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166 Hektare Ackerland in Zeewolde, 50 Kilometer östlich von Amsterdam, sollen als Bauland für eine neues Rechenzentrum dienen. Der Facebook-Konzern Meta plant hier mit 5 Hallen das grösste Data Center in Holland und eines der grössten in Europa. 400 Jobs sollen mit der Anlage geschaffen werden, und der Gemeinderat von Zeewolde hatte den Plänen zugestimmt.
Doch seither hat sich zunehmend politischer Widerstand geregt, denn das RZ soll 1,38 Gigawattstunden Strom verbrauchen. Umweltaktivisten kritisierten, dass die begrenzte Versorgung mit nachhaltiger Energie, die derzeit in Holland erzeugt wird, von einem multinationalen Unternehmen genutzt werde. Am 22. März wurde dann im holländischen Senat eine Motion angenommen, die die Regierung aufforderte, den Bau zu blockieren.
Kritik am Stromverbrauch und Platzbedarf
Der Antrag fordert, den Bau zu verschieben, bis festgestellt werden könne, ob das Rechenzentrum die Umweltvorschriften und die noch nicht festgelegten nationalen Richtlinien für Data Center erfülle. RZ-Neubauten und deren Stromverbrauch werden in Holland generell kritischer betrachtet. Gemäss der Dutch Data Centre Association entfallen auf rund 60 Betreiber und deren Anlagen aktuell 2,8% des nationalen Stromverbrauchs.
Die Regierung hatte schon im Februar ein neunmonatiges Moratorium für Genehmigungen für neue Rechenzentren mit einer Grösse von mehr als 10 Hektaren erlassen, das bereits genehmigte Meta-Projekt war davon aber nicht betroffen. Der Minister für Wohnungsbau und Raumplanung, Hugo De Jonge, nannte den Platzmangel in Holland und den "unverhältnismässig hohen" Verbrauch erneuerbarer Energien durch Hyperscaler als Anlass für das Moratorium. Zuvor hatte auch die niederländische Provinz Flevoland, in der sich Zeewolde befindet, angekündigt, Genehmigungen von neuen Rechenzentren für eine nicht näher definierte Zeitspanne auszusetzen.
Meta hat jetzt reagiert und seine Pläne auf Eis gelegt. "Angesichts der aktuellen Umstände haben wir beschlossen, unsere Entwicklungsbemühungen in Zeewolde zu pausieren", heisst es in einer Stellungnahme. Der Konzern erklärte, man wolle weiterhin mit der Gemeinde zusammenarbeiten und das Projekt möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.