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1865
Inhaltsverzeichnis
FEBRUAR
0206D: Isabella Beeton
- Isabella Beeton (* 14. März 1836 in London als Isabella Mayson; † 6. Februar 1865), allgemein bekannt als Mrs Beeton, war die Hauptautorin des Buches Mrs Beeton’s Book of Household Management, dessen erster Teil im November 1859 erschien. Typisch für die Gestaltung des Buches ist die Kombination praktischer Ratschläge mit geschichtlichen Hintergründen und Erörterungen naturwissenschaftlicher Zusammenhänge, oftmals aufgehängt an einem Zitat aus einem literarischen oder philosophischen Werk. Der Ratgeber wurde schon kurz nach dem Erscheinen zum Bestseller und wird bis heute in unzähligen Ausgaben nachgedruckt. Isabella Beeton starb im Alter von nur 28 Jahren im Kindbett. Sie gilt als berühmteste und bekannteste Kochbuchautorin Großbritanniens. Ihr Name wurde, losgelöst von ihrer Person, zum Markennamen, unter dem bis heute Bücher und Lebensmittel verkauft und beworben werden. (Artikel des Tages)
0223D: Mannheimer Kasinosturm
- Der Mannheimer Kasinosturm war ein gewaltsamer Überfall auf eine katholische Demonstration und Versammlung am 23. Februar in Mannheim. Durch gewalttätige Gegendemonstranten wurden mehrere Teilnehmer verletzt, einer sogar durch einen Messerstich. Die Veranstaltung musste abgebrochen werden, und eine größere Teilnehmergruppe floh, von den Gewalttätern verfolgt, über die Landesgrenze ins damals bayerische Ludwigshafen am Rhein.
MÄRZ
0319D: Schlacht von Bentonville
- Die Schlacht von Bentonville wurde nach einem Dorf im US-amerikanischen Bundesstaat North Carolina, westlich von Goldsborough benannt. Hier fanden vom 19. bis zum 21. März, kurz vor dem Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges, blutige Gefechte zwischen den Truppen der Union unter General Sherman mit einer Stärke von etwa 60.000 Mann und den Resten der Tennessee-Armee unter Johnston mit 20.000 Soldaten statt.
0325D: Angriff auf Fort Stedman
- Der Angriff auf Fort Stedman war ein Gefecht während des Amerikanischen Bürgerkrieges. Er beendete am 25. März östlich von Petersburg, Virginia den Richmond-Petersburg-Feldzug. General Robert E. Lee beabsichtigte durch den Angriff auf das US-Fort Stedman, seine Handlungsfreiheit wiederherzustellen. Der Angriff blieb der letzte ernsthafte Versuch der Konföderierten, die Belagerung von Petersburg zu beenden.
0329D: Appomattox-Feldzug
- Der Appomattox-Feldzug (29. März - 9. April) war eine Serie von Kämpfen während des Amerikanischen Bürgerkrieges, an deren Ende die Kapitulation der Nord-Virginia-Armee, der wichtigsten Armee der Konföderierten Staaten von Amerika, stand. Diese Kapitulation wird gemeinhin als das Ende des Bürgerkrieges angesehen, obwohl die letzte konföderierte Armee ihren Kampf erst Mitte Juni aufgab.
- Die Schlacht bei Dinwiddie Court House (auch Schlacht am Chamberlains Bed genannt) war eine weniger bedeutende Schlacht des Appomattox-Feldzugs während des Amerikanischen Bürgerkrieges und ging der entscheidenden Schlacht am Five Forks unmittelbar voraus.
APRIL
0401D: Schlacht am Five Forks
- Die Schlacht am Five Forks war eine Schlacht des Amerikanischen Bürgerkrieges. Sie fand am 1. April im Dinwiddie County, Virginia statt und war die entscheidende Schlacht des Appomattox-Feldzugs.
