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Vor 6 Jahren hat Karl-Josef Mayberg seine Familie verlassen um in Kanada am Klondike nach Gold zu schürfen und anschließend auf Deutsch-Samoa eine Kokosplantage aufzubauen. Beide scheint ihm gelungen zu sein, denn 1905 übersiedeln Apollonia Mayberg sowie ihre Kinder Henriette und Ella nach Deutsch-Samoa. Spohie, die Zwillingsschwester von Henriette,... Vor 6 Jahren hat Karl-Josef Mayberg seine Familie verlassen um in Kanada am Klondike nach Gold zu schürfen und anschließend auf Deutsch-Samoa eine Kokosplantage aufzubauen. Beide scheint ihm gelungen zu sein, denn 1905 übersiedeln Apollonia Mayberg sowie ihre Kinder Henriette und Ella nach Deutsch-Samoa. Spohie, die Zwillingsschwester von Henriette, ist an Tuberkulose erkrankt und muss bei ihrer Großmutter in Deutschland bleiben. Kaum auf Samoa angekommen offenbart ihr Vater Henriette, daß sie verheiratet werden soll. Der Auserwählte ist Hofmann, ein angeblicher Geschäftspartner ihres Vaters. Irgendwie scheint es aber eher als ob Hofmann den Herrn Mayberg mit etwas erpresst und die Heirat in Wirklichkeit nur einem Zweck dienen soll – Hofmann milde zu stimmen. Bei einem nächtlichen Spaziergang am Strand lernt sie den samoanischen Prinzen Tamatoa und seine Schwester Sina kennen. Henriette und Tamatoa verlieben sich ineinander aber Beide wissen, dass ihre Liebe keine Zukunft hat. Tamatoa schenkt Henriette eine blaue Muschel die auf magische Art und Weise ein Eigenleben zu führen scheint. Sowohl Henriette als auch Hofmann bringen großes Leid nach Deutsch-Samoa. Mein Fazit: Das ist das 2. Buch das ich von Beatrix Mannel lese aber garantiert werden dem noch einige folgen. Genau wie „Die Insel des Mondes“ führt dieser Roman den Leser auf eine Insel, dieses Mal nach Samoa. Ebenso wie beim vorherigen Roman werden dem Leser Sitten und Gebräuche, Mythen, Legenden und Rituale der Insulaner nähergebracht und dafür hat die Autorin vor Ort liebevoll recherchiert. Man kann sich viele Dinge im Detail vorstellen –z. B. die blaue Muschel. Die Charactere werden so plastisch beschrieben, daß man sich geradezu vorstellen kann wie entsetzt Apollonia auf Samoa feststellt, daß es noch nicht einmal ein Badezimmer gibt oder wie Henriette die Ohrfeige ihres Vaters empfinden muss als sie sich gegen die bevorstehende Heirat widersetzt. Auch Sophie, die in Deutschland bleiben muss um ihre Krankheit auszukurieren, wächst einem sehr ans Herz. Ebenso der Fotograf Julius von Sommerfeld, der sowohl in Sophies als auch Henriettes Leben eine große Rolle spielen wird. Hofmann, der zukünftige Ehemann von Henriette, weckt schon gleich am Anfang in mir eine Abneigung, die sich durch das ganze Buch hindurch zieht. Der Unsympath schlechthin. Und immer wieder hat Hofmann seine Finger im Spiel wenn im Leben der Protagonisten eine Wendung eintritt. Mit was genau hat Hofmann seinen „Geschäftspartner“ Karl-Josef Mayberg in der Hand? Wird Henriette der Hochzeit mit Hofmann entgehen können? Was genau hat es mit dem Eigenleben der blauen Muschel auf sich? Welche Rolle spielt Tante Berta in San Franzisko? Fragen über Fragen ... die Antworten dazu findet Ihr im Buch „Der Klang der Blauen Muschel“ :-)
