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Der S-Chair war seinerzeit der erste große Erfolg des jungen Designers Tom Dixon und bedeutete seinen Aufstieg vom Underground in die Design-Elite. Heute gilt der geschwungene Stuhl als Klassiker und ist unter anderem im New Yorker Museum of modern Art zu finden.
Ursprünglich als Einzelstück entworfen, gilt der S-Chair rückblickend als ein entscheidender Entwurf für die weitere Karriere von Tom Dixon. Dixon hatte die 1980er Jahre als Performance-Künstler in Londoner Nachtclubs verbracht und dort seine Möbel live auf der Bühne zusammenschweißt. In dieser kreativen Zeit entstand 1987 nicht nur der Kitchen Chair aus Kellen und Bratpfannen, sondern auch der S-Chair, den Dixon ein Jahr später weiter ausarbeitete.
Es war 1988, als Tom Dixon den Freischwinger mit dem aufwändigen Bezug und den geschwungenen Formen ausstattete. Der „erotische“ Stuhl mit den breiten Hüften und der schlanken Taille war seinerzeit bewusst als Einzelstück konzipiert worden und fügte sich nicht den Anforderungen der seriellen Möbelproduktion.
Trotzdem oder gerade deshalb wurde der italienische Möbelhersteller Giulio Cappellini auf den jungen Tom Dixon und seinen ungewöhnlichen S-Chair aufmerksam. So wurde der S-Chair zum ersten Entwurf von Dixon für Cappellini, dem bald weitere, wie der nicht weniger legendäre Pylon Chair, folgen sollten.
Seit 1991 / 1992 wird der S-Chair von Cappellini produziert. Trotz der Anpassung für die serielle Möbelproduktion ist der Herstellungsprozess des geflochtenen Stuhls weiterhin sehr aufwändig. Der S-Chair besitzt einen Rahmen aus Stahl und Füße aus Kunststoff. Für den Bezug stehen heute neben den aufwändigen Korbgeflechten Wicker und Sumpfstroh auch Leder und andere Bezugsstoffe zur Verfügung.