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ERKLAERUNG WICHTIGER BEGRIFFE
A
Abachi: afrikanisches Holz von gelblich bis gelbgrauem Farbton, wird verwendet als Blindholz, aber auch als Konstruktionsholz für innen, für Leisten, für den Modellbau.
Abbund: Das exakte und systemgerechte Zusammenstellen von zugeschnittenen Balken und Hölzern für die Weiterverarbeitung durch den Zimmermann.
Abholzig: Ein freistehender oder am Waldrand stehender Baum ist "abholzig".
Ahorn: Die europäischen Ahornarten des Berg- und Spitzahorns wachsen in Mittel- und Südosteuropa. Ahornholz verfügt über eine helle, fast weissliche Farbe und lässt sich gut polieren, beizen und durchfärben. Ahorn wird oft für Ausstattungszwecke im Möbel- und Innenausbau verwendet und kommt als Kontrastholz zu dunklen Möbeln und in Kombination mit Farbe zum Einsatz.
Arbeiten: Spannungsvorgänge im Holz, die durch Aufnahme von Feuchtigkeit oder Trocknung etstehen (siehe "Quellung" bzw. "Schwinden").
Arbeitsplatten: Arbeitsplatten (auch als "Küchenarbeistsplatten" ein Begriff) sind Spanplatten, die mit einem hochwertigen, wasserabweisenden Schichtstoff bezogen worden sind. Wegen der abgerundeten Kanten spricht man auch von Postforming-Arbeitsplatten (siehe Postforming).
Astgetrocknetes Holz: Wenn der gefällte Stamm etwa zwei Monate im Wald verbleibt, um dort 50 % seiner Holzfeuchte zu verlieren, spricht man von astgetrocknetem Holz. Dieses ist witterungsbeständiger und neigt weniger dazu, zu reissen, sich zu verdrehen oder zu verwinden. Astgetrocknetes Holz ist wertvoller als kammergetrocknetes Holz. Beim Bau von Blockhäusern ist das von besonderer Wichtigkeit.
A- und B-Sortierung: Qualitätskriterien zur Unterscheidung der höherwertigen von den weniger hochwertigen Hölzern.
B
Balken: Kantholz mit mindestens 20 cm Höhe.
Bangkirai: Tropisches Holz von erheblichem Gewicht und grosser Härte. Wird in Bereichen mit hoher Beanspruchung eingesetzt, z.B. zur Deckung von Brücken. Zunehmend findet das dunkel-rötliche Holz Verwendung im Gartenbereich als Terrassenbelag oder für Sichtzäune, weil ihm - ähnlich wie Teak - Regen wenig anhaben kann.
Bauholz: sämtliches Holz mit Ausnahme von Konstruktions- und Tischlerholz.
Baurundholz: nur geschältes ("entrindetes"), nicht geschnittenes rundes Holz.
Besäumen / besäumtes Holz: Wenn bei Brettern die Kanten des Stammes manuell oder maschinell entfernt worden sind, spricht man von "Besäumen". Bei unbesäumtem Holz sind diese Kanten noch vorhanden.
Biegeholz: Biegeholz aus Buche, Eiche, Esche oder Ahorn erhält man durch Dämpfen feuchter Kanthölzer, die dabei in der Länge um 20 % gestaucht, dann eingespannt und getrocknet werden. Danach kann das Holz konventionell bearbeitet und im kalten und trockenen Zustand gebogen werden bis zu einem Radius von 1:10. Aus Biegeholz werden Umleimer für runde Tischplatten, sogenannte Handlauf-Krümmlinge oder Sockelleisten für Säulen hergestellt.
Binder: siehe Holzbinder
Birke: Die Birke wächst in Nord- und Mitteleuropa. Das besonders hochwertige Holz kommt aus Finnland und Russland. Das Birkenholz ist sehr hell, fast weiss und hat feine Jahresringe. Die Maserung variiert von schlicht über bunt bis geflammt. Das Holz wird vor allem im Stilmöbelbau und für Decken- und Wandverkleidungen eingesetzt.
Birnbaum: Der Birnbaum ist in ganz Europa mit Ausnahme des Mittelmeergebietes sowie in Nordafrika und im Mittleren Osten verbreitet. Der Splint und das Kernholz weisen keinen Unterschied auf. Beide sind blass-grau bis rötlich-braun und dunkeln bei älteren Bäumen rotbraun nach. Das Holz ist hart und mit allen Werkzeugen leicht und sauber zu bearbeiten. Es eignet sich sehr gut zum drechseln, zum schnitzen und zum polieren und es ist gut messbar. Durch Dämpfen vertieft sich die Färbung, das Holz wird rosarot und bräunt später nach. Birnbaum findet vielfältige Verwendung als Ausstattungsholz im Möbel- und Innenausbau. Auch für Sitzmöbel, als Drechslerholz für fein profilierte Erzeugnisse, für den Flötenbau und als Bauholz für Werkzeuge und Zeichengeräte eignet sich Birnbaum hervorragend.
Black-Cherry: Der amerikanische Black-Cherry-Baum ist in den nordöstlichen Gebieten der USA beheimatet. Wie beim europäischen Kirschbaum ist auch das Black-Cherry-Holz feinporig und gleichmässig, mit einem typischen seidenmatten Glanz. Allerdings ist der amerikanische Kirschbaum etwas dunkler. Das Holz weist gute Festigkeitswerte auf und verfügt über gute Beiz-, Mattier- und Poliereigenschaften. Black-Cherry ist ein gefragtes Möbelholz und wird für edle Möbel, Holzvertäfelungen, Wand- und Deckenverkleidungen eingesetzt.
Blindholz: Sammelbegriff für Holz, das als nicht sichtbares Konstruktionsholz verwendet wird, z.B. als Trägermaterial von Furnieren.
Blockbohlen: durch Hobeln oder Drechseln hergestelltes, massives, mindestens 70 cm dickes Baumaterial, das hauptsächlich für den Bau von Wänden verwendet wird. Blockbohlen können aus einem Stamm hergestellt werden oder aus mehrlagigen, verleimten Massivbrettern. Mit Doppelnut und -feder versehene Blockbohlen werden auch für den Bau von Decken verwendet.
Bohle: Diele von mindestens 40 mm Stärke und einer Breite von mehr als dem Doppelten der Stärke.
Bohlenbalken: Bezeichnung für einen tragenden Balken.
Boden-Deckel-Schalung: Wand- und Fassadenbekleidung, bei der die Bretter vertikal so angebracht werden, dass über dem Abstand zwischen zwei "Bodenbrettern" ein drittes Brett als "Deckel" montiert wird.
Brett: mindestens 8 mm dickes, aber weniger als 4 cm starkes Holzteil von mindestens 8 cm Breite.
Brinell: Masseinheit zur Berechnung der Holzhärte, so genannt nach dem Erfinder des Messverfahrens, dem schwedischen Metallurgen J. A. Brinell (1849 - 1925).
Bruyèreholz: Aus der bis 30 cm dicken Wurzelknolle der Baumheide, einem bis 3 m hoch wachsenden Strauch, der nur im Mittelmeerraum vorkommt, wird das Bryèreholz gewonnen, das - nach besonderer Vorbehandlung - enormen Temperaturen widerstehen kann und deshalb das ideale Material für Pfeifenkpöfe ist. Aus dem aufregend gemaserten Holz werden auch kleine Schalen gedrechselt sowie Holzschmuck hergestellt. Bruyère-Furnier findet in sehr kleinem Rahmen Verwendung - beispielsweise Pfeifenständer.
