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Der finnische Tenor Topi Lehtipuu wurde 1971 im australischen Brisbane geboren und wuchs in Tampere (Finnland) auf. An der Sibelius-Akademie in Helsinki belegte er die Fächer Klavier, Violine, Chordirigieren und Gesang, doch widmete er sich nebenher auch allerhand anderen künstlerischen Aktivitäten: Lehtipuu war Vokalist und Geiger in der Rockband Höyry-kone, er trat als Schauspieler auf, wirkte als Synchronsprecher und -sänger in Zeichentrickfilmen mit und betreute schliesslich als Produzent finnische Fassungen von Disney-Filmen. 1999 debutierte Topi Lehtipuu als Brittens Albert Herring am Opernhaus Vantaa und als Tamino in Mozarts Zauberflöte am Théâtre des Champs-Elysées in Paris, wo er heute zuhause ist. Sein Repertoire erstreckt sich von der Alten Musik über Mozart und den Belcanto bis zu Klassikern der Moderne und Werken der Gegenwart: So gehörte er beispielsweise zum Ensemble der Uraufführungen von Peter Eötvös’ Die Tragödie des Teufels an der Bayerischen Staatsoper und von Helmut Oehrings Aschemond an der Berliner Staatsoper. Topi Lehtipuu arbeitete mit Dirigenten wie Ivor Bolton, William Christie, John Eliot Gardiner, Emmanuelle Haïm, Riccardo Muti, Simon Rattle und Christophe Rousset zusammen. Unter Leitung von Pablo Heras-Casado war er im Sommer 2014 als Tamino in Aix-en-Provence zu erleben, mit René Jacobs erarbeitet er im Frühjahr 2015 Rossinis Il barbiere di Siviglia am Theater an der Wien und in Brüssel. Auf DVD ist Lehtipuu mit Strawinskys The Rake’s Progress vom Glyndebourne Festival, Mozarts Così fan tutte von den Salzburger Festspielen und Glucks Ezio (ausgezeichnet mit dem «ECHO Klassik» 2012) präsent; für seine Vivaldi-CD Arie per tenore erhielt er den «Diapason d’Or». Als Intendant leitete Topi Lehtipuu von 2004 bis 2010 die Joroinen Music Days und von 2010 bis 2013 das Turku Music Festival.
August 2014