0404D: Max und Moritz (Busch)
- "Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen" ist ein Werk von Wilhelm Busch. Das Werk wurde am 4. April erstveröffentlicht und zählt damit zum Frühwerk von Wilhelm Busch. Es weist jedoch Gesetzmäßigkeiten des Handlungsgefüge und Grundmuster inhaltlicher, stilistischer und wirkungsästhetischer Art auf, die sich auch in den späteren Bildergeschichten von Wilhelm Busch wiederholen.[1] Viele Reime dieser Bildergeschichte wie „Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“, „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“ und „Gott sei Dank! Nun ist's vorbei / Mit der Übeltäterei!“ sind zu geflügelten Worten im deutschen Sprachgebrauch geworden.
- Wilhelm Busch bot dem Dresdner Verleger Heinrich Richter seine Bildergeschichte "Max und Moritz" als Wiedergutmachung an, denn im Jahr zuvor hatte Richter seine "Bilderpossen" herausgegeben, aber kaum Exemplare davon verkauft. Der Dresdner wollte jedoch kein erneutes Risiko eingehen und winkte ab. Busch wandte sich also an seinen alten Verleger Caspar Braun - und so begann die Erfolgsgeschichte der bösen Buben am 4. April 1865 in München. (dradio.de 2005)
0406D: La-Grange-Massaker
- Das La-Grange-Massaker oder auch La-Grange-Expedition genannt, war eine Suchexpedition, die im Jahr 1865 in unmittelbarer Nähe der La Grange Bay in Western Australia in der Kimberley-Region durchgeführt wurde. Angeführt wurde sie von Maitland Brown. Die Expedition suchte drei Siedler, die von einer früheren Expedition nicht zurückgekehrt waren. Vermutlich waren die drei Männer entweder durch Speere oder Keulen von Aborigines getötet worden. Zahlreiche Aborigines wurden darauffolgend von den Expeditionsteilnehmern in Auseinandersetzungen massakriert, die häufig als La-Grange-Massaker bezeichnet werden.
- Das Gefecht bei Appomattox Courthouse war die letzte militärische Aktion der Nord-Virginia-Armee unter General Robert E. Lee, bevor dieser vor den Armeen Generalleutnant Ulysses S. Grants kapitulierte. Diese Kapitulation gilt als das nominelle Ende des Sezessionskrieges.
0409D: Louis Pasteur referiert über Keime als Grund für Krankheiten
- Vor 150 Jahren stellte der französische Chemiker Louis Pasteur seine Erkenntnisse über die Wirkung und Bekämpfung von Keimen in einem Vortrag an der Pariser Sorbonne vor. Er wurde damit zu einem der Gründerväter der Mikrobiologie und Bakteriologie. (dradio.de)
0413D: Amanz Gressly
- Amanz Gressly (* 17. Juli 1814 in Bärschwil; † 13. April 1865 in Bern) war ein Schweizer Geologe und Paläontologe. Auf Gressly geht die Verwendung des Begriffs Fazies in der Geologie zurück, er gilt als einer der Begründer der modernen Stratigraphie und Paläoökologie. (Artikel des Tages)
0414D: Attentat auf Abraham Lincoln
- Heute vor 150 Jahren wurde erstmals ein Präsident der USA durch ein Attentat getötet. Die Ermordung Abraham Lincolns durch einen prominenten Schauspieler, der sich mit der Niederlage der rassistischen Südstaaten im Bürgerkrieg nicht abfinden konnte, trug wesentlich zur historischen Aura Lincolns bei. (dradio.de 2015)
- Alice im Wunderland ist ein erstmals 1865 erschienenes Kinderbuch des britischen Schriftstellers Lewis Carroll. Die fiktive Welt, in der Alice im Wunderland angesiedelt ist, spielt in solch einer Weise mit Logik, dass sich die Erzählung unter Mathematikern und Kindern gleichermaßen großer Beliebtheit erfreut. Sie enthält zahlreiche satirische Anspielungen – nicht nur auf persönliche Freunde Carrolls, sondern auch auf die Schullektionen, die Kinder im England jener Zeit auswendig lernen mussten. Meistens werden die Geschichte und ihre Fortsetzung Alice hinter den Spiegeln als eine Einheit angesehen. Bekannt sind die Erzählungen auch durch die Illustrationen des britischen Zeichners John Tenniel in den ersten Ausgaben. Alice im Wunderland gilt als eines der hervorragenden Werke aus dem Genre des literarischen Nonsens. Gemeinsam mit der 1871 erschienen Fortsetzung Alice hinter den Spiegeln wird dieses Kinderbuch zu den Klassikern der Weltliteratur gezählt. So ist die Erzählung heute beispielsweise Bestandteil der ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher. Die britische Zeitung The Guardian nahm 2009 sowohl Alice im Wunderland als auch Alice hinter den Spiegeln in die Liste der 1000 Romane auf, die jeder gelesen haben muss. Die Erzählweise und -struktur, die Figuren und die Metaphorik haben unverändert großen kulturellen Einfluss. Alice im Wunderland erfuhr Adaptionen für die Bühne und im Film. Figuren der Erzählung, wie zum Beispiel die Grinsekatze, der Jabberwocky, der Märzhase und der verrückte Hutmacher, oder einzelne Episoden, wie beispielsweise die der Teegesellschaft, in die Alice hineingerät, wurden in der Popkultur immer wieder aufgegriffen und zitiert.
