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Insbesondere in der Diagnostik werden von der Nanomedizin grosse Fortschritte erwartet. Zum Beispiel in Form neuartiger Diagnose-Geräte: Nur ein Tröpfchen Blut genügt (kein Röhrchen mehr) und innerhalb von Minuten kann der Arzt mit Hilfe eines Chips feststellen, ob der Patient an einem Herzinfarkt leidet, einer Infektion oder einer anderen schweren Erkrankung, zum Beispiel Krebs. Das ist die Vision, aber erste Geräte, die zumindest einen Teil dieser Vision abdecken, sind bereits in Entwicklung. Da die neuen Diagnostik-Geräte viel kleinere Mengen von den meist teuren Analyse-Reagenzien benötigen werden, wird ein Test insgesamt günstiger. Und aufgrund der Miniaturisierung passen die Geräte in eine Tasche und können somit nicht nur in einem Spital oder in einer Arztpraxis eingesetzt werden, sondern auch in abgelegenen Regionen dieser Erde. Denkbar ist ein Einsatz solcher Chips in der Malaria-Bekämpfung, um auch in ärmeren Ländern rasch und kostengünstig feststellen zu können, wer erkrankt ist und wer nicht.
Forschende entwickeln derzeit immer bessere «Nano-Nasen» (siehe Grafik 2): Diagnose-Geräte, welche bereits winzigste Mengen eines bestimmten Stoffs äusserst präzise und rasch nachweisen können, auch in gasförmigem Zustand. Solche Geräte könnten für unterschiedlichste Zwecke eingesetzt werden - zum Beispiel, um den Atem von Patienten zu untersuchen. Der Atem kann verschiedene Hinweise auf mögliche Erkrankungen liefern, etwa Diabetes oder Störungen der Nierenfunktion.