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Eine der renommiertesten und ältesten Weinbauregionen Europas liegt an der ligurischen Küste Italiens: die Toskana. Die Region mit der Hauptstadt Florenz gehört zum Netzwerk der Great Wine Capitals, in das nur eine Weinbauregion pro Land aufgenommen wird. Die Tradition des Weinbaus geht bis auf die Besiedelung durch die Etrusker ca. 1'000 Jahre vor Ch. zurück, die damals im Gebiet zwischen Florenz und Siena Reben anpflanzten. Im 10. und 11. Jahrhundert betrieben vor allem die Köster Weinbau, denn die meisten Weinberge waren im Besitz der Kirche.
Die Rebfläche von knapp 65'000 Hektaren erstreckt sich von der Mittelmeerküste im Westen, über die Hänge des Apennin im Norden und Osten, bis in die Maremma im Süden. Etwa zwei Drittel der Weinberge befinden sich in Hanglage auf einer Höhe von 100 bis 500 m ü. M. Die geologischen und klimatischen Bedingungen sind für den Weinbau ideal. Viele Sonnenstunden garantieren die volle Ausreifung der Beeren und regelmässige Niederschläge verhindern, dass die Böden (hauptsächlich Kalkmergel und Sandstein) austrocknen. Die regionalen Mikroklima und die verschiedenen Bodentypen ermöglichen es den Winzern dennoch, Weine mit unterschiedlicher Stilistik und Charakter zu erzeugen.
Die Vielfalt an Rebsorten in der Toskana ist gross, die wichtigste ist aber klar der Sangiovese. Sie bildet den Hauptbestandteil für den Chianti (mindestens 75%). Die Rebsorte Sangiovese Grosso oder auch Brunello genannt, wird für den bekannten Brunello di Montalcino verwendet und ist ebenfalls häufig anzutreffen. Des Weiteren werden Canaiolo und Merlot angebaut und seit den 1960er auch Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc