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Wenn du meinst, du wüsstest schon alles, dann kannst du dein Wissen in unserem Sirenen-Quiz unter Beweis stellen.
Ansonsten geht's hier lang:
7200, wobei der Grossteil an Gebäuden befestigt ist. Im Vordergrund stehen für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) besiedelte Gebiete mit mehr als 100 Einwohnern. Für die Menschen ausserhalb dieser Gebiete stehen 2200 mobile Sirenen bereit, wobei deren Zahl in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Sie sind in der Regel auf den Dächern von Einsatzfahrzeugen etwa der Polizei oder Feuerwehr montiert. Für den Unterhalt der Sirenen sind Kantone und Gemeinden verantwortlich.
Laut dem Babs liegt die Ausfallquote erfahrungsgemäss bei unter zwei Prozent. Weil die Funktionssicherheit auf «sehr hohem Niveau» sei, wie dieses schreibt, wird der Sirenentest seit 1991 nur noch einmal pro Jahr durchgeführt. Von 1982 bis 1990 mussten die Sirenen im September einen zusätzlichen Test bestehen.
Das kann ein Unfall in einem Kraft- oder Chemiewerk sein, auch ein Unwetter, das einen Murgang oder einen Bergsturz zur Folge hat. Wenn etwa durch einen Verkehrsunfall oder einen Terroranschlag gefährliche Stoffe freigesetzt werden, geht ebenfalls der Alarm los.
Wenn die Sirenen losgehen, dann gilt: Radio hören, die Anweisungen der Behörden befolgen und die Nachbarn informieren. Wer in der Nähe einer Stauanlage lebt und zwölf tiefe Dauertöne von je 20 Sekunden hört, der muss das gefährdete Gebiet sofort verlassen. Denn dieser Ton bedeutet Wasseralarm. Der Allgemeine Alarm wird über einen regelmässig ab- und aufsteigenden Ton ausgerufen.
Letztmals war das im vergangenen Jahr im Walliser Dorf Verbier der Fall. Dort kam es nach einem Chemieunfall zu einem Brand mit gewaltiger Rauchentwicklung. Das Babs führt zwar kein Buch über den Einsatz der Sirenen, geht aber davon aus, dass sie durchschnittlich alle zwei Jahre bei echten Ereignissen genutzt werden. In den letzten Jahren war das mehrmals der Fall, um vor Hochwasser zu warnen, etwa in den Jahren 2005 und 2012 in Bern.
Üblicherweise sind das die Verantwortlichen in der Einsatzzentrale der Kantonspolizei. Seit 2015 sind alle stationären Sirenen einem einheitlichen Steuerungssystem – Polyalert – angeschlossen. Das ermöglicht eine zentrale Steuerung. Allerdings können die Sirenen auch von den örtlichen Behörden, etwa der Feuerwehr, ausgelöst werden.
Die Sirenen sind mit Batterien ausgerüstet, die auch nach fünf Tagen Netzunterbruch noch Signale absetzen können. Das Steuerungssystem ist speziell abgesichert. Auch bei der SRG gibt es ein Notdispositiv. Daneben verweist das Babs auf andere Mittel zur Alarmierung, Lautsprecher etwa, aber auch Meldeläufer und Flugblätter. Der Bevölkerung empfiehlt der Bund, ein Transistorradio mit Reservebatterien bereitzuhalten.
«Nur bei oberflächlicher Betrachtung», heisst es beim Babs. Dort verweist man insbesondere auf die «hohe Funktionssicherheit» des heutigen Systems. Die digitalisierte Alarmierung sei störungsanfälliger, etwa, wenn im Zuge einer Katastrophe der Strom ausfällt und das die Telekommunikationsnetze beeinträchtigt.
Nein, das Babs hat 2015 Alertswiss lanciert. Es gibt eine Website, einen Twitter-Account, eine App – und Tipps dazu, wie man sich für Notfälle wappnen kann. Für die Alarmierung wird Alert- swiss derzeit noch nicht genutzt. Das soll sich aber noch in diesem Jahr ändern. (aargauerzeitung.ch)