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Stipendium der Gerda Henkel Stiftung für Patrick Sonnack
Patrick Sonnack, Doktorand bei Prof. Madeleine Herren-Oesch, hat ein Stipendium der Gerda Henkel Stiftung für sein Promotionsprojekt erhalten. Die Stiftung fördert Sonnacks Projekt zur Geschichte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz während der Kongo-Krise 1960-65.
"Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und die 'Kongo-Krise' 1960-1965" lautet der Titel von Patrick Sonnacks Projekt. Es wird von Prof. Madeleine Herren-Oesch, Direktorin des Europainstituts, betreut. Die Gerda Henkel Stiftung unterstützt das Dissertationsprojekt bis zu seinem Abschluss.
Der Einsatz während der Kongo-Krise stellte eine der umfangreichsten humanitären Missionen in der Geschichte des IKRK dar. Mithilfe von Archivmaterial möchte Sonnack herausfinden, wie das IKRK darauf reagierte, dass sich die Rahmenbedingungen humanitärer Hilfe nach dem Zweiten Weltkrieg wandelten. Zudem soll anhand dieser Mission untersucht werden, wie Transformationsprozesse der Internationalen Ordnung zusammenhingen. Zu diesen Prozessen gehört die Dekolonisation und der Kalte Krieg, aber auch die zunehmende Bedeutung internationaler Organisationen. Sonnack wird dabei den Ansatz der Verflechtungsgeschichte benutzen, um die Interaktionen zwischen den Faktoren herauszuarbeiten.
Die Gerda Henkel Stiftung fördert wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften. Unter anderem vergibt sie Forschungs- und Promotionsstipendien an Forscher aus Deutschland und aus dem Ausland, insbesondere in den Geschichtswissenschaften.
Patrick Sonnack hat in Heidelberg zunächst Geschichte und Öffentliches Recht im Bachelor studiert. Danach hat er ein Master-Studium im Fach Geschichte mit Schwerpunkt Neuere und Neueste Geschichte absolviert. Sein Promotionsstudium im Fach Geschichte in Basel begann 2014. Momentan ist Sonnack Startstipendiat der Basel Graduate School of History.
Madeleine Herren-Oesch ist Direktorin des Europainstituts und Professorin für Geschichte. Zu ihren Forschungsinteressen gehören die Europäische Geschichte und Globalgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, die Geschichte internationaler Organisationen, die Entwicklung transnationaler Netzwerke und grenzüberschreitender zivilgesellschaftlicher Aktivitäten, Enzyklopädien, Wissenstransfer und Informationskulturen, sowie Methoden und Theorien der Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter.