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In der Szene ‹The Knife› aus dem Film Blackmail (1929), der in einer Stummfilm-Fassung und als Tonfilm in die Kinos kam, präsentiert Hitchcock ein elegantes Beispiel dafür, wie man Bild und Ton kreativ nutzen kann, um ein Gefühl zu erzählen.
Der Film erzählt von Alice, die einen fremden Mann, der sie vergewaltigen will, mit einem Messer ermordet. Beim Frühstück mit der Familie am Tag danach fragt ihr Vater, ob sie ihm das Brotmesser reicht.
In der stummen Version wirft Alices Hand einen langen Schatten über das Messer, was sie an den Mord erinnert.
In der Version mit Ton erzählt eine Besucherin am Tisch von einer tödlichen Messerstecherei. Geplagt von Schuldgefühlen hört Alice die Besucherin nur noch ‹knife›, sagen, ‹Messer›.
Ich verstehe in beiden Versionen, wie sich Alice fühlt. Seit diesem Beispiel frage ich mich bei meiner Arbeit, wie ich Bild und Ton kreativ einsetzen kann, um ein bestimmtes Gefühl zu erzeugen.