Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03509.jsonl.gz/1521

Gesteinszone 13: Grundgebirge des Südalpins Alter adriatisch-afrikanischer Kontinentalsockel, gegen Süden geschoben
Alte bis uralte, stark verwitterte Gneise, und südlich von Lugano permische Vulkangesteine
Nur ein kleiner Teil des südalpinen Grundgebirges liegt auf Schweizer Boden, südlich der Magadinoebene im Sottoceneri. In den Bergen zwischen Ceneri und Lugano wird es hauptsächlich vom Cenerigneis gebildet, einer alten, hoch metamorphen Gesteinsserie, welche bei der vor-vor-letzten Gebirgsbildung in der Zeit des Ordoviziums, vor rund 460 Mio. J. gebildet wurde. Viel später, vor rund 290 Mio. J. in der Permzeit, entstanden im Gebiet südlich von Lugano mächtige Vulkane, welche hoch explosiv waren und grosse Mengen von Glutlava-Material auswarfen, das als heiss verschweisste Schmelztuffe, so genannte Ignimbrite, abgelagert wurde. Das bekannteste Gestein daraus ist der rötliche Luganer Porphyr, der oft als Baustein verwendet wurde und zahlreiche Mauern und Strassenbeläge ziert. Auch die berühmte Kapelle von Stararchitekt Mario Botta auf dem Monte Tamaro ist daraus gebaut. Leider kaum mehr auf Schweizer Boden vorkommend, gehört auch die Ivreazone zum südalpinen Grundgebirge, ein unter Geologen berühmtes Stück untere Erdkruste / oberer Erdmantel.