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Vom 21. bis 25. Januar 2019 wurde die Schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) durch die European
co-operation for Accreditation (EA) auf Herz und Nieren geprüft. Das EA-Team, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern europäischer Akkreditierungsstellen, überprüfte die Tätigkeit der SAS an ihrem Standort in Bern und begleitete Begutachtungsteams der SAS an Begutachtungen von Konformitätsbewertungsstellen (KBS) in der ganzen Schweiz. Die SAS erhielt für ihre siebte internationale Evaluation insgesamt ein gutes Zeugnis.
Die SAS begutachtet und akkreditiert KBS aufgrund internationaler Normen sowie technischer Vorgaben. Die Akkreditierung hat die weltweite Stärkung des Vertrauens in die Kompetenz und Dienstleistungen der akkreditierten KBS zum Ziel.
Als nationale Akkreditierungsstelle und Mitglied der EA unterzieht sich die SAS regelmässig einer „Peer Evaluation" bzw. einer „Beurteilung unter Gleichrangigen" - vor dieser aktuellen Beurteilung zuletzt im Jahre 2015. Diese Beurteilung erfolgt auf der Grundlage fundierter und transparenter Bewertungskriterien und -verfahren und hat einen bindenden Charakter für den sogenannten „Signatory-Status" im Rahmen von Multilateralen Abkommen (Multilateral Agreement, MLA und Multilateral Recognition Arrangements, MRA) der EA, der International Laboratory Accreditation Cooperation (ILAC) sowie des International Accreditation Forum (IAF).
Dabei wird überprüft, ob die nationale Akkreditierungsstelle die Anforderungen der internationalen Norm ISO/IEC 17011 "Konformitätsbewertung - Allgemeine Anforderungen an Akkreditierungsstellen, die Konformitätsbewertungsstellen akkreditieren" und der verbindlichen Dokumente der EA, der ILAC und des IAF erfüllt und im eigenen Akkreditierungssystem anwendet. Konkret betrifft dies beispielsweise Anforderungen an das Managementsystem, an die personellen Ressourcen und deren Fachkompetenz, an den mandatsbezogenen Einsatz von externen Begutachtern, an die Durchführung von Begutachtungen und zur zugehörigen Berichterstattung, an die vollständige Abdeckung der Normelemente und technischen Geltungsbereiche sowie an die Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit dem Akkreditierungsverfahren der nationalen Akkreditierungsstelle.
Diesen Evaluationsprozess hat die SAS nun wiederum erfolgreich in der Praxis durchlaufen. Damit bleiben die multilateralen Vereinbarungen im Bereich Kalibrieren, Prüfen, medizinische Untersuchungen, Zertifizierung von Produkten, Personen und Managementsystemen sowie Inspektion weiterhin gültig.
Damit wird die gegenseitige Anerkennung nationaler Akkreditierungssysteme und der daraus resultierenden Dienstleistungen im Bereich der Konformitätsbewertung wiederum sichergestellt. Die Berichte und Zertifikate akkreditierter KBS werden weltweit anerkannt und das Vertrauen in die Qualität der entsprechenden Produkte und Dienstleistungen dadurch gefördert. Die MLA und MRA im Rahmen der EA, der ILAC und des IAF tragen damit wesentlich zum Abbau technischer Handelshemmnisse bei. Dies erfordert jedoch uniforme und nachvollziehbare Vorgehensweisen in den jeweiligen nationalen Akkreditierungssystemen sowie eine periodische Bestätigung durch unabhängige und unparteiische Dritte im Rahmen von Peer Evaluationen.