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Natalie Peter
Herausforderungen der Nachlassplanung bei Geschäftsimmobilien
Workshop anlässlich des ISIS)-Seminars vom 28. November 2019 mit dem Titel «Steuerliche Aspekte der Nachlassplanung bei Grundeigentum».
Fall 1
Sachverhalt
Herr Hoch ist selbständig erwerbender Architekt. Er führt sein Architekturbüro als Einzelfirma unter der Firma Hoch Architekten. Seine Liegenschaft nutzt er zu 70% als betriebsnotwendiges Anlagevermögen und zu 30% als Familienwohnung. Karl, der Sohn von Herr Hoch, ist ebenfalls Architekt und arbeitet bei seinem Vater. Die Tochter arbeitet nicht im Architekturbüro.
Fragen: Steuerfolgen beim Versterben von Herr Hoch?
- Erben führen den Betrieb gemeinsam weiter
- Sohn führt den Betrieb alleine weiter
- Erben verkaufen das Architekturbüro
Frage
Karl erhält das Architekturbüro testamentarisch zu Alleineigentum zugeteilt. Ändert sich an der steuerlichen Behandlung im Vergleich zu 2. («Sohn führt den Betrieb alleine weiter») etwas?
Fall 2
Sachverhalt
Herr Hoch entschliesst sich, seine selbständige Erwerbstätigkeit zu reduzieren und in zwei drei Jahren ganz aufzugeben. Er überführt die Liegenschaft in sein Privatvermögen und verlangt den Steueraufschub i.S.v. Art. 18a DBG. Ein Jahr später stirbt Herr Hoch unerwartet.
Fragen: Steuerfolgen im Zeitpunkt des Erbfalls
- Erben führen den Betrieb nicht weiter
- Sohn führt den Betrieb alleine weiter
Fall 3
Sachverhalt
Herr Lange ist Bauunternehmer. Er hat während seiner 30-jährigen Tätigkeit verschiedene Liegenschaften selber gebaut und teilweise auch wieder verkauft. Per Todestag besitzt er vier Liegenschaften, welche zum Geschäftsvermögen gehören.
Fragen: Gemeinsame Übernahme der Liegenschaften durch seine Erben
- GV oder PV bei den Erben?
- Fortführung oder Aufgabe des Liegenschaftenhandels?
- Die Erben können sich nicht einigen, ob sie die Liegenschaften verkaufen wollen. Der Todestag von Herrn Lange jährt sich bereits zum fünften Mal.
Frage
Der Sohn von Herr Lange ist ebenfalls in der Baubranche tätig und hat besitzt bereits eigene Liegenschaften. Er übernimmt die vier Liegenschaften und findet die anderen Erben ab. Allfällige Steuerfolgen?
Variante
Herr Lange wandelt seine Einzelunternehmung zu Lebzeiten in eine Aktiengesellschaft um. Auch die vier Liegenschaften gehören neu der Aktiengesellschaft. Herr Hoch stirbt 3 Jahre seit der Umwandlung.
Fragen zur Variante
- Die Tochter und der Sohn teilen die Aktien je hälftig - Steuerfolgen?
- Die Tochter verkauft ihre Aktien nach 3-jähriger Haltedauer - Steuerfolgen?
Fall 4
Sachverhalt
Herr Brunner ist Alleinaktionär an einer Immobiliengesellschaft. Diese hält vier Mehrfamilienhäuser, welcher Herr Brunner selber verwaltet. Bei seinem Tod hinterlässt Herr Brunner seine Ehefrau und zwei Kinder. Die Erben teilen die Aktien entsprechend ihrem gesetzlichen Erbanspruch auf.
Frage
Was sind die Steuerfolgen?
Variante
Nach vier Jahren entschliesst sich die Tochter, ihre Aktien ihrem Bruder zu verkaufen.
Frage zur Variante
Was sind die Steuerfolgen?