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50 000 Menschen leben in Musonoi, einem Quartier der Stadt Kolwezi im Südosten Kongos. Die Häuser stehen eng, auf drei Seiten eingeschlossen von der Kupfer- und Kobaltmine der Glencore-Tochter Kamoto Copper Company (KCC). Der Schweizer Rohstoffkonzern kontrolliert fast 30 Prozent der globalen Produktion von Kobalt, dessen Preis sich seit Anfang 2017 verdreifacht hat. Grund dafür sind der Boom der Elektromobilität und die Nachfrage nach starken Batterien, in denen Kobalt ein zentraler Bestandteil ist. Das blaue Erz beschert Glencore satte Profite und lässt Teslas und e-Bikes abgasfrei über die Strassen surren. Doch die Menschen in Musonoi sehen nichts vom Reichtum, der unter ihren Häusern liegt. «KCC tut zu wenig für uns», klagt Jean Kasongo, Leiter eines Bürgerkomitees, das von Afrewatch unterstützt wird, der Partnerorganisation von Brot für alle und Fastenopfer. Glencore habe versprochen, bis Ende 2017 für eine bessere Wasserversorgung zu sorgen. Doch geschehen sei nichts, KCC habe bloss auf der anderen Seite ihrer Konzession drei Wasserstationen gebaut.
Hohe Feinstaubbelastung
«In der Trockenzeit erkranken viele Menschen an Husten und Bronchitis.»Véronique Kakoma-Mwika
Ein Tag im Leben von Véronique Kakoma-Mwika (37), Krankenschwester im Gesundheitszentrum Unoja in Musonoi (DR Kongo)