Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03534.jsonl.gz/790

Im Sattel sitzt Pia Schorno fast ihr ganzes Leben. Zuerst ritt sie im englischen Stil, seit 25 Jahren tut sie es den Cowboys gleich. Als Westernreiterin feiert sie mit ihrem Pferd Lucy grosse Erfolge.
aj. Kaum konnte Pia Schorno laufen, sass sie schon auf dem Rücken eines Pferdes. Nach zwanzig Jahren englischer Reitweise sattelte sie allerdings vor rund 25 Jahren auf das Westernreiten um. «Vor knapp sieben Jahren kaufte ich Lucy», erzählt die 50-Jährige. «Meine Absicht war, sie lediglich als Freizeitpferd einzusetzen, sie aber gut zu trainieren, damit sie gesund bleibt.» Lucy ist ein Quarter Horse, also ein amerikanisches Pferd, das damals hauptsächlich von Cowboys geritten wurde. Die Rasse bekam ihren Namen, weil solche Pferde früher auf einer Viertelmeile die schnellsten waren. Ihre Charaktereigenschaften sind die umgängliche und ruhige Art, die Ausdauer und die muskulöse Statur. «Es ist quasi der Bodybuilder unter den Pferden», so Schorno schmunzelnd.
Dass ihre inzwischen zehnjährige Stute aber etwas ganz Besonderes ist, merkte Profireiterin Elif Schleiniger, als sie sie trainierte. «Es wäre schade, ein solch begabtes Pferd nicht zu fördern, meinte sie damals zu mir», erinnert sich Schorno. Zu Beginn habe sie sich dagegen gewehrt. «Ich wollte nicht mehr Turnierreiten.» Schnell gab sie jedoch nach und sechs Jahre später war sie schon Europameisterin.
Mehr dazu lesen Sie in unserer aktuellen Freitagsausgabe.