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Was bedeuten die Nachhaltigkeits-Indikatoren?
Die Nachhaltigkeits-Indikatoren geben eine grobe Einschätzung, welche Auswirkungen eine Portion eines Rezepts in drei Umweltbereichen hat: die Nutzung von Land, der Verbrauch von Wasser und die Emission von Treibhausgasen. Diese Angaben sind indikativ, da nicht nur die Rezeptzutaten, sondern die tatsächlich genutzten Produkte einen grossen Unterschied machen können, je nachdem wo und wie die Lebensmittel produziert wurden. Durch einen Vergleich mit Referenzwerten, kann für jedes Rezept eine sehr grobe Einschätzung gegeben werden, ob es sich um eine Umweltbelastung handelt, die unter oder über den Empfehlungen der "Planetary Health Diet" liegen.
Wie werden die Werte berechnet?
Für jeden der drei Bereiche werden die Werte aus den Auswirkungen der einzelnen Zutaten des Rezepts aufsummiert. Diese absoluten Werte werden mit Referenzwerten für eine Portion in der "Planetary Health Diet" verglichen, woraus sich die prozentualen Werte ergeben. Eine "mittlere" Umweltbelastung definiert sich durch ein Rezept, das sich in einer Bandbreite von 75%-125% des Referenzwerts befindet.
Woher kommen die Daten für die Nachhaltigkeits-Indikatoren?
Verschiedene wissenschaftliche Studien werden herangezogen, um ungefähre Angaben für die Umweltauswirkungen der einzelnen Lebensmittel zu erhalten. Diese werden basierend auf den Gewichten für eine Portion des Rezepts hochgerechnet. Zu den Quellen gehören Daten im Bereich CO2-Emissionen, Wasserverbrauch, Landnutzung und die Studie der EAT-Lancet Kommission.
Wie aussagekräftig sind die Indikatoren?
Die Umweltauswirkungen eines Rezepts hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dabei ist nicht nur wichtig, welche Zutaten für ein Rezept genutzt werden, sondern auch wo und wie diese Produkte hergestellt werden. Bei einzelnen Zutaten können daher beträchtliche Unterschiede in der Umweltauswirkung bestehen, je nachdem welches Produkt gekauft wird. Hinzu kommt, dass auch die wissenschaftliche Messung der Auswirkungen bereits seine Tücken hat. Insgesamt können die Indikatoren daher kein präzises Bild abgeben, wie genau die Auswirkungen eines einzelnen Rezepts sind, aber sie geben eine Indikation, welche Rezepte die Umwelt im Schnitt eher stärker belasten als andere Rezepte.