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Beamer - ein Werkzeug für den präsentablen Bildweitwurf
Als Beamer werden Videoprojektoren bezeichnet, mit denen Bilder, Videos und Bildschirminhalte von Personal-Computern an eine Wand bzw. Leinwand projiziert werden können.
Sie werden als so genanntes Heimkino im privaten Bereich, als Präsentationsmittel in Ausbildung und Beruf sowie für professionelle Videovorführungen auf Veranstaltungen
eingesetzt. Die Größe der Projektion ist variabel einstellbar, wird allerdings durch die Lichtleistung und Auflösung des Beamers sowie den verfügbaren Abstand zwischen Beamer
und Projektionsfläche begrenzt. Wesentliche Elemente eines Beamers sind die Signalaufbereitung, die Lichtquelle und die Optik. Von diesen Elementen hängen die möglichen
Wiedergabequellen und die Anzeigequalität entscheidend ab.
Signalaufbereitung
Beamer sind üblicherweise mindestens mit analogen Videoeingängen ausgestattet. Vorzugsweise sollte hier der Anschluss über höherwertige Eingänge wie
S-VHS erfolgen. Als digitale Variante ist bei hochwertigen Modellen ein HDMI-Eingang
vorhanden, über den hochauflösendes Video verarbeitet werden kann. Für kopiergeschützte Inhalte muss dieser Eingang den HDCP-Standard unterstützen.
Die Audiosignale können über eingebaute Lautsprecher oder über eine externe Audioanlage
wiedergegeben werden.
Für den Betrieb an einem Personal-Computer wird eine Schnittstelle der
PC-Grafikkarte benutzt. Allgemein ist ein analoger VGA-Anschluss
vorhanden, für digitale Signale zusätzlich oft ein DVI-Anschluss. Die am PC gewählte Auflösung sollte möglichst der
physikalischen Auflösung des Beamers entsprechen, um eine gute Bildqualität zu erreichen.
Als Anzeigeverfahren kommen verschiedene digitale Techniken zum Einsatz. Die älteren, analogen Röhrensysteme sind kaum noch im Einsatz. Die häufigsten
Projektoren arbeiten mit LCD- oder DLP-Technologie.
LCD-Projektion
Eine Flüssigkristallanzeige (Liquid Crystal Display) wird von einer Lichtquelle durchleuchtet, ähnlich wie bei einem Diaprojektor.
Bei hochwertigen Geräten ist für jede Grundfarbe ein separates LCD-Element vorhanden. LCD-Systeme sind relativ preiswert und kompakt.
Für den Betrieb ist im Gerät ein Lüfter vorhanden, der Betriebsgeräusche verursacht.
DLP-Projektion
Beim Digital Light Processing (DLP) wird das Licht in einem Bildwandler-Schaltkreis mit vielen kippbaren Mikrospiegeln (Digital Micromirror Device) für jeden Bildpunkt
separat zur Projektionsoptik weitergeleitet oder abgelenkt. Für die Erzeugung eines Farbbildes wird bei einfachen Geräten ein schnell rotierendes Farbrad eingesetzt.
Bei professionellen Geräten wird dagegen für jede Grundfarbe ein separater Bildwandler benutzt. Vorteile der DLP-Technologie sind die hohe Schaltgeschwindigkeit und
der hohe Kontrast. Nachteile sind mitunter mangelnde Farbtreue und die Geräuschentwicklung durch Lüfter und Farbrad.
Lichtquelle
Von der Stärke der Lichtquelle hängen der maximale Abstand zur Projektionsfläche und damit deren mögliche Größe ab. Bei welchem Umgebungslicht die Projektion noch
kontrastreich und hell ist, wird ebenso durch die Lichtleistung der Lichtquelle bestimmt.
Metalldampflampen
Metalldampflampen erzeugen ein hervorragendes, helles Licht für die Videoprojektion von bis zu 18.000 ANSI-Lumen. Sie haben jedoch nur eine Lebensdauer von
2.000 bis 4.000 Betriebsstunden und sind sehr kostenintensiv. Durch den Betrieb im Energiesparmodus wird - neben der gewünschten Energieeinsparung - auch die
Lebensdauer der Lampe verlängert, dafür verringern sich allerdings Kontrast und Helligkeit der Projektion.
LED - Light Emitter Diode
Diese Lichtquelle ist sehr energiesparend, strahlt wenig Hitze ab und ermöglicht kompakte Bauweisen. Die Betriebsdauer liegt mit mehr als 20.000 Betriebsstunden deutlich
höher als bei Metalldampflampen. Die Lichtleistung und die maximal mögliche Bildauflösung sind jedoch geringer als bei Metalldampflampen.
Optik
Durch die Optik ist eine Änderung der Bildgröße, Schärferegulierung und Anpassung des Bildes an den Projektionswinkel möglich. Der Bereich des Projektionsverhältnisses von
Bildgröße zu Projektorabstand hängt vom verwendeten Zoomobjektiv ab und wird in den technischen Daten angegeben. Bei hochwertigen Geräten sind alle Einstellungen
über eine Fernbedienung zugänglich.
Hinweise zur Auswahl eines Beamers
Wichtige technische Kriterien für die Auswahl sind Lichtleistung, Auflösung, Betriebsgeräusch und Gewicht des Beamers.
Für Präsentationen im professionellen Umfeld wird meist das Seitenverhältnis 4:3 verwemdet.
Im mobilen Einsatz für spontane Präsentationen mit kleiner Teilnehmerzahl kommt es auf eine kompakte Bauform, niedriges Gewicht und leisen Betrieb an.
Da diese Präsentationen meist in kleinen Räumen stattfinden, sind Lichtleistung und Auflösung hier nachrangig. Die meisten
Notebooks besitzen einen VGA-Anschluss, an den der Beamer angeschlossen werden kann.
Beamer, die in Konferenz- oder Schulungsräumen betrieben werden, müssen bezüglich Lichtleistung und Auflösung je nach Raumgröße hohe Anforderungen erfüllen.
So muss der Betrieb auch bei relativ hellem Umgebungslicht möglich sein und die Auflösung eine gute Lesbarkeit von Texten sicherstellen. Diese Beamer werden oft
mittels Deckenhalterung fest im Deckenbereich installiert, so dass die
Fernbedienung aller wichtigen Funktionen möglich sein muss.
Durch eine speziell beschichtete Projektions-Leinwand kann der Kontrast bei ungünstigen
Lichtverhältnissen etwas verbessert werden.
Als Heimkino-Gerät sollte der Beamer das Breitbildformat 16:9 mit einer Auflösung von 1.024×768 Bildpunkten bzw. mindestens 1.280×720 Bildpunkten für hochauflösendes
Videomaterial unterstützen. Analoge Videoeingänge sind meist mehrfach vorhanden, für HD-Videomaterial ist ein digitaler HDMI-Eingang mit HDCP sinnvoll.
Ein möglichst geräuscharmer Betrieb (kleine dB-Werte) und kompakte Bauform sind weitere wichtige Kriterien für die Wahl des Heimkino-Gerätes. Die Lichtleistung reicht in
diesem Segment bis ca. 3.000 ANSI-Lumen.
Weitere Links zum Thema
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Laserpointer aus unserer Kategorie Präsentation und Planung.