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Was ist Passivrauch, und wie schädlich ist er?
Passivrauchen beschreibt das unfreiwillige Einatmen von Tabakrauch aus der Umgebungsluft. Dieser Rauch gelangt auf zwei Wegen in die Umgebungsluft: Einerseits durch das Wiederausatmen vom Rauch der Rauchenden und andererseits durch das Glühen des Tabaks zwischen den Zügen. In seiner Zusammensetzung unterscheidet sich der Passivrauch nicht vom Aktivrauch, jedoch ist die Konzentration giftiger und krebserzeugender Substanzen im Passivrauch höher [1].
Insbesondere Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder sind gegenüber Tabakrauch besonders empfindlich. Die Schadstoffe des Tabakrauchs gelangen über die Plazenta an den Fötus. Fehlbildungen, wie Lippen-Gaumenspalten, Früh-, Fehl- und Totgeburten, Wachstumsstörungen, ein kleinerer Kopfumfang oder geringeres Geburtsgewicht sind die Folgen für den Fötus. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist der Organismus noch nicht vollständig ausgebildet. Das Immunsystem steckt in seiner Entwicklung, Organe sind noch nicht ausgewachsen und das Atemminutenvolumen pro Kilogramm Körpergewicht ist höher, verglichen mit Erwachsenen. Sowohl Passivrauch als auch die schadstoffbelastete Muttermilch der rauchenden Mutter wirken sich zum Teil gravierend auf die Gesundheit des Kindes aus. Nicht zuletzt ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind aus einem Raucherhaushalt selbst mit dem Rauchen beginnt, deutlich erhöht [9].
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Literaturverzeichnis
[1] Deutsches Krebsforschungszentrum, Tabakatlas Deutschland 2015, Heidelberg: dkfz, 2015.
[9] Deutsches Krebsforschungszentrum, Passivrauchende Kinder in Deutschland - Frühe Schädigungen für ein ganzes Leben (4., überarbeitete Auflage), Heidelberg: dkfz, 2004.