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Vor der Fortsetzung des Amtsenthebungsverfahrens gegen Dilma Rousseff haben Anhänger der suspendierten brasilianischen Staatschefin für deren Verbleib im Amt demonstriert. Allerdings versammelten sich am Sonntag nur rund 250 Menschen in der Hauptstadt Brasília.
Die Mobilisierung der Demonstration begann nur zögerlich, was darauf hindeutet, dass Rousseff mittlerweile auch in den eigenen Reihen an Unterstützung verloren hat. Die Organisatoren der Kundgebung erwarteten aber im Laufe des Sonntagabends noch rund 2000 weitere Menschen. In dem Stadion wurde ein Protestcamp errichtet.
Rousseffs Anhänger wollen zudem am Montag vor dem Senat demonstrieren. Dort wird sich die suspendierte Präsidentin persönlich verteidigen.
Viele Demonstranten schwenkten brasilianische Fahnen und hielten Schilder mit Slogans wie «Dilma ist unsere Präsidentin» und «Temer raus» an die Adresse des derzeitigen Interimspräsidenten Michel Temer in den Händen.
Die 68-jährige suspendierte Präsidentin verteidigt sich in dem Amtsenthebungsverfahren am Montag persönlich im Senat. Rousseff wird vorgeworfen, Haushaltszahlen geschönt und Geld ohne Zustimmung des Kongresses ausgegeben zu haben.
Sie war Anfang Mai vom Parlament für zunächst 180 Tage ihres Amtes enthoben worden. Rousseffs Anhänger prangern das Amtsenthebungsverfahren als verdeckten Putsch der Konservativen im Parlament an.
Vermutlich am Dienstag oder Mittwoch soll im Oberhaus darüber abgestimmt werden, ob Rousseff endgültig abgesetzt wird. Experten bezeichnen dies als «sehr wahrscheinlich». (sda/afp)