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Käfer sind die artenreichste Insektenordnung mit weltweit um die 350'000 Arten und um die 8000 im Voralpen- und Alpenraum.
Jedes vierte Tier auf der Erde ist ein Käfer!
Körperbau
Käfer haben die vielfältigsten Färbungen, Strukturen der Körperoberfläche und Körperformen - eine Anpassung an ihre jeweilige Lebensweise.
Je optimaler sich eine Art an ihren Lebensraum angepasst hat, desto besser sind ihre Überlebenschancen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Käfern und den übrigen Insekten ist der Flügelbau:
Das erste Flügelpaar unterscheidet sich deutlich vom zweiten. Die Vorderflügel dienen praktisch nur dazu, die zusammengefalteten Hinterflügel und den Hinterleib zu bedecken und zu schützen.
Lebensraum/Lebensweise
Unsere einheimischen Käferarten leben entweder auf dem Boden (können aber grabend mehr oder weniger tief in den Boden eindringen), im Wasser oder auf Pflanzen (Gras, Blumen, Kräuter, Sträucher, Bäume etc.).
Viele Arten haben aber bodengebundene Larvenstadien.
Käfer haben verschiedene Abwehrsysteme gegen Fressfeinde entwickelt. Etliche besitzen chemische Abwehrmechanismen und produzieren ein Gift im Blut.
Ölkäfer zum Beispiel produzieren das Cantharidin, welches sie mit Blutströpfchen aus den Beinen ausscheiden - ein starkes Reiz- und Nervengift!
Beispiele weiterer Käfer mit Giftproduktion: Feuerkäfer, Marienkäfer, einige Scheinbockkäfer u.a.
Manche demonstrieren ihre Ungeniessbarkeit zusätzlich mit Farben.
Fortpflanzung
Käfer machen eine Metamorphose mit kompletter Veränderung während der Entwicklung durch.
Fast alle Arten verbringen die meiste Zeit ihres Lebens im Larvenstadium, welches meist mehrere Jahre dauert. Nach der Paarung und Eiablage sterben die meisten.
Die ausgewachsene Larve verpuppt sich in einer sog. freien Puppe, bei der alle Extremitäten sichtbar sind. Nur sehr wenige Käferarten, wie z.B. die Marienkäfer, verpuppen sich in einer bedeckten Puppe.
Der erwachsene Käfer ist im Körperbau komplett anders als die Larve.
Bild: Larve des Siebenpunkt-Marienkäfers