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Die russische Literatur, insbesondere die Werke ihrer bedeutendsten Vertreter wie Leo Tolstoi oder Fjodor Dostojewski hatten die literarische Bildung des jungen Thomas Mann entscheidend geprägt. Für die inhaltliche Vorbereitung dieses Beitrags hatte Mann zudem insbesondere auf das Werk Dmitri Mereschkowskis und dessen Bücher über Nikolai Gogol zurückgegriffen. Das Spannungsfeld zwischen der naiv-naturhaften Literatur, wie Mann die russische beschreibt, und der mehr analytischen, reflektierten Seite stellt in seinem Werk ein wiederkehrendes Thema dar und lässt ihn ob der Möglichkeiten einer Synthese hier ins Schwärmen kommen: »Geliebte Sphäre! Moralistisch, leidvoll, menschlich und komisch.« Zu verdanken ist der Einleitungstext zu einem thematischen Sonderheft der Süddeutschen Monatshefte Manns gutem Kontakt mit dem Übersetzer und Herausgeber Alexander Eliasberg. Er entstand zwischen dem 3. und 12. Januar 1921, das entsprechende Sonderheft erschien im Rahmen der Februarausgabe.
Autorentext
Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.