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In der Ausgabe vom 23. Februar berichtete die Asahi-Zeitung, dass bis Ende letzten Jahres erst die Hälfte des Budgets für den Wiederaufbau der vom Erdbeben und Tsunami betroffenen Gebiete in Tohoku ausgegeben wurde. Als Gründe nennt die Zeitung Personalmangel in den betroffenen Gemeinden sowie Massnahmen von der Regierung, die mit der Realität nicht zusammenstimmen.
Das gesamte Budget beträgt 6700 Mrd. Yen (ca. 61 Mrd. Franken). Mit 54.4% am meisten vom zugeteilten Budget Gebrauch gemacht wurde das Geld für die Unterstützung beim Wiederaufbau der Wohnhäuser. Diese Sparte hat ein Budget von 352 Mrd. Yen (ca. 3,2 Mrd. Franken). Für den Wiederaufbau der Fischereihäfen, Fischerboote und der Zuchteinrichtungen wurden von den 106 Mrd. Yen (ca. 960 Mio. Franken) 51.5% ausgegeben.
Für den Bau der Sozialwohnung, die für die Betroffenen der Katastrophen gedacht ist, wurde von den 111.6 Mrd. Yen (ca. 1 Mrd. Franken) noch kein Rappen bezahlt. Die Regierung hatte anhand der Erfahrung vom „Hanshin“ Erdbeben (Erdbeben von Kobe) vorgesehen, in drei betroffenen Präfekturen (Iwate, Miyagi und Fukushima) 35’000 Sozialwohnungen zu bauen. Damals im Jahre 1995 zog in Kobe die Hälfte der Betroffenen, die eine Zeitlang in einer provisorischen Wohnung wohnten, in Sozialwohnungen. Aber der Anspruch der Menschen in Tohoku war anders. Im Gegensatz zu Menschen in Städten, wollen die Leute auf dem Land nicht in Wohnungen ziehen, sondern ein eigenes Haus bewohnen.
Damals im Jahre 1995 zog in Kobe die Hälfte der Betroffenen, die eine Zeitlang in einer provisorischen Wohnung wohnten, in die Sozialwohnung. Aber der Bedarf in Tohoku war anders als jener von der grossen Stadt: Leute auf dem Land wollen nicht in eine Wohnung ziehen, sondern in einem Haus wohnen.
Vom Budget für den Strasse-, Deich- und Kanalisationsbau wurden bis Ende 2011 bloss 3.8% gebraucht (Budgetiert 766.5 Mrd. Yen/ca. 6,9 Mrd. Franken), für die Schulen 30.6% ( 245 Mrd. Yen/ca. 2,2 Mrd. Franken), für die Spitäler und Wohlfahrtseinrichtungen 5.2% (89,8 Mrd. Yen/ca. 800 Mio. Franken), für das Ackerland und die Landwirtschaftseinrichtungen 17.6% (80 Mrd. Yen/ca. 722 Mio. Franken). Wegen des Personalmangels können die Gemeinde nicht einmal ein Gesuch um Finanzhilfen einreichen.
Auch für die Schaffung des Arbeitsplatzes wurden nur 4% ausgegeben (726,9 Mrd. Yen/6,6 Mrd. Franken). Beim Erdbeben von Kobe waren die meisten Firmen wegen der Lähmung des Verkehrs nur vorübergehend geschlossen. In Tohoku hingegen wurde die Wirtschaft durch den Tsunami so hart getroffen, dass viele Unternehmer keine Perspektive mehr haben, den Betrieb wieder aufzunehmen.