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Basel, 2. Hälfte 16. Jh. / um 1900 (Einband)
Erblasser: Jean-Louis Burckhardt
Überbringer: Caille
Vermittlerin: Nadine Vischer
Maler: Hieronymus Vischer (1564 - 1630)
Goldschmied: Ulrich Sauter (5.5.1854 - 18.12.1933)
Ledereinband mit silbervergoldeten Beschlägen, Tusche und Aquarell auf Papier
H. 31,5 cm; B. 20,8 cm (Buchdeckel); T. 8,1 cm
Inv. 2014.549.1.
Das Wappenbuch aus dem 16. Jh., welches um 1900 in zwei Ledereinbände mit Beschlägen von Ulrich II. Sauter eingebunden wurde, vereint auf 607 Seiten die Namen und Wappen der wichtigsten Amtsinhaber im Heiligen Römischen Reich bis hin zu den Amtsträgern der Stadt Basel. Der erste Band beginnt mit dem Reichswappen, es folgen die Wappen der Kurfürsten, jene der Markgrafen, die Wappen der Königreiche, jene der Pfalzgrafen und schliesslich der Schweizer Kantone. Letztere sind umgeben von den Amtswappen. Bemerkenswert ist auf diesen Seiten der Hinweis auf die den Alten Kantonen zustehenden Gebiete der Gemeinen Herrschaft südlich der Alpen in deutscher Sprache (z.B. Maiental für das Maggiatal). Der zweite Band zeigt die Familienwappen lokaler Amtsinhaber bis ins 17. Jh., so die auf der abgebildeten Doppelseite erscheinenden Wappen der Vorsteher des Stifts zu St. Peter bis hin zu den Wappen der amtierenden Regierungsmitglieder und jener der Zunftmeister. Eine ganze Reihe von Seiten weist unkolorierte Wappenvordrucke auf. Die meisten Wappen sind in von Hand aber wohl in einem Arbeitsgang gestempelte Schilder gemalt. Beide Bände werden eingeleitet durch handschriftliche Namensverzeichnisse. Das den ersten Band schmückende Wappen der Familie Burckhardt verweist auf die Besitzer. Dank der Schenkung des ehemaligen Eigentümers, der in Neuilly bei Paris lebte, gelangten die prächtigen Wappenbücher wieder zurück an ihren Herstellungsort. Das HMB verfügt über ca. 30 Wappenbücher, wovon viele als Dauerleihgaben der Zünfte in der Sammlung sind.