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Möchte die Schweizer Bevölkerung mehr Chancengleichheit für Ausländer oder will sie bessere Chancen für Schweizer? Diese Frage hat das Bundesamt für Statistik in einer Studie beantwortet.
Das Bundesamt für Statistik hat im Rahmen der Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen etwa 17'000 Personen befragt, wie sie politisch zur Chancengleichheit zwischen Schweizern und Ausländern stehen. Eine Mehrheit von 61 Prozent befürwortet eine Schweiz, in der die Ausländer die gleichen Chancen haben wie die Schweizer. 33 Prozent hingegen wollen den Schweizern bessere Chancen geben.
Während das Gesamtbild für mehr Chancengleichheit einsteht, gibt es bezüglich Geschlecht, Alter, Region und Staatsangehörigkeit grosse Unterschiede.
Bei Männern findet die Gleichbehandlung von Schweizern und Ausländern etwas mehr Zustimmung als bei Frauen.
Junge stehen der Chancengleichheit deutlich offener gegenüber als andere Altersgruppen. Am höchsten ist der Anteil der Befürworter ohne Migrationshintergrund bei den 16- bis 24-Jährigen (69,5 Prozent), am geringsten bei den Personen ab 65 Jahren (45,2 Prozent).
In keiner anderen Bevölkerungsgruppe stimmen so wenig Befragte der Gleichbehandlung zu wie bei den Personen ohne Migrationshintergrund, die die obligatorische Schule als höchstes Bildungsniveau absolviert haben, nämlich 41,4 Prozent. Bei den Personen mit einem Abschluss auf Tertiärstufe (höhere Berufsbildung und Hochschule) liegt der entsprechende Wert bei 74,3 Prozent.
Nach Grossregion betrachtet, leben in der Nordwestschweiz mit 65 Prozent die meisten Gleichstellungsbefürworter. Eine Besserstellung der Schweizer gegenüber Ausländern befürworten am ehesten die Tessiner mit 36 Prozent. (sda/pma)