Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03643.jsonl.gz/341

Die Ausfuhren wuchsen im ganzen Jahr um 20,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,9 Billionen US-Dollar. Die Importe stiegen um 24,9 Prozent auf 1,74 Billionen US-Dollar. Im Vorjahr hatte das Wachstum noch bei 31 beziehungsweise 38 Prozent gelegen. Vor dem Hintergrund der geringeren Nachfrage durch die Wirtschaftskrise in den USA und die Schuldenkrise in Europa erwarten Experten auch in den ersten Monaten dieses Jahres ein geringeres Wachstum der Ausfuhren.
Nur noch einstelliges Wachstum erwartet
Der Forscher Zhou Shijian von der Qinghua-Universität in Peking geht laut der Nachrichtenagentur Xinhua vorerst nur noch von einem einstelligen Wachstum aus. Die Krise dämpft auch das chinesische Wirtschaftswachstum, das im dritten Quartal 2011 nur noch 9,1 Prozent erreichte. Der für China zuständige Ökonom der Deutschen Bank, Ma Jun, erwartet in diesem Jahr nur noch 8,3 Prozent Wachstum. Im ersten Quartal könnte die Wirtschaft sogar nur zwischen 6 und 7 Prozent wachsen.
Die Europäische Union blieb im vergangenen Jahr der grösste Handelspartner Chinas. Der Zuwachs betrug 18,3 Prozent auf 567 Milliarden US-Dollar. Mit den USA handelte China mit 446 Milliarden US-Dollar um 15,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der bilaterale Handel, die globale Finanzlage und die wirtschaftlichen Unsicherheiten stehen unter anderem im Mittelpunkt der Gespräche von US-Finanzminister Timothy Geithner am Dienstag und Mittwoch in Peking.
(tno/laf/awp)