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Hautkrebs durch Besuche im Solarium - stimmt das?
Hautkrebs entsteht durch UV-Bestrahlung, das ist bekannt. Dass künstliches Bräunen ebenfalls Hautkrebs verursachen kann, wissen immer noch zu wenige Leute, wie Amerikanische Forscher des Cancer Center der University of Colorado schreiben.

Solariumbesuche fördern
das Hautkrebs-Risiko

In den 60-er Jahren veranschaulichten Wissenschaftler anhand der sogenannten Bradford-Hill-Kriterien den kausalen Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs. Seither ist sowohl die Anzahl der Raucher als auch die Zahl der Lungenkrebspatienten weltweit gesunken.
Die Forscher am Cancer Center der University of Colorado wünschten sich, dass hinsichtlich Hautkrebs und Solariumbesuchen dasselbe passiert.
Dazu untersuchten sie, welche dieser Kriterien der These ''Hautkrebs durch Solarium'' zugeschrieben werden könnten. Die Forscher sind sich sicher, falls sie sich damit Gehör verschaffen können, würde dies die Hautkrebsstatistik deutlich positiv beeinflussen.
Plausible Erklärungen zu Zusammenhängen zwischen Hautkrebs und UV-Strahlung
- Studien hätten gezeigt, dass Solariumbesuche das Hautkrebsrisiko um 16% erhöhen.
- Weitere Untersuchungen hatten gezeigt, dass Solariumbesuche in allen Gruppen und Nationalitäten dasselbe Hautkrebsrisiko darstellen.
- UV-Strahlung verursacht Hautkrebs und bei Solariumbesuchen ist die Haut verstärkt
gebündelten UV-Strahlen ausgesetzt.
- Je mehr UV-Strahlung aus der Sonnenbank die Haut ausgesetzt ist, desto höher ist das Risiko für ein Melanom (schwarzer Hautkrebs), was zur nächsten These führt:
- Je öfter ein Solarium aufgesucht wird, desto grösser ist das Melanomrisiko.
- UV-Strahlen verändern die DNA der Haut, weshalb sich Zellen bösartig verändern können, was zu Hautkrebs führt.
- Der Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Hautkrebs wurde sowohl in Bevölkerungsstudien als auch in Laborstudien etwa gleichwertig belegt.
- Um das Hautkrebsriskio durch Solariumbesuche wissenschaftlich zu belegen, musste auf Tierexperimente und auf menschliche Daten aus der Vergangenheit zurückgegriffen werden. Experimente an Menschen seien nicht verantwortbar: Man könne wohl kaum jemanden zur Sonnenbank bitten, um zu schauen, ob sich Hautkrebs entwickelt. Dieser Umstand werde aber häufig von der Industrie ausgenutzt, die behauptet, es fehle an wissenschaftlichen Belegen hinsichtlich der Kausalität zwischen Hautkrebs und Solariumbesuchen.
- Wer bereits eine genetische Veranlagung für Hautkrebs besitzt, steigert mit Solariumbesuchen und anderen UV-Bestrahlungen das Risiko noch zusätzlich.
Die Haut vergisst nie – bereits ein Sonnenbrand ist einer zu viel
Beim Sonnenbrand handelt es sich um eine akute Entzündung der Haut mit Rötung, Schmerzen, Juckreiz und gelegentlich Blasenbildung. Die Rötung ist streng auf die lichtexponierten Bereiche beschränkt. Tief in den Zellen befindet sich die DNS, eine Art Computerprogramm für die Zellfunktion. Bei jedem Sonnenbrand, auch bei nur oberflächlichen Rötungen, werden diese lebenswichtigen Informationsketten unterbrochen. Bis zu einem gewissen Mass kann der Körper die DNS noch reparieren. Wird der Schaden grösser, kann langfristig an diesen Stellen Hautkrebs entstehen.
Wie Sie Sonnenbrand vorbeugen oder einen Sonnenbrand behandeln, lesen Sie hier >>
Mehr zum Thema:
Pressemitteilung des University of Colorado Cancer Centers, netdoktor.de, Mediscope
04.05.2015 - dzu