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»Billy Gray war mein bester Freund, und seine Mutter war meine erste Liebe.« Ein Roman über eine ungewöhnliche und verbotene erste Liebe, über Freundschaft, Trauer und das Weiterleben. Und eine Geschichte von Erinnerung und Einbildung, Gedächtnis und Wahrheit.Alex Cleave hat seine besten Jahre als Schauspieler hinter sich, er trauert noch immer um seine Tochter Cass, die zehn Jahre zuvor Selbstmord begangen hat, und auch die Beziehung zu seiner Frau Lydia ist nicht mehr von Leidenschaft geprägt. Da bekommt er das Angebot, die Hauptrolle in einem Film über den mysteriösen Kritiker Axel Vander zu spielen – und ahnt nicht, wie viel diese Figur mit ihm selbst zu tun hat. Er versinkt in Erinnerungen an den Sommer, in dem er als 15-Jähriger die Liebe entdeckte – mit der Mutter seines besten Freundes Billy Gray – und an dessen Ende die Familie Gray die Stadt verliess. Bald muss er sich fragen, was Erinnerung ist und was Erfindung – um am Ende eine Entdeckung zu machen, die alles verändert.John Banville, dessen erstrangiges literarisches Werk weltweit von der Kritik gefeiert wird und der international mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Franz-Kafka-Literaturpreis und dem österreichischen Staatspreis, erweist sich in diesem Roman einmal mehr als Meister der poetischen und klugen Reflexionen über Erotik, Freundschaft und Verlust. Ein Roman, der den Leser mitnimmt auf eine Reise durch die Ungewissheit.
Rezension
»Ein brillanter, atemberaubender Roman«
Portrait
John Banville wurde als Jüngster von drei Geschwistern am 8. Dezember 1945 in Wexford, Irland, geboren, wo er erst die Christian Brothers Schule und später das St. Peters´s College besuchte. Nach dem College ging er für ein Jahr nach Amerika und arbeitete nach seiner Rückkehr als Angestellter für die Fluggesellschaft Aer Lingus, was es ihm erlaubte ausgiebig zu reisen, bis er 1969 eine Stelle bei der Irish Press antrat. Er war über 30 Jahre lang als Journalist tätig, von 1988 bis 1999 arbeitete er als Literaturkritiker für die Irish Times und leitete das Literaturressort der Zeitung. Neben seiner Arbeit als Journalist verfasste er zahlreiche Drehbücher und Theaterstücke. John Banville lebt und arbeitet als freier Autor und Literaturkritiker in Dublin, er schreibt u.a. Kritiken für die New York Review of Books. Seit 2006 schreibt er unter dem Pseudonym Benjamin Black Krimis und Thriller, die ebenfalls bei Kiepenheuer & Witsch erscheinen. Werk1970 erschien unter dem Titel Long Lankin sein erstes Buch, eine Sammlung von neun Kurzgeschichten und einer Erzählung. Sein erster Roman Nightspawn folgte nur ein Jahr darauf. Bloomsbury publizierte mit Prague Pictures: Portraits of a City sein erstes Sachbuch. Der Durchbruch gelang John Banville mit seinem dritten Roman, der 1976 unter dem Titel Doktor Kopernikus erschien.John Banvilles umfangreiches Werk wurde mehrfach, auch international, ausgezeichnet, zuletzt mit dem Franz-Kafka-Literaturpreis, dem Man Booker Prize (für Die See) und 2013 mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. 