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03.04.2012 by
eine Unterrichtsidee von Thomas Lindauer, Zentrum Lesen, und Elisabeth Sutter, Primarlehrerin und Lehrmittel-Autorin (Rundschreiben 2006/11)
Die Kommasetzung zwischen (Teil-)Sätzen gilt als notorisches Problem. Die Schwierigkeiten liegen aber nicht etwa darin, dass die Kommaregeln besonders unsystematisch wären; im Gegenteil: Die Regeln zur Kommasetzung zwischen Sätzen sind hoch systematisch. Das Problem liegt vielmehr in der grammatischen Komplexität und in der methodisch wenig optimalen Vermischung von Satzanalyse bzw. -klassifikation und Kommasetzung.
Für die Rechtschreibung reicht folgende Vorstellung von einem Teilsatz: Sätze sind Verben mit ihren zugehörigen Wortgruppen, Mitspielern. Das Verb mit seinen Mitspielern bildet eine Einheit, die immer mit einem Satzzeichen von anderen solchen Einheiten abgegrenzt wird. Um diese grobe grammatische Analyse verständlicher zu machen, verwenden wir folgende Metapher auf allen Schulstufen mit Erfolg: Verben sind Könige, die Satzglieder ihre Untertanen. Zusammen bilden sie ein Königreich. Wenn man ein Königreich betritt, kommt man an einem Grenzposten (= Komma) vorbei …