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Laut der Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) profitieren die 48 am wenigsten entwickelten Länder zu wenig von Direktinvestitionen aus dem Ausland. Diese sind in den letzten zehn Jahren um 15 Prozent gestiegen, was für eine besseres Leben in diesen Ländern laut der UNO-Organisation aber nicht ausreicht.
Gemäss Angaben der UNCTAD vom Montag ist der Anteil dieser Länder an den weltweiten ausländischen Direktinvestitionen seit 2001 gerade einmal von 0,9 auf 2 Prozent gestiegen. Zudem habe die Wirtschafts- und Finanzkrise einen erheblichen Knick in die Entwicklung gebracht, hiess es.
Während 2010 insgesamt 24 Mrd. Dollar in diese Länder flossen, waren es 2008 noch 32 Mrd. Dollar. Die meisten der 48 global ärmsten Länder fristen ohnehin eine Existenz am Rande der Weltwirtschaft.
Der Löwenanteil der Gelder fliesst in wenige Länder wie das rohstoffreiche Angola (8 Mrd. Dollar) sowie den Sudan (2,8 Mrd. Dollar) und Äquatorialguinea (1,4 Mrd. Dollar), die beide über Ölvorkommen verfügen. Weiter folgen Madagaskar (1,1 Mrd. Dollar), Bangladesch (1 Mrd. Dollar) und Niger, Kongo-Kinshasa, Mosambik, Tschad und Kambodscha (je etwa 800 Mio. Fr.).
Die Investitionen gingen meist in die Förderung von Rohstoffen, was wenig Arbeitsplätze schaffe und so den Lebensstandard in diesen Ländern nicht nachhaltig erhöhe, schreibt die UNCTAD. Die Organisation fordert für sie daher die Schaffung eines Infrastrukturfonds.
Bessere Schienennetze, Strassen und Elektrizitätsversorgung würden diese Ländern attraktiver machen für Geldgeber. Die UNCTAD ruft ebenfalls dazu auf, die Ausbildung und das Unternehmertum zu fördern.
SDA-ATS