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Die EPS-prognose basiert auf einer uralten Analyse, auf einer! Das ist das Problem, wenn es nicht genügend und regelmäßige EPS-Prognosen gibt. Publity selbst hat im Zwischenbericht prognostiziert (Prognosebericht), dass sie ein EPS leicht über dem von 2016 erzielen wollen. Das wären dann etwa 4 € und dann wäre das KGV bei 8,9. Niedrig, aber eine völlig andere Dimension als 5-6.
Zitat: "Insgesamt erwartet der Vorstand ein Ergebnis für 2017, das leicht über dem Ergebnis für 2016 liegt."
Anmerkung: ein EPS-steigerndes Geschäft, das eigentlich in die GuV von 2016 gehen sollte, wurde in 2017 verschoben. Damit wäre ein Ergebnis leicht über dem von 2016 eine Stagnation. Ja, ich weiß, dass die AuM stark steigen, aber anscheinend geht die Marge zurück.
erstmal hast du Recht, das Publity kein REIT ist, vielen Dank für den Hinweis. Aber ist habe das eher als Vergleichsmaßstab verwendet um die Bewertung anhand Price-to-FFO zu verwenden. Vielleicht habe ich da etwas Äpfel mit Birnen verwechselt.
Das EPS für 2016 schätzt du etwa mit 4,0. Das halte ich für deutlich zu niedrig. Wenn im Zwischenbericht zum 1. HJ 2017 zwar von einer leichten Ergebnissteigerung gesprochen wird und im Zwischenbericht zum 1. HJ 2016 von einer weiteren Ergebnissteigerung spricht, dann ist das nicht sehr genau, vielleicht nur eine Phrase des Berichtersteller, weil zu wenig konkret.
Der Gewinn für 2016 war 23.078.229 ?, und für 2015 war er 12.512.141 ? (Im Prognosebericht stand hier "weitere Ergebnissteigerung". Das ist doch ein Witz, weil total ungenau. Es handelt sich um fast um eine sensationelle Verdoppelung! Wenn jetzt wie du erwähnst von einer leichten Steigerung gesprochen wird, dann würde ich das so interpretieren, dass es nicht in der Größenordnung wie von 2015 auf 2016 mit knapp 100% mehr laufen wird. Aber wieviel darunter ist schwer zu sagen.
Deine Prognose mit 4,0 EPS für 2017 halte ich für viel zu niedrig, da schon die Gewinnzahlen im 1. HJ 2017 ggü. dem 1. HJ 2016 um 31,07% höher liegen. Nimmt man diesen Prozentsatz an und rechnet das EPS 2016 hoch auf EPS 2017 ergibt sich ca. 5,10 EUR/Aktie. Dann wäre das KGV 6,9. Also für mich ist das gut. Wobei buchungstechnisch bedingt wohl immer für das 2. HJ eines jeden Jahres der deutlich höhere Umsatz/Gewinnanteil anfällt. Siehe die Vorjahre. Ich denke daher das das EPS wohl eher so 5,4 EUR/Aktie liegen dürfte. Hier nochmal die Zahlen zum Vergleichen, erste Spalte Umsatz, zweite Spalte Gewinn.
Oleg hat auch einmal erwähnt, dass er 80-90% des Gewinns als Dividende ausschütten will. Für 2016 wurden ja "nur" 71,9% des EPS ausgeschüttet. Das wären bei meiner Prognose für 2017 mit ca. 5,4 EUR/Aktie dann eine Dividende von 70% von 5,4 = 3,78 EUR (Div.Rendite aktuell: 10,7%)
Vielleicht schreibst du auch etwas dazu, wie du die Aktie letzen Endes einschätzt, also Butter bei den Fischen. Du hast viel kritisiert, also was jetzt
Du vergisst, dass einige größere Abschlüsse aus 2016 durch Verzögerungen in der I. Quartal 2017 gerutscht sind und somit das 1. Halbjahr stark beeinflusst haben. Daher würde ich nicht unbedingt von einem so starken 2. Halbjahr 2017 ausgehen.
