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Die Medienberichterstattung in der Schweiz über den FA-18-Absturz in Obwalden stand wieder einmal in keinem Verhältnis zu dem, was tatsächlich passiert ist: zwei Profis sind in Ausübung ihres Berufes bei einem Unfall ums Leben gekommen. Stirbt ein Bauarbeiter, ist das den Zeitungen gerade ein paar Zeilen wert. Eine Schlagzeile in einer Gratiszeitung war gar, dass Bundesrat Maurer nicht an der Beerdigung teilnehmen wird. Wann hat eine Zeitung zuletzt darüber geschrieben, dass kein Bundesrat an der Beerdigung eines tödlich verunglückten Waldarbeiters teilgenommen hat? Die Arbeit im Wald ist eine der gefährlichsten beruflichen Tätigkeiten, wenn nicht die gefährlichste Tätigkeit überhaupt. Wenn solche Unglücke, dass gleiche mediale Echo auslösen würden wie der FA-18-Absturz, hätten wir im Grossen Rat im vergangenen März bei der Beratung des Waldgesetzes wahrscheinlich eine arbeitnehmerfreundlichere Lösung beschlossen, was die Ausbildung der Waldarbeiter betrifft. Damals verhinderte die bürgerliche Mehrheit, dass Unternehmen verpflichtet werden, sicherzustellen, dass Waldarbeiter «über eine fachliche Grundausbildung» oder eine entsprechende Erfahrung verfügen, obwohl dies in der gesamten Wirtschaft gang und gäbe ist. (der Bund vom 19. März 2013) So gesehen finde ich es ja gut, wenn die Medien tödliche Arbeitsunfälle breit thematisieren, bloss sollten sie es auch dort machen, wo tatsächlich viele Unglücke geschehen.