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Im zum zweiten Mal hintereinander virtuell durchgeführten NHL-Draft werden gleich drei Schweizer berücksichtigt und damit so viele wie seit drei Jahren nicht mehr.
Nachdem im letzten Jahr kein Eisgenosse in die Kränze gekommen war, sind das erfreuliche Neuigkeiten für das hiesige Eishockey.
Der als Nummer 60 in der 2. Runde von den Arizona Coyotes gezogene Janis Moser ist der am höchsten eingestufte Schweizer seit dem Nummer-1-Draft von Nico Hischier im Jahr 2017. Der Verteidiger des EHC Biel ist zwar bereits 21-jährig und daher deutlich älter als die meisten anderen gedrafteten Spieler. Mark Streit beispielsweise wurde jedoch erst im Alter von 26 Jahren gedraftet.
Moser blickt auf eine herausragende Saison zurück, in welcher ihm in der National League 30 Skorerpunkte gelangen. An der WM in Riga spielte er mit zwei Assists ebenfalls eine ordentliche Rolle.
Neben Moser wurde in der 4. Runde an 110. Position etwas überraschend Brian Zanetti gedraftet. Die Rechte am 18-jährigen Verteidiger vom HC Lugano sicherten sich die Philadelphia Flyers.
Als dritter Schweizer folgte in der 6. Runde als Overall-Nummer 179 Simon Knak. Der Flügelstürmer, der die vergangene Saison mit dem HC Davos begonnen und danach bei den Portland Winterhawks in der kanadischen Juniorenliga WHL gespielt hatte, landete bei den Nashville Predators.
Der Nummer-1-Draft Owen Power ist ein grossgewachsener Verteidiger (1,95 m/97 kg). Er spielte in der vergangenen Saison in der College-Meisterschaft NCAA für die University of Michigan, bevor er Anfang Juni mit Kanada an der A-Weltmeisterschaft in Riga die Goldmedaille gewann. Als Overall-Nummer 2 wurde vom Liga-Neuling Seattle Kraken der amerikanische Center Matty Beniers gezogen, zuletzt Teamkollege von Power bei der University of Michigan.
An dritter Stelle folgte mit Center Mason McTavish (Anaheim Ducks) ein Spieler mit Schweizer Vergangenheit. Der 18-jährige Kanadier hat die letzte Saison beim EHC Olten in der Swiss League begonnen und dabei in 13 Spielen neun Tore geschossen und zwei Assists verbucht. Ebenfalls ein Spieler mit Oltner Vergangenheit und ein – zumindest aufs Eishockey bezogen – «halber» Schweizer ist Brennan Othmann. Der Stürmer besitzt neben dem kanadischen auch den Schweizer Pass. Er wurde in der ersten Runde an 18. Stelle von den New York Rangers gezogen. Abgesehen von dem Gastspiel in Olten hat er aber mit dem Schweizer Eishockey keine Kontaktpunkte. Othmann wurde in Kanada ausgebildet und spielt auch für die Nachwuchsauswahlen der Ahornblätter.
(rst/abu/sda)