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Extreme Temperaturen
Im Jahr 1947 herrschte in der Schweiz eine besonders ausgeprägte Hitzewelle. Zwischen dem 11. und dem 19. September lagen die Tageshöchstwerte in Basel/Binningen durchgehend über der Hitzemarke von 30 Grad.
[...] Dann baute sich über der Schweiz ein neues Hochdruckgebiet auf, unter dessen Einfluss nun während des zweiten Monatsdrittels anhaltend trockenes und heiteres Wetter herrschte.
Nebst der ausgesprochen langen Dauer der Hitzewelle, waren auch die Temperaturen ausserordentlich hoch: Fünf der zehn höchsten je in Basel gemessenen Septemberhöchstwerte (1897 bis 2020) sind aus dieser Periode. Am heissesten wurde es am 12. September mit 33.3 Grad (homogenisierte Daten).
Jahrhundertsommer
Nicht nur der September war ausserordentlich warm. Das ganze Sommerhalbjahr war geprägt von Hitze und Trockenheit. Zwischen April und Oktober erlebte die Schweiz eine ausgeprägte Dürreperiode. Viele Flüsse waren ausgetrocknet, die Schifffahrt war eingeschränkt und das Wasser wurde sogar rationiert.
Für die Alpennordseite sind vom März bis Dezember sämtliche Monate zu warm gewesen, davon der April, der August, der September und teilweise auch der November ganz ungewöhnlich warm.
Die Temperaturen lagen über den ganzen Sommer gesehen rund 2 bis 4 Grad über dem Mittel der Jahre 1901 bis 1960. Besonders aussergewöhnlich war die Dauer der warmen Periode. Die Temperaturen blieben noch bis im Mai 1948 über dem langjährigen Mittel. Aufgrund der aussergewöhnlichen Hitze und Trockenheit ging der Sommer als «Jahrhundertsommer» in die Geschichte ein.
Quellen
Pfister Christian. "Wetternachhersage: 500 Jahre Klimavariationen und Naturkatastrophen." Bern, Stuttgart, Wien: Paul Haupt (1999).
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie. "Witterungsberichte 1940-1949" (2016).