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Der chinesische Internet-Riese Tencent mit Zentrale in Shenzhen arbeitet bereits seit Jahren mit der Linux Foundation zusammen. Jetzt wollen sich die Südchinesen aber noch stärker an der Entwicklung von Open-Source-Lösungen beteiligen und werden direktes Platinum-Mitglied. Dafür muss der Konzern 500.000 Dollar jährlich auf den Tisch blättern. Im Gegenzug erhält Tencent einen Sitz im Vorstand der Foundation und profitiert von ihrer Expertise.
Tencent betreibt unter anderem Wechat. Die App bündelt zahlreiche Dienste, die man etwa in Europa als einzelne Apps kennt: Wechat ist nicht nur eine Messaging-App, sondern Chinesen bestellen über Wechat Taxis, überweisen Geld und bezahlen damit in Geschäften. Inzwischen hat Wechat über eine Milliarde Nutzer.
Wie die Linux-Foundation wissen lässt, sei Tencent eines der ersten Unternehmen gewesen, das sich für den Open Daylight SDN Controller stark gemacht habe. Ausserdem habe der Konzern aus Shenzhen das chinesische Gremium für Open SDN gegründet. Als ersten Schritt der Mitgliedschaft will Tencent der Linux-Foundation jetzt seine Open-Source-Projekte Tars und Tseer zur Verfügung stellen – später auch die Machine-Learning-Plattform Angel.
Insgesamt sind über 800 Organisationen Mitglied in der Linux Foundation, darunter Samsung, IBM und Microsoft. Tencents grösster Konkurrent Alibaba ist seit letztem Jahr Gold-Member.
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