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Montreux, Schweiz. 3. Juni 2016. Ein Volleyball-Spiel der Extraklasse lieferten sich heute Serbien und die Niederlande. Dabei gewann die Niederlande in einem aufregenden Spektakel sondergleichen 3-1 (25-18, 25-23, 22-25, 26-24) gegen die Damen aus Südosteuropa.
Die ersten spannenden Rallies waren schon zu Beginn des Spiels zu sehen, da beide Mannschaften von Anfang an mit Hundert Prozent gaben. Die Niederländerinnen konnten nach dem 4-4 mit langsamen, wohlüberlegten Spielzügen einen Vorsprung aufbauen. Doch die Südosteuropäerinnen waren nahe dran, mit ihnen aufzuschliessen, wäre kein fehlgeschlagener Service gewesen. Die Serbinnen konnten jedoch auch anders, was sie mit technisch makellosen Angriffen bewiesen. Wiederholt erwiesen sich die Niederländerinnen als anpassungsfähiger, weswegen die Serbinnen mehr einstecken mussten, als sie punkten konnten. Den ersten Satz gewannen die Holländerinnen 25-18.
Nach dem ersten Satz ging es weiter mit den komplexen Ballwechseln. Obgleich die Spielerinnen vom Balkan ihre taktischen Fähigkeiten unter Beweis stellten, wurden ihnen erneut Eigenfehler zum Verhängnis. Die Niederländerinnen übernahmen am Anfang die Führung. Wenn die Serbinnen einen Ballwechsel gewannen und den Service bekamen, mussten sie diesen schnell wieder abgeben. Nach einer ermahnenden Ansprache des Trainers schlossen die Schützlinge von Zoran Terzic mit ihren Kontrahentinnen auf. Nach dem 12-12 scorten die Mannschaften im Wechselschritt. Nachdem die Serbinnen über den Einpuntkevorsprung hinausgekommen waren, wurden sie rasch wieder eingeholt. Der Satz war jedoch lange noch nicht entschieden. Gegen Ende des Satzes hatten die Südosteuropäerinnen allerdings Schwierigkeiten, ihre Bewegungen untereinander zu koordinieren. Der zweite Satz endete deshalb knapp mit 25-23 zu Gunsten der Niederlande.
Wie zuvor konnte zunächst keines der Teams Überhand gewinnen. Die Niederländerinnen, auf Platz 14 der FIVB-Weltrangliste, gingen zu schnelleren Ballwechseln über. Die Serbinnen passten ihr Spiel dementsprechend an und konzentrierten sich auf die Verteidigung. Diese Pattsituation dauerte bis in die Hälfte des Satzes an, als Serbien dank einer vorschnellen Berührung der Holländerinnen einen Zweipunktevorsprung ergatterte. Es ging jedoch wieder weiter wie bisher, denn die Niederlande schloss genauso schnell wieder auf. Am Ende konnten sich die Serbinnen mit raffinierten Angriffen durchsetzen - sie schlossen den 3. Satz mit 22-25 knapp ab und erzwangen die Verlängerung.
Der vierte Satz reihte sich in die vorigen ein, insofern als dass die Entscheidung erst spät fiel. Beide Teams spielten hervorragend, die Kräfte ausgeglichen. Keine der Mannschaft schaffte es während der ersten Hälfte des Satzes über einen Zweipunktevorsprung hinaus. Diesmal konnten die Niederländerinnen diesen länger halten, indem sie ihre Gegnerinnen mit schärferen Spikes auf Trab hielten. Die Serbinnen waren zwar mehrmals kurz davor, mit ihnen aufzuschliessen, als die Niederländerinnen ihnen erneut einen Strich durch die Rechnung machten. Nach langem Zittern kam es dann zum 14-14, eine neue Pattstellung, die bis zum Ende keinen klaren Sieger hervorbrachte. Als das 23-21 kam, schien der Sieg der Niederländerinnen fast sicher - die Südosteuropäerinnen sammelten sich, landeten empfindliche Treffen und schafften es bis zum 24-24. Der vierte Satz endete damit extrem knapp 26-24 zu Gunsten der Niederländerinnen.
Mit dem Sieg des letzten Spiels in der Qualifikationsrunde tritt Holland nun morgen gegen China im Halbfinale an. Serbien spielt am gleichen Tag gegen die brasilianische Nationalmannschaft.