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Pferde haben eine besondere Art, sich abzukühlen. Sie besitzen Schweissporen und kühlen sich daher durch Schwitzen ab. Nur wenige Säugetiere verfügen über diese Fähigkeit.
Schwitzen ist grundsätzlich gesund. Durch das Schwitzen transportiert der Körper schädliche Stoffe ab und ermöglicht es dem Pferd, seine normale Körpertemperatur von etwa 37 bis 38 Grad aufrechtzuerhalten. Bei grosser Anstrengung kann die Körpertemperatur von Pferden enorm in die Höhe schiessen und würde zu gesundheitlichen Störungen führen, wenn die Thermoregulation eines Pferdes nicht einer der effektivsten anatomischen, physiologischen und verhaltensbedingten Mechanismen wäre. Wenn ein Pferd schwitzt, werden etwa 80 % der Wärme durch Verdunstung abtransportiert.
Schweiss wird zum einen durch Muskelarbeit und zum anderen durch psychischen Druck, Erregung oder sogar Schmerz produziert. Hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, langes Fell und überschüssiges Körperfett machen es dem Pferd schwer, die Wärme abzuleiten. Wenn es draussen besonders heiss ist, mit Temperaturen über 30 Grad, können Sie sogar in ihren Boxen zu schwitzen beginnen.
Es zeigt sich also, dass der Zugang zu Wasser an heissen Tagen, bei extremer körperlicher Anstrengung und bei unerklärlichem oder krankheitsbedingtem Schwitzen immer möglich sein sollte.
Man fragt sich oft, warum ein Pferd immer noch nachschwitzt. Auch die trocken gebliebenen Stellen müssen gekühlt werden. Das erklärt, warum nach dem Reiten die Kruppe unter der Decke plötzlich nass ist, obwohl die Sattellage schon trocken ist.
Pferde schwitzen nie grundlos!
Kopf/Ohren
Die Muskeln oberhalb der Stirn und teilweise hinter den Ohren sind in Bewegung, wenn das Pferd kaut. Im Bereich des Kopfes und des Halses schwitzt das Pferd nur dann grundlos, wenn es unter einer psychischen Anspannung leidet. Dies geschieht häufig aufgrund von Aufregung, Angst oder Schmerzen, sowie durch Reibung des Zaumes an betreffenden Stellen.
Hals
Schweiss an der Unterseite des Halses ist positiv zu bewerten, da er ein Zeichen für eine gute Durchlässigkeitsarbeit sein kann. Die dort befindlichen Muskeln sind unter anderem für die Aktivität des Mauls verantwortlich, und Schweiss an dieser Stelle kann bedeuten, dass das Pferd eifrig gekaut hat.
Sattel- und Gurtlage
Manche Pferde schwitzen sogar im Schritt, da der auf dem Rücken liegende Sattel, die Schabracke und der Sattelgurt für zusätzliche Wärme sorgen. Das Schweissbild kann verraten, ob der Sattel gut passt. Wenn die Schweissabdrücke des Sattels nicht symmetrisch sind, sollten Sie Ihren Sattler aufsuchen oder Ihren TA um Rat fragen.
Flanken/ Oberschenkel
Ihr Pferd schwitzt an den Flanken - alles im grünen Bereich. Das Pferd hat seine schräge Bauchmuskulatur trainiert. Es braucht sie, um seinen Rücken wölben zu können.
Wenn Richtung Versammlung gearbeitet wird, ist es ein gutes Zeichen, wenn die "Hosen" Muskeln an der Aussenseite der Hinterbeine zu schwitzen beginnen.
Ist weisser Schaum an der Innenseite den Hinterbeinen zu entdecken spricht dies leider meistens nicht für eine gute Arbeit, sondern entsteht sehr oft durch Reibung. Dies kann der Fall sein, wenn die Pferde übermässig muskulös oder einfach zu dick sind.
…….Deshalb
Ein Pferd kann bei einem einzigen Ausritt bis zu 10 Liter Schweiss verlieren. Der Verlust von Elektrolyten über den Schweiss kann zu Störungen des Wasserhaushalts des Körpers und zu Veränderungen des pH-Werts im Blut führen. Unter normalen Bedingungen schwankt dieser pH-Wert nur geringfügig. Sind bereits Veränderungen des Blut-pH-Wertes erkennbar, besteht dringender Handlungsbedarf, da es zu massiven Stoffwechselstörungen kommen kann. Diese können sich in Muskelzittern und -krämpfen äussern, aber auch zu Nierenversagen oder sogar zum Tod führen.
Wussten Sie schon.....
Ein sehr deutliches Zeichen bei Pferden mit leistungsbezogenem Elektrolytmangel ist oft die Weigerung zu Trinken. Unbewusst will der Körper die noch vorhandenen Salze und Elektrolyte nicht durch die Aufnahme von mehr Wasser verdünnen. Das Verhältnis zwischen Elektrolyten und Wasser muss so stabil wie möglich gehalten werden. Eine starke Dehydrierung wäre die Folge, wenn die Ablehnung nicht erkannt wird.
Elektrolyte können in flüssiger Form über die Nahrung, Trinkwasser oder in Form von Pellets, welche jederzeit in Wasser aufgelöst werden können, verabreicht werden.
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