Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03485.jsonl.gz/2811

Traunstein
Der am 8. Juni 1662 geborene Sohn des Traunsteiner Kaufmanns Peter Oberhueber[1] und seiner Ehefrau Maria Klara Wampl wird auf den Namen Johann Kaspar getauft. Er ist siebentes von sechzehn Kindern.[2] Das Handelshaus der Familie liegt am zentralen Stadtplatz der oberbayerischen Kleinstadt. Hier wächst Johann Kaspar auf. Mit 10 Jahren geht er an das akademische Gymnasium der Benediktiner-Universität Salzburg, das fünf Jahrgänge umfasst. Prokanzler der Universität ist 1675 bis 1678 Abt Bernhard Wenzl[3] von Tegernsee. Möglich, dass schon hier Kontakte geknüpft werden, denn 1679 tritt Johann Kaspar ins Kloster Tegernsee ein und leistet am 5. Mai 1680 unter dem Klosternamen Bonaventura Profess.
Konventuale von Tegernsee
Abt Bernhard Wenzl fördert gezielt die neueintretenden Konventualen. Auch Bonaventura Oberhueber verdankt ihm das Studium an der Universität Salzburg. 1687 feiert er Primiz. 1690 erwirbt er den Doktorgrad beider Rechte (Dr. juris utriusque). Sein Mitbruder in Tegernsee, der spätere Michelfelder Abt Wolfgang Rinswerger, ist zu dieser Zeit Professor der Rhetorik an den unteren Klassen des akademischen Gymnasiums. Bei ihren Kurzaufenthalten in Tegernsee lernen die beiden Patres vielleicht auch die Familie Asam kennen, denn Vater Georg Asam wird 1688 von Abt Bernhard für die Fresken der neuen Stiftskirche verpflichtet und zieht mit der Familie nach Tegernsee. Der Abt, gleichzeitig Präses der bayerischen Benediktinerkongregation, sendet 1690 den 28-jährigen P. Bonaventura als «Procurator generalis» nach Rom. Als Vertreter der Kongregation muss er im Vatikan die Ordensinteressen wahrnehmen und sie mit diplomatischem Geschick gegen die absolutistischen Ansprüche des Kurfürsten und auch der Fürstbischöfe verteidigen. Er zeigt sich der Aufgabe gewachsen. 1695 postuliert ihn Abt Bernhard zum Abt des Klosters Ensdorf in der Oberpfalz. Kurz nach dieser Ernennung reist er über Luzern, wo er den Nuntius besucht, wieder nach Rom. 1699 wird er auch als Abt von Reichenbach in der Oberpfalz postuliert und kann mit päpstlichem Dispens beiden Abteien vorstehen. In Rom bleibt er aber mit Unterbrüchen bis 1701.
Abt in Ensdorf und Reichenbach
Die Verwaltung der beiden Klosterherrschaften und vor allem die Leitung der laufenden Neubauten überträgt er während seinem römischen Aufenthalt an seine Prioren. In beiden Klöstern ist ein Klosterneubau, in Ensdorf auch ein Kirchenneubau im Gange.
Ensdorf
Ensdorf wird 1669 an Prüfening übergeben und durch diese Abtei bis 1695 verwaltet. Schon 1694 beginnt hier Abt Otto Kraft von Prüfening mit dem Neubau des Klosters und der Kirche. Superior und Leiter der Bauarbeiten ist P. Anselm Claus.[4] 1695, mit der Erhebung zur Abtei und der Einsetzung von Bonaventura Oberhueber wird Claus sein Prior und bleibt dies bis 1697. Dann amtet bis 1701 P. Anselm Braun als Prior.[5] Diese beiden Prioren sind die eigentlichen Leiter des Rohbaus.
1701 kehrt Abt Bonventura aus Rom zurück und nimmt die Baugeschicke von Ensdorf und Reichenbach selbst in die Hand.
