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Die Schweizer Curlerinnen um Skip Binia Feltscher kommen der Teilnahme an den Playoffs der Weltmeisterschaft im kanadischen Swift Current mit raschen Schritten näher. Wenn sie noch zwei der vier verbleibenden Partien gegen Schottland, Russland, Italien und Südkorea gewinnen, sollte ihnen der Vorstoss unter die besten vier Teams und in die Medaillenspiele nicht zu nehmen sein.
In der 5. Runde des WM-Turniers in der kanadischen Provinz Saskatchewan bezwangen Christine Urech, Franziska Kaufmann, Irene Schori und Binia Feltscher das Überraschungsteam aus Deutschland 9:2. Ein paar Stunden später trafen die Curlerinnen des CC Flims, die Weltmeisterinnen von 2014, auf wesentlich härteren Widerstand. Das brauchte auch nicht zu verwundern, denn die Schwedinnen um Skip Margaretha Sigfridsson bilden eines der erfolgreichsten und renommiertesten Teams dieser WM. Sie haben unter anderem Olympia-Silber von Sotschi 2014 und zwei EM-Titel im Palmares.
In Swift Current starteten die Schwedinnen auch für ihre Verhältnisse miserabel, mit nur einem Sieg in fünf Spielen. Der Match gegen die Schweiz wurde mithin ihr Spiel der letzten Chance.
Zuletzt jubelten aber die Schweizerinnen. Sie hatten die auf des Messers Schneide laufende Partie mit dem letzten Stein im 10. End 6:5 gewonnen. Es war nach den Siegen gegen die USA und Dänemark bereits das dritte Mal, dass die Schweizerinnen bei unentschiedenem Spielstand und dem Vorteil des letzten Steins ins 10. End stiegen. Jedes Mal notierten sie den Punkt, der den Sieg bedeutete. Dies weist auf eine sehr gute mentale Verfassung hin, wie sie an einem WM-Turnier unabdingbar ist.
Den heikelsten Moment in der Partie gegen die Schwedinnen machten die Schweizer Meisterinnen im 7. End durch, als sie sich ein Zweierhaus stehlen liessen und erstmals in Rückstand gerieten (3:4). Sie reagierten jedoch umgehend, indem sie im 8. End ihrerseits einen Zweier, ihren einzigen des Spiels, notieren liessen.
Im Match gegen Japan waren die Weltmeisterinnen von 2014 von Beginn an dominierend. Sie legten mit einem phantastischen Stein von Binia Feltscher früh ein Zweierhaus vor, das die Asiatinnen nur ihrerseits dank einem wunderbaren Versuch ihres Skips Satsuki Fujisawa im 5. End ausgleichen konnten. Unmittelbar danach jedoch nutzte Feltscher einen gravierenden Fehlstein der Gegnerinnen mit einem Dreierhaus, das zur komfortablen Führung von 5:2 führte. Von dort weg geriet der Schweizer Sieg nie mehr in Gefahr.
Japan gehört bislang zu den positiven Überraschungen des WM-Turniers. Fujisawa ist erst zum zweiten Mal Skip an einer Weltmeisterschaft, aber sie erweist sich bereits als zumindest ebenso stark wie ihre besten Vorgängerinnen Ayumi Ogasawara-Onodera und Moe Meguro.
(SDA)