Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03608.jsonl.gz/391

Er ist ein Programmierer, der zusammen mit dem Webdesigner Mark Otto Bootstrap entwickelt hat, eine freie Software, die Profis benutzen, um ihre Websites schick aussehen zu lassen. Wenn du jemals bemerkt hast, dass viele Websites die gleichen grossen, klobigen Schaltflächen oder die gleichen sauberen Formulare haben, dann liegt das wahrscheinlich daran, dass schätzungsweise ein Fünftel aller Websites auf der Welt Bootstrap verwenden.
Ein Grund für seine Verbreitung ist, dass Thornton und Otto Bootstrap als Open Source verfügbar gemacht haben. Jeder kann es ohne Erlaubnis verwenden, und jeder kann es verändern und verbessern. Thornton hat für die Herstellung von Bootstrap kein Gehalt bekommen. Als er und Otto es 2010 zum ersten Mal veröffentlichten, arbeiteten sie als Tagelöhner bei Twitter. Aber beide wurden von klassischen Open-Source-Motivationen angetrieben: Es war eine coole Herausforderung, es polierte ihren Ruf und es fühlte sich gut an, Menschen zu helfen. Ausserdem war es aufregend zu beobachten, wie die Popularität von Twitter zunahm - die Green Day-Website nutzte es ebenso wie das Weisse Haus von Barack Obama.
Doch Open-Source-Erfolg, so fand Thornton schnell heraus, hat eine dunkle Seite. Er fühlte sich überflutet. Unzählige Menschen schrieben ihm und Otto jede Woche mit Fehlerberichten, Forderungen nach neuen Funktionen, Fragen, Lob. Thornton beendete seinen Tagesjob und verbrachte dann jede Nacht vier oder fünf Stunden damit, verzweifelt an Bootstrap-Management-Fragen zu arbeiten und neuen Code zu schreiben. "Ich konnte nach der Arbeit nicht mit jemandem zu Abend essen", sagt er, weil er das Gefühl hatte, die Benutzer zu enttäuschen: Ich sollte nicht draussen sein und mich amüsieren. Ich sollte an Bootstrap arbeiten!
"Das Gefühl, das ich hatte, war ein Schuldgefühl", sagt er. Er blieb dabei, und neun Jahre später leiten er und Otto immer noch Bootstrap, zusammen mit einer kleinen Gruppe von Hauptbeitragszahlern. Aber der Stress war so gross, dass er oft daran dachte, auszusteigen.
Als das Open-Source-Konzept in den 90er Jahren aufkam, wurde es als eine kühne neue Form der Gemeinschaftsarbeit konzipiert: digitale Errichten des Gemeindesaals. Wenn man seinen Code Open Source machte, würden Dutzende oder sogar Hunderte von Programmierern mithelfen, ihn zu verbessern. Viele Hände würden leichte Arbeit leisten. Jeder würde sich als Eigentümer fühlen.
Die Erstellung und Neuerstellung von Code erfordert eine Synthese auf hoher Ebene, die sich, wie sich herausstellt, nur schwer in kleine Teile zerlegen lässt.
Nun ist es wahr, dass Open Source insgesamt ein grosser Erfolg ist. Jedes Startup setzt bei der Erstellung seiner eigenen Software-Dienstleistungen oder Produkte auf Open-Source-Software von Leuten wie Thornton: quelloffener Web-Server-Code, quelloffener Neuronaler-Netz-Code. Aber mit Ausnahme einiger grosser Projekte wie Linux ist die damit verbundene Arbeit nicht besonders gemeinschaftlich. Die meisten sind wie Bootstrap, wo der Grossteil der Arbeit von einem winzigen Team von Leuten geleistet wird.
Das liegt zum Teil daran, dass die zufälligen Leute, die mit anpacken, nur sehr kleine Beiträge leisten, wie das Beheben eines Fehlers. Das Erstellen und Neuerstellen von Code erfordert eine Menge Synthese auf hoher Ebene - die, wie sich herausstellt, nur schwer in kleine Teile zerlegt werden kann. Am besten lebt es in den Köpfen einer kleinen Anzahl von Leuten.
