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Open Source - Lizenzen - Kosten
Lizenzen - Urheberrechte
Zwei Bereiche der Lizenzierung:
Die Lizenz ist in verschiedenen Fachgebieten die Genehmigung oder Erlaubnis für ein Rechtsobjekt (Materieller oder immaterieller Natur) und regelt die Rechte und Pflichten für dessen Nutzung.
Die Alternativen zu teuren Lizenzgebühren,
1. Die Lizenz für Schriften (Fonts), Texte, Bilder, Fotos, Grafiken, Videos und Musik.
Möchte ich z.B. eine Fotografie oder Grafik in einer Webseite veröffentlichen, bestehen die Möglichkeiten von:
- eigene Bilder erstellen
- Anbieter von lizenz- und kostenfreien Bildern im Internet suchen
- bei einer Internet-Bilderagentur die Lizenz für die verwendeten Bilder käuflich erwerben.
Dies gilt für Schriften (Fonts), Texte, Bilder, Fotos, Grafiken, Videos und Musik.
2. Die Lizenzen für Programme, Tools und Softwaresysteme.
Ein Beispiel: Damit ich eine Fotographie oder Grafik digital bearbeiten kann, benötige ich vereinfacht gesehen einen PC/Computer mit einem Betriebssystem und einem Bildbearbeitungsprogramm. Ist in diesem Fall das Betriebssystem und das Bildbearbeitungsprogramm eine proprietäre Software, sind für beide Programme Lizenzen käuflich zu erwerben (In der Regel mit dem Nutzungsrecht von einem Jahr).
- Betriebssysteme für Clients und Server
- Content-Management-Systeme (CMS), deren Erweiterungsmodule
- Programmeditoren
- Datenübertragungsprogramme (auf FTP Basis)
- Bild- und Textbearbeitungsprogramme,
- Datenbanken
- Programmbibliotheken, Compilers
- etc.
Die Aufzählung ist unvollständig, soll jedoch einen Hinweis geben, was alles von Lizenzen abhängig ist.
Open Source & General Public License
Mittels der Lizenz (Genehmigung) regelt der Besitzer (Urheber) die Nutzung seiner «Werke» (Software, Musik, Literatur, etc.).
Als Open Source wird Software bezeichnet, deren Quelltext öffentlich und von Dritten eingesehen, geändert und genutzt werden kann. Die Nutzung von Open-Source-Software ist meistens kostenlos. Wobei es jedoch zu beachten gilt, dass verschiedene Lizensierungsformen für Open-Source-Software existieren, die dem Benutzer dann auch unterschiedliche Nutzungsrechte einräumen.
Im Open Source Bereich ist die GNU General Public License die am weitesten verbreitete Softwarelizenzform, die einem erlaubt, die Software auszuführen, zu studieren, zu ändern und zu verbreiten.
Permissive (freizügige) Open-Source-Lizenzen erlauben eine breitere Wiederverwertung von lizenzierten Inhalten als strong (strenge) Copyleft-Lizenzen wie die der GNU General Public License.
Das Copyleft ist eine Klausel in urheberrechtlichen Nutzungslizenzen, die den Lizenznehmer verpflichtet, jegliche neue Versionen des Ursprungswerks (z.B. Erweiterung, Veränderung) unter die Lizenz des ursprünglichen Werks zu stellen. Damit soll verhindert werden, dass veränderte Versionen des Werks mit Nutzungseinschränkungen entstehen, die das Original nicht hat. Das Copyleft setzt voraus, dass Vervielfältigungen und Bearbeitungen in irgendeiner Weise erlaubt sind. Für sich gesehen macht es jedoch keine darüberhinausgehenden Aussagen über Art und Umfang der eigentlichen Lizenz und kann daher in inhaltlich sehr unterschiedlichen Lizenzen eingesetzt werden.
Freeware
Mit Freeware wird im allgemeinen Sprachgebrauch Software bezeichnet, die vom Urheber zur kostenfreien Nutzung (Anwendung) freigegeben ist. Freeware ist jedoch meistens proprietär und steht damit laut der Free Software Fundation im Gegensatz zu Freier Software (Open Source), die neben der kostenfreien Nutzung weitläufigere Freiheiten, wie etwa Veränderungen an der Software erlaubt.
Die wesentliche Unterschiede liegen
- in den direkten sowie den Folgekosten,
- im Freiheitsgrad bei
- der Wahl des Hostings
- der Änderbarkeit des Codes
- der Wiederverwendung des Codes
- der Wiederverwendung der Texte, beim Erstellen einer neuen Webseite (viele der Open Source CMS verfügen über eine Import- und Exportschnittstelle)
- ...
Auf den ersten Blick ein Superangebot.
Viele Firmen werben im Internet mit «gratis» Webseitenentwicklungstools, wobei es sich hauptsächlich um proprietäre Tools handelt. Mit Slogans wie «kinderleichte» Bedienung, kleiner Entwicklungsaufwand - ruckzuck und schon haben Sie eine Webseite, grosser Gestaltungsumfang, etc.
Doch wo liegen die Haken? - Einige Denkanstösse für Ihre Entscheidungsfindung
Proprietär
- Das Hosting dieser Webseite ist nur beim Anbieter des Webseitenentwicklungstools möglich. Die Webseite lässt sich nicht auf die Hostingplattform eines anderen Hostinganbieters übertragen.
- In der Regel haben Sie keine oder sehr geringe direkte Entwicklungskosten. Dafür jedoch grosse Hostinggebühren mit teilweise langen vertraglichen Laufzeiten.
- Ihr Entwicklungsaufwand war doch grösser als gedacht. Dabei ist nicht zu vergessen, dass Ihre Entwicklungszeit letztendlich auch Geld ist.
- Vor allem wenn Sie bei einem Wechsel des Anbieters Ihre Webseite («Leihgabe zum Gebrauch») zurücklassen und neu beginnen müssen.
- Eingeschränkte Funktionalität – Sie brauchen zusätzliche Funktionalitäten, die Ihnen das Tool nicht oder nicht als Basisfunktionalität bietet, dann kann es richtig teuer werden.
- Wenn Sie sich zusätzliche Designmöglichkeiten oder Funktionalitäten entwickeln lassen, denken Sie daran, dass Sie bei einem Wechsel des Anbieters Ihre «Erweiterungen» nicht mitnehmen können. Ihre Investitionen gehen verloren.
- ...
Open Source
- Bei Open Source Projekten die einen grösseren Entwicklungs- und Unterhaltaufwand haben, ist sehr oft ein Verein der «Besitzer, Betreiber». Wo es viele Beteiligte hat, brauchen strategische Entscheidungen zur Weiterentwicklung des Produktes meistens länger.
- Die Entwicklung einer Erweiterung erfolgt meistens im Zusammenhang eines konkreten Webseitenprojektes und steht dann den Nutzern des CMS kostenfrei zur Verfügung. Ausnahmen sind in der Regel z.B. «Branchenlösungen» mit einem grossen Entwicklungsaufwand. Hier ist dann die Erwerbung einer Einmallizenz notwendig. Was sich jedoch lohnt, da der eigene Entwicklungsaufwand dadurch erheblich reduziert wird.
- Nicht alle Erweiterungen sind versionenmässig auf dem aktuellen Stand. wobei auch die Qualität der Erweiterungen nicht immer gleich hoch ist.
- Da viele dieser Open Source Projekte eine grosse Entwickler- & Fan-Gemeinde haben, kann eine dringend benötigte Erweiterung für einen angemessenen Preis in Auftrag gegeben werden.
- …
Eine kosteneffiziente Entwicklung von Websites und Internetlösungen auf der Basis von Open Source-Komponenten:
Einsparungspotentiale durch die Verwendung von:
- Open Source-Komponenten, in der der Regel keine oder geringe Lizenzgebühren
- Freeware-Tools, kostenfrei
- und Lizenz- & kostenfreie mediale Elementen (Bilder, Videos, Musik, Texte, etc. )
Bei der Entwicklung und dem Unterhalt von Webseiten und Internetlösungen fallen unterschiedliche Arten von Kosten an. Die wichtigsten davon sind:
Die Domain - jährliche Gebühr, wiederkehrend.
Das Hosting (die Webseite internetzugänglich speichern), - jährliche oder monatliche Gebühr, wiederkehrend.
Design und Entwicklung:
- Beratungs- und Entwicklungsaufwand, einmalig,
- Themes, einmalig pro Webseite - Der Erwerb eines Themes ist aus mehreren Gründen sinnvoll:
- Themes reduzieren erheblich den Entwicklungsaufwand und dadurch die Entwicklungskosten. Die Einsparung ist ein Mehrfaches der Lizenzkosten
- eine gute Ausgangsbasis zur Individualisierung
- bewährtes Design
Mediale Inhaltselemente (Bilder, Videos, Animationen und Musik. ...):
- Beschaffung (Lizenzgebühren, einmalig)
- Bearbeitung (Anpassung, Individualisierung), einmalig
Entwicklungsumgebung für Entwicklung, Unterhalt und Aktualisierung:
Open Source - Freeware: In der Regel keine oder geringe Lizenzgebühren. Bei proprietären, lizensierten Komponenten: Je nach Lizenztyp, einmalige oder jährliche Kosten.