Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/2532

Eine Glasur, die während des Brennvorgangs von Steinzeug entsteht, wenn Kochsalz in den Ofen gestreut wird. Es verändert die Oberfläche der Keramik chemisch und bildet einen feinen Belag.
Brennverfahren, bei dem in der Endphase des Brandes Salz in den Ofen gegeben wird, was zur Ausbildung einer charakteristischen Glasuroberfläche führt. Gebrannt wird bei ca.1200°C.
Dekoration mit Farbpigmenten, die hohen Temperaturen widerstehen. Während dem Brennen verbinden sich die Farben mit dem Überzug / der Glasur. Die Palette der Schaffeuerfarben ist nicht sehr gross: Grün von Kupferoxyd, Blau von Kobald, Purpur von Mangan, Gelb von Antimon und Orange von Eisen.
Scharffeuerfarben (Metalloxide) überstehen ohne tiefgreifende Zerstörung ihres typischen Farbcharakters die hohen Temperaturen des Glasurbrandes bei 900 bis 1100°C. Die vier klassischen Scharffeuerfarben sind: Blau (kobalthaltig), Grün (kupferhaltig), Braun bis Violett (mangan- bzw. braunsteinhaltig) und Gelb (antimonhaltig). Farbtechnisch bewertet gibt es keine wirklich rein schwarzen bzw. roten Scharffeuerfarben. Entweder handelt es sich um hoch konzentrierte kobalt-, mangan- und/oder auch eisenhaltige Verbindungen bzw. Mischungen für Schwarz oder um niedriger zu brennende Eisenverbindungen für Rot. Der Vorteil der Scharffeuerfarben besteht in der nicht zu überbietenden Farbbeständigkeit. Farbmischungen sind allerdings nur begrenzt möglich. Bei Fayencen werden sie als Inglasurfarben auf die noch ungebrannte Glasur gemalt und im Glasurbrand fixiert. Beim Porzellan sind sie als Unterglasurfarben im Glasurbrand Temperaturen bis zu 1.400°C ausgesetzt.
Fachausdruck für gebrannten Ton ohne bestimmte Form und seine verschiedenen, jeweils typischen Eigenschaften (Härte, Dichte, optische Zusammensetzung, Farbe, Porosität etc.).
Engobedekoration der lederharten Ware mit Hilfe des Malhörnchens.
Erster Brand bei ca. 900°C, Durch den Brand verfestigtes Erzeugnis aus Ton.
Der Tonkörper wird so verfestigt, daß er zwar noch porös genug ist, um Glasuren aufzunehmen, jedoch nicht mehr wasserlöslich und formbar ist.
Gefässe die anlässlich von Schützenfesten als Prämie vergeben wurden. Sie können in Metall (Silber, versilbert, Zinn) oder in Keramik geschaffen sein. Schützenkannen aus Keramik haben meist die Form von Mostkannen.
Beim Trocknen oder Brennen entstehende Kontraktion von Formlingen. Differenz zwischen Ausgangsgrösse und Endgrösse wird in Prozent gemessen.
Dekorationstechnik zur Bearbeitung von Keramikoberflächen. Die Verzierungen werden mit einem Werkzeug in die Oberfläche gekratzt. (Italienisch sgraffiare = Kratzen)
Bezeichnung für die innere Fläche eines Tellers oder einer Platte. Der Spiegel kann gewölbt, flach oder gebuckelt sein.
Gebrannt bei ca. 1100°C, feiner, weiss-cremefarbener, poröser Scherben. Um die Wasserundurchlässigkeit des Scherbens zu gewährleisten, wurde dieser im 18. und 19.
Jahrhundert mit einer durchsichtigen, bleihaltigen Glasur versehen.
Steingut, von der Töpferfamilie Astbury Anfang des 18. Jahrhunderts in England entwickelt, wurde von dem Keramiker Josiah Wedgwood (1730-1795) verfeinert und verbessert. Seine porzellanartige, leichte Ware - zu Ehren der Königin Charlotte "Queensware" genannt - leitete ein neues Zeitalter der Keramik ein. Der Erfolg des billigen und widerstandsfähigen Steinguts war so gross, daß es seit dem späten 18. Jahrhundert die schwerere Fayence als Tafelgeschirr für weite Kreise der Bevölkerung ersetzte. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde auch das Steingut durch das inzwischen preiswerter gewordene Porzellan verdrängt.
Sehr harte, dichte, farbige Töpferware mit einem wasserundurchlässigen Scherben
Steinzeug wird aus einer Mischung von Ton und Gestein bei sehr hohen Temperaturen gebrannt (ca. 1250°C). Dabei schmilzt nicht der Ton, sondern die steinerne Substanz, die sich mit letzterem glasartig verdichtet. Obwohl weder weiss noch durchscheinend, ist das Steinzeug keramisch dem Porzellan verwandt. Das erste Steinzeug wurde im 4. Jahrhundert in China hergestellt, gelangte von dort in den Mittleren Osten und etwa im 14. Jahrhundert nach Europa. Die Hauptzentren der Steinzeugherstellung in Deutschland sind bis heute das Rheinland und der Westerwald.
Literatur:
Quellen: