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****** Eines meiner ersten Donna-Summer-Alben und ich liebe es einfach, obwohl es oft von Kritikern und Fans als nicht so dolle dargestellt wird. 1982 erschienen und von Quincy Jones produziert, dazu eine ganze Armee von Superstars als Gästen: Michael Jackson, Dionne Warwick, James Ingram, Lionel Richie, Stevie Wonder, etc. Stimmlich herausragend bei "Lush Life". Bombensongs wie "Mystery of Love", "Protection", The Woman In Me" ... hach ... einfach toll.
***** Donna goes R'n'B und mit Hilfe der L.A. Studio Gang und diversen Kontakten von Quincy Jones ist daraus ein rundes Album geworden. Es strahlt sehr viel Wärme aus, ist von der Auswahl des Songmaterials breit gestreut und benutzt auch sonst als Vorläufer von THRILLER ähnliche Quellen wie der berühmte Nachfolger.
**** Ein neuer Klassiker und lange Jahre ein fast unbezahlbares Kleinod auf CD (bei Ebay wurden vor wenigen Jahren noch Mondpreise bezahlt). Seit der tollen Donna Summer Box von 2015 ist dies dann Geschichte und man erhält das Album mit zahlreichen Bonustracks.
**** Donna Summer ist die Discoqueen. Unter der Ägide von Giorgio Moroder definierte sie den elektronischen Discosound.<br>1982 - sie war mittlerweile beim Warner Konzern gelandet - stand sie unter den Fittichen von Quincy Jones. Der Quincy, der im gleichen Jahr das Jahrhundertalbum "Thriller" von Michael Jackson produziert hat. So lag es wohl nahe (vielleicht um Kosten zu sparen?) die gleiche Mannschaft auch für das neue Album von Donna Summer einzuspannen. OK, nicht die komplette Mannschaft. Der Jackson Clan fehlt natürlich. McCartney, Eddie van Halen und James Ingram auch. Dafür finden sich hier zusätzlich Bruce Springsteen und die E-Street Band ein. Und Toto ist ohnehin mit an Bord.<br>Der Erfolg von "Thriller" sollte sich hier aber nicht einstellen. Was zeigt, dass es nicht ausschließlich an der Produktion liegt, wenn ein Künstler unter namhaften Produzenten erfolgreich ist.<br>Verantwortlich dafür mache ich im Fall von Donna Summer zwei Tatsachen:<br>1. Produzenten, Arrangeure und Komponisten machten aus der Discoqueen eine Popschaufensterpuppe.<br>2. Die Hälfte der Kompositionen sowie Produktion und Arrangements sind leider zu tief in den 80ern behaftet und werden Donna Summer einfach nicht gerecht.<br>"The Woman in Me" und das vom "BOSS" geschriebene und begleitete "Protection" sind hier die Highlights. Das von Michael Sembello geschriebene "(If It) Hurts Just a Little" ist jedoch grottenschlecht. Noch übler ist nur noch "Lush Life". Null Jazz, synthetischer Schrottsound aus den 80ern und dazu eine Sängerin, die selbst in früheren Pop- und Discosongs mehr Jazz in der Stimme hatte. Daher keinesfalls mehr wie 4 Punkte.
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