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1973 gründete Friedrich Becker sen. sein Weingut, dessen Hauptanbaugebiet in der grenzüberschreitenden Region von der Südpfalz bis zum Elsass liegt und weitere Lagen innerhalb der Südpfalz hat. Nach Einschätzung des Gault-Millau zählt das Weingut Friedrich Becker zu den besten Weingütern der Pfalz, was sich in der Bewertung mit 4 (mit Tendenz nach oben) von 5 Trauben ausdrückt. Im Bereich der Rotweine gehört das Weingut zu den besten Deutschlands.
Der Familienbetrieb wird gemeinsam geleitet von Friedrich Becker sen., der für die Arbeiten im Weinberg zuständig ist, und seinem Sohn Friedrich Becker jun. als Kellermeister. Mit einer Jahresproduktion von 110.000 Flaschen zählt das Weingut zu den größeren Betrieben der Pfalz.
Burgundersorten nehmen mit Chardonnay sowie Spät-, Weiß- und Grauburgunder die anteilsmäßig größte Rebfläche ein, auf sie entfallen 60 %. Weitere 22 % der gesamten Anbaufläche von 22 ha sind mit Rieslingreben bepflanzt, auf dem Rest der Fläche werden verschiedene weitere Sorten angebaut. Die Gesamtanbaufläche verteilt sich auf Kalkmergel-, Ton- und Löss-Böden.
Die besten Lagen des Weinguts sind der Schweigener Sonnenberg, der Kammerberg und St. Paul. Letztere zwei befinden sich auf französischem Territorium nahe Wissembourg (Weißenburg), was jedoch einer Deklarierung als deutscher Wein nicht im Wege steht. Der Kammerberg ist ein rekultivierter ehemaliger Weinberg im Besitz des Klosters Weißenburg, der verwildert war, bis Friedrich Becker in den 1960er-Jahren den Weinberg neu zu nutzen begann.