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Völlig aufgelöst
Innert kürzester Zeit löst sich Styropor auf, sobald es mit Aceton in Berührung kommt. Eindrücklich ist dabei auch der «Sprudeleffekt». Er entsteht, weil die im Styropor enthaltene Luft entweicht und aufsteigende Blasen bildet. Das gängige Lösungsmittel Aceton kommt im Haushalt, aber auch zum Reinigen und Entfetten verschiedenster Oberflächen zur Anwendung. Es ist ungiftig, allerdings kann es sich leicht entzünden.
Beim Herstellen von Styropor werden Styrol-Polymerisate durch Treibmittel aufgeschäumt. Die so entstandenen zwischenmolekularen Bindungen werden durch das Lösungsmittel wieder zerstört. Zurück bleibt eine Substanz, die als Klebstoff dienen kann. Indem man entweder mehr Styropor auflöst oder zusätzliches Aceton dazu giesst, lässt sich die Viskosität des wasserbeständigen Klebstoffes verändern.
Neben Holz, Karton und Papier verbindet der Styroporkleber auch Materialien wie Gipskarton oder beschichtete Spanplatten, wie die Versuche im Video zeigen. Weiter funktioniert der Leim für Gummi oder Beton. Allerdings lässt sich damit kein Polystyrol, PVC oder Polyurethan verkleben. Diese Werkstoffe würden durch das im Kleber enthaltene Aceton aufgelöst. (hw)