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Armbrustschützenverein ASV Gotzenwil-Seen
Der Armbrustschützenverein Gotzenwil ASV wurde im Herbst 1907 gegründet. Sein erster Schiessstand befand sich im Thaaholz oberhalb Gotzenwil. 1974 wurde in Oberseen eine neue Schiessanlage in Betrieb genommen, die gemeinsam mit dem Armbrustschützenverein Seen erstellt worden war: rund 11'000 Stunden Fronarbeit wurden für das neue Schützenhaus geleistet. Bis heute wird die Anlage von beiden Vereinen zusammen genutzt.
Der Armbrustschützenverein Gotzenwil wurde im Herbst 1907 gegründet. Gründer waren Jakob Wehrli (Präsident und Materialverwalter), Robert Stutz (Kassier), Martin Hofmann (Aktuar), Hans Stutz, Jakob Keller, Robert und Karl Mörgeli. 1908 wurde für 26 Franken eine Armbrust angeschafft; der erste Schiessstand befand sich im Thaaholz oberhalb Gotzenwil.
1910 und 1913 wurden zwei Feste durchgeführt, die einen Ertrag von 350 Franken abwarfen; beim Ehren- und Freischiessen von 1920 kamen sogar 540 Franken zusammen. Damit konnten die laufenden Kosten des Schiessbetriebs subventioniert werden sowie 1922 der Bau eines neuen Schützenhauses mit 6 Scheiben im Thaaloch oberhalb Gotzenwil, der jährliche Pachtzins von Fr. 5.– oder die Anschaffung neuer Armbrüste (1924: 60 Franken, 1931: 240 Franken). Vom 25. Juni bis 17. Juli 1927 veranstaltete der Verein das 5. Kantonale Schützenfest mit 57 Scheiben und 470 Schützen; sein Ertrag lag bei Fr. 2000.– .
Von Gotzenwil nach Oberseen
1941 wurde in Gotzenwil ein neuer Scheibenstand mit 6 Scheiben erstellt, 1943 konnte der Verein endlich einen Schiessplatz mit gedecktem Schützenhaus beziehen. Es folgten nun ruhigere Jahre - eines der erfolgreichsten war wohl 1961, als der ASV Gotzenwil am „Eidgenössischen“ in der 2. Kategorie den 1. Rang belegte. Zum 50-Jahr-Jubiläum 1967 wurde erstmals eine Vereinsfahne angeschafft. 1971 führte man zugunsten des in Oberseen geplanten, neuen Schützenhauses ein Sommernachtfest durch. Dieses war offenbar ein grosser Erfolg, denn bereits im Jahr darauf konnte der erste Spatenstich erfolgen. Ende Oktober 1973 fiel in Gotzenwil der letzte Schuss und Ende März 1974 wurde der Schiessbetrieb in Oberseen wieder aufgenommen. Das neue Schützenhaus war gemeinsam mit dem Armbrustschützenverein Seen in rund 11'000 Stunden Fronarbeit gebaut worden und wird bis heute von beiden Vereinen zusammen betrieben. Jedem Verein stehen darin 10 Scheiben zur Verfügung.
Zum 75-Jahr-Jubiläum 1982 wurde erneut ein grösseres Schützenfest durchgeführt, an welchem 892 Schützen aus 55 Vereinen teilnahmen. 1998 entschloss sich der Verein zur Durchführung des Zürcher Kantonalfestes. Dieses wurde zum grössten Anlass in der Vereinsgeschichte: Nicht weniger als 1500 Schützen aus der ganzen Schweiz nahmen daran teil.
Gemeinsam feiern verbindet
Da die vier Winterthurer Armbrustschützenvereine Oberwinterthur, Gotzenwil, Veltheim und Seen alle etwa zur gleichen Zeit gegründet worden waren, führte man 2008 zu ihrem 100-jährigen Bestehen unter dem Motto „4 x 100 Jahre Armbrustschiessen in Winterthur“ gemeinsam ein Jubiläumsschiessen auf der Anlage Seen-Gotzenwil durch. 2014 schliesslich feierten beide Armbrustschützenvereine Gotzenwil und Seen mit einem weiteren Jubiläumsschiessen „40 Jahre Armbrustanlage“. 2016 zählt der ASV Gotzenwil 12 Aktive und 38 Passivmitglieder.
Text: Alexander Hoster