Bubinga: Der Bubinga-Baum wächst in der Äquatorialzone Westafrikas. Bubinga zählt zu den dekorativsten afrikanischen Holzarten, dabei wird zwischen schlichter, streifiger und "bunter" Zeichnung unterschieden. Die Farbskala reicht von rosa über braunrot bis zu violett geädert. Bubinga zählt zu den schweren und harten Hölzern, lässt sich aber problemlos verarbeiten. Das Holz ist sowohl in der Möbelfabrikation als auch im Laden- und Innenausbau einsetzbar. Auch Innenausstattungen von Autos, sowie Musikinstrumente sind oft aus Bubingaholz.
Buche: Buchen erstrecken sich über West- und Mitteleuropa. Das sanft-gelbe bis rosé farbene Buchenholz ist eines der härtesten, schwersten und strapazierfähigsten Hölzer. Idealen Einsatz findet das Holz im Innenausbau für Fussböden und Wandverkleidungen, Möbel und Gebrauchsgegenstände. Zudem gilt Buche als das Brennholz mit dem höchsten Heizwert.
Buchsbaum: sehr langsam wachsender, strauchartiger Baum, der in Deutschland nur als Ziergehölz gepflanzt wird ("Friedhofsstrauch"). In den Mittelmeerländern wird er immerhin wenige Meter gross. Das Holz ist hart und gut polierbar, starke Stammquerschnitte kommen kaum in den Handel. Das Holz gilt als Traumholz für Drechslerarbeiten.
Butterbaum oder Shea-Butterbaum: ein Baum ohne Bedeutung für die Holzwirtschaft. Wächst in der afrikanischen Savanne. Aus den Nüssen wird eine "Butter" gewonnen, aus der kosmetische Produkte hergestellt werden.
D
Dachlatten: Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht grösser als 32 qm und einer Breite bis 80 mm bei einem Seitenverhältnis des Querschnitts von maximal 1:2.
Dachsparren: siehe Sparren
Deckleiste: gehobeltes bzw. profilgehobeltes Holzteil zum Abdecken und Schutz von Fugen zwischen verschiedenen Materialien und Oberflächen.
Dekor-Spanplatten: Feinspanplatten mit einer beidseitigen, dekorativen Kunststoffbeschichtung auf Melaminharzbasis.
Dichte: Raumgewicht, Quotient aus der Masse und dem Volumen
Dickholz: Bezeichnung eines Herstellers für über Kreuz verleimte, massive Brettholzelemente, wie sie im sogenannten Ingenieurholzbau verwendet werden.
Douglasie: Die Douglasie, auch unter Oregon Pine oder Douglas Fir bekannt, ist in Nordamerika beheimatet. Aber auch in Europa (besonders in Deutschland) ist der Baum zu finden. Das Kernholz ist frisch geblich-braun bis rötlich-gelb gefärbt, dunkelt aber im Licht schnell zu einem braunroten Farbton nach. Als eines der festesten Nadelhölzer ist das Holz hart und trocken und damit leicht und gut zu bearbeiten. Wegen der starken Flader- und Streifenzeichnung eignet sich das Holz gut für den dekorativen Innenausbau sowie für den Möbelbau.
DPL-Laminat: DPL ist die Abkürzung für "Direct Pressure Laminat" und kennzeichnet direkt beschichtete Laminatböden. Das Dekorpapier, welches den Holzcharakter darstellt, wird in diesem Verfahren unmittelbar auf die stabile Trägerplatte aufgebracht und dann mit einer Schutzschicht überzogen.
Drehwuchs: Wenn die Fasern wie eine Spirale um die Stammachse gewachsen sind, spricht der Holzfachmann von Drehwuchs.
Dreischichtplatten: Äusserst belastbare, grossflächige Platten mit drei Lagen, bestehend jeweils aus kreuzweise miteinander verleimten Holzlamellen. Ihr Einsatzgebiet ist der Innenausbau, wobei Nadelholzplatten als Fussbodenelemente und Laubholzplatten im Möbelbau eingesetzt werden.
Dünnspan-Platten: Spanplatten mit besonders feiner Oberfläche.
E
Ebenholz: Extrem hartes, heute sehr seltenes exotisches Holz, das vor allem von Kunsttischlern und im Instrumentenbau (Teile der Violine, schwarze Klaviertasten) eingesetzt wurde. Der Laie setzt Ebenholz gleich mit pechschwarzem Holz, was aber nur bedingt richtig ist - siehe Stichworte Makassar und Koromandelholz.
Eibe: oder auch Taxus, wertvolles, immergrünes Schnittgehölz. Eiben werden vor allem für Hecken eingesetzt. Sie können jedoch auch 12 m hoch und über 300 Jahre alt werden. Das Holz eignet sich nicht für Bauzwecke, zudem wäre es auch fast unbezahlbar.
Eiche: Eichen sind vor allem in Mitteleuropa und Nordamerika zu Hause. Der deutlich sichtbare Jahresringaufbau verleiht der Eiche eine kräftige, gleichmässige Struktur. Farbtöne variieren von beige bis honiggelb. Das rustikale Eichenholz wird unbehandelt sowie farbig lackiert in allen Wohnbereichen verwendet. Eiche gilt als ideales Holz für Bodenbeläge.
Einseitig und an zwei Kanten gehobeltes Holz: Holzteil mit rechteckigem Querschnitt, dessen Seiten, mit Ausnahme einer langen Seite, gehobelt sind.
Eisbeere: Die Eisbeere wächst in sonnigen Lagen Mittel- und Südeuropas, vor allem in Frankreich. Das feinporige Holz ist gleichmässig strukturiert, mit zarter Zeichnung ausgestattet und geht farblich ins rosa. Eisbeere ist gut zu lackieren und zu färben und ist ein beliebtes und hochwertiges Ausstattungsholz für Möbel und Innenausbau.
Erle: Die Erle findet man beinahe überall in Mitteleuropa. Charakteristisch für das Erlen-Laubholz ist die gleichmässige, strukturierte Maserung mit blass-gelblich-brauner bis rötlich-brauner Färbung. Erle ist ein weiches Holz, das sich durch die hervorragende Annahme von Polituren und Beizen auszeichnet. Erlenholz wird vor allem im Möbelbau und als Ersatz für Edelhölzer, wie Kirschbaum, Nussbaum und Mahagoni eingesetzt.
Esche: Die Esche ist nahezu über gesamt Europa verbreitet. Auch Nordamerika ist ein bedeutendes Wuchsgebiet. Durch deutlich sichtbare Jahresringe und stark gefladerte oder gestreifte Zeichnungen ist die gelblich-weiss schimmernde Esche von ausdrucksvoller Struktur. Das schwere, harte Holz ist ein beliebtes Ausstattungsfurnier im Möbelbau und wird gern für grossflächige Wand- und Deckenverkleidungen verwendet.
Exzentrisch: Fachbezeichnung für einen schief gewachsenen Baum.
F
Falz: Längsaussparungen an den Kanten zum passenden Übereinandergreifen der Holzteile.
Fase: Wenn eine "scharfe" Holzkante abgeschrägt wird, dann ist die Kante "gefast". Die Abschrägung bezeichnet man demnach als Fase.
Fasersättigungspunkt: Grenzwert, bei dem Holz eine maximale Menge an gebundenem Wasser enthält. Der Fasersättigungspunkt wird normalerweise bei einem Feuchtegehalt von 25 bis 30 % erreicht.
Feinjährigkeit: Wenn die Jahresringe eng und gleichmässig beieinander liegen, spricht man von "feinjährigem Holz". Dieses ist qualitativ besonders hochwertig.
Fertigparkett: siehe Mehrschichtparkett
Festmeter: 1 m2 Holzmasse ohne Zwischenräume
Fichte: Die Fichte ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordamerika stark verbreitet. Das Fichtenholz hat eine gelbich-weisse bis rötlich-weisse Farbe und ist sehr harzig. Das Holz der Fichte gilt als wichtigstes Bauholz. Zudem wird es zur Papierherstellung und für Tischlerarbeiten verwendet.
