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Geschichte der Galapagos Inseln
Ein Zufall führte im März 1535 zur Entdeckung der Galapagos Inseln durch den damaligen Bischof von Panama, Tomás de Berlanga. Er kam mit seinen Leuten auf dem Weg nach Peru vom Kurs ab und strandete an einer der Vulkaninseln. Mehrere Tage verbrachten sie dort mit der Suche nach Trinkwasser. Zehn Pferde und zwei Spanier verdursteten. Die restlichen tranken den Saft der Kakteen und erbeuteten Seelöwen und Riesenschildkröten. In einer Schlucht fanden sie schließlich ausreichend Trinkwasser für die Heimfahrt.
Für die darauffolgenden 300 Jahre waren die Hauptbesucher der Galapagos Inseln entweder Walfänger oder englische Seeräuber – darunter John Cook oder William Cowley – die sich nach ihren Plündereien spanischer Goldschiffe hier versteckten. Die Inselgruppe wurde zunächst als Islas Encantadas („Verzauberte Inseln“) bezeichnet, da niemand so weit draußen im Ozean noch Inseln vermutet hätte und starke Strömungen zwischen den Inseln und um sie herum bei den Seefahrern leicht den Eindruck erwecken konnten, die Inseln selbst änderten immer wieder ihre Lage.
Im 19. Jahrhundert wurden die Inseln nach den dort vorkommenden Riesenschildkröten in Islas Galápagos umbenannt. Im Februar 1832 nahm General José María Villamil die Inseln für Ecuador in Besitz und gab ihnen den Namen Archipiélago del Ecuador. Die erste dauerhafte Besiedlung der Galapagos Inseln begann. Zuvor standen die Galapagos Inseln unter spanischer Hoheit, die Spanier zeigten jedoch kein Interesse an ihnen.
1835 besuchte Charles Darwin die Inseln und veröffentlichte daraufhin seine berühmte Theorie über die „Natürliche Auslese“, was den Galapagos Inseln zu internationaler Anerkennung verhalf. Darwin staunte über die aussergewöhnlichen Tiere auf den Inseln. Durch die nährstoffreichen Meeresströmungen und frei vom Einfluss des Menschen entwickelten die Inseln eine einzigartige reiche Tierwelt, die keine natürliche Scheu vor dem Menschen kennt.
1892 wurden die Galapagosinseln zu Ehren von Christoph Kolumbus in Archipiélago de Colón umbenannt.
1959 erklärte die ecuadorianische Regierung die Galapagos Inseln zum Nationalpark Galápagos. Seit 1978 stehen die Inseln auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes und 1984 wurden sie zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt. Der Galapagos Nationalpark schützt 97% der Gesamtfläche der Inseln. Dank der Bemühungen um den Schutz der Galapagos Inseln erleben Galapagos Reisende auch heute noch eine fast prähistorisch anmutende Tierwelt, die so mit keinem anderen Ort auf der Erde vergleichbar ist.