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News
SNB: Guter CHF-Kurs hilft der Schweizer Wirtschaft08 September 2022
SNB-Präsident äußert sich zu CHF und Wirtschaft
Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Thomas Jordan, hat sich zur Schweizer Wirtschaft und zum CHF-Wechselkurs geäußert. Er erklärte vor allem, dass der gute Kurs des Schweizer Frankens seiner Meinung nach der Wirtschaft des Landes eher hilft als schadet. Er fügte auch hinzu, dass: "Wechselkurse spielen eine Rolle bei der Inflation, wenn große Zentralbanken handeln, hilft uns das", und fügte hinzu: "Der reale effektive Wechselkurs des Frankens ist erstaunlich stabil." Er machte sich auch Gedanken über die Rolle der SNB: "Wir müssen mittelfristig Preisstabilität gewährleisten. (...) "Preisstabilität ist unser Auftrag, natürlich müssen wir auch die Auswirkungen der Politik auf die Wirtschaft im Auge behalten." Laut dem Präsidenten gibt es noch keine Entscheidung darüber, was auf der nächsten SNB-Sitzung am 22. September beschlossen werden soll. Der nächste Schritt hänge von der laufenden Analyse ab und müsse den Inflations- und Wechselkursdruck stoppen: "Die Erfahrung zeigt, dass es teuer war, die Inflation zu bekämpfen, und dass es teurer war, die Inflation von Anfang an nicht zu bekämpfen." Jordan behauptet, die Unsicherheit über die Inflation sei viel höher als üblich, aber nicht auf ihrem Höhepunkt, während die schwere Gasverknappung sie anheizt.
Wirtschaftliche Verlangsamung
Den jüngsten Daten zufolge hat sich die Schweizer Wirtschaft im zweiten Quartal 2022 um 0,3 % gegenüber dem ersten Quartal des Jahres verlangsamt. Das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe, der Handel und der Finanzdienstleistungssektor haben sich aufgrund der steigenden Inflation und der Energieknappheit abgeschwächt. Die Sektoren Tourismus, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Verkehr wurden durch die Aufhebung der Pandemie-Inflation angekurbelt, und auch die Verbraucherausgaben stiegen im Frühjahr und Frühsommer, bevor der Inflationsanstieg zu einem Problem wurde. Das verarbeitende Gewerbe meldete einen Rückgang der Produktion um 0,5 %, worunter vor allem die chemische und pharmazeutische Industrie litt. Auch der Handel schrumpfte um -2,1 %, das Baugewerbe um -1,7 % und die Finanzdienstleistungen um -1,5 %, was die Wirtschaft insgesamt bremste. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte mit, dass das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geringer ausfiel als der für das erste Quartal gemeldete Anstieg von 0,5 %.