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Der Dachverband der Lehrpersonen in der Romandie (SER) spricht sich «eindeutig für systematische Speicheltests» in den Schulen aus, um die Verbreitung des Coronavirus zu bekämpfen. Der Verband wehrt sich jedoch gegen eine Impfpflicht für Lehrer.
«Kein anderer Beruf unterliegt dieser Verpflichtung, und es gibt keinen Grund, warum Lehrerinnen und Lehrer eine Ausnahme sein sollten», erklärte Gewerkschaftspräsident Samuel Rohrbach in einem am Dienstag von La Liberté veröffentlichten Interview. «Das Schulpersonal sollte eingeladen werden, sich impfen zu lassen, nicht mehr.»
Rohrbach hingegen befürwortet regelmässige Anti-Covid-19-Massentests an den Schulen. «Diese Strategie ermöglicht es, eine Infektion schnell zu erkennen und eine Quarantäne der gesamten Klasse zu vermeiden», sagte er.
Masken eine «geeignete Massnahme»
Er weist die Kritik zurück, dass das Verfahren im Verhältnis zur Zahl der festgestellten positiven Fälle umständlich und teuer sei. «Ich habe es in meinen Klassen erlebt: Der Test selbst ist schnell erledigt und behindert den Unterricht nicht.» Rohrbach räumt jedoch ein, dass der administrative Teil «ein wenig Zeit in Anspruch nimmt», aber dies sei zum Wohle aller.
Das Tragen von Hygienemasken hält Samuel Rohrbach angesichts der aktuellen epidemiologischen Situation für eine «angemessene Massnahme». «Das Virus ist unter Teenagern weit verbreitet», sagte er. Die Maske sei allerdings ein Hindernis für die Kommunikation unter den jüngsten Schülern. «In diesem Alter ist die Mimik sehr wichtig.»
Ausserdem fordert er die Installation von CO2-Messgeräten in den Klassenzimmern. «Diese Geräte zeigen an, wann man die Fenster öffnen muss, um die Luft zu erneuern», erklärt er.