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Hitzewallungen: Was tun, wenn die Hitze Sie überrollt?
Überprüft von medizinisch geschultem Personal von Mylan 09 August 2019
Hitzewallungen werden von Frauen als ein Gefühl plötzlich gesteigerter Körpertemperatur beschrieben. Sie werden häufig bei Frauen in der Menopause beobachtet. Die Dauer einer Wallung kann sich von Frau zu Frau unterscheiden.
Hitzewallungen sind das häufigste Anzeichen für die Menopause und werden als Empfindung eines plötzlichen Anstiegs der Körpertemperatur beschrieben. Hitzewallungen folgen meist einem klar definierten Muster: Das Hitzegefühl entwickelt sich vom Brustkorb und zieht über den Hals in Richtung Gesicht. Auf die Hitzewallung folgt ein Absinken der Körpertemperatur, was ein Kältegefühl hinterlässt. Hitzewallungen gehen, bedingt durch den plötzlichen Anstieg der Körpertemperatur, zudem mit einem Anstieg der Herzfrequenz einher.
Ursachen und Dauer von Hitzewallungen
Hitzewallungen sind das Schlüsselsymptom der Menopause. Der Spiegel des follikelstimulierenden Hormons (für die Eireifung verantwortlich) steigt an, während gleichzeitig die Östrogenproduktion sinkt. Eine geringere Produktion des Hormons Östrogen ist möglicherweise die Hauptursache für Veränderungen der Körpertemperatur und Hitzewallungen. Hitzewallungen sind eines der frühesten Anzeichen für die Wechseljahre der Frau.
Die Dauer von Hitzewallungen ist individuell sehr unterschiedlich. Die einzelnen Episoden können 1 bis 5 Minuten lang anhalten. Des Weiteren können bei einer Frau eine oder mehrere Hitzewallungen pro Tag auftreten. Bei manchen Frauen treten die Hitzewallungen tagsüber, bei anderen Frauen in der Nacht auf, auch bekannt als der sogenannte «Nachtschweiss».
Wann treten erste Wallungen auf?
Erste Hitzewallungen können einige Jahre oder Monate vor der Menopause auftreten. Manche Frauen haben zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr erste Hitzewallungen, andere einige Monate vor der Menopause. Diese können bis zu 15 Jahre nach der Menopause auftreten.
Was löst sie aus?
Hitzewallungen werden in erster Linie auf Hormonschwankungen im weiblichen Körper zurückgeführt. Darüber hinaus können sie auch durch Folgendes ausgelöst werden:
- Koffeinkonsum
- Stress/Anspannung
- Unbequeme, enge Kleidung
- Alkoholkonsum
- Rauchen
- Scharfe Speisen
- Nahrungsmittel, die Mononatriumglutamat (MNG) enthalten wie z.B. Pilze, Tomaten, Parmesan und E261-haltige Fertiggerichte
- Fieber
- Bestimmte Grunderkrankungen, z.B. Schilddrüsenerkrankungen, Eierstockerkrankungen, Diabetes, Tuberkulose und Krebserkrankungen
Wie werden Hitzewallungen am wirksamsten behandelt?
Manche Frauen kommen mit Hitzewallungen ohne jede Behandlung zurecht. Äusserst hilfreich können Änderungen der Lebensführung hin zu einer gesünderen Lebensweise sein. Kommt eine Frau mit den Hitzewallungen nicht zurecht und leidet stark darunter, ist es empfehlenswert, sich ärztlich bzw. durch eine(n) Gynäkologin/Gynäkologen beraten zu lassen.
Eine menopausale Hormontherapie (MHT) ist die häufigste Form der Behandlung gegen Hitzewallungen. Eine MHT trägt zur Prävention von Hitzewallungen bei Frauen bei und kann darüber hinaus auch andere Symptome der Wechseljahre lindern. Allerdings ist es unbedingt erforderlich, Risiken und Nutzen der MHT vor Behandlungsbeginn gegeneinander abzuwägen.
Wie kann man Hitzewallungen präventiv begegnen?
Die Mehrzahl der Frauen leidet unter Hitzewallungen. Bestimmte Massnahmen können Ihnen helfen wie z.B.:
- Das Tragen lockerer, bequemer Kleidung
- Das Vermeiden jeder Art von Stress
- Regelmässige Bewegung
- Weniger Koffein und Alkohol
- Mit dem Rauchen aufhören
- Eine möglichst kühle Umgebung
- Nicht zu heisses Duschen
Regelmässige körperliche Aktivität in jeder Form, z.B. Walken, Joggen, Schwimmen und Tanzen, wirkt sich günstig auf die Hitzewallungen aus und lindert die Beschwerden.