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Der wegen versuchter Vergewaltigung angeklagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn gibt seinen Posten auf. Die Vorwürfe weist er weiter von sich - und will erneut versuchen, auf Kaution frei zu kommen.
Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, tritt nach Angaben des IWF zurück.
Einstweilen übernehme John Lipsky die Leitung des in vielen Wirtschaftsfragen mächtigen Währungsfonds. Über die Nachfolge Strauss-Kahns wird seit Tagen spekuliert und zwischen den Wirtschaftsnationen geschachert.
In einer Erklärung vom Donnerstag wies der der versuchten Vergewaltigung beschuldigte Franzose die Vorwürfe erneut zurück. Seine Anwälte stellten zwei Tage, nachdem der erste Antrag auf Freilassung nach Kaution abgelehnt wurde, einen neuen Antrag. Noch ist unklar, mit welcher Strategie sie in die Verhandlung gehen.
Strauss-Kahn wird vorgeworfen, am Samstag in einem New Yorker Hotel eine Hotelangestellte sexuell belästigt zu haben. Nach Angaben der 32-Jährigen wollte er sie zu Oral- und Analsex zwingen.
Berichte über Überwachungsvideo
Die Anwälte des 62-Jährigen hatten eine Kaution von einer Million Dollar angeboten und versichert, Strauss-Kahn würde bei seiner in den USA lebenden Tochter bleiben. Das könne überprüft werden, etwa mit einer elektronischen Fussfessel.
Das Gericht hatte eine Freilassung aber abgelehnt. Bei dem vermögenden und international vernetzten IWF-Chef bestehe Fluchtgefahr. Er sitzt seit Montag auf der Gefängnisinsel Rikers Island in New York.
Französische Zeitungen berichteten, dass ein Überwachungsvideo aufgetaucht sei. Es zeige zuerst eine Hotelangestellte, die offenbar in Panik aus dem Raum stürme. Wenig später verlasse auch Strauss-Kahn das Hotelzimmer, gemäss den Angaben "in Hast". Der Franzose war wenig später aus der Ersten Klasse eines Air-France-Flugzeugs geholt worden, das nur Minuten später Richtung Europa abheben sollte.
(laf/tno/awp/sda)