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Seidenhühner
Bei den Seidenhühnern war es Liebe auf den ersten Blick. Diese kleinen flauschigen Hüpfer muss man einfach gern haben. Für uns war sofort klar, keine andere Rasse kommt für uns in Frage.
Leider haben wir im Herbst 2008 bereits kranke Hühner erhalten welche möglicherweise mit dem ILT Virus infiziert waren. Nach vielen erfolglosen Versuchen und Recherchen im Internet den Virus zu bekämpfen blieb uns leider nichts anderes übrig als komplett neu zu beginnen. Damit wir diesmal keine infizierten Tiere erhalten, haben wir entschieden uns Bruteier zu besorgen, denn ILT kann nicht über Bruteier übertragen werden. Bis heute ist nun alles in Ordnung und wir erfreuen uns jeden Tag an den heranwachsenden Zucht Hähnen und Hühnern.
Zur Geschichte der Seidenhühner:
Nur wenige Hühnerrassen haben eine derart lange und bewegte Geschichte wie die Seidenhühner. Trotz vieler Belege in der Literatur und durch andere Überlieferungen bleibt jedoch der exakte Ursprung unklar. Authentisch ist jedoch, dass der venezianische Kaufmann und Reiseschriftsteller Marco Polo nach einer Reise in die Mongolei und nach China 1292 von schwarzen Hühnern berichtete, die er als katzenhaarig bezeichnete. Später beschrieb dann der schweizer Naturforscher und Schriftsteller Conrad Gessner in seinem um 1555 erschienenen Vogelbuch die Seidenhühner als schneeweisse Wollhühner mit schwarzer Haut, die in China bekannt seien. Eine andere Aufzeichnung von 1793 verweist auf das Vorkommen des Seidenhuhns in Holland, Westfalen und Burgund. Aus jener Zeit gibt es auch den Hinweis auf fahrende Schausteller, die auf Jahrmärkten Seidenhühner als Kreuzung zwischen Huhn und Kaninchen vorführten.
Seidenhühner sind etwas kleiner als normale Hühner. Männliche Seidenhühner besitzen einen maulbeerförmigen Kamm.
Die Besonderheiten an den Seidenhühnern sind ihre fünf Zehen und die schwarzblaue Haut. Ihre Federn wirken ausgefranst und fellartig. Das liegt daran, dass den Konturfedern die Hakenstrahlen an den Nebenästen fehlen, die die Federn normalerweise zu einer zusammenhängenden Fläche verbinden. Ausserdem haben die Federn der Seidenhühner einen weichen Schaft. Daher sind sie flugunfähig und sind für niedrig eingezäunte Gehege geeignet.
Die Ohrscheiben oder Ohrläppchen sind in einer Mischung aus blau und perlmutt gefärbt. Die gängigen Gefiederfarben sind weiss, schwarz, silbergrau, perlgrau, kupfer-eisgrau, wildfarbig, rotbraun, dunkelblau oder gelblich. Ganz besonders selten sind die blauen Seidenhühner. Weitere besondere Kennzeichen sind die „Puschelhaube“ auf dem Kopf und das bis zu den Füßen reichende Gefieder. Die dicht befiederten Beine sind Ursache für den behäbigen Watschelgang dieser Rasse - ein Ergebnis der Zucht. Manche Sorten haben auch einen Bart.
Ein Seidenhuhn legt circa 80 Eier pro Jahr. Seidenhühner sind sehr gute und zuverlässige Brüter.