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Für den Durchschnittsverdiener sind die Mieten in der Stadt Zürich kaum mehr bezahlbar. Selbst in den äusseren Quartieren, sofern diese nicht direkt an der Autobahn und in der Flugschneise liegen, sind angemessene Wohnungen, insbesondere für Familien, kaum verfügbar. Der sogenannte ‚Freie Wohnungsmarkt‘ existiert in der Stadt Zürich faktisch nicht mehr. Mit einem Anteil von 0.6% an Leerwohnungen funktioniert ein ‚Markt‘ nicht. Wenn man bedenkt, dass von dieser geringen Anzahl leerstehender Wohnungen 80% im Hochpreissegment liegen, ist es nicht mehr verwunderlich, dass Otto-Normalverbraucher keine passende Wohnung in der Stadt finden kann.
Wie aber kann der Anteil an günstigerem Wohnraum erhöht werden?. Eine Möglichkeit ist die Förderung des genossenschaftlichen Wohnraums. Eine andere ist der städtische Wohnungsbau, wobei die Kostenmiete im Vordergrund stehen muss. Aber auch der gewinnorientierte Wohnungsbau muss hier eingebunden werden, in dem der Gesetzgeber Instrumente nutzt, welche dämpfend auf die Mietpreisentwicklung wirken. Es gilt parteiübergreifend sinnvolle Lösungen zu suchen, welche es auch dem Durchschnittsverdiener erlaubt, in der Stadt Zürich zu wohnen.
Im vergangenen Jahr musste in London ein Spital aus Personalmangel schliessen. Der Hauptgrund war der Personalmangel, welcher sich darauf zurückführen liess, dass das Pflegepersonal keinen geeigneten Wohnraum in der Stadt fand und die Arbeitswege viel zu lang wurden. Das Beispiel zeigt eine Folge von fehlendem Wohnraum. Nun ist Zürich nicht London und dir Arbeitswege sind deutlich kürzer. Aber auch in Zürich werden die Probleme mit einer weiter steigen, wenn keine adäquate Lösung gefunden wird. So steigen beispielsweise die Kosten für die Pendler selbst und auch für den Kanton und die Stadt, weil mehr Pendler automatisch zu höheren Infrastrukturkosten führen. Die Diskussion nur auf den Wohnungsbau zu beschränken und gleichzeitig die Folgen auszublenden ist sehr kurzsichtig. Was wir aber brauchen sind langfristige und ökologisch nachhaltige Lösungen.