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Für das Organisationskomitee von «Sion 2026», das die Spiele in die Schweiz holen will, ist Thun nur noch «Plan B». Der Vizepräsident des Komitees, der Berner SP-Ständerat Hans Stöckli, bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Meldung der Zeitung «Der Bund». Thun als Standort für ein Olympisches Dorf sei noch nicht vom Tisch, aber eben nur noch der Plan B.
Grund für diese Zurückstufung seien Aussagen der Präsidenten des nationalen und internationalen Eishockeyverbands, sagte Stöckli weiter. Diese hätten gesagt, Eishockeyspieler wollten in der Nähe der Austragungsorte ihrer Spiele wohnen. Als Austragungsorte für «Sion 2026» vorgesehen sind Bern, Biel und Freiburg. Deshalb gehe das Komitee nun davon aus, die Eishockeyspieler in der Region Bern unterzubringen, die Eishockeyspielerinnen in Magglingen und die Skispringer und Nordischkombinierer in Kandersteg oder im Wallis.
Das Komitee plane aber parallel mit Bern/Magglingen/Kandersteg/Wallis und mit Thun, so Stöckli. Das Komitee ist derzeit an der Detailplanung des Projekts und will dieses den Bundesbehörden im Herbst präsentieren. Zieht der Bund mit, folgt eine Vernehmlassung und – nach einer Botschaft des Bundesrats – eine Debatte in den eidgenössischen Räten.
Auch auf kantonaler Ebene würden die Olympia-Pläne und deren Finanzierung diskutiert respektive würde darüber abgestimmt. Den Entscheid, wohin die Spiele im Jahr 2026 gehen, fällt das Internationale Olympische Komitee im Jahr 2019. Werden die Eishockeyspielerinnen in Magglingen untergebracht, wohnen sie teilweise in bestehenden Gebäude, so Stöckli, teilweise in noch zu bauenden. Es sei aber ohnehin geplant, die Kapazitäten in Magglingen auszubauen, so der Berner Ständerat. (sda/og)