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Dr. h.c. Heinrich Weiss (*1920) begann bereits in seiner Jugend, Uhren zu reparieren und zu sammeln. Er absolvierte eine Mechanikerlehre, besuchte das Abendtechnikum und bildete sich danach zum Betriebsleiter weiter. An der ETH in Zürich besuchte er Vorlesungen in Betriebswirtschaft. Aus familiären Gründen übernahm er im Jahre 1950 einen Druckereibetrieb in Basel und verwandelte diesen innert kürzester Zeit zu einem modernen Unternehmen, das über Jahrzehnte Verpackungen für diverse Basler Pharmaunternehmen lieferte. Ursprünglich begeisterter Uhrensammler entwickelte Heinrich Weiss in seiner spärlichen Freizeit immer mehr auch ein Interesse für Musikautomaten, die er oft in bedenklichem Zustand übernahm und in gründlicher Restaurationsarbeit wieder in funktionsfähige Wunderwerke der Technik zurückzuverwandeln verstand. Seine beruflichen Erfolge erlaubten es ihm, dieses Hobby stets intensiver zu pflegen. Im Laufe der Jahre entstand so eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen von Musikdosen, Plattenspieldosen, Orchestrien und anderen mechanischen Musikautomaten.
Für seine Verdienste auf dem Gebiet der mechanischen Musik erhielt Heinrich Weiss im Jahre 1976 die Ehrendoktorwürde der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Basel. Im Jahre 1978 wurde er mit dem Kulturpreis des Kantons Solothurn ausgezeichnet und 1990 wurde er zum Ehrenbürger der Gemeinde Seewen ernannt. Heinrich Weiss ist auch Ehrenmitglied der Gesellschaft des Museums für Musikautomaten Seewen (GMS) und Ehrenpräsident des Aufsichtsgremiums des Museums.