Friesenzaun: Zaun aus Holzlatten, die in dichtem Abstand vertikal und parallel zueinander auf die Querriegel aufgeschraubt oder genagelt sind. Die Latten sind oben abgerundet. Auch eine bogenförmige Anordnung und die weisse Lackierung sind typisch für Friesenzäune.
FSC: Abkürzung für Forest Stewardship Council. Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die in Mexiko beheimatete Organisation kontrolliert über 1'000 Verarbeitungsbetriebe und ist auch in Deutschland vertreten.
Fugendeckleiste: gehobeltes bzw. profilgehobeltes Holzteil zum Abdecken und Schutz von Fugen zwischen verschiedenen Materialien und Oberflächen.
Furnier: maschinell vom Stamm "gemesserte" Holzschicht (zumeist teurer, insbesondere tropischer Hölzer), die auf anderes, preiswerteres Massivholz oder Holzwerkstoffplatten geklebt und verpresst wird.
Furnierbild: Je nach Verarbeitung entstehen unterschiedliche Furnierbilder. Beim Einblattfurnier bedeckt das blumige Holzbild beispielsweise die gesamte Paneelfläche. Beim mittig gestürzten Furnier ergibt sich ein symmetrisches, blumiges Furnierbild. Beim fallenden Furnier werden blumige oder gestreifte Bilder erzeugt, oder beides gemischt.
Furniersperrholz: Besteht nur aus Furnieren, die miteinander verleimt sind (siehe auch "Sperrholz").
G
Gartenholz: Allgemeine Bezeichnung für Holz, das witterungsbeständig ist und sich deshalb, insbesondere für den Einsatz im Garten eignet. Gute Gartenhölzer sind:
Bangkirai/Iroko als harte, tropische Hölzer, die nicht behandelt zu werden brauchen, nahezu unverwüstlich und für alle Zwecke geeignet sind, insbesondere für die Beplankung von Terrassen.
Rot-Zeder als robustes Holz für Sichtzäune, Bänke, Zaunanlagen, Pflanzkästen
Teak als "regenfestes" Holz, insbesondere für Gartenmöbel
Lärche als wetterfestes, hartes, heimisches Gartenholz, das allerdings nicht in der Erde verbaut werden sollte
Douglasie als hoch witterungsresistentes Gartenholz für Rankgitter, Sichtzäune usw., das aber keinen Erdkontakt haben sollte
Druckimprägnierte Kiefer als vielseitiges Holz für Zäune, Pfähle usw., das auch bei Erdkontakt lange haltbar ist
Gebundetes Holz: Holzteil mit jeweils einer Nut- und einer Federverbindung.
Gleichgewichtsfeuchte: Wassergehalt von Holz in Luft bei konstanter Temperatur und Luftfeuchte.
Grasbaum: extrem langsam wachsende australische Pflanze, die eigentlich ein Liliengewächs ist. Aus einem extrem kurzen Stamm wachsen grasartige Büschel, daher der Name. Aus Grasbaumwurzeln fertigen Drechsler kleine Schmuck- und Gebrauchsgegenstände.
H
Halbrundholz: Wie der Name schon sagt, sind darunter halbrund gefräste Hölzer zu verstehen - meistens Zaunlatten.
HB: Abkürzung für "Holzhärte nach Brinell", siehe auch "Holzhärte".
Heizwert: Anzahl der Kalorien der bei völliger Verbrennung von Material je Mengeneinheit des Materials freiwerdenden Wärme.
Hemmlock: Der Hemmlock-Baum kommt nur in Nordamerika, von Kalifornien bis Alaska und in den Rocky Mountains vor. Der 2 cm schmale Splint ist fast weiss bis weiss-gelblich, das Kernholz ist gelbbraun mit einem leichten Rotstich. Hemmlock lässt sich mit allen scharfen Werkzeugen gut bearbeiten, ist gut zu sägen, hobeln, schleifen und zu polieren. Leider ist das Holz nicht witterungsfest und lässt sich nur schwer imprägnieren. Hemmlock findet als Bauholz für den mässig beanspruchten Innenausbau und für Verkleidungen, als Blindholz für Leisten und für Verpackungen Verwendung.
Hickory: Hickory wächst in Nordamerika und zwar im Südosten der Vereinigten Staaten. Das Kernholz ist hellbraun bis rötlich-braun (rotes Hickory), der Splint ist aussergewöhnlich breit und gelblich-weiss (weisses Hickory). Das Holz ist hart, vor allem sehr zäh, biegsam, stark schwindend und wenig dauerhaft im Freien. Es ist sehr schwierig zu bearbeiten und schlecht zu leimen, dafür lässt es sich aber gut polieren. Verwendung findet das Holz des Hickorybaums für Werkzeugsteile, Turn- und Sportgeräte, Sitzmöbel und vor allem als Spezialholz für Maschinen- und Wagenbau.
Hirnholz: Bezeichnung für Holz, das quer zur Stammachse bzw. zum Faserverlauf geschnitten wurde. Hirnholz wird z.B. als Holzpflaster im Aussenbereich verwendet. Die deutlich sichtbaren Jahresringe sorgen für eine interessante Optik.
Hochkantlamellenparkett: senkrecht gestellte, den Abmessungen des Mosaikparketts entsprechende Holzlamellen. Dieses Parkett wird bevorzugt im gewerblichen Bereich eingesetzt und in Verlegeeinheiten verklebt.
Holzbinder: gewölbte oder winklig verlaufende Trägerelemente aus Leimholz, mit denen grosse Weiten, z.B. in Sporthallen, überspannt werden können.
Holzblocktafel: Mehrschichtiges, wandähnliches Holzelement, das für den Wandaufbau von Holzhäusern, aber auch als Holzdecke eingesetzt wird.
Holzfeuchte: Die Holzfeuchte wird aus dem Unterschied zwischen Nass- und Darrgewicht (Trockengewicht) errechnet. Die Holzfeuchte wird in Prozent angegeben.
Holzhärte: Zur Bestimmung der Holzhärte wird in einem Messgerät (siehe auch "Brinell") eine Stahlkugel von 10 mm Durchmesser mit 500 N bei langsam steigendem Druck in das Holz gedrückt. Aus dem mehr oder weniger grossen Eindruck errechnet sich die Holzhärte oder Brinellhärte. Buche (34 N/mm2) und Eiche (34 - 41 N/mm2) gelten z.B. als harte Hölzer, Robinie oder einige tropische Hölzer als sehr harte Hölzer. Für die Parkettherstellung werden harte bis sehr harte Hölzer verwendet.
Holznagel: zylindrischer Holzstab (meistens) aus Eiche, der bei Schlitzzapfenverbindungen in vorgebohrte Löcher getrieben wird und dort die Festigung der verbundenen Holzteile gewährleistet.
Holzpellets: Aus Restholz gefertigte Stäbchen und Kügelchen für das alternative Beheizen von Häusern.
Holzscheit: Mit der Axt aus dem Holzstamm zerteilte Holzstücke für die Befeuerung von Kaminen und Kaminöfen. Siehe auch "Kaminholz".
Holzschutz: Holzschutzmittelbehandlung von Holz zum Schutz gegen Holzfäule und Insektenbefall.
Holzverbinder: Holz muss im Baubereich immer mit Holz, Mauerwerk oder Beton verbunden werden. Holz an Holz zu nageln oder zu schrauben ist die einfachste Form der Verbindung. Der Tischler und der Zimmermann kennen auch metallfreie Verbindungen, z.B. das Zapfen. Unter Holzverbindern werden landläufig jedoch Metallteile verstanden wie Winkel- und Lochplattenverbinder, Aufschraubhülsen, Balkenschuhe oder Sparren-Pfettenanker.
Holzstoffe: Platten und Formteile, die aus verleimten, verklebten oder verpressten Holzlagen, Holzspänen oder Holzfasern bestehen.
