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Juli 1998, Derby, Vereinigtes Königreich: In der englischen Industriestadt erblickt Jay Clarke das Licht der Welt. Just zur gleichen Zeit über 1’000 km entfernt wagt Roger Federer seine ersten Schritte auf der ATP-Tour. In Gstaad scheitert der damals 17-Jährige in der ersten Runde.
Training auf dem Tennisplatz der Kirche
Während Federer die Tennis-Welt fortan im Sturm erobert und 2003 seinen ersten von insgesamt 8 Titeln in Wimbledon gewinnt, feilt der junge Clarke – gecoacht von seinen beiden älteren Geschwistern – auf dem Tennisplatz der örtlichen Kirche an seinen Fertigkeiten. Noch heute wird Clarke von seinem Bruder Curtis betreut.
Im Alter von 15 Jahren schafft er den Sprung auf die Profi-Tour, auf den Durchbruch wartet der Brite aber noch. Anstatt in Wimbledon, Paris oder New York spielt er sich durch die Tableaus der Challenger-Turniere von Binghamton (USA) oder Anning (China).
Das darf man nicht unterschätzen. Auch die Challenger-Tour ist hart. Und wenn man es einmal auf die ATP-Tour schafft, trifft man meistens auf gute Spieler.
Auf höchster Stufe steht in Clarkes Bilanz 5 Niederlagen ein einziger Sieg gegenüber. In der Startrunde im All England Club – wo er wie im Vorjahr nur dank einer Wildcard dabei ist – schlug er Noah Rubin in 4 Sätzen. Der Lohn dafür: Ein Duell mit Idol Federer.
Für Clarke ohne Frage die grösste Partie seiner noch jungen Karriere. Das weiss auch Federer: «Wenn er irgendwo Tennis spielen möchte, ist es hier in Wimbledon gegen die Besten. Diesen Match bekommt er jetzt.»
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 02.07.2019, 15:30 Uhr