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Rolf Maximilian Sievert
* 6. Mai 1896 in Stockholm; † 3. Oktober 1966 in Stockholm
Rolf Maximilian Sievert, ein schwedischer Physiker und weltweit anerkannter Forscher auf dem Gebiet des Strahlenschutzes, ist am 6. Mai 1896 in Stockholm geboren. Er beginnt nach einem mittelmäßigen Schulabschluss zu studieren, zunächst Medizin am Karolinischen Institut in Stockholm, dann Elektrotechnik an der Technischen Hochschule in Stockholm und an der Universität in Uppsala Astronomie, Meteorologie, Mathematik und Mechanik. Den finanziellen Rückhalt gibt ihm das von seinem aus Deutschland nach Schweden ausgewanderten Großvater gegründete Unternehmen. 1919 erringt er seinen ersten akademischen Grad. Er diplomiert mit der Arbeit "Strahlungsintensität eines Radiumpräparats". 1920 reist er studienhalber in die USA und interessiert sich dort für Methoden zur Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen durch verschiedene Arten von Strahlung. 1921, nach Schweden zurückgekehrt, erhält er die Möglichkeit an einer Stockholmer Krebsklinik, physikalische Methoden zur Messung der Intensität von Röntgenstrahlung bei medizinischen Apparaturen zu entwickeln. Ungeklärt ist zu dieser Zeit die Frage der richtigen Dosierung von Röntgenstrahlen: Eine zu geringe Strahlendosis hat keine ausreichende Wirkung auf Krebszellen, eine zu große Strahlendosis aber kann erhebliche Schäden anrichten. Rolf Maximilian Sievert entwickelt eine Methode, um die Intensität von Röntgenstrahlen zu messen (Sievert-Kammer), danach ein Gerät, mit dem bösartige Tumore mittels dosierter Röntgenstrahlen bekämpft werden können. Sieverts Betätigungsfeld geht nach 1925 weit über Schweden hinaus. Er ist Gründungsmitglied der ICRU (International Commission on Radiation Units and Measurement), wird Vorsitzender der ICRP (International Commission on Radiological Protection), wird Berater für Röntgenstrahlung und Strahlenschutz in Schweden, gestaltet maßgeblich 1941 das erste schwedische Strahlenschutzgesetz, wird Direktor der Radiophysikalischen Abteilung am Karolinischen Institut in Stockholm, Professor für Strahlenphysik und Mitglied der Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Nach dem Zweiten Weltkrieg plant und organisiert er wegen der zahlreichen Kernwaffenversuche systematische Freilandmessungen des radioaktiven Fallouts in allen Landesteilen Schwedens. Sievert ist Mitglied der wissenschaftlichen Kommission der UNO zu Belangen des Strahlenschutzes, ist 1959/60 Vorsitzender dieser internationalen Kommission und leitet insgesamt 27 Jahre lang das Radiophysikalische Institut in Stockholm. Er setzt sich 1965 zur Ruhe. Rolf Maximilian Sievert stirbt am 3. Oktober 1966 in Stockholm.
Bekannt ist Rolf Maximilian Sievert durch die Eponyme Sv (Maßeinheit Sievert der Äquivalentdosis), Sievert-Kammer.
Quellen
http://www.mta-r.de/
http://www.studio235.ch/de/von-uns/dossier/strahlung/87-sievert
http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Sievert