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Wir von Fumar.ch werden uns erlauben, hier hin und wieder ein paar Zigarrengeschichten zu erzählen. Wahre, gute und gut erfundene. Wir können den Wahrheitsgehalt nicht immer überprüfen, zumal die Anekdoten bisweilen 60 Jahre als sind: Wie diese!!
John F. Kennedy bat um 1.000 kubanische Zigarren am Tag vor der Verhängung des Embargos gegen dieses Land.
Es ist mittlerweile 62 Jahre und ein paar Monate her, seit sich eine der seltsamsten Bitten, die je ein amerikanischer Präsident an einen Berater gerichtet hat abgegeben wurde: 1.000 Upmann-Zigarren. Es handelte sich in der Tat um einen Fall von «Insiderhandel» durch den US-Präsidenten. Kennedy bekam diesen Vorrat an Zigarren in die Hände, Stunden bevor er das Handelsembargo gegen Kuba verhängte, das sich nun im 50. Jahr befindet.
Das ist es, was John Fitzgerald Kennedy am 7. Februar 1961 von seinem Pressechef Pierre Salinger verlangte. Das erzählte Salinger selbst in einem Interview mit der Zeitschrift ‹Cigar Aficionado› im Jahr 1992:
«Kurz nachdem ich 1961 im Weißen Haus zu arbeiten begann, kam es zu einer Reihe dramatischer Ereignisse. Im April 1961 verstrickten sich die USA in die katastrophale Invasion der Schweinebucht, bei dem Exilkubaner mit Hilfe der USA versuchten, die Regierung von Fidel Castro zu stürzen.
Ein paar Monate später rief mich der Präsident frühmorgens in sein Büro.
«Pierre, ich brauche Hilfe», sagte er feierlich.
«Ich werde gerne tun, was ich kann, Präsident», antwortete ich.
» Zigarren: Ich brauche eine Menge Zigarren.»
«Wie viele, Präsident?»
«Etwa 1.000 Petit Upmann’s.» (Anmerkung von Fumar.ch – ob er damals schon wusste, dass er die nie fertig rauchen würde?)
Ich zitterte, verbarg es aber. «Und wann brauchen Sie die, Mr. President?»
«Morgen früh.»
Ich verließ das Büro und fragte mich, ob ich es wohl schaffen würde. Aber da ich ein großer kubanischer Zigarrenraucher war, kannte ich eine Menge Läden, in denen sie verkauft wurden, und ich löste das Problem am Nachmittag.
Am nächsten Morgen, als ich um 8:00 Uhr in mein Büro kam, klingelte bereits das Telefon des Präsidenten. Er sagte mir, ich solle sofort zu ihm gehen.
«Wie ist es gelaufen, Pierre?», fragte er, als ich die Schwelle überschritt.
«Sehr gut», antwortete ich. Tatsächlich hatte ich 1.200 Zigarren bekommen. Kennedy lächelte und öffnete eine Schublade seines Schreibtisches. Er nahm ein großes Stück Papier heraus und unterschrieb es sofort. Es war das Dekret zum Verbot aller kubanischen Produkte in unserem Land. Kubanische Zigarren waren von diesem Moment an in unserem Land illegal.»
Naja, die kleine von H. Upmann scheint es dem Präsidenten angetan zu haben. Vermutlich hat er sich weniger Zeit genommen, als seinerzeit Churchill, dieser bevorzugte ja die langen Formate. Aber Kennedy hatte ja noch andere Vergnügen als Zigarren rauchen. Oder etwa nicht Marilyn?
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