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Das Hotel auf der Dreisprachenspitze stand auf Schweizer Boden, war aber im Besitz einer Familie aus Prad (Südtirol). Während des Krieges diente das stattliche Haus als Unterkunft der Schweizer Soldaten, die dort die neutrale Grenze sicherten. Die Österreicher ihrerseits machten sich den Schutz dieser Grenze zu Nutzen, indem sie sich unmittelbar entlang deren Verlaufs in Baracken niederliessen. Auch Kampfgräben (auf italienischem Boden) wurden unmittelbar vor dem Hotel errichtet. Das Modell basiert auf zeitgenössischen Fotografien und dem österreichischen Stellungsplan.
Erkennbar ist der Verlauf der Schweizer Grenze, welche leidiglich durch einen feinen Drahtzaun mit Schweizerfähnchen kenntlich gemacht wurde. Die Österreicher ihrerseits erstellten dieser Grenze entlang einen veritablen Zaun um der Fahnenflucht ihrer Soldaten entgegenzutreten.
Der “kleine Grenzverkehr” indessen funktionierte. Auf der Dreisprachenspitze wechselten österreichische Kriegssouverniers im Tausch mit schweizer Schokolade häufig den Besitzer.
Inventarnummer: –
Bezeichnung: Situation auf der Dreisprachenspitze
Standort: Ausstellungsraum 1
Datierung: Sommer 2007
Erfasst: März 2018 / ACC
Das Hotel mit dem markierten Grenzverlauf. Im Vordergrund der sogenannte "Schweizergraben", welchen die Österreicher auf italienischem Territorium erstellten.
Objektgeschichte
Die heutigen Spuren des ehemaligen Hotels auf der Dreisprachenspitze beschränken sich auf wenige Grundmauern. Mit Sicherheit wurde das Baumaterial zur Errichtung des heutigen Ristorante Garibaldi verwendet. Das Verständnis der Lage auf der Dreisprachenspitze ist zielführend, will man den Gesamtrahmen der Bedeutung des Grenzschutzes verstehen. Das zur Eröffnung des Museums im Jahre 2007 erstellte Modell bietet sich dazu bestens an.
Der "doppelte" Grenzzaun: die mit Fanions markierte Grenze (im Hintergrund) und das Drahthindernis zur Vermeidung österreichiser Desertationen.
Ersteller
Modell: David Accola, Eggiwil
Design: Amar, Marcus Malgiaritta, Müstair