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Eine Serie, in der es um Kriminalfälle, lebende Tote (aber keine Zombies) und Frücktekuchen geht, das ist „Pushing Daisies“. Eine Kombination, die auf den ersten Blick sehr absurd erscheint, entpuppt sich als ziemlich geniales Serienkonzept, das leider noch viel zu wenigen Leuten bekannt ist und ebenso viel zu früh abgesetzt wurde.
Vom Tortenbäcker, der Tote zum Leben erwecken kann
Schon der Titel spielt auf den Inhalt der Serie an, denn „Pushing Daisies“ heisst auf Englisch etwa soviel wie „Die Radieschen von Unten betrachten“. Es geht also um Tote. Oder genauergesagt um (vorübergehend) lebende Tote.
Die Serie „Pushing Daisies“ handelt vom Tortenbäcker Ned, der als Kind zufälligerweise entdeckt, dass er tote Dinge durch eine einfache Berührung wieder zum Leben erwecken kann. Jedoch nur für einige Minuten, dann müssen die erweckten Dinge durch eine wiederholte Berührung von Ned wieder sterben, ansonsten stirbt jemand anderes in der unmittelbaren Umgebung.
Den ersten Mensch, den der noch sehr junge Ned wieder zu den Lebenden zurück holt, ist seine Mutter, nachdem sie einen Herzinfarkt erlitten hatte. Weil er bis dahin nichts von seiner Gabe wusste und sich auch der Bedingungen, die sie mit sich bringt nicht bewusst ist, lässt er seine Mutter natürlich mehr als ein paar Minuten am Leben, doch so bringt er aus Versehen den Vater seiner Jugendliebe und Nachbarin Charlotte „Chuck“ Charles um. Daraufhin beschränkt sich Ned für lange Zeit darauf verrottete Früchte „zum Leben zu erwecken“, aus denen er als Erwachsener in seinem eigenen Café „The Pie Hole“ die besten Früchtekuchen der ganzen Stadt macht.
Von der aussergewöhnlichen Geschäftsbeziehung zwischen einem Tortenbäcker und einem Privatdetektiv
Durch Zufall entdeckt der Privatdetektiv Emerson Cod Neds besondere Gabe und macht sie sich zu Nutzen. Die zwei spannen zusammen und beginnen Kriminalfälle zu lösen. Ned weckt die Opfer von Mordfällen, Emerson befragt sie nach ihrem Mörder, Ned schickt sie zurück zu den Toten und die beiden lösen so den Mordfall und streichen die Belohung ein. Das ganze funktioniert wunderbar, bis Ned eines Tages seine Jugendliebe Chuck aufwecken soll, die auf einer Kreutzfahrt vermeindlich ermordet worden war. Ned ist immernoch in seine ehemalige Nachbarin verliebt und so lässt er sie am Leben, womit die Geschichte ihren Lauf nimmt.
Ned und Chuck werden ein Paar, doch der Beziehungsalltag der Beiden entpuppt sich als ziemlich kompliziert. Sie dürfen sich nämlich nie berühren, denn sonst würde Chuck auf der Stelle wieder tot umfallen und könnte kein zweites Mal zu den Lebenden zurückgeholt werden. Die Zwei arrangieren sich aber irgendwie und Chuck hilft Ned und Emerson sogar bei ihren Ermittlungen, was als Frau, die eigentlich in einem Sarg tief in der Erde liegen sollte, gar nicht so einfach ist.
Von einer grossartigen Serie, die viel zu früh abgesetzt wurde
Von „Pushing Daisies“ wurden von 2007 bis 2008 zwei Staffeln mit insgesammt 22 Folgen produziert. Trotz anfangs noch sehr guten Quoten und auch mehrheitlich positiven Kritiken, wurde die Serie bereits 2008 wieder eingestellt und wird heute nur noch ab und zu als Wiederholung auf Sendern wie z.B. Super RTL gezeigt.
„Pushing Daisies“ ist anders als die meisten anderen Serien und bewegt sich irgendwo zwischen Fantasy und Dramedy mit ganz viel schwarzem Humor. Wenn du also Lust hast auf etwas Aussergewöhnliches hast, dann ist „Pushing Daisies“ genau das richtige für dich!