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Nicht besonders wärmeliebend, bevorzugt kühle, feuchte Lebensräume, auch lichte Wälder und Waldränder. Paarungszeit April bis Juni. Weibchen lebend gebärend, wirft im Spätsommer 5-8 Junge. In nördlichsten Gebieten Paarungszeit erst im Herbst, sodass Weibchen trächtig überwintern und Junge im folgenden Jahr geboren werden. Geschlechtsreife im dritten Lebensjahr. Nahrung: Ringelwürmer, Tausendfüßer, Spinnen, Insekten und andere Wirbellose. Wo Waldschläge zuwachsen, ohne dass neue entstehen, können Waldeidechsen höchstens an Waldränder ausweichen. Regional starker Rückgang durch Lebensraumverlust durch Zerstörung von Hecken oder Ödland, Veränderung der Waldnutzungsformen, z.B. Aufgabe Femelschlag (kleinflächige Auslichtung).
Mauereidechsen sind etwas größer als Waldeidechsen und besitzen einen schlankeren, flacheren Körper. Der Kopf der Mauereidechse ist spitzer und der Schwanz länger. Mauereidechsen können häufig an vertikalen Strukturen beobachtet werden, da sie sehr gute Kletterer sind. Waldeidechsen haben einen kleineren, zierlicheren Körper als Zauneidechsen. Zauneidechsen haben einen größeren, massigen Kopf und die Männchen besitzen zur Paarungszeit leuchtend grüne Flanken und Vorderbeine.
Gesamtlänge bis 16 cm.
Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch
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Waldeidechsen-Männchen können bei ausreichenden Temperaturen bereits Anfangs März beobachtet werden. Da sie jedoch oft auf ihre Tarnfarbe vertrauen und sich kaum bewegen, sind sie schwierig zu entdecken. Waldeidechsen bevorzugen schattigere Lebensräume als ihre Verwandten und befinden sich selten an der prallen Sonne zum Sonnenbaden. Ihre Sonnenbäder sind im Vergleich zu den anderen Arten zudem eher kürzer. Waldeidechsen sind "lebendgebärend", das heißt, die Eier wachsen im Mutterleib heran und die Jungtiere schlüpfen unmittelbar nach der Geburt aus der Eihülle, in seltenen Fällen sogar schon vor der Geburt. Die Mutter gebärt daher bereits vollentwickelte Jungtiere. Da das trächtige Weibchen mehr Wärme benötigt, können die Weibchen im Sommer häufiger beim Sonnenbaden entdeckt werden als die Männchen.
Waldeidechsen kommen auf bis zu fast 3‘000 Meter über Meer vor. In diesen höher gelegenen Standorten kann sie auch einmal an trockenwarmen Standorten vorkommen. In tieferen Lagen ist sie aber hauptsächlich in Waldlichtungen, Waldrändern und Mooren anzutreffen. Waldeidechsen sind eher selten in Privatgärten anzutreffen, sofern diese nicht an ein Waldgebiet grenzen.
Waldeidechsen kommen nur in Gärten vor, die im Verbund mit einem größeren Waldeidechsenlebensraum stehen. In solchen Gärten können Waldeidechsen durch die Erhöhung des Totholzbestandes und durch das Errichten von Versteckmöglichkeiten gefördert werden. Holz- oder Steinhaufen können den Eidechsen diese Versteckmöglichkeiten bieten. Naturnah bewirtschaftete Hecken bilden wichtige Lebensräume für die scheuen Eidechsen. Besonders geeignet sind Hecken mit einem breiten Krautsaum und Asthaufen oder Holzstapel. Allgemein ist die Erhaltung naturnaher Waldränder und Moore sehr wichtig für den Schutz der Waldeidechsen.
Zu den wichtigsten Gefahren für die Waldeidechsen zählen:
Lebensraumverlust: Durch den Verlust an Kleinstrukturen auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche, zum Beispiel durch das Eliminieren von Trockenmauern, Lesesteinhaufen, Gebüschen und Böschungen, gehen der Waldeidechse wichtige Lebensräume verloren. Ebenso werden durch das Zuwachsen des Waldes und die Verbuschung des Waldrandes die Lebensräume der Waldeidechse weiter eingegrenzt.
Pestizideinsätze: Der Einsatz von Insekten- und Pflanzengiften zerstört den Waldeidechsen die Nahrungsgrundlage.