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In der Übersicht
In den Schwyzer Bezirken March und Höfe beteiligten sich gemäss Ermittlungen der eidgenössischen Wettbewerbskommission (WEKO) im Zeitraum zwischen 2002 und Mitte 2009 acht Strassen- und Tiefbauunternehmen an illegalen Preis- und Vergabeabsprachen. Um Anzeichen für solche Preisabsprachen in den Jahren 2009 bis 2018 zu erkennen, hat das kantonale Tiefbauamt Schwyz die Hochschule Luzern mit der statistischen Auswertung (Screening) der Offertverfahren der Jahre 2009 bis 2018 beauftragt.
Die angewandte Methode liefert Indizien betreffend Auffälligkeiten, welche auf mögliche Kartelle hindeuten. In einem ersten Schritt werden basierend auf statistischen Kenngrössen auffällige Vergaben ausgemacht. Beispielsweise ist eine Vergabe dann auffällig, wenn zwischen dem tiefsten und zweittiefsten Gebot eine grosse Differenz besteht, während die übrigen Preise nahe beieinanderliegen. Mit dieser Differenz wird sichergestellt, dass der designierte Gewinner auch den Zuschlag erhält, denn auch andere Kriterien wie z.B. technische Aspekte oder Referenzen können die Zuschlagserteilung beeinflussen. In einem zweiten Schritt wird das Verhalten der Firmen im Jahresvergleich, nach Vergabeverfahren und Regionen vertieft untersucht. Weiter werden auffälligere Unternehmen identifiziert bzw. deren Interaktionen mit anderen Unternehmen genauer analysiert.