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Der vorliegende Webartikel bietet schlaglichtartig einen Überblick über regionale Disparitäten im Kanton Luzern. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie stark sich städtische und ländliche Gemeinden unterscheiden.
Unter regionalen Disparitäten werden sozioökonomische Unterschiede zwischen geographischen Raumeinheiten verstanden. Regionale Disparitäten sind ein Merkmal einer arbeitsteiligen Wirtschaft und haben seit jeher bestanden. Bereits im 19. Jahrhundert war unter anderem die Konzentration von Industriebetrieben in den Agglomerationsgemeinden mit ein Grund für eine regional unterschiedliche Wirtschaftsentwicklung innerhalb des Kantons Luzern.
Regionale Disparitäten stehen in Zusammenhang mit ungleichen Lebensbedingungen. Sie erzeugen deshalb auf gesellschaftlicher und politischer Ebene Aufmerksamkeit. So sieht die Entwicklungsstrategie des Kantons Luzern für die aktuelle Legislaturperiode 2019–2023 unter anderem einen Ausgleich zwischen den Regionen vor. Angestrebt wird eine Entwicklung, die den Wohlstand der Bevölkerung in allen Teilen des Kantons sichert.
Die Analyse beruht auf einer 3-fach abgestuften Gemeindetypologie des Bundesamts für Statistik von 2012. Sie unterscheidet neben städtischen und ländlichen auch sogenannte «intermediäre» Gemeinden. Intermediär sind Gemeinden mit mittlerer und hoher Dichte im periurbanen Raum (z.B. Inwil, Malters und Neuenkirch im Agglomerationsgürtel) sowie ländliche Regionalzentren (z.B. Schüpfheim, Willisau und Wolhusen).