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Eine Fledermaus flattert über den halben Rücken, Tribals, asiatische Zeichen, Totenköpfe, Sternchen, Buchstaben und Namen zieren den Körper. Sie sollen den Tätowierten ein Leben lang begleiten. Und sie halten auch ewig: Eine der ältesten dieser Hautsticheleien wurde vor rund 5250 Jahren geschaffen und ziert den Körper der Gletschermumie Ötzi. 61 Strichmuster hatte er sich stechen lassen, wobei als Farbe Kohlepulver in die Wunden gerieben wurde.
Die Wissenschaft nimmt allerdings an, dass Ötzis Tätowierungen weniger der Verzierung als vielmehr der Schmerzlinderung im Sinne einer Akupunktur dienten. So abwegig ist die Idee der medizinischen Markierungen nämlich gar nicht: Eine Studie aus dem Jahr 2012 hat jedenfalls gezeigt, dass Tätowierungen an Akupunkturpunkten durchaus eine heilende Wirkung haben können.