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Literaturkreis

04.06.10

31. Mai 10: «Schatten»
Wenn wir könnten, würden wir natürlich auch im Museum lieber an der Sonne sitzen - aber auch mit den Schatten hatten wir einen sonnigen Abend.
Heinz
hat das Buch "Der Schatten
des Herrn" von
John F. Case - Der Thriller beginnt gemütlich im Bergdorf Montecastello
di Peglio. Der schwer kranke Arzt Baresi bittet den Jesuiten Pater
Azetti um Absolution. Nach der Beichte - die Absolution wurde verweigert
- reist der Pater überstürzt ab, um unverzüglich Rom
Bericht zu erstatten. Bald überstürzen sich die Ergeignisse
und Todesfälle rund um den Erdball. Der findige Detektiv Joe Carpenter
verfolgt die Spuren nach Europa, Montecastello, Rom, Neapel und nach
Zuoz zum Arzt Baresi....der bekannte Biologe und Mediziner scheint
eine Schlüsselrolle in den brisanten Geheimnissen rund um eine
Invitrofertilisationsklinik mit dem Spezialgebiet der Oozytenmethode
zu spielen.
Marianne Desirens hat das Buch "Die Frau vom Weissen Meer" von Andreï Makine vorgestellt: Es spielt um 1957 in Sibirien, wo die Lehrerin Vera seit 30 Jahren auf ihre alte Liebe wartet, der als Kriegsverschollener verschwand. Ein junger Schriftsteller besucht das Dorf, um über die Traditionen zu schreiben. Vera fasziniert den jungen Mann. Obwohl sie 20 Jahre älter ist als er, verliebt er sich in sie... eine rührende Liebesgeschichte mit sehr eindrücklichen Beschreibungen.
Ursula
hat "Sturm über Europa" von Peter Arens
mitgebracht. Das Sachbuch befasst sich mit der grössten Völkerwanderung
der Germanen in Europa von 120 v. Chr. bis 800 n. Chr.
Nathalie
hat die "Reise in die Vergangenheit" von
Stefan Zweig gelesen. Es ist ein dünnes Büchlein. Die Geschichte
wurde in Frankreich zum Bestseller; es erschien zweisprachig (deutsch/franz.).
Ich habe das Buch "Die Dorfhexe" von Linda Olsson gelesen. Obwohl das Wort Schatten nie vorkommt, kann ich mir kein anderes Wort denken, dass die Stimmung im Buch besser repräsentiert. Die junge Veronika möchte in der Abgeschiedenheit eines kleinen schwedischen Dorfes ihren zweiten Roman schreiben und die schrecklichen Erinnerungen der letzten Zeit verarbeiten. Im Nachbarhaus lebt die alte Astrid, die Dorfhexe, ganz zurückgezogen und einsam. Subtil nähern sich die beiden, erzählen sich ihre Lebensgeschichten und geben sich gegenseitig Kraft zum Weiterleben und um neu anzufangen. Eine tiefe Freundschaft verbindet die zwei Frauen, als Veronika wieder abreist. Gemeinsam haben sie die Schatten der Vergangenheit vertrieben.
(Stv. Susi)
|= ein Must! ... bis ... = Chasch vergässe!|

Übersicht und Buchbesprechungen auf: Dorfmuseum Lengnau AG