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Das Ballett «I’m not scared» von Ilia Jivoy wurde im vergangenen August mit grossem Erfolg auf dem Julierpass uraufgeführt. Der Jungstar unter den russischen Choreographen erzählt von innerer Revolution, von Widerstand gegen angemahntes Schicksal, von der menschlichen Kraft, Gegebenes zu verändern.
Das Mariinsky-Ballett in St. Petersburg gehört zu den grössten und bedeutendsten Ensembles der Welt. Auf der Bühne des ehemaligen kaiserlichen Theaters wurde eine ganze Reihe der grossen Werke der Ballettlitteratur uraufgeführt, unter ihnen Tchaikovskys Werke «Nussknacker» und «Dornröschen».
Ilia Jivoy lässt sechs Tänzer auf der Bühne agieren. Xander Parish, Principal am Mariinsky mit englischer Herkunft, gibt den tragischen Helden, einen jungen Mann, der erkrankt, unter sozialen Druck gerät, ausgestossen wird, seine grosse Liebe verliert. Jivoy zeichnet den Verfall mit eindringlichen Mitteln. Die Unbeschwertheit des Anfangs, der von verspielter Jugend erzählt, weicht einer schicksalshaften Bedrohung. Die Gefährten aus guten Tagen mutieren zu Rächerfiguren, die unter der Bühne hervorschnellen und lauthals auf den Holzboden einschlagen. Am Schluss lässt Jivoy sein Liebespaar auf der Bühne entschweben und versöhnt mit einem ungewöhnlich inszenierten Applaus. Die Tänzer des Mariinsky-Balletts gelten als die technisch versiertesten Tänzer der Welt. Auf dem Julierturm zeigte sich ihr hohes Können in der Präzision des Spiels und in unvergleichlicher Anmut.