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«Webweg»
Projekt: «Webweg»
Ausführungsort: Ausstellung "Die Tagesschau" Wetzikon
Den Faden weiter spinnen: Von der ehemaligen Spinnerei, in der das Werk gezeigt wurde, bis zu ihrer heutigen temporären Verwendung als Ausstellungshalle. Die „Flucht-Linien“ aus zusammen geknoteten Alt-Kleidern ziehen sich durchs ganze Gebäude, führen durch die Stockwerke hoch und aussen, wie improvisierte „Abseil“-Stricke, wieder hinunter.
Installation «Paula Roth»
Installation / Aktion: «White Noise»
Ausstellung "Kunst in der Zwicky" Fällanden
Installation / Aktion: White NoiseWhite Noise besteht aus ca. 1000 zerknüllten A-4-Blättern, die - zufällig verteilt - auf dem Boden der Halle herumliegen. Jedes der A-4-Blätter enthält eine Botschaft, die sich mit dem Thema "Kunst" auseinandersetzt. Es handelt sich dabei um eine Fotokopie von Statements, Kommentaren, Reflexionen etc. aus der Kunstliteratur.
Einzelne Stellen der Texte auf den Blättern werden mit Leuchtmarkern ausgezeichnet, so dass der Eindruck entsteht, die Blätter seien "bedeutungsträchtig", sie enthielten eine Botschaft. (Wer die Blätter aufliest und den Text liest, erfährt tatsächlich etwas über "Kunst".)
Ambivalenz: Die frei herumliegenden, zerknüllten Blätter werden in diesem, mit "deklarierter/jurierter"
Kunst gefüllten Raum zu einem Grenzfall: Einerseits geben sie sich als auf dem Boden liegender Müll aus - also das Gegenteil dessen, was die Kunstproduktion hervorbringt -, andererseits werden sie durch den Ausstellungskontext zu "künstlerischen" Objekten. Diese Ambivalenz zwischen Alltagswelt und Künstlichkeit, zwischen Abfall und Aura soll nicht aufgelöst, sondern visuell thematisiert werden.
Die Bodenskulptur folgt keinem Auslege-Schema, die zerknüllten Blätter können vom Ausstellungspublikum manipuliert/herumgeschoben werden. Durch ihre Einheitlichkeit werden die Blätter immer als ein Ganzes/ Zusammenhängendes wahrgenommen.
Grafische Blätter: Bütten, diverse Formate mit Textpassagen aus den Aktionsblättern
Technik: Kombination Siebdruck auf Radierung
«Zündstoff»
Projekt: «Zündstoff»
Ausführungsort: "Kleinstformate" Uster 2006
Der äussere Rahmen des Projekts war die formal vorgegebene Begrenzung auf das Kleinstformat. Der Rückgriff auf ein alltägliches (und metaphorisches) Kleinstformat, die Streichholzschacht lieferte die Basis für die thematische Ausgestaltung. Zum einen wurde das Kleinstformat der Streichholzschachtel für das grosse Naturtheater (Gletscherbilder) verwendet, zum andern wurde das Kleinstformat wörtlich genommen und gezeigt, wie Menschen durch Beschimpfung verbale aufs Kleinstformat reduziert werden.
Installation / Aktion «Stattorte»
Projekt: «Stattorte»
Das Projekt wurde ausgezeichnet von der Kunst-Jury (Mirjam Varadinis, Nadja Schneider, Claudio Moser).
Eine Grossstadt ist immer auch ein Ort der Versprechungen, der Verheissungen, der Karriereträume, Lebenswünsche. Ob und wie man in der Stadt reüssiert, ist nicht zuletzt auch eine Frage des Zufalls. Der Ausstellungsbesucher (Kontainerbesucher) wählt aus einem verkäuferisch aufbereiteten Angebot einen Wurfpfeil mit einer entsprechenden Verheissung aus. Er wirft diesen Pfeil auf einen fiktiven Stadtplan, dessen Quartiere mögliche Schicksale repräsentieren.
Am Ende der Ausstellung war der Stadtplan voller Schicksale, er war auf spielerische Art und Weise zum Sinnbild sozialer Möglichkeiten und schicksalshafter Lebensläufe geworden. Und zu einer Karte erfüllter Wünsche und unerfüllter Sehnsüchte.