Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03397.jsonl.gz/949

Bei der aktiven Immunisierung (= Impfung) wird eine künstliche Abwehrreaktion des Immunsystems ausgelöst, indem man abgeschwächte Erreger oder Bestandteile gibt. Gedächtniszellen schützen dann vor einer erneuten Ansteckung. Bei der passiven Immunisierung werden schon fertige Antikörper übertragen werden. Der Schutz besteht sofort, hält aber meist nur wenige Wochen an, denn ein immunologisches Gedächtnis wird nicht angelegt.
Eine passive Immunisierung bietet eine schnelle Therapie bei Erregerkontakt und kann bei Ungeimpften schwere Komplikationen verhindern. Auch zur Vorbeugung, z.B. bei Risikopatienten, wird die passive Immunisierung eingesetzt. Eine natürliche Form der passiven Immunisierung ist die Übertragung von mütterlichen Antikörpern über die Plazenta zum ungeborenen Kind, was als Nestschutz bezeichnet wird.
Bei manchen Infektionskrankheiten (z.B. Tollwut und Tetanus) kann eine Simultanimpfung verabreicht werden, also die aktive und passive Impfung zeitgleich. Die Simultanimpfung gibt einen sofortigen Schutz, schützt aber auch langfristig vor der ansteckenden Krankheit.