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Albuminurie als prognostischer Marker bei chronischer Herzinsuffizienz
Bei Herrzinsuffizienz-Patienten ist die GFR der wichtigste prädiktive Faktor für das weitere Überleben. Der prognostische Wert einer Albuminurie bzw. des Albumin-Kreatinin-Verhältnisses im Urin (UACR) als Ausdruck der Nierenerveränderung bei manifester HI wurde in dieser Studie untersucht.
Für die Studie wurden 2'310 Patienten aus der CHARM-Studie (Candesartan in Heart failure: Assessment of Reduction in Mortality and morbidity Programme) herangezogen, deren UACR-Basiswert und UACR-Verlauf unter der antihypertensiven Behandlung vorlagen. Die Prävalenz einer Mikro- und Makroalbuminurie und der prädiktive Wert der UACR auf den zusammengesetzten primären Endpunkt in CHARM (Gesamtmortalität, kardiovaskulär bedingte Mortalität sowie Anzahl Krankenhauszuweisungen aufgrund einer Herzinsuffizienz) wurden analysiert.
1'349 Patienten (58%) hatten eine normale Basis-UACR, 704 (30%) eine Mikroalbuminurie und 257 (11%) eine Makroalbuminurie. Die Prävalenz einer erhöhten UACR war bei Patienten mit reduzierter und erhaltener linksventrikulären Auswurffraktion gleich. Patienten mit erhöhter UACR waren älter, hatten eine höhere kardiovaskuläre Komorbidität, schlechtere Nierenfunktion und wiesen häufiger einen Diabetes auf als Patienten mit Normalbuminurie. Dennoch hatten auch Patienten ohne Diabetes, Hypertonie oder renaler Dysfunktion häufig eine erhöhte UACR. Eine erhöhte UACR korrelierte mit einem erhöhten Risiko für ein primäres Endpunktereignis; auch nach Bereinigung auf andere prognostische Faktoren wie Nierenfunktion, Diabetes oder HbA1c. Die bereinigten Hazard Ratios für den zusammengesetzten primären Endpunkt betrugen bei Mikroalbuminurie bzw. Makroalbuminurie versus Normalbuminurie 1.43 (p<0.0001) bzw. 1.75 (p<0.0001) und für Tod 1.62 (Mikroalbuminurie, p<0.0001) bzw. 1.76 (Makroalbuminurie, p=0.0001). Die antihypertensive Behandlung mit Candesartan konnte die Albuminurie weder verhindern noch bremsen.
Konklusion der Autoren: Eine erhöhte UACR ist ein starker und unabhängiger Prognosefaktor bei Patienten mit manifester Herzinsuffizienz.
Lancet 2009;374:543-550 - Jackson CE for the CHARM Investigators and Committees
17.08.2009 - gem