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Category : Gesundheit
Meditieren wird immer beliebter. In der hektischen Welt von heute sehnen sich immer mehr Menschen nach einem Ort der Ruhe, an dem Sie nicht von jede Minute von Smartphones, E-Mails, Videos, etc. belästigt werden.
Welchen Effekt hat Meditation?
Doch Meditation ist nicht einfach nur eine Entspannung für den von Informationen überfluteten und damit oftmals überforderten Geist. Zahlreiche Studien (de facto wurden seit 1950 hunderte von Studien durchgeführt) legen nahe, dass Meditation kognitive Fähigkeiten, die Aufmerksamkeit und sogar die fluide Intelligenz verbessern kann.
Aktuelle Studien zeigen, dass Meditation außerdem viele positive Effekte auf die mentale Gesundheit haben kann: So kann Meditation die Symptome von Depression reduzieren, den Umgang mit Stress und Angst verbessern sowie Drogenmissbrauch eindämmen. Darüber hinaus kann Meditation bei Essstörungen und bei der Behandlung von Psychosen helfen.
Meditation verändert physisch das Gehirn
Dank funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) wissen wir heute, dass Meditation das Gehirn physisch verändert und diese physischen Veränderungen gehen mit psychischen Veränderungen einher. Diese Veränderungen sind struktureller Art und im Gehirn sichtbar.
Das Interessante daran ist, dass man für diese positiven Effekte nicht unbedingt jahrelang meditieren muss. Veränderungen in der Weißen Substanz des Gehirns, also den Leitungsbahnen des Gehirns wurden bereits nach nur zwei Wochen Meditation beobachtet.
Nach elf Stunden Meditationstraining über einen Zeitraum von vier Wochen (Studie mit 38 Studenten an der Universität von Oregon) wurden zunehmendes Wachstum von Nervenfasern und deren Myelinisierung (Isolierung der Fasern) zum Anterior Cingulate Cortex (ACC) festgestellt, der bei Aufgaben am härtesten arbeitet, die kognitive Kontrolle und mentale Energie zum Lernen und Lösen von Problemen erfordern.
Die Forscher gehen davon aus, dass diese Nervenfasern die Effizienz der Verarbeitungsprozesse verbessern, die Verhaltensänderungen zugrunde liegen.
Eine aktuelle Studie konnte bei Probanden nach einem 8-wöchigen Meditationstraining-Programm eine signifikante Zunahme der Cortex-Dichte feststellen und diese wiederum mit einer signifikanten Reduktion von mehreren psychologischen Faktoren verbunden war, die mit Sorgen, Angstzuständen und Depressionen in Verbindung gebracht werden.
Eine Studie aus dem Jahr 2014 fand eine Korrelation zwischen einem 6-wöchigen Meditationskurs und einer signifikanten Zunahme an grauer Substanz innerhalb des Precuneus – einem Bereich, der am episodischem Gedächtnis, räumlichen Verarbeiten, Selbstreflexion und Aspekten des Bewusstseins beteiligt ist. Die graue Substanz besteht im Gegensatz zu weißer Substanz überwiegend aus Nervenzellkörpern.
Kann Meditation schlauer machen?
Bei der Beantwortung dieser Frage sind die Forscher äußerst vorsichtig. Es geht dabei vor allem darum, „Schausein“ zu definieren. Wenn da darum geht, aufmerksamer zu sein, ein besseres Arbeitsgedächtnis zu haben, aber auch besser in Intelligenztests abzuschneiden, macht Meditation wirklich „schlauer“. Dennoch muss gesagt werden, dass nicht jedermann vom Meditationstraining profitieren wird. Bei einigen Menschen werden die Effekte stärker sein als bei anderen.