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XXXIII. Geschäftsbericht des Centralkomitees
des Centralkomitees an die Generalversammlung des Schweizer Alpenclub in Vevey am 8. September 1901.
Geehrte Herren und Clubgenossen!
Das Centralkomitee hat die Ehre, Ihnen Rechenschaft abzulegen über seine Amtsführung seit der letztjährigen Abgeordnetenversammlung in Brugg am 29. Oktober 1900. Der Bericht wird auch dieses Jahr kurz gefaßt sein können, da Sie durch die „ Alpina " fortlaufend das Wichtigste erfahren haben.
Mitgliederbestand.
Die Anzahl der Mitglieder beträgt nach den letzten Quartalausweisen: 6225. Sie ist seit 1. Januar 1901 um 80 gestiegen. Zwei Sektionen, Bodan ( Thurgau ), mit Sitz in Romanshorn, und Alteis, mit Sitz in Frutigen, Kanton Bern, haben sich im Laufe des Jahres neu gebildet. Sie seien auch hier aufs herzlichste willkommen geheißen. Der S.A.C. zählt nunmehr 46 Sektionen. Aus dem Centralkomitee ist leider Herr Major Schöllhorn, der Centralkassier, wegen häufiger Abwesenheit von Winterthur ausgetreten. Die Sektion Winterthur wählte an seine Stelle Herrn W. Sträuli, junior.
Stand der Finanzen.
Der Vermögensbestand der Centralkasse betrug am 1. Januar 1901: Fr. 38,292. 68, und wird auf Ende des Jahres voraussichtlich ungefähr der gleiche bleiben.
Im November 1900 wurde uns aus dem Nachlasse des am 5. April 1900 verstorbenen Herrn J. H. Huber von Hausen a. A. die Summe von Fr. 20,000 zugestellt, mit folgenden Bestimmungen:
1. Das Kapital ist unantastbar und soll vom Centralkomitee unter dem Namen Huberstiftung verwaltet werden.
2. Die Zinse des Legates sind zu verwenden für Unterstützungen an bedürftige Hinterlassene von patentierten schweizerischen Bergführern, welche in Ausübung ihres Berufes verunglückten, sowie für Unterstützungen an bedürftige schweizerische patentierte Bergführer, welche in Ausübung ihres Berufes durch Unfall erwerbsunfähig geworden sind.
3. Die Festsetzung, sowie die Verteilung der Unterstützungen geschieht durch das Centralkomitee.
Wir haben für diese hochherzige Schenkung im Namen des S.A.C. wärmstens gedankt. Eine im vorhergehenden Jahr von nicht genannt sein wollender Seite für die gleichen Zwecke gestiftete Summe von Fr. 500 wurde mit der Huberstiftung vereinigt.
Bisher kamen wir glücklicherweise noch nicht in die Lage, die Erträgnisse der Stiftung zu verwenden. Die Zinsen werden zum Kapital geschlagen, in der Meinung jedoch, daß im Falle des Bedürfnisses die ganze aufgelaufene Zinsensumme zur Verfügung stünde.
Die Huberstiftung hat zur Zeit den Betrag von cirka Fr. 21,312 erreicht.
Von einem weiteren beträchtlichen Vermächtnis erhielten wir im Dezember 1900 die erste offizielle Kunde. Der 1899 in Genf verstorbene Herr J. K. Horber von Felben und Basel, der in Lyon ansässig war, hatte ein Testament hinterlassen, worin dem S.A.C. zwei Legate zugedacht waren, nämlich: Fr. 10,000, deren Zinsen für die Clubhütten zu verwenden seien, und weitere Fr. 10,000, deren Zinsen zu gunsten bedürftiger Hinterlassener schweizerischer verunglückter Führer und Träger bestimmt waren. Leider war das Testament infolge mangelhafter Datierung anfechtbar. Unter der Leitung der Gerichtsschreiberei Basel kam dann im Februar 1901 eine gütliche Vereinbarung zu stande. Die im Testament bedachten Erben verzichteten auf einen Teil ihrer Beträge ( ein Verein auf 90zu gunsten der im Testament nicht genannten gesetzlichen Erben. Der Alpenclub erhält, so wie die Großzahl der erben-den Vereine, 50 % seiner Betreffnisse, also je Fr. 5000. Die Auszahlung der Legate steht erst in den nächsten Monaten in Aussicht, da die Liquidation des Vermögens in Lyon sich verzögert.
