Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03412.jsonl.gz/1770

O'Connor siegte auf dem 145 km langen und mit fünf Bergwertungen gespickten neunten Teilstück von Cluses nach Tignes mit mehr als fünf Minuten Vorsprung vor den Italienern Mattia Cattaneo und Sonny Colbrelli. Der 25-Jährige vom Team AG2R-Citroën feierte damit seinen grössten Karriereerfolg.
Von den Favoriten traf Leader Tadej Pogacar auch am Sonntag als erster im Ziel ein. Als Sechster lag er 6:02 Minuten hinter O'Connor und vor allem 28 Sekunden vor jenen Fahrern, die ihm am ehesten noch gefährlich werden könnten. Es braucht aber schon viel Fantasie, um noch Gefahren zu sehen, die nicht höherer Natur sind. Der 108. Tour de France droht im Kampf um den Gesamtsieg eine frühe Langeweile.
Pogacar und sein Team UAE Emirates kontrollierten das Geschehen nach der Demonstration am Vortag auch in der zweiten verregneten Alpenetappe. Zwar schien es zwischenzeitlich, als hätte die Mannschaft keine Einwände dagegen, dass das Maillot jaune in O'Connors Besitz übergeht, am Ende kam es trotzdem nicht so und baute Pogacar das Polster auf seine Herausforderer mit einer Tempoverschärfung auf den letzten Kilometern noch einmal um eine halbe Minute aus.
Vor dem Ruhetag am Montag und der 10. Etappe von Albertville nach Valence über 190,7 km am Dienstag liegt der 22-jährige Vorjahressieger Pogacar 2:01 Minuten vor O'Connor. Auf Platz 3 liegt der Kolumbianer Rigoberto Uran mit 5:18 Minuten Rückstand, gefolgt vom Dänen Jonas Vingegaard, dem Ecuadorianer Richard Carapaz und dem Spanier Enric Mas.
Gar nicht mehr mit von der Partie ist mit Primoz Roglic einer der Topfavoriten. Roglic, im Vorjahr weniger als eine Minute hinter Pogacar Gesamtzweiter, trat nach dem Einbruch am Samstag und dem schmerzhaften Sturz in der 3. Etappe nicht mehr an - wie Mathieu van der Poel, der sechs Tage lang in Gelb gefahren war und mit seinem Ausstieg den Fokus wieder auf das olympische Mountainbike-Rennen vom 26. Juli in Tokio verschob.