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Die BCV-Gruppe erzielte 2020 ein solides Ergebnis: Der Konzerngewinn beläuft sich auf CHF 331 Millionen und liegt damit 9% unter dem Rekordergebnis von 2019. Der Geschäftsertrag fällt mit CHF 945 Millionen CHF 57 Millionen (−6%) tiefer aus, hauptsächlich aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Krise und des Negativzinsumfelds. Dieser Rückgang konnte durch die gute Kostenkontrolle zum Teil kompensiert werden, der Geschäftsaufwand reduzierte sich um 2% bzw. CHF 9 Millionen. Der Geschäftserfolg beläuft sich auf CHF 373 Millionen, CHF 46 Millionen (−11%) weniger als im Vorjahr.
Die BCV hat 2020 ihre Rolle in der Waadtländer Wirtschaft vollumfänglich wahrgenommen, insbesondere gewährte sie mehr als 6 000 COVID-19-Kredite mit einem Gesamtwert von über CHF 700 Millionen. Zudem beschloss sie, bei den KMU-Krediten die per 31. März und 30. Juni fälligen Amortisationszahlungen auszusetzen. Dank dieser Massnahme, die sie 2021 wiederholt hat, sind 2020 mehr als CHF 40 Millionen an liquiden Mitteln bei den KMU verblieben.
Geschäftsertrag von CHF 945 Millionen
Der Geschäftsertrag der BCV-Gruppe sank gegenüber dem Vorjahr um CHF 57 Millionen (−6%) auf CHF 945 Millionen, hauptsächlich aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Krise und des Negativzinsumfelds.
Im Negativzinsumfeld und infolge der beabsichtigten Reduktion des Geschäftsvolumens im Bereich Trade Finance verringerte sich der Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft um 5% auf CHF 474 Millionen. Durch die Bildung von Rückstellungen für Kreditrisiken nahm der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft um 9% auf CHF 459 Millionen ab. Trotz des Anstiegs des Kommissionsertrags aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft und dem Asset Management sank der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft um 4% auf CHF 310 Millionen. Dies ist im Wesentlichen auf die geringere Anzahl an Transaktionen (Kreditkarten, Bancomaten, Fremdwährungen) der Privatkundschaft während der Pandemie sowie auf das reduzierte Exposure im Bereich Trade Finance zurückzuführen. Das Handelsgeschäft profitierte dagegen von der erhöhten Volatilität an den Devisenmärkten, was in einem um 9% höheren Erfolg von CHF 139 Millionen resultierte. Der übrige ordentliche Erfolg fällt mit CHF 36 Millionen 18% geringer aus als 2019, als ein aus einer Beteiligung stammender ausserordentlicher Ertrag verbucht wurde.
Geschäftserfolg von CHF 373 Millionen
Der Geschäftsaufwand nahm um CHF 9 Millionen (−2%) auf CHF 495 Millionen ab. Während der Personalaufwand mit CHF 339 Millionen stabil blieb, verringerte sich der Sachaufwand insbesondere dank der Kostenkontrolle im IT-Bereich um 5% auf CHF 156 Millionen. Die Abschreibungen liegen mit CHF 72 Millionen (+1%) auf Vorjahresniveau. Der Geschäftserfolg beläuft sich auf CHF 373 Millionen, CHF 46 Millionen (−11%) weniger als 2019.
Konzerngewinn von CHF 331 Millionen
Der ausserordentliche Ertrag beträgt CHF 5 Millionen und der Steueraufwand CHF 47 Millionen. Der Konzerngewinn ging um 9% zurück, bleibt mit CHF 331 Millionen aber auf einem hohen Niveau, wie die Eigenkapitalrendite (ROE) von 9,3% zeigt, mit der die BCV bei den vergleichbaren Finanzinstituten zu den Spitzenreitern gehört.
