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Stadtklima
Ein günstiges Stadtklima trägt massgeblich zur Erhaltung der Lebensqualität in der Stadt und zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung bei. In Städten herrscht ein besonderes Lokalklima. Erhöhte Temperaturen und belastete Luft stellen für die Bevölkerung direkt ein Gesundheitsrisiko dar und vermindern die Lebensqualität.
Folgende Faktoren beeinflussen das Lokalklima negativ:
- Versiegelung des Bodens
- direktes Abführung von Wasser über die Kanalisation
- geringer Grünanteil
- Speicherung von Wärme in Bauten
- Emission von Luftschadstoffen sowie Abwärme
- reduzierte Luftzirkulation aufgrund der Baustruktur
Hitzeinseleffekt und Zunahme von Tropennächten
Zürich muss mit einem veränderten Lokalklima rechnen: Über mehrere Tage andauernde Hitzewellen, bei denen das Thermometer tagsüber weit über 30 °C klettert und nachts nicht unter 20 °C sinkt. Besonders betroffen sind Städte und Agglomerationen mit dicht bebauten und grossflächig versiegelten Gebieten. Hier lässt sich ein ausgeprägter Hitzeinseleffekt vor allem nachts nachweisen, wenn die in den Oberflächen gespeicherte Wärme wieder an die Umgebungsluft abgegeben wird. In Zürich beträgt dieser Hitzeinseleffekt nachts bis zu 7°C verglichen mit einem ähnlichen Gebiet in ländlichem Umfeld. Tagsüber beträgt dieser Temperaturunterschied nur bis zu 2°C. Der Klimawandel bzw. insbesondere aufeinanderfolgende Hitzetage verschärfen diese Problematik des nächtlichen Hitzeinseleffekts – was flächendeckend zu mehr Tropennächten, auch solchen weit über 20°C, führen kann.