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Der gebildete Pfarrer Alois Staub, ein aufgeklärter Geist und zugleich gläubiger Katholik, bemühte sich, die Spaltung zwischen dem liberalen und dem konservativen Lager in seiner Pfarrei zu kitten. Pfarrer Staub war ein Mann des Wortes und weniger der volkstümlichen Formensprache. Er nahm sich der Krankenseelsorge an. Mit grossem Einsatz förderte er das Bildungswesen, nicht nur in der Gemeinde, sondern auch als Erziehungsrat im Kanton. Er beteiligte sich als Mitbegründer der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug aktiv an deren Fortbestand. Im Alter von 77 Jahren liess er sich als erster Pfarrer ins Amt des Kirchenpräsidenten wählen und führte den Rat bis zu seinem Ableben 1910.
Pfarrer Alois Staub prägte das religiöse Geschehen in der Pfarrei, während 54 Jahren. Er hielt sich aber in politischen Fragen diskret zurück.
Sein Nachfolger wurde der volkstümliche Pfarrer Johann Knüsel von Risch, ein aktiver Vertreter der konservativen Partei. Er strebte nach einer Volkskirche mit Gemüt und Pathos. Die Marienverehrung erlebte durch ihn einen neuen Aufschwung. Die Pfarrkirche wurde durch Statuen belebt. Nach mehr als 50 Jahren Unterbruch organisierte er wieder Volksmissionskampagnen. Gesang und Musik belebten verstärkt seine Gottesdienste. Zahlreiche katholische Vereine wurden unter seiner Leitung gegründet. Er trat 1940 nach 30 Amtsjahren zurück.
Sein Pfarrhelfer, Ernst Trost, wurde sein Nachfolger, der mit grossem Eifer und kirchlichem Gehorsam die Pfarrei führte.