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Wichtig ist, dass sich das Kind in einer realen Welt mit sich und anderen auseinandersetzet. Im Setting des Eishockeys geschieht dies regelmässig. Der Charakter des Kindes wird gebildet, indem es im Spiel lernt zu gewinnen und zu verlieren. Es muss lernen mit seinen Frustrationen umzugehen und nicht aufzugeben. Hier spielt auch das Spielen in einem Team eine wichtige Rolle. Ein Kind kann ausgegrenzt werden, wenn es einen Fehler macht, anderseits wird es bestärkt, wenn es gut gespielt hat.
Heute sitzen Kinder gerne vor dem Bildschirm ihres Computers oder Fernsehers und kämpfen in einer virtuellen Welt um ihr Überleben. Vertreter dieser Spiele sagen, dass diese Games lehren, dass die Kinder ihr Reaktionsvermögen trainieren und ihr abstraktes Denken gefördert wird. In der Entwicklung des Kindes sind die Charakterbildung, das soziale Lernen und die körperliche Koordination sehr wichtig, um später in unserer komplexen Gesellschaft den richtigen Weg zu finden. Diese Eigenschaften werden im Eishockey spielerisch erlernt.
Die Trainer übernehmen in verschiedenen Situationen eine bestärkende und regelnde Funktion. Sie helfen das Selbstwertgefühl des Kindes aufzubauen und ihm Sicherheit zu geben. Gerade junge Menschen, die eine sehr niedrige Frustrationstoleranz haben, sind sehr gefährdet ihre Schwierigkeiten nicht anzugehen, sondern sie in verschiedenen legalen und illegalen Suchtmitteln zu unterdrücken oder in einer erhöhten Gewaltbereitschaft auszuleben.
Das regelmässige Training hilft dem Kind, sich Fähigkeiten anzueignen und diese zu verbessern. Im Training werden Beweglichkeit und körperliche Koordination punktuell so gefördert, dass es dem Kind hilft ein gesundes Körpergefühl zu entwickeln. Es lernt neben dem Schlittschuhlaufen, den Hockeystock zu kontrollieren und ihn einzusetzen und gleichzeitig den Überblick über das Spiel zu behalten. Übertragen auf das Leben lernt es zu kämpfen und durchzuhalten. Neu erlernte Abläufe müssen immer wieder eingeübt werden, damit sie im Spiel erfolgreich angewandt werden können.
Das Kind braucht Erlebnisse mit Gleichaltrigen. Untereinander messen sie sich und üben ihre sozialen Fähigkeiten ein. Da ein Team aus stärkeren und schwächeren Spielern besteht, lernen sie sich gegenseitig zu unterstützen. Sie dürfen die Erfahrung machen, dass bei Streitigkeiten die Motivation fehlt, gemeinsam zu gewinnen und dass einer alleine nicht gewinnen kann.
Armin Brüllhardt