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INTERNATIONALES ROTES KREUZ & ROTER HALBMOND
Die langjährige Beziehung von Land Rover zum Roten Kreuz begann 1954, als wir dem britischen Roten Kreuz für Dubai einen Land Rover der Serie 1 als rollende Apotheke zur Verfügung stellten.
2007 haben wir durch die Gründung der Land Rover G4 Challenge unsere Partnerschaft weiter vertieft. Seitdem haben wir 120 Fahrzeuge gestiftet und mit weiteren direkten Hilfen mehr als 800,000 Menschen in Not geholfen. Weltweit haben sogar mehr als eine Millionen Menschen indirekt von unserer Unterstützung des IFRC profitiert, dem wir seit 2007 rund 8 Millionen Euro gespendet haben.
Eines der bekanntesten Projekte der Partneschaft war die “Journey of Discovery” Expedition 2012. Land Rover machte das IFRC-Projekt "Nachhaltiges Wasser & Sanitär" in Uganda zum Mittelpunkt einer Fundraising-Aktion zur Komplettierung einer 16,000 Kilometer-Expedition nach Peking. Das Projekt wurde vervollständigt, als der einmillionste Land Rover Discovery im Stammwerk von Land Rover im englischen Solihull vom Band lief. Die 50-Tage-Reise wurde zum Erfolg, als die erhofften eine Million britische Pfund an Spenden für das Projekt zusammenkamen und die Welt von dem großen Engagement des IFRC in Afrika erfuhr.
2013 verlängerte Land Rover seine globale Partnerschaft mit dem IFRC um weitere fünf Jahre mit dem Ziel, bis 2018 Unterstützung in Höhe von rund 18,7 Millionen Euro bereitzustellen. Dieses Engagement wird auch zu dem gemeinsamen Unternehmensziel von Jaguar Land Rover beitragen, bis 2020 im Rahmen des Global Corporate Social Responsibility Programms für 12 Millionen Menschen eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bzw. ihres Bildungsniveaus zu ermöglichen.
Weil nur Hilfe hilft, die ankommt
Land Rover unterstützt die Förderung der Gesundheit bei verletzlichen Gemeinschaften im Sudan
Im Sudan haben nur 40-66% der Bevölkerung Zugang zur medizinischen Grundversorgung. Umso wichtiger ist die Unterstützung, die Land Rover für das Projekt des Schweizerischen Roten Kreuzes im Bundesstaat Sennar leistet. Viele Menschen in Sennar leiden an gesundheitlichen Problemen wie akuten Atemwegserkrankungen und Durchfall. Die Mangelernährungsrate liegt deutlich über dem Grenzwert, der von den internationalen Organisationen festgelegt wurde (15% gemäss der WHO). Zudem bestehen kaum Kenntnisse im Bereich Gesundheit und Hygiene.
Mit Unterstützung von Land Rover konnte das Rote Kreuz seit Beginn des Projekts im Januar 2014 7000 Menschen direkt und 42'600 Menschen indirekt erreichen: Neben der Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung wurden Gesundheits- und Hygienekampagnen durchgeführt.
Besserer Zugang zur Gesundheitsversorgung
Gemeinsam haben das Schweizerische Rote Kreuz und der Sudanesische Rote Halbmond fünf Gesundheitszentren gebaut oder instand gesetzt, die speziell auf Familien, vor allem Mütter und Kinder, ausgerichtet sind. Dank dem Engagement von Land Rover können diese Gesundheitszentren nun das ganze Jahr über die medizinische Grundversorgung für mehr als 46'000 Menschen sicherstellen. Zuvor hatte die Bevölkerung in dieser Region keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung und Arzneimitteln und musste tagelange Fussmärsche auf sich nehmen, um das nächstgelegene Spital zu erreichen.
Ein Umlauffonds für Medikamente, dem alle Gesundheitszentren angeschlossen sind, wird die Prävention und die Behandlung von Krankheiten in der Region verbessern. Nach einer anfänglichen Kapitalinvestition wird der Medikamentenbestand jeweils mit Mitteln aus dem Verkauf von Medikamenten wieder aufgefüllt. Damit lässt sich sicherstellen, dass den Gesundheitszentren jederzeit genügend Arzneimittel zur Verfügung stehen. Bis März 2015 erhielten vier Gesundheitszentren einen Grundbestand an Medikamenten und seit Beginn des Projekts konnten erfreulicherweise insgesamt 750 Impfungen verabreicht werden.
Gesundheits- und Hygienekampagnen
In einer Region, in der 65% der Bevölkerung keinen Zugang zu Latrinen haben und 29% ihr Trinkwasser aus Teichen und Stauanlagen beziehen, ist die Gesundheits- und Hygieneförderung sehr wichtig. Mit Hilfe von Land Rover hat der Sudanesische Rote Halbmond deshalb begonnen, in den Dorfgemeinschaften Schulungen zur Gesundheitsfragen durchzuführen. Dazu waren in den ersten vier Monaten dieses Jahres 844 Rothalbmond-Mitglieder im Einsatz. In den dreitägigen Schulungen wird das Bewusstsein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Gesundheitsthemen wie Ernährung, Stillen und die Vorbeugung häufiger Krankheiten geweckt.
