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(spr. bars-),Antonio, ital. Historien-,
Genre- und Porträtmaler, geb. 1835 zu Lugano (Tessin),
besuchte die Akademie in Mailand, nahm sich
aber vorzugsweise in Venedig die dortigen Meister zum Muster. Mit Porträten und kleinern Bildern anfangend,
erhielt er bald größere Aufträge auf Monumentalmalereien und Fresken, z. B. in der Kirche
zu St. Spiridion in Triest und im Hôtel National zu Luzern.
Von seinen Staffeleibildern sind zu nennen: Beatrice Cenci, Tasso (Museum
in Basel),
die Republikaner in Florenz, das kleine meisterhafte Bild: Diana von Poitiers bei
Franz I. für ihren
verurteilten Vater um Gnade bittend, das Genrebild: alte und neue Korrespondenzen und mehrere koloristisch glänzende Frauengestalten.
Seine bedeutendste Arbeit sind die 1874 vollendeten Fresken in der Kirche zu Horgen am Züricher See: die Gesetzgebung Moses'
und die Bergpredigt Christi, von ungewöhnlich glänzendem Kolorit.
(spr. basstjäng löpáhsch),Jules, franz.
Porträtmaler, geb. zu Damvillers (Meuse), widmete sich anfangs dem Verwaltungsfach,
vertauschte es aber mit der Malerei und wurde Schüler von
Cabanel. Zu den besten seiner seit 1873 ausgestellten Bilder gehören:
im Frühling, der Frühlingsgesang, Porträt meines Großvaters (1874), die
Kommunikantin, Porträt des Herrn Wallon (1876), Porträt «meine
Eltern», Porträt von André Theuriet (1878) und das im Pariser Salon von 1879 allgemein
bewunderte Porträt der Schauspielerin Sarah Bernhardt. Auf derselben Ausstellung hatte er ein sehr realistisches landschaftliches
Genrebild: die Oktoberzeit. 1874 und 1875 erhielt er Medaillen und den zweiten Preis für Rom.
(spr. wásstohs),Victor, der bedeutendste der jetzigen Bildhauer Portugals, geb. zu
Lissabon, widmete sich als Schüler der dortigen Akademie anfangs der Zeichenkunst, wurde
1855 Lehrer derselben an der Universität
in Coimbra und machte sich durch seine Kreidezeichnungen: die Samariterin am Brunnen (1855), der Zinsgroschen
u. a. einen Namen. Einige Jahre nachher ergriff er die seinem Talent mehr zusagende Plastik,
wurde schon 1860 Professor der Skulptur an der Akademie zu Lissabon, bereiste in den folgenden Jahren im Auftrag seiner Regierung
die Hauptkunststädte Frankreichs, Englands und Italiens und machte dann sein Glück mit mehreren bedeutenden
Monumentalstatuen. Es sind vor allen: die von acht Marmorgestalten umgebene kolossale Erzstatue des Camoens in Lissabon (1867),
eine Marmorstatue des
Königs Dom Pedro V. im Castello de Vide (Provinz Alemtejo), eine kolossale Bronzestatue des bekannten
Entdeckers Magelhaens (1873) in Lissabon, sechs dekorative Statuen am
Triumphbogen auf dem dortigen Handelsplatz sowie
mehrere
Basreliefs und Büsten.
Jeanna Maria Charlotte, schwed. Landschaftsmalerin, geb. zu
Stockholm, Tochter des Konservators des dortigen Museums, Karl Wilhelm B., begab sich im September 1863 nach Deutschland,
lebte meistens in München, machte jährliche Studienreisen nach Tirol, der Schweiz und Venedig, lebte von 1879-1880 in Paris
und kehrte im Herbst 1880 nach München zurück. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie von
Ehrhardt in Dresden, Albert
Flamm in Düsseldorf, Karl
Ludwig,
Langko und JosephBrandt in München. Zu den bedeutendsten ihrer sehr beliebten Werke gehören
die 1878 mit der silbernen Preismedaille gekrönte Dorfstraße bei aufsteigendem Gewitter mit einer durchziehenden
Zigeunerbande und 1880 das größere Bild: der Johannisabend. Mit größtem Erfolg leitet sie in München eine Malerschule
für junge Mädchen.
(spr. bodóh),JosephEugèneAnatolede, franz.
Architekt, geb. zu Sarrebourg (Meurthe), Schüler von Labrouste und Viollet le Duc,
machte sich auf den Ausstellungen durch zahlreiche Entwürfe und Pläne zu kirchlichen Gebäuden und
Schlössern einen
¶
mehr
ehrenvollen Namen, ebenso durch sein größeres architektonisches Werk «Églisesde bourgs et de villages» (1861-1862, 2 Bde.).
Mit dem jüngern Viollet le Duc redigierte er die «Gazette des architecteset du bâtiment» und mit Chabat das «Journal de menuiserie».