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Von der „Coppa del Mondo“ 1970 bis zur EURO 2017
Das Frauen-Nationalteam der Schweiz hat in den vergangenen Jahren riesige Fortschritte erzielt und sich erstmals für Endrunden der FIFA-Weltmeisterschaften 2015 in Kanada und der UEFA Women’s EURO 2017 in Holland qualifizieren können. Über viele Jahre jedoch kämpften die Schweizer Fussballerinnen im Schatten der Öffentlichkeit um Anerkennung und Aufmerksamkeit. Dabei hat die Geschichte des Frauen-Nationalteams viele Anekdoten, Figuren und Unglaubliches zu bieten.
«Das goldene Buch des Schweizer Frauenfussballs» liefert nun erstmals einen kompletten Überblick über die bisher 298 Länderspiele der Schweizer Frauen. Begonnen mit der noch inoffiziellen Teilnahme an einer „Coppa del Mondo“ 1970 in Italien, als die Schweizerinnen nicht eben bevorteilt worden waren, über einen ersten Anlauf im November 1970 in Schaffhausen, als Gegner Österreich eine serbische Spielerin mit Namen „Max“ auflaufen liess, bis hin zur offiziellen Premiere am 7. Mai 1972 in Basel gegen Frankreich (2:2) waren die Anfänge sehr bewegt.
Ambitionierter wurde der Frauenfussball auch in der Schweiz mit der Einführung der Europameisterschaften 1982 und der Weltmeisterschaften 1991. Es dauerte aber lange, bis die Schweizerinnen sich für die Grossanlässe empfehlen konnten. Die Eröffnung des Ausbildungszentrums in Huttwil und professionellere Strukturen in der Förderung und Entwicklung sowie in der Betreuung der Nationalteams waren Gründe dafür.
30 Porträts von ehemaligen und aktuellen Nationalspielerinnen von der ersten lizenzierten Spielerin Madeleine Boll, der ersten Schweizer Torschützin Cathy Moser bis zur heutigen Rekordnationalspielerin Martina Moser zeichnen die Lebensgeschichten von Fussballerinnen gestern und heute nach. Dazu gibt es im Buch der Autoren Seraina Degen und Daniel Schaub einen Überblick über die Entwicklung des Frauenfussballs in den Clubs.