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Der Erfolg von Lea Sprunger kommt einigermassen überraschend. Seit 2014 konzentriert sich die 26-Jährige auf die 400 m Hürden, wo sie vor einer Woche in Amsterdam EM-Bronze holte.
Die alte Bestmarke von Mujinga Kambundji lag bei 22,64 Sekunden, aufgestellt im WM-Halbfinal 2015 in Peking. Ihre eigene Bestleistung über die halbe Stadionrunde unterbot Sprunger um nicht weniger als 70 Hundertstel. An der EM 2012 in Helsinki war die 26-jährige Waadtländerin 23,08 gelaufen und hatte damit das Ticket für die Olympischen Spiele in London gelöst.
Schwester Ellen kommt zu spät in Fahrt
Im Sog ihrer jüngeren Schwester lief auch Ellen Sprunger schnell. Sie blieb als Zweite in 22,89 unter der Olympia-Limite. Weil die Schweizer Meisterschaften aber nicht mehr Teil der Qualifikationsperiode für Rio de Janeiro waren, blieben Sprunger nur die persönliche Bestmarke und die Silbermedaille.
800-m-Spezialistin Selina Büchel lief in Genf nur eine Bahnrunde. Ihr Ziel, über 400 m erstmals unter 54 Sekunden zu bleiben, erreichte die Toggenburger Olympia-Teilnehmerin knapp. Die 54,01 wurden um zwei Hundertstel nach unten korrigiert. Mit dieser Zeit blieb sie locker unter ihrer persönlichen Bestmarke aus dem Vorjahr (54,76).
Wilson ohne Konkurrenz
Bei den Männern holte 100-m-Schweizer-Meister Alex Wilson auch den Titel über die 200 m. In 20,66 Sekunden liess er seine Konkurrenten klar hinter sich. Eine Tatsache, über die sich der Basler nicht freuen konnte. «Ich brauche langsam ein wenig Konkurrenz. Ich möchte nicht immer vorauslaufen, ich möchte dafür kämpfen», so Wilson.
Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorama», 17.7.2016, 18:15 Uhr