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Cahill geht davon aus, dass die Investoren wegen der Coronavirus-Pandemie weiterhin in den Franken, den Yen und den Dollar flüchten werden. Dies, auch wenn die Nationalbank in den vergangenen Wochen erneut stark am Markt interveniert hat, mit der Absicht natürlich, den Franken-Anlegern gewisse Grenzen aufzuzeigen.
Der Euro-Franken-Kurs in den vergangenen 12 Monaten (Grafik: cash.ch).
"Der Druck auf den Franken wird sich kaum schnell lockern", schreibt Cahill. "Die Erfahrung zeigt, dass grosse Inverventionen in ihrer Wirkung nicht lange anhalten." Interventionen der SNB können immer wieder aus publizierten Daten der Notenbank abgeleitet werden. Vermutet wird, dass die Interventionen so gross sind wie zuletzt 2015, als nach der Aufhebung der Kursuntergrenze bei 1,20 Franken der Euro-Kurs dekompressionsartig nachliess.
Trotz aller SNB-Bemühungen hat der Franken zum Euro dieses Jahr um 3 Prozent zugelegt. Aktuell belauft sich der Euro-Kurs auf 1,0521 Franken. Laut Bloomberg sichern sich Optionshändler gegen einen weiteren Anstieg des Frankens ab.
Wie immer aber betont die Nationalbankführung, dass sie weiter bereit sei, den Franken abzuschwächen. Es gibt Stimmen, die dies durchaus ernst nehmen: "Ich glaube nicht, dass die SNB in irgendeiner Form daran denkt, das Handtuch zu werfen", schreibt Jeremy Stretch aus dem Research der Canadian Imperial Bank of Commerce. "1,05 scheint doch eine gewisse Schmerzgrenze darzustellen."
Mit Material der Nachrichtenagentur Bloomberg.