2014 erhielt er den Prinz-von-Asturien-Preis. Auszeichnungen2014 Prinz-von-Asturien-Preis2013 Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur2012 Irish Pen Award for Outstanding Achievement in Irish Literature2011 Franz-Kafka-Literaturpreis2010 Kerry Group Irish Fiction Award für Unendlichkeiten (engl. OT: The Infinities)2009 Schirmherr der University Philosophical Society des Trinity College, Dublin2007 Madeleine Zepter – Prix Littéraire Européen, Royal Society of Literature Fellowship, Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences2006 Irish Book Awards, Novel of the Year und British Book Awards, Novel of the Year für Die See (engl. OT: The Sea)2005 Man Booker Prize für Die See (engl. OT: The Sea)1997 Lannan Literary Award for Fiction für Der Unberührbare (engl. OT: The Untouchable)1991 Premio Ennio Flaiano für Das Buch der Beweise (engl. OT: The Book of Evidence)1989 Guinness Peat Aviation Book Award und Marten Toonder Award für Das Buch der Beweise (engl. OT: The Book of Evidence)1981 Guardian Prize for Fiction und Allied Irish Bank Fiction Prize für Kepler (engl. OT: Kepler); American Ireland Fund Literary Award für Birchwood1976 Whitbread Prize und James Black Tait Memorial Prize für Doktor Kopernikus (engl. OT: Doctor Copernicus)1973 Allied Irish Banks’ Prize und Irish Arts Council Macaulay Fellowship für Birchwood PublikationenBücher• Long Lankin, Secker and Warburg 1970.• Nightspawn, Secker and Warburg 1971.• Birchwood, W.W. Norton & Company 1973.• Kepler, übersetzt von Bernhard Robben, Fischer 1997. (OT: Kepler, 1981)• The Newton Letter, Secker and Warburg 1982.• Mefisto, Secker and Warburg 1986.• Doktor Kopernikus, aus dem Englischen von Bernhard Robben, Fischer 1999. (OT: Doctor Copernicus, 1976)• Das Buch der Beweise, aus dem Englischen von Dorle Merkel, Kiepenheuer & Witsch 1991. (OT: The Book of Evidence, 1989)• The Ark, Gallery Press for The Ark, 1996.• Athena, aus dem Englischen von Liliane Faschinger, Kiepenheuer & Witsch 1996. (OT: Athena, 1995)• Der Unberührbare, aus dem Englischen von Christa Schuenke, Kiepenheuer & Witsch 1997. (OT: The Untouchable, 1997)• Geister, aus dem Englischen von Christa Schuenke, Kiepenheuer & Witsch 2000. (OT: Ghosts, 1993)• Sonnenfinsternis, aus dem Englischen von Christa Schuenke, Kiepenheuer & Witsch 2002. (engl. OT: Eclipse, 2000)• Prague Pictures. Portrait of a City, Bloomsbury 2003.• Caliban, aus dem Englischen von Christa Schuenke, Kiepenheuer & Witsch 2004. (OT: Shroud, 2002)• Die See, aus dem Englischen von Christa Schuenke, Kiepenheuer & Witsch 2006. (OT: The Sea, 2005)• Unendlichkeiten, aus dem Englischen von Christa Schuenke, Kiepenheuer & Witsch 2012. (OT: The Infinities, 2009)• Im Lichte der Vergangenheit, aus dem Englischen von Christa Schuenke, Kiepenheuer & Witsch 2014. (OT: Ancient Light, 2012) Theaterstücke• The Broken Jug: after Heinrich von Kleist, 1994.• Seachange, aufgeführt 1994 in Dublin, unveröffentlicht.• Dublin 1742, aufgeführt 2002 in The Ark, Dublin, unveröffentlicht.• God’s Gift: A Version of Amphitryon by Heinrich von Kleist, 2000.• Love in the Wars, eine Bearbeitung von Heinrich von Kleist’s Penthesilea, 2005. Hörspiel• Conversation in the Mountains, Hörspiel, 2008. Sekundärliteratur• Berensmeyer, Ingo, John Banville. Fictions of order authority, authorship, authenticity, in: Reihe Siegen, Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft, Winter, Heidelberg 2000.• Kampen, Gerd, Zwischen Welt und Text. Narratologische Studien zum irischen Gegenwartsroman am Beispiel von John McGahern und John Banville, WVT, Trier 2002.• Winkels, Hubert, Kann man Bücher lieben? Vom Umgang mit neuer Literatur, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2010.