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Die BBoxBBS, PostBox und PleskHost Switzerland setzen seit 31. Januar 2007 auf SMTP-Ebene Greylisting zur Minimierung unerwünschten Spams ein.
Greylisting basiert auf der Annahme, dass bei der Verbinungsaufnahme durch einen entfernten Mail-Server folgende Daten bekannt sein müssen, bevor die Nachricht angenommen wird:
- IP-Adresse des versendenden Mail-Servers
- E-Mail-Adresse des Absenders
- E-Mail-Adresse des Empfängers
Wurde eine E-Mail mit dieser Kombination von Adressen noch nie empfangen, dann wird der Zustellversuch erst einmal mit folgender Rückmeldung abgeblockt:
451 4.7.1 <<email-pii>>: Recipient address rejected: Greylisted for 120 seconds. Try again later.
Mit der Meldung, dass ein temporärer Fehler aufgetreten sei (Fehlercode 450), wird der absendende Mail-Server angewiesen, die Zustellung zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zu versuchen. Die Adressdaten werden dabei gespeichert um bei einem erneuten Zustellversuch unter Verwendung der gleichen Daten (was ein "normaler" SMTP-Server auf jeden Fall tun sollte!) die Nachricht zu akzeptieren.
Ob und wann ein erneuter Zustellversuch unternommen wird, hängt einzig und allein vom versendenden Mail-Server ab.
Einige Implementierung werten das Reconnect-Timeout der Fehlermeldung aus und versuchen die Zustellung umgehend nach Ablauf des Timeouts, während andere wiederum fixe Timeouts anwenden und die Zustellung erst nach 15 - 30 Minuten, im Ausnahmefällen sogar noch später, wiederholen. Wir können dies leider nicht beeinflussen.
Vorteile
Typische Software für den Massen-Versand von E-Mails (insbesondere Würmer oder Trojaner) versucht oft nicht, eine (Spam-)E-Mail ein zweites Mal an den selben Mail-Server zuzustellen. Solche E-Mails werden durch Greylisting erfolgreich gefiltert.
Anders als bei heuristischen AntiSpam-Verfahren (SpamAssassin, DSPAM, usw) wird durch Greylisting nicht Rechenzeit verschwendet, um UCE/Spam zu scannen und zu markieren. Dadurch sinkt die Last der Systeme und die Mailverarbeitung wird nicht durch Spam verstopfte Mailqueues abgebremst.
Nachteile
Die negative Wirkung von Greylisting beschränkt sich lediglich auf eine Verzögerung der E-Mails von typischerweise wenigen Minuten (je nachdem, wann es der zustellende Mail-Server erneut versucht). Diese negative Wirkung ist in vielen Fällen eingeschränkt auf die ersten Zustellversuche, da der Absender nach einer bestimmten Anzahl erfolgreicher Zustellungen automatisch in die Whitelist aufgenommen wird.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass E-Mail keine Garantie auf umgehende Zustellung bietet.
Problemlösung
Mailserver machen diesen Resend automatisch. Wenn dies nicht der Fall ist datiert der sendende Mailserver vor dem Jahr 2000 und hat einen Update nötig. Dies ist der Fall wenn der Absender eine Mail zurückbekommt anstatt dass der sendende Mailserver es ein zweites Mal versucht hat. Dann muss die Email von der gleichen IP aus nach 120 Sekunden resp. ab dann innerhalt von 8 Stunden ein zweites Mal manuell gesendet werden, dann klappt es auch. Solche alten Mailserver gibt es aber kaum noch, daher nutzen immer mehr Provider Greylisting das rund 80 % vom Spam auf eine sichere Art vernichtet.