Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03569.jsonl.gz/1939

bad drug news

Gefährden Anästhetika das kindliche Hirn?
|Autor(in): Urspeter Masche|
|Datum: 19. Dezember 2016|
Laut FDA gibt es Daten, wonach längerdauernde oder wiederholte Narkosen das fetale oder frühkindliche Hirn schädigen und später zu Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten führen können. In Tierversuchen liess sich zeigen, dass Anästhetika und stark sedierende Medikamente einen ausgeprägten Verlust von Nervenzellen bewirken können, wenn mit ihnen eine sich über mehr als drei Stunden erstreckende Narkose durchgeführt wird. Ergebnisse von Humanstudien bekräftigen zum Teil diese Beobachtung. Als Verursacher scheinen alle Medikamente in Frage zu kommen, welche die Rezeptoren von N-Methyl-D-Aspartat (NMDA) blockieren oder die Aktivität der γ-Amino-Buttersäure (GABA) steigern. Eingriffe bei schwangeren Frauen und bei Kleinkindern, bei denen längerdauernde oder wiederholte Narkosen zu erwarten sind, bedürfen deshalb einer besonders strengen Indikationsstellung. Als empfindlichste Periode wird die Zeit vom letzten Schwangerschaftsdrittel bis zum dritten Lebensjahr betrachtet.
FDA-Mitteilung: FDA review results in new warnings about using general anesthetics and sedation drugs in young children and pregnant women
Gefährden Anästhetika das kindliche Hirn? (19. Dezember 2016)
Copyright © 2017 Infomed-Verlags-AG