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Fünf neue Kernkraftwerke (KKW) sind im Jahr 2023 mit dem Netz verbunden worden: Belarus-2 in Weissrussland, Fangchenggang-3 in China, Mochovce-3 in der Slowakei sowie Shin-Hanul-2 in Südkorea. Mit Vogtle-3 nahm der erste Reaktor der fortgeschrittenen dritten Generation in den USA die Produktion auf.
2023 vollendete Deutschland mit der Stilllegung seiner letzten drei KKW Emsland, Isar-2 und Neckarwestheim-2 den schon lange beschlossenen Atomausstieg. Auch das belgische Werk Tihange-2 und Kuosheng-2 in Taiwan wurden aufgrund von politisch motivierten Ausstiegsbeschlüssen endgültig abgeschaltet.
Gleich viele Reaktoren bei einem Land weniger
Deutschlands Ausstieg hatte keinen Einfluss auf das Total der weltweiten KKW. Der zivile Kernkraftwerkpark der Welt umfasste beim Jahreswechsel 438 Reaktoren in neu 32 Ländern.
Der Anteil der Kernenergie an der weltweiten Stromproduktion verblieb bei knapp 10%. Damit ist sie weiterhin nach der Wasserkraft die zweitgrösste Quelle CO2-armen Stroms. Die installierte Leistung sank auf rund 392’700 MW (2022: 393’600). Im Jahr 2023 starteten sechs Bauprojekte von neuen KKW, die dritte Einheit des Neueinsteigers Ägypten und fünf in China. Weltweit sind 57 neue Kernkraftwerke in Bau und 85 weitere geplant.
Stets aktuelle Daten zu sämtlichen Kernkraftwerken und Lagern für radioaktive Abfälle: www.nuclearplanet.ch.