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In gewissen Ländern existiert ein «Impfzwang»: Die USA und auch Österreich kennen einen solchen für gewisse Impfungen. Nicht so in der Schweiz. Schweizerinnen und Schweizer müssen alle selbst entscheiden, ob sie impfen wollen oder nicht.
Soll in der Schweiz ein Impfobligatorium einführt werden? Warum? Warum nicht?
Um eine Infektionskrankheit zurückdrängen zu können, müssen möglichst viele Personen geimpft sein. Bei der Masernimpfung zum Beispiel benötigt es eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent, damit es zu keinen Krankheitsausbrüchen kommen kann.
Handelt jemand, der sein Kind nicht impft, der Gesellschaft gegenüber unsolidarisch, weil er in Kauf nimmt, dass andere ebenfalls daran erkranken? Vielleicht sind die potentiell Gefährdeten
- Menschen, die nicht wissen, dass sie nicht geimpft sind,
- Menschen, die sich wegen einer Krankheit und/oder eines geschwächten Immunsystems nicht impfen lassen können
- oder Kleinkinder, die noch keinen ausreichenden Impfschutz aufweisen?
In unserem Land gibt es keinen Impfzwang. Ist die Entscheidung, dass jemand sein Kind nicht impfen will, nicht zu akzeptieren? Ist das nicht sein gutes Recht? Was ist hier wichtiger: das Recht des Einzelnen auf eine freie Entscheidung oder die Solidarität mit den Mitmenschen? Muss man bei Polio impfen und bei den Masern darf man?