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Ob beim Wandern, Joggen, Spaziergang oder anderen Aktivitäten im Freien: Je öfter man draussen ist, desto grösser ist die Gefahr, von einer Zecke gestochen zu werden. Die Mehrheit der Zeckenstiche verlaufen zwar ohne Probleme, aber Zecken können das FSME-Virus und Borreliose übertragen. Beide Krankheitserreger können ein Leben nachhaltig negativ verändern, weshalb man sich dagegen schützen sollte.
FSME steht für «Frühsommer-Meningoenzephalitis» und ist eine Krankheit, die durch ein Virus ausgelöst wird, das über Zeckenstiche übertragen werden kann. Die Krankheit kann eine Hirnhautentzündung auslösen, die auf das Gehirn übergehen kann (Meningoenzephalitis). Bei schweren Krankheitsverläufen können Folgeschäden, wie etwa durch Lähmungen ausgelöste Behinderungen, zurückbleiben. In seltenen Fällen führt die FSME-Infektion sogar zum Tod.
FSME kann nicht ursächlich behandelt werden. Es gibt nur Arzneimittel, welche die Symptome lindern. Der zuverlässigste Schutz gegen FSME-Viren bietet die Zeckenimpfung.
Die Impfung wird im Allgemeinen sehr gut vertragen. Es kann dennoch zu Nebenwirkungen kommen, die meist nur kurz – etwa zwei Tage – anhalten: Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei rund 30 Prozent der Geimpften auftreten, sind örtliche Reaktionen an der Einstichstelle wie etwa Rötungen, kleine Schwellungen oder Schmerzen.
Etwa gleich oft treten allgemeine Reaktionen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen oder seltener Fieber auf. Es kann in sehr seltenen Fällen (ein bis zwei Fälle auf eine Million Dosen) auch zu allergischen Reaktionen kommen. Allergische Reaktionen und ein allfälliger anaphylaktischer Schock können jedoch behandelt werden.
Sehr selten können schwere neurologische Nebenwirkungen auftreten (1 auf 70'000 bis 1 auf 1 Million Dosen). Diese werden eher allgemein beschrieben durch beispielsweise starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, vorübergehende Gefühlsstörungen, Krampfanfälle oder Lähmungserscheinungen.
Extrem selten sind auch Entzündungen der Nerven oder des Gehirns nach einer Impfung aufgetreten. Die Eidgenössische Kommission für Impffragen schreibt dazu: «Bei der Seltenheit solcher Ereignisse ist eine Beurteilung des kausalen Zusammenhangs schwierig, muss aber in Einzelfällen als gegeben erachtet werden.»
Statistisch gesehen treten schwere neurologische Nebenwirkungen bei einer Impfung sehr selten auf (1 auf 70’000 bis 1 auf 1 Million Dosen). Das Risiko an einem Zeckenstich zu sterben, liegt hingegen bei 1 zu 33’000 bis 500’000. Bleibende Behinderungen sind hingegen viel öfters. Die Rechnung ist damit einfach gemacht: Wer sich gerne draussen bewegt, wird viel eher an FSME erkranken als an den sehr seltenen neurologischen Nebenwirkungen der Impfung und sollte sich daher impfen.
Auch wenn die Impfung der zuverlässigste Schutz gegen FSME ist, gegen Borreliose hilft die Impfung leider nicht. Beim Aufenthalt in der Natur sollte man sich deshalb immer mit Zeckensprays oder Kleidung schützen. Weitere Empfehlungen, ausführliche Informationen und die Zahlengrundlagen zum Thema Zecken bietet das FAQ der Rotpunkt Apotheken.
In den meisten Rotpunkt Apotheken können Sie sich gegen die FSME impfen lassen. Geimpft werden gesunde Personen ab 16 Jahren. Die Impfung wird ausschliesslich von Fachpersonen mit dem Fähigkeitsausweis vorgenommen und dauert nur etwa 15 Minuten. Für die Impfung steht ein separater Behandlungsraum zur Verfügung.
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