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Drei Finals, drei Titel: Der Schweizer Tennis-Nachwuchs überzeugt in Oberentfelden
In diesem Jahr wurde die Swiss Junior Trophy in der Königskategorie U18 zum vierten Mal als Turnier der Grade-2-Kategorie ausgetragen. Und bislang hatte es in Oberentfelden jedes Mal eine Schweizerin oder ein Schweizer ins Endspiel geschafft. Im letzten Jahr war es der Churer Jakub Paul, die beiden Jahre davor die Walliserin Ylena In-Albon, die gar zweimal den Titel gewann. Heuer ist die Serie der Schweizer U18-Finalteilnahmen gerissen. Bereits nach den Achtelfinals waren keine nationalen Spielerinnen und Spieler mehr vertreten.
Stark gespielt haben dafür die Franzosen: Titouane Droguet und Valentin Royer, die in der Vorwoche beide an der U18-EM in Klosters aufgelaufen waren und in Oberentfelden das Endspiel ohne Satzverlust erreicht hatten, boten sich einen hochstehenden Schlagabtausch. Den Sieg sicherte sich schliesslich Royer, der über die gesamte Partie hinweg der konstantere Spieler war. Bei den Juniorinnen gewann Helene Pellicano aus Malta, die in Oberentfelden ihren bislang grössten Erfolg feiern konnte.
Nach Belieben dominiert
Was den Schweizern auf Stufe U18 nicht gelang, schafften sie in den U14- und U16-Kategorien: Gleich drei nationale Nachwuchscracks erreichten das Endspiel – und gewannen jeweils den Titel. Äusserst souverän agierte Chelsea Fontenel: Die U14-Schweizer-Meisterin aus Wettingen gab auf dem Weg zum U16-Titel keinen Satz ab, dominierte das Endspiel gegen die Russin Kristina Kuksina nach Belieben und gewann 6:3, 6:2. Zudem siegte sie mit Carla Galmiche auch in der Doppelkonkurrenz.
Gar noch deutlicher fiel der Finalsieg von Mika Brunold (TC Arlesheim) bei den U14-Junioren gegen Zoran Ludoski aus Serbien aus. Mit 6:0, 6:2 entschied Brunold die Partie. «Ich habe versucht, offensiv zu spielen. Das ist mir im ersten Satz sehr gut gelungen. Anfang des zweiten Satzes machte ich ein paar Fehler zu viel, konnte mich aber gegen Ende wieder steigern», sagte Brunold und ergänzte: «Es ist für mich ein spezieller Titel, denn es ist mein erster internationaler Turniersieg im Einzel.»
In der U16-Kategorie schaffte es Yarin Aebi (TC Horgen) ins Endspiel. Dort traf er auf den als Nummer eins gesetzten Franzosen Cesar Bouchelaghem. Nach dem 6:1-Sieg im Startsatz entwickelte sich der zweite Durchgang zu einem offenen Schlagabtausch, der im Tie Break entschieden wurde. Mit dem vierten Matchball sicherte sich Aebi seinen ersten Turniersieg auf internationalem U16-Parkett. «Der erste Satz war sehr solide. Im zweiten Durchgang wurde ich etwas nervös und machte ein paar Fehler zu viel. Zum Glück hat mein Aufschlag sehr gut funktioniert, was mir viel geholfen hat», sagte Aebi, der auf dem Weg zum Titel in Oberentfelden vor allem in der zweiten und dritten Runde hart arbeiten musste. «In diesen beiden Begegnungen habe ich nicht so gut gespielt, konnte mich aber durchkämpfen», erzählte Aebi, der mit Andre Windler auch in der Doppelkonkurrenz triumphierte.
Hohes Niveau
Obwohl die Schweizer bei den U18 keinen Exploit landen konnten, zog Turnierdirektor Freddy Blatter ein positives Fazit von der zwölften Ausgabe des grössten Juniorenturniers Europas. «Es war einmal mehr ein tolles Turnier mit grossartigem Tennis. Insbesondere in der U18-Kategorie war das Niveau sehr hoch», so Blatter. Schön sei, «dass die Schweizer in den U14- und U16-Kategorien drei Siege feiern konnten. Genau dafür organisieren wir dieses Turnier.»