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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2018.00202 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiberin Bonetti Urteil vom 3 1. Januar 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1962, war ab 1. Oktober 2009 als Betriebsleiterin bei d er Y.___ tätig ( Urk. 5/8 und 5/20). Im Sommer 2010 gewährte sie der AG ein Darlehen in der Höhe von Fr. 15'000.– ( Urk. 5/18, S. 3 des Schli ch tungsg esuchs ; Urk. 5/26 ). Nach Gründung der Z.___ im November 2 0 10, für welche X.___ als Stiftungsrätin mit Kollektivunterschrift im Handelsregister eingetragen wurde ( Urk. 5/17), ging das Arbeitsverhältnis auf diese über ( Urk. 5/124 und 5/ 125 ). Des Weiteren wurde Ende 2011 die Firma « Y.___ » in « A.___ » geändert ( Urk. 5/22 und 5/34 ). Ab Juli 2013 verzichtete X.___ a uf die Auszahlung ihres vertraglich vereinbarten Lohnes von brutto Fr. 6'900.–- pro Monat zuzüglich Anteil am 13. Monatslohn ( Urk. 5/8, 5/ 30-31, 5/35 und 5/ 43 ). Am 7. September 2016 wurde sie sodann vom Stiftungsrat der Z.___ als Betriebsleiterin per sofort freigestellt ( Urk. 5/6) und schied sie auch als Stiftungsrätin aus ( Urk. 5/17). Über die Stiftung wurde am 26. September 2016 der Konkurs eröffnet ( Urk. 5/10). Mit Schreiben vom 27. Oktober 2016 an die A.___ kündi gte X.___ ihren Arbeitsvertrag fristlos ( Urk. 5/18 letzte Seite). I m Konkursverfahren der Z.___ meldete X.___ Lohnan sprüche im Gesamtbetrag von Fr. 2 9 4'975. – für den Zeitraum Juli 2013 bis Sep tember 2016 an ( Urk. 5/7). Das Konkursverfahren wurde indes am 9. Januar 2017 mangels Aktiven eingestellt (publiziert im SHAB am 1 9. Januar 2017). Gleicher massen reichte sie beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich ein Schlichtungs gesuch gegen die A.___ ein. Darin machte sie eine Lohnforderung von Fr. 20'700.– für die Monate Juni bis August 2013 im Sinne einer Teilklage geltend ( Urk. 5/18). D as Obergericht des Kantons Zürich bestätigte in der Folge mit Urteil Nr. LA170037-O vom 3. April 2018 ( Urk. 5/124) das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich Nr. AG160201-L vom 2 3. Oktober 2017 ( Urk. 5/125) und wies die Klage mangels Passivlegitimation der A.___ ab. 1.2 A m 8. September 2016 meldete sich X.___ b eim Regionalen Arbeits vermittlungszentrum (RAV) Zürich Eggbühlstrasse zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 5/1). Mit Formular vom 3 1. Oktober 2016 beantragte sie als dann unter Bei lage von Lohnabrechnung en ( Urk. 5/5) Arbeitslosenentschädigung ab dem 2 6. September 2016 ( Urk. 5/ 12 ). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich for derte sie am 1 1. November 2016 schriftlich auf, bis zu m 3 0. November 2016 diverse Unterlagen einzureichen ( Urk. 5/14). Ebenso verlangte diese bei der Y.___ / Z.___ eine Arbeitgeberbescheinigung ein ( Urk. 5/16 und 5/23 ) und zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK) bei ( Urk. 5/15 und 5/38 ). Hierauf gab X.___ neben diversen Lohnabrechnungen eine für die A.___ selbst ausgefüllte Arbeitgeberbescheinigung zu den Akten ( Urk. 5/19-21). B.___, Mitglied des Verwaltungsrats der A.___, machte m it Schreiben vom 2 7. November 2016 indes gel tend, Arbeitgeberin von X.___ sei die Z.___ gewesen ( Urk. 5/29). Seinem Schreib en legte er diverse Unterlagen bei ( Urk. 5/2 5 -28 und 5/30-36), insbeson dere im Zusammenhang mit der Bezahlung von Beiträgen an die Vorsorgeein richtung GastroSocial ( Urk. 5/25 und 5/28) und der Bestätigung offene r Lohn zahlungen/Darlehen von X.___ ( Urk. 5/30-31 und 5/35-36). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich forderte X.___ deshalb auf, sich zu den Gründe n für d en Verzicht auf die Lohnzahlungen zu äussern. Diese erklärte am 7. Dezember 2016 schriftlich, mit der Rückstellung ihrer Lohnzahlun gen habe sie dem Projekt eine Chance geben wollen, sich zu entwickeln. Sie habe dies aus Loyalität zu den Mitarbeitern und Lieferanten getan. Es sei ihr wichtig gewesen, dass jeweils die Beiträge an die verschiedenen Sozialversicherungen sowie die Fixkosten bezahlt worden seien, was auch nur durch das Abwarten von Mahnungen bzw. Fristerstreckungen möglich gewesen sei ( Urk. 5/42-43). Mit Verfügung vom 2 5. April 2018 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich einen Anspruch von X.___ auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 5/113 ). Die von X.___ dagegen erhobene Einsprache ( Urk. 5/119 ) wies sie mit Einspracheentscheid vom 2 9. Juni 2018 ab ( Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid erhob X.___ mit Eingabe vom 4. Juli 2018 Beschwerde. Darin beantragte sie, der angefochtene Entscheid sei aufzu heben und es sei ihr ab dem 8. bzw. 2 6. September 2016 Arbeitslosenentschädi gung zuzusprechen ( Urk. 1 letztes Seite ). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich schloss in der Beschwerdeantwort vom 1 9. Juli 2018 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 4 ). Davon wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2 0. Juli 2018 Kenntnis gegeben ( Urk. 7 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c des Bundesgesetz es über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) haben Personen, die in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidun gen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Hinsichtlich des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung findet sich zwar in Art. 8 ff. AVIG keine Regelung, die dieser Norm zur Kurzarbeit entsprechen würde. Nach der Rechtsprechung gilt diese Regelung jedoch grundsätzlich auch für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (BGE 123 V 234 E. 7b/ bb ). 1.2 Anspruch auf Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung besteht für eine Per son in arbeitgeberähnlicher Stellung deshalb nur, wenn ihr Ausscheiden aus dem Betrieb endgültig ist und anhand eindeutiger Kriterien feststeht. Behält sie nach der Entlassung ihre arbeitgeberähnliche Stellung im Betrieb bei und kann sie dadurch die Entscheidungen des Arbeitgebers weiterhin bestimmen oder massge blich beeinflussen, verfügt sie nach wie vor über die unternehmerische Disposi tionsfreiheit, den Betrieb jederzeit zu reaktivieren und sich bei Bedarf erneut als Arbeitnehmer einzustellen. Da sich die Löschung eines Eintrags im Handelsregis ter aus welchen Gründen auch immer verzögern kann, ist für die Beendigung der Organstellung der tatsächliche, unmittelbar wirksame Rücktritt massgebend (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_102/2018 vom 2 1. März 2018 E. 6.2 und 6.3, C 255/05 vom 2 5. Januar 2006 und C 92/02 vom 14. April 2003; vgl. Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs recht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, S. 15 ff. mit Hin weisen zur Rechtsprechung). 1.3 Nachdem die Beschwerdeführerin im September 2016 nicht nur vom Stiftungsrat der Z.___ als Betriebsleiterin freigestellt, sondern auch als kollektiv zeichnungsberechtigte Stiftungsrätin im Handelsregister gelöscht wurde, bestand im Zeitpunkt der Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Beschwerdegegnerin zumindest unter den vorstehenden Gesichtspunkten keine Missbrauchsgefahr mehr. Demnach ist zu Recht unbestritten, dass auch die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wenn sie die in Art. 8 Abs. 1 AVIG genannten An spruchsvoraussetzungen erfüllt. 2. 