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Der Luxusgüterproduzent Chanel verfügt über ein dickes Finanzpolster. Damit lassen sich die Folgen der Corona-Pandemie, die sich auch im Geschäft mit Luxus bemerkbar macht, relativ unbeschadet durchstehen. 2019 stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar, während der operative Gewinn um 16 Prozent auf 3,5 Milliarden hochschnellte – entsprechend einer komfortablen Gewinnmarge von 28,5 Prozent. Das berühmte Haute-Couture-Haus mit Sitz in Neuilly-sur-Seine bei Paris verteidigt somit seinen zweiten Rang unter den internationalen Luxuskonzernen knapp hinter Louis Vuitton, jedoch vor Gucci. Die Premiumlabels von Chanel erfreuen sich weiterhin der Gunst ihrer begüterten Kundschaft, obwohl das Traditionsunternehmen – wie auch andere Marken aus dem Topsegment –im Frühling die Preise seiner Produkte angehoben hat.
Ungeachtet der Gesundheitskrise legten die Aktien der börsenkotierten Mitbewerber von Chanel in den vergangenen Monaten wieder zu, womit sie eine positive Jahresperformance ausweisen. Somit ist auch der Wert des «Doppel-C»-Imperiums gestiegen; dieser wird von Branchenkennern auf mindestens 50 Milliarden Euro geschätzt.
Inhaber der Chanel-Gruppe sind der in New York domizilierte Alain Wertheimer (72) und sein Bruder Gérard (70), der in der Schweiz wohnt. David, der 34-jährige Sohn von Gérard Wertheimer, will zuerst einmal seine Sporen ausserhalb des Familienkonzerns verdienen. Er war 2013 einer der Mitbegründer der Uhren- und Schmuckmarke MM Watches und ist heute Private-Equity-Partner von Mirabaud Asset Management, dem Vermögensverwaltungsarm der Genfer Bank Mirabaud.
(Stand: November 2020)