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Im Zuge der Renovation des Hauses Gerbegasse 4 ist die Kantonsarchäologie auf der Suche nach Spuren der Geschichte des mittelalterlichen Sempachs. Das Gebäude schmiegt sich unauffällig in die südliche Häuserzeile der Gerbegasse. Im Innern des heutigen Hauses schlummert ein hölzerner Kernbau der um 1546 errichtet wurde.
Leider hat die Bautätigkeit an der Gerbegasse 4 in den letzten rund 100 Jahren ihren Tribut gefordert. Archäologischer Befund ist nur noch an wenigen Stellen erhalten. Dieser ist aber äusserst interessant. Unter dem Gebäude aus der Mitte des 16. Jahrhunderts zeigen sich diverse Spuren von älterer Siedlungstätigkeit bez. Vorgängerbauten die bis in die Zeit der Stadtgründung anfangs des 13. Jahrhunderts zurückreichen.
Die ältesten archäologischen Relikte an der Gerbegasse 4 sind zwei hölzerne Deuchelleitungen (Holzrohre für die Frischwasserversorgung) aus dem Hochmittelalter welche im Boden verlegt wurden, vermutlich noch bevor auf der Parzelle das erste Gebäude stand.