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Im Jahre 2020 lancierte FoE Japan das Projekt «Fukushima Mieruka», das Auswirkungen der Atomkatastrophe von Fukushima sichtbar machen will.
Die internationale Umwelt-NGO berichtet im Rahmen des Projekts über die Situation der Geflüchteten aus Fukushima und umliegenden Präfekturen, indem sie verschiedene Studien zitierte.
Das japanische Parlament hat vor zehn Jahren ein Gesetz zur Unterstützung der Betroffenen vom Atomunfall verabschiedet. In der Tat sei diese jedoch sehr bescheiden, kritisiert FoE Japan in ihrer Website. Gemäss Untersuchungen wurden zum Beispiel verschiedene finanziellen Hilfeleistungen zum Wohnen kontinuierlich abgeschafft.
Von japanischen Medien waren auch zu erfahren, dass diejenigen, die ausserhalb der Evakuierungszonen gewohnt hatten und trotzdem ihren Heimatsort verliessen, sich in einer grösseren Notlage befinden. Heute leben sie oft isoliert und Entschädigung bekamen sie nur wenig. Viele Ehepaare liessen sich scheiden oder der Vater lebt allein, um zu arbeiten.
Für viele Geflüchteten ist auch schwierig, eine feste Stelle zu finden. Eine Studie von 2020 zeigt, dass die finanzielle Situation der alleinstehenden Mutter sich inzwischen drastisch verschlechtert hat, dazu trug auch die Pandemie bei.
Die NGO zitiert auch einen Bericht der Prüfungsausschuss der Präfektur Niigata vom Januar 2021 über Auswirkungen des Atomunfalls auf die Gesundheit und das Leben: Durch das sich lange hinziehende Leben als Flüchtling entstanden unterschiedliche „Verluste“ und „Trennungen“, so dass es nicht einfach wurde, das Sozialleben und die menschliche Beziehung von vor dem Unfall wiederzugewinnen; Die Geflüchteten bringen viele Opfer und verloren Stellen, Lebenssinne und Beziehungen. Die allein mit ihren Kindern lebende Mütter leiden an Schmerzen, die durch das Gefühl der Isolation oder die Umsiedlung verursacht wurden, sowie am schlechten körperlichen und geistigen Befinden. Jede Familie erfolgte die Zufluchtsaktion als die Folge der vernünftigen Entscheidung, man sollte für diese Wahl genügend Verständnis zeigen. Der Bericht wies auch hin, dass auch Gebliebenen durch die Angst vor gesundheitlichen Schaden durch Strahlung zum Risiken meidenden Verhalten gezwungen sind, und dadurch sinkt die Lebensqualität.
Der Staat, der die Atompolitik vorangetrieben hat, ist verantwortlich, die Situation der Geflüchteten zu erfassen und das Rechts-, Organisation- und Ausfüllungssystem zur Unterstützung der Betroffenen aufzubauen, fordert FoE Japan.