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Ultimate
Punkte werden erzielt, indem die Scheibe in der gegnerischen Endzone auf Pass eines Mitspielers gefangen werden kann. Das Team, das die vorgegebene Punktzahl (13, 15 oder 19 Punkte, je nach Turnier) zuerst erreicht, ist Sieger. An Turnieren wird oft auch mit einer Zeitlimite gespielt.
Ultimate wird immer ohne Schiedsrichter gespielt. Es wird davon ausgegangen, dass kein Spieler die Regeln absichtlich verletzt. Daher gibt es keine strengen Strafen, sondern nur ein Verfahren, das Spiel so fortzusetzen, als hätte es keinen Zwischenfall gegeben. Die Spieler fällen grundsätzlich alle Entscheidungen selber.
Sowohl für den Angriff als auch für die Verteidigung gibt es verschiedene Taktiken. Bei guten Witterungsbedingungen wenden die Teams eine der vielen Manndeckungsarten an. Bei Wind wird von routinierten Teams Zonendeckung gespielt.
Spielfeld:
Das Spielfeld ist rechteckig (oftmals ein Fussballfeld) und besitzt zwei Endzonen an den Stirnseiten des Feldes. Die Masse können vom unten aufgeführten Bild abgelesen werden.
Falls kein so grosses Feld zur Verfügung steht, sollte das Feld möglichst proportional oder hauptsächlich in der Länge und kaum in der Breite verkleinert werden.
Der sogenannte Brick-point ist für den Schulgebrauch nicht notwendig. Dieser wird meist nur an den Turnieren aufgezeichnet und verwendet.
Voraussetzung
Ultimate ist sozusagen die Königsdisziplin des Frisbeesports. Hier muss alles miteinander kombiniert werden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler bereits die Wurf- und Fangarten gut beherrschen und sich schon mit Frisbee-Schnapp und dessen Regeln vertraut gemacht haben. Somit sollten folgende Voraussetzungen vorhanden sein:
- Beherrschung der Wurf- und Fangarten
- Erfahrung im Frisbee-Schnapp
- Regelkenntnisse vom Frisbee-Schnapp
- von Vorteil sind auch Taktikkenntnisse aus anderen Mannschaftsportarten
Regeln
Die meisten Regeln können vom Schnapp übernommen werden.
1. Anspiel/Anwurf
Zu Beginn des Spiels befinden sich beide Mannschaften in ihrer jeweiligen Endzone. Die eine Mannschaft wirft nach einer Bereitschaftsbestätigung (meist Handheben) den anderen den Frisbee zum Anspiel zu. Sobald der Frisbee in der Luft ist, dürfen sich alle Spielerinnen und Spieler frei auf dem ganzen Spielfeld bewegen.
Wird der Frisbee beim Anspiel von der fangenden Mannschaft in der Luft berührt aber nicht gefangen, so gibt es einen Turn-over (siehe 4.)
Dieses Anspiel wird auch nach jedem erzielten Punkt durchgeführt. Sobald beide Teams komplett in der jeweiligen Endzone stehen und ein Zeichen zur Bereitschaft gegeben haben, darf angespielt werden.
2. Punkt
Ein Punkt wird dadurch erzielt, das eine Spielerin oder ein Spieler den Frisbee zu einer Spielerin oder einem Spiel ihrer/seiner Mannschaft wirft und dieser sie innerhalb der von ihrer/seiner Mannschaft angegriffenen Endzone fängt.
Nun bleibt die angreifende Mannschaft in der Endzone in welcher sie den Punkt erzielt hat und das verteidigende Team begibt sich in die gegenüberliegende Endzone. Sobald beide Teams bereit in den jeweiligen Endzonen stehen wird angespielt. (Es kann ratsam sein den Seitenwechsel zeitlich zu begrenzen)
Callahan: Dies Art eine Punkt zu erzielen geschieht im Ultimate nur sehr selten. Es geht dabei wie folgt vorsich: Falls es der verteidigenden Mannschaft gelingt das angreifende Team in die eigene Endzone zurückzudrängen und dort einen Fehlpass zu fangen, so gibt es direkt einen Punkt für die verteidigende Mannschaft.
3. Schritt
Wer den Frisbee hat, darf nur noch einen Sternschritt, wie beim Basketball machen. Beim Fangen im Lauf, kann ausgelaufen werden. Dies sollte aber nur so kurz als möglich sein.
4. Turn-over
Wenn der Frisbee zu Boden fällt, egal ob Verfangen, schlecht gepasst oder vom gegnerischen Team heruntergeschlagen, so erhält die andere Mannschaft den Frisbee. Die Anzahl bereits gefangener Pässe geht auf 0 zurück.
5. Körperkontakt
Frisbee-Schnapp ist ein Spiel ohne Körperkontakt. Wer foult oder gefoult wird, ruft dies selbst. Bei Uneinigkeit zwischen dem Gefoulten und dem Fouler geht der Frisbee zu der Person zurück die es vor dem Foul hatte. Weiter darf der Frisbee dem Gegner nicht aus der Hand gerissen oder geschlagen werden, dies wird oft auch als Strip bezeichnet. Wird ein Foul in der Endzone verübt und der oder die Gefaulte hätte die Scheib ohne Foul fangen können, so gibt es automatischen eine Punkt. Bei Anfängerinnen und Anfängern ist es vermutlich einfacher wenn eine Person, hier die Lehrperson, als Schiedsrichter fungiert.
6. Abstand
Zwischen der Person welche den Frisbee hat und dem Verteidiger sollte mindestens ein Abstand von einem Frisbeedurchmesser eingehalten werden.
7. Doppeldeckung
Doppeldeckung ist nur erlaubt, wenn die oder der zweite Verteidiger/in mindestens 3 Meter vom Angreifer entfernt ist.
8. Freeze
Bei jedem Regelverstoss (Foul, Pick, Strip) gibt es ein Freeze, dass heisst alle Mitspielerinnen und Mitspieler müssen sofort stehen bleiben und dürfen sich erst wieder bewegen wenn das Spiel durch einen Check (von der vom Regelverstoss betroffenen Person laut ausgerufen) weiter geht.
9. Pick
Im Gegensatz zum Basketball darf im Ultimate kein Block gestellt werden. Kein Spieler darf sich so hinstellen oder sich so bewegen, daß er einen Gegner am Laufen hindert. Dies wird als "Pick" (Sperre) bezeichnet. Bei einem Pick muß der Spieler, der gesperrt wurde sofort laut "Pick" rufen.
10. Linien
Auslinie: Falls der Frisbee vor der Auslinie gefangen wird und dann ins Aus ausgelaufen wird, muss man mit dem Frisbee zurück auf die Auslinie kommen und weiterspielen. Ist aber die erste Bodenberührung beim Fangen im Aus, so gibt es einen Turn-over.
Endzonenlinie: Falls der Frisbee vor der Endzonenlinie gefangen wird und dann ins Aus ausgelaufen wird, muss man mit dem Frisbee zurück auf die Auslinie kommen und weiterspielen. Dies ist auch der Fall, wenn ein Fuss in der Endzone und ein Fuss ausserhalb der Endzone steht. Ist aber die erste Bodenberührung beim Fangen innerhalb der Endzone, so ist es ein Punkt.
Weitere Regeln die in der Schule weggelassen werden können
11. Strip
Ein Strip kann für den Schulgebrauch auch ganz einfach als Foul bezeichnet werden. Es ist lediglich die spezielle Bezeichnung dafür, wenn dem Angreifer der Frisbee aus der Hand geschlagen oder gerissen wird. Falls ein Strip beim Fangen in der Endzone geschieht, so ist dies automatisch ein Punkt.
12. Zeitlimite
Sobald eine Angreiferin oder ein Angreifer den Frisbee gefangen hat und eine Verteidigerin oder ein Verteidiger im Umkreis von weniger als 3 Meter bei ihr/ihm steht, so darf sie/er diese/diesen anzählen. Das heisst die Verteidigerin oder der Vetreidiger zählt laut auf 10 im Sekundentakt. Wird 10 fertig ausgesprochen und der Frisbee ist noch weitergepasst worden, so gibt es einen Turn-over.
Variationen für die Schule
Allgemeine Variationen:
- Spielfeldgrösse varieren
- Spielerzahl varieren
- Mehr oder weniger Regeln vorgeben
- Taktik einbauen
Linienfrisbee:
Linienfrisbee steht der Endform Ultimate bereits sehr nahe, jeodch gibt es hier anstelle von Endzonen an den Stirnseiten bloss Linien. Diese Linien sind einerseits Punktelinien und andererseits auch gleich Auslinien. D.h. somit dass wenn die angeifende Mannschaft den Frisbee vor der Linie fangen kann und ihn hinter der Linie ablegen kann ohne mehr als ein Sternschritt zu machen, erzielt sie einen Punkt. Wir aber der Frisbee hinter dieser Linie gefangen, so sthet die Fängerin oder der Fänger im aus und es gibt einen Turn-over.
Das Anspiel, respektive der Anwurf findet nur zu Beginn des Spiels und nach einer eventuell eingebauten Halbzeit statt. Nach einem Erzielen eines Punktes wird der Frisbee dort wo er abgelegt werden konnte liegen gelassen und die bis dahin verteidigende Mannschaft darf nun angreifen.
Linienfrisbee eignet sich sehr gut als Einstiegsform ins Ultimate, da es noch nicht alle Regeln der Endform braucht. Am besten wird zu Beginn nur mit den Schnappregeln gespielt (ausser natürlich der Punkterzielung) und Schzritt für Schritt mit den Ultimate Regeln ergänzt.
Make n' drop it:
Make n' drop it ist eine vereinfachte Form von Ultimate und eine etwas kompliziertere Form von Linienfrisbee. Hier wird grundsätzlich mit allen Ultimateregeln gespielt. Das Spielfeld besitz auch bereits die beiden Endzonen an den Stirnseiten, in welchen mit einem gefangen Pass ein Punkt erzielt werden kann. Der einzige Unterschied zum Ultimate besteht darin, dass nach einem erzielten Punkt der Frisbee einfach liegen gelassen wird. Eine Mitspielerin oder ein Mitspieler der bis dahin verteidigenden Mannschaft darf, liest den Frisbee auf und begibt sich an die Endzonenlinie. Nun darf ohne Anwurf und Seitenwechsel der Angriff gestartet werden (also genau gleich wie beim Linienfrisbee).
Make n' drop it eignet sich sehr gut in Hallen, da das Spielfeld meist viel kleiner ist als draussen und so viel schneller Punkt erzeilt werden. Der im Ultimate übliche Seitenwechsel und Anwurf vergeudet somit unnötig viel Zeit und kann so einfach weggelassen werden.
Make n' take it:
Make n' take it ist grundsätzlich das gleiche wie Make n' drop it mit dem einzigen Unterschied, dass nach einem erzielten Punkt der Frisbee nicht an die Gegenmannschaft abgegeben wird, sondern die angreiffende Mannschaft in Besitz des Frisbees bleibt und nun versucht in der gegenüberliegenden Endzone einen Punkt zu erzielen.
Make n' take it eignet sich sehr gut kleinen Spielfeldern. Zudem ist es sehr intensiv und braucht viel Ausdauer.