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Botschaft zum Budget 2023

Sehr geehrte Frau Parlamentspräsidentin

Sehr geehrte Parlamentarierinnen, sehr geehrte Parlamentarier

Nachfolgend unterbreiten wir Ihnen das Budget Erfolgsrechnung und Investitionsrechnung für das Jahr 2023. Im Rahmen des Investitionsbudgets beantragt der Gemeindevorstand zudem mehrere Verpflichtungskredite. Der Gemeindevorstand hat das Budget 2023 am 13. September im Detail beraten und am 25. Oktober 2022 zuhanden des Parlaments verabschiedet.

Einleitung

Die politischen Umbrüche von 2022 mit den globalen Auswirkungen schlagen sich auch in den Finanzen der Gemeinde nieder. Nach Jahren sehr tiefer Zinsen und in denen es kaum Teuerung gab, hat sich die Situation im 2022 markant geändert. Von den höheren Bankzinsen für Festdarlehen ist die Gemeinde frühestens ab Mitte des Jahres 2023 betroffen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Gemeinde genügend Liquidität. Hingegen zeigt die Inflation bereits im Jahr 2022 Auswirkungen auf die Gemeinderechnung. Höhere Treibstoffkosten, höhere Preise für Unterhalt und für die Investitionsprojekte sind die Folgen. Bei den Löhnen bewirkt der voraussichtliche Teuerungsausgleich von 2.5 Prozent, der sich nach der Praxis gemäss kantonalem Personalgesetz richtet, Mehrkosten von 135'000 Franken. Die Verwerfungen am Strommarkt haben für die Gemeinde zwei Seiten. Bei jenen Objekten, für welche die Gemeinde als Grossverbraucherin den Strom am freien Markt einkauft (Truppenunterkunft Ilanz, alte Sauerstofffabrik/Jugendraum, Freibad Fontanivas und Primar- und Oberstufenschulhaus Ilanz sowie für die ARA in Rueun), sind mit Mehrkosten von 120'000 Franken zu rechnen. Demgegenüber stehen Mehreinnahmen aus den Beteiligungen an Wasserkraftwerken von 420'000 Franken. 

In diesem politisch wie wirtschaftlich sehr volatilen Umfeld zeigt das Budget 2023 einige Verwerfungen, deren genaue Dimension derzeit schwierig abzuschätzen ist. Dies hat zur Folge, dass das Budget der Erfolgsrechnung 2023 bei einem Aufwand von 33'881'600 Franken und einem Ertrag von 33'726'300 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 155'300 Franken rechnet. Es liegt indessen in der Natur der Sache, dass die Budgetierung stets mit grosser Vorsicht gemacht wird, indem bei den Ausgaben etwas Reserven enthalten sind, um auf Überraschungen vorbereitet zu sein, und bei den prognostizierten Einnahmen Zurückhaltung geübt wird. Entsprechend sind in den vergangenen Jahren die Rechnungsabschlüsse stets positiver ausgefallen als die Voranschläge, so dass das budgetierte Defizit in der Höhe von 0.5 Prozent des Gesamtaufwands vertretbar ist, zumal die Gemeinde schuldenfrei ist. Trotz der grossen Investitionen, die in nächster Zukunft anstehen, soll die Gemeinde stetig in die Steigerung ihrer Attraktivität investieren. Hierzu sind im 2023 verschiedene Aktivitäten vorgesehen. 

Das Budget Investitionsrechnung rechnet bei Ausgaben von 11'119'289 Franken und Einnahmen von 6'058'890 Franken mit Nettoinvestitionen von 5'060'399 Franken. Der budgetierte Cash-Flow beträgt 1'759'400 Franken und der Selbstfinanzierungsgrad 34.77 Prozent. 

Erläuterungen Budget Erfolgsrechnung 2023

Abschreibungen 

Die Abschreibungen haben in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Für 2023 sind Abschreibungen von über 1.5 Mio. Franken budgetiert. Dies hat mit dem Umstand zu tun, dass im Moment der Fusion sämtliche Werte des Verwaltungsvermögens auf 0 abgeschrieben wurden und nun mit jedem neu abgeschlossenen Investitionsprojekt die Abschreibungssumme steigt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der kantonalen Finanzhaushaltsverordnung für die Gemeinden. 

Personal- und Lohnentwicklung

Gemäss Art. 50 der Gemeindeverfassung richtet sich die Besoldung nach der jeweiligen kantonalen Personalgesetzgebung. Art. 20 des Personalgesetzes des Kantons Graubündens regelt den Teuerungsausgleich. Hierzu ist der Stand des Landesindexes der Konsumentenpreise per Ende November richtungsweisend. Gemäss aktuellen Stand sieht der Kanton eine Teuerung von 2.5 Prozenten vor.

Für individuelle Lohnanstiege beim Verwaltungs- und Betriebspersonal ist die Summe von 1 Prozent der aktuellen Lohnsumme budgetiert. Die vom Parlament bewilligte neue Stelle Kommunikation/Projekte wurde mit 104'000 Franken in der Funktion 0210, Gemeindeverwaltung, budgetiert.

Projekte – Honorare externe Berater

2023 sollen diverse Projekte angegangen werden, die zur Steigerung der Attraktivität der Gemeinde beitragen sollen und Ausflüsse aus dem KRL resp. der Immobilienstrategie sind. So sollen Machbarkeitsstudien für das ehemalige Gemeindehaus in Ruschein (0220.3132.00, 20'000 Franken) und das Wohnhaus Miezvitg 15 in Luven erstellt werden (0220.3132.00, 15'000 Franken), um die Schaffung von Wohnraum für Einheimische zu prüfen. Im Bereich Tourismus soll die Inwertsetzung der beiden Areale Pendas in Ilanz sowie Tuf in Siat (8400.3132.00, CHF 55'000 Franken) an die Hand genommen werden. Bei den Schulliegenschaften gibt es dringenden Bedarf am Standort Ilanz. So sollen die Aufwertung des Pausenareals (2170.3132.00, 25'000 Franken) sowie die Erstellung einer provisorischen 4. Turnhalle planerisch vorbereitet werden (2170.3132.00, 20'000 Franken). Zudem soll die Sanierung der Seilbahn Pardi – Signina, welche neu Teil der Via Glion ist, angegangen werden (8120.3132.00, 15'000 Franken). Hierzu soll in einem ersten Schritt ein Sanierungsplan erarbeitet werden. Im Bereich Sicherheit soll die Machbarkeit eines neuen Feuerwehrdepots in Duvin (1500.3132.00, 20'000 Franken) geklärt werden, da die heutige Infrastruktur den Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Dabei soll ebenfalls die Erstellung von Schutzplätzen geprüft werden, welche heute in Duvin fehlen. Zudem sind in der Bauverwaltung 20'000 Franken budgetiert für die Einführung des elektronischen Baubewilligungsverfahrens. 

Allgemeine Verwaltung

Aus- und Weiterbildung Personal

Eine stetige Weiterbildung des Personals ist eine zentrale Aufgabe, gerade vor dem Hintergrund des sich zuspitzenden Fachkräftemangels. Im 2023 sind nebst individuellen Weiterbildungen zwei Schwerpunkte vorgesehen, zum einen eine Weiterbildung im Bereich Kundenorientierung für alle Mitarbeitenden, zum anderen eine Vertiefung im Bereich Projektmanagement für jene Mitarbeitenden, die Projekte aufgleisen, leiten und begleiten (0210.3090.00). 

