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Haben Larry Ellison und Mark Hurd am Ende doch recht? Markt für intergrierte System wächst rasch - und Oracle ist die Nummer 1.
Seitdem Oracle den US-Server- und Speicherhersteller Sun übernommen hat, ging es mit den Hardware-Umsätzen beim kalifornischen Datenbank-Riesen stetig bergab.
Schon vor mehr als fünf Jahren setzt man bei Oracle auf "engineered" oder "integrated" Systeme. In solchen Systemen sind Server-, Storage und Netzwerkkomponenten mit Management-Software kombiniert und sind für einen einzigen Zweck, zum Beispiel Datenanalyse oder den Betrieb von Transaktions-Datenbanken optimiert. Auszuzahlen schien sich diese Strategie bisher aber nicht.
War Oracle mit dem Konzept der integrierten Systeme einfach zu früh? Wie der US-Marktforscher IDC heute bekannt gegeben hat, wächst der Markt für solche Systeme unterdessen rasch. Insgesamt wurden alleine im zweiten Quartal 2013 solche integrierten Systeme für über 1,3 Milliarden US-Dollar verkauft. Dies sind gut 50 Prozent mehr als vor einem Jahr - es gibt also einen Trend weg von einzelnen Kompontenen hin zu integrierten Systemen.
Und die Nummer 1 in diesem Markt ist - mit Abstand - Oracle. Der kalifornische Soft- und Hardware-Hersteller setzte gut 300 Millionen Dollar um, das Cisco-NetApp-Bündnis und das Cisco-EMC-Bündnis VCE folgten mit je rund 200 Millionen Dollar. Dahinter folgen "Others", zu denen HP (Schlagwort "Converged infrastructure", IBM ("Pure Systems") und Dell gehören.
IDC unterscheidet zwischen "Integrated Infrastructure" (Systeme für einen einzigen, bestimmten Zweck, gerne auch "Appliance" genannt) und "Integrated Platforms" (integrierte Systeme ohne bestimmte Verwendungszwecke). In der Grafik oben sind beide Kategorien zusammengezählt. Im Markt der "Integrated Platforms" führt übrigens gemäss IDC die Cisco-NetApp-Allianz mit deren "FlexPod"-Systemen.
Neue, kleine Server von Oracle
Die interessante Frage wird sein, ob der Siegeszug der integrierten Systeme anhalten wird oder ob der Markt letztendlich relativ klein bleiben wird.
Als fast integriert kann man Oracles x86-Server betrachten. Davon hat der Hersteller heute zwei neue Versionen vorgestellt. Die Systeme (X4-2 und X4-2L, sowie eine Blade-Version) werden mit Solaris, Oracle Linux oder Oracle VM betrieben. Im Preis enthalten ist die Management-Plattform "Ops Center", der Kunde kann ohne Preisunterschied zwischen den verschiedenen Betriebssystemen wählen. (hc)