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«Wir kennen uns seit dem Primarschulalter. Meine Familie verbrachte ihre Ferien regelmässig in Flims. Dort haben wir uns kennengelernt.
Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Bei einem Eishockeyspiel gab es zwischen uns einen Machtkampf. Dabei prallte ich mit dem Kopf voran an die Bande und verletzte mich stark am Arm. Ich musste nach Chur ins Spital gebracht werden.
Er besuchte mich dort, worauf sein schlechtes Gewissen ihn anfing zu plagen, weil ich ihm weismachte, als Strafe werde ihn nun der Belzebub holen. Wenn er davon verschont bleiben wolle, müsse er mir seine neue Eishockey-Ausrüstung abtreten. Da er fortan nicht mehr schlafen konnte, wechselte die Eishockeyausrüstung seinen Besitzer.
Zwischen den Ferien verband uns von nun an eine regelmässige und intensive Brieffreundschaft. Während der Sommerferien, irgendwann in den 70er-Jahren, kam mein Freund als Ferienkind zu uns nach Zürich. Er bekam jedoch so starkes Heimweh, dass er bereits nach drei Tagen von seinem Vater wieder abgeholt werden musste. Als Trost gab ich ihm seine Eishockeyausrüstung zurück, aus der er in der Zwischenzeit herausgewachsen war.
Anfang der 80er-Jahre waren wir unzertrennlich. Wir fuhren zusammen an einen See zum Fischen, gingen miteinander zelten oder reisten mit Interrail durch halb Europa. Uns verbindet noch heute eine grosse Freundschaft.»