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Die US-Medien berichteten von mindestens drei Toten, was aber von den Behörden nicht bestätigt wurde. Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, sagte dem Nachrichtensender CNN, nach vorläufigem Stand gebe es einen Toten und 108 Verletzte. Der Bahnhof von Hoboken ist einer der meistbenutzten Pendlerbahnhöfe im Umkreis von New York.
Zu den möglichen Ursachen des Unglücks lagen zunächst keine Angaben vor. Michael Larson, ein Angestellter der Verkehrsbehörde von New Jersey, sagte im Fernsehsender CNN, der Zug habe nicht wie vorgesehen im Bahnhof gehalten, sondern sei in voller Fahrt gegen den Betonblock am Ende des Gleises geknallt. Der Prellbock wurde demnach hochgeschleudert und fiel auf das Bahnhofsdach, das daraufhin einstürzte.
«Wir haben nie abgebremst», sagte auch Jim Finan, ein Berufspendler, der sich im Zug befand, dem Fernsehsender Fox News. Der Zug sei direkt in den Prellbock hineingefahren. Danach sei Panik im Zug ausgebrochen. Passagiere hätten versucht, die Fenster einzuschlagen.
Eine Sprecherin der Verkehrsbehörde sagte, es sei noch unklar, mit welcher Geschwindigkeit der Zug in den Bahnhof hineingefahren sei. Nach ihren Angaben befanden sich rund 250 Menschen in dem Zug. Es sei unklar, ob einige von ihnen noch in dem Wrack eingeschlossen seien.
Es habe sich um den Zug mit der Nummer 1614 gehandelt, der in Spring Valley im Bundesstaat New York nördlich von Hoboken gestartet sei, berichteten Medien. Gegen 8.45 Uhr (Ortszeit) sei der Zug auf Gleis 5 in den Bahnhof von Hoboken eingefahren. US-Fernsehsender zeigten Bilder des Bahnhofs, in dem erhebliche Sachschäden entstanden zu sein schienen.
Der Zugbetrieb am Bahnhof von Hoboken wurde eingestellt, ein Grossaufgebot von Feuerwehrleuten, Polizisten und anderen Rettungskräften war im Einsatz. Die Stadt liegt direkt gegenüber dem New Yorker Stadtteil Manhattan, auf der anderen Seite des Hudson-Flusses, im Bundesstaat New Jersey.
(SDA)