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Dewar’s gehört zwar seit 1998 zu Barcadi, dies impliziert jedoch nicht, dass der Blended Scotch Whisky keinen eigenständigen, tiefgreifenden geschichtlichen Hintergrund zu verzeichnen hat. John Dewar Sr. kreierte seinen allerersten kommerziell vertriebenen Blend im Jahr 1846 – bis heute ist der originale Dewar’s White Label Whisky der uneingenommene Bestseller der Marke, und soll dazu auch noch der am meisten prämierte Blended Scotch Whisky der Welt sein. Unter der Leitung seiner beiden Söhne entwickelte sich das Unternehmen bis 1896, als die brandneue Aberfeldy Distillery eingeweiht wurde, zu einem globalen Marktführer. Dies war unter anderem auch der Tatsache zu verdanken, dass der US-amerikanische Präsident Benjamin Harrison bei seiner Amtseinführung ein kleines Fass Dewar’s Whisky zugesandt bekam und die Amerikaner davon ganz angetan waren. Dasselbe wiederholte sich acht Jahre später bei der Amtseinführung von James Garfield. Im Jahr 1987 geriert die Marke erneut in die Schlagzeilen, als ein Unterwasser-Archäologe ein paar intakte Flaschen Dewar’s aus dem Wrack der 1913 gesunkenen SS Regina an Land zog – wer diese letztendlich trinken durfte, ist nicht bekannt. Die Whiskys waren ausserdem die ersten Blends, die nach der Vermählung zurück in Eichenfässer gefüllt wurden, um dort einheitlich nachzureifen. Dieses damals innovative Verfahren wird heute vielerorts bei der Herstellung von Blended Whisky angewandt.
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