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Morikawa gewinnt das 149. British Open in Sandwich im Südosten Englands zwei Schläge vor seinem Landsmann Jordan Spieth.
Trotz seiner geringen Erfahrung auf dem Niveau der Professionals spielte Morikawa, der Kalifornier mit japanischen und chinesischen Vorfahren, in der Schlussrunde auf dem königlichen Küstenplatz St. George's wie ein Star mit jahrelanger Übung. Er hielt sich am ältesten Turnier der Welt alle Angriffe vom Leib, auch jene des schon dreifachen Majorturnier-Siegers Jordan Spieth. Seinen ersten Majortitel hatte Morikawa letzten August an der US PGA Championship errungen.
Die Schwächen der Favoriten
Von den hauptsächlichen Favoriten Dustin Johnson und Jon Rahm - die beiden liefern sich ein Duell um die Spitze der Weltrangliste, in dem jetzt Rahm die Nase vorne hat - sowie Brooks Koepka enttäuschte keiner. Jeder von ihnen beendete das Turnier unter den ersten acht. Aber jedem der drei missglückte eine der vier Runden. Die dadurch eingefangenen Defizite konnten sie nicht wettmachen. Rory McIlroy dagegen kam nie für den Sieg in Frage. Nordirlands Star wartet mittlerweile sieben Jahre auf seinen fünften grossen Sieg. Fortan wird Morikawa selbst vor den Majorturnieren zu den am meisten genannten Favoriten zählen.
Beispielloser Blitzstart
Erst im Frühsommer 2019, nachdem er in Los Angeles ein Studium in Business Administration abgeschlossen hatte, wechselte Morikawa als ehemalige Nummer 1 der Weltrangliste der Amateure zu den Profis. Rund zwei Jahre später muss man den Einstieg in die Karriere auf der US PGA Tour als phänomenal gut bezeichnen. Um zwei Turniere auf Grand-Slam-Niveau zu gewinnen, benötigte er nur gut zwei Jahre. Tiger Woods brauchte dafür in den späten Neunzigern drei Jahre. In den ersten 22 Profiturnieren qualifizierte sich Morikawa immer für die Finalrunden. Nur Woods konnte - mit 25 geschafften Cuts nach dem Wechsel zu den Profis - eine längere Serie vorweisen.
Mit Siegen an den vier grossen Turnieren lässt es Morikawa keineswegs bewenden. Er hat auch bereits zwei «normale» Turniere des amerikanischen Circuits sowie ein Turnier der hochdotierten, in der Regel von der gesamten Weltelite besuchten WGC-Serie für sich entschieden.