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Ein hoher Blutdruck scheint ein Surrogatparameter zu sein für die Wirkung von Avastin. In dieser ECOG Studie hatten die Patienten, die eine Hypertonie unter Therapie entwickelten das bessere overall und progressionsfreie Überleben. (J Clin Oncol 2010; 28: 949-954)
Bevacizumab führt zu einer verminderten Nitrogen Monoxid Synthese in den Endothelzellen. Dies spiegelt die VEGF Hemmung. Sie korreliert mit dem Entstehen einer Hypertonie, jedoch nicht mit dem Ansprechen auf die Therapie. Die Studie wollte deshalb untersuchen, ob eine Korrelation zwischen Hypertonie und Klinischem Verlauf unter Bevacizumab Therapie besteht.
371 Patienten mit Chemotherapie ohne Avastin und 370 Patienten mit Chemotherapie und Avastin wurden untersucht. Die Patienten hatten Ihre Therapie im Rahmen von Phase III Studien. Die Untersuchung wurde aber retrospektiv durchgeführt.
Patienten, die eine Hypertonie nach der ersten Behandlung entwickelten hatten ein längeres medianes Überbegen (15,9 vs. 11.5 Monate). Dies jedoch nur Patienten unter Avastin. Ebenso hatten diese Patienten ein längeres progressionsfreies Überleben (7 Monate vs. 5.5 Monate).
Bei den neueren teuren Medikamenten wird intensiv nach prädiktiven Markern gesucht. Das Ziel ist, die Medikamente individualisiert bei den Patienten einzusetzen, wo die Wirkung auch zu erwarten ist. Die Blutdruckmessung scheint bisher mehr auszusagen als andere biologische Marker.