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Eine Studie des PSI im Jahr 2005 hat ergeben, dass das theoretische geothermische Potenzial in der Schweiz in 3 bis 7 km Tiefe mit rund 16 Mio TWh veranschlagt werden kann. Der Gewinnungsfaktor ist hierbei 4% und der Wirkungsgrad hiervon 10%. Es resultieren somit 64‘000 TWhe. Der Stromverbrauch in der Schweiz beträgt pro Jahr 59 TWhe. Gemäss Angaben der AXPO produzieren 2 Kernkraftwerke zusammen rund 17 TWhe pro Jahr. Es resultieren Stromgestehungskosten von 7 bis 15 Rp. pro kWh. Ein Potenzialvergleich mit anderen alternativen Stromerzeugern wie Kleinwasserkraftwerken, Biogas, feste Biomasse, Wind und Fotovoltaik nach 2050 zeigt, dass das geothermische Potenzial mit Abstand die höchste Stromproduktion erzeugen könnte (rund 18 TWhe pro Jahr). Dieses Potenzial ist jedoch heute technisch noch nicht gesichert. Die Geothermie liefert jedoch im Gegensatz zu allen anderen alternativen Stromerzeugern Bandenergie.
*Wärmestromdichte / Wärmeflussdichte
Die Erdkruste ist sehr heterogen aufgebaut. Unter den Kontinenten ist sie deutlich dicker als unter Ozeanen. Die Kontinente bestehen an ihrer Basis aus kristallinem Grundgebirge (Granit, Gneis), der Ozeanboden aus basaltischen Gesteinen (Basalt, Grabbro). Aus den Dicke- und Materialunterschieden resultieren sehr unterschiedliche Wärmeproduktionsraten. So kann die Wärmeproduktion in Granit 20 mal so gross wie in einem Gabbro sein.
An der Erdoberfläche wird die geförderte Wärmeenergie als Wärmestromdichte gemessen. In der Geothermie wird die in einer bestimmten Zeit übertragene Wärmemenge für eine bekannte Fläche betrachtet. Physikalisch ergibt sich damit eine definierte thermische Leistung je Flächeneinheit in W/m² bzw. mW/m².
Der Energiefluss setzt sich aus dem konstanten Wärmestrom vom Erdkern und Erdmantel sowie einem variablen (weil gesteinsabhängigen) Wärmestrom aus der Erdkruste zusammen. Damit ist die Erdwärme in jedem Falle regenerativ.