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Über den Nutzen von Krebs-Früherkennungsprogrammen ist man sich schweizweit uneinig. Gewisse Kantone sind überzeugt, dass sie Leben retten und bieten ihrer Bevölkerung flächendeckende Screeningprogramme. Andere Kantone wiederum verzichten darauf.
Der PSA-Test – PSA steht für prostataspezifisches Antigen – ist ein simpler Bluttest. Er misst ein Eiweiss, das nur von den Zellen der Prostata hergestellt und ins Blut ausgeschüttet wird. Ein erhöhter PSA-Wert deutet darauf hin, dass mit der Prostata etwas nicht in Ordnung ist. PSA kann ein Hinweis auf Prostatakrebs sein. Es gibt aber auch noch andere Gründe für ein erhöhtes PSA. Damit Sie sich schnell und übersichtlich über den Nutzen und die Risiken des PSA-Tests zur Prostatakrebsfrüherkennung informieren können, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Harding-Zentrum für Risikokompetenz die Faktenlage mit den wichtigsten Vor- und Nachteilen zusammengestellt.
In fünf Langzeitstudien nahmen Tausende Männer über 50 Jahren entweder regelmässig am PSA Test teil oder nicht. Die Zahlen beziehen sich auf je 1000 Männer über 50 Jahre, die über einen Beobachtungszeitraum von 11 Jahren regelmässig den PSA-Test durchgeführt haben (Screeninggruppe) und eine gleich grosse Gruppe, die nicht am Screening teilnahm (Vergleichsgruppe).
Langzeitstudien zur Prostatakrebs-Früherkennung
PSA-Screening
Die Auswertung der wissenschaftlichen Studien zeigt, dass das PSA-Screening die Zahl der in elf Jahren an Prostatakrebs verstorbenen Männern nicht zu senken vermochte. Die Zahl der insgesamt an Prostatakrebs verstorbenen Männern war in den Gruppen mit und ohne PSA-Screening identisch: Sieben von je 1000 Männern starben an Prostatakrebs. Insgesamt hatte der PSA-Test keinen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate. Bei 160 von je 1000 Männern in der Screening-Gruppe wurde in den beobachteten elf Jahren eine Biopsie durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass das PSA-Testergebnis ein Fehlalarm war. Bei 20 von je 1000 Männern der Screening-Gruppe wurde fälschlicherweise Prostatakrebs diagnostiziert und behandelt.
Weitere Informationen:
In seinem Bericht vom Oktober 2011 hält das Swiss Medical Board fest, dass die Bestimmung des PSA-Wertes bei symptomlosen Männern nicht gerechtfertigt sei. Zum Bericht >