- Eine Raupe, die Wasserpfeife raucht, eine sadistische Kartenkönigin, ein Schnapphase: Lewis Carrolls "Alice im Wunderland" ist voller verrückter Einfälle und gehört längst zu den Klassikern der Kinderliteratur. Vor 150 Jahren ist es erstmals erschienen. (dradio.de 2015)
- Lewis Carrolls Erzählung Alice im Wunderland kann als Gegenentwurf zur viktorianischen Gesellschaft mit ihren rigiden Konventionen gelesen werden. Das Buch leuchtet eine Welt aus, in der ein Kind sich allein seinen Weg durch das Leben bahnen muss, weit weg von allen erzieherischen Normen. Mithilfe der wundersamen Erlebnisse der kleinen Alice widerlegt Lewis Carroll die Vorstellung seiner Zeit, die Welt der Erwachsenen mit ihren (z. T. fragwürdigen) moralischen Prinzipien sei das Modell, dem auch die Welt der Kinder angepasst werden müsste. Alices Traumwelt ist weder ideal, noch ist sie frei von Gefahren. Doch die junge Heldin meistert alle Herausforderungen aufgrund ihrer Unvoreingenommenheit und ihres eigenen, zwar kindlichen, aber unverstellten Urteilsvermögens. Carroll „rehabilitiert“ so das Kind als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft und als eigenständiges Individuum. Das Mädchen enthüllt in seiner direkten, unbekümmerten Art schonungslos die Egoismen, Lebensängste und Gewalttätigkeiten erwachsener Menschen. Carrolls Gesellschaftskritik versteckt sich in der überbordenden Fantastik und Absurdität des Geschehens, die ihresgleichen sucht und Alice im Wunderland auch heute noch eine breite Leserschaft in allen Kulturkreisen sichert. (getAbstract)
MAI
- Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist die deutsche nichtstaatliche Seenotrettungsorganisation. Sie ist zuständig für den Such- und Rettungsdienst (SAR: Search and Rescue) bei Seenotfällen. Die DGzRS finanziert sich ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen (sowie zu einem geringen Prozentsatz aus seitens der Justizbehörden verhängten Bußgeldern) und ganz ohne Steuergelder.[1] Schirmherr ist der Bundespräsident.
