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Wenn flüssige oder gasförmige Stoffe in industriellen Umgebungen gereinigt werden müssen, werden sogenannte Siebkorbfilter eingesetzt. Sie werden in Fachkreisen auch Beutelfilter genannt oder mit dem englischen Fachausdruck Basket Strainer bezeichnet. Als Einzelfilter werden sie entweder geschweißt oder gegossen. Ein Siebkorbfilter ist aufgebaut wie eine Art Kessel. Auf beiden Seiten verfügt der Filter über Flansche, die wiederum mit Filtereinsätzen ausgestattet sind. Die Flüssigkeit beziehungsweise das Gas strömt von der einen Seite hinein und wird auf der anderen Seite gereinigt wieder ausgestoßen. Das Filtern per Siebkorb ist insbesondere dann anzuraten, wenn Substanzen hohe Konzentrationen an Rost oder Sand aufweisen. Sie werden daher beispielsweise in Raffinerien oder an Umschlagplätzen, an denen Schiffe be- und entladen werden, eingesetzt. Je nach Beschaffenheit der durchfließenden Substanz kommen in den Filtern entweder Filterbeutel oder sogenannte Filterkerzen zum Einsatz. Um die Funktion der Filter leichter zu überprüfen, statten die Hersteller sie häufig mit abnehmbaren Deckeln aus. Ferner finden Sie bei uns Unternehmen, die ihre Filter mit einem speziellen Gehäuse aus Polypropylen versehen. Diese sind vergleichsweise klein und werden beispielsweise an Maschinen eingesetzt, die über kleine Düsen und Armaturen verfügen. Auch an Brunnenwasser- und Reinstwasseranlagen sind ummantelte Siebkorbfilter häufig zu finden.
Die Filtereinsätze sollten regelmäßig gereinigt werden. Idealerweise erfolgt dies, wenn die Rohrleitung temporär geschlossen ist. Bei einigen Anlagen ist dies aber aus konstruktionstechnischen Gründen oder aufgrund der Temperaturen nicht möglich. In derartigen Rohrsystemen herrscht meist ein besonders hoher Druck. Typische Beispiele sind Klimaanlagen an Fertigungshallen und Rohrleitungen in Kühltürmen und Schwimmbädern.