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Die Einführung eines betriebseigenen Funks hätte die Kundenbedienung optimiert. Dies war in der Schweiz aber fast nicht zu bewerkstelligen, weil die PTT alles unternahm, um ihr eigenes Festliniennetz nicht zu konkurrenzieren (s. auch "perseenlig" Sommer 2010). Während in den USA und westeuropäischen Industriestaaten die Taxihalter bereits über eigene Funknetze verfügten, bot die PTT, die auch in der Funkübermittlung ein Monopol besass, 1953 den für einen Taxibetrieb unbrauchbaren "Autoruf" an.
Zu Beginn der 1960er Jahre offerierte die PTT ein mit der Solothurner Autophon AG zusammen entwickeltes Autotelefon. Im Unterschied zu den im Ausland üblichen Zigarrenkistchen grossen Apparaten, die im oder unter dem Armaturenbrett Platz fanden, wurde Herrn und Frau Schweizer eine Anlage aufs Auge gedrückt, die bestenfalls dem technischen Stand der frühen 1940er Jahre entsprach! Der Sender füllte den halben Kofferraum eines Mittelklasse-PWs und brauchte Strom wie eine Elektroheizung, was den Einbau einer zweiten Lichtmaschine und einer zusätzlichen Batterie bedingte. Das "Monster" musste mindestens zehn Jahre fest gemietet werden, die jährliche Miete betrug Fr. 1'608.-. Jedes Gespräch - und um das ging es letztlich der PTT - wurde zusätzlich zum üblichen Nah- oder Ferntarif abgerechnet. Die Taxi-Zentrale mietete 17 dieser Anlagen, die ersten bereits 1962, um Erfahrungen mit dem Medium Funk zu sammeln. Später wurden diese abhörsicheren Geräte in die VIP-Fahrzeuge eingebaut. Man wollte vermeiden, dass die ganze Stadt wusste, wohin welche prominente Person unterwegs war, denn das Handy wurde erst in den 1990er Jahren zum Standart.