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Infantile Hämangiome (IH) stellen mit einer Prävalenz von ca. 4–5 % (bei Frühgeborenen bis 14 %) nicht nur die häufigsten Gefässtumore, sondern die häufigsten Tumore des Säuglingsalters überhaupt dar1), 2). Die Kenntnis des charakteristischen Wachstumsverhaltens infantiler Hämangiome und möglicher Abweichungen ist für die Beratung der Eltern, die Planung klinischer Kontrollen und eine zeitgerechte Therapieeinleitung von zentraler Bedeutung. IH sind bei Geburt nicht- oder nur als Vorläuferläsionen («Precursor lesions») sichtbar, zeigen ihr schnellstes Wachstum in der frühen Proliferationsphase, besonders zwischen der fünften und achten Lebenswoche, und erreichen bereits im Alter von 3 Monaten 80 % ihrer endgültigen Grösse.
Schweizer Richtlinien zur Propranolol- Therapie infantiler Hämangiome