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Der Kantonsrat lehnte ein Postulat von Monique Frey (Grüne) mit 92 gegen 19 Stimmen ab. Sie wollte, dass die Patrouille Suisse mit ihren F-5-Tiger Jets keine Formationsflüge, Trainingsflüge und Flugshows mehr über dicht besiedeltem Gebiet durchführt.
Der Vorstoss folgte auf einen Absturz eines Patrouille-Suisse-Fliegers im letzten Jahr in den Niederlanden anlässlich eines Trainingsfluges. Der Vorfall zeige, mit welchem Sicherheitsrisiko die Bevölkerung um den Flugplatz Emmen, welcher der Kunstflugstaffel als Heimbasis dient, seit Jahren lebe, argumentierte Frey.
Lebensqualität eingeschränkt
Die Lärmimmissionen beeinträchtigten zudem die Lebensqualität der Bevölkerung. Der neue Sachplan des Militärs bringe noch mehr Lärm und eine Erhöhung des Sicherheitsrisikos ab 2018 für die Region.
Markus Odermatt (CVP) räumte ein, dass die teils gefährlichen Fluggeräte ein Sicherheitsrisiko darstellten. Es gebe aber genügend Gesetze und Richtlinien zu den Sicherheitsstandards und zur Minimierung der Lärmbelastung.
Mehr Flugbewegungen ab 2018
Johanna Dalla Bona-Koch (FDP) sagte, die Patrouille Suisse begeistere seit jeher das Publikum und gelte als Aushängeschild der Luftwaffe. Eine absolute Sicherheit gebe es aber nicht. Ein einziger Unfall in der 53-jährigen Geschichte der Staffel zeige auf, dass das Risiko äusserst gering sei.
Die Schweizer Armee will am Flugplatz Emmen ab 2018 rund 20 Prozent mehr oder 1100 zusätzliche Jetbewegungen abwickeln. Grund ist die Schliessung des regelmässigen Militärflugbetriebs in Sitten VS.