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Der früh verwaiste Peter Parker (Tobey Maguire) wohnt im New Yorker Stadtteil Queens bei Tante May (Rosemary Harris) und Onkel Ben (Cliff Robertson). Peter führt das Leben eines normalen Schülers, der -- moment mal, normaler Schüler? Fast! Seit Peter auf einer Studienfahrt von einer genetisch veränderten Spinne gebissen wurde verändert sich sein Körper: Er verfügt plötzlich über die Kraft und Beweglichkeit einer Spinne, an seinen Handgelenken wachsen Spinndrüsen und die Widerhäcken an Händen und Füssen lassen jeden Fassadenkletterer vor Neid erblassen. Brille? Das war mal! Und auch seine anderen Sinne sind geschärft...
Doch mit seinem Selbstvertrauen happerts noch immer: oh wie gerne würde er doch das Herz der hübsche Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) für sich gewinnen. Wie beeindruckt man eine Frau? Genau, man kauft sich ein schnittigen Sportwagen und chauffiert die Herzensdame. Mit einem spektakulären Wrestlingaufritt als "Spider-Man" will Peter sich das nötige Kleingeld beschaffen. Durch unglückliche Zufälle (ziemlich an Spinnfäden herbeigezogen) jedoch kommt alles anders: Onkel Ben wird erschossen. Grund genug für Peter, fortan als Spider-Man sich durch die Strassen New Yorks zu angeln.
Zu jedem anständigen Held gehört auch ein zünftiger Erzfeind. Tatatrataa: Auftritt des Grünen Goblins! Der grössenwahnsinnigen Geschäftsmann Norman Osborn (Willem Dafoe) verwandelt sich bei einem Superhuman-Experiment in ein - genau! - Superhuman. Mit der vervielfachten geistigen und körperlichen Stärke vergrössert sich auch sein Wahnsinn. Wäre da nicht dieser lästige ewiggute Spinnenmensch, wäre New York schon lange unter seiner Kontrolle...
"Es" ist mir eine ausserordentliche Freude, Euch - liebe OutNow-ErInnen - die folgende Spider-Man-Kritik hier zu präsentieren. Vorausgeschickt sei folgendes: Der Film ist wahrhaftig sehenswert, jedenfalls für solche Kreaturen, die ihren Geschmack in Richtung X-Men, Batman und Superman konfiguriert haben. Logo, denn auch beim Spidy-Heidi handelt es sich um eine Comic-Verfilmung. Und erneut rockt das Gezeigte in beinah vollen Zügen... 'Beinah'? Jo. Es gibt, wie sooft, auch hier einige Dinge, die vielleicht besser... *auflist*
1. wär' da die Besetzung (sog. Cast). Bis auf die weibliche Hauptrolle (orange-rötlich Kirsten Dunst) sind die Charaktere gut bis sehr gut ein- resp. zugeteilt. Tobey Maguire ist entgegen kritischen Prä-Aussagen als Peter Parker sehrwohl akzeptabel! Nein, sogar wundersam-wunderbar funny!
2. widme ich einen grossen Teil dieses Ratings den Trick-Sequenzen und Techniken. Der Film beinhaltet solche Computer-Szenen, die von *Wow!* bis *Urx* reichen. Die Umsetzung der fantastischen Fähigkeiten von Spider-Man & Co. ist halt je nach Szene, Inhalt und Schauspieler ein wenig verschieden. Als positive Beispiele seien die "ich-kann-ja-Spinnfäden-spinnen"- und Wandkletterszenen erwähnt: Ein Vergnügen fürs Auge. Eher zu kopiert sind die Matrix Nachahm-Effekte.
3. hätten die Macher mehr "New York" Feelings einbringen dürfen (NY Big Apple Dude). Nicht, dass der Film nicht schon genug patriotisch wär' - im Gegenteil. Patriotismus ist in Spider-Man ein unübersehbarer roter Nebenfaden. *Warum wohl?!*
4. find' ich den (comicgetreuen) grünen Kobolt absolut Kacke. Und wie immer sind alle Charaktere einfach strohdumm und saublöd: Wer ist wohl das Spinnen-Männchen, wer-eli-wer? Oh, und genau! Das Ende ist oberkitschig... Spider-Man 2 winkt sich in die Nähe *uh-uh-la-la*.
Zum Schluss heb' ich jedoch nochmals hervor (wegen und trotz der obigen Punkte): Spider-Man ist sein Geld wert. Die Comic-Realisierung ist geglückt. Die humoristischen Komponenten sind einfach geil und ... es herrscht zu keiner Zeit Langeweile!
Mir gefällt der Film sehr gut, doch hier (wie auch im 2.Teil) gewinnt der Kitsch teilweise etwas zu sehr die Überhand. Trotzdem ist Spiderman der beste Film der Reihe (obwohl ich Nummer 3 nicht gesehen habe). Ein gutes Actionabenteuer. 4,5