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SI online: Walter De Vecchi, wann haben Sie von Steve Lees tragischem Unfalltod erfahren?
Walter De Vecchi: Ich habe es am Mittwoch beim Radiohören erfahren. Ich war schockiert.
Kannten Sie Steve Lee persönlich?
Nun, Steve Lee hat praktisch sein ganzes Leben in Porza verbracht. Er lebte ja seit 1963 in der Gemeinde. Er ist hier aufgewachsen, ging hier zur Schule. Da kennt man sich. Beim Spazieren grüssten wir uns immer und haben ein paar Worte gewechselt. Er war so bescheiden, hatte keinerlei Star-Allüren.
Hat der «Gotthard»-Sänger am Dorfleben teilgenommen?
An der Fasnacht habe ich ihn ein paar Mal getroffen. Und er war immer wieder Zuschauer beim «Derby Casse di Sapone», dem Seifenkistenrennen, das an seinem Haus vorbeiführte.
Haben Sie in der Dorf-Bar zusammen Cappuccino getrunken?
Leider haben wir keine Bar mehr. Aber ich glaube, dass Steve und seine Partnerin Brigitte Voss ab und zu Gäste in der «Osteria della Posta» waren.
Wird Steve Lee nach Porza überführt und hier begraben?
Das entscheiden die Angehörigen. Abgesehen davon, wir haben noch kein Todeszertifikat erhalten.
Wird die Gemeinde zu Ehren von Steve Lee eine Gedenktafel errichten?
Das ist noch ein bisschen zu früh, aber wir schliessen es nicht aus. Unsere Mehrzweckhalle wurde übrigens vor zwei Jahren auf den Namen «Clay Regazzoni» umbenannt.
Der berühmte Tessiner Automobilrennfahrer (1939 - 2006) war auch Bürger von Porza. Er verstarb, wie Steve Lee, bei einem schweren Verkehrsunfall.