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Letzte Woche fanden in Brasilien die Militär-Weltmeisterschaften statt. Da ich diesen Frühling die Spitzensport-Rekrutenschule erfolgreich abgeschlossen hatte, durfte ich in diesem Jahr als erste weibliche Schweizer Orientierungsläuferin (zusammen mit Elena Roos) an einer Militär-WM dabei sein. Nachhause in die Schweiz reiste ich mit einem kompletten Medaillensatz.
Am vergangenen Wochenende wurde die nationale Saison im Vallée de Joux mit der Sprint-Schweizermeisterschaft und dem Finallauf der Elite League beendet. Mit zwei praktisch fehlerfreien Läufen sicherte ich mir sowohl an der Sprint-SM als auch in der Gesamtwertung der Elite League den Bronzeplatz. An diesen beiden Wettkämpfen startete ich zudem zum ersten Mal für meinen neuen Schweizer Klub ol norska.
Am vergangenen Wochenende war ich motiviert, meine durch viele Krankheits- und Verletzungsprobleme durchkreuzte Saison erfreulich abzuschliessen. Vor dem Heimpublikum konnte ich in den beiden Sprints mit den Rängen 4 und 11 zwei gute Leistungen zeigen, in der Langdistanz fehlte mir aber etwas die Substanz und ich beging zu viele Fehler, was am Ende den 16. Rang ergab.
Die Vorbereitung auf die WM in Schweden begann für mich bereits vor vielen Monaten, auch wenn die Titelkämpfe erst am 20. August richtig losgingen. Viele Monate Training für einen Einsatz, der nach 37 Minuten Laufzeit auch bereits wieder vorbei ist. Das ist das Leben eines Spitzensportlers. Sich vorbereiten auf den Tag X und dann versuchen, seine Bestleistung abzurufen. Dies ist mir bei meinem einzigen WM-Einsatz über die Mitteldistanz gut gelungen, obwohl dies beim Blick in die Rangliste nicht so aussehen mag.