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© 1989 Markus Kappeler
Liechtenstein
(erschienen in der «Flags of the Nations» Stamp Collection)
Im Herzen Europas, eingebettet zwischen Österreich und der Schweiz, liegt das Fürstentum Liechtenstein. Mit einer Fläche von 160 Quadratkilometern und 28 000 Einwohnern gehört es zu den kleinsten Nationen Europas - nur San Marino, Monaco und der Vatikan sind noch kleiner. Wirtschaftlich ist Liechtenstein eng mit der Schweiz verbunden, mit der es seit 1923 eine Währungs-, Post und Zollunion bildet und welche die diplomatische Vertretung des Fürstentums im Ausland wahrnimmt.
Die Amtssprache im Fürstentum Liechtenstein ist Hochdeutsch. Die Bevölkerung welche mehrheitlich von Alemannen abstammt, spricht jedoch einen alemannischen Dialekt, der von Dorf zu Dorf gewisse Schattierungen und Eigenheiten aufweist. Eine besondere Mundart hat sich zudem in Triesenberg erhalten: Die Triesenberger stammen von Bergbauern aus dem Wallis (Schweiz) ab, die sich gegen Ende des 13. Jahrhunderts im heutigen Liechtenstein niedergelassen hatten, und sprechen demzufolge einen alten Walser-Dialekt.
Grosse landschaftliche Vielfalt
Liechtenstein liegt in einer landschaftlich sehr reizvollen Gegend am Nordrand der Zentralalpen und weist eine starke vertikale Gliederung auf: Bei einer Länge von lediglich 25 Kilometern und einer durchschnittlichen Breite von rund 6 Kilometern gibt es Höhenunterschiede von über 2 000 Metern. Während der liechtensteinische Anteil des Rheintals auf einer Höhe von rund 450 Metern ü.M. liegt, erreicht der höchste Punkt des Landes, die im Südosten gelegene «Grauspitze», eine Höhe von 2599 Metern ü.M. Innerhalb der engen Grenzen des Kleinstaats trifft man daher auf eine enorme Vielfalt natürlicher Lebensräume. Wie in einem Lexikon findet man «von allem etwas», das es in den Alpen gibt: Feuchtgebiete in der Rheintalebene, bunte Laubmischwälder an den unteren Berghängen, Föhren- und Lärchenbestände in den oberen Lagen, blumenreiche alpine Rasen oberhalb der Baumgrenze.
Der landschaftliche Reiz des kleinen Landes trägt denn auch wesentlich zu seiner Beliebtheit als Ferienziel bei, umsomehr als im schneesicheren oberen Saminatal beste Wintersportmöglichkeiten bestehen. Mit jährlich rund 80 000 übernachtenden Gästen und ungezählten Eintagesbesuchern ist der Fremdenverkehr ein wichtiger Wirtschaftsfaktor Liechtensteins.
Trotz seiner Gebirgslage hat Liechtenstein ein verhältnismässig mildes Klima. Dies gilt vor allem für den Bereich des Rheintals, durch welches an durchschnittlich 40 Tagen im Jahr der «Föhn», ein warmer, trockener Fallwind aus dem Süden, bläst. Er verlängert die Vegetationszeit im Frühling und im Herbst und begünstigt dadurch nicht nur das Gedeihen einer Vielzahl seltener Orchideenarten, sondern auch den Anbau von Wein und Obst. Das liechtensteinische Rheintal gilt klimatisch als eines der bevorzugtesten Gebiete nördlich der Alpen.
Ein «Volksfürstentum»
Liechtenstein vereinigt in sich Elemente zweier Staatsformen, die sich scheinbar gegenseitig ausschliessen: Es bildet eine «konstitutionelle Erbmonarchie», eine Monarchie also mit demokratischer und parlamentarischer Grundlage.
