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Viele Eltern entscheiden sich, die Betreuung und die Pflege ihres Kindes so natürlich und unkompliziert wie möglich zu halten. Das Baby wird gestillt, getragen und vielleicht schläft es sogar gemeinsam mit seinen Eltern im Familienbett.In weiten Teilen der Welt ist das ganz selbstverständlich - und nicht nur das, etwa 70% der Weltbevölkerung wächst ohne Windeln auf!
Warum wissen wir in der westlichen Welt nichts (mehr) davon? Denn ein Baby ohne Windeln zu lassen ist keine neue „Mode“. Bevor die Waschmaschine und die Wegwerfwindel erfunden wurden, war es auch hierzulande ganz normal, dass ein Baby von Anfang an aufs Töpfchen geht.
Bei dieser Methode geht es nicht um die Kontrolle des Babys oder seiner Ausscheidungen. Es ist eine andere Art mit dem Sauberkeitsbedürfnis des Kindes umzugehen. Das Bedürfnis wird nicht ignoriert und in "Windeln verpackt"
Aber wie geht das?
Babys teilen ihre Bedürfnisse von Geburt an mit, ob sie Hunger haben, müde sind oder eben „mal müssen“. Wenn niemand auf die Ausscheidungssignale des Babys eingeht, lernt es in die Windeln zu machen und hört schliesslich auf diesbezüglich zu kommunizieren. Meistens geschieht dies so um den vierten Lebensmonat herum. Wenn aber auf die Signale des Kindes eingegangen wird, teilt es sich weiterhin mit.
Wie fängt man an?
Es ist hilfreich zu wissen, dass Babys nicht während des Schlafens pinkeln sondern meistens kurz danach. Es ist also nicht schwierig das „erste Pipi“ zu erwischen. Am Anfang kann man zum Beispiel das Baby, immer nach dem es aufgewacht ist, abhalten. Mit der Zeit erkennt man schliesslich einen Rhythmus, er steht normalerweise im Zusammenhang mit dem Schlaf- und Stillrhythmus. Zusätzlich achtet man auf die Signale des Babys und auf die eigene Intuition.