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Hydrologie: Die Lütschine hat zwei Quellflüsse, die schwarze Lütschine und die weisse Lüschine. Die schwarze entspringt bei Grindelwald, die weisse im Lauterbrunnental. Nach dem Zusammenfluss heisst der Fluss Lütschine. Zusammen mit der schwarzen Lütschine ist sie 26.3 km lang und mündet in den Brienzersee. Das Einzugsgebiet umfasst 380 km² und sie hat eine durchschnittliche Wasserführung von 18.8 m³ pro Sekunde.
1. Vermutlich bekamen die beiden Lütschinen ihre Namenszusätze 'schwarze' und 'weisse' erst später. Die schwarze Lütschine hiess wohl so, weil sie Gebiete mit schwarzem Tonschiefer durchfloss, von dem sich feinstes Material löste und der schwarzen Lütschine die dunkle Farbe verlieh. Die weisse Lütschine bekam ihren Namen vermutlich wegen ihrer milchigen Farbe. Der Name der Lütschine ist eine frühe alemannische Form und leitet sich ab von liskin-aha = Lisch, Riegras, so wie bei Liesthal. Der Name bedeutet somit 'Gewässer mit Riedgras'. Ein weiterer Unterschied der beiden Lütschinen war der, dass das Tal der weissen Lütschine ein ehemaliges Walsergebiet war.
2. Gelegentlich liest man auch, dass die Lütschine einen keltischen Namen trage, der von *leuka- stamme und 'glänzen' bedeute.
Flussnamentyp: Sie gehört zum Typ der älteren alemannischen Namen.