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Im Vergleich zu den 1990er-Jahren waren die Jahre seit der Jahrtausendwende geprägt durch eine deutlich verstärkte Dynamik der wirtschaftlichen Aktivitäten und der Bevölkerungsentwicklung. Es ist davon auszugehen, dass die Schweiz auch in den kommenden Jahren eher stärker wächst als das europäische Umland.
Die Bevölkerung hat sich in der Schweiz in den letzten hundert Jahren mit einer Zunahme von über 110 % auf rund 8,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner (2013) mehr als verdoppelt. Ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahre zeigt, dass vorab das Mittelland und hier in erster Linie das Dreieck Zürich-Basel-Zug / Luzern sowie der Arc Lémanique grosse Zuwachsraten verbuchten. Auch das Südtessin ist bevölkerungsmässig stark gewachsen. Entlegene Alpentäler verzeichneten hingegen Bevölkerungsrückgänge, aber auch einige Regionen im Alpenvorland sowie im Jura.
Der städtische Raum war in den letzten gut zehn Jahren stark geprägt von einer Reurbanisierung. Die frühere Tendenz der Kernstadtentleerung konnte seit der Jahrtausendwende annähernd gestoppt werden. Insbesondere die fünf grössten Kernstädte nimmt ein gut ausgebildetes, international orientiertes Publikum als attraktive Wohnorte wahr. Die Agglomerationsgürtel dehnen sich, bedingt durch weiteren Platzbedarf und Verdrängungseffekte, nach wie vor aus. Die ländlichen Räume in den periphereren Mittellandregionen oder in entlegenen Gebieten des Juras und der Alpen (ausgenommen die Tourismusregionen) sind hingegen von einer deutlich tieferen Wachstumsdynamik geprägt.
Für den Zeitraum zwischen 2015 und 2030 geht das Bundesamt für Statistik (BFS) im mittleren Szenario von einem Bevölkerungswachstum von knapp 16 % aus. Entsprechend rechnet das BFS für 2030 mit 9,5 Millionen Einwohnern.