Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03168.jsonl.gz/2481

Die Idee der Verwendung von Leichtmetall im Bootsbau war anfänglich mit grossen Schwierigkeiten verbunden. In der Schweiz haben mehrere Firmen an der Fertigung geforscht um später eine wirtschaftliche Serienreife anzustreben.
Diese Aufgabe wurde auch vom Gründer der Spiboot, Aluminium-Wasserfahrzeuge-Fabrik, in Zollikofen/Bern, Herr Max Spiegl, übernommen. Dafür musste aber erstmals eine neuartige Presse entwickelt und hergestellt werden, die bis anhin auf dem Markt nicht erhältlich war. Nach lang-wierigen Versuchen wurde ab 1948 mit der erfolgreichen Serienreife des Ruderboots You-You gelöst.
Dafür wurde ein speziell auf die Bootsfabrikation abgestimmtes Tiefzieh-Press und Prägeverfahren entwickelt, das erlaubt starkwandige Bleche bis 5,00 m Länge und 1,50 m Breite und 1,8 mm bis 4,0 mm Dicke in einem Arbeitsgang mittels komplexen und schweren Pressformen aus Stahl und Beton (Positiv- u. Negativstücke) zu verformen. Dafür mussten eigens entwickelte Druckluftzangen die Alutafen präzise beim Pressvorgang fixieren.
So hat bis heute das Leichtmetall in der Bootskonstruktion von Ruder-, Padel- und Segelbooten, Arbeitsbooten und Motorbooten (Taifun ab 1956) seinen erfolgreich verdienten Platz eingenommen. Tausende Boote wurden inzwischen hergestellt und weltweit verkauft.
Wer sich heute in eines der schnellen, sicheren Leichtmetallboote setzt, denkt wohl kaum daran, welche aufwendiger Weg zurückgelegt werden musste, bis eine ausgreifte Serienreife möglich wurde. Spiboot wurde damit eine einzigarte schweizerische Erfolgsgeschichte aus Zollikofen/Bern.