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Solarenergie, bzw. Sonnenenergie ist diejenige Energie, die als Wärme oder Elektrizität aus Sonneneinstrahlung genutzt wird.
Photovoltaik-Module (auch PV-Module oder Solarpanels genannt) wandeln die Sonneneinstrahlung in elektrischen Strom um. Man nennt ihn Solarstrom. Das physikalische Phänomen heisst photovoltaischer Effekt.
Thermische Sonnenkollektoren absorbieren die Sonneneinstrahlung und übertragen die Wärme an einen Wasserkreislauf. Diese Solarwärme kann zum Erzeugen von Warmwasser, zum Heizen, aber auch für Prozesswärme und Kühlung genutzt werden.
Die Solarenergie ist auch in der Schweiz im Überfluss vorhanden. Die jährliche Einstrahlung auf ihre Fläche ist etwa 200-mal höher als der Verbrauch im gleichen Zeitraum. Die Solarenergie kann fossile Brennstoffe ersetzen und dadurch Umweltbelastungen, z.B. CO2–Emissionen, stark reduzieren. Zudem bestehen weder Sicherheitsrisiken noch internationale Abhängigkeiten. Die Nutzung dieser Energiequelle ebnet den Weg zu einer sauberen, sicheren und unabhängigen Energieversorgung für die Schweiz.
Auf Dächern und Fassaden der Schweiz könnte rund die Hälfte des jährlichen Strombedarfs mit Photovoltaik erzeugt werden. Wenn ein Teil dieser Flächen für Wärmeerzeugung genutzt würde, so könnte rund ein Zehntel des heutigen Wärme- und fast 30% des Strombedarfs auf Gebäuden erzeugt werden. Mehr dazu in der Studie „Solarpotenzial Schweiz“ von Meteotest (2017). Noch nicht eingerechnet sind die Potenziale auf Infrastrukturanlagen (z.B. Parkplätze, Stauseen, Lärmschutz) und vorbelasteten Freiflächen (Skigebiete, Baulandreserven, etc.) auf denen mindestens weitere 10% des heutigen Strombedarfs erzeugt werden könnten.
Damit gehören Strom und Wärme von der Sonne neben der Wasserkraft zu den tragenden Pfeilern der zukünftigen Energieversorgung der Schweiz.
Die Produktion einer Kilowattstunde Solarstrom in der Schweiz verursacht Treibhausgas-Emissionen von 80.5 g CO2-Äquivalenten (Quelle: treeze 2016 (PDF), resp. nur 42 g mit aktueller, effizienter Technologie (Quelle: Rufer/Braunschweig: Die bessere Ökobilanz von Solarstrom, in: Umweltperspektiven 4/13 (PDF)). Die Herstellung der gesamten PV-Anlage ist dabei eingerechnet. Bei einem Gaskraftwerk liegen diese Emissionswerte bei 598 g, bei einem Braunkohlekraftwerk gar bei 1220 g. Insgesamt verursacht der europäische Strommix pro Kilowattstunde Emissionen von 466 g CO2-Äquivalenten (Quelle: treeze 2016, siehe oben.) . Bei Solarstrom fallen somit mindestens 6-mal weniger Treibhausgasemissionen an. Solarstrom ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Die 2017 in der Schweiz installierten Photovoltaik-Anlagen sparen jährlich rund 610‘000 Tonnen CO2-Äquivalente ein.
Im Vergleich zur Warmwassererzeugung mit Erdöl vermeidet eine typische Solarwärmeanlage den Ausstoss von rund 0.6 Tonnen CO2 pro Jahr. Die 2017 in der Schweiz installierten Solarwärmeanlagen sparen jährlich rund 170‘000 Tonnen CO2 ein.
Wäre es nicht effizienter, Solarstrom und Solarwärme in Ländern mit mehr Sonneneinstrahlung zu produzieren und in die Schweiz zu transportieren?
