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Für Stan Wawrinka bedeutet der Erfolg über den Russen Medwedew, der noch am US Open die Weltrangliste anführte, ein Durchbruch. Seit Mitte Juni (und einem Sieg im Queen's Club gegen Frances Tiafoe) wartete Medwedew auf ein Erfolgserlebnis. In Metz gewann er schon mit dem Achtelfinaleinzug zum ersten Mal seit zwei Jahren drei Einzel in der gleichen Turnierwoche. Der verdiente Erfolg über Daniil Medwedew wird Wawrinka für die anstehenden Hallenturniere viel Selbstvertrauen verleihen.
Wawrinka besiegte Medwedew verdientermassen, weil er schon im Tiebreak des zweiten Satzes (bei 6:5) einen ersten Matchball hatte. Später verspielte Wawrinka auch im dritten Satz eine 3:0-Führung, liess sich von den vergebenen Chancen aber nicht entmutigen. Mit dem dritten Matchball beendete der Schweizer die Partie.
Der Sieg über Medwedew ist Wawrinkas bedeutendster Sieg, seit er vor zwei Jahren in Paris-Bercy in den Achtelfinals ebenfalls Daniil Medwedew besiegte, der schon damals die Nummer 4 der Welt war. Vier Einzel in der gleichen Turnierwoche gewann Wawrinka letztmals vor mehr als zwei Jahren, im August 2020 anlässlich des Challenger-Turniersiegs in Prag. Auf oberster Stufe überstand "Stan the man" am Australian Open im Januar 2020 letztmals vier Runden. Auch damals besiegte er in den Achtelfinals Medwedew, ehe er an Alexander Zverev scheiterte.
In den Viertelfinal gegen den 24-jährigen Schweden Mikael Ymer (ATP 100) startet Wawrinka nach dem Sieg über Medwedew sogar als leichter Favorit.
Dass Wawrinka ausgerechnet in der Halle und ausgerechnet in Metz der Durchbruch nach schwierigen, komplizierten Wochen gelingt, überrascht. In Metz gewann er zuvor bei drei Teilnahmen nur ein einziges Einzel. Und "indoors" holte der dreimalige Schweizer Grand-Slam-Turniersieger in seiner ganzen Karriere bloss einen Turniersieg: 2015 in Rotterdam.
(sda)