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1386-1418 Luzerner Vogtei, ab 1418 Teil der Landvogtei Rothenburg (Äusseres Amt), 1798-1803 Distrikt, seit 1803 Amt des Kt. Luzern. Aus einem Teil des österr. Amtes Richensee, den Luzern im Sempacherkrieg 1386 erobert hatte und 1395 als Pfandherrschaft legalisierte, entstand die Vogtei H. (v.a. aus H. und Urswil). Damit demonstrierte Luzern den umstrittenen und schliesslich durchgesetzten Anspruch auf den Hochgerichtskreis H. Die um 1393 noch selbstständige Vogtei wurde nach 1400 vom Vogt von Rothenburg verwaltet und um 1418 in die Vogtei Rothenburg integriert. Das Äussere Amt oder Amt H. bezeichnete nun jenen Teil der Landvogtei, der das südl. Seetal umfasste. 1798 wurde bei der Aufteilung des Amtes Rothenburg das Amt H. als Distrikt mit den Seetaler Munizipalitäten nördlich von Emmen neu konstituiert. 1803 wurde das ehemalige Amt Rothenburg als Amt H. vereint und um das vom Kt. Aargau an Luzern abgetretene Freiämter Amt Hitzkirch (ohne Merenschwand) erweitert. Die bisher dem Michelsamt zugeordneten Exklaven Ermensee und Schongau kamen dabei ebenfalls zu H. 1814 erfolgte die bis heute gültige Umschreibung unter Zuweisung von Hildisrieden und Neudorf an das Amt Sursee, sowie von Buchrain und Dierikon an das Amt Luzern-Land.
Literatur
– F. Glauser, J.J. Siegrist, Die Luzerner Pfarreien und Landvogteien, 1977
– G.P. Marchal, Sempach 1386, 1986
Autorin/Autor: Waltraud Hörsch