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Donau.
Die Beseitigung der Schiffahrtshindernisse an der untern
Donau zwischen
Alt-Moldova und
Turn-Severin
ist, nachdem
Ungarn
[* 2] schon vor zwölf
Jahren auf dem
Berliner Kongreß
[* 3] die formelle Verpflichtung zur Regulierung übernommen
hatte, wofür die österreichische Reichshälfte als Gegenleistung die bereits seit 1884 im Betrieb stehende Arlbergbahn
baute, endlich ihrer Verwirklichung näher gerückt. Die Aufgabe der am in feierlicher
Weise
eröffneten Regulierungsarbeiten besteht in zwei
Problemen: einerseits die Stromgeschwindigkeit in dem Bereich der
Katarakte
zu mäßigen, und anderseits die heute bei Niederwasser ungenügende Wassertiefe zu vergrößern.
Die Lösung dieser doppelten Aufgabe wird angestrebt durch vier im freien Strome herzustellende Schiffahrtskanäle, durch die Errichtung von zwei Staudämmen behufs Einengung des stellenweise überbreiten Strombettes, endlich durch die Anlage eines mit Dämmen begrenzten Schiffahrtskanals, welcher behufs Umgehung der Katarakte am Eisernen Thor längs des rechtsseitigen (serbischen) Ufers projektiert ist. Die im freien Strome und bei dem Eisernen Thor in den Felsen zu bettenden Kanäle erhalten eine Tiefe von 2 m unter dem Nullpunkt des Orsovaer Pegels. Die Unternehmer (Ingenieur Hajdu in Budapest [* 4] im Verein mit der Braunschweiger Maschinenfabrik Lutter und der Berliner Diskontogesellschaft) haben sich verpflichtet, die Arbeiten in den Jahren 1890-95 auszuführen. Die Kosten des Regulierungswerks sind mit 9 Mill. Gulden veranschlagt, wogegen seiner Zeit von Ungarn Schiffahrtstaxen zur Einhebung kommen werden.