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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich KK.2017.00032 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiber Klemmt Urteil vom 24. Oktober 2018 in Sachen X.___ Kläger vertreten durch Rechtsanwältin Corinne Schoch Advokaturbüro Kernstrasse Kernstrasse 8/10, Postfach 9814, 8036 Zürich gegen Helsana Zusatzversicherungen AG Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf Beklagte vertreten durch Helsana Versicherungen AG Recht & Compliance Postfach, 8081 Zürich Helsana Sachverhalt: 1. Der 1969 geborene X.___ arbeitete ab dem 1. März 2011 mit einem Beschäftigungsgrad von 100 % als Lagerist für die Firma A.___ AG (Urk. 8/3 ) und war über diese im Rahmen einer kollektiven Krankentaggeldver sicherung nach VVG ( Vertrags- Nr. 60051298 ) bei der Helsana Zusatzversicherun gen AG für ein Taggeld von 80 % des versicherten Lohns gegen Krankheit ver sichert, und zwar für eine Leistungsdauer von 730 Tagen nach einer Wartefrist von 3 0 Tagen ( Urk. 8/ 1- 2 ). Am 23. Juni 2015 meldete die Arbeitgeberin der Helsana, dass der Versicherte wegen Krankheit ab 18. Juni 2015 arbeitsunfähig sei (Urk. 8/3). Nach Ablauf der Wartefrist von 30 Tagen erbrachte die Helsana ab 1 8. Juli 2015 Taggeldleistungen ( Urk. 8/4a-k ). Nach dem sie zunächst den Verlaufsbericht vom 2 6. Juni 2015 der damaligen Hausärztin Dr. B.___, Fac härztin für Allgemeine Medizin ( Urk. 2/3), beigezogen hatte, holte die Helsana den Bericht von Dr. C.___, Facharzt für Psychiatrie, vom 1 0. August 2015 über ein L ow-level - Assessment des Versicherten ein ( Urk. 2/4). Dieser Arzt bescheinigte dem Ver sicherte n ebenfalls eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wegen eines psychischen Leidens ( Urk. 2 /5 ). Vom 2 8. Juli bis 1. September 2015 war der Versicherte in der psychiatrischen Klinik D.___ AG stationär hospitalisiert ( Urk. 2/6/1). Dr. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, behandelte ihn seit dem 2 6. Juni 2015 ambulant und attestierte in seinem Verlaufsbericht vom 2 4. Dezember 2015 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 2/6/3). In der Folge holte die Helsana bei der Gutachtenstelle F.___ das psychiatrische Gutachten von Dr. G.___, Facharzt für Neurologie, und Dr. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2 2. Februar 2016 ein. Da die Gutachter dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hatten ( Urk. 2/7 1), stell t e s ie dem Versicherten mit Schreiben vom 7. März 2016 die Einstellung der Taggeld leistungen per Ende April 2016 in Aussicht. Zudem wies sie ihn an, sich bei der Arbeitslosenversicherung anzumelden ( Urk. 2/7). Mit Stellungnahme vom 4. April 2016 opponierte der Versicherte dagegen ( Urk. 2/7/3), worauf die Helsana das Dossier am 3. März sowie am 6. April 2016 durch ihren Vertrauensarzt Dr. I.___ versicherungsmedizinisch beurteilen liess ( Urk. 8/5-6) und dem Versicherten am 8. April 2016 schriftlich mitteilte, an der geplanten Einstellung der Taggeldleistungen ab dem 1. Mai 2016 fe stzuhalten ( Urk. 2/8). 2. Mit Eingabe vom 1 4. Juni 2017 reichte der Versicherte, vertreten durch Rechts anwältin Corinne Schoch, Klage gegen die Helsana ein und beantragte, die Beklagte sei zur Nachleistung von Taggeldern von Mai 2015 bis zur Ausschöp fung der Leistungsdauer gemäss Kollektivversicherungsvertrag zuzüglich Zins zu 5 % seit Fälligkeit zu verpflichten, eventualiter sei seine Oberbegutachtung zu veranlassen. In prozessualer Hinsicht sei ihm eine unentgeltliche Rechtsvertrete rin in der Per s on von Rechtsanwältin Corinne Schoch zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Mit Klageantwort vom 6. Juli 2017 beantragte die Helsana die Abweisung der Klage ( Urk. 7). Mit Verfügung vom 1 1. Juli 2017 bestellte das Gericht dem Kläger in Gutheissung seines Gesuchs Rechtsanwältin Corinne Schoch als unentgeltliche Rechtsvertreterin. Gleichzeitig ordnete es einen zweiten Schriftenwechsel an und forderte den Kläger auf, die Klage zu beziffern ( Urk. 9). In der Replik vom 1 4. Sep tember 2017 beantragte der Kläger, die Beklagte sei zur Nachleistung von Tag geldern vom 1. Mai 2016 bis 1 5. Juni 2017 in der Höhe von Fr. 56'959.70 zuzüg lich Verzugszins von 5 % seit Fälligkeit respektive mittlerem Verfalltag am 2 2. November 2016 zu verpflichten und hielt am Eventualantrag auf Anordnung eines Obergutachtens fest ( Urk. 12 S. 2). Am 1 8. September 2017 reichte er einen Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 zu den Akten ( Urk. 15-16), welcher der Beklagten vom Gericht zugestellt wurde ( Urk. 17; vgl. auch Urk. 19 S. 3). Mit Duplik vom 2 9. September 2017 hielt die Beklagte an ihrem Antrag auf Klageabweisung fest ( Urk. 19). Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicheru ng (KVG) unterstehen nach Art. 2 Abs. 2 des Bundes gesetztes betreffend die Aufsicht über die Krankenversicherung ( KV A G ) dem Bun desgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG). Das Bundesgericht subsumiert kollektive Krankentaggeldversicherungen wie alle weiteren Taggeld versicherun gen in ständiger Praxis unter den Begriff der Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung (Urteil des Bundesgerichts 4A_47/2012 vom 12. März 2012 E. 2 mit weiteren Hinweisen). Die Kantone können gestützt auf Art. 7 der Schwei zerischen Zivilprozessordnung (ZPO) ein Gericht bezeichnen, welches als einzige kantonale Instanz für Streitigkeiten in diesem Gebiet sachlich zuständig ist. Im Kanton Zürich liegt die Zuständigkeit beim Sozialver sicherungsgericht (§ 2 Abs. 2 lit. b GSVGer ). 1.3 Die für das Sozialversicherungsgericht verbindliche Regelung der örtlichen Zuständigkeit im Bereich der Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenver sicherung findet sich in Art. 32 ZPO. Demnach ist bei Streitigkeiten aus Konsu mentenverträgen für Klagen der Konsumentin oder des Konsumenten das Gericht am Wohnsitz oder Sitz einer der Parteien zuständig (Art. 32 Abs. 1 lit. a ZPO). Kläger und Beklagte haben ihren Wohnsitz beziehungsweise Sitz im Kanton Zürich; damit ist auch die örtliche Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich gegeben. 1.4 Das Verfahren richtet sich nach der ZPO, wobei das einfache Verfahren zur Anwendung gelangt (Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO) und die Klage direkt beim Gericht anhängig zu machen ist (BGE 138 III 558 E. 3.2 und 4.6). Das Gericht darf einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 ZPO). Es stellt den Sachver halt von Amtes wegen fest (Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO), erhebt von Amtes wegen Beweis (Art. 153 i.V.m. Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO) und bildet seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZPO). 1.5 Nach Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO untersteht die v orlie gende Streitigkeit der sogenannten sozialen Untersuchungsmaxime. Bei der sozi alpolitisch begründeten Untersuchungsmaxime geht es darum, die wirt schaftlich schwächere Partei zu schützen, die Gleichheit zwischen den Parteien herzustellen sowie das Verfahren zu beschleunigen. Die Parteien sind jedoch nicht davon befreit, bei der Feststellung des entscheidwesentlichen Sachverhalts aktiv mitzu wirken und die allenfalls zu erhebenden Beweise zu bezeichnen. Sie tragen auch im Bereich der sozialen Untersuchungsmaxime die Verantwortung für die Sach verhaltsermittlung. Das Gericht hat lediglich seine Fragepflicht auszuüben, die Parteien auf ihre Mitwirkungspflicht sowie das Beibringen von Beweisen hinzu weisen. Zudem hat es sich über die Vollständigkeit der Behauptungen und Beweise zu versichern, wenn diesbezüglich ernsthafte Zweifel bestehen. Aber es führt nicht von sich aus eigene Untersuchungen durch. Ist eine Partei durch einen Anwalt vertreten, kann und muss sich das Gericht ihr gegenüber wie bei Geltung der Verhandlungsmaxime zurückhalten ( Urteil des Bundesgerichts 4A_592/2015 vom 18. März 2016, E. 3 mit Hinweis auf BGE 141 III 569 ). 1.6 Nach Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vor handensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegrün denden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durch setzbarkeit bestreitet. Der Eintritt des Versicherungsfalls ist nach diesen Grundsätzen vom Anspruchsberec htigten zu beweisen. Ist eine Krankentaggeld versicherung als Schadenversicherung ausgestaltet, setzt der Eintritt des Versicherungsfalls einen Schaden - namentlich einen Erwerbsaus fall - voraus. Dabei gilt das herabgesetzte Beweismass der ü ber wiegenden Wahrscheinlichkeit. Dem Versicherer steht gemäss Art. 8 ZGB das Recht auf Gegenbeweis zu. Für das Gelingen des Gegenbeweises ist nur erforder lich, dass der Hauptbeweis erschüttert wird ( Urteil des Bundesgerichts 4A_592/2015 vom 18. März 2016, E. 3 mit Hinweisen). 1.7 Im Rahmen eines Gutachtens hat die sachverständige Person aufgrund ihres Fachwissens über allgemein und jederzeit zugängliche Erfahrungstatsachen Aus kunft zu geben. Der Gutachter ist im Gegensatz zum (allenfalls sachverständigen) Zeugen, der über eigene Wahrnehmungen aussagt, ersetzbar, weshalb er vom Gericht bestimmt wird. Von den Parteien in Auftrag gegebene Stellungnahmen sind, soweit sie über allgemein und jederzeit zugängliche Erfahrungstatsachen Auskunft geben, über die eine beliebige sachverständige Person Auskunft geben könnte, nach dem Willen des Gesetzgebers für sich allein nicht zum Beweis geeignet und fallen insoweit auch nicht unter den Begriff der Urkunde (BGE 141 III 433 E. 2.5.3 und E. 2.6). Von der Versicherung veranlasste Aktengutachten sind Musterbeispiel derartiger Parteigutachten. Denn die Akten können zur Beantwortung allfälliger Fachfragen jeder beliebigen sachverständigen Person unterbreitet werden (Urteil des Bundesgerichts 4A_85/2017 vom 4. September 2017, E. 2.2.1). Allerdings ist zu beachten, dass nur Tatsachenbehauptungen bewiesen werden müssen, die ausdrücklich bestritten sind. Parteibehauptungen, denen ein Privat gutachten zugrunde liegt, werden meist besonders substanziiert sein. Ent sprechend genügt eine pauschale Bestreitung nicht; die Gegenpartei ist vielmehr gehalten zu substanziieren, welche einzelnen Tatsachen sie konkret bestreitet. Wird eine Tatsachenbehauptung von der Gegenpartei substanziiert bestritten, so vermögen Parteigutachten allein diese grundsätzlich nicht zu beweisen. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass sie allenfalls als Parteibehauptungen zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis erbringen (BGE 141 III 433 E. 2.6). 1.8 Das Recht auf Beweis wird durch die Nichtabnahme von beantragten Beweismit teln nicht verletzt, wenn das Gericht – ohne dabei in Willkür verfal len zu sein – bei pflichtgemässer antizipier ter Beweiswürdigung zur Überzeu gung gelangt, die Beweismittel vermögen keine Klärung herbeizu führen, seien zur Erbringung des Beweises untauglich oder könnten die bereits gebildete Überzeugung so oder so nicht mehr umstossen (Urteile des Bundesge richts 4A_571/2016 vom 23. März 2017, E. 4.1, 4A_626/2015 vom 24. Mai 2016, E. 2.4, sowie 4A_491/2014 vom 30. März 2015, E. 2.5 mit Hinweisen). 2. Es steht fest und ist unbestritten, dass der Kläger über die von seiner ehemaligen Arbeitgeberin mit der Beklagten abgeschlossene kollektive Krankentaggeldver sicherung (Vertrags-Nr. 60051298) für ein Taggeld von 80 % seines Jahreslohns von Fr. 63'180.-- gegen Krankheit versichert war, und zwar für eine Leistungs dauer von 730 Tagen mit einer Wartefrist von 3 0 Tagen ( Urk. 8/1-2; vgl. auch Urk. 7 S. 2, Urk. 8/4a-k ). Gemäss Art. 3.4 der anwendbar en Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) für die Helsana Business Salary Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG, Aus gabe 2006 ( vgl. Urk. 7 S. 2 und 8, Urk. 8/1 S. 2, Urk. 8/2 S. 3 ), ist Arbeitsun fähigk eit die durch eine Beeinträchti gung der körperlichen, geistigen oder psy chischen Gesundheit bedingte volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen B eruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Das Taggeld wird bei nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit von mindes tens 25 % anteilsmässig entspre chend dem Grad der Arbeitsunfähigkei t ausgerichtet (Art. 12.1 AVB). Die Berechnung der Taggeldhöhe erfolgt mittels Umrechnung des versicherten Lohnes auf ein volles Jahr und Teilung der versicherten Jahreslohnsumme durch die Zahl 365 bzw. 366 in Schaltjahren ( Art. 21 AVB). 3. 3.1 Der Kläger macht geltend, bei ihm bestehe seit Mai 2016 anhaltend eine mittel gradige beziehungsweise schwere Depression. Er sei daher zu 100 % arbeitsun fähig ( Urk. 12 S. 2). Er leide unter folgenden gemäss ICD-10 für die Diagnose einer depressiven Episode vorausgesetzten Symptomen: depressive Stimmung, Bedrücktheit/Niedergeschlagenheit, Interessenverlust oder Verlust von Freude sowie Energieverlust, erhöhte Ermüdbarkeit, sporadisch wiederkehrende Gedan ken an Suizid, Klagen über oder Nachweis eines verminderten Denk- und Kon zentr at ionsvermögens, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit, psychomoto rische Agitiertheit oder Hemmung, Schlafstörungen sowie Appetitverlust. Dies werde insbesondere durch die Stellungnahmen von Dr. C.___ vom 5. August 2015, des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ vom 2 8. Januar 2017 und der Ärzte der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 bewiesen ( Urk. 1 S. 11 f.). Entgegen der Behauptung der Beklagten habe er sich nicht freiwillig, sondern wegen seines schwer belastenden Zustands mit Phasen von Suizidalität, also aufgrund einer Verschlechterung der psychischen Symptomatik, in die stationäre Therapie bege ben ( Urk. 12 S. 6 und 11 ). Er sei erwiesenermassen durchgehend bis zur Fertig stellung der Replik zu 100 % krankgeschrieben gewesen, und gemäss dem neu esten Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 bestehe nach wie vor eine mittel- bis schwergradige Depression. Grundlage für die Beurteilung von Dr. E.___ seien die regelmässigen und inzwischen wöchentlichen Therapiesitzun gen bei diesem Arzt gewesen ( Urk. 12 S. 7, Urk. 15-16). Dieser Arzt habe ihm von Anfang an eine medikamentöse Therapie verschrieben ( Urk. 12 S. 4), und er nehme nach wie vor regelmässig Medikamente ein. Dr. E.___ behandle ihn sodann psychotherapeutisch. Bei seinen Arztberichten handle es sich nicht um Gutachten, welche eingehendere Erläuterungen etwa zu den therapeutischen Massnahmen enthielten ( Urk. 12 S. 8 f.). Sie seien aber relativ ausführlich und beruhten auf regelmässigen, inzwischen wöchentlichen Therapiesitzungen ( Urk. 12 S. 7). Die Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagten, stehe hier nicht im Vordergrund, da auch die Berichte der unabhängigen Ärzte der Klinik D.___ sowie des von der Beklagten beauftragten Gutachters Dr. C.___ die Beurteilung von Dr. E.___ bestätigten. Zu beachten sei auch, dass die behandelnden Psychiater besser in der Lage seien, seine Beschwerden zu beurteilen, als ein Gutachter, welcher ihn ein mal gesehen habe ( Urk. 12 S. 10 f.). Beim Gutachten von Dr. G.___ vom 2 2. Feb ruar 2016 handle es sich hingegen um ein Parteigutachten ohne Beweiswert. Die ses weise zudem erhebliche Mängel auf: Er habe weder zur Person des Gutachters noch zu den ihm gestellten Fragen Stellung nehmen können. Die Begutachtung habe lediglich 30 Minuten gedauert, womit die gemäss den Qualitätsrichtlinien für psychiatrische Gutachten vorausgesetzte wohlwollende und entspannte Gesprächsatmosphäre gar nicht habe aufkommen kö nnen. Ein solches Gutachten könne lediglich eine Momentaufnahme beschreiben. Überdies hab e er den Ein druck gehabt, dass der Guta chter kein Interesse an seinem L eiden gehabt habe und i h m gegenüber voreingenommen gewesen sei. Sodann sei auf das Einholen von Fremdeinkünften verzichtet worden und es seien nicht sämtliche relevanten medizinischen Vorakten berücksichtigt worden. D as Gutachten setze sich auch nicht mit den Beurteilungen der anderen Ärzte auseinander, insbesondere der in diesen Berichten dokumentierten depressiven Symptomatik. Seine schwierige familiäre Situation ebenso wie zahlreiche von ihm beschriebene Symptome und Befunde würden im Gutachten ungenügend berücksichtigt, etwa, dass seine Sui zidgedanken Anlass für die stationäre Aufnahme gewesen seien und er vor der Begutachtung in verschiedene Schlägereien geraten sei. Im Gutachten seien lediglich die mittels gutachterlicher F rem d beurteilung nach dem AMDP-System erhobenen Befunde berücksichtigt worden, womit es auf einer ungenügenden Befunderhebung basiere. In der Expertise sei schliesslich auch nicht erläutert wor den, ob und inwiefern sich die anerkannten psychischen Funktionseinschränkun gen auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in anderen Tätigkeiten auswirkten ( Urk. 1 S. 5 und 12-16 ). Deshalb sei das Gutachten nicht geeignet, die Beweiskraft der übrigen Arztberichte psychiatrischer Fachärzte zu erschütter n. Der ebenfalls von der Beklagten beauftragte Psychiater Dr. C.___ habe denn auch im Widerspruch zu Dr. G.___ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Dieser Arzt habe zwar anders als die behandelnden Ärzte eine Anpassungsstörung diagnostiziert, aber ebenfalls typische depressive Symptome erhoben. Falls das Gericht zum Schluss komme, dass auch unter Berücksichtigung der Arztberichte von Dr. E.___ und der Klinik D.___ eine Beweislücke vorliege, so sei diese durch die Einholung ein es Obergutachten s zu schliessen ( Urk. 12 S. 7, 9 und 12). Die Beklagte schulde ihm für die Zeit vom 1. Mai 2016 bis 1 5. Juni 2017 weitere 412 Taggelder in Höhe von Fr. 56'959.70 zuzüglich Verzugszins von 5 %. Da die Beklagte ihre Leistungspflicht mit Schreiben vom 8. April 2016 definitiv abge lehnt habe, seien Fälligkeit und Verzug der einzelnen Taggelder ab 1. Mai 2016 fortlaufend eingetreten, wobei der für den Beginn des Zinsenlaufs massgebliche mittlere Verfalltag zwischen dem 1. Mai 2016 und dem 1 5. Juni 2017 der 2 2. November 2016 sei ( Urk. 1 S. 2, Urk. 12 S. 2 ff. und 12). 3.2 Die Beklagte stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, in den Akten fehle ein ärztlicher Bericht, der geeignet sei, eine Arbeitsunfähigkeit des Klägers hin reichend zu begründen. Die Hausärztin Dr. B.___ habe in ihrem Bericht nicht begründet, inwiefern die erhobenen Befunde den Kläger daran hindern würden, die bisherige Arbeit auszuüben. Dr. C.___ habe sodann keine mittelschwere Depression, sondern lediglich eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) diagnos tiziert bei Verdacht auf eine Persönlichkeitsakzentuierung mit dissozialen, para noiden und narzisstischen Zügen. Dr. E.___ seinerseits begründe in seinen Berichten nicht, weshalb der Kläger zu 100 % arbeitsunfähig sein solle ; auch habe er keinen Therapievorschlag unterbreitet, um der von ihm befürchteten Chronifi zierung entgegenzuwirken. In seinem Zeugnis vom 1 6. September 2017 habe er lediglich notiert, der Kläger sei «seiner Ansicht nach» zu 100 % arbeitsunfähig. Mit einer solchen subjektviven Auffassung ohne Begründung gelinge der Nach weis einer Arbeitsunfähigkeit nicht ( Urk. 19 S. 3). Hinsichtlich der Arbeitsfähig keitsbeurteilungen der behandelnden Ärzte müsse auch die Erfahrungstatsache berücksichtigt werden, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer auftragsrecht lichen Vertrauensstellung zu ihren Patienten eher zu deren Gunsten aussagen würden, weshalb ihre Berichte mit Vorbehalt zu würdigen seien. Im Streitfall komme eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärzte kaum je in Frage. Dr. G.___ habe in seinem Gutachten vom 2 2. Februar 2016 aufgezeigt, dass der klinische Befund einer Anpassungsstörung mit leichter depressiver Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung ent spreche. Sodann habe er schlüssig dargelegt, dass Verbitterungsstörungen typi scherweise durch negative Lebensereignisse wie Kündigung, berufliche Herab würdigung und Mobbing ausgelöst würden, woraufhin sich die Betroffenen oft ungerecht behandelt fühlten und mit Verbitterung, emotionaler Erregung und Aggressivität reagierten. Der Kläger habe ihm denn auch angegeben, in den letz ten sechs Monaten seiner Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber gemobbt worden zu sein und weiterhin viel an die Mobbingsituation zu denken. Laut dem Gutach ter führe weder die Anpassungsstörung noch die von ihm ebenfalls diagnosti zierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und dissozialen Zügen zu eine r Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Entgegen der Ansicht des Klägers sei das Gutachten beweisrechtlich verwertbar. Nachvollziehbar sei auch die Empfehlung des Gutachters, wie der eine Arbeit aufzunehmen, da dies einer die Verbitterung fördernden Verharrenshaltung entgegenwirke. Der Kläger sei sodann beide Male freiwillig in die Klinik D.___ eingetreten. Dem Austrittsbericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 sei zu entnehmen, dass die Schlafstörung und der Antriebsmangel während der Hospitalisation zurückgegangen sei en und die Niedergeschlagenheit persistiert habe, aber in keinem klinischen Ausmass. Eine Arbeits un fähigkeit sei seitens dieser Klinik nicht attestiert worden. Bereits von Beginn an sei lediglich eine Arbeitsunfähigkeit beim bisherigen Arbeitgeber als Folge der dortigen Mobbingsituation ausgewiesen. Der Kläger trage die Beweis last dafür, dass eine über den 3 0. April 2016 hinaus andauernde Arbeitsunfähig keit von mindestens 25 % in derselben Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber bestanden habe; da dieser Beweis nicht erbracht worden sei, seien die Taggelder zu Recht per 3 0. April 2016 eingestellt worden ( Urk. 7, Urk. 19 S. 2 ). 3. 3.1 Folgende bei den Akten liegenden ärztlichen Stellungnahmen enthalten Äusse rungen zum Gesund heitszustand respektive zur Arbeitsfähigkeit des Klägers: 3.2 Die den Kläger laut Angabe in der Krankmeldung ( Urk. 2/2) ab 1 8. Juni 2015 behandelnde Hausärztin Dr. B.___ diagnostizierte in ihrem Bericht vom 2 4. Juni 2015 eine depressive Störung mittleren Grades. Als Befunde nannte sie Impulsivität, eine depressive Stimmung sowie eine Schlafstörung. Der Kläger habe auch über Lustlosigkeit geklagt. Wegen mangelnder Belastbarkeit sei er vom 1 8. b is 2 8. Juni 2015 in der angestammten Tätigkeit als Lagerist zu 100 % arbeitsunfähig ( Urk. 8/3). 3.3 Im Auftrag der Beklagten erstell t e der Psychiater Dr. C.___ gestützt auf seine Untersuchung des Klägers am 4. August 2015 sowie den Bericht von Dr. B.___ vom 2 4. Juni 2015 ein L ow-level - Assessment über den Kläger. Dem Bericht von Dr. C.___ ist zu entnehmen, dass der Kläger dem Psychiater angab, seit sechs Monaten am Arbeitsplatz von drei Mitarbeitern gemobbt wor den zu sein. Nachdem er von einem der Mitarbeiter, der nur telefoniert und Pau sen gemacht habe, Videoaufnahmen angefertigt und diese dem Chef gezeigt habe, sei er per 2 3. April 2015 freigestellt worden mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten. Seit einer Woche sei er in der Klinik D.___ hospitalisiert. Dr. C.___ diagnostizierte eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) bei Ver dacht auf eine Persönlichkeitsakzentuierung mit dissozialen, paranoiden und nar zisstischen Zügen (ICD-10: Z73.1). In seiner Beurteilung hielt er fest, der Kläger habe vor dem Hintergrund einer Konfliktsituation am Arbeitsplatz eine Anpas sungsstörung entwickelt, wobei derzeit keine typisch depressiven Symptome wie Niedergeschlagenheit, psychomotorische Hemmung, Herabsetzung des Selbst wertgefühls sowie Anhedonie vorhanden seien. Vielmehr habe sich der Kläger mit einer Antriebssteigerung und einer gereizten Dysphorie präsentiert und habe offen von gewalttätigen Auseinandersetzungen in den letzten Wochen und Monaten sowie von autoaggressiven Gedanken berichtet. Ferner habe er relevante Störungen in der sozialen Kommunikation gezeigt und sich mit leichtgradigen kognitiven Defiziten präsentiert. Seine erhebliche Selbstzentriertheit, sein arro gantes, hochnäsiges Auftreten sowie die grundsätzlich berichtete Neigung, wenig auf existierende Normen und Re geln zu achten, sondern die Gere chtigkeit durch Selbstjustiz herstellen zu wollen, könnten im Sinne eines Persönlichkeitsstils mit narzisstischen und dissozialen, möglicherweise auch paranoiden Zügen interpre tiert werden. In diese Richtung wiesen auch das Verhalten des Klägers im Unter suchungsgespräch sowie die fremdanamnestischen Angaben durch den beigezo genen türkischsprachigen Dolmetscher hin. Momentan sei der Kläger in keiner beruflichen Tätigkeit arbeitsfähig. Die aktuelle stationäre Behandlung folge den anerkannten Therapiegrundsätzen, wobei fraglich erscheine, ob der Kläger ange sichts des nur teilweise vorhandenen Zielsyndroms von der antidepressiven Erkrankung in relevantem Ausmass profitieren könne ( Urk. 2/5). 3.4 Nachdem sich der Kläger notfallmässig beim Psychiatriezentrum J.___ vor gestellt hatte, weil der behandelnde Psychiater Dr. E.___ ferienabwesend war, trat er auf Zuweisung der ihn dort behandelnden Ärztin am 2 8. Juli 2015 in die Klinik D.___ ein und hielt sich dort bis zum 1. September 2015 auf. In den Berichten vom 2 4. September und 2 3. November 2015 über den stationären Therapieaufenthalt diagnostizierten die Ärzte eine rezidivierende depressive Stö rung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) und bescheinigten dem Kläger eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 2 8. Juli bis 6. September 2015 mit dem Hinweis, die Arbeitsfähigkeit nach diesem Zeitraum müsse vom nachbehan delnden Psychiater Dr. E.___ beurteilt werden. Den Berichten der Klinik D.___ ist weiter zu entnehmen, dass der Kläger den Ärzten gegenüber berich t ete, seit rund 10 Monaten zunehmend unter einer depressiven Symptomatik zu leiden. Belastungsfaktoren seien die seit mehreren Jahren bestehende psychische Krank heit seiner Ehefrau, die bei ihm zu Überlastungsempfinden geführt habe, die Absagen auf Bewerbungen, die er seit dem Verlust seiner letzten Arbeitsstelle erhalten habe sowie finanzielle Probleme. Laut Angaben des Klägers bestehe sei t mehreren Jahren ein sozialer Rückzug; sein e Familie sei sozial weitgehend iso liert. Zu Hause herrsche ein Chaos, er habe keine Kraft mehr für den Haushalt. Deshalb leide er unter Hoffnungslosigkeit mit lebensmüden Gedanken. Den Berichten der Klinik D.___ ist weiter zu entnehmen, dass der Kläger vor fünf bis sechs Jahren wegen einer wenige Wochen anhaltenden depressiven Episode psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelt wurde. Anamnese und aktuelle Befund e sprachen aus Sicht der Ärzte für eine depressive Episode mittelgradiger Ausprägung im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung; erfüllt seien die Kriterien einer niedergeschlagenen Stimmung seit über zwei Wochen, des Verlust s von Freude, eines verminderten Antrieb s, von Klagen über ein vermin dertes Konzentrationsvermögen, einer psychomotorische n Hemmung, von Appe titverlust sowie Schlaf störungen. Trotz der Behandlung mit verschiedenen thera peutischen Ansätzen und der Unterstützung durch die hausinterne Sozialarbeite rin habe die psychopathologische Symptomatik weitgehend fortbestanden, so dass er in stabilisiertem, aber nur teilremittiertem Zustand entlassen worden sei ( Urk. 2/6/1). 