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<h2>SubmittedText<h2><p>In der Schweiz entwickelt sich Cloud Computing sehr rasch, wodurch aber auch eine grosse Menge an Energie verbraucht wird. Verschiedene Unternehmen, die Clouds anbieten, verwenden für deren Betrieb ausschliesslich erneuerbare Energie. Im Hinblick auf die energetische Wende sollten solche Bemühungen gefördert werden. Island ist beispielsweise sehr aktiv in Bezug auf das Angebot von Clouds, Forschungszentren, Rechenzentren oder Serverzentren, für deren Betrieb ausschliesslich erneuerbare Energien verwendet werden. Die Schweiz darf bei dieser Entwicklung nicht hinterherhinken.</p><p>Ist der Bundesrat bereit, Unternehmen zu unterstützen, die Cloud Computing anbieten und dafür ausschliesslich erneuerbare Energien verwenden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Begriff "Cloud Computing" umschreibt den Ansatz, Informatik- und Kommunikationstechnologien (IKT; z. B. Anwendungen, Bereitstellung von Rechen- und Speicherkapazitäten oder Ähnlichem) dynamisch und an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Typisch für Cloud Computing ist die - auch geografische - Trennung von Nutzer- und Anbieterseite bzw. die Entwicklung von Outsourcing-Geschäftsmodellen. Es handelt sich somit nicht um eine neue Technologie, sondern um eine neue Art und Weise, wie IKT-Leistungen angeboten und genutzt werden können.</p><p>Der für die Cloud verwendete Strommix hängt vom vorhandenen Stromangebot und vom vereinbarten Stromliefervertrag mit dem Energieversorger ab. Greenpeace International hat im vergangenen Jahr den Strommix verschiedener internationaler Cloud-Anbieter untersucht und die Ergebnisse im April 2012 im Bericht "How Clean Is Your Cloud?" veröffentlicht. Gemäss Bericht besteht beim Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien noch erhebliches Steigerungspotenzial. Diversen Unternehmen wie Apple, Amazon und Microsoft wird vorgeworfen, zu wenig auf Strom aus erneuerbaren Energien zu setzen. Unternehmen wie Yahoo und Google messen gemäss Bericht den erneuerbaren Energien beim Ausbau ihrer Cloud demgegenüber hohe Priorität bei. Auch bei anderen IT-Unternehmen werden erneuerbare Energien immer häufiger eingesetzt.</p><p>Neben dem Strommix ist auch die Energieeffizienz der eingesetzten Infrastruktur von grosser Bedeutung. So kann der Stromverbrauch durch den Einsatz von energieeffizienten IT-Geräten und durch andere Massnahmen, wie z. B. eine optimale Dimensionierung der Kühlanlage und die Einhaltung minimaler Raumtemperaturen in Serverräumen, reduziert werden.</p><p>In der Schweiz ist für Unternehmen, die für ihre Cloud-Dienstleistungen erneuerbare Energien einsetzen, kein spezielles Förderprogramm vorgesehen. Die Schweiz kann diesbezüglich auch nicht mit Island verglichen werden: Wärme und Strom aus der oberflächennahen Geothermie stehen in Island praktisch unendlich zur Verfügung. Eine entsprechende Standortförderung ist dort deshalb günstiger und einfacher machbar.</p><p>Es gibt jedoch anderweitige Angebote für Unternehmen mit IKT-Infrastruktureinrichtungen in der Schweiz: So richtet sich das Programm Energie Schweiz des Bundesamtes für Energie, das die Steigerung der Energieeffizienz und die Erhöhung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zum Ziel hat, auch an sie.</p><p>Unternehmen, die für ihr Rechenzentrum selber erneuerbare Energien produzieren wollen, z. B. durch eine Fotovoltaikanlage, können zudem von der kostendeckenden Einspeisevergütung profitieren. Für die Realisierung von Stromeffizienzmassnahmen (z. B. im Bereich Kühlung) können Gesuche um finanzielle Unterstützung im Rahmen der wettbewerblichen Ausschreibungen (<a href="http://www.prokilowatt.ch">www.prokilowatt.ch</a>) eingereicht werden. Weitere Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen werden in der Vorlage zur Energiestrategie 2050 enthalten sein, die der Bundesrat noch 2013 zuhanden des Parlamentes verabschieden will.</p>  Antwort des Bundesrates.