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Die Synode vom November 2013 im Grossratssaal in Aarau
Foto: Frank Worbs
Vorschau auf die Synode am 5. November 2014 im Grossratssaal in Aarau
Medienmitteilung vom Donnerstag, 16. Oktober 2014
Das Jugendhaus Rügel wird renoviert
Am 5. November kommen die ca. 180 Synodalen der Reformierten Landeskirche Aargau im Grossratssaal in Aarau zur letzten Sitzung der laufenden Amtsperiode zusammen. Neben den üblichen Geschäften einer Herbstsynode wie dem Voranschlag 2015 und dem Finanzplan für die nächsten vier Jahre geht es vor allem um die Teilsanierung des Jugendhauses Rügel, mehrere parlamentarische Initiativen und die neue Legislaturperiode 2015 – 2018. Eine Motion verlangt die formelle Vereinfachung des Kirchenaustritts. Ein Postulat möchte erreichen, dass die Mitgliederverwaltung zentral und nicht mehr durch die einzelnen Kirchgemeinden organisiert wird.
Der Kirchenrat legt der Synode für das Jahr 2015 einen Voranschlag für die Zentralkasse der Landeskirche mit einem Aufwandüberschuss von 124‘745 Franken bei einem Gesamtumfang von 11‘278‘445 Franken vor. Das Budget basiert weiterhin auf einem reduzierten Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden von 2,3 %. Der Finanzplan 2015 – 2018 zeigt auf, dass nach voraussichtlichen Aufwandüberschüssen 2015 und 2016, die aus dem Eigenkapital gedeckt werden können, 2017 wieder mit einem Zentralkassenbeitrag von 2,4 % gerechnet werden müsste.
160‘000 Franken für Teilsanierung des Jugendhauses Rügel
Der Kirchenrat beantragt der Synode einen Ausführungskredit von 160‘000 Franken für werterhaltende Massnahmen im Jugendhaus auf dem Rügel zu Lasten Rückstellungen Rügel-Rechnung. Seit dem Januar 2013 werden die Liegenschaften auf dem Rügel in einer Partnerschaft mit dem Seehotel Hallwil bzw. der Aargau-Hotels AG bewirtschaftet. Diese Partner haben bereits über 600‘000 Franken in das Haupthaus investiert.
Der Unterhalt des Jugendhauses ist allerdings nach wie vor Sache der Reformierten Landeskirche. Der Zustand und vor allem die hygienischen Anlagen genügen dem heutigen Standard nicht mehr. Für die Renovation der sanitären Einrichtungen, der Lüftungsanlagen und der Schlafräume sowie eine Fassadenrenovation sind ca. 160‘000 Franken notwendig. Die Arbeiten sollen von November 2014 bis März 2015 ausgeführt werden.
Revisionen in der Rechtsordnung
Zu den legislativen Geschäften gehörten zwei neue Reglemente für den Soforthilfefonds und den Diakoniefonds der Landeskirche und die Aufhebung des Fonds für Unterstützungsbeiträge für nichtwiedergewählte und ausgesteuerte Pfarrerinnen und Pfarrer. Für den Soforthilfefonds und den Diakoniefonds der Landeskirche bestanden bisher keine eigenen Reglemente. Das neue Reglement für den Soforthilfefonds bestimmt nun als Einsatzzweck, «in Katastrophenfällen Beiträge an die humanitäre Nothilfe zu leisten». Über Beiträge aus dem Fonds soll der Kirchenrat bis zu 30‘000 Franken im Einzelfall selbständig entscheiden können.
Der Fonds für ausserordentliche diakonische Aufgaben wurde von der Synode 1975 geschaffen. Das neue Reglement bestimmt als Zweck, «diakonische Projekte zu unterstützen und zu fördern.» und erwähnt explizit «Beiträge an diakonische Projekte und Institutionen innerhalb und ausserhalb der Reformierten Landeskirche Aargau, die der Erfüllung des diakonischen Auftrags dienen. Dazu zählen insbesondere Beiträge zur Lösung von sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Fragen, zur Integration von Schwachen und Benachteiligten, sowie zur Förderung des Gesprächs zwischen unterschiedlichen Gruppen unserer Gesellschaft.
Motion und Postulat
Eine Motion von Susanne Fricker, Rupperswil, und Katrin Imholz, Gränichen, verlangt, dass §8, Abs. 4 der Kirchenordnung dahingehend geändert wird, dass die Mitteilung eines Kirchenaustritts wieder (wie früher) als einfaches Schreiben per Post möglich ist und nicht zwingend als Einschreiben aufgegeben werden muss. Der Absatz soll neu so lauten, wie er ursprünglich im Rahmen der Gesamtrevision der Kirchenordnung im November 2010 vorgeschlagen wurde: «Der Austritt wird mit Zugang der Austrittserklärung bei der Kirchenpflege oder Aufgabe zu deren Handen bei der Schweizerischen Post (Poststempel) wirksam.»
Der Synodale Lutz Fischer-Lamprecht, Wettingen-Neuenhof, und zwei Mitunterzeichnende haben ein Postulat eingereicht, mit dem sie den Kirchenrat bitten, «zu prüfen, ob und wie eine gemeinsame Mitgliederdatenbank für die Landeskirche eingerichtet werden könnte», in der auch kirchliche Ereignisse wie Taufen, Konfirmationen und Trauungen festgehalten werden und die die Anliegen des Datenschutzes berücksichtigt. Solange jede Kirchgemeinde für sich die Daten jeweils neu erfasst, begründen die Synodalen ihr Anliegen, gehen viele im Kontakt mit den Mitgliedern wichtige Informationen bei einem Wechsel der Kirchgemeinde verloren. Ausserdem würde eine gemeinsame Datenbank den administrativen Aufwand für die einzelnen Kirchgemeinden verringern.
ria / F. Worbs
Aufgeschaltet am 20. Oktober 2014
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