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Kantate zum Epiphaniasfest, für Tenor und Bass, Vokalensemble, Horn I+II, Blockflöte I+II, Oboe da caccia I+II, Streicher und Basso continuo
Die zum Epiphaniasfest 1724 komponierte Kantate ist eine rechte Dreikönigsmusik, in der die herrschaftlichen Hörner zu den Blockflöten und tiefen Oboen der Hirtenwelt an der Krippe hinzutreten und mit ihnen dialogisieren. Entsprechend dominieren warme und festliche Töne sowie schwingende Dreierrhythmen; das Kopfmotiv des Eingangschores hat Bach auch für das grosse C-Dur-Orgelpräludium BWV 547/1 benutzt, das nicht zufällig in Organistenkreisen als «Diakonissen-Walzer» bekannt ist. Dass der Kantatentext zugleich darauf hinweist, jenseits aller Schätze das Herz der Gläubigen als wahre Morgengabe zu betrachten, trägt eine ethische Dimension in die Komposition hinein, die wie ein spannungsvoller Vorausblick auf das anbrechende neue Jahr wirkt.