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Lärm: Auswirkungen
Belastungen durch Lärm, insbesondere über einen längeren Zeitraum, wirken sich negativ auf die Gesundheit aus und können zu physischen oder psychischen Beeinträchtigungen führen. Zu nennen sind hier Depressionen, Stress, Herz-Kreislauf- und Schlafstörungen sowie eine Beeinträchtigung der kognitiven Entwicklung bei Kindern [1]. Das Gesundheitssystem der Schweiz wird wegen der negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Verkehrslärm jährlich mit über 740 Mio. Franken belastet [2]. Zur Lärmbelastung auf Liegenschaften kommt der Wertverlust der Immobilien hinzu. Schweizweit liegt der Wertverlust von Immobilien aufgrund von Verkehrslärm bei über 1`000 Mio. Franken pro Jahr. Insgesamt verursacht der Strassenverkehr über 80% der lärmbedingten Kosten [3].
Bauen in lärmbelasteten Gebieten ist nur möglich, wenn die massgebenden Grenzwerte durch bauliche oder gestalterische Massnahmen eingehalten werden können. Das bedeutet, dass der planerische Aufwand zunimmt und die Kosten für eine Realisierung steigen.
Da für Alltagslärm keine Grenzwerte definiert sind, muss die Bevölkerung so geschützt werden, dass diese in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich gestört wird. Mit einem sich ändernden Freizeitverhalten und der damit einhergehenden verstärkten Nutzung des Aussenraumes, insbesondere in den sensiblen Nachtstunden, erhöht sich im Bereich des Alltagslärms das Konfliktpotenzial zwischen lärmiger und lärmempfindlicher Nutzung. Deutlich wird dies durch die Anzahl der Lärmreklamationen. Aufgrund von Beratungsgesprächen mit Gastronomen und Veranstaltern sowie durch Mediationsgespräche konnte eine Zunahme der Lärmreklamationen abgefedert werden.