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Das Museum von Orbe
Die Stadt Orbe, die in römischer Zeit und im Mittelalter ein bedeutender Handelsplatz war, stellt ihr Kulturerbe in einem Museum im Herzen der Altstadt vor.
Das Museum von Orbe verdankt sein Bestehen der Stiftung Pro Urba (vom lateinischen Namen für Orbe abgeleitet). Deren Aufgabe ist es, Dokumente und Gegenstände zu sammeln und aufzubewahren, die mit der Geschichte von Orbe und seiner Bevölkerung in Verbindung stehen. Das Museum ist in einem Gebäude untergebracht, dessen Architektur eher eigenwillig ist: Die Fassade ist nicht breiter als die Eingangstür; dafür ist das Innere – auf mehren Etagen – umso geräumiger. Der Keller mit seinem prachtvollen Kamin birgt auch eine alte Maschine zum Kaffeerösten.
Die Stiftung trägt zur Konservierung der römischen Ausgrabungsstätte Boscéaz bei und sorgt dafür, dass neue Funde präsentiert werden. In der römischen Villa von Boscéaz, 2 km von Orbe, wurden neun Mosaiken zutage gefördert, die zu den bedeutendsten der Schweiz zählen. Diese römische Villa, von deren Überbau nichts erhalten blieb, wurde im 19. Jahrhundert entdeckt. Das gegen 160 n. Chr. errichtete Gebäude mit rund 100 Räumen wurde zur Zeit der Alemanneninvasionen verlassen. Dank der von der Universität Lausanne durchgeführten Ausgrabungen konnte die Villa gänzlich freigelegt werden. Die Grabungsstätte wurde später wieder zugedeckt, und heute kann man ein Modell der prachtvollen Villa bewundern.