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Wenn Statthaltereien die kleinen Projekte besuchen, die sie unterstützen
Die Statthaltereien und Magistraldelegationen des Ordens können kleinere Projekte auswählen, um auf die besonderen Bedürfnisse der örtlichen Gemeinschaften einzugehen und so eine direktere Verbindung zu einer Gemeinschaft herzustellen, mit der sie einen stabilen und freundschaftlichen Austausch pflegen und sich dabei gegenseitig kennenlernen. Das Lateinische Patriarchat und das Großmagisterium erstellen jedes Jahr eine Liste von Projekten und die Statthaltereien bekunden ihre Bereitschaft, das eine oder andere Projekt zu unterstützen.
Beschäftigen wir uns hier mit der bewegenden Erfahrung der Statthalterei für Irland, die in den Jahren 2021 und 2022 ein kleines Projekt unterstützt hat (den Bau neuer Klassenräume in der lateinischen Schule in Mafraq, Jordanien, sowie Brandschutzarbeiten im Altenheim Beit Afram in Taybeh, Palästina), und mit ihrer Freude, endlich ins Heilige Land zu pilgern und mit den „lebendigen Steinen“ zusammenzutreffen, für die sie in den letzten zwei Jahren gebetet und mit denen sie interagiert hat. Die Wallfahrt war auch eine Gelegenheit, sich über die Fertigstellung dieser Projekte zu freuen, die bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen bieten.
Im September 2022 trat eine Gruppe von dreißig Rittern, Damen und Freunden der Statthalterei für Irland in die Fußstapfen unseres Herrn. Es war die 14. Wallfahrt, die die Statthalterei seit ihrer Gründung im Jahr 1986 organisierte. Die Pilgerroute umfasste unter anderem die Gemeinden des Lateinischen Patriarchats in Taybeh und Mafraq, wo unsere Statthalterei kleine Projekte finanziert und eine Verbindung zu diesen Gemeinden aufgebaut hat.
In Taybeh, dem letzten vollständig christlichen Dorf Palästinas, besuchten wir das Altenheim Beit-Afram, das von den Schwestern vom Fleischgewordenen Wort geleitet wird. Unsere Statthalterei spendete eine beträchtliche Summe, um die dringend notwendigen Arbeiten zum Brandschutz und für den Schutz der Bewohner und des Personals zu finanzieren. Bei unserer Ankunft wurden wir von den Schwestern Maria Pia und Maria Alma herzlich begrüßt. Der pensionierte Patriarch Michel Sabbah, der für einige Tage zu Besuch war, sowie der pensionierte Weihbischof Kamal Bathish waren anwesend, und wir hatten die Ehre, eine Audienz mit ihnen zu erhalten und lokale Speisen und Erfrischungen zu kosten.
Schwester Pia erläuterte uns die Pflege der Bewohner und die täglichen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, um den verdienstvollsten „lebendigen Steinen“, die wir anschließend kennenlernen durften, eine unentbehrliche Unterkunft und medizinische Versorgung zu bieten. Zu unserer Überraschung stellte sich einer der Bewohner als Mitglied unseres Ordens vor: Es handelte sich um Ritter Rowland Pickering, der 2003 von Kardinal Furno in sein Amt eingeführt worden war.
Unser Besuch im Altenheim Beit-Afram war mehr als nur eine Begutachtung der materiellen Arbeit eines Projekts, zu dem wir finanziell beigetragen haben. Es war ein Segen, dass wir die Gelegenheit hatten, uns zu engagieren und unsere Beziehungen zu diesen „lebendigen Steinen“ zu intensivieren, denen wir so viel zu verdanken haben.
In Mafraq, einer Stadt im Norden Jordaniens, die 15 km von der syrischen Grenze entfernt liegt, besuchten wir die lateinische Gemeinde der Heiligen Therese vom Kinde Jesus. Wir wurden von Pater Tareq Hijazin, dem Pfarrer der Gemeinde herzlich willkommen geheißen, der uns Herrn Hazem Haddad, dem stellvertretenden Direktor der Gemeindeschule vorstellte. Wir freuten uns sehr, eine Klasse von Vorschulkindern zu treffen, die erst wenige Wochen zuvor eingeschult worden waren. Einige Mitglieder hatten Tüten mit Süßigkeiten für alle Kinder mitgebracht, die diese begeistert annahmen.
Der stellvertretende Schulleiter führte uns in den Schulhof und zeigte uns die Erweiterung um vier Klassenzimmer, die unsere Statthalterei 2021 finanziert hat. Diese Erweiterung war dringend erforderlich, um die Oberstufenschüler der lateinischen Gemeinschaft aufzunehmen, die sonst eine öffentliche Schule hätten besuchen müssen.
Die Fortsetzung des Schulbesuchs der Kinder in einer kirchlichen lateinischen Schule hat sowohl für das Patriarchat als auch für das Großmagisterium Vorrang. Unser Besuch machte diesen Bedarf deutlich und gab uns die Gelegenheit zu sehen, wie sehr dieser ganz kleinen Gemeinschaft von „lebendigen Steinen“ (500 lateinische Katholiken bei einer Bevölkerung von 75.000 Einwohnern) die ausgesprochen hohen freiwilligen Spenden unserer Mitglieder zugute kommen. Das Ziel unseres Auftrags wurde erreicht.
Thomas Kilduff
Verantwortlicher der Kommunikation
für die Statthalterei von Irland
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