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Unter dem
Mikroskop
[* 5] zeigen sich die aus Fettkörnchen und verfetteten Epithelzellen zusammengesetzt.
In den durch das Drüsensekret
vereiterten Talgdrüsengängen lebt die Haarsackmilbe
(Demodex folliculorum), ohne weitere
Störung zu verursachen. Am häufigsten
finden sich Mitesser im
Gesicht, besonders an der
Nase.
[* 6] DerGrund für die Entstehung der ist noch nicht klar
erkannt. Es ist möglich, daß sich zuerst die Mündung der Drüsengänge durch Schmutz oder zufällig angehäufte Epithelmassen
verstopft und dadurch das Drüsensekret zurückgehalten wird.
Wahrscheinlich jedoch bildet die übermäßige Talgsekretion selbst die eigentliche
Ursache der Mitesser. Aus den kleinern Mitessern
können unter Umständen, wenn die Talganhäufung fortbesteht, wirkliche
Balggeschwülste sich entwickeln.
Bildet sich in der Umgebung von Mitessern eine
Entzündung der
Haut aus, so entsteht die
Akne oder
Finne (s. d.). Zur
Entfernung
und Verhütung der Mitesser drückt man sie am besten vorsichtig und wiederholt mit dem Fingernagel aus, und dann
wäscht man die betreffenden Hautstellen mit Benzoetinktur oder mit sehr schwacher
Ätzkali- und Sublimatlösung.
Sehr wirksam hat sich das energische
Bürsten der kranken Hautstellen mit einer Zahnbürste und Kaliseife und die Anwendung
des Kummerfeldschen Waschwassers erwiesen, welches, gut umgeschüttelt, abends vor dem Schlafengehen auf die betreffenden
Hautstellen aufgetragen wird, worauf man am nächsten
Morgen die
Haut trocken abreibt.
Hebra empfiehlt eine
Pasteaus gleichen Teilen
Schwefelmilch,
Alkohol und
Glycerin, welche über
Nacht auf die betreffenden Hautstellen gelegt wird,
nachdem man dieselben vorher tüchtig mit
Wasser und
Seife abgewaschen hat.