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Die Augen ganz Lateinamerikas sind heute auf Chile gerichtet. Ich denke, es gibt keine andere Möglichkeit, als die Wahlen zu gewinnen, sagte Vargas Llosa in einem Video-Gespräch zu Kast, einem Sohn deutscher Einwanderer, wie die chilenische Zeitung La Tercera am Freitagabend (Ortszeit) berichtete.
In der Stichwahl in dem südamerikanischen Land am 19. Dezember treffen in dem früheren Studentenführer Gabriel Boric und dem Pinochet-Sympathisanten Kast die beiden Vertreter der Ränder des politischen Spektrums aufeinander. Vargas Llosa nannte die Wahl in Chile absolut fundamental. Wenn Chile wieder die führende Position erlangt, die es in Lateinamerika hatte, kann sich die Situation in Lateinamerika sehr verändern.
Mit seinen radikalliberalen Positionen ist der 85-Jährige, der als Kandidat bei der Präsidentenwahl in Peru 1990 Alberto Fujimori unterlagen war, in der linkslastigen lateinamerikanischen Intellektuellenzunft ein Aussenseiter.
(sda)