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angegeben worden. Der Apparat von Ruland in Aachen [* 2] setzt voraus, daß jeder Arbeiter beim Eintritt in das Arbeitslokal eine mit Nummer versehene Marke in einen Einwurfkanal einlegen muß, und beruht darauf, daß die von den rechtzeitig kommenden Arbeitern eingelegten Marken in eine andre Abteilung eines verschlossenen Kastens fallen als diejenigen der zu spät kommenden Arbeiter. Am untern Ende des Einwurfkanals, der über der Scheidewand der beiden Kastenabteilungen A und B steht [* 1] (Fig. 1), ist eine stehende Klappe k angebracht, welche bis zum Beginn der festgesetzten Arbeitszeit durch einen übergreifenden Sperrhaken s in solcher Stellung erhalten wird, daß die unter dem Einwurfkanal liegende Öffnung der Abteilung A für die rechtzeitig eingeworfenen Marken frei, die Öffnung der andern Abteilung B dagegen von der Klappe verdeckt wird, so daß alle bis dahin eingeworfenen Marken an der rechten Seite der Klappe k vorbei nach A gelangen.
Sobald aber die festgesetzte Zeit erreicht ist, wird durch den Minutenzeiger einer Uhr [* 3] ein elektrischer Kontakt hergestellt, und der dadurch geschlossene elektrische Strom erregt den Magneten m derart, daß er den Sperrhaken aushebt, so daß die Klappe k unter der Einwirkung des Gewichthebels g umkippt und sich gegen die andre Seite des Einwurfkanals lehnt. Jetzt ist die Öffnung zu A verdeckt und zu B frei, so daß die nun noch eingeworfenen Marken an der linken Seite von k entlang nach B gelangen.
Bei dem Apparat von J. Benk in Dresden [* 4] erstreckt sich die Kontrolle auf mehrere Zeitpunkte, so daß man entweder mittels desselben innerhalb gewisser Grenzen [* 5] feststellen kann, um wieviel ein Arbeiter zu spät kommt, oder mehrere Gruppen von Arbeitern kontrollieren kann, deren Arbeit zu verschiedenen Zeiten beginnt. Bei dem Benkschen Apparat fallen die Marken in eine nach der Zeit des Einwurfs sich entsprechend einstellende Abteilung eines Behälters. Innerhalb einer feststehenden, mit Einwurfschlitz versehenen Trommel dreht sich eine Trommel, welche in verschiedene Fächer [* 6] geteilt ist.
Diese Trommel wird durch einen Sperrhebel von je einem der festgesetzten Zeitpunkte bis zum nächsten festgehalten, so daß die währenddessen durch den Schlitz der äußern Trommel eingeworfenen Marken sämtlich in eine und dieselbe Abteilung der innern Trommel fallen. In dem Moment, wo der nächste Zeitabschnitt erreicht ist, wird der Sperrhebel von einem Uhrwerk auf einen Augenblick ausgelöst, so daß ein auf die Welle der innern Trommel mittels Schnur wirkendes Gewicht diese Trommel um eine Abteilung weiter drehen kann, worauf der Sperrhebel wieder einfällt. Derselbe Vorgang spielt sich nach Ablauf [* 7] des folgenden Zeitabschnitts ab etc., bis alle Abteilungen der innern Trommel vor dem Einwurfschlitz der äußern vorbeigegangen sind.
John und J. Henry Leber in London [* 8] erreichen eine ähnliche Art der Kontrolle auf etwas andre Art. Sie teilen einen länglichen Kasten in mehrere Abteilungen und bringen über jeder einen Einwurfschlitz an. Unter sämtlichen Schlitzen ist ein Schieber angebracht, der, von einem Uhrwerk bewegt, die Schlitze der Reihe nach zu bestimmten Zeiten schließt. R. Burk in Schwenningen benutzt zur Kontrolle der Arbeiter einen Registrierapparat, welcher die Zeitdauer der Anwesenheit der Arbeiter in der Fabrik aufzeichnet. Die hierbei verwendeten Marken werden nicht von den Arbeitern eingeworfen, sondern sind sämtlich an einer Nummerntafel a [* 1] (Fig. 2) auf- und niederklappbar befestigt.
