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Wetterstation
Wetterstation
Standort
Seit dem 17. Oktober 2010 befindet sich
die private Wetterstation an der
Adlergartenstrasse in Schattdorf/Uri,
auf einer Höhe von 466m.ü.M.
Breite: 46° 51' 49" Nord / Länge: 8° 38' 58" Ost
Schattdorf liegt im Urner Reusstal am Nordfuss des Bälmeten mit 2414m.ü.M, der höchsten Erhebung in Schattdorf und liegt in der Bergkette Wängihorn - Burg - Hoch Fulen - Bälmeten - Schwarz Grat, welche die Gemeinde Schattdorf wie zwei im rechten Winkel aufgestellte Kulissen umgibt. Der tiefste Punkt liegt in der Reussebene mit 452m.ü.M. Ausserdem gibt es oberhalb des Dorfes noch die Streusiedlung Haldi auf 1079m.ü.M bis 1366m.ü.M.
Die höchste Erhebung im Kanton Uri ist der Dammastock mit 3630m.ü.M und der tiefste Punkt der Urnersee mit 434m.ü.M. Im Kanton Uri gibt es 4 Gletscher und zwar den Brunnigletscher, Dammagletscher, Gurschengletscher und den Hüfigletscher, der zurzeit noch bis auf 1650m.ü.M hinunter reicht und zu den tiefsten Gletschern der Alpen gehört. Sie werden aber auch hier von Jahr zu Jahr kleiner. Das Wahrzeichen des Bergkantons ist der Bristen mit 3073m.ü.M.
Das Klima im föhnbegünstigten und von Bergen geschützten Urner Talboden mit dem Wärme abgebenden Urnersee ist mild, geschützt vor grosser Kälte und Hitze durch das Gotthardmassiv im Süden, die Urner Alpen im Westen, die Glarner Alpen und die Osturner Alpen im Osten sowie die Schwyzer Voralpen im Norden. Die Wassertemperatur des Urnersees liegt im Winter bei ca. 5°C und erreicht im Sommer bis zu 22°C, weshalb der See im Winter eisfrei ist. Die letzte komplette Vereisung des Urnersees gab es das letzte mal im 19. Jahrhundert.
Die Winter sind deshalb relativ mild und der Sommer angenehm temperiert. Im Winter treten Tiefsttemperaturen unter -10°C nur sehr selten auf, meistens liegt die tiefste Temperatur des Winters je nach Ort zwischen -4°C bis -9°C und es gibt nicht allzu viele Eistage (Höchsthöchstwert unter 0°C). Im Winter bei Föhn kann die Temperatur bis auf 20°C oder sogar leicht darüber steigen. Im Sommer gibt es nur wenige Hitzetage (Höchsttemperatur über 30°C) und Tropennächte (Tiefsttemperatur nicht unter 20°C sinkend) treten auch nur selten im Sommerhalbjahr bei Föhn auf.
In den Gemeinden am Urnersee passiert das ganze in abgedämpfter Form mit höheren Tiefstwerten im Winter und niedrigeren Maximaltemperaturen im Sommer. Zudem kühlt ein leichter Talwind im Sommer die Temperatur zusätzlich. Ein besonders wintermildes Klima besitzen die Orte Seedorf, Sisikon, Flüelen, Isleten und Bauen am See.
Die tiefste Temperatur seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1864 in Altdorf gab es am 6.1.1985 mit -18.9°C und die höchste je gemessene am 13.8.2003 mit 36.5°C. Im Durchschnitt von 1981-2010 werden im Jahr an der Messstelle Altdorf auf 438m.ü.M. 5 Hitzetage (Höchsttemperatur über 30°C), 43 Sommertage (Höchsttemperatur über 25°C), 13 Eistage (Höchsttemperatur unter 0°C) und 80 Frosttage (Tiefsttemperatur unter 0°C) gemessen. Im Jahresdurchschnitt lag die Temperatur bei 9,8°C. Die Durchschnitttemperatur im Januar bei 1,1°C, das durchschnittliche Minimum bei -2,1°C und das Maximum bei 4,3°C. im Juli lag die Durchschnittstemperatur bei 18,6°C sowie das durchschnittliche Maximum bei 24,2°C und das Minimum bei 14,1°C.
An der Messstelle auf dem Gütsch ob Andermatt in 2282m.ü.M. lag die bisher höchste Temperatur seit 1959 bei 25,1°C am 31.7.1983 und die tiefste mit -30.9°C am 12.1.1987. Es werden im Durchschnitt von 1981-2010, 0 Sommertage (Höchsttemperatur über 25°C), 123 Eistage (Höchsttemperatur unter 0°C) und 223 Frosttage (Tiefsttemperatur unter 0°C) gemessen. Im Jahresdurchschnitt lag die Temperatur bei -0,4°C. Die Durchschnitttemperatur im Januar bei -5,9°C, das durchschnittliche Minimum bei -8,7°C und das Maximum bei -3,2°C. Im Juli lag die Durchschnittstemperatur bei 8,5°C sowie das durchschnittliche Maximum bei 12,7°C und das Minimum bei 5,4°C.
Vergleicht man das 30-jährige Mittel von 1961-1990 mit 1981-2010 hat sich das Klima um 0,85°C erwärmt. Vergleicht man das 15-jährige Mittel von 1961-1975 mit 1996-2010 so hat es sich sogar um ca. 1,20°C erwärmt!
Im Durchschnitt werden in Altdorf über das ganze Jahr hinweg 1319 Sonnenstunden registriert. Der sonnenreichste Monat ist Juli mit 169 Stunden und der sonnenärmste ist Dezember mit genau 34 Stunden. Auf dem Gütsch oberhalb Andermatt sind es durchschnittlich 1829 Sonnenstunden. Hier wir das Maximum ebenfalls im Juli mit 215 Stunden erreicht und mit 125 Stunden ist der Januar der sonnenärmste Monat.
