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Enstehung des mittleren Keimblattes (Mesoderm)
Die Muskulatur stammt mit wenigen Ausnahmen von Mesoblastzellen ab, welche ihrerseits ursprünglich aus einer Population von Epiblastzellen (Ektodermzellen) stammen, die über den Primitivstreifen (Stadium 6-11) zwischen das Hypoblast und die verbleibenden Epiblastzellen einwandern. Sie bilden so ein mittleres Keimblatt, die Mesodermschicht.
Differenzierung der Mesodermschicht zu Muskelgewebe
Die Mesodermschicht trennt das Hypoblast mit Ausnahme von zwei Stellen, der Membrana cloacalis und oropharyngealis, vollständig vom Ektoderm. Die Embryonalscheibe ist jetzt trilaminär (Stadium 8). Die Mesoblastzellen dieser Mesodermschicht werden in der Folge solange als Mesoblast bezeichnet, bis ihre spezifische mesenchymale oder epitheliale Bestimmung klar ist. In der weiteren Entwicklung proliferieren die Mesoblastzellen. Ein Teil dieser Zellen differenziert sich beidseits des Neuralrohrs in Somiten und Seitenplatte (Stadium 9). Etwas später wird das intermediäre Mesoderm (Stadium 10) sichtbar.
Aus dem paraxialen Mesoderm entsteht unter anderem die Skelettmuskulatur. Das intermediäre Mesoderm wirkt bei der Bildung des Harnsystems mit und aus dem Seitenplattenmesoderm, welches keine Gliederung (Metamerie) aufweist, bildet sich die Somato- und Splanchnopleura mit dem dazwischenliegende Zölom. Andere Mesoblastzellen lagern sich als kardiogene Platte oder Myokardplatte ab. Dies ist eine zusammenhängende Gruppe von kuboiden Zellen im ventralen Mesoderm vor der Prächordalplatte. Daraus entsteht die Herzmuskulatur.