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Beschreibung
Die Benediktiner Mönche legten im 16. Jahrhundert einen 4 ha großen Weinberg zur Deckung des Eigenbedarfs an. Bei Renovierungsarbeiten Ende der 1970er Jahre wurden Überreste steinerner Sarkophage aus dem 14. Jahrhundert gefunden. Diese Funde belegen, dass auf dem heutigen Gelände damals ein Kloster von Vertheuil stand. Im Laufe der Jahrhunderte entdeckten die Mönche den Wein als Einnahmequelle und vermarkteten ihn unter dem Namen Le Prieuré de Cantenac. Anlässlich der Französischen Revolution wurden die Besitztümer säkularisiert und verkauft. Als Käufer gilt ein Herr Durand Delains, der das Gut jedoch nur wenig später an die Familie Pagès weitergab. Zum Zeitpunkt der Bordeauxklassifikation im Jahr 1855 führte eine Person namens Rouland die Geschicke des Guts. Später ging das Gut an eine Reihe von Besitzern wie Madame Rosset, die Herren Rulh und Rousseau sowie an Victor Saint-Ubéry. Im Jahr 1925 leitete dessen Schwiegersohn Fréderic Bossuet die Geschicke des Guts. Die rasche Folge der Besitzer sowie die tiefe Bordeaux-Krise seit der Reblauskatastrophe mit den nachfolgenden Pilzkrankheiten sowie den beiden Weltkriegen hatten zu einem Niedergang des Weinguts geführt. Als Lichine das Weingut im Jahr 1951 übernahm, war das Gut in einem sehr schlechten Zustand. Lediglich 4 Hektar Rebfläche stand noch unter Ertrag.
Schnell erweiterte er die Fläche durch Ankauf einer Parzelle von Château d’Issan. Neben angemieteten Flächen kaufte er später noch Parzellen von den Château Palmer, Brane-Cantenac, Durfort-Vivens und Giscours.Nach dem Tod von Alexis Lichine (1989) hat sein Sohn Sacha den Château übernommen. Seit 1999, gehört der Château der Familie Ballande.
Das Gut ist mit ca. 77,5 Hektar recht groß und erzeugt in mittleren Jahren ca. 300.000 Flaschen Wein.