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Aleppo-Seifen
Aleppo-Seife, Olivenöl-Seife, Lorbeerseife, Pain d’Alep oder Sapun Gahr, diese Seife hat viele Namen.
Sie kam mit der arabischen Eroberung Europas auch zu uns. Wir bieten Ihnen eine kleine Auswahl an Aleppo-Seifen an, hergestellt aus reinem Olivenöl und Lorbeeröl.
Ursprung
Ursprünglich handelt es sich bei der vergleichsweise milden, aromatisch-würzig duftenden sowie feinporig und schwach schäumenden Aleppo-Seife um eine einfache Kernseife. Hergestellt wird sie seit vielen Jahrhunderten (möglicherweise seit dem 8. Jahrhundert nach Christus) von Seifensiedern in und um Aleppo (Syrien) während der „kalten“ Monate von November bis März. Heute wird der Großteil nach Europa und Ostasien als Naturkosmetikum exportiert, wobei sich das Geschäft als Folge des Bürgerkriegs in Syrien deutlich verringert hat.
Herstellung
Über Bodenkesseln auf offenem Feuer wird Olivenöl bis zu drei Tage unter häufigem Rühren auf etwa 200 ° Celsius gesiedet. Zur Verseifung wird schrittweise Wasser und Soda-Asche zugeführt. Dabei wird das Olivenöl in Glyzerin und Natriumsalz aufgespalten. Kurz vor dem völligen Aussalzen wird das Lorbeeröl hinzugegeben, dessen Anteil zwischen zwei und 40 Prozent, selten bis 60 Prozent der Ölmenge variiert; dies erhöht das feinporige Schäumen beim Kontakt und Verreiben mit Wasser sowie die rückfettende und antibiotische Wirkung auf Haut und Haaren. Nach dem Sieden wird die Sodalauge abgelassen, die Seife solange mit frischem Wasser „gewaschen“, bis sie laugenfrei ist. Nachdem dieses Wasser abgelassen worden ist, bleibt die Seife zum Abkühlen und Entwässern über Nacht stehen. Die grüne Seifenpaste wird dem Kessel entnommen und auf einer glatten, mit Folien ausgelegten Bodenfläche ausgekippt und geglättet. Mindestens 24 und bis zu 40 Stunden härtet und trocknet die Seife dort aus.
Reifung
Die ausgehärtete Masse wird danach in rechteckige Seifenstücke geschnitten. Nach dem Schneiden werden die Stücke mit einem traditionellen Prägestempel gesiegelt. Mit Zwischenräumen auf Holzpaletten gestapelt folgt eine sechs- bis neunmonatige luftige, trockene Lagerung, die neben weiterer Trocknung und Aushärtung bewirkt, dass die Seifenstücke außen oxidieren und so eine Patina mit einem hellen, honig- bis sandfarbenen Ton annehmen, während ihr Kern die ursprünglich grünliche Farbe im Wesentlichen beibehält. Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Aleppo-Seife (abgerufen 12.09.18)
Je länger die Aleppo-Seifen lagern, je länger halten sie im Gebrauch!