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Iter-Montage beginnt
Iter sei ein Versprechen des Friedens und zeige, dass das, was Menschen und Staaten zusammenbringe, stärker sei als das, was sie trenne, erklärte Macron in einer Videobotschaft anlässlich des Festakts. Er sei stolz, dass Frankreich Gastgeber dieses Projekts für die «Zukunft der Menschheit» sei.
Der Start der Montage sei ein historischer Moment, sagte Iter-Generaldirektor Bernard Bigot. Es sei ein einzigartiges Vorhaben und Beispiel für internationale Kooperation. Die Fusionsanlage Stück für Stück zu bauen, sei wie ein riesiges 3D-Puzzle, das unter Beachtung eines komplexen Zeitplans zusammengesetzt wird, erklärte Bigot. Die Montagephase wird 4,5 Jahre dauern.
Im Experimentiergebäude war Ende Mai das erste und zugleich schwerste Bauteil – das 1250 t schwere Bodenstück des Kryostaten – an seine endgültige Position gebracht worden. Der Kryostat, ein 30 m hohes und ebenso breites zylindrisches Stahlgefäss, umschliesst später die gesamte, auf Tieftemperatur abgekühlte Anlage und isoliert sie thermisch von der Umgebung. Vor Kurzem lieferte Südkorea den ersten Abschnitt des Vakuumgefässes für das Iter-Plasma. Zusammen mit zwei supraleitenden Magnetfeldspulen und Teilen des Hitzeschildes befinden sich somit alle Teile der ersten Baugruppe vor Ort.
Der Iter soll zeigen, dass es physikalisch und technisch möglich ist, durch Kernverschmelzung Energie zu gewinnen. Er soll eine Fusionsleistung von 500 MW liefern – zehnmal mehr, als zur Aufheizung des Plasmas verbraucht wird. Der Iter soll den Betrieb im Jahr 2025 aufnehmen. Die Partnerstaaten sind die EU (plus Grossbritannien und die Schweiz), China, Indien, Japan, Russland, Südkorea und die USA. Die EU zusammen mit Grossbritannien und der Schweiz finanzieren während der Bauphase 45% des Projekts. Die übrigen sechs Mitglieder übernehmen je 9% der Kosten.