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Vor drei Wochen gewann Julianne Moore in «Still Alice» dank ihm ihren ersten Oscar. Für ihre Darstellung einer früh an Alzheimer erkrankten Linguistik-Professorin. Am Dienstag ist der Regisseur Richard Glatzer im Alter von 63 Jahren gestorben. An der Oscarverleihung konnte er nicht mehr teilnehmen, Julianne Moore sprach in ihrer Dankesrede von seiner «schweren Krankheit».
Zwei Tage vor der Zeremonie war er mit gravierenden Atembeschwerden ins Spital eingeliefert worden. Glatzer litt an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Sein Gatte, Wash Westmoreland, half ihm beim Drehbuch und bei der Regie von «Still Alice». Zum Ende der Dreharbeiten konnte Glatzer seine Anweisungen nur noch geben, indem er mit dem grossen Zeh seines rechten Fusses ein speziell designtes iPad bediente. Glatzer und Westmoreland waren seit 1995 zusammen und seit 2013 verheiratet, seit gut vier Jahren litt Glatzer an ALS.
«Ich bin am Boden zerstört», sagte Westmoreland am Dienstag, «Rich war mein Seelen- und Weggefährte, mein bester Freund, mein Leben. Ich schätze jeden einzelnen Tag der zwanzig kurzen Jahre, die wir zusammen waren. Ich kann nicht glauben, dass er gegangen ist.»
Glatzer und Westmoreland haben gemeinsam vier Filme gedreht, darunter auch «The Last of Robin Hood» mit Susan Sarandon und Kevin Kline. Daneben war Glatzer als Produzent von «America's Next Topmodel» tätig. Er sagte dazu: «Es ist wie Anthropologie. Eine der Freuden des Reality TVs ist, dass man eine völlig unbekannte Welt betritt.» Jetzt hat er alle ihm bekannten Welten verlassen.
(sme)