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Obwohl traditionell der Katholizismus die dominierende Religion in Espírito Santo ist, gab es in den letzten Jahrzehnten eine erhebliche Steigerung der Anhänger der Pfingstbewegungen. Laut der Volkszählung von 2010 ist die katholische Kirche die Religion von 53,4 % der Einwohner von Espírito Santo. Administrativ ist die katholische Kirche in eine Erzdiözese, nämlich das Erzbistum Vitória, und drei Diözesen aufgeteilt: Bistum São Mateus, Bistum Colatina und Bistum Cachoeiro de Itapemirim.
Die wichtigsten Flüsse des Bundesstaates sind von Norden nach Süden der Rio Itaúnas, der Rio São Mateus, der Rio Doce und der Rio Itapemirim. Sie alle fließen von Westen nach Osten bzw. von den Bergen zum Ozean. Der wichtigste Fluss ist der Rio Doce, der in Minas Gerais entspringt und den Staat Espírito Santo in zwei fast gleich große Hälften teilt. In seinem Delta gibt es zahlreiche Lagunen, von denen die Lagoa Juparanã die bedeutendste ist
Das gesamte Gebiet von Espírito Santo war früher einmal komplett von tropischem Wald bedeckt. Er ist im Süden des Staates, wo die Besiedelung durch den Menschen am frühesten einsetzte, komplett verschwunden. Die Suche nach neuen Ackerflächen und der Holz- und vor allem Hartholzeinschlag haben zur Ausweitung der landwirtschaftlich genutzten Fläche, der Weidegebiete und zerstörten Flächen geführt. Nur im Norden des Staates, wo die Abholzung noch voranschreitet, sind Waldreserven vorhanden. Die Serra do Caparaó, die früher gänzlich von Mata Atlântica bedeckt war, ist heute komplett verwüstet und Grünland ist nur auf Höhen ab 2000 m über dem Meeresspiegel anzutreffen.
Der größte Teil von Espírito Santo ist eine Hochebene, die Teil des atlantischen Massives ist.[6] Er liegt auf einer Höhe von 600-700 m über dem Meeresspiegel, hat eine eher unebene Oberfläche und Gesteine aus dem Archaikum, wo alleinstehende Berge charakteristisch sind. An der Grenze zum Staat Minas Gerais geht die Hochebene in ein Gebirge mit Höhen um 1000 m über dem Meeresspiegel über, hier befinden sich die Serra do Caparaó und die Serra da Chibata und mit dem 2890 m hohen Pico da Bandeira auch einer der höchsten Punkte Brasiliens.
In Espírito Santo gibt es zwei grundsätzliche Ausformungen des Klimas, nämlich tropisches Regenklima (Typen Am und Aw nach effektiver Klimaklassifikation) und tropisches Höhenklima. Ersteres herrscht in den niedrigen Lagen vor, es ist durch ganzjährige Wärme und mittlere Temperaturen oberhalb von 22 °C gekennzeichnet.