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Es war ein Match wie gemacht für den Court No. 1. Als sich Stan Wawrinka und Grigor Dimitrov am Freitagabend in der 1. French-Open-Woche die Filzbälle um die Ohren peitschten, war die Stimmung elektrisierend. Die Spieler brillierten mit tollen Punkten, die Zuschauer dankten es mit stehenden Ovationen.
Damit ist nach diesem Turnier Schluss. Der legendäre «Bullring», der 1980 von «Musketier» Jean Borotra eröffnet wurde, fällt der Modernisierung der Anlage zum Opfer. Auf dieses Jahr hin wurde im Botanischen Garten der Court Simonne Mathieu eröffnet, der «1er» muss einer Zuschauerwiese weichen.
Es ist das Ende eines Tennisplatzes, der Schauplatz vieler legendärer Matches war:
- 1993: Gabriela Sabatini führt im Viertelfinal gegen Mary-Joe Fernandez mit 6:1, 5:1, kann 5 Matchbälle nicht nutzen und verliert die Partie noch.
- 1997: Gustavo Kuerten schlägt in der 3. Runde überraschend Thomas Muster und gewinnt wenig später seinen ersten von drei French-Open-Titeln.
- 2004: Marat Safin ist nach einem spektakulären Ballwechsel derart euphorisiert, dass er die Hosen runterlässt (siehe Video oben).
Die Schweizer Spieler bedauern den Abbruch des Stadions. Auch wenn die Arena wenig Glamour versprüht, hat Belinda Bencic gerne dort gespielt. «Der Platz war zwar gross, aber sehr gemütlich. Meiner Meinung nach sollten sie ihn nicht abreissen», bedauert die 22-Jährige.
Ähnlich tönt es bei Stan Wawrinka. «Die Zuschauer sind sehr nahe dran, man spürt die Energie. Das gefällt mir», so der Romand.
Einzig Roger Federer hat nicht nur gute Erinnerungen an die Stierkampfarena. 2001 verletzte er sich im Spiel gegen David Sanchez. «Es hat genieselt und war kühl. Beim Erlaufen eines Stoppballs im 4. Satz habe ich mich an den Adduktoren verletzt», sagt der Baselbieter. Eine Verletzung, die ihn noch lange plagen sollte, wie er hier verrät:
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 1.6.19, 14 Uhr