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Gründung der Kolingesellschaft
Die Gründung der Kolingesellschaft Zug erfolgte am 10. Dezember 1913 im ehemaligen Hotel Hirschen in Zug anlässlich einer beratenden und konstituierenden Versammlung, zu der die katholische Zuger Männerwelt eingeladen war. Ziel der Gründung war es, „einen in Gleichheit der Gesinnung festgeschlossenen Kreis zu schaffen, um die idealen Ansprüche eines modernen katholischen Mannes zu pflegen und zu befriedigen“. Diese Vorgabe fand Eingang in den Zweckartikeln der Statuten, die im März und April 1914 beraten und verabschiedet wurden.
§ 1 Unter dem Namen „Kolingesellschaft Zug“ besteht eine gesellschaftliche Vereinigung von Männern in Zug, welche, den verschiedenen Berufsgruppen angehörend, auf der Grundlage der katholischen Weltanschauung stehen.
§ 2 Die Gesellschaft bezweckt:
- den aktuellen Fragen des Wissens, der Literatur, Technik und Kunst, des Handels und Verkehrs näher zu treten;
- die sozialen Probleme zu studieren und eine Lösung anzustreben;
- das Verständnis für alle wichtigen Tagesfragen zu fördern;
- ein gesellig-freundschaftliches Einvernehmen unter den Mitgliedern zu pflegen und die interessierenden Kreise einander näher zu bringen;
- den andern bestehenden katholischen Vereinigungen Anregung zu bieten und intellektuell und moralisch zu unterstützen.
Die neugegründete Gesellschaft kam einem offensichtlichen Bedürfnis entgegen, zählte sie doch im Dezember 1914 bereits 102 Mitglieder, worunter sich praktisch die gesamte Geistlichkeit der Pfarrei St. Michael, die Lehrerschaft der Lehranstalt St. Michael, viele Ärzte, zahlreiche Lehrer und Beamte von Stadt und Kanton, aber auch Handwerker fanden.