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Am Sternenhimmel im Februar 2019
Die im Winter von der Sonne weg geneigte Erdachse hebt sich im Spiel der Jahreszeiten deutlich an, so dass die Tageslänge im Laufe des Monats um 1h 23m von 9h 37m auf 11h 00m zunimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 16.2. das Sternbild des Steinbocks um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Wassermanns fortzusetzen.
Merkur bewegt sich fast den ganzen Monat über scheinbar von der Sonne weg und kann nach Mitte Monat in der Abenddämmerung über dem flachen Westhorizont gesehen werden. Merkur steht am 27.2. in grösster östlicher Elongation zur Sonne.
Venus bleibt weiterhin den ganzen Monat über als prächtiger Morgenstern über dem südöstlichen Horizont zu sehen.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 13.2. das Sternbild der Fische um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Widders fortzusetzen. Mars ist den ganzen Monat über abends sehr schön über dem südwestlichen Horizont zu sehen und geht nun vor Mitternacht unter.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Schlangenträgers und ist in der späten zweiten Nachthälfte in südöstlicher Richtung faszinierend schön zu sehen.
Der Ringplanet Saturn durchwandert weiter das Sternbild des Schützen und ist im Laufe des Monats immer früher und damit besser in der Morgendämmerung zu sehen.
Der Lauf des Mondes:
Neumond am 4.2. um 22:04 Uhr
Erstes Viertel am 12.2. um 23:26 Uhr
Vollmond am 19.2. um 16:53 Uhr
Letztes Viertel am 26.2. um 12:27 Uhr
In der Morgendämmerung die Tage um den 18.2. lässt sich faszinierend schön beobachten wie scheinbar der Morgenstern Venus sehr nahe am Ringplaneten Saturn vorbeizieht.
Am 19.2. kommt es zum grössten Vollmond des Jahres. Die Entfernung des Mondes zur Erde variiert wegen der elliptischen Mondbahn natürlicherweise ständig. Sie beträgt an diesem Tag 357'813 km, wodurch der Mond etwa 10% grösser erscheint als er im Mittel gesehen werden kann. Der nächste noch grössere Vollmond wird erst am 24.12.2026 zu sehen sein.
In den frühen Nachtstunden im Februar zeigt sich im Südosten die winterliche Milchstrasse nun in einer günstigen Beobachtungslage und lädt ein, in dieses Meer von Sternen einzutauchen. Weit im Westen sind dagegen die Sternbilder des Pegasus und der Andromeda mitsamt der von blossem Auge sichtbaren Spiralgalaxie M31 zu sehen. Und im Süden thront das prächtige Wintersechseck mit seinen eindrücklichen Sternbildern Orion, Stier, Fuhrmann, Zwillinge, Kleiner Hund und Grosser Hund. Hier gibt es eine Fülle an hoch interessanten Objekten zu entdecken. Zum Beispiel die jungen, eben erst entstandenen Sterne im Orionnebel. Oder die tausend Jahre alte Explosionswolke einer Supernova. Oder die sieben, sich bereits dem blossen Auge zeigenden Sterne der Plejaden. Und weit im Osten kündet das sich nun zeigende Sternbild des Löwen bereits das nahende Ende des Winters an. Der immer noch frühe Nachtbeginn macht es weiterhin angenehm sich in den Tiefen des Universums diese faszinierende Welt zeigen zu lassen.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!