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Eine (mögliche) Unterscheidung zwischen Darstellung und Abbildung in der Einheit der Wiedergabe besteht darin, dass - analog zu Rede und Schriftstück - die Darstellung als Ereignis in der Zeit erfolgt, während die Abbildung zeitlos ist. In beiden Fällen spielt keine Rolle, inwiefern da Referenzobjekt wirklich existiert. Die Darstellung ist als performative Handlungen ein Ereignis. Ein Schauspieler stellt auf der Bühne eine Romanfigur dar. Die Darstellung endet mit dem Ende seines Auftrittes und kann nicht wiederholt werden. Eine Abbildung ist zeitlos, sie kann aber aktuell als Darstellung verwendet werden. Das ist etwa der Fall, wenn ich jemandem nicht die Abbildung zeige, sondern das, was - aktuell passend - darauf zu sehen ist.
Als Darstellung bezeichne ich sowohl das Verhältnis zwischen Darstellung und dargestelltem Sachverhalt als auch den als Symbol verwendeten materiellen Darstellungskörper, der den Sachverhalt referenzierend re-präsentieren soll. Jede Darstellung - in diesem Sinn - ist die Darstellung eines Ereignisses.
Die eigentliche Darstellung ist weder eine Erläuterung noch Erklärung, sondern ein symbolischer Ersatz für das Dargestellte, das so vielleicht nie zu sehen wäre.
Schauspieler werden gemeinhin als Darsteller gesehen, während Sänger nur vortragen. Im Schauspieler sehe ich den Dargestellten handeln, der Sänger zeigt mir eine Selbst-Darstellung, er zeigt sich selbst.
Die Selbst-Darstellung ist differenziell eine Darstellung von nichts anderem.
Technik:
Die Anzeige vieler technische Geräte (z.B. Tachometer, Oszillograph) sind Darstellungen von etwas, was gerade passiert.
Mathematik:
In der Mathematik haben viele "Wörter" eine andere Bedeutung als in der Sprache.
Literatur
G. Deleuze thematisiert die Wiederholbarkeit. Und G. Spencer-Brown: nochmals nennen (eines Namens) ist nennen.