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Am 13. Februar stimmen wir über die Volksinitiative "Ja zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung" ab. Die Initiative verlangt im Namen des Gesundheitsschutzes, dass Werbung, die Jugendliche erreichen könnte, verboten wird. Eines der Argumente gegen den Text beruht auf einer bestimmten Interpretation des Liberalismus': Die wirtschaftliche Freiheit ist in der Verfassung garantiert, und Zigaretten sind in der Schweiz nicht verboten.
Zunächst einmal gibt es eine Rangordnung der Freiheiten: Die Möglichkeit, ein Geschäft zu führen, ist weniger wichtig als die Gewährleistung einer gesunden Gesellschaft. Zweitens: Auch wenn Tabak für Minderjährige verboten werden soll (in etwa zehn Kantonen ist er bereits verboten), ist es doch so, dass in diesem Alter die erste Zigarette geraucht wird.
Die Behauptung, Zigaretten seien ein Produkt wie jedes andere, vergleichbar mit Alkohol, ist böswillig: Kein erlaubtes Alltagsprodukt hat so drastisch gesundheitsschädigende Folgen. Und auch, wenn man davon ausgeht, dass es nicht die Werbung ist, wegen der man die erste Zigarette raucht, dann ist es doch die Werbung, die das Rauchen normalisiert und die zweite Zigarette legitimiert. Kein Unternehmen würde in Werbung investieren, wenn diese wirkungslos bliebe.
Gemeinsam mit den Jungen Grünliberalen Freiburg unterstütze ich die Initiative, zugunsten einer Gesellschaft, deiner Gesellschaft, die allen Faktoren Rechung trägt und der Gesundheit Vorrang vor dem Markt einräumt.
LEONARDO GOMEZ MARIACA
CO-PRÄSIDENT DER JUNGEN GRÜNLIBERALEN FREIBURG