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Nikolai Wassiljewitsch Ogarkow, Marschall der Sowjetunion, der seit 1977 als Generalstabschef der sowjetischen Streitkräfte wirkte, wurde 1984 weg befördert. Bereits 1983 hatte er die im Gang befindliche Einführung präziser und hochwirksamer nichtnuklearer Waffensysteme als eine Revolution der Waffentechnik und der Kriegführung beurteilt. Mit diesen Waffensystemen könnten in der Zukunft hochwirksame nichtnukleare Schläge geführt werden, da Aufklärung und Strikezu einer Einheit verschmelzen würden. 1994 verstarb er in Moskau.
Bereits 1992 publizierte das Office of Net Assessmentdes Pentagons unter der Leitung von Dr. Andrew Marshallaufgrund der Erfolge im Golfkrieg von 1991 eine Studie über die bevorstehe militärtechnische Revolution, die Marshall in Anlehnung an die Thesen von Marschall Orgakow als Revolution in Military Affairs(RMA) bezeichnete. Kernthese der Studie war, dass diese waffentechnische Revolution dank der Digitalisierung und neuer Sensoren eine zeitverzugslose Kontrolle und Führung des Gefechtsfeldes ermöglichen würde.[i]
1997 äusserte sich Dr. Marschall dahingehend, dass die Studien der ehemaligen sowjetischen Militärs zutrafen und die neue Waffentechnologie die Kriegführung revolutionieren würde. Diese Revolution würde, wie die sowjetischen Kriegstheoretiker in den 70er und 80er Jahren analysiert hatten, den militärtechnischen Revolutionen der Vergangenheit entsprechen, so dem Einsatz der Panzer bei Cambrai im November 1917, der Kriegführung mit Kampfflugzeugen und Panzern im Zweiten Weltkrieg und der Entwicklung der Nuklearwaffen nach 1945. Diese Revolutionen hatten zu Durchbrüchen in der Kriegführung geführt.[ii]
2008 stellte Dr. Marshall aufgrund neuer Analysen fest, dass die US-Streitkräfte von der konsequenten Umsetzung der RMA, so bei der Einführung von zeitverzugslosen Aufklärung-Strike-Systemen, weit entfernt seien. Diese Verzögerung sei durch die Konzentration auf die Kriegführung gegen die Taliban, den Krieg von 2003 gegen die irakische Armee und die Bekämpfung von Terroristen und Jihadisten verursacht worden. Die Vorbereitungen auf einen Krieg mit den eigentlichen Herausforderern der USA mit deren effizienten Aufklärungs-Strike-Systemen hätten die USA vernachlässigt. In der Zwischenzeit hätten Herausforderer wie China und Russland die Entwicklung ihrer eigenen RMA vorangetrieben.[iii]
Bereits vor 2015 wurde in Seminaren festgestellt, dass das amerikanische Aufklärungs- und Kommunikationssystem durch Satelliten sehr verwundbar sei. Des Weiteren wurde die zunehmende Gefährdung der US-Seestreitkräfte, so die Flugzeugträger, durch ballistische Flugkörper erkannt. Auch die Überlebens- und Einsatzfähigkeit bemannter Kampfflugzeuge, einschliesslich der Stealth-Flugzeuge, müssten angesichts der durch die Gegenseite eingeführten Sensoren und Fliegerabwehrsysteme immer mehr in Frage gestellt werden. Auch die Stützpunkte in Eurasien seien durch neue weitreichende Waffensysteme bedroht. Die US-Streitkräfte würden sich in der gleichen Lage, wie es für die deutschen Streitkräfte von 1871 bis 1915 zutraf, befinden. Sie seien erstarrt und hätten die waffentechnische Revolution verpasst. Die Kriegführung des Zeitraumes 2015 bis 2050 würde keine Gemeinsamkeiten mehr mit der Epoche von 1990 bis 2015 aufweisen.[iv] The big great gameum die Kontrolle über Polen, die baltischen Staaten, die Ukraine, Rumänien, das Schwarzmeer, das Südchinesische Meer, das Ostchinesische Meer, Taiwan, die Philippinen, Japan und Koreahabe bereits eingesetzt.
[i]Bartosiak, J., The Revolution in Military Affairs, STRATFOR, November 25, 2019, P. 2.
[ii]Bartosiak, J., P. 1 und 2.
[iii]Bartosiak, J. P. 2.
[iv]Bartosiak, J., P. 3.