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Citroën in der Schweiz
Die französische Automobilmarke Citroën wurde im Jahr 1919 von André Citroen gegründet. Zu Beginn produzierte das Unternehmen hauptsächlich Zahnräder. Daher stammt auch das Firmenlogo, es symbolisierte ursprünglich die Pfeilverzahnung von Zahnrädern. Das erste Fahrzeug, das Modell Typ A lief 1919 als Grossserie von Band. Um 1919 wurde die Fliessbandproduktion in Europa eingeführt. Aussergewöhnlich an diesem Modell waren zum damaligen Zeitpunkt das Reserverad sowie der elektrische Anlasser und das elektrische Licht. Der Geschäftsmann André Citroen versorgte seine Vertragshändler in Frankreich bereits 1920 mit Austausch-Ersatzteilen. Ausserdem gab es die Modelle von Citroen seit 1921 als Leih- oder Leasingwagen. Es wurden im Jahr 1923 feste Reparaturpreise für Citroenautos eingeführt. Auch an seine Angestellten dachte der Automobilhersteller, im Jahr 1927 führte Citroen das 13. Monatsgehalt erstmalig in Europa ein. Ausserdem gründete das Unternehmen im Jahr 1928 eine Berufsfachschule. Ab 1929 gab es von Citroen auf Neuwagen eine einjährige Garantiezeit. Bereits zu dieser Zeit waren die Fahrzeuge von Citroen als Occasionen in der Schweiz begehrt.
Die gute Qualität seiner Autos bewies Citroen mit dem umgebauten Halbkettenfahrzeug Modell B2 10, welches im Jahr 1922 die Sahara von Touggurt bis Timbuktu durchquerte. In den Jahren 1924 bis 1925 durchquerten während der “Expedition Croisière Noire“ acht Fahrzeuge von Citroen Afrika und zwar von Colomb-Béchar bis nach Antananarivo. Im Jahr 1931 fand eine weitere Zuverlässigkeitsprüfung auf einer Weltreise von Paris nach Peking statt. An der 20.000 Kilometer langen “Croisière Jaune“ nahmen 35 Fahrzeuge teil. In Montlhéry fuhr im Jahr 1933 das Modell 8CV in 54 Tagen 136.000 Kilometer. Zum damaligen Zeitpunkt war es ein Weltrekord, das Fahrzeug fuhr durchschnittlich 104 Kilometer pro Stunde. Danach waren die Citroenfahrzeuge als Occasionen sehr gefragt. Vielen ist das Modell Traction Avant, welches ab 1934 von Citroen hergestellt wurde, noch heute aus Actionfilmen als Gangsterlimousine bekannt. Es war das erste Fahrzeug mit Frontantrieb sowie einer selbsttragenden Ganzstrahlkarosserie. Entworfen wurde es von dem Designer Flaminio Bertoni sowie dem Konstrukteur André Lefèbvre. Es gehörte schon damals zu den beliebten Occasionen in Europa sowie in der Schweiz.
Durch die hohen Entwicklungskosten des Modells Traction Avant sowie durch die Weltwirtschaftskrise geriet Citroen 1934 in finanzielle Schwierigkeiten. Der grösste Gläubiger, die Brüder Michelin, übernahmen die Firma. Sie sorgten dafür, dass der Traction Avant auf den Markt kam. Die Vorkriegsmodelle wurden auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiter gebaut. Im Sommer des Jahres 1948 kam das Modell 2CV auf den Markt, es war unter dem Namen “Ente“ in Deutschland bekannt. In der Schweiz wurde der französische Name für das Modell “deux chevaux“ übernommen oder es wurde in Grenzgebieten der eingedeutschte Spitzname “Döschewo“ benutzt. Hergestellt wurden von dem populären Modell Citroens bis 1990 fast sechs Millionen Fahrzeuge. Die “deux chevaux“ war als Neuwagen sowie als Occasion über Jahrzehnte nicht nur in der Schweiz sehr beliebt. Es gab das Modell 2CV als viertürige Limousine sowie als Lieferwagen. Der 2CV besass einen Frontantrieb sowie einen Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit Luftkühlung. Um dieses Fahrzeug von Citroen entstand von 1960 bis 1980 ein regelrechter Kult und es gehörte zu den begehrten Occasionen in Europa sowie in der Schweiz.
