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Zecken sind Spinnentiere, die seit über 100 Millionen Jahren auf der Erde leben. Weltweit sind 900 Arten bekannt; in der Schweiz ist der Gemeine Holzbock am häufigsten. Er lebt bis auf 2’000 Meter über Meer auf begrünten Oberflächen, meist in Wäldern im Unterholz – vermehrt auch in Gärten und Parks. Der Holzbock bevorzugt Bodennähe und klettert selten auf über 1,2 Meter Höhe.
Der Holzbock erkennt einen potenziellen Wirt wie Wild- und Haustiere oder Menschen an dessen Körperwärme und ausgeatmetem Kohlendioxid. Er lässt sich von einem Wirt abstreifen und fällt nicht, wie oft vermutet, auf ihn herunter.
Eine Zecke braucht Blut, um sich von der Larve zur Nymphe und zur ausgewachsenen Zecke zu entwickeln. Zwischen jedem Entwicklungsschritt braucht die Zecke eine Blutmahlzeit. Eine ausgewachsene weibliche Zecke benötigt zusätzlich Blut, um rund 2’000 Eier zu bilden.
Zecken übertragen Krankheiten wie Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Bei frühzeitigem Erkennen kann Borreliose mit Antibiotika behandelt werden. Die seltenere FSME ist eine Viruserkrankung. Sie führt im schlimmsten Fall zu einer Gehirn- und Hirnhautentzündung und in seltenen Fällen zum Tod. Es gibt keine medizinische Therapie für FSME, man kann sich aber präventiv mit einer Impfung schützen.
Entfernen Sie das Tier sofort. Fassen Sie es mit einer Pinzette, einer Zeckenzange oder notfalls den Fingernägeln hautnah bei der Einstichstelle. Ziehen Sie es heraus – ohne Zerquetschen oder Vorbehandlung mit Öl. Desinfizieren Sie die Einstichstelle, notieren Sie das Datum. Kommt es in den folgenden sechs Wochen zu einer kreisförmigen Hautrötung an der Stichstelle (Wanderröte), zu Kopf- oder Gelenkschmerzen oder zu grippeähnlichen Symptomen, gehen Sie zum Arzt.
Ziehen Sie lange Hosen und Oberteile an, geschlossene Schuhe und über die Hose gestülpte Socken. Verwenden Sie Zeckenschutzmittel und meiden Sie Unterholz. Nach dem Aufenthalt in der Natur denken Sie an die Zeckenkontrolle, insbesondere an den Extremitäten, hinter den Ohren, beim Haaransatz, Arm- und Kniebeugen und im Schambereich. Auch bei Haustieren empfiehlt sich eine Kontrolle.
Das Bundesamt für Gesundheit hat die ganze Schweiz zum FSME-Endemiegebiet erklärt. Ausnahmen sind die Kantone Tessin und Genf. Erwachsenen sowie Kindern ab sechs Jahren wird die FSME-Impfung empfohlen, sofern sie im Risikogebiet wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten. Die Impfung besteht aus drei Injektionen, ein Auffrischen ist nach etwa zehn Jahren fällig.
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