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Die Jahre 1985/86 stehen im Metal für was ganz besonderes; da explodierte im Untergrund eine beinharte Szene weltweit; der Thrashmetal!! Einige Kapellen zockten schon vorher, andere legten in den Jahren ihre Meilensteine vor und viele Bands debutieren 1985/86! Ebenfalls entwickelte sich aus dem boomenden Thrashmetal zu jener Zeit eine noch intensivere Spielart des Metals; der Death Metal...
Fassen wir mal zusammen was es damals alles gab: In den Staaten debutierten 1985 endlich Overkill, Exodus, Megadeth, Carnivore, Dark Angel und Anthrax mit Joey Belladonna - um einige zu nennen. Voivod aus Kanada werkelten am "War and pain" Nachfolger und Exciter fuhren ihren "Long live to loud" Panzer aus der Garage! In England feierten Onslaught ihren Einstand, in der Schweiz stellten Celtic Frost ihren wegweisenden Kracher "To mega Therion" in die Läden, Deutschland verfestigte die Metalszene mit den Releases von Kreator (Endless pain) oder Destruction (Infernal overkill), Italien brachte das Debut der unglaublichen Bulldozer an den Start, die lateinamerikanischen Bands Sepultura und Vulcano schwarteten auch ihre ersten Gehversuche auf Vinyl raus - und in Dänemark debutierte die agile Band Artillery mit dem Kracher und Klassiker des Genres "Fear of tomorrow"! Damit nicht genug; Slayer übernahmen mit "Hell awaits" das Zepter, die Engländer Venom schwächelten auf "Possessed" leider etwas, Possessed veröffentlichten mit "Seven churches" das erste Death Metal-Album in den USA, die Schweizer Messiah standen mit ihrem Debut "Hymn to Abramelin" in den Startlöchern - und selbst die schon bekannten Metallica bereiteten ihren Meilenstein "Master of puppets" vor und veröffentlichten ihren Bastard 1986 - im selben Jahr zogen auch Slayer mit "Reign in blood" mit und Slaughter aus Kanada bolzten "Strappado" raus! Der junge Chuck Schuldiner überspielte Demos seiner Band Death, die zu einer Szenengrösse werden sollte.. Ein bewegendes Doppeljahr also, und hier wurden nur einige Stationen genannt!
Zurück zum eigentlichen; Artillery! Die Band formierte sich um 1982 in Taastrup/Dänemark und damit waren sie mitunter die ersten Dänen des extremeren Metals. Zwar gab es King Diamond/Mercyful Fate längst, doch als Extrem-Metal möchte man ihn und seine Band ja nicht zwingend bezeichnen. "Fear of tomorrow" ist ein zorniges, wütendes, jedoch technsich fabelhaft gespieltes Thrashmetal-Album, das leider nie die Aufmerksamkeit erreicht hat, die es verdient hätte. Nummern wie das brillante "Out of the sky", der wunderbare Opener "Time has come" und das schnelle "Show your hate" krachen wunderbar! Sänger Flemming Rönsdorf setzt Massstäbe mit melodiösem Gesang, sowie growls und hohen Schreien - sensationell!! Die 9 Stücke haben keine Schwächen, knallen gnadenlos rein - vielleicht ist die etwas verhallte Produktion nicht die allerbeste, doch wen kümmert's schon bei diesem Songwriting...?
Hammerplatte, die sich nicht hinter bekannteren Kollegen zu verstecken braucht - sollte jeder Thrashfan zumindest mal auschecken - geil!