Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/71537

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Konzepte und Instrumente zu entwickeln, damit Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter Anreize erhalten, die für ihre Familien bestimmten Überweisungen (Remittances) freiwillig zur Schaffung von Arbeitsplätzen im Empfängerland einzusetzen. Die dortigen Arbeitsbedingungen müssen den Forderungen der IAO-Kampagne für menschenwürdige Arbeit gerecht werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass sich ein Engagement der Schweiz in Sachen Remittances auf den Bereich der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit beschränken und die Eigentumsrechte der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter nicht beschneiden soll.</p><p>Das Ergebnis der in der Begründung des Postulats erwähnten Untersuchung über Remittances in die Balkanstaaten wird Anfang 2007 publiziert. Es steht noch eine vertiefte Analyse dieser Untersuchung an. Auf dieser Basis werden dann im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit Konzepte und Instrumente entwickelt. Ziel ist es, einerseits zur Erhöhung der Effizienz und Senkung der Kosten dieser Geldüberweisungen mittels verbesserter Transparenz über die verschiedenen Anbieter und Dienstleistungen in der Schweiz beizutragen. Andererseits sollen in den Balkanstaaten die lokalen Banken dabei unterstützt werden, attraktive Spar- und Investitionsmöglichkeiten bereitzustellen, damit ein Anreiz dafür geleistet werden kann, dass diese Gelder freiwillig vermehrt auch für produktive Investitionen verwendet werden und damit zur Erhöhung des Wachstums und zur Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort beitragen. Dabei wird der Berücksichtigung von menschenwürdigen Arbeitsplätzen besondere Beachtung geschenkt.</p><p>Beim hochrangigen Dialog zum Thema Migration und Entwicklung vom 14. und 15. September 2006 im Rahmen der Uno hat sich die Schweizer Delegation an der Diskussion zur Frage der Geldrückflüsse von Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern aktiv beteiligt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.