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Der Vorsteher des Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartementes, A. Deucher, an den schweizerischen Gesandten in Berlin, A. de Claparède
Letter (L)
Die Schweiz nimmt unter gewissen Bedingungen ein Schiedsgericht an. Die Freigabe des schweizerischen Mehlzolles deutscherseits könnte eine Lösung bieten. Die Möglichkeit eines schweizerischen Getreidemonopols wird ernsthaft erwogen.
Thematische Zuordung Serie 1848–1945: II. BILATERALE BEZIEHUNGEN 6. Deutsches Reich 6.5. Mehlzollfrage
Darin: Der Bundesrat beharrt auf seiner Auffassung, dass Deutschland eine Ausfuhrprämie gewährt. Die Schweiz ist deshalb berechtigt, ihren Müllern eine Ausgleichsgebühr zu bezahlen; sie will diese aber nicht ohne vorgängige schiedsgerichtliche Feststellung entführen. Annex vom 18.6.1908 Darin: Wegen des wirtschaftlichen Wandels ist die Getreideversorgung in hohem Masse von wenigen Getreidehändlern und vom Ausland abhängig. Abhilfe bietet ein Getreidemonopol. Annex vom 19.6.1908