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Alphabet-Konzernchef Larry Page und Board-Präsident Sergey Brin geben ihre Ämter ab. Nächster CEO des Tech-Gesamtkonzerns aus Mountain View wird Sundar Pichai – der CEO von Google. Pichai behält zugleich seine Position als operativer Chef der Suchmaschinen-Einheit Google.
Da Alphabet inzwischen gut etabliert sei und die Konzerngesellschaften gut funktionierten, sei es «an der Zeit, unsere Managementstruktur zu vereinfachen», schreiben die beiden Gründer in einer gemeinsamen Mitteilung. «Wir waren noch nie so, dass wir an Führungspositionen festhielten, wenn wir glaubten, dass es einen besseren Weg gibt, das Unternehmen zu führen.»
Von 0 auf 900 Milliarden in 21 Jahren
Sergey Brin amtierte seit August 2015 als Präsident der Alphabet Inc., Larry Page war CEO. Die beiden Informatiker hatten die Suchmaschine Google im Frühsommer 1998 gestartet und daraus einen Konzern gezimmert, der heute mit 890 Milliarden Dollar bewertet wird.
Alphabet und Google benötigten nicht länger zwei CEOs und einen Präsidenten, so die Mitteilung weiter. Nun solle Sundar Pichai die Verantwortung für die Leitung von Google wie auch für die Verwaltung der Investitionen von Alphabet übernehmen. Zu Alphabet gehören neben Google und Youtube auch DeepMind (AI), Calico (Biotech), Verily (Medtech), Wing (Drohnen) und Fitbit (Wearables).
Brin und Page bleiben im Verwaltungsrat
Sundar Pichai, geboren 1972, hatte seit der Umstrukturierung und der damit verbundenen Gründung der Google-Holding Alphabet das Amt des Google-CEO inne. Er arbeitet seit 2004 für Google, wobei er unter anderem mit der Entwicklung von Google Chrome, Gmail und Google Maps befasst war. Er hat Metallurgie in Kharagpur (Indien), Werkstoffwissenschaften in Stanford und Management an der University of Pennsylvania studiert.
Sie, Brin und Page, engagierten sich weiter und langfristig im Unternehmen, so die beiden Gründer in ihrem Letter – als Mitglieder des Board und als Aktionäre.