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Malaketten werden traditionell aus besonderen Materialien gefertigt und dienen als Unterstützung bei der Japa-Meditation. Bei dieser Form der Meditation wird ein bestimmtes Mantra oder eine Affirmation laut ausgesprochen und immer wieder wiederholt. Damit sich der Meditierende voll und ganz auf das Mantra konzentrieren kann - und nicht durch das Zählen der Wiederholungen abgelenkt wird – verwendet er die Mala als Zählhilfe. Dadurch ist eine tiefere Meditation möglich und die entstehende Energie wird dabei direkt in der Kette „gespeichert“.
Eine Mala-Kette besteht traditionell aus 108 Perlen und einer Guru-Perle. Die Zahl 108 ist im Buddhismus und Hinduismus eine besonders heilige Zahl. Die Zahl 108 hat viele Bedeutungen, unter anderem verkörpert sie die 108 Bände der gesammelten Lehren Buddhas, im Hinduismus abgeleitet von den 108 Gottheiten, sowie die 108 Energiepunkte unserer Chakren.
Die Guru-Perle ist als extra Perle etwas versetzt angebracht. Sie wird bei der Meditation nicht benutzt und dient dazu, den Fluss der Energie durch die restlichen Perlen zu beruhigen. So wird verhindert, dass die Energie zyklisch durch die Mala fliesst. Ausserdem markiert sie den Start, Umkehr- und Endpunkt der Meditation.
Die Mala stärkt das Ich-Bewusstsein und das Zusammenwirken von Körper und Geist. Durch den Alltag geprägte Automatismen können durch die Mala wieder bewusster erfahren werden. Sie dient als sanfter Auffrischer und soll Dich daran erinnern, Dich auf Deine Atmung und Dich selbst zu konzentrieren, immer dann, wenn Du ihre Präsenz spürst, oder sie Dein Blickfeld streift.