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Wirtschaft
Die Unia Fribourg musste bis vor Bundesgericht gehen, um die Einhaltung des Arbeitsrechts und des Verbots der Sonntagsarbeit im Verkauf sicherzustellen, wie die Gewerkschaft Unia schildert.
Das kantonale Arbeitsinspektorat hatte den Freiburger Detailhändlern die Bewilligung erteilt, am 8. Dezember 2018, einem kantonalen Feiertag (unbefleckte Empfängnis), Personal am Rande eines Weihnachtsmarkts einzusetzen. Die Beschwerde der Unia wurde vom kantonalen Gericht abgelehnt.Das Bundesgericht hingegen habe nun in seinem Urteil festgehalten, dass Feiertage den gleichen Schutz verdienen wie Sonntage.
Damit seien die Ausnahmen vom Sonntagsarbeitsverbot sehr begrenzt. Gesetzlich dürfen die Kantone maximal 4 Sonntagsverkäufe pro Jahr explizit definieren.
Ansonsten dürfen die Läden ausnahmsweise nur bei einem dringenden Bedarf und gut etablierten Grossveranstaltungen an Sonn- und Feiertagen geöffnet werden. Dass eine Veranstaltung primär einen kommerziellen Zweck verfolgt, reicht hingegen nicht, um eine Abweichung vom Verbot der Sonntagsarbeit zu rechtfertigen.Das Bundesgerichtsurteil sei auch auf nationaler Ebene von Bedeutung.
In mehreren Kantonen wurden in den letzten Jahren Ausnahmebewilligungen für die Arbeit an Sonn- oder Feiertagen erteilt, und zwar für unbedeutende Veranstaltungen und lediglich aus kommerziellen Gründen. Dies verstösst gegen das Arbeitsgesetz..