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5.2.1. Die Entwicklung des menschliches Bewusstseins
Die Entwicklung des Menschen wird heute vor allem von der Entwicklung seines kollektiven Bewusstseins bestimmt.
Das, was den Menschen von den Tieren vor allem unterscheidet, ist die Entwicklung seines kollektiven Bewusstseins. Dieses Bewusstsein begrenzt sich nicht nur auf die Familie oder auf das Rudel. Dieses Bewusstsein bildet auch verschiedene parallele oder hierarchische Konfigurationen wie die Völker oder die Staaten. Dieses Bewusstsein ist gleichzeitig sehr elastisch. Die Anzahl der Vibrationsquellen kann von einigen Einzelwesen bis zu einigen Millionen variieren. Dieses Bewusstsein disponiert über das Wissen, welches auf den verschiedenen hierarchischen Ebenen aufbewahrt wird. Das menschliche Wissen wird nicht nur in den Genen oder in den Einzelbewusstseinen gespeichert, sondern auch in externen Informationsträgern wie Bücher, Bibliotheken, oder Computerdisks. Das Speichern von Wissen auf externen Informationsträgern ist eine Parallele zum Wissen, welches in den Genen gespeichert wird. Die Sprache, welche auf den externen Informationsträgern verwendet wird, ist allerdings symbolisch. Somit braucht es nicht Millionen von Jahren um das auf den externen Informationsträgern aufbewahrte Wissen zu sammeln.
Es ist jedoch eine Dissonanz entstanden. Das menschliche Wissen harmoniert relativ schwach. Die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins kann nicht mehr Schritt halten mit der Entwicklung seines Wissens. Der Mensch kann zwar sehr schnell sein Wissen erweitern, er kann es aber nicht in gleichem Tempo harmonisieren.
In der Zeit vor dem Menschen war es anders. Die gesammelten Erfahrungen wurden mit Müh und Not in den Genen niedergeschrieben. Dies garantierte eine stabile Entwicklung des Bewusstseins, war aber andrerseits mit sehr grosser Trägheit verbunden. Heute ist es umgekehrt. Der Mensch ist dazu fähig alles auf einmal zu ändern und kaputtzumachen. Das menschliche Wissen harmoniert nicht mit dem menschlichen Bewusstsein. Deswegen ist das menschliche Bewusstsein unberechenbar. Der Mensch ist fähig sich in verschiedene Mechanismen einzumischen, ohne sie vollständig zu verstehen. Sein Wissen macht den Menschen blind. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses Experiment der Bewusstseinsentwicklung nicht gleich endet, wie das Spiel der Kinder mit Zündhölzern.
Das nicht harmonisierte Wissen ist ein Bereich zwischen Wissen und Glauben. Da sich der Mensch ständig in diesem Übergangsbereich bewegt, gefährdet er den ganzen Entwicklungsprozess. Um das Risiko zu minimieren, muss der Übergangsbereich zwischen Wissen und Glauben minimalisiert werden. Hier herrscht das Prinzip: “Was man nicht versteht, fasst man auch nicht an.“
Das einzig richtige Vorgehen in einem solchen Fall ist den „Status Quo“ beizuhalten. Wenn wir nicht wissen, wie die Gene funktionieren, dann sollten wir die Gene nicht manipulieren. Wenn wir nicht verstehen, wie der Befruchtungsprozess funktioniert, dann sollten wir uns auch nicht in diesen Prozess einmischen. Es gibt ein Minimum an Sicherheit, dass man beibehalten sollte, damit das Universumsbewusstsein nicht eine für den Menschen negative Bilanz aufzeigt.
Das Wissen über die Funktionen der Gene oder über den Befruchtungsprozess existiert und zwar in den tieferen Ebenen des menschlichen - und nicht nur menschlichen - Bewusstseins. Das Wissen des menschlichen kollektiven Bewusstseins muss also zuerst mit den tieferen Ebenen des Bewusstseins harmonisiert werden und erst dann sollte es verwendet werden.
Das Problem des menschlichen Bewusstseins liegt also im Harmonisierungsmechanismus. Der Mensch fokussiert hauptsächlich auf zwei Bewusstseinzustände: auf das Wissen und auf den Besitzzustand. Vernachlässigt wurde dabei der wichtigste Faktor: die Harmonisierung. Um der Katastrophe zu entgehen, sollte man sich also in das Verständnis dieses Mechanismus vertiefen. Damit sollte das menschliche Bewusstsein einen höheren Grad der Harmonisierung erreichen können. So wie in der Schule das Wissen angeeignet wird, sollte man auch lernen können, wie dieses Wissen zu harmonisieren ist. Man sollte die Harmonisierung mit anderen Bewusstseinen lernen können.
Die einfachsten Harmonisierungsformen, welche der Mensch intuitiv beherrscht sind der Tanz und der Gesang. Heute sind diese Formen bedauerlicherweise von Sex gesättigt, was ihre natürliche Auswirkung auf die Harmonisierung verschleiert. Die Musik und der Tanz, ohne Sexzusatz, können fast jeden Menschen auf gewisse Art und Weise bewegen. Dieses Gefühl ist nichts anderes als die Harmonisierungsbereitschaft. Die Fähigkeit diesen Zustand innezubehalten vergrössert die Offenheit des Menschen gegenüber anderen Bewusstseinen.
Es geht hier nicht darum, ein fertiges Rezept zur Harmonisierung zu servieren. Die Harmonisierung ist ein realer Prozess und wurde durch den Menschen vernachlässigt. Mit Überraschung stellen wir heute fest, dass die Tiere auch zu Gefühlen fähig sind, und dass sie ein soziales Leben führen. Würde der Mensch seine Harmonisierungsfähigkeiten nicht unterdrücken, würden diese Phänomene niemanden erstaunen.
Heute führt man Intelligenztests mit den Schimpansen durch um zu beweisen, dass ein dreijähriges Kind klüger ist als ein Affe. Man vergisst dabei die einfache Tatsache, nämlich die, dass ein dreijähriges Kind keine Chance hätte in der Wildnis zu überleben. Wie ist es also möglich, dass das die blöden Affen können?