Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03163.jsonl.gz/792

| Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni

Trostbrief über die aus der Welt Geschiedenen.
10.
Denn es gibt viele schlimme Todesarten und man kann plötzlich und unerwartet umgarnt werden und sterben. Damit tröste dich und danke Gott, daß [S. 240] dein Verstorbener auf seinem Lager sterben konnte. Hart ist der Tod derjenigen, welche in den Flüssen umkommen oder derjenigen die der Fels zerschmettert. Darum tröste du dich damit, und danke Gott, daß dein Verstorbener in deinen Armen verschied und ein Trostvermächtnis den Lebenden hinterließ. Hart ist auch der Tod derjenigen, die von giftigen Schlangen und wilden grimmigen Tieren ganz elend dahingerafft wurden; ihr letztes Wort bekam niemand zu hören, nicht sah man hingetragen ihre Hände und Füße. Darum tröste du dich damit, daß du deinen Verstorbenen eigenhändig beerdigt hast und sein letztes Wort hören durftest. Hart ist der Tod für solche, die im Kriege sterben müssen und das Schwert blinken sehen und dem Lebenden Finsternis über die Augen fällt und wenn der Feind den Körper hinlegt, um ihn dem Fraße wilder Tiere preiszugeben. (?)