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Marco Chiudinelli (ATP 146) war nach den Absagen von Roger Federer und Stan Wawrinka noch unsere grösste Hoffnung, um Italien in Bedrängnis zu bringen. Tatsächlich brachte er Italien zum wanken, doch Paolo Lorenzi (ATP 54) fiel nicht und siegt nach drei abgewehrten Matchbällen in 4:43 Stunden 7:6 (16:14), 6:3, 4:6, 5:7, 7:5. Im zweiten Spiel wehrt sich Henri Laaksonen gegen Andreas Seppi ebenfalls stark, doch am Ende reicht es nicht für den Coup. Der Schweizer verliert 5:7, 6:7 (4:7), 6:3, 3:6.
Im ersten Durchgang konnte der Basler beim 6:7 gut mithalten. Erst mit 14:16 musste er sich im Tiebreak geschlagen geben. Dabei vergab der Schweizer zuvor unter anderem zwei Satzbälle bei eigenem Aufschlag.
Satz 2 ging 3:6 verloren, doch im dritten Durchgang kämpfte sich Chiudinelli zurück. Beim Stand von 4:5 wehrte Lorenzi erst zwei Satzbälle in Serie ab, aber den dritten Breakball nutzte Chiudinelli zum 6:4. Nach 3:28 Stunden war das Comeback definitiv Tatsache: Der Schweizer holte sich den vierten Satz mit 7:5.
Die Überraschung verpasst Chiudinelli im Entscheidungssatz hauchdünn. Beide Akteure sind da längst an oder über ihren Grenzen und müssen sich immer wieder pflegen lassen. Nach 4:22 Stunden serviert der 34-jährige Schweizer zum Sieg, gibt seinen Service aber zu Null ab. Als Chiudinelli danach drei Matchbälle in Serie versemmelt und Lorenzi zum 5:5 ausgleichen lassen muss, ist die Luft draussen: Lorenzi schafft gleich noch ein Break und macht den Sack nach 4:43 Stunden und dem dritten Matchballmit 7:6, 6:3, 4:6, 5:7, 7:5 zu.
Anschliessend nutzte auch Laaksonen (ATP 174) gegen Andreas Seppi (ATP 40) seine Chancen viel zu wenig. Im ersten Satz vergab der Schweizer, der vor einem Jahr in Belgien noch beide Einzel in fünf Sätzen gewonnen hatte, alle drei Breakchancen, während der Südtiroler seine einzige Möglichkeit zum 7:5 gleich nutzte. Auch im zweiten Durchgang führte der couragiert aufspielende Laaksonen mit einem Break, erst im dritten konnte er einen Vorsprung ins Ziel bringen. Letztlich setzte sich jedoch der deutlich erfahrenere Seppi in knapp drei Stunden 7:5, 7:6 (7:4), 3:6, 6:3 durch. Schwacher Trost für Laaksonen: Er hatte nur drei Punkte weniger gewonnen als der Italiener – aber eben die falschen.
Damit liegt die Schweiz nach dem ersten Tag 0:2 im Rückstand und muss das Doppel vom Samstag und beide Einzel am Sonntag gewinnen, um noch in die Viertelfinals einzuziehen. Ansonsten gehts im September wieder einmal gegen den Abstieg. (fox/sda)