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Versickerungspotential des Strassenabwassers an den Böschungen der Nationalstrasse
Auf einen Blick
Projektleiter/in: Dr. Beatrice Kulli-Honauer
Projektvolumen: 12'000.00 CHF
Projektbeginn: 01.01.2014
ProjektpartnerInnen: HEPIA
Kurzdarstellung
Gemäss dem Leitfaden des BAFU «Gewässerschutz bei der Entwässerung von Verkehrs¬wegen» und der Richtlinie ASTRA 18005 „Strassenabwasserbehandlung an Nationalstrassen“, wäre eine Entwässerung über die Bankette mit einer Versickerung über eine filtrierende Bodenschicht an der Böschung vorzuziehen. Dieses Verfahren wurde auf der Autobahn A9 im Wallis erfolgreich angewendet, auf dem übrigen Nationalstrassennetz (NS) jedoch kaum.
Nach den Arbeiten an der A9 wurden die Eigenschaften der Böden, die für eine Versickerung über die Bankette geeignet sind, neu definiert und die genauen Anforderungen in der Richtlinie ASTRA 18005 beschrieben. Zudem wurde in den Jahren 2012–2013 eine Methodik entwickelt, mit der das Potenzial der Versickerung über die Bankette kartographiert werden kann. Diese Methodik wird im Dokument ASTRA 88004 beschrieben. Im Rahmen dieser Arbeit wurden 600 km des NS-Netzes der Filialen Estavayer und Thun kartographiert und die Ergebnisse über das Basissystem MISTRA (MISTRA Basisystem externe Layer) verfügbar gemacht.
Beispiel für die Kartografie und Typografie des Versickerungspotenzials des Strassenabwassers in den Banketten an der A9 und A1 in der Gegend von Essert-Pittet (534'331 / 176'308)
Die entwickelte Methodologie ermöglicht eine semi-automatische Kartierung der Böschungseigenschaften. Folgende 4 Kriterien bestimmen die Machbarkeit einer Versickerung:
Das Potenzial der Versickerung über die Bankette wird anhand von drei Kriterien definiert:
- Zustand der Bankettoberfläche: beschreibt den Typ / die Beschaffenheit der Bodenbedeckung der Bankette.
- Geometrie der Strassenschulter und des angrenzenden Fahrstreifens
- Tongehalt des Bodens der Bankette.
- Gewässerschutzzonen.
Mit Hilfe der entwickelten Methode, soll das gesamte Nationalstrassennetz erfasst und beurteilt werden. Daraus soll für das gesamte Netz eine GIS-Karte der Böschungstrecken entstehen, die zeigt wo die Umweltbedingungen eine Entwässerung über die Bankette erlauben.
Die Ergebnisse werden durch eine Feldkontrollkampagne validiert.