Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03294.jsonl.gz/818

Die Informationen über den aktuellen Stand der Sammlungen (2021-2022) wurden auf Anfrage direkt von den Museen zur Verfügung gestellt. Die Zahlen aus den 70er Jahren hingegen stammen aus dem Übersichtsinventar der Völkerkundlichen Sammlungen in der Schweiz (Band I) von 1979. Dabei wurden die in der Publikation bereits nach Kontinenten kategorisierten Subtotale der Gesamtbestände übernommen. Die Daten wurden mit der Python-Library Altair (v4.2.0) visualisiert.
Die erhobenen Daten über die Zahl der Objekte entsprechen in beiden Fällen der Anzahl der Inventareinheiten, die nicht unbedingt mit der Anzahl von Einzelobjekten übereinstimmt. Verbildlicht dargestellt: In diesem Sinne entspricht zum Beispiel ein Paar Schuhe (bestehend aus zwei Einzelobjekten) einer Inventareinheit, und wird somit in der Datenerhebung als ein einziges Objekt gezählt. Da in den verschiedenen Institutionen, aber auch innerhalb derselben Institution unterschiedliche Mitarbeitende, bei der Inventarisierung jeweils unterschiedlich vorgegangen sind, besteht hier eine gewisse unvermeidbare Unschärfe. Im Übersichtsinventar von 1979 steht im Begleittext zum Museum für Völkerkunde Basel (heute Museum der Kulturen), dass „die Zahl der [Einzel-]Objekte […] schätzungsweise um 10% grösser [ist als die Zahl der gezählten Inventareinheiten]“. (Kaufmann et al. 1979, S. 51) In der ethnografischen Sammlung des BHM beträgt der Unterschied 15,5% (gemäss aktuellen Daten). Es kann angenommen werden, dass diese grobe Schätzung ebenfalls auf die anderen Museen angewendet werden kann.
Es ist wichtig anzuerkennen, dass diese Informationen helfen können, um sich ein Bild der Grössenordnung dieser Sammlungen zu machen, diese jedoch nicht einer präzisen Zählung entsprechen. Die Daten werden visuell dargestellt, aber nicht im engeren Sinne statistisch analysiert, da aufgrund ihrer Ungenauigkeit keine aussagekräftigen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können.
Es handelt sich hierbei grundsätzlich um eine Präsentation aussereuropäischer Sammlungen in Schweizer Museen. Dafür wurden exemplarisch einige der bedeutendsten Museen mit aussereuropäischen Sammlungen ausgesucht, welche ebenfalls bereits im Übersichtsinventar von 1979 erfasst wurden. Zum Vergleich werden ebenfalls die Zahlen zur Europa-Sammlung dieser Institutionen angezeigt, obwohl diese natürlich nicht aussereuropäisch ist.
Die Resultate des Forschungsprojekts werden ab Juni 2022 auf der Website www.colonialheritage.ch veröffentlicht und ab dann laufend aktualisiert.