2.1 Die Höhe der Arbeitslosenentschädigung richtet sich grundsätzlich nach dem ver sicherten Verdienst. Nach dem Gesetz gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeit raumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde; eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen ( Art. 23 Abs. 1 Satz 1 AVIG). Nach Art. 40 AVIV ist der Verdienst nicht versichert, wenn er während des Bemessungszeitraumes monatlich Fr. 500.– nicht erreicht. 2.2 Praxisgemäss ist bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes der im Bemes sungszeitraum tatsächlich erzielte Lohn massgebend; eine davon abweichende Lohnabrede zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat grundsätzlich unbeacht lich zu bleiben (BGE 131 V 444 E. 3.2.1; 128 V 189 E. 3a/ aa, je mit Hinweisen). Der versicherte Verdienst nach Art. 23 AVIG bildet ein Korrektiv bei allfälligen missbräuchlichen Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, indem grundsätzlich die tatsächlichen Lohnbezüge im Bemessungszeitraum mas sgebend sind (BGE 131 V 444 E. 3.2.3 mit Hinweis). Von dieser Regelung im Einzelfall abzuweichen rechtfertigt sich nur dort, wo ein Missbrauch im Sinne der Vereinbarung fiktiver Löhne, welche in Wirklichkeit nicht zur Auszahlung gelangt sind, praktisch ausgeschlossen werden kann (BGE 128 V 189 E. 3a/ aa mit Hinweis; vgl. ferner : ARV 2006 Nr. 19 S. 226 E. 1 [C 5/06], 2003 Nr. 9 S. 114 E. 1 und 4.1 [C 9/2], 1999 Nr. 7 S. 27 E. 1 [C 359/97]; Urteile des Bundesgerichts 8C_20/2 007 vom 1 7. Januar 2008 E. 2.1 und C 155 /06 vom 3. August 2007 E. 3.2 ; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_840/2010 vom 1 4. Januar 2011 E. 2.2 ). Diesbezüglich betonte das Bundesgericht i n seinem kürzlich ergangenen Urteil 8C_119/2018 vom 5. Dezember 2018 E. 2.2, dass e ine restriktive Haltung derge stalt, dass bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes nur in begründeten Ausnahmefällen auf die Lohnabrede zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abzustellen sei, auch aus gesetzessystematischen Gründen als geboten erscheine. Für die Erfüllung der (Mindest-)Beitragszeit von sechs oder zwölf Monaten innerhalb der Rahmenfrist ( Art. 9 Abs. 3 AVIG) als eine Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ( Art. 8 Abs. 1 lit. e und Art. 13 Abs. 1 AVIG) genüg e nicht die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Beschäfti gung. Vielmehr bilde eine solche Tätigkeit nur Beitragszeiten, wenn und soweit hie r für effektiv ein Lohn ausbezahlt werde. 2.3 I m Urteil 8 C_840/2010 vom 1 4. Januar 2011 E. 3.3 befasste sich das Bundesge richt sodann mit der Anspruchsberechtigung eines Versicherten, d er als Gesell schafter und Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen war und vorbrachte, zur Überbrückung der vorübergehenden Illiquidität des Unternehmens bewusst auf eine Aus zahlung seiner Löhne verzichtet zu haben. Das Bundesgericht schlussfolgerte, dass es ke inen Nachweis eines Missbrauchs [ im Sinne der Vereinbarung fiktiver Löhne ] brauche. Massgebend sei einzig, ob e in Missbrauch praktisch ausgeschlossen werden k önne. So könne namentlich dann auf den vertraglich festgesetzten Lohn abgestellt werden, wenn dieser in einem langdauernden Arbeitsverhältnis nie bestritten gewesen sei. Dies gelte indes nicht im Falle des Versicherten, bei dem schon nach zehn Monaten Unre gelmässigkeiten in Form verspäteter Teilzahlungen bestanden hätten. Vor allem aber habe dieser als geschäftsführender Gesellschafter und Verwaltungsratsmit glied einer verbundenen AG die Entscheidungen des Arbeitgebers massgeblich beeinflusst. Als Gesellschafter und betriebsleitendes Organ habe er von Anfang an ein unternehmerisches Risiko getragen, das er nicht auf die Arbeitslosenkasse überwälzen könne. Dieses Risiko habe ihm umso mehr bewusst sein müssen, als sich die Unternehmung erst im Aufbau befunden habe und demnach keinesfalls finanziell und wirtschaftlich stabil gewesen sei. Auch wenn anfänglich die Gehaltsforderungen hätten erfüllt werden können, seien die Lohnzahlungen letzt lich bewusst vo m unternehmerischen Erfolg der Arbeitgeberfirma abhängig gemacht und so das Risiko der Nichteinbringli chkeit in Kauf genommen worden. Die Arbeitslosenentschädigung, die sich nach der Höhe des versicherten Verdiens tes richte, dürfe jedoch nicht zur Absicherung des unternehmerischen Risiko s verwendet werden. Dies sei zweckwidrig und rechtsmissbräuchlich. 2. 4 Es ist vorliegend unbestritten, dass in de n letzten drei Jahre n vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine Lohnzahlungen mehr an die Beschwerdeführerin flos sen. Wie die se selbst erklärte, stellte sie wiederholt zugunsten der Mitarbeitenden sowie – um den Betriebsablauf nicht zu gefährden – auch zugunsten von Liefe ranten die Lohnauszahlung an sich selbst zurück. Wichtig sei ihr gewesen, dass die Sozialbeiträge, z.B. an die Gastrosocial, sowie die Fixkosten, z.B. der Mietzins, bezahlt worden seien ( Urk. 1 S. 2 f. und 5/43). Entgegen ihrer Darstellung bestan den allerdings nicht erst ab Juli 2013 Lohnausstände. Solche sind gestützt auf Urk. 5/30, 5/31, 5/35 und 5/36 vielmehr seit mindestens dem Jahr 2012 als über wiegend wahrscheinlich anzunehmen. Aufgrund ihrer Stellung als Betriebsleiterin der Y.___ bzw. A.___ und Stiftungsrätin der Z.___ war die Beschwerdeführe rin zu dem jederzeit seit Beginn ihrer Anstellung über die anhaltenden finanziel len Schwierigkeiten dieser juristischen Personen (vgl. hierzu auch den Sachver halt in den arbeitsrechtlichen Urteilen, Urk. 5/124 und 5/125) informiert, hatte Einfluss auf wesentliche Entscheide derselben und unterstützte die finanziell bedingte Umstrukturierung. Das u nte rnehmerische Risiko trug sie dabei bewusst mit, was auch durch ihre Aussage bestätigt wird, dass sie dem Projekt eine Chance geben woll te ( Urk. 5/43). Gleiches gilt für den Umstand, dass sie schon im Juni 2010 ein Darlehen in der Höhe von Fr. 15'000. — in die Y.___ ein brachte ( Urk. 18 Schlichtungsg esuch S. 3 und Urk. 5/26 Passiven ). 2. 5 Zusammenfassend ist daher festzustellen, dass der vereinbarte Lohn – falls über haupt, da auch dies nicht belegt ist – höchstens für eine sehr kurze Zeit nach der Arbeitsaufn ah me effektiv ausbezahlt wurde. In der Folge machte die Beschwer deführerin diesen vom Unternehmenserfolg abhängig, wobei sie angesichts der finanziellen Schieflage des Projekts sowie ihrer schon im Jahr 2012 hohen und weiter anwachsenden Forderung nicht mehr darauf vertrauen konnte, dieses Geld jemals ausbezahlt zu erhalten. So handelt es sich hier denn auch nicht bloss um eine kurzfristige Überbrückung der Illiquidität im Rahmen eines langjährigen Arbeitsverhältnisses, sondern eine ( auch nach Abschluss aller Verfahren gegen die ehemaligen Arbeitgeberinnen ) faktisch während mehrere n Jahre n unentgelt lich ausgeübte Tätigkeit. Dabei bestand von Anfang an keine nennenswerte ( und im Laufe der Zeit immer noch geringere) A ussicht auf die tatsächliche Entrichtung eines Entgelts. Es besteht somit kein Anlass, hier ausnahmsweise auf den verein barten Lohn abzustellen. 3. Da sich somit ein Minimalverdienst von Fr. 500.– pro Monat für die Jahre 2014 bis 2016 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejahen lässt, hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung im ange fochtenen Einspracheentscheid vom 29. Juni 2018 zu Recht verneint. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigBonetti

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2018.00202 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiberin Bonetti Urteil vom 3 1. Januar 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1962, war ab 1. Oktober 2009 als Betriebsleiterin bei d er Y.___ tätig ( Urk. 5/8 und 5/20). Im Sommer 2010 gewährte sie der AG ein Darlehen in der Höhe von Fr. 15'000.– ( Urk. 5/18, S. 3 des Schli ch tungsg esuchs ; Urk. 5/26 ). Nach Gründung der Z.___ im November 2 0 10, für welche X.___ als Stiftungsrätin mit Kollektivunterschrift im Handelsregister eingetragen wurde ( Urk. 5/17), ging das Arbeitsverhältnis auf diese über ( Urk. 5/124 und 5/ 125 ). Des Weiteren wurde Ende 2011 die Firma « Y.___ » in « A.___ » geändert ( Urk. 5/22 und 5/34 ). Ab Juli 2013 verzichtete X.___ a uf die Auszahlung ihres vertraglich vereinbarten Lohnes von brutto Fr. 6'900.–- pro Monat zuzüglich Anteil am 13. Monatslohn ( Urk. 5/8, 5/ 30-31, 5/35 und 5/ 43 ). Am 7. September 2016 wurde sie sodann vom Stiftungsrat der Z.___ als Betriebsleiterin per sofort freigestellt ( Urk. 5/6) und schied sie auch als Stiftungsrätin aus ( Urk. 5/17). Über die Stiftung wurde am 26. September 2016 der Konkurs eröffnet ( Urk. 5/10). Mit Schreiben vom 27. Oktober 2016 an die A.___ kündi gte X.___ ihren Arbeitsvertrag fristlos ( Urk. 5/18 letzte Seite). I m Konkursverfahren der Z.___ meldete X.___ Lohnan sprüche im Gesamtbetrag von Fr. 2 9 4'975. – für den Zeitraum Juli 2013 bis Sep tember 2016 an ( Urk. 5/7). Das Konkursverfahren wurde indes am 9. Januar 2017 mangels Aktiven eingestellt (publiziert im SHAB am 1 9. Januar 2017). Gleicher massen reichte sie beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich ein Schlichtungs gesuch gegen die A.___ ein. Darin machte sie eine Lohnforderung von Fr. 20'700.– für die Monate Juni bis August 2013 im Sinne einer Teilklage geltend ( Urk. 5/18). D as Obergericht des Kantons Zürich bestätigte in der Folge mit Urteil Nr. LA170037-O vom 3. April 2018 ( Urk. 5/124) das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich Nr. AG160201-L vom 2 3. Oktober 2017 ( Urk. 5/125) und wies die Klage mangels Passivlegitimation der A.___ ab. 1.2 A m 8. September 2016 meldete sich X.___ b eim Regionalen Arbeits vermittlungszentrum (RAV) Zürich Eggbühlstrasse zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 5/1). Mit Formular vom 3 1. Oktober 2016 beantragte sie als dann unter Bei lage von Lohnabrechnung en ( Urk. 5/5) Arbeitslosenentschädigung ab dem 2 6. September 2016 ( Urk. 5/ 12 ). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich for derte sie am 1 1. November 2016 schriftlich auf, bis zu m 3 0. November 2016 diverse Unterlagen einzureichen ( Urk. 5/14). Ebenso verlangte diese bei der Y.___ / Z.___ eine Arbeitgeberbescheinigung ein ( Urk. 5/16 und 5/23 ) und zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK) bei ( Urk. 5/15 und 5/38 ). Hierauf gab X.___ neben diversen Lohnabrechnungen eine für die A.___ selbst ausgefüllte Arbeitgeberbescheinigung zu den Akten ( Urk. 5/19-21). B.___, Mitglied des Verwaltungsrats der A.___, machte m it Schreiben vom 2 7. November 2016 indes gel tend, Arbeitgeberin von X.___ sei die Z.___ gewesen ( Urk. 5/29). Seinem Schreib en legte er diverse Unterlagen bei ( Urk. 5/2 5 -28 und 5/30-36), insbeson dere im Zusammenhang mit der Bezahlung von Beiträgen an die Vorsorgeein richtung GastroSocial ( Urk. 5/25 und 5/28) und der Bestätigung offene r Lohn zahlungen/Darlehen von X.___ ( Urk. 5/30-31 und 5/35-36). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich forderte X.___ deshalb auf, sich zu den Gründe n für d en Verzicht auf die Lohnzahlungen zu äussern. Diese erklärte am 7. Dezember 2016 schriftlich, mit der Rückstellung ihrer Lohnzahlun gen habe sie dem Projekt eine Chance geben wollen, sich zu entwickeln. Sie habe dies aus Loyalität zu den Mitarbeitern und Lieferanten getan. Es sei ihr wichtig gewesen, dass jeweils die Beiträge an die verschiedenen Sozialversicherungen sowie die Fixkosten bezahlt worden seien, was auch nur durch das Abwarten von Mahnungen bzw. Fristerstreckungen möglich gewesen sei ( Urk. 5/42-43). Mit Verfügung vom 2 5. April 2018 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich einen Anspruch von X.___ auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 5/113 ). Die von X.___ dagegen erhobene Einsprache ( Urk. 5/119 ) wies sie mit Einspracheentscheid vom 2 9. Juni 2018 ab ( Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid erhob X.___ mit Eingabe vom 4. Juli 2018 Beschwerde. Darin beantragte sie, der angefochtene Entscheid sei aufzu heben und es sei ihr ab dem 8. bzw. 2 6. September 2016 Arbeitslosenentschädi gung zuzusprechen ( Urk. 1 letztes Seite ). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich schloss in der Beschwerdeantwort vom 1 9. Juli 2018 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 4 ). Davon wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2 0. Juli 2018 Kenntnis gegeben ( Urk. 7 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c des Bundesgesetz es über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) haben Personen, die in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidun gen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Hinsichtlich des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung findet sich zwar in Art. 8 ff. AVIG keine Regelung, die dieser Norm zur Kurzarbeit entsprechen würde. Nach der Rechtsprechung gilt diese Regelung jedoch grundsätzlich auch für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (BGE 123 V 234 E. 7b/ bb ). 1.2 Anspruch auf Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung besteht für eine Per son in arbeitgeberähnlicher Stellung deshalb nur, wenn ihr Ausscheiden aus dem Betrieb endgültig ist und anhand eindeutiger Kriterien feststeht. Behält sie nach der Entlassung ihre arbeitgeberähnliche Stellung im Betrieb bei und kann sie dadurch die Entscheidungen des Arbeitgebers weiterhin bestimmen oder massge blich beeinflussen, verfügt sie nach wie vor über die unternehmerische Disposi tionsfreiheit, den Betrieb jederzeit zu reaktivieren und sich bei Bedarf erneut als Arbeitnehmer einzustellen. Da sich die Löschung eines Eintrags im Handelsregis ter aus welchen Gründen auch immer verzögern kann, ist für die Beendigung der Organstellung der tatsächliche, unmittelbar wirksame Rücktritt massgebend (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_102/2018 vom 2 1. März 2018 E. 6.2 und 6.3, C 255/05 vom 2 5. Januar 2006 und C 92/02 vom 14. April 2003; vgl. Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs recht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, S. 15 ff. mit Hin weisen zur Rechtsprechung). 1.3 Nachdem die Beschwerdeführerin im September 2016 nicht nur vom Stiftungsrat der Z.___ als Betriebsleiterin freigestellt, sondern auch als kollektiv zeichnungsberechtigte Stiftungsrätin im Handelsregister gelöscht wurde, bestand im Zeitpunkt der Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Beschwerdegegnerin zumindest unter den vorstehenden Gesichtspunkten keine Missbrauchsgefahr mehr. Demnach ist zu Recht unbestritten, dass auch die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wenn sie die in Art. 8 Abs. 1 AVIG genannten An spruchsvoraussetzungen erfüllt. 2. 2.1 Die Höhe der Arbeitslosenentschädigung richtet sich grundsätzlich nach dem ver sicherten Verdienst. Nach dem Gesetz gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeit raumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde; eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen ( Art. 23 Abs. 1 Satz 1 AVIG). Nach Art. 40 AVIV ist der Verdienst nicht versichert, wenn er während des Bemessungszeitraumes monatlich Fr. 500.– nicht erreicht. 2.2 Praxisgemäss ist bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes der im Bemes sungszeitraum tatsächlich erzielte Lohn massgebend; eine davon abweichende Lohnabrede zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat grundsätzlich unbeacht lich zu bleiben (BGE 131 V 444 E. 3.2.1; 128 V 189 E. 3a/ aa, je mit Hinweisen). Der versicherte Verdienst nach Art. 23 AVIG bildet ein Korrektiv bei allfälligen missbräuchlichen Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, indem grundsätzlich die tatsächlichen Lohnbezüge im Bemessungszeitraum mas sgebend sind (BGE 131 V 444 E. 3.2.3 mit Hinweis). Von dieser Regelung im Einzelfall abzuweichen rechtfertigt sich nur dort, wo ein Missbrauch im Sinne der Vereinbarung fiktiver Löhne, welche in Wirklichkeit nicht zur Auszahlung gelangt sind, praktisch ausgeschlossen werden kann (BGE 128 V 189 E. 3a/ aa mit Hinweis; vgl. ferner : ARV 2006 Nr. 19 S. 226 E. 1 [C 5/06], 2003 Nr. 9 S. 114 E. 1 und 4.1 [C 9/2], 1999 Nr. 7 S. 27 E. 1 [C 359/97]; Urteile des Bundesgerichts 8C_20/2 007 vom 1 7. Januar 2008 E. 2.1 und C 155 /06 vom 3. August 2007 E. 3.2 ; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_840/2010 vom 1 4. Januar 2011 E. 2.2 ). Diesbezüglich betonte das Bundesgericht i n seinem kürzlich ergangenen Urteil 8C_119/2018 vom 5. Dezember 2018 E. 2.2, dass e ine restriktive Haltung derge stalt, dass bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes nur in begründeten Ausnahmefällen auf die Lohnabrede zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abzustellen sei, auch aus gesetzessystematischen Gründen als geboten erscheine. Für die Erfüllung der (Mindest-)Beitragszeit von sechs oder zwölf Monaten innerhalb der Rahmenfrist ( Art. 9 Abs. 3 AVIG) als eine Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ( Art. 8 Abs. 1 lit. e und Art. 13 Abs. 1 AVIG) genüg e nicht die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Beschäfti gung. Vielmehr bilde eine solche Tätigkeit nur Beitragszeiten, wenn und soweit hie r für effektiv ein Lohn ausbezahlt werde. 2.3 I m Urteil 8 C_840/2010 vom 1 4. Januar 2011 E. 3.3 befasste sich das Bundesge richt sodann mit der Anspruchsberechtigung eines Versicherten, d er als Gesell schafter und Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen war und vorbrachte, zur Überbrückung der vorübergehenden Illiquidität des Unternehmens bewusst auf eine Aus zahlung seiner Löhne verzichtet zu haben. Das Bundesgericht schlussfolgerte, dass es ke inen Nachweis eines Missbrauchs [ im Sinne der Vereinbarung fiktiver Löhne ] brauche. Massgebend sei einzig, ob e in Missbrauch praktisch ausgeschlossen werden k önne. So könne namentlich dann auf den vertraglich festgesetzten Lohn abgestellt werden, wenn dieser in einem langdauernden Arbeitsverhältnis nie bestritten gewesen sei. Dies gelte indes nicht im Falle des Versicherten, bei dem schon nach zehn Monaten Unre gelmässigkeiten in Form verspäteter Teilzahlungen bestanden hätten. Vor allem aber habe dieser als geschäftsführender Gesellschafter und Verwaltungsratsmit glied einer verbundenen AG die Entscheidungen des Arbeitgebers massgeblich beeinflusst. Als Gesellschafter und betriebsleitendes Organ habe er von Anfang an ein unternehmerisches Risiko getragen, das er nicht auf die Arbeitslosenkasse überwälzen könne. Dieses Risiko habe ihm umso mehr bewusst sein müssen, als sich die Unternehmung erst im Aufbau befunden habe und demnach keinesfalls finanziell und wirtschaftlich stabil gewesen sei. Auch wenn anfänglich die Gehaltsforderungen hätten erfüllt werden können, seien die Lohnzahlungen letzt lich bewusst vo m unternehmerischen Erfolg der Arbeitgeberfirma abhängig gemacht und so das Risiko der Nichteinbringli chkeit in Kauf genommen worden. Die Arbeitslosenentschädigung, die sich nach der Höhe des versicherten Verdiens tes richte, dürfe jedoch nicht zur Absicherung des unternehmerischen Risiko s verwendet werden. Dies sei zweckwidrig und rechtsmissbräuchlich. 2. 4 Es ist vorliegend unbestritten, dass in de n letzten drei Jahre n vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine Lohnzahlungen mehr an die Beschwerdeführerin flos sen. Wie die se selbst erklärte, stellte sie wiederholt zugunsten der Mitarbeitenden sowie – um den Betriebsablauf nicht zu gefährden – auch zugunsten von Liefe ranten die Lohnauszahlung an sich selbst zurück. Wichtig sei ihr gewesen, dass die Sozialbeiträge, z.B. an die Gastrosocial, sowie die Fixkosten, z.B. der Mietzins, bezahlt worden seien ( Urk. 1 S. 2 f. und 5/43). Entgegen ihrer Darstellung bestan den allerdings nicht erst ab Juli 2013 Lohnausstände. Solche sind gestützt auf Urk. 5/30, 5/31, 5/35 und 5/36 vielmehr seit mindestens dem Jahr 2012 als über wiegend wahrscheinlich anzunehmen. Aufgrund ihrer Stellung als Betriebsleiterin der Y.___ bzw. A.___ und Stiftungsrätin der Z.___ war die Beschwerdeführe rin zu dem jederzeit seit Beginn ihrer Anstellung über die anhaltenden finanziel len Schwierigkeiten dieser juristischen Personen (vgl. hierzu auch den Sachver halt in den arbeitsrechtlichen Urteilen, Urk. 5/124 und 5/125) informiert, hatte Einfluss auf wesentliche Entscheide derselben und unterstützte die finanziell bedingte Umstrukturierung. Das u nte rnehmerische Risiko trug sie dabei bewusst mit, was auch durch ihre Aussage bestätigt wird, dass sie dem Projekt eine Chance geben woll te ( Urk. 5/43). Gleiches gilt für den Umstand, dass sie schon im Juni 2010 ein Darlehen in der Höhe von Fr. 15'000. — in die Y.___ ein brachte ( Urk. 18 Schlichtungsg esuch S. 3 und Urk. 5/26 Passiven ). 2. 5 Zusammenfassend ist daher festzustellen, dass der vereinbarte Lohn – falls über haupt, da auch dies nicht belegt ist – höchstens für eine sehr kurze Zeit nach der Arbeitsaufn ah me effektiv ausbezahlt wurde. In der Folge machte die Beschwer deführerin diesen vom Unternehmenserfolg abhängig, wobei sie angesichts der finanziellen Schieflage des Projekts sowie ihrer schon im Jahr 2012 hohen und weiter anwachsenden Forderung nicht mehr darauf vertrauen konnte, dieses Geld jemals ausbezahlt zu erhalten. So handelt es sich hier denn auch nicht bloss um eine kurzfristige Überbrückung der Illiquidität im Rahmen eines langjährigen Arbeitsverhältnisses, sondern eine ( auch nach Abschluss aller Verfahren gegen die ehemaligen Arbeitgeberinnen ) faktisch während mehrere n Jahre n unentgelt lich ausgeübte Tätigkeit. Dabei bestand von Anfang an keine nennenswerte ( und im Laufe der Zeit immer noch geringere) A ussicht auf die tatsächliche Entrichtung eines Entgelts. Es besteht somit kein Anlass, hier ausnahmsweise auf den verein barten Lohn abzustellen. 3. Da sich somit ein Minimalverdienst von Fr. 500.– pro Monat für die Jahre 2014 bis 2016 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejahen lässt, hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung im ange fochtenen Einspracheentscheid vom 29. Juni 2018 zu Recht verneint. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigBonetti

