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Die Geschichte der HB-RTA
AT-6A oder Harvard IIA?
Am 28. Mai 1940 bestellte die Französische Armee vom Hersteller North American Aviation nicht weniger als 450 Trainingsflugzeuge vom Typ NA-66. Die Serie NA-66 entsprach der für die Royal Air Force und die Royal Canadian Air Force gebauten Ausführung, welche im Commonwealth nicht die geläufige U.S. Army Air Corps Bezeichnung AT-6A, sondern die Bezeichnung Harvard Mark IIA trug. Die Flugzeuge der Serie NA-66 sind an der etwas weiter und runder nach hinten gezogenen Glaskanzel zu erkennen.
Da die Flugzeuge aber nach der Besetzung Frankreichs nicht ausgeliefert werden konnten, wurde die Charge von NA-66 auf NA-76 modifiziert. Mit dem grossen Bedarf des Commonwealth an Trainingsflugzeugen übernahm die Royal Air Force die gesamte französische Bestellung. Das Flugzeug mit der Seriennummer 76-3556 wurde so am 7. Juli 1941 im kalifornischen Inglewood zunächst als AT-6A fertiggestellt, dann aber von der RAF als Harvard IIA mit der RAF Serien-Nummer AJ 586 übernommen. Nachdem die 76-3556 zunächst auf der RAF-Ausbildungsbasis Kingston in Kanada gedient hat, wurde sie später von der Royal Canadian Air Force in das Squadron 401 in St. Hubert übergeführt, wo sie am 11. Oktober 1960 ausgemustert wurde. 1966 bis 2005 war sie in privatem Besitz in Michigan. Flugtüchtig wurde sie nach dem letzten Flug im Jahre 1953 aber erst wieder 2004 nach einer von Grund auf kompletten Restauration. 2005 wurde sie nach Deutschland verkauft, wo sie kurz danach das erste Flugzeug im berühmten Hangar 10 auf Usedom war. In Deutschland wurde das kanadische Farbschema in die Nachkriegs-Kennzeichnung der USAF geändert. Im Rahmen einer Neuausrichtung der Sammlung wurde die 76-3556 2017in die Schweiz verkauft, wo sie von Lukas Schatzmann und Alex Heuberger ab Grenchen (LSZG) betrieben wird, seit Frühjahr 2018 als HB-RTA.