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Lokalanästhesien der Rami mediales
Jedem Rückenmarksegment bzw. -abschnitt ist ein Spinalnerv (Rückenmarksnerv) zugeordnet.
Das Paar der beiden obersten Spinalnerven tritt direkt unter dem Hinterhaupt aus, also oberhalb des ersten Halswirbels. Da auch das unterhalb des siebenten Halswirbels austretende Spinalnervenpaar (C8) noch dem Halsbereich zugeordnet ist, gibt es acht Spinalnervenpaare der Halswirbelsäule (HWS) bei nur sieben Halswirbeln. Die folgenden Spinalnerven tragen dann gleiche Namen und Nummern wie der darüberliegende Wirbelkörper.
Insgesamt ergeben sich somit beim Menschen in der Regel insgesamt 31 Spinalnervenpaare (HWS 8, BWS 12, LWS 5, Kreuzbein 1).
Die Spinalnerven, die durch Vereinigung der vorderen und hinteren Wurzel entstehen, teilen sich jeweils in einen Ramus dorsalis und ventralis (hinterer und vorderer Ast). Der Ramus dorsalis teilt sich wiederum in einen Ramus medialis und lateralis (innen und aussen).
Die sensible Nervenversorgung eines Facetten- bzw. Zwischenwirbelgelenks erfolgt über 2 benachbarte Rami mediales (innere Äste).
Somit müssen hier pro Gelenk immer 2 Nervi mediales blockiert werden.
Die Abbildung zeigt am Beispiel der Halswirbelsäule den Abgangsort des Ramus medialis vom Ramus dorsalis (blauer Pfeil) links.
Diese Intervention erfolgt in Bauchlage unter C-Bogen- oder CT-Kontrolle.