In der Schweiz liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung bei rund 1100 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Die höher gelegenen Gebiete erreichen sogar Werte über 1400 kWh, was der Einstrahlung im Mittelmeergebiet entspricht. Ein durchschnittlicher 3- bis 4-Personen-Haushalt braucht rund 3600 kWh Strom pro Jahr, wozu Solarmodule mit einer Fläche von 20 Quadratmetern ausreichen. In der Schweiz ist somit genügend Sonneneinstrahlung vorhanden, um Solaranlagen effizient zu betreiben.
Um Solarstrom über tausende Kilometer zu transportieren, fehlen die Leitungen, und die Stromübertragung wäre mit grossen Energieverlusten verbunden. Solarwärme über grosse Distanzen zu transportieren ist technisch unmöglich – das Wasser wäre kalt, wenn es bei uns einträfe. Die Zukunft der Energieversorgung wird deshalb primär dezentral sein, d.h. die Solarenergie wird dort produziert, wo sie gebraucht wird.
Für die künftige Energieversorgung im Winter ist primär durch verbesserte Wärmedämmung der Verbrauch an Heizenergie zu senken. Der Wärmebedarf kann damit durch Wärmepumpen, Solarwärme und Holzenergie gedeckt werden. Zur Stromversorgung ist der Solarstrom vor allem im Winter durch Wasserkraft, Windenergie und Biomasse-Kraftwerke zu ergänzen. Eine geringfügige Erhöhung der Kapazitäten unserer Stauseen genügt, um den saisonalen Ausgleich der Stromversorgung zu sichern. Längerfristig können neue Technologien wie Power to Gas (Umwandlung von überschüssigem Strom in Gas) dazu kommen.
Bandenergie, also die gleichmässige Stromproduktion aus Atomkraftwerken, wird entfallen. Die zukünftige Stromversorgung stützt sich auf eine intelligente Kombination der verschiedenen erneuerbaren Energiequellen.
Wie steht es um die Versorgungssicherheit, wenn die Schweiz immer mehr auf Solarenergie angewiesen ist?
Solarenergie vermindert die Abhängigkeit von Öl-, Gas- und Uranimporten aus unsicheren Weltregionen. Die Schweiz kann damit jährlich über 10 Milliarden Franken für den Kauf dieser Energieträger einsparen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien bedeutet somit eine höhere Versorgungssicherheit und eine Steigerung der Wertschöpfung im eigenen Land. Die Kombination der verschiedenen erneuerbaren Energien gewährleistet eine jederzeit sichere Stromversorgung: Wenn die Sonne nicht scheint, kommen Wasserkraft, Windenergie oder Biomasse zum Einsatz. Mit dem hohen Anteil an Strom aus Stauseen kann in der Schweiz die variable Solarstromproduktion problemlos ausgeglichen werden. Die Schweiz ist deshalb prädestiniert für einen raschen Atomausstieg, aber auch für eine vollständige Dekarbonisierung (Verzicht auf Öl und Erdgas) unserer Energieversorgung bis 2050: Die verfügbaren Mengen an erneuerbaren Energien sind genügend gross, um auch einen massiven Ausbau der Elektromobilität und die Beheizung eines Grossteils des Gebäudebestands mit Wärmepumpen abdecken zu können.
In den Preisen für herkömmliche Energien sind die folgenden Kosten nicht oder nur teilweise enthalten: Luftverschmutzung, Klimawandel, Entsorgung nuklearer Abfälle, Risiken von Unfällen und kriegerische Auseinandersetzungen. Es handelt sich dabei um externe Kosten, die statt von den Verursachern von der Allgemeinheit getragen werden. Deshalb ist der direkte Preisvergleich mit erneuerbaren Energien trügerisch. Doch sogar in diesem unfairen Wettbewerb gewinnt die Sonnenenergie immer öfters: Konventioneller Strom ab Steckdose ist in vielen Fällen bereits heute teurer als Strom von der eigenen Solaranlage. Während Solarstrom immer billiger wird, steigen die Kosten von Strom aus neuen Atomkraftwerken: Das geplante AKW Hinkley Point in England soll Strom zu 15 Rp./kWh produzieren. Dies ist etwa dreimal so teuer wie der Strom aus den alten schweizerischen AKW und teurer als Solarstrom aus grösseren Anlagen in der Schweiz (ca. 11 Rp./kWh).
