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Der Modekonzern Michael Kors übernimmt die Luxus-Schuhmarke Jimmy Choo für umgerechnet rund 1,1 Milliarden Franken. Der vor allem für seine Handtaschen bekannte US-Käufer legt für das britische Unternehmen dabei 230 Pence je Jimmy-Choo-Aktie in bar auf den Tisch, wie die Firmen am Dienstag mitteilten. Jimmy Choo hatte sich im April selbst zur Übernahme angeboten. Verglichen mit der Zeit vor dieser Ankündigung entspricht der jetzige Preis einem Aufschlag von 36,5 Prozent.
Jimmy Choo gehört mehrheitlich der Holding JAB der deutschen Milliardärs-Familie Reimann. Diese will sich aber in anderen Konsumbereichen verstärkt engagieren. Sie hat zuletzt die US-Fastfoodkette Krispy Kreme Doughnuts übernommen und ist auch am Kosmetik-Konzern Coty beteiligt.
Online-Offensive
Michael Kors schwächelte zuletzt mit rückläufigen Verkaufszahlen. Der US-Konzern will deswegen bei Kleidern, Männermode und im Online-Bereich expandieren. Jimmy Choo solle wie bisher operativ weitermachen, betonten die Amerikaner. Das Management bleibe an Bord. Jimmy Choo ist unter anderem berühmt geworden, weil etwa Prinzessin Diana die Schuhe gerne trug.
Das britische Unternehmen war 2014 an die Londoner Börse gegangen. Damals wurden die Aktien zu je 140 Pence platziert. Am Montag kosteten sie 195 Pence.
(reuters/ise/jfr)