Erstens das (verzerrtes H1) und zweites ist da noch ein Denkfehler drinne.
"Nimmt man diesen Prozentsatz an und rechnet das EPS 2016 hoch auf EPS 2017 ergibt sich ca. 5,10 EUR/Aktie. Dann wäre das KGV 6,9. Also für mich ist das gut. Wobei buchungstechnisch bedingt wohl immer für das 2. HJ eines jeden Jahres der deutlich höhere Umsatz/Gewinnanteil anfällt. Siehe die Vorjahre. Ich denke daher das das EPS wohl eher so 5,4 EUR/Aktie liegen dürfte."
Das Wachstum bezieht sich ja auf das Vorjahr. Daher ist der Vergleichswert auch das starke 2. Halbjahr des Vorjahres. Daher gibt es keinen Trend in die Richtung, dass das 2. Halbjahr eine höhere WachstumsRATE aufweisen sollte.
Dazu: das 2. Halbjahr muss extrem viel stärker werden, denn im 1. wurden nur 91 Cent pro Aktie verdient. Aber ja, das ist "normal". Wir werden sehen, ob es klappt. Ich tendiere eher zu leicht über 4 €.
Und so schwammig finde ich die Konzernprognose nicht. Leicht über dem Vorjahr ist doch relativ konkret.
"Insgesamt erwartet der Vorstand für 2016 ein EBIT von rund EUR 37,5 Mio. Dies würde eine Steigerung des EBIT um ca. 92 % zum Jahr 2015 bedeuten. Auch beim Nettoergebnis geht der Vorstand von einer weiteren Steigerung aus."
Das EBIT-Ziel war sehr konkret. Und es wurde nicht erreicht (35,5 wurden erzielt). Jetzt gibt es nur ein Gesamtziel (leicht über 3,89 €, denn die Aktienzahl blieb gleich).
zwischen 2016 und dem wahrscheinlichen Ergebnis 2017 sind aber in der Regel um diese Jahreszeit längst eingepreist. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf dürfte nun eigentlich die Erwartungshaltung für 2018 Richtung 19 sein. Wenn nun alles so gut gelaufen sein wird, wie wir (auch ich) erwarten, dürfte dann trotzdem mal ein Sockeleffekt eintreten. Der könnte dann etwas geheilt werden, indem die Ausschüttungsquote hochgesetzt wird. Es hieße aber trotzdem : Nachlassendes Wachstum! Kurzfristige Dividendenrallys ausgenommen, sollte das dann in Zukunft auch geringere Kurssteigerungen bedeuten. Positive Erwartungen können angebracht bleiben, zur Euphorie rate ich auf Dauer aber nicht mehr.
Obelisk
: Um diese Jahreszeit längst eingepreist.....
#966
2
09.10.17 19:01
mag sein. Fakt ist; der Kurs steht da, wo er im Januar 2016 stand. Und das trotz Hausse. Das ist doch auch ein klarer Fingerzeig. Meine Erwartung geht auch in Richtung: Ergebnis nur leicht über 2016. Der Kurs hat dies eingepreist. Künftige Steigerungen, wenn überhaupt, wahrscheinlich nur marginal.
Trotzdem ein starker Dividendenwert, wenn er die dauerhaft halten kann oder leicht steigert.
topofthetops
: tja publity ist wohl zeitverschwendung für die,
#967
2
09.10.17 19:50
denen ein einstelliges kgv zu teuer und eine zweistellige dividendenrendite zu wenig ist. und dann auch nur ein leichtes wachstum, echte katastrophe oder?
Mich interessiert das wachstum nicht so sehr, weil es bis jetzt sehr gut war, und keiner hier im board, mich eingeschlossen, etwas sicheres für die nächsten 2-5 jahre über das wachstum sagen kann. Was zählt ist die fundamental gute bewertungsituation, sowie ausreichend freien cashflow für um die 10% divrendite.
es gibt jetzt doch im wesentlichen 2 möglichkeiten, entweder das wachstum kommt wieder, was leicht sein kann, dann ist die aktie der kracher, oder es bleibt relativ konstant, dann immerhin rel. sichere 10% dividendenrendite. damit ich gut leben, die skeptiker wohl hier nicht.