Die Leitung von Ensdorf vertraut er nun bis 1707 dem Prior P. Meinrad Plab an.[6] Diesem folgt P. Maurus Bächl, der 1713 als Abt nach Weltenburg gewählt wird.[7] Der nächste Prior ist P. Anselm Meiller, ein Konventuale von Reichenbach.[8] Abt Bonaventura ist sein Förderer und überträgt ihm schon 1710 Ämter in Ensdorf. Zu seinen Gunsten resigniert er 1716 in Ensdorf und bleibt nur noch Abt in Reichenbach.
Reichenbach am Regen
Reichenbach ist wie Ensdorf ein in der Reformation aufgehobenes Kloster, das 1669 der Regensburger Abtei St. Emmeram übergeben wird. Seit 1695 ist Reichenbach ebenfalls Abtei. Der erste dortige Abt Odilo Mayrhofer verstirbt unerwartet im März 1699, was der Grund für die Doppelbesetzung Ensdorfs und Reichenbachs ist. Die Herrschaft Reichenbach ist grösser als Ensdorf. Auch hier läuft ein Klosterneubau. Offenbar ist die Abtei weniger gefestigt und die Probleme grösser, sodass Abt Bonaventura sich 1701 nach Reichenbach begibt und Ensdorf von hier aus administrativ verwaltet. Sein Wirken in Reichenbach ist mit Ausnahme einiger Baufertigstellungen und Neueinrichtungen kaum dokumentiert, ebensowenig wie die Namen oder die Anzahl der Professen.[9]
Er ist hier noch 19 Jahre Abt, leidet in den letzten Jahren an Podagra[10] und stirbt am 2. Januar 1735 in Reichenbach im Alter von 73 Jahren.
Ein Grabstein, wie ihn Abt Bonaventura seinem Vorgänger noch setzt, ist ihm nicht vergönnt.
Vom verdienstvollen Abt fehlt auch jeder Hinweis auf seine Persönlichkeit, vor allem ist kein Porträt bekannt. Man kann vermuten, dass ihn Cosmas Damian Asam in einer seiner Ensdorfer Fresken verewigt hat. Ist es der Abt neben dem das Kirchenmodell tragenden Otto von Bamberg im nordwestlichen Teil des Kuppelfreskos?
Verdienste
Die zeitgenössischen Chronisten loben ihn für die geglückte Wiederherstellung beider Klöster. Das Lob gilt für die Aufbauarbeit in einer schwierigen Zeit. Die meist aus kurbayerischen Abteien nach Ensdorf oder Reichenbach postulierten Führungskräfte zeigen deutlich, dass die oberpfälzischen Klöster bei seiner Wahl zum Abt, noch 30 Jahre nach der Restitution, nicht genügend geeignete eigene Führungskräfte aufweisen. Die übliche Vorgehensweise der Wahl des Abtes aus und durch den eigenen Konvent ist hier um 1700 noch nicht möglich. Erst die Aufbauarbeit der ersten Äbte vergrössert die Zahl der möglichen Kandidaten in den neuen Oberpfälzer Abteien. Der von Abt Bonaventura geförderte Nachfolgeabt Anselm Meiller in Ensdorf ist dafür ein Beispiel. Aber auch er ist noch Konventuale von Reichenbach. Erst seine Generation erlebt die neue Blüte der Oberpfälzer Abteien mit grossem und gut ausgebildetem Nachwuchs.
Dass diese Aufbauarbeit in Ensdorf und Reichenbach trotz des Spanischen Erbfolgekriegs gelingt, ist der Hauptverdienst von Abt Bonaventura. 1704 wird die Oberpfalz von Österreich besetzt. 1706 kann der vom bayerischen Kurfürsten aufgehobene Landtag wieder eingerichtet werden.[11] Abt Bonaventura geht mit einer kleinen Delegation des Landtags nach Wien und erreicht von Kaiser Joseph eine Minderung der Kontributionen und eine Befreiung der belasteten Winterquartiere der kaiserlichen Truppen. 1708–1714 ist die Oberpfalz wieder unter kurpfälzischer Landeshoheit. 1709 ist Abt Bonaventura deshalb als Diplomat am Hof in Düsseldorf.
