Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03429.jsonl.gz/2619

Dagegen stellte sich Peter Keller (SVP/NW). Es gehe um eine versteckte Förderung von Spitzenathleten, sagte er. Offen sei aber, was ein Spitzenathlet sei, ob etwa ein Tennisspieler mit Rang 400 auf der ATP-Rangliste dazugehöre und ob es auch Spitzenathleten im Minigolf gebe.
„Soll der Staat einspringen, wenn jemand ein Hobby zum Beruf machen will“, fragte Keller. Dies erinnere an autoritäre Staaten wie China oder Russland. In der Schweiz brauche es keinen staatlich subventionierten Sport mit Mindestlöhnen für Sportler. Eine Profi-Karriere als Sportler anzustreben, sei eine freie Entscheidung.
Nicht alle wie Roger FedererDie Mehrheit im Rat sah dies aber anders. Man dürfe nicht nur an das Salär von Roger Federer denken, sagte Kommissionssprecherin Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP/BL). Auslöser für den Vorstoss war eine Studie der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen.
Gemäss der Untersuchung gibt es keine hundert Spitzensportler, die in der Schweiz vom Sport leben können. Rund die Hälfte aller Spitzensportler erzielt ein Jahreseinkommen von unter 14’000 Franken. Dass sich dies auf die Kompetitivität des Schweizer Sports auswirke, liege auf der Hand, argumentierte die Kommission.
Als Problem betrachtet sie unter anderem, dass die Studienpläne der Hochschulen auf Spitzensportler keine Rücksicht nehmen. Ein wichtiges Element wäre aus ihrer Sicht auch die Verbesserung des interkantonalen Schuldgeldausgleichs beziehungsweise die Schuldgeldübernahme, weil geeignete Sportschulen nicht in jedem Kanton vorhanden sind.
Zur Diskussion stellt die Kommission ferner Massnahmen zur Stärkung der Athleten als Unternehmer oder die Berufsanerkennung als Spitzensportler.