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Die Therapie von schweren Beugesehneninfektenan der Hand umfasst eine chirurgische Sanierung sowie eine angepasste Antibiotikabehandlung. Die Ruhigstellung der betroffenen Bereiche in einer Schiene bis zur klinisch gesicherten Heilung gilt seit jeher als anerkannter Standard. Aufgrund der allgemeinen Entzündungsreaktion und Operation kommt es zu Vernarbungen im Gewebe, welche die Funktion der Hand beeinträchtigen können. Aus diesem Grunde empfehlen mehrere Autoren eine frühzeitige Beübung der betroffenen Gelenke. Detaillierte Untersuchungen zu dieser Fragestellung fehlen in der Literatur bis anhin.
In der Studie der Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie, welche 2014 gestartet wurde, wird die Hypothese überprüft, dass sich eine sofortige Beübung vorteilig auf das endgültige Bewegungsausmass der Finger auswirkt und dass die Infektheilung dadurch nicht verzögert oder verschlechtert wird.