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Das Hochmoor Brämenegg in Oberägeri liegt auf einem Geländesporn unterhalb des Ratenpasses. Aufgrund dieser Form wurde es nur mit Regenwasser versorgt und es entwickelte sich ein Deckenmoor, ein für die Schweiz eher seltener Moortyp. Leider wurde das Moor ab 1960 etappenweise entwässert und mit Fichten bepflanzt. Aus dem einstigen wunderschönen Moor wurde ein trockener Fichtenwald.
1982 wurde das Gebiet als kantonales Naturschutzgebiet ausgeschieden und seither wurden in mehreren Arbeitschritten Pflegemassnahmen ausgeführt. Es wurden auf einem Teil fast alle Fichten entfernt und alle zentralen Entwässerungsgräben wurden gestaut und gefüllt. Auf dem so regenerierten Teil kann sich die Moorvegetation wieder ausbreiten. Das Ziel ist nun, die Moorfläche zu vergrössern. Dazu werden wiederum viele Fichten entfernt und weitere Entwässerungsgräben eingestaut. In den Entwässerungsgräben wird die sogenannten "Zuger-Methode" angewandt. Dazu werden die Gräben mit Bretterwänden oder Lehm gestaut und mit Sägemehl bis zum Rand aufgefüllt und mit Torf und Pflanzen bedeckt. Das Sägemehl dient als Torfersatz und soll das Abfliessen des Grundwassers verhindern.
Im Auftrag des Amts für Raumplanung des Kantons Zug und in Zusammenarbeit mit der Firma Beck und Staubli arbeitete das Naturnetz während knapp einer Woche im Hochmoor Brämenegg. An einem nassen, verregneten Herbsttag trafen wir uns mit dem Auftraggeber auf dem Ratenpass. Nach einer kurzen Einführung über das Moor und die Moorregeneration, schauten wir uns unsere Arbeit an. Unterhalb des Moores trafen wir auf einen grossen Haufen Torf (Aushub für ein Regenwasserreservoir zur Bewässerung des Golfplatzes Schönenberg ZH) und einen noch grösseren Haufen Sägemehl.
Unsere Aufgabe war das Verfüllen der Entwässerungsgräben. Dazu entfernten wir in den bis zu 1.5 Meter tiefen und breiten Gräben die bestehende Moorvegetation und legten diese auf die Seite. Mit Karretten transportierten die Zivis tagelang Sägemehl und Torf über zuvor ausgelegte Bretterbahnen zu den Entwässerungsgräben. Da das Moor auf einem kleinen Hügel ist, musste mit der Karrette zuerst ein steiler Aufstieg bewältigt werden. Dies war vor allem mit dem schweren Torf sehr anstrengend. Ganz am Schluss pflanzten wir die beiseite gelegten Torfmoose, Heidelbeeren und andere Pflanzen auf den verfüllten Graben. Nun ist von den Entwässerungsgräben nichts mehr zu sehen und es ist zu hoffen, dass sich das Grundwasser aufstaut und das Moor auf beiden Seiten wieder vernässt.
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