Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03640.jsonl.gz/1037

50'000 zu ihm, 250'000 zu ihr.
Meg Whitman hat heute um 15 Uhr 30 als Chefin eines ganz "neuen" Unternehmens die Ehre, die Eröffnungsglocke an der New Yorker Börse läuten zu dürfen. Heute ist der erste Tag, an dem die Aktien ihres Unternehmens Hewlett Packard Enterprise unter dem Kürzel HPE an der Börse gehandelt werden. HP Inc., das zweite aus der Trennung von HP hervorgehende Unternehmen, wird das traditionelle Kürzel HPQ behalten.
Entsprechend haben die beiden Companies nun auch eigene Webseiten. HP Inc. hat nicht nur die alte Domain
und ein neues Logo, aber noch keine so richtig knackig kurze Selbstbeschreibung.
Vor dreizehn Monaten wurde die Sache beschlossen
, seit zwölf Monaten war die Trennung intern im Gang. Eigentlich eine sehr kurze Zeit, wenn man bedenkt, dass die Scheidung von nur zwei Menschen - inklusive Güterteilung - oft Jahre dauert. Bei HP wurden über 300'000 Menschen auf zwei neue Unternehmen aufgeteilt. Rund 252'000 Leute arbeiten nun bei HPE, HP Inc. hat etwa 50'000 Mitarbeitende.
Obwohl nur ein Sechstel der Belegschaft bei HP Inc. arbeitet, hat dieser Bereich in den letzten zwölf Monaten mit ungefähr 57 Milliarden Dollar den grösseren Umsatz gemacht, als HPE mit seinen rund 53 Milliarden Dollar. Die Herausforderung für HP Inc. unter CEO Dion Weisler wird es sein, seinen Marktanteil im Printergeschäft, das weiterhin viel Geld abwirft, zu halten und gleichzeitig im hart umkämpften PC- und Imaging-Bereich zu wachsen. Ein Vorteil der Trennung für HP Inc. ist, dass das vom Printer- bzw- Toner- und Tintengeschäft generierte Bargeld nun nicht mehr in andere Unternehmensbereiche wandert. Weisler hat angekündigt, dass er einerseits den Umsatzanteil, der in Forschung- und Entwicklung fliesst, erhöhen will. Ein weiterer Teil des Gelds soll für eine Erhöhung der Dividenden verwendet werden.
Meg Whitmans Hewlett Packard Enterprise muss versuchen, im Rechenzentrums-Infrastrukturgeschäft neue Kunden und Marktanteile zu gewinnen. Das Unternehmen ist im klassischen Server-, Storage- und Netzwerkgeschäft gut aufgestellt, hat aber gerade seinen Versuch, auch einen eigenen Public-Cloud-Service zu betreiben, eingestellt
. (hjm)
(Fotos: HP)