Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03613.jsonl.gz/2184

Basel, um 1900
Carrosserie Kauffmann,
Reinbolt & Christe, Successeurs
H. 180, B. 175, L. 192 cm (ohne Scheren)
Inv. 1981.178.
Als leichte Sportwagen wurden Dog Carts von der Dame bzw. vom Herrn selbst gefahren. Sie dienten zu Ausfahrten und Besorgungen in der Stadt. Ursprünglich waren die Dog Carts zum Transport der Jagdhunde mit einem Hundekasten unter dem Sitz und entsprechenden seitlichen Lüftungs-Jalousien ausgestattet. Spätere Ausführungen, wie die Dog Cart der Familie Clavel-Respinger, wurden meist ohne Hundekasten als reine Sportwagen gebaut. Der Wagen wurde von Frau Clavel und Herrn Clavel auch oft in Tandemanspannung gefahren, d.h. mit zwei voreinander angespannten Pferden. Zweirädrige Wagen müssen im Gleichgewicht sein, damit sie ruhig, ohne Nickschwingungen rollen. Dies wird dadurch erreicht, dass sich die Sitze mittels Kurbel und Spindel auf dem Wagenkasten in Längsrichtung verschieben lassen. Ein bemerkenswertes Ausstattungsdetail ist die messingene Ballonhupe. Die Puppen auf dem Wagen sind als Fanny Clavel und als Kutscher des Hauses Clavel um 1920 gekleidet. Das Pferd trägt eine englische Beschirrung mit dem Wappen der Familie Clavel.