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Die beiden Männer sind beim Bau eines Mehrfamilienhauses damit beschäftigt, eine Wand zu betonieren. Sie arbeiten auf einem Betoniergerüst (Konsolgerüst), das aus zwei Brettern besteht und 2,75 m über Boden an der Wandschalung befestigt ist.
Plötzlich bricht eines der Bretter unter dem Gewicht der Männer, und beide stürzen in die Tiefe. Beim Aufprall auf den Betonboden erleidet einer der Bauarbeiter so schwere Kopfverletzungen, dass er noch auf der Unfallstelle stirbt. Der zweite überlebt den Sturz schwer verletzt.
Von diesem mangelhaften Betoniergerüst stürzten die beiden Arbeiter auf den Betonboden
Bereits beim Montieren des Gerüstbelags hatte der Vorarbeiter bemerkt, dass aus einem der Bretter eine grosse Aussparung weggesägt worden war bei einem früheren Einsatz. An dieser Stelle war das Brett weniger als halb so breit wie im Originalzustand. So konnte das Holz der Belastung unmöglich standhalten.
Trotz diesem offensichtlichen Mangel wurden mit den Arbeiten auf dem Betoniergerüst begonnen. Ein fataler Fehler, den ein Bauarbeiter mit dem Leben bezahlt. Fünf Minuten hätten genügt, um das Gerüstbrett auszuwechseln.
Das Betoniergerüst wies noch weitere grobe Sicherheitsmängel auf:
Das gebrochene Gerüstbrett (Breite 28 cm) mit der verhängnisvollen Aussparung (12x16 cm).
Wandschalung mit einem korrekten mängelfreien Betoniergerüst.
Das Einhalten dieser lebenswichtigen Regeln für den Hochbau hätte diesen Unfall verhindert:
Wird eine lebenswichtige Regel verletzt, heisst es: STOPP, die Arbeit einstellen und die Gefahr beseitigen. Erst dann weiterarbeiten.