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Nach dem schweren Erdbeben im Nordosten Japans ist in der Stadt Ishinomaki ein Tsunami von einem Meter auf die Küste getroffen. Das meldete der japanische Fernsehsender NHK. Über mögliche Opfer oder Schäden lagen zunächst keine Informationen vor.
Ishinomaki war in Folge des verheerenden Erdbebens und Tsunamis vom 11. März vergangenen Jahres schwer verwüstet worden. Das Erdbeben in der Katastrophenregion hatte eine Stärke von 7,3. Sein Zentrum war rund zehn Kilometer unter dem Meeresboden vor der Küste der Präfektur Miyagi.
Die Behörden gaben eine Warnung vor einem Tsunami der voraussichtlichen Höhe von einem Meter für die Provinz Miyagi aus. Auch die Bewohner umliegender Regionen wurden zu Wachsamkeit aufgefordert. Das zuständige US-Tsunami-Warnzentrum löste aber keinen pazifikweiten Alarm aus.
Nach Angaben des Atombetreibers Tepco verursachte das Beben offenbar keine weiteren grossen Schäden an dem havarierten Atomkraftwerk in Fukushima, wie die Nachrichtenagentur Jiji Press berichtete. Auch in Fukushima wurde ein Tsunami von einem halben Meter Höhe erwartet, wie der TV-Sender NHK meldete.
Der Erdstoss war auch in der Hauptstadt Tokio zu spüren. Dort schwankten einige Minuten die Häuser. Auch in den Büros der Schweizer Banken vor Ort spürte man den Erdstoss: Basilius Dan von der Credit Suisse in Tokio erklärte dem Fernsehsender n-tv, für die Mitarbeiter fänden regelmässige Erdbeben-Schulungen statt. Ausserdem befänden sich in Notfall-Rucksäcken unter den Bürotischen etwa Helme und Trinkwasser.
Die Region im Nordosten war am 11. März 2011 von einem Beben der Stärke 9,0 und einem riesigen Tsunami schwer verwüstet worden. Tausende kamen ums Leben, in Fukushima ereignete sich eine Atomkatastrophe.
(jev/sda)