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1821
MÄRZ
0325D: Griechische Revolution
- Die Griechische Revolution (1821–1829), auch Griechischer Aufstand oder Griechischer Unabhängigkeitskrieg genannt, beschreibt den Kampf der Griechen gegen die Herrschaft der Osmanen und für eine unabhängige griechische Republik. Das Bestreben nach Unabhängigkeit wurde zunächst vor allem aus taktischen Gründen von den Großmächten Frankreich, Großbritannien und Russland unterstützt. Der 25. März markiert den Beginn der griechischen Revolution und ist heute Nationalfeiertag der Griechen.
APRIL
0409D: Bundeskriegsverfassung
- Die Bundeskriegsverfassung wurde als Ergänzung zur Deutschen Bundesakte 1821 verabschiedet. Ab 1818 gab es mehrjährige Vorberatungen für eine Militärverfassung, die zum Beschluss der Bundesversammlung vom 9. April 1821 führten, in dem "Allgemeine Grundrisse" in 24 Artikeln, festgelegt wurden, die bis zum Ende des Deutschen Bundes gültig blieben. Gleichzeitig legte der "Engere Rat" am 12. April 1821 in 94 Paragraphen die "Näheren Bestimmungen fest, welche die Gliederung des Heeres, die Stärke der Waffengattungen, Bewaffnung, Ausbildung und Mobilmachung betrafen".
JUNI
0618D: Der Freischütz
- Der Freischütz ist eine romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber, op.77, die am 18. Juni im Schauspielhaus Berlin uraufgeführt wurde. Das Libretto stammt von Johann Friedrich Kind.
- Carl Maria von Webers "Freischütz" gilt als die erste deutsche Nationaloper. Vier Jahre arbeitete er daran. Es sollte etwas Besonderes werden, die Linie fortführen von Mozarts "Zauberflöte" über den Beethovenschen "Fidelio". Heute vor 185 Jahren war die Uraufführung im Schauspielhaus am Berliner Gendarmenmarkt. (dradio.de)
- Grüner Wald, Jäger, Gespenster, die Wolfsschlucht und eine gesittete Braut: Carl Maria von Webers Freischütz ist eine «ächt deutsche Oper», wie die Allgemeine Musikalische Zeitung 1843 dazu schreibt. Das Stück ist volkstümlich im besten Sinn mit sängerischen Paraderollen, ein gelungenes Gesamtkunstwerk im Sinn der Romantik, dessen Erfolg bis heute anhält. Mit dem Musikkritiker Peter Hagmann und der Operndramaturgin Bettina Auer diskutiert Lislot Frei vier Aufnahmen, die auch ein Stück Interpretationsgeschichte widerspiegeln. DRS2 Diskothek im Zwei 2010)
0624D: Schlacht von Carabobo
- Mit der Schlacht von Carabobo wird ein entscheidender Kampf im Unabhängigkeitskrieg Venezuelas zwischen spanischen Truppen unter Miguel de la Torre und den Separatisten unter Simón Bolívar bezeichnet.
0710D: Florida wird offiziell Teil der USA
- Sonne, Palmen, Strände. Oder Mücken, Alligatoren, Wirbelstürme. Alles stimmt. Die Rede ist von Florida, das sich selbst "Sunshine-State" nennt. Mehr als 300 Jahre lang war Florida eine spanische Kolonie. Das änderte sich am 10. Juli 1821. Damals wurde Florida offiziell Teil der USA. Autor: Andrea Kath. (WDR Stichtag 2016)
JULI
0731D: Sauregurkenzeit
- Das Sommerloch ist ein weltweites Phänomen. In England heißt es beispielsweise „Silly Season“ – dumme Zeit und in Frankreich „la morte-saison“, die tote Saison. In Deutschland sagt man dazu auch „Saure-Gurken-Zeit“. Den Begriff prägte der Komponist Karl Friedrich Zelter am 31. Juli 1821. (WDR Stichtag 2016)
AUGUST
0816D: Provida solersque
- Die Zirkumskriptionsbulle Provida solersque von Papst Pius VII. datiert vom 16. August 1821 und regelte die Bistumsgrenzen sowie die kirchlichen Instanzen im süddeutschen Raum Deutschlands.
