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Eine etwas unbekanntere Vertreterin in der Welt der Zimmerpflanzen ist die Pilea peperomioides, kurz Pilea, die amüsante Spitznamen wie Ufopflanze, Glückstaler, Pfannkuchenpflanze oder Chinesischer Geldbaum trägt.
Ihre Spitznamen erhielt die Pilea aufgrund ihrer ungewöhnlichen, fast kreisrunden Blattform, die sich stark von den klassischen Zimmerpflanzen abhebt und für eine verspielte Abwechslung sorgt. Ein Bonus sind ihre pflegeleichten Eigenschaften.
Die Pilea gehört zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticacea) und stammt ursprünglich aus China, wo sie auf Höhen bis zu 3000 Metern wächst.
In den 1940er Jahren wurde sie von einem norwegischen Missionar nach Europa gebracht und fand durch Verbreitung von Stecklingen den Weg in immer mehr Haushalte, was seinen Höhepunkt in den 70er Jahren erreichte. Erst 1978 gelang es jedoch, sie als Pilea peperomioides zu identifizieren. Durch den neuen Aufschwung der Beliebtheit von grünen Zimmerpflanzen und die Tatsache, dass die Pilea einfacher und günstiger erhältlich ist, ist sie in den letzten Jahren wieder zu einer beliebten Zimmerpflanze avanciert.
Die Gattung Pilea, die auch Kanonierblume genannt wird, hat eine besondere Eigenschaft: Am Ende der Blütezeit werden die Staubgefässe explosionsartig entleert und der Blütenstaub somit verteilt.
Ihre diversen Spitznamen lassen darauf schliessen, dass die wahre Zierde der Pilea peperomioides ihre Blätter sind. Diese sind glänzend, fleischig und dunkelgrün und besitzen eine nahezu perfekte runde Form. Auf langen Stielen an einer Sprossachse wachsend, bildet sich eine kompakte, buschige Form mit einer Höhe von 30 bis 40 cm. Typisch für die Ufopflanze ist, dass sie im Alter verkahlt, da die unteren Blätter abgeworfen werden. Durch Vermehrung können neue Pflanzen herangezogen werden, die die Mutterpflanze mit der Zeit ablösen. Die Blüten der Ufopflanze sind klein und rispenförmig, in der Zimmerpflanzenkultur kommen sie jedoch höchst selten vor.
Durch ihre moderne Blattform, die kompakte Grösse und nicht zuletzt durch den amüsanten Namen «Ufopflanze» ist sie die Trendpflanze schlechthin und findet auch in kleinen Wohnungen einen Platz.
Die Ufopflanze bevorzugt helle bis weniger helle Standorte. Direkte Mittagssonne sollte vermieden werden, da dies braune Stellen auf den Blättern verursacht. Zu dunkel platziert verlieren die Blätter an Farbe oder werden gelb.
Durch ihre Herkunft in Hochebenen ist die Pilea Temperaturen von 15 bis 20 Grad Celsius gewohnt, mag es daher nicht zu heiss. Ein weiterer Grund, sie im Hochsommer nicht direkt am Fenster zu platzieren. Da die Blätter sich dennoch stark nach der Sonne ausrichten, sollte die Pflanze häufig gedreht werden. Wenn im Winter ein heller, aber kühler Standort mit 10 bis 15 Grad Celsius gewählt wird, erhöht sich die Chance, dass die Pflanze im Frühjahr Blüten entwickelt. Ansonsten kann sie an ihrem gewohnten Standort verbleiben.
Die Pilea ist eine Pflanze, die trockene Luft bevorzugt, weshalb sich Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Küche und Bad nicht unbedingt eignen. Sie sollte auch nie mit Wasser besprüht werden.
Die Ufopflanze gilt als ungiftig. Die luftreinigende Wirkung spricht zudem dafür, das eigene Zuhause mit der Ufopflanze zu verschönern.
Die Pilea peperomioides gedeiht bestens in herkömmlicher Zimmerpflanzenerde, die das Wasser gut aufnimmt. Sie muss regelmässig gegossen und feucht gehalten werden; der Wurzelballen sollte nie austrocknen. Dabei sollte man nicht die Blätter, sondern nur das Substrat giessen, denn die Blätter sollten generell nie mit Wasser in Berührung kommen. Sofern der Topf über ein Drainageloch verfügt, kann der Wurzelballen gelegentlich auch komplett in Wasser getaucht werden, bis die Wurzeln Wasser aufgesaugt haben. Das Abtropfen muss jedoch in jedem Fall sichergestellt werden, denn Staunässe gilt es zu vermeiden, um Wurzelfäule vorzubeugen.
Um gutes Wachstum und gesunde Blätter zu fördern, sollte die Ufopflanze im Frühjahr und Sommer regelmässig gedüngt werden. Auch das regelmässige Umtopfen trägt dazu bei. Ihr Hauenstein Gartencenter berät Sie gerne.
Schädlinge sind bei der Pilea selten, am ehesten sind Spinnmilben zu finden. Mit dem passenden Schädlingsprodukt kann die Pflanze gut davon befreit werden.
Die Ufopflanze ist leicht zu vermehren, entweder über Stecklinge oder über Ableger, die sich meist natürlich aus den Wurzeln der Mutterpflanze bilden. Stecklinge werden von der Sprossachse abgeschnitten, Ableger können mit den Wurzeln ausgegraben werden. In beiden Fällen können die Pflanzen direkt in einen Topf mit Anzuchterde gesetzt werden, wo sie schnell verwurzeln. Dies macht die Ufopflanze zu einem Begleiter, der immer mehr Plätze in Ihrem Zuhause verschönern oder als Geschenk für Freunde und Familie dienen kann. Da die Pilea anspruchslos ist, haben nicht nur erfahrene Indoor-Gärtner, sondern auch unerfahrene Pflanzenfreunde ihre Freude an ihr.
30 bis 40 cm
kreisrund, fleischig
Hell bis weniger hell