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Walter Benjamins Geschichtsphilosophie
Bei dem Beitrag des Soziologen Marcus Hawel (Universität Hannover) geht es anlässlich Walter Benjamins Todestages (27.9.1940) um dessen Geschichtsphilosophie.
Walter Benjamin hat die Kritische Theorie von Theodor W. Adorno (Frankfurter Schule) massgeblich inspiriert.
In der Nacht zum 27. September 1940 schlossen Francos Wächter überraschend die Grenze zu Spanien. Benjamin wurde am Grenzort Portbou zurückgewiesen. Der Fluchtweg war verstellt und die Gestapo auf seinen Fersen. Er nahm sich noch in der Nacht ein Zimmer in dem heute nicht mehr existierenden Hotel »Fouda Francia« und anschliessend aus Verzweiflung mit einer Überdosis Morphium das Leben.
Die Vertreibung aus seiner Heimat; das Verlassenmüssen der Stadt, in der er geboren wurde und wo er seine Kindheit verbrachte; das Leben im Pariser Exil und schliesslich die Flucht vor den Nationalsozialisten, die aus Verzweiflung in den – so besehen – unfreiwilligen Freitod führte, sind den Benjaminschen Begriffen der Erinnerung, des Eingedenkens, der Zeit und der Geschichte tief eingeschrieben. In ihnen verdichten sich subjektive und objektive Fluchtspuren zu dialektischen Konstellationen.