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Die Verdauung beim Neugeborenen
Isst mein Neugeborenes genug? Reguliert sich die Verdauung von alleine? Hat mein Baby erbrochen oder nur ein wenig Muttermilch ausgespuckt? Warum verweigert es seine Mahlzeiten - hat es vielleicht Bauchschmerzen? Mache ich beim Stillen alles richtig?
Gerade in den ersten Monaten nach der Geburt hast Du als Mutter viele Fragen, was die Ernährung Deines Kindes betrifft. Auch was die Verdauung angeht bist Du möglicherweise unsicher, wenn Du zum ersten Mal Mutter geworden bist. Aber keine Sorge: Anfängliche Irritationen im Hinblick auf die Nahrungsaufnahme und die Verdauung sind normal. Dein Baby muss sich schliesslich erst daran gewöhnen, beim Stillen selbstständig Nahrung aufzunehmen und auch der Verdauungsapparat muss erst in Schwung kommen.
Die Verdauungsorgane eines Neugeborenen müssen sich erst auf Muttermilch einstellen
Ein Neugeborenes scheidet nach der Geburt zunächst einige Tage lang einen schwarz-grünen Stuhl aus. Umgangssprachlich spricht man vom sogenannten "Kindspech", der Fachausdruck lautet "Mekonium". Der einfache Grund für dieses Phänomen: Dein Baby hat im Mutterleib ein wenig Fruchtwasser gekostet. Sobald dieses Magen und Darm verlassen hat, normalisiert sich die Farbe des Windelinhaltes schnell. Er ist nun breiig und deutlich heller. Konsistenz und Farbe des Stuhls hängen davon ab, ob Du stillen kannst oder Dein Kind mit Ersatznahrung fütterst.
Eine Ernährung mit der Flasche führt häufig zu festerem Stuhlgang, durch das Stillen wirkt dieser eher wässrig. Beides ist aber vollkommen in Ordnung. Insgesamt wunderst Du Dich als Mutter vielleicht über die Menge der Ausscheidungen, aber ein Neugeborenes produziert in den ersten sechs Lebenswochen sechs nasse Windeln pro Tag und hat mindestens drei Mal täglich Stuhlgang. Als träge kann man die Verdauung bei einem Neugeborenen also sicherlich nicht bezeichnen. Übrigens: Die Ausscheidungen eines sehr jungen Babys riechen nicht unangenehm, besonders dann nicht, wenn Du als Mutter stillst.
Viele Babys schlucken zu viel Luft beim Trinken
Trinken will gelernt sein. Wenn Dein Baby beim Füttern mit der Flasche oder beim Stillen die Milch schluckt, so schluckt es leider auch eine Menge Luft. Bei einer Ernährung über das Stillen an der Brust der Mutter ist dieses Problem etwas weniger stark ausgeprägt. Dadurch entstehen die typischen Koliken, unter denen sehr viele Neugeborene leiden. Sie haben dann Bauchschmerzen, sind unruhig und weinerlich und verweigern dann die Nahrungsaufnahme.
In der Regel sind Koliken jedoch kein Anlass zur Sorge - es sei denn, Dein Baby bekommt zusätzlich Durchfall oder muss sich erbrechen. Letzteres erkennst Du daran, dass Dein Kind mehrmals hintereinander schwallartig seine Milch wieder ausspuckt. In diesem Fall solltest Du einen Arzt aufsuchen: Magen-Darm-Beschwerden treten bei einem Neugeborenen keinesfalls selten auf, sind für den jungen, sich noch im Wachstum befindlichen Organismus aber eine grosse Belastung, weil sie schnell zu einem Flüssigkeitsmangel führen können.
Tipp: Keine Vergleiche in Sachen Verdauung anstellen
Wie genau der Windelinhalt Deines Kindes aussieht, hängt davon ab ob ein Baby gestillt wird oder nicht. Natürlich ist Muttermilch die beste Form der Ernährung für ein Neugeborenes, dennoch vertragen die meisten Kinder auch die heutige Ersatznahrung sehr gut. Du brauchst also nicht ständig die Konsistenz und Farbe des Stuhls akribisch untersuchen oder gar mit den Ausscheidungen Gleichaltriger vergleichen. So lange Dein Kind wächst und sich altersgerecht verhält geht es ihm prächtig. Dennoch kannst Du natürlich einen Arzt aufsuchen, wenn Du Bedenken hast - schaden kann dies nie und Du fühlst Dich gleich entspannter, wenn der Mediziner Deine Zweifel als Mutter zerstreuen kann.
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