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Die SFL hat eine neue Meistertrophäe für die Raiffeisen Super League. Das an der 3. SFL Award Night enthüllte Bjoux der Firma Meister Silber aus Zürich besteht aus vergoldetem Sterlingsilber und wurde am 25. Mai 2016 dem Schweizer Meister 2015/16, dem FC Basel 1893, erstmals feierlich überreicht.
Die erste Schweizer Meisterschaft wurde 1897/98 ausgetragen, der erste Sieger hiess Grasshopper Club Zürich. Bis heute fand in jedem Jahr ein nationaler Wettbewerb statt. Damit ist die Schweizer Liga die am längsten ununterbrochen ausgetragene Meisterschaft der Welt. In der Saison 2016/17 wird zum 120. Mal ein Schweizer Meister gesucht.
Als erster Klub in der Geschichte der Schweizer Fussballmeisterschaften gewannen die Berner Young Boys drei Meistertitel in Folge (1908/09, 1909/10 und 1910/11). Damit ging die erste Trophäe (Abbildung links) definitiv in den Besitz der Berner über - und kann heute im YB-Museum im Stade de Suisse Wankdorf besichtigt werden. Den neuen Pokal gewann in der darauf folgenden Saison der FC Aarau.
Die wiederum in goldener Farbe gehaltene zweite Trophäe trat anschliessend ihren langen Weg durch unzählige Klubvitrinen an. Bis zur Gründung der National-Liga 1933 war der Fussball-Meister in Finalspielen der drei regionalen Gruppensieger erkoren worden. Seither wird die Schweizer Meisterschaft in einer Einheitsmeisterschaft mit Dauerwettbewerb ausgetragen.
Bis wieder ein Klub drei Meistertitel in Serie feiern konnte, dauerte es aber einige Jahre. 1959 waren es erneut die Berner Young Boys, die den Titelhattrick schafften. So bliebt auch der zweite Pokal (Abbildung unten rechts) im Wankdorfstadion - und ist heute ebenfalls im YB-Museum zu bestaunen.
Auf dem Pokal fehlt die Gravur für die Saison 1922/23. Dem FC Bern wurde der Titel des Schweizer Meisters nachträglich aberkannt, weil Torhüter Zorzotti im Spiel gegen den FC Basel ohne gültigen Spielerpass zum Einsatz kam. Der Titelträger blieb vakant, weil es auch bei anderen Spielen zu Unregelmässigkeiten gekommen war und keine Zeit mehr für Wiederholungsspiele blieb, denn die neue Saison war bereits im Gange.
Als Zugabe zum Titelhattrick fügten die Berner in der Saison 1959/60 einen vierten Meistertitel in Serie hinzu, was erst über ein halbes Jahrhundert später dem FC Basel wieder gelingen sollte. Bei diesem vierten Titel im Jahr 1960 stemmte der YB-Captain bereits den neuen, den dritten «Kübel» in die Höhe.
Dieses Exemplar wechselte nach einem längeren Abstecher in die Romandie in den frühen Sechzigerjahren rege seinen Besitzer - meist von Basel nach Zürich und zurück. In dieser Epoche feierte der FCB fünf Meistertitel, der FCZ deren sechs. Zwischen 1968/69 und 1972/73 gewannen die Basler zwar vier von fünf Titeln - allerdings nie drei in Serie, denn ausgerechnet 1970/71 kamen ihnen die Zürcher Grasshoppers in die Quere.
Schliesslich war es 1976 dem FC Zürich vergönnt, als zweiter Klub in der Geschichte des Schweizer Fussballs drei Meistertitel in Folge zu feiern. Seither ist auch der FCZ im stolzen Besitz eines Schweizer Meisterpokals. Dieser dritte Meisterkübel (Abbildung links) kann im FCZ-Museum an der Werdstrasse in Zürich aus nächster Nähe bestaunt werden.
