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Geschichte
Das Wort Eisen wird abgeleitet vom keltisch-illyrischen isarno. Das gotische isarn bedeutet «festes Metall», im Gegensatz zur weichen Bronze. Es scheint verwandt zu sein mit dem lateinischen ira, was «Zorn» bedeutet, und hat deshalb die Umschreibung als das «zornige, kräftige Metall». In der im Altertum und im Mittelalter gebräuchlichen Zeichensprache zur Kennzeichnung verschiedener Stoffe wurde dem Eisen ein Pfeil zugeordnet. Erst der schwedische Chemiker Berzelius gab ihm 1814 die Abkürzung Fe für das lateinische Ferrum.
Phosphoricum ist abgeleitet vom griechischen phósphoros, was «lichttragend» bedeutet. Phosphor kommt in der Natur nur in chemischen Verbindungen vor. Atomarer Phosphor ist eine wachsweiche, an frischen Schnittflächen gelbliche, sonst weisse, durchscheinende Masse von eigenartigem Geruch. An offener Luft oxidiert er unter Chemilumineszenz (= durch chemische Vorgänge bewirkte Lichtausstrahlung, auch Nachleuchten oder Phosphoreszenz genannt) und Wärmeentwicklung langsam zu Phosphorpentoxid. Oberhalb von 50 °C tritt Selbstentzündung ein, weshalb er unter Wasser aufbewahrt wird.
Es gibt mindestens drei allotrope Modifikationen, die verschieden-farbig sind. Phosphor, mit dem chemischen Zeichen P, wurde 1669 vom Alchemisten Hennig Brand in Hamburg bei der Destillation von eingedicktem Harn mit Sand entdeckt und von Lavoisier als Element erkannt.
Ferrum phosphoricum ist eines der zwölf originalen Gewebe- oder Funktionssalze in der vom homöopathischen Arzt Wilhelm Schüssler in den Jahren 1872–1898 entwickelten biochemischen Heilmethode.
Physikalische Merkmale
Eisenphosphat ist ein gelbweissliches, geschmackloses, in Wasser unlösliches Pulver mit der Summenformel FePO4 • 4H2O und einem Molekulargewicht von 222,88.
Vorkommen
Eisen ist wahrscheinlich das häufigste Element des Erdballs und findet sich in vielen Granit- und Sedimentgesteinen. Phosphor kommt infolge seiner sehr hohen Reaktionsfähigkeit nie als chemisches Element, sondern fast ausschliesslich in Form der beständigen Phosphate, u.a. als Apatit, Phosphorit, vor.
Verarbeitung
Eisenphosphat wird durch gleichzeitiges Eingiessen von 10 Gewichtsteilen einer 1%igen Eisenchlorid-Lösung, 10 Gewichtsteilen einer 1%igen Natriumphosphat-Lösung und 20 Gewichtsteilen Wasser hergestellt. Der entstehende Niederschlag wird gewaschen, bis die ablaufende Flüssigkeit durch Silbernitrat-Lösung nicht mehr getrübt wird, und sodann bei Raumtemperatur auf Tonplatten getrocknet.
Die homöopathischen Potenzen werden gemäss aktuellem HAB durch Trituration mit Milchzucker hergestellt. Flüssige Potenzen werden durch Handverschüttelung dynamisiert.