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Nahkampfsystem der israelischen Sicherheitskräfte
Krav Maga ist kein fest definiertes homogenes System, sondern der Überbegriff für unterschiedliche Varianten des Nahkampfes, die je nach Verwendungszweck unterschiedlich sind.
Krav Maga wurde von Imrich Lichtenfeld entwickelt. In Bratislava, wo er aufwuchs, lehrte er seine Kampfmethode an die dort lebenden Juden, um sie in der Verteidigung gegen antisemitische Übergriffe zu unterstützen.
1940 flüchtete er aus der Slovakei und wurde Soldat in der britischen Armee bis er 1942 in Palästina einreisen durfte. In damals zionistischen Untergrundorganisationen unterrichtete er, zuerst mit britischer Unterstützung, Nahkampf.
Als der Staat Israel 1948 gegründet wurde, wurde Imrich Lichtenfeld Nahkampfausbildner in der israelischen Armee.
Krav Maga war seit dem einem ständigen Weiterentwicklungsprozess unterzogen und wurde, laufend an die jeweiligen Anforderungen angepasst.
Selbstverteidigungssystem
Nach seiner Tätigkeit als Nahkampfausbilder adaptierte Imi Lichtenfeld das militärische Krav Maga für Polizisten und Zivilisten. Dazu wurden die Techniken der anderen Rechtslage angepasst (Notwehr, Verhältnismässigkeit). Nach dem Imi Lichtenfeld im Januar 1998 verstarb, erhoben mehrere Schüler von Imi Lichtenfeld den Anspruch auf den Titel des „Legitimen Nachfolgers“ im Bereich des zivilen Krav Maga.
Weitere Nahkampfausbilder der israelischen Sicherheitskräfte folgten dem Beispiel Imi Lichtenfelds und transferierten die Krav-Maga-Variante ihrer Einheiten auf den zivilen Bereich. Wegen der Effizienz der zugrundeliegenden kompromisslosen Selbstverteidigungssysteme wird Krav Maga sowohl in den USA als auch in Europa in zunehmendem Masse auch an zivilen Ausbildungsstätten unterrichtet.