Jede ganzjährig unbeschattete Dachfläche, die nicht mehr als 45° von Süden abweicht, eignet sich besonders gut für Solarstromanlagen. Auch Dächer mit Ausrichtung Ost-West und Fassaden werden dank sinkender Preise der PV-Module immer öfter zur Stromerzeugung genutzt.
Bei Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung hängt die Ausrichtung und Neigung von der verwendeten Technologie und dem Zweck der Anlage ab: Wird ausschliesslich Warmwasser erzeugt oder wird auch geheizt? Zum Heizen eignet sich eine südliche Ausrichtung und ein steiler Winkel, um möglichst viel Wintersonne nutzen zu können.
Die Hersteller von Photovoltaik-Modulen zur Stromerzeugung geben Garantien zwischen 20 und 25 Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer liegt bei 30-40 Jahren. Auch Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung haben eine Lebensdauer von über 25 Jahren.
Wir vergleichen die graue Energie, die zur Herstellung und Entsorgung einer Photovoltaikanlage benötigt wird, mit der entsprechenden Energie, die in europäischen Kraftwerken dank der Solarstromproduktion eingespart werden kann. Darauf basierend beträgt die energetische Amortisationsdauer je nach Herkunft der Module 1.5 bis 2.2 Jahre. Somit kann eine PV-Anlage während ihrer mindestens 30-jährigen Betriebsdauer die zur Herstellung benötigte, nicht erneuerbare Primärenergie 14- bis 20-mal einsparen. Siehe Artikel zur Ökobilanz von Solarstrom: mehr
Bei einer Solarwärmeanlage zur Erzeugung von Warmwasser liegt die energetische Amortisationsdauer bei weniger als einem Jahr.
Die bestehenden Gebäude- und Siedlungsflächen der Schweiz genügen, um das Land zu einem wesentlichen Teil mit Solarstrom zu versorgen. Auf bereits vorbelasteten Flächen, zum Beispiel entlang von Autobahnen und Schienenwegen, auf stillgelegten Deponieflächen und Steinbrüchen oder auf Lawinenverbauungen kann eine Nutzung jedoch in Erwägung gezogen werden. Es gilt dabei, das Verhältnis zwischen dem Einfluss auf das Landschaftsbild und dem Energieertrag (v.a. im Winter) der Anlage im Auge zu behalten.
Die rund 650 Verbandsmitglieder von Swissolar ermöglichen rund 6200 Arbeitsplätze. Die Schweizer Photovoltaik-Branche erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 750 Millionen Franken (2016, inkl. Import und Export). Die Solarwärme-Branche verzeichnet einen Jahresumsatz von rund 115 Millionen Franken, hauptsächlich im Heimmarkt.
Hohe technische Qualität erfordert gut ausgebildete Arbeitskräfte. Darum investiert Swissolar in die Aus- und Weiterbildung von Fachleuten. Swissolar bietet Kurse für die Planung und Realisierung von Solaranlagen an. Eine Reihe weiterer Lehrgänge anerkennt Swissolar beim Eintrag von Firmen im Verzeichnis «Die Solarprofis®» (bestimmte Ausbildungen berechtigen zum Eintrag in das Verzeichnis). Mit dem Ziel einer besseren Integration der Solarenergie in der Lehrlingsausbildung arbeitet Swissolar mit Berufsverbänden und Berufsschulen zusammen.
Der Energiemarkt ist bereits seit langem verzerrt: Die fossilen und nuklearen Energien beinhalten ungedeckte Kosten und indirekte Subventionen, die von der Allgemeinheit getragen werden und im Vergleich mit den erneuerbaren Energien nicht angemessen berücksichtigt werden.
