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Die Teilnehmerstaaten der Konferenz in Doha (2012) definierten das Klimaregime für die Jahre 2013-2020. Das Kyoto-Protokoll wurde bis 2020 verlängert. Gewisse Industriestaaten, beispielsweise die Schweiz und die EU-Länder, kündigten darüber hinaus verbindliche Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen an. Für Entwicklungs- und Industrieländer, die das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet hatten, wurde ein freiwilliges Emissionsreduktionssystem eingerichtet. Dieses wird mittels Monitoring kontrolliert.
An der diesjährigen Konferenz in Warschau stehen Fragen zur Emissionsminderung, Anpassung und Finanzierung, zum Technologietransfer sowie zur Aktualisierung der Umsetzung des Kyoto-Protokolls im Vordergrund. Des Weiteren wird die Zweckmässigkeit des langfristigen Ziels geprüft, wonach die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzt werden soll.
Für die Finanzierung der Klimapolitik gilt es, die Grundlagen des „Green Climate Fund“ zu präzisieren, damit dieser seine Arbeit aufnehmen kann. Durch diesen neuen Klimafonds sollen ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen zur Verfügung gestellt werden, damit die Klimapolitik in Entwicklungsländern umgesetzt werden kann. Die Schweizer Delegation legt Wert darauf, dass die „Klimafinanzierung“ mittels öffentlicher und privater Mittel konkreter definiert wird. Ausserdem unterstützt sie Massnahmen, die eine transparente Finanzierung und eine möglichst breite Basis an Geldgebern gewährleisten.
„Wir wissen, es geht um das Zwei-Grad-Ziel. Wir wissen irgendwann auch, wie viele CO2-Emissionen das auf ein bestimmtes Jahr bezogen bedeutet. Wir wissen im Grunde, dass langfristig, wenn wir uns die Weltbevölkerung anschauen, jeder Einwohner dieser Erde etwa zwei Tonnen CO2 emittieren dürfte.“ Angela Merkel (Bundeskanzlerin Deutschland)
Im Hinblick auf die Klimakonferenz zeigt Siemens in Bezug auf die Ziele in der Emissionsreduktion mit einer neuen Studie auf, dass sich bis 2030 der komplette CO2-Ausstoss der EU im globalen Stromsektor einsparen liesse. Da der weltweite Strombedarf in diesem und im kommenden Jahrzehnt um mehr als die Hälfte ansteigen dürfte, werden die damit verbundenen CO2-Emissionen um ein Viertel zunehmen. Mit einem weitgehenden Ersatz der Kohlekraftwerke und den Verzicht auf die Kohlestromversorgung könnte weltweit jährlich der gesamte CO2-Austoss aller Länder der Europäischen Union eingespart werden.
Selbst Siemens ist aber realistisch genug, davon auszugehen, dass dies wohl kaum umgesetzt werden dürfte. Dennoch ist das aufgezeigte Potenzial sehr beeindruckend und müsste dazu anspornen, kraftvoll die verschiedenen möglichen erneuerbaren Energiequellen konsequent und zeitnah einzusetzen.
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Pressemitteilung Siemens 16. Oktober 2013