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Der US-Präsident bricht ein Tabu und greift in einen Arbeitskampf zwischen dem Internetriesen Amazon und den Gewerkschaften ein.
Protest für mehr Lohn: Amazon-Arbeiter demonstrieren im Dezember vor dem Wohnhaus von Jeff Bezos in New York.
Foto: Kena Betancur (AFP)
Selbst in der schweren Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre ergriff Franklin D. Roosevelt nie direkt Partei für die Gewerkschaften. Die Organisation der Arbeiter sollte firmen- oder branchenintern gelöst werden, so seine Meinung, an die sich seither alle Präsidenten gehalten haben. Nicht so Joe Biden. Ihm geht es um ein Versprechen, nicht um eine historische Verpflichtung.
Er wolle «der gewerkschaftsfreundlichste Präsident sein, den man je gesehen hat», sicherte er im Wahlkampf in der Absicht zu, einen Teil der Gewerkschaftsmitglieder zurückzugewinnen, die 2016 für Trump gestimmt hatten. Was auch gelungen ist.