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Einen Schulhausroman der besonderen Art konnte ich am Wochenende miterleben und mit der Fotokamera begleiten: Den ersten Schulhausroman in italienischer Sprache und auch den ersten auf Rätoromanisch. Zwei Klassen aus Roveredo und aus Samedan, begleitet von Schriftstellerin Romana Ganzoni (Celerina) und Schriftsteller Vincenzo Todisco (Rhäzünz), haben ihren eigenen «Schulhausroman» verfasst. Entstanden ist in Samedan ein Krimi, genauer ein Terroranschlag, angesiedelt im Engadin im Jahr 2021 (Artikel in der «Posta Ladina»). Nicht weniger dunkel die Geschichte der Oberstufenschüler aus Roveredo: Sie beschäftigten sich mit der mystischen Gestalt von Tommaso Comacio, einem Architekten für Sakralbauten aus dem 17. Jahrhundert. Comacio hat 1670 in Roveredo seinen Alterssitz gebaut, den Palazzo Comacio. Er starb aber vor dessen Fertigstellung gestorben.
Was liegt näher, als sich zum Schreiben vom Ort des Geschehens inspirieren zu lassen. Das hat die Klasse in Roveredo getan und den Palazzo während der Recherchephase besucht. Und folgerichtig fand denn auch die Lesung des Romans im düsteren Keller des Palazzo statt. Das «Hinspiel» sei es, so Richard Reich bei der Begrüssung der beiden Klassen mit Eltern und Verwandten. Das «Rückspiel» findet dann Mitte April statt, wenn sich dann die Klasse von Roveredo in den Bus setzt und über San Bernardino und Julier ins Engadin zum weiteren Klassentreffen fährt.