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- Simone Biles sichert sich im Sprung ihre 23. WM-Medaille und egalisiert damit den Rekord von Witali Scherbo.
- Am Stufenbarren geht die US-Amerikanerin leer aus. Gold geht da an die Belgierin Nina Derwael.
- Bei den Männern gewinnen Carlos Edriel Yulo (Boden), Max Whitlock (Pauschenpferd) und Ibrahim Colak (Ringe) Gold.
Nachdem sie sich bereits mit dem Team und im Mehrkampf überlegen zu Gold geturnt hatte, legte Simone Biles an der Kunstturn-WM in Stuttgart im Sprung nach. Die 22-jährige US-Amerikanerin musste für ihren 3. Sieg an der diesjährigen Weltmeisterschaft nicht das letzte Risiko auf sich nehmen.
Anstatt dem nach ihr benannten Sprung zeigte Biles den «Cheng» sowie den «Amanar» in Perfektion und wurde dafür mit 15,399 Punkten belohnt. Dank der 23. WM-Medaille (davon 17 in Gold) egalisierte Biles die 23 Jahre alte Bestmarke von Witali Scherbo. Der Weissrusse hatte zwischen 1991 und 1996 bei Welttitelkämpfen ebenfalls 23 Medaillen gesammelt.
Noch nicht alleinige Rekordhalterin
Auf die 24. WM-Medaille muss sich Biles noch etwas gedulden. Rund eine Stunde nach ihrem Triumph im Sprung musste sie sich am Stufenbarren mit Rang 5. begnügen. Die Belgierin Nina Derwael verteidigte mit 15,233 Punkten ihren Titel aus dem Vorjahr souverän.
Überraschungssieger am Boden
In der Boden-Konkurrenz der Männer sorgte mit Carlos Edriel Yulo ein erst 19-jähriger Philippiner für eine grosse Überraschung. Der Siebte der Qualifikation überzeugte die Jury im Final der besten 8 Bodenturner mit einer fehlerfreien Übung und gewann mit 15,300 Punkten die Goldmedaille. Dahinter musste sich der Israeli Artem Dolgopyat wie schon 2017 in Montreal mit Silber begnügen.
Whitlock trotz Patzer Weltmeister
Max Whitlock hat am Pauschenpferd den Titel-Hattrick geschafft. Der Brite, der bereits 2015 und 2017 Gold an diesem Gerät gewinnen konnte, entschied einen hochkarätigen Final mit 15,500 Punkten für sich. Und das trotz eines Fehlers beim ersten Element, welcher ihn 3 Zehntel kostete. Hinter Whitlock sicherte sich Chih Kai Lee (TPE) Silber, Bronze ging an den Iren Rhys McClenaghan.
Wachablösung an den Ringen
Der neue Weltmeister an den Ringen heisst Ibrahim Colak. Der 24-jährige Türke setzte sich vor Marco Lodadio (ITA) und dem Franzosen Samir Ait Said durch. Die beiden grossen Figuren der letzten Jahre, Eleftherios Petrounias (GRE) und Arthur Zanetti (BRA), mussten dahinter mit den Plätzen 4 und 5 vorliebnehmen.
Sendebzug: SRF zwei, sportlive, 12.10.2019, 16:00 Uhr