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15.07.2021 17:00:13

Redakteur
Kriege, Katastrophen, wirtschaftliche Unruhen, politische Instabilität und jetzt eine Pandemie - die letzten vier Jahrzehnte haben die Einstellung der Menschen zum Investieren deutlich verändert.
In vielen Fällen wird die bereits schwere Entscheidung für Investitionen durch solche Ereignisse noch schwerer. Manche Menschen lassen sich von ihnen sogar ganz abschrecken.
Verhaltenswissenschaftler haben dafür einen Namen: Verlustaversion. Sie schätzen, dass der psychologische Schmerz des Verlierens etwa doppelt so hoch ist wie die Freude am Gewinnen. Deshalb scheuen manche Menschen die Risiken einer Investition.
Wie Analysen von Schroders zeigen, wäre es Anlegern teuer zu stehen gekommen, wenn sie in den vergangenen 32 Jahren dem Aktienmarkt ferngeblieben wären.
Durch Inflation und das Niedrigzinsumfeld wäre der Wert Ihres Geldes immer weiter geschrumpft, wenn Sie sich gegen eine Investition entschieden hätten.
Während eine Investition in den Aktienmarkt mit grösseren Risiken (die Möglichkeit, dass Sie Ihr gesamtes investiertes Geld verlieren) und Volatilität (der Wert des investierten Geldes steigt und fällt) einhergeht, hätte sie auch Ihre Renditen steigern können.
Natürlich hängt die Entscheidung für eine Anlage von Ihren persönlichen Umständen ab. Wenn Sie sich über die Eignung einer Anlage nicht sicher sind, wenden Sie sich an einen Finanzberater.
Untersuchungen von Schroders zeigen Folgendes (bereinigt um Inflationseffekte):
- 1000 Pfund Sterling, die zu Beginn des Jahres 1989 unter der Matratze versteckt wurden, wären aufgrund der Inflation in Grossbritannien jetzt nur noch 428 Pfund Sterling wert - ein jährliches Wachstum von -2,6 %.
- 1000 Pfund Sterling, die Anfang 1989 auf einem britischen Sparkonto eingezahlt worden wären, wären jetzt 1.818 Pfund Sterling wert - ein jährliches Wachstum von 1,90 %.
- 1000 Pfund Sterling, die Anfang 1989 in den FTSE All-Share Index investiert und mit allen Erträgen reinvestiert worden wären, wären jetzt 5.751 Pfund Sterling wert - ein jährliches Wachstum von 5,6 %.
In diesen Zahlen sind Konto- oder Anlagegebühren nicht berücksichtigt.
Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht die Veränderung des "realen" Werts (d. h. nach der Inflation) jedes Jahr von 1.000 Pfund Sterling, die in britische Aktien investiert, auf ein britisches Bankkonto eingezahlt oder unter Ihrer Matratze versteckt wurden.
Vergessen Sie nicht: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Massstab für zukünftige Ergebnisse. Die Anlage in einer geografischen Region (britische Aktien) kann zu grossen Wertveränderungen Ihrer Anlage führen, die sich nachteilig auf die Wertentwicklung auswirken können.
Eine kurze Geschichte zu den Einbrüchen an den Aktienmärkten seit 2000
In den vergangenen 32 Jahren kam es zu einigen der grössten Aktienmarkteinbrüche der Geschichte.
Die jüngsten Schocks wurden durch die Pandemie ausgelöst, die die Weltwirtschaft fast zum Erliegen brachte. Covid-19 war der Hauptgrund für drei der zehn grössten Ein-Tages-Verluste der letzten vier Jahrzehnte.
Obwohl die Pandemie einige grosse Ein-Tages-Verluste verursachte, war der Rückgang der britischen Aktien von fast 10 % im Jahr 2020 im Vergleich zu anderen jährlichen Rückgängen seit 1989 bescheiden.
Die weltweite Finanzkrise im Jahr 2008, die mit dem allmählichen Kollaps des Wohnimmobilienmarkts in den USA im Vorjahr begann, hatte die schwerste globale Rezession seit den 1930er-Jahren zur Folge. Der FTSE All-Share Index brach über das Jahr 2008 um 30 % ein - das schlechteste Ergebnis seit 1989.
2001 gab der FTSE All-Share Index um 13 % nach. Dies geschah nach dem Platzen der Dotcom-Blase Ende der 1990er-Jahre, als es zu einem Abverkauf hoch bewerteter Technologietitel kam. Der Einbruch fiel aber auch mit den verheerenden Anschlägen auf das World Trade Center in New York zusammen. In diesem Zeitraum kam es auch zu einem weltweiten Wirtschaftseinbruch, obwohl in Grossbritannien zumindest eine Rezession abgewendet werden konnte. Der FTSE All-Share Index gab im Jahr bis Ende 2002 um 22 % nach.
