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Seit 2014 werden die in Versuchstierhaltungen gezüchteten und zu Tierversuchszwecken importierten Tiere erfasst und in einer Übersichtstabelle ausgewiesen.
In einer Versuchstierhaltung werden Tiere ausschliesslich für Versuchszwecke gehalten und gezüchtet. Versuchstierhaltungen unterliegen wie die Nutztierhaltungen der Tierschutzgesetzgebung. Wer eine Versuchstierhaltung führen will, braucht eine kantonale Bewilligung. Jede bewilligte Versuchstierhaltung muss mindestens einmal jährlich vom kantonalen Veterinärdienst kontrolliert werden. In den bewilligten Betrieben werden überwiegend Labornager (v. a. Mäuse und Ratten), aber auch Kaninchen, Fische, Hunde, Katzen und Primaten gehalten. Die Verantwortlichen der Versuchstierhaltungen sind verpflichtet, den kantonalen Behörden die Anzahl der in ihrem Betrieb aufgezogenen Tiere (beim Absetzen gezählt) und die Anzahl der aus dem Ausland importierten Tiere zu melden (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b Tierversuchsverordnung; SR 455.163).
In den 145 bewilligten Versuchstierhaltungen wurden 2018 insgesamt 1'061'891 Tiere aufgezogen und 267'634 importiert. Die Maus ist das am häufigsten gehaltene Versuchstier und macht 89,2% aller in Versuchstierhaltungen im Jahr 2018 neu gezählten Tiere aus. Nicht alle diese Tiere werden in den Tierversuchen eingesetzt, weil sie nicht die notwendigen Kriterien erfüllen. Sie haben z. B. nicht das richtige Geschlecht oder – in gentechnisch veränderten Zuchtlinien – nicht die notwendigen genetischen Eigenschaften.
Bei einigen Tierarten wurden mehr Tiere in Versuchen eingesetzt, als im gleichen Zeitraum in den Versuchstierhaltungen geboren oder in diese importiert worden sind. Dies erklärt sich damit, dass die meisten dieser Tiere über mehrere Jahre in der Versuchstierhaltung verbleiben und nur im Jahr ihrer Geburt oder ihres Imports in der Statistik über die Versuchstierhaltungen erscheinen.