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Das Zürcher Mascotte ist einer der ältesten Klubs der Schweiz. Aber was heisst eigentlich alt und wie ging das früher so ab in den Hallen des Klubs im Herzen der Zwinglistadt?
Zur Zeit der Jahrhundertwende wurde das Corso-Haus, mit der Absicht einen Treffpunkt für Zünfte und Vereine zu schaffen, erbaut. Das Varieté bot aber bereits damals Platz für Theater-, vereinzelte Film- und Tanzvorführungen, auch Konzerte fanden statt. Ab 1916 wurde ein kleiner Nebensaal des Theaters «Palais Mascotte» (Palast des Glücksbringers) genannt. Das Corso-Haus erlebte einen florierenden Aufschwung und die Bühnen nahe des Bellevues wurden von internationalen Stars wie Josephine Baker oder Louis Armstrong bespielt.
Mit dem ersten Umbau, welcher 1934 erfolgte, fand sich der Corso-Schriftzug auf dem Dach ein. Das heutige Mascotte präsentierte sich damals noch als «Wiener Café» und das Erscheinungsbild wurde mit viel Aufwand gestaltet und gepflegt. Das berühmte Wandbild von Max Ernst, welches damals die Lokalität zierte, ist heute im Kunsthaus zu bewundern.
Das Café wandelte sich in den fünfziger und sechziger Jahren weiter und ging mit der Zeit. 1970 wurde es dann von der Stadt Zürich erworben und unter Schutz gestellt. Big Bands, Tanzmusik und Live-Konzerte lagen im Trend und wieder fanden sich wahrhaftige Grandeure des Show-Business auf den Zürcher Bühnenbrettern ein. Einer von ihnen, Pepe Lienhard, übernahm sieben Jahre später das Lokal gemeinsam mit Udo Jürgens und Freddy Burger. Sie verwandelten die historischen Hallen in eine Disco, welche einen festen Platz im städtischen Nachtleben einnahm. Infolge des starken Konkurrenzkampfes versank das Mascotte im Mittelmass. 1998 erhielt das Mascotte seinen heutigen Namen, der jedoch bald wieder abgelegt wurde. Über «Cafe Grössenwahn» und «Paradies» fand man jedoch wieder zum «Mascotte» zurück.
2004 gewann der altehrwürdige Klub dann wieder an Grösse und es ging seither stetig bergauf und auch heute finden sich wieder internationale Top-Acts wie The XX, Chet Faker oder Florence + The Machine in den alten Hallen ein, wenn sich die Stilrichtungen auch geändert haben.