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Die Verkehrsplanung bestimmt die Analyse, Beurteilung, Organisation und Koordination des Ausbaus der Verkehrsinfrastrukturen (Strassen, Trottoirs, Fusswege, Radwege, ÖV-Linien). Raumplanung und Verkehrsplanung stehen in einem engen Abhängigkeitsverhältnis.
Die Sektion Planung und Mobilität des Amt für Mobilität (MobA) ist mit der Verkehrsplanung des Kantons betraut. Hierfür arbeitet das Amt den kantonalen Verkehrsplan (KVP) aus, arbeitet an der Koordination des Verkehrs auf kantonaler, regionaler und lokaler Ebene mit und stellt die Koordination sicher. Die Planung des öffentlichen Verkehrs wird von der Sektion Öffentlicher Verkehr und Monitoring behandelt.
Der kantonale Verkehrsplan (KVP) dient dazu, die Verkehrspolitik im Kanton zu koordinieren und die Ziele des Verkehrsgesetzes umzusetzen. Daneben wurden themenspezifische Sachpläne für den motorisierten Individualverkehr und den Veloverkehr (Sachplan Velo) ausgearbeitet.
Der KVP bezweckt:
- die Ziele der kantonalen Verkehrspolitik umzusetzen
- die Kriterien zu bestimmen, die als Entscheidungsgrundlage für Verkehrsfragen dienen
- die allgemeinen Massnahmen aufzuzeigen, mit denen die verkehrspolitischen Ziele erreicht werden können
Seine Ziele gründen auf der kantonalen Verkehrspolitik, die aus drei Ebenen besteht:
- die Ziele gemäss dem Verkehrsgesetz
- die Ziele gemäss dem Raumplanungs- und Baugesetz
- der kantonale Richtplan
Der kantonale Richtplan legt die grundlegenden Vorgaben fest. Er kann von der Website des Bau- und Raumplanungsamts (BRPA) heruntergeladen werden.
Die Region ist die Stufe zwischen Kanton und Gemeinden. Regionale Verkehrspläne sind somit nur dort zu erstellen, wo sie einen wesentlichen Beitrag zur Koordination des Verkehrs leisten. Im Kanton Freiburg haben die Agglomerationen Freiburg und Bulle (Mobul) einen regionalen Verkehrsplan ausgearbeitet. Diese Planung ist nun integrierender Bestandteil der Agglomerationsrichtpläne.
Das Amt für Mobilität ist für die Koordination der regionalen Verkehrspläne mit dem kantonalen Verkehrsplan besorgt. Die betroffenen Organisationen und die öffentlichen Transportunternehmen werden in die Arbeiten einbezogen.
Im Rahmen der Ortsplanung erstellen die Gemeinden die Strassenrichtpläne. Diese zeigen die bestehenden und projektierten Strassen- und Transportprojekte auf. Die Strassenrichtpläne müssen auf den kantonale Verkehrsplan (KVP) und, sofern vorhanden, auf die Regionalpläne abgestimmt werden. Das Amt für Mobilität (MobA) kontrolliert deren Konformität.
Die Arbeitshilfe für die Ortsplanung der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) will den gewählten Gemeindevertretern, den Mitgliedern der Raumplanungskommission sowie den Raumplanerinnen und Raumplanern bei ihrer Arbeit an der raumplanerischen Gestaltung des Gemeindegebiets eine Hilfe bieten. Sie soll ihnen bei der Ausarbeitung und der Umsetzung der Ortsplanung behilflich sein.