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Acht nehmen und ihrer geschwächten Verdauung entsprechend nur eine ganz leicht verdauliche, aber nahrhafte Kost (fettlose, jedoch kräftige Suppen, mageres Fleisch, kalten Braten, Gemüse, geschmortes Obst) wählen: dagegen sind alle Fette und fetten Speisen, insbesondere Bratensaucen und Butter streng zu vermeiden, da dieselben beim Abschluß der Galle vom Darme fast gar nicht resorbiert und deshalb schlecht vertragen werden. Als Getränk dienen am besten Wasser, Selters- und Sodawasser, Citronenlimonade; stärkere alkoholische Getränke sind durchaus zu vermeiden.
Die oft hartnäckige Verstopfung erfordert die Anwendung von erweichenden
Klystieren oder milden vegetabilischen Abführmitteln
(Sennesblatter, Latwerge, Rhabarber); gegen die oft äußerst lästige
Blähsucht, welche auf fehlerhaften
Umsetzungen des Darminhalts infolge des Gallenmangels im
Darm
[* 3] beruht, wird der Gebrauch der gereinigten Ochsengalle empfohlen.
Gegen die katarrhalische Form der
Gelbsucht erfreuen sich die Mineralwässer von Karlsbad, Marienbad und
Kissingen
[* 4] eines wohlverdienten
Rufs. Das lästige
Hautjucken wird am besten durch kalte
Abwaschungen, durch laue
Bäder mit nachfolgender Regendouche
oder durch
Dampf-, Seifen- und Pottaschenbäder bekämpft.
Die
Gelbsucht der Neugeborenen entsteht in den meisten Fällen wahrscheinlich durch den Zerfall einer großen Menge
von
Blutkörperchen
[* 5] nach der Abnabelung des
Kindes und bedarf keiner besondern Behandlung, da sie gewöhnlich schon nach wenigen
Tagen von selbst verschwindet. -
Vgl. Gerhardt, Über Icterus gastroduodenalis (Lpz. 1871).