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Als Situation bezeichne ich die Hypostasierung des Resultates einer Orientierung, also die Summe der Zustände, die ich mir durch die Orientierung bewusst gemacht habe.
Beispiel:
Ich habe mich in einer Stadt verlaufen und bin sozusagen desorientiert. Ich nehme den Stadtplan aus der Tasche und orientiere mich, indem ich mir bewusst mache, wo in der Stadt ich stehe, woraus dann folgt, wie ich wieder heim kommen kann. Verallgemeinert gehören dann zur Situation nicht nur die örtlichen und zeitlichen, sondern auch die sachlichen Verhältnisse. Hat es eine U- oder Strassenbahn in der Nähe, habe ich Geld um ein Ticket zu kaufen, usw.
Quasietymologisch bezeichnet Situation die (geografische) Lage, die die dazugehörigen Verhältnisse mitmeint. Und noch allgemeiner sehe ich die Situation im spezifischen Fall, in welchem ich die Situation eines darin situierten Subjektes betrachte, und dessen Fähigkeiten oder Ressourcen auch zur Situation rechne.
Anmerkungen:
Als situativ bezeichne ich Entscheidungen, die aufgrund der je gegebenen Situation gefällt werden.
Eine Art Inversion zur Situation ist das Setting, das eine "hergestellte" Situation bezeichnet.
C. F. Graumann verwendet den Begriff Situation um die Perspektivität des Wahrnehmens zu beschreiben. Die Situation wird wesentlich vom Zustand und der Motivation des Subjekts bestimmt.
S. Milgram verwendet den Begriff Situation für das, was das quasi normale Verhalten einer Person übersteuert, wobei er bei seinen Experimenten extreme Reizkonfigurationen meinte.
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