Beatrix Mannel - "Der Klang der blauen Muschel" München/Samoa 1905 Die beiden Zwillingsschwestern Sophie und Henriette sind ein Herz und eine Seele, die Beiden teilen ein Leben in Harmonie und freudiger Erwartung, was das Leben ihnen zu bieten hat, nie wollen sie sich trennen, allen Widrigkeiten zum Trotz.. Henriette, die gerne Reiseschriftstellerin... Beatrix Mannel - "Der Klang der blauen Muschel" München/Samoa 1905 Die beiden Zwillingsschwestern Sophie und Henriette sind ein Herz und eine Seele, die Beiden teilen ein Leben in Harmonie und freudiger Erwartung, was das Leben ihnen zu bieten hat, nie wollen sie sich trennen, allen Widrigkeiten zum Trotz.. Henriette, die gerne Reiseschriftstellerin werden möchte, hat eines Tages ein übersinnliches Erlebnis. Es ist, als würde ein Geist sich Henriettes Hand bemächtigen, die zarte Hand fängt an zu zucken - sie muss schreiben..die Tinte formt Worte in einer ihr unbekannten Sprache: "O le Tala ia Tapuitea.." Sie erkennt weder Sinn, noch ihre eigene Handschrift, die beiden Schwestern suchen rat bei einer Geisterbeschwörerin und lernen einen netten Photografen kennen, auch er ist auf der Suche.. Sophie wird von "Madame" mit der TBC angesteckt, ihr Zustand verbietet ihr eine Einreise nach Samoa, Henriette ist darüber sehr traurig, fühlt sich unvollständig. -- Der Vater, zog einst aus, um ein Glücksritter am Klondike zu werden, die Goldfelder am Yukon, sicherten die Zukunft der Familie auf Samoa, mit genügend Kapital aber auch alten "Ehrschulden" bezieht er mit seiner Familie sein neues Domizil, ein schönes Haus, mit blühendem Garten und Strand.. Die Sterne scheinen längst und ein seltsames Leuchten zieht Henriette ans Meer, sie lernt einen samoanischen Prinzen kennen, er schenkt ihr eine magische blaue Muschel..nur Henriette hört sie rauschen und rufen.. -- Henriette braucht Sophie, denn der Vater hat ein Geheimnis, welches dringend aufgedeckt werden muss.. -- PSSSST - Es gibt einen "Schurken" und eine sehr unerschrockene Tante Berta aus San Francisco.. -- Ausgestattet mit Dauerspannung, Südseeromantik und Mystik, ein genussvolles Leseerlebnis. "Der Klang der blauen Muschel" - ein Buch, das ich durch all die vielen Seiten geliebt habe, es fehlte an nichts, für mich, ein Jahrhundertroman!
Samoa 1905. Die junge Henriette Mayberg ist mit ihrer Familie in die deutsche Südseekolonie Samoa ausgewandert. Henriette fühlt sich sehr einsam, denn ihre über alles geliebte Zwillingsschwester Sophie musste in München zurückbleiben, weil sie an Tuberkulose erkrankt ist. Bei einem nächtlichen Strandspaziergang lernt Henriette den Samoaner Tamatoa kennen und... Samoa 1905. Die junge Henriette Mayberg ist mit ihrer Familie in die deutsche Südseekolonie Samoa ausgewandert. Henriette fühlt sich sehr einsam, denn ihre über alles geliebte Zwillingsschwester Sophie musste in München zurückbleiben, weil sie an Tuberkulose erkrankt ist. Bei einem nächtlichen Strandspaziergang lernt Henriette den Samoaner Tamatoa kennen und verliebt sich wenig später in ihn. Währenddessen planen Henriettes Eltern bereits die Hochzeit ihrer Tochter mit dem angeblichen Vogelforscher Ernst-Otto Hofmann. Doch bevor es zu der Vermählung kommt, geschieht eine Katastrophe… Beatrix Mannel wartet in ihrem Roman „Der Klang der blauen Muschel“ mit einer tollen Mischung aus Abenteuer, Spannung und Romantik auf und zeichnet ein umfassendes, vielschichtiges Bild von Samoa und San Francisco im frühen 20. Jahrhundert. Es gelingt Beatrix Mannel ausgezeichnet, dem Leser den Zauber der Südseeinseln zu vermitteln. Die Autorin erzählt facettenreich vom Leben in Samoa während der deutschen Kolonialzeit. Sie gibt Einblicke sowohl in die Lebensweise, die Mythologie, die Legenden und die Traditionen der Einheimischen, wie auch in das unangepasste und überhebliche Gehabe der Kolonisten. Auch San Francisco wird hervorragend in Szene gesetzt. Die Hektik der Stadt, die gesellschaftlichen Geflogenheiten, ein Spukhaus, ein Besuch in Chinatown – die vielfältigen Ansichten der Stadt waren für mich sogar noch einen Tick interessanter, als die faszinierende Welt Samoas. Beatrix Mannel hat das Zeitgeschehen eindrucksvoll mit ihrer Geschichte verwoben. Der Goldrausch am Klondike spielt eine wichtige Rolle und auch das große Erdbeben von 1906 ist in die Handlung eingeflochten. Gut gefallen hat mir auch, dass das Geschehen mit einigen übernatürlichen Phänomenen gespickt ist. Zuallererst ist da die blaue Muschel, die sowohl real als Geschenk von Tamatoa an Henriette existiert, als auch eine rätselhafte Verbindung zwischen den Protagonisten darstellt und in Träumen und auf Bildern auftaucht. Außerdem wird Henriette mehrfach vom „automatischen Schreiben“ überrumpelt und Fotograf Julius von Sommerfeld beschäftigt sich mit der Ektoplasma-Fotografie. Die Akteure werden von Beatrix Mannel allesamt lebendig und bildhaft dargestellt, besonders Henriette ist mir schnell ans Herz gewachsen. Die liebenswürdige, aufgeschlossene junge Frau balanciert durchs Leben und versucht, die Forderungen ihrer Familie zu erfüllen und gleichzeitig ihre Interessen und Wünsche zu verwirklichen. Sie hat sich in den Samoaner Tamatoa verliebt, wird jedoch dazu verdonnert, einen Mann zu heiraten, den sie nicht mag. Mit dieser Ehe soll die Familie vor dem Ruin gerettet werden. Der Auserkorene Ernst-Otto Hofmann wirkt auf den ersten Blick sympathisch. Schnell zeigt sich aber, dass er nicht der Gentleman ist, für den ihn alle halten. Es gibt einige Ungereimtheiten in seiner Vergangenheit, denen Henriette im Verlauf der Handlung auf den Grund zu gehen versucht. Auch die zahlreichen Nebenfiguren bereichern die Handlung außerordentlich, jeder Einzelne spielt die ihm zugedachte Rolle hervorragend. Besonders fasziniert hat mich Nian. Das chinesische Hausmädchen gibt sich demütig, verfügt aber über mehr Verstand und Übersicht, als so manch anderer. Neben den fiktiven Figuren bevölkern auch einige historische Persönlichkeiten diesen Roman, unter ihnen zum Beispiel Jack London und dessen zweite Ehefrau Charmian Kittredge oder auch Eugene Schmitz, der damalige Bürgermeister von San Francisco. „Der Klang der blauen Muschel“ lässt sich angenehm zügig lesen und hat mir nicht nur spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mir auch interessante Einblicke in die Historie Samoas und San Franciscos ermöglicht.
