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Krallenlpflege
Bei den meisten Hunden müssen die Krallen, wenn überhaupt, nur selten geschnitten werden. Die Fortbewegung auf harten Oberflächen wie beispielsweise dem Bürgersteig hält die Krallen auf natürliche Art kurz. Ungeschnittene Krallen können hingegen abbrechen, bluten oder sogar in die Pfoten einwachsen, was dem Tier viel Unbehagen bereitet. Ein bei der Fortbewegung Ihres Haustieres auf harten Bodenbelägen zu vernehmendes Klickgeräusch ist das offensichtlichste Anzeichen, dass die Krallen geschnitten werden müssen. Sobald Sie die Prozedur erlernt haben, ist das Schneiden der Krallen Ihres Hundes so einfach wie Ihre eigene Nagelpflege.
So schneiden Sie die Krallen Ihres Hundes
- Setzen Sie sich mit Ihrem Haustier auf den Boden oder machen Sie es sich bequem. Verwenden Sie ausschliesslich speziell für Haustiere entwickelte Krallenzangen und stellen Sie sicher, dass diese scharf sind. Ihr Tierarzt oder Hundepfleger kann Ihnen möglicherweise eine Krallenzange empfehlen.
- Halten Sie die Pfote Ihres Haustieres fest in Ihrem Schoss umklammert und üben Sie einen leichten Druck auf die Ballen aus, damit die Krallen hervortreten. Beginnen Sie an der Krallenspitze und nehmen Sie den Schnitt im 45-Grad-Winkel mit zu den Krallen ausgerichteter Schnittseite der Zangen. Achten Sie besonders darauf, die Weichteile nicht zu verletzen – diese befinden sind bei weissen Krallen im rosafarbenen Bereich. Bei dunklen Krallen nehmen Sie, von der Krallenspitze ausgehend, sehr kleine Schnitte vor, bis die Kralle gestutzt ist. Wird in der Krallenmitte ein schwarzer Punkt sichtbar, sind Sie bis zu den Weichteilen vorgedrungen und sollten das Schneiden sofort einstellen.
- Die Weichteile bestehen aus Nerven und Blutgefässen und bluten darum sehr leicht, wenn sie angeschnitten werden. Sollten Sie die Weichteile beschädigt haben, üben Sie mit einem Baumwolllappen Druck auf diese Stelle aus. Wischen Sie das verkrustete Blut nicht ab, wenn die Blutung gestoppt ist. Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn die Blutung anhält.
- Vergessen Sie nicht, auch die an den Laufinnenseiten gelegenen Afterklauen zu schneiden. Werden sie nicht gestutzt, wachsen diese gekrümmt weiter und können wie ein eingewachsener Fussnagel in das weiche Gewebe eindringen.
- Schneiden Sie die Krallen am besten wöchentlich, aber mindestens zwei Mal im Monat. Je öfter dies erfolgt, desto einfacher – es ist besser, die Krallen öfters und nur ein bisschen zu kürzen, als relativ selten grosse Stücke abzuschneiden.
Allgemeine Ratschläge
- Gewöhnen Sie Ihren Hund bereits in jungem Alter an die Krallenpflege. Simulieren Sie das Krallenschneiden, indem Sie die Pfoten berühren und den Hund anschliessend mit einem seiner Lieblings-Leckerbissen belohnen.
- Zum Kürzen bzw. Verrunden der weichen Krallen von Welpen oder älteren Hunden mit brüchigen Krallen verwenden Sie eine gewöhnliche Nagelfeile. Somit sind Schmerzen oder Blutungen nahezu ausgeschlossen.
- Tiere, die keinen Grund haben, sich vor dieser Prozedur zu fürchten, brauchen am wenigsten festgehalten zu werden und sind weniger dem Stress ausgesetzt. Dennoch empfiehlt es sich, Hunde daran zu gewöhnen, in gewissem Masse festgehalten zu werden (Umarmung, Festhalten eines Laufs, leichten Druck auf die Pfoten ausüben), wobei sie auch in diesem Fall reichlich belohnt werden sollten.
- Wenn Ihnen dies zu schwer erscheint und die Sorge oder der Stress, Ihren Hund beim Krallenschneiden oder ähnlichen Prozeduren zu verletzten, Sie von der Ausführung dieser erforderlichen Massnahmen abhält, sollten Sie sich von einem Hundepfleger oder Tierarzt helfen lassen.