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Brasilianische Forscher gehen davon aus, dass Pflanzenextrakte helfen könnten, eine Verbreitung des Zika einzuschränken. Sie berufen sich dabei auf Pflanzen, die beeits in der traditionellen Medizin eingesetzt werden.
Antivirale Behandlungen könnten Schmerzen lindern, Komplikationen verhindern und eventuell ebenso die Übertragung des Zikavirus auf das Kind über die Plazenta vermeiden, sagt Davis Fernandes Ferreira von der Universität in Rio de Janeiro (UFRJ).
Antivirale Arzneimittel gegen den Dengue-Virus werden von verschiedenen Forschungsgruppen bereits seit einigen Jahren studiert. Da der Zika-Virus ebenso wie Dengue zu den Flaviviren zählt, könnten die Pflanzenauszüge möglicherweise ebenso gegen diesen wirksam sein, so Ferreira.
Wissenschaftler der Universität Minas Gerais (UFMG) haben bereits einen Pflanzenextrakt identifiziert, der gegen Dengue wirken soll. Der Auszug stammt von dem Strauch Distictella elongata, der im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais wächst.
Einen anderen Lösungsansatz verfolgt der Chemiker Róbson Ricardo Teixeira von der Universität Minas Gerais. Er und sein Team haben künstliche, im Labor erzeugte Moleküle getestet, die ein spezifisches Protein des Dengue-Virus blockieren. Jetzt wollen sie untersuchen, ob bei dem Zika-Virus ähnliche Ergebnisse erzielt werden.
Die Entwickllung von Antiviralen gilt unter den Forschern als Vielversprechend, um Epidemien mit Dengue, Zika und anderen Krankheiten einzuschränken. Noch sind die Forschungen jedoch nicht abgeschlossen. Gegen den Zika-Virus gibt es bisher keine Medikamente oder Impfstoffe. Behandelt werden bei den Erkrankten lediglich die Symptome.