Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03510.jsonl.gz/470

Ausschnitte aus spannenden Texten, die heute am Freien Nachmittag im JULL entstanden sind:
Was denken die meisten Leute, wenn sie Karma hören? Sie denken im ersten Augenblick daran, wie ein Karma ist und welche Folgen es herbei beschwören kann. Wie zum Beispiel wenn du einen Stein auf einen knallbunten Kobold wirfst, dass du irgendwann selber einen Stein abbekommst. Aber hier geht es nicht um einen knallbunten Kobold oder um Steine, die herumfliegen. Nein.
(Chajen)
Ich hole Karla das Huhn und trage sie Richtung Zelt. Aber ich habe ja jetzt keine Tasche! Wie komme ich jetzt ins Zelt, ohne dass Papa mich sieht? Ich habe eine Idee. Ich stecke sie in meine Leggins und habe einen ganz dicken Po. Da kommt Papa. Wo willst du jetzt wieder hin? Ich kann nicht antworten, weil Karla mich die ganze Zeit in den Po piekst.
(Livia)
Sie zeigte auf den namenlosen Hund und sprach mit piepsiger Stimme: "Il s'appelle chauve-souris." Für diesen Satz reichte mein französischer Wortschatz. Übersetzt heisst das: "Er heisst Fledermaus." Einen Mops Fledermaus zu nennen ist echt eine merkwürdige Idee. In der Zeit, wo sie die beiden Ausreissen an die Leine band, schwafelte sie noch irgendetwas davon, dass die Möpse ihr gehören und dass sie sehr verspielt sind.
(Lara)
Lauter Fragen wirbelten mir im Kopf herum, so schnell, dass ich die meisten von ihnen gar nicht wirklich begriff. Bevor ich auch nur eine von ihnen stellen konnte, fiel ich. In dem Moment, in dem ich fiel, wusste ich nicht, ob ich das alles nur träumte, oder ob es wirklich geschah. Je länger ich fiel, umso gleichgültiger wurde es mir.
(Selina)