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Durch das Wetten bekommen Pferderennen eine zusätzliche emotionale Dimension. Hat man auf ein Pferd auch nur einige wenige Franken gesetzt, erlebt man das Rennen viel intensiver, ist man für die Dauer von zwei, drei Minuten «Besitzer» eines Galoppers. In der Schweiz wettet man nicht wie in den angelsächsischen Ländern beim privaten Buchmacher, sondern über den vom jeweiligen Rennverein betriebenen Totalisator. Das bedeutet, dass wie beim Lotto oder Toto alles einbezahlte Geld in einen Topf kommt. Im Unterschied zu Toto und Lotto wird an die Gewinner aber nicht nur 50 Prozent, sondern über 70 Prozent zurückgezahlt.
In der Schweiz gibt es grundsätzlich vier verschiedene Wettarten. Sieg und Platz sind die beiden einfachen Wetten. Spielt man ein Pferd auf Sieg, gewinnt man, wenn das gewettete Pferd als Erstes ins Ziel kommt. Wie hoch der Betrag ist, den man erhält, kann man an den Monitoren ablesen. Dort ist für jedes Pferd eine Eventualquote angeben, die sich aus den getätigten Wetten ergibt und alle anderthalb Minuten neu ausgerechnet wird. Steht ein Pferd beim Start des Rennens bei 8,4 erhält man für zehn Franken Einsatz 84 Franken.
Weniger riskant, aber deshalb auch weniger lukrativ, ist die Platzwette. Hier muss das gewettete Pferd lediglich auf einem der drei ersten Plätze einlaufen, sofern mindestens acht Pferde am Rennen teilnehmen. Bei 4 bis 7 Startern zahlt die Platzwette nur für die Plätze eins und zwei.
Neben den einfachen Wetten gibt es die Kombinationswetten, die Zweier- und die Dreierwette. Bei der Zweierwette Sieg gilt es die beiden erstplatzierten Pferde zu treffen, bei der Zweierwette Platz, müssen zwei der drei erstplatzierten Pferde getroffen werden.
In der Dreierwette schliesslich geht es darum, die ersten drei Pferde in richtiger Reihenfolge zu tippen. Da die Chance, die drei Pferde auf Anhieb zu treffen, eher klein ist, wählt man im Normalfall fünf, sechs Pferde aus und hofft, dass die richtigen drei darunter sind.
Autor: Willi Bär