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Wjatscheslaw Arkadjewitsch Bykov, Spitzname Slava, ist 1960 im russischen Tscheljabinsk (Ex-UdSSR) geboren. Er ist klein gewachsen (1,73 m), aber ein grosses Vorbild als Mensch und Hockeyspieler. Trotz seiner fantastischen Erfolgsbilanz ist er immer echt, einfach, bescheiden geblieben … ganz einfach aussergewöhnlich.
Weshalb und wie hast du mit Eishockey begonnen?
Eishockey und Fussball haben mich schon immer begeistert. Fürs Hockey habe ich mich entschieden, weil mich das Schlittschuhlaufen faszinierte!
Dein Talent wurde früh entdeckt. Kannst du uns deine grössten Erfolge mit deinen Clubs und international in Erinnerung rufen? Du warst mit drei Transitionsländern erfolgreich: mit der UdSSR, der GUS und natürlich mit Russland …
Begonnen habe ich bei Tscheljabinsk. Dann ging ich zu CSKA Moskau, mit dem ich sowjetischer Meister wurde. Der prestigeträchtige Club war das beste Team Europas. International war ich Captain der drei Teams, die du erwähnt hast. Ich habe fünf Weltmeister- und zwei Olympiatitel errungen. 1989 wurde ich in Stockholm zum besten Center der WM gekürt.
Als du in die Schweiz gekommen bist, hast du das Publikum zum Träumen gebracht. Die Drachen des HC Fribourg-Gottéron bescherten dem ganzen Land ein unvergessliches Abenteuer …
Ich habe mich in den 7 Saisons bei Gottéron weiterentwickelt. Eine wunderbare Zeit mit durchschnittlich 2,02 Punkten pro Match, aber einem Wermutstropfen: dass es nicht zum Schweizer-Meister-Titel gereicht hat, den wir für die fantastischen Fans holen wollten. Danach spielte ich noch zwei Jahre beim HC Lausanne.
Sprechen wir vom Erfolgstrainer Slava Bykov, der auch schon einige Titel eingeheimst hat …
Ich war Trainer von CSKA Moskau, dann von Ufa, mit dem ich 2011 den Gagarin-Cup 2011 holte. Von 2006 bis 2011 coachte ich die russische Nationalmannschaft, mit der ich zweimal Weltmeister wurde, fünfzehn Jahre nach dem letzten Titelgewinn Russlands.
Du bist seit 1982 mit Nadia verheiratet und Vater von zwei Kindern (Masha und Andreï). Deine Familie war dir immer wichtig.
Da finde ich mein Gleichgewicht. Neben dem Wunsch, die Welt zu entdecken, war dies der Grund, mein Leben in der Kaserne aufzugeben und die UdSSR zu verlassen. Ich wollte mehr Zeit mit der Familie verbringen.
Wie war es für dich, als russischer Trainer bei der WM in der Schweiz so viel Beifall zu erhalten? Und deinen Sohn für die Schweiz spielen zu sehen?
Das hat mich sehr berührt. Ich bin Russe, aber die Schweiz ist meine zweite Heimat. Auf Andreï bin ich stolz. Er geht seinen Weg, und es bedeutet für einen Spieler viel, das Leibchen eines Nationalteams zu tragen.
Was bedeutet für dich Gesundheit? Und möchtest du etwas hinzufügen, das dir am Herzen liegt?
Man muss auf seinen Körper hören. Wichtig ist auch, ihn zu pflegen. Ich bin durch den Sport zu dem geworden, was ich bin, und der Sport wird mir immer viel bedeuten. Jeder, der sein Ziel erreicht, ist ein Champion.