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Immer weitere Gebiete von Mexiko versinken in den Fluten. Starker Regen liess im Bundesstaat Sinaloa die Flüsse über die Ufer treten, Bäume stürzten um und Stromleitungen wurden gekappt. Die Häuser von 100'000 Menschen in 90 Ortschaften wurden schwer beschädigt, wie die örtliche Regierung mitteilte.
Nach dem Sturm "Manuel" braut sich über dem Golf von Mexiko bereits das nächste Tiefdruckgebiet zusammen. Es befand sich am Donnerstag (Ortszeit) laut Wetterdiensten nordöstlich der Hafenstadt Veracruz und könnte sich zu einem Wirbelsturm entwickeln.
In den vergangenen Tagen hatten heftige Tropenstürme im Osten und Westen Mexikos bereits schwere Verwüstungen angerichtet. Mindestens 97 Menschen seien bislang ums Leben gekommen, sagte der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, im Fernsehsender Foro TV.
Die meisten Opfer registrierten die Behörden in den Bundesstaaten Guerrero im Westen und Veracruz im Osten des Landes. Weitere 68 Menschen würden noch immer vermisst, sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong im Sender Radio Formula.
Acapulco besonders stark betroffen
Fast das gesamte Land sei von den Unwettern betroffen, sagte Präsident Enrique Peña Nieto bei einer Pressekonferenz in der besonders stark betroffenen Stadt Acapulco. Wegen der aussergewöhnlichen Lage habe er seinen Besuch bei der UNO-Vollversammlung in der kommenden Woche in New York abgesagt.
In Mexiko-Stadt richtete das Rote Kreuz eine Sammelstation für Spenden ein. Die Bewohner der Hauptstadt wurden aufgerufen, Lebensmittel und Hygieneartikel für die Bewohner der Katastrophengebiete abzugeben.
Die Streitkräfte setzen ihre Aufräumarbeiten in den Katastrophengebieten derweil fort. Er gehe davon aus, dass die Autopista del Sol zwischen Mexiko-Stadt und Acapulco am Freitag wieder freigegeben werden könne, sagte Verkehrsminister Gerardo Ruiz Esparza.
Zunächst mussten allerdings Tausende Touristen Acapulco über eine Luftbrücke verlassen. Bis zum Donnerstagabend (Ortszeit) wurden über 15'000 Touristen mit Militär- und Linienmaschinen nach Mexiko-Stadt ausgeflogen, wie das Präsidentenbüro mitteilte.
SDA-ATS