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Als nach den Coupe-Ausscheidungsrennen feststand, dass ich als Ersatz im Skiff an den Coupe gehen würde, war ich vorerst unglaublich enttäuscht. Als mir dann jedoch mitgeteilt wurde, dass ich je nach Leistung im Trainingslager am offiziellen Skiffrennen (also nicht im Rennen für die Ersatzfrauen) starten dürfte, nahm ich die Herausforderung an und begann sogleich mit dem Training.
10 Tage vor dem Coupe begann das Trainingsalager in Sarnen. Bei schönem Wetter konnte sich unser Team effizient auf die internationale Konkurrenz vorbereiten. Da ich in der Königskutsche gute Trainings bestritt, entschied die Junioren-Nationaltrainerin Anne-Marie Howald, mich im offiziellen Skiffrennen zu melden. Mittlerweile machte mir das Rudern im Skiff richtig Spass.
Obwohl ich keinen Bootspartner hatte, fehlte es mir nie an Gesellschaft. Mit zwei Wassertraining pro Tag hatten wir genügend Freizeit, welche wir nutzten, um zu zwanzigst Ping-Pong-Rundlauf zu spielen oder im Sarnersee zu baden.
Am Donnerstag vor dem Coupe trafen wir uns am Zürcher Flughafen, um nach Poznan Polen zu fliegen. Die Vorfreude stieg, mit ihr jedoch auch die Nervosität. Für viele von uns war es das erste Rennen bei dem wir nicht nur unseren eigenen Club, sondern auch die Schweiz an einer Regatta vertreten würden.
Nach der Eröffnungszeremonie am Freitag, an welcher ich die Schweizer Fahne tragen durfte, fand das erste Rennen des Coupe de la Jeunesse 2016 im Frauenachter statt. Die ersten Schweizerboote starteten jedoch erst am Samstag. Der JM4- belegte sogleich den 1.Platz im Vorlauf und qualifizierte sich für den A-Final. So ging es weiter: Alle Boote ausser dem JM4x erreichten den A-Final, in welchem der JM2x mit Valentin und Linus eine Goldmedaille, der JM4- mit Oliver, Nico, Maximillien und Sam und der JW4x mit Eline, Emma, Nina und Sarah eine Silbermedaille holten. Trotz meines gewonnen Vorlauf belegte ich im Final nur den 6.Platz - die Wellen und der Mitwind bereiteten mir grosse Mühe.
Am Sonntag startete unser Team guten Mutes in den 2. 'Raceday'. Die Bedingungen waren perfekt: Flaches Wasser und fast kein Wind.
Wir konnten unser ganzes Potential ausschöpfen und ergatterten uns sechs weitere Medaillen: 2x Gold im JM2x und W4x, 1x Silber im JW2x mit Olivia und Lisa, 3x Bronze im JM4-, JM1x mit Fabien und JW1x mit mir. Mit 9 Medaillen und dem 3.Platz in der Gesamtrangwertung waren alle Althleten und Coaches sehr zufrieden. Leider mussten wir noch am selben Tag heimfliegen, weshalb wir nach der letzten Siegerehrung sogleich die Boote aufluden und nur wenig Zeit hatten, um Einteiler mit den anderen Nationalmannschaften zu tauschen. Doch nichts konnte uns unsere Hochstimmung vermiesen, weshalb wir uns bald müde aber munter auf die Heimreise machten.
Mattea Wüthrich