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Das Betriebsergebnis der Tamedia und der Mutter TX Group haben sich 2021 wieder erholt. Im Umfang von gut 18 Millionen Franken (EBIT) haben die Bezahlmedien (Tamedia) an das insgesamt positive Betriebsergebnis der TX Group beigetragen (EBITDA vor Abschreibungen 178 Millionen, EBIT nach Abschreibungen 63 Millionen).
Nach Ansicht von impressum soll dieser Überschuss nicht als Dividenden an das Aktionariat der TX Group ausgeschüttet, sondern in die Redaktionen reinvestiert werden, die mit ihrer Arbeit diesen Gewinn erst möglich gemacht haben. Der Verwaltungsrat beantragt hingegen die Ausschüttung von 78 Millionen als Dividenden (7.40 Franken je 10'600’000 Namenaktien). Diese Ausschüttung ist übertrieben, zehrt an der Substanz und verhindert den Wiederaufbau von finanziellen Sicherheiten und redaktionellen Kapazitäten nach dem Coronajahr.
Angesichts der steigenden Gewinne durch die Bezahlmedien fordert impressum in erster Linie den Verzicht auf die Fortführung des Sparprogramms, das Tamedia im Sommer 2020 eingeleitet hat. Ebenfalls soll der Verzicht auf Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen, den Tamedia für 2021 - 2022 für die Suisse Romande akzeptiert hat, auf die ganze Schweiz ausgeweitet und bis mindestens 2023 verlängert werden.
Ein erhöhter Investitionsbedarf in den Journalismus bei Tamedia ergibt sich nicht nur aufgrund der Herausforderungen der Digitalisierung, sondern auch aufgrund des grossen Drucks auf die Arbeitsbedingungen wegen der abnehmenden Anzahl Journalistinnen und Journalisten in den Redaktionen sowie der verbreiteten flachen bis rückläufigen Lohnentwicklung während der letzten Jahre. Zusätzliche Dringlichkeit erhält die Forderung von impressum nach höheren Investitionen zugunsten der Redaktionen durch die Ablehnung des Medienpakets am 13. Februar 2021, welches Mittel für den Journalismus vorgesehen hätte.