Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03165.jsonl.gz/911

Das Schweizer Springreiterquartett mit Werner Muff, Niklaus Rutschi, Martin Fuchs und Steve Guerdat belegten beim Nationenpreis-Final in Barcelona (ESP) mit acht Punkten den guten vierten Rang. Die mit 1,25 Millionen Euro dotierte Prüfung gewann die Niederlande. Jur Vrieling mit Glasgow, Michel Hendrix mit Baileys, Marc Houtzager mit Calimer und Harrie Smolders mit Don beendeten die spannende Prüfung mit nur einem Strafpunkt. Zweite wurden die USA, gefolgt von Belgien.
Der Final fing mit einer rund zweistündigen Verspätung an, weil einer der sechs Flutlichtmasten nicht genügend Licht abgab und die Hindernisse in einer Ecke des Parcours somit im Dunkeln standen. Er konnte noch rechtzeitig vor einer Absage repariert werden.
Werner Muff musste mit der ungeliebten Startnummer eins die Prüfung eröffnen, doch zuerst hiess es warten. Der Seuzacher blieb aber cool, konnte sich gut vorbereiten. Mit dem erst neunjährigen Niederländer-Wallach Daimler blieb er auf dem anspruchsvollen und mit 13 Hindernissen und 16 Sprüngen versehenen Parcours absolut makellos. «Ich musste einfach Ruhe bewahren und mich konzentrieren. Ich bin mächtig stolz auf mein Pferd», meinte der Startreiter. Ihm folgte Niklaus Rutschi mit dem ebenfalls erst neunjährigen Schweizer Wallach Cardano. Der Alberswiler patzte bei einem Steilsprung sowie beim Aussprung aus der dreifachen Kombination. «Den ersten Fehler muss ich ganz klar auf meine Kappe nehmen, da habe ich mich einfach ’vermanagt’. Ansonsten bin ich ganz zufrieden mit Cardano, zumal er noch über wenig Erfahrung auf diesem Level verfügt.»
Der Zürcher Martin Fuchs patzte mit dem elfjährigen Westfalen-Wallach Clooney nach dem offenen Wassergraben am Einsprung in die zweifache Kombination. «Das Wasser war eigentlich kein Problem und ich bin gut auf die Kombination gekommen, vielleicht fast zu gut und so entsprechend etwas zu weit», so Fuchs, der am Schluss auf das Tempo drückte, da auch die Zeit ein wichtiger Faktor war. Als Schlussreiter Steve Guerdat in die Arena ritt, wäre mit einem Nuller auch noch ein Sieg denkbar gewesen. Doch er patzte mit seiner elfjährigen Schweden-Stute Bianca am selben Hindernis wie Fuchs vor ihm. «Ein ärgerlicher Fehler, bei dem ich vielleicht die Zügel ein bisschen falsch einsetzte», so der Olympiasieger von 2012.
Equipenchef Andy Kistler freute sich trotz verpasstem Podestplatz: «Der vierte Platz ist unsere bisher beste Rangierung in einem Final und ich bin stolz auf meine Reiter. Logisch waren unsere Ansprüche höher, doch am Ende bin ich doch ganz zufrieden.»
Vereinfacht kann man sagen, dass der olympische Pferdesport sich aus drei Quellen entwickelt hat: der höfischen Reiterei (Dressur), dem Militär (Vielseitigkeit) und dem Bauernstand (Springen). Die...
Sie möchten die PferdeWoche erst einmal testen? Kein Problem mit einem Schnupper-Abo.
Auf der Seite Resultate haben Sie Zugriff auf alle archivierten Resultate der gedruckten Ausgabe der PferdeWoche.