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1. Wieso braucht es das?
Unser Kalenderjahr hat eine durchschnittliche Länge von 365,2425 Tagen – und ist damit 5 Stunden 49 Minuten und 3 Sekunden zu lang. Um eine Verschiebung der Jahreszeiten zu verhindern, wird alle vier Jahre ein zusätzlicher Tag ins Jahr eingefügt – erstmals im Jahr 238 v. Chr.
2. Kalenderreform
Bis 1582 richteten sich die Menschen nach dem julianischen Kalender (benannt nach Julius Caesar). Doch dieser war 11 Minuten und 14 Sekunden länger als das tatsächliche Jahr. Die Ungenauigkeit nahm mit den Jahrhunderten derart zu, dass Papst Gregor XIII. in einer päpstlichen Bulle am 24. Februar 1582 zehn Schalttage anordnete.
3. Die Regel
Seither halten wir uns an den gregorianischen Kalender und befolgen die Regel: Ein Jahr ist dann ein Schaltjahr, wenn die Jahreszahl durch 4 teilbar ist. Ausnahme: Sie ist durch 100 teilbar. Ausnahme von der Ausnahme und folglich ein Schaltjahr: Sie ist durch 400 teilbar.
4. Selten Gefeierte
Wer an einem 29. Februar zur Welt kam, kann streng genommen nur alle vier Jahre seinen Geburtstag feiern. Berühmte Schaltjahrgeborene sind der Autor Martin Suter (67), der US-Rapper Ja Rule (39) oder das deutsche Model Lena Gercke (27).
5. Frauenwahl-Tag
Eine ganz spezielle Bedeutung hat der Schalttag in Grossbritannien. Denn laut Tradition dürfen am Leap Day die Frauen offiziell um die Hand ihres Auserwählten anhalten.