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Renzo Pasolini
“Paso” war ein Held ohne WM-Titel. 1972 belegte er in der Weltmeisterschaft der 250er Klasse hinter Saarinen den zweiten Platz.
Bei den 350ern stand er im Schatten von Agostini. Renzos Fahrstil war spektakulär: Er versuchte stets, fehlende Pferdestärken mit Wagemut auszugleichen. Seine italienischen Landsleute bedachten ihn mit Ovationen, wenn es ihm bei den traditionellen Frühjahresrennen in Italien gelang, seinen Rivalen Agostini zu bezwingen. Dabei kämpfte er verbissen, um den Ruf des „ewigen Zweiten“ abzuschütteln. (Allerdings zählten diese Frühjahres- Veranstaltungen nicht zur Weltmeisterschaft).
Pasolini galt unter den Rennfahrern als ein Patriot, denn er startete nur auf Motorrädern italienischer Herkunft. Seine Karriere begann der Italiener auf der 250er und 350er Aermacchi. Danach bekam er von Benelli einen Werksvertrag und steuerte 1969 die 250er und ein Jahr später die 350er und 500er Vierzylindermaschine. Nachdem sich Benelli vom Straßenrennsport zurückzog, ging Pasolini wieder zu Aermacchi. Vorerst blieben die Erfolge aus, doch ab 1972 war er in beiden Klassen (250 und 350 ccm) wieder unter den Besten zu finden.
Der Durchbruch zur internationalen Spitze gelang ihm. Er wollte einmal Weltmeister auf einem italienischen Motorrad werden. Fahrerisch befand sich Renzo Pasolini auf dem Weg nach ganz oben. Umso tragischer sein Todessturz am 20.Mai 1973 auf der Monzabahn!
Schuler RuedRS