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Geschichte der Biochemie
Im Jahre 1873 veröffentlichte der deutsche Arzt Dr. med. Wilhelm Heinrich Schüssler einen Artikel in der "Allgemeinen Homöopathischen Zeitung" mit dem Titel "Eine abgekürzte Homöopathische Therapie", in dem er zum Ausdruck brachte, dass ihm die "allgemein üblichen Arzneien entbehrlich" geworden seien, und er nur mit zwölf anorganischen Stoffen "d.h. physiologischen Funktionsmitteln des Organismus operiere". Er habe die Überzeugung gewonnen, "dass man mittels derselben auf dem kürzesten Wege zum Ziele gelangen kann".
Ein Jahr später, 1874, entschloss sich Schüssler, die Grundsätze seiner reduzierten homöopathischen Therapie einem grösseren Kreise bekannt zu machen. Im Buchhandel erschien seine Broschüre "Eine abgekürzte Therapie, gegründet auf Histologie und Cellular Pathologie". Diese Formulierung klingt schon wesentlich anders. Die Homöopathie wird darin nicht mehr erwähnt. Schüssler schreibt später: "Mein Heilverfahren ist aber kein homöopathisches, denn es gründet sich nicht auf das Ähnlichkeitsprinzip, sondern auf die physiologisch-chemischen Vorgänge, welche im menschlichen Organismus sich vollziehen". Es ist das Verfahren, das er in den folgenden Jahren als Biochemie bezeichnete.
Herstellung biochemischer Arzneimittel
Auch wenn sich Schüssler immer mehr von der Homöopathie und dem Ähnlichkeitsprinzip entfernte, blieb er in der pharmazeutischen Praxis den homöopathischen Herstellungstechniken, die er aus jahrelanger Erfahrung gut kannte, treu. Beim Potenzieren handelt es sich um einen speziellen Verdünnungsprozess, der im Fall der Schüssler Salze in Zehnerschritten durchgeführt wird. Für die erste Verdünnungsstufe wird 1 Teil Mineralsalz mit 9 Teilen Milchzucker während rund einer Stunde verrieben. So entsteht die erste Dezimalpotenz (= D1) welche 1/10 der Gesamtmenge des verriebenen Salzes enthält. Für die zweite Dezimalpotenz (=D2) nimmt man nun 1 Teil der Potenz D1 und verreibt dieses wiederum mit 9 Teilen Milchzucker. Dieses Prinzip wird solange fortgesetzt, bis die gewünschte Potenzstufe erreicht ist.
Durch diesen aufwändigen Potenzierungsprozess werden die Mineralstoffe aufgeschlossen und in feinste Verteilung gebracht. So, dass sie für die menschliche Zellen optimal verfügbar sind und Regulationsmechanismen einleiten können.
Auch heute noch werden die Schüssler Salze genauso hergestellt wie zu Dr. Schüsslers Zeiten. Einzig die schweren Porzellan-Mörser von damals wurden durch Verreibungsmühlen ersetzt. Wir garantieren auch in Zukunft die bekannte und gleichbleibend hohe Qualität der Schüssler Arzneimittel.
„Jedes biochemische Mittel muss so verdünnt sein, dass die Funktionen gesunder Zellen nicht gestört, vorhandene Funktionsstörungen aber ausgeglichen werden." Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler
Die Wirkungsweise
Mineralsalze sind für unseren Körper lebenswichtig. In unterschiedlichen Geweben und Organen erfüllen sie dabei wichtige Aufgaben. Sie werden beispielsweise für die Steuerung biochemischer Vorgänge benötigt, sind unentbehrlich für den Aufbau von Zellstrukturen und Vermittlung von Informationsvorgängen von Zelle zu Zelle. Fehlen unserem Körper Mineralstoffe, so kommt es in der Folge zu Störungen der Zellfunktionen. Diese Störungen gilt es dort zu regulieren, wo sie auftreten und zwar in den Zellen. Durch die Zufuhr von Mineralsalzen in kleinsten Mengen und feiner Verteilung wird das Gleichgewicht in der Zelle wieder hergestellt und die Funktionsstörung normalisiert.