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Die Saatkrähe - mit der markanten Kopfform und dem spitze Schnabel - ist auch in Höngg angelangt. Auf dem Gebiet der Kläranlage bei der Werdinsel besteht eine Kolonie mit acht Nestern.
Die Saatkrähe ist vor allem in Osteuropa verbreitet und hat ihr Brutgebiet von dort her über ganz Europa ausgedehnt. Die Schweiz ist jedoch aus der Gegenrichtung besiedelt worden, von Frankreich her. Der erste Brutnachweis stammt aus dem Jahr 1963 in Orbe VD. Seitdem hat der Vogel seinen Bestand immer mehr ostwärts ausgeweitet.
Während die Rabenkrähe einzeln paarweise brütet, bildet die Saatkrähe Brutkolonien. Auch in ihrer Ernährungsweise unterscheiden sich die beiden. Die Rabenkrähe ist ein Allesfresser. Die Saatkrähe ernährt sich jedoch ausschliesslich von Saatgut und Insekten.
Im Kanton Zürich gibt es seit einiger Zeit eine Kolonie in Winterthur mit rund 30 Brutpaaren beim Bezirksgericht sowie 20 Paare in Wülflingen. Auch in Männedorf wurden zwei Kolonien mit insgesamt 60 Brutpaaren gezählt. Jetzt erobert die Saatkrähe auch die Stadt Zürich.
Die Kolonie ist beim Fischerweg Höhe Werdinselbrücke. Man hört den charakteristischen Ruf der Saatkrähen schon von weitem. Im Gegensatz zur Rabenkrähe ist er heiserer und länger.
Stefan Hohler