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Der US-Supreme Court hat am 24. Juni 2022 die Rechtsprechung zur Abtreibung grundlegend geändert. In seinem neuen Entscheid lässt das Oberste Gericht ein Gesetz aus dem Bundesstaat Mississippi zu, das Abtreibungen nach der 15. Schwangerschaftswoche verbietet, und damit im Widerspruch zur bisherigen Rechtsprechung gemäss «Roe v. Wade» von 1973 steht.
Das Oberste US-Gericht geht jedoch noch weiter und hebt die damalige Liberalisierung auf, die Abtreibungen in den ersten beiden Trimestern pauschal im ganzen Land für zulässig erklärte. Somit gibt es in den USA kein nationales Abtreibungsrecht mehr und die Gliedstaaten können Abtreibungen künftig ganz verbieten oder auch bis zur Geburt erlauben.
Die Richterinnen und Richter des Supreme Court brauchten grossen Mut für Ihren Entscheid. Im Mai war ein erster Urteilsentwurf an die Öffentlichkeit gesickert, worauf die Richter und ihre Familien von linksradikalen, feministischen Kräften teilweise an Leib und Leben massiv bedroht wurden. Richterin Amy Coney Barrett, Mutter von sieben Kindern, musste unter Polizeischutz gestellt werden. Ihre Kinder konnten nicht mehr zur Schule, weil Linksextreme das Schulgebäude belagerten. Die Entscheidung zur Abtreibung obliegt somit künftig den politischen Gremien der Gliedstaaten und letztlich der dortigen Bevölkerung. Es wird damit gerechnet, dass es in etwa der Hälfte aller Gliedstaaten zu einem mehr oder wenig weitgehenden Abtreibungsverbot kommen dürfte, wobei die Demokraten vehement für Abtreibungen einstehen und die Republikaner generell den ungeborenen Menschen besser schützen möchten. Wir werden in der nächsten Ausgabe von «Jugend und Familie» ausführlich über diesen wichtigen Entscheid und die neuste Entwicklung berichten.
(JUFA/sda)