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Glossar
|Alimentenbevorschussung |
Bei der Alimentenbevorschussung handelt es sich um vorgelagerte Bedarfsleistungen, wenn Beiträge der unterhaltsverpflichteten Person nicht eintreffen. Im Kanton Thurgau werden nur Kinderalimente bevorschusst. Alimentenvorschüsse werden in der Fürsorgerechnung im Rahmen der "Übrigen Sozialhilfe" (Konto 589.366.2) erfasst (brutto). Die Netto-Vorschüsse entsprechen den Brutto-Vorschüssen abzüglich der Rückzahlungen der Schuldner für die Alimentenvorschüsse (Konto 589.436.2).
|Arbeitslosenquote |
Die Arbeitslosenquote ist definiert durch die Zahl der registrierten Arbeitslosen (Jahresdurchschnitt) geteilt durch die Zahl der Erwerbspersonen. Die Arbeitslosenquoten werden seit Mai 2012 (Jahreswerte rückwirkend bis 2010) anhand der Erwerbspersonenzahlen gemäss Strukturerhebung 2010 des Bundesamts für Statistik berechnet. Dies ist eine Stichprobenerhebung. Es gibt deshalb einen statistischen Unsicherheitsbereich, der mit Hilfe des Variationskoeffizienten (VK) gekennzeichnet wird. Auf Kantonsebene beträgt der Variationskoeffizient 1,1 bis 2 %, auf Bezirksebene 2,1 bis 5,0 %. Für eine Aussage auf Gemeindeebene ist die Stichprobe zu klein.

Unter Arbeitspendlern versteht man Erwerbstätige ab 15 Jahren, deren fixer Arbeitsort ausserhalb ihres Wohngebäudes liegt. Keine Arbeitspendler sind demzufolge Personen, die zu Hause arbeiten oder die keinen fixen Arbeitsort haben (z. B. Vertreterinnen und Vertreter). Unterschieden werden Binnenpendler, die innerhalb des untersuchten Gebiets (Kanton, Bezirk etc.) wohnen und arbeiten, von Wegpendlern, die das untersuchte Gebiet verlassen und ihrer Beschäftigung z. B. in einem anderen Kanton oder im Ausland nachgehen. Zupendler sind Erwerbstätige, die ausserhalb des untersuchten Gebiets wohnen und zum Arbeiten in das entsprechende Gebiet pendeln.
|Arbeitsstätte |
Eine Arbeitsstätte ist eine räumlich abgegrenzte Einheit eines -> Unternehmens, wo eine wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt wird.
|Arbeitsvorrat |
Der Arbeitsvorrat (Ausgaben) umfasst die für das Folgejahr vorgesehenen Bauinvestitionen sämtlicher Bauprojekte, welche sich am Stichtag 31.12. im Bau befanden, sowie die für das Folgejahr vorgesehenen Ausgaben der öffentlichen Unterhaltsarbeiten.
Der Arbeitsvorrat (Investitionen) umfasst die für das Folgejahr vorgesehenen Bauinvestitionen sämtlicher Bauprojekte, welche sich am Stichtag 31.12. im Bau befanden.

Attraktivität, überparteiliche (Wahlen)
Formel: (erhaltene Panaschierstimmen / (Anzahl Kandidierende x parteifremde Wahlzettel)) x 1'000
|Aufenthaltsdauer (in Hotel- und Kurbetrieben) |
Anzahl Logiernächt dividiert durch die Anzahl Ankünfte in einem Hotel oder Kurbetrieb bzw. in einem Betrieb der Parahotellerie.
|Bauausgaben |
Die Bauausgaben umfassen die Bauinvestitionen plus das Total der öffentlichen Unterhaltsarbeiten.
|Bauinvestitionen |
Die Bauinvestitionen umfassen sämtliche Ausgaben öffentlicher und privater Auftraggeber für bewilligungspflichtige Um- und Neubauprojekte. Die Kosten beinhalten alle Vorbereitungsarbeiten, die reinen Baukosten, alle fest eingebauten Einrichtungen, die der spezialisierten Nutzung eines Bauwerks dienen, die Umgebungsarbeiten sowie alle Erschliessungsarbeiten innerhalb der Grundstücksgrenzen und alle Baunebenkosten. Ausgeschlossen sind die Kosten für den Erwerb des Grundstücks, die Erschliessung ausserhalb der Grundstücksgrenzen, die Kosten für die Ausstattung mit mobilen Gegenständen sowie die öffentlichen Unterhaltsarbeiten.
|Bauperiode |
Unter Bauperiode wird die Periode der Fertigstellung des Gebäudes beschrieben. Eventuell am Gebäude vorgenommene Veränderungen oder Umgestaltungen werden hier nicht berücksichtigt.

