Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03641.jsonl.gz/421

The Red Turtle (La Tortue Rouge) feierte vor einer Woche in Cannes seine Premiere und bekam im Wettbewerb "Un Certain Regard" den Spezialpreis der Jury. Der Animationsfilm vom Niederländer Dudok de Wit, der im Jahr 2000 für seinen Kurzfilm Father and Daughter einen Oscar® bekommen hat, entstand in Kooperation mit dem renommierten japanischen Studio Ghibli. Isao Takahata (The Legend of Princess Kaguya) stand de Wit als künstlerischer Berater zur Seite. Animiert wurde der dialogfreie Animationsfilm aber in Frankreich und das Drehbuch enstand in Zusammenarbeit mit Pascale Ferran (Bird People).
The Red Turtle erzählt von einem Mann, der auf einer einsamen Insel strandet. Sein Plan, mit einem Floss in die Zivilisation zurückzukehren, wird von einer grossen roten Schildkröte durchkreuzt, die ihn daran hindert, von der Insel zu entkommen. Später wird er mit einer Frau eine Familie gründen und einen Sohn grossziehen. Wie das Leben so spielt, gibt es unbeschwerte aber auch schwierige Zeiten, ein Tropensturm droht ihnen alles wegzunehmen, was sie bisher aufgebaut haben.
De Wits Animationsfilm spart Erklärungen aus, stellt die allegorische Kraft über die der narrativen und überlässt die Interpretation der faszinierend mythischen Bildern und die Anstrengungen auf der Suche nach Genügsamkeit den Zuschauern.
The Red Turtle wird in Annecy 2016 als Eröffnungsfilm gezeigt. ausserdem hat sich Sony Pictures Classics die Rechte für die USA gesichert und will den Animationsfilm auch für einen Oscar® ins Rennen schicken. Gut möglich, dass man den handgezeichneten Film auch am Fantoche im September sehen wird.