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Babyhaare
Manche Babys kommen mit einem vollen Haarschopf auf die Welt, andere mit einer Glatze. Fakt ist: Der Zustand der Haare zum Zeitpunkt der Geburt ist vom Hormonspiegel während der Schwangerschaft abhängig und sagt in den seltensten Fällen etwas darüber aus, wie die Haare des älteren Kindes oder Erwachsenen sein werden. Farbe oder Struktur des Haares werden hauptsächlich vererbt.
Deshalb hat es keinen Zweck, das Haarwachstum fördern zu wollen, indem man die Säuglingshaare abschneidet oder gar rasiert. Haare häufiger zu schneiden, hat auf das Haarwachstum überhaupt keinen Einfluss, weil die aussen sichtbaren Haare totes Hornmaterial sind und nicht mehr mit Nährstoffen versorgt werden. Sie sind nicht mit einem Rasen zu vergleichen, der umso schneller wächst, je öfter man ihn mäht.
Normalerweise verlieren Babys im 3. Lebensmonat ihr Neugeborenen-Haar. Der Kopfumfang nimmt zu, die Kopfhaut wird gedehnt, der Hormoneinfluss der Mutter lässt nach - und die Haare fallen aus. Was allein schon der Hormonmangel bewirkt, erlebt fast jede junge Mutter an ihrem eigenen Haar. Weil mehr Haare ausfallen als nachwachsen, kann es passieren, dass ein Baby nun mehr oder weniger kahlköpfig wird.
Nicht selten lichtet sich das Haar vor allem am Hinterkopf. Das ist zum Teil durch das Liegen auf dem Rücken bedingt, denn Druck und Reibung fördert das Ausfallen. Allerdings auch nur, wenn das Haar sich in einer Wachstumsphase befindet, in der es sowieso bald ausfallen würde. Sobald das Baby sich mehr bewegt und aktiver wird, verschwindet die kahle Stelle.
Babyhaar ist oft lockiger als in der Familie zu erwarten wäre. Diese Babylocken sind aber meist nicht von langer Dauer. Babyhaare sind einfach noch sehr fein und dünn, weswegen sie sich schneller kräuseln und winden. Wird das Kind älter, werden die Haare kräftiger, sodass sie sich nicht mehr leicht aufrollen können. Die Locken verschwinden dann wieder. Zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr entsteht die bleibende Haarstruktur.
Bei der Haarfarbe lässt sich erst etwa ab dem 4. Lebensmonat absehen, ob ein Kind einmal blond, brünett, rot- oder schwarzhaarig sein wird. Weil dies auch durch die Gene früherer Generationen mitbestimmt wird, kann es durchaus zu Überraschungen kommen. Gleichzeitig muss die Haarfarbe des Babys nicht die Haarfarbe sein, die es sein Leben lang haben wird. Rothaarige können blond werden und blonde Babys werden oft brünett. Oder sie haben anfangs einen hellen Braunton und später sind die Haare fast schwarz. Der Grund: Die ersten Haare weisen oft nur eine leichte Pigmentierung auf und diese kann von der späteren, genetisch festgelegten Haarfarbe deutlich abweichen – in der Regel zu einem dunkleren Ton hin.
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Letzte Aktualisierung: 03.2017, BH