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Während die Pläne zur Einführung von zentralisiertem, staatlich kontrolliertem Geld in den USA auf Widerstand stoßen, scheint der Konsens für die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDS), d. h. des digitalen Euro, zu sein.
Nun stellt sich die Frage, wie genau vorgegangen werden soll, unter anderem durch die Festlegung strategischer Ziele.
In der Eurozone – bestehend aus den 20 (von 27) EU-Mitgliedern, die den Euro eingeführt haben – könnten sich Händler verpflichtet sehen, eine zukünftige digitale Währung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu akzeptieren.
Dies geht aus einem Papier hervor, das die Finanzminister der Eurozone voraussichtlich am Montag erörtern werden. Die Verpflichtung geht davon aus, dass die EU-Zentralbankwährung den gleichen Status wie Bargeld erhält und damit ein gesetzliches Zahlungsmittel wird.
Das Papier besagt, dass diese Vorgehensweise sicherstellen würde, dass der Netzwerkeffekt und die Verbreitung des digitalen Euro erhöht werden.
Ein weiterer Punkt, über den die Minister debattieren sollten, ist die Frage, ob es Ausnahmeregelungen geben sollte, um ein Gleichgewicht zwischen den Prinzipien der Vertragsfreiheit und der Akzeptanzpflicht zu schaffen.
Die EZB muss noch eine formelle Entscheidung über die Herausgabe ihrer CBDC treffen, doch wird dies voraussichtlich im Herbst geschehen, und in der Zwischenzeit sind die EU-Bürokraten offensichtlich damit beschäftigt, den Vorschlag fertigzustellen, einschließlich technischer Fragen und Prioritäten.
Letzte Woche erfuhr das Europäische Parlamentarische Finanzdienstleistungsforum von der für Finanzdienstleistungen zuständigen Kommissarin Mairead McGuinness, dass in naher Zukunft ein Gesetzesentwurf vorgelegt werden soll und dass die EZB derzeit die wichtigsten gestalterischen und technischen Fragen prüft, bevor sie eine Entscheidung trifft.
Damit die EU-Zentralbank diese Entscheidung treffen kann, ist jedoch eine Verordnung erforderlich, an der das Europäische Parlament und der Europäische Rat beteiligt sind.
Der Vorschlag soll im zweiten Quartal 2023 vorgelegt werden, um das CBDC der EU einzurichten und zu regulieren, einschließlich Fragen wie den Status als gesetzliches Zahlungsmittel, Datenschutz und Geldwäschebekämpfung, Finanzstabilität, Vertrieb und Ausgleich sowie die Verwendung des digitalen Euro außerhalb des Euroraums, so McGuinness.
Bereits im Januar hatten die Finanzminister, die sich mit diesem Thema befassen und als „Eurogruppe“ bekannt sind, darauf hingewiesen, dass die Einführung eines EU-Zentralbankgeldsystems eine politische Frage ist, die politische Entscheidungen erfordert.