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Von Stress sprechen wir wenn die Anforderungen und die Handlungsmöglichkeiten der Jugendlichen aus dem Gleichgewicht geraten.
Allerdings sollte nur dann von Stress gesprochen werden, wenn sich dieses Ungleichgewicht unangenehm anfühlt, verbunden mit körperlichen und psychischen Zeichen des Unwohlseins.
Bei Stress handelt es sich um einen Prozess, nicht um einen «statischen» Zustand. Zunächst sind wir (1) einer «stressigen» Situation ausgesetzt. Diese Situation (2) bewerten wir danach ob sie für uns bedrohlich ist, darauf folgt meist ein Versuch der Bewältigung. Die Möglichkeiten zum Umgang mit der stressigen Situation werden geprägt (3) durch die Ressourcen, die uns zur Bewältigung der Situation zur Verfügung stehen. Schliesslich kann es zu (4) körperlichen, psychischen und verhaltensbezogenen Reaktionen auf die stressige Situation kommen, vgl. dazu untenstehende Abbildung:
Typische stressauslösende Bedingungen bzw. Belastungen/Stressoren sind z.B.:
Stress muss nicht zwingend zu negativen Folgen führen. Das Risiko für gesundheitliche Beschwerden wird allerdings deutlich höher,
Ressourcen helfen dabei, mit Stress umgehen zu können. Folgende wichtigen situativen (organisationalen, sozialen) und personenbezogenen Ressourcen lassen sich unterscheiden.
Die vier «Kästchen» in der Abbildung zum Stressprozess stellen zusammenfassend gleichzeitig vier Hebel zum Umgang mit Stress dar. Als Berufsbildner/in können sie damit folgende Strategien im Umgang mit Stress von Lernenden verfolgen:
Betrachtet man konkrete Massnahmen, können zwei Perspektiven unterschieden werden: «Verhaltensprävention» setzt bei den Haltungen und Verhaltensweisen einzelner Personen bzw. hier Lernenden an, „Verhältnisprävention“ versucht über die Schaffung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen Stress entgegen zu wirken: