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In der Provinz Südtirol-Trentino galt der Fischotter seit über 60 Jahren als ausgestorben. Jetzt ist im Januar ein Fischotter in eine Videofalle getappt, welche an einem Südtiroler Gewässer aufgestellt war. Dies Berichtete die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA in einer Medienmitteilung. Der kurze Film zeigt ein wahrscheinlich männliches Exemplar der „Lutra lutra“.
Das scheue Säugetier zählt in Europa zu den bedrohten Tierarten: Im österreichischen Teil der Alpen werden 50 Tiere vermutet. In Italien geht man von knapp 200 Tieren aus, allerdings hat man sie bisher nur im mittleren und südlichen Landesteil beobachtet. Nördlich der Alpen breiten sich die Fischotter seit einigen Jahren von der Steier- mark und dem französischen Zentralmassiv aus. In absehbarer Zeit werden Fischotter deshalb höchstwahrscheinlich auch wieder in die Schweiz zurückkehren.
Der letzte Fischotter in den italienischen Alpen wurde 1958 gesehen, weshalb der flinke Jäger im Trentino-Südtirol als ausgestorben galt. Wie viele Fischotter tatsächlich in ihren früheren alpinen Lebensraum zurückgekehrt sind und welche Lebensräume die Tiere im Alpenraum beanspruchen, will das Projekt „Lutra alpina“ herausfinden. Die Feldarbeiten dazu wurden im vergangenen Herbst abgeschlossen, berichtet die CIPRA. Modelle und Schlussfolgerungen soll es bis 2014 geben.
Bild: Mark Ehlers [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons