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Der «Blick» bezeichnete ihn einst als «Urgestein der digitalen Start-up-Szene». Adrian Bührer gehört zu den Pionieren der Branche. Seit 15 Jahren investiert er in Jungunternehmen oder gründet diese gleich selbst mit. Bereits als 20-Jähriger baute er Students.ch zur grössten Studierendenplattform der Schweiz mit auf, die er später an Axel Springer verkaufte. Er war auch Gründungsinvestor von Farmy.ch, einem Lieferdienst für frische Lebensmittel direkt vom Produzenten, oder der Neon Bank, der ersten und grössten Mobile Bank in der Schweiz. Vor rund fünf Jahren änderte er langsam seinen Fokus: «Ich machte mir mehr und mehr Gedanken darüber, welchen gesellschaftlichen Mehrwert meine Investitionen bringen», sagt Bührer, «denn Geld verdienen allein sollte nicht die einzige Motivation sein.» Seit 2020 investiert er darum via Übermorgen Ventures, eine Investmentgesellschaft, die er mit drei Partnern gegründet hat, nur noch in Jungunternehmen, die mit innovativen Lösungen den Klimawandel bekämpfen. 1000 Ideen landen jedes Jahr auf seinem Schreibtisch. Im Schnitt investiert er jeden Monat in ein neues Start-up. Dabei wird immer auch ein Impact-Modell erstellt, mit dem geprüft wird, wie viel CO2 vermieden werden kann. «Unsere Portfoliofirmen sollen ab 2030 eine Million Tonnen CO2 jährlich reduzieren» so Adrian Bührer. Das wären immerhin rund zwei Prozent der gesamten Schweizer CO2-Emissionen.