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BP vermeldet einen Erfolg beim Auffangen des austretenden Erdöls im Golf von Mexiko. Derweil geht die Umweltverschmutzung andernorts weiter – und kaum jemand schaut hin…
BP und die für Tiefseebohrungen zuständige Aufsichtsbehörde der USA stehen seit Monaten fürs Debakel im Golf von Mexiko in der Kritik. Alle Welt blickt dahin. Live-Streams erlauben sogar, sich die Katastrophe von zu Hause aus anzuschauen. Denn: Was man heutzutage nicht sieht, findet für viele leider auch nicht statt.
Immer wieder ist man versucht, durch Boykotte persönlich etwas bewirken zu wollen. Bringt das etwas? Wie sinnvoll sind Boykotte ganz allgemein?
Beginnen wir ganz am Anfang, nämlich mit der Definition dessen, was man unter einem Boykott heute zu verstehen hat. Wikipedia meint dazu:
Ein Boykott ist ein organisiertes wirtschaftliches, soziales oder politisches Zwangs- oder Druckmittel, durch das eine Person, ein Unternehmen oder ein Staat vom regelmäßigen Geschäftsverkehr ausgeschlossen wird. Heute steht der Boykott allgemein für eine Verrufserklärung oder Ächtung durch Ausdruck einer kollektiven Verweigerungshaltung.