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Rund ein Dutzend Filmemacher haben zum Beginn des Festivals in Cannes eine Petition für ihren Kollegen Roman Polanski veröffentlicht, dem wegen Vergewaltigung die Auslieferung in die USA droht. Es sei "unmöglich", jemanden wegen ein- und desselben Verbrechens zweimal zu verurteilen, schrieben Regisseure wie der chilenische Dokumentarfilmer Patricio Guzmán, der rumänische Filmemacher Cristi Puiu und der Schweizer Jean-Luc Godard in der Solidaritätsbekundung. Das Auslieferungsgesuch der Vereinigten Staaten gründe "auf einer Lüge".
Der 76-jährige Polanski wurde am 26. September 2009 auf Grund eines Haftbefehls aus den USA bei der Einreise in die Schweiz in Zürich festgenommen und in Auslieferungshaft genommen. Seit Anfang Dezember sitzt er in seinem Ferienhaus im Berner Oberland mit einer elektronischen Fussfessel in Hausarrest. Die US-Justiz will Polanski für die Vergewaltigung einer Minderjährigen in den 70er-Jahren belangen, für die er damals 42 Tage in Haft gewesen war. Polanski hatte vergangene Woche nach monatelangem Schweigen eine Erklärung im Internet abgegeben und darauf hingewiesen, dass er die mit der amerikanischen Staatsanwaltschaft vereinbarte Strafe seinerzeit abgesessen habe.