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Ein immerwährendes Problem für die Sammlung sind die Lagerorte und Raumverhältnisse. Zu Beginn reichte für das Sammelgut eine Vitrine im «Kronenstübli». Nach kurzer Zeit musste aus Platzmangel alles ins Giebelzimmer des alten Schulhauses Oberwetzikon verlegt werden. Wenig erfreut darüber war der geschäftstüchtige Kronen-Wirt, weil die Betreuer der Sammlung diese selten verliessen, ohne noch einen Trunk in der «Krone» genehmigt zu haben.
Die Sammlung wurde immer grösser, erneut wurde eine neue «Unterkunft» notwendig. Aktuar Johannes Meier, der wenige Jahre später das Amt des Kurators übernahm, überliess 1907 für die Sammlung den oberen Saal des Schlosses, das er bewohnte. 1918 standen zwei Sammlungszimmer zur Verfügung. Sie waren vollgestopft mit Vitrinen, Kästen und Truhen sowie den Schiefertischen und Stabellen, die im Museum heute noch eifrig benutzt werden.
Während des 2. Weltkrieges kam 1944 vom Landesmuseum die Aufforderung, wertvolles Sammelgut an einem bombensicheren Ort zu lagern. Das Schloss wurde von den Verantwortlichen als ein für einen Bombenangriff nicht strategisch wichtiges Ziel erachtet, weshalb sie auf eine Umlagerung der Sammlung verzichteten.
1954 benötigte Johannes Meier die Räumlichkeiten für seine Familie. Als Notlösung stellte man vorübergehend die Objekte auf dem Estrich des Schulhauses Unterwetzikon ein, mit der Aussicht, später ins Haus «zur Farb» umzuziehen, was dann 1958 auch wirklich geschah. Dem Museum stand anfänglich hier nur ein Raum zu Verfügung, der gleichzeitig für die Ausstellung und als Lager dienen musste.
Text Lilli Schweighauser (gekürzt) aus: Werner Reimann (Redaktion), Zwischen Bildungslust und Pfahlbaufieber, 125 Jahre Antiquarische Gesellschaft Wetzikon (AGW)