- Sie fahren bei Wind und Wetter hinaus, wenn Menschen auf See in Not geraten - die Seeleute der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. 81.000 Menschen hat die DGzRS seit ihrer Gründung im Jahr 1865 gerettet. (dradio.de 2015)
JUNI
0621D: Dynamit Nobel AG
- Die Dynamit Nobel AG war ein deutsches Chemie- und Rüstungsunternehmen, dessen Sitz sich zuletzt in Troisdorf befand. Sie geht auf das am 21. Juni 1865 von dem schwedischen Chemiker und Industriellen Alfred Nobel in Hamburg gegründete Unternehmen Alfred Nobel u. Co zurück. Anfangs wurde Sprengstoff auf Basis von Nitroglycerin in der Dynamitfabrik Krümmel in Geesthacht bei Hamburg hergestellt. Bei dieser Fabrik handelte es sich um die erste Nitroglycerinfabrik außerhalb Schwedens. Das Unternehmen wurde 2004 durch den ehemaligen Mutterkonzern MG technologies (heute GEA Group AG) zerschlagen und verkauft. Den größten Teil der vormaligen Dynamit-Nobel-Unternehmen führt die amerikanische Rockwood Inc. weiter. In der letzten Jahresbilanz 2003 wies das Unternehmen einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro aus und beschäftigte zu dieser Zeit rund 13.000 Mitarbeiter. (Artikel des Tages)
0623D: Ende des amerikanischen Bürgerkriegs
- Der amerikanische Bürgerkrieg dauerte von 1861 bis 1865 und kostete rund 600.000 Soldaten das Leben. Im Zentrum des Konflikts zwischen den Nord- und Südstaaten der USA stand der Streit um die Abschaffung der Sklaverei. Vor 150 Jahren endete der Krieg. (dradio.de 2015)
JULI
0714D: Erstbesteigung des Matterhorns
- Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Schweizer Alpen von sportlichen Engländern als Wettkampfstätte für Erstbesteigungen entdeckt. Das endete vor 150 Jahren mit einem spektakulären Unglück: Vier Bergsteiger stürzten nach der Erstbesteigung des Matterhorns in den Tod. (dradio.de 2015)
AUGUST
0814D: Gasteiner Konvention
- Die Gasteiner Konvention wurde am 14. August in Bad Gastein zwischen Preußen und Österreich unterzeichnet. In dieser Konvention regelten die deutschen Großmächte die Herrschaft über die Elbherzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg. Bereits am 19. August wurde der Vertrag von beiden Staaten ratifiziert.
OKTOBER
1001D: Julius Sachs veröffentlicht seine Erkenntnisse über die Photosynthese
- Der Botaniker Julius Sachs interessierte sich vor allem für grundlegende Fragen: Wie bilden Pflanzen Wurzeln, wie schnell wachsen Stängel und Blätter? Atmen Pflanzen? Vor 140 Jahren hat Julius Sachs seine Erkenntnisse über die Photosynthese in veröffentlicht. Mit seinem ersten Buch landete er einen Coup - und wurde über Nacht berühmt. (dradio.de 2005)
- Vor 150 Jahren beendete der deutsche Botaniker Julius Sachs sein Handbuch der Experimentalphysiologie der Pflanzen. Damit legte er den Grundstein für eine neue Wissenschaft: die Pflanzenphysiologie. Seine Nachfolger versuchen seitdem, mit immer neuen Experimenten die Funktionsweise von Pflanzen zu verstehen. (dradio.de 2015)
1011D: Morant-Bay-Aufstand
- Der Morant-Bay-Aufstand fand ab dem 11. Oktober in Morant Bay im Saint Thomas Parish auf Jamaika statt. Der von Paul Bogle angeführte Aufstand markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Insel und war Grund einer kontroversen politischen Debatte in Großbritannien.
NOVEMBER
1118D: Rohrpost in Berlin
- Seit dem NSA-Skandal ist vielen Menschen klar, wie leicht E-Mails mitgelesen und Telefone abgehört werden können. So manch einer dürfte sich eine Technik zurückwünschen, die vor 150 Jahren in Betrieb ging, und die tatsächlich so gut wie abhörsicher war: die Rohrpost. (dradio.de 2015)
DEZEMBER
1217D: Uraufführung von Schuberts "Unvollendeten"
- Acht Sinfonien schrieb Franz Schubert, die letzte davon war "Die Unvollendete". Ob sie wirklich unvollendet blieb, weiß man bis heute nicht. Aber wie die anderen sieben musste sie lange auf eine öffentliche Aufführung warten. Erst 37 Jahre nach Schuberts Tod wurde sie in Wien uraufgeführt. (dradio.de 2015)
1223D: Lateinische Münzunion
- Der Euro war nicht die erste Gemeinschaftswährung: Vor 150 Jahren gründeten Frankreich, Italien, Belgien und die Schweiz die Lateinische Münzunion. Später schlossen sich 14 weitere Staaten an, darunter Griechenland - bis zum Grexit 1908. (dradio.de 2015)
