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Das derzeit schwierige Umfeld für fremdfinanzierte Übernahmen erschwere einen potenziellen Kauf durch Unternehmen aus dem Bereich Private Equity, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen laut dem Finanznachrichtendienst Bloomberg.
Der Pharmariese hält eine separate Börsennotierung von Sandoz für immer wahrscheinlicher, so die Personen, die nicht namentlich genannt werden möchten. Dabei könnte eine Bewertung von 25 Milliarden Dollar erreicht werden. Novartis prüfe weiterhin eine Reihe von Optionen für das Geschäft und hat noch keine endgültige Entscheidung getroffen, so die Personen.
Novartis hatte im Oktober eine strategische Überprüfung von Sandoz eingeleitet, um Wert für Aktionäre zu schaffen. Eine ganze Reihe von Private-Equity-Firmen war wohl interessiert. Falls ein Verkauf zustande käme, wäre es eine der größten Übernahmen durch Finanzinvestoren aller Zeiten.
Ein Sprecher von Novartis sagte, die strategische Überprüfung laufe noch. Alle Optionen würden noch in Betracht gezogen. Bis Jahresende wolle man den neuen Sachstand kommunizieren.
Die Rahmenbedingungen für Übernahmen haben sich in den letzten Monaten deutlich verschlechtert: Hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die volatilen Aktienmärkte reduzieren die Bereitschaft von Banken, Geld für große Übernahmen bereitzustellen. Daran sind bereits mehrere hochkarätige Transaktionen in Europa gescheitert, wie jüngst etwa der geplante Verkauf des britischen Geschäfts von Walgreens Boots Alliance.
GSK plant zum 18. Juli die Ausgliederung seiner Consumer-Health-Sparte, was der größte Börsengang an der Londoner Börse in den letzten zehn Jahren werden könnte. Auch dieses Geschäft war zuvor im Blick von Private-Equity-Firmen gewesen.
Sandoz ist eine der wichtigsten Herausforderungen für Novartis-Chef Vas Narasimhan, der das Unternehmen profitabler und wachstumsstärker machen will.
(Bloomberg)