Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03102.jsonl.gz/932

«Unter den aktuellen Voraussetzungen ist eine Fusion mit Freiburg und Marly für Villars-sur-Glâne unvorstellbar»: Zu diesem Schluss kommt der Gemeinderat von Villars-sur-Glâne in einem Bericht, den er gestern Abend dem Generalrat präsentiert hat. Villars-sur-Glâne sei nicht bereit, mit einer massiven Steuererhöhung den Preis für die Fusion zu bezahlen, sagte Syndique Erika Schnyder. Das gelte umso mehr, als die Bevölkerung im Gegenzug keine Vorteile zu erwarten habe.
Der Generalrat zeigte mehrheitlich Verständnis für die Haltung des Gemeinderats. Dennoch wurden auch kritische Stimmen laut, besonders aus den Reihen der CSP und der Grünen. CSP-Sprecher Pierre-Yves Moret fehlte eine längerfristige Perspektive, und Marie-Lucie Uehlinger von den Grünen wünschte sich ein starkes Zeichen für eine Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden «bis hin zur Fusion».
Dem Gemeinderat sei die Meinung des Generalrats wichtig, sagte Erika Schnyder. Er liess die Parlamentarier darum über den Bericht abstimmen, um zu erfahren, ob er auf ihre Unterstützung zählen könne. 29 Generalräte sagten dazu Ja, sechs sagten Nein, zehn enthielten sich der Stimme.
Am 18. Mai 2014 findet in allen drei Gemeinden eine Konsultativabstimmung zur Fusion statt. Villars-sur-Glâne wird seinen Einwohnern dann empfehlen, Nein zu einer Weiterführung der Verhandlungen zu sagen. cs
Eine ausführliche Berichterstattung folgt in der Ausgabe vom Samstag.