3.5 Laut dem Verlaufsbericht vom 2 4. Dezember 2015 von Dr. E.___, welcher den Kläger seit dem 2 6. Juni 2015 in seiner Muttersprache Türkisch psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelte, wirkte der Kläger etwas verwahrlost; er sei jeweils psychomotorisch in sich gesunken gewesen, habe den Blickkontakt ver mieden und mit leiser Stimme gesprochen, wobei das Denken inhaltlich depressiv und ängstlich gewirkt habe. Weiter hätten eine Antriebshemmung, Grübeln, Trau rigkeit, Freud- und Lustlosigkeit beobachtet werden können. Zudem habe er über Schlafstörungen und vereinzelte Suizidideen berichtet. Dr. E.___ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11). In seiner abschliessenden Beurteilung hielt er fest, der Kläger lebe in einer schwierigen psychosozialen Situation, da die Ehefrau seit Jahren depressiv sei und der Sohn oh ne Lehre und Zukunftsaussich ten. Zudem bestünden in der Familie finanzielle Schwierigkeiten. Zur Z eit sei er zu 100 % arbeitsunfähig, die Prognose sei noch offen ( Urk. 2/6/3). 3.7 Das psychiatrische Gutachten von Dr. G.___ und Dr. H.___ vom 2 2. Februar 2016 erging gestützt auf das von der Beklagten zur Verfügung gestellte Akten dossier, insbesondere den Low-level-Assessment- Bericht von Dr. C.___ vom 5. August 2015, den Bericht der Ärzte der Klinik D.___ vom 2 3. November 2015 und den Befundbericht von Dr. E.___ vom 2 4. Dezember 2015, und die mit einem Dolmetscher erfolgte psychiatrische Exploration des Klägers durch Dr. H.___ am 2. Februar 2016 ( Urk. 2/7/1 S. 1 und 5 ff.). In d er Expertise wird angegeben, der Kläger habe während der psychiatrischen Exploration Au genkontakt gehalten und insgesamt psychisch nicht namhaft beeinträchtigt ge wirkt. D as Denken sei auf eine vermeintlich ungerechtfertigte Behandlung durch Arbeitskollegen und den Arbeitgeber eingeengt gewesen. Mit Ausnahme von finanziellen Sorgen und Zukunftssorgen habe er keine Ängste geäussert. An haltspunkte für Suizidgedanken oder Pläne hätten gefehlt ( Urk. 2/7/1 S. 7 ff.). Die Gutachter diagnostizierten eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit nar zisstischen und dissozialen Zügen (ICD-10: F60.9). In ihrer abschliessenden Beurteilung hielten sie fest, der Kläger habe vorwiegend depressive Verstimmun gen, Antriebs- und Motivationsprobleme, Ein- und Durchschlafstörungen sowie Aggressionen, Reizbarkeit und Zukunftsängste g eschildert. Die Besch werden hät ten sich in Zusammenhang mit einer als Mobbing wahrgenommenen beruflichen Auseinandersetzung im vergangenen Jahr entwickelt. Die AMDP-konform erho benen Untersuchungsbefunde ergäben das Bild eines dysphorischen Versicherten, der ohne Hinweise für mnestische oder konzentrative Einschränkungen über sei nen Werdegang und seine Beschwerden berichtet habe. Die Stimmung sei dabei gereizt, vorwurfsvoll, aggressiv gewesen und geprägt von inadäquaten Grössen phantasien, einer erhöhten Kränkbarkeit und Schuldzuweisungen gegenüber anderen ohne die Bereitschaft, allfällige eigene Beiträge zu Konfliktsituationen zu erkennen. Klinische Zeichen einer Depressivität wie psychomotorische Hem mung, Antriebsstörung oder Niedergeschlagenheit hätten gefehlt. Die von den behandelnden Ärzten gestellte Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode könne vor diesem Hintergrund nicht bestätigt werden. Das klinische Bild entspre che einer Anpassungsstörung mit leichter depressiver Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung. Solche Störungen würden typischerweise durch negative Lebensereignisse wie Kündigung, berufliche Herabwürdigung und Mob bing ausgelöst, woraufhin sich die Betroffenen oft ungerecht behandelt fühlten und mit Verbitterung, emotionaler Erregung und Aggressivität reagierten. Die emotionale Schwingungsfähigkeit sei hierbei nicht beeinträchtigt, und diese Per sonen zeigten meist einen normalen Affekt bei Ablenkung. Die im psychopatho logischen Befund aufscheinenden prämorbiden narzisstischen und dissozialen Persönlichkeitszüge könnten als prädisponierende Faktoren für die Entwicklung der Verbitterungsstörung angesehen werden. Weder die Anpassungsstörung noch die definitionsgemäss seit dem jungen Erwachsenen alter bestehende Persönlich keitsstörung hätten jedoch eine Minderung der Arbeitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagerist wie auch in jeder anderen Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts zur Folge; der Kläger könne sein Verhalten nämlich durchaus kontrollieren. Zudem könne dieses Leiden therapiert werden. Ab sofort sei er zu 100 % arbeitsfähig. Aus therapeutischer Sicht sei die Wiederaufnahme einer Arbeit zu empfehlen, da dies einer die Verbitterung fördernden Verharrens haltung entgegenwirke ( Urk. 2/7/1 S. 9 ff.). Gestützt auf das F.___ -Gutachten gelangte der Vertrauensarzt der Helsana Dr. I.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in seiner Beurteilung vom 3. März 2016 zur Schlussfolgerung, dass der Kläger ab sofort wegen einer gesundheitlichen Besserung zu 100 % arbeitsfähig sei in sämtlichen Tätigkeiten ( Urk. 8/5; vgl. auch Urk. 8/6). 3.8 Im Verlaufsbericht vom 2 6. März 2016 wiederholte Dr. E.___ die in seinem Vor bericht gestellten Diagnosen und Befunde im W esentlichen (vgl. Urk. 2/6/3). Neu erwähnte er bei den Befunden angestaute innere Wut, einen verkehrten Tag-Nacht-Rhythmus und eine bereits etablierte depressive Weltsicht. Weiter führte er aus, der Kläger sei seiner Ansicht nach von den Gutachtern nicht korrekt erfasst worden. Zwar habe er auf die Frage des Gutachters, ob er arbeiten würde, wenn er eine Arbeit fände, mit «Ja» geantwortet; aus psychiatrisch-psychotherapeuti scher Sicht sei er zur Zeit aber zu 100 % arbeitsunfähig und keinesfalls in der Lage, eine Stelle anzutreten ( Urk. 2/7/2). 3.9 Vom 1 5. August bis 7. September 2016 hielt sich der Kläger zum zweiten Mal in der Klinik D.___ stationär auf. Dem Austrittsbericht vom 2 1. September 2016 ist zu entnehmen, dass er freiwillig eintrat und den Ärzten angab, mit Ausnahme der ein- bis zweimal pro Monat stattfindenden Gespräche bei Dr. E.___ über keine Tagesstruktur zu verfügen. Hauptbelastungsfaktoren seien die schwierige finan zielle Situation, der immer stärkere Rückzug, die Einschlafstörung und die Antriebsminderung. Seit Beendigung der Arbeit als Lagerist vor mehr als einem Jahr sei er ohne Arbeit. Der Lebensunterhalt werde von der IV-Rente der psy chisch erkrankten Ehefrau finanziert. Er sei beim RAV angemeldet und geb e dort regelmässig K rankmeldungen ab. Durch diverse Situationen im Alltag, beispiels weise im Strassenverkehr, reagiere er mit starken Aggressionen, wobei es seit rund einem Jahr zu keinen Handgreiflichkeiten mehr gekommen sei. Es komme zu lebensmüden Gedanken, sich mit der eigenen legalen Schusswaffe das Leben zu nehmen. Als psychopathologische Befunde nach AMDP bei Eintritt in die Kli nik erwähnen die Ärzte eine Konzentrationsminderung, einen niedergeschlage nen Affekt und eine reduzierte Schwingungsfähigkeit. Antrieb und Psychomoto rik seien gemindert gewesen, der Kläger habe erschöpft gewirkt. Auf Alltagssitu ationen habe er an ge spannt und aggressiv reagiert, ferner habe eine Einschlaf störung bestanden. Zuletzt habe er vor zwei Wochen lebensmüde Gedanken gehabt, wobei keine akute Suizidalität bestehe. Diagnostisch gingen die Psychia ter der Klinik D.___ von einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen Episode (ICD-10: F.33.1) aus. Zum Therapieverlauf hielten sie fest, im Vordergrund der Symptomatik hätten Interessenverlust, Nie dergestimmtheit sowie die Einschlafstörung gestanden. Die Depression sei von einer psychophysischen Angespanntheit und Dünnhäutigkeit begleitet worden. Nach Ergänzung der vorbestehenden Medikation seien die Schlafstörung und der Antriebsmangel zurückgegangen. Weitere Symptome wie Niedergeschlagenheit hätten fortbestanden, jedoch nicht in einem klinischen Ausmass ( Urk. 2/9/1). 3.10 In einem weiteren Verlaufsbericht vom 2 8. Januar 2017 diagnostizierte Dr. E.___ n eu eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.2) in sehr schwieriger psychosozialer Situa tion. Er hielt fest, der zweite stationäre Aufenthalt in der Klinik D.___ habe leider auch keine Verbesserung des Gesundheitszustandes gebracht. Bei den geklagten Beschwerden erwähnte Dr. E.___ die gleichen Symptome wie in den Vorberichten. Auch der in diesem Verlaufsbericht festgehaltene Psychostatus ent spricht im Wesentlichen demjenigen im Vorbericht. Zusätzlich legte Dr. E.___ dar, der Kläger sei etwas misstrauisch, wodurch er von seiner Umgebung, etwa dem Pflegepersonal der Tagesklinik, als etwas bedrohlich wahrgenommen werde. Des halb sei er zu früh aus der Behandlung entlassen worden. Er sei nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig. Der Krankheitsverlauf tendiere stark dazu, sich zu chroni fizieren ( Urk. 2/9). Dem letzten Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 ist als Diag nose neu eine rezidivierende depressive Störung, schwankend zwischen mitte l gradigen und schweren Episoden, gegenwärtig schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.2) in sehr schwieriger psychosozialer Situation, zu ent nehmen. Bei den subjektiv geklagten Beschwerden werden die gleichen Symp tome wie in den Vorberichten aufgeführt, ebenso beim Psychostatus. Abschlies send führte Dr. E.___ aus, der Kläger sei schwer depressiv und könne trotz aller Bemühungen keine Tagesstruktur aufrecht erhalten. Seiner Ansicht nach sei er aufgrund der psychischen Probleme zu 100 % arbeitsunfähig. Der Krankheitsver lauf habe sich mittlerweile chronifiziert, die Prognose sei nicht gut ( Urk. 16). 4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist in erster Linie, ob der Kläger ab der Einstellung der Taggeldleistungen am 1. Mai 2016 bis zum 1 5. Juni 2017 effektiv zu 100% arbeitsunfähig war. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Beklagte ab 1. Mai 2016 eine Zustandsverbesserung zu beweisen hat, sondern der Kläger mit dem Beweis mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Nachweis zu erbringen hat, dass die Arbeitsunfähigkeit von 100 % weiter angedauert hat. Für eine Klageabwei sung genügt es, dass Zweifel am Fortbestand einer Arbeitsunfähigkeit aufkom men, so dass diese nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheint. Derartige Zweifel können auch allein durch Parteivorbringen beziehungsweise Privatgut achten ausgelöst werden (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 4A_85/2017 vom 4. September 2017, E. 2.3 mit Hinweis sowie 4A_445/2016 vom 1 6. Februar 2017, E. 4.2. 1 ). 4.2 In der Zeit vor dem 1. Mai 2016 (und ab Mitte Juni 2015) wurde dem Kläger in den Berichten der Hausärztin Dr. B.___ vom 2 6. Juni 2015 ( Urk. 2/3), des von der Helsana beauftragten Arztes Dr. C.___ vom 5. August 2015 ( Urk. 2/5), der den Kläger stationär behandelnden Ärzte der Klinik D.___ AG vom 2 4. September sowie vom 2 3. November 2015 ( Urk. 2/6/1-2) und des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ vom 2 4. Dezember 2015 ( Urk. 2/6/3) wegen einer mittelgradigen depressiven Störung beziehungsweise – im Fall von Dr. C.___ – einer Anpassungsstörung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche beruf lichen Tätigkeiten bescheinigt. 4.3 Die Beklagte be ruft sich zur Begründung ihres Standpunktes im Wesentlichen auf das F.___ -Gutachten von Dr. G.___ und Dr. H.___ vom 2 2. Februar 2016, in welchem erstmals seit Beginn der Erkrankung im Juni 2015 keine Arbeitsun fähigkeit mehr attestiert wurde. Der Kläger macht zu Recht geltend, dass es sich bei dieser Stellungnahme um ein von der Beklagten eingeholtes Parteigutachten handelt, welche m grundsätzlich keine Beweisqualität zukommt, sondern bloss der Charakter substantiierter Parteivorbringen (vorstehend E. 1.7). Aus diesem Grund geht aber sein Vorwurf, er habe im Vorfeld der Begutachtung weder zur Person der Gutachter noch zu den Fragen Stellung neh men können, an der Sache vorbei. Ferner finden die vom Kläger angeführten Verfahrensgrundsätze bei der Einho lung eines Gutachtens durch einen Sozialversicherer auf den Bereich der privaten Krankentaggeldversicherung keine Anwendung (Urteil des Bundesgerichts 8C_15/2015 vom 3 1. März 2015, E. 6.4 ). Soweit der Kläger geltend macht, die F.___ -Gutachter hätten ihn lediglich während 30 Minuten untersucht, ist ihm entgeg enzuhalten, dass eine derartige Untersuchungsdauer zwar eher kurz ist, eine hinreichende Erfassung des psychischen Gesundheitszustands einer Person im Grundsatz aber noch nicht verunmöglicht. Immerhin werden in der Parteiexpertise Untersuchungsbefunde erwähnt, welche von den zuvor berichtenden Ärzten noch nicht festge stellt wurden und vom Klä ger aktuell auch nicht substantiiert bestritten werden: Im Gegensatz zur Beobach tung von Dr. E.___, dem gegenüber der Kläger laut Bericht vom 2 4. Dezember 2015 noch Blickkontakt vermied und mit leiser Stimme sprach ( Urk. 2/6/3), wird im F.___ -Gutachten festgehalten, der Kläger habe mitunter dysphorisch und aggressiv gewirkt und den Augenkontakt zum Gutachter gehalten ( Urk. 2/7/1 S. 8 und 10). Dies deutet eher in Richtung einer zwischenzeitliche n Besserung der psychischen Symptomatik auf das von den Gutachtern behauptete Niveau einer leichten depressiven Störung hin. Im Übrigen ist für die Beurteilung allfälliger Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ohne Bedeutung, o b die depressive Symp tomatik diagnostisch bei den Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion oder den rezidivierenden depress iven Störungen eingeordnet wird. D ie Einschätzung der F.___ -Gutachter, dass der Kläger im Februar 2016 nur noch unter leichten depressiven Symptomen litt, wird durch verschiedene weitere Indizien gestützt : Der Kläger macht selbst geltend, er habe sich jeweils wegen einer Verschlechterung der psychischen Symptomatik beziehungsweise Phasen von Suizidalität in die Klinik D.___ begeben, um sich stationär b ehandeln zu lassen. Diese Ärzte erhoben bei Eintritt jeweils eine mittelgradig depressive Störung, was dafür spricht, dass die Depression vor der jeweiligen Verschlecht e r ung weniger schwer war. Dass der Schweregrad der Symptomatik schwankte, wohl auch infolge der stationären Behandlungen, ergibt sich auch aus den Berichten der Klinik D.___ : Die B eklagte weist zu Recht darauf hin, dass im Bericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 festgehalten wird, während der zweiten Hospitalisation seien die Schlafstörung und der Antriebsmangel zurückgegangen und die weiteren bei Eintritt erhobenen Symptome hätten zuletzt nicht mehr in klinisch relevantem Ausmass fortbestanden. Zudem wurde laut diesem Bericht bereits bei Klinikeintritt eine gewisse Änderung der Symptomatik registriert, indem der Kläger a uf Alltagssituationen angespannt und aggressiv reagiert e ( Urk. 2/9/1 S. 2). Auch dem Bericht der Klinik D.___ vom 2 4. Sep tember 2015 über die erste Hospitalisation vom 2 8. Juli bis 1. September 2015 kann entnommen werden, dass die bei Klinikeintritt erhobene mittelgradige depressive Episode bei Austritt teilweise zurückgegangen war ( Urk. 2/6/1 S. 3). N ach dem natürlichen Verlauf rezidivierender depressiver Störungen ist die Bes serung zwischen den einze lnen, zwischen drei und zwölf Monaten dau ernden Episoden oft sogar vollständig (vgl. auch die Internationale Klassifikation psy chischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Auflage, Bern 2015, S. 176 f.). Die Einschätzung der F.___ -Gutachter, dass der Kläger im Februar 2016, rund acht Monate nach Beginn der psychischen Symptomatik, nur noch unter einer leichten depressive n Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung litt, entspricht folglich dem erfahrungsgemäss en Ver lauf, welcher bereits durch die im Austrittsbericht der Klinik D.___ vom 2 4. September 2015 erwähnte Teilremission der depressiven Episode mittelgradi ger Ausprägung angedeutet wurde. Dass eine leichte depressive Störung und die von den F.___ -Gutachtern ebenfalls diagnostizierte Persönlichkeitsstörung bei zumutbarer Anstrengung keine wesentliche Beeinträchtigung des beruflichen Leistungsvermögens nach sich ziehen, ist vor dem Hintergrund der erhobenen Befunde nachvollziehbar. 4.4 Schliesslich ist zu beachten, dass der behandelnde Psychiater Dr. E.___ dem Klä ger als einzige r Arzt durchgehend eine 100%ige A rbeitsunfähigkeit bescheinigte. Zwar behandelte nur dieser Arzt den Kläger während längerer Zeit i n regelmäs sigen Abständen. E r konnte deshalb auf wertvolle Erkenntnisse betreffend die Beschwerdesymptomatik zurückgreifen, um die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Auf der anderen Seite ist aber auch die Erfahrungstatsache zu berücksichtigen, dass Hausärzte und behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtlich e Vertrauensstellung sowie ihren Behandlungsauftrag in Zweifelsf ällen mitunter eher zu g un sten ihrer Patienten aussagen dürften (vgl. die Urteile des Bundesge richts 4A_526/2014 vom 1 7. Dezember 2014, E. 2.4 sowie 9C_24/2008 vom 2 7. Mai 2008, E. 2.3.2 mit weiteren Hinweisen). Darauf, dass die Beurteilungen von Dr. E.___ eher zugunsten des Klägers ausfielen, weist der Umstand, dass die ser Arzt durchgehend mindestens mittelgradige und teilweise schwe re depressive Episoden diagnostizierte ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16), während die Fachärzte der Klinik D.___ die schwere der Symptomatik zurückhaltender einschätzten: J eweils zu Beginn der beiden stationären Hospitalisationen, welche nach Angabe des Beschwerdeführers im Anschluss an Akzentuierungen der psychischen Symp tomatik erfolgten, diagnostizierten sie lediglich mittelgradige depressive Episo de n ; am Ende der Hospitalisationen beobachteten sie jeweils eine relevante Bes serung der Symptomatik. Diese Ärzte sind tendenziell als neutral er einzu stufen, weil sie den Kläger weniger eng und lange betreuten als der ambulant behan delnde Psychiater. Auch ist der Beklagten zuzustimmen, dass mit zunehmender Dauer der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung und der bescheinig ten anhaltenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit von Dr. E.___ hätte erwartet werden können, dass er fortbestehende funktionelle Einschrän kungen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit näher beschreibt. A uch wäre eine Erklärung, weshalb seiner Ansicht nach die Beeinträchtigung en trotz Therapie und entgegen dem üblichen Verlauf solcher Störungen unverändert an h alten, der Überzeu gungskraft seiner späteren Verlaufsberichte zuträglich gewesen. Nicht ins Bild passt zudem, dass trotz der von Dr. E.___ prognostizierten Chronifizierung der depressiven Symptoma t i k Anhaltspunkte für eine Anmeldung des Klägers bei der Invalidenversicherung fehlen. Diese Unzuläng lich keiten reichen z usammen mit der durch Indizien gestützten Behauptung der F.___ -Gutachter, dass anlässlich ihrer Abklärung des Klägers im Februar 2016 nur eine leichte depressive Symp tomatik bestand, aus, um den Aussage wert der Berichte von Dr. E.___ vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar sowie 1 6. September 2017 zu relativieren. Mit ihnen kann die behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Mai 2016 folglich nicht bewiesen werden. 4.5 Werden die Berichte von Dr. E.___ ausser Acht gelassen, wird e ine mittelgradige depressive Episode nach der Leistungseinstellung durch die Beklagte erstmals wieder im Bericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 diagnostiziert, allerdings mit dem Hinweis, dass die Symptomatik bei Austritt aus der Klinik signifikant zurückgegangen war ( Urk. 2/9/1). Diesbezüglich ist von Bedeutung, dass der Versicherungsschutz für den Kläger mit dem Ende seines Arbeitsverhältnisses (spätestens) am 3 1. August 2015 ( Urk. 8/5; vgl. auch Urk. 2/5 S. 2), was zu seinem Ausscheiden aus dem ver sicherten Personenkreis geführt hat, geendet hat ( Art. 9.3 lit. a AVB). Zwar bleibt gemäss Art. 9.4 AVB der Leistungsanspruch für eine versicherte Person, die bei Ende der Versicherung arbeitsunfähig ist, für den laufenden Fall gewahrt (Nach leistung). Mit dem Wiedererlangen der vollständigen Arbeitsfähigkeit erlischt der Anspruch auf Nachleistung aber, und Rückfälle geben keinen Anspruch auf wei tere Leistungen ( Urk. 8/1 S. 4 ). Bei der mindestens für die Zeit des stationären Aufenthalts in der Klinik D.___ vom 1 5. August bis 7. September 2016, wel cher laut Angaben des Beschwerdeführers wegen einer erneuten Akzentuierung der psychischen Symptomatik erfolgte, anzunehmenden 100%igen Arbeitsunfä higkeit handelt es sich nach den vorstehenden Erwägungen um einen Rückfall nach Wiedererlangen der vollständigen Arbeitsfähigkeit. Die se erneute Arbeits unfähigkeit gibt aufgrund der genannten AVB-Regelung keinen Anspruch au f weitere Taggeldleistungen. 4.6 Der Kläger beantragt die Erstellung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens, um den Beweis für die von ihm behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 1. Mai 2016 zu erbringen. Ein solches Gutachten hätte sich nach dem in den vorstehen den Erwägungen 4.4 und 4.5 Gesagten in erster Linie zur Entwicklung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Klägers in der Zeit vom 1. Mai 2016 bis zum erneuten Eintritt in die Klinik D.___ am 1 5. August 2016 zu äussern. Wie sich vorstehend ergeben hat, ist von einer zwischen verschie denen Schweregraden schwankenden psychischen Symptomatik auszugehen. Dies folgt nicht zuletzt auch aus der wechselnden diagnostischen Einordnung der Depres sion zwischen einer mittelgradigen und einer schweren Episode in den Berichten von Dr. E.___ vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar 2017 und 2 1. September 2017 ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16). Selbst wenn im Zeitpunkt einer durch das Gericht angeordneten Begutachtung noch psychische Beeinträchtigungen erhoben wer den könnten, wäre deshalb völlig unklar, ob diese zumindest annäherungsweise der Symptomatik im massgeblichen Zeitraum von Mai bis August 2016 entspre chen. Eine retrospektive Beguta chtung des damaligen Gesundheitszustands müsste sodann im Wesentlichen auf die subjektiven Angaben des Klägers und die Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ abstellen. Dass der Kläger der Ansicht ist, auch nach dem 1. Mai 2016 zu 100 % arbeitsunfähig zu sein, ist bereits bekannt. S odann ist davon auszugehen, dass Dr. E.___ die in den Ver laufsberichten vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar 2017 und 2 1. September 2017 ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16) bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestäti gen würde, wenn er von den Gutachtern dazu befragt würde. Dass die Angaben von Dr. E.___ zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Klägers im massgeblichen Zeitraum zurückhaltend zu würdigen und diese im Zweifelsfall nicht beweistauglich sind, wurde bereits in Erwägung 4.4 dargelegt. Deshalb sind von einem psychiatrischen Gerichts gutachten keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten; in antizipierter Beweiswürdigung ist darauf zu ver zichten ( vgl. die vorstehende Erwägung 1.8; vgl. auch das Urteil des Bundesge richts 4A_445/2016 vom 1 6. Februar 2017, E. 4.3 ). 4.6 Da die Beweislast für die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit beim Kläger liegt, wirkt sich die Beweislosigkeit bezüglich der geltend gemachten Arbeitsunfähig keit vom 1. Mai 2016 bis zum erneuten Eintritt in die Klinik D.___ am 1 5. August 2016 zu seinen Lasten aus. Die vom Kläger behauptete Arbeitsunfä higkeit in diesem Zeitraum, welche Voraussetzung für den Anspruch auf die beantragten Taggelder ab 1. Mai 2016 bildet, ist nicht ausgewiesen. Sodann ist eine allfällige erneute 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1 5. August 2016 als Rückfall zu qualifizieren. Weil der Kläger damals nicht mehr versichert war, gibt dieser Rückfall keinen Anspruch auf weitere Leistungen. Dies führt zur Abwei sung der Klage. 5. 5.1 Die Kantone setzen die Tarife für die Prozesskosten fest (Art. 96 ZPO). Die Bemessung der Parteientschädigung und der Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung richtet sich im Klageverfahren vor dem Sozialversicherungsge richt nach § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) sowie den §§ 1, 6, 7 und 8 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialver sicherungsgericht ( GebV SVGer ). Gemäss § 34 Abs. 1 GSVGer ist die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert festzusetzen. Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer Partei wird keine Parteientschädigung (§ 7 Abs. 1 GebV SVGer ) beziehungsweise keine Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsvertretung (§ 8 GebV SVGer ) zugesprochen. 5.2 Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Klägers, Rechtsanwältin Corinne Schoch, reichte dem Gericht am 17. Oktober 2017 ihre Honorarnote ein. Dieser sind ein im Zeitraum vom 1 0. April bis zum 5. Oktober 2017 entstandener Zeitaufwand von 25 Stunden und 10 Minuten sowie Auslagen für Spesen, Kopien und den Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 ( Urk. 16) von Fr. 316.55 zu entnehmen, was beim üblichen Ansatz von Fr. 220.-- pro Stunde eine Hono rarforderung von Fr. 6'321.75 ergibt ( inklusive damals gültigem Mehrwertsteuer satz von 8 % ; Urk. 21 ). Der geltend gemachte Zeita ufwand - im Speziellen derje nige für das Verfassen von Klage und der Replik v on total 19 Stunden und 5 Minuten (exklusive Aktenstudium) - ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie mit Blick auf den praxisgemäss bei vergleichbaren Verfahren anerkannten A ufwand überhöht. Als unnötig zu qualifizieren sind insbesondere die an der Sache vorbeigehenden Aus führungen zu den im Bereich des Sozialversicherungsrechts geltenden Verfah rensgrundsätzen bei der Einholung eines Gutachtens ; die Erörterungen zum Beweiswert psychiatrischer Gutachten sind sodann unnötig weitschweifig. In Würdigung der gesamten Umstände und un ter Berücksichtigung der in E. 5.1 genannten Grundsätze erscheint ein Aufwand von 9 Stunden für das Verfassen der Klage und Replik (exklusive Aktenstudium) als angemessen und gerechtfer tigt. Zusammen mit den übrigen Aufwandpositionen gemäss Kostennote verbleibt ein zu entschädigender Arbeitsaufwand von 14 Stunden und 5 Minuten. B ei einem Stundensatz von Fr. 220.-- ergibt dies, inklusive Mehrwertsteuer von 8 %, eine Entschädigung für den zeitlichen Aufwand von Fr. 3’346.2 0. Die ausgewie senen Spesen und A uslagen von insgesamt Fr. 316.55 beziehungsweise Fr. 341.85 (mit Mehrwertsteuer) sind nicht zu beanstanden. Die unentgeltliche Rechtsvertre terin des Klägers ist folglich mit Fr. 3'688.05 aus der Gerichtskasse zu entschädi gen. Das Gericht erkennt: 1. Die Klage wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Klägers, Rechtsanwältin Corinne Schoch, Zürich, wird mit Fr. 3’688.05 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse ent schädigt. Der Kläger wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hin gewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Corinne Schoch - Helsana Versicherungen AG - Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht (BGG) eingereicht werden. Die Frist steht während fol gender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GrünigKlemmt

