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Nur gerade sechs Wochen war der CEO von Lazard International im Amt. Dann wurde es ihm zuviel. Er konnte sich zu wenig seinen übrigen Interessen widmen.
Naguib Kheraj (Bild) zählt in Grossbritannien zu den bekanntesten Bankern. Umso grösser war die Beachtung, als er Anfang dieses Jahres den Chefsessel für das internationale Geschäft der renommierten Investmentbank Lazard in London übernahm.
Doch nur sechs Wochen später tritt er bereits wieder ab – schweren Herzens und mit grossem Bedauern, wie er selber in einem Schreiben an seine Mitarbeiter offenbart. Er habe, so lässt er weiter wissen, die hohe Arbeitsbelastung unterschätzt, was zur Folge hatte, dass er sich seinen anderen Interessen, insbesondere der Philanthropie nicht mehr gebührend widmen konnte.
Retter des britischen Bankensystems
Tatsächlich ist Kheraj ein passionierter Wohltäter, der sich unter anderem auch als Botschafter der berühmten Aga Khan Stiftung betätigt. Daneben unterstützt er noch eine ganze Reihe von regierungsunabhängigen Organisationen (NGOs).
Bei Lazard hätte Kheraj das internationale Geschäft mit Grosskunden vorantreiben sollen, nachdem er sich zuvor bei J.P. Morgan Cazenove in diesem Bereich bewährt hatte. Als sein grosser Coup gilt die Beratung des damaligen britischen Schatzkanzlers Alistair Darling zu Zeiten der Rettung des britischen Bankensystems auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Oktober 2008.
Alles unter einem Hut
Nun wartet die Londoner Finanzgemeinde gespannt darauf, in welchem Teilzeitjob Naguib Kheraj wieder auftaucht, so dass er seine übrigen Aktivitäten unter einen Hut bringen kann.