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Gegen wen genau sich die Klagen richten, liess das Ministerium offen. Der Fonds 1MDB selbst habe sechs Klagen gegen neun teils staatliche Institutionen und 25 Einzelpersonen eingereicht, hiess es. Der frühere Ableger SRC klage in 16 Klagen gegen 15 Einzelpersonen und acht Institutionen. Bei den Klagen von SRC gehe es um Machtmissbrauch und treuhänderischen Verpflichtungen. Die Regierung ziele nun auf weitere Beteiligte, die direkt oder indirekt Verluste bei 1MDB oder SRC verursacht hätten, sagte Finanzminister Tengku Zafrul Abdul Aziz.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg befinden sich die US-Bank JPMorgan und die Deutsche Bank unter den Beklagten. Während JPMorgan eine Stellungnahme ablehnte, ist sich die Deutsche Bank einem Sprecher zufolge nicht bewusst, auf welcher Grundlage eine berechtigte Klage aufbauen sollte. Man habe noch keine Post in der Sache erhalten.
Der 1MDB-Fonds war 2009 zur Förderung der malaysischen Wirtschaft eingerichtet worden. Ex-Regierungsmitglieder und dubiose Berater sollen jedoch - angeblich mit Hilfe von früheren Mitarbeitern der US-Investmentbank Goldman Sachs - den Grossteil der Mittel veruntreut haben.
Goldman hatte sich im vergangenen Herbst schuldig bekannt und im Zuge eines Vergleichs mit Behörden mehrerer Staaten eine Strafe von 2,9 Milliarden Dollar akzeptiert. Zuvor wurde der frühere malaysische Ministerpräsident Najib Razak in einem Korruptionsprozess zu zwölf Jahren Haft verurteilt./stw/mne/jha/
(AWP)