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Daten und Worte zu Akteuren des FC St. Gallen.
9. Januar 1991 bis 30. Juni 1992 im FCSG. -- 44 (39 NLA/5 Cup) Spiele und 11 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 3. März 1991 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 3:0-Auswärtssieg in Chiasso.
Richard Zambrano kam aus Santiago von Union Española. -- Vier Monate nach dem Abgang von Ivan Zamorano sollte Zambrano mit in dessen grossen Fussstapfen treten. -- Zambrano selbst betonte, dass er weniger ein Vollstrecker wie der grosse Ivan und mehr auch ein Vorbereiter sei. -- Zum Zeitpunkt seines Wechsels war er jedoch Co-Torschützenleader der chilenischen Primera Division (17 Tore in 25 Spielen). -- Zum Einstand in Chiasso glückte ihm gleich eine Doublette: Zambrano traf innerhalb zwei Minuten zum 2:0 und 3:0. -- Beim ersten Auftritt im Espenmoos steuerte er einen Treffer zum 6:1-Sieg gegen Fribourg bei. -- Doch Zambranos Formkurve drehte nach unten. -- Ende Juli, als der FCSG auf dem Hardturm 0:5 verlor, sah Zambrano nach einer Tätlichkeit die Rote Karte und wurde in Frage gestellt. -- Erst im Herbst blühte er wieder auf. -- Der neue Trainer Heinz Bigler Trainer entband ihn von taktischen Zwängen, Zambrano half mit, die Espen in die Finalrunde zu führen. -- Im Frühling 1991 noch zweimal als Torschütze erfolgreich. -- Dennoch zeichnete sich bald sein Ende im Espenmoos ab.
Der geplante Wechsel zum mexikanischen Spitzenverein Club América scheiterte "wegen eines Verfahrens bei der FIFA", schliesslich konnte Zambrano am 10. September 1992 wieder bei Union Española unterschreiben. -- Später wechelte er zu Universidad de Chile, war von 1993 bis 95 doch in Mexiko bei Santos Laguna, dazwischen in Kolumbien bei Deportivo Cali, danach beim Celaya FC (Mexiko). -- 1997 wurde Zambrano von Colo Colo (Santiago) verpflichtet, mit dem er die Clausura 1997 und den Meistertitel 1998 - seine wichtigsten Titel - feiern durfte. -- Dann wieder ab 1998 zwei Jahre in Mexikos Hauptstadt bei den Pumas de la UNAM. -- Ab dem Jahr 2000 blieb er bei chilenischen Klubs, spielte noch für Audax Italiano (Santiago), dem CD Puerto Montt, CD Coquimo Unido und beim CD Arturo Fernandéz Vial (Concepción), wo er 1989 - als Spätzünder - auch seine Profi-Karriere gestartet hatte.
Zambrano war Junioren-Internationaler bestritt 8 Länderspiele und nahm an der Copa América 1993 in Ecuador teil. -- Er wuchs in der Kleinstadt Laja in der Provinz Biobío als Sohn eines Ingenieurs auf.
15.02.2011
15. Juli 1988 bis 20. August 1990 im FCSG. -- 70 (61 NLA/5 Cup/4 Intertoto-Cup) Spiele und 42 (37 NLA/3 Cup/2 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Juli 1988 bei der 1:2-Heimniederlage gegen Lausanne-Sports.
Ivan Zamorano ist der grösste Spieler, den der FCSG je in seinen Reihen hatte. -- In der Schweiz mit dem Spitznamen "Ivan der Schreckliche" geadelt, in Chile auch "Bam Bam" gerufen. -- Gilt auch als einer der grössten chilenischen Fussballer aller Zeiten, und international einer der kopfballstarksten Stürmer überhaupt. -- Für Ivan selbst ist der FCSG Ausgangspukt seiner grossen Karriere gewesen. Zamorano hat später bei jedem seiner Besuche in der Ostschweiz seine Liebe und Dankbarkeit dem FCSG gegenüber bezeugt. -- Verpflichtet wurde Zamorano vom FC Bologna, für den er aber nie ein Spiel bestritt und nach St. Gallen ausgeliehen wurde. -- Zu verdanken hatte der FCSG den Transfer Vinicio Fioranelli, der wiederum mit Zamorano die Basis zu einer beachtlichen Karriere als Spieler-Agent gelegt hatte. -- Zamorano machte bei seiner Ankunft in der Schweiz einen sehr schüchternen Eindruck. Ein Testspiel gegen den FC Schaffhausen in Schleitheim (3:3) war seine erste Vorstellung auf Schweizer Boden. -- Er blieb als Mensch bescheiden, doch auf dem Platz explodierte er schnell: in seinem dritten Spiel erzielte er nicht nur seinen ersten Treffer in der 3. Minute. Vor 7300 Zuschauern im Espenmoos steuerte er zwei weitere Tore zum 4:1-Sieg gegen Lugano bei. Es war der erste Saisonsieg für die zuvor punktelosen Espen. -- Drei Tore gelangen Zamorano auch am 30. September 1989 gegen die Young Boys, als sein kongenialer Sturmpartner und Landmann Hugo Rubio die beiden anderen Treffer zum 5:1 beitrugen. -- Es war ein goldener September für Zamorano. Drei Wochen zuvor, am 9.9. schoss er alle vier Goals zum 4:3-Auswärtssieg gegen Xamax. -- 17 Tore trug Zamorano dazu bei, dass der FCSG die Qualifikation als Erster beendete ("Wintermeister"). In der Finalrunde fielen die Espen zurück, waren am Ende Fünfte; mit 23 Goals wurde Zamorano als erster St. Galler NLA-Torschützenkönig. -- Zwar wollte Präsident Hidber den Chilenen wenigstens ein weiteres halbes Jahr im Espenmoos halten, musste schliesslich nachgeben. -- 3,35 Millionen Franken Ablöse bezahlte der FC Sevilla, was damals Schweizer Rekordsumme war. -- In Sevilla wirkte mit Vicente Cantatore ein chilenisch-argentinischer Trainer. -- Zamorano