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Die Suche nach dem verschollenen Flug MH370 dauert an. Zwei südafrikanische Touristinnen berichten nun Skandalöses über den Copiloten: Er soll mit ihnen auf einem früheren Flug im Cockpit geraucht und herumgealbert haben.
Zwei südafrikanische Touristinnen haben bemerkenswerte Geschichten über den Copiloten des verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeugs erzählt. Der 27-jährige Fariq Abdul Hamid soll während eines Flugs mit ihnen im Cockpit herumgealbert und dort auch geraucht haben.
Die Touristinnen berichteten in der TV-Sendung «A Current Affair» im Sender Channel Nine von einem früheren Flug mit dem Copiloten. Die beiden Frauen, die derzeit in Australien herumreisen, befanden sich demnach während des ganzen Fluges, inklusive Start und Landung, im Cockpit des Flugzeugs.
Die Piloten des betreffenden Fluges verstiessen damit gegen mehrere Regeln. «Wir sind schockiert», teilte die Fluggesellschaft Malaysia Airlines am Mittwoch mit. Die Vorwürfe würden sehr ernst genommen, hätten aber noch nicht überprüft werden können.
Die Suche nach dem spurlos verschwundenen Malaysia-Airlines-Passagierflugzeug konzentriert sich auf eine Meeresregion hunderte Kilometer von der letzten bekannten Position entfernt. Gesucht wird neu im Andamanischen Meer vor der Westküste Malaysias.
Suchflugzeuge und Schiffe sind nach vergeblichen Bemühungen im Südchinesischen Meer seit Mittwoch verstärkt im Andamanischen Meer im Einsatz, wie es aus dem Krisenstab verlautete. Vietnam will dagegen seine Bemühungen zurückfahren. «Wir werden unsere Suchaktivitäten reduzieren», sagte ein Sprecher des Such- und Rettungsdienstes des Landes. Als Grund nannte er Informationen, wonach das Flugzeug womöglich hunderte Kilometer vom Kurs abkam.
Sollte die Maschine im Andamanischen Meer oder in der Strasse von Malakka gefunden werden, wäre sie mehrere hundert Kilometer von ihrem eigentlichen Kurs abgewichen. Das Militär hatte schon am Wochenende in seinen Radaraufzeichnungen einen möglichen Kurswechsel von Flug MH370 entdeckt. Die Maschine sei womöglich umgekehrt, hiess es. Die Luftwaffe dementierte am Mittwoch allerdings Presseberichte, wonach das letzte Signal der Maschine vor der Westküste aufgefangen worden sei.
Die malaysische Halbinsel ist im Norden stellenweise weniger als 200 Kilometer weit. Solch eine Strecke legt eine Boeing 777 in weniger als einer Viertelstunde zurück. Insofern ist es theoretisch möglich, dass die Maschine westlich von Malaysia niederging. Trotzdem hätten zwischen Kursänderung und Niedergang viele Minuten gelegen. Rätselhaft bleibt, warum der Pilot sich dann nicht meldete und warum die Bordcomputer keine Probleme an die Bodenkontrolle funkten. (rey/sda)