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1932
Die Marke PTT
Die Post und die Telegrafie/Telefonie werden zu einer einheitlichen Marke zusammengefasst. Sie treten gemeinsam mit einem rechteckigen Wappenlogo auf. Der Bund erlaubt der PTT offiziell, das Schweizerkreuz zu verwenden. Die Farbe «Postgelb» ist erst ab 1939 vorgeschrieben, davor ist sie hauptsächlich bei Postkutschen und Postautos zum Einsatz gekommen.
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Dem visuellen Auftritt der seit 1849 eidgenössisch organisierten Post kommt von Anfang an eine besondere Funktion zu. Denn das streng einheitlich gehaltene Erscheinungsbild der Post trägt dazu bei, das Selbstverständnis des noch jungen Bundesstaates zu versinnbildlichen und im Bewusstsein der Bevölkerung zu festigen. Das Gelb der Postkutschen sowie die in allen Kantonen und Sprachregionen einheitlichen Signete mit Schweizerkreuz tragen im 19. Jahrhundert dazu bei.
Während die Postkutschen bereits seit 1849 mehrheitlich postgelb lackiert sind, ist das bei den Briefeinwürfen, Wertzeichenautomaten oder Poststellenschildern bis in die 1930er-Jahre nicht der Fall: Die Briefkästen sind oft dunkelgrün oder rot und auch von der Form und den Verzierungen her keineswegs einheitlich gestaltet. Ein richtiger Einheitsbriefeinwurf wird 1939 eingeführt. Die Generaldirektion der PTT verfügt, dass grundsätzlich für Briefkästen und Wertzeichenautomaten die Farbe «Postgelb» einzusetzen sei. Dieses Gelb wird jedoch lange Zeit nicht normiert. Und erst 2002 schützt die Post die Farbe Gelb für die Kennzeichnung ihres Kerngeschäfts in der Schweiz. Mitbewerber dürfen sie für die gleichen Zwecke nicht mehr verwenden.
Weitere Schritte in der Markenentwicklung
1932: Die Post und die Telegrafie/Telefonie werden zu einer einheitlichen Marke zusammengefasst. Sie treten gemeinsam unter einem rechteckigen Wappenlogo auf.
1937: Das Logo wird mit dem Kürzel «PTT» in goldener Schrift auf schwarzem Hintergrund ergänzt.
1941: Zum ersten Mal wird auf das Posthorn im Logo verzichtet. Das neue Logo präsentiert sich quadratisch und besser proportioniert. Das Schweizerkreuz wird dominant in Szene gesetzt.
1982: In den 1970er-Jahren diskutiert die Post erstmals Begriffe wie Corporate Identity und Corporate Design. Das vom Wertzeichengrafiker Martin Altenburger konzipierte Logo wird vom Schriftgestalter Adrian Frutiger perfektioniert. 1982 genehmigt die Post das neue Logo. Die verbindliche Verwendung ist allerdings erst ab 1992 vorgeschrieben.
1994: Die Post führt die dreisprachige Marke «Die Post PTT» und die eigenständige Marke «Telecom PTT» ein. Dieser Markenauftritt ist aber nur eine Übergangslösung.
1998: Die PTT wird aufgelöst bzw. in die selbstständigen Unternehmen Swisscom und Post aufgeteilt. Die Post ersetzt die Bezeichnung «Post PTT» durch den Namen «Die Schweizerische Post». «PTT» fällt auch im Logo weg. Dieses wird vom bekannten Schweizer Schriftgestalter Adrian Frutiger zeitgemäss angepasst und soll den Vorwärtsdrang des Unternehmens sympolisieren. Die Markenstruktur wird in verschiedene Kernbereiche (PostFinance, PostAuto, yellowworld usw.) und Servicebereiche unterteilt.
2001: Im Zuge der Öffnung der Postmärkte erweitert die Post ihr Leistungsangebot und erarbeitet eine Strategie mit einer übergeordneten Dachmarke, den Leistungsmarken «PostAuto», «PostFinance», «PaketPost» und «ExpressPost». Daneben gibt es diverse Einzelmarken. Ab 2002 schützt die Post die Farbe Gelb für die Kennzeichnung ihres Kerngeschäfts.
2008: Die Post vereinfacht ihren Marktauftritt und setzt auf die starke und einheitliche Dachmarke Post sowie die Leistungsmarken PostFinance und PostAuto. Die Post stellt damit für die Kunden eine logische und übersichtliche Verwendung des Markennamens «Die Post» sicher. Damit begegnet die Post der kommenden Postgesetzgebung und dem beschleunigten Liberalisierungskurs.
Quellen:
Karl Kronig, Museum für Kommunikation (Hg.): Ab die Post! 150 Jahre schweizerische Post, Bern 1999.
Oral-History-Plattform des PTT-Archivs: https://www.oralhistory-pttarchiv.ch/de/themes/marketingTarget not accessible