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Vom Krankenasyl zum Sozialunternehmen
Mitglieder der Evangelischen Gesellschaft, einem politisch konservativen, religiös pietistischen Kreis des oberen Zürcher Bürgertums, gründeten 1858 die Kranken- und Diakonissenanstalt Neumünster. Sie nahmen damit Anregungen aus Deutschland auf, wo gut 20 Jahre vorher das erste evangelische Diakonissenhaus entstanden war. Die Mutterhaus-Diakonie wollte den Mängeln in der Krankenpflege abhelfen und unverheirateten Frauen eine berufliche und gesellschaftliche Perspektive geben. Der Name Neumünster stammt vom gleichnamigen Quartier in Zürich.
Während Jahrzehnten wurde das Werk von Frauen getragen, die sich in Anlehnung an das neue Testament «Diakonissen» nannten. Die Neumünster-Diakonissen waren die ersten systematisch ausgebildeten Krankenpflegerinnen im Kanton Zürich und in der ganzen Ostschweiz.
Aus dem Krankenasyl ist im Laufe von mehr als 150 Jahren ein Sozialunternehmen mit rund 1300 Mitarbeitenden und 130 Freiwilligen geworden. Zur heutigen Stiftung Diakoniewerk Neumünster - Schweizerische Pflegerinnenschule gehören das Spital Zollikerberg, das Alterszentrum Hottingen & Rehalp (in Zürich), die Residenz Neumünster Park und das Institut Neumünster (beide in Zollikerberg).
Die heutige Gestalt der Stiftung entstand im Wesentlichen durch die Fusion des Diakoniewerks Neumünster mit der Schweizerischen Pflegerinnenschule, Schwesternschule und Spital im Jahre 1998.