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Der OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2016" zeigt unter anderem auf, welchen Einfluss die vorschulische Bildung auf den späteren Bildungserfolg hat. Gleichzeitig ist der chancengleiche Zugang zu Bildungseinrichtungen, den Ziel 4 der UNO-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung anstrebt, in vielen Ländern noch nicht realisiert, gerade was den Frühbereich betrifft.
15-jährige SchülerInnen, die mindestens ein Jahr an vorschulischen Bildungsgängen im Elementarbereich teilgenommen haben, erzielen selbst nach Berücksichtigung des sozioökonomischen Hintergrunds bessere Ergebnisse bei der internationalen Schulleistungsstudie PISA der OECD als SchülerInnen, die nicht an solchen Bildungsgängen teilgenommen haben (OECD 2016: 375).
In Bezug auf die Integration und den chancengleichen Bildungszugang fasst der OECD-Bericht die Herausforderung folgendermassen zusammen (OECD 2016: 92): "Die Länder müssen einen wirksamen integrations- und bildungspolitischen Rahmen entwickeln und umsetzen, um den Bedürfnissen von Menschen mit Migrationshintergrund gerecht zu werden und gleichzeitig deren Potenzial voll auszuschöpfen. Bei Menschen mit Migrationshintergrund können der Bildungserfolg und der Zugang zu Bildung mit kulturellen und bildungsrelevanten Faktoren in Verbindung stehen, die nicht mit dem Gastland zusammenhängen, aber Erfolg und Zugang werden wahrscheinlich auch vom Bildungssystem des Gastlands beeinflusst."
Wichtige Erkenntnisse rund um die vorschulische Bildung (OECD 2016: 376)
- Insgesamt nehmen OECD-weit fast 90 Prozent aller 4-Jährigen (86 Prozent) an vorschulischen Bildungsgängen im Elementarbereich (ISCED 02) bzw. einige an Bildungsgängen im Primarbereich teil.
- In den europäischen OECD-Ländern besuchen rund 77 Prozent der Kinder in den vorschulischen Bildungsgängen im Elementarbereich (ISCED 02) öffentliche Bildungseinrichtungen, in den OECD-Ländern insgesamt sind es im Durchschnitt 68 Prozent.
- Die Bildungsausgaben für vorschulische Bildungsgänge im Elementarbereich (ISCED 02) betragen durchschnittlich 0,6 Prozent des BIP, die Ausgaben für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (ISCED 01) im Durchschnitt 0,2 Prozent.
- In den meisten Ländern besuchen im Elementarbereich wesentlich mehr Kinder private Einrichtungen als im Primar- und Sekundarbereich. Im Durchschnitt besuchen mehr als 50 Prozent der Kinder, die an einem Bildungsgang zur frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (ISCED 01) teilnehmen, sowie ein Drittel der Kinder, die an einem vorschulischen Bildungsgang im Elementarbereich (ISCED 02) teilnehmen, private Einrichtungen.
- Die Kinder-Lehrkräfte-Relation ist auch ein Indikator für die dem Elementarbereich bereitgestellten Ressourcen. Die Kinder-Lehrkräfte-Relation ohne Hilfslehrkräfte beträgt in den vorschulischen Bildungsgängen im Elementarbereich (ISCED 02) zwischen mehr als 20 Kindern pro Lehrkraft in Chile, China, Frankreich und Mexiko und weniger als 10 in Australien, Neuseeland, Schweden und Slowenien.
- Einige Länder bauen in der vorschulischen Bildung im Elementarbereich (ISCED 02) in starkem Maße auf Hilfslehrkräfte, was sich darin widerspiegelt, dass die Kinder-Kontaktpersonen-Relation niedriger ist als die Kinder-Lehrkräfte-Relation.
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