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Die EKR misst der Sensibilisierung der Medien und einer differenzierten Medienberichterstattung im Zusammenhang mit rassistischer Diskriminierung grosse Bedeutung zu.
Denn die Medien – Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen und Online-Formate –- spielen bei der Rassismusprävention eine Schlüsselrolle. Die Medienberichterstattung kann zur Bekämpfung negativer Vorurteile und Klischees beitragen, sie kann aber auch fremdenfeindlichen und rassistischen Ansichten Auftrieb geben, indem sie gezielt Polemiken schürt, mit Skandalgeschichten aufwartet, Verallgemeinerungen verbreitet oder parteiische Reportagen produziert.
2019 beauftragte die EKR die Akademie für Journalismus und Medien der Universität Neuenburg mit einer Erhebung von Beispielen für gute und schlechte Praxis von Medienberichterstattung zu Diskriminierungsfragen. Es wurden rund 15 Informationsbeiträge der drei grossen Sprachregionen gesammelt, wobei möglichst unterschiedliche Herangehensweisen, redaktionelle Ansätze und Medientypen berücksichtigt wurden. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich von Oktober bis Dezember 2019.
Die hier aufgeführten Fälle werden durch eine kurze Begründung der Wahl und einen Kommentar über den sachlichen Kontext, den geltenden journalistischen Normen, sowie den spezifischen Kriterien der nichtdiskriminierenden Berichterstattung ergänzt. Die in einigen Fällen beobachteten problematischen Elemente wurden in sechs Kategorien eingeteilt:
Zum AnfangLetzte Aktualisierung: 16.11.2020