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Bei einer Flugshow hat China seine neueste Militärtechnik vorgeführt: Erstmals flog der Tarnkappen-Kampfflieger J-20 vor den Augen der Öffentlichkeit. Experten rätseln über dessen genauen Eigenschaften.
Die Flugshow in der südchinesischen Stadt Zhuhai begann mit einer kleinen Sensation: Zum ersten Mal hat Chinas Militär der Öffentlichkeit seinen neuen J-20-Tarnkappen-Kampfflieger präsentiert. Der J-20 zog seine Runden am Himmel zur Eröffnung der Flugshow. Das Event gilt als grösstes Treffen von Flugzeugherstellern und -käufern in China.
Zwei der J-20-Bomber jagten zunächst Seite an Seite über die Köpfe der Zuschauer hinweg, einer von ihnen startete nach zwei Minuten beinah senkrecht in die Höhe, dann waren beide verschwunden. Tarnkappenflugzeuge sind so konstruiert, dass sie für den gegnerischen Radar nur über kurze Entfernungen zu erfassen sind.
Die chinesische Volksarmee modernisiert derzeit ihre Streitkräfte mit grosser Geschwindigkeit. Mit den neuen J-20-Tarnkappen-Bomber demonstrierte China militärische Stärke gegenüber den USA und asiatischen Nachbarstaaten, mit dem es sich in einem Territorialstreit um Inselgruppen im Süd- und Ostchinesischen Meer befindet.
Äusserlich ähnelt der neue J-20-Kampfflieger dem Lockheed Martin F-22 «Raptor», den das US-Militär im Einsatz hat. Welche Eigenschaften der J-20 genau hat, sei aber bei der kurzen Präsentation nicht ersichtlich gewesen, so internationale Militärtechnik-Experten. Die Piloten hätten etwa keine Waffenschächte geöffnet. Es sei nicht klar, welchen Motortyp der J-20 habe oder wie beweglich er sei. Auch über die genaue Tarnkappentechnologie, also die Fähigkeit die Radarortung des Flugzeugs zu erschweren, sei kaum etwas ersichtlich geworden.
Das Kampfflugzeug hat seinen ersten Testflug im Jahr 2011 absolviert. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums entwickelt Chinas Militär ein weiteres Tarnkappenflugzeug. Das Modell FC-31 soll nach Einschätzung des Pentagon dem US-Mehrzweckkampfjet F-35 im Exportgeschäft Konkurrenz machen.
anr/AP/Reuters/AFP
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