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Hydrologie: Der Brenno hat zwei Quellflüsse. Der längere entspringt am Piz Gaglianera und heisst Brenno della Greina, der kürzere ist der Brenno del Lucomagn mit ein paar kleinen Quellbächen beim Lukmanierpass. Auf der Basis des längeren ist der Fluss 36 km lang und mündet bei Biasca in den Tessin. Er hat ein Einzugsgebiet von 407 km² und bei der Mündung eine Wasserführung von knapp 18 m³ pro Sekunde.
Urkundlich überlieferte Namen: Blegno 1900.
Namensentwicklung: *Brinnos => Brenno.
Etymologie: Der Name Brenno ist eng verwandt mit dem Bleniotal. Vermutlich behielt der Fluss den älteren Namen bei. Der Flussname ist erkennbar keltisch. Holder vermutet einen keltischen *Brinnos und einen römischen *Brinnius, abgeleitet von einem Personenname. Er bedeutet nach Holder somit Fluss des Brinnius. Nach anderen Quellen bezieht sich der Name auf Merkmale der Umgebung des Flusses, hier im Sinne von Hügeln und Berge.
Flussnamentyp: Der Flussname gehört zur Gruppe des Typus *bre/*bri und kam erst in keltischer Zeit auf.
Geologie: Im Unterlauf zwischen Malvaglia und dem Bergsturzkegel Buzza di Biasca zeigt sich der Brenno stark verwildert. Seine Kiesablagerungen und diejenigen seiner linken Zuflüsse Orino und Lesgiüna nehmen dort die ganze Breite des Talbodens ein.
Flussgeschichte: Insgesamt gab es zwei Bergstürze seit der letzten Eiszeit. Beim letzten Bergsturz vom 30. September 1512 bildeten die Geröllmassen eine Talsperre, hinter der sich danach ein rund 5 Kilometer langer Stausee bildete. Am 20. Mai 1515 schaffte es der angestaute Brenno, einen Durchlass zu bilden, worauf sich der ganze See innert kurzer Zeit entleerte und die Talsohle von Biasca bis zum Langensee verwüstete. Die Daten der beiden Ereignisse werden je nach Quelle unterschiedlich angegeben. Die hier genannten Daten stammen vom HLS und sind verbürgt. In einem alten Tessiner Geografiebuch von 1835 werden sie ebenso genannt.
Der Brennno wird auf für die Stromerzeugung genutzt und zwar mit dem Stausee Lago di Luzzone und dem kleinen Bacino di Val Malvaglia.
Aber auch Hochwasser haben schon viele Male das Tal überschwemmt, letztmals im grossem Ausmass war das 1868. Eine Messung beim letzten grosser Hochwasser hat ergeben, dass der Brenno 515 m³ Wasser pro Sekunde führte. Das ist über 80% des Rheins bei Zurzach!
Quellen: Wikipedia unter Brenno und Biasca, GLS, HLS unter Buzza di Biasca, Holder.