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Struktur
Struktur ordnet Inhalte und gewichtet sie.
Die strukturellen Grundelemente einer Rede Einleitung – Hauptteil – Schluss haben spezifische Aufgaben:
Die Einleitung empfängt das Publikum und stimmt es auf das Thema ein.
Der Hauptteil informiert das Publikum über die Teilaspekte des Themas. Er führt aus, illustriert und argumentiert. Dabei führt er das Publikum in Schritten durch das Thema auf das Ziel (den Schluss) zu. In kurzen Referaten sind diese Schritte strukturiert gereihte Gedanken, in grösseren Präsentationen entsprechen sie Kapiteln.
Jedes Kapitel ist in sich wiederum strukturiert.
Der Schluss ist das Redeziel, er fasst zusammen, folgert und pointiert. Er vermittelt möglichst prägnant die Hauptaussagen der Rede.
Bildhaft gesprochen, nehme ich mit einer Rede mein Publikum mental bei der Hand und führe es durch meine Gedankenlandschaft:
Die Einleitung ist dann der Einstieg ins Gedankengelände.
Im Hauptteil nehme ich mein Publikum mit auf den Gedankenweg.
Im Schluss erreichen wir gemeinsam das Ziel.
Beim Strukturieren kläre und ordne ich meine Gedanken und gewichte sie. Ich entscheide mich für eine Hauptaussage (Botschaft, Take-Home-Message) und entscheide, welche Gedanken für den Gedankenweg zur Hauptaussage in welcher Reihenfolge genannt werden sollten.
Je klarer mir meine Struktur / mein Weg ist, umso besser werde ich diesem folgen können und umso besser wird mein Publikum mir folgen können.
Zwei Basisstrukturen
Bei der runden / geschlossenen Strukur nennt der Einstieg die Hauptaussage, der Gedankenweg bringt die Ausführungen und der Schluss nennt die verstärkte Hauptaussage. Der Schluss verweist auf den Einstieg zurück. Die Struktur wirkt rund bzw. geschlossen.
Die dynamische Struktur wirft im Einstieg eine Frage auf, stellt ein Problem dar oder macht eine allgemeine Aussage zum Thema. Der Gedankenweg führt Schritt für Schritt von der allgemeinen Aussage zur Hauptaussage. Die Struktur zielt auf die Hauptaussage.
Keine der beiden Strukturen ist besser als die andere. Es kann vom Redegegenstand oder von der Situation abhängen, welche ich wähle. Wenn ich zum Beispiel weiss, dass meine Hauptaussage auf Widerstand stossen wird, wähle ich eher die dynamische Struktur.
Es gibt auch eine Kombination aus den beiden Basisstrukturen. Dabei wird im Einstieg zuerst eine Frage aufgeworfen oder ein Problem geschildert. Dem folgt die vorgeschlagene Lösung (als Hauptaussage). Dann geht's in den Gedankenweg und auf die Hauptaussage zu. Diese Mischform kommt beispielsweise bei wissenschaftlichen Präsentationen und bei innerbetrieblichen Strategiepräsentationen vor.