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Das Jugendalter ist eine entscheidende Phase in der Reifung des Gehirns und das Gehirn entwickelt sich in dieser Zeit weit dynamischer als lange vermutet.
Die Gehirnentwicklung wird insofern von den Erlebnissen Jugendlicher mitgeprägt, indem je nach Erlebnisse und individuellen Interessen unterschiedliche neuronale Verknüpfungen im Gehirn stärker gebildet und aktiviert werden. Wenn ein Lernender/eine Lernende ein grosses Interesse an Technik, Natur oder Sport hat, werden solche neuronalen Verknüpfungen stärker aktiviert. Wenn ein Lernender/eine Lernende die Freizeit hauptsächlich mit Gamen, Konsum von Suchtmitteln oder „Chillen“ verbringt, hat auch dies einen Einfluss darauf, welche neuronalen Netzwerke im Gehirn gestärkt werden und welche Verbindungen von Netzwerken eher verkümmern.
Die verschiedenen Hirnregionen entwickeln sich nicht gleichmässig. Der Frontallappen (präfrontaler Cortex), ein Gehirnbereich unmittelbar hinter der Stirn, benötigt am meisten Zeit für die Entwicklung und sein ausgereifter Zustand ist erst etwa mit 25 Jahren erreicht. Diese Gehirnregion ist u.a. für folgende Aufgaben zuständig:
Im jugendlichen Gehirn wird das Schlafhormon Melatonin mit bis zu zwei Stunden Verspätung ausgeschüttet, was erklären kann, weshalb Jugendliche abends kaum ins Bett kommen, aber morgens Mühe habe aufzustehen. Diese Erkenntnis wirft die Frage auf, ob Lernende früh morgens schon leistungsfähig sind.
Hilfreich ist, wenn Sie als Berufsbildner/in den Lernenden geeignete Hilfestellungen anbieten: