Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/192093

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Artikel 25 des Energiegesetzes (EnG) eine höhere Einmalvergütung für den Einbau von fassadenintegrierten (vertikalen) Fotovoltaikanlagen festzulegen, sodass diese wirtschaftlich eingebaut werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Solarstromproduktion von Fassaden einen wichtigen Beitrag für die Elektrizitätsversorgung der Schweiz leisten kann, gerade im Winter. Aus diesem Grund erfasst das Bundesamt für Energie aktuell das Solarpotenzial sämtlicher Schweizer Gebäudefassaden. Auf der Internetseite <a href="http://www.sonnenfassade.ch">www.sonnenfassade.ch</a> sind diese Potenziale bereits zu einem grossen Teil öffentlich verfügbar. Die Erfassung wird bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Zusammen mit <a href="http://www.sonnendach.ch">www.sonnendach.ch</a> wird dann das Solarpotenzial sämtlicher Oberflächen an oder auf Gebäuden erfasst sein.</p><p>Bereits heute können Fassadenanlagen rentabel sein: Als Investition sollte dabei nur die Zusatzinvestition, also der Differenzbetrag zu einer konventionellen Fassadenlösung, betrachtet werden, da die Fotovoltaikanlage auch die Funktion einer konventionellen Fassade übernimmt. Bei simplen Anlagen kann sich die Zusatzinvestition bereits nach 15 Jahren amortisieren.</p><p>Ein wichtiger Aspekt bei der Wirtschaftlichkeit von Fotovoltaikanlagen ist die Förderung durch die Einmalvergütung. In Artikel 25 des Energiegesetzes vom 30. September 2016 (EnG; SR 730.0) wird die maximale Höhe der Einmalvergütung auf 30 Prozent der Investitionskosten gemäss den bei der Inbetriebnahme massgeblichen Investitionskosten von Referenzanlagen festgelegt.</p><p>Dem Anliegen der Motionärin wird bereits heute Rechnung getragen. Die effektive Höhe der Einmalvergütung wird in Anhang 2.1 der Energieförderungsverordnung vom 1. November 2017 (EnFV; SR 730.03) jeweils vom Bundesrat festgelegt. Dabei werden unterschiedliche Tarife gewährt, je nachdem, ob die Anlage an ein Gebäude angebaut oder in die Gebäudehülle integriert ist. Integrierte Anlagen erhalten aktuell um 15 Prozent höhere Einmalvergütungen. Erfahrungsgemäss sind Fassadenanlagen meistens in die Gebäudehülle integriert, da sie wie oben beschrieben oft auch die Gebäudehülle bilden. Somit haben Fassadenanlagen bereits heute Anspruch auf eine höhere Einmalvergütung, solange sie als integrierte Anlagen gelten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.