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Luftaufnahmen von Mur
Zwei Winzerinnen Häuser wurden in der Liste der Steuern von 1613 erwähnt; das eine gehörte Marquard Zehender (1581-1638), das andere Gatschet von Payerne und Samuel von Erlach (das in 1623). In der Liste von 1657 wurde jedoch nur ein grosses Grundstück mit einem Haus und einer neuen Scheune erwähnt, das auf 3700 Kronen geschätzt wurde und Jean-Rodolphe Wurstemberger (1608-1693) gehörte. Dieser hatte also die zwei Güter zu einem einzigen konsolidiert.
Das Herrenhaus gelangte zur Familie Fischer von Bern im 17. Jahrhundert durch eine Allianz. Sie gaben ihm sein derzeitiges Aussehen im 18. Jahrhundert. Samuel Fischer (1673-1720) heiratete in 1703 Suzanne Wurstemberger und wurde zum ersten Mal als Eigentümer in 1717 erwähnt.
Beat-Louis Fischer (geboren 1702) starb 1760 in Mur. In 1757 gelangte das Eigentum in die Hände von Jean-Emmanuel Fischer (1711-1764), dessen Sohn Jean-Rudolph (1733-1804), dem Gebäude seine derzeitigen Dimensionen gab. Sein Enkel Henri-Frédéric (1759-1833) verkaufte das gesamte Gut vor 1818 an den Neuenburger Francois Roulet (1768-1845), der zahlreiche andere Güter im Dorf erwarb. In 1834 besass er nicht weniger als zehn Gebäude, darunter sieben Wohnhäuser. Das Herrenhaus gehörte in 1854 seinem Sohn Henri-Francois-Léopold Roulet dann in 1890 David-Henri Christinat, dessen Familie dem Neuenburger Roland-Arthur Chambrier das Eigentum im Jahre 1932 übergab. Von diesem kaufte es die Familie Wacker ab.
Samuel Fischer verkaufte in 1721 sein in 1717 erwähntes Haus mit Scheune, Stall und Obstgarten an Emmanuel Bondeli. In 1726 gab es Bondeli seinerseits den Kantonen von Bern und Freiburg mit dem Zehnter (jedenfalls die Hälfte davon) an Lugnorre. Dieses Gebäude, das folglich als Zehnter Scheune benutzt wurde, steht immer noch an der östlichen Grenze des Dorfes und trägt das Datum 1710. Ein Winzer Haus gehörte zum Gebiet, das Fischer übrig blieb; Jean-Rudolph Fischer baute es gegen 1760 um, um ihm sein derzeitiges Erscheinungsbild zu geben. Er liess zwei Achsen zum Westen anfügen, eine einzige im Osten und liess an dieser Seite ein neues Treppenhaus errichten. Er liess auch die Fenster des ganzen Hauses renovieren, so dass sie einheitlich aussahen und auch das Dach nach Mansart-Art bedecken. Fast dreizehn Meter im Osten des Herrenhauses schützte eine Konstruktion einen Stall und eine Scheune. Sie wurde wahrscheinlich bei dieser Gelegenheit abgerissen und das Gelände, auf dem sie stand, wurde mit dem Garten verbunden. Ein Ofen trägt das Datum 1748. Das Haus des Landwirtes, direkt an der Strasse gelegen, wurde frühestens zur Zeit der Umbauten des Herrenhauses errichtet. Der Gartenpavillon wurde vermutlich unter Jean-Rudolph Fischer gebaut (gestorben 1804), der mehrere Häuser im Laufe seines Lebens bauen liess. Bei dieser Gelegenheit wurde die Gartenterrasse an der Seeseite ungefähr zwölf Meter verlängert und mit einem halbkreisförmigen Vorsprungs im Zentrum verziert.
In 1818 gehörten zusätzlich zum Herrenhaus und dem Gartenpavillon, zwei Wohnhäuser mit Scheunen und Ställen und einem Ofen zum Gut. Der Ofen im Nordwesten des Gartens bestand noch nicht in 1758. In 1920/21, wurde das Herrenhaus gänzlich mit viel Rücksicht vom Architekten Hugo Petitpierre von Murten erneuert, was den Komfort verbesserte und es mit einer zweiten Treppe ausstattete.
Bibliographie