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Diese Spieler können sich in der NHL fürs Nichtstun Kohle abverdienen
Das Ziel jedes Eishockey-Spielers ist es, sich in der NHL einen möglichst lukrativen Vertrag zu erspielen. Mit mehreren starken Auftritten lassen sich die Klubs schnell dazu verleiten, den Spielern einen gut dotierten Vertrag anzubieten. Doch welche Spieler haben ihren Zenit schon überschritten und werden in der bisherigen Saison total überbezahlt?
Die Stürmer werden bekanntlich am Tore schiessen gemessen und dementsprechend bezahlt. So verdienen die besten Defensivstürmer trotzdem weniger als die ausgereiften Skorer. In diesem Artikel werden nur die Skorerpunkte in Betracht gezogen, welche in dieser Saison erzielt wurden. Die Saison ist noch jung und somit werden die Kosten pro Punkt auf jeden Fall noch sinken. Trotzdem ist es intressant zu sehen, welche Spieler in der neuen Saison noch überhaupt nicht angekommen sind. Die Spieler müssen mindestens zehn Partien bestritten haben.
1. David Backes (10 Spiele / 0 Punkte)
Der 34-jährige Stürmer der Boston Bruins ist nach einer erfolgreichen Karriere auf dem absteigenden Ast angelangt. Sein Fünfjahresvertrag über 6 Millionen jährlich läuft noch bis Ende Saison 2020/21, doch seine Skorerausbeute lässt jetzt schon zu wünschen übrig. In zehn Spielen hat der Drittlinien-Center noch keinen Punkt erzielen können. In seiner besten Spielzeit sammelte Backes in 82 Spielen 62 Punkte (32 Tore).
2. Tanner Pearson (15 S / 1 Assist)
In Los Angeles fragen sich viele, was nur mit Tanner Pearson los ist. Der 26-Jährige spielt bisher die schlechteste Saison seiner Karriere, steht erst bei einem Assist und ist ein Mitgrund, weshalb die LA Kings auf dem zweitletzten Platz der NHL stehen. Pearson, der 2014 mit den Kings den Stanley Cup gewonnen hat, verdient 3.75 Millionen pro Jahr und kostet dementsprechend pro Punkt genauso viel. In der NHL erzielte er ansonsten 0.45 Punkte pro Spiel.
3. Ryan Strome (16 S / 1 Tor)
Im Sommer hat Ryan Strome einen neuen Zweijahresvertrag unterschrieben, der ihm durchschnittlich 3.1 Millionen Dollar pro Jahr einbringt. Diesen konnte der 25-Jährige bisher aber noch keineswegs rechtfertigen. In 16 Spielen konnte der Mitspieler von Connor McDavid gerade einmal ein Tor erzielen. Das, obwohl es den Edmonton Oilers in dieser Saison um einiges besser läuft als noch letztes Jahr.
4. Ryan Callahan (12 S / 2 T)
Zwei Tore erzielt in elf Spielen? Für manche Spieler wäre das keine schlechte Ausbeute. Nicht so für Ryan Callahan: Der 33-jährige Routinier verdient 5.8 Millionen pro Jahr. Das macht bisher 2.9 Millionen pro Skorerpunkt. Callahan lebte vor allem von seinen ersten Jahren in der NHL. Seit 2015 wurde er aber immer wieder von Verletzungen gestoppt und konnte sein Gehalt nie mehr rechtfertigen. In der abgelaufenen Spielzeit kam er immerhin auf sieben Tore und 14 Assists in 82 Spielen (inkl. Playoffs).
5. Max Pacioretty (12 S / 2 T)
Der Kanadier ist wohl der bekannteste Spieler in dieser Liste. Max Pacioretty bestritt während des letzten Lockouts mehrere Partien für Ambri-Piotta. Seit seinem Trade in diesem Sommer zu den Vegas Golden Knights kommt der 29-Jährige aber noch weniger in Fahrt als bei seinem alten Arbeitgeber. In diesem Jahr verdient er durch seinen alten Vertrag noch 4.5 Millionen, in den nächsten vier Spielzeiten werden es aber 7 Millionen jährlich sein. Für so ein Gehalt sind zwei Tore aus elf Spielen sichtlich zu wenig. Dieses Jahr kostet ein Punkt bisher 2.25 Millionen, nächstes Jahr wären es 3.5.
In seiner besten Saison hat Max Pacioretty 74 Punkte in 91 Spielen erzielt. (Julian Avram/Icon Sportswire)
6. Melker Karlsson (16 S / 1 A)
Nein, nicht Erik Karlsson. Und auch nicht sein Bruder. Obwohl beide im selben Team spielen, wird Melker nie den Status seines Namensvetter erreichen. Er ist und bleibt ein solider Spieler der Bottom Six. Dafür verdient er mit zwei Millionen pro Jahr ziemlich gut. Im übernächsten Sommer läuft sein Vertrag aus. Mit nur einem Assist aus 16 Spielen empfiehlt sich der 28-Jährige aber nicht wirklich für eine Vertragsverlängerung - und noch weniger für eine Gehaltserhöhung.
7. Ryan Spooner (13 S / 1 T / 1 A)
Ryan Spooner kostet die New York Rangers bisher ebenfalls 2 Millionen Dollar pro Punkt. Der 26-Jährige hat aber neben einem Assist auch ein Tor geschossen, verdient dafür aber auch doppelt soviel. Letztes Jahr war Spooner noch die grosse Hoffnung der Rangers, als er nach seinem Trade 16 Punkte in 20 Spielen erzielt hat. Dies führte zu einem Zweijahresvertrag über insgesamt 8 Millionen Dollar. Seither hat er aber nicht mehr viel geliefert.
Wie wir bereits am Anfang erwähnt haben: Skorerpunkte widerspiegeln nicht immer das Können eines Spielers. Es gibt viele Defensivstürmer, die werden nicht für das Toreschiessen bezahlt, sondern werden oftmals in Unterzahl eingesetzt, da dies ihre grosse Stärke ist. Um ins grosse Rampenlicht zu gelangen, sind aber trotzdem meistens die Skorerpunkte entscheidend.