Der Traction Avant wurde im Jahr 1957 durch das Modell DS “La Déesse - Die Göttin“ abgelöst. Produziert wurde das Modell DS von Citroen bis 1975. Es ist noch heute bei Sammlern als Occasion begeht. Das Fahrzeug hatte eine stromlinienförmige Karosserie sowie einen Vierzylinger-Reihenmotor. Ungewöhnlich für die Zeit war die hydropneumatische Federung des Fahrzeugs. Dieses Modell war einzigartig, seiner Zeit weit voraus und gehörte zu den begehrten Occasionen. Es besass vorn Scheibenbremsen, eine Zweikreisbremsanlage sowie Gürtelreifen von Michelin. Typisch für das Modell war das Lenkrad, es war einspeichig. Seit 1967 gab es die Modelle bereits mit Kurvenlicht. Aussergewöhnlich an dem Fahrzeug war die Hydropneumatik, die die Bodenfreiheit des Fahrzeugs regulierte. Beim Parkieren senkte sich das Auto langsam ab, beim Starten hob sich das Fahrzeug um einige Zentimeter in die Höhe, es geschah automatisch. Für dieses Patent erwarben Mercedes-Benz sowie Rolls-Royce eine Lizenz von Citroen. Auch an der Entwicklung des Modells DS waren Bertoni sowie Lefèbvre massgeblich beteiligt. Angeboten wurde „La Déesse“ von Citroen als viertürige Limousine sowie in Kombiversionen mit fünf Türen. Die Heckklappe bestand aus einem oberen sowie unteren Teil. Das Fahrzeug “La Déesse“ gehörte jahrzehntelang zu den gefragten Occasionen in der Schweiz sowie in anderen europäischen Ländern.
Im Jahr 1974 übernahm Peugeot den Fahrzeughersteller Citroen als Mehrheitsaktionär und es entstand die PSA-Gruppe. Grossen Erfolg hat Citroen mit dem Modell C3, welches eines der Nachfolgemodelle des Modells Saxo war. Hergestellt wird das Modell C3 seit 2002 und es ist in der Schweiz als Occasion begehrt. Angeboten wird der C3 mit diversen Benzin- oder Dieselmotoren sowie diversen Ausstattungslinien. Mit einem bivalenten Motor gab es den C3 bis zum Jahr 2009, das Modell ist als Occasion gefragt. Auch nur bis 2009 wurden von dem C3 unterschiedliche Modelle und zwar ein zweitüriges Cabriolet, ein Van mit fünf Türen sowie ein fünftüriges Steilheckmodell angefertigt. Diese C3 Modelle sind als Occasion beliebt. Seit 2009 wird der Citroen C3 nur noch als Steilheckmodell mit fünf Türen angeboten.
Auch zu den beliebten Occasionen in der Schweiz gehört die erste Generation des Mittelklassemodells Citroen C5. Angefertigt wird der C5 in dem Werk in Rennes. Das Vorgängermodell des C5 war der Citroen Xantia, den es nur noch als Occasion gibt. Die erste Generation des Modells C5 wurde von 2001 bis 2008 angefertigt. Es gab die Schräghecklimousine C5 mit fünf Türen sowie Kombis, die mit Otto- sowie Dieselmotoren in diversen Varianten ausgestattet waren. Bei einem Euro-NCAP-Crashtest erhielt der C5 fünf Sterne für das beste Ergebnis und ist deswegen als Occasion begehrt. Die zweite Generation des C5 wird seit 2008 angeboten. Diese Modelle sind nur als viertüriges Stufenheckmodell sowie als fünftüriger Kombi in diversen Ausstattungsvarianten erhältlich.