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Der Apollo-Computer im Leistungstest
Ohne den Apollo Guidance Computer (AGC) wäre die Apollo nicht zum Mond geflogen – und doch hätte genau dieser Computer die Landung beinahe verhindert.
Der AGC wurde vom Massachusetts Insitute of Technology (MIT) für die NASA entwickelt. Am Ende einer fast zehnjährigen Entwicklungsphase stand ein Gerät, das aus einem Rechner (30kg) und einer Anzeige/Tastatur (8kg) bestand und klein genug war, um in der Raumfähre Platz zu finden.
Handys massiv leistungsfähiger
Jedes gewöhnliche Handy heute leistet ein x-faches des AGC: es ist 100 x schneller, hat 200 x mehr Speicher und ist 300 x leichter. Im AGC wurden erstmals integrierte Schaltkreise verwendet – nur so wurde die Maschine klein genug.
Als die Entwicklung der Software für das System Anfang 60er-Jahre begann, gab es solche Schaltungen noch gar nicht. Die Software des AGC konnte deshalb kaum getestet werden und wurde vor allem auf Papier geschrieben oder auf den grossen Rechnern der Universität simuliert.
Unerwartete Fehlermeldungen
Als die Landefähre Eagle dann in echt auf den Mond losflog, zeigte der AGC aber plötzlich Fehlermeldungen an, die in den Simulationen zuvor nie aufgetreten waren. Der Grund: ein Radarsystem war eingeschaltet und überflutete den Rechner unerwartet mit unnötigen Informationen.
Weil aber in der Entwicklung etwas zu viel Speicher eingebaut worden war, konnte der AGC die zusätzlichen Daten entgegennehmen und in den Hintergrund delegieren – so blieben die kritischen Flugsysteme voll funktionsfähig und der Computer stürzte nicht ab.
Dennoch mussten die Astronauten einige bange Minuten überstehen: Per Funkspruch informierten sie die Ingenieure am Boden, die sehr schnell herausfinden mussten, warum der Fehler angezeigt wurde – und dann entschieden, die Mission trotzdem fortzugesetzen.
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