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- 1966: Das Wembley-Tor
Es wurde die Mutter aller Fehlentscheidungen: Das Wembley-Tor. In der 101. Minute des WM-Finals 1966 zwischen England und Deutschland prallte der Ball nach einem Schuss des Engländers Geoff Hurst erst an die Latte und dann auf den Boden. Der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst gab den Treffer.
- WM 1978: Schlusspfiff statt Tor
An der WM 1978 ereignete sich eine höchst kuriose Szene. Brasilien kam im ersten Gruppenspiel gegen Schweden in der Nachspielzeit zu einem Eckball. Prompt köpfelte Zico das Leder ins Tor. Doch der Schiedsrichter pfiff die Partie in diesem Moment ab. Der Treffer zählte nicht.
- WM 1982: Schumacher vs. Battiston
Eine der hässlichsten Aktionen überhaupt war jene von Toni Schumacher gegen Patrick Battiston an der WM 1982. Im dramatischen Halbfinal in Sevilla rammte der deutsche Goalie den Franzosen mit voller Wucht das Becken ins Gesicht. Battiston blieb bewusstlos liegen und musste vom Feld. Der Schiedsrichter ahndete die Aktion nicht und entschied auf Abstoss.
- WM 1986: Die «Hand Gottes»
Eine der legendärsten Szenen der WM-Geschichte ereignete sich im Viertelfinal der WM in Mexiko 1986. Diego Maradona bugsierte den Ball mit der Hand über Englands Torhüter Peter Shilton hinweg zum 1:0. Die Engländer protestieren vergebens. Maradona zeigte nach dem 2:1-Sieg keine Scham: «Es war ein bisschen die Hand Gottes und ein bisschen Maradonas Kopf.»
- WM 1990: «Lama» Rijkaard bespuckt Völler
Die heissen Duelle zwischen Deutschland und Holland gipfelten im Achtelfinal an der WM 1990 in einem Eklat. Der Niederländer Frank Rijkaard zog den Deutschen Rudi Völler zuerst am Ohr. Danach spuckte er dem Stürmer in die Minipli, welche in den 1980er Jahren Kultstatus genoss. Skandalös: Auch Völler sah Rot.
- WM 2002: Co-Gastgeber Südkorea reich beschenkt
Gastgeber Südkorea schaffte es bis in den Halbfinal. Nachdem man schon gegen Italien im Achtelfinal von Schiedsrichtergeschenken profitiert hatte, kamen eine Runde später die Spanier dran. Gleich zwei reguläre Tore wurden den Iberern aberkannt.
- WM 2006: Drei gelbe Karten für Simunic
Der Kroate Josip Simunic sah im Gruppenspiel gegen Australien an der WM 2006 gleich drei Mal die gelbe Karte. Die erste in der 62. Minute und die zweite nach 90 Minuten. Der englische Schiedsrichter Graham Poll zeigte Simunic in der Nachspielzeit wegen Meckerns ein drittes Mal Gelb – und stellte ihn erst dann vom Platz.
- WM 2006: Grosses Grosso-Kino
Australien schnupperte im Achtelfinal der WM 2006 bis zur 5. Minute der Nachspielzeit an der Sensation. Dann fiel Schiedsrichter Luis Medina Cantalejo aus Spanien auf eine Schwalbe herein. Der absurde Elfmeterpfiff ebnete den Italienern den Weg zum WM-Titel.
- WM 2010: Die «Wembley-Revanche»
44 Jahre nach dem Wembley-Tor kam es zu einer Art Revanche. Im Achtelfinal der WM 2010 schoss Englands Frank Lampard das vermeintliche 2:2 gegen Deutschland. Der Schiedsrichter übersah, dass der Ball mehr als deutlich hinter der Linie war. Am Ende gewann Deutschland 4:1.
- WM 2014: Luis Suarez, «der Beisser»
Es war der Aufreger der WM 2014. Uruguays Luis Suarez biss Italiens Verteidiger Giorgio Chiellini in die Schulter. Der Schiedsrichter übersah die verrückte Aktion. Suarez wurde aber nachträglich für 4 Monate gesperrt. Er musste das Team-Camp in Brasilien zudem unmittelbar verlassen.
Sendebezug: Road to the Fifa, 03.06.2018, 17:30 Uhr