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Was verbindet die drei Hauptkomponisten dieses Programms? Ludwig Senfl, von Zeitgenossen ‚der Schweizer‘ genannt, war in der Schweiz geboren. Orlando di Lasso war Franko-Flämischer Abstammung und Giovanni Martino Cesare gebürtiger Italiener.
Alle waren als Musiker und Komponisten in fremden Landen tätig und hatten eine gemeinsame Wirkungsstätte, nämlich München.
Senfl war an der Hofkapelle Maximillians I zuerst als Sänger und Notist eingestellt. Nach dessen Tod und einer für Senfl unsicheren und ungewissen Zeit, trat er schliesslich 1523 in den Dienst Herzog Wilhelms IV in München, dessen Hofkapelle er 20 Jahre lang als »Musicus intonator« oder auch als »Musicus primarius« leitete.
Orlando di Lasso oder Rolandus Lassus, wie er oft selber schrieb, liess sich 1555, nach etlichen Jahren in Italien als Sänger und Komponist, schliesslich in Antwerpen als Musiklehrer nieder. Da und in Venedig veröffentlichte er ca 100 Individualdrucke mit Motetten, Madrigalen und Chansons. Dadurch wurde der junge Herzog Albrecht V. von Bayern auf ihn aufmerksam. Von diesem wurde er erst als Tenorist angestellt, 1563 dann als offizieller Leiter der Hokapelle Albrechts V ernannt. 1570 stand Lassus auf der Höhe seines Ruhmes und wurde von Kaiser Maximilian II. in Speyer in den erblichen Adelsstand erhoben. Lasso ist sicher als der bekannteste und ‚internationalste‘ der drei Komponisten dieses Programms z betrachten.
Über Giovanni Martino Cesare ist leider wenig bekannt. In den Rechnungen des Münchner Hofes erscheint er von 1610 bis 1627 regelmässig als Hofmusiker, ‚Cornettist‘ (Zinkenist) oder ‚Instrumentist‘. 1621 erschienen in München seine MUSICALI MELODIE mit den hier erklingenden drei Canzonen. Cesare machte sehr eindeutige Besetzungsangaben und hat mit der Canzone La Hieronyma das wohl erste ausdrücklich für Posaune geschriebene Solostück komponiert.
Werke von:
Ludwig Senfl, Orlando di Lasso, Pietro Lappi, Benedetto Re und Giovanni Martino Cesare