Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03638.jsonl.gz/1388

Die beiden Begriffe meinen dasselbe, mit den Mallets (Schlegeln) werden die Holz- oder Metallplatten zum klingen gebracht.
Das Xylophon, das Vibraphon, die Marimba und das Glockenspiel, alle diese Instrumente haben die Gemeinsamkeit, dass gestimmte Platten mit Schlägeln angeschlagen werden um Töne zu erzeugen. Die Anordnung dieser Platten entspricht bei den heute gebräuchlichen Instrumenten den schwarzen und weissen Tasten eines Klaviers oder Keyboards. Die Pauke gehört zu den gebräuchlichsten Instrumenten der Orchester-Perkussion.
Die einzelnen Instrumente haben ihre ganz eigenen Merkmale:
DAS XYLOPHON
Gestimmte Holzplatten auf einem Gestell, angeordnet wie die Tasten des Klaviers, darunter Resonatoren, welche die Töne voller und ausgewogener klingen lassen. Der Klang des Instruments ist kurz und spitz. Der Umfang entspricht dreieinhalb Oktaven in hoher Lage, entsprechend den höchsten Tönen eines Klaviers. Als Solo-Instrument ist es vor allem bekannt mit Stücken im Ragtime- oder „Zirkusmusik“-Stil. Berühmte Orchesterpassagen sind etwa im „Säbeltanz“ (Khachaturian) oder in „Carnaval des Animaux“ (Saint-Saëns) zu finden. Die passenden Schlägel haben Köpfe aus Holz (mit Leder umwickelt) oder Kunststoff auf dünnen Holzstielen.
DAS GLOCKENSPIEL
Hat keine wirklichen Glocken, sondern Plättchen aus Metall. Der Klang ist aber tatsächlich sehr glockenähnlich. Einige Modelle besitzen deshalb ein Dämpfpedal. Verwendet wird das Glockenspiel mit seinem brillanten Klang in hoher Lage sehr häufig in Orchesterwerken ab der Spätromantik und auch in aktuellen Filmmusikkompositionen. Etwas exotisch ist der Einsatz des Glockenspiels in der Popmusik der 1970er Jahre. Eine Variante ist die hochkant gespielte Lyra, welche oft in der Marschmusik verwendet wird.
DAS VIBRAPHON
In den 1920er Jahren auf der Suche nach einer Alternative zum Xylophon mit weicherem Klang und mehr Gestaltungsmöglichkeiten im Jazz entwickelt. Das Instrument mit Metallplatten ist heute aber in den unterschiedlichsten Stilen zuhause. Mittels eines Elektromotors werden Lamellen über den Resonanzröhren zum drehen gebracht, es entsteht der typische Vibrato-Effekt, welcher dem Instrument auch den Namen gibt. Ein Dämpfpedal ermöglicht das Spielen von kurzen Töne. Der Tonumfang umfasst meistens drei, selten vier Oktaven in mittlerer Lage. Oft wird das Vibraphon mit je zwei Schlägeln pro Hand gespielt.
DIE MARIMBA
Mit Ursprung in afrikanischen Ländern, gelangte das Instrument nach Mittelamerika, wo auch heute noch eine reiche Marimbatradition besteht. In den USA wurde die moderne, heute übliche Bauweise mit zwei Plattenreihen (entsprechend der Klaviertastatur) entwickelt. Wie das Xylophon hat die Marimba Platten aus Holz, jedoch im Vergleich einen grösseren, nach unten erweiterten Tonumfang von bis zu fünf Oktaven. Der Klang wirkt angenehm warm. Wie das Vibraphon, wird die Marimba oft mit Vierschlägel-Technik gespielt. Somit können auch Akkorde und komplexere Tonfolgen realisiert werden. Die Schlägel bestehen aus Rattan- oder Holzstielen mit Gummiköpfen, welche mit Garn umwickelt sind.
Orchester- Perkussion
DIE PAUKE,
manchmal auch Kesselpauke oder Timpani genannt, ist ein Fellinstrument, auf welchem genaue Tonhöhen gespielt werden können. Anders als bei Trommeln mit einer zylindrischen Form und zwei Fellen, wird bei der Pauke das Schlagfell über einen parabolischen Kessel gespannt. Dadurch entsteht ein Klang mit bestimmbarer Tonhöhe. Es existieren verschiedene Mechanismen um die Pauke zu stimmen. Heute verwendet man meistens ein Pedal. Anfangs meistens paarweise gespielt, werden nun oft vier oder sogar mehr Pauken verwendet. Die Schlägel haben Stiele aus Holz oder Tonkingrohr und Köpfe aus Flanell oder Kork mit Filzbezug. Bekannte und markante Passagen für Pauken findet man in zahlreichen Orchesterwerken von Bach (Weihnachtsoratorium), Beethoven (div. Symphonien), Bruckner, Mahler, Stravinsky, Shostakovich, Bartók und vielen anderen.