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Pfarrkirche Walde
Beschreibung
Ursprünglich gehörte Walde zur Pfarrei Uznach und seit 1688 zur Pfarrei St. Gallenkappel.
Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Bewohner des 200-Seelendorfes Walde nicht mehr gewillt, den weiten Weg nach St. Gallenkappel auf sich zu nehmen. Sie glangten mit dem Wunsch an die Katholische Administration in St. Gallen, eine eigene Kirchgemeinde zu gründen. Die Abkurung von der Kirchgemeinde St. Gallenkappel wurde am 30. November 1838 bewilligt. Bereits im Jahr 1839 wurde das Pfarrhaus erstellt. Der Bau einer neuen Pfarrkirche erfolgte in den Jahren 1836 bis 1837. Die jetzige Pfarrkirche wurde an demselben Ort gebaut, wo seit 1775 die Antoniuskapelle stand. Der Turm wurde zwei Jahre später angebaut. In den folgenden Jahren wurden der Kirchgemeinde die Glocken, die Orgel sowie die farbigen Kirchenfenster geschenkt.
Die Kirchgemeinde Walde wurde am 24. Juni 1838 gegründet und der erste eigene Pfarrer eingesetzt. Die Pfarrkirche wurde erst am 26. September 1883 offiziell durch Bischof Augustinus Egger eingeweiht. Bis 1992 waren 11 Pfarrherren zuständig, die jeweils das Pfarrhaus bewohnten. Anschliessend wurde die Pfarrei durch den Pfarr-administrator von Goldingen betreut.
1910 wurde eine neue Orgel angeschafft. Im Verlauf der Zeit wurde die Pfarrkirche mehrmals innen und aussen renoviert, der Kirchturm restauriert und die Sakristei saniert.
Baujahr
6.5.1775 Einsegnung der neu gebauten Antoniuskapelle
1836-1837 Bau der jetzigen Pfarrkiche durch Umbau und Vergrösserung der Antoniuskapelle
Renovationen
1924 Aussenrenovation der Pfarrkiche
1972 Innenrenovation der Pfarrkirche
1982 Aussenrenovation der Pfarrkirche
1997 Innenreinigung der Pfarrkirche
2002 Restaurierung des Kirchturmes
2020/21 Einbau WC-Anlage
Kirchenpatron
Antonius von Padua / 13. Juni
Antonius von Padua wurde 1195 in Lissabon geboren. Er war zuerst Augustiner-Chorherr, trat aber 1220 bei den Minderbrüdern zu Coimbra ein und nahm den Namen des Klosterpatrons Antonius an. Er wirkte als gottbegnadeter Prediger in Oberitalien und Südfrankreich. Franziskus bestimmte ihn zum ersten Lehrer der Theologie für die Minderbrüder. Antonius war ein hervorragender Kenner der Heiligen Schrift und folgte in seiner Theologie besonders Augustinus. Antonius starb am 13. Juni 1231 zu Arcella bei Padua. Seine Gebeine wurden 1263 erhoben und in die neue Basilika zu Padua übertragen. Antonius ist einer der beliebtesten Volksheiligen geworden.
Heiliges Grab
Im Jahre 1877 wurde das Heilige Grab von Pfarrer Severein Lanter an unsere Kirchgemeinde geschenkt.
24 Kugeln, gefüllt mit farbigem Wasser und beleuchtet durch Rechaudkerzen schmücken die Holzrundbögen des Heiligen Grabes. In der Mitte steht das Bild von Jesus.
Wegkreuz Widen
Geschenkt ca. 1920
Renovation 1997
Baulicher Zustand, gut