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Spielthema
Als Ärzte einer Tierklinik versuchen die Spieler, den kranken Tierchen ihre meist etwas skurrilen Beschwerden zu heilen.
Spielausstattung
Nebst dem Spielplan, auf dem die Räume des Tierspitals abgebildet sind, befinden sich in der Spielschachtel sech Doktorfiguren (in den Farben gelb, orange, rot, grün, hellblau und lila), 30 Futternäpfe (je 5 pro Spielerfarbe), 35 Patientenkarten (jeweils fünf Tiere in den Werten 6, 9, 11, 12, 13, 14 und 15), 24 Therapiekarten und 51 Aktionskarten).
Spielziel
Die Patientenkarten werden nach Werten sortiert. Sobald alle Stapel bis auf einen aufgebraucht sind, gewinnt derjenige Spieler, der die meisten Punkte gesammelt hat. Punkte gibt es für mehrere geheilte Tiele der gleichen Gattung, Sonderpunkte werden vergeben, wenn man von jeder Tierart ein Tier heilen konnte.
Spielablauf
Der Spielplan wird in der Tischmitte ausgelegt und jeder Spieler erhält eine Doktorfigur in seiner Farbe und vier dazugehörige Futternäpfe. Der fünfte Futternapf wird auf der Therapiepunkte-Zählleiste am Rand des Spielplans platziert. Die Patientenkarten werden nach Werten getrennt gemischt und neben dem Spielplan aufgereiht, sodass die oberste Karte jedes Stapels sichtbar ist. (Bei weniger als fünf Spielern werden ein oder zwei Stapel aus dem Spiel genommen.) Die 24 Therapiekarten werden gemischt und verdeckt zur Seite gelegt, gleich wird mit den 51 Aktionskarten verfahren.
Die Spielvorbereitungen sind nun abgeschlossen.
Die Spielrunden werden in zwei Phasen eingeteilt.
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Phase 1: Therapiepunkte sammeln
Der Startspieler deckt die erste Therapiekarte auf. Darauf sind entweder einer der fünf Tierpatienten abgebildet oder eine der drei Therapiearten. Dann werden laufend neue Therapiekarten aufgedeckt. Sobald ein Tier oder eine Therapieart das zweite Mal aufgedeckt wird, bricht in der Klinik das Chaos aus und die erste Phase ist beendet. Die Spieler müssen versuchen, ihre Doktorfigur im richtigen Moment zu setzen, bevor das Chaos ausbricht. Das können sie immer zwischen dem Aufdecken einer Karte tun. Pro Karte erhalten die Spieler jeweils einen Therapiepunkt.
Setzt ein Spieler seine Doktorfigur nach der dritten Karte, so erhält er drei Therapiepunkte, auch wenn das Chaos in der Tierklinik erst nach der fünften Karte ausbrechen sollte.
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Phase 2: Therapiepunkte einsetzen
Die Spieler können nun ihre angesammelten Therapiepunkte einsetzen. Dazu haben sie drei Möglichkeiten, die sie sooft und wann sie möchten, nutzen können. Immer vorausgesetzt, sie haben genügend Therapiepunkte. Ausnahme davon ist der dritte Punkt: Man darf nur ein Patient pro Runde heilen.
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Futternapf platzieren
Jeder Spieler besitzt vier Futternäpfe, die er in den Krankenzimmern der Tierklinik platzieren kann. Jeder Krankenzimmer bringt im Vorteile. Meistens sind dies zusätzliche Therapiepunkte, die man erhält, wenn in der ersten Phase eine bestimmte Tiergattung oder eine bestimmte Therapieform aufgedeckt wird. Je nach Stockwerk, in dem sich das Krankenzimmer befindet, werden mehr oder weniger Therapiepunkte benötigt. So sind die Zimmer im Erdgeschoss mit Kosten von drei Therapiepunkten günstiger als solche im vierten Stock, wo dann zehn Therapiepunkte fällig sind. Natürlich bringen einem die Zimmer in den oberen Stockwerken auch mehr Therapiepunkte ein oder haben einen besseren Effekt. Hat ein Spieler seine vier Futternäpfe gesetzt und möchte nun in einem anderen Zimmer einen Futternapf setzen, so kann ein beliebiger eigener Futternapf aus einem Zimmer entfernt werden und - natürlich gegen Abgabe der Therapiepunkte - im neuen Zimmer eingesetzt werden.
