Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03459.jsonl.gz/1996

September 2020
October 2020
Verdi-Gala
Abstract
Verdi-Gala
Anstelle der ursprünglich geplanten Wiederaufnahme von I vespri siciliani wird nun ein Galakonzert mit Ausschnitten aus Werken Giuseppe Verdis stattfinden. Für dieses Konzert stehen einige der weltweit gefragtesten Verdi-Interpretinnen und Interpreten zur Verfügung. Die mehrfach ausgezeichnete Sopranistin Maria Agresta begeisterte in Zürich zuletzt als Norma, der Bariton Quinn Kelsey feierte hier bereits grosse Erfolge als Rigoletto und Giorgio Germont. Der Tenor Bryan Hymel gastiert erstmals in Zürich; er ist auf den grossen internationalen Opernbühnen wie der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera New York, der Wiener und der Münchner Staatsoper zuhause. Der Bassist Alexander Vinogradov war 2016 als Escamillo am Opernhaus Zürich zu Gast und hat mittlerweile eine steile internationale Karriere gemacht. Am Pult der Philharmonia Zürich steht der Zürcher Generalmusikdirektor Fabio Luisi sowie am 6. Oktober für eine Vorstellung erstmals der junge italienische Dirigent Andrea Sanguineti.
Fabio Luisi, Musical director
Fabio Luisi
Fabio Luisi hails from Genoa. He is the general music director of the Opernhaus Zürich, the principal conductor of the Danish National Symphony Orchestra, music director of the Maggio Musicale Fiorentino, and music director designate of the Dallas Symphony Orchestra, a post he will take up in 2020. From 2011-2017, Fabio Luisi was principal conductor of the Metropolitan Opera in New York, and from 2005-2013 principal conductor of the Wiener Symphoniker, as well as general music director of the Staatskapelle Dresden and the Sächsische Staatsoper (2007-2010), artistic director and principal conductor of the MDR Sinfonieorchester Leipzig (1999-2007), and music director of the Orchestre de la Suisse Romande (1997-2002). With the latter, he made numerous CD recordings (Poulenc, Respighi, Mahler, Liszt, a recording of the complete symphonic works of Arthur Honegger, and Verdi’s Jérusalem und Alzira). He is music director of the Festival della Valle d’Itria in Martina Franca (Apulia) and has appeared as guest conductor with numerous renowned ensembles, including the Philadelphia Orchestra, The Cleveland Orchestra, the NHK Tokio, the Münchener Philharmoniker, the Filarmonica della Scala, the London Symphony Orchestra, the Concertgebouw Orkest Amsterdam, and the Saito Kinen Orchestra, as well as with various prominent opera orchestras. He appeared at the Salzburg Festival with performances of Richard Strauss’ Die Liebe der Danae und Die Ägyptische Helena. His most important appearances at the Opernhaus Zürich include, among others, the new productions of three Bellini operas, as well as Rigoletto, Fidelio, Wozzeck and Verdi’s Messa da Requiem. Important CD recordings include Verdi’s Aroldo, Bellini’s I puritani and I Capuleti e i Montecchi, and the complete symphonies of Robert Schumann, as well as the symphonies and the oratorio Das Buch mit sieben Siegeln by Franz Schmidt, the largely forgotten Austrian composer. In addition, he has recorded various symphonic poems by Richard Strauss, and a lauded reading of Bruckner’s Symphony No. 3 with the Staatskapelle Dresden. His recordings of Siegfried and Götterdämmerung with the Metropolitan Opera Orchestra won Grammy awards. He received the Premio Franco Abbiati, the coveted Italian critics’ prize, in 2013, and in 2014 won the Grifo d’Oro from the city of Genoa. He was awarded the Anton Bruckner Ring by the Wiener Symphoniker, and is a Cavalier of the Italian Republic. The «Philharmonia Records» recording label, founded by the Philharmonia Zürich in 2015, has issued CD recordings of works by Berlioz, Wagner, Verdi, Rachmaninoff, Bruckner, Rimsky-Korsakov, and Frank Martin under Fabio Luisi’s musical director, as well as DVD records of Rigoletto (stage direction: Tatjana Gürbaca), Wozzeck (stage direction: Andreas Homoki), I Capuleti e i Montecchi (stage direction: Christof Loy), the Messa da Requiem (stage direction /choreography: Christian Spuck), and Das Land des Lächelns (stage direction: Andreas Homoki).
