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Oberländer Olympiakandidaturen scheiterten am Volk
Nach Sochi, Pyoenchang und Beijing kehren die olympischen Winterspiele 2026 in den Westen zurück. Dert fanden sie letzmals 2010 statt, im kanadischen Vancouver. Wenn es nach dem Interlakner Lorenz Krebs gegangen wäre, hätten die Rennen nicht in den kanadischen Coast Ranges, sondern un den Berner Alpen stattgefunden. Krebs war Projektleiter der Olympiakandidatur Bern 2010. Dabei hätten von den zwölf geplanten Austragungsorten vier im Oberland gelegen: Interlaken, Grindelwald, Kandersteg und Meiringen, das olympische Dorf hätte in Interlaken gebaut werden sollen. Es sollte nicht sein. Die Stimmbevölkerung verwarf das Projekt wuchtig an der Urne. Dabei wäre Bern gut unterwegs gewesen – die Kandidatur schaffte es mit Vancouver, Salzburg und Pyoengchang unter die letzten vier, die Organisatoren mussten nach dem Nein an der Urne die Kandidatur zurückziehen. Noch heute schaut Krebs wehmütig auf andere Winterspiele. man habe es wohl verpasst, der Stimmbevölkerung glaubhaft zu machen, dass die Berner Spiele nicht mit dem Gigantismus anderer Länder aufgefahren wäre, auch hätte es – dank der bestehenden Infrastruktur – auch keine Olympiaruinen gegeben, wie man sie aus vielen ehemalige Austragungsorten in vornehmlich Schwellenländern kennt.
Die Kandidatur für 2021 war nicht die einzige aus dem Oberland. Bereits 1963 wollten sich die Städte Bern und Thun zusammen mit dem Oberland für die Austragung der Winterspiele 1972 bewerben – auch dieses Projekt scheitterte an der Urne. Die letzte schweizer Austragung der Winterspiele fand vor 74 Jahren, 1948 in Sankt Moritz statt.
(text:cs/bild:unsplash)
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