Interessanterweise gehen im Fürstentum Liechtenstein die Rechte des Monarchen - derzeit Fürst Hans Adam, der dreizehnte Fürst von Liechtenstein - sehr viel weiter als in den übrigen europäischen Monarchien. Der Landesfürst hat nicht eine blosse Repräsentationsfunktion, sondern er ist das Staatsoberhaupt: Er ernennt die Regierung, die auch nur von ihm des Amtes enthoben werden kann, sowie die Richter, die in seinem Namen Recht sprechen. Er beruft den Landtag ein. Er besitzt ein Vetorecht gegenüber Beschlüssen des Parlaments. Und ohne seine Zustimmung tritt kein neues Gesetz in Kraft.
Trotz dieser umfassenden Rechte des Monarchen sind die meisten Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen davon überzeugt, dass ihr Land ein Musterbeispiel für ein demokratisch regiertes Land ist: Alle vier Jahre wählen sie einen Landtag mit früher 15, heute 25 Abgeordneten. Dieser schlägt dem Landesfürsten die Mitglieder der Regierung und die Richter vor. Und zudem verfügen sie über sehr weitreichende Initiativ- und Referendumsrechte. Man könnte Liechtenstein als ein «Volksfürstentum» bezeichnen, in welchem Fürst und Volk die beiden Träger der Staatsgewalt sind und die Regierung deren Bindeglied darstellt.
Tatsächlich ist das Verhältnis der liechtensteinischen «Untertanen» zu ihrem Fürsten auch in unserer modernen Welt völlig ungetrübt. Jeweils am 15. August, dem Nationalfeiertag, spürt man, wie hoch angesehen die Fürstenfamilie in allen Schichten der Bevölkerung ist. Dass in Liechtenstein nie über die Abschaffung der Monarchie gesprochen wird, ist sicher Fürst Franz Josef II. zu verdanken, der sein Land von 1938 bis zu seinem Tod 1989 mit geschickter Hand führte, dann aber auch seiner Gattin, Fürstin Gina, welche ebenfalls im Jahr 1989 verstarb. Sie war eine populäre «Landesmutter» gewesen, welche unter anderem während vierzig Jahren als Präsidentin dem liechtensteinischen Roten Kreuz vorstand. Überhaupt dürfte wohl seit den vierziger Jahren keine soziale Institution in dem kleinen Land geschaffen worden sein, welche von der Verstorbenen nicht massgeblich unterstützt worden wäre. Fürstin Gina von Liechtenstein hatte durch ihre Volksnähe entscheidend dazu beigetragen, dass im Kleinstaat zwischen Volk, Regierung und Fürstenhaus ein lockeres und unverkrampftes Miteinander entstehen konnte.
Eine bewegte Geschichte
Liechtenstein entstand natürlich nicht von einem Tag auf den anderen, sondern hat sich im Verlauf einer bewegten Geschichte herausgebildet. Am Anfang, im späteren Mittelalter, standen die Grafschaft Vaduz (heutiges «Unterland») und die Herrschaft Schellenberg (heutiges «Oberland»). Deren Landesherren teilten das Schicksal vieler kleiner Adelshäuser Mitteleuropas: Ihr Besitz war zu klein und zu zersplittert, um auf die Dauer einen adeligen Lebensstil zu ermöglichen. So gingen die beiden Herrschaften von den verarmten Grafen von Montfort Werdenberg 1416 bzw. 1434 an die Freiherren von Brandis, von diesen 1510 an die Grafen von Sulz, welche 1613 wiederum die beiden Herrschaften an die Grafen von Hohenems verkaufen mussten. Wegen ihrer enormen Schulden sahen aber auch diese sich Ende des 17. Jahrhunderts gezwungen, die beiden Herrschaften zu verkaufen.
Hier tritt nun das Fürstenhaus von Liechtenstein, ein altes österreichisches Adelsgeschlecht aus Wien mit einstmals bedeutenden Besitzungen in Böhmen, Mähren und Niederösterreich, in die Geschichte des Landes ein: Fürst Johann Adam Andreas, von seinen Zeitgenossen «Hans Adam der Reiche» genannt, erwarb 1699 die Herrschaft Schellenberg und 1712 die Grafschaft Vaduz. Er bezahlte für diese beiden Herrschaften, die kaum Erträge abwarfen, eine für damalige Verhältnisse enorme Summe von 405 000 Gulden. Fürst Johann Adam starb noch im Jahre 1712. Sein Nachfolger war Fürst Anton Florian, der hoch geschätzte Erzieher von Kaiser Karl VI. Als Anerkennung seiner Leistungen am Kaiserhof wurden 1719 seine beiden Herrschaften Vaduz und Schellenberg zum «Reichsfürstentum Liechtenstein» erhoben.
