Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03643.jsonl.gz/1472

Filmkritik: Das Märchen von der Freundlichkeit69. Internationale Filmfestspiele Berlin 2019
Früh am Morgen verschwindet Clara (Zoe Kazan) mit ihren zwei Söhnen heimlich und leise aus der Wohnung, die sie mit ihrem Mann bewohnt. Mit dem Auto und ein paar Habseligkeiten machen sie sich auf in das winterliche New York. Für ihre Kinder verpackt Clara das Ganze zunächst als Kurzurlaub. Doch die beiden Jungs sind nicht blöd, und schnell wird klar, dass es kein Zurück nach Hause geben soll. Mit wenig Geld und ohne Plan flüchten die Drei vor dem gewalttätigen Mann und Vater, der ihnen durch seinen Job bei der Polizei jedoch schnell auf die Schliche kommt. Clara stiehlt Essen und Kleidung, um zu überleben, man schläft im Auto und ist letztlich doch auf die Hilfe Fremder angewiesen.
Im grossen New York gibt es auch Marc (Tahar Rahim), der mit seinem Anwalt John Peter (Jay Baruchel) in einem russischen Lokal sitzt. Als der Ex-Häftling die Rechnung begleichen will, trifft er auf Timofey (Bill Nighy), dem das Restaurant gehört. Eine durchzechte Nacht später hat den Marc den Job als neuer Restaurantleiter. Ausserdem begleitet er in seiner Freizeit John Peter zu einer Selbsthilfegruppe, geleitet von der ambitionierten Krankenschwester Alice (Andrea Riseborough). Alle werden auf diversen Wegen aufeinandertreffen und ihr Leben gegenseitig verändern.