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Im Jahr 2021 lagen die Stickstoffdioxidkonzentrationen an allen Messstandorten das zweite Jahr in Folge unter dem Jahresgrenzwert. Es ist eine Stabilisierung oder gar ein leichter Rückgang der Konzentrationen im gesamten Kanton zu verzeichnen, mit Ausnahme der Agglomeration Bulle und der regionalen Zentren.
Bei Feinstaub PM10 und PM2.5 wird der Grenzwert für das Jahresmittel schon seit mehreren Jahren eingehalten – so auch 2021. Die Konzentrationen sind konstant und ähnlich wie im Jahr 2020. Der Tagesgrenzwert für PM10 wiederum wurde im Februar mehrmals überschritten, vor allem wegen der Saharastaub-Ereignisse.
Die Ozonkonzentrationen waren mit dem Vorjahr vergleichbar und überschritten erneut an allen Messstandorten die Grenzwerte. Es lässt sich kein eindeutiger Abwärtstrend feststellen. Ozon wird durch die Einwirkung von Sonnenlicht auf die Vorläuferschadstoffe (Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen) erzeugt. Um die Vorläuferschadstoffe zu reduzieren, müssen Massnahmen auf allen Ebenen, auch auf internationaler Ebene, ergriffen werden.
Der Eintrag von Stickstoff in die Umwelt, insbesondere in Form von Ammoniak, liegt deutlich über den kritischen Wirkungsschwellen. Diese Überschreitungen betreffen besonders Waldgebiete, die grosse Teile des Kantons bedecken. Die Hauptquelle ist der landwirtschaftliche Sektor.
Luftverschmutzung ist kein Schicksal. Wir alle können mit einfachen Massnahmen dazu beitragen, die Qualität unserer Luft zu verbessern.