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OSTERIA MANCIANA
Monte Generoso
Seine touristische Geschichte hat vor mehr als 100 Jahren begonnen und ist im Wesentlichen mit dem Gipfel verbunden (1704 m.ü.M). Der Gipfel ist hauptsächlich mit der bahnbrechenden Zahnradbahn zu erreichen, und ist bei den Touristen besonders beliebt für das auf dem felsigen Bergplateau thronende neue, vom berühmten Architekten Mario Botta erbaute Bauwerk „Fiore di pietra“ (Steinblume), in dessen Fenstern sich das atemberaubende Panorama spiegelt.
Dieser generöse Berg bietet unzählige Orte, Dörfer, Aussichtspunkte und Routen an, die es wert sind, entdeckt zu werden. Überall können auch die vielen Zeugnisse ländlicher Vergangenheit, die heute Wanderziel sind, erkannt werden. In diesem besonders ausgedehnten Gebiet bestehen unzählige Möglichkeiten, unterhaltsame und entspannte Tage zu verbringen.
VALLE DI MUGGIO
Bis vor wenigen Jahrzehnten bestand im Muggiotal sowie im Grossteil des Kantons Tessin, die landwirtschaftlich Nutzung des Territoriums in der Selbstversorgung, mit den knappen, vorhandenen Ressourcen; zum Beispiel wurde Regenwasser in Zisternen gelagert, oder der Mangel an geeigneten Grundstücken für den Feldbau hat zur Terrassierung der Hänge in der Nähe der Dörfer geführt. Diese Spuren gelebter Nachhaltigkeit sind heute teilweise noch gut sichtbar. Der aussergewöhnliche Erhaltungszustand dieses eigentümlichen Schatzes ruraler Bauten, der über das gesamte Tal verteilt ist und durch ein umfangreiches Netz historischer Verkehrswege verbunden ist, trug 1980 zur Gründung des Ethnographischen Museums des Muggiotales bei Museo Etnografico della Valle di Muggio (MEVM).
Die Restaurierung der Wassermühl mulino ad acqua di Bruzella (1983-96), der fünf “Nevère” (Kalksteinkühlschränke mit Schnee gefüllt, in denen in der Vergangenheit im Tessin die Milch zur Herstellung von Butter und Käse sowie Fleisch gelagert wurden, 1997-2012), zwei “Roccoli” (1997-1999), einer Zisterne und anderen Elementen der traditionellen Kulturlandschaft wurden durch die Unterstützung des Schweizerischen Landschaftsfonds und anschliessend der Schweizerischen Landschaftsschutzstiftung und des Lotteriefonds des Kantons Zürich, ermöglicht. Erst 2003 wurde der Sitz des Museums in der Casa Cantoni in Cabbio eröffnet; diese Vollendung wurde durch den finanziellen Beitrag verschiedener Einrichtungen ermöglicht, darunter auch von der Schweizerischen Stiftung für Landschaftsschutz.
Scudellate
Als Weiler der ehemaligen Gemeinde Muggio, auf 904 Metern über dem Meeresspiegel, ist Scudellate ein bemerkenswertes Beispiel für eine lineare Siedlung an einem steilen Hang, mit alten terrassierten Feldern talwärts und Wiesen bergwärts. Die Geschichte der Bevölkerung war nicht nur durch landwirtschaftliche Tätigkeiten gekennzeichnet, die von der Auswanderung ergänzt wurde, sondern auch durch die Nähe der Grenze zu Italien, was zu intensiven Schmuggelaktivitäten geführt hat. Die Nähe zur Grenze ermöglichte es Scudellate, eine privilegierte Beziehung zum Dorf Erbonne zu entwickeln, welches selbst Weiler von San Fedele Intelvi in der Provinz Como ist, aber hauptsächlich von Tessiner Familien bevölkert ist. Scudellate und Erbonne sind nicht nur durch einen leicht begehbaren Wander- oder Radweg miteinander verbunden, sondern haben auch einen Grossteil ihrer eigenen Geschichte gemeinsam.