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Über diese Krankheit
Um was es geht
Eine Schwellung, die nach einer Verletzung oder Operation auftritt, bildet sich im Normalfall zurück, wenn das Lymphsystem intakt ist. Falls es sich aber um eine schwere Verletzung mit Narbenbildung handelt oder um eine Operation mit Lymphknotenentfernung wie zum Beispiel bei Brustkrebs, kann das Lymphsystem insuffizient werden. Dies bedeutet, dass durch die Verletzung der Lymphbahnen oder durch fehlende Lymphknoten die anfallende Wasser- und Eiweisslast nicht mehr bewältigt werden kann und somit ein Ödem entsteht. Dabei spricht man vom sekundären Lymphödem.
Arten
Das primäre Lymphödem beruht auf einer Entwicklungsstörung von Lymphgefässen und/oder Lymphknoten. Das sekundäre Lymphödem entsteht durch eine Verletzung der Lymphbahnen oder nach der Entnahme von Lymphknoten. Das Lipödem ist eine beidseitige und symmetrische schwammige Schwellung der Beine durch vermehrte Fettablagerungen.
Symptome und Folgen
Zu Beginn ist nur eine kleine Schwellung ersichtlich, die sich über Nacht zurückbildet. Mit der Zeit wird die Schwellung grösser, weitet sich aus und ist nicht mehr rückläufig über Nacht. Zudem wird das Ödem härter, da es zu einer sogenannten Fibrosklerose kommt, einer Veränderung des Gewebes. Je länger das Lymphödem nicht behandelt wird, umso mehr weitet es sich aus und das Gewebe wird fibrotischer.
Was wir für Sie tun
Untersuchung und Diagnose
In der klinischen Untersuchung zeigt sich eine Schwellung und somit eine Zunahme des Umfangs der betroffenen Körperregion. Durch Drücken in die Schwellung ist eine kurzzeitig bleibende Delle ersichtlich, die auf Eiweisseinlagerungen im Gewebe zurückzuführen ist.
Behandlung
Zur Behandlung eines Lymphödems sollte in der Physiotherapie eine komplexe physikalische Entstauungstherapie durchgeführt werden. Konkret wird mit Lymphdrainage, Lymphbandagen und Lymphtape das Ödem reduziert. Um die verminderte Schwellung zu erhalten, ist eine Kompressionstherapie mit angepassten Strümpfen unumgänglich.