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Im US-Wahlkampf wollen demokratische Kandidatinnen und Kandidaten ihre Wählerschaft mit ihrer Absicht gewinnen, den Missstand endlich zu beseitigen, dass noch immer 28 Millionen Einwohner keine Krankenversicherung haben. Doch die Rezepte sind unterschiedlich.
Die meisten propagieren zwar «Medicare for all», aber sie schlagen ganz unterschiedliche Finanzierungen vor.
In einem Kurzvideo zeigt Robert Reich in gewohnt pointierter Art die Differenzen auf. Für den früheren US-Arbeitsminister unter Präsident Bill Clinton geht es bei den Vorschlägen von Joe Biden lediglich um eine Entlastung der bisher Versicherten zu Lasten der Steuerzahlenden. An den insgesamt rekordhohen Kosten würde sich wenig ändern.
Wer die hohen Kosten der Grundversorgung reduzieren möchte, müsse den radikalen Vorschlägen von Bernie Sanders und Elizabeth Warren folgen. Diese beiden schlagen eine staatliche Einheitsversicherung vor, welche private, profitorientierte Versicherungskonzerne ausschalten würde.
Das habe zwei Vorteile: Erstens würden die enorm hohen Kosten für Marketing und Werbung wegfallen. Zweitens hätte der Staat eine starke Verhandlungsmacht gegenüber den Leistungserbringern und könnte tiefere Preise aushandeln. Richard Reich kommt zum Schluss, dass eine staatliche Versicherung der medizinischen Grundleistungen deutlich günstiger käme. Den Privatversicherungen würde er das Geschäft mit freiwilligen Zusatzversicherungen überlassen.
Richard Reichs kurzes Plädoyer für eine richtige Grundversorgung für alle:
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine