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Filmkritik: Familiendesaster77. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica 2020
Anfang der Achtzigerjahre führen Aldo (Luigi Lo Cascio) und Vanda (Alba Rohrwacher) in Neapel ein glückliches Familienleben. Sie verbringen viel Zeit mit ihren Kindern Anna und Sandro; spielen und baden mit ihnen, schauen mit ihnen fern und lesen ihnen Kinderbücher vor. Ihre harmonische Beziehung nimmt jedoch eine drastische Wende, als Aldo seiner Frau einen Seitensprung gesteht. Völlig aufgelöst und im Wechselbad der Gefühle, schickt Vanda ihn fort. In den Folgejahren sieht Aldo seine Kinder nur noch selten. Mit seiner neuen, viel jüngeren Geliebten Lidia (Linda Caridi), welche er bei seiner Arbeit als Radiomoderator kennengelernt hat, ist Aldo nach Rom gezogen.
Dreissig Jahre später sind Aldo und Vanda noch immer verheiratet und leben wieder zusammen. Wirklich glücklich sind sie jedoch nicht. Vanda hat ständig etwas an ihrem Ehemann auszusetzen, und Aldo wehrt sich deswegen kaum, sondern ignoriert dies gekonnt. Während das ältere Ehepaar einige Ferientage am Meer verbringt, treffen sich ihre nun erwachsenen Kinder Anna und Sandro nach langer Zeit wieder und reflektieren über ihre Vergangenheit. Für ihre Eltern hat dies unangenehme Konsequenzen.