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«Es fällt mir schwer, aber ich denke, es ist die richtige Entscheidung», sagte die 29-jährige Allrounderin an einer Medienkonferenz in München. «Es ist ein trauriges, wehmütiges, aber auch erleichterndes Gefühl.»
Alles gewonnen
In 13 Jahren hat Höfl-Riesch nahezu alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. 2010 wurde sie in Vancouver Doppel-Olympiasiegerin, in diesem Jahr gewann sie Gold in der Super-Kombi in Sotschi. Bei 5 WM-Teilnahmen sammelte sie insgesamt 6 Medaillen, davon zweimal Gold.
«Der grösste Traum hat sich für mich nochmal erfüllt, und man soll aufhören, wenn es am schönsten ist», sagte sie in Anspielung auf ihre Goldmedaille in Sotschi.
Erfolge nach schweren Verletzungen
Es hätten in Höfl-Rieschs Karriere noch mehr Titel werden können. Doch Kreuzbandrisse im Januar 2005 und Dezember 2005 verhinderten einen Start bei der WM 2005 und bei Olympia 2006, und bei der WM 2007 war Höfl-Riesch noch nicht wieder so richtig fit.
«Ich bin schon stolz», sagte sie, «dass ich nach den schwersten Verletzungen meine grössten Erfolge hatte.» Aufzustehen, wenn sie am Boden lag - das war die grösste Stärke von Höfl-Riesch.
Eine grosse und fünf kleine Kugeln
2011 holte sie den Sieg im Gesamtweltcup, den sie in diesem Jahr vorzeitig verpasst hat. Höfl-Riesch stürzte beim Saisonfinale auf der Lenzerheide in der Abfahrt und verletzte sich so schwer, dass sie die restlichen Rennen nicht mehr bestreiten konnte.
Sie galt als eine der vielseitigsten Weltcupfahrerinnen. Mit Ausnahme des Riesenslaloms gewann sie jede Disziplinenwertung mindestens einmal: im Slalom 2009 und 2010, in der Abfahrt 2014, im Super-G 2008 und in der Super-Kombi 2008.