Das Fürstentum hatte das Glück, dass in den entscheidenden Momenten seiner Geschichte bedeutende Persönlichkeiten das Land regierten. So überlebte es dank Fürst Johannes I. auch die napoleonische Flurbereinigung zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Während Napoleon Hunderte von kleinen Staatsgebilden von der politischen Karte Mitteleuropas verschwinden liess, nahm er das Fürstentum Liechtenstein 1806 in den «Rheinbund» auf und verlieh ihm damit völkerrechtliche Eigenständigkeit - dies als Ehrung des Fürsten, den Napoleon als Kommandanten der kaiserlichen Kavallerie und als ritterlichen Gegner sehr schätzte.
Zwischen den Fürsten und «ihrem» Volk bestand anfangs kein direkter Kontakt. Beamte österreichischer Nationalität wurden als Landvögte nach Liechtenstein entsandt, die ihre Herren in Wien über alle wesentlichen Vorkommnisse auf dem laufenden hielten und oft recht eigenwillig ihr Regierungsamt versahen. Die Fürsten selber besuchten das Land nur gelegentlich.
Die Liechtensteiner konnten sich mit dieser starken Beschränkung ihrer Volksrechte je länger je weniger abfinden; zu deutlich hatten sie die demokratischen Errungenschaften in der Schweiz vor Augen. Beim Zusammenbruch Österreichs am Ende des Ersten Weltkriegs wurde dann der Weg frei für eine volksfreundlichere Monarchieform auf Verfassungsbasis - das eingangs erwähnte Volksfürstentum.
Den letzten Schritt zum heutigen Staatsgebilde unternahm schliesslich Fürst Franz Josef II.: Er verlegte zu Beginn des Zweiten Weltkriegs seinen ständigen Wohnsitz von Wien nach Vaduz.
Enormer Wirtschaftsaufschwung
1809 schrieb der Landvogt Josef Schuppler über Liechtenstein: «Es ist das ärmste Land, das es in der Welt geben mag.» Tatsächlich bot sich zu jener Zeit ein recht düsteres Bild des mitteleuropäischen Kleinstaats: Es war ein schwer verschuldetes Kleinbauernland mit einer Wohnbevölkerung von knapp 6000 Einwohnern, deren einzige Lebensunterhaltsquellen eine wenig ertragreiche Berglandwirtschaft, etwas Kleingewerbe und Kleinhandel waren.
Das ganze 19. Jahrhundert hindurch änderte sich diese Situation kaum: Noch 1923 hiess es in einem zeitgenössischen Bericht: «Der wichtigste Erwerbszweig der liechtensteinischen Bevölkerung ist die Viehzucht. Viele Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen wandern jährlich aus, um als Maurer, Gipser, Waldarbeiter, Dienstmädchen usw. namentlich in der Schweiz ihr Brot zu verdienen.»
Diese Situation hat sich dann nach dem Zweiten Weltkrieg schlagartig geändert. Im allgemeinen Wirtschaftsaufschwung der fünfziger und sechziger Jahre unseres Jahrhunderts hat Liechtenstein ein Wachstum erlebt, wie es sonst nur von fernöstlichen Ländern bekannt ist. Seit 1965 zählt Liechtenstein zu den wohlhabendsten Ländern der Welt.
Der rapide wirtschaftliche Aufschwung Liechtensteins beruht hauptsächlich auf der massiven Entwicklung seiner Industrie: Gab es vor dem Zweiten Weltkrieg lediglich eine Handvoll Fabriken (hauptsächlich Textilbetriebe), so kam es nach dem Krieg und der Überwindung der Weltwirtschaftskrise zur Gründung und Niederlassung mannigfaltiger Industriebetriebe und damit zur Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze.
