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Die vier Einheiten von Paks mit Reaktoren des russischen WWER-Typs und einer Leistung von 435-445 MW gingen 1983-87 in Betrieb. Die Anfangsauslegung sah eine Lebensdauer von 25 Jahren vor. Die Untersuchung zeigt, dass es keine technischen Grenzen oder Sicherheitsgründe gibt, um die Betriebszeit nicht auf 50 Jahre auszudehnen. Nötig ist allerdings, umgehend ein Lebensdauer-Managementprogramm zu lancieren. Im Weiteren muss jetzt die Dokumentation bereitgestellt werden, damit ab 2007 die Lebensdauerverlängerung für jeden Block bewilligt und die entsprechenden Investitionen ausgeführt werden können. Dieses Projekt würde parallel zur bereits beschlossenen Leistungserhöhung von 8% laufen.
Die Studie ergab, dass unter ungarischen Verhältnissen das Kernkraftwerk Paks die tiefsten Stromerzeugungskosten unter allen möglichen Systemen aufweist und dieser Konkurrenzvorteil in den kommenden 10-20 Jahren auch in einem offenen Strommarkt zu halten ist. Strom aus Paks konnte im letzten Jahr für umgerechnet 3,33 Rp./kWh verkauft werden, und 2001 waren es bis jetzt durchschnittlich 3,73 Rp./ kWh. Dies ist nur die Hälfte dessen, was andere Produktionsanlagen verlangen mussten. Der Endverkaufspreis für elektrische Energie beträgt in Ungarn im Mittel rund 15 Rp./kWh.
Die für eine Lebensdauerverlängerung nötigen Investitionskosten von umgerechnet CHF 342/kW installierte Leistung rechnen sich, wenn am Markt Stromverkaufspreise von mehr als 3,46 Rp./kWh zu erzielen sind. Die Grenzgestehungskosten erreichen dann in den zusätzlich gewonnenen 20 Betriebsjahren nur gerade 2,17 Rp./kWh. Bei neuen Kohlekraftwerken werden sie zu 2,78 Rp./kWh und bei neuen Gaskraftwerken zu 3,77 Rp./kWh veranschlagt.
Quelle
P.B. nach NucNet, 26. November 2001