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Das unmittelbar an der Golfküste gelegene Biloxi (rund 45.000 Einwohner) ist nicht nur Schauplatz des John-Grisham-Bestsellers "The Runaway Jury", sondern auch Heimat von etwa zehn Casinos, darunter einige 1.000-Zimmer-Casino-Hotels, die ein wenig an Las Vegas erinnern sollen. Eines davon ist das IP Casino Resort Spa, das vor dem verheerenden Hurrikan "Katrina" (2005) als "Imperial Palace" firmierte. Der rund dreißigstöckige Tower mit seinen knapp 1.100 Zimmern ist architektonisch sicherlich eines der Wahrzeichen Biloxis und das bestimmende Bauwerk der sogenannten Back Bay. Nach "Katrina" musste auch das IP Casino für etwa vier Monate geschlossen werden. Hier und da habe ich gelesen, dass das Hotel damals vollständig um- und neugestaltet worden sei, aber das dürfte vorangig für die unteren Etagen (Einbau eines Spa's, zusätzliche Restaurants, neue Gaming-Angebote) gelten. Die oberen Etagen - ich habe im 26. Stock gewohnt - sind zwar tadellos sauber, wirken aber schon etwas abgewohnt und haben zudem den Charme vergangener Zeit: Beispielsweise findet man hier die in amerikanischen Thrillerrn gern beschriebenen Türen, die - weil es zwischen Rahmen und Tür einen deutlich sichtbaren Spalt gibt - mit einer dazwischen geschobenen Kreditkarte geöffnet werden können. Auch die Badarmaturen, Lampen und weitere Teile der Zimmereinrichtung haben Retro-Charakter. Die Lobby des IP Casino weist sicher nicht die Pracht und Üppigkeit ihres Pendants im Beau Rivage auf, zumal sie ein wenig schlauchartig wirkt, hat mir aber dennoch recht gut gefallen. Aufgrund der Größe des Hotels und der Vielzahl der Zimmer herrscht in der Lobby des IP oft eine etwas quirlige, bahnhofsartige, aber nicht unangenehme Atmosphäre, weil immerzu Gäste ein- und auschecken, sich vor der Rezeption Schlangen bilden und Leute mit Sack und Pack auf irgendwen oder irgendwas warten. Die Gäste sind nach meiner Wahrnehmung in erster Linie Amerikaner aller Altersklassen - und zwar solche, denen Las Vegas zu weit entfernt oder zu teuer ist. Obwohl Kindern der Zutritt zu den Casinos verwehrt ist (und die Hotels dies auch sehr ernst nehmen), findet man im IP sehr viele Familien mit jüngeren Kindern. Woran ich mich erst wieder gewöhnen musste: Da in den meisten Casinos (auch im IP) geraucht werden darf, liegt immerzu ein wenig der Geruch nach Zigarettenrauch in der Luft. Das Hotel bietet - wie die Casinos in Las Vegas, aber auch wie die unmittelbare Konkurrenz in Biloxi - kostenlose Parkplätze (Selfparking in einem neunstöckigen angeschlossenen Parkhaus; Valet-Parken ist kostenpflichtig), kostenloses WLAN und (leider nicht immer in ausreichender Zahl) die kostenlose Tageszeitung "USA Today". Es gibt sechs Fahrstühle, wobei jeweils drei die 3. bis 16. beziehungsweise die 17. bis 30. Etage bedienen. Auf diese Weise kommt man in angemessener Zeit in sein Zimmer und muss nicht zu lange auf den Lift warten. Neben der Rezeption stehen zwei Computer mit Internetzugang und Drucker zur Verfügung. Ich habe für ein Premium-Zimmer (nur Übernachtung) ca. 130 Euro pro Nacht bezahlt, wobei hier aber das etwas teurere Memorial-Day-Wochenende mit hineinfiel, das viele Amerikaner für einen Kurzurlaub nutzen.
Archiviert
Inga-LenaMai 2014
Großes Casinohotel mit toller Atmosphäre
4,6/6
Casinohotel mit toller Atmosphäre. Allerdings ist das Hotel wirklich riesig, sodass man sich zum Check-In und Check-Out in Schlangen anstellen muss und etwas warten muss. Der Pool liegt toll auf der Dachterrasse, allerdings ist der Poolbereicht nicht so groß, gerade im Vergleich zum riesigen Hotel. Das Personal ist sehr freundlich und die Zimmer waren wirklich top.
Gutes Preis-Leistungs-Verhält.! Ordentliches Hotel
4,8/6
Nachweis erbracht
Ich war mir meiner Freundin für zwei Tage in Biloxi. Das Hotel liegt etwa zwei Kilometer vom Strand entfernt. Das Resort ist ein klassisches amerikanisches Casino-Hotel mit jeder Menge Möglichkeiten zum Spielen. Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit des Personals ist uns positiv aufgefallen. Aus kulinarischer Sicht bietet das Hotel verschiedene Restaurants und ein Buffet. Insbesondere das asiatische Restaurant hat uns sehr zugesagt. Unser Zimmer war geräumig und gut ausgestattet. Wir hatten eines der Zimmer, von denen aus man das Meer und die anderen Casinos sehen konnte (21. Stock). Allerdings waren die Scheiben von außen etwas schmutzig, wodurch der Ausblick getrübt wurde. Der Pool ist auf dem obersten Stockwerk des an das Hotel angeschlossenen Parkhauses gebaut. Alles in allem merkt man, dass es sich um ein älteres Hotel handelt, was aber stetig renoviert wurde. Wir waren nur zwei Tage dort, und weil das Casino für uns eher nebensächlich war hätte ich auch nicht viel länger bleiben wollen. Tipp: Rundfahrt mit dem Biloxi Tour Train machen!
Wir sind ziemlich ungeplant in dieses Hotel-Casino gestolpert. Es war ein Montagabend, daher war auch wahrscheinlich relativ wenig los. Von den vier-fünf Restaurants im Hotel war daher auch nur mehr eines - die Sports Bar - gegen 21:00 noch geöffnet. Hier war der Service sehr langsam, marginal freundlich und die Speisen qualitativ nicht wirklich mit dem Preis in Einklang zu bringen - uns hat es nicht ansatzweise geschmeckt, der Preis war dafür vergleichsweise hoch. Ansonsten halt das typische Problem von Hotels mit mehreren tausend Zimmern: Schlangestehen fürs Einchecken, schlange Stehen bei der Abreise. Dafür, das das Hotel eigentlich recht neu sein müsste (nach Kathrina), hatte es bereits einiges an Patina angesetzt. Für ein Casino-Hotel angenehm anzumerken ist, daß der Hotelbereich vom Spielbereich weitestgehend getrennt ist, sodass man nicht gezwungen ist, vom Parkhaus zum Zimmer durchs Casino zu laufen - wenn man zu den Restaurants will, allerdings - abgesehen vom bei unserem Besuch geschlossenen Top-Restaurant im 23. Stock - schon. Parken ist gratis (außer Valet-Parking), was das Preis-/Leistungsverhältnis dann wieder aufwertet. Ob man sich jetzt mit den einarmigen Banditen länger beschäftigen mag oder nicht, ist sicher Geschmacksache. Erwähnenswert wären noch die zwei Veranstaltungsbühnen, auf denen annehmbare Livemusik lief.
Wir waren sehr überrascht, wie viel in Biloxi durch Kathrina zerstört und noch nicht wieder aufgebaut war. Das Imperial Palace ist schon von Weitem zu erkennen und wir fragten uns, ob sie noch ein Zimemr frie hätten, da sehr viele andere Hotels zerstört waren.