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Zu Beginn dieser Woche hat die Wemf ihre neusten Zahlen zur Leserschaft publiziert. Diese Mach Values 2021 zeigen «psychografische Unterschiede zwischen Personen, die in ihrem privaten Umfeld regelmässig politische Diskussionen führen, und solchen, welche dies selten oder nie tun», schreibt die Wemf in einer Analyse zu ihrer Veröffentlichung.
Somit seien Schweizerinnen und Schweizer, die häufig mit Freunden und Verwandten politische Diskussionen führen, «etwas hedonistischer als Personen, die das nur selten oder nie tun». Letztgenannte sind dagegen leicht traditioneller eingestellt als der Schweizer Durchschnitt und traditioneller als Personen, die häufig politisch diskutieren.
Betrachtet man die beiden Gruppen differenzierter, werden offensichtlichere Unterschiede erkennbar. So gehören ausgeprägt viele Personen, die häufig im privaten Umfeld politische Diskussionen führen, dem Typus der «Creators» an, der sich durch ein progressives und engagiertes Verhalten und eine hohe Bildung auszeichnet. Diese Menschen möchten ihre eigene Kreativität ausleben und stellen Umweltschutz vor den persönlichen Konsum.
Ebenfalls überdurchschnittlich in der Gruppe der Vieldiskutierenden vertreten sind die «Cosmopolitans». Sie leben bezeichnenderweise in Städten, wollen ein möglichst abwechslungsreiches Leben führen und finden nach eigenen Angaben traditionelle Werte weniger wichtig. Aber auch viele sozial engagierte Altruisten geben an, häufig politische Diskussionen mit Freunden und Verwandten zu führen.
Sicherheitsorientierte beteiligen sich seltener an Diskussionen. Unter diesen Personen, die selten oder nie politische Diskussionen im privaten Umfeld führen, befinden sich überdurchschnittlich viele «Moderates». Sie haben typischerweise eher traditionelle Werthaltungen, sind auch ohne Abenteuer im Leben zufrieden und legen weniger Wert auf Selbstverwirklichung. Aber auch die sicherheitsorientierten «Prudents» diskutieren auffallend selten politische Themen mit ihren Freunden und Verwandten.
Mehr Details zu dieser Typologie sowie zu deren Kaufverhalten finden sich in der Studie «Mach Values. Die intuitive Psychografiestudie.»