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Brasilien, ein Land, in dem sich zirka 12% des Süsswasservorrats unseres Planeten befinden, begeht den internationalen “Tag des Wassers“, am 22. März, mit der Herausforderung, über seine Wasserreserven und deren unterschiedliche Nutzung nachzudenken, um gegenwärtige Generationen seinen erhaltenden Gebrauch zu lehren, damit zukünftige Generationen ebenfalls genügend Wasser zur Verfügung haben werden. In einem Jahr, in dem auf Anregung der UNO, sich weltweite Events um das Thema “Wasser und Energie“ drehen, sollte jeder Einzelne einmal ernsthaft darüber nachdenken, wie wertvoll vor allem das Wasser für ihn ist, und wie er mit diesem nicht unerschöpflichen Gut am sparsamsten umgeht!
Wasser und Energie sind besonders in Brasilien eng miteinander verbunden, die Erzeugung von elektrischer, nuklearer und thermaler Energie ist von seinen Wasserreserven abhängig. Und nach Daten der Internationalen Energie-Agentur wird allein eine Zunahme des weltweiten Gütertransports um nur 5% bis 2030 den Wasserbedarf in der Landwirtschaft um 20% erhöhen – durch den Verbrauch von Bio-Treibstoffen.
Darüber hinaus hat die UNO angedeutet, dass zirka 8% der auf unserem Planeten erzeugten Energie damit verbraucht werden, Wasser zu pumpen, zu behandeln und dem Konsum der Menschen zuzuleiten. Ausserdem werden Wasservorräte dazu benutzt, geothermische Energie zu erzeugen, eine Energiealternative in Ländern mit geringen Wasservorkommen.
1992 wurde der “World Day for Water” von United Nations Organization (UNO) geschaffen und als weltweiter Gedenktag registriert. Und seit der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung, jener historischen “ECO-92“ in Rio de Janeiro, hat der 22. März eine ganz besondere Bedeutung, denn die Nationen in aller Welt bemühen sich um Lösungen für die existenten Konflikte zwischen Angebot und Nachfrage rund um unseren Globus.
Jedes Jahr kreist der Welt-Wassertag um ein wechselndes Thema, welches ebenfalls von der UNO definiert wird. In früheren Jahren verband man das Thema “Wasser“ zum Beispiel mit “Kooperation“, mit “Ernährung der Weltbevölkerung“ oder mit “Sanierung“. Für das Jahr 2014 werden sich die Diskussions-Foren mit dem Themenkomplex “Wasser & Energie“ beschäftigen.
Ein paar Fakten zum Thema Wasser
- Wasser bedeckt 75 % der Erdoberfläche.
- 97 Prozent davon sind Salzwasser in Ozeanen, das generell nicht nutzbar ist.
- Süsswasser macht weniger als drei Prozent der Erdoberfläche aus. Davon wiederum stehen nur 10 % für die Trinkwasserversorgung zur Verfügung.
- Wasser nimmt 0,13 % des Volumens der Erdkugel ein.
Wasserverbrauch
Mitte dieses Jahrhunderts werden im schlimmsten Fall sieben Milliarden Menschen in 60 Ländern und im günstigsten Fall zwei Milliarden Menschen in 48 Ländern von Wasserknappheit betroffen sein.
Weltweit werden jährlich rund 4.000 km³ Frischwasser entnommen, wobei der grösste Teil aus erneuerbaren Wasserressourcen (Flüsse, Seen, Grundwasser) stammt. Von den 4.000 km³ werden etwa 70 Prozent im Agrarsektor, 20 Prozent in der Industrie (inklusive Energieproduktion) und 10 Prozent im häuslichen Bereich verbraucht.
Weltweit liegt die jährliche Entnahmemenge bei durchschnittlich rund 600 m³ pro Kopf.
Zum Vergleich: Am meisten verbrauchen die USA mit 1690 m3/Kopf, Deutschland 430 m3/Kopf, Brasilien 395 m3/Kopf und die Schweiz 340 m3/Kopf.
Quelle OECD | UNESCO