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Frauen, die zu wiederholten Scheideninfektionen neigen, können mit Milchsäure-Bakterien oder Milchsäure ein gesundes und damit abwehrstarkes Scheidenmilieu wiederherstellen bzw. aufrechterhalten und somit selbst dazu beitragen, Scheideninfektionen vorzubeugen.
Präparate mit Milchsäure sind sinnvoll, wenn in der Scheide noch ausreichend Milchsäure-Bakterien vorhanden sind, und die noch vorhandene Scheidenflora durch Ansäuerung unterstützt werden soll. Die Anwendung von Milchsäure-Bakterien ist sinnvoll, wenn die Scheidenflora nachhaltig gestört ist und wieder aufgebaut werden soll.
Vagisan Milchsäure sind Vaginalzäpfchen, die ein Milchsäure-Natriumlactat-Gemisch enthalten. Sie werden zur Erhaltung und Wiederherstellung eines natürlichen Säurewertes (pH-Wert) in der Scheide angewandt. Dieser liegt normalerweise bei 3,8 bis 4,4.
Eigenschaften:
Vagisan Milchsäure ist gut verträglich; die Vaginalzäpfchen können auch während der Schwangerschaft und in der Stillzeit angewendet werden. Bei Neigung zu wiederholten Scheideninfektionen ist auch eine Langzeitbehandlung mit Vagisan Milchsäure unbedenklich.
Die Vaginalzäpfchen sind frei von Paraffin, Vaseline und anderen Fetten. Sie beeinträchtigen daher nicht die Reißfestigkeit von Kondomen oder Pessaren aus Latex.
Die Vagisan Milchsäure Vaginalzäpfchen sind frei von Wärme-empfindlichen Fettstoffen und müssen deshalb nicht im Kühlschrank gelagert werden. Besondere Lagerbedingungen sind nicht erforderlich.
Anwendung:
Ein Vaginalzäpfchen abends vor dem Schlafengehen möglichst tief in die Scheide einführen. Das Vaginalzäpfchen kann leichter eingeführt werden, wenn es vorher unter fließendem Wasser angefeuchtet wird. Die Anwendung einer Slipeinlage/Binde ist empfehlenswert, da durch die besonders gute Löslichkeit der Vaginalzäpfchen ein verstärkter Ausfluss auftreten kann.
Die Dauer der Anwendung beträgt im Allgemeinen 5-7 Tage. Vagisan Milchsäure kann auch über einen längeren Zeitraum 2-3 x wöchentlich (jeweils dann abends ein Vaginalzäpfchen) angewendet werden.
Wann sollten Sie Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt aufsuchen?
* wenn Sie die Beschwerden im Intimbereich zum ersten Mal haben
* bei verstärktem Ausfluss, vor allem wenn Sie dies zum ersten Mal beobachten
* wenn Sie wiederholt an Ausfluss leiden
* wenn zusätzlich zum Ausfluss Bauchschmerzen und/oder Fieber auftreten
* bei Schmerzen im inneren und äußeren Intimbereich
* wenn Brennen, Juckreiz und Rötung im äußeren Intimbereich überhand nehmen
* bei Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
* bei Blutspuren am Toilettenpapier nach dem Stuhlgang
* bei allen Beschwerden im Intimbereich, wenn Sie schwanger sind