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Francis Schaeffer (1912-1984) hat gegen Ende seines Lebens einen viel diskutierten Text A Christian Manifesto zur Staatsethik geschrieben. Im aktuellen Aufsatz Christen im widergöttlichen Staat (Bibel & Gemeinde 1/2017) habe ich ihn besprochen und auf die heutige Situation angewandt.
Der US-amerikanische Pastor und Evangelist Francis Schaeffer (1912-1984) kämpfte in den 70er-Jahren an prominenter Stelle gegen die Entscheidung des obersten Gerichtshofes, der 1973 die Bestimmungen zur Abtreibung lockerte. Ihm wurde später angelastet, dass er zum Erstarken der Rechten in den USA beigetragen habe. Dem Buch The Christian Manifesto war der Text Whatever Happened to the Human Race? vorangegangen. Diesen hatte er zusammen mit dem 1982-89 im Amt stehenden Surgeon General Everett Koop (1916-2013) verfasst. Schaeffer war sein Leben lang überzeugter Verfechter einer christlichen Weltsicht gewesen. In diesem Spätwerk suchte er das, was er in seiner Trilogy – den drei zentralen Büchern, die seine christliche Sicht auf Welt und Leben, erschienen in den Jahren der sexuellen Revolution Ende der 1960er Jahre – erarbeitet hatte, auf den Bereich der Staatsethik, insbesondere die Frage nach dem zivilen Ungehorsam, auszuweiten.