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Der Standort der Mittleren Brücke ergab sich damals, als sie im 13. Jahrhundert gebaut wurde, beinahe wie von selbst: Am linksrheinischen Ufer, am tiefsten Punkt des Ufers, gleich neben der Schifflände, unmittelbar oberhalb der Birsigmündung. Der Brückenkopf auf der Kleinbaslerseite hatte sich nach dieser engen topographischen Vorgabe zu richten. Für Kleinbasel hatte dieser Brückenschlag weitreichende Konsequenzen: Das ehemalige Fischerdorf hatte einerseits seine Bedeutung als eigenständiges Städtchen eingebüsst und profitierte andererseits durch den neuen Brückenkopf, weil das «mindere Basel» zum eigentlichen Zentrum des Durchgangsverkehrs der gesamten Stadt wurde. Bis zum Zusammenschluss mit «Gross-Basel» 1392 war Kleinbasel selbständig. Das Rathaus dieser Stadt war am rechtsrheinischen Brückenkopf, heute bekannt als «Café Spitz» und «Hotel Merian».
Das alte Rathaus wurde nach der Zusammenführung der beiden Stadteile zum Richthaus, also zum Sitz des Stadtgerichts. Das Café Spitz trägt seinen Namen in Erinnerung an das spitze Türmchen, das ehemals das alte Richthaus zierte.
Seinen heutigen Namen hat es vom Erbauer Amadeus Merian (1808–1889), der es 1838–1840 für die drei Ehrengesellschaften Kleinbasels als gemeinsames Gesellschaftshaus anstelle des spätmittelalterlichen «Richthauses» erstellen liess. Das Café Spitz ist bis heute das Stammhaus der drei Ehrengesellschaften und gehört der Stiftung, die dem Gebäude den Namen verdankt. Die Christoph Merian Stiftung (CMS) tritt in Basel immer wieder als Initiantin und Geldgeberin von Einrichtungen sowie von überwiegend sozialen und kulturellen Projekten in Erscheinung. 1972 wurde das Hotel Merian am historischen Ort eröffnet. Ein Teil des heutigen Hotels wurde 1969 durch Brandstiftung stark beschädigt. Bei der Sanierung 1969/72 blieben die Fassaden bestehen, der Innenraum völlig neu, aber im Stil des Vorbaus rekonstruiert. Das Restaurant gilt als beste Adresse für Fischgerichte – auch aus dem Rhein.