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US Open Ticker – Tag 9 – Williams schlägt Kvitova ++ Traum-Comeback von Stephens geht weiter
Venus Williams erreicht mit 37 Jahren ihren 23. Grand-Slam-Halbfinal. Die Amerikanerin setzt sich beim US Open mit 6:3, 3:6, 7:6 (7:2) gegen Petra Kvitova durch.
Venus Williams hatte in den letzten Jahren auch schwierige Zeiten. Nun erfreut sich die siebenfache Major-Siegerin aber seit mehreren Monaten wieder bester Form. Bei den Australian Open und in Wimbledon erreichte sie den Final, scheiterte einmal an ihrer Schwester Serena und einmal an Garbiñe Muguruza. Bei ihrem Heimturnier steht sie zum ersten Mal seit 2010 unter den letzten vier.
Gegen Kvitova machte Venus Williams im letzten Satz einen 1:3-Rückstand wett und gewann den Tiebreak deutlich. Kvitova, die nach ihrer Handverletzung durch eine Messerattacke erst seit Mai wieder auf der Tour ist, half unfreiwillig etwas mit. Der achte Doppelfehler der Tschechin führte zum 3:3, der neunte brachte Williams einen Matchball.
Mit 37 Jahren ist Venus Williams die älteste Grand-Slam-Halbfinalistin seit Martina Navratilova 1994 in Wimbledon. Am kommenden Montag wird sie erstmals seit Januar 2011 wieder in den Top 5 stehen, egal wie sie im Halbfinal abschneidet. Dieser wird eine rein amerikanische Angelegenheit. Gegnerin ist die ungesetzte Sloane Stephens (WTA 83), die erst in Wimbledon wieder auf die Tour zurückgekehrt ist, nachdem sie elf Monate lang eine Fussverletzung hatte auskurieren müssen.
Stephens wartet im Halbfinal
Das 6:3, 3:6, 7:6 (7:4) gegen die Lettin Anastasija Sevastova (WTA 17) war der 13. Sieg in den letzten 15 Matches von Sloane Stephens. Noch vor einem Monat war die 24-Jährige in der Weltrangliste auf Platz 934. Dank eines geschützten Rankings nach ihrer Fussverletzung konnte sie dennoch an den grossen Turnieren teilnehmen: In Toronto und Cincinnati erreichte sie bereits die Halbfinals.
Stephens musste sich Anfang Jahr am Fuss operieren lassen, konnte monatelang nicht richtig laufen. Insgesamt fiel sie elf Monate aus, bevor sie in Wimbledon auf die Tour zurückkehrte. Sie sei etwas von Zweifeln geplagt gewesen in den ersten Wochen nach der Rückkehr, erzählte Sloane. «Dann habe ich mir gedacht: 'Hey, du hast ein gutes Leben, du bist glücklich.' Nun will ich einfach spielen und Spass haben.»
Am Donnerstag bestreitet Stephens ihren zweiten Grand-Slam-Halbfinal nach jenem 2013 beim Australian Open, den sie gegen Viktoria Asarenka verloren hatte. Gegnerin ist dann entweder Venus Williams (s. oben), die Petra Kvitova eliminierte. In der Weltrangliste machte Stephens zuletzt über 800 Plätze gut. Am Montag wird sie wieder in die Top 35 vorstossen.
Auch Hingis im Halbfinal
Martina Hingis erreicht im Mixed die Halbfinals. Die Ostschweizerin trifft dort auf eine alte Bekannte.
An der Seite von Jamie Murray, dem Bruder von Andy, setzte sich Hingis gegen das amerikanisch-kolumbianische Duo Abigail Spears/Juan Sebastian Cabal knapp mit 6:3, 2:6, 10:8 durch. Bereits im Achtelfinal hatten sich Hingis/Murray erst im Champions-Tiebreak durchgesetzt.
Als nächstes treffen die als Nummer 1 gesetzten Wimbledon-Sieger auf die ehemalige Doppel-Partnerin von Hingis, Coco Vandeweghe, die zusammen mit dem Rumänen Horia Tecau spielt.