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René E. Honegger
Die Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich verleiht die Würde eines Doktors ehrenhalber an Herrn René E. Honegger, in Anerkennung seiner grossen Verdienste im Einsatz für eine artgerechte Haltung und Präsentation von Reptilien und Amphibien in Zoos. Mit zahlreichen Publikationen hat er einen international anerkannten Beitrag zum Tier- und Artenschutz geleistet.
René E. Honegger wurde am 1. Januar 1936 in Zürich geboren. Er liess sich zum Diplomkaufmann ausbilden, und bereits als 17-jähriger arbeitete er als Volontär im Zoo Zürich, wo er Prof. Dr. Heini Hediger kennenlernte. Professor Hediger, der 1952 seinerseits mit dem Ehrendoktortitel der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Zürich ausgezeichnet wurde, weckte in René E. Honegger das Interesse an der Zoologie und wurde zu seinem grossen Förderer. Die Jahre 1958 bis 1960 verbrachte René E. Honegger in den USA, wo er sich in verschiedenen Zoos im Gebiet der Tiergartenbiologie und Herpetologie, der Reptilienkunde, ausbildete.
René E. Honegger ist ein Querdenker, und es ist kein Zufall, dass er sich schon früh für Reptilien und Amphibien einzusetzen begann – jene beiden Tierklassen, die zu dieser Zeit noch wenig Beachtung fanden; der Fokus lag damals bei den Säugern und Vögeln.
1960 holte Professor Hediger René E. Honegger nach Zürich zurück und stellte ihn als Assistent und, ab 1974, als Kurator für Aquarium und Terrarium im Zoo Zürich an. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1999 arbeitete René E. Honegger als Kurator im Zoo Zürich.
Aus Sicht der Tiermedizin besteht das besondere Verdienst von René E. Honegger im Einsatz für die Zucht und die ästhetische, biologische Präsentation von Amphibien und Reptilien im Terrarium. Seine Methoden führten zu viel beachteten Zuchtergebnissen, wie dem Bindenwaran und den Krustenechsen. Insbesondere ist die Erstzucht von Galapagos-Riesenschildkröten in der Alten Welt der Verdienst von René E. Honegger.
René E. Honeggers Einsatz für eine artgerechte Haltung von Reptilien und Amphibien ist gerade aus heutiger Sicht sehr wichtig. Denn diese beiden Tierklassen erfreuen sich einer grossen Beliebtheit. Tausende Amphibien und Reptilien werden in der Schweiz gehalten, leider allzu oft unter schlechten Bedingungen. Deshalb braucht es mehr Leute wie René E. Honegger, die sich für die artgerechte Haltung von exotischen Tieren einsetzen. Honegger hat dies auf beeindruckende Art und in vielfältiger Weise gemacht: Beispielsweise als Mitglied der Eidgenössischen Artenschutzkommission, in Kursen für Grenztierärzte, als Autor des IUCN Red Data Books der bedrohten Amphibien und Reptilien und als Gründungsmitglied der Crocodile Specialist Group der International Union for Conservation of Nature IUCN sowie auch in weit über 100 Publikationen in Fachzeitschriften im deutschen und englischen Sprachraum. – Auch nach seiner Pensionierung war René E. Honegger im Einsatz – mehrfach für das Bundesamt für Veterinärwesen BVET sowie für kantonale Veterinärämter – zur Beurteilung von Reptilienhaltungen