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Bei Verstössen ist ein Bussgeld in Höhe von 100 Pfund (129 Franken) fällig. Landet der Fall vor Gericht, droht eine Strafzahlung von bis zu 1000 Pfund.
Die schottische Gesundheitsministerin Aileen Campbell verwies auf die "gefährliche Menge" an Chemikalien, die sich durch das Rauchen selbst bei kurzen Fahrten im Auto ansammeln könne. Passivrauchen kann laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Asthma, Lungenkrebs und Herzinfarkt führen.
Das schottische Parlament hatte die Verschärfung des Rauchverbots im vergangenen Dezember einstimmig verabschiedet. Die Regierung will bis 2034 die Raucherquote auf unter fünf Prozent senken, um eine "tabakfreie Generation" zu schaffen.
Gesundheitsverbände befürworten das neue Gesetz. Es sende ein klares Signal, dass Kindern in einem rauchfreien Umfeld aufwachsen sollten, erklärte die Organisation Ash Scotland.
Die Raucher-Lobby nannte das neue Gesetz hingegen "bevormundend und unnötig". Nur sehr wenige Erwachsene rauchten im Auto, wenn dort Kinder sässen, erklärte der Chef der Pro-Raucher-Gruppe Forest, Simon Clark. "Raucher wissen, dass es rücksichtslos ist, und die überwältigende Mehrheit tut es nicht." Rauchende Eltern mit ihren Kindern im Auto zu erwischen sei wie "die Nadel im Heuhaufen" zu suchen.
In England und Wales gelten vergleichbare Regelungen bereits seit Oktober 2015. In Grossbritannien gibt es zudem seit Juli 2007 ein umfassendes Rauchverbot am Arbeitsplatz, in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch in Restaurants, Pubs, Bars und Clubs.
(SDA)