Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03609.jsonl.gz/874

Am 31. August 1997 stockt der Welt der Atem. Um 00:25 Uhr Ortszeit prallt die Mercedes S-Klasse, in dem Lady Di, der Chauffeur und ihr Geliebter, Dodi Al-Fayed, sitzen, mit hoher Geschwindigkeit in einen Tunnelpfeiler der Pariser Alma-Unterführung. Keiner der drei Insassen überlebt den Autounfall.
Diana, die kurz nach dem Crash noch lebt, wird gegen 1 Uhr Morgens aus dem Wagen befreit und nach Wiederbelebungsmassnahmen mit schweren Verletzungen ins Pariser Hôpital de la Salpêtrière gebracht. Dort können die Ärzte jedoch nichts mehr für sie tun, um 4 Uhr morgens wird die Ex-Frau von Prinz Charles für tot erklärt. Millionen trauern um die «Prinzessin der Herzen».
Untersuchungen ergeben später, dass der Fahrer Henri Paul mit einer Geschwindigkeit von 105 Kilometern pro Stunde und unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss in den Pfeiler raste. Eine wilde Verfolgungsjagd mit Paparazzi soll dem Unfall vorausgegangen sein. Doch was in jener schicksalshaften Nacht wirklich geschah, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Ermittler gehen von einem Verkehrsunfall aus, doch allerhand Mythen und Gerüchte halten sich bis heute hartnäckig.
Jetzt enthüllt der der ehemalige Pariser BBC-Korrespondent, Kevin Connolly, neue, brisante Details zu Dianas Tod. Er gehörte zu den ersten Journalisten, die in der Unfallnacht vor Ort waren.
Wie Connolly gegenüber der Zeitung «Express» erklärt, seien die Informationen rund um die Ereignisse nur sehr spärlich und langsam durchgesickert. «Alle waren extrem vorsichtig, wir mussten sämtliche Informationen der französischen Behörden über den Zustand der Prinzessin entschlüsseln.» Anfänglich hätten Polizei und Spital-Quellen nur gesagt, «ja, es handelt sich um die Prinzessin von Wales, und ja, sie wurde verletzt», ohne zu sagen wie schlimm es um Diana wirklich stand und dass die Verletzungen vielleicht tödlich sein könnten.
«Jeder wusste um die Heftigkeit der weltweiten Reaktionen und das Ausmass des öffentlichen Interesses», so Connolly gegenüber der Zeitung. Obschon er als erfahrener, altgedienter Journalist für die BBC schon über den Fall der Berliner Mauer und das Ende des Kalten Krieges berichtet hatte, war der Tod der Prinzessin Connollys denkwürdigster und unvergesslichster Meilenstein seiner Karriere. «Dieser Moment ist wohl derjenige, an den ich mich in meiner langen Zeit als Journalist am besten erinnern kann.»
Am 6. September fand schliesslich die Trauerfeier in der Westminster Abbey statt. Die Anteilnahme rund um den Globus war riesig. Drei Millionen Menschen nahmen beim Trauerzug durch London teil, rund 2,5 Milliarden verfolgten das Geschehen am TV – damals ca. 43 Prozent der Weltbevölkerung.