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Slalom der Herren: Das grosse Finale
Die Geschichte: Es ist die Disziplin mit der stärksten Ausbildung von Spezialisten. Man kann es sich kaum mehr vorstellen, dass ein Fahrer zugleich im Slalom und auf der Abfahrt Weltmeister wird - wie das einst üblich war, wie es aber seit Jean-Claude Killy 1968 keinem mehr gelungen ist. Mit dem Aufkommen der Kippstangen in den 1980er-Jahren hat sich der Slalom total verändert, er ist dynamischer und gradliniger geworden. Der Schweizer David Zogg gewann 1931 Gold bei der ersten WM.
Die Vorgaben: Die Höhendifferenz muss zwischen 180 und 220 Höhenmetern betragen, in St. Moritz sind es 190. Die Anzahl Richtungsänderungen muss zwischen 30 und 35 Prozent der Höhendifferenz betragen - mit einer Toleranz von plus/minus drei Toren.
Der Ski: Er muss mindestens 165 Zentimeter lang sein, die Seitenbreite unter der Bindung muss mindestens 6,3 cm betragen.
Der Modus: Der Slalom wurde bei grossen Meisterschaften immer schon in zwei Durchgängen ausgetragen. Jeder Kurs wird von einem anderen Kurssetzer gesteckt. Da in der Regel frühe Nummern im Vorteil sind, weil die Strecke weniger Schläge und Löcher aufweist, wird die Startreihenfolge unter den besten 15 Fahrern ausgelost: die ersten 7 erhalten die Nummern 1 bis 7, die Fahrer zwischen 8 und 15 erhalten eine Nummer zwischen 8 und 15. Im zweiten Durchgang fahren die 30 Erstplatzierten des ersten Durchgangs in umgekehrter Reihenfolge.
Die WM-Strecke: Der WM-Slalom-Hang mit Start oberhalb Alp Giop bietet vom Gelände her keine besonderen Schwierigkeiten, er lädt zu einer angriffigen Fahrt geradezu ein. Trotzdem ist er anspruchsvoll und für alle Rennläufer fair. Unter den Favoriten werden geringe Abstände erwartet.
Der Titelverteidiger: Der Franzose Jean-Baptiste Grange gewann in Vail und wiederholte damit seinen Erfolg von Garmisch vier Jahre zuvor. Silber und Bronze gingen an die Deutschen Fritz Dopfer und Felix Neureuther. Justin Murisier war als 13. bester Schweizer, Georges Schneider war 1950 der letzte Schweizer Weltmeister in dieser Disziplin.
Die Favoriten: Da gibt es zwei, die gerade in ihrer eigenen Liga fahren: Henrik Kristoffersen (No) gewann fünf der acht Rennen in dieser Saison, Marcel Hirscher siegte zweimal, wurde zudem viermal Zweiter. Der einzige “andere” Sieger: Manfred Mölgg (It). Oder holt Dave Ryding, der Zweite von Kitzbühel, die erste WM-Medaille fürs britische Männerteam? Seine Landsfrauen gewann in den 30er-Jahren bereits elf Medaillen. Die Generalprobe beim Weltcup Final 2016 gewann Andre Myhrer (Sd) vor Hirscher und Sebastian Foss-Solevaag (No). Daniel Yule war als 11. bester Schweizer.