Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03661.jsonl.gz/1076

Den den Edeln von Steinbrunn gehörenden Teil dieses Rechtes trat Walter von Steinbrunn am feierlich an die Abtei
Grosslützel oder
Lützel ab, die nachher auch das dem Stift
St. Leonhard zustehende Recht erhielt, das
sie bis 1793 ausübte. Grundherren von Roggenburg waren die
Grafen von
Thierstein, denen der Basler
Bischof Arnold von Rotberg
das
Doll 1454 abkaufte, von welcher Zeit an es bis 1793 zum Bistum Basel
gehörte. Roggenburg ist eine sehr alte Kirchgemeinde,
die schon 1207 ihren eigenen Pfarrer hatte. Die dem h.
Martin geweihte Pfarrkirche stammt aus 1635. Die
ursprünglich französisch sprechenden Bewohner des Dorfes wurden durch die Pestepidemien des 17. Jahrhunderts zum grössten
Teil weggerafft und nachher durch deutsche Zuwanderung ersetzt, wodurch der
Ort zum deutschen Sprachgebiet gekommen ist.
(Kt. Aargau,
Bez. und Gem. Aarau).
413 m. Gruppe von zwei
Häusern, in einem reizenden Thälchen, das
von einem die Grenze gegen den Kanton Solothurn
bildenden Bächlein durchflossen wird. 2 km s.
Aarau. Gasthaus, Hirschpark und
Adlerkäfig.
Telephon. Beliebtes Ausflugsziel der Bewohner von
Aarau.
Die Gipfelpartie besteht aus dolomitischen Kalken und Schiefern der Trias, die ohne Wurzel nach der
Tiefe einer eozänen Flyschschicht
aufliegen, unter der die Kreidefalten (Urgon und Gault an den sog. Roggenbändern am O.-Hang, Seewerkalk
rund um den Fuss der Pyramide, an fossilen Mollusken überaus reiche Wangschichten an der Wangfluh am S.-Hang) in normaler
Lagerung durchziehen. Die triadische Gipfelpyramide, deren sog. exotische Gesteinsarten sich in der Nähe nirgends anstehend
finden, ist über den Flysch hinaufgeschoben worden. Unter die zahlreich an den Hängen liegenden abgewitterten und
heruntergestürzten Blocke von triadischem Gestein mischen sich auch solche von eruptiven Porphyriten, die die letzten Ueberreste
einer noch ältern und jetzt gänzlich abgetragenen Deckscholle bilden. Vergl. Quereau, E. C. Die Klippenregion vonIbergimSihlthal. (Beiträge zur geolog. Karte derSchweiz. N. F. 3). Bern
1893.
2500-2300 m. Kleines Thal, beginnt am N.-Fuss des
Roggenhorns
(in der vom
Verstanklahorn nach W. ziehenden kurzen Kette) als ein auf drei
Seiten von hohen Felswänden umschlossenes Kar,
dessen nahezu ebener Boden nach unten in einen sehr steilen Hang übergeht, in den sich der kleine
Wildbach eine wenig
tiefe Rinne eingeschnitten hat.
Senkt sich nach NW. und mündet bei der Alp
Spärra (12 km osö.
Klosters) von links ins Thal
des Sardascabaches, des hauptsächlichsten Quellarmes der
Landquart, ein. In das mit Sturzschutt übersäte Kar, über dem
der kleine
Roggengletscher hängt, ist ein kleiner
See eingebettet.