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Commodore Amiga
Als Ende der 80er der Commodore Amiga auf den Markt kam, kaufte ich mir so einen und stellte bald einmal fest: abgesehen vom Betriebssystem war da nicht viel drauf. Auf meiner Suche nach Futter für die Kiste stiess ich auf Miklos Daszkel (Miki), der in Ins einen Public-Domain-Versand betrieb. Heute muss man erklären was das bedeutet:
Damals gab es noch kein Internet und die wenigen Computershops, welche Amiga-Material im Sortiment hatten, führten maximal 10 teure Programme (Für: Büroverwaltung, Datenbank, Antivirus, Spiele). Es gab aber etliche Freaks, welche aus Spass mit dem Amiga programmierten, Anwendungen, Spiele, Musik, Multimedia-Demos, Animationen und Grafiken erstellten. Es war üblich, solche Werke dem Herausgeber einer "Public Domain Serie" zu übergeben. Dieser kopierte die Daten auf Disketten und verkaufte diese zum Selbstkostenpreis. Public-Domain Händler wiederum kopierten sie ihrerseits für ihre Kunden weiter, so dass die Inhalte "rasch" und weit verbreitet wurden. Die Inhalte waren immer kostenlos, bezahlt wurde nur die Diskette, plus eine kleine Kopiergebühr. Das ermöglichte den Produktiven, eigene Arbeiten zu verbreiten und Usern, sehr günstig an vielfältiges Material zu kommen. Miki und ich freundeten uns schnell an und ich kam durch ihn jeweils in den Genuss, aus hunderten von Disketten die jeweiligen Perlen zu erhalten. Beide wurden wir auch Mitglieder der AUGS, Amiga User Group Schweiz.
Microspot Prospekt, ca. 1990
Amiga Workbench
3.5 Zoll Disketten