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Allie Chase, die minderjährige, rebellische Tochter eines prominenten Senators, ist in die Underground-Szene Londons abgetaucht. Neal hat nur wenige Tage Zeit, um Allie aus dieser Hölle voller Junkies, Drogendealer und Schläger zu befreien, damit sie pünktlich zum Wahlkampf aufgeräumt und strahlend an der Seite ihrer Eltern auftreten kann. Doch was der Untergrund aufzubieten hat, ist nichts gegen das, was Neal an der Oberfläche erwartet – falls er es dorthin zurückschafft …
Alle Titel der Neal-Carey-Serie:
London Undercover (Neal Carey 1)
China Girl (Neal Carey 2)
Way Down on the High Lonely (Neal Carey 3 – angekündigt unter dem Titel Holy Nevada)
A Long Walk Up the Water Slide (Neal Carey 4 – angekündigt unter dem Titel Lady Las Vegas)
Palm Desert (Neal Carey 5)
Don Winslow wurde 1953 in der Nacht zu Halloween in New York geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in South Kingstown, Rhode Island, einer Kleinstadt am Atlantik. Sein Vater, der ihm Geschichten von seiner Zeit bei der Marine erzählte, beflügelte seine Fantasie und erweckte in ihm den Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden.
Schon früh kam Winslow mit den Themen und Figuren in Berührung, die später eine so prominente Rolle in seinen Büchern spielen sollten. Einige Mafiagrössen des Patriarca-Syndikats lebten in seiner Nachbarschaft, und seine eigene Grossmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, den mutmasslichen Drahtzieher des Kennedy-Attentats, der den späteren Autor mehrere Male zu sich einlud.
Nach seinem Schulabschluss kehrte Don Winslow in seine Geburtsstadt New York zurück. Bevor er mit dem Schreiben begann, verdiente er sein Geld unter anderem als Kinobetreiber, als Fremdenführer auf afrikanischen Safaris und chinesischen Teerouten, als Unternehmensberater und immer wieder als Privatdetektiv.
Auch als Schriftsteller ist Don Winslow unermüdlich. Jeden Morgen um fünf setzt er sich an den Schreibtisch. Mittags läuft er sieben Meilen, in Gedanken immer noch bei seinen Figuren, um dann am Nachmittag weiterzuarbeiten. Dabei schreibt er mindestens an zwei Büchern gleichzeitig. Schreibblockaden kennt er nicht, im Gegenteil: Winslow sagt von sich, dass er bislang nur fünf Tage durchgehalten habe, ohne zu schreiben. Es ist eine Sucht, die bis heute ein Werk hervorgebracht hat, dessen Qualität, Vielseitigkeit und Spannung Don Winslow zu einem der ganz Grossen des zeitgenössischen Krimis machen.
Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für Tage der Toten. Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Grossen amerikanischen Krimi-Autoren.
Toller Krimi einer Serie aus den frühen Neunzigern,jetzt bei Suhrkamp als Neuauflage! Als Fünfteiler konzipiert, lernen wir im 1.Teil in Rückblenden den kleinen Neal Carey kennen, New Yorker Großstadtkind mit drogensüchtiger Mum und gerade auf Taschendiebstahlstour, als er erwischt wird. Der Bestohlene erkennt allerdings Potential in dem Kleinen und bringt ihn... Toller Krimi einer Serie aus den frühen Neunzigern,jetzt bei Suhrkamp als Neuauflage! Als Fünfteiler konzipiert, lernen wir im 1.Teil in Rückblenden den kleinen Neal Carey kennen, New Yorker Großstadtkind mit drogensüchtiger Mum und gerade auf Taschendiebstahlstour, als er erwischt wird. Der Bestohlene erkennt allerdings Potential in dem Kleinen und bringt ihn nicht zur Polizei, sondern nimmt ihn unter seinen Fittiche. Der alte Joe Graham ,einer der besten Privatermittler der Stadt ,ist für eine renommierte Bank in Spezialaufträgen unterwegs und sein "Sohn" Neal Carey hat irgendwann alles, was er kann, von dem alten Fuchs gelernt. Sogar ein Darlehen für ein Studium (englische