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Geschichte
Unsere Geschichte geht zurück bis Jahr 1936. Machen Sie gemeinsam mit uns eine kleine Reise in die Vergangenheit und Erfahren Sie, wie sich unser Betrieb entwickelt hat.
Wir schreiben das Jahr 1936, als sich Willi Eggenberg entscheidet seine Leidenschaft als Beruf auszuüben. Er malte leidenschaftlich gerne Bilder und absolviert eine Lehre als Maler. In seinem «Schuppen» nimmt alles seinen Anfang und er gründet sein eigenes Malergeschäft, in welchem er als Nebenerwerb zur Landwirtschaft arbeitet.
Gerade seine künstlerische Fähigkeiten setzte er ein und gestaltete und renovierte Truhen und andere Möbelstücke. Mit seinem Einmannbetrieb führte er Maler- & Tapezierarbeiten im Dorf und den umliegenden Gemeinden aus.
Willi begeistert auch seine Tochter Esther für den Malerberuf und sie entdeckte die gleiche Leidenschaft wie ihr Vater. Und sie entschloss sich für eine Lehre als Malerin. In dieser Zeit war der Malerberuf eine «Männerdomäne», nichts desto trotz und dank Unterstützung ihres Berufsschullehrers schloss Esther 1954 als eine der ersten Frauen in der Schweiz die Lehre als Malerin ab. Sie unterstützte ihren Vater tatkräftig im Geschäft.
An einer Veranstaltung der Jungmaler lernte Esther den Maler Kurt Tanner kennen. Das jungverheiratete Paar übernahm im Jahr 1966 den Betrieb von Willi Eggenberg.
Währenddem Esther hauptsächlich das Büro führte, den privaten Kundenkreis aufbaute und sich um die Familie kümmerte, arbeitete Kurt in der Werkstatt und auf den Baustellen. Neben den Tapezierarbeiten, die in dieser Zeit ein grosser Bestandteil der Arbeit war, führte er Maler- & Verputzarbeiten aus. Mit den Schriftmalereien konnte Esther unteranderem ihre spezifischen Fähigkeiten einsetzen. Die beiden waren aufeinander angewiesen und ergänzten sich gegenseitig, dadurch konnten sie ihren Betrieb mit ersten Mitarbeitenden vergrössern sie ihren Betrieb.
Unter den Lernenden waren auch die beiden Söhne von Esther und Kurt, die dem Handwerk der Eltern nacheiferten oder Marc Pfeuti (Gölä), der vor seiner Karriere als Sänger, als Büetzer tätig war.
Stephan sammelte nach seiner Ausbildung Berufserfahrung in Gommiswald und begann die Ausbildung zum Malerpolier. Vor der Prüfung kehrt Stephan 1989 in den Familienbetrieb zurück. Nach bestandener Prüfung bildete er sich zum eidg. dipl. Malermeister weiter und schloss 1991 erfolgreich ab.
Als Diplomarbeit schablonierte Stephan ein selbst entworfenes Bild, in Form eines farbigen Kirchenglasfenster auf ein Textilgewebe. Das fertige Werk auf der Holzfaserplatte kann man heute in der Kirche Heiligenschwendi bestaunen.
"Die fertige Diplomarbeit sollte der Öffentlichkeit zugänglich sein und ihr aufzeigen, dass das Malerhandwerk viel mehr ist als nur Wohnungen und Häuser zu streichen, nämlich dass der Maler auch kreativ und gestalterisch wirken kann"
Stephan Tanner über sein Kunstwerk
Anschliessend führten Kurt und Stephan den Betrieb einige Jahre gemeinsam, bevor Kurt den Betrieb nach 30 Jahren in die dritte Generation übergab.
Stephan gründet 1996 die Malerei S. Tanner GmbH. Im Sommer 1998 erfolgt der Neubau der Werkstatt, am Standort des «Schuppen» von Willi Eggenberger.
Dank der neuen Werkstatt konnte Stephan den Betrieb vergrössern und beschäftigt zwischen sechs und zehn Mitarbeitenden. Stephan legt grossen Wert auf die Berufsbildung und bildete bis heute über 25 Lernende aus.
Im 2008 durften wir vom VBO (Maler- & Gipserverband Berner Oberland) die Auszeichnung «Top Maler des Jahres» für das Objekt Mühlematt entgegennehmen.
Seit 2017 erhält Stephan Unterstützung von der vierten Generation. Sein Sohn Cyrill übernimmt die administrativen Aufgaben rund um das Sekretariat, die Finanzen und das Personalwesen.
Wir hoffen, die Geschichte unseres Betriebes noch viele viele Jahre weiterzutragen und freuen uns auf die Zukunft!