Holzwolle-Platten: Holzwolle wird in Holzwollemaschinen aus Holzstämmen gehobelt, mit Zement oder Magnesit vermischt und zu Holzwolle-Platten verarbeitet. Sie werden sehr vielseitig für den Wärme-, den Schall- und den Brandschutz eingesetzt, und zwar im Innen- und Aussenbereich, z.B. zur Fassadendämmung.
HPL-Laminat: HPL ist die Abkürzung für "High Pressure Laminat" und wird auch als Hochdrucklaminat bezeichnet. Anders als beim DPL-Laminat werden mehrere "Overlays" (Schutzschichten) mit dem Dekorpapier zu einer Einheit verschmolzen und anschliessend unter hohem Druck auf die Trägerplatte gebracht. HPL-Laminate sind deshalb besonders widerstandsfähig.
I
Imprägnierung: siehe "Kesseldruckimprägnierung" oder "Vakuum-Ölimprägnierung"
Ingenieurholz: Bezeichnung für Holz, das im sogenannten Ingenieurbau verwendet wird, also z.B beim Bau von Sporthallen. Ingenieurholz ist ein Oberbegriff; Ingenieurhölzer sind z.B. Leimbinder, die für spezielle konstruktive Anforderungen hergestellt werden.
Instrumentenholz: Sammelbegriff für Holz, aus dem Musikinstrumente gebaut werden, siehe auch "Klangholz".
Intarsie: Einlegearbeit in Holz, vor allem in die Furnierschicht von wertvollen Möbeln. Die in das Holz "eingelegten" Teile können ebenfalls aus Holz sein, aber auch aus anderen Materialien bestehen, z.B. aus Elfenbein, Schildpatt, Messing usw.
J
Jahresring: sich jährlich im Baumstamm bildende Wachstumsschichten
K
Kämpfer: waagrechtes Querholz bei Fenstern mit Oberlicht, dient als waagrechter Anschlag für die Fensterflügel.
Kaminholz: Holzscheite von etw 30 - 35 cm Länge aus mindestens zwei Jahre regensicher an der Luft getrocknetem Holz. Als Kaminholz eignen sich besonders Eiche, Buche und Birke sowie das Holz von Obstbäumen. Das Holz von Nadelbäumen ist nicht geeignet wegen Versottungsgefahr des Schornsteins und Funkenflug aufgrund des Harzgehaltes.
Kampferbaum: bis zu 30 m hoch werdender Baum aus China und Japan, der in Fernost wegen seines Wohlgeruchs zur Herstellung von Truhen, Schränken und Särgen verwendet wird. Das aus dem Holz destillierte ätherische Öl wird für medizinische Zwecke eingesetzt. Bekannt sind die heissen, mit Kampfer getränkten Tücher, die in Asien vor dem Essen zur Hand- und Gesichtsreinigung gereicht werden.
Kantholz: konstruktiv verwendbares, auf allen vier Seiten gehobeltes Holzteil mit rechteckigem Querschnitt, Höhe 4 cm, Seitenlänge mindestens 6 cm, Breite zur Höhe 1:1 bis 1:3.
Kernholz: Das besonders widerstandsfähige und dauerhafte, dunklere Holz aus dem Innenteil eines Stammes (siehe auch "Splintholz").
Kesseldruckimprägnierung: Gelöste Salze werden mit sehr hohem Druck tief in das Holz gepresst, wodurch das Holz dauerhaft vor Fäulnis und Schädlingsbefall geschützt wird. Derart behandelte Kiefer kann auch in der Erde verbaut werden (siehe "Gartenholz").
Kiefer: Kiefern haben ein sehr grosses Verbreitungsgebiet. Sie kommen in ganz Europa, Nordamerika, Nahost und in Ostasien vor. Kiefernholz hat im frischen Zustand eine gelbliche bis rötliche Farbe, wobei der breite Splint heller ist als der Kern. Nach kurzer Lagerung dunkelt das Kernholz aber stark nach. Das Holz ist ausserdem sehr harzig und fettig. Kiefernholz ist gutes Bauholz und findet für Tischlerarbeiten, Fussböden, Türen etc. Verwendung.
Kirschbaum: Der europäische Kirschbaum ist in Mittel- und Südeuropa beheimatet. Das Furnier des Holzes ist feinporig, sehr gleichmässig und mit typisch seidenmattem Glanz ausgestattet. Anfangs zart-rosa, erhält das Holz unter Lichteinfluss einen warmen Farbton. Das edle Holz kann problemlos gebeizt, mattiert und poliert werden und gilt im Stilmöbelbau zu den am häufigsten verarbeiteten Hölzern.
Klafter: nicht mehr gebräuchliches Raummass, insbesondere für Brennholz, je nach Region drei bis vier Raummeter umfassend.
Klangholz: oft exotische, lange gelagerte und teure Spezialhölzer für den Bau der Klangkörper in Musikinstrumenten, (siehe auch "Instrumentenholz").
Klebstoffe: nur durch moderne Klebetechnik ist es möglich, aus dem überreichlich vorhandenen Restholz hochwertige Holzprodukte herzustellen. Je nach Anwendungszweck werden Polykondensationsklebstoffe (z.B. für Spanplatten), Dispersionsklebstoffe (z.B. für das Verkleben von Furnieren oder Dekorfolien) und Schmelzklebstoffe (z.B. für die Ummantelung von Paneelen oder Postforming-Platten mit Folien) eingesetzt. Ohne Schmelzklebstoffe wäre die moderne Serienmöbelproduktion nicht denkbar.
Klickparkett: ein Dreischichtparkett (siehe Mehrschichtparkett), das "schwimmend" verlegt werden kann und das nicht durch Nut und Feder, sondern durch "Klickverschlüsse" miteinander verbunden wird.
Kombiplatten: Sie bestehen aus einem Vollholzkern und zwei dünnen Spanplatten-Deckschichten. Da sie ebenso glatt wie Spanplatten, aber leichter und stabiler sind, werden sie gern für Fachböden und Bandborde eingesetzt.
Konstruktionsvollholz: Konstruktionsvollholz (KVH) ist die Bezeichnung für ein nach Tragfähigkeit, Holzfeuchte, Einschnittart und Masshaltigkeit sortiertes, besonders hochwertiges Bauholz aus einheimischer Fichte, Tanne, Lärche oder Kiefer.
Konstruktiver Holzschutz: Bauliche Massnahmen, um Holz, insbesondere im Aussenbereich, nicht unnötiger Witterungsbelastung, vor allem durch Regen auszusetzen. Dazu zählt z.B. ein weit überragendes Dach, welches eine Holzfassade vor Niederschlag schützt.
Koromandelholz: Ebenholzart von der Koromandelküste, der Halbinsel in Südindien. Diese Ebenholzart ist nicht gleichmässig schwarz, sondern kann auch braun sein. Typisch sind die grauen und braunen Flecken. Das Holz wurde in den zurückliegenden Jahrhunderten u.a. zur Anfertigung kleiner Kassettenschränke verwendet.
Krummschäftig: Bezeichnung aus der Holzwirtschaft für Säbelwuchs, Wellenwuchs oder Schraubenwuchs bei Bäumen.
Küchenarbeitsplatten: siehe Arbeitsplatten
KVH: siehe Konstruktionsvollholz
L
Lärche: Die Lärche ist in Europa beheimatet. Lärchenholz hat einen rötlich-braunen, stark nachdunkelnden Kern und einen gelblich-weissen Splint. Der farbliche Unterschied zwischen Früh- und Spätholz ist vor allem im Kern auffallend gross, wodurch das Holz eine sehr lebhafte Zeichnung erhält. Lärchenholz ist noch dichter, härter, zäher, harzreicher und witterungsbeständiger als Kiefernholz und eignet sich besonders für Aussenarbeiten, z.B. für den Schiffs- und Brückenbau.
