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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00259 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 30. November 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marco Mona Advokaturbüro Neugasse 116, 8005 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1970, war von 2013 bis Mai 2019 als Köchin /Küchenhilfe in verschiedenen Restaurants tätig, wobei ihr letzte r Arbei ts tag bei der Y.___ GmbH am 1 1. Mai 2019 war (Urk. 8/23 / 3 ). Unter Hinweis auf eine Depression meldete sich die Versicherte am 6. November 2019 bei der Inva lidenversicher ung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/5). Die Sozialversicherungsan stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc he und erwerbliche Situation ab und zog die Akten de s Krankentag geldversicherers bei (Urk. 8/19), welche r das psychiatrische Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychi atrie und Psychotherapie FMH und Neurologie FMH, vom 7. Dezember 2020 ein ge holt hatte (Urk. 8/29/31-73). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/40; Urk. 8/41) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 19. April 2022 vo m 1. Mai bis 30. September 20 2 0 eine ganze Invalidenrente und vo m 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Viertelsrente zu ( Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 13. Mai 2022 Beschwerde gegen die Verfügung vom 19. April 2022 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwer degegnerin sei anzuweisen, den Invaliditätsgrad ab Januar 2021 neu zu prüfen und anschliessend eine volle Invalidenrente auszurichten. Zudem sei ihr die unentgel tliche Rechtspflege zu gewähren ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragt e mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2022 ( Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde. Das wurde der Beschwerdeführerin mit Gerichtsver fügung vom 29. Juni 2022 ( Urk. 9) zur Kenntnis gebracht. Mit Beschluss vom 2 9. September 2022 wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, zu r vom Gericht in Aussicht gestellten Möglichkeit einer Schlechterstellung ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen ( Urk. 10). Mit Eingabe vom 2 0. Oktober 2022 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie an ihrer Beschwerde festhalte, was der Beschwerdegegnerin am 2 4. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 14). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da der frühest mögliche Rentenanspruch vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 entstanden ist, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwend bar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 1 9. April 2022 ( Urk. 2) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin ab 2 1. Mai 2019 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sei. Nach Ablauf des Wartejah res am 2 0. Mai 2020 habe eine volle Erwerbsunfähigkeit vorgelegen, womit ab 1. Mai 2020 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente best ehe. Ihre gesundheitli che Situation habe sich im Juli 2020 verbessert. Ab diesem Zeitpunkt wäre es der Beschwerdeführerin möglich gewesen, ihre r bisherige n Tätigkeit in einem 60 %-Pensum nachzugehen. Der Invaliditätsgrad habe der Arbeitsunfähigkeit von 40 % entsprochen. Nachdem die Verbesserung des Gesundheitszustandes drei Monate angedauert habe, best ehe ab 1. Oktober 2020 noch Anspruch auf eine Viertels rente. Bereits ab Januar 2021 sei es der Beschwerdeführerin wieder zumutbar gewesen, ihre Arbeit zu 80 % und ab Februar 2021 im vollen Pensum auszuüben. Daraus resultiere ab Januar 2021 ein Invaliditätsgrad von 20 % und ab Februar 2021 keine Invalidität mehr. Die Invalidenrente sei daher befristet bis 3 1. März 2021 auszurichten (S. 3). Die Abklärungen hätten gezeigt, dass ein diagnostizier tes hirnorganisches Psychosyndrom ( HOPS ) anhand der Unterlagen nicht erkenn bar sei. Laut der gutachterlichen Untersuchung seien keine kognitiven Störungen klinisch eruierbar gewesen, sodass von keiner klinischen Relevanz der radiologi schen Befunde auszugehen sei. Es lägen wiederkehrende psychosoziale Belas tungsfaktoren vor. Es werde an der medizinischen Beurteilung und dem vorge se henen Entscheid festgehalten (S. 4). 2.2 Die B eschwerdeführer in machte demgegenüber geltend (Urk. 1), dass sie ab 8. Januar 2021 wieder voll arbeitsunfähig sei. Ihr Hausarzt Dr. med. A.___ habe das ausführlich mit einem Bericht über neun Seiten begründet. Insbesondere habe er neu ein HOPS (Hirnorganisches Psychosyndrom) d iagnostiziert und das Fortbestehen einer depressiven Störung im Februar 2021 bestätigt. Der Kranken tag geldversicherer habe korrekt reagiert und habe den Gutachter Dr. Z.___ auf gefor dert, zu den im Einwand und in der Beurteilung durch den Hausarzt einge brach ten Argumente n Stellung zu nehmen (S. 2). Der Gutachter habe sie jedoch nicht nochmals zu einer Untersuch ung aufgeboten um festzustellen, ob sich seine Voraussage b e treffend die künftig zumutbar e Arbeitsfähigkeit bewahrheitet habe. Stattdessen habe er direkt auf die Anfrage der Versicherung geantwortet und die gestellten Zusatzfragen nicht beantwortet mit dem Hinweis darauf, dass es nicht ersichtlich sei, um welche Art der Erkrankung es sich handle. Der Gutachter hätte bei Dr. A.___ anfragen müssen, was die neue Erkrankung sei. Hinzu komme, dass der Gutachter den ausführlichen Bericht von Dr. A.___ nicht gelesen habe, denn dort sei die neue Erkrankung ausführlich geschildert worden. Der RAD mache keinen Versuch zu verstehen, ob die ausführlichen Hinweise von Dr. A.___ zutref fen könnten. Zumindest wären Rückfragen an ein en Facharzt angemessen gewe sen (S. 3). Sie sei derzeit und spätestens seit Beginn 2021 zu 100 % nicht in der Lage zu arbeiten. Das psychische Krankheitsbild habe sich verschärft, die Symptome des HOPS (Tendenz zur Tätigkeit bis zur Erschöpfung und zur körperlichen Überlas tung, Nähe-Distanz-Problematik, mangelnde Flexib i lität, mangelnde Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben etc.) seien sehr präsent (S. 4). 3. 3.1 Im Bericht von Dr. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3 0. März 2020 ( Urk. 8/15) werden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgelistet (S. 4): - Rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode, mit soma tischem Syndrom (ICD-10 F33.11) - Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) - Panikstörung (ICD-10 F41.0) Die Beschwerdeführerin sei seit dem 2 1. Mai 2019 bei ihm in Be handlung, aktuell ein m a l pro ein e bis zwei Wochen (S. 2). Beim Erstgespräch habe sie über Kon zentrationsschwierigkeiten und Ein- und Durchschlafstörungen geklagt. Sie w eine oft. Es steigere sich das H ilflosigkeitsgefühl tagsüber und abends denke sie öfters an ihre mi ssliche Lage und befürchte das S chlimmste (S. 3). Befundet wur de n unter anderem eine reduzierte Aufmerksamkeit und ein vermindertes Konzentrationsvermögen. F ormalgedankli ch sei sie verlangsamt, eingeengt auf die A r b eitssituation, die körperliche n Symptome und psychosoziale n Belastun gen. Es bestünden Grübeln und Panikzustände. Im Affekt sei sie gedrückt, hoff nungslos. Es lägen ein v ermindertes Selbstwertgefühl, Interessenverlust und sozialer Rückzug vor (S. 4). Aktuell sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeits unfähig und mache einen Arbeitsversuch mit 50 % (S. 5). 3.2 Dr. B.___ führte in seinem Verlaufsbericht vom 9. Dezember 2020 (Eingangs datum, Urk. 8/28) aus, dass im Laufe der Behandlung eine medikamentöse Anpassung statt gefunden habe, welche eine erste, leicht positive Verbesserung hinsichtlich der depressiven Symptomatik erbracht habe. Zu m aktuellen Zeit punkt könne eine partielle Besserung der Beschwerden und Symptomsuppression registriert werden. Es hätten eine innere Entspannung, eine emotionale Ausgegli chenheit, eine Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung festgestellt werden können. Die mentale und körperliche Ausdauer sehe er weiterhin als fragil und eingeschränkt. Trotzdem lasse sich eine berufliche Perspektive ausarbeiten. Die Prognose sei günstig. Unter bereits angebahntem Arbeitsversuch lasse sich eine allmähliche Steigerung der Belastbarkeit feststellen (S. 3). Der aktuelle Arbeits versuch (60 %) laufe bei nach wie vor bestehender vollständige r Arbeitsunfähig keit (S. 4). 3.3 Dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH sowie für Neurologie FMH, welches zuhanden des Kranken taggel d versicherers am 7. Dezember 2020 erstattet wurde ( Urk. 8/29/31-76), sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 59): - mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: - Panikstörung (ICD-10 F41.0) - ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4) - Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, im Sinne zwanghaft und narzisstisch akzentuierte r Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) Im Rahmen der Exploration habe die Beschwerdeführerin berichtet, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert habe. Im Vordergrund der aktuellen Beschwerden stünden weiterhin kognitive Defizite mit sowohl Gedächtnis- als auch Konzen trationsstörungen, Grübeln – was sich eindeutig verbessert habe – Angst und Panikattacken bei Überforderung und ein Gefühl der inneren Unruhe (S. 3 1). Im objektiven psychopathologischen Befund fielen eine phasenweise leicht gedrückte Stimmung und eine leicht verminderte affektive Modulationsfähigkeit auf. Vorgetragen worden seien Zukunftsängste, Existenzängste und Panik attacken, die sich verbessert hätten. Darüber hinaus hätten keine weiteren psy chopathologischen Auffälligkeiten objektiviert werden können (S. 3 2). Aufgrund der aktuellen Exploration und de s im Rahmen der Untersuchung erhobenen psy chopathologischen Befund es sei die depressive Episode remittiert. Im Vorder grund der aktuellen Beschwerden ständen noch leicht ausgeprägte Panikattacken, insbesondere in Stresssituationen, wenn die Beschwerdeführerin unter Druck gerate, dies überwiegend w ahrscheinlich aufgrund der reduzierten Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit (S. 3 4). Der vom Behandler diagnostizierten Somatisie rungsstörung könne nicht gefolgt werden. Es fehle das Charakteristikum im Sinne von multiplen, wiederholt auftretenden, häufig wechselnden körperlichen Symp tome n, die meist seit einigen Jahren bestanden haben, bevor die Betroffenen zum Ps ychiater überwiesen werden (S. 3 5). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenhilfe sei die Beschwerdeführerin zu 40 % arbeitsunfähig. Ab 1. Januar 2021 sei eine Steigerung auf 80 % und ab 1. Februar 2021 auf 100 % möglich und zumutbar. Die zuletzt ausgeübte Tätig keit sei am besten angepasst. Auch in allen anderen, ihren beruflichen Ressourcen optimal angepassten Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin spätestens ab 1. Februar 2021 zu 100 % arbeitsfähig (S. 3 7). 3.4 Im B ericht von Dr. med. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8 /33) wurde n unter anderem folgende Diagnose n gestellt (S. 3 -5 ): - Hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), ED 2021 durch Dr. A.___ mit/bei: - Psychiatrischen Diagnosen - Mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1) - Rezidivierende ängstlich-depressive Episode, ggw. mittelgradig mit ausgeprägten Somatisierungstendenzen (ICD-10 F33.21) - Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst ; ICD-10 F40.2) - Vd. auf histrionische Primärpersönlichkeit - Autoimmune Thyroiditis, ED 2021 - DD post-infektiös (virale Gastroenteritis April 2020, Vd. auf viralen Atemwegsinfekt August 2020) - DD Stress-bedingt - Hyperthyreose bei AI- Thyroiditis (ED 2021) Er betreue die Beschwerdeführerin seit dem 1 6. April 202 0. Seines Erachtens bestehe seit mindestens 2009 ein HOPS-Hirnorganisches Psychosyndrom (S. 1). Er attestierte ihr eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vo m 1. März 2021 bis 31. März 2021 ( Urk. 8/37). 3.5 In der Stellungnahme von (undatiert, Urk. 8/45/5) Dr. med. C.___, Fach arzt Psychiatrie und Psychotherapie, vom regionalen ärztlichen Dienst der IV-Stelle wurde ausgeführt, dass auf das Gutachten des Krankentaggeldversicherers abgestellt werden könne. Die angestammte Tätigkeit sei optimal ange passt. Vom 2 1. Mai 2019 bis 30. November 2019 habe eine vollständige Arbeitsfähigkeit, vom 1. Dezember 2019 bis 2 9. Februar 2020 (Arbeitsversuch) eine 50 % ige Arbeitsunfähigkeit, vom 1. Juli 2020 bis 3 1. Dezember 2020 eine Arbe itsunfähig keit von 40 %, vom 1. Januar 2021 bis 3 1. Januar 2021 eine solche von 20 % bestanden und ab 1. Februar 2021 bestehe wieder eine vollständige Arbeitsfähig keit. Weiter wurde erwähnt, dass der Beurteilung des Hausarztes, wonach weiter hin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe, nicht gefolgt werden könne. Es f i nde keine ausführliche Auseinandersetzung mit Ressourcen und psychosozialen Faktoren statt. Ausserdem handle es sich um eine fachfremde, allgemeinmedizi nische Beurteilung, weshalb ihr nicht gefolgt werden könne. 