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Bis zur Liturgiereform 1969 dauerte in der römisch-katholischen Kirche die Weihnachtszeit nicht nur bis Epiphanie am 6. Januar, sondern 40 Tage lang bis zum 2. Februar, dem Fest der Darstellung des Herrn, das auch als (Mariä) Lichtmess bekannt ist.
Nach biblischem Gesetz hatte eine Frau 40 Tage nach der Geburt eines Jungen ein Reinigungsopfer darzubringen und zudem ihren erstgeborenen Gott zu weihen. Im Lukasevangelium (Lk 2,25–35) begegnen Jesu Eltern dabei dem Propheten Simeon und der Prophetin Hanna. Simeon bezeichnet Jesus dabei als «das Heil» und «ein Licht, das das die Heiden erleuchtet».
Schon das heidnische Imbolg-Fest sowie die heidnische Sühneprozession (Lupercalia) wiesen darauf hin, dass Anfang Februar die Tage wieder deutlich länger werden. Als christliche Reaktion auf diese heidnische Tradition wurde der Feiertag (Mariä) Lichtmess eingeführt und ist Ende des 4. Jahrhunderts ist als Fest in Jerusalem erstmals verbürgt. Kerzenweihe sowie die Lichterprozession als Bestandteil der Liturgie sind seit dem 11. Jahrhundert verbreitet.
Dienstboten erhielten an Lichtmess den Jahreslohn, konnten sich bei ihrem Dienstherrn neu verpflichten oder den Arbeitgeber wechseln.
Im Anschluss an die Messfeier zu Lichtmess wird häufig auch der Blasiussegen gespendet, welcher vor Krankheit schützen soll. Der Gedenktag des heiligen Blasius wird eigentlich erst einen Tag später (3. Februar) begangen.