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Vor zehn Tagen regnete es in den Provinzen Alicante und Valencia so stark, dass es vielerorts zu Überschwemmungen kam. In den von Canals nur 20km entfernten Städten Moixent und Ontinyent traten die Flüsse Cànyoles (Moixent) und Clariano (Ontinyent) über ihre Ufer und richteten erhebliche Schäden an.
In Canals selber sind wir vom Schlimmsten verschont geblieben. Während der vier Tage fielen insgesamt 160mm Regen, was rund 40% der üblichen jährlichen Niederschlagsmenge entspricht! Für die Felder waren diese Regenfälle selbstverständlich ein Segen. Da es aber weiter oben in der Mancha (Region um Albacete) noch viel mehr geregnet hatte, führte der Fluss Cànyoles soviel Wasser wie schon lange nicht mehr. Stellenweise verliess auch er sein Bett und das Wasser floss zwei Tage lang durch unser tiefstgelegenes Feld. Der Fluss brachte viel Schwemmgut in diese Parzelle, v.a. Schilf, welches sich an den Bäumen anstaute. Durch den starken Druck des Wassers wurden ein paar Jungbäume ausgerissen. Nachdem das Wasser abgeflossen war, konnten wir mit dem Entfernen des Schilfs und mit dem Einpflanzen der verschwundenen Bäume beginnen.
Wie bereits erwähnt, sind wir aber mit einem blauen Auge davongekommen und auf meinen Rundgängen in der letzten Woche durch verschiedene Felder durfte ich zufrieden feststellen, dass es den Bäumen und den Früchten prima geht. Diesen Regen können sie in der letzten Wachstumsphase vor dem Erlangen der Reife sehr gut gebrauchen. Zudem sieht es dieses Jahr nach einer Ernte mit grossen Kalibern (Früchtegrössen) aus, was ebenfalls viele unter Ihnen freuen dürfte!