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Spontane, wiederkehrende Gletscherseeausbrüche (GLOF) verursachen in der chinesischen Provinz Xinjiang massive Überschwemmungen. Dank des Gefahrenmanagements und eines Frühwarnsystems der GEOTEST AG können seit 2012 Sach- und Personenschäden weitestmöglich verhindert werden.
Zwischen 1999 und 2009 haben sich im Karakorum-Gebirge in China fünf grosse Gletscherseeausbrüche ereignet. Dabei entleerte sich der Gletschersee «Kyagar» mit einem Gesamtvolumen von rund 150 Mio m3, jeweils in einer Höhe von 4‘750 m ü. M. mit einem Spitzenabfluss von bis zu 6‘000 m3/s. Die daraus entstandenen, massiven Überschwemmungen (englisch GLOF: Glacial Lake Outburst Floods) entlang des Yarkant Flusses haben sowohl einen massiven Sachschaden verursacht als auch Menschenleben gefordert.
Ab 2009 hat GEOTEST im Auftrag der DEZA und der Wasserbehörden der Provinz Xinjiang ein autonomes Frühwarnsystem eingerichtet, Massnahmen für die potenziellen Überschwemmungsgebiete aufgezeigt sowie die Auswirkungen des Klimawandels im betroffenen Gebiet beobachtet und analysiert.
Da sich der Gletschersee in einem sehr abgelegenen und politisch sensiblen Gebiet befindet, setzte man bei der Überwachung auf Satelliten-Fernerkundung und automatisierte lokale Beobachtungs- und Warnstationen über Satellitenkommunikation.
Das implementierte Frühwarnsystem ist bis heute funktionsfähig. Sobald dieses im Falle eines erkannten GLOF ein Alarmsignal überträgt, verbleiben rund 22 Stunden bis zur Flut im Siedlungsgebiet. So bleibt den chinesischen Behörden ausreichend Zeit, um Notfallmassnahmen einzuleiten und die Menschen im Tal zu schützen.