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Im Fach Philosophie studieren die Schüler/innen anspruchsvolle Texte, Begriffe und Theorien, die sich mit grundlegenden Problemen des menschlichen Daseins befassen. Was ist Wahrheit? Wie funktioniert unsere Wahrnehmung? Welchen Regeln folgt unser Denken? Was ist Gerechtigkeit? Was eine Seele? Können Maschinen denken und fühlen? Darf man Tiere essen? Was ist Bewusstsein? Habe ich einen freien Willen? Darf ich meinen Körper beliebig verändern? Können wir wissen, was es heisst, ein Kugelschreiber zu sein? Wie sieht ein idealer Staat aus? Existiert ein Gott? In welchem Verhältnis stehen Sprache und Denken?
Die Schüler/innen suchen Antworten auf solche Fragen, systematisch und differenziert, vergleichen verschiedene Positionen und durchleuchten und verfeinern ihre eigenen Antworten. Sie befassen sich mit der Geschichte des menschlichen Denkens von den Anfängen bis in die Gegenwart. Sie ziehen Querverbindungen zu anderen Fächern wie Geschichte (welche philosophischen Gedanken haben die französische Revolution beeinflusst?), Mathematik (existieren Zahlen „nur“ in meinem Kopf?), Deutsch (welche Parallelen gibt es zwischen den Ideen des Descartes und den Gedichten von Gryphius?) oder Biologie (unter welchen Umständen darf ich Sequenzen meines Erbguts mit der CRISPR/Cas-Methode verändern?).
Das kantonsspezifische Grundlagenfach Philosophie startet in der 5. Klasse und wird in der 6. zusätzlich durch das fächerübergreifende und im Teamteaching unterrichtete Pool-Fach Wirtschaftsethik erweitert. Ebenfalls in der 5. Klasse haben die Schüler/innen die Möglichkeit ihr philosophisches Denken und Wissen im Ergänzungsfach Philosophie zu vertiefen.