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Das Schriftzeichen des Jahres
Die 12 Goldmedaillen der Japaner in Rio de Janeiro, die missbräuchlichen Spesenausgaben, die Tokios Gouverneur Yoichi Masuzoe zu Fall brachten, Donald Trumps goldenes Haar und die goldene Kleidung Piko-Taros, der es mit einem grotesken Song über Äpfel, Kugelschreiber und Ananas zu globaler Berühmtheit gebracht hat (Asienspiegel berichtete):
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All diese Ereignisse haben dafür gesorgt, dass «金» zum Schriftzeichen (Kanji auf Japanisch) des Jahres gewählt wurde. Es steht für «Gold» («kin») und für «Geld» («kane»). Verkündet wurde das Schriftzeichen am 12. Dezember im ehrwürdigen Kiyomizu-Tempel in Kyoto, wo der Oberste Priester Seihan Mori mit einem grossen Pinsel «金» auf weisses Washi-Papier niederschrieb.
153’562 Vorschläge wurden zwischen dem 1. November und 5. Dezember auf der Website der Kanji Aptitude Foundation eingereicht. Das Schriftzeichen für Gold kam auf 6’655 Stimmen und damit auf den ersten Platz. Übrigens hatte dieses Kanji erwartungsgemäss gute Chancen. Bereits nach den Sommerspielen 2000 in Sydney und 2012 in London belegte es den ersten Rang.
Platz 2 und 3
Auf den zweiten Platz hat es dieses Jahr mit 4723 Einreichungen das Schriftzeichen «選» geschafft. Es steht für die Wahl bzw. Auswahl. In Verbindung gebracht wird es mit den US-Präsidentschaftswahlen, der Wahl Grossbritanniens für den EU-Austritt, der Wahl Yuriko Koikes zur ersten Gouverneurin Tokios sowie mit der Herabsetzung des Wahlalters auf 18 Jahre in Japan.
Den dritten Platz nimmt dieses Jahr mit 4619 Stimmen das Schriftzeichen «変» ein, das Veränderung bedeutet. Damit gemeint ist wiederum der Brexit, Trumps Erfolg wie auch Yuriko Koikes historischer Wahlsieg. Das Kanji steckt aber auch im Wort 天変地異 für Naturkatastrophe, wovon Japan auch 2016 nicht verschont wurde. Da war die grossen Erdbeben in Kumamoto im April und auch in Tottori im Oktober. Hinzu kam, dass gleich drei Mal ein Taifun auf die Nordinsel Hokkaido traf.
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