Die Projektteams haben jedoch festgestellt, dass es schwierig ist, die Praxis in den einzelnen Familien tatsächlich zu verändern. Die grosse ethnische und kulturelle Vielfalt des Sudan stellt eine zusätzliche Herausforderung dar, wenn es darum geht, das tief verwurzelte Gesundheitsverhalten und die Hygienepraxis zu verändern. Mit dem Ausbau dieser Aktivitäten in den Dorfgemeinschaften gelangen diese Informationen nun auch zu den einzelnen Familien. Wichtige Unterstützung bei dieser Arbeit leisten die neu ausgebildeten Freiwilligen des Sudanesischen Roten Halbmonds, die zum Beispiel Familien zu Hause aufsuchen.
Case study Sudan 2: Hamid erhält Hilfe im Gesundheitszentrum von Werkit
Hamid und Manuabib Ahmed Mohamed
Fieber und Durchfall plagten Hamid die ganze Nacht. Früh morgens brachte ihn seine Mutter ins Gesundheitszentrum, das es seit kurzem in ihrem Dorf gibt. Dort wurde der achtmonatige Knabe behandelt. „Der medizinische Assistent hat mir Medikamente gegen das Fieber und den Durchfall mit nach Hause gegeben“, sagt seine Mutter. „Es geht ihm schon besser. Morgen gehen wir nochmals hin, zur Kontrolle“, erklärt Manuabib Ahmed Mohamed.
Nicht nur sie und ihre Familie sind froh um das neue Gesundheitszentrum in Werkit, das Dank der Unterstützung von Land Rover gebaut werden konnte. Auch die Bewohner umliegender Dörfer schätzen das Angebot, „weil es so nah und zu Fuss erreichbar ist. Der Weg ist nicht mehr so gefährlich, vor allem für unsere Kinder oder für Schwangere“, so die sechsfache Mutter. Früher mussten sie stundenlange Fussmärsche auf sich nehmen bis zum nächsten Spital, was vor allem in der Regenzeit beschwerlich und gefährlich war.
Das vom Sudanesischen Roten Halbmond unterstützte Gesundheitszentrum ist erste Anlaufstelle bei Fieber, Durchfall, bei Verletzungen und Impfungen oder für Schwangere. Es gibt Schnelltests für Malaria, was in der Regenzeit ein grosses Problem ist. Ist jemand daran erkrankt, kann sofort behandelt werden. Das ist umso wichtiger, da Malaria immer noch jährlich viele Todesopfer fordert.
Familie Mohamed – hier lebt man als Grossfamilie zusammen
Innenhof der Familie von Manuabib Ahmed Mohamed
Das Gesundheitszentrum von Werkit
Case study Sudan: Sechs Stunden für 150 Kilometer
Werkit im Süden Sudans. Das Nomadendorf im südöstlichen Bundesstaat Sennar ist weit abgelegen, einige Stunden Eselsritt vom nächst grösseren Ort entfernt. In der Regenzeit, wenn das Wasser wochenlang das flache Land flutet und den Boden schlammig und glitschig werden lässt, kann es rasch drei Tage dauern, um das nächstgelegene Spital zu erreichen.
Umso glücklicher sind die Dorfbewohner über den Gesundheitsposten des Roten Kreuzes im Ort – erste Anlaufstelle bei Fieber, Durchfall, bei Anzeichen von Malaria, bei Verletzungen oder für Schwangere.
Gleich neben dem Gesundheitsposten wurde für drei Tage ein grosses Zelt aufgebaut. Darin findet ein Training für Freiwillige des Sudanesischen Roten Halbmondes (SRCS) zu Gesundheitsthemen statt. Es geht um Massnahmen zur Vorbeugung von Malaria, Durchfall oder Cholera. Wie erkennt man eine Krankheit, was kann man tun und wann sollte man zum Arzt? Es geht um Hygiene und sauberes Wasser aber auch um Ernährung und Umweltverschmutzung durch Plastikmüll.
Die Kinder im Dorf hatten sichtlich Spass an der Abwechslung, den der Besuch des SRK aus der Schweiz und des SRCS aus der 150 Kilometer entfernten Provinzstadt Singa mit sich brachte.
150 Kilometer oder sechs Stunden fast ausschliesslich Erdpisten. Nur dank eines Geländefahrzeuges wie dem Defender sind solch abgelegene Gebiete überhaupt erreichbar. Der Programmkoordinator des SRCS aus Singa besucht Werkit und andere Dörfer regelmässig, um die Arbeit und den Fortschritt der SRK-Gesundheitsprojekte zu betreuen und zu begleiten.
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