte überholt wurde. Die Schweizer zeigten sowieso eine sehr gute zweite Streckenhälfte, wobei sie auf den zweiten tausend Metern den Rückstand auf die siegreichen Italiener von über sechs Sekunden auf drei Sekunden reduzieren konnten. Auf dem dritten Streckenabschnitt ruderte das Schweizer Boot gar die schnellste Abschnittszeit. Mit dem dritten Schlussrang muss der Schweizer Vierer zwar in den Hoffnungslauf, darf diesen aber nach einem starken Rennen mit der Gewissheit angehen, über eine gute Grundgeschwindigkeit sowie viel Stehvermögen im Rennen zu vermögen. Morgen Samstag trifft das Schweizer Boot auf die Boote aus Dänemark, den Niederlanden sowie erneut Grossbritannien, wobei sich die beiden schnellsten Boote für den A-Final qualifizieren können. Gegenüber dem Vorjahr stellte Projekttrainer Simon Cox eine deutliche Leistungssteigerung fest. Der Vierer ohne Steuermann könne nicht nur am Anfang mithalten, sondern nun auf der ganzen Strecke den Verlauf des Rennens mitgestalten, was er als positiven Fortschritt wertete. Zweier ohne Steuermann nach gutem Start zurückgefallen Noch nicht wunschgemäss verlief das Rennen für den Zweier ohne Steuermann mit Oliver Angehrn und Simon Niepmann. Überrascht vom guten Start fand das Duo den Rennrhythmus noch nicht ideal und verlor auf der zweiten Streckenhälfte den Kontakt zu den letztlich direkt für den A-Final qualifizierten Booten aus Frankreich und Serbien. Das Schweizer Boot muss nach dem vierten Vorlaufrang am Samstag im Hoffnungslauf antreten. Dort werden Angehrn/Niepmann um die beiden verbliebenen A-Finalplätze rudern. Der Schweizerische Ruderverband ist mit zwei Booten aus dem Pool der Leichtgewichte Männer in Banyolas am Start. In der Leichtgewichtskategorie darf das Durchschnittsgewicht einer Mannschaft nicht über 70 Kilogramm liegen. Nach der ersten Runde darf festgestellt werden, dass die Schweizer Boote einen guten Start in die Regatta hatten und sich gegenüber dem Vorjahr verbessert zeigen zu Saisonbeginn. Rudern: Weltcup-Regatta in Banyolas (Sp) – Resultate Vorläufe Freitag: Leichtgewichte Männer. Vierer ohne Steuermann Leichgewichte (1. Vorlauf): 1. di Somma/Amarante/Motta/Tuccinardi (Italien 2) 6:05,99. 2. Solforosi/Raineau/Moreau/Faucheux (Frankreich) 6:07,66. 3. Mario Gyr/Patrick Joye/Lucas Tramèr/Silvan Zehnder (Schweiz) 6:09,08. 4. Grossbritannien 6:11,47. 5. Polen 6:20,43. 6. Kanada 6:23,27. (2. Vorlauf): 1. Deutschland 6:04,47. 2. Dänemark 6:07,69. 3. Spanien 6:09,53. 4. Italien 1 6:11,39. 5. Niederlande 6:17,77. (Italien 2 und Deutschland direkt für Final A vom Sonntag qualifiziert, alle anderen Boote im Hoffnungslauf vom Samstag, 30. Mai 2009) – Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte (2. Vorlauf): 1. Tilliet/Bette (Frankreich) 6:45,94. 2. Babovic/Tomic (Serbien) 6:50,13. 3. Muda/Muda (Niederlande) 6:59,56. 4. Niepmann/Angehrn (Schweiz) 7:02,07. (1. Vorlauf): 1. Italien 6:49,71. 2. Frankreich 2 6:52,34. 3. Niederlande 2 6:58,67. 4. Dänemark 6:58,93. 5. Kanada 7:02,12. (Frankreich 1, Frankreich 2, Italien und Serbien für Final qualifiziert, alle anderen Boote im Hoffnungslauf vom Samstag, 30. Mai 2009)
Mehr Informationen zum Ruder-Weltcup in Banyolas gibt es auf der FISA-Website.