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Die dynamische Differenzkalorimetrie (DSC) ist ein weit verbreitetes Verfahren der thermischen Analyse. Mit der DSC lassen sich thermodynamische und kinetische Eigenschaften verschiedenster Stoffe bestimmen. Unter anderem können mit dem DSC Schmelz-, Umwandlungs-, Zersetzungs- und Vernetzungsenthalpien sowie deren genaue Temperaturlage bestimmt werden. Ebenfalls können spezifische Wärmekapazitäten eines Stoffes in Abhängigkeit der Temperatur gemessen werden.
Phasenübergänge sind immer mit Enthalpieänderungen verbunden. Das Prinzip des DSC-Verfahrens beruht auf der Ermittlung von dessen Enthalpieänderungen. Die zu untersuchende Probe (ca. 5-20 mg) wird zusammen mit einer thermisch inerten Referenzsubstanz einem zeitlinearen Temperaturprogramm unterworfen, wobei sowohl Temperaturerhöhungen als auch Temperaturerniedrigungen möglich sind. Das Auftreten von Enthalpieänderungen in der Probe ist immer mit einer Temperaturdifferenz zwischen Probe und Referenz verbunden, die durch zwei gegeneinander geschaltete Thermoelemente gemessen wird. Die daraus resultierende Thermospannung ist proportional dem Wärmestrom zur Probe. Durch die Integration des Wärmestroms über die Zeit kann die Enthalpieänderung der Probe bestimmt werden.