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Bankenkrise: BIZ gibt erneut Alarm
In ihrem neusten Jahreswirtschaftsbericht warnt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) vor einem Bankkrach aufgrund der Überschuldung der Unternehmen in den Industrieländern.
Der 3,5-Bio.$-Markt für sog. „gehebelte Kredite“ (Leveraged Loans) an bereits überschuldete Unternehmen, die jetzt ganze Wirtschaftssektoren prägen – u.a. Öl/Gas und Einzelhandel in den USA –, sei stark überhitzt, bestätigt die BIZ, und dies könne zu einer Bankenpanik führen wie die Hypothekenblase beim globalen Finanzkrach 2007-08 (Jahresbericht., veröffentlicht am 30.6.19) Geschäftsführer Augustin Carstens warnte bei der Vorstellung des Berichts auf der Jahrestagung der BIZ in Basel:
„Nach dem starken Wachstum hat der Markt für Leveraged Loans inzwischen eine Größe von rund 3 Bio. $, vergleichbar mit den besicherten Schuldverschreibungen, die die Subprime-Krise verschärften.
Strukturierte Produkte wie Collateralised Loan Obligations (CLOs) haben zugenommen. Die Kreditstandards sind zurückgegangen, da die Anleger nach Rendite suchen. Sollte sich der Leveraged Loans-Sektor verschlechtern, könnten die wirtschaftlichen Auswirkungen durch das Bankensystem und andere Teile des Finanzsystems, die Leveraged Loans und CLOs halten, verstärkt werden.
Es könnte zu massiven Preisanpassungen und Finanzierungsengpässen kommen. Diese Risiken sollten im breiteren Kontext der längerfristigen Verschlechterung der Kreditqualität und der allgemein hohen Verschuldung der Unternehmen in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften gesehen werden.“
Aus der Bankensprache übersetzt heißt dies, daß ein Einbruch des Systems so sicher ist wie das Amen in der Kirche, und dieser noch verheerender sein wird als 2007- 08, wenn es keinen Kurswechsel in der globalen Geld- und Wirtschaftspolitik gibt.
Die BIZ warnt ferner, auch wenn die Großbanken betonen, daß sie nur die sichersten Tranchen der CLOs aus diesen Unternehmensschulden halten, bestehe die Gefahr, daß sie bei einer größeren Zahl von Konkursen in diesen Sektoren stark getroffen werden. Und das rückt mit der sich abzeichnenden globalen Rezession näher. Die großen Banken in London und an der Wall Street hatten auch 2007-08 gedacht, sie seien bei den CDO-Wertpapieren, die auf minderwertigen Hypothekenpapieren basierten, auf Nummer sicher gegangen, weil sie nur die CDO-Tranchen mit der besten Kreditbewertung hielten. Aber als diese Blase platzte, traf es Morgan Stanley mit einem plötzlichen Verlust von 14 Mrd. $ am schwersten.
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Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).
Der Newsletter kostet 250 € im Jahr. Er wird vom E.I.R.-Verlag herausgegeben, zu bestellen bei: Caroline Hartmann,
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