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Britney und BSB: Achtungserfolg und Absturz
Heute erscheinen die Comeback-Alben von Britney Spears (inzwischen ohne Kinder) und den Backstreet Boys (inzwischen ohne Kevin). Als Schrottmusik-Beauftragter von 78s habe ich mir beide Alben angehört und komme zu Handen der Kommission für potentiell geschmackswidrige Klänge zu folgendem Schluss:
Was die BSB abliefern ist dermassen anachronistisch, dass dagegen Dr. Alban und Mr. President geradezu ideal ins Jahr 2007 passen würden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das noch irgendjemand hören möchte (ausser Sven Epiney an der Miss Schweiz Wahl). Das erfolgreiche Comeback von Take That hat die Florida-Jungs offenbar in der Annahme bestärkt, dass Boygroups noch immer gefragt sind (Problem: Take That waren immer schon ein bisschen besser als die BSB und haben jetzt das Feld der erwachsen gewordenen Boybands besetzt).
Britneys Fall liegt etwas anders. Mit den richtigen Produzenten hat sie (fragt mich nicht wie) ein Album zu Stande gebracht, das den Zeitgeist trifft (und ein paar gute Songs hat es tatsächlich auf der Platte. Das werden wir spätestens dann merken, wenn sie von guten Bands gecovert werden). Die Ankündigung im ersten Song „It’s Britney-bitch“ ist Programm. Die Positionierung als schlampige Version von Nelly Furtado oder Gwen Stefani könnte durchaus gelingen und ist auch – ja, traurig – der einzig mögliche Weg.
Prognose: Achtungserfolg für Britney, Absturz für die Backstreet Boys.
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