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Langenberg, Silke, Bauten der Boomjahre. Architektonische Konzepte und Planungstheorien der 60er und 70er Jahre, Dortmund: Wulff, 2006, 2. Aufl. 2011.
Der Wunsch nach einer Optimierung des Bau- und Planungsprozesses führt in den 1960er und 1970er Jahren des 20. Jahrhunderts zu veränderten architektonischen Konzepten und Planungstheorien. Für die Errichtung der großen Bestände – die Bauten der Boomjahre – werden zum Teil bereits in den 1920er und 1930er Jahren entwickelte Ideen zur Rationalisierung der Herstellung von Bauteilen oder des gesamten Bauablaufes aufgegriffen und umzusetzen versucht. Obwohl die in den Boomjahren entstandenen Bauten zu Beginn des 21. Jahrhunderts fast die Hälfte des deutschen Baubestandes ausmachen, fehlte lange eine Untersuchung der für ihre Errichtung verwendeten Konzepte und Planungstheorien. Die Publikation ist eine der ersten ingenieurwissenschaftlichen Dissertationen in diesem Bereich und überprüft den Einfluss verschiedener Optimierungs- und Rationalisierungsstrategien auf Planung und Ausführung. Anhand idealtypischer Bauaufgaben werden zeitgenössische Theorien und ihre Umsetzung nachgezeichnet: die ökonomisch beeinflusste Optimierung bei den in den 1960er und 1970er Jahren entstehenden Bauten der großen Warenhauskonzerne und der Versuch einer bautechnischen und konstruktiven Optimierung bei den Planungen der Massenuniversitäten. Fotos von Tania Reinicke und Ekkehart Bussenius