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Beim Schottischen Highland-Pony unterschied man zwischen einem kleinen, drahtigen Insel- und einem grossen, derben Festland-Typ auch "Garrons", Gälisch für Wallach, genannt. Der karge und raue Lebensraum im schottischen Hochland prägten die Highlands und machten sie widerstandsfähig, leichtfuttrig und anspruchslos.
Als ideale Arbeitstiere der Bauern, wurden sie im Laufe der Zeit von den Bürgern und sogar vom Adel geschätzt. Besonders in den sagenumwobenen Schlachten gegen Englands unbewegliche Ritter, bescherten die kleinen, wendigen Ponies den Schotten viele Vorteile. Durch Raubzüge und Schlachten wurde die Zahl der Tiere jedoch drastisch dezimiert. Erst Dank der Hirsch- und Moorhuhnjagd Mitte des 19. Jahrhunderts, bemühte man sich, dieses bewährte Pony wieder zu züchten. Nur sie waren in der Lage erlegte Hirsche bis zu 150 kg aus den unwegsamen Bergen Schottlands zu transportieren.
1923 wurde die "Highland-Pony Society" gegründet und sorgt seither für eine planmässige Zucht. Selbst Queen Elizabeth II. zählt zu den begeisterten Anhängern. Zugleich Patron der HPS, züchtet sie auf ihrem Schottischen Besitz "Balmoral" Highlands.
Man vermutet, dass das heutige Highland-Pony eine Kombination des sehr ursprünglichen, nordischen Pferdes mit dem Kelten-Pony ist. Die von spanischen Eroberern zurückgelassenen Hengste erklären die barocke Erscheinung des Highland-Pony. Die vorzüglichen Eigenschaften dieser sehr alten und urtümlichen Rasse wird heute in jeder Sparte des "modernen Reitsports"; Springen, Dressur, Fahren, Western, Trecking, Distanz- oder Therapiereiten geschätzt.
Unter den Highland-Ponies gibt es eine phantastische Vielfalt unterschiedlichster Farbvarianten. Häufig sind Schimmel und Falben aller Schattierungen mit Aalstrich und Zebrastreifen an den Beinen. Rappen und Braune sind selten, Füchse fast gar keine und Schecken sind nicht vertreten. Ausser einem Stern auf der Stirn sind keine Abzeichen erlaubt. Der schön gebogene Hals mit der langen, seidigen Mähne und dem üppigen Schweif sprechen für ihre natürliche Schönheit. Rassentypisch sind die kräftigen, schwarzen Hufe und der leichte Fesselbehang. Das kleine, kompakte Pferdchen verfügt über eine starke Hinterhand mit oft guten Springanlagen. Das Stockmass von 132 bis 148 cm und die ausgesprochen weichen Gänge, machen diese trittsicheren Allrounder zum idealen Begleiter für Jung und Alt. Besonders erwähnenswert ist der starke Bezug zum Mensch und der unerschöpfliche Arbeitseifer. Dank ihrem überdurchschnittlichen binokularem Sehen, scheuen sie seltener und geben dem Reiter einen wichtigen Sicherheitsfaktor. Der besondere Lernwille und die Lernfähigkeit, ihren Mut und ihre Gelassenheit machen diese vielseitigen Vierbeiner zu einem liebenswerten Partner.