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Lungenkrebs (Adenokarzinom) – Prof. Giovanni Ciriello (UNIL) und Dr. Igor Letovanec (CHUV)
Date de publication1.12.22
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Das Voranschreiten der Krankheit bei Lungenkrebs verstehen
Projekt von Prof. Giovanni Ciriello, Universität Lausanne, und Dr. Igor Letovanec, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois
Das Adenokarzinom der Lunge macht 40 % aller Lungenkrebsfälle aus und ist damit einer der häufigsten Lungenkrebsfälle. In früheren Studien wurde die Histopathologie (die Untersuchung von krankheitsbedingten Gewebeveränderungen) eingesetzt, um krankes Lungengewebe auf mikroskopischer Ebene zu diagnostizieren und zu untersuchen. Mit diesem klassischen Ansatz wurden Veränderungen in der Zellmorphologie und den Wachstumsmustern identifiziert, die das Fortschreiten der Krankheit begleiten. Das übergeordnete Ziel der aktuellen Zusammenarbeit besteht darin, mit Hilfe neuer Techniken genauer vorherzusagen, wie der Krebs fortschreiten wird und ob er auf eine Behandlung anspricht oder nicht.
Das Fortschreiten der Krankheit wird durch die Plastizität der Zellidentität und eine gleichzeitige Umgestaltung der Tumorumgebung vorangetrieben, so dass die Reprogrammierung aufrechterhalten wird. Auf der Grundlage der histopathologischen Analyse gibt es vier wiederkehrende Muster der Tumorprogression, die sowohl die Aggressivität des Tumors als auch die Überlebensprognose der Patienten widerspiegeln. Die Meilensteine sind leicht zu identifizieren und liefern viele Informationen über das Fortschreiten der Krankheit und die Heterogenität des Tumors, sowohl innerhalb eines Patienten als auch zwischen mehreren Patienten:
Während es klinisch relevant ist, die Stadien der Tumorprogression anhand der Histopathologie zu identifizieren, sind auch die molekularen Triebkräfte für die Übergänge von einem Stadium zum nächsten entscheidend. Zu diesem Zweck hat das Team die Übergänge des Krebses von lepidischen zu soliden Tumoren auf molekularer Ebene charakterisiert, indem es eine Kombination von Techniken zur Einzelzellanalyse von Krebszellen und deren Interaktion mit der Mikroumgebung des Tumors eingesetzt hat.
Das Team verfolgt die folgenden Ziele: Erstens sollen molekulare Merkmale der Übergänge von lepidischen zu soliden Tumoren bei verschiedenen Patienten erkannt werden (siehe Abbildung). Zweitens werden sie unser Verständnis dafür vertiefen, wie die Tumorprogression auf der Grundlage der Interaktion von Krebszellen mit der Umgebung der Tumorzellen vorhergesagt werden kann. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, neue Erkenntnisse über die Rolle der Plastizität von Krebszellen beim Fortschreiten der Krankheit zu gewinnen und zu untersuchen, ob sich damit das Fortschreiten der Krankheit bei einzelnen Patienten vorhersagen lässt. Letztendlich werden die Ergebnisse den Weg für neue Praktiken in der klinischen Diagnostik sowie für neue Ansätze in der Lungenkrebstherapie ebnen.