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In den USA werden die Weichen für einen Umbau der staatlichen Baufinanzierung gestellt. Die zwei von Washington kontrollierten Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sollen auf Anweisung ihrer Aufsichtsbehörde FHFA bestimmte Verwaltungsaufgaben an eine neue Firma abgeben.
Das soll Doppelarbeit vermeiden und somit zunächst einmal die Kosten senken. Diese Firma könnte letztlich aber auch die Keimzelle für eine Neuaufstellung der gesamten staatlichen Hilfe für den Häusermarkt sein.
FHFA-Chef Edward DeMarco skizzierte die Pläne in Washington. Er machte dabei klar, dass das neue Unternehmen unabhängig geführt werden soll mit einem eigenen Management. Politiker könnten diese Firma später verkaufen oder «als Basis für den Hypothekenmarkt der Zukunft nutzen», sagte DeMarco laut Redemanuskript auf einer Konferenz.
Freddie Mac und der grössere Bruder Fannie Mae spielen bei der Stabilisierung des angeschlagenen US-Häusermarkts eine entscheidende Rolle. Sie sichern den Grossteil der Hypotheken im Land ab. Deshalb hatte die Regierung die beiden Baufinanzierer in den Turbulenzen des Krisenjahres 2008 aufgefangen, was Abermilliarden kostete. Bis heute ist dies eine der schwersten Bürden der Finanz- und Wirtschaftskrise für den US-Steuerzahler.
(muv/tke/awp)