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Das Zehnersystem verstehen
Das dezimale Positionssystem fordert die mathematische Bildung heraus. Viele Lernende haben selbst auf der Sekundarstufe 1 beträchtliche Probleme damit (Ruflin, 2008). Die Grundlagenforschung bestätigte, dass z.B. die Einsicht in die Struktur der Zehnerbündelung nicht wie erwartet am Ende der zweiten Primarklasse ausgebildet ist.
Drei flexible Interviews stehen zur Verfügung. Mit ihnen kann das Verständnis der Zehnerstruktur operativ und mündlich überprüft werden. Sie zeigen exemplarisch, was die Flexibilität der Methode bedeuten kann.
Beim ersten Interview soll die Menge von 48 Bohnen herkömmlich je zu zehnt in Plastikbecher abgefüllt werden. Im Anschluss daran wird geprüft, ob die Person mit dem Begriff des Zehners operiert oder ob sie noch das Einersystem verwendet. Siehe: Bündeln konkreter Mengen
Das zweite Interview ist die sogenannte umgruppierte Bohnenaufgabe. Von den vier mit je 10 Bohnen gefüllten Bechern wird einer umgekippt, sodass 3 Becher mit je 10 sowie 18 lose Bohnen auf dem Tisch liegen. Studien zeigten, dass diese Aufgabe höhere Anforderungen (Stichwort: Zahlbegriff, Invarianz, Strukturierung) stellt. Siehe: Umgruppierte Bohnenaufgabe
Beim dritten Interview geht es darum, dass Lernende Mengen zwischen 70 und 120 Chips oder Plättchen bekommen und schätzen sollen, wie viele es sind. In einem zweiten Schritt wird untersucht, ob die Kinder noch mit dem Einersystem zählen oder den Begriff des Zehners verwenden.
Siehe: 200 Chips strukturieren Z/E
Weitere flexible Interviews können im Rahmen von Beratungen oder Weiterbildungen kennen gelernt und erworben werden.