Manchmal gehen Open-Source-Programmierer einfach weg: Soll sich doch sonst jemand darum kümmern! Studien deuten darauf hin, dass etwa 9,5 Prozent des gesamten Open-Source-Codes aufgegeben werden, und ein Viertel ist wahrscheinlich nahe daran, dies zu tun. Das kann gefährlich sein: Wenn der Code nicht regelmässig aktualisiert wird, riskiert er Schaden, wenn sich später jemand darauf verlässt. Schlimmer noch, aufgegebener Code kann zur missbräuchlichen Verwendung gekapert werden. Vor zwei Jahren übernahm der Entwickler right9ctrl einen Teil des offenen Quellcodes, der von Bitcoin-Firmen verwendet wurde - und schrieb ihn dann neu, um zu versuchen, die Kryptowährung zu stehlen.
Niemand ist sich ganz sicher, was man gegen Open-Source-Burnout unternehmen kann, aber einige denken, dass es helfen könnte, Geld für die Entwickler aufzutreiben. Der Programmierer Ashley Williams ist ein Mitglied des Teams, das die Open-Source-Sprache Rust entwickelt hat, und sie versuchen, eine Stiftung zu gründen, um die Hauptbeitragszahler zu unterstützen oder die Firmen dazu zu bringen, die Beitragszahler weiterzubeschäftigen. (Einige der grössten Open-Source-Projekte gedeihen genau auf diese Weise; Firmen wie Facebook oder Google bezahlen einige Mitarbeiter dafür, Vollzeit am Open-Source-Code zu arbeiten). Abonnements könnten eine andere Möglichkeiten zur Bezahlung der Arbeit bieten. Andere befürchten, dass solche finanziellen Anreize die Art und Weise, wie und warum die Arbeit überhaupt geleistet wird, verzerren kann.
Man muss die Idee überdenken, wozu Crowdsourcing in der Lage ist - und verstehen, dass es vielleicht begrenzter ist als versprochen. Die Open-Source-Revolution wurde auf dem Rücken einiger sehr müder Menschen durchgeführt.
Anbox ermöglicht es, Android Apps auf deinem GNU/Linux System auszuführen. Dazu packt Anbox das Android Betriebssystem in einen Container, abstrahiert den Hardwarezugriff und integriert zentrale Systemdienste in ein GNU/Linux System. Jede Android-Anwendung wird wie jede andere native Anwendung in das Betriebssystem integriert. Um das zu erreichen, verwendet Anbox Standard Linux Technologien wie Container (LXC), um das Android Betriebssystem vom Host zu trennen. Jede Androidversion ist für diesen Ansatz geeignet, und die Macher von Anbox versuchen, mit der neuesten verfügbaren Version des Android Open Source Projektes Schritt zu halten.
Die folgenden Funktionen bietet Anbox:
Open Source - Der gesamte Quellcode ist als Open Source verfügbar und unter den Bedingungen der Apache- und GPLv3-Lizenz lizenziert.
Keine Einschränkungen - Da auf Anbox ein ganzes Android System läuft, kann konzeptionell jede Anwendung ausgeführt werden.
Sicher - Anbox packt Android Anwendungen in eine dicht verschlossene Box ohne direkten Zugriff auf die Hardware oder deine Daten.
Performant - Anbox läuft mit Android ohne Hardware Virtualisierung und überbrückt nahtlos die Funktionen zur Hardwarebeschleunigung.
Integriert - Enge Integration mit dem Host Betriebssystem, um eine reichhaltige Funktionspalette zu bieten.
Konvergent - Anbox skaliert über verschiedene Formfaktoren hinweg ähnlich wie Android. Sie funktioniert auf einem Laptop und einem Mobiltelefon.
Installation
Die Installation von Anbox auf einem normalen Linux System ist einfach und unkompliziert, solange das System Snaps unterstützt. Aus diesem Grund habe ich Anbox in einer Ubuntu 20.04 VM (mit GNOME Boxes) ausprobiert da ich Fedora nutzte und normalerweise keine Snaps verwende.
sudo snap install --devmode --beta anbox
Apps installieren
Um Apps in den von Anbox bereitgestellten Android Container zu installieren wird derzeit die Sideloading Funktionalität verwendet, die Android zur Verfügung stellt. Dazu muss die Android Debug Bridge (ADB) auf dem Host-System installiert werden.
sudo apt install android-tools-adb
Sobald ADB installiert ist, sind wir bereit, Android Apps zu installieren.