3.6 Derselbe RAD-Arzt erläuterte in seiner Stellungnahme vom 1 2. Februar 2022 ( Urk. 8/60/2-3), dass die vom Hausarzt gestellte Diagnose eines HOPS bislang von keinem der involvierten Fachärzte in Psychiatrie gestellt worden sei. Im Gutach ten seien keine Hinweise für mnestische oder kognitiv e Störungen zu finden. Gedächtnisstörungen und Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leis tungen seien j edoch Bestandteil des HOPS. Dr. A.___ habe die fachfremde Diagnose nicht hergeleitet (S. 2). Im Vergleich dazu sei das Gutachten von Dr. Z.___ differe nzierter mit einem ausführlichen psychopathologischen Befund. Auch anhand der Anamnese könne ein HOPS nicht eruiert werden. In der MRI-Untersuchung und intrakranielle n MR- Angio vom 1 2. Januar 2021 seien zwar multiple kleinfleckige Gliosen des supratentoriellen Marklagers zu finden gewe sen, welche mit einem unspezifischen mikrovaskulären Muster vereinbar sei en. Jedoch sei e n gemäss gutachterlicher Untersuchung keine kognitiven Störungen klinisch eruierbar gewesen, sodass von keiner klinischen Relevanz der radiologi schen Befunde auszugehen sei (S. 3). 3.7 Dem B ericht von Dr. med. D.___, Verhaltensneurologin, und lic. phil. E.___, Psychologin FSP, vom Zentrum F.___ ( Urk. 13) vom 2 0. September 2022 sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 2): - Mittelgradige neuropsychologische Funktionsstörung fronto - temporo -limbischer Regelkreise mit linkshemisphärischer Akzentuierung, ätiolo gisch multifaktoriell bedingt: - assoziiert an die komplexe psychiatrische Symptomatik mit der seit Jahren bestehenden depressiven Symptomatik, aggraviert durch Hin weise auf histrionische Primärpersönlichkeit - DD Akzentuierung durch die Insomnie, die chronische Schmerzsymp tomatik und möglicherweise auch vorbestehende Leistungsschwächen als zusätzliche ressourcen- sowie leistungslimitierende Faktoren - DD beginnende neurodegenerative Erkrankung nicht ausgeschlossen Die Beschwerdeführerin wirke antriebslos, traurig, etwas verlangsamt. Im Anam nesegespräch habe es Hinweise für eine leichte (Alt-)Gedächtnisstörung gegeben. Die affektiv-emotionale Schwingungsfähigkeit sei leicht eingeschränkt, die Grundstimmung insgesamt depressiv. Psychomotorisch sei sie deutlich verlang samt, sicherlich auch durch eine sehr exakte, zwanghafte A rbeitswe ise mitbedingt (S. 5). Testbasiert hätten sich folgende kognitive Befunde gezeigt: attentionale Einschränkungen mittelgradiger bis schwerer Ausprägung. Hinz u kämen Ein schränkungen in mehreren frontal-exekutiven Teilbereichen leichter bis schwerer Ausprägung (S. 1). Aufgrund der Befunde sei die Arbeitsfähigkeit aktuell mindes tens zu 50-70 % eingeschränkt. Zudem müsse davon ausgegangen werden, dass die Befunde unter weniger strukturierten und störarmen Bedingungen als sie in dieser Untersuchung vorgelegen h ätten und insbesondere in Stress- sowie Belas tungssituationen stärker ausgeprägt seien, wobei aktuell maximal von einer 20-30%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (S. 2). Aufgrund der obigen Befunde, insbesondere aufgrund der Verlangsamung sowie der frontal-exekuti ven und attentionalen Einschränkung, sei die Fahreignung aus neurokognitiver Sicht nicht gegeben (S. 2). 4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist der Gesundheitszustand und die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Von Mai bis September 2020 verfügte die Beschwerdegegnerin eine ganze Invalidenrente und von Oktober 2020 bis März 2021 eine Viertelsrente ( Urk. 2). Die Beschwerdeführerin focht lediglich den Invaliditätsgrad ab Januar 2021 an ( Urk. 1 S. 1). Streitgegenstand des vorliegen den Verfahrens bilde n jedoch nicht nur die Rentenreduktion per 3 0. September 2020 und die Renteneinstellung per 3 1. März 2021, sondern auch die Zusprache einer ganzen Rente für die Zeit vom 1. Mai 2020 bis 3 0. September 2020 (BGE 131 V 164 E. 2.2, E. 2.3.4; vgl. Beschluss vom 2 9. September 2022, Urk. 10 E. 1). 4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Verfügung in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die RAD-Stellungnahmen von Dr. C.___ und das zugrundeliegende psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___. Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jene n exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikatio nen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel lungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen). Dasselbe gilt für das von der Krankentaggeldver sicherung eingeholte Gutachten von Dr. Z.___. Praxisgemäss haben solche Berichte und Gutachten lediglich den Beweiswert einer versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme, da sie nicht nach den speziellen Bestimmungen des Art. 44 ATSG eingeholt wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_35/2021 vom 8. März 2021 E. 6 mit weiter e n Hinweisen). Es genügen somit geringe Zweifel an der Richtigkeit, damit sie als nicht verwertbar anzusehen sind. 4. 3 Der Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. C.___ (Urk. 8/45/5) ist bezüglich Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen, dass er davon ausging, dass auf das Gutachten der Krankentaggeldversicherung abgestellt werden könne. Die Beschwerdeführe rin sei vom 2 1. Mai bis 3 0. November 2019 zu 100 % und vom 1. Dezember 2019 bis 2 9. Februar 2020 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Überwiegend wahrschein lich sei sie vom 1. März bis 3 0. Juni 2020 zu 100 % arbeitsunfähig und anschlies send vom 1. Juli bis 3 1. Dezember 2020 zu 40 % und vom 1. b is 3 1. Januar 2021 zu 20 % arbeitsunfähig gewesen. Ab Februar 2021 bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr (S. 5). Aufgrund welcher medizinischen Unterlagen der RAD auf diese Arbeitsfähigkeitseinschätzungen kommt, bleibt letztlich unklar. Dem Gutachten von Dr. Z.___ (U rk. 8/29/31-73) ist hinsichtlich Arbeitsfähigkeit lediglich zu ent nehmen, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Begutachtung in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Küchenhilfe, welche eine optimal ange passte Tätigkeit darstell e, zu 40 % arbeitsunfähig sei. Ab 1. Januar 2021 sei eine Steigerung auf 80 % und ab 1. Februar 2021 auf 100 % möglich (S. 37). Es erfolgte somit keine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den G utachter. Insbesondere die vom RAD angenommene vollständige Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum von März bis Juni 2020 widerspricht dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben ihr Pensum im Februar 2020 auf 50 % habe steigern können ( Urk. 8/13/4). Im Juni 2020 habe sie zu 45 % gear beitet ( Urk. 8/17). D ie Krankentaggeldversicherung der Beschwerdeführerin rich tete für die Zeit von Dezember 2019 bis Mai 2020 grösstenteils Krankentaggelder für eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus (Urk. 8/19/2-3) ; im Anschluss wurde für die Taggeldzahlungen wiederum von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus gegangen (vgl. Urk. 8/29/2-3, Urk. 8/29/22 ). Dr. B.___ wertete die neu aufge nommene Tätigkeit als Arbeitsversuch bei nach wie vor bestehender vollständiger Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 8/15 S. 2, Urk. 8/28 S. 4). Ein Arbeitgeberbericht hin sichtlich der neuen T ätigkeit wurde seitens der Beschwerdegegnerin nicht einge holt. Bei dieser S ach lage ist jedenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlich keit nachgewiesen, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit von März bis Juni 2020 vollständig arbeitsunfähig war und dass im Juli 2020 eine Verbesserung eintrat und die Höhe eines allfälligen Rentenanspruchs ab 1. Mai 2020 lässt sich nicht abschliessend festlegen. 4. 4 Auch d arüber hinaus ist die medizinische Situation unklar. Im Gutachten von Dr. Z.___ wurde nur erwähnt, dass gemäss dem im Rahmen der Untersuchung erhobenen psychopathologischen Befund die depressive Episode remittiert gewe sen sei. Im Vordergrund d er aktuellen Beschwerden hätten noch leicht ausge prägte Panikattacken gestanden (Urk. 8/29/64). Der Gutachter machte jedoch wie ausgeführt keine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit noch äusserte er sich zum zeitlichen Verlauf der Erkrankung. Gemäss Bericht des psychiatri schen Behandlers Dr. B.___ ( Urk. 8/28) besteht seit Mai 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Gleichzeitig attestiert e er für die Zeit von Januar bis Februar 2020 eine 50%ige, von Juli bis August 2020 eine 45%ige und von September bis Dezember 2020 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für einen Arbeitsversuch (S. 3). Bei der Beschwerdeführerin f and aber kein Arbeitsversuch im Sinne des IVG statt. Vielmehr ha tte die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben während Monaten in einem Teilzeitpensum in einem brasilianischen Restaurant gearbeitet. Die durchgehende Wertung der Arbeitstätigkeit als Arbeitsversuch impliziert, dass Dr. B.___ zumindest an der andauernden Leistungsfähigkeit der Beschwerde führerin zweifeln könnte. Eine Auseinandersetzung mit den Angaben von Dr. B.___ fehlt im Gutachten von Dr. Z.___, was namentlich auch im Hinblick auf die von Dr. Z.___ vorgenommene prognostische Beurteilung der Arbeitsfä higkeit als Mangel zu betrachten ist. Gemäss Dr. Z.___ sei ab Januar 2021 eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 80 % und ab Februar 2021 auf 100 % möglich ( Urk. 8/29/67). Bei einer nur pro gnostischen Einschätzung ist nicht ausgeschlossen, dass sich diese nicht bewahr heitet (Urteil des Bundesgerichts 8C_199/2011 vom 9. August 2011 E. 6.4). Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin kündigte sie ihre Tätigkeit auf grund von Überforderung per Dezember 2021 ; seit März 2020 werde sie vom Sozialamt unterstützt ( Urk. 13 S. 4). Zudem ist aus de m B ericht von Psychologin E.___ und Dr. D.___ vom 2 0. September 2022 ersichtlich, dass eine mit telgradige neuropsychologische Funktionsstörung diagnostiziert wurde ( Urk. 13), welche sich ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit - im Umfang von 50-70 % - aus wirke (S. 2). Dr. A.___ hatte bereits im Bericht vom 1 7. Februar 2021 auf eine schwerwiegende re Problematik verwiesen und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert ( Urk. 8/33, Urk. 8/ 37 ). Daraus ergeben sich jedenfalls Zweifel an der ( prognostischen ) Beurteilung des G utachters und insbesondere an deren Aussa gekraft für den gesamten Zeitraum bis zum Verfügungserlass am 19. April 202 2. 4.5 Zusammengefasst ergibt sich, dass das G utachten von Dr. Z.___ und die darauf basierenden RAD-Stellungnahmen keine abschliessende Beurteilung der Leis tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin für den entscheidrelevanten Zeitraum von Mai 2019 bis zum 1 9. April 2022 zul assen. Dies trifft auch für die Berichte von Dr. B.___ zu, zumal behandelnde Arztper sonen beziehungsweise Therapiekräfte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Dasselbe gilt für den Bericht des Hausarztes der Beschwerdeführerin Dr. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8/33), worin dieser ein HOPS diagnostizierte. Abgesehen davon, dass es sich bei Dr. A.___ um einen praktischen Arzt handelt und er über keine Facharztausbildung in Neurologie oder Psychiatrie verfügt, weswegen sein Bericht bereits aus diesem Grund einen geringe ren Beweiswert geniesst ( vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2 mit Hinweisen), ist zu berücksichtigen, dass diese Diagnose im Rahmen der später durchgeführten neuropsychologischen U ntersuchung nicht bestätigt wurde ( vgl. Urk. 13). 4. 6 Die Sache ist damit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdefüh rerin aus psychischer - und bei gemäss Bericht von Dr. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8/33) zahlreichen somatische n Diagnosen gegebenenfalls auch aus somatischer Sicht - abkläre. Demzufolge wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsat zes auch im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens (BGE 141 V 281) prü fen müssen, ob und wie sich die psychischen Diagnosen mit den somatischen Erkrankungen in ihren Auswirkungen gegenseitig beeinflussen respektive wie die Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau zu beurteilen ist. Dabei wird sie bei den beteiligten Arbeitgebern auch abzuklären haben, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ab Dezember 2019 effektiv erwerbstätig gewesen war. Je nach dem Ergebnis der Abklärungen sind allenfalls Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Die angefochtene Verfügung vom 19. April 2022 ( Urk. 2) ist daher aufzuheben. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 5. 5.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. Damit erweist sich das Gesuch de r Beschwerdeführer in um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ( Urk. 1) als gegenstandslos. 5.2 Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdefüh rerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 9. April 2022 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Marco Mona - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLangone

