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Am Zurich Film Festival wird die US-Schauspielerin Helen Hunt, 49, als erste Frau mit dem Golden Eye Award ausgezeichnet - «eine Ehre», wie sie Tage zuvor auf Twitter mitteilte. Filme wie «Was Frauen wollen», «Cast Away» oder «Besser geht's nicht» brachten ihr stets gute Kritiken ein. Für letzteren wurden sie und ihr Filmpartner Jack Nicholson 1998 mit dem Oscar ausgezeichnet. Und «The Sessions» wird wieder als heisser Anwärter auf die begehrte Auszeichnung gehandelt. SI online hat mit Helen Hunt über ihren neusten Streifen gesprochen.
SI online: Helen Hunt, was muss eine Rolle haben, damit Sie sie spielen?
Helen Hunt: Für mich zählt vor allem die Story. Bei «The Sessions» hatte ich diesbezüglich ein gutes Gefühl.
Diese Story verlangte, dass Sie sich nackt zeigen...
Ich wollte diese Rolle unbedingt. Wenn du eine Zeit lang nackt bist, verliert es sowieso seinen Reiz.
...und: dass sie als Sextherapeutin einen Mann professionell entjungfern!
Das war schon seltsam. Dementsprechend nervös war ich vor der US-Premiere.
Was sich als unbegründet herausstellte, der Film wurde ausgezeichnet, obwohl die Amerikaner eher als prüdes Volk gelten.
Regisseur Ben Lewin antwortet für Helen Hunt: Die Europäer sind sexuell sicher offener als die Amerikaner. Wenn man in den USA einen errigierten Penis in einem Film zeigt, gilt das als Pornografie. Wir haben darauf verzichtet weil wir nicht dahin wollten...
Hunt: ...also ich eigentlich schon. (lacht)
Lewin: Gut, dann können wir noch eine europäische Version machen.
«The Sessions» feiert am Freitagabend, 21. September am Zurich Film Festival Europa-Premiere.