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In einer sehr einsamen und abgelegenen Gegend gelegen, war es einer ausserordentlich strengen Disziplin unterworfen, die
namentlich lange dauerndes Fasten und
Schweigen forderte. Es erfreute sich wegen der Mildtätigkeit der Klosterbrüder grossen
Ansehens in der Gegend, blieb aber trotz Schenkungen von
Seiten zahlreicher
Herren und anderer mächtiger Persönlichkeiten
arm. Heute ist die Stelle mitten
im Wald von Oujon, wo einst das Kloster stand, kaum mehr zu erkennen.
Altes Besitztum des
Klosters sind die
Hütten von Les Argozats und La Conriéry bei
Saint Cergue. Im 12. Jahrhundert: Algio,
Augio; 1235: Oujon.
Cecca,OuilleSecca oder auch MontOuille (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
3550 m. Gipfel in der Kette zwischen dem Otemmagletscher und
der
Valpelline. Auf der alten Karte des S. A. C. Oulie Cecca, auf der Karte von Bobba und Vaccarone
MonteOulie Cecca, auf der Siegfriedkarte
La Sangla, auf der Dufourkarte La
Sciassa, auf der italienischen Generalstabskarte Mont
Oulie und auf der Karte von Adams Reilly
Bec d'Épicoun geheissen. Im Dialekt von Aosta bedeuten oulie, ouille, aouille etc.
s. v. a. aiguille (Nadel), cecca oder
Becca = sec (trocken);
Ouille Cecca also = Felsnadel mit trockenen,
d. h. nicht ständig verschneiten Hängen.
Trägt in der alpinen
Literatur auch den Namen Col d'Otemma.
Die Siegfriedkarte gibt die Bezeichnung Col de l'Oulie Cecca einer
Scharte ö.
vom
Bec de la
Sziassa, die vom Otemmagletscher aus leicht erreicht werden kann, von der italienischen
Seite dagegen nicht zugänglich
ist.
(Kt. Wallis,
Bez. Conthey).
2200-2500 m. Felshang s. vom
Glacier de
Forclaz und vom
Grand Muveran. 1866 hat man ihn mit einem seither
wieder aufgegebenen
Stollen durchbrochen, um das Schmelzwasser des Gletschers nach Chamosentze im gleichnamigen Thälchen
abzuleiten. Oxfordschiefer mit gestreckten Belemniten.
450 m. Kirchgemeinde, ihrer isolierten Lage rechts der
Rhone zwischen der Arête
des
Follaterres im SSO. und den untern Hängen der
Dent de Morcles im N. so genannt.
Umfasst die zwei politischen
Gemeinden
Collonges im N. und
Dorénaz oder Diablay im S. Die der h. Anna geweihte Pfarrkirche steht in
Collonges.
Diese beiden
Gemeinden sind 1729 von der Pfarrei
Saint Maurice abgetrennt und zusammen zur eigenen Pfarrei Outre Rhône vereinigt
worden.
Das ganze Gebiet ist in der Hauptsache aus Karbon und aus krystallinen Schiefern aufgebaut.
Das erstere besteht aus
wechsellagernden Schichten von fossilführenden Kohlenschiefern und von oft rotgefärbter metamorpher Nagelfluh, sog. Poudingue
d'Outre
Rhône, die mit der Nagelfluh von
Valorsine identisch ist und, wie diese w. der
Rhone im Chablais,
hier ö. der
Rhone und n. vom
Genfersee als erratische Blöcke sich überall findet.
Die krystallinen Schiefer sind wahrscheinlich
hier nichts
¶
mehr
anderes als durch den Gebirgsdruck umgeformte, metamorphosierte, Sedimente.