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Alexander Giesche, vormals Münchner, jetzt Zürcher Kunstschaffender inszenierte einen mit Trockeneisnebel gefüllten farbig-bunten Kubus, in dem das einfallende Sonnenlicht zig Farbnuancen erzeugt, welche im Nebel in weitere Farbtöne reflektieren, zerfallen und ersticken. Eine immersive analoge Scheinwelt, deren Ein- wie Ausdruck durch dreisprachige Audio-Collagen noch etwas befeuert wird. Als Annäherung an die neue Intendanz und Spielzeit des Schauspielhauses Zürich durchläuft die DAS INTERNET titulierte Installation vier Etappen quer durch die Stadt, um schliesslich am Schiffbau festzumachen. Vorm Jakob traf dann der schauspielernde Kompostmann zufällig (?) den obdachlosen Blumenmann, verhandelte Kompostwerdung generell und propagierte zwischenmenschlichen Kompostaustausch. Zum Finale gab es live eingeschweisste Kompost-Starterpacks to go. Mir ging Internet und Kompost nicht ganz so zusammen, auch die vom Darsteller rezitierte profane Farbgleichung alle Farben gemischt ergibt Braun erschloss sich mir zumindest kontextuell nicht wirklich. Ist das Internet jetzt bloss braune Kacke?
Psychometrie, manchmal auch Psychografie genannt, ist der wissenschaftliche Versuch, die Persönlichkeit eines Menschen zu vermessen. In der modernen Psychologie ist dafür die sogenannte Ocean-Methode zum Standard geworden. Zwei Psychologen war in den 1980ern der Nachweis gelungen, dass jeder Charakterzug eines Menschen sich anhand von fünf Persönlichkeitsdimensionen messen lässt, den Big Five: Offenheit (Wie aufgeschlossen sind Sie gegenüber Neuem?), Gewissenhaftigkeit (Wie perfektionistisch sind Sie?), Extraversion (Wie gesellig sind Sie?), Verträglichkeit (Wie rücksichtsvoll und kooperativ sind Sie?) und Neurotizismus (Sind Sie leicht verletzlich?). Anhand dieser Dimensionen kann man relativ genau sagen, mit was für einem Menschen wir es zu tun haben, also welche Bedürfnisse und Ängste er hat, und aber auch, wie er sich tendenziell verhalten wird. Das Problem aber war lange Zeit die Datenbeschaffung, denn zur Bestimmung musste man einen komplizierten, sehr persönlichen Fragebogen ausfüllen. Dann kam das Internet. Und Facebook.
(aus: Tagesanzeiger Zürich)
Die Skandalisierung erschöpft sich, der Euphomismus ist asbach1984alt:
Tim Pritlove: «Um US-Präsident zu werden braucht es anscheinend zwei Dinge: Facebook und viel Geld. Zuckerberg hat von beidem reichlich.»
Oh my Bug — unlängst erst der voll peinliche Root-Fehler und jetzt sucht die Kiste andauernd nach einem dreizehnten Monat. Fake OS. Schlimm.
Ein statistisches Kunststück von: Dr. Ali Binazir, Happiness Engineer:
Passend zum eidgenössischen Wahlkrimi spendiert Google ganz überraschend einen Tages-Doodle:
Der empor gestreckte Zeigefinger scheint mir in Zeiten von IS immer so auffallend autoritär und gar allzu fundamentalistisch besetzt. Aber gut, es gibt schliesslich Wahlpflicht. Zumindest in Schaffhausen; also im Kanton Schaffhausen. Dort drohen Nichtwählern nämlich 6 SFr Busse! Doch dafür käme der Doodle womöglich zu spät, weil Briefwahl in der Schweiz mittlerweile Usus ist, die Wahllokale bereits um 12 Uhr schliessen und das Ergebnis nur wenig später vorliegt, damit der Wahltag bloss nicht allzu lange und spannend gerät.
Mit der folgenden Prognose wird der Sonntag nun völlig entspannt:
- SVP 28,7%
SP 19,1%
FDP 17,5%
CVP 9,9
GL 5,5%
GP 5%
BDP 3%
So oder ähnlich gehts aus.
Im Zwergenland.
Beim Doodle.
Neues Juwel frisch aus dem Spamordner:
Ich bin Frau Tessy Enendu aus Kuwait. Ich bin an Herrn Anthony Enendu verheiratet. die mit Kuwait Botschaft in der Elfenbeinküste arbeitete fünf Jahre, bevor er im Jahr 2013. Wir waren für 11 Jahre ohne ein Kind verheiratet gestorben. Er starb nach kurzer Krankheit, die nur vier Tage dauerte. Vor seinem Tod waren wir beide Christen.
