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Zitat:
Faule Tomaten und schwarzes Salz als Eialternative
Morgen ist, wie immer am zweiten Freitag im Oktober, Welteitag. Dieser Tag war ursprünglich von der Eierindustrie dafür gedacht, für Eikonsum zu werben. Ganz im Sinn der Industrie haben Tierschützer inzwischen diese Aufgabe übernommen, während Tierrechtler, da Eikonsum zwangsläufig mit Ausbeutung und Mord verbunden ist, Veganismus fordern, was schon deshalb kein Problem ist, weil es zahlreiche Alternativen gibt: Politiker können mit faulen Tomaten statt Eiern beworfen werden, Künstler können statt Ei-Tempera vegane Farben verwenden. Und auch das, was viele fälschlich einzig mit Veganismus assoziieren (als ob er eine Ernährungsform wäre, nicht die grundsätzliche Ablehnung speziesistischer oder tierrechtsverletzender Handlungen), das Essen, kommt ohne weiteres ohne Vogelmenstruationsprodukte aus: vegane und somit eifreie Kuchen, Nudeln, Kekse, Frikadellen, Pfannkuchen, Aufläufe, Würstchen, Baisers, Schokoladenmousse, Spiegel- oder Rühr-"Eier" usw. gibt es zuhauf. Wer Gewalt vermeiden, aber auf den typischen Geruch von Eiern und Stinkbomben nicht verzichten möchte, kann diesen durch entsprechende Schwefelverbindungen, etwa Schwarzsalz (Kala Namak) erreichen und so sicherlich auch vegane verlorene, russische oder Onsen-"Eier" herstellen, wenn gewünscht. Aber selbst wenn vegane Ernährung ausschließlich aus Brokkoli bestünde, wäre das keine Rechtfertigung für die Versklavung von Vögeln.