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Trockenheit
Trockenheit bezeichnet einen Zustand, bei dem das zur Verfügung stehende Wasser den Bedarf von Pflanzen und Menschen nicht ausreichend decken kann. Der Bedarf ist von Region zu Region sehr verschieden und normalerweise dem langjährigen Angebot angepasst.
Trockenheit in der Schweiz
Auch in der Schweiz, welche aufgrund der Wasserversorgung via Alpen über riesige Wasservorkommen verfügt, kann das lange Ausbleiben von Niederschlägen zum Problem werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn auf einen trockenen Winter ein niederschlagsarmer Frühling und ein heisser Sommer folgen. Das Wasser, welches normalerweise im Winter in Form von Schnee und Eis in den Bergen gespeichert wird, fehlt dann im Frühjahr und im Sommer. Die sehr tiefe Bodenfeuchte verhindert in diesem Fall eine substantielle Verdunstung und somit auch deren kühlenden und indirekt Niederschlag bildenden Effekt.
Bedingt durch den Klimawandel ist in Zukunft mit vermehrt auftretenden und stärkeren Hitze- und Trockenperioden im Sommer zu rechnen. Zudem werden bis 2050 rund 75% der in Gletschern gespeicherten Wassermassen in den Schweizer Bergen verloren gehen. Dieser Verlust an entscheidenden Wasserreservoirs wird sich nachhaltig ungünstig auf die Anfälligkeit der Schweiz auf Trockenperioden auswirken.
Auch in der Vergangenheit wurde die Schweiz schon von Dürren heimgesucht, beispielsweise im Dürresommer 1947. Im Jahr 2003 führte der Hitzesommer, begleitet von Rekordtemperaturen in ganz Europa, auch in der Schweiz zu Wasserknappheit in kleinen und mittleren mittelländischen Fliessgewässern. Durch die hohen Temperaturen und den Wassermangel entstanden unter anderem landwirtschaftliche Schäden in der Höhe von 500 Mio. Franken.