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Strassenverkehrslärm
Schweizweit sind über 500'000 Menschen Strassenverkehrslärm über dem Immissionsgrenzwert ausgesetzt. Rund ein Viertel der Schweizer Wohnbevölkerung fühlt sich durch Strassenverkehrslärm gestört.
Die negativen Auswirkungen des Lärms werden nicht vollumfänglich durch die Verursacher selber getragen, sondern zum Teil auf die Allgemeinheit überwälzt. Die überwälzten Kosten werden als externe Kosten bezeichnet. Eine durch das Bundesamt für Raumentwicklung ARE durchgeführte Studie spricht von jährlich über 1 Milliarde Franken. Berücksichtigt sind dabei gesundheitliche Schäden und Mietzinsausfälle; nicht eingerechnet sind Lärmflucht und Lärmschutzmassnahmen.
Der Gesamtaufwand der Sanierungsmassnahmen bis Ablauf der Sanierungsfrist 2018 beläuft sich auf rund 4 Milliarden Franken. Mit den Sanierungsmassnahmen lässt sich ein Teil der negativen Auswirkungen des Lärms mildern.
Lärmsanierung
Von den 4 Milliarden Franken an Sanierungsmassnahmen, welche bis Ablauf der Sanierungsfrist ausgegeben werden, wurde 1 Milliarde bereits investiert. Der grösste Teil entfällt auf Nationalstrassen mit Massnahmen wie Lärmschutzwänden und Überdeckungen.
Die Zweckmässigkeit der Lärmschutzwand hängt von einer Reihe von Faktoren ab, weshalb sie nicht in jedem Fall geeignet ist. Besonders in dicht besiedeltem Raum lassen Ästhetik und Sicherheit deren Bau meist nicht zu. Im innerstädtischen Raum (wie in der Stadt Bern) werden daher, sofern möglich, Massnahmen wie Verkehrslenkung und Temporeduktion realisiert. Sind diese aktiven Massnahmen (Eindämmung der Quelle) nicht umsetzbar, werden Ersatzmassnahmen wie der Einbau von Schallschutzfenstern vorgenommen.