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Über Jahrzehnte hat die NSA (National Security Agency) beim Ausspähen des Internetverkehrs von amerikanischen Bürgern auf den Telekommunikationskonzern AT&T gesetzt. Der Auslandsgeheimdienst habe AT&T als "höchst kooperativ" und "extrem hilfsbereit" beschrieben, wie es bei der 'New York Times'
heisst, die sich auf neue Dokumente von Edward Snowden berufen. Zwar sei AT&T in den Papieren nicht ausdrücklich als Partner der NSA genannt worden, doch die Dokumente liessen sich dem Telekommunikationskonzern eindeutig zuweisen, so die Medienberichte.
Die Zusammenarbeit von AT&T und NSA soll bereits 1985 mit dem Programm "Fairview" begonnen haben, wobei die Snowden-Dokumente aus den Jahren 2003 bis 2013 stammen. Demnach habe eine Partnerschaft bestanden, die dem Geheimdienst den Datenzugriff auf über eine Milliarde E-Mails und Handygespräche sowie 400 Milliarden Internet-Metadaten ermöglichte. In mindestens 17 Internet-Hubs in den USA soll AT&T Überwachungsgeräte der NSA installiert haben. Zudem habe der Telekommunikationskonzern jeweils die neuste NSA-Überwachungstechnik als erster testen können.
So seien auch die von AT&T betriebenen Leitungen des UNO-Hauptquartiers in New York angezapft worden, heisst es weiter. Getrennt davon sei das Programm "Stormbrew" vorbereitet worden, dass unter anderem mit Verizon in Verbindung gebracht wird und den Nachrichtenverkehr von Ausländern an Ausländer ausgespäht hat. Allein 2011 habe die NSA in "Fairview" 188,9 Millionen Dollar investiert, in "Stormbrew" seinen 66,8 Millionen Dollar geflossen. Ob die Programme noch in dieser Grössenordnung aktiv sind, sei nicht bekannt, heisst es in den beiden Medien. Während die NSA die Berichterstattung nicht kommentiert, wird bei At&T betont, dass man keiner Ermittlungsbehörde Informationen ohne einen Gerichtsbeschluss oder andere zwingende Vorgaben liefere, es sei denn, Menschen seien in Lebensgefahr. (vri)