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UK und Schweiz unterzeichnen bahnbrechendes Finanzdienstleistungsabkommen
Großbritannien und die Schweiz haben ein Finanzdienstleistungsabkommen unterzeichnet, das als „bahnbrechend“ bezeichnet wird. Der britische Finanzminister Jeremy Hunt betonte, dass es sich um ein Abkommen der „ersten Art“ handele. Das Abkommen ermöglicht es britischen Unternehmen in bestimmten Finanzsektoren, darunter Banken und Vermögensverwaltung, in der Schweiz tätig zu werden und dabei weiterhin den britischen Regulierungsrahmen einzuhalten. Gleiches gilt für Schweizer Unternehmen, die in Grossbritannien tätig sind.
Das Abkommen basiert auf dem Prinzip der „Deferenz“ und erfordert keine regulatorische Annäherung zwischen dem Vereinigten Königreich und der Schweiz im Bereich der Finanzdienstleistungen.
Zudem gewährt das Abkommen britischen Versicherungsunternehmen einen privilegierten Zugang zum Schweizer Markt. Sie werden von den geplanten Vorschriften ausgenommen, die ausländische Versicherer zu einer physischen Präsenz in der Schweiz verpflichten würden.
Auf einer Pressekonferenz mit der Schweizer Finanzministerin Karin Keller-Sutter sagte Hunt, das Berner Abkommen über Finanzdienstleistungen werde es britischen und Schweizer Unternehmen ermöglichen, „mit Sicherheit zu planen und zu investieren“. Er hoffe, dass es als Modell für künftige Abkommen über die gegenseitige Anerkennung dienen und anderen Ländern signalisieren werde, dass das Vereinigte Königreich bereit sei, Abkommen zu schließen, die Auswahl und Wettbewerb fördern.
Die Verhandlungen über das Abkommen wurden 2020 vom damaligen britischen Finanzminister Rishi Sunak eingeleitet. Es ist Teil der Bemühungen des Vereinigten Königreichs, die globale Wettbewerbsfähigkeit der Londoner City nach dem Austritt aus der EU zu stärken. Dazu gehört auch eine umfassende Reform des Regulierungsrahmens für Finanzdienstleistungen.
Die konservative Regierung des Vereinigten Königreichs betrachtet die Schweiz aufgrund der Ähnlichkeiten der beiden dienstleistungsorientierten Volkswirtschaften als potenziellen Partner für eine Reihe von Post-Brexit-Abkommen. Die Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und der Schweiz dauern an.
Dieses Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Schweiz ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern im Bereich der Finanzdienstleistungen. Es ermöglicht britischen Unternehmen den Zugang zum Schweizer Markt und bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Geschäftstätigkeit auszubauen und zu diversifizieren. Gleichzeitig profitieren Schweizer Unternehmen von verbesserten Möglichkeiten, in Grossbritannien tätig zu werden und von den dortigen regulatorischen Rahmenbedingungen zu profitieren.
Das Abkommen sendet auch ein positives Signal an andere Länder, dass das Vereinigte Königreich bereit ist, bilaterale Abkommen abzuschliessen, die den Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit fördern. Es unterstreicht die Bedeutung offener Märkte und des freien Dienstleistungsverkehrs für Wachstum und Stabilität der Weltwirtschaft.
Die Unterzeichnung dieses Abkommens ist ein Meilenstein für das Vereinigte Königreich und die Schweiz und zeigt die Entschlossenheit beider Länder, ihre Beziehungen trotz der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit zu stärken. Es wird erwartet, dass das Abkommen den Weg für eine engere Zusammenarbeit in anderen Bereichen ebnet und als Modell für ähnliche Abkommen mit anderen Ländern dienen kann.
Insgesamt dürfte sich das Finanzdienstleistungsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Schweiz positiv auf die Wirtschaft beider Länder auswirken. Es schafft eine stabile Grundlage für den Handel und die Zusammenarbeit im Finanzdienstleistungssektor und ermöglicht es den Unternehmen, ihre Aktivitäten über die Landesgrenzen hinaus auszudehnen.
Das Abkommen soll auch dazu beitragen, die Attraktivität beider Länder für internationale Investoren und Unternehmen zu erhöhen. Durch den erleichterten Zugang zu den Märkten des Vereinigten Königreichs und der Schweiz können Unternehmen effizienter expandieren und neue Geschäftsmöglichkeiten nutzen.
Darüber hinaus wird das Abkommen die Wettbewerbsfähigkeit des Vereinigten Königreichs als globaler Finanzplatz stärken. Die City of London wird weiterhin eine wichtige Rolle als internationales Finanzzentrum spielen und von der verbesserten Zusammenarbeit mit der Schweiz profitieren.
Die Unterzeichnung dieses Abkommens ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Schweiz nach dem Brexit. Es zeigt, dass beide Länder bereit sind, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen und neue Partnerschaften einzugehen, um Wirtschaftswachstum und Wohlstand zu fördern.
Insgesamt ist das Finanzdienstleistungsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Schweiz ein wichtiger Schritt nach vorne. Es stärkt die Beziehungen zwischen den beiden Ländern, fördert den Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit und schafft eine solide Grundlage für künftiges Wachstum im Finanzdienstleistungssektor. Das Abkommen sendet auch ein positives Signal an andere Länder, dass Grossbritannien bereit ist, bilaterale Abkommen abzuschliessen und seine Rolle als weltweit führender Finanzplatz weiter auszubauen.