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Schrittweises Vorgehen
Für die Erarbeitung des Masterplans wurde schrittweise vorgegangen, indem im Verlaufe eines Jahres verschiedenen Projektwerkstätten durchgeführt wurden.

| ||Im Rahmen der Projektwerkstatt I vom 30. Juni 2014 erfolgte eine umfassende Auslegeordnung. Es wurden Einflussfaktoren benannt, Ziele, Prämissen und Rahmenbedingungen definiert und Lösungsansätze zu Szenarien gebündelt.|

| ||Für die Projektwerkstatt II vom 17. September 2014 wurde durch das Bearbeitungsteam eine Vorevaluation einer grösseren Zahl von Varianten und Szenarien vorgenommen. Es wurde je ein Szenario mit Parallelaufstellung der Busse und eines mit einer Businsel zur Diskussion gestellt. Ausserdem wurden Unterszenarien aufgezeigt: eines mit einer grosser Businsel sowie eines mit einer schmaler Mittelinsel und vier parallelen Anlegekanten. Aufgrund der massgeblichen Kriterien stellte sich der letztgenannte Ansatz als Bestszenario heraus.|

| ||Anlässlich der Projektwerkstatt III vom 6. November 2014 präzisierten insbesondere die SBB ihre Bedingungen und engten damit die Spielräume in gewissen Bereichen ein. Andererseits blieb die Lage der FWB-Haltestelle ein lösungsbestimmender, aber noch ungeklärter Punkt, der anschliessend umfassende Abklärungen und Konsultationen auslöste. Aus Sicht der Unternehmen des öffentlichen Verkehrs wurde in der Projektwerkstatt eine Integration der FWB-Haltestelle auf dem Platz bevorzugt, während sich die Fachexperten für Städtebau und Immobilienentwicklung für ein Zurückschieben der FWB-Haltestelle an den westlichen Platzrand aussprachen. Somit blieben an diesem Workshop noch folgende Fragen offen: die definitive Lage der FWB-Haltestelle, die Erweiterung der unterirdischen Parkierungsanlage, die Anlieferung und die Anbindung der Personenunterführung West.|
Innerhalb des ersten Halbjahres 2015 konzentrierten sich die ergänzenden Arbeiten auf neue, optimierte Haltestellenanordnungen der FWB. Es mussten bahntechnisch einwandfrei funktionierende, genehmigungsfähige Layouts gefunden werden, die gleichzeitig ein günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. Die Nutzwertanalyse zeigte, dass das Zurückziehen der FWB-Gleisanlagen an den Rand des vergrösserten Platzes den besten Gesamtnutzen ergibt. Durch die Entflechtung des schienen- und strassengebunden Verkehrs können Konflikte im Alltagsbetrieb vermieden werden. Zudem ergibt sich ein wesentlich grösseres Entwicklungspotenzial des Platzes zugunsten des öffentlichen Verkehrs. Die FWB-Gleisanlagen können bereits heute näher an die SBB-Gleise verschoben werden.