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00259 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 30. November 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marco Mona Advokaturbüro Neugasse 116, 8005 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1970, war von 2013 bis Mai 2019 als Köchin /Küchenhilfe in verschiedenen Restaurants tätig, wobei ihr letzte r Arbei ts tag bei der Y.___ GmbH am 1 1. Mai 2019 war (Urk. 8/23 / 3 ). Unter Hinweis auf eine Depression meldete sich die Versicherte am 6. November 2019 bei der Inva lidenversicher ung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/5). Die Sozialversicherungsan stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc he und erwerbliche Situation ab und zog die Akten de s Krankentag geldversicherers bei (Urk. 8/19), welche r das psychiatrische Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychi atrie und Psychotherapie FMH und Neurologie FMH, vom 7. Dezember 2020 ein ge holt hatte (Urk. 8/29/31-73). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/40; Urk. 8/41) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 19. April 2022 vo m 1. Mai bis 30. September 20 2 0 eine ganze Invalidenrente und vo m 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Viertelsrente zu ( Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 13. Mai 2022 Beschwerde gegen die Verfügung vom 19. April 2022 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwer degegnerin sei anzuweisen, den Invaliditätsgrad ab Januar 2021 neu zu prüfen und anschliessend eine volle Invalidenrente auszurichten. Zudem sei ihr die unentgel tliche Rechtspflege zu gewähren ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragt e mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2022 ( Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde. Das wurde der Beschwerdeführerin mit Gerichtsver fügung vom 29. Juni 2022 ( Urk. 9) zur Kenntnis gebracht. Mit Beschluss vom 2 9. September 2022 wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, zu r vom Gericht in Aussicht gestellten Möglichkeit einer Schlechterstellung ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen ( Urk. 10). Mit Eingabe vom 2 0. Oktober 2022 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie an ihrer Beschwerde festhalte, was der Beschwerdegegnerin am 2 4. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 14). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da der frühest mögliche Rentenanspruch vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 entstanden ist, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwend bar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 1 9. April 2022 ( Urk. 2) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin ab 2 1. Mai 2019 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sei. Nach Ablauf des Wartejah res am 2 0. Mai 2020 habe eine volle Erwerbsunfähigkeit vorgelegen, womit ab 1. Mai 2020 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente best ehe. Ihre gesundheitli che Situation habe sich im Juli 2020 verbessert. Ab diesem Zeitpunkt wäre es der Beschwerdeführerin möglich gewesen, ihre r bisherige n Tätigkeit in einem 60 %-Pensum nachzugehen. Der Invaliditätsgrad habe der Arbeitsunfähigkeit von 40 % entsprochen. Nachdem die Verbesserung des Gesundheitszustandes drei Monate angedauert habe, best ehe ab 1. Oktober 2020 noch Anspruch auf eine Viertels rente. Bereits ab Januar 2021 sei es der Beschwerdeführerin wieder zumutbar gewesen, ihre Arbeit zu 80 % und ab Februar 2021 im vollen Pensum auszuüben. Daraus resultiere ab Januar 2021 ein Invaliditätsgrad von 20 % und ab Februar 2021 keine Invalidität mehr. Die Invalidenrente sei daher befristet bis 3 1. März 2021 auszurichten (S. 3). Die Abklärungen hätten gezeigt, dass ein diagnostizier tes hirnorganisches Psychosyndrom ( HOPS ) anhand der Unterlagen nicht erkenn bar sei. Laut der gutachterlichen Untersuchung seien keine kognitiven Störungen klinisch eruierbar gewesen, sodass von keiner klinischen Relevanz der radiologi schen Befunde auszugehen sei. Es lägen wiederkehrende psychosoziale Belas tungsfaktoren vor. Es werde an der medizinischen Beurteilung und dem vorge se henen Entscheid festgehalten (S. 4). 2.2 Die B eschwerdeführer in machte demgegenüber geltend (Urk. 1), dass sie ab 8. Januar 2021 wieder voll arbeitsunfähig sei. Ihr Hausarzt Dr. med. A.___ habe das ausführlich mit einem Bericht über neun Seiten begründet. Insbesondere habe er neu ein HOPS (Hirnorganisches Psychosyndrom) d iagnostiziert und das Fortbestehen einer depressiven Störung im Februar 2021 bestätigt. Der Kranken tag geldversicherer habe korrekt reagiert und habe den Gutachter Dr. Z.___ auf gefor dert, zu den im Einwand und in der Beurteilung durch den Hausarzt einge brach ten Argumente n Stellung zu nehmen (S. 2). Der Gutachter habe sie jedoch nicht nochmals zu einer Untersuch ung aufgeboten um festzustellen, ob sich seine Voraussage b e treffend die künftig zumutbar e Arbeitsfähigkeit bewahrheitet habe. Stattdessen habe er direkt auf die Anfrage der Versicherung geantwortet und die gestellten Zusatzfragen nicht beantwortet mit dem Hinweis darauf, dass es nicht ersichtlich sei, um welche Art der Erkrankung es sich handle. Der Gutachter hätte bei Dr. A.___ anfragen müssen, was die neue Erkrankung sei. Hinzu komme, dass der Gutachter den ausführlichen Bericht von Dr. A.___ nicht gelesen habe, denn dort sei die neue Erkrankung ausführlich geschildert worden. Der RAD mache keinen Versuch zu verstehen, ob die ausführlichen Hinweise von Dr. A.___ zutref fen könnten. Zumindest wären Rückfragen an ein en Facharzt angemessen gewe sen (S. 3). Sie sei derzeit und spätestens seit Beginn 2021 zu 100 % nicht in der Lage zu arbeiten. Das psychische Krankheitsbild habe sich verschärft, die Symptome des HOPS (Tendenz zur Tätigkeit bis zur Erschöpfung und zur körperlichen Überlas tung, Nähe-Distanz-Problematik, mangelnde Flexib i lität, mangelnde Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben etc.) seien sehr präsent (S. 4). 3. 3.1 Im Bericht von Dr. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3 0. März 2020 ( Urk. 8/15) werden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgelistet (S. 4): - Rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode, mit soma tischem Syndrom (ICD-10 F33.11) - Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) - Panikstörung (ICD-10 F41.0) Die Beschwerdeführerin sei seit dem 2 1. Mai 2019 bei ihm in Be handlung, aktuell ein m a l pro ein e bis zwei Wochen (S. 2). Beim Erstgespräch habe sie über Kon zentrationsschwierigkeiten und Ein- und Durchschlafstörungen geklagt. Sie w eine oft. Es steigere sich das H ilflosigkeitsgefühl tagsüber und abends denke sie öfters an ihre mi ssliche Lage und befürchte das S chlimmste (S. 3). Befundet wur de n unter anderem eine reduzierte Aufmerksamkeit und ein vermindertes Konzentrationsvermögen. F ormalgedankli ch sei sie verlangsamt, eingeengt auf die A r b eitssituation, die körperliche n Symptome und psychosoziale n Belastun gen. Es bestünden Grübeln und Panikzustände. Im Affekt sei sie gedrückt, hoff nungslos. Es lägen ein v ermindertes Selbstwertgefühl, Interessenverlust und sozialer Rückzug vor (S. 4). Aktuell sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeits unfähig und mache einen Arbeitsversuch mit 50 % (S. 5). 3.2 Dr. B.___ führte in seinem Verlaufsbericht vom 9. Dezember 2020 (Eingangs datum, Urk. 8/28) aus, dass im Laufe der Behandlung eine medikamentöse Anpassung statt gefunden habe, welche eine erste, leicht positive Verbesserung hinsichtlich der depressiven Symptomatik erbracht habe. Zu m aktuellen Zeit punkt könne eine partielle Besserung der Beschwerden und Symptomsuppression registriert werden. Es hätten eine innere Entspannung, eine emotionale Ausgegli chenheit, eine Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung festgestellt werden können. Die mentale und körperliche Ausdauer sehe er weiterhin als fragil und eingeschränkt. Trotzdem lasse sich eine berufliche Perspektive ausarbeiten. Die Prognose sei günstig. Unter bereits angebahntem Arbeitsversuch lasse sich eine allmähliche Steigerung der Belastbarkeit feststellen (S. 3). Der aktuelle Arbeits versuch (60 %) laufe bei nach wie vor bestehender vollständige r Arbeitsunfähig keit (S. 4). 3.3 Dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH sowie für Neurologie FMH, welches zuhanden des Kranken taggel d versicherers am 7. Dezember 2020 erstattet wurde ( Urk. 8/29/31-76), sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 59): - mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: - Panikstörung (ICD-10 F41.0) - ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4) - Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, im Sinne zwanghaft und narzisstisch akzentuierte r Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) Im Rahmen der Exploration habe die Beschwerdeführerin berichtet, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert habe. Im Vordergrund der aktuellen Beschwerden stünden weiterhin kognitive Defizite mit sowohl Gedächtnis- als auch Konzen trationsstörungen, Grübeln – was sich eindeutig verbessert habe – Angst und Panikattacken bei Überforderung und ein Gefühl der inneren Unruhe (S. 3 1). Im objektiven psychopathologischen Befund fielen eine phasenweise leicht gedrückte Stimmung und eine leicht verminderte affektive Modulationsfähigkeit auf. Vorgetragen worden seien Zukunftsängste, Existenzängste und Panik attacken, die sich verbessert hätten. Darüber hinaus hätten keine weiteren psy chopathologischen Auffälligkeiten objektiviert werden können (S. 3 2). Aufgrund der aktuellen Exploration und de s im Rahmen der Untersuchung erhobenen psy chopathologischen Befund es sei die depressive Episode remittiert. Im Vorder grund der aktuellen Beschwerden ständen noch leicht ausgeprägte Panikattacken, insbesondere in Stresssituationen, wenn die Beschwerdeführerin unter Druck gerate, dies überwiegend w ahrscheinlich aufgrund der reduzierten Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit (S. 3 4). Der vom Behandler diagnostizierten Somatisie rungsstörung könne nicht gefolgt werden. Es fehle das Charakteristikum im Sinne von multiplen, wiederholt auftretenden, häufig wechselnden körperlichen Symp tome n, die meist seit einigen Jahren bestanden haben, bevor die Betroffenen zum Ps ychiater überwiesen werden (S. 3 5). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenhilfe sei die Beschwerdeführerin zu 40 % arbeitsunfähig. Ab 1. Januar 2021 sei eine Steigerung auf 80 % und ab 1. Februar 2021 auf 100 % möglich und zumutbar. Die zuletzt ausgeübte Tätig keit sei am besten angepasst. Auch in allen anderen, ihren beruflichen Ressourcen optimal angepassten Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin spätestens ab 1. Februar 2021 zu 100 % arbeitsfähig (S. 3 7). 3.4 Im B ericht von Dr. med. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8 /33) wurde n unter anderem folgende Diagnose n gestellt (S. 3 -5 ): - Hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), ED 2021 durch Dr. A.___ mit/bei: - Psychiatrischen Diagnosen - Mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1) - Rezidivierende ängstlich-depressive Episode, ggw. mittelgradig mit ausgeprägten Somatisierungstendenzen (ICD-10 F33.21) - Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst ; ICD-10 F40.2) - Vd. auf histrionische Primärpersönlichkeit - Autoimmune Thyroiditis, ED 2021 - DD post-infektiös (virale Gastroenteritis April 2020, Vd. auf viralen Atemwegsinfekt August 2020) - DD Stress-bedingt - Hyperthyreose bei AI- Thyroiditis (ED 2021) Er betreue die Beschwerdeführerin seit dem 1 6. April 202 0. Seines Erachtens bestehe seit mindestens 2009 ein HOPS-Hirnorganisches Psychosyndrom (S. 1). Er attestierte ihr eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vo m 1. März 2021 bis 31. März 2021 ( Urk. 8/37). 3.5 In der Stellungnahme von (undatiert, Urk. 8/45/5) Dr. med. C.___, Fach arzt Psychiatrie und Psychotherapie, vom regionalen ärztlichen Dienst der IV-Stelle wurde ausgeführt, dass auf das Gutachten des Krankentaggeldversicherers abgestellt werden könne. Die angestammte Tätigkeit sei optimal ange passt. Vom 2 1. Mai 2019 bis 30. November 2019 habe eine vollständige Arbeitsfähigkeit, vom 1. Dezember 2019 bis 2 9. Februar 2020 (Arbeitsversuch) eine 50 % ige Arbeitsunfähigkeit, vom 1. Juli 2020 bis 3 1. Dezember 2020 eine Arbe itsunfähig keit von 40 %, vom 1. Januar 2021 bis 3 1. Januar 2021 eine solche von 20 % bestanden und ab 1. Februar 2021 bestehe wieder eine vollständige Arbeitsfähig keit. Weiter wurde erwähnt, dass der Beurteilung des Hausarztes, wonach weiter hin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe, nicht gefolgt werden könne. Es f i nde keine ausführliche Auseinandersetzung mit Ressourcen und psychosozialen Faktoren statt. Ausserdem handle es sich um eine fachfremde, allgemeinmedizi nische Beurteilung, weshalb ihr nicht gefolgt werden könne. 