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Max und Adda Schmidheiny sammelten flämische und spanische Altmeister und trugen im Verlauf ihres Lebens ein bedeutendes Konvolut an Werken Ferdinand Hodlers zusammen. Letzteres erbte der älteste Sohn. Zwei Dutzend Ölgemälde von Hodler zieren neuerdings die Wände des ehemaligen Holcim-Hauptquartiers in Jona. Nach seinem erzwungenen Rücktritt von der Kommandobrücke des Zementkonzerns hat Thomas Schmidheiny den Bau zu
seinem Family-Office umfunktioniert. Wie viele Werke aus dem Atelier Hodlers seine Privatsammlung derzeit genau umfasst, weiss er nicht: «Ich muss sie wieder mal zählen», scherzt er.
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Auch Stephan verfügt über wertvolle Kunst, und das nicht zu knapp. Als der jüngste der drei Schmidheiny-Brüder, Alexander, zu Beginn der Neunzigerjahre überraschend verstarb, gelangte Stephan in den Besitz von dessen exquisiter Modernesammlung mit Spitzenwerken amerikanischer Nachkriegskünstler wie Brice Marden, Jasper Johns und Andy Warhol. Teile der durchwegs hochkarätigen Daros Collection, deren Wert von Experten auf
gegen eine Milliarde Franken veranschlagt wird, konnten in den letzten zwei Jahren im Zürcher Löwenbräu-Areal oder als Leihgaben in Museen im In- und Ausland bewundert werden.
Eine tiefe emotionale Bindung zur Sammlung hat Stephan offenbar nie entfaltet. In seinen Überlegungen scheint Kunst eher die Rolle einer raren und somit wertvollen «commodity» zu spielen. Stutzig macht in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass sich neuerdings ein Mann wie Hans-Rudolf Merz brennend für die Preisentwicklung bei Werken von Warhol, Johns oder Cy Twombly zu interessieren scheint. Es sei «denkbar», bestätigt Merz auf Anfrage, dass ein Teil der Sammlung zur Deckung von allfälligen Asbestansprüchen verkauft werde. Zur Totalliquidation komme es allerdings nicht: «Es ist nicht so, dass wir die Sammlung asbestieren», beruhigt der Schmidheiny-Intimus.