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und wertvollem Archiv 1585 ein Opfer der Flammen. Nachdem er mit fremder Beihilfe, besonders auch seitens der eidgen.
Stände,
wieder notdürftig erstellt worden war, ward er 1610 durch Brandstiftung schon wieder in Asche gelegt. Wiederum waren es
die eidgenössischen
Stände, schweizerische und süddeutsche Prälaten und Gotteshäuser, sowie der süddeutsche Adel,
welche dem verarmten Stifte zur Erstellung des noch jetzt bestehenden einfachen Gebäudes beistanden.
Mit finanzieller Unterstützung durch die süddeutsche Ritterschaft ward 1784 ein zweiter Flügel gegen W. erstellt, der
heute noch mit dem alten Bau des «Linthhof» im Privatbesitz sich befindet.
Auf einem aus der Römerzeit stammenden quadratförmigen Unterbau (offenbar einem ehemaligen Wachtturm)
erhebt sich der St. Gallusturm, im Volksmund früher auch Heidenturm genannt, ein runder und unregelmässiger Bau mit romanischen
Schalllöchern, der spätestens aus dem 12. Jahrhundert datiert. 1891 wurde der
Turm, den noch die
Mauer des Friedhofes umschliesst,
mit Bundesbeitrag restauriert.
Andere interessante historische Merkwürdigkeiten sind die St. Sebastianskapelle (s. diesen Art.), die
Ruine
Windegg auf einem Ausläufer des
Schänniserberges, die Ueberreste einer römischen Festungsanlage auf dem
Biberlikopf
(570 m), das Hotzedenkmal an der Stelle, wo General
Hotze am gefallen ist, und die St. Leonhardskapelle in
Rufi,
die aus der Mitte des 15. Jahrhunderts stammt und 1899 restauriert worden ist. In
Rufi stehen auch noch
zwei
Häuser aus dem 16. Jahrhundert.
Schännis ist die älteste Pfarrei im Lande
Gaster.
Rufi, Dorf und
Rütiberg waren 1178 Eigentum des Stiftes Schännis. Am wurde
ein grosser Teil des Dorfes eingeäschert. Fund einer römischen Statuette nahe
Ziegelbrücke; römischer
Wachtturm auf dem
Biberlikopf. Urkundlich erscheint der
Ort zum erstenmal 973 als Schennines;
auch
Fideri genannt (Kt. St. Gallen,
Bez. Gaster).
1865 m. Südwestl. Ausläufer des
Speer; bildet einen nach allen
Seiten steil
abfallenden Nagelfluhrücken, von dem zahlreiche
Bäche zu dem seinen S.-Fuss bespühlenden
Linthkanal herabfliessen. Trägt
im obern Abschnitt
Wald und Alpweiden (Fiderizimmer am NW.-, Fiderschenalp am SO.-Hang) und tiefer unten
(Rütiberg am NW.-Hang)
schöne
Wiesen mit zahlreichen Einzelhöfen.
(Kt.,Bez. und Gem. Bern).
565 m. Schöner Aussichtspunkt n. Bern,
auf einem Moränenzug rechts über
dem Steilufer der
Aare. Durch die Kornhausbrücke mit der Stadt verbunden. Kasino mit Sommertheater und Konzertsaal.
Grosser
und schöner Park. Sammelpunkt der in Bern
sich aufhaltenden Fremden.
1,5 km
s. der Meglisalp. 80-100 m unter der Grathöhe ragen die sog. Fählen Türme auf.
Kann von der Meglisalp
über die N.-Flanke, von der Fählenalp über die S.-Flanke und endlich auch vom Löchlibettensattel her bestiegen werden,
ist aber auf allen drei Routen nur geübten und sichern Bergsteigern zugänglich.
Fast senkrecht aufgerichtete Urgonschichten.
An der
S.-Seite viel Edelweiss.
2382 m. Dritthöchster Gipfel des
Säntisgebirges, schroffer und wildzerklüfteter
Bergstock 3 Stunden n. über
Wildhaus und 2,5 km sö. vom Säntisgipfel. An der s. Bergflanke liegen ausgedehnte
Schafweiden, über die man den Berg von
Wildhaus her ohne besondere Schwierigkeiten erreicht.
Andere Anstiegsrouten sind nur
geübten Bergsteigern zu empfehlen.
Sehr lehrreiche Aussicht.
Geologisch ist der Koloss des
WildhauserSchafberges aus 2½
Gewölben und 2 Mulden herausmodelliert, so dass er einen sehr komplizierten Aufbau zeigt.
Das
WildhauserSchafberggewölbe
ist das «schärfst geklemmte Gewölbe» des
Säntisgebirges, wie die n. davon gelegene Mulde die «schärfst geklemmte»
Mulde des ganzen Gebirges darstellt.
Die nähere Beschreibung s. bei Albert
Heim: DasSäntisgebirge(Bern
1905), S. 98 ff. Ueber
Touristik und Aussicht vergl.