Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03641.jsonl.gz/2184

In nächster Nachbarschaft der bekannten Grasburg befindet sich die Burgstelle Schönfels. Der grosse Burgplatz liegt auf ca. dreiviertel der Höhe des Sensegrabens
auf einem exponierten Felskopf ca. 50m über der Sense. Die Burgstelle ist im Norden und Süden durch steilabfallende Gräben und im Osten steilabfallend zu Sense hin gesichert.
Im Westen, gegen den Hang, ist die Anlage durch einen mächtigen Halsgraben gesichert.
Einst war die Anlage Sitz der Herren von Schönfels welche im 13. und 14.Jahrhundert schriftlich erwähnt sind. Sie wurde zweimal zerstört und bald einmal aufgegeben.
Geringe Mauerspuren und eine Zysternenloch zeugen noch davon, dass es sich um eine Steinburg gehandelt haben muss. Unbekannt ist, ob es einen hölzernen Vorgängerbau gab oder nicht. Mit dem mächtigen Halsgraben ist es aber auf jedenfall ein mächtiges Erdwerk mit ausgeprägtem Wehrcharakter. Heute ist die ganze Anlage bewaldet, die Spuren der einstigen Burg fast gänzlich verschwunden.
Das Zysternenloch und der Halsgraben bilden die Ausnahme.
Im Internet findet man folgenden Eintrag:
"Diese Burg lag unmittelbar der Grasburg gegenüber, auf dem Vorsprung, den die Sense in kleinem Bogen umzieht, auf jäh zum Fluss hin abfallenden Felsen. Man fragt sich angesichts solcher Lage, wie diese fast unzugängliche Burg so leicht hat eingenommen werden können. Wohl gibt Tschachtlan in seiner Chronik auch ein Bild von Schönfels, aber als 1470 der Illustrator diese Ansicht malte, lag die Burg längst in Trümmern, weshalb man in diesem Bild ein reines Phantasieerzeugnis sehen darf. 1809 bestanden angeblich noch Reste der Burg. Heute ist nur noch der gemauerte Brunnenschacht erhalten und nördlich ein kleiner Mauerrest, der möglicherweise von einem Turme herrührt, der den Zugang von der Landseite her geschützt hätte. Aber eine Vorstellung der Gesamtanlage ist aus diesen Überbleibseln nicht zu gewinnen, doch scheint es sich nicht um eine grössere Anlage gehandelt zu haben. Die Familie von Schönfels lässt sich zuerst nachweisen 1239 mit den beiden Brüdern Ulrich und Wilhelm und kommt im Laufe des 13. Jahrhunderts noch einige Male vor, scheint aber schon früh erloschen zu sein. 1321 verkauft ein Peter Forchat, Bürger von Freiburg, die Burg Schönfels an Johann von Düdingen, genannt Velga."
Burghügel mit Halsgraben
Mauerspuren im Eingangsbereich
Reste eines Zysternenlochs
Blick von Schönfels zur Grasburg!
erstellt im März 2015