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Der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin hat am Dienstag in einer Stellungnahme bestritten, dass die Behörden im Kanton Zug «wegschauen und nicht kostenbewusst handeln würden». Er reagierte damit auf Vorwürfe verschiedener Zeitungen, laut derer der Kanton bei der Beschaffung einer Finanzsoftware eine Million Franken zuviel bezahlt hätte.
Die «Schweiz am Sonntag» behauptete in ihrer jüngsten Ausgabe, dass der Auftrag für eine neue Finanzsoftware durch den Kanton Zug nicht ausgeschrieben worden sei und nur die Softwarefirma IT&T bei der Ausschreibung zugelassen gewesen sei. Ausserdem hätte Zug anstatt 3,26 Millionen Franken bei einem Konkurrenten von IT&T fast eine Million Franken weniger bezahlen müssen. Auch habe man sich beim Kaufentscheid auf eine Evaluation der Software von 2009 berufen, schrieb die «Schweiz am Sonntag».
Mit einer Medienmitteilung reagiert nun der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin auf den Zeitungsartikel. Die Beschaffung der neuen Finanzsoftware sei nicht in einem fragwürdigen Prozess, sondern in einem ordentlichen Submissionsverfahren erfolgt. Alle elf Zuger Gemeinden hätten sich mit der Vergabe einverstanden erklärt, so Hegglin. Zum günstigeren Angebot der Konkurrenzfirma von IT&T, der St. Galler Abacus, sagte Hegglin, dass diese aufgrund fehlender Detailkenntnisse nicht in der Lage sei, eine seriöse Kosteneinschätzung zu machen. Auch sei der Preis gerechtigfertigt.
Zum Schluss erklärte Hegglin, dass die allerneuste Softwarelösung im Einsatz sei und man sich bei der Entscheidung nicht auf eine Evaluation von 2009 gestützt habe.