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Preisvorteil
Wie entstehen die Generika-Preise?
Die Preise der Originalpräparate werden bei Ablauf ihres Patentes einem Auslandpreisvergleich unterzogen und dem Europäischen Preisniveau angepasst. Der Preis der Generika richtet sich nach dem Preis der Schweizer Originalpräparate nach deren Preisanpassungen zum Ausland. Somit besteht für Schweizer Generika ebenfalls ein indirekter Europäischer Preisvergleich. Bei Markteintritt müssen Generika in der Schweiz bis zu 60% günstiger als das betreffende Originalpräparat sein; bei umsatzschwachen Originalprodukten mit max. 4 Mio. CHF Jahresumsatz beträgt die Abstandsregelung 10%.
Selbstbehalt
Die Einführung des differenzierten Selbstbehalts per 1.1.2006 (20% für Originale, 10% für Generika) beschleunigte anfänglich das Wachstum des Generika-Marktes. Die nachträgliche Schaffung der Freikaufsmöglichkeit für Originale reduzierte diese Dynamik jedoch massiv. Viele Originalhersteller senkten ihre Preise auf ein theoretisches Generika-Niveau, um sich vom höheren Selbstbehalt zu befreien. Mit einer einmaligen Preissenkung auf ein theoretisches «Generika-Niveau» fällt der Selbstbehalt der Originale ebenfalls auf 10 Prozent. Mit der im Jahre 2011 eingeführten Dynamisierung des differenzierten Selbstbehaltes wird dieses Privileg nun aber auf 2 Jahre beschränkt.