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Weiss versucht eine systematische Unterteilung und Charkterisierung der verschiedenen Web 2.0-Tools vorzunehmen, die der Vernetzung der User dienen sollen. Die beiden Kategorien bezeichnet Weiss als Kommunikationsnetzwerke und Publikationsnetzwerke. Obwohl diese Kategorisierung gut charakterisiert ist, gibt es auch wichtige Mischformen. Über die Nutzung dieser Netzwerk-Tools liegen mittlerweile verschiedene Untersuchungen vor allem für junge Menschen vor [1] [2] Weiterlesen
Quelle: Schmidt, J.H. & al. (2009) „Heranwachsen mit dem Social Web“
Kurzfassung des Endberichts für die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen
zu einer Studie mit 12-24 jährigen.
Die Studie über den Umgang Jugendlicher und junger Erwachsener mit Social Media erbrachte ähnliche Resultate wie diejenigen in anderen Ländern (z.B. Mizuko Ito)
Die Autoren ziehen – begründet – den Begriff „Social Web“ der Bezeichnung „Web 2.0“ vor.
Quellen:
- Goldsmith, Belinda (2009), „Many Twitters are quick quitters“, Thomson Reuters.
- Bertolucci, Jeff (2009), „Why most Twitter users give up“, PCWorld.
Die Internet-Marketing-Firma Nielsen Online, welche den Verkehr im Internet untersuchte, hat festgestellt, dass weniger als 40% der User länger als einen Monat dabei bleiben. Bevor einige Berühmtheiten wie Barack Obama, Oprah Winfrey oder Shaqui O’Neall zu zwitschern begannen, waren es gar weniger als 30%. Andere Applikationen wie Facebook oder MySpace können 70% der User dauerhaft binden (wenn es denn so etwas wie „dauerhaft“ im Web gibt).
Twitter gehört zu den bekanntesten Applikationen des Social Web und ist führend in der Kategorie der Micro-Blogging-Tools. Aus meiner Optik kombiniert Twitter die Vorteile von SMS (kurz und schnell) mit denen von Blog-Feeds (Information durch Pull-Prinzip) und sozialen Netzwerken (Gruppen-Bildung).
David Martin (Nielsen Online) meint, dass die Zuwachsraten von Twitter bald sinken könnten, weil diese durch die grosse Zahl der Aussteiger gedrückt werden.
Immerhin beweisen mehrere Unternehmen, dass Twitter durchaus im Projektsteuerungs- und Konferenzbereich erfolgreich und produktiv eingesetzt werden kann.
Auch Tweets, die Hinweise und Mikro-Rezensionen von neuen Artikeln, Büchern usw. geben, können in speziellen Fällen eine grosse Hilfe bei der täglichen Arbeit sein.
Jeff Bertolucci gibt einige Hinweise, woher die Twitter-Müdigkeit beim allgemeinen Publikum kommen könnte:
- Einerseits trägt der Twitter-Ticker zum Informationsüberflutung bei (Wer will schon nur eine Tweetquelle verfolgen), statt sie zu kanalisieren und ordnen.
- Anderseits wird man der zumeist belanglosen und narzisstischen Tweets rasch überdrüssig (Auch wenn es beim ersten mal noch spannend scheint zu erfahren, dass der Filmregisseur Kevin Smith am letzten Wochenende Sex mit seiner Frau hatte).
- Wenn es so etwas wie „Zuviel (mit)teilen“ gibt: Twitter ist das Medium dafür.
- Die Möglichkeiten anderer Social Software werden von den Usern eben auch gerne genutzt.
Workshop von Thomas Moser, PHZ Schwyz
an der Fachtagung „Personal Learning Environments in der Schule“ der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Arth-Goldau am 13. März 2009.
Theoretisch ist eine Lehrplattform wie Moodle oder Educanet2 eine von den Lehrenden strukturierte und verwaltete Lernumgebung. Sie sind kursmässig organisiert (an einer Hochschule) oder versuchen die Klassenstruktur einer Schule abzubilden.
Ein PLE-Tool ist grundsätzlich eine von den Lernenden personalisierbare Lernumgebung. Es sollte jede/r Schüler/in seine eigenen PLE-Tools mit unterschiedlichen Konfigurationen benützen dürfen. Die Praxis zeigte allerdings deutlich auf, dass für die Durchführung von Computer-unterstütztem Unterricht die Lehrperson die Strukturierung der Lernumgebung vornehmen muss und die Lernenden lediglich dazu eingeladen werden.
Der grosse Aufmarsch von Teilnehmenden am, wie die Ausschreibung versprach, „praxisorientierten“ Workshop zeigte das Interesse, hier mehr Klarheit zu gewinnen. Weiterlesen
Nein, keine neue Perversion im Internet, sondern der Versuch von Venkatesh Rao zu begründen, weshalb die Heirat des alten Wissensmanagements mit den Social Media-Teenies nicht recht klappen will.
Für das Verständnis der Analyse von Rao ist vorweg seine „Generationensoziologie“ zu beachten (siehe »).
Rao stellt fest, dass zurzeit noch die Boomers an den Machthebeln der Wirtschaft sitzen, wobei sie allmählich durch die Generation X abgelöst werden.
Wissensmanagement ist ein Kind der Boomer-Generation und als solches tendenziell kopflastig und Werte-orientiert. Klassisches WM ist deshalb immer top-down gedacht und aufgegleist. Experten müssen’s richten und die Software ist eine „Hammer-Alles-in-1″-Lösung. Wissens-Bewahrung ist ein zentrales (konservatives) Anliegen der abtretenden Boomer-Generation. Weiterlesen
Sven Prange berichtet in seinem Blog-Artikel (»Referenz) mit demselben Titel von einer Forschungstudie des Fraunhofer Instituts für sichere Informationstechnologie.
Die Untersuchung kommt zum Schluss, dass der Schutz der sogenannten privaten Daten äusserst unzureichend ist, weil die Zugriffskontrollen mangelhaft sind, so dass sie durch Suchmaschinen umgangen werden können.
Die Untersuchung warnt die Nutzenden vor Peinlichkeiten und Phishing-Betrügern und rät jeweils zuerst selber zu prüfen, wie gut die Zugangskontrollen für gewisse Daten funktionieren.