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In Anbetracht aller Niederschlagsdauern ist das Tessin das Gebiet, das am stärksten von Niederschlägen betroffen ist. Auf der anderen Seite der Skala sind die höchsten Mengen in den inneren Alpentälern äusserst bescheiden, insbesondere im Rhone- und Inntal.
Nördlich des Rhone- und Rheintals hängt die räumliche Verteilung der Niederschläge von der Dauer der Ansammlung ab. Bei Dauern von mehr als einem Tag erfolgten am Alpennordrand (Voralpen) und im Jura stärkere Niederschläge als im Mittelland (deshalb die Hervorhebung topografischer Merkmale). Dieses Muster widerspiegelt die Frequenz von Blitzeinschlägen und stimmt mit der Tatsache überein, dass Gewitter höchstwahrscheinlich erheblich zu den 1-Tages- sowie zu den 5-Tages-Niederschlags-Maxima beitragen.
Bei sehr kurzen Dauern sind die Merkmale der nördlichen Alpen jedoch nicht sichtbar: sehr starke stündliche oder 10-Minuten-Niederschläge hängen nicht von der Topografie ab. (Anmerkung: dies ist nicht der Fall für durchschnittliche stündliche oder 10-Minuten-Niederschläge, welche die höchsten Werte über dem Alpennordrand und dem Jura aufweisen; wird hier nicht aufgeführt). Die Gründe dafür sind unklar, aber es ist möglich, dass, während die Bildung von Gewittern entlang des Alpennordrands häufiger erfolgt als im Flachland darunter, die Gewitter durch die grossräumige Strömung in nördlicher oder nordöstlicher Richtung transportiert werden und sich im Mittelland vollständig entfalten.
Saisonale Abweichungen
Die folgende Slideshow zeigt den Prozentsatz an Jahren, in denen das Jahresmaxima in einer bestimmten Jahreszeit niedergeht (Winter: Dezember-Januar-Februar; Frühling: März-April-Mai; Sommer: Juni-Juli-August; Herbst: September-Oktober-November).