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Im Nordmexiko sind in einem Massengrab mehr als 600 Überreste menschlicher Knochen entdeckt worden. Das Massengrab wurde in der Nähe von Tijuana nicht weit von der Grenze zu den USA nach einem Tipp durch einen inhaftierten Drogenhändler gefunden.
Das teilte eine Vereinigung für Vermisste in der mexikanischen Region Baja California am Mittwoch mit. Demnach dürfte es mindestens einen Monat dauern, bis Experten die Knochenüberreste in dem Massengrab vollständig gesichtet haben. Anschliessend sollen DNA-Untersuchungen in Mexiko-Stadt erfolgen.
Der grausige Fund wurde in demselben Gebiet gemacht, in dem 2009 das Massengrab von Santiago Meza gefunden worden war. Er hatte auf Anweisung von Drogenhändler die Leichen in Chemikalien aufgelöst und die Überreste in dem Massengrab verscharrt. Er hatte zugegeben, dass er etwa 300 Leichen verschwinden liess.
Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit 2006 mehr als 186'000 Menschen getötet. Etwa 30'000 weitere gelten landesweit als vermisst. Nach Einschätzung von Experten bildeten sich nach der Festnahme der wichtigsten Drogenbosse des Landes eine Reihe von kleineren Banden, die über den Drogenhandel hinaus auch Raubüberfälle, Entführungen und Erpressung als Geschäftsfelder für sich entdeckt haben. (sda/afp)
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