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Perlen aus dem Archiv
Vor dem Experiment befolge man die Grundregeln
Vor dem radiästhetischen Experiment befolge man die Grundregeln, von ihnen hängt der Erfolg ab. Siehe auch das Buch von Candi Briefe an Tschü, Anregungen zu radiästhetischen Studien.
1. Die Fragestellung: Klare Erfassung der Aufgabe. Was will ich? Um was handelt es sich? Wie gehe ich vor? Welche Methode wende ich an?
2. Die geistige Einstellung: Wie beim Radio der klare Empfang von der Trennschärfe abhängig ist, so ist die geistige Einstellung des Radiästheten von ausschlaggebender Bedeutung. Der ausgesprochene Wunsch, für die Ausstrahlungen des fraglichen Gegenstandes empfindsam zu werden. Somit wird die konzentrierte Aufmerksamkeit des Geistes auf den Empfang dieser Strahlen gerichtet.
Durch diese verstandesmässige Einstellung entsteht eine geistige Abdichtung und Trennschärfe gegen alles, was nicht Gegenstand der Untersuchung ist. Die kurze Arbeitsformel der geistigen Einstellung lautet: Ich wünsche empfindsam zu werden für die Ausstrahlungen eines bestimmten Materials, mit Ausschluss jeder anderen Strahlung.
Der Forscher hat nun seine volle Aufmerksamkeit auf den formulierten Wunsch zu richten, ohne den Geist mühsam anzustrengen. Kurz, er stellt innerlich alles beiseite, was mit dem augenblicklichen Suchen nichts zu tun hat.
3. Die Verabredung der Pendelbewegungen: Man kann nur Abmachungen mit dem Pendel vereinbaren, die seiner natürlichen Schwingungsbewegung eigen sind: Kreisbewegungen rechts- oder linksherum oder Längs- und Querschwingungen oder Pendelstillstand. Man wähle zwei dieser Bewegungen aus und bezeichne sie als klares Ja oder Nein.
4. Die Einstellung der Kettenlänge: Sie bezweckt die Einregulierung der Antennenkette (Pendelkette), damit sie in Resonanz mit der Strahlenabnahme des zu untersuchenden Gegenstandes schwingen kann: Die Frage nach der Kettenlänge ist an sich schon eine geistige Fragestellung, worauf uns der Pendel bei der oben beschriebenen passiven Konzentration durch eine Bewegung die richtige Antwort erteilt.
Ich halte die Pendelkette in der hohlen Hand und lasse sie durch das Gewicht des Pendels so lange aus ihr herausziehen bis der Pendel zu schwingen beginnt. Diesen Resonanzpunkt klemme ich ab und die Vorbereitung ist getan.
Experiment 1
Verbirg in einer Zündholzschachtel einen Stabmagneten und finde mit dem Pendel den positiven, dann den negativen Pol. Stelle die Richtigkeit des Resultates mit dem Kompass fest.
Die geistige Einstellung: Ich wünsche empfindsam zu sein für die magnetische Polarität.
Die Verabredung der Pendelbewegungen: Peile ich den negativen Pol des Magneten an, möge der Pendel sich gegen den Uhrzeigersinn drehen – beim positiven Pol möge er im Uhrzeigersinn drehen.
Die Einstellung der Kettenlänge.
Mit passiver Konzentration halte ich nun den Pendel über das eine Ende der Zündholzschachtel und frage: «Ist dieser Pol positiv oder negativ?» Ich warte solange bis sich der Pendel im oder gegen den Uhrzeigersinn bewegt.
Wenn der Pendel gegen den Uhrzeigersinn kreist, habe ich den negativen Pol des Magneten gemutet.
Ohne die Zündholzschachtel zu öffnen, nehme man zur objektiven Kontrolle einen Kompass. Von ihm wissen wir, dass die weisse Nadel positiv und die blaue Nadel negativ polarisiert ist. Das Polaritätsgesetz heisst: Unterschiedliche Polaritäten ziehen sich an und gleiche Polaritäten stossen sich ab.
