Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03144.jsonl.gz/2189

62–71 mm Kopfrumpflänge; 38–40 cm Flügelspannweite; 19–26 g Normalgewicht; besitzt schmalere und kürzere Ohren als das Grosse Mausohr; in der Schweiz oft mit einem hellen Stirnfleck.
Das kleine Mausohr ist eine wärmeliebende Art, die offene Graslandschaften benötigt. Auf ihren nächtlichen Jagdtouren erbeutet es hauptsächlich Grillen und Heuschrecken, die es direkt vom Boden pflückt. Wochenstuben befinden sich häufig in den Dachstöcken alter Kirchgebäude. Zusammen mit grossen Mausohren können sie dort Kolonien von mehreren hundert Exemplaren bilden.
Das Hauptverbreitungsgebiet liegt rund ums Mittelmeer. In der Schweiz liegen die nördlichsten Verbreitungsgebiete. Ausserhalb Europas kommt es bis in den Kaukasus, den Nahen Osten und Zentralasien vor.
In der Schweiz ist diese Art nur lokal verbreitet. Vor allem wärmere Gebiete, wie das Tessin oder das Wallis werden bevorzugt. Im St.Galler Rheintal befinden sich zwei Wochenstuben dieser seltenen Art.
Stark gefährdet. Priorität hat die Förderung von artenreichen Wiesen und Feldern durch eine extensive Landwirtschaft. Die wenigen bekannten Wochenstuben müssen unbedingt erhalten werden.
Eine Dienstleistung des Naturmuseums St.Gallen