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Der japanische Telekommunikations- und Medienriese Softbank steht offenbar vor dem Verkauf der in seinem Besitz befindlichen britischen Chip-Designerin ARM Holdings (vormals Advanced Risc Machines) an den US-Konzern Nvidia. Laut einem Bericht des "Wall Street Journals" (WSJ) könnte das Vorhaben bereits anfangs kommender Woche besiegelt werden. Dabei werde ARM mit etwas mehr als 40 Milliarden Dollar bewertet. Bezahlt werden solle mit einem Mix aus Bargeld und Aktien. Das WSJ beruft sich im Bericht auf Insiderquellen.
ARM selbst stellt keine Computerchips her. Das Unternehmen vergibt vielmehr Lizenzen für die dahinter liegende Technologie. Diese kommt in nahezu allen mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets zum Einsatz. Es geht aber auch um Prozessoren für Autos und Datencenter-Dienstleistungen. Während einige Unternehmen wie etwa die Huawei-Tochter Hisilicon direkt Chipdesigns von ARM lizenzieren, benutzen andere lediglich eine sogenannte ARM-Architekturlizenz. Zu diesen Firmen gehören Apple, Samsung und Qualcomm. Letztere gestalten auf Grundlage der ARM-Lizenz eigene Prozessor-Designs. Resultate daraus sind etwa Apples A6 oder Qualcomms Snapdragon.
Nvidia wiederum ist bekannt für seine Grafik-Chips , die in Videospielen zum Einsatz kommen. Der Konzern ist aber auch in Bereichen wie der Künstlichen Intelligenz und selbstfahrenden Autos unterwegs.
Softbank hatte ARM im Jahr 2016 für 32 Milliarden Dollar gekauft. Zum Bericht des WSJ liegen von beiden Konzernen noch keine Stellungnahmen vor.