IT-Aufwand

Im Jahr 2023 sind 25'000 Franken für die Einführung von MyAbacus budgetiert, ein Portal im Personalwesen für Mitarbeitende und Führungskräfte. Zudem sind weitere Digitalisierungsschritte vorgesehen wie die Einführung der E-Rechnung (0210.3133.01). 

Öffentliche Ordnung und Sicherheit, Verteidigung

Sicherheitsdienst

Nach Corona nimmt erfreulicherweise die Anzahl Anlässe und Veranstaltungen wieder zu. Dies führt dazu, dass es auch wieder einen höheren Bedarf an Unterstützung durch externe Sicherheitsdienste gibt (1110.3130.00).

Anschaffung Feuerwehr

Für das Jahr 2023 ist ein Teilersatz der Atemschutzgeräte inkl. Stahlflaschen, eine neue Brandschutzbekleidung, der Innenausbau des Mannschaftsbusses in Ruschein sowie die Neuanschaffung einer Motorspritze geplant (1500.3111.00).

Altlastensanierung Kugelfänge

Die Altlastensanierung der Kugelfänge wird im Jahr 2022 abgeschlossen, mit Ausnahme von Siat, wo noch Abklärungen betreffend Bodenbelastung im Gange sind (1610.3144.00). 

Bildung

Volksschule allgemein

Der Nettoaufwand bei der Bildung steigt um 363'200 Franken verglichen mit dem Budget 2022. In der Volksschule sind nebst dem Teuerungsausgleich bei den Löhnen dies die Hauptgründe für den Kostenzuwachs: 

Konsequente Auszahlung von internen Stellvertretungen an die Lehrpersonen.

Führung von zwei zusätzlichen Abteilungen (Klassen) in der Primarschule ab August 2023. In Castrisch sind es die dritte und vierte Klasse und in Ilanz die scola bilingua. Dies führt zur Anstellung von zwei zusätzlichen Lehrpersonen.

Die Beiträge an die Kantonale Pensionskasse Graubünden wurden für das Budget 2022 zu tief budgetiert und sind deshalb entsprechend anzupassen.

Neue Lehrmittel in der Primarschule

Obwohl die Anzahl der TalentschülerInnen von 32 auf 34 steigt, gibt es weniger Entschädigung für auswärtige SchülerInnen, da mehr aus der Gemeinde Ilanz/Glion stammen.

Tagesbetreuung

Die Tagesbetreuung soll ausgebaut werden, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und so die Attraktivität der Gemeinde für Familien zu steigern (2180). 

Logopädie

Der Bedarf nach logopädischer Unterstützung durch den logopädischen Dienst der Regiun Surselva ist wachsend, weshalb mit Mehrkosten von knapp 20'000 Franken zu rechnen ist (2200.3612.07).

Berufliche Grundbildung

Im Rahmen des Perimeterverfahrens für die Sanierung der Schulstrasse ist die Parzelle der Berufsschule Teil der privaten Interessenz. Der entsprechende Beitrag in der Höhe von 45'000 Franken wird deshalb hier belastet, wobei ein Drittel die Regiun Surselva als Miteigentümerin übernimmt (2300.3431.00 und 2300.4470.01). 

Gymnasiale Maturitätsschulen

Die Gemeindebeiträge an Untergymnasien richten sich nach der jeweiligen Anzahl SchülerInnen. Diese ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, was sich in einem entsprechend niedrigeren Beitrag zeigt. Weiter läuft die über die Regiun Surselva koordinierte Leistungsvereinbarung mit dem Gymnasium Kloster Disentis Ende 2022 aus (2510).

Kultur, Sport und Freizeit

Beiträge an Gemeindebibliothek

Der Gemeindeaufwand im Jahr 2023 für die Bibliothek beträgt gemäss Parlamentsbeschluss 60'000 Franken als Betriebsbeitrag sowie 40'000 Franken als Defizitgarantie an die Investitionskosten für den Umzug (3210.3636.01).

Beiträge für Kultur

Für die Umsetzung des Kulturförderungsgesetzes werden neu in der Erfolgsrechnung die entsprechenden Konti geschaffen und mit den Mitteln gemäss Botschaft zum Kulturförderungsgesetz ausgestattet (3290.3636.09 60'000 Franken für Projektbeiträge, 3290.3636.10 30'000 Franken für Grundbeiträge).

Sport

Um die Sportaktivitäten zu stärken, sollen einstweilen für eine Dauer von vier Jahren Ressourcen für eine Sportkoordination geschaffen werden (3410.3010.00). Die Hälfte der Bruttolohnkosten von 28'000 Franken werden durch den Kanton getragen (3410.4611.04). Beim Einheimischentarif für die Bergahnen Obersaxen-Mundaun fällt die coronabedingte Reduktion weg und entspricht der Beitrag wieder den Jahren vor Corona (3410.3635.05). 

Schwimmbad

Die Erhöhung der Energiepreise auf dem freien Markt haben beim Schwimmbad Fontanivas eine Erhöhung der Energiekosten von 39'900 Franken zur Folge (3411.3120.00). Um zumindest einen Teil der Erhöhung der Energiepreise abwälzen zu können, werden die Eintrittspreise auf die Saison 2023 moderat erhöht (3411.4240.02). Aufgrund der positiven Entwicklung des Umsatzes im Restaurant kann der budgetierte Umsatz für die Saison 2023 erhöht werden (3411.4240.01).

Freizeit

Um den im Moment dürftig ausgestatteten Kinderspielplatz beim Schulhaus Castrisch aufzuwerten, soll ein neues Spielgerät angeschafft werden, welches demontierbar ist und bei einer Sanierung der Schulhausanlage umplatziert werden kann (3420.3140.08). 

Gesundheit

Beitrag an Spitäler

Der budgetierte Beitrag an die Spitäler für das Jahr 2023 liegt unter den Budgetzahlen für das Jahr 2022, da der Beitrag an die coronabedingten Aufwände wegfällt (4110.3634.02). 

Gesundheitskommission

Für 2023 sieht die Gesundheitskommission die Umsetzung des Projekts "Lokal vernetzt älter werden" vor, welches vom Kanton unterstützt wird (4900). 

Kinderkrippen und Kinderhorte

In Ergänzung zu den ausgebauten Tagesstrukturen soll die Ferienbetreuung ebenfalls ausgebaut werden. Denn für Eltern, die im Erwerbsleben sind, ist es nicht getan, wenn das Kind während der Schulzeiten betreut ist, aber nicht während den Ferien (5451). 

Soziale Sicherheit

Wirtschaftliche Hilfe

Aktuell sind die Fallzahlen stabil resp. sogar leicht rückläufig. Hingegen führt die Teuerung zu einer Erhöhung der Beiträge je Fall (5720). 

Fürsorge, übriges

Im Februar 2021 hat der Grosse Rat einer Teilrevision des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch zugestimmt. Dabei wurde auch die Finanzierung der Kosten von stationären Kindesschutzmassnahmen neu geregelt. Bislang wurden diese von der jeweiligen Wohngemeinde des Kindes getragen. Neu partizipieren alle Gemeinden über einen interkommunalen Pool im Verhältnis zur Wohnbevölkerung an den Kosten, unabhängig davon, ob es in der jeweiligen Gemeinde gerade einen aktuellen Fall hat oder nicht. Da noch keine Vergleichszahlen für die Gesamtkosten vorliegen, schätzt der Kanton einen Betrag von 25 Franken pro Einwohner, was über den Gesamtkanton zu einem Betrag von 5 Mio. Franken führt. Dies bedeutet für die Gemeinde Ilanz/Glion eine Summe von 125'000 Franken (5790.3611.00).

Verkehr

Gemeindestrassen

Im Betriebs- und Verbrauchsmaterial sind 50'000 Franken budgetiert für die Signalisation von Tempo 30 und 30'000 Franken für die Signalisation der Meliorations- und Forstwege. Im Konto Unterhalt Tiefbauten sind 40'000 Franken reserviert für die Sanierung des Parkplatzes in Castrisch auf der Parzelle 2107. 

Werkbetrieb

Im Konto 6190.3101.00, Betriebs- und Verbrauchsmaterial werden unter anderem die Treibstoffe für die Gemeindefahrzeuge verbucht. Aufgrund der höheren Benzin- und Dieselpreise sind 35'000 Franken Mehrkosten budgetiert. 

Umweltschutz und Raumordnung

EDV Wasserversorgung

2022 wurde für die Qualitätssicherung in der Wasserversorgung eine Instandhaltungssoftware angeschafft. Diese Ausgaben entfallen im Jahr 2023 (7101.3133.01).

Unterhalt Werkleitungen Abwasserbeseitigung

Im Konto 7201.3143.01, Unterhalt Werkleitungen, sind neu nur Reparaturarbeiten budgetiert und keine GEP-Sanierungen wie in den Vorjahren. Dies führt dazu, dass in der Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung eine Einlage von 417'000 Franken budgetiert ist (7201.3510.00).

Volkswirtschaft

Strukturverbesserungen

Im Konto 8120.3141.04, Unterhalt Güter- und Flurwege, werden die periodischen Wiederinstandstellungsprojekte (PWI) nicht mehr in der Investitionsrechnung, sondern in der Erfolgsrechnung verbucht. Das hat zur Folge, dass für das Jahr 2023 der Aufwand gegenüber dem Budget 2022 markant steigt. Auf der Grundlage des neuen Meliorationsunterhaltsgesetzes wird die Schneeräumung ausserhalb der Bauzonen und die Nutzung von Wasser- und Tränkeanlagen einheitlich in Rechnung gestellt (8120.4240.00).

Forstbetrieb

Der forstliche Betriebsplan ist ein Planungsinstrument der Gemeinde als Waldeigentümerin und ist gemäss kantonaler Vorgabe in regelmässigen Abständen zu erneuern. Dies soll 2023 und 2024 geschehen, wobei sich der Kanton an den Kosten beteiligt (8200.4611.04).

Industrie, Gewerbe, Handel

2023 soll die aufgrund Corona um zwei Jahre verschobene agrischa in Ilanz stattfinden. Die Gemeinde unterstützt die landwirtschaftliche Ausstellung des Bauernverbands mit einem Standortbeitrag von 10'000 Franken (8500.3130.08). Um die Kommunikation zu stärken und die Porta Cotschna attraktiver und aktueller zu machen, soll diese neu gestaltet und künftig vier Mal pro Jahr erscheinen. Da die Porta Cotschna auch allen Zweitwohnungsbesitzern kostenlos zugestellt werden, werden die Kosten je hälftig den Funktionen Industrie, Gewerbe, Handel (8500.3130.12) und Tourismus (8400.3130.12) zugeordnet. Anfangs 2022 haben alle Gemeinden der Surselva beschlossen, gemeinsam das Reallabor Surselva zu schaffen. Im Mai 2022 wurde die physische Aussenstelle der FH Graubünden in der Surselva eröffnet, als Beitrag zur Transformation hin zur Wissensgesellschaft und zur Diversifizierung und Stärkung der lokalen Wirtschaft. Das Reallabor soll über drei Jahre mit der Möglichkeit der Verlängerung um 2 Jahre von den Gemeinden unterstützt werden. Danach soll es selbsttragend funktionieren. Der jährliche Beitrag der Gemeinde Ilanz/Glion beträgt 8'400 Franken (8500.3612.01).

Elektrizität

Der Ertrag aus der Beteiligungsenergie der Konzessionsgemeinden der Kraftwerke Zevreila AG steigt aufgrund der aktuell hohen Strompreise im Handel ab Oktober 2023 massiv an und bringt für das letzte Quartal im 2023 200'000 Franken Mehreinnahmen. Der neue Preis ist bis September 2025 fixiert worden. Auch die Konzessionsenergie der Kraftwerke Frisal wirft für das Jahr 2023 einen Mehrertrag von 300'000 Franken ab. Dies sind Schätzungen, da der letztlich realisierte Mehrertrag abhängig von der tatsächlichen Produktion ist. (8710). 

Kleinkraftwerke

2023 will die Gemeinde prüfen, wo es zusätzliche Möglichkeiten gibt, um in der Wasserversorgung Kleinkraftwerke zu installieren. Für die Analysearbeiten sind 20'000 Franken vorgesehen (8715.3130.00). Die Turbine in Duvin muss dringend revidiert werden. Hierzu sind 40'000 Franken budgetiert worden (8715.3151.00). 

Finanzen und Steuern

Steuererträge allgemein

Die Erträge aus den einzelnen Steuerarten können stark variieren. Massgeblich für die Budgetierung sind deshalb die prognostizierten Gesamterträge. Diese betragen 14'595'000 Franken und liegen im Durchschnitt der guten Steuerjahre 2018 bis 2020 bzw. um 1 Prozent höher als das Budget für das Jahr 2022. Die Steuereinnahmen pro Einwohner sind mit einem Betrag von 2'924 Franken aufgrund der verhaltenen wirtschaftlichen Aussichten leicht vorsichtiger angesetzt als in den guten Steuerjahren 2018 bis 2020 (3'080 Franken). 

Finanz- und Lastenausgleich 

Die Zahlung aus dem Finanzausgleich in der Höhe von 2'916'057 Franken hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder erhöht, da die dämpfende Wirkung der ausserordentlichen Steuererträge im Jahr 2020 auf den Finanzausgleich 2022 wegfällt (9300). 

Liegenschaften des Finanzvermögens

Aufgrund einer falschen Rechnungsstellung seitens der armasuisse für das ehemaligen Militärareal Rueun muss die Gemeinde in den nächsten zwei Jahren einen Fehlbetrag in der Höhe von 53'000 Franken nachzahlen (9630.3160.00). Das Haus Deuter an der Schulstrasse, Ilanz, ist über die Privatinteressenz Teil des Perimeterverfahrens und entsprechend beteiligt an den Kosten (9630.3431.00). Nach Corona hat die Auslastung der Casa Sentupada in Siat (9630.4430.01) und der Resgia Veglia in Riein erfreulicherweise wieder zugenommen (9630.4430.02), weshalb fürs 2023 mit steigenden Einnahmen gerechnet werden darf. In Luven werden die heutigen Wirte der Stiva Biala im Verlauf des kommenden Jahres in Pension gehen. Die Gemeinde wird eine Nachfolge suchen und sofern diese gefunden werden kann, die Liegenschaft für den Neustart wo nötig sanieren. 

Erläuterungen Budget Investitionsrechnung 2023

Das Investitionsbudget für das Jahr 2023 rechnet mit Bruttoinvestitionen von CHF 11'119'289.00. Die Investitionseinnahmen betragen CHF 6'058'890.00. Daraus resultieren Nettoinvestitionen von CHF 5'060'399.00.

Um Transparenz über den Genehmigungsstand der einzelnen Projekte zu schaffen, werden die Projekte einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet:

Der Verpflichtungskredit wurde vom zuständigen Gemeindeorgan bereits genehmigt (ehem. Gemeindeversammlungen, Parlament oder Urnengemeinde).

