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Unser Projekt untersucht, wie sich sozialer Status auf das Wahlverhalten auswirkt. Es legt einen besonderen Fokus darauf, wie sich abnehmende ökonomische Sicherheit, aber auch geringere gesellschaftliche Anerkennung auswirken und wie diese dazu führen können, dass sich Individuen von etablierten Parteien abwenden und bspw. rechtspopulistischen Parteien zuwenden. Die sozialen Transformationen der letzten Jahrzehnte haben in vielen Gebieten zu mehr Gleichberechtigung bspw. von Frauen geführt. Gleichzeitig bedingt diese Gleichstellung eine Abnahme von Privilegien, die vormals dominante Gruppen als selbstverständlich betrachtet haben. Es ist diese Veränderung sozialer Hierarchien in ihrer Wechselwirkung mit ökonomischen Risiken, die wir in unserem Projekt untersuchen. Wir erwarten, dass ein relativer Abstieg in der sozialen Hierarchie dazu führen kann, dass Parteien, die das bisherige System und den Status Quo in Frage stellen, Zulauf bekommen.
Unser Projekt trägt damit zu einem besseren Verständnis bei, wie und in welchen Gruppen der Gesellschaft populistische Parteien Unterstützung finden. Ein besseres Verständnis des Zusammenhangs zwischen subjektiver Wahrnehmung sich verändernder sozialer Hierarchien und Parteiwahl ist eine zentrale Voraussetzung um der Erosion liberaler Demokratie entgegenzuwirken, die mit dem Erfolg dieser Parteien verbunden ist.