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Die Kontrolle und Reduktion von HIV, Hepatitis C (HCV) und Syphilis Übertragungen hat weltweit eine hohe Priorität für die öffentliche Gesundheit. Obwohl medikamentöse Therapien den Gesundheitszustand der Betroffenen stark verbessern und das Übertragungsrisiko mindern, gibt es weiterhin viele neue Infektionen mit HIV, HCV und Syphilis. Um dem entgegen zu wirken und neue Übertragungen reduzieren zu können, sind innovative und vielschichtige Präventionsstrategien erforderlich. Diese können nur entwickelt werden, wenn wir das komplexe Zusammenspiel zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Übertragung, Behandlungsstrategien, sexuellen Verhaltensmustern und besonders die Sichtweisen und Erfahrungen von Betroffenen verstehen. Diese Studie ist Teil eines grösseren Studienprogrammes. Mit qualitativen Einzelinterviews möchten wir die Sichtweisen und Erfahrungen von Männern, die Sex mit Männern haben/ hatten erfassen und durch eine thematische Analyse beschreiben. Das heisst, Themen aus den Erzählungen, welche für die Teilnehmenden bedeutungsvoll waren, werden in Bezug auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede beschrieben.
Mit dieser qualitativen Studie soll untersucht werden, wie Männer, die Sex mit Männern haben, ihre Sexualität im Verlauf der Zeit gelebt haben und welche Erfahrungen oder Ereignisse sich auf den Umgang mit sexuell übertragbaren Erkrankungen und Ihr Befinden ausgewirkt haben. Diese Resultate dienen der Kontextualisierung von Clusters zu sexuellem Verhalten über Zeit, welche mittels quantitativer Modellierung entwickelt wurden.
Qualitative Studie mit semi-strukturierten Interviews, eingebettet in eine Hauptstudie mit einem zweistufigen Mixed-Methods-Design.
Die Resultate dieser Studie dienen dazu, zusammen mit weiteren Resultaten eines grösseren Studienprogrammes, wirksamere Präventionsstrategien zu entwickeln. Diese Präventionsstrategien sollen zur Reduktion oder Elimination von sexuell übertragbaren Erkrankungen führen. Das gesamte Studienprogramm wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.