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Zur Rechtschreibreform zog Zehetmair eine eher skeptische Zwischenbilanz. Sie habe bisher keine Verbesserungen bei der Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung gebracht, sondern "das Durcheinander vergrößert", räumt der Minister ein, der maßgeblich am Zustandekommen der Reform beteiligt war. Es sei allerdings von Anfang an klar gewesen, "dass man niemandem etwas aufzwingen kann", so Zehetmair.
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Müller, Ralf
Einen Tag nach der Übernahme der Rechtschreibreform durch die meisten deutschsprachigen Zeitungen hat die Initiative "Wir gegen die Rechtschreibreform" in München ihren "Ersatz für den Duden" vorgestellt.
Der Bürger darf nicht das Gefühl haben, nur alle vier Jahre Stimmvieh für die Regierung zu sein. Auch die Rechtschreibreform wäre ein Thema gewesen. Diese Reform ist ja verordnet worden. Wenn der Bürger darüber abstimmen könnte, wären die Politiker gezwungen, rechtzeitig zu sagen, warum so etwas gemacht werden soll. Dann gäbe es auch nicht die aufgeregten Versuche, das ganze wieder rückgängig zu machen.
Ab Januar wollen die Initiatoren die 25000 Unterschriften, die für den Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens erforderlich sind, sammeln. In der zweiten Stufe müßten sich zehn Prozent der Wahlberechtigten des Freistaats, etwa 880000 Menschen, innerhalb von 14 Tagen in Listen eintragen. Denk zweifelt daran, daß diese Hürde ohne die Hilfe einer größeren Partei zu schaffen ist. Die neue Initiative sei daher "nahezu aussichtslos".
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