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In gut 17 Monaten beginnen die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Auf dem Veranstaltungskalender steht erstmals seit 1904 auch ein Golfturnier. Damit Sie bei einer allfälligen Diskussion mitreden können, hier ein kleines Update über den Teilnahmemodus.
Es ist nachvollziehbar, dass die Väter der Olympischen Spiele bei der Bestimmung des Austragungsmodus‘ des Golfturnieres in erster Linie daran dachten, möglichst viele Nationen zum Zug kommen zu lassen. Dennoch scheint es irgendwie seltsam um nicht zu sagen weltfremd, dass bei einem derart wichtigen und weltweit beachteten Event bloss 60 Konkurrentinnen und 60 Konkurrenten am Start sein werden. An jedem Clubturnier gibt es mehr Teilnehmer.
Und wie sollen die je 60 Damen und Herren ausgewählt werden? Die Formel ist auf den ersten Blick einfach: Die besten 15 Damen und Herren der Weltrangliste sind gesetzt. Wobei nicht mehr als vier pro Nation qualifiziert sind. Im Moment wären das bei den Herren vier US Amerikaner, zwei Australier, zwei Iren und Briten, je ein Schwede, Spanier, Deutscher, Japaner und Franzose. Bei den Damen figurieren vier Koreanerinnen und US-Amerikanerinnen sowie je eine Vertreterin aus Neuseeland, China, Norwegen, Australien, Schweden, Spanien und Thailand in den Top-15. Stichtag für die Erstellung der Teilnehmerliste ist der 11. Juli 2016.
Nach praktisch jedem Turnier präsentiert sich diese Liste aufgrund der erzielten Resultate wieder anders.
Und die übrigen 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie werden die rekrutiert? Um möglichst viele Länder in den Genuss eines Startplatzes kommen zu lassen, wurde beschlossen, das Teilnehmerfeld anhand der Weltrangliste aufzufüllen, wobei nicht mehr als zwei VertreterInnen einer Nation berücksichtigt werden. Genau genommen kann es zwar sein, dass bloss 59 Kandidaten und Kandidatinnen für die Spiele nominiert sind, weil der letzte zu vergebende Platz an einen Vertreter oder eine Vertreterin des Gastlandes, also Brasilien, geht. Das aber nur, wenn keine Brasilianerin oder kein Brasilianer in der Liste auftauchen. Bei den Herren hat es einer (im Moment) geschafft: Adilson da Silva ist als 59. qualifiziert.
Aus Schweizer Sicht gibt es wenigstens bei den Damen Grund zur Zuversicht: Fabienne In-Albon ist auf Rang 52 als einzige ihres Landes an der Olympiade startberechtigt. Hoffen wir, dass das am 11. Juli 2016 immer noch so ist.
Piero Schäfer