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Das Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung ist spannungsreich und die Verortung der Verwaltung in der Gewaltenteilungslehre umstritten. Denn die im politischen Prozess eigengewichtige Verwaltung kann weder der Exekutive noch der Legislative oder der Judikative eindeutig zugeordnet werden. Politische Akteure und Verwaltung begegnen sich vielmehr in einem Kontinuum aus Komplementarität und Konkurrenz. Diese Problemlage ist keineswegs neu. Seit dem Aufstieg der modernen Verwaltung und der gleichzeitigen Diskussion über Gewaltenteilung und Verfassungsstaatlichkeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird sie intensiv diskutiert. Der vorliegende Beitrag untersucht die Einbindung der Verwaltung im gewaltenteilig organisierten politischen Prozess durch die deutsche und schweizerische Staatstheorie der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auf diese Weise soll ein ideengeschichtlicher Beitrag zu einem aktuellen Problem geleistet werden.
Erschienen in: traverse 2011/2, S. 75