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Die von Reding's
Bedeutung und Herkunft des Namens
Der Name leitet sich wahrscheinlich vom althochdeutschen Namensstamm Rata ab, der auch in den Namen Rato und Radoberth enthalten ist.
Rat wurde durch Umlaut zu Red.
Reding wären also die Angehörigen des Rato oder des Radoberth.
Rata könnte auch mit dem althochdeutschen Radia zusammenhängen, was so viel bedeutet wie Rede, Rechenschaft.
Eine weitere mögliche Erklärung wäre die Ableitung aus dem althochdeutschen Rad welches Wagen oder Streitwagen bedeutet. Ein Indiz dafür ist, dass einer der ersten bedeutenden Vertreter des Geschlechtes, Ital Reding der Ältere, in seinem Wappen immer eine Radscheibe führte.
Andere leiten den Familiennamen vom althochdeutschen Ratine oder Reting ab, was so viel heisst wie Ratgeber. Dieser Name war vom 6.-8. Jahrhundert ein häufiger Amstsname für Richter und Schöffen (=Laienrichter). Diese Auffassung vertritt der Kunsthistoriker Dr. André Meier in der Neuauflage des Buches "Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz".
Herkunft der von Redings
Nach den kirchlichen Jahrzeitbüchern von Steinen (1529) und Sattel (1606) stammt das Geschlecht der von Reding aus dem Steiner Viertel in Arth. Anhand der Jahrzeitbücher kann, auch wenn nicht urkundlich belegt, vermutet werden, dass sich die von Reding um 1090 im Steiner Viertel ansiedelten. Diese frühen Vertreter waren sesshaft im Ried in der Rüti, im Stöckli, in Biberegg, in der Seilegg und in der Sitzenmatt.
In den mündlichen Überlieferungen stösst man ebenfalls immer wieder auf den Namen von Reding.
In Schillers Wilhelm Tell * wird Ital Reding als der Ältere und weise Greis erwähnt, der die Durchführung des Rütlischwurs leitete. Schillers Stück, welches sich nicht unbedingt an geschichtlichen Fakten orientiert, kann somit nicht als historischer Beleg für die Beteiligung Ital Redings verwendet werden.
* Geschichte von Schiller über den Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell. Man weiss jedoch nicht ob Tell tatsächlich existierte.
Bei der Schlacht am Morgarten (1315) soll ein alter Greis namens Rudolf Reding den entscheidenden Rat für den Erfolg in der ersten Schlacht gegen die Habsburger gegeben haben.
Nach unbelegten Quellen sollen die Redings im Bereich von Steinen/Sattel eine Burg besessen haben, deren Existenz bis heute aber nicht bewiesen werden konnte.
Die erste schriftliche Überlieferung des Namens datiert vom 12. September 1309 in einer Urkunde von Papst Clemens V. Anlass des päpstlichen Schreibens war der Marchenstreit * zwischen den Schwyzern und dem Kloster Einsiedeln. Für die Geschlechterkunde war es sehr wichtig, dass die Namen derer, die beim Papst Berufung eingelegt hatten, im Schriftstück erwähnt wurden.
Einer der federführenden Männer war ein Reding Namens Wernerus Dictus Reding.
Ein halbes Jahrhundert später (1370) findet sich mit Rudolf Reding der nächste urkundliche Hinweis auf die Familie.
Dieser Reding war ein Abgesandter des Landes Schwyz, der in einem Schiedsgericht den Grenzstreit am Bürgenstock beilegen sollte. Er wirkte 1391 als Bote bei einem weiteren Schiedsspruch und wurde von den Redings später als Stammvater des Geschlechtes angesehen.
"Gedenket um Gottes Willen , Rudolf Redings, des Alten von Biberegg, Frau Hedwig Schorni, sin Ehegemachel."
Der Nachkomme Rudolfs war Ital Reding. Ital liess sich 1400 in Oberarth nieder. Dessen Nachfahre Georg Reding (1520-1583) war der erste Reding der nach Schwyz übersiedelte und war somit Stammvater der Schwyzer Linie.
Sein Bruder Johann Reding (-1562) blieb in Arth und gilt als Stammvatter für die Arther Linie. Der Grossteil der heute lebenden Reding weisen daher nach wie vor Arth oder Schwyz als Heimatort aus.
* "Der Marchenstreit bezeichnet die Auseinandersetzung zwischen dem Kloster Einsiedeln bewz. dessen Schutzherren und den Landleuten des Ortes Schwyz. Der Marchenstreit gilt als einer der Gründe für den Bundesbrief von 1291 und als Auslöser für die Schlacht bei Morgarten. " (Zitat: Wikipedia Artikel Marchenstreit)