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An der Qualitätstagung Weizen, die am 22. November 2016 in Bern stattfand, präsentierte Thomas Weisflog, Stellvertretender Direktor Swiss granum, die Ergebnisse der Winterweizen Sortenversuche. Allgemein wurden die Weizenerträge der Swiss granum Sortenversuche durch hohe Niederschläge und tiefe Temperaturen im Frühjahr sowie den daraus resultierenden Krankheitsdruck negativ beeinflusst. Die Proteingehalte hingegen waren relativ hoch. Im Bereich in der Klasse Top zeigte die Sorte Molinera bei den Laboranalysen und den Backtests die besten Ergebnisse in den Versuchen von Swiss granum. Dicht hinter Molinera folgt die Sorte CH Camedo. Die Feuchtglutengehalte lagen bei allen Sorten ausser Arian höher als im Vorjahr.
Andreas Dossenbach, Leiter Qualitätssicherung und Labor Fachschule Richemont, stellte die Qualitätsergebnisse der Ernteerhebungen vor. Er wies auf die kleineren Körner und das tiefe Hektolitergewicht aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen hin. Bei den Backtests fiel die Sorte Arina im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück, alle anderen Sorten hielten in etwa ihr Niveau.
Auch André Betschart, Groupe Minoteries SA, ging auf die aussergewöhnlich tiefen Hektolitergewichte ein und dem daraus resultierenden Problem der geringeren Mehlausbeute. Desweiteren zog Betschart Bilanz nach zwei Jahren Bezahlung nach dem Proteingehalt. Im Vergleich zu 2015 lag der Proteingehalt dieses Jahr höher und mehr als die Hälfte der getesteten Proben wiesen einen Proteingehalt über 14% auf.