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Über Martin Luther ist überliefert, dass er bei einem Spaziergang durch den Wald die Vögel beobachtete und zu ihnen redete: «Guten Morgen, ihr Theologen! Ihr wachet und singet, und ich alter Narr weiss weniger als ihr und sorge mich um alles, anstatt einfach auf die Fürsorge des himmlischen Vaters zu vertrauen.»
Jeder Staat in Europa hat eine Fürsorge-Einrichtung. Das ist eine Anlaufstelle für mittellose Menschen. Der Staat verpflichtet sich, zu helfen. Wikipedia bezeichnet Fürsorge als «die freiwillig übernommene Sorge für andere Personen». Und: «Daraus abgeleitet bezeichnet Fürsorge die Sorge, auf die Menschen unter bestimmten Umständen ein Recht haben. Sie bezeichnet ebenfalls das aus der Ethik der Barmherzigkeit bzw. der Almosenpraxis erwachsene System der Fürsorge, Obsorge, Sozialhilfe oder sozialen Sicherheit.»
Diese Einrichtung ist eine Frucht des Christentums und gründet sich auf die Bibel. Der grösste Fürsorger ist der lebendige Gott. Er sorgt dafür, dass wir uns nicht zu sorgen brauchen. Gott verpflichtet sich zu helfen. Der Herr übernimmt die Sorge für uns. Er sieht alles, er weiss um alles und kommt nie zu spät. Wo wir an unsere Grenzen stossen, wirkt er grenzenlos.
Oft können wir der Sorge nicht entfliehen. Sie umgibt uns, läuft uns hinterher, sie steht uns vor Augen, greift nach uns und will uns festhalten. Was wir tun können, ist, damit zu dem zu fliehen, der über allen Sorgen steht, weil er sich um alles sorgt.
Das aber liegt an uns, das müssen wir tun: Unsere Sorgen auf ihn werfen.