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Die zahlreichen im vorherigen Kapitel aufgelisteten Einzel-Massnahmen können durchaus verschiedenen strategischen Zielen dienen. Sie müssen als Gesamtpaket gesehen werden. Gewisse Massnahmen haben mehr ökonomische Wirkungen wie erhöhte Wertschöpfung durch neue Absatzmöglichkeiten. Andere dienen mehr der Erfüllung von übergeordneten gesellschaftlichen Politikzielen, wie Erhaltung von sauberem Trinkwasser oder Biodiversität.
Synergien und Konflikte
Die Kombination und Abstimmung verschiedener Massnahmen durch den Bioaktionsplan kann Synergien schaffen. Die Wissenserhöhung auf allen Stufen über die Vorteile der Bioproduktion kombiniert mit der Bewusstseins-Förderung bei Konsumentinnen und Konsumenten (Pull-Massnahme) erhöht die Chancen für eine bessere Wertschöpfung der regionalen Biobranche. Es braucht aber auch von Seiten der Produzenten (sowohl landwirtschaftliche Produktion als auch Verarbeitung) eine gemeinsame Anstrengung, um die Bio-Wertschöpfungskette in den Bereichen Qualität und Innovation weiter zu stärken.
Konflikte kann es geben, wenn die regionalen Bioprodukte mit anderen Label-Produkten in Konkurrenz stehen. Umso wichtiger ist es Marktakteure und Konsumentinnen und Konsumenten besser über die Produktionsweisen, Herkunft und Strukturen zu informieren. Gleichzeitig kann auch die Zusammenarbeit mit bestehenden Qualitäts- und Regionallabels angestrebt werden. Hierbei kann es auch sinnvoll sein, Absatzkanäle von Grossverteilern zu nutzen, vorausgesetzt dass diese auf das Angebot von biologisch und regional hergestellten Produkten von Betrieben und auf eine faire Zusammenarbeit setzen. Eine Herausforderung ist es, die Entwicklung des regionalen Bioangebotes mit der regionalen und nationalen Nachfrage von Bioprodukten im Einklang zu halten, damit durch Überangebot kein Preiszerfall entsteht. Der Aktionsplan soll dieser Herausforderung durch innovative Ansätze und Flexibilität Rechnung tragen.