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Die Douro-Region war lange Zeit nur für Portwein bekannt. Daran hat sich in den vergangenen zehn Jahren viel geändert und heute sind qualitativ hochwertige Weine aus Portugal glücklicherweise keine Seltenheit mehr. Das Potenzial für erstklassige Weine war schon immer gegeben; das kontinentale Klima, sowie die meist steilen Hanglagen mit hohem Schiefer- und Granitanteil begünstigen den Weinbau. Bis vor einigen Jahren wurde das beste Lesegut jedoch ausschliesslich für Portwein verwendet. Dann fand bei einigen Weinbauern ein Umdenken statt und man begann die Ressourcen anders zu nutzen und die Prioritäten anders zu setzten. Die Douro-Rotweine sind farbintensiv, dunkelbeerig und konzentriert, zeigen aber auch viel Struktur.
Die Rebfläche im Douro-Tal erstrecken sich über 45'000 Hektaren und bis 800 Höhenmeter und beheimaten viele spektakuläre Rebterrassen. Diese beginnen bei Peso da Regua, rund 80 Kilometer östlich vom Ort, wo der Douro in den Atlantik mündet, und reichen bis zur spanischen Grenze. Der karge Boden wird von schwarzem Schiefer dominiert.
Wegen des unterschiedlichen Klimas wird das Douro-Tal in drei Subregionen unterteilt. Der sogenannte Baixo Corgo liegt noch im Einflussgebiet der kühlfeuchten Atlantikluft. Die Niederschläge sind mit annähernd 1'000 Millimeter pro Jahr reichlich. Hier entstehen leichtere, fruchtbetontere Weine. Im Cima Corgo und vor allem im Douro Superior ist es wesentlich heisser und trockener. Die Niederschlagsmenge beträgt hier nur noch 450 Millimeter. Die hier angebauten Weine fallen entsprechend konzentrierter und üppiger aus.
Die Rotweine aber auch die Portweine basieren heute mehrheitlich auf den grossen fünf Douro-Sorten: Touriga Nacional, Tinta Amarela, Tinta Cão, Tinta Roriz und Touriga Franca. Für Weissweine gelten Rabigato, Gouveio, Viosinho und Encruzado als edelste Sorte.