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Was ich über Atemnot wissen sollte?
Atemnot oder das Gefühl, nicht genug Luft zu kriegen ist äusserst unangenehm, bedrohlich und fast immer mit Angst verbunden. Zu unterscheiden gilt es zwischen echter Atemnot, bei welcher der Körper nicht genug Sauerstoff erhält und dem Gefühl der Atemnot, wie zum Beispiel bei Angstzuständen oder Panikattacken, wo der Körper genügend Sauerstoff erhält. Bei der echten Atemnot, medizinisch Dyspnoe genannt, wird unterschieden zwischen Atemnot in Ruhe und Atemnot bei Belastung, also beim Treppensteigen oder beim Gehen. Die schwerste Form der Atemnot in Ruhe ist die sogenannte Orthopnoe, bei welcher nur noch im Sitzen und unter schwerer Anstrengung geatmet werden kann.
Zwischen echter Atemnot und dem subjektiven Gefühl in Angst- oder Paniksituationen nicht genug Luft zu kriegen, ist nicht immer einfach zu unterscheiden. Während Patienten mit echter Atemnot sich in der Regel angstvoll ruhig verhalten, sind Patienten mit Angstattacken im Allgemeinen unruhig und aufgeregt.
Welche Krankheiten können Atemnot verursachen?
Atemnot kann bei vielen Erkrankungen auftreten. Grundsätzlich bei jeder Erkrankung der Atemwege, speziell der Lungen, aber auch eine Schwellung des Rachens, speziell des Kehlkopfes, kann zu einer Atemnot führen. Zu den häufigsten Lungenerkrankungen, die Atemnot verursachen können, gehören Asthma, COPD, Lungenentzündung, Lungenembolie und Lungenödem. Lungenkrebs führt in der Regel erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium zu Atemnot.
Neben den Lungenerkrankungen sind es vor allem Herzerkrankungen, die zu Atemnot führen können. Dazu gehören die koronare Herzerkrankung, Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzschwäche und Herzklappenfehler.
Wann ich bei Atemnot zum Arzt sollte?
Da die echte Atemnot immer ein Hinweis auf eine Erkrankung ist, sei es eine Lungenerkrankung oder eine Herzerkrankung, sollte bei Atemnot grundsätzlich immer ein Arzt aufgesucht werden. Bei akuter Atemnot mit Erstickungsgefahr muss sofort der Notfall organisiert werden. Erstickungsgefahr zeigt sich mit Bewusstseinsverlust oder Blauwerden von Lippen und Backen.
Was ich bei Atemnot selber tun kann?
Wichtig ist Ruhe zu bewahren und keine körperlichen Anstrengung mehr zu unternehmen. In sitzender Position mit herabhängenden Armen auf den Oberschenkel(Kutscherposition) geht das Atmen am einfachsten. Wenn das Ausatmen erschwert ist, wie bei Asthma oder COPD, hilft die Lippenbremse: langsam und so lange wie möglich mit nur leicht geöffneten Lippen ausatmen. Asthma, COPD Patienten und Allergiker sollten immer die Notfallmedikamente auf sich tragen.
Wenn klar ist, das es sich um eine Hyperventilation bei Panikattacke handelt, hilft das Ein- und Ausatmen in eine Tüte oder Sack. Dadurch beruhigt sich die Atmung wieder.