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Heroin ist eine sehr stark abhängig machende Droge, ein Derivat aus Morphium welches wiederum aus der Mohnpflanze gewonnen wird.
Es ist ein weisses oder bräunliches Pulver, oder eine teerähnliche Substanz. Es ist eine "drückende" Droge, welche auf das Genuss-Systems des Gehirns wirkt und die Schmerzwahrnehmung des Gehirns beeinflusst.
Heroin kann auf verschiedene Arten verwendet werden, je nach Benutzerpräferenz und der Reinheit der Droge. Heroin kann in die Venen injiziert werden ("mainlining"), oder in einen Muskel injiziert werden. Geraucht, in einer Wasserpfeife, in einem Marihuana-Joint oder in eine gewöhnliche Zigarette gemischt, und mittels einem Röhrchen inhaliert ist die Einnahme als "den Drachen jagen" bekannt. Heroin wird auch (wie Kokain) als Puder in die Nase eingezogen.
In der Gassensprache ist Heroin bekannt als: H oder Sugar.
Kurzfristige Auswirkungen
Die kurzfristigen Auswirkungen des Heroinmissbrauchs tauchen nach einer einzigen Dosis auf und verschwinden in ein paar Stunden. Nach einer Heroinspritze empfindet der Konsument einen Anstieg der Euphorie ("Rush"), welche von einem warmen Durchströmen der Haut, einem trockenen Mund und schweren Extremitäten begleitet wird. Der anfänglichen Euphorie folgt ein Zustand, der als "on the nod" bekannt ist, in welchem man zwischen wachen und schläfrigen Phasen wechselt. Die mentalen Funktionen werden durch Depressionen des zentralen Nervensystems eingeschränkt. Andere Auswirkungen sind langsames und belegtes Sprechen, schleppender Gang, verengte Pupillen, zufallende Augenlider, behinderte Sehwahrnehmung bei Dunkelheit, Erbrechen und Verstopfung.
Langfristige Auswirkungen
Chronische Konsumenten können an verstopften Venen, an Infektionen der Herzkranzgefässe, an Abszessen, Cellulitis und Leberkrankheiten leiden. Atmungskomplikationen, einschliesslich verschiedener Arten von Lungenentzündungen, können aufgrund des schlechten gesundheitlichen Zustandes des Abhängigen entstehen, dies vor allem aufgrund der einengenden Wirkung des Heroins auf die Atmung. Durch den regelmässigen Heroinkonsum entwickeln sich Empfindungslosigkeiten. Das bedeutet, dass der Heroinabhängige mehr Heroin verwenden muss, um dieselbe Intensität oder Auswirkung der Droge zu erleben. Wenn höhere Dosen über eine Zeit hinweg genommen werden, entwickelt sich eine physische Abhängigkeit.
Entzug von Heroin, der bei regelmässig Konsumierenden innerhalb weniger Stunden nach der letzten Verabreichung auftreten kann, erzeugt ein Verlangen nach weiterem Heroin. Begleiterscheinungen sind Unruhe, Muskel- und Knochen-Schmerzen, Schlaflosigkeit, Durchfall und Erbrechen, Kälte-Gefühle ("Gänsehaut", welche als "cold turkey" bezeichnet wird), zuckende Bewegungen ("kicking the habit") und andere Symptome. Die bedeutendsten Entzugssymptome erreichen den Höhepunkt innert 48 bis 72 Stunden nach der letzten Dosis und halten während ungefähr einer Woche an. Plötzlicher Entzug bei schwerabhängigen Personen, die einen schlechten Gesundheitszustand aufweisen, kann tödlich verlaufen.
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