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Das digitale Nachschlagewerk schafft nicht nur Fragen aus der Welt, sondern beschert gute Noten.
Jeder kennt Wikipedia, das Nachschlagewerk im Internet. 4400 deutsche Studenten haben bei einer Befragung zugegeben, dass sie mit Wiki, seit sie Smartphones hätten, sogar an Prüfungen spicken. «Wiki-wiki» bedeutet auf Hawaiianisch «schnell» – so wurde die Plattform zum schnellsten Selbstläufer.
Die Gründer Jimmy Wales und Larry Sanger stellten das Online-Lexikon im Januar 2001 ins Internet: Begeisterte Nutzer schrieben schon in den ersten zwei Monaten 2000 Artikel. Das Programm ermöglicht es jedem Besucher, Webseiten anzulegen und zu ändern.
Wikipedia brachte jedoch auch einige Kontroversen mit sich. Fälle von digitalem Vandalismus und erfolgreich manipulierten Artikeln führten zum Hinterfragen der Zuverlässigkeit und zu strengeren Kontrollen. Gewisse Themen, etwa Klimawandel oder Evolutionstheorie, wurden zum Schauplatz sogenannter Edit Wars. Solche Artikel wurden oft mehrmals pro Tag geändert, zurückgeändert oder verfälscht.
Heute wird Wikipedia zu wissenschaftlichen Themen sogar häufiger konsultiert als Fachpublikationen. Durch die Popularität mussten Professoren klein beigeben und ihren Studenten Wikipedia als Quelle bewilligen.
In einer Studie wurde Wikipedia mit der renommierten Enzyklopädie Britannica verglichen. Darum brach der Verlag mit der 240 Jahre alten Tradition – seither ist die Enzyklopädie online, als Konkurrenz zu Wikipedia.