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Unsere Lärche (Larix decidua) besitzt zwar nadelförmige Blätter (wie andere Nadelbäume), wirft sie aber im Herbst ab (wie unsere Laubbäume). Ist sie also tatsächlich ein Nadelbaum? Oder sollte sie viel eher zu den Laubbäumen zählen? Überlegt mal :-)
Nadel- vs. Laubbaum
Als Nadelbäume bezeichnet man Bäume mit nadelförmigen Blättern aus der Klasse der Nacktsamer (Gymnospermae). Als Laubbäume hingegen
bezeichnet man alle Bäume der Bedecktsamer (Klasse Angiospermae). Wenn wir also Nadelbäume den Laubbäumen gegenüberstellen, sprechen wir von zwei komplett unterschiedlichen Pflanzengruppen, die
sich in ihren Merkmalen deutlich voneinander unterscheiden. Nacktsamer besitzen einfach gebaute, eingeschlechtliche Blüten ohne Blütenhülle und offene (nackte) Samenanlagen. Hingegen sind die
Blüten der Bedecktsamer meist zwittrig und in der Regel komplizierter gebaut. Sie besitzen meist eine Blütenhülle und die Samenanlagen sind nicht nackt, sondern in einem Fruchtknoten
eingeschlossen.
Und die Lärche?
Die Lärche gehört natürlich zu den Nadelbäumen, denn sie besitzt alle typischen Merkmale der Nacktsamer: einfach gebaute,
eingeschlechtliche Blüten ohne Blütenhülle und offene (nackte) Samenanlagen. Sie bedient sich lediglich derselben Überwinterungsstrategie wie unsere sommergrünen Laubbäume (Blattabwurf im
Herbst).
Apropos, in der Schweiz ist die Lärche die einzige laubwerfende Nadelbaumart. Weltweit gibt es weitere Arten, ja, sogar eine weitere Gattung. Viel Spass beim googeln :-)