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(Nachlassen), Weichmachen von Stahl, Gußeisen und andern Metallen. Gußeisen wird mit Lehm bestrichen, in grob
gepulverten Koks, Sand etc. vergraben, bis zur Rotglut erhitzt und dann sehr langsamer Abkühlung überlassen.
Es genügt auch, die noch heißen Gußstücke in einen Ofen zu bringen, bis nahe zum Schmelzpunkt zu erhitzen
und nach Verschluß aller Ofenöffnungen in 3-4 Tagen erkalten zu lassen. Gehärteter Stahl wird um so weicher, je stärker
man ihn erhitzt.
Hierbei dienen die Anlauffarben zur Beurteilung der Temperatur, doch haben dieselben für verschiedene Stahlsorten ungleichen
Wert, und da der vom Feuer entfernte Stahl noch nachläuft, so darf man ihn nicht vollständig bis zu der
gewünschten Farbe erhitzen oder muß ihn, sobald diese erscheint, in Wasser tauchen. Bronzegegenstände werden bis zum dunkeln
Rotglühen oder, wenn sie flach und dünn sind, nur bis zur Schmelzhitze des Zinns oder Bleis erhitzt und schnell in kaltes
Wasser getaucht. S. Adoucieren.
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