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Der Begriff „Peeling“ kommt aus dem Englischen und leitet sich vom Verb „to peel“ ab, was abschälen, abpellen bedeutet. Im Bereich der kosmetischen Dermatologie bezieht sich der Begriff auf ein Abschälen der oberen Hautschichten. Wozu sollte das gut sein? Zum einen wird die Haut von ihren oberen, trockenen Schichten befreit. Die abgestorbenen Hautzellen (Hautschuppen) der Hornschicht, die der Haut ein fahles Aussehen verleihen, werden abgelöst. Zum anderen wird das Wachstum von neuen Hautzellen in der Epidermis, der Oberhaut angeregt. Wenn die Haut in dieser Weise stimuliert wird, wächst auch das Kollagengeflecht in der Dermis, der Lederhaut, sodass parallel auch das Bindegewebe gestärkt wird. Die Haut wird elastischer, straffer. Das hat zur Folge, dass kleinere Fältchen von selber verschwinden. Ebenso werden Akne und Hautunreinheiten auf einfache Weise reduziert. Aber auch Narben, die nicht in die Tiefe gehen, werden durch Peeling nivelliert und so erheblich verbessert.
Das chemische Peeling
Früher wurde die Haut mit einem speziellen Instrument mechanisch abgeschält. Heutzutage wird dieses Verfahren nicht mehr eingesetzt, denn Hautschichten lassen sich mit chemischen Mitteln, die in Form von Lösungen aufgetragen werden, viel effizienter entfernen. Durch schrittweises Vorgehen kann die abzutragende Dicke der Schicht sehr genau dosiert werden. Je nach verwendeter Substanz unterscheiden wir z.B. Fruchtsäurepeeling, Salicylsäure-Peeling, Greenpeel, Bluepeel, TCA-Peeling. Kombiniert man Fruchtsäurepeeling mit einer Mesotherapie, so spricht man vom sogenannten Mesopeeling, einer kombinierten Therapieform. Bei diesen verschiedenen Peeling-Typen kommen diverse ätzende chemische Substanzen zum Einsatz. Zumeist sind es Säuren, die in bestimmten Konzentrationen verwendet werden: Azelainsäure, Glykolsäure, ss-Hydroxisäure, Retinsäure, Salicylsäure, Trichloressigsäure. Aber auch andere chemische Mittel dienen zum Peeling, wie E 5-Fluoruracil oder Phenol. Ausserdem gibt es mittlerweile Mischlösungen, die sich ganz besonders zum Abschälen der Haut bewährt haben: die Baker-Gordon-Lösung, die Jessner-Lösung oder die Resorcin-Paste (Unna).
Wie tief wird beim Peeling gegangen?
Wie bereits gesagt, die Dicke der abzutragenden Hautschicht kann beim chemischen Peeling sehr exakt gesteuert werden. Je nachdem, wie viele Zellschichten abgetragen werden, unterscheiden wir das oberflächliche, das mitteltiefe und das tiefe Peeling. Jede dieser Formen hat ihre spezielle Indikation und ihre spezifische Wirkung. Abhängig davon, was durch Peeling erreicht werden soll, bleibt man beim Peeling eher oberflächlich oder dringt dabei in tiefere Schichten der Haut vor. Oberflächliches Peeling ist eher eine Hautauffrischung, denn es wird nur die Hornhautschicht (Stratum corneum) abgetragen. Dabei werden kaum Spuren hinterlassen und die Haut regeneriert sich sehr schnell. Die bewirkte Hautstraffung ist dafür eher geringer. Beim mitteltiefen Peeling wird deutlich tiefer als beim Oberflächenpeeling, bis zum Stratum granulosum eingegriffen. Die äussere Hautschicht schält sich innerhalb von drei bis vier Tagen komplett ab. Der stimulierende Verjüngungseffekt ist dementsprechend höher, dafür braucht die Haut auch bis zu zehn Tage, um sich so zu regenerieren, dass man sich in der Öffentlichkeit wieder zeigen lassen kann. Beim tiefen Peeling wird bei der Zerstörung der Hautschichten noch tiefer, bis ins Stratum spinosum gegangen. Die radikale Abtragung der oberen Hautschicht bewirkt eine noch gründlichere Erneuerung und Verjüngung, doch dauert der Abheilprozess auch entsprechend länger. Die nachwachsende Haut ist blass und empfindlich. Um Pigmentstörungen zu vermeiden, sollte sie möglichst wenig der Sonne ausgesetzt werden.