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Haarausfall
Was ist das Problem?
Haarausfall, der in der Dermatologie auch als Alopezie bezeichnet wird, ist ein beschleunigter Ausfall von Haaren und Körperhaaren. Er ist oft eines der ersten Symptome der Menopause, die eine Frau bemerkt.
Der Verlust von 50 bis 100 Haaren pro Tag ist normal. Diese werden von den Haarfollikeln ständig regeneriert. Vor allem bei Frauen in den Wechseljahren kann der Haarausfall jedoch deutlich stärker ausfallen. Im Gegensatz zur männlichen Glatze, die durch eine zurückweichende Haarlinie und eine kahle Stelle auf dem Oberkopf gekennzeichnet ist, ist der Haarausfall bei Frauen tendenziell subtiler: Der Haarausfall verbindet sich mit der Tatsache, dass die Haare dünner werden. Hier sind die Symptome, die am häufigsten auftreten: starker Haarausfall beim Shampoonieren, Haarbüschel erscheinen auf der Bürste oder dem Kamm, fettigere Kopfhaut, eventuell gerötet mit Juckreiz, kleine haarlose Stellen, das Haar wird vorne, an den Seiten und auf dem Oberkopf dünner.
Haarausfall ist nicht sehr angenehm, denn das Haar einer Frau wird auch mit ihrer Weiblichkeit und ihrem Aussehen in Verbindung gebracht. Nachfolgend einige Erklärungen und Lösungen.
Was sind die Ursachen dafür?
Haarausfall in den Wechseljahren ist in der Regel eine direkte Folge des schwankenden Hormonspiegels. Am Haarwachstum sind vor allem zwei Hormone beteiligt: Östrogen und Testosteron. Bei der östrogenbedingten Alopezie (der häufigsten Art des Haarausfalls bei Frauen in den Wechseljahren) wird der Haarausfall direkt auf den sinkenden Östrogenspiegel zurückgeführt. Östrogen hilft dem Haar, schneller zu wachsen und länger auf dem Kopf zu bleiben, was zu dickerem und gesünderem Haar führt.
Östrogen ist nicht das einzige Hormon, das beim Haarausfall von Frauen nach der Menopause eine Rolle spielt. Androgene oder männliche Hormone steigen häufig an, wenn die Östrogenspiegel sinken. Dies führt zu androgenetischer Alopezie, einer anderen Form des Haarausfalls. Ein als Dihydrotestosteron (DHT) bekanntes Androgen scheint sich an die Haarfollikel zu binden und sie zu zwingen, früher als normal in ihre «Ruhe»- oder Telogenphase einzutreten, wodurch das neue Haar mit jedem Haarwachstumszyklus immer dünner wird.
Was sind verfügbare Lösungsansätze?
Eine gesunde Ernährung aus eisenhaltigen Lebensmitteln, Proteinen, frischem Obst und Gemüse ist sicherlich der erste Punkt, den du beachten solltest. Ein Diätassistent oder Ernährungsberater kann dir helfen, die richtige Ernährung zu finden, also zögere nicht, dir Hilfe zu suchen.
Was die Nahrungsergänzungsmittel betrifft, so gibt es auf dem Markt eine grosse Anzahl von Produkten, die das Haar stärken sollen. Es gibt zwei B-Vitamine, die für Haare und Haut wichtig sind. Dabei handelt es sich um Vitamin B8, das auch Biotin genannt wird, und Vitamin B5 oder Pantothensäure.
Bei Jugendlichen und Erwachsenen liegt der tägliche Bedarf an Biotin zwischen 30 und 60 Mikrogramm. Vitamin B8 ist in Lebensmitteln wie Eiern, Schweineleber und Lachs enthalten. Um den täglichen Bedarf an Biotin zu decken, müsste man jedoch täglich 2 bis 3 Eier oder etwa 200 Gramm Lachs verzehren, was nicht immer machbar ist. Da Biotin ausserdem wasserlöslich ist, legt der Körper keine Reserven an und scheidet stattdessen den Überschuss aus. Eine Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel kann daher wirksam sein.