Die Genehmigung des Verpflichtungskredites erfolgt durch das Gemeindeparlament am 30.11.2022.

Die Verabschiedung des Verpflichtungskredites erfolgt durch die Urnengemeinde (> 1 Mio. CHF), Vorberatung durch das Gemeindeparlament am 30.11.2022.

Kenntnisnahme am 30.11.2022, Antrag für Verpflichtungskredit erfolgt im Jahr 2023 bei Vorliegen des genauen Projektes.

Die Anträge zu den Verpflichtungskrediten gemäss Kategorie 2 und 3 werden im Rahmen einer Kurzbotschaft im Nachfolgenden erläutert. 

0290 Begegnungsort und Kinderspielplatz beim Gemeindehaus Schnaus

Ausgangslage und Zielsetzung

Bei der Bevölkerung von Schnaus gibt es schon lange den Wunsch nach einem gut zugänglichen Begegnungsort. Ausserdem fehlt ein öffentlicher Spielplatz in Schnaus und Strada. Dieses Bedürfnis wurde auch im KRL formuliert. Deshalb liess die Gemeinde durch das Architekturbüro Hörler, Duvin, eine Machbarkeitsstudie erarbeiten. Diese sieht einen neuen befestigten Platz vor dem Gemeindehaus vor. Dieser bietet Sitzgelegenheiten und könnte sogar teilweise überdacht werden. Der Kinderspielpatz soll auf der Wiese oberhalb der Parkplätze, angrenzend an den neuen Aussenraum, angelegt werden.

Die Zugangssituation zum neuen Platz sowie zum Haupteingang des Gemeindehauses wird so gestaltet, dass ein hindernisfreier Zugang für Personen mit Behinderungen und für Kinderwagen gewährleistet ist. Der heute bestehende einzelne Parkplatz würde zu Gunsten der neuen Aussenraumgestaltung aufgehoben

Der westliche Teil der grossen Parzelle soll freigehalten werden, damit allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt dort ein Wohngebäude erstellt werden kann. 

Begegnungsort und Spielplatz sollen in einer ersten Etappe 2023 realisiert werden. Damit erhält die Bevölkerung von Schnaus und Strada endlich einen gemeinsamen Begegnungsort für Gross und Klein. In einer zweiten Etappe soll das Gemeindehaus saniert werden. Die Sanierung sieht bauliche Anpassungen im Erdgeschoss, vor allem zur Aufwertung der Räume für die Spielgruppe, sowie eine öffentlich zugängliche WC-Anlage vor. Die zwei Obergeschosse sollen in der heutigen Form erhalten werden. Die gesamte Gebäudehülle inklusive Fenster würde wärmetechnisch saniert. Diese zweite Etappe ist für 2024 vorgesehen.

Situation

		

		

		

		

		Kosten

		Gestaltung Vorplatz (Konto 0290 5040.002)	CHF 	150'000.00

		Kinderspielplatz (Konto 3420 5040.003)	CHF 	50'000.00

		Total 	CHF	200'000.00

		

		Finanzierung

		Beitrag aus dem Sport-Fonds an Kinderspielplätzen von max. CHF 10'000.00. Die restliche Finanzierung erfolgt, vorbehältlich weiterer Beiträge Dritter, durch die Gemeinde. 

		

		

2170 Rampe und Eingang West Schulhaus Ilanz

Ausgangslage und Zielsetzung

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Schulstrasse hat der Gemeindevorstand den Auftrag erteilt, den Strassenraum und den Zugang von der Westseite zum Schulgelände neu zu planen. Heute fehlt es dort an einem sowohl übersichtlichen als auch behindertengerechten Zugang, zudem ist der Schulplatzbereich zwischen den beiden Trakten unattraktiv und darum schlecht genutzt. Es soll darum ein Bereich geschaffen werden, der einerseits einen sicheren Zugang zum Schulhaus ermöglicht, andererseits aber vor allem einen behindertengerechten Zugang zum Schulareal ermöglicht. Das ist mit der heutigen Treppenanlage nicht der Fall.

Das Architekturbüro Berni architects & inschigniers, Ilanz, wurde mit der Planung beauftragt. Sein Vorschlag sieht eine geschwungene Treppenanlage mit Sitzmöglichkeiten sowie eine rollstuhlgängige Rampe für einen hindernisfreien Zugang zum Schulgelände vor. Im Weiteren ist vorgesehen, mit einem relativ kleinen baulichen Eingriff an der Westfassade einen direkten und damit auch behindertengerechten Eingang zum Trakt B zu schaffen. Mit der neuen Eingangssituation wäre nicht nur die Aula besser erschlossen, auch das Schulsekretariat wäre direkt von der Strasse her erreichbar. Dieses Projekt tangiert die vorgesehene Aufwertung des übrigen Schulareals nicht, bzw. trägt diese mit.

Situation

		

		Kosten

		Rampe und Eingang West Schulhaus Ilanz (Konto 2170 5040.005)	CHF 250'000.00

		

			Baumeister			150'000.00

			Belagsarbeiten			40'000.00

			Umgebungsarbeiten			30'000.00

			Planung und Reserven			30'000.00

		

		Finanzierung

		Vollständig durch die Gemeinde

2170 Ersatz der Heizung im Schulhaus Luven

Ausgangslage und Zielsetzung

Die Ölheizung im Schulhaus in Luven wurde im Jahr 1996 in Betrieb genommen. Die durchschnittlich erwartete Lebensdauer von Ölheizkesseln liegt bei 15 bis 20 Jahren. Somit hat die Heizung in Luven ihre Lebensdauer erreicht und muss in den nächsten Jahren ersetzt werden. Die Ölheizung funktioniert noch ohne grössere Problemen. Aus ökologischer Sicht macht es jedoch Sinn, die bestehende Ölheizung durch eine Heizung mit erneuerbarer Energie zu ersetzen. Zudem unterstützt der Kanton mit dem Förderprogramm Green Deal im Moment solche Massnahmen sehr grosszügig. Dies im Gegensatz zum Ersatz der Heizung in Siat, welche bereits über eine Wärmepumpe verfügt.

Der Öl- sowie der Heizraum im 1. Untergeschoss können weiterhin genutzt werden, als Lager für Pellets und als Heizungsraum. Allerdings muss der bestehende Öltank abgebrochen werden. Für diese Massnahme und auch um einen Zugang zum Pelletraum zu erhalten, muss eine Öffnung in die Betonzwischenwand gefräst werden.

Die Beitragsbemessung für automatische Holzheizungen über 70 kW richtet sich nach der Energiebezugsfläche (EBF). Ab einer Energiebezugsfläche von 250 m2 beträgt der Flächenbeitrag CHF 20.00/m2 EBF. Beim Schulhaus Luven würde diese Investition eine Beitragssumme von ca. CHF 18'000.00 auslösen. Dank des Aktionsplans Green Deal, der seit dem 1. Dezember 2021 in Kraft ist, wird der Kantonsbeitrag verdoppelt, somit kann mit einem Beitrag von ca. CHF 36'000.00 gerechnet werden.

