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Château Pavie 1er grand cru classé A 2016 75 cl
100 Punkte Robert Parker für den 2016er von Château Pavie!
Charakter
Parker: The 2016 Pavie a blend of 60% Merlot and 40% Cabernet Franc. Very deep purple-black in color, it needs a little coaxing to begin, slowly unfurling to reveal a fragrant perfume of violets, chocolate-covered cherries, crushed blueberries and eucalyptus over a core of preserved plums, kirsch, black raspberries and crème de cassis plus hints of licorice and chargrilled meat. Full-bodied and built like a brick house, it has a solid foundation of firm, super ripe, grainy tannins and seamless freshness interknit with the black fruit preserves and minerally layers, finishing very long and very decadent. Superb! 100/100
Terroir
Der Weinberg des Château Pavie besteht aus einem einzigen Block von 37 Hektar, was ihn zu einem der größten klassifizierten Premiers Grands Crus Classés von Saint-Émilion macht.
Der Weinberg liegt im Südosten des Hügels von Saint-Émilion und erstreckt sich über drei Ebenen den Hügel hinauf, mit Rebstöcken, die im Durchschnitt 48 Jahre alt sind. Das “Plateau” (85 Meter über dem Meeresspiegel) besteht aus einem ton- und kalkhaltigen Boden und die “Mitte der Küste” (55 Meter über dem Meeresspiegel) aus einem braunen ton- und kalkhaltigen Boden mit feiner Textur. Der “Küstenfuß” wiederum besteht aus sandigem / sandig-lehmigem Boden mit Eisengrus zwischen 60 und 80 cm und sandig-kiesigem Boden.
Geschichte
Aushängeschild des Châteaus Pavie sind die Rotweine, die der höchsten Bordeaux-Klassifikation, der sogenannten Premier Grand Cru classé A, angehören. Die Geschichte des Weingutes begann im 4. Jahrhundert, als die Hänge der Côte Pavie mit Reben bepflanzt waren. Aufzeichnungen zufolge gehörte das Château Pavie schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den führenden Weingütern der Region Saint-Émilion. Die größte Parzelle wurde von der Familie Tallemann bewirtschaftet, während kleinere Rebflächen von den Familien Lafleur, Dussaut, Chapus und Pigasse verwaltet wurden. Später kaufte der französische Weinhändler Ferdinand Bouffard das Weingut der Familie Tallemann. In den darauffolgenden Jahren erwarb er weitere benachbarte Parzellen, sodass er fortan über eine 50 Hektar große Anbaufläche verfügte. Leider wurde ein Großteil des Anwesens von Rebläusen vernichtet, weshalb Bouffard das Weingut an Albert Porte verkaufen musste.
Das Weingut wechselte mehrmals den Besitzer, bis Gérard Perse, ein erfolgreicher Besitzer mehrerer Großmärkte und Weingüter, das Château Pavie erstand. Gérard Perse tätigte umfangreiche Investitionen, indem er beispielsweise neue Rebstöcke pflanzte und einen neuen Fasskeller errichten ließ, der Platz für 700 Barriques bot. Darüber hinaus engagierte er den Önologen Michel Rolland, mit dessen Hilfe die Weinqualität sich schlagartig verbesserte. Während die Weine früher noch 200 Franc kosteten, sind sie heute über 1.500 Franc wert. Die 37 Hektar großen Weinberge des Châteaus Pavie befinden sich im Südosten der Weinbauregion Saint-Émilion, unweit der gleichnamigen Gemeinde. Die Rebflächen erstrecken sich in einer Region, in der die Kiesablagerungen der Dordogne und das gewaltige Kalksteinplateau des Weinbaugebietes Saint-Émillion aufeinandertreffen. Die Rebhänge, die einem Amphitheater gleichen, sind südwärts ausgerichtet, sodass die Trauben von reichlich Sonne profitieren. Die vielfältigen Böden gestatten einen ebenso abwechslungsreichen Rebsorten-Spiegel, der von der Rotweinsorte Merlot dominiert wird. Ergänzt wird die Rebsorte durch die beiden Rotweinsorten Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon, die jeweils 30 und 10 Prozent der Rebflächen einnehmen. Die jährliche Ertragsmenge der 43 Jahre alten Reben liegt bei 30 Hektolitern pro Hektar. Um die Qualität der Trauben zu sichern, werden sie von Hand gelesen, bevor sie im Weinkeller des Hauses mehrfach selektiert werden. Der Gärprozess erfolgt in temperaturgesteuerten Eichenholzfässern, bevor die Weine 18 bis 24 Monate lang in traditionellen Barriques verbleiben. Zwar unterscheiden die einzelnen Jahrgänge sich geschmacklich voneinander, jedoch zeichnet ein „Château Pavie“ sich durch ein samtiges und vollmundiges Aroma aus, das mitunter von Haselnüssen, Zedernholz, Tabak und Rosinen begleitet wird.