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Es war eine futuristische Erfindung anno der Zwanzigerjahre: Eine dünne Maschine in Form einer Armbanduhr, mit eigener Landkarte, welche den Autofahrern den Weg wies.
Die Wegweisungen befanden sich auf zwei Minirollen, die der Autofahrer im Verlaufe seiner Reise manuell vorwärtsdrehen musste. So war er immer auf der Höhe seiner Wegstrecke und konnte sich über den weiteren Streckenverlauf orientieren. Je nach Route musste der Autofahrer andere Minirollen einsetzen.
Doch die Erfindung konnte sich zur damaligen Zeit noch keine Bahn brechen. Dafür gab es vermutlich noch zu wenig Autofahrer als potenzielle Kunden – und zu wenig Autostrassen, auf denen man sich verfahren konnte.
Einen Schritt weiter, hin zu einem eingebauten Mechanismus, machte die Erfindung von italienischen Ingenieuren aus dem Jahr 1932. Die Lösung ähnelt schon sehr stark heutigen Navigationssystemen: Das Iter Avto – «Der Weg des Autos» wurde bereits am Armaturenbrett des Autos angebracht. Wie bei den Geräten aus den Zwanzigerjahren wurde eine festgelegte Strecke zwischen zwei Städten auf eine Papierrolle übertragen und diese in das Iter Avto eingelegt. Durch eine Sichtscheibe im Gerät sah der Fahrer dabei den jeweils vor ihm liegenden nächsten Streckenabschnitt.
Die Weiterentwicklung des Geräts bestand insbesondere darin, dass die Rolle mit dem Antrieb des Fahrzeugs verbunden war. Je nach Geschwindigkeit wurde die Rolle langsamer oder schneller abgespult. Der Nachteil des Geräts lag in der Starrheit des Systems und aus heutiger Sicht: dass es ohne GPS gar nicht wissen konnte, wo sich das Fahrzeug befand. Auch wenn man vom definierten Weg abwich, lief der Streckenzähler und entsprechende Kartenabschnitt unbeirrt weiter.