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Geschichte
Der Ortsname ist alemannischen Ursprungs und leitet sich vermutlich eher aus dem althochdeutschen Wort "arnan" (pflügen, den Boden bebauen), als aus dem bekannteren "ahornahi" (Ahorngebüsch) ab.
Arni war urspünglich wohl eine Siedlung freier Alemannen, die allmählich unter den Herrschaftsbereich der Freiherren von Signau kam. Der Blutbahnn gehörte dem Grafen von Kiburg, von dem er an Bern überging. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts verkaufte der Leutpriester Heinrich von Bilgen Priminz und Kollatur von Biglen dem Nideren Spittel und späteren Burgerspital zu Bern. Diesem blieben die Bauern von Arni bis 1839 zehntpflichtig. Noch heute finden wir die Kennzeichen des Burgerspitals auf einigen Marchsteinen im Spittelwald. Von 1406 bis 1798 gehörte Arni zum sogenannten Obern Teil des Landgerichts Konolfingen und stand unter der Obhut des Venners der Metzgerzunft der Stadt Bern und dessen landansässigen Vertreter, unterstanden doch obere und niedere Polizei, sowie Zivilgerichtsbarkeit der Landvogtei Signau.
Die territorialen Abgrenzungen sind im Regionenbuch von 1789 bezeichnet. 1798 wurde Arni zum Distrikt Höchstetten und 1803 zum Oberamt Konolfingen geschlagen.
Die Bauern des Gemeinwesens Arni, besonders die Besitzer der Sässgüter im Arnidrittel, der sich früher Rych-Arni nannte, müssen selbstbewusste, eigenständige und auf ihr Wohl bedachte Bürger gewesen sein. Das bezeugen urkundlich vermerkte Streithändel mit Behörden und vor allem die sehr frühzeitige teilweise Aufgabe der Dreifelderwirtschaft.
Eine noch heute erhaltene Urkunde von 1617 besagt, dass auf Ersuchen der Bauern von Rych-Arni die Regierung die Aufhebung des Gemeindeeigentums (Wald, Allmend) und Aufteilung zum Privateigentum verfügte. Die Bauern anerboten dafür neben Erhöhung des Zehntertrages eine gewisse Fürsorge für die Armen (Landzuweisung, Kuhrechte).
Beim Einfall der Franzosen 1798 schlugen sich die Arner wacker für ihre Regierung, weist doch die Verlusttafel der gefallenen Soldaten im Münster zu Bern nicht weniger als 19 Namen von Bürgern der Gemeinde auf, darunter mehrere aus den gleichen Geschlechtern.
Im Zentrum der Gemeinde, in der Arnisäge, wo sich seit 1959 eine gemeinsame Anlage der Oberschulen der drei Bezirke befindet, war bereits von 1577 an bis 1829 eine Schule. Im Jahre 1829 baute dann die Gemeinde in einem Zug in allen drei Bezirken Schulhäuser und gleichzeitig in der Arnisäge eine Gastwirtschaft, die erst viel später in Privatbesitz überging.
Die Gemeinde war früher in drei Schulbezirke aufgeteilt:
- Arnidorf
- Lütiwil
- Roth
Seit 1991 ist die ganze Schule in der Arnisäge zentralisiert.
Wichtigstes Zentrum ist die Arnisäge. Hier befinden sich nebst der zentralen Schulanlage die Gemeindeverwaltung mit einer Postagentur und einer Filiale der Raiffeisenbank.