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Hier wird, wie in meinem letzten Beitrag versprochen, das Geheimnis gelüftet: Beim mit verschiedenen Fotos vorgestellten Mann handelt es sich um den Dramatiker und Dichter Frédéric Cayrou (1879 – 1958), der alle seine Theaterstücke und Gedichte auf Occitan schrieb. Französisch sprechen in den Stücken jeweils Touristen, Polizisten und Regierungsvertreter.
Frédéric Cayrou war vielseitig begabt. In jungen Jahren war er in Amerika als Akrobat in Buffalo Bills Zirkus zu sehen.
Jahrzehnte später wird er sich in Erinnerung an seine Artistenkarriere beim Handstand auf einer Bank fotografieren lassen.
Auch als Musiker trat Frédéric Cayrou öffentlich auf. Leider konnte ich nicht herausfinden, welches Instrument er dabei spielte. In seinen letzten Lebensjahren vertrat er als Senator in Paris das Département Tarn et Garonne. Auf sein Wirken als Veterinär komme ich in meinem nächsten Beitrag zu sprechen. Hier möchte ich mit der ersten Strophe des Sonetts „Los Motons“ auf F. C. als Dichter zurückkommen:
Son nascuts vestits, los braves motons / Que van en tropèl paisse dins la plana, / Non pas de coton, mas de bona lana / Que los ten caudets del cap als talons.
(Sie werden gekleidet geboren, die braven Schafe, die als Herde in der Ebene weiden, nicht in Baumwolle, sondern in gute Wolle gekleidet, die sie warm hält vom Kopf bis zu den Fersen.)
Ein Ausschnitt aus dem von Huberts Vater Emile Robertie gemalten Bild zeigt noch einmal „los braves motons“, denen jedes Jahr ihr weicher Mantel gestohlen wird „sans autras rasons“.