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Zistérnen
(lat.), künstliche, ausgemauerte, mit Holz ausgesetzte oder mit Zement verstrichene, auch in Stein gehauene Behälter zum Sammeln und Aufbewahren des Regenwassers in wasserarmen Gegenden. Die meisten Zistérnen finden sich in den Ländern der heißen Zone, auf den Wüstenstrecken Westasiens und Nordafrikas. Dort müssen sie tief angelegt werden, damit die Hitze den Inhalt nicht auszehre oder verderbe. Zistérnen von großem Umfang werden überwölbt und mit Tragsäulen oder Zwischenmauern versehen.
Das Regenwasser wird in steinernen oder hölzernen Gefäßen mit durchlöchertem Boden aufgefangen, von hier aus durch Röhren in mit Sand gefüllte Kasten und, in diesen gereinigt, in die Zistérnen geführt. Die Kasten müssen von Zeit zu Zeit mit frischem Sand gefüllt und die Zistérnen selbst gereinigt werden. Bis zur Wasserfläche der Zistérnen führen entweder Treppen oder Leitern, oder das Wasser wird mittels Eimer oder Pumpen zur Höhe gebracht. Zistérnen in Festungen, die im äußersten Fall auf Zisternenwasser beschränkt sind, müssen bombenfest überdacht sein.