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Das übergeordnete Ziel der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz ist eine globale nachhaltige Entwicklung zur Verminderung von Armut und globalen Risiken. Forschung, die mit Mitteln der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit finanziert wird, muss sich an diesen langfristigen Zielen und Prioritäten orientieren. Diese sind in der Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz festgelegt.
Grundlagen und Grundsätze für Forschung
Gesetzliche Grundlagen für Forschung
Die Förderung der wissenschaftlichen Forschung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit stützt sich auf das Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe und die entsprechende Verordnung ab. Das Osthilfegesetzt liefert die gesetzliche Grundlage für Forschung im Rahmen der Ostzusammenarbeit.
Grundsätze für Forschung im Bereich der internationalen Zusammenarbeit
- Der Bezug zu den langfristigen strategischen Zielen und Prioritäten ist gegeben.
- Die Forschungsfreiheit in Bezug auf Forschungsfragen und Methodenwahl wird respektiert.
- Bei der Vergabe von Fördermitteln gilt das Wettbewerbsprinzip, sofern es sich nicht um Beiträge im Rahmen von strategischen Partnerschaften handelt.
- Förderungswürdig ist Forschung, die sich sowohl durch wissenschaftliche Qualität als auch durch Entwicklungsrelevanz auszeichnet.
- Die Kommunikation, Verbreitung und Anwendung der Forschungsergebnisse haben einen hohen Stellenwert. Sie sind als integraler Teil der Forschungsaktivitäten zu verstehen. Rund 10-15% des Budgets eines Forschungsprojektes sollte für Kommunikation und Anwendung eingesetzt werden. Forschungszusammenarbeit ist partnerschaftlich ausgerichet. Die elf Prinzipien der Kommission für Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern KFPE dienen als Referenzrahmen.
11 KFPE Prinzipien
- Erzeugnisse der Forschung, die mit Mitteln der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt werden, unterliegen dem «Open Access»-Prinzip. Somit wird jedem Forschungsergebnis das freie und unbeschränkte Mitbenutzungsrecht zugunsten Dritter eingeräumt. Werden Schutzrechte für ein Forschungsergebnis beantragt (durch Marke, Design, Patent, usw.) ist eine vorherige Genehmigung bei der DEZA einzuholen.