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Wie viel Wert hat eine Handlung, deren Resultat absolut und uneingeschränkt Gut ist, aber mit dem Hintergedanken der Selbstbereicherung getätigt wird?
Ich habe vor einiger Zeit eine Freundschaft mit einem Flüchtling begonnen. Seit da treffe ich mich etwa alle zwei Wochen mit ihm. Wir tauschen uns aus, erzählen uns Witze, gehen einen Kaffe trinken. Eine ganz normale Freundschaft eigentlich. Er lernt unsere Kultur etwas besser kennen und übt Deutsch. So wird er sich hoffentlich besser integrieren können.
Das wäre eigentlich auch nur gut. Ich hätte diese Freundschaft aber wahrscheinlich nicht begonnen, wenn ich durch das keinen besseren Status unter meinen Freunden bekommen hätte. Ich habe ihm also nicht nur geholfen, weil ich ihm helfen wollte, sondern weil es mir auch um die Selbstdarstellung ging.
Der Kategorische Imperativ von Immanuel Kant sagt:
Handle nur nach Grundsätzen,
von denen du wollen kannst,
das sie weltweit ein allgemeines Gesetzt werden.
Diese Grundsätze müssen immer kategorisch, also uneingeschränkt gültig sein.
Ich denke man kann sagen, das es uneingeschränkt richtig ist, anderen Menschen zu helfen. Ich habe aber nicht uneingeschränkt, kategorisch gehandelt, da ich es auch gemacht habe, um mich selbst besser darzustellen. Ich habe den Flüchtling auch nicht als Mittel zum Zweck gesehen. Primär ging es mir um die gute Tat. Dennoch war der Hintergedanke da.
Wie gut ist meine Handlung also? Wie ist meine Handlung Ethisch und auch Allgemein zu bewerten?