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Wie verfasse ich einen Bewerbungsbrief?
Veröffentlicht am 12.05.2022 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
Das Bewerbungsschreiben ist Ihre persönliche Visitenkarte, die massgeblich über den Erfolg oder Misserfolg Ihrer Bewerbung entscheidet. Ein wichtiger Türöffner ist, dass es Ihnen gelingt, gegenüber dem potenziellen Arbeitgeber den Eindruck zu vermitteln, dass Sie hoch motiviert sind und genau diese Stelle haben möchten. Schaffen Sie es, dieses Gefühl zu transferieren, wird der Personaler Ihre übrigen Bewerbungsunterlagen mit Interesse lesen. Hier erfahren Sie, was Sie tun können, damit Sie dieses Ziel erreichen.
Aufbau eines Bewerbungsschreibens: Mit drei Absätzen Personaler überzeugen
Erfahrene Personaler empfehlen drei kurze Abschnitte, in denen Sie mit kurzen, prägnanten Sätzen Auskunft geben über den Grund Ihrer Bewerbung, Ihre Motivation sowie über Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Ihre Berufserfahrung. Tatsächlich ist es schwierig, diese Inhalte in wenigen Sätzen exakt auf den Punkt zu bringen.
Im Idealfall folgen Sie im Bewerbungsschreiben dem Prinzip "Sie, ich und wir". Das heisst, dass Sie zunächst das Unternehmen, dann sich als Bewerber und in einem dritten Absatz die gemeinsame Zukunft in den Mittelpunkt stellen.
Entscheidend für den Erfolg Ihres Bewerbungsschreibens ist, dass Sie Banalitäten und floskelhafte Serienbriefe vermeiden. Fokussieren Sie sich allein darauf, warum Sie genau diesen Job wollen und bringen Sie das unmissverständlich zum Ausdruck. Deshalb ist es auch weniger interessant, warum Sie eine neue Stelle suchen.
- Zeigen Sie im ersten Abschnitt Ihre Motivation auf, indem Sie die Frage beantworten, warum Sie diesen Job in diesem Unternehmen haben möchten. An dieser Stelle schadet es nicht, wenn Sie Begeisterung zeigen. Sie können beispielsweise schreiben, dass Sie sich in diesem Unternehmen bewerben, weil Sie selbst zufriedener Kunde sind.
- Im zweiten Abschnitt zeichnen Sie ein Bild Ihrer Persönlichkeit. Versuchen Sie, die im Stellenangebot genannten Anforderungen mit Leben zu füllen, indem Sie Beispiele aus Ihrem Berufsleben nennen. Schreiben Sie zum Beispiel, dass Sie im Unternehmen X bereits Kundenreklamationen erfolgreich bearbeitet haben. Konkrete Inhalte und treffende Formulierungen sollten dem Personaler das Gefühl geben, abgeholt zu werden. Erfolgreich sind Sie, wenn er das Gefühl hat, dass Sie verstanden haben, wen und was das Unternehmen braucht. Das setzt voraus, dass Sie sich zuvor gründlich mit den Inhalten des Stellenangebotes sowie mit dem Unternehmen und der jeweiligen Unternehmensphilosophie auseinandergesetzt haben.
- Der dritte und letzte Absatz des Bewerbungsschreibens beschäftigt sich damit, wie es weitergeht. Deshalb ist der Satz "ich freue mich auf die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch" ein guter Schlusssatz, weil er klar, direkt und schnörkellos Ihren Wunsch als Bewerber ausdrückt.
Warum eine saubere Analyse des Jobprofils unerlässlich ist
Um die wichtigsten Punkte des Jobprofils herauszufiltern, ist eine saubere Analyse des Stelleninserats unverzichtbar. Versuchen Sie, jede darin genannte Anforderung mit Ihrem persönlichen beruflichen Leben zu füllen.
Schreiben Sie nicht, dass Ihre Stärken darin liegen, dass Sie offen und kommunikativ sind. Erklären Sie stattdessen, in welcher Situation oder in welchem Projekt Ihre Kommunikationsfähigkeit bisher zum Tragen kam und wie. Überlegen Sie genau, welche Etappen Ihres bisherigen beruflichen Werdegangs Sie mit den Anforderungen im Stellenangebot verknüpfen können.
Als Berufseinsteiger greifen Sie auf die Erfahrungen zurück, die Sie im Zusammenhang mit sozialem, sportlichem oder anderem Engagement erworben haben. Gleiches gilt für Hobbys, Interessen, Auslandsaufenthalte und sonstige Erfahrungen.