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2018 finanzierten die Kandidatinnen und Kandidaten der höheren Berufsbildung ihre Ausbildung etwa zur Hälfte selbst. Als wichtigste externe Finanzierungsquelle wird der Arbeitgeber genannt.
Die durchschnittlichen Kosten für Vorbereitungskurse, Material und die Abschlussprüfung lagen 2018 beim eidgenössischer Fachausweis bei 13’200 Franken. Ein eidgenössisches Diplom war im Durchschnitt mit 18’500 Franken teurer. Die Ausbildung an einer höheren Fachschule kostete durchschnittlich 15 000 Franken.
Erhielten die Kandidatinnen und Kandidaten finanzielle Unterstützung durch den Arbeitgeber, trug dieser zwischen einem Viertel und knapp der Hälfte der Ausbildungskosten (eidgenössischer Fachausweis: 35%; eidgenössisches Diplom: 41%; höhere Fachschule: 23%), die andere Hälfte der Kosten wurde durch die Kandidatinnen und Kandidaten selber finanziert.
Von den möglichen Formen der Unterstützung durch den Arbeitgeber wurde am häufigsten die finanzielle Unterstützung genannt. Daneben gewährten manche Arbeitgeber die Möglichkeit, die Arbeitszeit während der Ausbildung flexibel zu gestalten oder zusätzliche Urlaubstage zu beziehen. Gar keine Unterstützung erhielten 26% aller Kandidatinnen und
Kandidaten für einen eidgenössischer Fachausweis, beim eidgenössischen Diplom gingen 19% leer aus. Von den Kandidatinnen und Kandidaten der
höheren Fachschule schliesslich wurde beinahe die Hälfte nicht unterstützt (42%).
Bezieher decken gut ein Drittel der Ausbildungskosten mit Bundesbeiträgen
Seit Januar 2018 haben Personen mit einer abgelegten Berufsprüfung (führt zu eidgenössischem Fachausweis) oder mit einer höheren Fachprüfung (führt zu eidgenössischem Diplom) die Möglichkeit, für besuchte Kurse Bundesbeiträge zu beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass die Kurse nach dem 1. Januar 2017 begonnen haben und nicht durch Kantone mitfinanziert wurden. Während die finanzielle Unterstützung durch die Familie vor allem bei den Kandidatinnen und Kandidaten der höheren Fachschule eine Rolle spielt, machen Bundesbeiträge für die eidgenössischen Prüfungen 6% aus.
Kandidatinnen und Kandidaten, welche Bundesbeiträge erhalten, deckten mit diesen rund ein Drittel ihrer Ausbildungskosten. Auch wirkte sich der Erhalt von Bundesbeiträgen auf die Höhe der Arbeitgeberbeiträge aus: Wurden keine Bundesbeiträge bezogen, lag die finanzielle Unterstützung durch den Arbeitgeber bei drei Viertel der Kosten. Erhielten die Kandidatinnen und Kandidaten zusätzlich Bundesbeiträge, wurde etwa die Hälfte der Kosten durch den Arbeitgeber getragen.
Bild: unsplash