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Die Misa Criolla (dt.: „Kreolische Messe“) ist eine Messe des argentinischen Komponisten Ariel Ramírez für 2 Solo-Tenöre, gemischten Chor, Schlagzeug, Klavier und traditionelle Instrumente der der Andenregion.
Ariel Ramírez komponierte die Messe in den Jahren 1963 und 1964. Seine erste Inspiration für das Schreiben eines religiösen Werkes kam ihm in den 1950er Jahren, als er noch ein unbekannter Musiker war und fern der südamerikanischen Heimat in Westdeutschland (Würzburg) in einem Kloster wohnte. Dort traf er eines Tages die Schwestern Elisabeth und Regina Brückner, die ihm erzählten, dass ein schönes Herrenhaus vor dem Kloster während der Ära des Nationalsozialismus – nur wenige Jahre zuvor – ein Konzentrationslager (KZ) gewesen sei, und dass sie beide, obwohl die Todesstrafe darauf stand, Nacht für Nacht Essen zu den Gefangenen brachten.
1954 nahm Ariel Ramírez seine Idee auf einer Bootsfahrt von Liverpool nach Buenos Aires wieder auf und beschloss, eines Tages ein musikalisches Werk zu Ehren dieser beiden deutschen Schwestern zu schreiben. Häufig wird aufgrund eines Übersetzungsfehlers behauptet, es seien Nonnen. Tatsächlich handelte es sich sogar um fünf Schwestern. Aber nur zwei von ihnen sprachen ausreichend Spanisch.
In den 1960er Jahren besprach Ariel Ramírez seine Idee mit einem Jugendfreund und Priester, Pater Antonio Osvaldo Catena, dem damaligen Präsidenten der bischöflichen Kommission für Südamerika, der die Idee hatte, "eine Messe mit Rhythmen und musikalischen Formen dieses Landes zu komponieren".
Nachdem die ersten Entwürfe angefertigt waren, war es ein anderer Priester und Chorleiter, Pater Jésus Gabriel Segade, der die Chor-Arrangements machte. Pater Segade war auch der Leiter des Chores (Cantoría de la Basílica del Socorro) in der ersten Fassung der kreolischen Messe.
Die Misa Criolla wird zusammen mit Navidad Nuestra als bekannteste Komposition von Ramírez angesehen und gilt aufgrund dessen weit über die Grenzen Südamerikas hinaus als bedeutendstes Werk argentinischer Sakralmusik. In Lateinamerika ist sie eines der populärsten Werke christlicher Musik, die auch bei Laienchören sehr beliebt ist. Sie gilt als Beispiel für die Inkulturation des Christentums in Südamerika.
Quelle: Wikipedia
Aufführung in der Mitternachtsmesse 2019
Musikalische Gestaltung:
Kath. Kirchenchor St. Mauritius Kriegstetten
Instrumentalensemble:
Fredy Choque, Bombo (Trommel)
Sidgar Choque, Charango,
Mathias Richenbacher, Kontrabass
Monika Heeb, Piano
Martin Imholz, Tenor
Leitung: Sven Ryf