Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/232578

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung die per 1. Juli 2021 angepasste Krankenpflege-Leistungsverordnung im Zusammenhang der Liposuktion zur Behandlung von Schmerzen bei Lipödem dergestalt zu konkretisieren, dass Betroffenen operativ rasch geholfen werden kann und nicht erst eventuell nach 12 Monaten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat seinen Entscheid in Bezug auf die Regelung der Leistungspflicht der Liposuktion bei Lipödem in Anhang 1 der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV; SR 832.112.31) per 1. Juli 2021 gefällt. Basis bildet eine Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen (ELGK). Mehrere internationale Guidelines sehen eine vorgängige konservative Therapie vor. Dieses Vorgehen wurde von den zuständigen medizinischen Fachgesellschaften der Schweiz unterstützt. Konservative Therapien können Beschwerden und Schmerzen in verschiedenen Fällen gut behandeln und nicht immer ist eine invasive chirurgische Behandlung angezeigt. Weiter ist auch zu berücksichtigen, dass die Liposuktion die Ursachen des Lipödems nicht behebt und auch nach einer Liposuktion konservative Therapiemassnahmen notwendig bleiben, um einem Rezidiv des Lipödems vorzubeugen.</p><p>Die interessierten Kreise haben jederzeit die Möglichkeit, einen begründeten Antrag zur Anpassung der Regelung der Leistungspflicht zuhanden der ELGK einzureichen. Das Antragsverfahren wurde von der Parlamentarischen Verwaltungskontrolle im Jahre 2008 geprüft und für angemessen befunden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.