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Nach der Kapitalerhöhung bewertet S&P die Kreditfähigkeit des Stahlproduzenten Schmolz+Bickenbach besser. Die Analysten erwarten, dass die neuen Mittel voll für die Schuldreduktion verwendet werden.
Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat das Langfristrating für den Schweizer Stahlproduzenten Schmolz+Bickenbach (S+B) auf «B» von zuvor «B-» erhöht. Der Ausblick wird mit «stabil» angegeben. Die Agentur begründete den Schritt in einer Mitteilung vom Donnerstagabend mit der jüngsten Kapitalerhöhung von S+B, die mit 439 Millionen Franken höher ausgefallen sei als ursprünglich angenommen.
Man gehe davon aus, dass S+B diesen Betrag fast vollumfänglich für eine Schuldenreduktion verwende, meint die Agentur weiter. Sie geht entsprechend von einer deutlichen Senkung der Schulden aus und erwartet per Ende Jahr Schulden von rund 1 Milliarden Euro, gegenüber 1,3 Milliarden Ende 2012.
Die Höherstufung reflektiere aber auch die Erholung beim Gewinns im ersten Halbjahr 2013 gegenüber einem sehr schwachen Wert im zweiten Halbjahr 2012. Auch dürfte das Risiko, dass S+B die Kredit-Konditionen (Covenants) verletzen könnte, kleiner geworden sein.
Wie am heutigen Donnerstag aus einer Pflichtmeldung der SIX Swiss Exchange bekannt wurde, wird Martin Haefner, Chef des grössten Schweizer Autoimporteurs Amag, drittwichtigster Aktionär bei Schmolz+Bickenbach. Im Rahmen der Ende September genehmigten Kapitalerhöhung des Stahlkonzerns erhöhte er seinen Anteil auf 11 Prozent.
(awp/moh)