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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Michael Ritter:
Der Landkartenverlag Johannes Walch in Augsburg
Cartographica Helvetica 26 (2002) 23–29
Zusammenfassung:
Die Reichsstadt Augsburg war im 18. Jahrhundert ein führendes Zentrum der Landkartenproduktion in Mitteleuropa. Viele der hier ansässigen Kupferstecher und Kunstverleger wie die Verleger Johann Stridbeck und Gabriel Bodenehr beziehungsweise Matthäus Seutter und dessen Nachfolger Tobias Conrad Lotter und Johann Michael Probst spezialisierten sich auf die Publikation von Cartographica und Topographica.
Der allmähliche wirtschaftliche Niedergang Augsburgs blieb nicht ohne nachteilige Auswirkungen auf das einst blühende Druck- und Verlagswesen. Einzig Johann Martin Will und insbesondere Johannes Walch (1757–1815) verhinderten, dass Ende des 18. Jahrhunderts die Landkartenproduktion nicht völlig von der Bildfläche verschwand.
Der Fortbestand des Unternehmens Walch bis in die Gegenwart bedeutet leider nicht, ein reiches Firmenarchiv vorzufinden, das es erlauben würde, die Geschichte einer deutschen Landkartenoffizin umfassend aufzuarbeiten. Während des Zweiten Weltkrieges brannten die Firmengebäude aus, schriftliche Dokumente und Druckbelege zur Unternehmensgeschichte wurden grossteils vernichtet.