Es fällt viel Niederschlag über das ganze Jahr verteilt mit Schwerpunkt im Sommer. In Altdorf fallen im Durchschnitt 1185mm, Andermatt 1552mm, Gütsch ob Andermatt 1453mm, Bristen 1455mm, Göschenen 1330mm, Göscheneralp 1567mm, Isenthal 1646mm, Unterschächen 1817mm, Urnerboden 1836mm und auf dem St. Gotthard 2289mm, wobei die Niederschlagsmenge je nach Ort zum Teil noch höher ausfällt.
Föhn gibt es hier vorallem im Winterhalbjahr sehr häufig und ist bestimmend für das Klima im Tal. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde bei Föhn in Altdorf am 13.12.1981 mit 155km/h und beim Gütsch ob Andermatt auf 2282m.ü.M am 16.12.1983 mit 226km/h gemessen. Auf dem Sustenpass wurden am 8.11.1982 Spitzenböen bis 246km/h gemessen. Die aller höchste Windgeschwindigkeit wurde aber auf dem Gotthardpass am 19.9.1999 mit aussergewöhnlichen 265km/h gemessen und ist die zweithöchste Windgeschwindigkeit die jemals in der Schweiz gemessen wurde.
Das höchste Stundenmittel in Altdorf beträgt außergewöhnliche 104km/h am 13.12.1981. Das allerhöchste Stundenmittel wurde aber bei Isleten am 8.11.1982 mit 107km/h gemessen.
Selbst beim Orkan Lothar 1999 in den Niederungen der Schweiz wurde dieser Wert nicht annähernd erreicht!
Im Schnitt werden in Altdorf alle 2 bis 3 Jahre die 120km/h Böen überschritten. Windgeschwindigkeiten über 140km/h treten aber nur selten auf.
Der Kanton Uri ist eine sehr schneereiche Region, was mit dem Föhn dazu führt, dass es viele Lawinen gibt. Fast jeden Winter werden das Urserental, Meiental, der Urnerboden und auch andere Seitentäler deshalb mehrmals von der Aussenwelt abgeschlossen. Das Dorf Realp, das im hinteren Urserental liegt, war lange Zeit die am stärksten von Lawinen gefährdete Gemeinde der Schweiz. Am meisten Schnee fällt im Kanton Uri bei Nordstauwetterlagen wenn wenn sich das Niederschlagsgebiet an den Nordalpen staut, ganz im Süden von Uri in der Talschaft Urseren kann es auch viel Schnee geben, wenn das Niederschlagsgebiet aus Italien kommt und sich an den Südalpen staut.
An der Wetterstation Altdorf nördlich vom Dorf in der Nähe des Urnersees fallen im Schnitt nur 66cm Neuschnee pro Winter, weil die Luft durch das ca. 5°C warme Wasser des relativ nahen Sees erwärmt wird und der Niederschlag meistens als Regen fällt.
Weshalb es auch das letzte mal am 10.2.1999 über 30cm Schnee gab und die allerhöchste Schneedecke wurde dort am 26.1.1968 mit genau 50cm gemessen.
In Altdorf selber fällt normalerweise durch die grössere Entfernung zum Urnersee schon mehr Schnee und im südlich liegenden Schattdorf fallen immer wieder mal 30cm und mehr Schnee.
Durch den häufigen Föhn in Verbindung mit hohen Temperaturen bleibt der Schnee fast nie längere Zeit liegen.
Im Wintersportort Andermatt auf 1447m.ü.M. gibt es durchschnittlich 665cm Neuschnee pro Winter und die höchste Schneedecke wurde am 7.4.1975 mit 320cm gemessen.
Durch die Erwärmung der Temperatur, finden kälteempfindliche Pflanzen immer bessere Bedingungen um in den Gärten zu wachsen.
Im unteren Urner Reusstal bis in leicht erhöhte Lagen wachsen chinesische Hanfpalme (die in Gärten und einigen Wäldrändern in verwilderter Form auftritt), chilenische Araucarien, Himalayazedern, Atlaszedern, Feigen, Gewürzlorbeere, japanische Wollmispeln, Seidenbäume, Kamelien, immergrüne Magnolien, Mittelmeerzypressen, Mittelmeerpinien, Olivenbäume, Steineichen, Kakis, einige nässeunempfindliche Opuntien und Yuccas, Rosmarin, japanische Faserbananen, ganz selten Zwergpalmen, Silberakazien und Oleander.
Die Edelkastanie ist im Kanton Uri heimisch und findet sich von Seelisberg und Sisikon über das Reusstal bevorzugt in sonnigen Lagen bis Gurtnellen. Sie wurde einige Jahrhunderte auch in Hainen angebaut und findet sich in traditionellen Urner Rezepten wie Ryys und Cheschtänä oder Schwyynigs und Cheschtänä wieder. In den letzten Jahrzehnten ging die alte Edelkastanienkultur aber immer mehr in Vergessenheit. Deshalb wurde im Jahr 2000 die IG Pro Kastanie Zentralschweiz gegründet, die auch im Kanton Uri die alte Kultur langsam wieder herstellen.
Offiziell gilt der Kanton Uri zwar nicht als Weinbaugebiet, trotzdem gibt es mehrere kleine Weinberge in Altdorf, Flüelen, Bürglen und Silenen auf einer Höhe zwischen 470-650m.ü.M. Es werden Blauburgunder, Grauburgunder, Diolinoir, Solaris und Riesling-Silvaner kultiviert, die dank dem warmen Föhn gut ausreifen um Wein zu keltern. Schon im 13. Jahrhundert wird Weinbau in einer Flüeler Urkunde erwähnt.