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Die Chefs des Rennstalls Mercedes hatten die Proteste am Sonntag nach dem turbulenten Finale in Abu Dhabi mit dem für Lewis Hamilton bitteren Ausgang bei den Rennkommissaren eingereicht. Der Brite hatte sich Verstappen auf der letzten Runde geschlagen geben müssen, womit sich der Niederländer seinen ersten WM-Titel sicherte.
Nach der Rückweisung der beiden Einwände hinterlegten sie vonseiten von Mercedes eine Absichtserklärung für eine Berufung. Für den Entscheid, die Angelegenheit vor das Appellationsgericht des Internationalen Automobil-Verbandes FIA weiterzuziehen, hatten sie 96 Stunden Bedenkzeit. Auf diesen letztmöglichen Schritt verzichten sie nun, wie es in einer Medienmitteilung heisst.
Die Proteste richteten sich zum einen gegen das Verhalten von Verstappen in der entscheidenden Safety-Car-Phase, zum anderen um Anweisungen von Rennleiter Michael Masi. Im bedeutsameren zweiten Fall waren sie bei Mercedes von einem Verstoss Masis gegen das Reglement ausgegangen.
Sechs Runden vor dem Ende des Grand Prix von Abu Dhabi hatte ein Unfall des Kanadiers Nicholas Latifi im Williams die Neutralisation des Rennens durch den Safety-Car ausgelöst. Zwischen dem führenden Hamilton und Verstappen im Red Bull lagen danach fünf überrundete Autos.
Die Rennleitung meldete zunächst, dass sich die zwischen den beiden Titelkandidaten fahrenden überrundeten Fahrer nicht «zurückrunden» dürfen, kamen dann aber auf ihren Entscheid zurück. Der Beschluss betraf allerdings nur diese fünf Fahrer, die restlichen Konkurrenten mit Rundenrückstand mussten ihre Positionen einhalten. Hätten auch sie die Runde wieder gutmachen dürfen, wäre die Zeit zu knapp bemessen gewesen, um das Rennen noch einmal freizugeben.
In der Chefetage von Mercedes monierten sie zudem, dass der Safety-Car erst in der Runde nach den «Rückrundungen» wieder an die Box hätte zurückfahren dürfen. Das Finale wäre so hinter dem Safety-Car zu Ende gegangen, und Hamilton wäre wieder Weltmeister geworden.