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Verwendung: sehr dekorativ im Kräutergarten, Ruderalflächen
Standortanspruch: sonnig, nährstoffreiche Fluren
Besonderes: Duftpflanze, Heilpflanze
Nachbarschaft: Calamintha nepeta
Durch die silbrig-filzige Behaarung wirkt Andorn wie mit Spinnenweben bedeckt. Andorn eignet sich für trockene, heisse Standorte in der vollen Sonne, gedeiht aber auch im lichten Schatten.Die ganze Pflanze findet Verwendung als Heilkraut und wurde früher häufig in Kräuter- und Bauerngärten kultiviert. In einem Kräuterbuch aus dem Jahre 1692 heisst es: Sirup aus den frischen grünen Blättern von Andorn und Zucker ist eine unübertreffliche Medizin gegen Husten und Lungenpfeifen. Sie sollte blühend geerntet werden. Der Aufguss der Sprossteile als Tee lindert Bronchitis, Husten und asthmatischen Beschwerden. Noch heute wird Andorn einigen Hustenmitteln als Schleimlöser beigegeben.Ausserdem wurde es als Mittel gegen Würmer und Vergiftungen geschätzt. Als Abführmittel ist es ebenfalls wirksam.In Mitteleuropa ist die Art ein Archäophyt, der aus dem früher verbreiteten Heilpflanzen-Anbau verwilderte und sich in wärmeren Gegenden auch einbürgerte. Solche stabilen Vorkommen reichen bis nach Südschweden und ins südliche Schottland. Älteste archäologische Nachweise in Mitteleuropa stammen aus der Jungsteinzeit (4000 v. Chr.).
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