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Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
Seit mehr als 4 Milliarden Jahren schlagen kleine Asteroiden und Kometen auf die Erde ein. Diese Objekte werden oft als Trümmer aus der Entstehung des Sonnensystems betrachtet, und ihre Auswirkungen auf die Erde, den Mond und andere Planeten sind erheblich. Wir brauchen nur einen Blick auf die Oberfläche des Mondes zu werfen, um den Einfluss der Einschläge auf seine Landschaft zu erkennen. Während sehr grosse Einschläge heute so selten sind, dass sie ignoriert werden können, können auch kleine Objekte eine Bedrohung darstellen. Die Hypothese, dass das Aussterben der nichtavischen Dinosaurier auf einen Asteroideneinschlag zurückzuführen ist, bleibt plausibel, wenn auch umstritten. Auf der Erde gibt es sogar noch jüngere Einschlagstellen – der Nordlinger Rieskrater in Süddeutschland und der Barringer-Krater in Arizona sind die beiden bekanntesten Beispiele.
Zum ersten Mal in der Geschichte stehen wir jedoch kurz davor, über die Technologie und die Fähigkeit zu verfügen, uns gegen zukünftige Asteroiden- oder Kometeneinschläge zu verteidigen. In dieser Ausgabe des Observer können Sie über die DART-Mission lesen, die erfolgreich ein kleines Asteroiden-Objekt getroffen hat, um dessen Bahn abzulenken. In der Zukunft wird die kürzlich beschlossene Mission Comet Interceptor einen noch unbekannten Kometen ansteuern und einen Vorbeiflug durchführen – eine mögliche Vorläufermission für eine ähnliche Ablenkungsdemonstration.
Auch wenn der Aspekt der Weltraumverteidigung bei diesen Missionen im Vordergrund steht, sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Zielobjekte von grossem Wert für die Bestimmung ihrer Bedeutung und Rolle in der Entwicklung unseres Sonnensystems. Wissenschaft findet sich in allem, was wir tun.
Mit meinen besten Grüssen,
Nicolas ThomasCategories: External Newsletter
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