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Das Verteidigungsministerium teilte mit, mindestens drei Militärjets seien für Tests nach Radioaktivität aufgebrochen. Erdbebenwarten in den USA, Südkorea und Japan hatten zuvor ungewöhnliche Stosswellen registriert, die von einer Atomexplosion herrühren könnten.
Laut südkoreanischen Angaben hat der mutmassliche Test eine besonders grosse Sprengkraft entfaltet: Die Explosion vom Sonntag sei 9,8 Mal stärker gewesen als beim vorangegangenen Atomwaffentest im September 2016, berichtete die südkoreanische Agentur Yonhap unter Berufung auf die für Erdbebenmessungen zuständige Meteorologische Behörde.
Das "künstliche Beben" sei das mächtigste, das bislang gemessen wurde, sagte ein Sprecher der Behörde demnach. Kurz vor der Explosion hatte Nordkorea einen Durchbruch bei der Entwicklung einer Wasserstoffbombe mit "ausserordentlicher Explosionskraft" gemeldet. Die US-Erdbebenwarte USGS und die zuständige chinesische Behörde massen für das Beben die Stärke 6,3.
Wenige Minuten nach der heftigen Explosion mass das chinesische Erdbebenzentrum nach eigenen Angaben ein zweites Beben - diesmal mit der Stärke 4,6. Sein Epizentrum habe an der Erdoberfläche gelegen, das Beben sei auf einen "Einsturz" oder "Kollaps" zurückzuführen, meldete das Erdbebenzentrum ohne weitere Angaben. Möglicherweise rührten die Erdstösse vom Einsturz des unterirdischen Explosionsstollens her.
Die japanische Regierung legte nach Angaben des Aussenministers scharfen Protest bei der nordkoreanischen Botschaft in Peking ein. Der Führung Nordkoreas sei übermittelt worden, dass jeglicher Atomwaffentest "extrem unverzeihlich" sei.
Nordkorea hatte seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Ein Test mit der Erdbebenstärke 6,3, wie sie am Sonntag gemessen wurde, wäre der bislang stärkste.
Nordkorea kündigte für 08.30 Uhr (MESZ) eine wichtige Mitteilung an.
(AWP)