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Hydrologie: Der Chandon entspringt am Waldhügel Bois de la Bandeire nahe dem Ort Léchelles in Form zahlreicher winziger Bächlein, die dann wieder versickern. Dieses Wasser bildet am Fusse des Waldhügels einen kleinen Sumpf, dem dann etwas weiter unten auf einer Höhe 569 m.ü.M. der eigentliche Chandon entspringt. Er durchfliesst ein wenig ausgeprägtes namenloses Tal und mündet nach einem 17.3 km langen Lauf bei Faoug auf einer Höhe von 429 m.ü.M. in einem kleinen Delta in den Murtensee. Er hat ein Einzugsgebiet von 38.19 km² und liefert an der Mündung 0.5 m³ Wasser pro Sekunde.
Gewässerkennzahl: 225
Urkundlich überlieferte Namen: noch keine gefunden, doch können für die Deutung auch die alten Namen des gleichnamigen Ortes herangezogen werden: Candone 1123, Chandone 1155, Chandun 1228, Chandon 1509.
Etymologie: von keltisch *cambo = krumm, kurvig und -onna = Wasserlauf. Aufgrund der keltischen Namensdeutung hat der Ort seinen Namen sekundär vom Fluss übernommen.
Flussnamentyp: keltisch
Geologie: Der Chandon besitzt auf weiten Teilen noch einen natürlichen Wasserlauf.
Flussgeschichte: Im Geografischen Lexikon der Schweiz, Band I von 1902, Seite 448, steht geschrieben, dass dem Chandon oberhalb von Chandossel Wasser abgezweigt wurde, welches zu einem kleinen Bach (gemeint war der Dybach) geleitet wurde, der bei Greng in den Murtensee mündete. Von diesem Chandon-Dybach-Kanal ist heute nichts mehr zu sehen. Auf der Siegfriedkarte von 1881 sieht man diesen Kanal tatsächlich. Er hatte eine Länge von etwa 3 km und begann oberhalb von Chandossel und verlief parallel zum Chandon, zweigte dann bei la Rappaz ab und führte über die Eggimatt vorbei an Clavaleyres zum Dybach. Damit führte das Wasser des Chandon eine Zeit lang auch durch den Kanton Bern. Über den tieferen Sinn dieses Kanals ist nichts bekannt.
Quellen: Wikipedia, GLS Bd I. 1902, S. 448, henrysuter.ch