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Wegen Budgetkürzung: In den USA droht ein Flugchaos
Der Chef der US-Bundesbehörde Federal Aviation Administration (FAA), Billy Nolen, schlägt in einem Offenen Brief an den US-Kongress Alarm. Das berichtet die «FVW» Abo. Hintergrund ist die vom US-Repräsentantenhaus genehmigte Sparübung im Zusammenhang mit der FAA. Diese Budgetkürzung erschwere es, die Technik der FAA zu modernisieren, heisst es im Schreiben. Das veraltete IT-System der Behörde löste im Dezember 2022 und Januar 2023 zahlreiche Flugausfälle aus.
FAA-Chef zeichnet ein Horrorszenario
Wenn die Budgetkürzung definitiv durchkommt, wird die FAA laut Nolen gezwungen sein, Mitarbeitende zu entlassen und die Einstellung von neuen Fluglotsen einzustellen. Das hätte verheerende Auswirkungen auf den Flugverkehr im Sommer. «Wir sprechen von einer möglichen Reduzierung des Personals um bis zu zehn Prozent, was mehr als 4000 Mitarbeitenden entspricht», sagte der FAA-Chef gegenüber US-Medien.
Das US-Repräsentantenhaus hatte Ende April ein Gesetz verabschiedet, wonach die Schuldenobergrenze angehoben werden soll. Gleichzeitig setzten jedoch die Republikaner im Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur ihre Forderungen nach Einschnitten bei den Inlandsausgaben durch, wovon auch die FAA betroffen ist. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen. Das Gesetzesvorhaben muss noch vom US-Senat abgesegnet und von US-Präsident Joe Biden unterzeichnet werden, bevor es tatsächlich zum Tragen kommt.