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Die Verwurzelung der menschlichen Seele
«Die Verwurzelung ist vielleicht das wichtigste und meist verkannte Bedürfnis der menschlichen Seele», sagte Simone Weil. Es ist das Motto der Charta für ein Europa der Menschenrechte und Regionen.
Das Zitat von Simone Weil befindet sich auf dem Deckblatt der CHARTA für ein Europa der Menschen und Regionen. Erst jetzt, nach den Corona-Jahren, ist mir wieder die tiefe Bedeutung dieses Satzes bewusst geworden: Verwurzelung nicht nur mit Mutter Erde ist wichtig, sondern vor allem auch die Verwurzelung in einer Gemeinschaft durch gemeinsames Tun und Sein.
Ein menschliches Wesen hat eine Wurzel durch seine wirkliche, aktive und natürliche Teilhabe an einer Gemeinschaft, die gewisse Schätze der Vergangenheit und gewisse Ahnungen des Zukünftigen lebendig erhält. Jedes menschliche Wesen bedarf einer Vielzahl solcher Wurzeln.
Simone Weil (1909-1943) war eine französische Philosophin, politische Aktivistin, Autorin und Sozialrevolutionärin. Wegen ihres jüdischen Hintergrundes floh sie während der Deutschen Besetzung Frankreichs 1940 über Amerika nach England, wo sie 1943 an Einsamkeit, Hunger und letztendlich an Tuberkulose starb.
Ihr ganzes Leben widmete sie dem Kampf für Gerechtigkeit und Freiheit. 1934 schrieb sie über die Ursachen von Unfreiheit und sozialer Unterdrückung: «Es erscheint ziemlich klar, dass die heutige Menschheit ein wenig überall zu einer totalitären Form der sozialen Organisation tendiert, um den Begriff zu verwenden, den die Nationalsozialisten in Mode gebracht haben, d. h. zu einem Regime, in dem die Staatsmacht in allen Bereichen souverän entscheidet, sogar und vor allem im Bereich des Denkens.»
Was Simone Weil vor fast 90 Jahren schrieb, finden wir in der heutigen Zeit mehr als bestätigt: Die Staatsmacht bestimmt das Denken. Durch höchst manipulative, Angst und Panik verbreitende Propaganda wurde weltweit ein Denkmuster vorgegeben, von dem sich mensch nur schwer befreien kann. Die bewusst herbeigeführte Vereinzelung durch «Social Distancing» und Spaltung der Gesellschaft mit den Corona-Massnahmen lässt den Menschen immerhin noch die Möglichkeit, in diesem gemeinsam vertretenen Narrativ ein Gefühl von Gemeinschaft mit der Menge zu haben. Deshalb halten sie daran fest.
Für eine Zukunft in einer neuen Welt in Frieden und Freiheit, ohne Herrschaft von Menschen über Menschen, reicht diese Art von Gemeinschaftsgefühl sicher nicht aus.
Wir wollen eine andere, bessere, humanere und demokratischere Gesellschaft, die an der Würde und Vielfalt von Menschen, Völkern und Kulturen Europas, an Empathie und ethischem, statt an bloss ökonomischem Wachstum orientiert ist. Die Wirtschaft soll für den Bedarf und nicht allein für den Profit produzieren. Grund und Boden sollen den Gemeinschaften gehören, die auf ihnen leben. (…) Arbeit soll Werte schaffen, nicht Lebensqualität vernichten. Wir wollen wieder mit der Natur und nicht gegen sie leben. Wir wollen Selbstbestimmung in gegenseitiger Hilfe, Selbstermächtigung in gegenseitiger Achtung und Selbstgestaltung in kooperativer Gemeinschaft.
Diese Gedanken und Wünsche aus dem Vorwort der CHARTA teilen inzwischen immer mehr Menschen — selbst wenn sie die visionären Ideen dieses Papiers (noch) nicht gelesen haben. Die Zeit ist reif für ganz neue Strukturen, jenseits des Patriarchats, jenseits des Kapitalismus, Jenseits von Lug und Trug, jenseits von Krieg und Gewalt. Eine egalitäre Gesellschaft, wie Heide Göttner-Abendroth sie beschreibt, ist möglich.
Schliesse Dich an an diese Vision für Frieden und Freiheit in einer neuen Liebe-vollen Welt. Heute Abend um 21 Uhr können wir wieder im morphogenetischen Feld des Friedens zusammen kommen, synergetisch um ein Vielfaches verstärkt durch unsere gemeinsamen kooperativen Gedanken.
Nimm dir Zeit mit ein paar tiefen Atemzügen: «Wie will ich wirklich leben? Gibt es ein WIR, mit dem ich so leben kann? Oder kann ich es aufbauen? Was sind meine nächsten Schritte dahin?»
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