Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/134710

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein nationales Forschungsprogramm (NFP) zum Thema "Überkonsum von medizinischen Leistungen und Untersuchungen" beim Schweizerischen Nationalfonds in die Wege zu leiten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie bereits in der Antwort auf die Interpellation 11.4190, "Schweiz - wie weiter? Hausarztmedizin stärken", ausgeführt, begrüsst der Bundesrat zusätzliche Forschungsaktivitäten zur medizinischen Grundversorgung. Im Rahmen des Masterplans "Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung" und im Einklang mit der Strategie des Bundesrates im Gesundheitswesen "Gesundheit 2020" hat das Bundesamt für Gesundheit die Schweizerische Akademie der medizinischen Wissenschaften mit der Erarbeitung eines nationalen Konzeptes für die Versorgungsforschung beauftragt. Das Konzept ist als Grundlage für ein nationales Forschungsprogramm (NFP) zur Versorgungsforschung gedacht. Dieses soll in einem Schwerpunkt Forschungsfragen zu "Hausarztmedizin / Medizinische Grundversorgung" berücksichtigen. Die in der Motion dargelegten Anliegen betreffend Erarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse über Wirksamkeitsvergleiche diagnostischer und therapeutischer Massnahmen in der Schweiz können in diesem Kontext berücksichtigt werden.</p><p>Aus Sicht des Bundesrates sind Initiativen wie "Choosing wisely" oder "Less is more" sinnvoll und bereits heute realisierbar. Einige medizinische Fachgesellschaften haben denn auch bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen.</p><p>Was den eigentlichen Entscheid zur Lancierung eines solchen NFP betrifft, gelten die in der Forschungs- und Innovationsförderungsverordnung (SR 420.11) dargelegten Prüfverfahren. Unter diesem Vorbehalt kann die Motion angenommen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.