Die kürzeste Story hat der vierte Pokal in der Geschichte der Schweizer Liga zu erzählen. Bereits nach acht Austragungen gelang es 1984 dem Rekordmeister Grasshopper Club Zürich, die dritte Meisterschaft in Folge zu seinen Gunsten zu entscheiden.
Dazwischen war es nur dem FC Basel, Servette und dem FC Zürich vergönnt, den Pokal für ein Jahr zu ergattern.
Der vom früheren Liga-Präsidenten Lucien Schmidlin gestiftete Pokal (Abbildung rechts) trohnt seit 1984 im GC-Stammlokal «Heugümper» in der Altstadt von Zürich. Aufgrund der kurzen «Einsatzzeit» der Trophäe beschloss die damalige National-Liga, künftig den Meisterpokal als Wanderpreis zu vergeben. Es war fortan im Reglement nicht mehr vorgesehen, dass der Pokal definitiv in den Besitz eines Klubs übergeht.
Der 1985 erstmals eingesetzte fünfte Pokal ähnelt in Form und Grösse dem Vorgänger. Die Trophäe ist einen halben Meter hoch und etwas über 3 Kilo schwer. Zum komplett vergoldeten Siberpokal gehört ein Sockel, auf dem alle 30 Meister eingraviert sind.
Genau zehn Klubs durften den Pokal (Abbildung links) zwischen 1985 und 2015 in die Höhe stemmen: der FC Basel (10x), der Grasshopper Club Zürich (7x), der FC Zürich und Servette Genf (3x), Neuchâtel Xamax und der FC Sion (2x) und je einmal die Berner Young Boys, der FC Luzern, der FC Aarau und der FC St. Gallen.
Am 29. Mai 2015, anlässlich der letzten Partie der Saison 2014/15, wurde dem FC Basel dieser Pokal zum sechten Mal in Folgen und zum gesamthaft zehnten Mal überreicht. Zu diesem Jubiläum hat sich die Liga etwas Spezielles einfallen lassen: Der Pokal bleibt in Basel - für immer! Seither kann der Pokal im Museum des FC Basel beim Stadion St. Jakob bestaunt werden.
Am 1. Februar 2016 wurde er anlässlich der 3. SFL Award Night enthüllt: der sechste Pokal (Abbildung rechts) in der Geschichte der Schweizer Fussballmeister. Hergestellt wurde der Traum aller Fussballer von der Meister Silber AG in Zürich in Sterlingsilber 925: Abschliessend wurde die Trophäe - wie ihre Vorgänger - mit Feingold überzogen.
Der Pokal ist ein Glanzstück der Handwerkskunst – sämtliche Verarbeitungstechniken des Jahrhunderte alten Handwerks kamen ins Spiel. Am 25. Mai 2016 kam dem FC Basel die grosse Ehre zu, als Schweizer Meister 2015/16 erstmals die neue Trophäe in die Höhe zu stemmen.
Die Details zum sechsten Meisterpokal:
Hersteller: Meister Silber AG, Zürich
Material: Silber AG 925, zusätzlich komplett vergoldet
Herstellungsjahr: 2015
Masse Pokal: 50 cm breit, 73 cm hoch, 13 kg schwer
Personen: 6 Arbeitskräfte
Aufwand: rund 920 Stunden Arbeitszeit
|Grasshopper Club Zürich||27 Titel|
|FC Basel 1893||19 Titel|
|Servette FC||17 Titel|
|FC Zürich||12 Titel|
|BSC Young Boys||11 Titel|
|Lausanne-Sports||7 Titel|
|FC Aarau||3 Titel|
|FC La Chaux-de-Fonds|
|FC Lugano|
|FC Winterthur|
|Neuchâtel Xamax FC||2 Titel|
|FC Sion|
|FC St. Gallen|
|Anglo-American FC ZH||1 Titel|
|AC Bellinzona|
|FC Biel|
|SC Brühl St. Gallen|
|Cantonal Neuchâtel FC|
|FC Luzern|
|FC Etoile-Sporting ChdF|