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Heftige Monsun-Regenfälle haben im Süden Pakistans zu grossflächigen Überschwemmungen geführt. Mindestens 270 Menschen kamen bislang in den Fluten ums Leben, 200'000 verloren ihr Zuhause, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes am Dienstag sagte.
Eine im Überschwemmungsgebiet in der südlichen Provinz Sindh aktive Hilfsorganisation erklärte, Schätzungen zufolge seien bis zu zehn Millionen Menschen von der Naturkatastrophe betroffen. Die Regierung erklärte, 1,2 Millionen Häuser seien durch die Unwetter beschädigt.
Die USA kündigten die Entsendung von Nahrungsmittelhilfen für rund 350'000 Flutopfer und medizinischer Versorgung für 500'000 Pakistaner an.
Nach Angaben des Wetterdienstes liegen die Regenfälle in Sindh um das Dreifache über dem Durchschnitt, in den am schlimmsten betroffenen Distrikten Badin, Mipurkhas und Thar fiel sogar achtmal soviel Regen wie normal. Dies seien die schwersten Regenfälle seit 51 Jahren, sagte Chefmeteorologe Mohammad Riaz. Die heftigen Niederschläge sollten noch die ganze Woche anhalten.
Im vergangenen Jahr waren bei den schlimmsten Überschwemmungen in der Geschichte des Landes rund 1750 Menschen ums Leben gekommen, 21 Millionen Menschen waren betroffen. Kritiker werfen der Regierung vor, seitdem nicht genug in den Schutz vor Überschwemmungen investiert zu haben.
Auch Indien betroffen
Auch im Nachbarland Indien sorgten Regenfälle für Überschwemmungen. Im ostindischen Bundesstaat Orissa kamen dabei mindestens 19 Menschen ums Leben. Wie die Landesregierung mitteilte, wurden seit dem Wochenende fast 400 Dörfer überschwemmt. Mehr als 150'000 Betroffene hätten sich in Auffanglager der Regierung gerettet.
Der Monsun beginnt in Südasien in der Regel Anfang Juni und dauert bis September. Jedes Jahr kommen Hunderte Menschen bei Unwettern und Überschwemmungen ums Leben.