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Der Jugendrat erinnert in einer Pressemitteilung daran, dass er sich im Rahmen der Ausarbeitung der neuen Verfassung stets für «echte Veränderungen» ausgesprochen hat. Er an-
erkennt, dass der Verfassungsrat «einige positive Fortschritte» vorschlägt wie die Anerkennung homosexuel-
ler Paare, das Ausländerstimm- und
-wahlrecht auf Gemeindeebene, die Mutterschaftsversicherung usw. Trotzdem müsse man feststellen, dass es sich beim zu langen Text eher um eine «sprachliche Auffrischung als um eine echte Neufassung unseres Grundgesetzes» handle.
«Fruchtlose Links-Rechts-Debatte»
Für den Jugendrat war der Verfassungsrat «unfähig, auf die anachronistische Gottesanrufung zu verzichten». Er sei auch in einer «fruchtlosen Links-Rechts-Debatte gefangen», so dass das Ergebnis eher mit einer «helvetischen Untat» vergleichbar sei. Auf der Suche nach Kompromissen habe er nämlich einerseits der Linken nachgegeben und einige «kostspielige Forderungen» angenommen, sowie andererseits die von der Rechten verlangten strikten Budgetregeln gutgeheissen. Da könne man nur von einer besseren Zukunft träumen.
Mit seinem Nein will der Jugendrat dem Verfassungsrat eine letzte Chance geben, einen Text zu verfassen, der auch den Erwartungen künftiger Generationen gerecht wird. Der Jugendrat ist eine ausserparlamentarische Kommission und als Konsultativorgan administrativ der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft angegliedert. Er besteht aus zwölf Mitgliedern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren.