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Dieser Indikator gibt Auskunft über die Rate der Schwangerschaftsabbrüche bei Schweizerinnen und Ausländerinnen, die in der Schweiz wohnen. Die Rate der Schwangerschaftsabbrüche ist ein wichtiger Indikator der reproduktiven Gesundheit. Sie reflektiert sowohl gesellschaftliche Einflüsse als auch individuelle Entscheidungen, welche sich je nach Herkunftsland unterschiedlich ausprägen können. Tiefere Raten werden im Allgemeinen mit einer besseren Nutzung der Angebote zur Familienplanung sowie der Anwendung von angemessenen Methoden zur Verhütung von Schwangerschaften in Verbindung gebracht.
Im Jahr 2019 lag die Rate der Schwangerschaftsabbrüche bei den Schweizerinnen bei 4,6‰. Bei den Ausländerinnen war die Rate mit 7,2‰ etwas weniger als doppelt so hoch.
Seit 2011 ist die Schwangerschaftsabbruchrate gesamthaft um 0,4 Promillepunkte zurückgegangen. Bei den Ausländerinnen betrug die Abnahme 3,1 Promillepunkte, während die Quote bei den Schweizerinnen um 0,2 Promillepunkte stieg. Der relative Unterschied zwischen den Schweizerinnen und den Ausländerinnen ist kleiner geworden: 2011 war die Rate bei den Schweizerinnen 2,3-mal tiefer als bei den Ausländerinnen, 2019 lag dieser Wert bei 1,6.
Die Schwangerschaftsabbruchrate ist bei den Ausländerinnen ungefähr doppelt so hoch wie bei den Schweizerinnen; dabei gibt es jedoch altersspezifische Unterschiede. Das Verhältnis der Rate zwischen Ausländerinnen und Schweizerinnen ist bei den 15- bis 19-Jährigen (3,7‰ gegenüber 2,8‰) am geringsten. Am grössten ist es bei den 20- bis 24-Jährigen: Bei den Ausländerinnen liegt die Rate bei 11,1 ‰ (der höchste beobachtete Wert), d. h. sie ist knapp zweimal höher als diejenige der Schweizerinnen (6,2‰.) in dieser Altersgruppe.
Tabellen
Definitionen
Dieser Indikator bestimmt die Anzahl der (medizinisch indizierten und freiwilligen) Schwangerschaftsabbrüche bei in der Schweiz wohnhaften Frauen pro 1000 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren sowie nach Altersklasse. Die Rate nach Staatsangehörigkeit errechnet sich aus der weiblichen Bevölkerung derjenigen Kantone, die bei einem Schwangerschaftsabbruch die Nationalität der Frau erfassen.