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Wälder schützen Flora und Fauna vor den Auswirkungen der Klimaerwärmung, indem ihr Blätterdach die darunter lebenden Organismen vor allem vor grosser Hitze bewahrt. So sind die Temperaturen im Sommer im Wald etwa 4 Grad kühler als im Freien und im Winter sowie in der Nacht 1 Grad wärmer.
Internationale WissenschaftlerInnen haben diese Temperaturunterschiede mit Messungen belegt. Sie fanden an 98 Standorten auf fünf Kontinenten statt – in den Tropen, in der gemässigten Zone und in den nördlichen borealen Wäldern. An der internationalen Studie beteiligte sich die eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Das Blätterdach des Waldes mildert die Hitze deutlich. «Pflanzen und Tiere im Wald sind dem aktuellen Erwärmungstrend daher weniger stark ausgesetzt als Arten, die nicht im Wald leben», erklärt Florian Zellweger von der WSL in Birmensdorf. «Da Wälder ein Viertel der Erdoberfläche bedecken und zwei Drittel der gesamten Biodiversität beherbergen, macht dies einen grossen Unterschied bei Vorhersagen darüber, wie sich der Klimawandel auf die Naturvielfalt auswirken wird».