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Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar hat die Glückskette dank der bemerkenswerten Solidarität der Schweizer Bevölkerung über 115 Millionen Franken gesammelt. Die Stiftung konnte bereits 14 Projekte ihrer Schweizer Partnerorganisationen finanzieren und half mehr als einer halben Million Menschen, die vom Krieg in der Ukraine selbst, in Polen, Rumänien oder Moldawien betroffen sind.
Schon wenige Tage nach Bekanntwerden des Krieges in der Ukraine rief die Glückskette zu Spenden auf und bereitete in den darauffolgenden Tagen in Zusammenarbeit mit der SRG und privaten Medien einen nationalen Solidaritätstag vor. Dank der grossen Hilfsbereitschaft der Schweizer Bevölkerung setzte die Glückskette die gesammelten Beträge rasch für Nothilfe in der Ukraine selbst und in den angrenzenden Ländern ein.
Mehr als sieben Millionen Menschen sind innerhalb der Ukraine aus den Konfliktgebieten geflohen, um sich an vom Krieg verschonten Orten in Sicherheit zu bringen. Diese Menschen sind besonders verletzlich und benötigen Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung, Schutz sowie Informationen und Beratung über die Situation und Unterstützung für die kommenden Monate. Die Glückskette finanziert derzeit im Westen und in der Zentralukraine sieben Hilfsprojekte von Schweizer Partnerorganisationen wie dem Schweizerischen Roten Kreuz, Helvetas und Medair, die diese humanitären Bedürfnisse abdecken. Ein von der Fondation Hirondelle durchgeführtes Projekt wiederum bietet ukrainischen Journalistinnen und Journalisten und ihren Medien Unterstützung und stellt den Zugang zu wichtigen Informationen für die ukrainische Bevölkerung sicher.
Vor allem Frauen und Kinder flohen auf der Suche nach Sicherheit in die Nachbarländer. Sie mussten stundenlang auf den Grenzübertritt warten und waren körperlich und seelisch erschöpft. Von der Glückskette unterstütze Projekte helfen diesen Menschen mit warmen Mahlzeiten, medizinischer Versorgung, kleineren Geldbeträgen, um ihre unmittelbaren Bedürfnisse zu decken, psychologischer Unterstützung sowie mit Informationen und Beratung zu Hilfsangeboten. Insgesamt finanzierte die Glückskette bisher sieben Projekte von Partnerorganisationen wie HEKS, der Stiftung Terre des hommes und Solidar Suisse in Rumänien sowie Caritas Schweiz und Medair in Polen und dem Schweizerischen Roten Kreuz in Moldawien. Es werden laufend weitere Projekte analysiert.
In der Schweiz führte die Glückskette eine Bedarfsabklärung für die Unterstützung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine durch, um Lücken in der Hilfe zu ermitteln. Die Stiftung hilft in Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen Caritas Schweiz und dem Schweizerischen Roten Kreuz, aber auch anderen Organisationen vor allem im Bereich der Rechtsberatung und der Unterstützung von Kindern. Eine Priorität der Glückskette ist, dass diese Hilfe die staatliche Hilfe ergänzt und Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern gleich behandelt werden.
„Unsere Teams haben grosse Anstrengungen unternommen, um die Nothilfe zu beschleunigen und auszuweiten. Während dieser Ausnahmesituation müssen wir unsere Aktivitäten laufend adaptieren„, so Miren Bengoa, Direktorin der Glückskette. Die Hilfe der Glückskette hat sich an ein schwieriges und sich stetig veränderndes Umfeld angepasst und wird dies auch weiterhin tun. Der Krieg in der Ukraine dauert an, und die Folgen des Konflikts sowie die humanitären Bedürfnisse bleiben langfristig bestehen. Die Stiftung leistet derzeit Nothilfe, doch um die Hilfe so professionell, relevant und effektiv wie möglich zu gestalten, wird sie die vom Krieg betroffene ukrainische Bevölkerung auch in den kommenden Jahren mit Spendengeldern unterstützen. Die gesammelten Gelder werden schrittweise und verantwortungsvoll eingesetzt, um auf die sich ändernden Bedürfnisse und den Konflikt zu reagieren.
Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine erfasste eine Welle der Solidarität die Schweizer Bevölkerung, den öffentlichen Sektor und Unternehmen. Am Ende des nationalen Solidaritätstages vom 9. März 2022, den die Glückskette in Zusammenarbeit mit der SRG organisierte, hatte die Glückskette 51 Millionen Franken an Spenden gesammelt – die höchste Summe, die an einem nationalen Solidaritätstag gesammelt wurde. Dazu kamen weitere 31 Millionen Franken, die bereits im Vorfeld gesammelt wurden. Auch nach zwei Monaten ist die Spendenbereitschaft hoch: Bis heute sind insgesamt 115’132’166 Franken an Spenden bei der Glückskette eingegangen.