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Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger und Erzbischof Desmond Tutu wird nun doch bei der Beerdigung von Nelson Mandela dabei sein. Dies gab überraschend der Sprecher Tutus am Samstagabend bekannt.
Das Aussenministerium in Pretoria bestätigte die Teilnahme Tutus. Tutu hatte zuvor erklärt, nicht zum Begräbnis seines Freundes am Sonntag in dem Dorf Qunu eingeladen worden zu sein.
Schon gebuchte Flüge seien abgesagt worden, nachdem bekannt geworden sei, dass sein Name nicht auf der Gästeliste stehe, wurde Tutu am Samstag von der südafrikanischen Nachrichtenagentur Sapa zitiert. "Ich hätte mir sehr gewünscht, an der Beerdigung teilzunehmen, um jemanden zu verabschieden, den ich liebte und schätzte. Aber es wäre respektlos, uneingeladen zu kommen."
Tutu hatte sich in der Zeit des rassistischen Apartheidsystems vehement für die Freilassung Mandelas aus dem Gefängnis eingesetzt. Südafrikanische Zeitungen hatten nun spekuliert, dass Tutu aus politischen Gründen nicht eingeladen worden sei - der 82-Jährige hatte in den letzten Jahren scharf die regierende Partei ANC wegen Korruption und Vetternwirtschaft kritisiert.
Mandela war am vorletzten Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 95 Jahren gestorben. Der Leichnam des früheren südafrikanischen Präsidenten war am Samstag nach Qunu überführt worden.
Für Sonntagmorgen war in Qunu eine Trauerfeier mit 5000 Gästen geplant. Danach soll der Anti-Apartheidskämpfer im kleinsten Kreis auf dem Familienfriedhof in Qunu beigesetzt werden, wo bereits seine Eltern und drei seiner Kinder ihre letzte Ruhestätte fanden.
SDA-ATS