Der neue Roman der überaus begabten Autorin Beatrix Mannel lässt keine Wünsche an eine unbedingt lesenswertes Buch offen. Es weist alles auf, was sich ein Leser nur wünschen kann. Spannung bis zum Ende. Henriette und Sophie sind Zwillinge, die sich fast ohne Worte verstehen. Die eine spürt wie es... Der neue Roman der überaus begabten Autorin Beatrix Mannel lässt keine Wünsche an eine unbedingt lesenswertes Buch offen. Es weist alles auf, was sich ein Leser nur wünschen kann. Spannung bis zum Ende. Henriette und Sophie sind Zwillinge, die sich fast ohne Worte verstehen. Die eine spürt wie es der anderen geht - sei sie auch meilenweit entfernt. Wegen Sophies Erkrankung muss diese in Deutschland zurück bleiben während Henriette mit ihrer Mutter zu ihrem Vater nach Samoa reist. Dort angekommen macht Henriette sogleich Bekanntschaft mit den Einheimischen Sina, Taufa und insbesondere Tamatoa - der ein samoanischer Prinz ist. Leider bleibt Henriette nicht viel Zeit diese Freundschaft zu vertiefen, denn ihr Vater möchte sie mit Herrn Hofmann einem Bekannten den er aus den Zeiten der Goldsuche am Klondike kennt, verheiraten. Henriette findet immer wieder Wege sich aus der väterlichen Enge davon zu stehlen und dabei passiert es schließlich: Sie verliebt sich in den Prinzen Tamatoa. Dieser schenkt ihr eine wunderschöne Muschel, die auf magische Weise leuchtet und darüber hinaus noch andere Fähigkeiten in ihr weckt. Auf der paradisieschen Insel geschieht jedoch eines Tages ein großes Unrecht und von da an ist nichts mehr wie es einmal war. Die Zwillingsschwester Henriette hingegen wird zu ihrer Tante Berta nach San Francisco geschickt, die ein Hotel besitzt. Hier kommt Henriette etwas zur Ruhe, die allerdings rasch gestört wird, als Herr Hofmann auftaucht und auf schnelle Vermählung drängt. Es scheint so, als hätte Herr Hofmann etwas gegen ihren Vater in der Hand. Wieso kann er ihn erpressen? Dieses Geheimnis muss Henriette schnell lösen. Ich möchte nicht zu viel verraten nur eins sei gesagt: Es ist nahezu unmöglich, dieses Buch aus der Hand legen. Beatrix Mannel beschreibt die verschiedenen Charaktere authentisch, lebensecht detailliert und erfrischend lebendig. Die von der Autorin exzellent inszenierte Umgebung ist so malerisch und die Schönheit der exotischen Insel so faszinierend dargestellt, dass man am liebsten dort sein möchte oder eigentlich sogar dort ist, während man die Geschichte liest. Der aufs äußerste faszinierte Leser wird in die Kultur und Tradition der Einheimischen, sowie die vielen Sagen, welche sich um die Insel herrum gewoben haben, entführt. Die Erzählkunst der Autorin lässt die Seele des Lesers für dieses bezaubernde Fläckchen Erde entflammen und man sehnt sich danach, Teil der Story zu sein. Diese Geschichte hat meine ohnehin hohen Erwartungen an die Autorin weit übertroffen. Das Werk ist einfach nur phantastisch geschrieben. Die Autorin beweist erneut, dass sie im Leser ein Feuerwerk an Emotionen auslösen kann. Der Titel trifft den Inhalt des Buches präzise, das Cover erfasst mit den kräftigen Farben und der kleinen Insel hervorragend den zentralen Kern der Story. Es gibt am Ende des Buches sogar noch ein Glossar, das sehr hifreich ist und die Karte von Samoa runden das non-plus-ultra ab, wenn man das Geschehen möglichst intensiv studieren möchte. Für mich ist dieses Werk die volle Punktzahl wert und wer etwas ganz Besonderes und Mystisches sucht ist dem sei hier eine klare Leseempfehlung genannt. Vielen lieben Dank an die Autorin, insbesondere für die viele - sicherlich enorm mühevolle - Recherchearbeit, die notwendig war ein derartiges Meisterwerk zu erstellen.