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2018.00202 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiberin Bonetti Urteil vom 3 1. Januar 2019

AL.2018.00202

AL.2018.00202

AL.2018.00202 I. Kammer

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiberin Bonetti

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiberin Bonetti

Urteil vom 3 1. Januar 2019

Urteil vom 3 1. Januar 2019 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen

Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur

Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1962, war ab 1. Oktober 2009 als Betriebsleiterin bei d er Y.___ tätig ( Urk. 5/8 und 5/20). Im Sommer 2010 gewährte sie der AG ein Darlehen in der Höhe von Fr. 15'000.– ( Urk. 5/18, S. 3 des Schli ch tungsg esuchs ; Urk. 5/26 ). Nach Gründung der Z.___ im November 2 0 10, für welche X.___ als Stiftungsrätin mit Kollektivunterschrift im Handelsregister eingetragen wurde ( Urk. 5/17), ging das Arbeitsverhältnis auf diese über ( Urk. 5/124 und 5/ 125 ). Des Weiteren wurde Ende 2011 die Firma « Y.___ » in « A.___ » geändert ( Urk. 5/22 und 5/34 ).

1.1 X.___, geboren 1962, war ab 1. Oktober 2009 als Betriebsleiterin bei d er Y.___ tätig ( Urk. 5/8 und 5/20). Im Sommer 2010 gewährte sie der AG ein Darlehen in der Höhe von Fr. 15'000.– ( Urk. 5/18, S. 3 des Schli ch tungsg esuchs ; Urk. 5/26 ). Nach Gründung der Z.___ im November 2 0 10, für welche X.___ als Stiftungsrätin mit Kollektivunterschrift im Handelsregister eingetragen wurde ( Urk. 5/17), ging das Arbeitsverhältnis auf diese über ( Urk. 5/124 und 5/ 125 ). Des Weiteren wurde Ende 2011 die Firma « Y.___ » in « A.___ » geändert ( Urk. 5/22 und 5/34 ). Ab Juli 2013 verzichtete X.___ a uf die Auszahlung ihres vertraglich vereinbarten Lohnes von brutto Fr. 6'900.–- pro Monat zuzüglich Anteil am 13. Monatslohn ( Urk. 5/8, 5/ 30-31, 5/35 und 5/ 43 ). Am 7. September 2016 wurde sie sodann vom Stiftungsrat der Z.___ als Betriebsleiterin per sofort freigestellt ( Urk. 5/6) und schied sie auch als Stiftungsrätin aus ( Urk. 5/17). Über die Stiftung wurde am 26. September 2016 der Konkurs eröffnet ( Urk. 5/10). Mit Schreiben vom 27. Oktober 2016 an die A.___ kündi gte X.___ ihren Arbeitsvertrag fristlos ( Urk. 5/18 letzte Seite).

Ab Juli 2013 verzichtete X.___ a uf die Auszahlung ihres vertraglich vereinbarten Lohnes von brutto Fr. 6'900.–- pro Monat zuzüglich Anteil am 13. Monatslohn ( Urk. 5/8, 5/ 30-31, 5/35 und 5/ 43 ). Am 7. September 2016 wurde sie sodann vom Stiftungsrat der Z.___ als Betriebsleiterin per sofort freigestellt ( Urk. 5/6) und schied sie auch als Stiftungsrätin aus ( Urk. 5/17). Über die Stiftung wurde am 26. September 2016 der Konkurs eröffnet ( Urk. 5/10). Mit Schreiben vom 27. Oktober 2016 an die A.___ kündi gte X.___ ihren Arbeitsvertrag fristlos ( Urk. 5/18 letzte Seite). I m Konkursverfahren der Z.___ meldete X.___ Lohnan sprüche im Gesamtbetrag von Fr. 2 9 4'975. – für den Zeitraum Juli 2013 bis Sep tember 2016 an ( Urk. 5/7). Das Konkursverfahren wurde indes am 9. Januar 2017 mangels Aktiven eingestellt (publiziert im SHAB am 1 9. Januar 2017). Gleicher massen reichte sie beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich ein Schlichtungs gesuch gegen die A.___ ein. Darin machte sie eine Lohnforderung von Fr. 20'700.– für die Monate Juni bis August 2013 im Sinne einer Teilklage geltend ( Urk. 5/18). D as Obergericht des Kantons Zürich bestätigte in der Folge mit Urteil Nr. LA170037-O vom 3. April 2018 ( Urk. 5/124) das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich Nr. AG160201-L vom 2 3. Oktober 2017 ( Urk. 5/125) und wies die Klage mangels Passivlegitimation der A.___ ab.

I m Konkursverfahren der Z.___ meldete X.___ Lohnan sprüche im Gesamtbetrag von Fr. 2 9 4'975. – für den Zeitraum Juli 2013 bis Sep tember 2016 an ( Urk. 5/7). Das Konkursverfahren wurde indes am 9. Januar 2017 mangels Aktiven eingestellt (publiziert im SHAB am 1 9. Januar 2017). Gleicher massen reichte sie beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich ein Schlichtungs gesuch gegen die A.___ ein. Darin machte sie eine Lohnforderung von Fr. 20'700.– für die Monate Juni bis August 2013 im Sinne einer Teilklage geltend ( Urk. 5/18). D as Obergericht des Kantons Zürich bestätigte in der Folge mit Urteil Nr. LA170037-O vom 3. April 2018 ( Urk. 5/124) das Urteil des Arbeitsgerichts Zürich Nr. AG160201-L vom 2 3. Oktober 2017 ( Urk. 5/125) und wies die Klage mangels Passivlegitimation der A.___ ab. 1.2 A m 8. September 2016 meldete sich X.___ b eim Regionalen Arbeits vermittlungszentrum (RAV) Zürich Eggbühlstrasse zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 5/1). Mit Formular vom 3 1. Oktober 2016 beantragte sie als dann unter Bei lage von Lohnabrechnung en ( Urk. 5/5) Arbeitslosenentschädigung ab dem 2 6. September 2016 ( Urk. 5/ 12 ). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich for derte sie am 1 1. November 2016 schriftlich auf, bis zu m 3 0. November 2016 diverse Unterlagen einzureichen ( Urk. 5/14). Ebenso verlangte diese bei der Y.___ / Z.___ eine Arbeitgeberbescheinigung ein ( Urk. 5/16 und 5/23 ) und zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK) bei ( Urk. 5/15 und 5/38 ). Hierauf gab X.___ neben diversen Lohnabrechnungen eine für die A.___ selbst ausgefüllte Arbeitgeberbescheinigung zu den Akten ( Urk. 5/19-21). B.___, Mitglied des Verwaltungsrats der A.___, machte m it Schreiben vom 2 7. November 2016 indes gel tend, Arbeitgeberin von X.___ sei die Z.___ gewesen ( Urk. 5/29). Seinem Schreib en legte er diverse Unterlagen bei ( Urk. 5/2 5 -28 und 5/30-36), insbeson dere im Zusammenhang mit der Bezahlung von Beiträgen an die Vorsorgeein richtung GastroSocial ( Urk. 5/25 und 5/28) und der Bestätigung offene r Lohn zahlungen/Darlehen von X.___ ( Urk. 5/30-31 und 5/35-36). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich forderte X.___ deshalb auf, sich zu den Gründe n für d en Verzicht auf die Lohnzahlungen zu äussern. Diese erklärte am 7. Dezember 2016 schriftlich, mit der Rückstellung ihrer Lohnzahlun gen habe sie dem Projekt eine Chance geben wollen, sich zu entwickeln. Sie habe dies aus Loyalität zu den Mitarbeitern und Lieferanten getan. Es sei ihr wichtig gewesen, dass jeweils die Beiträge an die verschiedenen Sozialversicherungen sowie die Fixkosten bezahlt worden seien, was auch nur durch das Abwarten von Mahnungen bzw. Fristerstreckungen möglich gewesen sei ( Urk. 5/42-43).

1.2 A m 8. September 2016 meldete sich X.___ b eim Regionalen Arbeits vermittlungszentrum (RAV) Zürich Eggbühlstrasse zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 5/1). Mit Formular vom 3 1. Oktober 2016 beantragte sie als dann unter Bei lage von Lohnabrechnung en ( Urk. 5/5) Arbeitslosenentschädigung ab dem 2 6. September 2016 ( Urk. 5/ 12 ). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich for derte sie am 1 1. November 2016 schriftlich auf, bis zu m 3 0. November 2016 diverse Unterlagen einzureichen ( Urk. 5/14). Ebenso verlangte diese bei der Y.___ Z.___ eine Arbeitgeberbescheinigung ein ( Urk. 5/16 und 5/23 ) und zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK) bei ( Urk. 5/15 und 5/38 ). Hierauf gab X.___ neben diversen Lohnabrechnungen eine für die A.___ selbst ausgefüllte Arbeitgeberbescheinigung zu den Akten ( Urk. 5/19-21). B.___, Mitglied des Verwaltungsrats der A.___, machte m it Schreiben vom 2 7. November 2016 indes gel tend, Arbeitgeberin von X.___ sei die Z.___ gewesen ( Urk. 5/29). Seinem Schreib en legte er diverse Unterlagen bei ( Urk. 5/2 5 -28 und 5/30-36), insbeson dere im Zusammenhang mit der Bezahlung von Beiträgen an die Vorsorgeein richtung GastroSocial ( Urk. 5/25 und 5/28) und der Bestätigung offene r Lohn zahlungen/Darlehen von X.___ ( Urk. 5/30-31 und 5/35-36). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich forderte X.___ deshalb auf, sich zu den Gründe n für d en Verzicht auf die Lohnzahlungen zu äussern. Diese erklärte am 7. Dezember 2016 schriftlich, mit der Rückstellung ihrer Lohnzahlun gen habe sie dem Projekt eine Chance geben wollen, sich zu entwickeln. Sie habe dies aus Loyalität zu den Mitarbeitern und Lieferanten getan. Es sei ihr wichtig gewesen, dass jeweils die Beiträge an die verschiedenen Sozialversicherungen sowie die Fixkosten bezahlt worden seien, was auch nur durch das Abwarten von Mahnungen bzw. Fristerstreckungen möglich gewesen sei ( Urk. 5/42-43). Mit Verfügung vom 2 5. April 2018 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich einen Anspruch von X.___ auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 5/113 ). Die von X.___ dagegen erhobene Einsprache ( Urk. 5/119 ) wies sie mit Einspracheentscheid vom 2 9. Juni 2018 ab ( Urk. 2).

Mit Verfügung vom 2 5. April 2018 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich einen Anspruch von X.___ auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 5/113 ). Die von X.___ dagegen erhobene Einsprache ( Urk. 5/119 ) wies sie mit Einspracheentscheid vom 2 9. Juni 2018 ab ( Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid erhob X.___ mit Eingabe vom 4. Juli 2018 Beschwerde. Darin beantragte sie, der angefochtene Entscheid sei aufzu heben und es sei ihr ab dem 8. bzw. 2 6. September 2016 Arbeitslosenentschädi gung zuzusprechen ( Urk. 1 letztes Seite ). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich schloss in der Beschwerdeantwort vom 1 9. Juli 2018 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 4 ). Davon wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2 0. Juli 2018 Kenntnis gegeben ( Urk. 7 ).

2. Gegen den Einspracheentscheid erhob X.___ mit Eingabe vom 4. Juli 2018 Beschwerde. Darin beantragte sie, der angefochtene Entscheid sei aufzu heben und es sei ihr ab dem 8. bzw. 2 6. September 2016 Arbeitslosenentschädi gung zuzusprechen ( Urk. 1 letztes Seite ). Die Arbeitslosenkasse des Kanton s Zürich schloss in der Beschwerdeantwort vom 1 9. Juli 2018 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 4 ). Davon wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2 0. Juli 2018 Kenntnis gegeben ( Urk. 7 ). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c des Bundesgesetz es über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) haben Personen, die in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidun gen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Hinsichtlich des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung findet sich zwar in Art. 8 ff. AVIG keine Regelung, die dieser Norm zur Kurzarbeit entsprechen würde. Nach der Rechtsprechung gilt diese Regelung jedoch grundsätzlich auch für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (BGE 123 V 234 E. 7b/ bb ).

1.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c des Bundesgesetz es über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) haben Personen, die in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidun gen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Hinsichtlich des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung findet sich zwar in Art. 8 ff. AVIG keine Regelung, die dieser Norm zur Kurzarbeit entsprechen würde. Nach der Rechtsprechung gilt diese Regelung jedoch grundsätzlich auch für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (BGE 123 V 234 E. 7b/ bb ). 1.2 Anspruch auf Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung besteht für eine Per son in arbeitgeberähnlicher Stellung deshalb nur, wenn ihr Ausscheiden aus dem Betrieb endgültig ist und anhand eindeutiger Kriterien feststeht. Behält sie nach der Entlassung ihre arbeitgeberähnliche Stellung im Betrieb bei und kann sie dadurch die Entscheidungen des Arbeitgebers weiterhin bestimmen oder massge blich beeinflussen, verfügt sie nach wie vor über die unternehmerische Disposi tionsfreiheit, den Betrieb jederzeit zu reaktivieren und sich bei Bedarf erneut als Arbeitnehmer einzustellen. Da sich die Löschung eines Eintrags im Handelsregis ter aus welchen Gründen auch immer verzögern kann, ist für die Beendigung der Organstellung der tatsächliche, unmittelbar wirksame Rücktritt massgebend (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_102/2018 vom 2 1. März 2018 E. 6.2 und 6.3, C 255/05 vom 2 5. Januar 2006 und C 92/02 vom 14. April 2003; vgl. Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs recht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, S. 15 ff. mit Hin weisen zur Rechtsprechung).

1.2 Anspruch auf Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung besteht für eine Per son in arbeitgeberähnlicher Stellung deshalb nur, wenn ihr Ausscheiden aus dem Betrieb endgültig ist und anhand eindeutiger Kriterien feststeht. Behält sie nach der Entlassung ihre arbeitgeberähnliche Stellung im Betrieb bei und kann sie dadurch die Entscheidungen des Arbeitgebers weiterhin bestimmen oder massge blich beeinflussen, verfügt sie nach wie vor über die unternehmerische Disposi tionsfreiheit, den Betrieb jederzeit zu reaktivieren und sich bei Bedarf erneut als Arbeitnehmer einzustellen. Da sich die Löschung eines Eintrags im Handelsregis ter aus welchen Gründen auch immer verzögern kann, ist für die Beendigung der Organstellung der tatsächliche, unmittelbar wirksame Rücktritt massgebend (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_102/2018 vom 2 1. März 2018 E. 6.2 und 6.3, C 255/05 vom 2 5. Januar 2006 und C 92/02 vom 14. April 2003; vgl. Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs recht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, S. 15 ff. mit Hin weisen zur Rechtsprechung). 1.3 Nachdem die Beschwerdeführerin im September 2016 nicht nur vom Stiftungsrat der Z.___ als Betriebsleiterin freigestellt, sondern auch als kollektiv zeichnungsberechtigte Stiftungsrätin im Handelsregister gelöscht wurde, bestand im Zeitpunkt der Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Beschwerdegegnerin zumindest unter den vorstehenden Gesichtspunkten keine Missbrauchsgefahr mehr. Demnach ist zu Recht unbestritten, dass auch die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wenn sie die in Art. 8 Abs. 1 AVIG genannten An spruchsvoraussetzungen erfüllt.

1.3 Nachdem die Beschwerdeführerin im September 2016 nicht nur vom Stiftungsrat der Z.___ als Betriebsleiterin freigestellt, sondern auch als kollektiv zeichnungsberechtigte Stiftungsrätin im Handelsregister gelöscht wurde, bestand im Zeitpunkt der Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Beschwerdegegnerin zumindest unter den vorstehenden Gesichtspunkten keine Missbrauchsgefahr mehr. Demnach ist zu Recht unbestritten, dass auch die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wenn sie die in Art. 8 Abs. 1 AVIG genannten An spruchsvoraussetzungen erfüllt. 2.

2. 2.1 Die Höhe der Arbeitslosenentschädigung richtet sich grundsätzlich nach dem ver sicherten Verdienst. Nach dem Gesetz gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeit raumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde; eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen ( Art. 23 Abs. 1 Satz 1 AVIG). Nach Art. 40 AVIV ist der Verdienst nicht versichert, wenn er während des Bemessungszeitraumes monatlich Fr. 500.– nicht erreicht.

