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An exercise in mental arithmetic: in 1923, following the winning competition project by Otto and Werner Pfister, Enge train station in Zurich would have cost 1 700 000 Swiss francs, the SBB estimated the cost of a “practical project” at around 800 000 francs. Thus “pure and applied beauty” was worth 700 000 francs or 46 per cent to them, an enraged Mart Stam wrote in the magazine ABC. According to Stam’s socialist logic this sum could have been used for the common good. For instance in the form of “the loveliest square metres of automobile highway”(!).
In the field of building today the relationships are the other way around. Those who, after the umpteenth round of savings cuts, still manage to reduce the building clients’ or investors’ return by one percent regard themselves as fortunate. This one percent is then quickly spent on a somewhat more coarse grain render, larger windows or better balcony railings. Architecture gives the general public beauty; this does not represent more than just a very thin coat for earning money. The additional value generated by building rarely benefits those that need it most, the residents or the users. Therefore why not simply build more cheaply?
Where the additional value created in this way is not added to the return, it becomes interesting. It can be converted into social or architectural capital (in the best of cases into both). However, joint capital does not arise by itself, and economizing alone is not enough. Each of the examples presented in this issue is the result of a special commitment that had to initiated, consolidated and developed in what was often a lengthy process. Negotiation processes require social resources. And such “investments” are also indispensable for successful architecture.
Most of the examples shown in this issue have in common the logic of the niche. To ensure that a conceptual added value is achieved there has to be a lack of more profitable alternatives, or the site has to be removed from the reach of the market in some other way. The result can be that housing unexpectedly becomes affordable and offers more than “pure and applied beauty”. Also in the lower, single figure per cent area.
Wer wenig Miete zahlt, gewinnt Freiheit, sein Leben zu gestalten und genau die Dinge zu tun, die darin wichtig sind. Das rechtfertigt den Verzicht auf Fläche und Komfort – doch warum bietet der Markt so selten wirklich preiswerten Wohnraum an?
Das Areal der traditionsreichen Bindfadenfabrik Zwicky liegt tief in der Agglomeration, eingezwängt von Strassenkreuzungen, Tram- und Bahnviadukten. Wie ist die Idee gemeinschaftlichen Wohnens und Arbeitens hier gelandet? Funktioniert Partizipation im Alltag auch mit Menschen, die sie nicht eigens gesucht haben? Eine Reportage aus der mehrfach preisgekrönten Überbauung zwischen Dübendorf und Wallisellen von Schneider Studer Primas Architekten, in der Wohnen und Arbeiten zusammenkommen.
Die schweizerisch-niederländische Architektengemeinschaft Haratori/Winhov nutzte Erfahrungen aus der Schweiz, um auf dem Campus von Eindhoven ein fast unschlagbar kostengünstiges Haus für Studierende zu realisieren. Die schwere Vorfabrikation erlaubt nicht nur eine tektonische Gliederung der Fassade, sondern lässt auch im Inneren mehr Raum. Neben den üblichen Studios wurden Wohngemeinschaften und Aktionsräume möglich.
In Winterthur-Dättnau hat Jakob Steib ein Projekt zwanzig Jahre nach dem Wettbewerb fast unverändert realisiert. Das bietet Anlass zu einem Gespräch mit dem jungen Kollegen Johann Reble über die Zwänge und Freiheiten im preiswerten Wohnungsbau, wo scheinbare Kleinigkeiten ins Gewicht fallen – und über Entwurfsziele damals und heute.
Im engen Dorfkern von Domat-Ems möchte eigentlich niemand wohnen – ausser er erhält dafür mehr Wert als auf der grünen Wiese. Der Architekt Raphael Zuber widersetzte sich der alltäglichen Praxis von Angebot und Nachfrage und setzte auf die Karte Architektur. Mit billigen Materialien schuf er ein Wohnhaus, das im Rauschen des Gewöhnlichen ringsum einen besonderen Ort auszeichnet.
Ersatzneubauten sind ein Motor der Erneuerung im Wohnungsbau, doch mit ihnen verschwindet immer auch erschwinglicher Lebensraum. Mit der Instandsetzung einer Zürcher Wohnsiedlung zeigen Fahrländer Scherrer Architekten, dass es Alternativen gibt. Die Sanierung ist kaum sichtbar – und dank einer geschickten Rochade wurden geräumige Wohnküchen geschaffen – das alles für wenige hundert Franken Mietaufschlag.
Hochhäuser überall und ohne besondere gesetzliche Einschränkungen? In der von uns lancierten Debatte plädiert der Städtebauer Christian Blum für die sorgfältige Setzung hoher Bauten.
Das Siegerprojekt der ARGE Steib Geschwentner und Tobler Gmür erklärt den Innenhof zum belebten Zentrum der Hochhausbebauung am verkehrsreichen Luzerner Bundesplatz. Ansätze zu einem grossstädtischeren Ausdruck der Überbauung werden auf die Plätze verwiesen.
Das Bauhandwerkerpfandrecht wirkt auch, wenn die Bauherrschaft ihren Verpflichtungen bereits nachgekommen ist. Neu kann trotz der Unpfändbarbarkeit von Gemeindegrundstücken eine verbindliche Bürgschaft der Gemeinde eingefordert werden.
Zwischen Politik, Organisation und Architektur: Florian Heilmeyer präsentiert drei praxisnahe Publikationen zum preiswerten Wohnungsbau und Roland Züger empfiehlt intellektuelle Fingerübungen eines internationalen Architektennetzwerks.
In Antwerpen zeigt das Vlaams Architectuurinstituut Projekte des Büros De Smet Vermeulen. Und in Weil am Rhein stellt das Vitra Museum Fragen zur künftigen Rolle des Roboters.
Der Wettbewerb «Erstling» für Architekturkritik geht in die zweite Runde. Tiago Borges aus Lausanne eröffnet die neue Serie mit Reflexionen über Pavillonbauten im Berner Wildermettpark von Camponovo Baumgartner Architekten.
Die Quartierschule Chandieu in Genf von Atelier Bonnet besetzt eine Lücke im radialen Grüngürtel, der nach dem Plan von Maurice Braillard die Innenstadt mit dem Umland verbindet.
Heizzentrale in Losone TI von Buzzi studio d’architettura, Locarno