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Teamzusammensetzung: Homogene oder heterogene Teams?
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: 1,0, Universität des Saarlandes (Informationswissenschaft), Veranstaltung: Teamarbeit, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Homogenität und Heterogenität in Gruppen - „die psychologische Forschung steckt hier noch in den Kinderschuhen“. Dennoch sind inzwischen eine Reihe von Vor- und Nachteilen bezüglich der unterschiedlichen Teambildung entdeckt worden. Die vorliegende Arbeit fasst die bisherigen Forschungsstände in der Diskussion um homogene oder heterogene Gruppen zusammen. Sie verschafft einen umfangreichen Überblick, angefangen von den ersten Problemstellungen, die sich im Rahmen der Gruppenkonstruktion ergeben, bis hin zu konkreten Empfehlungen, wann sich spezielle Teamkonstellationen als nützlich erweisen. Dabei werden zunächst elementare Begriffe geklärt, um eine gemeinsame Verständigungsbasis zu schaffen. Denn Begriffe wie z.B. „Gruppe“, „Team“, „Homogenität“ und „Heterogenität“ können individuell verschieden interpretiert und je nach Situation unterschiedlich besetzt sein. Der dritte Abschnitt widmet sich dem zentralen Aspekt „Diversity“. Die mannigfachen Ausprägungen von interindividuellen Divergenzen müssen dabei detailiert herausgearbeitet werden. Dies öffnet den Blick dafür, dass die Begriffe „Homogenität“ und „Heterogenität“ auf ganz unterschiedliche Art und Weise angesetzt werden können und diverse Effekte innerhalb und zwischen Gruppen nach sich ziehen. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet die vergleichende Gegenüberstellung zweier Modelle, welche die Forschung zum Thema Teambildung entscheidend beeinflusst haben. Das „Vier-Wege-Modell“ zum Einfluss der Gruppenzusammensetzung auf die Gruppeneffektivität nach Wegge, sowie das in Abschnitt 8 dargestellte Categorization-Elaboration Modell nach van Knippenberg, de Dreu und Homan. Diese theoretischen Konstrukte sind in ihren Grundaussagen durchaus ähnlich. Das CEM erweitert jedoch Wegges These von der Wechselwirkung zwischen kognitiven und sozialen Konflikten. Es klärt die Frage, zu welchem Zeitpunkt die sich unbewusst und automatisch vollziehenden sozialen Kategorisierungsprozesse die Elaboration aufgabenrelevanter Informationen beeinflussen. Diese Arbeit behandelt zwar keine detaillierten methodischen Untersuchungen, die zu dem genannten Thema durchgeführt wurden, in den einzelnen Kapiteln wird aber an den entscheidenden Stellen auf Studien verwiesen, welche die entsprechenden Aussagen empirisch untermauern. Die Erkenntnisse aus den Forschungsergebnissen finden auch in der betrieblichen Praxis Anwendung.