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Rettiche
(Raphanus sativus L., engl. radish, frz. radis, holl. rammenas, rammelas, ital. rafano, ravanello, ravano und radice), Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler, 0,4-0,7 m hoch, mit den Hauptsorten: Ölrettich, Rübenrettich und Radieschen oder Monatsrettich. Der Ölrettich, aus China stammend, hat sich in Deutschland nicht verbreitet, weil er gleich anspruchsvoll wie Raps, aber nicht so einträglich und empfindlicher ist. Die Radieschen und die R. werden, ihrer Wurzeln wegen, im großen von Gärtnern kultiviert und zwar in vielen Sorten; sie bilden den Gegenstand eines lebhaften Handels, welcher aber meist nur Lokalhandel ist oder von den Produzenten selbst vermittelt wird.
Von
Rettichen sind die besten Sorten Erfurter lange schwarze, Erfurter runde und Erfurter weiße, Wiener runde und schwarze;
sie müssen zart sein und bleiben und nicht pelzig und hart, fleckig oder faul werden; man überwintert
sie deshalb mit den Köpfen, am besten in Gruben oder Mieten. Bamberg, Ulm, Erfurt, Dresden, Braunschweig, Wolfenbüttel
sind vorzügliche Bezugsorte.
Von den Radieschen sind die runden und länglich runden die zarteren und besseren, die vorzüglichsten die rosenroten runden Monatsradieschen, die scharlachroten runden Treib-Radieschen, die rosenroten mit weißer Spitze, die länglichweißen, ovalen und rosenroten Radieschen, am allerbesten die in Mistbeeten gezogenen. Sie werden in Bündeln verkauft und müssen sofort gegessen werden; der Verkauf der Radieschen ist fast nur ein lokaler. - Zollfrei.