Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03153.jsonl.gz/2304

Warnsystem für Copyright-Verletzer
Interessantes Vorgehen: Copyright-Verletzer sollen Ende Jahr bei Verstössen in mehreren Schritten via Mail gewarnt werden. Auch ein Zwangs-Video ist als «Sanktion» vorgesehen.
Das sogenannte «Six Strikes»-Verfahren soll nun Ende Jahr in den USA an den Start gehen. Um es einzuführen wurde das Center for Copyright Information gegründet. Es vertritt fünf Provider, die Medienkonzerne sowie die US-Film- und Musikindustrie.
Ziel des Copyright-Warnsystems ist es, ertappte Internetnutzer, die gegen das Copyright-Recht verstossen, bis zu sechs mal mit Warnungen per Mail zur Vernunft zu bringen. Danach sollen Sie dazu verdonnert werden, sich ein aufklärendes Video anzugucken. Weitere Sanktionen wie Klagen oder Netzsperren sollen folgen, wenn das Warnsystem ihre Wirkung verfehlt.
So funktionierts: Ein Rechteinhaber wendet sich an den Provider, wenn er merkt, dass seine Rechte verletzt wurden. Die IP-Adresse entlarvt den jeweiligen Sünder, der seitens Provider mit einer Warn-Mail bedacht wird. Das passiert bei bis zu vier Verstössen. Nach dem fünften Vergehen, könnte der Provider die Webgeschwindigkeit drosseln oder den Anwender auf eine bestimmte Webseite umleiten, bis sich dieser beim Provider meldet. Die sechste und letzte Warnung besteht aus den bereits genannten Risikominimierungsmassnahmen.