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Laut WHO wurde bei einem 31-jährigen gegen Ebola geimpften Mann aus Mbandaka eine Ebola-Infektion bestätigt; der Mann ist am 21.4.2022 verstorben. Die Quelle der Ansteckung ist nicht bekannt. Das Virus dieses Ausbruches scheint sich von dem der früheren Ausbrüchen in dieser Provinz (2018 und 2020) zu unterscheiden. Ein zweiter Ebola-Fall, eine enge Kontaktperson des Patienten, wurde am 25.4.2022 bestätigt.
Ebola ist eine virale, hämorrhagische, sehr schwer oder tödlich verlaufende Krankheit. Sie wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten und -ausscheidungen einer erkrankten Person (Blut, Speichel, Erbrochenes, Stuhl, Schweiss, Sperma, Urin usw.) oder mit infizierten Tieren (v. a. Affen, Antilopen, Nagern, Fledermäuse) übertragen. Die Symptome sind plötzliches hohes Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Hals- oder Kopfschmerzen, gefolgt von Durchfall, Erbrechen und innerlichen und äusserlichen Blutungen. Eine frühzeitige Hospitalisierung mit unterstützender Pflege (Hydratation, Erhaltung eines normalen Blutdrucks) kann die Prognose verbessern.
Für Reisende besteht in der Regel ein geringes Risiko, sich mit Ebola zu infizieren, wenn Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen einhalten:
- Vermeiden Sie den Kontakt mit erkrankten/verstorbenen Personen bzw. deren Körperflüssigkeiten, sowie mit allen lebenden und toten Wildtieren.
- Vermeiden Sie den Umgang mit oder den Verzehr von Busch-/Wildfleisch.
- Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr.
- Waschen Sie sich regelmässig und sorgfältig die Hände mit Wasser und Seife (oder benutzen Sie ein Desinfektionsmittel, wenn keine Seife verfügbar ist).
- Praktizieren Sie Safer Sex, siehe LINK.
Eine Impfung gegen Ebola steht Reisenden nicht zur Verfügung.
Bei humanitären Einsätzen wird empfohlen, einen Spezialisten für Reisemedizin zu konsultieren.
Sollten Sie Krankheitssymptome haben (Fieber >38 °C, Kopfschmerzen, Durchfall, Blutungserscheinungen etc.) während der Reise bis 21 Tage nach Aufenthalt in dem betroffenen Gebiet:
Isolieren Sie sich selbst und kontaktieren Sie sofort telefonisch die Hotline im Land oder nehmen Sie Kontakt mit einem Tropeninstitut oder einer Infektiologie eines Universitätskrankenhauses auf. Geben Sie immer an, dass Sie möglicherweise eine Ebola-Exposition hatten.