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Wie man auf der Grafik links sehen kann, waren im 22. Zyklus die Sonnenflecken im Mittel enorm hoch mit beinahe 300. (Sonnenflecken an diesem einen Tag)
Kurzwellenverbindungen von Europa nach Bsp. Australien waren mit geringer Leistung realisierbar.
Im 23. Zyklus waren es dann noch ca. 250 im Mittel und im aktuellen 24. Zyklus (2018) sind es gerade mal knapp 100. Weltweite Verbindungen sind dann auf Kurzwelle eher die Seltenheit. Link für Radioamateure.
So sind wir dann ich Februar 2018, im 24. Zyklus beim absoluten Niedrigpunkt und die Sonnenflecken gehen nun allmälich wieder nach oben. d.h. im 2023 ist dann das Funken zwischen 14 und 50 MHz, abgesehen von den Sporadics, wieder besser und 2029 sollte es dann wieder ein Leichtes sein, mit einer kleinen Antenne die ganze Welt zu arbeiten.
Doch was sind eigentlich die Sonnenflecken?
Die Sonne ist heiss, sehr heiss. Im Inneren könnten wir 15 Millionen Grad messen, hätten wir die Möglichkeit dazu.
Die Sonne hat eine Oberflächentemperatur von etwa 6000 Grad. Sonnenflecken sind um einiges kälter, mit etwa 4000 Grad Celsius. Da diese Sonnenflecken eben kälter sind, können wir die als dunkle Flecken wahrnehmen auf der Erde.
Im Zyklus von den oben erwähnten 11 Jahren wechselt die Sonne dann auch ihr Magnetfeld. Dieses Magnetfeld entsteht durch die Rotation und Aufladung der Materie der Sonne. Die Sonne besitzt also ein Magnetfeld. D.h. der Nordpol ist einmal oben, dann 11 Jahre später unten und so weiter.
Die Sonnenflecken für Funkamateure erklärt:
SF I – Solarer Flux Index
Der Solare Flux Index ist ein Mass für die Aktivität der Sonne. Dabei misst man die Energie der von der Sonne ausgesandten Radiostrahlung mit der Wellenlänge von 10,7 cm (2,695 GHz) und rechnet sie in Flux Einheiten SFU um. In den Jahren des Sonnenfleckenminimums werden Fluxwerte um 70 Einheiten, im Sonnenfleckenmaximum oftmals über 200 Einheiten gemessen. Der Solare Flux und die Sonnenflecken-Relativzahl hängen eng miteinander zusammen. Zusammen mit dem K-Index ist der solare Flux die wichtigste Beurteilungsgröße für DX-Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwelle. Die besten Bedingungen auf Kurzwelle sind bei Solaren Flux Indizes über 150 über mehrere Tage und K-Indizes von 2 und niedriger zu erwarten.
SN Sunspot Number
Die Häufigkeit von (im sichtbaren Lichtbereich als dunkler erkennbaren) Sonnenflecken wird durch die Sonnenflecken Relativzahl erfasst. Sonnenflecken treten meist in Gruppen aber auch vereinzelt auf. Ist kein Fleck zu sehen, dann ist die Relativzahl gleich Null. Zur Beurteilung der Sonnenaktivität wird heute anstatt der subjektiven Zählung von Sonnenflecken die aussagekräftigere Messung des solaren Fluxes bevorzugt.
Besonders in den Amateurfunkbändern 14 bis 50 MHz sind diese Sonnenflecken wichtig bzw. besonders spür/hörbar.
Der A-Index – bedeutet:
geomagnetische Unruhe des Tages
Der K-Index wird alle 3 Stunden gemessen, stellt also eher eine Momentaufnahme dar . Zu diesem Zweck wurde der A-Index geschaffen, er wird aus den Werten des K-Index ermittelt. Der A-Index liegt normal um 10 kann aber bei schweren Magnetstürmen Werte von 200 erreichen.