Im 2. Fall wäre es ja dann nicht mehr nötig, ganzjährig, Bzw. langfristig investiert zubleiben. Dann reichen 3 Monate vor der Ausschüttung. Fände ich aber grundsätzlich schade. Bin ja im übrigen nicht so negativ eingestellt, wie Du glaubst. Habe auch noch Hoffnung, dass es wenigstens noch ein Jahr weiter Expansion gibt.
topofthetops
: @timo: Die 10+ Div-Rendite ist meiner Meinung nach
#970
10.10.17 05:49
in einigen Jahren absolut erreichbar, schon mit der für 2017 erwarteten Div-Rendite von ca. 3,2 EUR liegt sie aktuell 8,9% und damit den 10 doch schon sehr nahe. Und diese ist maßgeblich, du beziehst dich auf die alte Dividende von 2016, wir haben aber bald 2018 und dann wird ungefähr eben 8,9% ausgeschüttet werden, aller Voraussicht nach. Wie gesagt, das Ergebnis dürfte ja für 2017 steigen, so hast es ja auch angenommen mit ca. 4,1 EUR EPS 2017 dann aber bitte auch die Div-Steigerung für 2017 nicht vergessen. Die 10% sind absolut bald erreichbar, entscheidend ist der 2-5 jährige Zeitraum in der Zukunft, und da bin ich nicht so pessimistisch wie die anderen hier im Board.
... am ''aktuellen'' oder "forward"-kgv, das bei kleinwerten (auch von analysten) nicht verlässlich geschätzt werden kann (bei publity kgv2017e = €36,5 /€6,70 (?) = 5,4 ?) und das von der kapitalstruktur des unternehmens verzerrt ist das kgv ist manipulierbar und sagt nichts über den geldfluss aus dem ergebnis aus ("cash earnings"), der kann nur anhand der kapitalflussrechnung überprüft werden
das Ebit lässt sich leichter schätzen und den Enterprise value kann man zum letzten bilanzstichtag exakt ermitteln, daher nochmals die parameter oben #946:
***Enterprise Value (EV): 36,50 € Aktienkurs x6,05 Zahl umlaufender Aktien (Mio) Mio € =221 Marktwert des Eigenkapitals, das uf die Aktionäre entfällt („market cap“) +50,0 Wandelanleihe -6,4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 265 EV Enterprise Multiple als primäre Kennzahl: https://valuescope.blog/2017/08/14/fuer-das-wikifolio-verwende-ich-den-enterprise-multiple-als-primaere-kennzahl/
wirklich schade, dass man in Deutschland leider nur 1x Dividende ausschütten darf. Da haben uns viele andere Länder etwas voraus. In der Tat könnte man hier 3-4 Monate vor der Dividende einsteigen. Bei mehreren Ausschüttungen im Jahr würde ein on-off weniger Sinn machen und hätte meiner Meinung nach im Allgemeinen weniger Fluktuation zur Folge.
Die geringe Bewertung liegt m.E. daran, dass das Geschäftsmodell hinsichtlich der Gesamterträge einfach noch zu wenig fassbar ist. Mir scheint, der Markt denkt hier zu sehr, dass die Umsatzerlöse zu viel aus Einmalerträgen und zu wenig aus dauerhaften Erträgen kommt. Im Halbjahresbericht 2017 kann ich nicht erkennen, wie sich die 12 Mio. Erlöse aufteilen. In 2016 resultierten nur 18 von 41 Mio. aus laufenden/dauerhaften Erträgen bzgl. Assetmanagement. Bzgl. der Erträge aus dem Servicing für notleidende Kredite kann ich nicht einschätzen, ob hier wiederkehrende Verträge vorliegen. Die Erträge aus Verkäufen sind daneben einmalig. Die Mitarbeiterzahl wurde bis Mitte 2017 auch nicht ggü. Ende 2016 erhöht. Das kann, muss aber nicht negativ bewertet.
