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Paul Whiteman
geboren am 28.3.1890 in Denver, CO, USA
gestorben am 29.12.1967 in Doylestown, PA, USA
Paul Whiteman
Paul Whiteman (* 28. März 1890 in Denver, Colorado; 29. Dezember 1967 in Doylestown, Pennsylvania) war ein amerikanischer Orchesterchef und Bandleader.
Whiteman war zunächst Geiger in Sinfonieorchestern. 1918 wurde er Leiter des Orchesters des Fairmont Hotels in San Francisco. Mit diesem Orchester nahm er 1920 Engagements in Atlantic City und New York an und ging 1923 damit auf Europa-Tournee. Das Orchester hatte fast symphonische Größe und war kommerziell sehr erfolgreich. Dies erlaubte Whiteman, eine bedeutende Anzahl von jungen, weißen Jazzmusikern zu engagieren, von denen viele in den folgenden Jahren selbst als Bandleader oder Solisten während der Swing-Ära Karriere machen sollten. Dazu gehören insbesondere Jack Teagarden, Frank Trumbauer, Bunny Berigan, Joe Venuti, Eddie Lang , die Gebrüder Tommy Dorsey und Jimmy Dorsey sowie Bix Beiderbecke und Bing Crosby. 1924 übernahm das Orchester in New York die Uraufführung der Rhapsody in Blue von George Gershwin, orchestriert von Whitemans Arrangeur Ferde Grofé. Whiteman leitete das Orchester bis Mitte der 40er Jahre und wurde danach Musikdirektor beim Rundfunksender ABC.
Der Sound des Whiteman-Orchesters ist mit den führenden schwarzen Jazz-Bands dieser Zeit nicht vergleichbar, insbesondere aufgrund ihrer zum Teil komplexen und pompösen Arrangements; jedoch sind etliche Schallplatten-Aufnahmen insofern sehr interessant, als sie an vielen Stellen die Anfänge der oben genannten Jazz-Musiker in hörenswerten Soli dokumentieren. Whitemans musikalischer Stil wird auch als Symphonic Jazz bezeichnet. Dieser Sound stellte sich als sehr erfolgreich heraus, denn Whitemans erste Schallplattenaufnahme Whispering vom September 1920 verkaufte sich fast zwei Millionen Mal und avancierte damit zum ersten Millionenseller der Pop-Musik. Mit 3,4 Millionen Platten war sein im September 1922 veröffentlichter Three O'Clock In The Morning noch umsatzstärker. Neben diesen Titeln gelangen ihm insgesamt weitere 29 Nr. 1-Platzierungen in der Hitparade.
Paul Whiteman war in vierter Ehe mit der Filmschauspielerin Margaret Livingston (1900-1984) verheiratet.
Literatur
- Simon, George T.: The Big Bands. Mit einem Vorwort von Frank Sinatra. 3. überarbeitete Auflage. New York City, New York: Macmillan Publishing Co und London: Collier Macmillan Publishers, 1974, S. 452-455
- Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
- Seite mit Aufnahmen des Paul Whiteman Orchesters als mp3-Dateien
- Informationen zu Paul Whiteman und seinem Orchester bei Redhotjazz (in Englisch)
- Biographie in der Bigband Library
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Paul Whiteman aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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