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«Universitäten sind aus der Idee entstanden, der freien Forschung, Bildung und Lehre einen geschützten und nicht käuflichen Ort zu schaffen», hält der «Zürcher Appell» fest. Doch diesen Ort, der frei von politischen, ideologischen oder ökonomischen Verwertungsinteressen sein soll, sehen die Unterzeichner des Appells durch Wissenschafts-Sponsorings gefährdet.
Kritisiert wird in dem Appell namentlich die Kooperation zwischen der Universität Zürich und der UBS. Die Bank hatte im vergangenen Jahr der Universität Zürich 100 Millionen Franken geschenkt. Die Universitätsleitung lasse es zu, so der Appell, dass die Bank den Raum der Universität als Interessenplattform für Marketingzwecke benutze und gefährde damit ihre Unabhängigkeit.
Zu den Erstunterzeichnern gehören neben der Publizistin Klara Obermüller und dem Schriftsteller Daniel de Roulet 25 Professorinnen und Professoren. Mit je sieben Unterzeichnenden sind die Rechtswissenschaften und die Philosophie am stärksten vertreten, den Appel haben aber auch vier Professoren der Ökonomie unterschrieben. Auffallend ist, dass 14 der 27 Erstunterzeichner bereits emeritierte Professoren sind.