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Die Lady in Lederklamotten: Jennifer Rush wird 60
«The Power of Love» – der Name von Jennifer Rush wird für immer mit ihrem Welthit von 1985 verbunden bleiben. Auch wenn die amerikanische Sängerin diesen Erfolg nie mehr toppen konnte: Sie ist zufrieden.
Eine kitschig-pompöse Liebesballade wurde zur Hymne der 80er-Jahre. «The Power of Love», 1985 veröffentlicht, mauserte sich zu einem Mega-Erfolg und machte Heidi Stern zu einem Weltstar – aber natürlich unter ihrem Künstlernamen Jennifer Rush.
Es sollte der grösste Erfolg für die Sängerin mit der gewaltigen Stimme bleiben. Am heutigen Montag wird sie 60 Jahre alt – und es ist ruhig geworden um Jennifer Rush.
Erst Celine Dion erreichte die Nummer 1
In zahlreichen Ländern schaffte es «The Power of Love» an die Spitze der Charts – aber nicht in Rushs amerikanischer Heimat. «Am Anfang war es hart, weil ich ehrgeizig bin», sagte die Mutter einer Tochter einmal in einem Interview. Dutzende Male wurde der Song kopiert, unter anderem von Laura Branigan, Richard Clayderman, Shirley Bassey, Gigi D'Agostino, Nana Mouskouri oder Nino de Angelo.
1993 schliesslich sang auch Celine Dion «The Power of Love» – und brachte das Stück damit doch noch an die Spitze der US-Charts. Gestört habe sie das nicht, sagt Rush. «Das einzige war, dass wir alle gedacht haben, auch ich hätte das sein können.»
Geboren wurde Rush 1960 im New Yorker Stadtteil Queens. Mutter Barbara war Pianistin, der Vater Opernsänger. Schon als kleines Mädchen spielte Rush Geige und besuchte später die legendäre Juilliard-Musikschule in New York. Zuvor hatte sie jahrelang in Deutschland gelebt, in Flensburg, Rendsburg, Wiesbaden und München, wo ihr Vater Engagements angenommen hatte.
Nach der Ausbildung kehrte Rush zurück nach Deutschland, wo auch einer ihrer Brüder geblieben war und als Saxofonist arbeitete. Mit 19 nahm sie das erste Album auf – zunächst ohne Erfolg. Dann verpassten ihr die deutschen Produzenten Gunther Mende und Candy de Rouge die ersten Hits: «25 Lovers», «Ring of Ice» – und schliesslich «The Power of Love».
Auch stolz auf ihre anderen Platten
Rund ein halbes Dutzend Alben veröffentlichte die auch für ihre engen Lederklamotten bekannte Rush, die inzwischen wieder in den USA lebt, danach noch, zuletzt 2010 «Now is the Hour». Aber der Erfolg wollte sich nie wieder so richtig einstellen. Sie sei trotzdem zufrieden, sagte Rush einmal. «Ich bin auch stolz auf die Platten, die sich weniger gut verkauften.»Zurück zur Startseite