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Wärme aus kalter Luft gewinnen
Wenn die Technik einer Luft Wärmepumpe, wie von der Gruenenwald AG angeboten, erklärt wird, befürchten viele Laien, dass diese bei einer Temperatur unter dem Nullpunkt nicht mehr funktionieren kann. Schliesslich arbeitet die Pumpe nach dem Prinzip, dass Wärmeenergie aus der Umgebung abgezogen wird, um damit die Wohnung zu heizen. Wenn keine Wärmeenergie in der Aussenluft zu finden ist, so glauben viele, sei auch die Effektivität der Wärmepumpe nicht mehr gegeben. Von der Logik her ist dies tatsächlich ein richtiger Gedanke. Jedoch übersehen gerade Laien oft, dass der Gefrierpunkt, den wir bei den Temperaturangaben annehmen, physikalisch recht willkürlich gesetzt wurde. Celsius entschied bei der Erfindung seiner Temperaturskala den Gefrierpunkt und den Siedepunkt von Wasser als stabile Marken zu nehmen. Doch schon mit der Entscheidung, ob es sich um destilliertes oder mit Mineralien versetztes Wasser handelt, können beide Punkte verschoben werden. Auch der Luftdruck hat entscheidende Einflüsse auf den Siedepunkt.
Die Physik hat sich daher auf eine eigene Skala geeignet, welche die physikalischen Gesetze der Thermodynamik etwas besser abbildet. Die Abstände zwischen den einzelnen Graden entsprechen der Celsiusskala. Damit soll eine einfache Umrechnung zwischen den Angaben möglich bleiben. Der Nullpunkt der physikalisch korrekten Skala liegt jedoch bei -273,15 Grad Celsius. Dieser Punkt wird mit 0 K bzw. 0 Kelvin bezeichnet. An diesem Punkt ist tatsächlich nicht mehr die geringste Wärmeenergie vorhanden. Alle Temperaturen, die darüber liegen, können für thermische Technologien wie die Luft Wärmepumpe genutzt werden. Lediglich die Temperaturspanne, die effizient hergestellt werden kann, ist beschränkt. Diese liegt meist zwischen 30 und 40 Grad.
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