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Erfahrungsberichte
Rubrik: Coaching, Supervision, MediationTherapie
Symbole und Metaebene als Unterstützung in der Therapie
von Eve Danuser, Benglen
Die Situation einer Klientin: Die Kinder sind ausgeflogen, ihr Mann ist beruflich sehr stark engagiert, oft erschöpft und für gewisse Themen nicht ansprechbar. Sie hat es satt, "nur die Infrastruktur" für ihren Mann zu liefern und immer verfügbar zu sein. Sie möchte sich verändern d.h. sich außer Haus sinnvoll beschäftigen, wie und was ist noch unklar.
Ihre Situation beschreibt sie symbolisch als einen breiten Wanderweg, der ohne Gefälle über grüne Wiesen führt, in einer wunderschönen Landschaft. Ca. 4 m vor ihr versperrt ein riesengroßer, eckiger, dunkler Felsbrocken den Weg. Auf meine Frage ob es eine Möglichkeit gäbe das Hindernis hinter sich zu lassen antwortet sie: "nein, der versperrt mir den Weg, der muß weg".
Obwohl rechts und links des Felsbrockens saftig grüne Wiesen liegen und genügend Raum zur Verfügung stünde vorbeizugehen, beharrt die Klientin ihre Wanderung fortzusetzen und zwar auf "ihrem" Weg! Ich habe ihr dann vorgeschlagen sich vorzustellen, wie ein Vogel über diese wunderschöne Landschaft fliegt und von weit oben zusieht, wie ein Felsbrocken einer Person den Weg versperrt. Was würde wohl dieser Vogel darüber denken? "Das ist ja völlig lächerlich" antwortet die Klientin energisch "es gibt so viel Platz, an diesem Stein vorbeizugehen ohne Risiko oder Gefahr - das man nur so stur sein kann"!
Sagt's und wird einen längeren Moment sehr still und nachdenklich. Was ist dazu noch viel zu sagen als: Meta-Ebene sei dank!