Lamparkett: siehe Massivparkett
Lamelliertes Holz: mehrlagige, miteinander verleimte Bretter, aus denen z.B. "lamellierte Blockbohlen" gemacht werden.
Landhausdiele: besonders beliebte Form des Mehrschicht- oder Fertigparketts.
Laubholz: Holz von laubtragenden Bäumen.
Latte: Regelquerschnitte 2.4/4.8 - 3/5 und 4/6 cm, Querschnitte nicht grösser als 32 qcm und einer Breite von bis 80 mm.
Lattung: äusserer Teil einer Unterkonstruktion, an der z.B. eine Dachdeckung oder die Holzverkleidung einer Fassade eingehängt bzw. befestigt wird.
Lebensbaum oder Thuja: immergrüne Heckenpflanze, Standardbäumchen in deutschen Gärten und auf Friedhöfen. Thujen können als Solitäre auch beträchtliche Höhen erreichen. Das Holz ist aber für die Holzwirtschaft nicht zu gebrauchen.
Leimholzplatten: Massivholzplatten aus einzelnen, miteinander verleimten Holzlamellen. Gut geeignet für den Möbelbau.
Leiste: 12 - 38 mm starkes und 25 - 63 mm breites Holzteil.
M
Macoré: Der Macoré-Baum wird auch afrikanischer Birnbaum genannt und ist in Westafrika, Oberguineaküste, Sierra Leone und Kamerun verbreitet. Das Kernholz ist hellrot und bräunt mit der Zeit nach. Macoré ist ein typisch massives und furniertes Ausstattungsholz. Verwendet wird Macoré als Konstruktionsholz für Innen und Aussen, als Parkett, für Treppen und als Furniere für Möbelinnenteile und Türen.
Mahagoni: Mahagoni wächst in den Regenwäldern Westafrikas, der Elfenbeinküste und in Südamerika. Charakteristisch für Mahagoni ist das meist schlicht strukturierte Holz. Der Splint ist gelblich-grau bis rosa-grau und das Kernholz ist frisch blass-rosa bis hell rötlich-braun. Mahagoni ist eine sehr vielseitig einsetzbare Holzart. Neben seiner Bekanntheit als elegantes Holz für Stilmöbel wird Mahagoni für stilvolle Innenausbauten, Kunsttischlerarbeiten und exklusiven Bootsbau verwendet.
Makassar: Makassar gehört zur Gruppe der Ebenhölzer und ist vorwiegend auf der Insel Celébes, Indonesien, und manchmal auf den Molukken zu finden. Ausgesprochen attraktiv schwarz-rot gestreifte Furniere und die glänzende, dekorative Zeichnung sind charakteristisch für das seltene Holz, das sich gut hobeln, schnitzen und polieren lässt. Das Holz eignet sich für feine Möbel, Musikinstrumente und Kunsttischlereien.
Mapa: Abkürzung im Holz- und Furniergeschäft für "Maser-Pappel" (siehe "Maser").
Maser: Bezeichnung für die Wurzelknolle eines Baumes. Maser-Holz verfügt fast immer über eine besonders auffällige Maserung. Dementsprechend ist Maserholz wertvoller als das Stammholz.
Maserung: Entsteht durch die Struktur des Holzes beim Wuchs sowie durch Farbdifferenzierungen. Die Maserung (Fachbegriff: Textur) verleiht dem Holz die wohnliche, dekorative und unverwechselbare Optik.
Massivparkett: wird in 10 mm Stärke angeboten und ist speziell für Renovierungsarbeiten gedacht. Die Stäbe haben glatte Kanten und sind dünner, schmaler und kürzer als Stabparkett. Massivparkett wird aufgeklebt.
MDF-Platten: Mitteldichte Faserplatten sind mit Leim gebundene Platten aus fein zerfasertem Holz. Sie sind besonders leicht und angenehm zu verarbeiten.
Mehrschichtparkett: in Deutschland als "Fertigparkett" bekannt. Aus zwei oder drei Schichten bestehende Parkettart, bei der die Nutzschicht aus mindestens 2 mm starkem Vollholz bestehen muss. Die Mittellage und die Gegenzugschicht können aus Holzwerkstoff oder anderen Materialien bestehen. Das dreischichtige Parkett ist besonders formstabil und kann geklebt oder "schwimmend" verlegt werden. Elemente aus zwei Schichten müssen verklebt werden.
Merbau: Die natürliche Verbreitung der Holzart Merbau erstreckt sich über den ostasiatischen Raum und die Pazifikinseln zwischen Amerika, den Philippinen und Australien. Merbau ist ein grob strukturiertes Holz mit wenigen, sehr grossen zerstreuten Poren. Die dekorative Holzart zeichnet sich durch eine rotbraune Färbung und einen natürlichen Glanz aus. Ein gutes Stehvermögen ermöglicht dieser festen, harten Holzart eine optimale Verwendung im Fussbodenbereich.
Mondphasenholz: Besonders hochwertiges Holz, insbesondere aus Skandinavien. Die Ernte findet im Winter, zur Zeit der Saftruhe, in der letzten Woche vor Neumond statt.
Mosaikparkett: besteht aus einzelnen Vollholzlamellen, die als Verlegeeinheiten durch ein Klebnetz auf der Unterseite zusammen gehalten werden. Häufigstes Muster ist der Würfel.
Mottel: siehe Riegel
Movingui: Movingui findet man zumeist in den westafrikanischen Ländern von der Elfenbeinküste bis Nigeria. Der Splint des Holzes ist hell gelblich-grau und das Kernholz ist blass bis zitronengelb. Movingui ist ein mässig schweres Holz, das problemlos mit Klarlacken, Lasuren, Polituren und Wachsen behandelt werden kann. Verwendung findet das Holz sowohl im Aussen- als auch im Innenbereich für Möbel, Vertäfelungen oder Türblätter.
Multiplexplatten: Die "Jumbos" unter den Sperrhölzern bestehen aus vielen miteinander verleimten Furnierlagen gleicher Dicke. Aufgrund ihrer Festigkeitseigenschaften sind sie ideal für Werkbänke und andere Bauteile mit hoher Belastung.
N
Nachgeschnittenes Holz: nach dem Trocknungsprozess nochmals geschnittenes Holz
Nachhaltige Forstwirtschaft auch nachhaltige Waldbewirtschaftung: Darunter sind verschiedene Massnahmen zu verstehen, trotz "Ernten"von Bäumen den Wald in seiner Substanz und für spätere Holzernten zu erhalten. Dazu gehört u.a., dass grosse Stämme so geschlagen werden, dass kleinere Licht bekommen und nachwachsen können. Dazu gehört auch, dass die gefällten Bäume so aus dem Wald geschafft werden, dass Jungbäume nicht beschädigt werden. In der deutschen Forstwirtschaft ist die Nachhaltigkeit gang und gebe.
Nadelholz: Holz von Nadelbäumen, insbesondere von Fichte und Kiefer.
Nagelplatten: Metall-Holzverbinder mit spitzen Dornen. Diese werden in die zu verbindenden Holzteile genagelt und halten aufgrund ihrer Konstruktion die Holzteile "bombenfest" zusammen.
Nagelplattenbinder: spezielle Binder für den Zusammenbau mittels Nagelplatten.
Nenngrösse: Abmessung zur Angabe der geplanten Grösse eines Bauteiles oder eines Gebäudeteiles.
Nussbaum (amerikanisch): Den Nussbaum findet man in den Laubwäldern der östlichen und mittleren USA. Feinblumige Zeichnung oder auch gestreifte Textur machen den Nussbaum zu einem geschmeidig eleganten Holz. Die Farbe variiert von graubraunen bis rötlich-braunen Farbtönen. Nussbaum wird vor allem für hochwertige Stilmöbel verwendet, z.B. für Möbel im Rokoko- und im Barockstil.
