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Lage und Entstehungsgeschichte
Der Flughafen Basel-Mulhouse ist ein öffentlich-rechtliches Unternehmen nach internationalem Recht mit Sitz in Frankreich. Der französisch-schweizerische Staatsvertrag aus dem Jahr 1949 garantiert einen in dieser durchgängigen Form weltweit einzigartigen binationalen Status. Der Flughafen liegt vollständig auf französischem Gebiet und umfasst einen schweizerischen Zollsektor, der über eine Zollstrasse mit Basel verbunden ist.
Der EuroAirport ist ein vitaler Motor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region am Oberrhein (RegioTriRhena) und ihre vier Millionen französischen, deutschen und Schweizer Einwohner, die in einem Umkreis von einer Autostunde leben. Für die Unternehmen der Region, die das vielfältige Flugangebot vor ihrer Haustüre nutzen, ist der EuroAirport ein bedeutender Faktor ihrer Geschäftsentwicklungen. Etwa 48% der lokalen Fluggäste kommen aus der Schweiz, 26% je aus Frankreich und Deutschland. Auch für den Touristik- und Messebereich der trinationalen Region ist der Flughafen ein ausgezeichnetes Verkaufsargument.
Der EuroAirport gehört neben den Basler Chemie- und Pharmaunternehmen und den Peugeot-Montagewerken in Mulhouse zu den wichtigsten Arbeitgebern am Oberrhein. Über 6’000 Menschen arbeiten in den mehr als 130 Unternehmen. Die Zahl der indirekten Arbeitsplätze wird auf das Dreifache geschätzt.
Infrastruktur und Kapazität
Der Flughafen verfügt über ein Pistensystem mit zwei sich kreuzenden Landebahnen. Die Nord/Süd-Hauptpiste (15/33) ist 3’900 Meter lang und kann von allen Flugzeugtypen benutzt werden. Dank der Instrumentenlandesysteme ILS15 und ILS33 ist sie von Norden sowie von Süden bei jeder Wetterlage benutzbar. Die Querpiste (26/08) ist 1’820 Meter lang.
Zwischen 1998 und 2005 wurde die Terminalinfrastruktur für rund 230 Millionen € erweitert. Das Ausbauprogramm beinhaltete ein Y-förmiges Fingerdock mit 24 Andockpositionen, die Terminalerweiterungen Nord und Süd sowie neue Vorfahrten mit darunter liegenden Parkhäusern. Dank dieser neuen Infrastruktur hat der EuroAirport heute eine Kapazität von 8 Millionen Passagieren.
Strategische Ausrichtung
Seit 60 Jahren spielt der EuroAirport eine wichtige Rolle in der grenzübergreifenden Kooperation der Region. Als 3. Landesflughafen der Schweiz und 5. Regionalflughafen Frankreichs bietet er direkte Verbindungen im Linien- und Ferienverkehr sowie interkontinentale Verbindungen über die wichtigsten europäischen Hubs. Als Eingangstor zur RegioTriRhena fördert er auch den Bekanntheitsgrad sowie die touristische Attraktivität des Dreiländerecks. Der EuroAirport positioniert sich als einen effizienten, kostengünstigen Flughafen.
Für die nächste Zukunft steht die Umsetzung der Frachtstrategie an: die Konstruktion einer Halle für den Versand temperaturempfindlicher Güter, wie z.B. Pharma, sowie den Bau eines Gebäudes, das ganz spezifisch auf die Bedürfnisse der Expressfracht zugeschnitten ist. Und langfristig dürfte auch der direkte Anschluss des Flughafens an das Eisenbahnnetz realisiert werden.
Projekte/Ausblick
Im November 2007 wurde der Grundstein für den Ausbau der Südzone gelegt, der die Ansiedlung von drei im Bereich Flugzeugwartung und –Umbau spezialisierten Unternehmen ermöglicht hat: Jet Aviation, AMAC Aerospace und Air Service Basel. Der EuroAirport baut dadurch sein Standortprofil als international anerkanntes Kompetenzzentrum in diesem Bereich aus und schafft die Voraussetzungen für weitere hochqualifizierte Arbeitsplätze. Neben dem Passagier- und Frachtverkehr etabliert sich dieses Geschäftsfeld zu einem weiteren Standbein der Flughafenentwicklung.
Flughafenlayout
(not for operational & aeronautical use / no official publication)