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Im Vallée de la Sionne haben wir die Möglichkeit neben einer lokalen Geschwindigkeitsmessung mit optischen Sensoren auch eine mehr globale Geschwindigkeitsverteilung zu bestimmen mittels Doppler Radar. Dabei verwenden wir das gleiche Prinzip, wie es die Verkehrspolizei auf den Strassen tut: Man sendet einen Mikrowellenstrahl auf die Lawine, wo er reflektiert wird. Die Frequenz der reflektierten Welle ist auf Grund der Geschwindigkeit der Lawine gegenüber der ursprünglichen Frequenz leicht verschoben. Diese Frequenzverschiebung wird von der Elektronik des Radar registriert und von unseren Auswerteprogrammen in die Lawinengeschwindigkeit umgerechnet. In Abbildung 1 ist der Geschwindigkeitsverlauf einer Lawine vom 20. Februar 2000 gezeigt. Man sieht, dass die Maximalgeschwindigkeit rund 65 m/s, d.h. 234 km/h, beträgt. Die grossen Lawinen im Winter 1999 erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 310 km/h.
Wir verwenden insgesamt fünf Doppler Radars, welche mit verschiedenen Frequenzen laufen (9.3 GHz bis 35 GHz). Die verschiedenen Radars sind auf verschiedene Positionen am Lawinenhang fokussiert, wodurch es möglich wird, eine örtliche Geschwindigkeitsverteilung zu errechnen. In Abbildung 2 sieht man, wie die Radars im Bunker moniert sind.