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Der Reichtum des Löwenhofs Rheineck
Das prunkvolle Gebäude des Löwenhofs in Rheineck gilt als grossartigstes Herrschaftsgebäude des 18. Jahrhunderts im Kanton St.Gallen.
Im Auftrag des reichen einheimischen Handelshauses Heer (Seiden- und Wollstoffe) wurde der dreigeschossige Löwenhof 1742/46 als Sommersitz erbaut. Später war er im Besitz des Kaufmanns und Magistraten Jakob Laurenz Custer. Die Barockanlage ist eine hervorragende Verbindung von Gebäude und umgebendem Garten und stellt ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung dar.
Im Innenhof des U-förmig angelegten Löwenhofs befindet sich eine französische Gartenanlage mit Pavillon, Orangerie und Springbrunnen. Der Pavillon überblickt Garten und Löwenhof perfekt. Mit wundervollen Deckenstuckaturen wäre das Nebengebäude wohl auch als einzelnes Haus eine Sehenswürdigkeit. Die Orangerie ist ein weiteres Zeichen für den Reichtum des Löwenhofs. Ursprünglich wurden Orangerien als repräsentative Gewächshäuser für Zitrus- und andere exotische Pflanzen gebaut. Heute wird sie als Atelier (Steinbildhauerei) genutzt.