3.6 Derselbe RAD-Arzt erläuterte in seiner Stellungnahme vom 1 2. Februar 2022 ( Urk. 8/60/2-3), dass die vom Hausarzt gestellte Diagnose eines HOPS bislang von keinem der involvierten Fachärzte in Psychiatrie gestellt worden sei. Im Gutach ten seien keine Hinweise für mnestische oder kognitiv e Störungen zu finden. Gedächtnisstörungen und Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leis tungen seien j edoch Bestandteil des HOPS. Dr. A.___ habe die fachfremde Diagnose nicht hergeleitet (S. 2). Im Vergleich dazu sei das Gutachten von Dr. Z.___ differe nzierter mit einem ausführlichen psychopathologischen Befund. Auch anhand der Anamnese könne ein HOPS nicht eruiert werden. In der MRI-Untersuchung und intrakranielle n MR- Angio vom 1 2. Januar 2021 seien zwar multiple kleinfleckige Gliosen des supratentoriellen Marklagers zu finden gewe sen, welche mit einem unspezifischen mikrovaskulären Muster vereinbar sei en. Jedoch sei e n gemäss gutachterlicher Untersuchung keine kognitiven Störungen klinisch eruierbar gewesen, sodass von keiner klinischen Relevanz der radiologi schen Befunde auszugehen sei (S. 3). 3.7 Dem B ericht von Dr. med. D.___, Verhaltensneurologin, und lic. phil. E.___, Psychologin FSP, vom Zentrum F.___ ( Urk. 13) vom 2 0. September 2022 sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 2): - Mittelgradige neuropsychologische Funktionsstörung fronto - temporo -limbischer Regelkreise mit linkshemisphärischer Akzentuierung, ätiolo gisch multifaktoriell bedingt: - assoziiert an die komplexe psychiatrische Symptomatik mit der seit Jahren bestehenden depressiven Symptomatik, aggraviert durch Hin weise auf histrionische Primärpersönlichkeit - DD Akzentuierung durch die Insomnie, die chronische Schmerzsymp tomatik und möglicherweise auch vorbestehende Leistungsschwächen als zusätzliche ressourcen- sowie leistungslimitierende Faktoren - DD beginnende neurodegenerative Erkrankung nicht ausgeschlossen Die Beschwerdeführerin wirke antriebslos, traurig, etwas verlangsamt. Im Anam nesegespräch habe es Hinweise für eine leichte (Alt-)Gedächtnisstörung gegeben. Die affektiv-emotionale Schwingungsfähigkeit sei leicht eingeschränkt, die Grundstimmung insgesamt depressiv. Psychomotorisch sei sie deutlich verlang samt, sicherlich auch durch eine sehr exakte, zwanghafte A rbeitswe ise mitbedingt (S. 5). Testbasiert hätten sich folgende kognitive Befunde gezeigt: attentionale Einschränkungen mittelgradiger bis schwerer Ausprägung. Hinz u kämen Ein schränkungen in mehreren frontal-exekutiven Teilbereichen leichter bis schwerer Ausprägung (S. 1). Aufgrund der Befunde sei die Arbeitsfähigkeit aktuell mindes tens zu 50-70 % eingeschränkt. Zudem müsse davon ausgegangen werden, dass die Befunde unter weniger strukturierten und störarmen Bedingungen als sie in dieser Untersuchung vorgelegen h ätten und insbesondere in Stress- sowie Belas tungssituationen stärker ausgeprägt seien, wobei aktuell maximal von einer 20-30%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (S. 2). Aufgrund der obigen Befunde, insbesondere aufgrund der Verlangsamung sowie der frontal-exekuti ven und attentionalen Einschränkung, sei die Fahreignung aus neurokognitiver Sicht nicht gegeben (S. 2). 4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist der Gesundheitszustand und die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Von Mai bis September 2020 verfügte die Beschwerdegegnerin eine ganze Invalidenrente und von Oktober 2020 bis März 2021 eine Viertelsrente ( Urk. 2). Die Beschwerdeführerin focht lediglich den Invaliditätsgrad ab Januar 2021 an ( Urk. 1 S. 1). Streitgegenstand des vorliegen den Verfahrens bilde n jedoch nicht nur die Rentenreduktion per 3 0. September 2020 und die Renteneinstellung per 3 1. März 2021, sondern auch die Zusprache einer ganzen Rente für die Zeit vom 1. Mai 2020 bis 3 0. September 2020 (BGE 131 V 164 E. 2.2, E. 2.3.4; vgl. Beschluss vom 2 9. September 2022, Urk. 10 E. 1). 4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Verfügung in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die RAD-Stellungnahmen von Dr. C.___ und das zugrundeliegende psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___. Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jene n exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikatio nen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel lungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen). Dasselbe gilt für das von der Krankentaggeldver sicherung eingeholte Gutachten von Dr. Z.___. Praxisgemäss haben solche Berichte und Gutachten lediglich den Beweiswert einer versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme, da sie nicht nach den speziellen Bestimmungen des Art. 44 ATSG eingeholt wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_35/2021 vom 8. März 2021 E. 6 mit weiter e n Hinweisen). Es genügen somit geringe Zweifel an der Richtigkeit, damit sie als nicht verwertbar anzusehen sind. 4. 3 Der Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. C.___ (Urk. 8/45/5) ist bezüglich Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen, dass er davon ausging, dass auf das Gutachten der Krankentaggeldversicherung abgestellt werden könne. Die Beschwerdeführe rin sei vom 2 1. Mai bis 3 0. November 2019 zu 100 % und vom 1. Dezember 2019 bis 2 9. Februar 2020 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Überwiegend wahrschein lich sei sie vom 1. März bis 3 0. Juni 2020 zu 100 % arbeitsunfähig und anschlies send vom 1. Juli bis 3 1. Dezember 2020 zu 40 % und vom 1. b is 3 1. Januar 2021 zu 20 % arbeitsunfähig gewesen. Ab Februar 2021 bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr (S. 5). Aufgrund welcher medizinischen Unterlagen der RAD auf diese Arbeitsfähigkeitseinschätzungen kommt, bleibt letztlich unklar. Dem Gutachten von Dr. Z.___ (U rk. 8/29/31-73) ist hinsichtlich Arbeitsfähigkeit lediglich zu ent nehmen, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Begutachtung in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Küchenhilfe, welche eine optimal ange passte Tätigkeit darstell e, zu 40 % arbeitsunfähig sei. Ab 1. Januar 2021 sei eine Steigerung auf 80 % und ab 1. Februar 2021 auf 100 % möglich (S. 37). Es erfolgte somit keine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den G utachter. Insbesondere die vom RAD angenommene vollständige Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum von März bis Juni 2020 widerspricht dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben ihr Pensum im Februar 2020 auf 50 % habe steigern können ( Urk. 8/13/4). Im Juni 2020 habe sie zu 45 % gear beitet ( Urk. 8/17). D ie Krankentaggeldversicherung der Beschwerdeführerin rich tete für die Zeit von Dezember 2019 bis Mai 2020 grösstenteils Krankentaggelder für eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus (Urk. 8/19/2-3) ; im Anschluss wurde für die Taggeldzahlungen wiederum von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus gegangen (vgl. Urk. 8/29/2-3, Urk. 8/29/22 ). Dr. B.___ wertete die neu aufge nommene Tätigkeit als Arbeitsversuch bei nach wie vor bestehender vollständiger Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 8/15 S. 2, Urk. 8/28 S. 4). Ein Arbeitgeberbericht hin sichtlich der neuen T ätigkeit wurde seitens der Beschwerdegegnerin nicht einge holt. Bei dieser S ach lage ist jedenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlich keit nachgewiesen, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit von März bis Juni 2020 vollständig arbeitsunfähig war und dass im Juli 2020 eine Verbesserung eintrat und die Höhe eines allfälligen Rentenanspruchs ab 1. Mai 2020 lässt sich nicht abschliessend festlegen. 4. 4 Auch d arüber hinaus ist die medizinische Situation unklar. Im Gutachten von Dr. Z.___ wurde nur erwähnt, dass gemäss dem im Rahmen der Untersuchung erhobenen psychopathologischen Befund die depressive Episode remittiert gewe sen sei. Im Vordergrund d er aktuellen Beschwerden hätten noch leicht ausge prägte Panikattacken gestanden (Urk. 8/29/64). Der Gutachter machte jedoch wie ausgeführt keine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit noch äusserte er sich zum zeitlichen Verlauf der Erkrankung. Gemäss Bericht des psychiatri schen Behandlers Dr. B.___ ( Urk. 8/28) besteht seit Mai 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Gleichzeitig attestiert e er für die Zeit von Januar bis Februar 2020 eine 50%ige, von Juli bis August 2020 eine 45%ige und von September bis Dezember 2020 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für einen Arbeitsversuch (S. 3). Bei der Beschwerdeführerin f and aber kein Arbeitsversuch im Sinne des IVG statt. Vielmehr ha tte die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben während Monaten in einem Teilzeitpensum in einem brasilianischen Restaurant gearbeitet. Die durchgehende Wertung der Arbeitstätigkeit als Arbeitsversuch impliziert, dass Dr. B.___ zumindest an der andauernden Leistungsfähigkeit der Beschwerde führerin zweifeln könnte. Eine Auseinandersetzung mit den Angaben von Dr. B.___ fehlt im Gutachten von Dr. Z.___, was namentlich auch im Hinblick auf die von Dr. Z.___ vorgenommene prognostische Beurteilung der Arbeitsfä higkeit als Mangel zu betrachten ist. Gemäss Dr. Z.___ sei ab Januar 2021 eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 80 % und ab Februar 2021 auf 100 % möglich ( Urk. 8/29/67). Bei einer nur pro gnostischen Einschätzung ist nicht ausgeschlossen, dass sich diese nicht bewahr heitet (Urteil des Bundesgerichts 8C_199/2011 vom 9. August 2011 E. 6.4). Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin kündigte sie ihre Tätigkeit auf grund von Überforderung per Dezember 2021 ; seit März 2020 werde sie vom Sozialamt unterstützt ( Urk. 13 S. 4). Zudem ist aus de m B ericht von Psychologin E.___ und Dr. D.___ vom 2 0. September 2022 ersichtlich, dass eine mit telgradige neuropsychologische Funktionsstörung diagnostiziert wurde ( Urk. 13), welche sich ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit - im Umfang von 50-70 % - aus wirke (S. 2). Dr. A.___ hatte bereits im Bericht vom 1 7. Februar 2021 auf eine schwerwiegende re Problematik verwiesen und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert ( Urk. 8/33, Urk. 8/ 37 ). Daraus ergeben sich jedenfalls Zweifel an der ( prognostischen ) Beurteilung des G utachters und insbesondere an deren Aussa gekraft für den gesamten Zeitraum bis zum Verfügungserlass am 19. April 202 2. 4.5 Zusammengefasst ergibt sich, dass das G utachten von Dr. Z.___ und die darauf basierenden RAD-Stellungnahmen keine abschliessende Beurteilung der Leis tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin für den entscheidrelevanten Zeitraum von Mai 2019 bis zum 1 9. April 2022 zul assen. Dies trifft auch für die Berichte von Dr. B.___ zu, zumal behandelnde Arztper sonen beziehungsweise Therapiekräfte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Dasselbe gilt für den Bericht des Hausarztes der Beschwerdeführerin Dr. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8/33), worin dieser ein HOPS diagnostizierte. Abgesehen davon, dass es sich bei Dr. A.___ um einen praktischen Arzt handelt und er über keine Facharztausbildung in Neurologie oder Psychiatrie verfügt, weswegen sein Bericht bereits aus diesem Grund einen geringe ren Beweiswert geniesst ( vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2 mit Hinweisen), ist zu berücksichtigen, dass diese Diagnose im Rahmen der später durchgeführten neuropsychologischen U ntersuchung nicht bestätigt wurde ( vgl. Urk. 13). 4. 6 Die Sache ist damit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdefüh rerin aus psychischer - und bei gemäss Bericht von Dr. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8/33) zahlreichen somatische n Diagnosen gegebenenfalls auch aus somatischer Sicht - abkläre. Demzufolge wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsat zes auch im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens (BGE 141 V 281) prü fen müssen, ob und wie sich die psychischen Diagnosen mit den somatischen Erkrankungen in ihren Auswirkungen gegenseitig beeinflussen respektive wie die Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau zu beurteilen ist. Dabei wird sie bei den beteiligten Arbeitgebern auch abzuklären haben, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ab Dezember 2019 effektiv erwerbstätig gewesen war. Je nach dem Ergebnis der Abklärungen sind allenfalls Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Die angefochtene Verfügung vom 19. April 2022 ( Urk. 2) ist daher aufzuheben. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 5. 5.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. Damit erweist sich das Gesuch de r Beschwerdeführer in um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ( Urk. 1) als gegenstandslos. 5.2 Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdefüh rerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 9. April 2022 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Marco Mona - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLangone

