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eigentlich Jesus, der Sohn des Sirach, ein Jude zu Jerusalem,
[* 2] um 200 v. Chr., veranstaltete eine Sammlung von
Sittensprüchen, die durch ihren gediegenen religiösen Gehalt und ihren Reichtum an vortrefflichen Weisheitsregeln eine
hervorragende Stelle in der jüd. Litteratur einnimmt und zugleich ein wichtiges Denkmal für die religiöse
Entwicklung des Judentums in der griech. Zeit bildet. Nach Inhalt wie Form ist das Buch dem kanonischen Buch derSprüche Salomos
(s. Salomo) aufs engste verwandt. Daß es nicht in den palästinischen Kanon kam, ist wahrscheinlich dadurch
veranlaßt, daß es unter dem Namen seines Verfassers umlief. Das hebr. Original der Sammlung, das Hieronymus noch gekannt
hat, ist nicht mehr vorbanden. JesusS.s Enkel übersetzte sie um 130 v. Chr. in das Griechische und begleitete sie mit einer
Vorrede. Dieser Text steht in den Apokryphen des Alten Testaments. Einen Kommentar schrieb Fritzsche (Lpz.
1860).