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Gelbkörperschwäche: den Kinderwunsch mit einer Hormontherapie erfüllen
Hinter einem unerfüllten Kinderwunsch kann eine Gelbkörperschwäche stecken – eine Störung der weiblichen Gelbkörperbildung. Durch eine gezielte Behandlung mit Hormonen kann der Wunsch nach eigenen Kindern trotzdem Realität werden.
Eine Gelbkörperschwäche kann für unerfüllten Kinderwunsch verantwortlich sein. Foto: MariaDubova, iStock, Thinkstock
Der sogenannte Gelbkörper wird durch den weiblichen Organismus während des Eisprungs ausgebildet: Hat eine reife Eizelle das Eibläschen (auch als Follikel bezeichnet) verlassen, verwandelt sich die hinterbleibende Follikelwand in den Gelbkörper. Der Gelbkörper produziert nun vorübergehend die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron, welche für eine Aufrechterhaltung der vorliegenden Schwangerschaft und die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut wichtig sind. Erst nach etwa acht Schwangerschaftswochen übernimmt die Plazenta (der Mutterkuchen) die entsprechende Hormonproduktion. Tritt nach einem Eisprung keine Schwangerschaft auf, bildet sich der Gelbkörper zurück - der resultierende Mangel an Geschlechtshormonen führt zur weiblichen Regelblutung.
Gelbkörperschwäche hat Auswirkungen auf die weibliche Fruchtbarkeit
Bei Frauen, die unter einer Gelbkörperschwäche (in der Medizin auch als Lutealinsuffizienz bezeichnet) leiden, ist die nach dem Eisprung erfolgende Gelbkörperausbildung beeinträchtigt. In der Folge entfällt der schwangerschaftsschützende Effekt der durch den Gelbkörper ausgeschütteten Geschlechtshormone. Die Einnistung einer reifen Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut wird erschwert, sodass es in vielen Fällen zu einer Fehlgeburt kommt.
Gelbkörperschwäche: Symptome
Eine Gelbkörperschwäche kann Symptome hervorrufen, die charakteristisch sind, aber nicht bei jeder betroffenen Frau auf gleiche Weise und in vergleichbarem Umfang auftreten müssen. Ihr Frauenarzt kann am besten beurteilen, ob die Ursache Ihrer Unfruchtbarkeit eine Gelbkörperschwäche ist.
Zu den Symptomen, die mit der Hormonstörung einhergehen können, zählt beispielsweise ein verkürzter Monatszyklus - so kann die zweite (also die dem Eisprung folgende) Zyklushälfte auf einen Zeitraum von weniger als zwölf Tagen reduziert sein. Als weitere mögliche Symptome der Gelbkörperbeeinträchtigung gelten unter anderem die folgenden:
- Schmierblutungen während der zweiten Hälfte des Zyklus,
- Blutspiegel zeigt einen reduzierten Gelbkörperhormon-Level,
- Ultraschalluntersuchungen bestätigen eine unzureichend aufgebaute Gebärmutterschleimhaut,
- Es kommt zu einer Fehlgeburt.
Behandlung der Gelbkörperschwäche
In der Regel helfen bei dieser Hormonstörung therapeutische Massnahmen wie eine Hormontherapie. In der Folge steigt für Paare auch die Wahrscheinlichkeit, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Häufig werden medikamentöse Hormonpräparate zur Behandlung der Gelbkörperschwäche verschrieben. Entsprechende Präparate sollen die eingeschränkte körpereigene Hormonproduktion ausgleichen. Unterschiedliche Medikamente stehen zur Verfügung: Bei Clomifen handelt es sich beispielsweise um ein Östrogen in vergleichsweise geringer Dosierung. Weitere Medikamente, die zur Behandlung eingesetzt werden, sind unter anderem Utrogest, Gonadotropine und Duphaston.
Vertreter der natürlichen Hormontherapie behandeln die den Gelbkörper betreffende Schwäche vornehmlich mithilfe naturidentischer Botenstoffe. Alternative Behandlungsansätze wie die moderne Kräuterheilkunde setzen auf natürliche Hilfsmittel wie etwa Frauenmantel und Gänsefingerkraut.