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich KK.2017.00032 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiber Klemmt Urteil vom 24. Oktober 2018 in Sachen X.___ Kläger vertreten durch Rechtsanwältin Corinne Schoch Advokaturbüro Kernstrasse Kernstrasse 8/10, Postfach 9814, 8036 Zürich gegen Helsana Zusatzversicherungen AG Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf Beklagte vertreten durch Helsana Versicherungen AG Recht & Compliance Postfach, 8081 Zürich Helsana Sachverhalt: 1. Der 1969 geborene X.___ arbeitete ab dem 1. März 2011 mit einem Beschäftigungsgrad von 100 % als Lagerist für die Firma A.___ AG (Urk. 8/3 ) und war über diese im Rahmen einer kollektiven Krankentaggeldver sicherung nach VVG ( Vertrags- Nr. 60051298 ) bei der Helsana Zusatzversicherun gen AG für ein Taggeld von 80 % des versicherten Lohns gegen Krankheit ver sichert, und zwar für eine Leistungsdauer von 730 Tagen nach einer Wartefrist von 3 0 Tagen ( Urk. 8/ 1- 2 ). Am 23. Juni 2015 meldete die Arbeitgeberin der Helsana, dass der Versicherte wegen Krankheit ab 18. Juni 2015 arbeitsunfähig sei (Urk. 8/3). Nach Ablauf der Wartefrist von 30 Tagen erbrachte die Helsana ab 1 8. Juli 2015 Taggeldleistungen ( Urk. 8/4a-k ). Nach dem sie zunächst den Verlaufsbericht vom 2 6. Juni 2015 der damaligen Hausärztin Dr. B.___, Fac härztin für Allgemeine Medizin ( Urk. 2/3), beigezogen hatte, holte die Helsana den Bericht von Dr. C.___, Facharzt für Psychiatrie, vom 1 0. August 2015 über ein L ow-level - Assessment des Versicherten ein ( Urk. 2/4). Dieser Arzt bescheinigte dem Ver sicherte n ebenfalls eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wegen eines psychischen Leidens ( Urk. 2 /5 ). Vom 2 8. Juli bis 1. September 2015 war der Versicherte in der psychiatrischen Klinik D.___ AG stationär hospitalisiert ( Urk. 2/6/1). Dr. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, behandelte ihn seit dem 2 6. Juni 2015 ambulant und attestierte in seinem Verlaufsbericht vom 2 4. Dezember 2015 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 2/6/3). In der Folge holte die Helsana bei der Gutachtenstelle F.___ das psychiatrische Gutachten von Dr. G.___, Facharzt für Neurologie, und Dr. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2 2. Februar 2016 ein. Da die Gutachter dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hatten ( Urk. 2/7 1), stell t e s ie dem Versicherten mit Schreiben vom 7. März 2016 die Einstellung der Taggeld leistungen per Ende April 2016 in Aussicht. Zudem wies sie ihn an, sich bei der Arbeitslosenversicherung anzumelden ( Urk. 2/7). Mit Stellungnahme vom 4. April 2016 opponierte der Versicherte dagegen ( Urk. 2/7/3), worauf die Helsana das Dossier am 3. März sowie am 6. April 2016 durch ihren Vertrauensarzt Dr. I.___ versicherungsmedizinisch beurteilen liess ( Urk. 8/5-6) und dem Versicherten am 8. April 2016 schriftlich mitteilte, an der geplanten Einstellung der Taggeldleistungen ab dem 1. Mai 2016 fe stzuhalten ( Urk. 2/8). 2. Mit Eingabe vom 1 4. Juni 2017 reichte der Versicherte, vertreten durch Rechts anwältin Corinne Schoch, Klage gegen die Helsana ein und beantragte, die Beklagte sei zur Nachleistung von Taggeldern von Mai 2015 bis zur Ausschöp fung der Leistungsdauer gemäss Kollektivversicherungsvertrag zuzüglich Zins zu 5 % seit Fälligkeit zu verpflichten, eventualiter sei seine Oberbegutachtung zu veranlassen. In prozessualer Hinsicht sei ihm eine unentgeltliche Rechtsvertrete rin in der Per s on von Rechtsanwältin Corinne Schoch zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Mit Klageantwort vom 6. Juli 2017 beantragte die Helsana die Abweisung der Klage ( Urk. 7). Mit Verfügung vom 1 1. Juli 2017 bestellte das Gericht dem Kläger in Gutheissung seines Gesuchs Rechtsanwältin Corinne Schoch als unentgeltliche Rechtsvertreterin. Gleichzeitig ordnete es einen zweiten Schriftenwechsel an und forderte den Kläger auf, die Klage zu beziffern ( Urk. 9). In der Replik vom 1 4. Sep tember 2017 beantragte der Kläger, die Beklagte sei zur Nachleistung von Tag geldern vom 1. Mai 2016 bis 1 5. Juni 2017 in der Höhe von Fr. 56'959.70 zuzüg lich Verzugszins von 5 % seit Fälligkeit respektive mittlerem Verfalltag am 2 2. November 2016 zu verpflichten und hielt am Eventualantrag auf Anordnung eines Obergutachtens fest ( Urk. 12 S. 2). Am 1 8. September 2017 reichte er einen Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 zu den Akten ( Urk. 15-16), welcher der Beklagten vom Gericht zugestellt wurde ( Urk. 17; vgl. auch Urk. 19 S. 3). Mit Duplik vom 2 9. September 2017 hielt die Beklagte an ihrem Antrag auf Klageabweisung fest ( Urk. 19). Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicheru ng (KVG) unterstehen nach Art. 2 Abs. 2 des Bundes gesetztes betreffend die Aufsicht über die Krankenversicherung ( KV A G ) dem Bun desgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG). Das Bundesgericht subsumiert kollektive Krankentaggeldversicherungen wie alle weiteren Taggeld versicherun gen in ständiger Praxis unter den Begriff der Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung (Urteil des Bundesgerichts 4A_47/2012 vom 12. März 2012 E. 2 mit weiteren Hinweisen). Die Kantone können gestützt auf Art. 7 der Schwei zerischen Zivilprozessordnung (ZPO) ein Gericht bezeichnen, welches als einzige kantonale Instanz für Streitigkeiten in diesem Gebiet sachlich zuständig ist. Im Kanton Zürich liegt die Zuständigkeit beim Sozialver sicherungsgericht (§ 2 Abs. 2 lit. b GSVGer ). 1.3 Die für das Sozialversicherungsgericht verbindliche Regelung der örtlichen Zuständigkeit im Bereich der Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenver sicherung findet sich in Art. 32 ZPO. Demnach ist bei Streitigkeiten aus Konsu mentenverträgen für Klagen der Konsumentin oder des Konsumenten das Gericht am Wohnsitz oder Sitz einer der Parteien zuständig (Art. 32 Abs. 1 lit. a ZPO). Kläger und Beklagte haben ihren Wohnsitz beziehungsweise Sitz im Kanton Zürich; damit ist auch die örtliche Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich gegeben. 1.4 Das Verfahren richtet sich nach der ZPO, wobei das einfache Verfahren zur Anwendung gelangt (Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO) und die Klage direkt beim Gericht anhängig zu machen ist (BGE 138 III 558 E. 3.2 und 4.6). Das Gericht darf einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 ZPO). Es stellt den Sachver halt von Amtes wegen fest (Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO), erhebt von Amtes wegen Beweis (Art. 153 i.V.m. Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO) und bildet seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZPO). 1.5 Nach Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO untersteht die v orlie gende Streitigkeit der sogenannten sozialen Untersuchungsmaxime. Bei der sozi alpolitisch begründeten Untersuchungsmaxime geht es darum, die wirt schaftlich schwächere Partei zu schützen, die Gleichheit zwischen den Parteien herzustellen sowie das Verfahren zu beschleunigen. Die Parteien sind jedoch nicht davon befreit, bei der Feststellung des entscheidwesentlichen Sachverhalts aktiv mitzu wirken und die allenfalls zu erhebenden Beweise zu bezeichnen. Sie tragen auch im Bereich der sozialen Untersuchungsmaxime die Verantwortung für die Sach verhaltsermittlung. Das Gericht hat lediglich seine Fragepflicht auszuüben, die Parteien auf ihre Mitwirkungspflicht sowie das Beibringen von Beweisen hinzu weisen. Zudem hat es sich über die Vollständigkeit der Behauptungen und Beweise zu versichern, wenn diesbezüglich ernsthafte Zweifel bestehen. Aber es führt nicht von sich aus eigene Untersuchungen durch. Ist eine Partei durch einen Anwalt vertreten, kann und muss sich das Gericht ihr gegenüber wie bei Geltung der Verhandlungsmaxime zurückhalten ( Urteil des Bundesgerichts 4A_592/2015 vom 18. März 2016, E. 3 mit Hinweis auf BGE 141 III 569 ). 1.6 Nach Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vor handensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegrün denden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durch setzbarkeit bestreitet. Der Eintritt des Versicherungsfalls ist nach diesen Grundsätzen vom Anspruchsberec htigten zu beweisen. Ist eine Krankentaggeld versicherung als Schadenversicherung ausgestaltet, setzt der Eintritt des Versicherungsfalls einen Schaden - namentlich einen Erwerbsaus fall - voraus. Dabei gilt das herabgesetzte Beweismass der ü ber wiegenden Wahrscheinlichkeit. Dem Versicherer steht gemäss Art. 8 ZGB das Recht auf Gegenbeweis zu. Für das Gelingen des Gegenbeweises ist nur erforder lich, dass der Hauptbeweis erschüttert wird ( Urteil des Bundesgerichts 4A_592/2015 vom 18. März 2016, E. 3 mit Hinweisen). 1.7 Im Rahmen eines Gutachtens hat die sachverständige Person aufgrund ihres Fachwissens über allgemein und jederzeit zugängliche Erfahrungstatsachen Aus kunft zu geben. Der Gutachter ist im Gegensatz zum (allenfalls sachverständigen) Zeugen, der über eigene Wahrnehmungen aussagt, ersetzbar, weshalb er vom Gericht bestimmt wird. Von den Parteien in Auftrag gegebene Stellungnahmen sind, soweit sie über allgemein und jederzeit zugängliche Erfahrungstatsachen Auskunft geben, über die eine beliebige sachverständige Person Auskunft geben könnte, nach dem Willen des Gesetzgebers für sich allein nicht zum Beweis geeignet und fallen insoweit auch nicht unter den Begriff der Urkunde (BGE 141 III 433 E. 2.5.3 und E. 2.6). Von der Versicherung veranlasste Aktengutachten sind Musterbeispiel derartiger Parteigutachten. Denn die Akten können zur Beantwortung allfälliger Fachfragen jeder beliebigen sachverständigen Person unterbreitet werden (Urteil des Bundesgerichts 4A_85/2017 vom 4. September 2017, E. 2.2.1). Allerdings ist zu beachten, dass nur Tatsachenbehauptungen bewiesen werden müssen, die ausdrücklich bestritten sind. Parteibehauptungen, denen ein Privat gutachten zugrunde liegt, werden meist besonders substanziiert sein. Ent sprechend genügt eine pauschale Bestreitung nicht; die Gegenpartei ist vielmehr gehalten zu substanziieren, welche einzelnen Tatsachen sie konkret bestreitet. Wird eine Tatsachenbehauptung von der Gegenpartei substanziiert bestritten, so vermögen Parteigutachten allein diese grundsätzlich nicht zu beweisen. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass sie allenfalls als Parteibehauptungen zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis erbringen (BGE 141 III 433 E. 2.6). 1.8 Das Recht auf Beweis wird durch die Nichtabnahme von beantragten Beweismit teln nicht verletzt, wenn das Gericht – ohne dabei in Willkür verfal len zu sein – bei pflichtgemässer antizipier ter Beweiswürdigung zur Überzeu gung gelangt, die Beweismittel vermögen keine Klärung herbeizu führen, seien zur Erbringung des Beweises untauglich oder könnten die bereits gebildete Überzeugung so oder so nicht mehr umstossen (Urteile des Bundesge richts 4A_571/2016 vom 23. März 2017, E. 4.1, 4A_626/2015 vom 24. Mai 2016, E. 2.4, sowie 4A_491/2014 vom 30. März 2015, E. 2.5 mit Hinweisen). 2. Es steht fest und ist unbestritten, dass der Kläger über die von seiner ehemaligen Arbeitgeberin mit der Beklagten abgeschlossene kollektive Krankentaggeldver sicherung (Vertrags-Nr. 60051298) für ein Taggeld von 80 % seines Jahreslohns von Fr. 63'180.-- gegen Krankheit versichert war, und zwar für eine Leistungs dauer von 730 Tagen mit einer Wartefrist von 3 0 Tagen ( Urk. 8/1-2; vgl. auch Urk. 7 S. 2, Urk. 8/4a-k ). Gemäss Art. 3.4 der anwendbar en Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) für die Helsana Business Salary Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG, Aus gabe 2006 ( vgl. Urk. 7 S. 2 und 8, Urk. 8/1 S. 2, Urk. 8/2 S. 3 ), ist Arbeitsun fähigk eit die durch eine Beeinträchti gung der körperlichen, geistigen oder psy chischen Gesundheit bedingte volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen B eruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Das Taggeld wird bei nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit von mindes tens 25 % anteilsmässig entspre chend dem Grad der Arbeitsunfähigkei t ausgerichtet (Art. 12.1 AVB). Die Berechnung der Taggeldhöhe erfolgt mittels Umrechnung des versicherten Lohnes auf ein volles Jahr und Teilung der versicherten Jahreslohnsumme durch die Zahl 365 bzw. 366 in Schaltjahren ( Art. 21 AVB). 3. 3.1 Der Kläger macht geltend, bei ihm bestehe seit Mai 2016 anhaltend eine mittel gradige beziehungsweise schwere Depression. Er sei daher zu 100 % arbeitsun fähig ( Urk. 12 S. 2). Er leide unter folgenden gemäss ICD-10 für die Diagnose einer depressiven Episode vorausgesetzten Symptomen: depressive Stimmung, Bedrücktheit/Niedergeschlagenheit, Interessenverlust oder Verlust von Freude sowie Energieverlust, erhöhte Ermüdbarkeit, sporadisch wiederkehrende Gedan ken an Suizid, Klagen über oder Nachweis eines verminderten Denk- und Kon zentr at ionsvermögens, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit, psychomoto rische Agitiertheit oder Hemmung, Schlafstörungen sowie Appetitverlust. Dies werde insbesondere durch die Stellungnahmen von Dr. C.___ vom 5. August 2015, des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ vom 2 8. Januar 2017 und der Ärzte der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 bewiesen ( Urk. 1 S. 11 f.). Entgegen der Behauptung der Beklagten habe er sich nicht freiwillig, sondern wegen seines schwer belastenden Zustands mit Phasen von Suizidalität, also aufgrund einer Verschlechterung der psychischen Symptomatik, in die stationäre Therapie bege ben ( Urk. 12 S. 6 und 11 ). Er sei erwiesenermassen durchgehend bis zur Fertig stellung der Replik zu 100 % krankgeschrieben gewesen, und gemäss dem neu esten Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 bestehe nach wie vor eine mittel- bis schwergradige Depression. Grundlage für die Beurteilung von Dr. E.___ seien die regelmässigen und inzwischen wöchentlichen Therapiesitzun gen bei diesem Arzt gewesen ( Urk. 12 S. 7, Urk. 15-16). Dieser Arzt habe ihm von Anfang an eine medikamentöse Therapie verschrieben ( Urk. 12 S. 4), und er nehme nach wie vor regelmässig Medikamente ein. Dr. E.___ behandle ihn sodann psychotherapeutisch. Bei seinen Arztberichten handle es sich nicht um Gutachten, welche eingehendere Erläuterungen etwa zu den therapeutischen Massnahmen enthielten ( Urk. 12 S. 8 f.). Sie seien aber relativ ausführlich und beruhten auf regelmässigen, inzwischen wöchentlichen Therapiesitzungen ( Urk. 12 S. 7). Die Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagten, stehe hier nicht im Vordergrund, da auch die Berichte der unabhängigen Ärzte der Klinik D.___ sowie des von der Beklagten beauftragten Gutachters Dr. C.___ die Beurteilung von Dr. E.___ bestätigten. Zu beachten sei auch, dass die behandelnden Psychiater besser in der Lage seien, seine Beschwerden zu beurteilen, als ein Gutachter, welcher ihn ein mal gesehen habe ( Urk. 12 S. 10 f.). Beim Gutachten von Dr. G.___ vom 2 2. Feb ruar 2016 handle es sich hingegen um ein Parteigutachten ohne Beweiswert. Die ses weise zudem erhebliche Mängel auf: Er habe weder zur Person des Gutachters noch zu den ihm gestellten Fragen Stellung nehmen können. Die Begutachtung habe lediglich 30 Minuten gedauert, womit die gemäss den Qualitätsrichtlinien für psychiatrische Gutachten vorausgesetzte wohlwollende und entspannte Gesprächsatmosphäre gar nicht habe aufkommen kö nnen. Ein solches Gutachten könne lediglich eine Momentaufnahme beschreiben. Überdies hab e er den Ein druck gehabt, dass der Guta chter kein Interesse an seinem L eiden gehabt habe und i h m gegenüber voreingenommen gewesen sei. Sodann sei auf das Einholen von Fremdeinkünften verzichtet worden und es seien nicht sämtliche relevanten medizinischen Vorakten berücksichtigt worden. D as Gutachten setze sich auch nicht mit den Beurteilungen der anderen Ärzte auseinander, insbesondere der in diesen Berichten dokumentierten depressiven Symptomatik. Seine schwierige familiäre Situation ebenso wie zahlreiche von ihm beschriebene Symptome und Befunde würden im Gutachten ungenügend berücksichtigt, etwa, dass seine Sui zidgedanken Anlass für die stationäre Aufnahme gewesen seien und er vor der Begutachtung in verschiedene Schlägereien geraten sei. Im Gutachten seien lediglich die mittels gutachterlicher F rem d beurteilung nach dem AMDP-System erhobenen Befunde berücksichtigt worden, womit es auf einer ungenügenden Befunderhebung basiere. In der Expertise sei schliesslich auch nicht erläutert wor den, ob und inwiefern sich die anerkannten psychischen Funktionseinschränkun gen auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in anderen Tätigkeiten auswirkten ( Urk. 1 S. 5 und 12-16 ). Deshalb sei das Gutachten nicht geeignet, die Beweiskraft der übrigen Arztberichte psychiatrischer Fachärzte zu erschütter n. Der ebenfalls von der Beklagten beauftragte Psychiater Dr. C.___ habe denn auch im Widerspruch zu Dr. G.___ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Dieser Arzt habe zwar anders als die behandelnden Ärzte eine Anpassungsstörung diagnostiziert, aber ebenfalls typische depressive Symptome erhoben. Falls das Gericht zum Schluss komme, dass auch unter Berücksichtigung der Arztberichte von Dr. E.___ und der Klinik D.___ eine Beweislücke vorliege, so sei diese durch die Einholung ein es Obergutachten s zu schliessen ( Urk. 12 S. 7, 9 und 12). Die Beklagte schulde ihm für die Zeit vom 1. Mai 2016 bis 1 5. Juni 2017 weitere 412 Taggelder in Höhe von Fr. 56'959.70 zuzüglich Verzugszins von 5 %. Da die Beklagte ihre Leistungspflicht mit Schreiben vom 8. April 2016 definitiv abge lehnt habe, seien Fälligkeit und Verzug der einzelnen Taggelder ab 1. Mai 2016 fortlaufend eingetreten, wobei der für den Beginn des Zinsenlaufs massgebliche mittlere Verfalltag zwischen dem 1. Mai 2016 und dem 1 5. Juni 2017 der 2 2. November 2016 sei ( Urk. 1 S. 2, Urk. 12 S. 2 ff. und 12). 3.2 Die Beklagte stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, in den Akten fehle ein ärztlicher Bericht, der geeignet sei, eine Arbeitsunfähigkeit des Klägers hin reichend zu begründen. Die Hausärztin Dr. B.___ habe in ihrem Bericht nicht begründet, inwiefern die erhobenen Befunde den Kläger daran hindern würden, die bisherige Arbeit auszuüben. Dr. C.___ habe sodann keine mittelschwere Depression, sondern lediglich eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) diagnos tiziert bei Verdacht auf eine Persönlichkeitsakzentuierung mit dissozialen, para noiden und narzisstischen Zügen. Dr. E.___ seinerseits begründe in seinen Berichten nicht, weshalb der Kläger zu 100 % arbeitsunfähig sein solle ; auch habe er keinen Therapievorschlag unterbreitet, um der von ihm befürchteten Chronifi zierung entgegenzuwirken. In seinem Zeugnis vom 1 6. September 2017 habe er lediglich notiert, der Kläger sei «seiner Ansicht nach» zu 100 % arbeitsunfähig. Mit einer solchen subjektviven Auffassung ohne Begründung gelinge der Nach weis einer Arbeitsunfähigkeit nicht ( Urk. 19 S. 3). Hinsichtlich der Arbeitsfähig keitsbeurteilungen der behandelnden Ärzte müsse auch die Erfahrungstatsache berücksichtigt werden, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer auftragsrecht lichen Vertrauensstellung zu ihren Patienten eher zu deren Gunsten aussagen würden, weshalb ihre Berichte mit Vorbehalt zu würdigen seien. Im Streitfall komme eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärzte kaum je in Frage. Dr. G.___ habe in seinem Gutachten vom 2 2. Februar 2016 aufgezeigt, dass der klinische Befund einer Anpassungsstörung mit leichter depressiver Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung ent spreche. Sodann habe er schlüssig dargelegt, dass Verbitterungsstörungen typi scherweise durch negative Lebensereignisse wie Kündigung, berufliche Herab würdigung und Mobbing ausgelöst würden, woraufhin sich die Betroffenen oft ungerecht behandelt fühlten und mit Verbitterung, emotionaler Erregung und Aggressivität reagierten. Der Kläger habe ihm denn auch angegeben, in den letz ten sechs Monaten seiner Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber gemobbt worden zu sein und weiterhin viel an die Mobbingsituation zu denken. Laut dem Gutach ter führe weder die Anpassungsstörung noch die von ihm ebenfalls diagnosti zierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und dissozialen Zügen zu eine r Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Entgegen der Ansicht des Klägers sei das Gutachten beweisrechtlich verwertbar. Nachvollziehbar sei auch die Empfehlung des Gutachters, wie der eine Arbeit aufzunehmen, da dies einer die Verbitterung fördernden Verharrenshaltung entgegenwirke. Der Kläger sei sodann beide Male freiwillig in die Klinik D.___ eingetreten. Dem Austrittsbericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 sei zu entnehmen, dass die Schlafstörung und der Antriebsmangel während der Hospitalisation zurückgegangen sei en und die Niedergeschlagenheit persistiert habe, aber in keinem klinischen Ausmass. Eine Arbeits un fähigkeit sei seitens dieser Klinik nicht attestiert worden. Bereits von Beginn an sei lediglich eine Arbeitsunfähigkeit beim bisherigen Arbeitgeber als Folge der dortigen Mobbingsituation ausgewiesen. Der Kläger trage die Beweis last dafür, dass eine über den 3 0. April 2016 hinaus andauernde Arbeitsunfähig keit von mindestens 25 % in derselben Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber bestanden habe; da dieser Beweis nicht erbracht worden sei, seien die Taggelder zu Recht per 3 0. April 2016 eingestellt worden ( Urk. 7, Urk. 19 S. 2 ). 3. 3.1 Folgende bei den Akten liegenden ärztlichen Stellungnahmen enthalten Äusse rungen zum Gesund heitszustand respektive zur Arbeitsfähigkeit des Klägers: 3.2 Die den Kläger laut Angabe in der Krankmeldung ( Urk. 2/2) ab 1 8. Juni 2015 behandelnde Hausärztin Dr. B.___ diagnostizierte in ihrem Bericht vom 2 4. Juni 2015 eine depressive Störung mittleren Grades. Als Befunde nannte sie Impulsivität, eine depressive Stimmung sowie eine Schlafstörung. Der Kläger habe auch über Lustlosigkeit geklagt. Wegen mangelnder Belastbarkeit sei er vom 1 8. b is 2 8. Juni 2015 in der angestammten Tätigkeit als Lagerist zu 100 % arbeitsunfähig ( Urk. 8/3). 3.3 Im Auftrag der Beklagten erstell t e der Psychiater Dr. C.___ gestützt auf seine Untersuchung des Klägers am 4. August 2015 sowie den Bericht von Dr. B.___ vom 2 4. Juni 2015 ein L ow-level - Assessment über den Kläger. Dem Bericht von Dr. C.___ ist zu entnehmen, dass der Kläger dem Psychiater angab, seit sechs Monaten am Arbeitsplatz von drei Mitarbeitern gemobbt wor den zu sein. Nachdem er von einem der Mitarbeiter, der nur telefoniert und Pau sen gemacht habe, Videoaufnahmen angefertigt und diese dem Chef gezeigt habe, sei er per 2 3. April 2015 freigestellt worden mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten. Seit einer Woche sei er in der Klinik D.___ hospitalisiert. Dr. C.___ diagnostizierte eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) bei Ver dacht auf eine Persönlichkeitsakzentuierung mit dissozialen, paranoiden und nar zisstischen Zügen (ICD-10: Z73.1). In seiner Beurteilung hielt er fest, der Kläger habe vor dem Hintergrund einer Konfliktsituation am Arbeitsplatz eine Anpas sungsstörung entwickelt, wobei derzeit keine typisch depressiven Symptome wie Niedergeschlagenheit, psychomotorische Hemmung, Herabsetzung des Selbst wertgefühls sowie Anhedonie vorhanden seien. Vielmehr habe sich der Kläger mit einer Antriebssteigerung und einer gereizten Dysphorie präsentiert und habe offen von gewalttätigen Auseinandersetzungen in den letzten Wochen und Monaten sowie von autoaggressiven Gedanken berichtet. Ferner habe er relevante Störungen in der sozialen Kommunikation gezeigt und sich mit leichtgradigen kognitiven Defiziten präsentiert. Seine erhebliche Selbstzentriertheit, sein arro gantes, hochnäsiges Auftreten sowie die grundsätzlich berichtete Neigung, wenig auf existierende Normen und Re geln zu achten, sondern die Gere chtigkeit durch Selbstjustiz herstellen zu wollen, könnten im Sinne eines Persönlichkeitsstils mit narzisstischen und dissozialen, möglicherweise auch paranoiden Zügen interpre tiert werden. In diese Richtung wiesen auch das Verhalten des Klägers im Unter suchungsgespräch sowie die fremdanamnestischen Angaben durch den beigezo genen türkischsprachigen Dolmetscher hin. Momentan sei der Kläger in keiner beruflichen Tätigkeit arbeitsfähig. Die aktuelle stationäre Behandlung folge den anerkannten Therapiegrundsätzen, wobei fraglich erscheine, ob der Kläger ange sichts des nur teilweise vorhandenen Zielsyndroms von der antidepressiven Erkrankung in relevantem Ausmass profitieren könne ( Urk. 2/5). 3.4 Nachdem sich der Kläger notfallmässig beim Psychiatriezentrum J.___ vor gestellt hatte, weil der behandelnde Psychiater Dr. E.___ ferienabwesend war, trat er auf Zuweisung der ihn dort behandelnden Ärztin am 2 8. Juli 2015 in die Klinik D.___ ein und hielt sich dort bis zum 1. September 2015 auf. In den Berichten vom 2 4. September und 2 3. November 2015 über den stationären Therapieaufenthalt diagnostizierten die Ärzte eine rezidivierende depressive Stö rung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) und bescheinigten dem Kläger eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 2 8. Juli bis 6. September 2015 mit dem Hinweis, die Arbeitsfähigkeit nach diesem Zeitraum müsse vom nachbehan delnden Psychiater Dr. E.___ beurteilt werden. Den Berichten der Klinik D.___ ist weiter zu entnehmen, dass der Kläger den Ärzten gegenüber berich t ete, seit rund 10 Monaten zunehmend unter einer depressiven Symptomatik zu leiden. Belastungsfaktoren seien die seit mehreren Jahren bestehende psychische Krank heit seiner Ehefrau, die bei ihm zu Überlastungsempfinden geführt habe, die Absagen auf Bewerbungen, die er seit dem Verlust seiner letzten Arbeitsstelle erhalten habe sowie finanzielle Probleme. Laut Angaben des Klägers bestehe sei t mehreren Jahren ein sozialer Rückzug; sein e Familie sei sozial weitgehend iso liert. Zu Hause herrsche ein Chaos, er habe keine Kraft mehr für den Haushalt. Deshalb leide er unter Hoffnungslosigkeit mit lebensmüden Gedanken. Den Berichten der Klinik D.___ ist weiter zu entnehmen, dass der Kläger vor fünf bis sechs Jahren wegen einer wenige Wochen anhaltenden depressiven Episode psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelt wurde. Anamnese und aktuelle Befund e sprachen aus Sicht der Ärzte für eine depressive Episode mittelgradiger Ausprägung im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung; erfüllt seien die Kriterien einer niedergeschlagenen Stimmung seit über zwei Wochen, des Verlust s von Freude, eines verminderten Antrieb s, von Klagen über ein vermin dertes Konzentrationsvermögen, einer psychomotorische n Hemmung, von Appe titverlust sowie Schlaf störungen. Trotz der Behandlung mit verschiedenen thera peutischen Ansätzen und der Unterstützung durch die hausinterne Sozialarbeite rin habe die psychopathologische Symptomatik weitgehend fortbestanden, so dass er in stabilisiertem, aber nur teilremittiertem Zustand entlassen worden sei ( Urk. 2/6/1). 3.5 Laut dem Verlaufsbericht vom 2 4. Dezember 2015 von Dr. E.___, welcher den Kläger seit dem 2 6. Juni 2015 in seiner Muttersprache Türkisch psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelte, wirkte der Kläger etwas verwahrlost; er sei jeweils psychomotorisch in sich gesunken gewesen, habe den Blickkontakt ver mieden und mit leiser Stimme gesprochen, wobei das Denken inhaltlich depressiv und ängstlich gewirkt habe. Weiter hätten eine Antriebshemmung, Grübeln, Trau rigkeit, Freud- und Lustlosigkeit beobachtet werden können. Zudem habe er über Schlafstörungen und vereinzelte Suizidideen berichtet. Dr. E.___ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11). In seiner abschliessenden Beurteilung hielt er fest, der Kläger lebe in einer schwierigen psychosozialen Situation, da die Ehefrau seit Jahren depressiv sei und der Sohn oh ne Lehre und Zukunftsaussich ten. Zudem bestünden in der Familie finanzielle Schwierigkeiten. Zur Z eit sei er zu 100 % arbeitsunfähig, die Prognose sei noch offen ( Urk. 2/6/3). 3.7 Das psychiatrische Gutachten von Dr. G.___ und Dr. H.___ vom 2 2. Februar 2016 erging gestützt auf das von der Beklagten zur Verfügung gestellte Akten dossier, insbesondere den Low-level-Assessment- Bericht von Dr. C.___ vom 5. August 2015, den Bericht der Ärzte der Klinik D.___ vom 2 3. November 2015 und den Befundbericht von Dr. E.___ vom 2 4. Dezember 2015, und die mit einem Dolmetscher erfolgte psychiatrische Exploration des Klägers durch Dr. H.___ am 2. Februar 2016 ( Urk. 2/7/1 S. 1 und 5 ff.). In d er Expertise wird angegeben, der Kläger habe während der psychiatrischen Exploration Au genkontakt gehalten und insgesamt psychisch nicht namhaft beeinträchtigt ge wirkt. D as Denken sei auf eine vermeintlich ungerechtfertigte Behandlung durch Arbeitskollegen und den Arbeitgeber eingeengt gewesen. Mit Ausnahme von finanziellen Sorgen und Zukunftssorgen habe er keine Ängste geäussert. An haltspunkte für Suizidgedanken oder Pläne hätten gefehlt ( Urk. 2/7/1 S. 7 ff.). Die Gutachter diagnostizierten eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit nar zisstischen und dissozialen Zügen (ICD-10: F60.9). In ihrer abschliessenden Beurteilung hielten sie fest, der Kläger habe vorwiegend depressive Verstimmun gen, Antriebs- und Motivationsprobleme, Ein- und Durchschlafstörungen sowie Aggressionen, Reizbarkeit und Zukunftsängste g eschildert. Die Besch werden hät ten sich in Zusammenhang mit einer als Mobbing wahrgenommenen beruflichen Auseinandersetzung im vergangenen Jahr entwickelt. Die AMDP-konform erho benen Untersuchungsbefunde ergäben das Bild eines dysphorischen Versicherten, der ohne Hinweise für mnestische oder konzentrative Einschränkungen über sei nen Werdegang und seine Beschwerden berichtet habe. Die Stimmung sei dabei gereizt, vorwurfsvoll, aggressiv gewesen und geprägt von inadäquaten Grössen phantasien, einer erhöhten Kränkbarkeit und Schuldzuweisungen gegenüber anderen ohne die Bereitschaft, allfällige eigene Beiträge zu Konfliktsituationen zu erkennen. Klinische Zeichen einer Depressivität wie psychomotorische Hem mung, Antriebsstörung oder Niedergeschlagenheit hätten gefehlt. Die von den behandelnden Ärzten gestellte Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode könne vor diesem Hintergrund nicht bestätigt werden. Das klinische Bild entspre che einer Anpassungsstörung mit leichter depressiver Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung. Solche Störungen würden typischerweise durch negative Lebensereignisse wie Kündigung, berufliche Herabwürdigung und Mob bing ausgelöst, woraufhin sich die Betroffenen oft ungerecht behandelt fühlten und mit Verbitterung, emotionaler Erregung und Aggressivität reagierten. Die emotionale Schwingungsfähigkeit sei hierbei nicht beeinträchtigt, und diese Per sonen zeigten meist einen normalen Affekt bei Ablenkung. Die im psychopatho logischen Befund aufscheinenden prämorbiden narzisstischen und dissozialen Persönlichkeitszüge könnten als prädisponierende Faktoren für die Entwicklung der Verbitterungsstörung angesehen werden. Weder die Anpassungsstörung noch die definitionsgemäss seit dem jungen Erwachsenen alter bestehende Persönlich keitsstörung hätten jedoch eine Minderung der Arbeitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagerist wie auch in jeder anderen Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts zur Folge; der Kläger könne sein Verhalten nämlich durchaus kontrollieren. Zudem könne dieses Leiden therapiert werden. Ab sofort sei er zu 100 % arbeitsfähig. Aus therapeutischer Sicht sei die Wiederaufnahme einer Arbeit zu empfehlen, da dies einer die Verbitterung fördernden Verharrens haltung entgegenwirke ( Urk. 2/7/1 S. 9 ff.). Gestützt auf das F.___ -Gutachten gelangte der Vertrauensarzt der Helsana Dr. I.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in seiner Beurteilung vom 3. März 2016 zur Schlussfolgerung, dass der Kläger ab sofort wegen einer gesundheitlichen Besserung zu 100 % arbeitsfähig sei in sämtlichen Tätigkeiten ( Urk. 8/5; vgl. auch Urk. 8/6). 3.8 Im Verlaufsbericht vom 2 6. März 2016 wiederholte Dr. E.___ die in seinem Vor bericht gestellten Diagnosen und Befunde im W esentlichen (vgl. Urk. 2/6/3). Neu erwähnte er bei den Befunden angestaute innere Wut, einen verkehrten Tag-Nacht-Rhythmus und eine bereits etablierte depressive Weltsicht. Weiter führte er aus, der Kläger sei seiner Ansicht nach von den Gutachtern nicht korrekt erfasst worden. Zwar habe er auf die Frage des Gutachters, ob er arbeiten würde, wenn er eine Arbeit fände, mit «Ja» geantwortet; aus psychiatrisch-psychotherapeuti scher Sicht sei er zur Zeit aber zu 100 % arbeitsunfähig und keinesfalls in der Lage, eine Stelle anzutreten ( Urk. 2/7/2). 3.9 Vom 1 5. August bis 7. September 2016 hielt sich der Kläger zum zweiten Mal in der Klinik D.___ stationär auf. Dem Austrittsbericht vom 2 1. September 2016 ist zu entnehmen, dass er freiwillig eintrat und den Ärzten angab, mit Ausnahme der ein- bis zweimal pro Monat stattfindenden Gespräche bei Dr. E.___ über keine Tagesstruktur zu verfügen. Hauptbelastungsfaktoren seien die schwierige finan zielle Situation, der immer stärkere Rückzug, die Einschlafstörung und die Antriebsminderung. Seit Beendigung der Arbeit als Lagerist vor mehr als einem Jahr sei er ohne Arbeit. Der Lebensunterhalt werde von der IV-Rente der psy chisch erkrankten Ehefrau finanziert. Er sei beim RAV angemeldet und geb e dort regelmässig K rankmeldungen ab. Durch diverse Situationen im Alltag, beispiels weise im Strassenverkehr, reagiere er mit starken Aggressionen, wobei es seit rund einem Jahr zu keinen Handgreiflichkeiten mehr gekommen sei. Es komme zu lebensmüden Gedanken, sich mit der eigenen legalen Schusswaffe das Leben zu nehmen. Als psychopathologische Befunde nach AMDP bei Eintritt in die Kli nik erwähnen die Ärzte eine Konzentrationsminderung, einen niedergeschlage nen Affekt und eine reduzierte Schwingungsfähigkeit. Antrieb und Psychomoto rik seien gemindert gewesen, der Kläger habe erschöpft gewirkt. Auf Alltagssitu ationen habe er an ge spannt und aggressiv reagiert, ferner habe eine Einschlaf störung bestanden. Zuletzt habe er vor zwei Wochen lebensmüde Gedanken gehabt, wobei keine akute Suizidalität bestehe. Diagnostisch gingen die Psychia ter der Klinik D.___ von einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen Episode (ICD-10: F.33.1) aus. Zum Therapieverlauf hielten sie fest, im Vordergrund der Symptomatik hätten Interessenverlust, Nie dergestimmtheit sowie die Einschlafstörung gestanden. Die Depression sei von einer psychophysischen Angespanntheit und Dünnhäutigkeit begleitet worden. Nach Ergänzung der vorbestehenden Medikation seien die Schlafstörung und der Antriebsmangel zurückgegangen. Weitere Symptome wie Niedergeschlagenheit hätten fortbestanden, jedoch nicht in einem klinischen Ausmass ( Urk. 2/9/1). 3.10 In einem weiteren Verlaufsbericht vom 2 8. Januar 2017 diagnostizierte Dr. E.___ n eu eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.2) in sehr schwieriger psychosozialer Situa tion. Er hielt fest, der zweite stationäre Aufenthalt in der Klinik D.___ habe leider auch keine Verbesserung des Gesundheitszustandes gebracht. Bei den geklagten Beschwerden erwähnte Dr. E.___ die gleichen Symptome wie in den Vorberichten. Auch der in diesem Verlaufsbericht festgehaltene Psychostatus ent spricht im Wesentlichen demjenigen im Vorbericht. Zusätzlich legte Dr. E.___ dar, der Kläger sei etwas misstrauisch, wodurch er von seiner Umgebung, etwa dem Pflegepersonal der Tagesklinik, als etwas bedrohlich wahrgenommen werde. Des halb sei er zu früh aus der Behandlung entlassen worden. Er sei nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig. Der Krankheitsverlauf tendiere stark dazu, sich zu chroni fizieren ( Urk. 2/9). Dem letzten Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 ist als Diag nose neu eine rezidivierende depressive Störung, schwankend zwischen mitte l gradigen und schweren Episoden, gegenwärtig schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.2) in sehr schwieriger psychosozialer Situation, zu ent nehmen. Bei den subjektiv geklagten Beschwerden werden die gleichen Symp tome wie in den Vorberichten aufgeführt, ebenso beim Psychostatus. Abschlies send führte Dr. E.___ aus, der Kläger sei schwer depressiv und könne trotz aller Bemühungen keine Tagesstruktur aufrecht erhalten. Seiner Ansicht nach sei er aufgrund der psychischen Probleme zu 100 % arbeitsunfähig. Der Krankheitsver lauf habe sich mittlerweile chronifiziert, die Prognose sei nicht gut ( Urk. 16). 4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist in erster Linie, ob der Kläger ab der Einstellung der Taggeldleistungen am 1. Mai 2016 bis zum 1 5. Juni 2017 effektiv zu 100% arbeitsunfähig war. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Beklagte ab 1. Mai 2016 eine Zustandsverbesserung zu beweisen hat, sondern der Kläger mit dem Beweis mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Nachweis zu erbringen hat, dass die Arbeitsunfähigkeit von 100 % weiter angedauert hat. Für eine Klageabwei sung genügt es, dass Zweifel am Fortbestand einer Arbeitsunfähigkeit aufkom men, so dass diese nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheint. Derartige Zweifel können auch allein durch Parteivorbringen beziehungsweise Privatgut achten ausgelöst werden (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 4A_85/2017 vom 4. September 2017, E. 2.3 mit Hinweis sowie 4A_445/2016 vom 1 6. Februar 2017, E. 4.2. 1 ). 4.2 In der Zeit vor dem 1. Mai 2016 (und ab Mitte Juni 2015) wurde dem Kläger in den Berichten der Hausärztin Dr. B.___ vom 2 6. Juni 2015 ( Urk. 2/3), des von der Helsana beauftragten Arztes Dr. C.___ vom 5. August 2015 ( Urk. 2/5), der den Kläger stationär behandelnden Ärzte der Klinik D.___ AG vom 2 4. September sowie vom 2 3. November 2015 ( Urk. 2/6/1-2) und des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ vom 2 4. Dezember 2015 ( Urk. 2/6/3) wegen einer mittelgradigen depressiven Störung beziehungsweise – im Fall von Dr. C.___ – einer Anpassungsstörung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche beruf lichen Tätigkeiten bescheinigt. 4.3 Die Beklagte be ruft sich zur Begründung ihres Standpunktes im Wesentlichen auf das F.___ -Gutachten von Dr. G.___ und Dr. H.___ vom 2 2. Februar 2016, in welchem erstmals seit Beginn der Erkrankung im Juni 2015 keine Arbeitsun fähigkeit mehr attestiert wurde. Der Kläger macht zu Recht geltend, dass es sich bei dieser Stellungnahme um ein von der Beklagten eingeholtes Parteigutachten handelt, welche m grundsätzlich keine Beweisqualität zukommt, sondern bloss der Charakter substantiierter Parteivorbringen (vorstehend E. 1.7). Aus diesem Grund geht aber sein Vorwurf, er habe im Vorfeld der Begutachtung weder zur Person der Gutachter noch zu den Fragen Stellung neh men können, an der Sache vorbei. Ferner finden die vom Kläger angeführten Verfahrensgrundsätze bei der Einho lung eines Gutachtens durch einen Sozialversicherer auf den Bereich der privaten Krankentaggeldversicherung keine Anwendung (Urteil des Bundesgerichts 8C_15/2015 vom 3 1. März 2015, E. 6.4 ). Soweit der Kläger geltend macht, die F.___ -Gutachter hätten ihn lediglich während 30 Minuten untersucht, ist ihm entgeg enzuhalten, dass eine derartige Untersuchungsdauer zwar eher kurz ist, eine hinreichende Erfassung des psychischen Gesundheitszustands einer Person im Grundsatz aber noch nicht verunmöglicht. Immerhin werden in der Parteiexpertise Untersuchungsbefunde erwähnt, welche von den zuvor berichtenden Ärzten noch nicht festge stellt wurden und vom Klä ger aktuell auch nicht substantiiert bestritten werden: Im Gegensatz zur Beobach tung von Dr. E.___, dem gegenüber der Kläger laut Bericht vom 2 4. Dezember 2015 noch Blickkontakt vermied und mit leiser Stimme sprach ( Urk. 2/6/3), wird im F.___ -Gutachten festgehalten, der Kläger habe mitunter dysphorisch und aggressiv gewirkt und den Augenkontakt zum Gutachter gehalten ( Urk. 2/7/1 S. 8 und 10). Dies deutet eher in Richtung einer zwischenzeitliche n Besserung der psychischen Symptomatik auf das von den Gutachtern behauptete Niveau einer leichten depressiven Störung hin. Im Übrigen ist für die Beurteilung allfälliger Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ohne Bedeutung, o b die depressive Symp tomatik diagnostisch bei den Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion oder den rezidivierenden depress iven Störungen eingeordnet wird. D ie Einschätzung der F.___ -Gutachter, dass der Kläger im Februar 2016 nur noch unter leichten depressiven Symptomen litt, wird durch verschiedene weitere Indizien gestützt : Der Kläger macht selbst geltend, er habe sich jeweils wegen einer Verschlechterung der psychischen Symptomatik beziehungsweise Phasen von Suizidalität in die Klinik D.___ begeben, um sich stationär b ehandeln zu lassen. Diese Ärzte erhoben bei Eintritt jeweils eine mittelgradig depressive Störung, was dafür spricht, dass die Depression vor der jeweiligen Verschlecht e r ung weniger schwer war. Dass der Schweregrad der Symptomatik schwankte, wohl auch infolge der stationären Behandlungen, ergibt sich auch aus den Berichten der Klinik D.___ : Die B eklagte weist zu Recht darauf hin, dass im Bericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 festgehalten wird, während der zweiten Hospitalisation seien die Schlafstörung und der Antriebsmangel zurückgegangen und die weiteren bei Eintritt erhobenen Symptome hätten zuletzt nicht mehr in klinisch relevantem Ausmass fortbestanden. Zudem wurde laut diesem Bericht bereits bei Klinikeintritt eine gewisse Änderung der Symptomatik registriert, indem der Kläger a uf Alltagssituationen angespannt und aggressiv reagiert e ( Urk. 2/9/1 S. 2). Auch dem Bericht der Klinik D.___ vom 2 4. Sep tember 2015 über die erste Hospitalisation vom 2 8. Juli bis 1. September 2015 kann entnommen werden, dass die bei Klinikeintritt erhobene mittelgradige depressive Episode bei Austritt teilweise zurückgegangen war ( Urk. 2/6/1 S. 3). N ach dem natürlichen Verlauf rezidivierender depressiver Störungen ist die Bes serung zwischen den einze lnen, zwischen drei und zwölf Monaten dau ernden Episoden oft sogar vollständig (vgl. auch die Internationale Klassifikation psy chischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Auflage, Bern 2015, S. 176 f.). Die Einschätzung der F.___ -Gutachter, dass der Kläger im Februar 2016, rund acht Monate nach Beginn der psychischen Symptomatik, nur noch unter einer leichten depressive n Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung litt, entspricht folglich dem erfahrungsgemäss en Ver lauf, welcher bereits durch die im Austrittsbericht der Klinik D.___ vom 2 4. September 2015 erwähnte Teilremission der depressiven Episode mittelgradi ger Ausprägung angedeutet wurde. Dass eine leichte depressive Störung und die von den F.___ -Gutachtern ebenfalls diagnostizierte Persönlichkeitsstörung bei zumutbarer Anstrengung keine wesentliche Beeinträchtigung des beruflichen Leistungsvermögens nach sich ziehen, ist vor dem Hintergrund der erhobenen Befunde nachvollziehbar. 4.4 Schliesslich ist zu beachten, dass der behandelnde Psychiater Dr. E.___ dem Klä ger als einzige r Arzt durchgehend eine 100%ige A rbeitsunfähigkeit bescheinigte. Zwar behandelte nur dieser Arzt den Kläger während längerer Zeit i n regelmäs sigen Abständen. E r konnte deshalb auf wertvolle Erkenntnisse betreffend die Beschwerdesymptomatik zurückgreifen, um die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Auf der anderen Seite ist aber auch die Erfahrungstatsache zu berücksichtigen, dass Hausärzte und behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtlich e Vertrauensstellung sowie ihren Behandlungsauftrag in Zweifelsf ällen mitunter eher zu g un sten ihrer Patienten aussagen dürften (vgl. die Urteile des Bundesge richts 4A_526/2014 vom 1 7. Dezember 2014, E. 2.4 sowie 9C_24/2008 vom 2 7. Mai 2008, E. 2.3.2 mit weiteren Hinweisen). Darauf, dass die Beurteilungen von Dr. E.___ eher zugunsten des Klägers ausfielen, weist der Umstand, dass die ser Arzt durchgehend mindestens mittelgradige und teilweise schwe re depressive Episoden diagnostizierte ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16), während die Fachärzte der Klinik D.___ die schwere der Symptomatik zurückhaltender einschätzten: J eweils zu Beginn der beiden stationären Hospitalisationen, welche nach Angabe des Beschwerdeführers im Anschluss an Akzentuierungen der psychischen Symp tomatik erfolgten, diagnostizierten sie lediglich mittelgradige depressive Episo de n ; am Ende der Hospitalisationen beobachteten sie jeweils eine relevante Bes serung der Symptomatik. Diese Ärzte sind tendenziell als neutral er einzu stufen, weil sie den Kläger weniger eng und lange betreuten als der ambulant behan delnde Psychiater. Auch ist der Beklagten zuzustimmen, dass mit zunehmender Dauer der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung und der bescheinig ten anhaltenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit von Dr. E.___ hätte erwartet werden können, dass er fortbestehende funktionelle Einschrän kungen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit näher beschreibt. A uch wäre eine Erklärung, weshalb seiner Ansicht nach die Beeinträchtigung en trotz Therapie und entgegen dem üblichen Verlauf solcher Störungen unverändert an h alten, der Überzeu gungskraft seiner späteren Verlaufsberichte zuträglich gewesen. Nicht ins Bild passt zudem, dass trotz der von Dr. E.___ prognostizierten Chronifizierung der depressiven Symptoma t i k Anhaltspunkte für eine Anmeldung des Klägers bei der Invalidenversicherung fehlen. Diese Unzuläng lich keiten reichen z usammen mit der durch Indizien gestützten Behauptung der F.___ -Gutachter, dass anlässlich ihrer Abklärung des Klägers im Februar 2016 nur eine leichte depressive Symp tomatik bestand, aus, um den Aussage wert der Berichte von Dr. E.___ vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar sowie 1 6. September 2017 zu relativieren. Mit ihnen kann die behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Mai 2016 folglich nicht bewiesen werden. 4.5 Werden die Berichte von Dr. E.___ ausser Acht gelassen, wird e ine mittelgradige depressive Episode nach der Leistungseinstellung durch die Beklagte erstmals wieder im Bericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 diagnostiziert, allerdings mit dem Hinweis, dass die Symptomatik bei Austritt aus der Klinik signifikant zurückgegangen war ( Urk. 2/9/1). Diesbezüglich ist von Bedeutung, dass der Versicherungsschutz für den Kläger mit dem Ende seines Arbeitsverhältnisses (spätestens) am 3 1. August 2015 ( Urk. 8/5; vgl. auch Urk. 2/5 S. 2), was zu seinem Ausscheiden aus dem ver sicherten Personenkreis geführt hat, geendet hat ( Art. 9.3 lit. a AVB). Zwar bleibt gemäss Art. 9.4 AVB der Leistungsanspruch für eine versicherte Person, die bei Ende der Versicherung arbeitsunfähig ist, für den laufenden Fall gewahrt (Nach leistung). Mit dem Wiedererlangen der vollständigen Arbeitsfähigkeit erlischt der Anspruch auf Nachleistung aber, und Rückfälle geben keinen Anspruch auf wei tere Leistungen ( Urk. 8/1 S. 4 ). Bei der mindestens für die Zeit des stationären Aufenthalts in der Klinik D.___ vom 1 5. August bis 7. September 2016, wel cher laut Angaben des Beschwerdeführers wegen einer erneuten Akzentuierung der psychischen Symptomatik erfolgte, anzunehmenden 100%igen Arbeitsunfä higkeit handelt es sich nach den vorstehenden Erwägungen um einen Rückfall nach Wiedererlangen der vollständigen Arbeitsfähigkeit. Die se erneute Arbeits unfähigkeit gibt aufgrund der genannten AVB-Regelung keinen Anspruch au f weitere Taggeldleistungen. 4.6 Der Kläger beantragt die Erstellung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens, um den Beweis für die von ihm behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 1. Mai 2016 zu erbringen. Ein solches Gutachten hätte sich nach dem in den vorstehen den Erwägungen 4.4 und 4.5 Gesagten in erster Linie zur Entwicklung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Klägers in der Zeit vom 1. Mai 2016 bis zum erneuten Eintritt in die Klinik D.___ am 1 5. August 2016 zu äussern. Wie sich vorstehend ergeben hat, ist von einer zwischen verschie denen Schweregraden schwankenden psychischen Symptomatik auszugehen. Dies folgt nicht zuletzt auch aus der wechselnden diagnostischen Einordnung der Depres sion zwischen einer mittelgradigen und einer schweren Episode in den Berichten von Dr. E.___ vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar 2017 und 2 1. September 2017 ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16). Selbst wenn im Zeitpunkt einer durch das Gericht angeordneten Begutachtung noch psychische Beeinträchtigungen erhoben wer den könnten, wäre deshalb völlig unklar, ob diese zumindest annäherungsweise der Symptomatik im massgeblichen Zeitraum von Mai bis August 2016 entspre chen. Eine retrospektive Beguta chtung des damaligen Gesundheitszustands müsste sodann im Wesentlichen auf die subjektiven Angaben des Klägers und die Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ abstellen. Dass der Kläger der Ansicht ist, auch nach dem 1. Mai 2016 zu 100 % arbeitsunfähig zu sein, ist bereits bekannt. S odann ist davon auszugehen, dass Dr. E.___ die in den Ver laufsberichten vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar 2017 und 2 1. September 2017 ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16) bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestäti gen würde, wenn er von den Gutachtern dazu befragt würde. Dass die Angaben von Dr. E.___ zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Klägers im massgeblichen Zeitraum zurückhaltend zu würdigen und diese im Zweifelsfall nicht beweistauglich sind, wurde bereits in Erwägung 4.4 dargelegt. Deshalb sind von einem psychiatrischen Gerichts gutachten keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten; in antizipierter Beweiswürdigung ist darauf zu ver zichten ( vgl. die vorstehende Erwägung 1.8; vgl. auch das Urteil des Bundesge richts 4A_445/2016 vom 1 6. Februar 2017, E. 4.3 ). 4.6 Da die Beweislast für die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit beim Kläger liegt, wirkt sich die Beweislosigkeit bezüglich der geltend gemachten Arbeitsunfähig keit vom 1. Mai 2016 bis zum erneuten Eintritt in die Klinik D.___ am 1 5. August 2016 zu seinen Lasten aus. Die vom Kläger behauptete Arbeitsunfä higkeit in diesem Zeitraum, welche Voraussetzung für den Anspruch auf die beantragten Taggelder ab 1. Mai 2016 bildet, ist nicht ausgewiesen. Sodann ist eine allfällige erneute 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1 5. August 2016 als Rückfall zu qualifizieren. Weil der Kläger damals nicht mehr versichert war, gibt dieser Rückfall keinen Anspruch auf weitere Leistungen. Dies führt zur Abwei sung der Klage. 5. 5.1 Die Kantone setzen die Tarife für die Prozesskosten fest (Art. 96 ZPO). Die Bemessung der Parteientschädigung und der Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung richtet sich im Klageverfahren vor dem Sozialversicherungsge richt nach § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) sowie den §§ 1, 6, 7 und 8 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialver sicherungsgericht ( GebV SVGer ). Gemäss § 34 Abs. 1 GSVGer ist die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert festzusetzen. Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer Partei wird keine Parteientschädigung (§ 7 Abs. 1 GebV SVGer ) beziehungsweise keine Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsvertretung (§ 8 GebV SVGer ) zugesprochen. 5.2 Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Klägers, Rechtsanwältin Corinne Schoch, reichte dem Gericht am 17. Oktober 2017 ihre Honorarnote ein. Dieser sind ein im Zeitraum vom 1 0. April bis zum 5. Oktober 2017 entstandener Zeitaufwand von 25 Stunden und 10 Minuten sowie Auslagen für Spesen, Kopien und den Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 ( Urk. 16) von Fr. 316.55 zu entnehmen, was beim üblichen Ansatz von Fr. 220.-- pro Stunde eine Hono rarforderung von Fr. 6'321.75 ergibt ( inklusive damals gültigem Mehrwertsteuer satz von 8 % ; Urk. 21 ). Der geltend gemachte Zeita ufwand - im Speziellen derje nige für das Verfassen von Klage und der Replik v on total 19 Stunden und 5 Minuten (exklusive Aktenstudium) - ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie mit Blick auf den praxisgemäss bei vergleichbaren Verfahren anerkannten A ufwand überhöht. Als unnötig zu qualifizieren sind insbesondere die an der Sache vorbeigehenden Aus führungen zu den im Bereich des Sozialversicherungsrechts geltenden Verfah rensgrundsätzen bei der Einholung eines Gutachtens ; die Erörterungen zum Beweiswert psychiatrischer Gutachten sind sodann unnötig weitschweifig. In Würdigung der gesamten Umstände und un ter Berücksichtigung der in E. 5.1 genannten Grundsätze erscheint ein Aufwand von 9 Stunden für das Verfassen der Klage und Replik (exklusive Aktenstudium) als angemessen und gerechtfer tigt. Zusammen mit den übrigen Aufwandpositionen gemäss Kostennote verbleibt ein zu entschädigender Arbeitsaufwand von 14 Stunden und 5 Minuten. B ei einem Stundensatz von Fr. 220.-- ergibt dies, inklusive Mehrwertsteuer von 8 %, eine Entschädigung für den zeitlichen Aufwand von Fr. 3’346.2 0. Die ausgewie senen Spesen und A uslagen von insgesamt Fr. 316.55 beziehungsweise Fr. 341.85 (mit Mehrwertsteuer) sind nicht zu beanstanden. Die unentgeltliche Rechtsvertre terin des Klägers ist folglich mit Fr. 3'688.05 aus der Gerichtskasse zu entschädi gen. Das Gericht erkennt: 1. Die Klage wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Klägers, Rechtsanwältin Corinne Schoch, Zürich, wird mit Fr. 3’688.05 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse ent schädigt. Der Kläger wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hin gewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Corinne Schoch - Helsana Versicherungen AG - Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht (BGG) eingereicht werden. Die Frist steht während fol gender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GrünigKlemmt

