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Tourismusförderung
Die Destination Valposchiavo erhält Unterstützung
(sda) Die Bündner Regierung hat einen Kantonsbeitrag vom 490'000 Franken für die Stärkung des Tourismus in der Region Valposchiavo bewilligt. Mit einem Projekt zur Stärkung der Beherbungsstrukturen soll die Wertschöpfung im Tal erhöht werden.
Der Verein «Valposchiavo Turismo» erhält einen Kantonsbeitrag in der Höhe von insgesamt 490'000 Franken. Die Mittel stammen aus den Topf der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP). Der Beitrag gehe je zur Hälfte zulasten des Bundes und des Kantons, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei.
Mit dem Geld wird die «Strategie zur Stärkung der Beherbergungsstrukturen in der Destination Valposchiavo» unterstützt. Die Region sei flächenmässig und in Bezug auf die Hotellogiernächte eine der kleinsten Destinationen in Graubünden. Der ländliche Tourismus dort verspüre in den letzten Jahren jedoch vermehrten Aufwind, heisst es in der Mitteilung.
Valposchiavo wurde im November 2021 als eine von weltweit 44 Destinationen mit dem Label «Best Tourism Villages» durch die World Tourism Organization ausgezeichnet. Das Puschlav ist das südlichste der 150 Täler Graubündens.
Das Puschlav oder die Valposchiavo?
Puschlav ist die korrekte deutsche Bezeichnung des Tals. Da die Valposchiavo aber zusammen mit der Val Bregaglia, der Valle Mesolcina und der Val Calanca zum italienischsprachigen Teil Graubündens gehört, zieht es die regionale Tourismusorganisation vor, den italienischen Namen zu verwenden.
Warum aber nicht «das» Valposchiavo? Auf Deutsch heisst es «das Tal», auf Italienisch «la valle» – und Fremdwörter behalten in der deutschen Sprache meist ihr Geschlecht aus der Originalsprache. So sagen wir «die Piazza» und nicht «der Piazza», auch wenn «Platz» im Deutschen maskulin ist.
So hält es auch die Sprachregelung der «Südostschweiz», der auflagestärksten Zeitung im Kanton, sie benutzt bei den Südtälern konsequent den weiblichen Artikel: «die Val Bregaglia», «die Val Müstair», «die Mesolcina» und eben «die Valposchiavo». «Das Puschlav» ist aber nach wie vor gebräuchlich und auch die deutsch-italienische Mischform «das Valposchiavo» ist nicht falsch.