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Sind Bezeichnungen bei den Thuner Kadetten noch zeitgemäss?
In Österreich sind „Hauptfrauen“ mittlerweile so selbstverständlich wie „Hauptmänner“. Anders sieht es bei den Thuner Kadetten aus. Obwohl Mädchen mittlerweile einen beträchtlichen Teil der Kadetten ausmachen, wird nach wie vor das generische Maskulinum, also ausschliesslich die männliche Form, verwendet. Daran stört sich die Thuner SP-Stadträtin Alice Kropf. Diverse Studien würden zeigen, so ihre Begründung, dass es Mädchen abschrecken könne, etwas zu tun, wenn dafür nur die maskuline Bezeichnung verwendet wird. Sie wollte deshalb vom Gemeinderat wissen, ob dieser die Bezeichnung „Kadetten“ noch als zeitgemäss erachtet. Der Gemeinderat verweist in seiner Antwort auf die Tradition: Dieser militärische Sprachgebrauch sei historisch gewachsen. Das Geschäft kommt nun in den Stadtrat.
(text:csc/bild: