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Die Protestierenden versammelten sich heute um 13.00 Uhr vor dem Hauptsitz der UBS an der Aeschenvorstadt. Die zahlreichen Teilnehmer solidarisierten sich durch diese Aktion mit der ‹Standing Rock First Nation› aus den USA, die im November zum friedlichen Protest gegen die Pipeline aufgerufen hatte und brutal niedergeschlagen wurden.
Von North Dakota bis Illinois
Die Dakota Access Pipeline (DAPL) soll zukunftig täglich 75,5 Millionen Liter Erdöl vom amerikanischen Bundesstaat North Dakota nach Illinois befördern. Die Pipeline wird zurzeit noch gebaut und gehört einer Tochterfirma der texanischen Ölfirma ‹Energy Transfer Family›. Die Schweizer Banken UBS und Credit Suisse sind mit über einer Milliarde Franken an der Betreiberin beteiligt.
Der Bau dieser Pipeline ist auch wegen der Frage der Notwendigkeit und möglicher Umweltschäden derart umstritten. Auch in mehreren betroffenen Bundesstaaten kam es mittlerweile zu Protesten. Zudem soll die Route in die Nähe eines Sioux-Indianer Reservats verlegt werden, wodurch mehrere heilige Stätten zerstört würden. Ein Leck könnte demnach die Wasserversorgung des Reservats und Millionen von Menschen entlang des Flusses Missouri vergiften.
Mit Gewalt gegen Demonstranten
Die Protestaktionen der ‹Standing Rock First Nations› verliefen seit April 2016 mit tausenden Teilnehmern friedlich. Der Bau der Pipeline wird täglich von hunderten Polizisten bewacht. Laut Angaben der Protestfront würden die Beamten mit zunehmender Gewalt gegen die Demonstrierenden vorgehen. Von Schlagstöcken, Gummischrott, Tränengas und Elektroschockern ist die Rede. Trauriger Höhepunkt der Auseinandersetzung war die schwere Verletzung einer Frau im November. Eine Granate zerfetzte ihr den Unterarm.