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Die Conference League ist nach der Champions League und der Europa League ein dritter europäischer Wettbewerb, der vor allem auch Teams aus kleineren Nationen grössere Chancen geben soll, international zu spielen. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin sagt darüber: «Der neue UEFA-Klubwettbewerb erleichtert den Zugang zum Europapokal mehr denn je.»
Es wird mehr Spiele für mehr Klubs geben. Zudem werden durch den zusätzlichen Wettbewerb mehr Verbände in den Gruppenphasen der drei vertreten sein. Daran verdienen diese Klubs sowie die UEFA natürlich auch mehr Geld als zuvor. 32 Teams werden an der Gruppenphase der Conference League teilnehmen. Durch die Verkleinerung der Europa League von 48 auf 32 Teilnehmer sind also neu 96 statt 80 Teams in den europäischen Wettbewerben vertreten.
Im Gegensatz zu Champions- und Europa League ist noch kein Team definitiv in der Gruppenphase der neuen Conference League. Über die nationalen Wettbewerbe wird kein direkter Startplatz für die Gruppenphase vergeben. Teams aus allen 55 Mitgliederländern der UEFA haben die Chance, sich über die Qualifikation eine Teilnahme am dritten europäischen Wettbewerb zu sichern.
Die Qualifikation besteht aus vier Runden, wobei 72 Teams bereits in der ersten Runde starten. Danach kommen noch 66 weitere Teams plus 28 Klubs aus Europa- und Champions-League-Quali dazu. Diese 166 Vereine spielen 22 Plätze in der Gruppenphase aus. Vervollständigt werden sie von den zehn Verlierern der Europa-League-Playoffs.
Der FC Basel und Servette haben sich die Plätze zwei und drei in der Super League bereits gesichert. Dazu kommt noch der Sieger des Cupfinals zwischen Luzern und St.Gallen, der am Pfingstmontag stattfindet. Alle drei Schweizer Teams starten in der zweiten Runde der Conference-League-Qualifikation.
Auch der Schweizer Meister könnte am Ende in dem neuen Wettbewerb landen. YB muss drei Qualifikationsrunden überstehen, um die Champions League zu erreichen. Sollten sie in einer ihrer ersten zwei Runden scheitern, fallen sie in die Quali zur Europa League. Scheitern sie dort erneut, geht es entweder direkt in die Gruppenphase der Conference League oder in die Playoffrunde.
Jede der Topligen Europas hat je einen Startplatz für die Conference-League-Playoffs. Diese Plätze berechtigen für den dritten europäischen Wettbewerb:
Basel wird in der zweiten Runde definitiv gesetzt sein. Bei Servette und dem Cupsieger steht dies noch nicht fest. Sie könnten auf Cupsieger sowie Zweit- oder Drittplatzierte aus Ländern wie Ungarn, Albanien, Finnland oder Wales treffen. Zudem wäre auch der FC Vaduz als liechtensteinischer Cupsieger ein möglicher Gegner.
In der dritten Runde kommen unter anderem Klubs aus Belgien, der Türkei und Österreich dazu. Vitesse Arnheim aus Holland und Rubin Kazan aus Russland stehen bereits fest. Zudem sind dann auch Duelle mit den Siegern aus der zweiten Qualifikationsrunde möglich, wo beispielsweise PAOK Thessaloniki oder Partisan Belgrad warten könnten. In den Playoffs steigen dann die Teams aus den Top-5-Ligen sowie drei Verlierer aus der dritten Europa-League-Qualifikationsrunde ein.
Für YB sähe der Weg etwas anders aus. Da sie sich über den Meisterpfad qualifizieren müssen, können sie frühestens in den Playoffs in die Conference-League-Qualifikation einsteigen. Dort treffen sie als gesetztes Team auf einen der Verlierer aus der Vorrunde oder der ersten Runde der Champions-League-Quali. Das sind allesamt Teams aus Ligen, die gemäss UEFA-Koeffizient schwächer als die Super League sind. Wahrscheinlich wären hier Teams wie Flora Tallinn oder Riga.
Die 32 Teilnehmer der Gruppenphase werden in acht Gruppen à je vier Teams gelost. Diese spielen in Hin- und Rückspielen gegeneinander. Die Gruppensieger sind direkt für das Achtelfinale qualifiziert. Die Gruppenzweiten werden den acht Gruppendritten der Europa League zugelost. Mit den Gewinnern der acht Duelle werden die Achtelfinalteilnehmer vervollständigt. Danach werden im gewohnten K.O.-Modus in Hin- und Rückspielen die beiden Finalisten ausgespielt, welche im Finale in Tirana aufeinandertreffen werden.
Die Spiele werden jeweils am Donnerstag parallel zur Europa League ausgetragen. Dabei sind die Anstosszeiten 18:45 Uhr und 21:00 Uhr Schweizer Zeit. Die Spieldaten sind wie folgt:
Für den Start in der 2. Qualifikationsrunde gibt es 350'000 Euro Startgeld. Für das Überstehen dieser erhalten die Klubs weitere 550'000 Euro. Beim Erreichen der Playoffs winken zusätzliche 750'000 Euro. Das Startgeld für die Gruppenphase beträgt 2,94 Millionen Euro.
(nih)