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Neujahrswünsche des Staatsrates an die Walliser Behörden
Unter der Leitung ihres Präsidenten Jean-Michel Cina empfing die Walliser Regierung Norbert Brunner, den Bischof der Diözese Sitten, Kardinal Heinrich Schwery, Monseigneur Joseph Roduit, Abt von Saint-Maurice, Pater Jean-Marc Gaspoz, Guardian des Kapuzinerklosters, José Marti, Präsident der evangelischen Kirche Wallis, Jacques Berthousoz, Präsident des Walliser Kantonsgerichts, Jean-François Copt, Präsident des Grossen Rates, Evelyne Crettex Reber, Präfektin des Bezirks Sitten, Marcel Maurer, Präsident der Stadt Sitten, Charles-André Elsig, Präsident der Burgergemeinde Sitten, Oberst Thomas Scheibler, Kommandant des Waffenplatzes von Sitten sowie verschiedene konsularische Vertreter und andere Walliser Persönlichkeiten.
In seiner Ansprache unterstrich Staatsratspräsident Jean-Michel Cina, dass das Wallis ein bewegtes Jahr 2010 hinter sich habe und zum Teil noch nie da gewesene Situationen gemeistert habe. Er zeigte sich überzeugt, dass der Kanton die Grundlagen für die Bewältigung der Herausforderungen in den Bereichen Politik, Tourismus, Energie, Justiz und Raumentwicklung geschaffen habe. Das Wallis wird sich diesen Herausforderungen mit Verantwortungsbewusstsein, Voraussicht und Solidaritätsdenken im Interesse aller stellen.
Msgr. Norbert Brunner setzte sich mit der Frage nach den Erwartungen des Staates gegenüber den Kirchen auseinander. Eine kürzlich durchgeführte Studie habe gezeigt, dass sich die finanziellen Investitionen in die Kirche lohnen würden, da die Dienste in den sozialen Bereichen viel teurer wären, wenn sie von weltlichen Organisationen ausgeführt würden. Der Bischof von Sitten betonte, dass sich die Dienste der Kirchen an der Gesellschaft aber nicht bloss darauf reduzieren dürfen. Er zitierte Papst Benedikt XVI, der sich mit den Worten, «sie sollten versuchen so zu leben, als ob es Gott gäbe», an alle Zweifelnden und Suchenden gerichtet hatte. Zu leben als ob es Gott gäbe, so schloss Bischof Brunner, würde bedeuten, als Geschöpf Gottes und damit als wirklich freier und verantwortungsvoller Mensch zu leben.