Der K-Index – bedeutet:
Ggeomagnetischer Index
Der K-Index beschreibt die aktuelle magnetische Aktivität des Erdmagnetfelds am Beobachtungsort in der Maßeinheit nanoTesla (nT) an. Alle 3 Stunden wird die Abweichung vom „Ruhewert“ gemessen, dabei wird die grösste Abweichung bestimmt. Aus den K-Werten von 11 Observatorien auf der Nordhalbkugel und 2 Observatorien auf der Südhalbkugel wird der planetare K-Index Kp gebildet. Der K-Index ist neben dem solaren Flux der zur Beurteilung der aktuellen Bedingungen wichtigste Wert. Dem K-Index werden Ziffern von 0 bis 9 zugeordnet. Ein K-Index von 0 weist auf ein äußerst ruhiges Erdmagnetfeld hin – ein K-Index von >5 hingegen weist auf ein stark gestörtes Feld, einen sogenannten Magnetsturm hin.
Grün bedeutet: Gute Bedingungen
Gelb bedeutet: Grenzwertige Bedingungen
Rot bedeutet: Inakzeptable Bedingnungen
ES beteutet:
In den Monaten Mai bis ca. August sind auf einer Höhe von ca. 200 Km oberhalb unserer Erde „Wolken“ welche unsere Elektromagnetischen Wellen reflektieren. Diese sind aber im Unterschied zu normalen Bedingungen nur SPORADISCH reflektierend, daher Sporadic! (ES)
Für gute DX-Möglichkeiten auf den drei unteren Kurzwellenbändern sind in erster Linie ruhige geomagnetische Bedingungen günstig, wenn der K-Wert über mehrere Messperioden lang klein oder idealerweise nahezu Null ist. Vor allem bei Low-Band-DX sollte K bei 0..1 liegen. Ein Magnetsturm macht sich durch grosse K-Werte bemerkbar. Die MUF (obere Grenzfrequenz der Ionosphäre) sinkt ab, Verbindungen über die Polarregionen (Polarkappenabsorption) werden beeinträchtigt und unter Umständen fällt die Kurzwelle für kurze Zeit ganz aus (Blackout). Mit einem höheren K-Index steigt auf UKW die Aurora-Wahrscheinlichkeit.
Allgemein gilt:
Bei zunehmender Sonnenaktivität verbessern sich die Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwelle. Je höher die Werte des solaren Fluxes, desto besser sind die zu erwartenden reflektierenden Eigenschaften der Ionoshäre für Weitverbindungen auf höheren Bändern. Bei anhaltenden Fluxwerten von über 100 kann man eine Öffnung der höheren Kurzwellenbänder erwarten.
Je höher die Sonnenflecken Relativzahl, desto besser sind die zu erwartenden Eigenschaften der Ionoshäre für Weitverbindungen auf höheren Bändern. Maxima und Minima der Anzahl der Sonnenflecken unterliegen einem elfjährigen Zyklus. Das nachfolgende Bild zeigt die gemessenen Kurven der Sonnenfleckenzahl und die Vorhersagekurve des weiteren Verlaufs. Wie man erkennt, soll das kommende Sonnenflecken-Maximum 2012/13 erreicht werden und deutlich geringer ausfallen als das vorherige Maximum.
Dass es auch schon mal SFI 127 und SN 100 gegeben hat, da habe ich hier (Oktober 2011) festgehalten.
Auf der Erde können wir SONNENSTÜRME feststellen.
Solche Sonnenstürme können unsere gesamte Kommunikation auf der Erde lahmlegen! Überspannungen auf unseren Höchstspannungsmasten können die Aluminiumstränge regelrecht verglühen.
Dies mit einer Geschwindigkeit von 500-800 km pro Sekunde (300’000 Mio. km/h.
Zum Vergelich: Schallgeschwindigkeit = 300 Meter pro Sekunde, Licht-geschwindigkeit 300’000 km pro Sekunde)
Besonders gut kann man das an den Polen sehen.
Die Nordlichter entstehen..
In der Regel sind diese grünlich zu sehen, bei ganz hoher Energiedichte bis blau oder violett.
Und als wäre die 3 SAT Sendung Risiko Polsprung für uns hergestellt worden. Danke Hr. Moser für den Tip.
Bitte NIE die Sonne ungeschützt betrachten,schon wenige Sekunden genügen um zu erblinden!
Bericht Marco, HB9ZCW 2. Februar 2017
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