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Schmutziges Trinkwasser ist für viele Kinder in Malawi Alltag. Weil sie davon krank werden, können sie oftmals nicht zur Schule gehen. UNICEF installiert Solarpumpen, die tieferliegendes und somit sauberes Grundwasser erreichen.
Die Situation
In Malawi ist der Klimawandel bereits spürbar. Trockenperioden sind länger und ausgeprägter, der Grundwasserspiegel sinkt. Die meisten Brunnen und Handpumpen reichen jedoch nur bis zu einer maximalen Tiefe von 45 Metern – was in manchen Teilen des Landes nicht mehr tief genug ist.
Der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser hat für Kinder in Malawi weitreichende Folgen: Viele Kinder leiden an Durchfall oder anderen Infektionen, da sie verschmutztes Wasser trinken müssen. Sind sie für das Wasserholen zuständig, müssen sie ausserdem immer weitere Strecken bis zur nächsten Wasserstelle zurücklegen. Zeit für Schule bleibt keine.
Klimaresistente Wassersysteme in Malawi
So hilft UNICEF
UNICEF verbessert den Zugang zu sauberem Wasser durch Solarpumpen, die tieferliegendes Grundwasser erreichen und höhere Kapazitäten haben. Sie reichen bis zu einer Tiefe von 250 Metern und können somit eine langfristige Versorgung mit Grundwasser sicherstellen. Ausserdem ist die Ökobilanz solarbetriebener Anlagen im Vergleich zu dieselbetriebenen Systemen deutlich besser. Die robuste Struktur der Solarpumpen macht sie widerstandsfähiger gegen Überschwemmungen, was die ganze Gemeinschaft in Notsituationen stärkt. Während der Flutkatastrophe des Zyklons Idai Anfang 2019 bewährte sich das Wassersystem als Teil der Nothilfe in Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Gemeinden, die als Notunterkünfte genutzt wurden. So konnte UNICEF insgesamt 60 000 Menschen, die während des Zyklons und der anschliessenden Überschwemmungen vertrieben wurden, erreichen.
Aktueller Stand
UNICEF Schweiz und Liechtenstein unterstützt das Programm seit Dezember 2019. Bis September 2021 wurden vier solarbetriebene Wassersysteme an vier Schulen errichtet. Insgesamt haben dadurch 9 295 Schüler und Schülerinnen, 151 Lehrpersonen und 7 190 Gemeindemitglieder aus den nahegelegenen Dörfern Zugang zu sauberem Trinkwasser. Im Rahmen von Covid-19 wurde das Programm zudem leicht angepasst und erweitert. Die solarbetriebenen Wasserpumpen wurden in jeder Schule um eine Handwaschstation erweitert. Somit können die so wichtigen Hygienemassnahmen in den Schulen eingehalten werden. Seit Oktober werden im südlichen Distrikt Nsanje in drei weiteren Schulen solarbetriebenen Wassersysteme gebaut. Gleichzeitig werden Fachpersonen für den Betrieb und die Instandhaltung der Wassersysteme ausgebildet und die Gemeinden für wichtige Fragen im Zusammenhang mit Hygienepraktiken sensibilisiert.
Helfen auch Sie!
Mit Ihrer Spende helfen Sie mit, Kindern in Malawi und ihren Familien Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Das macht den Alltag der Familien einfacher, Wasser ist schneller und besser erreichbar und die Mädchen und Buben werden weniger schnell krank und können zur Schule gehen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung.