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Legionellen (Legionella pneumophila) sind Umweltbakterien, welche eine schwere Lungenentzündung namens Legionärskrankheit auslösen können. Legionellen vermehren sich in der Umwelt in Amöben und – nach der Inhalation von kontaminierten Wassertröpfchen (Aerosolen) – in speziellen Immunzellen der menschlichen Lunge, den Makrophagen. Legionellen produzieren ein niedermolekulares Signalmolekül, LAI-1 (Legionella Autoinducer-1), welches zellbiologische Prozesse von Wirtszellen beeinflusst.
In diesem Forschungsprojekt werden die molekularen Mechanismen analysiert, welche den Wechselwirkungen zwischen dem Legionellen-Signalmolekül LAI-1 und "Fresszellen" (Amöben, Makrophagen) zu Grunde liegen. Dabei kommen sowohl biochemische als auch molekular- und zellbiologische Methoden zum Einsatz. Die Arbeiten tragen zu einem vertieften Verständnis der Prozesse bei, welche die Kommunikation zwischen einem opportunistisch pathogenen Bakterium und Wirtszellen definieren. Damit können mittelfristig Infektionen durch Legionellen und das Auftreten der Pathogene in Wassersystemen besser kontrolliert werden.