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Moritz Brosig (1815–1887) wurde in Fuchswinkel bei Neisse im heutigen Polen geboren. Die Familie zog nach dem Tod des Vaters nach Breslau wo Moritz das katholische Gymnasium und später kurze Zeit das Lehrerseminar besuchte. Er entschloss sich, Kirchenmusiker zu werden und wurde Schüler des Domorganisten und Königlichen Musikdirektors Franz Wolf im Institut für Kirchenmusik der Breslauer Universität. Moritz Brosig vertrat seinen Lehrer oft an der Domorgel und wurde nach dessen Tod 1843 zu seinem Nachfolger als Domorganist ernannt. Ab 1853 amtete er auch als Domkapellmeister und ab 1871 Dozent am Institut für Kirchenmusik der Universität Breslau. Weiterlesen
John (Johann) Zundel (1815–1882) war ein deutsch/amerikanischer Organist, Komponist und Musiklehrer. Zundel wurde in Hochdorf an der Enz, Württemberg geboren. Er besuchte von 1829 bis 1831 die Königliche Akademie Esslingen und unterrichtete anschliessend an der Schule in Birkach. 1833 wurde er Musiklehrer in Esslingen. Zundel studierte Orgel bei Johann Georg Frech und später bei Christian Heinrich Rinck. Weiterlesen
Julius André (1808–1880) wurde in Offenbach geboren. Seine Familie betreibt seit 1784 das Verlagshaus André in Offenbach, dessen Gründer 1799 den gesamten handschriftlichen Nachlass Mozarts kaufte. Julius André studierte Klavier bei Aloys Schmitt, der einige Jahre im Verlagshaus der Familie lebte. Später zog Julius André nach Frankfurt am Main, wo er eine rege Tätigkeit als Musiklehrer und Organist entfaltete. Ab 1864 arbeitete er als Prokurist im Betrieb seines Bruders Carl August André, der 1828 in Frankfurt eine Niederlassung des Verlagshauses André gründete. Weiterlesen
Pierre Jean Michel Fallouard (1805–1865) stammt aus der kleinen Hafenstadt Honfleur in der Normandie. Er lernte das Orgelspiel unter anderem bei seinem Vorgänger Monsieur Delaporte an der Kirche Sainte-Catherine in Honfleur und bei Adolphe Godefroi in Rouen. Pierre Jean Michel Fallouard wirkte als Musiklehrer und Musikkritiker in Honfleur. Er war Titularorganist an der Kapelle Hospice civil und ab 1825 an der Kirche Sainte-Catherine, der grössten Holzkirche Frankreichs. Weiterlesen
Clara Josephine Schumann (1819–1896), geborene Wieck, war eine deutsche Pianistin und Komponistin und ab 1840 die Ehefrau Robert Schumanns. Aus Claras Kindheit weiss man, dass sie erst sehr spät das Sprechen lernte. Es geschah vermutlich im Alter von vier Jahren, als sie ein Jahr lang getrennt vom Vater bei ihren Großeltern verbrachte. Der Grund der Verzögerung wird in psychischen Ursachen vermutet; es ist allerdings nicht eindeutig nachgewiesen. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie intensiven Klavierunterricht, und am 20. Oktober 1828 trat sie zum ersten Mal öffentlich im Gewandhaus auf und spielte mit einer anderen Schülerin ein vierhändiges Stück von Friedrich Kalkbrenner. Weiterlesen
César Auguste Jean Guillaume Hubert Franck (1822–1890) war ein französischer Orgelvirtuose und Komponist belgischer Abstammung. Nach der ersten musikalischen Erziehung in Belgien und ersten Auftritten als Pianist zog seine Familie nach Paris. Dort nahm er zunächst Unterricht bei Anton Reicha und trat 1837 in das Pariser Konservatorium ein, das er bis 1842 besuchte.
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Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) entstammte einer angesehenen und wohlhabenden jüdischen Familie. Väterlicherseits war er ein Enkel des bedeutenden Philosophen Moses Mendelssohn. Im Jahr 1805 wurde Felix’ musikalisch begabte Schwester Fanny (ab 1829 Fanny Hensel) geboren. Die Familie konvertierte 1822 zum Christentum und legte sich den christlichen Zusatznamen Bartholdy zu. Weiterlesen
Johann Georg Frech (1790–1864) war Sohn eines Uhr- und Orgelmachers. Er besuchte das Gymnasium in Stuttgart und spielte während seines Studiums Violine, Flöte, Cello, Klavier und Orgel, u. a. bei Justin Heinrich Knecht. Er machte Bekanntschaft mit Carl Maria von Weber, der zu dieser Zeit am Stuttgarter Hofe wirkte. Nach einigen Jahren als Lehrergehilfe und Musiklehrer wurde er 1820 Städtischer Musikdirektor und Organist an der Esslinger Stadtkirche St. Dionys. Sein Nachfolger in diesen Ämtern wurde ab 1860 Christian Fink.
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Joseph Wackenthaler (1795–1869) wurde in Sélestat im Elsass geboren und war ab 1819 Kapellmeister am Münster In Strassburg, ab 1833 auch Organist. Sein Vater (Joseph Wackenthaler 1767–1828) war Gründer einer Dynastie von Musikern. Zwei seiner Söhne (François Charles und François Louis) und sein Neffe Nicolas-Joseph Wackenthaler waren Organisten in Sélestat. Ein dritter Sohn François Xavier Joseph war ein sehr erfolgreicher Organist in Haguenau und später in Paris, wo er der erste Professor für Orgelspiel an der Niedermeyer-Schule war.
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Louis James Alfred Lefébure-Wély (1817–1869) wurde als Sohn des Organisten Isaac François Lefèbre (spätere Namensänderung in Lefébure) in Paris geboren. Er studierte am Pariser Konservatorium Orgelmusik und trat in die Fußstapfen seines Vaters und löste ihn als Organist an der Pariser Kirche Saint-Roch ab. 1847 wechselte er an die Kirche La Madeleine (ebenfalls Paris) und spielte dort von 1847 bis 1857 auf der neuerbauten Cavaillé-Coll-Orgel.
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