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Die älteste Organisation der Zürcher Mittelschullehrer ist der am 2. Dezember 1916 gegründete «Verband der Lehrer an den staatlichen Mittelschulen des Kantons Zürich» VMZ.
Das Selbstverständnis der Lehrerschaft war das eines Standes, seine Interessenvertretung verstand sich als standespolitisch. Sie «gewerkschaftlich» zu nennen, was sie tatsächlich war, hätten ihre Mitglieder weit von sich gewiesen. Die Bezeichnung gewerkschaftlich galt als «sozialistisch», gehörte zur Arbeiterklasse und passte zwei Jahre vor dem Generalstreik keineswegs zu den Kantonsschulprofessoren.
Schon die im Verbandsnamen genannten «staatlichen Mittelschulen» zeigen, dass sich der Mitgliederkreis auf die Kantonsschullehrer beschränkte. Die Lehrerinnen und Lehrer an den Töchterschulen der Stadt Zürich schlossen sich im «Verband der Lehrer an der Töchterschule der Stadt Zürich», VTZ, zusammen. Das genaue Gründungsdatum ist nicht zu eruieren.
Die Anliegen beider Verbände waren identisch. Es erstaunt wenig, dass Fragen der Besoldung und der Stundenverpflichtung von Anfang an im Zentrum standen. Das Gegenüber waren die Arbeitgeber, doch weil dies zwei verschiedene waren, bei den Kantonsschullehrern die Erziehungsdirektion und der Regierungsrat, bei den Töchterschullehrern der städtische Schulvorstand und der Stadtrat, gab es zwei getrennte gewerkschaftliche Lehrerorganisationen. Die Trennung bestand bis 1975.
Schon in den späten 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zeigten sich immer mehr schulpolitische Themen, die alle Gymnasiallehrpersonen betrafen, unabhängig, ob sie den Kanton oder die Stadt als Arbeitgeber hatten: Die Einführung neuer Maturitätstypen, insbesondere des Musischen Gymnasiums, der Bericht «Mittelschule von morgen», der Anschluss der Kurzgymnasien an die 2. oder 3. Sekundarklasse, die Koedukation an den Mittelschulen, Fragen der Mittelschullehrerausbildung – Lizentiat oder Doktorat – oder der Fortbildung. Immer dringender wurde eine Organisation für die Vertretung aller Mittelschullehrpersonen gefordert.
Auf Initiative des VMZ wurden an den neun damals bestehenden Kantonsschulen, am Unterseminar Küsnacht, an den fünf Städtischen Töchterschulen und am Freien Gymnasium Delegierte gewählt. Sie bildeten zusammen mit den Präsidenten von VMZ und VTZ sowie den Mittelschulvertretern im Erziehungsrat und im Synodalvorstand den Gründungsvorstand der neu zu bildenden Organisation. Er erarbeitete die Statuten und beauftragte den Verfasser dieses Beitrages mit der Aufgabe des Gründungspräsidenten. In der Aula der Kantonsschule Freudenberg fand am 26. November 1970 die Gründungsversammlung der neuen Mittelschullehrerkonferenz MKZ statt. Sie war offen für alle Mittelschullehrpersonen, eingeschlossen Hilfslehrerinnen und -lehrer.
Die Arbeitsteilung und die Zusammenarbeit der schulpolitischen Organisation MKZ mit den beiden gewerkschaftlichen Verbänden VMZ und VTZ funktionierten von Anfang an problemlos. Als nach knapp fünf Jahren, am 2. März 1975 die Töchterschulen der Stadt Zürich vom Kanton übernommen wurden und nun alle den Kanton als Arbeitgeber hatten, löste sich der VTZ auf und die meisten Mitglieder schlossen sich dem VMZ an. MKZ und VMZ hatten fortan weitgehend die gleichen Mitglieder.
Statt für zwei Vorstände Leute zu suchen und an zwei Organisationen Beiträge zu bezahlen bahnte sich die im Qi 3/2014 dargestellte Konsequenz an. An Stelle der bildungspolitischen Konferenz MKZ und des gewerkschaftlichen Verbandes VMZ trat 1987 der MVZ mit einem bildungspolitischen und einem gewerkschaftlichen Ausschuss: Erstmals seit bald 100 Jahren eine einzige und umfassende Interessenvertretung der Mittelschullehrpersonen.
Am 2. Dezember 2016 hat der MVZ sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert: https://www.mvz.ch/mvz/100-jahre-mvz
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