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Wer anderen etwas verspricht, sollte sich an das Versprochene halten. So haben wir es als Kinder gelernt. Doch je komplexer Geschäftsbeziehungen werden, desto schwieriger ist es, hier die Übersicht zu behalten.
Compliance eines Unternehmens kann erreicht werden, wenn Regeln, Prozesse und Überwachungstätigkeiten gut aufeinander abgestimmt sind. Dabei kann man sich nach der ISO-Norm 19600 richten, welche das Zusammenwirken der einzelnen Elemente beschreibt. Auffällig ist: sie ist die erste Managementsystem-Norm, in welcher ausdrücklich von Sanktionen die Rede ist.
Derzeit hat sich unter Fachleuten noch nicht klar herauskristallisiert, ob Compliance sich nur auf finanzielle Transaktionen (z.B. Verhindern von Korruption) oder auch auf andere Geschäftstätigkeiten beziehen soll.
Wer die Perspektive weiter fasst, kann darunter auch anderes verstehen, zum Beispiel
- Produktkonformität
- Nachweis, dass Produktlabels oder –deklarationen korrekt ausgestellt werden (z.B. Diesel…)
- Einhalten von Umwelt-, Sicherheits- oder anderen Vorschriften
- Erfüllen von individuellen Vereinbarungen mit Stakeholdern wie Nachbarn
ISO 19600 ist für alle genannten Perspektiven gut anwendbar. Auch diese Norm folgt einem Regelkreis und ist somit kompatibel mit ISO 9001, 14001, 45001 usw.. Sie ist als Leitlinie konzipiert und nicht direkt zertifizierbar. Voraussichtlich Ende 2020 wird die ISO 19600 durch die ISO 37301 ersetzt. Die ISO 37301 erscheint als Zertifizierungsnorm. Die Unternehmungen können sich die Umsetzung der Normforderungen durch ein Zertifikat nachweisen lassen.
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