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Der erste Musiker, den ich euch 2015 vorstelle, ist James Bay. Ich hatte ihn bereits bei der BBC-Longlist-Präsentation im Dezember kurz erwähnt. Laut dem Hitbarometer wird der Engländer einer der Musiker sein, die in diesem Jahr durchstarten werden. Der 24-Jährige begann als Musiker in seiner Heimat Hertfordshire – als Elfjähriger. Inspiriert von Eric Claptons Song „Layla“ holte er die Familiengitarre unter der Treppe hervor und brachte sich mit Hilfe von YouTube-Videos das Spielen bei. Als er sieben Jahre später nach Brighton ging, um zu studieren sammelte an Open Mic Nights der Stadt erste Erfahrungen auf der Bühne. Eine gute Erfahrung, wie er in einem Interview verriet: „Es lehrte mich nicht nur viel über das Songschreiben, sondern auch, wie ich ganz allein da oben zurechtkomme.“ Bay spielte jedoch nicht nur als Einzelkünstler, sondern auch in verschiedenen Bands. Schon bald wurde der Singer/Songwriter als Supportmusiker gebucht, unter anderem für Tom Odell, John Newman und Kodaline. Auftreten durfte er ebenfalls in Notting Hill Arts Club in London.
Kein Wunder also, dass bereits seine Debüt-EP „The Dark of The Morning“ in England einschlug. Sie erschien 2013, ein Jahr nachdem Bay von einem Label unter Vertrag genommen wurde. Bay spielte danach unter anderem beim Glastonbury-Festival und im Hyde Park im Vorprogramm eines Rolling-Stones-Konzerts. Auch in den USA waren seine ersten beiden EPs ein Erfolg. Anfangs Dezember bekam er den Critic’s Choice Award der BRIT Awards und ist damit in guter Gesellschaft mit Künstlern wie Adele, Jessie J, Tom Odell und Sam Smith. Seine aktuelle EP „Hold Back the River“ sorgt derzeit auch in Australien für Furore und auch in der Schweiz spielen die ersten Radiostationen den Song. In England erscheint das Debütalbum „Chaos and the Calm“ Ende März. Genauso wie seine letzten beiden EPs wurde das Album mit Jacquire King in Nashville produziert. Der dreifache Grammy-Gewinner, zuletzt 2010 für „Use Somebody“ von King of Leon, hat schon mit Stars wie Tom Waits oder Norah Jones zusammengearbeitet. Der Weg vom Supporter zum Star ist für James Bay also geebnet.