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Aktivisten aus aller Welt besuchen Baram Blockaden-Jubiläum
Der Widerstand gegen den Baram-Staudamm erhält internationale Solidarität: Indigene Anti-Staudamm-Aktivisten aus aller Welt verabschieden eine Deklaration am Ufer des Baram-Flusses in Malaysia.
(BARAM / SARAWAK / MALAYSIA) Gäste aus aller Welt besuchten letzte Woche die Blockaden gegen den geplanten Baram-Staudamm in Sarawak, Malaysia, um deren zweijähriges Bestehen zu feiern. Am 23. Oktober 2013 errichteten Indigene zwei Blockaden und stoppen seither erfolgreich die Studienarbeiten am Baram-Staudamm sowie die Bauarbeiten an dessen Zufahrtsstrasse. Der Erfolg des indigenen Widerstandes gipfelte letzten Monat in der Bekanntgabe eines vorläufigen Moratoriums auf den Baram-Staudamm.
Die ausdauernden Aktivistinnen und Aktivisten aus der Baram-Region empfingen indigene Anti-Staudamm-Delegationen aus Brasilien, Honduras, den Philippinen, Kambodscha, Indonesien, den USA sowie von überall aus Malaysia. Die einwöchige Veranstaltung World Indigenous Summit on Environment and Rivers, WISER Baram 2015, wurde vom lokalen Save Rivers Netzwerk und dem Bruno Manser Fonds getragen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten unter anderem den geplanten Staudammstandort am Baram-Fluss sowie die beiden Blockaden.
Alle Beteiligten verband ihre Erfahrungen und ihr Engagement: Der Widerstand gegen den Baram-Staudamm steht stellvertretend für viele indigene Kämpfe für Land, Lebensweise, Identität und Gemeinschaftszusammenhalt. "Ich habe von den verschiedenen Delegationen viel gelernt. Ich bin überzeugt, dass dieser Erfahrungsaustausch unsere Fähigkeit, den Baram-Staudamm zu stoppen, gestärkt hat", sagte James Nyurang, Häuptling eines der besuchten Regenwalddörfer.
Berta Cáceres aus Honduras, Gewinnerin des Goldman Umweltpreises 2015, blickt zurück: "Dieser indigene Gipfel hat den historischen Widerstand unserer Völker gestärkt und aufgedeckt, wie die Privatisierung der Flüsse und der Bau von Staudämmen gravierende Agressionen und Konflikte innerhalb indigener Gemeinschaften und indigener Regionen auslösen".
Der Gipfel mündete in der Verabschiedung einer Deklaration, die das Leiden und die Zerstörung anerkennt, welche Staudämme auslösen. Sie betont die Wichtigkeit der Einholung des freien, frühzeitigen und informierten Zustimmung als Voraussetzung für die Realisierung von Staudammprojekten. Alle involvierten Akteure werden dazu angehalten, den Prinzipien der Rechenschaftspflicht und der Transparenz sowie aller Formen von Menschen- und Indigenenrechten nachzukommen.
Die Deklaration verlangt im Weiteren, dass Regierungen und Institutionen Staudämme nicht mehr als klimaneutral darstellen, da unterdessen wissenschaftlich belegt wurde, dass Staudammreservoire in tropischen Regionen grosse Mengen an Treibhausgase, insbesondere Methan, ausstossen.
Lesen Sie die WISER Baram 2015 Deklaration: http://www.stop-corruption-dams.org/resources/WISER_Baram_2015_Declaration_Signed.pdf
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