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Der erste Eindruck ist entscheidend …
Eine Architektur, die Neugierde weckt
Die Architektur der Ausstellungsfläche spielt im Wettbewerb eine wichtige Rolle, um Beachtung zu finden: Die Ausstellungshallen sind so individuell wie die ausgestellten Modelle. Während die Augen der Besucher bereits an Teppiche, Holz und andere glatte Böden gewöhnt sind, sind gewachste Betonböden ein Blickfang. Denn hier ist der Besucher nicht an dem Genre Auto interessiert, das man zum Einkaufen benutzt. Die Besucher verbinden diese Art von Modell mit Geschwindigkeit, Abenteuer und Luxus.
Man kann die Aufgabe auch anders angehen, wie dieses Beispiel für die Umgestaltung eines Gebäudes aus den 1960er-Jahren zeigt und welche die Neuenburger Architekten GD bewältigt haben. Das Gebäude, das ursprünglich für tertiäre und industrielle Aktivitäten genutzt worden war, bestand aus zwei Strassenebenen und einem grossen, halb unterirdischen Kellergeschoss. Erbaut aus Sichtbeton, bot es ein typisches Bild seiner Zeit. Vor zehn Jahren wurde das Gebäude in eine Garage für Luxusautos verwandelt, das Erdgeschoss wurde als Ausstellungsraum auf der Höhe der Strasse und das Untergeschoss als Reparaturwerkstatt genutzt.
Eine Zweiteilung des Raums
Das Programm bestand darin, die Fläche des Showrooms zu verdoppeln, indem das Kellerdach abgedeckt wurde. Dieses Geschoss wurde dann als Freiluftparkplatz genutzt. Während das Programm und die Einschränkungen der bestehenden Konfiguration offensichtlich schienen, waren Form und Charakter des Ausstellungsraums noch delikater. Tatsächlich erforderten das Vorhandensein der tragenden Südfassade des ursprünglichen Gebäudes und die Notwendigkeit, die Streifenverglasung der Büros im ersten Stock zu erhalten, von vornherein eine Trennung des Raums und liessen nur eine geringe Raumhöhe in Bezug auf die freie Oberfläche zu.
Diese beiden Prämissen, die im Widerspruch zu dem Wunsch standen, grosszügigen Platz für den Showroom zu schaffen, wurden wie folgt gelöst: Die bestehende Südfassade und das neue Dach werden von einem Betonbalken getragen, der in der Mitte auf drei Säulen ruht, die von einem Schrank aus gebürstetem Aluminium eingekleidet sind. Dieses System ermöglicht es, zwei miteinander verbundene und getrennte Zonen zu schaffen, «das Schaufenster» und «die Ausstellung». Der Höhenmangel wird durch das Vorhandensein grosser elliptischer Lichtscheiben von 3,60 × 4,20 Meter ausgeglichen. Durch ihre Grösse und Formalisierung erscheinen Letztere, zufällig platziert, als zenitale Oberlichter, die die Wahrnehmung des Raums verändern.
Von Anfang an war es die Absicht des Auftraggebers, den ursprünglichen Charakter des Gebäudes fortzusetzen und mit Sichtbeton zu erweitern. Indem der ursprüngliche Beton gestrichen wurde, erhielten die Gebäude eine silberne Farbe, die an die Welt der Karosserie erinnert. Im Gegensatz dazu vermittelt der erdfarbene Innenraum – Wände, Boden, Decke – den Eindruck eines entmaterialisierten Raums, der die ausgestellten Autos aufwertet. Trotz der Erhaltung der Sichtbetonfassade wirkt das renovierte Gebäude edel und elegant in seiner silbernen Farbe. Das Gebäude drückt so für die Besucher den Wunsch nach Luxus und Abenteuer aus. b