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Als wir nach zwei Tagen auf See vor den Ufern Qaqortoqs ankern, sehen wir erstmal nichts. Durch den dichten Nebel, der über Meer und Land liegt, lässt sich die Ortschaft mit 3200 Einwohnern nicht einmal erahnen. Erst am Nachmittag taucht aus dem Dunst nach und nach eine malerische Kleinstadt mit unzähligen bunten Häusern auf und wir setzten mit dem Tenderboot zur Erkundung über.
Frelserens Kirke
Die Frelserens Kirke wurde 1832 aus einem aus Norwegen herangeschifften Holzbausatz errichtet und steht im historischen Zentrum von Qaqortoq. Knapp ein Jahrhundert zuvor war der dänisch-norwegische Pfarrer Hans Egede nach Grönland gereist, um die dort lebenden Wikinger zum Protestantismus zu bekehren. Von denen hatte in Dänemark allerdings seit über 300 Jahren etwas gehört und als Egede in Grönland ankam, musste er feststellen, dass weit und breit keine Wikinger zu finden waren – also missionierte er kurz entschlossen die dort lebenden Inuit.
Tasersuaq-See
Von der Kirche spazierten wir zum Tasersuaq-See, an dessen Ufer wir Bekanntschaft mit einer Entenfamilie und zahlreichen Mücken machten. Wer sportlicher ist als Rik und ich kann um den gesamten See wandern und sollte dafür etwa fünf Stunden Zeit einplanen. Wir sind stattdessen durch Qaqartoq geschlendert, das sich als wirklich herziges Städtchen herausstellte. Mit seinen farbenprächtigen Häusern, überraschend vielen wilden Blumen und dem Flüsschen durchs Zentrum könnte man sich den Ort gut als Schauplatz für ein Kinderbuch von Astrid Lindgren vorstellen.