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2022.00259 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 30. November 2022

IV.2022.00259

IV.2022.00259

IV.2022.00259 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Langone

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Langone

Urteil vom 30. November 2022

Urteil vom 30. November 2022 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marco Mona

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marco Mona Advokaturbüro

Advokaturbüro Neugasse 116, 8005 Zürich

Neugasse 116, 8005 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1970, war von 2013 bis Mai 2019 als Köchin /Küchenhilfe in verschiedenen Restaurants tätig, wobei ihr letzte r Arbei ts tag bei der Y.___ GmbH am 1 1. Mai 2019 war (Urk. 8/23 / 3 ). Unter Hinweis auf eine Depression meldete sich die Versicherte am 6. November 2019 bei der Inva lidenversicher ung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/5). Die Sozialversicherungsan stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc he und erwerbliche Situation ab und zog die Akten de s Krankentag geldversicherers bei (Urk. 8/19), welche r das psychiatrische Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychi atrie und Psychotherapie FMH und Neurologie FMH, vom 7. Dezember 2020 ein ge holt hatte (Urk. 8/29/31-73).

1. X.___, geboren 1970, war von 2013 bis Mai 2019 als Köchin /Küchenhilfe in verschiedenen Restaurants tätig, wobei ihr letzte r Arbei ts tag bei der Y.___ GmbH am 1 1. Mai 2019 war (Urk. 8/23 3 ). Unter Hinweis auf eine Depression meldete sich die Versicherte am 6. November 2019 bei der Inva lidenversicher ung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/5). Die Sozialversicherungsan stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc he und erwerbliche Situation ab und zog die Akten de s Krankentag geldversicherers bei (Urk. 8/19), welche r das psychiatrische Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychi atrie und Psychotherapie FMH und Neurologie FMH, vom 7. Dezember 2020 ein ge holt hatte (Urk. 8/29/31-73). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/40; Urk. 8/41) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 19. April 2022 vo m 1. Mai bis 30. September 20 2 0 eine ganze Invalidenrente und vo m 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Viertelsrente zu ( Urk. 2).

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/40; Urk. 8/41) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 19. April 2022 vo m 1. Mai bis 30. September 20 2 0 eine ganze Invalidenrente und vo m 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Viertelsrente zu ( Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 13. Mai 2022 Beschwerde gegen die Verfügung vom 19. April 2022 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwer degegnerin sei anzuweisen, den Invaliditätsgrad ab Januar 2021 neu zu prüfen und anschliessend eine volle Invalidenrente auszurichten. Zudem sei ihr die unentgel tliche Rechtspflege zu gewähren ( Urk. 1 S. 2).

2. Die Versicherte erhob am 13. Mai 2022 Beschwerde gegen die Verfügung vom 19. April 2022 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwer degegnerin sei anzuweisen, den Invaliditätsgrad ab Januar 2021 neu zu prüfen und anschliessend eine volle Invalidenrente auszurichten. Zudem sei ihr die unentgel tliche Rechtspflege zu gewähren ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragt e mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2022 ( Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde. Das wurde der Beschwerdeführerin mit Gerichtsver fügung vom 29. Juni 2022 ( Urk. 9) zur Kenntnis gebracht. Mit Beschluss vom 2 9. September 2022 wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, zu r vom Gericht in Aussicht gestellten Möglichkeit einer Schlechterstellung ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen ( Urk. 10). Mit Eingabe vom 2 0. Oktober 2022 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie an ihrer Beschwerde festhalte, was der Beschwerdegegnerin am 2 4. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 14).

Die IV-Stelle beantragt e mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2022 ( Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde. Das wurde der Beschwerdeführerin mit Gerichtsver fügung vom 29. Juni 2022 ( Urk. 9) zur Kenntnis gebracht. Mit Beschluss vom 2 9. September 2022 wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, zu r vom Gericht in Aussicht gestellten Möglichkeit einer Schlechterstellung ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen ( Urk. 10). Mit Eingabe vom 2 0. Oktober 2022 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie an ihrer Beschwerde festhalte, was der Beschwerdegegnerin am 2 4. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 14). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da der frühest mögliche Rentenanspruch vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 entstanden ist, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwend bar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da der frühest mögliche Rentenanspruch vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 entstanden ist, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwend bar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2.

2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 1 9. April 2022 ( Urk. 2) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin ab 2 1. Mai 2019 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sei. Nach Ablauf des Wartejah res am 2 0. Mai 2020 habe eine volle Erwerbsunfähigkeit vorgelegen, womit ab 1. Mai 2020 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente best ehe. Ihre gesundheitli che Situation habe sich im Juli 2020 verbessert. Ab diesem Zeitpunkt wäre es der Beschwerdeführerin möglich gewesen, ihre r bisherige n Tätigkeit in einem 60 %-Pensum nachzugehen. Der Invaliditätsgrad habe der Arbeitsunfähigkeit von 40 % entsprochen. Nachdem die Verbesserung des Gesundheitszustandes drei Monate angedauert habe, best ehe ab 1. Oktober 2020 noch Anspruch auf eine Viertels rente. Bereits ab Januar 2021 sei es der Beschwerdeführerin wieder zumutbar gewesen, ihre Arbeit zu 80 % und ab Februar 2021 im vollen Pensum auszuüben. Daraus resultiere ab Januar 2021 ein Invaliditätsgrad von 20 % und ab Februar 2021 keine Invalidität mehr. Die Invalidenrente sei daher befristet bis 3 1. März 2021 auszurichten (S. 3). Die Abklärungen hätten gezeigt, dass ein diagnostizier tes hirnorganisches Psychosyndrom ( HOPS ) anhand der Unterlagen nicht erkenn bar sei. Laut der gutachterlichen Untersuchung seien keine kognitiven Störungen klinisch eruierbar gewesen, sodass von keiner klinischen Relevanz der radiologi schen Befunde auszugehen sei. Es lägen wiederkehrende psychosoziale Belas tungsfaktoren vor. Es werde an der medizinischen Beurteilung und dem vorge se henen Entscheid festgehalten (S. 4).

2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 1 9. April 2022 ( Urk. 2) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin ab 2 1. Mai 2019 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sei. Nach Ablauf des Wartejah res am 2 0. Mai 2020 habe eine volle Erwerbsunfähigkeit vorgelegen, womit ab 1. Mai 2020 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente best ehe. Ihre gesundheitli che Situation habe sich im Juli 2020 verbessert. Ab diesem Zeitpunkt wäre es der Beschwerdeführerin möglich gewesen, ihre r bisherige n Tätigkeit in einem 60 %-Pensum nachzugehen. Der Invaliditätsgrad habe der Arbeitsunfähigkeit von 40 % entsprochen. Nachdem die Verbesserung des Gesundheitszustandes drei Monate angedauert habe, best ehe ab 1. Oktober 2020 noch Anspruch auf eine Viertels rente. Bereits ab Januar 2021 sei es der Beschwerdeführerin wieder zumutbar gewesen, ihre Arbeit zu 80 % und ab Februar 2021 im vollen Pensum auszuüben. Daraus resultiere ab Januar 2021 ein Invaliditätsgrad von 20 % und ab Februar 2021 keine Invalidität mehr. Die Invalidenrente sei daher befristet bis 3 1. März 2021 auszurichten (S. 3). Die Abklärungen hätten gezeigt, dass ein diagnostizier tes hirnorganisches Psychosyndrom ( HOPS ) anhand der Unterlagen nicht erkenn bar sei. Laut der gutachterlichen Untersuchung seien keine kognitiven Störungen klinisch eruierbar gewesen, sodass von keiner klinischen Relevanz der radiologi schen Befunde auszugehen sei. Es lägen wiederkehrende psychosoziale Belas tungsfaktoren vor. Es werde an der medizinischen Beurteilung und dem vorge se henen Entscheid festgehalten (S. 4). 2.2 Die B eschwerdeführer in machte demgegenüber geltend (Urk. 1), dass sie ab 8. Januar 2021 wieder voll arbeitsunfähig sei. Ihr Hausarzt Dr. med. A.___ habe das ausführlich mit einem Bericht über neun Seiten begründet. Insbesondere habe er neu ein HOPS (Hirnorganisches Psychosyndrom) d iagnostiziert und das Fortbestehen einer depressiven Störung im Februar 2021 bestätigt. Der Kranken tag geldversicherer habe korrekt reagiert und habe den Gutachter Dr. Z.___ auf gefor dert, zu den im Einwand und in der Beurteilung durch den Hausarzt einge brach ten Argumente n Stellung zu nehmen (S. 2). Der Gutachter habe sie jedoch nicht nochmals zu einer Untersuch ung aufgeboten um festzustellen, ob sich seine Voraussage b e treffend die künftig zumutbar e Arbeitsfähigkeit bewahrheitet habe. Stattdessen habe er direkt auf die Anfrage der Versicherung geantwortet und die gestellten Zusatzfragen nicht beantwortet mit dem Hinweis darauf, dass es nicht ersichtlich sei, um welche Art der Erkrankung es sich handle. Der Gutachter hätte bei Dr. A.___ anfragen müssen, was die neue Erkrankung sei. Hinzu komme, dass der Gutachter den ausführlichen Bericht von Dr. A.___ nicht gelesen habe, denn dort sei die neue Erkrankung ausführlich geschildert worden. Der RAD mache keinen Versuch zu verstehen, ob die ausführlichen Hinweise von Dr. A.___ zutref fen könnten. Zumindest wären Rückfragen an ein en Facharzt angemessen gewe sen (S. 3).

2.2 Die B eschwerdeführer in machte demgegenüber geltend (Urk. 1), dass sie ab 8. Januar 2021 wieder voll arbeitsunfähig sei. Ihr Hausarzt Dr. med. A.___ habe das ausführlich mit einem Bericht über neun Seiten begründet. Insbesondere habe er neu ein HOPS (Hirnorganisches Psychosyndrom) d iagnostiziert und das Fortbestehen einer depressiven Störung im Februar 2021 bestätigt. Der Kranken tag geldversicherer habe korrekt reagiert und habe den Gutachter Dr. Z.___ auf gefor dert, zu den im Einwand und in der Beurteilung durch den Hausarzt einge brach ten Argumente n Stellung zu nehmen (S. 2). Der Gutachter habe sie jedoch nicht nochmals zu einer Untersuch ung aufgeboten um festzustellen, ob sich seine Voraussage b e treffend die künftig zumutbar e Arbeitsfähigkeit bewahrheitet habe. Stattdessen habe er direkt auf die Anfrage der Versicherung geantwortet und die gestellten Zusatzfragen nicht beantwortet mit dem Hinweis darauf, dass es nicht ersichtlich sei, um welche Art der Erkrankung es sich handle. Der Gutachter hätte bei Dr. A.___ anfragen müssen, was die neue Erkrankung sei. Hinzu komme, dass der Gutachter den ausführlichen Bericht von Dr. A.___ nicht gelesen habe, denn dort sei die neue Erkrankung ausführlich geschildert worden. Der RAD mache keinen Versuch zu verstehen, ob die ausführlichen Hinweise von Dr. A.___ zutref fen könnten. Zumindest wären Rückfragen an ein en Facharzt angemessen gewe sen (S. 3). Sie sei derzeit und spätestens seit Beginn 2021 zu 100 % nicht in der Lage zu arbeiten. Das psychische Krankheitsbild habe sich verschärft, die Symptome des HOPS (Tendenz zur Tätigkeit bis zur Erschöpfung und zur körperlichen Überlas tung, Nähe-Distanz-Problematik, mangelnde Flexib i lität, mangelnde Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben etc.) seien sehr präsent (S. 4).

Sie sei derzeit und spätestens seit Beginn 2021 zu 100 % nicht in der Lage zu arbeiten. Das psychische Krankheitsbild habe sich verschärft, die Symptome des HOPS (Tendenz zur Tätigkeit bis zur Erschöpfung und zur körperlichen Überlas tung, Nähe-Distanz-Problematik, mangelnde Flexib i lität, mangelnde Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben etc.) seien sehr präsent (S. 4). 3.

3. 3.1 Im Bericht von Dr. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3 0. März 2020 ( Urk. 8/15) werden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgelistet (S. 4):

3.1 Im Bericht von Dr. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3 0. März 2020 ( Urk. 8/15) werden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgelistet (S. 4): - Rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode, mit soma tischem Syndrom (ICD-10 F33.11)

Rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode, mit soma tischem Syndrom (ICD-10 F33.11) - Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)

Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) - Panikstörung (ICD-10 F41.0)

Panikstörung (ICD-10 F41.0) Die Beschwerdeführerin sei seit dem 2 1. Mai 2019 bei ihm in Be handlung, aktuell ein m a l pro ein e bis zwei Wochen (S. 2). Beim Erstgespräch habe sie über Kon zentrationsschwierigkeiten und Ein- und Durchschlafstörungen geklagt. Sie w eine oft. Es steigere sich das H ilflosigkeitsgefühl tagsüber und abends denke sie öfters an ihre mi ssliche Lage und befürchte das S chlimmste (S. 3). Befundet wur de n unter anderem eine reduzierte Aufmerksamkeit und ein vermindertes Konzentrationsvermögen. F ormalgedankli ch sei sie verlangsamt, eingeengt auf die A r b eitssituation, die körperliche n Symptome und psychosoziale n Belastun gen. Es bestünden Grübeln und Panikzustände. Im Affekt sei sie gedrückt, hoff nungslos. Es lägen ein v ermindertes Selbstwertgefühl, Interessenverlust und sozialer Rückzug vor (S. 4). Aktuell sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeits unfähig und mache einen Arbeitsversuch mit 50 % (S. 5).

