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Wilderei lässt den Afrikanischen Elefanten aussterben. Dies, weil noch immer nicht alle Elefanten streng geschützt sind. Die Koalition für den Afrikanischen Elefanten (AEC – African Elefant Coalition) hat deshalb fünf unmissverständliche Forderungen an die CITES formuliert. Die Fondation Franz Weber ihrerseits hat als Partnerin der Koalition eine Schlüsselrolle bei den Vorbereitungen zur und bei dieser Konferenz.
Die fünf Anträge der AEC an die CITES-Konferenz (Johannesburg, Südafrika, September-Oktober 2016) lauten wie folgt:
1. Listung aller afrikanischer Elefanten in Anhang I von CITES
Alle Bestände afrikanischer Elefanten wurden im Jahr 1989 in den Anhang I von CITES gelistet, was ein effizientes Verbot des internationalen Elfenbeinhandels zur Folge hatte. Aber der Schutz wurde 1997 und 2000 wieder gelockert, als die Bestände aus vier Ländern (Botswana, Namibia, Südafrika und Simbabwe) in Anhang II (mit einem geringeren Schutzstatus) herabgestuft wurden. Dies ermöglichte zweimal den Verkauf von gelagerten Elfenbeinbeständen nach Japan (1999) und Japan und China (2008). Die Herabstufung und der Lagerverkauf verringerten entgegen der Argumente der damaligen Befürworter die Wilderei nicht. Im Gegenteil: Sie schürten einen neuen illegalen Handel mit Elfenbein und die Wilderei als Reaktion auf die steigende Nachfrage, insbesondere nach dem zweiten Verkauf nach China.
Der aktuelle Antrag fordert die Hochstufung der vier Elefantenbestände von Anhang II zu Anhang I von CITES. Dies bedeutet, dass wieder alle Elefantenpopulationen in Afrika und Asien von der höchsten Schutzkategorie des Übereinkommens profitieren würden. Eine allgemeine Listung in Anhang I würde den Elfenbeinhandel gesetzlich verbieten, seine Verfolgung vereinfachen und eine klare Botschaft für einen entschlossenen Kampf gegen die Ausrottung der afrikanischen Elefanten aussenden.
2. Schliessung der inländischen Elfenbeinmärkte
CITES soll empfehlen, dass alle Regierungen die inländischen Märkte für den Handel mit Rohelfenbein und bearbeitetem Elfenbein schliessen. Der inländische Handel, der in vielen Ländern fortdauert, hält die Elfenbein-Nachfrage aufrecht. Er schafft auch Möglichkeiten des Reinwaschens von aus der Wilderei stammendem Elfenbein unter dem häufigen Vorwand, es sei antik oder legal erworben. Viele Länder, darunter China und die USA, haben bereits Massnahmen zur Schliessung der Inlandmärkte angekündigt. Dieser Ansatz ist global auszudehnen.
3. Zerstörung von Elfenbeinlagerbeständen
Durch die Beschlagnahmung von aus der Wilderei stammendem Elfenbein sind die offiziellen Elfenbeinlager in Ursprungs- Transit- und Verbraucherländern angeschwollen. Viele CITES-Länder haben bereits öffentliche Zerstörungen von Elfenbeinlagern durchgeführt. Hiermit sind klare Signale gesetzt, dass der Elfenbeinhandel verboten werden muss, um die Elefanten zu retten. Das CITES-Sekretariat soll verpflichtet werden, die bestmögliche technische Unterstützung bei der Listung, Prüfung, Verwaltung und Beseitigung von Elfenbeinlagern anzubieten. Dazu gehört auch eine Ursprungsbestimmung des Elfenbeins anhand von DNA-Proben.
4. Beendigung des sogenannten Entscheidungsmechanismus
Neun Jahre lang hat CITES einen Entscheidungsmechanismus diskutiert, um ein System des legalen internationalen Elfenbeinhandels zu schaffen. Es gibt jedoch keine Aussicht auf Einigung zwischen den Regierungen. Die anhaltende Debatte begünstigt die Wilderei und die Lagerung von Elfenbein durch die Spekulation auf einen zukünftigen «legalisierten» Handel. Ökonomische Analysen zeigen, dass dies eine grosse Ausdehnung des Elfenbeinhandels mit schrecklichen Auswirkungen für die Elefanten zur Folge haben könnte. Deshalb soll CITES den Entscheidungsmechanismus begraben.
5. Exportverbot lebender afrikanischer Elefanten
Erkenntnisse der Weltnaturschutzunion (IUCN) besagen, dass der Fang afrikanischer Elefanten aus freier Wildbahn nicht vorteilhaft ist für ihren Fortbestand, sondern im Gegenteil die wilden Bestände schädigt, sowie zu hohen Sterblichkeits- und Krankheitsraten in Gefangenschaft führt. Der Export afrikanischer Elefanten ausserhalb ihres natürlichen Lebensraumes, auch in ausländische Zoos, ist deshalb zu beenden.