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Heute am 15. September jährt sich der Ehrentag des genialen Erfinders und Automobilkonstrukteurs Ettore Bugatti zum 133. Mal. Dies allein ist zwar schon eine Erwähnung wert, doch paart sich heuer Ettores Geburtstag noch mit dem 80. „Geburtstag“ des derzeit teuersten Automobils der Welt, der 1934 erschienenen Serie Bugatti Type 57.
1901, mit gerade einmal zwanzig Jahren, wird Bugatti technischer Konstruktionsleiter bei dem damaligen Automobilfabrikanten De Dietrich & Compagnie im elsässischen Niederbronn. Da der junge Ettore nach damaliger Lesart noch nicht volljährig war, unterzeichnet sein Vater den Anstellungsvertrag. Ab 1909 lebt Bugatti in Köln und arbeitet bei der Deutzer Gasmotoren-Fabrik. Nach Feierabend entwickelt er im Keller seines Hauses komplett von der ersten Schraube an sein erstes eigenes Fahrzeug, welches wenig später auf dem noch jungen Automobilmarkt erscheint und das noch heute verwendete ovale, rote Bugatti-Signet tragen sollte.
Originale Bugatti aus den 1930er Jahren erreichen bei Auktionen heute unglaubliche Preise. Ein im Jahre 2010 versteigerter 1936er Bugatti Type 57SC Atlantic stieg in dermassen schwindelerregende Höhen, dass das Auktionshaus Gooding & Company den genauen Betrag schon gar nicht mehr zu nennen wagte. Experten sprechen von einer Summe zwischen 30 und 40 Mio. US-Dollar, die der unbekannte Sammler auszugeben bereit war.
Dagegen nimmt sich der Anschaffungspreis eines aktuellen Bugatti Veyron 16.4 als Neuwagen mit rund 1,8 Mio. Franken geradezu günstig aus. Der in der Variante Bugatti Veyron 16.4 Super Sport mit einer Leistung von 1200 PS ziemlich starke und mit 431 km/h ziemlich schnelle Sechszehnzylinder-Supersportwagen war bereits bei seiner Vorstellung des Grundmodells im Jahre 2005 mit 407 km/h der schnellste Seriensportwagen der Welt.
Ettore Bugatti lebte ab 1915 für einige Zeit in Paris. Die französische Hauptstadt war schon damals eine der am dichtest bebauten und am meisten befahrenen europäischen Metropolen und die erste Stadt, die ab 1957 Parkscheiben als Mittel zur Parkraumbewirtschaftung eingesetzt hat.
Ettore Bugatti hat die Einführung der Parkscheibe zwar nicht mehr miterlebt, wäre als Konstrukteur aber bestimmt von der Idee einer Automatischen Parkscheibe begeistert gewesen. Und wenn es schon damals den RoboCleaner für den Haushalt gegeben hätte, hätte Ettore Bugatti noch mehr Zeit für seine genialen Motoren- und Fahrzeugkonstruktionen gehabt…
Fotos: www.supercars.net