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Anfang 2001 kehte Renault mit der Übernahme des Benetton-Teams als Konstrukteur in die Formel 1 zurück. In jener Saison lieferte Renault die Motoren nach Enstone, ging aber bereits im nächsten Jahr unter dem Namen Renault F1 Team wieder selbst an den Start.
2003 sicherte Fernando Alonso dem Team in Malaysia die erste Poleposition. Ein noch besseres Resultat fuhr der junge Spanier in Ungarn ein, wo er den obersten Podestplatz für das Renault F1 Team errang. Im darauffolgenden Jahr holte Jarno Trulli den Sieg für Renault beim prestigeträchtigsten Rennen des Jahres: dem Grossen Preis von Monaco.
2005 war Alonso der dominierende Fahrer: Er gewann die Fahrerweltmeisterschaft, während sich Renault bei der Konstrukteurswertung mit acht Siegen für den Spanier und seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella durchsetzte.
Der Wechsel vom V10- auf den V8-Motor stellte einen wichtigen technologischen Wendepunkt dar. Dennoch konnte Renault auch 2006 an die bisherigen Erfolge anknüpfen. Mit acht Siegen in der Tasche kämpfte der französische Automobilbauer gegen Ferrari um den Titelgewinn und sicherte sich dank seiner Innovationskraft erneut beide Wertungen.
Renault – bestens vertraut mit der Ausrüstung mehrerer Teams – ging 2007 eine Partnerschaft als Motorenlieferant mit Red Bull Racing ein. Schnell zeigte sich die Leistungsstärke der blauen Boliden. 2010 gewann Vettel schliesslich den Titel und wurde jüngster Weltmeister der Geschichte in dieser Disziplin. Das Red-Bull-Renault-Team holte sich die Konstrukteursweltmeisterschaft.
Während sich Renault ganz auf die Lieferung der Motoren konzentrierte, blieb Sebastian Vettel in der Weltmeisterschaft unerreichbar, schlug alle Rekorde und holte sich bis 2013 unglaubliche vier Titel in Folge.
Neben dem Red-Bull-Racing-Rennstall stattete Renault zudem das Lotus-F1-Team, das Caterham-F1-Team und das Williams-F1-Team aus. Der von den 250 Ingenieuren im französischen Viry-Châtillon entwickelte Motor dominierte die Formel 1 während der gesamten V8-Zeit: als Sieger in 40 % der ausgetragenen Rennen und mit einer Rekordzahl an Polepositions.
2014 fand in der Formel 1 mit der Einführung einer zukunftsweisenden Motortechnologie ein echter Paradigmenwechsel statt. Das neue Antriebsaggregat von Renault für die Königsklasse kombinierte die Architektur der alten Turbomotoren-Generation mit leistungsstarken Elektromotoren und einer Reihe an ausgeklügelten Energierückgewinnungssystemen mit dem Ziel, den Verbrauch um 40 % zu senken, dabei aber eine vergleichbare Dynamik und Performance zu bieten.
Renault belieferte auch weiterhin Red Bull Racing, dessen Schwesterrennstall Scuderia Toro Rosso sowie das Lotus-F1-Team, doch der Kampf war hart. Ende 2015 verkündete Renault nach einer Überprüfung der eigenen Strategie seine Rückkehr als Werksteam in die Königsklasse.