Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03600.jsonl.gz/2489

Beschreibung
Auszug
Murmeltiere überdauern die langen und kalten Winter der Hochalpen in tiefem Winterschlaf. Sie reduzieren dabei die Stoffwechselrate auf gerade mal 3–5% des Sommerniveaus. Während des Winters leben sie nur von Fettreserven und verlieren ca. 1/3 ihres Herbstgewichtes. Ihre Körper temperatur sinkt bis fast auf den Gefrierpunkt und umso tiefer, je mehr einer bestimmten essentiellen Fettsäure die Tiere im Sommer mit der Nahrung aufnahmen. Murmeltiere verweilen in der energiesparenden Kälte starre aber nur eine begrenzte Zeit. Aus immer noch ungeklärten Grün den unterbrechen sie regelmässig, nach ca. 12 Tagen, für etwa einen Tag den Winterschlaf, verbleiben aber im Bau. Die bis zu 20 Mitglieder einer Gruppe überwintern gemeinsam und reduzieren durch enges «Kuscheln» und nahezu perfekte Synchronie der regelmässigen Wachphasen Wärme verluste. Ausgelöst wird die Winterschlafbereitschaft vor allem durch die kürzer werdenden Tage im Herbst und eine innere Jahresuhr. Da im Bau jede Zeitinformation fehlt, bewirkt alleine diese innere Uhr das zeitgerech te Ende des Winterschlafes im Frühjahr.