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(03.11.2021) Die Schweizer Wirtschaft arbeitet sich allmählich aus der Krise heraus. Laut den Prognosen der Konjunkturforschungsstelle (KOF) dürfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) 2021 um 3,2% und 2022 um 3,6% steigen. Für 2023 ist dann mit einer Normalisierung des Wachstums zu rechnen.
Viele Indikatoren zeigen nach oben, aber die Probleme in den Lieferketten, die einen Teil der Weltwirtschaft lahmlegen, und der Pandemieverlauf in der Schweiz mahnen zu einer gewissen Vorsicht, was die Wachstumsprognose betrifft. Die KOF berichtet von einer Diversifizierung der Risiken für die Schweizer Wirtschaft.
Der Aufschwung, der hauptsächlich für 2021 erwartet worden war, wird teilweise in das kommende Jahr verschoben, weshalb die Wachstumsprognosen für 2022 nach oben korrigiert wurden. Ab dem ersten Quartal 2022 sollten sich die grössten Engpässe, die die Produktion blockieren, wieder auflösen.
Die Wachstumsrate des internationalen Warenhandels wird voraussichtlich rasch wieder zu einem normalen Niveau zurückfinden. Der Dienstleistungssektor könnte jedoch in einigen Teilen der Welt weiterhin ein erhöhtes Wachstum aufweisen.
Die gestiegene Nachfrage ist hauptsächlich das Ergebnis von nachholenden Ausgaben der Schweizer Haushalte. Die Aufhebung der Beschränkungen und die Wiedereröffnung der Betriebe im Gastgewerbe im Bereich der persönlichen Dienstleistungen haben wiederum die Produktion angekurbelt.
Die Pharmaindustrie ist einer der Grundpfeiler des Schweizer Wachstums. Sie verzeichnet einen markanten Anstieg ihrer Auslandsumsätze, sowohl volumenmässig wie auch gemessen an ihrem Anteil an den Exporten. In der übrigen Schweizer Industrie fällt der aktuelle Aufschwung hingegen vergleichsweise schwach aus.
Letzte Änderung 03.11.2021