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Grieder, Sandra Kay.
Emotionen von Berufsschülern bei selbstreguliertem Lernen : eine Interventionsstudie.
2006,
PhD Thesis, University of Basel,
Faculty of Psychology.
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Official URL: http://edoc.unibas.ch/diss/DissB_7618
Abstract
Im Rahmen einer Interventionsstudie, die in Form von zwei Untersuchungen durchgeführt wurde, wurden erstmals in der schweizerischen Berufsbildungsforschung die mit quantitativen Methoden erhobenen Emotionen von Berufsschülern bei selbstreguliertem Lernen untersucht. In der Untersuchung I wurden Lernemotionen vor, während und nach der Intervention analysiert. Zum einen wurden die Emotionen im Zusammenspiel mit ihren Ursachen und Wirkungen überprüft. Zum anderen interessierten die Wirkungen des Trainings auf die Lernemotionen und auf weitere affektiv-motivationale Faktoren der Berufsschüler im Längsschnitt. Die Lehrpersonen der Berufslernenden besuchten zehn Workshops und implementierten die erworbenen Kenntnisse in ihrem Unterricht. Obwohl sich die emotionale Lage bei Berufsschülern von anderen Schülern etwas unterscheidet, bestätigen die Analysen der Daten die vermuteten Ursachen und Wirkungen von Emotionen: Umwelt- und Personbedingungen beeinflussen die bereichsspezifischen Lernemotionen der Berufsschüler (N = 502), und diese Emotionen haben wiederum einen Einfluss auf das Lernen. Hingegen konnten bei der Subgruppe mit Training (n = 64) im Vergleich zur Kontrollgruppe (n = 48) fast keine Trainingseffekte auf die Emotionen bzw. auf die affektiv-motivationalen Faktoren aufgezeigt werden, ausser auf die Lernanstrengung. Zudem konnten überraschenderweise kaum Anzeichen dafür gefunden werden, dass die trait-Emotionen bereichsspezifisch organisiert sind. Dies lässt eine bereichsübergreifende Organisation der Emotionen bei Berufsschülern vermuten. In der Untersuchung II wurden wiederum die Emotionen von Berufsschülern (N = 110) beim selbstregulierten Lernen erhoben und zwar vor und nach der Intervention. Auch in dieser zweiten Untersuchung war der Zusammenhang der Emotionen – mit dem Fokus auf situationsspezifischen Emotionen – mit ihren Bedingungen sowie Interventionswirkungen von Interesse. Um bessere Resultate erzielen zu können, wurde das Training gekürzt, aber dafür intensiviert. Die Ergebnisse bestätigen bedeutsame Beziehungen zwischen den situationsspezifischen Variablen. Jedoch konnte erneut keine Veränderung der Emotionen der Experimental- (n = 61) im Vergleich zur Kontrollgruppe (n = 38) festgestellt werden. Hinsichtlich der Situations- bzw. Aufgabenspezifität von state-Emotionen sind die Befunde zwar etwas ambivalent, deuten jedoch auf eine aufgabenspezifische Organisation (Mathematik- vs. Textaufgaben) von state-Emotionen bei Berufsschülern hin. Auch wird ersichtlich, dass es bei der Betrachtung von Emotionen wichtig ist, zwischen trait und state zu differenzieren.
|Advisors:||Steiner, Gerhard|
|Committee Members:||Grob, Alexander|
|Faculties and Departments:||07 Faculty of Psychology > Departement Psychologie > Abteilung Allgemeine Psychologie und Methodologie|
|Item Type:||Thesis|
|Thesis no:||7618|
|Bibsysno:||Link to catalogue|
|Number of Pages:||286|
|Language:||German|
|Identification Number:|
|Last Modified:||30 Jun 2016 10:41|
|Deposited On:||13 Feb 2009 15:40|
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