Anbox bietet keine Funktionalität um Android Apps herunterzuladen. Man muss sie von einer anderen Quelle im Internet herunterladen. Viele Open-Source-Projekte bieten auf den Projektseiten eine APK Datei zum Download an. Auf der Website von F-Droid können auch alle Anwendungen als APK heruntergeladen werden. Sobald man das APK Paket hat, kann mit dem folgenden Befehl die App in den Android Container installiert werden:
adb install antennapod.apk
Anwendungen starten
Nun kann über das Anwendungsmenü vom Betriebssystem Anbox gestartet werden.
Sobald Anbox offen ist, kann die zuvor installierte App geöffnet werden.
In letzter Zeit habe ich des Öfteren Dokumente, welche abgegeben werden müssen, mit LaTeX in der Konsole bearbeitet. LaTeX kennt - die entsprechenden Einstellungen vorausgesetzt - viele deutsche Silbentrennungen, allerdings gibt es gewisse Wörter, für die die automatische Silbentrennung nicht bekannt ist. Wenn eine Silbentrennung nicht automatisch erkannt wird und das Zeilenende erreicht ist, kann es dazu führen, dass es zu einer overflow hbox-Warnung kommt. Diese Warnung sagt einfach gesagt aus, dass der Text über die definierte Textbreite hinaus geht. Damit ich die Warnungen beheben kann, habe ich jeweils auf der Webseite des Dudens nach dem jeweiligen Wort gesucht und die entsprechenden Trennzeichen hinzugefügt.
Da der ständige Wechsel zwischen dem Browser und der Konsole für mich eher mühsam war, habe ich nach einem Tool gesucht, welches in der Konsole die gewünschte Abfrage macht. Ich habe das Python-Programm Duden gefunden, welches ich kurz vorstellen möchte.
Das Kommandozeilen-Programm duden ist in Python geschrieben und unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Mit dem Befehl pip3 install duden kann das Programm systemweit installiert werden. Mit pip3 install duden --user ist es möglich, das Tool lediglich für den aktuellen Benutzer zu installieren. Die Anwendung des Tools ist sehr einfach. Wenn man zum Beispiel das Wort Lexikon nachschlagen möchte, so muss lediglich duden Lexikon eingegeben werden und es liefert die Ergebnisse, welche im Screenshot ersichtlich sind. Die Ausgabe des Programms kann mit unterschiedlichen Parametern angepasst werden. Ich habe für mich den Alias alias wordsep='duden --word-separation' eingerichtet, damit ich auf einen Blick erkenne, wie das Wort getrennt werden soll. Weitere Möglichkeiten des Programms sind das Exportieren in ein Yaml-Format oder eine Fuzzy-Suche. Das Modul kann auch in anderen Python-Anwendungen importiert werden, um die Funktionen zu nutzen. Detailliertere Informationen sind auf der Projektseite (siehe Quelle) ersichtlich. Wenn lediglich eine Silbentrennung gebraucht wird, kann auch die Python-Bibliothek pyphen verwendet werden, welche auf den hunspell-Bibliotheken basiert.
Wie wir berichteten, wird in einem Resolutionsentwurf des EU-Ministerrats verlangt, dass Anbieter von verschlüsselter Kommunikation, darunter Whatsapp, Threema oder Signal, dazu verpflichtet werden, Hintertüren für Behörden einzurichten. Wie nun der Standard schreibt, konkretisiert sich dies in der aktuellen Resolution, die sich nicht mehr im Entwurfsstadium befindet: Gemeinsam mit der Technologiebranche, vorwiegend nationalen und internationalen Anbietern von Kommunikationsdiensten – also beispielsweise Whatsapp oder Signal –, sollen technische Lösungen erarbeitet werden, um Strafverfolgern einen "rechtmässigen Zugang" zu gewährleisten, "damit sie ihre Aufgaben wie gesetzlich vorgeschrieben und zulässig wahrnehmen können". Begründet wird das damit, dass die Strafverfolgung vermehrt von elektronischen Beweismitteln abhängig sei, um Terrorismus, organisierte Kriminalität und den sexuellen Missbrauch von Kindern im Netz zu bekämpfen. Der Antrag soll am 14. Dezember verabschiedet werden.