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich KK.2017.00032 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiber Klemmt Urteil vom 24. Oktober 2018

KK.2017.00032

KK.2017.00032

KK.2017.00032 I. Kammer

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiber Klemmt

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiber Klemmt

Urteil vom 24. Oktober 2018

Urteil vom 24. Oktober 2018 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Kläger

Kläger vertreten durch Rechtsanwältin Corinne Schoch

vertreten durch Rechtsanwältin Corinne Schoch Advokaturbüro Kernstrasse

Advokaturbüro Kernstrasse Kernstrasse 8/10, Postfach 9814, 8036 Zürich

Kernstrasse 8/10, Postfach 9814, 8036 Zürich gegen

gegen Helsana Zusatzversicherungen AG

Helsana Zusatzversicherungen AG Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf

Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf Beklagte

Beklagte vertreten durch Helsana Versicherungen AG

vertreten durch Helsana Versicherungen AG Recht & Compliance

Recht & Compliance Postfach, 8081 Zürich Helsana

Postfach, 8081 Zürich Helsana Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1969 geborene X.___ arbeitete ab dem 1. März 2011 mit einem Beschäftigungsgrad von 100 % als Lagerist für die Firma A.___ AG (Urk. 8/3 ) und war über diese im Rahmen einer kollektiven Krankentaggeldver sicherung nach VVG ( Vertrags- Nr. 60051298 ) bei der Helsana Zusatzversicherun gen AG für ein Taggeld von 80 % des versicherten Lohns gegen Krankheit ver sichert, und zwar für eine Leistungsdauer von 730 Tagen nach einer Wartefrist von 3 0 Tagen ( Urk. 8/ 1- 2 ).

