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Das sind die gebräuchlichsten Vornamen in der Schweiz. Allerdings ist die Reihenfolge von Region zu Region unterschiedlich.
Die Zahl der Neugeborenen hat 2005 in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen.
Leonie und David sind in der Deutschschweiz die beliebtesten Vornamen. 269 im Jahr 2005 geborene Mädchen wurden Leonie und 319 Buben David getauft. Die 2004 noch häufigsten Namen Lea und Luca rutschten letztes Jahr auf der Rangliste nach unten.
Hinter Leonie folgen in der vom Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag veröffentlichten Vornamen-Hitparade 2005 Anna, Lara, Laura, Julia und Nina. Der 2004 und 2003 noch am häufigsten vergebene Name Lea rutschte auf den zwölften Platz zurück.
Luca auf dem fünften Platz
Die nach David beliebtesten Buben-Vornamen waren 2005 Noah, Joël, Tim, Luca und Simon. Luca war nach Angaben des BFS acht Jahre lang, nämlich von 1997 bis 2004, der in der Deutschschweiz am meisten gewählte Vorname. In der neuesten Rangliste landete Luca nun auf dem fünften Platz.
In der Romandie war Emma (169 Nennungen) der beliebteste Vorname für Mädchen. Léa, von 1998 bis 2003 am häufigsten, schaffte es wie 2004 auf den zweiten Rang. Bei den Knaben wurde neu Théo (118 Nennungen) Spitzenreiter, dicht gefolgt von Luca und Noah.
In der italienischsprachigen Schweiz verdrängten Sara und Mattia die Vornamen Giulia und Matteo von den vordersten Listenplätzen. Und in den romanischsprachigen Gebieten, in denen die Statistik wegen der geringen Geburtenzahl stark schwankt, waren 2005 Laurin und Jana am häufigsten.
Geschmäcker variieren von Kanton zu Kanton
Die Geschmäcker der Eltern sind in der Deutschschweiz je nach Kanton verschieden. In Zürich waren Nina, Sara und Lara die beliebtesten Mädchennamen, in Bern dagegen Anna, Leonie und Jana.
Zürcher Buben hiessen 2005 am häufigsten Tim, Jan oder Joël, Berner Knaben dagegen Joël, Luca oder Lars.
Der Aargau wiederum war bei den häufigsten Knaben-Vornamen mit David, Joël und Luca nahe am Schweizer Durchschnitt. Bei den Mädchennamen zeigte er mit der Vorliebe für Lea, Anna und Chiara mehr eigene Vorlieben.
Und Basel-Landschaft ist nicht gleich Basel-Stadt: Die Eltern in der Stadt nannten ihre Mädchen am häufigsten Anna, Lara, Lynn, Mia oder Sarah, die Landschäftler bevorzugten Lara, Leonie und Julia.
Baselstädtische Knaben hiessen am häufigsten David, Luca oder Samuel, die Knaben aus dem Baselbiet Noah, Tim oder David.
Nach Angaben des BFS wurden im letzten Jahr 72'903 Geburten registriert. 35'334 der Neugeborenen waren Mädchen und 37'569 Knaben. Ein Jahr zuvor waren in der Schweiz 73'082 Kinder zur Welt gekommen.
swissinfo und Agenturen
In Kürze
In der Schweiz müssen Geburt und Namen der Kinder spätestens drei Tage nach der Geburt ins Zivilstandsregister eingetragen werden. Dabei müssen sämtliche Vornamen gleichzeitig angegeben werden. Nachträglich darf kein Namen mehr eingetragen werden.
Anstössige oder widersinnige Vornamen oder solche, die allein oder zusammen mit anderen das Geschlecht des Kindes nicht eindeutig erkennen lassen, werden zurückgewiesen. Totgeborene Kinder erhalten keine Vornamen.
Mädchennamen für einen Knaben und umgekehrt dürfen in der Schweiz nicht eingetragen werden, ferner Vornamen, welche die Interessen des Kindes oder Dritter verletzen würden.
Vornamen, die zwar diskutabel, jedoch weder lächerlich noch anstössig sind und keine Interessen verletzen, müssen Zivilstandsbeamte im allgemeinen anerkennen auch wenn es deren persönlichem Geschmacksempfinden nicht entspricht.