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Der Film «40 Tage in der Wüste» baut auf den biblischen Texten auf, die erzählen, wie Jesus vor seinem öffentlichen Wirken Zeit in der Wüste verbrachte, um zu fasten und zu beten. Und wie er dort dem Teufel begegnete, der versuchte, ihn von seinem Weg abzubringen.
Jedoch ist der Film eine sehr freie Adaption der Geschichte. Jesus hat die 40 Tage bereits hinter sich und ist auf dem Rückweg nach Jerusalem, als er in der Wüste einem Teenagerjungen und seinen Eltern begegnet. Er verbringt ein paar Tage mit ihnen. Eine bedrückende Stimmung herrscht: Der Junge möchte lieber in der Stadt leben, die Mutter ist schwer krank und liegt im Sterben, was wiederum den Vater belastet. Und Jesus selber ist stark angeschlagen. Er ist verunsichert und fürchtet sich vor dem, was ihm bevorsteht. Und wenn die anderen nicht da sind, sitzt ihm der Teufel im Nacken.
Ewan McGregor spielt in «40 Tage in der Wüste» beide: Jesus und den Teufel. Eine spannende Anlage für einen Film. Leider wird sie nicht ausgeschöpft und der Film dümpelt etwas vor sich hin. Er ist seltsam hoffnungslos und endet – direkt nach der Wüstenzeit – mit der Kreuzigung von Jesus. Spannend sind die Gedanken über Vater-Sohn-Beziehungen, wo der Film die Geschichte der Familie in der Wüste in Beziehung mit Gott-Vater und Christus stellt.
Rezension von Evelyne Baumberger