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Unabhängig der Epoche oder Herkunft kann Glas eine Reihe von Schäden aufweisen, die von einem einfachen Absplittern bis hin zum völligen Zerfall reichen und von der Zusammensetzung des Glases, der Umgebung, in der es sich befunden hat (wenn es sich um archäologisches Glas handelt), und den klimatischen Bedingungen am Aufbewahrungsort abhängen.
Meine Aufgabe als Konservatorin/Restauratorin besteht darin, diese Probleme zu erkennen und dann in Absprache mit dem Eigentümer und den berufsethischen Regeln des Berufsstandes geeignete Behandlungen vorzuschlagen, die eine optimale Erhaltung dieses wertvollen Erbes gewährleisten.
Die Behandlung von Verschmutzungen beginnt mit einer Reinigung. Manchmal reicht ein einfaches Abwaschen mit lauwarmem Wasser aus. Bei empfindlicheren Gläsern sollte man lieber mit einem Wattestäbchen arbeiten, welsches in einer Mischung aus entmineralisiertem Wasser und Ethanol befeuchtet wird. Unerwünschte Konkremente werden sehr vorsichtig mit einem Skalpell unter dem Binokular entfernt.
Vor allem bei archäologischen Gläsern kann es notwendig sein, die irisierenden Blätter zu festigen. Dies kann mit einem verdünnten Acrylharz geschehen, das mit einem Pinsel aufgetragen wird, oder durch Eintauchen in ein Bad mit demselben Harz.
Objekte mit Brüchen werden mit nicht vergilbenden Klebstoffen, deren Brechungsindex, dem von Glas ähnelt, wieder zusammengeklebt. Dadurch werden die Brüche kaum sichtbar. Für zerbrechliche Gläser, bei denen Transparenz kein Kriterium ist (z. B. irisierte archäologische Gläser), wird vorzugsweise ein leicht reversibles Acrylharz verwendet.
Es kann sein, dass ein Artefakt de-restauriert werden muss (z. B. wenn die verwendeten Klebstoffe vergilbt sind). Das Ganze wird sorgfältig zerlegt und dann in geeigneter Weise neu restauriert. Fehlstellen können mit einem nicht vergilbenden, transparenten Harz aufgefüllt werden (das bei Bedarf so nah wie möglich an der Originalfarbe des Glases eingefärbt werden kann).