1. Der 1969 geborene X.___ arbeitete ab dem 1. März 2011 mit einem Beschäftigungsgrad von 100 % als Lagerist für die Firma A.___ AG (Urk. 8/3 ) und war über diese im Rahmen einer kollektiven Krankentaggeldver sicherung nach VVG ( Vertrags- Nr. 60051298 ) bei der Helsana Zusatzversicherun gen AG für ein Taggeld von 80 % des versicherten Lohns gegen Krankheit ver sichert, und zwar für eine Leistungsdauer von 730 Tagen nach einer Wartefrist von 3 0 Tagen ( Urk. 8/ 1- 2 ). Am 23. Juni 2015 meldete die Arbeitgeberin der Helsana, dass der Versicherte wegen Krankheit ab 18. Juni 2015 arbeitsunfähig sei (Urk. 8/3). Nach Ablauf der Wartefrist von 30 Tagen erbrachte die Helsana ab 1 8. Juli 2015 Taggeldleistungen ( Urk. 8/4a-k ). Nach dem sie zunächst den Verlaufsbericht vom 2 6. Juni 2015 der damaligen Hausärztin Dr. B.___, Fac härztin für Allgemeine Medizin ( Urk. 2/3), beigezogen hatte, holte die Helsana den Bericht von Dr. C.___, Facharzt für Psychiatrie, vom 1 0. August 2015 über ein L ow-level - Assessment des Versicherten ein ( Urk. 2/4). Dieser Arzt bescheinigte dem Ver sicherte n ebenfalls eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wegen eines psychischen Leidens ( Urk. 2 /5 ). Vom 2 8. Juli bis 1. September 2015 war der Versicherte in der psychiatrischen Klinik D.___ AG stationär hospitalisiert ( Urk. 2/6/1). Dr. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, behandelte ihn seit dem 2 6. Juni 2015 ambulant und attestierte in seinem Verlaufsbericht vom 2 4. Dezember 2015 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 2/6/3). In der Folge holte die Helsana bei der Gutachtenstelle F.___ das psychiatrische Gutachten von Dr. G.___, Facharzt für Neurologie, und Dr. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2 2. Februar 2016 ein. Da die Gutachter dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hatten ( Urk. 2/7 1), stell t e s ie dem Versicherten mit Schreiben vom 7. März 2016 die Einstellung der Taggeld leistungen per Ende April 2016 in Aussicht. Zudem wies sie ihn an, sich bei der Arbeitslosenversicherung anzumelden ( Urk. 2/7). Mit Stellungnahme vom 4. April 2016 opponierte der Versicherte dagegen ( Urk. 2/7/3), worauf die Helsana das Dossier am 3. März sowie am 6. April 2016 durch ihren Vertrauensarzt Dr. I.___ versicherungsmedizinisch beurteilen liess ( Urk. 8/5-6) und dem Versicherten am 8. April 2016 schriftlich mitteilte, an der geplanten Einstellung der Taggeldleistungen ab dem 1. Mai 2016 fe stzuhalten ( Urk. 2/8).

Am 23. Juni 2015 meldete die Arbeitgeberin der Helsana, dass der Versicherte wegen Krankheit ab 18. Juni 2015 arbeitsunfähig sei (Urk. 8/3). Nach Ablauf der Wartefrist von 30 Tagen erbrachte die Helsana ab 1 8. Juli 2015 Taggeldleistungen ( Urk. 8/4a-k ). Nach dem sie zunächst den Verlaufsbericht vom 2 6. Juni 2015 der damaligen Hausärztin Dr. B.___, Fac härztin für Allgemeine Medizin ( Urk. 2/3), beigezogen hatte, holte die Helsana den Bericht von Dr. C.___, Facharzt für Psychiatrie, vom 1 0. August 2015 über ein L ow-level Assessment des Versicherten ein ( Urk. 2/4). Dieser Arzt bescheinigte dem Ver sicherte n ebenfalls eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wegen eines psychischen Leidens ( Urk. 2 /5 ). Vom 2 8. Juli bis 1. September 2015 war der Versicherte in der psychiatrischen Klinik D.___ AG stationär hospitalisiert ( Urk. 2/6/1). Dr. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, behandelte ihn seit dem 2 6. Juni 2015 ambulant und attestierte in seinem Verlaufsbericht vom 2 4. Dezember 2015 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 2/6/3). In der Folge holte die Helsana bei der Gutachtenstelle F.___ das psychiatrische Gutachten von Dr. G.___, Facharzt für Neurologie, und Dr. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2 2. Februar 2016 ein. Da die Gutachter dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hatten ( Urk. 2/7 1), stell t e s ie dem Versicherten mit Schreiben vom 7. März 2016 die Einstellung der Taggeld leistungen per Ende April 2016 in Aussicht. Zudem wies sie ihn an, sich bei der Arbeitslosenversicherung anzumelden ( Urk. 2/7). Mit Stellungnahme vom 4. April 2016 opponierte der Versicherte dagegen ( Urk. 2/7/3), worauf die Helsana das Dossier am 3. März sowie am 6. April 2016 durch ihren Vertrauensarzt Dr. I.___ versicherungsmedizinisch beurteilen liess ( Urk. 8/5-6) und dem Versicherten am 8. April 2016 schriftlich mitteilte, an der geplanten Einstellung der Taggeldleistungen ab dem 1. Mai 2016 fe stzuhalten ( Urk. 2/8). 2. Mit Eingabe vom 1 4. Juni 2017 reichte der Versicherte, vertreten durch Rechts anwältin Corinne Schoch, Klage gegen die Helsana ein und beantragte, die Beklagte sei zur Nachleistung von Taggeldern von Mai 2015 bis zur Ausschöp fung der Leistungsdauer gemäss Kollektivversicherungsvertrag zuzüglich Zins zu 5 % seit Fälligkeit zu verpflichten, eventualiter sei seine Oberbegutachtung zu veranlassen. In prozessualer Hinsicht sei ihm eine unentgeltliche Rechtsvertrete rin in der Per s on von Rechtsanwältin Corinne Schoch zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Mit Klageantwort vom 6. Juli 2017 beantragte die Helsana die Abweisung der Klage ( Urk. 7). Mit Verfügung vom 1 1. Juli 2017 bestellte das Gericht dem Kläger in Gutheissung seines Gesuchs Rechtsanwältin Corinne Schoch als unentgeltliche Rechtsvertreterin. Gleichzeitig ordnete es einen zweiten Schriftenwechsel an und forderte den Kläger auf, die Klage zu beziffern ( Urk. 9). In der Replik vom 1 4. Sep tember 2017 beantragte der Kläger, die Beklagte sei zur Nachleistung von Tag geldern vom 1. Mai 2016 bis 1 5. Juni 2017 in der Höhe von Fr. 56'959.70 zuzüg lich Verzugszins von 5 % seit Fälligkeit respektive mittlerem Verfalltag am 2 2. November 2016 zu verpflichten und hielt am Eventualantrag auf Anordnung eines Obergutachtens fest ( Urk. 12 S. 2). Am 1 8. September 2017 reichte er einen Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 zu den Akten ( Urk. 15-16), welcher der Beklagten vom Gericht zugestellt wurde ( Urk. 17; vgl. auch Urk. 19 S. 3). Mit Duplik vom 2 9. September 2017 hielt die Beklagte an ihrem Antrag auf Klageabweisung fest ( Urk. 19).

2. Mit Eingabe vom 1 4. Juni 2017 reichte der Versicherte, vertreten durch Rechts anwältin Corinne Schoch, Klage gegen die Helsana ein und beantragte, die Beklagte sei zur Nachleistung von Taggeldern von Mai 2015 bis zur Ausschöp fung der Leistungsdauer gemäss Kollektivversicherungsvertrag zuzüglich Zins zu 5 % seit Fälligkeit zu verpflichten, eventualiter sei seine Oberbegutachtung zu veranlassen. In prozessualer Hinsicht sei ihm eine unentgeltliche Rechtsvertrete rin in der Per s on von Rechtsanwältin Corinne Schoch zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Mit Klageantwort vom 6. Juli 2017 beantragte die Helsana die Abweisung der Klage ( Urk. 7). Mit Verfügung vom 1 1. Juli 2017 bestellte das Gericht dem Kläger in Gutheissung seines Gesuchs Rechtsanwältin Corinne Schoch als unentgeltliche Rechtsvertreterin. Gleichzeitig ordnete es einen zweiten Schriftenwechsel an und forderte den Kläger auf, die Klage zu beziffern ( Urk. 9). In der Replik vom 1 4. Sep tember 2017 beantragte der Kläger, die Beklagte sei zur Nachleistung von Tag geldern vom 1. Mai 2016 bis 1 5. Juni 2017 in der Höhe von Fr. 56'959.70 zuzüg lich Verzugszins von 5 % seit Fälligkeit respektive mittlerem Verfalltag am 2 2. November 2016 zu verpflichten und hielt am Eventualantrag auf Anordnung eines Obergutachtens fest ( Urk. 12 S. 2). Am 1 8. September 2017 reichte er einen Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 zu den Akten ( Urk. 15-16), welcher der Beklagten vom Gericht zugestellt wurde ( Urk. 17; vgl. auch Urk. 19 S. 3). Mit Duplik vom 2 9. September 2017 hielt die Beklagte an ihrem Antrag auf Klageabweisung fest ( Urk. 19). Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen.

Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicheru ng (KVG) unterstehen nach Art. 2 Abs. 2 des Bundes gesetztes betreffend die Aufsicht über die Krankenversicherung ( KV A G ) dem Bun desgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG). Das Bundesgericht subsumiert kollektive Krankentaggeldversicherungen wie alle weiteren Taggeld versicherun gen in ständiger Praxis unter den Begriff der Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung (Urteil des Bundesgerichts 4A_47/2012 vom 12. März 2012 E. 2 mit weiteren Hinweisen). Die Kantone können gestützt auf Art. 7 der Schwei zerischen Zivilprozessordnung (ZPO) ein Gericht bezeichnen, welches als einzige kantonale Instanz für Streitigkeiten in diesem Gebiet sachlich zuständig ist. Im Kanton Zürich liegt die Zuständigkeit beim Sozialver sicherungsgericht (§ 2 Abs. 2 lit. b GSVGer ).

1.1 Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicheru ng (KVG) unterstehen nach Art. 2 Abs. 2 des Bundes gesetztes betreffend die Aufsicht über die Krankenversicherung ( KV A G ) dem Bun desgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG). Das Bundesgericht subsumiert kollektive Krankentaggeldversicherungen wie alle weiteren Taggeld versicherun gen in ständiger Praxis unter den Begriff der Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung (Urteil des Bundesgerichts 4A_47/2012 vom 12. März 2012 E. 2 mit weiteren Hinweisen). Die Kantone können gestützt auf Art. 7 der Schwei zerischen Zivilprozessordnung (ZPO) ein Gericht bezeichnen, welches als einzige kantonale Instanz für Streitigkeiten in diesem Gebiet sachlich zuständig ist. Im Kanton Zürich liegt die Zuständigkeit beim Sozialver sicherungsgericht (§ 2 Abs. 2 lit. b GSVGer ). 1.3 Die für das Sozialversicherungsgericht verbindliche Regelung der örtlichen Zuständigkeit im Bereich der Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenver sicherung findet sich in Art. 32 ZPO. Demnach ist bei Streitigkeiten aus Konsu mentenverträgen für Klagen der Konsumentin oder des Konsumenten das Gericht am Wohnsitz oder Sitz einer der Parteien zuständig (Art. 32 Abs. 1 lit. a ZPO). Kläger und Beklagte haben ihren Wohnsitz beziehungsweise Sitz im Kanton Zürich; damit ist auch die örtliche Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich gegeben.

1.3 Die für das Sozialversicherungsgericht verbindliche Regelung der örtlichen Zuständigkeit im Bereich der Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenver sicherung findet sich in Art. 32 ZPO. Demnach ist bei Streitigkeiten aus Konsu mentenverträgen für Klagen der Konsumentin oder des Konsumenten das Gericht am Wohnsitz oder Sitz einer der Parteien zuständig (Art. 32 Abs. 1 lit. a ZPO). Kläger und Beklagte haben ihren Wohnsitz beziehungsweise Sitz im Kanton Zürich; damit ist auch die örtliche Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich gegeben. 1.4 Das Verfahren richtet sich nach der ZPO, wobei das einfache Verfahren zur Anwendung gelangt (Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO) und die Klage direkt beim Gericht anhängig zu machen ist (BGE 138 III 558 E. 3.2 und 4.6). Das Gericht darf einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 ZPO). Es stellt den Sachver halt von Amtes wegen fest (Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO), erhebt von Amtes wegen Beweis (Art. 153 i.V.m. Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO) und bildet seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZPO).

1.4 Das Verfahren richtet sich nach der ZPO, wobei das einfache Verfahren zur Anwendung gelangt (Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO) und die Klage direkt beim Gericht anhängig zu machen ist (BGE 138 III 558 E. 3.2 und 4.6). Das Gericht darf einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 ZPO). Es stellt den Sachver halt von Amtes wegen fest (Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO), erhebt von Amtes wegen Beweis (Art. 153 i.V.m. Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO) und bildet seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZPO). 1.5 Nach Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO untersteht die v orlie gende Streitigkeit der sogenannten sozialen Untersuchungsmaxime. Bei der sozi alpolitisch begründeten Untersuchungsmaxime geht es darum, die wirt schaftlich schwächere Partei zu schützen, die Gleichheit zwischen den Parteien herzustellen sowie das Verfahren zu beschleunigen. Die Parteien sind jedoch nicht davon befreit, bei der Feststellung des entscheidwesentlichen Sachverhalts aktiv mitzu wirken und die allenfalls zu erhebenden Beweise zu bezeichnen. Sie tragen auch im Bereich der sozialen Untersuchungsmaxime die Verantwortung für die Sach verhaltsermittlung. Das Gericht hat lediglich seine Fragepflicht auszuüben, die Parteien auf ihre Mitwirkungspflicht sowie das Beibringen von Beweisen hinzu weisen. Zudem hat es sich über die Vollständigkeit der Behauptungen und Beweise zu versichern, wenn diesbezüglich ernsthafte Zweifel bestehen. Aber es führt nicht von sich aus eigene Untersuchungen durch. Ist eine Partei durch einen Anwalt vertreten, kann und muss sich das Gericht ihr gegenüber wie bei Geltung der Verhandlungsmaxime zurückhalten ( Urteil des Bundesgerichts 4A_592/2015 vom 18. März 2016, E. 3 mit Hinweis auf BGE 141 III 569 ).

1.5 Nach Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO untersteht die v orlie gende Streitigkeit der sogenannten sozialen Untersuchungsmaxime. Bei der sozi alpolitisch begründeten Untersuchungsmaxime geht es darum, die wirt schaftlich schwächere Partei zu schützen, die Gleichheit zwischen den Parteien herzustellen sowie das Verfahren zu beschleunigen. Die Parteien sind jedoch nicht davon befreit, bei der Feststellung des entscheidwesentlichen Sachverhalts aktiv mitzu wirken und die allenfalls zu erhebenden Beweise zu bezeichnen. Sie tragen auch im Bereich der sozialen Untersuchungsmaxime die Verantwortung für die Sach verhaltsermittlung. Das Gericht hat lediglich seine Fragepflicht auszuüben, die Parteien auf ihre Mitwirkungspflicht sowie das Beibringen von Beweisen hinzu weisen. Zudem hat es sich über die Vollständigkeit der Behauptungen und Beweise zu versichern, wenn diesbezüglich ernsthafte Zweifel bestehen. Aber es führt nicht von sich aus eigene Untersuchungen durch. Ist eine Partei durch einen Anwalt vertreten, kann und muss sich das Gericht ihr gegenüber wie bei Geltung der Verhandlungsmaxime zurückhalten ( Urteil des Bundesgerichts 4A_592/2015 vom 18. März 2016, E. 3 mit Hinweis auf BGE 141 III 569 ). 1.6 Nach Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vor handensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegrün denden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durch setzbarkeit bestreitet. Der Eintritt des Versicherungsfalls ist nach diesen Grundsätzen vom Anspruchsberec htigten zu beweisen. Ist eine Krankentaggeld versicherung als Schadenversicherung ausgestaltet, setzt der Eintritt des Versicherungsfalls einen Schaden - namentlich einen Erwerbsaus fall - voraus. Dabei gilt das herabgesetzte Beweismass der ü ber wiegenden Wahrscheinlichkeit. Dem Versicherer steht gemäss Art. 8 ZGB das Recht auf Gegenbeweis zu. Für das Gelingen des Gegenbeweises ist nur erforder lich, dass der Hauptbeweis erschüttert wird ( Urteil des Bundesgerichts 4A_592/2015 vom 18. März 2016, E. 3 mit Hinweisen).

1.6 Nach Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vor handensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegrün denden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durch setzbarkeit bestreitet. Der Eintritt des Versicherungsfalls ist nach diesen Grundsätzen vom Anspruchsberec htigten zu beweisen. Ist eine Krankentaggeld versicherung als Schadenversicherung ausgestaltet, setzt der Eintritt des Versicherungsfalls einen Schaden - namentlich einen Erwerbsaus fall - voraus. Dabei gilt das herabgesetzte Beweismass der ü ber wiegenden Wahrscheinlichkeit. Dem Versicherer steht gemäss Art. 8 ZGB das Recht auf Gegenbeweis zu. Für das Gelingen des Gegenbeweises ist nur erforder lich, dass der Hauptbeweis erschüttert wird ( Urteil des Bundesgerichts 4A_592/2015 vom 18. März 2016, E. 3 mit Hinweisen). 1.7 Im Rahmen eines Gutachtens hat die sachverständige Person aufgrund ihres Fachwissens über allgemein und jederzeit zugängliche Erfahrungstatsachen Aus kunft zu geben. Der Gutachter ist im Gegensatz zum (allenfalls sachverständigen) Zeugen, der über eigene Wahrnehmungen aussagt, ersetzbar, weshalb er vom Gericht bestimmt wird. Von den Parteien in Auftrag gegebene Stellungnahmen sind, soweit sie über allgemein und jederzeit zugängliche Erfahrungstatsachen Auskunft geben, über die eine beliebige sachverständige Person Auskunft geben könnte, nach dem Willen des Gesetzgebers für sich allein nicht zum Beweis geeignet und fallen insoweit auch nicht unter den Begriff der Urkunde (BGE 141 III 433 E. 2.5.3 und E. 2.6). Von der Versicherung veranlasste Aktengutachten sind Musterbeispiel derartiger Parteigutachten. Denn die Akten können zur Beantwortung allfälliger Fachfragen jeder beliebigen sachverständigen Person unterbreitet werden (Urteil des Bundesgerichts 4A_85/2017 vom 4. September 2017, E. 2.2.1).

1.7 Im Rahmen eines Gutachtens hat die sachverständige Person aufgrund ihres Fachwissens über allgemein und jederzeit zugängliche Erfahrungstatsachen Aus kunft zu geben. Der Gutachter ist im Gegensatz zum (allenfalls sachverständigen) Zeugen, der über eigene Wahrnehmungen aussagt, ersetzbar, weshalb er vom Gericht bestimmt wird. Von den Parteien in Auftrag gegebene Stellungnahmen sind, soweit sie über allgemein und jederzeit zugängliche Erfahrungstatsachen Auskunft geben, über die eine beliebige sachverständige Person Auskunft geben könnte, nach dem Willen des Gesetzgebers für sich allein nicht zum Beweis geeignet und fallen insoweit auch nicht unter den Begriff der Urkunde (BGE 141 III 433 E. 2.5.3 und E. 2.6). Von der Versicherung veranlasste Aktengutachten sind Musterbeispiel derartiger Parteigutachten. Denn die Akten können zur Beantwortung allfälliger Fachfragen jeder beliebigen sachverständigen Person unterbreitet werden (Urteil des Bundesgerichts 4A_85/2017 vom 4. September 2017, E. 2.2.1). Allerdings ist zu beachten, dass nur Tatsachenbehauptungen bewiesen werden müssen, die ausdrücklich bestritten sind. Parteibehauptungen, denen ein Privat gutachten zugrunde liegt, werden meist besonders substanziiert sein. Ent sprechend genügt eine pauschale Bestreitung nicht; die Gegenpartei ist vielmehr gehalten zu substanziieren, welche einzelnen Tatsachen sie konkret bestreitet. Wird eine Tatsachenbehauptung von der Gegenpartei substanziiert bestritten, so vermögen Parteigutachten allein diese grundsätzlich nicht zu beweisen. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass sie allenfalls als Parteibehauptungen zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis erbringen (BGE 141 III 433 E. 2.6).

Allerdings ist zu beachten, dass nur Tatsachenbehauptungen bewiesen werden müssen, die ausdrücklich bestritten sind. Parteibehauptungen, denen ein Privat gutachten zugrunde liegt, werden meist besonders substanziiert sein. Ent sprechend genügt eine pauschale Bestreitung nicht; die Gegenpartei ist vielmehr gehalten zu substanziieren, welche einzelnen Tatsachen sie konkret bestreitet. Wird eine Tatsachenbehauptung von der Gegenpartei substanziiert bestritten, so vermögen Parteigutachten allein diese grundsätzlich nicht zu beweisen. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass sie allenfalls als Parteibehauptungen zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis erbringen (BGE 141 III 433 E. 2.6). 1.8 Das Recht auf Beweis wird durch die Nichtabnahme von beantragten Beweismit teln nicht verletzt, wenn das Gericht – ohne dabei in Willkür verfal len zu sein – bei pflichtgemässer antizipier ter Beweiswürdigung zur Überzeu gung gelangt, die Beweismittel vermögen keine Klärung herbeizu führen, seien zur Erbringung des Beweises untauglich oder könnten die bereits gebildete Überzeugung so oder so nicht mehr umstossen (Urteile des Bundesge richts 4A_571/2016 vom 23. März 2017, E. 4.1, 4A_626/2015 vom 24. Mai 2016, E. 2.4, sowie 4A_491/2014 vom 30. März 2015, E. 2.5 mit Hinweisen).

1.8 Das Recht auf Beweis wird durch die Nichtabnahme von beantragten Beweismit teln nicht verletzt, wenn das Gericht – ohne dabei in Willkür verfal len zu sein – bei pflichtgemässer antizipier ter Beweiswürdigung zur Überzeu gung gelangt, die Beweismittel vermögen keine Klärung herbeizu führen, seien zur Erbringung des Beweises untauglich oder könnten die bereits gebildete Überzeugung so oder so nicht mehr umstossen (Urteile des Bundesge richts 4A_571/2016 vom 23. März 2017, E. 4.1, 4A_626/2015 vom 24. Mai 2016, E. 2.4, sowie 4A_491/2014 vom 30. März 2015, E. 2.5 mit Hinweisen). 2. Es steht fest und ist unbestritten, dass der Kläger über die von seiner ehemaligen Arbeitgeberin mit der Beklagten abgeschlossene kollektive Krankentaggeldver sicherung (Vertrags-Nr. 60051298) für ein Taggeld von 80 % seines Jahreslohns von Fr. 63'180.-- gegen Krankheit versichert war, und zwar für eine Leistungs dauer von 730 Tagen mit einer Wartefrist von 3 0 Tagen ( Urk. 8/1-2; vgl. auch Urk. 7 S. 2, Urk. 8/4a-k ).

2. Es steht fest und ist unbestritten, dass der Kläger über die von seiner ehemaligen Arbeitgeberin mit der Beklagten abgeschlossene kollektive Krankentaggeldver sicherung (Vertrags-Nr. 60051298) für ein Taggeld von 80 % seines Jahreslohns von Fr. 63'180.-- gegen Krankheit versichert war, und zwar für eine Leistungs dauer von 730 Tagen mit einer Wartefrist von 3 0 Tagen ( Urk. 8/1-2; vgl. auch Urk. 7 S. 2, Urk. 8/4a-k ). Gemäss Art. 3.4 der anwendbar en Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) für die Helsana Business Salary Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG, Aus gabe 2006 ( vgl. Urk. 7 S. 2 und 8, Urk. 8/1 S. 2, Urk. 8/2 S. 3 ), ist Arbeitsun fähigk eit die durch eine Beeinträchti gung der körperlichen, geistigen oder psy chischen Gesundheit bedingte volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen B eruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Das Taggeld wird bei nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit von mindes tens 25 % anteilsmässig entspre chend dem Grad der Arbeitsunfähigkei t ausgerichtet (Art. 12.1 AVB).

Gemäss Art. 3.4 der anwendbar en Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) für die Helsana Business Salary Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG, Aus gabe 2006 ( vgl. Urk. 7 S. 2 und 8, Urk. 8/1 S. 2, Urk. 8/2 S. 3 ), ist Arbeitsun fähigk eit die durch eine Beeinträchti gung der körperlichen, geistigen oder psy chischen Gesundheit bedingte volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen B eruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Das Taggeld wird bei nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit von mindes tens 25 % anteilsmässig entspre chend dem Grad der Arbeitsunfähigkei t ausgerichtet (Art. 12.1 AVB). Die Berechnung der Taggeldhöhe erfolgt mittels Umrechnung des versicherten Lohnes auf ein volles Jahr und Teilung der versicherten Jahreslohnsumme durch die Zahl 365 bzw. 366 in Schaltjahren ( Art. 21 AVB).

Die Berechnung der Taggeldhöhe erfolgt mittels Umrechnung des versicherten Lohnes auf ein volles Jahr und Teilung der versicherten Jahreslohnsumme durch die Zahl 365 bzw. 366 in Schaltjahren ( Art. 21 AVB). 3.

