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Die Behörden untersuchen derzeit offenbar hartnäckig die Vergabe der Fussball-WM 2022 nach Katar im Jahr 2010. Zuletzt war der frühere UEFA-Präsident Michel Platini, der wie Blatter von der FIFA-Ethikkommission im Herbst 2015 gesperrt worden war, mehrere Stunden lang vernommen worden.
"Ich habe gehört, dass sie mit mir sprechen möchten", sagte Blatter, der inzwischen in mehreren Untersuchungen befragt wurde. Dass dabei grosse Erkenntnisse gewonnen wurden, ist bislang nicht bekannt. Von den Ermittlungen gegen sich selbst hält Blatter nichts: "Es läuft seit vier Jahren und nichts ist passiert. Dieser Fall sollte zu den Akten gelegt werden."
Hintergrund der Platini-Befragung war ein Abendessen im Élysée-Palast kurz vor der WM-Vergabe, an dem neben Frankreichs damaligem Präsidenten Nicolas Sarkozy und Tamim bin Hamad, dem damaligen Kronprinzen und heutigen Emir des Emirats Katar, auch Platini teilgenommen hatte. Vernommen wurden auch Sophie Dion, eine frühere Sport-Beraterin von Sarkozy, und der frühere Élysée-Generalsekretär Claude Guéant.
(sda)