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Saladin, Lorenz
Gestorben: 17.9.1936, Kirgistan
Tellerwäscher, Bademeister, Polizist, Goldwäscher und vieles andere in Nord- und Südamerika. 1933/34 Aufenthalt im Kaukasus, wo er sich mit den russischen Spitzenbergsteigern Ewgeni und Vitali Abalakow anfreundete. Dank Kontakten zur Kommunistischen Internationalen reiste Saladin unbehindert in der Sowjetunion und konnte sich als erster im Westen lebende Bergsteiger russischen Expeditionen anschliessen. 1936 kam er als Helfer einer geologischen Expedition nach Kirgistan und bestieg nebenbei manches 4000 oder 5000 Meter hohe „Gipfeli“, wie er sie nannte und denen er schweizerdeutsche Namen gab. Im selben Jahr bestieg Saladin mit vier russischen Bergsteigern den Khan Tengri, einen Siebentausender im Osten Kirgistans. Dort zog sich Saladin eine Blutvergiftung zu und verstarb am Berg. Nicht zuletzt seiner Fotos wegen wurde Saladin 1938 während des stalinistischen Terrors postum zum Spion erklärt, einige seiner russischen Freunde wurden erschossen oder verschwanden im Gulag. Saladins Fotografien wurden erst 2009 dank einer Buchpublikation einer breiten Öffentlichkeit bekannt.
EINZELPUBLIKATIONEN
Annemarie Schwarzenbach, «Lorenz Saladin. Ein Leben für die Berge», Hallwag, Bern 1938; Emil Zopfi/Robert Steiner, «Tod am Khan Tengri. Lorenz Saladin, Expeditionsbergsteiger und Fotograf», AS-Verlag, Zürich 2009.