Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/264264

<h2>SubmittedText<h2><p>Das SEM liess verlauten, dass die Behandlung der Asylgesuche von afghanischen Frauen auch heute noch individuell und streng sei.<br>- Wie viele Asylgesuche von afghanischen Frauen wurden seit der Praxisänderung des SEM bearbeitet?<br>- Wie viele davon führten zu einer Anerkennung als Flüchtling bzw. zu einer vorläufigen Aufnahme?<br>- Und besteht nicht die Gefahr, dass Afghaninnen, haben sie bei uns erst einmal Asyl, ihre gesamte Familie nachziehen lassen werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Seit Inkrafttreten der Praxisänderung am 17. Juli 2023 wurden 31 Asylgesuche von afghanischen Frauen vom SEM entschieden.</p><p>In 14 Fällen führte das Asylgesuch zu einer vorläufigen Aufnahme, in 17 Fällen zu einer Asylgewährung.</p><p>Die Zahl der allein reisenden afghanischen Frauen ist markant tiefer als die Zahl der allein reisenden afghanischen Männer. Zwischen August 2022 und Juli 2023 reisten knapp 200 Frauen alleine in die Schweiz ein, während die Zahl alleinreisender Männer mehr als zehnmal höher war. Oft reisen Afghaninnen im Familienverbund in die Schweiz ein. Anspruchsberechtigte eines Familiennachzuges sind gemäss Asylgesetz ausschliesslich Angehörige der Kernfamilie, d.h. Ehepartner und minderjährige Kinder. Nicht anspruchsberechtigt sind Eltern, Geschwister und weitere Verwandte. Es ist schwierig zu prognostizieren, wie viele Frauen in den nächsten Jahren ein Gesuch um Familiennachzug einreichen werden. Zwischen August 2022 und Juli 2023 reisten 44 afghanische Personen im Rahmen des asylrechtlichen Familiennachzugs in die Schweiz ein, darunter sechs Männer.</p>