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Sanierung Wasserversorgung Steinhaus
Das Projekt
Die ehemalige Gemeinde Steinhaus wird mit Quellwasser versorgt. Die Wasserversorgung von Steinhaus stammt aus dem Jahr 1930. Die Qualität des Trinkwassers ist nicht mehr einwandfrei und wird vom Kanton beanstandet. Das Netz ist sanierungsbedürftig.
Die sechs bisherigen Quellen sollen beibehalten und instand gestellt werden. Das Wasser muss nicht zusätzlich aufbereitet werden. Versorgt werden damit die 26 Einwohner von Steinhaus mit Trink- und Löschwasser.
Ursprünglich wollte die Gemeinde nur die schadhafte Transportleitung von der Sammelstube der Quellen oberhalb des Waldes (ca. 1'860 m.ü.M) im Gebiet Stibode auf einer Länge von ca. 1'100 m erneuern. Im Reservoir hat der Lebensmittelinspektor den Zustand der Leitungen und Armaturen sowie Risse im Betonwerk beanstandet. Unter der Annahme, dass die Transportleitung von Stibode bis zum Reservoir noch einige Jahre mit erhöhtem Unterhaltsaufwand weiter benutzt werden könnte, wollte die Gemeinde deshalb zuerst das Reservoir sanieren. Es sind aber immer wieder Schäden an den Leitungen aufgetreten, und gezwungenermassen hat die Gemeindeverwaltung Ernen deshalb entschieden, die Transportleitung von den Quellfassungen bis zum Reservoir Ritti auf einer Länge von 2'150 Metern sowie die Sammelbrunnenstube und den Verteilschacht "Alte Chäller" in erster Priorität zu sanieren. Die Sanierung des Reservoirs wurde vorerst zurückgestellt und wird erst im Anschluss an die Erneuerung der Transportleitung und bei gesicherter Finanzierung geplant.
Da seit jeher genügend Wasser floss, wurden nie Wasseruhren installiert. Der Wasserverbrauch ist deshalb nicht bekannt. Der Erfahrungswert liegt jedoch bei folgender Schätzung: 26 Einwohner x 0.2 m3 pro Tag x 365 Tage = 1'900 m3 pro Jahr.
Berechnet man den Wasserpreis für 25 Wohneinheiten mit einer Grundgebühr von Fr. 160.-- pro Jahr und Wohneinheit, dann werden in Steinhaus Fr. 4'000.-- pro Jahr erwirtschaftet. Der m3 kostet somit ca. Fr. 2.10. Derselbe Betrag kommt für das Abwasser dazu, was dann zusammen rund Fr. 4.20/m3 ergibt.
Der Gemeinderat fasst eine Erhöhung der Wasserpreise ins Auge. Da der Wasserpreis aber für die ganze Gemeinde mit 545 Einwohnern gilt, will er warten, bis auch die Wasserversorgung für Ernen-Mühlebach saniert wird.
An der Urversammlung vom 29. Mai 2013 wurde die Ausführung des Projektes einstimmig angenommen.
Die Bauarbeiten sind bereits weit fortgeschritten und können demnächst abgeschlossen werden.
Kosten und Finanzierung
|Die Kostenzusammenstellung sieht wie folgt aus:|
|Quellfassungen||Fr.||129'180.--|
|Transportleitungen||Fr.||264'930.--|
|Hydrogeologischer Bericht||Fr.||5'000.--|
|Umweltnotiz||Fr.||10'000.--|
|Rodungsarbeiten||Fr.||15'000.--|
|Gesamtkosten||Fr.||424.110--|
|Die Finanzierung sieht folgendermassen aus:|
|Gesamtkosten||Fr.||424'110.--|
|Eigenleistungen aus Rückstellungen||Fr.||10'000.--|
|Zu finanzierende Restkosten||Fr.||414'110.--|
Der einzige Landwirt in Steinhaus mit immerhin 100 Stück Vieh versorgt sich selber und bezieht kein Wasser aus der Wasserversorgung. Es werden deshalb keine Meliorationskredite gesprochen.
Die Sanierung der bereits über 80-jährigen Wasserversorgung von Steinbach ist dringend notwendig. Aus Kostengründen wird jedoch nur das Nötigste ausgebaut, das Reservoir muss vorläufig noch auf eine Sanierung warten. Die Gemeinde investiert sehr vorsichtig und will sich möglichst nicht verschulden.
Deshalb können wir Ihnen die Unterstützung dieses Projektes bestens empfehlen.
Für dieses Projekt konnten wir bis heute einen Spendenbetrag von Fr. 83'776.-- vermitteln.