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Das Bistum in Kürze
Die Wurzeln des Bistums Basel reichen bis in die spätrömische Zeit (4. Jh.) zurück. Der erste Bischof residierte vermutlich in Kaiseraugst. Während der Völkerwanderungszeit wurde der Bischofssitz nach Basel verlegt.
Im Mittelalter erlangten die Bischöfe von Basel nicht nur kirchliche, sondern auch weltliche Macht. Im Jura, Birseck und Laufental bauten sie sich als „Fürstbischöfe“ eine eigene Territorialherrschaft auf.
Während der Reformation musste der Bischofssitz in Basel 1528 aufgegeben werden, und er wurde nach Pruntrut verlegt. Der Name „Bistum Basel“ blieb jedoch bis heute erhalten.
In den Wirren nach der Französischen Revolution gingen das Fürstbistum und die Bistumsgebiete im Elsass verloren. Der gleichzeitige Untergang des mächtigen Bistums Konstanz machte eine Neuumschreibung der Schweizer Bistümer notwendig.
1828 wurde ein Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und den Kantonen Solothurn, Luzern, Zug und Bern geschlossen. Darin wurde festgehalten, dass das Bistum Basel weiter bestehen sollte - allerdings mit neuen Grenzen und dem Bischofssitz in Solothurn. Die übrigen sechs Bistumskantone Aargau, Thurgau, Basel-Land, Basel-Stadt, Schaffhausen und Jura traten dem Konkordat im Laufe der Zeit bei.
Das 19. Jahrhundert war vom Kulturkampf zwischen Kirche und Staat geprägt. Auf dem Höhepunkt dieser Auseinandersetzungen erklärte eine Mehrheit der Diözesanstände Bischof Eugène Lachat für abgesetzt, und er musste sich von 1873-85 im luzernischen Exil niederlassen.
Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) führte auch im Bistum Basel zu bedeutenden Veränderungen. Einen Höhepunkt der Aufbauarbeiten bildete die Synode 72 (1972-75). Klerus und auch Laien gelangten durch die Einsetzung verschiedener Räte und Kommissionen wie Priesterrat, Seelsorgerat, Pfarreiräte usw. zu mehr Mitspracherecht. Die Herausforderungen der neuen Ära führten zu einer Neuorganisation des Bistums. Die 1976 eingeführten Regionaldekanate wurden 2004 von regionalen Bischofsvikariaten abgelöst. Seit 2009 werden im Rahmen des pastoralen Entwicklungsplans (PEP) Pastoralräume errichtet, die jeweils mehrere Pfarreien umfassen.