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Sa, 13. April 2019
Vierwaldstätter Konzerte: Duo Violoncello & Klavier
Nikolai Mjaskowski (1881-1950) Sonate für Violoncello und Klavier Nr.1 D-Dur
Samuel Barber (1910 – 1981) Sonate für Violoncello und Klavier op.6 c-moll
Allegro ma non troppo
Adagio
Allegro appassionato
Nikolai Korndorf (1947-2001) Triptych für Violoncello und Klavier
Lament
Response
Glorification
Myaskowski ging in die Geschichte der Musik des zwanzigsten Jahrhunderts als sinfonischer Komponist ein. Er dichtete siebenundzwanzig Sinfonien. Zeit seines Lebens führte ihn sein Schicksal dazu zwei Epochen miteinander zu verbinden, das Russland der Zaren und die neugeborene Sowjetunion. So bewahrte sein Kunstschaffen die geistigen Werte der Vergangenheit und brachte diese verstärkt in der Gegenwart hervor. Die Werke Myaskowskis zeichnen sich durch ihre Zurückgehaltenheit und den Ausdruck des Intimen aus. Effektvolles ist ihnen vorbehalten. Aus diesem Grund kann es einen den Eindruck verleihen, dass der Musik des Komponisten ein starker persönlicher Ausdruck fehlt. Auch deshalb wird die Musik Myaskowskis nicht oft aufgeführt.
Mit dem Namen Samuel Barbers assoziiert man hervorragende Kompositionskunst Nordamerikas des zwanzigsten Jahrhundert. Er erhielt seine Ausbildung in der Curtis-University in Philadelphia, die ihm später einen Lehrstuhl für Instrumentierung und Chorleitung anbot. In seinen frühen Werken spiegelt sich der romantische Stil wieder, unter anderem der Sergey Rachmaninows und Richard Strauß. Ursprünglich überzeugte ihn keine der musikalischen Kompositionsschulen des zwanzigsten Jhdts., später jedoch übernahm er den innovativen Schreibstil des jungen Bartoks, Stravinskys und Prokofiews. Die späte Kunst Barbers charakterisiert sich durch die Mischung von Spätromantik und Neoklassizismus.
Einer der wichtigsten Komponisten des Ende des zwanzigsten Jhdts. Nikolaj Korndorf erhielt ebenfalls seine Ausbildung zum Dirigenten am Moskauer Konservatorium und unterrichtete später in der selben Institution. Sein Name steht für die Wiedergeburt des "Vereins für neue Musik" im Jahre 1990. Diese ist der Nachfolger des Vereins gleichen Namens aus den 1920er Jahren.