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Sind Katzenhalter schlauer als Hundeherrchen?
«Hundemenschen» und «Katzenmenschen» haben eine unterschiedliche Persönlichkeit – so lautet das Ergebnis einer neuen Studie der Carroll Universität im Bundesstaat Wisconsin, USA. Die einen seien vitaler, kommunikativer und pflichtbewusster, die anderen seien introvertiert und Non-Konformisten. Das klingt erst einmal sehr pauschal und ist nicht sehr verwunderlich, wenn man den Alltag mit Tier genauer betrachtet. Aber schauen wir uns erst einmal die Herleitung und Ergebnisse der Studie genauer an.
Mensch und Tier mit ähnlichen Eigenschaften
Die Wissenschaftler des Fachbereichs Psychologie an der Carroll Universität in Waukesha, USA, befragten 600 Hochschüler unter anderem, ob sie sich als Katzen- oder Hundefreunde bezeichnen würden. Abgefragt wurde ausserdem, ob sie selbst Tierhalter seien - und welche Eigenschaften sie an ihrem Tier am meisten schätzten. Die Probanden hatten auch Fragen zu ihrer eigenen Persönlichkeit zu beantworten.
Mehr Hunde- als Katzenfreunde
Die Auswertung der Fragebögen zeigte: Rund 60 Prozent der Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen bezeichneten sich selbst als „Hundemensch“, während nur elf Prozent von sich behaupteten, lieber Katzen zu mögen. 29 Prozent der Befragten gaben an, Hund und Katz' gleichermassen gern zu haben.
Schnurreinheiten gegen treue Hundeseele
Die treue Kameradschaft ihres Tieres sei den «Hundemenschen» am wichtigsten, bei den «Katzenmenschen» hingegen die Zuneigung ihres Tieres. «Es kann sein, dass Menschen unbewusst ein Haustier auswählen, das zu ihrer eigenen Persönlichkeit am besten passt. Katzen zum Beispiel werden meist als unabhängig, scheu und als Einzelgänger angesehen», sagt Studienleiterin Denise Guastello, die ihre Ergebnisse auf dem jüngsten Jahrestreffen der «Association for Psychological Science» (APS) in Chicago präsentierte.
Hundebesitzer sind pflichtbewusster
In Teilen der Testreihe schnitten «Katzenmenschen» bei Wissens- und Intelligenzfragen höher ab als «Hundemenschen». «Betrachtet man das Lebensumfeld beider Gruppen, ist eigentlich klar, dass Hundehalter aktiver, offener, kommunikativer und pflichtbewusster sind als Katzenhalter», stellt die Psychologin fest und ergänzt: «Vor allem Menschen, die eher introvertiert und schüchtern sind, bleiben lieber zuhause und lesen Bücher – sie müssen mit ihrer Katze ja nicht Gassi gehen.»
Nicht wirklich neue Ergebnisse
Als ob wir das nicht schon alles irgendwie geahnt hätten – nun ist es auch wissenschaftlich belegt. Und weil in der psychologischen Studie ausschliesslich junge Studenten einbezogen wurden, sei nicht klar, ob die Ergebnisse auch für ältere Semester gelten, gab Denise Guastello zu bedenken. Ältere Studien zum Thema hätten jedoch ähnliche Ergebnisse aufgewiesen. Eine Befragung aus dem Jahr 2010 beispielsweise, an der über 4.500 Probanden teilnahmen, zeigte ebenfalls, dass Hundebesitzer extrovertierter und sich eher an Regeln halten. Ganz klar: Wer den ewigen Schweiger gibt, kommt nicht gut an auf der Hundewiese und wer nicht regelmässig Gassi geht, hat einen unleidlichen Hund zuhause oder muss mit unangenehm riechenden «Unfällen» rechnen.
Intelligenzfrage kontrovers
Eine gewisse Disziplin braucht es schon als Hundehalter – aber: Warum sollten Hundeherrchen weniger intelligent als Katzenfreunde sein? Da sollte man mal meine Nachbarn, die gleich drei Stubentiger halten und anstatt Bücher zu lesen mit Vorliebe Action-Filme über ihre Dolby-Sourround-Anlage dröhnen lassen, in die nächste Studie einbeziehen.
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