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Kurz bevor ich vom White Pass loslaufen wollte, bekamen die anwesenden Hiker die Information vom Fire Departement, dass der PCT nach ca. 20 mi nach dem White Pass bis zum Snoqualmie Pass durch den Waldbrand am Mount Jolly geschlossen ist. Zusammen mit den anderen „gestrandeten“ Hikern wurde nach Fahrlösungen zum Snoqualmie Pass gesucht.
Öffentliche Verkehrsmittel sind in den ländlichen Gebieten kaum vorhanden. Ich hatte das Glück, eine Trailfreundin aus der Wüstenzeit auf dem White Pass getroffen zu haben. Diese war seit einiger Zeit mit jemandem unterwegs, die versuchte, aus ihrem Bekanntenkreis jemanden zu finden, der sie um die Waldbrandregion fahren würde.
Es hat geklappt und für mich war auch ein Platz im Auto frei. Die Fahrt dauerte am kommenden Tag den ganzen Tag, da wir sie mit einem Abstecher in den Mt. Rainier National Park unterbrachen, indem wir ziemlich nahe zum Mt. Rainier wanderten. Diesen Berg sah man vom PCT aus in der Ferne.
Vom Snoqualmie Pass bis zum Stevens Pass ging der Trail vier Tage lang durch den vom Waldbrand am Mt. Jolly verursachten Rauch. Meist beeinträchtigte er nur die Weitsicht. Manchmal war die Rauchgeruchbelastung sehr unangenehm. Beim Berg Hochwandern hatten die Bronchien stark zu arbeiten. Schade war, dass man nach den vielen Aufstiegen keine Aussicht hatte.
Die Sonne sah man ab und zu durch den Rauch als grell orange Scheibe. Die nähere Umgebung war gut zu sehen. So, als ob der Himmel durch Wolken bedeckt ist. An einem Morgen war mein Zelt mit weisser und schwarzer Asche beschneit. Solange es keine Windrichtungsänderung gibt oder es nicht zu regnen beginnt, wird es mit dem Rauch auch auf dem nächsten Trailabschnitt keine Änderung geben.
Washington, respektive die Cascade Range, verlangt von den Thru Hikern nochmals alles ab. Die Auf- und Abstiege auf die Pässe oder Bergsättel sind lang und steil und deren viel. Zusammen mit der schwülen Hitze tagsüber ein Kraftakt.
Die herbstlich gefärbte Gegend mit den vielen Weihern und Seen ist sehr schön, wenn man nur weiter sehen könnte.
Durch den geschlossenen Trailabschnitt, der sich über 72 mi/116 km erstreckte, habe ich auf einmal viel Zeit bis zu meinem gewünschten Trailabschluss am 25. September. Langsamer die Etappen zu hiken, was sehr schön wäre, bedeutet gleichzeitig mehr Essen einzupacken und davon mehr Gewicht zu tragen.
In dieser Gegend keine gute Lösung. So werde ich nach dem kommenden Trailabschnitt über 108 mi/174 km einige Tage im schönen Stehekin verbringen, bis ich die letzten 80 mi/129 km zum PCT Nordportal im kanadischen Manning Park wandere.
Text und Bilder; Christine