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Weibliche Genitalbeschneidung in der Schweiz
Eine neue Herausforderung für die Soziale Arbeit?
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der weiblichen Genitalbeschneidung und den Herausforderungen, die sie an die Soziale Arbeit in der Schweiz stellt. Durch die steigende Migration sind auch in der Schweiz Fachpersonen des Sozial- und Asylbereichs vermehrt mit betroffenen und gefährdeten Frauen und Mädchen in Kontakt gekommen. Schätzungsweise sind weltweit 200 Millionen Mädchen und Frauen von der Genitalbeschneidung betroffen, wobei davon ausgegangen wird, dass in der Schweiz ungefähr 14700 Betroffene und Gefährdete leben.
Das Ziel der Arbeit ist, das Thema der weiblichen Genitalbeschneidung für die Soziale Arbeit in der Schweiz aufzuarbeiten und darzulegen, inwiefern das Thema für die Soziale Arbeit relevant ist. Die Fragestellung wird auf der Grundlage einer Auswertung aktueller Fachliteratur diskutiert.
Es wird aufgezeigt, dass die weibliche Genitalbeschneidung eine Verletzung der Menschenrechte darstellt und somit ein Thema für die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession ist. Weiter kann dargelegt werden, dass die Soziale Arbeit verschiedene Ressourcen sowie Fachwissen mitbringt, welches im Umgang mit Betroffenen und Gefährdeten genutzt werden kann. Nur wer über die weibliche Genitalbeschneidung, deren kulturellen Hintergründe, gesundheitliche Folgen und rechtliche Aspekte orientiert und sensibilisiert ist, kann potenziell betroffene und gefährdete Frauen und Mädchen erkennen und schützen. Daraus lässt sich für die Soziale Arbeit ableiten, dass die weibliche Genitalbeschneidung in die obligatorische Aus- und Weiterbildung aufgenommen werden muss. Es braucht ein nationales Infoportal, welches das nötige Fachwissen bündelt und verständlich und niederschwellig für Fachpersonen wie auch Betroffene und Gefährdete zugänglich macht.