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Die Organisation
Mit knapp über 1’000 CHF Pro-Kopf-Einkommen im Jahr gehört Nicaragua – gemäss Einstufung der WHO – zu den ärmsten Ländern der Welt; nach Haiti gar das zweitärmste Land Lateinamerikas. Nebst historischen, haben auch wirtschaftliche Faktoren – wie die jahrelang anhaltende Oligarchie und die staatlich kontrollierte Industrie – und wiederkehrende Naturkatastrophen wesentlich zur heutigen Situation beigetragen. 2008 lebte fast 80% der gesamten Bevölkerung von 2US-Dollar oder weniger am Tag und rund 45% mit 1US-Dollar oder weniger, die hohe Kriminalitätsrate und Abwanderung sind nur einige der Folgen. Die Landflucht führt viele Menschen in die Hauptstadt Managua, wo die wirtschaftliche Situation nur unwesentlich besser ist als auf dem Land. Viele ziehen daher weiter ins Ausland. Schätzungen zufolge lebt rund jeder fünfte Staatsangehörige Nicaraguas im Ausland, hauptsächlich in Costa Rica oder in den USA, wo sie meist einen illegalen Status inne haben und informell arbeiten, aber durch die Überweisung an Verwandte und Freunde die Hauptdevisenbringer Nicaraguas sind. Die Kooperative COSATIN ist in Boacos, einer der 16 Verwaltungsbezirke im hügeligen und bewaldeten Landesinneren Nicaraguas im Nordosten Managuas, beheimatet. 22 ProduzentInnen beschlossen 1995 an einem Kaffee-Wiederaufforstungsprogramm teilzunehmen, wobei auch gleich die Idee entstand den geernteten Kaffee selbst zu vermarkten. In diesem Jahr entstanden zudem erste Kontakte zu Fairhandelsorganisationen in Europa. Mit dieser Idee schufen die Gründungsmitglieder sich und zukünftigen Mitgliedern eine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive in ihrer Region. So bauen heute die mittlerweile 630 ProduzentInnen nebst Mais und Bohnen für den Eigengebrauch, auch Zitrusfrüchte, Ingwer und Kakao für den lokalen Markt an. Die Haupterwerbsquelle bleibt aber der Verkauf von Kaffee und Honig an die Kooperative. Der Bio-Honig wird dabei durch eigene Techniker begleitet und kontrolliert. Der Verkauf in den Fairen Handel bedeutet für die abgelegene kleinbäuerliche Landwirtschaft nicht nur eine Alternative zur Landflucht, sondern auch eine wichtige Stärkung der 25 Dorfgemeinschaften, wo kommunale Projekte durch die Prämiengelder realisiert werden können.
Das Produkt
Der COSATIN-Honig wird nach Bio-Richtlinien hergestellt; so muss u.a. der Abstand zwischen konventionellen und Bio-Bienenstöcken mindestens 3 km betragen. Der cremige Bio-Campanilla Wildblütenhonig, der eine Honigsorten-
Mischung aus Mexiko und Nicaragua ist, schmeckt ausserordentlich mild und aromatisch.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Höhere Preise für die ImkerInnen durch den Direkthandel sowie Nutzug der Bio- und Fairtrade-Prämie
- Intensive Beratungen und technische Schulungen und Zugang zu Kleinkrediten mit günstigen Zinsen