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Kurvenreich: Neuartige U-Bahngrafiken
Ganze zwei Jahre investierte der 32-jährige Architekt, um die Grafik der U-Bahnpläne von Städten wie zum Beispiel Paris, Peking, Mexiko-Stadt, London, Shanghai oder Seoul neu zu interpretieren. Aktuell werden Pläne geografisch verzerrt dargestellt und sorgen mehr für Verwirrung als für Orientierung, bemängelt Cerovic.
Und tatsächlich sind Linien um 45 Grad geknickt, überlagern sich vielfach und geben Entfernungen oft verfälscht wieder. Standards, die der 1974 verstorbene Brite Harry Beck mit seinem Schema für die London Underground setzte und die noch heute vielen als Vorbild dienen. Als Stadtunkundiger finde man sich da kaum zurecht, auch weil die grafischen Linienverläufe in der bisher üblichen Darstellung nicht einmal gut einprägbar seien, findet Cerovic. Auch Kreuzungs- und Umsteigeknoten seien oft schlecht gekennzeichnet.
Um das Liniengewirr zu entzerren, entschied er sich bei seinen Plänen, die Stadtzentren optisch hervorzuheben und mehr Kurven als Ecken zu verwenden. Er hofft natürlich, dass seine Darstellung einmal Schule macht und verteilt die Pläne unter Fahrgästen. Wer weiss, vielleicht hängen eines Tages seine Pläne in den U-Bahnstationen der Weltstädte.(tw)
Alle Pläne gibt es unter www.inat.fr zu sehen.