Wir gedenken, das für Unterstützungszwecke bestimmte Legat der Huberstiftung einzuverleiben.
Eine weitere Zuwendung im Betrage von Fr. 200 zu gunsten unserer Clubhütten wurde uns vom Club Alpin Belge gemacht, wie schon in früheren Jahren. Diese freiwilligen Beiträge an die relativ großen Summen, die wir an unsere Clubhütten verwenden, sind uns als Zeichen der Anerkennung unserer Thätigkeit auf diesem Gebiete um so erfreulicher, als es auch im laufenden Jahre an unberechtigter, auf mangelnder Sachkenntnis beruhender Kritik unseres Hüttenwesens nicht gefehlt hat.
Führerversicherung.
Es waren im laufenden Jahre 405 Führer versichert, für eine Summe von Fr. 1,436,000 ( im Jahre 1900: 402 Führer für Fr. 1,386,000 ).
Die Gesamtprämie dafür betrug Fr. 12,200, woran die Centralisasse Fr. 7180 beitrug ( 1900: Fr. 6930 ). Wir geben also etwas mehr als 20 % der Gesamteinnahmen der Centralkasse für die Führerversicherung aus. Dies zur Notiznahme für Herrn Professor Hilty gegenüber seinen Bemerkungen im „ Politischen Jahrbuch der schweizerischen Eidgenossenschaft " ( Jahresbericht für 1900, pag. 490 ) 1 ). Die Huberstiftung wurde schon erwähnt.
Die Schadensumme ist für das laufende Jahr noch nicht festzustellen.
Die Sektion Titlis hat infolge der in dem letzten Geschäftsberichte erwähnten Vorgänge abgelehnt, sich weiter mit der Versicherung der Engelberger Führerschaft zu befassen. Das Polizeidepartement des Kantons Nidwaiden hat dann die Sache an die Hand genommen. Das Centralkomitee glaubte, vorläufig die Prämienbeiträge auch für diese Führer noch leisten zu sollen, nachdem ein Entgegenkommen in Bezug auf den Einfluß des S.A.C. bei der Patentierung unterwaldnerischer Führer und bei der Veranstaltung von Führerkursen zugesichert wurde.
Führerkurse und Führerwesen.
Die Sektionen Gotthard und Piz Terri hatten beabsichtigt, im Frühsommer Fuhrerkurse zu veranstalten. Aus Mangel an geeigneten Lehrkräften mußten diese Kurse auf den Herbst verschoben werden.
Die Regierung des Kantons Wallis hat endgültig die Anerkennung unseres Reglementes von 1899 über die Führerkurse und die Erteilung der Führerdiplome abgelehnt. Sie erklärt namentlich die Zweiteilung durch Ausgabe von Diplomen erster und zweiter Klasse als für die Verhältnisse von Wallis unpraktisch.
Ein neues Führerreglement der Sektion Tödi wurde genehmigt, ebenso deren in wenigen Punkten abgeänderte Führertarif.
Auch die Section des Diablerets hat die Tarife für die Station Ormonts teilweise revidiert.
Da die gedruckten Führertarife von 1897/99 vergriffen sind, so ist ein Neudruck in Aussicht zu nehmen. Bei einer Revision der Taxen sollte von den Sektionen womöglich auf Ermäßigungen hingearbeitet werden.
Um das Skilaufen unter der Führerschaft za befördern, hat das Centralkomitee eine Anzahl vom Skiclub Schwarzwald freundlichst angebotener Flugblätter angeschafft. Dieselben enthalten eine von Herrn Dr. Paulcke verfaßte Anleitung zur Selbstanfertigung von Schneeschuhen und zum Gebrauche derselben. Wir werden dieses Flugblatt im Herbst an die Führer verteilen.
Vereinzelte Klagen über Führer haben wir den zuständigen Sektionen zur Kenntnis gebracht. Das Centralkomitee hat kaum Mittel zu direkter Einwirkung auf Fehlbare, namentlich wenn dieselben nicht direkt von uns patentiert sind.
Vergl. Jahrbuch des S.A.C. XXXVI, Seite 324.
Publikationen.
