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Neuenburg, 10. Dezember 2019 – Der Gastgeber, der amtierende Weltmeister Schweden und die Tschechische Republik sichern sich mit Siegen zum Abschluss der Gruppenphase ihre Tickets für das Viertelfinale. Die Däninnen ihrerseits holen sich im Direktduell gegen Estland einen Platz in der Playoff-Runde.
Die Schweizerinnen konnten mit ihrem dritten Sieg im dritten Spiel ihre Weisse Weste an der Weltmeisterschaften wahren. Die Finninnen sicherten sich an ihrem freien Tag dank des Sieges der Gastgeberinnen ebenfalls ihr Ticket in der Gruppe A. In der Gruppe B sind es die achtfachen Weltmeisterinnen aus Schweden und die Tschechische Republik, die sich einen Platz im Viertelfinale holen.
Polen, Lettland, Deutschland und die Slowakei müssen sich ihrerseits mit einem Platz in den Playoffs begnügen. Für diese hat sich auch Dänemark dank des Sieges über Estland qualifiziert. Das Feld komplettieren Singapur und Australien aus der Gruppe D und Norwegen als Sieger der Gruppe C.
Patinoires du Littoral:
10:30 am – Singapur 4:3 Australien (Gruppe D)
Singapur drehte einen 2 Torunterschied im ersten Drittel und verdrängen Australien. Sie gewannen zum ersten Mal in der Geschichte eine Gruppe.
Die Partie zwischen Singapur und Australien hatte alles, was eine wahre Finalissima ausmacht. Tolle Stimmung in den Rängen und zwei Teams auf Augenhöhe. Und es ging um viel, denn der Sieger des Direktduells würde automatisch als Gruppenerster feststehen und sich so einen Vorteil für die Playoff-Runden sichern.
Und nach 20 Minuten wies alles darauf hin, dass dieser an die Australierinnen gehen würde. Zwei wunderbare Pässe von Blaise Hodges leiteten die beiden Tore von Jessica Birks ein.
Dieser Vorsprung hielt im zweiten Drittel aber nur gerade vier Minuten an. Denn Lina Chu und Michelle Lok, die nach der Partie als Most Valuable Player ausgezeichnet wurde, glichen das Spiel für das Team aus dem Tigerstaat wieder aus.
Es folgte ein Spiel auf Messers Schneide. Vier Minuten vor dem Ende des 2. Drittels holte Natalia Wee mit dem Tor zum 3:2 die erstmalige Führung für die Südost-Asiatinnen.
Australien war nun angeschlagen. Diese Baisse nutzte Swee Ling Ong im letzten Drittel um Singapurs Vorsprung auf 4:2 zu erhöhen. Australien war nun besonders gefordert. Nur mit grosser Mühe konnte Hodges in den letzten fünf Minuten Singapurs Vorsprung auf ein Tor reduzieren und damit für ein äusserst spannendes Ende der Partie sorgen.
Singapur seinerseits tat alles in seiner Macht Stehende um den Vorsprung über die Runden zu bringen. Dies schafften die Südost-Asiatinnen dan dank Torhüterin Fariza Begum Mohamed Zabir dann auch. Die Singapurer Party konnte dann so richtig losgehen, als die Schlusssirene ertönte.
Singapur steht damit als Gruppensieger fest und wird zusammen mit Australien den Weg über die Playoffs beschreiten. In der Playoff-Runde trifft Singapur morgen, Mittwoch, auf die Deutschen, die noch immer auf ihren ersten Sieg warten, währenddem Australien gegen ein starkes Polen ran muss.
13:30 Denmark 8:3 Estland (Group C)
Dänemark overpowert Estland im entscheidenden dritten Gruppenspiel dank vier Toren von Mathilde Christensen und sichert sich so doch noch einen Platz in der Playoff-Runde.
Dänemark startete hungrig in diese richtungsweisende Party. Lina Voldby und Mathilde Christensen nahmen sich vor dem Tor als erste ein Herz und erzielten für die Däninnen gleich die ersten beiden Treffer.
Vier Minute vor der ersten Pause vermochte Liina Luih den Rückstand der Estinnen auf 1:2 zu reduzieren, jedoch gab der Vertreter aus dem Baltikum das Spiel nach der Pause zu leicht aus der Hand. Dänemarks Christensen brauchte gerade einmal vierzehn Sekunden nach Wiederanpfiff nach der ersten Pause um den Vorsprung wieder auf zwei Zähler zu erhöhen.
Kati Kutisaars brachte Estland in der Folge noch einmal heran. Doch wiederum verschliefen die Estinnen die ersten Sekunden nach einer Pause – dieses Mal sogar nach bereits zwölf Sekunden. Klara Fjorder war es, die zum 5:2 für Dänemark einschob. Christiansens Hattrick und zwei weitere Tore waren dann noch das Tüpfelchen auf dem i für die Däninnen.
Die positive Energie, die die Däninnen aus diesem Spiel schöpfen konnten, werden sie dann auch in der Playoff-Runde brauchen können.
16:30: Tschechische Republik 19:3 Slowakei
Die Tschechische Republik setzte sich gegen den Nachbarn und alten Rivalen Slowakei mit einem 19:3 durch. Mit diesem deutlichen Sieg hat sich Sascha Rhyners Team direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Die Slowakei ihrerseits muss den harten Weg durch die Playoffs gehen.
Dafür werden die Slowakinnen aber wieder ihren Tritt finden müssen, denn die Tschechinnen zeigten dem Rivalen klar auf, wo die Schwächen im eigenen Spiel liegen.
