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Das Wichtigste in Kürze
- Im Oktober wählt Brasilien seinen neuen Präsidenten.
- Das dafür verwendete elektronische Wahlsystem wurde von Präsident Bolsonaro angezweifelt.
- Nun hat das System aber einen Sicherheitstest des Obersten Wahlgerichts bestanden.
Vor der Präsidentenwahl in Brasilien im Oktober hat Staatschef Jair Bolsonaro das elektronische Wahlsystem in Zweifel gezogen. Nun hat dieses einen Sicherheitstest des Obersten Wahlgerichts bestanden. Das teilte das Gericht mit Sitz in Brasília am Freitagabend mit.
Das Wahlsystem in Brasilien – mit 210 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas – ist vollständig elektronisch. Die Tests finden regelmässig zur Vorbereitung auf Wahlen statt, haben aber unter dem rechten Bolsonaro eine besondere Bedeutung bekommen.
Bolsonaro sät Zweifel an Wahlsystem
Bolsonaro sät immer wieder Zweifel an der Verlässlichkeit des Wahlsystems. Im vergangenen Jahr scheiterte er mit einem Reformversuch. Wie der ehemalige US-Präsident Donald Trump warnt auch Bolsonaro ohne Belege vor einer möglichen Manipulation.
Er fordert etwa, dass die Stimmabgabe auch auf einem Ausdruck festgehalten werden muss. Andernfalls werde er das Ergebnis der Wahlen im Oktober möglicherweise nicht anerkennen.
Der rechte Politiker will sich bei der anstehenden Präsidentenwahl eine weitere Amtszeit sichern. In jüngsten Umfragen liegt der linke Ex-Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva vor Bolsonaro.