Nussbaum (europäisch): Den europäischen Nussbaum findet man vorwiegend im wärmeren West- und Mitteleuropa bis zu den Mittel- und Schwarzmeerländern. Er hat teils einen breiten, hellgrauen Splint von 3 bis 7 cm, der beim Dämpfen nachdunkelt. Das Kernholz ist mattbraun bis schwarzbraun. Französischer Nussbaum lässt sich leicht sägen, hobeln, fräsen, dechseln, schnitzen, nageln und bohren, ist jedoch schwer spaltbar. Hervorragendes Ausstattungsholz für den gesamten Innenausbau, wertvolle Möbel, Täfelungen, Parkett, Sitzmöbel, Drechslerarbeiten.
Nutzverbindung: siehe gespundetes Holz
O
Ölbaum: siehe Olivenbaum
Olivenbaum: der Oliven- oder Ölbaum ist ein wahrhaft biblischer Baum, denn Jesus zog mit einem Ölzweig in Jerusalem ein. Olivenbäume können mehrere hundert Jahre alt werden, aus den Früchten wird das seit Jahrtausenden begehrte Olivenöl gepresst. Das attraktiv gemaserte Holz wird von Drechslern und Kunsthandwerkern zu Schalen, Schmuck und dergleichen verarbeitet.
OSB-Platten: Platten mit ausgerichteten Flachspänen, die in drei Schichten aufgeschüttet, mit Wachs und Phenolharz ummantelt und unter Druck und Wärme zu einer Platte verpresst werden. OSB (Oriented Sprand Boards) tragen wegen ihres geringen Gehaltes an Leimstoffen sehr oft das Umweltzeichen "Blauer Engel". Es gibt sie in vier Beanspruchungsklassen. Sie sind in ihrer Stabilität gleichstarken normalen Spanplatten deutlich überlegen.
Overlay: Hochwertige Beschichtung (z.B. Melaminharzfilm) zum Schutz darunterliegender Dekorpapiere oder -folien (siehe "Laminate").
P
Padouk: Padouk wächst auf den Kontinenten Afrika und Asien, wobei es in Afrika weitaus häufiger zu finden ist. Padouk - auch Korallenholz genannt - hat eine hell- bis dunkelrote, auch oft dunkelbraunrote Farbe. Durch die leicht farbig gestreifte Struktur und den natürlichen Glanz wirkt das harte und feste Holz sehr dekorativ. Das Holz ist gut zu verarbeiten und eignet sich hervorragend als Fussboden- und Thekenholz oder für den Fahrzeugbau.
Palisander (ostindisch): Den ostindischen Palisander findet man in Indien, Sri Lanka und Indonesien. Der Splint des ostindischen Palisanders ist gelblich und 4 - 6 cm breit, das Kernholz ist dunkelbraun bis violett, von dunklen Adern fast regelmässig gestreift. Durch Lichteinwirkung entsteht später ein Verlust an Farbtiefe. Palisander lässt sich gut trocknen und hat nur wenig Neigung zum Reissen und Werfen, jedoch sollte einer Lufttrocknung der Vorzug gegeben werden. Auch ist das Holz hart und witterungsfest. Palisander ist ein hervorragendes Ausstattungsholz und Furnier für wertvolle Möbel und feinen Innenausbau.
Palisander (Rio): Der Rio-Palisander wächst in Südamerika und zwar im östlichen Brasilien bis Argentinien. Der Splint ist weiss und breit. Das Kernholz ist gelb-, schokoladen- bis violettbraun und dunkelrot, von beinahe schwarzen Zonen unregelmässig gestreift. Der Palisander ist mit allen Werkzeugen gut zu bearbeiten, leicht zu drechseln, und zu polieren. Das Holz lässt sich ausserdem gut verleimen und lackieren. Rio-Palisander ist ein hervorragendes Ausstattungsholz und Furnier für wertvolle Möbel und feinen Innenausbau wie z.B. Vertäfelungen und Parkett sowie für Drechslerarbeiten.
Pappel: schnellwachsender Baum, dessen Holz absolut ungeeignet für eine Weiterverarbeitung ist - mit einer Ausnahme: Aus maschinell hergestellten Pappelspänen wird durch Verleimung und Pressung ein sehr widerstandsfähiges Bauholz hergestellt.
Parkett: seit Jahrhunderten ein bewährter Holzbodenbelag. Parkett wird in Ein- und Mehrschichtparkett unterschieden. Informieren Sie sich bitte weiter unter den Stichworten: Stabparkett, Mosaikparkett, Massivparkett, Hochkantlamellenparkett, Mehrschichtparkett und Tafelparkett.
Parkettriemen: Stabparkett mit angehobelter Nut und Feder.
Parkettstäbe: Parkettstäbe besitzen eine ringsum verlaufende Nut und werden bei der Verlegung durch Querholzfedern verbunden.
PEFC: Abkürzung für Pan-Europäische Forst Zertifizierung. Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa und speziell in Deutschland. Die PEFC prüft allerdings keine Einzelbetriebe, sondern Waldregionen, deren Besitzer dutzende kleiner Forstbetriebe sein können.
Pfetten: Längsbalken, die die Sparren tragen und/oder zur Aussteifung der Sparren eingebaut werden. Pfetten verlaufen immer parallel zur Traufe oder zum First.
Pinhole: Bezeichnung unter Holzimporteuren für kleine Wurmlöcher bei tropischen Hölzern. Pinholes von abgestorbenen Insekten bedeuten nicht unbedingt, dass das Holz minderwertig ist.
Pinie: Die Pinie gehört zur Familie der Kiefern- und Tannengewächse. Sie ist einer der Charakterbäume des Mittelmeerraums und kommt hauptsächlich in Südfrankreich, Spanien, Portugal und Italien vor. Typisch ist die malerische, schirmförmige, flache oder wenig gewölbte Krone sowie die sehr kontrastreiche dunkle Maserung auf hellem Holz. Das duftende Harz dient zur Herstellung von Terpentin. Pinienholz findet immer mehr Einzug in Wohnräumen, wo es zumeist als edles Türholz, aber auch als Möbelholz verwendet wird.
Planke: Bezeichnung für Bohlen, die konstruktiv eingesetzt werden können - z.B. für Bootsstege.
Postforming-Platten: Sammelbegriff für nachformbare, veredelte Spanplatten mit abgerundeten konkaven oder konvexen Kanten. Dass die Platten ihren Namen daher haben sollen, dass sie erstmals für die Ausstattung von Schalterhallen der Post eingesetzt wurden, darf in den Bereich der Märchen verwiesen werden.
Pyramide: Bezeichnung für verwachsene Astgabeln, z.B. bei Mahagoni oder Nussbaum.
Q
Quellung: Vergrösserung der Abmessung des Holzes infolge Feuchtigkeitsaufnahme. Quellung und Schwindung können sich je nach erneuter Befeuchtung oder Trocknung wiederholen.
Querschnittgrössen: Stärke und Breite eines Holzteils.
R
Ranchzaunbohlen: Ranchzaunbohlen sind starke, meistens gehobelte Bretter, deren Schnittkanten nicht "besäumt", also naturbelassen sind. Folglich sind diese Bohlen sehr unregelmässig.
Raummeter: 1 m2 Stapelholz mit Zwischenräumen
Relative Luftfeuchtigkeit: das Verhältnis der herrschenden Feuchtigkeit zum gesättigten Zustand, Angabe normalerweise in Prozent.
Riegel: Bezeichnung in der Holzwirtschaft für quer zum Faserverlauf angeordnete Streifen, die nur bei Laubhölzern anzutreffen sind, insbesondere beim Riegelahorn.
