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Das Meisterwerk von Ferdinand Alexander «Butzi» Porsche ist der erste Porsche mit einer Kunststoffkarosserie, seine Form orientiert sich an den Gesetzen des Windes. Fast zierlich, dazu leicht und effizient, ist das 1963 erschienene Modell die logische Weiterentwicklung der mit dem Glöckler Spyder begründeten und im 718 W-RS gipfelnden Generation der Gitterrohrrahmen-Porsche. Zugleich war er auch der letzte Sportwagen aus Zuffenhausen, der sowohl auf der Straße wie der Rennstrecke bewegt werden konnte. Eine Fähigkeit, die der nachfolgende 906 Carrera 6 nicht mehr aufbieten konnte.
Die Bedeutung des 904 für die folgenden Modelle und die gesamte Motorsportgeschichte von Porsche ist wohl bekannt – selbst für jene, die sich für das Thema nur flüchtig interessieren. Als Idee von Rennbaron und Spin Doktor Huschke von Hanstein, um nach dem enttäuschenden Formel 1-Abenteuer dem Werksrennsport in Zuffenhausen wieder neues Leben einzuflössen, war der Mittelmotor-Sportwagen für Porsche nicht weniger als ein echter Meilenstein.
Der Carrera GTS war von Anfang an erfolgreich. Noch ehe die Homologation durch die FIA vorlag, errang die amerikanische Strassenrennsport-Legende Briggs Cunningham mit Partner Lake Underwood bei den 12 Stunden von Sebring 1964 einen Klassensieg. Doch das war nur der Anfang, es folgten neben zahllosen weiteren Siegen Erfolge bei der Targa Florio, in Le Mans und Reims und am Nürburgring. Und wie vielseitig der 904 war, zeigte daneben noch der Fast-Sieg der Paarung Böhringer/Wütherich bei der Rallye Monte Carlo von 1965!