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Die Einführung der obligatorischen 2. Säule
Eine volkswirtschaftliche Analyse der Problematik des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG).
Die Tatsache, dass über die Altersvorsorge ein immer grösser werdender Teil des Sozialproduktes geflossen war, liess auch gewichtige volkswirtschaftliche Interdependenzen zwischen den System en der Altersvorsorge und den gesamtwirtschaftlichen Grössen vermuten. Die Arbeit stellte sich die Aufgabe, diese Interdependenzen für die Schweiz theoretisch und empirisch aufzuzeigen. Ausgehend vom institutionellen Hintergrund und den damals politischen Fragen drängte sich eine Analyse der 2. Säule auf.
Viele der damals diskutierten Punkte der beruflichen Vorsorge waren eigentlich Probleme des Kapitaldeckungsverfahrens, des Finanzierungsverfahrens der 2. Säule. Umstritten war die Behauptung, das Kapitaldeckungsverfahren sei wachstumsfördernd, billiger als das Umlageverfahren, erhöhe die gesamtwirtschaftlichen Ersparnisse, beinhalte keine Umverteilung und jeder Versicherte spare für sich selber. Es wurde erklärt, dass das Kapitaldeckungsverfahren unabhängig von Änderungen der Bevölkerungsstruktur sei, und dass die Vermögen der 2. Säule real abgesichert seien. Alle diese Fragen wurden in der ökonomischen Analyse des Kapitaldeckungsverfahrens untersucht.