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„Bibliotheken sind in der Informationsgesellschaft unverzichtbar. Damit sie ihre öffentlichen Aufgaben erfüllen können, brauchen sie gesetzliche Grundlagen und ausreichende finanzielle Mittel." So lautet die Kernaussage der Charta, welche die Kommission der NB im Mai 2010 vorlegte.
Diese vom Bundesrat gewählte beratende Kommission hat den Auftrag, die Entwicklung im Bibliothekswesen zu verfolgen und die Zusammenarbeit der Bibliotheken zu fördern. Zu diesem Zweck kann sie dem Departement des Innern Anträge stellen. Obwohl die etwas unglückliche Bezeichnung eine operative Nähe zur Nationalbibliothek suggeriert, versteht sich diese Kommission aufgrund ihres klaren gesetzlichen Auftrags als Kommission aller Bibliotheken dieses Landes.
Vor diesem Hintergrund wurden 2009 Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde-, Kantons- und Universitätsbibliotheken sowie die Fachhochschulen und den Verband zu zwei Workshops eingeladen. Im Zentrum stand dabei die Frage, ob es eine nationale Bibliothekspolitik brauche und eine gemeinsame Strategie notwendig sei. Beides wurde von den Anwesenden bejaht und die Kommission wurde mit der Erarbeitung einer Charta und einer Analyse der aktuellen Defizite und der zukünftigen Herausforderungen beauftragt.
Die Charta und die Defizitanalyse dienten der Kommission als Leitfaden für die Gespräche mit den politischen Gremien des Bundes und der Kantone. Auf Vorschlag der Bibliothekskommission setzte die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) 2011 eine Arbeitsgruppe ein, die sich mit einer national koordinierten Bibliothekspolitik befasst. Bis 2013 soll die Arbeitsgruppe der EDK Ziele und Massnahmen zum Entscheid vorlegen.
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