Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03519.jsonl.gz/1436

Roger Federer steht in Wimbledon in der 2. Runde, ohne an die Grenzen gehen zu müssen. Dafür knackte er drei schöne Bestmarken.
Wie zuvor Novak Djokovic profitierte auch Federer auf dem Centre Court von der Aufgabe seines Gegners. Alexander Dolgopolow aus der Ukraine gab sich im zweiten Satz nach 43 Minuten beim Stande von 6:3, 3:0 für Federer vorzeitig geschlagen. Obwohl es schon vor der Partie Gerüchte über den Zustand des Ukrainers gab, erklärte Federer: «Ich spielte offensiv und zog mein Spiel durch. Wenn er in Form ist, kann er sehr gefährlich sein.»
Natürlich wurde er danach wieder auf seine Favoritenrolle angesprochen. Doch der Schweizer stapelt tief und nennt Djokovic, Nadal und Murray mit einer einfachen Begründung: «Nur weil ich die Sand-Saison ausgelassen habe, muss ich hier nicht Favorit sein.»
Der 28-Jährige aus Kiew, einst die Nummer 13 der Welt, konnte Federer auch im vierten Vergleich nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Gleich im ersten Game gelang Federer ein Break, bei eigenem Aufschlag geriet der siebenfache Wimbledon-Champion nicht in Gefahr.
Zumindest statistisch wird der 15. Startsieg Federers in Serie in Erinnerung bleiben. Gegen Dolgopolow erreichte der 18-fache Major-Sieger gleich drei bedeutende Wegmarken: Er schlug im ersten Satz beim Stande von 4:3 offiziell das insgesamt 10'000. Ass seiner Karriere und er realisierte den 85. Sieg in Wimbledon, womit er nun alleiniger Rekordhalter ist. Jimmy Connors kam auf 84 Erfolge.
Zudem egalisierte Federer mit seiner 70. Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier auch den Rekord von Fabrice Santoro für die meisten Teilnahmen an einem Major-Turnier. In der nächsten Runde trifft Federer auf den Serben Dusan Lajovic (ATP 79), der sich gegen den griechischen Qualifikanten Stefanos Tsitsipas (ATP 192) in drei Sätzen durchsetzte. Gegen Lajovic hat der 35-jährige Baselbieter noch nie gespielt. (fox/sda)
Ticker: 04.07. Federer – Dolgopolov
Das Team Europe gewinnt auch die dritte Austragung des Laver Cups. Das von Björn Borg gecoachte Team setzte sich in der Genfer Palexpo-Halle gegen das Team World dank Siegen in den letzten beiden Einzeln mit 13:11 durch.
Einmal mehr war das Augenmerk auf die beiden GOAT des Tennis gerichtet: Roger Federer und Rafael Nadal haben an diesem Wochenende das nächste Kapitel in ihrer «Bromance» geschrieben, aber seht selbst.
(zap)