Die Schweiz hat sich zur Energiewende bekannt. Um diesen Richtungswechsel erfolgreich und im erforderlichen Tempo zu vollziehen, braucht es Korrekturen, um den verzerrten Energiemarkt auszugleichen. Ein solcher zeitlich begrenzter Anstoss ist die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) und die Einmalvergütung (EIV).
Oberstes Ziel ist die möglichst vollständige Versorgung der Schweiz mit erneuerbaren Energien bis spätestens 2050. Dies entspricht auch den Beschlüssen der Pariser Klimakonferenz vom Dezember 2015. Die Energiestrategie 2050 stellt die Weichen in diese Richtung, aber die vorgesehenen Massnahmen für mehr Energieeffizienz und einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien sind noch ungenügend. Ein zweites Massnahmenpaket muss folgen. Angesichts der massiven Verzerrungen auf den internationalen Energiemärkten (fehlende Kostenwahrheit) und der Dringlichkeit der Energiewende sind kurz- und mittelfristig staatliche Fördermassnahmen unumgänglich. Im Wärmebereich gilt es, die kantonalen Förderprogramme zu harmonisieren und zu verbessern und die MuKEn rasch umzusetzen. Daneben setzt sich Swissolar für den Abbau von kostentreibenden Markthemmnissen ein.
Swissolar setzt sich für politische Rahmenbedingungen zur raschen Umsetzung der Energiestrategie 2050 ein, fördert die Weiterbildung von Fachleuten, beteiligt sich an der Erarbeitung von Normen und Regelwerken und informiert Bauherren und weitere Kreise über die Anwendungsmöglichkeiten der Solarenergie. Damit vertritt Swissolar die Interessen der Solarbranche in der Politik und gegenüber anderen Akteuren.
Was ist Swissolar wichtiger: dass die Energiewende gelingt, oder dass die Solar-Branche davon möglichst stark profitiert?
Der Umbau der heutigen Energieversorgung mit 80% Abhängigkeit von nichterneuerbaren, ausländischen Quellen zu einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien ist eines der wichtigsten und herausforderndsten Projekte der Schweiz in den nächsten Jahrzehnten. Die Mitglieder von Swissolar sind bereit, einen massgeblichen Beitrag dazu zu leisten. Dies können sie aber nur tun, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dazu gegeben sind – um Profitmaximierung geht es dabei nicht!
Hauseigentümer können ihre Investitionen in erneuerbare Energien auf die Miete abwälzen. Im Gegenzug sinken jedoch die Nebenkosten, da weniger Heizöl, Gas oder Strom verbraucht wird. Je teurer diese konventionellen Energien werden, desto günstiger werden erneuerbare Energien für die Mieter. Eine Kostenzunahme haben jene Mieter zu erwarten, deren Hauseigentümer nicht in Gebäudesanierungen und Solaranlagen investiert haben.
Solarwärmeanlagen (thermische Solaranlagen) nutzen die Sonnenenergie auf einfache und effiziente Weise: Schwarz beschichtete Kupfer- oder Aluminiumabsorber in den Solarkollektoren werden von den Sonnenstrahlen erwärmt. Im Absorber zirkuliert Wasser (mit einem Frostschutz-Mittel), das die Wärme zum Speicherkessel im Keller transportiert. Der Speicherkessel gibt die Wärme an den Warmwasserkreislauf oder die Heizung ab.
Eine Solarwärmeanlage kann auch bei Bewölkung Wärme liefern, da die diffuse (von den Wolken reflektierte) Strahlung ebenfalls ausgenützt wird. Zudem wird die solare Wärme in einem Wasserkessel (Boiler) gespeichert, der mehr als das Doppelte des täglichen Warmwasserbedarfs sicherstellt. Was die Sonne nicht schafft, wird von der Zentralheizung oder elektrisch nachgeheizt.
