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Markus Widmer von der Unia-Arbeitslosenkasse beantwortet Fragen aus der Arbeitswelt.
Ich arbeite in einer Druckerei. Die Auftragslage ist schwierig. Ich habe deshalb im Alter von 63 Jahren die Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen bekommen. Meine Firma will sich nicht an der Finanzierung einer Frühpensionierung beteiligen, aber sie hat mich aufgefordert, mich diesbezüglich beraten zu lassen. Ich habe dies getan. Die Pensionskasse offeriert mir nur den im Rücktrittsalter von 63 Jahren üblichen Umwandlungssatz von 4,88. Meine Rente wäre so tief, dass es nicht zum Leben reichen würde. Muss ich mich trotzdem frühpensionieren lassen?
Markus Widmer: Nein. Melden Sie sich besser bei der Arbeitslosenkasse an. Würden Sie die Frühpensionierung annehmen, müsste die Arbeitslosenkasse die Rente an das Arbeitslosentaggeld anrechnen, und Ihr Taggeld würde deshalb tiefer ausfallen. Stattdessen empfehlen wir Ihnen, Ihr Freizügigkeitskapital auf zwei verschiedene Freizügigkeitskonten an zwei verschiedene Banken zu überweisen. Die Arbeitslosenentschädigung endet spätestens mit Erreichen des Pensionsalters. Anschliessend können Sie das Freizügigkeitskapital in Kapitalform beziehen. Wir empfehlen Ihnen, den Bezug auf zwei Jahre aufzuteilen, da die Steuerbelastung so tiefer wird.