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Das Gemeinschaftsunternehmen Ringier Axel Springer Schweiz arbeitet nicht mehr mit dem Basler Wirtschaftsanwalt Martin Wagner zusammen. Ringier-Sprecherin Danja Spring erklärt auf Anfrage: «Wir bestätigen, dass die geschäftlichen Beziehungen zwischen der Ringier Axel Springer Schweiz AG und Martin Wagner aufgelöst worden sind.» Zu den Gründen für den Schritt machte Spring keine Angaben.
Ringier Axel Springer Schweiz wurde 2016 gegründet; das Gemeinschaftsunternehmen gibt 30 Zeitschriften heraus. Martin Wagner war Rechtsvertreter der Publikationen, die von Axel Springer in das Joint Venture eingebracht worden waren – unter anderen «Bilanz», «Beobachter» und «Handelszeitung». Dass er dieses Mandat abgeben muss, hat mit der Kaufofferte zu tun, die er vor Wochen dem Medienunternehmen Ringier unterbreitete: 200 Millionen Franken für die Übernahme der Blick-Gruppe. Bei Ringier war man irritiert dar-über, dass ein Anwalt, der für ein Gemeinschaftsunternehmen arbeitet, das Kaufangebot einer anderen Seite vorlegt. Zudem dementierte Wagner zunächst die Offerte, nur um sie kurz darauf zu bestätigen. Verleger Michael Ringier betonte diese Woche an einer Medienkonferenz in Zürich, die Blick-Gruppe werde noch lange zu Ringier gehören.
Was sagt Martin Wagner dazu, dass Ringier die geschäftliche Beziehung zu ihm abbricht? «Seit der Einrichtung des Joint Venture war ich nicht mehr der Konzernanwalt des Unternehmens. Zwei meiner Leute arbeiteten noch wenige Medienfälle von vormaligen Axel-Springer-Titeln ab. Springer hatte ich von der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Ringier abgeraten.»
In den letzten Monaten führte Wagner als Anwalt von Bernhard Burgener Vertragsverhandlungen mit dem FC Basel – Burgener wird im kommenden Juni Präsident des Fussballklubs. Wagner nimmt laut eigenen Angaben keine Funktion im Verein wahr. Er will sich auf die Führung der Team-Gruppe konzentrieren, einer Sportmarketing-Firma. Zudem ist Wagner Rechtsvertreter der Basler Zeitung Medien, an denen Christoph Blocher beteiligt ist.