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Historisches
Zur Entstehung der Weinhandelskontrolle in der Schweiz
In ihrem ersten Rechenschaftsbericht von 1946 hielt die Eidgenössische Weinhandelskom-mission (EWK) zu ihrer Entstehungsgeschichte fest, dass seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts die schweizerische Weinwirtschaft durch eine rückläufige Bewegung gekenn-zeichnet war. Auf dem Gebiete der Weinproduktion kam dies durch den Rückgang des Rebareals von 33 000 Hektaren auf 13 000 Hektaren zum Ausdruck, und zwar vor allem in den Kantonen der deutschen Schweiz. So war z. B. im Kanton Thurgau die Rebfläche von 1810 Hektaren im Jahre 1877 auf 139 Hektaren im Jahre 1929 zurückgegangen. Und trotzdem hatte der Weinbauer oft Mühe, sein Produkt im Herbst abzusetzen. Die Ursachen des Rück-gangs waren mannigfacher Art. Neben der Abwanderung der landwirtschaftlichen Arbeits-kräfte in die Industrie, dem Einbezug von Rebflächen in die Bauzonen und dem Auftreten einer Anzahl neuer Rebkrankheiten hatte insbesondere die Zunahme des Importes, infolge der Umgestaltung der Verkehrsverhältnisse durch die Eisenbahn, dem Absatz des einheimischen Weines stark zugesetzt. Hiezu gesellte sich noch eine Absatzschrumpfung für den Wein im Allgemeinen, die wenigstens teilweise auf die veränderten Bedürfnisse der Konsumenten zu-rückzuführen war. Es schlichen sich aber auch allerhand Missbräuche ein. Im Besonderen fügten die ungesunde Überstellung des Weinhandels und die damit immer stärker hervortre-tende illoyale Konkurrenz, verbunden mit allerhand Qualitätsmissbräuchen, dem Berufsstand grossen Schaden zu.
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