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Kommentar: Rony Weissberg
Neben Lubitschs „Sein oder Nichtsein“ und Chaplins „Der grosse Diktator“ ist Benignis „La vita è bella“ einer der wenigen gelungenen Versuche, die heikle Gratwanderung zwischen Humor und Posse im Zusammenhang mit dem Holocaust zu bewältigen und so den Umgang mit dem Traumatischen zu thematisieren. Im ersten Teil zieht der tolpatschige Guido 1938 vom Land in die Stadt, um in Arezzo eine Buchhandlung zu eröffnen. Er verführt die Lehrerin Dora, die mit einem Mussolini-Sympathisanten verlobt ist, und zeugt mit ihr ein Kind, Giosué. Es fehlt nicht an Benignis Veralberung der neuen Rassengesetze. Im zweiten Teil blödelt er zwar weiter, doch die Situation hat sich verschärft und wird zur fast unsäglichen Herausforderung. Die ganze Familie befindet sich 1943 im Konzentrationslager, und Guido erfindet Geschichten, Phantasiespiele, um seinen fünfjährigen Sohn vor dem Unerträglichen zu schützen.