Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/132199

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss Bericht der Firma Interface hat die Nagra "umfangreich" auf Protokolle und auch auf Gutachten des ENSI Einfluss genommen. Das ENSI begründet dies u. a. mit der "komplizierten Materie" und der Klärung von "Unklarheiten".</p><p>- Ist der Bundesrat sicher, dass das ENSI über die notwendige Fachkompetenz verfügt, wenn es Protokolle und Gutachten nicht ohne Mithilfe der von ihr kontrollierten Instanz schreiben kann?</p><p>- Wie gedenkt er die fachliche Kompetenz des ENSI zu verbessern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Bundesrat fehlen die spezifischen Fachkenntnisse, um die Qualifikation der Mitarbeiter des Ensi beurteilen zu können. Er stellt aber fest, dass der Bericht der Firma Interface zum Schluss kommt: "Die Fachkompetenz ist nach Ansicht der Gutachter beim Ensi gegeben." (S. 13)</p><p>Die Gewährleistung der fachlichen Kompetenz ist gemäss Ensi-Gesetz die Aufgabe des internen Strategie- und Aufsichtsorgans des Ensi, des Ensi-Rates. Der Bundesrat ist gestützt auf den jährlichen Tätigkeits- und Geschäftsbericht des Ensi-Rates sowie auf die Stellungnahme der KNS zu diesem davon überzeugt, dass das Ensi über die erforderlichen intellektuellen und personellen Kapazitäten verfügt, um seine gesetzlichen Aufgaben nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik zu erfüllen.</p><p>Der Bundesrat stimmt jedoch mit dem Ensi-Rat darin überein, dass die langfristige Sicherung des Wissens im Bereich der nuklearen Sicherheit - d. h. die Rekrutierung qualifizierter und motivierter Nachwuchsfachkräfte - eine zentrale Herausforderung für das Ensi darstellt.</p>