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Lärm
Schall wird erst zu Lärm, wenn er bewusst oder unbewusst stört, greift jedoch oft stärker in die Lebensfunktionen eines Menschen ein, als dieser es selber wahrnimmt. Dem Lärm versuchen viele auszuweichen, indem sie sich in ruhige Gebiete (sogenannte Ruheinseln) begeben. Diese Flucht in Ruheinseln kann jedoch wiederum neuen Lärm verursachen. Lärm kann auch ernsthafte gesundheitliche Schäden verursachen. So sind beispielsweise rund 20 Prozent dem Risiko von strassenlärmbedingten Gesundheits-schäden ausgesetzt. Das Umweltschutzgesetz schreibt daher den Schutz vor Lärm vor.
Rechtlicher Schutz vor Lärm
Die Lärmschutz-Verordnung (LSV) dient dem Schutz vor übermässigen Lärmimmissionen und –Emissionen, indem sie Grenzwerte für Neuanlagen sowie für bestehende Anlagen definiert. Zudem müssen im Rahmen von Einzonungen, Erschliessungen oder Baubewilligungen ebenfalls die Einhaltung der massgebenden Grenzwerte nachgewiesen werden. Die Höhe dieser Grenzwerte richtet sich nach den Nutzungen, welche in der Ortsplanung der Gemeinden festgelegt sind (Empfindlichkeitsstufen I – IV). Wo die Grenzwerte nicht eingehalten sind, werden konkrete betriebliche, bauliche sowie technische Massnahmen verlangt.
Die Vermeidung an der Quelle (z.B. neues Rollmaterial bei der Eisenbahn, Einkapselung von Maschinen) hat oberste Priorität. Erst wenn solche Massnahmen nicht ausreichen, sind geeignete Massnahmen im Ausbreitungsbereich (z.B. Lärmschutzwände) bzw. auf der Empfängerseite (z.B. Schallschutzfenster) vorzusehen.