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Er sei fasziniert von Business und Technik, sagt Lukas Langenegger. Nach der Matura stieg er bei der UBS ins Banking ein, dann studierte er Chemie- und Bioingenieurwesen an der ETH und am MIT in den USA. Dort lernte er Start-up-Leute kennen, was ihn dazu motivierte, ein Projekt für ein Doktorat zu suchen, wo er eine Firma ausgründen könnte. So kam er 2015 zum Thema der Nanopartikel, die es ermöglichen, gezielt Moleküle aus dem Blut zu entfernen. Dazu wird Blut aus dem Körper eines Menschen in ein Gerät geleitet, wo die Nanopartikel ihre Arbeit verrichten, und fliesst dann wieder zurück «Die Nanopartikel werden vorher herausgefiltert, kommen also nie in die Blutbahn eines Menschen», erklärt Langenegger. Die erste Anwendung zielt auf septischen Schock, auch Blutvergiftung genannt, eine lebensbedrohliche fehlgeleitete Immunreaktion auf eine Infektion. Das ist etwa den Covid-Patienten passiert, die auf der Intensivstation landeten. Relevant ist das Thema aber auch ohne Covid: «Sepsis betrifft jährlich 50 Millionen Leute und führt zu elf Millionen Todesfällen.» 2024 sind klinische Studien in ausgewählten Spitälern in der Schweiz und Europa geplant. Dafür braucht es neues Kapital. Bisher habe Hemotune schon 23 Millionen Franken erhalten, jetzt seien nochmals 20 bis 25 Millionen nötig, um das Produkt bis zur Marktzulassung zu bringen. Die Firma gehört noch etwa zur Hälfte den Gründern und der ETH.