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Die französische Mezzosopranistin Sophie Koch absolvierte ihre Ausbildung am Pariser Conservatoire Na-tional Supérieur de Musique in der Klasse von Jane Berbié. 1994 gewann sie den Gesangswettbewerb von s’Hertogenbosch und begann bald darauf ihre internationale Karriere mit Auftritten am Londoner Royal Opera House (Rossinis Il barbiere di Siviglia), an der Semperoper Dresden (Strauss’ Ariadne auf Naxos) und an der Bayerischen Staatsoper (Mozarts Don Giovanni). Mittlerweile war sie an vielen weiteren grossen Bühnen zu Gast, so an der Wiener Staatoper, der Mailänder Scala, der Opéra national de Paris, der Deutschen Oper Berlin, der New Yorker Metropolitan Opera und bei den Salzburger Festspielen. Standen anfänglich die Mezzo-Partien von Mozart und Richard Strauss sowie Rollen wie die Charlotte in Massenets Werther oder die Marguerite in Gounods Faust im Mittelpunkt ihres Repertoires, so hat Sophie Koch in jüngerer Zeit ihr Spektrum ins dramatischere Fach und zu Richard Wagner hin erweitert. Als Brangäne im Tristan und Venus im Tannhäuser war sie in London zu erleben, als Fricka und Waltraute wirkte sie bei Neuproduktionen des Rings in Paris und München mit. In Salzburg sang sie den Adriano aus Rienzi, an der Deutschen Oper Berlin widmete sie sich Meyerbeers Vasco da Gama. Sophie Koch ist auch eine gefragte Liedinterpretin und gab Rezitale bei den Festspielen von Edinburgh, Salzburg, Aix-en-Provence und Verbier, im Wiener Musikverein, in der Londoner Wigmore Hall, in Frankfurt, Berlin, Brüssel und Paris. Auch auf CD hat sie Lieder von Schubert, Wolf, Fauré, Chausson, Respighi, Wellesz und Bloch vorgelegt, dazu Massenets Werther und Manon, Griegs Peer Gynt und die Ersteinspielung von Laurent Petitgirards Elephant Man. Im Jahr 2001 erhielt Sophie Koch den Christel-Goltz-Preis der Staatsoper Dresden, 2016 ernannte die Wiener Staatsoper sie zur Kammersängerin.
Juli 2017