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Öko-Augenblick
An warmen Waldrändern, lichten Wäldern als auch in Hecken und Feldgehölzen findet sich häufig Liguster (Ligustrum vulgare) ein bis zu 3 m hoher Strauch. Er ist ein naher Verwandter des Olivenbaums. Liguster besitzt grüne etwas ledrige Blätter, die der Strauch im Winter erst bei stärkerem Frost verliert. Im Mai bis Juli blüht er in endständigen, länglichen, weissen Rispen, die dank reichlichem Pollen- und Nektarangebot von vielen Insekten gerne besucht werden. Aus den Blüten entwickeln zuerst grüne Beeren, die sich in der Reife schliesslich schwarz verfärben. Diese Beeren werden von der Tierwelt zuerst weitgehend verschmäht, erst ausgangs Winter, wenn keine anderen Früchte mehr zu Verfügung stehen, werden auch sie gefressen. Besonders begehrt sind sie dann bei Amseln, Drosseln und Dompfaff. Im Weiteren dient der Strauch dem Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) als Nahrungspflanze für seine grossen, hellgrünen, violett/weiss gestreiften Raupen. Ab Anfang September verkriechen sich die Raupen im Boden, verpuppen sich und schlüpfen schliesslich Ende Mai als farbenprächtiger Nachtschwärmer.