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Die Wolfspopulation in der Schweiz wachse und auch in diesem Jahr sei mit der Bildung neuer Rudel zu rechnen, stellt die Gruppe Wolf in einer Mitteilung vom Freitag weiter fest. Für die Grösse der Wolfspopulation sei die Zahl der Beutetiere massgebend. Nur einen geringen Einfluss habe hingegen die Besiedlungsdichte durch den Menschen.
Laut der Gruppe Wolf Schweiz ist die Wilddichte in der Schweiz ausgesprochen hoch. Im Kanton Graubünden sei diese beispielsweise mehr als dreimal so hoch wie im Yellowstone-Nationalpark in den Vereinigten Staaten oder auch in Schweden.
Eine höhere Wolfsdichte hierzulande entwickle sich daher «auf völlig natürliche Art und Weise». Wer das Wachstum der Wolfspopulation bremsen wolle, müsse zu einer deutlichen Reduktion der Schalenwilddichte (Reh, Gämse, Hirsch) bereit sein. Die hohe Wilddichte führe zudem zur «existentiellen Bedrohung von mehreren wichtigen heimischen Baumarten im Wald». Die Bissschäden gefährden laut Mitteilung die Funktion des Waldes als Schutzwald im Berggebiet und seine Widerstandsfähigkeit im Klimawandel.
Laut früheren Angaben der Gruppe Wolf Schweiz gab es im biologischen Jahr 2019/20 (1. Mai 2019 bis 30. April 2020) in der Schweiz mindestens sechs reproduzierende Wolfsrudel, bei drei weiteren war der Status unklar. Im laufenden biologischen Jahr 2020/21 (1. Mai 2020 bis 30. April 2021) könnten aktuell mindestens neun Rudel bestätigt werden. Fünf reproduzierende Rudel gibt es in Graubünden, zwei im Kanton Wallis und je eines im Kanton Waadt und Glarus.