Eine Solaranlage deckt im Allgemeinen 60-70 % des Warmwasserbedarfs in einem Einfamilienhaus. Dafür genügt eine so genannte Kompakt-Solaranlage mit 4-6 m2 Kollektorfläche. Mit zusätzlicher Kollektorfläche und Wärmespeicherung kann auch die Raumheizung unterstützt werden. Je nach Wärmedämm-Standard des Gebäudes und Auslegung der Solaranlage kann damit etwa 30 % des gesamten jährlichen Wärmebedarfs gedeckt werden. Im Mehrfamilienhaus ist eine Solarwärmeanlage eine besonders effiziente Lösung. Sie kann weit über 30% des Wärmebedarfs abdecken. Fachspezialisten wie die „Solarprofis“ gewährleisten eine optimale Dimensionierung der Solaranlage entsprechend dem Bedarfsprofil des Gebäudes und seiner Bewohner.
Rund 20% des Wärmebedarfs in der Schweiz entfallen auf industrielle Prozesse. Etwa die Hälfte dieser Produktionsprozesse benötigt Temperaturen von weniger als 250 °C. Diese Energie auch mit Solarwärme bereitgestellt werden – ein grosses Potenzial, das bisher kaum genutzt wird.
Die Sonnenkollektor-Technik ist ausgereift und betriebssicher. Solarwärmeanlagen funktionieren während mindestens 20 Jahren und benötigen wenig Unterhalt. Dies zeigen die rund 150‘000 Anlagen in der Schweiz (Stand Ende 2016), mit einer Fläche von 1.6 Mio. m2 und einer Spitzenleistung von 1150 MW.
Die klassische kristalline Silizium-Solarzelle besteht aus zwei aufeinanderliegenden Siliziumschichten. Zwischen den Schichten entsteht eine elektrische Potenzialdifferenz. Bei Sonneneinstrahlung bewegen sich freie Elektronen von der Schicht mit dem tieferen Potenzialniveau zur Schicht mit dem höheren Niveau. Diese Potentialdifferenz kann über einen angeschlossenen Stromkreis als elektrische Energie genutzt werden. Es fliesst elektrischer Gleichstrom.
Der Wechselrichter (Inverter) wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um, der im Haushalt verwendet oder ins Stromnetz eingespeist wird.
Als Faustregel gilt im Schweizer Mittelland ein Energieertrag von 180 kWh pro Quadratmeter und Jahr. 20 m2 Modulfläche produzieren ungefähr den Strombedarf eines typischen 3- bis 4-Personen-Haushalts.
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Der Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms (Eigenstromverbrauch) kann durch sogenanntes Lastmanagement erhöht werden – beispielsweise durch das automatische Einschalten der Wärmepumpe zur Warmwassererzeugung, wenn die Sonne scheint. Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung des Eigenstromverbrauchs ist die dezentrale Stromspeicherung in Blei- oder Lithiumionen-Batterien. In einem Einfamilienhaus können damit Eigenverbrauchsanteile bis zu 60 Prozent erreicht werden. Zusätzliche Informationen finden Sie im Merkblatt „PV-Anlagen mit Batterien“ und auf der Website des Bundesverband Solarwirtschaft.
In der Schweiz wurden Batteriespeicher früher vor allem bei PV-Anlagen ohne Netzanschluss (Inselbetrieb) eingesetzt. Immer häufiger kommen sie auch im Betrieb mit Netzeinspeisung zum Einsatz. Ende 2016 waren rund 500 solcher Speicher installiert, mehr als 90 % davon waren Lithiumsysteme. In Deutschland sind bereits über 50‘000 Speichersysteme installiert. Rasch sinkende Speicherpreise werden auch in der Schweiz für einen rasch wachsenden Markt sorgen.
Ende 2017 wird der Anteil Solarstrom in der Schweiz bei ca. 3 % liegen. Experten sind sich einig, dass bis zu einem Anteil von 10 % Solarstrom keine besonderen Massnahmen zum Netzausbau erforderlich sind. Bei höheren Anteilen genügen meist einfache technische Massnahmen, beispielsweise Leistungsbegrenzung und Blindleistungsteuerung der Wechselrichter oder Lastmanagement. Netzausbauten sind nur in Ausnahmefällen in ländlichen Regionen erforderlich. Voraussetzung für diesen geringen Investitionsbedarf ist jedoch, dass der Solarstrom-Ausbau wie bisher vorwiegend dezentral erfolgt.
Ende 2016 gab es in der Schweiz bereits 59‘000 Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von etwa 1660 MW. Der Anteil Solarstrom lag 2016 bei 2,3 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Schweiz.
Photovoltaik-Module werden in der Schweiz über SENS eRecycling zurückgenommen und entsorgt. Die Finanzierung der Rücknahme und Entsorgung der PV-Module wird vom Hersteller oder Importeur über eine freiwillig erhobene vorgezogene Recyclinggebühr (vRG) sichergestellt. Die offizielle Aufnahme der PV-Module in die VREG ist beim BAFU in Arbeit, der Einführungstermin ist noch nicht festgelegt.
Fast alle in der Schweiz verwendeten Solarmodule bestehen aus kristallinem oder amorphem Silizium. Silizium ist nicht giftig und wird aus Quarzsand gewonnen. Anteilsmässig bestehen die Panels zu 80-96% aus Glas, zu 10-19% aus Aluminium, Kupfer und Kunststoff sowie zu 0.1-0.2% aus Halbleitermetallen. Glas, Aluminium und andere Metalle werden wieder verwertet.
Die umstrittenen Photovoltaik-Module aus Cadmium-Tellurid werden in der Schweiz praktisch an keinem Ort eingesetzt. Bei sachgerechter Entsorgung haben aber auch diese Module eine hervorragende Ökobilanz.
Literaturrecherchen sowie eigene theoretische und messtechnische Untersuchungen des BAFU zeigen, dass Immissionen einer PV-Anlage gemessen an den Immissionsgrenzwerten der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) an den typischen Aufenthaltsorten von Menschen gering sind. Weitere Informationen
Selbstverständlich werden auch Häuser mit PV-Anlagen gelöscht. Feuerwehren wissen, wie solche Häuser gelöscht werden müssen. Erleichtert wird die Arbeit der Feuerwehren, wenn wichtige Anlagenunterlagen (wie z.B. Verschaltungspläne), in denen spannungsführende Leitungen erkennbar sind, der Feuerwehr zugestellt wurden. Dringend empfohlen wird zudem das Anbringen von Warnklebern im Eingangsbereich des Gebäudes, beim Wechselrichter und bei den Gleichstrom-Leitungen. Shop
Nein. Die Installation stromführender Anlagen erfordert jedoch immer eine sachgerechte Installation. Wichtig ist z.B. die fachgerechte und ordentliche Verlegung sowie Befestigung von Kabeln sowie die Verwendung hochwertiger und zulässiger Steckverbindungen.
Dank dem neuen Raumplanungsgesetz wird seit Mai 2014 für Solaranlagen in vielen Fällen keine Baubewilligung mehr benötigt. Es genügt eine Meldung bei der zuständigen kommunalen Behörde. Grundsätzlich hat dabei jeder Kanton seine eigenen Verfahren. Erkundigen Sie sich bei der Bauverwaltung ihrer Gemeinde. mehr
Eine standardisierte Solarwärmeanlage wie auch eine Photovoltaik-Anlage für ein Einfamilienhaus sind heutzutage in 2-3 Tagen komplett installiert.
Bei den Solarwärmeanlagen werden Kollektoren, Speicher und Solarkreiskomponenten meist im Set angeboten. Dies ist kostengünstiger und erleichtert dem Monteur die Arbeit. Auch Photovoltaik-Module, Solarkabel und Wechselrichter werden üblicherweise als Einheit geliefert und eingebaut.
Bei Solarwärmeanlagen werden zwei wärmegedämmte Rohrleitungen vom Kollektorfeld zum Heizungsraum verlegt. Bei nachträglichem Einbau werden diese entweder in einem freien Kamin oder Lüftungsschacht oder in einem separaten „Regen-Fallrohr“ an der Aussenwand verlegt.
