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Raum:
Workshop Raum 11
Thema:
Begabungen mit besonderen Förderbedürfnissen (Minderleistung, Twice Exceptionals u.a.)
Präsentationsart:
Workshop (45 Minuten)
Dauer:
45 Minuten
11:45 Uhr
Hochbegabte mit ADHS – Förderung exekutiver Funktionen als Schlüssel zum Erfolg
Christina Gut | Switzerland
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Teilleistungsschwächen kommen bei Hochbegabten ähnlich häufig vor wie bei Nicht-Hochbegabten. Die Fachwelt spricht in diesem Fall von Twice Exceptional oder Doppelten Ausnahmen. Betroffene sind schwieriger zu identifizieren als andere Hochbegabte, da sich die beiden Diagnosen gegenseitig verdecken können. Die Stärken aus der Hochbegabung werden dabei oft dafür genutzt, die aus der anderen Diagnose resultierenden Schwächen zu kompensieren.
Auffällig werden Twice Exceptional meist erst in höheren Klassen, wenn die Anforderungen zu hoch sind, um weiterhin kompensiert zu werden. An diesem Punkt sind die Betroffenen oft frustriert, da sie zwar verstehen, was sie tun sollen, die Umsetzung jedoch nicht funktioniert. Eine häufige Folge daraus sind hochbegabte Minderleistende.
Es ist anzunehmen, dass bei Twice Exceptional eine Hochbegabung seltener erkannt und gefördert wird. Ein erster notwendiger Schritt wäre daher die verbesserte Diagnostik doppelter Ausnahmen, um die Förderung einzuleiten. Eine gute Förderung senkt das Risiko für Minderleistung bei Twice Exceptional, unterscheidet sich aber je nach Diagnose. Bei Hochbegabten mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) scheint das Training exekutiver Funktionen ein vielversprechender Ansatz zu sein, von dem auch hochbegabte Minderleistende ohne Zweitdiagnose profitieren könnten.