schlug an der Seite von Toni Polster auch in der "Liga" sofort ein. -- Nach zwei Jahren und 23 Toren für die Andalusier Wechsel zu Real Madrid. -- Für die "Königlichen" bestritt Zamorano vier Saisons, erzielte 101 Tore. In der ersten Saison Cupsieger und Gewinner des Supercups, 1995 als Liga-Torschützenkönig auch Meister. -- 1996 Transfer nach Italien zu Inter. Für die Mailänder in viereinhalb Jahren 37 Tore. In der ersten Saison UEFA-Cup-Finalist. Zamorano erzielte im Rückspiel gegen Schalke das 1:0, sein Team unterlag im Penaltyschiessen. -- Ein Jahr später erneut im UEFA-Cup-Final. Dieser wurde erstmals in einer einzigen Partie und auf neutralem Boden (Paris) ausgetragen. Zamorano erzielte gegen Lazio Rom das 1:0, Inter triumphierte mit 3:0. -- Im Januar 2001 Transfer nach Mexiko zum Club América, für den er in zwei Jahren 36 Tore schoss und im Herbst 2002 die "Clausura" (offiz. Meistertitel) gewann. -- Im Januar 2003 schliesslich sein letzter Transfer, zurück in seine Heimat zu Colo Colo. Nochmals gelang ihm ein Traum-Einstand (2 Tore zum 6:4-Sieg gegen Audax Italiano). 14 Spiele bestritt er für Chiles erfolgreichsten Verein. Im Juli 2003 beendete Zamorano seine Profi-Karriere. Den Rücktritt gab er nach einem Besuch beim Staatspräsidenten Ricardo Lagos bekannt. Wenige Tage zuvor wurde Zamorano wegen Angriffs auf den Schiesrichter mit einer lange Sperre gebüsst. -- Gestartet hat Zamorano seine Karriere 1986 in der zweithöchsten chilenischen Liga bei Deportivo de Los Andes (27 Tore in 29 Meisterschaftsspielen). -- Danach wechselte er zum Club de Deportes Cobresal. Mit dem Team aus El Salvador gewann er überraschend den Cup. -- Zamorano gilt als zweitbester chilenischer Torschütze aller Zeiten, mit 205 Toren in 461 offiziellen Spielen. fcsg-data rechnet ihm 2 Treffer im Intertoto-Cup dazu. -- Zamorano bestritt 69 Länderspiele (34 Tore). Höhepunkt war die WM-Teilnahme 1998 in Frankreich (3 Unentschieden in den Gruppenspielen gegen Italien, Österreich und Kamerun, 1:4-Niederlage im Achtelfinal gegen Brasilien). Zamorano blieb ohne Torerfolg, vier der fünf Treffer erzielte sein Sturmpartner und Freund Marcelo Salas. -- Zwei Jahre später bestritt Zamorano das Olympische Fussballturnier von Sydney. Nach Siegen gegen Marokko und Spanien und einer Niederlage gegen Südkorea bezwang Chile im Viertelfinal den Favoriten Nigeria 4:1. Im Halbfinal unterlag "La Roja" Kamerun 1:2, gewann dann das Spiel um Bronze gegen die USA 2:0. Beide Tore des "kleinen Finals" erzielte Zamorano, der zudem bester Torschütze des Turniers war. -- Drei Teilnahmen an der Copa America (Südamerika-Meisterschaft), 1987 in Argentinien Finalist (0:1 gegen Uruguay; Zamorano kam beim 4:0-Sieg gegen Brasilien zu seinem einzigen Einsatz). -- Heute ist unser Ivan für Chiles Fernsehsender TVN und das spanischsprachige Programm des Sport-TV-Senders ESPN tätig.
5. Juli 2010
Bis Januar 2008 im FCSG. -- 1 NLA-Spiel für die Espen am 24. Mai 2007 beim 1:1 in Aarau.
Fabio Zancanaro spielte im Nachwuchs des FCSG und kam im letzten Spiel der Saison 2006/2007 in Aarau zu seinem einzigen Einsatz im Fanionteam. -- Im Januar 2008 zum FC Wil, für den der Abwehrspieler nur ein NLB-Spiel bestritt. -- Ab Sommer 2008 im FC Gossau (39 NLB-Spiele in zwei Saisons). -- Im Januar 2011 zum FC Kreuzlingen (2. Liga interregional), mit dem er im Sommer 2012 die Rückkehr in die 1. Liga feierte. -- Erster Junioren-Verein war FC Rorschach.
aktualisiert 09.08.2012
1. Juli 2001 bis 30. Juni 2002 im FCSG. -- 33 (28 NLA/5 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Juli 2001 beim 3:0-Heimsieg gegen Lausanne-Sports.
Reto Zanni wurde von den Grasshoppers ausgeliehen. -- Der Nidwaldner war aktueller U21-Nationalspieler und spielte auf der rechten Seite sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld. -- Zum Ende seiner St. Galler Saison gehörte Zanni zu den Leistungsträgern an der erfolgreichen U21-EM im eigenen Land.
Die Grasshoppers holten Zanni zurück, doch nun war ihm kein Glück bescheiden. Im Juli erlitt er einen Ermüdungsbruch im Schienbein und schaffte später den Anschluss nicht mehr. -- Im Juli 2003 wechselte Zanni zum FC Thun, mit dem er in der zweiten Saison mithalf, dem FC Basel einzuheizen - und von diesem im Winter abgeworben wurde. -- Fortan war Zanni viereinhalb Jahre lang unter Christian Gross unbestrittener Stammspieler, brachte es in dieser Zeit zu rund 150 Meisterschaftsspielen und über 40 Matches im Europacup. -- Zum Saisonbeginn 2009/10 fiel Zanni ersmtals in Basel aus Verletzungsgründen längere Zeit aus und kam in der Folge nur noch zu wenigen Einsätzen. -- Im Februar 2011 lösten der FC Basel und Zanni den Vertrag auf, der Mittelfeldspieler wechselte in die Challenge League zum FC Vaduz. -- Im August 2012 löste Zanni den Vertrag auf, beendete nach 14 Jahren seine Profikarriere. Für die Liechtensteiner bestritt Reto Zanni in eineinhalb Saisons 35 Meisterschafts- und 3 Europacupspiele.