Jede Marke h trägt eine Zahl, die Nummer eines Arbeiters, und wird niedergeklappt, wenn der betreffende Arbeiter kommt, hochgeklappt, wenn er geht; die Zahlen der Marken sind hinter der Marke mit andrer Farbe aufgedruckt, so daß sie erscheinen, wenn die Marken niedergeklappt werden, und man schon an der Nummerntafel sofort übersehen kann, wer von den Arbeitern da ist. Über jeder Marke ist ein Sperrhebel d angebracht, dessen hinterer Arm von einer Feder e aufwärts gedrückt wird, so daß der vordere, hakenförmige Arm die betreffende Marke festhält, wenn sie hochgeklappt wird.
Die hintern Hebelarme sind durch Stangen s mit den Schreibhebeln f derart in Verbindung gebracht, daß diese auf den Schreibcylinder g niedergedrückt werden, wenn die betreffenden Hebel [* 9] d nicht auf den obern Markenkanten aufruhen, also die Marken niedergeklappt sind, dagegen vom Schreibcylinder abgehoben werden, wenn die aufgeklappten Marken die vordern Sperrhebelenden hochhalten. Der Schreibcylinder g wird durch ein Uhrwerk langsam gedreht, es werden somit alle Schreibstifte, welche zu niedergeklappten Marken gehören, auf ihm eine Linie verzeichnen, bis sie durch Aufklappen der Marken abgehoben werden.
An der Länge der einzelnen Linien kann man dann die Länge der Arbeitszeit des zu der betreffenden Marke gehörigen Arbeiters ablesen. Zu dem Ende ist der zur Aufnahme der Linien bestimmte Überzug des Schreibcylinders mit einer der Markenzahl entsprechenden Zahl von Parallellinien bedruckt, zwischen welchen die Schreibhebel ihre Linien auftragen. Ein quer zu diesen Linien gehendes Liniensystem gibt die Einteilung in Tage, Stunden und Stundenteile und bietet den Maßstab [* 10] für die Zeit und Dauer der Eintragungen der Schreibhebel.
Ist in einem vom Aufstellungsplatz des Apparates entfernt liegenden Raume, z. B. im Direktionszimmer, ein fortwährender Überblick über die Anwesenheit des Personals erwünscht, so kann dieser dadurch erreicht werden, daß die Marken h mit denjenigen einer in jenem Raume liegenden Nummerntafel auf elektrischem oder mechanischem Wege verbunden werden. Bei dem Apparat von A. Dey in Pollokshields (Schottland) wird der Anfang u. das Ende von Arbeitszeiten auf ein endloses Band [* 11] aufgedruckt.
[* 1] ^[Abb.: Fig. 1. Arbeiterkontrollapparat von Ruland.]
[* 1] ^[Abb.: Fig. 2. Arbeiterkontrollapparat von Bürk.] ¶
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[Kontrolltelegraph für Maschinenräume.]
Von Thackeray und Hurn ist ein Kontrollapparat [* 13] angegeben, welcher die Aufgabe hat, dem Betriebsleiter bei Schiffsmaschinen oder andern Maschinenanlagen anzuzeigen, ob und wann ein von ihm gegebener Befehl ausgeführt ist. Wenn der Maschinist den Befehl mißversteht und falsch ausführt, so macht ihn das Fortläuten einer Klingel darauf aufmerksam. Zugleich erkennt der Befehlende an dem Geläute, daß sein Befehl noch nicht ausgeführt ist, und kann ihn eventuell wiederholen.
Die Klingel schweigt erst, wenn der gegebene Befehl richtig vollzogen ist. Zu dem Zwecke ist ein gewöhnlicher elektrischer oder mechanischer Telegraph, [* 14] welcher dazu dient, die Befehle nach dem Maschinenraum hin zu erteilen, mit einer Kontrollvorrichtung versehen, derart, daß wenn der Signalhebel des Telegraphen [* 15] von einem Signal auf ein andres gestellt wird, ein eine Signalglocke zum Tönen bringender Strom geschlossen wird und bleibt, bis der Befehl vollzogen ist.
