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Zweifach-Triumph für Portmann beim Weltcupfinale
Stefan Portmann und Martin Schacher reisten zum Weltcupfinale nach Sauris, Italien, wo die letzten vier Weltcuprennen dieser Saison ausgetragen wurden. Portmann überzeugte an allen vier Tagen, vor allem aber im Riesenslalom und Super-G mit seinen Siegen.
Das Weltcupfinale der Grasskifahrer mit vier Rennen in vier Tagen fand vom 13. bis 16. September im italienischen Sauris statt. Bereits am Mittwochnachmittag reiste das Schweizer Team mit vier Athleten, darunter der Escholzmatter Martin Schacher, nach Sauris. Stefan Portmann aus Wiggen, der im August eine Zusatzausbildung begonnen hat und am Nachmittag noch eine Prüfung an der Technischen Fachschule Bern absolvieren musste, stiess erst in der Nacht auf Donnerstag zum Team hinzu.
Sieg für Portmann im Riesenslalom
Mit dem Riesenslalom am Donnerstag wurden das Finale und somit der Kampf um die Kristallkugeln, die Trophäen für die Gesamtweltcupsiegerin und den Gesamtweltcupsieger, lanciert. Der Deutsche Marcel Knapp führte das Feld nach dem ersten Lauf an, gefolgt von den zeitgleichen Mirko Hüppi aus der Ostschweiz und Philipp Gschwandtner aus Österreich. Der Weltcupführende Edoardo Frau aus Italien fuhr auf Zwischenrang fünf. Stefan Portmann positionierte sich in Lauerstellung auf Rang sechs. Keinen guten Tag erwischte Martin Schacher, er schied im ersten Lauf bereits im oberen Teil aus.
Der vom Deutschen Johannes Köhler gesteckte zweite Durchgang änderte am Endergebnis noch einiges. Stefan Portmann realisierte mit einer sensationellen Fahrt die absolute Bestzeit. Er entschied, von Zwischenrang sechs aus, den Riesenslalom noch für sich und feierte den 13. Weltcupsieg in seiner Karriere. Der Führende nach dem ersten Durchgang, Marcel Knapp, fiel auf Rang vier zurück. Edoardo Frau verbesserte sich auf Rang zwei und komplettierte mit dem Drittplatzierten Philipp Gschwandtner das Podest. Mirko Hüppi musste sich mit Rang sechs begnügen und verlor weitere Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup gegenüber dem Führenden Edoardo Frau.
Top-5 Platz für Portmann im Slalom
Sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren wurde im drittletzten Rennen der Saison der Gesamtweltcup entschieden. Sieger des Slaloms wurde mit einer fulminanten Aufholjagd im zweiten Durchgang der Italiener Lorenzo Gritti. Mit knapp 70 Hundertstelsekunden Rückstand folgte ihm Edoardo Frau auf Rang zwei. Marcel Knapp profitierte vom Einfädler des zur Halbzeit Führenden Mirko Hüppi und wurde Dritter. Aber auch für Stefan Portmann gab es ein erfreuliches Ergebnis. Er fuhr im zweiten Lauf des Slaloms mit der drittbesten Zeit ins Ziel und erreichte in der Endabrechnung den fünften Rang. Für Martin Schacher konnte es nur besser laufen als am Vortag. Er zeigte sich zufrieden mit seiner Leistung und dem 24. Rang.
Gesamtweltcupsieg an Edoardo Frau und Kristin Hetfleisch
Edoardo Frau konnte durch seinen zweiten Rang und wegen des Ausfalls von Mirko Hüppi vorzeitig den Sieg im Gesamtweltcup klar machen. Er gewann damit bereits zum sechsten Mal die Kristallkugel. Bei den Frauen reichte der Österreicherin Kristin Hetfleisch ebenfalls ein zweiter Rang um sich die Kugel im Gesamtweltcup zu sichern.
Hüppi und Portmann Top-5 in der Superkombination
Am dritten Tag des Weltcupfinales wurde die Superkombination ausgetragen. Edoardo Frau, beflügelt vom Gewinn des Gesamtweltcups, führte nach dem Super-G das Feld vor dem Tschechen Martin Bartak und dem wiederum stark gefahrenen Stefan Portmann an. Martin Schacher lag zur Halbzeit auf Rang 23. Im anschliessenden Slalom war wiederum Lorenzo Gritti kaum zu bremsen. Von Zwischenrang acht fuhr er mit der deutlichen Laufbestzeit noch auf den zweiten Rang vor. Edoardo Frau gelang es dennoch die Führung vor seinem Teamkollegen zu behaupten und er gewann die Superkombination. Martin Bartak wurde Dritter. Portmann konnte seinen dritten Rang aus dem ersten Durchgang im Slalom nicht verteidigen, und musste sich neben Gritti auch seinem Teamkollegen Hüppi geschlagen geben. Hüppi und Portmann belegten am Ende die Plätze vier und fünf. Martin Schacher hielt seinen 23. Rang.
Schweizer Doppelsieg im Super-G
Zum Abschluss der Weltcupsaison fand am Sonntag der Super-G statt. Die Organisatoren hatten am Samstag nach der Superkombination noch einen Sprung für mehr Spektakel eingebaut; die Schweizer Athleten waren voller Vorfreude. Das Lachen war auch nach dem Rennen noch in den Gesichtern zu sehen. Mit angriffigen Fahrten fuhren Stefan Portmann und Mirko Hüppi einen Doppelsieg für die Schweiz ein. Martin Bartak, der die gleiche Zeit wie Hüppi aufstellte, wurde ebenfalls Zweiter. Martin Schacher rundete mit seiner stärksten Leistung beim Weltcupfinale und dem 17. Rang das tolle Teamergebnis ab.
Portmann resümierte nach dem starken Finale: «Ich freue mich riesig über die beiden Siege im Riesenslalom und Super-G. Meine Planung mit Training und ausgewählten Renneinsätzen geben mir mit den Resultaten recht und zeigen mir, dass ich auf dem richtigen Weg für die Weltmeisterschaft 2019 auf der Marbachegg bin.».
Bei den Frauen vermochte die Österreicherin Kristin Hetfleisch den Riesenslalom beim Weltcupfinale für sich zu entscheiden. Im Slalom, in der Superkombination und im Super-G gewann ihre Teamkollegin Jacqueline Gerlach.
Zweiter und Siebter im Gesamtweltcup
Mirko Hüppi konnte dank des zweiten Platzes im Super-G den hervorragenden zweiten Rang im Gesamtweltcup vor Martin Bartak verteidigen. Stefan Portmann schloss trotz der wenigen Renneinsätze den Weltcup auf dem guten siebten Gesamtrang ab. Martin Schacher war ebenfalls nicht bei allen Wettkämpfen im Einsatz und wurde 35.
Wenn sich das Wetter weiterhin gut hält, werden Portmann und Schacher im Herbst weitere Trainingseinheiten auf der Marbachegg zur Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft 2019 absolvieren.
16.09.2018 (alp)
Foto by Livio Combi