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Die Mitarbeiter der Grossbank verdienten 2008 insgesamt 44 Prozent weniger als im Vorjahr. Für die Geschäftsleitung gab es 35 Prozent weniger.
Die 15 Mitglieder der Geschäftsleitung der Credit Suisse liessen sich für 2008 mit 106 Millionen Franken entschädigen; dies geht aus dem heute publizierten Geschäftsbericht hervor. Im Vorjahr war die Vergütung der GL noch mit 162 Millionen bewertet worden. Ins Gewicht fielen für 2008 wohl Pro-rata-Zahlungen für vier ausgeschiedene Manager, wogegen der Lohn für CEO Brady Dougan nur noch 2,86 Millionen ausmachte – im Vergleich zu 22,28 Millionen Franken im Vorjahr.
Teuerster Mann des Top Kaders war Kai S. Nargolwala, der CEO Asien Pazifik. Er war per 1. Januar 2008 zur Credit Suisse gestossen. Ein bedeutender Teil der vereinbarten Vergütung stellt eine Entschädigung «für aufgrund des Wechsels zur Credit Suisse verlorene aufgeschobene aktienbasierte Vergütungselemente seines früheren Arbeitgebers dar», wie die Bank im Geschäftsbericht schreibt. Ferner deckt die Vereinbarung auch einen Teil seiner variablen Vergütung für 2007 ab, die ihm beim Wechsel ebenfalls entgangen ist. Die an Kai Nargolwala geleistete Gesamtvergütung betrug CHF 20,8 Mio.
Damit erscheint bei Credit Suisse dasselbe Phänomen wie bei der UBS mit Jerker Johansson und Markus U. Diethelm oder bei Swiss Re mit David Blumer: Dank Vorabzahlungen bekommen Neueingetretene nochmals Gehälter wie zu Vor-Krisen-Zeiten.
Bei Credit Suisse kassierten sieben neu eingetretene, ausscheidende oder mit «vertraglichen Vereinbarungen» gesegnete Mitglieder des Top-Managements zusammen 62,83 Millionen Franken – somit deutlich mehr als die acht übrigen: Sie erhielten 42,88 Millionen.
Den höchsten Kredit unter den Geschäftsleitungsmitgliedern beansprucht Private Banking Chef Walter Berchtold mit 8,6 Millionen. Die Kredite an die GL, mehrheitlich Hypotheken oder Lombardkredite, beliefen sich Ende 2008 auf 24 Millionen Franken.