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Lässt sich die Prognose von Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs im limitierten Stadium verbessern, wenn sie zusätzlich zur Radio-Chemotherapie mit Atezolizumab behandelt werden? Diese Frage wird im Rahmen der internationalen ACHILES-Studie geprüft.
Bei rund 15% aller Patienten mit Lungenkrebs liegt ein kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC) vor. Zwar werden viele Patienten durch die aktuelle Standardbehandlung geheilt, bei den meisten kehrt die Krankheit jedoch zurück.
Die Behandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit Immuntherapeutika ist inzwischen gut etabliert. Zu der Frage, ob diese Wirkstoffe auch beim SCLC die Prognose verbessern können, gibt es bisher nur wenige Studien mit geringen Patientenzahlen und nur mit Patienten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien. Aus diesem Grund wird die ACHILES-Studie durchgeführt: Das Ziel ist herauszufinden, ob die Immuntherapie mit dem Immun-Checkpoint-hemmenden Antikörper Atezolizumab insbesondere bei kleinzelligem Lungenkrebs im limitierten Stadium (Tumor begrenzt auf einen Lungenflügel und ohne Metastasen ausserhalb des Brustkorb) das Überleben verbessert. Atezolizumab ist in der Schweiz bisher zur Behandlung von fortgeschrittenen NSCLC, SCLC und anderen Krebsarten zugelassen.
Die Studie wird an mehreren Spitälern in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern durchgeführt. Insgesamt werden 210 Patienten eingeschlossen. Die SAKK wird voraussichtlich etwa 35 Patienten einschliessen, die entweder in die Interventionsgruppe, die Atezolizumab erhält, oder in die Kontrollgruppe randomisiert und entsprechend lokal und national geltender Richtlinien nachbeobachtet werden. Die Laufzeit der Studie ist in der Schweiz auf ca. sieben Jahre angelegt.