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Der Grosse Rat wird jeweils im Herbst jedes Schaltjahres für vier Jahre neu gewählt. Die Wahl erfolgt in fünf Wahlkreisen nach dem Proporzverfahren. Das neue Parlament für die Legislatur 1. Februar 2017 bis 31.1.2021 ist am 23. Oktober 2016 gewählt worden.
Aktives Wahlrecht: Das Recht zu wählen
Wahlberechtigt sind in Basel-Stadt alle Schweizerinnen und Schweizer, die mindestens 18 Jahre alt sind und im Kanton wohnen.
2016 waren gut 106'000 Personen stimm- und wahlberechtigt (Bevölkerung total: 198'000). Die Einführung des kantonalen aktiven Stimm- und Wahlrechts ab 16 Jahren hat die Stimmbevölkerung 2009 abgelehnt, ebenso 2010 ein kantonales Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer.
Statistik: Wahlberechtigte, Wählende und verwendete Listen bei Grossratswahlen seit 1972 (Statistisches Amt BS)
Passives Wahlrecht: Das Recht, gewählt zu werden
Für die Wählbarkeit in den Grossen Rat gelten dieselben Bedingungen wie für das aktive Wahlrecht. Aus Gründen der Gewaltentrennung gibt es aber gewichtige Einschränkungen: Nicht wählbar sind insbesondere die Regierungsratsmitglieder, der Staatsschreiber bzw. die Staatsschreiberin, die Generalsekretäre bzw. -sekretärinnen der Departemente, die Mitglieder aller Gerichte sowie Staatsanwälte bzw. Staatsanwältinnen und Kriminalkommissäre der Staatsanwaltschaft.
Zudem gilt für die Wahl in den Grossen Rat eine Amtszeitbeschränkung von maximal vier Legislaturen.
Wie wird gewählt?
Die Stimmberechtigten müssen in jener Gemeinde wählen, in der sie wohnen und angemeldet sind. Sie haben so viele Stimmen, wie Mandate im Wahlkreis zu vergeben sind. Sie können eine Liste unverändert in die Urne werfen oder Kandidierende streichen, kumulieren (der Name eines Kandidaten bzw. einer Kandidatin darf maximal dreimal aufgeführt werden) und panaschieren (gestrichene Namen können durch solche von anderen Parteilisten ersetzt werden). Auch eine freie Liste kann verwendet werden.
Die Wahl erfolgt persönlich an der Urne oder brieflich. Verwendet werden müssen die amtlichen Wahlzettel. Im Fall von Unregelmässigkeiten bei der Vorbereitung und Durchführung von Wahlen kann beim Regierungsrat Wahlbeschwerde erhoben werden.