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Die Zahl der Programmierer, die mit Ruby arbeiten, wird ab dem kommenden Jahr gewaltig ansteigen, glaubt Marktforscher Gartner.
Das Marktforschungsinstitut Gartner sagt voraus, dass die Programmiersprache mit dem hübschen Namen "Ruby" in den nächsten Jahren zu einem der beliebtesten Entwicklertools überhaupt werden wird. Gegenwärtig gibt es gemäss Gartner weltweit rund eine Million Ruby-Entwickler. Diese Zahl soll ab dem nächsten Jahr stark ansteigen und sich bis in fünf Jahren mehr als vervierfachen.
Die meisten Anwender dürfte Ruby in Unternehmen und im Bereich der Teilzeit- und Hobbyprogrammierer finden. Aber auch Softwarehersteller (ISVs) werden gemäss dieser Voraussage verstärkt Ruby einsetzen, allerdings etwas zögerlicher. In Unternehmen würde Ruby damit 2013 einen höheren Anteil von Entwicklern aufweisen, als klassische dynamische Skriptsprachen wie PHP.
Die Programmiersprache Ruby gibt es seit Mitte der 90er-Jahre des letzen Jahrhunderts und anfangs hatte sie nur eine kleine Community. Einen ersten Durchbruch brachte aber gemäss Gartner das erscheinen des dazugehörigen Framework "Ruby on Rails" im Jahr 2004. Ruby sei zwar auch jetzt noch für den durchschnittlichen Entwickler etwas unausgereift und das werde sich auch nächstes Jahr noch nicht ändern, aber trotzdem würden grosse IT-Lieferanten das Potenzial von Ruby entdecken und ihre Investitionen 2008 und 2009 verstärken. Qualitativ hochwertige Tools, Services und Support-Optionen, die in diversen Kanälen entstehen, sollen dann die weitere Verbreitung beschleunigen.
Das "Ruby on Rails"-Framework sei die eindeutige "Killer-Applikation" für die Sprache Ruby, analysiert Gartner, doch auch andere Einsatzgebiete würden das Interesse an der Technologie in den kommenden Jahren anwachsen lassen. Einige Implementierungen von Ruby würden als Alternativen zu .NET und Java verwendet, aber wahrscheinlich mehr als die Hälfte finde innerhalb dieser Plattformen Verwendung, beispielsweise "IronRuby" für .NET und "Jruby" für Java.
Das "Rails"-Framework ist vordefiniert mit Features und Designmodellen, die sich an allgemeinen Best Practices ausrichten und eigent sich besonders für Web-zentrische Applikationen. Der Fokus auf Konvention bietet Entwicklern gemäss Gartner von Beginn an eine hohe Funktionalität, ohne den Overhead grosser Konfigurationsanstrengungen für gewöhnliche Aufgaben (hjm)