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Die äussere Stadtmauer (die 3. Stadtmauer)
Basel hat mehr als nur eine Stadtmauer. Wir sind hier auf der äusseren Stadtmauer. Die heisst ganz einfach so, weil sie die äusserste von allen Stadtmauern ist. Sie schützt die Vorstädte, die sich wie ein Halbkreis um die Innenstadt legen. Ausgehend von der "Dalbe-Vorstadt" (St. Alban-Vorstadt) zieht sie sich über die Aeschen-Vorstadt, die Spalen-Vorstadt und die "Santihans-Vorstadt" (St. Johanns-Vorstadt), bis sie im Norden, in zirka 2 Kilometer Entfernung an den Rhein stösst.
Die äussere Stadtmauer hat man erbaut, um die Vorstädte, die ich vorhin aufgezählt habe, mit einer Mauer zu schützen. Auf diese Weise waren die Leute, die in diesen Vorstädten lebten, in Sicherheit. Man hat die Mauer kurz nach dem grossen Basler Erdbeben im Jahr 1356 angelegt, nämlich im Jahr 1362, und man hat zwischen den Vorstädten grosse Gebiete mit einbezogen, die gar nicht überbaut waren. Dort hatte es Gärten, Obstgärten und sogar Rebberge. Vielleicht hat man das deshalb gemacht, dass, wenn wieder ein Erdbeben kommt, dort die Leute und ihre Tiere in provisorischen Zelten überleben können, und trotzdem von einer Mauer geschützt sind. Die ganze Mauer hatte eine stolze Länge von 4 Kilometern! Das war allerdings eine Länge, die man nicht hätte verteidigen können, hätte ein starker Feind von überall her gleichzeitig angegriffen.
Als man die äussere Stadtmauer gebaut hat, hat es noch kaum Feuerwaffen gegeben, wie beispielsweise Kanonen. Doch die kamen dann rasch einmal auf und wurden zu einer echten Bedrohung für die schwache Mauer. Schon bald einmal genügte die äussere Stadtmauer bei schwerem Artilleriebeschuss nicht mehr. Darum hat man sie später punktuell mit kanonentauglichen festen Bollwerken und Artillerieschanzen verstärkt. Doch eine richtig grosse Belagerung musste sie nie aushalten.