Zanni kehrte zurück zum SC Buochs (2. Liga interregional) und erklärte im November 2012 seinen Rücktritt als Aktiver. -- Bei seinem Juniorenklub bestritt Zanni als 16-jähriger erste Matches in der 1. Liga. -- Mit seiner starken Leistung im Cup gegen ... den FC Basel machte Zanni die Grasshoppers auf sich aufmerksam, die ihn 1998 nach Zürich holten. -- Zanni bestritt 21 U21-Länderspiele.
ergänzt 21.05.2013
1. Januar 1995 bis 13. November 2001 und 1. Juli 2003 bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 518 (424 NLA/2 Barrage/28 NLB/46 Cup/12 Europacup/6 UI-Cup) Spiele und 31 (23 NLA/1 NLB/6 Cup/1 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt in der Auf-/Abstiegsrunde am 1. April 1995 bei der 0:1-Heimniederlage gegen Yverdon. Zellweger wurde in der 59. Minute für Reto Gertschen eingewechselt.
Für Marc Zellweger schien es nach dem Abstieg 2008 kein Gedanke wert zu sein, seinen FCSG zu verlassen. -- Als Captain half er mit, das neue Team von Uli Forte zu stabilisieren, und wuchs in den wichtigen Spielen wie beim Heimsieg gegen den härtesten Konkurrenten Lugano über sich hinaus.
Mit den Espen Schweizer Meister 2000, Cupfinalist 1998, NLB-Meister 2009. -- St. Gallens Rekordspieler gehörte nach dem Meistertitel zu den Spielern, die auch im Ausland interessant wurden. So erhielt er die Möglichkeit, für den 1. FC Köln in der Bundesliga zu spielen. -- Eineinhalb Monate nach seiner Ankunft wurde Trainer Ewald Lienen entlassen, Zellweger fehlte fortan sein grösster Fürsprecher. -- Ende Juli 2002 wurde er für eine Saison dem FC Wil ausgeliehen (25 NLA-Spiele, 1 Tor).
Ein Jahr später erfolgte die Rückkehr zu den Espen, auch wenn sich unter anderen die Young Boys um den rechten Aussenverteidiger bemühten.
Zellweger bestritt zwischen 2000 und 2002 13 A-Länderspiele. -- Erstes Länderspiel am 11. Oktober 2000 in der WM-Qualifikation beim 2:2 gegen Slowenien in Ljubljana. Zellweger wurde kurzfristig nachnominiert, weil sich Henchoz fünf Tage zuvor im Heimspiel gegen die Färöer eine Sperre einhandelte.
Zelli startete seine Karriere als Stürmer. -- Nach parallelen Probetrainings bei den Grasshoppers und dem FCSG entschied er sich für die Ostschweiz. -- Sein erstes Spiel in der Startformation feierte Zellweger mit einer Doublette: am 23. April 1995 in der Auf-/Abstiegsrunde in Solothurn. Es waren seine ersten Treffer für Grün-Weiss und in der Meisterschaft das einzige Mal, in dem er Doppeltorschütze war. -- Bald schon, im Herbst 1995, wurde Zellweger ins Mittelfeld "zurückgezogen". -- Die 0:8-Niederlage im April 1997 bei den Grasshoppers forderte Massnahmen. 5 Tage später, im Rückspiel gegen GC, stand Zelli erstmals in der Abwehr und verteidigte erfolgreich gegen Kubilay Türkyilmaz.
Unbewusstes Fairplay gegenüber den Espen bewies Marc Zellweger auch in seiner Zeit in Wil: bei der 3:11-Niederlage im Bergholz fehlte er verletzungsbedingt.
Der Winterthurer kam vom FC Seuzach. -- Erster Juniorenclub war der FC Oberwinterthur, für den er früh im Fanionteam debütierte. -- Nachdem Zelli im Sommer 2010 nach insgesamt 14 Saisons mit dem FCSG keinen neuen Vertrag mehr erhielt, wechselte er zum in die 1. Liga zurückgekehrten SC Brühl. -- Den "Kronen" verhalf Zellweger zum direkten Durchmarsch in die Challenge League. In 32 Spielen in der 1. Liga erzielte Zellweger 7 Tore, darunter den Treffer zum 1:0-Sieg im Rückspiel der 1. Aufstiegsrunde gegen Breitenrain. -- Zellweger, der bei Brühl zuerst in offensiverer Rolle spielte, später aber auch wieder in die Abwehr zurück kehrte, überlegte sich lange, ob er die Karriere fortsetzen sollte, da er eigentlich den Trainingsaufwand nicht noch einmal steigern wollte. -- Schliesslich blieb Zelli, setzte aber parallel seine ausser-fussballerische Weiterbildung fort, unter anderem mit einem Praktikum in der Geschäftsstelle des FCSG. -- Der SC Brühl stieg nach einer Saison in der zweithöchsten Spielklasse wieder ab, Marc Zellweger beendete darauf hin seine Spieler-Karriere. Nach über 17 Jahren im Profifussball sagte die Nummer 17 am 23. Mai 2012 im Heimspiel gegen Delémont (1:1) "Adieu". -- Zelli bleibt den Brühlern als Konditions- und Fitnesstrainer erhalten, gleichzeitig behält er sein Teilzeit-Pensum in der Organisation des FCSG.
Ergänzt 28. Juni 2012
25. Januar 2008 bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 72 (40 NLA/2 Barrage/24 NLB/6 Cup) Spiele und 7 (4 NLA/1 NLB/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 3. Februar 2008 beim 1:3 in Aarau.
