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Mladenovic in Tränen aufgelöst: «Hätte ich das gewusst, wäre ich hier niemals angetreten»
Auch am dritten Tag sorgte der Fall des positiv auf das Coronavirus getesteten Benoît Paire für Diskussionen. Und einen emotionalen Ausbruch von Kristina Mladenovic.
Mladenovic, die mit Paire in Kontakt war und sich deswegen praktisch in Quarantäne befindet, erschien nach ihrer Niederlage in der 2. Runde in Tränen aufgelöst zur Pressekonferenz. «Ich erlebe einen Albtraum», sagte die Französin. «Man fühlt sich wie eine Gefangene, wie eine Kriminelle.»
Für jede kleinste Bewegung brauche man eine Erlaubnis, obwohl man täglich getestet werde und 30 negative Tests abgelegt habe. «Es ist scheusslich, die Bedingungen sind grässlich.» Wenn sie gewusst hätte, dass ein 40-minütiges Kartenspiel mit Maske mit einem Spieler, der später positiv getestet wird, diese Konsequenzen habe, obwohl man negativ sei, hätte sie «nie und nimmer» das Turnier bestritten, so Mladenovic.
Und weiter: «Ich möchte meine Freiheit zurück! Ich würde gerne so viele Dinge erzählen, was wir hier erleben müssen – es ist einfach abscheulich, wie wir behandelt werden –, aber ich möchte es nicht als Entschuldigung für meine Niederlage verwenden.» Die 27-Jährige hatte ihre Zweitrunden-Partie gegen Varvara Gracheva (WTA 102) nach 6:1, 5:1-Führung noch verloren (6:1, 6:7, 0:6), vergab beim Stand von 5:2 im zweiten Satz fünf Matchbälle.
Paire kann sich positiven Test nicht erklären
Derweil sucht Benoît Paire nach einer Erklärung für seinen positiven Corona-Test. «Ich bin hier angekommen, habe mich wie alle anderen auch in die Bubble begeben und mich nicht aus ihr rausbewegt. Was passiert ist? Ich weiss es nicht», sagt der Franzose am Mittwoch in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken.
Der 31-Jährige war am Samstag positiv auf Covid-19 getestet und zwei Tage vor Turnierbeginn von den US Open ausgeschlossen worden. Ein weiterer Test am Montag sei jedoch negativ gewesen, sagt Paire. Bis mindestens Dienstag darf der Weltranglisten-23. sein Hotelzimmer nicht verlassen. «Es geht mir gut, ich habe keine Symptome und hatte auch keine», so der 31-Jährige. «Es ist schwer zu verstehen. Ein positiver Test, ein negativer Test. Aber so sind die Regeln. Wir wussten das. Wenn du positiv getestet wirst, bist du raus aus dem Turnier.»
Paire plant, in der kommenden Woche von New York direkt nach Rom zum dortigen Sandplatz-Turnier zu fliegen und sich dann weiteren Tests zu unterziehen.
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