Experten sind seit Jahren einstimmig der Meinung, dass ein derartiges Vorhaben praktisch nicht möglich ist, ohne die Sicherheit von verschlüsselten Diensten zu kompromittieren: Denn um auf die Inhalte verschlüsselter Messenger-Dienste wie beispielsweise Signal oder Whatsapp zugreifen zu können, müsste eine Sicherheitslücke ausgenutzt werden.
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) führt während des Jahres viele eigene Veranstaltungen in den europäischen Ländern durch. Alleine im (schwierigen) Jahr 2020, waren es 50 Event rund um Freie Software und Freie Gesellschaft. Eine Auflistung dieser abgeschlossenen Veranstaltung findet man hier, bzw. hier in Kalenderform.
Wenn du von einer FSFE Veranstaltung weisst, die noch nicht gelistet ist oder selber eine veranstaltest, kannst du sie ganz einfach zu dieser Liste hinzufügen, indem du das Veranstaltungsformular benutzt. Um stets über die neuen Events informiert zu bleiben, kann man den zugehörigen RSS-Feed oder Kalender-Feed abonnieren.
Die oft auf Webservern eingesetzte Programmiersprache PHP wurde nun in der Version 8.0 veröffentlicht, welche bis dahin erst als Beta-Version verfügbar war.
Die auf den ersten Blick sofort ins Auge stechende "Neuerung" ist die mancherorts deutlich kompaktere Schreibweise verglichen zu PHP 7 (siehe Release-Ankündigung).
PHP 8.0 ist ein Major-Update der Sprache PHP. Es beinhaltet viele neue Funktionen und Optimierungen wie beispielsweise Attribute, Match Ausdrücke, Fehlerbehandlung, Constructor Property Promotion, Konsistenz, Named Arguments, Nullsafe Operator, Union Types, JIT und Verbesserungen des Typen-Systems.
Der Open Source Enthusiast Ade Malsasa Akbar hat sich die Mühe gemacht und eine Karte mit häufigen Tastenkombinationen für die LibreOffice-Programme erstellt. Sein neustes Werk ist ein Werbeplakat für die vier Office Anwendungen in LibreOffice. Das Ziel dieses Posters ist es, die Menschen dazu einzuladen, ihre Gewohnheiten, als DOC - XLS - PPT-Formate zu speichern, zu ändern, um als ODT - ODS - ODP-Formate zu speichern. Dieses Poster ist eine englische Adaption seiner indonesischen Version von vor einigen Jahren. Er wünscht sich, dass dieses Poster in Schulen, Büros, Websites, Blogs, sozialen Medien und an anderen Orten platziert wird. Er regt auch dazu an, es zu adaptieren und in andere Sprachen zu übersetzen.
Die Originaldateien als PNG und SVG finden sich auf der Webseite von Ade Malsasa Akbar. Bereits früher entstand die Shortcut-Karte. Diese findet man auf einer weiteren Webseite des Designers.
Die für Multimedia-Zwecke ausgelegte Linux-Distribution hat eine neue, auf MX Linux basierende Version veröffentlicht.
Basierend auf der neuesten MX Linux 19.3 "Patito Feo"-Version (wir berichteten) ist die AV Linux MX Edition etwa sechs Monate nach der letzten Aktualisierung des Projekts mit vielen neuen und aktualisierten Tools für die Audio-, Video- und Bildproduktion erschienen. Die Distribution basiert immer noch auf Debian, ist aber nicht mehr direkt davon abgeleitet, sondern von MX Linux.
Laut dem Blogpost von AV Linux sind die Entwickler von MX Linux darüber informiert und haben sogar angeboten, bei Problemen zu helfen.
Der Entwickler Glen McArthur sagt zu diesem Release:
MX ist die neue Heimatbasis von AV Linux, und ich freue mich sehr darauf, die phänomenalen Tools und Dienstprogramme von MX mit dem bekannten Schwerpunkt der Inhaltserstellung zu kombinieren, welchen AV Linux seit 2008 hat.
Folgende Punkte sind die Highlights dieses neuen Releases (Auswahl):
XFCE4 Desktop
Linux Kernel 5.9
Komplette WINE-Einrichtung
Odin 2
Zahlreiche vorinstallierte Video-, Audio- und Bildbearbeitungs-Programme