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Mit einem überraschenden 6:5-Sieg im Final gegen Kanada haben die Schweizer Curler Martin Rios und Jenny Perret vom CC Glarus im kanadischen Lethbridge den Weltmeistertitel im Mixed-Doppel errungen.
Der 35-jährige Glarner Martin Rios und die 25-jährige Bielerin Jenny Perret haben ihre zehn Spiele an der Weltmeisterschaft allesamt gewonnen, nämlich sechs Partien in der Gruppenphase und vier in den K.o.-Duellen ab den Achtelfinals.
Das kanadische Team war aufgrund seiner grösseren Reputation für den Final favorisiert. Reid Carruthers spielte vor sechs Jahren als Nummer 2 im Weltmeister-Team von Jeff Stoughton. Auch seine Partnerin Joanne Courtney wurde schon Weltmeisterin, und zwar erst im März dieses Jahres ebenfalls auf der zweiten Position in der Crew von Rachel Homan.
Der Final in Lethbridge lief lange Zeit nach dem Geschmack der Kanadier. Im 7. und vorletzten End gingen sie 5:2 in Führung. Aber das Team des CC Glarus hob das Beste für den Schluss auf: Mit einem Viererhaus gelang den Schweizern die kaum mehr für möglich gehaltene Wende.
Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang hatten Rios und Perret mit ihren Sieg im Halbfinal gegen Tschechien endgültig sichergestellt. Die beiden werden von Swiss Curling für die Winterspiele nominiert, es werden also keine internen Schweizer Ausscheidungen angesetzt. Die Selektion erfolgt später durch Swiss Olympic.
Dank dem neuerlichen Erfolg hat die Schweiz in der zehnten Austragung der 2008 eingeführten Mixed-Doppel-Weltmeisterschaft zum sechsten Mal den Titel geholt, den ersten seit 2014. Alle WM-Turniere bis 2015 hatten keinen Zusammenhang mit Olympischen Spielen. Unter den bisherigen Weltmeistern war auch Martin Rios. Er siegte 2012 im türkischen Erzurum zusammen mit der Bernerin Nadine Lehmann, die heute als Nummer 3 bei den Weltmeisterin um Skip Alina Pätz mitspielt.
SDA-ATS