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(Chlorarsen) AsCl3 ^[AsCl3] entsteht bei Einwirkung von Chlor auf Arsen, auch beim
Behandeln von arseniger Säure mit konzentrierter Salzsäure; es bildet ein farbloses, an der Luft rauchendes Öl vom spez. Gew.
2,05, siedet bei 134°, ist mit wenig Wasser, Alkohol und Äther mischbar, zersetzt sich aber mit viel Wasser zu Chlorwasserstoff
und arseniger Säure. Man hat beim Kochen arsenhaltiger Flüssigkeiten mit Salzsäure, wegen der Bildung des
flüchtigen und höchst giftigen Arsenchlorürs, große Vorsicht anzuwenden; Salzsäure, mit arsenhaltiger Schwefelsäure bereitet,
ist stets arsenhaltig, weil das sich bildende in die Salzsäure übergeht.
AsCl3 entsteht unter Feuererscheinung, wenn man pulverförmiges Arsen in eine mit Chlorgas
gefüllte Flasche wirft; zur Darstellung leitet man in eine mit grobstückigem Arsen gefüllte tubulierte
Retorte Chlorgas, wodurch ersteres in flüssiges Arsenchlorid verwandelt wird; dieses wird destilliert, ehe noch
alles Arsen verschwunden ist, um die Verbindung frei von ungebundenem Chlor zu erhalten. Es ist eine farblose ölige Flüssigkeit
von 2,2 spc. Gewicht, siedet bei 134° C., mischt sich mit Wasser, Alkohol, Äther; beim Erwärmen mit
viel Wasser zersetzt es sich in arsenige Säure und Chlorwasserstoff. Das der Antimonverbindung entsprechende Fünffach-Chlorarsen
existiert nicht.