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Pully hat als erste Schweizer Stadt einen Bericht publiziert, welcher den Grad der Digitalisierung und der nachhaltigen Entwicklung nach internationalen Standards misst.
Der Bericht "Pully à la loupe" ("Pully unter der Lupe") misst die verfügbaren Daten zu Sicherheit, Mobilität, Internetzugang, Abfallwirtschaft, Umweltverschmutzung oder auch Bildung und vergleicht diese mit schweizerischen und internationalen Zielen.
Neben dem CO2-Gehalt in Pully oder den durchschnittlichen Aufwendungen für Wohnungsmiete der 18'000 Einwohner können auch Rückschlüsse bezüglich ICT-Infrastruktur, Lücken und Potential gezogen werden.
So hat die Mehrheit der öffentlichen Gebäude in Pully eine ICT-Infrastruktur, welche einen Brand entdeckt und Heizungen steuert. Keine Daten konnten hingegen beim Thema "Elektronische Erfassung von Gesundheitsdaten" erhoben werden. Im Bereich "Sicherheit" sind Naturgefahren analysiert, aber Cyberattacken sind laut den internationalen Vorgaben gar kein Thema. Dies obwohl Kommunen immer wieder erfolgreich attackierte Ziele sind, wie die Beispiele Louisiana in den USA
zeigen.
Daten zeigen, dass das von Weinbergen umgebene Städtchen nahe Lausanne keinerlei ICT-basierte Überwachung der Abwasserqualität einsetzt. Ebenso ist Open Government Data bis anhin kein Thema, und mit neun E-Government-Services erhält Pully nur zwei von vier möglichen Punkten in diesem Bereich.
Dieses Projekt, das von der Internationalen Fernmeldeunion und 15 Organisationen der Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde, hat etwa 100 Städte auf der ganzen Welt solche Berichte schreiben lassen. Darunter sind laut den Verantwortlichen auch Fallstudien der Metropolen Dubai, Singapur oder Moskau.
Der 92-seitige Bericht, der auch KPI zu Internetanschlüssen und ähnlichem auflistet und ein ausführliches Fazit enthält, ist als PDF (französisch)
verfügbar. (mag)