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Kapitel 1: Situation weltweit
Entwicklung des globalen Konsums
Die stagnierende Produktivität in einkommensschwachen Ländern mit wachsender Bevölkerung ist besonders beunruhigend. Viele von ihnen sind bereits heute stark importabhängig. Künftig werden diese noch mehr Nahrungsmittel importieren müssen, haben aber nicht die Kaufkraft, um die steigenden Weltmarktpreise zu bezahlen. Ihre Nachfrage wird daher durch ihr Portemonnaie gesteuert. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern wächst aber eine Mittelschicht heran, die sich proteinreiche Nahrung leisten kann. Dies führt zu einer steigenden Nachfrage nach tierischen Produkten. Daher wird bis 2030 der weltweite Konsum von Fleisch um 14% steigen.
In den kaufkräftigsten Ländern ist der Konsum tierischer Produkte bereits hoch. Die hohe Kaufkraft ermöglicht ein selektives Einkaufsverhalten. Dies kann positiv sein, indem für regionale und nachhaltig produzierte Lebensmittel mehr bezahlt wird. Es kann aber auch negativ sein, indem beispielsweise nicht mehr alle Teile eines Tiers gegessen werden, sondern nur noch die Edelstücke.
Der zweite relevante Treiber des aggregierten Konsums ist neben dem individuelle Konsumverhalten das Bevölkerungswachstum. Im vergangenen Jahr hat die Weltbevölkerung die 8 Milliarden-Grenze geknackt, Berechnungen der UNO gehen davon aus, dass es bis 2050 über 9 Milliarden sein dürften. Mitte der 2080er-Jahre soll nach dieser Prognose der Höchststand von 10.4 Milliarden Menschen erreicht werden.