Andrea Sanguineti, Musical director
Andrea Sanguineti
Andrea Sanguineti studierte Klavier und Komposition am Konservatorium in Genua und Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien sowie am Mailänder Konservatorium Giuseppe Verdi. Anschliessend wurde er als Korrepetitor an die Opéra national du Rhin nach Strassburg engagiert. Sein Debüt gab Andrea Sanguineti am Pult des Staatsorchesters Hannover und war seitdem mit Neuproduktionen, Wiederaufnahmen und Konzerten in vielen Städten verpflichtet, u.a. an der Oper Köln, der Oper Leipzig, dem Teatro Nacional Sao Carlos in Lissabon, dem Nationaltheater Mannheim, dem Landestheater Innsbruck, dem Staatstheater Braunschweig, dem Teatro Massimo Bellini Catania, dem Teatro Carlo Felice Genova sowie beim Radio Symphonie Orchester Wien und beim Bejing Music Festival in China. Er war bis Ende der Spielzeit 2018 Generalmusikdirektor der Neuen Lausitzer Philharmonie und des Theaters Görlitz, wo er in seiner 5-jährigen Tätigkeit zahlreiche Premieren und Konzertserien dirigierte. In der Spielzeit 2019/20 dirigierte er La traviata in Ancona, Fidelio am Theater Chemnitz, Rigoletto am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin, La bohème an der Deutschen Oper am Rhein Duisburg, Dornrösschen (Ballett) am Aalto Theater Essen und Don Giovanni an der Oper Graz. Andrea Sanguineti ist ebenso auf der Konzertbühne zuhause; er hat sich ein breitgefächertes Repertoire von den Symphonien von Beethoven bis Brahms über Messiaens Turangalîla-Sinfonie, Skrjabins Prométhée. Le Poème du feu oder das Concerto for Orchestra «Marco Polo» von Tan Dun erarbeitet.
Maria Agresta, Sopran
Maria Agresta
Maria Agresta studierte Gesang am Konservatorium von Salerno und wurde u.a. 2014 mit dem Premio Franco Abbiati als beste Sopranistin ausgezeichnet. Ihre internationale Karriere begann 2011 am Teatro Regio in Turin mit I vespri siciliani unter der Leitung von Gianandrea Noseda. Es folgten Norma in Tel Aviv, La bohème in der Arena di Verona, München, Turin und beim Puccini-Festival in Torre del Lago, Gemma di Vergy in Bergamo und Don Giovanni an der Mailänder Scala. 2012 war Maria Agresta an der Mailänder Scala als Mimì zu hören, 2013 als Leonora (Verdis Oberto), 2014 als Leonora in Il trovatore und 2015 als Liù in Turandot. Konzerte führten sie nach Graz, Dresden, Rom, Venedig, Neapel, Berlin und Valencia unter Dirigenten wie Riccardo Muti, Zubin Mehta und Nicola Luisotti. In jüngster Zeit sang Maria Agresta u.a. Desdemona in Zürich, Turandot an der Lyric Opera of Chicago, Norma in Turin, am Théâtre des Champs-Elysées sowie in Madrid und Violetta Valéry in London, Paris, München, Palermo und an der Deutschen Oper Berlin. Sie gab ihr Debüt an der Metropolitan Opera mit La bohème und kehrte mit Turandot und Carmen dorthin zurück. Nach ihrem Debüt am Royal Opera House Covent Garden 2014 (I due foscari) gastierte sie dort erneut als Violetta Valéry, Leonora, Desdemona und Mimì. Bei den Salzburger Festspielen 2016 sang sie Marguerite in Faust, 2017 sang sie ebendort Lucrezia Contarini in I due foscari. 2019/20 war sie als Elisabetta de Valois (Don Carlo) in Madrid und Venedig zu erleben, als Mimì in New York sowie als Leonora (Il trovatore) in Peking am National Centre for the Perfoming Arts. In Zürich sang sie zuletzt die Titelrolle in Norma.
Bryan Hymel, Tenor
Bryan Hymel
Bryan Hymel studierte Gesang in Philadelphia und begann seine Karriere als Preisträger der «Verdi Aria Competition» 1998 in Aspen. Mittlerweile singt er an zahlreichen renommierten Opernhäusern und Festivals. 2010 debütierte er an der Scala in Mailand und am Royal Opera House in London als Don José (Carmen), anschliessend sang er in London u.a. Énée (Les Troyens), Robert (Robert le diable) und den Prinzen in Rusalka. Für diese drei Partien erhielt er 2013 den «Olivier Award for Outstanding Achievement». Es folgten u.a. Énée an der Met in New York, Arnold Melcthal (Guillaume Tell) am der Bayerischen Staatsoper München, die Titelrolle in Berlioz’ La Damnation de Faust an der Opéra National de Paris und Pinkerton (Madama Butterfly) an der Wiener Staatsoper. Jüngst war er als Don José an der Opéra National in Paris zu hören, in der Titelrolle von Don Carlo, als Henri (I vespri siciliani), als Canio (Pagliacci), als Turiddu (Cavalleria rusticana) und als Don José am ROH London, als Henri an der Bayerischen Staatsoper, als Rodolfo (La bohème) an der Wiener Staatsoper, in der Titelrolle von Roméo et Juliette an der San Francisco Opera und als Faust (La Damnation de Faust) an der Met in New York. Auf der Konzertbühne sang er u.a. die Tenorpartie in Beethovens 9. Sinfonie an der Scala in Mailand, in Verdis Requiem beim Edinburgh Festival, in Walter Braunfels’ Jeanne d’Arc bei den Salzburger Festspielen und ein Rezital in der Wigmore Hall in London. Bryan Hymel ist Exklusivkünstler bei Warner Classics und gewann 2015 für sein Soloalbum Héroïc den «Georges Thill Prize» der Académie Nationale du Disque Lyrique sowie einen ECHO Klassik als Newcomer des Jahres.
