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(Val)(Kt. Graubünden,
Bez. Maloja).
2640-1720 m. Rechtsseitiges Quellthal der zwischen
Scanfs und
Cinuskel von O. her aufs
Ober Engadin
zum
Inn ausmündenden
Ova Varusch. Der obere und mittlere Teil geht parallel mit dem
ValCasanna, dem südwestl.
und längern Seitenthal dieses durch Waldschluchten brausend herabstürzenden ansehnlichen Bergwassers. Val Trupchum nimmt
den
Ursprung an der
Fuorcla Trupchum (2786 m), hat bis in die Alp Purchèr NW.-Verlauf und wendet sich dann west- und westnordwestwärts,
um 1 km vor der Berghütte von Chanels (1834 m) mit dem
ValCasanna sich zu vereinigen.
Der Eingang von Val Trupchum ist malerisch und zeigt die freundlichen Bergweiden von Chanels; im Uebrigen sind beide Bergseiten
von
Wald
(God Varusch,
God Purchèr und
God Trupchum) und den Alpweiden Purchèr und Trupchum (2040 m) eingenommen. Um dieSchluchten
am Ausgang von
Val Müschauns zu umgehen, wendet sich der auf der
N.-Seite über Chanels führende Weg mittels
Brücke auf die
linke
Seite zur Alphütte Purchèr, dann wieder an den
N.-Hang und von hier, neu angelegt, ziemlich hoch hinauf am Abhang Schembrina
in die oberste Alp.
Der grüne, erst wenig geneigte Boden dieser Alp Trupchum mit dem landschaftlich grossartigen
Hintergrund
des
Thals macht auf den Wanderer einen starken Eindruck. Der
Wald reicht in Resten bis hierher hinauf. Die
Alpen gehören der
Gemeinde
Scanfs. Auf starker Steigung gelangt man nun zur
Fuorcla Trupchum (2786 m), die ins Livignothal hinüberleitet. Von
ValCasanna ist das Thal durch die NW.-Ausläufer des
PizCasanna (mit einer
Höhe von 2909 und 2684 m) geschieden.
Val Trupchum bietet für den Botaniker und Geologen viel interessantes. Im
Vordergrund setzen Verrucano und Buntsandstein
den Boden zusammen, dann erscheint schwarzer Muschelkalkdolomit, der nach N. anscheinend an grauen und dunklen
kalkigen Liasmergeln (Allgäuschichten) abstösst. Auch im Bachbett stehen hin und wieder diese Mergel an, während weiter
einwärts, in der Alp Purchèr, die Rauhwacke des Buntsandsteins aufgeschlossen ist. Nachher gewinnen die Liasschiefer mächtige
Verbreitung; sie enthalten zahlreiche Abdrücke von Fucoiden und Versteinerungen. Ueber diesen Schiefern liegen rote und
grünliche Tonschiefer, Hornsteine und Kalke, deren Versteinerungen auf den Oberjura (Malm, Tithon) hinweisen.
Der nordwärts fallende Komplex von Juraschiefern wird im N. durch
Obere Rauhwacke (Raiblerschichten) und Hauptdolomit überschoben.
(Kt. Zürich,
Bez. Andelfingen).
479 m. Gem. und Dorf 1,5 km n. der Station
Ossingen der Linie
Winterthur-Etzwilen-Singen.
Postablage, Telegraph, Telephon. 68
Häuser, 328 reform. Ew. Kirchgemeinde
Trüllikon. Weinbau. Ein Grabhügel aus der Hallstattperiode.
Einzelfund aus römischer Zeit. Alemannensiedelung. 858: Truttaninchova = bei den
Höfen des Truttaning, eines Nachkommen
von Trutano.