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Tatsächlich, der aus dem arabischen Raum und Indien stammende Goldschakal (canis aureus) wurde in diesen Tagen erstmals im Centovalli gesichtet. Das untenstehende Bild des zur Familie der Hundeartigen gehörenden Goldschakals ist zwar bereits einige Jahre alt. Trotzdem liegt die Vermutung nahe, dass der Corona-Lockdown auch auf die Tierwelt seinen Einfluss hat.
Ich selbst beobachte dies auf der Wiese vor meinem Haus. Steinmarder sind hier langjährige Gäste – und Plaggeister. Aber in den letzten zwei Monaten tauchte auch regelmässig ein Fuchs auf und fast ebenso häufig ein ausgewachsener Dachs. Letzterer behandelt die Wiese als Miniatur-Wildschwein. Das Vertikutieren bleibt einem somit erspart…
In der Zeitung „Schweizer Bauer“ lese ich: „Die Klimaveränderung, die Abnahme natürlicher Feinde und die grosse Fortbewegungsfähigkeit des Tieres begünstigen die Ausbreitung. Da der Schakal natürlich in die Schweiz eingewandert ist, gilt er gesetzlich als einheimische Tierart und steht unter Schutz, genau wie der Bär, der Wolf und der Luchs. Der Goldschakal (Canis aureus) gehört zur Familie der Hundeartigen, deren Verbreitung sich von Südostasien über den Mittleren Osten bis nach Europa erstreckt. Er sieht aus wie ein mittelgrosser Hund mit einem dicken Fell und ist völlig harmlos. Er steht mit einem Körpergewicht von 8-15 Kilogramm zwischen Fuchs und Wolf. Die Nahrung des Allesfressers setzt sich aus kleineren bis mittleren Wirbeltieren, Insekten und Früchten zusammen. Er kann auch Schafe und Ziegen reissen. Der Goldschakal lebt in der Regel paarweise oder in kleinen Rudeln und hat ein hoch entwickeltes Sozialleben. Zu seinen natürlichen Feinden gehört der Wolf. „
Die Stiftung Kora meint, die Präsenz des Goldschakals zeige, dass das Tessiner Ökosystem sehr stabil sei und über eine grosse Artenvielfalt verfüge.