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2011 unterzeichneten die SCK•CEN und das VKI ein Zusammenarbeitsabkommens namens Democritos (Demonstration of Myrrha Operation and Critical Objects for Safety). Der Schwerpunkt dieses Abkommens ist die Herstellung einiger für den Forschungsreaktor kritischer Komponenten.
Das VKI baute im Rahmen dieses Abkommens zwei Forschungsanlagen, nämlich eine dreidimensionale vibrierende Platte namens Shakespeare und ein Modell des Forschungsreaktors Myrrha namens MyrrhaBelle. Bei diesem Modell sind einige Infrastrukturkomponenten wie beispielsweise der Reaktorbehälter im Massstab 1:5 nachgebaut. Es soll insbesondere zur Simulation und Untersuchung des Kühlmittels dienen. Mit der vibrierenden Platte hingegen lässt sich seismische Aktivität simulieren, um Fragen zur Erdbebensicherheit der Myrrha-Komponenten zu klären.
Der Myrrha (Multipurpose Hybrid Research Reactor for High-technology Applications) ist ein multidisziplinärer Forschungsreaktor für innovative Lösungen etwa zur Behandlung radioaktiver Abfälle oder zur Entwicklung fortgeschrittener Reaktorsysteme. Zudem wird er für die Isotopenproduktion zur Verfügung stehen. Das Myrrha-Projekt erfordert eine Investition von rund EUR 960 Mio. (CHF 1280 Mio.). Die belgische Regierung hat Anfang März 2010 dem Bau dieser Infrastruktur in Mol zugestimmt und übernimmt 40% der Finanzierung. Den Rest soll 2014 ein internationales Konsortium aufbringen. Ziel ist es, den Betrieb im Jahr 2022 oder 2023 aufzunehmen.
Quelle
D.S. nach SCK•CEN, Medienmitteilung, 30. Januar 2014
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