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Die Ereignisse auf höchster Ebene stellen als Phänomene die „Spitze des Eisbergs“ dar. Da diese Ereignisse greifbarer, sichtbarer Natur sind, beziehen sich die meisten politischen Diskussionen und Problemlösungen auf diese Ebene. Wenn wir uns mit Ereignissen befassen, dann befassen wir uns lediglich mit den Symptomen, nicht mit den Ursachen eines Problems.
Die zweite Denkebene betrifft die Muster, die sich abzeichnen, wenn Ereignisse wiederholt auftreten und wiedererkennbares Verhalten oder Ergebnisse bilden. Ein einzelnes Ereignis kann beispielsweise die Entscheidung für den Kauf eines Produkts im Supermarkt sein. Nur wenn wir mehrere solcher Ereignisse gruppiert und auf einer Zeitachse angeordnet betrachten, können wir die Muster erkennen, die sich aus den Kaufentscheidungen vieler Einzelpersonen im Supermarkt abzeichnen.
Die dritte Ebene zeigt systemische Strukturen, die ihrem Wesen nach politisch, gesellschaftlich, biophysikalisch oder wirtschaftlich sind und die die Verhaltensweisen und Interaktionen der Beteiligten im System beeinflussen. Erst auf dieser Ebene beginnt das echte Verstehen von Zusammenhängen zwischen Ereignissen und Akteuren im System. Zu diesen systemischen Strukturen gehört auch unser vorherrschendes globales Wirtschaftsmodell.
Die vierte, tiefste Ebene repräsentiert die Denkmodelle, die unsere Überzeugungen, Werte und Annahmen widerspiegeln. Denkmodelle, die sich je nach Kultur unterscheiden, werden in politischen Entscheidungen kaum berücksichtigt. Jedoch wirken sich Glaubenssätze – „wir müssen reicher werden, um glücklich zu sein“, „Menschen sind arm, weil sie nicht hart genug arbeiten“ – sehr deutlich auf alle übrigen Ebenen aus. Denkmodelle beeinflussen die Ausgestaltung von Systemstrukturen, die Richtlinien und Anreize, die das Verhalten und letztendlich die einzelnen Ereignisse steuern, die wir im Alltag leben.