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23 Entscheide der Disziplinarkammer für Dopingfälle im Jahr 2013
Ittigen, 3. März 2014. Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic (DK) hat im vergangenen Jahr 23 Entscheide gefällt – über die Hälfte mehr als jeweils in den drei Jahren zuvor. Erstmals konnte 2013 ein Athlet aufgrund eines von der Norm abweichenden Blutpasses für zwei Jahre gesperrt werden.
Von den 23 Entscheiden der DK enthielten 17 Sanktionen gegen Athleten. Drei Athleten wurden aufgrund des Nachweises von Anabolika sanktioniert, wobei einer davon für 20 Monate gesperrt wurde. Diesen Entscheid hat Antidoping Schweiz an das internationale Sportgericht TAS weitergezogen, das zweitinstanzliche Urteil steht noch aus. Ein zweiter Athlet wurde für drei Jahre und der dritte als Wiederholungsfall sogar für acht Jahre gesperrt. Ein weiterer Athlet wurde aufgrund einer Meldung des Schweizer Zolls an Antidoping Schweiz wegen der versuchten Anwendung eines Anabolikums für zwei Jahre gesperrt.
Ein Athlet wurde auf Grund einer Zollmeldung wegen versuchter Anwendung von EPO für zwei Jahre und ein Athlet wegen Mehrfachverstoss gegen die Meldepflicht-Bestimmungen für ein Jahr gesperrt. Drei Athleten wurden wegen der Anwendung von Stimulanzien zwischen 18 und 24 Monaten gesperrt. Zudem wurde ein Athlet zu einer zweijährigen Sperre verurteilt, weil er anderen Athleten Nahrungsergänzungsmittel verkaufte, die ein Stimulans enthielten.
2013 stieg die Anzahl der Cannabisfälle im Vergleich zu 2012 von zwei auf sechs an, womit rund ein Drittel aller Dopingfälle in der Schweiz Cannabis betraf. Hierfür wurden Sperren zwischen 3 und 24 Monaten ausgesprochen.
Erster Blutpass-Fall in der Schweiz
Erstmals konnte 2013 ein Athlet aufgrund eines von der Norm abweichenden und durch Antidoping Schweiz vorgebrachten Blutpasses gesperrt werden. Die DK sprach eine zweijährige Sperre aus, die später vom TAS bestätigt wurde. In einem weiteren Fall sind weder das TAS noch das Bundesgericht auf einen Rekurs eines Athleten gegen ein Urteil der DK wegen Gebrauchs von Anabolika (zwei Jahre Sperre) aus dem Jahre 2012 eingetreten, womit die Sanktion rechtskräftig wurde.
Insgesamt wurden Bussen in der Höhe von 2000 Franken ausgesprochen. Zusätzlich entschied die DK dreimal auf Freispruch, zweimal auf Einstellung des Verfahrens und einmal auf Nichteintreten.
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