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Private Equity oder doch Nortel oder Cisco?
Der in den letzten Jahren wieder erfolgreiche Hersteller Netzwerk-Komponenten und Telefonie-Anlagen Avaya steht offenbar vor dem Verkauf. Sowohl das 'Wall Street Journal' wie auch die 'New York Times' berichten übereinstimmend, Avaya befände sich in Gesprächen für einen kompletten oder teilweisen Verkauf.
Avaya ist ein Spin-Off von Lucent, der ehemaligen Technologietochter von AT&T (Bell). Die Firma sitzt nach schwierigen Jahren nach dem Dot-Com-Crash wieder auf einem Berg von Cash (über 800 Millionen Dollar), ist ertragreich und hat einen Börsen"wert" von über sechs Milliarden Dollar. Dies wären eigentlich beste Voraussetzungen für einen "leveraged buyout" durch einen "Private Equity" Fonds. Bei einem solchen bezahlt der Gekaufte sich sozusagen selbst.
Gemäss den beiden in solchen Sachen oft sehr gut informierten Zeitungen befand sich Avaya Anfang Mai in Übernahmegesprächen mit Nortel, die allerdings scheiterten. Nun spricht man von Silver Lake Partners als möglichem Käufer, aber auch von Cisco und Nortel. Das 'Wall Street Journal' bringt sogar Microsoft ins Gespräch. Offenbar hat Microsoft vor dem Abschluss des potentiell folgenreichen Bündnisses mit Nortel
auch mit Avaya verhandelt.
Avaya beschäftigt weltweit etwa 20'000 Mitarbeitende und ist auch in der Schweiz recht erfolgreich. So hat Avaya die Zurich-Versicherung weltweit mit einer konvergenten (klassisch und VoIP) Telefonie-Anlage, Software und Telefonen ausgerüstet. (hc)