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Von Bronze bis Porzellan
Während Konstanz römische Bodenfunde direkt neben dem Münster unter einer Glaspyramide zur Schau stellt und stolz auf seine lange Siedlungsgeschichte verweist, scheint der zeitliche Horizont Kreuzlingens viel begrenzter. Erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts existiert überhaupt eine Gemeinde mit diesem Namen, auf antike Ursprünge beruft man sich nicht. Und doch verlief eine von den Römern angelegte Strasse auch auf heute Kreuzlinger Gebiet.
Wo genau die römischen Bronzemünzen des Museums Rosenegg gefunden wurden, ist unsicher. Einige nahe der Hauptstrasse, teils entdeckt bei einem Brunnenbau. Andere wohl auch in der Nachbargemeinde Bottighofen. Die grösste stammt aus der Zeit Kaiser Mark Aurels (161‒180).
Prägungen der frühen Neuzeit und der jüngeren Vergangenheit finden sich ebenso in der Sammlung wie 1921/22 in Meissen hergestelltes sächsisches Notgeld aus Böttgersteinzeug und Porzellan. Wer die kuriosen Zeugnisse einer Zeit des Metallmangels nach der Metallvergeudung auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs in die daran unbeteiligte Schweiz gebracht hat – auch das ist ungeklärt.