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Bei einer Herztransplantation wird das gesunde Herz einer vor kurzem verstorbenen Spenderin oder eines vor kurzem verstorbenen Spenders in den Körper einer Patientin oder eines Patienten verpflanzt, der oder die an einer ansonsten nicht mehr zu behandelbaren Herzkrankheit leidet. Die Herztransplantation ist hierbei die beste Option für Patientinnen und Patienten, deren Herzfunktion trotz ausgeschöpfter Behandlung mit Medikamenten so schwer vermindert ist, dass sie bei geringster Anstrengung oder schon in Ruhe an Atemnot oder Herzschmerzen leiden.
Seit der Erstimplantation 1967 wurden weltweit über 100 000 Herzen transplantiert. In der Schweiz werden jährlich etwa 40 Herzen verpflanzt. Die Herztransplantation wird nur in den drei grossen Zentren Bern, Lausanne und Zürich angeboten. Das durchschnittliche Überleben einer Patientin oder eines Patienten nach Herztransplantation beträgt 10-15 Jahre und ist in aller Regel mit einer sehr guten Lebensqualität verbunden.
Das grösste Problem der Herztransplantation besteht in der grossen Diskrepanz zwischen der Anzahl der Spenderorgane und den Patientinnen und Patienten, die ein Herz benötigen. Die Wartezeit ist lang, weshalb leider immer wieder Patientinnen und Patienten auf der Warteliste versterben.
Nach einer Herztransplantation verbringen die Patientinnen und Patienten in der Regel zwei bis vier Tage auf der Intensivstation und im Anschluss zwei bis drei Wochen auf der normalen Bettenstation. Während dieser Zeit müssen vor allem die Medikamente zur Unterdrückung der Abstossungsreaktion eingestellt werden. Meist ist die Patientin oder der Patient bereits bei Spitalaustritt leistungsfähiger als vor der Operation. Im Laufe von zwei bis drei Monaten erreichen sie wieder eine normale Belastbarkeit und eine gute Lebensqualität. Ziel ist es wieder normal am Leben teilzuhaben, die Arbeit wiederaufzunehmen und Sport zu treiben. Regelmässige Kontrollen bei Kardiologinnen und Kardiologen sowie bei Hausärztinnen oder -ärzten sind wichtig, um frühzeitig Probleme zu erkennen und diese effektiv zu behandeln.
Aufgrund des Mangels an Spenderorganen wächst die Warteliste und Wartezeit für eine Herztransplantation. Um diese Zeit überbrücken zu können, wurden sogenannte Kunstherzen entwickelt. Hierbei handelt es sich um voll implantierbare Pumpen, die Patientinnen und Patienten mit schwerem Herzversagen am Leben erhalten können, bis ein geeignetes Spenderorgan gefunden wird.
Kann kein geeignetes Spenderorgan gefunden werden, stellt das Kunstherz auch eine gute Alternative zur Herztransplantation dar. Patientinnen und Patienten am Kunstherz können wieder das Krankenhaus verlassen und ein weitgehend normales Leben führen.
Der Unterschied zur Herztransplantation ist die Abhängigkeit von Batterien und die Anfälligkeit für Komplikationen wie Infekte und Blutgerinnsel.
Das Inselspital bietet das komplette Spektrum der Herzunterstützung an. Der postoperative Verlauf ähnelt dem der Herztransplantation.