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Der FC Kerzers siegt im Seeländer Derby
Seit der FC Kerzers im Jahr 2001 von der interkantonalen 2. Liga in die kantonale 2. Liga zurückgekehrt ist, haben bereits vierzehn Seeländer Derbys gegen Murten stattgefunden. Siebenmal ging Kerzers als Sieger vom Platz, sechsmal behielten die Hauptörtler das bessere Ende für sich, und nur einmal resultierte ein Unentschieden. Das Derby vom Samstag wird es kaum schaffen, in den Annalen der beiden Vereine Unterschlupf zu finden. Dazu war der spielerische Gehalt zu mager, die Spannung, bedingt durch das frühe Tor, bereits weg, und der Gastgeber schlicht zu schwach, um den Ausgang dieses Derbys entscheidend zu beeinflussen. Für den FC Murten wird es nach nunmehr sieben Niederlagen in Folge mit vierundzwanzig Gegentoren sehr schwer, den Ligaerhalt noch zu schaffen. «Wir werden die beiden letzten Spiele gegen Sarine-Ouest und Belfaux mit voller Konzentration angehen und in der Winterpause nach Möglichkeiten suchen», sagte Trainer Salvatore Vicari nach dem Spiel.
Blitzstart der Gäste
Mehr Konstanz gegenüber der vergangenen Saison war das erklärte Ziel von Kerzers-Trainer Marc Flühmann. Gelungen ist dieses Vorhaben aber nur teilweise. Nach drei Siegen zu Beginn der Meisterschaft kehrte der alte Schlendrian mit vier sieglosen Spielen wieder zurück. Beim Derby in Murten zeigte Kerzers diesmal bis zum Schluss eine sehr konzentrierte Leistung, wobei ihnen das frühe Tor entgegenkam. Marem Ajdaroski nutzte die anfängliche Unsicherheit in der Verteidigung der Einheimischen resolut aus und schob am sträflich allein gelassenen Torhüter Fabrice Winiger ein (2.). Kerzers suchte in der Folge mit Dauerangriffen die frühe Entscheidung, doch Torhüter Winiger wartete mit einigen Glanzparaden auf und verhinderte damit die frühe Entscheidung. Weder Kevin Hubacher noch Marc Rotzetter und Gonçalves Leite vermochten den ausgezeichnet reagierenden Torhüter zu überwinden.
Nach einer guten Viertelstunde übernahm Gonçalves Leite ein präzises Zuspiel von Dominik Moser und sorgte mit dem zweiten Tor für die Vorentscheidung. Dem hatten die Einheimischen danach nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen, zumal Murtens Goalgetter Senol Sulkoski vom 20-jährigen Kevin Hubacher weitgehend neutralisiert wurde.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit vermochte Murten seine Unsicherheit kaum abzustreifen. Die stehenden Bälle wurden leichtfertig vergeben, die meisten Zuspiele kamen nicht an, und die wenigen gut gemeinten Angriffe endeten im Abseits. So plätscherte das Spiel ohne grosse Höhepunkte bis eine Viertelstunde vor Schluss dahin, bis der eingewechselte Florian Cloux Torhüter Winiger zu einer guten Parade zwang (76). Marc Rotzetter überlief zwei Minuten später nach einem Zuspiel in die Tiefe von Sandro Stoll die aufgerückte Verteidigung und buchte den dritten Treffer. Im Gegensatz zu seinem Gegenüber verbrachte Kerzers Torhüter Matti Kuuse einen ruhigen Abend. Eine seiner seltenen Interventionen taxierte der gute Schiri ganz am Schluss als Foul. Der verhängte Strafstoss brachte Murten durch Aldo Perricone den Ehrentreffer ein. Im Gegenzug stellte aber der eingewechselte Michael Fuchs den alten Abstand von drei Toren wieder her. «Unser Sieg ist verdient. Das frühe Tor hat uns Sicherheit gegeben», meinte Trainer Marc Flühmann nach Spielschluss.
telegramm
Murten – Kerzers 1:4 (0:2)
Prehl. 120 Zuschauer. SR Malik Temmar.
Tore: 2. Ajdaroski 0:1. 17. Gonçalves Leite 0:2. 78. Marc Rotzetter 0:3. 90. Perricone 1:3 (Foulpenalty). 91. Fuchs 1:4.
FC Murten: Winiger; Gjauri, Mendaroski (46. Ferreirinha), Quagliariello, Reynaud; Ramadani (80. Hasani), Sulkoski; Perricone, Salerno (78. Almeida); Clarmoli (57. Freitas Ribeiro), Iacazzi.
FC Kerzers: Kuuse; Schulz (77. Weber), Kaltenrieder, Etter, Moser; Gruber, Gonçalves Leite (86. Guggisberg); Azizi (64. Cloux), Hubacher (56. Stoll); Rotzetter, Ajdaroski (73 Fuchs).