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NEK hat mit der Entwicklung von 2 grossen Offshore Windprojekten vor der Küste Ghanas in Westafrika begonnen
NEK hat seit 1999 zahlreiche Windmessungen in Ghana vorgenommen, so auch entlang der Küstenlinie, wo die Windverhältnisse die besten Werte erreichen. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass zwischen Tema und Ada in der Greater Accra Region 6 landgestützte Windprojekte entwickelt worden sind, welche nun auf ihre Umsetzung warten.
Hält man sich vor Augen, wo gross der zukünftige Bedarf an zusätzlichem Strom sowohl in Ghana als auch in den umliegenden Ländern sein wird, stellt sich die Frage, wo derartige Kraftwerke erstellt werden können. Zahlreiche Länder, so auch Ghana, haben sich verpflichtet, ihre CO2-Emissionen herunterzufahren und sich in Richtung Net Zero zu bewegen. Das heisst, dass zukünftig der Grossteil von neuen Stromkraftwerken erneuerbaren Strom wird produzieren müssen. Dieser Umstand zusammen mit der Tatsache, dass die besten Windflächen am Land bereits von den 6 Windprojekten der NEK belegt sind, hat uns im Jahr 2022 dazu bewegt, nach geeigneten Offshore-Standorten in Ghana zu suchen.
Zwischenzeitlich haben wir die ersten Projektstudien fertiggestellt und, basierend auf unseren Windmessungen entlang der Küste Ghanas sowie anderen massgebenden Parametern, zwei Offshore Windstandorte selektioniert, wo wir kürzlich dann die eigentliche Projektentwicklung aufgenommen haben.
An diesen beiden Standorten können rund 2'500 MW an Windleistung aufgebaut werden, wobei wir uns vorläufig auf Lagen bis 60 m Wassertiefe beschränkt haben. Die Distanz der Projekte zur Küste beträgt zwischen 15 und 25 km.
Erste Berechnungen ergaben, dass mit den beiden Offshore-Projekten rund 7'500 GWh an sauberem Windstrom pro Jahr generiert werden können. Natürlich in Abhängigkeit der schlussendlich gewählten Turbine.
Die beiden Projekte werden durch Unterseekabel an das 330 kV-Netz von GRIDCo angeschlossen, welches küstennah verläuft (Coastal Transmission Backbone).
Zusätzlich eröffnet sich durch diese Projekte die Möglichkeit, die Basis für die Produktion von grünem Wasserstoff in Ghana zu legen, sei dies am Land oder direkt auf dem Meer im Bereich der Windparks. Zudem lassen sich die Turbinen sehr gut mit schwimmenden Solarpanels kombinieren, eine Technologie, welche in Zukunft einen Boom erleben wird.
Dank der in den beiden Projekten produzierten Elektrizität (Produktionsbeginn wird auf 2029 - 2032 geschätzt) kann Ghana seinen Verpflichtungen nachkommen, welche das Land im Pariser Abkommen, COP26, COP 27 sowie dem Vertrag von Sharm El-Sheik übernommen hat.