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Bestehende Mobilfunkanlagen werden seit April 2019 mit adaptiven Antennen erweitert. Adaptive Antennen verfügen im Vergleich zu den konventionellen Antennen über eine dynamische Abstrahlcharakteristik, wobei die Aussendung der Nutzdaten in Richtung des Endgerätes erfolgt. Da es sich dabei um eine neue Antennentechnologie handelt, führte das BAKOM von Herbst 2021 bis Frühling 2022 eine Messkampagne durch, mit dem Ziel die ankommenden Funksignale punktuell zu messen und zeitlich darzustellen.
Dies gibt Aufschluss über die Aussendungseigenschaften der adaptiven und der konventionellen Antennen und zeigt die kombinierte Gesamtfeldstärke im Wirkbereich der Antennen.
Die Messungen erfolgten bei drei Mobilfunkanlagen von Swisscom, Sunrise und Salt, welche aktuell mit beiden Antennentechnologien bewilligt sind und so betrieben werden. Im Rahmen dieser Studie wurden Feldstärkemessungen an verschiedenen Standorten während jeweils zirka einer Woche durchgeführt. Gemessen wurde jeweils mindestens an je einem Aussen- und einem Innenstandort.
Die Messungen bestätigen bei konventionellen Antennen, dass sich während der Übertragung von Nutzdaten die Feldstärke im gesamten Wirkbereich der Antenne erhöht, unabhängig davon, wo sich der Empfänger befindet. Bei den adaptiven Antennen hingegen sind die Funksignale nur dann messbar, wenn die Endgeräte, welche Daten anfordern, sich in der Nähe des Messstandortes befinden. Dies zeigt sich durch tiefere Mittelwerte der Feldstärke bei den adaptiven Antennen im Vergleich mit konventionellen Antennen.
Letzte Änderung 15.12.2022