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Der Flughafen Fraport, der den Frankfurter Flughafen betreibt, hat das Krisenjahr 2020 mit tiefroten Zahlen abgeschlossen. Das Unternehmen hatte ein Defizit unter der Schwelle von mehr als 690 Millionen Euro. Es war das erste Mal seit 20 Jahren, dass Fraport ein Geschäftsjahr mit einem Verlust abschloss.
Das negative Ergebnis ist ausschließlich auf die Coronavirus-Krise zurückzuführen. Infolgedessen kam der Flugverkehr fast zum Stillstand. In Frankfurt ist der Personenverkehr im vergangenen Jahr um fast drei Viertel eingebrochen. Frankfurt beförderte 18,8 Millionen Passagiere. Andere Flughäfen, an denen Fraport Interesse hat, erlitten das gleiche Schicksal. Dies sind 31 Flughäfen in Indien, China, Südamerika, den Vereinigten Staaten und Europa.
Der Jahresumsatz von Fraport sank um fast 55 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Um Kosten zu senken, griff Fraport unter anderem in die Belegschaft und in andere Betriebskosten ein. Sie wurden um ein Drittel zurückgebracht. Fraport stellte 299 Millionen Euro für den Stellenabbau bereit.
Bis Ende dieses Jahres soll der Flughafenbetreiber 4000 Arbeitsplätze verloren haben, was strukturell 250 Millionen Euro pro Jahr einsparen wird. Im vergangenen Jahr verabschiedeten sich bereits rund 2.200 Mitarbeiter. Darüber hinaus haben sich 1600 Mitarbeiter dafür entschieden, das Unternehmen durch eine Vereinbarung zu verlassen.
Für dieses Jahr rechnet der Frankfurter Flughafen mit 20 bis 25 Millionen Passagieren. Das bringt den Konzernumsatz auf 2 Milliarden Euro. Zudem rechnet das Unternehmen in diesem Jahr mit einem Verlust. Trotzdem wird das Ergebnis besser sein als in diesem Jahr.
Das Ergebnis von Fraport ähnelt dem des Flughafens Schiphol. Der niederländische Flughafenbetreiber beendete 2020 mit einem Verlust von 563 Millionen Euro aufgrund von 71 Prozent weniger Passagieren. Insgesamt reisten fast 21 Millionen Reisende von und nach Amsterdam.