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prasseln heftigen Gegenreaktionen auf ihn nieder. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass eine überwältigende Mehrheit der Biologen glaubt, dass das Leben mit der Empfängnis beginnt.
Steve Jacobs berichtete in seiner Dissertation darüber, dass 5'577 Biologen aus aller Welt auf eine von ihm verschickte Umfrage reagiert hätten. 96 Prozent von ihnen sagen, dass das Leben mit der Befruchtung beginnt.
«Die Sichtweise, dass Embryonen biologische Menschen sind, rief eine enorm starke Gegenreaktion hervor. Das war nicht unerwartet, da der Befund Futter für konservative Gegner von 'Roe v. Wade' liefert, dem Fall von 1973, in dem der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten vorschlug, dass es keinen Konsens über die schwierige Frage gab, wann das Leben beginnt.» Allerdings sind seither 46 Forschungsjahre ins Land gezogen…
Politisch neutral und nicht religiös
Die Mehrheit der von ihm befragten Biologen identifizierte sich als politisch liberal (89 Prozent), Pro-Choice (85 Prozent) und nicht religiös (63 Prozent). Unter den befragten US-Biologen identifizierten sich die meisten zudem als Demokraten (92 Prozent).
Dennoch erhielt Jacobs übelste Beleidigungen auf elektronischem Weg, wie etwa diese: «Ist das ein Studien-Fonds von Trump und dem Ku Klux Klan?» Andere äusserten sich noch unhöflicher.
«Wird von Radikalen genutzt»
Eine der angemesseneren und dennoch feindlichen Reaktionen war: «Sorry, das sieht eher nach einer religiösen Umfrage aus, die von Radikalen benutzt werden soll, um für den Beginn des Lebens zu werben, und nicht nach einer Umfrage darüber, was die Fakultät über Biologie weiss.»
Jacobs' Fragen waren jedoch nicht mit dem Fachjargon von Lebensrechtlern beladen. Zu den Antworten der Biologen gehörte: «Aus biologischer Sicht ist eine Zygote (Anm.d.Red. sobald sich Eizelle und Spermium verschmolzen haben) mit menschlichem Genom ein Mensch, weil sie ein menschlicher Organismus ist, der sich im frühesten Stadium des menschlichen Lebenszyklus entwickelt.»
Weshalb solche Reaktionen?
Als Jacobs anfing, feindliche Reaktionen zu erhalten, versuchte er zu ergründen, warum Menschen so reagierten, wie sie es taten.
«Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass einer der Hauptgründe, warum die Abtreibungsdebatte nicht überbrückt werden kann, das Misstrauen ist. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass die Einsätze für beide Seiten so hoch sind. Die eine Seite sieht Abtreibungsrechte als entscheidend für die Gleichstellung der Geschlechter, während die andere Abtreibung als eine epische Menschenrechtsverletzung betrachtet – da seit dem Jahr 2000 über eine Milliarde Menschen durch Abtreibungen gestorben sind.»
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