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FC Staad 1 – SC Brühl 2 0:3 (0:1)
Bei angenehmer Lufttemperatur und für die Jahreszeit gut bespielbarem Rasen trafen sich der FC Staad und der SC Brühl zum Spitzenspiel der Runde. Die letzte Begegnung liegt schon einige Jahre zurück, damals spielten die Teams in der vierten Liga und der SCB stieg mit einem klaren Sieg in die dritte Liga auf. Die Rheintaler lagen vor dem Spiel als Zweitplatzierte drei Punkte vor den Kronen und hatten nicht vor, diese aufschliessen zu lassen. Beim SCB stand Arif Celebi wieder im Tor und Marc Lekaj musste verletzungsbedingt passen – ansonsten gab es keine Änderungen gegenüber den vorangegangenen Partien.
Der SC Brühl startete entschlossen ins Spiel und kreierte in der Startviertelstunde drei gute Torchancen, die durch Marko Torlakovic bzw. Edmir Zulic und Leonardo Ferrari nicht verwertet werden konnten. Beide Teams suchten ihr Glück im Spielaufbau von der Abwehr aus und so ergab sich ein attraktives Spiel. Während das Spiel der Hausherren vornehmlich über ihren technisch starken Spielmacher Ivan Zaric lief, war der SCB in der Lage, abwechselnd Marco Knaus, Marko Torlakovic oder Javier Halter mit dem Spielaufbau zu betrauen und so weniger vorhersehbar zu sein. Das Spieltempo war von Beginn weg hoch und der Ballbesitz ausgeglichen verteilt. Die Kronen mussten sich bis zur 20. Minute gedulden, eh Marko Torlakovic Edmir Zulic über den linken Flügel einsetzte, der eine scharfe Flanke auf den heranrückenden Javier Halter spielte, dessen Kopfball unhaltbar im Netz landete. Eine verdiente Führung, welche aber die Hausherren nicht zu beeindrucken schien, die sofort den Ausgleich suchten, ohne jedoch vorerst klare Torchancen zu kreieren. In der 30. Minute scheiterte Javier Halter aus aussichtsreicher Position, was sich hätte rächen können, denn vier Minuten später hätte der Ausgleich fallen können. Bis zur Pause erhöhten die Staader den Druck, ohne jedoch weitere Torgelegenheiten zu kreieren. Der Pausenstand von 0:1 entsprach durchaus dem Gebotenen. Mitte der ersten Halbzeit musste Abdifatah Mohamed nach hartem Einsteigen seines direkten Gegenspielers verletzungsbedingt aufgeben und wurde durch Milos Mijatovis ersetzt, der trotz knapper Spielpraxis eine sichere Partie spielte.
Die zweite Halbzeit begann mit einer gute Chance des FC Staad, Arif Celebi stand jedoch goldrichtig und konnte so den Vorsprung seines Teams bewahren. Der SCB liess sich davon nicht beeindrucken und drückte unbeirrt auf eine Vorentscheidung, welche in der 53. Minute zur Tatsache wurde, als Edmir Zulic im Strafraum zwei Gegner stehen liess und den Ball kaltblütig am gegnerischen Torhüter vorbei schob. In der 64. Minute musste Ivan Zaric aufgrund einer zweiten gelben Karte das Spielfeld verlassen und eine Minute später musste sich Luca Buschauer im Tor des FCS mächtig strecken, um einen Freistoss von Albinot Mehmeti zu entschärfen und so seine Mannschaft im Spiel zu halten. Der FCS wollte nicht aufgeben und warf alles nach vorne, was den Kronen grosse Räume und somit Gelegenheiten zur endgültigen Entscheidung bot. Der aufmerksame Schiedsrichter war stets auf Ballhöhe und liess auf beiden Seiten viel laufen, was dem Spieltempo gut tat. In der 79. Minute vergab Edmir Zulic eine gute Chance und in der 81. Minute wurde Manuel Laski im gegnerischen Strafraum von den Beinen geholt. Der gefoulte übernahm die Ausführung, scheiterte aber an Luca Buschauer, womit das Spiel weiterhin offen blieb. Vier Minuten später war es aber so weit, als Albinot Mehmeti den Ball mit dem Rücken zum gegnerischen Tor annahm und aus der Drehung heraus Luca Buschauer keine Chance liess. Nach fünf Minuten Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab, was durch die Kronen euphorisch gefeiert wurde.
Der Sieg der Kronen ist über 90. Minuten gesehen auch in dieser Höhe verdient. Dem FCS gebührt die Anerkennung dafür, dass er nie aufgegeben und auf Augenhöhe gespielt hat. Der Ballbesitz war gleichmässig verteilt, die Kronen haben jedoch die zahlreicheren Chancen kreiert und somit die drei Punkte verdient. Trotz der vielen hart geführten Zweikämpfe war es eine faire Partie und die zahlreichen Zuschauer hatten während der gesamten Spieldauer nie langweilig. Dem Trainertrio Marco De Grassi, Eric Hug und Petar Pavlovic gebührt ein grosses Kompliment dafür, dass es in kurzer Zeit geschafft hat, nach dem grossem Umbruch im Sommer wieder ein schlagkräftiges Team zu formen.
Am kommenden Sonntag ist der FC Teufen im Paul Grüninger Stadion zu Gast. Anpfiff ist um 14.30 Uhr.
Mauro Palazzesi
Stimmen aus dem Spiel, heute mit Marco De Grassi
Es war kein technisch hochstehendes Spiel, unsere Jungs konnten aber die Vorgaben vollends umsetzen: aufmerksam bleiben, defensiv diszipliniert auftreten und unser Tor sauber halten. Wir konnten unsere Stärken nutzen, die im schnellen Umschalten und dem variantenreichen Spiel liegen. Wir sind während des gesamten Spiels cool geblieben und haben uns auch dann nicht beirren lassen, als der FC Staad alles nach vorne geworfen hat. Die Mittelfeldspieler und die Flügeln sind heute lange Wege gegangen und haben auch defensiv viel gearbeitet. Die klareren und zahlreicheren Chancen lagen bei uns, weshalb das Ergebnis in Ordnung geht. Auch das Umschaltspiel hat sowohl nach vorne als auch nach hinten gut geklappt und unsere Taktik hat sich auf dem nicht einfach zu bespielenden Rasen bewährt, indem wir das Kurzpass Spiel im Mittelfeld unterlassen haben und so die Risiken aus dem teilweise holprigen Boden nicht eingegangen sind. Ein intensives Spiel, das aber alles in allem fair geführt wurde. Die läuferische Überlegenheit unserer Mannschaft war schliesslich ausschlaggebend.