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Am letzten Wochenende waren zwar die besten Schweizer OL-Läufer im finnischen Viokatti, wo sie mit dem Weltcup-Final ein gelungenes Ende einer hervorragenden Saison feiern konnten. Simone Niggli-Luder beendete den Gesamtweltcup mit ihrem 58. Einzelsieg an erster Stelle und der Aargauer Matthias Kyburz sicherte sich mit seinem fünften Weltcup-Sieg zum ersten Mal die Krone des Gesamtweltcups und ist damit Nachfolger des derzeit verletzten Daniel Hubmann, der Gesamtweltcup-Sieger der letzten vier Jahre.
Dank der guten Physis
Vor wenigen Jahren wechselte Joseph Brügger (OLC Omström) vom Triathlon, wo er während langer Zeit zur nationalen Spitze zählte, zum OL: ein sportlicher Quantensprung. Mit viel harter Arbeit im technischen Bereich des Kartenlesens hat er sich langsam an die Spitze seiner Alterskategorie herangearbeitet und vermag jetzt dem ehemaligen Staffelweltmeister Christian Aebersold die Stirn zu bieten. Am Samstag beendete Brügger den nationalen Langdistanzlauf auf dem dritten Platz dreieinhalb Minuten hinter Aebersold. «Läuferisch bin ich ihm überlegen, aber kartentechnisch fehlt mir im Wald die Erfahrung», meinte Brügger. An der Sprint-Meisterschaft vom Sonntag, die kartentechnisch relativ einfach war, konnte Brügger seine ganzen läuferischen Fähigkeiten ausnutzen und seinen ersten Sieg an einer OL-Schweizer-Meisterschaft feiern. «Obwohl ich vielleicht nicht immer die optimale Route wählte, konnte ich diesen Fehler physisch ausgleichen.» So lag Brügger am Ende des Sprints neun Sekunden vor Aebersold.
Térence Risse (CA Rosé) vom Schweizer Juniorenkader lief am Samstag ein hervorragendes Rennen. Mit 18 Sekunden Rückstand auf Alain Denzler (OLG Welsikon) konnte er den zweiten Platz feiern. Im Sprint lief es Risse weniger gut. Der Beginn des Laufes war in einem Waldstück und der zweite Posten war etwas versteckt, was eigentlich der Philosophie eines Sprintwettkampfes nicht entspricht. Beim Suchen verlor er gegen 20 Sekunden und anschliessend machte er noch einen Folgefehler, was ihn nochmals etwas Zeit kostete. So wurde er Zehnter.
Valérie Suter (CA Rosé), die vor drei Wochen in der Langdistanz-Meisterschaft den Titel holte, konnte diesmal im Sprint die silberne Auszeichnung bei den Damen 35 in Empfang nehmen. Nachdem sie im Rennen vom Samstag an erster Stelle liegend den vorletzten Posten verpasste und anschliessend auf dem vierten Platz landete, konnte sie sich am Sonntag in einem knappen Rennen, wobei die drei Erstplatzierten lediglich vier Sekunden auseinanderliegen, revanchieren. hjs