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Sonja Nef entschied zum vierten Mal in dieser Saison einen Riesenslalom für sich. Die 28-jährige Appenzellerin war in Maribor 24 Hundertstel schneller als die Italienerin Karen Putzer und 36 Hundertstel als die Österreicherin Renate Götschl.
"Siege sind immer schön", sagte Sonja Nef nach ihrem insgesamt achten Weltcup-Erfolg, "doch hier in Maribor ist es für mich etwas Besonderes". Der Grund dafür ist die Erinnerung an ihren allerersten Podestplatz im Weltcup. Auf den
Tag genau vor fünf Jahren war sie Zweite geworden in Maribor. Genau so wie
in den letzten zwei Wintern auch.
Vorentscheidung im Disziplinen-Weltcup
Sonja Nef selber will von einer Vorentscheidung nichts wissen, doch bei einem Blick auf die Disziplinen-Wertung wird sie selber feststellen, dass sie mit ihrem neuerlichen Triumph einen grossen Schritt Richtung Riesenslalom-Weltcup getan hat
Aus einem erneuten Schweizer Doppelsieg wurde allerdings nichts. Corinne Rey-Bellet, die nach dem ersten Lauf geführt hatte, fiel auf den 4. Platz zurück. Die Walliserin hatte im zweiten Durchgang auf stark gezeichneter Piste im slowenischen Maribor nur noch die 23. Zeit erreicht.
Trotzdem ist dieser 4. Platz das drittbeste Riesenslalom-Ergebnis für Corinne Rey-Bellet. Zu einem erneuten Podestplatz fehlten ihr nur 16 Hundertstel-Sekunden. Mit einem 13. Platz sicherte sich Lilian Kummer die definitive WM-Selektion. Janica Kostelic (Kroatien) verteidigte durch einen fünften Rang ihre Führung in der Gesamtwertung.
Überschattet wurde der erste Durchgang von Ausscheiden der Norwegerin Trine Bakke, die vor allem im Slalom absolute Weltklasse verkörpert. Bakke zog sich eine Knieverletzung zu und musste im Krankenhaus behandelt werden. Ihr Start bei der Weltmeisterschaft in St. Anton ist fraglich.
swissinfo und Agenturen