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Die JSC First Mining Company, eine Tochtergesellschaft der ARMZ Uranium Holding, hat die erste Phase der Feldsaison auf der Südinsel des Novaya Zemlya-Archipels abgeschlossen. Das Pavlovskoye-Bergwerk grenzt an den Küstenteil der Barentssee und ist 16 bis 18 km von einer Tiefwasserbucht entfernt. Hier können Seeschiffe mit einer Verdrängung von 6 bis 8.000 Tonnen mit Gütern beladen werden.
Die Blei-Zink-Mine Pawlovskye wird als eine der größten Minen in Russland eingestuft. Das Projekt wird voraussichtlich Reserven enthalten, die für eine Produktionsdauer von bis zu 35 Jahren ausreichen.
Das Pawlovskye-Bergwerk ist das nördlichste Bergwerk der Welt und soll schätzungsweise 2,48 Millionen Tonnen Zink und 549.000 Tonnen Blei und 1.194 Tonnen Silber beinhalten. Das Bergwerk wird voraussichtlich bis zu 3,5 Millionen Tonnen Erz pro Jahr liefern. Das Abbaugebiet und die Verarbeitungsstätten erstrecken sich über ein Gebiet von 12 km². Zu dem Projekt gehört eine Verarbeitungsanlage mit einer jährlichen Produktionskapazität von 220.000 Tonnen Zink und 47.000 Tonnen Bleikonzentraten. Es wird von JSC First Mining Company, einer Tochtergesellschaft von Rosatom betrieben werden.
Das Unternehmen plante ursprünglich, die Produktion bereits 2019 aufzunehmen. Der Start ist nun auf 2023 verschoben worden. Auch die Kosten werden derzeit überarbeitet. Rosatom plante zunächst, 37,5 Milliarden Rubel (543 Millionen Euro) in das Projekt zu investieren.
Zu dem Projekt gehört auch der Bau eines neuen Seehafens in der nahe gelegenen Bezimyannaya-Bucht. Der Terminal wird für die Entwicklung des Bergwerkes von zentraler Bedeutung sein. Berichten zufolge soll der Hafen eine Kapazität für den Umschlag von bis zu 500.000 Tonnen Güter pro Jahr haben. Der neue Seehafen wurde neu mit 400 Milliarden Rubel (5,1 Milliarden Euro) budgetiert, weit über den ersten Kostenschätzungen.
Atomtest von 1955 bis 1990
Novaya Zemlya ist ein geschlossenes Militärgebiet, das von den russischen Streitkräften streng kontrolliert wird. Zwischen 1955 und 1975 wurde die Südinsel von Nowaya Zemlya für größere unterirdische Atomtests genutzt. Von den sieben Detonationen, die in dem Gebiet stattfanden, entlüfteten mehrere radioaktive Gase in die Atmosphäre, da die Explosionen nicht tief genug im Boden stattfanden.
Von 1976 bis 1990 fanden alle unterirdischen Atomtests auf dem nördlichen Testgelände in der Matotschin-Straße statt. Seit 1990 wurden in Nowaya Zemlya nur noch sogenannte subkritische Atomtests durchgeführt.
Heiner Kubny, PolarJournal