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|Jeannine Gmelin auf Platz 5 mit olympischem Diplom belohnt|
Was für ein letzter Wettkampftag heute auf der Lagoa Rodrigo de Freitas in Rio de Janeiro. Die beiden Skiff- und Achterfinals standen noch auf dem Programm. Und gleich im ersten Rennen gab es ein beinahe "totes Rennen" um die Goldmedaille. Rudersport vom Feinsten wurde heute geboten und mitten im Programm auch Jeannine Gmelin im Skiff-Final der Frauen.
Jeannine Gmelin hat die olympische Ruder-Regatta heute aus Schweizer Sicht beendet. Im Skiff-Final der Frauen ruderte sie auf Rang 5 und wird somit bei der ersten Olympiateilnahme gleich mit einem olympischen Diplom geehrt, wahrlich keine Selbstverständlichkeit bei einem Starterfeld von 30 Athletinnen. Jeannine Gmelin (Schweiz), Genevra Stone (USA), Kim Brennan (Australien), Emma Twigg (Neuseeland), Jingli Duan (China) und Magdalena Lobnig (Oesterreich) hatten sich via Vorlauf, Viertel- und Halbfinal für das grosse Olympiafinale im Frauen-Einer qualifiziert. Jeannine Gmelin startete erneut gut ins Rennen und lag bei 500 Metern zusammen mit Stone und Duan etwas mehr als eine Bootslänge hinter der entfesselt rudernden Kim Brennan. Emma Twigg hingegen lag zu diesem Zeitpunkt noch hinter Jeannine Gmelin. Auf dem zweiten Streckenviertel verlor Jeannine Gmelin dann etwas den Anschluss an die schnellsten Boote und rutschte auf Rang 5 zurück. Die österreichische Europameisterin Lobnig hielt sie dagegen in Schach. Während an der Spitze hinter der klar führenden Brennan ein Dreikampf um die Medaillen im Gang war, sicherte Jeannine Gmelin den fünften Platz gegenüber Lobnig klar ab und klassierte sich somit wie schon vor Jahresfrist an der WM auf Rang fünf. Vor einem Jahr war Emma Twigg nicht am Start und Jeannine hat ihren fünften Rang gehalten, was real gesehen eine Verbesserung gegenüber dem WM-Resultat 2015 ist. Das Ergebnis von Jeannine verdient höchste Anerkennung und Respekt. Zudem egalisiert sie das bisher beste Ergebnis einer Schweizer Ruderin an Olympischen Spielen. Vor 16 Jahren erzielten Kim Plugge und Pia Vogel im leichten Doppelzweier ebenfalls einen fünften Platz. Jeannine Gmelin gewinnt somit dank Rang fünf ein olympisches Diplom.
Mit dem über allem strahlenden Olympiasieg des leichten Vierers (Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch und Lucas Tramèr), den Diplomrängen von Jeannine Gmelin (5. Platz, Skiff Frauen) und des Männer-Doppelvierers (7. Platz für Barnabé Delarze, Roman Röösli, Augustin Maillefer und Nico Stahlberg) hat das Schweizer Ruder-Team die hohe Zielsetzung für Olympia 2016 erfüllt. Der leichte Doppelzweier mit Daniel Wiederkehr und Michael Schmid rangierte sich im 13. Rang, nachdem die Halbfinalqualifikation nicht gelingen konnte. Die Trauben hingen hoch an dieser von anspruchsvollen Wasserverhältnissen geprägten Olympia-Regatta. 21 der 69 am Start vertretenen Nationen konnten Medaillen gewinnen - so viele wie noch nie. Grossbritannien ist mit 5 Medaillengewinnen (3 Gold, 2 Silber) die erfolgreichste Nation. Die Rennen konnten alle bei fairen, wenn auch teilweise welligen, bis sehr welligen Verhältnissen ausgetragen werden. Die Lage der Olympia-Regattastrecke war einmalig im Zentrum der Copacabana-Zone. Die weltbesten Ruderinnen und Ruderer haben eine Woche für Spektakel gesorgt und der Olympia-Show von Rio täglich Mehrwert verschafft.