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Seit etlichen Jahren geht in der Schule ein schreckliches Gerücht um: Eine Schülerin habe noch spät abends in der Schule an einer Arbeit gewerkelt. Die Winterzeit hatte begonnen und ohne, dass sie es merkte, wurde es draußen vor dem Fenster schon dunkel. Als sie einen kurzen Blick auf die Uhr warf, stellte sie fest, dass es so spät war, dass niemand mehr ausser ihr sich in dem Gebäude aufhalten würde. Sie packte eiligst ihre Bücher zusammen, beobachtete sie jemand? Sie drehte sich um, aber da war niemand, nur ihr eigener Schatten, der durch das karge Licht auf den Boden geworfen wurde. Damals war das Schulgebäude noch anders als heute. Die Türen waren so groß und schwer wie Blei, so dass man alle Kraft benötigte, wenn man sie zu öffnen versuchte. Sie ging im Halbdunkel zum Ausgang, der sich im nordöstlichen Flügel des alten Gebäudes befand, drückte auf den Türknopf, wartete, aber nichts geschah, wiederholte dies, keine Reaktion. Sie eilte zum zweiten Ausgang, dasselbe. Ein weiteres Licht fiel aus. Und dann der dritte Ausgang, nichts. Das spärliche Licht in den Gängen begleitete sie beim letzten Versuch die veraltete Tür des Nordwestflügels zu öffnen; da spürte sie einen eiskalten Windhauch, und wie ihr ein kalter Schauer über den Rücken lief. Langsam setzte sich der Hebel in Bewegung, er bewegte sich von allein und die Tür öffnete sich ganz vorsichtig. Sie drückte sich schnell in den kleinen Spalt und bemerkte das Flackern der Lichter hinter sich nicht. Mit einem Ruck schloss sich die Tür wieder und sie war gefangen, als ob jemand von innen mit aller Kraft an der Klinke gezogen hätte. Ihr Körper mit allen Organen wurde in Stücke gerissen. Blut bekleckerte den Boden und tropfte die Treppen hinunter. Die Schule hat dieses mysteriöse Ereignis jahrelang unter den Teppich gekehrt. Beweise sind nicht mehr zu finden, da die Türen ausgetauscht wurden.