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Der KPO bezweckte die Herausgabe einer Zeitung für die Anhänger der damaligen konservativen Partei und der christlich-sozialen Arbeiterbewegung, die beide auch der römisch-katholischen Konfession verpflichtet waren und seit 1970 die konfessionell neutrale Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) bilden.
Die «Oltner Nachrichten», erschienen erstmals am 28.März 1895 mit drei, ab 1.Juli 1911 mit sechs Ausgaben pro Woche. Per 1.Juli 1916 verkaufte der KPO seine Druckerei an Otto Walter, der ein bedeutendes Druck- und Verlagsunternehmen aufbaute, das aber nach achtzig Jahren, am 3.Juli 1996, nachdem auch der Zusammenschluss im Jahr 1990 mit der ebenfalls mit unternehmerischen Problemen kämpfenden Union Druck und Verlag in Solothurn keinen Umschwung mehr brachte, in Konkurs ging.
Ab 1921 nannte Walter die Zeitung, deren Verlagsrechte beim KPO verblieben, «Der Morgen». Ab 1.April 1961, nach der Fusion mit dem seit 1872 erscheinenden «Solothurner Anzeiger», der für die gleichen weltanschaulichen Interessen eintrat, hiess die Zeitung «Der Neue Morgen». Ab 1965 lautete der Name «Solothurner Nachrichten», jedoch mit einem kurzen Unterbruch vom 1.Juli 1983 bis Ende 1985, als die Zeitung den Haupttitel «Vaterland» trug.
Vom 1. September 1974 bis Ende 1989 erschienen die «Solothurner Nachrichten» bei der Druckerei Maihof AG Luzern, welche mit ihrem eigenen Titel «Vaterland» auch den überregionalen Mantelteil lieferte. An die Stelle der Maihof trat ab Januar 1990 die Dietschi AG in Olten, welche den Titel per 15.9. 1997 mit ihrem «Oltner Tagblatt» zusammenlegte.
Aktivitäten und Ziel
Der KPO setzt sich für die Förderung der religiösen, politischen und sozialen Interessen der katholischen Bevölkerung durch die Medien ein. Die Mitglieder unterstützen diese Bemühungen ideell, finanziell und schreiben auch selber Texte. Er veranstaltet, zusammen mit gleichgesinnten Vereinen, Vorträge zu aktuellen Themen aus Religion, Politik und Gesellschaft. Er ist in Kontakt mit gesamtschweizerisch tätigen katholischen Presse- und Medienorganisationen. Er ist der Radio- und Fernsehgesellschaft Aargau Solothurn.
Hauptmann Lack von Rickenbach
Josef Lack wurde am 31.07.1823 in Rickenbach geboren. Seine katholische Gesinnung offenbarte sich 1847, als er – als einziger Solothurner Offizier – auf Seiten der katholisch-konservativen Kantone am Sonderbundkonflikt teilnahm. Josef Lack wurde danach als Deserteur vom solothurnischen Militärgericht verurteilt und im Jahre 1856 von der neuen radikalen (roten) Regierung unter Wilhelm Vigier amnestiert.
Lack studierte Jurisprudenz und Oekonomie in München und Freiburg i.Br. Ab 1853 diente er in der österreichischen Armee als Genie-Offizier. Lack erlebte 1859 die Schlacht von Solferino (die Henri Dunant zur Gründung des Roten Kreuzes inspirierte) und diente darauf in österreichischen Diensten in Zagreb und an der adriatischen Küste, ab 1862 im Grad eines Hauptmanns. Im Jahre 1869 kehrte Lack nach Rickenbach zurück, wo er von 1871 bis 1900 als Gemeindeammann wirkte. Lack wurde bald einer der führenden Köpfe der Solothurner Konservativen im unteren Kantonsteil (Region Olten), die er in Vereinen organisierte. Seine grösste Leistung war die Gründung des Katholischen Pressevereins Olten. Damit bekamen die Konservativen des untern Kantonsteils das für ein erfolgreiches Wirken unentbehrliche Presseorgan. Josef Lack starb ledig am 4. Juli 1910.
(Quelle: Thomas Wallner, Geschichte des Kantons Solothurn, 1831–1914)