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Die Gebäude und ihre Nutzung
1771 galt das Herrenhaus als «neues» Gebäude. In Bezug auf die Bauarbeiten erwähnte der Baron in seinem Tagebuch die Baumeister Gaspard (Meyer?) und Jean Servage. Jean-François de Ribaupierre bezeichnete den heimischen Familiensitz in seinen Briefen aus Russland als «gelobtes Land, in dem Milch und Honig fliessen». Noch heute strahlt der Ort eine grosse Harmonie aus.
Im 19. Jahrhundert hatte das Gut mehrere Besitzer, einer von ihnen war François Clouet-De Paule. 1872 kaufte der Lyoner Louis-Anne-Victor Desgaultière das Gut dem Duc de Sessa ab, 1904 wurde es unter der Schirmherrschaft der Société philanthropique zur Privatklinik und beherbergte das Sanatorium du Léman.
Der Strand von La Lignière und die Badekultur zu Zeiten des Barons
Der Baron besass ein Boot, das in Promenthoux vor Anker lag. Mit seiner Badebegeisterung war er seiner Zeit ein wenig voraus. Die erfrischenden Seebäder genoss er mit seiner Frau und seinen Freunden. Auf seinem Boot richtete er Feste, Konzerte und fröhliche Picknicks aus. Für den besonders schönen Juli 1771 notierte er in seinem Tagebuch: «Das Wetter war genügend warm, so dass man all diese Tage im See baden konnte.» Wie die obigen Ansichtskarten zeigen, konnten im 20. Jahrhundert auch die Patienten des Sanatorium du Léman ausgiebig die Wohltaten des Seebadens geniessen.
Marc-Etienne de Ribaupierre als Schlüsselperson des Baronats
Ob zu Pferd, zu Fuss, im offenen Wagen oder per Boot – das Gut «La Lignière» war eine bevorzugte Destination von Baron Louis-François Guiguer. Die Besuche unternahm er mal alleine, mal in Gesellschaft seiner Familie oder seines Sekretärs Christoph-Daniel Renz.
1760 wurde das ursprünglich der Familie Guiguer gehörende Gut von Marc-Etienne de Ribaupierre (1723–1785) erworben. Der Doktor in Jurisprudenz war als Schlossverwalter von Prangins tätig und hatte deshalb in der Geschäftstätigkeit der Familie Guiguer eine wichtige Rolle.
Voltaire in La Lignière
Voltaire war dem Baron von Prangins in nachbarschaftlicher Freundschaft verbunden. 1775 erlag er dem Charme von La Lignière und mietete unter dem Mittelsnamen seines getreuen Sekretärs Jean-Louis Wagnière einen Teil davon. Der berühmte Schriftsteller war damals in der Region auf der Suche nach einem Wohnsitz für seinen Lebensabend, den er ausserhalb Frankreichs verbringen wollte.
Die engen Russlandverbindungen von La Lignière
Aus freundschaftlicher Verbundenheit empfahl Voltaire Katharina II. den Sohn des Schlossverwalters, Jean-François de Ribaupierre. Dieser wurde zu einem ihrer Offiziere und heiratete die russische Prinzessin Agrippine Bibikova, die ihrer Schwiegerfamilie schliesslich den sehnlichst erwarteten Besuch abstattete.
Die Grossenkelin des Schlossverwalters, Tatiana de Ribaupierre, ehelichte mit dem Prinzen Nicolas Youssoupov den Spross einer der einflussreichsten russischen Familien. In Gedenken an die vorzeitig verstorbene junge Frau, die unter einer schwachen Gesundheit gelitten hatte, trägt der ehemalige Familiensitz in Crans seit dem 19. Jahrhundert den Namen «Villa Tatiana».
Pendant au Château de Prangins, le domaine de La Lignière, jadis celui de régisseur du baron Louis-François Guiguer. Magnifique demeure entourée d’une vaste forêt de chênes, le lieu est devenu une clinique et un centre de bien-être, depuis plus d’un siècle.
Les extérieurs, accessibles, proposent des parcours thématiques, ornithologique ou méditatif.