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Wie wird ein akuter NMOSD-Erkrankungsschub behandelt?
NMOSD-Schübe verlaufen häufig schwer und zeigen trotz intensiver Schubtherapie oft eine schlechte Rückbildungstendenz. Daher empfehlen Experten, mit der Behandlung eines NMOSD-Schubs so früh wie möglich zu beginnen.
Zur Akutbehandlung eines Schubs werden meist kortisonhaltige Präparate eingesetzt, die antientzündlich wirken und in den ersten Tagen hochdosiert in die Vene infundiert und im Anschluss in Tablettenform verabreicht werden. Dabei wird die Dosis allmählich verringert.
Manche Patienten sprechen auf Kortisonpräparate nicht so gut an. Hier kann eine so genannte Plasmapherese hilfreich sein – ein therapeutisches Verfahren zur Entfernung von unerwünschten Proteinen, Immunglobulinen oder Antikörpern aus dem menschlichen Blutplasma. Auf diese Weise können schädliche Antikörper aus dem Blut des Patienten entfernt werden. Ähnlich wirkt eine Immunadsorption, bei der das Blut des Patienten in ein spezielles Gerät geleitet wird, das die Blutzellen vom Blutplasma trennt. Aus dem Plasma werden die schädlichen Antikörper mithilfe spezieller Verbindungen entfernt. Das gereinigte Plasma wird mit den Blutzellen vermischt und über einen Gefässzugang in den Körper des Patienten zurückgegeben.
Wie lässt sich das Risiko weiterer Schübe vermindern?
Um weiteren Schüben entgegen zu wirken, werden sogenannte Immnuntherapeutika (Immunsuppressiva) eingesetzt. Diese Medikamente können die übermässige Aktivität des körpereigenen Abwehrsystems von NMOSD-Patienten hemmen.
Auf dem Gebiet der NMOSD gibt es lebhafte Forschungsaktivitäten. Es werden verschiedene Behandlungsansätze untersucht. Die Verfügbarkeit mehrerer Therapieoptionen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen könnte in Zukunft dazu führen, dass Menschen mit NMOSD «massgeschneidert» behandelt werden können.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Je nachdem, welche Form der NMOSD vorliegt, weisen betroffene Patienten unterschiedliche Beschwerden wie Muskelverspannungen, Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen), Verstopfung oder Harnblasenprobleme auf. Diese Symptome können mit bestimmten Medikamenten gelindert werden, was die Lebensqualität deutlich verbessern kann – auch wenn die Ursache der Erkrankung dadurch nicht behoben wird.