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INTERLIS ist eine konzeptionelle Datenbeschreibungssprache. Im Unterschied zur grafischen UML lassen sich mit INTERLIS Datenmodelle in einer textuellen Form beschreiben. Die Sprache INTERLIS wurde mit dem Gedanken entwickelt, dass sie für den Menschen und zugleich für den Computer lesbar ist. Zudem definieren die INTERLIS-Normen (SN 612030 und 612031, siehe auch eCH-0022 und eCH-0031) in welcher Weise die einem Datenmodell zugehörigen Daten codiert und strukturiert sein müssen. Da dieses Transferformat eindeutig ist, liegen in INTERLIS beschriebene und codierte Daten in einem wohldefinierten Zustand vor und sorgen damit für eine Verbesserung des digitalen Austausches von strukturierten Informationen.
INTERLIS ist spezialisiert für den Austausch von Geodaten, also Daten, welche nebst alphanumerischen Werten auch geometrische Objekte wie Punkte, Linien und Flächen enthalten. Es wird deshalb vorwiegenden in der Amtlichen Vermessung eingesetzt, wo es auch rechtsverbindlich ist. INTERLIS kann jedoch für die Datenmodellierung in einem beliebigen Fachgebiet hergenommen werden, wo die exakte Beschreibung der Daten eine wesentliche Rolle spielen soll. So wurde es beispielsweise auch bei der Datenmodellierung für das informatisierte Grundbuch (Projekt eGRIS) angewendet.
Im Zuge der praktischen Anwendung von INTERLIS und des sich verändernden technologischen Umfeldes tauchen immer wieder Fragen zur Anwendung und Weiterentwicklung von INTERLIS (Version 1 und 2) auf. Zudem sind diverse weiterführende Dokumente entstanden, bei denen der Wunsch besteht, sie ebenfalls über einen eCH-Prozess als Standards der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Ziel der Fachgruppe ist, die INTERLIS-Anwendergemeinschaft zu unterstützen, indem sie Fragen und Wünsche zu INTERLIS sammelt, deren Beantwortung organisiert und ergänzende Standards und Empfehlungen erarbeitet.