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Durch die Verfolgung der Hugenotten in Frankreich kamen die Seidenweber in die Region Basel, welche den Grundstein für die weltbekannte Basler Bandindustrie legten. 1670 wurde der erste Bandwebstuhl von Holland nach Basel geschmuggelt. Aus dem Handwerk entwickelte sich eine florierende Branche (Florettspinnereien, Seidenzwirnereien, Appreturen und Färbereien).
Bandfabrik
Mit Schick zum Branchenleader
1910 wurde die Bandweberei Breitenbach gegründet. Im Mittelpunkt der Produktion stand die Herstellung von Hut- und Haarbändern aus Naturseide. Die meisten Bänder wurden in Heimarbeit gewoben. In Bauernhäusern standen Posamenter-Webstühle. Ein Preiszerfall des Rohstoffs Seide, eine neue Mode und der Erste Weltkrieg läuteten das Ende der Basler Bandindustrie ein. Auch die Bandweberei Breitenbach AG geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten und 1915 firmierte der neue Name „Bandfabrik Breitenbach“.
Bis zum Zweiten Weltkrieg veränderte sich die Branche massiv:
Kunstseide (Viskose) und Baumwolle verdrängten Naturseide als Rohstoff, Schmuckbänder wichen technischen Bändern (Isolierbänder). Nach dem Ende des Krieges waren die Schweizer Bänder für die Konfektionsindustrie weltweit sehr gefragt. 1956 wurde ein samtweiches Trägerband für Büstenhalter patentiert. Triumph in Deutschland brauchte jährlich über 40 Millionen Meter solcher Bänder. 1957 erfolgte eine weitere Entwicklung, ebenfalls patentiert unter der Schutzmarke „Susifix“- ein Dekorationsband. Dieses geniale Produkt wird immer noch in Breitenbach hergestellt.
Nach einem Grossbrand im Jahr 1960 wurde die Fabrik neu aufgebaut und um Produktionsräume erweitert. Vier Jahre später wurde die erste Maschenbindemaschine entwickelt – die Basis für die Marktführerschaft im Bereich der Confiserieverpackung war gelegt.
Mit der Fertigung von qualitativ hochwertigen Dekor-Bändern und Bändern für die Elektrotechnik sowie der Fertigung von Kleinserien für individuelle Logo- und Schriftzugbänder eroberte die Bandfabrik ein neues Marktsegment.
Von den 60 Bandfabriken, die es Ende des 19. Jahrhunderts in Basel und Umgebung gab, überlebte nur die Bandfabrik Breitenbach AG, dank laufend neuen Verfahren und Produkten.