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Foratom: Wasserstoff-Produktion durch Kernkraftwerke braucht «richtige Anreize»
Danach biete die Kernenergie eine perfekte Lösung für die Erzeugung grosser Mengen von kohlenstoffarmem und erschwinglichem Wasserstoff. Dies werde von entscheidender Bedeutung sein, da Europa alle Teile seiner Wirtschaft umgestalten will, so Foratom in einem Positionspapier.
«Die EU hat sich das sehr ehrgeizige Ziel gesetzt, ihre Wirtschaft bis 2050 zu dekarbonisieren. Um dies zu erreichen, bedarf es einer massiven Umgestaltung des Energie-, Industrie-, Transport- und Gebäudesektors», erklärte Yves Desbazeille, Generaldirektor von Foratom. «Wasserstoff ist eine der Technologien, die Europa helfen könnte, seine Ziele zu erreichen. Aber es bleiben zwei Herausforderungen: die Herstellung von echtem kohlenstoffarmem Wasserstoff und die Ausweitung seiner Nutzung auf eine breite Palette energieintensiver Sektoren, die ihn benötigen.»
Kohlenstoffarme Kernenergie könnte ebenso wie erneuerbare Energien für die Erzeugung von dekarbonisiertem Wasserstoff genutzt werden und hätte gleich zwei Vorteile. Erstens werde sichergestellt, dass jederzeit genügend Wasserstoff zur Verfügung stehe, da immer mehr Bereiche auf diesen Energieträger umsteigen. Zweitens senke der längere Betrieb eines Elektrolyseurs die Kosten für diese Technologie.
«Es gibt mehrere Nuclear-to-Hydrogen-Projekte in der Pipeline», fügte Yves Desbazeille hinzu. Diese Technologie sei zwar eine praktikable Lösung, aber man müsse sicherstellen, dass die EU die richtigen politischen Anreize setze, um die Entwicklung weiter voranzutreiben. In diesem Zusammenhang hat Foratom einige politischen Empfehlungen vorgelegt, wie zum Beispiel:
- Die positive Anerkennung der Rolle, die kohlenstoffarme Kernenergie in der Wasserstoff-Strategie der EU spielen kann.
- Die Unterstützung von Innovation, Forschung und Entwicklung in allen kohlenstoffarmen Wasserstoffprojekten.
- Die stärkere Beachtung wirtschaftlicher Aspekte und der Versorgungssicherheit, um eine schnelle Entwicklung von sauberen Wasserstoffprojekten zu wettbewerbsfähigeren Kosten zu gewährleisten.