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Im jährlichen Ranking der lebenswerten Städte schneidet Europa schlecht ab: Die von der britischen Economist Intelligence Unit (EIU) erstellte Liste wird vom neuseeländischen Auckland angeführt. Andere Plätze in den Top Ten belegen die japanische Hauptstadt Tokio, ihr neuseeländisches Pendant Wellington sowie einige australische Grossstädte wie Perth, Melbourne und Adelaide.
Unter den zehn Spitzenpositionen konnten sich mit Zürich (Platz 7) und Genf (Platz 8) nur zwei europäische Städte halten. Diese hatten das Ranking lange dominiert, mit Wien auf Platz eins in den vergangenen drei Jahren.
Doch durch die Corona-Pandemie hat sich die Lebensqualität in den Städten verändert. Die EIU bewertet unter anderem die örtliche Gesundheitsversorgung, die Infrastruktur, die wirtschaftliche und politische Stabilität sowie die kulturellen und Bildungsangebote. In der Krise kam das Gesundheitssystem vielerorts an seine Belastungsgrenzen, der Lockdown schränkte das kulturelle Leben ein. Beides führte dazu, das viele Städte im Ranking abgestuft wurden, so auch Wien (von Platz eins auf zwölf), Frankfurt (von Platz zehn auf 39) und Hamburg (von 13 auf 47).
In Australien, Neuseeland und Japan konnte, begünstigt durch die Insellage, die Pandemie effektiver bekämpft werden. So wurden strikte Einreiseverbote – zum Teil auch für die eigenen Bürger – verhängt. In der Abschottung galten harte Lockdowns nur kurzfristig, sodass eine Rückkehr zum normalen Alltag schnell möglich wurde.