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Die Christrose ist eine Pflanzenart der Gattung Nieswurz und gehört zur Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae). Auf unserem Kontinent wächst sie im südlichen Mitteleuropa sowie in den südlichen und östlichen Kalkalpen. Sie kommt bis in Höhenlagen von 1900 Metern vor und ist in der Schweiz nur an wenigen Standorten zu finden. Ihren Ursprung hat die Christrose in Südostasien. Es ist anzunehmen, dass verschiedene Nieswurz-Arten nach der letzten Eiszeit nach Europa gelangten. Vermutlich breiteten sich die Ahnen der heutigen Christrose während der erdgeschichtlichen Entwicklung entlang des Urmittelmeeres von Südostasien nach Westen aus. Deshalb entwickelten sie aufgrund des ständigen Wechsels zwischen warmen und kalten Abschnitten die Fähigkeit, die Wachstums- und Blütezeit aufzuschieben und sogar zu unterbrechen. Aber es gibt noch ein weiteres Überbleibsel aus jener Zeit. Die Pflanzen schützen sich nämlich mit einem besonderen Mechanismus vor Schäden durch Kälte: Sie können Wasser aus den Zellen in die Zwischenräume verlagern, um zu verhindern, dass das gefrierende Wasser die Zellen zum Platzen bringt. So hängen die Blütenköpfe und Blätter bei Frost wie welk nach unten, erholen sich aber, sobald die Temperaturen wieder steigen.