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Die Credit Suisse hatte bereits im Juli angekündigt, dass sie für das Geschäft mit den verbrieften Produkten in ihrer Investmentbank "alle Optionen prüfe". Laut einem Bloomberg-Bericht vom Freitag soll sich auch die Mizuho Financial Group für die Übernahme zumindest eines Anteils an dem Geschäft interessieren.
Mehrere Interessenten aus USA
Laut früheren Medienberichten gibt es bereits eine Reihe von weiteren Interessenten aus den USA für die "Securitized Products"-Einheit: Laut Bloomberg umfassen diese die Private Equity-Unternehmen Apollo Global Management und Centerbridge Partners und die Investment-Unternehmen Pimco and Sixth Street.
Die Credit Suisse verfügt im Geschäft mit der Verbriefung von Forderungen wie Hypotheken oder Kreditkartenschulden über eine starke Marktstellung. Es handelt sich laut den Angaben der CS-Verantwortlichen um ein "sehr attraktives" Geschäft, es erfordert aber auch einen grossen Einsatz an Kapital.
Zu den neuen Bloomberg-Berichten verwies eine Banksprecherin am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP einmal mehr auf ihr übliches Statement: Die CS habe bereits gesagt, dass sie über den Fortschritt unserer umfassenden Strategieüberprüfung zusammen mit den Drittquartalszahlen kommunizieren werde. "Es wäre verfrüht, sich vor diesem Zeitpunkt zu möglichen Ergebnissen zu äussern."
Allfunds-Beteiligung in Diskussion
Zum Verkauf stehen könnte auch die Beteiligung der Credit Suisse an der Fondsplattform Allfunds. Das berichtet die spanische Wirtschaftszeitung "Cinco Dias" unter Berufung auf informierte Personen. Die CS wollte auch diesen Bericht auf AWP-Anfrage nicht kommentieren.
Die Schweizer Grossbank besitzt laut dem jüngsten Geschäftsbericht einen Anteil von 8,6 Prozent an der an der Euronext kotierten Gesellschaft. Zum derzeitigen Aktienkurs ist der Allfunds-Anteil mit rund 395 Millionen Euro (385 Millionen Franken) bewertet. Im laufenden Jahr ist der Allfunds-Kurs aber stark abgesackt - seit Jahresbeginn hat er fast 59 Prozent verloren.
Die nach den Grosspannen im vergangenen Jahr und mehreren Verlustquartalen stark angeschlagene Credit Suisse will am 27. Oktober die Ergebnisse ihrer Strategieüberprüfung präsentieren. In den vergangenen Wochen wurde auch immer wieder über einen Bedarf der Grossbank an Kapital spekuliert. Ein Verkauf von Firmenteilen würde die Kapitalsituation verbessern.
tp/jb
(AWP)