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2011: DAS GEPLANTE COMEBACK
R. Kelly, 44, bricht auf zu neuen Ufern - oder wohl eher: Er sticht in See. Der Sänger verriet diese Woche auf Twitter sein nächstes Projekt. Als Animator wird er im kommenden Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff für Unterhaltung sorgen. Die «Destiny» legt am 1. Oktober 2012 in Miami ab und fährt während fünf Tagen durch die Karibik. Tickets kosten zwischen rund 1000 und 3000 Dollar. Zudem sagte der Sänger, dass er sich nach einer Mandel-Operation wieder vermehrt der Musik zuwenden wolle.
2010 - 1996: DAS PRIVATE DEBAKEL
Anstatt mit seiner Musik auf sich aufmerksam zu machen, sorgte Kelly über Jahre mit Gewalt- und Sex-Eskapaden für Schlagzeilen: 1996 begann alles mit einer Schlägerei im Bundesstaat Louisiana. Die Platzwunde eines Gegner musste mit 110 Stichen genäht werden, Kelly bekam ein Jahr auf Bewährung. 1998 folgten Verhaftungen wegen etlichen Gesetztesübertritten, wie zu lautes Musikhören im Auto. Der Musiker wurde freigesprochen, vier Jahre später folgte das wahre Debakel: Die Zeitung «Chicago Sun-Times» berichtete über ein Video, welches Kelly beim Sex mit einer 13-Jährigen zeigte. Ebenso sah man, wie er auf das Mädchen urinierte. Die Anklageschrift umfasste 21 Punkte, unter anderem auch denjenigen der Kinder-Pornografie. Während das FBI sagte, dass es sich bei dem Mann im Video um R. Kelly handle, meinte dieser stets, dass eine Verwechslung vorliege. Nach etlichen Termin-Verschiebungen und Aussage-Verweigerungen seitens Kelly befand ihn ein Bezirksgericht in Chicago für unschuldig. Dennoch schadete ihm der ganze Wirbel: So zeigte beispielsweise der deutsche Musiksender MTV dessen Videos nicht mehr.
1991 - 1998: DIE MUSIKALISCHEN HÖHEPUNKTE
R. Kelly war der Shootingstar der R'n'B-Szene: Mit seinem Song «Sex Me (Pt. 1 & 2)» erreichte er erstmals Goldstatus. Nebenbei schrieb, produzierte und arrangierte er Michael Jacksons Hit «You Are Not Alone», für den er von der «BMI Pop Citation of Achievement» ausgzeichnet wurde. Zwölf Jahre später stellte sich heraus, dass Kelly die Melodie geklaut hatte. 1998 veröffentlichte er sein Album «R», auf dem auch die Titel «I Believe I Can Fly» und «Gotham City» waren. Beide Lieder wurden zu grossen Hits, nicht zuletzt weil sie zu den Sountracks der Filme «Space Jam» beziehungsweise «Batman & Robin» gehörten.