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Was ist häusliche Gewalt
Häusliche Gewalt, Gewalt im sozialen Nahraum, Gewalt in der Familie, Gewalt in Ehe und Partnerschaft: Das sind Begriffe, die sich auf eine ähnliche Problematik beziehen.
Gemeinsam ist diesen Begriffen, dass die Gewalt im privaten Raum ausgeübt wird, und dass zwischen den Betroffenen eine emotionale Bindung und Abhängigkeit besteht. Der Begriff „Häusliche Gewalt“ geht auf das Englische „domestic violence“ zurück.
Es ist wichtig zwischen Streit und Gewalt zu unterscheiden:
Streit benennt eine Auseinandersetzung zwischen Personen, die ungefähr gleich stark sind. In der Regel werden in solchen Interessenkonflikten keine gewalttätigen Mittel eingesetzt.
Es kommt jedoch vor, dass ein solcher Streit in einen tätlichen Konflikt mündet und Gewalt eingesetzt wird. Untersuchungen – vor allem aus den USA - zeigen auf, dass in vielen Beziehungen Wut, Ärger und Frustrationen aggressiv ausgedrückt werden, von Männern wie von Frauen. Diese tätlichen Auseinandersetzungen haben in der Regel keine schweren Verletzungen zur Folge und die Betroffenen bezeichnen sich nicht als misshandelt oder unterdrückt.
Eine Misshandlung liegt dann vor, wenn bei ungleichen Machtverhältnissen (z.B. grösserer Körperstärke, Waffenbesitz, alleinige Verfügung über Geld, CH-Pass etc.) die stärkere Person diese Mittel einsetzt, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Macht und Kontrolle werden systematisch eingesetzt, um die andere Person in eine unterlegene Position zu bringen.