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- In London lebt ein Viertel der arbeitenden Menschen in Armut.
- Stagnierende Löhne und die schnell steigenden Mieten sind Gründe dafür, warum Personen trotz Arbeit unter der Armutsgrenze leben.
- Dies zeigt ein Bericht der gemeinnützigen Organisation «Trust of London».
In der britischen Hauptstadt lebten 2,3 Millionen Personen in Armut – 1,5 Millionen davon haben allerdings einen Job, so die Studie. Die Organisation beruft sich dabei auf offizielle Zahlen und Daten, um Armut zu messen.
Bei einem Lohn von weniger als 144 britischen Pfund (rund 184 Franken) pro Woche (nach Steuern und Haushaltskosten) gilt eine einzelne Person laut der Studie als arm. Ein Durschnittsfamilie mit 4 Personen gilt dementsprechend als arm, wenn sie weniger als 347 britische Pfund (rund 444 Franken) für die weiteren Ausgaben zur Verfügung hat.
Vor allem Sozialwohnungen sind teurer geworden
Trotz des Wohlstands und des Prestiges sei London die Hauptstadt der englischen Armut, schreiben die Autoren der Studie. Grund sei vor allem, dass London eine der Städte mit den höchsten Mieten der Welt sei, so ein Mitglied der Organisation in einer Mitteilung.
Eine durchschnittliche Miete beträgt in London 1800 Pfund (rund 2320 Franken).
Betroffen von den steigenden Mieten seien vor allem auch Menschen, die in Sozialwohnungen leben. Die Kosten dieser Wohnungen seien in den letzten fünf Jahren um rund 30 Prozent gestiegen – rund 10 Punkte mehr als Mieten von Wohnungen, die Private vermieten.
Arm trotz Arbeit
Menschen, die trotz einer Erwerbsarbeit arm oder armutsgefährdet sind, werden «Working Poor» genannt – wobei die Definition von Land zu Land variiert. Auch in der Schweiz gibt es «Working Poor»: 2015 waren in der Schweiz rund 145'000 Erwerbstätige von Armut betroffen.