Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/611

Angesichts mehrerer Urteile auf nationaler und kantonaler Ebene, eines Gutachtens der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) sowie von Stellungnahmen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) gebe es keine Alternativen mehr. Das schreiben die beiden Kantone in Mitteilungen vom Donnerstag.
Der Kanton Freiburg will das Verfahren durch eine Änderung des kantonalen Nutzungsplans einleiten. Die Waadtländer Regierung beabsichtigt, die Grenzen von Naturschutzgebieten am südlichen Neuenburgersee anzupassen. Die beiden Kantone werden koordiniert vorgehen.
Laut dem Kanton Freiburg verfügten die Besitzer der Häuser, die auf staatlichem Grund stehen, zwar über zeitlich beschränkte Rechte oder Bewilligungen. Diese waren aber auf Zusehen hin erteilt worden, sahen den Rückbau der Ferienhäuser vor, und die Rechte liefen vor mehreren Jahren ab.
Ihr Erhalt stehe auch nicht im Einklang mit dem Schutzziel von Moorlandschaften, Auengebieten und Flachmooren von nationaler Bedeutung wie eben der Grande Cariçaie, schreibt der Kanton Freiburg. Genau dies hielt - bereits 2013 - auch die ENHK fest.
Die Grand Cariçaie ist mit 3000 Hektaren das grösste Seeuferfeuchtgebiet der Schweiz. Das gegen 40 Kilometer lange Gebiet erstreckt sich über die Kantone Waadt, Freiburg, Neuenburg und Bern.
Die Freiburger und Waadtländer Regierungen boten den Ferienhausbesitzern 2007 Spezialverträge an, welche den Unterhalt und die Renovation der Ferienchalets regeln sollten. Dagegen zogen mehrere Umweltverbände vor Gericht und erhielten Recht. Die Verträge wurden widerrufen.
(SDA)