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Auch die Niederbordwagen gehörten zur Grundausstattung der damaligen Privatbahnen, LD, RhB, ChA, BB und BM. Dieser Wagentyp war vielseitig verwendbar und mit herunterklappbaren niedrigen Seitenwänden ausgestattet.
Aus „Der elektrische Betrieb auf den Linien des Engadins“:
Zweiachsige niederbordige offene Güterwagen der Serie M1 7331 bis 7385
Von dieser Serie besitzt die Rhätische Bahn 85 Stück. Betreffend Untergestell, Plattform, Tragfedern, Zug- und Stossvorrichtung, Dampfheizleitung, Radsätze, Kugellagerachsbüchsen, Bremse, etc., gilt das beim K1-Wagen Gesagte.
Die nach aussen abwärts drehbaren Seitenwände von 450 mm Höhe aus einem Stück von 6400 mm Länge werden in geschlossenem Zustande an den Enden durch kräftige Verschlüsse und in der Mitte durch je zwei umlegbare Rungen festgehalten, die oben mit starken Bindringen versehen sind. Die wegnehmbaren Stirnwände sind durch U-Eisen versteift.
Im Jahre 1964 sind anlässlich der Hauptrevision in der Hauptwerkstätte in Landquart die ersten Güterwagen mit Leichtmetallwänden ausgerüstet worden. Auf den ersten Blick fällt die sehr einfache Konstruktion der aus 2 Hälften zusammengeschweissten Profilwänden gegenüber der herkömmlichen Bauart auf. Ebenso einfach ist das Herabklappen der Seitenwände durch Umlegen der Rungen und Aufklappen der beiden an den Enden der Wände angeschraubten Riegel. Bereits durchgeführte Versuche bei anderen Bahngesellschaften haben ergeben, dass solche Wände in Leichtmetallausführung im Gegensatz zu den bisher üblichen Holz-Stahlkonstruktionen einen wesentlich kleineren Unterhalt benötigen.
Die ältesten Niederbordwagen wurden bereits ab 1911 in Schotterwagen umgezeichnet.
Werkfotos
Fahrzeugfotos
Typenskizzen, Schemata, Zeichnungen
(Quellen: Rhätische Bahn AG, Archiv RhB, Bahnmuseum Albula)
(sonstige Quellen: Gian Brüngger)