José Vitor Jardim Vieira "Zé Vitor" kam von Nacional Madeira, wo er in eineinhalb Saisons 31 Spiele in Portugals höchster Liga bestritt und auch Teamkollege des späteren Schweizer Nati-Goalies Diego Benaglio war. -- Seine ersten zwei Treffern in der Schweiz beendeten eine der längsten Serien im hiesigen Profifussball: 22 Jahre konnte zuvor der FCSG die Grasshoppers auswärts nicht bezwingen. An dem Ostersamstag (22. März) 2008 gab es bei dichtem Schneefall mit dem 3:2 im Letzigrund ein rares Highlight in der Abstiegsaison. -- Im Januar 2009 schien es zum Bruch zwischen dem Mittelfeldspieler und Trainer Uli Forte gekommen zu sein. Zé Vitor hatte häufiger den Unmut des Trainers auf sich gezogen. Doch er blieb und kämpfte sich zurück ins Team. -- Der FCSG stieg wieder auf, und Zé Vitor bewies sich auch in der Super League. -- Im unglücklichen Cup-Halbfinal im April 2010 gegen Lausanne-Sport (1:2) erzielte Zé Vitor den Führungstreffer, hatte später weitere gute Torchancen und klärte beim Stand von 1:1 einmal auf der eigenen Torlinie. -- Der Cupfinal wurde verpasst, Zé Vitor musste gehen.
Als Junior soll unser Zé Vitor gemeinsam mit dem späteren Weltfussballer des Jahres, Cristiano Ronaldo, gespielt haben. -- Nach dem FCSG zog Zé Vitor im Sommer 2010 nach Zypern zu AEL Limassol. -- Ab Januar 2012 beim Lokalrivalen Apollon Limassol, nachdem er ein halbes ohne Vertrag geblieben war. -- Im Sommer 2012 Wechsel nach Griechenland zum Super-League-Aufsteiger PAE (Podosfairiki Anonymi Etaireia) Veria, bei dem er Teamkollege des früheren FCSG-Juniors Damián Bellón war. -- Ab Januar 2013 wieder in Zypern, Zé Vitor unterschrieb bis Saisonende bei Enosis Neon Paralimni (1. Division). -- Danach vorübergehend in der Heimat bei União Madeira. -- Seit Anfang 2014 erneut in Zypern, in der 2. Division. Nun spielte Zé Vitor zunächst bis zum Sommer für Nikos & Sokratis Erimis, seither für Karmiotissa Poemidion aus Pano Polemidia.
1. Juli 1997 bis 2. August 2003 im FCSG. -- 33 (29 NLA/2 Cup/2 UI-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 5. Juli 1997 beim 2:2 in Genf gegen Servette.
Eines der grössten Talente der FCSG-Geschichte hatte viel zu viel Pech mit Verletzungen. -- Noch nicht 16-jährig, debütierte der Mittelfeldspieler in der NLA, vier Tage später stand er erstmals in der Startformation (auswärts gegen GC, ebenfalls 2:2). -- Am 2. Juni 1999 stand Zinnà zum 29. Mal mit der ersten Mannschaft auf dem Feld. -- Zum Auftakt der Meistersaison fehlte er, und kehrte lange nicht zurück. Immer wieder neue Verletzungen bremsten Zinnà. -- So wurde er Schweizer Meister, ohne auch nur eine Minute Einsatz. -- Am 19. Oktober 2002 gab er das Combeback und brachte es in dem Herbst noch zu drei weiteren Spielen für die Espen. -- Den Start der Auf-/Abstiegsrunde verpasste er erneut. -- Am Ende gehörte auch Vincenzo Zinnà zu den von Heinz Peischl aussortierten Spielern. -- Anfang August 2003 schliesslich zog Zinnà zum SCR Altach. -- Mit den Vorarlbergern feierte er in der ersten Saison den Aufstieg in die "Erste Liga" (zweithöchste Stufe) und zwei Jahre später in die Bundesliga. -- Zinnà war Stammspieler, bestritt 49 Matches in der Ersten Liga, doch kurz nach Saisonstart warf ihn erneut eine Verletzung aus der Bahn. Gerade noch 4 Einsätze in der Bundesliga blieben ihm vergönnt. -- Im Sommer 2008 Transfer zum FC Gossau, für den er 11 Spiele in der Challenge League bestritt. -- Im Sommer 2009 war die Profikarriere beendet. -- Vincenzo Zinnà war Junioren-Internationaler. -- An der U16-EM-Endrunde 1997 in Deutschland galt Zinnà als auffälligster Schweizer Spieler. Im Viertelfinal gegen Belgien verwandelte der kleingewachsene Thurgauer den entscheidenden Penalty, das die erstmalige Halbfinal-Qualifikation einer SFV-Nachwuchsauswahl bedeutete.
14. Januar 2010
Vom 16. September 2015 bis 4. Mai 2017 Trainer des FC St. Gallen. -- Für 63 (58 NLA/5 Cup) Spiele des FCSG an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Trainer am 19. September 2015 in Bern beim 2:1 Sieg im Cup-Sechzehntelfinal gegen den FC Breitenrain.
Joachim "Joe" Zinnbauer kam als Nachfolger von Jeff Saibene nach St. Gallen und war zuvor beim Hamburger SV für die U23 verantwortlich.
Bei seinem Debüt im Cup-Spiel bei Breitenrain sorgte Zinnbauer für eine erste Überraschung: Den meist am Flügel agierenden Yannis Tafer stellte er als einsame Sturmspitze auf. Der Franzose erzielte beide Tore. In der Super League gab es im ersten Spiel einen 1:0-Heimsieg gegen den FC Thun, der eine Woche später Saibene als Trainer engagierte. -- Zinnbauers erfrischend kommunikativer Auftritt erfreute viele. Die Mannschaft aber spielte - wenig überraschend - nicht ebenso erfrischend auf. Einem enttäuschenden Cup-Achtelfinal gegen Luzern (2:3-Heimniederlage) folgte vier Tage später ein umjubelter 1:0-Sieg. Der kämpferische Auftritt entfachte sich vom Trainer über die Mannschaft ins Publikum. Die Mini-Serie mit weiteren Siegen in Thun (2:0) und gegen Basel (2:1) sorgten dafür, dass trotz anschliessender Rückschläge das Publikum mit Zuversicht in die Winterpause ging.
Zum Auftakt in den Frühling 2016 setzte es aber nach guter erster Halbzeit eine Heimniederlage ab. Zwischen Mitte März und Mitte April wurde in sechs Spielen nur ein Punkt gewonnen, Tiefpunkt war das 0:7 zuhause gegen Basel. -- Eine weitere Niederlage gegen Vaduz liess die Abstiegssorgen akut werden. Es kam in der drittletzten Runde zum Duell gegen den FC Zürich, von dem anzunehmen war, dass der Verlierer absteigen würde. Der FCSG gewann an dem Pfingstmontag 3:0 - im entscheidenden Moment ging alles auf (und der FCZ stieg tatsächlich ab).
Im Sommer 2016 konnte Zinnbauer mehr Einfluss nehmen auf die Mannschaftszusammenstellung als zuvor. Zum neuen Captain machte er Toko, was aufgrund dessen Persönlichkeit nicht verkehrt war. -- St. Gallen startete harzig, landete in den ersten zwölf Runden nur drei Siege und fand sich am Tabellenende. Dem öffentlichen Druck zum widerstand Präsident Dölf Früh, Zinnbauers Position blieb unangetastet, auch nachdem Fans im Espenblock mit massiven Protest ihre Meinung äusserten. -- Mit einer kleinen positiven Serie rückten die Espen ins Mittelfeld vor - der FCSG blieb fünf Spiele lang ungeschlagen, gewann dreimal, verlor aber im Cup-Achtelfinal in Zürich. Eine gute Phase im Frühling 2017 nahm Zinnbauers vielen Kritikern weiteren Wind aus den Segeln. Bei nur einer Niederlage in sieben Spielen schien eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte wahrscheinlich. -- Wie im Vorjahr ging aber nach der Frühlings-Nationalmannschaftspause wieder alles schief: der FCSG verlor fünfmal in Folge, erneut dramatische Wochen standen an. -- Präsident Früh gab in dem schwarzen Monat seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen bekannt. Als Joe Zinnbauer dann durch Giorgio Contini ersetzt wurde, dürfte das dennoch keine Rolle gespielt haben. -- Bei aller Kritik von Aussen hat es Zinnbauer geschafft, die Klubverantwortlichen und wohl lange auch die Mannschaft von seinen Ideen zu überzeugen. -- Letztlich war der Zuschauerrückgang ausschlaggebend für die Trennung.
Vor dem FCSG
Knapp ein Jahr vor seinem Stellenantritt in St. Gallen trat Zinnbauer in Deutschland erstmals ins Rampenlicht. Beim seit langer Zeit kriselnden Hamburger SV wurde er im September 2014 vom U23-Trainer zum Chef des Bundesliga-Teams befördert, das in den ersten drei Spielen nur einen Punkt gewann. -- Er debütierte mit einem 0:0 gegen den übermächtigen FC Bayern und konnte die Mannschaft vor dem freien Fall stoppen. Es gelang letzlich aber auch Zinnbauer nicht, mit dem HSV aus der Abstiegszone zu kommen - im März 2015 wurde er wieder freigestellt. Zum Saisonstart im Sommer 2015 übernahm er wieder die U23 in der Regionalliga (vierthöchste Liga) - der HSV hatte das Vertrauen in den Trainer nicht verloren.
Spieler-Karriere und Erfolg im "Nebenamt"
Joe Zinnbauer, in Wendelstein bei Nürnberg aufgewachsen, hat als Aktiver rund 9 Jahre im Profifussball verbracht, blieb aber bei seinem einzigen Bundesliga-Club ohne Einsatz. -- In der Saison 1994/95 war der Mittelfeldspieler beim Karlsruher SC, bei dem unter anderem Adrian Knup zu seinen Teamkollegen zählte. -- Danach wechselte er eine Liga tiefer zum FSV Mainz 05, für den er in der Hinrunde immerhin 17 Spiele bestritt. Dann stoppte ihn ein Knorpelschaden im Knie, der das Ende seiner Profilaufbahn vorzeitig einleitete. -- In Mainz war er Weggefährte des späteren Meistertrainers Jürgen Klopp, der Zinnbauer als den Ersten, der gleichzeitig "mehrere Handys" hatte, in Erinnerung behielt.
Die zwei Mobiltelefone waren seiner Tätigkeit als Finanzdienstleister geschuldet. -- Zinnbauer hatte sich nebenbei eine Firma aufgebaut, die ihn zum Millionär abseits des Fussballplatzes machte. Er leistete sich schöne Autos, fuhr mit 21 seinen ersten Ferrari und liess sich entsprechend ein glamouröses Image anhängen. Dazu betrieb er in seiner fränkischen Heimat auch Unterhaltungslokale.
Erster Klub von Zinnbauer war der FV Wendelstein. Mit 19 wechselte er 1989 zur SV Göttingen in die Oberliga Nord. Danach zog es ihn wieder südwärts, er spielte, meist in der dritt- oder vierthöchsten Liga für den TSV Vestenbergsgreuth, SC 08 Bamberg, die SpVgg Bayreuth und den SSV Ulm. Mit Ulm verpasste er den Aufstieg in die 2. Liga nur knapp, dafür erhielt er das Angebot des Karlsruher SC. -- Nach dem verletzungsbedingten Ende in Mainz lief Zinnbauer noch für die SG Post/Süd Regensburg und dem SC Weismain auf, für den er in der Saison 1997/98 noch einmal in der Regionalliga Süd, der dritthöchsten Liga, spielte. Parallel hatte er beim SK Lauf das erste Traineramt übernommen.
Erste Stellen als Trainer
Zinnbauer war dann ab 1998 für 7 Jahre Spielertrainer beim TSV Wendelstein (bis 2004) und dem Henger SV (2004/05). -- Ein Angebot des VfB Oldenburg sollte für ihn zum Glücksfall werden, auch wenn die Niedersachsen nach Jahren in der 2. Bundesliga in finanzieller Krise steckten. -- Er führte den VfB 2007 in die Oberliga Nord, den Aufstieg in die Regionalliga verpasste er später knapp. -- Nachdem er 2010 in Oldenburg entlassen wurde, hospitierte er bei Torsten Fink im FC Basel und beim Karlsruher SC. Der KSC engagierte ihn, er wurde Assistenztrainer, zunächst von Uwe Rapolder. -- Später war er für die U23 verantwortlich, 2014 wurde er für dieselbe Aufgabe zum Hamburger SV geholt.
Seit 1. Juli 1989 im FCSG. -- Für 12 (11 NLA/1 Cup) Spiele des FCSG an der Seitenlinie hauptverantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Interimstrainer am 5. April 1991 bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen Xamax.
