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Warmfrontaufzug und neues Rechenzentrum
Heute streifte uns eine Warmfront. Die Auswirkungen davon zeigten sich im Laufe des Tages in Form von hohen und mittelhohen Wolken, mehr oder weniger dicht, über der ganzen Schweiz. Im zweiten Teil des Blogs machen wir noch einen kurzen Abstecher nach Bologna: Hier wurde heute ein neues Rechenzentrum eröffnet.
Warmfront
Die hohen Wolkenfelder, welche bereits in der Nacht über die Schweiz zogen, kündigten damit einen Wechsel in der Grosswetterlage an.
Das flache Hochdruckgebiet, welches uns die warmen Spätsommertage bescherte, hat sich auf heute nach Osten verlagert und wir kamen in eine südwestliche Strömung, die zwar noch warme, aber auch zunehmend feuchtere Luft zur Schweiz führte. Eingelagert in diese Südwestströmung streifte uns eine Warmfront.
Vor dieser Warmfront gestaltete sich der Vormittag an den meisten Orten in der Schweiz sonnig. Bis zum Mittag deckten die mittelhohen und hohen Wolken im Westen allmählich die Sonne ab. Wohingegen sich im Süden die Feuchtigkeit am Alpensüdhang staute. Im Laufe des Nachmittags wurden dann auch im Osten die Wolken allmählich dichter.
In den östlichen Voralpen und Alpen war es leicht föhnig. Mit Tagesmaxima im Churer Rheintal um 27 Grad lagen hier die Temperaturen rund 2 bis 3 Grad höher als sonst in den zentralen und östlichen Teilen der Alpennordseite. Ansonsten hingen die Temperaturmaxima von der Sonnenscheindauer ab. Im Osten wurden rund 24 bis 26 Grad erreicht, im Westen lagen die Tagesmaxima bei rund 20 bis 22 Grad.
Bis Redaktionsschluss blieb es meist trocken. Der Niederschlag, welcher im Laufe des Nachmittags besonders über dem Jura für einzelne Radarechos sorgte, verdunstete grösstenteils bevor er den Boden erreichte.
Neues Rechenzentrum in Bologna
Aus aktuellem Anlass möchte ich noch ein paar Worte zu den Wettermodellen schreiben. Die Basis für unsere Wetterberichte und Prognosen sind neben den Lokalmodellen COSMO-1E und COSMO-2E auch das globale Wettermodell IFS, welches vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMWF) unterhalten und betrieben wird. Bis anhin wurde dieses Modell am Hauptsitz vom EZMWF in Reading (UK) gerechnet. Nun aber hat das EZMWF ein neues Rechenzentrum in Bologna (I) eröffnet. Hier wird das Wettermodell ab Mitte 2022 auf dem neuen Atos BullSequana Supercomputer gerechnet. Mit diesem neuen, etwa fünfmal leistungsfähigeren Supercomputer werden diverse Verbesserungen und Neuerungen möglich, wie zum Beispiel die höhere zeitliche und räumliche Auflösung der Mittelfrist-Prognose. Weitere interessante Informationen zum neuen Supercomputer sowie zum neuen Standort Bologna finden Sie hier.
Neben dem Rechenzentrum in Bologna kam mit Bonn (D) ein dritter Standort dazu. Hier liegt der Fokus der Arbeiten auf der internationalen Zusammenarbeit v.a. auch mit der EU und den europäischen Forschungsprogrammen.