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Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis
Griechen, die 30% ihres Einkommens nicht per elektronischer Zahlung ausgeben, müssen zukünftig mit einer Strafe rechnen. Wenn eine Einzelperson nur 20% des Einkommens per Elektronischer Zahlung ausgibt muss diese daher auf die restlichen 10% eine Steuer von 22% entrichten!
Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis, der seit seiner Wahl am 8. Juli 2019 eine Reihe von Maßnahmen ergriffen hat, um die marode Wirtschaft des Landes wieder in Gang zu bringen präsentierte diesen Plan, der vorsieht sieht das die Bevölkerung fast ein Drittel ihres Einkommens per elektronischer Zahlung auszugeben hat.
Kyriakos Mitsotakis versucht damit, die zügellose Steuerhinterziehung in Griechenland zu beenden. Die Steuerhinterziehung ist als “Nationalsport” des Landes bekannt, und Griechenland verfügt über die größte Schattenwirtschaft Europas.
Mitsotakis’ Regierung erwartet, mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr aus dieser Initiative zu regeneriern, wenn er die Griechen dazu zwingenkann, 30% ihres Einkommens elektronisch auszugeben, sagte Alex Patelis, der Chef-Wirtschaftsberater des Premierministers, dem Telegraph.
Menschen, die das Ziel nicht erreichen, werden mit einer Geldstrafe von 22% auf die Fehlmenge gebüßt. Wenn eine Einzelperson nur 20% ihres Einkommens auf elektronischem Wege ausgibt, muss sie auf die restlichen 10% eine Steuer von 22% zahlen.
“Dies ist eine große Initiative im nächsten Jahr, die entweder mehr Einnahmen bringt, weil (Menschen) die Strafe zahlen werden oder eher wegen der (höheren) Mehrwertsteuereinnahmen”, sagte Patelis. Die vorausgesagten Einnahmen werden wahrscheinlich am “unteren Ende” der Schätzungen liegen und die Banken des Landes werden dazu beitragen, die Maßnahmen durch Meldung der Ausgaben an die Behörden durchzusetzen.
Wenn ein Grieche 1.000 € pro Monat verdiente und nur 15 % seines Einkommens auf elektronischem Wege bezahlte, müsste er z.B. eine Strafe von etwa 400 € pro Jahr zahlen. Die Regierung ist zuversichtlich, dass eine solche Politik nicht noch mehr Arbeitnehmer in die boomende Schattenwirtschaft des Landes treiben würde und sie dazu verleitet, ihre Einkünfte zu unterbewerten, was in Griechenland ein großes Problem darstellt.
Die Griechen können dann ihre Zahlungen einschließlich Miete per Kreditkarten und Banküberweisungen nutzen.
Viele Arbeitnehmer in Griechenland erhalten ihren Lohn immer noch in bar, mit dem sie dann ihre Miete und Rechnungen bezahlen.
Viele Länder Südeuropas haben boomende Schattenwirtschaften, wobei Griechenland zu den schlimmsten gehört, obwohl das Ausmaß der Aktivitäten der Schattenwirtschaft nur indirekt gemessen werden kann. Laut einer 2017 veröffentlichten Studie des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung der Universität Tübingen in Deutschland wird die griechische Schattenwirtschaft auf durchschnittlich 21,5% des BIP geschätzt. Seine südeuropäischen Nachbarstaaten Italien und Spanien weisen eine Schattenwirtschaften von 19,8% bzw. 17,2% des BIPs auf.
Die Politik von Mitsotakis hat Griechenland wieder auf den Wachstumspfad zurückgeführt, aber die Wirtschaft des Landes bleibt mit einer Produktion, die immer noch ein Viertel unter dem Niveau vor der Finanzkrise liegt sehr träge.