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Haus zum Pelikan, Obergasse 11
Obergasse 11
8400 Winterthur
Das dreigeschossige Haus „Pelikan“, das einst als Pfrundhaus diente, enthält in den Mauerteilen noch Substanz dem frühen 13. Jhdt. Das Gebäude präsentiert sich mit langgestreckter Fassade von fünf symmetrisch angeordneten Fensterachsen. Der Hauseingang und die Fenster weisen schlichte Einfassungen auf.
Im Innern dieses Hauses, an der Obergasse 11 prominent gelegen, beeindruckt im 2. Obergeschoss eine stützenfreie Bohlenbalkendecke mit den Massen 7 auf 9 Metern. Sie ist die grösste Decke dieser Art schweizweit. Anhand einer in einem Balken eingelassenen Dekoration mit Jahreszahl, Wappen und Initialen lässt sich dieses Baukunstwerk auf 1503 datieren und Heinrich Liechti aus der Uhrmacherfamilie zuschreiben.
In diesem Raum kamen einst junge Handwerker aller Berufsgattungen in feuchtfröhlicher Runde zusammen. Da sie andernorts wegen Ruhestörungen nicht mehr geduldet wurden, erbauten Stadt und Handwerksmeister diese „Trinkstube der Jung-Gesellen“.