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Der Neuseeländer Sam Gaze hat im U23-Rennen der Cross-Country-Weltmeisterschaften im australischen Cairns seinen Titel verteidigt. Gaze gewinnt in 1:17:46 Stunden mit elf Sekunden Vorsprung auf den Südafrikaner Alan Hatherly und 51 Sekunden vor dem Deutschen Max Brandl. Der Schweizer Filippo Colombo fährt ein überraschend starkes Rennen, das er mit 2:11 Minuten Differenz auf Rang sieben beendet.
Mit der Vergabe der Medaillen hat Filippo Colombo nichts zu tun, doch der Tessiner jubelt nach dem Rennen als hätte er eine gewonnen. «Unglaublich, damit habe ich niemals gerechnet», schüttelt er mit einem Strahlen im Gesicht den Kopf. Drei Wochen hat er an einer Knie-Verletzung laboriert, «fast nicht trainieren können» und unter anderem den Weltcup im Val di Sole auslassen müssen. «Mein Ziel war Top 20, aber ich wusste überhaupt nicht, wie meine Verfassung ist», erklärt Colombo, dessen Aufnahme ins BMC Racing Team am Tag zuvor bekannt gegeben worden ist. Colombo erwischt einen guten Start, kommt als 14. aus der Startrunde und klettert dann bis in die Verfolgergruppe der zu diesem Zeitpunkt sieben Spitzenfahrer. Den Niederländer Milan Vader müssen sie ziehen lassen, doch Colombo gewinnt den Sprint um Rang sieben gegen den Österreicher Maximilian Foidl und den Neuseeländer Ben Oliver. «Der Schlüssel war vielleicht, dass ich das Rennen defensiver angegangen bin als sonst, weil ich nicht wusste, wie gut ich drauf war. Es ist einfach unglaublich», meint Colombo noch.
Vital Albin, Junioren-WM-Zweiter des Vorjahres, landet auf dem 16. Rang. In der Schlussrunde muss er sich mit Krämpfen noch ziemlich quälen und kann in seiner Gruppe nicht mehr mit Vollgas um die Positionen kämpfen. «Top 20 war mein Ziel, das habe ich erreicht. Deshalb kann ich wirklich zufrieden sein», bilanziert Albin. «Eine WM in Australien zu fahren, war eine tolle Erfahrung.» Simon Vitzthum kommt nicht ganz an seine zuletzt gezeigten Leistungen heran und belegt Rang 23.
Im Kampf um den Titel sprengt Sam Gaze die Spitzengruppe, die nach einem Defekt von Weltcup-Gesamtsieger Martins Blums aus Lettland noch sechs Fahrer umfasst. Der Südafrikaner Alan Hatherly bleibt zwar bis zum Schluss hartnäckig auf Schlagdistanz, doch Gaze lässt sich seinen zweiten U23-Titel nicht mehr nehmen.