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Am Mittwoch sprang der Preis für eine Gallone (etwa 3,8 Liter) Benzin mit Lieferung im September im Mittagshandel bis auf 1,90 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit etwa zwei Jahren. Im Tagesverlauf stieg der Futurepreis mehr als fünf Prozent und seit dem Wochenende um etwa 15 Prozent. Nach Einschätzung von Analysten dürfte diese Entwicklung auch die Preise an den Zapfsäulen nach oben treiben.
Wegen der Überschwemmungen an der Südküste der USA haben eine Reihe von Raffinerien in den betroffenen Gebieten die Arbeit eingestellt. Die amerikanische Energiebehörde Energy Information Administration (EIA) geht davon aus, dass derzeit etwa 18 Prozent der landesweiten Raffineriekapazitäten ausgefallen sind. Ausserdem rechnen die Experten damit, dass auch der Transport von Benzin durch Pipelines beeinträchtigt ist.
"Wegen der geringeren Rohölverarbeitung steigt in den USA die Knappheit von Benzin", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank. Diese Entwicklung dürfte "auf beiden Seiten des Atlantiks für kräftig steigende Benzinpreise sorgen". Da die USA Benzin aus Europa importieren könnten, rechnen die Commerzbank-Experten auch in Deutschland mit steigenden Spritpreisen.
(AWP)