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Saint-Cirq-Lapopie liegt wunderschön auf den Klippen des linken Lot-Ufers, circa einen Kilometer vor der Mündung des Célé in den Lot.
Die steilen Gassen des Ortes sind geprägt durch ziegelgedeckte Giebelhäuser aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. Viele Künstler haben sich im Dorf niedergelassen und bieten ihre Erzeugnisse an. Am Fuße des Felsens Lapopie erinnern Mühlen, Schleusen und der Hafen, sowie der Leinpfad an die Zeit der florierenden Binnenschifffahrt auf dem Lot.
Die romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert liegt unterhalb der Burgruine. Der quadratische Glockenturm und die Apsis stammen noch aus jener Zeit. Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche umgebaut. Sie ist dem heiligen Cirq (Quiricus) geweiht. Siehe unten
Übrigens: Lapopie ist der Name der Herren, die über den Ort herrschten. Sie waren die Hauptfiguren einer Geschichte voller Belagerungen und verheerender Schlachten, bis sich der Ort dann im 13. Jh. mit stattlichen Häusern, einem Hospital, einem Marktplatz, einer Kirche und natürlich einer Burg schmückte, die berühmten Adelsfamilien Schutz bot: Lapopie, Gourdon, Cardaillac, Hebrard de Saint-Sulpice...
Die Kirche unterhalb der Burgruine. An den massiven Glockenturm lehnt sich ein Türmchen, das eine Wendeltreppe birgt.
Die Célé-Variante (Fernwanderweg GR 651) führt über die Causses du Quercy nach Concots, bevor sie sich bei dem Weiler Bach, zwischen Limogne-en-Quercy und Varaire wieder mit dem GR 65 vereinigt, um danach Cahors zu erreichen.
Nach der Legende war Julitta eine reiche Witwe aus einer vornehmen Familie, die in Iconium, der heutigen türkischen Stadt Konya, lebte und die sich zum Christentum bekehrt hatte. Während der Christenverfolgung wollte sie mit ihrem drei Jahre alten Sohn Quiricus (Cirq) aus ihrer Heimatstadt nach Seleukia fliehen. In der Stadt Tarsos, dem heutigen Tarsus, wurden sie als Christen erkannt und dem Richter vorgeführt.
Als der sie mit Riemen schlagen ließ, zerkratzte das empört schreiende Kind dem Richter, der es herzen und zu sich bekehren wollte, das Antlitz.
Da schleuderte er es vom Richterstuhl, dass es tot liegen blieb, und ließ Julitta enthaupten.
Links: Statue im linken Seitenschiff, Rechts: Fenster im Chor
In St. Cirq-Lapopie wird - wie in Frankreich üblich - auch die heilige Thérèsa von Lisieux verehrt. Diese bereits bekannte (etwas kitschige) Statue steht rechts in der Kirche am Boden.
"Nach meinem Tode will ich es Rosen regnen lassen", sagte sie und wird deshalb mit Rosen dargestellt.