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Es gab kaum ein Hörspiel, das sich meine Söhne mit grösserer Freude angehört haben als die Sams-Hörspiele.
Herr Taschenbier ist ein ängstlicher Mensch. Er fürchtet sich vor seiner Zimmerwirtin, vor seinem Chef und überhaupt vor allen Leuten, die schimpfen und befehlen – bis ihm eines Samstags ein Sams über den Weg läuft und kurzerhand beschließt, bei ihm zu bleiben. Das Sams ist ein furchtloses, ja beinahe respektloses Wesen, das sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt, das überall freche Bemerkungen macht und zurückschimpft, wenn andere schimpfen. Herrn Taschenbier ist das anfangs furchtbar peinlich und er versucht auf alle möglichen Arten, das Sams wieder loszuwerden.Aber seltsam: Je länger es bei Herrn Taschenbier bleibt, desto lieber gewinnt er das Sams. Und am Schluss wird aus dem braven, ängstlichen Herrn Taschenbier ein selbstbewusster Mensch, der gelernt hat, sich zu behaupten.
Das Buch „Ein Woche voller Samstage“ (1973) gibt es auch als Kindle-Version, ebenso „Am Samstag kam das Sams zurück“ (1980). Eine Hör-CD-Folge kann für 20 Euro erstanden werden. (Die Verfilmung kenne ich nicht. Aus meiner Erfahrung ist das Lesen oder Hören vorzuziehen.)
Übrigens: Ich frage jeweils nach, welche Szene den Buben am besten gefällt. Die Nacherzählung und die Wertung von Ereignissen und die eigenen Assoziationen sind eine gute Ausgangslage für Gespräche. Dass es in diesen Geschichten um Provokationen gegen Erwachsene und um Selbstbewusstsein geht, greife ich bewusst auf.