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Schönn,
Alois, Genremaler und Radierer, geb. zu Wien, erhielt an der dortigen Akademie seine Ausbildung unter Führich und Leander Ruß, nahm an dem italienischen Feldzug des Jahrs 1848 teil und brachte infolgedessen sein erstes bedeutendes Bild: Rückzug nach dem Gefecht von Ponte Tedesco, dem bald nachher der Sturm auf Lodrone und der Auszug der Tiroler Studenten 1848 (Museum in Innsbruck) folgten. Nachdem er 1850-51 in Paris verweilt und sich dort besonders koloristisch ausgebildet hatte, malte er einige ziemlich unbeachtet gebliebene Genrebilder. 1852 bereiste er zum erstenmal den Orient und brachte von dort eine reiche Ausbeute heim, deren Früchte zwar anfangs ohne Erfolg blieben, weil das Kolorit der Bilder noch trübe und schwer war.
Dahin gehören auch noch seine Darstellungen aus dem Volksleben der Walachen und Siebenbürger Sachsen. Erst von 1860 an brachte er farbenheitere, lebensfreudige Bilder vom kräftigsten Kolorit, großenteils aus dem Orient, unter denen hervorzuheben sind: türkische Weinlese, türkischer Obstmarkt, türkisches Kaffeehaus, Wüstenbrunnen, Sklavenmarkt, ebenso auch der Synagogenvorhof, Gänsemarkt in Krakau (Akademie zu Wien), Judenverfolgung, das drastische Orgienbild: Nacht und Morgen, und als seine besten Bilder: der Fischmarkt in Chioggia und das Volkstheater daselbst mit der Aufführung von Schillers «Räubern»;
dazu noch aus den letzten Jahren: nach dem Bade, die Siesta und eine vornehme koptische Schöne. Er ist Ritter des Franz-Josephsordens.