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Das Mixen von Cocktails hat eine lange Tradition und stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Auf Deutsch heisst «Cocktail» Hahnenschwanz; über die Entstehung dieses Namens gibt es eine Anzahl amüsanter Legenden. In einer davon spielen Hahnenkämpfe eine wichtige Rolle, welche im 18. Jahrhundert sehr beliebt waren. Der Legende nach wurden dem besiegten Hahn die Schwanzfedern ausgerissen und dienten dann als Trophäe im Glas des Besitzers des Hahns, der den Kampf gewonnen hatte. Laut einer anderen Geschichte soll ein Barkeeper, der besonders hübsche und bunte Mixgetränke machen konnte, gesagt haben: «The drink looks like a cock´s tail». Wieder eine andere Version handelt von einem französischen Apotheker, der in New Orleans lebte und in seiner Apotheke Branntwein ausschenkte. Als Trinkgefäss dienten Eierbecher. Die Amerikaner änderten das französische Wort für Eierbecher, «Coquetier», zu Cocktail.
Die Vorläufer der heutigen Bar
Genauso umstritten ist die Herkunft des Wortes «Bar». Es stammt möglicherweise aus der Zeit der Kolonialisierung Amerikas. Damals trafen sich die Menschen in den Drugstores, um bei ihren Einkäufen auch ein bisschen zu tratschen und ein Gläschen Schnaps zu trinken. Häufig endeten diese Gespräche in einer Rauferei oder Schlimmerem, was die Drugstore-Besitzer dazu veranlasste, zu ihrem eigenen Schutz eine Barriere um ihre Waren zu errichten und den Ladentisch abzusperren. Das englische Wort «Bar» bedeutet ursprünglich Barriere. Aus den Drugstores entwickelten sich später die Saloons, die als Vorläufer der heutigen Bar gelten. Heute jedoch soll die Bar nicht mehr, wie einst in den Drugstores, die Barriere zwischen Gast und Gastgeber bilden, sondern vielmehr Ort des kommunikativen Austauschs, entspannter Atmosphäre, der Geselligkeit und des Genusses sein.
Hinter dem Tresen zu stehen und Cocktails zu mixen kann etwas Spannendes sein. Da gib es einiges zu entdecken. Ein bisschen Fachwissen und die richtigen Zutaten sollten allerdings vorhanden sein. Im folgenden Beispiel stellt die Distillerie Studer aus dem Entlebuch den Swiss Highland Dry Gin vor; Tobias Kern vom James Joyce in Zürich macht etwas Leckeres draus: