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Zuvor war eine der beiden Turbinen für eine Reparatur an einer Öldichtung abgestellt worden, so dass der Reaktor nur auf halber Leistung lief. Während dieser Phase mit reduzierter Leistung kam es an einem Schieber der zweiten noch in Betrieb stehenden Turbine zu einer Dampfleckage. Der austretende, leicht radioaktive Dampf brachte zwei Brandmelder zum Ansprechen, was seinerseits zum Schliessen der Hauptventile an dieser Turbine führte. Daraufhin erfolgte automatisch die Schnellabschaltung des Reaktors.
Der leicht radioaktive Dampf trat ins Innere der Anlage aus. Radioaktivität an die Umwelt wurde im Rahmen der Nachweisgenauigkeit der Überwachungsmessgeräte im Abluftkamin des KKM nicht abgegeben. Auf den Überwachungsmessgeräten der Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) in der Umgebung des Kernkraftwerks wurden keine erhöhten Werte der Dosisleistung festgestellt.
Die HSK wurde unverzüglich über den Vorfall orientiert. Nach Analyse der Vorkommnisse durch das KKM und die HSK konnte der Leistungsbetrieb wieder aufgenommen werden.
Quelle
M.S. nach Pressemitteilung der BKW, 7. September 1999, und der HSK, 8. September 1999