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Das Projekt "Rechtsregeln und Regelungskonzeptionen für den Gebrauch von Informationstechnologie im Kirchen- und Staatskirchenrecht in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland" soll (1) bereits bestehende rechtliche Regelungen und Regelungsansätze zur kirchlichen Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) erfassen, die von der römisch-katholischen Kirche sowie den evangelischen Kirchen in der Schweiz, Deutschland und Österreich erlassen wurden.
Es soll (2) untersuchen, inwieweit und wie der Einsatz von IKT Gegenstand rechtlicher Regelungen im Recht des Verhältnisses von Kirche und Staat in der Schweiz, Deutschland und Österreich ist. Das Projekt soll ferner (3) untersuchen, wie und welche rechtswissenschaftlichen Doktrinen entwickelt wurden, um diese Urteile zu rechtfertigen und zu erklären.
Darüber hinaus ist es das Ziel des Projekts, (4) die zugrundeliegenden Vorstellungen über "digitales kirchliches Handeln", wie es hier genannt werden könnte, in ihrem Verhältnis zum allgemeinen Verständnis kirchlicher Identitäten und insbesondere der Rolle kirchlicher Lehre aufzudecken.
Zugleich soll (5) gefragt werden, wie und inwieweit diese Regeln auch gesellschaftliche Vorstellungen über die Stellung und das gewünschte kirchliche Handeln in Gesellschaften im Übergang zur Digitalisierung offenbaren. Idealerweise wird das Projekt (6) auch kirchlichen wie säkularen Regelsetzern mit Expertise, juristischem Material und konzeptioneller Beratung zur Seite stehen können.