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Der Terminus Volvulus bezeichnet grundsätzlich die Verdrehung eines Organs, zumeist eines Abschnitts des Verdauungstraktes. Ein Volvulus des Zökums (VZ) umfasst in mehr als 90% der Fälle die Verdrehung des terminalen Ileums, des Zökums und des Colon ascendens um deren mesenteriale Achse. Seltener tritt ein sogenanntes gekipptes Zökum auf, bei dem der Blinddarm und Teile des Colon ascendens anterior nach oben gefaltet sind, ohne dass eine Drehung als solches besteht. Ein VZ stellt nicht nur ein Hindernis für die Darmpassage dar, sondern geht häufig mit einer hämorrhagischen Infarzierung und einer Gangrän des abhängigen Gewebes einher. Damit ist die Erkrankung potenziell lebensbedrohlich.
Die höchste Inzidenz für den VZ besteht bei Patienten im Alter von 30 bis 60 Jahren [1], womit die Betroffenen tendenziell jünger sind als jene, die an einem Volvulus des Sigmoids erkranken. Bezüglich des klinischen Bildes lassen sich drei Patientengruppen definieren [1]:
Die beschriebenen Symptome weisen auf eine gastrointestinale Problematik hin, möglicherweise auch auf einen Darmverschluss. Ein Verdacht auf einen VZ kann erhoben werden, wenn eine Prädisposition bekannt ist oder falls die abdominellen Schmerzen über dem Zökum lokalisiert werden können. In jedem Fall ist die bildgebende Diagnostik gefordert, um diesen Verdacht zu bestätigen.
Röntgenaufnahmen liefern diesbezüglich zuverlässige und wertvolle Informationen, insbesondere wenn sie nach Applikation eines Kontrastmittels angefertigt werden. Wenn in nativen Aufnahmen keine Hinweise auf die Ursache der Symptome gefunden werden können, sind daher Kontrastmittelstudien angezeigt. Kontrastmittel wie Bariumsulfat dürfen jedoch nicht eingesetzt werden, wenn der Patient Symptome einer Darmperforation und Peritonitis zeigt.
Nicht immer erlaubt das Röntgen eine zuverlässige Diagnose, sodass in vielen Fällen zusätzlich eine Computertomographie des Abdomens realisiert wird [5] [6]. In computertomographischen Aufnahmen lässt sich der Ausgangspunkt des Volvulus besser erkennen und es werden auch Aussagen zum Zustand der Darmwand im verdrehten Abschnitt möglich.
Aussagen zum Allgemeinzustand des Patienten und zu einer systemischen Entzündungsreaktion lassen sich auf Basis von Blutuntersuchungen treffen. Hierbei ist besonders auf die Anzahl der Leukozyten, eine mögliche Linksverschiebung und die Elektrolyte zu achten.