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Hast Du mithilfe eines BMI-Rechners Dein Gewicht ermittelt, stellt sich nun die Frage, wie dieser Wert einzuordnen ist. Die World Health Organisation hat mit einer einheitlichen Richtwerttabelle für das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergrösse Gewichtskategorien festgelegt.
Ein BMI von unter 16 definiert starkes Untergewicht und ein BMI von 16 bis 19 Untergewicht. Ist der BMI eines Menschen zwischen 19 und 25 berechnet, so spricht man von einem Normalgewicht. Ein BMI von 25 bis 30 definiert das Übergewicht, welches auch Präadipositas genannt wird. Ab einem BMI von 30 leidet man unter Adipositas Grad 1, ab einem BMI von 35 unter Adipositas Grad 2 und ab einem BMI von 40 oder mehr unter starker Adipositas, auch als Adipositas permagna oder Grad 3 definiert. Hintergrund für die Einteilung dieser Gewichtskategorien ist, dass sowohl bei starkem Untergewicht als auch mit zunehmender Stufe der Adipositas das Risiko von Begleiterkrankungen steigt. In unserem Beispiel konnten wir mit einem BMI von 24,1 kg/m2 ein Idealgewicht berechnen. Um mittels BMI-Rechner Dein Idealgewicht zu berechnen, musst Du also Deine Körpergrösse wissen.
Darüber hinaus ist der BMI jedoch von weiteren Faktoren abhängig. Auch das Geschlecht ist wichtig, um dein Idealgewicht ausrechnen zu können. Das Alter spielt ebenso eine Rolle, wenn Du dein Normalgewicht berechnen willst. Auch bei Patienten mit Amputation kann man mithilfe von Korrekturwerten den BMI berechnen. Hierzu findest Du im Internet Tabellen mit Korrekturwerten für die entsprechenden Gliedmassen. Neben diesen Faktoren kommen noch weitere Faktoren hinzu, die den BMI verändern können. Auch die Herkunft spielt eine entscheidende Rolle, sodass zum Beispiel der BMI-Wert für Normalgewicht bei asiatischen Menschen niedriger ist.
Den Body-Mass-Index zu interpretieren, ist also nicht ganz einfach. Dies liegt ganz massgeblich daran, dass sich das Körpergewicht aus unterschiedlichen Komponenten zusammensetzt, die je nach Alter, Geschlecht, Abstammung und Begleiterkrankungen unterscheiden können. Der Körperfettanteil ist zwar Bestandteil des Körpergewichts, aber bei jedem Menschen unterschiedlich. So hat ein durchtrainierter Mensch mit Mitte zwanzig einen geringeren Körperfettanteil als ein Rentner mit Herzschwäche.
Den Körperfettanteil kannst Du ebenfalls selbst bestimmen. Eine häufige Methode ist die sogenannten US-Navy-Methode. Hierbei misst Du den Umfang Deines Bauches auf Höhe des Nabels und den Umfang des Nackens unterhalb des Kehlkopfes. Als Frau musst Du zusätzlich den Hüftumfang messen. Alle Werte können auf entsprechenden Internetseiten eingegeben werden und daraus der Körperfettanteil errechnet werden. Der Bauchumfang an sich ist schon ein gutes Mass für ein erhöhtes Risiko von Begleiterkrankung durch Übergewicht. So ist ein Bauchumfang von über 80 cm bei Frauen und über 92 cm bei Männern bereits ein grosses Risiko, an Herz-, Gefäss- oder Zuckererkrankungen zu leiden.