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Der Beginn des Zweiten Weltkriegs ist für den in Paris lebenden Fotografen und Künstler Alfred Otto Wolfgang Schulze (1913—1951), der sich seit 1937 Wols nannte, von schicksalhafter Bedeutung. Wie viele andere deutsche Intellektuelle wird er in Frankreich zum unerwünschten Ausländer, Internierten verschiedener Lager und gefährdeten Exilsuchenden.
Zwischen 1939 und 1945 schafft Wols ein umfangreiches Werk von Zeichnungen und Aquarellen, das sich zum grossen Teil im Privatbesitz von Marc Johannès befindet. Die Blätter waren in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts vereinzelt in überblickausstellungen zum Werk von Wols gezeigt worden, danach öffentlich nicht mehr zugänglich. Selbst auf der umfassenden Retrospektive 1989 in Zürich und Düsseldorf fehlten die Werke aus dem Konvolut Johannès. Erst die Ausstellung im Kunsthaus Hamburg, von wo aus das Projekt ans Kunsthaus Baselland und zu weiteren Stationen auf Reisen geht, macht einen kleinen Teil, konzentriert auf die Schaffensphase während der Kriegsjahre, einem breiten Publikum wieder zugänglich — als einzigartiges Dokument, in dem Marc Johannès, in der Nähe von Paris ansässig, obliegt die Betreuung des Nachlassteils, den er als letzter Ehemann von Gréty Wols, seit 1940 Ehefrau des Künstlers, nach ihrem Tod 1984 übernommen hat. Dafür, dass er die Leihgaben grosszügig zur Verfügung gestellt hat, gilt Marc Johannès besonderer Dank. Claus Mewes, der als Leiter des Kunsthaus Hamburg die Ausstellung organisiert und zusammengestellt hat, ist insofern zu danken, als er mit dem Projekt Anregung zur weiteren wissenschaftlichen Bearbeitung des Werks und der Biographie des Künstlers gibt.