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Das Bundesgericht hat in zwei jüngeren Entscheiden zu den aus der Religionsfreiheit fliessenden Ansprüchen im Schulunterricht Stellung genommen. Im Falle einer Prüfungsdispensation an religiösen Feiertagen hat sich das Bundesgericht für ein grosszügiges Verständnis der Glaubens- und Gewissensfreiheit ausgesprochen, weil der geordnete und effiziente Schulbetrieb nicht gefährdet war. Im Entscheid um die Dispensation vom gemischtgeschlechtlichen Schwimmunterricht vertrat das Bundesgericht eine restriktivere Haltung. Dies scheint auf den ersten Blick widersprüchlich, erklärt sich jedoch daraus, dass im letzteren Fall das Kindeswohl und die Integration auf dem Spiel standen. Zu bedauern ist allerdings, dass sich das Bundesgericht bei der Interessenabwägung zu wenig mit der Erforderlichkeit des Grundrechtseingriffes für die Integration und das Kindeswohl auseinander gesetzt hat.
[node:field_abbreviation] 3/2009, p. 100