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Nach der
Niederlage der Karthager bei
Panormos (250) ward, wie erzählt wird, Regulus mit einer karthagischen Gesandtschaft nach
Rom
[* 5] geschickt, um
Frieden oder Auswechselung der Gefangenen auszuwirken. Obwohl von dem Gelingen dieser
Mission seine eigne
Freiheit abhing, da er im entgegengesetzten
Fall geschworen hatte, in die Gefangenschaft zurückzukehren, trat er
im
Senat doch als Gegner des karthagischen
Antrags auf und kehrte sodann mit der abschlägigen Antwort nach
Karthago zurück.
Nach der gewöhnlichen
Sage sollen ihm die Karthager zur
Rache die Augenlider abgeschnitten und ihn
so den brennenden Sonnenstrahlen
ausgesetzt, zuletzt in ein mit eisernen
Nägeln ausgeschlagenes
Faß
[* 6] eingeschlossen und dasselbe einen
Berg hinabgerollt haben.
(lat., d. i. kleiner König) oder Metallkönig, regulinisches Metall, das reine Metall, im Gegensatz zu vererztem,
und zwar sowohl das von Natur gediegene (z. B. Regulus Antimonii oder
Spießglanzkönig, s. Antimon), als auch das durch Schmelzen erhaltene.
Marcus Atilius, röm. Feldherr, aus einer Familie der plebejischen Gens Atilia, kämpfte als Konsul 267 v. Chr.
erfolgreich in Unteritalien. Während seines zweiten Konsulats 256 v. Chr. siegte er zusammen mit seinem
Kollegen C. Manlius Vulso entscheidend über die karthag. Flotte bei Ecnomus an der Südküste Siciliens und landete darauf
in Afrika. Auch hier war er, obwohl sein Kollege mit einem Teil des Heers heimkehrte, zunächst vom Glück begünstigt, bis ihn 255 der
in karthag.
Diensten stehende spart. Söldnerführer Xanthippos bei Tunes schlug; das rüm. Heer ging fast vollständig
zu Grunde, ein Teil, darunter Regulus, geriet in Gefangenschaft. 250 wurde Regulus einer karthag. Friedensgesandtschaft
nach Rom beigegeben, riet aber energisch vom Frieden ab und kehrte dann seinem Versprechen gemäß in die Gefangenschaft zurück.
Die röm. Überlieferung läßt ihn danach unter schrecklichen Martern getötet
werden, doch handelt es sich hier wahrscheinlich um tendenziöse Erfindungen röm. Annalisten.
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