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(02.11.2022) 2022 verspricht für die Uhrenindustrie ein gutes Jahr zu werden. Laut einer Studie der Wirtschaftsberatung Deloitte rechnen knapp 57% der Führungskräfte der Branche für dieses Jahr trotz der laufenden Konflikte und geopolitischen Spannungen mit guten Ergebnissen.
Die Lage ist jedoch angespannter als im letzten Jahr. 2021 erklärten sich mehr als drei Viertel (77%) der befragten Personen optimistisch hinsichtlich der Performance der Uhrenindustrie, also ein um 20 Prozentpunkte höherer Anteil als 2022. Zudem sagen knapp 80% der Teilnehmenden, dass der Krieg in der Ukraine und die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China die Aussichten für die schweizerische Uhrenindustrie trüben.
Längerfristig wird sich die Zukunft der Branche unausweichlich auch im Online-Handel abspielen: Zwei von fünf Konsumentinnen und Konsumenten bevorzugen den Einkauf im Internet. "Nach unseren Schätzungen dürfte sich der Anteil der online erworbenen Uhren bis 2030 auf 30% verdoppeln", meint Karine Szegedi, Co-Autorin der Studie.
Darüber hinaus gewinnt auch der Markt für gebrauchte Uhren an Bedeutung. Er überzeugt knapp ein Drittel (31%) aller Kundinnen und Kunden auf dem Markt und von den Millennials und der Generation Z sogar knapp die Hälfte (48%). Die Gründe für einen Kauf auf dem Gebrauchtmarkt reichen von der "Möglichkeit, sich eine Luxusuhr zu einem günstigeren Preis zu kaufen" (44%) über den "Wunsch, ein Modell zu kaufen, das nicht mehr hergestellt wird" (29%) bis hin zu "ökologischen Überzeugungen" (21%).
Bei den Herstellern wird der Sekundärmarkt von mehr als 70% der Befragten positiv wahrgenommen, denn sie sehen darin ein erhebliches Wachstumspotenzial und einen positiven Effekt für die Wahrnehmung und den Wert der Marken.
Aufseiten der Kunden dient der Kauf einer Uhr bei knapp einem Viertel (23%) als Investition. Von dieser Gruppe wollen 36% die Uhr zu einem höheren Preis weiterverkaufen, während 33% darin eine gute Möglichkeit sehen, ihr Anlageportfolio zu diversifizieren.
Letzte Änderung 02.11.2022