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Bild: Thinkstock
Im Ersten Weltkrieg blieb die Schweiz von einem militärischen Angriff verschont. Allerdings übertrugen sich die internationalen Spannungen auf das Land. Es war einer Zerreissprobe zwischen der Deutschschweiz und der Romandie ausgesetzt. Der Krieg entzweite die Schweiz entlang des «Röstigrabens». Die welsche Schweiz fühlte sich mehrheitlich zur Entente-Macht Frankreich hingezogen. In der Deutschschweiz hingegen galten die Sympathien mehrheitlich den deutschsprachigen Mittelmächten. Als die Vereinigte Bundesversammlung am 3. August 1914 den deutschfreundlichen Ulrich Wille zum General wählte, glaubten viele Westschweizer, dass Bundesbern mit den Mittelmächten sympathisierte. Der Konflikt verschärfte sich mit der «Obersten-Affäre» und der «Grimm-Hoffmann-Affäre». Gegen Ende des Krieges wurde der kulturelle Konflikt von neuen Spannungen überlagert. Während des Krieges baute sich zudem der soziale Konflikt zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum auf.
Schauen Sie sich den folgenden Tagesschaubeitrag an. Wie wirkte sich der Erste Weltkrieg auf die Schweiz aus? Notieren Sie weitere Punkte.
Tagesschau 24.08.2014: Erster Weltkrieg prägt Schweiz bis heute
In der Schweiz mussten die Männer während des Ersten Weltkrieges Militärdienst leisten und die Grenzen schützen. Die langen Dienstperioden waren für die Arbeiter und Bauern eine grosse Belastung. Für ihren Diensteinsatz erhielten sie nur wenig Entschädigung, einen Erwerbsersatz gab es nicht. Viele Arbeiter fanden nach dem Krieg keine Arbeit mehr. Zudem wurden die Lebensmittel knapp und die Preise stiegen.
Tagesschau 05.08.2014: Der 1. Weltkrieg in der Schweiz
Die Wut und Not der Arbeiterschaft trug zur Zunahme von sozialen Konflikten bei, die schliesslich zum Landesstreik von 1918 führten Dem ersten und bis heute einzige Generalstreik der Schweizer Geschichte.
Auftrag 2:
Schauen Sie sich den folgenden Film an. Erstellen Sie eine Liste der Forderungen der Arbeiter. Welche wurden bereits wenige Wochen nach Streikabbruch erfüllt? Welche wurden später umgesetzt?
SRF mySchool: Der Generalstreik
Für Kunst war 1916 wenig Platz. Viele europäische Intellektuelle und Künstler hielten sich im Exil in der neutralen Schweiz auf, wo sie sich weiterhin künstlerisch betätigen konnten. So entstand im Zürcher Cabaret Voltaire der Dadaismus, eine Bewegung, die mit verschiedenen Mitteln und Stilen experimentierte. Sie lehnte sich auf ihre ganz eigene Art – mit Humor, Ironie und Nonsens – gegen die Unmenschlichkeit und Grausamkeit des Krieges auf. Die Dadaisten trugen ihre Werke mit Briefen und Zeitschriften in die Welt hinaus. Bald gab es Dadaisten in Deutschland, Frankreich und Amerika. So wurde der Dadaismus zu einer internationalen Kunst- und Literaturrichtung.
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