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Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Humboldt-Universität Berlin in einer aktuellen Forschungsarbeit, die laut Hochschulmeldung vom vergangenen Donnerstag in der aktuellen Ausgabe von „Nature Ecology und Evolution“ veröffentlicht worden ist.
Als Grund wird eine Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion angeführt. Der Forschungsarbeit zufolge werden vor allem noch für Afrika südlich der Sahara grosse Potentiale zur Steigerung der Agrarproduktion gesehen, einerseits durch die Intensivierung der Bewirtschaftung bereits bestehender Felder sowie anderseits durch die Umwandlung natürlicher Ökosysteme in neue Agrarflächen.
Diese Region sei ein Schnittpunkt des wirtschaftlichen, demografischen und landwirtschaftlichen Wachstums, und beheimate einige der ärmsten Länder unsere Erde, die dringend auf eine Steigerung der Versorgung mit Nahrungsmitteln angewiesen seien, berichtete die Hochschule. Allerdings könnten die Umweltauswirkungen einer höheren Agrarproduktion gerade in Afrika verheerend sein, denn dort befinde sich im Vergleich zu Lateinamerika nur die Hälfte der möglichen landwirtschaftlichen Flächen in Schutzgebieten, so die Hochschule.
Aber auch für Lateinamerika erwarten die Forscher drastische Verluste in den verbleibenden Naturgebieten. Die Region mit dem nach dieser Studie höchstem Gefährdungspotential ist das peruanische Amazonasgebiet, wo infolge landwirtschaftlicher Expansion und Intensivierung bis zu 317 Arten verlorengehen könnten. Die Studie zeigt zudem für die einzelnen Länder auf, was diese an Massnahmen ergreifen können beziehungsweise müssen, um einen Artenverlust zu verhindern. Erste wichtige Schritte wären demnach, Naturschutzaspekte proaktiv in der Landnutzungsplanung zu berücksichtigen sowie generell mehr in den Naturschutz zu investieren.