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Heusgen will Bevölkerung «wie im Kalten Krieg» auf Zeit einstellen
Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, hat sich in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zur aktuellen geopolitischen Lage und zur Verteidigungspolitik Deutschlands geäußert. Dabei betonte er, dass die Bevölkerung auf Zeiten wie im Kalten Krieg vorbereitet werden müsse.
Rückfall in den Kalten Krieg
Heusgen sagte, man müsse den Menschen bewusst machen, dass sich die Welt in eine Richtung bewege, die an die Zeit des Kalten Krieges erinnere. Er erinnerte daran, dass Deutschland damals zwischen drei und fünf Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgegeben habe. Er betonte, dass Deutschland in diese Richtung gehen müsse, um eine Perspektive zu haben.
Deutschland und das NATO-Ziel von zwei Prozent
Obwohl Heusgen feststellte, dass Deutschland das NATO-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben noch nicht erreicht habe, betonte er die Notwendigkeit, aus dem Schatten der USA herauszutreten, mehr Verantwortung zu übernehmen und den Zusammenhalt in Europa zu stärken. Er äußerte auch die Sorge, dass die USA unter Präsident Trump die NATO verlassen könnten und dass man sich auf diesen Fall vorbereiten müsse.
Bedrohung durch Russland und China
Heusgen ging auch auf die wachsende Bedrohung durch Russland und China ein. Deutschland müsse sich darauf einstellen, dass die USA ihre Unterstützung für die Ukraine reduzierten, insbesondere angesichts der russischen Aggression gegen das Land. Er forderte die Bundesregierung auf, die Ukraine weiterhin zu unterstützen und betonte, dass die europäische Friedens- und Sicherheitsordnung auf dem Spiel stehe.
Deutschlands Rolle in der internationalen Sicherheit
Heusgen forderte Deutschland auf, kriegsfähig zu werden und seine Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Er betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit anderen europäischen Staaten und die Stärkung des Zusammenhalts in Europa. Außerdem äußerte er sich besorgt über die mögliche Einverleibung Taiwans durch China und betonte, dass Deutschland und andere Staaten sich dem entgegenstellen sollten, um die internationale Rechtsordnung zu schützen.
Die Zukunft der deutschen Sicherheitspolitik
Heusgen machte deutlich, dass Deutschland vor großen Herausforderungen stehe und noch viel mehr tun müsse, um den wachsenden Belastungen gerecht zu werden. Er forderte eine konsequente Umsetzung der Verteidigungspolitik und mehr Unterstützung für bedrohte Staaten wie die Ukraine. Er betonte die Notwendigkeit, auf die veränderten geopolitischen Bedingungen zu reagieren und die Sicherheit Deutschlands und Europas zu gewährleisten.
Schlusswort
Christoph Heusgen, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, betonte, dass die Bevölkerung auf Zeiten wie den Kalten Krieg vorbereitet werden müsse. Er forderte Deutschland auf, mehr Verantwortung zu übernehmen, den Verteidigungshaushalt zu erhöhen und den Zusammenhalt in Europa zu stärken. Angesichts der Bedrohungen durch Russland und China betonte er die Notwendigkeit, für die Sicherheit Deutschlands und Europas zu sorgen und die internationale Rechtsordnung zu schützen.