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<h2>SubmittedText<h2><p>Aufgrund der Motion Vermot vom März 1998 wurden auf Anfang des Jahres 2000 im Bundesamt für Gesundheit die rechtlichen, politischen und finanziellen Voraussetzungen für eine Stelle für Frauengesundheit geschaffen. Der Bundesrat hat sich deutlich für eine Gesundheitspolitik ausgesprochen, die den geschlechtsspezifischen Aspekten Rechnung tragen sollen.</p><p>Es war vorgesehen, dass die neue Stelle speziell der Vernetzung und der Zusammenarbeit mit den verwaltungsinternen Stellen Rechnung tragen sollte. Weder in Fachkreisen noch in der Öffentlichkeit wurde die Stelle bisher wahrgenommen.</p><p>Deshalb bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wo wurde die Stelle für Frauengesundheit angesiedelt, und wann wurde die Stelle besetzt?</p><p>2. Welches Profil wurde für die Stelle für Frauengesundheit vorgegeben?</p><p>3. Welche mittel- und langfristigen Ziele verfolgt das Bundesamt für Gesundheit mit der Stelle für Frauengesundheit? Mit wem wird die Stelle zusammenarbeiten?</p><p>4. In welchem Rahmen darf eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit erwartet werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Basierend auf:</p><p>- dem Frauengesundheitsbericht der Schweiz vom März 1996;</p><p>- der Antwort des Bundesrates vom 27. Mai 1998 auf die am 21. März 2000 vor der Behandlung durch das Parlament zurückgezogene Motion Vermot (98.3082, Schaffung einer Zentralstelle für Frauengesundheit beim Bund); und</p><p>- dem "Aktionsplan 1999 der Schweiz - Gleichstellung von Frau und Mann", Folgearbeiten zur 4. Uno-Weltfrauenkonferenz von Beijing 1995</p><p>wurde in der Schweiz eine nationale Stelle für geschlechtsspezifische Gesundheitsfragen mit dem Namen "Gender Health" eingerichtet. Das Postulat Genner (00.3364, Beratungsangebot für Fragen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit) bestätigt den Handlungsbedarf in diesem Bereich. Die Fragen im Zusammenhang mit der Frauengesundheit, die in Zukunft von der Stelle "Gender Health" bearbeitet werden, werden so in einem allgemeineren Umfeld verankert.</p><p>1. Da das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einigen spezifischen Bereichen der Frauen- und Männergesundheit schon über Erfahrung verfügt und mit den politischen Gesundheitsorganen zusammenarbeitet, wurde die Stelle in diesem Amt angesiedelt. Die intern mit dem Aufbau der Stelle designierte Person nahm ihre Arbeit im April 2000 auf, verliess das BAG jedoch Ende September. Die Stelle wird im Lauf des Jahres 2001 neu besetzt werden.</p><p>2. Die Stelle "Gender Health" hat folgende längerfristig zu realisierende Aufgaben:</p><p>- Aufbau einer nationalen Fachstelle zur Überwachung und Förderung der geschlechtsspezifischen Gesundheitsfragen;</p><p>- Planung und Umsetzung von Projekten;</p><p>- Vernetzung, Koordination und Zusammenarbeit mit Stellen und Fachleuten in der Schweiz und international;</p><p>- Erfassung und Erstellung einer Dokumentation (an eine verwaltungsexterne Stelle zu delegieren);</p><p>- Aktualisierung der bestehenden Angebote in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Beratung und Gesundheitsdienst sowie die Verbesserung der Qualität dieser Angebote;</p><p>- Bestandesaufnahme und Verbreitung des Wissensstandes (Berichte, Hinweise auf Handlungsbedarf, Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen);</p><p>- Fach-, Informations- und Konsultationsstelle.</p><p>3. Der Aufbau und die Einrichtung der Fachstelle "Gender Health" ist das erste Ziel des BAG. Die mittel- und langfristigen Ziele, die das Amt mit der Schaffung dieser Stelle anstrebt, sind die explizite Integration der geschlechtsspezifischen gesundheitlichen Besonderheiten und Bedürfnisse von Männern und Frauen in alle Bereiche der Gesundheit. Diese Ziele werden zusammen mit einer vom BAG beauftragten Arbeitsgruppe festgelegt. Stellen, Institutionen und Organisationen, die über spezifische Erfahrung in diesem Bereich verfügen, werden in dieses Vorgehen eingebunden. Wichtig ist auch, die Entwicklungen auf internationaler Ebene zu verfolgen und daraus die Lehren für die Schweiz zu ziehen. In dieser ersten Phase soll ein Aktionsplan erarbeitet werden, der in Zusammenarbeit mit den betroffenen Stellen des Bundes und der Kantone sowie mit den NGO umgesetzt wird.</p><p>4. Bei der Umsetzung eines Aktionsplans im Bereich "Gender Health" handelt es sich um einen langfristigen Prozess, in dem eine nachhaltige Kommunikations- und Informationstätigkeit unerlässlich sind. Dabei spielt die Information der Öffentlichkeit, insbesondere der Zielgruppen, eine wesentliche Rolle. Wissenschaftliche Kenntnisse und die zusammengetragene Dokumentation zum Thema "Gender Health" werden den Institutionen und betroffenen Personen zur Verfügung gestellt. Diese sollten zudem auch zu bestehenden Angeboten in den Bereichen Ausbildung, Beratung und Gesundheitsdienst Zugang haben. Es ist vorgesehen, zu diesem Zweck ein Dokumentationszentrum einzurichten.</p>  Antwort des Bundesrates.