So lud die Tschechische Republik bereits im ersten Drittel zur Kür; dies auf Kosten der Slowakinnen, die in den ersten zwanzig Minuten gleich acht Tore hinnehmen mussten. Die Dirigentin dieser tschechischen Symphonie waren dabei Michaela Mlejnkova mit drei, Nela Kapcova mit zwei und Vendula Berankova, Denisa Ratajova und Martina Repkova jeweils einem Tor.
Die Partie wurde so früh vorentschieden. Die Reaktion der Slowakinnen nach den ersten zwanzig Minuten war deshalb nicht mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein. Denn die Tschechinnen behielten ihr Tempo bei. Das slowakische Duo Kristina und Paulina Hudáková trafen zwar für die Slowakei und konnte so den Stolz ein wenig wiederherstellen, doch die auch die Tschechinnen spielten mit offenen Visieren. So stand es nach dem zweiten Drittel bereits 13:3 für die Tschechische Republik.
Im dritten Drittel bekamen die Slowakinnen noch einmal eine volle Breitseite ab. Ein Sechserpack zum 19:3-Schlussresultat war die Folge. Eine Ohrfeige von der sich die Slowakei erst einmal erholen werden muss. Doch dafür bleibt nicht viel Zeit, denn es wartet bereits morgen, Mittwoch, Dänemark in der Playoff-Runde.
19:30 Polen 0:11 Schweiz (Gruppe A)
Die Schweizer Nationalmannschaft reitet weiter auf der Erfolgswelle. Das Team von Rolf Kern bezwingt Polen mit 11:0 und qualifiziert sich als Sieger der Gruppe A für das Viertelfinale.
Die Polinnen muss morgen, Mittwoch, in den Playoffs gegen Australien ran. Für dieses Spiel brauchen die Zentraleuropäerinnen unbedingt eine Leistungssteigerung, denn die Schweizerinnen zerlegten die polnische Abwehr regelrecht in ihre Einzelteile.
Nach 14. Minuten hatte Michelle Wiki bereits zwei Tore verbucht; Andrea Gamperli erhöhte zum 3:0 zur Pause. Im zweiten Drittel verbuchten Corin Rüttimann, Geraldine Rossier, Flurina Marti sowie Wiki, welche damit einen Hattrick feiern konnte, jeweils ein Tor. Die drei Treffer im letzten Drittel waren dann nur noch Resultatskosmethik – auch wenn für die falsche Seite.
Eine besondere Partie konnte die Schweizer Torhüterin Lara Heini, denn die Schweizer Schlussfrau konnte nach ihrer bärenstarken Leistung gegen Finnland als Zückerchen auch noch einen Shutout feiern.
Die Schweizerinnen haben also bewiesen, dass sie weiter in Topform sind. Den morgigen Ruhetag können die Gastgeberinnen dann auch gleich für die Regeneration nutzen.
La Riveraine: USA 5: 10 Thailand (Gruppe D)
Thailand wird zweifelsohne mit grossem Selbstvertrauen in die Klassifizierung gehen können, denn die Südost-Asiatinnen verbuchten gegen die USA einen eindrücklichen 10:5-Sieg.
Nach einer hart umkämpften Startphase mit Treffern auf beiden Seiten, gingen die Thais durch Aliisa Syrjaenenin in Führung. Die Tore von Aliisa Syrjaenen und Soraya Klinsrisuk brachten das Team aus dem Land des Lächelns jedoch rasch mit 3:1 in Führung.
Chrstine Linberg verkürzte zwar nochmals für die USA, doch Nelly Johansson, Klinsrisuk und Kuiraphanew erzielten dann Ende des letzten Drittels um auf 6:2 zu erhöhen.
Das war schon die Vorentscheidung. Die US-Amerikanerinnen bäumten sich zwar noch einmal auf, aber das änderte kaum etwas am Spielverlauf. So sicherte sich Thailand in ihrem dritten Spiel ihren ersten Sieg an der diesjährigen Austragung der IFF Women’s World Floorball Championships.
Thailand wird nun in den Klassierungsspielen auf Japan treffen, währenddem es die USA mit Estland zu tun bekommen.
19:30 Schweden 16:1 Lettland (Gruppe B)
Der amtierende Weltmeister Schweden fegte Lettland mit einem überragenden 16:1-Sieg vom Platz. Damit stehen die Skandinavierinnen als Gruppensieger fest und sind direkt für das Viertelfinale qualifiziert.
Lettland hingegen muss in den Playoffs gegen Norwegen antreten um doch noch in den exklusiven Kreis der acht besten Nationen vorzustossen.
Moa Gustafsson, die als Most Valuable Player ausgezeichnet wurde, erzielte im dritten und letzten Gruppenspiel gleich vier Tore, während Amanda Delgado Johansson, Sofia Joelsson, Johanna Hultgren und Moa Tschop jeweils zwei Tore verbuchen konnten.
In den letzten Spielminuten erzielte Simona Grapena dann doch noch den Ehrentreffer für die Lettinnen. Den Schlusspunkte setzte dann aber auch Schweden – mit Tschops Treffer zum 16:1.
Somit sind die Schwedinnen auch weiterhin weltmeisterlich unterwegs in Neuenburg. Die Fans werden am Donnerstag im Viertelfinale dann wieder in den Genuss des schwedischen Spiels kommen. Die Lettinnen müssen bereits morgen, Mittwoch, in der Playoff-Runde wieder ran.