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Restaurantfachfrau EFZ
Martina Wick, 24
Ich liebe den Kontakt mit den Gästen. Für mich ist jede Begegnung mit Menschen eine Bereicherung und erweitert meinen Horizont.
Lieblings-Stärken
Diese Lieblings-Stärken helfen mir in meinem Beruf
Wenn jemand eine Analyse durchführt, bedeutet dies, dass er etwas zunächst gedanklich und in Folge dessen eventuell auch in der Realität zerlegt. Dabei wird nicht einfach so, wahllos, sondern nach einem durchdachten Prinzip vorgegangen. Der Sinn ist meist herauszufinden, aus welchen Einzelteilen etwas zusammengesetzt ist. Wer „analytisch“ vorgeht, möchte erfahren, wie diese Einzelteile zusammenhängen, und vielleicht herausbekommen, ob alle Einzelteile funktionieren.
Allgemein bezeichnet man etwas als „komplex“, wenn es viele verschiedene Teile umfasst und diese Teile auch noch vielfältig untereinander verknüpft sind.
Hier wird „komplex“ als Eigenschaftswort für eine Person verwendet. Es bedeutet, dass diese Person komplex denken kann. Sie erkennt, wie Systeme funktionieren, die aus vielen Einzelteilen bestehen. Die Person findet aus einer grossen Menge von Informationen genau die heraus, die sie für eine Problemlösung benötigt. Ist etwas defekt oder muss etwas verbessert werden, kann die Person systematisch eine Lösung für das Problem entwickeln.
Das Wort hat seinen Ursprung im alten Griechenland, in der Antike (8. - 2. Jahrhundert v.Chr.). Dort wurden die obersten Feldherren und Heerführer als „Strategen“ bezeichnet. Sie bestimmten über das Vorgehen in einer Schlacht. Ihr Vorgehen musste sehr durchdacht und vor allem weit vorausschauend sein. In ihre Planungen mussten möglichst viele Einflussgrössen einbezogen werden. Ihr Denken und Handeln war an langfristigen Zielen ausgerichtet. Heute muss man kein Heerführer mehr sein, um als „strategisch“ zu gelten. Aber das strategisches Vorgehen ist immer noch gleich: Systematisch, langfristig, zielorientiert, viele Einflussgrössen einbeziehend, abwägend, berechnend, schlau ausgetüftelt und geplant.
Berufsalltag
Ein typischer Arbeitstag
In unserem Beruf gibt es je nach Restaurant verschiedene Dienste. Ich habe hier den meist verbreitesten Dienst herausgepickt.
Wenn ich um 11:30 Uhr starte, dann hat der Frühdienst bereits die Frühstücksgäste bewirtet und anschliessend das Restaurant und MEP (Mise en place - Vorbereitung des Arbeitsplatzes) wieder für den Mittag vorbereitet.
Ich überprüfe das MEP.
Wenn alles gereinigt und aufgeräumt ist, das MEP für den nächsten Tag vorbereitet ist und wir abgerechnet haben, haben wir Feierabend. Zeitlich kann das auch mal früher oder später sein.
Die Mittagsgäste werden bedient. Dazu gehört Aperitifservice, Getränkeservice, Bestellungaufnahme, Speiseservice, Besteck nachdecken, das Zubereiten von Kaffee, und und und
Während des Mittagsservices wird darauf geachtet, dass es im Restaurant und im Office stets aufgeräumt und sauber ist. Wenn immer möglich werden Gläser poliert, Vorbereitungen für den Abend getätigt und geputzt. Um 15:00 Uhr kommt der Nachmittagsdienst. Ich übergebe meinem Kollegen die Tische, damit ich mich in die Zimmerstunde verabschieden kann.
Bevor die ersten Abendgäste eintreffen kontrolliere ich abermals das MEP, sodass für den Abendservice alles ready ist.
Ab 18:00 Uhr startet in unserem Restaurant der Abendservice. Zu Beginn wird das Aperitif mit den Häppchen in der Lounge im ersten Stock serviert.
Anschliessend werden die Gäste ins Restaurant im Erdgeschoss begleitet, wo alle Speisen, Getränke und alle anderen Wünsche (falls möglich) serviert werden.
Je nach Auslastung des Restaurants beginnt ein Mitarbeiter das Ganze MEP für den nächsten Morgen zu vorbereiten. Ebenso stehen dann alle Reinigungsarbeiten an.
Berufsweg
Mein Berufsweg
Fragen & Antworten
Fragen und Antworten, die dich interessieren könnten
Nach meiner Lehre als Köchin wusste ich, dass ich in der Gastronomie bleiben möchte. Allerdings fehlte mir in der Küche der Kontakt mit den Gästen. Somit war klar, dass ich in den Service gehöre. Schon nach den ersten Wochen in der Lehre als Restaurantfachfrau hat sich dies bestätigt.
Man muss grosse Freude am Kontakt mit den Gästen haben, das Arbeiten im Team lieben und offen für Neues sein.
Zum Einen ist es der Kontakt mit den Gästen. Man kann von jedem Gast etwas Neues lernen und seinen Horizont erweitern. Ebenso interessiert mich das Thema Wein sehr, wo ich mich gerne weiterbilden möchte.
Ich finde es extrem herausfordernd mit Reklamationen umzugehen. Zum Glück kommt es nicht oft vor, wodurch es allerdings nicht leichter wird. In solchen Momenten muss man sich total in die Rolle des Gastes versetzen und sich vorstellen können, was man selber hören wollen würde.
Ich empfehle unseren Beruf all Denen, die eine grosse Begeisterung fürs Essen und Trinken haben und diese mit anderen Menschen teilen möchten. Ebenso den Leuten, die gerne den Gästen (fast) alle Wünsche ermöglichen.