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Ebenfalls von Zagato und ebenfalls im Mai bei RM Auctions unter dem Hammer – aber noch seltener als die Hyena, da ein Einzelstück: Lancia Sport Prototipo Zagato.
Dieses kompromisslose Rennfahrzeug wurde von Lancia Reparto Corse 1964 mit den Fahrern Marco Crosina und Fernando Frescobaldi an der Targa Florio eingesetzt.
Das Team musste nach einem Fahrfehler, der abseits der Strecke endete, allerdings frühzeitig aufgeben. Anschliessend wurde das Fahrzeug nur noch bei einigen wenigen Wettbewerben eingesetzt, weil man sich bei Lancia dazu entschlossen hatte, mit seriennahen Flavia Sport in der Kategorie «Turismo» anzutreten, um den Verkauf dieses Modells anzukurbeln.
Der Prototyp wurde von der Lancia Rennabteilung für einige Jahre eingelagert und wäre beinah in Vergessenheit geraten. Doch 1967 wurde Claudio Maglioli, der 1965 und 1966 die italienische Meisterschaft für Lancia gewann, auf den Zagato-Renner aufmerksam. Da er immer noch bei Lancia unter Vertrag war, wurde er mit Sandro Fiorio, welcher das Lancia Rennteam leitete, schnell handelseinig und übernahm das Auto. Er sollte es bis 1991 behalten, dann verkaufte er das Fahrzeug an den heutigen Besitzer. Im Mai wird das Auto in Monaco nun erneut angeboten. Der Schätzpreis für dieses Unikat, das sich laut Auktionshaus in Bestzustand befindet, beträgt 180 000 bis 240 000 Euro.
Der Sport Prototipo Zagato unterscheidet sich grundsätzlich vom Serienmodell Flavia Sport. So verfügt er über eine 220 Kilogramm leichtere Alukarosserie, hat einen verkürzten Radstand, eine aggressiver gestylte Karosserie (Keine Stossstangen, zwei Lufthutzen sowie eine tiefere Gürtellinie) sowie mehr Leistung.