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Kurzer Historischer Abriss: Die Geschichte des Shetland Sheepdog, kurz Sheltie, ist relativ kompliziert. Vor allem da es leider nicht genau überliefert worden ist, von welchen Rassen der Sheltie ursprünglich abstammt. Daher ist es immer eine Sache der Betrachtungsweise, der verschiedenen Bücher, resp. der Autoren.
Darum versuche ich nun eine kleine Zusammenfassung aus verschiedenen Ansichten zu schreiben.
Wo man ganz sicher ist, dass er von den Shetland Inseln kommt, welche aus Hundert kleinen, zum teil unbewohnbaren Inseln bestehen. Sind vom Meer umgeben und grösstenteils auch ständig dem Wind ausgesetzt. Diese Inselgruppe liegt ungefähr 200 km Nordöstlich von Schottland.
Man weiss auch, dass verschiedene Eroberer, z. B. die Römer, in den frühen Jahren nach Christus; und dann die Skandinavischen Völker, allen voran die Wikinger, resp. die Normannen im Jahre 840, die Inseln besiedelten, sie konnten sich bis ins 15. Jahrhundert halten. Viele ihrer Bräuche haben bis heute überlebt. Die Shetland - Inseln wurden von Siedlern bewohnt, die auch die Faröer Inseln, Island und Grönland bewohnten. Schon da kamen mit Sicherheit nordische Hunde übers Meer, die Abstammung des Sheltie ist also mit Sicherheit eine andere als die des Collie. Mit nordischen Rassen, sind vor allem der Buhund, der Grönland- und Islandhund gemeint. Damals war es noch ein ziemlich unansehnlicher Hund, da er ja vor allem zur Arbeit gebraucht wurde.
Da jedoch das Leben auf diesen Inseln nach einem Hund mit einem dichten und wasserfesten Fell, sowie einem ausgezeichnetem Charakter, was das Hüten der Schafe und Pferde anging, verlangte, wurde dann irgendwann auch der Bordercollie eingekreuzt.
Später dann sogar der so genannte "Scotch-Colley", um sein heutiges Aussehen zu festigen. Aber vor allem kann man an den heutigen Sable farbenen Hunden, den Einfluss des Buhundes erkennen. (sehr helle weizenähnliche Färbung)
Diese weiteren Information beziehen sich anscheinend auf einen Bericht woraus hervor geht, dass Hofdamen aus dem Gefolge der Queen Victoria auf einem Ausflug zu den Shetland Inseln diese Hunde sahen und sich die "schönsten" Exemplare aussuchten und mit nach Hause nahmen.
Daraus ergab sich ein kleiner Zusatzverdienst für die "Crofter", wie die damaligen Bauern von ihren Englischen Gutsherren genannt wurden. Mit diesen Hunden, fanden die Shelties, oder "Toondogs" wie sie damals noch genannt wurden, auch ihren Weg in die Fürstenhäuser Europas.
Dann, an einem Montag im November, genau der 23. 11. 1908 wurde der Shetland Collie Club in Lerwick, die Hauptstadt, der Shetland Inseln gegründet. Damit begann dann auch die Dokumentation dieser Rasse, wobei sie dann im Jahr 1914 vom Britischen Kennel Club in London als eigenständige Rasse anerkannt wurde.
Der Rückschlag liess jedoch nicht lange auf sich warten. Der 1.Weltkrieg! Nach diesem Krieg waren viele Shelties verschwunden und man versuchte mit den wenigen verbliebenen Tieren und kleinen Collies, die Rasse wieder aufzubauen.
Daher kann es leider immer wieder vorkommen, dass es zu grosse oder zu kleine, solche mit Stehohren (Spitz) oder sonstigen kleinen "Fehlern" gibt.
Das besondere am Sheltie, ist seine ausgesprochen freundliche Art, gegenüber Familienmitgliedern. Zwei-, wie vierbeinige. Es kann sein, dass er sich einem Familienmitglied ganz besonders anschliesst; d.h. aber nicht, dass er die anderen nicht mag.
