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Unser Abstieg in das Zeitalter der Depression scheint unaufhaltsam. Vor drei Jahrzehnten lag das Durchschnittsalter für den ersten Ausbruch der Depression bei 30 Jahren. Heute ist es 14. Forscher wie Stephen Izard von der Duke University weisen darauf hin, dass sich die Depressionsrate in den westlichen Industriegesellschaften mit jeder nachfolgenden Generationskohorte verdoppelt. In diesem Tempo werden mehr als 50 Prozent unserer jüngeren Generation im Alter von 18-29 Jahren bis zum mittleren Lebensalter daran erkranken. Extrapoliert man eine Generation weiter, kommt man zu dem entsetzlichen Schluss, dass praktisch jeder Mensch der Depression zum Opfer fallen wird.
Im Gegensatz zu vielen traditionellen Kulturen, in denen Depressionen gänzlich fehlen, die zum Teil nicht einmal ein Wort dafür haben, ist die westliche Konsumkultur durchaus depressiv. Aber Depression ist so sehr ein Teil unseres Vokabulars, dass das Wort selbst dazu verwendet wird, um mentale Zustände zu beschreiben, die anders verstanden werden sollten. In der Tat, wenn Menschen mit einer Depressionsdiagnose genauer untersucht werden, passt die Mehrheit nicht wirklich zu dieser Diagnose. In der größten Studie dieser Art untersuchte Ramin….