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125 Jahre Berliner Afrikakonferenz
Wer Afrika auf einer Landkarte zum ersten mal sieht, der wundert sich wahrscheinlich über die linear gezogenen Grenzen zwischen den Ländern des Kontinents.
Der Grund dafür ist weitgehend bekannt. Die Kolonialzeit. Das Jahr 2010 markiert für Afrika eine besondere Zäsur. Vor mittlerweile 125 Jahren gab es in Berlin eine Konferenz. Die sogenannte Berliner Afrikakonferenz. Bei dieser Konferenz 1885 kamen die europäischen Kolonialmächte zusammen um ihre Interessen zu besprechen und die Interessensphären abzustecken. 14 europäische Staaten und die USA waren an der Konferenz beteiligt. Am Ende der Konferenz war Afrika einvernehmlich unter den Kolonialmächten aufgeteilt. Die vereinbarten Demarkationslinien verlaufen noch heute so wie sie vor 125 Jahren beschlossen wurden. Anlässlich des 125. Jahrestages der Afrikakonferenz gibt es am kommenden Samstag wieder eine Konferenz in Berlin. Mitorganisator ist unter anderem auch der Verein der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft (DAFRIG). Die Konferenz am Samstag (30.01.2010) läuft übrigens im Rahmen einer Kampagne von engagierten Nicht-Regierungs-Organisationen aus Berlin zur Erinnerung an die Berliner Afrikakonferenz. Die Kampagne startete bereits am 15. November 2009 mit einer Demonstration und wird dann am 26. Februar dieses Jahr auch wieder mit einer Demo enden. An diesem Tag, also dem 26. Februar fand nämlich auch die Afrikakonferenz vor 125 Jahren ihr Ende. Teresa Schwerin sprach für Radio Corax mit Frau Dr. Elisabeth Quart, der Afrikanistin des Vereins.