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Mit Hightechziegeln gegen den Smog
Dank einer besonderen Titanoxid-Beschichtung könnten Dachziegel den Smog massiv verringern. Wie das geht, wissen kalifornische Studenten. Sie sind überzeugt, dass eine Million mit dieser Beschichtung versehene Hausdächer täglich 21 Tonnen Stickstoffoxide aus der Luft binden können.
Umweltschädliche Stickstoffoxide entstehen, wenn Stoffe bei hohen Temperaturen verbrannt werden. Sobald die Stickstoffoxide mit flüchtigen organischen Verbindungen unter Einfluss des Sonnenlichts reagieren, entsteht Smog. Zwar gibt es auf dem Markt bereits Dachziegel, die helfen, Luftverschmutzung durch Stickstoffoxide einzudämmen. Aber dass sie auch Smog reduzieren, ist nicht gesichert.
Sonnenlicht aktiviert Beschichtung
Die von den Studenten der University of California in Riverside entwickelte Titanoxidbeschichtung filtert Stickstoffoxide aus der Luft heraus und verhindert damit das Entstehen von Smog. Damit die Beschichtung aber arbeiten oder vielmehr die umweltschädlichen Teilchen aus der Luft binden kann, muss sie durch Sonnenlicht aktiviert werden. Wie erste Versuche zeigten, ist die Beschichtung relativ effizient: Das Titandioxid schaffte es in einem Test, bei dem in einer winzigen atmosphärischen Kammer Stickstoffoxide zugeleitet und Sonnenlicht simuliert wurde, zwischen 88 und 97 Prozent der Stickstoffoxide herauszufiltern.
Offenbar ist aber die Menge des Titandioxids, das auf die einzelnen Ziegel aufgetragen wird, nicht von Bedeutung. Wieviel herausgefiltert werden kann, hängt allein von der Fläche ab. – Allerdings stellt sich die Frage, ob sich das Titandioxid auch an Hauswänden, Mauern oder Trennwänden auf der Autobahn einsetzen lässt. (mai/pd)