Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03452.jsonl.gz/105

Die Ursache von SIDS
Der plötzliche Kindstod wird verursacht durch giftige Gase, die aus der Baby-Matratze aufsteigen und die Herztätigkeit und Atmung des Babys lähmen.
Baby-Matratzen enthalten in ihren Materialien typischerweise phosphor-, und antimon- sowie manchmal auch arsenhaltige Substanzen, aus denen ein sonst harmloser Haushaltspilz (Scopulariopsis brevicaulis) extrem giftige Gase freisetzen kann. Solche Substanzen finden sich nicht nur neuerdings vermehrt in zugesetzten Weichmachern und Flammschutzmitteln, sondern von Natur aus auch in Schafwolle, Baumrinde, Kokosfasern und Kapok.
Die giftigen Gase können vor allem bei kleinen Babys unter einem Jahr, deren Körperfunktionen noch nicht ausgereift sind, zu Atemlähmung und Herzstillstand führen. Der Pilz ist besonders aktiv in einem leicht feuchten Milieu und der Ausstoß an giftigen Gasen erhöht sich mit höherer Temperatur.
Die Erklärung für die Ursachen des plötzlichen Kindstodes wurde von dem britischen Chemiker BA Richardson und dem neuseeländischen Chemiker TJ Sprott unabhängig voneinander vermutet und dann sowohl experimentell im Labor als auch epidemiologisch in der praktischen Anwendung zweifelsfrei nachgewiesen.
Dadurch können alle bisher bekannten Risikofaktoren des plötzlichen Kindstodes erklärt werden:
"Höheres Risiko durch Bauchlage"
Babys, die auf dem Bauch schlafen, sind häufiger vom plötzlichen Kindstod betroffen, weil die drei Gase schwerer sind als Luft - das aus Antimon gebildete Stibin viermal schwerer - und die Kinder mit der Nase nach unten daher tiefer in die giftigen Gase eintauchen.
"Höheres Risiko für Geschwisterkinder"
Zweite und dritte Kinder in der gleichen Familie sind häufiger betroffen als Erstgeborene, weil für das zweite und dritte Kind häufig die Matratze des ersten Kindes wiederverwendet wird und sich der Pilz in dieser Matratze schon ausgebreitet hat. Aus demselben Grund sind Babys von jungen und allein erziehenden Müttern häufiger betroffen, weil diese Mütter im Durchschnitt weniger Geld haben und daher häufiger gebrauchte Matratzen verwenden, in denen sich der Pilz schon ausgebreitet hat.
"Höheres Risiko nach Impfungen oder Infektionen"
Babys, die zu warm liegen, sind häufiger betroffen, weil sie die Matratze wärmer halten, auch mehr in die Matratze hinein schwitzen und der Pilz in Wärme und Feuchtigkeit viel aktiver ist. Auch nach Impfungen und Infektionen erhöht sich die Körpertemperatur des Babys und das Baby schwitzt mehr. Durch eine Erhöhung der Temperatur um nur 3 Grad steigt die Menge an giftigen Gasen, die der Pilz produziert auf das 10 bis 20-fache an. Entsprechend steigt die Gefahr, dass die Babys am plötzlichen Kindstod sterben.