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Die Gemeinden Grossfreiburgs bilden ein zusammenhängendes Gebiet. Ihre Einwohnerinnen und Einwohner leben in einer Gemeinde. Aber ihre Arbeit, Einkäufe, Besuche von Freunden und Freizeitbeschäftigungen finden in mehreren anderen Gemeinden statt.
Orts- oder Quartiervereine ermöglichen es, die Nähe zwischen der Bevölkerung und den Gemeindebehörden aufrechtzuerhalten. Sie müssen bei Themen wie Raumplanung oder Mobilität angehört werden. Sie können auch Anliegen weiterleiten, die das Vereinsleben oder die Interessen der örtlichen Bevölkerung betreffen.
Die Zuschüsse, die derzeit an lokale Gesellschaften und Vereine vergeben werden, werden beibehalten.
Die Fusion erlaubt es dem Kantonszentrum, sich weiter zu entwickeln und ihm gleichzeitig einen neuen, nachhaltigeren, auf Lebensqualität ausgerichteten Kurs zu geben: Sie ermöglicht eine bessere Steuerung der Raumplanung, einen starken Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots und eine Steigerung der wirtschaftlichen Attraktivität des kantonalen Zentrums. Die vom Staat Freiburg geförderte Fusion Grossfreiburgs ermöglicht es, die für den Übergang zu einer nachhaltigen Gemeinde notwendigen Investitionen zu finanzieren. Dabei muss nicht auf die Lebensqualität verzichtet werden, sondern diese wird weiter verbessert.
Die Bündelung der Ressourcen in Verbindung mit der Existenz einer städtischen Einheit und einem zusammenhängenden Gebiet ermöglicht es, die Gemeindepolitik entschlossen und neu auszurichten. Ziel ist eine höhere Lebensqualität, mehr Zusammenhalt, qualitativ hochwertige lokale Dienstleistungen, lebendige Quartiere, leistungsstarke und diversifizierte Angebote für Familien, Jugendliche und ältere Menschen sowie zahlreichen Geschäfte und Unternehmen auf dem Gebiet der neuen Gemeinde.
Belebung der Quartiere und Ortschaften
Die Bedürfnisse und Sorgen der Bevölkerung werden am besten auf der lokalen Ebene wahrgenommen. Die Bürgerinnen und Bürger wollen weiterhin mit ihren politischen Behörden und Verwaltungsstellen in Kontakt bleiben und ihre Meinung äussern, wenn es um Projekte geht, die ihren Lebensalltag betreffen. Sie wollen auch Vorschläge zur Verbesserung des Lebens in ihrer unmittelbaren Umgebung machen können. Die konstituierende Versammlung beschloss daher, Orts- und Quartiervereine zu gründen. Diese ermöglichen es, die Nähe zwischen der Bevölkerung, die in der Gemeinde leben oder arbeiten, und den Gemeindebehörden aufrechtzuerhalten.
Es werden privatrechtliche Vereine gegründet. In den städtischen Teilen der fusionierten Gemeinde werden sie als Quartiervereine und in den umliegenden Dörfern als Ortsvereine bezeichnet.
- Zu ihren Aufgaben und Zielen gehören die Wahrung der Interessen der lokalen Bevölkerung (des Quartiers oder der Ortschaft), die Entwicklung der Lebensqualität und des sozialen Zusammenhalts sowie die Funktion als Kommunikationskanal zwischen dem Gemeinderat und der lokalen Bevölkerung. Sie werden zur Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen beitragen: von den Jungen bis zu den Senioren, von den Unternehmen bis zu den Menschen mit Migrationshintergrund. Die Vereine müssen bei Themen wie Planung oder Mobilität angehört werden. Sie können auch Anliegen weiterleiten, die das Vereinsleben oder die Wahrung der Interessen der örtlichen Bevölkerung betreffen. Der Gemeinderat wird diese Vereine offiziell und formell anerkennen. Diese sind somit der privilegierte offizielle Gesprächspartner der Gemeinde auf der Ebene des Quartiers oder der Ortschaft.
- Mitglieder dieser Vereine werden die Einwohnerinnen und Einwohner (des Quartiers oder der Ortschaft), aber auch Unternehmen, Kultur- und/oder Sportvereine oder andere Organisationen sein, die im Quartier oder der Ortschaft tätig sind. Alle diese Vereine werden auf ähnliche Weise organisiert sein und funktionieren. Sie werden von einem (Quartiers- oder Orts-)Ausschuss geleitet, der den Verein vertritt. Sie werden eine Internetseite auf der Webseite der Gemeinde haben, die es ihnen ermöglicht, wichtige lokale Informationen mitzuteilen und zu verbreiten. Die Gemeinde wird ein Koordinationsbüro einrichten, das als Anlaufstelle für die Vereine gegenüber der Gemeindeverwaltung dienen wird. Zur Finanzierung ihrer Aktivitäten erhalten die Vereine einen jährlichen Beitrag.
- Im Stadtzentrum von Grossfreiburg und insbesondere im heutigen Gebiet der Stadt Freiburg ist die Gründung von Quartiervereinen geplant, die den heutigen Quartieren entsprechen. Tatsächlich gibt es insbesondere in Freiburg bereits Quartiervereine. Diese Vereine spielen heute eine für die Bevölkerung der Quartiere geschätzte und nützliche Rolle zur Belebung und als Vermittler. In den Gemeinden der Umgebung hingegen gibt es solche Vereine derzeit nicht, obwohl mehrere kulturelle, soziale oder sportliche Vereine die Dörfer beleben. In diesen Gemeinden wird ein Ortsverein gegründet, der es ermöglicht, die bestehenden Vereine oder Organisationen zu vereinen und als deren Sprecher gegenüber der Gemeindeverwaltung zu dienen. Er wird die Rolle eines Verbandes der lokalen Gesellschaften spielen.
- Diese Orts- und Quartiervereine können in den Räumlichkeiten der Gemeinde Quartierzentren errichten. Diese werden der lokalen Bevölkerung zur Verfügung stehen, um Veranstaltungen zu organisieren, seien es Versammlungen, Feste, Aufführungen oder Konzerte. Sie werden mit Küchen und sanitären Einrichtungen ausgestattet sein. Alle Generationen werden sich dort treffen, um in gemeinsamen Projekten von den Erfahrungen aller zu profitieren. Es können Bibliotheken eingerichtet und Ausstellungen organisiert werden, die es den Menschen ermöglichen, das Quartier oder die Ortschaft bzw. die Kulturen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner besser kennen zu lernen. Im Rahmen der Dezentralisierung der Dienstleistungen der Gemeindeverwaltung könnte in diesen Quartierzentren auch ein lokaler physischer Schalter eingerichtet werden.
Die Quartiere und Ortschaften werden dadurch belebt! Die Bevölkerung der fusionierten Gemeinde wird von einer höheren Lebensqualität und einer stärkeren Nähe zu den Dienstleistungen der Gemeinde profitieren. Die Zuschüsse, die derzeit an lokale Gesellschaften und Vereine vergeben werden, werden beibehalten.
Beispiel für das Einzugsgebiet der Orts- oder Quartiervereine