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In einem kaum verschleierten Angriff auf die USA hat Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao Washington vor einer Einmischung in einem Territorialstreit im Südchinesischen Meer gewarnt. "Aussenstehende Kräfte sollten sich unter keinen Umständen einmischen", sagte Wen.
Der Disput zwischen China und fünf anderen Ländern um rohstoffreiche Seegebiete müsse unter den Betroffenen selbst gelöst werden, sagte Wen am Freitag beim Gipfeltreffen der zehn Mitglieder der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) mit China in Nusa Dua in Indonesien.
Öl-Vorkommen
Durch das umstrittene Seegebiet führt eine der wichtigsten Schiffsrouten der Welt. Ausserdem werden unter dem Meeresgrund Öl- und Gasvorkommen vermutet. Auf das Gebiet erheben neben China und Taiwan auch die ASEAN-Mitglieder Philippinen, Malaysia, Brunei und Vietnam teilweise Anspruch.
Die USA haben ihre Interessen mehrfach deutlich gemacht. US-Präsident Barack Obama hatte in den vergangenen Tagen ein stärkeres Engagement der USA in Asien angekündigt. Obama war auch Gast beim ASEAN-Gipfel. Er traf die Staats- und Regierungschefs aber separat.