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Zwei Wochen nach dem neuen Windrekord wurde auch heute ein neuer Rekord erreicht: Die relative Luftfeuchtigkeit sank auf 18% ab. Doch was ist das überhaupt?
Die Luft enthält eine gewisse Menge Wasser in gasförmigem Zustand. Sie kann allerdings nicht beliebig viel Wasser aufnehmen. Führt man ihr immer mehr Wasser zu, kondensiert es irgendwann aus. Dann entstehen Wolken oder Nebel. Wie viel Wasserdampf die Luft aufnehmen kann, ist abhängig von der Temperatur. Bei 20°C sind es zum Beispiel 17.3 Gramm pro Kubikmeter. Die maximale Wasserdampfmenge, die bei einer gewissen Temperatur aufgenommen werden kann, nennt sich die Sättigungsfeuchtigkeit.
Die Wasserdampfmenge in Gramm pro Kubikmeter ist die absolute Luftfeuchtigkeit, übersetzt „unabhängige Luftfeuchtigkeit“. Die Angabe der absoluten Luftfeuchtigkeit sagt aber nichts darüber aus, wie trocken die Luft ist. Je nach Temperatur kann sie extrem trocken, oder aber auch feucht und neblig sein.
Dafür gibt es die relative Luftfeuchtigkeit und damit kommen wir allmählich zum Ziel. Sie gibt das Verhältnis von der absoluten Luftfeuchtigkeit zur Sättigungsfeuchtigkeit an, das heisst von der vorhandenen Wasserdampfmenge zur höchstmöglichen Wasserdampfmenge.
Nun kommt etwas Mathematik ins Spiel.
Dies ist die Formel die den letzten Abschnitt mathematisch ausdrückt:
φ=ƒ/ƒmax
wobei φ die relative Luftfeuchtigkeit in %, ƒ die Wasserdampfmenge in Gramm pro Kubikmeter und ƒmax die Sättigungsfeuchtigkeit ebenfalls in Gramm pro Kubikmeter ist.
Heute waren nur 2.2 g/m³ Wasserdampf in der Luft vorhanden. In unserer Formel ist dies die Variable ƒ. Die Temperatur betrug 13.9°C. Bei dieser Temperatur können maximal 12 g/m³ Wasserdampf aufgenommen werden, dies ist die Variable ƒmax. Nun müssen wir nur noch die Werte in die Formel einsetzen:
φ=(2.2 g/m³)/(12 g/m³)
Die Einheit kürzt sich weg und 2.2/12 ergibt 0.1833… Da die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent angegeben wird, muss noch mit 100 multiplizert werden. Das Resultat ist 18.3% relative Luftfeuchtigkeit.
Ich hoffe, Sie konnten die mathematische Berechnung nachvollziehen und können sich unter dem Wert etwas vorstellen. Falls Sie noch Fragen haben – Kommentare zum Thema sind immer willkommen.