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Der Alemanne Bankilo dürfte der eigentliche Begründer Kilchbergs – oder genauer gesagt – Bendlikons gewesen sein. Er liess sich am Ende des 5. Jahrhunderts an der Mündung des Dorfbaches nieder. Wie der Name “Kilchberg” (Wappen) wird auch die Kircheauf dem Berge erstmals 1248 erwähnt. Im Alten Zürichkrieg wurde die hölzerne Kirche von den Eidgenossen abgebrannt und später durch einen massiven Steinbau ersetzt, der seither verschiedentlich renoviert wurde. Seit 1935 hat Kilchberg zudem eine römisch-katholische Kirche. Der heutige schöne Neubau stammt aus dem Jahr 1967.
Ursprünglich war Kilchberg ein Bauerndorf. Neben den Bauern, deren wichtigster Erwerb bis ins 17. Jahrhundert der Weinbau war, sind auch die Schiffer von Bendlikon zu erwähnen, die den Personen- und Warenverkehr mit der Stadt Zürich besorgten. Im 17. und 18. Jahrhundert kam die Heimarbeit der Baumwollspinner und Mousselineweber zu einer gewissen Blüte.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert hatten die Porzellanfabrik und später die Fayencefabrik für Kilchberg eine besondere Bedeutung. In der nur 28jährigen Geschichte der Schooren-Porzellanfabrik entstanden mannigfaltige, kunstvoll bemalte Tafelgeschirre, aber auch eine Fülle von Einzelfiguren und Figurengruppen. Bis 1869 wurden dann nur noch Fayencen und Steingutgeschirre fabriziert.
Die Chocoladefabrik Lindt & Sprüngli AG ist der älteste und einzige grössere Industriebetrieb in der Gemeinde. Die 1845 gegründete Firma hat ihren Betrieb seit 1899 am heutigen Standort an der Seestrasse.
Früher diente der See als Transportweg. In den Jahren 1874/75 wurde die linksufrige Eisenbahnlinie gebaut. Während damals täglich nur 12 Züge verkehrten, waren es in den 80-er Jahren bereits zwischen 300 und 400. Ausserdem ist Kilchberg durch drei Autobuslinien mit Adliswil, Rüschlikon und Zürich verbunden. Obwohl sich Kilchberg zu einer Vorortsgemeinde der Stadt Zürich entwickelte, hat es seine Eigenständigkeit bewahrt. Das Siedlungsgebiet ist weitgehend überbaut. Die Gemeinde bemüht sich, das noch unüberbaute Land als Freihaltegebiet zu erhalten.