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Zwei Spiele – zwei Siege. Martina Hingis gewinnt mit ihren indischen Partnern an den Australian Open weiter. Mit Sania Mirza schlug sie Anna-Lena Grönefeld und Coco Vandeweghe, im Mixed siegte Hingis mit Leander Paes gegen Sloane Stephens und Jean-Julien Rojer.
Serena Williams hat einmal mehr unter Beweis gestellt, weshalb sie die Topfavoritin auf den Gewinn der Australian Open ist. Im Viertelfinal überwand die Weltnummer 1 die Hürde Scharapowa problemlos. 6:4 6:1 lautete das Resultat zugunsten der US-Amerikanerin. Scharapowa, die in den Achtelfinals Belinca Bencic ausgeschaltet hatte, gelang kein einziges Break. Die Russin ist damit seit 18 Partien gegen Serena Williams sieglos.
Auch mit mittlerweile 34 Jahren bleibt Serena Williams für die 28-jährige Maria Scharapowa eine zu hohe Hürde. Hätte die Amerikanerin nicht den Start ins Spiel verpasst, die Niederlage hätte noch deutlicher ausfallen können. Vor vier Jahren an den Sommerspielen von London verpasste Williams ihrer russischen Rivalin eine 6:0, 6:1-Ohrfeige. Seither hatte Scharapowa nie mehr so klar verloren gegen die Weltranglistenerste.
Maria Scharapowa konnte von Serena Williams' lethargischem Start nicht profitieren. Sie führte mit 2:0, verspielte den Vorsprung aber gleich wieder. Die Vorentscheidung fiel nach 50 Minuten. Scharapowa vergab beim Stand von 4:4 zwei Breakmöglichkeiten, geriet 4:5 in Rückstand und verlor anschliessend bei eigenem Aufschlag und Williams' viertem Satzball den ersten Satz.
Was folgte, war ein schlechter Witz: Serena Williams liess sich zwischen den Sätzen und beim ersten Seitenwechsel des zweiten Satzes von der Physiotherapeutin pflegen, obwohl sie in dieser Phase sieben Games hintereinander gewann. Scharapowas Widerstand war nach dem ersten Satz gebrochen.
Entscheidend war die unterschiedliche Aufschlagsleistung. Maria Scharapowa, die noch im Achtelfinal gegen Belinda Bencic mit 21 Assen (!) geglänzt hatte, gelangen gegen Williams bloss drei Asse, aber immerhin zwei bei Breakbällen. Dazu unterliefen ihr sieben Doppelfehler, immerhin keiner bei einem Breakball. Serena Williams servierte 13 Asse in neun Aufschlagspielen, neun alleine im ersten Satz.
«Es war extrem intensiv», sagte Williams im Anschluss an die Begegnung. «Sie ist die ehemalige Nummer 1 und eine unglaublich fokussierte Spielerin». Die US-Amerikanerin kommt damit ihrem Ziel eines 22. Grand-Slams immer näher.
In den Halbfinals trifft Serena Williams am Donnerstag auf die Polin Agnieszka Radwanska, Ende Oktober Gewinnerin des Masters in Singapur. Radwanska besiegte die Spanierin Carla Suarez Navarro 6:1, 6:3. Serena Williams hat am Australian Open noch nie einen Halbfinal oder einen Final verloren. (wst/sda)