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Wer sich am Sonntag, 15. Juli 1838 beim Alpnachersee aufhielt, konnte Zeuge eines denkwürdigen Ereignisses werden. Mit der "Stadt Luzern" steuerte erstmals ein Dampfschiff das obwaldnerische Ufer in Alpnachstad an. Die Zuschauer staunten zweifellos über deren Fahrgeschwindigkeit von ungefähr 18 Stundenkilometern: Die altbekannten Ruder- und Segelschiffe wurden nun schlagar-tig als langsam empfunden. Noch besass die "Stadt Luzern" auf dem Vorderdeck ebenfalls einen Segelmast, um bei günstigem Wind den Maschinenantrieb zu unterstützen und den Brennholzver-brauch zu senken. Auf der offenen Ladefläche bot ein weites Sonnensegel den Schiffspassagieren Schutz, jedoch keinen Salon – erst im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurden die Dampfschiffe auf dem Vierwaldstättersee allmählich damit ausgestattet.
Obwaldens Hauptverkehrsträger sind – vom Sonderfall Engelbergs abgesehen – weitgehend dank fremder Initiative bzw. fremdem Geld entstanden. Mehr Zeit als die blosse technische Erschliessung erforderten die kulturellen Veränderungen, welche Bahn und Strasse im Kanton Obwalden auslösten. Sie eröffneten jedoch neue Möglichkeiten, etwa bezüglich der Arbeits- und Ausbildungswege. Heute nimmt Obwalden in der Pendlermobilität einen schweizweiten Spitzenplatz ein.