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Anzeichen und Vorgehensweise
In der Schweiz stirbt pro Stunde ein Mensch am plötzlichen Kreislaufstillstand. Bei einem plötzlichen Kreislaufstillstand kommt es häufig zum sogenannten «Herzkammerflimmern», und das Opfer bricht unvermittelt und teilweise ohne jede Vorwarnung zusammen. Es verliert das Bewusstsein und hört umgehend auf zu atmen – ab jetzt zählen Minuten und rennt die Zeit für die Lebensrettung!
Ab diesem Moment bekommen Hirn und Organe keine Zufuhr an Blut und Sauerstoff mehr. Eine Rettung hängt nun von der sogenannten Überlebenskette ab. Diese kann durch jeden und jede eingeleitet werden! Bestmögliche Vorbereitungen auf eine Hilfe bei plötzlichen Kreislaufstillstand können mit Sensibilisierung, Schulung und einem Defibrillator (AED) geschaffen werden.
Wie erkenne ich einen Kreislaufstillstand?
Ein Kreislaufstillstand kann sich ohne vorherige Anzeichen einstellen. Häufig jedoch gehen ihm ein Herzinfarkt oder eine Herzrhythmusstörung voraus.
Anzeichen für einen Kreislaufstillstand sind:
- Der Betroffene fällt um oder sinkt im Stuhl zusammen.
- Der Betroffene reagiert nicht auf lautes Ansprechen und Schütteln.
- Der Betroffene atmet nicht.
Wie gehe ich bei einem Kreislaufstillstand vor?
- Alarmieren Sie den Notruf 144.
- Fordern Sie einen Defibrillator (AED) an.
- Starten Sie umgehend mit Herzdruckmassage: Das sollten 100-120 Stösse pro Minute sein, 5-6 cm tief bzw. ein Drittel an Tiefe gemessen am Brustkorbdurchmesser bei Kindern. Der Druckpunkt muss in der Mitte des Brustkorbes liegen, gefolgt von zwei Beatmungsstössen (falls möglich).
- Sobald der Defibrillator vorhanden ist, folgen Sie den Anweisungen des Gerätes. Ein Stromstoss innerhalb von den ersten 3-5 Minuten steigert die Überlebenschancen um 50-75%.