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Der Lebenslauf ist das Kernstück der Bewerbung und enthält viele Informationen. Die Herausforderung besteht darin, die Schnittmenge zwischen der Qualität des Bewerbers/der Bewerberin und den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle möglichst gross zu halten.
Die Personalverantwortlichen interessieren sich dafür, wer zu der ausgeschriebenen Stelle passt, und prüfen den Lebenslauf zuerst auf die formale Gestaltung, die Vollständigkeit, die Chronologie, die Positionsanalyse, die Unternehmens- und Branchenanalyse und einen roten Faden.
Eine Standardfassung für alle Bewerbungen sollte es nicht sein, denn jede Stelle ist anders und erfordert einen angepassten Lebenslauf.
Der Lebenslauf sollte tabellarisch mit den Zeiträumen am linken Rand aufgebaut sein. Er sollte rückwärtschronologisch aufgebaut werden und die Gliederung könnte wie folgt aussehen: «Personalien, Berufserfahrung, Aus- und Weiterbildung, Sprachen, Sonstige Kenntnisse, Interessen.» Die Prozentangaben in der Abbildung «Deutung des Lebenslaufes» beziehen sich auf verschiedene Quellen.
91% der Befragten betrachten die Berufserfahrung als die wichtigste Information. Der Schwerpunkt sollte hier vor allem auf die letzten Tätigkeiten gelegt werden. Die Schul- und Studienzeiten sollten knapp gehalten werden, ausser sie lassen sich mit der offenen Stelle gut verbinden.
Der Beruf sagt nichts über die ausgeführten Arbeiten aus. Daher sind die Beschreibungen umso wichtiger. Drei bis fünf stichwortartige Punkte, was genau gemacht wurde, ist ein «Muss».
In den meisten Fällen haben die Stellensuchenden Probleme damit. Der Autor rät in diesen Fällen, sie sollen in den Arbeitszeugnissen nachschauen, ob Tätigkeiten erwähnt wurden. Der Personalverantwortliche wird das Gleiche tun, wenn er den Lebenslauf plausibilisieren will.
Mehr als 84% der Personaler legen ihr Augenmerk auf die Lücken im Lebenslauf, obwohl deren Aussagekraft eher gering ist. Hier werden teilweise Fantasieaktivitäten gebraucht, um alle Lücken zu schliessen. Im einem der nächsten Blog wird an Beispielen aufgezeigt, wie Lücken einfach geschlossen werden können, ohne dass die Realität verfälscht wird, jedoch die Aussagekraft sich verbessert. Der geübte Rekruter wird diese «Tricks» erkennen, z.B. das Weglassen der Monate. Aber viele grössere Firmen lassen oder werden in Zukunft aus Effizienzgründen den Lebenslauf maschinell prüfen und hier kann dieses Vorgehen hilfreich sein.