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Es werden aber deutlich weniger Stellen gestrichen, als im Vorfeld befürchtet wurde.
Nortel hat im dritten Quartal des Jahres wie bereits Mitte September angekündigt
einen deutlichen Umsatzeinbruch erlitten. Verglichen mit dem entsprechenden Quartal des letzten Jahres fiel der Umsatz des Herstellers von Telekommunikationsausrüstung um 15 Prozent auf 2,32 Milliarden Dollar. Gleichzeitig verbuchte Nortel einen gewaltigen Quartalsverlust von 3,41 Milliarden Dollar.
Dieser Verlust setzt sich allerdings hauptsächlich aus Abschreibungen auf den angenommenen "Goodwill"-Wert des Unternehmens (1,14 Milliarden Dollar) sowie Rückstellungen für mögliche Steuernachzahlungen (2,07 Milliarden Dollar) zusammen. Dazu kamen noch 50 Millionen Dollar an einmaligen Restrukturierungskosten.
Trotzdem bleibt noch ein Verlust aus dem operativen Geschäft von 150 Millionen Dollar übrig. Nortel kündigte daher weitere Sparmassnahmen, darunter Stellenstreichungen, an. Immerhin werden weit weniger Stellen dem Rotstift zum Opfer fallen, als in den letzten Tagen befürchtet worden war. Statt 3000 bis 5000 Stellen, wie es in einzelnen Gerüchten hiess, will Nortel gemäss der offiziellen Mitteilung rund 1300 Jobs abbauen. Ein Viertel davon soll noch dieses Jahr wegfallen, der Rest nächstes Jahr. Nortel beschäftigt gegenwärtig weltweit noch rund 32‘000 Mitarbeitende.
Daneben kündigte Nortel weitere Sparmassnahmen an, zum Beispiel den temporären Stopp von Gehaltserhöhungen und Einstellungen in gewissen Bereichen, sowie den Abbau einiger Posten im höheren Management. Insgesamt hofft Nortel, seine Kosten um rund 400 Millionen Dollar pro Jahr senken zu können. (hjm)