Die Beschwerdeführerin sei seit dem 2 1. Mai 2019 bei ihm in Be handlung, aktuell ein m a l pro ein e bis zwei Wochen (S. 2). Beim Erstgespräch habe sie über Kon zentrationsschwierigkeiten und Ein- und Durchschlafstörungen geklagt. Sie w eine oft. Es steigere sich das H ilflosigkeitsgefühl tagsüber und abends denke sie öfters an ihre mi ssliche Lage und befürchte das S chlimmste (S. 3). Befundet wur de n unter anderem eine reduzierte Aufmerksamkeit und ein vermindertes Konzentrationsvermögen. F ormalgedankli ch sei sie verlangsamt, eingeengt auf die A r b eitssituation, die körperliche n Symptome und psychosoziale n Belastun gen. Es bestünden Grübeln und Panikzustände. Im Affekt sei sie gedrückt, hoff nungslos. Es lägen ein v ermindertes Selbstwertgefühl, Interessenverlust und sozialer Rückzug vor (S. 4). Aktuell sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeits unfähig und mache einen Arbeitsversuch mit 50 % (S. 5). 3.2 Dr. B.___ führte in seinem Verlaufsbericht vom 9. Dezember 2020 (Eingangs datum, Urk. 8/28) aus, dass im Laufe der Behandlung eine medikamentöse Anpassung statt gefunden habe, welche eine erste, leicht positive Verbesserung hinsichtlich der depressiven Symptomatik erbracht habe. Zu m aktuellen Zeit punkt könne eine partielle Besserung der Beschwerden und Symptomsuppression registriert werden. Es hätten eine innere Entspannung, eine emotionale Ausgegli chenheit, eine Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung festgestellt werden können. Die mentale und körperliche Ausdauer sehe er weiterhin als fragil und eingeschränkt. Trotzdem lasse sich eine berufliche Perspektive ausarbeiten. Die Prognose sei günstig. Unter bereits angebahntem Arbeitsversuch lasse sich eine allmähliche Steigerung der Belastbarkeit feststellen (S. 3). Der aktuelle Arbeits versuch (60 %) laufe bei nach wie vor bestehender vollständige r Arbeitsunfähig keit (S. 4).

3.2 Dr. B.___ führte in seinem Verlaufsbericht vom 9. Dezember 2020 (Eingangs datum, Urk. 8/28) aus, dass im Laufe der Behandlung eine medikamentöse Anpassung statt gefunden habe, welche eine erste, leicht positive Verbesserung hinsichtlich der depressiven Symptomatik erbracht habe. Zu m aktuellen Zeit punkt könne eine partielle Besserung der Beschwerden und Symptomsuppression registriert werden. Es hätten eine innere Entspannung, eine emotionale Ausgegli chenheit, eine Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung festgestellt werden können. Die mentale und körperliche Ausdauer sehe er weiterhin als fragil und eingeschränkt. Trotzdem lasse sich eine berufliche Perspektive ausarbeiten. Die Prognose sei günstig. Unter bereits angebahntem Arbeitsversuch lasse sich eine allmähliche Steigerung der Belastbarkeit feststellen (S. 3). Der aktuelle Arbeits versuch (60 %) laufe bei nach wie vor bestehender vollständige r Arbeitsunfähig keit (S. 4). 3.3 Dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH sowie für Neurologie FMH, welches zuhanden des Kranken taggel d versicherers am 7. Dezember 2020 erstattet wurde ( Urk. 8/29/31-76), sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 59):

3.3 Dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH sowie für Neurologie FMH, welches zuhanden des Kranken taggel d versicherers am 7. Dezember 2020 erstattet wurde ( Urk. 8/29/31-76), sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 59): - mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: - Panikstörung (ICD-10 F41.0)

Panikstörung (ICD-10 F41.0) - ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4) - Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, im Sinne zwanghaft und narzisstisch akzentuierte r Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)

Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, im Sinne zwanghaft und narzisstisch akzentuierte r Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) Im Rahmen der Exploration habe die Beschwerdeführerin berichtet, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert habe. Im Vordergrund der aktuellen Beschwerden stünden weiterhin kognitive Defizite mit sowohl Gedächtnis- als auch Konzen trationsstörungen, Grübeln – was sich eindeutig verbessert habe – Angst und Panikattacken bei Überforderung und ein Gefühl der inneren Unruhe (S. 3 1). Im objektiven psychopathologischen Befund fielen eine phasenweise leicht gedrückte Stimmung und eine leicht verminderte affektive Modulationsfähigkeit auf. Vorgetragen worden seien Zukunftsängste, Existenzängste und Panik attacken, die sich verbessert hätten. Darüber hinaus hätten keine weiteren psy chopathologischen Auffälligkeiten objektiviert werden können (S. 3 2). Aufgrund der aktuellen Exploration und de s im Rahmen der Untersuchung erhobenen psy chopathologischen Befund es sei die depressive Episode remittiert. Im Vorder grund der aktuellen Beschwerden ständen noch leicht ausgeprägte Panikattacken, insbesondere in Stresssituationen, wenn die Beschwerdeführerin unter Druck gerate, dies überwiegend w ahrscheinlich aufgrund der reduzierten Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit (S. 3 4). Der vom Behandler diagnostizierten Somatisie rungsstörung könne nicht gefolgt werden. Es fehle das Charakteristikum im Sinne von multiplen, wiederholt auftretenden, häufig wechselnden körperlichen Symp tome n, die meist seit einigen Jahren bestanden haben, bevor die Betroffenen zum Ps ychiater überwiesen werden (S. 3 5).

Im Rahmen der Exploration habe die Beschwerdeführerin berichtet, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert habe. Im Vordergrund der aktuellen Beschwerden stünden weiterhin kognitive Defizite mit sowohl Gedächtnis- als auch Konzen trationsstörungen, Grübeln – was sich eindeutig verbessert habe – Angst und Panikattacken bei Überforderung und ein Gefühl der inneren Unruhe (S. 3 1). Im objektiven psychopathologischen Befund fielen eine phasenweise leicht gedrückte Stimmung und eine leicht verminderte affektive Modulationsfähigkeit auf. Vorgetragen worden seien Zukunftsängste, Existenzängste und Panik attacken, die sich verbessert hätten. Darüber hinaus hätten keine weiteren psy chopathologischen Auffälligkeiten objektiviert werden können (S. 3 2). Aufgrund der aktuellen Exploration und de s im Rahmen der Untersuchung erhobenen psy chopathologischen Befund es sei die depressive Episode remittiert. Im Vorder grund der aktuellen Beschwerden ständen noch leicht ausgeprägte Panikattacken, insbesondere in Stresssituationen, wenn die Beschwerdeführerin unter Druck gerate, dies überwiegend w ahrscheinlich aufgrund der reduzierten Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit (S. 3 4). Der vom Behandler diagnostizierten Somatisie rungsstörung könne nicht gefolgt werden. Es fehle das Charakteristikum im Sinne von multiplen, wiederholt auftretenden, häufig wechselnden körperlichen Symp tome n, die meist seit einigen Jahren bestanden haben, bevor die Betroffenen zum Ps ychiater überwiesen werden (S. 3 5). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenhilfe sei die Beschwerdeführerin zu 40 % arbeitsunfähig. Ab 1. Januar 2021 sei eine Steigerung auf 80 % und ab 1. Februar 2021 auf 100 % möglich und zumutbar. Die zuletzt ausgeübte Tätig keit sei am besten angepasst. Auch in allen anderen, ihren beruflichen Ressourcen optimal angepassten Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin spätestens ab 1. Februar 2021 zu 100 % arbeitsfähig (S. 3 7).

In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenhilfe sei die Beschwerdeführerin zu 40 % arbeitsunfähig. Ab 1. Januar 2021 sei eine Steigerung auf 80 % und ab 1. Februar 2021 auf 100 % möglich und zumutbar. Die zuletzt ausgeübte Tätig keit sei am besten angepasst. Auch in allen anderen, ihren beruflichen Ressourcen optimal angepassten Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin spätestens ab 1. Februar 2021 zu 100 % arbeitsfähig (S. 3 7). 3.4 Im B ericht von Dr. med. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8 /33) wurde n unter anderem folgende Diagnose n gestellt (S. 3 -5 ):

3.4 Im B ericht von Dr. med. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8 /33) wurde n unter anderem folgende Diagnose n gestellt (S. 3 -5 ): - Hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), ED 2021 durch Dr. A.___ mit/bei:

Hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), ED 2021 durch Dr. A.___ mit/bei: - Psychiatrischen Diagnosen

Psychiatrischen Diagnosen - Mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1)

Mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1) - Rezidivierende ängstlich-depressive Episode, ggw. mittelgradig mit ausgeprägten Somatisierungstendenzen (ICD-10 F33.21)

Rezidivierende ängstlich-depressive Episode, ggw. mittelgradig mit ausgeprägten Somatisierungstendenzen (ICD-10 F33.21) - Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst ; ICD-10 F40.2)

Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst ; ICD-10 F40.2) - Vd. auf histrionische Primärpersönlichkeit

Vd. auf histrionische Primärpersönlichkeit - Autoimmune Thyroiditis, ED 2021

Autoimmune Thyroiditis, ED 2021 - DD post-infektiös (virale Gastroenteritis April 2020, Vd. auf viralen Atemwegsinfekt August 2020)

DD post-infektiös (virale Gastroenteritis April 2020, Vd. auf viralen Atemwegsinfekt August 2020) - DD Stress-bedingt

DD Stress-bedingt - Hyperthyreose bei AI- Thyroiditis (ED 2021)

Hyperthyreose bei AI- Thyroiditis (ED 2021) Er betreue die Beschwerdeführerin seit dem 1 6. April 202 0. Seines Erachtens bestehe seit mindestens 2009 ein HOPS-Hirnorganisches Psychosyndrom (S. 1). Er attestierte ihr eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vo m 1. März 2021 bis 31. März 2021 ( Urk. 8/37).

Er betreue die Beschwerdeführerin seit dem 1 6. April 202 0. Seines Erachtens bestehe seit mindestens 2009 ein HOPS-Hirnorganisches Psychosyndrom (S. 1). Er attestierte ihr eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vo m 1. März 2021 bis 31. März 2021 ( Urk. 8/37). 3.5 In der Stellungnahme von (undatiert, Urk. 8/45/5) Dr. med. C.___, Fach arzt Psychiatrie und Psychotherapie, vom regionalen ärztlichen Dienst der IV-Stelle wurde ausgeführt, dass auf das Gutachten des Krankentaggeldversicherers abgestellt werden könne. Die angestammte Tätigkeit sei optimal ange passt. Vom 2 1. Mai 2019 bis 30. November 2019 habe eine vollständige Arbeitsfähigkeit, vom 1. Dezember 2019 bis 2 9. Februar 2020 (Arbeitsversuch) eine 50 % ige Arbeitsunfähigkeit, vom 1. Juli 2020 bis 3 1. Dezember 2020 eine Arbe itsunfähig keit von 40 %, vom 1. Januar 2021 bis 3 1. Januar 2021 eine solche von 20 % bestanden und ab 1. Februar 2021 bestehe wieder eine vollständige Arbeitsfähig keit. Weiter wurde erwähnt, dass der Beurteilung des Hausarztes, wonach weiter hin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe, nicht gefolgt werden könne. Es f i nde keine ausführliche Auseinandersetzung mit Ressourcen und psychosozialen Faktoren statt. Ausserdem handle es sich um eine fachfremde, allgemeinmedizi nische Beurteilung, weshalb ihr nicht gefolgt werden könne.