3. 3.1 Der Kläger macht geltend, bei ihm bestehe seit Mai 2016 anhaltend eine mittel gradige beziehungsweise schwere Depression. Er sei daher zu 100 % arbeitsun fähig ( Urk. 12 S. 2). Er leide unter folgenden gemäss ICD-10 für die Diagnose einer depressiven Episode vorausgesetzten Symptomen: depressive Stimmung, Bedrücktheit/Niedergeschlagenheit, Interessenverlust oder Verlust von Freude sowie Energieverlust, erhöhte Ermüdbarkeit, sporadisch wiederkehrende Gedan ken an Suizid, Klagen über oder Nachweis eines verminderten Denk- und Kon zentr at ionsvermögens, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit, psychomoto rische Agitiertheit oder Hemmung, Schlafstörungen sowie Appetitverlust. Dies werde insbesondere durch die Stellungnahmen von Dr. C.___ vom 5. August 2015, des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ vom 2 8. Januar 2017 und der Ärzte der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 bewiesen ( Urk. 1 S. 11 f.). Entgegen der Behauptung der Beklagten habe er sich nicht freiwillig, sondern wegen seines schwer belastenden Zustands mit Phasen von Suizidalität, also aufgrund einer Verschlechterung der psychischen Symptomatik, in die stationäre Therapie bege ben ( Urk. 12 S. 6 und 11 ). Er sei erwiesenermassen durchgehend bis zur Fertig stellung der Replik zu 100 % krankgeschrieben gewesen, und gemäss dem neu esten Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 bestehe nach wie vor eine mittel- bis schwergradige Depression. Grundlage für die Beurteilung von Dr. E.___ seien die regelmässigen und inzwischen wöchentlichen Therapiesitzun gen bei diesem Arzt gewesen ( Urk. 12 S. 7, Urk. 15-16). Dieser Arzt habe ihm von Anfang an eine medikamentöse Therapie verschrieben ( Urk. 12 S. 4), und er nehme nach wie vor regelmässig Medikamente ein. Dr. E.___ behandle ihn sodann psychotherapeutisch. Bei seinen Arztberichten handle es sich nicht um Gutachten, welche eingehendere Erläuterungen etwa zu den therapeutischen Massnahmen enthielten ( Urk. 12 S. 8 f.). Sie seien aber relativ ausführlich und beruhten auf regelmässigen, inzwischen wöchentlichen Therapiesitzungen ( Urk. 12 S. 7). Die Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagten, stehe hier nicht im Vordergrund, da auch die Berichte der unabhängigen Ärzte der Klinik D.___ sowie des von der Beklagten beauftragten Gutachters Dr. C.___ die Beurteilung von Dr. E.___ bestätigten. Zu beachten sei auch, dass die behandelnden Psychiater besser in der Lage seien, seine Beschwerden zu beurteilen, als ein Gutachter, welcher ihn ein mal gesehen habe ( Urk. 12 S. 10 f.). Beim Gutachten von Dr. G.___ vom 2 2. Feb ruar 2016 handle es sich hingegen um ein Parteigutachten ohne Beweiswert. Die ses weise zudem erhebliche Mängel auf: Er habe weder zur Person des Gutachters noch zu den ihm gestellten Fragen Stellung nehmen können. Die Begutachtung habe lediglich 30 Minuten gedauert, womit die gemäss den Qualitätsrichtlinien für psychiatrische Gutachten vorausgesetzte wohlwollende und entspannte Gesprächsatmosphäre gar nicht habe aufkommen kö nnen. Ein solches Gutachten könne lediglich eine Momentaufnahme beschreiben. Überdies hab e er den Ein druck gehabt, dass der Guta chter kein Interesse an seinem L eiden gehabt habe und i h m gegenüber voreingenommen gewesen sei. Sodann sei auf das Einholen von Fremdeinkünften verzichtet worden und es seien nicht sämtliche relevanten medizinischen Vorakten berücksichtigt worden. D as Gutachten setze sich auch nicht mit den Beurteilungen der anderen Ärzte auseinander, insbesondere der in diesen Berichten dokumentierten depressiven Symptomatik. Seine schwierige familiäre Situation ebenso wie zahlreiche von ihm beschriebene Symptome und Befunde würden im Gutachten ungenügend berücksichtigt, etwa, dass seine Sui zidgedanken Anlass für die stationäre Aufnahme gewesen seien und er vor der Begutachtung in verschiedene Schlägereien geraten sei. Im Gutachten seien lediglich die mittels gutachterlicher F rem d beurteilung nach dem AMDP-System erhobenen Befunde berücksichtigt worden, womit es auf einer ungenügenden Befunderhebung basiere. In der Expertise sei schliesslich auch nicht erläutert wor den, ob und inwiefern sich die anerkannten psychischen Funktionseinschränkun gen auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in anderen Tätigkeiten auswirkten ( Urk. 1 S. 5 und 12-16 ). Deshalb sei das Gutachten nicht geeignet, die Beweiskraft der übrigen Arztberichte psychiatrischer Fachärzte zu erschütter n. Der ebenfalls von der Beklagten beauftragte Psychiater Dr. C.___ habe denn auch im Widerspruch zu Dr. G.___ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Dieser Arzt habe zwar anders als die behandelnden Ärzte eine Anpassungsstörung diagnostiziert, aber ebenfalls typische depressive Symptome erhoben. Falls das Gericht zum Schluss komme, dass auch unter Berücksichtigung der Arztberichte von Dr. E.___ und der Klinik D.___ eine Beweislücke vorliege, so sei diese durch die Einholung ein es Obergutachten s zu schliessen ( Urk. 12 S. 7, 9 und 12). Die Beklagte schulde ihm für die Zeit vom 1. Mai 2016 bis 1 5. Juni 2017 weitere 412 Taggelder in Höhe von Fr. 56'959.70 zuzüglich Verzugszins von 5 %. Da die Beklagte ihre Leistungspflicht mit Schreiben vom 8. April 2016 definitiv abge lehnt habe, seien Fälligkeit und Verzug der einzelnen Taggelder ab 1. Mai 2016 fortlaufend eingetreten, wobei der für den Beginn des Zinsenlaufs massgebliche mittlere Verfalltag zwischen dem 1. Mai 2016 und dem 1 5. Juni 2017 der 2 2. November 2016 sei ( Urk. 1 S. 2, Urk. 12 S. 2 ff. und 12).

3.1 Der Kläger macht geltend, bei ihm bestehe seit Mai 2016 anhaltend eine mittel gradige beziehungsweise schwere Depression. Er sei daher zu 100 % arbeitsun fähig ( Urk. 12 S. 2). Er leide unter folgenden gemäss ICD-10 für die Diagnose einer depressiven Episode vorausgesetzten Symptomen: depressive Stimmung, Bedrücktheit/Niedergeschlagenheit, Interessenverlust oder Verlust von Freude sowie Energieverlust, erhöhte Ermüdbarkeit, sporadisch wiederkehrende Gedan ken an Suizid, Klagen über oder Nachweis eines verminderten Denk- und Kon zentr at ionsvermögens, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit, psychomoto rische Agitiertheit oder Hemmung, Schlafstörungen sowie Appetitverlust. Dies werde insbesondere durch die Stellungnahmen von Dr. C.___ vom 5. August 2015, des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ vom 2 8. Januar 2017 und der Ärzte der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 bewiesen ( Urk. 1 S. 11 f.). Entgegen der Behauptung der Beklagten habe er sich nicht freiwillig, sondern wegen seines schwer belastenden Zustands mit Phasen von Suizidalität, also aufgrund einer Verschlechterung der psychischen Symptomatik, in die stationäre Therapie bege ben ( Urk. 12 S. 6 und 11 ). Er sei erwiesenermassen durchgehend bis zur Fertig stellung der Replik zu 100 % krankgeschrieben gewesen, und gemäss dem neu esten Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 bestehe nach wie vor eine mittel- bis schwergradige Depression. Grundlage für die Beurteilung von Dr. E.___ seien die regelmässigen und inzwischen wöchentlichen Therapiesitzun gen bei diesem Arzt gewesen ( Urk. 12 S. 7, Urk. 15-16). Dieser Arzt habe ihm von Anfang an eine medikamentöse Therapie verschrieben ( Urk. 12 S. 4), und er nehme nach wie vor regelmässig Medikamente ein. Dr. E.___ behandle ihn sodann psychotherapeutisch. Bei seinen Arztberichten handle es sich nicht um Gutachten, welche eingehendere Erläuterungen etwa zu den therapeutischen Massnahmen enthielten ( Urk. 12 S. 8 f.). Sie seien aber relativ ausführlich und beruhten auf regelmässigen, inzwischen wöchentlichen Therapiesitzungen ( Urk. 12 S. 7). Die Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagten, stehe hier nicht im Vordergrund, da auch die Berichte der unabhängigen Ärzte der Klinik D.___ sowie des von der Beklagten beauftragten Gutachters Dr. C.___ die Beurteilung von Dr. E.___ bestätigten. Zu beachten sei auch, dass die behandelnden Psychiater besser in der Lage seien, seine Beschwerden zu beurteilen, als ein Gutachter, welcher ihn ein mal gesehen habe ( Urk. 12 S. 10 f.). Beim Gutachten von Dr. G.___ vom 2 2. Feb ruar 2016 handle es sich hingegen um ein Parteigutachten ohne Beweiswert. Die ses weise zudem erhebliche Mängel auf: Er habe weder zur Person des Gutachters noch zu den ihm gestellten Fragen Stellung nehmen können. Die Begutachtung habe lediglich 30 Minuten gedauert, womit die gemäss den Qualitätsrichtlinien für psychiatrische Gutachten vorausgesetzte wohlwollende und entspannte Gesprächsatmosphäre gar nicht habe aufkommen kö nnen. Ein solches Gutachten könne lediglich eine Momentaufnahme beschreiben. Überdies hab e er den Ein druck gehabt, dass der Guta chter kein Interesse an seinem L eiden gehabt habe und i h m gegenüber voreingenommen gewesen sei. Sodann sei auf das Einholen von Fremdeinkünften verzichtet worden und es seien nicht sämtliche relevanten medizinischen Vorakten berücksichtigt worden. D as Gutachten setze sich auch nicht mit den Beurteilungen der anderen Ärzte auseinander, insbesondere der in diesen Berichten dokumentierten depressiven Symptomatik. Seine schwierige familiäre Situation ebenso wie zahlreiche von ihm beschriebene Symptome und Befunde würden im Gutachten ungenügend berücksichtigt, etwa, dass seine Sui zidgedanken Anlass für die stationäre Aufnahme gewesen seien und er vor der Begutachtung in verschiedene Schlägereien geraten sei. Im Gutachten seien lediglich die mittels gutachterlicher F rem d beurteilung nach dem AMDP-System erhobenen Befunde berücksichtigt worden, womit es auf einer ungenügenden Befunderhebung basiere. In der Expertise sei schliesslich auch nicht erläutert wor den, ob und inwiefern sich die anerkannten psychischen Funktionseinschränkun gen auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in anderen Tätigkeiten auswirkten ( Urk. 1 S. 5 und 12-16 ). Deshalb sei das Gutachten nicht geeignet, die Beweiskraft der übrigen Arztberichte psychiatrischer Fachärzte zu erschütter n. Der ebenfalls von der Beklagten beauftragte Psychiater Dr. C.___ habe denn auch im Widerspruch zu Dr. G.___ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Dieser Arzt habe zwar anders als die behandelnden Ärzte eine Anpassungsstörung diagnostiziert, aber ebenfalls typische depressive Symptome erhoben. Falls das Gericht zum Schluss komme, dass auch unter Berücksichtigung der Arztberichte von Dr. E.___ und der Klinik D.___ eine Beweislücke vorliege, so sei diese durch die Einholung ein es Obergutachten s zu schliessen ( Urk. 12 S. 7, 9 und 12). Die Beklagte schulde ihm für die Zeit vom 1. Mai 2016 bis 1 5. Juni 2017 weitere 412 Taggelder in Höhe von Fr. 56'959.70 zuzüglich Verzugszins von 5 %. Da die Beklagte ihre Leistungspflicht mit Schreiben vom 8. April 2016 definitiv abge lehnt habe, seien Fälligkeit und Verzug der einzelnen Taggelder ab 1. Mai 2016 fortlaufend eingetreten, wobei der für den Beginn des Zinsenlaufs massgebliche mittlere Verfalltag zwischen dem 1. Mai 2016 und dem 1 5. Juni 2017 der 2 2. November 2016 sei ( Urk. 1 S. 2, Urk. 12 S. 2 ff. und 12). 3.2 Die Beklagte stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, in den Akten fehle ein ärztlicher Bericht, der geeignet sei, eine Arbeitsunfähigkeit des Klägers hin reichend zu begründen. Die Hausärztin Dr. B.___ habe in ihrem Bericht nicht begründet, inwiefern die erhobenen Befunde den Kläger daran hindern würden, die bisherige Arbeit auszuüben. Dr. C.___ habe sodann keine mittelschwere Depression, sondern lediglich eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) diagnos tiziert bei Verdacht auf eine Persönlichkeitsakzentuierung mit dissozialen, para noiden und narzisstischen Zügen. Dr. E.___ seinerseits begründe in seinen Berichten nicht, weshalb der Kläger zu 100 % arbeitsunfähig sein solle ; auch habe er keinen Therapievorschlag unterbreitet, um der von ihm befürchteten Chronifi zierung entgegenzuwirken. In seinem Zeugnis vom 1 6. September 2017 habe er lediglich notiert, der Kläger sei «seiner Ansicht nach» zu 100 % arbeitsunfähig. Mit einer solchen subjektviven Auffassung ohne Begründung gelinge der Nach weis einer Arbeitsunfähigkeit nicht ( Urk. 19 S. 3). Hinsichtlich der Arbeitsfähig keitsbeurteilungen der behandelnden Ärzte müsse auch die Erfahrungstatsache berücksichtigt werden, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer auftragsrecht lichen Vertrauensstellung zu ihren Patienten eher zu deren Gunsten aussagen würden, weshalb ihre Berichte mit Vorbehalt zu würdigen seien. Im Streitfall komme eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärzte kaum je in Frage. Dr. G.___ habe in seinem Gutachten vom 2 2. Februar 2016 aufgezeigt, dass der klinische Befund einer Anpassungsstörung mit leichter depressiver Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung ent spreche. Sodann habe er schlüssig dargelegt, dass Verbitterungsstörungen typi scherweise durch negative Lebensereignisse wie Kündigung, berufliche Herab würdigung und Mobbing ausgelöst würden, woraufhin sich die Betroffenen oft ungerecht behandelt fühlten und mit Verbitterung, emotionaler Erregung und Aggressivität reagierten. Der Kläger habe ihm denn auch angegeben, in den letz ten sechs Monaten seiner Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber gemobbt worden zu sein und weiterhin viel an die Mobbingsituation zu denken. Laut dem Gutach ter führe weder die Anpassungsstörung noch die von ihm ebenfalls diagnosti zierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und dissozialen Zügen zu eine r Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Entgegen der Ansicht des Klägers sei das Gutachten beweisrechtlich verwertbar. Nachvollziehbar sei auch die Empfehlung des Gutachters, wie der eine Arbeit aufzunehmen, da dies einer die Verbitterung fördernden Verharrenshaltung entgegenwirke. Der Kläger sei sodann beide Male freiwillig in die Klinik D.___ eingetreten. Dem Austrittsbericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 sei zu entnehmen, dass die Schlafstörung und der Antriebsmangel während der Hospitalisation zurückgegangen sei en und die Niedergeschlagenheit persistiert habe, aber in keinem klinischen Ausmass. Eine Arbeits un fähigkeit sei seitens dieser Klinik nicht attestiert worden. Bereits von Beginn an sei lediglich eine Arbeitsunfähigkeit beim bisherigen Arbeitgeber als Folge der dortigen Mobbingsituation ausgewiesen. Der Kläger trage die Beweis last dafür, dass eine über den 3 0. April 2016 hinaus andauernde Arbeitsunfähig keit von mindestens 25 % in derselben Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber bestanden habe; da dieser Beweis nicht erbracht worden sei, seien die Taggelder zu Recht per 3 0. April 2016 eingestellt worden ( Urk. 7, Urk. 19 S. 2 ).

3.2 Die Beklagte stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, in den Akten fehle ein ärztlicher Bericht, der geeignet sei, eine Arbeitsunfähigkeit des Klägers hin reichend zu begründen. Die Hausärztin Dr. B.___ habe in ihrem Bericht nicht begründet, inwiefern die erhobenen Befunde den Kläger daran hindern würden, die bisherige Arbeit auszuüben. Dr. C.___ habe sodann keine mittelschwere Depression, sondern lediglich eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) diagnos tiziert bei Verdacht auf eine Persönlichkeitsakzentuierung mit dissozialen, para noiden und narzisstischen Zügen. Dr. E.___ seinerseits begründe in seinen Berichten nicht, weshalb der Kläger zu 100 % arbeitsunfähig sein solle ; auch habe er keinen Therapievorschlag unterbreitet, um der von ihm befürchteten Chronifi zierung entgegenzuwirken. In seinem Zeugnis vom 1 6. September 2017 habe er lediglich notiert, der Kläger sei «seiner Ansicht nach» zu 100 % arbeitsunfähig. Mit einer solchen subjektviven Auffassung ohne Begründung gelinge der Nach weis einer Arbeitsunfähigkeit nicht ( Urk. 19 S. 3). Hinsichtlich der Arbeitsfähig keitsbeurteilungen der behandelnden Ärzte müsse auch die Erfahrungstatsache berücksichtigt werden, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer auftragsrecht lichen Vertrauensstellung zu ihren Patienten eher zu deren Gunsten aussagen würden, weshalb ihre Berichte mit Vorbehalt zu würdigen seien. Im Streitfall komme eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärzte kaum je in Frage. Dr. G.___ habe in seinem Gutachten vom 2 2. Februar 2016 aufgezeigt, dass der klinische Befund einer Anpassungsstörung mit leichter depressiver Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung ent spreche. Sodann habe er schlüssig dargelegt, dass Verbitterungsstörungen typi scherweise durch negative Lebensereignisse wie Kündigung, berufliche Herab würdigung und Mobbing ausgelöst würden, woraufhin sich die Betroffenen oft ungerecht behandelt fühlten und mit Verbitterung, emotionaler Erregung und Aggressivität reagierten. Der Kläger habe ihm denn auch angegeben, in den letz ten sechs Monaten seiner Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber gemobbt worden zu sein und weiterhin viel an die Mobbingsituation zu denken. Laut dem Gutach ter führe weder die Anpassungsstörung noch die von ihm ebenfalls diagnosti zierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und dissozialen Zügen zu eine r Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Entgegen der Ansicht des Klägers sei das Gutachten beweisrechtlich verwertbar. Nachvollziehbar sei auch die Empfehlung des Gutachters, wie der eine Arbeit aufzunehmen, da dies einer die Verbitterung fördernden Verharrenshaltung entgegenwirke. Der Kläger sei sodann beide Male freiwillig in die Klinik D.___ eingetreten. Dem Austrittsbericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 sei zu entnehmen, dass die Schlafstörung und der Antriebsmangel während der Hospitalisation zurückgegangen sei en und die Niedergeschlagenheit persistiert habe, aber in keinem klinischen Ausmass. Eine Arbeits un fähigkeit sei seitens dieser Klinik nicht attestiert worden. Bereits von Beginn an sei lediglich eine Arbeitsunfähigkeit beim bisherigen Arbeitgeber als Folge der dortigen Mobbingsituation ausgewiesen. Der Kläger trage die Beweis last dafür, dass eine über den 3 0. April 2016 hinaus andauernde Arbeitsunfähig keit von mindestens 25 % in derselben Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber bestanden habe; da dieser Beweis nicht erbracht worden sei, seien die Taggelder zu Recht per 3 0. April 2016 eingestellt worden ( Urk. 7, Urk. 19 S. 2 ). 3.

3. 3.1 Folgende bei den Akten liegenden ärztlichen Stellungnahmen enthalten Äusse rungen zum Gesund heitszustand respektive zur Arbeitsfähigkeit des Klägers:

3.1 Folgende bei den Akten liegenden ärztlichen Stellungnahmen enthalten Äusse rungen zum Gesund heitszustand respektive zur Arbeitsfähigkeit des Klägers: 3.2 Die den Kläger laut Angabe in der Krankmeldung ( Urk. 2/2) ab 1 8. Juni 2015 behandelnde Hausärztin Dr. B.___ diagnostizierte in ihrem Bericht vom 2 4. Juni 2015 eine depressive Störung mittleren Grades. Als Befunde nannte sie Impulsivität, eine depressive Stimmung sowie eine Schlafstörung. Der Kläger habe auch über Lustlosigkeit geklagt. Wegen mangelnder Belastbarkeit sei er vom 1 8. b is 2 8. Juni 2015 in der angestammten Tätigkeit als Lagerist zu 100 % arbeitsunfähig ( Urk. 8/3).

3.2 Die den Kläger laut Angabe in der Krankmeldung ( Urk. 2/2) ab 1 8. Juni 2015 behandelnde Hausärztin Dr. B.___ diagnostizierte in ihrem Bericht vom 2 4. Juni 2015 eine depressive Störung mittleren Grades. Als Befunde nannte sie Impulsivität, eine depressive Stimmung sowie eine Schlafstörung. Der Kläger habe auch über Lustlosigkeit geklagt. Wegen mangelnder Belastbarkeit sei er vom 1 8. b is 2 8. Juni 2015 in der angestammten Tätigkeit als Lagerist zu 100 % arbeitsunfähig ( Urk. 8/3). 3.3 Im Auftrag der Beklagten erstell t e der Psychiater Dr. C.___ gestützt auf seine Untersuchung des Klägers am 4. August 2015 sowie den Bericht von Dr. B.___ vom 2 4. Juni 2015 ein L ow-level - Assessment über den Kläger. Dem Bericht von Dr. C.___ ist zu entnehmen, dass der Kläger dem Psychiater angab, seit sechs Monaten am Arbeitsplatz von drei Mitarbeitern gemobbt wor den zu sein. Nachdem er von einem der Mitarbeiter, der nur telefoniert und Pau sen gemacht habe, Videoaufnahmen angefertigt und diese dem Chef gezeigt habe, sei er per 2 3. April 2015 freigestellt worden mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten. Seit einer Woche sei er in der Klinik D.___ hospitalisiert. Dr. C.___ diagnostizierte eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) bei Ver dacht auf eine Persönlichkeitsakzentuierung mit dissozialen, paranoiden und nar zisstischen Zügen (ICD-10: Z73.1). In seiner Beurteilung hielt er fest, der Kläger habe vor dem Hintergrund einer Konfliktsituation am Arbeitsplatz eine Anpas sungsstörung entwickelt, wobei derzeit keine typisch depressiven Symptome wie Niedergeschlagenheit, psychomotorische Hemmung, Herabsetzung des Selbst wertgefühls sowie Anhedonie vorhanden seien. Vielmehr habe sich der Kläger mit einer Antriebssteigerung und einer gereizten Dysphorie präsentiert und habe offen von gewalttätigen Auseinandersetzungen in den letzten Wochen und Monaten sowie von autoaggressiven Gedanken berichtet. Ferner habe er relevante Störungen in der sozialen Kommunikation gezeigt und sich mit leichtgradigen kognitiven Defiziten präsentiert. Seine erhebliche Selbstzentriertheit, sein arro gantes, hochnäsiges Auftreten sowie die grundsätzlich berichtete Neigung, wenig auf existierende Normen und Re geln zu achten, sondern die Gere chtigkeit durch Selbstjustiz herstellen zu wollen, könnten im Sinne eines Persönlichkeitsstils mit narzisstischen und dissozialen, möglicherweise auch paranoiden Zügen interpre tiert werden. In diese Richtung wiesen auch das Verhalten des Klägers im Unter suchungsgespräch sowie die fremdanamnestischen Angaben durch den beigezo genen türkischsprachigen Dolmetscher hin. Momentan sei der Kläger in keiner beruflichen Tätigkeit arbeitsfähig. Die aktuelle stationäre Behandlung folge den anerkannten Therapiegrundsätzen, wobei fraglich erscheine, ob der Kläger ange sichts des nur teilweise vorhandenen Zielsyndroms von der antidepressiven Erkrankung in relevantem Ausmass profitieren könne ( Urk. 2/5).

3.3 Im Auftrag der Beklagten erstell t e der Psychiater Dr. C.___ gestützt auf seine Untersuchung des Klägers am 4. August 2015 sowie den Bericht von Dr. B.___ vom 2 4. Juni 2015 ein L ow-level Assessment über den Kläger. Dem Bericht von Dr. C.___ ist zu entnehmen, dass der Kläger dem Psychiater angab, seit sechs Monaten am Arbeitsplatz von drei Mitarbeitern gemobbt wor den zu sein. Nachdem er von einem der Mitarbeiter, der nur telefoniert und Pau sen gemacht habe, Videoaufnahmen angefertigt und diese dem Chef gezeigt habe, sei er per 2 3. April 2015 freigestellt worden mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten. Seit einer Woche sei er in der Klinik D.___ hospitalisiert. Dr. C.___ diagnostizierte eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) bei Ver dacht auf eine Persönlichkeitsakzentuierung mit dissozialen, paranoiden und nar zisstischen Zügen (ICD-10: Z73.1). In seiner Beurteilung hielt er fest, der Kläger habe vor dem Hintergrund einer Konfliktsituation am Arbeitsplatz eine Anpas sungsstörung entwickelt, wobei derzeit keine typisch depressiven Symptome wie Niedergeschlagenheit, psychomotorische Hemmung, Herabsetzung des Selbst wertgefühls sowie Anhedonie vorhanden seien. Vielmehr habe sich der Kläger mit einer Antriebssteigerung und einer gereizten Dysphorie präsentiert und habe offen von gewalttätigen Auseinandersetzungen in den letzten Wochen und Monaten sowie von autoaggressiven Gedanken berichtet. Ferner habe er relevante Störungen in der sozialen Kommunikation gezeigt und sich mit leichtgradigen kognitiven Defiziten präsentiert. Seine erhebliche Selbstzentriertheit, sein arro gantes, hochnäsiges Auftreten sowie die grundsätzlich berichtete Neigung, wenig auf existierende Normen und Re geln zu achten, sondern die Gere chtigkeit durch Selbstjustiz herstellen zu wollen, könnten im Sinne eines Persönlichkeitsstils mit narzisstischen und dissozialen, möglicherweise auch paranoiden Zügen interpre tiert werden. In diese Richtung wiesen auch das Verhalten des Klägers im Unter suchungsgespräch sowie die fremdanamnestischen Angaben durch den beigezo genen türkischsprachigen Dolmetscher hin. Momentan sei der Kläger in keiner beruflichen Tätigkeit arbeitsfähig. Die aktuelle stationäre Behandlung folge den anerkannten Therapiegrundsätzen, wobei fraglich erscheine, ob der Kläger ange sichts des nur teilweise vorhandenen Zielsyndroms von der antidepressiven Erkrankung in relevantem Ausmass profitieren könne ( Urk. 2/5). 3.4 Nachdem sich der Kläger notfallmässig beim Psychiatriezentrum J.___ vor gestellt hatte, weil der behandelnde Psychiater Dr. E.___ ferienabwesend war, trat er auf Zuweisung der ihn dort behandelnden Ärztin am 2 8. Juli 2015 in die Klinik D.___ ein und hielt sich dort bis zum 1. September 2015 auf. In den Berichten vom 2 4. September und 2 3. November 2015 über den stationären Therapieaufenthalt diagnostizierten die Ärzte eine rezidivierende depressive Stö rung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) und bescheinigten dem Kläger eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 2 8. Juli bis 6. September 2015 mit dem Hinweis, die Arbeitsfähigkeit nach diesem Zeitraum müsse vom nachbehan delnden Psychiater Dr. E.___ beurteilt werden. Den Berichten der Klinik D.___ ist weiter zu entnehmen, dass der Kläger den Ärzten gegenüber berich t ete, seit rund 10 Monaten zunehmend unter einer depressiven Symptomatik zu leiden. Belastungsfaktoren seien die seit mehreren Jahren bestehende psychische Krank heit seiner Ehefrau, die bei ihm zu Überlastungsempfinden geführt habe, die Absagen auf Bewerbungen, die er seit dem Verlust seiner letzten Arbeitsstelle erhalten habe sowie finanzielle Probleme. Laut Angaben des Klägers bestehe sei t mehreren Jahren ein sozialer Rückzug; sein e Familie sei sozial weitgehend iso liert. Zu Hause herrsche ein Chaos, er habe keine Kraft mehr für den Haushalt. Deshalb leide er unter Hoffnungslosigkeit mit lebensmüden Gedanken. Den Berichten der Klinik D.___ ist weiter zu entnehmen, dass der Kläger vor fünf bis sechs Jahren wegen einer wenige Wochen anhaltenden depressiven Episode psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelt wurde. Anamnese und aktuelle Befund e sprachen aus Sicht der Ärzte für eine depressive Episode mittelgradiger Ausprägung im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung; erfüllt seien die Kriterien einer niedergeschlagenen Stimmung seit über zwei Wochen, des Verlust s von Freude, eines verminderten Antrieb s, von Klagen über ein vermin dertes Konzentrationsvermögen, einer psychomotorische n Hemmung, von Appe titverlust sowie Schlaf störungen. Trotz der Behandlung mit verschiedenen thera peutischen Ansätzen und der Unterstützung durch die hausinterne Sozialarbeite rin habe die psychopathologische Symptomatik weitgehend fortbestanden, so dass er in stabilisiertem, aber nur teilremittiertem Zustand entlassen worden sei ( Urk. 2/6/1).

3.4 Nachdem sich der Kläger notfallmässig beim Psychiatriezentrum J.___ vor gestellt hatte, weil der behandelnde Psychiater Dr. E.___ ferienabwesend war, trat er auf Zuweisung der ihn dort behandelnden Ärztin am 2 8. Juli 2015 in die Klinik D.___ ein und hielt sich dort bis zum 1. September 2015 auf. In den Berichten vom 2 4. September und 2 3. November 2015 über den stationären Therapieaufenthalt diagnostizierten die Ärzte eine rezidivierende depressive Stö rung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) und bescheinigten dem Kläger eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 2 8. Juli bis 6. September 2015 mit dem Hinweis, die Arbeitsfähigkeit nach diesem Zeitraum müsse vom nachbehan delnden Psychiater Dr. E.___ beurteilt werden. Den Berichten der Klinik D.___ ist weiter zu entnehmen, dass der Kläger den Ärzten gegenüber berich t ete, seit rund 10 Monaten zunehmend unter einer depressiven Symptomatik zu leiden. Belastungsfaktoren seien die seit mehreren Jahren bestehende psychische Krank heit seiner Ehefrau, die bei ihm zu Überlastungsempfinden geführt habe, die Absagen auf Bewerbungen, die er seit dem Verlust seiner letzten Arbeitsstelle erhalten habe sowie finanzielle Probleme. Laut Angaben des Klägers bestehe sei t mehreren Jahren ein sozialer Rückzug; sein e Familie sei sozial weitgehend iso liert. Zu Hause herrsche ein Chaos, er habe keine Kraft mehr für den Haushalt. Deshalb leide er unter Hoffnungslosigkeit mit lebensmüden Gedanken. Den Berichten der Klinik D.___ ist weiter zu entnehmen, dass der Kläger vor fünf bis sechs Jahren wegen einer wenige Wochen anhaltenden depressiven Episode psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelt wurde. Anamnese und aktuelle Befund e sprachen aus Sicht der Ärzte für eine depressive Episode mittelgradiger Ausprägung im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung; erfüllt seien die Kriterien einer niedergeschlagenen Stimmung seit über zwei Wochen, des Verlust s von Freude, eines verminderten Antrieb s, von Klagen über ein vermin dertes Konzentrationsvermögen, einer psychomotorische n Hemmung, von Appe titverlust sowie Schlaf störungen. Trotz der Behandlung mit verschiedenen thera peutischen Ansätzen und der Unterstützung durch die hausinterne Sozialarbeite rin habe die psychopathologische Symptomatik weitgehend fortbestanden, so dass er in stabilisiertem, aber nur teilremittiertem Zustand entlassen worden sei ( Urk. 2/6/1). 3.5 Laut dem Verlaufsbericht vom 2 4. Dezember 2015 von Dr. E.___, welcher den Kläger seit dem 2 6. Juni 2015 in seiner Muttersprache Türkisch psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelte, wirkte der Kläger etwas verwahrlost; er sei jeweils psychomotorisch in sich gesunken gewesen, habe den Blickkontakt ver mieden und mit leiser Stimme gesprochen, wobei das Denken inhaltlich depressiv und ängstlich gewirkt habe. Weiter hätten eine Antriebshemmung, Grübeln, Trau rigkeit, Freud- und Lustlosigkeit beobachtet werden können. Zudem habe er über Schlafstörungen und vereinzelte Suizidideen berichtet. Dr. E.___ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11). In seiner abschliessenden Beurteilung hielt er fest, der Kläger lebe in einer schwierigen psychosozialen Situation, da die Ehefrau seit Jahren depressiv sei und der Sohn oh ne Lehre und Zukunftsaussich ten. Zudem bestünden in der Familie finanzielle Schwierigkeiten. Zur Z eit sei er zu 100 % arbeitsunfähig, die Prognose sei noch offen ( Urk. 2/6/3).