- Der 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten (auf Englisch The Thirteenth Amendment to the Constitution of the United States of America) wurde am 31. Januar 1865 vom Kongress verabschiedet und den Bundesstaaten zur Ratifizierung vorgelegt. Er trat am 18. Dezember 1865 in Kraft und schaffte die Sklaverei auf dem gesamten Gebiet der Vereinigten Staaten endgültig ab. 1864 hatte er die notwendige Zweidrittelmehrheit im Repräsentantenhaus noch um drei Stimmen verfehlt. Nach der Wiederwahl Abraham Lincolns empfahl dieser die „nochmalige Betrachtung und Verabschiedung“ des Zusatzes. Am 31. Januar 1865 wurde daraufhin erneut abgestimmt, und dieses Mal erreichte der Zusatz die notwendige Mehrheit. Da die Vereinigten Staaten zu diesem Zeitpunkt 36 Gliedstaaten hatten, wurde am 6. Dezember 1865 das notwendige Quorum von 27 Staaten erreicht. Bis 1870 nahmen mit Ausnahme Delawares, Kentuckys und Mississippis alle weiteren Bundesstaaten den Text an. Delaware und Kentucky taten dies erst 1901 bzw. 1976. Als letztem Bundesstaat wurde Mississippis Zustimmung erst im Februar 2013 rechtskräftig. Der dreizehnte Verfassungszusatz war bei seiner Verabschiedung der erste Zusatzartikel seit mehr als 60 Jahren. Gemeinsam mit den ihm folgenden Verfassungszusätzen Vierzehn und Fünfzehn bildet er die nach dem Sezessionskrieg verabschiedeten Reconstruction Amendments. (Artikel des Tages)
- Es war der Anfang vom Ende der Sklaverei in den USA: Vor 150 Jahren trat ein Zusatzartikel zur Verfassung in Kraft, den Abraham Lincoln auf den Weg gebracht hatte. Er ebnete den Sklaven in den USA die Freiheit, doch Rassismus und Diskriminierung waren nicht überwunden. (dradio.de 2015)
LEXIKON
- Die BASF SE (ehemals: „Badische Anilin & Soda-Fabrik“; SE: Societas Europaea) ist der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Chemiekonzern. Über 100.000 Mitarbeiter sind in mehr als 80 Ländern bei der BASF (inklusive der akquirierten Cognis-Gesellschaften) beschäftigt. Die BASF betreibt über 390 Produktionsstandorte weltweit, ihr Hauptsitz befindet sich in Ludwigshafen am Rhein. 2010 erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 63,873 Mrd. € einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 7,761 Mrd. € und einen Nettogewinn von 4,557 Mrd. € (Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter). Die Aktie des Unternehmens ist im DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet und wird ebenfalls an den Börsen in London und Zürich gehandelt.
- Der Bonner Philologenstreit (auch: Bonner Philologenkrieg) eskalierte zwischen den klassischen Philologen Friedrich Wilhelm Ritschl und Otto Jahn im Jahr 1865. Der Konflikt zwischen den beiden bestand seit Jahns Berufung an die Bonner Universität 1854 und bedeutete eine Zäsur in der Bonner Schule der Klassischen Philologie.
Cellosonate op. 38 (Brahms)
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
- Johannes Brahms hatte ein Faible für den Klang des Violoncello. Als Jugendlicher spielte er auch Cello und nahm Unterricht, bis zu dem Zeitpunkt, als sein Lehrer samt Instrument verschwand. Damit erklärte Brahms seine Cellokarriere für beendet und widmete sich von da an dem Klavierspiel. Komponiert hat Brahms allerdings zwei wunderbare Sonaten für Cello, die erste, die Cellosonate Nr.1 e-Moll, ist 1862/1865 entstanden. In der Diskothek im Zwei stehen fünf Aufnahmen von Brahms e-Moll-Cellosonate zur Diskussion. Gäste von Eva Oertle sind die Cellistin Martina Schucan und der Pianist Werner Krapf. (DRS2 Diskothek im Zwei 2011)
- "Der Virtuos" ist eine 1865 erschienene Bildergeschichte des humoristischen Zeichners und Dichters Wilhelm Busch, die als eine der innovativsten Illustrationen in seinem Werk gilt. Sie ist einer der Gründe, warum Wilhelm Busch ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend den ehrenden Beinamen Großvater der Comics oder Urvater der Comics erhielt. Der Virtuos erschien nicht wie die großen Bildergeschichten Buschs wie Die Fromme Helene oder Der Heilige Antonius von Padua als eigenständiges Druckwerk, sondern als Illustration in den Fliegenden Blättern des Münchner Verlages Braun & Schneider, der im selben Jahr auch die Rechte an Wilhelm Buschs Bildergeschichte Max und Moritz erwarb.