Beliebtheit bei Wählern anderer Parteien
Formel: (erhaltene Panaschierstimmen / parteifremde Wahlzettel) x 1'000
|Bettenauslastung (Tourismus) |
Anzahl Logiernächte dividiert durch die gesamte Nettobettenkapazität der betreffenden Periode, in Prozenten ausgedrückt (die Nettobettenkapazität entspricht der Anzahl Betten eines Betriebes im Erhebungsmonat multipliziert mit der Anzahl Öffnungstage dieses Betriebes in dem Monat).

Die kantonale Bevölkerungserhebung erfasst die ständige Wohnbevölkerung nach ihrem zivilrechtlichen Wohnsitz bei den Einwohnerämtern der Politischen Gemeinden mit Stichtag am 31. Dezember des Jahres. Als zivilrechtlicher Wohnsitz einer Person gilt die Gemeinde, in der sie sich mit der Absicht des dauernden Verbleibs aufhält. Bei den Schweizer Staatsangehörigen ist dies in der Regel die Gemeinde, in welcher der Heimatschein hinterlegt ist, die Steuern bezahlt und die politischen Rechte ausgeübt werden. Bei ausländischen Staatsangehörigen sind es die Aufenthalterinenn und Aufenthalter mit einem B-Ausweis und die Niedergelassenen mit einem C-Ausweis. Seit 2015 (Bevölkerungsbestand per 31.12.2015) zählen auch Kurzaufenthalter/-innen mit einer L-Bewilligung länger als 12 Monate zur ständigen Wohnbevölkerung. Da die kantonale Erhebung auf den verfügbaren Daten der Einwohnerregistern der Thurgauer Gemeinden basiert (und keinen anderen Registerdaten), ist der Bevölkerungsbegriff enger gefasst als in den Bundeserhebungen.
Zur ständigen Wohnbevölkerung zählt das Bundesamtes für Statistik :
Zur nichtständigen Wohnbevölkerung zählt das Bundesamt für Statistik:
Bei der Analyse von Daten aus früheren Volkszählungsergebnissen gilt darüber hinaus zu berücksichtigen, dass die ehemalige Volkszählung auf dem Konzept der Wohnbevölkerung nach wirtschaftlichem Wohnsitz basiert. Der wirtschaftliche Wohnsitz ist die Gemeinde, in der sich eine Person die meiste Zeit aufhält, deren Infrastruktur sie benützt und von der aus sie den täglichen Weg zum Arbeits- bzw. Ausbildungsort aufnimmt. Erfasst wurden bis 2000 in den Volkszählungsdaten also beispielsweise auch Saisonarbeiter (Ausweis A) oder Kurzaufenthalter (Ausweis L) mit einer Aufenthaltsdauer von weniger als 12 Monaten.
Das Staatssekretariat für Migration zählt zur ständigen Wohnbevölkerung:
Aufgrund verschiedener Begriffe und Konzepte sind die Ergebnise nicht direkt miteinander vergleichbar. Sie ergänzen sich vielmehr. Welche Statistik herangezogen wird ist unter anderem auch abhängig von der Fragestellung.
|Bevölkerungsbilanz (ständige Wohnbevölkerung) |
In der Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung wird der Bevölkerungsstand aus dem Anfangsbestand und den Bewegungskomponenten berechnet. Zu den Bewegungskomponenten zählen Geburten, Todesfälle, Zu- und Wegzüge sowie auch Bürgerrechtswechsel.

Bilanzfehlbetrag bzw. Eigenkapital (einer Politischen Gemeinde) in Steuerprozenten
Formel: (Bilanzfehlbetrag oder Eigenkapital x 100) / Steuerkraft

Bruttoverschuldungsanteil (einer Politischen Gemeinde)
Formel: (Bruttoverschuldung x 100) / Finanzertrag
|Eigenkapital (einer Politischen Gemeinde) in Steuerprozenten |
-> siehe Bilanzfehlbetrag
|Einbürgerung (im erleichterten und ordentlichen Verfahren) |
Die erleichterte Einbürgerung besteht insbesondere für ausländische Ehepartner eines schweizerischen Staatsangehörigen sowie ausländische Kinder mit einem schweizerischen Elternteil.
Die ordentliche Einbürgerung betrifft in der Regel ausländische Staatsangehörige, welche seit zwölf Jahren (davon drei in den letzten fünf Jahren vor Einreichung des Gesuches) in der Schweiz wohnen, wobei die zwischen der Vollendung des 10. und des 20. Lebensjahres in der Schweiz vollbrachten Jahre doppelt gezählt werden.
-> siehe Erwerb der Schweizer Staatsbürgerschaft
|Einbürgerungsziffer |
Die rohe Einbürgerungsziffer misst die Anzahl Bürgerrechtserwerbende bezogen auf 100 Niedergelassene (Ausweis C) und Aufenthalter (Ausweis B) am Jahresanfang.
Einelternhaushalt
-> siehe Familienhaushalt
|Einfache Steuer zu 100 Prozent |
Bei den in der Steuerstatistik (Juristische Personen) aufgeführten Steuerbeträgen handelt es sich um die einfache Gewinn- bzw. Kapitalsteuer zu 100 % des gesetzlichen Ansatzes (§§ 85 bis 91, §§ 98 bis 100a des Steuergesetzes) oder um die Minimalsteuer zu 100 % (§§ 101 und 102 des Steuergesetzes). Die tatsächliche Steuerbelastung ergibt sich durch Multiplikation mit den für Staat und Gemeinden massgebenden Steuerfüssen. Die einfache Gewinnsteuer versteht sich nach Berücksichtigung der Beteiligungsabzüge.
Bei den in der Steuerstatistik (Natürliche Personen) aufgeführten Steuerbeträgen handelt es sich stets um die einfache Einkommens- und Vermögenssteuer zu 100 % des gesetzlichen Ansatzes (§§ 37 und 54 des Steuergesetzes). Die tatsächliche Steuerbelastung ergibt sich durch Multiplikation mit den für Staat und Gemeinden massgebenden Steuerfüssen.
|Einkommen, Steuerbares |
Die in der Steuerstatistik (Natürliche Personen) aufgeführten Einkommensbeträge verstehen sich nach Abzug der gesetzlichen Sozialabzüge (steuerfreie Beträge nach § 36 Steuergesetz). Das tatsächliche (Rein-)Einkommen 2011 ist also um diese Beträge entsprechend höher.

Einwanderung (ständige Wohnbevölkerung)
Zuzug aus dem Ausland, um einen festen Wohnsitz im Kanton Thurgau zu nehmen. Dies gilt für Personen mit schweizerischer als auch ausländischer Nationalität. Hinzugerechnet werden zudem ausländische Personen, die von der nichtständigen Wohnbevölkerung in die ständige Wohnbevölkerung wechseln. Diese Personen haben beispielsweise eine neue Aufenthaltsbewilligung erhalten (B statt L) oder sind länger als zwölf Monate im Land.
-> siehe Bevölkerung
|Energieholz |
Holz, welches ausschliesslich für die Energiegewinnung durch Verbrennung genutzt werden soll.
|Energieträger |
Energieträger für die Heizung sowie für die Warmwasseraufbereitung. Werden in einem Gebäude verschiedene Energieträger verwendet, beziehen sich die Angaben auf den überwiegenden Energieträger.
|Erstfamilie |
-> siehe Familienhaushalt
Erwerb der Schweizer Staatsbürgerschaft
Erwerb der Schweizer Staatsangehörigkeit durch eine Person, welche zuvor Staatsbürger eines anderen Landes oder staatenlos war. Diese Person zählt ab dem Datum, an welchem die Schweizer Staatsangehörigkeit erworben wurde, zu den schweizerischen Staatsangehörigen. Es werden fünf Arten des Erwerbs des Schweizer Bürgerrechts durch ausländische Staatsangehörige unterschieden: (1) Ordentliche Einbürgerung; (2) Erleichterte Einbürgerung; (3) Wiedereinbürgerung; (4) Feststellung des Schweizer Bürgerrechts; (5) Adoption durch einen Schweizer Bürger bzw. eine Schweizer Bürgerin (für ein unmündiges ausländisches Kind).
-> siehe Einbürgerung (im erleichterten und ordentlichen Verfahren)

Als ein unabhängiger Familienkern gelten ein Paar, ein Elternteil mit Kind oder ein Kind über 25 Jahren zusammen mit einem Elternteil bzw. den Eltern.
Eine Erstfamilie ist ein Haushalt eines (verheirateten oder nicht verheirateten) Paares, in dem nur gemeinsame Kinder der beiden (Ehe-)Partner leben. Eine Fortsetzungsfamilie ist ein Haushalt eines (verheirateten oder nicht verheirateten) Paares, in dem zumindest ein Kind aus einer früheren Beziehung eines der beiden (Ehe-)Partner lebt. Allfällige gemeinsame Kinder des Paares, die mit einem Halbbruder und/oder einer Halbschwester zusammenleben, gehören auch zur Fortsetzungsfamilie.
Bei einem Einelternhaushalt setzt sich der Familienkern aus einem Elternteil und einem oder mehreren seiner Kinder zusammen, unabhängig von deren Alter.
Fortsetzungsfamilie
-> siehe Familienhaushalt

Gebäude

Gebäudekategorie
|Geöffnete Betriebe (Hotel- und Kurbetriebe) |
Anzahl der im Erhebungsmonat während mindestens einem Tag geöffneten Betriebe
|Geschosszahl |
In der Berechnung der Geschosszahl ist das Parterre eingeschlossen. Dach- und Untergeschosse wurden nur gezählt sofern sie mindestens teilweise für Wohnzwecke vorgesehen waren. Kellergeschosse hingegen fallen bei der Berechnung ausser Betracht.
|Grossvieheinheit (GVE) |
Die Grossvieheinheit ist eine Einheit, dank der die verschiedenen Nutztiere miteinander verglichen werden können. 1 GVE entspricht dem Futterverzehr und dem Anfall von Mist und Gülle einer 650 kg schweren Kuh. Auf dieser Grundlage werden Umrechnungsfaktoren in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht des Tieres verwendet (z.B. entspricht ein über 1-jähriges Schaf 0,17 GVE).

Haushalt
Holdinggesellschaften
HoldinggesellschaftenUnter den Holdinggesellschaften werden in der Steuerstatistk (Juristische Personen) diejenigen Kapitalgesellschaften und Genossenschaften aufgeführt, welche die Voraussetzungen für den Holdingstatus im Sinne von § 87 des Steuergesetzes erfüllen und daher grundsätzlich von der Gewinnsteuer befreit sind.
Bei den in den Tabellen zum steuerbaren Gewinn und steuerbaren Kapital nach Besteuerungsart aufgeführten Beträgen handelt es sich um folgende Gewinne, welche gemäss § 87 des Steuergesetzes auch bei Gesellschaften mit dem Holdingstatus zum ordentlichen Gewinnsteuersatz besteuert werden:
|Industrieholz |
Rohholz, das nicht als Vollholz oder Schnittholz weiterverarbeitet, sondern in weiterer Verarbeitung mechanisch

Investitionsanteil (einer Politischen Gemeinde)
Formel: (Bruttoinvestitionen x 100) / konsolidierte Ausgaben
Bemerkungen:

