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Ähnlich wie bereits im Halbfinal gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic drückte Zverev der Partie mit seinem hervorragenden Aufschlag den Stempel auf. Mit Medwedew und Djokovic fanden die zwei aktuell vielleicht besten Return-Spieler kein Mittel, der Russe kam nicht einmal zu einer Breakchance. Nach nur gut eineinviertel Stunden schlug der 1,98 m grosse Hüne bei seinem ersten Matchball ein Ass.
Sieg nach fünf Niederlagen
«Ich war gegen jemanden im Final, gegen den ich fünf Mal nacheinander verloren habe. Ich musste eines meiner besten Matches spielen und bin glücklich darüber», sagte Zverev. Der 24-jährige Hamburger hatte seit über zwei Jahren nicht mehr gegen Medwedew gewonnen und in Turin auch im Gruppenspiel verloren.
Erstaunlich: Während der gebürtige Russe noch immer auf seinen Durchbruch bei einem Grand-Slam-Turnier wartet, ist er in Spielen auf zwei Gewinnsätze auch auf höchster Ebene kaum zu stoppen. Er gewann in diesem Jahr neben den ATP Finals auch bei den Olympischen Spielen sowie bei den Masters-1000-Turnieren in Madrid und Cincinnati.
Nächster Anlauf für Grand-Slam-Sieg
Nun muss er diese Stärke noch auf Major-Niveau ausspielen können. Medwedew schaffte diesen Schritt mit seinem Triumph am US Open, schien in Turin aber nach drei Dreisatz-Siegen in der Gruppenphase etwas ausgelaugt. Dennoch spielt er nun noch das Finalturnier des Davis Cups, während sich Zverev in die Ferien verabschiedet. «Besser könnte man die Saison nicht beenden, und ich kann es nicht erwarten, in die neue zu starten», versichert der Deutsche. Seine nächste Chance auf den Durchbruch bei den Grand Slams kommt schon im Januar beim Australian Open. Die Waffen dafür hat er längstens.