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Verschiedene Störungen in möglicher Kombination mit bestimmten Grunderkrankungen können dazu führen, dass sich die Harnblase unzureichend oder gar nicht mehr entleert. Es kommt zum Harnverhalt oder zum Verbleib grösseren Urinreste in der Blase.
Bei einer sogenannten Blasenentleerungsstörung ist die Entleerung der Harnblase entweder erschwert, unvollständig, nicht willkürlich in Gang zu setzen oder viel zu selten.
Auslöser können mechanische, funktionelle und neurologische Erkrankungen oder psychogene Faktoren sein. Als häufigste Ursachen dafür kommen Diabetes mellitus, Alkoholabusus, Schädigungen der Nerven des Rückenmarks, Multiple Sklerose, Bandscheibenvorfälle, Blasen- oder Gebärmuttersenkungen, Zustand nach Operationen im kleinen Becken sowie medikamentöse Nebenwirkungen in Frage.
- Was kann man bei einer Blasenentleerungsstörung tun?
- Wie äussert sich eine Blasenentleerungsstörung?
- Ist eine Blasenentleerungsstörung gefährlich?
Was kann man bei einer Blasenentleerungsstörung tun?
Das Wichtigste: Gehen Sie für eine Untersuchung oder Abklärung zu einem Arzt!
Je nach Diagnose sind konservative Therapieformen oder eine Operation (zum Beispiel bei einer Senkung der Becken- oder Harnorgane) möglicho der notwendig.
Zu den konservativen Behanldungsmethoden gehören beispielsweise Medikamente oder ein Blasentrainig mit willentlichem Urinieren zu festgelegten Zeiten.
Bei neurologischen Ursachen oder einer Blasenatrophie (Schwund oder Funktionsverlust der Blasenmuskulatur) setzen wir hingegen auf Katheterisierung, Blasenstimulation im Rahmen einer Physiotherapie, elektrische eine ektrische Reizung des Blasenmuskels.
Wie äussert sich eine Blasenentleerungsstörung?
Betroffene Personen verzeichnen Probleme bei der Harnentleerung. Diese äussern sich beispielsweise als schwacher Harnstrahl, Verzögerung zu Beginn des Wasserlassens, Wasserlassen mit Hilfe der sogenannten Bauchpresse, Gefühl von Restharn in der Blase sowie seltene Miktionen bei fehlendem oder verspätetem Harndrang.
Ist eine Blasenentleerungsstörung gefährlich?
Eine Blasenentleerungsstörung kann durchaus schwere Folgen haben. Es kann zum Beispiel zu rezidivierenden (wiederkehrenden) Harnwegsinfektionen (HWI) über Nierenschäden bis hin zum kompletten Versagen des Harnhaltens kommen.