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In Kanada werden Eisbären von Inuit im Rahmen der Selbstversorgung oder als Guides eines Trophäenjägers geschossen. Ansonsten sind die Könige der Arktis durch das Wildtierschutzgesetz geschützt. Trotzdem werden jährlich zig Tiere geschossen, weil die Inuit Selbstverteidigung geltend machen. Nun wurde ein Jäger, der im vergangenen August wegen dem illegalen Abschuss eines Eisbären verurteilt worden war, zu einem Jahr auf Bewährung, einer Busse und 15 Stunden Zivildienst verurteilt.
Die Richterin hätte empfohlen, dass der Zivildienst unter der Leitung des Inuvik Jäger und Fallenstellerkomitee durchgeführt wird. Der Jäger, ein 31-jähriger Einwohner aus Inuvik, Nordwest-Territorien (NWT), sei schuldig, ein Tier ohne eine Bärenmarke geschossen zu haben, was einem Bruch des Wildtierschutzgesetzes entspräche, schreibt der Staatsanwalt. Der Jäger hatte letztes Jahr im Bereich der NWT mit einem Freund zusammen Karibus gejagt. Nachdem sie ein Tier erlegt hatten, zogen sie weiter nach Garry Island auf der Suche nach Belugas. Doch auf der Insel war bereits ein Eisbär, der auch klar gesichtet worden war. Der Freund bat den Jäger darum, den Bären im Auge zu behalten, während er nach Belugas Ausschau halten würde. Der Jäger ging plötzlich über einen Hügel auf der Insel und danach fielen Schüsse, der Bär war tot.
Der Jäger erklärte während der Verhandlung, dass er sich bewusst gewesen sei, den Vorfall den örtlichen Behörden melden zu müssen. Doch er wollte das Eisbärenfell behalten, welches er ansonsten hätte abgeben müssen. Dadurch machte er sich der Wilderei schuldig. Er beharrte aber im Verlauf der Verhandlung darauf, in Notwehr reagiert zu haben. Doch die Richterin liess diesen Einwand nicht gelten. In ihrem Schuldspruch erklärte sie, dass die lebensbedrohende Situation für einen vernunftbegabten Menschen klar vorhersehbar gewesen sei und damit die Grundlage einer Notsituation nicht gegeben sei. Die Richterin sah in ihrem Urteil von einer Kompensationszahlung wegen Vorsatz ab, da der Verurteilte bereits in finanzieller Not sei. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
Quelle: Eye of the Arctic / CBC News