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Seit der Abstimmung zum EWR-Beitritt von 1992 (Europäischer Wirtschaftsraum) waren nie mehr so viele Schweizer Stimmberechtigte an die Urne gegangen. Die Beteiligung lag bei rund 63 %. Sie wurde sicher begünstigt durch die zwei heiklen Themen, die am 28. Februar 2016 zur Abstimmung standen: die Ausschaffung "krimineller Ausländer" und die zweite Gotthardröhre.
Die hohe Stimmbeteiligung in der Schweiz bewegte sich in Rekordnähe, zumindest seit der Einführung des Frauenstimmrechtes von 1971. Dazu beigetragen hat ohne Zweifel die grosse Mobilisierung der Zivilbevölkerung, die in den letzten Monaten die Appelle zur Ablehnung der Initiative zur Ausschaffung krimineller Ausländer der Schweizerischen Volkspartei (SVP, rechtskonservativ) vervielfachen konnte.
Auch andere wichtige Vorlagen, wie die Abstimmung für eine zweite Gotthardröhre oder auch kantonale Abstimmungen, gaben zusätzlichen Auftrieb.
In den letzten 45 Jahren konnten die Massen vor allem bei Themen, die Ausländer oder die Beziehung der Schweiz zur EU betrafen, mobilisiert werden. swissinfo.ch zeigt in Bildern die Abstimmungen, die beim Stimmvolk auf überaus reges Interesse gestossen sind.