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Ein Nachruf von Alfred Zimmerlin (dissonance 122)
In memoriam Hans Ulrich Lehmann
Eine Sendung von Radio SRF 2 Kultur (Thomas Meyer, 30.1.2013)
Die Stille als Fluchtpunkt ‒ im Titel von Michelle Zieglers Portrait des Komponisten Hans Ulrich Lehmann (dissonance 114) sind wesentliche Eindrücke seines Schaffens kondensiert. Eine leise beseelte Expressivität spricht aus der Musik Lehmanns, der zu den wichtigsten Komponisten seiner Generation zählt, diese Tatsache aber nie an die grosse Glocke hängte.
Hans Ulrich Lehmann wurde am 4. Mai 1937 in Biel geboren. Nach einer Ausbildung zum Cellisten studierte er Musiktheorie und Komposition bei Paul Müller-Zürich, Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen. Von 1976 bis 1998 wirkte er als Direktor des Konservatoriums und der Musikhochschule Zürich, 1983 bis 1986 war er Präsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins und von 1991 bis 2011 präsidierte er die Suisa. Mehrfach wurde sein Schaffen mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Komponistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins (1988) und dem Kunstpreis der Stadt Zürich (1993). Wie seine Familie mitteilt, ist Hans Ulrich Lehmann am 26. Januar 2013 nach schwerer Krankheit im Spital Zollikerberg friedlich eingeschlafen.
Im Mai 2013 wurde eines seiner letzten Werke, without words für Viola und Klavier (2011), an den Swiss Chamber Concerts postum uraufgeführt.
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