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Obwohl die degenerativen Einflüsse der Mobilfunkstrahlung auf die menschliche Gesundheit wie auf Fauna und Flora von der Mobilfunkindustrie immer wieder geleugnet werden, belegt eine grosse Anzahl von Studien, dass Hochfrequenzstrahlung lebenden Organismen schadet.
Das bereits gesammelte, heute vorliegende klinische Beweismaterial zu diesem Thema umfasst mehr als 10.000 durch Fachleute gegengeprüfte Studien, wie der „International Appeal – Stop 5G on Earth and in Space“ auf seiner Seite darlegt. Darin werde belegt, dass elektromagnetische Felder massgeblich verantwortlich sind für verschiedenste Beeinträchtigungen des Menschen, für die Schädigung der DNA, der Zellen und Organsysteme bei einer grossen Vielzahl von Pflanzen und Tieren, und für die heute wichtigsten Zivilisationskrankheiten: Krebs, Herzerkrankungen und Diabetes.
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) anerkennt in seinem „Infoblatt an die Kantone; Mobilfunk und Strahlung: Aufbau der 5G-Netze in der Schweiz“ vom 17. April 2019 (PDF ganz unten auf der verlinkten Seite) unter Punkt 7.2, dass eine Beeinflussung der Hirnströme wissenschaftlich nachgewiesen ist und dass weitere Auswirkungen auf den menschlichen Körper wahrscheinlich sind. Es erwähnt die Beeinflussung der Durchblutung des Gehirns, die Beeinträchtigung der Spermienqualität, die Destabilisierung der Erbinformation sowie die Auswirkungen auf die Expression von Genen, den programmierten Zelltod und oxidativen Zellstress.
Auf Seite 67 des Berichts der vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eingesetzten Arbeitsgruppe „Mobilfunk und Strahlung“ vom 18. November 2019 werden von 16 angeführten gesundheitlichen Beeinträchtigungen 6 als unzureichend oder teilweise unzureichend nachgewiesen eingestuft. Die Beeinflussung der Hirnströme wird dagegen bestätigt. Tumore durch eine langfristige oder intensive Mobiltelefonnutzung und die krebsfördernden Auswirkungen im Tierversuch wurden begrenzt bestätigt.
8 von den 16 genannten gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden überhaupt nicht beurteilt. Man muss sich fragen, warum ausgerechnet so wichtige Beeinträchtigungen wie die Beeinflussung der Durchblutung des Gehirns, die Destabilisierung der Erbinformation und die Auswirkungen auf die Expression von Genen, der programmierte Zelltod und der oxidative Zellstress, die in dem Infoblatt des BAFU als wahrscheinlich eingestuft wurden, in dem Bericht nicht beurteilt wurden. Ein früherer Bericht von Hug et al. von 2014, der im Überblick über die Evidenzlage im Bericht der Arbeitsgruppe „Mobilfunk und Strahlung“ aufgeführt wird, hatte genau diese Auswirkungen begrenzt bestätigt (s. Bericht „Mobilfunk und Strahlung“, S.67). Es ist daher davon auszugehen, dass die Ergebnisse aus der Evidenzeinschätzung von 2014 relevant sind.
Es ist unverständlich, warum die Arbeitsgruppe „Mobilfunk und Strahlung“ auf Seite 66 ihres Berichts trotzdem zum Schluss kommt, bisher seien keine konsistenten Gesundheitsauswirkungen unterhalb der ICNIRP-Richtwerte (Internationales Komitee zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung) bzw. der Immissionsgrenzwerte der NISV und mit den heute verwendeten Mobilfunkfrequenzen nachgewiesen worden.
Hierzu ist noch zu bemerken, dass das ICNIRP e.V. ein privater Verein ist, der in München registriert ist. Er hat zahlreiche enge Verbindungen zur Mobilfunkindustrie. Dies geht aus einem Bericht hervor, der von den zwei EU-Abgeordneten Michèle Rivasi und Prof. Klaus Buchner in Auftrag gegeben wurde
In krassem Widerspruch zur Einschätzung der Arbeitsgruppe „Mobilfunk und Strahlung“ steht die Arbeit von Professor Dr. Martin L. Pall „5G als ernste globale Herausforderung – Gesundheitliche Gefährdungen des Mobilfunks“ (Heft 12 der Broschürenreihe der Kompetenzinitiative ISBN 978-3-9820686-0-2, 1. Aufl. März 2019), in der die schädlichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die menschliche Gesundheit ausführlich dokumentiert werden. Professor Martin Pall ist emeritierter Professor für Biochemie und Grundlagenforschung in der Medizin an der Washington State University, USA. Er hat 9 internationale Auszeichnungen für seine umweltmedizinischen Forschungen erhalten.
