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Maëlle Gross, geboren und aufgewachsen in der Schweiz, studiert und arbeitet zurzeit in London, wo sie den Master of Fine Arts an der Goldsmiths University of London absolviert.
In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit den teils widersprüchlichen soziokulturellen Gegebenheiten unserer heutigen Gesellschaft. Dazu konfrontiert sie so spezifische wie populäre Strömungen wie Bodybuilding, Schamanismus oder massenmediale Erzählungen miteinander.
Auf diese Weise schafft sie eine Spannung zwischen dem Realen und der Erzählung. Dadurch, dass die Eigenheiten der Themen auf eine heterogene Weise miteinander konfrontiert werden, kann sie die Disharmonie, den Zusammenprall der Themen herausarbeiten. Ihre bevorzugten Medien sind Video, Fotografie und Ton, weshalb sie auch ihre Arbeit in Form von Multimedia-Installationen präsentiert.
Maëlle Gross und Josephine Baan und werden ihre Zeit im Arc dazu nutzen, die Wirkung von verschiedenen Programmen auf die künstlerische Produktion performativ zu untersuchen. Sie hinterfragen die Überprofessionalisierung der Kunstwelt, die die Kunstschaffenden zunehmend dazu zwingt, sofortigen Erfolg zu suchen und keinen Raum für Experimente, Impulsivität oder Misslingen lässt, und untersuchen die daraus folgenden Konsequenzen für den künstlerischen Prozess.
Mit einem spielerischen Zugang zu den vermuteten Voraussetzungen für Erfolg unterwerfen sie sich während drei Wochen dem starren Tagesablauf von sechs berühmten Künstlern, Schriftstellern und Komponisten. Sie können damit alternative Formen der Kunstproduktion in unserer 24/7-Volkswirtschaft erkunden, die auch Untätigkeit, Wiederholung und Unzulänglichkeit als Auslöser für das Kunstschaffen umfassen.