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Schweizer Abfahrer bei Kriechmayrs Sieg nicht bei den Besten
Die Schweizer halten in der letzten Weltcup-Abfahrt des Winters nicht mit den Besten mit. Niels Hintermann belegt in Soldeu in Andorra beim Sieg des Österreichers Vincent Kriechmayr Platz 10. Marco Odermatt bleibt Rang 15.
Die Piste Aliga gehört zu den einfacheren Abfahrtsstrecken auf Weltcup-Niveau. Entsprechend gering waren die zeitlichen Abstände bei der saisonalen Derniere. Hintermann reichte es gerade noch zu einer Klassierung in den ersten zehn, obwohl sein Rückstand auf Kriechmayr lediglich eine halbe Sekunde betrug.
Schon doppelt so gross war der Zeitverlust von Odermatt – obwohl der Weltmeister die Fahrt als gut taxierte, er sich gut fühlte. Der Abstand zur Spitze des mit der Nummer 12 gestarteten Nidwaldners war wohl auch den nicht mehr idealen Pistenverhältnissen mit der Sulzschnee-Unterlage geschuldet.
Immerhin vermied es Odermatt, punktemässig leer auszugehen. In den Rennen der Saisonschlussveranstaltung werfen lediglich die ersten 15 Plätze Weltcup-Punkte ab. Die 16 Punkte könnten entscheidend sein mit Blick auf den Rekord, den seit 23 Jahren Kriechmayrs Landsmann Hermann Maier mit 2000 Punkten hält und den der Innerschweizer in dieser Woche übertreffen kann. Vor dem Super-G am Donnerstag und dem Riesenslalom am Samstag weist Odermatt ein Total von 1842 Punkten aus.
Einer, dem die frühlingshaften Schneeverhältnissen nichts anhaben können, ist Vincent Kriechmayr. Der Österreicher war Schnellster, obwohl er nur drei Nummern vor Odermatt gestartet war. Kriechmayr siegte mit 9 und 13 Hundertsteln Vorsprung vor den Deutschen Romed Baumann und Andreas Sander.
Der gebürtige Österreicher Baumann, mittlerweile 37-jährig, schaffte es im Weltcup zum ersten Mal seit seinem vor vier Jahren vollzogenen Nationenwechsel unter die ersten drei. Sander sicherte sich zehn Tage nach seiner Premiere mit Rang 2 im Super-G in Aspen, Colorado, seinen zweiten Weltcup-Podestplatz.
Kriechmayr errang seinen vierten Abfahrts-Sieg in der zu Ende gehenden Weltcup-Saison nach jenen in Gröden, Bormio und in Kitzbühel. Damit gab es in dieser Disziplin nur zwei Gewinner. Aleksander Kilde, der schon vor dem finalen Rennen in Andorra zum zweiten Mal in Folge als Gewinner der Disziplinen-Wertung feststand, siegte sechsmal. Am Mittwoch kam der Norweger nicht über Platz 6 hinaus.
Kriechmayr trumpfte nicht zum ersten Mal im Rahmen eines Weltcup-Finals gross auf. Vor fünf Jahren in Are in Schweden und im vergangenen Winter in Courchevel hatte er jeweils beide Speed-Rennen für sich entschieden.
(text&bild:sda)
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