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Auch wenn Medientycoon Rupert Murdoch ein eigenes Gegenangebot für Yahoo ausgeschlossen hat, gibt es doch Optionen wie er zum Retter von Yahoo werden könnte. Wird Myspace Teil von Yahoo?
Rupert Murdoch gehört zu den üblichen Verdächtigen wenn es um grosse Deals in der Kommunikationsbranche geht und so war es nicht verwunderlich, dass auch sein Name als Weisser Ritter für Yahoo gehandelt wurde. Ein eigenes Gegenangebot zu der Microsoft-Offerte lehnt Murdoch aber bis heute ab. Dennoch hat er sich jetzt über sein neues Presseflaggschiff 'Wall Street Journal' selbst wieder ins Gespräch gebracht.
Demnach gibt es derzeit Gespräche zwischen Yahoo und der von Murdoch kontrollierten News Corp. nach denen die beiden Unternehmen Kooperieren könnten. News Corp. hat im Portfolio seiner Fox Interactive Media-Gruppe neben einigen anderen Online-Projekten auch Myspace und die Spiele-Website IGN. Im Austausch für diese "Sachwerte" und einen nicht näher bezifferten finanziellen Zuschuss will News Corp. einen Anteil von rund 20 Prozent an Yahoo erwerbe. Eine Beteiligung bis zu 19,9 Prozent müsste nicht von der den Yahoo-Aktionären genehmigt werden. Schon in den vergangenen 18 Monaten war mehrfach über eine derartige Kooperation gesprochen worden, es war aber wegen unterschiedlicher finanzieller Einschätzungen zu keiner Einigung gekommen.
Stellt sich die Frage, ob das Konzept für beide Beteiligten aufgehen würde. Natürlich würde der Zusammenschluss Yahoo kurzfristig deutlich teurer machen. Andererseits krankt Myspace wie alle Community-Portale an der Problem, wie mit ihnen denn effektiv Geld zu verdienen ist. Selbst Anzeigenspezialist Google muss unlängst eingestehen, dass die User solcher Seiten Werbung kaum wahrnehmen würden. Andererseits könnte Yahoo News Corp. bei den Online-Anzeigen helfen, einem notorischen Schwachpunkt des Unternehmens.
Was aber, wenn Microsoft auch das Paket aus Yahoo und Myspace kaufen wollte? Das ist eine Möglichkeit die Murdoch mit Sicherheit durchgespielt hat und damit stellt sich die generelle Frage ob News Corp. Myspace nicht auf jeden Fall wieder abstossen will. Über die angedachte Beteiligung ginge dies lautloser, als wenn man offen nach einem Käufer suchen würde. (Thomas Mironiuk)