Zu den bestens belegten spezifischen Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf die Gesundheit zählen gemäss Professor Pall zelluläre DNA-Schäden, eine verminderte Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen und eine Erhöhung der Anzahl der Fehlgeburten, neurologische und neuropsychiatrische Wirkungen, eine Erhöhung der Rate der Apoptose (genetisch programmierter Zelltod, der insbesondere bei der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen wie auch der Unfruchtbarkeit eine wichtige Rolle spielt), oxidativer Stress (Die dabei entstehenden freien Radikale verursachen Schäden, die praktisch für alle chronischen Krankheiten eine zentrale Rolle spielen), Wirkungen auf das Hormonsystem, der Anstieg der intrazellulären Calciumkonzentration (Ein anhaltend erhöhter intrazellulärer Calciumspiegel führt zu vielen Krankheit verursachenden Ereignissen) und die krebserregende Wirkung.
Jede einzelne dieser Auswirkungen wird von Professor Pall durch eine sehr umfangreiche Literatur mit einem hohen Mass an wissenschaftlicher Sicherheit belegt. Für jede dieser spezifischen Wirkungen führt er zwischen 12 und 35 Übersichtsarbeiten an, in denen jeweils ein umfangreiches Beweismaterial dokumentiert wird.
Professor Pall hat festgestellt, dass sämtliche von ihm beschriebenen schädlichen Wirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die Gesundheit auf einen gemeinsamen Mechanismus zurückzuführen sind, nämlich die von elektromagnetischen Feldern ausgelöste Aktivierung der Spannungssensoren der spannungsabhängigen Calciumkanäle (VGCC). Als Folge dieser Aktivierung werden die Calciumkanäle geöffnet und das Innere der Zellen wird mit Calciumionen überflutet. Laut Professor Pall wird dieser von ihm beschriebene Mechanismus mittlerweile von der Gemeinschaft der Wissenschaftler weithin akzeptiert.
Dieser neu entdeckte Wirkmechanismus elektromagnetischer Felder weist auf ein gesundheitliches Risiko bei Menschen hin, das weit über das hinausgeht, was bisher für möglich gehalten wurde. Gemäss Prof. Dr. Martin Pall zeigt die aussergewöhnliche Empfindlichkeit der VGCC-Spannungssensoren gegenüber elektromagnetischen Kräften, dass die derzeit gültigen Sicherheitsstandards eine Belastung der Bevölkerung zulassen, die etwa 7,2 Millionen mal zu hoch ist !
Das 5G-Netzwerk ist darauf ausgelegt, sehr grosse Datenmengen pro Sekunde zu übertragen und ist daher sehr stark gepulst. Professor Pall vermutet, dass angesichts des hohen Pulsationsniveaus der 5G-Strahlung selbst kurze Expositionen durchaus schwerwiegende biologische Auswirkungen nach sich ziehen könnten (Professor Emeritus Martin Pall – Massive Predicted Effects of 5G in the Context of Safety Guideline Failures: Very High Level VGCC Sensitivity to Low Intensity EMFs and Especially to Pulsations, Feb. 25, 2020”).
Baumsterben im Umkreis von Mobilfunkanlagen
Schon seit 20 Jahren beobachten mein Mann und ich im In- und Ausland, dass im nächsten Umkreis von Mobilfunkanlagen die Bäume erkranken und mit der Zeit absterben.
Dass Bäume in der Hauptsenderichtung der Mobilfunkanlagen nach einigen Jahren stark beschädigt sind oder absterben, belegt auch eine über 20 Jahre dauernde, in Deutschland durchgeführte Studie von Cornelia Waldmann-Selsam (Radiofrequency radiation injures trees around mobile phone base stations). Gemäss dieser Baumstudie stellen unter anderem einseitig beginnende Kronenschäden auf der Seite, die dem Sender zugewandt ist, ein starkes Indiz für einen kausalen Zusammenhang mit Hochfrequenzimmissionen dar. (deutsche Zusammenfassung der Studie auf www.diagnose-funk.org, Magazin Kompakt, Ausgabe 4, 2019, Seite 26).
Messtechnikern ist geläufig, dass ab ca. 3,0-3,5 GHz die Behinderung der Übertragung durch Gehölze deutlich ansteigt. Daraus ist zu schliessen, dass die Vegetation auf 5G-Strahlung, die mit Frequenzen zwischen 3,4 und 3,6 GHz operiert, noch sensibler reagieren wird als auf die vorhergehenden Mobilfunkgenerationen. Da die Bäume die Strahlung stärker absorbieren, ist mit einem schnelleren Absterben durch die 5G-Mobilfunkstrahlung zu rechnen.
Margit Jäger engagiert sich mit ihrem Partner Jean-Luc Bawidaman für einen 5G-Stop in Biel. Sie stehen im Kontakt mit dem Verein Schutz vor Strahlung und haben dadurch einen vertieften Einblick in die 5G-Mobilfunkthematik bekommen.