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Quecksilberproblematik
Untersuchungen im Rahmen der Baustelle A9 in den Jahren 2010 / 2011 haben gezeigt, dass verschiedene Böden in der Region zwischen Visp und Niedergesteln mit Quecksilber belastet sind. Diese Belastung entstand ab den 1930er Jahren durch den Austrag von kontaminierten Sedimenten und Schlämmen aus dem Grossgrundkanal.
Ein Erbe der Vergangenheit
Die Dienststelle für Umweltschutz (DUS) veranlasste eine so genannte historische Untersuchung gemäss Altlastenverordnung (AltlV). Diese Abklärungen zeigten, dass der Grossgrundkanal zwischen den 1930iger und Mitte 1970iger Jahre mit industriellen Abwässern der Lonza AG belastet wurde. Das darin enthaltende Quecksilber hat sich dann im Schlamm des Kanals akkumuliert. Die Verluste von Quecksilber wurden ab 1976 durch Produktionsänderungen und den Bau der Kläranlage der Lonza AG drastisch reduziert. Bei Unterhaltsarbeiten im Zeitraum 1930iger bis Anfangs 1990iger Jahre wurden Schlamm und Sedimente aus dem Grossgrundkanal durch verschiedene Akteure ausgebaggert und auf die angrenzenden Kulturlandstreifen verteilt. In Einzelfällen gelangte aus dem Kanal ausgebaggertes Material auch in Auffüllungen und Schüttungen in der weiteren Umgebung. Da das ausgebaggerte Material Quecksilber enthielt, sind die Flächen, wo das ausgebaggerte Material verteilt wurde, heute noch mit Quecksilber belastet. 1988 und 1991 intervenierte die DUS, damit das ausgebaggerte Material nicht mehr verteilt sondern auf einer Deponie gelagert wurde.