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Bandleader Simon Fässler gibt mit seinen «Simi and the shy guys» am Freitag sein Abschiedskonzert.
Einfach mal weg von der Schweiz und von allem! Das sagte sich Simon Fässler und beschloss, ein Jahr nach Amerika zu reisen, um dort als Cowboy auf einer Farm zu arbeiten.
Lukas Schumacher: Sie singen als Bandleader bei «Simi and the shy guys». Wie sind Sie zur Musik gekommen?
Simon Fässler: Schon früh mein Vater spielte Ländlermusik und ich habe mit ihm zusammen gesungen. Nach verschiedenen Musikstilphasen bin ich schliesslich zur Country-Musik, Rockabilly und Rock'n'Roll gekommen. Das ist mir dann auch geblieben.
Wie haben Sie das Singen erlernt?
Ich habe es nicht wirklich gelernt, sondern einfach zu der Musik, die ich gern höre, dazugesungen. Es klang dann gar nicht so schlecht.
Was bedeutet es für Sie, Musik zu machen?
Mich selbst zu verwirklichen. Es ist nichts gespielt, es ist genau das, was mir gefällt. Wir spielen auch nur jene Lieder, die wir mögen.
Das Konzert am Freitag wird das letzte dieses Jahres sein, da Sie für ein Jahr nach Amerika reisen. Wohin geht es genau und was machen Sie dort?
Ich werde nach Iowa in ein kleines abgelegenes 200-Seelen-Dorf reisen. Dort werde ich als Cowboy auf einer Farm arbeiten. Die Farm ist unvorstellbar gross. Eine Bäckerei, Metzgerei und ein Restaurant gehören zum Beispiel dazu. Es ist ein Familienbetrieb, der sich selbst versorgt.
Was genau werden Ihre Aufgaben als Cowboy sein?
Es gibt Verschiedenes zu tun. Wenn ich dort ankomme, ist gerade Kälberzeit und ich muss mich um deren Aufzucht kümmern. Später werde ich auch die Felder mit grossen Maschinen bearbeiten.
Kann man die Arbeit dort mit der des typischen Cowboys, den man von Filmen kennt, vergleichen?
Ja, es ist schon das typische Farmerleben, nur anstelle von Rössern hat man Quadbikes und Motorräder.
Werden Sie sich in Amerika weiterhin mit der Musik beschäftigen?
Ja, ich möchte die Zeit zum Lie derschreiben nutzen. Ich will lustige Lieder, welche über Frauen und über die guten Zeiten, die ich mit der Band hatte, schreiben. Auch über das Verreisen, wenn man mal «die Schnauze voll» hat. Die anderen Bandmitglieder sollen währenddessen Lieder komponieren und aufnehmen.
«Simi and the shy guys» wer sind die «shy guys» und wie kamt ihr auf den Namen?
Wir sind eine Gruppe von Kollegen aus der Region Einsiedeln und Ybrig, die gerne gemeinsam Musik machen. Zu den «shy guys» gehören Peter Annen, auch Piitsch genannt, Claudio Imhof, Urs Kälin, in Einsiedeln als «Süüri» bekannt, und Reto Effinger. Der Name ergab sich aus unserem ersten Auftritt bei einem grossen Geburtstagsfest. Ich forderte meine Bandmitglieder auf, auch mal etwas zu sagen, doch niemand wollte zum Publikum sprechen. Also meinte ich bei der Namenssuche, dass sie einfach «shy guys» seien.
Was erwartet die Besucher in der «Schanzä-Stubä» und wie blicken Sie auf Ihr erstes und letztes Konzert des neuen Jahres?
Die Besucher können sich auf sehr gute Musik und Unterhaltung freuen. Ausserdem haben wir noch einen «Special Guest». Christoph Fässler wird uns mit dem Klavier unterstützen. Das Konzert wird für mich sicher emotional, da ich an der Band und an dieser Musik hänge. Ich freue mich aber auch, nach Amerika zu gehen. Wir werden auf jeden Fall wie immer Vollgas geben. Foto: Lukas Schuhmacher
Einsiedler Anzeiger (Lukas Schumacher)
Autor
Einsiedler Anzeiger
Kategorie
- Musik
Publiziert am
Webcode
schwyzkultur.ch/jrpDZu