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So aussergewöhnlich ist Wawrinkas Triumph
- Sonntag, 7. Juni 2015, 20:26 Uhr
Nicht viele hätten Stan Wawrinka den Triumph bei den French Open zugetraut, nur wenig hatte im Vorfeld auf diesen Exploit hintedeutet. Der grosse Erfolg ist für den Lausanner in vielerlei Hinsicht bemerkenswert.
Stan Wawrinka - Champion von Paris. Damit hatte der Lausanner selbst wohl am wenigsten gerechnet. Vor dem Turnierstart gehörte der 30-Jährige zwar zu den gefährlichen Aussenseitern, den Titelgewinnen trauten ihm aber nur die wenigsten zu. Wir haben einige interessante und beeindruckende Fakten zu Wawrinkas Triumph zusammengestellt:
- Wawrinka ist der erste Spieler seit Mats Wilander 1988, der in Paris nach dem Gewinn der Junioren-Konkurrenz auch bei den «Grossen» triumphieren kann. Wawrinka hatte 2003 den Nachwuchs-Titel geholt.
- Es gibt nur zwei Spieler, die bei ihrem ersten Triumph in Roland Garros älter waren als Wawrinka: Andres Gomez (30 Jahre, 3 Monate) Andres Gimeno (34). Der Romand darf im Alter von 30 Jahren und 71 Tagen die «Coupe des Mousquetaires» erstmals in die Höhe stemmen.
- Wawrinka gehört nun zum kleinen Kreis der aktiven Spieler, die mehr als einen Grand-Slam-Titel auf dem Konto haben. Neben dem Romand sind dies Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic, Andy Murray und Lleyton Hewitt.
- Als erster Spieler seit Sergi Bruguera 1993 gelang es Wawrinka, auf dem Weg zum Titel die Weltnummern 1 und 2 auszuschalten. Waren dies beim Spanier Pete Sampras und Jim Courier gewesen, räumte der Schweizer Roger Federer und Novak Djokovic aus dem Weg.
- Die Nummer 8 der Setzliste war Wawrinka in Paris - und diese Nummer (auch die Glückszahl von Roger Federer) brachte dem Romand wie schon bei den Australian Open 2014 Glück. Letztmals hatte in Paris 1976 der an Nummer 8 gesetzte Spieler das Turnier gewonnen (Adriano Panatta).
- Dank seinem grossen Erfolg wird Wawrinka ab Montag in der Weltrangliste wieder als Nummer 4 geführt werden.
- Nicht zuletzt beendete Wawrinka eine fast vier Monate andauernde Siegesserie von Djokovic. Der Serbe hatte letztmals Ende Februar in Dubai (gegen Federer) verloren und seither 28 Siege aneinandergereiht.
- Djokovic verpasste es seinerseits, der achte Spieler in der «Open Era» (ab 1968) zu werden, der alle vier Grand Slams gewinnen konnte. Auch das Double Australian Open/French Open, das bislang nur Don Budge, Rod Laver, Mats Wilander und Jim Courier geschafft hatten, blieb ihm verwehrt.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.06.15, 15:00 Uhr
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