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Um nicht allzu eurozentrisch zu bleiben, schauen wir einmal über den östlichen Zaun nach Persien. Links im Bild der «Maidan e Schah», um 1600 errichtet, im Zentrum von Isfahan. Läden, ein Gartenpalast und zwei Moscheen sind in die umlaufenden Arkaden des grossen Rechtecks integriert. Eine urbanistische Turnübung findet am entfernten Ende des Platzes statt. Mekka liegt nicht in der Platzgeometrie und verlangt von der Schah Moschee eine Drehung die überaus geschickt durch einen engen und abgewinkelten Zwischenbau bewältigt wird. Auf dieser Welt wohl einmalig ist die ästhetische Aufteilung der Stadt in matten Lehm für die profanen Häuser und glänzende blaugrüne Keramikoberflächen für die Sakralgebäude.
Paris hat das Talent, Jahrhunderte zu verbinden und mit jeder weiteren Kombination eine neue städtebauliche Stufe zu erringen oder gar zu zünden: Das «Champ de Mars» entstand um 1780 als militärisches Exerzierfeld ausserhalb der Stadt. Kurz danach fanden mehrere Ereignisse der Französischen Revolution hier statt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts folgten die Weltausstellungen mit dem Eiffelturm. 1967 wurde nach dem Misserfolg der Tour Montparnasse entschieden, die Hochhäuser der Geschäftswelt ausserhalb der Stadt im Quartier de la Défense zu errichten. Wie aus dem Bild rechts ersichtlich, liegt dieses Geschäftsquartier in der Achse des Champ de Mars. Warum?: Die Hauptachse, auf dem die Défense liegt, wird von Louvre – Champs Elysées gebildet. Diese wurde solange verlängert, bis sie zum Schnittpunkt mit der ersterwähnten Achse des Champ de Mars kam. In diesem Schnittpunkt ist die Arche de la Défense als Fokus der sich darum herum ausbreitenden Bürohochhäuser platziert. Esprit Français: Ein brillantes behördliches Konzept und private Bebauung bilden eine Synthese.