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Das Eidgenössische Departement für Verteidigung Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat am 23. Juni 2017 seinen Bericht über das Gefährdungspotential versenkter Militärmunition in Schweizer Seen publiziert. Die Ergebnisse sind beruhigend: Das Explosivstoffmonitoring von 2012 bis 2016 ergab keine Hinweise auf eine Freisetzung von giftigen Stoffen aus der versenkten Munition in das Seewasser. 2019 sollen die betroffenen Seen erneut untersucht werden.
In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurde durch die Armee in verschiedenen Schweizer Seen Munition und Munitionsbestandteile versenkt. Die Abfälle stammen hauptsächlich aus Munitionsbeständen des zweiten Weltkrieges, von Explosionsunglücken in Munitionsmagazinen und aus Munitionsfabriken (Fabrikationsrückstände, Fehlchargen und Altmunition).
Anhand eines umfangreichen Untersuchungsprogramm zwischen 2005 und 2010 wurde das Gefährdungspotenzial dieser Explosivstoffrückstände in Brienzer-, Thuner- und Vierwaldstättersee ermittelt . Die Resultate wurden im Bericht „Umfassende Gefährdungsabschätzung“ vom 3. Februar 2012 dokumentiert und bewertet.
Trotz hoher Bedeutung des Seewassers als Trinkwasserreservoir wurde das Gefährdungsrisiko der deponierten Munitionsabfälle aufgrund des geringen Freisetzungspotentials als minimal eingeschätzt.