Seit seinem Tod habe ich beschlossen, nicht zu heiraten oder sich ein Kind außerhalb meines ehelichen Wohnung. Als mein verstorbener Mann lebt er hier in Abidjan hinterlegt die Summe von $ 5 Millionen (fünf) Millionen US-Dollar) in der Bank von Afrika war, Derzeit ist der Fonds immer noch mit der Bank, die vor kurzem Mein Arzt sagte mir, dass ich ernste Krankheit, Krebs Problem.
Die eine, die mich am meisten stört ist meine Krebskrankheit Nachdem bekannt mein Zustand habe ich beschlossen, diesen Fonds an eine natürliche Person, die dieses Geld die Art und Weise werde ich hier anweisen, Ich möchte eine Person, die diesen Fonds für Waisenhäuser, Witwen verwenden wird zu nutzen spenden, Verbreitung des Wortes Gottes und sich zu bemühen, dass das Haus Gottes wird immer beibehalten. Die Bibel hat uns zu verstehen, dass Selig ist die Hand, die, geben wird. Ich traf diese Entscheidung, weil ich nicht jedes Kind, dass dieses Geld erben müssen, Dies ist, warum ich bei dieser Entscheidung.
Ich habe keine Angst vor dem Tod damit ich weiß, wohin ich gehe. Wieder ich brauche keine Telefon-Kommunikation in dieser Hinsicht wegen meiner Gesundheit. Sobald ich Ihre Antwort erhalten mit der Versicherung, dass Sie entsprechend wie gesagt handeln würde, ja, soll ich bei der Bank kontaktieren, um freundlich zu bewirken, die Fondsübertragung auf Ihr Bankkonto über es in Ihrem Land,
Ich möchte Sie und Ihre friedliche Familien, immer beten für mich, weil mein Arzt hat mir mitgeteilt, dass ich brauche, um eine Operation so schnell wie möglich zu unterziehen, die ich bete, dass der Herr dein Geist berühren und während Sie die richtige ist, dass Gott sein will gegen diese Projekt zur Unterstützung der Armen, Witwen, Waisenhäuser und am Ende zu verwenden, gibt dann sein Name wird durch Sie der Auserwählte zu verherrlichen werden.
In der Hoffnung auf Ihre Antwort erhalten sofort.
Gott segne euch und eure Familien mein Gebet Amen ist.
Mit freundlichen Schwester in Christus,
Tessy Enendu
Oh my gosh.
Der vom Schreibroboter entwickelte Dubstep-artige Rhythmus wird durch die stilsichere Zeichensetzung raffinierte kontrapunktiert. Das vorliegende Grundthema basiert auf dem legendären hohen C (wie Christ) und wird durch das universell tiefe k-moll (Krebs) in gefühlige Schwingung versetzt. Schon die Aussicht auf irdische Belohnung erscheint himmlisch, wobei die deutlich avisierten guten Taten karmatechnisch zusätzliche Euphorieschübe kreieren. Konträr dieser Gefühlslage und womöglich destruktiv wäre ein quasi kakaphonischer Telefonterror, welcher wohlweislich antizipatorisch und kategorisch negiert wird. Das hier in epischer Breite vorgelegte Kunststück nährt die Hoffnung auf weitere hochentwickelte ambrosische Sprachblüten der automatisierten Übersetzungstechnik.
Nicht wirklich neues aus dem Spam-Filter:
Ich grüße euch im Namen unseres Herrn Jesus Christus,
Ich bin Frau Angelika Herrmann, eine Witwe leiden lange Krankheit (Krebs), habe ich einige Fonds die ich von meiner späten liebevoller Ehemann Dr. Herrmann Manfred, der Summe (USD$4.900.000, 00), die er in der Bank hinterlegt geerbt hier und ich brauche eine sehr ehrliche Christian Bruder oder eine Schwester, dass diese Mittel für die Werke Gottes zu verwenden wird, und 15% werden für die Entschädigung für diese Arbeit Gottes zu sein.
Ich traf diese Entscheidung, weil ich nicht jedes Kind, das diesen Fonds übernehmen müssen, wieder ich und mein verstorbener Mann geschworen, unsere letzte Reichtum nutzen, um die weniger Privilegierten zu helfen, da wir keine Kinder haben, bin ich nicht Angst vor dem Tod damit ich weiß, wohin ich gehe. Bitte, wenn Sie wäre in der Lage, diesen Fonds für die Unterstützung der weniger Vorrechte und Unterstützung in der christlichen Wohltätigkeitsorganisationen zu verwenden; bitte kontaktieren Sie mich wieder für weitere detaillieren.
Gott segnen Ihre Familie,
Frau Angelika Herrmann
Meine Güte, werden es die Übersetzungsroboter nie lernen?
Oder ist das Ausgangsmaterial bereits derart sinnbefreit?