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2019.06.21 - 2nd European Games in Minsk
2nd European Games in Minsk
Eine starke Leistung von Florian Faber
Die 2nd European Games fanden in der weissrussischen Hauptstadt Minsk statt. Wie schon bei der Premiere von 2015 in Baku (Aserbaidschan) ist ein Riehener Bogenschütze mit von der Partie. In Baku war es Adrian Faber, der die Schweiz als einziger Recurve-Schütze vertrat, diesmal ist es sein jüngerer Bruder Florian Faber.
In einem sehr starken Teilnehmerfeld mit den 48 besten Schützen Europas, die alle entweder im Team oder im Einzel einen Quotenplatz gewonnen hatten, hatte Florian Faber in der Qualifikation mit guten 661 Punkten den 16. Platz erreicht und sich damit direkt für die 1/16-Finals qualifiziert, wo er gegen den englischen Topschützen Thomas Hall mit 6:4 gewinnen konnte.
Sieg gegen die Nummer 1
In den Achtelfinals musste Florian Faber gegen den hoch favorisierten Qualifikationssieger Mete Gazoz aus der Türkei antreten, aktuell die Nummer 5 der Welt und seit diesem Frühjahr Europarekordhalter mit 698 Punkten, was nur gerade zwei Punkte unter dem aktuellen Weltrekord liegt.
Florian Faber startete besser in den Match und konnte mit 2:0 in Führung gehen. Im zweiten Satz verbuchte er hervorragende 29 von 30 möglichen Punkten und baute die Führung zum 4:0 aus. Der dritte Satz ging dann mit vollen 30 Punkten an den Türken, der dann aber im vierten Satz erneut Nerven zeigte. Sein letzter Pfeil landete in der 8. Eine 9 hätte Florian Faber damit zum Überraschungssieg gereicht. Es wurde eine 10 und die Überraschung war perfekt!
Vor dem Viertelfinal gegen den Italiener David Pasqualucci kam es dann wegen eines Protests des Moldawiers Dan Olaru zu einem ungeplanten Unterbruch, in welchem die Schützen nicht trainieren konnten, weil nicht bekannt war, wie lange die Pause dauern würde.
Nach fast eineinhalb Stunden ging es dann ohne Vorbereitung weiter. Olaru hatte – nicht ganz reglementskonform – Recht bekommen und war so zu einem Stechen gekommen, das er gewann.
In seinem Viertelfinal gegen David Pasqualucci fehlte Florian Faber das notwendige Glück. Viele Pfeile verpassten nur knapp die Linien und jedes Set ging mit nur einem Punkt Unterschied verloren – was umso ärgerlicherer war, als ein Sieg in diesem Match einen Olympia-Quotenplatz für Tokyo 2020 bedeutet hätte.
Für Florian Faber bleiben nun noch zwei Chancen, sich das Olympia-Ticket zu holen. An den Europameisterschaften 2020 werden vier Quotenplätze vergeben. Und am Weltcupturnier 2020 in Berlin geht es noch um einen Quotenplatz.
Am Ende resultierte für Florian Faber in Minsk der hervorragende 7. Platz. Gleichzeitig hat sich der junge Riehener in der Weltrangliste auf Platz 66 verbessert. Diese Woche nimmt er am Weltcupturnier in Berlin teil, bevor es Ende Woche zur Universiade nach Napoli geht. Dort treten im Schweizer Team auch sein Bruder Adrian Faber und die Riehenerin Olga Fusek an.
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