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Was ist der Klimawandel?
Klimawandel, Klimaveränderung, Klimaänderung oder Klimawechsel. Du hast sicher schon einmal von einem dieser Begriffe gehört oder gelesen. Sie alle bezeichnen dasselbe Phänomen, nämlich die weltweite Veränderung des Klimas auf der Erde. Im Unterschied zum Wetter, was einen kurzfristigen Zustand, wie Regen oder Schnee, an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt oder kurzen Zeitraum bezeichnet, betrachtet man beim Klima das Wetter über einen längeren Zeitraum und in einer grösseren Region.
Doch wieso ist dieser Begriff seit einiger Zeit so ein Thema? Veränderungen des Klimas, also Abkühlungen oder Erwärmungen, gibt es schon seit Anbeginn, man siehe zum Beispiel die Eiszeit.
Allerdings vollziehen sich die Veränderungen der Temperatur normalerweise sehr langsam über einen grossen Zeitraum. Doch zurzeit hat es die Erde mit einer von Menschen gemachten globalen Erwärmung zu tun. Diese geht im Vergleich zu den früheren Wandeln sehr schnell vonstatten, was katastrophale Folgen für die Umwelt, Tiere und Menschen nach sich zieht.
In den letzten 100 Jahren haben Forscher einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von ungefähr 0,8°C gemessen. Man rechnet damit, dass ohne Klimaschutz-Massnahmen, die Temperatur bis 2100 um etwa 4-5 °C steigt. Das hört sich erst einmal nach wenig an, aber schon ab einer Veränderung von +2°C wird es zu gravierenden Auswirkungen kommen, wie Jahrhundertfluten, Dürren und gigantischen Wirbelstürmen.
Im Vergleich: Bisher erwärmte sich die Erde bei natürlichen Klimaveränderungen (ohne den menschlichen Einfluss) innerhalb von 10.000 Jahren um diese 4-5 °C. Das heisst, momentan vollzieht sich die Klimaveränderung also etwa 100-mal schneller.
Was verursacht den Klimawandel?
Ursache für die globale Erwärmung sind Treibhausgase. Die Erde wird von einer unsichtbaren Lufthülle umgeben, der Atmosphäre. Die Atmosphäre ist eine hundert Kilometer dicke Schicht aus Luft, die sich vollständig um die Erde zieht. Wenn die Sonne auf die Erde scheint, treffen die Strahlen die Erdoberfläche und erwärmen diese. Diese Strahlen werden von der Erde in die Atmosphäre zurückgeworfen. Ein Grossteil der Strahlung gelangt zurück ins Weltall. Ein Teil davon wird aber durch die sich in der Atmosphäre befindenden Treibhausgase (wie z.B. Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Methan) aufgehalten. Dieser Teil wird wieder zurück zur Erde reflektiert und die Erde wird so erneut erwärmt. Diese Erwärmung durch die zurückgeschickten Strahlen bezeichnet man als den natürlichen Treibhauseffekt. Dieser natürliche Prozess ist sehr wichtig, damit auf der Erde überhaupt eine angenehm warme Temperatur herrscht.
Aber die Konzentration der Treibhaugase ist durch den Menschen stark gestiegen. Deshalb bleiben immer mehr Strahlen in der Atmosphäre hängen und werden wieder zurück auf die Erde reflektiert, wodurch sich die Erde immer weiter erwärmt. Diese Verstärkung des Treibhauseffektes durch den Menschen wird auch der “anthropogene Treibhauseffekt” genannt.