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Sie haben keinen Platz in der MH17 mehr gekriegt, das war das grosse Glück: Barry und Izzy Sim waren auf dem Weg zum Flughafen, als sie erfuhren, dass alle Passagiere ihres geplanten Flugs ums Leben kamen.
Barry Sim und seine Frau Izzy fühlen sich zwar krank, dafür sicher: Sie wollten den frühen Flug MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur nehmen. «Als wir nicht beide einen Platz in derselben Maschine am Morgen erhielten, buchte ich auf den Flug am Nachmittag um», sagte Barry Sim gegenüber dem «Telegraph». Geschockt und mit flauem Gefühl im Magen stehen sie nun am Flughafen in Amsterdam. «Man kriegt Schmetterlinge im Bauch, das Herz beginnt zu rasen», beschreibt Sim den Moment, als er vom Absturz erfuhr.
Das Paar erfuhr im Taxi auf dem Weg zum Flughafen, dass alle 283 Passagiere und die 15-köpfige Besatzung des Flugs MH17 ums Leben gekommen sind. Izzy drückt geschockt ihr gemeinsames Baby an sich: «Wir hätten auf diesem Flugzeug sein sollen. Offensichtlich hat jemand über uns gewacht», sagt sie.
Ihr Mann Barry will am Nachmittag trotz allem nach Hause fliegen: «Der Blitz schlägt nie zweimal am selben Ort ein», sagt er, «wir können das Unausweichliche nicht hinausschieben: Irgendwann müssen wir nach Hause fliegen.» Ihm tut es vor allem leid für alle betroffenen Familien.
Die Maschine der Malaysia Airlines war am Donnerstag mit 298 Menschen an Bord über der umkämpften Ostukraine abgestürzt. Kiew und die prorussischen Separatisten werfen sich gegenseitig vor, die Maschine in 10'000 Metern Höhe abgeschossen zu haben.