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Schloss Berg am Irchel
Die Geschichte des Schlosses Berg ist noch jung. Es stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und gehört zu den wenigen gut erhaltenen Beispielen eines ländlichen Herrensitzes.
Auch hier spielte die hohe Gerichtsbarkeit der Kyburger mit. Nachdem Anna Dorothea von Meiss 1642 die Gerichtsherrschaft über Berg durch Heirat an Hans Heinrich Escher vom Luchs gebracht hatte, erbaute sich Junker Escher ein neues Wohnhaus, das heutige Schloss Berg. Einen langrechteckigen, von Südost nach Nordwest ziehenden, zweigeschossigen Baukörper mit Treppengiebeln und hohem Satteldach. Die Escher bewohnten den Landsitz mehr als zwei Jahrhunderte.
Nach dem Umsturz von 1798 blieben ihnen noch die beiden Schlösser Berg und Eigenthal sowie die Ländereien. Die letzte Angehörige des Gerichtsherrengeschlechtes, Albertine Cäcilie, verkaufte die Anlage 1875 an Hermann Sieber aus Zürich. Über Jakob Zwingli kam das Landhaus 1911 an Major Karl Richard Ziegler in Schaffhausen. Mit dem Aufenthalt des Dichters Rainer Maria Rilke im Winter 1920/21 betrat Schloss Berg für kurze Zeit die Bühne der Weltliteratur. Hier reifte in Rilke der Entschluss, der Schweiz treu zu bleiben. 1922 verkaufte Ziegler sein Gut an den Obersten Hans Bühler-Volkart (gest. 1967) aus Winterthur. 1987 kaufte Fritz von Ballmoos Schloss Berg mit den dazu gehörenden Landwirtschaftbetrieben als Familienwohnsitz und als Gestüt für reine Vollblutzucht.