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Am 21. November 2014 trafen sich die verantwortlichen Minister der Länder der Alpenkonvention zur 13. Alpenkonferenz in Turin um die dringendsten Fragen, welche die Alpen betreffen, zu diskutieren und wichtige Entscheidungen zu fällen für die zukünftige Arbeit in den Bereichen Entwicklung und Schutz der Alpen.
Minister und Vertreter der Alpenländer Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Liechtenstein, Monaco, Slowenien und der Schweiz sowie Vertreter der EU und Beobachterorganisationen diskutierten an der Konferenz der Alpenkonvention wichtige Fragen zur Entwicklung der Alpenräume und zum Schutz der alpinen Umwelt. Die wichtigsten Themen waren:
Klima und Energie: Richtlinien zur Anpassung an den Klimawandel auf lokaler Ebene in alpinen Regionen wurde erarbeitet. Zusätzlich haben die Alpen- und Karpatenkonvention zusammen eine gemeinsame Erklärung zum Klimawandel verfasst, die an der UN-Klimakonferenz in Lima, Peru im Dezember 2014 präsentiert werden soll.
Demographie und Arbeitsplätze in den Alpen: Der aktuelle Bericht über den Zustand der Alpen zeigt, dass die Bevölkerung in den Alpen leicht zugenommen hat. Die Zunahme konzentriert sich auf Regionen, die leicht zugänglich sind, während die Bevölkerung in abgelegeneren Gebieten eher abnahm. Migration spielt zunehmend eine wichtige Rolle bei der Bevölkerungsentwicklung. Die zugewanderte Bevölkerung tendiert dazu, sich in in den leicht zugänglichen Regionen in Pendeldistanz zu den wichtigen alpinen Zentren niederzulassen. Ihre Präsenz kann dabei helfen, die lokale Wirtschaft anzukurbeln, Traditionen und die lokale Kultur zu revitalisieren und die Handwerkskunst vor Ort zu fördern.
Makroregionale Strategie für den Alpenraum (EUSALP): Die EUSALP ist in der Erarbeitungsphase und wird voraussichtlich im Sommer 2015 umgesetzt. Zur Zeit hat die Alpenkonvention Beobachterstatus innerhalb des Prozesses und wirkt aktiv bei der Erarbeitung mit. Die Konferenz der Alpenkonvention hat nun eine Stellungnahme verabschiedet, die festhält, dass die Alpenkonvention weiterhin eine wichtige Rolle bei der Erarbeitung und der Umsetzung der EUSALP einnehmen soll, und die besonders auch die Bereitschaft der Konvention erklärt, eine führende Rolle innerhalb der dritten Säule der EUSALP, die die nachhaltige Nutzung von Energie und Ressourcen adressiert, zu spielen. Die Konferenz betonte darüber hinaus die Erfordernis einer ausgewogenen wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung und den Bedarf nach Aktivitäten, die für die alpinen als auch für die umgebenden Regionen gleichermassen von Vorteil sind.
Nach Italien wird nun Deutschland den Vorsitz der Alpenkonvention für die Jahre 2015/16 übernehmen. Der Schwerpunkt des Programms während dieser Zeit wird auf den Themen Grüne Wirtschaft, Biodiversität, und nachhaltiger Tourismus sowie Klimawandel, EUSALP, Transportwesen und Mobilität liegen. Der Bericht über die Aktivitäten des italienischen Vorsitzes ist nun veröffentlicht.