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Haas-Triverio lebte von 1889 bis 1963 und war, wie das Museum Bruder Klaus zur Vernissage vom Sonntag schrieb, der bedeutendste Obwaldner Künstler seiner Zeit.
Joseph Haas stammte aus Sachseln, war Flachmaler und liess sich 1911 in Rom nieder, wo er als Malergeselle arbeitete und künstlerische Studien betrieb. 1919 heiratete er Secondina Triverio und nannte sich fortan Giuseppe Haas-Triverio.
Haas-Triverio war fasziniert von der mediterranen Landschaft. Zwischen 1929 und 1935 unternahm er fünf Studienreisen durch die Abruzzen, Kalabrien, Korsika und Sizilien. Sein Begleiter war stets der niederländische Künstler M. C. Escher (1898-1972).
Das Museum zeigt zum ersten Mal eine breite Auswahl von Zeichnungen und Druckgrafiken, die auf diesen Reisen entstanden sind. Oft hätten Haas-Triverio und Escher Schulter an Schulter am selben Motiv gearbeitet, erklärte es. Dies ermögliche faszinierende Vergleiche, die künstlerische Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigten.
Nach ihrer Italienzeit entwickelten sich die Künstlerfreunde in unterschiedliche Richtungen. Haas-Triverio sei nach seiner Rückkehr nach Sachseln von lokalen Auftraggebern vereinnahmt worden und habe an internationaler Präsenz verloren, erklärte das Museum Bruder Klaus.
Escher dagegen gewann an internationaler Popularität, dies vor allem mit seinen «unmöglichen Figuren». Es handelt sich dabei um Darstellungen, die auf den ersten Blick normal aussehen, sich dann aber als perspektivisch unmöglich erweisen.
Die Ausstellung gestaltet haben Beat Stutzer, ehemaliger Direktor des Bündner Kunstmuseums, und Lucrezia Omlin vom Museum Bruder Klaus. Stutzer hat zur Ausstellung ein Buch geschrieben, das auch Tagebuchnotizen von den Italienreisen enthält.