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Im Kontext der Veranstaltungsreihe „Das Museum zum Sprechen bringen“ zeigt die aktuelle Ausstellung im Graphischen Kabinett anhand von Archivmaterial eine bisher unerforschte Facette der institutionellen Geschichte des Kunstmuseums Basel. Vorgestellt werden zwei mikrogeschichtliche Ereignisse, welche in je unterschiedlicher Weise ein humanitäres Engagement des Hauses vor Augen führen und damit auch das Museum als Ort gesellschaftlicher Teilhabe. So fand vom 5.-7. Mai 1942 im Kunstmuseum Basel der erste Basler Basar der „Kinderhilfe“ des Schweizerischen Roten Kreuzes zugunsten kriegsgeschädigter Kinder statt. Das Museum diente hier als öffentliche Plattform einer stadtumspannenden Spendenaktion. Von 1953 bis 1958 schliesslich ermöglichte wiederum die Leihgabe der sog. „Darmstädter Madonna“ Hans Holbeins des Jüngeren an das Kunstmuseum Basel jährlich 20 Darmstädter Kindern vier Wochen lang einen Erholungsaufenthalt in Davos. Die Kinderhilfe diente während des Zweiten Weltkrieges und in den Jahren danach der physischen und psychischen Betreuung von Kindern, die durch die Auswirkungen des Krieges erkrankt, unterernährt oder verletzt worden waren oder traumatische Kriegserlebnisse erlitten hatten.