Bestehende Heizung 				Grundriss bestehende Heizungsanlage

		

		Kosten

			Heizungsinstallation 		CHF	104'000.00

			Baumeisterarbeiten		CHF	10'000.00

			Elektroinstallation		CHF	8'000.00

			Planung		CHF	8'000.00

			Total Ersatz Ölheizung (Konto 2170 5040.006)	CHF	130'000.00

		

		Finanzierung

		Förderprogramm und Green Deal, Kanton Graubünden CHF 36'000.00 

		Finanzierung durch Gemeinde CHF 94'000.00

6150 Diverse Strassensanierungen

Strassenbauprogramm

Im Jahr 2021 wurden alle asphaltierten Strassen innerhalb des Baugebietes gemäss den Normen des VSS (Verband Schweizerische Strassen und Verkehrsfachleute) visuell beurteilt. Insgesamt wurden 655 Teilabschnitte zu je 50 m aufgenommen und ihr Zustand mit Kategorie 1 (gut) bis Kategorie 5 (schlecht) beurteilt. 

Die folgende Grafik zeigt den Zustand der Strassen Ende 2021 nach Fraktion.

Ersichtlich ist, dass der Zustand in den Fraktionen sehr unterschiedlich ist. Insgesamt liegt der Mittelwert bei 1.64 (mittlerer Zustand). Grössere Abschnitte in einem kritischen oder schlechten Zustand befinden sich in Castrisch und Duvin. Hier ist der Mittelwert auch deutlich über 2. Die Fraktionen Ilanz, Ladir, Luven, Rueun, Ruschein und Schnaus weisen einen relativ hohen Anteil an "guten" Strassen auf.

Der Gemeindevorstand hat sich zum Ziel gesetzt, dass langfristig alle Strassen in einem guten bis ausreichenden Zustand vorhanden sind.

Aufgrund dieser Vorgaben wurde ein Strassenbauprogramm für die nächsten Jahre erstellt. Erfolgen diese Sanierungen gemäss diesem Programm, entwickelt sich der Zustand der Strassen folgendermassen:

Die für 2023 vorgesehenen Sanierungen der Via Santeri in Ilanz, der Via Mulin in Castrisch, der Via Veglia in Strada, der Via Plauna in Siat, der Strasse Sur Baselgia in Ladir und der Strasse Sur Baselgia in Pitasch basieren auf diesem Strassenbauprogramm. Bei allen Strassen wurden vorgängig Sondagen erstellt um die Tragfähigkeit und die Frostsicherheit zu bestimmen. Zudem wurden ausser bei der Via Santeri auch verschiedene Sanierungsvarianten anhand einer Nutzwertanalyse beurteilt.

6150 Sanierung Via Santeri, 1. Etappe, in Ilanz

Ausgangslage und Massnahmen

Auf der Via Santeri in Ilanz ist der Oberbau in einem schlechten Zustand. Der vorhandene Schwarzbelag weist Risse, Fahrspuren und Setzungen auf und erfüllt die heutigen Anforderungen an die Betriebssicherheit nicht mehr vollumfänglich. Die bestehende Fundation weist eine gute Kornverteilung auf und ist in ausreichender Stärke vorhanden.

Die Werkleitungen sind in einem weitgehend guten Zustand. Bei der Trinkwasser- und Abwasserleitungen werden nur einige Querungen ersetzt. Die Schächte werden jedoch grösstenteils neu erstellt.

Situation

		

		Kosten

		Strasse und Gehweg	CHF 740'000.00

		Abfallentsorgung	CHF   17'500.00

		Öffentliche Beleuchtung	CHF   43'000.00

				Total IR (Konto 6150)		CHF	800'500.00

			

			Trinkwasser (Konto 7101)		CHF	42'500.00

			Abwasser (ER)		CHF	32'500.00

			Total		CHF	875'500.00

		

		Finanzierung

		Beitragsverfahren mit Kostenbeteiligung von Privaten wird noch geprüft.

		Beiträge der Gebäudeversicherung für die Trinkwasserversorgung in Höhe von CHF 4'250.00. 

		Die Nettoinvestitionen werden über 40 Jahre abgeschrieben.

		

		

		Etappierung

		Die Strasse wird in zwei Etappen saniert.

		2023 Etappe 1			CHF 472'000.00

		2024 Etappe 2			CHF 303'500.00

		2025 Deckbelag und Abschlussarbeiten		CHF 100'000.00

6150 Sanierung Via Mulin, Castrisch

Ausgangslage und Massnahmen

Aufgrund des Schadensbilds (Fahrrinnen und Risse an Strassenrändern) ist davon auszugehen, dass die ungenügende Tragfähigkeit und nicht die Frostqualität des Fundationsmaterials Ursache der Schäden ist. Es sind keine grossräumigen typischen Frostschäden (Strukturschäden) erkennbar und die erforderliche Oberbaudicke in Bezug auf die Frostdimensionierung wird eingehalten. Die Strukturschäden im Bereich der Via Pieinas sind erfahrungsgemäss auf die ungenügende Materialverdichtung (Schächte, Leitungsgräben) zurückzuführen und nicht auf die Einwirkung durch Frost. Aufgrund der Nutzwerkanalyse und der Untersuchungen wird somit nur eine Belagserneuerung geplant. Dabei wird die Belagsstärke erhöht und die Tragfähigkeit der Strasse verbessert.

Die Meteorleitung weist zwar Schäden auf, jedoch sind diese nicht so gravierend, als dass ein Leitungsersatz erforderlich wäre. Die Kanalisation wurde mit einem Inliner saniert, daher ist kein weiterer Sanierungsbedarf vorhanden.

Situation

		

		Kosten

		Strasse (Konto 6150)	CHF 70'000.00

		

		Finanzierung

		Die Nettoinvestitionen von CHF 70'000.00 werden über 40 Jahre abgeschrieben.

6150 Sanierung Strada Veglia, Strada

Ausgangslage und Massnahmen

Aufgrund der geringen Verkehrslast und der Frostempfindlichkeitsklasse des Untergrundes (G3) ist gemäss den Normen die Frostdimensionierung massgebend. Diese sollte eine totale Oberbaustärke von 59 cm aufweisen, welche heute mit einer Stärke von 75 cm überschritten wird. Das bestehende Material ist in den unteren Schichten jedoch nicht frostsicher. Aufgrund der Nutzwertanalyse wird trotzdem nur die Erneuerung des Deckbelags sowie der Randsteine und der Schachtabdeckungen vorgenommen. Diese Variante ist zwar nicht ganz frostsicher, stellt jedoch eine zweckmässige und kostenoptimierte Sanierungsmethode für die Strasse dar. Die bestehenden Frostschäden (Rissbild) sind zwar erkennbar, jedoch sind keine erheblichen Strukturschäden vorhanden, welche eine teure Gesamtoberbauerneuerung erfordern.

Die Wasserversorgung weist gemäss GWP (Genereller Wasserversorgungsprojekt) keinen Sanierungsbedarf auf. Die Kanalisation weist örtlich Risse auf, die jedoch mittels einer Inlinersanierung instand gestellt werden können. Der Zustand der Meteorleitung ist gut.

Situation

		

		Kosten

		Strasse (Konto 6150)	CHF 100'000.00

		

		Finanzierung

		Die Nettoinvestitionen von CHF 100'000.00 werden über 40 Jahre abgeschrieben.

6150 Sanierung Via Plauna, Siat

Ausgangslage und Massnahmen

Gemäss den Voruntersuchungen ist für dieses Teilstück eine Oberbaustärke von 70 cm erforderlich, welche vom bestehenden Material deutlich nicht erreicht wird. Zudem ist das bestehende Fundationsmaterial nicht frostsicher. Somit erfolgt eine Gesamterneuerung der Strasse. Die vorhandenen Werkleitungen werden ebenfalls ersetzt. Zudem wird eine neue Trinkwasserleitung erstellt, die die beiden Reservoire von Siat direkt miteinander verbindet.

