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Die BMI Berechnung ist vielen Menschen schon ein Begriff, doch wie sie genau funktioniert was der Wert aussagt, ist weitaus komplexer. Der Body Mass Index ist eine Methode, um das Gewicht in Relation zur Körpergrösse zu berechnen. Dazu wird das Körpergewicht (in kg) durch das Quadrat der Körpergrösse (in m) dividiert. Als Beispiel hat jemand mit einer Grösse von 1,75 m und einer Körpermasse von 70 kg einen BMI-Index von ungefähr 23. Je höher das Gewicht, desto grösser wird der Wert. Damit Sie Ihr Ergebnis jedoch richtig einschätzen können, müssen weitere Faktoren beachtet werden. Vermieden werden sollte eine Pauschalisierung der Werte. Nicht zuletzt helfen Ernährungsberater, die Ergebnisse richtig einzuordnen und damit persönliche Pläne zur Verbesserung zu erstellen. Das Gewicht ist nicht nur das Körperfett, sondern besteht zudem aus Muskeln, Wasser und vielen anderen Komponenten. Die individuelle Verteilung und Anteile sind daher nicht zu vernachlässigen. Ein drastisches Beispiel sind Bodybuilder, die trotz ihrer Fitness und Muskelkraft einen hohen BMI haben. Obwohl viele Ärzte den Wert gerne heranziehen, dient er zunächst als grobe Einschätzung und Überblick über das Körpergewicht. Ob Unter- oder Übergewicht, der Wert sollte nie isoliert nur für sich betrachtet werden. Die eigentliche Fitness muss in dem Zusammenhang mit mehreren Ergebnissen eingeordnet werden.
Neben Körpergewicht und Körpergrösse sind andere Elemente zu berücksichtigen. Die Einteilung in bestimme Gruppen erfolgt nach der Formel anhand des Alters in Jahren. Die Altersgruppen reichen von 19 bis 24 Jahren bis hin zu über 64 Jahre. Auf diese Weise wählen Sie Ihre Alterskategorie aus und ordnen so den Wert ein. Ergebnisse zwischen 19 und 29 stehen somit je nach Alter immer noch für Normalgewicht. Die Richtwerte für das Normalgewicht nach BMI sind wie folgt:
Bereits bei dieser Einteilung wird deutlich, dass die BMI Formel immer eine gewisse Flexibilität hat. Mehrere Werte werden abgedeckt, so dass eine Spanne für das Normalgewicht entsteht. Hinzu kommt die Klassifikation für Frauen und Männer. Gerade beim Untergewicht und dem normalen Wert beginnen Frauen rund einen Wert niedriger. Das Übergewicht ist bei 24 bis 30 angesiedelt. Adipositas ist für beide Geschlechter bei Werten von 30 bis 40 eingeordnet. Massive Adipositas beginnt über 40. Wie bereits erwähnt, müssen andere Körpereigenschaften dabei berücksichtigt werden, so dass diese Richtwerte nicht als absolut anzusehen sind.
Wie zu sehen, ist die BMI Formel zwar einfach zu berechnen, aber nicht leicht zu verstehen. Das Normalgewicht muss nicht das Idealgewicht sein. Pauschal gesagt, liegt für Herren ein Wert von 20 bis 25 und für Damen von 19 bis 24 im normalen Bereich. Für die Bewertung lassen sich andere Massstäbe heranziehen. Einer davon ist das THV, das Taille-Hüft-Verhältnis, oder auf Englisch die wasit-to-hip-ratio. Es ist der Quotient des Bauchumfangs und des Hüftumfangs. Daraus kann ein erster Rückschluss auf die Verteilung von Fett gezogen werden. Neben dem reinen Gewicht gibt es unterschiedliche Körperformen und -typen. Nicht nur Damen kennen die Birnenform oder weitere, unter anderem in der Mode geläufige Begriffe. Die Proportionen der verschiedenen Körperteile können unabhängig vom Gewicht bereits variieren. Über die Werte von Massband und Waage hinaus soll auf diese Weise der Körperbau für eine Bewertung mit einbezogen werden. Eine Methode dafür ist die Bioelektrische Impedenzanalyse, kurz BIA. Diese und weitere Untersuchungen geben Aufschluss über die Zusammensetzung des Körpers, beispielsweise über den Körperfettanteil.