Riegelahorn: Der Riegelahorn wächst in Mittel- und Südeuropa. Er wird in der Möbelindustrie zu Furnieren verarbeitet. Typisches Kennzeichen ist die Streifenbildung in der Maserung. Riegelahorn ist auch ein begehrtes und teures Instrumentenholz, vor allem für den Gitarrenbau.
Rifts oder Riftbretter: Im Radialschnitt gesägte Bretter, bei denen der Winkel zwischen Jahresringen und Brettseiten zwischen 60 und 90° liegt. Rifts besitzen eine grössere Stabilität als sogenannte Seitenbretter.
Rippenplatten: Entstanden im Stahlbeton-Fertigbau werden solche Platten inzwischen auch aus Holz und Holzwerkstoffen hergestellt. Sie sind in der Lage, grosse Spannweiten bei hoher Belastung und geringem Materialeinsatz zu überbrücken.
Rückepferde: Kaltblüter, die von unseren Vorfahren in der Forstwirtschaft eingesetzt wurden, um gefällte Bäume mit speziellem Zuggeschirr aus dem Wald zu "rücken" und zu ziehen. Die mächtigen Pferde werden heutzutage wieder verstärkt eingesetzt, weil sie Jungbäume weit weniger verletzen oder vernichten als Zugmaschinen.
Rüster: Rüster findet man in Europa bis Südskandinavien sowie in den USA und Kanada. Rüster ist eine Ulmenart, dessen Splint schmal und grau ist. Das Kernholz ist grau bis rotbraun, die Kern-Splint Grenze weist gelegentlich Farbstreifen auf. Leider ist Rüster nicht witterungsfest und hat eine starke Neigung zu reissen und verwerfen. Auch ist das Holz anfällig für Pilz- und Insektenbefall. Verwendet wird Rüster als Ausstattungs- und Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Innenausbau und für Sitzmöbel.
Rundholz: Teil des gesägten und von Zweigen und Ästen befreiten Baumstammes.
Rundsäulen: Rundsäulen sind aus Leimholzblöcken gedrechselte und danach feingeschliffene Holzsäulen, die dekorative, aber auch statische Aufgaben erfüllen können.
S
Säbelwuchs: Bezeichnung für Baumstamm, der krummschäftig und säbelartig gewachsen ist.
Sackung: Bezeichnung für den Vorgang, dass sich aus Holzbohlen hergestellte Wände infolge der natürlichen Trocknungsschrumpfung senken können.
Sägerauhe Fläche: Oberfläche eines Holzteils, das nach dem Trocknen der Länge nach geschnitten wurde.
Sandelholz: Der echte Sandelbaum aus Indien wird unter Staatskontrolle angebaut und ist besonders wertvoll, da aus ihm Räucherstäbchen hergestellt werden, die in hinduistischen Tempeln (und weltweit auf spirituellen Meetings der Esoteriker) brennen. Gelegentlich werden kleine Zierkästchen aus dem Holz gefertigt. Holzstückchen werden auch in Wäscheschränke gelegt, um Motten fernzuhalten.
Sapeli: Sapeli ist eine exotische, aber keineswegs seltene Holzart. Das Holz ist über ganz Westafrika bis hin zu Zentralafrika verbreitet. Anfangs rosa, dunkelt Sapeli im Laufe der Zeit in ein sattes rotbraun nach. Als besonders exklusiv gilt die Wuchsform, bei der kleine Kränze und Verwirbelungen die schlichten Flächen des Holzes umschliessen. Sapeli ist ein hartes, leicht zu verarbeitendes Holz, das im Möbel-, Türen-, Paneel- und Parkettbereich zum Einsatz kommt.
Schalung: Schalungen sind, im Gegensatz zu Lattungen, flächige Bauteile aus Schalbrettern. Schalungen werden im Baubereich überall benötigt, z.B. als Unterlage für Unterdächer oder als Gussform beim Einbringen von Fliessbeton.
Scheit: siehe Holzscheit
Schichtholz: Balken, Bögen und Stützen aus mehreren Holzschichten, die parallel zur Längsachse eines Bauelementes angeordnet sind. Die Schichten sind annähernd parallel zu ihrer Faserstruktur zu einem grösseren Querschnitt zusammengeleimt.
Schiffsboden: Mehrschicht- oder Fertigparkett, das der traditionellen Beplankung von Schiffsböden nachempfunden wurde.
Schlafzimmerlänge: Holzhandel, Sägewerke und Tischler sprechen von Schlafzimmerlänge, wenn Rundholz oder Brettzuschnitte eine Länge zwischen 2.60 und 3.20 m aufweisen.
Schnittrichtung: Richtet sich nach dem Aufbau und der Art des Stammes bzw. nach der dafür gedachten Verwendung. Es gibt den Querschnitt ("Hirnschnitt"), den Fladerschnitt ("Tangentialschnitt") und den Radialschnitt ("Spiegel-" oder "Riftschnitt") an.
Schnitzleisten: Bezeichnung für Holz, das sich besonders zum (maschinellen) Schnitzen von Lisenen oder Gesimsaufsätzen eignet.
Schraubenwuchs: Bezeichnung für Baumstamm, der krummschäftig und schraubenförmig gewachsen ist.
Schwinden: Verringerung der Abmessung des Holzes infolge einer Feuchtigkeitsabnahme (siehe auch "Quellung").
Sipo: Sipo ist ein afrikanisches Laubholz und wird auch Sipo-Mahagoni genannt. Das Splintholz ist hellgrau bis rot, das Kernholz bräunlich nachdunkelnd. Das Holz ist sehr hart und mit geringer Festigkeit, witterungsbeständig, gut zu bearbeiten und beständig gegen Insekten und Pilze. Verwendet wird Sipo-Holz vor allem für Furniere, den Innen- und Aussenbau sowie für Fenster- und Bootsbau.
Spanplatten: Spanplatten bestehen aus feinen Holzspänen unterschiedlicher Stärken, die unter hohem Druck mit Bindemitteln zu Platten gepresst werden. Sie sind preiswert, universell einsetzbar und leicht zu verarbeiten.
Sparren: Sparren sind massive Holzbalken ("Dachsparren"), die von der Traufe bis zum Dach führen und vom Zimmermann parallel zum Ortgang eingebaut werden. Sparren tragen die wesentlichen Lasten von Dacheindeckungen, Gauben und Dachfenstern.
Sperrholz: Sammelbegriff für Holzplatten, die aus mindestens drei miteinander verleimten Holzlagen bestehen, wobei die Lagen gegeneinander, meist um 90° versetzt - also "abgesperrt" - sind.
Splintholz: Das hellere Holz, welches das Kernholz einschliesst, meist ein Mantel zwischen 30 und 50 mm. Splintholz ist qualitativ geringwertiger als Kernholz.
Spundverbindung: siehe gespundetes Holz
Stabparkett: Stabparkett besteht aus 14 - 22 mm starkem Vollholz. Es wird zwischen Parkettstäben und Parkettriemen unterschieden (siehe entsprechende Stichworte). Stabparkett kann je nach Untergrund geklebt oder genagelt werden.
Stabsperrholz: Stabsperrholz weist eine Mittellage aus miteinander verpressten und verleimten, höchstens 30 mm breiten Holzstäben auf.
Stäbchensperrholz: Wie Stabsperrholz, jedoch wurden statt der Stäbe maximal 8 mm breite Stäbchen verarbeitet.
Staketen-Zaunlatten: Bezeichnung für halbrund gefräste Latten, deren Kopfenden spitz "gekegelt" sind.
Stapel: Frisch geschnittene Hölzer werden zum Trocknen auf Stapellatten gestapelt, wodurch die Hölzer allseitig gut belüftet werden. Beim bereits getrockneten Holz wird dicht gestapelt ("Parketierung").
