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Im Auftrag der eidgenössischen Räte unterhält das SBFI seit 2010 ein Controlling zur Prüfung der Kostenwirksamkeit und der Effekte der Schweizer Teilnahme an den Rahmenprogrammen der Europäischen Union für Forschung und Innovation (EU-Forschungsrahmenprogramme, FRP). Nach 2010 und 2014 liegt nun der dritte Bericht dieser Art vor. Aus den Ergebnissen lässt sich schliessen, dass die Investition in die Beteiligung an den FRP für die Schweiz als Standort von Forschung und Innovation (F&I) sich in verschiedener Hinsicht bewährt. Die jüngsten Ergebnisse stehen in Einklang mit denjenigen aus früheren Berichten.
Mehr als eine rein monetäre Förderung
Die Beteiligung der Schweiz an den FRP ist ein substanzieller, komplementärer Bestandteil der in der Schweiz verfügbaren Palette an F&I-Förderinstrumenten.
- Gemäss der dem Bericht zugrundeliegenden Umfrage sind die FRP nach dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) eine der bevorzugten Förderquellen für F&I-Projekte in der Schweiz (SNF: 40%, FRP: 35% der Befragten).
- Die FRP fördern in bedeutendem Umfang internationale Zusammenarbeiten, für welche die schweizerischen F&I-Förderinstitutionen (SNF und Innosuisse) keine entsprechenden nationalen Förderinstrumente anbieten.
- Für FRP-Teilnehmende aus der Schweiz ist der Zugang zu Fördermitteln ein wichtiger Beweggrund für die Beteiligung an FRP-Projekten. Ebenso wichtig sind auch die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit europäischen Partnern, die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Prestigegewinn auf internationaler Ebene.
Die Beteiligung der Schweiz an den FRP stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft und führt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.
- Die Teilnahme an FRP-Projekten führt zu Umsatzsteigerungen (bei ca. 30% aller Projektbeteiligungen durch Industrie und KMU) und Unternehmensgründungen (bei ungefähr jeder zehnten Projektbeteiligung).
- Die Teilnahme an FRP-Projekten generiert in der Schweiz im Mittel einen neuen Arbeitsplatz pro Projektbeteiligung.
- Innovationsorientierte FRP-Projekte begünstigen Patentaktivitäten (im Mittel generiert fast jede zweite Projektbeteiligung durch schweizerische Unternehmungen ein Patent) und die marktnahe Entwicklung innovativer Produkte (bei zwei Dritteln der Projektbeteiligungen durch Unternehmen in der Schweiz).
Die Beteiligung der Schweiz an den FRP stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft und führt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.
- Die Teilnahme an FRP-Projekten erzeugt eine rege Publikationstätigkeit (je nach Programm etwa fünf Publikationen pro Projekt). Insbesondere Verbundprojekte (Forschungspartner aus mehreren Ländern arbeiten zusammen) tragen dazu bei, dass Publikationen von Teilnehmenden aus der Schweiz mit ausländischen Co-Autorinnen und Co-Autoren entstehen.
- Die FRP spielen eine wichtige Rolle in der Ausbildung des Nachwuchses im schweizerischen F&I-Bereich: Im Schnitt erzeugt jede Projektteilnahme je einen Master- und Doktoratsabschluss beim Schweizer Partner.
- Der Einfluss der Mitarbeit in einem FRP-Projekt auf die eigene Karriere wird von Teilnehmenden aus den Hochschulen als sehr positiv empfunden (bei den Teilnehmenden aus dem privaten Sektor ist dies weniger der Fall). Gemäss den Umfrageergebnissen haben insbesondere die Förderangebote des Europäischen Forschungsrates (Einzelstipendien) eine grosse Wirkung auf die Karriere der Befragten.
Die Beteiligung an den FRP hat in der Schweiz positive gesellschaftliche Auswirkungen.
- FRP-Projektbeteiligungen münden in gesellschaftlich relevante Ergebnisse wie die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, die auf neuen Technologien (z.B. 5G, Internet of Things, Quantencomputer) basieren.
- Die aus FRP-Projekten gewonnen Erkenntnisse liefern konkrete Grundlagen für politische Massnahmen (z.B. Klimaszenarien oder die Kartierung von Naturgefahren).
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