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Der Vegetarismus hat, was sicher viele nicht wissen, eine lange Geschichte. Der erste große Vegetarier soll der griechische Gelehrte Pythagoras (um 570 bis 500 vor Christus) gewesen sein: „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück.“ Ein sehr aktueller Gedanke. Er verabscheute nicht nur die religiösen Tieropfer, sondern war der Meinung, der Mensch sollte Tiere nicht essen, denn der Fleischgenuss mache aus ihm eine Kriegsmaschine – aggressiv und mordlüstern. Also, solange der Mensch Tiere tötet, wird er auch Menschen töten. Zitat ende. Der Begriff Vegetarier
Die Einführung des Begriffes Vegetarier (der Begriff stammt von „vegetable“, englisch für „Gemüse (pflanzlich), fand seinen Ursprung in England im 19. Jahrhundert und bezeichnete die Menschen, die sich fleischlos ernährten, als „Pythagoräer“.
In Deutschland kam es im gleichen Jahrhundert in der Harz zur Gründung der ersten deutschen „Vegetarischen Vereinigung“. Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte die Bewegung mit der Entwicklung der Homöopathie nochmals eine markante Steigerung. Ihren Zenit erreichte die vegetarische Bewegung nach dem ersten BSE-Fall in Deutschland im Jahr 2000: Danach ernährten sich laut Schätzungen rund 15 Prozent der Deutschen vegetarisch. Und in der Schweiz? Gemäss Studie (November 2021) ernähren sich in der Schweiz rund 0,6 Prozent der Bevölkerung vegan und etwa 4,1 Prozent vegetarisch. Die Anzahl der Veganer hat sich im Jahr 2021 damit verdoppelt. Weitere 20,5 Prozent verzichten zumindest häufig auf Fleisch (so genannte „Flexitarier“). Ist vegetarisch gesund?
Nach einer europaweit durchgeführten Studie gab es folgende Schlussfolgerungen: In allen wesentlichen Punkten wiesen die Vegetarier bessere Werte auf: Vor allem niedrigere Blutdruck-, Blutfett- und Harnsäurewerte und bessere Nierenfunktionsleistungen. Die Sterberate war um 20 %, und die Krebstodesrate sogar um 40 % niedriger als bei der „fleischessenden“ Kontrollgruppe. Zusammenfassend lässt sich aus weiteren Studien ableiten, dass Vegetarier keine Mangelerscheinungen haben und dass der allgemeine Gesundheitszustand überdurchschnittlich gut ist und die vegetarische Ernährung als gesund bezeichnet werden kann.
Am 4. Dezember 2000 hat mir die inzwischen leider verstorbene Luzerner Kochbuch Autorin Marianne Kaltenbach ihr Buch „Vegetarisch für Gourmets“ vermacht. Mit 265 Rezepten rund ums Jahr. Beim Nachkochen stelle ich fest, dass vor allem Indische und nordafrikanische Speisen viel Vegetarisches zu bieten haben. Und mit vegetarischer Kost eine durchwegs gesunde und ausgewogene Ernährung möglich ist.
Als besonders ausgezeichnetes Buch empfehle ich: Hiltl. Vegetarisch nach Lust und Laune. Autor: Rolf Hiltl18. ISBN 978-3-85932-984-3, CHF 59. Weber Verlag Gwatt Fazit: Je mehr man sich mit der vegetarischen Küche auseinandersetzt kommt man im wahrsten Sinne auf den „fleischlosen“ Geschmack. So auch für mich ab und zu….sonst bleibe ich beim Fleischigen! Fotos: www.pixelio.de