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Das Wichtigste in Kürze
- Gourmet Kaffee wächst vorwiegend in tropischen bis subtropischen Gebieten im Hochland.
- Arabica-Kaffeebohnen sind empfindlich aber vielfältiger im Aroma als Robusta-Bohnen.
- Kleinbäuerlicher Kaffeeanbau ermöglicht Spezialitätenkaffees.
Kaum jemand käme auf die Idee in der Schweiz eine Kaffeeplantage hochzuziehen. Auch bei aller Liebe zur Pflanze, würde der Kaffeestrauch nicht gedeihen. Kaffeepflanzen vertragen nämlich keine allzu kalten Temperaturen.
Trotzdem wachsen die besten Kaffeesorten in Höhenlagen – allerdings in Ländern rund um den Äquator – dem sogenannten Kaffeegürtel: Gebiete in Kolumbien, Mexico, Costa Rica, El Savlador, Nicaragua, Äthiopien, Tansania, Indonesien, Philippinen und Vietnam gehören zu den besten Kaffeeregionen der Welt.
Gourmet-Kaffee: Arabica-Bohnen sind sensibel aber besonders fein
Dieser Kaffee wächst in niedrigeren Lagen und verträgt etwas raueres und kühleres Klima.
Die zweite Bohnensorte liefert die Gattung Coffea Arabica. Diese gilt mitunter auch als die feinere Bohne, ist aber auch die empfindlichere Pflanze. Viele Spitzenkaffees bestehen ausschliesslich aus Arabicabohnen – oder aber zumindest zu einem grossen Teil.
Anbau in Höhenlagen ergibt grössere Geschmacksvielfalt
Die Arabica-Kaffeesträucher bevorzugen höhere Lagen. Temperaturen die tagsüber im Mittel bei 18 bis 25 Grad liegen und nachts absinken, allerdings nicht unter 10 Grad, sind ideal.
Wachsen die Kaffeebäume gemeinsam mit anderen schattenspendenden Bäumen und bei einer guten Humusstruktur an Berghängen, bilden sich qualitativ hochwertige Kaffeekirschen heraus.
Kenner sprechen mitunter ab einer Anbauhöhe von 1000 Metern, manchmal auch erst ab 1500 Metern Meereshöhe von Hochlandkaffee mit besonderer Qualität.
Kleinbäuerliche Kaffeeproduzenten produzieren bewusst
Vorwiegend sind es kleine bis mittlere Kaffee-Kooperativen und biologisch wirtschaftende Kleinbauern, die solche Kaffeebohnen produzieren und ernten.
Besonders unter Kennern geschätzt sind sogenannte «Single Origins», die allein einem Anbaugebiet oder einem bestimmten Kaffeegarten entstammen. Durch ihre Lage versprechen sie ein herrliches, individuelles Aroma.
Auch «wilder Kaffee», der aus nicht kultivierten Urwäldern Äthiopiens stammt, zählt dazu. Ein Mischen mit weiteren Kaffeebohnen anderer Herkunft in sogenannten «Blends» ist bei ihnen nicht notwendig.