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Speziell die Entwicklung der deutschen Rechtschreibung verfolgte seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts immer energischer das Ziel der Einheitlichkeit nicht bloß für Deutschland, sondern für das ganze deutsche Sprachgebiet. Die Schwierigkeiten waren nicht gering angesichts der eifersüchtig gewahrten Selbständigkeit der süddeutschen Staaten und der Schweiz, die ihre eigenen amtlichen Orthographien besaßen. Seit der Einführung der preußischen Orthographie Anfang der Achtziger Jahre wurde indessen eine gewisse Einigung erzielt, der sich größere deutsche Sprachgebiete, wie Oesterreich und zum Teil die Schweiz anschlossen. Da aber neben der von den schweizerischen Zeitungen und Buchdruckereien angenommenen preußischen Schreibweise noch der Luxus einer „schweizerischen Rechtschreibung“ für die Schulen und viele amtliche Instanzen bestand, zu welchen sich noch verschiedene orthographische Liebhabereien kantonaler Selbstherrlichkeiten fügten, blieb in der Schweiz die orthographische Anarchie bestehen. Letztes Jahr geschah nun in Deutschland in der Frage der deutschen Rechtschreibung ein Schritt vorwärts, der uns hoffen läßt, daß ihn auch die Schweiz mitmachen und dadurch endlich zur Einheitlichkeit der Orthographie gelangen werde.
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F. M.
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