Für die Erklärung der Vorrichtung soll der Einfachheit wegen vorausgesetzt werden, daß sie bei einer Maschine [* 16] angebracht sei, bei welcher überhaupt nur drei Befehle erteilt zu werden branchen: Halt, Vorwärts oder Rückwärts. Die Bewegungsrichtung der Maschine sei durch die Stellung einer Steuerwelle bedingt. Die Vorrichtung muß daher so eingerichtet sein, daß die Klingel erst aufhört zu ertönen, wenn die Steuerwelle dem Befehl gemäß eingestellt ist. An dem Apparat, mit welchem die Befehle gegeben werden, sind die in [* 12] Fig. 3 bei A gezeichneten Vorrichtungen angebracht. Auf der Achse des Stellarms S ist der Hebel D befestigt, welcher einen Kontaktstift E trägt. Dieser streicht bei der Drehung der Achse über drei isolierte Kontaktplatten C1 C2 C3 hin, welche in einem Kreise [* 17] um die Achse angeordnet sind. Aus der Steuerwelle W [* 12] (Fig. 3 u. 4) steht ein Stift G hervor, welcher jeden der drei durch Federn nach außen gedrückten Stifte I, J und K nach innen drückt, wenn er bei der Verstellung der Welle ihm gegenübertritt; der eingedrückte Stift nimmt eine an ihm befestigte Kontaktplatte (i, j oder k) mit sich und entfernt sie von einer allen drei Stiften gemeinschaftlichen Kontaktplatte V, welche durch einen Draht [* 18] mit der Klingel Z, bez. mit der Batterie B verbunden ist.
Von den drei Federstiften steht I mit der Kontaktplatte C1, J mit der Platte C2 und K mit der Platte C3 durch Drähte in leitender Verbindung. Vom Hebel D führt ein Draht zur Batterie B. Der Apparat wirkt nun in folgender Weise. In der in [* 12] Fig. 3 gezeichneten, dem Stillstand der Maschine entsprechenden Stellung berührt der Stift E die Platte C2, dagegen ist die Kontaktplatte j des Stiftes J von der Platte V abgehoben, es ist also die Leitung V Z B D E C2 J zwischen J und V unterbrochen.
Dagegen sind die beiden andern möglichen Stromwege I V Z B D E C1 und K V Z B D E C3 zwar bei I und K geschlossen, aber bei C1 und C3 unterbrochen. Es kann somit überhaupt kein Strom umlaufen, die Klingel Z ist unthätig. Wird nun aber der Stellarm S auf Vorwärts gestellt, wodurch im Maschinenraum auf irgend eine, hier nicht näher zu erläuternde Weise das Signal Vorwärts gegeben wird, so wird hierdurch sofort der Stromkreis I V Z B D E C1 geschlossen, und die Glocke Z beginnt zu lauten. Um die Glocke zur Ruhe zu bringen, hat jetzt der Maschinenwärter nur ein Mittel, nämlich die Steuerwelle W dem Befehl Vorwärts entsprechend so zu drehen, daß ihr Stift G dem Federstift I gegenübersteht.
Dadurch wird der Strom unterbrochen, und die Glocke hört auf zu läuten. Hätte der Wärter die Steuerwelle irrtümlich auf Rückwärts gestellt, so wäre bei K die Kontaktplatte abgehoben, dagegen der Strom I V Z B D E C1 ununterbrochen geblieben. Es ist hiernach zu erkennen, daß die Stromunterbrechung, welche erforderlich ist, um die Klingel zum Schweigen zu bringen, nur dann bewirkt wird, wenn W, bez. G in die befohlene Stellung gebracht wird. Soll die Kontrolle bei einer Maschine ausgeübt werden, bei welcher nicht nur die Stellung der Steuerwelle, sondern auch die Stellung des den Dampfzutritt regulierenden Ventils Gegenstand der Kommandos ist, so kann dazu entweder ein zweiter besonderer Apparat aufgestellt oder aber der erste entsprechend abgeändert werden, indem die den Kommandos Vorwärts und Rückwärts entsprechen-
[* 12] ^[Abb.: Fig. 3. Kontrolltelegraph für Maschinenräume.]
[* 12] ^[Abb.: Fig. 4. Kontaktapparat an der Steuerwelle.] ¶