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Eine explosive Sache!
Auch wenn Handgranaten erst ab dem 20. Jahrhundert standardmässig eingesetzt wurden, so ist deren Verwendung in Europa bereits ab dem 16. Jahrhundert gesichert. Ab dem
17. Jahrhundert wurden keramische und gläserne Granaten zunehmend von Modellen aus Gusseisen oder Bronze abgelöst, auch weil diese stabiler waren.
Die in der Sammlung des Museums Altes Zeughaus vorhandenen Exemplare bestehen, obwohl gemäss Inventar aus dem 18. Jahrhundert stammend, noch aus Ton und wiegen ohne Schwarzpulverfüllung ca. 500 Gramm. Sie haben ein Zündloch, in welches ein Holzpfropfen mit langem, dünnen Schaft geschraubt wurde (die Brandröhre). Dieser ist innen hohl, um die Zündschnur aufzunehmen. Die Brandröhre verhinderte, dass das Schwarzpulver sich zu früh entzündete.
Die Handhabung war umständlich und die Wirkung im Grunde recht unsicher: War die Lunte zu kurz, so lief der Werfer Gefahr, dass die Handgranate noch vor dem Wurf in seiner Hand explodierte; war dagegen die Lunte zu lang, so bestand die Möglichkeit, dass der Gegner die Handgranate noch vor der Explosion wieder zurückwerfen konnte.