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Robert Gates war Pentagon-Chef von 2006–2011 und flog vor jedem neuen Entscheid nach Irak und Afghanistan. Er diente acht Präsidenten beider Parteien. Sein Wort hatte und hat Gewicht. Im Moment hält er sich nobel zurück – wie auch einer seiner Nachfolger im Pentagon, General James Mattis.
Im Januar 2014 erschienen seine 618-seitigen Memoiren. Ihr Titel lautet Duty, Pflicht. Das Buch fand a.o. starke Beachtung. Hier Gates’ Urteil über eine beaknnte Persönlichkeit, was deren Kompetenz in Fragen der Aussenpolitik und der nationalen Sicherheit betrifft:
“I think he has been wrong on nearly every major foreign policy and national security issue over the past four decades.”
“Ich denke, er lag in den letzten vier Jahrzehnten falsch zu nahezu allen grösseren Fragen der Aussenpolitik und der Nationalen Sicherheit.”
Das vernichtende Urteil eines profunden Kenners der amerikanischen Sicherheits- und Militärpolitik. Dreimal dürfen Sie raten, wen Robert Gates meint:
Ja, es ist Joe Biden, zum Zeitpunkt, als Gates seine Memoiren schrieb, Vizepräsident von Barack Obama. Auch wenn das Unheil der amerikanischen Afghanistan-Politik schon unter Obama und Trump einsetzte – die letzte, die gefährlichste Phase, den Rückzug, vermasselte Biden allein.
In seinem Buch fügt Gates eine bezeichnendes Gespräch an: Nach einem Treffen im Weissen Haus, seien Admiral Mike Mullen und er zurück ins Pentagon gefahren. Mullen habe sich zu Gates gedreht und gesagt: “Sie wissen, heute haben sie dem Vizepräsidenten zugestimmt?”
Gates antwortete, er habe das auch festgestellt, worauf er seine Steliungnahme nochmals überdacht habe.