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Musik über Mittag - Beethoven und Dohnányi
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Ernst von Dohnányi
Ludwig van Beethoven
Im Unterschied zu seinen Komponistenkollegen Zoltán Kodály oder Béla Bartók blieb der 1877 im damals ungarischen Bratislava geborene Ernst von Dohnányi in seinem Schaffen vor allem dem spätromantischen Stil verpflichtet, wenn auch seine mit opulenter Spielfreude und klanglicher Sinnlichkeit gestaltete Serenade op. 10 sich formal an Beethoven, insbesondere an dessen Serenade op. 8, orientiert. Zugleich lebt auch in diesem Werk im einleitenden Marsch die Wiener Serenaden-Tradition wieder auf. Beethoven wiederum erinnerte sich bei der Komposition seines ursprünglich für vier Bläser und Klavier verfassten Opus 16 gewiss jenes Mozart-Quintetts, das dieser 13 Jahre zuvor in derselben Tonart und Besetzung in Wien präsentiert hatte. Als Hommage an den bewunderten Vorgänger erklingt Zerlinas Arie "Batti, batti, o bel Masetto" aus Mozarts "Don Giovanni" im Andante-Satz an.