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Das landwirtschaftliche Einkommen, das der Differenz von Ertrag und Aufwand entspricht, entschädigt die Familien-Arbeitskräfte und verzinst das im Betrieb investierte Eigenkapital. Es nahm 2016 durchschnittlich um 4,7 Prozent auf 64’300 Franken je Betrieb zu.
Im Tal höheres Wachstum
In der Talregion lag das Wachstum mit 6.9 Prozent über dem Schweizerischen Mittel. Das landwirtschaftliche Einkommen lag dort bei 79'900 Franken. Begründet wird dies von Agroscope damit, dass sich im Tal mehr Spezial- und Veredlungsbetriebe befinden.
Entsprechend fiel das Einkommenswachstum in den Hügel- und Berggebieten mit 2 respektive 2.8 Prozent tiefer aus. In der Hügelregion sind die landwirtschaftlichen Betriebserträge weniger gestiegen als in der Talregion, dies bei gleicher Veränderung der Aufwände. In der Bergregion sind die Aufwände bei gleichbleibenden Erträgen leicht zurückgegangen.
Gesamteinkommen legt um 2.5 Prozent zu
Das Gesamteinkommen eines landwirtschaftlichen Haushaltes setzt sich aus dem landwirtschaftlichen und dem ausserlandwirtschaftlichen Einkommen zusammen. Es steht den Bauernfamilien für den Privatverbrauch und zur Eigenkapitalbildung zur Verfügung. Für Betriebsgemeinschaften wird das ausserlandwirtschaftliche Einkommen nicht berechnet.
2016 ist das ausserlandwirtschaftliche Einkommen je Betrieb um 2.5 Prozent auf durchschnittlich 30'600 Franken gestiegen. Das Gesamteinkommen erreichte pro Betrieb durchschnittlich 92'000 Franken (+4.2%). Im Tal lag der Wert bei 107'600 Franken, im Hügelgebiet bei 85'000 Franken und im Berggebiet bei 76'900 Franken. Der Anteil der Landwirtschaftlichen Einkommen am Gesamteinkommen ist in der Talregion mit 71 Prozent höher als in der Hügel- und Bergregion mit 61 bzw. 64 Prozent.
Höherer Arbeitsverdienst
Der Arbeitsverdienst pro Vollzeit-Äquivalent-Familienarbeitskraft widerspiegelt die Höhe der Entschädigung der auf dem Betrieb arbeitenden Familienarbeitskräfte. Diesen Wert errechnet man, indem vom Landwirtschaftlichen Einkommen die Entschädigung des Eigenkapitals abgezogen wird und durch die Anzahl Familienarbeitskräfte dividiert wird. Das Schweizerische Mittel stieg um 5,9 Prozent auf 47 200 Franken. In der Talregion lag der Wert bei 60’100 Franken je Familienarbeitskraft in der Hügelregion 40’500 Franken und in der Bergregion bei 36’100 Franken. Weil die Familienjahresarbeitseinheiten leicht rückläufig waren, stieg der Arbeitsverdienst pro Familienkraft etwas stärker als das landwirtschaftliche Einkommen.
Schwieriges Pflanzenbaujahr
Unterschiede gibt es bei den Erträgen. 2016 lag der mittlere Ertrag inklusive Direktzahlungen bei 317'500 Franken je Betrieb. Das ist 1.8 Prozent mehr als 2015. Die Zunahme ist vor allen auf die Erträge aus der Tierhaltung zurückzuführen. Positiv ausgewirkt haben sich die gestiegenen Schweinefleischpreisen und die gute Situation auf dem Rindfleischmarkt. Das Wachstum beeinträchtigt haben die weiterhin rückläufigen Milchpreisen.
Die monetären Erträge beim Pflanzenbau haben sich 20156 im Vergleich zu 2015 um 2.7 Prozent zurückgebildet. Gemäss Agroscope führten einerseits die nassen Witterungsbedingungen bei den meisten Ackerkulturen wie Getreide, Ölsaaten, Kartoffeln und Zuckerrüben zu unterdurchschnittlichen Naturalerträgen. Dagegen gab es beim Wein eine mengen- und qualitätsmässig hervorragende Ernte. Die Direktzahlungen sind bei gleichbleibendem Direktzahlungsbudget entsprechend dem Grössenwachstum der Betriebe um 1.8 Prozent gestiegen.
Die Aufwände sind im vergangenen Jahr, trotz rückläufigen Produktionsmittelpreisen, um 1.1 Prozent auf 253'200 Franken gestiegen. Gründe für diesen Anstieg waren höhere Personalaufwände sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen.
Mittelfluss leicht gestiegen
In Ergänzung zur Erfolgsrechnung gibt die Mittelflussrechnung Auskunft über die Entwicklung der liquiden Mittel der Betriebe. Der Mittelfluss des Unternehmens wird indirekt berechnet, indem vom Erfolg die nicht liquiditätswirksamen buchhalterischen Vorgänge eliminiert werden. Der Mittelfluss aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens lag 2016 bei 79'700 Franken. Er hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent erhöht. Dieser im Vergleich zum landwirtschaftlichen Erfolg kleinere Anstieg liegt an insgesamt höheren Abzügen für die Korrektur der nicht liquiditätswirksamen Vorgänge, zu denen beispielsweise Lagerveränderungen gehören. Auffallend ist, dass die Investitionstätigkeit der Betriebe 2016 deutlich zurückgegangen ist. Agroscope