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Empfängnisverhütung war schon immer Frauensache. US-amerikanische Forscher tüfteln derzeit an einem hormonellen Verhütungsmittel für den Mann – mit Erfolg. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Stolz präsentierten die Forscher des Los Angeles Biomed Research Institute vergangenes Wochenende die Testresultate einer neuen Pille für den Mann. Die Wissenschaftler haben die Pille, genannt 11-beta-MNTDC, an 40 gesunden Männern getestet. «Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Pille die Spermienproduktion verringert und gleichzeitig die Libido bewahrt», so die Reproduktionsbiologin Christina Wang gegenüber sciencealert.com.
Die Pille für den Mann soll ähnlich funktionieren wie Hormonpille, Spirale, Nuva-Ring oder Pflaster für die Frau. Diese Empfängnisverhütungen sorgen dafür, dass der monatliche Eisprung ausbleibt und keine Eier befruchtet werden können. Bei der Pille für den Mann soll die Spermienzahl im Sperma so tief gesenkt werden, dass man als unfruchtbar gilt.
Eine Kombination von verschiedenen Hormonen soll für diese Unfruchtbarkeit sorgen. Das luteinisierende Hormon (LH) und das Follikelstimulierende Hormon (FSH) fördern die Produktion des Hormons Testosteron. Testosteron wiederum ist für die Spermienbildung verantwortlich.
Werden also die LH- und FSH-Werte mit der Pille gesenkt, werden weniger Spermien gebildet. Einziges Problem: Sinken LH- und FSH-Werte, sinkt auch das Testosteron. Und dieses ist für die männliche Lust verantwortlich. Deshalb haben die Wissenschaftler der Pille ebenfalls das Hormon Testosteron beigefügt, um eine abnehmende Libido zu verhindern.
Die jüngst in Los Angeles durchgeführte Studie deutet darauf hin. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass 11-beta-MNTDC erfolgreich LH, FSH und das natürlich vorkommende Testosteron unterdrückte und so die Spermienzahl sank. Die Probanden haben die Pille während eines 28-tägigen Zyklus eingenommen.
Nach dem Absetzen der Pille habe sich ihr Hormonhaushalt wieder normalisiert, so die Forscher. Das gleiche Wissenschaftlerteam testete bereits 2018 eine ähnliche Form der Pille und kam auf ähnliche Ergebnisse.
Laut den Forschern hatte die Pille nur wenige und leichte Nebenwirkungen. Bei vier von sechs Männern traten starke Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Akne auf. Fünf weitere Männer hatten weniger Lust auf Sex und zwei gaben an, weniger schwere Erektionsstörungen zu haben.
Das wird noch einige Jahre dauern. Viele Forschungen befinden sich erst in den Anfangsphasen. Es braucht noch zahlreiche weitere Studien und Tests, bis das Produkt tatsächlich auf den Markt kommt und von Pharmafirmen produziert wird.
Experten rechnen damit, dass die ersten Pillen in ungefähr zehn Jahren erhältlich sein werden. Das Forschungsteam aus Los Angeles schätzte in ihrer eigenen Studie, dass ihre Pille für den Mann nicht vor 2030 erhältlich sein werde.
(ohe)
Ob in Restaurants, Kaufhäusern oder öffentlichen Einrichtungen wie Kliniken – elektrische Händetrockner sind verbreitet. Vor allem sogenannte Jet-Lufttrockner sind laut Forschern jedoch tückisch, denn sie wirbeln Viren und Bakterien durch die Gegend und die Toilettengäste bekommen die Erreger ab. Das gibt nicht zuletzt Krankenhauskeimen ordentlich Auftrieb.
Durch den Einsatz von Handtrocknern sind die Kosten geringer als mit Papiertüchern. Ausserdem entfällt der Reinigungsaufwand durch herumliegende Papiere, die auch zur Verstopfung von Waschbecken führen können. Super Lösung – auf den ersten Blick. Denn das Trocknungsverfahren hat massive Nebenwirkungen, wie ein englisches Forscherteam der Universität Leeds bei Versuchen in Krankenhäusern bestätigt hat. Die Geräte sind Bakterienschleudern. Die Wissenschaftler warnen davor.
Im ersten Moment denkt …