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Klimawandel, Hungerlöhne und jetzt auch noch das: Bäuerinnen und Bauern verlieren über Jahre genutztes Weideland wegen Safariparks und landwirtschaftlichen Grossbetrieben. Die Unterstützung für sie sieht unterschiedlich aus.
Das Hinterland von Port Elizabeth in der Provinz Ostkap gehört landesweit zu den Regionen mit grösster wirtschaftlicher Ungleichheit. Hier befinden sich riesige Zitrusplantagen für den Exportmarkt und zahlreiche private Safariparks für Touristen und Touristinnen.
Darunter leidet die lokale ländliche Bevölkerung. Ihr wird der Landzugang für Ackerbau und Viehzucht weitgehend verweigert. Die Bauern verlieren über Jahre genutztes Weideland, weil landwirtschaftliche Grossbetriebe und Safariparkbetreiber sich neues Land aneignen.
Die Arbeitslosigkeit liegt bei rund 36 Prozent. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Landarbeiter und Landarbeiterinnen auf den Plantagen sind prekär: Die Löhne sind weit unter dem Existenzminimum, und Arbeits- und Wohnrechte werden selten respektiert. Es kommt immer wieder zu Schikanen und Vertreibungen.
Klimatische Veränderungen wie Dürren sind eine Herausforderung. Deshalb brauchen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, welche über Land verfügen, bessere Kenntnisse, wie sie ihr Land unter den extremen Bedingungen nachhaltig bewirtschaften können.
Die Partnerorganisation Khanyisa unterstützt Kleinbauernfamilien, Landarbeitende und Frauengruppen aus 14 Siedlungen, damit sie ihre Lebensbedingungen verbessern und ihre Rechte einfordern können. Langfristig will ihr Projekt zur Verminderung der wirtschaftlichen Ungleichheit in der Region beitragen.
Khanyisa unterstützt deshalb den Aufbau von Landarbeiter- und Kleinbauernbewegungen. Diese verschaffen sich mittels Lobbyarbeit und politischen Kampagnen Gehör für ihre Anliegen und fordern ihre Rechte in Bezug auf Land, Wasser, Arbeits- und Wohnbedingungen gegenüber staatlichen Stellen und privaten Betrieben ein.
Bei Vertreibungen und Landverlust steht juristische Unterstützung zur Verfügung. Im Weiteren schult und berät Khanyisa die Bevölkerung darin, wie sie mit Hilfe ökologischer Landwirtschaft mit den Folgen des Klimawandels umgehen und genügend Nahrung produzieren können. Neben der Produktion für den Eigenbedarf wird die lokale Vermarktung, der Tausch von Produkten zwischen Familien und Gruppen sowie das Sparen von Saatgut gefördert.