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Solist/innen: Rahel Kohler, Alexandra Müller, Vera Wahl, Dominik Hüppin
I. El Grito del Palleter
II. Pescadoras Valencianas
III. Sol de la Tarde
IV. Las Grupas
Änderungen vorbehalten
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«Ciudades» (Städte) ist eine Serie musikalischer Städte-Skizzen. Jede Stadt hat für den Komponisten Guillermo Lago eine besondere Bedeutung. Der erste Satz, «Tokyo», klingt exotisch und ist voller Energie und Freude. Japans Hauptstadt faszinierte Lago auf jeder seiner Reisen aufs Neue, da dort Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Hand in Hand einhergehen. «Córdoba» beschreibt die Stadt in Andalusien, in der Lago mit seinen Musikerfreunden während seinen Studienjahren oft Strassenmusik gemacht und an die er sein Herz verloren hat. Musikalische Einflüsse von Flamenco und Rhythmen spanischer Volkslieder und viel Abenteuerlust sind spürbar. «Sarajevo» ist Lagos vielen Freunden in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina gewidmet. 2006 bereiste er die Stadt und engagierte sich an der dortigen Musikakademie, um wieder eine Saxophonklasse aufzubauen. Seit dem Bürgerkrieg in den 90er Jahren hatte eine solche nicht mehr existiert. Er lernte viele Leute kennen, die im Krieg Familie und Freunde verloren haben und widmete ihnen dieses Klagelied. «Addis Ababa» ist eine energiegeladene Hommage an Äthiopiens Hauptstadt. Lago hat sie zwar nie besucht, jedoch lange mit einem äthiopischen Sänger zusammengearbeitet, der ihn mit seiner sehr virtuosen und rhythmischen Musik begeistert hat.
«Ciudades» ist ab 2011 entstanden und wächst immer noch. Ab und zu entsteht wieder ein neuer Satz. Insgesamt sechs Sätze sind es bis anhin, die in unterschiedlichen Zusammenstellungen und Reihenfolgen funktionieren. Ursprünglich für Saxophonquartett geschrieben, hat der Komponist selber verschiedene Arrangements geschaffen, so zum Beispiel für Saxophon und Klavier, Saxophonquartett und Big Band oder Saxophonquartett und Blasorchester.
«Homenaje a Joaquín Sorolla», Bernardo Adam Ferreros bekanntestes Werk für sinfonisches Blasorchester, wurde 1987 für das Cónsul Valencia de Cultura zwecks Förderung der valencianischen Kultur komponiert. Es trägt den Untertitel Cuadros Sinfónicos (symphonische Bilder) und besteht aus vier Sätzen, welche alle durch ein Werk des bekannten spanischen Malers Joaquín Sorolla inspiriert sind. Es wurde 1988, genau 125 Jahre nach Sorollas Geburt, am internationalen Blasorchester-Wettbewerb in Valencia gespielt.
«Wine-Dark Sea» wurde im Auftrag des University of Texas at Austin Wind Ensemble komponiert und 2014 anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Sarah and Ernest Butler School of Music uraufgeführt. Es basiert auf der epischen Geschichte von Odysseus aus Homers Odyssee. Der erste Satz wird durch ein den Stolz Odysseus’ ausdrückendes, prahlerisches und zugleich diskordantes Thema eröffnet, welches langsam turbulenter wird, als Odysseus’ Schiff von einem schweren Sturm getroffen wird. Der zweite Satz handelt von Odysseus’ Liebe zu Kalypso und seiner Entscheidung, schliesslich wieder nach Hause zurückzukehren und die untröstliche Kalypso zurückzulassen. Im dritten Satz steigt Odysseus in die Unterwelt ab, gequält von den Geistern derjenigen, die er im Kampf getötet hat. Am Ende kehrt das Eröffnungsthema zurück und lässt Odysseus in der Dunkelheit ein flüchtiges Licht aus der Heimat erblicken.