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Die Gotthardpost
Die «Gotthardpost» ist für das Kunsthaus Zürich, was für das Louvre in Paris die «Mona Lisa» ist: ein Publikumsmagnet. Gemalt hat es Rudolf Koller 1873 ausgerechnet für Alfred Escher, der mit dem Bau der Gotthardbahn das Ende des Kutschenzeitalters am Gotthard einläutete.
Die Postkutsche rast mit 5PS die Tremolapassstrasse hinunter. Die Kühe starren fassungslos auf das Gefährt, welches durch ihre Alpenidylle donnert. Das kleine Kalb flüchtet.
Die «Gotthardpost» steht sinnbildlich für die rasante Entwicklung des Verkehrs über und durch den Gotthard. Rudolf Koller malte das Bild als Abschiedsgeschenk für Alfred Escher, als dieser 1873 als Verwaltungsratspräsident der Nordostbahn-Gesellschaft zurücktrat: Ausgerechnet für den Mann also, der zu dieser Zeit bereits die Gotthardbahn-Gesellschaft gegründet hatte.
Die Eröffnung des Gotthardeisenbahntunnels 1882 bedeutete das Ende des regulären Postkutschenbetriebs.
Heute sind die Fahrten mit der Postkutsche über den Pass wieder eine Touristenattraktion.
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25.07.2016 19:05
25.07.2016 19:05
Um das Jahr 1830 wird die erste befahrbare Strasse über den Gotthard eröffnet. Jetzt fahren die ersten Postkutschen über die Tremola. Statt Säumerkleidung tragen die Damen bei «Schweiz aktuell am Gotthard» jetzt Korsette und lange Kleider. Ob die stundenlange Holperfahrt auf der Tremola bequem wird?