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China, das Land, welches prägenden Einfluss auf die koreanische- wie auch die japanische Kultur ausgeübt hat, ist die Wiege der Steinlaterne. Ursprünglich gegossen, wurden in Japan die Steinlaternen aus Granit hergestellt. Die Steinlaterne fand schliesslich Verbreitung im Teegarten, wo man sich nach festgelegten Regeln zum Teetrinken, zum Zweck der Kommunikation als auch der Selbstfindung zusammensetzte.
Da Teezeremonien oftmals abends stattfanden, dienten Steinlaternen dazu, den Gästen den Weg zu den Teehäusern zu erhellen.
Fast jede Laterne besteht aus mehreren Teilen, von oben betrachtet sind dies die ´Kappe´, gefolgt vom ´Dach´, dem ´Lichtkasten´, welcher von der ´Laternenplatte´ getragen wird. Diese wiederum sitzt auf einem ´Schaft´, welcher schlussendlich auf dem ´Sockel´ aufsetzt.
Grundsätzlich unterscheidet man die folgenden 4 Arten:
|Yukimi-Gata||Ikekomi-Gata||Tachi-Gata||Oki-Gata|
Yukimi-Gata
Die Yukimi-Gata oder Schneebetrachtungslaterne hat ihren Namen wegen des grossen, ausladenden Daches, auf dem im Winter ein grosse Schneehaube Platz findet. Die niedrigen Laternen werden oft in Wassernähe aufgestellt, bei einem Koi-Teich, welche nicht nur in Japan sondern immer mehr auch in Europa angelegt und geschätzt werden.
Ikekomi-Gata
Da die Ikekomi-gata keinen Sockel haben werden sie direkt mit dem Schaft in die Erde eingegraben. Wegen des fehlenden Sockels wirken sie sehr elegant und können zwischen Sträuchern oder bei kleinen Baumgruppen sehr schön zur Geltung kommen. Man nimmt an, dass diese ersten Laternen in der Momoyama Periode (1568-1615) erstmals produziert wurden. Dieser Typ ist oft in der Nähe eines Steinbassins (Tsukubai), oder im Garten eines Teehauses zu finden.
Oki-Gata
Die Oki-gata, die kleinen Laternen, sind normalerweise nicht grösser als 50 cm und können somit aufgrund ihrer geringen Grösse und Gewicht problemlos eingesetzt werden. Während der Asuka Periode wurden die ersten Oki-gata aus Bronze erstellt. Wegen steigenden Landpreisen erfreuten sich diese kleinen Laternen steigender Beliebtheit und wurden gerne eingesetzt, wenn die Platzverhältnisse keine grossen Laternen zu liessen. Selbst in einem Wintergarten können diese Lampen eine schöne Dekoration abgeben. Oft findet man sie an einem Teich oder am Wegrand.
Mit der Einführung des Buddhismus in Japan wurde die chinesische Gartenbaukunst bei der ersten gegründeten Hauptstadt Heijo-Kyo (Nara) eingesetzt. Am Zugang zum Tempel wurden jeweils Steinlaternen aufgestellt. Die grossen, aufwendig gestalteten Laternen stellen den Mittelpunkt des Gartens dar. Sockellaternen haben schon die alten Meister des Ukiyo-e fasziniert. Sehen Sie hier einen wunderschönen Holzdruck von Shiro Kasamatsu (1989-1991) vom Toshogu Shrine in Ueno/ Tokyo.
Steinlaternen wurden von vielen Ukiyo-e Künstlern als gestalterisches Element in ihren Bildern verwendet. Diese Bilder zeigen in vielfältiger Weise das Leben der damaligen Zeit. Dieser Link führt Sie zu einer informativen Seite über Steinlaternen in der Welt des Ukiyo-e.