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Ursprünglich waren die Lachse in den Einzugsgebieten von Aare, Reuss, Limmat, Birs, Wiese und Thur heimisch.
Im Kanton Aargau wurden 1915 noch mehr als 1000 Exemplare gefangen. Mit den ersten Kraftwerken am Hochrhein wurde der Aufstieg zu den Laichgebieten verhindert; der Lachs verschwand in den 1960er-Jahren aus der Schweiz.
Wie bringen wir die Lachse wieder dazu, den Hochrhein hinaufzusteigen?
Bekanntlich sind auch Wiese, Birs und Ergolz im Raum Basel Laichgewässer für den Lachs. Unterhalb von Basel liegt eine rund 40 km lange Altrheinstrecke, welche als "Filetstück" im geplanten Biotopverbund zwischen Basel und Rotterdam gilt. Sie bildet das potenziell grösste Laichhabitat für den Lachs und andere Langdistanzwanderer entlang des ganzen Rheins. Die Potenziale dieses Rheinabschnittes können aber nur dann voll zur Entfaltung gebracht werden, wenn die Durchgängigkeit gewährleistet wird: d.h. die Mindestwasserführung (Restwassermenge) muss deutlich angehoben und eine ständige Geschiebezufuhr muss zugelassen werden. Die Betreiber von Hochrheinkraftwerken müssten ihre Anlagen mit Umgehungsgewässern oder lachsgängigen Fischaufstiegshilfen ausrüsten und die Kraftwerke müssten mit fischfreundlicheren Turbinentypen ausgestattet werden. Ebenso könnten mit der Strukturierung der Flussläufe die Lebensbedingungen für Jungfische und Kleinfischarten verbessert werden. Eine tiergerechte (für Biber und Fischotter) und landschaftliche Aufwertung der Ufer dürfte auch der Erholungsnutzung dienlich sein.
Ein Forschungsprojekt des BUWAL (siehe BAFU-Bericht) hat gezeigt: Das Problem liegt nicht bei den Fischen. Die unterhalb von Basel ausgesetzten Fische sind in alle drei Rheinzuflüsse bei Basel - Wiese, Birs und Ergolz – eingestiegen. Trotz der Hindernisse ist der Aufstiegstrieb bei den laichbereiten Fischen sehr gross. Sie haben jede vorhandene Möglichkeit zum Aufstieg ausgenutzt.
Ein Anfang wurde an der Birs gemacht: seit 1995 sind zehn Wanderhindernisse durch Umgehungsgerinne, Fischpässe, Fischlift und Rampen fischgängig umgestaltet worden. Damit entstanden neu 25 km Laich- und Aufwuchsbiotope für den Lachs und andere Rheinwanderfische. An der Wiese zeigt sich leider keine deutliche Verbesserung und an der Ergolz müssen nach wie vor zwei weitere Hochrhein-Kraftwerkstufen überwunden werden. Somit haben auch 17 Jahre nach Beginn des Aktionsprogramms Rhein “Lachs 2000” noch immer keine Wanderlachse den Schweizerischen Rhein und seine Zuflüsse erreicht.
Thomas Huber