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In den 50er-Jahren fing Gottlieb Duttweiler an, sich gegen die „verbrecherischen Erdölhalunken“ aufzulehnen. Nicht ohne Grund wählte Duttweiler so scharfe Worte.
Der gegen ihn betriebene Kampf ging hierbei soweit, daß versucht wird, Duttweiler von seinen Erdöl-Lieferanten abzuschneiden. Sein Gegenzug: der Bau einer eigenen Raffinerie.
Doch kein Reeder wollte ihm einen Tanker zur Verfügung stellen. Doch davon läßt sich doch ein Duttweiler nicht aufhalten und ließ kurzerhand mehrere seiner Frachtschiffe in Tanker umbauen.
Und "Dutti" baute kurzerhand eine eigene Raffinerie in Norddeutschland.
Der Grundstein zur Raffinerie in Emden wurde 1957 gelegt.
Er wollte den großen Ölkonzernen, welche aktiv versuchten, ihn zu diskriminieren und zu boykottieren, auf diesem Wege mit niedrigen Preisen Konkurrenz machen.
Duttweiler wollte so eine eigene Versorgung für seine Migrol-Tankstellen aufbauen.
In der Zeit vom 24. November bis zum 10. Dezember 1958 lief die Zeichnungsfrist für die 25 Mill. DM auf den Namen lautenden 6prozentigen nicht kumulativen Vorzugsaktien der Erdölwerke Frisia AG, in Emden (Norddeutschland, wo Öltanker gut hin-können...)
Auch hier (Kapitalmarkt)-Pionier
Zum ersten male nach dem Kriege werden deutsche Sparer aufgerufen, sich als Aktionäre an einer in Gründung und im Aufbau befindlichen Gesellschaft zu beteiligen.
(Bild oben: Migrol-Tankstellen-Logo)