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Die Kirche St. Jost schart um sich eine Gruppe von Bauten, welche das Wallfahrtsheiligtum ergänzten und zu dessen Pflegschaftsbetrieb gehörten. Sie entstanden im Gefolge der 1495 durch den Rat der Stadt Luzern errichteten Kaplanei und hatten unterstützende, ergänzende Funktionen.
Kaplanei
Das ursprüngliche Kaplaneigebäude wurde 1654-1657 durch den heutigen Bau - in der Art eines frühbarocken, stattlichen Bauernhauses - ersetzt. In den oberen Fensterfeldern der drei Wohnräume des Hochparterres sind als wertvollste Ausstattung 20 von unbekannter Hand geschaffene Glasmalereien mit allegorischen Dartstellungen aus dem Leben des hl. Jost angebracht; zwei davon sind beschädigt. Als besonders schön gilt zudem die Stube mit Kachelofen und barockem Buffet. 1769 wurde die Kaplanei westseitig mit einem Anbau erweitert, wodurch zwei zusätzliche Zimmer gewonnen wurden. Südseits ist ein Barockgarten mit Sommerhäuschen und Springbrunnen angelegt.
Waschhaus
Zur Kaplanei entstand 1664 ein Waschhaus, das auch den Wallfahrenden zur Verfügung stand. Der heutige steinerne Bau mit geknicktem Walmdach stammt aus dem Jahr 1768.
Sigristenhaus
Das 1559 neben der Kirche erbaute Sigristenhaus wurde 1853-1855 durch den heutigen zweigeschossigen Bau in klassizistischer Art ersetzt. Es dient als Wohnhaus der Sakristanenfamilie, die seit langem den Landwirtschaftsbetrieb führt, während sich im Dachgeschoss sehr lange die Blatter Lehrerwohnung befand.
Kornspeicher
Ostseits der Kirche befindet sich ausserdem ein zum Pflegschaftbetrieb gehöriger Kornspeicher. Laut Einkerbung im Giebel entstand er 1689. Er weist auf der Schauseite über dem Eingang zwei schützende Klebdächer sowie eine dreiseitig umfassende Obergeschosslaube auf.
Pflegschaftsscheune
Für die Selbstversorgung der Kaplanei bestand seit der 1495 erfolgten Gründung ein Landwirtschaftsbetrieb mit heute mittelgrosser Scheune. Der Betrieb umfasst 9 ha Land und 8,5 ha Wald.