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Landvogtei; 1523-28 amtete hier als Landvogt der
Maler und Dichter Niklaus Manuel.
Das noch heute bestehende Geschlecht von Erlach stammt von den gräflich nidauischen Ministerialen ab, welche noch im 13. Jahrhundert
auf der Burg Erlach sassen. Aber schon
Ulrich von Erlach, der Vater des Siegers von
Laupen, hatte in Bern
Burgrecht
genommen.
504 und 490 m. Zwei Gruppen von zusammen 5
Häusern, nahe dem linken
Ufer der Kleinen
Emme, 3 km sw.
Emmen und 2 km ö. der Station
Emmenbrücke der Linie
Luzern-Olten. 66 kathol.
Ew. Landwirtschaft und Viehzucht.
Zucht von ihres Schlages u. ihrer Stärke wegen geschätzten Pferden. Fremdenindustrie. Holzhandel. Sekundarschule.
Krankenhaus. Bemerkenswert eine Reihe von schönen
Holzhäusern im
Berner Oberländerstil. Kirche mit originellem
Turm und alten
Fresken. Neben der Kirche, auf einer Anhöhe, stand einst eine alte, heute völlig vom Erdboden verschwundene Burgruine.
Von Erlenbach aus kann dasStockhorn in 4-5 Stunden erstiegen werden. Die
Herren von Erlenbach, die wahrscheinlich
im 12. Jahrhundert das ganze untere
Simmenthal beherrschten, erbauten die Burg
Weissenburg, nannten sich in der Folge nach
dieser Freiherren von
Weissenburg und wurden eines der mächtigsten Geschlechter des untern
Simmenthales. 1439 kam Erlenbach
an Bern.
Peter Kunz, der Freund Luthers und ein hervorragender Förderer der Reformation in bernischen Landen,
war 1517-1535 Pfarrer zu Erlenbach.
Eine Seidenweberei mit 100 Arbeitern. An der
Mariahalden die Martinstiftung, ein 1894 gegründetes Asyl
für geistig und körperlich schwach entwickelte Kinder.
Vor dem Dorf (im
Winkel) und im Dorf selbst (am
Widen) Pfahlbauten.
Römische Siedelung auf der obern
Allmend, Alemannengräber beim neuen Friedhof.
Vor einigen Jahren ist
man hinter dem Lochhaus, am linken Ufer des
Dorfbaches, auf Mauerreste gestossen, die offenbar von der einstigen Wohnung des
vom Kloster
Einsiedeln über seine Probstei Erlenbach gesetzten Vogtes herrühren.