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Kohlemine in Australien
Vorfälle
Das Grossprojekt dieses Unternehmens erweckte erst zu Beginn des Jahres 2020 auch in der Schweiz Aufmerksamkeit, vor dem Hintergrund der verheerenden Brände in Australien und der wachsenden Sorge über den Klimawandel. Geplant wurde eine Kohlemine auf einer Fläche fast zweimal so gross wie der Kanton Zug, welche bis zu 15% der heute exportierten Kohle Australiens befördern soll (Stand 2019) und damit zu den grössten Kohleminen der Welt gehören würde. Neben der Kritik am Brennstoff Kohle befürchten Kritiker irreversible Schäden am Great Barrier Reef, einem bereits gefährdeten UNESCO Welterbe und schwere Beeinträchtigung des lokalen Ökosystems und der Grundwasservorräte. So wehrte sich auch die lokale indigene Bevölkerung gegen das Projekt auf ihrem Land. Trotzdem wurde dieses im Juni 2019 von den Behörden in Queensland bewilligt.
Finanzielles Risiko: Wir schätzen ein mittleres-hohes finanzielles Risiko für das Unternehmen.
Ziele
In Anbetracht des wahrscheinlichen Baus der Mine fokussiert sich der Dialog auf die Prävention potenzieller Schäden. Ziel des Engagements sind klare Massnahmen des Unternehmens, welche die Rechte der indigenen Völker mit einbeziehen und negative Umweltauswirkungen durch die Mine verhindern.
Fortschritte
Erst nach einem Jahr war das Unternehmen bereit zum Dialog. Die Unternehmung bestätigt mittlerweile, dass es im Dialog mit indigenen Gruppen sei, Arbeitsplätze schaffen und lokale Aufträge vergeben würde. Programme zum Schutz des Grundwassers und der Biodiversität wurden veröffentlicht. Die Gespräche werden derzeit fortgeführt, um die Substanz dieser Programme zu prüfen.
Quellen: SVVK-ASIR (2019), Sustainalytics (2019), Tages Anzeiger (2020), Neue Zürcher Zeitung (2020), IEA (2019)