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Claudia Haslebacher in den Rat der EKS gewählt
3. November 2020
Am 2. November wählte die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) Pfarrerin Rita Famos zur Präsidentin. In der online stattfindenden Tagung wurden ausserdem Evelyn Borer als Präsidentin der Synode und die methodistische Pfarrerin Claudia Haslebacher in den Rat EKS gewählt.
Die im Kanton Bern aufgewachsene Zürcher Pfarrerin Rita Famos, die als Präsidentin gewählt wurde, ist in der hundertjährigen Geschichte des Kirchenbundes und seiner Nachfolgerin EKS die erste Frau in diesem Amt. Famos setzte sich im ersten Wahlgang mit 47 Stimmen gegen ihre Mitkandidatin Isabelle Graesslé aus dem Waadtland durch.
Zwei weitere Frauen gewählt
Mit der methodistischen Pfarrerin Claudia Haslebacher bekommt der Rat der EKS ein weiteres erfahrenes Mitglied. Sie bringt als frühere Präsidentin der Synode einen grossen Erfahrungsschatz mit. An der Spitze der Synode steht ab 2021 Evelyn Borer: Sie ist auch Präsidentin des Synodalrates der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons Solothurn.
In einem kurzen Interview hat Clauda Haslebacher gegenüber EMK-News beschrieben, was sie motiviert hat, sich für den Rat der EKS wählen zu lassen:
Claudia, Du hast Dich in den Rat der EKS wählen lassen. Worin besteht die Aufgabe des Rats?
Der Rat der EKS ist ein Teil der dreigliedrigen Leitung der EKS bestehend aus Synode, Rat und Präsidentin der EKS. Die Synode ist das oberste Organ der EKS. Der Rat ist laut Verfassung «das leitende und vollziehende Organ». Man kann das vielleicht den Aufgaben und Verantwortungen eines Vereinsvorstands gemäss Vereinsrecht vergleichen: Zwischen den Synoden führt der Rat verantwortlich die EKS. Er ist der Synode gegenüber berichtspflichtig und darf Anträge stellen. Anders gesagt: Die Synode ist die Legislative, der Rat die Exekutive der EKS.
Wie häufig trifft sich der Rat? Zu welchen Themen?
Der Rat kommt in etwa monatlich zusammen. Das ist also eine relativ intensive Arbeit. Vorgesehen, aber noch nicht ausgearbeitet, ist, dass die EKS beziehungsweise der Rat aufgrund von «Handlungsfeldern» arbeitet, die jeweils von einem strategischen Ausschuss geleitet werden. Jedes Ratsmitglied ist dann je für einen strategischen Ausschuss verantwortlich. Bei diesen Handlungsfeldern werden Themen, Fach- oder Aufgabengebiete zu grösseren Einheiten zusammengefasst werden. Ein solches Handlungsfeld könnte zum Beispiel der gesamte Bereich der Hilfswerke und Missionen sein.
Der Rat der EKS war zuletzt nicht gerade mit positiven Schlagzeilen in der Presse. Weshalb hast Du Dich (dennoch) wählen lassen? Was motiviert Dich, diese Aufgabe zu übernehmen?
Das ist ganz einfach: Ich möchte, dass es besser wird! – An der Erarbeitung der neuen Verfassung war ich intensiv beteiligt. Ich präsidierte zu dem Zeitpunkt die Abgeordnetenversammlung und habe die ganzen Prozesse geleitet. Mir ist es ein Anliegen, dass die protestantische Kirche in der Schweiz in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft auch auf nationaler Ebene sichtbar wird durch die EKS. Die Verfassung finde ich im Grossen und Ganzen wirklich gut. Daher bedauere ich es sehr, dass es bis jetzt nicht möglich war, daran weiterzuarbeiten, damit diese auch ins Leben umgesetzt wird. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten.
Wie kommt es, dass Du Dich als methodistische Pfarrerin in den Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz hast wählen lassen?
Die Methodistenkirche versteht sich aus Überzeugung und Tradition als eine Kirche, die versucht, Brücken zu schlagen zwischen verschiedenen Christ/innen. Auch in der Schweiz sind wir darum in den verschiedenen Vereinigungen und Verbänden wie der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Schweiz oder dem Freikirchenverband mit dabei. Seit 1922 gehören wir auch zum Kirchenbund und jetzt eben zur EKS. Die Zusammenarbeit der Kirchen ist Methodist/innen ein sehr wichtiges Anliegen. Dazu wollen wir einen Beitrag leisten.
S.F. / Medienmitteilung EKS
Beitragsbilder: Claudia Haslebacher (l.) und Rita Famos (© EKS | Nadja Rauscher)