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Das französische Modehaus Chanel hat in den Westschweizer Uhrwerkehersteller Kenissi investiert und 20 Prozent der Aktien von Kenissi übernommen. Chanel wird von den milliardenschweren Französischen Gebrüdern Alain und Gérard Wertheimer seit 1974 kontrolliert und geführt. Sie teilen sich die Aktienmehrheit.
Kenissi ist, was die wenigsten wissen, quasi der Industrie-Arm der Rolex-Tochter Tudor – und baut nahe Le Locle eine neue Fabrik für Uhrwerke. Tudor und die CVC-Marke Breitling tauschen Uhrwerke aus – und jetzt wohl auch Chanel. Somit rücken die beiden globalen Luxusmarken Chanel und Rolex näher. Wir hatten darüber schon am 20. November 2018 berichtet.
Die Akquisition ist der zweite strategische Schritt des französischen Modegiganten zur Stärkung der Uhrmacherkompetenz innerhalb eines halben Jahres. Im September letzten Jahres wurde von Chanel 20 Prozent der Aktien der Montre Journe SA in Genf akquiriert.
Der Luxuskonzern teilt mit, dass er damit seine Position als Akteur in der Luxus-Uhrensparte verbessere. Chanel hat bereits 1993 in das Uhrensegment investiert, nachdem es die Firma G&F Chatelain in La Chaux-de-Fonds – Schmuck Uhren und Uhren Komponenten Hersteller – in diesem Jahr übernommen hatte. Der Zukauf sei Teil des Ziels, hochwertige Uhren anzubieten.
Das erste Ergebnis der Investition wird im März 2019 an der Baselword gezeigt, wo Chanel ein Produkt präsentieren wird, das bereits schon die Technik von Kenissi verwendet.