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Im November 1938 versuchte der Schweizer Maurice Bavaud (dodis.ch/P3807) mehrfach Hitler umzubringen. Er wurde von den deutschen Behörden verhaftet, eingesperrt und im Dezember 1939 zu Tode verurteilt. Am 14. Mai 1941 wurde er hingerichtet.
1960 ging als das Jahr Afrikas in die Geschichte ein. 17 afrikanische Länder erlangten damals die Unabhängigkeit. Die Anerkennung durch die schweizerische Eidgenossenschaft erfolgte rasch und unproblematisch, weil der Unabhängigkeitsprozess dieser Länder in «geregelten Rechtsformen», d.h. mit dem Einverständnis der Kolonialmächte verlief.
Die Schweiz gehörte bei der Gründung der Volksrepublik China zu den ersten westlichen Staaten, die mit dem kommunistischen Regime diplomatische Beziehungen aufnahmen. Am 17. Januar 1950, orientierte Bundespräsident Max Petitpierre mit einem Telegramm den Vorsitzenden Mao Zedong über die offizielle Anerkennung des neuen Staates (dodis.ch/8016).
«Seit Sonntag früh ein Uhr befindet sich Berlin virtuell in einem Belagerungszustand», kabelte die Schweizerische Delegation in Berlin am Montag dem 14. August 1961 nach Bern: «Stacheldrahtverhaue, Spanische Reiter, Panzerspähwagen, ein Riesenaufgebot von schwerbewaffneten Volksarmisten und Volkspolizisten, versteckten MG-Nestern haben die bisherige Sektorengrenze in eine scharf kontrollierte und bewachte Staatsgrenze verwandelt.» (dodis.ch/30568)
Mit dem Prozess der Dekolonisation in Asien und Afrika in den 1950er Jahren, wurden auch für die Schweiz die Beziehungen zu diesen neuen Staaten immer wichtiger. Die Schaffung des Amtes eines Delegierten des Bundesrates für technische Zusammenarbeit – der heutigen DEZA – durch den Bundesrat am 17. März 1961, gilt als die Geburtsstunde der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Sie ist seither ein fester Bestandteil der schweizerischen Aussenpolitik.
Vorbild für die Entwicklungsländer
Das fehlende Frauenstimmrecht war für die Schweiz auch ein Problem von aussenpolitischer Tragweite: «Durch die Berichte meiner Botschaften, durch das Lesen der ausländischen Presse, durch Gespräche mit wichtigen Besuchern weiss ich», so Friedrich Traugott Wahlen, 1961-1965 Aussenminister der Eidgenossenschaft, «in welchem Masse das Fehlen des Frauenstimmrechtes [...] dem Ansehen unseres Landes abträglich» ist.
Mitte der fünfziger Jahre rücken wissenschaftliche Fragen zunehmend in den Fokus der Schweizer Dipomatie. Beginnend mit der Einrichtung eines Wissenschaftsrates in Washington 1958 schickte die Zentrale in Bern Delegationen ins Ausland und baute ein Netz an Experten auf, die auf ihren Posten in verschiedenen relevanten Staaten wissenschaftspolitische Fragen in die Diplomatie einbrachten. Zu Wissenschaft und Aussenpolitik können Sie auf Dodis folgende Dokumente einsehen:
Der Bundesrat geizte nicht mit grossen Worten: «Die Bedrohung eines dritten Weltkriegs und einer neuerlichen Kraftprobe mit all ihren tragischen Konsequenzen lastet auf der Menschheit», schrieb die Landesregierung am 6. November 1956 in einem Aufruf. «Der Friede kann allerdings und muss noch gerettet werden», appellierte sie an die Grossmächte (dodis.ch/12315).
Das Who is Who der Weltpolitik gab sich die Klinke in die Hand: «Die Konferenz von Genf gab uns auch die Gelegenheit», resümierte Bundesrat Max Petitpierre im September 1954 vor dem versammelten diplomatischen Corps stolz, «in Bern Staatsmänner zu empfangen, von denen wir vor einigen Jahren nie gedacht hätten, dass sie eines Tages über die Schwelle des Bundeshauses treten würden».
Die Schweiz war in mehrfacher Hinsicht mit der Vernichtung der europäischen Juden durch die Nazis konfrontiert. Von der Machtergreifung Hitlers 1933 bis zum Kriegsende 1945 versuchten zahllose Verfolgte in der Schweiz eine zumindest vorübergehende Zuflucht zu finden. Die politischen Verantwortungsträger standen immer wieder vor schwerwiegenden Entscheidungen.