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Affektive Zustände wie Emotionen und Schmerzen haben eine positive oder negative Komponente des Erlebens. So fühlt es sich zum Beispiel schlecht an Kopfschmerzen zu haben und gut, wenn das eigene Lächeln erwidert wird. Fortschritte in den empirischen Wissenschaften können nur wenig darüber hinwegtäuschen, dass wir immer noch darüber rätseln wie wir als Menschen Schmerzen und Emotionen begreifen: Sind Schmerzen und Emotionen im Körper oder rein mentale Zustände? Beeinflussen unsere moralischen Bewertungen Zuschreibungen von Emotionen? Antworten auf diese und viele weitere Frage zu finden hat sich als sehr hartnäckig erwiesen, da die Sprache, mit der wir uns auf affektive Zustände beziehen, oft sehr unklare Strukturen und Verwendungsweisen besitzt.
Das Ziel dieses Projekts ist es unser Verständnis affektiver Sprache und affektiven Erlebens voranzubringen. Um die verschiedenen Dimensionen affektiver Begriffe zu bestimmen, werden Methoden der analytischen und experimentellen Philosophie verwendet. Angefangen von verschiedenen philosophischen Schmerz- und Emotionstheorien, wird
(a) analysiert, inwiefern diese Theorien empirisch adäquat sind, indem Vignetten entworfen werden, um die Intuitionen von Laien zu Schmerzen und Emotionen zu testen;
(b) durch die Analyse von linguistischen Korpora der Gebrauch von Schmerz- und Emotionssprache erforscht;
(c) der Einfluss moralischer Bewertungen auf affektive Begriffe getestet.
Erste Pilotstudien deuten darauf hin, dass die gängigen Emotions- und Schmerztheorien nicht nur Lücken aufweisen, sondern auch falsche Vorhersagen über unser Verständnis von Schmerzen und Emotionen machen. Dieses Projekt zielt daher auch darauf ab einen passenderen theoretischen Rahmen für das Studium von Emotionen und Schmerzen zu finden und unser Verständnis darüber, wie wir unsere affektiven Zustände kommunizieren, fundamental zu verbessern.