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Der Halterin ist aufgefallen, dass die Katze zunehmend aus dem Maul speichelt, umständlich und unsauber frisst und mit den Vorderpfoten häufig am Maul reibt.
Das Maul und die Vorderpfoten der Katze sind von Speichel verschmiert. Ursache für den vermehrten Speichelfluss ist eine gut kirschgrosse Schwellung in der Maulschleimhaut des Unterkiefers, welche sich zwischen dem Unterkiefer und der Zunge gebildet hat und die Zunge nach links und oben verdrängt. Die Schwellung ist leicht bläulich verfärbt und elastisch. Eine Punktion bestätigt, dass es sich um eine mit Speichel gefüllte Zyste handelt – eine sogenannte Ranula. Zur kurzfristigen Erleichterung wird die Zyste am wachen Tier mit einem kleinen Skalpellschnitt eröffnet und so entleert.
Eine Magendrehung ist ein Notfall, welcher unbehandelt tödlich verläuft. Als erstes wird bei „Acumba“ versucht, mittels einer Schlundsonde am wachen Tier eine Druckentlastung des Magens herbeizuführen. Durch die Rotation des Magens ist dies jedoch nicht möglich. Da der Hund noch in einem recht guten Allgemeinzustand ist, wird auf eine Druckentlastung mittels einer Kanüle, welche von aussen in den aufgegasten Magen gestochen wird, verzichtet.
Der Hund wird schonend narkotisiert und die Bauchhöhle nach den üblichen Vorbereitungen chirurgisch eröffnet. Da auch danach mit manueller Hilfe ein Einführen einer Schlundsonde in den Magen nicht möglich ist, wird der Magen aufgeschnitten und abgegast. Neben Gas enthält der Magen aber auch viel Flüssigkeit, Futterwürfel und Holzstückchen. Der Magen wird sorgfältig und geduldig mittels Saugpumpe und Löffel entleert, verschlossen, und in seine normale Position zurückrotiert. Der Magen und die stark gestaute Milz werden einige Minuten beobachtet; glücklicherweise scheinen die Organe trotz der verminderten Durchblutung keinen Schaden genommen zu haben. Vor dem Verschluss der Bauchhöhle wird nun noch eine sogenannte Gastropexie vorgenommen. Hierbei wird der Magenausgang an die rechte Bauchwand angenäht - so soll verhindert werden, dass sich der Magen in Zukunft erneut drehen könnte.
Die Aufwachphase verläuft problemlos, und der Hund zeigt postoperativ auch keine Herzrhythmusstörungen – eine gefürchtete Komplikation, die nach Magendrehungen häufig Probleme bereitet. Mit Schmerzmittel und Antibiotika wird der Hund nach Hause entlassen; 10 Tage später werden die Hautklammern entfernt – „Acumba“ hat sich von der Operation gut erholt.
Eine Ranula (aus dem Lateinischen: Fröschlein; die Schwellung präsentiert sich wie die Schallblase eines Frosches) bildet sich meist durch ein Leck im Ausführgang einer Speicheldrüse. Möglicherweise kann auch die Verstopfung des Speicheldrüsen-Ausführganges eine solche Zyste verursachen.
Um eine nachhaltige Heilung herbeizuführen, ist praktisch immer eine chirurgische Therapie vonnöten. Hierzu kann eine Marsupialisation alleine oder aber in Kombination mit einer Entfernung der betroffenen Speicheldrüse durchgeführt werden. Letztere Option beinhaltet ein geringeres Rezidivrisiko, ist aber schwieriger durchzuführen.