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Simon Ehammer gewinnt WM-Bronze im Zehnkampf
Die Leistung verdient Respekt «In einem Zehnkampf acht persönliche Bestleistungen zu erzielen, gelingt dank extremer Fokussierung aller relevanten Faktoren auf diese zwei Tage. Höchstleistungen sind immer dann möglich, wenn nebst den technischen Voraussetzungen auch die Emotionalen sehr genau stimmen», kommentiert Alfred Stricker. Der Ausserrhoder Bildungsdirektor, wie Ehammer ein Steiner, beschreibt den Athleten als herrlichen jungen Menschen, der persönlich geformt und technisch auf hervorragendem Stand sei. Und auch Siegfried Dörig, Präsident von Ehammers Wohngemeinde, lobt: «In diesem Zehnkampf ist es Simon in allen Disziplinen aufgegangen, dass ist wunderbar.»
Schon in der Startdisziplin machte Simon Ehammer auf sich aufmerksam. Im 100-Meter-Sprint belegte er mit 11,14 Sekunden den dritten Rang. Was folgte war ein regelrechter Steigerungslauf. Im Weitsprung (7,45), im Hochsprung (2,01) und über 400 Meter (50,15) realisierte Ehammer jeweils persönliche Bestleistungen. Zusammen mit einem soliden Auftritt im Kugelstossen (13,44) schloss der 18-Jährige den ersten Tag auf dem dritten Zwischenrang ab. Doch es sollte noch besser kommen. Die ersten drei Disziplinen am zweiten Tag (110 Meter Hürden, 14,13, Diskuswerfen, 36,22 und Stabhochsprung, 4,70) absolvierte Simon Ehammer mit Bravour und realisierte auch hier jeweils persönliche Bestleistung. Vor den beiden abschliessenden Disziplinen Speerwurf und 1500-Meter-Lauf lag er gar auf dem Silberplatz. Trotz zwei weiteren persönlichen Bestleistungen (Speer, 49,09 und 1500 m, 4.47,36) büsste er noch einen Rang ein und klassierte sich hinter den beiden Australiern Ashley Moloney und Gary Haasbroek auf dem Bronzeplatz. Ehammers Rückstand auf Gold beträgt 548 Punkte, jener auf Silber 156 Punkte. Seinen bisherigen Bestwert von 7309 Punkten übertraf der Steiner um mehr als 300 Punkte.
Ehammers Bronze ist erst die siebte Medaille für die Schweiz an U20-Weltmeisterschaften, die seit 1986 ausgetragen werden. Der Steiner kann nun in einem Atemzug genannt werden mit Andre Bucher, Anita Weyermann oder Noemi Zbären.
Text: Appenzeller Zeitung