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Rosh haShana 5780 ראש השנה תש"פ
Rosch Haschana markiert den Beginn des Jahres im jüdischen Kalender und ist eines der von der Thora abgeleiteten Feiertagesdaten.
Nach der Tora beginnt Rosh haShana am ersten Tag des siebten Monats Tishrei. Wird gerechnet nach der Anzahl Monate nach dem Jahrestag des Auszugs aus Ägypten, welcher im Frühling im Monat Nissan beginnt.
„Sage zu den Israeliten: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr Ruhetag halten mit Posaunenblasen zum Gedächtnis, eine heilige Versammlung. Da sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem HERRN Feueropfer darbringen. 3. Mose 23/24-25)“
„Und am ersten Tag des siebenten Monats soll heilige Versammlung sein; da sollt ihr keine Dienstarbeit tun; ein Tag des Posaunenblasens soll er für euch sein. (4. Mose 29/1)“
Besinnungstag
Laut Talmud beginnt Rosch ha-Shana am Ende des Jahrestags der Weltschöpfung, steht aber auch für den Jahrestag der Geburt Adams. Es ist der Tag der Forderung, Bilanz zu ziehen über das moralische und religiöse Verhalten im abgelaufenen Jahr und man tritt mit Gebeten für eine gute Zukunft vor Gott.
Rosch Haschana steht im Mittelpunkt einer Phase der Seelensuche, in der für die schlechten Taten des vergangenen Jahres vergeben wird und versuchen wird, im neuen Jahr eine neue Seite zu eröffnen. Der letzte Monat, Monat Elul, der als Monat der Barmherzigkeit und Vergebung bezeichnet wird, beginnt die Periode der Seelensuche. Während dieser Zeit sind spezielle Gebete, die "Vergebung" genannt werden, dazu bestimmt, Reue für Sünden und Vergebung von Gott zu üben. Am Ende des Monats Elul wird Rosh Hashana gefeiert
An Rosch ha-Schana beginnen die Zehn ehrfurchtsvolle Tage (Jamim Noraim), welche mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur enden. Chazal/ die rabbinische Literatur beschreibt diesen Tag als einen Tag des Gerichts. Einige Beschreibungen schildern Gott, als auf einem Thron sitzend, wobei Bücher mit den Taten aller Menschen offen vor ihm liegen.
Feiertagsnamen
- Der Name "Rosch Haschana" leitet sich aus der Chazal/Literatur der Weisen ab, was erster Tag des Jahres bedeutet.
- In der Thora wird der Feiertag als "Tag des Posaunenblasens" (3. Mose 29: 1) oder "Posaunenblasen zum Gedächtnis" (3. Mose 23: 24-25) bezeichnet.
- Ein anderer Feiertagsname heisst "Tag des Jüngsten Gerichts", weil Rosch Haschana nach jüdischer Tradition ein Tag ist, an dem Gott "alle Geschöpfe der Welt" über ihre Handlungen im vergangenen Jahr bespricht und ihr Urteil für das folgende Jahr erfasst.
Zitat: „Der ihnen allen das Herz geschaffen hat, achtet auf alle ihre Werke " (Psalm 33:15 und Mischna, Rosch Haschana-Traktat, Kapitel 1, Unterabschnitt 2)
Schofar-Blasen
Die einzige Mizwa/Gebot von der Tora für Rosch Haschana ist das Blasen des Schofars/das Gebot der Tag des Posaunenblasens. Der Glaube ist, dass die Schofar die Tore des Himmels öffnen und die Gebete zu Gott bringen und somit erhört werden.
Das Festessen
Am Vorabend des neuen Jahr wird ein festliches Mahl abgehalten, bei dem es üblich ist, spezielle Lebensmittel mit Symbolen, welche die Hoffnung symbolisieren, dass das folgende Jahr besser und süsser sein wird als das vergangene wie:
- Apfel in Honig zu essen symbolisiert süsse Zeiten.
- Eine Granatapfel, die den Willen des göttlichen Gesetzes symbolisiert, für das Wohl des Menschen und seine guten Taten zu stehen, gute Taten wie es zahlreiche Granatapfelkerne gibt.
- Der Kopf eines Fisches, der die Sehnsucht nach "zum Kopf“/erster/sich Mühe geben mit Taten vorn zu sein und nicht das Gegenteil „zum Schwanz“, als einer der sich überhaupt keine Mühe gibt, symbolisiert.
- Roterüben/Randen im Hebräisch heisst es Selek von lesalek/weg schicken, die das Gebet bedeutet, dass alle, die uns hassen und unwohl wünschen, gehen werden.
- Dattel/Tamar wird in Hebräisch aus den Wörtern Beendung der Bitterkeit zusammengesetzt, symbolisiert das Gebet, das alle unsere Feinde beenden werden.
Ausser Apfel mit Honig und den Gebeten in den Synagogen die Einheitlich sind, je nach Strömung, Gemeinde Brauch und Tradition werden unterschiedliche spezielle Lebensmittel mit Symbolen, sowie die Reihenfolge des Gebets verwendet.
Tashlich/Wirf es weg
Ein weiterer Brauch bei allen Strömungen ist die „Tashlich“. Am ersten Tag von Rosch Haschana gehen alle zusammen zum Meer oder zu einer anderen Wasserquelle und sprechen ein Tischlich-Gebet, eine Aufforderung, die Vergehen in das Wasser zu werfen. Es ist üblich, den Inhalt der Taschen in den Kleidungsstücken auszukehren und zu leeren als Symbol für das Abschütteln des Unrechts, welches man in dem vergangen Jahr absichtlich oder unabsichtlich angesammelt hat.
Grusskarten
In den letzten Jahrhunderten war der Brauch, die Verwandten und Bekannten vor dem neuen Jahr sich gegenseitig zu grüssen: "Frohes Neues Jahr“, dass Sie am nächsten Jahr zu „Leben“ unterschrieben werden etc.
Ab dem 14. Jahrhundert wurden solche Wünsche noch vor Neujahr schriftlich übermittelt.
Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts, nach der Erfindung der Postkarten, war es weit verbreitet, Grusskarten zu versenden, die für die Feiertage vorbereitet wurden.
Ab dem Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Verwendung von Papierkarten praktisch eingestellt und durch Grüssen per Telefon, E-Mail und Nachrichten in Sozialmedien ersetzt.
Shana Tova umvorecht שנה-טובה-ומבורכת
Ein gutes und süsses Jahr, mögest du (in das Buch des Lebens) eingeschrieben und versiegelt sein. Ein gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr voller Liebe und Hoffnung für Alle! AMEN!