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Mit 1:00,66 Minuten blieb die bald 26-Jährige um zwölf Hundertstel unter ihrer am 12. März dieses Jahres aufgestellten Bestmarke - zur Olympia-A-Limite fehlen noch 41 Hundertstel.
Die überragende Athletin der Titelkämpfe war Maria Ugolkova. Obwohl die gebürtige Russin vor kurzem am Coronavirus erkrankt war, gewann sie sieben Goldmedaillen, wovon vier in einer Einzeldisziplin. Am letzten Tag sicherte sich die EM-Dritte von 2018 über 200 m Lagen die Titel über 100 m Crawl, zeitgleich mit Nina Kost, und mit der 4x100-m-Lagenstaffel des SC Uster-Wallisellen.
Auch Lisa Mamié und Kost sowie Noè Ponti bestiegen viermal in einer Einzeldisziplin das oberste Podest. Der aktuell renommierteste Schweizer Schwimmer Jérémy Desplanches startete einzeln bloss am Sonntag auf seiner Paradestrecke 200 m Lagen, auf der er 2018 EM-Gold und 2019 WM-Silber geholt hat. Mit 1:58,86 Minuten war er deutlich langsamer wie am 19. März in Marseille (1:57,50), das war jedoch nebensächlich, befindet er sich doch mitten im Training. Einen ersten Höhepunkt in diesem Jahr bilden die Europameisterschaften in Budapest (17. bis 23. Mai), wo Desplanches seinen Titel erfolgreich verteidigen möchte.
Der erst 18-jährige Antonio Djakovic löste in Uster über 200 m Crawl das Olympia-Ticket. Er ist nach Ugolkova und Mamié sowie Desplanches, Ponti und Roman Mityukov der sechste Schweizer, der in Tokio in einer Einzeldisziplin starten darf. Ausserdem wird in Japan sicher die 4x200m-Crawlstaffel der Männer am Start sein und wahrscheinlich die 4x100-Lagenstaffel der Frauen.
Das EM-Team umfasst zehn Männer und acht oder neun Frauen. In Uster haben sich neu Jolann Bovey und Yannick Käser sowie Leonie Richter, Fanny Borer, Noémi Girardet und Julia Ullmann ins EM-Kader geschwommen. Die Teilnahme der erst 15-jährigen Ullmann ist allerdings noch offen. Diesbezüglich wird es noch Diskussionen geben, ob es Sinn macht und von der Schule her möglich ist.