Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03205.jsonl.gz/1109

Bereits im kommenden November werde die Spitze des Internationalen Olympischen Komitees einen vorbereitenden Entscheid zum Stand bei der Auswahl der Gastgeber treffen, sagte IOC-Präsident Thomas Bach am Freitag in Mumbai. Der 69-jährige Deutsche verwies auf die «dramatischen Folgen des Klimawandels» für die künftige Vergabe von Winterspielen.
Demnach habe die Auswahl-Kommission des IOC für Olympische Spiele in zwei Studien festgestellt, dass im Jahr 2040 nur noch zehn Länder mit Sicherheit die Wettbewerbe auf Schnee bei den im Anschluss an die Winterspiele stattfindenden Winter-Paralympics austragen können. Daher sei das IOC in Diskussion über ein mögliches Rotationssystem bei den Gastgebern und eine andere Zusammenstellung des Wettkampfprogramms für die Zukunft.
«Dies ist ein sehr komplexes Thema, und um es auf die richtige Weise zu adressieren, benötigen wir etwas mehr Zeit», sagte Bach weiter. Schon vorher hatte das IOC entschieden, die Wahl des Gastgebers für die Winterspiele 2030, die an der am Sonntag ebenfalls in Mumbai beginnenden Generalversammlung geplant war, zu verschieben.
Swiss Olympic hat im letzten Frühling in Zusammenarbeit mit den Wintersportverbänden eine Machbarkeitsstudie für die Durchführung von Olympischen Spielen in der Schweiz lanciert. Die Resultate dieser Studie sind für Mitte Oktober angekündigt. Ebenfalls in wenigen Tagen entscheidet zunächst der Exekutivrat von Swiss Olympic und Mitte November das Sportparlament, ob die Vision von Olympischen Spielen in der Schweiz überhaupt weiterverfolgt werden soll.
Mögliche Anwärter für 2030 könnten neben der Schweiz auch Frankreich und Schweden sein. Für 2034 deuten viele Zeichen auf Salt Lake City als Austragungsort hin. IOC-Präsident Bach teilte in Mumbai mit, dass die Auswahl-Kommission in den kommenden Wochen den gezielten Dialog mit den möglichen Gastgebern aufnehmen werde. Die Doppelvergabe könnte bei der IOC-Session kurz vor den Sommerspielen in Paris 2024 erfolgen.