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Eine qualitative Befragung bei 36 Betrieben im Zürcher Unterland zeigt, dass über 70% der Antwortenden stark – das heisst über 60% – von den Einschränkungen unter Covid-19 betroffen sind. Nachdenklich stimmt auch die eher dünne Liquiditätsdecke.
Am stärksten betroffen sind gemäss Umfrage die Gastronomie, Friseure, Kosmetikgeschäfte und der Detailhandel. Geschäfte ohne Verpflichtung zum Lock-down mussten ebenfalls massive Einbussen hinnehmen, da die Menschen generell mehr zu Hause blieben oder Lieferketten unterbrochen wurden.
Rund 33% der Befragten geben an, Kurzarbeit beantragt zu haben, 24% wollen dies noch tun. Die Reaktionen auf die Hilfsmassnahmen des Bundes waren gemischt. Ungefähr die Hälfte war zufrieden mit der Arbeit des Bundesrates, die andere Hälfte fand, es werde viel zu wenig gemacht. So würden die Notkredite zwar helfen, die momentane Situation zu überbrücken, es sei jedoch für viele Unternehmen schwierig, die Kredite über die nächsten fünf Jahre zurückzuzahlen. In diesem Zusammenhang sind die Angaben über die Liquiditätsdecke interessant.
Viele Unternehmen wünschen sich weitere Massnahmen des Bundes oder des Kantons Zürich, wie etwa einen Mietzinserlass. So könnten drohende Konkurse der kleineren Unternehmen verhindert werden. Die Befragten waren sich einig, dass man möglichst schnell wieder zum normalen Leben zurückfinden sollte, allerdings unter Einhaltung der Hygiene- und Social-Distancing-Massnahmen.