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Forscher der Empa entwickelt selbstheilenden Asphalt
Im Lauf der Zeit wird Bitumen brüchig. Und in der Folge entstehen im Asphalt nach und nach Risse, zu Beginn noch mikroskopisch klein vergrössern sie sich unter der Belastung des Strassenverkehrs zusehends.
Schliesslich muss der Belag aufwendig wieder instand gesetzt werden. Geht es nach Etienne Jeoffroy, Doktorand an der Abteilung «Road Engineering» der Empa, bräuchte es kaum mehr Baustellen für derartige Sanierungsarbeiten. Er hat ein Verfahren entwickelt, bei dem sich das Bitumen selbst heilen kann und bei dem die Risse verschwinden, bevor sie von blossem Auge überhaupt sichtbar werden.- Dies berichtete die aktuelle Ausgabe des Magazins der Empa.
Selbstheilenden Asphalt mögilich machen Eisenoxid-Nanopartikel, mit denen das Bitumen versetzt wird. Werden die Partikel einem Magnetfeld ausgesetzt, erwärmen sie sich und geben ihre Wärme an das Bitumen ab, welches sich darauf langsam zu verflüssigen beginnt und so die Risse schliesst. Damit allerdings ein solcher Strassenbelag frei von Rissen bleibt, müsste man ihn alljährlich mit einem Spezialfahrzeug befahren, das ein magnetisches Feld erzeugt.
Die Inspiration zu seiner Entwicklung fand Joeffroy in der Hightech-Medizin oder vielmehr in der Magnetischen Hyperthermie, einem Verfahren, mit dem Krebstumore bekämpft werden. Dabei werden magnetische Eisenoxid-Nanopartikel in den Tumor gespritzt und von aussen einem Magnetfeld ausgesetzt, damit der Tumor von innen ausgebrannt und ganz zerstört wird. (mai)