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Herzsamen
Diese stark wuchernde, krautige Kletterpflanze ist in Indien sowie im tropischen und subtropischen Afrika und Amerika beheimatet. Die Pflanze enthält neben Flavonoiden, Gerbstoffen und Alkaloiden auch Saponine, die beim Schütteln mit Wasser einen seifenartigen Schaum bilden. Aus diesem Grund wird die Ballonrebe in ihrer Heimat zur Reinigung von Haut und Kleidung verwendet. In der Kosmetik und Medizin wird sie wegen ihrer hautberuhigenden und juckreizstillenden Eigenschaften geschätzt – sozusagen ein natürliches Kortison.
Im Jahre 1753 taufte der Botaniker Carl von Linné die stark wuchernde, krautige Kletterpflanze auf den Namen Cardiospermum halicacabum L.. 1780 wurde in Ostindien und Amerika vom Seifenbaum (Sapindus saponaria) berichtet, dessen Früchte man dort "zum Reinemachen der Hände, zur Wäsche und dergleichen statt Seife braucht". Auch bei den Indianern wurde von einer kleinen Seifennuss berichtet, die besser als Seife reinigen soll.
Ihren Namen erhielt sie wegen der ballonförmigen Fruchtkapseln, die drei dunkle, charakteristische Samen mit einem weissen, markanten, herzförmigen Fleck enthalten. Diese auffällige Zeichnung spiegelt sich auch in der lateinischen Bezeichnung Cardiospermum, „Herzsame“, wieder.
Die natürlichen Wirkstoffe von Cardiospermum halicacabum L. entfalten eine anti-inflammatorische und antipruriginöse Wirkung. Traditionell wird der Pflanze bei innerlicher Anwendung von den verschiedenen Völkern ihres Verbreitungsraumes eine heilende Wirkung bei Erkrankungen der Atemwege, Rheuma, Störungen von Verdauungstrakt und ableitenden Harnwegen sowie bei Menstruationsbeschwerden zugeschrieben. Vor allem in der Homöopathie wird die Ballonrebe zur Behandlung ekzematöser Haut eingesetzt. Hierzu wird aus den blühenden Pflanzenteilen eine Urtinktur hergestellt. Die Wirksamkeit bei Juckreiz und Ekzemen wurde in zahlreichen klinischen Studien bewiesen.