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«In den letzten vier Jahren haben wir im Testgebiet keinen einzigen Hasen mehr gezählt», sagt Hannes Jenny vom Bündner Amt für Jagd- und Fischerei. Gezählt werden die Tiere auf zwei verschiedene Arten. Zum einen werden auf einem definierten Testgebiet zwischen Fläsch und Jenins sehr engmaschig Tiere aufgespürt. Diese Suche war in den letzten Jahren erfolglos.
Grossflächiger ist die zweite Zählung. Diese wird im Rahmen der jährlichen Hirschzählungen gemacht. Die Hasen werden dabei quasi als Beifang mitgezählt. Hier sehe es nicht viel besser aus, erklärt Jenny. Nach dem heissen Sommer 2003 seien die Bestände stark angestiegen auf etwa 70 Tiere, danach sei es aber wieder sukzessive zurückgegangen auf mittlerweile noch rund 10 bis 15 Tiere.
Gründe sind vielfältig
Für den starken Rückgang der Hasenpopulation macht der Kanton verschiedene Faktoren verantwortlich. Zum einen sei die intensive Landwirtschaft nicht förderlich, zum andern würde auch das Klima eine Rolle spielen. Kühle und nasse Frühjahre seien schlecht für den Feldhasen.
«Wir analysieren nun die Zahlen noch etwas genauer», erklärt Jenny. Allenfalls würden sich dann Massnahmen aufdrängen, beispielsweise mehr Hasenschutzgebiete. Möglicherweise wolle man auch mit den Bauern an einen Tisch sitzen. Negativ für die Feldhasen sei beispielsweise das häufige Mähen. «Könnten wir dort etwas bewirken, wäre das sehr viel wert», sagt Jenny.