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Theodor Billroth
(1829–1894)
An Theodor Billroth erinnert in Fluntern eine Gedenktafel an der Plattenstrasse 52. Hier musizierte er zusammen mit Johannes Brahms.
Billroth nahm1860 den Ruf nach Zürich auf den Chirurgie-Lehrstuhl an. Hier kämpfte er um die wissenschaftliche Basis der Chirurgie und war der eigentliche Begründer der Qualitätskontrolle in der Medizin: Nicht die reinen Erfolgsmeldungen seien aussagekräftig, sondern der ganze – auch langfristige – Verlauf nach einer Behandlung sei ausschlaggebend. Hierzu führte er genauestens Buch auch der eigenen Operationsresultate und publizierte schonungslos Statistiken über erfolgreiche und misslungene chirurgische Neuerungen seiner Klinik.
Auch ausserhalb seiner medizinischen Tätigkeit erlangte Billroth einige Berühmtheit. Seit 1867 Ordinarius für Chirurgie an der Universität Wien veröffentlichte er dort 1875 das Buch «Lehren und Lernen», in dem er jüdische Studenten als «Streber mit einem Strohkopf… einem Gehirn wie Lehm…» bezeichnete. (Billroth, Lehren und Lernen, S. 149). Später distanzierte er sich von diesen Ansichten.
Lorenzo Käser