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Kartäuser (OCart)
Ordo Cartuensis
Der Orden der Kartäuser entstand im 11. Jahrhundert in einer französischen Gebirgsgegend namens Chartreuse. Das Mutterkloster des Ordens entstand dort, nachdem der Bischof von Grenoble, der heilige Hugo, eine Vision hatte und das Land dem heiligen Bruno überliess. Zusammen mit sechs Gefährten begründete der heilige Bruno von Köln den Katräuserorden.
Im 12. Jahrhundert entstand das erste Frauenkloster, das sich nacht den Regeln der Kartäuser richtete. Ab dann verbreiteten sich die Kartäuserkloster überall in Europa.
Die einzige Kloster in der Schweiz ist die Kartause La Valsainte, bei Cerniat im Kanton Freiburg. Gegründet wurde das Kloster 1295 von Girard I. und Girard II. von Corbières. Im 18. Jahrhundert wurde das Kloster aufgelöst und im 19. Jahrhundert teilweise zerstöhrt. 1861 erwarben die Kartäuser das Kloster wieder und bauten es neu auf. Seitdem lebt wieder eine Ordensgemeinschaft in der Kartause La Valsainte.
Die Kartäuser sind ein Orden der sich in Erwartung der Wiederkunft Christi zurückgezogen lebt. Sie suchen die Nähe zu Gott in der Einsamkeit und in der Zurückgezogenheit von der Welt. Zentral im Alltag ist das Gebet und das Schweigen. Ausserdem leben die Kartäuser streng vegetarisch und haben strikte Fastenzeiten.
Oberste Patronin des Ordens ist Maria, zweiter Ordenspatron ist der Heilige Johannes der Täufer.
Die Kartäuser sehen sich dazu berufen stellvertretend für all diejenigen Gottesdienst zu leisten, die nicht beten können oder wollen.
Jedes Kloster hat seinen Prior, der sich alle zwei Jahre mit allen anderen Prioren des Kartäuserordens im Generalkapitel trifft.