Mit seinen bald 24 Jahren Klubtreue dürfte Werner Zünd der beliebteste Represäntant des FCSG sein. -- Der Rheintaler wurde 1989 als Nachfolger von Hanspeter Wirth Asisstenztrainer unter Kurt Jara. Zünd hatte sich auf ein Stelleninserat gemeldet - damals war es noch nicht üblich, dass ein Cheftrainer seinen "Staff" alleine auswählt und mitbringt. -- Als Jara im Herbst 1991 überraschend zum FC Zürich wechselte und Nachwuchstrainer Heinz Bigler mit Zünd kurzfristig die Verantwortung übernahmen, verneinte der Assistent auf die Frage, ob nicht er Cheftrainer sein möchte. -- Ein halbes Jahr später wurde Bigler entlassen - und Zünd war ungewollt erstmals für ein paar Tage und ein NLA-Spiel interimistisch der Chef. -- Werner Zünd blieb nach dem Abstieg 1993, feierte den Wiederaufstieg 1994 und war nach der Entlassung von Uwe Rapolder im April 1996 zum zweiten Mal vorübergehend Cheftrainer - diesmal für 3 NLA-Spiele. -- Mit Rapolders Nachfolger Roger Hegi erreichte der Co-Trainer den Cupfinal 1998. -- Nach Hegi kam Marcel Koller, Zünd wurde Schweizer Meister und erlebte danach einige unvergessliche Europacup-Abende.
Werni Zünd stand im April 2005 ein drittes Mal als Interimstrainer zur Verfügung. Sportchef René Weiler hatte nach der Verpflichtung von Ralf Loose von der Trainerbank Abschied genommen und den treuen Assistenten für die verbleibenden 7 Spiele zum Cheftrainer befördert. -- Auch unter Loose war Zünd nochmals Assistent, der Deutsche war der elfte Cheftrainer, der auf den Rheintaler zählen konnte. -- Mit dem Start zur Vorbereitung im Januar 2006 aber wurde Zünd als Assistenztrainer von Giorgio Contini abgelöst. Die treue Seele war nicht beleidigt - im Gegenteil, er unterstützte den FCSG auf dem Weg zu mehr Professionalisierung, war nun Teamberater. So wie es ihm nie eingefallen wäre, sich gegen einen Cheftrainer oder ein Vorstandsmitglied aufzulehnen, stellte sich Zünd weiterhin dem FCSG zur Verfügung. -- Im Lauf der Saison 2008/09 liess sich Zünd ausserdem im Rahmen einer Nachbarschaftshilfe an den FC Gossau ausliehen, für den er in Teilzeit-Pensum als Teammanager zur Verfügung stand - und auch hier zweimal als Interims-Trainer aushalf, als zuerst Vlado Nogic und dann Hans Kodric vor dem drohenden Abstieg aus der Challenge League ihr Amt zur Verfügung stellten. -- Später wurde Zünd Chef Scouting, der dazu als "Mädchen für alles" auch die Beflockung von Fan-Leibchen in die Hand nahm und mit seiner bekannt launigen Art bei Stadionführungen das Innenleben seines Stolzes, der AFG ARENA, zeigte.
Seine Spielerkarriere verbrachte Werner Zünd beim FC Rebstein, für den er bis 1979 in der 2. Liga antrat. -- Danach war er als Trainer zuerst je 2 Jahre beim FC Montlingen und FC St. Margrethen in der 2. Liga, ehe er 1983 den FC Au in der 4. Liga übernahm und innert drei Jahren in die 2. Liga führte. In der Saison 1988/89 trainierte Zünd den Drittligisten FC Diepoldsau. Dann wurde aus dem ehemaligen GC-Fan ein Espe, dessen Herz schon lange grün-weiss ist.
07.03.2013
1. Juli 1984 bis 30 Juni 1986 und 16. Oktober 1986 bis 30. Juni 1988 im FCSG. -- 109 (89 NLA/6 Cup/1 Europacup/13 Intertoto-Cup) Spiele und 38 (32 NLA/3 Cup/3 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Juli 1984 in Prag beim 0:5 im Intertoto-Cup gegen den FC Bohemians.
Hanspeter Zwicker war einer der schillerndsten Spieler des Schweizer Fussballs. -- Als 15-jähriger verliess er die Junioren des FCSG, weil er keine Lust darauf hatte mit den Reserven zu spielen, und schloss sich dem SC Brühl an.
Im Krontal spielte er erst mit den Inter-A-Junioren, im Februar 1977 wurde er ins Fanionteam befördert. -- Der Anfang in der 1. Liga war für den Junioren-Internationalen hart, in 10 Spielen glückte ihm nur ein Tor. -- Nach der Sommerpause und mit dem neuen Trainer Zeljko Perusic trumpfte Zwicker auf und machte mit 10 Toren auf sich aufmerksam. -- Am intensivsten bemühte sich Edy Nägeli. -- Der legändere Präsident holte "Hampi" Zwicker im Herbst zum FC Zürich, musste aber nach Entscheid der Ligakammer 100'000 Franken Transfersumme überweisen, was Rekord für einen Spieler aus dem Amateur-Bereich war. Ursprünglich bot Nägeli den Brühlern 20'000 Franken.
Am 6. November 77 gab Zwicker sein NLA-Debüt gegen Xamax. Im zweiten Match, am 27. November 1977, gehörte er bereits zur Startformation und erzielte beim 1:1 gegen den FC Basel sein erstes NLA-Tor. --
In der Saison 78/79 erzielte Zwicker 13 Goals, Platz 5 in der NLA-Torschützenliste. -- Im Herbst 1979 wollte Zwicker erstmals unbedingt weg, gekränkt davon, dass ihm Ruedi Elsener vor die Nase gesetzt wurde. -- Am liebsten wäre er zum FCSG gegangen, doch dagegen sperrte sich Nägeli und erlaubte ihm, mit dem FC Chiasso zu verhandeln. -- Schliesslich scheiterte der Transfer doch an Forderungen des FCZ-Präsidenten. -- Zwicker konnte zum Verbleib überredet werden. -- Ab dem Sommer 1980 gings wieder aufwärts, unter Daniel Jeandupeux bildete Zwicker mit Walter Seiler und Elsener einen Traumsturm. -- 12 Tore steuerte Zwicker zum Gewinn des Meistertitels in der Saison 1980/1981 bei. -- Im Dezember 1980 von Paul Wolfisberg für die Südamerika-Tournee aufgeboten (Nati-Debüt am 16.12.80 in Cordoba, 0:5 gegen Weltmeister Argentinien).
