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4. Verwendung von zusätzlichem Einkommen bestimmen
Du hast bereits geklärt, wie viel von deinem Vermögen du anlegen möchtest. Hast du Ende Monat jeweils noch etwas von deinem Lohn übrig und kannst also fortlaufend mehr sparen? Dann stellt sich als nächstes die Frage, wie viel von deinem Einkommen du zusätzlich anlegen möchtest.
Hier geht es wiederum um Risikobereitschaft und die Balance zwischen Rendite und Sicherheit. Auf der einen Seite ist es am rentabelsten, wenn du bei der ausgerechneten Reserve auf dem Sparkonto bleibst und alles, was du Ende Monat übrig hast, ebenfalls anlegst. Dies bedeutet auf der anderen Seite aber auch, dass dein angelegtes Vermögen – insbesondere im Verhältnis zum nicht-angelegten Vermögen – mit der Zeit beträchtlich steigt und sich dir wiederum die Frage stellt, mit wie viel temporärem Verlust du mental klarkommen würdest. Dabei ist es wichtig, etwas langfristiger zu denken und auch Veränderungen zu berücksichtigen, die in weiterer Zukunft eine Rolle spielen könnten.
Zur Erinnerung: Nora hat sich entschieden von ihren insgesamt CHF 50’000 an Ersparnissen rund 2/5 (CHF 20’000) als Reserve auf dem Sparkonto zu halten und rund 3/5 (CHF 30’000) anzulegen. Zudem kann Nora bei ihrem aktuellen Lohn jeden Monat zusätzlich CHF 1’000 sparen.
Sie steht nun also vor der Entscheidung, was sie mit diesen CHF 1’000 machen soll. Nehmen wir folgende drei mögliche Szenarien:
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- Szenario 1: Sie bleibt bei den CHF 30’000 in der Anlagelösung und lässt jeweils die kompletten CHF 1’000 auf dem Sparkonto.
- Szenario 2: Sie nimmt das Verhältnis von Anlagelösung zu Sparkonto (3:2) als Anhaltspunkt und legt jeden Monat im selben Verhältnis, also zusätzliche CHF 600 (3/5 der CHF 1’000) an.
- Szenario 3: Sie bleibt bei der ausgerechneten Reserve von CHF 20’000 auf ihrem Sparkonto und legt jeweils die kompletten CHF 1’000 zusätzlich an.
Bis in 20 Jahren würde sich folgendes Bild zeigen:
Vermögensvergleich nach 20 Jahren mit unterschiedlichen Einzahlungsszenarien bei jährliche Rendite von 5% für die Anlagelösung und jährlichem Zinssatz von 0.12% für das Sparkonto.
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In der Grafik wird der Renditeunterschied (gerade bei dieser langen Anlagedauer) nochmals offensichtlich. So könnte Nora innerhalb von 20 Jahren mit Szenario 3 etwa eineinhalb mal so viel Vermögen aufbauen wie mit Szenario 1.
Der Sicherheitsaspekt sollte aber ebenso viel Beachtung erhalten, welcher sich durch das Verhältnis von Anlagelösung zu Sparkonto zeigt:
Bei Szenario 2 und 3 wird mit der Zeit der Liquiditätsanteil (Sparkonto) verhältnismässig immer kleiner und das Anlagevermögen und damit aber auch mögliche temporäre Verluste der Anlagen dagegen immer grösser. In Szenario 3 ist das extrem – dort sind schlussendlich rund 96% des Gesamtvermögens angelegt.
Szenario 1 ist das sicherste. Das angelegte Vermögen vermehrt sich zwar auf rund CHF 80’000, allerdings sammelt sich das Geld vor allem auf dem Sparkonto an, wodurch dort nach 20 Jahren rund 77% des Vermögens liegen.
Viel Vermögen auf ihrem Sparkonto anhäufen, will Nora nicht, deshalb kommt Szenario 1 für sie nicht in Frage. Auch Szenario 3 fällt für Nora aufgrund der hohen Unsicherheit klar weg. Mit Szenario 2 fühlt sie sich gerade noch wohl, unter anderem weil sie weiss, dass sie einen Teil ihres Vermögens für den gewünschten Hauskauf in rund 7-12 Jahren wieder von der Anlagelösung abziehen wird. Danach wird sich das Verhältnis also nochmals verschieben. So entscheidet sich Nora für Szenario 2 und damit einen eher hohen Betrag von CHF 600, den sie jeden Monat zusätzlich anlegen möchte.