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Anno 1906:
Die Schweizerische Feld- und Kleinbahnen Aktiengesellschaft wird mit Sitz in Zürich gegründet.
So beginnt die Geschichte eines Unternehmens, welches sich bis heute als MBA AG-Bassersdorf zu einem der bedeutendsten im schweizerischen Baumaschinenmarkt entwickelt hat.
Damals - wie aus dem Namen hervorgeht - konzentrierte sich das Verkaufsprogramm ausschliesslich auf Eisenbahnmaterial, von Dampf- und Diesellokomotiven über Stellwerksanlagen bis zu den Schienen und dem gesamten Zubehör.
Dieses umfangreiche Angebot wurde in den damaligen Grossbaustellen, die in der ganzen Schweiz "aus dem Boden schossen", mit grossem Erfolg eingesetzt. Nur einige seien erwähnt:
- Rosenbergtunnel, St.Gallen
- Simplontunnel
- Oberalp-, Bodensee-, Toggenburg- und Lötschbergbahnen
Die gewaltigen Fels- und Erdmassen wurden ausnahmslos auf dem Schienenweg transportiert. Das waren unbestritten Glanzzeiten für die Feld- und Kleinbahnen.
Im Jahre 1912 kamen die ersten Dampflöffelbagger in die Schweiz. Die monströsen Giganten rollten auf Schienen und waren mit einem Löffel von 2,5 m3 ausgerüstet! Es war für die Bauwirtschaft ein epochales Ereignis. Die Urahnen des modernen Hydraulikbaggers waren unter anderem beim Bahnhofbau in Ostermundigen und beim Bau der ETH Zürich an der Arbeit. Vom schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein wurden Delegationen zum Studium der neuen Abbaumethode entsandt. Als Resultat dieser Revolution ist die nun einsetzende Produktediversifikation zu werten. In den 30er Jahren begannen sich die Schwerpunkte im MBA-Verkaufsprogramm durch die Übernahme neuer Vertretungen in Richtung Baumaschinen und Baugeräte zu verlagern.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die grossen Kraftwerkbauten in Angriff genommen, was nochmals zu einem Boom für das Feldbahnmaterial führte.
1954 begann man, Güter, insbesondere Zement und Kalk - aber auch Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Salz, Futtermittel und chemische Produkte, in Behältern auf Schienen und Strassen zu transportieren.
Bei der Einführung dieses neuen Transportsystems gehörte wiederum die MBA zu den Pionieren.
Zurück ins Jahr 1948. Eine wichtige betriebsinterne Entscheidung war gefallen. Unter dem ständigen Druck des Platzmangels entschloss man sich, den Firmensitz von Zürich nach Dübendorf zu verlegen.
Um das Jahr 1961 herum begann man sich mit der EDV-Methodik zu befassen, denn die Organisation von Buchhaltung und Lagerhaltung verlangte gebieterisch nach einer modernen Bearbeitungstechnik. Ab 1968 erfolgte dann die schrittweise Einführung der elektronischen Datenverarbeitung. Zu dieser Zeit war EDV noch Neuland in unserer Branche.
1963 brachte der erste in der Schweiz eingesetzte O&K-Vollhydraulikbagger mit Regelpumpen und Doppelbeaufschlagung eine neue Dimension in die Baggerlandschaft. Mit einem Schlag wurden alte Ansichten vom Tisch gewischt und neuen Einsatzmethoden Tür und Tor geöffnet.
Der Siegeszug des Hydraulikbaggers begann.
- 1978 war es der 1000.
- 1984 bereits der 1500. O&K Hydraulikbagger, der an einen MBA-Kunden abgeliefert wurde!
Ein erneuter Standortwechsel wurde vollzogen. Mitten "auf der grünen Wiese" in Bassersdorf entstand 1996 ein neues Stahlbaugebäude mit Verwaltung, moderner Logistik und optimaler Werkstatt für den Vertrieb und den Service von Baumaschinen.
Ende der 80er Jahre übernahm, die bis dahin schon mehrheitsbeteiligte Orenstein & Koppel AG aus Dortmund, die verbleibenden Aktien. Somit gehörte die MBA AG zu 100% der Orenstein & Koppel AG, welche wiederum im Jahre 1998 von Ihrer Dachfirma Fried. Krupp AG an New Holland verkauft wurde.
Nach der Fusion im Jahr 1999 von Case mit New Holland entstand die CNH-Gruppe als Tochter des italienischen Fiatkonzerns.
Im Jahre 2005 vereint CNH ihre Marken Orenstein&Koppel, Fiat-Kobelco, Kobelco und New Holland Construction zu einer einzigen, weltweit aufgestellten Dachmarke: NEW HOLLAND. Damit einher geht auch die Umstrukturierung der Vertriebsorganisationen in der Schweiz. Die MBA als CNH Unternehmen vertreibt demgemäss exklusiv die Marke New Holland und übernimmt den Service für alle 4 integrierten Marken. CNH ist bereits nach 5 Jahren stückzahlenbezogen der weltweit grösste Hersteller für Bau- und Landmaschinen.
Heute vertreibt die MBA ein breit gefächertes Baumaschinenprogramm von internationaler Bedeutung, dem die Sparte Industrie mit den Sektoren Heben, Fördern und Transport angegliedert ist.
1906-heute: Die Firmengeschichte der MBA war immer geprägt von entschlusskräftigen Männern, welche die Geschicke des Unternehmens leiteten, und von Mitarbeitern, die den Namen MBA zu einem Qualitätsbegriff in der Bauwirtschaft gemacht haben.
Diese Tatsache lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.