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Neues zum digitalen Buch: «Schweizer Jugend im Zweiten Weltkrieg» Zürcher Zeitzeugin erzählt von ihren Kindheitserinnerungen
Erika wuchs mit einer älteren Schwester in einer gutbürgerlichen, jüdischen Familie in Zürich auf. Ihr Vater, ein Anwalt, unternahm bereits im Frühling 1939, auf Drängen von Erikas Mutter, eine dreiwöchige Erkundungsreise nach Amerika. Er sollte herausfinden, ob Amerika in schwierigen Zeiten eine Auswanderungsoption wäre. Auf seiner Überfahrt mit dem Schiff, traf er bereits viele flüchtende Menschen, welche ihm beängstigende Geschichten aus dem umliegenden Europa erzählten. Erikas Vater war nicht begeistert von der Auswanderungsidee, fühlte er sich doch durch und durch in der Schweiz verankert. Dennoch konnte ihn Erikas Mutter überzeugen, Durchreisevisen für Frankreich und Portugal auf dem Weg nach Amerika zu beantragen. Drei grosse Überseekoffer standen gepackt bereit, als das Visum von Frankreich verfiel, dasjenige von Portugal aber noch nicht angekommen war. Das war ein Schicksalsmoment für die Familie und so blieben sie in der Schweiz.