Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03347.jsonl.gz/2923

Ab dem Jahr 2022 müssen mit einer Übergangsfrist von 6 Jahren alle Güllegruben gedeckt werden. Dadurch werden die Verluste von Ammoniak (NH3) wie auch Methan (CH4) und Lachgas (N2O) reduziert.
Die anaerobe Vergärung in einer Biogasanlage hat zur Folge, dass mehr mineralischer Stickstoff in Form von Ammonium (NH4+) vorliegt und dass durch die Abscheidung von Methangas (CH4) das C/N-Verhältnis enger wird.
Jedoch können die Treibhausgasemissionen bei der Lagerung und Ausbringung entscheidend reduziert werden (Abbildung 1).
© Amon et al. 2006
Die Belüftung von Gülle während der Lagerung ist nicht zu empfehlen. Zwar werden die Methanemissionen reduziert, jedoch steigen die NH3-Verluste stark an (Abbildung 1).
Diese beiden Aspekte bewirken eine raschere Wirkungsweise von Biogasgülle im Vergleich zu unbehandelter Gülle. Bei der Ausbringung von Biogasgülle sollte die höhere Nährstoffkonzentration bei der Bemessung der applizierten Menge beachtet werden. Die anaerobe Vergärung hat keinen wesentlichen Einfluss auf die NH3-Verluste, insofern die Gülle bei optimalen Bedingungen ausgebracht wird.
Eine weitere Technik, die bei der Behandlung von Gülle angewandt wird, ist die Gülleseparierung. Mit der Separierung bildet sich keine Schwimm- und Deckschicht. Es gibt keine Verstopfung der Ausbringaggregate. Durch die Trennung der flüssigen und festen Phase kann die Fliessfähigkeit der Gülle erhöht werden, wodurch Verluste bei der Ausbringung reduziert werden. Werden die festen Bestandteile kompostiert sind wesentlich höhere NH3-Verluste zu erwarten. Das System der Gülleseparierung eignet sich vor allem für Mischbetriebe, bei denen die festen Bestandteile direkt auf Ackerflächen ausgebracht und eingearbeitet werden können.
Die Verdünnung mit Wasser ermöglicht generell einen effizienteren Einsatz von Gülle mit weniger Verlusten. Die Gülle ist weniger reich und homogener. Sie kann besser in den Boden eindringen. Die Verdünnung bewirkt aber mehr Ausbringungskosten, da mehr Wasser transportiert wird.
Güllezusätze sind in grosser Anzahl und Vielfalt auf dem Markt. Die angepriesenen Wirkungen sind oft nicht erhärtet und stehen vielfach in Zusammenhang mit einem generell sorgfältigeren Umgang mit der Gülle.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wissenschaftliche Mitarbeitern aus dem Sektor Ressourcen