- Leopold II. (1835-1909) aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha war bis 1865 Herzog von Brabant und Prinz von Belgien und folgte seinem Vater Leopold I. auf den Thron des Königreichs Belgien. Von 1865 bis 1909 war er König der Belgier. Leopold war Anhänger kolonialistischer Ideen und gründete in Zentralafrika den Kongo-Freistaat, dessen persönlicher Eigentümer er von 1885 bis 1908 war. Zu dieser Zeit wurde aus dem Kongo vor allem Elfenbein und Kautschuk exportiert. Die einheimische Bevölkerung wurde dabei schwer misshandelt und ausgebeutet. Wie viele Menschen bei diesen sogenannten „Kongogräueln“ ums Leben kamen, ist umstritten. Adam Hochschild, ein US-amerikanischer Journalist, der sich mit der Kolonialzeit in Belgisch-Kongo intensiv auseinandergesetzt hat, schätzt die Zahl auf zehn Millionen Opfer. 1908 wurde das riesige Territorium Eigentum des belgischen Staates und im Zuge dessen in Belgisch-Kongo umbenannt.
- Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen ist eine Bildergeschichte des deutschen humoristischen Dichters und Zeichners Wilhelm Busch. Sie wurde Ende Oktober 1865 erstveröffentlicht und zählt damit zum Frühwerk von Wilhelm Busch. Im Handlungsgefüge weist sie auffällige Gesetzmäßigkeiten und Grundmuster inhaltlicher, stilistischer und wirkungsästhetischer Art auf, die sich auch in den späteren Arbeiten von Wilhelm Busch wiederholen. Viele Reime dieser Bildergeschichte wie „Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“, „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“ und „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei / Mit der Übeltäterei!“ sind zu geflügelten Worten im deutschen Sprachgebrauch geworden. Die Geschichte ist eines der meistverkauften Kinderbücher aller Zeiten und wurde bis heute in 300 Sprachen und Dialekte übertragen. (Artikel des Tages)
- "Die Afrikanerin" ist eine Grand opéra in fünf Akten von Giacomo Meyerbeer. Sie gilt als dessen bestes Werk. Das Libretto verfasste Eugène Scribe. Beide erlebten die triumphale Uraufführung am 28. April 1865 in der Pariser Oper nicht mehr. Die deutsche Erstaufführung fand am 18. November des gleichen Jahres in Berlin statt. Auch sie wurde zu einem großen Erfolg.
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
- Tristan und Isolde ist ein Musikdrama von Richard Wagner, der das Werk selbst als „Handlung in drei Aufzügen“ bezeichnete. Die Uraufführung fand am 10. Juni 1865 im Königlichen Hof- und Nationaltheater in München unter der Leitung von Hans von Bülow statt.
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
- Das persönlichste von Wagners Musikdramen sei «Tristan und Isolde», heisst es. Und das aufwühlendste. Und in der Tat: Es ist fast verblüffend, wie Operngeschichte und sein Leben miteinander verschmelzen. Tristan (gleich Wagner) freit Isolde (gleich Mathilde Wesendonck), die aber ihrerseits bereits verheiratet ist mit Otto Wesendonck (gleich König Marke). Die Liebe fliegt auf, es gibt Streit. Im echten Leben muss Wagner nach Venedig fliehen, in der Oper stirbt Tristan durch das Schwert, und Isolde folgt ihm in den Tod. Gäste von Gabriela Kaegi sind die Dirigentin Graziella Contratto und der Musikwissenschaftler Jürgen Kesting. (DRS2 Diskothek im Zwei)
- Die Oregon Iron Company war eine Eisengießerei in der Gegend, die heute zu Lake Oswego, Oregon gehört. Sie wurde 1865 gegründet und wurde 1867 zum ersten Unternehmen, das in den Vereinigten Staaten westlich der Rocky Mountains Eisen goss. Das Unternehmen ging nach einigen Jahren Pleite, wurde jedoch 1878 als Oswego Iron Company und 1883 als Oregon Iron and Steel Company neugegründet. Diese letzte Neugründung brachte auch durch einen größeren Hochofen ein rentables Unternehmen hervor, dass 1890 den Höhepunkt der Produktionsmenge erreichte. Der Druck durch billigeres Importeisen und die Spätwirkungen der Panik von 1893 führten dazu, dass das Unternehmen seine Hochöfen 1894 schließen musste. Ein Rohrgießerei wurde noch bis 1928 betrieben. Das Unternehmen existierte als Landverwaltungsunternehmen bis zu Beginn der 1960er Jahre.
