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Drei Mützen im Brunnen
DREI MÜTZEN IM BRUNNEN erinnert an einen alten Kultfilm mit ähnlichem Titel, ist hier aber Slapstick, wie die Pritsche des Narren, die zuschlägt und keinem wehtut, ist Satire, in der alles und nichts gesagt wird und man dennoch das Gefühl hat, dass dauernd irgendetwas passiert, ist Humor aus Deutschland, wo jemand fast jeden Tag irgendwie überfahren wird und dennoch fröhlich bleibt, wo eine Khatia, die schön Klavier spielt, zu einem halben Kotelett eingeladen wird oder wo ein ehemaliger Führer, der nun wie ein Hund riecht, an einem englischen Strandbad entdeckt wird oder wo eine Kindermärchengestalt zum mächtigsten Präsidenten wird. Es ist wie das Wegblasen der Verzweiflung über die Schrecknisse unserer Zeit.
Klaus Grunenberg
Klaus Grunenberg wurde am 4.5.1939 in Stargard/Pommern
geboren. Nach abenteuerlicher Flucht und behüteter Jugend in einem katholischen Konvikt in Speyer sowie einem Studium an der TH-München- Weihenstephan war er als Braumeister tätig, mit Beteiligung an der Entwicklung der Betriebskontrolle, und später im Aussendienst der Pharma-Industrie. Seine gesammelte Lyrik, die ihn lebenslang begleitete, hat er in: ROTER KLATSCHMOHN SPRANG AUS DEN FELDERN und seine Prosa in: AUF DER SUCHE NACH DEN GOLDENEN ÄPFELN DER HESPERIDEN bei BoD veröffentlicht. Er hat drei Söhne und vier Enkel und lebt mit seiner Frau im unterfränkischen Gerolzhofen.