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Geschichte
In den 90er Jahren begann Karen Mai, damals Stationsleiterin in der Psychiatrischen Universitätsklinik PUK in Zürich, mit Menschen auf der Langzeitabteilung zu malen. Das Interesse war so gross, dass in der PUK selbst Ausstellungen organisiert wurden. Ende der neunziger Jahre eröffnete Karen Mai privat ein externes Malatelier, damit Menschen mit Psychiatrieerfahrung auch nach einem Klinikaustritt weiter malen konnten. Die PUK förderte den Beginn des Ateliers mit einer einjährigen Defizitgarantie. In Gabi Rosenberg, Künstlerin und Journalistin fand Karen Mai eine geeignete Partnerin. Um den Betrieb des Ateliers aufrecht zu erhalten, gründete eine Gruppe psychiatrie- und kunstnaher Fachleute 1999 den Verein "s’Atelier vom Wolf in der Säule".
Mit regelmässigen Öffnungszeiten, einem freiwilligen Betreuungsdienst, einem guten Materialangebot, plus Musikanlage, Computer mit Internetanschluss, einer Kaffeeecke und einigen Herdplatten, zog das Atelier psychisch erkrankte Menschen an, die sich gestalterisch betätigen wollten. Ebenso übernahmen sie Verantwortung durch Mithilfe im Atelierbetrieb, bei Ausstellungen und an Gemeinschaftsanlässen.
Spenden und Mitgliederbeiträge deckten Basiskosten für Miete, Strom und Administration. Mit den Einnahmen aus Bilderverkäufen konnte ein Teil des Materials eingekauft werden. Zudem wurde viel ehrenamtliche Arbeit geleistet.
Mit steigenden Besucherzahlen kam das Atelier "vom Wolf in der Säule" jedoch an seine Grenzen und es wurde eine neue Trägerschaft gesucht.
Seit Januar 2010 wird das Atelier "vom Wolf in der Säule" von sintergrA zürich professionell weitergeführt.