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30 Jahre verbringt Ludovica Mano in ihrer Wohnung in der angolanischen Hauptstadt Luanda, in die sie sich selbst, aus Angst vor dem ausbrechenden Bürgerkrieg, 1974 eingemauert hat. Bis zu ihrer Befreiung aus der Wohnung in den 1990er-Jahren füllt Ludovica unzählige Hefte und – als diese ausgehen – die Wände der Wohnung mit ihren Gedanken. An diesen Aufzeichnungen orientierte sich der angolanische Schrifttsteller José Eduardo Agualusa bei der Niederschrift von «Eine allgemeie Theorie des Vergessens» (C. H. Beck 2017, aus dem Portugiesischen von Michael Kegler). Mit seinem Übersetzer unterhält sich der versierte Erzähler und «poetische Historiograf seiner Heimat» (Tagesspiegel) über diesen phantastisch-realistischen Roman, der die Leser durch drei Jahrzehnte bewegter angolanischer Geschichte führt.