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Levada do Brasileiro
Gegend: Nordwesten
Madre: Quellfassung in Tunnel N 32°49.005 W 17°11.300 in der Nähe des Pico Bonito ca. 1015 M.ü.M.
Verlauf: Die Madre liegt wenig unterhalb der ER-110 und ist mit einem Metalltor veschlossen, da hier auch Trinkwasser in einem Rohr gefasst wird. Bald wird es auf den ersten Blick etwas dramatisch, ist aber nicht allzu anspruchsvoll, wenn man nicht um jeden Preis der Levada folgen will: Die Levada quert eine Felswand, der Weg geht etwas unterhalb der Levada und ist ungefährlich, weiter durch traumhafen Zauberwald. Die Levada hört unvermittelt in einem Bachbett auf, daneben führt der Weg ein paar Höhenmeter aufs 2. Level, hier Querung der Ribeira da Quebrada und danach ziemlich ausgesetzt mit teilweise defekten Geländern über eine Erdrutschstelle. Weiter im dichten Loorbeerwald, bis die Levada über einem Wasserfall endet. Etwas vorher geht wiederum ein Weg aufs 3. Level runter.
Hier kann man nach rechts einem alten Levadaverlauf folgen bis in den Bereich des vorher erwähnten Erdrutsches. Dort ist kein Weiterweg mehr möglich, aus dem Bachbett der Ribeira da Quebrada kommt allerdings ein Rohr, das der Levada weiter folgt. Links geht die Levada am Wasserfall vorbei, der vom oberen Level gespiesen wird. Weiter auf etwas rutschigem, engen Weg durch den Wald. Immer verläuft hier auch das schwarze Rohr zur Trinkwasserversorgung. Langsam nähert man sich der ER-110, die man kreuzt. Auf der anderen Strassenseite steht ein kleines Häuschen am Strassenrand.
Hier kommt die Levada wieder an die Oberfläche und verschwindet bald im Unterholz. Dahinter findet man die Lagoa do Bardo, ein relativ neuer Speichersee. Das Gelände ist zwar abgesperrt, weiter unten kommt man von der ER-110 ans untere Ende und zum Weiterverlauf der Levada. Ab hier durch lichten Wald bis zu einem grossen Reservoir. Kurz darauf teilt sich die Levada in einen östlichen und einen nördlichen Endast.
Der östliche Endast verläuft als Bach weiter, kreuzt die ER-110 und geht weiter auf die grossen Felder unterhalb der Strasse.
Der nördliche Endast geht als Levada weiter und erreicht die ER-110 hier. Ab hier entlang der ER-110 und bei der nächsten Abzweigung unter der Strasse weiter und zu den darunter liegenden Feldern. Später trifft sie auf die Levada do Moinho als Parallellevada.
Ende: Felder östlich und nördlich der ER-110
Länge: 5.2 Km
Zugang:
- Von der ER-110 zur Madre. Der Einstieg zum Weg ist im Irrgarten der Pisten nicht ganz einfach zu finden!
- Von der Kreuzung mit der ER-110
- Über die Vereda do Tubo von der Levada da Ribeira da Janela (vgl. Amigos da Natureza). Den Einstieg habe ich gesehen, wo er auf der Janela-Levada rauskommt, weiss ich nicht!
- Zur Lagoa do Bardo von der ER-110
- Von der zuführenden Levada bei der Bachpassage der Levada do Moinho bei der Passage des östlichen Seitenastes der Ribeira do Tristao
- Über die Schotterpiste, die von Porta da Vila zur Lagoa do Bardo führt
- Vom Ende des nördlichen Endastes an der ER-110
Zustand: Der Weg ist mehrheitlich gut, eine Stelle ist etwas ausgesetzt, Trittsicherheit notwendig
Baujahr und Historisches: 1912, benannt nach dem ehemaligen, in der Zwischenzeit nach Brasilien ausgewanderten Landbesitzer João Nicolau da Câmara, in den 1960er Jahren wurde die Levada im Zuge der grossen Levadaarbeiten etwas umgestaltet
Funktion: Zufluss zur Lagoa do Bardo und Bewässerung der Felder an den Endästen
Bemerkungen: Unbekannte spannende Levada, Möglichkeiten von verschiedenen Rundwanderungen mit der Levada do Moinho
GPS-Daten: kmz-Daten
Bericht: Wanderung 2014, Caminheiros Anonimos da Madeira