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News 11.08.2004, 06:15 Uhr
Bluetooth-Angriffe auch auf grosse Distanz möglich
Einer Forschergruppe ist es gelungen, aus einer Distanz von fast zwei Kilometern ein Bluetooth-fähiges Handy zu manipulieren.
Die Wissenschaftler haben für das Experiment ein unmodifiziertes Nokia 6310i verwendet, wie sie auf ihrer Website "Agentsmith" berichten [1]. Den Angriff führten sie mit einem Laptop aus, der mit einem manipulierten Bluetooth-Dongle und Richtantenne ausgestattet war. Dadurch konnten sie nach eigenen Angaben aus einer Distanz von 1,08 Meilen (ca. 1,73 km) Aktionen wie das Herunterladen von Telefonbüchern und Anruflisten sowie das Senden und Lesen von SMS-Nachrichten ausführen. Dies sei auf Grund einer Schwachstelle möglich, die verschiedene Handys aufweisen, die mit der Funktechnologie Bluetooth ausgestattet sind. Diese Angriffsmethode ist schon länger bekannt. Bislang gingen Experten aber davon aus, dass sich solche Attacken nur aus Entfernungen von 10 bis 15 m ausführen lassen.
"Agentsmith" empfiehlt Besitzern von Bluetooth-Handys die Funktion im "Versteckten Modus" laufen zu lassen. So würden Angreifer daran gehindert, die Geräte zu finden. Die sicherste Lösung sei aber, die Bluetooth-Funktion ganz zu deaktivieren. Damit kann die Funktechnologie jedoch nicht mehr genutzt werden.
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