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Kinder dienen als Versuchskaninchen im WLAN Massenexperiment, Lehrer warnen
Drahtlose Computer Netzwerke in Klassenzimmern sollten sofort ausgesetzt werden, bis eine Untersuchung die Gesundheitsgefahren für Millionen von Schülern genau abgeklärt hat, verlangte gestern ein Schulleiter.
Philip Parkin, Generalsekretär der Lehrervereinigung, sagte, dass die Kinder tatsächlich als Versuchskaninchen benutzt werden, da die WLAN Risiken bis jetzt nicht genügend abgeklärt wurden.
Er sagte, die wissenschaftlichen Beweise veranlassten ihn, die Sicherheit des bereits in 15’000 Schulen in Grossbritannien eingeführten Systems in Frage zu stellen.
Man verbindet die drahtlose Technologie mit Konzentrationsverlust, Müdigkeit, Gedächtnisverlust und Kopfschmerzen. Ebenfalls vermutet man ein erhöhtes Langzeitrisiko für Krebs.
An der PAT’s Jahreskonferenz in Harrogate sagte Mr. Parkin: Meine grosse Sorge ist, dass bis zur vollständigen Untersuchung über vorhandene Beweise und einer neu in Auftrag gegebenen Studie, die Kinder unserer Nation als Versuchskaninchen in grossem Ausmass für Experimente benutzt werden.
Mr. Parkins Forderung nach einer Untersuchung wird auch unterstützt vom höchsten Britischen Gesundheitswächter, dem Vorstand der Health Protection Agency (Gesundheitsamt).
Sir William Stewart sagte im Mai, dass bei einer Ueberprüfung der Gesundheitsrisiken von WLAN Netzwerken grössere Gefahren auftreten könnten als früher vermutet.
WLAN Systeme senden und empfangen hoch frequente Radiowellen über Distanzen von mehreren hundert Fuss. (1Fuss=30cm, Red)
Sie ermöglichen im Internet zu surfen ohne Kabelanschluss im Bereich eines drahtlosen Transmitters (Innenraum-Senders, Red.)
Gemäss offiziellen Zahlen haben ca. 70% der Primarschulen und 81 % der Sekundarschulen WLAN bereits eingeführt und das System wird in allen neuen staatlichen Schulen und Hochschulen standardmässig eingebaut.
Eine typisches Schulgebäude besitzt, verteilt auf die Räumlichkeiten, in der Regel zehn WLAN Transmitter. Bei einem Schulhaus mit dicken Mauern können es einige mehr sein. Man nimmt an, dass Kinder auf elektromagnetische Strahlen empfindlicher reagieren wegen ihrer dünneren Schädeldecke und des sich in Entwicklung befindlichen Nervensystems.
In einem kürzlich ausgestrahlten BBC Panoramaprogramm wurde behauptet, dass die Strahlung eines WLAN Netzwerkes in einer Gesamtschule in Norwich dreimal stärker war als bei einem typischen Mobilfunkmast, obwohl einige Wissenschaftler diese Aussage in Frage stellten.
Eine in Umlauf befindliche Empfehlung an PAT-Mitglieder verlangt, dass die Schulen die WLAN Netzwerke sofort entfernen und durch Kabel ersetzen.
Falls das nicht möglich ist, sollten sie die Abstrahlung rund um die Schule messen und neben den Hotspots Warnschilder anbringen.
Die PAT verlangt dringend von der Regierung, ihre Empfehlung an Schulen, die besagt, dass WLAN Netzwerke „keine spürbaren Risiken für Kinder und andere Leute“ enthalten, zu revidieren
Mr. Parkin verteilte seinen 35,000 Gewerkschaftsangehörigen ein von einem PAT Mitglied zusammengestelltes Ratgeber-Dokument. Dieses PAT Mitglied erlitt eine heftige Reaktion, nachdem seine Schule mit WLAN ausgerüstet wurde.
Michael Bevington, ein Lehrer für Altphilologie an der Stowe Schule, wurde zu schwer krank, um weiter zu unterrichten. Er litt unter Kopfweh, Schmerzen, Hitzeausbrüchen, Druck hinter den Augen und Uebelkeit. Seither leitet er eine Studie über elektromagnetische Strahlen und glaubt, dass die amtliche Meinung über WLAN „ungenau“ ist.
Anfangs Jahr warnte Professor Lawrie Challis, Vorsitzender eines von der Regierung gesponserten Telekommunikationsforschungs-Programms vor der Gefahr, dass sich der Transmitter in nur 2cm Abstand zum Körper befindet, wenn die Kinder mit einem WLAN fähigen Laptop auf den Knien arbeiten.
Ungeachtet der Forderung des Vorsitzenden, hält das Gesundheitsamt an der Meinung fest, dass WLAN keine gesundheitlichen Schäden verursacht.
Gestern Abend beharrte auch der Minister für Kinderfragen, Kevin Brennan, darauf, dass WLAN sicher sei. Er sagte: “Das Gesundheitsamt hat ausdrücklich informiert, dass es ein Sicherheitsproblem mit WLAN nicht für möglich hält.
WLAN ist in Privathäusern, Büros und öffentlichen Gebäuden weit verbreitet.