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Ausgangslage
Der Raum der Thur zwischen Weinfelden und Bürglen im Kanton Thurgau wird im Rahmen der 2. Thurkorrektion für Hochwasserschutz und Renaturierung vollständig neu gestaltet. Das laufende Planungsverfahren wird von der Regionalen Arbeitsgruppe (RA) begleitet, in der auch Aqua Viva - Rheinaubund mitwirkt.
Zielsetzungen Aqua Viva - Rheinaubund
- Keine Beeinträchtigungen der revitalisierten Strecke durch einen Höherstau des Kraftwerks Weinfelden.
- Die Durchgängigkeit für Fische bei den Kraftwerken Bürglen und Weinfelden muss gewährleistet sein.
- Dynamisierung der Thur und Schaffung von Auenlebensräumen (Bürglerau) im Projektperimeter.
- Ein neuer Hartverbau des Ufers muss vermieden werden. Auf den versteckten Blocksatz sowie auf die Blockbuhnen ist zu verzichten.
- Das Geschiebe soll möglichst in der Sohle verbleiben, d.h. dass Baggerungen im Unterwasser des Kraftwerks Bürglen möglichst unterbleiben.
Bemerkungen zum aktuellen Stand
Im September 2009 wurde der Bauprojektentwurf präsentiert: Auf der linken Thuruferseite entsteht ein grosser, abgesenkter Raum, der gleichzeitig den Hochwasserrückhalt und die Entstehung einer flusstypischen Aue ermöglicht. Auf der rechten Thuruferseite wird der Verbau der Ufer vollständig entfernt, so dass sich der Fluss ausweiten kann. Dabei werden auch Altarme reaktiviert. Der noch bestehende Rest des Hartholzauenwaldes bleibt erhalten. Das Auengebiet wird dabei weitgehend der Thur und ihrer Dynamik zugewiesen. Aqua Viva - Rheinaubund setzt sich dafür ein, dass das Gebiet von einem drohenden Höherstau des Kraftwerks Weinfelden verschont bleibt.