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Seit einigen Jahren werden Habitatbäume und Baummikrohabitate zunehmend wichtiger bei der Förderung der Biodiversität und der Erforschung ökologischer Zusammenhänge in unseren Wäldern. Deshalb erarbeiteten Experten aus Europa eine Typologie sowie einen Katalog der Baummikrohabitate (Kraus et al. 2016, Larrieu et al. 2018). Diese Grundlagen ermöglichen nun eine einheitliche Aufnahmemethodik der Habitatbäume und Baummikrohabitate in Wäldern der gemässigten Klimazone.
Die von Larrieu et al. (2018) vorgeschlagene Typologie für Baummikrohabitate ist hierarchisch organisiert. Die oberste Kategorie besteht aus 7 Formen basierend auf morphologischen Eigenschaften, die für die Biodiversität relevant sind: i) Höhlen im weiteren Sinn, ii) Stammverletzungen und freiliegendes Holz, iii) Kronentotholz, iv) Wucherungen, v) Feste und schleimige Pilzfruchtkörper, vi) Epiphytische, epixylische oder parasitische Strukturen und vii) Ausflüsse. Diese 7 Formen werden weiter in 15 Gruppen und 47 Typen unterteilt. Der hierarchische Aufbau der Typologie ermöglicht deren Verwendung durch verschiedene Interessengruppen: von der Forstpraxis bis zur Forschung. So wird der Förster, der während der Anzeichnung Habitatbäume rasch ausscheiden möchte, mit 7 Formen arbeiten können. Für Waldinventuren und Langzeit-Monitoring empfehlen wir mindestens die Ebene mit den 15 Gruppen zu verwenden. Der Waldökologe, der Zusammenhänge zwischen erhobenen Arten und Mikrohabitaten untersuchen möchte, wird mit 47 Typen arbeiten.