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Warum hat Blut einen Geschmack nach Metall?
Die meisten Menschen, die einmal eine kleine Verletzung abgeleckt haben, bemerken einen metallischen Nachgeschmack im Mund. Dieser kommt tatsächlich von echtem Eisen im Blut.
Mit einem prozentualen Anteil von 95% machen die roten Blutkörperchen (oder Erythrozyten), den grössten Teil der menschlichen Blutzellen aus. Die restlichen 5% bestehen aus weissen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten). All diese Blutzellen „schwimmen“ im so genannten Blutplasma (Woraus besteht eigentlich Blut?).
Der Geschmack von frischem Blut ist vergleichbar mit demjenigen von einem unlackierten Stück Eisen. Diesen Geschmack nach Metall kennen alle, die schon einmal ein metallenes Treppengeländer angefasst und danach an der Hand gerochen oder einen Finger in den Mund gesteckt haben.
Blut besteht wie erwähnt zu einem grossen Teil aus roten Blutzellen – naheliegend wäre, dass der metallische Geschmack von diesen verursacht wird. Dies ist tatsächlich der Fall: Rote Blutkörperchen enthalten das Protein Hämoglobin, in dem sich Eisen-Ionen befinden.
Hämoglobin verursacht einen leichten Geschmack nach Metall
Hämoglobin ist ein Proteinkomplex, der aus vier Untereinheiten aufgebaut ist. Die Untereinheiten bestehen aus kompliziert gefalteten Ketten von Aminosäuren, die jeweils ein Eisen-Ion enthalten. Jedes dieser Eisen-Ionen kann ein Sauerstoffmolekül binden. Das Eisen im Hämoglobin ist verantwortlich dafür, dass die roten Blutkörperchen Sauerstoff transportieren können.
Ursache für den leicht metallischen Geschmack des Blutes sind also die Eisen-Ionen im Hämoglobin. Dieses erfüllt als Sauerstofftransporter eine zentrale Rolle und ist unverzichtbar für unseren Körper.