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Nikita Kucherov ist der grosse Abräumer bei den NHL Awards. In Las Vegas wird der russische Star-Flügel der Tampa Bay Lightning gleich dreifach ausgezeichnet. Aber der Reihe
nach ...
Es konnte nur einen geben: Die Wahl zum besten Spieler der Saison gewann Nikita Kucherov deutlich. Bei der Abstimmung unter Journalisten setzte sich der 26-jährige Zweitrunden-Draft von 2011 mit 1677 Punkten klar vor Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins/739) und Connor McDavid (465) durch.
«Es ist ein grosser Abend für mich und meine Familie», sagte Kucherov, der auch seine Teamkollegen nicht vergass: «Danke, Jungs, ich freue mich auf die neue Saison.»
Auch von seinen Spielerkollegen wurde Nikita Kucherov zum besten Spieler der Saison gewählt.
128 Punkte (41 Tore und 87 Assists) erzielte Nikita Kucherov in der Regular Season. Schon lange war klar, dass der Russe auch die Art Ross Trophy gewinnen würde. In 62 von 82 Spielen skorte er mindestens einen Punkt. Es ist die beste Leistung eines Russen seit 1992/93, damals kam Alexander Mogilny im Trikot der Buffalo Sabres auf 127 Punkte (76 Tore/51 Assists).
Bereits zum achten Mal (!) ist Alex Ovechkin von den Washington Capitals der beste Torschütze der Regular Season. Mit 51 Treffern erzielte er einen mehr als der Deutsche Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers, bereits zum 14. Mal in seiner Karriere knackte der 33-jährige Russe die magische 50-Tore-Marke. In den vergangenen sieben Jahren verpasste er den Titel des besten NHL-Torschützen lediglich 2017, als Sidney Crosby die Liga mit 44 Toren anführte.
Zum MVP der Playoffs wurde Ryan O'Reilly von Stanley-Cup-Sieger St.Louis gewählt. Der Center war mit 23 Punkten (8 Tore/15 Assists) in 26 Playoff-Spielen bester Skorer der Blues.
Im siebten Finalspiel gegen die Boston Bruins erzielte O'Reilly den wichtigen ersten Treffer. Er ist ausserdem der erste Spieler seit Wayne Gretzky, der sich in vier aufeinanderfolgenden Finalspielen als Torschütze auszeichnen konnte. Dem «Great One» gelangen 1985 in den Spielen 2 bis 5 für die Edmonton Oilers gegen die Philadelphia Flyers sieben Treffer.
«Es gibt einfach so viele Leute, denen ich danken möchte, Trainern und der ganzen Region zu Hause», sagte O'Reilly. «So viele Menschen, die nicht wissen, wie wichtig sie für meine Karriere waren, und ich hoffe, dass sie jetzt mit mir feiern. Ich kann es kaum erwarten, den Cup zu ihnen zu bringen.»
Der Schwede Elias Pettersson von den Vancouver Canucks darf sich über den Gewinn der Calder Trophy als Top-Rookie freuen. Der 20-jährige Center beendete seine erste NHL-Saison bei den Canucks mit 66 Punkten (28 Tore, 38 Assists) aus 71 Spielen. Pettersson ist der erst 31. Spieler in der NHL-Geschichte, der seinen Rookie-Jahrgang in den Kategorien Tore, Assists und Punkte anführen konnte.
Tampa-Bay-Torhüter Andrei Vasilevskiy ist der beste Torhüter der Regular Season. Der 24-jährige Russe gewann mit 39 Siegen die meisten Spiele und belegte mit sechs Shutouts in 53 Partien ligaweit den 4. Rang. Sein Gegentrefferschnitt betrug 2,40 und seine Fangquote 92,5 Prozent.
Stanley-Cup-Sieger Ryan O'Reilly arbeitete von allen NHL-Stürmern am besten nach hinten mit. Der Blues-Center führte die NHL mit 1086 gewonnenen Bullys an, war Vierter bei den gewonnenen Bullys in Unterzahl.
Als bester Verteidiger der NHL wurde Mark Giordano von den Calgary Flames ausgezeichnet. Der 35-jährige Kanadier war mit 74 Punkten der zweitbeste Skorer unter den Verteidigern. Mit +39 hatte Giordano die beste Plus-Minus-Bilanz aller NHL-Spieler.
Roman Josi wurde von Journalisten zum siebtbesten Verteidiger gewählt. Der 29-jährige Berner, dessen Vertrag mit den Nashville Predators 2021 ausläuft, wurde in dem Voting sogar je zweimal auf den 2. und 3. Platz gesetzt.
Islanders-Keeper Robin Lehner gehörte zu den besten Torhütern der Regular Season, obwohl der Schwede während dem Trainingscamp Probleme mit einer vorher nicht diagnostizierten bipolaren Störung bekannt machte. Lehner räumte psychische Probleme, Suizidgedanken und den Missbrauch von Alkohol und Schlaftabletten ein, überwand diese aber mit grosser Unterstützung seines Klubs.
Jason Zucker von den Minnesota Wild und seine Frau ermöglichten kranken Kindern und ihren Familien mit einer Spende über 160'000 Dollar, Minnesota-Spiele an einem speziellen TV-Gerät quasi live mitzuerleben. Ausserdem rief er die Kampagne #GIVE16 – die 16 ist Zuckers Rückennummer – ins Leben. Mehr als 1,2 Millionen Dollar kamen dank der Spendenaktion zusammen.
Aleksander Barkov von den Florida Panthers ist der grösste «Gentleman» der NHL. Der 23-jährige Finne erzielte 96 Punkte (35 Tore, 61 Assists), kassierte mit vier kleinen Strafen und acht Strafminuten aber die zweitwenigsten Strafen unter den Spielern, die alle 82 Partien der Regular Season bestritten.
Wayne Simmonds von den Nashville Predators, der während der Saison von den Philadelphia Flyers kam, überzeugte die Jury durch zahlreiche Aktivitäten neben des Rinks. Er besuchte regionale Eishallen sowie zahlreiche Schulen und lancierte gleich mehrere Spendenaktionen.
Zusammen mit seinem Islanders-Teamkollegen Robin Lehner kassierte der Deutsche Thomas Greiss die wenigsten Gegentore in dieser Saison (196). Greiss absolvierte 43 Partien, Lehner 46.
Vezina-Trophy-Gewinner Andrei Vasilevskiy von den Tampa Bay Lightning ergatterte sich wenig überraschend den Platz zwischen den Pfosten. Das Verteidiger-Duo bilden Brent Burns von den San Jose Sharks und Mark Giordano von den Calgary Flames. Im Sturm flankieren die beiden russischen Flügel Alex Ovechkin und Nikita Kucherov den Star-Center Connor McDavid von den Edmonton Oilers.
Der Jack Adams Award für den besten Trainer geht an Barry Trotz von den New York Islanders. Nachdem er die Washington Capitals im letzten Jahr zu ihrem ersten Stanley-Cup-Triumph geführt hatte, coachte er das «Versager-Team» der Islanders dank einer Steigerung von 23 Punkten in die Playoffs. Sein Team liess mit 191 Gegentoren die wenigsten der Liga zu, nachdem sie in der Vorsaison mit 293 die meisten kassiert hatten.
Unter Don Sweeney erreichten die Boston Bruins zum ersten Mal seit 2013 wieder den Stanley-Cup-Final. Nachdem sie in der ersten Saison unter Sweeney in der Saison 2015/16 die Playoffs noch verpasst hatten, steigerten sich die Bruins dank guten Trades seither von Jahr zu Jahr.