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Zooarchitektur in der DDR: Die Typologie des Architekten Graffunder
Das Erscheinungsbild Zoologischer Gärten hat sich seit dem Bau der ersten Anlagen grundlegend verändert. Tiere sollen heute in einer möglichst naturnahen Umgebung leben können. Einen wichtigen Beitrag dafür leistete der deutsche Architekt Heinz Graffunder, der in der DDR diverse Projekten für Zoologische Gärten umsetzte.
Quelle: Quelle: Deutsche Architektur, Heft 7/1962
Die Flusspferdanlage, das Alfred-Brehm-Haus und die Dickhäuteranlage des Berliner Zoos in der Perspektive.
Die Geschichte der Anlagen, in denen wilde Tiere gehalten werden, reicht Jahrtausende zurück. Zu Schauzwecken, als Kampfobjekte, Jagdhelfer oder zum Verzehren wurden in Ägypten, China und im antiken Rom Wildtiere gehalten. Eine erste zooähnliche Anlage mit sieben Tiergehegen liess König Ludwig XIV. am Schloss von Versailles anlegen.
Im 19. Jahrhundert wurden die ersten Zoologischen Gärten gegründet, die allein der Erholung und der naturkundlichen Bildung dienten. Der erster «Zoologischer Garten» wurde 1828 in London als Sammlung von Tieren für wissenschaftliche Studien eröffnet. Der erste Zoo in Deutschland öffnet 1844 in Berlin seine Tore, 1874 folgte in Basel der erste Zoo der Schweiz. Im damaligen Deutschen Reich gab es um 1900 bereits über 20 Zoos und Aquarien.
Der Beginn des artgerechten Bauens
Heute hat sich die Ausrichtung der Zoologischen Gärten grundlegend geändert. Sie sind weiterhin Freizeiteinrichtung, Lernort, Forschungsstätte und Naturschutzzentrum, doch der Arten- und Tierschutz und die Qualität der Tierhaltung nehmen eine vorrangige Rolle ein. Dies spiegelt sich auch in der fortschreitenden Umgestaltung vieler Zoos und Tierparks wie auch in Zürich oder Basel wider. Neue und grössere Anlagen entstehen, die dem natürlichen Habitat der Tiere möglichst ähnlich sind. Verschiedene Tierarten leben dort wie in der Freiheit auf gemeinsamen Raum.