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Kleinere US-Mobilfunkbetreiber kostet die Entfernung und der Austausch von Huawei- und ZTE-Technik fast doppelt so viel als ursprünglich erwartet. Wie die Federal Communications Commission (FCC) bekannt gegeben hat, soll der Aufwand dafür schätzungsweise 1,8 Milliarden US-Dollar betragen.
Der US-Senat gewährte ländlichen Mobilfunkbetreibern im vergangenen Februar gerade einmal eine Milliarde US-Dollar, um die von der Administratioin Donald Trump auf die schwarze Liste gesetzte Netzausrüstung von Huawei oder ZTE auszubauen und zu ersetzen. FCC-Chef Ajit Pai forderte den Kongress jetzt daher "erneut nachdrücklich auf", angemessene Mittel zur Erstattung für die Netzbetreiber bereitzustellen. Steven Berry, Präsident und CEO der Competitive Carriers Association, einer Industriegruppe, die ländliche Mobilfunkbetreiber vertritt, hatte dem Kongress dargelegt, wie schwierig es sei, ein so umfangreiches Projekt zum Ersatz von Huawei- und ZTE-Ausrüstung durchzuführen. Im März sagte er dem Handelsausschuss des Senats, dass das "Herausreissen und Ersetzen" von Ausrüstung in ländlichen Netzen dem Versuch gleichkomme, ein Flugzeug mitten in der Luft neu aufzubauen.
Zur Erinnerung: Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die "ein Risiko für die USA darstellen" und setzte Huawei auf die sogenannte Entity-Liste. Die USA werfen Huawei vor, die Iran- und Nordkorea-Sanktionen verletzt, US-amerikanisches geistiges Eigentum gestohlen sowie Hintertüren für den chinesischen Geheimdienst in seiner Mobilfunkausrüstung eingebaut zu haben, was Huawei stets energisch bestritten hat. Bislang blieb Trump jegliche Beweise für die Anschuldigungen schuldig.
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