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Teilnehmer
Alexey Zuev
- Alexey Zuev
- Russische Föderation
- Alter: 35
- männlich
- Profilaufrufe: 2720
- Concours (Platzierung): 2009 (2.)
- Über mich:
Im Jahr 1982 in St. Petersburg geboren, begann Alexey Zuev mit dem Klavierspiel als Siebenjähriger. Ausbildungszentren waren die Musikschule von St. Petersburg, das dortige Vorkonservatorium und eine spezielle Fachschule für Hochbegabte. Die raschen Fortschritte führten bereits 1999 dazu, dass Zuev den zweiten Preis beim Internationalen Prokofiew-Wettbewerb in seiner Heimatstadt erhielt (ein erster Preis wurde nicht vergeben).
Verschiedene Konzertreisen haben den Künstler bereits durch Europa geführt. Im kommenden Herbst wird er beim Warschauer Chopin- Festival auftreten und für 2011 sind Konzerte mit den Grazer Symphonikern geplant. Das Repertoire ist weit gespannt und führt von Bach über die Wiener Klassik und die Romantik bis zur klassischen Moderne mit gelegentlichen Ausflügen in die zeitgenössische Musik.
Im April 2002 wurde Zuev der «Educational Award» beim Londoner Klavierwettbewerb zugesprochen, im September 2004 gewann er die Kissinger Klavierolympiade in Bad Kissingen, und im Juni 2008 ging er mit Rang 5 aus dem Internationalen Svjatoslav-Richter-Wettbewerb in Moskau hervor. 2009 schliesslich gewann er beim Zürcher Concours Géza Anda den 2. Preis. Alexey Zuev nahm auch an verschiedenen Meisterkursen teil, so etwa an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg (2001), an den von Wilhelm Kempff gegründeten Beethoven- Meisterkursen in Positano oder auch beim «Music Camp» in Toblach. Im Mai 2001 und im Juni 2005 wurden Zuev Stipendien der Bösendorfer-Klavierfabrik verliehen, und im Oktober 2003 wurde er Stipendiat des Herbertvon- Karajan-Zentrums Wien. Seit 2000 ist Alexey Zuev Student von Alexei Lubimov an der Universität für Musik und darstellende Kunst Mozarteum Salzburg.
Künstlerische Bewertung durch die Jury
In der Person von Alexey Zuev trat ein ungemein ernster und reflektierter Pianist in Erscheinung, dessen Beherrschung des Handwerks keine Fragen offen liess. Zuev imponierte sowohl mit einer leuchtend von innen heraus erarbeiteten Wiedergabe von Beethovens «Waldstein-Sonate» wie besonders mit einer hinreissenden Interpretation der Scherzi Nr. 3 und 4 von Fréderic Chopin, die unter seinen Händen sowohl die Transparenz im Filigran wie auch das Gewicht der Akkorde und der dramatischen Verschärfungen bezeugten. Für Bartóks Suite op. 14 bewies Zuev nicht nur pianistisches Stehvermögen, sondern auch Klangsinn und dynamische Intelligenz.
Die Mozart- Runde durchlief der Interpret des Klavierkonzerts in G-Dur KV 453 mit einer gerundeten, technisch sorgfältigen Sicht auf die Binnenstrukturen.
Schliesslich zeigte sich Zuev in der Finalrunde mit Beethovens 5. Klavierkonzert von seiner besten Seite: Der Wucht im Aufriss des Kopfsatzes entgegnete die lyrische Versonnenheit, die dann zumal im langsamen Satz schönste Nuancen der kantablen Erweiterungen zeitigte.
Alexey Zuev ist ein Pianist von überaus interessantem Profil. Er bekundet Neugier auch für die Literatur und den Film und lässt sich für seine Interpretationen auch von aussermusikalischen Assoziationen inspirieren. Dennoch ist der genaue und nachdenkliche Umgang mit der Partitur für ihn die entscheidende Voraussetzung für gelingendes Musizieren – auch deshalb waren seine Chopin- und Beethoven-Proben anlässlich des Concours Géza Anda von bedeutendem Format.
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