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In Anbetracht der Gegenstände, in die sich Katzen manchmal hineinzwängen, könnte man meinen,
sie bräuchten nicht sonderlich viel Platz. Doch ist
dem wirklich so?
Text: Regina Röttgen
Stellen Sie sich vor, Sie ziehen mit 13 Freunden in ein Haus – wie würden Sie sich nach ein paar Wochen fühlen? Das war der Alltag von 14 Hauskatzen in einer Studie aus dem Jahre 1996. Sie untersuchte, wie die dort lebenden 14 Katzen interagierten und den sie umgebenden Raum nutzten. Vier Monate lang wurden die Katzen dafür täglich vier Stunden lang beobachtet. Am Ende der Studie konnten die Wissenschaftler für jede Katze einen individuellen Heimbereich definieren.
Die jüngeren Katzen nutzten interessanterweise das gesamte Haus. Doch: Je mehr Katzen, desto grösser ist bekanntlich das Risiko für Streitigkeiten oder Stress. Auch hier, denn die vierjährige Katze Lily verweilte überwiegend auf dem Kühlschrank – ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sie Streitigkeiten lieber aus dem Weg gehen wollte. Ihr Territorium weitete Lily erst aus, nachdem der dominante Kater Julius verstarb.
Auch die meisten der anderen Katzen hatten ihre klaren Präferenzen, wo sie am liebsten schliefen, ruhten oder sich putzten, wobei die Kater mehr Räume nutzten als die Kätzinnen – ähnlich wie es auch bei Freigängern zu beobachten ist. Zudem gab es Orte, welche die Büsi zeitversetzt nutzten. Verschiedene Katzen besuchten im Laufe des Tages zwar denselben Ort, jedoch nie zur selben Zeit. Ausserdem stellten die Forscher fest, dass einige der Samtpfoten einzelne räumliche Ressourcen öfters nutzten als andere. Zu sichtbar offenen Aggressionen schien es zwischen den Katzen aber nicht zu kommen.
Ressourcen und die «n+1»-Regel
Der verfügbare Raum für 14 Katzen war in diesem Fall – trotz grossem Haus – recht begrenzt, ausserdem fehlte es damals an ausreichenden Ressourcen. So gab es für alle Katzen nur vier Katzentoiletten. Diesbezüglich empfehlen Experten heute die «n+1»-Regel: eine im Haus gehaltene Katze sollte zwei Kistchen, 14 -Katzen 15 Toiletten zur Verfügung haben (…)
Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 6/23 lesen.