Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/187609

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, den Verkauf von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln für die nichtberufliche Verwendung zu verbieten. Die Pflanzenschutzmittel, die zum Verkauf an Hobby-Anwender zugelassen bleiben, sind auf einer Positivliste aufzuführen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Auch der Bundesrat ist der Meinung, dass die Risikoreduktion beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln Mittel für nichtberufliche Anwenderinnen und Anwender mit einschliessen muss. Diese Art der Anwendung wird im Aktionsplan Pflanzenschutzmittel, der im September 2017 vom Bundesrat verabschiedet wurde, ebenfalls berücksichtigt. Im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) wird das Bundesamt für Landwirtschaft im Laufe des Jahres 2018 eine Liste der Produktionsmittel für nichtberufliche Anwenderinnen und Anwender publizieren. In diese Liste können nur Mittel aufgenommen werden, die auf Kleinflächen in geeigneter Dosierung ohne besondere Schutzmassnahmen für die Anwenderinnen und Anwender und ihre Familie eingesetzt werden können. Ausserdem wurden das BLV und das Bundesamt für Umwelt beauftragt, Vorschläge für eine Verschärfung der Zulassungskriterien von Pflanzenschutzmitteln für nichtberufliche Anwenderinnen und Anwender vorzulegen. Und nicht zuletzt werden Mittel, die für berufliche Anwenderinnen und Anwender bestimmt sind, nur an Inhaberinnen und Inhaber einer Pflanzenschutz-Fachbewilligung abgegeben.</p><p>Um Schadorganismen wirksam zu bekämpfen, enthalten Pflanzenschutzmittel biologisch aktive Stoffe, die Nebenwirkungen auf Nichtzielorganismen haben können. Die Nebenwirkung eines Stoffs wird durch dessen physikalisch-chemischen Eigenschaften und dessen biologische Aktivität bestimmt und hängt nicht davon ab, ob der Stoff chemisch synthetisiert wurde oder aus einer natürlichen Quelle stammt.</p><p>Nach Ansicht des Bundesrates kann nur eine Einschränkung, die auf einer wissenschaftlichen Beurteilung der Risiken der verschiedenen Stoffe beruht, das Risiko wirkungsvoll reduzieren. Er ist somit der Meinung, dass eine Kürzung der Liste der Produktionsmittel für nichtberufliche Anwenderinnen und Anwender auf einem wissenschaftlichen Ansatz beruhen muss.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.