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Brown Charles, Konstrukteur, 1827-1905
Johann Jakob Sulzer-Hirzel, einer der beiden Sulzer Brüder, die 1834 zusammen mit ihrem Vater Johann Jakob Sulzer-Neuffert die Giesserei Sulzer gründeten, holte Brown 1851 von England nach Winterthur.
Charles Brown war ein englischer Maschinenkonstrukteur. Er war Autodidakt, Praktiker und hatte ein außerordentliches räumliches Vorstellungsvermögen. Er trat 1851 in die Firma Sulzer in Winterthur ein, die damals 100 Angestellte hatte. Brown kann aus einer best ausgerüsteten Fabrik in die Schweiz, fand in Winterthur zwar eine gute Giesserei und Kesselschmiede vor, aber keine Maschinenfabrik. Auf seine Nachfrage bekam er von Sulzer die Antwort: „Werkzeuge und Maschinen können Sie haben so viele sie wollen, aber herstellen müssen Sie sie selber“. So gab Brown dem Unternehmen den nötigen Schub, um die Grundlagen zum späteren Weltkonzern zu entwickeln.
Er heiratete Eugénie Pfau, mit der er sechs Kinder hatte. 1871 verliess er Sulzer und gründete zusammen mit Investoren und ihm als Leiter die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM). Er selbst konstruierte verschiedene Lokomotiv-Typen. Ab 1884 wirkte er bei der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) und entwickelte dort mit seinem Sohn den ersten leistungsstarken Drehstromgenerator. Sein Sohn Charles Eugene Lancelot Brown gründete daraufhin zusammen mit Walter Boveri in Baden die Firma Brown, Boveri & Cie. Sein Sohn Sidney Brown, der ebenfalls für die Brown Boveri & Cie arbeitete, trug eine beachtenswerte Kunstsammlung zusammen, welche heute im Museum Langmatt in Baden gezeigt wird. Bereits 1886 zog Brown senior nach Italien. In Pozzuoli bei Neapel übernahm er die Leitung des staatlichen Marinewerkes. Diese Position fesselte ihn jedoch nicht. 1891 liess er sich in Basel nieder. Dort verstarb er 1905 im Alter von 79 Jahren.