Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/2178

Das Herz – Eine Hochleistungspumpe
Das Herz ist eine kräftige Muskelpumpe und hat die Aufgabe, die Bewegung des Blutes im Körper oder besser Kreislauf genannt aufrechtzuerhalten. Alle Organe werden vom Herz mit dem für sie lebensnotwendigen Blut versorgt. Es bildet zusammen mit den Blutgefässen eine funktionelle Einheit.
Das Herz besteht aus vier Kammern die je zwei in linke- und rechte Herzkammern unterteilt sind. Die dazugehörenden Herzklappen dienen dazu, den Blutstrom in eine bestimmte Richtung zu lenken. Es arbeitet in regelmässigem Wechsel von Zusammenziehen (Kontraktion) und Erschlaffung (Dilatation). Bei jeder Herzaktion (Herzschlag) wir das Blut in den Körper gepumpt. Das Schlagvolumen bei einem ausgewachsenen Menschen ist im Ruhezustand etwa 5-7 Liter pro Minute, kann aber unter Belastung auf 12 bis 18 Liter pro Minute ansteigen. Die Tagesleistung beträgt bei körperlich aktiven Menschen rund 12000 Liter, was etwa dem Inhalt von drei Heizöltanks eines Einfamilienhauses entspricht. Es ist eine wahre Hochleistungsmaschine.
Damit das Herz selber diese gewaltige Leistung erreichen kann, muss der Herzmuskel selber mit Sauerstoff, Nährstoffen, Mineralien und Hormonen in Form von frischem Blut versorgt werden. Dafür sind die Herzkranzarterien, oder Koronararterien (lat. Corona = Kranz), zuständig. Sie umgeben das Herz kranzartig.
Die Herzkranzgefässe unterteilen sich in drei Hauptgefässe: eine rechte Kranzarterie, die die Herzhinterwand versorgt, sowie eine linke Kranzarterie, die sich kurz nach ihrem Abgang aus der Aorta (Hauptschlagader) in zwei Gefässe aufteilt, wovon die Vorderwand und die Seitenwand beliefert werden. Von diesen drei Gefässen zweigen zahlreiche kleinere Seitenäste ab, die immer kleiner werden und den Herzmuskel wie ein Netz durchziehen. Sie sorgen so für den Stoffwechsel im Herzmuskel.
Die Herzkranzgefässe stellen dem Herzmuskel die notwendige Blutmenge zur Verfügung die benötigt wird, um die aktuelle Leistung des Körpers erzielen zu können. Bei einer allfälligen Minderdurchblutung machen sich die typischen Angina-Pectoris-Symptome (Brustenge) bemerkbar. Sie wird meist durch die Einengung des Gefässquerschnittes in einer oder mehreren Herzkranzgefässen verursacht.
Die Entstehung hängt mit den zarten Muskelfasern zusammen, die in der Wand der Herzkranzarterien die Durchblutung regeln, indem sie den Querschnitt weiter oder enger stellen.
Kälte, Rauchen, körperliche oder physische Belastungen können diese Funktion aber beeinträchtigen und eine krampfartige Verengung hervorrufen. Dies kann dann zu einer Angina pectoris führen.
Die koronare Herzkrankheit, der Ausgangspunkt der Angina pectoris, gründet auf einem langen schleichenden Prozess der Arterienverstopfung (Arteriosklerose). Darunter versteht man die Ablagerungen (ugs. Verkalkungen) in den Gefässwänden. Sie verändern die normale Gefässmotorik und können zu Verengungen führen. Durch Risikofaktoren wie Zigaretterauch, Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte kann die innerste Schicht (Endothelzellen) der Arterie in ihrer Funktion beschädigt werden. Diese Beschädigung lässt sich wie eine Wunde vergleichen, in die Fettpartikel und Blutzellen eindringen. Es bildet sich Ablagerungen die dann zu einem grossen Risiko werden, wen sie aufbrechen. Dann wehrt sich der Körper selbständig und versucht dies mit Thrombozyten (Blutplättchen) zu verkleben. An dieser Stelle kann sich rasch ein Blutgerinnsel bilden, dass die Arterie verstopfen und zu einem Herzinfarkt führen kann.
Wird ein Koronargefäss mehrere Stunden verschlossen, führt dies zu einem Herzinfarkt, der die ganze Wanddicke des Herzmuskels betrifft. Die Pumpunterstützung in diesem Bereich des Herzmuskels fällt aus du das Leben kann ernsthaft bedroht sein. Dauert der Verschluss nur wenige Stunden, oder helfen andere Koronagefässe, die Blutversorgung teilweise Aufrecht zu erhalten, beschränkt sich der Infarkt vor allem auf die immer zuerst leidende Innenwandschicht des Herzmuskels.
Bei mir war die Ursache eine Ablagerung von Thrombozyten in einer Gabelung der Herzkranzarterien. Das Gerinnsel verhinderte die Blutzufuhr zu einem hinteren Herzkranzgefäss. Wie sich aber erst später herausstellte ist dieses Blutgerinnsel auf die Leukämie zurückzuführen.
Leider kam ich ein klein weinig zu spät in die Herz-Klinik und es war bereits ein kleiner Schaden vorhanden. Ein kleiner Teil des Herzmuskels war bereits abgestorben. Dieser Teil ist in meinen Ultraschallbildern sichtbar.