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Selbstbild und Selbstwertgefühl
Die Körperwahrnehmung und das Selbstwertgefühl sind wesentliche Komponenten unserer psychischen Gesundheit. Ein geringes Selbstwertgefühl kann zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens führen und die Entwicklung verschiedener Störungen (Depressionen, Suchtmittelabhängigkeit usw.) begünstigen. Eine positive Selbstwahrnehmung und eine wohlwollende Einstellung zu sich selbst sind aber möglich. Um dies zu erreichen, kann es notwendig sein, sich begleiten zu lassen.
Das Selbstwertgefühl bezeichnet das generelle Urteil, das wir uns über uns selbst bilden, und auch was wir meinen, was andere über uns denken. Das Selbstwertgefühl äussert sich in unseren Gefühlen (Stolz oder Scham), unserem Verhalten (sich zurücknehmen oder sich behaupten) und unseren Gedanken (Selbstverleugnung oder innere Wertschätzung).
Das Selbstwertgefühl wird von Geburt an aufgebaut und entwickelt sich mit dem Heranwachsen des Kindes. Es entwickelt sich unter dem Einfluss verschiedener sowohl individueller als auch soziokultureller und umweltbedingter Faktoren.
Das Selbstwertgefühl hängt von unseren individuellen Lebenserfahrungen und unserer Verletzlichkeit ab, und auch das Umfeld spielt eine wichtige Rolle. Die Botschaften, Worte und Bilder, die uns im Alltag (Internet, Fernsehen, öffentlicher Raum) erreichen, legen Normen für Schönheit und «Normalität» fest. Sie beeinflussen die Wahrnehmung, die wir von uns selbst und von anderen haben. Daher sollte eine Gesellschaft angestrebt werden, die alle Menschen unabhängig von ihrem Aussehen, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer kulturellen Identität einbezieht.
Psychische Gesundheit und Selbstwertgefühl
Das Selbstwertgefühl ist eng mit dem körperlichen und psychischen Wohlbefinden verbunden.
Eine Person mit einem guten Selbstwertgefühl misst sich selbst mehr Wert bei und bringt sich mehr Achtung entgegen. Sie eignet sich eher gesunde Lebensgewohnheiten an und ist sich gegenüber positiv eingestellt. Ein gutes Selbstwertgefühl hilft dabei, die Schwierigkeiten des Lebens zu meistern.
Im Gegensatz dazu hat eine Person mit einem geringen Selbstwertgefühl eine negative Meinung von sich selbst und neigt eher dazu, sich selbst abzuwerten. Sie bringt ihrem Körper und ihrer Person nicht die Achtung entgegen, die sie verdient. Sie neigt eher zu Verhaltensweisen, die ihrer Gesundheit schaden, und hat zum Beispiel auch ein höheres Risiko, soziale Ängste, Depressionen oder eine Suchtmittelabhängigkeit zu entwickeln.
Das eigene Selbstwertgefühl verbessern und festigen
Das Selbstwertgefühl ist nicht festgefügt, sondern kann sich im Laufe der Zeit verändern. Das Selbstwertgefühl kann verbessert und gefestigt werden, selbst unter unsicheren Lebensumständen (Gesundheitskrise, Wirtschaftskrise, ...).
Generell verhilft eine gesundheitsfördernde Lebensweise zu mehr Selbstvertrauen. Auch bestimmte Aktivitäten sind empfehlenswert, um selbstsicherer zu werden, z.B. Kampfsportarten oder Improvisationstheater, die helfen, das Selbstvertrauen zu stärken. Hilfreich ist auch eine Auflistung des bisher im Leben Erreichten: Geht es einem schlecht, kann man sich diese Liste wieder anschauen und sich daran erinnern, was man bisher alles erreicht hat, wofür man Anerkennung verdient.
Vergessen wir nicht, dass wir alle einzigartig sind! Wir dürfen uns nicht mit anderen vergleichen, vor allem nicht mit Personen, die ganz anders sind als wir. Sich mit anderen zu vergleichen, kann zu einem Selbstwertverlust führen. Gerade die sozialen Medien verleiten dazu, sich mit anderen zu vergleichen, und erhöhen den sozialen Druck, weshalb es manchmal besser ist, auf Distanz zu gehen (siehe Artikel über das Internet und die sozialen Netzwerke).
Versuchen Sie, sich selbst zu mögen und sich zu gefallen. Selbstachtung ist das Allerwichtigste! Und wenn sie das Bedürfnis haben, zögern Sie nicht, mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder einer Spezialistin/einem Spezialisten über Ihre Gefühle zu sprechen und sich auf diesem Weg begleiten zu lassen.
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