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Die Credit Suisse plant, einen beträchtlichen Teil des Investment Bankings von Russland nach England zu verlagern. Ganz aufgegeben werden die Aktivitäten in Moskau aber nicht.
Die Grossbank Credit Suisse (CS) will einen Teil ihrer Aktivitäten im Bereich Investment Banking in Moskau einstellen und nach London verlagern. Dies geschehe aus Kostengründen, wie die Nachrichtenagenturen «Reuters» und «Bloomberg» mit Verweis auf mit der Sache vertraute Personen am Mittwochabend mitteilen. Den Angaben zufolge will die Bank ihre Geschäfte im Bereich «capital-markets and advisory» in die britische Finanzmetropole verschieben.
Diese Massnahme stehe im Zusammenhang mit der Kapitalflucht aus Russland, heisst es. So fliessen nach Angaben von «Reuters» jährlich 80 Milliarden US-Dollar aus Russland ab, was die Korruption und die Rechtsunsicherheit in dem Land reflektiere. Ein weiterer Grund sei, dass CS Marktanteile an staatlich geförderte Konkurrenten wie Sberbank verloren habe.
Der CEO der russischen CS-Abteilung, Steven Hellman, werde aber zusammen mit Chairman Diana Gindin weiterhin in der russischen Hauptstadt bleiben, um den Handel in den Bereichen «russian equities, fixed income and private banking» zu beaufsichtigen. Eine CS-Sprecherin bestätigte gegenüber dem Branchenportal «finews.ch», dass man schaue, wie im Rahmen des Sparprogramms die Ressourcen am besten eingesetzt werden könnten - die Umsiedelung dieser «Handvoll» Banker gehöre nun auch dazu.
(chb/vst/awp)