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In gekrümmter Haltung, den Kopf auf der linken Schulter liegend, die verhältnismässig sehr grossen Hände verschränkt auf seinen Oberschenkeln drapiert, ruht er im Sitzen. Gänzlich in sich versunken scheint der abgebildete Mann die Aussenwelt nicht mehr wahrzunehmen. Schnelle Striche um die Figur herum wecken Assoziationen einer windigen und zerzausten Umgebung. Nell Graber-Kirchhofer ist als Zeichnerin und Grafikerin tätig. Nach einem Abschluss als Lehrerin findet sie über das Studium den Weg in die bildende Kunst. In der Arbeit als Illustratorin von Kinderbüchern treffen diese beiden Qualitäten von Graber-Kirchhofer wieder aufeinander. Es sind empfindsame Zeichnungen, die die Künstlerin entstehen lässt. Teilweise finden sich auf den Arbeiten zudem Gedichte, die sie mit Bleistift in ihre Zeichnungen integriert. Ergänzend ist auch im vorliegenden Werk ein solches von U. Thalbacher zu lesen, das Bild eines einsamen Schicksals unterstreichend: «Dem Schneepolster auf Dächern und in Astgabeln entschlummern Kinderträume. Doch die graue Strasse von dort vorbei am Baum in der Stadt vergisst sich in den weissen Hügeln, wo die Spur des Einsamen verschneit ist.»
Katrin Sperry
Der Mann wirkt einsam.
Seine Körper-Haltung ist ver-krampft.
Die Augen sind geschlossen.
Seine grossen Hände liegen auf den Knien.
Die Arme umarmen ihn selbst,
als ob er Schutz braucht.
Dunkle Striche umgeben den Mann
wie Schatten.
Der Text neben seinen Füssen
spricht von
verschneiten Dächern,
Kinder-Träumen,
einer grauen Strasse und
der Spur des Einsamen.