Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03416.jsonl.gz/17

Dies meldete am 2. Dezember 2003 die Europäische Umweltagentur (EEA) nach neuesten Hochrechnungen. Gemäss diesen Berechnungen würde die EU - ohne den Handel mit Emissionsrechten miteinzubeziehen - die Gesamtemissionen im Jahr 2010 lediglich bis auf 0,5% unter den Stand von 1990 senken können, wodurch das Kyoto-Ziel um 7,5 Prozentpunkte verfehlt wird.
Die EEA ist in ihren Hochrechnungen viel pessimistischer als in den Vorjahren. Der Grund ist Deutschland, das nun wesentlich höhere Emissionen prognostiziert. Die EEA geht davon aus, dass mit den aktuellen nationalen Programmen und Massnahmen alle EU-Mitgliedstaaten ihre Kyoto-Ziele verfehlen. Dänemark, Spanien, Irland, Österreich und Belgien würden die Vorgaben um mehr als 20% überschreiten.
Ein etwas positiveres Bild erhält die EEA, wenn die zusätzlich geplanten nationalen Programme der Mitgliedstaaten berücksichtigt werden. Doch auch mit all diesen Massnahmen würde das EU-Ziel noch verfehlt. Unter der optimistischen Annahme, dass alle Massnahmen umgesetzt werden und die prognostizierten Auswirkungen haben, wird das Kyoto-Ziel um fast 1 Prozentpunkt verfehlt.
Quelle
D.S. nach EEA, 2. Dezember 2003