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Fünfzehn Angeklagte stehen in Südfrankreich wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht. Letzte Woche begann der Prozess mit zahlreichen Anträgen der Verteidiger der fünfzehn Angeklagten (die FN berichteten). Nun hat das Gericht entschieden, dass es erst am Ende des Prozesses auf die Nichtigkeitsbegehren eingehen wird.
Das Gericht zitiert zudem einen Staatsanwalt und zwei Untersuchungsrichter: Sie führten die Untersuchungen zu Beginn der Affäre und wollten jetzt keine Zeit für Aussagen finden, da sie unterdessen anderswo in Frankreich arbeiten. Die Richter lassen aber keine Ausreden zu und fordern die drei auf, vor Gericht zu erscheinen, wie die Zeitung «L’Indépendant» berichtete.
Freiburger vor Gericht
Vor Gericht steht auch Damien Piller. Dem Freiburger Anwalt und Immobilien-Promotor wird vorgeworfen, er habe den Bürgermeister geschmiert, damit seine Immobiliengeschäfte an der Küste auf keine Hindernisse stossen. So soll er in den Jahren 2006 und 2007 über das Unternehmen Anura AG für mehr als 400 000 Euro zehn Gemälde gekauft und diese dem Bürgermeister übergeben haben. Piller hingegen sagt, er habe die Gemälde für ein Museum gekauft, das später hätte gegründet werden sollen.
bearbeitet von njb/FN