Stülpschalung: Wand- und Fassadenbekleidung bei der die Bretter horizontal in der Form anmontiert werden, so dass sich das nächst höhere Brett wenige Zentimeter über das untere "stülpt".
T
Tafel: normalerweise gehobeltes, profiliertes und gespundetes Holzteil zur Inneneinrichtung.
Tafelparkett: Bezeichnung für in Tafelform zusammengefügte Verlegeeinheiten. Diese können aus einer "Blindplatte" mit aufgeklebten Parkettelementen oder aus Vollholzteilen bestehen, die zu einer Tafel gefügt sind. Tafelparkett wird vor allem bei Restaurierungsarbeiten eingesetzt und dann verklebt oder genagelt.
Tangentialschnitt: Längsschnitt parallel zur Stammachse und senkrecht zu den Jahresringen ("Fladerschnitt", "Brettschnitt", "Sehnenschnitt").
Taxus: siehe Eibe
Teak: Teak kommt aus dem Südasiatischen Festland, von Indien bis Indochina und Java vor. Das Kernholz ist gelb, später hell bis dunkelbraun, durch schwarze Adern lebhaft gestreift. Die Frühholzporen sind deutlich gezeichnet. Teakholz wird vor allem für Terrassen und Schiffsdeckmöbel verwendet. Es ist witterungsbeständig und zum ganzjährigen Verbleib im Freien hervorragend geeignet. Aufgrund des Gehalts an öligen Inhaltsstoffen kann Teak unbehandelt bleiben und erhält dann die bekannte silbergraue Patina. Teak lässt sich bevorzugt mit hartmetallbestückten Werkzeugen gut sägen, hobeln, fräsen, ebenfalls gut schleifen und drechseln.
Textur: siehe Maserung
T-Holz: Schwedischer Begriff für nach Festigkeit sortiertes Holz gemäss den Richtlinien T30, T24 und T18.
Tischlerplatten: Sie bestehen aus einer stärkeren, massiven Mittellage und dem beidseitigen Deckfurnier. Beliebtes Trägermaterial für den exklusiven Möbelbau.
Trockene Hölzer: Hölzer, die für die Verarbeitung in unserem Klima den idealen Feuchtegehalt haben, denn absolut trocken dürfen Hölzer nicht sein. Für Holz, das im Aussenbereich verarbeitet wird, liegt der Feuchtegehalt bei 12 bis 15 %, bei Holz für Innenräume bei 8 - 12 %.
Trocknung: Unterschieden wird zwischen der technischen ("künstlichen") Trocknung und der Freilufttrocknung. Die künstliche Trocknung erfolgt in Kammern oder Durchlaufkanälen. Durch computergesteuerte Regelung können wesentlich kürzere Trocknungszeiten und niedrigere Endfeuchtigkeiten erreicht werden als bei der Freilufttrocknung. Vielfach erfolgt auch eine Vortrocknung im Freien und anschliessend eine technische Endtrocknung.
U
Unbesäumtes Holz: siehe Besäumen
V
Vakuum-Ölimprägnierung: Unter Vakuum wird ein ölhaltiges Imprägniermittel ins Holz - insbesondere Fichte - eingebracht, wodurch es vor Schädlingsbefall geschützt wird. Derartig imprägniertes Holz kann auch im Innenbereich verwendet werden. Bei Einsatz im Aussenbereich sollte das Holz dennoch nicht mit dem Erdbereich in Berührung kommen.
Verblattung: Zimmermannstechnik für die Herstellung von Eckverbindungen bei Balken und Bohlen.
Verkleidung: Holzbretter, Tafeln usw. zum Abdecken der Fassade, normalerweise mit einer feingeschnittenen (nicht gehobelten) Oberfläche und Nut- und Spundverbindung.
Verlegeplatten aus Holzspänen: Dreischichtplatten aus zwei Deckschichten und einer homogenen Mittelschicht, die sich hauptsächlich aus Nadelholzspänen zusammensetzt, die mit einem Mischharz gebunden worden sind.
Verzapfung: Verbindungsart von Holzteilen, z.B. Querholz und Höhenschenkel des Fensterrahmens. Ein am Ende des Querholzes angebrachter Zapfen wird in einen entsprechenden Schlitz gesteckt und bildet so die konstruktive Verbindung.
Verzinkung: Tischler- und Zimmermannstechnik, um zwei Holzteile - vornehmlich Bretter - miteinander zu verbinden. Dabei werden die Zinken verleimt. Durch Keilverzinkung und Verleimung von Brettschichtholz können aus kleineren Holzbrettern enorm stabile Leimbinder oder Blockbohlen hergestellt werden.
Vogelaugen: Bezeichnung für ringförmige Zeichnungen im Furnier, besonders bekannt ist der Vogelaugenahorn.
Vogelaugenahorn: Der Vogelaugenahorn ist als "geaugte" Maser-Variante des nordamerikanischen Zuckerahorns im Nordosten Amerikas verbreitet. Überwiegend helles, feinporiges Holz, auf dem sogenannte Vogelaugen mit ca. 3 - 5 mm Durchmesser auftreten. Das Holz eignet sich sowohl für den Innenausbau, als auch für Verzierungen und Ausschmückungen im Wohnmöbelbereich.
Vollholz: Fachbezeichnung für massives Holz in seiner gewachsenen, natürlichen Struktur. Vollholz wird zu Brettern, Bohlen, Balken, Leisten, Pfählen, Masten usw. gesägt bzw. verarbeitet.
W
Wärmekapazität: Bezeichnung für erforderliche Wämemenge (in W oder kJ), um 1 kg eines Stoffes um 1° C zu erwärmen.
Wärmeleitfähigkeit: Anzahl von W, die pro Zeiteinheit durch 1 qm eines 1 m starken Stoffes dringt, wobei der Temperaturunterschied auf beiden Seiten des Stoffes 1° C beträgt.
Weichholz: Auch der Laie kann Weichholz bestimmen. Wenn er nämlich das Holz mit seinem Fingernagel einkerben kann, dann handelt es sich um Weichholz. Viele Nadelbäume, z.B. Fichte oder Kiefer sind Weichhölzer, aber auch einige Laubbäume wie z.B. Linde oder Pappel.
Wellenwuchs: Bezeichnung für Baumstamm, der krummschäftig und wellenartig gewachsen ist.
Wenge: Die Wenge findet man in Westafrika, von Kamerun bis Kongo. Der Splint ist ca 2 cm bis 5 cm schmal und grauweiss. Das Kernholz ist scharf begrenzt, frisch hell und wird später kaffeebraun. Ohne besondere Schwierigkeiten ist das Holz gut bearbeitbar, zu drechseln und zu schnitzen, jedoch ist zum Sägen ein erhöhter Kraftaufwand erforderlich. Wenge ist ein gutes Konstruktionsholz im Innen- und Aussenbereich, das auch für masshaltiges Rahmenwerk, Parkett und Furniere im Innenausbau geeignet ist.
Wimmer: siehe Riegel
Z
Zebrano: Zebrano ist einzig in Ländern der Äquatoralzone Westafrikas beheimatet und zählt zu den luxuriösesten und dekorativsten Hölzern Afrikas. Mit seiner gelblichen/hellgrauen bis gelben Farbe und den scharf abgesetzten graubraunen bis dunkelbraunen Streifen setzt es Trends und Akzente. Zebrano ist pilz-, insekten- und witterungsfest und leicht zu verarbeiten. So findet sich Zebrano-Holz in exklusiven Automobilen und als edle Oberfläche hochwertiger Möbel.
Zellulose: Aus Holz- meist aus Holzabfällen - gewonnenes, watteartiges Rohmaterial für die Papier- und Dämmstoff-Herstellung.
Zinkverbindung: Bezeichnung für geleimte Endfugen mit keilförmigen, symmetrischen Zinken zur Verbindung von Bauteilen.

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