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Der ums Überleben kämpfende Waadtländer Batterienhersteller Leclanché bittet seine Aktionäre um einen Aderlass. Der Verwaltungsrat schlägt seinen Aktionären einen Kapitalschnitt vor: Der Wert der Aktie soll herabgesetzt werden, danach soll eine Kapitalerhöhung folgen.
Leclanché hat in letzter Minute die Traktanden für die am heutigen Mittwoch in Yverdon-les-Bains stattfindende Generalversammlung geändert. Zur Lösung der kritischen Finanzlage des Unternehmens soll zuerst der Nennwert aller 5,6 Millionen ausstehenden Aktien von 5 auf 2 Franken pro Titel herabgesetzt werden.
Die Nennwertreduktion erlaubt es Leclanché, in der Bilanz 16,9 Millionen Franken den Reserven zuzuweisen. Anschliessend will der Verwaltungsrat in drei Tranchen eine Kapitalerhöhung durchführen.
Die erste Tranche sieht die Ausgabe von maximal 8,4 Millionen neuen Aktien zum Nominalwert von 2 Franken. Dabei haben die bisherigen Aktionäre das volle Bezugsrecht. Diese Tranche erhöht das Aktienkapital um maximal 16,9 Millionen Franken.
Die zweite Tranche ist eine Privatplatzierung bei neuen Geldgebern. Mit maximal 10 Millionen Aktien zum Nominalwert von 2 Franken soll das Aktienkapital um 20 Millionen Franken steigen. Die dritte Tranche geht an den Fonds Bruellan, der damit ein ausstehendes Darlehn wandeln könnte. Mit maximal 3,5 Millionen Aktien zu nominal 2 Franken pro Stück soll so das Leclanché-Aktienkapital um weitere 7 Millionen Franken steigen.
Leclanché war lange ein wichtiger Industriebetrieb des nördlichen Waadtlandes. In den vergangenen Jahren hat sich das Geschäft von traditionellen Batterien hin zur Produktion von Lithium-Ionen-Energiespeichern verlagert. Das Unternehmen hat 117 Beschäftigte in Yverdon und in Deutschland.
(tke/sda)