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Krampfadern, Varikosis
Symptome die vom Venensystem, Krampfadern ausgehen können
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schwere, müde Beine
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Ödeme bzw. Wassereinlagerungen
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krampfähnliche Schmerzen
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brennende, ziehende oder stechende Schmerzen
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Rötung und Überwärmung
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sichtbare Venen die geschlängelt, knotig Wirken
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Besenreiser
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Hautveränderungen wie braune Verfärbung am Schienbein
Die Venen haben die Aufgabe, sauerstoffarmes Blut dem Herzen zurückzuführen. Im Gegensatz zu den Arterien (die sauerstoffreiches Blut in die Peripherie führen) haben die Venen keine ausgeprägte Muskelschicht in der Gefässwand. Dies kommt daher, dass im venösen System kein grosser Druck herrscht. Die Venen haben im Gegensatz zu den Arterien Klappen die verhindern, dass das Blut wieder zurückfliesst. Gerade in den Beinen spielen diese Klappen eine grosse Rolle. Die Venen können sich wegen der dünnen Muskelschicht in den Venenwänden nicht zusammenziehen also kontrahieren um das venöse Blut Richtung Herz zu "quetschen". Durch den orthostatischen Druck, neigt das Blut dazu in die unteren Extremitäten zurück zu fliessen. Die Klappen sollen dies verhindern. Das venöse Blut muss also mithilfe der Bein- und Gesässmuskulatur zurückgeführt werden. Man nennt dies auch die Muskelpumpe.
Krampfadern
Je nach Lebensstil und Genetik verändert sich die Dicke der Vene und somit die Funktion bzw. Wirkung der Venenklappe.
Sie kenne sicher die Situation, dass bei langem Sitzen oder Stehen die Beine schwer werden, eventuell Schmerzhaft sind und der Fussrücken und die Waden bis hin zum Oberschenkel etwas anschwellen. Das Elastik der Socken oder die Naht der Jeans zeichnet sich deutlich auf der Haut ab. Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen ist dies sehr häufig zu beobachten. Wie kommt es dazu?
Bei langem Sitzen oder Stehen kommt es zu einem Rückstau des Blutes nach unten. Im Sitzen weil die Muskeln der Beine die Venen nicht zusammen drücken und durch die Beugung der Beine die Venen abgeknickt werden, im Stehen weil das Blut nach unten sackt. Durch den Rückstau wird Flüssigkeit aus dem Blut durch kleine Kapillaren ins Gewebe abgepresst und führt zu der, im Volksmund genannten, Wasseransammlung in den Füssen und Beinen. Diese Ödeme verschwinden in der Regel wieder von alleine, sobald man sich länger hingelegt hat oder Sport treibt.
Je nach Konstitution, Gewicht, Erkrankungen (z.B. Nierenerkrankung, Herzinsuffizienz, Medikamente), Beruf und Lebensstil kann die Venenwand schwach werden und die Vene nimmt an Durchmesser zu. Die Klappen schliessen nicht mehr richtig und die Vene wird immer breiter und schwächer. Man erkennt hervorstehende, geschlängelte, zum Teil knotige Venen. Man spricht von Krampfadern bzw. Varizen. Krampfadern und Besenreiser alleine machen oft keine Beschwerden. Bilden sich aber Ödeme (Wasseransammlungen) oder kommt es zu Hautveränderungen (meistens braun-blaue Verfärbung am Schienbein) kann es sich um eine chronisch venöse Insuffizienz (CVI) handeln. Die Ursachen dafür können langes stehen, schwache Beinmuskulatur oder angeborene Bindegewebsschwäche sein. Auch Thrombosen der Beinvenen können Venenschwäche oder das CVI fördern. Die chronisch venöse Insuffizienz wird in verschiedene Stadien eingeteilt. Eine CVI kann zum Ulcus cruris, dem offenen Bein führen.
Sind Krampfadern gefährlich?
In erster Linie sind Krampfadern bzw. Varizen für die meisten betroffenen ein kosmetisches Problem. Frauen neigen eher zu Krampfadern als Männer. Aber Patienten mit Varizen haben ein fünf mal grösseres Risiko an einer tiefen Beinvenenthrombose zu erkranken. Ebenso ist das Risiko an einer chronisch venösen Insuffizienz zu erkranken grösser.
Häufig kommt es zu einer Thrombose der oberflächlichen Venen, einer so genannten Thrombophlebitis.
Was tun bei Krampfadern?
Am Besten wäre es natürlich schon der Bildung von Krampfadern vorzubeugen. Grundsätzlich ist Sport (Schwimmen, Joggen, Radfahren) oder Aktivitäten draussen (Walking, Wandern) und somit eine aktive Muskelpumpe ein gutes Training für die Venen. Venentraining heisst das Zauberwort. Da die Venenwand nur eine dünne Muskelschicht aufweist, ist es wichtig diese zu stärken, also den Muskel zu trainieren. Da helfen Kneipp-Anwendungen gut. Wassertreten (wie ein Storch), Taulaufen (mit nackten Füssen im Taufrischen Gras gehen) oder Wechselbäder bzw. Wechselduschen. Beginnen Sie mit warmem Wasser am rechten Bein, aussen beim kleinen Zehen. Gehen Sie mit dem Wasserstrahl Richtung Kopf bis Mitte Oberschenkel und führen Sie den Wasserstrahl an der Innenseite bis zum grossen Zehen. Dasselbe wird nun am linken Bein gemacht. Wechseln Sie nun auf kalt (nicht eiskalt). Beginnen Sie wieder mit dem rechten Bein beim kleinen Zehen, wie oben beschrieben und wechseln danach zum linken Bein. Das ganze wiederholen Sie danach wieder mit warmem Wasser und erneut mit kaltem. Die kalten Beine danach abtupfen. Durch den warm/kalt Reiz, wird die Vene erweitert (entspannt) und muss sich danach anspannen also verengen. Die Muskelschicht in der Vene wird wie im Krafttraining gestärkt.
Gels oder Salben mit rotem Weinlaub, Rosskastanie, Steinklee, Hamamelis können Symptome wie schwere Beine und Wasseransammlungen lindern. Phytotherapeutika helfen die Venenwand zu stärken. Achten Sie darauf, möglichst Pressdruck beim Heben von schweren Gewichten oder den Pressdruck auf der Toilette beim Stuhlgang zu meiden. Dies fördert den Rückfluss des venösen Blutes in die Beine. Streben Sie ein Normalgewicht an.
Blutegeltherapie
Die Blutegeltherapie kann die Symptome bei einer CVI deutlich verbessern, da der Blutegel den Blut- und Lymphfluss verbessert. Kleinste Blutgerinsel werden aufgelöst und teilweise knotige Varizen etwas verkleinert. Die Blutegeltherapie ist eine gute Ergänzung zur klassischen Therapie und eine mögliche Alternative zur Operation (je nach Stadium). Sie hat aber kaum einen optischen Einfluss. Die Blutegel lassen Krampfadern leider nicht verschwinden. Eine kosmetische Indikation ist daher nicht gegeben.