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Bitten
Bitten drückt aus, wie wir uns die Erfüllung unserer Bedürfnisse vorstellen. Werden Bitten nicht klar verständlich ausgedrückt, können Missverständnisse entstehen. Wir unterscheiden zwischen einer Handlungsbitte (z.B. den Einkauf zu erledigen) und einer Beziehungbitte (z.B. bitten um eine Beschreibung der eigenen Empfindungen).
Es ist nur dann eine Bitte, wenn die oder der Gebetene die Möglichkeit hat, frei zu entscheiden (Freiwilligkeit). Erfolgt beim Nichterfüllen der Bitte direkt oder indirekt eine Bestrafung, so ist es keine Bitte, sondern eine Forderung. Durch Beobachten des Verhaltens des Sprechers, wenn seine Bitte nicht erfüllt wird, ist erkennbar, ob es sich tatsächlich um eine Bitte oder eher um eine Forderung handelt: es ist eine Bitte, wenn auf ein "Neine" und auf die Gründe dafür einfühlsam reagiert wird. Ist die Reaktion Kritik, Verurteilung, persönliche Verletztheit, hat es sich um eine Forderung gehandelt. Das heisst also, dass wir uns bei einem "Nein" auf die Gefühle und Bedürfnisse des anderen konzentrieren, damit für uns verständlich ist, weshalb mit einem "Nein" reagiert wurde.
Klar mitteilen, was gewünscht wird für sich selber, was vom anderen erwartet wird, was er konkret tun kann, um die Situation zu verbessern.