Situation

		

		Kosten

		Strasse (Konto 6150)	CHF	345'000.00

		Trinkwasser (Konto 7101)	CHF	87'000.00

		Abwasser (Konto 7201)	CHF	55'000.00

		Total	CHF	487'000.00

		

		Finanzierung

		Beitragsverfahren mit Kostenbeteiligung von Privaten ca. CHF 170'000.00. Die Nettoinvestitionen von CHF 317'000.00 werden über 40 Jahre abgeschrieben.

6150 Sanierung Sur Baselgia, Ladir

Ausgangslage und Massnahmen

Aufgrund der unterschiedlichen Schadensbilder sowie der unterschiedlichen Verkehrslastklassen bei der Parkplatzeinfahrt und im Steilstück erfolgt eine Unterteilung der Strasse. Im oberen Teil sind die Schäden klar als Frostproblem zu bewerten. Daher wird in diesem Bereich ein frostsicherer Oberbau erstellt mit einer Fundationsschicht von 70 cm und einem zweischichtigen Belag mit einer Stärke von 11 cm. Im unteren Bereich rechtfertigt sich aufgrund der geringen Strassennutzung keine Totalsanierung des Oberbaus. Zudem beschränken sich die Frostschäden praktisch ausschliesslich im oberen Teil. Im unteren Bereich erfolgt somit eine reine Belagserneuerung. 

Die Meteorleitung ist in einem guten Zustand und wird nicht erneuert. Die Wasserleitung wird im oberen Bereich ersetzt und der Hydrant nach Norden verschoben. Im unteren Teil wird im bestehenden Leitungsrohr eine neue Leitung aus Kunststoff eingezogen.

Situation

		

		Kosten

		Strasse (Konto 6150)	CHF 50'000.00

		

		Finanzierung

		Die Nettoinvestitionen von CHF 50'000.00 werden über 40 Jahre abgeschrieben.

6150 Sanierung Sur Baselgia, Pitasch

Ausgangslage und Massnahmen

Die Anforderungen an die Korngrössenverteilung und die Frostsicherheit werden von der oberen Fundationsschicht nicht erfüllt (zu grosser Feinkornanteil). Die untere Fundationsschicht erfüllt die Anforderungen und kann als frostsicher eingestuft werden. Aufgrund der Nutzwertanalyse werden die oberen 10 cm der Fundationsschicht ersetzt und ein Belagsersatz vorgenommen. Dadurch kann ein frostsicherer Oberbau erreicht werden. 

Im Strassenkörper sind keine Abwasser- und Trinkwasserleitungen vorhanden. Die bestehende Meteorleitung ist in einem guten Zustand und weist keinen dringlichen Sanierungsbedarf auf.

Situation

		

		Kosten

		Strasse (Konto 6150)	CHF 50'000.00

		

		Finanzierung

		Die Nettoinvestitionen von CHF 50'000.00 werden über 40 Jahre abgeschrieben.

5060.004 Anschaffung Böschungsmäher zu Traktor

Ausgangslage und Zielsetzung

Die Gemeinde hat ein umfangreiches Strassennetz. Für den Unterhalt dieses Strassennetzes ist der technische Betrieb zuständig. Dazu gehört auch das Mähen der Strassenböschungen der Strassenränder und der Mittelstreifen. Insgesamt werden auf dem Gemeindegebiet jährlich 135 Kilometer Strassenböschungen mindestens einmal gemäht. Davon werden 50 Kilometer vom technischen Betrieb konventionell von Hand mittels Motorsense gemäht. Die übrigen 85 Kilometer werden durch Drittfirmen gemäht. Diese Aufträge werden vollmechanisiert abgewickelt und verursachen externe Kosten von jährlich 45'000 Franken (siehe Erfolgsrechnung 6150.3141.09 und 8120.3141.04).

Mit der Ersatzanschaffung 2022 des neuen Kommunaltraktors verfügt die Gemeinde nun über eine leistungsstarke Maschine, welche den Betrieb eines Anbaugerätes zur Böschungspflege ermöglicht. Diese Neuanschaffung steigert die Effizienz des Unterhaltsauftrages, optimiert die internen Arbeitsabläufe und schützt die Mitarbeiter vor schwere körperliche Belastungen. Zudem kann der technische Betrieb dadurch agiler auf die individuellen örtlichen Vegetationsverhältnisse reagieren und zielgerichteter arbeiten. Die externen Auftragskosten entfallen.

Projektbeschrieb

	Anschaffung eines Böschungsmähers als Anbaugerät zum Rigitrac SKH75 für den Einsatz im gesamtem Gemeindegebiet Ilanz/Glion. 

Kosten

Total				CHF 90'000.00

Finanzierung

Keine Drittmittel. Die Abschreibungsdauer beträgt 8 Jahre.

7101 Erneuerung Wasserversorgung Castrisch (Planung)

Ausgangslage und Massnahmen

		Das Reservoir von Castrisch wurde im Jahr 1920 gebaut und 1994 sowie 2007 teilsaniert. Die Löschwasserreserve ist mittlerweile zu klein und muss um mindestens 50 m³ vergrössert werden. Der Ausbau des bestehenden Behälters ist baulich jedoch nur schwer realisierbar und birgt ein hohes Kostenrisiko. Das Betriebsgebäude muss zudem ersetzt werden, da die bauliche Substanz starke Mängel aufweist, die Armaturen ersetzt werden müssen und im bestehenden Raum kein Platz für einen zeitgemässen Ausbau vorhanden ist. Im Jahr 2022 wurde ein Vorprojekt für einen Neubau erstellt. Die Geschäftsleitung hat anfangs Jahr 2022 entschieden, dass der Neubau aus vorfabrizierten Kunststoff errichtet wird. 

		

		Im Jahr 2023 wird das Ausführungsprojekt erstellt und das Bewilligungsverfahren eingeleitet.  Zudem erfolgen die Ausschreibungen. Vorgesehen ist, dass das Reservoir im Jahr 2024 erstellt wird.

		

		Kosten

		Wasserwerk (Konto 7101)	CHF 38'000.00

		

		Finanzierung

		Die Nettoinvestitionen von CHF 38'000.00 werden über 40 Jahre abgeschrieben.

7201 Massnahmen gemäss Verfügung GEP

Ausgangslage und Massnahmen

Gestützt auf die Gewässerschutzgesetzgebung sind für alle Fraktionen generelle Entwässerungspläne (GEP) erstellt worden. Die Projektabwicklung und das Vorgehen richtet sich nach der Weisung des Amts für Natur und Umwelt (ANU). Aufgrund der gemachten Untersuchungen verfügt das ANU Massnahmen, die bis zur nächsten Revision auszuführen sind.

Für das Jahr 2023 sind folgende Massnahmen geplant:

Fraktion Ilanz:

Neue Abwasserleitungen unterhalb des Klosters und beim Schulhausareal im Umfang von rund 120 m. Inlinersanierungen auf einer Länge von 420 m an der Ringmauerstrasse, zwischen dem Rathaus und der Glennerstrasse, zwischen der Via Centrala und der Poststrasse sowie an der Via S. Clau Sut und zum Spital Ilanz.

Fraktion Schnaus:

Neue Abwasserleitungen bei Dulezi sowie Inlinersanierung auf einer Länge von 450 m im ganzen Dorfgebiet.

Fraktion Ladir:

Inlinersanierungen auf einer Länge von 400 m im ganzen Dorfgebiet.