Kapitaldienstanteil (einer Politischen Gemeinde)
Kennzahl zur Beurteilung der Finanzlage einer Politischen Gemeinde. Der Kapitaldienstanteil ist die Messgrösse für die Belastung des Haushaltes mit Kapitalkosten. Ein hoher Kapitaldienstanteil weist auf eine hohe Verschuldung und/oder auf einen hohen Abschreibungsbedarf hin.
Formel: (Kapitaldienst x 100) / Finanzertrag
Bemerkungen:

Kind (in einem Haushalt)
Kollektivhaushalt
-> siehe Haushalt
Konsensualpaar
-> siehe Familienhaushalt

|Landbewirtschafter |
Betriebe oder Personen, die Kulturland bewirtschaften. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese zugleich auch Tierhalter sind.

|Mietpreis |
Der Mietpreis ist ein Erhebungsmerkmal der Strukturerhebung der Volkszählung. Es handelt sich um den monatlichen Nettomietpreis, d.h. ohne die Kosten für Heizung, Warmwasser und Garage. Für die Berechnung des Mietpreises bei den Genossenschaftswohnungen wurden weder Rabatte oder Rückvergütungen abgezogen noch Teilzahlungen an Anteilscheinen berücksichtigt.

Migrationshintergrund
Minimalsteuer
Die Auswertung der Minimalsteuer in der Steuerstatistik (Juristische Personen) beinhaltet die berechnete Minimalsteuer sowie die bei den entsprechenden juristischen Personen berechneten Gewinn- und Kapitalsteuern. In den Statistiken bezüglich Gewinn- und Kapitalsteuern sind die bei den betreffenden juristischen Personen berechneten Gewinn- und Kapitalsteuern enthalten.

Nettoschuld (+) bzw. Nettovermögen (-) (einer Politischen Gemeinde)
Formel: (Fremdkapital - Finanzvermögen) / Anzahl Einwohner
Bemerkungen:
|Nettovermögen (einer Politischen Gemeinde) |
-> siehe Nettoschuld
|Nichtständige Wohnbevölkerung |
Zur nichtständigen Wohnbevölkerung zählen
• ausländische Staatsangehörige mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L) für eine Aufenthaltsdauer von weniger als zwölf Monaten;
• Personen im Asylprozess (Ausweis F oder N) mit einer Gesamtaufenthaltsdauer von weniger als zwölf Monaten.
-> siehe Bevölkerung

Parteidisziplin
Parteistärke
Die Parteistärke einer Partei entspricht innerhalb eines Wahlkreises dem Anteil der Parteistimmen dieser Partei am Total aller Parteistimmen.
Über mehrere Wahlkreise hinweg (z. B. für die Berechnung der Parteistärke auf Kantonsebene bei Grossratswahlen) muss der Tatsache Rechnung getragen werden, dass den Wählenden in den verschiedenen Wahlkreisen (im Fall von Grossratswahlen bilden die Bezirke die Wahlkreise) eine unterschiedliche Zahl von Stimmen zur Verfügung stehen (entsprechend der Anzahl Sitze im Parlament). Um kantonale Werte zu erhalten, werden daher die abgegebenen Stimmen in eine über alle Wahlkreise hinweg vergleichbare Grösse umgerechnet: die fiktiven Wählenden. Fiktive Wählende der Partei A = ((Total gültige Wahlzettel im Wahlkreis) * (Erhaltene Stimmen Partei A)) / (Total abgegebene Stimmen im Wahlkreis)
Die fiktiven Wählenden sind eine theoretische Grösse und werden pro Wahlkreis (d.h. bei Grossratswahlen: pro Bezirk) berechnet. Die Summe der fiktiven Wählenden aller Bezirke ergibt die fiktiven Wählenden auf Kantonsebene.
Die Parteistärke auf Kantonsebene entspricht dann dem Anteil der fiktiven Wählenden einer Partei am Total gültiger Wahlzettel.

