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Trampling
Bezeichnet eine besondere Ausprägung des Fußfetischismus, bei der sich ein meist männlicher Bottom von einem weiblichen, seltener von einem männlichen Top über den Körper laufen lässt. Grob lassen sich hierbei zwei vorherrschende Varianten unterscheiden. Allerdings gibt es so viele verschiedene, individuelle Nuancen, die Trampling zum erotischen Stimulus machen, dass es nahezu unmöglich ist, sie alle aufzuführen.
Beim reinen Fußfetischisten wirkt schon ein leichtes über den Körper laufen Lust steigernd. Bei dieser Variante verläuft der Akt in der Regel barfuß. Ziel der Schritte können dabei der Oberkörper, die Brust, der Genitalienbereich oder auch das Gesicht sein (Facetrampling) und in einigen seltenen Fällen der Nacken. Möglicherweise müssen zusätzliche Kriterien erfüllt werden, damit bei einigen mit dieser Vorliebe eine sexuelle Erregung eintritt. Das kann ein zusätzlicher Fetisch sein, wie beispielsweise das Tragen bestimmter Kleidung (Schuldmädchenuniform) durch denjenigen, der über den Körper läuft oder auch die Haltung der Füße beim Laufen. Wie bei den meisten Praktiken sind hier unzählige Varianten denkbar.
Eine etwas extremere Variante ist mit einem Lustschmerz verbunden. Deshalb kann Trampling auch in Verbindung mit sadomasochistischen Praktiken ausgeübt werden. Hier wird der Akt von der aktiven Person meistens mit den Schuhen ausgeführt. Einige bevorzugen sogar High Heels und verlangen vom Partner feste, Schmerzen verursachende Schritte auf dem Körper. Hier bewirkt die wortwörtliche Übersetzung von Trampling, das Trampeln auf dem Körper die sexuelle Erregung.
Für das Zustandekommen dieser sexuellen Neigung gibt es einige Theorien, aber keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Eine Theorie betont die Tatsache, dass Füße und Genitalien als benachbarte Zonen des Körpers auch im somatosensorischen Kortex des Gehirns benachbarte Zonen sind, was möglicherweise neuronale Überlappungen verursacht. Eine andere Hypothese besagt, dass in vielen Kulturen ein Kind bei Gefahr um die Füße der Mutter kriechen kann. Wenn dies mit einer sexuellen Verhaltensprägung einhergeht, können Füße in der Zukunft immer das primäre Ziel der sexuellen Erregung sein.
Einige Wissenschaftler machen auch darauf aufmerksam, dass ein Fuß aus bestimmten Blickwinkeln deutlich phallische Formen aufweist und so entweder die Form der männlichen Genitalien oder die Kurven des weiblichen Körpers wiederholen kann.
Während Fußfetischismus in seinen unzähligen Formen sehr weit verbreitet ist, zählt die spezielle Spielart des Tramplings eher zu den seltenen Formen. Es ist dabei allerdings zu berücksichtigen, dass kaum jemand, der durch diese Praktik sexuell erregt wird, in seinen sexuellen Aktivitäten ausschließlich auf diese Technik beschränkt ist. Genauso wie Fußfetischisten auch andere Körperteile reizvoll finden können, kann auch der „Getrampelte“ durchaus flexibel in dem sein, was ihn erregt.