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Anime-Legende Isao Takahata ist tot
Gemeinsam mit Hayao Miyazaki prägte Isao Takahata den Anime wie kein anderer Filmemacher. Gemeinsam gründeten sie das legendäre Studio Ghibli. Takahata inszenierte unter anderem "Heidi".
Wie japanische Medien übereinstimmend berichten, ist Regisseur Isao Takahata nach langer schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus im japanischen Tokio gestorben. Dem oscarnominierten Filmemacher verdanken wir einige der prägendsten Anime-Filme und -Serien der Geschichte.
Wer in den Siebziger-und Achtzigerjahren aufgewachsen ist, kennt ihn vielleicht vor allem durch eine berühmte Serie: Takahata inszenierte Heidi. Die japanische Adaption der berühmten Romane der Schweizer Schriftstellerin Johanna Spyri lief ab 1977 auch bei uns und verzückte reihenweise Kinder.
Früh arbeitete er mit seinem guten Freund Hayao Miyazaki auch an Filmen. Nachdem er diesen bei Nausicaä of the Valley of the Wind unterstützte, erlaubte es der Erfolg dem Duo, ihre eigene Filmschmiede zu gründen. Das Studio Ghibli wurde geboren und sollte Anime nachhaltig verändern.
Berühmt machte Takahata aber vor allem Grave of the Fireflies. Sein in der Endphase des Zweiten Weltkrieges angesiedeltes Mahnmal über den Überlebenskampf eines kleinen Jungen und seiner noch kleineren Schwester in der ausgebombten Stadt Kobe ist nicht nur ein Meisterwerk und "einer der traurigsten Filme aller Zeiten", sondern sogar einer der besten Animationsfilm überhaupt. Der 1935 geborene Filmemacher verarbeitete darin auch persönliche Erlebnisse. Er selbst überlebte 1945 schwere Bombenangriffe nur knapp.
Isao Takahatas letzter Film ist The Tale of Princess Kaguya, der im Dezember 2014 in die Schweizer Kinos kam.
Quelle: Filmstarts