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Falsch-positive Resultate der Mammografie
Werden bei der Mammografie Auffälligkeiten entdeckt, müssen diese vertieft abgeklärt werden, um ein genaues Resultat zu erhalten. In den meisten Fällen stellt sich jedoch bei den weiteren Abklärungen heraus, dass die entdeckten Veränderungen in der Brust gutartig sind und kein Brustkrebs vorliegt. In diesen Fällen wird von falsch-positiven Resultaten gesprochen.
Falsch-negative Resultate der Mammografie
Gelegentlich kommt es vor, dass der Brustkrebs bei der Mammografie-Untersuchung nicht erkannt wird. Diese seltene Situation kann in den folgenden Fällen auftreten:
- Ein Tumor in der Brust, der radiologisch nicht nachgewiesen werden kann und auf der Mammografie nicht sichtbar ist (okkulter Tumor).
- Ein Tumor wächst zwischen zwei Mammografie-Untersuchungen: Bedingt durch das Risiko, dass ein Brustkrebs auch zwischen den zweijährlich stattfindenden Mammografie-Untersuchungen wachsen kann, sollten Frauen, die ein erblich erhöhtes Risiko für Brustkrebs oder eine gutartige Veränderung der Brust haben, die mit einem erhöhten Risiko einer Brustkrebserkrankung einhergeht, die Untersuchung häufiger als alle zwei Jahre durchführen lassen.
- Bei einem falsch negativen Resultat der Mammografie war der Tumor vorhanden, wurde aber nicht erkannt. Dieser Fall tritt nur selten ein, doch bedeutet er für die betroffene Frau bedauerlicherweise eine verlorene Chance. Um die Zahl der falsch negativen Diagnosen zu senken bzw. zu minimieren, schreibt das Brustkrebs-Füherkennungsprogramm vor, dass jedes Röntgenbild von zwei Radiologinnen/Radiologen unabhängig voneinander beurteilt wird. Bei unterschiedlichen Ergebnissen wird zudem noch eine weitere Radiologin/ein weiterer Radiologe hinzugezogen.
Überdiagnose
Damit sind Brustkrebserkrankungen gemeint, die ohne Mammografie gar nie entdeckt worden wären. Der Brustkrebs hätte für die betroffene Frau zu Lebzeiten wohl keine Beschwerden hervorgerufen und somit keine Bedeutung gehabt. Da man zum Zeitpunkt der Diagnose nicht weiss, wie sich der Tumor weiter entwickelt und ob er gesundheitliche Probleme verursachen wird oder nicht, wird die Frau in der Regel gegen Brustkrebs behandelt.
Bei Entdeckung kann der Krankheitsverlauf nicht mehr beeinflusst werden
Es ist möglich, dass der Tumor bei der Mammografie-Untersuchung in einem Stadium entdeckt wird, in dem eine Heilung nicht mehr möglich ist. In diesem Fall leben die betroffenen Frauen mit dem Wissen um die Krankheit länger.
Strahlenbelastung beim Röntgen
Die Strahlenbelastung ist dank der Verwendung von Röntgengeräten guter Qualität und der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen sehr gering. Zum Vergleich: Die Strahlungsdosis einer Mammografie entspricht der natürlichen Strahlung, der man während eines Atlantikflugs – also zum Beispiel während einer Flugreise von Zürich nach New York – ausgesetzt ist.