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Der Knoblauch (lat.: Allium sativum) ist nicht nur ein Gewürz, sondern auch eine Heilpflanze.
Der Stengel, welcher aus der Zwiebelpflanze entsteht, kann bis zu 0,7m hoch werden. Der Knoblauch entstammt der Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae) und besitzt halbkugelige Scheindolden, aus denen nur wenige weißlich bis rötlich 3mm lange Blüten entstehen, die sich in der Zeit von Juni bis August zeigen.
Die organischen Schwefelverbindungen (Alliin, Propenylalliin) sowie Glutamylpeptide, Steroid- und Triterpensaponine, Lecitine, Polysaccharide und Spurenelemente wie Selen wirken antibakteriell, antithrombotisch, lipidsenkend, antiviral und krampflösend.
Als pflanzliches Arzneimittel wird der Knoblauch unter anderem bei Störungen der Blutfettwerte und zur Vorbeugung von Arterienverkalkung (Arteriosklerose), aber auch bei Bluthochdruck und verschiedenen Infektionen, empfohlen.
Geschichte:
Der Knoblauch ist eines der ältesten Heilmittel der Menschheit. Er wird ca. seit dem 2. Jahrtausend vor Christus in Ägypten kultiviert. Nach Europa gelangte er durch die Griechen und später durch die Römer.
Dioskurides beschrieb die Knolle in der Antike nicht nur als ein wurmtreibendes und diuretisches Mittel, sondern auch als ein Mittel bei Zahnschmerzen, bis heute wird dieser Brauch in vielen ländlichen Gegenden durchgeführt.
In der Volksheilkunde setzte man ihn ein zur Antreibung der Wehen, oder auch gegen die Gelbsucht.
Im Mittelalter nutzte man ihn, wegen seinem starken Geruch, zur Vertreibung gegen Geister, Vampire und Hexen.
Ausserdem wurde er bei einem regelmäßigen Verzehr zur Gesundheitsprophylaxe eingesetzt.