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Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann.
Die fürsorgerische Unterbringung ist eine einschneidende Massnahme und wird nur angeordnet,
- wenn eine Person sich selber gefährdet (beispielsweise bei Selbstmordabsichten),
- wenn eine Person dringend auf eine psychiatrische Behandlung angewiesen ist (beispielsweise bei einer schweren Psychose),
- oder wenn eine Person auf Betreuung angewiesen ist (beispielsweise wenn eine Betreuung über die Spitex nicht mehr ausreicht).
Die Person muss in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden - in den meisten Fällen einer psychiatrischen Klinik. Die fürsorgerische Unterbringung wird von einem Arzt oder einer Ärztin oder von der KESB angeordnet. Die Person muss aus der Klinik entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr erfüllt sind und – falls nötig – eine Nachbetreuung (z. B. Therapie) oder Wohngelegenheit (z. B. begleitetes Wohnen) sichergestellt ist.