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2010: Beim ersten Weltcup-Start in Wengen resultierte für Feuz, der mit der Nummer 49 ins Rennen ging, die einzige Platzierung ausserhalb der Top 30. Der beträchtliche Rückstand auf Sieger Carlo Janka - 5,96 Sekunden - war allerdings erklärbar. Nach dem Hundschopf unterlief ihm ein Fehler, danach riskierte Feuz nichts mehr, "denn ob ich Vierzigster oder Fünfzigster werde, spielt keine Rolle".
2011: Zumindest resultatmässig nicht besser lief für Feuz der zweite Abstecher ins Berner Oberland. Der damals 24-Jährige stürzte im Ziel-S. Bei der letzten Zwischenzeit war er als 16. noch sehr gut unterwegs gewesen.
2012: Am Tag nach dem 2. Platz in der Super-Kombination folgte für Feuz am Lauberhorn die Krönung. Um fast eine halbe Sekunde liess er auf der Originalstrecke und vor der Rekordkulisse von 38'000 Zuschauern die Konkurrenz hinter sich. Es war für den Emmentaler, der am Ende des Winters den Triumph im Gesamtweltcup gegenüber Marcel Hirscher nur um wenige Punkte verpasste, der dritte Sieg im Weltcup. "Es gibt nichts Schöneres, als vor so einem Heimpublikum zu gewinnen", befand er danach.
2014: Nachdem er wegen den Problemen mit seinem linken Knie, die fast das Karrierenende zur Folge hatten, einen Winter hatte pausieren müssen, erreichte er am Lauberhorn als Zehnter ein starkes Resultat - das für ihn zweitbeste des ganzen Comeback-Winters. Auf Patrick Küng, den Sieger der Sprint-Abfahrt in Wengen, büsste Feuz 0,74 Sekunden ein.
2015: Der Spielverderber am Lauberhorn hiess aus Schweizer Sicht Hannes Reichelt. Der Österreicher verhinderte um zwölf Hundertstel den nächsten Sieg von Feuz, der seinerseits nur um zwei Hundertstel vor dem drittklassierten Janka blieb.
2016: Rang 11 und fast zwei Sekunden hinter Aksel Svindal tönt nach einer Enttäuschung. Doch Feuz bestritt in Wengen aufgrund einer Achillessehnen-Verletzung das erste Weltcup-Rennen seit zehn Monaten. Der Lokalmatador sprach deshalb von einer "korrekten Fahrt" und einem "Comeback, das in Ordnung geht".
2018: Mit der von ihm gewählten Startnummer 1 legte Feuz eine Zeit vor, die keiner seiner Konkurrenten zu unterbieten vermochte. Einzig der Norweger Svindal, bei der letzten Zwischenzeit noch knapp vorne, kam ihm bis auf 18 Hundertstel nahe. Einfach nur "fantastisch" sei dieser zweite Lauberhorn-Sieg, so der damals amtierende Abfahrts-Weltmeister. "Es ist einer meiner schönsten Tage als Skirennfahrer."
2019: Es sei nicht die perfekte Fahrt gewesen, so Feuz. Das Resultat: "nur" Rang 2, 14 Hundertstel hinter Vincent Kriechmayr.
2020: Auf verkürzter Strecke mit Start oberhalb Hundschopf egalisierte Feuz die Rekordmarke von Franz Klammer. Nur dieses Duo hat im seit 1967 ausgetragenen Weltcup am Lauberhorn drei Abfahrten gewinnen können. Mit einer "Fahrt am Limit" (Feuz) verwies der Berner Dominik Paris (2.) und Thomas Dressen (3.) um drei Zehntel auf die unteren Stufen des Podests.
2022: Das Déjà-vu zu 2019, denn Feuz sah sich als Zweiter wiederum nur von Vincent Kriechmayr bezwungen. Vom Originalstart fehlten Feuz gegenüber dem Oberösterreicher, der "frisch" aus der Corona-Quarantäne kam und nur dank eines Jury-Entscheids starten durfte, 0,34 Sekunden. Kriechmayrs Sieg habe für ihn "absolut keinen faulen Nachgeschmack", zeigte sich Feuz als fairer Sportsmann. Tags zuvor auf verkürzter Strecke war er hinter Aleksander Kilde und dem sensationellen Lauberhorn-Debütanten Marco Odermatt - mit dem er zusammen die Piste besichtigt hatte - Dritter geworden.
(sda)