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Bei seinem ersten Medaillenrennen in Rio musste sich Marcel Hug über 5000 Meter dem Mitfavoriten Prawat Wahoram beugen. Der 35-jährige Thailänder schlug nach Sydney und Peking über 5000 m erneut zu.
Ich weiss, das ist Klagen auf hohem Niveau.
Dahinter brach der Mann mit dem Silber-Helm als Markenzeichen am 4. Wettkampftag den Schweizer Medaillen-Bann und holte seine insgesamt 5. Paralympics-Auszeichnung. Doch ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Keines seiner bislang errungenen Exemplare ist golden.
Eine gewisse Enttäuschung konnte Hug darum nicht verbergen. «Mein Ziel war ganz klar Gold», erinnert er. Doch er musste trotzdem eingestehen: «Ich weiss, das ist Klagen auf hohem Niveau.»
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
In einem taktisch geprägten und folglich langsamen Rennen hielt sich der Schweizer Weltrekordhalter von Beginn weg in der Spitzengruppe auf, ehe er bei der ersten Tempoverschärfung kurzzeitig zurückgeworfen wurde. Rund 200 Meter vor dem Ziel legte der 30-Jährige nochmals einen Zacken zu. Doch er konnte nach eigenen Angaben zu wenig Druck auf die Räder geben und kam deshalb nicht mehr an Wahoram vorbei.
Das Positive: Der gebürtige Thurgauer hat am Zuckerhut noch 3 Chancen, um seine Lücke im Palmarès zu schliessen. So ist er auch über 800 m, 1500 m und im Marathon gemeldet.
Diplome für Schär und Debrunner
Manuela Schär schaffte auf der vollen Bahnrunde auf direktem Weg den Finaleinzug. Eine Medaille blieb jedoch ausser Reichweite. Die Leaderin des Frauenteams belegte mit Saisonbestleistung (55,27 s) Rang 5. Tatyana McFadden (USA) holte überlegen Gold in der T54-Kategorie (53,30).
Catherine Debrunner (T53) klassierte sich in ihrem 400-m-Final im 7. Rang. «Ich bin insgesamt mit meinem Paralymics-Debüt zufrieden», resümierte die Thurgauerin. Die Chinesin Hongzhuan Zhou siegte in der Weltrekord-Zeit von 54,43 s.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 11.09.2016 15:00 Uhr