Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03537.jsonl.gz/1671

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes beinhaltet die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Es wurde am 20. November 1989 von der UNO-Generalversammlung verabschiedet. Die Schweiz hat das Übereinkommen am 24. Februar 1997 ratifiziert.
Übereinkommen über die Rechte des Kindes
Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (CRC) garantiert in umfassender Weise die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Das Ziel der im Übereinkommen garantierten Rechte ist es, dass Kinder ihre Persönlichkeit entfalten können und ihrem besonderen Schutzbedürfnis Rechnung getragen wird.
Das Übereinkommen garantiert unter anderem die folgenden Rechte:
Das Recht des Kindes auf Anhörung und Partizipation
Das Recht des Kindes auf Wahrung des Kindswohls
Das Recht des Kindes auf Identität
Das Recht des Kindes auf Leben, Überleben und Entwicklung
Das Recht des Kindes auf Schutz, namentlich vor Missbrauch und Ausbeutung
Ein Diskriminierungsverbot
Das Übereinkommen wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung der UNO verabschiedet. Die Schweiz hat das Übereinkommen am 24. Februar 1997 ratifiziert, am 26. März 1997 trat es für unser Land in Kraft.
Überprüfungsmechanismus
Der Kinderrechteausschuss der UNO überwacht die Umsetzung des Übereinkommens. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, regelmässig über ihre Aktivitäten im Sinne der Konvention Bericht zu erstatten.
Die ersten beiden Fakultativprotokolle sehen als Überwachungsmechanismus ebenfalls ein Berichtsverfahren vor. Das dritte Fakultativprotokoll ergänzt die Berichtsverfahren namentlich mit einem Individualbeschwerdeverfahren (siehe unten).
Die Schweiz hat dem Ausschuss über die Rechte des Kindes regelmässig über die Umsetzung der CRC in der Schweiz Bericht zu erstatten. Der zweite, dritte und vierte Bericht wurde im Juni 2012 eingereicht. Im Februar 2015 hat der Ausschuss seine Empfehlungen an die Schweiz erlassen, wie sie den Verpflichtungen aus dem Übereinkommen noch besser nachkommen kann.
Für die Staatenberichte der Schweiz zur Umsetzung der Verpflichtungen aus der CRC ist das Bundesamt für Sozialversicherungen zuständig.
Fakultativprotokolle
Zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes gibt es drei Fakultativprotokolle:
Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten
Das Protokoll hat den Zweck, Kinder und Jugendliche in bewaffneten Konflikten besser zu schützen. Die UNO hat es am 25. Mai 2000 beschlossen, am 12. Februar 2002 trat das Fakultativprotokoll in Kraft.
Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornografie
Das Protokoll stärkt den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung. Die UNO hat es am 25. Mai 2000 beschlossen, am 18. Januar 2002 trat es in Kraft.
Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend ein Mitteilungsverfahren
Das Protokoll stellt eine wichtige Ergänzung zur Konvention und den beiden anderen Fakultativprotokollen dar, da es ein Individualbeschwerdeverfahren vorsieht. Zudem gibt es dem Ausschuss unter gewissen Voraussetzungen auch die Kompetenz für zwischenstaatliche Mitteilungsverfahren (Art. 12 des Protokolls) und Untersuchungsverfahren (Art. 13 des Protokolls). Die UNO hat das Fakultativprotokoll am 19. Dezember 2011 verabschiedet, am 14. April 2014 trat es in Kraft.
Die Schweiz ist Mitgliedsstaat der ersten beiden Fakultativprotokolle. Das erste ratifizierte sie am 26. Juni 2002. Es trat am 26. Juli 2002 für die Schweiz in Kraft. Das zweite ratifizierte sie am 19. September 2006. In Kraft trat es für unser Land am 19. Oktober 2006. Derzeit prüft die Schweiz den Beitritt zum dritten Fakultativprotokoll über ein individuelles Mitteilungsverfahren, mit dem Individuen nach Ausschöpfung des innerstaatlichen Instanzenzuges Verletzungen der Konvention und der beiden ersten Fakultativprotokolle vor dem Kinderrechtsausschuss geltend machen können.