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Dieses Bild habe ich für Seelsorgeeinheiten, Katechetinnen und Katecheten, Firmgruppen und andere Lebensweisheiten-Verteilzentren geschossen (entschuldigen Sie die aggressive Sprache!) und stelle es kostenlos zum nicht-kommerziellen Gebrauch zur Verfügung.
Es zeigt eine Brücke im Bau, den Taminabogen, kurz nach dem Brückenschlag, aufgenommen mit einer Canon Ixus 70 im nicht ganz schmutzfreien Aussenspiegel meines Toyotas, bearbeitet mit „darktable“ (nein, das ist nicht des Teufels!).
Allein dieser Satz liefert Material für mindestens drei Lebenskunde-, wenn nicht sogar Philosophiestunden, und wirft viele Fragen auf.
Was sagt die Automarke und die Autofarbe über den Lenker aus? Wieso fotografiert der Mann nicht mit einer Spiegelreflexkamera? Wieso ist der Kerl so besessen von Spiegelaufnahmen? Warum beschreibt der Blogschreiber Offensichtliches? Weshalb hält der Mensch seinen Aussenspiegel nicht sauber? Glaubt Tom Zai an den Teufel?
Unbedenklichkeitserklärung
Dieses Bild wurde aus einem vorschriftsgemäss geparkten, also stehenden, Fahrzeug aufgenommen. Der Motor war ressourcenschonend ausgeschaltet. Die Warnblicker waren an. Sie können das Foto bedenkenlos im Unterricht verwenden.
Schöpfungsgeschichtlicher Hintergrund
Lässt sich problemlos ins Thema „Genesis“ einbauen. (Progressive Rock Fans aufgemerkt: wir sprechen hier nicht von der bekannten Prog-Rockgruppe sondern dem ersten Buch Mose!)
Als der liebe Gott die Welt erschuf, musste er den Erdenkreis irgendwo zusammenfügen. Das glückte ihm vielerorts mit göttlicher Präzision. Bis er sich zur Ruhe legen konnte, sollte es allerdings noch ein paar Tage dauern. Was nicht heisst, dass Gott nicht ab und zu Ermüdungserscheinungen zeigte. So entging ihm in einer konzentrationsschwachen Phase die klaffende Öffnung im Taminatal.
Als Gott später die Taminataler auf die Gemeinden verteilte, bemerkte er die mangelhafte Arbeit schon, konnte sie aber leider nicht mehr ausbessern, da die Felsmasse schon eingetrocknet war.
So blieb das eine Ende der Welt, Pfäfers, vom anderen Ende der Welt, Valens, abgeschnitten. Nur weite Umwege machen es seither möglich, Inter-Taminataler-Treffen abzuhalten.
Doch nun haben die Steuerzahler des Kantons ein Einsehen und wetzen die sprichwörtliche Scharte, die Gott im Taminatal hinterlassen hat, aus, indem sie nicht nur symbolisch eine Brücke schlagen sondern auch richtig.
Taminabogen
So steht der Taminabogen als Symbol für Solidarität, für Wiedervereinigung, für menschliche Pionierkraft, die Wertschätzung von Minderheiten und natürlich die gute Zusammenarbeit zwischen den Menschen und Gott. Damit hält uns dieses Bauwerk allen den Spiegel vor. Und diesen Spiegel habe ich im Spiegel aufgefangen. In dieser Aufnahme spiegeln sich die Spiegelbilder fortan in immerwährender Spiegelung, was bei mir, frei nach Mani Matter und dem Coiffeur-Lied, ein metaphysisches Schaudern auslöst. Allen, denen das Angst einjagt, sei gesagt: „Fürchtet euch nicht! Denn wahrlich, wahrlich, ich sage euch, es wird kein Schwarzes Loch ins Universum reissen.“
Zum Glück habe ich nicht auch noch eine Spiegelreflexkamera verwendet! Womit immerhin eine Frage, siehe oben, beantwortet ist?
Sollten neue Fragen zu meiner Person oder meinen Gedanken aufgetaucht sein, wenden Sie sich vertrauensvoll an meinen Arzt oder Apotheker.
Mehr zum Projekt: http://www.taminabruecke.ch/24-brucken-vier-rangierte-projekte/