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Kandahar, die drittgrösste Stadt Afghanistans…was hat sie bloss mit den berühmten handgemachten Schweizer Aprés-Skischuhen zu tun? Etwa die Tatsache, dass in Kandahar, welches im südlichen Teil Afghanistans auf gut 1000m Höhe liegt, im Januar das Thermometer doch mal kalte 0° Grad Celsius anzeigen kann? Oder dass es sich dabei um eine Region handelt, die seit jeher ein Handelszentrum für Schafe, Wolle, Filz, Baumwolle und Seide ist?
Nichts davon trifft zu. Der Name Kandahar stammt in diesem Falle vom gleichnamigen englischen «Kandahar Ski Club» in Mürren, dessen Gründungsmitglied Sir Arnold Lunn am 11. Januar 1911 mit dem «Roberts of Kandahar Challenge Cup» in Crans-Montana den Grundstein für die heutigen FIS Abfahrtsrennen im Skisport legte. Frederick Roberts, Earl of Kandahar, war ein bedeutender britischer Heerführer in Afghanistan, der als Vizepräsident des britischen «Public Schools Alpine Sports Club» den Pokal für dieses Rennen wie auch für den später gegründeten Skiclub stiftete.
Für diesen Ski Club entwickelte Fritz von Allmen, Schuhmachermeister aus Mürren, der den Sommer über die Berg-Wirtschaft als «unproduktive Arbeitszeit» schimpfte und die Zeit nutzte, neue Produkte zu ersinnen, in den goldenen Zwanzigerjahren neuartige Skischuhe, wofür ihm der Club im Gegenzug den Namen Kandahar anbot. Ab 1930 konnte Fritz von Allmen aufgrund der starken Nachfrage in der ganzen Schweiz sogar bereits in Serie produzieren und die Schuhmanufaktur Kandahar war geboren.
Seither steht das Familienunternehmen aus dem Berner Oberland, das heute bereits in 3. Generation geführt wird, für exklusive Qualität, Design, Handarbeit und Swissness.
Vortrag «Geschichten vom Schuh» im Schaulager in Murg
Mehr über die «Geschichten vom Schuh», die Tradition und die Produkte von Kandahar erfahren Sie am Vortrag vom heutigen Besitzer, Manuel von Allmen.
Sonntag, den 26. Mai 2019, 13 Uhr am «Tag der offenen Tür» im Schaulager in Murg
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Bild: magazin-zuerich.ch