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Wenn Frauen während ihrer Regel betonen, dass es ihnen nicht gut geht, ernten sie nicht selten Unverständnis. Gerade Männer belächeln die Regel und vergleichen sie mit einer Hysterie, die man nicht wirklich ernst nehmen muss.
Schmerzen müssen und sollen ernst genommen werden
Die Schmerzen während der Regel kann man gut mit den Schmerzen bei einem Herzinfarkt vergleichen. Studien von John Guillebaud, dem Professor für Familienplanung ergaben, dass es sich bei Regelschmerzen keinesfalls nur um ein bisschen Bauchweh handelt. Die starken Schmerzen lasen sich mit einem Herzinfarkt vergleichen, denn bei einem Myokardinfarkt klagen die Betroffenen auch über stark ausstrahlende Schmerzen, die eventuell mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Sicherlich stirbt man nicht an den Regelschmerzen, aber man sollte auf die Symptome angemessen reagieren.
Warum kommt es zu den Regelschmerzen?
Die Ursachen hierfür sind sehr vielseitig. Betroffene und Mediziner zählen zu en Regelschmerzen, neben der Übelkeit auch Kopfschmerzen, Krämpfe, Rückenschmerzen und Erbrechen. Es gibt sogar Frauen, die während ihrer Regel nahezu aus dem Verkehr gezogen werden. Die Rede ist dann von einer Endometriose, die meist Frauen ab dem 30. Lebensjahr betrifft. Die Ursache ist hier meist eine versprengte Gebärmutterschleimhaut. Rund eine von zehn Frauen leidet darunter und hat meist Probleme mit dem Urin, der Blase oder sogar mit einer Unfruchtbarkeit.
Regelschmerzen immer öfter ein Tabu-Thema
Viele Ärzte geben an, dass rund 12 % aller Frauen unter extremen Schmerzen bei ihrer Regel leiden, aber auch die Symptome nicht richtig reagiert wird. Aufgrund der Reaktionen der Gesellschaft verschweigen viele Frauen, dass sie unter extrem starken Schmerzen leiden.
Behandlungsmöglichkeiten bei Endometriose begrenzt
Es gibt bisher wenig Behandlungsmöglichkeiten für Frauen, die unter einer Endometriose leiden. Ärzte sagen hierzu, dass der Aufwand in keinem Verhältnis stehe und dass es für eine genaue Diagnose bis zu 7,5 Jahre dauern kann. Ärzte verschreiben den Frauen daher in den meisten Fällen ein Schmerzmittel.
Regelschmerzen mit dem richtigen Essen lindern
Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, mit denen man Krämpfen und dergleichen bei der monatlichen Regel entgegenwirken kann.
1. Keinen raffinierten Zucker. Viele Frauen haben gerade während der Regel ein unbändiges Verlangen auf Schokolade und andere süße Snacks. Sehr gute Alternativen sind hier Obstsalate oder ein Müsli mit frischen Früchten.
2. Ballaststoffe am Morgen. Am Morgen sollten Frauen Chia-Samen oder Haferkleie in das Frühstück mit einbeziehen, denn dadurch werden überschüssige Hormone im Darm gebunden und besser ausgeschieden.
3. Weniger Koffein. Egal ob es sich um Kaffee, Cola oder andere koffeinhaltige Getränke handelt. Durch den Wachmacher verengen sich die Blutgefäße, was auch dafür sorgt, dass sich der Uterus zusammenzieht und für Krämpfe sorgt.
4. Viele Vitamine. Bei akuten Regelschmerzen helfen viele Vitamine, insbesondere B6 und E. Beide stabilisieren das Nervensystem und vermindern somit den Blutverlust. Die besten Lebensmittel sind hier Bananen, Vollkornbrot, Haselnüsse, Mangos, Schwarze Johannisbeeren und Lachs.
5. Viel Blattgemüse. Diese Gemüse enthalten viel Kalzium, was dafür sorgt, dass sich die Muskeln entspannen. Es kommt zu deutlich weniger Krämpfen. Möchte man das Gemüse nicht essen, dann kann man es als leckeren Smoothie verarbeiten und genießen.
6. Viel Fisch. Fisch hat einen sehr hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die wiederum schmerzen hemmen. Mit dem Verzehr von Fisch kann man also durchaus Unterleibsschmerzen reduzieren.
7. Ingwer als Alleskönner. Gerade während der Regel kann Ingwer eine wertvolle Hilfe sein. Der Ingwer wirkt nicht nur schmerzstillend, sondern er bekämpft auch Übelkeit. Gerade als Tee, Smoothie oder im Salat ist Ingwer sehr vielseitig und verleiht vielen Speisen einen besonderen Geschmack. Nebenbei werden auch noch die Regelschmerzen gelindert, sodass man hier in zweierlei Hinsicht profitiert.
Bildquelle: silviarita / pixabay.com