Jedenfalls muss das Management in den nächsten Jahren beweisen, dass die Steigerung der wiederkehrenden Erträge durch Immo-Verwaltung/Assetmanagement von 2015 ggü. 2016 kein Ausrutscher war, sondern erstens weiterhin zu dauerhaften Erträgen führt und zweitens auch im Wachstum begriffen ist.
Wenn man das dem Markt für 2017 gesamt und Halbjahr 2018 zeigen kann, dass man hier wächst und einen fassbaren "Grundstock" an dauerhaften Erträgen erzielt, werden wir derzeitigen Aktionäre die Glücklichen sein.
Ich werde publity auch weiter als passives Investment gelegentlich aufstocken, denn letztlich ist die Dividendenrendite jetzt schon hoch und ich hoffe, dass sich diese auf 4-Jahressicht noch erhöht, so dass ich dann eine dauerhafte passive Einkommensrendite von mind. 10% habe.
publity hatte 2016 eine ebit-marge von 85% (€35,5mio/€41,6mio)
für 2017 gehe ich in anlehnung an analystenschätzungen von einem umsatz iHv €60mio aus ( http://de.4-traders.com/PUBLITY-AG-21453335/fundamentals/ ) und setze die ebit-marge mit 75% an; damit komme ich auf ein ebit von €45mio (€60mio x 75%) was die umsatzschätzung betrifft, ist das natürlich eine schätzung ins blaue (vielen dank, liebe analysten!)
sind bei publity aus meiner Sicht noch nicht absehbar. Für mich sind das alles Schätzungen, die ich nicht mit fundamentalen Daten, weil ich sie nicht habe, untermauern kann. Ich glaube, der Forecast von 69 Mio. Umsatz in 2017 wird bei weitem nicht erreicht. Ende 2017 wird man vielleicht Immos under Management von den angestrebten 5,2 Mrd. EUR haben, aber das bringt uns ja rückwirkend für den Umsatz 2017 nichts. Wenn außerdem das eine Kennzahl sein soll, aus der man Umsatz schließen kann, dann frage ich mich, warum der Halbjahresumsatz 2017 ggü. 2016 nur um 1,3 Mio EUR von 11,6 auf 12,9 Mio gestiegen ist, obwohl sich ja die Assets under Management von 1,6 Mrd. EUR (1.1.2016) auf 3,2 Mrd. EUR (1.1.2017) verdoppelt haben. Ich frage mich, woran das liegt. Diese wiederkehrenden Management-Erlöse (ich rede nicht von den FinderFees/Enmalgebühren) sollten doch ja wohl monatlich fließen und nicht erst im zweiten Halbjahr. Da ist mir das Geschäftsmodell einfach nicht transparent genug. Geschätzt waren für 2016 insgesamt im HJ-Bericht 2016 übrigens 44 Mio. EUR und am Ende hat man sich im August 2016 für die Zeit bis zum 31.12.2016 um 3 Mio. geirrt und es sind (nur) 41 Mio. geworden. Die Geschäftsführung selbst hatte also offenbar Probleme, ihren Umsatz einzuschätzen. Wir sollten uns hier nichts vormachen. Ich bin froh, wenn wir eine 10-20%ige Steigerung im Umsatz haben, wir also Richtung 50 Mio. EUR in 2017 haben und eine Divi von 3 EUR. Über alles andere freue ich mich und wenn wir noch höher landen bin ich der erste der lächelnd den Kopf schüttelt.
Die genannten Punkte sehe ich als Risiko, aber um das klarzustellen, ich sehe hier mehr Chancen als Risiken und bin daher long-long eingestellt, habe Zeit und sehe auf 4-Jahressicht schönes Potenzial. Jedenfalls alles Schönrechnerei hier, ich glaube, die Forecasts für 2017 sind viel zu hoch. Letztlich brauchen wir Zahlen und Fakten. Und die wissen wir erst im Frühjahr. Und bis dahin halte ich die Füße still.