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Was ist Fibromyalgie?
Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) ist eine funktionelle Störung und beschreibt einen chronischen Schmerz-Zustand des Patienten, der auf eine psychische oder physische Stress-Situation hinweist. Häufig tritt ein Zusammenhang zwischen Körper-Psyche auf. Die Schmerzen betreffen den Muskel- und Gewebebereich, Sehnen, Bänder sowie einzelne lokale Schmerzpunkte. Das Fibromyalgiesyndrom fällt in die Gruppe der rheumatoiden Erkrankungen.
Diagnose
Bei der Anamnese spielen neben einer körperlichen Untersuchung bildgebende Verfahren und Labortests eine Rolle. Anhand einer Schmerzskizze werden die Schmerzen möglichst exakt im Körper lokalisiert. Die diagnostische Feststellung schließt verschiedenste Stressfaktoren im beruflichen und privaten Bereich ein. Faktoren wie Ernährung, Schlafverhalten und Schlafstörungen, Müdigkeit und Erschöpfung, Medikamente und andere vorliegende Erkrankungen müssen berücksichtigt werden. Der Arzt erörtert psychische und somatische Auswirkungen, um mögliche Ursachen zu finden. Aufgrund der diffusen Symptome verläuft eine Diagnose häufig uneindeutig. Die Gefahr einer Verharmlosung, bzw. Verwechslung oder auch einer Ähnlichkeit mit anderen Krankheiten wie zum Beispiel Rheuma ist nach wie vor präsent.
Therapie
Gängige Therapien zeigen verschiedene Wege auf: oft wird eine allgemeine Verbesserung der Konstitution angestrebt. Eine medikamentöse Behandlung mit Analgetika oder Antidepressiva kann erfolgen, therapeutische Begleitung ist bei sozialer Verortbarkeit angezeigt. Auch Placebos können als Behandlung unter bestimmten Voraussetzungen in Erwägung gezogen werden. Hintergrundwissen zu psychischen Auslösern von körperlichem Schmerz kann dem Arzt helfen, geeignete und auf den Betroffenen abgestimmte Therapie-Ansätze zu finden.
Hypnose als vielversprechender Therapie-Ansatz
Die geführte Hypnose ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das in einer Metaanalyse von 2016 als wirksam bei Fibromyalgie beschrieben wird. Die Analyse untersuchte 457 Probanden mit Fibromyalgiesyndrom. Das Hauptkriterium neben einer Verbesserung der Lebensqualität um mindestens 20% ist eine Linderung der Schmerz-Symptome um mindestens 50%. Das Ergebnis der klinischen Studie zeigte nachweisliche eine Wirksamkeit der Hypnosetherapie sowie eine Linderung der Beschwerden und bestätigt die klinische Relevanz. Die Forscher schätzen den therapeutischen Effekt der Hypnose und in Verbindung mit kognitiver Verhaltenstherapie als hoch ein, um die Schlüssel-Symptome der Fibromyalgie zu reduzieren. Betroffene sehen zudem subjektiv die Hypnosetherapie als gute Alternative.
Als Alternative zu Medikamenten-Therapie können Hypnose-Techniken auf das Unterbewusstsein wirken und eine Tiefenentspannung herbeiführen. In Anbetracht psychischer Stress-Situationen oder einer Korrelation zwischen Psyche und Körper kann Hypnose eine Verbesserung der Beschwerden bewirken. Durch die Tiefenentspannung lösen sich unabhängig von der Ursache Verkrampfungen im Muskel-Bereich. Die vom Körper ans Gehirn gesendeten Informationen der Schmerzempfindung sind dadurch reduziert, bzw. ausgeschaltet. Auch begleitende Beschwerden wie Schlafstörungen können reduziert werden: Bei Fibromyalgie-Patienten zeigen sich keine Tiefschlafphasen und damit keine Entspannung der Muskeln. Dadurch ist der muskuläre Bereich generell anfälliger für Schmerzen. Die in der Psychotherapie-Sitzung erzeugte tiefe Entspannung wirkt indirekt auf die Schlafphasen, da über die Entspannung der Muskeln leichter tiefe Schlafphasen erreicht werden können.
Fazit
Sowohl Ursachen und die Diagnose fallen bei der Fibromyalgie häufig diffus und uneindeutig aus. Psyche und Körper stehen hinsichtlich der Ursachen in Korrelation. Als gute und klinisch erprobte Alternative erweist sich die Hypnosetherapie, über die einen Zustand der Tiefenentspannung zur Muskelentspannung führt und damit zu einer Linderung der Schmerzen. Der Körper sendet weniger Signale ans Gehirn und die so vorherrschende Schmerz-Empfindung beim Fibromyalgiesyndrom reduziert sich.