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Stets, wenn ich das Kraftwerk Birsfelden überquere, halte ich Ausschau nach ihm. Ich muss gezielt suchen, um ihn zu entdecken. Das Betongrau und sein Äusseres bilden keinen grossen Kontrast, Carl ist ein sehr graues Exemplar der Familie der Graureiher. Stets scheint er tieftraurig, den Kopf eingezogen zwischen seinen Flügeln, in sich zu versinken.
Zuerst habe ich ihn an der Fischtreppe des Kraftwerks entdeckt. Wartet er da auf auf- und absteigende Fischschwärme, sucht er Kontakt mit anderen Flugkünstlern? Enttäuscht ihn das Ausbleiben der Salme? Noch sind sie gefangen an den französischen Stauwehren, welche bisher Fischtreppen nicht in ihrem Budget hatten?
Wartet er auf die Rückkehr seiner Liebsten, welche in der Zwischenzeit eventuell fischreichere Gründe oder einen stolzeren Reiher gefunden hat?
Vielleicht machen ihm die Kormorane, welche paar- und gruppenweise auf Beute lauern, zu schaffen? Eigentlich ist Carl ein tapferer Kerl, stets ist er umgeben von mehreren dunklen Fischjägern.
Zu gerne würde ich beobachten, wie er seinen Hals graziös streckt, mit elegantem Flügelschlag energisch vom nasskalten Beton abhebt und sich anders orientiert. Viel Glück Carl.