Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03322.jsonl.gz/1497

Zehntausende Demonstranten haben am Samstag in London gegen das «schädliche Zusammenwirken» der britischen Premierministerin Theresa May und des US-Präsidenten Donald Trump protestiert.
Sie forderten von May, ihre Einladung an Trump zu einem Staatsbesuch zurückzuziehen, und nannten seine Einreisebeschränkungen in die USA «rassistisch». Der friedliche Protestzug am Nachmittag begann an der US-Botschaft und endete in der Downing Street Nr. 10.
Die Teilnehmer trugen Plakate mit Aufschriften wie «Muslime nicht zum Sündenbock machen» oder «Theresa May, schäme dich!». Den Marsch hatten mehrere Friedens- und religiöse Gruppierungen organisiert. Sie sprachen von etwa 40'000 Teilnehmern. Ähnliche Aktionen seien in Edinburgh und im nordirischen Belfast organisiert worden. Trump hatte May kürzlich als seinen ersten Staatsgast empfangen.
Über 1,8 Millionen Menschen unterzeichneten eine Petition, die den Staatsempfang von Trump in Grossbritannien verhindern soll. Als Begründung heisst es auf der Petitions-Webseite: «Donald Trumps gut dokumentierter Frauenhass und seine Vulgaritäten disqualifizieren ihn, von ihrer Majestät der Queen oder dem Prinzen von Wales (Prinz Charles) empfangen zu werden.»
Trump solle zwar einreisen dürfen, aber ihm dürfe kein offizieller Empfang zustehen. Nach Regierungsangaben hat die Petition keinen Einfluss auf die Einladung. (sda/dpa)
Zu beneiden war Königin Elizabeth II. beim traditionellen Queen's Speech zur britischen Parlamentseröffnung am Mittwoch nicht. Grossbritannien ist in der Krise, ihr 96-jähriger Mann, Prinz Philip, ist seit der vergangenen Nacht im Spital und dann musste sie auch noch US-Präsident Donald Trump ausladen.
Traditionell beginnt die Rede mit der Bekanntgabe der in den nächsten zwei Jahren anstehenden Staatsbesuche. Dabei erwähnte die Queen am Mittwoch nur das spanische Königspaar. …