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Ein Skandal um verloren gegangene Daten erschüttert die britische Regierung. Gestern musste der britische Schatzkanzler (Finanzminister) Alistair Darling zugeben, dass im Oktober zwei CDs mit vertraulichen Informationen von mehr als 25 Millionen britischen Bürgern spurlos verschwunden seien. Offenbar verletzte ein "junger Angestellter" der Steuerbehörde die Datenschutzrichtlinien, indem er die Datenträger ganz einfach per Post von Washington in Nordostengland nach London versandte. Die CDs, die Namen, Bankdetails, Adressen, Geburtsdaten von Kindern und Sozialversicherungsnummern enthalten, kamen nie an. Es handelt sich um Daten aller Briten aus 7,25 Millionen Familien, die Kindergeld erhalten.
Es gibt zwar Kopien der Daten, doch die Befürchtung, dass die verloren gegangenen CDs in falsche Hände geraten könnten, löst in Grossbritannien Unmut aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass die CDs bewusst gestohlen wurden.
Darling entschuldigte sich für den Fehler und der Leiter der Steuerbehörde, Paul Gray, gab sofort seinen Rücktritt. Nicht nur die Opposition ist der Meinung, dass die Regierung versagt hat. Darling stand bereits wegen der Krise der Hypothekenbank Northern Rock in der Kritik. Am Montag konnte Darling dem Parlament nicht garantieren, dass die Steuerzahler die Northern Rock gewährten Notkredite in Höhe von 40 Milliarden Pfund vollständig wieder zurückbekommen werden. (mim)