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Audit Poyaprojekt
Infolge der Mehrkosten beim Bau der H189 erhielt das Finanzinspektorat (FI) im Frühjahr 2008 den Auftrag, das Poyaprojekt einem Audit zu unterziehen. Für die Überprüfung der Projektorganisation und des Kostenvoranschlags von 2005 sowie für die Analyse der in der Botschaft an den Grossen Rat enthaltenen finanziellen Elemente zog das FI das Unternehmen Emch+Berger AG (E&B) aus Bern als neutralen und ausserkantonalen Experten bei.
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Finanzielle Aspekte
Im Voranschlag von 2005 werden die Baukosten mit 120 Millionen Franken beziffert. Die Indexierung nach dem Index des Bundesamts für Statistik beläuft sich auf 13 Millionen Franken, sodass der indexierte Kostenvoranschlag per 2008 133 Millionen Franken beträgt. Nach Berücksichtigung der Projektanpassungen und anstehenden Korrekturen liegt der Kostenvoranschlag per 2008 (ohne neue Variante mit unterirdischer Verkehrsführung bei der St.-Leonhard-Kreuzung) bei 137,7 Millionen Franken, was einer Kostenüberschreitung von 4,7 Millionen Franken (+3,5%) entspricht, wovon 2,4 Millionen Franken zulasten des Kantons gehen.
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Projektorganisation
Das FI hebt die Massnahmen hervor, die aufgrund der Empfehlungen im Bericht zur H189 umgesetzt wurden, und betont die Wichtigkeit der Projektsteuerung und der Gesamtprojektleitung. Gleichzeitig empfiehlt das FI aber, dem Bauherrn durch eine aktivere Bauherrenunterstützung und durch den Beizug bis Bauende von Experten stärker beizustehen. Ausserdem, so das FI, sollten Stellvertreter für die Schlüsselfunktionen ernannt werden. Auch müssten präzise Pflichtenhefte für die Beauftragten erstellt werden.
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Projektstand
Laut E&B sind die einzelnen Objekte unterschiedlich weit fortgeschritten. So wurde die Brücke bis 2008 kaum mehr modifiziert. Der Tunnel und die Murtenstrasse hingegen haben bedeutende Änderungen erfahren. Das FI ist denn auch der Meinung, dass Bauvorhaben nicht schon auf Stufe Vorprojekt, sondern erst als definitives, von der Projektsteuerung genehmigtes Projekt zur Abstimmung gebracht werden sollten. Allerdings muss auch daran erinnert werden, dass das Poyaprojekt per Bundesbeschluss vom 4. Oktober 2006 in die Liste der dringenden und baureifen Projekte des Agglomerationsverkehrs aufgenommen wurde. Somit beteiligt sich der Bund zu 50 %.
St.-Leonhard-Kreuzung
Die Studien zum Vorprojekt bestätigen die Vorteile einer unterirdischen Verkehrsführung, mit der insbesondere Verkehrsbehinderungen reduziert und der Fluss des Langsamverkehrs in dieser Zone, die dem Sport und der Freizeit gewidmet ist, verbessert werden können. Beim gegenwärtigen Stand (Vorprojekt), werden die Mehrkosten für diese Variante auf 20 Millionen Franken geschätzt. Vorausgesetzt, der Staatsrat bewilligt diese Lösung, wird dem Grossen Rat diesen Herbst ein zusätzliches Kreditbegehren unterbreitet werden und zwar auf der Grundlage des definitiven Projekts.