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Die Kabbala und die Thora
Die Kabbala
Stell Dir einmal unser Universum vor: diese unendliche Menge an Galaxien, Sternen und Welten. Nun denke Dir, dass wir von unserem Universum einen bestimmten Teil des Weltraumes entfernen – wie können wir uns die darauf folgende Lücke in dieser Leere vorstellen, die nichts enthält, was man beschreiben oder messen könnte?
In Wirklichkeit erhalten wir alle Phänomene in Form von Zeit, Raum und Bewegung. Es ist uns unmöglich, uns etwas vorzustellen, das ganz und gar unbeweglich, starr im Zeitraum ist und kein Volumen hat. So sieht die Analogie unseres Verständnisses der spirituellen Welten aus. Es gibt weder Begriffe von Zeit oder Bewegung noch von Raum in den spirituellen Welten. Da unsere gesamte Wirklichkeit und Empfindungen auf diesen physischen Konzepten basieren, ist die logische Schlussfolgerung, dass es absolut keine Verbindung zwischen Spiritualität und der Konstruktion einer physischen Wirklichkeit gibt, welche auf unserer Wahrnehmungen basiert.
In der Thora (Pentateuch), erklärt Moses die Wissenschaft, wie man die Obere Welt erreicht. Es ist jedoch nicht möglich, über die zahlreichen historischen und vielen anderen, von unseren Vorfahren hier beschriebenen Beispiele zu gehen. Nirgendwo können wir etwas Hintergründigeres als diese Geschichten sehen, und wir vermögen nicht die darin versteckten Geheimnisse zu sehen, von welchen Kabbalisten behaupten dass sie darin stecken.
Die Thora ist in ihrem Original ein einziges Wort ohne Unterbrechungen. Später wurde dieses Wort in mehrere Wörter unterteilt. Diese dann wieder in Buchstaben und die Buchstaben in Einzelteile. Als Ergebnis können wir einen Buchstaben analysieren: ein Punkt und eine Linie, die daraus folgt. Der schwarze Punkt auf weißem Hintergrund bezieht sich auf die Lichtquelle, d.h. das Licht, das daraus kommt. Wenn das Licht von oben nach unten steigt, d.h. vom Schöpfer in Richtung Geschöpf, dann wird dieses von einer vertikalen Linie dargestellt. Eine horizontale Linie bedeutet, dass die Obere Kraft sich auf die gesamte Existenz ausdehnt.
So kreieren alle Zeichen einen Kodes /keinen Bibelcode wie mancherorts gedacht/ Eine Verbindung zwischen dem Schöpfer und dem Menschen. Bemerkenswerterweise kann jeder von ihnen in jedem Moment anders aussehen, weil zu jedem gegebenen Moment der Zustand einer Seele anders aussehen kann. Darum ließt sich der Sohar für jeden anders. Immer wieder.
Wenn ein Mensch die korrekte Anleitung zum Lernen der Thora erhält, dann kann er beim Betrachten dieser Buchstaben, seine Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft sehen. Um dieses zu vermögen, reicht es aber nicht allein den Text richtig lesen zu können, denn die Anleitung für den Eintritt in die spirituelle Welt ist das „Buch Sohar“. „Sohar“ bedeuted „durchleuchtend“. Es enthält Kommentare der fünf Thoraabschnitte und erklärt, was im Text von Moses verhüllt liegt.
Das Buch Sohar (Kabbala) beschreibt die gesamten Eigenschaften und Kombinationen von Licht und Gefäß (Kli). Kabbalistische Bücher können uns mitteilen, was jeder Buchstabenteil bedeutet. Jeder Buchstabe stellt einen bestimmten Zustand dar. Wenn ich z.B. heute müde bin, spüre ich etwas, und habe Gedanken, die irgendwie auf dem animalistischen Level sich ausdrücken; ich bin krank oder gesund, in einem mehr oder weniger gehobenen spirituellen Level usw. Wenn ich das untersuchen und beschreiben möchte, kann ich das mit einem bestimmten Symbol machen. Dieses Symbol wird Buchstabe genannt.
Quelle: Lehrbuch der Kabbala/Foto: Pixabay.de