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Eine starke Vermehrung von Borkenkäfern kann nach grossen Stürmen nicht verhindert werden. Hingegen ist es in vielen Situationen möglich, einer lokalen Massenvermehrung zuvorzukommen oder sie zu einem schnelleren Abklingen zu bringen.
Nach Stürmen mit grossem Fichtenholzanfall können sich die Buchdrucker-Populationen stark aufbauen. Die massenhaft ausfliegenden Käfer gefährden danach angrenzende, fichtenreiche Bestände.
Massnahmen
Nach grossen Stürmen muss das Räumen des Sturmholzes regional koordiniert werden. Können sehr grosse Sturmflächen nicht vor dem Ausflug der nächsten Käfergeneration geräumt werden, sollen zuerst die Streuschäden aufgearbeitet werden.
Tritt Stehendbefall auf, hat dieser Priorität. Die befallenen Bäume müssen rechtzeitig (vor dem Ausflug der Käfer) gefällt und aus dem Wald abgeführt oder entrindet werden. Erfolgen diese Zwangsnutzungen rechtzeitig und grossräumig, kann der Folgebefall reduziert werden, da die Vermehrung der Käfer so eingeschränkt wird. Erfolgt die Zwangsnutzung unmittelbar nach dem Ausflug der Käfer, ergibt sich ein negativer Effekt, da die meisten natürlichen Gegenspieler 1-2 Wochen länger in der Rinde verweilen als die Borkenkäfer. Von den Käfern verlassene tote Bäume können als Lebensraum für zahlreiche totholzbewohnende Organismen stehen gelassen werden.