Fraktion Luven:

Neue Abwasserleitungen bei Padru, La Gliet und Sutvi auf einer Länge von 175 m.

Fraktion Siat:

Neue Meteorleitung bei Quadras auf einer Länge von 60 m.

Fraktion Ruschein:

		In Ruschein wurde im Jahr 2022 das erste Los zur Sanierung des Entwässerungssystems ausgeführt, dies mit neuen Leitungen oberhalb des Dorfes. Zudem wurden Kanalfernsehaufnahmen im ganzen Dorfgebiet aufgenommen und ausgewertet. In Ruschein verlaufen die sanierungsbedürftigen Leitungen meistens im Strassenkörper, die gemäss GEP auch saniert werden müssten. Dazu wurde ein Auftrag an einem Ingenieurbüro erteilt, um ein Gesamtkonzept zur Sanierung der Strassen und der Leitungen zu erarbeiten. Dieses liegt jedoch noch nicht vor. Daher werden in einem zweiten Los diejenigen Leitungen saniert, die ausserhalb der Strassen liegen. Die Kosten werden auf CHF 215'000.00 geschätzt.

		

		Kosten

		Abwasserbeseitung (Konto 7201)	CHF 781'600.00

		

		Finanzierung

		Die Nettoinvestitionen von CHF 781'600.00 werden über 40 Jahre abgeschrieben.

		

7201 Massnahmen ausserhalb GEP

Ausgangslage und Massnahmen

		Einzelne Kanalisations- und Meteorleitungen verlaufen heute quer durch unbebaute Parzellen. Bei einem Bauvorhaben ist die Gemeinde verpflichtet, diese so umzuleiten, dass das Bauprojekt nicht behindert wird. Für die Umlegung bzw. den Neubau solcher Leitungen ist eine Summe von CHF 48'000.00 vorgesehen.

		

		In Buhaul, Ilanz, wurde letztes Jahr ein Strassenstück aufgrund einer Rutschung saniert. Zudem ist die Sanierung eines zusätzlichen Teilstückes vorgesehen. Damit jedoch das anfallende Strassenwasser und vor allem auch das Hangwasser sicher abgeführt werden kann, ist eine neue Meteorleitung notwendig. Die Kosten werden auf CHF 96'000.00 geschätzt.

		

		Das Wasser der Meteorleitungen von Riein wird bei Lumnaus über eine Felswand in den Wald entleert. Das letzte Teilstück ist jedoch im Durchmesser zu klein, so dass ein Schacht bei Starkregenfällen ausgehoben wird und das Wasser auf der Meliorationstrasse verläuft und diese auswäscht. Daher muss das letzte Teilstück mit einem grösseren Leitungsdurchmesser ersetzt werden. Die Kosten werden auf CHF 20'000.00 geschätzt.

		

		

		Kosten

		Abwasserbeseitung (Konto 7201)	CHF 164'000.00

		

		Finanzierung

		Die Nettoinvestitionen von CHF 164'000.00 werden über 40 Jahre abgeschrieben.

		

7900 Raumordnung/Ortsplanungen

Ausgangslage 

	Die Gemeinde hat im Sommer 2021 das Kommunale Räumliche Leitbild (KRL, Phase V der OP Revision) abgeschlossen. Im Oktober 2021 wurde die Totalrevision der Ortsplanung (Harmonisierung OP, Phase IV) von der Regierung genehmigt, Danach wurde die Phase VI der Gesamtrevision gestartet. Diese letzte Phase der Ortsplanrevision beschäftigt sich vor allem mit der Redimensionierung und Verdichtung der Bauzonen sowie der Umsetzung der Ziele aus dem KRL. Für die Vorbereitung dieser Revision wurde eine Steuerungsgruppe eingesetzt:

	Carmelia Maissen, Gemeindepräsidentin

	Martin Capeder, Gemeindevorstand

	Andreas Pfister, Leiter Planung und Bau

	Jonas Grubenmann, Raumplaner STW

	Duri Pally, Rechtsanwalt

	Zusätzlich wurde eine parlamentarische Gruppe informell konsultiert: 

	Jan Berni

	Flavio Elvedi

	Ivo Frei

	Kurt Vieli

	

	Am 25. Oktober 2022 hat der Gemeindevorstand den Entwurf zuhanden der Vorprüfung durch den Kanton verabschiedet. 

Terminplan Gesamtrevision OP Phase VI

		Erarbeitung Teilrevision OP		bis Ende 2022

		Vorprüfung Teilrevision OP durch ARE		erstes Halbjahr 2023

		Überarbeitung der Teilrevision nach Vorprüfung		zweites Halbjahr 2023

		Mitwirkungsauflage (30 Tage)		erstes Halbjahr 2024

		Behandlung im Parlament		zweites Halbjahr 2024

		Urnenabstimmung		Ende 2024

		Genehmigung durch Regierung		bis Ende 2025

Neben der Gesamtrevision laufen noch die Teilrevision OP Bahnhof Ilanz sowie die Änderung des Quartierplans Zentrum Bahnhof.

Daneben können im 2023 noch weitere kleinere projektbezogene Teilrevisionen der Ortsplanung anfallen.

Kosten Raumordnung

		Gesamtrevision OP (Phase VI) 	CHF	100'000.00

		Teilrevision OP Bahnhof 	CHF	10'000.00

		Revision Quartierplan Zentrum Bahnhof	CHF	20'000.00

		Diverse Teilrevisionen OP 	CHF	20'000.00

		Total 2023	CHF	150'000.00

Finanzierung

Beitrag von Dritten für Teilrevisionen OP 		CHF   10'000.00

		Finanzierung durch Gemeinde (allgemeine Mittel)	CHF 140'000.00

8120 Güterstrassen Riein (Planung)

Ausgangslage und Massnahmen

		In den Fraktionen Riein und im angrenzenden Maiensässgebiet von Sevgein wurde zwischen 1967 und 1983 eine Gesamtmelioration durchgeführt. Die Strassen sind nun am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr. Daher wurde im Jahr 2019 die Gesamtsanierung der Meliorationsstrassen in Angriff genommen. Ein erstes Auflageprojekt wurde im Jahr 2020 erstellt und den kantonsinternen Ämtern und den Umweltorganisationen zur Vernehmlassung zugestellt. Gemäss den umfangreichen Stellungnahmen muss das Auflageprojekt jedoch überarbeitet werden. Vor allem musste ein einfaches Alpkonzept für die Alpen Riein und Sevgein erstellt werden, dass im Sommer 2022 erarbeitet wurde.

		

		Für das Jahr 2023 sind folgende Schritte vorgesehen:

		- Überarbeitung des Auflageprojektes

		- Vorgesehene Ausbauvarianten vor Ort anschauen
- Begehung mit dem Bund mit ev. Überarbeitung des generellen Projektes
- Stellungnahme Bund
- Öffentliche Auflage 
- Einsprachenerledigung
- Projektgenehmigung durch das Departement für Volkswirtschaft und Soziales

		Die Ausführung der ersten Etappe startet dann voraussichtlich im Jahr 2024, nach der Genehmigung des Gesamtprojekts durch die Urnengemeinde.

		

		

		Die Kosten für diese Planungsarbeiten belaufen sich auf CHF 38'000.00			

		

		Finanzierung

		Vollständig durch die Gemeinde.

