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Der Entscheid des Bundesrats, den Kauf von Kampfflugzeugen zum teilweisen Ersatz der Tiger-Jets zu verschieben, verursache in der Luftverteidigung eine gefährliche Lücke, sagt VBS-Chef Ueli Maurer. Er lässt darum prüfen, ob sich die Tiger modernisieren lassen.
Der Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat gemäss Mitteilung vom Mittwoch das Rüstungsbeschaffungszentrum armasuisse mit einer entsprechenden Machbarkeitsprüfung bis Ende 2011 beauftragt.
Die Luftwaffe könne bezüglich ihrer Auftragserfüllung keine Lücken in Kauf nehmen. Die Tiger seien heute nur noch bei Tag und guter Sicht einsetzbar.
Modernisierte Tiger könnten die F/A-18-Flotte bei der Wahrnehmung der luftpolizeilichen Aufgaben unterstützen und somit entlasten. Zusätzlich würden sie die Zeit bis zur Beschaffung eines allfälligen Tiger-Teilersatzes überbrücken helfen.
Neue Jets frühestens ab 2025
Eine solche finde voraussichtlich frühestens im Jahr 2019 statt. Zur Verfügung stehen würden neue Flugzeuge ab zirka 2025.
Der bundesrätliche Auftrag an das VBS und das Finanzdepartement vom Herbst 2010, bis Ende dieses Jahres Möglichkeiten zur Finanzierung eines Tiger-Teilersatzes auszuloten, bleibe bestehen, schreibt das VBS.
Davon unabhängig beauftragte Bundesrat Maurer Armee und armasuisse mit der Erarbeitung von Grundlagen für die Entscheidungsfindung auf politischer Stufe. Es geht um die gesamtheitliche Darstellung von Auftrag, Mitteln und Einsatz der Luftwaffe in den nächsten 15 bis 20 Jahren und den daraus resultierenden Rüstungsbeschaffungen.