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Vor der nordchilenischen Küste ist ein Erdbeben der Stärke 8,2 registriert worden. Das Epizentrum habe in geringer Tiefe rund 100 Kilometer nordwestlich der Hafenstadt Iquique gelegen, wie die chilenische Erdbebenwarte CSN am Dienstag mitteilte. Sie korrigierte damit erste Angaben einer Stärke von 7,9 in einer grösseren Tiefe. Die chilenischen Behörden teilten mit, es gebe zunächst keine Berichte über schwere Schäden an der Infrastruktur oder über Opfer. Einige Strassen seien aber durch Erdrutsche blockiert.
Für die südamerikanische Pazifikküste wurde aber eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Die Evakuierung der Küstenstreifen in nordchilenischen Städten wie Arica und Antofagasta habe in der ersten Stunde nach dem Beben problemlos stattgefunden, berichtete der Rundfunksender Cooperativa nach Angaben lokaler Behörden. Auch im Süden Perus fanden Evakuierungen statt.
Mehrere Nachbeben
Im Norden Chiles erreichte nach Angaben der Marine nach 45 Minuten eine erste Flutwelle das Land. Nach Angaben des Tsunami-Warnzentrums für den Pazifik verursachte das Beben mehrere Tsunami-Wellen, die höchste mit 2,3 Metern. Im Gebiet von Iquique wurden nach Angaben des Gouverneurs mindestens fünf Menschen durch das Beben getötet. Einige Strassen wurden durch Erdrutsche blockiert. Weitere Informationen über Schäden und Opfer lagen zunächst nicht vor.
In der ersten Stunde nach dem Erdbeben wurden vier Nachbeben von einer Stärke ab 5,0 verzeichnet. Das Hauptbeben war bis in der fast 500 Kilometer entfernten bolivianischen Hauptstadt La Paz zu spüren, wie der lokale Fernsehsender Unitel nach Angaben der Erdbebenwarte Boliviens berichtete. In den vergangenen Wochen hatte rund 400 schwächere Beben das Gebiet erschüttert.
(sda/se)