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Der Vorfall habe sich bereits am 19. Mai ereignet, teilte die Obwaldner Staatskanzlei am Mittwoch mit. Es seien rund 200 Liter Wasser pro Sekunde in den Tunnel geflossen. Analysen hätten gezeigt, dass der Wassereinbruch mit dem Wichelsee verbunden ist.
Die Ingenieure nahmen in der Folge Entlastungsbohrungen am Rande des Tunnelprofils vor. Somit kann das Wasser hinter dem Bohrkopf aufgefangen und in Richtung Auslaufbauwerk nach Alpnach geleitet werden.
Havarie-Pumpen befördern das Wasser in die Sarneraa. Es sei daher mit Trübungen im Fluss zwischen dem Wichelsee und dem Alpnachersee zu rechnen, heisst es in der Mitteilung. Am Mittwoch werde der Vortrieb wieder aufgenommen.
Nach dem Start der Bohrarbeiten im Januar hat die Bohrmaschine etwas über einen Kilometer zurückgelegt und befindet sich rund 200 Meter vom Wichelsee entfernt sechs Meter unter dem Wasserspiegel. Laut Baudirektor Josef Hess (parteilos) sei mit einem solchen Ereignis zu rechnen gewesen. Wie sich der Wassereinbruch auf die Kosten und den Zeitplan auswirkt, sei noch nicht klar.
Das Hochwasserschutzprojekt dürfte gemäss aktuellen Schätzungen der Regierung über 144 Millionen Franken kosten. Kernstück ist der Entlastungsstollen, der über eine Länge von 6,5 Kilometern von Sachseln am Sarnersee bis unterhalb des Wichelsees bei Alpnach führt. Der Durchschlag in Sachseln war für den Sommer 2022 erwartet worden.
(sda)