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Die Erfahrung zeigt, dass ein höherer Frauenanteil in den politischen Organen weder sichergestellt noch automatisch, rasch oder unwiderruflich ist. Um eine nachhaltige Gleichstellung zu erreichen, müssen die Hindernisse für den Zugang und die Beteiligung der Frauen in den politischen Kreisen analysiert und konkrete, proaktive und notwendige Massnahmen ergriffen werden.
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- Verpflichtung, möglichst rasch langfristige Strategien für einen geschlechtergerechten Nachwuchs zu entwickeln
- Umsetzung, wenn dies Teil ihrer Organisationskultur ist, von Quoten für die Listen und/oder Organisation und Finanzierung von Frauensektionen
- Wahl von Frauen in die Parteiorgane, in die externen Kommissionen, die Macht haben, sowie für die Medienberichterstattung
- Würdigung von guten Beispielen durch das Sichtbarmachen der Kompetenzen und Errungenschaften der Kandidatinnen und der gewählten Frauen
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1. Die Situationsanalyse
Will eine Partei eine untervertretene Gruppe - wie beispielsweise die Frauen - fördern, sollte sie sich zuerst einmal einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen. Am Beispiel der Frauen wird nachfolgend aufgezeigt, welchen Fragen in einer solchen Analyse nachgegangen werden könnten:
- Wie viele Wählerinnen hat die Partei?
- Wie viele weibliche Mitglieder hat die Partei?
- Wie viele aktive Mitglieder hat die Partei?
- Wie viele Kandidatinnen stehen auf den Wahllisten?
- Und wie viele Frauen werden schlussendlich gewählt?
2. Ziele setzen
Die Situationsanalyse ergibt ein Bild. Daraus können Potentiale gelesen werden. Hat eine Partei beispielsweise viele weibliche Mitglieder, die jedoch alle eher inaktiv sind? Dann könnte ein Ziel sein, die weiblichen Mitglieder zu mehr Mitarbeit zu motivieren.
3. Massnahmen definieren
Ist das Ziel klar, kann die Partei konkrete Massnahmen definieren. Hier ist es wichtig, den Kontext, die Werte und Weltbilder der eigenen Partei einzubeziehen. Nicht alle Massnahmen funktionieren für alle Parteien ! Ideen für konkrete Massnahmen.
4. Überprüfen
Bringt die Massnahme den erhofften Erfolg? Oder muss sie verändert oder durch eine andere Massnahme ersetzt werden? Durch periodisches Überprüfen kann die Partei die Massnahmen stetig verbessern und weiterentwickeln.
5. Langfristiges Engagement
Politische Parteien haben eigentlich eine andere Kernkompetenz. Sie machen Politik. Zudem leisten die allermeisten Mitglieder Freiwilligenarbeit. Da kann die Zeit und Energie für interne Anliegen manchmal knapp werden. Daher ist es wichtig, dass die Massnahmen so konzipiert werden, dass sie mit minimalem Aufwand langfristig wirken. Dazu braucht es auch klar definierte Verantwortlichkeiten.
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- Sich organisieren
- Sich von partizipativen Modellen inspirieren lassen, die in der aktuellen sozialen Bewegung entwickelt werden
- Konkreter Einsatz für die Gleichstellung
- Sich in den Machtspielen üben – und in den Räten Einsitz nehmen
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- Entwicklung von Funktionsweisen, die den Bedürfnissen der Frauen und den erfahrenen Einschränkungen entsprechen
- Verbesserung der Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und sozialem oder politischem Engagement: Diese Herausforderung ist keine Privatsache
- Mobilisierung der Wählerschaft für die Wahl von Frauen
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- Den Platz der Frauen in der Politik zur Norm und zu einer Priorität machen
- Die bestehenden Modelle aufwerten
- Die Frauen in der Politik mit einer echten Sichtbarkeit in den Medien fördern, ohne Klischees