Quinn Kelsey, Bariton
Quinn Kelsey
Quinn Kelsey stammt aus Hawaii. 2005 vertrat er die USA bei der «BBC Singer of the World Competition» in Cardiff und ist inzwischen ein gefragter Gast an Häusern wie der Met New York, San Francisco Opera, am ROH London, ENO London, am Opernhaus Zürich und an der Pariser Opéra. 2015 wurde er mit dem Beverly Sills Award der Metropolitan Opera ausgezeichnet. In vergangenen Spielzeiten gab Quinn Kelsey u.a. Rollendebüts als Conte di Luna in Verdis Il trovatore in San Francisco und in Dresden, in Das schlaue Füchslein in Florenz, als Sharpless in Madama Butterfly an der New York City Opera, als Amonasro in Aida bei den Bregenzer Festspielen, als Ezio in Verdis Attila in San Francisco sowie als Paolo in Simon Boccanegra in Rom. In der Titelrolle von Verdis Rigoletto war Quinn Kelsey in Zürich, London (ENO), Frankfurt, San Francisco und an der Opéra National de Paris zu erleben, als Giorgio Germont gastierte er in Seoul, Chicago, San Francisco, am ROH London und in Zürich. 2017 gab er sein Debüt bei den Chorégies d’Orange als Amonasro (Aida) und sein Australien-Debüt als Athanaël (Massenets Thaïs) mit der Melbourne Symphony unter Sir Andrew Davis. Jüngst war er als Peter (Hänsel und Gretel), als Enrico (Lucia di Lammermoor), als Conte di Luna, als Amonasro und Giorgio Germont an der Met, mit seinem Rollendebüt als Posa (Don Carlo) an der Washington National Opera, als Ford in Fallstaff an der Dallas Opera, als Miller (Luisa Miller) in Chicago und als Duke of Nottingham (Roberto Devereux) an der Los Angeles Opera zu erleben. Er sang ausserdem an der Seite von Anna Netrebko bei der «New Years Eve Gala 2020» an der Met New York unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin.
Alexander Vinogradov, Bass
Alexander Vinogradov
Alexander Vinogradov, geboren in Moskau, wurde noch während seines Studiums am Konservatorium seiner Heimatstadt als festes Ensemblemitglied an das Moskauer Bolschoi-Theater engagiert und gab dort 21-jährig sein Operndebüt als Oroveso in Bellinis Norma. Seither hat er sich zum international gefragten Bass entwickelt, gastiert regelmässig an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und war zudem in Covent Garden, an der Mailänder Scala, am Teatro La Fenice, der Semperoper Dresden, der Pariser Opéra, im Palau de les Arts in Valencia, am Teatro Real in Madrid, dem New National Opera in Tokio, den Opernhäusern von Washington, San Diego und Dallas wie auch am Ravinia Festival zu erleben. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Gustavo Dudamel, Daniel Barenboim, Kent Nagano, Vladimir Jurowski, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Philippe Jordan, Antonio Pappano, Helmuth Rilling und Yannick Nézet-Séguin. 2018/19 sang er u.a. Escamillo an der Met in New York, am ROH London und an der Staatsoper in Hamburg, Zaccaria (Nabucco) an der Deutschen Oper Berlin und in Hamburg sowie Raimondo (Lucia di Lammermoor) in München und Valencia. 2019/20 war er in Barcelona als Timur (Turandot), als Filippo II (Don Carlo) in Athen und als Escamillo in München zu erleben. Auf dem Konzertpodium war er u.a. mit der Staatskapelle Berlin, dem Bayerischen Rundfunkorchester, dem Orchestra Filarmonica della Scala, dem Russischen Nationalorchester und dem Konzerthausorchester Wien zu hören.