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Deyrul Zafaran Manastiri (Ananiaskloster)
Das "Safran-Kloster" (auch Deir Az-Zafaran) liegt sieben Kilometer südöstlich von Mardin.
Sein Name rührt daher, dass angeblich gelbe Blüten des Safran-Krokusses beim Bau des Klosters im 5. Jh. in den Mörtel gemischt wurde. 607 wurde das Kloster von den Persern zerstört, danach wieder aufgebaut. Mit Unterbrechungen residierte hier ab 1160 der Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche, bis der Hauptsitz 1932 nach Damaskus verlegt wurde. Heute residiert hier wieder ein Erzbischof und einige Mönche.
Es wird vermutet, dass an gleicher Stelle bereits 2000 v. Chr. ein Tempel stand (ein Sonnentempel der "Semsen").
Die Ursprünge des syrisch-orthodoxen Klosters stammen wahrscheinlich vom Hl. Eugenius und gehen in das 4. Jh. zurück. Das erste Kloster hiess "Mar Slemun". Dann im Jahr 792 n. Chr. wurde es „Mar Hanania“ genannt nach Ananias (Hananias), später DeyrulZafaran.
Das Gelände ist von einer hohen Mauer umgeben. Das eigentliche Kloster besteht aus einem großen, rechteckigen, dreistöckigen Gebäudekomplex. Der grösste Teil der Gebäude stammt aus dem 19. Jh.
Das Kloster wird durch antike Kanäle aus den Bergen mit Wasser versorgt.
An der Rückseite des Hofes gibt es drei Kirchen: Die Marienkirche stammt aus dem 6. Jh., die Hauptkirche (Mor Hananyo) wurde von Kaiser Anastasios I. (491-518) gestiftet, hat ein pyramidenförmiges Dach und einen später angebauten Glockenturm und birgt die mausoleumsartige Grabkapelle Beit Qadishe (Haus der Heiligen) der Patriarchen.
Man vermutet, dass unter der Grabkapelle ein Tempel aus vorchristlicher, assyrischer Zeit war, da ein mittlerweile zugebautes Fenster das erste Sonnenlicht des Tages bündelte und damals auf diese Art die Sonnengöttin angebetet wurde. Das Gewölbe aus Steinblöcken ist selbsttragend und kommt ohne Mörtel aus. In den Nischen des darüber liegenden Mausoleums befinden sich die Gräber von sieben syrisch-orthodoxen Patriarchen und Metropoliten.
Die Hauptkirche hat reliefverzierte Bögen; im Thron des Patriarchen sind die Namen aller Patriarchen seit 792 n. Chr. eingeschnitzt. Täglich findet hier ein Gottesdienst in Aramäisch statt.
Gruppenbild vor dem Klostereingang mit Erzbischof Filüksinos Saliba Özmen
Fotos vom Rundgang im Kloster
Der Altar in der Hauptkirche
Der linke Sitz
Zeittafel in Schneckenform mit der Aufzählung der Patriarchen beginnend im Jahr 37 bis 1980.
War hier unterhalb der Kirche einstmals ein Sonnentempel ?