3.5 Laut dem Verlaufsbericht vom 2 4. Dezember 2015 von Dr. E.___, welcher den Kläger seit dem 2 6. Juni 2015 in seiner Muttersprache Türkisch psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelte, wirkte der Kläger etwas verwahrlost; er sei jeweils psychomotorisch in sich gesunken gewesen, habe den Blickkontakt ver mieden und mit leiser Stimme gesprochen, wobei das Denken inhaltlich depressiv und ängstlich gewirkt habe. Weiter hätten eine Antriebshemmung, Grübeln, Trau rigkeit, Freud- und Lustlosigkeit beobachtet werden können. Zudem habe er über Schlafstörungen und vereinzelte Suizidideen berichtet. Dr. E.___ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11). In seiner abschliessenden Beurteilung hielt er fest, der Kläger lebe in einer schwierigen psychosozialen Situation, da die Ehefrau seit Jahren depressiv sei und der Sohn oh ne Lehre und Zukunftsaussich ten. Zudem bestünden in der Familie finanzielle Schwierigkeiten. Zur Z eit sei er zu 100 % arbeitsunfähig, die Prognose sei noch offen ( Urk. 2/6/3). 3.7 Das psychiatrische Gutachten von Dr. G.___ und Dr. H.___ vom 2 2. Februar 2016 erging gestützt auf das von der Beklagten zur Verfügung gestellte Akten dossier, insbesondere den Low-level-Assessment- Bericht von Dr. C.___ vom 5. August 2015, den Bericht der Ärzte der Klinik D.___ vom 2 3. November 2015 und den Befundbericht von Dr. E.___ vom 2 4. Dezember 2015, und die mit einem Dolmetscher erfolgte psychiatrische Exploration des Klägers durch Dr. H.___ am 2. Februar 2016 ( Urk. 2/7/1 S. 1 und 5 ff.). In d er Expertise wird angegeben, der Kläger habe während der psychiatrischen Exploration Au genkontakt gehalten und insgesamt psychisch nicht namhaft beeinträchtigt ge wirkt. D as Denken sei auf eine vermeintlich ungerechtfertigte Behandlung durch Arbeitskollegen und den Arbeitgeber eingeengt gewesen. Mit Ausnahme von finanziellen Sorgen und Zukunftssorgen habe er keine Ängste geäussert. An haltspunkte für Suizidgedanken oder Pläne hätten gefehlt ( Urk. 2/7/1 S. 7 ff.). Die Gutachter diagnostizierten eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit nar zisstischen und dissozialen Zügen (ICD-10: F60.9). In ihrer abschliessenden Beurteilung hielten sie fest, der Kläger habe vorwiegend depressive Verstimmun gen, Antriebs- und Motivationsprobleme, Ein- und Durchschlafstörungen sowie Aggressionen, Reizbarkeit und Zukunftsängste g eschildert. Die Besch werden hät ten sich in Zusammenhang mit einer als Mobbing wahrgenommenen beruflichen Auseinandersetzung im vergangenen Jahr entwickelt. Die AMDP-konform erho benen Untersuchungsbefunde ergäben das Bild eines dysphorischen Versicherten, der ohne Hinweise für mnestische oder konzentrative Einschränkungen über sei nen Werdegang und seine Beschwerden berichtet habe. Die Stimmung sei dabei gereizt, vorwurfsvoll, aggressiv gewesen und geprägt von inadäquaten Grössen phantasien, einer erhöhten Kränkbarkeit und Schuldzuweisungen gegenüber anderen ohne die Bereitschaft, allfällige eigene Beiträge zu Konfliktsituationen zu erkennen. Klinische Zeichen einer Depressivität wie psychomotorische Hem mung, Antriebsstörung oder Niedergeschlagenheit hätten gefehlt. Die von den behandelnden Ärzten gestellte Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode könne vor diesem Hintergrund nicht bestätigt werden. Das klinische Bild entspre che einer Anpassungsstörung mit leichter depressiver Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung. Solche Störungen würden typischerweise durch negative Lebensereignisse wie Kündigung, berufliche Herabwürdigung und Mob bing ausgelöst, woraufhin sich die Betroffenen oft ungerecht behandelt fühlten und mit Verbitterung, emotionaler Erregung und Aggressivität reagierten. Die emotionale Schwingungsfähigkeit sei hierbei nicht beeinträchtigt, und diese Per sonen zeigten meist einen normalen Affekt bei Ablenkung. Die im psychopatho logischen Befund aufscheinenden prämorbiden narzisstischen und dissozialen Persönlichkeitszüge könnten als prädisponierende Faktoren für die Entwicklung der Verbitterungsstörung angesehen werden. Weder die Anpassungsstörung noch die definitionsgemäss seit dem jungen Erwachsenen alter bestehende Persönlich keitsstörung hätten jedoch eine Minderung der Arbeitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagerist wie auch in jeder anderen Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts zur Folge; der Kläger könne sein Verhalten nämlich durchaus kontrollieren. Zudem könne dieses Leiden therapiert werden. Ab sofort sei er zu 100 % arbeitsfähig. Aus therapeutischer Sicht sei die Wiederaufnahme einer Arbeit zu empfehlen, da dies einer die Verbitterung fördernden Verharrens haltung entgegenwirke ( Urk. 2/7/1 S. 9 ff.).

3.7 Das psychiatrische Gutachten von Dr. G.___ und Dr. H.___ vom 2 2. Februar 2016 erging gestützt auf das von der Beklagten zur Verfügung gestellte Akten dossier, insbesondere den Low-level-Assessment- Bericht von Dr. C.___ vom 5. August 2015, den Bericht der Ärzte der Klinik D.___ vom 2 3. November 2015 und den Befundbericht von Dr. E.___ vom 2 4. Dezember 2015, und die mit einem Dolmetscher erfolgte psychiatrische Exploration des Klägers durch Dr. H.___ am 2. Februar 2016 ( Urk. 2/7/1 S. 1 und 5 ff.). In d er Expertise wird angegeben, der Kläger habe während der psychiatrischen Exploration Au genkontakt gehalten und insgesamt psychisch nicht namhaft beeinträchtigt ge wirkt. D as Denken sei auf eine vermeintlich ungerechtfertigte Behandlung durch Arbeitskollegen und den Arbeitgeber eingeengt gewesen. Mit Ausnahme von finanziellen Sorgen und Zukunftssorgen habe er keine Ängste geäussert. An haltspunkte für Suizidgedanken oder Pläne hätten gefehlt ( Urk. 2/7/1 S. 7 ff.). Die Gutachter diagnostizierten eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit nar zisstischen und dissozialen Zügen (ICD-10: F60.9). In ihrer abschliessenden Beurteilung hielten sie fest, der Kläger habe vorwiegend depressive Verstimmun gen, Antriebs- und Motivationsprobleme, Ein- und Durchschlafstörungen sowie Aggressionen, Reizbarkeit und Zukunftsängste g eschildert. Die Besch werden hät ten sich in Zusammenhang mit einer als Mobbing wahrgenommenen beruflichen Auseinandersetzung im vergangenen Jahr entwickelt. Die AMDP-konform erho benen Untersuchungsbefunde ergäben das Bild eines dysphorischen Versicherten, der ohne Hinweise für mnestische oder konzentrative Einschränkungen über sei nen Werdegang und seine Beschwerden berichtet habe. Die Stimmung sei dabei gereizt, vorwurfsvoll, aggressiv gewesen und geprägt von inadäquaten Grössen phantasien, einer erhöhten Kränkbarkeit und Schuldzuweisungen gegenüber anderen ohne die Bereitschaft, allfällige eigene Beiträge zu Konfliktsituationen zu erkennen. Klinische Zeichen einer Depressivität wie psychomotorische Hem mung, Antriebsstörung oder Niedergeschlagenheit hätten gefehlt. Die von den behandelnden Ärzten gestellte Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode könne vor diesem Hintergrund nicht bestätigt werden. Das klinische Bild entspre che einer Anpassungsstörung mit leichter depressiver Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung. Solche Störungen würden typischerweise durch negative Lebensereignisse wie Kündigung, berufliche Herabwürdigung und Mob bing ausgelöst, woraufhin sich die Betroffenen oft ungerecht behandelt fühlten und mit Verbitterung, emotionaler Erregung und Aggressivität reagierten. Die emotionale Schwingungsfähigkeit sei hierbei nicht beeinträchtigt, und diese Per sonen zeigten meist einen normalen Affekt bei Ablenkung. Die im psychopatho logischen Befund aufscheinenden prämorbiden narzisstischen und dissozialen Persönlichkeitszüge könnten als prädisponierende Faktoren für die Entwicklung der Verbitterungsstörung angesehen werden. Weder die Anpassungsstörung noch die definitionsgemäss seit dem jungen Erwachsenen alter bestehende Persönlich keitsstörung hätten jedoch eine Minderung der Arbeitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagerist wie auch in jeder anderen Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts zur Folge; der Kläger könne sein Verhalten nämlich durchaus kontrollieren. Zudem könne dieses Leiden therapiert werden. Ab sofort sei er zu 100 % arbeitsfähig. Aus therapeutischer Sicht sei die Wiederaufnahme einer Arbeit zu empfehlen, da dies einer die Verbitterung fördernden Verharrens haltung entgegenwirke ( Urk. 2/7/1 S. 9 ff.). Gestützt auf das F.___ -Gutachten gelangte der Vertrauensarzt der Helsana Dr. I.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in seiner Beurteilung vom 3. März 2016 zur Schlussfolgerung, dass der Kläger ab sofort wegen einer gesundheitlichen Besserung zu 100 % arbeitsfähig sei in sämtlichen Tätigkeiten ( Urk. 8/5; vgl. auch Urk. 8/6).

Gestützt auf das F.___ -Gutachten gelangte der Vertrauensarzt der Helsana Dr. I.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in seiner Beurteilung vom 3. März 2016 zur Schlussfolgerung, dass der Kläger ab sofort wegen einer gesundheitlichen Besserung zu 100 % arbeitsfähig sei in sämtlichen Tätigkeiten ( Urk. 8/5; vgl. auch Urk. 8/6). 3.8 Im Verlaufsbericht vom 2 6. März 2016 wiederholte Dr. E.___ die in seinem Vor bericht gestellten Diagnosen und Befunde im W esentlichen (vgl. Urk. 2/6/3). Neu erwähnte er bei den Befunden angestaute innere Wut, einen verkehrten Tag-Nacht-Rhythmus und eine bereits etablierte depressive Weltsicht. Weiter führte er aus, der Kläger sei seiner Ansicht nach von den Gutachtern nicht korrekt erfasst worden. Zwar habe er auf die Frage des Gutachters, ob er arbeiten würde, wenn er eine Arbeit fände, mit «Ja» geantwortet; aus psychiatrisch-psychotherapeuti scher Sicht sei er zur Zeit aber zu 100 % arbeitsunfähig und keinesfalls in der Lage, eine Stelle anzutreten ( Urk. 2/7/2).

3.8 Im Verlaufsbericht vom 2 6. März 2016 wiederholte Dr. E.___ die in seinem Vor bericht gestellten Diagnosen und Befunde im W esentlichen (vgl. Urk. 2/6/3). Neu erwähnte er bei den Befunden angestaute innere Wut, einen verkehrten Tag-Nacht-Rhythmus und eine bereits etablierte depressive Weltsicht. Weiter führte er aus, der Kläger sei seiner Ansicht nach von den Gutachtern nicht korrekt erfasst worden. Zwar habe er auf die Frage des Gutachters, ob er arbeiten würde, wenn er eine Arbeit fände, mit «Ja» geantwortet; aus psychiatrisch-psychotherapeuti scher Sicht sei er zur Zeit aber zu 100 % arbeitsunfähig und keinesfalls in der Lage, eine Stelle anzutreten ( Urk. 2/7/2). 3.9 Vom 1 5. August bis 7. September 2016 hielt sich der Kläger zum zweiten Mal in der Klinik D.___ stationär auf. Dem Austrittsbericht vom 2 1. September 2016 ist zu entnehmen, dass er freiwillig eintrat und den Ärzten angab, mit Ausnahme der ein- bis zweimal pro Monat stattfindenden Gespräche bei Dr. E.___ über keine Tagesstruktur zu verfügen. Hauptbelastungsfaktoren seien die schwierige finan zielle Situation, der immer stärkere Rückzug, die Einschlafstörung und die Antriebsminderung. Seit Beendigung der Arbeit als Lagerist vor mehr als einem Jahr sei er ohne Arbeit. Der Lebensunterhalt werde von der IV-Rente der psy chisch erkrankten Ehefrau finanziert. Er sei beim RAV angemeldet und geb e dort regelmässig K rankmeldungen ab. Durch diverse Situationen im Alltag, beispiels weise im Strassenverkehr, reagiere er mit starken Aggressionen, wobei es seit rund einem Jahr zu keinen Handgreiflichkeiten mehr gekommen sei. Es komme zu lebensmüden Gedanken, sich mit der eigenen legalen Schusswaffe das Leben zu nehmen. Als psychopathologische Befunde nach AMDP bei Eintritt in die Kli nik erwähnen die Ärzte eine Konzentrationsminderung, einen niedergeschlage nen Affekt und eine reduzierte Schwingungsfähigkeit. Antrieb und Psychomoto rik seien gemindert gewesen, der Kläger habe erschöpft gewirkt. Auf Alltagssitu ationen habe er an ge spannt und aggressiv reagiert, ferner habe eine Einschlaf störung bestanden. Zuletzt habe er vor zwei Wochen lebensmüde Gedanken gehabt, wobei keine akute Suizidalität bestehe. Diagnostisch gingen die Psychia ter der Klinik D.___ von einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen Episode (ICD-10: F.33.1) aus. Zum Therapieverlauf hielten sie fest, im Vordergrund der Symptomatik hätten Interessenverlust, Nie dergestimmtheit sowie die Einschlafstörung gestanden. Die Depression sei von einer psychophysischen Angespanntheit und Dünnhäutigkeit begleitet worden. Nach Ergänzung der vorbestehenden Medikation seien die Schlafstörung und der Antriebsmangel zurückgegangen. Weitere Symptome wie Niedergeschlagenheit hätten fortbestanden, jedoch nicht in einem klinischen Ausmass ( Urk. 2/9/1).

3.9 Vom 1 5. August bis 7. September 2016 hielt sich der Kläger zum zweiten Mal in der Klinik D.___ stationär auf. Dem Austrittsbericht vom 2 1. September 2016 ist zu entnehmen, dass er freiwillig eintrat und den Ärzten angab, mit Ausnahme der ein- bis zweimal pro Monat stattfindenden Gespräche bei Dr. E.___ über keine Tagesstruktur zu verfügen. Hauptbelastungsfaktoren seien die schwierige finan zielle Situation, der immer stärkere Rückzug, die Einschlafstörung und die Antriebsminderung. Seit Beendigung der Arbeit als Lagerist vor mehr als einem Jahr sei er ohne Arbeit. Der Lebensunterhalt werde von der IV-Rente der psy chisch erkrankten Ehefrau finanziert. Er sei beim RAV angemeldet und geb e dort regelmässig K rankmeldungen ab. Durch diverse Situationen im Alltag, beispiels weise im Strassenverkehr, reagiere er mit starken Aggressionen, wobei es seit rund einem Jahr zu keinen Handgreiflichkeiten mehr gekommen sei. Es komme zu lebensmüden Gedanken, sich mit der eigenen legalen Schusswaffe das Leben zu nehmen. Als psychopathologische Befunde nach AMDP bei Eintritt in die Kli nik erwähnen die Ärzte eine Konzentrationsminderung, einen niedergeschlage nen Affekt und eine reduzierte Schwingungsfähigkeit. Antrieb und Psychomoto rik seien gemindert gewesen, der Kläger habe erschöpft gewirkt. Auf Alltagssitu ationen habe er an ge spannt und aggressiv reagiert, ferner habe eine Einschlaf störung bestanden. Zuletzt habe er vor zwei Wochen lebensmüde Gedanken gehabt, wobei keine akute Suizidalität bestehe. Diagnostisch gingen die Psychia ter der Klinik D.___ von einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen Episode (ICD-10: F.33.1) aus. Zum Therapieverlauf hielten sie fest, im Vordergrund der Symptomatik hätten Interessenverlust, Nie dergestimmtheit sowie die Einschlafstörung gestanden. Die Depression sei von einer psychophysischen Angespanntheit und Dünnhäutigkeit begleitet worden. Nach Ergänzung der vorbestehenden Medikation seien die Schlafstörung und der Antriebsmangel zurückgegangen. Weitere Symptome wie Niedergeschlagenheit hätten fortbestanden, jedoch nicht in einem klinischen Ausmass ( Urk. 2/9/1). 3.10 In einem weiteren Verlaufsbericht vom 2 8. Januar 2017 diagnostizierte Dr. E.___ n eu eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.2) in sehr schwieriger psychosozialer Situa tion. Er hielt fest, der zweite stationäre Aufenthalt in der Klinik D.___ habe leider auch keine Verbesserung des Gesundheitszustandes gebracht. Bei den geklagten Beschwerden erwähnte Dr. E.___ die gleichen Symptome wie in den Vorberichten. Auch der in diesem Verlaufsbericht festgehaltene Psychostatus ent spricht im Wesentlichen demjenigen im Vorbericht. Zusätzlich legte Dr. E.___ dar, der Kläger sei etwas misstrauisch, wodurch er von seiner Umgebung, etwa dem Pflegepersonal der Tagesklinik, als etwas bedrohlich wahrgenommen werde. Des halb sei er zu früh aus der Behandlung entlassen worden. Er sei nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig. Der Krankheitsverlauf tendiere stark dazu, sich zu chroni fizieren ( Urk. 2/9).

3.10 In einem weiteren Verlaufsbericht vom 2 8. Januar 2017 diagnostizierte Dr. E.___ n eu eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.2) in sehr schwieriger psychosozialer Situa tion. Er hielt fest, der zweite stationäre Aufenthalt in der Klinik D.___ habe leider auch keine Verbesserung des Gesundheitszustandes gebracht. Bei den geklagten Beschwerden erwähnte Dr. E.___ die gleichen Symptome wie in den Vorberichten. Auch der in diesem Verlaufsbericht festgehaltene Psychostatus ent spricht im Wesentlichen demjenigen im Vorbericht. Zusätzlich legte Dr. E.___ dar, der Kläger sei etwas misstrauisch, wodurch er von seiner Umgebung, etwa dem Pflegepersonal der Tagesklinik, als etwas bedrohlich wahrgenommen werde. Des halb sei er zu früh aus der Behandlung entlassen worden. Er sei nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig. Der Krankheitsverlauf tendiere stark dazu, sich zu chroni fizieren ( Urk. 2/9). Dem letzten Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 ist als Diag nose neu eine rezidivierende depressive Störung, schwankend zwischen mitte l gradigen und schweren Episoden, gegenwärtig schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.2) in sehr schwieriger psychosozialer Situation, zu ent nehmen. Bei den subjektiv geklagten Beschwerden werden die gleichen Symp tome wie in den Vorberichten aufgeführt, ebenso beim Psychostatus. Abschlies send führte Dr. E.___ aus, der Kläger sei schwer depressiv und könne trotz aller Bemühungen keine Tagesstruktur aufrecht erhalten. Seiner Ansicht nach sei er aufgrund der psychischen Probleme zu 100 % arbeitsunfähig. Der Krankheitsver lauf habe sich mittlerweile chronifiziert, die Prognose sei nicht gut ( Urk. 16).

Dem letzten Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 ist als Diag nose neu eine rezidivierende depressive Störung, schwankend zwischen mitte l gradigen und schweren Episoden, gegenwärtig schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.2) in sehr schwieriger psychosozialer Situation, zu ent nehmen. Bei den subjektiv geklagten Beschwerden werden die gleichen Symp tome wie in den Vorberichten aufgeführt, ebenso beim Psychostatus. Abschlies send führte Dr. E.___ aus, der Kläger sei schwer depressiv und könne trotz aller Bemühungen keine Tagesstruktur aufrecht erhalten. Seiner Ansicht nach sei er aufgrund der psychischen Probleme zu 100 % arbeitsunfähig. Der Krankheitsver lauf habe sich mittlerweile chronifiziert, die Prognose sei nicht gut ( Urk. 16). 4.

4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist in erster Linie, ob der Kläger ab der Einstellung der Taggeldleistungen am 1. Mai 2016 bis zum 1 5. Juni 2017 effektiv zu 100% arbeitsunfähig war. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Beklagte ab 1. Mai 2016 eine Zustandsverbesserung zu beweisen hat, sondern der Kläger mit dem Beweis mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Nachweis zu erbringen hat, dass die Arbeitsunfähigkeit von 100 % weiter angedauert hat. Für eine Klageabwei sung genügt es, dass Zweifel am Fortbestand einer Arbeitsunfähigkeit aufkom men, so dass diese nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheint. Derartige Zweifel können auch allein durch Parteivorbringen beziehungsweise Privatgut achten ausgelöst werden (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 4A_85/2017 vom 4. September 2017, E. 2.3 mit Hinweis sowie 4A_445/2016 vom 1 6. Februar 2017, E. 4.2. 1 ).

4.1 Strittig und zu prüfen ist in erster Linie, ob der Kläger ab der Einstellung der Taggeldleistungen am 1. Mai 2016 bis zum 1 5. Juni 2017 effektiv zu 100% arbeitsunfähig war. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Beklagte ab 1. Mai 2016 eine Zustandsverbesserung zu beweisen hat, sondern der Kläger mit dem Beweis mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Nachweis zu erbringen hat, dass die Arbeitsunfähigkeit von 100 % weiter angedauert hat. Für eine Klageabwei sung genügt es, dass Zweifel am Fortbestand einer Arbeitsunfähigkeit aufkom men, so dass diese nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheint. Derartige Zweifel können auch allein durch Parteivorbringen beziehungsweise Privatgut achten ausgelöst werden (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 4A_85/2017 vom 4. September 2017, E. 2.3 mit Hinweis sowie 4A_445/2016 vom 1 6. Februar 2017, E. 4.2. 1 ). 4.2 In der Zeit vor dem 1. Mai 2016 (und ab Mitte Juni 2015) wurde dem Kläger in den Berichten der Hausärztin Dr. B.___ vom 2 6. Juni 2015 ( Urk. 2/3), des von der Helsana beauftragten Arztes Dr. C.___ vom 5. August 2015 ( Urk. 2/5), der den Kläger stationär behandelnden Ärzte der Klinik D.___ AG vom 2 4. September sowie vom 2 3. November 2015 ( Urk. 2/6/1-2) und des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ vom 2 4. Dezember 2015 ( Urk. 2/6/3) wegen einer mittelgradigen depressiven Störung beziehungsweise – im Fall von Dr. C.___ – einer Anpassungsstörung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche beruf lichen Tätigkeiten bescheinigt.

4.2 In der Zeit vor dem 1. Mai 2016 (und ab Mitte Juni 2015) wurde dem Kläger in den Berichten der Hausärztin Dr. B.___ vom 2 6. Juni 2015 ( Urk. 2/3), des von der Helsana beauftragten Arztes Dr. C.___ vom 5. August 2015 ( Urk. 2/5), der den Kläger stationär behandelnden Ärzte der Klinik D.___ AG vom 2 4. September sowie vom 2 3. November 2015 ( Urk. 2/6/1-2) und des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ vom 2 4. Dezember 2015 ( Urk. 2/6/3) wegen einer mittelgradigen depressiven Störung beziehungsweise – im Fall von Dr. C.___ – einer Anpassungsstörung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche beruf lichen Tätigkeiten bescheinigt. 4.3 Die Beklagte be ruft sich zur Begründung ihres Standpunktes im Wesentlichen auf das F.___ -Gutachten von Dr. G.___ und Dr. H.___ vom 2 2. Februar 2016, in welchem erstmals seit Beginn der Erkrankung im Juni 2015 keine Arbeitsun fähigkeit mehr attestiert wurde. Der Kläger macht zu Recht geltend, dass es sich bei dieser Stellungnahme um ein von der Beklagten eingeholtes Parteigutachten handelt, welche m grundsätzlich keine Beweisqualität zukommt, sondern bloss der Charakter substantiierter Parteivorbringen (vorstehend E. 1.7). Aus diesem Grund geht aber sein Vorwurf, er habe im Vorfeld der Begutachtung weder zur Person der Gutachter noch zu den Fragen Stellung neh men können, an der Sache vorbei. Ferner finden die vom Kläger angeführten Verfahrensgrundsätze bei der Einho lung eines Gutachtens durch einen Sozialversicherer auf den Bereich der privaten Krankentaggeldversicherung keine Anwendung (Urteil des Bundesgerichts 8C_15/2015 vom 3 1. März 2015, E. 6.4 ). Soweit der Kläger geltend macht, die F.___ -Gutachter hätten ihn lediglich während 30 Minuten untersucht, ist ihm entgeg enzuhalten, dass eine derartige Untersuchungsdauer zwar eher kurz ist, eine hinreichende Erfassung des psychischen Gesundheitszustands einer Person im Grundsatz aber noch nicht verunmöglicht.

4.3 Die Beklagte be ruft sich zur Begründung ihres Standpunktes im Wesentlichen auf das F.___ -Gutachten von Dr. G.___ und Dr. H.___ vom 2 2. Februar 2016, in welchem erstmals seit Beginn der Erkrankung im Juni 2015 keine Arbeitsun fähigkeit mehr attestiert wurde. Der Kläger macht zu Recht geltend, dass es sich bei dieser Stellungnahme um ein von der Beklagten eingeholtes Parteigutachten handelt, welche m grundsätzlich keine Beweisqualität zukommt, sondern bloss der Charakter substantiierter Parteivorbringen (vorstehend E. 1.7). Aus diesem Grund geht aber sein Vorwurf, er habe im Vorfeld der Begutachtung weder zur Person der Gutachter noch zu den Fragen Stellung neh men können, an der Sache vorbei. Ferner finden die vom Kläger angeführten Verfahrensgrundsätze bei der Einho lung eines Gutachtens durch einen Sozialversicherer auf den Bereich der privaten Krankentaggeldversicherung keine Anwendung (Urteil des Bundesgerichts 8C_15/2015 vom 3 1. März 2015, E. 6.4 ). Soweit der Kläger geltend macht, die F.___ -Gutachter hätten ihn lediglich während 30 Minuten untersucht, ist ihm entgeg enzuhalten, dass eine derartige Untersuchungsdauer zwar eher kurz ist, eine hinreichende Erfassung des psychischen Gesundheitszustands einer Person im Grundsatz aber noch nicht verunmöglicht. Immerhin werden in der Parteiexpertise Untersuchungsbefunde erwähnt, welche von den zuvor berichtenden Ärzten noch nicht festge stellt wurden und vom Klä ger aktuell auch nicht substantiiert bestritten werden: Im Gegensatz zur Beobach tung von Dr. E.___, dem gegenüber der Kläger laut Bericht vom 2 4. Dezember 2015 noch Blickkontakt vermied und mit leiser Stimme sprach ( Urk. 2/6/3), wird im F.___ -Gutachten festgehalten, der Kläger habe mitunter dysphorisch und aggressiv gewirkt und den Augenkontakt zum Gutachter gehalten ( Urk. 2/7/1 S. 8 und 10). Dies deutet eher in Richtung einer zwischenzeitliche n Besserung der psychischen Symptomatik auf das von den Gutachtern behauptete Niveau einer leichten depressiven Störung hin. Im Übrigen ist für die Beurteilung allfälliger Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ohne Bedeutung, o b die depressive Symp tomatik diagnostisch bei den Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion oder den rezidivierenden depress iven Störungen eingeordnet wird.

