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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Peter H. Meurer:
Mitteleuropäische Ordenskarten aus dem 17. und 18. Jahrhundert
Cartographica Helvetica 21 (2000) 23–34
Zusammenfassung:
Der Beitrag beschreibt einige gedruckte Übersichtskarten, auf denen die Niederlassungen katholischer Ordensgemeinschaften in Mitteleuropa dargestellt sind. Die Geschichte dieser Kartengattung beginnt mit dem Atlas des Kapuzinerordens, gedruckt 1643 in Rom und herausgegeben durch Jean de Moncalieri. Spätere Ausgaben dieses Atlasses (Mailand 1712 und 1723) enthalten mehrere neue Karten, bearbeitet von Giovanni Battista de Cassini.
Ein anderes Beispiel aus dem 17. Jahrhundert ist die Karte von Augustin Lubin, die in der Chorographia Augustiniana (Paris 1659) erschien. Beide Atlanten enthalten ebenfalls Spezialkarten einzelner Ordensprovinzen.
Detailliertere Ordenskarten in Form von Einzelblättern wurden im 18. Jahrhundert publiziert. Bearbeiter oder Stecher waren Franz Hartzheim, Angelus Höggmayr, Rupert Carl, Johann Anton Zunggo, Carl Albrecht Seutter und Tobias Conrad Lotter. Diese Karten wurden entweder im Seutter-Verlag (Augsburg) oder im Homann-Verlag (Nürnberg) herausgegeben. Das Charakteristische an diesen Karten ist, dass sie ausschliesslich die Abteien und Klöster des betreffenden Ordens zeigen, und dass grössere Städte, die über keine Niederlassung verfügten, oftmals nicht dargestellt sind.