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Moderator: Andi Jacomet
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vorab möchte ich mich kurz bei Euch vorstellen: mein Name ist Manfred, werde in ein paar Tagen 38 Jahre alt und habe am 10.12.2019 einen Sportunfall mit oben stehender Diagnose erhalten. Ich bin beim Fußball mit meinem linken Bein im Hallenboden hängen geblieben und habe es zweimal knacken gehört und auch gespürt.
Am 17.12.2019 bin ich operiert worden. Die Operation hat ca. 3 1/2 Stunden gedauert. Am 30.12. 2019 bin ich dann aus dem Krankenhaus entlassen worden. Im Entlassungsbrief steht folgendes:
“Nach entsprechender präoperativer Vorbereitung wurde die Fraktur am 17.12.2019 reponiert und anschließend durch zwei Platten osteosynthetisch am proximalen Tibia versorgt. Die Intraoperative Röntgenkontrolle zeigte eine gute und achsengerechte Frakturstellung und reizlosen Sitz des Osteosynthesematerials. Während des stationären Aufenthaltes erhielt der Patient Schmerztherapie und Thromboseprohylaxe ... “
Nach der Operation wurde mir Krankengymnastik und Lymphdrainage verordnet. Aktuell fahre ich 2x die Woche zur Physiotherapie. Die Mecronschiene sollte ich zwei Wochen nach der OP ablegen.
Meine derzeitige Situation möchte ich wie folgt beschreiben:
- liege die meiste Zeit auf dem Sofa; die Röntgenkontrolle findet erst am 11.02.2020 statt, bis dahin ist mir keine Belastung gestattet
- CPM: Beugung bei 90 Grad problemlos möglich.
- bin schmerzfrei; Narbe ist ebenfalls gut verheilt; das Knie ist selten angeschwollen.
Jetzt zu meiner Frage:
Das Knie fühlt sich aktuell instabil an. Wenn ich das Bein lose in der Luft habe kann ich es über das Knie schlecht kontrollieren. Mir ist klar, dass Muskeln fehlen, aber ich habe eine Befürchtung zu der ich Euch um Rat fragen möchte: der Ausriss des hinteren linken Kreuzbandes ist mit einer Platte am Knie fixiert worden. In mehreren Berichten habe ich nun gelesen, dass das Bein nach einem Kreuzbandausriss, egal ob konservativ oder operativ behandelt, sechs Wochen in einer Schiene ruhen soll (bei mir waren es drei Wochen nach der OP mit CPM zwischendurch), bevor man es überhaupt beugen soll/darf. Ansonsten kann es zu einer „spontanen hinteren Schublade“ kommen, welche zu einem instabilen Knie mit gravierenden Folgeschäden führen kann. Weder der Operateur im Entlassungsbrief, mein Hausarzt oder mein weiterbehandelnder Orthopäde haben mich auf dieses Thema angesprochen. Ich selbst bin erst gestern auf diese Thema gestossen.
Gibt es von Euch Meinungen bzw. Erfahrungen zu diesem Befund?
Ganz liebe Grüße und vielen Dank!
Manfred
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Zunächst mal herzlich willkommen hier und alles Gute für Deine weitere Genesung.
Ich hatte unter vielen anderen Schäden (mein Thema findest Du unter "Flugversuch gescheitert!" viewtopic.php?f=2&t=701 ) auch einen Ausriss des hinteren Kreuzbandes, sowie des inneren Kapselbandapparates, des äusserten Seitenbandes, Meniskus, etc..... Irgendwie ist das bei mir auch alles wieder fixiert worden, mit Schrauben, Platten, Drähten, Fäden und Fadenankern, was der chirurgische Modellbaukasten halt so hergab.
Mein Gelenk ist sofort nach der ersten OP nach meinem Unfall wieder vorsichtig mobilisiert worden, sprich, es wurde an der Streckung und der Beugung gearbeitet. Ich hatte aber 8 Wochen Nullbelastung, habe allerdings nach der Mecron-Schiene, die ich nur einge Tage im Bett getragen habe, eine stabilisierende Orthese mit Winkelbegrenzung getragen, auch nachts.
Der Winkel wurde nach und nach, etwa alle 14 Tage erweitert.
Nach meinen beiden letzten, der dritten und vierten OP, bei der unter anderem mein äußeres Seitenband rekonstruiert wurde, durfte ich tatsächlich sechs Wochen gar nicht anwinkeln und habe in dieser Zeit eine starre Mecron-Schiene getragen.
