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Nicht sonderlich zufrieden zeigt sich die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST mit dem Tempo, in dem die Analysen von Verkehrszwischenfällen im zurückliegenden Jahr durchgeführt wurden. Im Jahresbericht, der jetzt vorgelegt wurde, mahnt Pieter Zeilstra, Präsident der zuständigen Kommission im Bundesrat an, dass die Bearbeitungszeiten deutlich über denen des Vorjahres gelegen hätten - „wenn auch nur um wenige Wochen“, wie er sagt. Was zumindest zum Teil auch an der starken Bindung der Experten an dem Absturz der Junkers Ju 52 vom 4. August 2018 lag, bei dem zwanzig Personen zu Tode kamen. Das habe über mehrere Monate hinweg einen signifikanten Anteil der Ressourcen gebunden. Allerdings hat auch die Zahl der Zwischenfälle in der Luftfahrt um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und um 60 Prozent gegenüber 2013 zugenommen. Die Anzahl der eröffneten Untersuchungen sei mit 119 grösser als alle anderen seit 2006 erfassten jährlichen Werte.
2018 wurden der SUST insgesamt 1860 Zwischenfälle gemeldet. Beim öffentlichen Verkehr bewegte sich die Anzahl der 133 Meldungen im Bereich eines langjährigen Mittels. Bei den Eisenbahnen zeigten Untersuchungen zu Zwischenfällen, dass die Entwicklung der internationalen rechtlichen Grundlagen zu einer komplexen Landschaft der Verantwortlichkeiten mit zahlreichen Akteuren geführt habe. Über den ganzen Untersuchungsdienst konnten 115 Untersuchungen zu Unfällen und schweren Vorfällen abgeschlossen werden. Trambahnen wiesen mit sieben Todesopfern die höchste Anzahl seit 2012 auf.