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Die Weihnachtszeit ist dieses Jahr eine traurige Zeit für Prinz Frédéric von Anhalt (73). Innerhalb weniger Tage muss er von zwei Familienmitgliedern Abschied nehmen. Nach dem Tod seiner Frau Zsa Zsa Gabor (†99) ist nun auch sein Adoptivsohn gestorben. Wie die Zeitung «Bild» berichtet, soll Oliver Leopold Prinz von Anhalt (†45) nach einem Motorradunfall in Los Angeles eine Woche im Koma gelegen und dann an einem Lungeninfarkt gestorben sein.
Der Prinz war einer der vier Adoptivsöhne von Zsa Zsa Gabor und Frédéric von Anhalt, er hatte sich für eine hohe Summe in die Adelsfamilie eingekauft. Doch das Verhältnis zu seiner neuen Familie war angespannt. 2010 enterbte Zsa Zsa Gabor Oliver und seine Adoptivbrüder Marcus (50), Michael (52) und David, weil sie sie während ihrer schweren Krankheit nie besucht hatten.
«Wenn Zsa Zsa das wüsste, dann würde sie sich dreimal in der Urne umdrehen.»
Prinz Frédéric konnte die Nachricht kaum fassen, als er am Weihnachtstag vom Tod seines Adoptivsohnes erfahren hat: «Es soll auf dem Mulholland Drive passiert sein. Das ist praktisch um die Ecke der Gabor-Villa. Wenn Zsa Zsa das wüsste, dann würde sie sich dreimal in der Urne umdrehen», so der 73-Jährige. Ein Anruf aus Berlin, wo Olivers leibliche Mutter lebt, hatte ihn über dessen Tod informiert.
Pikantes Detail: Oliver besass drei Stripclubs in Los Angeles, und diese gehen nun wohl alle an seinen Adoptivvater. «Die leibliche Familie hat keinen Anspruch auf Olivers Hinterlassenschaft. Und er war nicht verheiratet und hat keine Kinder», so von Anhalt. Eine Freundin gebe es zwar, aber die habe ihn offenbar heraushalten wollen. «Ich weiss ja nicht einmal, in welchem Krankenhaus er gestorben ist.»
Ärzte hatten vermutlich Zsa Zsa Gabor am selben Tag für tot erklärt
Nach dem Unfallort zu schliessen muss es die Klinik der Universität Kalifornien gewesen sein, in die Oliver nach seinem schweren Unfall eingeliefert wurde. Dort hatten die Ärzte vermutlich seine Adoptivmutter Zsa Zsa am selben Tag für tot erklärt. Für Prinz Frédéric besonders traurig. Von seinen Adoptivsöhnen Marcus und Oliver («sie stammen alle aus dem selben Milieu») war ihm Oliver der liebste: «Er war ein Gentleman. Zurückhaltend, aber grosszügig.»
Auch Marcus von Anhalt trauert um seinen jüngeren Adoptivbruder, er veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite das letzte gemeinsame Video. Dieses zeigt den 45-Jährigen bei einem Familienbesuch in Frankfurt (D). Oliver habe noch extra Weihnachtsgeschenke gebracht und seine Nichte Shanaya (6) morgens zur Schule begleitet. «Am Tag darauf hatte er einen Motorradunfall und starb am 25. Dezember. Die Welt ist nicht wirklich gerecht», so Marcus.
Oliver Leopold von Anhalt war das reichste Familienmitglied der von Anhalts und zeigte das auch gern. In seiner Garage sollen über 20 Rolls-Royce stehen. «Ja, Geld macht glücklich», sagt er einst in einem Interview. «Ich habe mir alle Träume erfüllt.» (brc)Publiziert am 27.12.2016 | Aktualisiert am 13.01.2017