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Mathew Hayman gewinnt eine spektakuläre Austragung des Frühlingsklassikers Paris – Roubaix. Für Fabian Cancellara endet die «Königin der Classiques» mit einer schmerzvollen Enttäuschung.
Was für ein Rennen! Die 114. Austragung von Paris – Roubaix hielt, was man sich von ihr versprochen hatte. Und sie endete mit dem zweiten Sieg eines Australiers. Nach Stuart O'Grady triumphierte im Sprint einer Fünfergruppe Mathew Hayman, Teamgefährte des Thurgauers Michael Albasini bei Orica-GreenEdge.
Der bald 38-jährige Hayman setzte sich in einem packenden Finish gegen den vierfachen Sieger Tom Boonen durch. Dritter wurde der Brite Ian Stannard. Für Hayman ist der sensationelle Triumph der mit Abstand wichtigste Sieg seiner Karriere.
Fabian Cancellara konnte nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen. Der dreifache Sieger in der «Hölle des Nordens» knallte knapp 50 Kilometer vor dem Ziel aufs Kopfsteinpflaster. Cancellara war gemeinsam mit Peter Sagan und anderen Fahrern dabei, zu einer Spitzengruppe um Tom Boonen und Vanmarcke aufzuschliessen.
Cancellara stieg trotzdem nicht ins Auto, sondern fuhr das Rennen zu Ende. Mit mehr als sieben Minuten Rückstand kam er ins Ziel, wo er sich winkend von seinen Fans verabschiedete. Als 40. war er dennoch der bestklassierte Schweizer – und er stürzte auf der Ehrenrunde ein zweites Mal an diesem Tag.
Das Rennen wurde bereits bei Rennhälfte, über hundert Kilometer vor dem Ziel, sehr spannend. Nach einem Sturz wurden Cancellara und Sagan, die beiden meistgenannten Favoriten, aufgehalten. Boonen ergriff die Chance und da er mehrere Helfer bei sich hatte, drückte der Belgier aufs Tempo und riss eine Lücke von rund einer Minute auf.
Für Fabian Cancellara endete der Abschied von den Kopfsteinklassikern damit mit einer herben Enttäuschung. Ihm bleibt der Trost, dass er im Velodrom von Roubaix in seiner Karriere drei Mal jubeln durfte. (ram)