Literatur des 18.Jahrhunderts !) hat Joe bei der Bank für seinen Ziehsohn organisiert und Neal steht gerade vor einer wichtigen Prüfung, als ein neuer Auftrag hereinkommt. Allie, 17j.Tochter eines Senators, ist nach London abgehauen und Neal soll sie dort ausfindig machen, bis in wenigen Monaten wieder Wahlen sind und sie an Daddys Seite in die Kameras lächeln soll. Allerdings hat dieser Auftrag noch so einige Haken und Ösen, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Winslows Sprache ist schnörkellos, bissig,manchmal komisch: aus Neals Perspektive erleben wir die öde alltägliche Arbeit eines Ermittlers, der kaum Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort seiner Zielperson hat und deswegen montelang in London immer wieder die gleiche Gegend unter die Lupe nehmen muss.Bis ihm der Zufall hilft.... Neal ist jung ,sympathisch, kein Kämpfer(!),aber clever und man wünscht sich für ihn und das junge Mädchen, das er "befreien" will, ein gutes Ende.Dass Allie allerdings mittlerweile heroinsüchtig ist und er sie clean bekommen muss,ihr wutschnaubender Freund/Zuhälter beide sucht und offensichtlich jemand in den USA noch einen Hintergedanken bei der Suche nach dem Mädchen hatte, gibt der Story dann mächtig Drive. Lohnt sich !
Allein schon die durchweg durchgehaltene trockene, coole, ironische, zynische Sprache, mit der Winslow diese Geschichte Seite für Seite vorabringt , verbunden mit seiner kongenialen Hauptperson Neal Carey mit seiner trocken geschilderten und dennoch harten Lebensgeschichte, seinen stahlharten Nerven und seinen im Leben geschliffenen Methoden, seinen Aufträgen durch „die Freunde“... Allein schon die durchweg durchgehaltene trockene, coole, ironische, zynische Sprache, mit der Winslow diese Geschichte Seite für Seite vorabringt , verbunden mit seiner kongenialen Hauptperson Neal Carey mit seiner trocken geschilderten und dennoch harten Lebensgeschichte, seinen stahlharten Nerven und seinen im Leben geschliffenen Methoden, seinen Aufträgen durch „die Freunde“ nachzugehen, machen dieses Buch zu einem wunderbaren Lesevergnügen. Dass die Tochter eines Senators und vielleicht kommenden „großen Mannes“ aus eigener Initiative verschwunden ist (nach London wohl), dass in der Familie des Senators so einiges im Argen liegt, dass die Tochter nur als Funktion in die Kamera lächeln soll, das aber bitte zu einem konkreten Anlass an einem genauen Datum, all das bringt Neal Carey doch ein wenig ins Schwitzen. Denn Anhaltspunkte hat er keine. Und London, unter einer Bleiglocke von schwülen Temperaturen leidend, stellt sich für Carey über Wochen hinaus als nicht sonderlich hilfreich heraus. Bis der Zufall hilft. Das zudem in den eigenen Reihen da einer ist, der es nicht sonderlich gut mit Carey und dem ganzen Fall meint, dass noch andere Kräfte mitmischen, die zumindest sich für schlagkräftig halten und das Neal irgendwann vor die Entscheidung Gerät, seinem Auftrag oder seinem Gewissen zu folgen oder doch beides zusammenkriegen könnte, das liest sich in jeder Phase und in jedem Erzählstrang des Buches hoch lebendig, mit trockenem bis trockenstem Humor und flüssigem, wenn auch einfachem Erzählstil. Wobei, hinter all dem Witz und den coolen Sprüchen, Winslow die Spannung und die Gefahrensituationen bis zum überraschenden Täuschungsmanöver am Ende des Thrillers nicht zu kurz kommen lässt. Ein Buch, das trotzt seines Alters in keiner Weise angestaubt wirkt, sondern in bester Weise illustriert, dass Winslow flüssig, überzeugend und in sich geschlossen zu erzählen verseht, ebenso, wie er immer wieder trockenen Humor einbaut, ohne je der Gefahr zu verfallen, lächerlich zu wirken. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre