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Die spezifische Stromproduktion einer Solaranlage hängt im Wesentlichen von der Ausrichtung der Solarmodule, den Wetterverhältnissen und in geringerem Masse von der Temperatur ab. Der Vergleich der Solaranlagen Mont-Soleil, Stade de Suisse (BKW) und Jungfraujoch (BKW) zeigt wesentliche Unterschiede in der spezifischen Monatsproduktion. Die Module beim Mont-Soleil und Jungfraujoch sind steil ausgerichtet und begünstigen dadurch die Winterproduktion. Diejenigen des Stade de Suisse sind flach und daher besser für die Sommerproduktion.
In der Praxis zeigte sich, dass Module mit gleicher Nennleistung recht grosse Unterschiede im Jahres-Energieertrag aufweisen können. Die übliche Spezifikation der Leistung von Solarmodulen beschränkten sich auf die Nennleistung bei Standard-Testbedingungen, was den Vergleich von Modulen verschiedener Hersteller und Technologien stark einschränkte. Ziel des Forschungsprojekts war es, die Leistungsspezifikation so zu erweitern, dass der Anwender die Möglichkeit hat, Module verschiedener Hersteller hinsichtlich des Ertrags besser zu vergleichen.
Das Projekt wurde vom Bundesamt für Energie mitfinanziert, war international breit abgestützt und konnte auf die Mitwirkung verschiedener renommierter Institute zählen, wie das Joint Research Center der EU in Ispra (Italien), das LEEE-TISO in Lugano, das Institut für Sonnenenergie-Technik ISET in Kassel (Deutschland) sowie das Paul Scherrer Institut.
Die provisorische Sicherheitsvorschrift des Verbands für Elektro-, Energie- und Informationstechnik (SEV) für netzgekoppelte PV Anlagen musste nach mehr als zehn Jahren aktualisiert und in die nationale Installationsnorm (NIN) eingebunden werden. Neue Entwicklungen in der Systemtechnik, Anpassungen des Blitzschutzes und der Erdung, Normenarbeiten auf IEC-Ebene weltweit und die Koordination zu den anwendbaren Installationsvorschriften mussten einbezogen werden.
Die Norm trat am 1. Nov. 2004 in Kraft, wird als separates Dokument unter der Nummer STI 233.1104 von Electrosuisse vertrieben und in die nationale Installationsnorm integriert.
Weitere Informationen: Aktuelle Sicherheitsnorm der Electrosuisse
Das Projekt der ETH Lausanne bezweckt das Testen und Ausmessen von neuartigen Solarzellen, welche in Schweizer Photovoltaik-Labors entwickelt wurden. Getestet wurden neben den Farbstoff-Zellen von Prof. Grätzel auch die Zellen aus amorphem und mikrokristallinem Silizium der Universität Neuenburg (Prof. A. Shah) sowie kristalline Silizium-Zellen des Paul-Scherrer-Instituts (Dr. W. Durisch).
Die Testsolarzellen wurden im Labor der ETH Lausanne, auf dem Mont-Soleil sowie auf der Freiluft-Messanlage des Paul-Scherer-Instituts ausgemessen. Auf dem Mont-Soleil wurde ein Bewitterungskasten aufgestellt, in welchem drei sogenannte Farbstoffzellen montiert waren. Die Hauptprobleme der Farbstoffzellen waren die Stabilität und die Lebensdauer. Es zeigte sich, dass eine rasche Degradation stattfand, nach wenigen Monaten waren die Zellen nicht mehr funktionstüchtig.
Mit der 1998 gestarteten Aktion «Promont-Soleil» wurden für die Förderung der Photovoltaik-Forschung und Entwicklung neue Wege gesucht. Das Ziel dabei war, die breite Öffentlichkeit – Institutionen, Firmen, Privatpersonen – an konkreten Testprogrammen zur Entwicklung der Photovoltaik zu beteiligen. Für zwei Teilprojekte, den Solardach-Test sowie den Laborzellen-Test konnten genügend Partner gewonnen werden.
Im Jahre 1997 hat die Fachhochschule St-Imier im Auftrag der GMS die Untersuchungen auf dem Testfeld Mont-Soleil auf komplette Systeme ausgedehnt, mit dem Ziel, verschiedene Systemkonzepte bezüglich Leistungsfähigkeit miteinander zu vergleichen. Zu diesem Zweck wurde einer der 110 Solarzellen-Tische des Kraftwerks elektrisch abgetrennt. Die Messungen konzentrierten sich auf den Wirkungsgrad dieser Kleinsysteme im Vergleich zum Kraftwerk. Die Resultate zeigten, dass das Solarkraftwerk bezüglich Wirkungsgrad in den meisten Fällen leicht bis deutlich besser abschneidet als die Kleinanlagen.
Ziel dieses Projekts war es, neuartige Module unter den klimatisch anspruchsvollen Bedingungen auf dem Mont-Soleil zu testen. Dabei wurden sie auf ihre Eignung für den praktischen Einsatz geprüft und unter realistischen Betriebsbedingungen verglichen. Das Interesse konzentrierte sich einerseits auf Module mit besonders hohem Wirkungsgrad, andererseits auf Produkte mit einem hohen Kostensenkungspotential, insbesondere Dünnschichttechnologien.
Das Projekt wurde von der Fachhochschule Saint-Imier in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Mont-Soleil und mit finanzieller Unterstützung des Bundesamtes für Energie durchgeführt. Im Jahr 2000 startete das Folgeprojekt.
Weitere Informationen: Folgeprojekt Modultests
Das erste Forschungsprojekt befasste sich mit der messtechnischen Überwachung des Kraftwerksbetriebs und der Auswertung der ermittelten Daten. Für die Entwicklung und Realisierung der messtechnischen Ausrüstung und der zugehörigen Software konnte die Fachhochschule St-Imier EISI als Partner gewonnen werden.
Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Vielzahl von Messwerten erfasst, deren Auswertung eine detaillierte Analyse des Betriebsverhaltens der Anlage unter verschiedenen Betriebsbedingungen ermöglichte. Insbesondere interessierte der Energiefluss von der Sonneneinstrahlung bis zur Einspeisung in das Netz und die Wirkungsgrade beziehungsweise die Verluste der verschiedenen Teilsysteme.
Das Vorhaben wurde mit einem namhaften Beitrag des Bundesamtes für Energie unterstützt. Im Jahr 1999 konnte es abgeschlossen werden und wurde zwei Jahre später durch das Projekt „Langzeitverhalten von netzgekoppelten Photovoltaikanlagen“ abgelöst. Im Rahmen des 10. Jubiläums wurde ein Bericht über den Anlagebetrieb veröffentlicht.
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