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In der NLA Flop, in der Champions Hockey League Top – so könnte man die Leistungen von Gottéron in diesen zwei Wettbewerben auf einen kurzen Nenner bringen. Derweil die Freiburger in der Meisterschaft zuletzt vier Niederlagen in Serie kassiert haben und in der Tabelle den enttäuschenden vorletzten Rang belegen, stehen sie im internationalen Vergleich unter den acht besten Mannschaften Europas. Was dies nun über die Qualität der Champions Hockey League aussagt, ist nur schwierig einzuschätzen. Dass sich mit den ZSC Lions und dem SC Bern zwei weitere Schweizer Vertreter für die Viertelfinals qualifizieren konnten, spricht a priori für die Stärke der NLA. Letztlich bleibt aber ein Fragezeichen dahinter, wie wichtig jede einzelne Mannschaft diesen internationalen Wettbewerb nimmt.
Sicherlich gelegen kommt das heutige Hinspiel in den Viertelfinals für Freiburg-Gottéron (die eigentlich auf heute angesetzte NLA-Heimpartie gegen die SCL Tigers wurde auf den 14. Februar verschoben), das am Samstag in Lugano gleich mit 1:8 unter die Räder gekommen war. Die Reise nach Ostrava bietet die Möglichkeit, aus dem zurzeit wenig positiven Umfeld in Freiburg auszubrechen. Die positiven Erlebnisse in der Champions Hockey League und die Chance, solche gegen Vitkovice zu wiederholen, könnten Balsam auf die Wunden der zuletzt arg gebeutelten Freiburger sein. Gottéron hatte sich die Viertelfinal-Qualifikation mit Siegen gegen den HC Kosice (Sechzehntelfinals) und die Finnen aus KaIPa Kuopio (Achtelfinals) gesichert.
Gegner Vitkovice holte sich das Ticket für die Runde der letzten acht, indem er zunächst die Slowaken vom HC Nitra und dann den tschechischen Liga-Konkurrenten Liberec in den K.o.-Runden eliminierte. In der nationalen Meisterschaft mit 14 Mannschaften belegt die Equipe aus Ostrava den achten Rang.
Gottéron und Vitkovice trafen übrigens bereits 2012 im Rahmen des Spengler Cups in Davos einmal aufeinander. Damals hatten sich die Tschechen knapp mit 2:1 durchgesetzt.
Schilt mit Handbruch out
Gottéron nahm die Reise nach Tschechien gestern ohne drei Verteidiger in Angriff: Lorenz Kienzle, der an einer Adduktoren-Verletzung laboriert, blieb ebenso in Freiburg wie der Kanadier Alexandre Picard (private Gründe) und Sebastian Schilt. Letzterer hatte sich am Samstag in Lugano bei einer Schlägerei mit Raffaele Sannitz eine Hand gebrochen und fällt damit bis zu sechs Wochen aus – auch dies passt zur momentanen Situation der Freiburger.
Champions Hockey League. Viertelfinals. Hinspiele. Heute: Vitkovice (TSCH) – Freiburg-Gottéron 17.00. ZSC Lions – Växjö (SWE) 19.45. Frölunda (SWE) – Linköping (SWE) 20.00. Morgen: SC Bern – Sparta Prag (TSCH) 19.45. – Rückspiel am 13. Dezember.