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Das SRK, das vom Bund als einzige nationale Rotkreuz-Gesellschaft anerkannt wird, ist ein wichtiger und privilegierter Partner der Behörden, wenn es darum geht, humanitäre Aufgaben auf nationaler und internationaler Ebene wahrzunehmen. Die Schweiz und das SRK, die eng miteinander verbunden sind, orientieren sich an gemeinsamen Prioritäten im operationellen und strategischen Bereich. Das SRK unterstützt die Schweiz bei der Wahrnehmung ihrer Verantwortung, humanitäre Hilfe bereitzustellen sowie für die Durchsetzung des humanitären Völkerrechts und der Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung einzustehen. Das SRK ist ein traditioneller Partner der Humanitären Hilfe des Bundes und insbesondere der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).
Die DEZA unterstützt die internationale Zusammenarbeit des SRK, namentlich seine Gesundheitsprogramme und Programme zur Verminderung von Katastrophenrisiken, mit einem jährlichen Programmbeitrag in der Höhe von CHF 10 Millionen. Für die Opfer von Naturkatastrohen und bewaffneten Konflikten leistet das SRK jedes Jahr in rund zwanzig Ländern humanitäre Nothilfe. Im Fall der Syrienkrise hat die DEZA gemeinsam mit dem SRK den syrischen Flüchtlingen in den Lagern entlang der türkisch-syrischen Grenze (Umsetzung durch die Türkische Rotkreuz-Gesellschaft) Notfallkits für den Winter bereitgestellt. Zudem trägt die DEZA im Rahmen eines Jahreskredits in der Höhe von CHF 2,5 Millionen zur Stärkung der Kapazitäten des SRK im Bereich der raschen Reaktion auf Notsituationen und Katastrophen im Ausland bei. Wie die Humanitäre Hilfe des Bundes ist auch das SRK eine Partnerorganisation der Schweizerischen Rettungskette. Letztere kann zu Beginn eines Einsatzes auf den Beitrag des SRK zählen, was die Bereitstellung und Verteilung lebensnotwendiger Güter anbelangt. Das Schweizerische Rote Kreuz spielt eine zunehmend wichtige Rolle an der Seite des Bundes. Sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene ergänzt es die Hilfe des Bundes.
Im Rahmen der besonderen Beziehungen zwischen Staat und SRK erfüllt dieses im Inland Aufgaben, die ihm der Bundesrat direkt zugewiesen hat, wie die Versorgung des Landes mit Blut und Blutprodukten, oder die Unterstützung der Armeesanität durch den Rotkreuzdienst. Die Partnerschaft zwischen öffentlichen Stellen und SRK mit seinen über 70‘000 Freiwilligen und 500‘000 Mitgliedern im Inland geht aber weit darüber hinaus. Die 24 Rotkreuz-Kantonalverbände arbeiten eng mit kantonalen und kommunalen Stellen zusammen, um das öffentliche Sozial- und Gesundheitswesen zu entlasten. So erbringen sie Leistungen zur Unterstützung von Einzelpersonen, Familien, pflegenden Angehörigen etc. Mit der Ausbildung von Rotkreuz-Pflegehelferinnen und -helfern tragen sie zur Bekämpfung des Pflegenotstandes im Land bei. Im Rahmen der offenen Altershilfe werden landesweit angebotene Leistungen wie Rotkreuz-Fahrdienst und -Notruf durch das Bundesamt für Sozialversicherungen mit Beiträgen von rund CHF 11 Millionen pro Jahr unterstützt.
Im Bereich der Integration arbeiten Bundesamt für Migration und Bundesamt für Gesundheit eng mit dem SRK zusammen. Dieses erbringt spezifische Leistungen im Bereich der Gesundheit, die sicherstellen sollen, dass auch Menschen in belasteten Situationen Zugang zu den Diensten des Gesundheitssystems finden und befähigt werden, selber Sorge zu ihrer Gesundheit zu tragen. Auch im Asylbereich ist das SRK – zum Teil im Auftrag von Kantonen – mit Dienstleistungen zugunsten von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen tätig, dies auch im Rahmen der Rückkehrberatung. Öffentliche Stellen und SRK arbeiten so zusammen im Dienst der Effizienz des Asylwesens.
Auch im Rettungswesen der Schweiz besteht eine enge Partnerschaft zwischen öffentlichen Stellen und SRK. Kantonale und kommunale Rettungsdienste stützen sich auf die Entlastung und Ergänzung durch die Rotkreuz-Rettungsorganisationen (Schweizerischer Samariterbund SSB, Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, Schweizerische Rettungsflugwacht Rega, Schweizerischer Verein für Such- und Rettungshunde REDOG sowie Schweizerischer Militär-Sanitäts-Verband SMSV). Die mit Freiwilligen arbeitenden Rotkreuz-Rettungsorganisationen sind am Land und im oder am Wasser das erste Glied in der Rettungskette und sind zum Teil in die öffentlichen Rettungsdispositive und den Bevölkerungsschutz eingebunden.
Die Schweiz möchte an diesem 8. Mai 2013 auch ihre Unterstützung an alle Einrichtungen der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung bekräftigen. Dazu gehören ebenfalls das IKRK und die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften.