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Zum Jubiläum ein Buch
Zu ihrem 125-Jahr-Jubiläum hat sich die SPS ein Buch geschenkt, sich und allen Interessierten. Massgeblich beteiligt am Zustandekommen des umfangreichen Werks waren zwei Personen aus der Altstadt, Nicola Behrens und Séverine Vitali.
«Francois und Yves Baer, Vater und Sohn, sind mit der Idee für ein Jubiläumsbuch auf mich zugekommen, und zu dritt haben wir das Projekt begonnen», erinnert sich Nicola Behrens. Man hat die Themen bestimmt, beschlossen, dass alle Regionen vertreten sein müssten und dass es einen Lexikonteil enthalten sollte. Dank dem Entgegenkommen der Tessiner konnte auf das Italienische verzichtet werden, sodass nun alles in Deutsch und Französisch verfasst ist, die Seiten hälftig aufgeteilt. Das hat den Vorteil, dass die entsprechenden Abbildungen jeweils an Ort und Stelle zu finden sind, ohne blättern zu müssen.
Der weit überwiegende Teil des Buches ist in Gratisarbeit entstanden, so auch der von Nicola Behrens, der hunderte von Seiten zur Geschichte geschrieben sowie viele Bildlegenden recherchiert hat. Und auch Séverine Vitali, die all seine Texte und die Bildlegenden ins Französische übersetzte, auch sie hat alles in ihrer Freizeit, ehrenamtlich, geleistet. Sie hat es auch übernommen, das Vorwort ins Deutsche zu übersetzen und bei vielen Beiträgen die Zusammenfassung in der jeweils anderen Sprache zu verfassen. «Etwa eine halbe Million Zeichen waren das, wie ich kürzlich nachgesehen habe, also etwa dreihundert Seiten.» Inhaltlich sei das sehr spannend gewesen, sagte sie, wie eine Weiterbildung. So hat sie beispielsweise nachsehen müssen, wie all die Gesetze, Initiativen etc. auf Französisch heissen. Wobei sie vieles schon gewusst haben dürfte, arbeitet sie doch unter anderem in Bern als Simultanübersetzerin im Nationalrat.
Gestalterisch sieht das so aus, dass sich als roter Faden der historische Teil durchzieht, von Nicola Behrens geschrieben (der übrigens beim Stadtarchiv arbeitet), und auf der unteren Seitenhälfte die Übersetzung ins Französische (von Séverine Vitali). Darüber hinaus gibt es Beiträge anderer Autorinnen und Autoren zu verschiedenen Themen, gedruckt auf grauem Papier und auf gelb gedruckt ein Lexikonteil.
Ende November war die Buchvernissage in Bern, die Hälfte der Auflage von 4000 Exemplaren ist innert kurzer Zeit subskribiert worden. Seit dem Erscheinen des Buches haben Nicola Behrens und Séverine Vitali wieder etwas mehr Zeit für anderes. Sie hat während zehn Monaten etwa ein Viertelpensum für das Projekt aufgewendet, er schätzt seinen Aufwand auf etwa zwei Tage pro Woche, über etwa ein Jahr gesehen.
Das Buch eignet sich hervorragend zum Studium der Geschichte der SPS und vielleicht etwas weniger als Bettlektüre, aus dem einfachen Grund, weil es – die Neugier hat eine Messung verlangt – doch immerhin 2,288 Kilogramm auf die Waage bringt.
Elmar Melliger