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Der englische Philosoph und Staatstheoretiker Thomas Hobbes gilt als Begründer der absoluten Souveränität – und sein »Leviathan« (1651) ist dafür sprichwörtlich geworden. Vier Jahre nach Erscheinen seines Hauptwerkes präsentierte er eine vermeintliche Lösung für ein unlösbares Problem: die Quadratur des Kreises – der Beginn eines über 25 Jahre andauernden Streits mit dem Mathematiker John Wallis, der erst mit Hobbes’ Tod ein Ende findet.
Mitten in dieser sowohl wissenschaftlichen, politischen als auch persönlichen Auseinandersetzung entstehen Hobbes’ »Überlegungen zur Reputation, zur Loyalität, zu den Umgangsformen und zur Religion«, ein Meisterwerk polemischer Essayistik, in der er Stellung nimmt zu seinen grundlegenden Gedanken über die Staatstheorie. Die »Überlegungen« entstehen bereits kurz nach der Restauration der britischen Monarchie 1660, werden jedoch erst posthum veröffentlicht und zeugen auch heute noch von einem modernen Demokratieverständnis. Alfred J. Noll übersetzt Hobbes’ »Überlegungen« anlässlich des 370. Geburtstages des »Leviathan« erstmalig ins Deutsche und macht so ein Stück Wissenschaftsgeschichte zugänglich.
Thomas Hobbes, engl. Staatsphilosoph und Mathematiker (1588 bis 1679) ist mit seinem Hauptwerk »Leviathan« (1651) bis heute einer der wichtigsten Vertreter der politischen Philosophie..
Alfred J. Noll, geboren 1960 in Salzburg, Rechtsanwalt und Univ.-Prof. für Öffentliches Recht und Rechtslehre in Wien. In den Jahren 2017 bis 2019 war er Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat (JETZT). Unter anderem hat er Hobbes’ Werk »Menschliche Natur und politischer Körper« (1640) ins Deutsche übertragen.
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