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R.I.C.E.-Schema
Bei akuten Sportverletzungen, bei denen klare Entzündungszeichen im Gewebe auszumachen sind, kommt immer das R.I.C.E.-Schema zur Anwendung.
R.I.C.E. steht für:
- Rest (PAUSE)
- Ice (EISKÜHLUNG)
- Compression (KOMPRESSION)
- Elevation (HOCHLAGERUNG)
Pause
Mit der Pause, die sofort nach dem Auftreten der ersten Schmerzen eingelegt werden sollte, wird verhindert, dass noch mehr Gewebe beschädigt wird.
Eiskühlung
Die Kühlung mit Eis oder einem anderen kühlen Mittel erzeugt eine starke lokale Gefäßkontraktion, sodass weniger Entzündungsmediatoren aus dem Blut (vor allem weiße Blutzellen) aus den Gefäßen in das entzündete Gewebe übertreten. Mit dieser Maßnahme wird das Entzündungsgeschehen am Ort der Verletzung wirksam bekämpft, da Blutbestandteile wie weiße und rote Blutzellen, die in das Gewebe übertreten, die Entzündung vorantreiben könnten.
Bei der Kühlung soll das Eis beziehungsweise das kühlende Element nicht direkt auf die Haut appliziert werden, da sonst eine Unterkühlung oder Schädigung des darunterliegenden Gewebes entstehen könnte. Die schmerzende Stelle sollte circa 20 Minuten gekühlt werden, gefolgt von einer Pause von circa 45 Minuten. Im akuten Zustand sollte die Kühlung mit Pausen vier- bis fünfmal wiederholt werden.
Kompression
Mit der Kühlung kann gleichzeitig ein elastischer Verband angebracht werden, sodass zusätzlich ein Gegendruck zu den möglicherweise aus den Blutgefäßen austretenden Stoffen und Zellen aufgebaut wird.
Hochlagerung
Mit dem Hochlagern der verletzten Körperpartie wird genau wie bei dem elastischen Verband zusätzlich entstehender hydrostatischer Druck aus dem Gewebe genommen. Die Blutzirkulation in Richtung Herz verbessert sich dadurch, sodass das Gewebe weniger anschwillt.