Seit 1950 nahm die Beschäftigungszahl in Liechtenstein von rund 6000 auf 18 000 Personen zu. Die einheimische Bevölkerung erhöhte sich jedoch nicht im selben Ausmass, weshalb der Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften nur durch Rückgriff auf das Ausland gedeckt werden konnte: So sind denn heute über 30 Prozent der Arbeitsstellen von in Liechtenstein ansässigen Ausländern besetzt, weitere 30 Prozent entfallen auf Grenzgänger aus Österreich und der Schweiz. Mit einem Anteil von 40 Prozent sind die Liechtensteiner selber in der Minderheit.
Von allen Arbeitsplätzen befinden sich heute nur noch 3 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft, hingegen 53 in der Industrie und im Gewerbe; weitere 44 Prozent entfallen auf den Dienstleistungssektor. Aufgrund dieser hohen Industriequote zählt Liechtenstein zu den höchstindustrialisierten Ländern der Erde. Glücklicherweise war die Industrialisierung Liechtensteins weder durch qualmende Schlote noch durch die Bildung eigentlicher Industriezentren gekennzeichnet. Übers Land verteilt, von Wiesen und Wäldern umgeben, sind auf den regionalen Markt ausgerichtete Klein- und Mittelbetriebe entstanden. Forschungs-, arbeits- und kapitalintensive Spezialerzeugnisse (z.B. Qualitätsmaschinen, Präzisionsgeräte, Arzneimittel) sind ihre Haupterzeugnisse.
Die günstige Steuergesetzgebung Liechtensteins hat im übrigen dazu geführt, dass in den letzten Jahrzehnten Unternehmen aus aller Welt das Fürstentum als formellen Verwaltungssitz gewählt haben. Es soll rund 20 000 solcher «Briefkastenfirmen» geben, welche jede für sich betrachtet zwar relativ geringe, gesamthaft gesehen aber doch sehr beträchtliche Steuerabgaben leisten. Sie haben nicht unwesentlich zum Wohlstand der kleinen Alpenrandnation
beigetragen.
Augenfälliger Ausdruck dieses Wohlstands ist unter anderem die Tatsache, dass sich in Liechtenstein ein intensives Kulturleben entwickelt hat: Kunstausstellungen, Theateraufführungen und Konzerte mit bekannten Solisten sind beinahe schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Mehr als 60 Vereine widmen sich der Kultur- und Brauchtumspflege. Und Sportklubs gibt es über hundert.
Kasten: Briefmarken - «Botschafter» Liechtensteins
Viele, die von Liechtenstein nur wenig wissen, kennen wenigstens seine Briefmarken. Man darf dies als Bestätigung dafür nehmen, dass Briefmarken nebst ihrer Aufgabe als Portomarken auch den Auftrag erfüllen, als «Botschafter» des Absenderlandes in die Welt hinauszugehen.
Mit dem Übergang der Postdienste aus privaten in staatliche Hände im letzten Jahrhundert übernahm die Österreichische Reichspost die Postdienste im Fürstentum Liechtenstein. Erst zu Beginn unseres Jahrhunderts wurde im zwischenstaatlichen Vertrag dann auch die Ausgabe eigener Briefmarken durch Liechtenstein festgehalten.
Mit dem Ersten Weltkrieg endeten aber nicht nur die Vereinbarungen Liechtensteins mit Österreich bezüglich der Währung und des Zolls, sondern auch jene über das Postwesen. In der Folge schloss Liechtenstein mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft ein Abkommen über die Besorgung der Postdienste im Fürstentum. Wie früher im Vertrag mit Österreich wurde auch in jenem von 1921 mit der Schweiz die Ausgabe eigener Briefmarken durch Liechtenstein vereinbart.
