Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03627.jsonl.gz/889

Inhaltsverzeichnis
Grundlagen
Die Bewilligungspflicht und -voraussetzungen sind im Bundesgesetz über die private Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (AVG), der Verordnung über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (AVV), sowie in der Verordnung über Gebühren, Provisionen und Kautionen im Bereich des Arbeitsvermittlungsgesetzes (GebV-AVG) geregelt.
Betriebe, die ohne die erforderliche Bewilligung Arbeit vermitteln oder Personal verleihen, können mit Busse bis zu 100'000 Franken bestraft werden.
Bewilligungspflicht
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
Personalverleih ist bewilligungspflichtig, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Ein Arbeitgeber überlässt einem Einsatzbetrieb Arbeitnehmende, indem er diesem wesentliche Weisungsbefugnisse abtritt.
- Der Verleih erfolgt in der Form der Temporärarbeit (Anstellung von Arbeitnehmenden mit dem ausschliesslichen Zweck des Verleihs an Einsatzbetrieb) oder der Leiharbeit (Anstellung von Arbeitnehmenden mit dem vorrangigen Zweck der Beschäftigung im eigenen Betrieb, wobei ein Verleih an Einsatzbetriebe in einem untergeordneten Umfang möglich ist). Werden ausschliesslich Inhaber oder Mitbesitzerinnen verliehen, besteht keine Bewilligungspflicht.
- Der Verleih erfolgt gewerbsmässig. Dies ist der Fall, wenn innert zwölf Monaten mehr als zehn Verleihverträge abgeschlossen werden, oder wenn mit der Verleihtätigkeit ein Jahresumsatz von mindestens Fr. 100'000.-- erzielt wird. Erreicht ein Betrieb diese quantitativen Grenzen nicht, kann er der Bewilligungsbehörde eine entsprechende Selbstdeklaration einreichen.
- Werden nur InhaberInnen mit einer Beteiligung von mindestens 20 % am Unternehmen verliehen, besteht keine Bewilligungspflicht (Art. 28 Abs. 2 AVV). Auf entsprechenden Antrag hin kann die Bewilligungsbehörde die Bewilligungsbefreiung bestätigen.
Bewilligungsvoraussetzungen
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
- Personalverleihbetriebe sind zur Hinterlegung einer Kaution zur Sicherung von Lohnansprüchen verliehener Arbeitnehmender verpflichtet.
- Die Hinterlegung der Kaution ist eine Bewilligungsvoraussetzung, weshalb die Bewilligung erst nach ordnungsgemässer Hinterlegung der Kaution erteilt werden kann.
- Die Kaution ist bei der kantonalen Bewilligungsbehörde zu hinterlegen. Dies gilt auch für denjenigen Teil der Kaution, welcher den Auslandverleih betrifft.
- Der Grundbetrag der Kaution beträgt 50'000 Franken für jeden bewilligten Betrieb.
- Wurden in der Statistik für das letzte Kalenderjahr mehr als 60'000 geleistete Einsatzstunden verliehener Arbeitnehmender ausgewiesen, beträgt die Kaution 100'000 Franken.
- Für Verleiher, die für den Verleih ins Ausland eine eidgenössische Bewilligung beantragen, erhöht sich die Kaution um 50'000 Franken.
- Verfügt ein Verleihbetrieb über Zweigniederlassungen, kann anstelle von Kautionen für die einzelnen Zweigniederlassungen am Hauptsitz eine Kaution in Höhe von 1'000'000 Franken hinterlegt werden. Bei anderen Konstellationen, insbesondere im Konzernverhältnis, ist für jeden bewilligten Betrieb eine separate Kaution zu hinterlegen.
- Die Kaution kann zugunsten des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich, Arbeitsbedingungen hinterlegt werden als:
a) unbefristete Bürgschaft oder Garantieerklärung einer Bank oder Versicherungsanstalt;
b) unbefristete Kautionsversicherung, sofern die Versicherungsleistungen unabhängig von der Zahlung der Prämien erbracht werden;
c) (unverzinste) Bareinlage (Kontoangaben auf Anfrage, die Überweisung muss zwingend von einem Geschäftskonto des zu bewilligenden Betriebs aus erfolgen).
Es werden nur inländische Kautionssteller akzeptiert.
- Die Kaution wird frühestens nach Ablauf eines Jahres seit der Aufhebung oder dem Entzug der Bewilligung freigegeben. Sofern zu diesem Zeitpunkt noch Lohnforderungen verliehener Arbeitnehmender gegen den Verleiher hängig sind, bleibt die Kaution im entsprechenden Umfang gesperrt, bis diese Forderungen erfüllt oder erloschen sind. Dieser Nachweis wird durch den Betrieb in der Regel durch die Einreichung eines aktuellen Auszuges aus dem Betreibungsregister kurz vor dem Ablauf der Jahresfrist erbracht.
- Ein Austausch der Kaution ist jederzeit möglich. Grundsätzlich wird die ersetzte Kaution frühestens nach Ablauf eines Jahres seit dem Austausch freigegeben.
Ausnahmsweise ist eine frühere Freigabe möglich:
- Eine in einer anderen Form hinterlegte Kaution wird durch eine Bareinlage ersetzt.
- Der neue Kautionsgeber verpflichtet sich dazu, während der Dauer eines Jahres Forderungen zu decken, die vor der Vereinbarung der neuen Kaution entstanden und noch nicht verjährt sind.
Erstbewilligung
Erforderliche Dokumente zum Betrieb:
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
- Die Erteilung der Personalverleihbewilligung setzt die Prüfung von Musterverträgen durch die Bewilligungsbehörde voraus.
- Bei Temporärarbeit sind der Rahmenarbeitsvertrag, der Einsatzvertrag und der Verleihvertrag einzureichen.
- Ist Leiharbeit geplant, sind der Leih-Arbeitsvertrag, der Zusatz zum Leih-Arbeitsvertrag, sowie ebenfalls der Verleihvertrag einzureichen.
- Die nachstehend zum Download verfügbaren Musterverträge sind an die konkreten betrieblichen Verhältnisse anzupassen.
Erforderliche Dokumente zur verantwortlichen Person:
- Grundsätzlich ist eine Bestätigung des zuständigen Gemeindesteueramts erforderlich, dass sämtliche definitiv veranlagten Staats- und Gemeindesteuern bezahlt wurden.
- Hat die aktuelle Wohngemeinde aufgrund eines Zuzuges noch keine Steuerveranlagung vorgenommen, ist eine Bestätigung des Steueramts der vorherigen Wohngemeinde erforderlich.
- Bei quellensteuerpflichtigen Arbeitnehmenden (Aufenthaltsbewilligung B) ist eine Bestätigung der für die Quellensteuer zuständigen Behörde des Wohnkantons erforderlich, dass für die verantwortliche Person Quellensteuern bezahlt werden. Im Kanton Zürich ist dies die Division Quellensteuer des kantonalen Steueramts.
- maximal sechs Monate alt.
Bewilligungsänderungen
Die nachfolgend aufgezählten Dokumente und Informationen sind für die jeweiligen Bewilligungsänderungen erforderlich und können per E-Mail (Anhänge im PDF-Format) oder per Post eingereicht werden.
- Dokumente analog verantwortliche Person Erstbewilligung;
- beglaubigter Auszug aus dem Handelsregister (maximal sechs Monate alt), aus welchem die Unterschriftsberechtigung der verantwortlichen Person hervorgeht;
- Mitteilung, ob Ersatz der bisherigen verantwortlichen Person oder zusätzliche verantwortliche Person;
- Mitteilung betreffend die Änderung der Telefonnummer oder E-Mailadressen.
Lohnforderungen verliehener Arbeitnehmender
- keine laufende Eingabefrist
- no current deadline
- pas de délai au moment
- nessuna scadenza al momento