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Die Tramhaltestelle Escher-Wyss-Platz befindet sich unter einem Gewirr von Strassen – die Hardbrücke sowie deren Zu- und Abfahrten liegen direkt darüber. Nicht nur der Platz und die Tramhaltestelle sondern das ganze Quartier wurden nach der Escher Wyss AG benannt – einem Industrieunternehmen, welches sich auf Maschinen- und Turbinenbau spezialisiert hatte. Heute jedoch ist der Club Escherwyss, welcher sich in der Nähe des Platzes befindet, besonders unter jungen Leuten wohl beinahe besser bekannt, als das ehemals florierende Industrieunternehmen. Das Escherwyss umfasst nicht nur einen stadtbekannten Club, sondern auch ein Restaurant & eine Bar und lockt besonders am Wochenende hunderte von Gäste an. Zur Mittagszeit wimmelt es rund um den Escher-Wyss-Platz von Studenten der KVZ Business School, die sich von den nahegelegenen Unterrichtsräumen aus auf die Futtersuche machen. Falls du dich nicht durch eine hungrige Studentenmenge kämpfen willst, würde ich dir daher raten, diesen Ort um 12.00 Uhr zu meiden.
Der Klugscheisser: Das Industrieunternehmen Escher, Wyss & Cie wurde im Jahr 1805 von Hans Caspar Escher und Salomon von Wyss, als zweite mechanische Spinnerei der Schweiz, in Zürich gegründet. Allerdings nicht an der Stelle des heutigen Escher-Wyss-Platzes, sondern weiter stadteinwärts in der Nähe des Neumühle-Quais. Ursprünglich war nur die Wartung und Herstellung der Spinnmaschinen geplant, mit der Zeit entstand jedoch eine eigene Maschinenbautätigkeit sowie eine eigene Giesserei. So entwickelte sich aus der Spinnerei nach und nach ein Maschinenbau-Unternehmen, bis im Jahr 1860 die Spinnerei vollends geschlossen wurde. 1889 zog das Unternehmen in das heute nach ihm benannte Quartier. In den nächsten Jahren konzentrierte sich Escher, Wyss & Cie auf Innovationen in den Bereichen Dampf- und Wasserkraft sowie auf den Export ihrer Produkte in die ganze Welt.
Ab den 1930er Jahren jedoch ging es mit dem Unternehmen stückweise bergab. Im Jahr 1931 übernahm ein Bankenkonsortium die Mehrheit der Escher, Wyss & Cie und nur vier Jahre später griffen zusätzlich die Stadt und der Kanton Zürich ein, um ein Zusammenbruch zu verhindern. Zur selben Zeit erfolgte die Umbenennung in Escher Wyss AG. 1937 kaufte Jacob Schmidheiny, ein Pionier der Ziegelindustrie, das Unternehmen auf. In den 1960er Jahren folgte die nächste Absatzkrise der Escher Wyss AG, welche nicht zuletzt dadurch ausgelöst wurde, dass die produzierten Maschinen eine sehr lange Lebensdauer aufwiesen. 1966 wurde das Unternehmen von Sulzer – ein Winterthurer Industriekonzern – aufgekauft, der ab den 1990er Jahren schrittweise begann das ehemalige Escher-Wyss-Areal zu veräussern.