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Der US-Softwareriese Microsoft und Amazon Web Services haben eine Deep-Learning-Bibliothek namens Gluon entwickelt und vorgestellt. Sie soll den Zugang von Entwicklern zu Machine Learning vereinfachen. Die als Open Source angebotene Bibliothek enthält demnach ein Interface, das die Entwicklung, Tests, das Anlernen und den Einsatz von Machine-Learning-Modellen für die Cloud und mobile Apps erleichtern soll.
AWS und Microsoft beschreiben Gluon in einer Aussendung als eine Programmierschnittstelle, die einfacher zu verstehen sei als vergleichbare Angebote. Entwickler soll sie in die Lage versetzen, ohne Nachteile für die Performance schneller neurale Netzwerk-Modelle aufzubauen.
Gegenwärtig funktioniert das Gluon-Interface allerdings nur mit dem Deep-Learning-Framework Apache MXNet. Mit einem kommenden Release soll es aber auch Microsofts Cognitive Toolkit unterstützen. Machine-Learning-Modelle liessen sich mit einem Python-API und verschiedenen vorgefertigten neuralen Netzwerkkomponenten erstellen. Darüber hinaus sollen auf Github die Referenzspezifikationen von Gluon vorliegen, die es erlauben, das Interface in andere Deep-Learning-Engines zu integrieren.
Microsoft und Amazon vertiefen damit ihre Partnerschaft im Bereich Artificial Intelligence. Bereits im August kündigten die beiden Partner an, ihre digitalen Assistenten Microsoft Cortana und Amazon Alexa künftig darauf zu trimmen, dass sie künftig imiteinander kommunizieren könnten.