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Prof. Dr. Eduard Hüttinger (1926–1998) hat im Laufe seiner wissenschaftlichen Tätigkeit eine bedeutende Privatbibliothek angelegt, die am Ende seines Lebens rund 25’000 Bände umfasste. Neben Eduard Hüttingers Spezialgebiet, der Kunst und Kultur Venedigs, enthält die Bibliothek umfangreiche Bestände zur italienischen Kunstgeschichte von der Renaissance bis zur Moderne, zur niederländischen Malerei, zur kunsthistorischen Disziplingeschichte sowie zur allgemeinen europäischen Kunstgeschichte der Neuzeit und der Moderne. Weitere Themenbereiche bilden die Abteilungen germanistischer, philosophischer und geschichtswissenschaftlicher Literatur.
Eduard Hüttinger studierte 1946–1952 Kunstgeschichte an der Universität Zürich bei Gotthard Jedlicka, wo er 1952 mit einer Studie zu Tintorettos Bilderzyklen in der Scuola di San Rocco in Venedig dissertierte. 1955–1965 war er Konservator und Ausstellungsmacher am Kunsthaus Zürich. Nach seiner Habilitation 1963 zum Barock-Bildhauer Francesco Pianta amtete er zudem 1963–1966 als Privatdozent und Assistenzprofessor an der Universität Zürich. Ab 1966 war Hüttinger Professor an der Universität Heidelberg; 1969 wurde er an die Universität Bern berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 1991 als Ordinarius für Kunstgeschichte der Neuzeit und Vorsteher des Kunsthistorischen Seminars tätig war. 1963–1982 war Hüttinger Mitglied der Publikationskommission des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft, 1982–1992 Mitglied des Stiftungsausschusses. 1970–1981 engagierte er sich als Mitglied des Stiftungsrates von Pro Helvetia, 1970–1991 als Mitglied der Berner Museumskommission.
Ein umfassendes Publikationsverzeichnis von Eduard Hüttinger findet sich in: Eduard Hüttinger, Porträts und Profile. Zur Geschichte der Kunstgeschichte, St. Gallen: Erker, 1992, S. 363–379, sowie in: Eduard Hüttinger, Licht und Farbe. Zur Kunstgeschichte Italiens, hrsg. v. Juerg Albrecht und Regula Krähenbühl, Zürich: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft; Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2001, S. 481–482 (Nachtrag).
Nach dem Tod Eduard Hüttingers gelangte ein Grossteil der Bibliothek dank einer Schenkung durch seine Witwe Annette Bühler 1999 an das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA). Die Bücher wurden mit von Frau Bühler bereitgestellten Mitteln inventarisiert und mit den Beständen der Bibliothek des Instituts abgeglichen. Seit 2006 ist die Bibliothek Prof. Eduard Hüttinger / Schenkung Annette Bühler der Öffentlichkeit zugänglich. Dank der grosszügigen Unterstützung von Frau Bühler kann die Bibliothek Hüttinger fortlaufend mit aktueller Literatur erweitert werden und zählt gegenwärtig (Januar 2014) einen Bestand von 15‘600 Bänden. Die Neuzugänge ab 2008 sind über den NEBIS-Katalog
einsehbar (Signatur EH), während die Altbestände über den Online-Katalog Bibliothek Hüttinger
auf der Webseite der Instituts-Bibliothek zu finden sind.
Der Gesamtbestand ist in einem externen Depot untergebracht; die Bücher können per E-Mail (<email-pii>
) bestellt werden und liegen am nächsten Tag in der Bibliothek zur Ansicht bereit.