Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03627.jsonl.gz/142

Seit mehr als 20 Jahren gibt es die Eishalle in Düdingen. Diese sind nicht spurlos am Gebäude im Leimacker vorübergegangen. Wie Präsident Herbert Jungo und Geschäftsführer Philippe Clerc an einer ausserordentlichen Aktionärsversammlung informierten, müssen Massnahmen getroffen werden, um die Statik der Halle nicht zu gefährden. Vor allem die Feuchtigkeit stelle ein Problem dar. «Wir bekommen möglicherweise den Klimawandel zu spüren», erklärte Jungo. «Wegen der hohen Aussentemperaturen im Herbst gelangt von September bis November warme Luft in die Halle, was zu einer hohen Luftfeuchtigkeit führt», sagte er weiter. Warme Luft fliesse in die Halle, weil das Wellblech nicht luftdicht ist, Platten defekt sind und Türen Spalten aufweisen. «Die warme Luft kondensiert in der Halle, wodurch sich auf dem Eis Nebel bildet. Darunter leidet auch die Qualität des Eises», sagte Clerc. Er fügte bei, dass so über die Jahre auch Leim aus den Holzbindern gewaschen werde, was in Form von gelb gefärbten Eis-Stalaktiten sichtbar wird und früher oder später die Tragfähigkeit des Daches beeinträchtigt.
Früher Saisonbeginn
Laut Clerc war beim Bau der Halle Eis von Oktober bis März vorgesehen, jedoch nicht von September bis April. Jungo bedauerte dabei, dass die Hockey-Saison der Amateur-Liga schon im September beginnt. Und in diesem Jahr wird auf Wunsch des HC Gottéron bereits im August Eis geschaffen, wegen des Umbaus der Freiburger Halle. «Das ist aber eine Ausnahme», versicherte er.
Nach Worten des Präsidenten hat der Verwaltungsrat nun eine massgeschneiderte Lösung ausgearbeitet, um die Infrastruktur in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht zu gefährden.
Neben der Anschaffung einer Entfeuchtungsanlage werden die Fassaden abgedichtet, defekte Platten ersetzt und Türspalten versiegelt. «Es ist aber keine Isolation notwendig», führte er weiter aus, liess aber durchblicken, dass in einigen Jahren weitere Massnahmen nötig sein werden.
Einstimmig
Die anwesenden Aktionäre hatten nach einigen Fragen keine Mühe, dem Kredit von 330 000 Franken zuzustimmen. Weil die AG finanziell gut dasteht, können 100 000 Franken mit Eigenmitteln finanziert werden. Bereits im Mai soll mit den baulichen Massnahmen begonnen werden. Die Aktivitäten während der Sommermonate werden laut Jungo nicht beeinträchtigt. Nebst der Inline-Skate-Saison betrifft dies vor allem auch das Freiburger Kantonal-Schützenfest, dem die Halle als Zentrum dient.
Gutes Jahr
Herbert Jungo liess verlauten, dass das vergangene Jahr für die Regional-Eisbahn Sense-See ähnlich gut verlaufen sei wie das Vorjahr, als Abschreibungen in der Höhe von 140 000 Franken getätigt werden konnten. Philippe Clerc teilte mit, dass in der vergangenen Saison 605 Eistrainings, 300 Eisbelegungen von Schulen, 175 Spiele, 90 Plauschmatches und 82 Vermietungen registriert worden wurden. Am Abend und an den Wochenenden sei die Halle zu rund 98 Prozent ausgelastet gewesen, zu den Schulzeiten zu 48 Prozent. Wegen des Bundesgerichtsentscheids, wonach sich die Eltern an den Kosten kultureller und sportlicher Ausflüge und Lager nicht mehr finanziell beteiligen müssen, erwartet er bei den Schulen einen leichten Rückgang.