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Sunny-Boys bieten «Free Hugs» und ewiges Leben
Der vierte «Global Outreach Day» (G.O.D.) motivierte mehr Schweizer Christen denn je, ihre Mitmenschen über den christlichen Glauben zu informieren. Das «Netzwerk Bern» ging mit verschiedenen Angeboten auf die Strasse. Die «Free-Hugs» erfreuten sich vorzüglicher Beliebtheit. Eine mittelalte Frau öffnete ihr Herz und berichtete von ihrer schweren Vergangenheit. Zwei junge Menschen vom «Netzwerk Bern» gaben ihr genau die offenen Ohren, die sie brauchte. «Wir geben die Liebe Gottes weiter, weil er uns so sehr liebt», berichtete der Einsatzleiter später.
Andere Angebote erfreuten sich ebenfalls grosse Beliebtheit. Ein Team betete auf der Strasse für Menschen. Eine Teilnehmerin fragte eine Frau, ob sie Schmerzen habe. Sie bejahte. «Sie war von einem Schulterleiden betroffen. Ich betete für sie und das Leiden war auf einen Schlag weg. Sie fragte, ob das ein Witz sei.» Vielen konnte das Evangelium in den Gassen Berns weitergegeben werden.
Berührt und offen
Im Umfeld der christlichen Tanzveranstaltung «Up to Faith» auf dem Berner Bundesplatz fragte ein Mann mit Rasta aus dem Ausland, was da abgeht. Eine G.O.D.-Teilnehmerin erteilte die gewünschte Auskunft und fragte: «Wenn Gott für dich ein Wunder tun sollte, was wäre das?» Er berichtete, dass er gerade die Abschlussprüfung gemacht habe. «Ich betete für ihn. Er war sehr berührt und offen.»
Ein anderer Teilnehmer stellte die gleiche Frage einem mittelalten Mann, der sich als Anhänger der Nationalsozialisten entpuppte. «Ich hörte innerlich, wie wenn Gott sagen würde, dass er alle liebe. Und so fragte ich ihn, ob er ein Leid habe, für das ich beten könne. Er verneinte, aber seine Frau sei krank. Ich fragte, ob ich für sie beten dürfe. Er bejahte. Nach dem Gebet zitterte er. Ich sagte: 'Gott ist gut. Deine Frau wird gesund.'»
Ein anderer betete in Bern für einen Amerikaner, dessen Freund in den USA unter einer schweren Krankheit leidet. «Wir beteten für ihn. Es war sehr kraftvoll. Wir baten ihn, dass er sich erneut von den Ärzten prüfen lassen soll. Wir werden wohl nie erfahren, wie es weitergegangen ist, aber wir durften säen und das ist ein Privileg.»
129 fanden in Bahnhofstrasse zu Jesus
Am Freitag und Samstag waren jeweils zwölf Zweierteams des «Zoe Gospel Centers» in der Bahnhofstrasse in Zürich unterwegs. Downtown, im Herzen der Stadt, stiessen sie auf grosses Interesse.
Am Freitag sprachen 65 Personen das Übergabegebet und am Samstag 64. Innerhalb von zwei Tagen übergaben 129 Menschen ihre Leben Jesus Christus, freut sich Koordinatorin Alicia Umbricht.
«Unsere Methode ist ähnlich wie die 'Vier Punkte'. Doch sie kommt sehr schnell zum Ziel, bei dem erkannt wird, dass ein Mensch wiedergeboren werden muss, ohne irgendwelche Diskussionen, warum das Leid in der Welt ist und so weiter.»
Unter den Teilnehmern war eine Frau, die zuvor noch nie evangelisiert hatte. «Ohne lange Schule war sie auf der Strasse dabei. 13 Menschen entschieden sich durch ihren Einsatz, ihr Leben Christus zu übergeben.» Umbricht sprach einen jüdischen Mann an, «der den Herrn ebenfalls annahm. Er sagte mehrfach: Es ist gut, dass ihr das macht!» Eine Tatsache sei, dass viele Menschen das Evangelium nicht kennen, aber interessiert seien, wenn sie mehr davon hören. «Am 20. Juni gehen wir wieder auf die Strasse, interessierte können sich uns gerne anschliessen.»
Ballone schreien Leid hinaus
Rund 30 junge Leute beteiligten sich am Einsatz der «King's Kids». Leiter Andy Wespi: «Nach einer kurzen Schulung, bei der wir vorstellten, was Evangelisation heisst, gingen wir mit mehreren Gruppen raus.» In Zürich waren die jungen Menschen am See und beim Helvetiaplatz aktiv. «Wir waren zum Beispiel mit Ballonen und dem 'Wunderstuhl' unterwegs.» Etliche waren am Angebot mit dem Stuhl interessiert. Auf diesen können sich Passanten setzen und für eine Krankheit beten lassen. «Wir stiessen auf offene Personen. Zwar ging es nachher nicht allen besser, doch wir kamen ins Gespräch.» Eine Person, die Schmerzen in den Schultern verspürt hatte, entschied sich ebenso für ein Leben mit Christus, wie eine andere, die von HIV betroffen ist und die den Glaubensschritt schon früher einmal gemacht hatte.
Am Vorabend trafen sich schliesslich alle zu einem Flashmob auf der Pestalozziwiese. «Auf einen Ballon konnte man die Lasten aufschreiben, die man getragen hatte. Dann schreien wir sie hinaus und liessen die Ballone steigen. Anschliessend richtete jemand ein paar Worte an die Allgemeinheit. Es ging darum, dass Christus die Lasten wegträgt.»
Der Einsatz sei für die Teilnehmer ebenfalls wertvoll gewesen. «Menschenfurcht wurde abgebaut, das war sehr positiv. Dies ermutigte viele, dies als Lebensstil weiterzuziehen.»
Zum Thema:
Dossier Global Outreach Day (G.O.D.)
«Das haben wir gebraucht!»: Global Outreach Day stimuliert Evangelisation in der Karibik
Noch 1 Tag bis zum G.O.D.: Schweiz: Schulung – und dann raus zu den Menschen!
Datum: 01.06.2015
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet