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An der Generalkonferenz des Internationalen Museumsrats ICOM in Prag vom 24. August 2022 wurde die neue Museumsdefinition mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Sie ist das Resultat einer mehrjährigen Auseinandersetzung mit der Rolle und Funktion von Museen und eines zweijährigen Konsultationsprozesses, an dem Hunderte von Museumsfachleuten aus der ganzen Welt beteiligt waren. Sie widerspiegelt die zentralen Veränderungen in den Museen und der Gesellschaft. Neu werden Inklusion, Teilhabe und Nachhaltigkeit als zentrale Aspekte der Museumsarbeit betont.
Die deutsche Version wurde von den deutschsprachigen Nationalkomitees bereits finalisiert, die Übersetzungen ins Französische und Italienische sind nicht fertig gestellt. Bis dieser Prozess abgeschlossen ist, stellt ICOM Schweiz Arbeitsversionen auf Französisch und Italienisch zur Verfügung.
Deutsche Übersetzung
«Ein Museum ist eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugänglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch.»
Entwicklung der neuen Museumsdefinition
Für die Entwicklung der neuen Museumsdefinition wurden die Mitglieder der Nationalkomitees in vier Konsultationsrunden gebeten, aktiv mitzuarbeiten und ihre Stimme einzubringen. Basierend auf den zwei von den ICOM-Mitgliedern aller Nationalkomitees am höchsten eingestuften Vorschläge wurde am 20. Mai 2022 an einer Sitzung des Advisory Councils ein finaler Vorschlag auserkoren, der am 24. August 2022 zur endgültigen Abstimmung vorgelegt wurde.