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Der 19. Rang an der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen bedeutet für den 29-jährigen Obwaldner das beste Resultat der laufenden Saison. Damit sei er zum jetzigen Zeitpunkt zufrieden, sagt Gisin. «Die Formkurve zeigt klar noch oben, aber ich hinke der Konkurrenz noch etwas hinterher, weil es mir noch an der nötigen Substanz fehlt.»
«Letzte Saison war zum Vergessen»
Dass Marc Gisin überhaupt wieder Rennen fahren kann, ist nicht selbstverständlich. Nach einem schweren Sturz 2015 in Kitzbühl musste er zuerst die Verletzungen (Schädel-Hirn-Trauma und Hirnblutung) verkraften.
Anfangs der vergangenen Saison holten ihn dann diese Verletzungen erneut ein. Gisin litt unter massiven Schlafstörungen und fühlte sich so schwach, dass er die laufende Weltcup-Saison nach nur zwei Rennen abbrechen musste. Die Diagnose damals lautete: Posttraumatische Belastungsstörung als Spätfolge des Sturzes von 2015.
Im letzten Frühling war ich tief im Keller. Es gab nicht mehr viele Leute, die an mich glaubten. Einige rieten mir sogar zum Rücktritt.
Sein starker Wille und die Unterstützung seiner Familie hätten ihn wieder zurück gebracht auf die Rennpiste. Für die nächsten Rennen ist der Bruder von Michelle und Dominique Gisin nun optimistisch, auch für die Abfahrt in Kitzbühl von nächster Woche.
Weniger Hoffnung hat er jedoch für eine Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Süd-Korea.«Es sieht zwar momentan schlecht aus mit der Qualifikation. Es ist aber erst vorbei, wenn es vorbei ist. Das heisst ich gebe in den nächsten Rennen noch alles und glaube weiterhin daran».
Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr