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Bilaterale Beziehungen Schweiz - Kasachstan
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Kasachstan sind gut und sollen weiter ausgebaut werden. Kasachstan trat im September 2010 der Schweizer Stimmrechtsgruppe in den Bretton-Woods-Institutionen bei. Das Land ist einer der wichtigsten Rohöllieferanten der Schweiz.
Seit 2005 finden regelmässige politische Konsultationen statt. Auch auf wirtschaftlichem Gebiet haben sich die Kontakte intensiviert. Die beiden Länder arbeiten eng innerhalb der Bretton-Woods-Institutionen zusammen: Seit 2010 ist Kasachstan Mitglied der Stimmrechtsgruppe der Schweiz beim Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. Kasachstan gehört zudem seit 2003 zur Stimmrechtsgruppe der Schweiz bei der Globalen Umweltfazilität (GEF).
Im Rahmen der Bemühungen den Missbrauch des Finanzplatzes Schweiz zu bekämpfen, führt die Schweiz über einen Treuhandfonds der Weltbank 48 Mio. USD an Kasachstan zurück. Die Gelder sollen der Bevölkerung Kasachstans zugute kommen. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und die Weltbank am 20. Dezember 2012 abgeschlossen.
Von den fünf zentralasiatischen Republiken ist Kasachstan mit Abstand der wichtigste Handelspartner der Schweiz. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind gut entwickelt und es besteht bedeutendes Potenzial. Rund 40 Schweizer Unternehmen haben sich in Kasachstan niedergelassen. Seit1999 finden regelmässig Treffen im Rahmen der gemischten Wirtschaftskommission statt.
Die Handelsbilanz ist für die Schweiz negativ. 2011 bestand ein Handelsdefizit von über 1.6 Mrd. CHF. Dies hängt damit zusammen, dass Kasachstan für die Schweiz einer der wichtigsten Rohöllieferanten ist. Die Schweiz exportiert vor allem Chemie- und Pharmaprodukte sowie Präzisionsinstrumente.
Forschende und Kulturschaffende aus Kasachstan können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
2012 lebten 25 Schweizer Staatsangehörige in Kasachstan.
Die Schweiz anerkannte Kasachstan 1991. Anfänglich nahm die Schweizer Botschaft in Moskau die politischen und diplomatischen Beziehungen wahr. 1994 wurde in der damaligen kasachischen Hauptstadt Almaty ein Konsulat eröffnet, das 1998 zum Generalkonsulat aufgewertet wurde. Die Schweiz eröffnete 2008 in der kasachischen Hauptstadt Astana eine Botschaft.