Eine kleine Eigenart des Sheltie ist sicher seine Zurückhaltung gegenüber Fremden. Leider wird dies sehr oft als Angst interpretiert, was aber nicht so ist.
Er ist am liebsten mit seiner Familie zusammen, was aber nicht heisst, dass man ihn nicht überall hin mitnehmen kann. Aber er ist Ihnen überhaupt nicht böse, wenn Sie ihn mal zuhause lassen.
Allgemeines Erscheinungsbild: Kleiner, langhaariger Arbeitshund von grosser Schönheit, frei von Plumpheit und Grobheit. Umrisslinie symmetrisch, so dass kein Teil unproportioniert erscheint. Das üppige Haarkleid, die üppige Mähne und Halskrause und ein schön geformter Kopf mit einem lieblichen Ausdruck verbinden sich zum idealen Erscheinungsbild.
Charakteristika: Wachsam, sanft, intelligent, kräftig und lebhaft.
Wesen: Liebevoll und verständig gegenüber seinem Herrn, reserviert gegenüber Fremden, niemals nervös.
Kopf und Schädel: Kopf edel, von oben oder von der Seite gesehen wie ein langer stumpfer Keil, der sich von den Ohren zur Nase hin verjüngt. Die Breite des Schädels steht im richtigen Verhältnis zur Länge und Fang. Das Ganze muss in Anbetracht der Grösse des Hundes bewertet werden. Schädel flach, mässig breit zwischen den Ohren, ohne dass das Hinterhauptbein hervorragt. Wangen flach, glatt in den gerundeten Fang übergehend. Schädel und Fang gleich lang. Teilungspunkt ist der innere Augenwinkel. Oberlinie des Schädels verläuft parallel zu Oberlinie des Fangs, mit leichtem, aber deutlich erkennbarem Stop. Nase, Lefze und Lidränder schwarz. Der charakteristische Ausdruck ergibt sich durch die vollkommene Harmonie in der Verbindung von Schädel und Vorgesicht, durch Form, Farbe und Platzierung der Augen und durch die richtig angesetzten und korrekt getragenen Ohren.
Fang / Gebiss: Kiefer ebenmässig, glatt geschnitten, kräftig, mit gut entwickeltem Unterkiefer. Lippen fest geschlossen. Zähne gesund mit perfekten, regelmässigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Ein vollständiger Satz von richtig platzierten 42 Zähnen ist höchst erwünschenswert.
Augen: Mittelgross, schräg eingesetzt, mandelförmig. Dunkelbraun, ausser bei den merlefarbenen Hunden, wo ein oder beide Augen gesprenkelt sein dürfen.
Ohren: Klein und am Ansatz mässig breit, auf dem Schädel ziemlich eng zusammenstehend. Im Ruhezustand werden sie zurückgelegt getragen; im aufmerksamen Zustand werden sie nach vorn gebracht und halbaufrecht, mit nach vorn kippenden Spitzen getragen.
Hals: Muskulös, gut gebogen, von ausreichender Länge, um eine stolze Kopfhaltung zu ermöglichen.
Vorhand: Schultern sehr gut zurückliegend. Am Widerrist nur durch die Wirbel getrennt, liegen die Schulterblätter dann schräg nach aussen, um der gewünschten Wölbung der Rippen Platz zu bieten. Schultergelenke gut gewinkelt. Oberarm und Schulterblatt ungefähr gleich lang. Abstand vom Boden zu den Ellbogen gleich dem Abstand von Ellbogen zu Widerrist. Vorderläufe von vorn gesehen gerade, muskulös und ebenmässig geformt, mit kräftigen Knochen. Vordermittelfuss kräftig und geschmeidig.
