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Budapest
Budapest ist die Hauptstadt und zugleich mit über 1,7 Millionen Einwohnern (Stand 2013) grösste Stadt Ungarns. Durch die Stadt fliesst der Fluss Donau und teilt sie in die zwei Hälften Buda und Pest. 1873 wurden die zuvor selbständigen Städte zusammengelegt. Die imposanten Denkmäler aus der Vergangenheit, das intensive Kulturleben, die wunderbaren Jugendstillbauten und Badepaläste, die prachtvollen Boulevards sowie die traditionsreichen Kaffeehäuser und Restaurants verschafften Budapest den Ruf als „Königin der Donau“.
Burgviertel
Das historische Burgviertel ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes der Stadt. Dazu gehören die eindrückliche Matthiaskirche (ungarisch Mátyás templom), in welcher Franz Joseph I. und seine Gattin Sisi gekrönt wurden und die Fischerbastei (ungarisch Halászbástya), eine 140 Meter lange zur Donau parallel stehende Hauptfassade mit Figürchen, konischen Türmchen, wendelförmigen Treppen und Erkern. Der Burgpalast (ungarisch: Budavári palota) ist neben der auf der Spitze des Gellértberges gelegenen Zitadelle von nahezu jedem Punkt der Innenstadt aus zu sehen.
Kettenbrücke
Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und die älteste der neun Budapester Brücken, welche über die Donau führen. Das Bauwerk wird von zwei triumphbogenartigen Stützpfeilern getragen, durch welche die eisernen Ketten verlaufen, daher auch der Name Kettenbrücke (ungarisch Széchenyi lánchíd). Den schönsten Blick auf die nachts prächtig beleuchtete Brücke geniesst man von dem erhöht gelegenen Burgviertel.
St.-Stephans-Basilika
Die St.-Stephans-Basilika (ungarisch Szent István-bazilika) liegt am St.-Stephans-Platz (ungarisch Szent István tér) im Stadtteil Pest und ist seit ihrer Einweihung 1905 die grösste Kirche der ungarischen Hauptstadt Budapest und Konkathedrale des römisch-katholischen Erzbistums Esztergom-Budapest. 1987 wurde sie als Teil des Donaupanoramas auf die von der UNESCO geführte Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Bäder
Die Stadt verfügt über fast 100 Schwimm-, Frei- und Heilbäder. Aus den Thermal- und Mineralquellen sprudeln täglich mehr als 70 Millionen Liter Wasser. Berühmt sind das im Jugendstil erbaute Gellért-Bad mit seiner prunkvollen Innenausstattung mit Säulen aus rotem Marmor und Mosaikfussböden. Das bekannte Széchenyi-Bad bietet wiederum mehrere Freiluftbecken, in denen auch im Winter bei Schnee und Eis angenehm gebadet werden kann.
Essen
In Budapest wird nach Herzenslust geschlemmt. Knoblauch und Sahne sind nicht verpönt, sondern ein Muss. Schliesslich soll es schmecken, was auf den Teller kommt – Kalorien hin, Kalorien her. Zu den beliebten traditionellen Gerichten gehören Fleisch oder Fisch in einem Brotbrei. Weitere Schwerpunkte bilden Gerichte, die pörkölt, paprikás oder tokány heissen. Ungarn ist reich an Wild, daher finden Sie auf fast jeder Speisekarte auch Wildgerichte. Die Ungaren sind stolz auf ihre kulinarische Tradition und recht resistent gegenüber ausländischen Einflüssen. Doch ist in Budapest unübersehbar, dass internationale Trends Wirkung zeigen, und ambitionierte ungarische Köche entdecken eine leichtere Variante der heimischen Küche. Sie setzen auch immer öfter auf die gute Fleischqualität alter ungarischer Tierrassen wie Mangalitza-Schwein oder Graurind. Paprika spielt in der ungarischen Küche eine herausragende Rolle. Das Gewürz verleiht den Gerichten eine charakteristische, aber vorwiegend gemässigte Würze. Das in der Schweiz als Peperoni bekannte Gemüse wird in Ungarn auch Paprika genannt und wird zum Beispiel auf einer Metzgerplatte mit feststellbarer Schärfe serviert.