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«Als Kind ging ich mit meinen Schwestern im Hallenbad Mon-Repos zum Schwimmen, aber es hat mir nicht wirklich gefallen», erinnert sich die 17-jährige Binta Ndiaye. «Ich zog mich schnell um, und während ich auf meine Schwestern wartete, schaute ich in der Turnhalle den Judokas zu. Das weckte in mir den Wunsch, diesen Sport zu betreiben.» Mit sieben Jahren geht sie in den ersten Judo-Kurs und beweist aussergewöhnliches Talent. Sie besucht das Sportgymnasium Auguste Piccard und trainiert im Nationalen Leistungszentrum in Yverdon mit den Besten der Schweiz. Mit 14 Jahren wird sie Zweite bei den Schweizer Meisterschaften und macht bald darauf auch bei internationalen Wettkämpfen mit Spitzenplätzen auf sich aufmerksam. Das ist gerade einmal drei Jahre her. Heute zählt Binta zur europäischen Spitze in ihrer Altersklasse. Vor wenigen Wochen ist sie bei der EM in Litauen Europameisterin geworden – und damit die erste Schweizerin überhaupt, die das in so jungen Jahren geschafft hat. «Binta hat überdurchschnittliche körperliche Qualitäten. Sie ist sowohl sehr stark als auch sehr ruhig», sagt Meister Shima, einer ihrer Lehrer, der mit 16 Jahren selbst der beste japanische Judoka war. «Sie hat ein enormes Potenzial. Sie könnte sogar Weltmeisterin werden. Sie ist eine, die man beobachten muss wie Milch auf dem Feuer.» Unterstützung erhält Binta durch die Sporthilfe-Patenschaft mit McDonald’s als starker Pate an ihrer Seite.