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«Seit der letzten Überprüfung hat der Heilige Stuhl Schritte unternommen, um die Rahmenbedingungen gegen Geldwäsche und für den Kampf gegen die Finanzierung von Terrorismus zu verbessern», hiess in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Expertenausschusses Moneyval im Europarat. Einige Mängel erkannten die Prüfer noch dabei, wie die Regeln eingehalten werden.
Zur Verbesserung trug laut dem Report bei, dass der Vatikan neue Gesetze geschaffen und zwei Kommissionen eingerichtet hat, die etwa die wirtschaftlichen Strukturen prüfen. Insgesamt schätzten die Prüfer die Gefahr für Geldwäsche beim Heiligen Stuhl als «mittelniedrig» (medium-low) ein. Den Behörden sei klar geworden, dass unter anderem Amtsmissbrauch und die Gewährung und Annahme von Bestechungsgeld zu den Hauptursachen für Geldwäsche zählten. Zuvor habe die Annahme bestanden, Steuerhinterziehung sei der Hauptgrund.
Der Vatikan begrüsste die Ergebnisse des Berichts. Man nehme die Effizienz der Massnahmen, die von den Behörden im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung unternommen wurden, zur Kenntnis und wolle weiter an der Umsetzung arbeiten, hiess es.
Im Oktober des vergangenen Jahres hatten die Moneyval-Experten während einer zweiwöchigen Kontrolle die Finanzströme des Vatikans untersucht. Finanzskandale wie etwa verlustreiche Immobiliendeals in London hatten das Staatssekretariat des Vatikans in Verruf gebracht. Papst Franziskus entzog der vatikanischen Spitzenbehörde Ende 2020 die Zuständigkeit und konzentrierte die Kapital- und Immobilienwerte bei der Güterverwaltung Apsa. Franziskus will für mehr Transparenz in den Vatikan-Finanzen sorgen.
Moneyval prüft in regelmässigen Abständen Massnahmen gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung von Staaten. Obwohl der Vatikan nicht Mitgliedsland des Europarats ist, schaut die Gruppe auch auf den Heiligen Stuhl.