Sophie und Henriette sind Zwillinge und stehen sich sehr nah. Alles haben sie bisher geteilt, einschließlich ihrer Geheimnisse. Aber nun müssen sie sich trennen, denn Sophie ist krank und kann nicht gemeinsam mit der Mutter und den Schwestern nach Samoa zu ihrem Vater übersiedeln, der dort Fuß gefasst hat. Schweren... Sophie und Henriette sind Zwillinge und stehen sich sehr nah. Alles haben sie bisher geteilt, einschließlich ihrer Geheimnisse. Aber nun müssen sie sich trennen, denn Sophie ist krank und kann nicht gemeinsam mit der Mutter und den Schwestern nach Samoa zu ihrem Vater übersiedeln, der dort Fuß gefasst hat. Schweren Herzens trennen sie sich, mit dem Versprechen, doch alles für die Schwester aufzuschreiben. Kaum in Samoa eingetroffen, offeriert Henriette der Vater, dass er sie zu verheiraten gedenkt. Der Ausgewählte ist Ernst-Otto-Hofmann, den er aus seiner Goldgräberzeit kennt und der ihn in der Hand hat, ihn erpresst. Henriette wüsste zu gern, womit und gedenkt, das herauszubekommen. Sehr zum Unmut ihrer Eltern hat Henriette sich mit den Einheimischen Somoanern Tamatoa, Sina und Taufa angefreundet. Sie fühlt sich zu Tamatoa hingezogen, aber eine Beziehung zwischen den beiden darf es nicht geben. Tamatoa schenkt ihr eine blaue Muschel, die etwas ganz besonderes ist und zu manchen Menschen spricht. Von da an überschlagen sich die Ereignisse ... Viele Dinge stürmen plötzlich auf Henriette ein. Hofmann entpuppt sich als der Mann, der er ist, aber ihr Vater besteht trotz allem auf die Hochzeit. Als Hofmann jedoch eine Straftat begeht, die weitreichende Folgen haben wird für Samoa und auch für Henriette, beschließt diese gegen alle Vernunft, ihn zu retten, womit sie einen schwer wiegenden Verrat begeht. Während dieser Zeit "spricht" auch die Muschel mit ihr, die ihr Kontakt mit ihrer Schwester beschert und die Unheil "ankündigt". Ihre Schwester, die bis dahin auch einen Leidensweg hinter sich hat, trifft sie erst später in San Francisco wieder. Im Schlepptau hat sie einen Fotografen, Julius von Sommerfeld, den Henriette vor langer Zeit einmal auf einer Seance kennengelernt hatte. Er hat seinerzeit sein Herz an Henriette verloren und hoffte immer auf ein Wiedersehen. Nachdem die Autorin mich mit ihrem letzten Buch mit nach Madagaskar genommen hatte, habe ich mich auch auf Samoa eingelassen. Eine Inselgruppe, die 14 Jahre lang (1900 - 1914) eine deutsche Kolonie war. In diese Zeit hat die Autorin auch ihre Geschichte angesiedelt. Sehr gut recherchiert, erfährt man als Leser von den Mythen und Erzählungen der Insel und vom Leben der Samoaner. Selbst die Schönheit der Insel bringt sie dem Leser nah. Ich hatte fast das Gefühl, ich würde am Meer stehen und die Wellen auf mich zurollen hören. Ebenso ist es ihr gelungen, die große Erdbebenkatastrophe von San Francisco im Jahre 1906 bildhaft widerzugeben. Sie spürbaren Ängste der Betroffenen waren glaubwürdig dargestellt und konnten nachvollzogen werden. Es ist die Geschichte zweier Schwestern, die trotz Trennung das Zusammengehörigkeitsgefühl nie verloren haben. Beide sind sich nah, auch wenn sie getrennt sind. Beide gehen den Weg, den sie für sich als richtig empfinden, entgegen den Wünschen bzw. Befehlen der Eltern. Sie sind gegen Ungerechtigkeit und setzen sich zur Wehr. Sie haben Träume, die sie verwirklichen wollen, auch wenn es nicht jeder von ihnen gegeben ist. Die Geschichte der Schwestern lässt den Leser mitfiebern, wie es den beiden ergehen wird. Man erlebt mit, wie aus 2 jungen Frauen, die das Leben auf die leichte Schulter nehmen, 2 selbstbewusste Frauen werden, die wissen, was sie vom Leben wollen. Mit der Entführung des Lesers auf die bezaubernde Insel Samoa und dem Erlebnis des furchtbaren Erdbeben in San Francisco rundet die Autorin ihre Geschichte ab, macht sie glaubhaft und authentisch. Ein wundervoller Roman, den man nicht aus der Hand legen mag, der einen auf eine zauberhafte Insel entführt und der den Leser auch in eine Welt der Mythen und Hoffnungen entführt. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.
