Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03464.jsonl.gz/1423

Am letzten Freitag trafen sich 19 motivierte Reiter und Reiterinnen zum ersten Geländetraining meines Reitvereins, des Reitvereins Region Sursee im Schachen in Aarau. Da ich vor ein paar Jahren noch Concours Complet bis CNC* geritten bin, übernahm ich die Leitung des Trainings.
Geritten wurde in drei Gruppen. Die Paare der ersten Gruppe haben sich für die Stufe 0 angemeldet, entweder das Pferd, der Reiter oder beide hatten noch keinerlei Erfahrung im Anreiten von Geländesprüngen. In der zweiten und dritten Gruppe waren Reiter und Pferde etwa auf Niveau Jump Green, das heisst sie haben entweder schon Geländetrainings absolviert oder springen sonst regelmässig.
Gruppe 1, Stufe 0
Hier ging es hauptsächlich darum sich spielerisch den Gegebenheiten im Cross zu nähern, nicht das Springen stand im Vordergrund sondern der richtige Sitz und das Gewöhnen des Pferdes an die neuen Aufgaben. So begannen wir dann auch mit einfachen Übungen wie dem Überwinden von kleinen Hügeln und dem Durchreiten von Senken im Schritt und im Trab. In Verbindung mit Stangen und Cavalettis war das Senken-reiten eine erste Vorübung für das Anreiten der kleinen Tiefsprünge, die als nächstes dazu kamen. Als grosse Herausforderung für die einige Paare (aus allen Gruppen) zeigte sich der grosse Wall mit dem kleinen, ca 60 cm “hohen” Tiefsprung. Was hinauf noch fast allen auf Anhieb gelang war hinunter etwas kniffliger, die meisten Pferde nahmen aber nach einer kurzen Bedenkzeit ihren Mut zusammen und sprangen oder kletterten die Stufe runter.
Als letztes wurden dann noch ein Graben und ein paar kleine Sprünge absolviert, was alle Paare problemlos meisterten.
Gruppe 2&3, Stufe 1
Mit den Paaren der Stufe 1 begann ich die Stunde mit der Wellenbahn, nach dem lockeren durchreiten der Senken zum Aufwärmen konnten die Teilnehmer die ganze Wellenbahn absolvieren. Die Wellenbahn ist eine Kombination aus Einsprung über einen kleinen Baumstamm hinunter in die Senke, in der Mitte etwas erhöht ein fallender Sprung oder eine einzelne Stange, dann wieder eine kleine Senke und erneut ein kleiner Baumstamm als Aussprung. Klingt und sieht einfach aus, vor allem der Einsprung hinunter in die Senke ist aber nicht zu unterschätzen, da manche Pferde einen ordendlichen Satz machen können, der für unerfahrene Reiter nicht ganz einfach zu sitzen ist.
Nach dem wir den grossen Wall und den Graben geübt und einige Einzelsprünge absolviert haben, schickte ich die Reiter mit ihren Pferden noch auf ein kleines Cross, was fast alle in frischem Galopp absolvierten.
Im September ist voraussichtlich ein weiteres RVRS-Geländetraining geplant, ich freue mich darauf und viele bekannte Gesichter wieder zu sehen!
Dies war ein kleiner Einstieg zum Thema “Richtiges Anreiten von Geländesprüngen”, welches meine nächste Serie sein wird.