Danach gab es dann wieder eine Orthese mit Winkelbegrenzung, die nach und nach erweitert wurde.
Das war allerdings, wie gesagt, ein rekonstruiertes und neu angebasteltes Seitenband aus meiner Patellasehne.
Trägst Du denn zur Stabilisierung des Gelenks eine Orthese?
Hast Du mal Deine KG wegen dieser Frage angesprochen?
Wenn Du so gar nichts zur Stabilisierung trägst, finde ich das auch recht ungewöhnlich, ich glaube, die meisten hier hatten zumindest zeitweise eine Orthese.
Ich würde mich nicht scheuen, noch einen weiteren Arzt zu konsultieren, bzw. die behandelnden Ärzte deshalb direkt mal an zu sprechen und Deine Fragen zu stellen und die Unsicherheit zu beseitigen.....
Dir weiterhin alles Gute,
Bruchpilot
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vielen Dank für deine Nachricht. Du hast ja auch einiges hinter Dir ... au weia!
Ich hatte ja ca. drei Wochen das Vergnügen eine Schiene tragen zu dürfen. Seit Ende der dritten Woche bin ich davon befreit.
Lieben Gruß
Manni
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Ja, irgendwie habe ich den tiefen Griff ins Klo getan, als dieser Boden unter mir durchbrach.....
Das ist jetzt fast 2 Jahre her und momentan bin ich nach insgesamt 4 OPs endlich in der Reha und arbeite immer noch Schwachpunkte ab. Einige werden bleiben.....
Trotzdem habe ich für mich beschlossen, dass es nach dieser Reha erstmal soweit gut sein muss.
Für den Umfang meiner Verletzungen bin ich mehr als glücklich über den momentanen, wenn auch immer noch etwas eingeschränkten Zustand.
Mein Chirurg in Hamburg hat mit seinem Skalpell gezaubert und meinem Knie wieder weitgehend normale Funktionalität eingehaucht. Alle anderen Ärzte haben abgewunken.....Ich bin so froh und dankbar, dass ich diesen Doktor durch einen Tipp aus diesem Forum gefunden habe.
Soweit ich das bei Dir richtig verstanden habe, war das eine Mecronschiene, die Du getragen hast.....Die ist starr, ohne Gelenk im Kniebereich und wird einfach mit diversen Kletteinstellungen angepasst.
Danach wurde Dir keine weitere bewegliche Orthese verordnet, um das Knie zu stabilisieren und die Bänder zu entlasten?
Vielleicht fragst Du da mal nach, ob Dir nicht zunächst so eine Orthese verordnet werden kann, weil sich Dein Knie noch instabil anfühlt......
Eine Orthese trägst Du auch tagsüber wenn Du läufst oder sogar beim Sport, um das Knie zu stabilisieren bis die verletzten Bänder und Strukturen selber wieder diese Aufgabe übernehmen können.....Das Kniegelenk kann damit aber angewinkelt werden, weil diese Orthese auch ein Gelenk hat. Aber sie verhindert ausladende Bewegungen und ein Verdrehen eines instabilen Knies......
Ich denke, dass die meisten hier eine Zeit lang so eine Orthese getragen haben......
Vielleicht hilft Dir das ja weiter......
Liebe Grüsse,
Bruchpilot
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möchte gerne ein kurzes Update liefern:
Das erste Kontrollröntgen nach Woche acht PO zeigte keine Auffälligkeiten. Heute habe ich dann das erste Mal nach der OP mein Knie mit 32 kg belasten dürfen. Irres Gefühl
Jetzt am Abend fühlt sich das Knie soweit gut an. Hoffentlich bleibt alles weiterhin so gut. Die CPM habe ich Eigenständig auf 96° gestellt. Nächste Woche gehe ich dann auf 105° noch.
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Mein kreuzband ist auch knöchern mit ausgerissen.
Am 18.01.2020.
Das hat der Operateur nur kurz erwähnt, nach der ersten Visite nach der OP.
Ich hatte nur zwei Wochen die mecronschiene und sofort nach der OP 20 kg teilbelastung.
Ich hatte es so verstanden, dass das Band an sich ok ist und wenn das knochenstück mit platte und schraube fixiert ist, dann ist das nicht mit einem reinen Bänderriss vergleichbar.
Ich bin daher für die rasche teilbelastung sehr dankbar.
Leider ist mein oberschenkel trotzdem sehr dünn geworden.
Nächste Woche entscheidet sich, wie ich weiter aufbelasten kann.
Alles Gute
Limone
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