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Der japanische Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase entwickelte im Jahre 1973 das Kinesiotape und dessen Anwendungstechniken. Er verwendete dabei dehnbare Verbandsmaterialien. Im Jahr 1979 brachte Dr. Kenzo Kase das Tape unter dem Namen «Kinesio-Tex» auf den Markt.
Mit der Zeit kopierten auch andere Firmen die Idee von Dr. Kenzo Kase und so gibt es heute zahlreiche Kopien vom originalen Kinesio-Tex Tape.
Der Begriff Kinesiotape stammt aus dem Griechischen und ist aus den Worten "Kinesis" (Bewegung) und "Logos" (Lehre) zusammengesetzt. Das englische Wort "Tape" bedeutet Klebeband.
Das Tape wurde zuerst im asiatischen Raum immer beliebter. Bekannt wurde das Tape aber erst bei den Olympischen Spielen im Jahr 1988 in Seoul. Den weltweiten Durchbruch schaffte das Tape endgültig an der Fussball WM 2012 in Polen und Ungarn, als unter anderem der Italienische Superstar Mario Balotelli Kinesiotapes zur Schau trug. Seit dieser WM werden Tapes von vielen Profi- und Hobbysportlern, sowie auch von vielen Therapeuten verwendet.
Die Tape-Streifen werden aus hochwertigem Baumwollgewebe hergestellt. Sie sind mit Elastan-Fäden durchzogen und dadurch in der Länge dehnbar und ähnlich elastisch wie die menschliche Haut. Diese Materialzusammensetzung ermöglicht eine maximale Bewegungsfunktion für heilungsorientiertes Training. Auf der Rückseite des Baumwollstreifens ist ein Acrylkleber aufgebracht. Im Gegensatz zu einem normalen Pflaster ist der Acrylkleber mit Latex überzogen, um Hautreizungen zu vermindern. Die Struktur des Klebers ist wellenförmig, dadurch entstehen nach dem anbringen der Tapes Falten, die die Durchblutung fördern.
Die Klebeeigenschaften werden durch Körperwärme, kräftiges Reiben und Bewegung optimiert. Das Tape ist atmungsaktiv und luft- und wasserdurchlässig. Dadurch können ebenfalls Hautreizungen verhindert werden. Das Tape löst sich beim Duschen nicht ab und kann dadurch mehrere Tage lang getragen werden. Durch die Elastizität des Tapes bleiben Sie im Alltag beweglich, empfinden das Tape nicht als störend und fühlen sich nicht eingeschränkt.
Wenn man früher von einem Tape gesprochen hat, dachte man an das unelastische weisse Sporttape.
Ein Sporttape verwendet man zur Fixierung von Gelenken, um die Bewegungsmöglichkeiten einzuschränken. Das Sporttape muss nach der Bewegung sofort entfernt werden, um Durchblutungsprobleme zu verhindern.
Seit das neue Jahrtausend angebrochen ist, hat das elastische Kinesio(logie) Tape einen Aufschwung erlebt. Mittlerweile ist das Kinesiologie Tape allgegenwärtig, sowohl im Hobbysport, wie auch im Profisport. Im Gegensatz zu den unelastischen Sporttapes schränken die elastischen Kinesiologie Tapes die Bewegung nicht ein und die Muskeln funktionieren uneingeschränkt. Denn das Prinzip ist aktivieren statt fixieren: Denn in Bewegung zu bleiben ist wichtig. Die Nutzer berichten, das Tape wirkt schmerzlindernd und entspannend.
Durch Stabilisierung und Entlastung der Gelenke (durch Sporttapes, Bandagen etc) werden die nicht beanspruchten Muskeln zurückgebildet. Diese müssen später wiederaufgebaut werden. Es können auch Stauungen im Blut- und Lymphsystemes auftreten, was die Heilung verzögert.
Die Wirkung des Kinesiotapes ist wissenschaftlich nicht ausreichend begründet, sie wirken jedoch gegensätzlich zu den Sporttapes und sollen die Heilung gar fördern. Der Erfinderder Kinesiotapes (Dr. Kenzo Kase) erklärte die Wirkung damit, dass die oberste Hautschicht, die Epidermis, durch die Kinesiologischen Tapes angehoben wird. Wird die Körperstelle, die mit dem Kinesiotape beklebt wurde, bewegt, aktiviert dies die Gewebestrukturen unter der Haut, die Durchblutung wird gefördert und Nerventätigkeiten aktiviert. Schwellungen und Entzündungen bilden sich schneller zurück, da der Lymphfluss angeregt wird und so einerseits die Schmerzrezeptoren gereizt werden und andererseits der Blut- und Lymphfluss zwischen den Hautschichten verbessert wird.
Bei Prellungen entzündet sich das Gewebe, schwillt an und schmerzt. Durch das elastische Tape wird die Haut bei jeder Bewegung ganz sanft geliftet und massiert, so werden Lymph- und Blutfluss angeregt. Entzündungen klingen schneller ab, der Druck lässt nach und damit auch der Schmerz.
Bei stumpfen Verletzungen wie einem Muskelfaserriss, soll das Tape laut Physiotherapeuten anderen konventionellen Verfahren sogar überlegen sein. Der Heilungsprozess verkürzen sich um bis zu 50 Prozent. Ein entscheidender Benefit: Weil der Schmerz oft sofort nachlässt, werden Schonhaltungen und Folgeprobleme wie Verspannungen vermieden.
Beispiele Schritt für Schritt erklärt: