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Die Verordnung über die Volksschule trat ab Schuljahr 2006/07 in Kraft und ermöglicht zwei Modelle: das dreiteilige und das kooperative (KOS).
In der Sekundarstufe I werden die auf der Primarstufe erworbenen Erkenntnisse vertieft und erweitert und die Jugendlichen auf die berufliche oder eine weitere schulische Ausbildung vorbereitet. Die Sekundarstufe I umfasst drei Jahre.
Es können besondere Klassen namentlich für lernbehinderte, verhaltensauffällige oder fremdsprachige Kinder geführt werden.
In den Weisungen über die Unterrichtsorganisation an der Volksschule sind weitere Rahmenbedingungen geregelt:
Für die dreiteilige Sekundarstufe I gilt folgende Gliederung: Sekundarschule mit höheren Ansprüchen, Realschule mit mittleren Ansprüchen und Werkschule mit Grundansprüchen.
Für die kooperative Sekundarstufe I gilt folgende Gliederung: Stammklassen A, B und C sowie Niveauabteilungen A und B in den Fächern Mathematik, Französisch und Englisch.
Die Werkschule bzw. Stammklasse C sind besondere Klassen und gehören zum sonderpädagogischen Angebot.
Die kooperative Sekundarstufe I ist durchlässig. Schülerinnen und Schüler können bei entsprechenden Leistungen ohne Zeitverlust in die nächst höhere Stammklasse oder in das höhere Niveau aufsteigen oder sie werden bei ungenügenden Leistungen in die nächst tiefere Stammklasse oder in das tiefere Niveau abgestuft. Für Stütz- und Förderkurse kann ausserhalb der Stundentafel maximal eine Lektion pro Klasse zusätzlich eingesetzt werden.
Die dreiteilige Sekundarstufe I strebt Durchlässigkeit an. Schülerinnen und Schüler können in der 1. Klasse ohne Zeitverlust in den nächst höheren Schultyp aufsteigen. Dafür kann ein Förderpool eingesetzt werden (maximal 80 Lektionen pro Schulort und Schuljahr).
Das Abschlussjahr der obligatorischen Schulzeit ist ein Übergangsjahr zwischen der Volksschule und der weiteren beruflichen oder schulischen Laufbahn der Jugendlichen. Diese besondere Situation der 3. Klasse der Sekundarstufe I erfordert erweiterte Möglichkeiten in der methodisch-didaktischen Gestaltung.
Die Wahlfächer und die Wahlpflichtfächer können bei beiden Modellen typenübergreifend
durchgeführt werden.
Im Rahmen der Lektionentafel können bis 15 % der Unterrichtszeit für den interessenspezifischen Projektunterricht eingesetzt werden. Dieser wird in der Regel mit einer Abschlussarbeit beendet.
Das kooperative Modell wird in Oberarth, Rothenthurm und Einsiedeln umgesetzt; das dreiteilige Modell in allen übrigen Schulen.
Der Erziehungsrat beauftragte das Amt für Volksschulen, das kooperative Modell nach einer längeren Konsolidierungsphase zu überprüfen. Der Erziehungsrat stellt im Herbst 2009 verschiedene Reformvorschläge des KOS-Modells zur Diskussion und prüft dessen flächendeckende Einführung.
Schülerinnen- und Schülerbeurteilung
Seit Schuljahr 2006/07 wird die neue Schülerinnen- und Schülerbeurteilung mit erweiterter Verhaltensbeurteilung und einheitlichem Zeugnis umgesetzt.
Talentklassen Kunst und Sport
Im Rahmen der Begabungsförderung startete mit Schuljahr 2007/08 der dreijährige Schulversuch Talentklassen Kunst und Sport auf der Sekundarstufe I an der MPS Schwyz. Der Der Erziehungsrat bewilligte - u.a. gestützt auf eine externe Evaluation - die Überführung in den Regelbetrieb auf Schuljahr 2010/11.
(Stand: Januar 2012)