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Pioniergeist
Honda ist eine besonders kreative Ideenschmiede. Die Grundlagenforschung erfolgt in den Forschungs- und Entwicklungszentren in Japan. Diese arbeiten eng zusammen mit lokalen, kundennahen Instituten. Ihre Aufgabe besteht darin, neue Konzepte der Mobilität zu erarbeiten, was Honda zuweilen dazu veranlasst, ungewohntes Neuland zu beschreiten.
Bereit für neue Herausforderungen
1986 beispielsweise hat Honda mit der Entwicklung von Flugzeugmotoren begonnen. Heute steht das Business-Flugzeug HondaJet kurz vor der Kommerzialisierung. Im gleichen Jahr beschloss Honda, die Konstruktion eines menschenähnlichen Roboters in Angriff zu nehmen. Das Hauptgewicht der Honda-Forschung liegt jedoch in der Entwicklung alternativer Energiequellen und in Massnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen.
Der Roboter ASIMO
Ein 130 cm grosser Athlet
1986 hat Honda mit der Entwicklung eines gehenden Roboters begonnen. Die ersten Exemplare bestanden lediglich aus einem beweglichen Beinpaar. Mit der Zeit erhielt das Wesen auch einen Rumpf und Arme. Im Jahr 2000 machte ASIMO seine ersten Schritte. Er kann nun gleichmässig und natürlich wie ein Mensch gehen, ohne anzuhalten nimmt er Richtungsänderungen vor und ist in der Lage, Treppen zu steigen. Seit 2005 „rennt“ er gar mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h. Er kann sich nun auch zwischen Hindernissen hindurchschlängeln, indem er seinen Schwerpunkt in Stil eines Skifahrers verlagert.
Ein Partner für die Menschen
Neben seinen rein körperlichen Fähigkeiten besitzt ASIMO auch die Fähigkeit, bewegte Objekte zu erfassen, Gesichter wieder zu erkennen, einem Menschen, der auf ihn zukommt, die Hand gefühlvoll zu reichen, einen beladenen Handwagen vor sich her zu schieben, nach allen Regeln der Kunst ein Serviertablett zu tragen, einem entgegenkommenden Menschen auszuweichen, mit anderen ASIMO-Robotern zusammenzuarbeiten und – seit 2007 – seine Batterien selbständig wieder aufzuladen. Dank einer IC-Karte mit kontaktloser Schnittstelle erkennt er die Menschen um ihn herum und kann auf sie eingehen, indem er sie beispielsweise zum gewünschten Ziel führt. Sein Spracherkennungssystem ermöglicht es ihm, eine gewisse Anzahl Befehle zu verstehen und auszuführen.
ASIMO übernimmt immer mehr konkrete und nützliche Aufgaben. Er nähert sich damit unaufhaltsam seinem Ziel, die Menschen bei ihren Tätigkeiten – zu Hause und am Arbeitsplatz – hilfreich zu unterstützen.
Mehr über ASIMO erfahren Sie unter www.world.honda.com (ausschliesslich in englischer Sprache).
Das zweistrahlige Geschäftsflugzeug HondaJet
Nach mehrjähriger Entwicklungszeit erlebte der vollständig von Honda entwickelte Business-Jet im Jahr 2003 seinen erfolgreichen Jungfernflug. Ab 2006 begann die kommerzielle Phase seiner Entwicklung. Der Hersteller dieses Flugzeugs, die Honda Aircraft Company, Inc. in North Carolina (USA), plant die ersten Auslieferungen für das Jahr 2010.
Hohe Energie-Effizienz
HondaJet ist der schnellste unter den Very Light Jets (VLJ) und zugleich auch derjenige mit dem geringsten Kraftstoffverbrauch. Zu diesem aussergewöhnlich guten energetischen Wirkungsgrad tragen folgende Innovationen bei:
• Der Rumpf besteht vollständig aus einem neuen, nach patentiertem Verfahren hergestellten Verbundwerkstoff, der wesentlich zur Gewichtsreduktion, einem tieferen Treibstoffverbrauch und zu niedrigeren Produktionskosten beiträgt.
• Die Flügel verfügen über eine Verkleidung aus verstärktem Aluminiumblech.
• Die Form von Flügeln und Nase verhindern die Bildung von Turbulenzen und verbessern so die Aerodynamik ganz wesentlich.