Pendler
-> siehe Arbeitspendler
Privathaushalt
-> siehe Haushalt
|Rückerstattungen (Sozialhilfe) |
Die Sozialhilfebeziehenden sind bei verbesserten wirtschaftlichen Verhältnissen und bei realisiertem Vermögen (Erbschaft) zur Rückerstattung verpflichtet. Zu Unrecht bezogene Leistungen sind samt Zins zurückzuerstatten. Bevorschusst das Sozialamt Versicherungsleistungen oder vermögensrechtliche Forderungen gegenüber Dritten, kann diese verlangen, dass ihr die Leistungen direkt ausbezahlt werden.
Die Rückerstattungsansprüche verjähren fünf Jahre seit Kenntnis, in jedem Fall aber 15 Jahre seit der letzten Leistung.
|Rundholz |
Stammholz und Kronenderbholz

Selbstfinanzierungsanteil (einer Politischen Gemeinde)
Formel: (Selbstfinanzierung x 100) / Finanzertrag

Selbstfinanzierungsgrad (einer Politischen Gemeinde)
Formel: (Selbstfinanzierung x 100) / Nettoinvestitionen
Bemerkungen:

|Sozialhilfeleistungen, Brutto- |
Als Brutto-Sozialhilfeleistungen werden die im entsprechenden Rechnungsjahr insgesamt ausbezahlten Unterstützungsleistungen im Rahmen der öffentlichen Sozialhilfe im engeren Sinn bezeichnet. Diese entsprechen der Summe aus den Saldi der folgenden Konti: 581.366.1 (Unterstützung an Thurgauer-Bürger), 581.366.2 (Unterstützung an übrige Schweizer-Bürger), 581.366.3 (Unterstützung an Ausländer), 581.366.4 (Unterstützung an Asylbewerber) 581.366.5 (Unterstützung an anerkannte Flüchtlinge), 581.366.6 (Unterstützung an vorläufig aufgenommene Personen).
|Sozialhilfeleistungen, Netto- |
Die Netto-Sozialhilfeleistungen entsprechen den Brutto-Unterstützungsleistungen abzüglich der im entsprechenden Rechnungsjahr verbuchten Rückerstattungen bzw. Rückvergütungen (Konti 581.436.1 bis 581.436.6) und Staatsbeiträge (Konti 581.461.1 bis 581.461.6). Sie geben Auskunft über die effektive Belastung einer Gebietskörperschaft durch Unterstützungsleistungen.
Die in einem Rechnungsjahr ausgewiesenen Netto-Unterstützungsleistungen werden durch Zeitpunkt und Umfang des Eingangs der Rückerstattungen mitbeeinflusst. Um festzustellen, ob auffallend hohe oder tiefe Netto-Unterstützungsleistungen einer Gemeinde allenfalls durch den Zeitpunkt des Eingangs grösserer Rückvergütungspositionen mitverursacht wurden, ist ein ergänzender Blick auf die Höhe der Brutto-Unterstützungsleistungen hilfreich.
->siehe auch Rückerstattungen
|Sozialhilfequote |
Die Sozialhilfequote bezeichnet den Anteil der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger, die einmal während des Jahres Sozialhilfe bezogen haben, an der gesamten ständigen Wohbevölkerung. Die Referenzbevölkerung ist seit 2011 die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte des Bundesamtes für Statistik (STATPOP des Vorjahres). Bis 2010 basierten die Berechnungen auf ESPOP (Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes). Die Zeitreihen blieben trotz Änderung weitgehend vergleichbar.
-> siehe auch Unterstützungsquote
|Stammholz |
Nutzbarer Stammteil ohne Geäst, Wipfel und Stumpf zerkleinert oder chemisch aufgeschlossen wird.
|Standardarbeitskraft |
Die Standardarbeitskraft ist eine Einheit für die Erfassung des gesamtbetrieblichen Arbeitszeitbedarfs mit Hilfe standardisierter Faktoren (Nutzfläche, Nutztiere, Zuschläge für Hanglage etc.).
|Ständige Wohnbevölkerung |
-> siehe Bevölkerung
|Steuerfuss |
Der Steuerfuss drückt aus, wieviel Prozent der einfachen Steuer als Staats- und Gemeindesteuer geschuldet wird. Für die Berechnung der geschuldeten Staats- und Gemeindesteuer wird die einfache Steuer zu 100 % mit dem Steuerfuss der Wohngemeinde multipliziert.
Der Steuerfuss ist in Prozenten der einfachen Steuer festgelegt. Der Staatssteuerfuss wird durch den Grossen Rat bestimmt. Die Steuerfüsse der einzelnen Körperschaften (Politische Gemeinden, Schulgemeinden, Kirchgemeinden) werden durch die Bürgerschaft genehmigt. Für die Kirchensteuer der juristischen Personen ist das Verhältnis von evangelischen und katholischen Niedergelassenen und Aufenthaltern massgebend (§ 224 StG und § 58 StV).
Für die Berechnung des Gesamtsteuerfusses werden die Steuerfüsse der einzelnen Gemeindekörperschaften zum Staatssteuerfuss hinzugerechnet.
|Steuerkraft pro Einwohner |
Die Steuerkraft pro Einwohner einer Gemeinde entspricht dem Netto-Ertrag aus der Besteuerung der natürlichen und juristischen Personen bei einem Steuerfuss von 100 %, dividiert durch die ständige Wohnbevölkerung am 31.12. des entsprechenden Jahres. Die Steuerkraft pro Einwohner ist derjenige Steuerertrag, der bei einem (hypothetischen) Steuerfuss von 100 % erzielt würde.
Dabei wird die Steuerkraft aufgrund folgender Faktoren ermittelt (vgl. Verordnung des Regierungsrates über das Rechnungswesen der Gemeinden vom 16. Mai 2000, Rechtsbuch 131.2, § 7a):
1. Laufende Steuertabelle der natürlichen und juristischen Personen, der Kapitalabfindungssteuern sowie der Quellensteuern
2. Nachtragstabelle der natürlichen und juristischen Personen
3. Abschreibungstabelle der natürlichen und juristischen Personen sowie der pauschalen Steueranrechnung
4. Nachsteuern
Nicht in die Berechnung einbezogen werden:
1. Ordnungsbussen sowie Ausgleichs-, Verzugs- und Rückerstattungszinsen
2. Abschreibungen von Ordnungsbussen und Zinsen
|Stockwerk |
-> siehe Geschosszahl
|Tierhaltende |
Betriebe oder Personen, die Nutztiere halten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese zugleich auch Landbewirtschafter sind. Dabei werden nicht nur professionelle landwirtschaftliche Betriebe gezählt, sondern auch Hobbytierhalter.

