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Die Basis zum Sieg legten die Schweizer zu Beginn der zweiten Halbzeit, als sie sich bis zur 39. Minute von 13:13 auf 18:14 absetzten. Die Tore vom 15:14 (34.) zum 18:14 erzielte Lenny Rubin, der am Ende wie der rechte Flügel Cédrie Tynowski sechs Treffer auf dem Konto hatte. Noch erfolgreicher war bei den Schweizern einzig der fünffache Bundesliga-MVP Andy Schmid, der sieben Tore erzielte. Damit zeichnete dieses Trio für 19 der 28 Treffer der SHV-Auswahl verantwortlich.
Nach dem 14:18 kamen die Österreicher nie mehr näher als bis auf drei Tore heran. In der ersten Halbzeit hatten die Schweizer einzig beim 7:6 (16.) vorne gelegen. Mit diesem Sieg müsste vieles passieren, dass die Suter-Equipe die Hauptrunde verpasst. Die weiteren Gruppengegner der beiden Teams sind die Handball-Schwergewichte Norwegen und Frankreich - die ersten drei kommen weiter.
Der Erfolg der Schweizer ist nicht hoch genug einzuschätzen. Sie hatten erst am Dienstagabend erfahren, dass sie für die Corona-geplagten USA nachrücken. Am Mittwoch mussten sich sämtliche Teammitglieder einem PCR-Test unterziehen, weshalb die Anreise erst am Spieltag erfolgte. Und diese war erst noch abenteuerlich.
Aufgrund des Schneefalls in Zürich startete der Charter-Flug nicht wie geplant um 8 Uhr, sondern mit einer Verspätung von zwei Stunden. Nach der Landung rund dreieinhalb Stunden vor dem Anpfiff mussten sich die Schweizer noch auf dem Rollfeld einem Corona-Schnelltest unterziehen, gefolgt von einem Abstrich für einen weiteren PCR-Test. Danach fuhr die Mannschaft direkt in die Halle, dass Gepäck kam erst 70 Minuten vor Spielbeginn an. Trotz all der widrigen Umstände waren die Schweizer bereit für diese kapitale Partie, das zeugt von Reife. (sda)