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Nach der ersten Nacht in einer mongolischen Jurte für die meisten von uns, genehmigten sich einige ein morgendliches Bad im 14 Grad kalten Khövsgölsee. Im Haupthaus, welches aus massivem Holz besteht, nahmen wir unser Morgenessen bestehend aus Rinderzunge, Tomaten, Gurken, Spiegeleiern, kaltem Toastbrot mit Waldbeerenmarmelade und Butter sowie Kaffee oder Tee ein. Dieses Morgenessen sollte uns für das bevorstehende Naadamfestival im nachgelegenen Dorf Khatgal stärken. Kurz vor der Abfahrt informiert uns Albi Saner, dass bei den Vorbereitungen zum Naadamfestival ein tödlicher Reitunfall passiert sei und aus diesem Grund die Eröffnung des Festivals auf morgen verlegt worden sei. Kurzfristig musste ein alternatives Programm erstellt werden. Eine Möglichkeit war mit einem Boot auf eine kleinere Insel im südlichen Teil des 134 Kilometer langen Sees zu gelangen oder im Jurtencamp zu verweilen. Die Mehrheit entschied sich für die kurze Bootstour. Eine Gruppe bestehend aus 6 Personen (inklusive mir) gelangte nach einer knapp 30-minütigen Fahrt an die Westküste des Sees, circa 20 Kilometer von unserem Camp entfernt. Von dort aus wanderten wir mehrere Stunden durch Lärchenwälder und Alpenwiesen, welche mit Mohnblumen, Sumpfdotterblumen, Anemonen, Enzianen übersäht waren, 700 Höhenmeter hinauf. Oben angekommen wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht über den See und die umliegende Bergwelt belohnt. Michi Lieb, unser Guide, hatte noch nicht genug gewandert und rannte noch zu einem nahegelegenen Berg hinauf. Den Abstieg nahmen wir auf demselben Weg unter die Füsse wie den anstrengenden Aufstieg. Wieder unten am See angekommen, genehmigten wir uns ein Bier, welches wir aus einem alten Bus bezogen, welcher zu einem kleinen Shop umgebaut wurde. Nun musste noch die Rückfahrt mit einem Boot organisiert werden. Nach kurzer Verhandlung auf Englisch wie auch mit Zeichensprache brachte uns ein Einheimischer mit einem alten Speedboot aus Neuseeland zurück ins Gercamp.
Viele von uns gelangten von der kleinen Insel zurück ans naheliegende Ufer und wanderten von dort aus zurück ins Camp und assen zu Mittag. Danach unternahmen sie einen Ausritt mit den Pferden. Der Rest verbrachte den Tag am See mit Kartenspielen und Bier trinken. Am Abend dinierten wir zusammen im Jurtencamp. Den Abend klangen viele beim Kartenspielen aus. Andere bestiegen einen nahegelegenen Aussichtspunkt um den Sonnenuntergang zu bestaunen.
Herzliche Gratulation unserem Gewinner eines Trainingsdresses, Herrn Marc Bolz aus Schönbühl. Unser Spieler Andreas Haldemann konnte Herrn Bolz als Sponsor unseres Projektes gewinnen.
(Autor: Tom Tom)