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Höre zuerst diese verschiedenen Beispiele des Thurgauer Dialekts:
Log emol, wie de Bomm döt hine blüet!
Von Lahm- und Schnellsüdern sowie blühenden Apfelbäumen erzählt uns Reto Scherrer...
... natürlich im schönsten Dialekt der Welt!
- und wie man "Thurgau, I love you" bei uns wirklich sagt!
Warum es sich lohnt, Ordnung ums Haus herum zu halten, erzählt uns Friedel Keller aus Ermatingen.
(das ist "Bodensee-Alemannisch" , wie es noch in Ermatingen, Triboltingen und Salenstein gesprochen wird, aber auch auf der Reichenau)
Mach nun einmal eine kleine Umfrage bei Mitschülern und Erwachsenen und frage sie, wie sie in ihrem (Thurgauer) Dialekt sagen.
Fülle dazu diese Tabelle aus:
Besprich mit den Eltern oder in der Klasse diese beiden Wörtlerlisten mit typischen (alten) Wörtern. Welche kennst du (noch)?
Du kannst diese Wörter in drei Gruppen unterteilen:
- jene, die du kennst und brauchst
- jene, die du verstehst, aber nicht brauchst
- jene, die du überhaupt nicht kennst
Hier könntest du nachschlagen:
Wie sagst du selbst?
Auf welcher Seite der Beggeligrenze wohnst du?
"Stimmt" deine Aussprache mit der Beggeligrenze? Und die deiner Freunde und Familie?
Gibt es Durchmischungen?
Durchforste einmal dieses Forum. Mach eine "Strichli-Liste" mit top und flop, welche Dialekte gut ankommen und welche nicht.
And the winner is ...?
And the loser is ...?
Wie gut gefällt dir denn unser Thurgauer Dialekt? Bilde dir eine eigene Meinung!
Schreibe diese als Beitrag in dieses Forum! (und gib es als Kopie deiner Lehrkraft ab)
Einige Autorinnen und Autoren schreiben in Thurgauer Mundart.
Anna Forster aus Hugelshofen hat diese Sammlung von Erzählungen aus ihrem Dorf in ihrer Mundart zusammengestellt.
Lies diese Doppelseite aus "Us em Schnitztrog", Orell Füssli Verlag:
Napoleon IV, genannt "Loulou" 1878
Wiki Commons
Vom echten und einem falschen "vierten Napoleon" sowie von einigen solchen Flaschen "Napoleonweins" (wie heute noch etliche im Arenenberger Weinkeller lagern) handelt diese Mundartgeschichte von Ernst Nägeli.
Ernst Nägeli: de viert Napolioo, aus "Rose n ond Törn"; Huber Verlag 1974
Gewöhne dich vorerst an die Schreibweise des Oberthurgauer Dialekts - doch dann wird sie dir gefallen!
Einen Kern Wahrheit enthält die Geschichte allerdings schon:
Louis Napoleon hat in seiner Jugendzeit in der Umgebung etliche Kinder gezeugt - von einigen hat er die Vaterschaft anerkannt (das heisst, seine Mutter Hortense hat die Alimente bezahlt), andere hat er abgestritten.
Meine Grossmutter aus Salenstein hat bei diesem Thema immer geschmunzelt und gemeint, sie kenne in der Umgebung - in Bezug auf die markante Nase von Louis Napoleon - noch etliche "sottigi Nase"...
Schreibe nun eine eigene Kindheitserinnerung in Mundart, vielleicht so, wie du sie später deinen Grosskindern erzählen würdest.