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Die Memoiren des Hans Schrade
Autoren
Bruno Wüest und Hanspeter Brack, 3.Teil
Es war in den 40ziger Jahren und mitten in der Stadt bei der mittleren Rheinbrücke, Autos gab es kaum, aber Hans Schrade hatte sein Gefährt vor dem Hause Fred Spillman parkiert. Stinkwichtig, wie er mir erzählte, bahnte er sich einen Weg durch die staunenden und umstehenden Leute, um mit dem Zündschlüssel in der Hand sich seines Fahrzeuges zu bemächtigen. Er stieg ein, winkte den Umstehenden majestätisch zu und fuhr lautlos davon.
Hans war seiner Zeit weit voraus und hatte sich bevor schon alles verdreckt war, ein umweltfreundliches Auto gebaut, welches durch Muskelkraft angetrieben war. Er hatte sich aus Rohren ein Auto mit Pedalantrieb konstruiert und mit Segeltuch überzogen, um es möglichst leicht vorwärts bewegen zu können. Das Auto sei ein Blickfang gewesen und habe zuweilen zu Massenaufläufen geführt.

Dazu habe ich von Hanspeter Brack die folgende Überlieferung erhalten:
1940 überraschte er die Basler Bürger mit einem verschalten Dreirad-Velo , das er schliesslich aus dem Verkehr ziehen musste, da sich immer gleich massenweise Leute darum versammelten. Es sah aus wie ein Rennwagen und brauchte kein Benzin.
Hans Schrade machte sich auch schon früh Gedanken zum Thema Energierückgewinnung. So beschäftigte ihn zum Beispiel die Frage wie man denn die beim Bremsen verlorene Energie wieder verwerten könnte.
Die Lösung bestand in einem Fahrrad bei dem während des Bremsvorganges eine Feder aufgezogen wurde die wiederum das Velo anschliessend ca. 500 Meter weit zu beschleunigen vermochte. Verborgen unter einem schwarzen Tuch brachte er den Prototyp in die Langen Erlen und genoss die erfolgreichen Testfahrten. Da das Fahrrad aber doch recht schwer geworden war gab er das Projekt später auf.