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Die heutige Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerkes Linth-Limmern scheint unter einem schlechten Stern zu stehen: Was vor zehn Jahren als lukrative Investition geplant war, kann mit den heutigen Strompreisen niemals rentieren. Aber mit dem europaweiten raschen Ausbau der Solarenergie wird es einen zunehmenden Bedarf an Speicherkapazitäten geben.
Pumpspeicherkraftwerke werden tagsüber billigen, überschüssigen Solarstrom zum Füllen der Speicherseen verwenden können. Dieses Wasser kann abends und nachts zur Erzeugung von Strom verwendet werden, wenn die Sonne nicht scheint.
Dank der Stilllegung von überschüssigen atomaren und fossilen Kraftwerkskapazitäten sowie der Verteuerung von CO2-Zertifikaten dürfte der momentan extrem tiefe Preis am Strommarkt in einigen Jahren wieder ansteigen, wovon Linth-Limmern ebenfalls profitieren dürfte. Axpo als Betreiberin von Linth-Limmern könnte diese Entwicklung mit einer raschen Ausserbetriebnahme des AKW Beznau unterstützen, womit überschüssiger Strom vom Markt genommen würde.
Auch mit dem Bau eigener Solarkraftwerke könnte Axpo diesen Wandel beschleunigen. Hervorragend geeignet dafür wäre etwa die neue, nach Süden ausgerichtete Staumauer des Muttsees: Eine dort platzierte Photovoltaikanlage hätte eine Jahresproduktion von schätzungsweise 4 Gigawattstunden, was etwa dem Bedarf von 1000 Haushalten entspricht. Die nebelfreie Lage verspricht vergleichsweise hohe Wintererträge. Die Produktionskosten pro Kilowattstunde lägen vermutlich unter 10 Rappen pro Kilowattstunde.