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Positionierungen zwischen Trauma und Trieb: “Terry Jo Wanted” (2016)
Abstract
Ausgehend von dem Film “Terry Jo Wanted” (Katharina Jabs, 2016) untersucht dieser Beitrag das Verhältnis von Trieb/Trauma. Der Film umkreist vorstellbare Positionierungen angesichts eines verstörenden Geschehens. Er nimmt Bezug auf ein Hörspiel von Max Bense (1968), das sich mit dem dokumentierten Fall eines aus dem Meer geborgenen Mädchens befasst: Dieses spricht bewusstlos, woraus sich der Hergang eines Mordfalls ergibt. “Terry Jo Wanted” inszeniert Schilderungen nach ZeugInnen-Art, suggestive (Fantasie-)Reisen, rätselhafte Spielszenen oder ein vermeintliches Eintauchen in intim-perverse, fragmentierte Szenen. Dabei thematisiert der Film die eigene Bildhaftigkeit ebenso wie verschiedene Rezeptionspositionen. Durch die dargebotenen, teils distanzierenden, teils desintegrierenden Bilderfolgen tauchen, psychoanalytisch besehen, immer wieder auch Fragen nach der (keineswegs harmlosen) Verschränkung von Trieb und Trauma auf. Diesbezüglich lohnt die Betrachtung von “Terry Jo Wanted” gerade angesichts kursierender Traumakonzepte, die z. T. nahezu ausschliesslich den zerstörerischen Einbruch äusserer Realität betonen und eine sichere Zuordnung von Innen und Aussen bzw. eindeutige Positionierungen als möglich erachten. Hier arrangiert “Terry Jo Wanted” einen differenzierteren Blick.
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