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Verkehrsgeplagte Alpenregionen Österreichs, Italiens, Frankreichs und der Schweiz haben in Lyon eine gemeinsame Verkehrsstrategie beschlossen. Zu dieser gehört die Forderung nach einem Verkehrsmanagementsystem wie beispielsweise einer Alpentransitbörse.
Ziel der Alpenregionen ist es, den Transitverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Die Regionen wollen deshalb ihre bestehenden Massnahmen besser aufeinander abstimmen. Sie stellen aber auch Forderungen an die EU und die einzelnen Staaten.
Dazu hätten sich die politischen Vertreter der Alpenregionen in einer Resolution bekannt, teilte die Zentralschweizer Regierungskonferenz (ZRK) am Freitag mit. Die Resolution sei der Grundstein für eine ambitionierte und koordinierte Verkehrspolitik.
Kurzfristig wollen die Alpenregionen den Fokus auf Umwelt- und Klimaziele legen. Langfristig sollen die Kapazitäten des Schienenverkehrs maximal ausgelastet werden.
In einem ersten Schritt sollen die bestehenden Massnahmen harmonisiert werden. Für ein nachhaltiges Verkehrsmanagement brauche es aber weitergehende Massnahmen wie etwa eine Alpentransitbörse, die von der EU und den Nationalstaaten eingeführt werden müsste.
Neben der Zentralschweiz nahm aus der Schweiz auch der Kanton Tessin am Transit Forum in Lyon teil. Es sei nun wichtig, dass die begonnenen Arbeiten weitergeführt würden, wird der Urner Baudirektor Martin Züst in der Medienmitteilung zitiert.
Zusammengeschlossen sind die Alpenregionen im Projekt iMONITRAF! (Monitoring of road traffic related effects in the Alpine Space). iMONITRAF! wurde 2009 lanciert und wird von der EU und der Schweiz mitfinanziert.
SDA-ATS