Körper: Geringfügig länger vom Schultergelenk zu den Sitzbeinhöckern als die Widerristhöhe. Brust tief, bis zu den Ellbogen herabreichend. Rippen gut gewölbt, in der unteren Hälfte schmal zusammenlaufend, um den Vorderläufen und den Schultern eine freie Bewegung zu ermöglichen. Rücken gerade, mit einer anmutigen Rundung über die Lendenpartie, Kruppe allmählich nach hinten abfallend.
Hinterhand: Schenkel breit und muskulös, Schenkelknochen im rechten Winkel im Becken eingesetzt. Kniegelenk mit deutlicher Winkelung. Sprunggelenke gut geformt und gewinkelt, tiefstehend, mit kräftigen Knochen. Hintermittelfuss von hinten gesehen gerade.
Pfoten: Oval, mit gut gepolsterten Sohlen, Zehen gewölbt und geschlossen.
Rute: Tief angesetzt. Die zur Spitze hin dünner werdenden Wirbelknochen reichen bis zu den Sprunggelenke, reichlich mit Haar bedeckt und mit einem leichten Aufwärtsschwung. Sie darf in der Bewegung leicht erhoben werden, aber niemals über die Rückenlinie hinaus. Auf keinen Fall geknickt.
Gangart / Bewegung: Geschmeidig, fliessend und anmutig, mit Schub aus der Hinterhand, dabei grösstmöglichste Distanz bei geringster Anstrengung zurücklegend. Passgang - kreuzende oder wiegende Gangart und steife, stelzende Auf - und Abwärtsbewegung sind höchst unerwünscht.
Haarkleid: Doppelt, das äussere Deckhaar besteht aus langem, hartem und geradem Har. Unterwolle weich, kurz und sehr dicht. Mähne und Halskrause sehr üppig. Vorderläufe gut befedert. Hinterläufe oberhalb der Sprunggelenke stark, unterhalb ziemlich kurz/glatt behaart. Das Gesicht kurz/glatthaarig. Kurzhaarige Exemplare sind höchst unerwünscht.
Farbe: Drei anerkannte Farben; Zobelfarben - weiss, Tri-colour und Blue - merle.
Zobelfarben: Reinfarben oder in Schattierungen von hellem Gold bis zum satten Mahagoni, wobei die Schattierung kräftig getönt sein soll. Wolfsfarbe und Grau sind unerwünscht.
Tri - Colour: Vorwiegend schwarz mit satten, lohfarbenen Abzeichen an Kopf und Läufen. Ein Rotschimmer im Deckhaar ist höchst unerwünscht.
Blue - merle:
Klares silbriges Blau, mit schwarzer Sprenkelung und Marmorierung. Satte lohfarbenen Abzeichen werden bevorzugt. Ihr Fehlen wird nicht bestraft. Grosse schwarze Flächen, schiefergrauer oder rostfarbener Anflug, sowohl im Deckhaar wie auch in der Unterwolle, sind höchst unerwünscht. Der Gesamteindruck muss von Blau geprägt sein.
Bi - Blue :
Wie Blue - merle, aber ohne Lohfarbene Abzeichen.
Schwarz-weiss und Schwarz mit Loh:
Sind ebenfalls anerkannte Farben. Weisse Abzeichen dürfen (ausser bei Schwarz mit Loh) als Blesse, am Halskragen, an den Läufen und an der Spitze der Rute vorhanden sein. Das Vorhandensein all dieser oder einiger dieser weissen Abzeichen soll bevorzugt werden (ausser bei Schwarz mit Loh); das Fehlen dieser Abzeichen soll nicht bestraft werden. Weisse Flecken am Körper sind höchst unerwünscht. Von Schwarz mit Loh gibt es fast keine Bilder mehr, sobald ich ein passendes gefunden habe, wird es eingefügt.
Grösse: Ideale Widerristhöhe bei Rüden; 37 cm; bei Hündinnen: 35,5 cm. Eine Abweichung um mehr als 2,5 cm über oder unter diese Masse ist höchst unerwünscht.
Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad seiner Abweichung stehen soll.
Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden