Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03608.jsonl.gz/1832

Das in ostafrikanischen Waldgebieten heimische Rüsselhündchen gehöre zu den Raritäten in Zoologischen Gärten und sei auch in seinem natürlichen Lebensraum nur selten aufzufinden, teilte der Zoo Basel am Mittwoch mit. Er zeigt sich erfreut darüber, dass er nun zu den weltweit 13 Zoos gehört, die eines dieser «kuriosen Tiere» zu den Bewohnern zählen kann.
Rüsselhündchen sind auch in der Natur selten. Die Art ist in kleinen Gebieten im Osten Afrikas heimisch. Das Rüsselhündchen lebt dort in dichten Waldgebieten in Kenia und Tansania in Küstenregionen, sowie in Bergwäldern des Festlands und den vorgelagerten Inseln Sansibar und Mafia.
Scheibe wegen Schüchternheit abgedeckt
Das männliche Basler Rüsselhündchen ist im November 2020 im Zoo Rotterdam auf die Welt gekommen. Das Tier, das ausgewachsen einen halben Meter lang wird, hat einen langen, rattenartigen Schwanz, schlanke Beinchen und eben den auffälligen namensgebenden Rüssel. Mit diesem durchwühlt es das Laub nach seinem Futter, zu dem Regenwürmer und Insekten gehören.
Rüsselhündchen sind eher scheu. Daher ist die Scheibe des Terrariums aktuell noch teilweise mit Papier abgedeckt. So kann sich das Tier langsam an sein neues Zuhause gewöhnen.
Lockere Beziehungen zu Artgenossen
Die tagaktiven Rüsselhündchen ruhen nachts am Boden in selbstgebauten Nestern aus Laub. Da sie auch tagsüber immer wieder inaktive Phasen haben, suchen sie diese Nester manchmal auch tagsüber auf. Sie sind stark territorial und markieren die Reviergrenze regelmässig mit einem Sekret aus einer Drüse im Afterbereich. Dementsprechend sind sie meist als Einzelgänger unterwegs. Es kommt vor, dass zwei Territorien überlappen, wobei sich monogame Pärchen bilden können. Ihr Kontakt kann jedoch recht locker sein und gemeinsam trifft man sie hauptsächlich zur Paarungszeit an.
Rüsselhündchen sind nicht gefährdet, aber relativ schwierig im natürlichen Lebensraum anzutreffen. Nur ein paar Dutzend Tiere leben auf einem Quadratkilometer. Durch die Rodung von Wäldern für städtebauliche oder landwirtschaftliche Zwecke wird der Lebensraum der Rüsselhündchen immer stärker zerstückelt, was zu einem Rückgang der Population in der Natur führt.
(Video: Youtube, Zoo Basel)