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Schilte-Nüni wird in Brunnen eine Häusergruppe genannt, die den Namen erhalten hat, weil sie ursprünglich neun Giebel aufwies. Zusammen mit dem «Chappeleplatz» bildet sie das eigentliche Dorfzentrum von Brunnen.
Ein grosser Teil des Dorfes wurde am 16. Mai 1620 durch einen Brand in Schutt und Asche gelegt. Anschliessend wurde das Dorf nach alten Plänen wiederaufgebaut. Mit dem aufblühenden Fremdentourismus kam auch Schwung ins Dorf. Es schien, als wollte man in Brunnen ernsthaft eine bedeutende Fremdenmetropole schaffen. Dies drängte den Fortschritt voran, vor allem in der Nähe des Sees und am Gütschhang. Mit den aneinandergereihten, alten Giebelhäusern entstand ein neues Dorfbild. Diese Häuserzeile begann bei der ehemaligen Sust am Seeufer und wurde wegen den ursprünglichen Giebelformen nach der Jasskarte «Schilte-Nüni» benannt. Schon 1835 waren die Häuser farbig gestaltet. Mitte der 80er Jahre wurden die Gasthäuserfronten in einer gemeinsamen Aktion der Eigentümer restauriert. Im Januar 2004 fiel das historische Schilte-Nüni grösstenteils einem Feuer zum Opfer und wurde anschliessend unter strengen Auflagen wieder aufgebaut.