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Steroid-induzierte Osteoporose: Zoledronat versus Risedronat
Orale Bisphosphonate erhöhen die Knochendichte und reduzieren das Frakturrisiko bei Steroid-induzierter Osteoporose, sind aber mit einer schlechten Compliance assoziiert. Reid und Kollegen haben nun untersucht, ob eine einmalige Infusion von Zoledronat bei diesen Patienten mindestens so effektiv ist wie die tägliche Einnahme von Risedronat.
833 Patienten mit einer Steroid- induzierten Osteoporose nahmen an der randomisierten, doppelblinden Multizenterstudie teil. Sie erhielten entweder einmalig 5 mg Zoledronat iv oder täglich 5 mg Risedronat oral für ein Jahr. Patienten, welche Kortikosteroide bereits seit mehr als 3 Monaten einnahmen, gehörten per Definition zur Therapiegruppe und solche, die Steroide seit weniger als 3 Monaten einnahmen, zur Präventionsgruppe. Primärer Endpunkt war die Veränderung der Knochendichte der LWS nach einem Jahr.
62 Patienten brachen die Studie ab. Nach einem Jahr war Zoledronat Risedronat in der Verbesserung der Knochendichte in der LWS nicht unterlegen und gleichzeitig überlegen (4.06% vs 2.71% in der Therapiegruppe, p=0.0001 und 2.60% vs 0.64% in der Präventionsgruppe, p<0.0001). Nebenwirkungen waren in der Zoledronatgruppe häufiger als in der Risedronatgruppe, vor allem aufgrund von transienten Symptomen während der ersten 3 Tage nach Infusion.
Konklusion der Autoren: Die einmalige Infusion von 5 mg Zoledronat ist der täglichen Einnahme von 5 mg Risedronat während einem Jahr zur Prävention und Therapie der Steroid-induzieten Osteoporose mindestens ebenbürtig, wahrscheinlich sogar überlegen.
Lancet 2009;373:1253-1263 - Reid DM et al
14.04.2009 - dde