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Was hat Liebe damit zu tun?
Mehr als alles, so scheint es, wollen die Menschen geliebt werden. Sie wollen die Erfahrung machen, dass jemand ausserhalb von ihnen, im Allgemeinen eine andere Person (obwohl es auch ein Haustier, ein Gott oder irgendein anderes, womöglich fühlendes Wesen) sie will/braucht/liebt. Weshalb? Die meisten würden einfach sagen, dass es „natürlich ist für Menschen, dass sie geliebt werden wollen. Es ist Teil unserer Instinkte als menschliche Wesen.“ Ich kann dir jedoch versichern, dass es nur wie oben beschrieben ‚natürlich’ ist, wenn man noch nicht zum nicht-dualen Gewahrsein erwacht ist. Das wird klar durch die Tatsache, dass im nicht-dualen Gewahrsein es da draussen kein ‚anderes’ gibt, das dich dich wollen/brauchen/lieben könnte, denn was auch immer erfahren oder erkannt wird, ist in Wirlichkeit das eigene Selbst.
Die Wahrheit ist, dass wirkliche Liebe ein Ausdruck absoluter Intimität mit dem Selbst ist. Auch wenn du noch im Subjekt-Objekt Bewusstsein lebst, kannst du sehen, dass, wenn du Liebe fühlst, du sie in dir fühlst.
Die Liebe kommt nicht eigentlich von ausserhalb zu dir. Es ist deine Liebe, die du fühlst. Es kommen keine ‚Liebesstrahlen’ von dieser anderen Person. Im Wesentlichen geschehen folgende Dinge:
1. Dein Ego, das dir dauernd sagt, du seiest unvollkommen und unvollständig, hört damit für eine Weile auf, wenn es von einer Person (oder Sache) die richtige Diät bekommt, indem sie sagt, sie liebe dich. Eigentlich sagt dir dein Verstand, dass du von dieser Frau oder diesem Mann, Gott, Hund oder was auch immer geliebt wirst. Daher ist dein tief liegendes Gefühl der Unzulänglichkeit im Moment besänftigt und hört auf dir zu sagen, wie unwert du seiest. Für ein Weilchen glaubt das Ego, es sei okay. Wenn das geschieht, dann
2. bist du fähig, die Liebe, die du schon bist, zu erkennen und zu erfahren. Dieses tiefe Gefühl von Frieden, Präsenz und Selbstlosigkeit, die DU bist, vermag dann in den Verstand und das bewusste Selbst zu leuchten. Natürlich wird dies fälschlicherweise einem anderen Wesen zugeordnet. Aber diese Liebe kommt allein von dir. Es ist absolut unnötig, dass jemand anderer dich liebt. Es ist sogar eigentlich unmöglich für jemand anderen, dich zu lieben, da es niemand anderen gibt.
Und selbst wenn da jemand wäre, würde das keine Rolle spielen, denn die einzige Liebe, die du fühlst, ist die, welche der Quelle der Liebe entspringt, die du schon bist, wenn du aufhörst, dich nicht zu lieben. Es ist Selbstintimität, was du fühlst, erfährst und erkennst. Sie ist jederzeit erhältlich, wenn du nur willens und bereit bist, tief genug in das Erforschen und Erkennen von dem zu tauchen, was du wahrhaftig bist.
Das leugnet nicht die Tatsache, dass Gemeinsamkeit eine äusserst angenehme Sache sein kann – seine täglichen Erfahrungen und Gedanken auszutauschen, einander in den Armen zu halten, sexuelle Leidenschaft zu erfahren, die verschiedenen Ausdrucksformen zu erfahren, die der Körper/Geist zu bieten haben. Aber bringe Egobedürfnisse nicht mit Liebe durcheinander. Alles, was du erfährst ist dein Selbst, das sich selbst erfährt. Oder anders ausgedrückt: alles, was du erfährst, ist Gott, der sich mit dir als Handpuppe ausdrückt/erfährt.
Was hat also die Liebe damit zu tun? Nichts…. und Alles!