Wer sich die Briefmarken Liechtensteins genauer besieht, wird feststellen, dass seit 1912, als die ersten Briefmarken mit dem Bild des damals regierenden Fürsten erschienen, stets die Besonderheiten dieses Landes in den Markenbildern zum Ausdruck kamen. So begegnet man regelmässig Motiven aus der Landschaft und den Dörfern, aus der Geschichte und dem Volkstum, aus Monarchie, Natur, Religion, Kultur und Kunst. Liechtensteins Briefmarken wollen das Land und seine Leute vorstellen und näherbringen. Und tatsächlich ist mancher treue Gast, der heute Liechtenstein regelmässig für kurze oder längere Zeit besucht, erst durch die Briefmarken auf dieses kleine Land aufmerksam geworden.
Obschon für einen Kleinstaat wie Liechtenstein die Briefmarken ein wichtiges Mittel der Publizität darstellen, hat man bei der Einführung eigener Briefmarken sicher nicht allein an deren «Botschafterrolle» gedacht. Der Idee waren die finanziellen Interessen des Staates ebenso Pate gestanden wie die ideellen: Die Philatelie sollte auch dazu dienen, der Staatskasse Geld zu beschaffen.
Der staatsfinanzielle Aspekt des Briefmarkenwesens ist heute nicht minder wichtig als zu Beginn vor einem Dreiviertel Jahrhundert. Immerhin rund zehn Prozent der liechtensteinischen Staatseinnahmen stammten in den letzten Jahren regelmässig aus den Erlösen aus dem Wertzeichenverkauf.
Bildlegenden
Der Rhein bildet auf einer Länge von 25 Kilometern die natürliche Grenze zwischen Liechtenstein (rechte Bildseite) und der Schweiz (linke Bildseite). Aus der Rheintalsohle erhebt sich mächtig das Drei-Schwestern-Massiv bis auf 2052 Meter Höhe. An seinem Fuss befindet sich der liechtensteinische Hauptort Vaduz.
Das Schloss Vaduz ist ein mächtiges Bauwerk, dessen älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen. Das im Laufe des 19. Jahrhunderts zur Ruine zerfallene Schloss wurde zwischen 1905 und 1912 vollständig wiederhergestellt und dient seit 1939 der liechtensteinischen Fürstenfamilie als ständiger Wohnsitz.
Triesenberg mit seiner sonnigen, aussichtsreichen Terrassenlage ist eine alte Walsersiedlung. Im Dorfmuseum gibt eine heimatkundliche Sammlung Aufschluss über Brauchtum und Alltag dieser im 13. Jahrhundert aus dem Wallis (Schweiz) eingewanderten Bergbauern.
Seit etwa 400 Jahren sammelt das Adelsgeschlecht der von Liechtenstein Kunstgut. Ihre Sammlung, die zu den grössten Privatsammlungen der Welt gehört, umfasst neben bedeutenden Gemälden - etwa des flämischen Barockmalers Peter Paul Rubens - auch eine Vielzahl bemerkenswerter Bronzeskulpturen aus verschiedenen Epochen.
In der südlichsten Ecke Liechtensteins, bei der Ortschaft Balzers, erhebt sich auf einem Felssporn die malerische Burg Gutenberg. Bei Ausgrabungen kamen hier eisenzeitliche Kleinfigürchen und andere Gegenstände zum Vorschein, die zeigen, dass der Burghügel schon vor rund 5000 Jahren besiedelt gewesen war.
Die Viehwirtschaft ist ein wichtiger Erwerbszweig der liechtensteinischen Landwirte. Ein Grossteil des Viehs wird im Sommer auf den Alpen geweidet, wodurch im Tal Futterreserven für den Winter frei werden. Im Herbst erfolgt dann jeweils der «Alpabzug». (Hintergrund: Schloss Vaduz)
Liechtenstein geniesst einen sehr guten Ruf als Ferienland. Die jährlich rund 80 000 übernachtenden Gäste wie auch die unzähligen Tagesausflügler aus dem nahen Ausland wissen den landschaftlichen Reiz des Fürstentums und die Freundlichkeit seiner Bewohner sehr zu schätzen. (Bild: Vaduz)
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