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Leider müssen wir ja dieses Jahr vielerorts auf unseren Samichlaus verzichten. Damit der St. Nikolaus dieses Jahr aber nicht ganz vergessen geht, hier einige Fakten über ihn:
Nikolaus von Myra wurde zwischen 270 und 286 in Patara geboren und starb am 6. Dezember 326, 345, 351 oder 365. Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra (mittlerweile Demre – etwa 100 km südwest-lich von Antalya). Sein ererbtes Vermögen verteilte er unter den Notleidenden.
Um Nikolaus ranken sich viele verschiedene Legenden. Eine davon lautet wie folgt: Ein verarmter Mann beabsichtigte, seine drei Töchter zu Prostituierten zu machen, weil er sie mangels Mitgift nicht verheiraten konnte. Nikolaus, Erbe eines größeren Vermögens, erfuhr von der Notlage und warf in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen in das Zimmers der drei Jungfrauen. Aufgrund dieser Legende wird der Heilige oft mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln dargestellt.
Der Gedenktag des Heiligen ist mit vielen Bräuchen verbunden. Am 6. Dezem-ber war verbindlich die Lesung Mt 25-14-30 EU (Gleichnis von den anvertrauten Talenten) vorgesehen. Der bekannte Brauch der Befragung der Kinder, ob sie denn auch brav und fromm gewesen seien, geht auf dieses Gleichnis zurück. Das nächtliche Füllen der Schuhe oder Ähnliches, basiert auf der Legende von den drei Jungfrauen, die beschenkt wurden. Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der Weihnachtsbescherung. In einigen Ländern ist er dies auch heute noch.
1087 raubten süditalienische Kaufleute die Reliquien aus der Grabstätte des Heiligen in der St.-Nikolaus-Kirche in Demre und überführten sie ins heimatliche Bari. Sie sind seither in der eigens errichteten Basilika San Nicola.