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Das ‹Rhypark›-Areal in Laufenburg wird im Süden durch die Kantonstrasse begrenzt und im Norden durch eine steile Böschung zum Rhein hinunter, die als Uferschutzzone ausgeschieden ist. Diese besondere Konstellation erforderte eine differenzierte Bebauung. Die Architekten von Bäumlin+John entschieden sich für zwei unterschiedliche Gebäudetypen: Punkt- und Zeilenhäuser. Auf der Hangkante ordneten sie, in Anlehnung an die benachbarten ‹Kraftwerk-Villen›, drei freistehende Punkthäuser mit je sieben Eigentumswohnungen an. So entstand eine aufgelockerte, zum Rhein hin durchlässige Überbauung. Diese wird im Süden des Areals mit fünf Zeilenhäusern ergänzt, die kammartig zur Kantonsstrasse und dem davor liegenden Schallriegel – einem langgezogenen Betonbauwerk mit Nebenräumen (u.a. für Velos) – angelegt sind.In den unterschiedlich grossen Zeilenhäusern sind zwischen 8 und 18 Wohnungen untergebracht; zwei der Häuser verfügen über Mietwohnungen.
Erschlossen werden die (vier grösseren) Zeilenhäuser über zwei Treppenhäuser bzw. Lifte. Die Wohnungen sind jeweils auf den Seiten der Treppenhäuser angeordnet und erstrecken sich über die gesamte Gebäudebreite, sie werden also mindestens von zwei Seiten natürlich belichtet. Der Wohnraum ist klar gegliedert in einen quadratisch angeordneten Bereich Wohnen/Essen/Küche (mit anschliessender Loggia), einen mittleren Bereich mit Nasszellen und einen Schlaf- und Bürotrakt. Anders präsentieren sich die Grundrisse in den Punkthäusern: Hier sind jeweils zwei Wohnungen (3,5 und 4,5 Zimmer) um einen zentralen Erschliessungskern angelegt. Besonders deutlich werden die Vorzüge dieser Anordnung im Attikageschoss, das eine grosszügige 4,5-Zimmer-Wohnung beherbergt. Auf allen vier Seiten verfügen die Bewohnerinnen und Bewohner über natürlich belichtete Wohnräume.
Trotz der unterschiedlichen Typologie und Grösse der Häuser wird der ‹Rhypark› als Ensemble wahrgenommen. Es gibt zahlreiche verbindende Elemente: So verfügen beispielsweise alle Häuser über ein markantes Attikageschoss, das sich von den anderen Geschossen unterscheidet. Bei den Zeilenhäusern ist die Attika gegen Osten versetzt und kragt hier ca. einen Meter über die unteren Geschosse aus, während sich westseitig Platz für eine grosse Dachterrasse ergibt. Das Attikageschoss hebt sich auch farblich ab: Sein tiefes Graublau kontrastiert mit der hellen Hauptfassade - verstärkt wird dieser Effekt durch die Wiedergabe des Blaus in den unteren Fensterleibungen. Dasselbe Kontrastspiel (in Grün) prägt die Punkthäuser.
Die Häuser sind zudem durch ein attraktives Wegnetz miteinander verbunden. Auf der parkähnlich gestalteten Aussenanlage finden sich zahlreiche Begegnungs- und Spielplätze. Die Plätze sind unterschiedlich gestaltet und ausgestattet: Einer ist überdacht, ein anderer mit Tischen und Bänken bestückt, einer mit einem Schachmuster ausgelegt, ein anderer verfügt über Spielgeräte usw. Ziel der Architekten war es, dass die Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur ihren ‹Hausplatz› nutzen, sondern mehrere Plätze und so miteinander ins Gespräch kommen. Zufällige Begegnungen sind auch in der grossen Einstellhalle (146 Plätze) unterhalb der Überbauung möglich. Von hier aus ist jede Wohnung bequem und rollstuhlgängig mit einem Lift zu erreichen.
Auftraggeber: Baukonsortium Rhypark
Baujahr: 2013-2015