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Querflarz (8)
Der Begriff Flarz ist abgeleitet von «flartschen» einem alten mundartlichen Ausdruck. «Wil die Tätschhüser hüt na a der Halde zueflarzed, wien e Chrott uf em Tüüchel, so seit men e halt ebe Flärz» (Ruedi Chägi). Flarzhäuser entstehen immer durch nachträgliche Umbauten und Erweiterungen von gewöhnlichen Bauernhäusern. Der Begriff Flarzhaus wird ursprünglich für das traufbetonte Reihenhaus mit lachgeneigtem Dach (ursprünglich Schindeldach) gebraucht. Der Begriff «Querflarz» wird verwendet, wenn ein giebelbetontes Haus traufseitig durch Herunterziehen des Daches erweitert wird. Querflärze sind viel seltener als Reihenflärze. Das Flarzhaus ist vor allem im Zürcher Oberland stark verbreitet.
Der Kern des Hauses stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Der teilweise erhaltene geschwärzte Dachstuhl datiert jedenfalls aus dieser Zeit. Im 18. Jahrhundert wurde das Haus nach Osten und Westen durch Herunterziehen des Daches erweitert.