LEXIKON
Bekenntnisse eines englischen Opiumessers (De Quincey)
- Unmittelbar nachdem er sich von einer gut 15 Jahre währenden Opiumsucht befreit hatte, schrieb Thomas De Quincey seine aufsehenerregenden Bekenntnisse eines englischen Opiumessers. Der Tonfall ist weder zerknirscht noch besserwisserisch, sondern – wenn es nicht gerade um die Beschreibung eines Rausches geht – nüchtern analysierend. Das Werk war De Quinceys Versuch, die Opiumsucht geistig zu bewältigen, modern gesprochen also eine Art psychoanalytische Selbsttherapie. De Quincey nahm Opium erstmals 1804 als Schmerzmittel ein und steigerte in den nächsten Jahren den Konsum, bis er sich 1820 in einem qualvollen Prozess davon befreite. In seinem Buch unterscheidet er selbst die Phase des kontrollierten Gebrauchs bis 1813 von derjenigen des anschließenden Missbrauchs. Das schockierende Thema und De Quinceys rückhaltlose Offenheit machten den Autor und seinen Erstling schlagartig bekannt. Die späteren Werke aus seiner Feder erlangten nicht mehr die gleiche Bedeutung für die Nachwelt wie die zum Klassiker avancierten Bekenntnisse. (getAbstract)
- Gigar war vom 3. Juni 1821 bis April 1826 und von April 1826 bis zum 18. Juni 1830 Negus Negest (Kaiser) von Äthiopien und gilt als Mitglied der Solomonischen-Dynastie.
- Karl Felix (1765-1831) war von 1821 bis 1831 König von Sardinien und von 1824 bis 1831 Herzog von Savoyen.
- Wilhelm II. (1777-1847) aus dem Haus Hessen, war von 1821 bis zu seinem Tode Kurfürst von Hessen.
- Wilhelm Meisters Wanderjahre oder die Entsagenden ist ein Roman von Johann Wolfgang von Goethe. Er gilt als die persönlichste aller Goethe’schen Dichtungen. 1821 erschien die erste Fassung, 1829 die vollständige. Ihr fehlen die vorangestellten Gedichte des Fragments von 1821.
- Wilhelm Meisters Wanderjahre geben bis heute so manches Rätsel auf. Das wusste auch Goethe selbst: „Es gehört dieses Werk übrigens zu den incalculabelsten Productionen, wozu mir fast selbst der Schlüssel fehlt“, meinte er einmal zu Eckermann. Dabei ist die Haupthandlung des Romans schnell zusammengefasst: Wilhelm Meister reist, einem Gelübde folgend, mit seinem Sohn Felix durch die Lande, um dem Filius eine umfassende Ausbildung angedeihen zu lassen; kein Dritter soll die beiden längere Zeit begleiten und nirgends dürfen sie mehr als drei Tage verweilen. Das klingt nach Tempo. In der Tat, wären da nicht die weitschweifigen Erzählerkommentare, Novelleneinlagen, Briefe, Gegenbriefe und Spruchsammlungen, würde der Roman (wenn man ihn überhaupt so nennen kann) sicher schneller ans Ziel kommen. Aber das Buch endet nicht, ohne zuvor einen ganzen Berg von Altersweisheit des 70-jährigen Goethe über dem Leser aufgehäuft zu haben. Die Zeitgenossen waren nicht sonderlich angetan. Immerhin verdankt die Literaturwissenschaft dem Werk bis heute ergiebige Forschungsprojekte. (getAbstract)
QUELLEN
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Grundstock am 12.08.2010 erstellt