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Wegen des fortdauernden Konfliktes an der Grenze zwischen dem Sudan und dem Südsudan sind seit vergangenem Juni fast 130'000 Menschen in die Nachbarländer geflohen. Die meisten von ihnen stammen aus den umkämpften sudanesischen Regionen Blauer Nil und Südkordofan.
Sie suchten im Südsudan und in Äthiopien Zuflucht, teilte das UNO-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) am Freitag mit. Jedoch seien beide Länder mit dem Zustrom völlig überlastet.
Die Vereinten Nationen erwarten, dass die Zahl der Flüchtlinge bis Ende des Jahres auf 185'000 steigen könnte. Sie riefen deswegen die internationale Gemeinschaft zu zusätzlichen Spenden in Höhe von 145 Millionen Dollar für die humanitäre Unterstützung der Flüchtlinge auf.
"Die Hilfen werden dringend benötigt, denn die Flüchtlinge müssen manchmal wochenlang laufen, um sich in Sicherheit zu bringen - ohne Lebensmittel und Wasser, und während sie im Busch leben", sagte UNHCR-Afrikadirektor George Okoth-Obbo.
Nach der Teilung des Sudans im Juli 2011 ist immer noch nicht klar, zu welchem Land die Grenzgebiete künftig gehören sollen. Immer wieder kommt es zu Gewalt. Dabei kämpft die sudanesische Armee gegen Rebellengruppen, die Verbindungen zur Partei SPLM (Sudanesische Volksbefreiungsbewegung) haben, die im Südsudan regiert. Ein geplantes Referendum, das zu einer friedlichen Lösung führen könnte, hat es bisher nicht gegeben.