2.1 Die Höhe der Arbeitslosenentschädigung richtet sich grundsätzlich nach dem ver sicherten Verdienst. Nach dem Gesetz gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeit raumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde; eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen ( Art. 23 Abs. 1 Satz 1 AVIG). Nach Art. 40 AVIV ist der Verdienst nicht versichert, wenn er während des Bemessungszeitraumes monatlich Fr. 500.– nicht erreicht. 2.2 Praxisgemäss ist bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes der im Bemes sungszeitraum tatsächlich erzielte Lohn massgebend; eine davon abweichende Lohnabrede zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat grundsätzlich unbeacht lich zu bleiben (BGE 131 V 444 E. 3.2.1; 128 V 189 E. 3a/ aa, je mit Hinweisen). Der versicherte Verdienst nach Art. 23 AVIG bildet ein Korrektiv bei allfälligen missbräuchlichen Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, indem grundsätzlich die tatsächlichen Lohnbezüge im Bemessungszeitraum mas sgebend sind (BGE 131 V 444 E. 3.2.3 mit Hinweis). Von dieser Regelung im Einzelfall abzuweichen rechtfertigt sich nur dort, wo ein Missbrauch im Sinne der Vereinbarung fiktiver Löhne, welche in Wirklichkeit nicht zur Auszahlung gelangt sind, praktisch ausgeschlossen werden kann (BGE 128 V 189 E. 3a/ aa mit Hinweis; vgl. ferner : ARV 2006 Nr. 19 S. 226 E. 1 [C 5/06], 2003 Nr. 9 S. 114 E. 1 und 4.1 [C 9/2], 1999 Nr. 7 S. 27 E. 1 [C 359/97]; Urteile des Bundesgerichts 8C_20/2 007 vom 1 7. Januar 2008 E. 2.1 und C 155 /06 vom 3. August 2007 E. 3.2 ; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_840/2010 vom 1 4. Januar 2011 E. 2.2 ).

2.2 Praxisgemäss ist bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes der im Bemes sungszeitraum tatsächlich erzielte Lohn massgebend; eine davon abweichende Lohnabrede zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat grundsätzlich unbeacht lich zu bleiben (BGE 131 V 444 E. 3.2.1; 128 V 189 E. 3a/ aa, je mit Hinweisen). Der versicherte Verdienst nach Art. 23 AVIG bildet ein Korrektiv bei allfälligen missbräuchlichen Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, indem grundsätzlich die tatsächlichen Lohnbezüge im Bemessungszeitraum mas sgebend sind (BGE 131 V 444 E. 3.2.3 mit Hinweis). Von dieser Regelung im Einzelfall abzuweichen rechtfertigt sich nur dort, wo ein Missbrauch im Sinne der Vereinbarung fiktiver Löhne, welche in Wirklichkeit nicht zur Auszahlung gelangt sind, praktisch ausgeschlossen werden kann (BGE 128 V 189 E. 3a/ aa mit Hinweis; vgl. ferner : ARV 2006 Nr. 19 S. 226 E. 1 [C 5/06], 2003 Nr. 9 S. 114 E. 1 und 4.1 [C 9/2], 1999 Nr. 7 S. 27 E. 1 [C 359/97]; Urteile des Bundesgerichts 8C_20/2 007 vom 1 7. Januar 2008 E. 2.1 und C 155 /06 vom 3. August 2007 E. 3.2 ; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_840/2010 vom 1 4. Januar 2011 E. 2.2 ). Diesbezüglich betonte das Bundesgericht i n seinem kürzlich ergangenen Urteil 8C_119/2018 vom 5. Dezember 2018 E. 2.2, dass e ine restriktive Haltung derge stalt, dass bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes nur in begründeten Ausnahmefällen auf die Lohnabrede zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abzustellen sei, auch aus gesetzessystematischen Gründen als geboten erscheine. Für die Erfüllung der (Mindest-)Beitragszeit von sechs oder zwölf Monaten innerhalb der Rahmenfrist ( Art. 9 Abs. 3 AVIG) als eine Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ( Art. 8 Abs. 1 lit. e und Art. 13 Abs. 1 AVIG) genüg e nicht die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Beschäfti gung. Vielmehr bilde eine solche Tätigkeit nur Beitragszeiten, wenn und soweit hie r für effektiv ein Lohn ausbezahlt werde.

Diesbezüglich betonte das Bundesgericht i n seinem kürzlich ergangenen Urteil 8C_119/2018 vom 5. Dezember 2018 E. 2.2, dass e ine restriktive Haltung derge stalt, dass bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes nur in begründeten Ausnahmefällen auf die Lohnabrede zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abzustellen sei, auch aus gesetzessystematischen Gründen als geboten erscheine. Für die Erfüllung der (Mindest-)Beitragszeit von sechs oder zwölf Monaten innerhalb der Rahmenfrist ( Art. 9 Abs. 3 AVIG) als eine Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ( Art. 8 Abs. 1 lit. e und Art. 13 Abs. 1 AVIG) genüg e nicht die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Beschäfti gung. Vielmehr bilde eine solche Tätigkeit nur Beitragszeiten, wenn und soweit hie r für effektiv ein Lohn ausbezahlt werde. 2.3 I m Urteil 8 C_840/2010 vom 1 4. Januar 2011 E. 3.3 befasste sich das Bundesge richt sodann mit der Anspruchsberechtigung eines Versicherten, d er als Gesell schafter und Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen war und vorbrachte, zur Überbrückung der vorübergehenden Illiquidität des Unternehmens bewusst auf eine Aus zahlung seiner Löhne verzichtet zu haben.

2.3 I m Urteil 8 C_840/2010 vom 1 4. Januar 2011 E. 3.3 befasste sich das Bundesge richt sodann mit der Anspruchsberechtigung eines Versicherten, d er als Gesell schafter und Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen war und vorbrachte, zur Überbrückung der vorübergehenden Illiquidität des Unternehmens bewusst auf eine Aus zahlung seiner Löhne verzichtet zu haben. Das Bundesgericht schlussfolgerte, dass es ke inen Nachweis eines Missbrauchs [ im Sinne der Vereinbarung fiktiver Löhne ] brauche. Massgebend sei einzig, ob e in Missbrauch praktisch ausgeschlossen werden k önne. So könne namentlich dann auf den vertraglich festgesetzten Lohn abgestellt werden, wenn dieser in einem langdauernden Arbeitsverhältnis nie bestritten gewesen sei. Dies gelte indes nicht im Falle des Versicherten, bei dem schon nach zehn Monaten Unre gelmässigkeiten in Form verspäteter Teilzahlungen bestanden hätten. Vor allem aber habe dieser als geschäftsführender Gesellschafter und Verwaltungsratsmit glied einer verbundenen AG die Entscheidungen des Arbeitgebers massgeblich beeinflusst. Als Gesellschafter und betriebsleitendes Organ habe er von Anfang an ein unternehmerisches Risiko getragen, das er nicht auf die Arbeitslosenkasse überwälzen könne. Dieses Risiko habe ihm umso mehr bewusst sein müssen, als sich die Unternehmung erst im Aufbau befunden habe und demnach keinesfalls finanziell und wirtschaftlich stabil gewesen sei. Auch wenn anfänglich die Gehaltsforderungen hätten erfüllt werden können, seien die Lohnzahlungen letzt lich bewusst vo m unternehmerischen Erfolg der Arbeitgeberfirma abhängig gemacht und so das Risiko der Nichteinbringli chkeit in Kauf genommen worden. Die Arbeitslosenentschädigung, die sich nach der Höhe des versicherten Verdiens tes richte, dürfe jedoch nicht zur Absicherung des unternehmerischen Risiko s verwendet werden. Dies sei zweckwidrig und rechtsmissbräuchlich.

Das Bundesgericht schlussfolgerte, dass es ke inen Nachweis eines Missbrauchs [ im Sinne der Vereinbarung fiktiver Löhne ] brauche. Massgebend sei einzig, ob e in Missbrauch praktisch ausgeschlossen werden k önne. So könne namentlich dann auf den vertraglich festgesetzten Lohn abgestellt werden, wenn dieser in einem langdauernden Arbeitsverhältnis nie bestritten gewesen sei. Dies gelte indes nicht im Falle des Versicherten, bei dem schon nach zehn Monaten Unre gelmässigkeiten in Form verspäteter Teilzahlungen bestanden hätten. Vor allem aber habe dieser als geschäftsführender Gesellschafter und Verwaltungsratsmit glied einer verbundenen AG die Entscheidungen des Arbeitgebers massgeblich beeinflusst. Als Gesellschafter und betriebsleitendes Organ habe er von Anfang an ein unternehmerisches Risiko getragen, das er nicht auf die Arbeitslosenkasse überwälzen könne. Dieses Risiko habe ihm umso mehr bewusst sein müssen, als sich die Unternehmung erst im Aufbau befunden habe und demnach keinesfalls finanziell und wirtschaftlich stabil gewesen sei. Auch wenn anfänglich die Gehaltsforderungen hätten erfüllt werden können, seien die Lohnzahlungen letzt lich bewusst vo m unternehmerischen Erfolg der Arbeitgeberfirma abhängig gemacht und so das Risiko der Nichteinbringli chkeit in Kauf genommen worden. Die Arbeitslosenentschädigung, die sich nach der Höhe des versicherten Verdiens tes richte, dürfe jedoch nicht zur Absicherung des unternehmerischen Risiko s verwendet werden. Dies sei zweckwidrig und rechtsmissbräuchlich. 2. 4 Es ist vorliegend unbestritten, dass in de n letzten drei Jahre n vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine Lohnzahlungen mehr an die Beschwerdeführerin flos sen. Wie die se selbst erklärte, stellte sie wiederholt zugunsten der Mitarbeitenden sowie – um den Betriebsablauf nicht zu gefährden – auch zugunsten von Liefe ranten die Lohnauszahlung an sich selbst zurück. Wichtig sei ihr gewesen, dass die Sozialbeiträge, z.B. an die Gastrosocial, sowie die Fixkosten, z.B. der Mietzins, bezahlt worden seien ( Urk. 1 S. 2 f. und 5/43). Entgegen ihrer Darstellung bestan den allerdings nicht erst ab Juli 2013 Lohnausstände. Solche sind gestützt auf Urk. 5/30, 5/31, 5/35 und 5/36 vielmehr seit mindestens dem Jahr 2012 als über wiegend wahrscheinlich anzunehmen.

2. 4 Es ist vorliegend unbestritten, dass in de n letzten drei Jahre n vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine Lohnzahlungen mehr an die Beschwerdeführerin flos sen. Wie die se selbst erklärte, stellte sie wiederholt zugunsten der Mitarbeitenden sowie – um den Betriebsablauf nicht zu gefährden – auch zugunsten von Liefe ranten die Lohnauszahlung an sich selbst zurück. Wichtig sei ihr gewesen, dass die Sozialbeiträge, z.B. an die Gastrosocial, sowie die Fixkosten, z.B. der Mietzins, bezahlt worden seien ( Urk. 1 S. 2 f. und 5/43). Entgegen ihrer Darstellung bestan den allerdings nicht erst ab Juli 2013 Lohnausstände. Solche sind gestützt auf Urk. 5/30, 5/31, 5/35 und 5/36 vielmehr seit mindestens dem Jahr 2012 als über wiegend wahrscheinlich anzunehmen. Aufgrund ihrer Stellung als Betriebsleiterin der Y.___ bzw. A.___ und Stiftungsrätin der Z.___ war die Beschwerdeführe rin zu dem jederzeit seit Beginn ihrer Anstellung über die anhaltenden finanziel len Schwierigkeiten dieser juristischen Personen (vgl. hierzu auch den Sachver halt in den arbeitsrechtlichen Urteilen, Urk. 5/124 und 5/125) informiert, hatte Einfluss auf wesentliche Entscheide derselben und unterstützte die finanziell bedingte Umstrukturierung. Das u nte rnehmerische Risiko trug sie dabei bewusst mit, was auch durch ihre Aussage bestätigt wird, dass sie dem Projekt eine Chance geben woll te ( Urk. 5/43). Gleiches gilt für den Umstand, dass sie schon im Juni 2010 ein Darlehen in der Höhe von Fr. 15'000. — in die Y.___ ein brachte ( Urk. 18 Schlichtungsg esuch S. 3 und Urk. 5/26 Passiven ).

Aufgrund ihrer Stellung als Betriebsleiterin der Y.___ bzw. A.___ und Stiftungsrätin der Z.___ war die Beschwerdeführe rin zu dem jederzeit seit Beginn ihrer Anstellung über die anhaltenden finanziel len Schwierigkeiten dieser juristischen Personen (vgl. hierzu auch den Sachver halt in den arbeitsrechtlichen Urteilen, Urk. 5/124 und 5/125) informiert, hatte Einfluss auf wesentliche Entscheide derselben und unterstützte die finanziell bedingte Umstrukturierung. Das u nte rnehmerische Risiko trug sie dabei bewusst mit, was auch durch ihre Aussage bestätigt wird, dass sie dem Projekt eine Chance geben woll te ( Urk. 5/43). Gleiches gilt für den Umstand, dass sie schon im Juni 2010 ein Darlehen in der Höhe von Fr. 15'000. — in die Y.___ ein brachte ( Urk. 18 Schlichtungsg esuch S. 3 und Urk. 5/26 Passiven ). 2. 5 Zusammenfassend ist daher festzustellen, dass der vereinbarte Lohn – falls über haupt, da auch dies nicht belegt ist – höchstens für eine sehr kurze Zeit nach der Arbeitsaufn ah me effektiv ausbezahlt wurde. In der Folge machte die Beschwer deführerin diesen vom Unternehmenserfolg abhängig, wobei sie angesichts der finanziellen Schieflage des Projekts sowie ihrer schon im Jahr 2012 hohen und weiter anwachsenden Forderung nicht mehr darauf vertrauen konnte, dieses Geld jemals ausbezahlt zu erhalten. So handelt es sich hier denn auch nicht bloss um eine kurzfristige Überbrückung der Illiquidität im Rahmen eines langjährigen Arbeitsverhältnisses, sondern eine ( auch nach Abschluss aller Verfahren gegen die ehemaligen Arbeitgeberinnen ) faktisch während mehrere n Jahre n unentgelt lich ausgeübte Tätigkeit. Dabei bestand von Anfang an keine nennenswerte ( und im Laufe der Zeit immer noch geringere) A ussicht auf die tatsächliche Entrichtung eines Entgelts. Es besteht somit kein Anlass, hier ausnahmsweise auf den verein barten Lohn abzustellen.

2. 5 Zusammenfassend ist daher festzustellen, dass der vereinbarte Lohn – falls über haupt, da auch dies nicht belegt ist – höchstens für eine sehr kurze Zeit nach der Arbeitsaufn ah me effektiv ausbezahlt wurde. In der Folge machte die Beschwer deführerin diesen vom Unternehmenserfolg abhängig, wobei sie angesichts der finanziellen Schieflage des Projekts sowie ihrer schon im Jahr 2012 hohen und weiter anwachsenden Forderung nicht mehr darauf vertrauen konnte, dieses Geld jemals ausbezahlt zu erhalten. So handelt es sich hier denn auch nicht bloss um eine kurzfristige Überbrückung der Illiquidität im Rahmen eines langjährigen Arbeitsverhältnisses, sondern eine ( auch nach Abschluss aller Verfahren gegen die ehemaligen Arbeitgeberinnen ) faktisch während mehrere n Jahre n unentgelt lich ausgeübte Tätigkeit. Dabei bestand von Anfang an keine nennenswerte ( und im Laufe der Zeit immer noch geringere) A ussicht auf die tatsächliche Entrichtung eines Entgelts. Es besteht somit kein Anlass, hier ausnahmsweise auf den verein barten Lohn abzustellen. 3. Da sich somit ein Minimalverdienst von Fr. 500.– pro Monat für die Jahre 2014 bis 2016 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejahen lässt, hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung im ange fochtenen Einspracheentscheid vom 29. Juni 2018 zu Recht verneint. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.

3. Da sich somit ein Minimalverdienst von Fr. 500.– pro Monat für die Jahre 2014 bis 2016 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejahen lässt, hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung im ange fochtenen Einspracheentscheid vom 29. Juni 2018 zu Recht verneint. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GrünigBonetti