Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03103.jsonl.gz/480

Die Polizei von Mumbai hatte die Nase voll vom Lärm hupender Autos in ihrer Stadt und führte im November und Dezember letzten Jahres einen Versuch durch, bei dem Dezibel-Messgeräte an Ampelmasten angeschlossen wurden. Wenn die Zähler den Lärmpegel von 85 Dezibel oder mehr registrierten, wurden die Ampeln zurückgesetzt und blieben länger rot. Wie in mehreren anderen indischen Städten zeigen die Ampeln in Mumbai Countdown-Timer an.
Polizeisprecher Pranay Ashok sagte gegenüber dem amerikanischen TV-Sender CNN, dass das Experiment an wenigen wichtigen Knotenpunkten für 15 Minuten am Tag stattfand. Ein weiterer Versuch an 10 Orten werde im nächsten Monat durchgeführt. Die Polizei hofft, dass das Konzept dann auf das gesamte Strassensystem ausgedehnt wird.
In einem Kommentar zu einem Video über die Initiative, welches die Polizei von Mumbai Ende Januar auf Twitter veröffentlichte, sagte Ashok, es zeige die negativen Auswirkungen dieser Lärmbelästigung. Das Video beginnt damit, dass die Polizei Mumbai als «die hupende Hauptstadt der Welt» beschreibt, bevor sie angibt, dass es sie juckt, etwas zu tun, um das Problem in den Griff zu bekommen.
In dem Clip nennt die Polizei ihren Versuch «The Punishing Signal» (Die strafende Ampel) und warnt Autofahrer: «Hupen Sie ruhig, wenn es Ihnen nichts ausmacht, zu warten.»
Der TomTom-Verkehrsindex, der die Städte nach ihrer Verkehrsüberlastung einordnet, setzt Mumbai weltweit auf Platz vier der Städte mit den meisten Verkehrsstaus. Der Index schätzt, dass Autofahrer in Mumbai im vergangenen Jahr acht Tage und 17 Stunden im Verkehr feststeckten.