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Interpellation: „Zukünftige Entwicklung auf Arbeits- und Sozialhilfe-Ämtern“
Der Regierungsrat wird ersucht, die nachfolgenden Fragen zu beantworten:
- Angesichts des Szenarios von zunehmenden Anträgen auf Sozialhilfe hinsichtlich der zu erwartenden grossen Zahl an Ausgesteuerten in der aktuellen Krise, gedenkt der Regierungsrat, Massnahmen in Erwägung zu ziehen, diesem Trend entgegenzusteuern?
- Welche Massnahmen sind von Regierungsratsseite zu ergreifen, um die Rückkehr von Ausgesteuerten in eine weitere Erwerbstätigkeit sicherzustellen?
- Ist ein Monitoring über die zukünftigen Entwicklungen in der Sozialhilfe als Folge der aktuellen Krise geplant?
- Welche Massnahmen wären erforderlich, um speziell auch zukünftige Sozialhilfeempfänger mit Behinderung in den 1. Arbeitsmarkt eingliedern zu können?
Begründung
Angesichts der nicht enden-wollenden Corona-Krise und der fehlenden Perspektive bzgl. einer wirtschaftlichen Entspannung, insbesondere für die besonders hart betroffene Branchen, ist es angebracht, sich über die zukünftigen Entwicklungen auf Arbeitsämtern und Sozialhilfe auseinanderzusetzen.
Gemäss einem Analysepaper der SKOS (Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe) ist es schwierig, eine verlässliche Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung auch nur für die kommenden zwei Jahre zu erstellen. Faktoren, die Fallzahlen und Kosten in der Sozialhilfe in den nächsten drei Jahren beeinflussen werden, können jedoch bestimmt werden. Aufgrund der aktuellen Situation, die sich in nächster Zeit kaum ändern wird, sind die steigende Zahl der Ausgesteuerten und der erwerbslosen Selbständigen, die Auswirkungen der Krise auf die vorgelagerten Sozialversicherungen, die sinkende Zahl von Personen, die sich von der Sozialhilfe ablösen können, die Parameter, die über ein Monitoring zugänglich sind.
Generell ist anzunehmen, dass die zusätzlichen Personen, die in der Sozialhilfe zu be-treuen sein werden, auch zusätzliches Personal bedingen bzw. die Anzahl Dossiers pro Sozialarbeiter/in erhöhen. Diese Problempunkte harren dringend Lösungen.
Dem Regierungsrat wird im Voraus für die Beantwortung der Fragen gedankt.