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Immer mehr Frauen sitzen im Parlament. Im Jahr 1971 waren es nur zwölf; ihre Zahl stieg bis zu Beginn der letzten Legislaturperiode Ende 2019 auf 96 von insgesamt 246 Parlamentsmitgliedern.
Dank der Wahl von 42 Prozent Frauen (= 84 von 200) ist der Frauenanteil im Nationalrat seit 2019 deutlich höher als jener von 26 Prozent im Ständerat (= 12 von 46).
Über 40 Jahre nach der Aufnahme des Gleichstellungsartikels in die Bundesverfassung ist es immer noch ein weiter Weg bis zu einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter im Parlament.
Es gibt regionale Unterschiede. In der kleinen Kammer wird in den sechs Westschweizer Kantonen und im Tessin mindestens seit 2019 die Parität eingehalten. Freiburg hat seit 2021 sogar zwei Frauen im Ständerat. In der grossen Kammer hingegen gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Frauenanteil und den Sprachregionen. Die Erhöhung des Frauenanteils ist zudem je nach Partei unterschiedlich stark ausgeprägt.
Die Erhöhung des Frauenanteils im Parlament wird auch nicht von allen Parteien gleich gewichtet. Wenn Parteien den Frauenanteil erhöhen wollen, können sie ihre Kandidatinnen im Wahlkampf gezielt unterstützen.
Sie können ihre Listen auch so zusammenstellen, dass Frauen erhöhte Wahlchancen haben, wie im Leitfaden für kandidierende Gruppierungen für die Nationalratswahlen vom 22. Oktober 2023 der Bundeskanzlei (S. 36) erklärt wird.
Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen fordert die Parteien auf, die Kandidaturen von jungen Frauen für das Parlament in diesem Herbst zu unterstützen.
Auf ch.ch finden Sie die Geschichte der Parlamentswahlen.
Das Bundesamt für Statistik stellt zahlreiche Statistiken zu den gewählten Frauen zur Verfügung.