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Die SVP Graubünden pochte in den vergangenen Wochen immer wieder auf eine Listenverbindung mit der FDP, der BDP und der CVP. Die SVP begründete ihre Forderung damit, mit dieser Listenverbindung die Chancen auf einen vierten bürgerlichen Sitz im Nationalrat erhöhen zu wollen. Nun ist klar: Die bürgerliche Listenverbindung kommt zwar zustande, die SVP wird aber aussen vor gelassen.
Die FDP schreibt in einer Mitteilung, die Listenverbindung sei eine Reaktion auf die Zusammenarbeit von GLP, Grünen und SP vor vier Jahren. Diese Listenverbindung sorgte für den Verlust des FDP-Sitzes zugunsten des GLP-Politikers Josias Gasser.
«Wirtschaftsfeindlicher Entscheid»
Wäre die SVP ebenfalls berücksichtigt worden, hätte das die Chancen auf einen zweiten Sitz der Bündner SVP im Nationalrat deutlich erhöht. Ein Sitzgewinn, den die übrigen Parteien nun also verhindern wollen.
Die SVP schreibt in einer Mitteilung, der Entscheid der drei Parteien sei «wirtschaftsfeindlich». Die Partei gibt sich kämpferisch: «Als wählerstärkste Partei ist die SVP nicht unbedingt auf Listenverbindungen angewiesen.» Man habe lediglich sicherstellen wollen, dass «klar bürgerliche Vertreter» gewählt würden, was angesichts der aktuellen Wirtschaftslage nötig sei.