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Der amerikanische Präsident hat in seiner "State of the Union"-Rede am 12. Februar 2013 den Kongress aufgefordert, den Zugang zu einer qualitativ hochstehenden Vorschulerziehung für alle amerikanischen Kinder auszubauen.
Vor allem für Kinder aus Familien mit niederen bis moderaten Einkommen sind qualitative Vorschulprogramme wichtig, damit sie später den Anschluss in der Schule nicht verpassen und um ihre soziale und emotionale Entwicklung zu stärken.
Aktuell wird Vorschulerziehung für unter Vierjährige in 39 Bundesstaaten staatlich finanziert. Mit Obamas Vorschlag soll die Qualität in der Vorschulerziehung verbessert, aber auch das Angebot ausgebaut werden. Der Staat und die Bundesstaaten sollen sich gemeinsam an den Kosten beteiligen, um allen Kindern aus Familien mit tiefen Einkommen eine hochwertige Vorschulerziehung zu garantieren.
Zudem wird ein Fonds eingerichtet, der den Bundesstaaten zusätzliche finanzielle Unterstützung für den Ausbau des Angebots von frühkindlicher Bildung gibt. Um Gelder aus dem Fonds zu erhalten, müssen die Bundesstaaten gewisse qualitative Anforderungen erfüllen, die in direktem Zusammenhang mit dem verbesserten Wohl der Kinder stehen. Dies beinhaltet die Ausbildung des Betreuungspersonals, das Verhältnis zwischen Erziehenden und Kindern sowie Bildungsinhalte und Evaluation der Angebote (vgl. "State of the Union"-Rede).
Das Factsheet zur verbesserten Vorschulerziehung für alle amerikanischen Kinder, welches vom Weissen Haus herausgegeben wurde, liefert weitere Informationen zu dieser Initiative.
Der NZZ Artikel vom 21. Februar 2013 greift Obamas Vorschulreform ebenfalls auf und liefert weitere Hintergrundinformationen zum geplanten Projekt. Die wichtigsten Punkte aus Studien, welche frühere Vorschulprogramme der Regierung in den USA evaluieren, sind zusammengefasst und reflektieren Obamas Plan kritisch.
Auf der "Meinungsseite" der New York Times sprechen sich zwei bedeutende Unternehmer für Obamas Initiative aus - John E. Pepper Jr. von Procter & Gamble sowie von der Walt Disney Company und James M. Zimmerman von Macy's. Sie heben insbesondere das Argument der Chancengleichheit und des späteren Bildungserfolgs hervor und erklären, weshalb Investitionen in qualitativ hochstehende frühkindliche Bildung und Betreuung allen, unabhängig von ihrer jeweiligen Parteizugehörigkeit, ein Anliegen sein sollten.