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Auslöser des Artikels in den Tamedia-Tageszeitungen war wohl das Grundlagenpapier der Elektrizitätskommission (Elcom) zur Winterstromproblematik im Hinblick auf die Revision des Energiegesetzes. Fakt ist: Aufgrund des Abschaltens der Schweizer AKW müssen für das Winterhalbjahr neue erneuerbare Stromquellen erschlossen werden. Die Elcom fordert, die Schweiz solle bis 2035 ihre Stromproduktion für das Winterhalbjahr verbindlich um 5 bis 10 Terawattstunden ausbauen. Gestärkt durch die Position der Elcom hatte Suisse Eole bezüglich der Revision des Energiegesetztes in einer Pressemeldung am 6. April 2020 verlangt, dass die Windenergie für die Winterversorgung als « prioritär » eingestuft werden solle.
Die Forderungen der Elcom sowie die Pressemeldung von Suisse Eole weckten das Interesse der Journalisten von Tamedia, den Geschäftsführer von Suisse Eole, Lionel Perret, zum Thema zu befragen. Im Tages Anzeiger, dem Bund, der Berner Zeitung und der Basler Zeitung erschien darauf am 17.4.20 ein Artikel mit dem Titel:„Im Winter solls die Windkraft richten“. Folgende Textausschnitte zur zukünftigen Rolle der Windenergie lassen sich aus dem Artikel entnehmen:
„Die Vereinigung zur Förderung der Windenergie in der Schweiz (Suisse Eole) fordert deshalb, dass der Bund im neuen Energiegesetz Windparks, die zwei Drittel ihrer Produktion im Winter liefern, zusätzlich zu den grossen Speicherkraftwerken als «prioritär» für die Winterstromversorgung einstuft. Suisse Eole ist überzeugt, dass die Windenergie 20 Prozent des Winterstroms decken kann. Die Potenziale der Energiestrategie 2050 stammen aus dem Jahr 2010, beim Wind sind es 4 Terawattstunden. «Die Technik hat sich weiterentwickelt, die Leistung der heutigen Windanlagen ist dreimal grösser», sagt Lionel Perret, Geschäftsleiter bei Suisse Eole. «Der Wind könnte bis 2050 9 Terawattstunden liefern.» Mindestens zwei Drittel davon fliessen im Winter.
Es befinden sich gemäss Suisse Eole 15 Windparks im Bewilligungsverfahren und 55 weitere in Planung, die zusammen bis 2035 3 Terawattstunden Strom liefern könnten. Doch die Erfahrung zeigt, dass Planung noch nicht Realisierung heisst. «Es kann nicht sein, dass Bewilligungsverfahren für Windenergieprojekte 15 Jahre dauern», sagt Lionel Perret.
Der Bundesrat hatte als Zwischenziel eine jährliche Stromproduktion von 600 Gigawattstunden Windstrom bis 2020 festgelegt. Heute fliesst aus Windanlagen etwa 146 Gigawattstunden Strom (Stand 2019). Die grössten Verhinderer sieht Perret in der Stiftung für Landschaftsschutz und Helvetia Nostra. «Mit dem WWF und Pro Natura lässt sich meistens eine Lösung finden.» Suisse Eole hofft auf ein Postulat im Parlament, das effizientere und kürzere Verfahren verlangt. Eine Möglichkeit wäre, dass Einsprachen direkt beim Bundesgericht eingereicht würden. So könnten die Verfahren massiv verkürzt werden.“