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Ein Rückblick aus der Feder unseres langjährigen Mitgliedes Heinz Hug
Es war das Jahr 1997, als sich aus den beiden Theatergruppen des Männerchores Aedermannsdorf und der Schützengesellschaft Aedermannsdorf, die heute bestehende Theatergruppe Aedermannsdorf bildete. Die Theatergruppe ist kein Verein mit Statuten, sondern besteht aus Leuten welche gerne dem Hobby Theaterspielen frönen.
Seit dem Bestehen der Theatergruppe Aedermannsdorf waren zwei Regisseure für die Inszenierungen unserer Theateraufführungen verantwortlich. Charles Gunziger war in den Jahren 1997 bis 2013 für die Regie verantwortlich. 2014 konnte Charles diese Funktion an Urs Strähl weitergeben. In all den Jahren konnten sich beide Regisseure auf ein Stammensemble verlassen. Die ersten beiden Theater 1997 und 1999 bereiteten wir noch für die Abendunterhaltung der Schützengesellschaft Aedermannsdorf vor, damals noch im Zweijahresrhythmus. Ab dem Jahre 2000 führen wir alle Jahre ein Theater durch, mit Ausnahme des Jahres 2020. Wegen der Corona Pandemie durften wie allgemein bekannt, keine Anlässe durchgeführt werden. Mit dem Jahre 2000 begannen auch die Partnerschaften mit der Musikgesellschaft Konkordia Aedermannsdorf und dem Männerchor Liederkranz Aedermannsdorf. Die Schützengesellschaft hat sich von der Organisation einer Abendunterhaltung mit Theater zurückgezogen, weil sie seit dieser Zeit mit dem «Geissfluhschiessen» jährlich einen überregionalen Schiessanlass durchführt.
Unser erster Regisseur Charles Gunziger inszenierte sechszehn Theater. Darunter war auch die Aufführung des von Bruno Born verfassten Festspiels « Z’MITTS INNE IM JURA». Dieses wurde 2008 anlässlich der Feier, 700 Jahre Aedermannsdorf, aufgeführt. Für alle die damals mitspielten, war dieses Festspiel sicher der Höhepunkt ihrer bisherigen Theatertätigkeit. Der Spielort auf dem Dorfplatz und die Ambiance, die bei den vier ausverkauften Aufführungen herrschte, waren einmalig. «Es tschuderet mi hüt no!»
Ab dem Jahre 2014 nahm unser zweiter Regisseur, Urs Strähl das Zepter in die Hand. Er studierte mit uns bis heute acht weitere Theater ein. Beide Regisseure, Charles und Urs haben es bei allen Inszenierungen verstanden Stücke auszuwählen, die beim Publikum Anklang fanden und die Besetzung der Rollen optimal zu bestimmen.
Für jede Aufführung wird das Bühnenbild selber gebaut, inkl. Technik (Ton, Geräusche etc.) Wir besitzen eigene Kulissen, welche dann dem jeweiligen Stück angepasst, verwendet werden. An dieser Stelle möchte ich unserem Mitglied Siegfried Stampfli danken. Als Fachmann steht er uns mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht das Material für das Bühnenbild zu beschaffen. Auch die Infrastruktur seines Schreinereibetriebes stellt er uns jeweils zur Verfügung, wenn das bestellte Material bearbeitet werden muss. Bei der Gestaltung der Bühnenbilder wird jeweils auf Details geachtet. Beim Theater «D’ Bääsehäx» wurde für die «fliegende» Magd eine Rollbahn montiert, auf welcher sie auf der Bühne hin und her gezogen werden konnte. Bei der Aufführung des Theaters «Alles für d’Chatz» war der Boden der Gartenbeiz mit echtem Split bedeckt. Als Dekoration werden immer echte Blumen verwendet oder wenn ein Brunnen auf der Bühne steht, so fliesst auch Wasser in den Brunntrog.
Bei den ersten Theateraufführungen war unsere Gage jeweils ein Nachtessen ohne Getränke, die bezahlten wir damals noch selber. Später wurden die Abendunterhaltungen mit Theater so organisiert, dass die beiden Vereine, die Musikgesellschaft Konkordia und der Männerchor Liederkranz jährlich alternierend für die Festwirtschaft verantwortlich waren. Der Theatergruppe fiel dann die Aufgabe zu, für eine fest vereinbarte Pauschale ein abendfüllendes Theater aufzuführen. Besten Dank an die beiden Vereine für die jahrelange angenehme Zusammenarbeit.
Seit Bestehen unserer Theatergruppe konnten wir auf zwei Maskenbildnerinnen zählen. Judith Meister und Madlen Meister schminkten und frisierten uns während rund 20 Jahren mit fachlichem Können und Begeisterung. Herzlichen Dank für ihren langjährigen Einsatz. Ab dem Jahre 2018 übernahm Katja Ambrosetti diese Funktion. Unterstützt wird sie durch unsere Mitspielerinnen.
Damit das gesellschaftliche Leben unserer Gruppe nicht zu kurz kommt, unternehmen wir alle zwei Jahre eine Reise. Diese Reisen, bei denen jeweils auch unsere Partnerinnen und Partner dabei sind, soll dazu dienen, dass wir uns besser kennen lernen und sich in unserer Theatergruppe ein familiäres Verhältnis bildet. Die Reisen klingen dann meistens im Gasthof Schlüssel mit sehr schönem Gesang aus. Oder?
Nun dürfen wir unseren 25. Geburtstag feiern. Eigentlich besteht die Theatergruppe seit 26 Jahren. Wegen der Coronapandemie kommt in diesem Jahr aber erst das 25. Theater zur Aufführung.
Zum Schluss meiner kleinen Rückschau auf die Geschichte unserer Theatergruppe, ist es mir ein Bedürfnis zu danken. Mein Dank gilt der Einwohnergemeinde Aedermannsdorf für die finanzielle Unterstützung in all den Jahren. Weiter möchte ich aber auch unseren Gönner und Sponsoren danken, ohne die unser Hobby nicht denkbar wäre. Einen speziellen Dank gilt Roger Stöckli für die Videoaufnahmen sowie für die Fotos. Zu guter Letzt danke ich allen, die unsere Aufführungen besuchen. Denn was wäre eine Theateraufführung ohne Zuschauer? Nichts!!!
Heinz Hug