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Guido und seine Frau sind pensioniert und leben in einer kleinen Gemeinde im Bezirk Horgen. In seinem Berufsleben stand Guido viel mit Geschäftspartner:innen in Südamerika und in Russland im Kontakt. Nach der Pensionierung fehlte ihm der interkulturelle Austausch. Letztes Jahr begegnete Guido im Dorf einer Ukrainerin, die ihn um Hilfe bat. Als sie begonnen hat zu weinen, war er sehr berührt. Daher hat er sich entschieden, sich für Geflüchtete aus der Ukraine zu engagieren. So ist er zum Tandemprojekt „Gemeinsam Hier“ gekommen. Valentyna war Sprachlehrerin in der Ostukraine und ist nach Ausbruch des Krieges mit ihrem 14jährigen Enkel in die Schweiz geflüchtet. Sie wünschte sich hier jemanden, um Deutsch zu üben und soziale Kontakte zu pflegen.
Seit bald einem halben Jahr bilden Guido und Valentyna nun ein Tandem. Valentyna legt grossen Wert auf korrekte Sprache. Ihre Deutschkenntnisse haben sich in wenigen Monaten merklich verbessert. «Aber auch Guido hat seine Russischkenntnisse verbessert!», sagt sie lachend.
Guido hat auch Valentynas Enkel unterstützt und ihm ermöglicht, in einem Jugendorchester zu spielen. Kürzlich trat er in einem Konzert auf. Das war ein unvergesslicher Moment für alle.
Zusammen unternehmen Valentyna und Guido Spaziergänge und Ausflüge. Valentyna liebt es, unterwegs zu sein. Strahlend und in korrektem Deutsch sagt sie: «Ich bin glücklich mit dem Tandem».