• Zwei Triebwerke GE Honda HF120, die gemäss einer neuen, patentierten Konfiguration auf den Flügeln angebracht sind, verbessern die Energieeffizienz zusätzlich. Bei stark reduzierter Lärmbelastung soll der Treibstoffverbrauch gemäss Herstellerangaben gegenüber den Konkurrenzprodukten um 5% tiefer liegen.
Eine neuartige Architektur
Dank spezieller Architektur verfügt der HondaJet über eine besonders grossräumige Kabine und einen geräumigen Laderaum. Er kann inklusive Besatzung bis zu 8 Personen aufnehmen. Das nach ergonomischen Grundsätzen konstruierte Hightech-Cockpit ist modular aufgebaut. Der Pilot kann alle wichtigen Informationen auf grossformatigen Instrumenten bequem ablesen.
Ein alter Traum
Der HondaJet ist das Ergebnis einer fliegerischen Leidenschaft. Mit der im Jahr 1986 begonnenen Entwicklung dieses Flugzeugs in Japan, verfolgte Honda ein einziges Ziel: echte Innovationen anzubieten. Die Konstruktion dieses Jets ist aber auch eine Hommage an den Gründer der Marke, Soichiro Honda. Als unerschrockner Fahrer und Pilot liebte er es, selber das Steuer von Leichtflugzeugen in die Hand zu nehmen. Da er allerdings die Flugprüfung nie abgelegt hatte, führte dies zu einigen heiklen Landemanövern....
Mehr Informationen erhalten Sie unter www.hondajet.honda.com oder www.gehonda.com
Technische Daten
| Besatzung:
||1 oder 2 Personen

| Passagiere:
||5 oder 6 Personen|
|Länge:||12,7 m|
|Spannweite:||12,1 m|
|Höhe:||4,03 m|
|Maximales Startgewicht:||4173 kg|
|Maximale Flughöhe:||12 477 m|
| Reichweite:
||2185 km|
|Maximale Reisegeschwindigkeit:||778 km/h|
| Mindestlänge der Startbahn:
||951 m|
| Mindestlänge der Landebahn:
||762 m|
|Motorisierung:||2 Turbofan-Triebwerke GE Honda HF120

mit je 853 kg Schubleistung
|Flugnavigation:||Garmin G1000 mit 3 LCD-Bildschirmen|
Hoch effizientes Produktionskonzept
Eine weltumspannende Struktur
Mit seinem Produktionssystem kann Honda innert nützlicher Frist weltweit auf Veränderungen der Nachfrage reagieren und zu günstigen Bedingungen qualitativ anspruchsvolle Produkte anbieten. Die Produktionstechnologien werden in Japan entwickelt und getestet. Von den japanischen Werken wird das erworbene Know-how anschliessend in die Honda-Werke in alle Welt transferiert.
Die Philosophie der Produktionswerke
Das neue japanische Herstellungswerk von Yori, in dem ab 2010 Automobile hergestellt werden, ist beispielhaft. Es erfüllt folgende vier Kriterien:
- Einhaltung der Prinzipien der „grünen Fabriken“ mit dem Ziel einer Reduktion der CO2-Emissionen um 20% pro produzierter Einheit im Vergleich zu 2000.
- Aufbau anpassungsfähiger Strukturen zur effizienten Produktion, beispielsweise durch Vereinheitlichung gewisser Einzelteile.
- Errichtung von Betriebsstrukturen zur Garantie hohen Qualitätsstandards, beispielsweise durch Einführung von Diagnosesystemen zur raschen Problemerkennung.
- Schaffung von Arbeitsbedingungen, welche die Entfaltung individueller Stärken unter gleichzeitiger Respektierung der Persönlichkeit jedes Einzelnen ermöglichen.
Bioethanol aus Zellulose
Für eine sinnvollere Produktion von Bioethanol
Bioethanol wird durch Fermentation von Biomasse (wie beim Wein) und anschliessender Destillation erzeugt. In zahlreichen Ländern geschieht dies durch die Verarbeitung von Pflanzen, die auch der menschlichen Ernährung dienen, wie Zuckerrohr, Mais, Getreide, Zuckerrüben und anderen stark zuckerhaltigen Gewächsen. Da dies zunehmend mit Problemen verbunden ist, drängt sich die Notwendigkeit auf, den Alkohol aus Pflanzen oder Pflanzenteilen herzustellen, die nicht als Nahrungsmittel verwendet werden. Die Technologie ist bekannt, die Ausbeute war bisher jedoch noch unbefriedigend.
Eine effiziente Partnerschaft zwischen RITE und Honda
Die gemeinsamen Bestrebungen von Honda und RITE haben 2006 zu einem neuen Verfahren geführt. Dieses ermöglicht die Herstellung von Bioethanol aus Zellulose und Hemizellulose, die in den Zellwänden nicht essbarer Pflanzenteile gebildet wird (Stängel, Stroh, Abfälle aus der Holzverarbeitung) usw.). Das Verfahren von RITE und Honda erleichtert die Fermentation und erhöht markant die Effizienz der Umwandlung.
Eine Pilot-Fabrik für Ethanol aus Zellulose
Das RITE-Honda-Verfahren verläuft in folgenden Stufen:
• Vorbehandlung zur Absonderung der Zellulose
• Verzuckerung der Zellulose und der Hemizellulose
• Umwandlung des Zuckers in Ethanol durch Hinzufügung von durch RITE entwickelten Mikroorganismen, um die Wirkung von gärungshemmenden Substanzen zu reduzieren.
• Ethanolproduktion durch Destillation
Das nach diesem Verfahren hergestellte Bioethanol aus Zellulose, auch Bioethanol der 2. Generation genannt, eröffnet neue Perspektiven für den Ersatz fossiler Energiequellen. Es umgeht somit die Konkurrenzsituation zu den Nahrungspflanzen und wirkt einer Ausbeutung der Böden und erhöhtem Wasserverbrauch entgegen. Honda hat 2007 im japanischen Wako eine Pilotfabrik eingeweiht, wo der Automobilproduzent auch Grundlagenforschung zur praktischen Anwendung dieses Verfahrens betreibt.
Blockheizkraftwerk von Honda
Wohnungsheizung mit hohem Wirkungsgrad
Dank der grossen Erfahrung auf dem Gebiet kompakter Motoren und Generatoren konnte Honda 2003, zuerst in Japan, anschliessend in den Vereinigten Staaten, die erste genügend kleine Wärme-Kraft-Kopplungsanlage für den privaten Hausgebrauch anbieten. Diese Einheit produziert mittels eines internen Verbrennungsmotors aus Erdgas Elektrizität, während die dabei entstehende Wärme zur Warmwasseraufbereitung genutzt wird. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt im Vergleich zur getrennten Produktion von Elektrizität und Wärme in einer verbesserten Energieeffizienz, die sich in einer Reduktion von ungefähr 30% der CO2-Emissionen niederschlägt. In den ersten fünf Jahren seit ihrer Lancierung wurden allein in Japan 50'000 solcher Anlagen in Betrieb genommen. Dies entspricht einer Einsparung von 42'000 Tonnen CO2.
Ein zuverlässiges, leises und effizientes System
Das Kraft-Wärme-Kopplungssystem ECOWILL von Honda wird von Hauseigentümern sehr geschätzt, denn es liefert auf effiziente Art genügend Energie für eine Bodenheizung und trägt zur Senkung der Unterhaltskosten bei. Die Anlage beruht auf dem eigens für diese Anwendung entwickelten weltweit kleinsten Gaskolbenmotor GE160V. Dieser treibt einen kleinen und leichten Generator an, bei dem die einzigartige Honda-Sinuswandlertechnologie zum Einsatz kommt. Das besonders kompakte Blockheizkraftwerk produziert vor Ort Elektrizität, die der Qualität eines Netzstroms entspricht.
Die kompakte und sehr zuverlässige Anlage ist mit einer leistungsfähigen Schallisolierung ausgestattet und deshalb besonders leise im Betrieb. Sie wurde bereits mehrmals ausgezeichnet: unter anderem in Deutschland von der ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch). Eine neue Generation noch leistungsfähigerer Blockheizkraftwerke von Honda wurde 2006 in Japan und 2007 in den Vereinigten Staaten lanciert.
Chronologie der Innovationen
Erster OHV-Viertakt-Motor von Honda. Auf dem Motorrad Dream Type-E setzte dieser Motor aufgrund seiner Laufruhe und tieferer Emissionswerte neue Massstäbe.
