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Der metallisierte Kunststoffkondensator ist eine Bauart für Kondensatoren. Er besteht aus zwei Kunststofffolien, die auf beiden Seiten mit Metall bedampft sind und aufgewickelt werden.
Aufbau
Die sich berührenden Metallschichten bilden einen Belag. Üblicherweise wird Aluminium aufgedampft. Diese Bauform gibt es auch als Schichtkondensatoren - die Lagen werden zu einem großen Block geschichtet, aus dem die einzelnen Kondensatoren herausgesägt werden. Schichtkondensatoren sind induktionsarm. Alternativ können diese Kondensatoren auch aus zwei Lagen Folie aufgebaut sein, die nur auf einer Seite metallisiert sind.
Eigenschaften
Diese Kondensatorart ist bei einem Durchschlag selbstheilend, da die dünne Metallschicht vom Lichtbogen um den Durchschlagkanal herum verdampft wird.
Verwendete Werkstoffe
Polystyrolfolie verbindet die Eigenschaften des KS-Kondensators wie geringer Verlustfaktor mit der Fähigkeit zur Selbstheilung bei gleichzeitig kleinerer Bauform. Bezeichnungen: MKS, MKY.
Polypropylenfolie wird für hohe Impulsbelastbarkeit und kleine dielektrische Verluste verwendet. Bezeichnung: MKP.
Polyethylenterephthalatfolie wird für Wickel- und Schichtbauweise und für kleine Abmessungen bei großen Kapazitäten verwendet. Der Isolationswiderstand ist höher und der Temperaturkoeffizient niedriger als bei Polypropylen. Dieser Typ wird von allen metallisierten Kunststoffkondensatoren am häufigsten eingesetzt. Bezeichnungen: MKT, MKH teilweise auch MKS (Wima).
Polycarbonatfolie: Diese Kondensatoren haben eine sehr hohe Temperaturkonstanz und sind bis etwa 100°C verwendbar. Bezeichnung: MKC.
Celluloseacetat: Die sogenannten Metall-Lack-Kondensatoren nehmen innerhalb der Gruppe der metallisierten Kunststoffkondensatoren eine Sonderstellung ein, da hier als Träger eine Metallfolie dient. Auf diese wird beidseitig als Dielektrikum Celluloseacetat aufgebracht, welches wiederum mit einer Metallschicht bedampft wird. Das Resultat ist eine relativ kleine Bauform, normalerweise aber auch eine geringe Spannungsfestigkeit von 63V. Metall-Lack-Kondensatoren werden nur noch selten verwendet. Bezeichnungen: MKU, MKL.