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Projektziel
Produktion und Verteilung von Wasserfiltern für arme Familien ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Durch die Entwicklung eines neuartigen Wasserfilters, der den WHO-Standards genügt, in Äthiopien hergestellt und kommerziell für unter USD 20 vertrieben werden soll, wird einem Grossteil der Bevölkerung Äthiopiens eine bezahlbare Möglichkeit angeboten, sauberes Trinkwasser zu konsumieren.
Das Problem
Äthiopien ist mit Tausenden von Kilometern von Flüssen gesegnet. Sie entspringen im grünen Hochland und fliessen als Lebensader durch viele trockene Gebiete. Sogar der Blaue Nil entspringt hier. So mag es überraschen, dass Millionen von Äthiopiern keinen Zugang zu Trinkwasser haben. Die meisten äthiopischen Familien leben zwar kaum mehr als eine halbe Stunde Fussmarsch von einem trüben Fluss entfernt, sind aber oft zwei bis sechs Stunden unterwegs, um einigermassen trinkbares Wasser nach Hause zu bringen. Oft wird das Wasser in ungenügender Qualität konsumiert. Dies führt zu Krankheiten, hohen Ausgaben für Medikamente und nicht selten zum Tod. Wasser abzukochen stellt in vielen Regionen aufgrund des Mangels an Feuerholz oder dessen hohen Kosten keine Option dar.
Die äthiopische Regierung hat sich dieser Herausforderung angenommen und sich zum Ziel gesetzt, bis ins Jahr 2020 einem Drittel aller Haushalte die Möglichkeit zu bieten, ihr Wasser zu Hause aufzubereiten. Das sind Millionen von Haushalten. Obwohl es bis 2020 nur noch zwei Jahre dauert, gibt es bis heute keine lokal angefertigte Technologie, die das Problem auch nur ansatzweise lösen könnte. Biosandfilter werden zwar lokal hergestellt, reinigen aber nur ungenügend und zudem werden pro Jahr nur etwa 3000 Stück produziert (bei landesweit 7000 Geburten pro Tag!). Weil das Land chronisch an Fremdwährungsmangel leidet, sind Importe keine Lösung. Importierte Produkte sind deutlich teurer und können lokal kaum repariert werden.
Unser Ansatz
Seit 2011 hat sich die Firma Desert Rose Consultancy, ein in Äthiopien registriertes Sozialunternehmen, auf sauberes Trinkwasser in Äthiopien fokussiert. Durch intensive Forschung, viel Geduld, unzählige Versuche und regelmässige Rückschläge gelang, ein Produkt zu entwickeln, das alle diese Herausforderungen bewältigen kann: Dieser Filter (Minch Household Water Filter) ist lokal herstellbar, reinigt besser als herkömmliche Biosandfilter, ist qualitativ mit teureren, im Ausland produzierten Filtern gleichrangig (99,98 % aller gefährlichen Bakterien werden beseitigt), reinigt auch trübes Flusswasser und ist unter 20 US-Dollar zu haben (so viel kann ein Bauer etwa dafür ausgeben). Gegenüber anderen Filtern besitzt unser Filter zudem einen internen, vor externer Verschmutzung geschützten Wasserspeicher von 15 Litern – eine Eigenschaft, die die Speicherung in oft verschmutzten Behältern vermeidet.
Internationale Anerkennung
Der internationale Fonds «Innovations against Poverty» (Innovationen gegen Armut) hat unser Filterprojekt zudem, als eines von sechs aus insgesamt 700 eingereichten Projekten als sehr unterstützenswert ausgewählt.
Die Regierung hat den Filter getestet und uns grünes Licht gegeben. Wir sind daran, den Filter einem letzten grösseren Härtetest zu unterziehen und dann können wir mit der Produktion starten. Erste Bestellungen von internationale Organisationen sind bereits bestätigt. Was uns noch fehlt, ist genügend Startkapital, um die Produktionsstätte aufzubauen. Dank Ihrer Unterstützung können wir aber auch diese Hürde nehmen, damit bis 2020 jeder dritte äthiopische Haushalt sauberes Wasser trinkt.
Sind Sie dabei?
Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie bitte an <email-pii>.