8120 Sanierung Güterstrasse Varduz, Duvin

Ausgangslage und Massnahmen

Die Güterstrasse ab Val da Varduz bis Varduz in Duvin ist in einem schlechten Zustand. An mehreren Stellen ist eine talseitige Rutschung an der Strassenböschung vorhanden, die die Befahrbarkeit der Strasse mittelfristig in Frage stellt. Diese Stellen müssen mit Ribbertverbauungen gesichert werden. Auch bergseitig erodiert die Strassenböschung an etlichen Stellen, weshalb eine Sanierung der Böschung angezeigt ist. Zudem bedarf der Strassenoberbau auch einer Erneuerung. Vorgesehen ist, dass die Strasse mit Betonspuren ausgestattet wird.

Situation

		

		

		Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich gemäss Grobkostenschätzung auf CHF 978'000.00. 

		

		Etappierung

		

		Etappe

		Länge

		Ausführung

		Kosten

		1

		155 m

		2023

		CHF 300'000.00

		2

		430 m

		2024

		CHF 393'000.00

		3

		420 m

		2025

		CHF 285'000.00

		

		

		

		

					

		

		Finanzierung

		Antrag an Kanton für einen Beitrag wurde gestellt. Antwort steht jedoch noch aus.

8120 Sanierung Güterstrasse Buhaul, Ilanz

Ausgangslage und Massnahmen

An der alten Flonderstrasse wurde letztes Jahr bereits ein Teilstück saniert. Nun soll ein weiteres Teilstück, das ebenfalls in schlechtem Zustand ist, saniert werden. Die Fundation wird sofern nötig verstärkt und die Fahrbahn mit einer bitumösen Tragschicht eingedeckt. 

Um das anfallende Hangwasser abzuleiten, wird eine neue Sickerleitung bergseits erstellt. Dieses anfallende Wasser wird mit einer neuen Leitung über Quadras in den Wald geleitet. Diese Investition erfolgt über das Konto "7201 Abwasserbeseitigung".

Situation

		

		

		

		Die Kosten für die Sanierungsmassnahmen belaufen sich auf CHF 150'000.00.

		

		Finanzierung

		Vollständig durch die Gemeinde.

8200 SIE-Projekte Waldstrassen 2023

Ausgangslage und Zielsetzung

	Witterungsbedingt entstehen jährlich Schäden an den Waldstrassen. Die Behebung dieser Schäden werden in der Investitionsrechnung unter dem Titel SIE 2023 (Sammelprojekt Instandstellung Erschliessung) zusammengefasst. Zielsetzung dieser SIE ist die Funktions- und Gebrauchstauglichkeit sowie die Fahrsicherheit wiederherzustellen. Bei einzelnen Projekten muss auch die Erosion gestoppt und verhindert werden. Auch müssen Böschungen gesichert werden.

Für das Budgetjahr 2023 sind drei SIE-Teilprojekte geplant:

Sanierung Chiltgera – Resgia, Siat

Der Waldweg Resgia wurde zwischen 1998 und 2000 erstellt. Neben der Walderschliessung dient der Weg auch als Zufahrt zur Alp da Siat. In den Jahren 2014, 2019 und 2020 wurden diverse Teilabschnitte saniert.

Problemstellung

- Diverse Seilanker sind gelockert.

- Rückhalteanker teils funktionslos.

- Stützschienen sind aus dem Lot geraten und daher funktionslos.

Projektziele

- Wiederherstellung der Funktions- und Gebrauchstauglichkeit

- Wiederherstellen der Fahrsicherheit

Massnahmen

- Sanierung des Ribbertverbaus

- Erstellen der Fundations- und Verschleissschicht im Baustellenbereich

Kosten

CHF 100'000.00

Sanierung Via Alp Gretg, Duvin

Der Weg auf Alp Gretg wurde von der ehemaligen Gemeinde Duvin im Jahr 1997 gebaut. Im Jahr 2011, 2019 und 2022 mussten diverse nicht mehr funktionsfähige Holzkästen im Rahmen von SIE-Projekten durch Larsenwände ersetzt werden.

Problemstellung

- Nicht mehr funktionsfähige Blocksteinmauern und Holzkästen

Projektziel

- Sicherung der Böschung

- Verhinderung weiterer Erosion

Massnahmen

 - Talseitige Böschungssicherung mittels Larsenwand

 - Bergseitige Böschungssicherung mittels Hang Rost

Kosten

CHF 320'000.00

Sanierung Waldweg Via Ual da Mulin, Ruschein

Der Waldweg Via Ual da Mulin erschliesst 44 ha Schutzwald. Der Waldweg wurde in den Jahren 1985/1986 erstellt.

Problemstellung

- Nicht mehr funktionsfähige Stützblocksteinmauern

- Instabile talseitige Böschungen

- Abgesenkter Strassenkörper

Projektziele

- Sicherung der Böschung

- Wiederherstellung der Funktions- und Gebrauchstauglichkeit

- Wiederherstellen der Fahrsicherheit

Massnahmen

- Talseitige Böschungssicherung mittels Larsenwand (Bauetappe 1)

- Erstellen der Fundations- und Verschleissschicht (Bauetappe 2)

Kosten

Bauetappe 1 2023 CHF 330'000.00

Bauetappe 2 2024 CHF 50'000.00

Gesamtübersicht

Sanierung Chiltgera – Resgia, Siat			CHF 100'000.00

	Sicherung Via Alp Gretg, Duvin			 	CHF 320'000.00

	Sanierung Waldweg Via Ual da Mulin, Ruschein 	CHF 330'000.00

	Summe Investitionsrechnung 2023 SIE/SIS		CHF 750'000.00

		Finanzierung

		Erwarteter Beitragssatz min. 66% (Regierungsbeschluss Mai 2023) resp. CHF 495'000.00. Die Nettoinvestitionen von CHF 255'000.00 werden über die Abschreibungsdauer von 40 Jahren abgeschrieben.

Antrag

Aufgrund der vorangehenden Ausführungen stellt der Gemeindevorstand dem Gemeindeparlament folgende Anträge:

Genehmigung Budget Erfolgsrechnung 2023;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 200'000.00 für Begegnungsort und Kinderspielplatz beim Gemeindehaus Schnaus;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 250'000.00 für den Bau einer Rampe und eines Einganges West im Schulhaus, Ilanz;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 130'000.00 für den Ersatz der Heizung im Schulhaus Luven;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 875'500.00 für die Sanierung der Via Santeri, 1. Etappe, Ilanz;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 70'000.00 für die Sanierung der Via Mulin, Castrisch;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 100'000.00 für die Sanierung Strada Veglia, Strada;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 487'000.00 für die Sanierung der Via Plauna, Siat;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 50'000.00 für die Sanierung der Via Sur Baselgia, Ladir;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 50'000.00 für die Sanierung der Via Sur Baselgia, Pitasch;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 90'000.00 für die Anschaffung eines Böschungsmähers zu Traktor;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 38'000.00 für die Erneuerung der Wasserversorgung (Planung), Castrisch;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 781'600.00 für die Massnahmen gemäss Verfügung GEP;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 164'000.00 für die Massnahmen ausserhalb GEP;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 150'000.00 für Raumordnung/Ortsplanung;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 30'000.00 für die Sanierung der Güterstrassen (Planung), Riein;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 978'000.00 für die Sanierung der Güterstrasse Varduz, Duvin;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 150'000.00 für die Sanierung der Güterstrasse Buhaul, Ilanz;

Genehmigung Verpflichtungskredit von CHF 750'000.00 für die SIE-Projekte Waldstrassen 2023;

Die Genehmigung der Verpflichtungskredite umfasst eine allfällig zuzügliche Teuerung. 

	Ilanz/Glion, den 25. Oktober 2022	Gemeindevorstand Ilanz/Glion

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