|Unterhaltsarbeiten, öffentliche |
Als öffentliche Unterhaltsarbeiten gelten die Ausgaben von Bund, Kantonen, Gemeinden sowie der öffentlich-rechtlichen Betriebe für Instandhaltung (Wahren der Funktionstauglichkeit durch einfache und regelmässige Massnahmen) sowie Instandsetzung (Wiederherstellen der Funktionstauglichkeit). Nichtbauliche Unterhaltsarbeiten wie Winterdienst werden nicht berücksichtigt. Ebenfalls nicht erfasst werden die nicht bewilligungspflichtigen übrigen Unterhalts- und Renovationsarbeiten der Privaten.
|Unternehmen |
Als Unternehmen wird in der Statistik der Unternehmensstruktur die kleinste juristisch selbständige Einheit bezeichnet. Unternehmen setzen sich aus einer oder mehreren Arbeitsstätten (Hauptbetrieb, Nebenbetrieb, Filialen) zusammen. Eine Arbeitsstätte ist eine räumlich abgegrenzte Einheit eines Unternehmens, wo eine wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt wird.
|Unterstützungsquote (Sozialhilfe) |
Die Unterstützungsquote beschreibt den Anteil der Sozialhilfefälle, die einmal während des Jahres Sozialhilfe bezogen haben, an der Gesamtzahl der Privathaushalte. Ein Sozialhilfefall kann sich dabei auf eine oder mehrere Personen beziehen. Die Privathaushalte werden noch auf der Basis der Volkszählung 2000 ermittelt. Für das Erhebungsjahr 2015 wurde keine Unterstützungsquote mehr berechnet. Ab 2016 soll die Unterstützungsquote von einer Haushaltsquote abgelöst werden, die auf Basis der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) berechnet wird.

