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Im Jahre 1999 wurde die "Americana Music Association' kurz AMA gegründet, die sich als ein Forum für Americana Musik sieht. Ein Festival, South by Southwest, wurde ins Leben gerufen und die AMA stellte seither verschiedene CD-Kompilationen zusammen. Innerhalb dieses neu entfachten Interesses an der echten Amerikanischen Musik ist auch Brian Hintons Buch South by Southwest entstanden. Der Untertitel A Road Map to Alternative Country umschreibt treffend, was dieses Buch leistet: Es ist eine Landkarte für einen gigantischen und sehr heterogenen Musikkontinent.
Es stellt sich natürlich die Frage, was denn die echte Musik Amerikas ist, die mit dem Begriff Americana zusammengefasst wird. Hinton hält seine Definition von Americana sehr allgemein, um der Breite an verschiedenen Interpreten gerecht zu werden. Er beschreibt Americana als schnörkellose und raue Musik, die nie für den Effekt gespielt wird. Die Songtexte sind wichtig, nie jedoch sind sie überambitioniert. Und vor allem ist Americana das Gegenteil von Nashville und seinem oberflächlichen Schein. In dieses definitorische Gefäss passen denn auch Künstler wie Hank Williams, Johnny Cash, Bob Dylan aber auch Musiker der jüngeren Generation wie Beck, Ryan Adams und Will Oldham um nur die Bekanntesten zu nennen.
Hinton geht sehr kenntnisreich allen erdenkbaren Verästelungen und Ausprägungen dieser uramerikanischen Musik nach. Auch eher exotische Spielarten wie Cowpunk oder Cothic Country kommen ausführlich zu Sprache. Manchmal fast zu ausführlich, denn einige Kapitel verlieren sich in einer Aneinanderreihung von Namen, die wohl die meisten von uns noch nie gehört haben.
South by Southwest ist sicherlich die umfangreichste und kenntnisreichste Übersicht über das Gebiet der Americana Musik. Hinton gelingt es mit seinem Buch all die Musik aufzudecken, welche unter und neben dem Mainstream von Nashville dahin fliesst.