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Mit der Geschichte Europas lassen sich ganze Bücherregale füllen, deswegen hier nur in Kurzform, was bis zur Einführung des Euros geschah: Um 27 v. Chr. vereinigte Augustus erstmals den ganzen Mittelmeerraum (inklusive Nordafrika) und ernannte sich zum ersten Kaiser des Römischen Reichs.
Nach dem Zusammensturz des Römischen Reiches im Westen im 5. Jahrhundert n. Chr., bestand im Osten das Byzantinische Reich – auch Ostrom genannt – noch bis 1453. In dieser Zeit wanderten verschiedene germanische Stämme nach Westeuropa aus, was den Grundstein heutiger Nationen wie England, Frankreich und Spanien legte.
Überspringen wir das dunkle Mittelalter und die Aufklärung und setzen im 19. Jahrhundert Europas an: Nach der Französischen Revolution und Napoleon, welcher 1812 mit seinem Russlandfeldzug kläglich scheiterte, versuchten die europäischen Grossmächte gemeinsame Interessen zu finden, welche den Frieden fördern sollten.
Durch die Industrialisierung verbreitete sich aber zunehmend Unmut. Die sozialen Missstände führten dazu, dass die Staaten eine eigene Machtpolitik verfolgten und untereinander wechselnde Bündnisse eingingen. Die Wiener Ordnung zerbröckelte und schon bald folgte der Erste Weltkrieg.
Infolgedessen wurde bereits 1922 eine Union von europäischen Staaten namens Paneuropa-Union gebildet, die sich für ein politisch und wirtschaftlich geeintes, demokratisches und friedliches Europa einsetzte. Erfolgreich umgesetzt wurde die Union aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Durch die Vernetzung von militärisch wichtigen Wirtschaftssektoren verschiedener Staaten, sollte ein erneuter Krieg verunmöglicht werden.
1992 wurde nach dem Fall des Eisernen Vorhangs durch das Unterzeichnen des Masstricht-Vertrags die Europäische Gemeinschaft – später Europäische Union genannt – gegründet. Am 2. Mai 1998 wurde die Einführung des Euro beschlossen und ab 2001 umgesetzt. Die gemeinsame Währung soll den Handel zwischen den Mitgliedstaaten der EU vereinfachen und den Frieden damit stärken.
Heute führen 22 Staaten den Euro als Landeswährung, wobei gerade die Ein- und Zwei-Centstücke in manchen Staaten abgeschafft oder – wie im Falle von Finnland – gar nicht erst benutzt wurden. Es stellte sich sogar heraus, dass die Herstellungskosten der Kleinstmünzen den eigentlichen Wert der Münzen übersteigen. Das heisst, seit der Einführung der Gemeinschaftswährung kosteten sie die EU-Staaten bis 2013 rund 1.4 Milliarden Euro.