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Fortschritt für EPR-Projekt in Indien
Im Februar 2009 hatten sich die französische Areva SA und die NPCIL in einer Absichtserklärung über den Bau von EPR-Einheiten am Standort Jaitapur an der indischen Westküste rund 200 km südlich von Mumbai geeinigt. Im April 2015 unterzeichneten die beiden Unternehmen eine Vorprojekt-Vereinbarung, welche die Lizenzierung der EPR-Auslegung in Indien vorbereitet, damit der Reaktortyp in Jaitapur eingesetzt werden kann. Gleichzeitig beschloss die Areva beim Jaitapur-Projekt mit dem indischen Bau- und Maschinenindustrieunternehmen Larsen & Toubro (L&T) zusammenzuarbeiten.
Anlässlich eines Staatsbesuchs in Indien Ende Januar 2016 kamen der französische Präsident François Hollande und indische Premierminister Narendra Modi nun überein, die Gespräche über das Bauprojekt zu intensivieren. Das gemeinsame Ziel sei eine Realisierung Anfang 2017, kündigten die beiden Staatschefs in einer gemeinsamen Erklärung an. Sie zeigten sich zudem über die Fortschritte bei der Zusammenarbeit zwischen der Areva und der NPCIL erfreut. Ausserdem begrüssten sie die Paraphierung einer überarbeiteten Absichtserklärung zwischen der EDF und der NPCIL zum Bau von sechs EPR-Einheiten am Standort Jaitapur.
Laut EDF werden derzeit vorläufige technische Studien für das Jaitapur-Projekt durchgeführt. Ziel der kommenden Monate sei es, die im April 2015 begonnenen Vorbereitungsarbeiten der Areva und der NPCIL zur Lizenzierung des EPR in Indien fortzuführen, die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse des Projekts abzuklären und die technischen Vorgaben zusammenzustellen. Diese Arbeiten beaufsichtige das indische Department of Atomic Energy (DAE).
Die EDF plant, die Areva NP – die für kommerzielle Reaktoraktivitäten zuständige Tochtergesellschaft der Areva – als Mehrheitseignerin zu übernehmen.