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San Francisco - Umweltschützer wollten Kalifornien zum ersten US-Bundesstaat machen, der Plastiksäcke aus seinen Supermärkten verbannt. Doch ihr Vorstoss ist bei einer Abstimmung im Senat des Staates in der Nacht zum Mittwoch gescheitert, berichtete die "Los Angeles Times".
Nachdem sich das kalifornische Unterhaus im Juni mit der Zustimmung von Gouverneur Arnold Schwarzenegger für das Verbot ausgesprochen hatte, lehnte der Senat den Gesetzentwurf nun ab. Die Hersteller von Plastiksäcken waren mit einer grossen Werbekampagne gegen die Aktion ins Feld gezogen.
Mit Hilfe von Umweltschützern hatte sich die demokratische Abgeordnete Julia Brownley für das Verbot eingesetzt. "Wir haben eine grossartige Gelegenheit verpasst", sagte die Politikerin am Mittwoch. Sie verwies auf die Umweltbelastung durch Plastik auf Abfallhalden und die Verschmutzung der Meere.
Das Gesetz sah vor, von 2012 an Einkaufssäcke aus Plastik in grösseren Supermärkten zu verbieten, ab 2013 hätten auch kleinere Geschäfte dem Beispiel folgen müssen. Kunden sollten entweder eigene Taschen mitbringen oder biologisch abbaubare Säcke kaufen.
Supermärkte in den USA geben beim Lebensmittelkauf normalerweise kostenlos dünne Plastiksäcke oder wahlweise Papiersäcke an ihre Kunden aus. Einige Städte in Kalifornien haben bereits strikte Vorschriften erlassen.
SDA-ATS