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Ende Jahr tritt der Präsident des Bezirksgerichts Sense, Reinold Raemy, in den Ruhestand. Gestern hat der Grosse Rat seine Nachfolge geregelt. Neu teilen sich zwei Frauen zu je 50 Prozent das Präsidium: Friedensrichterin Caroline Gauch und Chef-Gerichtsschreiberin Pascale Vaucher Mauron. Die Stellenaufteilung mit Gauch und Vaucher entsprach dem Vorschlag des Justizrats und der Justizkommission. Dennoch kam im Parlament Kritik auf. Pierre Mauron (SP, Riaz) sagte: «Man kann nicht eine Stelle zu 100 Prozent ausschreiben und während des Verfahrens die Regeln ändern. Vielleicht haben sich andere fähige Personen deswegen nicht beworben.» Nadine Gobet (FDP, Bulle) sagte, sie werde sich im Justizrat engagieren, damit im Vorhinein alles klar sei.
Noch nicht klar ist, wer die Nachfolge der zurücktretenden Staatsanwältin Yvonne Gendre antritt. Der Grosse Rat hat sich in vier Wahlgängen für keine Person entschieden. Der Justizrat hatte sich für Julien Aubry ausgesprochen, die Justizkommission für Caterina Angela Rosa Aeberli. Eine Frau solle Yvonne Gendre ersetzen, so Nicolas Kolly (SVP, Essert). Doch vier Kandidaten erhielten ähnlich viele Stimmen. Nach drei Gängen schied Aeberli aus, nach vier Alexandre Sacha Khomutov. Für den fünften Wahlgang heute sind noch Julien Aubry und Stéphanie Amara im Rennen.