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Hamburg - Der weltgrösste Versandhändler Otto baut in Bangladesch eine Textilfabrik auf. Die Mitarbeiter sollen sozial abgesichert werden und nachhaltig produzieren. Die Fabrik entsteht in Zusammenarbeit mit der Grameen-Bank von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus.
Die Bevölkerung müsse die Chance bekommen, sich selbst aus der Armut zu befreien, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Otto in Hamburg. Die Fabrik wird in der Hauptstadt Dhaka errichtet und 500 bis 700 Mitarbeitende beschäftigen. Die Textilien sollen in den Export gehen.
Die deutsche Otto Group gewährt ein zinsloses Darlehen von rund 2 Mio. Euro für die Investitionen. Der Kredit soll spätestens nach 15 Jahren getilgt sein. Die Gewinne sollen dem Unternehmen zugutekommen und in gesunde Mittagessen, Fortbildungsangebote für die Mitarbeiter sowie in die Gesundheits- und Kinderbetreuung fliessen.
Yunus gründete die Grameen-Bank 1976. Sie vergibt Kredite an die Ärmsten der Armen. Das Wort "Grameen" bedeutet ländlich oder dörflich. Das Geld wird ohne Sicherheiten vor allem Frauen gewährt.
Zuvor hatten gerade Frauen auf dem Lande keinen Zugang zu Kapital. Bankkredite bekamen nur Menschen, die bereits Geld hatten. "Um arme Menschen aus der Armut herauszubekommen, müssen wir einfach nur eine Umwelt schaffen, die sie aktiv werden lässt", sagt Yunus.
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