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Grösse: 25 – 27 Meter
Gewicht: 100 – 130 Tonnen
Population:
Nordhalbkugel ca. 1'500 – 3’000
Südhalbkugel ca. 6'000 – 12'000
Allgemein
Blauwale sind die grösste bisher bekannte Tierart, welche je auf der Erde gelebt hat. Sie gehören in die Ordnung der Bartenwale, genauer gesagt zu den Furchenwalen und werden (heutzutage) zwischen 25 und 27 m lang und bis zu 130 t schwer. Das grösste jemals gemessene Exemplar war stattliche 33 m lang und wog satte 190 t. Die Weibchen sind generell etwas grösser als die Männchen, da sie sich um die Aufzucht der Jungen kümmern und dadurch mehr Energie benötigen. Kälber werden alle 1 - 2 Jahre im Winter geboren (jeweils 1 pro Kuh) und von der Mutter alleine aufgezogen. Bei der Geburt sind die „Kleinen“ schon stattliche 7 m lang und wiegen bis zu 2.5 Tonnen. Blauwale werden spät geschlechtsreif (mit ca. 5 – 6 Jahren) und erreichen ihre maximale Reife erst mit etwa 25 – 30 Jahren.
Wie alle Wale machen auch Blauwale ausgedehnte Wanderungen und pendeln zwischen ihren Fortpflanzungsgebieten in den gemässigten Meeresgebieten im Winter und den Nahrungsgründen im Sommer in den subpolaren Gewässern hin und her. Diese Wanderungen führen sie jedoch nie über den Äquator hinaus. Deshalb findet auch (nach dem heutigen Stand der Wissenschaft) kein Austausch zwischen den Populationen der Nord- und Südhalbkugel statt.
Nahrung
Ihre Nahrung besteht vornehmlich aus Krill (Garnelen, die nur 6 – 9 cm gross werden), den sie mit ihren Barten (Hornplatten im Maul) aus dem Wasser filtrieren, wie alle Bartenwale. Dabei kann ein Blauwal bis zu 3 Tonnen Krill pro Tag verschlingen. Die Tiere sind während der Sommermonate in den reichen Gewässern der Subpolarmeere praktisch pausenlos bei der Nahrungsaufnahme, da in ihren Überwinterungsgebieten das Nahrungsangebot eher spärlich ist und die Reise und die nachfolgende Fortpflanzungszeit eine sehr energieaufwendige Zeit ist.
Blauwal und Mensch
Da Blauwale normalerweise nicht weit aus dem Wasser kommen, sind sie vor allem an ihrem enormen Blas (bis 9 m hoch) und an ihrer sehr kleinen Rückenfinne zu erkennen. Auch der Kopf mit dem hohen Spritzschutz um beiden Nasenlöcher ist sehr prominent, die Körperfärbung grau-blau. Sie können bei Beobachtungen leicht mit den nahe verwandten Finn- und Seiwalen verwechselt werden. Bekannt sind 3 Unterarten, die aber von Auge praktisch nicht zu unterscheiden sind.
Aber Sichtungen von Blauwalen auf beiden Hälften der Erde sind selten geworden, da Blauwale zu Beginn des 20. Jhd. sehr stark bejagt wurden. In den Anfängen der Waljagd waren die Tiere noch zu schnell und zu gross, um von den Walfängern auf herkömmliche Art gejagt zu werden. Doch mit dem Aufkommen von schnellen Dampfschiffen und Harpunenkanonen wurde der Druck auf die Tiere erhöht und bis 1960 wurde der Bestand weltweit praktisch an den Rand der Ausrottung getrieben. 1966 wurden sie international unter Schutz gestellt, aber die Bestandszahlen haben sich nicht mehr richtig erholt. Schätzungen gehen weit auseinander und rangieren zwischen 600 – 12’000 Stück auf der Südhalbkugel (je nachdem ob man die 2 bekannten Unterarten zusammenfasst oder nicht). Auf der Nordhemisphäre geht man von ca. 1’500 – 3’000 Exemplaren aus. Die Populationen wachsen nicht so schnell aufgrund mehrerer Faktoren, unter anderem aufgrund ihrer späten Geschlechtsreife, ihrer geringen Geburtenzahl und durch die erhöhte Anzahl an Nahrungskonkurrenten, vor allem Zwergwale.