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Der Atlantikwald zog sich einst als grosses grünes Band von Brasilien über Paraguay nach Argentinien. Sein Verschwinden bedeutet das Aus für unzählige Tier- und Pflanzenarten. So kommen zum Beispiel 90% aller Amphibienarten und 50% aller Pflanzenarten des Atlantikwaldes nirgends sonst auf der Erde vor.
Paraguay verfügt noch über einen der letzten grossen Reste des Atlantikwaldes. Doch auch dieser letzte Flecken schwindet dramatisch. In Paraguay sind in einigen Regionen bereits 90 Prozent des Atlantikwaldes zerstört. Der Wald wird abgeholzt und abgebrannt, um Platz für Sojafelder zu machen. Damit geht eine einzigartige Artenvielfalt verloren - 90 Prozent aller Amphibien und die Hälfte aller Pflanzen des Atlantikwaldes sind endemisch, kommen weltweit also nur hier vor.
Die Entwaldung war lange Zeit legal. Erst eine WWF-Kampagne führte zum Umdenken. Mit TV-Spots und Inseraten warb der WWF für die Erhaltung dieses einzigartigen Naturschatzes, unterstützt von Pfadfindern und anderen Organisationen. Mit Erfolg: Im Dezember 2004 beschloss das Parlament von Paraguay, während zwei Jahren sämtliche Rodungen zu verbieten. Die Entwaldung sank in den folgenden sechs Monaten um 85%. Und im August 2005 schlossen Landeigentümer, Agrarunternehmen und die Regierung mit dem WWF einen Pakt zum Waldschutz. Darin verpflichten sie sich, die Waldfläche zu erhalten.