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Siner gnädigen Frowen Äbtissinen. Zum Frowen muenster. Huldrich Zwingli
Zwingli widmet Katharina von Zimmern seine Schrift «Von göttlicher und menschlicher Gerechtigkeit», gedruckt bei Froschauer 1524.
Foto: Irene Gysel
Bis heute wird der Dialog zwischen Huldrich Zwingli und Katharina von Zimmern über nötige Reformen um 1524 auf die Verdienste Zwinglis und einseitig auf die Rolle des Grossmünsters reduziert. Heute wird der Dialog wieder hergestellt, indem der Fokus auf Katharina von Zimmern und das Fraumünster gerichtet wird. Dies wird visualisiert mit dem zweiten Turm am Fraumünster – dem Katharinen-Turm.
Huldrich Zwingli, Geistlicher am Grossmünster, war die ungestüme Kraft der Reformation in Zürich. Katharina von Zimmern, Äbtissin des Fraumünsters, entschied über die Realisierung der Reformen. Sie hätte sich weigern können, die Reformation mit zu tragen. Die Folge wäre ein bürgerkriegsähnlicher Konflikt gewesen. Sie ermöglichte kirchliche und gesellschaftliche Reformen, indem sie das Fraumünster offen hielt für gesellschaftlich relevante Diskussionen, für Disputationen.
Übrigens: Katharina und Huldrich lebten beide zur gleichen Zeit in Weesen im Kanton St. Gallen und kannten sich von der Schule her.