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Angekündigt war es schon lange, doch echtes Gameplay zeigte Ubisoft erst jetzt. Was euch in "Avatar: Frontiers of Pandora" erwartet und was das Open-World-Actionspiel zu einem ganz besonderen machen könnte, haben wir für euch in Erfahrung gebracht.
Der Name "Avatar" macht sofort klar, dass das Spiel von Massive Entertainment einen direkten Bezug zu den beiden bislang veröffentlichten Kinofilmen von James Cameron hat. In "Avatar: Frontiers of Pandora" spielt ihr allerdings keinen Avatar, sondern einen echten, als solchen geborenen Na'vi, der parallel zu, aber inhaltlich weitgehend unabhängig von der Filmhandlung die zerstörerischen Himmelsmenschen aus seiner Heimat vertreibt. Der erste Eindruck der Mischung aus First- und Third-Person-Abenteuer überzeugt vor allem visuell, setzt trotz gewisser Ähnlichkeiten zu "Far Cry" oder "Horizon Forbidden West" jedoch auch ganz eigene Akzente, die das Spiel auf positive Weise herausstechen lassen.
Auf zur Westgrenze
Die Handlung von "Avatar: Frontiers of Pandora" beginnt bereits einige Zeit vor den Ereignissen des ersten Kinofilms im Jahr 2138. Euer selbst erstellter Na'vi wird in jungen Jahren von den Himmelsmenschen entführt und militärisch ausgebildet, um schliesslich sozusagen als biologische Kampfmaschine gegen sein eigenes Volk eingesetzt zu werden. Noch bevor die Ausbildung abgeschlossen ist, werdet ihr aufgrund verschiedener Ereignisse jedoch im Jahr 2154, also dem Handlungszeitraum des ersten Kinofilms, in einen Kälteschlaf versetzt. Weitere 15 Jahre später, und damit ziemlich genau zu der Zeit, in der "The Way of Water" spielt, erwacht ihr in der inzwischen verlassenen Einrichtung. Ein bisschen wie bei Jake Sully ist euch zu diesem Zeitpunkt die Kultur der Na'vi mehr oder weniger fremd. Doch ihr erkennt schnell, wer der eigentliche Feind ist, und verbündet euch mit verschiedenen Stämmen eures Volkes, um die Zerstörung eurer Welt durch die Himmelsmenschen und die militante RDA-Organisation zu stoppen.
Als Schauplatz dient die westliche Hemisphäre von Pandora, also ein Teil des Heimatplaneten der Na'vi, den Jake Sully in den Filmen nie betreten hat. Ähnlichkeiten gibt es dennoch massenweise, insbesondere die Regenwald-artigen Teile der Westhalbkugel unterscheiden sich optisch kaum von denen im Film. Die weiten Graslandschaften im Süden oder die höher gelegenen Ebenen im Norden allerdings bringen Neues, das es so in Camerons Kinofilmen nicht zu sehen gab. Auch bislang unbekannte Pflanzen oder Tiere, die oft sogar als reitbarer Untersatz genutzt werden können, scheint es einige zu geben. Was es auf der westlichen Halbkugel Pandoras offenbar nicht gibt, ist ein Ozean. Folglich wird es nicht möglich sein, Wale oder andere Meereslebewesen zu reiten, wie man es aus "The Way of Water" kennt. Weshalb man genau darauf verzichtet, wissen wir nicht. Auf Nachfrage betont Game-Director Ditte Deenfeldt lediglich, dass es eben ein bislang unbekannter Teil Pandoras sei. Womöglich möchten die Entwickler von Massive und Lightstorm Entertainment damit sicherstellen, dass die Spieler "Frontiers of Pandora" nicht für ein Tie-in zu den Kinofilmen missverstehen und am Ende noch befürchten, dass es sich um eine Lizenzgurke handeln könnte. Diesen Eindruck hätten wir allerdings selbst dann nicht gehabt, wenn sich unter die verschiedenen Biome eines mit Meer und darin vorhandenen Lebewesen gemischt hätte.