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Die Infektion mit dem HPV in der Genitalregion (Anus, Penis, Gebärmutterhals, Scheide, Schamlippen) gehört zu der häufigsten sexuell übertragbaren Krankheit. Etwa 1% bis 2% der sexuell aktiven Bevölkerung haben sichtbare Feigwarzen. Darüber hinaus weisen ca. 5 bis 10% der Bevölkerung HPV-assoziierte Läsionen im Genitalbereich auf, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind und in der Regel nicht diagnostiziert werden. Bei ca. 60% der Bevölkerung lassen sich Antikörper gegen HPV im Blut finden, die eine frühere Infektion nachweisen. Das Risiko, im Laufe des Lebens eine HPV-Infektion durchzumachen, wird folglich zwischen 75% und 80% beziffert.
Ca. 80% der sexuell-aktiven erwachsenen Bevölkerung infizieren sich mindestens einmal im Leben mit genitalen HPV-Typen.
Die Krankheitserreger werden am häufigsten durch Kontaktinfektion (Genitalregion zu Genitalregion) beziehungsweise Schmierinfektion (von der Hand zur Genitalregion) beim Geschlechtsverkehr oder Intimkontakt sowie beim Oralverkehr übertragen.
Feigwarzen sind kein Beweis für Untreue!
Humane Papillomviren können über Jahre hinweg unbemerkt im Körper verbleiben, bevor sie Symptome verursachen. Die Frage, wann oder bei wem man sich angesteckt hat, ist daherkaum zu beantworten. Eine HPV-Infektion ist vor allem nicht gleichzusetzen mit Untreue des Partners. Theoretisch kann man sich bereits beim ersten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person anstecken. Weist eine Frau eine genitale HPV-Infektion auf, so ist mit grosser Wahrscheinlichkeit auch ihr Partner infiziert, auch wenn er keine Symptome hat. Wer zuerst mit den Viren in Kontakt kam, bleibt meistens offen. Zudem ist der HPV ein sehr stabiler Virus, der auf Oberflächen von Gegenständen überleben kann. Theoretisch ist auch ein nicht-sexueller Übertragungsweg denkbar.