Immerhin werden in der Parteiexpertise Untersuchungsbefunde erwähnt, welche von den zuvor berichtenden Ärzten noch nicht festge stellt wurden und vom Klä ger aktuell auch nicht substantiiert bestritten werden: Im Gegensatz zur Beobach tung von Dr. E.___, dem gegenüber der Kläger laut Bericht vom 2 4. Dezember 2015 noch Blickkontakt vermied und mit leiser Stimme sprach ( Urk. 2/6/3), wird im F.___ -Gutachten festgehalten, der Kläger habe mitunter dysphorisch und aggressiv gewirkt und den Augenkontakt zum Gutachter gehalten ( Urk. 2/7/1 S. 8 und 10). Dies deutet eher in Richtung einer zwischenzeitliche n Besserung der psychischen Symptomatik auf das von den Gutachtern behauptete Niveau einer leichten depressiven Störung hin. Im Übrigen ist für die Beurteilung allfälliger Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ohne Bedeutung, o b die depressive Symp tomatik diagnostisch bei den Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion oder den rezidivierenden depress iven Störungen eingeordnet wird. D ie Einschätzung der F.___ -Gutachter, dass der Kläger im Februar 2016 nur noch unter leichten depressiven Symptomen litt, wird durch verschiedene weitere Indizien gestützt : Der Kläger macht selbst geltend, er habe sich jeweils wegen einer Verschlechterung der psychischen Symptomatik beziehungsweise Phasen von Suizidalität in die Klinik D.___ begeben, um sich stationär b ehandeln zu lassen. Diese Ärzte erhoben bei Eintritt jeweils eine mittelgradig depressive Störung, was dafür spricht, dass die Depression vor der jeweiligen Verschlecht e r ung weniger schwer war. Dass der Schweregrad der Symptomatik schwankte, wohl auch infolge der stationären Behandlungen, ergibt sich auch aus den Berichten der Klinik D.___ : Die B eklagte weist zu Recht darauf hin, dass im Bericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 festgehalten wird, während der zweiten Hospitalisation seien die Schlafstörung und der Antriebsmangel zurückgegangen und die weiteren bei Eintritt erhobenen Symptome hätten zuletzt nicht mehr in klinisch relevantem Ausmass fortbestanden. Zudem wurde laut diesem Bericht bereits bei Klinikeintritt eine gewisse Änderung der Symptomatik registriert, indem der Kläger a uf Alltagssituationen angespannt und aggressiv reagiert e ( Urk. 2/9/1 S. 2). Auch dem Bericht der Klinik D.___ vom 2 4. Sep tember 2015 über die erste Hospitalisation vom 2 8. Juli bis 1. September 2015 kann entnommen werden, dass die bei Klinikeintritt erhobene mittelgradige depressive Episode bei Austritt teilweise zurückgegangen war ( Urk. 2/6/1 S. 3). N ach dem natürlichen Verlauf rezidivierender depressiver Störungen ist die Bes serung zwischen den einze lnen, zwischen drei und zwölf Monaten dau ernden Episoden oft sogar vollständig (vgl. auch die Internationale Klassifikation psy chischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Auflage, Bern 2015, S. 176 f.). Die Einschätzung der F.___ -Gutachter, dass der Kläger im Februar 2016, rund acht Monate nach Beginn der psychischen Symptomatik, nur noch unter einer leichten depressive n Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung litt, entspricht folglich dem erfahrungsgemäss en Ver lauf, welcher bereits durch die im Austrittsbericht der Klinik D.___ vom 2 4. September 2015 erwähnte Teilremission der depressiven Episode mittelgradi ger Ausprägung angedeutet wurde. Dass eine leichte depressive Störung und die von den F.___ -Gutachtern ebenfalls diagnostizierte Persönlichkeitsstörung bei zumutbarer Anstrengung keine wesentliche Beeinträchtigung des beruflichen Leistungsvermögens nach sich ziehen, ist vor dem Hintergrund der erhobenen Befunde nachvollziehbar.

D ie Einschätzung der F.___ -Gutachter, dass der Kläger im Februar 2016 nur noch unter leichten depressiven Symptomen litt, wird durch verschiedene weitere Indizien gestützt : Der Kläger macht selbst geltend, er habe sich jeweils wegen einer Verschlechterung der psychischen Symptomatik beziehungsweise Phasen von Suizidalität in die Klinik D.___ begeben, um sich stationär b ehandeln zu lassen. Diese Ärzte erhoben bei Eintritt jeweils eine mittelgradig depressive Störung, was dafür spricht, dass die Depression vor der jeweiligen Verschlecht e r ung weniger schwer war. Dass der Schweregrad der Symptomatik schwankte, wohl auch infolge der stationären Behandlungen, ergibt sich auch aus den Berichten der Klinik D.___ : Die B eklagte weist zu Recht darauf hin, dass im Bericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 festgehalten wird, während der zweiten Hospitalisation seien die Schlafstörung und der Antriebsmangel zurückgegangen und die weiteren bei Eintritt erhobenen Symptome hätten zuletzt nicht mehr in klinisch relevantem Ausmass fortbestanden. Zudem wurde laut diesem Bericht bereits bei Klinikeintritt eine gewisse Änderung der Symptomatik registriert, indem der Kläger a uf Alltagssituationen angespannt und aggressiv reagiert e ( Urk. 2/9/1 S. 2). Auch dem Bericht der Klinik D.___ vom 2 4. Sep tember 2015 über die erste Hospitalisation vom 2 8. Juli bis 1. September 2015 kann entnommen werden, dass die bei Klinikeintritt erhobene mittelgradige depressive Episode bei Austritt teilweise zurückgegangen war ( Urk. 2/6/1 S. 3). N ach dem natürlichen Verlauf rezidivierender depressiver Störungen ist die Bes serung zwischen den einze lnen, zwischen drei und zwölf Monaten dau ernden Episoden oft sogar vollständig (vgl. auch die Internationale Klassifikation psy chischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Auflage, Bern 2015, S. 176 f.). Die Einschätzung der F.___ -Gutachter, dass der Kläger im Februar 2016, rund acht Monate nach Beginn der psychischen Symptomatik, nur noch unter einer leichten depressive n Symptomatik im Sinne einer Verbitterungsstörung litt, entspricht folglich dem erfahrungsgemäss en Ver lauf, welcher bereits durch die im Austrittsbericht der Klinik D.___ vom 2 4. September 2015 erwähnte Teilremission der depressiven Episode mittelgradi ger Ausprägung angedeutet wurde. Dass eine leichte depressive Störung und die von den F.___ -Gutachtern ebenfalls diagnostizierte Persönlichkeitsstörung bei zumutbarer Anstrengung keine wesentliche Beeinträchtigung des beruflichen Leistungsvermögens nach sich ziehen, ist vor dem Hintergrund der erhobenen Befunde nachvollziehbar. 4.4 Schliesslich ist zu beachten, dass der behandelnde Psychiater Dr. E.___ dem Klä ger als einzige r Arzt durchgehend eine 100%ige A rbeitsunfähigkeit bescheinigte. Zwar behandelte nur dieser Arzt den Kläger während längerer Zeit i n regelmäs sigen Abständen. E r konnte deshalb auf wertvolle Erkenntnisse betreffend die Beschwerdesymptomatik zurückgreifen, um die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Auf der anderen Seite ist aber auch die Erfahrungstatsache zu berücksichtigen, dass Hausärzte und behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtlich e Vertrauensstellung sowie ihren Behandlungsauftrag in Zweifelsf ällen mitunter eher zu g un sten ihrer Patienten aussagen dürften (vgl. die Urteile des Bundesge richts 4A_526/2014 vom 1 7. Dezember 2014, E. 2.4 sowie 9C_24/2008 vom 2 7. Mai 2008, E. 2.3.2 mit weiteren Hinweisen). Darauf, dass die Beurteilungen von Dr. E.___ eher zugunsten des Klägers ausfielen, weist der Umstand, dass die ser Arzt durchgehend mindestens mittelgradige und teilweise schwe re depressive Episoden diagnostizierte ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16), während die Fachärzte der Klinik D.___ die schwere der Symptomatik zurückhaltender einschätzten: J eweils zu Beginn der beiden stationären Hospitalisationen, welche nach Angabe des Beschwerdeführers im Anschluss an Akzentuierungen der psychischen Symp tomatik erfolgten, diagnostizierten sie lediglich mittelgradige depressive Episo de n ; am Ende der Hospitalisationen beobachteten sie jeweils eine relevante Bes serung der Symptomatik. Diese Ärzte sind tendenziell als neutral er einzu stufen, weil sie den Kläger weniger eng und lange betreuten als der ambulant behan delnde Psychiater. Auch ist der Beklagten zuzustimmen, dass mit zunehmender Dauer der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung und der bescheinig ten anhaltenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit von Dr. E.___ hätte erwartet werden können, dass er fortbestehende funktionelle Einschrän kungen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit näher beschreibt. A uch wäre eine Erklärung, weshalb seiner Ansicht nach die Beeinträchtigung en trotz Therapie und entgegen dem üblichen Verlauf solcher Störungen unverändert an h alten, der Überzeu gungskraft seiner späteren Verlaufsberichte zuträglich gewesen. Nicht ins Bild passt zudem, dass trotz der von Dr. E.___ prognostizierten Chronifizierung der depressiven Symptoma t i k Anhaltspunkte für eine Anmeldung des Klägers bei der Invalidenversicherung fehlen. Diese Unzuläng lich keiten reichen z usammen mit der durch Indizien gestützten Behauptung der F.___ -Gutachter, dass anlässlich ihrer Abklärung des Klägers im Februar 2016 nur eine leichte depressive Symp tomatik bestand, aus, um den Aussage wert der Berichte von Dr. E.___ vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar sowie 1 6. September 2017 zu relativieren. Mit ihnen kann die behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Mai 2016 folglich nicht bewiesen werden.

4.4 Schliesslich ist zu beachten, dass der behandelnde Psychiater Dr. E.___ dem Klä ger als einzige r Arzt durchgehend eine 100%ige A rbeitsunfähigkeit bescheinigte. Zwar behandelte nur dieser Arzt den Kläger während längerer Zeit i n regelmäs sigen Abständen. E r konnte deshalb auf wertvolle Erkenntnisse betreffend die Beschwerdesymptomatik zurückgreifen, um die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Auf der anderen Seite ist aber auch die Erfahrungstatsache zu berücksichtigen, dass Hausärzte und behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtlich e Vertrauensstellung sowie ihren Behandlungsauftrag in Zweifelsf ällen mitunter eher zu g un sten ihrer Patienten aussagen dürften (vgl. die Urteile des Bundesge richts 4A_526/2014 vom 1 7. Dezember 2014, E. 2.4 sowie 9C_24/2008 vom 2 7. Mai 2008, E. 2.3.2 mit weiteren Hinweisen). Darauf, dass die Beurteilungen von Dr. E.___ eher zugunsten des Klägers ausfielen, weist der Umstand, dass die ser Arzt durchgehend mindestens mittelgradige und teilweise schwe re depressive Episoden diagnostizierte ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16), während die Fachärzte der Klinik D.___ die schwere der Symptomatik zurückhaltender einschätzten: J eweils zu Beginn der beiden stationären Hospitalisationen, welche nach Angabe des Beschwerdeführers im Anschluss an Akzentuierungen der psychischen Symp tomatik erfolgten, diagnostizierten sie lediglich mittelgradige depressive Episo de n ; am Ende der Hospitalisationen beobachteten sie jeweils eine relevante Bes serung der Symptomatik. Diese Ärzte sind tendenziell als neutral er einzu stufen, weil sie den Kläger weniger eng und lange betreuten als der ambulant behan delnde Psychiater. Auch ist der Beklagten zuzustimmen, dass mit zunehmender Dauer der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung und der bescheinig ten anhaltenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit von Dr. E.___ hätte erwartet werden können, dass er fortbestehende funktionelle Einschrän kungen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit näher beschreibt. A uch wäre eine Erklärung, weshalb seiner Ansicht nach die Beeinträchtigung en trotz Therapie und entgegen dem üblichen Verlauf solcher Störungen unverändert an h alten, der Überzeu gungskraft seiner späteren Verlaufsberichte zuträglich gewesen. Nicht ins Bild passt zudem, dass trotz der von Dr. E.___ prognostizierten Chronifizierung der depressiven Symptoma t i k Anhaltspunkte für eine Anmeldung des Klägers bei der Invalidenversicherung fehlen. Diese Unzuläng lich keiten reichen z usammen mit der durch Indizien gestützten Behauptung der F.___ -Gutachter, dass anlässlich ihrer Abklärung des Klägers im Februar 2016 nur eine leichte depressive Symp tomatik bestand, aus, um den Aussage wert der Berichte von Dr. E.___ vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar sowie 1 6. September 2017 zu relativieren. Mit ihnen kann die behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Mai 2016 folglich nicht bewiesen werden. 4.5 Werden die Berichte von Dr. E.___ ausser Acht gelassen, wird e ine mittelgradige depressive Episode nach der Leistungseinstellung durch die Beklagte erstmals wieder im Bericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 diagnostiziert, allerdings mit dem Hinweis, dass die Symptomatik bei Austritt aus der Klinik signifikant zurückgegangen war ( Urk. 2/9/1).

4.5 Werden die Berichte von Dr. E.___ ausser Acht gelassen, wird e ine mittelgradige depressive Episode nach der Leistungseinstellung durch die Beklagte erstmals wieder im Bericht der Klinik D.___ vom 2 1. September 2016 diagnostiziert, allerdings mit dem Hinweis, dass die Symptomatik bei Austritt aus der Klinik signifikant zurückgegangen war ( Urk. 2/9/1). Diesbezüglich ist von Bedeutung, dass der Versicherungsschutz für den Kläger mit dem Ende seines Arbeitsverhältnisses (spätestens) am 3 1. August 2015 ( Urk. 8/5; vgl. auch Urk. 2/5 S. 2), was zu seinem Ausscheiden aus dem ver sicherten Personenkreis geführt hat, geendet hat ( Art. 9.3 lit. a AVB). Zwar bleibt gemäss Art. 9.4 AVB der Leistungsanspruch für eine versicherte Person, die bei Ende der Versicherung arbeitsunfähig ist, für den laufenden Fall gewahrt (Nach leistung). Mit dem Wiedererlangen der vollständigen Arbeitsfähigkeit erlischt der Anspruch auf Nachleistung aber, und Rückfälle geben keinen Anspruch auf wei tere Leistungen ( Urk. 8/1 S. 4 ). Bei der mindestens für die Zeit des stationären Aufenthalts in der Klinik D.___ vom 1 5. August bis 7. September 2016, wel cher laut Angaben des Beschwerdeführers wegen einer erneuten Akzentuierung der psychischen Symptomatik erfolgte, anzunehmenden 100%igen Arbeitsunfä higkeit handelt es sich nach den vorstehenden Erwägungen um einen Rückfall nach Wiedererlangen der vollständigen Arbeitsfähigkeit. Die se erneute Arbeits unfähigkeit gibt aufgrund der genannten AVB-Regelung keinen Anspruch au f weitere Taggeldleistungen.

Diesbezüglich ist von Bedeutung, dass der Versicherungsschutz für den Kläger mit dem Ende seines Arbeitsverhältnisses (spätestens) am 3 1. August 2015 ( Urk. 8/5; vgl. auch Urk. 2/5 S. 2), was zu seinem Ausscheiden aus dem ver sicherten Personenkreis geführt hat, geendet hat ( Art. 9.3 lit. a AVB). Zwar bleibt gemäss Art. 9.4 AVB der Leistungsanspruch für eine versicherte Person, die bei Ende der Versicherung arbeitsunfähig ist, für den laufenden Fall gewahrt (Nach leistung). Mit dem Wiedererlangen der vollständigen Arbeitsfähigkeit erlischt der Anspruch auf Nachleistung aber, und Rückfälle geben keinen Anspruch auf wei tere Leistungen ( Urk. 8/1 S. 4 ). Bei der mindestens für die Zeit des stationären Aufenthalts in der Klinik D.___ vom 1 5. August bis 7. September 2016, wel cher laut Angaben des Beschwerdeführers wegen einer erneuten Akzentuierung der psychischen Symptomatik erfolgte, anzunehmenden 100%igen Arbeitsunfä higkeit handelt es sich nach den vorstehenden Erwägungen um einen Rückfall nach Wiedererlangen der vollständigen Arbeitsfähigkeit. Die se erneute Arbeits unfähigkeit gibt aufgrund der genannten AVB-Regelung keinen Anspruch au f weitere Taggeldleistungen. 4.6 Der Kläger beantragt die Erstellung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens, um den Beweis für die von ihm behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 1. Mai 2016 zu erbringen. Ein solches Gutachten hätte sich nach dem in den vorstehen den Erwägungen 4.4 und 4.5 Gesagten in erster Linie zur Entwicklung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Klägers in der Zeit vom 1. Mai 2016 bis zum erneuten Eintritt in die Klinik D.___ am 1 5. August 2016 zu äussern. Wie sich vorstehend ergeben hat, ist von einer zwischen verschie denen Schweregraden schwankenden psychischen Symptomatik auszugehen. Dies folgt nicht zuletzt auch aus der wechselnden diagnostischen Einordnung der Depres sion zwischen einer mittelgradigen und einer schweren Episode in den Berichten von Dr. E.___ vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar 2017 und 2 1. September 2017 ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16). Selbst wenn im Zeitpunkt einer durch das Gericht angeordneten Begutachtung noch psychische Beeinträchtigungen erhoben wer den könnten, wäre deshalb völlig unklar, ob diese zumindest annäherungsweise der Symptomatik im massgeblichen Zeitraum von Mai bis August 2016 entspre chen. Eine retrospektive Beguta chtung des damaligen Gesundheitszustands müsste sodann im Wesentlichen auf die subjektiven Angaben des Klägers und die Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ abstellen. Dass der Kläger der Ansicht ist, auch nach dem 1. Mai 2016 zu 100 % arbeitsunfähig zu sein, ist bereits bekannt. S odann ist davon auszugehen, dass Dr. E.___ die in den Ver laufsberichten vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar 2017 und 2 1. September 2017 ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16) bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestäti gen würde, wenn er von den Gutachtern dazu befragt würde. Dass die Angaben von Dr. E.___ zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Klägers im massgeblichen Zeitraum zurückhaltend zu würdigen und diese im Zweifelsfall nicht beweistauglich sind, wurde bereits in Erwägung 4.4 dargelegt. Deshalb sind von einem psychiatrischen Gerichts gutachten keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten; in antizipierter Beweiswürdigung ist darauf zu ver zichten ( vgl. die vorstehende Erwägung 1.8; vgl. auch das Urteil des Bundesge richts 4A_445/2016 vom 1 6. Februar 2017, E. 4.3 ).

4.6 Der Kläger beantragt die Erstellung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens, um den Beweis für die von ihm behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 1. Mai 2016 zu erbringen. Ein solches Gutachten hätte sich nach dem in den vorstehen den Erwägungen 4.4 und 4.5 Gesagten in erster Linie zur Entwicklung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Klägers in der Zeit vom 1. Mai 2016 bis zum erneuten Eintritt in die Klinik D.___ am 1 5. August 2016 zu äussern. Wie sich vorstehend ergeben hat, ist von einer zwischen verschie denen Schweregraden schwankenden psychischen Symptomatik auszugehen. Dies folgt nicht zuletzt auch aus der wechselnden diagnostischen Einordnung der Depres sion zwischen einer mittelgradigen und einer schweren Episode in den Berichten von Dr. E.___ vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar 2017 und 2 1. September 2017 ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16). Selbst wenn im Zeitpunkt einer durch das Gericht angeordneten Begutachtung noch psychische Beeinträchtigungen erhoben wer den könnten, wäre deshalb völlig unklar, ob diese zumindest annäherungsweise der Symptomatik im massgeblichen Zeitraum von Mai bis August 2016 entspre chen. Eine retrospektive Beguta chtung des damaligen Gesundheitszustands müsste sodann im Wesentlichen auf die subjektiven Angaben des Klägers und die Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ abstellen. Dass der Kläger der Ansicht ist, auch nach dem 1. Mai 2016 zu 100 % arbeitsunfähig zu sein, ist bereits bekannt. S odann ist davon auszugehen, dass Dr. E.___ die in den Ver laufsberichten vom 2 6. März 2016, 2 8. Januar 2017 und 2 1. September 2017 ( Urk. 2/7/2, Urk. 2/9, Urk. 16) bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestäti gen würde, wenn er von den Gutachtern dazu befragt würde. Dass die Angaben von Dr. E.___ zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Klägers im massgeblichen Zeitraum zurückhaltend zu würdigen und diese im Zweifelsfall nicht beweistauglich sind, wurde bereits in Erwägung 4.4 dargelegt. Deshalb sind von einem psychiatrischen Gerichts gutachten keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten; in antizipierter Beweiswürdigung ist darauf zu ver zichten ( vgl. die vorstehende Erwägung 1.8; vgl. auch das Urteil des Bundesge richts 4A_445/2016 vom 1 6. Februar 2017, E. 4.3 ). 4.6 Da die Beweislast für die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit beim Kläger liegt, wirkt sich die Beweislosigkeit bezüglich der geltend gemachten Arbeitsunfähig keit vom 1. Mai 2016 bis zum erneuten Eintritt in die Klinik D.___ am 1 5. August 2016 zu seinen Lasten aus. Die vom Kläger behauptete Arbeitsunfä higkeit in diesem Zeitraum, welche Voraussetzung für den Anspruch auf die beantragten Taggelder ab 1. Mai 2016 bildet, ist nicht ausgewiesen. Sodann ist eine allfällige erneute 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1 5. August 2016 als Rückfall zu qualifizieren. Weil der Kläger damals nicht mehr versichert war, gibt dieser Rückfall keinen Anspruch auf weitere Leistungen. Dies führt zur Abwei sung der Klage.

4.6 Da die Beweislast für die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit beim Kläger liegt, wirkt sich die Beweislosigkeit bezüglich der geltend gemachten Arbeitsunfähig keit vom 1. Mai 2016 bis zum erneuten Eintritt in die Klinik D.___ am 1 5. August 2016 zu seinen Lasten aus. Die vom Kläger behauptete Arbeitsunfä higkeit in diesem Zeitraum, welche Voraussetzung für den Anspruch auf die beantragten Taggelder ab 1. Mai 2016 bildet, ist nicht ausgewiesen. Sodann ist eine allfällige erneute 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1 5. August 2016 als Rückfall zu qualifizieren. Weil der Kläger damals nicht mehr versichert war, gibt dieser Rückfall keinen Anspruch auf weitere Leistungen. Dies führt zur Abwei sung der Klage. 5.

5. 5.1 Die Kantone setzen die Tarife für die Prozesskosten fest (Art. 96 ZPO). Die Bemessung der Parteientschädigung und der Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung richtet sich im Klageverfahren vor dem Sozialversicherungsge richt nach § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) sowie den §§ 1, 6, 7 und 8 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialver sicherungsgericht ( GebV SVGer ). Gemäss § 34 Abs. 1 GSVGer ist die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert festzusetzen. Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer Partei wird keine Parteientschädigung (§ 7 Abs. 1 GebV SVGer ) beziehungsweise keine Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsvertretung (§ 8 GebV SVGer ) zugesprochen.

5.1 Die Kantone setzen die Tarife für die Prozesskosten fest (Art. 96 ZPO). Die Bemessung der Parteientschädigung und der Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung richtet sich im Klageverfahren vor dem Sozialversicherungsge richt nach § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) sowie den §§ 1, 6, 7 und 8 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialver sicherungsgericht ( GebV SVGer ). Gemäss § 34 Abs. 1 GSVGer ist die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert festzusetzen. Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer Partei wird keine Parteientschädigung (§ 7 Abs. 1 GebV SVGer ) beziehungsweise keine Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsvertretung (§ 8 GebV SVGer ) zugesprochen. 5.2 Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Klägers, Rechtsanwältin Corinne Schoch, reichte dem Gericht am 17. Oktober 2017 ihre Honorarnote ein. Dieser sind ein im Zeitraum vom 1 0. April bis zum 5. Oktober 2017 entstandener Zeitaufwand von 25 Stunden und 10 Minuten sowie Auslagen für Spesen, Kopien und den Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 ( Urk. 16) von Fr. 316.55 zu entnehmen, was beim üblichen Ansatz von Fr. 220.-- pro Stunde eine Hono rarforderung von Fr. 6'321.75 ergibt ( inklusive damals gültigem Mehrwertsteuer satz von 8 % ; Urk. 21 ). Der geltend gemachte Zeita ufwand - im Speziellen derje nige für das Verfassen von Klage und der Replik v on total 19 Stunden und 5 Minuten (exklusive Aktenstudium) - ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie mit Blick auf den praxisgemäss bei vergleichbaren Verfahren anerkannten A ufwand überhöht. Als unnötig zu qualifizieren sind insbesondere die an der Sache vorbeigehenden Aus führungen zu den im Bereich des Sozialversicherungsrechts geltenden Verfah rensgrundsätzen bei der Einholung eines Gutachtens ; die Erörterungen zum Beweiswert psychiatrischer Gutachten sind sodann unnötig weitschweifig. In Würdigung der gesamten Umstände und un ter Berücksichtigung der in E. 5.1 genannten Grundsätze erscheint ein Aufwand von 9 Stunden für das Verfassen der Klage und Replik (exklusive Aktenstudium) als angemessen und gerechtfer tigt. Zusammen mit den übrigen Aufwandpositionen gemäss Kostennote verbleibt ein zu entschädigender Arbeitsaufwand von 14 Stunden und 5 Minuten. B ei einem Stundensatz von Fr. 220.-- ergibt dies, inklusive Mehrwertsteuer von 8 %, eine Entschädigung für den zeitlichen Aufwand von Fr. 3’346.2 0. Die ausgewie senen Spesen und A uslagen von insgesamt Fr. 316.55 beziehungsweise Fr. 341.85 (mit Mehrwertsteuer) sind nicht zu beanstanden. Die unentgeltliche Rechtsvertre terin des Klägers ist folglich mit Fr. 3'688.05 aus der Gerichtskasse zu entschädi gen.

5.2 Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Klägers, Rechtsanwältin Corinne Schoch, reichte dem Gericht am 17. Oktober 2017 ihre Honorarnote ein. Dieser sind ein im Zeitraum vom 1 0. April bis zum 5. Oktober 2017 entstandener Zeitaufwand von 25 Stunden und 10 Minuten sowie Auslagen für Spesen, Kopien und den Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 1 6. September 2017 ( Urk. 16) von Fr. 316.55 zu entnehmen, was beim üblichen Ansatz von Fr. 220.-- pro Stunde eine Hono rarforderung von Fr. 6'321.75 ergibt ( inklusive damals gültigem Mehrwertsteuer satz von 8 % ; Urk. 21 ). Der geltend gemachte Zeita ufwand im Speziellen derje nige für das Verfassen von Klage und der Replik v on total 19 Stunden und 5 Minuten (exklusive Aktenstudium) ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie mit Blick auf den praxisgemäss bei vergleichbaren Verfahren anerkannten A ufwand überhöht. Als unnötig zu qualifizieren sind insbesondere die an der Sache vorbeigehenden Aus führungen zu den im Bereich des Sozialversicherungsrechts geltenden Verfah rensgrundsätzen bei der Einholung eines Gutachtens ; die Erörterungen zum Beweiswert psychiatrischer Gutachten sind sodann unnötig weitschweifig. In Würdigung der gesamten Umstände und un ter Berücksichtigung der in E. 5.1 genannten Grundsätze erscheint ein Aufwand von 9 Stunden für das Verfassen der Klage und Replik (exklusive Aktenstudium) als angemessen und gerechtfer tigt. Zusammen mit den übrigen Aufwandpositionen gemäss Kostennote verbleibt ein zu entschädigender Arbeitsaufwand von 14 Stunden und 5 Minuten. B ei einem Stundensatz von Fr. 220.-- ergibt dies, inklusive Mehrwertsteuer von 8 %, eine Entschädigung für den zeitlichen Aufwand von Fr. 3’346.2 0. Die ausgewie senen Spesen und A uslagen von insgesamt Fr. 316.55 beziehungsweise Fr. 341.85 (mit Mehrwertsteuer) sind nicht zu beanstanden. Die unentgeltliche Rechtsvertre terin des Klägers ist folglich mit Fr. 3'688.05 aus der Gerichtskasse zu entschädi gen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Klage wird abgewiesen.

1. Die Klage wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Klägers, Rechtsanwältin Corinne Schoch, Zürich, wird mit Fr. 3’688.05 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse ent schädigt. Der Kläger wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hin gewiesen.

3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Klägers, Rechtsanwältin Corinne Schoch, Zürich, wird mit Fr. 3’688.05 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse ent schädigt. Der Kläger wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hin gewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Corinne Schoch

Rechtsanwältin Corinne Schoch - Helsana Versicherungen AG

Helsana Versicherungen AG - Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht (BGG) eingereicht werden. Die Frist steht während fol gender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht (BGG) eingereicht werden. Die Frist steht während fol gender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

GrünigKlemmt