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Die Umweltschutz-Organisation Greennpeace hat heute die sechste Ausgabe des "International’s Guide to Greener Electronics" veröffentlicht. Neu in der Liste, in der Elektronik-Hersteller und ihre Produkte nach ihrer Umweltfreundlichkeit beurteilt werden, sind Nintendo, Philips, Microsoft und Sharp - allesamt mit katastrophalen Resultaten.
Greenpeace bewertet die Hersteller und ihre Produkte nach dem Einsatz von umweltschädlichen und gefährlichen Stoffen wie PVC und bromierten Flammschutzmitteln und nach ihren Rücknahme und Recycling-Konzepten. Verlangt wird auch ein klarer Zeitplan für die Elimination von gefährlichen Werkstoffen und Greenpeace testet die Rücknahme-Konzepte auch in der Praxis.
Nintendo kommt mit 0 Punkten ganz schlecht weg, Philips schafft es nur auf 2 und Microsoft auf 2,7. Bei Microsoft kritisiert Greenpeace, dass die Redmonder sich bis 2011 Zeit lassen wollen, bis die gefährlichen Werkstoffe aus den Tastaturen, Mäusen und der XBox verschwunden sind. Zudem hat Microsoft eine ungenügende Rücknahmepraxis.
Apple steht mit Note 6 ein bisschen besser da als zuvor, da die Verwendung von einigen toxischen Chemikalien reduziert wurde. Auch HP (6,7) konnte sich ein bisschen verbessern, muss aber das Recycling noch besser organisieren. Interessanterweise liegt Fujitsu Siemens, ein Hersteller, der sich selbst als sehr "grün" darstellt,
mit Note 7 hinter Lenovo (7.3). Spitzenreiter - aber auch noch weit von einer "10" entfernt - sind Sony Ericsson (7,7), Samsung (7,7 "big improvements"), Sony (7,3) und Dell (7,3).
Noch ein Hinweis: Dass Greenpeace das so gebräuchliche Material PVC als gefährlich einstuft, hat mit der Entsorgung zu tun. Computer werden heute oft in Niedriglohnländern unter erbärmlichen Bedingungen entsorgt, wobei die Verbrennung von PVC zur Entstehung von giftigen Gasen führt. (hc)