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Das Ölkartell ist in den vergangenen Wochen unter Druck geraten, weil der Ölpreis stark gesunken ist. Bereits am Mittwochabend verdichteten sich nach informellen Gesprächen und der Sitzung eines "Opec+"-Komitees die Anzeichen, dass die Opec und die mit ihr kooperierenden Staaten darauf voraussichtlich mit einer Förderkürzung reagieren werden.
Die 15 Opec-Mitglieder produzieren derzeit rund 33 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl am Tag - das entspricht rund einem Drittel der weltweiten Rohöl-Produktion. Der Bedarf liegt laut der Internationalen Energieagentur für 2019 aber nur bei 31,3 Millionen Barrel Opec-Öl täglich. Auch mehrere Energieanalysten gingen daher zuletzt von einer Kürzung aus.
US-Präsident Donald Trump sprach sich am Mittwoch bereits gegen eine Förderkürzung aus. Hoffentlich werde die Opec die Fördermengen nicht beschneiden, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. "Die Welt will keine höheren Ölpreise sehen und braucht sie auch nicht!", fügte er hinzu.
Der Preis für ein Barrel der Rohölsorte Brent stürzte zuletzt von mehr als 85 Dollar Anfang Oktober auf knapp über 60 Dollar Anfang Dezember ab. Am Mittwoch stieg er in Hoffnung auf eine Produktionskürzung der Opec deutlich an. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel Brent 63,21 US-Dollar.
(AWP)