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Notenbuch von Fritz Moser aus dem Jahre 1890
Fritz Moser war von Beruf Drechsler, er muss in seiner Freizeit als Tanzgeiger aufgetreten sein. Sein Notenheft
enthält zwei Bünde von je 24 Seiten mit insgesamt 54 Tänzen. 6 davon tragen einen Titel. Aus der Titelgebung
lässt sich schliessen, dass es sich bei diesen Stücken um Melodien aus der deutschen Schlagerwelt von damals
handelt. Der Buchdeckel ist mit Kleisterpapier überzogen und trägt ein ovales Etikett mit der Aufschrift
Violino I°. Das Etikett sowie das Titelblatt auf der Innenseite des Deckels wurden von Julius Allenbach
gestaltet. In dessen Handschrift sind auch die Notationen 1 bis 6 geschrieben.
Die Notationen
Luzi Bergamin hat in seinem Notenbüchlein II Nrn. 132-138 sieben Tänze unter dem Gesamttitel Emmentaler
Tänze 1890 notiert. Als Quelle diente ihm das Notenbüchlein von Fritz Moser, das im letzten Jahrzehnt des
19. Jahrhunderts entstanden ist. Wer sich hinter dem Namen Fritz Moser verbirgt, konnte bisher nicht geklärt werden.
Luzi Bergamin hat nirgends festgehalten, wann und wie das Büchlein in seine Hände gelangt ist.
(Quelle: Ricco Bergamin)
Anmerkung von meiner Seite: Bei Fritz Moser könnte es sich um einen Vorfahren der berühmten Moser
Brüder handeln. Grossvater wie Vater der nach Amerika ausgewanderten Moser Brothers spielten als Tanzgeiger auf.
Die Zeiten haben sich geändert, aus Emmenthal wurde Emmental. (Infos aus einer alten Radiozeitschrift)
Radioaufnahmen vom 27. Februar 1958 mit den Volksmusikfründe vo Bärn unter der Leitung von
Luzi Bergamin. Nach langem Suchen und einem glücklichen Zufall bin ich diese Aufnahmen gestossen
und konnte sie archivieren.
Die gleichen Titel wurden bereits in den 1940er Jahren in der Besetzung: Emil Wydler, Luzi Bergamin,
Josias Jenny, Beny Holzer schon einmal aufgenommen.
Es existiert ein Livemitschnitt dieser Aufnahmen von Radio Beromünster aufgenommen von Goldi Merker.
Die Qualität der in Mono auf Mittelwelle ausgestrahlten Aufnahmen ist leider recht dürftig, aber als
Zeit- und Tondokument durchaus zu gebrauchen.
Serge Schmid