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Studium zu erkennen wären. (Vergl. Jaccard,
Aug. DeuxièmeSupplémentà la Descr. duJuraNeuchâtelois... in Matériaux pourla carte géolog. de la Suisse. VII.
Berne 1893.
Planche III). Der Col des Roches kann nach dem Gesagten in jeder Hinsicht
als eine der merkwürdigsten
Stellen des Juragebirges angesprochen werden.
[Dr. L. Rollier.]
Bei Verstopfung des Schachtes und zur Zeit grosser Niederschläge oder der Frühjahrsschneeschmelze gestaltete sich der Abfluss
des Wassers aus dem
Vallon du
Locle besonders schwierig; seine Thalsohle wurde jedes Frühjahr völlig
unter Wasser gesetzt,
und es bildete sich ein
See, der dann allmählich in einen
Sumpf überging und regelmässig den Ausbruch
von Typhusepidemien zur Folge hatte.
Es ist erwiesen, dass die
Sohle des
Vallon du
Locle vor der Glazialzeit in tieferem Niveau gelegen war als heute, da ihre Mitte
von einer mächtigen Lage von lehmigem (wahrscheinlich glazialem) Detritus mit darüber gelagerter Seekreide und Torfmooren
ausgefüllt ist. Es muss daher vor dem heutigen Abflusstrichter schon früher am Ende der ursprünglichen
Thalfurche ein tiefer gelegener vorhanden gewesen sein, der heute verstopft und zugedeckt ist.
Das obere Ende des Val di Colla schliesst die Kette ab, die vom
Monte Garzirolo (2119 m) bis zum
MonteTorrione die Landesgrenze gegen Italien bildet
und an deren Fuss das Thal sich zu einer breiten
Sohle ausweitet, in der die
Dörfer Colla,
Bogno und
Certara liegen. Die übrigen Siedelungen stehen am sonnenreichen rechtsseitigen Thalgehänge und
sind von Weinreben, Obstbäumen, Kornfeldern, Gemüsegärten etc. und einer im allgemeinen schon ganz südlichen Pflanzenwelt
(Kastanien- und Walnussbäumen, Ulmen, Maulbeer-, Feigen-, Pfirsich-, Aprikosenbäumen etc.) umgeben.
Zwischen diesen
Dörfern mit ihren weithin sichtbaren malerischen
Kapellen reihen sich einzelne Häusergruppen oder alleinstehende
Hütten auf. Das Thal umschliesst 12 Gemeinden mit ca. 3000 Ew., deren bedeutendste
Bidogno mit 560 Ew.
ist. Dann folgen mit je 400 Ew. Colla und
Lopagno. Die Bevölkerung ist italienischer Zunge und katholischen Glaubens. Ihre
Hauptbeschäftigung besteht fast ausschliesslich in Ackerbau und Viehzucht.
Reben und Kulturen der südlichen Pflanzenformen
finden sich sämtliche nur am rechten Thalgehänge.
Telephon. Reizend am N.-Fuss der
Alpettes
(Moléson) gelegen,
gesundes und belebendes Klima, Wälder, angenehme Spaziergänge;
im Sommer stark besucht.
Die «armaillis», d. h. Hirten von
Collombettes, sind die Helden des Kuhreihens (Ranz des
Vaches), des
Greierzer Nationalgesanges. (Vergl. Szadrowsky, H. DieMusik und die tonerzeugenden Instrumente der Alpenbewohner in Jahrbuch des S. A. C. IV, 1867/68).