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Jeder zweite Brasilianer ist zu dick und einer von fünf Menschen des tropischen Landes ist schwer übergewichtig. Das zeigen die neuesten Untersuchungen des Gesundheitsministeriums. Immerhin scheint eine Stagnation eingetreten zu sein. Während in den Vorjahren die Zahl der Übergewichtigen jeweils stetig zugenommen hatte, gibt es zwischen 2012 und 2013 kaum Unterschiede. Aus der Studie geht jedoch auch hervor, dass Gewicht und Schulbildung scheinbar zusammenhängen.
Erstmals wurde die Studie Vigitel, die sich mit dem Gesundheitszustand der Bevölkerung auseinandersetzt, im Jahr 2006 durchgeführt. Damals lag der Anteil derjenigen, die über dem Idealgewicht lagen, noch bei 43 Prozent. 2012 waren es indes bereits 51 Prozent, wobei 17,4 Prozent von ihnen als massiv übergewichtig eingestuft wurden. Nach den neuesten Zahlen überschreiten 50,8 Prozent der Brasilianer das Idealgewicht und 17,5 Prozent sind fettleibig, wobei mehr Männer als Frauen an Übergewicht leiden. Von ihnen liegen 54,7 Prozent über dem Idealgewicht, während bei den Frauen 47,4 Prozent zu dick sind.
Mehr oder weniger stabil geblieben ist ebenso die Zahl der Bluthockdruckpatienten. 24,1 Prozent der Brasilianer leiden bereits unter Bluthochdruck. Bei den Frauen sind es 26,3 Prozent, bei den Männern 21,5 Prozent. Zugenommen haben indes die Diabetesfälle. Etwa 7,2 Prozent der Frauen leiden an dieser Krankheit, unter den Männern sind es 6,5 Prozent.
Herausgefunden haben die Forscher ebenso, dass es unter den Männern und Frauen mit einer höheren Schulbildung weniger Dickleibige gibt. Darüber hinaus konstatierten sie, dass die Zahl derjenigen, die sich gesundheitsbewusster ernähren und Sport betreiben, zugenommen hat. So stillen 19,3 Prozent der Männer und 27,3 Prozent der Frauen fünfmal am Tag den kleinen Hunger mit einer Frucht oder einem Gemüse. 33,8 Prozent gaben an, regelmässig Sport zu betreiben. Gleichzeitig ersetzen jedoch 16,5 Prozent der Brasilianer ihr Mittagessen durch einen Schnellimbiß und 31 Prozent verzehren regelmässig fettreiches Fleisch.