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Die Grapefruit (grape=Traube, fruit=Frucht) ist trotz ihres scheinbar aussagekräftigen Namens weder eine Traube noch bezieht sie sich auf die Gattungen der Weinrebe Vitis. Es ist ein zufälliger Hybrid der süssen Orange und einer Pampelmuse. Die Frucht wurde erstmals auf Barbados gefunden und gilt als eines der Sieben Wunder dieser Insel. Wir alle lieben Wunder. Und falls du dich immer noch fragst, warum diese Zitrusfrucht einen solchen Namen trägt, deutet eine Suche darauf hin, dass der Gärtner und Naturforscher John Lunan der Erste war, der den Begriff “Grapefruit” veröffentlichte. Er beschrieb den Geschmack der Frucht als ähnlich dem von Trauben. So einfach ist das. Es gibt aber auch eine andere Erklärung: Grapefruits wachsen wie Trauben in Clustern, was ebenfalls als Ursprung des Namens funktioniert.
Anfangs kannten die Leute nur Grapefruits mit weissem Fleisch. Rote und rosa Sorten kamen später zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wurden sofort zu einem kommerziellen Erfolg.
Aber du kannst jede Grapefruit in eine rote Grapefruit verwandeln. Eines der interessantesten Rezepte dafür ist ein Dessert namens Toronja Rellena, was “gefüllte Grapefruit” bedeutet. Dazu musst du die Grapefruit schälen und in Wasser mit 1 TL Backpulver kochen, abtropfen lassen und sie erneut dreimal kochen, um den bitteren Geschmack loszuwerden. Anschliessend kochst du die Früchte in Wasserzuckersirup mit rotem Farbstoff und einer Zimtstange für 15 Minuten, bis die Grapefruits weich und rot sind. Wenn dieser Teil erledigt ist, werden die Früchte mit geschmolzener Butter, Kondensmilch (in spanischsprachigen Ländern Dulce de Leche genannt) und Milchpulver gefüllt, dann in einem Topf gekocht, bis alles eingedickt ist und in Kugeln geeigneter Grösse aufgeteilt.
Die Frucht ist so beliebt, dass die Leute spezielles Besteck entworfen haben. Wie Messer und Löffel. Ein Grapefruitmesser hat eine gebogene gezackte Klinge, sodass es beim Schälen den natürlichen Kurven einer Grapefruit folgt. Eine andere Messervariante kommt mit zwei parallelen Klingen mit einem kleinen Spalt dazwischen, der dabei hilft, die einzelnen Zitrussegmente voneinander zu trennen. Schneide die Früchte in zwei Hälften, lege den Fruchtboden auf einen Teller und schneide mit dem Messer von der Mitte ausgehend entlang der weisslichen Fruchtsegmente. Wenn alle Segmente auf diese Weise durchtrennt sind, kannst du sie einfach mit einem normalen Löffel herausnehmen. Es gibt aber auch einen besonderen Löffel, der ähnlich wie ein normaler Teelöffel ausschaut, jedoch mit einer Verzahnung am Ende oder aber mit stumpfen Ende, jedoch mit gezackten Seiten. Die Verzahnung hilft dabei, das Fruchtfleisch von der Schale und der Segmenthaut zu trennen. Wenn du einer einzelnen Frucht nicht zu viel Anerkennung schenken möchtest, kannst du dieses Utensil ebenfalls als Zitruslöffel oder Fruchtlöffel bezeichnen und damit alles essen, was du möchtest, von Wassermelone bis Persimone.