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May sagte nach einem Treffen mit der Chefin der schottischen Regionalregierung, Nicola Sturgeon, sie sei offen für Argumente: "Und ich möchte, dass die schottische Regierung voll in unsere Diskussion einbezogen wird." Im Brexit-Referendum am 23. Juni hatten, entgegen der Mehrheit der Briten, 62 Prozent der Schotten für den Verbleib Grossbritanniens in der EU gestimmt.
Wenige Tage nach dem Volksentscheid hatte Sturgeon bei einem Besuch in Brüssel Möglichkeiten ausgelotet, wie Schottland auch nach einem Brexit Mitglied der EU bleiben könnte. Im Raum steht ausserdem eine zweite Volksbefragung der Schotten über ihre Unabhängigkeit von Grossbritannien.
2014 hatten sich noch 55 Prozent der Schotten für den Verbleib im Vereinigten Königreich ausgesprochen. Seitdem hat Sturgeons Nationalpartei ihren Vorsprung ausgebaut und in den britischen Unterhauswahlen 2015 56 von 59 schottischen Sitzen gewonnen.
Der Glasgower Zeitung "The Herald" sagte Sturgeon, sie respektiere, wie andere Landesteile im Brexit-Referendum gestimmt hätten: "Ich hoffe, dass die Premierministerin respektieren wird, wie die Schotten votiert haben."
Nach den Worten des neuen Brexit-Ministers David Davis will London erst zum Jahreswechsel offizielle Gespräche mit Brüssel über einen EU-Austritt aufnehmen. Dies solle vor Jahresende oder Anfang 2017 geschehen, sagte Davis.
Dagegen will Brüssel keine Zeit verlieren. Sie drängt auf baldige Verhandlungen, die alles in allem rund zwei Jahre dauern dürften.
(SDA)