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Fast fünf Jahre dauerte der Rechtsstreit
zwischen Facebook-Gründer Marc Zuckerberg und seinen ehemaligen Mitstudenten, die ihm vorwarfen, Zuckerberg habe nicht nur die Idee zu Facebook, sondern auch Teile des Programmcodes gestohlen. Nun sind Details aus einem vertraulich gehaltenen Vergleich vom Sommer 2008 an die Öffentlichkeit gelangt, den die beiden Parteien eigentlich geheim halten wollten.
Mit einem simplen Trick gelang es einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur 'AP', an die brisanten Daten zu kommen. In der elektronischen Mitschrift des Gerichtsverfahrens
waren diverse Abschnitte zwar geschwärzt, ein simples Cut-and-Paste in ein anderes Dokument offenbarte aber den eigentlich geschwärzten Text. Facebook erklärte sich demnach bereit, der wenig erfolgreichen Online-Community ConnectU der ehemaligen Mitstudenten 20 Millionen Dollar in bar und 1'253'326 Facebook-Aktien zu zahlen. Gemäss 'AP' wären diese Aktien 45 Millionen Dollar wert gewesen, wenn man der Bewertung zugrunde lege, dass Microsoft einst 240 Millionen Dollar für 1,6 Prozent der Facebook-Aktien bezahlt habe. Gemäss der Mitschrift hätten die Aktien nach Facebooks eigener Bewertung Mitte 2008 aber nur einen Wert von 11 Millionen Dollar gehabt, was einem Gesamtwert von 3,7 Milliarden Dollar entspricht.
Für Marc Zuckerberg kommen diese Enthüllungen äusserst ungelegen, geht Facebook selber doch äusserst aggressiv gegen mögliche Plagiate vor. Gegen die deutsche Plattform StudiVZ hat Facebook zum Beispiel je eine Klage in Deutschland und den USA eingereicht und wirft der deutschen Konkurrenz den Diebstahl geistigen Eigentums vor. (bt)