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Swisscom setzt seit 2020 beim Ausbau des Glasfasernetzes auf die Punkt-zu-Multipunkt (Point-to-Multipoint / P2MP) Topologie zwischen Zentrale und dem Strassenschacht (Manhole) im Quartier. Diese Ausbauweise, die auf dem bestehenden Netz aufbaut, ermöglicht einen schnelleren, schweizweit flächendeckenden Ausbau mit Glasfasertechnologie (FTTH).
Die WEKO untersucht seit Dezember 2020, inwiefern die P2MP-Topologie den Wettbewerb behindert. Sie hat gleichzeitig vorsorgliche Massnahmen erlassen, die dazu geführt haben, dass Swisscom mit wenigen Ausnahmen keine Anschlüsse, die mit dieser Topologie gebaut wurden, in Betrieb nehmen konnte und die Vermarktung einstellen musste. Per Ende September 2022 sind knapp 400’000 Anschlüsse davon betroffen. Damit Kunden die schnellen FTTH-Anschlüsse nutzen können, hat Swisscom im Oktober 2022 entschieden und kommuniziert, neue Anschlüsse grösstenteils in der Punkt-zu-Punkt-Architektur (P2P) auszuführen und bestehende P2MP-Anschlüsse teilweise in P2P umzubauen.
Swisscom bietet allen Mitbewerbern diskriminierungsfrei einen Zugang zu ihren Netzen, zu regulierten oder kommerziell vereinbarten Bedingungen. Swisscom baut ihr Netz laufend aus und investiert jährlich rund CHF 1,7 Mrd. in der Schweiz in den Ausbau und Unterhalt dieser Netze. Davon profitieren auch die Mitbewerber, indem sie ihre eigenen Investitionen reduzieren und damit Kosten sparen können.
Die Verfügung der WEKO im Hauptverfahren steht weiterhin aus; diese wird 2023 erwartet.