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Diskriminierung von Frauen: UNO kritisiert Japan
Eine UNO-Kommission hat Japans Fortschritte bei der Umsetzung der UNO-Konvention zur Eliminierung aller Formen von Diskriminierung von Frauen überprüft. Obwohl die japanische Regierung betonte, mit dem 2007 revidierten Gesetz zur Gleichstellung von Mann und Frau im Arbeitsmarkt befinde man sich auf dem Weg zur Verwirklichung einer gleichberechtigten Gesellschaft, wurde sie von der Kommission scharf kritisiert. Bemängelt wurde Japans Rückständigkeit im Bezug auf die soziale Stellung der Frau und die ungenügende Aufarbeitung der Problematik der «Trostfrauen» – Mädchen und Frauen, die im Zweiten Weltkrieg in japanischen Kriegsbordellen zur Prostitution gezwungen wurden.
Im Jahr 2003, als Japans Fortschritte zuletzt geprüft wurden, war Japan aufgefordert worden, indirekte Formen der Diskriminierung wie etwa die Anstellungspraxis, die einem Teil der Angestellten keine Karrieremöglichkeiten eröffnet, zu korrigieren. Die im Zivilrecht verankerte Diskriminierung in Form ungleichen Mindestheiratsalters von Mann und Frau, sowie die diskriminierende Behandlung von ausserehelichen Kindern wurde vor 6 Jahren ebenfalls beanstandet.
Die Empfehlungen vom letzten Mal seien in Japan bisher kaum umgesetzt worden, bemängelte eine Delegation, welche in Gleichstellungsfragen tätige Nicht-Regierungsorganisationen vertrat, vor der UN-Kommission. Der Druck auf die japanische Regierung müsse verstärkt werden, verlangten sie.
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