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Michael Ratney, Stellvertreter des US-Aussenministers, sagte am Montag, er sei „erstaunt“ über die humanitäre Art der Behandlung, die Israel den in dem sechs Jahre andauernden Bürgerkrieg in Syrien verletzten Menschen zuteilwerden lasse. Er fügte hinzu, dass die medizinische Versorgung der Flüchtlinge im Ziv Medical Center in Safed ein Zeugnis „israelischen Mitgefühls und Könnens“ sei.
Ratney, der eine Delegation von US-Offiziellen bei einer Rundfahrt durch die nördlichen Grenzgebiete Israels zum Libanon und Syrien anführte, sagte auf der in Safed endenden Tour, er „verlasse das Ziv-Krankenhaus (medizinisches Zentrum) mit tiefer Anerkennung für die heldenhafte Arbeit, die man hier bei der Versorgung verletzter syrischer Bürgerkriegsopfer“ leiste.
Begleitet wurde Ratney – ehemaliger Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Jerusalem von 2012–2015 und jetziger US-Sondergesandter für Syrien –, der fliessend Arabisch spricht, von Dr. Scott B. Lasensky, Senior Fellow am Institute for National Security Studies und leitender Berater für israelische, syrische und Nahost-Angelegenheiten der Obama-Administration, sowie von ranghohen Offizieren der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF).
Ebenso wie Ratney lobte auch Lasensky das Krankenhaus dafür, dass es sich sowohl in Israel als auch im Ausland mit Engagement und Mitgefühl für Flüchtlinge und Soldaten gleichermassen einsetzt.
In den vergangenen viereinhalb Jahren versorgten medizinische Teams aus Israel mehr als 1.100 bei den Bürgerkriegskämpfen verletzte syrische Zivilisten. Sprecher des Ziv Medical Center sagten, der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt eines syrischen Patienten sei wesentlich länger als der eines Israelis. Weiterhin sagten sie, das Krankenhaus habe ein ganzheitliches Rahmenwerk für die Behandlung syrischer Patienten geschaffen, das u. a. arabischsprachige Sozialarbeiter, Lehrer, Rehabilitationsfachleute beinhalte.