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In der aktuellen Ausgabe der Zeit ist in der Rubrik Wissen folgende Versuchsanordnung beschrieben:
Man bat eine Reihe von Probanden eine unterschiedliche Abfolge von Bildern, Süßigkeiten und sensorischen Erlebnissen hinsichtlich des Grads des dargestellten Genusses und ihrer Schönheit zu bewerten. Unter den Bildern befanden sich solche von Ikea-Möbeln und Hundewelpen, es gab verschiedene Süßspeisen und es standen Teddybären in unterschiedlichen Ausführungen zum Befühlen zur Verfügung. Im ersten Durchgang konnten sich die Probanden ohne Ablenkung auf die gezeigten Bilder und Gegenstände konzentrieren. Im zweiten Durchgang mussten sie parallel folgende Aufgabe lösen: Über Kopfhörer wurde ihnen eine Abfolge von Buchstaben vorgelesen und sie mussten eine Taste drücken, sollte der aktuelle Buchstabe dem vorletzten entsprechen. Unter dieser Versuchsanordnung blieb die Einschätzung des Genusswertes unverändert, derjenige der Schönheit aber sank.
Anscheinend bedarf es unserer ungeteilten Aufmerksamkeit und Konzentration, um Schönheit zu empfinden; wir müssen uns mit den Dingen beschäftigen, um sie als schön zu erkennen. Es handelt sich also im Gegensatz zum Genuss nicht um einen bloßen Reflex.