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Ada Lovelace (1815–1852)
Was wäre, wenn schon im 19. Jahrhundert der Computer erfunden worden wäre? Ganz unwahrscheinlich ist diese Überlegung nicht, denn bereits 1843 war das erste Computerprogramm von Ada Lovelace geschrieben worden.
Ada Lovelace wird 1815 als Tochter des Dichters Lord Byron in London geboren. Dieser verlässt die Familie wenige Monate nach der Geburt. Da die Mutter nicht will, dass Ada wie ihr Vater einen ausschweifenden Lebensstil pflegt, bekommt sie eine naturwissenschaftliche Ausbildung. Unterrichtet wird sie von Privatlehrern, da es Frauen nicht gestattet ist zu studieren. Dies ist aber auch nur möglich, da Ada die Tochter einer wohlhabenden Familie ist.
Foto: Ada Lovelace, Quelle: www.commons.wikimedia.org
Mit 17 Jahren trifft sie auf einer Abendgesellschaft den Erfinder Charles Babbage. Dieser führt an diesem Abend eine Maschine vor, welche mathematische Gleichungen lösen kann. Ada ist begeistert von dieser Maschine und auch von Babbages anderem Zukunftsprojekt, der «Analytical Engine». Auf Wunsch von Charles Babbage überträgt Ada 1843 einen französischen Artikel über die «Analytical engine» ins Englische. Sie übersetzt den Text aber nicht nur, sondern fügt ihre eigenen Überlegungen und weiterführenden Fragen bei. Adas Notizen sind letztlich doppelt so lange wie der zu übersetzende Text. Ada weist darauf hin, dass eine solche Maschine nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit anderen Informationen, wie z.B. Buchstaben, Musiknoten oder Bildern gefüttert werden könnte. Dafür müsse man diese Informationen lediglich in mathematischen Formeln ausdrücken können. Interessanterweise beschreibt Ada hier bereits das Grundprinzip eines Computers.
Zudem entwickelt Ada für die «Analytical Engine» eine Berechnungsanweisung beziehungsweise eine Programmiersprache. Die Verfahren, die sie dabei benutzt, werden noch heute von Informatikern gelernt und angewendet, weswegen Ada Lovelace als erste Programmiererin in der Geschichte der Informatik gilt.
Rund 120 Jahre später wird die Programmiersprache ADA nach ihr benannt.
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Quellen:
Frauen der Künste und der Wissenschaften
Wir möchten Frauen und ihrem künstlerischen Werk mehr Präsenz einräumen und ihr Schaffen sichtbarer gestalten. Dabei geht es in erster Linie um ihr Werk, welches in Form eines Porträts auf unserer Webseite beschrieben und interpretiert wird. Ab Januar 2024 erfährt das bestehende Format «Frauen der Künste» eine Ausweitung auf den Bereich der Wissenschaften. Freuen Sie sich auf unsere Porträts über Mathematikerinnen, Astronautinnen, Molekularbiologinnen, Neuropsychologinnen und viele andere. Den neusten Beitrag zu «Frauen der Künste und der Wissenschaften» präsentieren wir am 1. Freitag des Monats im Newsletter und in unserer Online-Agenda.
Frauen der Künste und
der Wissenschaften
Ada Lovelace
Februar 2024