Das Jahrbuch wurde dieses Jahr wieder reichlicher ausgestattet, namentlich auch durch die Beigabe der schönen Monographie über Visperterminen von Herrn Dr. Stebler. Sowohl dem Redaktor des Jahrbuches, Herrn Dr. Dübi, als dem Verfasser der genannten Beilage gebührt unser aufrichtiger Dank.
Die Exkursionskarte für den schweizerischen Teil des Montblancgebietes, die von uns gleich beim Beginn unserer Amtsführung bestellt wurde, ist leider etwas verspätet zur Ablieferung gelangt. Dadurch wurde ohne Schuld der Redaktion oder der Verleger des Jahrbuches auch die Versendung des letzteren unliebsam verzögert. Wir werden dafür sorgen, daß in Zukunft die Karten sofort nach der Auswahl eines neuen Gebietes in Arbeit gegeben werden.
Die Alpina, für deren Leitung wir ebenfalls Herrn Dr. Walder zu Dank verpflichtet sind, erschien auf Wunsch des Centralkomitees in den Sommermonaten je zweimal.
Den Verlagsvertrag mit dem Art. Institut Orell Füßli, Zürich, haben wir auf Ende des Jahres gekündet. Zur Zeit sind Unterhandlungen über den Abschluß eines neuen Vertrages im Gange. Es steht zu erwarten, daß es uns gelingen wird, Ersparnisse zu erzielen und gleichwohl das Blatt in etwa 20 Nummern im Jahr erscheinen zu lassen. Dadurch würde es den Interessen des Clubs als Nachrichtenblatt noch besser dienen als bisher.
Einer Anregung, die Alpina den patentierten Führern unentgeltlich zuzustellen, konnte zur Zeit keine Folge gegeben werden. Bei einer Gesamtzahl von annähernd 740 Führern würden sich die Kosten auf über Fr. 1000 stellen, was im Verhältnis zum zu erwartenden Erfolg doch zu hoch wäre. Dagegen wird man auf die Prüfung dieser Frage wieder eintreten können, wenn, wie zu erhoffen steht, die Alpina in den nächsten Jahren uns weniger Kosten verursachen wird.
Die voriges Jahr in Aussicht gestellte baldige Veröffentlichung der Ergebnisse der Rhonegletscher-Vermessungen hat neuerdings eine Verzögerung erlitten durch die Ernennung des Redaktors, des Herrn L. Held, zum Chef des topographischen Bureaus. Die Fertigstellung des Manuskriptes schreitet aber vorwärts, und wir dürfen hoffen, daß das eidgen. topographische Bureau dem Alpenclub auch unter der neuen Leitung sein Wohlwollen und seine thatkräftige Unterstützung gewähren werde.
Ein Neudruck der französischen Ausgabe von Baumgartners Broschüre „ Die Gefahren des Bergsteigens " wurde von Herrn Jullien, Buchhändler in Genf, in Aussicht genommen.
Centralbibliothek des S.A.C.
Aus der Bibliothekkommission ist leider Herr Lavater-Wegmann aus Gesundheitsrücksichten ausgeschieden. Das Centralkomitee hat dem verdienten Clubisten und langjährigen Quästor den besten Dank für seine vorzüglichen Dienste ausgesprochen. Eine Neuwahl ist bis zur Zeit noch nicht getroffen.
Die Bibliothek wurde durch Geschenke und durch Kauf vermehrt. Die von der Bibliothek-Kommission veröffentlichten Berichte geben darüber näheren Aufschluß. Besonders zu erwähnen ist die Schenkung des vollständigen topographischen Atlas der Schweiz durch das hohe Militärdepartement, auf Befürwortung des topographischen Bureaus.
Mit der Verwaltung der Stadtbibliothek Zürich, welche unsere Bibliothek besorgt, haben wir ein neues Übereinkommen betreffend den Tauschverkehr mit anderen Vereinen getroffen. Danach werden die einlaufenden Zeitschriften an die Centralbibliothek gerichtet und von dieser dem Centralkomitee zur Einsicht zugestellt. Die Unzukömmlichkeiten durch den Adressenwechsel, wie er beim jeweiligen Wechsel des Sitzes des Centralkomitees eintritt, sollen dadurch vermieden werden. Auch wird so eine regelmäßigere Kontrolle des Tauschverkehrs ermöglicht.
Clubhütten.
