Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/252123

<h2>SubmittedText<h2><p>22.4008 zufolge sind in den letzten 11 Jahren mehr als 65 000 vorläufige Aufnahmen gewährt worden, gemäss 11.3401 in den 10 Jahren zuvor ebenfalls mehr als 65 000 gleiche Aufenthaltstitel ausgesprochen worden.</p><p>In der Zeit von 2000 bis 2010 haben nur 1091 Personen mit diesem Status die Schweiz verlassen müssen. In der Zeit zwischen 2011 und 2021 waren es gar nur noch 112.</p><p>Welches sind die Gründe für die laufende Abnahme und die tiefe Aufhebung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Zusammensetzung der Kategorie der vorläufigen aufgenommenen Personen erklärt die rückläufige und die tiefe Aufhebungsquote der vorläufigen Aufnahme. Am 31. Oktober 2022 waren in der Schweiz 44 975 Personen vorläufig aufgenommen. Davon waren insgesamt 9104 Personen als Flüchtlinge wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufgenommen (20,24 Prozent). Bei diesen Personen ist eine Aufhebung der vorläufigen Aufnahme nicht möglich ohne gleichzeitige Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft. Insgesamt 32 563 vorläufige Aufnahmen (72,4 Prozent) betreffen Staatsangehörige aus Afghanistan, Eritrea, Somalia, Syrien und dem Irak. Aufgrund der jeweiligen Situation in ihren Herkunftsländern ist bei diesen Personen eine kurzfristige Aufhebung der vorläufigen Aufnahme nicht möglich. Schliesslich muss die Aufhebung einer vorläufigen Aufnahme auch bei späterem Wegfall des ursprünglichen Vollzugshindernisses stets verhältnismässig sein. Hierbei ist der Aufenthaltsdauer in der Schweiz, dem Grad der erreichten gesellschaftlichen und beruflichen Integration sowie allenfalls schützenswerten familiären Beziehungen in der Schweiz besondere Beachtung zu schenken. Diese Aspekte der Verhältnismässigkeit erschweren die spätere Aufhebung von vorläufigen Aufnahmen.</p>