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Vaduz (ots) - Vaduz, 28. Januar (pafl) - Die Regierung hat eine
weitere Finanzierungstranche von 300'000 Franken zur Unterstützung
der Aktivitäten des International Centre for Asset Recovery (ICAR)
des Basel Institute on Governance genehmigt. ICAR bietet verschiedene
Dienstleistungen für Entwicklungs- und Schwellenländer für eine
wirksame Korruptionsbekämpfung und zur Rückführung von unrechtmässig
erworbenem Vermögen an.
Die Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung durch
Liechtenstein begann mit der Gründung von ICAR im Jahr 2006. Die
Aktivitäten haben sich seither sehr positiv entwickelt, und es ist
geplant, die Kooperation mit ICAR längerfristig weiterzuführen.
Ziel des ICAR ist es, Behörden aus von Korruption betroffenen
Ländern des Südens zu befähigen, unrechtmässig erworbene Gelder
aufzuspüren und die Rückführung der Gelder zu erreichen. Dies wird
insbesondere durch spezifische Ausbildungen und Beratungen erreicht.
ICAR schult Beamte aus Entwicklungs- und Schwellenländern vor allem
in den Bereichen der polizeilichen und FIU-Zusammenarbeit, der
Strafverfolgung sowie der internationalen Rechtshilfe, indem
theoretisches und vor allem praktisches Know-how zu einer wirksamen
Fallbearbeitung weitergegeben wird. Die zuständigen Behörden sollen
dadurch die notwendige Handlungsfähigkeit erhalten, um die Folgen der
Korruption und den massiven Abfluss von staatlichen Geldern zu
verhindern. Da damit die finanzielle Kapazität für Investitionen in
die wirtschaftliche Entwicklung und die Armutsbekämpfung erhöht wird,
ist die Tätigkeit des ICAR entwicklungspolitisch relevant.
Mit der substantiellen Unterstützung des ICAR leistet
Liechtenstein einen aktiven und sichtbaren Beitrag zur Bekämpfung der
Geldwäscherei und der Korruption sowie zur Umsetzung der
UNO-Konvention gegen Korruption.
Kontakt:
Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Katja Gey
Tel.: +423 236 60 55