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Wieso braucht es trotz des bereits erstellten Holzrückhalteanlage Ettisbühl noch weitere Massnahmen?
Die Kapazität des jetzigen Abflussprofils ist an manchem Ort, insbesondere innerhalb des Baugebiets, ungenügend. Die Holzrückhalteanlage in Ettisbühl wurde, wie der Name es sagt, zum Rückhalt von Holz erstellt. Sie hat kaum einen Einfluss auf den Wasserspiegel der Kleinen Emme bei Hochwassersituationen.
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Wie steht es um die Sicherheit entlang der Kleinen Emme solange nicht alle angedachten Hochwasserschutzmassnahmen umgesetzt sind?
Solange nicht alle Massnahmen getroffen sind, bleibt das Schutzdefizit an manchem Ort bestehen.
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Wieso muss an gewissen Stellen der Wald entlang der Kleinen Emme abgeholzt werden, obwohl dieser ein wichtiges Naherholungsgebiet in der Region ist?
Bei Hochwasserschutzprojekten wird vorausgesetzt, dass der natürliche Gewässerverlauf möglichst beibehalten oder wiederhergestellt wird und dass Fliessgewässer nur verbaut oder korrigiert werden, wenn dadurch der Zustand eines bereits verbauten oder korrigierten Gewässers verbessert werden kann.
Das Projekt Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme umfasst über grössere Strecken Aufweitungen. Aus Gründen des Hochwasserschutzes muss die heute eingeschränkte Abflusskapazität vergrössert werden, und aus Gründen der ökologischen Zustandsverbesserung müssen Ufer verbreitert und abgeflacht sowie die wichtigen Seitengewässer im Mündungsbereich in die Kleine Emme angebunden werden.
Diese Massnahmen bedingen die Schmälerung oder das Entfernen des heutigen Waldsaums entlang des Flusses. Das Projekt strebt an, dass der Flusslauf nach den baulichen Massnahmen wieder weitgehend von Uferwald gesäumt wird.
Ein bedeutender Teil der Rodungsflächen wird vorübergehend (temporär) für Baumassnahmen und Flussaufweitungen benötigt. Diese Flächen werden im erweiterten Flussraum wieder bewaldet.
Die Wiederbewaldungsflächen liegen im neuen Flussraum (Aufweitungen) und an neuen Böschungen am gleichen Ort wie vor der Rodung.
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Kann man die Flusssohle nicht tiefer legen und dafür den Wald erhalten?
Eine Absenkung der Gewässersohle hätte einen einschneidenden Einfluss auf den Grundwassespiegel mit fatalen Folgen für die Trinkwasserversorgung, die flussbegleitende Bestockung und die angrenzenden Landwirtschaftsflächen.
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Werden wieder Bäume angepflanzt?
Die Ersatzaufforstungsflächen sowie die äusseren, höher gelegenen Uferbereiche und Säume entlang der Gehwege werden bepflanzt. Die gewässernahen Bereiche werden dem spontanen Bewuchs mit Gehölzen überlassen. Die Erosionsflächen aus den Hochwassern 2005 und 2007 zeigen auf den Kiesbänken einen stattlichen Bewuchs mit Weiden und Erlen (nach drei bis fünf Vegetationsperioden).
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Wieso wird die Kleine Emme nur an einzelnen Stellen und nicht durchgehend verbreitert?
Eine durchgehende Verbreiterung wäre nicht nötig, ist doch die Abflusskapazität auch vom Längsgefälle eines Gewässers abhängig. Im Weiteren ist auch eine Breitenvariabilität erwünscht und an manchem Ort ist eine Verbreiterung infolge der bestehenden Infrastruktur oder des bestehenden Siedlungsgebietes nicht machbar.
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Müssen alle Gemeinden gleich viel bezahlen?
Grundsätzlich war ein Kostenteiler analog dem Abschnitt Seetalplatz 45% Bund, 30% Kanton und 25% Gemeinden und Interessierte angedacht.
Da aber mit dem damaligen Regierungsratsentscheid die Projektbewilligung und den Einspracheentscheid, die Erteilung des Enteignungsrechts, die Bewilligung von Bauten und Anlagen, die Bewilligung für technische Eingriffe in ein Gewässer, sein Wasserhaushalt oder seinen Verlauf sowie Eingriffe in die Ufer und den Grund des Gewässers, die Rodungsbewilligung erteilt wurden, nicht aber den notwendigen Kredit muss für jeden Abschnitt der Kostenteiler neu festgelegt werden.
Mit Inkrafttreten des revidierten Wasserbaugesetzes wird sich als Folge der geänderten Rechtslage der Kostenteiler ändern. Auf den noch zu realisierenden Abschnitten werden die Gemeinden und Interessierten keinen Beitrag mehr leisten müssen.