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Der Brombeer-Perlmutterfalter (Brenthis daphne) kam vor 1990 in der Schweiz nur im Wallis sowie ganz lokal im Jura vor, wobei hier eine Verbindung zu einem Vorkommen im angrenzenden Frankreich bestand. Auch in den elsässischen Trockenwäldern war er verbreitet. Nun breitet er sich wie die anderen Klimaprofiteure in der Schweiz aus.
Während sich der Brombeer-Perlmutterfalter in Frankreich offenbar schon seit längerem in Ausbreitung befand, setzte dieser Trend in der Schweiz erst nach der Jahrtausendwende ein. Inzwischen hat er den gesamten Jura besiedelt und ist im Mittelland bis zum Thuner See und in die Kantone Luzern und Zürich vorgedrungen.
Auch in der südlichen Hälfte des Kantons Tessin fliegt sie mittlerweile. Dieselbe Entwicklung gab es in Deutschland, wo die Art entlang des Oberrhein sowie in Rheinland-Pfalz und im Saarland inzwischen flächendeckend vorkommt.
Der Brombeer-Perlmutterfalter ist eine Art lichter Wälder mit Brombeeren im Unterwuchs. Er fliegt vor allem Mitte Juni bis Ende Juli, aber meistens nur einzeln. Es gibt mehrere andere Perlmutterfalter-Arten, welche ihm auf den ersten Blick recht ähnlich sehen. Die Raupen können im Mai auf der Oberseite von Brombeerblättern gefunden werden.
Beitragsbild: Weibchen des Brombeer-Perlmutterfalters (Brenthis daphne). CC BY-SA 4.0 Martin Albrecht, Schüpfen, Schweiz.