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Der bekannte amerikanische Architekt MacGregor Freeman (1939-2022) war ein grosser Freund des Appenzellerlandes. Er besuchte mit seiner Frau Joan Sindall vierzig Mal die Ostschweiz und logierte oft mehrere Wochen in der Umgebung.
MacGregor Freeman starb im Oktober an den Folgen eines Sturzes, den er auf einem Spaziergang im Waadtland erlitt, in seiner Heimatstadt Cambridge bei Boston im US-Bundesstaat Massachusetts. Freeman, geschätzter Ehemann, Bruder, Vater, Freund, Architekt und Mentor – ist am 27. Oktober 2022 nach kurzer Krankheit friedlich im dortigen Mount Auburn Hospital entschlafen. Er wurde 83 Jahre alt.
Der agile Amerikaner fühlte sich in einer Umgebung mit Ordnung, Routine und Schönheit am wohlsten. Eine seiner liebsten Traditionen waren seit Anfang der 1990er-Jahren die jährlichen Reisen mit Gattin Joan Sindall in die Schweizer Berge, wo sie viele Freunde und Bekannte hatten. «Es waren 40 unvergessliche Besuche», erzählte Joan (79) bei unserem letzten Gespräch, und fügte an: «Mac liebte diese Reisen und plante und packte jedes Mal akribisch und bereitete sich wochenlang vor.» In der Schweiz wohnte das Ehepaar über Dekaden jedes Jahr bei Freunden an Orten mit prächtigen Häusern und Höfen. Sie unternahmen anspruchsvollen Wanderungen (nicht nur auf die Meglisalp im Herzen des Alpsteins oder auf die Alp Sigel) im Appenzellerland auf alle Berge und genossen die einheimischen Spezialitäten in den Gasthäusern. Noch einen Monat vor seinem Tod unternahm er die von ihm am meisten geschätzten Wanderungen im Appenzellerland und im Pays-d'Enhaut, einer Talschaft um Rossinière und Château d'Oex im Kanton Waadt.
Zu seinen grössten Freuden gehörten die Kulinarik, der Bau von Trockenmauern, Wanderungen und zuletzt das frühe Aufstehen, um die Zeitung zu lesen, Karten oder Wörterbücher zu studieren, Radio zu hören und jeden Tag mit seiner Gattin Joan, Lehrerin von Beruf, zu verbringen. (Bild: Urs Oskar Keller)
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