1963
Das Coupé S500 erhält als erstes Serienfahrzeug einen Aluminiummotor. Es handelt sich um das erste Honda-Modell der neuen Generation leichter, kompakter, dynamischer und sparsamer Fahrzeuge.
1968
Innerhalb des Forschungs- und Entwicklungszentrums (Honda R&D) Gründung einer Abteilung zur Erforschung der Luftverschmutzung. Honda ist der erste Automobilkonstrukteur, der sich mit diesem Thema auseinander setzt.
1973
Lancierung des Civic mit CVCC-Motor, des ersten Automobils, das die Normen des „Clean Air Act“ erfüllt. Die Lizenzen für den CVCC, der mit magerem Gemisch und kontrollierter Verbrennung einen Katalysator vorerst überflüssig machte, wurden von mehreren Automobilkonstrukteuren gekauft.
1987
Honda lanciert das ABS für Motorräder.
Der Prelude ist weltweit das erste Auto mit 4 gelenkten Rädern.
1988
Entwicklung des VTEC-Systems, einer weltweit einmaligen Vorrichtung zur drehzahlabhängigen Regulierung von Ventilöffnung und -hub für zusätzliche Leistung und effizientere Verbrennung. Weiterentwicklungen sind der speziell saubere und sparsame VTEC-E und die Motoren der i-Serien (i-VTEC und i-DSI).
1989
Lancierung des Sportcoupés NSX, des ersten Serienfahrzeugs mit einer vollständig aus Aluminium bestehenden Karosserie.
1992
Honda entwickelt für das Motorrad NR 750 die Technologie der ovalen Kolben.
1993
Erster Sieg des Solarmobils Honda Dream am World Solar Challenge in Australien.
1994
Der MH-02, Hondas erster kleiner Versuchsjet aus Verbundwerkstoff.
1997
Honda stellt mit dem M4 den ersten Viertaktmotor vor, der in jeder Position funktioniert und in kleinen motorisierten Geräten zum Einsatz gelangt.
Honda kommerzialisiert in Japan und in den Vereinigten Staaten den Civic GX, der als Treibstoff komprimiertes Erdgas verwendet und deshalb sehr umweltfreundlich ist.
1998
Sicherheitskarosserien in G-Force-Control-Technology sorgen erstmals für besseren Schutz in allen Unfallsituationen. Diese Technologie wurde später zum besseren Schutz der Fussgänger und zur Verbesserung der Kompatibilität bei Zusammenstössen unterschiedlich grosser Fahrzeuge (ACE-Karosserien) weiterentwickelt.
1999
Lancierung des IMA-Systems (Integrated Motor Assist), des Herzstücks der Honda Hybridmotoren (Benzin-Elektrizität), im Coupé Insight. Diese Technologie findet auch bei den Motorrädern und im Power Equipment Annwendung.
2000
Erste Versuchsfahrten des FCX-V1, eines Elektrofahrzeugs mit wasserstoffgespeister Brennstoffzelle: ein Vorgeschmack auf das Automobil des 21. Jahrhunderts.
Erste Schritte von ASIMO, des menschenähnlichen Roboters von Honda.
Der Fussgänger-Dummy Polar II von Honda wird zu Forschungszwecken im Crash-Testzentrum in Toshigi, Japan, erstmals eingesetzt.
2002
Entwicklung eines sich rasch entfaltenden seitlichen Vorhangairbags durch Honda zum besseren Schutz von Insassen auf Vorder- und Rücksitzen.
2003
Premiere des ersten 100%ig von Honda entwickelten und vollständig aus Aluminium hergestellten Dieselmotors, der bezüglich Sauberkeit, Laufruhe und Sparsamkeit in seiner Kategorie neue Massstäbe setzt.
2003
Jungfernflug des ultra leichten Geschäftsflugzeugs HondaJet.
2006
Kommerzialisierung des neuen Allradantriebs Super Handling All-Wheel Drive (SH-AWD) im Legend für einmalige Fahreigenschaften.
Weltweit erster Airbag in einem serienmässigen Motorrad.
2008
Markteinführung des FCX Clarity in Japan und in den Vereinigten Staaten. Es handelt sich um das weltweit erste Serienfahrzeug mit Brennstoffzellen-Antrieb.
2010
Markteinführung des ersten 6-Gang-Schaltgetriebes weltweit, das mit einem Hybridsystem gekoppelt wird, im Coupé CR-Z.