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Handelsname und Wirkstoff
Das Medikament Clomid ist unter dem Handelsnamen Clomifen erhältlich und enthält den Wirkstoff Clomifencitrat. Clomifen ist ein selektiver Estrogenrezeptor-Modulator, der in der Behandlung der weiblichen Unfruchtbarkeit angewendet wird, insbesondere bei Problemen mit dem Eisprung.
Indikationen für Clomifen
Clomifen wird eingesetzt, um den Eisprung (Ovulation) bei Frauen zu induzieren, die keinen regelmäßigen Zyklus und damit verbundene Ovulationsstörungen haben. Es ist besonders indiziert bei Patientinnen mit polyzystischem Ovarsyndrom (PCOS) und anderen hormonellen Störungen, die ovulatorische Dysfunktion verursachen.
Pharmakologische Eigenschaften
Clomifen wirkt durch die Bindung an Östrogenrezeptoren im Hypothalamus und in den Ovarien. Dies führt zu einer Erhöhung der Freisetzung von Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH), was wiederum die Freisetzung von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH) und luteinisierendem Hormon (LH) anregt. Diese Hormone fördern die Reifung und Freisetzung von Eizellen aus den Ovarien.
Dosierung von Clomifen
Die Dosierung von Clomifen erfolgt individuell und beginnt üblicherweise mit 50 mg einmal täglich für fünf Tage beginnend am fünften Tag des menstruellen Zyklus. Sollte damit keine Ovulation induziert werden, kann die Dosis in nachfolgenden Zyklen gesteigert werden. Die maximale empfohlene Dosis beträgt 100 mg täglich für 5 Tage.
Anwendungsdauer und Behandlungsbeginn
Clomifen wird normalerweise nicht länger als sechs Behandlungszyklen verwendet. Der Beginn der Behandlung sollte sorgfältig mit Blick auf den Menstruationszyklus der Patientin abgestimmt werden, um die Chancen auf eine erfolgreiche Ovulation und mögliche Schwangerschaft zu erhöhen.
Kontraindikationen für Clomifen
Clomifen sollte nicht angewendet werden bei Patientinnen mit Lebererkrankungen, unkontrollierte Schilddrüsen- oder Nebennierenerkrankungen, Ovarialzysten, die nicht auf PCOS zurückzuführen sind, Gebärmutterblutungen unklarer Ursache, Hypophysentumoren oder bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Clomifencitrat.
Mögliche Nebenwirkungen
Zu den häufigen Nebenwirkungen von Clomid gehören Hitzewallungen, Blähungen, Bauchschmerzen, Brustschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen. In selteneren Fällen kann es zu Sehstörungen, Mehrfachschwangerschaften, und in sehr seltenen Fällen zu einer Ovarialhyperstimulationssyndrom (OHSS) kommen. Eine kontinuierliche Überwachung durch einen Arzt ist während der Behandlung wichtig.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Clomifen kann Wechselwirkungen mit Arzneimitteln zeigen, die Hormonspiegel beeinflussen oder metabolisiert werden durch Cytochrom-P450-Enzyme. Eine vollständige Medikamentenanamnese ist erforderlich, um potentielle Wechselwirkungen zu identifizieren und das Risiko unerwünschter Effekte zu minimieren.
Schwangerschaft und Stillzeit
Clomifen ist zur Verwendung während der Schwangerschaft kontraindiziert. Sollte während der Behandlung eine Schwangerschaft eintreten, muss Clomifen sofort abgesetzt und eine ärztliche Konsultation erfolgen. Da nicht bekannt ist, ob Clomifen in die Muttermilch übergeht, wird die Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen.
Fahrtauglichkeit und Bedienen von Maschinen
Unter der Einnahme von Clomifen kann es zu Sehstörungen und anderen Nebenwirkungen kommen, die die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen können. Patientinnen sollten darauf hingewiesen werden, besonders vorsichtig zu sein und gegebenenfalls auf das Autofahren oder das Bedienen von schweren Maschinen zu verzichten.
Überdosierung und Notfallmaßnahmen
Im Falle einer Überdosierung von Clomifen können verstärkte Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, oder Sehstörungen auftreten. Es gibt kein spezifisches Antidot für Clomifen. Die Behandlung besteht aus dem Absetzen der Medikation und symptomatischen unterstützenden Maßnahmen. Im Verdachtsfall sollte sofort ärztliche Hilfe aufgesucht werden.
Langzeittherapie und Überwachung
Bei längeren Behandlungszyklen mit Clomifen ist eine regelmäßige gynäkologische Untersuchung einschließlich Ultraschallüberwachung empfehlenswert, um die Ovarialfunktion zu überwachen und die Entwicklung von Ovarialzysten frühzeitig zu erkennen. Dies dient auch der Früherkennung und Prävention des Ovarialhyperstimulationssyndroms.
Lagerung und Haltbarkeit
Clomifen sollte bei Raumtemperatur zwischen 15-30°C gelagert werden, fern von direktem Licht und Feuchtigkeit. Das Medikament sollte außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Die Haltbarkeit ist auf der Verpackung angegeben und sollte nicht überschritten werden.
Die dargestellten Informationen wurden sorgfältig zusammengestellt und entsprechen dem aktuellen Wissensstand, sind jedoch nicht als abschließender Leitfaden zu verstehen. Jede Behandlung mit Clomifen sollte von einem qualifizierten Facharzt überwacht und angepasst werden.