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Rally ObedienceBei dieser neuen Hundesportart ist gute Kommunikation und Zusammenarbeit wichtiger als Präzision. Der Erfinder ist ein Amerikaner, Bud Kramer, und nach Amerika und Kanada erobert Rally Obedience nun auch Europa.
Ähnlich wie bei Agility wird ein Parcours von rund 20 x 20 m durchlaufen. Vor Wettkampfbeginn darf der Parcours ohne Hund begangen werden (sogenanntes "Briefing") wie bei den Agility-Wettkämpfen. Total gibt es 51 Übungen, die auf Schildern beschrieben sind. Nach dem Start bewegen sich Hundeführer und Hund von Schild zu Schild und bewältigen den Parcours vollkommen autonom.
Der Abstand zwischen den einzelnen Übungen beträgt jeweils 6-8 m und ist - sofern nicht anders verlangt - im Normalschritt zurückzulegen.
Hunde jeder Rasse und jeden Alters, auch Mischlinge, können an Rally-Obedience Wettbewerben teilnehmen. Läufige Hündinnen sind ausgeschlossen.
Voraussetzungen für die Teilnahme sind Grundgehorsam und Verträglichkeit mit Menschen und anderen Tieren. Aggressives Verhalten des Hundes oder des Hundeführers wird nicht toleriert.
Gestartet wird in drei Schwierigkeitsgraden, die als Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 bezeichnet werden.
Klasse 1
Klasse l besteht aus 18 bis 20 von möglichen 30 Übungsstationen, zuzüglich der Start- und Zielschilder. Der Parcours wird mit loser Leine absolviert und sollte für jeden gut erzogenen Hund machbar sein.
Hunde, die in der Klasse l dreimal den ersten Rang (vorzüglich) erreicht haben, müssen in die Klasse 2 wechseln.
Klasse 2
Klasse 2 besteht aus 20 bis 22 von möglichen 37 Übungsstationen, zuzüglich der Start- und Zielschilder. Der Parcours wird ohne Leine absolviert.
Hunde, die in der Klasse 2 dreimal den ersten Rang erreicht haben, müssen in der Klasse 3 starten.
Klasse 3
Klasse 3 besteht aus 20 bis 22 von möglichen 51 Übungsstationen, zuzüglich der Start- und Zielschilder. Der Parcours wird ohne Leine absolviert.
Die maximale Punktzahl in jeder Klasse beträgt 200 Punkte. Hund und Hundeführer starten den Parcours mit vollen 200 Punkten. Für Fehler im Parcours zieht der Richter einen oder mehrere Punkte ab. Der Minimalabzug im Rally-Obedience beträgt einen Punkt. Beispiel: Ein nicht ganz korrektes "Sitz" wird nicht mit einem Abzug bestraft, während jedoch ein deutlich unkorrektes "Sitz" je nach Fehlergrad einen oder mehr Punkte Abzug gibt.
190-200 Punkte = vorzüglich
180-189 Punkte = sehr gut
170-179 Punkte = gut
Darunter: nicht klassiert.
Der Parcours muss innerhalb von 4 Minuten absolviert werden. Teams, die diese Zeit überschreiten, werden disqualifiziert. Für mobilitätsbeschränkte Hundeführer legt der Richter eine angemessene mögliche Zeitüberschreitung fest.
In allen Klassen ist Belohnung durch Worte und Gesten erlaubt. Körperliche oder harsche verbale Korrekturen sind hingegen nicht erlaubt. Auch Locken mit Futter (d.h. Futter in der Hand und vor der Nase des Hundes) ist nicht erlaubt.
Weitere Infos: https://www.polydog.ch/de/
P.S. Schilder-Beispiele in willkürlicher Folge!
28.07.2017