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Eine Begegnung mit Maria João Pires, der sanften Eigenwilligen, die schon immer genau das getan hat, was sie für nötig hielt.
Mit fünfzig wurde Maria João Pires zum fünften Mal Mutter. Im Spital, wo gerade ihre Tochter einen Sohn geboren hatte, lag neben diesem auf der Neonatologie ein drei Tage alter Junge. «Er war zur Adoption freigegeben», sagt die Pianistin. «Ich sass also jeden Tag bei meinem Enkel und bei diesem kleinen Jungen. Und schliesslich fragte ich meine vier Töchter, ob sie einverstanden wären, wenn ich ihn adoptieren würde. So war er nur drei Tage alleine gewesen.»