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In einigen Bundesstaaten Brasiliens werden am heutigen Samstag (20.) die Uhren zurück gestellt. Um Mitternacht endet damit die Sommerzeit. Nach offiziellen Angaben sollen mit ihrer Hilfe in den vergangenen vier Monaten 162 Millionen Reais (umgerechnet derzeit etwa 36,5 Millionen Euro) eingespart worden sein.
Auf Originalzeit zurück gestellt werden die Uhren in den Bundesstaaten im Süden, Südosten und Zentralwesten, in Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Paraná, São Paulo, Rio de Janeiro, Espírito Santo, Minas Gerais, Goiás, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und im Hauptstadtdistrikt.
Wie die Energiebehörde Operador Nacional do Sistema (ONS) am Freitag (19.) bekanntgegeben hat, sind mit der Umstellung auf die Sommerzeit am 18. Oktober bis zum 18. Februar 162 Millionen Reais eingespart worden. Nicht erfüllt worden ist damit allerdings das angestrebte Ziel. Denn ursprüngluch wurde von einer Einsparung von 240 Millionen Reais ( etwa 54 Millionen Euro) ausgegangen.
Gleichzeitig verweist die ONS darauf, dass mit der Sommerzeit sonst notwendige Investitionen in die Infrastuktur des Stromsystems vermieden werden. Würden die Uhren nicht umgestellt, wären müssten 7,7 Milliarden Reais (etwa 1,73 Milliarden Euro) in das elektrische System investiert werden, so die Behörde.
Das Energieministerium gibt das Hauptmotiv der Sommerzeit hingegen damit an, Spitzenzeiten bei der Nachfrage vermeiden zu wollen. Da es eine Stunde später dunkel wird, verzögert sich die Benutzung von künstlichem Licht, wodurch die gleichzeitige Nachfrage nach Strom von Privathaushalten, Unternehmen und Industrie entzerrt würde.
Zum ersten Mal realisiert wurde die Zeitumstellung im Sommer 1931/1932. Nicht umgestellt werden die Uhren hingegen in den weniger bevölkerungsreichen Bundesstaaten des Nordens und Nordostens Brasiliens.