Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03514.jsonl.gz/1405

Betrügerische Praktiken bei der Vermarktung: Johnson & Johnson muss in den USA eine Milliardenstrafe zahlen. Der Konzern soll Ärzte beim Vertrieb eines Medikaments getäuscht haben.
Der US-Pharma- und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson (J&J) ist im US-Bundesstaat Arkansas zu einer Busse von 1,1 Milliarden Dollar verdonnert worden.
Ein Bundesrichter in dem Staat befand das Unternehmen für schuldig, sein Arzneimittel Risperdal zur Behandlung von Schizophrenie auf betrügerische Weise vermarktet zu haben. Der Konzern soll dem Gericht zufolge tausende Ärzte im Bundesstaat getäuscht haben, indem er das Medikament als besser und sicherer als Konkurrenzprodukte anpries.
Arkansas sei die Behandlung deshalb viel zu teuer zu stehen gekommen. J&J bestätigte das Urteil. Der Konzern erwägt, in Revision zu gehen.
J&J hatte im April 2011 ein freundliches Übernahmeangebot für die schweizerisch-amerikanische Medizinaltechnikfirma Synthes in Höhe von insgesamt 21,3 Milliarden Dollar vorgelegt. Dieses dürfte im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen werden, sobald die erforderlichen Genehmigungen durch die Aufsichtsbehörden erteilt sind.
(laf/sda)