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Die Angehörigen des militärischen Kaders verfügen […] ceteris paribus über ein höheres Humankapital gegenüber Personen ohne militärische Kaderausbildung.
Quelle: NZZ Online
Zu diesem Schluss kommen Dr. Philippe Mahler und Prof. Dr. Bruno Staffelbach vom Lehrstuhl für HR-Management an der Universität Zürich in einer Studie, die sie zunächst im August 2009 in einem Artikel in der NZZ zusammenfasst haben und die nun in einem längeren Artikel in der Zeitschrift „Die Volkswirtschaft“ erschienen ist. Hier ein paar Highlights:
Miliz heisst freiwilliges Engagement. Verschiedene Beobachtungen deuten darauf hin, dass dieses zunehmend unter Druck kommt. Erodiert die Freiwilligkeit, oder ist es der Arbeitsmarkt, der solche Engagements nicht mehr zulässt? Vergleicht man die Einkommensverläufe von jüngeren Milizkadern der Armee mit Nichtkadern, so zeigt sich, dass sich eine militärische Weiterausbildung auf das berufliche Einkommen der Kader nicht negativ auswirkt.
Quelle: Die Volkswirtschaft
Die Autoren gehen auch auf den Umstand ein, dass der Kadernachwuchs quantitativ ungenügend ist. Sie kommen dabei zum selben Schluss wie die GGstOf in ihrer Umfrage vom Frühling 2010. Ein möglicher Grund ist,
dass infolge der sprunghaften sicherheitspolitischen Diskussion der letzten Jahre und mit den damit verbundenen doktrinalen Unsicherheiten den angehenden Kadern klare Ziele und eindeutige Perspektiven fehlen, um die Vor- und Nachteile einer militärischen Weiterausbildung hinreichend abschätzen zu können.
Quelle: Die Volkswirtschaft
Erwähnenswert sind zudem einige statistischen Aussagen zur Erhebung (Grundgesamtheit = Inf Bat mit 380 AdA), insbesondere etwa:
70% der Stichprobe gehören den Mannschaftsgraden an und 17% den Unteroffiziersgraden; 13% haben eine Offiziersausbildung absolviert. Gesamthaft bekleiden 54% der Stichprobe auch im Zivilen eine Führungsfunktion – bei den Kadern 60% und bei den Mannschaftsgraden 52%. Diese Differenz ist statistisch nicht signifikant. […]
30% der militärischen Kader haben einen Fachhochschul- oder einen Universitätsabschluss, 28% verfügen über eine Matura bzw. über einen höheren Berufsschulabschluss und 42% haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. […]
[Bei der Lohnhöhe von Mannschafts- und Kaderangehörigen] fällt auf, dass in der höchsten Lohngruppe am meisten und in der tiefsten Lohngruppe am wenigsten Offiziere vertreten sind. Für die Mannschaftsgrade ergibt sich gerade das umgekehrte Bild: Die Unterschiede sind statistisch signifikant. Eine militärische Weiterausbildung wirkt sich also nicht negativ auf den beruflichen Erfolg aus, wenn man den beruflichen Erfolg mit der Lohnhöhe misst.
Quelle: Die Volkswirtschaft