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Die Krankheit Epilepsie ist eine der bedeutendsten chronischen Erkrankungen des Gehirns und die häufigste neurologische Erkrankung. Der Überbegriff Epilepsie beschreibt viele verschiedene Formen von Krampfanfällen des Gehirns und betrifft in der Schweiz derzeit circa 70`000 Menschen mit Epilepsie. 15`000 davon sind Kinder.
Als charakteristisches Symptom einer Epilepsie gilt der epileptische Anfall, bei dem im Gehirn eine unnormal gleichzeitige, hochfrequente Entladung vieler Nervenzellen stattfindet. Die Anzeichen dafür reichen vom leichten Muskelzucken bis hin zum kompletten Bewusstseinsverlust.
Auch wenn Epilepsie eine neurologische, organische Erkrankung darstellt, treten dennoch bei etwa jedem dritten Betroffenen zusätzlich Symptome einer Depression oder einer Angststörung auf. Als Ursache dafür sieht man in erster Linie die sozialen Folgen der Epilepsie selbst. Anpassungen des Lebensstils, des Berufsalltags, des Freizeitverhaltens bedeuten Stressfaktoren, die das seelische Gleichgewicht stören können. Auch die Angst, einen Anfall zu bekommen, kann zu Selbstwertproblemen und Unsicherheiten führen. Psychotherapeutische Hilfe wirkt in diesem Fall Wunder wirken.
Generell wird unterschieden zwischen der genuinen Epilepsie – ohne erkennbare Ursache, die sich meist bis zum zwanzigsten Lebensjahr manifestiert – und der symptomatischen Epilepsie, bei der eine ursächliche Hirnerkrankung zugrunde liegt.
Wie wird Epilepsie diagnostiziert?
Diagnostiziert wird Epilepsie anhand einer körperlichen Untersuchung sowie einer Reihe von neurologischen Verfahren wie MRT, MEG, EEG, CT, PET oder Angiografie. Neben dem Meiden von Faktoren wie Alkohol, Lichtreizen oder Schlafentzug erzielen neue Medikamente gute Erfolge, sodass die Betroffenen oft lebenslang anfallfrei leben können. In einigen Fällen kann auch eine Operation zur Beschwerdefreiheit führen.