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Die Kleine Emme erhält zweiten Arm
Gefäss:
Die vom Kanton geplanten Hochwasserschutzmassnahmen beim Seetalplatz in Luzern haben die Tests an der ETH Zürich bestanden. Der zweite Flussarm der Kleinen Emme kann gebaut werden.
Quelle:
zvg
Das Modell beweist, dass der geplante zweite Flussarm, den gewünschten Effekt bringt. Links ist die Nachbildung des Flussbetts der Reuss, rechts dasjenige der Kleinen Emme.
Die Kleine Emme im Gebiet des Luzerner Seetalplatzes erhält einen zweiten Arm. Das hat die ETH Zürich heute bekannt gegeben. Die Massnahme ist nötig geworden, weil der Fluss, der in die Reuss mündet, wegen seines engen Bettes eine zu geringe Abflusskapazität aufweist. Dadurch besteht die ständige Gefahr einer Überschwemmung. Um diese zu lindern, hat der Kanton beschlossen, einen zweiten Flussarm zu bauen. Allerdings musste diese Massnahme zuvor von der ETH Zürich auf ihre Tauglichkeit geprüft werden. Physikalische Modellversuche konnten beweisen, dass der zweite Flussarm den gewünschten Effekt erzielt.
Laut ETH hängt das Hochwasserschutzprojekt aber von der Gestaltung des Verkehrs am Seetalplatz ab. Massnahmen sollten deshalb aufeinander abgestimmt werden. Die Kosten belaufen sich auf 190 Millionen Franken. 151 Millionen Franken entfallen auf den Strassenbau. Läuft alles nach Plan, ist das Projekt 2018 fertig. Der Kantonsrat wird voraussichtlich in der Märzsession über einen möglichen Sonderkredit für den Hochwasserschutz und die Neugestaltung des Verkehrs im Gebiet des Seetalplatzes entscheiden. (ffi/mgt)