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update 26. Januar 2015/wymp
Bernmobil; die Verkehrsbetriebe meiner Heimatstadt. Ich versuche die Trams unserer Stadt aus den verschiedensten Optiken abzulichten. Sie gehören zum gewohnten Stadtbild, vielleicht ein Grund, weshalb sie mir lange gar nicht richtig aufgefallen sind. Man sieht sie, benutzt sie ohne ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Das soll sich nun ändern. Besonders reizvoll finde ich die verschiedenen Werbeanstriche. Beim Ordnen der Bilder ist mir aufgefallen, wie viele originelle Werbeanstriche in Bern bereits existierten, die man schnell vergisst. Auch an den Bildern mit Fahrzeugen, die noch den alten SVB-Anstrich aufweisen habe ich Freude. Da kommen bei mir nostalgische Gefühle auf.
Ein wenig Geschichte:
Der öffentliche Verkehr in Bern begann 1871 mit einer kurzen Omnibuslinie in der Innenstadt bis zum Bärengraben. Nach der Inbetriebnahme weiterer Buslinien wurde 1888 die "Berner Tramway Gesellschaft" gegründet, welche 1890 eine erste Tramlinie mit einem Lufttram zwischen dem Bärengraben und Friedhof in Betrieb nahm. 1900 wurden weitere Linien in Betrieb genommen, die mit dem heute noch zu besonderen Anlässen verkehrenden Dampftram bedient wurden. Die Stadt Bern wurde Eigentümerin der Tramlinien und es entstand die "Städtische Strassenbahn" (SSB).
1947 wurden die beiden Gesellschaften SSB und Stadt-Omnibus Bern) zu den Städtischen Verkehrsbetrieben (SVB) zusammengeschlossen. In den 50er Jahren wurde auch in Bern, wie in andern Schweizer Städten die Exixtenz der Strassenbahn in Frage gestellt. Obwohl einige Linien aufgehoben und durch Busse oder Trolleybusse ersetzt wurden, hat man sich in Bern für die Erhaltung wichtiger Linien entschieden. Heute hat sich das Blatt endgültig zur Förderung des Trams gewendet.
Mit der Einweihung des neuen Bahnhofplatzes im Mai 2009 mit dem neuen Trambahnhof, überdacht mit dem sog. "Baldachin" (Stahlkonstruktion mit Glasdach), dem "Tram West",
welches am 12. Dezember 2010 in Betrieb genommen wurde sowie der Aussicht auf weitere Tramlinien, wurde das Tramzeitalter in Bern neu lanciert.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbindet das "Blaue Bähnli" die Vorortsgemeinde Worb mit der Stadt Bern. Über lange Jahre endete die Linie am Helvetiaplatz auf der Südseite der Kirchenfeldbrücke. Seit 1987 betreibt der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) diese tramähnliche Linie. Mit dem Fahrplanwechsel vom 12.Dezember 2010 wurde diese Verbindung als Linie 6 in das Netz von BernMobil integriert.
Verlängerung der Tramlinie 9 vom Guisanplatz bis zum Bahnhof Wankdorf.
Zusammen mit der Neugestaltung des Wankdorfplatzes wurde die Tramlinie 9 mit dem Fahrplanwechsel 12. Dezember 2012 von der bisherigen Endstation um das "Stade de Suisse - Wankdorf" herum bis zum S-Bahnhof Wankdorf verlängert. Das ermöglicht, dass Pendler zu den Arbeitspätzen im Norden Berns nicht über den Hauptbahnhof Bern fahren müssen. Damit wird etwas wieder erreicht, was in den 60er Jahren noch Wirklichkeit war, nämlich die unmittelbare Erschliessung des Wankdorfstadions bzw. "Stade de Suisse". Persönlich kann ich mich noch daran erinnern, dass dort die Trams nach den Länderspielen und den Spielen des BSC Young-Boys reihenweise auffuhren und mit Matchbesuchern wie Sardinenbüchsen aufgefüllt wurden.
Einige Bilder:
Was bringt die Zukunft?
Mit Volksentscheid vom 28. September 2014 haben die Stimmbürgen der Stadt Bern mit 61% dem Gemeindekredit Tram Region Bern mit 25'103 zu 15'859 Stimmen zugestimmt. Hingegen haben die Gemeinden Ostermundigen und Köniz ihre Gemeindekredite zur Realisierung der Umstellung der Linie 10 von Bus- auf Trambetrieb mit 53% bzw. 61% der Stimmen abgelehnt. Da für die Realisierung von Tram Region Bern neben dem Ja in Bern die Zustimmung von mindestens einer der beiden weiteren beteiligten Gemeinden nötig gewesen wäre, gilt die Umstellung der Linie 10 von Bus- auf Trambetrieb als vollständig abgelehnt.
Verlängerung der Tramlinie 9 von der Endstation Wabern bis nach Kleinwabern. Zwischen 2014 - 2018 wird die Verlängerung der Tramlinie 9 von der Endstation Wabern bis zum zur neuen S-Bahnstation Kleinwabern realisiert.