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In der buddhistischen Literatur spielt Subuthi oft die Rolle dessen, der dem Buddha zu Beginn einer Versammlung eine Frage stellt. Denn in der Regel gab der Buddha nur Erklärungen oder Lehrreden, wenn er danach gefragt wurde. Einer der bekanntesten Dialoge zwischen dem Buddha und Subuthi findet sich im Diamant-Sutra, dem Sutra vom Diamanten, der alle Illusionen durchschneidet.
An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass man das Vimalakirti-Sutra mit einer Prise Humor und einem guten Mass an Menschenkenntnis lesen sollte. Wenn man glaubt, die Schüler Buddhas wären nach ihrer Begegnung mit Vimalakirti allen Ernstes beleidigt oder eingeschnappt gewesen, dann verpasst man die Schönheit und Botschaft dieses Sutras.
Wer heutzutage Zen studiert, kommt nicht am Urvater Bodhidharma (jap. Bodaidharuma, gest. 525 od. 532) vorbei. Im fernen Osten kennt ihn jedes Kind. Vielleicht nicht so sehr als Gründer des Zen, sondern als Gründer der Kampfkunst Kung Fu, welche er im berühmten Tempel Shaolin entwickelt haben soll. In den künstlerischen Darstellungen des fernüstlichen Zen-Buddhismus nimmt Bodhidharma eine ähnlich zentrale Stellung ein, wie der Buddha selbst. Man erkennt ihn sofort an seinen weit offenen, starr blickenden Augen und seinem mächtigen Vollbart. Diese beiden Merkmale machen ihn unverwechselbar.