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Originaltitel: Dallas Buyers Club
Regie: Jean-Marc Vallée
Musik: Diverse
Drehbuch: Craig Borten / Melisa Wallack
Produktion: © Truth Entertainment / Voltage Pictures
Kamera: Yves Bélanger
Schnitt: Martin Pensa / Jean-Marc Vallée
USA / 2013
Hauptdarsteller: Matthew McConaughey / Jared Leto / Jenifer Garner / Michael O’Neill / Danis O’Hare / Steve Zahn…u.a.
HANDLUNG
Wir schreiben das Jahr 1985: Der texanische Rodeo-Cowboy Ron Woodroof führt ein ausschweifendes Leben, das geprägt ist durch Alkohol, Sex und Drogen. Als Ron nach einem Arbeitsunfall im Krankenhaus landet, wird ihm die Diagnose AIDS eröffnet. Der Arzt gibt ihm noch 30 Tage. Für Ron bricht eine Welt zusammen…
Nachdem Ron sich einigermassen gefangen hat, versucht er Medikamente zu finden, mit deren Hilfe er sein Leben verlängern könnte. Schliesslich wird er in Mexico fündig. Nachdem Ron die Erfahrung macht, wie gut die Präparate helfen, versucht er die Mittel, die in den USA nicht zugelassen sind, über die Grenze zu schmuggeln. Da er die Medikamente offiziell nicht verkaufen darf, gründet er einen Club, in den alle AIDS-Kranke eintreten können und eine Mitgliedschaft bezahlen müssen - die Medikamente erhalten sie dann „kostenlos“. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Behörden auf die Aktion aufmerksam werden und Gegenmassnahmen ergreifen - ein Kampf um Leben und Tod beginnt…
REZENSIION
Der Film basiert auf der Lebensgeschichte von Ron Woodroof, der Mitte der 80er-Jahre in Texas den Dallas Buyers Club gründete.
„Dallas Buyers Club“ wurde 2014 unter anderem mit drei Oscars ausgezeichnet. Ohne Frage ist die schauspielerische Leistung von Matthew McConaughey beeindruckend. Er nahm für diese Rolle 21 Kilo ab, um als AIDS-Kranker glaubhaft zu wirken. Mehr noch als mit seiner Erscheinung, überzeugt er mit seiner Spielweise. Ebenso überzeugen kann Jared Leto in der Rolle als Transfrau Rayon.
Die Geschichte wirkt vor allem in der ersten Hälfte glaubhaft, und die langsame Erzählform trägt nicht unwesentlich zum eindrücklichen Filmerlebnis bei. Leider kann der Film dieses hohe Niveau in der zweiten Hälfte nicht immer beibehalten. Es gibt einige Längen und melodramatische Ausrutscher, die den Gesamteindruck jedoch nur unmerklich beeinträchtigen.
Wieder einmal hat es eine Independend-Produktion geschafft, mit kleinem Budget und grossem Herz, Hollywoods Grossproduktionen in den Schatten zu stellen.
Wer auf gut gemachte Dramas steht, wird den „Dallas Buyers Club“ mögen!
Fazit: Ein gutes Independend-Drama mit hervorragender schauspielerischer Umsetzung.
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Originaltitel: Un cuento chino
Regie: Sebastian Borensztein
Musik: Lucio Godoy
Drehbuch: Sebastian Borensztein
Produktion: © Pampa Films / Tornasol Films / Television Federal
Kamera: Rodrigo Pulpeiro
Schnitt: Pablo Barbieri Carrera / Fernado Pardo
Argentinien / 2011
Hauptdarsteller: Ricardo Darin / Ignacio Huang / Muriel Santa Ana / Ivan Romanelli…u.a.
HANDLUNG
Der Einzelgänger Roberto betreibt in Buenos Aires ein Eisenwarengeschäft, das mehr schlecht als recht läuft. Roberto ist das recht, hat er doch sowieso mit den Menschen abgeschlossen. Er will in Ruhe gelassen werden und öffnet sich selbst gegenüber den schüchternen Annäherungsversuchen von Mari, der Schwester eines Bekannten, nicht.
Um der Welt zu beweisen wie skurril sie ist, sammelt er Zeitungsberichte mit unglaublichen Geschichten, die er fein säuberlich in ein Buch klebt.
Eines Tages fällt ihm sprichwörtlich der Chinese Jun vor die Füsse. Jun spricht kein Wort spanisch und scheint völlig mittel- und auch orientierungslos. Widerwillig hilft Roberto ihm bei der Suche nach seinem Onkel. Der Onkel ist aber nicht aufzufinden, und so beginnt für die beiden ungleichen Schicksalsgenossen eine über Wochen dauernde Odyssee. Roberto muss lernen, dass nichts so skurril ist wie das richtige Leben und findet überraschend einen Ausweg aus seinem misanthropischen Dasein…
REZENSION
Lassen Sie sich vom dümmlichen (und leicht rassistischen) deutschen Titel nicht abschrecken. Bei „Ein chinesisches Märchen“, so der Originaltitel, handelt es sich nicht um eine oberflächliche Komödie, wie der deutsche Titel vermuten lässt. Vielmehr haben wir es hier mit einer sehr vielschichtigen und subtilen Erzählung zu tun.
Dabei gibt es sowohl richtig witzige Situationskomik wie auch emotionale Momente, die dem Film seine sehr melancholisch-humorvolle Note verleiht.
Zu Beginn wirkt die Geschichte etwas holzschnittartig, gewinnt aber mit fortschreitender Laufzeit immer mehr an Tiefe und trotz aller Skurrilität auch an Glaubwürdigkeit. Das Gleiche gilt für die Figuren, die zu Beginn etwas plakativ wirken und sich dann immer mehr zu dreidimensionalen, vielschichtigen Persönlichkeiten entwickeln.
Trotz der melancholischen Note, ist der warmherzige Humor allgegenwärtig und zaubert dem Zuschauer ein konstantes Lächeln ins Gesicht.