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Neu Raucherentwöhnungsmedikament Champix von Steuergeldern bezahlt
Das Medikament Champix wird neu von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung unter bestimmten Bedingungen vergütet. Das Bundesamt für Gesundheit hat entschieden, das Raucherentwöhnungsmittel per 1. Juli 2013 auf die Spezialitätenliste aufzunehmen.
Die Therapie muß unter ärztlicher Begleitung erfolgen. Die Übernahme der Kosten durch die Krankenpflegeversicherung ist in zwei Situationen möglich:
– Das Rauchverhalten des Patienten muß internationalen Kriterien entsprechen, die definieren, was eine Abhängigkeit und damit eine Krankheit ausmacht. Die Patientin oder der Patient muß vor der Therapie den sogenannten, international anerkannten Fagerström-Fragebogen ausfüllen. Dieser umfaßt mehrere Fragen über die Rauchgewohnheiten, unter anderem auch, wie viele Zigaretten eine Patientin oder ein Patient täglich raucht. Je nach Gesamtpunktzahl gilt eine Person als gering, mittel, stark oder sehr stark abhängig. Champix wird nur für Personen vergütet, die starke oder sehr starke Raucher sind.
– Unabhängig vom Resultat des Fagerström-Fragebogens werden die Kosten der Therapie auch bei Patienten übernommen, die an Folgekrankheiten des Rauchens wie chronischer Bronchitis, Herz-Kreislaufkrankheiten oder an einer Krebserkrankung leiden.