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sd Malala
Tut ein Spieler einen solchen Zug, muss er seines Spieles und vor allem seines Könnens sehr sicher sein. Er hebt das Spiel mit einem solchen Zug quasi eine Ebene höher, als die Spielordnung vorsieht, tritt aus jener des Spielens hinaus, hinein in jene der Kunst.
Mit einem solchen Zug trägt er nicht zur Lösung eines der urschachlichen Probleme bei – in dem Fall: Wie setz ich den anderen matt. Es schafft sich vielmehr ein neues Problem. Das ist eines der Merkmale der Kunst.
Billig kommt die Kunst daher, die sich als Kunst ausgibt und dabei bereits bestehende Kunst kopiert.
Was sich in der Kunst wiederholt, wie etwa bekannte Motive in der Malerei, entspricht dem Schachspiel, das sich als Ziel nur das Matt setzt. Solche Kunst verdient die Bezeichnung Kunst nicht. Verdient es das Kopieren von Kunstwerken als Kunst bezeichnet zu werden?
Beim Schachspiel muss das Wort Kopie durch den Begriff Berechnung ersetzt werden. Wenn ein Schachspieler im Spiel seine Kräfte mit dem Berechnen von Zügen erschöpft, dann verfügt er über keine Reserven, um das Spiel, wie es sich so sagt, schön zu führen. Dem Spiel geht die Schönheit ab, die es in den Bereich der Kunst erhebt.
Im schlimmsten Fall gedeiht es zu einem Holzhackerspiel, das ganz ohne raffinierte Kombinationen auskommt und rein aus Zügen besteht, die zum Ziel haben, den Gegner nieder zu machen, damit man selber nicht wie in einem Boxmatch nieder gemacht wird. Also ein Spiel, das sich auf das eigene Überleben beschränkt und damit aus einer gewissen Unsicherheit heraus und nicht im Team mit den Figuren geführt wird.