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Wenn der ehemalige Zürcher Regierungsrat Markus Notter behauptet, das Projekt des Hafenkrans an der Limmat habe Zürich bereits ein Stück weit verändert, fragt sich nur, wohin?
Während Zürich den Bau eines rostigen Hafenkrans aus der ostdeutschen Stadt Rostock an der Limmat als kulturellen Fortschritt feiert, will die Universität Rostock den ehemaligen Mitarbeiter des US-Geheimdienstes Edward Snowdon zum Ehrendoktor ernennen. Wer ist nun fortschrittlicher, die Rostocker oder die Zürcher.
Für Zürichs liberalen Ruf in der Welt wäre es wohl bedeutender gewesen, wir hätten den alten Hafenkran an der Ostsee belassen und die ETH Zürich hätte Snowdon zum Ehrendoktor ernannt.
Den Hafenkran mit dem Eiffelturm zu vergleichen, wie Markus Notter dies tut, ist lachhaft. Der Eiffelturm war bei seinem Bau ein Symbol des technischen Fortschritts, der Hafenkran steht für Massengüter, wie sie seit 500 Jahren verladen werden. An der sensiblen Limmat vor einem Stadtbild von seltener Filigranität ein derartiges Rostmonster aufzustellen, ist ein Zeichen von bildungsferner Geschmacklosigkeit.