Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03464.jsonl.gz/166

Ich sitze alleine in dieser dunklen, kalten Zelle. Das einzige Licht im Raum kommt vom kleinen mit Gittern versehenen Fenster. Der gestreifte Schatten liegt der Länge nach auf dem Boden zur Türe hin. Es zieht, obwohl die Türe fest verschlossen ist.
So sitze ich nun in meiner Todeszelle. Ich habe zwar meine Schuldigkeit zugegeben, aber die Konsequenzen machen mir extrem Angst. Wie lange habe ich noch zu leben? Darf ich meine Familie nochmals sehen?
Ich stehe wieder mal auf, da ich vom kalten Boden, auf dem ich sass, ganz unterkühlt bin. Ich laufe die Zelle auf und ab. Jeweils drei Schritte, dann muss ich mich vor der Wand wieder drehen.
Nun bemerke ich ein dumpfes Klopfen. „Herein“, rufe ich, als ob ich hier der wäre, der solches bestimmt. Doch das Klopfen kommt nicht von der Tür, sondern von aussen durch das kleine Fenster.
Ich stelle mich auf meine Zehenspitzen, um aus dem Fenster blicken zu können.