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In der Studie hat die Hydrologin Petra Döll mithilfe des globalen Wassermodells WaterGAP die nach eigenen Angaben „bisher genauste Abschätzung“ zur sogenannten Grundwasserzehrung durchgeführt. Der neue Schätzwert für die globale Grundwasserzehrung liegt laut Döll für den Zeitraum 2000 bis 2009 bei 113 cbm pro Jahr und damit unter den bisherigen, sehr weit streuenden Schätzwerten.
Diese Zahl könne als der bislang zuverlässigste Wert betrachtet werden, da sie auf einer besseren Datenbasis der Grundwasserentnahmen aufbaue und die zu vermutende Defizitbewässerung berücksichtige, berichtete die Universität. Zudem stimmten die Modellergebnisse mit unabhängigen Vergleichsdaten gut überein. Die jährliche Grundwasserzehrung liege dennoch immerhin doppelt so hoch wie im Zeitraum von 1960 bis 2000.
Die Länder mit der höchsten Grundwasserzehrung sind der Studie zufolge Indien, die USA, Iran, Saudi Arabien und China. Etwa 15 Prozent der globalen Grundwasserentnahmen seien zudem nicht nachhaltig, da sie aus nichterneuerbaren Grundwasserressourcen stammten. Auf der arabischen Halbinsel, in Libyen, Ägypten, Mali, Mozambique und in der Mongolei kämen sogar mehr als 30 Prozent der Grundwasserentnahmen von nichterneuerbarem Grundwasser.
Auf die Bewässerung in der Landwirtschaft entfielen 90 Prozent der verbrauchenden Wassernutzung, heisst es weiter in der Studie. Es zeige sich aber auch, dass die Bauern dort, wo Grundwasserzehrung auftrete, sparsamer bewässerten. Sie setzten nur etwa 70 Prozent der optimalen Wassermengen ein.