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Am 20. April starb Katharina Paholo Hänni laut Totenschein an Herzversagen. Anfang Juni wurde sie neben dem Ziehbrunnen auf ihrem Anwesen im Hochland Kameruns beerdigt. Die selbsternannte Königin wanderte 2005 nach Kamerun aus, um einen armen Prinzen zu heiraten. 2006 kam Sohn Sky auf die Welt.
Vom Tod seiner Mutter erfuhr der Bub erst kurz vor der Beerdigung. Sein Vater, Prinz Marcelin, hatte entschieden, dass er seinen Sohn bis Ende des Schuljahres schonen wolle, damit sich der Zehnjährige auf die Abschlussprüfung konzentrieren könne.
Sky sieht den Leichnam seiner Mutter
An der Abdankung wurde Katharina in ihrem Gästehaus aufgebahrt. Dort sah auch Sky den Leichnam seiner Mutter. Der Kleine war irritiert, wusste nicht, wie ihm geschah. Dann sprang er davon, nahm das Handy seines Vaters und spielte darauf ein Game.
Unbewusst schien er zu begreifen, dass Ablenkung ein Selbstschutz sein kann, um sich vom Drama zu befreien, das er durchleben muss. Für Marcelin war es kein Problem, dass Sky den Leichnam seiner Mutter gesehen hatte: «Ich habe ihn wie einen Soldaten erzogen. Wie einen Afrikaner», sagte er.
Wie es langfristig mit Sky weitergehen soll, und ob er bei seinem Vater in Kamerun bleibt oder in die Schweiz kommt, ist zurzeit unklar. Skys Verwandte in der Schweiz wären bereit, ihn zu adoptieren. Doch zuerst müsse Prinz Marcelin die notwendigen Papiere organisieren. Erst dann würde Katharinas Bruder, Rudolf Hänni, nach Kamerun reisen, um den Jungen abzuholen.
Prinz Marcelin hat aber bisher nichts dergleichen unternommen. Gegenüber SRF sagte er allerdings, dass er grundsätzlich bereit wäre, seinen Sohn in die Schweiz zu schicken. Er verlange allerdings, dass er nicht in ein Waisenhaus komme, sondern in der Familie aufwachsen solle.
Laut Katharinas Mutter, Margaritha Hänni (90), wäre es für Marcelin eine Entlastung, wenn er Sky in die Schweiz schicken würde. Er sei mit dem Buben oft überfordert. Das Kind sei auch Anlass für manchen Streit zwischen dem Ehepaar gewesen, sagt Margaritha Hänni.