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Manchester City ist der englische Hoffnungsträger in der Champions League. Die Mannschaft von Pep Guardiola muss sich im Achtelfinal allerdings vor der Offensive von Monaco in Acht nehmen.
Was die Einnahmen aus den TV-Rechten angeht, kann keine europäische Liga mit der Premier League mithalten. Doch in der Champions League wirkt sich die finanzielle Überlegenheit der Engländer schon seit einer Weile nicht aus. Der letzte Finalist aus der Premier League war Chelsea 2012. In diesem Jahr scheiterte Tottenham in der Gruppenphase, Arsenal ist nach der Kanterniederlage im Hinspiel gegen Bayern München so gut wie aus dem Geschäft und dem strauchelnden Meister Leicester traut auch in England keiner den grossen Coup zu. Bleibt also Manchester City, der letztjährige Halbfinalist.
Manchester City hat in den ersten Monaten unter Guardiola sehr unterschiedliche Leistungen gezeigt, blieb bis Ende September ohne Punktverlust und danach einen Monat sieglos, schlug den FC Barcelona daheim 3:1 und Borussia Mönchengladbach 4:0, verlor aber auch bei Everton Mitte Januar 0:4. Mittlerweile ist Manchester City wieder seit sechs Partien ungeschlagen und zeigte sich in dieser Phase vor allem defensiv gefestigt, selbst wenn das 0:0 am Wochenende im Cup gegen den Zweitligisten Huddersfield eine Enttäuschung war.
Am Dienstagabend wird Manchester City von der treffsichersten Offensive Frankreichs getestet. Mit 76 Toren in 26 Spielen haben die Monegassen die beste Trefferquote aller Teams aus Europas Top-5-Ligen und führen die Ligue 1 vor Paris Saint-German an. Die seit 2013 dem Russen Dimitri Rybolowlew gehörende AS Monaco hat gute Chancen auf den ersten Meistertitel seit 2000 und das obwohl die Leistungsträger in den letzten Jahren nicht um jeden Preis gehalten wurden. Mit den Verkäufen von James Rodriguez, Geoffrey Kondogbia, Anthony Martial, Leyvin Kurzawa und Aymen Abdennour generierte der siebenfache französische Meister in den vergangenen Transferperioden über 150 Millionen Franken Mehrwert.
In der aktuellen Mannschaft stechen der Portugiese Bernardo Silva, die jungen Thomas Lemar und Kylian Mbappé sowie Topskorer Falcao heraus. Manchester City soll schon Interesse an Lemar bekundet haben, Chelsea würde gern Bernardo Silva übernehmen. Gut möglich, dass der eine oder andere Monegasse schon in der nächsten Saison in der Premier League spielt. Mit den zwei Siegen in der Gruppenphase gegen Tottenham haben sie in England schon Werbung in eigener Sache gemacht.
Neue Hoffnung in Leverkusen
Mit zwei Erfolgen in der Bundesliga konnte Leverkusen die Diskussionen um Trainer Roger Schmidt beenden und für das Duell mit Atletico Madrid Selbstvertrauen holen. Wie zuletzt beim 3:1 gegen Augsburg werden wohl Chicharito und der erst 17-jährige Kai Havertz die Offensive bilden. Beide erhielten für ihre Leistungen am Freitag Bestnoten. Der nach muskulären Problemen wieder fitte Admir Mehmedi dürfte im besten Fall als Ersatzspieler zum Einsatz kommen.
Mit Atletico Madrid, Champions-League-Finalist 2014 und 2016, haben die Leverkusener noch eine Rechnung offen. In einem sehr emotionalen Achtelfinal-Duell waren die Deutschen vor zwei Jahren nach Penaltyschiessen an den Spaniern gescheitert. Seit der Finalteilnahme 2002 hat die Mannschaft nie mehr die Viertelfinals erreicht. Viermal scheiterte sie in den Achtelfinals: 2005 gegen Liverpool, 2012 gegen Barcelona, 2014 gegen Paris Saint-Germain und 2015 gegen Atletico Madrid.
SDA-ATS