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Ausser wegen eines gewachsenen Misstrauens gegenüber Twitter scheinen viele in Brasilien dem sozialen Netzwerk wegen einer Kuriosität beizutreten: Koo klingt wie "cu" ("Arsch" auf Portugiesisch). Entsprechend gab es in dem Land auf Koo und Twitter zahlreiche zweideutige Witze. Darauf ging selbst Koo ein und twitterte: "Koo ist das Geräusch dieses süssen gelben Vogels. Nicht, was ihr denkt."
Bei Koo gibt es keine Verifizierungshaken wie bei Twitter - und so gab es bereits etliche brasilianische Fake-Profile, darunter auch von Ex-Präsident Jair Bolsonaro, wie lokale Medien berichteten.
Koo wurde in Indien im Jahr 2020 gegründet und wurde dort unter anderem bei der hindunationalistischen Regierung und bei Stars beliebt, nachdem es Konflikte zwischen Twitter und der Regierung bezüglich des Löschens einiger regierungskritischer Tweets gegeben hatte. Koo betont, dass auf der Plattform freie Meinungsäusserung gelte. Der Plattform wurde aber auch Regierungsnähe und Zensur vorgeworfen. Koo soll es bald auch auf Deutsch geben, berichtete "India Today".
Seit Elon Musk Twitter gekauft hat, suchen viele Twitter-Nutzer alternative soziale Netzwerke./asg/DP/men
(AWP)