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Eishockey - Berns Captain Martin Plüss wird an der Verleihung der Swiss Ice Hockey Awards als wertvollster Spieler (MVP) ausgezeichnet.
Plüss verdiente sich den Award als MVP, indem er den SC Bern zum 13. Meistertitel der Vereinsgeschichte führte und beim "Wunder von Stockholm" zu den Schlüsselspielern im Team von Trainer Sean Simpson gehörte. Der 36-jährige Center und Spielmacher ist erst der dritte Spieler nach seinem kongenialen Partner Ivo Rüthemann und dem Davoser Reto von Arx, der die MVP-Trophäe ein zweites Mal gewinnt. 2001 hatte Plüss, damals noch in Diensten der Kloten Flyers, den Award das erste Mal und als erster Schweizer überhaupt erhalten. Die Auszeichnung war 1997 eingeführt worden.
Der wichtigste der sechs verliehenen Awards ging zum achten Mal in Folge an einen Schweizer Spieler. Letztmals hatte mit Joe Thornton im Jahr 2005 ein Ausländer die prestigeträchtige Trophäe erhalten. Plüss, der nach seiner Rückkehr aus Schweden seine sechste Saison mit dem SCB in Angriff nahm, erzielte vergangenen Saison in 70 Spielen 50 Skorerpunkte. Plüss setzte sich in der Wahl gegen Fribourgs Andrej Bykow und Zugs Reto Suri durch.
Reto Berra erhielt zum zweiten Mal in Folge die "Jacques Plante Trophy" als bester Torhüter der Saison. Der Keeper führte den EHC Biel zum zweiten Mal in Serie in die Playoffs und hatte mit seinen Leistungen an der WM grossen Anteil am Gewinn der Silbermedaille. Seine starken Auftritte brachten ihm einen NHL-Vertrag mit den Calgary Flames ein.
Seger hatte vor einem Jahr den "Hockey Award" erhalten, nun wurde er als beliebtester Spieler der Saison ausgezeichnet. Diese Wahl war eine reine Publikumswahl, in der sich der Rekord-Internationale gegen Plüss und Suri durchsetzte. Seger absolvierte nicht nur am meisten Länderspiele für die Schweiz (mittlerweile 293), es kann auch kein anderer Akteur auf internationaler Ebene mehr WM-Teilnahmen (15) vorweisen als die sympathische Integrationsfigur der ZSC Lions. Das Nationalteam selbst wurde mit dem "Hockey Award" für "ausserordentliche Leistungen auf internationaler Ebene" geehrt.
Als einziger Spieler, der (noch) nicht dem Nationalteam angehört, stand Zugs Lino Martschini auf der Bühne. Der 20-jährige Stürmer erzielte in seiner Debüt-Saison auf höchster Ebene in 53 Partien 44 Skorerpunkte und verdiente sich damit unbestritten die Auszeichnung als "Youngster of the Year".
SDA-ATS