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Stausee im Hochtal von Einsiedeln SZ mit einer Länge von 8,5 km und einer Fläche von 11 km2. Bereits vor rund 15'000 Jahren existierte im Hochtal der Sihl ein nacheiszeitl. Gletscherrandsee. Nach dem Absinken des Seespiegels entwickelten sich Flach- und Hochmoore. Der S. wurde 1932-37 von der Etzelwerk AG angelegt, einer von den SBB und der NOK gebildeten Gesellschaft. Die Konzessionsnehmer propagierten die Schaffung von Arbeitsplätzen und forderten ein Opfer zugunsten der Selbstversorgung der Schweiz mit elektr. Energie. 1897-1929 hatten die Schwyzer Kantons- und Bezirksbehörden sowie die Kt. Zürich und Zug finanzielle Abgeltungen, den Bezug von Vorzugsenergie, Verbesserungen der Infrastruktur und Entschädigungen für Beeinträchtigungen, u.a. für Umsiedlungen, ausgehandelt. Die Etzelwerk AG baute eine Staumauer, 29 km Strassen, je zwei Viadukte und Abschlussdämme, ein Wasserschloss sowie das Maschinenhaus in Altendorf (Bahnstrom-Produktion durchschnittlich 270 Mio. kWh pro Jahr). Eine Produktivlandfläche von 943 ha wurde geflutet; 452 Bauernbetriebe wurden vom Stauwerk in Mitleidenschaft gezogen. Nach einem Rechtsstreit erreichten die Konzessionsgeber 1988 von der Konzessionsnehmerin SBB - seit 1987 Alleininhaberin der Etzelwerk AG - bessere Vertragsbedingungen. Erst seit den 1990er Jahren wird die Geschichte des S.s allmählich aufgearbeitet.
Literatur
– G. Schwager, Techn. Fortschritt in der bäuerl. Schweiz, Liz. Zürich, 1991
– Der S., hg. von K. Saurer, 2002
Autorin/Autor: Ralf Jacober