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Ein auf der Route 66 wahrscheinlich am meisten fotografiertes Auto ist wohl der weisse Pontiac Catalina 1968 in der Geisterstadt Glenrio. Doch nur die wenigsten Besucher kennen die Geschichte um dieses Haus und den Pontiac.
“Never Quite Lost” publizierte am Samstag die interessante und traurige Geschichte. Die Texaco Tankstelle wurde 1950 von Joseph “Joe” Brownlee gebaut. Das 1952 daneben gebaute Restaurant hiess ursprünglich “Brownlee Dinner”. Im Haus dahinter wohnt heute Joes Tochter Ruth Roxann Travis. Sie ist somit die einzige Person, die noch am Ort wohnt. Es sind ihre Hunde, welche die Besucher in Glenrio bellend begrüssen.
Roxann ist in Glenrio aufgewachsen. Zusammen mit sechs Brüdern und Schwestern half sie dem Vater an den beiden Tankstellen. 1970 heiratete Roxann Larry Lee Travis. 1973 kam es zu einem bitteren Ende, als die Interstate I-40 eröffnet wurde. Und 1975 war in Glenrio alles dabei zu schliessen. Larry gelang es zusammen mit einem ehemaligen Mitarbeiter eine kurz zuvor geschlossene Tankstelle in Adrian zu betreiben. Und so fuhr er jeden Tag mit dem Pontiac 25 Meilen dorthin, bis er im März überfallen und erschossen wurde.
Larry kam nie wieder nach Hause, aber sein Pontiac Catalina tat es. Vielleicht steht er dort als schweigender Wächter über Roxann, ihre Hunde, ihren Sohn, ihren Enkel und ihre Nichten und Neffen.
Vergessen Sie bitte nicht, dass es sich hier nicht um ein Junk-Auto handelt, das für eine Route 66 Foto Gelegenheit geparkt wurde. Respektieren Sie die Private Property Zeichen. Das Haus ist nicht zum Verkauf. Es ist genauso ein Teil von Glenrio wie Roxann Travis, wo sie hingehören.
→ Reisebericht Amarillo – New Mexican Border