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Renzo Piano zur Hilfe im Erdbebengebiet bereit
Italiens Regierungschef Matteo Renzi hat sich mit dem Stararchitekten Renzo Piano in Genua zu einem gut vierstündigen Gespräch getroffen. Dabei ging es um die Lage im mittelitalienischen Erdbebengebiet und die Möglichkeiten des Wiederaufbaus der betroffenen Gemeinden. Der Premier bat den Architekten um Hilfe. Dieser erklärte seinerseits, in einem Moment solch enormer Schwierigkeiten immer bereit zu sein, Italien zu unterstützen. - Dies berichtete die heutige Ausgabe der Tageszeitung ”La Repubblica”.
“Das Treffen war eigentlich seit langem geplant”, war aus Kreisen des italienischen Architekten zu erfahren. Piano hatte Renzi eingeladen, um laufende Projekte vorzustellen. Angesichts der augenblicklichen dramatischen Situation im Erdbebengebiet, stand allerdings der Wiederaufbau im Mittelpunkt. “Renzi wollte von mir einen Rat, eine Vision und Hilfe für ein grosses Projekt”, sagte der Architekt der “La Repubblica”. Renzi habe keinen Auftrag erteilt, er wollte sich beraten lassen.
“Ich habe ihm gesagt, dass es eine lange Bauzeit über zwei Generationen benötigt", so Piano. Er wiederholte seine seit langem verfolgten Ideen für die historischen Zentren und Randgebiete: „Wir müssen den Beton entfernen und das noch Existierende flicken“, erklärte er und fügte hinzu, dass beim Wiederaufbau zu berücksichtigen sei, in welchem Territorium eingegriffen wird. Vernünftiges Vorgehen sei wichtig.
Renzo Piano gehört zu den bekanntesten italienischen Architekten. Der 78-Jährige ist weltweit tätig und zeichnete unter anderem für das Projekt der Fondation Beyeler in Riehen und das Centre Pompidou in Paris. Zu seinen jüngsten Projekten gehören der im Juli 2012 eröffnete "Shard“ in London sowie Aufträge in New York, darunter das "New York Times Building" und die Erweiterung der "Pierpont Mongan Library". (cb)