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Coastline Train Shimonoseki
Die strategisch günstig gelegene „Lower Barriere“, welche den Eingang zu den Kanmon Straits bewacht und die Insel Honshu von Kyushu trennt, spielte in drei Schlachten, welche grosse Veränderungen in der japanischen Geschichte auslösten, eine wichtige Rolle.
Im Jahr 1185 fand einer der wichtigsten Seeschlachten im mittelalterlichen Japan statt. Die Schlacht von Dan no ura. Sie endete im entscheidenden Sieg des Minamoto über den Taira Klan, dessen Anführer Taira no Tomomori sich ins Meer warf anstatt sich zu ergeben. Gleichzeitig bedeute es auch das Ende des Genpei-Krieges. Kurz nach Kriegsende wurde ein neues Shogunat in Kamakura gegründet.
1863 betrat Shimonoseki durch eine weitere Schlacht die Weltbühne. Das Bombardement Shomonoseki senso ging in die Geschichtsbücher ein. Als Vergeltung für Angriffe des Mori Klans auf ausländische Schiffe, welche die Kammon-Strasse zwischen Honshu und Kyushu passierten, griffen Marine-Streitkräfte aus vier Ländern (Grossbritannien, Niederlande, Frankreich und USA) im Rahmen einer Strafexpedition Befestigungen des Lehens Choshu in der Provinz Nagato an. Der Mori Klan folgte einem kaiserlichen Edikt von 1863, welche zum Ziel hatte die ausländischen Barbaren aus dem Land zu vertreiben. Um die freie Durchfahrt für ausländische Schiffe durch die Seestrasse zu gewährleisten, es war der schnellste Seeweg von Nagasaki nach Osaka und Edo, setzten die alliierten Streitkräfte den Kampf auch an Land durch Marinesoldaten fort und stürmten u.a. auch die Palisade bei Shimonoseki.
Heute ist Shomonoseki (246‘000 Einwohner) ein wichtiger Fischerei Hafen (Fugu) mit einer der am stärksten frequentierten Fahrrinnen in der internationalen Schifffahrt. Die Industriestadt Shimonoseki (246.000 Einwohner) ist weniger ein wichtiges touristisches Ziel sondern erlangte vielmehr durch ihre Geschichte und die strategische Lage Aufmerksamkeit in der Geschichte Japans.
Shimonoseki ist aber auch ein wichtiger Verkehrshafen. In den Jahren 1905 bis 1945 verkehrten täglich Eisenbahnfähren nach Pusan/Korea mit direktem Anschluss an die transsibirische Eisenbahn Pusan-Seoul-Uiju (China), Andong-Mukden-(Russland), Manchurija usw. Ab 1967 wurde der regelmässige Passagierverkehr mit den asiatischen Nachbarn schrittweise wiederaufgenommen. Heute verkehren täglich Fähren nach Busan/Korea und zwei mal wöchentlich nach Quingdao (Tsingtau,China).
Shimonoseki ist der letzte Bahnhof auf Honshu vor der Überfahrt nach Kyushu. Der Shinkansen macht jedoch nicht in Shimonoseki Halt sondern im 15 Fahrtminuten entfernten Kokura auf der JR Sanyo Hauptlinie. Kokura wird von den Nozomi oder Hikari Zügen angefahren und ist in etwa 5-1/2 Stunden von Tokio und ca. 2-1/2 Stunden von Osaka erreichbar.
Die schöne natürliche Lage von Shimonoseki und der Blick auf die spektakuläre Brücke über Kanmon nach Kyushu können am besten von der Spitze des 268 m.ü.M. gelegenen Hinoyama betrachtet werden. Es führt, wenn Sie nicht zu Fuss auf den Gipfel wandern möchten eine Seilbahn nach oben.
Die Hafenstadt ist unbestritten die Hauptstadt des Fugu (Kugelfisch) 80% aller Fugu‘s in Japan stammen von hier. Falls Sie Zeit finden, ist ein Bummel zwischen Akama-jingu und Kamon Wharf mit einem Besuch des Karato Fisch Marktes zu empfehlen.