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Von viel rotem Fleisch und Wurstwaren wird schon lange abgeraten, weil sie mit einem erhöhten Risiko für chronische Krankheiten einhergehen. Wissenschaftler aus Boston haben jetzt die Auswirkungen auf die Herzkranzgefässe untersucht. Grundlage waren die Daten von über 40’000 Angehörigen verschiedener Gesundheitsberufe.
Die Teilnehmer füllen alle 4 Jahre einen detaillierten Fragebogen zu ihrer Ernährung aus und geben Auskunft über ihre Krankengeschichte und ihren Lebensstil. Die häufigen Ernährungsanamnesen und die lange Nachbeobachtungszeit von mittlerweile 30 Jahren gehören zu den grossen Stärken dieser Beobachtungsstudie.
Ungünstiger Einfluss auf Cholesterin
Bis zum Jahr 2016 ist es zu 4’456 Herzinfarkten gekommen, von denen 1’860 tödlich endeten. Das Risiko stieg mit der Zahl der Mahlzeiten mit rotem Fleisch oder Wurstwaren. Der Ersatz von rotem Fleisch durch pflanzliche Nahrungsmittel mit einem hohen Proteingehalt führte zu einem Rückgang des Herzinfarktrisikos. Für jede tägliche Portion mit Nüssen, Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen und Linsen und Soja statt Fleisch ermittelten die Studienautoren ein um 14 Prozent vermindertes Risiko.
Als Mechanismen kommen die ungünstigen Auswirkungen auf das Cholesterin, der niedrige Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ein Anstieg des Blutdrucks aufgrund der gesteigerten Salzaufnahme infrage.