Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03387.jsonl.gz/1513

Gertrud Fasel-Vonlanthen kam am 8. Januar 1923 als Tochter des Franz und der Marie geb. Ulrich zur Welt. 1934 erwarb ihr Vater das Heim in Obermonten. In St. Antoni besuchte sie die Schule. Danach half sie auf dem Bauernhof mit. Während der Kriegsjahre, als ihr Vater zur Mobilmachung aufgeboten wurde, musste Gertrud mit ihrer Mutter und Schwester die schwere Arbeit auf dem Bauernhof alleine verrichten.
Später arbeitete Gertrud in Freiburg in einem Hutgeschäft, und auch die Arbeit als Serviertochter in St. Antoni machte ihr Freude.
Am 11. November 1946 vermählte sie sich mit Josef Fasel aus Niedermonten. Zusammen zogen sie ins Elternhaus nach Obermonten und gründeten ihre Familie mit den drei Kindern, zwei Buben und ein Mädchen. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1962 übernahm Gertrud den Hof.
1982 waren sie gezwungen, den Betrieb aufzugeben, denn ihre Gesundheit erlaubte es ihnen nicht mehr, die schwere körperliche Arbeit zu verrichten.
Bald kamen die drei Grosskinder Michel, Patrick und Andrea zur Welt. Die regelmässigen Besuche ihrer Familie bedeuteten ihr viel. Gertrud war in all den Jahren auch damit beschäftigt, den Blumenschmuck vor ihrem Haus zu pflegen, damit auch andere Leute sich daran erfreuen konnten.
1996 war für Gertrud und Josef ein besonderes Jahr, konnten sie doch die Goldene Hochzeit feiern. Im Jahr 2001 musste sie von ihrem Gatten Abschied nehmen. Auch bei ihr machten sich Altersbeschwerden bemerkbar, geklagt hat sie jedoch nie. Langsam verschlechterte sich ihre Gesundheit und so war sie auf die tägliche Hilfe ihrer Familie und der Spitex angewiesen.
Am Mittwochabend, dem 17. April 2010 durfte sie im Beisein ihrer Familie zuhause in Obermonten zu ihrem Vater, dem Erlöser, heimgehen. Ihr Leben war einfach und still. Ihre Familie ist ihr dankbar für den schönen Lebensweg, den sie mit ihr gehen durfte, und wird sie sehr vermissen. Eing.