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CHSS. Der Übergang ins Rentenalter birgt für die meisten Neurentnerinnen und -rentner keine finanziellen Risiken. Im Gegenteil: Personen in Haushalten mit geringen Mitteln erfahren im Durchschnitt eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation beim AHV-Rentenübergang. Wer eine Rente der zweiten Säule bezieht, verfügt über mehr finanzielle Mittel als der Durchschnitt. Das ist das Fazit einer vom Basler Institut für Wirtschaftsstudien (IWSB) im Auftrag des BSV erstellten Studie.
Zum Rentenbezug bez. berufliche Vorsorge wird festgestellt: der Rentenvorbezug ist deutlich verbreiteter als in der AHV: Jede zweite Person entscheidet sich dafür (52 %), 36 Prozent beziehen die Rente aus der zweiten Säule zum ordentlichen Zeitpunkt und nur 12 Prozent danach.
Wer entscheidet sich in der Beruflichen Vorsorge für einen Vorbezug? Im Gegensatz zur AHV sind es hier überdurchschnittlich häufig die Gutverdienenden. Je tiefer das Äquivalenzeinkommen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand früher in BV-Rente geht. Obwohl ein BV-Vorbezug mit einer Rentenkürzung einhergeht, hat die Gruppe der Vorbeziehenden eine grössere durchschnittliche BV-Rente als Personen, die sich ordentlich oder später pensionieren lassen.
Neben der finanziellen Situation hat auch das Geschlecht einen Einfluss auf einen frühen BV-Bezug: Männer beziehen häufiger als Frauen die Rente aus der zweiten Säule vor dem ordentlichen Rentenalter. Frauen dagegen schieben den BV-Rentenbezugsbeginn öfters hinaus.
Eine Ausnahme bilden Frauen, deren Partner bereits eine Rente bezieht. Sie tätigen häufiger einen BV-Vorbezug. Generell spielt der Paarkontext eine zentrale Rolle: Wie auch in der AHV, entscheiden sich Personen in einem Paarhaushalt öfter für einen vorzeitigen BV-Bezug als Alleinstehende. Sind die Partnerinnen und Partner jedoch vier oder mehr Jahre jünger, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, die Rente aus der zweiten Säule spät zu beziehen. Ein weiterer Faktor in Bezug auf den Zeitpunkt des BV-Rentenbezugs ist der Nachwuchs: Personen mit Kindern beziehen die BV-Rente später als Kinderlose.