- Andrew Johnson (1808-1875) war der 17. Präsident der Vereinigten Staaten (1865–1869). Zuvor war er unter Abraham Lincoln von März bis April 1865 amerikanischer Vizepräsident, nach der Ermordung Lincolns rückte er ins Präsidentenamt auf. Er gehörte der Demokratischen Partei an.
- Andrew Johnson (* 29. Dezember 1808 in Raleigh, North Carolina; † 31. Juli 1875 in Carter Station, Tennessee) war ein US-amerikanischer Politiker und von 1865 bis 1869 der 17. Präsident der Vereinigten Staaten. Als Abraham Lincolns zweiter Vizepräsident zwischen März und April 1865 musste Johnson nach dem tödlichen Attentat auf den Präsidenten dessen Nachfolge antreten. Er gehörte der Demokratischen Partei an. Seine Jahre im Weißen Haus waren geprägt von der sogenannten Reconstruction, der Wiedereingliederung der im Bürgerkrieg unterlegenen Südstaaten. Besonders die Frage, ob die ehemaligen Konföderierten unter harten oder milden Bedingungen wieder vollwertig in die USA aufgenommen werden sollten, führte zu erheblichen politischen Spannungen. Senatoren und Abgeordnete der Republikaner, die den Kongress dominierten, traten für eine harte Bestrafung der Südstaaten-Anführer sowie umfassende Bürgerrechte für die ehemaligen afroamerikanischen Sklaven ein, was der Präsident aufgrund seiner Weltanschauung bekämpfte. Außenpolitisch konnte er 1867 mit dem Ankauf Alaskas einen Erfolg verzeichnen. Aufgrund seiner kompromisslosen Haltung gegenüber dem Kongress, vor allem in Fragen der Bürgerrechte für Afroamerikaner, wird seine Amtsführung heute von den meisten Historikern und US-Bürgern in Umfragen als eine der schlechtesten bewertet. (Artikel des Tages)
- Die Princess Alice war ein 1865 in Dienst gestellter Raddampfer des britischen Schifffahrtunternehmens London Steamboat Company, der von der Werft Caird & Company im schottischen Greenock gebaut wurde. Sie wurde für Ausflugsfahrten auf der Themse genutzt. Am 3. September 1878 kam es zwischen der Princess Alice und dem Frachtschiff Bywell Castle auf der Themse zu einer Kollision. Die Princess Alice brach in zwei Teile und sank innerhalb weniger Minuten. Dabei kamen 640 der etwa 800 Ausflügler an Bord ums Leben. Der Untergang der Princess Alice stellt das bis heute schwerste Schifffahrtsunglück auf britischen Binnengewässern dar.
