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In der Medizin wird bei einer Blutentnahme durch verschiedene Röhren Blut vom Finger genommen. Diese füllen sich ohne, dass etwa daran gesaugt werden muss, einfach dadurch, dass der Querschnitt der Röhren so dünn ist, dass sich das Blut darin ausdehnt und so die Entnahmeröhrchen befüllt.
Dasselbe passiert mit Wurzeln, die die Pflanze mit Wasser aus der Erde versorgen.
Bis zu 130 m hoch können Bäume werden und ihre Wurzeln saugen das Grundwasser auf, dass dann über die Blätter verdunstet wird. Die Wurzeln sind auch ganz dünne Röhrchen, die entgegen der Schwerkraft, das Wasser nach oben leiten. Durch die Verdunstung an den Blättern entsteht zusätzlich noch eine Sogwirkung die den Durchfluss stetig am Laufen hält.
Kapillarwirkung ist also das Verhalten von Flüssigkeiten, dass sie bei Kontakt mit Kapillaren, z. B. engen Röhren, Spalten oder Hohlräumen, in Feststoffen zeigen. Diese Effekte werden durch die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten selbst und der Grenzflächenspannung zwischen Flüssigkeiten und der festen Oberfläche hervorgerufen.
Bericht von Anita, 10. September 2016
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