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Fukushima: neue Erkenntnisse zur Unfallursache
Der von der japanischen Regierung im Mai 2011 eingesetzte unabhängige Untersuchungsausschuss Nuclear Accident Independent Investigation Commission (NAIIC) hatte Ende Juli 2012 in seinem Schlussbericht zum Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi die Vermutung angestellt, nicht der Tsunami habe zum Unfall geführt, sondern schon das vorausgegangene Erdbeben. Zudem kritisierte die NAIIC die Regierung sowie die Betreiberin Tokyo Electric Power Company (Tepco) massiv. Sie hätten weder Zeit noch Geld in präventive Schutzmassnahmen investiert, weil sie die möglichen Gefahren für unwahrscheinlich erachteten.
Die Tepco legt nun in einem aktuellen technischen Zwischenbericht nach detaillierter Auswertung aller verfügbaren Datenaufzeichnungen dar, dass jedenfalls die Kernkraftwerkseinheit Fukushima-Daiichi-1 das Erdbeben im März 2011 intakt überstanden hatte. Erst der Tsunami habe nach dem Verlust der externen Stromversorgung auch zum Ausfall der Notstrom-Dieselgeneratoren und damit anschliessend ebenfalls zum Ausfall der Kühlsysteme, zur Kernschmelze und zur Brennstoffbeschädigung in dieser Einheit geführt.