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Der aus dem Rennen um das Präsidentenamt in Haiti ausgeschiedene Regierungskandidat Jude Célestin fühlt sich um seinen Sieg betrogen. "Uns wurde der Sieg gestohlen", hiess es am Freitag (Ortszeit) in einer schriftlichen Erklärung Célestins.
Er wandte sich damit an die haitianische Wahlkommission. Die von der Kommission verkündeten Ergebnisse der ersten Runde der Wahlen seien eine "Beihilfe zur Gewalt", erklärte Célestin.
Die Wahlkommission hatte am Donnerstag nach einer mehr als zweimonatigen Prüfung der ersten Abstimmungsrunde das offizielle Ergebnis bekanntgegeben. Demnach stehen sich bei der Stichwahl im März die frühere First Lady Mirlande Manigat und der Sänger Michel Martelly gegenüber.
Célestin beglückwünschte die beiden verbliebenen Kandidaten jedoch. Seinen eigenen Anhängern dankte er dafür, dass sie nach der Verkündung des Endergebnisses "jegliche Gewalt zurückgewiesen" hätten und "nicht auf die Strasse gegangen" seien.
Die Stichwahl ist für den 20. März angesetzt, ihr Ergebnis soll am 16. April verkündet werden. Die erste Runde der Wahl hatte am 28. November stattgefunden, doch wurde das offizielle Ergebnis erst jetzt bekannt gegeben, weil es massiven Streit darüber gegeben hatte.
Nach ersten Angaben hatte sich Célestin als Zweitplatzierter für die Stichwahl gegen Manigat qualifiziert. Die Opposition warf der Regierung jedoch Wahlbetrug vor, den die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) später bestätigte.
SDA-ATS