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Schlamassel oder Schlammassel
Korrekte Schreibweise:
- Schlamassel
Falsche Schreibweise
- Schlammassel
- Schlamasel
- Schlammasel
Wenn Sie mit dem Auto im Schlamm stecken bleiben, ist das zwar ein Schlamassel, das Wort schreibt sich aber dennoch nur mit einem -m-: Schlamassel. Die Schreibvariante «Schlammassel» ist falsch, denn der Schlamassel hat nichts mit Schlamm zu tun. Beispiele mit Schlamassel:
- Die Assel Schlamassel ist ein beliebtes Kartenspiel für Jung und Alt (zum Beispiel bei Amazon* verfügbar).
- Wenn du auf mich gehört hättest, wäre das nicht passiert. Jetzt kannst du den Schlamassel selbst ausbaden.
- Der Brexit entwickelt sich für Grossbritannien je länger je mehr zu einem Schlamassel.
- Die Finanzkrise war ein gigantischer Schlamassel, dessen Nachwirkungen noch heute spürbar sind.
Weshalb man Schlamassel und nicht Schlammassel schreibt
Die Schreibweise von Schlamassel lässt sich mit der Wortherkunft erklären. Laut dem Duden Herkunftswörterbuch* meint der Schlamassel eine verfahrene Situation bzw. ein Unglück. Das Wort ist aus dem Rotwelschen – einer Art Geheimsprache der Tunichtgute, Gauner und Ganoven – in die Umgangssprache gelangt. Es besteht aus dem jiddischen Wort massel (= Glück, Schicksal) und dem hebräischen Wort šælō, womit ausgedrückt wird, dass etwas nicht ist. Zuerst entstand aus diesen beiden Wörtern das jiddische schlimasel, was wörtlich ungefähr mit «was nicht Glück ist» übersetzt werden kann. Daraus hat sich der heutige Schlamassel entwickelt. Sie sehen also: In der Wortherkunft von Schlamassel versteckt sich nirgendwo das Wort Schlamm.
Heisst es der oder das Schlamassel?
Das Geschlecht (Genus) von Schlamassel ist je nach Region männlich oder weiblich, wie ein Blick in die Variantengrammatik des Standarddeutschen zeigt. Während die Österreicherinnen und Österreicher überwiegend oder ausschliesslich das Schlamassel bevorzugen, ist im Rest des deutschsprachigen Europas der Schlamassel die verwendete Form.
Genus von Schlamassel nach Regionen in Prozent (Quelle: Variantengrammatik)
Im Duden ist Schlamassel ebenfalls als Substantiv, maskulin, oder Substantiv, Neutrum, verzeichnet. Zusätzlich ist im Duden folgender Hinweis zu finden: «der, auch (österreichisch nur): das Schlamassel.» Die Dudenredaktion sieht das Schlamassel somit als Austriazismus. Schlamassel als Neutrum zu verwenden ist laut Duden folglich in Österreich üblich und korrekt, in den anderen deutschsprachigen Regionen hingegen nicht.
Andere häufige Orthografiefehler
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