3.5 In der Stellungnahme von (undatiert, Urk. 8/45/5) Dr. med. C.___, Fach arzt Psychiatrie und Psychotherapie, vom regionalen ärztlichen Dienst der IV-Stelle wurde ausgeführt, dass auf das Gutachten des Krankentaggeldversicherers abgestellt werden könne. Die angestammte Tätigkeit sei optimal ange passt. Vom 2 1. Mai 2019 bis 30. November 2019 habe eine vollständige Arbeitsfähigkeit, vom 1. Dezember 2019 bis 2 9. Februar 2020 (Arbeitsversuch) eine 50 % ige Arbeitsunfähigkeit, vom 1. Juli 2020 bis 3 1. Dezember 2020 eine Arbe itsunfähig keit von 40 %, vom 1. Januar 2021 bis 3 1. Januar 2021 eine solche von 20 % bestanden und ab 1. Februar 2021 bestehe wieder eine vollständige Arbeitsfähig keit. Weiter wurde erwähnt, dass der Beurteilung des Hausarztes, wonach weiter hin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe, nicht gefolgt werden könne. Es f i nde keine ausführliche Auseinandersetzung mit Ressourcen und psychosozialen Faktoren statt. Ausserdem handle es sich um eine fachfremde, allgemeinmedizi nische Beurteilung, weshalb ihr nicht gefolgt werden könne. 3.6 Derselbe RAD-Arzt erläuterte in seiner Stellungnahme vom 1 2. Februar 2022 ( Urk. 8/60/2-3), dass die vom Hausarzt gestellte Diagnose eines HOPS bislang von keinem der involvierten Fachärzte in Psychiatrie gestellt worden sei. Im Gutach ten seien keine Hinweise für mnestische oder kognitiv e Störungen zu finden. Gedächtnisstörungen und Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leis tungen seien j edoch Bestandteil des HOPS. Dr. A.___ habe die fachfremde Diagnose nicht hergeleitet (S. 2). Im Vergleich dazu sei das Gutachten von Dr. Z.___ differe nzierter mit einem ausführlichen psychopathologischen Befund. Auch anhand der Anamnese könne ein HOPS nicht eruiert werden. In der MRI-Untersuchung und intrakranielle n MR- Angio vom 1 2. Januar 2021 seien zwar multiple kleinfleckige Gliosen des supratentoriellen Marklagers zu finden gewe sen, welche mit einem unspezifischen mikrovaskulären Muster vereinbar sei en. Jedoch sei e n gemäss gutachterlicher Untersuchung keine kognitiven Störungen klinisch eruierbar gewesen, sodass von keiner klinischen Relevanz der radiologi schen Befunde auszugehen sei (S. 3).

3.6 Derselbe RAD-Arzt erläuterte in seiner Stellungnahme vom 1 2. Februar 2022 ( Urk. 8/60/2-3), dass die vom Hausarzt gestellte Diagnose eines HOPS bislang von keinem der involvierten Fachärzte in Psychiatrie gestellt worden sei. Im Gutach ten seien keine Hinweise für mnestische oder kognitiv e Störungen zu finden. Gedächtnisstörungen und Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leis tungen seien j edoch Bestandteil des HOPS. Dr. A.___ habe die fachfremde Diagnose nicht hergeleitet (S. 2). Im Vergleich dazu sei das Gutachten von Dr. Z.___ differe nzierter mit einem ausführlichen psychopathologischen Befund. Auch anhand der Anamnese könne ein HOPS nicht eruiert werden. In der MRI-Untersuchung und intrakranielle n MR- Angio vom 1 2. Januar 2021 seien zwar multiple kleinfleckige Gliosen des supratentoriellen Marklagers zu finden gewe sen, welche mit einem unspezifischen mikrovaskulären Muster vereinbar sei en. Jedoch sei e n gemäss gutachterlicher Untersuchung keine kognitiven Störungen klinisch eruierbar gewesen, sodass von keiner klinischen Relevanz der radiologi schen Befunde auszugehen sei (S. 3). 3.7 Dem B ericht von Dr. med. D.___, Verhaltensneurologin, und lic. phil. E.___, Psychologin FSP, vom Zentrum F.___ ( Urk. 13) vom 2 0. September 2022 sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 2):

3.7 Dem B ericht von Dr. med. D.___, Verhaltensneurologin, und lic. phil. E.___, Psychologin FSP, vom Zentrum F.___ ( Urk. 13) vom 2 0. September 2022 sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 2): - Mittelgradige neuropsychologische Funktionsstörung fronto - temporo -limbischer Regelkreise mit linkshemisphärischer Akzentuierung, ätiolo gisch multifaktoriell bedingt:

Mittelgradige neuropsychologische Funktionsstörung fronto temporo -limbischer Regelkreise mit linkshemisphärischer Akzentuierung, ätiolo gisch multifaktoriell bedingt: - assoziiert an die komplexe psychiatrische Symptomatik mit der seit Jahren bestehenden depressiven Symptomatik, aggraviert durch Hin weise auf histrionische Primärpersönlichkeit

assoziiert an die komplexe psychiatrische Symptomatik mit der seit Jahren bestehenden depressiven Symptomatik, aggraviert durch Hin weise auf histrionische Primärpersönlichkeit - DD Akzentuierung durch die Insomnie, die chronische Schmerzsymp tomatik und möglicherweise auch vorbestehende Leistungsschwächen als zusätzliche ressourcen- sowie leistungslimitierende Faktoren

DD Akzentuierung durch die Insomnie, die chronische Schmerzsymp tomatik und möglicherweise auch vorbestehende Leistungsschwächen als zusätzliche ressourcen- sowie leistungslimitierende Faktoren - DD beginnende neurodegenerative Erkrankung nicht ausgeschlossen

DD beginnende neurodegenerative Erkrankung nicht ausgeschlossen Die Beschwerdeführerin wirke antriebslos, traurig, etwas verlangsamt. Im Anam nesegespräch habe es Hinweise für eine leichte (Alt-)Gedächtnisstörung gegeben. Die affektiv-emotionale Schwingungsfähigkeit sei leicht eingeschränkt, die Grundstimmung insgesamt depressiv. Psychomotorisch sei sie deutlich verlang samt, sicherlich auch durch eine sehr exakte, zwanghafte A rbeitswe ise mitbedingt (S. 5). Testbasiert hätten sich folgende kognitive Befunde gezeigt: attentionale Einschränkungen mittelgradiger bis schwerer Ausprägung. Hinz u kämen Ein schränkungen in mehreren frontal-exekutiven Teilbereichen leichter bis schwerer Ausprägung (S. 1). Aufgrund der Befunde sei die Arbeitsfähigkeit aktuell mindes tens zu 50-70 % eingeschränkt. Zudem müsse davon ausgegangen werden, dass die Befunde unter weniger strukturierten und störarmen Bedingungen als sie in dieser Untersuchung vorgelegen h ätten und insbesondere in Stress- sowie Belas tungssituationen stärker ausgeprägt seien, wobei aktuell maximal von einer 20-30%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (S. 2). Aufgrund der obigen Befunde, insbesondere aufgrund der Verlangsamung sowie der frontal-exekuti ven und attentionalen Einschränkung, sei die Fahreignung aus neurokognitiver Sicht nicht gegeben (S. 2).

Die Beschwerdeführerin wirke antriebslos, traurig, etwas verlangsamt. Im Anam nesegespräch habe es Hinweise für eine leichte (Alt-)Gedächtnisstörung gegeben. Die affektiv-emotionale Schwingungsfähigkeit sei leicht eingeschränkt, die Grundstimmung insgesamt depressiv. Psychomotorisch sei sie deutlich verlang samt, sicherlich auch durch eine sehr exakte, zwanghafte A rbeitswe ise mitbedingt (S. 5). Testbasiert hätten sich folgende kognitive Befunde gezeigt: attentionale Einschränkungen mittelgradiger bis schwerer Ausprägung. Hinz u kämen Ein schränkungen in mehreren frontal-exekutiven Teilbereichen leichter bis schwerer Ausprägung (S. 1). Aufgrund der Befunde sei die Arbeitsfähigkeit aktuell mindes tens zu 50-70 % eingeschränkt. Zudem müsse davon ausgegangen werden, dass die Befunde unter weniger strukturierten und störarmen Bedingungen als sie in dieser Untersuchung vorgelegen h ätten und insbesondere in Stress- sowie Belas tungssituationen stärker ausgeprägt seien, wobei aktuell maximal von einer 20-30%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (S. 2). Aufgrund der obigen Befunde, insbesondere aufgrund der Verlangsamung sowie der frontal-exekuti ven und attentionalen Einschränkung, sei die Fahreignung aus neurokognitiver Sicht nicht gegeben (S. 2). 4.

4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist der Gesundheitszustand und die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Von Mai bis September 2020 verfügte die Beschwerdegegnerin eine ganze Invalidenrente und von Oktober 2020 bis März 2021 eine Viertelsrente ( Urk. 2). Die Beschwerdeführerin focht lediglich den Invaliditätsgrad ab Januar 2021 an ( Urk. 1 S. 1). Streitgegenstand des vorliegen den Verfahrens bilde n jedoch nicht nur die Rentenreduktion per 3 0. September 2020 und die Renteneinstellung per 3 1. März 2021, sondern auch die Zusprache einer ganzen Rente für die Zeit vom 1. Mai 2020 bis 3 0. September 2020 (BGE 131 V 164 E. 2.2, E. 2.3.4; vgl. Beschluss vom 2 9. September 2022, Urk. 10 E. 1).

4.1 Strittig und zu prüfen ist der Gesundheitszustand und die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Von Mai bis September 2020 verfügte die Beschwerdegegnerin eine ganze Invalidenrente und von Oktober 2020 bis März 2021 eine Viertelsrente ( Urk. 2). Die Beschwerdeführerin focht lediglich den Invaliditätsgrad ab Januar 2021 an ( Urk. 1 S. 1). Streitgegenstand des vorliegen den Verfahrens bilde n jedoch nicht nur die Rentenreduktion per 3 0. September 2020 und die Renteneinstellung per 3 1. März 2021, sondern auch die Zusprache einer ganzen Rente für die Zeit vom 1. Mai 2020 bis 3 0. September 2020 (BGE 131 V 164 E. 2.2, E. 2.3.4; vgl. Beschluss vom 2 9. September 2022, Urk. 10 E. 1). 4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Verfügung in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die RAD-Stellungnahmen von Dr. C.___ und das zugrundeliegende psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___.

4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Verfügung in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die RAD-Stellungnahmen von Dr. C.___ und das zugrundeliegende psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___. Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jene n exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikatio nen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel lungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen). Dasselbe gilt für das von der Krankentaggeldver sicherung eingeholte Gutachten von Dr. Z.___. Praxisgemäss haben solche Berichte und Gutachten lediglich den Beweiswert einer versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme, da sie nicht nach den speziellen Bestimmungen des Art. 44 ATSG eingeholt wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_35/2021 vom 8. März 2021 E. 6 mit weiter e n Hinweisen). Es genügen somit geringe Zweifel an der Richtigkeit, damit sie als nicht verwertbar anzusehen sind.

Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jene n exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikatio nen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel lungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen). Dasselbe gilt für das von der Krankentaggeldver sicherung eingeholte Gutachten von Dr. Z.___. Praxisgemäss haben solche Berichte und Gutachten lediglich den Beweiswert einer versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme, da sie nicht nach den speziellen Bestimmungen des Art. 44 ATSG eingeholt wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_35/2021 vom 8. März 2021 E. 6 mit weiter e n Hinweisen). Es genügen somit geringe Zweifel an der Richtigkeit, damit sie als nicht verwertbar anzusehen sind. 4. 3 Der Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. C.___ (Urk. 8/45/5) ist bezüglich Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen, dass er davon ausging, dass auf das Gutachten der Krankentaggeldversicherung abgestellt werden könne. Die Beschwerdeführe rin sei vom 2 1. Mai bis 3 0. November 2019 zu 100 % und vom 1. Dezember 2019 bis 2 9. Februar 2020 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Überwiegend wahrschein lich sei sie vom 1. März bis 3 0. Juni 2020 zu 100 % arbeitsunfähig und anschlies send vom 1. Juli bis 3 1. Dezember 2020 zu 40 % und vom 1. b is 3 1. Januar 2021 zu 20 % arbeitsunfähig gewesen. Ab Februar 2021 bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr (S. 5). Aufgrund welcher medizinischen Unterlagen der RAD auf diese Arbeitsfähigkeitseinschätzungen kommt, bleibt letztlich unklar. Dem Gutachten von Dr. Z.___ (U rk. 8/29/31-73) ist hinsichtlich Arbeitsfähigkeit lediglich zu ent nehmen, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Begutachtung in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Küchenhilfe, welche eine optimal ange passte Tätigkeit darstell e, zu 40 % arbeitsunfähig sei. Ab 1. Januar 2021 sei eine Steigerung auf 80 % und ab 1. Februar 2021 auf 100 % möglich (S. 37). Es erfolgte somit keine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den G utachter.

