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In Tschechien ist die zweitägige Präsidentenwahl zu Ende gegangen. Die Wahllokale schlossen am Samstag um 14.00 Uhr. Nach ersten Zwischenergebnissen lag Amtsinhaber Milos Zeman in Führung.
Nach Auszählung eines Drittels der Wahlbezirke erhielt der 73-Jährige 42,7 Prozent der Stimmen. Auf dem zweiten Platz folgte der parteilose Chemieprofessor Jiri Drahos mit 24,8 Prozent. Das teilte die Statistikbehörde CSU am Samstag mit.
Die grossen Städte sind noch nicht ausgezählt. Sollte wie erwartet keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, findet in zwei Wochen eine Stichwahl statt.
Zeman hatte sich im Wahlkampf als Zuwanderungsgegner und Kämpfer für die kleinen Leute positioniert. Er pflegt gute Kontakte zu Moskau und Peking. Sein grösster Herausforderer Drahos will den Nato- und EU-Mitgliedsstaat wieder stärker nach Westen orientieren.
Es zeichnete sich mit knapp 60 Prozent eine ähnlich hohe Beteiligung der knapp 8,4 Millionen Berechtigten ab wie bei der ersten Volkswahl des Staatsoberhaupts vor fünf Jahren. Der tschechische Präsident repräsentiert das Land im Ausland, ernennt die Verfassungsrichter und spielt eine Rolle bei der Regierungsbildung.
Bis auf einen Zwischenfall verlief die Wahl ohne besondere Vorkommnisse: Eine Aktivistin der ukrainischen Frauengruppe Femen war mit nacktem Oberkörper und dem Ruf «Zeman – Putins Schlampe» auf den amtierenden Präsidenten zugestürzt, als dieser seine Stimme abgeben wollte. Zeman war im November in Russland mit Kremlchef Wladimir Putin zusammengekommen.