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Am 15. Oktober 2008 hat die Tunnelbohrmaschine in der Oströhre des Gotthard-Basistunnels die letzten Meter der geologisch anspruchsvollen Piora-Mulde aufgefahren und den Medelser-Granit erreicht. Die Resultate aus dem Sondiersystem der 90er Jahre und den Sondierbohrungen vom September 2008 haben sich vollumfänglich bestätigt. Bei der Durchörterung traten keine besonderen Probleme auf.
Am 28. September 2008 bohrte sich die Tunnelbohrmaschine der Oströhre in die ersten Meter der Piora-Mulde. Gut zwei Wochen später, am 15. Oktober 2008, erreichte sie den nördlich der Piora gelegenen Medelser-Granit. Mit 10 m Vortriebsleitung pro Tag kam die Tunnelbohrmaschine in der rund 150 m langen Piora-Mulde gut voran. Das Gebirge verhielt sich stabil. Im dolomitreichen Gestein wurden keine nennenswerten Deformationen festgestellt und auch kein Wasser angetroffen.
In der Oströhre sind bis zum Durchschlag zwischen Faido und Sedrun noch rund 9.4 km Gebirge zu durchörtern. Der Vortrieb in der Weströhre liegt rund 1'600 m hinter jenem der Oströhre zurück und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2009 die Piora-Mulde durchqueren.
Läuft alles wie geplant, findet der Hauptdurchschlag am Gotthard-Basistunnel in der ersten Hälfte des Jahres 2011 statt. Der kommerzielle fahrplanmässige Betrieb des Gotthard-Basistunnels beginnt voraussichtlich Ende 2017.