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Zitat von Self-E-Steam im Beitrag #6
Jetzt siehst du mich verwirrt.
Zuerst schickst du den Beitrag in diesem Lamenforum "für" dich ins Rennen und nun erzählt der Schreiber nur Stuß, nimmt die falschen Akkus, rechnet falsch oder hat falsche Regeln.
Wie gesagt, bin da jetzt etwas verwirrt. Hast du den Thread erst gar nicht gelesen,bevor du drauf verweist, oder hapert es an deinem Englisch, alles richtig zu verstehen? Wäre beides nicht so schlimm, wenn du es denn auch zugeben kannst. Aber erst Hüh und dann Hott, naja.
Nein nein..
Der Schreiber dort erklärt sehr gut und fundiert, was beim parallelgeschalteten Laden passiert. Deswegen habe ich den Link mit der Übertitelung "Lesestoff zum Thema" (!) eingebracht.
Ich genieße nur seine "0,5V"-Faustregel aufgrund eigener Messwerte mit Vorsicht, aber um die ging es mir weniger, als um die Grundlagen, die er in dem Post erklärt.
Zitat
Auch finde ich es weit her geholt, die Lampenakkus als was ganz anderes zu bezeichnen als Dampferakkus. Die Dampfgeräteakkus sind doch nichts anderes als Lampenakkus, die wir für unsere Geräte nutzen.
Im Dampferbereich sind IMR-Akkus tendenziell stärker verbreitet als bei den Lampenleuten, und unter IMR-Akkus sind die "Ausgleichsströme" bei der Parallelschaltung ungleich geladener Akkus, über die wir hier diskutieren, aufgrund der geringeren Innenwiderstände höher..
Zitat
Ich bleibe, aufgrund meiner Erfahrungen, bei meiner Ansicht, dass ein paralleles Laden nicht mit einem sooooo hohen Risiko verbunden ist, wie du es hier darstellst.
Das Risiko ist nur dann nicht da, wenn die Akkus annähernd gleichen Ladezustand haben. Der Schreiber im CPF stellt eine 0,5V-Faustregel auf, ich persönlich würde daraus eher eine 0,2V-Faustregel machen wollen.
Es ist aber fahrlässig, ein Ladegerät zu bewerben, daß die Akkus parallelgeschaltet lädt ohne daß der User davon unterrichtet ist.
Und wenn du sehen willst, wie problematisch Parallelladung sein kann, dann nimm dir doch mal einen vollgeladenen 18650er IMR mit hoher C-Rate und dazu einen relativ leeren und lade die parallel. Würde auch kein Modellbauer real machen, richtig? Passiert im Digibuddy-Lader aber durch die Parallelverdrahtung der Ladeschächte. Wir haben den Test mit lediglich 0,4V Differenz und Amperemeter real gemacht, und das Ergebnis reicht mir..
Zitat von Self-E-Steam im Beitrag #6
Und noch zum Thema Modellbauakkus:
Die Zellen die da parallel verbaut sind, sind niemals immer zu 100% gleich. Da gibt es bereits teils hohe Abweichungen im Innenwiderstand. Eine wirklich sehr hohe Qualität an fertig konfektionierten Akkus kann man nur erwarten, wenn selbst die Einzelzellen, die verbaut werden handselektiert werden. Da ist man dann aber mal locker mit 150,- Euro dabei für einen 6s Akku. Unselektiert wird es günstig mit 6s für 50 Euro. Da sind dann aber die Zellen nach dem Entladen auch nicht annähernd gleich geladen. Die in Reihe geschalteten werden elektronisch durch den im Lader eingebauten Balancer balanciert, die parallelen Zellen gleichen sich automatisch an.
Ganz genau - die parallel geschalteten Zellen gleichen sich automatisch an, weil sie ja auch ständig miteiander verbunden sind und somit die Chance dazu haben.
Ich prangere hier doch gar nicht die Parallelladung von LiIon-Zellen per se an, sondern daß ein Lader auf dem Markt ist, der vorgibt ein 2-Schacht-Lader zu sein, bei dem es aber zu einer Parallelschaltung der Schächte kommt, auf die der Käufer nicht hingewiesen wird.
Legt der Anwender jetzt hier einen recht vollen und einen recht leeren Akku gleichzeitg ein, müssen die Zellen, da sind wir uns einig, angleichen, und das geht weniger sanft von statten als im Akkupack, wo permanent Mini-Ströme fließen können die die parallelen Zellen "auf einen Nenner" bringen. In der Ladehalterung hingegen geht das plötzlich knall auf Fall - der vollere Akku pumpt so viel Saft in den leereren, wie es das ohmsche Gesetz zulässt.
Streiten kann man sich jetzt noch, wieviel Ladestands-Differenz noch tolerabel ist, da müsste man aber wirklich von Einzelfall zu Einzelfall die kombinierten Akkus kennen, und in der Praxis ist es nicht vorhersehbar, was die Anwender in dieses spezielle Ladegerät, um das es sich hier dreht, reinknallen.
Wäre auf der 18650-Einsatzschale für den Digibuddy-Lader ein Etikett "bitte nur Akkus mit maximal 0,2V verschiedenem Ladestand einlegen" (oder ähnlich) wäre der Punkt für mich aus der Welt, dann liegt es am Anwender, ob er das befolgt oder nicht.
Meinetwegen soll der Importeur alternativ ein "Merkblatt zu technischen Aspekten der Parallelladung von LiIon-Akkus" beilegen
..
Fakt ist für mich: Wenn ich einen 2-Schacht-Lader kaufe, gehe ich im Alltag keinesfalls davon aus, daß mir da 2 parallel verdrahtete Schächte untergejubelt werden.