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Pestizidexposition von Kindern - Eine im Wallis durchgeführte Studie
Der Staatsrat hat beschlossen, über das Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur (DGSK) dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH, assoziiertes Institut der Universität Basel) ein Mandat für die Durchführung einer Studie über die Exposition der Kinder gegenüber Pestiziden, stammend aus der Behandlung von Weinbergen oder Obstbaubetrieben und über deren mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Atemwege bei Kindern zu erteilen.
Die Pestizidexposition und ihre Auswirkungen sind sowohl bei der Walliser Bevölkerung, als auch bei der Schweizer Bevölkerung ein Thema, das Sorge bereitet. Der Staatsrat möchte eine Bestandsaufnahme der Exposition gegenüber Pestiziden aus der Pestizidbehandlung von Wein- und Obstanbaugebieten auf Kinder durchführen, die in der Nähe dieser Gebiete leben, sowie der möglichen Auswirkungen dieser Pestizide auf ihre Atemwegsgesundheit.
Vor diesem Hintergrund hat das das Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur (DGSK) über das Walliser Gesundheitsobservatorium (WGO) Swiss TPH gebeten, einen Projektvorschlag für eine Studie auszuarbeiten. Swiss TPH setzt sich aus renommierten Experten zusammen und verfügt über Fachwissen in den Bereichen Umweltepidemiologie, Gesundheit der Atemwege und nicht übertragbare Krankheiten und ist in nationale und europäische Projekte zu diesen Themen involviert.
Eine Erhebung bei Walliser Schülern
Ziel der Studie ist es, die Exposition gegenüber Pestiziden (sowie Pollen und Luftschadstoffen) zu messen, und den kurzfristigen Zusammenhang zwischen dieser Exposition und der Gesundheit der Atemwege bei Kindern zu untersuchen, die Schulen in der Nähe von Weinbergen oder Obstplantagen besuchen. Die Studie wird bei Kindern durchgeführt, da deren Atemwegssysteme am ehesten durch die Exposition gegenüber Pestiziden und Luftschadstoffen beeinträchtigt werden kann.
Die Studie mit dem Titel "Pestizidexposition durch die Luft und Gesundheit der Atemwege von Schulkindern im Wallis, Schweiz" wird in zwei Phasen durchgeführt: eine erste Phase in einem Zeitraum während dem Pestizidbehandlungen durchgeführt werden und eine zweite Phase während eines Zeitraums, in dem keine Pestizidbehandlungen durchgeführt werden. Die Studie wird 2023 beginnen und bis Mitte 2024 dauern. Anschliessend wird ein Studienbericht mit Empfehlungen durch Swiss TPH erstellt. Die im Wallis durchgeführte Studie profitiert auch von Synergien mit dem nationalen Trapego-Projekt (TRAPEGO - Transformation in Pesticide Governance), das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert wird und in dem Swiss TPH sich mit der Gesundheit von Arbeitnehmern in der Landwirtschaft und ihren Angehörigen befasst
Einbezug der betroffenen Kreise
Um den reibungslosen Ablauf der Studie zu erleichtern, wird eine Kontaktgruppe unter dem Vorsitz das Walliser Gesundheitsobservatorium ((WGO) eingerichtet, in der die verschiedenen betroffenen Kreise vertreten sind. Diese Gruppe umfasst Vertreter verschiedener Dienststellen der Kantonsverwaltung, des Branchenverbands der Walliser Weine (IVV), des Branchenverbands Walliser Obst und Gemüse (IFELV), einen Kinderarzt, der sich für die Schulgesundheit im Wallis einsetzt, den Präsidenten der Vereinigung der Ärzte für den Umweltschutz und einen Vertreter des Verbandes der Walliser Gemeinden.