Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03264.jsonl.gz/1302

Der Bruder des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny ist in Russland zur Fahndung ausgeschrieben worden. Oleg Nawalny sei am Mittwoch auf eine entsprechende Liste des Innenministeriums gesetzt worden, meldeten mehrere russische Nachrichtenagenturen. Genaue Gründe wurden dort nicht angegeben.
Der 38-Jährige wurde im vergangenen Jahr zusammen mit wichtigen Mitstreitern seines Bruders Alexej wegen der Proteste zur Unterstützung des Oppositionellen zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt, weil er gegen Corona-Auflagen verstossen haben soll.
Der Strafvollzug forderte nun, die Bewährungsstrafe in eine Haftstrafe umzuwandeln. Grund sei, dass Meldeauflagen nicht eingehalten worden seien. Nawalnys Anwalt sagte der Agentur Interfax, der 38-Jährige sei bei einer Kontrolle nicht an seinem Wohnsitz angetroffen worden. Ob er Russland verlassen habe, wisse er nicht.
Der Radiosender Echo Moskwy berichtete zuvor, für den 18. Februar sei eine Verhandlung vor einem Moskauer Gericht angesetzt worden.
Der Kremlgegner Nawalny und einige seiner Mitstreiter sind erst am Dienstag in Russland auf eine umstrittene Liste von «Terroristen und Extremisten» gesetzt worden. Nawalny ist in einem Straflager etwa 100 Kilometer östlich von Moskau inhaftiert. (aeg/sda/dpa)
Die Kämpfe um Mariupol scheinen vorerst beendet. Am Montag wurden über 200 ukrainische Soldaten aus dem Asowstal-Stahlwerk evakuiert, wo sich der Widerstand wochenlang verschanzte. Noch befänden sich mehrere Hundert Kämpfer im Stahlwerk, doch auch sie sollen gemäss ukrainischem Militär evakuiert werden.