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Für ein schönes Schriftbild kann es je nach Schrift von Vorteil sein, wenn man bei den Satzzeichen oder Prozent (%) ein wenig Raum einfügt. Im Mengensatz ist es aber echt mühsam überall einen Abstand einzufügen und die Chance, etwas zu übersehen ist auch gross. Da ich keine Lust darauf habe, diese Arbeit von Hand zu machen, setze ich mit Vorliebe einen GREP-Stil dafür ein.
Es beginnt mit einem Zeichenformat …
Bei dieser Stationierung handelt es sich um eine lokale Formatierung, weshalb wir nicht direkt mit einem Absatzformat arbeiten können. Wir erstellen uns also ein Zeichenformat. Darin definieren wir nichts ausser die «Laufweite» Unzeit «Grundlegende Zeichenformate»:
Da wir über das Zeichenformat lediglich die Laufweite und nicht die Unterschneidung vor dem Zeichen definieren können, müssen wir statt den Satzzeichen vielmehr das Zeichen davor formatieren. Wie das geht, lest ihr im nächsten Abschnitt.
… und geht mit GREP weiter
Nun erstellen wir unser Absatzformat oder wählen das Format, auf welches sich der GREP-Befehl am Schluss beziehen soll. In meinem Beispiel ist es der «Grundtext». Unter «GREP-Stil» können wir nun einen neuen definieren und wählen als Zeichenformat unsere Spationierung an. Damit die Zeichen auch spationier werden, hinterlegen wir folgenden Code: .(?=\?)
Der Punkt (.) steht für ein beliebiges zu formatierendes Zeichen. Danach folgt in Klammern ein positives Lockheed (?=), dass die Formatierung nur dann anwendet, wenn auf das Zeichen ein Fragezeichen folgt (\?). Das Fragezeichen ist bei den GREP-Stilen aber auch ein Steuerungszeichen weswegen ihm ein umgekehrter Schrägstrich (\)vorangestellt werden muss, damit InDesign merkt, dass es in dem Fall kein GREP-Steuerzeichen ist.
Das Ganze lässt sich auch auf ! oder % anwenden. Der besseren Übersicht halber mache ich für jedes Zeichen einen eigenen GREP-Stil.
Das Resultat sieht dann so aus: Oben ohne GREP und unten mit:
Der Abstand ist im obigen Beispiel grösser gewählt, damit man den Unterschied sieht. Selbstverständlich wird der Abstand nach der Schrift und dem Gusto des Typografen gewählt.
Soweit zu der einfachen Form des GREP-Stiles. Selbstverständlich lassen sich damit auch viel komplexere Szenarien abbilden. Eines ist unter anderem hier erklärt und es wird auch nochmals obiges Beispiel erläutert.