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Nahrungsaufnahme und Qualität der Ernährung von erwachsenen Survivors von Krebs im Kindesalter und der Allgemeinbevölkerung: Ergebnisse der SCCSS-Ernährungsstudie.
Was wollten wir erreichen?
Wir haben ehemalige Krebspatienten untersucht, um herauszufinden, was sie gegessen haben. Wir wollten wissen, wie gut ihre Ernährung ist und ob sie durch ihre frühere Krebsdiagnose und -behandlung beeinflusst wird. Wir haben auch untersucht, wie sich die Ernährung ehemaliger Patienten von der anderer Menschen unterscheidet.
Warum ist das wichtig?
Ehemalige Kinderkrebspatienten müssen mehr darauf achten, was sie essen, als andere Menschen, die nicht an Krebs erkrankt waren, da sie ein höheres Risiko haben, eine chronische Krankheit zu bekommen.
Was haben wir gemacht?
In der Schweizer Umfrage zur Ernährung von Kinderkrebsüberlebenden wurden Personen, die als Kinder an Krebs erkrankt waren, gebeten, aufzuschreiben, was sie im letzten Monat gegessen haben. Unser Ziel war es, herauszufinden, wie viel und wie gut sie sich als Erwachsene ernähren. Dafür verwendeten wir eine Skala, den so genannten Alternative Healthy Eating Index. Wir haben unsere Ergebnisse mit zwei früheren Studien mit gesunden Erwachsenen in der Schweiz, in denen die gleichen Fragen gestellt wurden, verglichen.
Wer war an diesem Projekt beteiligt?
Diese Studie wurde von einer Epidemiologin für Kinderkrebs (Professor Claudia Kuehni) und zwei Ernährungsepidemiologen (Professor Murielle Bochud und Dr. Fabiën Belle) durchgeführt. Mehr als sechs Jahre lang hat dieses Team Informationen zur Ernährung von ehemaligen Kinderkrebspatienten gesammelt.
Was haben wir herausgefunden?
Insgesamt 775 Teilnehmer füllten den Fragebogen über ihre Ernährung aus. Wir haben unsere Ergebnisse mit denen der CoLaus-Studie (1276 Teilnehmer) und der Bus-Santé-Studie (2529 Teilnehmer) verglichen.
Es zeigte sich, dass ehemalige Kinderkrebspatienten zu wenig Ballaststoffe, zu viel Salz (Natrium) und gesättigte Fette zu sich nahmen, aber vergleichbar mit anderen Erwachsenen in der Schweiz. Ehemalige Kinderkrebspatienten aßen weniger Fisch, Obst und Gemüse und tranken mehr Alkohol, dafür aber weniger Limonade. Die Art der Krebsbehandlungen hatte keinen Einfluss darauf, wie gut sie sich als Erwachsene ernährten.
Was bedeutet das?
Ehemalige Kinderkrebspatienten ernähren sich ähnlich wie andere Erwachsene. Es wird empfohlen mehr Obst, Gemüse und Ballaststoffe zu essen, weniger Limonade zu trinken und weniger rotes und verarbeitetes Fleisch, Salz und gesättigte Fette zu essen. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass jeder über die Bedeutung einer gesunden Ernährung aufgeklärt werden sollte.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Belle et al. Dietary intake and diet quality of adult survivors of childhood cancer and the general population: results from the SCCSS-Nutrition Study. Nutrients 2021, 13, 1767; doi:10.3390/nu13061767