Verwaltungsgesellschaften
|Vermögen, Steuerbares |
Die in der Steuerstatistik (Natürliche Personen) aufgeführten Vermögensbeträge (steuerbares Vermögen) ergeben sich nach Abzug der Schulden und der Steuerfreibeträge (nach § 53 Steuergesetz). In der Steuerperiode 2011 konnten in ungetrennter Ehe oder eingetragener Partnerschaft lebende Personen jeweils 200'000 Franken und alleinstehende Steuerpflichtige 100'000 Franken vom Reinvermögen abziehen. Zusätzlich konnte für jedes nicht selbständig besteuerte (minderjährige) Kind 100'000 Franken vom Reinvermögen abgezogen werden. Das tatsächliche (Rein-)Vermögen 2011 ist also entsprechend höher.
|Vollzeitäquivalente (VZÄ) |
Vollzeitäquivalente drücken aus, wie vielen Vollzeitbeschäftigten das Arbeitsvolumenen der Beschäftigten entspricht. In der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) des Bundesamts für Statistik erfolgt die Berechnung der Vollzeitäquivalente aufgrund eines Schätzmodells, da der Beschäftigungsgrad in den Daten der AHV-Register nicht enthalten ist (STATENT beruht wesentlich auf den Daten der AHV-Register).
|Wohnbevölkerung, ständige und nichtständige |
-> siehe Bevölkerung
|Wohneigentumsquote |
Unter Wohneigentumsquote versteht man den Anteilder vom Eigentümer selbst bewohnten Wohnungen (Eigentümerwohnungen) am Bestand der bewohnten Wohnungen, Die Wohnungen, für welche der Bewohnertyp unbekannt ist, wurden für die Berechnung der Quote nicht berücksichtigt.

Wohnung
Ein Einfamilienhaus besteht aus einer Wohnung; Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnungen werden als Mehrfamilienhäuser erfasst.
Es werden alle Wohnungen gezählt unabhängig davon, ob die Wohnung für Privat- oder Kollektivhaushalte bestimmt ist.
|Wohnungsfläche |
Die Wohnungsfläche ist die Summe der Flächen sämtlicher Zimmer, Küchen, Kochnischen, Badezimmer, Toilettenräume, Reduits (Abstellräume), Gänge, Veranden usw. Zusätzliche separate Wohnräume (z.B. Mansarden), offene Balkone und Terrassen sowie nicht bewohnbare Keller- und Dachgeschossräume fallen bei der Berechnung ausser Betracht.
Wenn die genaue Fläche nicht bekannt war, wurde ein Schätzwert (Länge der Wohnung X Breite der Wohnung) berechnet. Die Resultate sind deshalb mit einer gewissen Vorsicht auszulegen. Analysen der Flächenklassen können als unproblematisch betrachtet werden.
|Zimmer |
Als Zimmer gelten in den Baustatistiken Wohnräume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer usw., welche als Gesamtes eine Wohnung bilden. Nicht gezählt werden Küche, Badezimmer, Duschen, Toiletten, Reduits, Korridore, halbe Zimmer, Veranden sowie zusätzliche separate Wohnräume ausserhalb der Wohnung.
|Zimmerauslastung (in Hotel- und Kurbetrieben) |
Anzahl Zimmernächte dividiert durch die gesamte Nettozimmerkapazität der betreffenden Periode, in Prozenten ausgedrückt (die Nettozimmerkapazität entspricht der Anzahl Zimmer eines Betriebes im Erhebungsmonat multipliziert mit der Anzahl Öffnungstage dieses Betriebes in dem Monat).

Zinsbelastungsanteil (einer Politischen Gemeinde)
Formel: (Nettozinsen x 100) / Finanzertrag
Bemerkungen: