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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) umfasst alle wirtschaftlichen Leistungen, die im Inland einer Volkswirtschaft erstellt wurden. Vorleistungen finden hier keine Berücksichtigung.
Zur Berechnung des Bruttoinlandsprodukts werden alle Güter und Dienstleistungen herangezogen, die innerhalb der Landesgrenzen erstellt wurden. Wobei die Nationalität der beteiligten Arbeitskräfte unerheblich ist. Das Bruttoinlandsprodukt gilt als Indikator der Wirtschaftskraft eines Landes. Dabei werden Veränderungen des Bruttoinlandsprodukts auch als eine aussagekräftige Grösse für Veränderungen des Wirtschaftswachstums betrachtet. Bitte beachten: Solche Differenzen können auch durch Preisanstiege entstehen und dürfen daher nicht in Zusammenhang mit einem Anstieg der Wirtschaftskraft gebracht werden. Für die Bestimmung des Bruttoinlandsprodukts können alle Waren und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft zu den laufenden Preisen als auch zu denen des Vorjahres verrechnet werden.
Erste Anfänge hinsichtlich einer Erfassung von Daten für ein Bruttoinlandsprodukt entwickelte im 17. Jahrhundert der britische Ökonom William Petty. Viel später, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, flammte die Diskussion um eine systematische Erhebung von Wirtschaftsdaten zur Wohlstandsmessung wieder auf. Im Jahr 1940 sprach Ökonom John Maynard Keynes die Empfehlung aus, neben dem Konsum und den Investitionen auch die Ausgaben des Staats mit ins Bruttoinlandsprodukt einzurechnen. Diese Vorgehensweise wird bis heute praktiziert.
Die Schweizer Ökonomie zählt zu den weltweit stabilsten Volkswirtschaften. Gemäss Bruttoinlandsprodukt rangiert die Schweiz weltweit auf dem 19. Platz. Wird das BIP pro Kopf betrachtet, so liegt die Schweiz an 9. Stelle. Als Hauptarbeitgeber kann der Dienstleistungssektor mit seinem Handels- und Finanzbereich identifiziert werden. Zu den bedeutenden Branchen der Schweizer Wirtschaft gehören auch der Tourismus und die industrielle Produktion.
Das Bruttoinlandsprodukt heisst „Brutto“, da die Abschreibungen, das heisst, die Wertverluste wegen Abnützung usw., noch nicht subtrahiert wurden. Mit der Methode der Entstehungsrechnung als eine mögliche Variante wird das BIP folgendermassen errechnet: Summe der Produktionswerte – Vorleistungen = Bruttowertschöpfung + Gütersteuern – Gütersubventionen = Bruttoinlandsprodukt. Zieht man davon noch die Abschreibungen ab, erhält man das Nettoinlandsprodukt.