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Zürich (awp/sda) - Der Zürcher Bankier Hans J. Bär ist tot. Er verstarb am Montag nach langer Krankheit im Alter von 83 Jahren, wie ein Sprecher der Bank Julius Bär am Dienstag Informationen des Nachrichtenportals "20 Minuten Online" bestätigte.
Hans J. Bär war der Vater von Raymond J.Bär, des derzeitigen Verwaltungsratspräsidenten der Bankengruppe. Er hatte von 1947 bis 1996 diverse Funktionen im anfangs noch familienkontrollierten Unternehmen Julius Bär inne: So war er ab 1960 Partner, von 1975 bis 1993 Vorsitzender der Geschäftsleitung und in den letzten drei Jahren bis zu seiner Pensionierung Präsident des Verwaltungsrats.
Zu den Meilensteinen seines Schaffens zählte unter anderem der Börsengang des Finanzinstitutes sowie die Eröffnung von Niederlassungen in New York und London, wie die Bank in einem Nachruf am Dienstag schreibt.
Hans J.Bär hat auch mit viel politischem Geschick als Mitglied der Volcker-Kommission dazu beigetragen, dass die Schweiz einen Ausweg aus der Krise fand, in welche der Bankenplatz im Zusammenhang mit den Geldern von Holocaust-Opfern und anderen nachrichtenlosen Vermögen stürzte.
Bär hatte zudem mit seiner Kritik am Bankgeheimnis für Schlagzeilen gesorgt. In seiner Autobiografie schrieb er, das Bankgeheimnis sei ein defensives Instrument, das die Schweiz vom allgemeinen Wettbewerb verschone. "Es macht uns fett und impotent", zitierte er Winston Churchill.
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