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Der Iran hat einen deutlichen Ausbau seiner Uran-Anreicherung angekündigt. Einen Teil davon will das land in den unterirdischen Atomkomplex Fordow verlegen, wie der Chef der iranischen Atombehörde, Fereidun Abbasi-Dawani, dem staatlichen Sender Irib sagte.
In diesem Jahr werde Teheran die Kapazität für die Anreicherung auf 20 Prozent verdreifachen. Dann würde die Produktion dieses höher angereicherten Urans von Natans in die neue Anlage Fordow verlagert. Die Schritte würden unter Aufsicht der UNO-Atombehörde IAEA vollzogen, sagte Abbasi-Dawani.
Fordow nahe Kom wurde in einem Bergbunker gebaut. Der Iran hatte die Existenz der Anlage erst 2009 eingestanden, nachdem westliche Geheimdienste sie entdeckt hatten.
Der Iran wird verdächtigt, als Teil seines Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Am Montag hatte IAEA-Chef Yukiya Amano von neuen Hinweisen auf eine etwaige militärische Seite des Programms gesprochen.
Die Islamische Republik weist die Vorwürfe zurück. Allerdings dürfte der Ausbau der Anreicherung die Sorgen verstärken: Ein Reinheitsgrad von 20 Prozent liegt deutlich über dem für die Stromerzeugung benötigten Wert. Für Atomwaffen wird ein Grad von etwa 90 Prozent genötigt.
SDA-ATS