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Fast frei schwebend: Projekt Bahnhofsareal in Bremgarten AG
Der Bahnhof von Bremgarten wird moderner. Der Neubau muss die fortschreitende Urbanisierung des Umfelds berücksichtigen und zu einer Verdichtung führen. Das Siegerprojekt «Drop by» von Schneider & Schneider Architekten aus dem Wettbewerbsverfahren kommt leichtfüssig daher.
Quelle: Schneider & Schneider Architekten / Visualisierung Filippo Bolognese Images
Von der Zürcherstrasse her gewährt der neue Bahnhof einen freien Blick auf die Gleise.
Bremgartens Bahngeschichte ist in weiten Teilen die einer Schmalspurbahn. Zwar erhielt das historische Städtchen an der Reuss 1876 einen Anschluss an die Normalspur, der es über Wohlen mit dem Schienennetz verband. Doch die Strecke endete am Westufer des Flusses, ausserhalb der Stadt. 1902 erreichte dann eine Strassenbahn vom Osten her Bremgartens Obertor und stellte eine Verbindung über die Passhöhe des Mutschellen mit der Zürcher Vorortsgemeinde Dietikon im Limmattal her.
Die Bremgarten-Dietikon-Bahn pachtete anschliessend die Strecke nach Wohlen von den SBB. Diese erhielt eine dritte Schiene für die «Meterspur». Über die Reuss entstand eine neue Brücke, welche die beiden Streckenabschnitte vereinte. 1912 konnte der durchgehende Betrieb aufgenommen werden.
Die Bremgarten-Dietikon-Bahn fusionierte 2010 mit der Wohlen-Meisterschwanden-Bahn, acht Jahre später folgte der weitere Zusammenschluss mit der Wynental- und Suhrentalbahn zur Aargau Verkehr AG (AVA). Das regelmässig modernisierte Schienentransportsystem auf der Strecke durch Bremgarten ist heute ein wichtiger Bestandteil des S-Bahnnetzes der Grossagglomeration Zürich.