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Der Final der US Open hält bei den Frauen in diesem Jahr Stoff für gute Geschichten bereit. Die 18-jährige Emma Raducanu (GBR) fordert die 19-jährige Leylah Fernandez (CAN) heraus.
Dass sich in Flushing Meadows am Finaltag zwei Spielerinnen gegenüberstehen, die ihren 20. Geburtstag noch nicht gefeiert haben, gab es insgesamt erst dreimal. Beteiligt waren allesamt grosse Namen.
Hingis und die Williams-Schwestern
Gleich zweimal war Martina Hingis eine der Protagonistinnen: 1997 gewann sie 16-jährig gegen die gut drei Monate ältere Venus Williams ihren bereits 3. Grand-Slam-Titel, zwei Saisons später verlor sie als 18-Jährige gegen Venus' Schwester Serena (damals 17).
1988 hatte die 19-jährige Steffi Graf Gabriela Sabatini (18) bezwungen. Ein gutes Omen für Raducanu und Fernandez: Auch die Verliererinnen der drei Finals konnten sich irgendwann Major-Siegerinnen nennen.
Weitere Zahlen und Fakten führen die Besonderheit der Affiche vom Samstagabend im «Big Apple» vor Augen:
- Zum ersten Mal in der Open Era (seit 1968) duellieren sich mit Fernandez (WTA 73) und Raducanu (WTA 150) zwei Ungesetzte in einem Grand-Slam-Final.
- Raducanu wird im Ranking einen Riesensprung machen und mindestens auf Platz 32 vorstossen. Kann sie diese Position halten, ist sie beim nächsten Major in Australien gesetzt. Fernandez wird ab kommender Woche mindestens auf Rang 27 klettern.
- Raducanu ist die erste Qualifikantin überhaupt, die den Final eines der vier grössten Tennisturniere erreicht hat. Seit Angelique Kerber 2016 ist es an den US Open ausserdem keiner Frau mehr gelungen, auf dem Weg ins Endspiel keinen einzigen Satz abzugeben.
- Fernandez hat mit Aryna Sabalenka, Naomi Osaka und Jelina Switolina gleich drei Top-5-Gesetzte ausgeschaltet. Das schaffte auf Grand-Slam-Stufe zuletzt Serena Williams 2012 in Wimbledon.
- Dass eine Spielerin wie Raducanu bei ihrer zweiten Grand-Slam-Teilnahme gleich im Final steht, gab es erst einmal. Pam Shriver hatte dieses Kunststück 1978 ebenfalls an den US Open zustande gebracht.
- Fernandez führt eine erstaunliche Final-Tradition Kanadas in den letzten Jahren fort. Als viertes Mitglied des «Ahornblatt»-Verbandes nach Eugenie Bouchard (Wimbledon 2014), Milos Raonic (Wimbledon 2016) und Bianca Andreescu (US Open 2019) kämpft sie um einen Grand-Slam-Titel.
Live-Hinweis
Den Final der US Open bei den Frauen sehen Sie am Samstagabend ab 22 Uhr live auf SRF info/zwei und in der Sport App.