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23.09.2019 - Abwasser aus Industrie und Gewerbe ist oft stärker und mit problematischeren Stoffen belastet als häusliches Abwasser. Es muss daher vorbehandelt werden, bevor es in die Kanalisation eingeleitet wird. Rund 1000 Solothurner Betriebe reinigen täglich 8'000 m3 Abwasser bevor sie dieses der ARA zuführen.
Während das Schmutzwasser aus den Haushalten über den Anschluss an die Kanalisation entsorgt werden kann, ist die Abwasserentsorgung aus Industrie und Gewerbe deutlich anspruchsvoller. Diese Abwässer enthalten oft betriebsspezifische Inhaltsstoffe, die in der Umwelt nicht abgebaut werden oder die sogar den Betrieb der öffentlichen Kläranlagen stören können. So fallen beispielsweise in der Papier- und Zellstoffindustrie grosse Abwassermengen an, welche stark mit organischen Stoffen belastet sind, während in der metallbearbeitenden Industrie schwermetallbelastetes Abwasser entsteht.
Diese Abwässer dürfen nicht direkt in die Kanalisation eingeleitet und damit der ARA zugeführt werden, sondern sie müssen vor der Einleitung durch die Betriebe in speziellen Anlagen vorbehandelt bzw. vorgereinigt werden. Die problematischen Schadstoffe können so an der Quelle zurückgehalten und in den Produktionsprozess zurückgeführt oder als Abfall entsorgt werden. Im Kanton Solothurn müssen rund 1000 Industrie- und Gewerbebetriebe ihr Abwasser vorbehandeln. Die Menge des behandelten Abwassers beträgt pro Tag insgesamt rund 8'000 m3, was der Abwassermenge von etwa 50'000 Haushalten oder ungefähr 15% der gesamten Abwassermenge im Kanton Solothurn entspricht. Die Industrie- und Gewerbebetriebe leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz.