Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03581.jsonl.gz/319

Seit den 1950er-Jahren schreitet die Zersiedelung in der Schweiz praktisch ungebremst voran. Zwar gibt es Gemeinden, die die Zersiedelung recht erfolgreich in Grenzen halten. Insgesamt ist es jedoch nicht gelungen, den Trend zu brechen. Um den damit verbundenen Bodenverbrauch zu bremsen, sind innovative Instrumente und Massnahmen gefragt. Um solche zu entwickeln, ist es notwendig, die Ursachen der Zersiedelung besser zu verstehen.
Das Projekt will die politischen, planerischen und sozio-ökonomischen Faktoren, die sogenannten Treiber, untersuchen, die seit den 1950er-Jahren die Zersiedelung bestimmen. Als Basis für diese Analyse dienen Daten zur Zersiedelung seit 1885. Die identifizierten Treiber werden in räumlichen Vorhersagemodellen verwendet. Diese ermöglichen es, die künftige Zersiedelung und den Bodenverbrauch mittels Szenarien abzuschätzen. Dabei werden sowohl Entwicklungen beobachtet, die nach dem Motto «weiter wie gewohnt» («business as usual») verlaufen, als auch Situationen, die sich durch den Einsatz finanzieller Anreize und neuer planerischer Instrumente ergeben.
Das Projekt erlaubt es, Risikokarten für den Bodenverbrauch durch Zersiedelung zu erstellen. Zudem arbeitet es praxisreife Vorschläge zur Reduktion der Zersiedelung aus. Für ausgewählte Modellgemeinden und -regionen erfolgt eine vertiefte Analyse der kausalen Zusammenhänge zwischen politisch-administrativen bzw. sozioökonomischen Bedingungen, planerischen und ökonomischen Lenkungsinstrumenten und der Zersiedelung.