- Die Southern Pacific Transportation (SP) war eine US-amerikanische Eisenbahngesellschaft im Süden und Westen der USA. Sitz des Unternehmens war San Francisco. Von 1865 bis 1885 war die Bezeichnung der Gesellschaft Southern Pacific Railroad und von 1885 bis 1969 Southern Pacific Company. Gegründet wurde die Gesellschaft am 2. Dezember 1865 als Southern Pacific Railroad of California, um eine Eisenbahnstrecke von Kalifornien nach New Orleans zu bauen. Ab 1870 war sie im Besitz der „Big Four“, der Eigentümer der Central Pacific Railroad (CP). Im Jahr 1881 wurde die Verbindung der SP mit der Texas and Pacific Railroad in Sierra Blanca und mit der Atchison, Topeka and Santa Fé Railway in Deming (New Mexico) hergestellt. Damit entstand die zweite transkontinentale Eisenbahnverbindung in den USA. Die Central Pacific verpachtete ihren Besitz 1884 an die SP. Sie wurde bis 1959 kommissarisch von der Southern Pacific geführt. Erst dann konnte die Southern Pacific die CP komplett übernehmen. Ab 1939 beschaffte die SP Diesellokomotiven und stellte die letzte Dampflokomotive 1957 ab. Nach der Fusion mit der Denver and Rio Grande Western Railroad 1988 wurde das Streckennetz unter dem Namen Southern Pacific Lines vermarktet. Im Jahr 1996 wurde die Southern Pacific Railroad durch die Union Pacific Railroad übernommen. (Artikel des Tages)
- Die Berliner Straßenbahn ist eines der ältesten Straßenbahnnetze und war 2010 nach den Netzen von Melbourne und St. Petersburg das drittgrößte Straßenbahnnetz der Welt. Betrieben wird die Bahn seit 1929 von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Das normalspurige Netz hat eine Streckenlänge von 189,4 Kilometern. 22 Linien mit einer Gesamtlänge von fast 300 Kilometern bedienen 378 Haltestellen. 2014 beförderte die Berliner Straßenbahn 181,1 Millionen Fahrgäste. Am 22. Juni 1865 ging die erste Pferdebahn Deutschlands zwischen Schloss Charlottenburg und dem Brandenburger Tor in Betrieb, die Verlängerung zum Kupfergraben folgte am 28. August desselben Jahres. Die Endhaltestelle wird noch heute von den Linien M1 und 12 angefahren. Der Großteil des Netzes wurde zwischen 1896 und 1902 auf elektrischen Betrieb umgestellt. Nach der Teilung der Stadt und der BVG in einen östlichen und einen westlichen Betrieb folgte 1953 auch die faktische Teilung des Netzes. Bis 1967 wurden alle Straßenbahnlinien in West-Berlin stillgelegt. Mit Ausnahme dreier nach der deutschen Wiedervereinigung in den ehemaligen Westteil der Stadt verlängerter Streckenteile verkehrt die Straßenbahn daher heute nur im ehemaligen Ostteil der Stadt. Die jüngste Erweiterung ist die Inbetriebnahme der Strecke vom Nordbahnhof zum Hauptbahnhof morgen, am 29. August 2015. (Artikel des Tages)
- U-Boote sind Boote, die für die Unterwasserfahrt gebaut wurden. Moderne große U-Boote, die eine Masse von bis zu 26.000 Tonnen haben können, werden auch U-Schiffe genannt. Zivile U-Boote bezeichnet man meist als Tauchboot. Die älteste im Original erhaltene Beschreibung eines Tauchfahrzeugs findet sich in einem Ende des 12. Jahrhunderts entstandenen Heldenepos. 1801 entwarf der Amerikaner Robert Fulton das U-Boot Nautilus mit einem Handkurbelantrieb für eine Schraube, Seiten- und Tiefenrudern sowie einem Druckluftsystem zur Versorgung der Besatzung mit Atemluft. Das erste U-Boot, das aus eigener Kraft wieder auftauchen konnte, war die 1865 von dem Deutsch-Amerikaner Julius Kröhl gebaute Sub Marine Explorer. Der Einsatzzweck des Bootes war das Sammeln von Perlen vom Meeresgrund. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen sich auch Seestreitkräfte für U-Boote zu interessieren. In den beiden Weltkriegen wurden U-Boote erstmals im größeren Umfang zu militärischen Zwecken eingesetzt.
- Der Verein für die Geschichte Berlins e.V. Gegr. 1865 ist ein gemeinnütziger Geschichtsverein, dessen Mitglieder die Geschichte Berlins erforschen und wahren und durch langjährige Schriftenreihen und andere populärwissenschaftliche Publikationen sowie Veranstaltungen erlebbar machen wollen.
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel, daraus wird dann der Einleitungstext im ersten Abschnitt zitiert. Alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.
25.01.2009 Artikel eröffnet
25.01.2011 Grundstock erstellt