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Henri Laaksonen war in der 2. Runde des French Open gegen Novak Djokovic chancenlos. Der Schaffhauser unterlag in 95 Minuten 1:6, 4:6, 3:6. Belinda Bencic erreicht zum ersten Mal beim French Open die 3. Runde. Die Ostschweizerin setzt sich gegen die Deutsche Laura Siegemund mit 4:6, 6:4, 6:4 durch.
Laaksonen spielte erst zum fünften Mal gegen einen Top-10-Spieler und zum ersten Mal gegen eine Nummer 1. Selten bekommt der 27-jährige Davis-Cup-Spieler die Möglichkeit, sich auf der ganz grossen Bühne zu präsentieren. Am Donnerstag spielte er vor 10'000 Zuschauern im zweitgrössten Stadion der Anlage. Nach einem harzigen Start und einem ersten Satz, den er in nur 23 Minuten abgab, zeigte Laaksonen phasenweise seine Qualitäten. Vom Exploit war er aber weit entfernt. «Er war zu gut für mich», resümierte der Schweizer mit finnischen Wurzeln trocken. «Ich habe mir aber nichts vorzuwerfen. Ich habe alles gegeben.»
In erster Linie mit der Vorhand konnte Laaksonen einige schöne Punkte gewinnen. Im zweiten Satz gelang ihm sein einziges Break zum 3:3. Die Weltnummer-104 hatte seine starken Momente, in denen er Druck machte. Seine Risikobereitschaft wurde aber nicht immer belohnt. Es schlichen sich etwas zu viele Fehler in sein Spiel ein, um Djokovic über längere Zeit zu fordern. Der Serbe konnte auf das Aufbegehren des Aussenseiters immer umgehend reagieren.
Er habe mit dem Vorstoss in die 2. Runde das Maximum erreicht, analysierte Laaksonen das Turnier. Er schaffte mit etwas Glück die Qualifikation für das Haupttableau und überstand dann zum erst zweiten Mal in seiner Karriere dank dem souveränen Sieg gegen den Spanier Pedro Martinez eine Runde bei einem Major. Neben einem Check von 64'000 Euro nimmt Laaksonen aus Paris auch 45 Weltranglisten-Punkte mit, die ihn zurück in die Top 100 bringen. Sein nächstes Turnier bestreitet er Mitte Juni auf der Challenger-Tour in Bratislava.
Am Mittwochabend war die Partie zwischen der Weltranglisten-15. aus Wollerau und der um 80 Plätze schlechter klassierten Stuttgarterin beim Stand von 4:4 im dritten Satz wegen Dunkelheit abgebrochen worden. Die Fortsetzung am Donnerstag dauerte nur wenige Minuten und zehn Punkte. Bencic nahm zunächst Siegemund den Service ab und brachte danach ihren Service sicher durch.
Es war ein unspektakuläres Ende einer spannenden und emotionsgeladenen Partie. Bencic durchlebte eine Achterbahnfahrt. Die 22-Jährige schaffte im ersten Satz zweimal ein Break, gab den Vorsprung aber jeweils umgehend wieder aus der Hand. Im zweiten Umgang lag sie 2:4 zurück, ehe sie sechs Games in Folge gewann und später im Entscheidungssatz sogar 4:1 voraus lag. Während Siegemund zu diesem Zeitpunkt am späten Mittwochabend längst auf den Abbruch der Partie pochte, wollte Bencic sich den Sieg noch sichern. Das ging schief: Die Deutsche machte bis zum Einbruch der Nacht noch drei Games wett.
In der 3. Runde trifft Bencic nun auf die Kroatien Donna Vekic (ATP 24), gegen die sie 2014 zweimal spielte und siegte. (zap/sda)