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C 3 Church – Christian City Church
Die C3 Church Zurich, wobei C3 für Christian City Church steht, ist Teil eines weltweit tätigen und wachsenden Verbandes, der seit einigen Jahren auch in der Schweiz aktiv ist. Die 2012 gegründete Zürcher Gemeinde feiert ihre Gottesdienste jeweils sonntags um 10.00 Uhr im Restaurant Au Premier am Zürcher Hauptbahnhof. Unter der Woche können die Gemeindeglieder an den Heimtreffs oder Connect Groups teilnehmen, um sich miteinander auszutauschen, zu essen, aus der Bibel zu lesen und zu beten. Zum einen bieten diese Gruppen Gelegenheit, Freundschaften innerhalb der Kirche zu pflegen, und zum anderen sind sie etwas mehr auf persönliche Vorlieben zugeschnitten, denn es gibt z.B. Treffs für Studenten, nur für Frauen, oder nur für Männer.
Gegründet wurde C3 Church Global, damals noch Christian City Church International (C3i) genannt, von Phil und Christine Pringle. 1980 verliess das Ehepaar zusammen mit Kindern und ein paar Freunden Neuseeland und startete die Bewegung an den Nordstränden von Sydney, Australien, mit dem Ziel eine zeitgemässe Kirche zu erschaffen, die eine Stadt verändern könne.
Phil und Chris lebten zuvor in einer Hippie-Gruppe. Sie gelangten durch Zufall an eine Pfingstkirche, von der sie sich überzeugen liessen. Kurz darauf heirateten sie und begannen selbst zu predigen, wobei sie ihre Botschaft über ganz unterschiedliche Kanäle verbreiteten. Phil, der auch für seine Skulpturen und Bilder bekannt ist, und Christine sind beide Autoren und haben mehrere Bücher geschrieben. Ausserdem wird regelmässig eine Fernsehsendung, eine Aufnahme eines von Phil vor riesigem Publikum geleiteten Gottesdienstes, mit dem Namen Your Best Life ausgestrahlt. Weiterhin liess Phil Pringle, der immer noch Präsident von C3 Church Global ist, seine Kenntnisse aus seinem Kunststudium mit einfliessen, um Künste in der Kirche etwas relevanter zu machen und die Kirche so modern zu halten. Zu diesem Zweck, und um ihr Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben, haben die Pringles auch eine eigene Schule gegründet. Das C3 College for Ministry, Creative Arts hat nach eigenen Angaben bereits tausende Musiker, Lobpreisleiter, Songschreiber, Grafiker, Tänzer, Schauspieler und Filmemacher ausgebildet.
Heute hat C3 Church Global über 320 lokale Kirchen mit über 80‘000 Kirch- gängern weltweit. Die C3 Church Zurich ist eine dieser Kirchen. Sie wurde von Simon und Sara Spalinger im Januar 2012 gegründet. Die Idee dazu entstand aber bereits 2009, als Simon und Sara aus Australien zurückkamen. Wenige Wochen später trafen sie auf zwei Leute, die ebenfalls von einer Reise, allerdings in die Vereinigten Staaten, mit demselben Wunsch zurückkehrten. Nach einer langen Zeit der Planung, welche auch einige Besuche bei C3 in Lausanne beinhaltete, begannen sie mit dem ersten Gottesdienst am 29. Januar 2012 als ein Team von sechs Personen.
Simon Spalinger, Jahrgang 1981, ist als Missionarskind in Peru aufgewachsen, während Sara, ebenfalls Jahrgang 1981, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Zürich gross wurde. Die beiden haben sich an der Schule kennengelernt – allerdings nicht als Schüler, sondern als Lehrer. Das Paar mit vier Kindern hat 2008 geheiratet, und nach einem Aufenthalt in Australien an der Bibelschule der C3 Church Sydney fassten die beiden den Entschluss, auch in Zürich eine solche Kirche zu gründen, weil sie hofften, dass C3 eine positive Veränderung der Stadt verursachen könnte.
In dem relativ grossen Raum waren reihenweise Stühle aufgestellt. Hinten standen Tische, wo sich einige Leute in Gruppen unterhielten, während sich vorne Instrumente, Mikrofone und eine Leinwand befanden. Ein iPad auf einem Ständer liess einen Countdown zum Gottesdienstbeginn auslaufen, an dessen Ende alle Besucher auf den Stühlen sassen und eine Live-Band anfing, Musik zu spielen. Der Text zweier Lobpreis-Lieder auf Englisch und eine Übersetzung wurden mit einem Beamer an die Leinwand projiziert, und bald sang der ganze Saal von etwa 50 Leuten die sich immer wiederholenden Strophen zu den eingängigen Melodien mit.
Der Gottesdienst wurde sowohl auf Schweizerdeutsch als auch Englisch gehalten, indem das Gesagte sofort von einem Dolmetscher übersetzt wurde. Abgelesen wurde nicht von einem Papier, sondern von Notizen auf dem Handy. Die Predigt war interessant und einfach zu verstehen, da sie mit persönlichen Erfahrungen aus dem Leben der Redner erläutert wurde, wodurch auch eine familiäre, ungezwungene Atmosphäre entstand. Dazu beigetragen hat ebenfalls, dass die Zuhörer einmal zwischendurch aufgefordert wurden, dem Nachbarn die Hand zu schütteln und Hallo zu sagen. Zum Teil wurde erneut der Beamer hinzugezogen, z.B. wenn eine Textstelle der Bibel zitiert wurde. Dann wurde besagte Textstelle auf die Leinwand geschrieben.
Der Inhalt der Predigt war ermutigender Natur. Es ging darum, seinen Glauben bewusst zu stärken, da man aus ihm Kraft schöpfen und lernen könnte, unabhängig zu sein. Nach der Predigt, die etwa 20 Minuten dauerte, wurden nochmals die Instrumente hervorgenommen und die Lieder vom Anfang wiederholt. Dieses Mal aber wurden Strophen und Refrain beider Songs abwechselnd gespielt, so dass das Ganze wie ein einziges Lied wirkte.
Wie schon zu Beginn des Gottesdienstes wurden die Anwesenden gebeten, für den Gesang und das Gebet aufzustehen. Da insgesamt relativ viel Zeit mit Singen verbracht wurde, stand man entsprechend lange.
Im Anschluss an den einstündigen Gottesdienst kamen die Anwesenden bei Kaffee oder Tee ins Gespräch. Es war eine durchmischte, offene Gruppe von allerlei Nationalitäten – einige von ihnen sprachen nicht einmal Deutsch – und verschiedenen Altersklassen, vom Studentenalter bis zu Rentnern. Für Kinder lief parallel zum Gottesdienst ein Kinderprogramm im Nebenraum, welches von aktiven Kirchenmitgliedern betreut wird. Dieses Programm findet jede Woche statt, wobei die Kinder einmal im Monat nach draussen gehen, z.B. in den Park.