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Anna Winteler liess sich zur Balletttänzerin ausbilden und trat Ende der 1970er Jahre in Basel als künstlerische Autodidaktin in Erscheinung und entwickelte sich sich zu einer der bedeutendsten Schweizer Video- und Performancekünstlerinnen. In den frühen 1990er-Jahren verliess Winteler die Kunstszene und arbeitet seither vorwiegend als Physiotherapeutin.
Aufsehen erlangte Anna Winteler schon mit ihrer ersten Video-Arbeit «Le petit déjeuner sur la Route d’après Manet» von 1979. Die Künstlerin schreitet dabei in den frühen Morgenstunden von der Mittleren Rheinbrücke in Basel gegen den Strom zur Wettsteinbrücke und entledigt sich dabei ihrer betont weiblichen Kleider.
Zahlreiche Live-Auftritte
Der Körper und die Bewegungen im Raum sind die wesentlichen Themen, die Anna Wintelers Arbeiten prägen. «Für sie wird der Körper zu einem Koordinatensystem und zugleich Orientierungspunkt im Innen- oder Aussenraum», schreibt das Kunsthaus Baselland. Es ist ein Körper, der sich selbstbewusst bewegt, der fällt, wieder aufsteht, wieder fällt, scheitert und doch unversehrt bleibt.
In der Zeitspanne von 1979 bis 1991 entstanden 30 grössere Video-Arbeiten, begleitet von zahlreichen Live-Auftritten. Eine grosse Anzahl davon sind in der Übersichtsausstellung in Muttenz zu sehen.