Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03647.jsonl.gz/224

Allgemeines
Die Grippe ist eine seit Jahrhunderten bekannte akute durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit. Diese Infektion der Atemwege grassiert vor allem in den Wintermonaten. Das Virus wird durch Niessen und Husten übertragen. Die schwerste bekannte Grippeepidemie ereignete sich 1918–1920. Sie erlangte als “Spanische Grippe” mit Millionen von Toten traurige Berühmtheit.
Die Grippe äussert sich durch Fieber, Schnupfen, Gelenks- und Muskelschmerzen sowie Kopf- und Halsschmerzen. Sie ist vor allem für ältere Menschen und Patienten mit belastenden Begleiterkrankungen gefährlich.
In der Schweiz sterben jedes Jahr ca. 600 Personen an dieser Krankheit. 1000 bis 5000 Personen müssen deswegen hospitalisiert werden. Die Grippe kann andererseits auch sehr symptomarm verlaufen, sodass Menschen, die sich subjektiv gesund fühlen, den Erreger weiter verbreiten können.
Für Personen, die einer Risikogruppe angehören, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die jährliche Grippeimpfung. Dies gilt auch für das Medizinal- und Pflegepersonal. Diese Empfehlungen sollen die Häufigkeit schwerer Erkrankungen sowie die Wahrscheinlichkeit der Übertragung vermindern.
Wer soll geimpft werden?
• Personen, die über 65 Jahre alt sind.
• Patienten, die unter chronischen Krankheiten des Herzens, der Lunge und des Stoffwechsels (v.a. Diabetes) leiden oder aus anderen Gründen in regelmässiger medizinischer Betreuung sind.
• Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen Medizinal- und Pflegepersonal sowie Angehörige, Betreuer und Berufspersonen, die mit durch die Grippe gefährdeten Personen arbeiten. Personen mit Kontakt zu Wildvögeln und Hausgeflügel.
Eine Grippeimpfung kann auch für alle Personen, die das Gripperisiko einschränken oder eine längere Arbeitsunfähigkeit vermeiden wollen, erwogen werden.
Wann und wie häufig soll geimpft werden?
Ab Mitte Oktober für Risikogruppen. Eine einzige Injektion genügt. Da der Grippevirus sich jedes Jahr verändert, muss diese Impfung jährlich im Herbst wiederholt werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Als Nebenwirkungen können lokale Rötungen und selten leichte Grippesymptome auftreten.
Grenzen der Grippeimpfung
Grippeimpfstoffe müssen aus logistischen Gründen schon im Sommer vor der Grippesaison produziert werden. Aufgrund der ausgeprägten Wandelbarkeit der Grippeviren kann zu diesem Zeitpunkt nur vermutet werden, welche Grippevirusvariante im folgenden Winter erwartet werden kann. Aus diesem Grund ist je nach Saison die Wirksamkeit der Grippeimpfstoffe unterschiedlich. Grippeimpfstoffe sind nicht gegen andere im Winter zirkulierende Erkältungsviren wirksam. Banale Erkältungen sind also trotz Impfung möglich.