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Der Wert der Gemälde wird auf umgerechnet über 32 Millionen Schweizer Franken geschätzt. Der Diebstahl fand bereits im vergangenen Juni statt. Wie die spanische Zeitung “El Pais” am Sonntag berichtet, wurde er erst jetzt bekannt, weil Beamte an der erst vor wenigen Wochen zu Ende gegangenen Madrider Kunstmesse ARCO in verschiedenen Galerien nachforschten, ob jemand versucht, die Gemälde zu verkaufen.
Anscheinend gehen die Behörden davon aus, dass die Gemälde sich noch in Spanien befinden und von den Kunstdieben bisher nicht verkauft werden konnten. “Der Kreis von Kunstsammlern, die diese heisse Ware bezahlen wollen und können, ist sehr klein. Es dürfte nicht leicht sein, die Gemälde an den Mann zu bringen”, zitiert die Zeitung einen spanischen Kunstmarktexperten.
Anscheinend handelte es sich bei den Einbrechern um Profis. Die Wohnung verfügte über ein hochmodernes Alarmsystem und befand sich in unmittelbarer Nähe des spanischen Senats, eine gut bewachte Umgebung. Dennoch konnten die Einbrecher das System lahmlegen und unbemerkt und ohne Spuren zu hinterlassen, das Gebäude verlassen.
Die wertvollen Kunstwerke befanden sich im Besitz eines spanischen Freundes und angeblichen Geliebten von Bacon. Der irische Maler, der 1992 an den Folgen eines Herzinfarkts in Madrid starb, hatte sie ihm vererbt.
Bacon verbrachte in seinen letzten Lebensjahren viel Zeit in der spanischen Hauptstadt. Nicht nur wegen seiner Affäre, sondern vor allem um immer wieder das weltberühmte Prado-Museum zu besuchen. Zuletzt kam er nach Madrid, um eine grosse Retrospektive des Malers Diego Velázquez im Prado zu sehen.
Bacon gehörte zu den grössten Malern des 20. Jahrhunderts. Seine Bilder stellen häufig von Qualen und Leiden verzerrte und entstellte Menschen dar.
(SDA)