Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03253.jsonl.gz/316

Arbeitsplätze: eine Perspektive für die Jugend
Einen Arbeitsplatz zu haben bedeutet sehr viel mehr, als den eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können. Dies gilt insbesondere für junge Menschen. Arbeit kann ein wichtiges Lernfeld sein und die Möglichkeit bieten, Lebenserfahrung zu sammeln. Hier können grundlegende fachliche, aber auch persönliche Fähigkeiten entwickelt werden.
Arbeitslosigkeit und schlechte Arbeitsbedingungen gehören zu den komplexen Problemen, die eine volle Entwicklung des Menschen und die Aufrechterhaltung seiner angeborenen Würde behindern. Beispiele für diese Folgen sind z.B. die Tatsache, dass Arbeitslose nicht in der Lage sind, angemessene Lebensbedingungen für sich und die von ihnen Abhängigen zu finanzieren, oder die mögliche Zunahme der illegalen Beschäftigung, die Arbeitenden weniger Sicherheit und Rechte bietet.
Der Übergang von der Schule ins Arbeitsleben ist eine entscheidende Phase für die persönliche und berufliche Entwicklung junger Menschen. Umso schwerer wiegt es, von Jugendarbeitslosigkeit betroffen zu sein. Diese kann schwerwiegende Folgen für den/die Einzelne/n haben und zu psychosozialen Problemen wie Gewaltbereitschaft, Kriminalität, Suizidgefährdung, Alkohol- und Drogenmissbrauch führen.
Die Arbeitslosenrate bei Jugendlichen ist oft höher als bei Erwachsenen.
Die hohe Jugendarbeitslosigkeit hat mehrere Ursachen: die Segmentierung des Arbeitsmarkts, der technische und organisatorische Wandel, der eine Nachfrage nach höheren Qualifikationen geschaffen hat, und die Krise des Arbeitsmarkts, die die Situation für Arbeitslose erschwert hat.
- Auszug aus Pascual, S., Waddington, J.: Young people: the labour market and trade unions. A report prepared for the Youth Committee of the European Trade Union Confederation, European Trade Union Confederation Publication, Mai 2000 und Unicef (2000), „Young people in changing societies“, Regional Monitoring Reports, No 7, Florence Innocenti Research Centre.
(Statistik Nr. 43)