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An was denkt ihr bei "Chicago"? Wahrscheinlich an Wolkenkratzer, vielleicht auch an das legendäre Basketball-Team um Michael Jordan oder an das Wetter, das der Stadt den Spitznamen "Windy City" eingebracht hat. Chicago steht allerdings auch für SteelSeries. Eindrücke von unserem Besuch.
Die Randolph Street ist nicht unbedingt die schönste Strasse. Dafür ist sie umso interessanter. Hier, in Chicagos West Loop, standen einst Fabriken, Grossmärkte und Warenhäuser. Heute reiht sich dort ein Edel-Restaurant an das andere - und viele Tech-Firmen haben die einst raue Gegend für sich entdeckt. Eine davon ist die Firma SteelSeries: 2007 eröffnete der Hardware-Hersteller sein Büro in der West Randolph Street 656. Wir durften SteelSeries North America einen Besuch abstatten und berichten euch von unseren Eindrücken.
Mit rauem Restcharme: Die West Randolph Street in Chicago.
Der Name "SteelSeries" ist nun wirklich kein unbekannter. Die dänische Firma mischt seit nunmehr 18 Jahren im Rennen um das beste Gaming-Zubehör mit. Das Unternehmen wurde 2001 von Jacob Wolff-Petersen in Kopenhagen gegründet. Der Begriff "E-Sport" war kurz nach der Jahrtausendwende für die meisten Menschen noch ein Fremdwort. Dennoch betreute Wolff-Petersen schon damals eine Gruppe junger Spieler, die um den Globus reiste und gegen andere Teams antrat. Computermäuse besassen damals noch einen Tracking-Ball - und mussten beim Zocken alle paar Stunden gereinigt werden. Wolff-Petersen hatte eine Lösung für das lästige Problem: Er entwickelte ein Mauspad aus Milchglas, das den Tracking-Ball weniger verschmutzte und präzisere Mausbewegungen erlaubte. Mit der Icemat hatte der Unternehmer einen so groβen Erfolg, dass SteelSeries schon bald expandierte und zu einem der weltweit wichtigsten Peripheriehersteller aufstieg.
Die Geschichte von SteelSeries im Video
Sprung zurück in die Gegenwart: In der West Randolph Street 656 werden wir von einer freundlichen Mitarbeiterin in Empfang genommen. Das SteelSeries-Office verteilt sich auf zwei Stockwerke des durchmodernisierten Backsteingebäudes. Gleich am Eingang springt uns ein tolles Plakat ins Auge: Es zeigt Peter Dager, besser bekannt als ppd, der 2015 mit dem E-Sport-Team Evil Geniuses das "Dota 2"-Turnier "The International" gewann.
"Dota 2"-Spieler Peter Dager, besser bekannt als ppd, ist im SteelSeries-Office auf einem Plakat verewigt.
Evil Geniuses ist eines der Teams, die SteelSeries im Lauf der Zeit gesponsert hat. Aktuell unterstützen die Dänen den FaZe Clan, die Cavs Legion GC und den E-Sport-Veteranen Sander "Vo0" Kaasjager, der zurzeit "Quake" für den Clan fnatic spielt. Die diversen Teams haben mit SteelSeries-Hardware zahllose Preise gewonnen - kein Wunder also, wenn man sich im Chicago-Office gern an sie erinnert. An anderer Stelle stossen wir auf ein Plakat, das Syed Sumail "SumaiL" Hassan zeigt. Der "Dota 2"-Spezialist heimste mit den Evil Geniuses etliche Erfolge ein.