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Regelwerk 2024 publiziert
CYBATHLON startet offiziell in die Road to 2024: Im Mai finden die ersten CYBATHLON Challenges statt und nun ist auch das Regelwerk für die kommende Periode bis 2024 publiziert.
Damit die Teams ihre Vorbereitungen für die bevorstehenden Wettkämpfe und Events beginnen können, ist das CYBATHLON-Regelwerk zentral. Das CYBATHLON-Organisationskomitee hat intensiv an der Entwicklung des Wettkampfs und des Regelwerks für den CYBATHLON 2024 und die Road to 2024 gearbeitet und viel Zeit in Brainstorming, Diskussionen und Tests investiert. Um die Bedürfnisse, Erwartungen und Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen sowie die Potenziale und Limitationen von Hilfsmitteln überhaupt zu identifizieren und so den Wettkampf und das Regelwerk weiterentwickeln zu können, war und ist das CYBATHLON-Organisationskomitee in engem Austausch mit den Head of Disciplines, Organisationen, Stiftungen, Forschenden und natürlich auch Menschen mit Behinderungen.
Mehr Ungewissheit und Variabilität
Nun ist das Regelwerk für die Periode bis 2024 publiziert. Das Regelwerk kann hier gelesen und heruntergeladen werden.
Die zentralste Änderung ist, dass die Wettkampfaufgaben für den CYBATHLON 2024 im Vergleich zu 2016 und 2020 in den meisten Disziplinen unvorhersehbarer und variabler sind. Die Geräte müssen es den Pilotinnen und Piloten erlauben, schnell und flexibel auf verschiedene Aufgabenstellungen reagieren zu können. Diese Weiterentwicklung soll den realen Alltag besser widerspiegeln, in welchem die Umstände einer Barriere oft auch nicht bekannt sind.
Bewährte und neue Disziplinen
Die sechs ursprünglichen Disziplinen, Arm- und Beinprothesen-Rennen, Exoskelett- und Rollstuhl-Rennen, Rennen mit Gedankensteuerung und Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation, bleiben bestehen und wurden weiterentwickelt.
So sind beispielsweise im BCI-Rennen neu auch implantierte Systeme zugelassen. Exoskelett-Pilotinnen und -Piloten müssen eine Strecke ohne Krücken zurücklegen und beim Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation wird die Renndistanz im Vergleich zu früheren Veranstaltungen verlängert.
Auf der Road to 2024 kommen zu den ursprünglich sechs Disziplinen zwei weitere dazu: Ein Rennen mit intelligenten Sehassistenztechnologien für blinde Menschen und ein Rennen mit Assistenzrobotern für Menschen mit starker Beeinträchtigung der Arme und Beine. Die Technologien haben das Potenzial, die Lebensqualität und Autonomie von blinden bzw. motorisch eingeschränkten Personen zu verbessern.
Beitrag zur Inklusion leisten
Der CYBATHLON 2024 findet vom 25. bis 27. Oktober 2024 in einem globalen Format in der Arena Schluefweg in Kloten und in Hubs auf der ganzen Welt statt. In dem einzigartigen Wettkampf treten 160 internationale Teams aus Akademie und Industrie gegen- und miteinander an.
Teams, die einen Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen leisten und sich für eine Welt ohne Barrieren einsetzen möchten, können jetzt Teil von CYBATHLON werden und sich als Team registrieren. Alle Informationen zur Teamregistrierung für den CYBATHLON 2024 gibt es hier.
Hintergründe zur Wettkampfentwicklung
Wieso organisiert CYBATHLON eigentlich einen Wettkampf für Menschen mit Behinderungen und wie wird dieser parallel zu deren sich ändernden Bedürfnissen weiterentwickelt? Welches sind die Kriterien, dass sich eine CYBATHLON-Disziplin und ihre Aufgaben bewähren? Wie werden Fairness und Vergleichbarkeit gewährleistet? Und warum sprechen wir bei den Nutzenden der Assistenztechnologien eigentlich immer von Pilotinnen und Piloten?
Lukas Jäger, CYBATHLON-Wettkampfleiter, beantwortet diese und noch mehr Fragen im Interview.