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Vor rund zwanzig Jahren hat der japanische Arzt Yoshiaki Sato von der University of Tokio sein Kaatsu-Training patentieren lassen. Eine Methode, die mit niedrigen Gewichten auskommt. Mit einer Druckmanschette bindet sich der Patient den Oberarm oder den Oberschenkel ab. Anschliessend wird mit einer leichten Hantel oder mit Therabändern trainiert.
10 Jahre später veröffentlichte Sato eine Studie. Die Studienteilnehmer trainierten an der Beinpresse mit deutlich niedrigeren Gewichten. Gleichzeitig wurde die Durchblutung der Beine moderiert. Der venöse Blut-Rückfluss zum Herzen wurde geringer. Das Ergebnis war ein deutlicher Kraftzuwachs. Die Erklärung: Verschiedene Wachstumshormone sowie ein bestimmter Faktor aus der Gefässwand stiegen durch das moderieren des Blutflusses explosionsartig an. Mittlerweile haben zahlreiche Veröffentlichungen die Wirksamkeit belegen können.
Bei Blood Flow Restriction Training (BFR) wird der Oberarm oder Oberschenkel abgebunden. Der arterielle Zufluss sollte jedoch nicht unterbunden werden (siehe Übersichtsartikel Jeremy Loenneke von der University of Tampa in Florida 2011). Mit Kaatsu wird der Blutfluss moderiert. Der Manchettendruck wird dazu optimal eingestellt. Dies ist extrem wichtig, weil laut Loenneke nur dann keine Gewebsschäden auftreten solange nur die Venen abgebunden werden. Der Druck der Manschetten sollte so eingestellt sein, dass der arterielle Zufluss - also vom Herzen ins Gewebe - nicht unterbunden wird.
Bereiche
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KAATSU in der Kinderphysiotherapie
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Es braucht zusätzliches Wissen, um Blood Flow Modulation kindgerecht anzuwenden. Diese Methode, die mit niedrigen Gewichten auskommt, berücksichtigt die Tatsache, dass trainieren mit schweren Gewichten eine hohe Belastung für die Wachstumfugen darstellt, und entsprechend unerwüscht ist.
Kinder lieben Kaatsu, da die Trainingsdauer sehr kurz ist. Viele Wiederholungen mit wenig Gewicht gehört der Vergangenheit an.
Effizientes Üben mit maximalem Erfolg.
KAATSU in der Physiotherapie bei Erwachsenen
KAATSU in der Geriatrie
Im Alter nimmt die Muskelmasse kontinuierlich ab. Das Trainieren mit geringen Gewichten ermöglicht bis ins hohe Lebensalter ein effizientes Trainieren der Muskulatur. Neben Vibrationstherapie eine weitere gelenkschonende Trainingsmethode die im Therapieteam angeboten wird.
Kaatsu & Atemtherapie
In der Atemtherapie ist die Überblähung ein wichtiges Thema. Der Brustkorbumfang nimmt zu. Es entsteht ein Fassthorax. Während der Physiotherapie können wir mit den Kaatsubändern ein gezielter Zusatzdruck auf dem Brustkorb ausüben. Dieser Zusatzdruck kann minutiös eingestellt werden. Zur Überprüfung der Fortschritte führen wir im Therapieteam NDD Easy on-PC Spirometrie durch.
Kaatsu für Zuhause
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