Obwohl es im modernen Fitnesszeitalter so wirken mag, dass es sich beim Body Mass Index um einen neuen Trend handelt, ist die BMI Formel bereits sehr viel älter. Sie geriet durch neue Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft, einem Bewusstsein für Gesundheit und Idealmasse wieder in den Fokus. Adolphe Quetelet, ein Astronom, Mathematiker, Statistiker und Sozialwissenschaftler aus Belgien, hat die Formel tatsächlich bereits zwischen 1830 und 1850 entwickelt. Diese Grundlage wurde dann 1972 aufgegriffen und in einer neuen wissenschaftlichen Publikation als Body Mass Index betitelt und wiederbelebt. Bereits hier merkten die Autoren an, dass die Formel zwar nicht gänzlich zufriedenstellend sei, aber trotzdem eine erste relative Einschätzung des Gewichts möglich mache. Kein Wunder also, dass sie in der heutigen Zeit durch andere Methoden, Untersuchungen und einen gewandelten Lebensstil noch viel umfangreicher bewertet werden kann. Bereits für zu Hause gibt es Waagen, die den Anteil des Körperfetts mit angeben können. Nicht zuletzt helfen digitale Messgeräte, Apps oder Tracker, ein umfangreicheres Bild der eigenen Fitness zu erhalten. Dies erleichtert es, den Wert regelmässig zu überprüfen und zu aktualisieren.
Wenn Sie Ihren Body Mass Index bestimmt haben und meinen, das Idealgewicht noch nicht erreicht zu haben, fragen Sie einen Ernährungsberater um Rat! Ansprechpartner vor Ort finden Sie auf local.ch.
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Nur zwei Werte sind wichtig, die Körpergrösse in Metern sowie das Körpergewicht in Kilogramm. Sie können Ihren BMI also leicht zu Hause mit Zollstock und Waage bestimmen. Mit einem Taschenrechner werden die Körpermasse durch die Grösse zum Quadrat dividiert. Meist werden die Einheiten vernachlässigt, die letztendliche Einheit des Werts ist kg/m². Beim Bewerten sollten Sie unbedingt Geschlecht und Alter beachten.
Die BMI Formel hat ihre Beschränkungen und gibt zwar einen Richtwert, aber keine definitive Aussage zum Idealgewicht. Abgesehen von sehr starkem Über- und Untergewicht können Muskelanteil und mehr Einfluss auf das Ergebnis haben. Weitere Messungen sowie eine persönliche Einschätzung des Körperbaus und etwaiger Veranlagungen oder Erkrankungen sollten folgen. Sie helfen, den BMI richtig einzuordnen.
Die simple Berechnung hilft, einen ersten Überblick über das Gewicht zu erhalten. Sie kann veranschaulichen, ob das aktuelle Gewicht als zu hoch für die Körpergrösse sowie Altersgruppe einzuschätzen ist. Daraufhin lassen sich weitere Fachmeinungen von Ernährungswissenschaftlern oder Ärzten heranziehen. Der BMI ist ein schneller Weg zur Selbstkontrolle und kann im Verlauf einer Diät helfen, positive Veränderungen messbar zu machen.
Die Muskelmasse ist ein wichtiger Faktor für das Gewicht. Im Alter nimmt sie ab, bei Kraftsportlern hat sie einen hohen Anteil. Diese weitreichenden Unterschiede werden im BMI nicht vollständig bedacht. Den Körperfettanteil können Sie zu Hause mit Hilfe spezieller Waagen leicht bestimmen. Übrigens spielt selbst die ethnische Herkunft eine Rolle, so dass der BMI nie als absolut gesehen werden sollte.
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