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Im Hornusserverein Grenchen tat sich eine Gruppe sangesfreudiger Männer zusammen, studierten einige Lieder ein und sangen oft an ihren Anlässen. Der Vorstand unterstützte diese Gruppe und bezahlte ihr Notenmaterial. Das gefiel aber nicht allen Hornussern und so liess sich ein einflussreiches Mitglied zur Bemerkung hinreissen: "Die verjödelen is üsers Gäld"
Dies wollten sich die Sänger nicht vorhalten lassen und sie beschlossen, einen eigenen Klub zu gründen. Da einige Mitglieder aus Lengnau stammten, fand die Gründungsversammlung am 9. April 1927 im Restaurant Alpenblick in Lengnau statt. Der Name "Jodlerclub Bergbrünnli Grenchen" fand eine knappe Mehrheit gegenüber "Jodlerclub Männertreu" .
Im gleichen Jahr waren die Sänger bereit, Kühermutzen und Käppi auf eigene Rechnung zu einem Betrag von Fr. 35.40 anzuschaffen. Dem Dirigenten oder Direktor wie er damals hiess, wurden pro Abend 5 Franken als Honorar abgegeben.
Beim Erscheinen der Mitglieder war ein jeder bestürzt, da unser Lokal schon besetzt war. Und zwar vom Jodler Klub Weissenstein. Dass ihr Gesang sofort unter die Lupe genommen wurde, braucht hier nicht erwähnt zu werden.
Vom Präsidenten wird die Frage aufgeworfen, ob der Klub nicht geneigt wäre, zur Mitwirkung anlässlich unseres Frühlingskonzertes Fräulein Biedermann als Einzeljodlerin anzufragen. Die Diskussion, die unter Gewitterschwüle stattfand, gab der Kassier seine Meinung in finanzieller Hinsicht kund, indem er von jedem fremden Zuzug abriet. Als Grund führt er an, da das Konzert das erste Mal im Bellevue sei. Wenn diese auch umsonst mitzuwirken gedenke, wir gleichwohl die Verpflichtung hätten, zur Wahrung des Anstandes, ein Nachtessen zu spendieren und das Einkaufen eines Geschenkes, das schnell auf 15 - 20 Franken zu stehen komme. Der Klub beschliesst, die Biedermann nicht beizuziehen.
Im Weiteren kommt das Konzert im Bären Lengnau zur Sprache, wo sich der Klub ein Defizit von 33 Franken holte. Doch lassen die Mitglieder den Kopf nicht hängen, jeder ist einverstanden 1 Franken beizusteuern.
Am Winterkonzert 1933 erhält jedes Mitglied für die Verpflegung einen Bon für einen Liter Wein. Später wurde dieser schöne Brauch wieder abgeschafft, da die Qualität des Gesangs darunter gelitten habe. Auch wurde "unmoralisches Verhalten" an den Jodlerabenden beklagt.
Protokolleintrag: Und so kam es, dass der Klub etwas aus dem Rahmen fiel. Einer zog dahin der andere dorthin und der Teufel Alkohol spielte eine grosse Rolle.
F. erklärt, dass er wegen seiner Frau dem Klub nicht mehr angehören dürfe. Die Familien-Angelegenheit, die er persönlich vorbringt, erzeigen, dass es besser ist in Anbetracht dem Wunsche zu entsprechen.