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Obwohl Savoyische Schlösser meistens quadratisch, mit runden Türmen in jeder Ecke gebaut wurden, wurde das Schloss Chillon dem Grundriss der Insel entsprechend errichtet. Die kleine Felseninsel ist ca. 100 Meter lang und 50 Meter breit.
Von einem natürlichen Graben umgeben, ist das Schloss Chillon von allen Seiten per Schiff erreichbar.
Mit dem nahen Ufer ist Chillon durch eine Brücke verbunden (an deren Stelle sich früher eine Zugbrücke befand, deren Rollen noch heute in der Mauer zu sehen sind).
Chillon ist ein Schloss mit zwei Gesichtern: die Nordfassade, mit Bogen-, Schießscharten und Pechnasen versehen, überragt als Festung die Straße, die einstige Via Italica. An der Südfassade, der Prinzenresidenz auf der Seeseite, reihen sich große, beeindruckende gotische Fenster aneinander. Im Zentrum des Schlosses steht der Bergfried, der durch Wehrgänge mit dem Wohntrakt verbunden ist.
Die Innenfläche ist in drei Höfe aufgeteilt, die die verschiedenen Bauten räumlich voneinander trennen, z.B. die Behausung des Kastellans von der des Schlossherrn.