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Stiftungen stehen regelmässig unter der Aufsicht einer staatlichen Behörde (davon ausgenommen sind nur die Familienstiftungen und die kirchlichen Stiftungen). Die Aufsicht dient vor allem der Sicherung und Wahrung des Stiftungszwecks und der Überprüfung auf die Gesetzeskonformität der Stiftung. Das Gesetz sagt nichts über die Mittel, die der Aufsichtsbehörde zur Verfügung stehen. In der Praxis kommen Massnahmen wie Mahnungen, Verweise, Anordnung einer Berichterstattungspflicht, Akteneinsichtnahme, Überwachung der Kapitalanlage und dergleichen in Frage. Als ultima ratio kann die Aufsichtsbehörde auch die Stiftungsräte abberufen, einen Beistand einsetzen oder gar die Aufhebung der Stiftung verfügen.
Das zuständige Aufsichtsorgan ergibt sich aus dem Stiftungszweck. Je nach dem ob der Zweck der Stiftung sich in geographischer Hinsicht auf eine Gemeinde, auf einen Kanton oder den Bund bezieht, ist das entsprechende Gemeinwesen auf Gemeinde-, Kantons- oder Bundesebene zuständig.