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Galalith (Kunsthorn, Milchstein) ist ein alter Handelsname für einen Casein-Kunststoff, der 1897 von Wilhelm Krische und Adolf Spitteler entwickelt wurde.
Galalith entsteht aus Casein und Formaldehyd durch Polykondensation. Galalith wurde bis etwa Mitte der 1930er Jahre in großen Mengen in Deutschland hergestellt. Hauptanwendung war zunächst die Herstellung von u. a. Knöpfen und Schmuck, später auch für die Isolierung elektrischer Anlagen, insbesondere in Waffensystemen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verlor Galalith durch die Entwicklung neuer, vollsynthetischer Kunststoffe immer mehr an Bedeutung, denn diese waren erstens billiger in ihren Grundstoffen (Erdöl statt Milch) und zweitens weniger bröckelig als Galalith.