Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03585.jsonl.gz/1574

Bild: Arek Adeoye - unsplash.com
Bei einer Polyneuropathie sind mehrere Nerven geschädigt und es kommt vor allem in den Armen und Beinen zu Sensibilitätsstörungen, Schmerzen oder Taubheitsgefühlen (mehr dazu: Polyneuropathie | HEBSORG).
Neben verschiedenen Therapiemöglichkeiten ist aktive Bewegung wichtig, um die Schmerzen zu lindern. Wenn Betroffene regelmässig Sport machen, kann dies eine Therapie unterstützen. Die Bewegung verbessert die Durchblutung, wodurch wiederum die Beschwerden reduziert werden können.
Welche Sportarten werden empfohlen?
Grundsätzlich werden Sportarten empfohlen, welche Ausdauer und Kraft trainieren und die Beweglichkeit steigern. Wichtig dabei ist, das richtige Mass an Bewegung zu finden. Das Ziel sollte keine Höchstleistung sein, da diese die geschädigten Nerven überfordern und die Schmerzen kurzzeitig verschlimmern könnte. Es geht eher darum, dass die Bewegung zur Entspannung und zum Wohlfühlen beiträgt.
Die Wahl der richtigen Sportart sollte sich nach der Art der Polyneuropathie richten.
Betroffene, bei denen sich die Polyneuropathie vor allem durch Taubheitsgefühle oder Empfindungsstörungen äussert, sollten Sportarten mit einem erhöhten Verletzungs- oder Unfallrisiko, längeres Barfussgehen, schnelles Laufen oder das Benutzen eines Laufbandes besser vermeiden. Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Krafttraining, Gymnastik oder auch Walking und regelmässige Spaziergänge schonen die Füsse und sind daher besser geeignet.
Auch Qi Gong, eine chinesische Heilkunst, wird Betroffenen empfohlen. Bild: Monica Leonardi - unsplash.com
Viele Betroffene haben starke Schmerzen in den Füssen, so dass ein aktives Gehtraining schwierig scheint. Die Füsse sollten aber trotzdem bewegt werden. Hilfreich ist in diesem Fall z. B. Fussgymnastik, welche sich sowohl im Stehen als auch im Sitzen ausüben lässt. Folgende Übungen sind gut geeignet, um die Fussmuskulatur zu stärken und die Durchblutung anzuregen:
- Im Stehen auf den Füssen hin und her wippen.
- Im Sitzen abwechselnd die Zehen zusammenziehen und spreizen.
- Im Sitzen mit dem grossen Zeh abwechselnd auf den Boden tippen.
- Im Sitzen beide Füsse gleichzeitig aus dem Fersenstand in den Zehenstand bewegen und umgekehrt.
Auch Qi Gong, eine chinesische Heilkunst, welche vor allem Konzentrations.-, Meditations-, Körper- und Bewegungsübungen praktiziert, wird Polyneuropathie-Betroffenen häufig empfohlen. Folgende Organisationen im Kanton Solothurn bieten dieses Training an:
Rheumaliga Solothurn: Qi Gong
Pro Senectute: Qi Gong
Regelmässige Bewegung – auch wenn es nur ein kleines bisschen ist – ist das Beste für die Gesundheit. Die Durchblutung und der Stoffwechsel werden angeregt und der Kreislauf wird gestärkt. Bewegung hilft, typische Symptome wie Kribbeln oder Taubheit zu lindern.
Hier finden Betroffene weitere Bewegungsangebote:
Quellen: