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"Dopingsünder" Stefan Marti für sechs Monate gesperrt
Die Katze ist aus dem Sack. Der Berner Mittelschwinger, welcher positiv in einer Dopingkontrolle hängen blieb, ist Stefan Marti. Der ESV hat bereits reagiert und Marti für sechs Monate bis zum 15. April 2013 gesperrt.
Offizielle Mitteilung ESV
Anlässlich des Berner Kantonalschwingfestes vom 12. August 2012 in Herzogenbuchsee ergab eine, durch Antidoping Schweiz beim 26-jährigen, dreifachen Berner Kranzschwinger, Stefan Marti, durchgeführte Dopingkontrolle, einen positiven Befund. Marti leidet seit seiner Jugend an Narkolepsie (Schlafkrankheit). Dagegen wird ihm vom Arzt seit dem Jahr 2003 das Medikament Modasomil verabreicht. Modasomil enthält Modafinil, das auf der Liste von Antidoping Schweiz als verbotene Substanz figuriert.
Marti gab anlässlich der Kontrolle an, das besagte Medikament einzunehmen, unterliess es aber, sich vorgängig eine Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken (ATZ) respektive ein vom behandelnden Arzt ausgestelltes Attest zu beschaffen und konnte demzufolge auch kein solches vorlegen. Eine ärztliche Bestätigung hat er dann zu Beginn des Verfahrens nachgereicht.
Stefan Marti zeigte sich in jeder Hinsicht einsichtig und verhielt sich im Verlaufe des Verfahrens sehr kooperativ. Er verzichtete auf die Analyse der B-Probe. Der Sportler hatte nie die Absicht sich durch die Einnahme des Medikamentes einen Vorteil zu verschaffen. Von einer vorsätzlichen Verletzung einer Antidopingregel kann somit vorliegend nicht die Rede sein.
Urteil der Dopingkommission
Stefan Marti wird schuldig erklärt des Verstosses gegen Ziff. 3 des ESV - Dopingreglementes vom 20.06.2009 und wird in Anwendung von Ziff. 7.2 und Ziff. 9.2 dessen wie folgt verurteilt:
1) Eine Sperre von 6 Monaten beginnend am 16. Oktober 2012 und endend am 15. April 2013 für sämtliche Schwingfeste des ESV und dessen Unterverbände. Von der Sperre nicht betroffen sind allfällige Trainings, Besuche von Kursen und Kaderzusammenzüge.
2) Zum Bezahlen der angefallenen Kosten für die Dopingkontrolle und die analytische Untersuchung, sowie der Verfahrenskosten.
Auf die Möglichkeit eines Rekurses gegen das verhängte Urteil beim Zentralvorstand hat der Athlet schriftlich verzichtet.