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hallowil: Welche persönliche Bilanz ziehen Sie nach Ihrem ersten Parlamentsjahr? Ich konnte in diesem Jahr viel lernen und habe einen spannenden Einblick in die parlamentarische Politik erhalten. Es wurde mir aber auch immer wieder bewusst, dass wir von einem bürgerlichen Parlament nicht sehr viel erwarten können und dass der Druck auf der Strasse enorm wichtig ist.
In welcher Weise konnten Sie sich in die Wiler Politik einbringen? Im Parlament konnte ich mit einem Vorstoss den Weg aufzeigen, wie Netto-0 bis 2030 auch in Wil möglich wäre und mich mit Voten in verschiedenste Diskussionen einbringen. In den Kommissionen bekam ich einen vertieften Blick in die anstehenden Bauprojekte wie diejenigen am Bahnhof und konnte mich stark in die Diskussion einbringen.
Wo liegen die Schwerpunkte Ihres politischen Engagements? Allgemein betrachtet nach wie vor in der Überwindung des Kapitalismus und des Patriarchats. Nur mit der Überwindung der herrschenden Systeme können wir wirklich Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit für alle erreichen. In Wil werde ich mich weiterhin für eine klimafreundliche, feministische Stadt mit bezahlbarem Wohnraum, Freiräumen und einer lebendigen Kultur einsetzen.
Was motiviert Sie, sich politisch zu engagieren? Die Notwendigkeit etwas zu tun, wenn wir überleben möchten. Der Glaube, dass wir unsere Welt verändern können. Das Wissen, dass Millionen Menschen weltweit auf unserer Seite stehen.