Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03448.jsonl.gz/662

Wirksamkeit
N-Acetylcystein: Bekannter und bewährter natürlicher Wirkstoff
N-Acetylcystein ist ein schleimlösender Wirkstoff, der in den Vereinigten Staaten bereits in den 1960er Jahren entdeckt wurde. Das N-Acetylcystein stammt aus einer Aminosäure, dem Cystein, das eines der Bestandteile unserer Körperproteine darstellt. Es handelt sich also grundsätzlich um eine natürliche Substanz. Zur besseren Verarbeitung in Form von Tabletten und Granulat wird das Cystein zu N-Acetylcystein verarbeitet, ohne dass es dabei zum Verlust seiner positiven Eigenschaften kommt.
N-Acetylcystein löst den Schleim direkt
N-Acetylcystein wirkt mukolytisch (=schleimlösend) in dem es die Bestandteile des Schleimes angreift und zerstört. Der Schleim, der seine Zähigkeit einem Proteingerüst verdankt, verliert damit seine Konsistenz und wird gelöst. Damit kann der Schleim leichter über die Bewegungen der Zilien (feine Härchen) der Schleimhäute transportiert und folglich ausgehustet werden.
N-Acetylcystein, Cystein und Glutathion wirken mukolytisch
Lokal angewendet wirkt N-Acetylcystein direkt schleimlösend am Ort der Applikation. Bei den Lutschtabletten sind dies der Pharynx (Rachen) und der Larynx (Kehlkopf).
Mit dem Granulat, Sirup oder mit den Brausetabletten wird N-Acetylcystein über den Magen-Darm Trakt aufgenommen und anschliessend über die Blutbahn an Organe wie die Lunge verteilt. N-Acetylcystein wird im Organismus zu Cystein metabolisiert und anschliessend auch in das Glutathion eingebaut. Alle drei Substanzen wirken mukolytisch, weil die aktive Komponente des Cysteins unverändert bleibt.
Proteine Disulfidbrücken (2) des Schleimes werden durch N-Acetylcystein (3) angegriffen. N-Acetylcystein reagiert mit den Disulfidbrücken der Schleimproteine (1) und löst somit das Gerüst der Schleimproteine auf. Der Schleim verliert damit seine Festigkeit und wird verflüssigt.