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Statt sich auf die Idee "gesunder Finanzen" zu fixieren, sollten sich Staaten auf eine Politik "funktionierender Finanzen" konzentrieren, meint James Montier von GMO.
22.01.2016, 18:54 Uhr
Redaktion: cwe
Die Wirtschaftspolitik legt ein hohes Gewicht auf die Verschuldung und die Staatsdefizite. Eine grosse Anhängerschar ist von der Philosophie gesunder Finanzen überzeugt und damit davon, dass Regierungen ein ausgeglichenes Budget anvisieren sollten. James Montier. Mitglied des Asset Allocation Teams von GMO, gehört nicht zu diesen Verfechtern: Ich glaube stattdessen, dass Regierungen mit Defiziten im Sinne von funktionierenden Finanzen umgehen sollten. Diese Politik sollte dazu dienen, die übergeordneten Ziele der makroökonomischen Politik zu erreichen, die meist mit Vollbeschäftigung und Preisstabilität gleichgesetzt werden."
Gemäss Montier stützen sich die Verfechter einer Politik gesunder Finanzen auf eine Serie von Mythen. Diese werden dazu verwendet, um darzulegen, weshalb ein ausgeglichenes Budget unabdingbar sein soll.
Mythos 1: Regierungen sind wie Haushalte
Mythos 2: Die Finanzierung von Budgetdefiziten mit der Geldpresse führt zu Inflation
Mythos 3: Hohe Budget Defizite bzw. hohe Schulden führen zu hohen Zinsen
Mythos 4: Budgetdefizite sind nicht nachhaltig
Mythos 5: Schulden werden zukünftigen Generationen aufgebürdet
Montier räumt inMarket Macro Myths: Debts, Deficits, and Delusions nicht nur mit diesen Mythen auf. Er zeigt auch auf, dass der Einfluss der Geldpolitik auf die Realwirtschaft ziemlich bescheiden ist und diskutiert fiskalpolitische Massnahmen als gangbare Alternative zur Geldpolitik.
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