Auch seine Verdienste als Bauabt werden gelobt. Dies trifft für die Neubauten in Ensdorf und Reichenbach nur bedingt zu. Die Initiativen gehen hier von seinen Vorgängern aus, diese bestimmen auch die Planer und das Raumprogramm. Nach der Wahl zum Abt der beiden Klöster muss er zudem bis 1701 die Baudurchführung seinen Prioren überlassen. Vielleicht wirkt er nach 1695 bei wichtigen Planungsentscheiden mit. Als er nach dem Romaufenthalt wieder an Ort ist, sind die Bauten im Rohbau fast fertig. In Reichenbach kann die Klosteranlage noch vor dem Krieg beendet werden. Von 1703 bis 1708 ist wegen des Krieges kein Bauen möglich. In Ensdorf wird mit der Kloster- und Turmvollendung sogar erst 1710 wieder begonnen. Erst jetzt, für den anschliessenden Ausbau, ist er massgebender Bauherr. Ihm verdankt Cosmas Damian Asam 1714, soeben aus Rom zurückgekehrt, in Ensdorf seinen ersten Freskenauftrag.[12]
Wappen
Ein Wappenschild des Abtes Bonaventura Oberhueber ist, leider heute stark verschmutzt, in Ensdorf über dem Klosterportal des Westflügels angebracht. Das im Portalfries eingefügte Schriftband «Bonaventura Reichenbachii & Ensdorffii respectivi Abbas & Administrator ė fundamentis erexit: Anno 1715» bezeichnet ihn als Erbauer. Das darüber angebrachte Schild ist quadriert (geviert) und enthält die Wappen Bayern, Scheyern-Wittelsbach, Reichenbach und Ensdorf.[13] Im Herzschild liegt das persönliche Wappen des Abtes. Es stellt einen «wachsenden» Mann dar, der mit emporgehobenen Händen einen Kardinalshut über den Kopf hält.
Pius Bieri 2018
|Literatur

Fessmaier, Johann Georg: Versuch einer Staatsgeschichte der Oberpfalz, seitdem sie Oberpfalz heisset. Landshut 1803.
|Lindner, Pirmin: Familia S. Quirini in Tegernsee. Die Äbte und Mönche der Benediktiner-Abtei Tegernsee. München 1898.|
|Mader, Felix: Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg, Heft XV Bezirksamt Amberg.

München 1908.
|Gürth, P. Alcuin Heribert OSB: Über Wolfgang Dientzenhofer. Dissertation München 1958|
|Web

Die Totenrotelsammlung des Benediktinerklosters Ensdorf, Band 2 - Provinzialbibliothek Amberg 2 Ms. 39 / 2, Ensdorf, 1730 bis 1739, [Bl. 120(a)r - 120(b)v] / Abt Bonaventura Oberhuber (Reichenbach, 02.01.1735) in: Digitale Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek. [urn:nbn:de:bvb:12-bsb00043077-3].
Anmerkungen:
[1] Die überwiegende und auch alte Schreibweise ist Oberhueber. In Neudeutsch wird der Name meist zu Oberhuber verändert.
[2] Von den sechzehn Kindern sterben sechs schon im frühen Kindesalter.
[3] Bernhard Wenzl (1637–1714) aus Henndorf im Hochstift Salzburg, 1665–1669 Professor der Philosophie in Salzburg, Abt in Tegernsee 1673–1700, Bauabt des grossen Klosterneubaus. 1675–1678 auch Prokanzler der Universität Salzburg, 1684 Mitbegründer der bayerischen Benediktinerkongregation. 1690 wird er Präses der Kongregation. Zu ihm siehe die Biografie in dieser Webseite.
[4] P. Anselm Claus ist 1695–1697 Prior in Ensdorf und hier schon vor der Erhebung zur Abtei Superior und Vertreter des Abtes von Prüfening. Seine Lebensdaten sind nicht erforscht. Unter ihm beginnt der Kloster- und Kirchenneubau in Ensdorf.
[5] P. Anselm Braun (um 1661–1719) aus Amöneburg in Hessen, 1679 Profess in Mallersdorf, 1689–1691 Professor für die Syntax am Gymnasium der Universität Salzburg, ist 1697–1701 Prior in Ensdorf und Leiter des Kloster-und Kirchenneubaus. Er wird 1709 erster Professor der Philosophie am neuen Lyzeum in Freising, stirbt in Mallersdorf.
[6] P. Meinrad Plab/Blab ist Konventuale von St. Emmeram in Regensburg und wirkt 1696–1697 als Beichtvater in St. Walburg zu Eichstätt. Seine Lebensdaten sind nicht erforscht. Er dürfte 1701 aus der Abtei Reichenbach nach Ensdorf gewechselt haben und leitet hier den Kloster- und Kirchenneubau als Vertreter des Abtes Bonaventura.
[7] Maurus Bächl/Bächel (1668–1749) aus Rötz in der Oberpfalz. Er leistet 1690 Profess im Kloster Frauenzell (östlich Regensburg) und wird hier Prior. In diesem Amt erfolgt 1711 die Postulation nach Ensdorf (von der Benediktiner-Kongregation, deren Präses in diesem Jahr der Abt von Frauenzell wird?). 1713 wird er zum Abt von Weltenburg an der Donau postuliert. Er führt die Abtei zu neuer Blüte und errichtet mit den Brüdern Asam einen Neubau. Abt Maurus resigniert 1743 und stirbt 1749.
[8] Anselm Meiller (1678–1761) aus Amberg, besucht hier das Jesuitengymnasium, legt 1697 in der Abtei Reichenbach Profess ab, studiert Philosophie in Rott am Inn und Theologie in Benediktbeuern, feiert 1702 Primiz und wird 1706 in Reichenbach Prior. 1707–1710 ist er Professor am Lyzeum in Freising. Abt Bonaventura überträgt ihm 1710 das Amt des Kastners und Pfarrers in Ensdorf. 1713–1716 ist er hier Prior und Leiter der Bauarbeiten. 1716 bis 1761 ist er Abt in Ensdorf. Während seiner Regierung wird die neue Klosterkirche 1717 geweiht.
[9] Dem Verfasser ist keine zugängliche Veröffentlichung bekannt, in der die Professen nach 1669 oder die Tätigkeit des Abtes Bonaventura in Reichenbach erfasst sind. Allerdings fehlen auch für Ensdorf die Professlisten.
[10] Das Podagra ist eine ausgeprägte Gichtkrankheit und in der Oberschicht des 17. und 18. Jahrhunderts weit verbreitet. Sie beruht auf falschen Ess- und Trinkgewohnheiten (viel Fleisch, ausschliesslich Bier oder Wein) und tritt beim gewöhnlichen Volk, dass sich mit Milchspeisen begnügt, nicht auf. In der Endstufe der Krankheit ist ein Ortswechsel, wenn überhaupt, nur noch in der Sänfte möglich. Von Abt Bonaventura heisst es «Podagra decumbens (at mente cum firmior)».
[11] Der Landtag wird nach der erneuten Rückgabe der Oberpfalz an Kurbayern (1714) von Kurfürst Max Emanuel sofort wieder aufgelöst.
[12] Cosmas Damian Asam hält sich 1711–1713 in Rom auf. Sein Beizug für Ensdorf erfolgt gleichzeitig mit dem Auftrag in der Dreifaltigkeitskirche München. Während der Beizug in München wahrscheinlich auf Empfehlungen von Baumeister Giovanni Antonio Viscardi (Baumeister, mit Asam 1708 in Freystadt) und von P. Karl Meichelbeck beruht (Fresken 1709 in Freising, Besuch in Rom 1713) wird der Beizug Asams in Ensdorf mit den Verbindungen des Abtes zu Tegernsee erklärt. Mit seinem dortigen Mentor, Abt Bernhard Wenzl, hat Abt Bonaventura zwar noch immer Kontakt und ist 1713 auch Zelebrant am goldenen Priesterjubiläum des Abtes. Weil aber Abt Bonaventura nur die dortigen Arbeiten des Vaters Georg Asam kennen kann, muss die Empfehlung für Cosmas Damian Asam von anderer Seite stammen, am ehesten vom Benediktiner P. Karl Meichelbeck aus Benediktbeuern. Dieser hat die Familienwerkstatt Asam schon 1709 nach Freising vermittelt und besucht Cosmas Damian 1713 in Rom. Meichelbeck und der Abt von Michelfeld, Wolfgang Rinswerger, kennen sich aus Freising. Der Beizug von Asam nach Ensdorf ist deshalb eher Freising als Tegernsee zu verdanken.
[13] In Feld 1 liegt der kurbayerische blau-weisse Rautenschild, in Feld 2 der Zackenbalken (Rot in Silber) des Stifters Otto von Scheyern-Wittelsbach, in Feld 3 der rote Drachen der Herren von Vohburg, das Wappen der Abtei Reichenbach (und Waldsassens) und in Feld 4 in Blau sechs silberne Lilien, das Wappen der Mitstifterin Helika. Der Zickzackbalken in Feld 2 und die Lilien in Feld 4 gelten als Klosterwappen. Sie sind kombiniert (die Lilien in vertauschten Farben) heute das Wappen der Gemeinde Ensdorf. Abt Bonaventura verwendet als einziger Abt das kurbayerische Rautenschild (Feld 1). Offenbar will er die erneute kurbayerische Landesherrschaft (nach 1714) nicht verärgern.
Wappen des Abtes
Bonaventura Oberhueber
Im Werk «Bayerische Klosterheraldik» von E. Zimmermann ist der auch über dem Eingangsportal befindliche Wappenschild abgebildet. In Feld 1 liegt der kurbayerische blau-weisse Rautenschild, in Feld 2 der Zackenbalken (Rot in Silber) des Stifters Otto von Scheyern-Wittelsbach, in Feld 3 der rote Drachen der Herren von Vohburg, das Wappen der Abtei Reichenbach (und Waldsassens) und in Feld 4 in Blau sechs silberne Lilien, das Wappen der Mitstifterin Helika. Der Zickzackbalken in Feld 2 und die Lilien in Feld 4 gelten als Klosterwappen. Im Herzschild liegt das persönliche Wappen des Abtes. Es stellt einen «wachsenden» Mann dar, der mit emporgehobenen Händen einen Kardinalshut über den Kopf hält.
Beidseits der Helmzier mit Mitra und doppeltem Stab ist zu lesen:
Bonaventura Abbas Reichenbachii Et
Abbas Ensdorffii».
|Bonaventura Oberhueber (1662–1735) Abt OSB|
|Biografische Daten||Zurück zum Bauwerk|
|Geburtsdatum||Geburtsort||Land 18. Jahrhundert|
|8.Juni 1662||Traunstein Oberbayern D||Kurfürstentum Bayern|
|Titel und Stellung||Regierungszeit|
|Abt der Benediktinerabteien Ensdorf und Reichenbach||1695–1735|
|Sterbedatum||Sterbeort||Land 18. Jahrhundert|
|2. Januar 1735||Reichenbach am Regen Oberpfalz D||Kurfürstentum Bayern|
|Kurzbiografie|

Bonaventura Oberhueber wird 1695 erster Abt von Ensdorf nach der 1669 erfolgten Wiederherstellung der oberpfälzischen Klöster. 1699 wird ihm auch die Abtei Reichenbach übertragen. Der jetzt zweifache Abt ist zu diesem Zeitpunkt Gesandter der bayerischen Benediktinerkongregation am Vatikan und kehrt erst 1701 wieder in die Oberpfalz zurück. Die Abtei Ensdorf lenkt er bis zu seiner Resignation 1716 administrativ, die Abtei Reichenbach von 1701 bis zu seinem Tod. Er bewährt sich im Spanischen Erbfolgekrieg als Diplomat. In Ensdorf nimmt er den bis 1708 durch den Krieg unterbrochenen Kloster- und Kirchenneubau 1708 wieder zur Hand und zieht schon 1714 Cosmas Damian Asam bei.
|PDF (nur Text)||Bildlegende|