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Der Name des Areals geht auf die Berner Maschinenfabrik WIFAG zurück, die nach erfolgreichen Jahrzehnten im Zuge der Jahrtausendwende ins Strudeln geriet und 2011 ihren Betrieb einstellen musste. Sie wurde 1904 als Winkler, Fallert und Cie. gegründet, betrieb Handel mit Maschinen und Utensilien der grafischen Branche und dislozierte 1912 aus der Berner Innenstadt in den Neubau im Wylerring. Schon bald entwickelte die WIFAG selbst Maschinen, was später zu ihrem (Export-)Schlager werden sollte.
Der Erste Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise 1929 setzten der WIFAG zu. Mehrfach drohte deren Liquidation. 1941 übernahm der Sanierer Otto Wirz den Patienten. Erst das Kriegsende 1945 brachte Besserung, weil die Nachfrage nach Rollenoffset-Druckmaschinen stark zunahm. Die folgenden Jahrzehnte wurden zu den einträglichsten der Firmengeschichte. Dank Währungsgewinnen häufte die WIFAG Reserven an, dank denen sich manche Krise erdauern liess. Teilweise wurden Aufträge angenommen, die nicht kostendeckend ausgeführt werden konnten.
In den Spitzenzeiten beschäftigte die WIFAG-Polytype-Gruppe bis zu 1500 Arbeiterinnen und Arbeiter. Nach dem Tod des in der Stadtberner Politik und Wirtschaft einflussreichen Otto Wirz 1976 übernahm dessen Tochter Ursula Wirz das Familienunternehmen. Bereits damals war von einer «Zeitungskrise» die Rede, die Druckmaschinen-Branche kämpfte in den 1970-er Jahren gegen Überkapazitäten.
Obschon sich die Auftragslage wieder besserte und die WIFAG nach 1990 mit Ursula Wirz Innovationskraft bewies, stellten nach dem Jahrtausendwechsel die Digitalisierung im grafischen Gewerbe und der Wandel in der Mediennutzung die WIFAG vor erhebliche Herausforderungen. Die Verkettung der Finanz-, Wirtschafts- und Strukturkrise versetzten der WIFAG schliesslich 2010 den schnellen Todesstoss.
Mitten in schweren Zeiten erlag die Patronin Ursula Wirz 2007 einem Krebsleiden. Die Juristin wurde von allen «Fräulein Doktor» genannt, sie wollte das so, weil sie «nicht ein zweites Mal heiraten» konnte, wie sie Vertrauten gesagt haben soll. Die erste Heirat war diejenige mit der WIFAG.
2010 fand sich in der Person von Markus Liebherr ein Käufer. Dessen MALI International AG wollte in den Produktionshallen der WIFAG Getriebe für Traktoren und Geländemaschinen herstellen, wodurch die WIFAG wenigstens 150 Arbeitsstellen zu retten vermochte. Kurz nach dem Kauf starb jedoch Markus Liebherr, 2011 war der WIFAG-Betrieb in Bern Geschichte.