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11. März 2011 Nuklearkatastrophe in Fukushima (Japan)
Als Nuklearkatastrophe von Fukushima werden eine Reihe katastrophaler Unfälle und schwerer
Störfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (Fukushima I) und deren
Auswirkungen bezeichnet.
Die Unfallserie begann am 11. März 2011 um 14:47 Uhr (Ortszeit) mit dem Tohoku-Erdbeben
und lief gleichzeitig in vier von sechs Reaktorblöcken ab. In Block 1 bis 3 kam es zu
Kernschmelzen. Große Mengen an radioaktivem Material - rund 10 bis 20 Prozent der
radioaktiven Emissionen von Tschernobyl - wurden freigesetzt und kontaminierten Luft,
Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der land- und meerseitigen Umgebung. Ungefähr
100.000 bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen.
Hunderttausende in landwirtschaftlichen Betrieben zurückgelassene Tiere verendeten.
Aufgrund einer Abschätzung der Gesamtradioaktivität der freigesetzten Stoffe ordnete die
japanische Atomaufsichtsbehörde die Ereignisse auf der Internationalen Bewertungsskala
für nukleare Ereignisse einige Tage nach der Katastrophe mit der Höchststufe 7
("katastrophaler Unfall") ein.
Vier von sechs Reaktorblöcken des Kraftwerks wurden durch die Unfälle zerstört.
Nach einer Erklärung der japanischen Regierung vom 20. März 2011 soll das Kraftwerk
ganz aufgegeben werden. Über das Schicksal der nach Betreiberangaben noch funktionsfähigen
Reaktorblöcke 5 und 6 wurde noch nicht entschieden (Stand: 30. November 2011).
Die Entsorgungsarbeiten werden voraussichtlich 30 bis 40 Jahre dauern.
Die Berichterstattung über die Katastrophe führte in vielen Ländern zu einer größeren
Skepsis oder einem Stimmungsumschwung zulasten der zivilen Nutzung der Kernenergie.
Mehrere Länder gaben ihre Kernenergieprogramme auf. Die japanische Regierung selbst
beschloss Mitte September 2012 den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie bis
spätestens 2040, schränkte diesen aber nach Protesten seitens der Wirtschaft wieder ein.
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