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Die Schweiz steht wie andere Länder vor einem wachsenden Automobilproblem. Die Anzahl der Staukilometer hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt und das verursacht viele Unannehmlichkeiten. Nicht nur mit Zeitverlust, sondern auch mit Luftverschmutzung und Schleichverkehr. Die Regierung sucht daher nach Lösungen, um das Problem zu verringern. Einer der Vorschläge, mit denen sich die sozialdemokratische Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga befasst, sorgt bereits für viel Aufsehen.
Sommaruga will prüfen, ob es sinnvoll ist, das Tempolimit auf traditionell stark befahrenen Autobahnen auf 60 Stundenkilometer zu senken. Das sollte zu einem reibungsloseren Ablauf führen. Kritiker argumentieren, dass die Autofahrer dann Provinzstraßen weichen werden, auf denen die Höchstgeschwindigkeit 80 Stundenkilometer beträgt. Dies würde die Verkehrssicherheit erhöhen.
Befürworter widerlegen diese Kritik, weil die Menschen wegen der Staus bereits auf Provinzstraßen abbiegen. Und die Geschwindigkeitsbegrenzung ist eine bewährte Methode zur Erhöhung des Durchflusses. Die niedrige Höchstgeschwindigkeit hindert die Autofahrer also daran, nach Schlupflöchern zu suchen. Experten sagen, dass die Geschwindigkeitsreduzierung funktioniert, aber bis zu 80 und 85 Stundenkilometer. Andererseits soll die niedrigere Höchstgeschwindigkeit es auch für Autofahrer attraktiv machen, nach alternativen öffentlichen Verkehrsmitteln Ausschau zu halten.
Andere Methoden werden ebenfalls geprüft, z. B. das Schließen von Ausgängen zur Hauptverkehrszeit und das Eingeben von Kontonummern. Es ist klar, dass etwas getan werden muss. Was genau es sein wird, wird sich wohl erst in einem Jahr entscheiden.