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Das Kollektiv aus dem Grenzgebiet zwischen Kongo und Angola wurde von einem Herrn namens Mawangu Mingiedi gegründet, einem Meister auf der Likembé, besser bekannt unter dem Begriff Daumenpiano. Mingiedi bastelte aus Auto-Ersatzteilen rudimentäre Tonabnehmer, deren Signale er über alte Gitarrenverstärker auf sogenannte «lance-voix» leitete, eine megafonartige Vorstufe des Lautsprechers. Was für ihn wohl wenig befriedigend klingen musste, wurde zum stilprägenden Element und begünstigte letztlich auch den Vorstoss der Band in den europäischen Musikmarkt. Denn für westliche Ohren tönen diese verfremdeten Ur-Instrumente wie Klangerzeugnisse eines Elektro-Aktivisten. Konono No. 1 hat seither Publikum auf der ganzen Welt beglückt und grosse Stars inspiriert: Björk hat die Band ins Studio und auf Tournee geladen, Herbie Hancock hat dank der Partizipation mit Konono No. 1 einen Grammy in der Kategorie «Best Pop Collaboration with Vocals» eingeheimst und Musiker wie Thom Yorke, Beck, Matthew Herbert oder die postrockenden Tortoise sind flammende Verehrer der afrikanischen Band. Konono No. 1 verbindet hypnotische, vornehmlich auf Autowrack-Teilen und Plastiktonnen erzeugte Perkussion mit repetitiven Gesängen. Tanzbar ist diese Musik garantiert.