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Mit dem Schutzstatus S erhalten Betroffene rasch und unbürokratischen Schutz in der Schweiz ohne Durchführung eines ordentlichen Asylverfahrens. Der Schutzstatus S gewährt ein Aufenthaltsrecht, Anspruch, auf Unterbringung, Unterstützung und medizinische Versorgung und erlaubt den Nachzug von engsten Familienangehörigen. Die Kinder können zur Schule gehen. Zudem besteht die Möglichkeit, eine bewilligungspflichtige Erwerbstätigkeit auszuüben. Weitere Informationen beim SEM.
Schutz beantragen
Ukrainische Staatsangehörige, die Schutz beantragen möchten, können dies an der Grenze, am Flughafen oder in einem Bundesasylzentrum tun. Der Bundesrat aktiviert den Schutzstatus S für Ukrainerinnen und Ukrainer, die ihre Heimat aufgrund der Kriegshandlungen verlassen mussten. Mit diesem Status erhalten die Geflüchteten rasch ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz, ohne dass sie ein ordentliches Asylverfahren durchlaufen müssten. Das damit verbundene Aufenthaltsrecht in der Schweiz ist auf ein Jahr befristet, kann aber verlängert werden. Der Status S ermöglicht es auch, Familienangehörige nachzuziehen. Zudem ist mit diesem Status die Erwerbstätigkeit (auch selbständige) erlaubt.
Jetzt in der Schweiz ankommende, ukrainische Geflüchtete, ohne private Beziehungen in der Schweiz, melden sich in einem der Bundesasylzentren (BAZ). Um Wartezeiten einzusparen, hat das Staatssekretariat für Migration die Online-Registrierung geschaffen sowie die Kapazitäten der Bundesasylzentren mit einem Ampelsystem ersichtlich gemacht. Die Adressen und Kapazitäten der BAZ finden Sie hier. Weiter können an die Adresse <email-pii> per Mail Anfragen eingereicht werden.
Wie werden Personen mit Schutzstatus S unterstützt?
Der Bund richtet für Personen mit Schutzstatus S eine Globalpauschale aus und Personen mit Status S sind via Asylsozialhilfe zu unterstützen. Es kann durchaus sein, dass Geflüchtete aus der Ukraine zuerst über die Nothilfe und dann über die Asylsozialhilfe unterstützt werden müssen. Der Wechsel von der Notfallhilfe zur Asylsozialhilfe erfolgt per offizieller Zuweisung des Kantons an die Gemeinde. Die Leistung von Asylsozialhilfe oder von Nothilfe ist kantonal einheitlich geregelt und richtet sich nach zwei kantonalen Verordnungen. Den Gemeinden wird empfohlen, dass sich schon die Unterstützung über die Nothilfe an den Ansätzen der Asylsozialhilfe orientiert, sofern die Person die Erlangung des Status S anstrebt, also vorläufig in der Schweiz bleiben will. Weitere Informationen SKOS-Merkblatt "Unterstützung ausländischer Personen aus Drittstaaten (2.4.)".
Wie werden die Aufwendungen der Gemeinden entschädigt?
Der Kanton erhält vom Bund für jede registrierte Person die Globalpauschale 1 des Bundes. Mit diesen Pauschalen finanziert der Kanton die Ausgaben für Unterbringung, Unterstützung und obligatorische Krankenversicherung und erhält einen Beitrag an die Betreuungskosten. Die Gemeinden wiederum rechnen ihre Kosten mit dem Kanton ab, welche diese aus den Pauschalen gemäss der kantonalen Verordnung finanziert. Die ungedeckten Kosten tragen die Gemeinden zu 90 % und der Kanton zu 10 %.
Welche persönliche Hilfe haben Sozialdienste zu erbringen?
Für Personen mit Status S gelten dieselben Vorgaben betreffend persönlicher Hilfe wie für andere sozialhilfebeziehenden Personen. Persönliche Hilfe zielt darauf ab, Menschen in belastenden Lebenslagen durch individualisierte Massnahmen zu stabilisieren und zu stärken. Wo ein Bedarf besteht, ist sie unabhängig von finanzieller Hilfe zu erbringen. Die unterstützende Stelle hat in Koordination mit anderen involvierten Stellen dafür zu sorgen, dass auch Personen mit Schutzstatus S bei Bedarf die nötige Unterstützung erhalten, um sich während ihrem befristeten Aufenthalt in der Schweiz zurecht zu finden.