Zwicker, dem Geld "nicht viel sagte", aber gerne viel für Autos und Nachtleben ausgab, hatte sich einen hohen Marktwert erarbeitet und dachte laut über einen Wechsel zu Servette - und blieb doch. -- Im Winter-Trainingslager 1982 von Jeandupeux vorzeitig nach Hause geschickt. -- Zwicker revanchierte sich, liess den Trainer eine Erklärung unterschreiben, dass sich "die Chance auf eine erfolgreiche Gestaltung der Rückrunde durch das Mitwirken des Spielers Zwickers vergrössert".
Im Sommer 1983 klappte es doch mit einem Wechsel in die Romandie. -- Das damals gut betuchte Lausanne-Sports bot ihm 180'000 Franken jährlich. -- Millionär wurde Zwicker nicht, im Gegenteil, sah sich "in einer Löwengrube", wurde von Mitspielern geschnitten und war bald frustriert. -- Ende August der letzte Match für "LS", im Oktober die Vertragsauflösung. -- Ein Wechsel innerhalb der NLA war nicht erlaubt, Zwicker konnte zu Casino SW Bregenz in die 2. Division, wo er fortan für einen Mini-Lohn spielte. -- Der FCSG soll zu seinem Wechsel nach Vorarlberg zumindest mitgeholfen haben. -- Mit dem Aufstieg der Bregenzer klappte es nicht, doch Zwicker fand wieder Freude am Fussball und es zeigten sich bald NLA-Klubpräsidenten in Bregenz auf der Tribüne. -- Zwicker hatte sich wohl schon lange für die Espen entschieden.
Präsident Paul Schärli machte vor dem Cup-Halbfinal in Lausanne am 8. Mai 1984 alles klar für die Verpflichtung, Private schossen 100'000 Franken ein, die Ablöse betrug 200'000 Franken. -- Zwicker unterzeichnete einen leistungsbezogenen Einjahres-Vertrag und sagte "St. Gallen ist ein Team der Zukunft und hat das beste Publikum, was mir hilft, denn ich suche den Erfolg. Ich werde alle Kritiker mit Leistungen überzeugen."
Im ersten NLA-Spiel für den FCSG (am 15.08.1984) traf er zum 2:0 und ebnete im zuvor umkämpften Spiel den Weg zum 4:0 gegen den FC Zürich. -- Schon nach seinem zweiten Match in Grün-Weiss wurde er als "klar wirkungsvollster Stürmer" gelobt, "seine Schnelligkeit mit und ohne Ball war beeindruckend. In dieser Form dürfte er bald wieder in der Nati auflaufen". -- Tatsächlich gab Zwicker am 1. September 1984 beim Länderspiel gegen Argentinien sein Comeback unter Wolfisberg und kam im selben Herbst zu zwei weiteren Einsätzen mit der Nati (gegen Dänemark und Italien). -- Unter Helmuth Johannsen bestätigte der FCSG die gute Vorsaison und qualifizierte sich für den UEFA-Cup, Zwicker trug 10 Tore in 27 Meisterschaftsspielen bei.
Mit dem neuen Trainer Werner Olk erlebte der FCSG Rückschläge, auch Zwickers Leistungskurve drehte wieder abwärts. -- Im August 85 gegen die Türkei im Espenmoos (0:0) noch einmal in der Nati. -- Ende September fehlte er erstmals im Aufgebot von Olk, wegen "interner Probleme". -- Im UEFA-Cup auswärts gegen Inter nochmals eingewechselt, stand Zwicker danach erst Ende April wieder auf dem Platz. -- Im darauffolgenden Spiel gelang den Espen mit dem 4:1 gegen Servette ein Befreiungsschlag - ohne Zwicker. -- Schliesslich bat "Hampe" im Mai darum, den FCSG verlassen zu dürfen.
Zwicker wurde im Sommer 1986 vom FC Wettingen ausgeliehen, doch glücklich wurde er auf der Altenburg nicht. Nachdem Zwicker im September eine Woche lang nicht zum Training erschien - sein Vater meldete ihn krank - wurde er erst suspendiert, wenig später der Vertrag in Minne aufgelöst. -- Der Stürmer wollte die Karriere beenden, sah sich physisch und psychisch nicht mehr in der Lage, Fussballprofi zu sein. -- Doch statt nur noch als Hobby in der 2. Liga zu spielen, kam er am 19. Oktober 1986 im Cup in Locarno sein Comeback im FCSG. -- Ende März 87 erzielte Zwicker sein erstes Tor nach der Rückkehr, ausgerechnet gegen den FC Wettingen, einen Konkurrenten im Abstiegskampf. -- Es ging nun mit dem gesamten FCSG aufwärts, trotz Reduktion der NLA wurde der Klassenerhalt am Ende komfortabel geschafft, Zwicker trug in der Saison in 16 NLA-Spielen 5 Tore bei.
Die Saison 1987/88 sollte Hanspeter Zwickers beste werden. -- Im September erzielte er in 4 Spielen innerhalb 16 Tagen 7 Tore: am 8. September beide Goals beim 2:0-Heimsieg gegen Luzern, am 12. September den Anschlusstreffer beim 2:2 in Bern gegen YB, am 19. September beim 3:1-Auswärtssieg gegen den FCZ die Tore zum 2:1 und 3:1 in der 79. und 80. Minute und am 23. September die ersten zwei Goals in der 42. und 43. Minute beim 3:0-Heimsieg gegen Servette. -- Zwicker war in der Form seines Lebens, zu der ihm das Vertrauen von Trainer Markus Frei und des gesamten FCSG verhalf. -- Zwicker verlängerte den Vertrag im Frühling 1988 um drei Jahre.
Doch am letzten Tag vor Transferschluss überraschte Hampi Zwicker erneut alle mit der Unterschrift im Neuchâtel Xamax FC. -- Die Neuenburger wurden eben zum zweiten Mal Meister und bezahlten die damalige Rekord-Ablösesumme von 800'000 Franken und boten dem St. Galler einen massiv höheren Lohn. -- Wohl hätten die Espen Zwicker gerne behalten, konnten aber finanzielle Löcher stopfen.
Zwicker und der gesamten Equipe von Xamax lief es weniger gut als in der Vorsaison. -- Im August bestritt er gegen Jugoslawien sein letztes von 26 Länderspielen. -- Im Oktober traten Probleme an beiden Achillessehnen auf, er liess sich beim FCSG-Klubarzt Dr. Ruedi Spring operieren. -- Xamax' Präsident Facchinetti bezahlte ihm danach weniger Lohn. -- Ende Saison (und nach 23 NLA-Spielen, 4 Toren für Xamax) liess Zwicker wissen, dass er Neuenburg verlassen möchte. -- Da Facchinetti nie einen Vertrag aufsetzte, stand der Verein in der Schuld, sperrte sich aber gegen sämtliche Anfragen anderer Klubs. -- Erneut am letzten Tag vor Transferschluss konnte ihn der Basler Sportclub Old Boys ausleihen. -- Zwicker spielte ab Juli 1989 und für ein Jahr erstmals in der NLB, nachdem er zuvor 88 Tore in 258 NLA-Spielen erzielte.
Im Sommer 1990 blieb Hanspeter Zwicker ohne neues Team, Xamax verlangte abermals zu hohe Leihgebühren. -- Schliesslich liess er sich im Januar 1991 in den Amateur-Status versetzen, um noch einmal beim SC Brühl zu spielen. -- Nach weiteren Beschwerden mit den Achillessehnen beendete Zwicker seine Aktiv-Laufbahn in der Saison 1991/1992.
Zwicker war leidenschaftlicher Kunstmaler und malte sich als Fussballprofi eine spätere Karriere mit dem Pinsel aus. -- Doch er ging in die Gastronomie, arbeitete als Kellner, wurde Wirt, versuchte sich als Spieleragent, und steckte immer wieder Rückschläge ein. -- Im Jahr 2000 half Zwicker als Trainer im FC Widnau aus. -- Schliesslich kam Zwicker zum Kinderdorf Pestalozzi in Trogen, wo er zum Sozialpädagogen ausgebildet wurde, die Erfüllung fand, und mit der Fussballer-Karriere abschloss.
1. Juli 1996 bis 30. Juni 2001 im FCSG. -- 188 (161 NLA/27 Cup/6 Cup/4 UI-Cup) Spiele und 14 (11 NLA/2 Cup/1 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Juli 1996 beim 0:0 in Lugano.
Marco Zwyssig bildete mit Giuseppe Mazzarelli die Innenverteidigung für den Meistertitel 2000. -- Cupfinalist 1998, aber unglücklich im Penaltyschiessen (Lausanne-Goalie Brunner wehrte ab). -- Als Fussballprofi war Zwyssig ein eigentlicher Spätzünder: erst als der Ökonom sein Studium an der HSG abschloss, liess er sich davon überzeugen, auf die Karte "Fussballprofi" zu setzten.
1992 wechselte Zwyssig aus dem Nachwuchs des FCSG zum FC Gossau, mit dem er 1993 den ersten Aufstieg in die NLB feierte, einmal den Klassenerhalt schaffte und nach einem Jahr in der 1. Liga 1996 erneut den NLB-Aufstieg erlangte.
Mit Roger Hegi traf er im Espenmoos auf den ihm vom FC Gossau bestens bekannten Trainer. -- War auf Anhieb unbestrittener Stammspieler und bald auch Teamleader. -- Musterprofi mit "Gardemassen" (190 cm/85 kg). -- Dazu für einen Verteidiger äusserst korrekt. Zweimal spielte er eine ganze Saison ohne eine einzige Verwarnung (1997/98 und 2000/01), und auch auf dem Weg zum Meistertitel sah er nur zweimal Gelb. -- Schon in seiner zweiten NLA-Saison wurde Zwyssig ein Ausland-Transfer zugetraut. -- Blieb auch nach dem Meistertitel, war überragend beim UEFA-Cup-Triumph gegen Chelsea.
Ein Jahr später kam es doch zum Wechsel, Zwyssig unterschrieb beim Österreichischen Meister FC Tirol (Innsbruck) einen Vierjahresvertrag. -- Mit Trainer Kurt Jara und Stürmer Radoslaw Gilewicz traf Zwyssig auf zwei weitere frühere Espen. -- 20 Bundesliga-Spiele und 6 Europacup-Spiele bestritt Zwyssig für die Innsbrucker, doch hatte sich der Verein zuvor finanziell übernommen und musste Spieler verkaufen. -- Der Hamburger SV, bei dem Jara inzwischen Trainer war, wollte Zwyssig. -- Da sich der HSV nicht mit dem FC Tirol über die Ablösesumme einig wurde, verpflichtete ihn im Januar 2002 der FC Basel.
Unter Christian Gross feierte Zwyssig schon nach einem halben Jahr das Double, wurde 2004 zum dritten Mal und 2005 als Karriereabschluss ein viertes Mal Schweizer Meister. -- Schaffte 2003 die Qualifikation zur Champions League. -- Zwyssig verpasste nach einer Knieverletzung die ersten drei Gruppenspiele, hatte danach aktiven Anteil an der erfolgreichsten Schweizer Champions-League-Kampagne. -- Den 6:0-gewonnenen Cupfinal von 2003 sah Zwyssig hingegen von der Bank aus.
Zwyssig bestritt 20 Länderspiele, gehörte zum Kader der Euro 2004 in Portugal (nicht eingesetzt). -- Erstes Länderspiel am 6. August 1997 bei der 0:1-Niederlage im Testspiel in der Slowakei.
Am 18. Juni 2008 mit der neuen Führung um Michael Hüppi Mitglied des Verwaltungsrats der FC St. Gallen AG geworden, aus dem er im Herbst 2010 wieder austrat. -- Im Sommer 2014 wurde Zwyssig Trainer des Frauenteams des FCSG.
aktualisiert 11.06.2014