Kurzbeschreibung: Ein folgenschwerer Verrat im fernen Paradies Samoa 1905: Die junge Henriette wandert in die deutsche Südsee-Kolonie aus. Aber sie ist einsam und nicht glücklich in diesem Paradies. Erst zusammen mit einem samoanischen Prinzen, der ihr eine magische Muschel anvertraut, entdeckt sie die Schönheit und die Geheimnisse der sagenumwobenen Insel.... Kurzbeschreibung: Ein folgenschwerer Verrat im fernen Paradies Samoa 1905: Die junge Henriette wandert in die deutsche Südsee-Kolonie aus. Aber sie ist einsam und nicht glücklich in diesem Paradies. Erst zusammen mit einem samoanischen Prinzen, der ihr eine magische Muschel anvertraut, entdeckt sie die Schönheit und die Geheimnisse der sagenumwobenen Insel. Doch genau diese Begegnung bringt Unheil über ganz Samoa, und Henriette muss nach San Francisco fliehen. Noch einmal glaubt sie von vorn anfangen zu können, doch der Klang der blauen Muschel holt sie immer wieder ein ... (Quelle: Diana Verlag) Meine Meinung: München im Jahr 1905: Henriette und Sophie sind Zwillinge. Sie planen gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Ella nach Samoa auszuwandern. Dort möchte sich der Vater eine Existenz als Plantagenbesitzer aufbauen. Doch kurz vor der Abreise erkrankt Sophie und Henriette muss alleine nach Samoa reisen. Dort wird ihr bald schon ein Verlobter vorgesetzt, der zwei Seiten zu haben scheint. Henriette ist nicht sonderlich begeistert, ist sie doch viel eher von einem Einheimischen fasziniert. Von ihm bekommt sie auch eine blaue Muschel geschenkt. Doch schon bald bahnt sich eine Katastrophe an … Der historische Roman „Der Klang der blauen Muschel“ stammt von der Autorin Beatrix Mannel. Es war mein insgesamt zweiter Roman der Autorin und ich war wirklich gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde. Henriette ist eine absolut sympathische Protagonistin. Sie ist liebeswürdig und aufgeschlossen. Einerseits versucht sie den Forderungen ihrer Familie gerecht zu werden, möchte aber andererseits ihre eigenen Wünsche auch gerne erfüllen. Auf Samoa wird ihr von ihrem Vater ein Verlobter vorgesetzt, der ihr nicht sonderlich angenehm ist. Ihn soll sie heiraten um die Familie vor dem Ruin zu retten. Dabei aber ist Henriette in Tamatoa verliebt. Er ist Samoaner und schenkt Henriette eine blaue Muschel. Die Nebenfiguren, wie beispielsweise Ernst-Otto, Henirettes Verlobter der zwei Gesichter zu haben scheint, oder auch Nian, da Hausmädchen das mich wirklich fasziniert hat, sind Beatrix Mannel ebenso gut gelungen. Sie sind facettenreich und vielseitig gestaltet. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar. Sie beschreibt die Szenen und Orte sehr detailliert, man kann es sich alles wunderbar vorstellen. Auch sonst lässt sich der Roman wirklich zügig lesen. Die Handlung ist eine Mischung aus Abenteuer, Spannung und Romantik. Und auch geschichtliche Fakten hat Beatrix Mannel sehr gut ins Geschehen eingebaut. So kommen zum Beispiel auch historische Persönlichkeiten wie Jack London im Geschehen vor. Beatrix Mannel hat alles wirklich sehr gut recherchiert und bringt dem Leser Samoa und San Francisco im frühen 20. Jahrhundert dem Leser näher. Und auch Geschehnisse der damaligen Zeit, wie das Erdbeben von San Francisco hat Beatrix Mannel eingebaut. Immer wieder taucht die blaue Muschel im Roman auf. Sie ist so etwas wie der rote Faden in der Handlung, was mir persönlich wirklich gut gefiel. Das Ende des Buches ist leider ziemlich schnell absehbar. Allerdings möchte man als Leser trotz allem wissen wie Henriette zu ihrem persönlichen Glück kommt, welche Hindernisse sie dabei überwinden muss. Fazit: Alles in Allem ist „Der Klang der blauen Muschel“ von Beatrix Mannel ein sehr schöner historischer Roman vor einer tollen Kulisse. Die sympathisch gestaltete Protagonistin, der wunderbar zu lesende Stil und eine Handlung mit einer Mischung aus Spannung, Abenteuer und Romantik, gepaart mit Historie haben mich hier wirklich gut unterhalten. Durchaus lesenswert!
Die Familie Mayberg will zukünftig auf Samoa zusammen leben. Der Vater war zuvor am Klondike zum Goldschürfen, während die restliche Familie in Deutschland lebte. Weil Sophie an Tuberkulose erkrankt ist, muss sie in Deutschland bleibt und so sind die Zwillingsschwestern Henriette und Sophie das erste Mal getrennt. Kaum sind... Die Familie Mayberg will zukünftig auf Samoa zusammen leben. Der Vater war zuvor am Klondike zum Goldschürfen, während die restliche Familie in Deutschland lebte. Weil Sophie an Tuberkulose erkrankt ist, muss sie in Deutschland bleibt und so sind die Zwillingsschwestern Henriette und Sophie das erste Mal getrennt. Kaum sind sie auf Samoa angekommen, will der Vater Henriette verheiraten, weil der Mann in irgendwie in der Hand hat. Henriette hat aber am Strand Tamatoa kennengelernt und sich verliebt. Aber Tamatoa sagt ihr, dass sie nicht zusammen sein können. Er schenkt ihr eine blaue Muschel. Diese Muschel ist etwas Besonderes, denn nur bestimmte Menschen hören etwas, wenn sie die Muschel ans Ohr halten; außerdem fängt sie manchmal an zu glühen. Die Geschichte kann man keiner Kategorie zuordnen, es ist ein historischer Roman mit mystischen Elementen und beinhaltet sowohl eine Liebesgeschichte als auch einen Krimi. Die Insel wurde sehr gut beschrieben, so dass man sie bildlich vor Augen hat. Ihre Mythen fließen in die Geschichte genauso ein wie der Boxer-Aufstand in China. Die Deutschen auf Samoa verachten die Samoaner, weil sie angeblich faul sind. Stattdessen beschäftigen sie chinesische Sklaven. Leider findet Henriettes Mutter, dass der Komfort zu wünschen übrig lässt und dass es zu heiß ist. Die Zwillinge werden sehr lebendig dargestellt, man kann sehr gut mit ihnen fühlen. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte zu jungen Frauen, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Der Vater ist ein Patriarch, der seine Wünsche ohne Rücksicht durchsetzt. Hinterfragen führt unweigerlich zu Strafen. Henriettes Verlobter Hofmann ist ein Mensch mit zwei Gesichtern, nach außen weltgewandt und charmant ist er ein widerlicher und Manipulativer Mensch. Eine der Nebenfiguren ist Jack London. Eine weitere Nebenfigur und doch so unendlich wichtig ist Niam, die ganz anders ist, als sie nach außen hin zeigt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr anschaulich. Wie die Geschichte ausgehen wird, ist zwar recht früh vorauszusehen, trotzdem ist es spannend, weil man wissen möchte, auf welche Art und Weise dies geschieht. Ein sehr unterhaltsames Buch, das exotisch und bewegend ist.