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Inhalt
Drei Vereine feiern Geburtstag
2012: 150 Jahre Schiessverein Wallisellen
Der älteste von ihnen – und zugleich der älteste in der ganzen Gemeinde – ist der Schiessverein, gegründet 1862. Im Jahr 2012 feiert er seinen 150. Geburtstag unter anderem mit einem mehrtägigen Jubiläumsschiessen. In seinen Anfängen wurde der Schiessverein von der Gemeinde so ziemlich im Regen stehen gelassen: Obwohl die Kommunen von der Eidgenössischen Militärorganisation ab 1852 den Auftrag hatten, für das Schiessobligatorium geeignete Plätze zur Verfügung zu stellen, dauerte es in Wallisellen eine ganze Weile, bis es so weit war. Wo die Schützen zuerst trainierten, ist nicht bekannt. 1871 ersuchte der Schiessverein bei der Gemeinde um die Bewilligung, vom Bahnhof her gegen den Guggenbühlbuck schiessen zu dürfen. Der Gemeinderat stufte die Gefahr als zu hoch ein und beschied den Antrag abschlägig. Doch scheint der Verein eine Lösung gefunden zu haben, denn im selben Jahr fand ein Grümpelschiessen statt. Aus einem Gemeinderatsprotokoll von 1876 geht hervor, dass die Schützen eine Weile lang in der Hertiwiesen in Richtung Opfikoner Eichen ballerten. Die Einführung des neuen Ordonnanz-Gewehres 1893 rief nach einem sichereren Schiessplatz: Fortan trafen sich die Walliseller Schützen in den "Breitenäckern" zwischen der Hard- und der Schützenstrasse zu ihren Übungen. Erst 1911/12 wurde auf dem Tambel eine eigentliche Schiessanlage gebaut, auf der auch auswärtige Schiessvereine zeitweise zu Gast waren. Kostenpunkt: 34'000 Franken. Die mittlerweile ausgebaute Anlage wird heute vom Schiessverein, vom Pistolenclub und von der Sportschützengesellschaft Wallisellen genutzt.
2013: 150 Jahre Männerchor Rieden-Wallisellen
Der Männerchor Rieden wurde 1863 vom Gemeindepräsidenten und Bezirksrichter Jean Schmid aus der Taufe gehoben. Die vorerst 20 Sänger probten jeweils am Sonntagnachmittag im Schulhaus Rieden. 1923 zog der Chor in den Singsaal des Schulhauses Alpenstrasse um, wo er bis heute sein Probelokal hat. Seit einigen Jahren schwingt eine Frau, die erste in der Geschichte des Vereins, den Taktstock. Wie alle Vereine, hat auch der Männerchor Rieden-Wallisellen, der heute 44 meist ältere Mitglieder zählt, Schwierigkeiten bei der Rekrutierung des Nachwuchses.
Seinen 150. Geburtstag feiert der Verein mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen. Im März und April hält er zusammen mit den ebenfalls jubilierenden Frauenchören Dietlikon und Ried-Gibswil zwei Jubiläumskonzerte ab, die auf CD festgehalten werden. Der rauschende Gala-Abend am 24. März 2013 im Doktorhaus wird von der Weihe der neuen Vereinsfahne gekrönt. Im August folgt ein Fest für Familien mit verschiedenen Attraktionen. Auch eine Jubiläumsreise ins Elsass für Sänger und Angehörige steht auf dem Programm.
2014: 80 Jahre Naturschutzverein Wallisellen
Im Jahr 2014 wird der Naturschutzverein Wallisellen 80 Jahre alt. 1934 wurde er als "Verein für Vogelschutz und Vogelkunde Wallisellen und Umgebung" von 16 Gründungsmitgliedern, vor allem jungen Bauern, ins Leben gerufen. Weil er die Nützlichkeit von Singvögeln für die Schädlingsbekämpfung erkannte, widmete sich der Verein in seinen ersten Jahren vor allem der Einrichtung und Wartung von Nistkästen. Daneben bot er seinen Mitgliedern mehrere Male im Jahr ornithologische Exkursionen an. Von 1950 bis 1957 machte der Verein eine Krise durch und bestand mehr oder weniger nur noch auf dem Papier. 1964 nahm er mit einem neuen, aktiven Präsidenten einen zweiten Anlauf. Der "Verein für Vogelschutz und Vogelkunde Wallisellen und Umgebung"erhielt nun erstmals Statuten, und dank des neuen Schwungs stieg die Mitgliederzahl innert zwei Jahren auf 66.
1980 weiteten die Vogelschützer ihren Fokus aus und widmeten sich fortan dem allgemeinen Naturschutz in der Gemeinde. Die neue Ausrichtung tat sich auch in einem neuen Namen kund: Naturschutzverein Wallisellen. Dieser feierte fortan einen Erfolg nach dem anderen. Ein Höhepunkt war die Hörnligraben-Initiative, an der 1981 mehrere Vereinsmitglieder massgeblich beteiligt waren. Der Forderung, die Bauzone im Hörnligraben als Naherholungszone frei zu halten, stimmte schliesslich eine Mehrheit der Wallisellerinnen und Walliseller zu. Die Pflanzung von Bäumen und Hecken entlang mehrerer Strassen und Wege beschäftigte die Naturschützer in den folgenden Jahren. 1994 übernahmen sie die Pflege des Flachmoores im Moos, und seit 1997 sind sie auch in der Arbeitsgruppe zum Landschaftsentwicklungskonzept der Gemeinde vertreten. 2001 belohnte die Gemeinde die unermüdliche Arbeit des Naturschutzvereines Wallisellen mit dem Förderpreis.
Bild: Jubiläumsschiessen 2012 beim Schützenverein. Fahnenweihe am Gala-Abend des Männerchores Rieden-Wallisellen.