Deutliche Ausweitung der Bilanzsumme
Durch den starken Zufluss liquider Mittel weitete sich die Bilanzsumme auf CHF 53,2 Milliarden, also um CHF 4,8 Milliarden (+10%), aus. Auf der Aktivseite belaufen sich die vorwiegend bei der SNB gehaltenen flüssigen Mittel auf CHF 11,6 Milliarden (+38%). Das Hypothekargeschäft verzeichnete einen Zuwachs von CHF 1,0 Milliarden (+4%) auf CHF 28,0 Milliarden. Die übrigen Kredite legten um 1% auf CHF 5,8 Milliarden zu. Das Volumen der KMU-Darlehen erhöhte sich um 7%, was vor allem mit den COVID-19-Krediten zusammenhängt. Bei den Krediten an Grossunternehmen blieb das Volumen stabil. Infolge der beabsichtigten Reduktion des Geschäftsvolumens sanken im Bereich Trade Finance die Kundenausleihungen um 21%.
Auf der Passivseite der Bilanz stiegen die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen um CHF 2,4 Milliarden (+7%) auf CHF 35,4 Milliarden an.
Verwaltete Vermögen erstmals über CHF 100 Milliarden
Dank einer Steigerung um 5% haben die verwalteten Vermögen der Gruppe mit CHF 103,2 Milliarden erstmals die Marke von CHF 100 Milliarden überschritten. Der Nettoneugeldzufluss beläuft sich auf CHF 4,5 Milliarden und geht auf alle Kundensegmente zurück. Die Anlageperformance trug CHF 2,1 Milliarden zum Zuwachs der verwalteten Vermögen bei. Im Rahmen der Swisscanto-Übernahme durch die ZKB erfolgte noch ein letzter Transfer von verwahrten Vermögen in Höhe von CHF 1,3 Milliarden an die ZKB.
Solide Kapitalbasis
Ein Eigenkapital in Höhe von CHF 3,6 Milliarden und eine Gesamtkapitalquote von 17,8% zeugen von der soliden Kapitalbasis der Bank. Des Weiteren bestätigten die Ratingagenturen 2020 erneut die Bonitätsnoten der BCV: Sie wird von Standard & Poor’s mit «AA» und von Moody’s mit «Aa2» eingestuft; beide Ratings sind mit stabilem Ausblick.
Starke Kursperformance und 1:10-Aktiensplit
Mit einem Kursanstieg von 22% und einer Gesamtrendite (einschliesslich Dividende) von 26% verbuchte die BCV-Aktie eine ausgezeichnete Jahresperformance. Die BCV erzielte damit die zweitbeste Performance aller an der SIX Swiss Exchange kotierten Banken. Nach der beachtlichen Kursentwicklung der letzten Jahre und wegen ihrer vergleichsweise hohen Liquidität wurde die BCV-Aktie in den MSCI World und in den STOXX Europe 600 aufgenommen. Durch den am 28. Mai 2020 vollzogenen 1:10-Split ist die Aktie für Privatanlegerinnen und -anleger erschwinglicher geworden.
Antrag an die Generalversammlung zur Ausschüttung von CHF 310 Millionen an die Aktionäre
In Übereinstimmung mit der 2018 verkündeten Ausschüttungspolitik der BCV wird der Verwaltungsrat an der kommenden Generalversammlung am 29. April 2021 die Ausschüttung einer dem Vorjahresniveau entsprechenden ordentlichen Dividende von CHF 3.60 pro Aktie beantragen. Stimmt die Generalversammlung dem Antrag zu, wird die BCV insgesamt CHF 310 Millionen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre auszahlen. Dem Kanton Waadt werden für das Geschäftsjahr 2 020 CHF 229 Millionen zufliessen: CHF 207 Millionen an Dividenden sowie CHF 22 Millionen an Kantons- und Gemeindesteuern.
Aufgrund der Pandemiesituation hat der Verwaltungsrat beschlossen, dass die Generalversammlung erneut ohne die physische Präsenz der Aktionärinnen und Aktionäre stattfinden wird.
