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Mit Abstimmungen in fünf Bundesstaaten sind die US-Vorwahlen zur Präsidentschaft am Samstag in eine neue Runde gegangen. Im Bundesstaat Kansas erlitt der Spitzenreiter bei den Republikanern, Donald Trump, eine Niederlage. Bernie Sanders holt sich bei den Demokraten Kansas, Hillary Clinton gewinnt in Louisiana. Marco Rubio enttäuschte auf der ganzen Linie.
Bernie Sanders hat die US-Vorwahl in Kansas für sich entschieden. Der Senator aus Vermont besiegte Hillary Clinton nach Prognosen des Fernsehsenders CNN.
Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat Senator Ted Cruz die Vorwahl in Kansas gewonnen. Unmittelbar nach Schliessung der Wahllokale erklärten mehrere Fernsehsender Cruz am Samstagabend (Ortszeit) zum Sieger in dem Bundesstaat.
Demnach lag er mit 49 Prozent deutlich vor dem populistischen Geschäftsmann Donald Trump, der auf 24,7 Prozent kam. Auf dem dritten Platz lag mit 14,8 Prozent der Stimmen der Senator aus Florida, Marco Rubio. Der Gouverneur von Ohio, John Kasich, kam mit 9,9 Prozent auf den vierten Platz.
Der Milliardär Donald Trump hat bei den US-Vorwahlen den Bundesstaat Louisiana gewonnen. Nach Angaben mehrerer US-Medien lag Trump am Samstagabend (Ortszeit) uneinholbar mit etwa 48 Prozent vorne. Auf Platz zwei kam der texanische Senator Ted Cruz mit etwa 23 Prozent. Marco Rubio, Senator aus Florida, landete in Louisiana mit etwa 20 Prozent vor dem Schlusslicht, Ohios Gouverneur John Kasich (3 Prozent). Auch im Bundesstaat Kentucky lag Trump nach knapp einem Drittel der ausgezählten Stimmen deutlich vor Cruz.
Bei den Demokraten hat Hillary Clinton den Südstaat gewonnen.
In dem kleinen Ostküsten-Bundesstaat Maine konnte Ted Cruz das Rennen der Vorwahl der Republikaner für sich entscheiden.
Der populistische Geschäftsmann Donald Trump hat laut TV-Sendern die Vorwahl der Republikaner im US-Bundesstaat Kentucky für sich entschieden. Trump habe nach dem wichtigen Sieg im Bundesstaat Louisiana auch Kentucky für sich entschieden.
Offiziell wählen Republikaner und Demokraten ihren Spitzenkandidaten auf Parteitagen im Sommer. Bei den Vorwahlen geht es um das Sammeln von Delegiertenstimmen für diese Parteikongresse.
Mit Spannung wurde erwartet, ob Trump und Hillary Clinton bei den Demokraten ihren Vorsprung weiter ausbauen können. Am Samstag richtete sich das Augenmerk hauptsächlich auf den Republikaner. Die Abstimmungen galten als Test dafür, wie sich eine verstärkte Kampagne der Republikaner-Führung gegen den Immobilienmogul auswirkt. Das Partei-Establishment will unbedingt verhindern, dass Trump Spitzenkandidat wird. Die Kampagne hatte sich nach einer Serie von Vorwahlsiegen am jüngsten «Super Tuesday» deutlich verschärft.
Trump war bei einer Rede in Florida bemüht, seine Erfolge als das Resultat einer grossen Bewegung darzustellen. Seine Rede wurde von mehreren Demonstranten gestört.
Führende Parteivertreter versuchen seit Tagen mit Macht, seine Kandidatur zu verhindern. Trump hätte am Samstag eigentlich bei einem Treffen konservativer Aktivisten in Washington sprechen sollen. Er sagte jedoch kurzfristig ab und begründete das mit Wahlkampfterminen.
Vorwahlen gab es am Samstag sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern in Kansas und Louisiana. Ausserdem waren die Republikaner in Kentucky und Maine zur Abstimmung aufgerufen, in Nebraska die Demokraten.
Umfragen vor diesen Vorwahlen gab es nur sporadisch. Insgesamt galt Trump in Louisiana, Kentucky und Maine als Favorit, der texanische Senator Cruz in Kansas. Bei den Demokraten wurde ein Sieg von Ex-Aussenministerin Hillary Clinton in Louisiana erwartet, in Kansas und Nebraska schien ihr Rivale, Senator Bernie Sanders aus Vermont, konkurrenzfähiger.
Am Sonntag und am kommenden Dienstag stehen insgesamt acht weitere Vorwahlen an, aber alles blickt bereits auf den 15. März. Dann wird unter anderem in Ohio und Florida abgestimmt, den jeweiligen Heimatstaaten von Trumps Mitbewerbern John Kasich und Marco Rubio. Für Beide ist ein Sieg dort ein Muss. (wst/sda/dpa)