Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03549.jsonl.gz/1482

Bronzeverarbeitung uns seine Geschichte
Der Name leitet sich ab von Brundisium, dem lateinischen Namen der süditalienischen Stadt Brindisi, die in der Antike eine Hochburg der Bronzeverarbeitung und des Bronzehandels war. Die Herstellung von Bronze dürfte in Vorderasien zuerst begonnen haben (etwa 3300 v. Chr.). In China begann die Verwendung im 3. Jahrtausend v. Chr., spätestens während der Xia-Zeit.
Bronze gilt als eine der ersten gezielt von Menschen hergestellten Legierungen, jedoch wurden auch schon vorher Legierungen aus Kupfer und Arsen gefertigt, deren Arsengehalte derart hoch sind, dass diese wohl als beabsichtigt gelten dürften. Auch Antimon- und Blei-Bronzen wurden genutzt. Im dritten Jahrtausend v. Chr. verdrängten Bronzewaffen und -werkzeuge die bis dahin gebräuchlichen Gerätschaften aus Stein oder Kupfer. Die Bronzezeit endete jedoch nicht sofort mit der Erfindung der Eisenverhüttung, da unlegiertes Eisen der Bronze unterlegen war. Die beiden Materialien wurden für gewisse Zeit nebeneinander verwendet, bis der Zusammenhang zwischen Kohlenstoff im Eisen und dessen Eigenschaften näher verstanden wurde (Stahlherstellung). Die viel grössere Verfügbarkeit von Eisenerzen und die hervorragenden Eigenschaften des Kohlenstoffstahls dürften die Gründe sein, warum die Bronze an Bedeutung als Werkstoff für Geräte und Waffen verlor. Bronze ist nicht etwa verschwunden oder durch "modernere" Materialien abgelöst worden. Im Gegenteil: sie ist dank ihren einzigartigen Eigenschaften auch heute ein unersetzlicher Werkstoff.
Warum heisst Kupfer eigentlich "Kupfer"?
Kupfer ist das erste Metall der Menschheit und wurde bereits vor über 10'000 Jahren in der Steinzeit verwendet. Im Laufe der Jahrhunderte lernten die Menschen dann immer besser mit dem Metall umzugehen und es auf vielfältigste Weise zu behandeln - etwa durch Hämmern, Erhitzen, Giessen oder das Vermischen (Legieren) mit anderen Metallen wie Blei, Silber, Zink oder Zinn. Die Entdeckung, dass Kupfer und Zinn gut zu verbinden sind, gab sogar einer ganzen Epoche ihren Namen: der Bronzezeit.
Alle grossen Kulturen und Völker arbeiteten mit Kupfer: der Koloss von Rhodos war aus Kupfer gebaut und die alten Ägypter nutzten Kupfer bereits für ihre Wasserleitungen. Den Namen hat das Metall allerdings von den Römern: Sie nannten Kupfer "aes cyprium" (Erz aus Cypern). Daraus wurde schliesslich "cuprum" und später im heutigen deutschen Sprachraum Kupfer.