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Zürich - Dass die Schweizer an der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika den Siegespokal in die Höhe stemmen, ist zwar möglich, aber eher unwahrscheinlich. Der Titelgewinn liegt bei einer Wahrscheinlichkeit von 1,1 Prozent.
Zu diesem Schluss kam der Mathematiker Roger Kaufmann an der ETH Zürich im Rahmen eines Kolloquiums über anwendungsorientierte Statistik. Die besten Titelchancen hat er für Brasilien und Spanien errechnet. Danach folgen Portugal, die Niederlande, Nigeria und Kamerun.
Chancen sieht der Mathematiker jedoch auch für Honduras, einem der Gegner der Schweiz in der Vorrunde. "Denn dieses Mal oder bei einem der nächsten Male wird - statistisch gesehen - ein Aussenseiter Weltmeister", sagte der Mathematiker.
Durch das K.-o.-System ab den Achtelfinals seien die Chancen für Honduras nämlich grösser als beim Meisterschaftssystem. Denn der Zufall spiele eine riesige Rolle. "Ein schlechter Tag eines Favoriten kann diesen aus dem Wettbewerb werfen", so Kaufmann.
Die Schweizer bestreiten ihr erstes Spiel am 16. Juni gegen Spanien. "Zu 40 Prozent verlieren wir das Spiel nicht", sagte der Referent. Die Siegeschancen sieht er bei 14,2 Prozent, ein Unentschieden liegt zu 25,5 Prozent in der Luft - oder auf dem Rasen. Zu 60,3 Prozent gewinnt Spanien.
Wie nun kommt Kaufmann zu seinen Aussagen? Seinen Berechnungen legt er die Punkte der Fifa-Weltrangliste zugrunde. Danach berücksichtigt er beispielsweise, wieviele Tore ein Team erzielte oder erhielt und wieviele Partien es gewann oder verlor. Seine Beobachtungen wandelt er dann in mathematische Formeln um.
Keine Berücksichtigung finden aktuelle Ereignisse. Mathematisch gesehen ist es Kaufmann egal, ob Michael Ballack ausfällt, oder ob statt Marco Streller Albert Bunjaku nach Südafrika fährt.
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