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Liechtenstein will Olympia-Briefmarken zurück
Wie bekannt ist, wurde die Liechtensteinische Briefmarken-Ausgabe zu den Olympischen Sommerspielen in Moskau 1980 vorbereitete Ausgabe zurückgezogen und nie offiziell in den Verkauf gegeben. Einige der bereits versandten Presseexemplare wurden allerdings nicht zurückgegeben.
Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein wurde mehrmals betreffend eine Versteigerung oder den Verkauf dieser Olympiamarken 1980 kontaktiert. Aufgrund der seinerzeitigen polizeilichen Ermittlungen im Jahre 1987 muss davon ausgegangen werden, dass eine gewisse Menge der genannten Olympiamarken 1980 durch deliktisches Handeln in den Besitz Unbefugter gelangt ist. Völlig unklar ist die genaue Menge der entwendeten Postwertzeichen, inklusive Ersttagsbriefe und Maximumkarten.
Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein behält sich vor, entsprechende Postwertzeichen im Falle des Nachweises der Bösgläubigkeit des Veräusseres oder des Erwerbers auf gerichtlichem Wege herauszuverlangen.
Wegen eines Boyotts sollten die Olympia-Briefmarken Liechtensteins nie in Umlauf gebracht werden. Die Olympischen Sommerspiele 1980 wurden auf Initative der USA boyottiert und sollten auf keinen Fall, egal aus welchen Gründen, in der Sowjetunion stattfinden. Mitte der 1970er Jahre gab es Diskussionen, die Vergabe der Spiele an Moskau an Bedingungen zu knüpfen, wie z. B. die Verbesserung der Menschenrechte. Nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan ab Dezember 1979 forderte US-Präsident Jimmy Carter das IOC auf, die Spiele in eine andere Stadt zu verlegen, zu verschieben oder ganz ausfallen zu lassen. Andernfalls drohte er einen weltweiten Teilnahmeboykott an und verlangte auch gleichzeitig von den amerikanischen Bündnispartnern Solidarität.
Die Spiele wurden letztendlich von 64 Staaten boykottiert. Die Anzahl der teilnehmenden Länder war so niedrig wie seit 1956 nicht mehr und die USA feierten dies als ihren grossen Erfolg. In Folge dessen wurden die Olympischen Sommerspiele 1984 in Los Angeles von den meisten Ostblockstaaten boykottiert.