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Der Schauspieler Laurent Lafitte schrieb am Freitag auf Twitter, es tue ihm “ernsthaft leid”, wenn er mit seiner Äusserungen jemanden verletzt habe. “Ich wollte lustig, frech und unkonventionell sein, ich räume ein, dass meine Äusserungen ungeschickt gewesen sein könnten oder falsch interpretiert”, schrieb er.
Bei der Gala am Mittwochabend hatte Lafitte zu Woody Allen, der als Regisseur des Eröffnungsfilms im Publikum sass, gesagt: “Es ist eine Freude, Sie in Frankreich zu sehen, weil Sie in den vergangenen Jahren viele Filme in Europa gedreht haben, dabei wurden Sie in den USA noch nicht einmal wegen Vergewaltigung verurteilt.”
Damit spielte Lafitte offenbar auf Roman Polanski an, dem die US-Justiz vorwirft, 1977 in Kalifornien eine 13-Jährige missbraucht zu haben. Polanski floh damals vor der Urteilsverkündung nach Europa und kehrte nicht mehr in die USA zurück.
Aber auch gegen Woody Allen gab es ähnliche Vorwürfe – weshalb Lafittes Bemerkung von einigen als auf ihn gerichtet verstanden wurde. Passend zum Cannes-Auftakt kritisierte Allens Sohn, der Journalist Ronan Farrow, in einem Artikel im “Hollywood Reporter” das Schweigen der Medien zu dem Vorwurf von Allens Tochter Dylan Farrow, ihr Vater habe sie als Kind sexuell missbraucht.
Während Polanskis Ehefrau Emmanuelle Seigner entrüstet auf Lafittes Äusserungen reagiert hatte, zeigte sich Woody Allen allerdings unbeeindruckt: Er selbst sei komisch und finde, dass Comedians die Freiheit haben sollten, “jeden Witz zu machen, den sie machen wollen”, sagte er am Donnerstag dem Magazin “Variety”.
(SDA)