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(24.08.2022) Nach einer günstigen Phase im Frühjahr 2022 sind die kleinen und mittleren Unternehmen wieder mit unsichereren Konjunkturaussichten konfrontiert. Der Index Raiffeisen KMU PMI kommt im Juli auf 52,8 Punkte, womit er deutlich unter den Werten vom Beginn des Jahres liegt.
Der Gesamtindex KMU PMI, für den knapp 200 Einkaufsmanagerinnen und -manager befragt werden, hatte zwischen Januar und April 2022 ein kräftiges Wachstum verzeichnet, bevor er sich im Mai stabilisierte und im Juni dann drastisch abnahm (um -6,8 Punkte auf 52,3). Der Trend zur Abschwächung hat sich im Juli gefestigt, wobei der Gesamtindex leicht anstieg (+0,5 Punkte auf 52,8).
Der Subindex für die Produktion ist von dieser Erlahmung besonders stark betroffen: Während er im Mai noch auf den beachtlichen Wert von 61,5 kam, rutschte er im Juni abrupt auf 52,6 ab und verlor im Juli noch einmal 2 Punkte, sodass er nun bei 50,6 liegt. Laut den Autoren der Studie fehlt es nicht an Aufträgen, doch die Lieferschwierigkeiten und der Fachkräftemangel beeinträchtigen die Fähigkeit der KMU, ihr Produktionsniveau zu halten.
Ferner verzeichnet der Subindex für die Lieferfristen seit mehreren Monaten hohe Werte (68,1 im April, 63,3 im Mai, 60,4 im Juni, 58,6 im Juli), aber diese beruhen eher auf Lieferproblemen, als dass sie auf eine höhere Auslastung der Kapazitäten hinweisen würden. Bezöge man diesen Faktor mit ein, so würde sich der Gesamtindex noch etwas mehr der Schwelle zwischen Wachstum und Rückgang (50) annähern.
Zudem verlangsamt die beschleunigte Inflation das Wirtschaftswachstum in der Eurozone und in den USA, was für die kommenden Monate einen Rückgang der Nachfrage nach Schweizer Produkten erahnen lässt.
Letzte Änderung 24.08.2022