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Als Hirntumor wird jede Geschwulst bezeichnet, welche innerhalb der Schädelknochen wächst. Grundsätzlich kann jedes Gewebe im Schädelinneren wuchern. Grob unterscheiden kann man die Hirntumore in gutartige und bösartige Neubildungen. Primäre, bösartige Hirntumore gehen vom Hirngewebe direkt aus. Im Gegensatz dazu entstehen Hirn-Metastasen als Ableger eines andern Tumors (häufig Lungen-, Brust- oder Hautkrebs). Letztlich kann ein Hirntumor auch Ausdruck einer Leukämie oder eines Lymphoms sein.
Der häufigste gutartige Hirntumor entsteht aus den Hirnhäuten und heisst Meningeom. Gutartig heisst im Hirn aber keineswegs, dass keine Gefahr besteht, denn das Gefährliche an einem Hirntumor ist die Verdrängung der anderen umgebenden Strukturen und die Zunahme des Druckes auf die lebenswichtigen Hirnzentren, da die Knochen rundum nicht nachgeben können, wenn das Volumen innen zunimmt.
Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Hirntumoren:
Glioblastom
Glioblastome sind die häufigsten Hirntumore und sehr bösartig. Sie wachsen sehr rasch in die Umgebung ein. Sie treten am häufigsten im Alter zwischen 40 und 60 Jahren auf. Bereits nach wenigen Wochen oder Monaten treten Lähmungen und Sprachstörungen auf. Das Überleben nach der Diagnose beträgt häufig nur noch Monate bis wenige Jahre.
Ependymom und Medulloblastom
Dies sind typische Hirntumore des Kindes- und Jugendalters. Das Ependymom macht häufig Hirndruckzeichen (Kopfschmerzen, Erbrechen, langsamer Puls). Die Patienten können nach der Diagnose noch viele Jahre leben.
Meningeom
Ist ein grundsätzlich gutartiger Tumor, welcher aber bei schnellem Wachstum die umliegenden Strukturen verdrängen kann. Wenn ein Meningeom nicht oder nur langsam wächst, können Beschwerden ausbleiben.
Hypophysentumore
Die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) produziert Hormone. Typische Symptome der Hypophysentumore sind in erster Linie hormonelle Störungen (Störungen des Wachstums, Müdigkeit, dünne und runzlige Haut, Potenzstörungen). Häufig sind auch Sehstörungen (Gesichtsfeldausfälle). Hypophysentumore kommen vor allem zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr vor.
Neurinom
Am häufigsten geht dieser Tumor von den Hüll-Zellen des 8. Hirnnervs aus (Akustikusneurinom). Typische Symptome sind zunehmende Abnahme des Gehörs, Ohrgeräusche, Gleichgewichtsstörungen und Lähmungserscheinungen im Gesicht.