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Seit mehreren Monaten hatte die 42jährige Frau O., Geschäftsfrau und dreifache Mutter, immer wieder Bauchschmerzen und Blähungen. Daneben traten zunehmend Episoden von Durchfall auf. Da sie als Vielbeschäftigte auch noch gefordert wurde durch die Pflege ihrer Eltern, vermutete sie vorerst eine «nervöse Verdauung». Wegen der Hartnäckigkeit der Beschwerden informierte sie anlässlich der Routinekontrolle wegen eines Typ-1-Diabetes – Frau O. ist seit 30 Jahren davon betroffen – dann doch ihren Arzt. Nach ein paar Abklärungen stand fest: Sie hatte neben dem Diabetes noch einen zweiten unerwünschten Begleiter bekommen: Bei Frau O. wurde eine Zöliakie diagnostiziert.
Unverträglichkeit von Gluten
Die Zöliakie oder – vor allem im Erwachsenenalter – «einheimische Sprue» genannte Erkrankung wird ausgelöst durch eine Unverträglichkeit von Gluten. Dies ist ein Eiweiss, welches hauptsächlich in Weizen, Hafer, Gerste und Roggen vorkommt. Die Einnahme von Gluten führt bei den Betroffenen zu einer Entzündung und anschliessenden Zerstörung der Darmzotten, welche durch ihre spezielle Anordnung zu einer massiven Vergrösserung der Oberfläche des Darms führen. Dadurch ermöglichen sie Nahrungsbestandteilen wie Vitaminen, Eisen, Kalzium, Eiweisse etc. besser in den Körper aufgenommen zu werden. Lesen sie hier weiter: Zöliakie