| ||In der Projektwerkstatt IV vom 2. Juli 2015 konnte der vorgelegte Entwurf zum Masterplan bereinigt und verabschiedet werden. Unter den Teilnehmenden wurde ein breiter Konsens zu den Zielen, Konzeptinhalten und Massnahmen festgestellt.|
Aktuell: Insgesamt 28 Rückmeldungen zum Masterplan Zukunft Bahnhof Wil
Mitte November des vergangenen Jahres endete die Vernehmlassung zum Entwurf Masterplan Bahnhof Wil. Innert der Vernehmlassungsfrist sind insgesamt 28 Stellungnahmen eingegangen, diese wurden vom Stadtrat beraten. Als nächste Schritte werden nun die Finanzierung weiter abgeklärt sowie die Grundlagenarbeiten für den Wettbewerb gestartet.
Vom 20. Oktober bis 13. November 2015 war die Bevölkerung der Stadt Wil zur Vernehmlassung betreffend dem Masterplan zur Weiterentwicklung des Bahnhofs Wil eingeladen. In dieser Zeit wurden unter anderem von öV-Betreibern, Grundeigentümerinnen und -eigentümern, Direktbetroffenen, interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Interessenverbänden, Organisationen des Westquartiers, politischen Parteien sowie kantonalen Ämtern insgesamt 28 Stellungnahmen eingereicht.
Präzisierungen aufgenommen
In den Rückmeldungen werden das Vorgehen und die inhaltlichen Aussagen des Masterplan Bahnhof Wil unterstützt: Die Notwendigkeit des Handelns wird grundsätzlich von allen betont, inhaltliche Anpassungen waren keine nötig. Der Stadtrat hat die Stellungnahmen am 16. Dezember 2015 beraten und diverse Hinweise zu Präzisierungen und zur besseren Lesbarkeit aufgenommen. Per Ende Dezember 2015 wurde der Masterplan entsprechend aktualisiert. Die überarbeitete Version kann zirka ab Mitte Februar hier online eingesehen werden.
Für Wettbewerb berücksichtigen
Verschiedene Stellungnahmen enthielten Fragen und Anliegen betreffend Behindertengerechtigkeit und Anzahl Kurzzeit- oder «Park + Ride»-Parkplätzen, aber auch zu Langsamverkehrs-Massnahmen, zur Gestaltung der Aussenräume in der Allee und in der Umgebung des Alleeschulhauses oder zu Haltestellen für Reisecars. Diese Punkte, die sich auf das weitere Vorgehen beziehen, sollen in die Ausarbeitung des Wettbewerbes einbezogen werden. Andere Vorschläge wie etwa die Sperrung der Oberen Bahnhofstrasse, eine Strassenunterführung Othmarstrasse-Hubstrasse, eine unterirdische Endhaltestelle der Frauenfeld-Wil-Bahn (fwb) oder eine Weiterführung der fwb-Strecke nach Rossrüti wären langfristige Projekte und müssten zuerst im Rahmen einer Richtplananpassung diskutiert werden.
Finanzierung weiter klären und Wettbewerbsgrundlagen erarbeiten
Als nächster Schritt wird nun die Finanzierung weiter abgeklärt. Zudem werden die Grundlagenarbeiten für den Wettbewerb gestartet, wobei es gilt, Inhalte, Rahmenbedingungen und Festlegungen für das Wettbewerbsprogramm zu erstellen und im politischen Prozess zu diskutieren. Dieses Wettbewerbsprogramm wird dereinst die Vorgaben und Grundlagen für die am Wettbewerb teilnehmenden Teams bilden. (sk.)
Den Verkehrsaspekt im Westquartier berücksichtigen
In den Vernehmlassungseingaben des Elternforums Prisma Wil, der IG öffentlicher Verkehr Wil und des Quartiervereins Wil West wurden vor allem Bedenken zum Verkehr im Westquartier geäussert. Die Projektleitung Masterplan Bahnhof Wil nimmt diese Anliegen ernst und wird diese drei Organisationen zu einer Aussprache einladen, in deren Rahmen die Antworten sowie das weitere Vorgehen erörtert werden. Es ist vorgesehen, für die Strassenräume im Westquartier ein Betriebs- und Gestaltungskonzept zu erarbeiten, in dem insbesondere der Aspekt der Schulwegsicherheit eine hohe Priorität hat. Im Rahmen dieses Konzeptes soll auch die vom Quartierverein geäusserte Befürchtung, dass es mit der Überbauung des Areals Lenzenbüel, dem Bau eines neuen Autobahnanschlusses Wil West sowie der Realisation des wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunktes ESP Wil West zu einer verstärkten Belastung des Quartiers durch Durchgangs- und Schleichverkehr kommen könnte, aufgegriffen werden.