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Das Pro-Kopf-Einkommen der Brasilianer ist 2016 um neun Prozent gestiegen. Während 2015 auf jeden Einwohner des südamerikanischen Landes ein durchschnittliches Monats-einkommen von 1.113 Reais entfallen ist, waren es im vergangenen Jahr 1.226 Reais (umgerechnet derzeit etwa 383 Euro).
Nach der Stichprobenstudie der brasilianischen Haushalte (Pnad Contínua) überschreitet das Pro-Kopf-Einkommen allerdings lediglich in zwölf der 27 Bundeseinheiten Brasiliens die tausend Reais-Marke. Die meisten von ihnen befinden sich im Südosten und Süden das Landes. An der Spitze steht, wie auch schon im Vorjahr, der Hauptstadtdestrikt mit 2.351 Reais pro Einwohner. Ihm folgt São Paulo mit 1.723 Reais und Rio Grande do Sul mit 1.554 Reais. Rio de Janeiro belegt den fünften Platz (1.429 Reais).
Schlußlichter sind nach wie vor vor allem die im Norden und Nordosten Brasiliens liegenden Bundesstaaten. Allen voran steht Maranhão, der das geringste Pro-Kopf-Einkommen Brasiliens aufweist. Auf jeden Einwohner des Bundesstaates entfallen dort lediglich 575 Reais (etwa 180 Euro) im Monat.
Die insgesamt durchschnittliche Steigerung des Einkommens von neun Prozent hat den Menschen allerdings angesichts der Inflationsrate von zehn Prozent keine tatsächliche Steigerung ihrer monatlichen Einnahmen gebracht. Hinzu kommt, dass die Arbeitslosenzahlen nach wie vor steigend sind.
Nach den jüngsten Veröffentlichungen des Statistikamtes IBGE lag die Arbeitslosenrate im Quartal November bis Januar bei 12,6 Prozent. Damit sind 12,9 Millionen Brasilianer ohne eine Arbeitsstelle. Erreicht worden ist damit ein trauriger, historischer Rekord. Im Vergleich zum Quartal August bis Oktober ist die Rate zudem um 0,8 Prozent gestiegen.