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Der 1883 gebaute alte Tunnel ist für Doppelstockzüge nicht befahrbar. Er wurde seinerzeit als Tagbautunnel errichtet, um die Gleise vor Steinschlag zu schützen. Um den bestehenden Tunnel herum wurde eine 2,5 Meter breitere und 2 Meter höhere Röhre erstellt.
Nach der Demontage der Fahrleitung haben die über 50 Bauarbeiter exakt 56 Stunden Zeit, um einen Schutzbelag über den Gleisen einzubauen und das bestehende Tunnelgewölbe mit etwa 10 Baggern abzureissen. Die 7000 Kubikmeter Schutt werden von acht Fahrzeugen abgeführt, wie die SBB am Dienstag mitteilten
Danach wird die Fahrbahn samt Fahrleitung wieder instand gestellt, bevor die Linie für den Bahnbetrieb wieder freigegeben werden kann. Die Arbeiten finden zwischen Freitag, 18. April, 20.50 Uhr und Montag, 1. Mai, 4.35 Uhr statt.
Die Züge zwischen Siders und Leuk VS werden durch Busse ersetzt. Der Fahrplan wird entsprechend angepasst. Die Fahrzeit verlängert sich um rund eine halbe Stunde. Ab dem ersten Zug am 1. Mai gilt wieder der normale Fahrplan.
Der Abriss des alten Tunnels bildet den letzten grösseren Arbeitsschritt am Raspille-Tunnel. Danach folgt der Innenausbau sowie die Instandsetzung des Geländes. Die Bauarbeiten werden im Herbst abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich auf 10 Millionen Franken.
Die SBB ist daran, die gesamte Simplon-Linie zwischen Lausanne und Brig für Doppelstockzüge befahrbar zu machen. Bis zum Abschluss des Projekts werden neben dem Raspille auch der Burier-Tunnel zwischen Vevey und Montreux VD angepasst sowie acht Brücken erhöht. Die ersten Doppelstockzüge sollten Ende 2018 auf der gesamten Simplon-Linie verkehren können.
(SDA)