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Die Wachstumsphase des Welpen ist in jeder Hinsicht eine sensible Phase, auch was die Fütterung anbelangt. Ihr Retriever erreicht in rund fünfzehn Monaten sein Zielgewicht. Beim Menschen dauert diese Entwicklung fast zwanzig Jahre! Nebst genetischen Faktoren sind auch Fehler in der Welpenfütterung an Entwicklungsstörungen wie HD (Hüftgelenkdysplasie) und ED (Ellbogendysplasie) u.a. beteiligt. Es lohnt sich also bestimmt, sich etwas Zeit zu nehmen und sich gründlich über das Thema zu informieren! Entscheiden Sie sich zumindest während der Wachstumsphase unbedingt für ein hoch-wertiges Wachstumsfutter. Selbstgekochte Rationen variieren in ihrer Zusammensetzung zu stark und werden den Anforderungen des Welpen niemals gerecht! Moderne Welpenfutter werden auch den Ansprüchen grosswüchsiger Rassen, zu denen Ihr Retriever zählt, gerecht.
Das ausgewählte Futter sollte unter keinen Umständen einen Kalziumgehalt von mehr als 1.8 % und einen Phosphorgehalt von über 1.6 % aufweisen. Zu viel von diesen beiden Mineralien kann schädlich sein. Bedenken Sie, dass Futter von geringerer Qualität eine schlechtere Verdaulichkeit hat: der Welpe muss mehr davon fressen, um seinen Energiebedarf zu decken. Da der kleine Welpenmagen noch nicht so viel Nahrung aufnehmen kann, ist die Deckung des Nährstoff-bedarfes mit einem Futter von geringer Nährstoffqualität unter Umständen gar nicht möglich.
Gut genährte, robuste Welpen haben mehr Widerstandskraft gegen Infektionen! Hingegen sollte Überfütterung mit dem Ziel maximaler Gewichtszunahme vermieden werden. Etwas zu wenig Futter ist besser als etwas zu viel. Es ist erwiesen, dass leichte Unterernährung die Lebenszeit verlängert. Übermässige Fütterung hingegen führt zu Fettsucht (die oft mit Substanz verwechselt wird) und fördert die Entstehung von Skelettdefekten. Verzichten Sie auf Futterzusätze: ein hochwertiges Welpenfutter enthält bereits alle nowendigen Nährstoffe in ausgewogenen Mengen. Zusätzliche Gaben von einzelnen Substanzen können diese Ausgewogenheit empfindlich stören.