Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03640.jsonl.gz/2246

Unter dem Begriff Lungentumoren werden eine Reihe von verschiedenen Fehlbildungen zusammengefasst. Allen gemeinsam ist, dass fehl angelegtes Lungengewebe die normale Lunge verdrängt und im Wachstum behindert. Das Wachstum der Tumoren ist verschieden. Während die einen konstant gross bleiben oder gar schrumpfen, wachsen andere sehr schnell und führen beim Kind zu Kreislaufproblemen.
Mittels Ultraschalluntersuchung können diese Tumoren diagnostiziert werden. Im Bild sieht man sehr helles Lungengewebe (L) und daneben schwarze Löcher, medizinisch Cysten C). Häufig wachsen solche Lungentumoren und Cysten bis ins letzte Viertel der Schwangerschaft und bleiben dann konstant in der Grösse.
Im Normalfall wird das Kind spontan auf die Welt kommen und keine sofortige Therapie benötigen. Es ist jedoch wichtig, zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Bildgebung durchzuführen (CT, MRI), um das weitere Vorgehen zu planen. Dieses besteht im Normalfall in einer chirurgischen Entfernung des fehlgebildeten Lungengewebes, um Lungenentzündungen, bzw. eine Entartung zu verhindern. In seltenen Fällen braucht das Kind nach der Geburt Hilfe beim Atmen. Falls dies notwendig ist, wird die Abklärung vorgezogen, um allenfalls frühzeitig operieren zu können.