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Wer im heimischen Garten Blumen und Gemüse anbaut, entzieht dem Boden Nährstoffe. Damit sich die Erde regenerieren kann und gesunde Pflanzen nachwachsen können, ist es notwendig, ihr organische Nährstoffe zurückzugeben. Bio-Dünger eignen sich dafür in idealer Weise: Sie enthalten lebendige Mikroorganismen, die den von der Wurzel beeinflussten Raum im Boden besiedeln. Nachdem sie in die Pflanzen eingedrungen sind, tragen sie über viele Monate zu einer verbesserten Nährstoffaufnahme bei.
Zu den meistverwendeten Bio-Düngern zählen Azotobacter, Azospirillum und Blaualgen. Die Vorsilbe “Azo-” leitet sich von Französisch “azote” (Stickstoff) ab. Beide Bakterienarten gelten als Stickstoff-Binder und fördern in hohem Maße die pflanzliche Wurzelbildung, sodass die Gewächse mehr Wasser aufnehmen können. Während Azospirillum-Impfungen hauptsächlich bei den Nutzpflanzen Weizen, Zuckerrohr, Mais und Hirse verwendet werden, wird Azotobacter überwiegend bei Ackerfrüchten wie Kartoffeln, Senf und einigen Gemüsesorten eingesetzt.
Blaualgen fördern die Salpeterbildung
Blaualgen gelten in Badegewässern als potenzielle Toxinbildner. In der ökologischen Landwirtschaft sind die Cyanobakterien dagegen ein wahrer Segen: Sie sorgen für die Bildung von Salpeter und werden daher seit langer Zeit als Impfungen in Reisfeldern benutzt. Interessanterweise gehören Cyanobakterien zu den ältesten Lebensformen, die die Erde bevölkern: Bereits vor 2,5 Milliarden Jahren veränderten sie die Lebensbedingungen auf dem noch jungen Planeten, indem sie das Sonnenlicht zur Photosynthese nutzten und als Abfallprodukt Sauerstoff (O2) freisetzten.
Tierische Dünger
Tierische Dünger werden grundsätzlich ohne Kalk kompostiert. Da Kalk den wertvollen Stickstoff entbindet, würde dieser in Ammoniak umgewandelt und in die umgebende Luft entweichen. Erfahrene Landwirte raten dazu, den Mist mit kalkfreiem Steinmehl zu überstreuen. Frischer Mist sollte dünn und oberflächlich über das Beet gestreut werden, damit er während der Wintermonate verrotten kann.
Für den heimischen Biogarten bieten sich vor allem Rinder-, Pferde- und Schweinemist an. Frischer Rindermist enthält alle für das Pflanzenwachstum wichtigen Nährstoffe und ist insbesondere für starkzehrende Gewächse geeignet. Getrocknet ist Rindermist für Sellerie, Möhren und Rosen zu empfehlen. Eine Besonderheit dieser Düngerart ist der Reichtum an Kali, einem Nährstoff, der in den wenigsten organischen Düngemitteln enthalten ist.
Pferdemist zählt zu den sogenannten “hitzigen” Düngern, die während des Faulprozesses viel Wärme entwickeln. Aus diesem Grund wird Pferdemist vorwiegend zum “Aufheizen” der Frühbeete verwendet. Da die Zusammensetzung der Nährstoffe bei Pferde- und Rindermist annähernd gleich ist, können beide Dünger vermischt und sogar gemeinsam kompostiert werden. Schweinemist ist dagegen ein “kalter” Mist, der Stickstoff und Kali, aber so gut wie keinen Kalk enthält. Als kompostierter Dünger eignet sich Schweinemist hervorragend für Himbeeren, Porree und Sellerie.
Geflügeldünger: Die beste Wahl beim Anbau von starkzehrendem Gemüse
Geflügeldünger ist hitzig und weist einen hohen Kali- und Stickstoffgehalt auf. Der Hauptnährstoff Phosphor macht je nach Hersteller bis zu 12 Prozent der Gesamtmasse aus. Der Stickstoffanteil setzt sich besonders schnell um, weswegen darauf zu achten ist, dass keine Verbrennungen oder Überdüngungen entstehen. Geflügeldünger sollte entweder als Jauche angesetzt oder mit Erde vermischt kompostiert werden.