Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03234.jsonl.gz/2957

Basel, 1960/70
Aluminium, Eisen, Plexiglas, Kunststoff, Stahl
H. 99,5 cm, B. 39,5 cm, T. 58,5 cm
Inv. 2008.244.
Zu Beginn des Jahres 2008 wurde das Astronomische Institut der Universität Basel nach fast 130-jähriger Geschichte als Folge einer Portfolio-Bereinigung geschlossen. Die Ende der 1870er-Jahre gegründete Astronomische-Meteorologische Anstalt hatte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem Institut mit internationalem Renommee gemausert. Unter der Lei-tung Wilhelm Beckers (1907-1996) z. B. wurde die Basler Astronomie in den 50er- und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu einem Zentrum der Milchstrassenforschung; und sein Nachfolger Gustav Andreas Tammann (geb. 1932), der 2002 emeritierte, gelangte in Fachkreisen mit seinen Arbeiten zur Hubble-Konstante über die Expansion des Uni-versums zu Weltruhm.
Nach der Schliessung des Instituts mussten die Räumlichkeiten der 1929 erbauten Sternwarte auf dem Bruderholz geräumt werden, wobei eine Reihe erhaltenswerter Gerätschaften in die Sammlung des Historischen Museums Basel gelangte. Von einem alten Sonnenschirm für Expeditionen aus dem frühen 20. Jahrhundert bis zum Farbkomparator, der in den 1950er-Jahren zum Auffinden farbiger Sterne auf Aufnahmen aus dem All diente, ist die Auswahl astronomischer Objekte vielfältig. Auch ein Fotometer, von Professor Becker entwickelt und in der Sternwarte angefertigt, gehört zu diesem Bestand.
Auf der Abbildung ist ein Übungs-Fotometer zu sehen, an dem sich die Studierenden versuchen konnten. Das Gerät dient zur Messung der Lichtintensität von Sternen. Zu dem Zweck wird in die Vorrichtung auf dem Kubus eine Fotoglasplatte mit einer Himmelsaufnahme eingespannt. Durch Spiegelprojektion gelangt die Aufnahme auf den Bildschirm, wo die abgebildeten Sterne unterschiedlich hell erscheinen und so miteinander verglichen werden können. Die auf dem Leuchtkasten (Inv. Nr. 2008.246.) aufliegende Sternkarte dient der Orientierung auf dem projizierten Himmelsausschnitt.
Basel (?), um 1800 Hersteller unbekannt Gehäuse: runder, kräftiger Holzrahmen in Form eines Loorbeerkranzes mit Schleife, geschnitzt, vergoldet Zifferblatt: Email, weiss Stunden-, Minutenzeiger, vergoldet, durchbrochen Weckerzeiger, Stahl, gebläut Werk: Messing Spindelgang; mit Wecker Dm. 422 mm (gesamt) Dm. 187 mm (Zifferblatt) Inv. 2003.76.