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Videostill aus dem NDR-Film
«Kampf um den Fisch» eine NDR-Reportage aus Mauretanien
(Dok-Film, 30 Minuten eine lohnende halbe Stunde!)
Der Norddeutsche Rundfunk dokumentiert am Beispiel Mauretaniens die Plünderung der Fischbestände eines Entwicklungslands durch europäische Fangschiffe. 70 Mio. Euro kriegt das Land von der EU, bezahlt aus Steuergeldern, um eine unrentable Fischindustrie am Leben zu erhalten, die schon die europäischen Meere leergefischt hat und dies nun auch vor Westafrika tut. Leer gehen dabei auch die mauretanischen Fischer aus: Sie fangen immer weniger, und vom Euro-Segen haben sie noch nie einen Cent gesehen der versickert irgendwo, ohne Nutzen für die lokale Bevölkerung.
Mauretanien ist ein besonders gravierendes Beispiel für die so genannte «externe Dimension» der EU-Fischereipolitik: rücksichtslose Ausbeutung zwecks Beschäftigung der eigenen Flotte, unter extrem unfairen Handelsbedingungen. Der Löwenanteil der mauretanischen Fische wird von europäischen Trawlern gefischt.
In andern westafrikanischen Ländern seht das etwas anders aus. Die grösste Fischereination der Region, der Senegal, hat seit 2006 kein Fischereiabkommen mehr mit der EU, die freilich nur etwa einen Sechstel der senegalischen Fischexporte bestritten hatte. Die Fischer und die Zivilgesellschaft des Landes hatten ihre eigene Regierung unter Druck gesetzt hatten, das unfaire Abkommen mit der EU nicht mehr zu erneuern. Die Folgen dieses Schritts waren für das Land fast noch schlimmer: Der überwiegende Teil der Fischexporte (zu 70% von einheimischen Pirogen gefangen) ging eh in asiatische Länder, die noch schlechtere Abkommen mit Senegal unterhielt, und europäische Trawler konnten im Rahmen von bilateralen Verträgen weiterfischen. Im Frühjahr 2012 hat die neue senegalesische Regierung alle Fangabkommen mit ausländischen Schiffen annulliert.
Der Film
Dossier zum Film
Beispiel Senegal:
Projekt von fair-fish
Ende des EU-Fischereiabkommens mit dem Senegal
Senegals Regierung entzieht ausländischen Fangschiffen Lizenz
Forderungen von fair-fish an die EU-Fischereipolitik