Radiästhetisch haben wir vorhin den negativen Pol gemutet, folglich sollte sich die weisse positive Nadelspitze zum gemuteten Ende der Schachtel stellen, denn ungleiche Pole ziehen sich an. Merke: die blaue negative Nadelspitze wird von dem negativen Pol abgestossen.
Man lasse sich genügend Zeit und beeinflusse das Resultat in keiner Weise durch eine vorgefasste Vermutung.
Experiment 2
Versuche die Wellenlänge des magnetischen Feldes eines Stabmagneten festzustellen. Vorbereitungen wie oben. Man lege den Stabmagneten an den Anfang eines Zentimeterstabes.
Die Fragestellung: Wie weit reicht das magnetische Feld?
Die Verabredung der Pendelbewegungen: Sobald ich die magnetische Schwingung fühle, möge der Pendel in Schwingung geraten.
Einstellung der Kettenlänge über einem Polende des Magneten.
Man trage nun den Pendel aus einer Entfernung vom Magneten dem Massstab entlang an das Ende des Magneten heran. An der Stelle wo der Pendel anfängt zu schwingen, merke man sich die entsprechende Zahl auf dem Zentimeterstab.
Zur objektiven Kontrolle nehme man den Kompass und führe ihn in gleicher Weise von weit aussen dem Massstab entlang und dem Magnetende entgegen. Man merke sich die Zahl auf dem Zentimeterstab, wo sich die Nadel bewegt. Nun vergleiche man die beiden Zahlen, woraus ein Vergleich gezogen werden kann.
Experiment 3 – Vitalität
Der Zustand einer organischen Substanz wird von Einflüssen der Alterung, Zersetzung, Lagerung, Trocknung und so weiter verändert. Die Wirksamkeit einer organischen Substanz entspricht ihrer Strahlung. Die Ausstrahlung und Energieausbreitung eines Körpers steht im Verhältnis zu seiner Kraft. Diese Kraft wollen wir als Vitalität bezeichnen, man kann sie muten.
Wie sich durch Lagerung, Zerstörung und ähnliches die Vitalität eines Stoffes vermindert, können wir bei wiederholten Mutungen über einen längeren Zeitraum feststellen. Am Beispiel der Milch soll dies veranschaulicht werden. Die Milch wurde in kleinen Mengen und verschlossenen Gefässen gelagert.
Bei diesen Mutungen ist man, wie wir sehen, davon ausgegangen, die rohe, frische Vollmilch zu Beginn der Untersuchungen als hundertprozentig anzusehen. Man bezeichnet somit den möglichen Vitalitätsgehalt mit 100%. Aus den Kolonnen zeigt sich, dass die Wertigkeit von Tag zu Tag, von Mutung zu Mutung abgenommen hat bis zur Ungeniessbarkeit. Gekochte Milch hat eine andere Wertigkeit und weist schon zu Beginn eine kleinere Vitalität auf.
Bei Versuchen mit gleichzeitig verschiedenen Stoffen stossen wir auf einen Fragenkomplex. Man muss sich genau überlegen, nach welchem Massstab man vorgehen will und wie man einen hundertprozentigen Wert definiert. In diesem Falle wird es gut sein, wenn 100% Vitalitätsgehalt dem zugeordnet wird, was dem Leben am zuträglichsten ist und die möglichen positiven Werte, zur Ernährung und Erhaltung des Lebens, aufweist.
Die Ergebnisse werden für jede Person anders und individuell sein. Abhängig auch von klimatischen und örtlichen Verhältnissen, von der Zeit.
Die folgende Aufstellung zeigt beispielhaft die Ergebnisse einer Mutung für eine Testperson:
Aus dieser Aufstellung ergibt sich ein Ernährungsplan, mit den für diesen Menschen zuträglichen Speisen.
Der Verfasser hat von mehreren Ärzten erfahren, dass sie für ihre Patienten auf dieser Grundlage mit Erfolg Diäten, inklusive Mengenangaben für die Speisen, ausarbeiten.
Aus Schweizerisches Mitteilungsblatt über Radiästhesie – Geopathie – Strahlenphysik,
7. Jahrgang, Heft 25, 1957.
Der Autor wird mit Technischer Leiter angegeben. Redaktion Meinrad Mauchle