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Jahrzehntelang durchfloss der Cassarate die Stadt Lugano (TI) in einem Kanal, bevor er schliesslich lustlos in den Luganersee mündete. Weil der Hochwasserschutz nicht mehr gewährleistet war und die Stadt Lugano die Lebensqualität für die Bevölkerung laufend erhöhen möchte, beschloss man im neuen Jahrtausend, das Mündungsgebiet zu revitalisieren und es mit dem anschliessenden Stadtpark zu einer naturnahen Einheit zu fusionieren.
Dank dem Projekt von Sophie Ambroise war 2014, nach zwei Jahren Bauzeit, ein neuer und attraktiver öffentlicher Raum entstanden, der sowohl ein Ort der Erholung und des Beisammenseins ist als auch die Biodiversität fördert und vernetzt. Flussabwärts ist das rechte Ufer naturnah wiederhergestellt. Ein Holzdeck ermöglicht den Zugang zum Gebiet und eine Fortsetzung dem Seeufer entlang. Auf der linken Seite führt eine mächtige Steintreppe zum Wasser hinunter, die zum Verweilen und Spielen einlädt.
Die grüne Insel wird in den kommenden Jahren zu einem grünen Band: Die Stadt Lugano hat beschlossen, den gesamten Lauf des Cassarate im Siedlungsgebiet zu revitalisieren. Ein mehrere Kilometer langer Fussgänger- und Veloweg wird den ökologisch aufgewerteten Cassarate mit seinen zahlreichen Aufenthaltszonen begleiten.