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Die 5. Etappe der Tour de France wurde zur grossen Beute des Belgiers Greg van Avermaet. Der Klassiker-Spezialist siegte nach 216 Kilometern von Limoges nach Le Lioran im Zentralmassiv solo und er übernahm gleichzeitig das Leadertrikot. Bereits im Vorjahr hatte der 31-Jährige eine Tour-Etappe gewonnen.
Van Avermaet gehörte einer Spitzengruppe an, die sich noch in der Ebene gebildet hatte. Als es gegen Ende des Teilstücks in die Berge ging, forcierte der BMC-Profi so, dass ein Fluchtgefährte nach dem anderen den Anschluss verlor. Als letzter Konkurrent konnte ihm Landsmann Thomas de Gendt 17 Kilometer vor dem Ziel nicht mehr folgen.
Rund 30 Kilometer vor dem Ziel drückte im Feld die Mannschaft Movistar von Mitfavorit Nairo Quintana aufs Tempo. Vincenzo Nibali, ein ehemaliger Tour-Gesamtsieger, verlor dabei den Anschluss. Damit ist nun klar, dass der Italiener im Team Astana für den designierten Nachfolger arbeiten muss, den jungen Landsmann Fabio Aru.
Am letzten Hügel büsste mit Alberto Contador ein weiterer einstiger Tour-Sieger einige Sekunden ein. Der Spanier galt als erster Herausforderer des Top-Duos Chris Froome/Nairo Quintana. Auch Mathias Frank, der Vorjahres-Achte und aussichtsreichste Schweizer, musste kurz vor dem Ziel abreissen lassen.
Der bisherige Gesamtführende Peter Sagan konnte das hohe Tempo am Berg ebenfalls nicht mitgehen. Der Weltmeister musste sein Maillot Jaune abgeben, er wird morgen wieder im Regenbogentrikot am Start sein. Van Avermaet hat mehr als fünf Minuten Vorsprung, seine nächsten Verfolger sind der Franzose Julien Alaphilippe (+5:11 Min.) und der Spanier Alejandro Valverde (+5:13). Froome, Quintana, Aru und die Franzosen Warren Barguil und Pierre Rolland liegen weitere vier Sekunden zurück. (ram)