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Kurzlebige Musikgruppe von 1938 bis 1940, speziell für die Landesausstellung 1939 gegründet. Der Musikstil des Landi-Trachtenchörli war der damaligen Zeit entsprechend sehr volkstümlich. Das Chörli bekam seinen Namen, weil die meisten damals mitsingenden jungen Frauen noch Trachten besassen und der Chordirigent daher auf die Idee kam, dass das Chörli in Trachten einen attraktiveren Auftritt hätte. Aus Kostengründen trugen die jungen Frauen bei ihren Auftritten jeweils ihrer ganz persönliche Tracht. Dies erklärt denn auch, warum sie nicht einheitlich auftraten. Das Chörli war recht beliebt und einmal kam es auch kurz am Radio zu Ehren.
Ebenfalls löblich erwähnt wurde es in der Tagespresse. Dabei waltete der 56-jährige Jakob Wirz als Dirigent und seine 17-jährige Tochter Alice Wirz als Sängerin. Für später geplant war auch ihr Einsatz als Akkordeonistin. Hierzu schickte er sie später in eine Musikschule und komponierte eigene Musikstücke. Die Notenblätter hat Alice Wirz, spätere Berger-Wirz, noch bis weit in die 1950er Jahre aufbewahrt. Jakob Wirz wurde in dieser Zeit von grossen finanziellen Sorgen geplagt, da er sich selbständig machte und glaubte, sein Geld alleine mit Musik verdienen zu können. Das erwies sich dann um einiges schwieriger als gedacht, sodass er wieder in die Fabrik arbeiten gehen musste und nicht mehr die nötige Zeit hatte für sein Chörli. Nebenher war er auch noch Chordirigent bei einem Musikverein unweit von Örlikon.
Daher hat er das Chörli in der Folge bald nach Ende der Landesausstellung wieder aufgelöst. Von den übrigen Sängerinnen hat Alice-Berger-Wirz die Namen der Mitglieder bedauerlicherweise nirgends vermerkt, auch nicht auf der Rückseite der Foto. Glücklicherweise stiess Rudolf Oswald zufällig auf den Eintrag in der OGS. Er erinnerte sich, dass seine Mutter Eveline Oswald-Schmid in diesem Chörli mit sang. Sie ist allerdings auf der nebenstehenden Foto nicht dabei, was vermuten lässt, dass die Mitglieder dieses Chörli nicht immer vollzählig anwesend waren.
Die Familie Wirz wohnte damals noch in Örlikon an der Schwamendingerstrasse 52 (?), sodass zum Zeitpunkt des Auftritts des Landi-Trachtenchörli dieses eigentlich eine Örliker Angelegenheit war. Erst 1949 erfolgte der Umzug nach Seebach, mit kurzen Abstechern über Aussersihl (Militärstrasse) und Schwamendingen (Roswiesenstrasse).
Quellen: - OGS-eigene - Jakob Wirz - Alice Berger-Wirz - Rudolf Oswald