4. 3 Der Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. C.___ (Urk. 8/45/5) ist bezüglich Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen, dass er davon ausging, dass auf das Gutachten der Krankentaggeldversicherung abgestellt werden könne. Die Beschwerdeführe rin sei vom 2 1. Mai bis 3 0. November 2019 zu 100 % und vom 1. Dezember 2019 bis 2 9. Februar 2020 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Überwiegend wahrschein lich sei sie vom 1. März bis 3 0. Juni 2020 zu 100 % arbeitsunfähig und anschlies send vom 1. Juli bis 3 1. Dezember 2020 zu 40 % und vom 1. b is 3 1. Januar 2021 zu 20 % arbeitsunfähig gewesen. Ab Februar 2021 bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr (S. 5). Aufgrund welcher medizinischen Unterlagen der RAD auf diese Arbeitsfähigkeitseinschätzungen kommt, bleibt letztlich unklar. Dem Gutachten von Dr. Z.___ (U rk. 8/29/31-73) ist hinsichtlich Arbeitsfähigkeit lediglich zu ent nehmen, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Begutachtung in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Küchenhilfe, welche eine optimal ange passte Tätigkeit darstell e, zu 40 % arbeitsunfähig sei. Ab 1. Januar 2021 sei eine Steigerung auf 80 % und ab 1. Februar 2021 auf 100 % möglich (S. 37). Es erfolgte somit keine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den G utachter. Insbesondere die vom RAD angenommene vollständige Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum von März bis Juni 2020 widerspricht dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben ihr Pensum im Februar 2020 auf 50 % habe steigern können ( Urk. 8/13/4). Im Juni 2020 habe sie zu 45 % gear beitet ( Urk. 8/17). D ie Krankentaggeldversicherung der Beschwerdeführerin rich tete für die Zeit von Dezember 2019 bis Mai 2020 grösstenteils Krankentaggelder für eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus (Urk. 8/19/2-3) ; im Anschluss wurde für die Taggeldzahlungen wiederum von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus gegangen (vgl. Urk. 8/29/2-3, Urk. 8/29/22 ). Dr. B.___ wertete die neu aufge nommene Tätigkeit als Arbeitsversuch bei nach wie vor bestehender vollständiger Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 8/15 S. 2, Urk. 8/28 S. 4). Ein Arbeitgeberbericht hin sichtlich der neuen T ätigkeit wurde seitens der Beschwerdegegnerin nicht einge holt. Bei dieser S ach lage ist jedenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlich keit nachgewiesen, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit von März bis Juni 2020 vollständig arbeitsunfähig war und dass im Juli 2020 eine Verbesserung eintrat und die Höhe eines allfälligen Rentenanspruchs ab 1. Mai 2020 lässt sich nicht abschliessend festlegen.

Insbesondere die vom RAD angenommene vollständige Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum von März bis Juni 2020 widerspricht dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben ihr Pensum im Februar 2020 auf 50 % habe steigern können ( Urk. 8/13/4). Im Juni 2020 habe sie zu 45 % gear beitet ( Urk. 8/17). D ie Krankentaggeldversicherung der Beschwerdeführerin rich tete für die Zeit von Dezember 2019 bis Mai 2020 grösstenteils Krankentaggelder für eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus (Urk. 8/19/2-3) ; im Anschluss wurde für die Taggeldzahlungen wiederum von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus gegangen (vgl. Urk. 8/29/2-3, Urk. 8/29/22 ). Dr. B.___ wertete die neu aufge nommene Tätigkeit als Arbeitsversuch bei nach wie vor bestehender vollständiger Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 8/15 S. 2, Urk. 8/28 S. 4). Ein Arbeitgeberbericht hin sichtlich der neuen T ätigkeit wurde seitens der Beschwerdegegnerin nicht einge holt. Bei dieser S ach lage ist jedenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlich keit nachgewiesen, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit von März bis Juni 2020 vollständig arbeitsunfähig war und dass im Juli 2020 eine Verbesserung eintrat und die Höhe eines allfälligen Rentenanspruchs ab 1. Mai 2020 lässt sich nicht abschliessend festlegen. 4. 4 Auch d arüber hinaus ist die medizinische Situation unklar. Im Gutachten von Dr. Z.___ wurde nur erwähnt, dass gemäss dem im Rahmen der Untersuchung erhobenen psychopathologischen Befund die depressive Episode remittiert gewe sen sei. Im Vordergrund d er aktuellen Beschwerden hätten noch leicht ausge prägte Panikattacken gestanden (Urk. 8/29/64). Der Gutachter machte jedoch wie ausgeführt keine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit noch äusserte er sich zum zeitlichen Verlauf der Erkrankung. Gemäss Bericht des psychiatri schen Behandlers Dr. B.___ ( Urk. 8/28) besteht seit Mai 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Gleichzeitig attestiert e er für die Zeit von Januar bis Februar 2020 eine 50%ige, von Juli bis August 2020 eine 45%ige und von September bis Dezember 2020 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für einen Arbeitsversuch (S. 3). Bei der Beschwerdeführerin f and aber kein Arbeitsversuch im Sinne des IVG statt. Vielmehr ha tte die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben während Monaten in einem Teilzeitpensum in einem brasilianischen Restaurant gearbeitet. Die durchgehende Wertung der Arbeitstätigkeit als Arbeitsversuch impliziert, dass Dr. B.___ zumindest an der andauernden Leistungsfähigkeit der Beschwerde führerin zweifeln könnte. Eine Auseinandersetzung mit den Angaben von Dr. B.___ fehlt im Gutachten von Dr. Z.___, was namentlich auch im Hinblick auf die von Dr. Z.___ vorgenommene prognostische Beurteilung der Arbeitsfä higkeit als Mangel zu betrachten ist.

4. 4 Auch d arüber hinaus ist die medizinische Situation unklar. Im Gutachten von Dr. Z.___ wurde nur erwähnt, dass gemäss dem im Rahmen der Untersuchung erhobenen psychopathologischen Befund die depressive Episode remittiert gewe sen sei. Im Vordergrund d er aktuellen Beschwerden hätten noch leicht ausge prägte Panikattacken gestanden (Urk. 8/29/64). Der Gutachter machte jedoch wie ausgeführt keine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit noch äusserte er sich zum zeitlichen Verlauf der Erkrankung. Gemäss Bericht des psychiatri schen Behandlers Dr. B.___ ( Urk. 8/28) besteht seit Mai 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Gleichzeitig attestiert e er für die Zeit von Januar bis Februar 2020 eine 50%ige, von Juli bis August 2020 eine 45%ige und von September bis Dezember 2020 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für einen Arbeitsversuch (S. 3). Bei der Beschwerdeführerin f and aber kein Arbeitsversuch im Sinne des IVG statt. Vielmehr ha tte die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben während Monaten in einem Teilzeitpensum in einem brasilianischen Restaurant gearbeitet. Die durchgehende Wertung der Arbeitstätigkeit als Arbeitsversuch impliziert, dass Dr. B.___ zumindest an der andauernden Leistungsfähigkeit der Beschwerde führerin zweifeln könnte. Eine Auseinandersetzung mit den Angaben von Dr. B.___ fehlt im Gutachten von Dr. Z.___, was namentlich auch im Hinblick auf die von Dr. Z.___ vorgenommene prognostische Beurteilung der Arbeitsfä higkeit als Mangel zu betrachten ist. Gemäss Dr. Z.___ sei ab Januar 2021 eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 80 % und ab Februar 2021 auf 100 % möglich ( Urk. 8/29/67). Bei einer nur pro gnostischen Einschätzung ist nicht ausgeschlossen, dass sich diese nicht bewahr heitet (Urteil des Bundesgerichts 8C_199/2011 vom 9. August 2011 E. 6.4). Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin kündigte sie ihre Tätigkeit auf grund von Überforderung per Dezember 2021 ; seit März 2020 werde sie vom Sozialamt unterstützt ( Urk. 13 S. 4). Zudem ist aus de m B ericht von Psychologin E.___ und Dr. D.___ vom 2 0. September 2022 ersichtlich, dass eine mit telgradige neuropsychologische Funktionsstörung diagnostiziert wurde ( Urk. 13), welche sich ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit - im Umfang von 50-70 % - aus wirke (S. 2). Dr. A.___ hatte bereits im Bericht vom 1 7. Februar 2021 auf eine schwerwiegende re Problematik verwiesen und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert ( Urk. 8/33, Urk. 8/ 37 ). Daraus ergeben sich jedenfalls Zweifel an der ( prognostischen ) Beurteilung des G utachters und insbesondere an deren Aussa gekraft für den gesamten Zeitraum bis zum Verfügungserlass am 19. April 202 2.

Gemäss Dr. Z.___ sei ab Januar 2021 eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 80 % und ab Februar 2021 auf 100 % möglich ( Urk. 8/29/67). Bei einer nur pro gnostischen Einschätzung ist nicht ausgeschlossen, dass sich diese nicht bewahr heitet (Urteil des Bundesgerichts 8C_199/2011 vom 9. August 2011 E. 6.4). Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin kündigte sie ihre Tätigkeit auf grund von Überforderung per Dezember 2021 ; seit März 2020 werde sie vom Sozialamt unterstützt ( Urk. 13 S. 4). Zudem ist aus de m B ericht von Psychologin E.___ und Dr. D.___ vom 2 0. September 2022 ersichtlich, dass eine mit telgradige neuropsychologische Funktionsstörung diagnostiziert wurde ( Urk. 13), welche sich ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit - im Umfang von 50-70 % - aus wirke (S. 2). Dr. A.___ hatte bereits im Bericht vom 1 7. Februar 2021 auf eine schwerwiegende re Problematik verwiesen und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert ( Urk. 8/33, Urk. 8/ 37 ). Daraus ergeben sich jedenfalls Zweifel an der ( prognostischen ) Beurteilung des G utachters und insbesondere an deren Aussa gekraft für den gesamten Zeitraum bis zum Verfügungserlass am 19. April 202 2. 4.5 Zusammengefasst ergibt sich, dass das G utachten von Dr. Z.___ und die darauf basierenden RAD-Stellungnahmen keine abschliessende Beurteilung der Leis tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin für den entscheidrelevanten Zeitraum von Mai 2019 bis zum 1 9. April 2022 zul assen.

4.5 Zusammengefasst ergibt sich, dass das G utachten von Dr. Z.___ und die darauf basierenden RAD-Stellungnahmen keine abschliessende Beurteilung der Leis tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin für den entscheidrelevanten Zeitraum von Mai 2019 bis zum 1 9. April 2022 zul assen. Dies trifft auch für die Berichte von Dr. B.___ zu, zumal behandelnde Arztper sonen beziehungsweise Therapiekräfte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Dasselbe gilt für den Bericht des Hausarztes der Beschwerdeführerin Dr. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8/33), worin dieser ein HOPS diagnostizierte. Abgesehen davon, dass es sich bei Dr. A.___ um einen praktischen Arzt handelt und er über keine Facharztausbildung in Neurologie oder Psychiatrie verfügt, weswegen sein Bericht bereits aus diesem Grund einen geringe ren Beweiswert geniesst ( vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2 mit Hinweisen), ist zu berücksichtigen, dass diese Diagnose im Rahmen der später durchgeführten neuropsychologischen U ntersuchung nicht bestätigt wurde ( vgl. Urk. 13).

Dies trifft auch für die Berichte von Dr. B.___ zu, zumal behandelnde Arztper sonen beziehungsweise Therapiekräfte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Dasselbe gilt für den Bericht des Hausarztes der Beschwerdeführerin Dr. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8/33), worin dieser ein HOPS diagnostizierte. Abgesehen davon, dass es sich bei Dr. A.___ um einen praktischen Arzt handelt und er über keine Facharztausbildung in Neurologie oder Psychiatrie verfügt, weswegen sein Bericht bereits aus diesem Grund einen geringe ren Beweiswert geniesst ( vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2 mit Hinweisen), ist zu berücksichtigen, dass diese Diagnose im Rahmen der später durchgeführten neuropsychologischen U ntersuchung nicht bestätigt wurde ( vgl. Urk. 13). 4. 6 Die Sache ist damit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdefüh rerin aus psychischer - und bei gemäss Bericht von Dr. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8/33) zahlreichen somatische n Diagnosen gegebenenfalls auch aus somatischer Sicht - abkläre. Demzufolge wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsat zes auch im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens (BGE 141 V 281) prü fen müssen, ob und wie sich die psychischen Diagnosen mit den somatischen Erkrankungen in ihren Auswirkungen gegenseitig beeinflussen respektive wie die Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau zu beurteilen ist. Dabei wird sie bei den beteiligten Arbeitgebern auch abzuklären haben, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ab Dezember 2019 effektiv erwerbstätig gewesen war. Je nach dem Ergebnis der Abklärungen sind allenfalls Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Die angefochtene Verfügung vom 19. April 2022 ( Urk. 2) ist daher aufzuheben. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.

4. 6 Die Sache ist damit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdefüh rerin aus psychischer und bei gemäss Bericht von Dr. A.___ vom 1 7. Februar 2021 ( Urk. 8/33) zahlreichen somatische n Diagnosen gegebenenfalls auch aus somatischer Sicht abkläre. Demzufolge wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsat zes auch im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens (BGE 141 V 281) prü fen müssen, ob und wie sich die psychischen Diagnosen mit den somatischen Erkrankungen in ihren Auswirkungen gegenseitig beeinflussen respektive wie die Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau zu beurteilen ist. Dabei wird sie bei den beteiligten Arbeitgebern auch abzuklären haben, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ab Dezember 2019 effektiv erwerbstätig gewesen war. Je nach dem Ergebnis der Abklärungen sind allenfalls Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Die angefochtene Verfügung vom 19. April 2022 ( Urk. 2) ist daher aufzuheben. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 5.

5. 5.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. Damit erweist sich das Gesuch de r Beschwerdeführer in um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ( Urk. 1) als gegenstandslos.

5.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. Damit erweist sich das Gesuch de r Beschwerdeführer in um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ( Urk. 1) als gegenstandslos. 5.2 Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdefüh rerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.

5.2 Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdefüh rerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 9. April 2022 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 9. April 2022 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Marco Mona

Rechtsanwalt Dr. Marco Mona - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubLangone