Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/220913

<h2>SubmittedText<h2><p>Aktuell haben wir in der Schweiz über 100 000 Tonnen zu viel Stickstoff, bei Phosphor ist es etwas weniger. Mit einem Absenkpfad will der Bundesrat diese Überschüsse um mindestens 10 Prozent bis 2025 und mindestens 20 Prozent bis 2030 senken. Laut seiner Antwort auf meine Frage 20.5340 haben Belgien, Holland und Dänemark ihren Ausstoss in 20 Jahren um bis zu 54 Prozent reduziert, bis 2013. Die Zahlen zeigen, dass man diese Herausforderung früher und ambitionierter angehen kann.</p><p>Warum wird dies nicht getan?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit der Einführung des ökologischen Leistungsnachweises im Jahr 1997 wollte die Schweiz die Nährstoffüberschüsse auf ein umweltverträgliches Niveau senken. Durch die Einführung des ökologischen Leistungsnachweises ist der Überschuss von jährlich rund 130 000 auf rund 115 000 Tonnen gesenkt werden. Seither verharrt der Nährstoffüberschuss aber unverändert auf diesem Niveau. Mit dem Absenkpfad und konkreten zusätzlichen, wirksamen Massnahmen will der Bundesrat diese Überschussproblematik angehen. Er hat zuhanden des Parlaments entsprechende Vorschläge vorbereitet, die im Rahmen der Agrarpolitik 22+ demnächst behandelt werden. In Belgien, Holland und Dänemark waren und sind die Stickstoffüberschüsse pro Hektare landwirtschaftlicher Nutzfläche weiterhin deutlich höher als in der Schweiz. Im Gegensatz dazu sind sie jedoch in Frankreich, Italien und Österreich deutlich geringer als in der Schweiz. Seit 2016 liegt der Überschuss auch in Deutschland unter demjenigen der Schweiz.</p>