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Inundation
(lat.), Überschwemmung, hervorgerufen durch Anstauung fließender Gewässer, wird im Feld-, vorzugsweise aber im Festungskrieg angewendet, um durch Vermehrung der Wassertiefe das Durchschreiten der Gewässer oder Festungsgräben unmöglich zu machen oder zu erschweren oder durch den Übertritt des Wassers auf größere Bodenflächen, namentlich vor der Angriffsfronte von Festungen, den Feind in der Erbauung von Batterien und Angriffswerken auf diesem Terrain zu hindern. Im Feld bewirkt man die Anstauung oder I. durch Anschüttung eines Dammes quer durch das Gewässer, in Festungen sind zu diesem Zweck meist permanente Anlagen, Schleusenvorrichtungen (batardeaux), vorhanden, die gleichzeitig eine Regulierung der Wasserhöhe gestatten. Solche Anstauung oder I. kann, wenn sie von hinreichender Wassertiefe und nicht zu umgehen ist, ein vorzügliches Annäherungshindernis sein, aber für eine belagerte Festung [* 2] durch die eintretende Versumpfung weiter Landflächen und die dadurch hervorgerufenen Krankheiten dem Verteidiger mehr schaden, als nützen. Bei Festungen mit Forts wird man deshalb die I. auf den Bereich vor den Forts beschränken.