Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03619.jsonl.gz/2573

Poschiavo liegt zwar auf rund 1000 Meter über Meer. Doch dank der Südlage und des relativ milden Klimas herrschen hier günstige Bedingungen für den Anbau von Obst und Gemüse – ganz anders als im benachbarten Engadin, das noch bis zum Zweiten Weltkrieg über den Berninapass hinweg mit Frischwaren aus dem Valposchiavo versorgt wurde.
Zu diesem Zweck wurden im Tal Hänge terrassiert, um Gemüseanbauflächen zu gewinnen. Die einstigen Gärten sind verschwunden, manchenorts hat der Wald das Terrain zurückerobert, doch die ursprüngliche, stufige Geländeform ist manchenorts noch immer gut zu erkennen.
Besonders gut einsehbar sind solche Relikte von Runchett Sotsassa. Der Aussichtspunkt liegt nur etwas mehr als hundert Meter höher als der Talboden, bietet aber eine grossartige Aussicht auf das Städtchen und in die umliegenden Berge. An zwei relativ flachen Stellen laden Holzbänke zum Verweilen und zum Geniessen der Aussicht ein.