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Dresden, um 1750
Johann Gottfried Leuchte (?)
Konstruktionsholz: Eiche und Nadelholz
Furnier: Palisander; vergoldete Bronzebeschläge
H. 200, B. 124,5, T. 66 cm
Inv. 1974.133.
Der Weg dieses höfischen Möbels aus dem königlich sächsischen Residenzschloss in Dresden nach Basel führte über Doublettenverkäufe der sächsischen Krone um 1880/1890 an den Berliner Kunsthandel zur Sammlung des Berliner Bankiers Prof. Werner Weisbach und mit dessen Emigration 1935 nach Basel. Der Dresdener Tischler J. G. Leuchte (Meister 1747, gestorben 1759), von dem ein vergleichbarer signierter Aufsatzschrank als Meisterstück erhalten ist, wurde als Fertiger dieses Prunkmöbels vorgeschlagen. Über dem elegant taillierten, um eine Schubladenebene erhöhten Kommodenunterteil erhebt sich ein zweitüriger, ursprünglich spiegelverglaster Aufsatz. Er trägt noch drei Sockel, auf denen man sich bekrönend Porzellanvasen vorstellen kann. Die Wanderung des Möbels gibt Anlass daran zu erinnern, dass mit Johann Jacob Gothier 1688 auf umgekehrtem Weg ein Basler in Dresden eingebürgert wurde und als Hof- und Komödientischler tätig war.