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Die Teilnehmer der Gemeindeversammlung sprachen sich "nach relativ kurzer Diskussion" mit 276 gegen 63 Stimmen gegen den Beitritt aus, wie die Gemeindekanzlei mitteilte. Der Gemeindevorstand hatte sich bereits im Vorfeld kritisch geäussert und Bedenken zur wirtschaftlichen Entwicklung des Tourismusortes angemeldet.
Befürchtungen um Einschränkungen bei einer Teilnahme am Projekt hätten "trotz gegenteiliger Beteuerungen" wohl eine entscheidende Rolle bei der Ablehnung gespielt, schreibt die Kanzlei weiter. Sie bezeichnet den Beschluss als "nicht überraschend".
Ein kleiner Teil der Gemeinde Vals sollte zur Kernzone des Parks mit strengen Restriktionen, der grössere Teil zur Umgebungszone gehören. Die Befürchtungen betrafen vor allem die Umgebungszone, obwohl diese praktisch keine Vorgaben mit sich bringt.
Es ging aber die Vermutung um, Umweltverbände könnte ein Werkzeug erhalten, um gegen den Ausbau von Bergbahn, Steinbruch und Wasserkraftwerk zu opponieren. Mehrheitlich ablehnend hatten sich beispielsweise Jäger und Älpler zum Projekt gestellt.
Dieser Tage stehen in den Bündner und Tessiner Gemeinden die Abstimmungen zum Parc Adula an. Damit der Park für eine erste Testphase von zehn Jahren gegründet werden kann, müssen alle neun Gemeinden mit einem Kernzonen-Anteil zustimmen.
Möglich wäre die Gründung auch, wenn mindestens 13 der 17 Parkgemeinden zustimmen, und die Kernzone nicht zu klein oder zu zerstückelt ausfällt. Das Valser Nein stellt das Projekt damit schon in Frage, da ohne Vals die 145 Quadratkilometer grosse Kernzone stark zerstückelt ist.
Als kritisch für das Zustandekommen gilt auch das Votum in der Tessiner Gemeinde Blenio, in der der grösste Teil der Kernzone liegt, sowie im Bündner Vrin mit dem Filetstück des Parks, der Greina-Ebene. In diesen Gemeinden fällt der Entscheid am Sonntag.
(SDA)