Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03582.jsonl.gz/7

FreiburgGrossrat Louis Duc (MLB, Forel) hatte in einem Resolutionstext darauf hingewiesen, dass in der EU Bestrebungen im Gange sind, Tiermehl zur Verfütterung an Schweine und Geflügel wieder einzuführen. Mit all dem, was man in den 80er- und 90er-Jahren mit der BSE-Erkrankung bei den Rindern und den Auswirkungen auf Menschen erlebt habe, müsse man das verhindern. Tierische Schlachtabfälle hätten in der Nahrungskette keinen Platz mehr und müssten auch weiterhin verbrannt werden.
Grossrat Duc legte zusammen mit dem SVP-Kollegen Lossey dem Grossen Rat einen Resolutionstext vor, in dem dies unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wird. Der Staatsrat sollte diese Vorbehalte dann an Bundesbern weiterleiten. Doch das Kantonsparlament lehnte die Annahme der Resolution am Freitag mit 36 zu 29 Stimmen bei neun Enthaltungen ab.
«Zu unsachlich und emotional»
Für Fritz Glauser (FDP, Châtonnaye), Präsident des Freiburger Bauernverbandes, enthielt der Resolutionstext zu viele Übertreibungen, Verwechslungen von Begriffen und Widersprüche. Eine Annahme würde nur zur Verunsicherung der Verbraucher führen. Wie Glauser war auch Dominique Butty (CVP, Villariaz), Tierarzt, der Meinung, dass man es sich schlicht nicht leisten könne, die Hälfte der Biomasse einer geschlachteten Kuh einfach zu vernichten. Er stellte sich aber für eine allfällige Überarbeitung eines Textes zur Verfügung, der das Hauptgewicht auf die Nahrungssicherheit legt. wb