Die folgende Abbildung zeigt, wie Ihre Anlagerenditen zwischen 1989 und 2020 Jahr für Jahr hätten wachsen können und welche schädlichen Auswirkungen die Inflation auf Ihr Vermögen haben kann. Sie zeigt auch globale Ereignisse, die Investoren in jedem dieser Jahre hätten abschrecken können.
Nick Kirrage, Fondsmanager und Autor des Investmentblogs Value Perspective, hat oft über die Rolle geschrieben, die Angst spielen kann.
"Die Menschen verlieren manchmal den Bezug zur Realität, nur weil bestimmte Ereignisse in der Vergangenheit schlecht waren", kommentiert er. "Dies kann dazu führen, dass sie Massnahmen ergreifen - oder unterlassen -, die ihrem Vermögen über Jahrzehnte hinweg schaden können.
Diese Daten zeigen, dass die Inflation die Ersparnisse von Anlegern, die lieber Barmittel hielten, bei steigenden Aktienmärkten zerstörte. Zu diesem Schluss kommt man auch in vielen anderen Phasen des 20. Jahrhunderts. Selbst während des Zweiten Weltkriegs konnte man in den USA und Grossbritannien am Aktienmarkt solide Renditen erwirtschaften.
Die Wahrheit ist, dass es keinen perfekten Zeitpunkt gibt, um am Aktienmarkt zu investieren. Wenn Sie auf einen solchen Zeitpunkt warten, werden Sie für immer in Barmitteln investiert bleiben und auf längere Sicht wesentlich schlechter dastehen."
Die oben dargelegten Meinungen stellen keine verlässliche Grundlage für eine Anlageentscheidung dar und sollten nicht als Ratschlag und/oder Empfehlung ausgelegt werden. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit bietet keine Hinweise auf die Wertentwicklung in der Zukunft. Das von Ihnen investierte Geld kann an Wert verlieren.
Hier erfahren Sie mehr: https://www.schroders.com/de/ch/asset-management/insights/
Wichtige Informationen: Bei dieser Mitteilung handelt es sich um Marketingmaterial. Die Einschätzungen und Meinungen in diesem Dokument geben die Auffassung des Autors bzw. der Autoren auf dieser Seite wieder und stimmen nicht zwangsläufig mit Ansichten überein, die in anderen Veröffentlichungen, Strategien oder Fonds von Schroders zum Ausdruck kommen. Dieses Material dient ausschliesslich zu Informationszwecken und ist in keiner Hinsicht als Werbematerial gedacht. Das Dokument stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments dar. Es ist weder als Beratung in buchhalterischen, rechtlichen oder steuerlichen Fragen noch als Anlageempfehlung gedacht und sollte nicht für diese Zwecke genutzt werden. Die Ansichten und Informationen in diesem Dokument sollten nicht als Grundlage für einzelne Anlage- und/oder strategische Entscheidungen dienen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Der Wert einer Anlage kann sowohl steigen als auch fallen und ist nicht garantiert. Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden. Dazu gehört unter anderem der mögliche Verlust des investierten Kapitals. Die hierin aufgeführten Informationen gelten als zuverlässig. Schroders garantiert jedoch nicht deren Vollständigkeit oder Richtigkeit. Einige der hierin enthaltenen Informationen stammen aus externen Quellen, die von uns als zuverlässig erachtet werden. Für Fehler oder Meinungen Dritter wird keine Verantwortung übernommen. Darüber hinaus können sich diese Daten im Einklang mit den Marktbedingungen ändern. Dies schliesst jedoch keine Verpflichtung oder Haftung aus, die Schroders gegenüber seinen Kunden gemäss etwaig geltender aufsichtsrechtlicher Vorschriften wahrnimmt. Die aufgeführten Regionen/Sektoren dienen nur zur Veranschaulichung und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar. Die im vorliegenden Dokument geäusserten Meinungen enthalten einige Prognosen. Unseres Erachtens stützen sich unsere Erwartungen und Überzeugungen auf plausible Annahmen, die unserem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Es gibt jedoch keine Garantie, dass sich etwaige Prognosen oder Meinungen als richtig erweisen. Diese Einschätzungen oder Meinungen können sich ändern. Herausgeber dieses Dokuments: Schroder Investment Management Limited, 1 London Wall Place, London EC2Y 5AU, Grossbritannien. Registriert in England unter der Nr. 1893220. Zugelassen und beaufsichtigt durch die Financial Conduct Authority.
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