Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03354.jsonl.gz/1209

Eine Korruptionsaffäre mit Verhaftungen in Israel hatte dazu geführt, dass das Kanzleramt den geplanten Export von drei U-Booten auf Eis gelegt hat. Ein Thyssenkrupp-Vertreter soll in Israel hochrangige Regierungsbeamte bestochen haben, damit das deutsche Unternehmen den Auftrag erhält. Die Schiffe seien unverzichtbar für die Sicherheit des jüdischen Staates, argumentierte Rivlin der "Zeit" zufolge gegenüber der Kanzlerin. Die Korruption stelle nicht die Bedeutung des Geschäfts an sich infrage.
Das Kanzleramt hält am Verkauf von vier Korvetten fest, die derzeit gebaut werden und die von Berlin mit 115 Millionen Euro bezuschusst werden. Mit dieser finanziellen Beteiligung bekenne sich Deutschland "unverändert zu seiner besonderen historischen Verantwortung für die Sicherheit des Staates Israel", zitiert die Zeitung einen Regierungssprecher. Zum U-Boot-Deal habe sich der Sprecher aber nicht äussern wollen. Die Unterzeichnung der Vereinbarung über den Kauf der Schiffe war eigentlich für Juli geplant, wurde aber vom Kanzleramt wegen der Korruptionsaffäre auf unbestimmte Zeit verschoben./stw/mne/jha/
(AWP)