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Die USA haben sich vor der Libyen-Konferenz in Berlin für einen Abzug aller ausländischer Truppen aus dem Bürgerkriegsland ausgesprochen.
Der Konflikt dehne sich immer weiter aus und gleiche zusehends Syrien, sagte ein Beamter des US-Aussenministeriums nach Angaben von Journalisten, die Aussenminister Mike Pompeo nach Berlin begleiteten.
«Wir denken, dass alle ausländischen Truppen Libyen verlassen sollten», wurde der Regierungsbeamte zitiert.
Pompeo landete am Samstagabend in Deutschland, wie seine Sprecherin Morgan Ortagus auf Twitter mitteilte. Er nimmt für die US-Regierung an der Konferenz in Berlin teil, wo an diesem Sonntag Akteure rund um den Libyen-Konflikt zusammenkommen. Im Kern geht es bei der Konferenz darum, einen Stellvertreterkrieg wie in Syrien zu verhindern. Eine jüngst vereinbarte Feuerpause soll gefestigt und ein bestehendes Waffenembargo konsequenter durchgesetzt werden. Erwartet werden unter anderem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Russlands Staatschef Wladimir Putin und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.
In Libyen brach nach dem Sturz und der Tötung von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi 2011 ein Bürgerkrieg aus. Die Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch ist international anerkannt, hält aber nur kleine Gebiete rund um die Hauptstadt Tripolis im Westen des Landes. Gegen ihn kämpft der General Chalifa Haftar mit seinen Verbündeten, die weite Teile des ölreichen Landes beherrschen. Eine Reihe ausländischer Akteure mischt mit, teils auch mit militärischer Unterstützung. Die Türkei unterstützt die Regierung von Al-Sarradsch. Russland steht auf der Seite von General Haftar.