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Der lange Weg zur Gleichberechtigung
Japanische Unternehmen sind bekannt dafür, dass sie ihre weiblichen Angestellten benachteiligen (Asienspiegel berichtete). Das World Economic Forum bestätigte diesen Befund einmal mehr, indem es Japan in seinem Bericht zur Ungleichheit zwischen den Geschlechtern vom 98. Platz aus 130 Ländern im Jahr 2008 auf Platz 101 aus 134 Ländern zurückstufte.
Zahlen der japanischen Regierung zeigen eine Verschlechterung der Stellung der Frau seit 1985 das erste Gesetz gegen die Diskriminierung am Arbeitsplatz eingeführt wurde. Zwischen 1985 und 2008 sank der Anteil der vollbeschäftigten weiblichen Angestellten von 68,1 Prozent auf 46,5 Prozent. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte der weiblichen Arbeitskräfte Teilzeitangestellte oder Leiharbeiter sind. Bei den Männern liegt der entsprechende Wert bei 19,1 Prozent.
Viele japanische Unternehmen unterscheiden zwischen Angestellten mit Karriereaussichten und Angestellten, die für Routineaufgaben eingesetzt werden und keine Aufstiegsmöglichkeiten haben. Frauen landen besonders oft in der 2. Kategorie, wo sie als sogenannte OL (office lady) einige Jahre damit verbringen, Tee zu kochen und einfache Routineaufgaben zu erledigen, bevor sie heiraten und aus dem Erwerbsleben ausscheiden.
Demografischer Wandel zwingt zum Umdenken
Im Jahr 2007 trat ein Gesetz in Kraft, welches diese indirekte Diskriminierung verbietet. Doch gelang es nur selten, sich auf dem Rechtsweg gegen diese Praxis durchzusetzen. Derweil findet bei der japanischen Regierung und den Unternehmen ein Umdenken statt. Japans tiefe Geburtenrate und die alternde Bevölkerung tragen dazu bei, dass die Unternehmen daran interessiert sind, bei den Frauen zu punkten. Gemeinsam wollen der Staat und die Privatwirtschaft nun erreichen, dass 55 Prozent der Frauen ins Arbeitsleben zurückkehren, nachdem sie Kinder haben.
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