Im Juli 1901 wurde die von der Sektion Cbaux-de-Fonds an der Südwestflanke des Grand-Combin neu erbaute Valsoreyhütte eröffnet. Die Kosten dieses schönen hochgelegenen Holzbaus betragen Fr. 7376. 60, an welche die Centralkasse Fr. 3500 beisteuerte.
Die Spannorthütte der Sektion Uto ist, durch einen Anbau bedeutend vergrößert, im Juni eingeweiht worden. Der Umbau kostete Fr. 5000, woran die Centralkasse Fr. 2000 beitrug.
Größere Reparaturen erforderte die Saleinazhütte.
Der Umbau der Matterhornhütte, zu dessen Ausführung das Centralkomitee von der Abgeordnetenversammlung in Brugg die Ermächtigung erhielt, kam leider nicht zur Ausführung. Die Gemeinde Zermatt machte unerwartete Schwierigkeiten, indem sie eine Bewirtschaftung der Hütte verbot. Dann stellten sich die endgültigen Kostenvoranschläge infolge übertrieben hoher Forderungen der Bauunternehmer so hoch, daß wir vorläufig darauf verzichten, mit dem Bau zu beginnen.
Die Segneshütte, an deren Baukosten von Fr. 10,000 die letztjährige Abgeordnetenversammlung einen Beitrag von Fr. 1000 statt der von der Sektion Rhätia begehrten Fr. 5000 bewilligt hatte, ist vom Bau-konsortium nun nicht an den S.A.C. abgetreten worden. Der Beitrag kam daher nicht zur Auszahlung. Die Hütte gilt also nicht als Clubhütte des S.A.C., steht aber vorläufig unter der Aufsicht der Sektion Rhätia. Für die Benutzung der Hütte werden Taxen erhoben.
Bei der Glärnischhütte wurde ein Holzschopf erstellt.
Für Sektionen, die in den Besitz einer Clubhütte zu kommen wünschen, sei hier nochmals bemerkt ( wie schon voriges Jahr ), daß die Doldenhornhütte und die Windegghütte beim Triftgletscher, beide in Privateigentum, für billigen Preis käuflich wären.
Bei Gelegenheit der Erhebungen über verschlossene Räume in den Clubhütten hat es sich ergeben, daß der S.A.C. auf das Mythenhaus keinerlei Eigentumsanrechte hat. Dieses Haus ist also aus der Liste unserer Hütten zu streichen.
Da eine Reihe unserer älteren Hütten, wie die Inspektionen gezeigt haben, in verbesserungsbedürftigem Zustande sich befinden, so betonen wir nochmals, daß wir stets gerne bereit sind, zu solchen Verbesserungen die Hand zu reichen. Namentlich die alten Steinbauten könnten z.B. durch Anbringen von Holztäfelung u. s. f. in wohnlicheren Zustand versetzt werden. Die Sektionen, welche solche Hütten besitzen, mögen uns ihre Vorschläge einreichen.
Weganlagen und Wegmarkierungen.
Man hat dem S.A.C. oft, so erst kürzlich wieder in den Tageszeitungen, vorgeworfen, daß er auf diesem Gebiete zu wenig thue. Dabei sind namentlich, wie beim Hüttenwesen, Vergleiche angestellt worden mit der hervorragenden Thätigkeit ausländischer Vereine.
Es ist von vornherein zuzugeben, daß für Wegmarkierungen, welche wenig kostspielig sind, bei uns bedeutend mehr geleistet werden könnte. Wir möchten die Sektionen ersuchen, solche Markierungen, z.B. von Paßwegen oder andern viel begangenen Pfaden, auszuführen, wo dies noch nicht geschehen ist. Dabei sollte immerhin eine sorgfältige Auswahl getroffen werden. Nicht zu markieren sind Wege, deren Begehung für Ungeübte ohne Führer entschieden gefährlich ist, namentlich Kletterwege, Anstiege auf Hochgipfel. Ob die Zugänge zu unseren Clubhütten bezeichnet werden sollen, ist in jedem Einzelfalle zu entscheiden. Bei manchen Hütten drängt sich die Erwägung auf, ob die jetzt schon beklagte Überfüllung mit Bummlern, welche die Hütte nur als Ausflugsziel benutzen, nicht noch mehr vermehrt werden würde.
