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Die Ausführungen des Germanisten Dr. Peter Küpfer zum Gender-Neusprech treten für einen Sprachgebrauch ein, der der kulturellen Tradition dieser reichhaltigen differenzierten Sprache entspricht. Er ist mit diesem Anliegen nicht allein. So sind unter vielen auch mir die Verrenkungen, um die sogenannte «männlich dominierte Sprache» in eine «von Frauenseite dominierte» zu verbiegen, schon lange ein Ärgernis. Als Beispiel: Ich hatte zu diesem Thema an Radio SRF geschrieben, weil ich den Ersatz von «Demonstranten» (d. h. den «Aufzeigenden», generisch neutral) durch «Demonstrierende» einmal mehr ein Zeugnis der Unkenntnis der Wortwurzel und der Sprache fand. Die Antwort zeigte mir, dass die Beanstandung nicht verstanden wurde und auch das Anliegen, die Sprache wieder von diesem Ballast zu befreien, nicht geteilt wurde. Um so mehr freute es mich, als ich heute die folgende Bemerkung auf dem Brief meiner Bank fand: «Im Interesse einer besseren Lesbarkeit werden Texte geschlechtsneutral formuliert …»
Renate Dünki, Oberwangen (Schweiz)
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