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Die drei nationalen ornithologischen Gesellschaften der Arbeitsgemeinschaft wissenschaftliche
Ornithologie, Ala, Ficedula und Nos Oiseaux, welche die drei Sprachregionen der Schweiz
vertreten, lehnen das neues Jagdgesetz, über das am 27. September abgestimmt wird, ab.
Birkhuhn, Alpenschneehuhn und Waldschnepfe sind in der Schweiz als Brutvögel bedroht. Die
Bestände des Alpenschneehuhns zum Beispiel haben in den Schweizer Westalpen in den letzten
20 Jahren um 50% abgenommen. Würde das Gesetz angenommen, könnten diese Arten noch
jahrzehntelang national erlegt werden und das Überleben dieser Arten in der Schweiz zusätzlich
gefährden.
Die drei Gesellschaften sind zudem verblüfft über die Aussage des Bundes, dass es mit dem Schutz
von 12 Entenarten im Vergleich zum Gesetz von 1986 erhebliche nationale Verbesserungen für
Vogelarten geben würde. Die Abschüsse dieser 12 zumeist sehr seltenen Arten machen nur gerade
2% der jährlich getöteten Enten aus, andere Arten können weiterhin bejagt werden.
Die Übertragung der Verantwortung des Bundes an die Kantone für die Kontrolle der Abschüsse
geschützter Arten könnte als Folge von politischem Druck lokal starker Lobbyorganisationen die
Bestände von mehreren Vogelarten in der ganzen Schweiz bedrohen.
Die drei Verbände haben deshalb die Nein-Parole zum neuen Jagdgesetz beschlossen.