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Calvin ist in der Schweiz ein seltener Name. Ende 2013 zählte das Bundesamt für Statistik nur 242 Exemplare. Damit liegt er mit Ferhat, Pieter, Thiago, Vital, Yassine und Zef auf Rang 1374. Der Name geht auf den im 16. Jahrhundert in Genf aktiven Reformator Jean Calvin zurück. Zu seinen Ehren tauften nach Amerika ausgewanderte Protestanten ihre Söhne. In den USA gehört Calvin seit langer Zeit zu den 200 beliebtesten Vornamen. Als 1923 der amerikanische Präsident Warren G. Harding starb und Vizepräsident John Calvin Coolidge nachrutschte, drang Calvin sogar kurz auf Rang 44 vor.
In der Schweiz blieb das alles ohne Folgen. Auch die zunehmende Prominenz des amerikanischen Modedesigners Calvin Klein hinterliess hier keine Spuren. Vielleicht scheuten Eltern davor zurück, auf die Geburtskarte denselben Namen zu schreiben, der schon auf ihrer Unterhose stand.
Dass die Anzahl Calvins ab 1990 in der Schweiz zunimmt, dürfte an einem frechen Sechsjährigen und seinem Stofftiger liegen. «Calvin und Hobbes», der Comicstrip des Amerikaners Bill Watterson um den neunmalklugen Calvin und seinen lebenden Plüschtiger, erschien das erste Mal im Jahr 1985 und wurde zu einem globalen Phänomen. Bald schon druckten 2400 Zeitungen den Comic ab. Und noch heute, fast 20 Jahre nachdem Watterson seinen letzten Strip gezeichnet hat, erscheint er in über 50 Ländern. Kein Wunder, gelangte der Name ins kollektive Unterbewusstsein und von dort auf den Taufschein – zu seinen besten Zeiten im Jahr 1998 in der Schweiz 25 Mal.
Die Tatsache, dass Calvin hierzulande bescheidene Popularität erlangen konnte, zeigt: Heute ist Eltern Klang und Zeitgeist wichtiger als die Bedeutung eines Namens – Calvin bedeutet Kahlkopf.
Das nächste Mal: Charlotte.
Quelle: BFS. Hier können Sie nach Ihrem eigenen Namen suchen.