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Wochenserie 3/5: Vermittlung zwischen Vater und Sohn07. August 2019 11:40 von Paul Widrig
Wenn ein Quartierpolizist nicht gerade Schulschwänzern nachgeht, können auch Gespräche mit Bürgern sehr hilfreich sein, wie das nachfolgende Beispiel zeigt:
Es ist Morgen und ein Quartierpolizist ist in seinem Quartier unterwegs. Dabei erhält er von einem Bürger die Information, dass ein Nachbar mit seinem 15-jährigen Sohn einen verbalen Streit gehabt hätte. Aufgrund dieser Meldung nimmt der Quartierpolizist mit dem Nachbar beziehungsweise mit dem Vater des Jugendlichen Kontakt auf. Bei diesem Gespräch erfährt er, dass der Vater Mühe hat, den 15-jährigen Sohn zu erziehen. Er ist nicht in der Lage, die Bedürfnisse seines Sohnes zu erkennen. Es kommt immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Vater und Sohn. Der Quartierpolizist vermittelt zwischen den beiden und empfiehlt ihnen ein Gespräch beim Jugendsekretariat. Die beiden sind damit einverstanden und ein Termin für dieses Gespräch wird organisiert.
Quartierpolizisten pflegen engen Kontakt zu den Bürgern in ihrem Quartier.
Nach einer Woche kontaktiert der Vater den Quartierpolizisten und er berichtet, er sei froh, dass er dieses Gespräch zusammen mit seinem Sohn im Jugendsekretariat geführt habe. Vieles sei ihm, und auch seinem Sohn, klar geworden. Es sei gut, dass jemand aus der Nachbarschaft sein Problem der Polizei gemeldet habe. Ansonsten wäre die angespannte Familiensituation eskaliert.
Auf diese Weise konnte die Polizei frühzeitig einen Tatbestand wie «Häusliche Gewalt» präventiv verhindern.