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Ein neuer Bericht der Economist Intelligence Unit zeigt, dass der Weg zum landesweiten Impfschutz gegen COVID-19 je nach Wohnort noch lang sein kann. Wie Katharina Buchholz von Statista anmerkt, zeigt der Bericht, dass es vielerorts noch Jahre dauern wird, bis eine Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung den Impfstoff erhalten hat.You will find more infographics at Statista
Während die großen Volkswirtschaften in Lateinamerika voraussichtlich bis Mitte 2022 eine flächendeckende Versorgung erreichen werden, sieht es in Asien düsterer aus. Die meisten Schwellenländer hier werden voraussichtlich bis Ende nächsten Jahres brauchen, um das Kunststück zu vollbringen. Selbst in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften der Region laufen die Impfungen langsamer an als anderswo. Japan wird erst Ende Februar mit seiner Kampagne beginnen und voraussichtlich bis Mitte 2022 die Mehrheit der Impfungen erreichen, ebenso wie Südkorea und Vietnam. Nur die Stadtstaaten der Region und Taiwan werden bis Ende 2021 voraussichtlich 60-70 Prozent ihrer erwachsenen Bevölkerung geimpft haben.
Die meisten europäischen Nationen sowie die USA, Israel und die Golfstaaten sind laut EIU ebenfalls auf diesem Weg. Probleme bei der Versorgung und (gerechten) Verteilung der Impfstoffe von Pfizer und AstraZeneca könnten hier jedoch zu Verzögerungen führen. Derzeit ist Großbritannien seinen europäischen Mitbewerbern bei der Impfgeschwindigkeit voraus, steht aber im Verdacht, von AstraZeneca (dessen Impfstoff zusammen mit der Universität Oxford entwickelt wurde) bevorzugt zu werden.
In vielen Entwicklungsländern der Welt wird sich der Zeitplan für die Impfung voraussichtlich bis ins Jahr 2023 erstrecken. Dazu gehören auch große Teile Afrikas. Während die billige und leicht zu lagernde Sorte von AstraZeneca über die Covax-Initiative an ärmere Länder verteilt werden soll, wetteifern auch Russland, Indien und China um Aufträge für ihre Impfstoffsorten in einem von der EIU als Boom der Impfstoffdiplomatie bezeichneten Prozess.
Während der chinesische Impfstoff von Sinopharm bereits in Ägypten zugelassen ist und auch nach Peru, Marokko und Ungarn verteilt werden soll, wird eine andere chinesische Sorte, Sinovac, in erheblichen Mengen nach Indonesien, Brasilien, Chile, in die Türkei und auf die Philippinen geliefert. Russlands größte Verträge bestehen mit Indien und Vietnam, während Indien nach Brasilien liefern wird.