Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03630.jsonl.gz/2403

Organisch legte der Westschweizer Konzern laut Mitteilung vom Donnerstag um 2,3 Prozent zu, wobei 1,3 Prozent auf Mengenwachstum (internes Realwachstum RIG) und 1,0 Prozent auf Preisanpassungen zurückzuführen waren. Im Vergleich zum letzten Quartal (Q4 2016 bei 2,9 Prozent) ist das organische Wachstum nochmals deutlich langsamer geworden.
Der Gruppen-Umsatz für die Periode von Januar bis März wird mit 21,0 Mrd CHF (+0,4 Prozent) ausgewiesen, wobei der Wechselkurseffekt -0,4 Prozent und der Netto-Akquisitionseffekt -1,5 Prozent ausmachten. Das organische Wachstum in den Industrieländern betrug 0,8 Prozent und in den Emerging Markets 4,3 Prozent.
Damit hat Nestlé die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) bei der wichtigsten Kennzahl organisches Wachstum leicht übertroffen. Diese hatten das organische Wachstum im Durchschnitt bei +2,1 Prozent (Bandbreite 1,5 bis 2,9 Prozent) und das interne Realwachstum bei +1,2 Prozent (0,8 bis 1,9 Prozent) geschätzt. Beim Umsatz wurde ein Wert von 21,25 Mrd CHF erwartet.
In China verzeichnete Nestlé ein negatives organisches Wachstum auf Grund der (bekannten) Probleme bei Yinlu und des früheren Datums des chinesischen Neujahrsfestes. Yinlu laste zwar weiterhin auf dem Wachstum, aber die Geschwindigkeit des Rückgangs habe abgenommen, heisst es dazu.
Prognose 2017 bestätigt
CEO Mark Schneider zeigt sich in der Mitteilung einigermassen zufrieden: "Das organische Wachstum im ersten Quartal befindet sich innerhalb der Spanne unserer Prognose für das Gesamtjahr." Referenzzahlen aus dem Schaltjahr 2016 und andere jahreszeitliche Einflüsse hätten zu einem "besonders herausfordernden Jahresbeginn" geführt.
Das Wachstum in Asien und die Robustheit der Konsumausgaben in Europa bezeichnet der CEO als "ermutigend". Die Konsumnachfrage in Nord- und Südamerika hingegen sei schwach geblieben. Die Preisanpassungen hätten sich lediglich "mässig" verbessert, heisst es weiter.
CEO Schneider bestätigt aber insgesamt die Prognose 2017 und spricht von "guten Fortschritten" bei den Wachstums- und Effizienzprojekten. Der Konzern will demnach weiterhin ein organisches Wachstum zwischen 2 Prozent und 4 Prozent erreichen. Wie bereits im Februar angekündigt, ist eine beträchtliche Erhöhung der Restrukturierungskosten dieses Jahr geplant, um die künftige Profitabilität zu steigern. Daher geht der Konzern von einer lediglich stabilen operativen Ergebnismarge bei konstanten Wechselkursen aus, will aber eine Steigerung des nachhaltigen Gewinns je Aktie bei konstanten Wechselkursen und der Kapitaleffizienz erreichen.
(AWP)