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Aktionskarte kaufen
Gegen Abgabe von zwei Therapiepunkten kann ein Spieler eine Aktionskarte kaufen. Es gilt ein Handlimit von drei Karten. Die Karten können jederzeit im eigenen Zug gespielt werden, allerdings nicht in dem Zug, wo man sie aufgenommen hat.
Die Aktionskarten haben unterschiedliche positive Effekte. So darf man beispielsweise Futternäpfe von anderen Spielern mitbenutzen oder erhält dank Privatpatienten sofort Siegpunkte.
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Patient heilen
Hat ein Spieler genügend Therapiepunkte, um einen Patienten zu heilen, kann er die oberste Karte des Patientenstapels nehmen und vor sich ablegen. Dabei geben die auf der Karte angegebenen Werte zwischen 6 und 15 an, wie viele Therapiepunkte bezahlt werden müssen.
Die Runde ist nun fertig und alle unbenutzten Therapiepunkte verfallen, die aufgedeckten Therapiekarten werden auf den Ablagestapel gelegt. Alle Spieler nehmen die Doktorfigur wieder an sich.
Das Spiel endet, wenn von den Patientenkarten-Stapeln nur noch einer übrig ist. Diese Runde wird zu Ende gespielt. Anhand der auf dem Spielplan aufgedruckten Tabelle werden nun die geheilten Patienten in Siegpunkte umgewandelt. Ein Tier einer Art bringt nur einen Siegpunkt ein, hat man aber fünf oder mehr Tiere einer Sorte bringen die Tiere zusammen zwölf Punkte ein. Zusätzliche zehn Siegpunkte werden an Spieler vergeben pro fünf verschiedenen Tierarten. Weitere Siegpunkte gibt es für Privatpatient-Aktionskarten, die jeweils einen Siegpunkt wert sind.
Wer die meisten Siegpunkte besitzt, gewinnt das Spiel.
Spielbewertung
Auf der Spielpackung prangert gross der Hinweis Achtung! Lustiges Brettspiel!. Abgesehen von den fünf Tierpatienten auf den Patientenkarten kann ich leider nicht erkennen, was an dem Spiel lustig sein soll. Für viele Lacher hat PsychoPet in unseren Spielrunden jedenfalls nicht gesorgt. Dies soll allerdings nicht heissen, dass PsychoPet ein schlechtes Spiel wäre! Wer aber ein lustiges Spiel erwartet, wird ob des Etikettenschwindels enttäuscht sein.
Die Phase 1 erinnert an die TV-Show „Deal or No Deal”. Soll man aussteigen oder wartet man noch eine Karte, um mehr Therapiepunkte zu ergattern? Allerdings könnte es sein, dass durch diese Karte in der Tierklinik das Chaos ausbricht und Spieler, die noch nicht ausgestiegen sind und ihre Doktorfigur noch nicht gesetzt haben, gehen leer aus.
Das Spiel hat eine relativ starke taktische Komponente. Auf der einen Seite müssen die erhaltenen Therapiepunkte geschickt in die verschiedenen Krankenzimmer des Tierspitals investiert werden, damit man in zukünftigen Spielrunden mehr Therapiepunkte erhält. Andererseits müssen so schnell wie möglich Tiere geheilt werden, da deren Heilung im weiteren Verlauf des Spiels teurer wird.
Insgesamt hat das Spiel einen interessanten Eindruck hinterlassen, der allerdings durch den doch etwas langatmigen Spielablauf in der zweiten Phase jeder Spielrunde getrübt wird.
Alain