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Vom 15. bis 19. Juni 2020 fanden die Radioaktivitätsmessflüge der Nationalen Alarmzentrale (NAZ) statt. Es wurden keine ungewöhnlichen Werte in den Umgebungen der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt gemessen.
Ausserhalb der Betriebsareale der Kernkraftwerke Leibstadt und Beznau sowie des Paul Scherrer Instituts und der Zwilag wurden keine unerwarteten erhöhten Radioaktivitätswerte aus der Luft gemessen. Die Messungen über dem Siedewasserreaktor des Kernkraftwerks Leibstadt (KKL) zeigten betrieblich bedingte erhöhte Messwerte. Diese sind aufgrund des Reaktortyps zu erwarten und für Mensch und Umwelt ausserhalb des Areals ungefährlich. Die NAZ schreibt dazu in ihrem Kurzbericht:
«Das Kernkraftwerk Leibstadt ist auf der Karte klar zu erkennen. Die Erhöhung der Ortsdosisleistung direkt über dem Kernkraftwerk Leibstadt ist zu erwarten, da bei Siedewasserreaktoren wie Leibstadt und Mühleberg Frischdampf mit Stickstoff N-16 aus dem Reaktor in das Maschinenhaus geleitet wird. Die Gammastrahlung des Stickstoffisotops N-16 kann somit unmittelbar über dem Maschinenhaus infolge geringerer Dachabschirmung aus der Luft gut detektiert werden. Aus dem Reaktor selber ist aufgrund der dicken Schutzhülle keine Gammastrahlung messbar. Vergleichbare Werte wurden bereits in den vergangenen Jahren beobachtet.»