Leistungsauftrag in Krisenzeiten erfüllt
Die BCV passte ihren Betrieb und ihre Abläufe den aussergewöhnlichen Umständen an, um ihre Mitarbeitenden und ihre Kundschaft zu schützen, und vermochte dennoch den Bedürfnissen der Unternehmen und Menschen im Kanton voll und ganz gerecht zu werden. Insbesondere dank der digitalen Kanäle war es den Kundinnen und Kunden durchgehend möglich, ihre Bankgeschäfte zu erledigen und sich von den BCV-Mitarbeitenden beraten zu lassen. Dies zeugt vom qualitativ hochwertigen und umfassenden Multikanal-Angebot der BCV.
Die BCV setzte ausserdem bei den Krediten der Waadtländer KMU (Hypothekardarlehen, Kontokorrentkredite und Investitionskredite) die per 31. März und 30. Juni fälligen Amortisationszahlungen aus. Dank dieser Massnahme, die sie dieses Jahr wiederholt hat, sind 2020 mehr als CHF 40 Millionen an liquiden Mitteln bei den KMU verblieben (siehe Medienmitteilungen vom 19. März 2020 und vom 3. Februar 2021). Des Weiteren war die BCV gemeinsam mit den Bundesbehörden und vier anderen Banken massgeblich an der Ausarbeitung des Programms des Bundes für die Bereitstellung von COVID-19-Überbrückungskrediten für Unternehmen mit pandemiebedingtem Liquiditätsbedarf beteiligt. 2020 gewährte die BCV über 6 000 solcher Kredite mit einem Gesamtwert von mehr als CHF 700 Millionen. An der Seite der Waadtländer Behörden wirkte die BCV zudem am COVID-19-Bürgschaftsprogramm für Start-ups mit.
Wechsel in Verwaltungsrat und Generaldirektion
Der Waadtländer Staatsrat hat Eftychia Fischer zur künftigen Verwaltungsratspräsidentin der BCV ernannt. Diese war 2020 von der Generalversammlung in den Verwaltungsrat gewählt worden und folgt am 1. Januar 2022 auf Jacques de Watteville, der dem Verwaltungsrat seit 2018 vorsteht. Er erreicht dieses Jahr die im Waadtländer Kantonalbankgesetz (LBCV) vorgesehene Altersgrenze, sodass sein Mandat am 31. Dezember 2021 ausläuft.
Der Verwaltungsrat der BCV wird an der kommenden Generalversammlung beantragen, den ehemaligen CEO von Romande Energie und derzeitigen Vizepräsidenten des SBB-Verwaltungsrats, Pierre-Alain Urech, per 1. Januar 2022 in den Verwaltungsrat zu wählen.
Des Weiteren hat der Verwaltungsrat der BCV Fabrice Welsch zum Generaldirektor und Leiter der Division Asset Management & Trading ernannt. Welsch, der zuvor Leiter der Abteilung Vorsorge & Steuern gewesen war, trat sein Amt am 1. Januar 2021 an und folgte auf Stefan Bichsel, der nach Erreichen des Rentenalters die BCV am 31. Dezember 2020 verliess.
Lausanne, 18. Februar 2021
Finanzkalender 2021
29. März 2021 Publikation des Geschäftsberichts 2020 auf www.bcv.ch (in französischer und englischer Sprache)
29. April 2021 Ordentliche Generalversammlung in Lausanne
3. Mai 2021 Ex-Datum
4. Mai 2021 Record Date (Bestimmung der dividendenberechtigten Aktionärinnen und Aktionäre)
5. Mai 2021 Dividendenauszahlung
19. August 2021 Veröffentlichung des Halbjahresergebnisses 2021
Banque Cantonale Vaudoise, Ansprechpartner:
Daniel Herrera, Leiter Kommunikation
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Gregory Duong, Investor Relations
Tel.: +41 21 212 20 71
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Dies ist eine Übersetzung. Massgebend ist ausschliesslich der französische Originaltext.