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Florian Schweri berichtet von den CIVIVA-Aktivitäten in der Romandie.
Bis vor einem Jahr verband ich mit dem Zivildienst nicht mehr als das Leisten meiner eigenen Dienstpflicht. Mittlerweile engagiere ich mich als Verantwortlicher für die Romandie bei CIVIVA. Mein erster Kontakt mit dem Zivildienst fand im Freundeskreis statt, weil viele Zivildienst leisten. Alle taten dies mit grosser Motivation, weil der Zivildienst es ermöglich, sich für die Gesellschaft einzusetzen und dieses Engagement gewertschätzt zu sehen. Im Austausch mit Einsatzbetrieben sah ich dann, dass sie mit den Diensten zufrieden sind. Für viele sind Zivi-Einsätze von grundlegender Wichtigkeit. Aber warum kommt es dann zu den Vorschlägen zur Reduktion der Anzahl Zivis?
Es mag stimmen, dass Zivis weniger bemerkt werden als die Militärs in ihren Uniformen. Dennoch sind sie in gewissen Gebieten sehr präsent: sei es in Schulen, in Alters- und Pflegeheimen oder auf Bauernhöfen. Das plötzliche Fehlen der Zivildienstleistenden würde garantiert wahrgenommen werden. Der Zivildienst gehört ganz selbstverständlich zur Öffentlichkeit, wenn sich auch die Armee tiefer in sie einschreibt, da sie so sehr auf «Kameraderie» beruht.
Zivis hingegen sind engagiert, nur eben nicht in grossen Kasernen, sondern in kleinen Einsatzbetrieben. Diese Autonomie führt dazu, dass die Verbindungen zwischen Zivis schwächer sind als zwischen Soldaten. Um das auszugleichen ist es nötig, den Austauschund die Bindungen zwischen den Freunden des Zivildiensts zu verstärken. Deshalb stellt CIVIVA in der Romandie diverse Treffen auf die Beine, bei denen sich Zivis und Einsatzbetriebe begegnen.
Wir sind mitten in einem wichtigen Jahr mit der Aussicht auf ein Referendum. Ich freue mich nicht, diese Kampagne führen zu müssen, weil es zeigt, dass der Zivildienst immer noch nicht gebührend geschätzt wird von den Politikern. Doch ich freue mich, diese Kampagne mit Ihnen zu führen. Wir brauchen das Engagement von so vielen Leuten wie möglich.