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- Bei Protesten gegen die Erhöhung der Benzinpreise im Iran ist ein Mensch ums Leben gekommen. Weitere wurden verletzt.
- Demonstranten hätten versucht, Tankstellen und Öldepots in Brand zu stecken, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung von Sirdschan. Daraufhin hätten Polizei und Revolutionsgarden eingegriffen.
- Die Regierung hatte gestern angekündigt, den Benzinpreis zu verdoppeln.
Die Umstände des Todesfalls seien noch unklar und würden derzeit untersucht, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung. Nach seinen Worten soll die Polizei nur Schüsse in die Luft und Warnschüsse abgegeben haben. Es habe auf beiden Seiten Verletzte gegeben.
Auch in anderen Teilen des Irans gab es sporadische Proteste gegen die Benzinrationierung. Die Polizei soll in einigen Städten Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt haben.
Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise hatte die iranische Regierung in der Nacht zum Freitag das Benzin rationiert und zugleich die Preise erhöht. Ein Regierungssprecher versprach, die zusätzlichen Einnahmen von 2.6 Milliarden Dollar würden notleidenden Familien zugutekommen.
Debatte steht an
Iranischen Medienberichten zufolge wollen die Abgeordneten am Sonntag über die Benzinpreiserhöhung debattieren. Einige von ihnen bereiteten einen Antrag vor, um die Führung des Landes zu zwingen, die Entscheidung zurückzunehmen.
Der Benzinpreis gilt im Iran als «Mutter aller Inflationen», weil nach jeder Preiserhöhung alles im Land teurer geworden ist. Schon seit längerer Zeit wollte die Regierung die Benzinpreise erneut erhöhen, hat es aber aus Angst vor einer Verschärfung der Inflation – und landesweiten Protesten – immer wieder verschoben.