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Die Auswirkungen der Simulation durch die Bundesbank und die BaFin wären noch höher, wenn der Stresstest Ansteckungseffekte berücksichtigt hätte, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret auf einer Pressekonferenz in Frankfurt. Er präsentierte die Ergebnisse der Umfrage von rund 1500 Banken zusammen mit Raimund Röseler, Exekutivdirektor Bankenaufsicht bei der BaFin.
Der Stresstest zeigt, dass die Banken sehr sorgfältig beurteilen sollten, wie gut sie mit den Risiken umgehen können, die in der Umfrage identifiziert wurden, sagte Dombret und fügte hinzu, die Botschaft der Umfrage und des Stresstests bei Banken und Sparkassen ist: Wer die Gesundheit des eigenen Hauses auf lange Sicht sichern will, sollte Vorbereitungen treffen.
Deutsche Banken leiden seit langem unter einer relativ geringen Profitabilität in einem fragmentierten Markt, der durch niedrige und zeitweise negative Zinsen weiter verschärft wurde. Die Banken sagten in der Umfrage, dass sie erwarten, dass ihr Gewinn vor Steuern in den nächsten fünf Jahren um 9 Prozent sinken wird.
Der Stresstest, der von den Finanzaufsehern angewendet wurde, simulierte verschiedene Szenarien, unter anderem, welche Auswirkungen es auf ihre Bilanz hätte, wenn die EZB den Leitzins um 200 Basispunkte anheben würde. In diesem Szenario, das Röseler als sehr unwahrscheinlich ansieht, würden 68 der befragten Banken die Kapitalanforderungen der Regulierungsbehörden unterschreiten.
Man wisse, um welche Banken es sich handelt und sei deswegen recht entspannt, sagte Röseler.
(Bloomberg)