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Rufe ich meine Kinder, hören sie mich meist nicht. Also rufe ich nochmals, nochmals, nochmals. Immer lauter, immer genervter. An einer Veranstaltung für Eltern an unserer Schule wurde das Phänomen beleuchtet. «Wege aus der Brüllfalle» lautete das Versprechen. Die Expertin sprach davon, dass Kinder wie von einer unsichtbaren Hülle geschützt seien, um in ihrem Spiel nicht gestört zu werden. Man könne sie aber gut erreichen, indem man sich auf ihre Welt einlasse und eine Brücke zu unserer baue.
Nun gut, denke ich. Versuchen wir es mal so. Der Kleine (2) spielt versunken mit Elefant und Katze; meine Rufe prallen an seiner Schutzhülle ab. Also sage ich: «Die Tierli haben Hunger.» Und siehe da: Er springt auf und rennt zum Tisch. Unterwegs holt er Plastikgeschirr für sie aus der Kinderküche. Dann teilt er seine Tomatenpasta mit ihnen und drückt sie kopfüber in ihre Tellerchen, bis Elefant und Katze ebenso rote Gesichter haben wie er. Der Grosse (7) beschafft weitere Plüschtiere und Tellerchen.
Und jetzt?