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Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) fordert ein Verbot der Knebelverträge
14.08.2017
Nachdem sich der Ständerat im März 2017 mit einem klaren Entscheid für die Motion des Ständerats Pirmin Bischof ausgesprochen hat, empfiehlt nun auch die WAK-N dem Nationalrat die Motion anzunehmen.
Die Mehrheit der Mitglieder der WAK-N beantragt die Annahme der Motion. Die sogenannte «enge Paritätsklausel» sei wettbewerbsschädigend und schränke den Hotelier in der Preispolitik massiv ein. Arbeitet der Hotelier zum Beispiel mit mehreren Plattformen zusammen, muss er auf der eigenen Website immer den höchsten Preis angeben.
Die Minderheit der Kommission ist der Meinung, dass ein Verbot verfrüht sei. Die Wettbewerbskommission (WEKO) beobachte den Markt genau und schreite bei Bedarf ein.
Für hotelleriesuisse ist die Dringlichkeit eines Verbots klar gegeben. Am 3. August hat auch Italien die enge Paritätsklausel ganz verboten. Somit haben alle Hauptmitbewerber – Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich – die Knebelverträge verboten.
Ausserdem ist die enge Paritätsklausel für die Online- Buchungsplattformen (OTA) ein Mittel, um die Marktmacht weiter auszubauen. Mit der engen Paritätsklausel machen die OTA den günstigen Direktvertrieb künstlich zum teuersten Vertriebskanal. Somit werden die grösstenteils mittelständischen Familienbetriebe in dauerhafte Abhängigkeit gebracht, weil der Gast keinen Anreiz zur Online-Direktbuchung hat.