Wenn solche Wegbezeichnungen in unserem Alpengebiete bisher nicht in so großem Maßstabe durchgeführt worden sind wie anderwärts, so mag das zum Teil daran liegen, daß unsere vortrefflichen topographischen Karten manche Markierung entbehrlich erscheinen lassen, die anderwärts als dringendes Bedürfnis erschiene. Die Karte sollte aber steter Begleiter des Alpinisten sein und ihn schon in den Mittelregionen vor dem bloßen gedankenlosen Dahinbummeln bewahren. Markierungen von Spazierwegen in der Nähe der Kurorte sind Sache der Kur- und Verkehrsvereine.
Ganz anders ist die Sachlage in Bezug auf Wegbauten. Infolge der ausgedehnten, bis in große Höhen sich erstreckenden Alpwirtschaft ist bei uns die Wegsame im allgemeinen eine gute. Kostspielige Neubauten kann der S.A.C. mit seinen beschränkten Mitteln naturgemäß nicht in dem Maße erstellen, wie das z.B. im deutschen und österreichischen Alpengebiete geschieht. Dort wetteifern drei Vereine miteinander, von denen einer allein die acht- bis neunfache Mitgliederzahl des S.A.C. besitzt. Es ist ungerecht und beweist wenig Wohlwollen und Sachkenntnis, vom S.A.C. gleiche Leistungen zu verlangen, wie jene Vereine sie vollbringen. Unsere 6000 Mitglieder rekrutieren sich fast ausschließlich aus unserem Lande mit drei Millionen Einwohnern, während das Ostalpengebiet als Hinterland die beiden großen Kaiserreiche hat. Dabei dürfen wir auch darauf hinweisen, daß wir in Bezug auf Publikationen, Karten, kurz die geistigen Hülfsmittel des Bergsteigers eine Thätigkeit entfalten, die sich neben derjenigen der anderen alpinen Gesellschaften wohl sehen lassen darf.
Die Sorge für Weganlagen wird aber vom S.A.C. nach Maßgabe seiner Mittel keineswegs vernachlässigt. Im Berichtsjahre ist der Fußweg Grimsel-Oberaargletscher-Oberaarhütte durch die Sektion Biel auf Kosten der Centralkasse in guten Stand gestellt worden. Ein neuer Fußweg vom Scesaplanahaus ob Seewis zur Scesaplanaspitze wurde auf Veranlassung der Sektion Prättigau angelegt und vom Centralkomitee subventioniert. Diesen schönen Weg, der die Ersteigung der Scesaplana auf der Schweizerseite leicht und interessant macht, haben wir in den letzten Tagen kollaudiert. Der Weg von Seewis zum Scesaplanahaus ist markiert worden. Für Weganlagen am Drusenthor und Schlappinerjoch sind der Sektion Prättigau Beiträge aus der Centralkasse zugesagt.
Die Sektion Gotthard beabsichtigt, einen Weg vom Isenthal zum Urirothstock zu erstellen, wir haben unsere Mithülfe in Aussicht gestellt und erwarten noch die Vorlage des Planes. Auch für die Verbesserung des Weges zur Glecksteinhütte am Wetterhorn ist ein Beitrag bewilligt. Die Arbeit soll im nächsten Frühjahr zur Ausführung kommen, unter Mitwirkung der Sektion Oberland und des Oberländischen Verkehrsvereins.
Auswärtige Beziehungen.
Den Einladungen des C.A.F. und des C.A.I. zu ihren diesjährgen Kongressen in Briançon beziehungsweise in Brescia konnten wir leider nicht Folge leisten, und so unterblieb diesmal die sonst übliche Delegation zu dem Feste eines der Nachbarvereine.
Bei der Einweihung der Pforzheimerhütte des D. und Ö.A.V. am Schlinigpaß nächst der Schweizergrenze hatte Herr Dr. Töndury, Präsident der Sektion Unterengadin, die Güte, den S.A.C. offiziell zu vertreten.
Unser Bericht ist zu Ende. Möge dem S.A.C. auch das kommende Jahr eine Zeit ruhiger, gedeihlicher Entwicklung sein.
Winterthur, den 5. September 1901.
Im Namen des Centralkomitees des S.A.C. Der Sekretär :Der Präsident:
Dr. Vodoz.Dr. Boßhard.