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Die Feuerökologie montaner Buchenwälder verstehen
Lauffeuer in einem montanen Buchenwald
Filmstill WSL
In montanen Buchenwäldern der Alpen entstehen vor allem oberflächliche Lauffeuer. Diese verbrennen das am Boden liegende Brandgut und allfälligen Unterwuchs. Unter normalen Witterungsbedingungen werden sie von der Feuerwehr schnell eingedämmt, weshalb Brandflächen meist kaum grösser sind als eine Hektare. Entzünden sich Feuer jedoch unter sehr trockenen und windigen Bedingungen, können ausgedehnte Waldbrände entstehen, die während der Vegetationsperiode sogar die Kronenbereiche der Bäume erfassen.
Intakte Buchenbestände haben eine hohe Schutzwirkung gegenüber Steinschlag und flachgründigen Rutschungen. Buchenholz vermag die freigesetzte kinetische Energie herabrollender Steine besonders gut zu kompensieren, und das feine, dichtverzweigte Wurzelwerk stabilisiert den Oberboden an steilen Hängen. Nach einem Feuer können diese Eigenschaften stark eingeschränkt sein oder vollständig wegfallen.
Vertiefte Kenntnis der Feuerökologie hilft bei der Abschätzung, ob Schutzleistungen brandgeschädigter Buchenwälder erhalten bleiben oder waldbauliche Massnahmen zu treffen sind. Insgesamt sind Buchenbrandflächen resiliente Systeme, die sich im Laufe einiger Jahrzehnte durch Naturverjüngung wieder zu Buchenwäldern entwickeln können. Die natürliche Dynamik kann durch gezielte waldbauliche Eingriffe unterstützt und beschleunigt werden, wobei auf vorherrschende Waldleistungen und Buchenmastjahre zu achten ist.