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Der 17. Betriebszyklus mit Beginn am 25. August 2000 hatte 344 Tage gedauert. In dieser Zeitspanne wurde mit 9120 Mio. kWh ein neuer Produktionsrekord aufgestellt (bisheriger Höchstwert 8565 Mio. kWh im Zyklus 1999/2000). Schwerpunkt im Revisionsprogramm bildete der Brennelementwechsel mit dem Ersatz von 134 der 648 Brennelemente. Von 12 untersuchten Schweissnähten an den Reaktorwasser-Umwälzschleifen wiesen 4 Nähte rissartige Anzeigen auf. Mit bruchmechanischen Analysen konnte gezeigt werden, dass die Integrität der Schweissnähte im Nomalbetrieb und bei Störfällen für den nächsten Zyklus gewährleistet ist.
Rund 700 Fach- und Hilfskräfte externer Firmen unterstützten die 400 KKL-Mitarbeitenden. Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) verfolgte das Arbeitsprogramm. Sie erteilte am 27. August nach Abschluss der Revision und der Überprüfung des Zustandes der Anlage die Freigabe für das Wiederanfahren. Am 28. August nahm das Werk den 18. Betriebszyklus auf.
Während der Jahresrevision kam es zu einem Vorfall, der Schlagzeilen machte: Zwei Anlagenoperateure fälschten bei einer Kontrolle vorsätzlich ein Protokoll. Der Vorgesetzte, der das Protokoll hätte visieren sollen, entdeckte den Vorfall und meldete ihn sofort. Auch die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) wurde umgehend informiert. Die beiden Operateure wurden fristlos entlassen.
Quelle
M.E. nach Mitteilung des Kernkraftwerks Leibstadt vom 2., 23. und 28. August 2001 und der HSK vom 28. August 2001