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Raiffeisen-Affäre um Pierin Vincenz macht erneut Schlagzeilen
Der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz sollte laut Medienberichten nach seinem Abgang eine millionenschwere Entschädigung erhalten - mithilfe von einigen Tricks.
Die Abgangsentschädigungen von Pierin Vincenz, dem ehemaligen Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Raiffeisen Schweiz, machen wieder Schlagzeilen. Ein Bericht der Eidgenössischen Finanzkommission (Finma) zeige, dass Vincenz mit diversen Tricks Entschädigungen von Millionenhöhe erhalten solle, berichtet die «Sonntagszeitung».
Aufgrund eines Zusatzvertrags zum Arbeitsvertrag, der Vincenz bei einem Rücktritt zwei Jahresgehälter zusicherte, habe dieser um fünf Millionen gekämpft, bevor und nachdem er Ende September 2015 zurückgetreten sei. An der Raiffeisen-Spitze habe man aber Medienberichte befürchtet, wenn eine Abgangsentschädigung in dieser Höhe öffentlich werden würde. Ausserdem habe Vincenz zuvor eine Erklärung unterschrieben, dass bezüglich seines Abgangs alles erledigt sei.
Trotz allem wollte Johannes Rüegg-Stürm, ehemaliger VR-Präsident, laut der «Sonntagszeitung» Vincenz die Millionenbeträge zukommen lassen. Dies über die Firma Investnet, an der Vincenz privat und die Raiffeisen beteiligt waren. Es sei versucht worden, Vincenz jedes Jahr eine halbe Million Franken zukommen zu lassen. In einem anderen Szenario waren es 300’000 Franken. Alles für seinen Einsatz und als Präsident und Berater der Fima. Die Minderheitsaktionäre von Investnet hätten jedoch nicht informiert werden sollen. Die Finma betrachte den Fall als «heikel». (so)