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Als sicherste Lösung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle gilt weltweit die Einlagerung in Gesteinsschichten tief unter der Erdoberfläche. Auch das schweizerische Kernenergiegesetz schreibt die geologische Tiefenlagerung vor. Ein geologisches Tiefenlager ist eine Anlage im Untergrund, in welcher radioaktive Abfälle dauerhaft eingelagert werden können. Es gewährleistet den dauerhaften Schutz von Mensch und Umwelt vor den radiologischen Gefahren, die von den radioaktiven Abfällen ausgehen, ohne dass langfristig menschliches Zutun nötig wäre (passive Sicherheit). Technische und natürliche Barrieren verhindern das Austreten von schädlicher Radioaktivität aus einem geologischen Tiefenlager. Die Abfälle werden bei der Einlagerung dicht in Lagerbehälter verschlossen und diese vollständig von Verfüllmaterial umgeben. Diese beiden Komponenten dienen als technische Barrieren. Die dichte Gesteinsschicht des umgebenden Wirtgesteins bildet die natürliche Barriere.
Nebst den Lagerfeldern zur Einlagerung der Abfälle muss ein Tiefenlager im Untergrund auch ein Pilotlager umfassen. Um den Betrieb eines geologischen Tiefenlagers bis zu seinem Verschluss sicherzustellen braucht es Infrastrukturen, beispielsweise zur Abfalllogistik, zur Ver- und Entsorgung, für Personentransporte oder zur Notfallinterventionen an der Oberfläche. Zugangsbauwerke (Rampen oder Schächte) verbinden die Lagerbereiche im Untergrund und die Oberflächenanlagen.