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Viele Führungskräfte in den Unternehmen haben mit der zunehmenden Verbreitung von Shopfloor Management begriffen, dass sie aus ihren Büros raus und mehr Zeit vor Ort in der «Gemba» verbringen müssen.
Leider beschränkt sich das dann oft auf einen Rundgang durch den eigenen Verantwortungsbereich am Morgen oder nach der Shopfloor Management Besprechung. Auf diesem Rundgang werden alle Mitarbeiter begrüsst (hoffentlich kennt die Führungskraft dabei die Namen der Mitarbeiter) und der Chef fragt normalerweise: «Geht’s gut heute?» Die Antwort lautet dann meistens: «Ja, danke.» Und der Chef geht weiter.
Dieses Management by Walking Around (MbWA) ist meiner Meinung nach nicht effektiv und damit ziemlich wertlos. Denn was lernt die Führungskraft dabei auf dem Rundgang? Wenig bis nichts. Die Führungskraft befindet sich auf so einem Rundgang viel zu kurz an den Arbeitsplätzen, um wirklich etwas zu sehen. Zudem ist die Fragestellung überhaupt nicht zielführend.
MbWA kann aber auch sehr effektiv betrieben werden. Was ist dazu nötig? Es braucht drei Voraussetzungen:
Der Begriff «Management by Walking Around» wurde von Dr. Lloyd S. Nelson geprägt. Dr. Nelson promovierte 1950 in anorganischer Chemie an der University of Connecticut. Er war Experte für statistische Qualitätskontrolle. Er war 30 Jahre bei General Electric, bevor er zur Nashua Corporation wechselte, wo er Direktor für statistische Methoden war. Im Jahr 1984 publizierte er die «Nelson Rules». Die Nelson Rules sind Regeln, die definieren, ob Messgrössen ausser Kontrolle sind oder sich im normalen Rahmen bewegen.
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