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Die langjährigen bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Pakistan sind gut. Eine Reihe von Wirtschaftsabkommen unterstützt die Entwicklung des bilateralen Handels.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Pakistan
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Zwischen der Schweiz und Pakistan gibt es zahlreiche bilaterale Abkommen in verschiedensten Bereichen (z.B. Investitionsschutz, Schuldenkonsolidierung, Luftverkehr, Doppelbesteuerung oder Katastrophenhilfe). Die Schweiz führt mit Pakistan einen regelmässigen politischen Dialog. Die zehnte Runde fand im Februar 2018 in Bern statt.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die Schweiz erwirtschaftet gegenüber Pakistan traditionell einen Handelsüberschuss und gehört seit Jahren zu den wichtigsten ausländischen Direktinvestoren Pakistans. Zahlreiche Schweizer Unternehmen sind im Land tätig und betreiben teilweise eigene Produktionsstätten. Diese Firmen sind mehrheitlich in Karachi ansässig und beschäftigen über 12’000 Mitarbeitende.
Im Jahr 2017 sind die Exporte der Schweiz nach Pakistan nach den vorliegenden Zahlen um 4,1% auf 373,32 Millionen CHF gestiegen. Die Importe sind um 18,1% ebenfalls gestiegen und betrugen 145,36 Millionen CHF.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kulturschaffende aus Pakistan können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Die Schweiz trägt in Pakistan zum friedlichen Zusammenleben, zur gerechten Verteilung von und zum nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen für alle Bevölkerungsgruppen bei. Schwerpunkte liegen in der ländlichen Entwicklung, der lokalen Gouvernanz, verknüpft mit dem Thema Wasser, sowie dem Schutz der Menschenrechte und dem humanitären Engagement. Die Schweiz ist vor allem in zwei Provinzen an der Grenze zu Afghanistan im Nordwesten des Landes aktiv.
Schweizerinnen und Schweizer in Pakistan
Ende 2018 lebten 363 Schweizerinnen und Schweizer in Pakistan.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Während des Konflikts um Bangladesch zwischen Indien und Pakistan (1971–1976) vertrat die Schweiz die Interessen beider Seiten. In den 1970er und 1980er Jahren schloss sie mit Pakistan mehrere Umschuldungsverträge ab.
Die Schweiz anerkannte die Unabhängigkeit Pakistans sogleich nach deren Verkündigung 1947. 1949 nahmen die beiden Staaten diplomatische Beziehungen auf. 1966 unterzeichneten sie ein Abkommen zur technischen Zusammenarbeit, das 1975 durch ein Abkommen zur Katastrophenhilfe ergänzt wurde. Nachdem Pakistan zum Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit geworden war, eröffnete die DEZA 1977 in Islamabad ein Koordinationsbüro.