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Das Wichtigste in Kürze
- Tadej Pogacar gewann die diesjährige Tour de France mit Abstand.
- Dopingjäger Antoine Vayer traut den Leistungen des 22-Jährigen nicht.
- Er sieht zu viele Parallelen zwischen ihm und dem Doping überführten Lance Armstrong.
Der französische Dopingjäger Antoine Vayer hat Zweifel an den herausragenden Leistungen des nun zweimaligen Tour-de-France-Siegers Tadej Pogacar. Dabei erinnere ihn Pogacar nicht nur sportlich an den aus den Geschichtsbüchern verbannten Ex-Champion Lance Armstrong (49).
«Pogacar verbessert Rekorde, die fast 20 Jahre lang unantastbar blieben. Im vergangenen Jahr war er an vier Bergen schneller als alle anderen in der Geschichte der Tour de France. In diesem kamen zwei neue Rekorde dazu», sagte der 58-Jährige in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung». Die Tour 2021, erinnere ihn an die Tour 1999, als der inzwischen überführte Amerikaner Lance Armstrong erstmals triumphierte.
Dabei erinnere ihn der 22-Jährige nicht nur sportlich an den aus den Geschichtsbüchern verbannten Ex-Champion. «Pogacar verteidigt sich auf Pressekonferenzen wie Armstrong.
Wir fragten Armstrong, wie seine Leistungen zu erklären seien. Er sagte immer wieder, er sei der am meisten getestete Mensch der Welt. Exakt die Verteidigungsstrategie wie Pogacar.»
Der Slowene gewann die am 18. Juli beendete Tour de France mit einem Vorsprung von über fünf Minuten vor dem Dänen Jonas Vingegaard. Er dominierte in den Alpen und Pyrenäen, gewann zudem ein Einzelzeitfahren und hatte die Tour-Lage jederzeit im Griff.
Dass Pogacar am Mont Ventoux einmal vom 24-jährigen Vingegaard abgehängt wurde, hält Vayer für ein durchschaubares Spiel. «Er hat geschauspielert, genauso wie Armstrong damals. Der Radsport ist ein Kosmos, in dem jeder nur so tut, als ob.» Bislang gibt es für ein Fehlverhalten von Pogacars keine Anzeichen oder gar Beweise.