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Wir haben für dich ein paar weitverbreitete Ernährungsmythen zusammengefasst. Lass dich nicht täuschen und glaube diesen Mythen nicht!
1. Dein Körper kann nicht mehr als 30 Gramm Protein pro Mahlzeit aufnehmen!
Dieser Mythos hält sich komischerweise sehr gut aufrecht. Leider auch aus dem Grund, weil gewisse Personen immer wieder auf die Richtigkeit beharren. Es geht darum, dass du bei der Aufnahme von einer Mahlzeit nur 30 Gramm Protein aufnehmen kannst. Wenn du somit mehr als 30 Gramm Protein in einer Mahlzeit zuführst, soll dieses als Fettdepot gespeichert werden, indem es direkt umgebaut wird. Diese Annahme ist natürlich völliger Blödsinn. Der Körper verwendet sehr unterschiedliche Mengen an Protein, wenn sie aufgenommen werden. Auch hier gilt, wenn über den Tag eine große Menge aufgenommen wird, der Körper für die Reparatur, das Immunsystem, zur Synthese von Gewebe usw. kein Protein mehr benötigt, kann dieses anderweitig im Körper verwendet werden. Dabei ist der Umbau in Glucose, durch die Gluconeogenese ebenso vorstellbar, wie die über mehrere Prozesse laufende Möglichkeit der Umwandlung in Körperfett. Dies hat allerdings nichts damit zu tun, dass du in nur einer Mahlzeit 30 Gramm Protein aufnehmen könntest und der Rest direkt umgebaut wird!
2. Eine proteinreiche Ernährung erhöht das Risiko von Osteoporose!
Vereinfacht gesagt wird angenommen, dass durch einen hohen Konsum an Protein der Körper „übersäuern“ kann. Durch die größere Säurebildung soll die Knochendichte angegriffen werden, durch das Ausschleusen von Calcium aus dem Knochen. Es gibt einige Kurzzeitstudien, die dieses Phänomen bestätigen. Allerdings zeigen fast alle Langzeitstudien etwas anderes. Durch eine hohe Proteinzufuhr wird der Knochen sogar nachhaltig gestärkt!
3. Das Erhitzen von Protein verändert dessen biologische Verfügbarkeit!
Das Erhitzen von Protein, sei es kochen, braten, grillen oder was auch immer, hat keinen Einfluss auf die biologische Verfügbarkeit. Protein denaturiert beim Erhitzen. Dieser Effekt hat allerdings keine Auswirkung auf die enthaltenen Aminosäuren oder dessen Zusammensetzung. Aus diesem Grund ist es aus der Sicht der biologischen Wertigkeit und dessen Verfügbarkeit irrelevant, ob du dein Lebensmittel erhitzt oder nicht. Lebensmittel die auf Körpertemperatur erwärmt in den Magen gelangen, besitzen allerdings den Vorteil, dass sie schneller aufgenommen werden können, doch einen großen Vorteil besitzt dieser Aspekt bezüglich einer sportiven Ernährung ebenfalls nicht.
4. Du musst direkt nach dem Training Protein zuführen!
Dass das Nährstofftiming häufig stark überspitzt betrachtet wurde, haben viele neue Studien gezeigt. Es schadet nicht nach dem Training seinen Proteinshake zu trinken. Allerdings würde es auch ausreichen das Protein 1 – 2 Stunden nach dem Training aufzunehmen, um die erhöhte Proteinsynthese durch das Training zu nutzen. Für Nahrungsergänzungmittelhersteller ist es allerdings sinnvoll den Mythos „irgendwie“ aufrecht zu halten. Lass dich dadurch allerdings nicht beeinflussen!
5. Nächtliche Kohlenhydrate machen dich dick!
Dieser Mythos sollte schon lange kein Thema mehr sein, allerdings bauen viele „Zeitschriftendiäten“ immer noch auf diesem Mythos auf. Es kann grundsätzlich Sinn machen gewisse Diätphasen über den Tag einzuplanen, um den Stoffwechsel zu beeinflussen. Doch zählt am Ende grundsätzlich die aufgenommene Kalorienanzahl über die Makronährstoffe und nicht wann sie verzehrt wurden. Wer beispielsweise den ganzen Tag kaum etwas isst und nachts dann eine ganze Torte verspeisen würde, dennoch unter seinem Tagesbedarf an Kalorien bleibt, der wird abnehmen – trotz nächtlicher Torte. Es macht allerdings bei den meisten Menschen einfach aus vielen anderen Gründen keinen Sinn nachts große Mengen Kohlenhydrate zu essen und das Beispiel würde natürlich an vielen anderen Ecken der sportiven und gesunden Ernährung anecken, soll allerdings grundsätzlich aufzeigen, dass der Mythos einfach Quatsch ist.
Fazit!
Diese genannten Mythen solltest du nicht glauben! Lass dich nicht von der Industrie aufs Glatteis führen. Hinterfrage immer Aussagen und wenn du Wissen angehäuft hast, dann hilf auch gerne einmal deinen Mitmenschen, denn viele, die überhaupt keine Ahnung von Ernährung haben, fallen immer wieder auf solche Mythen herein!
Autor: Melodie Parker