Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/255757

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht aufzuzeigen, welche regulatorischen Handlungsoptionen nach der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS für systemrelevante Banken in Betracht gezogen werden können und wie diese in Bezug auf ihre Wirkung einzuschätzen sind. Dies insbesondere zu folgenden Bereichen:</p><p>1. Mögliche Abspaltungen der Inlandbank und/oder des internationalen Investmentgeschäfts sowie anderer risikoreicher Geschäftssparten </p><p>2. Anpassungen der Too-Big-To-Fail-Gesetzgebung und der Eigenkapitalvorschriften</p><p>3. Striktere Vorgaben oder ein allfälliges Verbot des Eigenhandels</p><p>4. Neue Regelung der Vergütungssysteme, namentlich betreffend Boni.</p><p>5. Risikodifferenzierte Abgeltung durch systemrelevante Banken für die real existierende implizite Staatsgarantie</p><p>6. Verstärkung der Kompetenzen und Pflichten der Finma, einschliesslich der Sanktionskompetenz sowie Grössen- und Risikodifferenzierung</p><p>7. Strengere Haftungsregelungen für Verantwortungsträger</p><p>8. Mögliche Anpassungen der Einlagensicherung und deren Einflüsse</p><p>9. Internationale Entwicklungen und "best practices" anderer wichtiger Finanzplätze.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt das Anliegen, dass die Ereignisse, welche zur Übernahme der Credit Suisse durch die UBS und den ergriffenen staatlichen Massnahmen führten, gründlich aufzuarbeiten sowie das bestehende "Too-big-to-fail" Regelwerk umfassend zu evaluieren sind. Diese Analyse wird externe Gutachten einbeziehen und die Fragen dieses Postulats bestmöglich beantworten. Die Ergebnisse sollen dem Parlament innert Jahresfrist im Rahmen des nächsten Berichts des Bundesrates zu den systemrelevanten Banken gemäss Artikel 52 Bankengesetz unterbreitet werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.