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Auca auf den Spuren der Indigenes in Südamerika
Auca, ein Mapuche-Junge, wird in einer Kommune in der 9. Region in Chile geboren. Seine Mutter Elañei ist eine Machi, sein Vater Nehuen ist Sprecher des Ältestenrats. Auca ist ein aussergewöhnlicher Junge, der hervorstechende Gaben in sich trägt. So hat er ein eidetisches Gedächtnis und was ihn besonders auszeichnet, ist, dass er die Gedanken seiner Mitmenschen lesen kann.
Seine Schulzeit durchläuft er in Villarica, wo er jedes Jahr als Jahrgangsbester abschliesst. Die PAA, die Prüfung zur Zulassung eines Studiums an der Universität, bringt ihn auf den dritten Platz in ganz Chile. Er erhält ein Stipendium, das er zunächst ablehnt, da er eine Studienreise geplant hat, die ihm einen Überblick über die Lebensweise der Aborigines der Gegenwart auf dem südamerikanischen Kontinent verschaffen soll.
Danach studiert er Jura an der Universidad Católica in Santiago. Seine Professoren sind beeindruckt von seinen Fähigkeiten. Nach dem erfolgreichen Studium eröffnet er ein eigenes Anwaltsbüro und arbeitet als Dozent an der Universität.
Auca arbeitet wie besessen, bis er eines Tages eine folgenschwere Entscheidung trifft, die sein Leben radikal ändert.
Siegfried Bornhauser
Siegfried Bornhauser, geb. 1937, studierte Pädagogik in Freiburg im Breisgau. Nach seinem Studium hat er an verschiedenen Schulen in Südbaden unterrichtet, bis er im Jahre 1973 als Auslandslehrer an die Deutsche Schule Santiago de Chile wechselte.
Bei einem zweiten Auslandsaufenthalt in Temuco, in der 9. Region Chiles, kam er auf seinen Reisen mit den Aborigenes Südamerikas, den Indios in den Wüstendörfern der Anden, auf dem Altiplano in Bolivien, in Peru und Ecuador in Berührung. Es kam zu wiederholten Begegnungen mit den Mapuche und den Araukanern, die ihn mit ihrer Kultur, ihren Werten, der Lebensweise, ihren Riten u.a. auch ihrem Todeskult vertraut machten.