Bei Solarstromanlagen werden Kabel von den PV-Modulen zum Wechselrichter und weiter zum Anschluss an das Stromnetz verlegt – eine einfache und von aussen kaum sichtbare Elektro-Installation.
Bei einer neuen Heizungsanlage mit solarer Warmwasseraufbereitung wird meist ein moderner Pufferspeicher als Energiezentrale eingebaut. Bei nachträglichem Einbau einer Solarwärmeanlage kann es von Vorteil sein, den bestehenden Warmwasserboiler als Zusatzspeicher in den Solarkreis zu integrieren.
Nein, bei Inbetriebnahme wird die Solaranlage vom Handwerker fachmännisch eingestellt, danach sind keinerlei Eingriffe mehr nötig. Solarwärmeanlagen und Solarstromanlagen laufen automatisch und sind meist mit einem Überwachungssystem ausgerüstet, das allfällige Fehler meldet.
Solarwärmeanlagen sollten alle drei Jahre auf Frostsicherheit geprüft werden. Dabei wird auch der pH-Wert der Solarflüssigkeit geprüft, um eine möglichst lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten. Am besten lässt sich dies zusammen mit der periodischen Überprüfung der Heizungsanlage erledigen.
Bei Photovoltaikanlagen empfiehlt sich alle zwei bis drei Jahre eine optische Kontrolle der Module (Verschmutzung, Modulschäden). Insbesondere flach liegende PV-Module sollten regelmässig von einer Fachperson gereinigt werden. Spritzen Sie ihre Panels nicht mit einem Wasserschlauch ab, denn es könnten sich Kalkablagerungen bilden, und das kalte Leitungswasser könnte auf den aufgeheizten Modulen zu Spannungsrissen führen. Im Falle einer reduzierten Stromproduktion der Anlage lohnt es sich, frühzeitig eine Fachperson beizuziehen. Diese kann durch Messungen an den Modulen und am Wechselrichter eventuelle Störungen erkennen und anschliessend beseitigen.
Alle marktgängigen Kollektoren und Module sind mit einem hochbelastbaren Solarglas ausgestattet, das auch schwerem Hagel standhält. Die Vereinigung kantonaler Feuerversicherungen führt ein Hagelregister mit geprüften Produkten. Als Schutz gegen Blitzschlag müssen die Kollektoren und die PV-Module an einen allenfalls vorhandenen Blitzschutzableiter des Hauses angeschlossen werden. Die Installation einer Solaranlage führt jedoch nicht zur Pflicht der Installation eines Blitzableiters.
Bei unsachgemässer Installation, mangelhaften Komponenten oder bei Tierverbiss der Kabel (z.B. durch Marder) kann die Gefahr eines elektrischen Kurzschlusses und damit eine Brandgefahr bestehen. Bei unsachgemässer Montage sind zudem Sturmschäden möglich. Gegen abrutschenden Schnee sind - wenn nötig - Schneefanggitter zu montieren. Die von Swissolar zertifizierten Solarprofis® sind Garanten für eine sachgemässe Installation mit geeigneten Komponenten.
Die Versicherungsdeckung ist von Kanton zu Kanton verschieden. Bei gewissen kantonalen Gebäudeversicherungen sind Schäden an Solaranlagen automatisch mitversichert. Klären Sie bei Ihrer Versicherung ab, ob die Solaranlage separat versichert werden muss.
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Fragen Sie Ihren Installateur nach einer Solaranlage. Eine Übersicht über Installateure, die sich für Solaranlagen qualifiziert haben, finden Sie in der Liste «Die Solarprofis®».
Nutzen Sie den Offertvergleich von EnergieSchweiz.
Eine Übersicht über die Solarförderung von Bund und Kantonen finden Sie hier.
Weitere finanzielle Fördermöglichkeiten im Energiebereich finden Sie hier.
Weitere Informationen: Broschüre „Wärme und Strom mit der Kraft der Sonne“ (PDF)