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Snus bei Schwangerschaft?
Wenn du schwanger bist oder schwanger werden möchtest, ist es an der Zeit, den Snus sein zu lassen. Wir fassen die Risiken von Snus während der Schwangerschaft und Stillzeit zusammen.
Heute snusen mehr schwangere Frauen als je zuvor
Mehr als doppelt so viele Kinder, die heute geboren werden, werden von Müttern geboren, die während der Schwangerschaft gesnust haben, verglichen mit vor zehn Jahren. Zahlen des schwedischen Gesundheits- und Sozialamts zeigen, dass 770 Mütter, die 2016 Kinder hatten, in den Schwangerschaftswochen 30 bis 32 gesnust hatten. Im Jahr 2007 waren es 311.
Gleichzeitig ist die Anzahl der Frauen, die während der Schwangerschaft rauchen, zurückgegangen, aber Rauchen ist nach wie vor ein grösseres Problem als Snus. Im Jahr 2016 rauchten 3 874 Frauen in den Wochen 30 bis 32 ihrer Schwangerschaft.
Dann wirkt der Snus auf den Fötus
Es ist das Nikotin im Snus, welches das grösste Risiko für den Fötus darstellt und deshalb ist Snus ebenso schlecht während der Schwangerschaft wie das Rauchen von Zigaretten. Das Nikotin bewirkt, dass das Blut in der Gebärmutter und Plazenta schlechter fließt. Dies bedeutet, dass der Fötus weniger Sauerstoff und weniger Nahrung bekommt und nicht so wachsen kann, wie er sollte. Das Kind wird wachstumsgehemmt.
Nikotin erhöht auch das Risiko für andere Komplikationen wie:
• Frühgeburt.
• Plazentaentladung.
• Erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt oder den Tod des Fötus im Magen.
• Erhöhtes Risiko eines plötzlichen Kindstodes nach der Geburt des Kindes.
Hör auf zu snusen, bevor du schwanger wirst
Natürlich gibt es diejenigen, denen es während der gesamten Schwangerschaft wunderbar geht und die beschwerdefrei sind, jedoch ist dies nicht allen vergönnt. Besonders häufig sind Übelkeit, Schwindel und starke Müdigkeit im ersten Drittel der Schwangerschaft. Diese Symptome ähneln in etwa dem Nikotinentzug, welcher von Snuskonsumenten erlebt wird.
Die Hormonveränderungen im Körper wirken sich während der Schwangerschaft mehr oder weniger sowohl mental als auch physisch auf dich aus. Auch wenn du für gewöhnlich eine stabile Person mit festem Charakter und guten Vorraussetzungen bist, um das Snusen zu beenden, ist es nicht sicher, ob du während der Schwangerschaft dasselbe erlebst. Daher ist es eine gute Idee, nicht mehr zu snusen, wenn du versuchen solltest, schwanger zu werden. Du solltest keinen Nikotinentzug spüren, wenn du dich in deiner Schwangerschaft am schlimmsten fühlst.
Nikotinpräparate während der Schwangerschaft
Es gibt keine Medikamente, die zur Behandlung der Nikotinlust während der Schwangerschaft zugelassen sind. Sowohl Nikotinkaugummi als auch Nikotinpflaster wirken sich nachteilig auf den Fötus aus. Pflaster sind schädlicher als Kaugummi.
Wenn du während der Schwangerschaft Nikotin benötigst, wendest du dich an deinen Arzt oder deine Hebamme. Einige Hebammen verfügen über speziell geschultes Personal, das dir helfen kann, wenn du während der Schwangerschaft das Snusen aufhören musst. Du kannst auch die Raucherentwöhnung anrufen und Hilfe anfordern. Unter der Nummer 0848 000 181 berät die Rauchstopplinie der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz in den Landessprachen.
Nikotinfreier Snus während der Schwangerschaft
Viele Menschen, die mit dem Snus aufhören möchten, erleben, dass nikotinfreier Snus dabei hilft, selbst nachdem sie den Nikotinentzug erfolgreich hinter sich gebracht haben. Wenn du schwanger bist oder planst, schwanger zu werden, solltest du dir jedoch bewusst sein, dass nikotinfreier Snus Ginseng enthält. Diesen solltest du vermeiden, wenn du schwanger bist.
Wenn du gesnust hast, bevor du wusstest, dass du schwanger bist
Nicht jede entdeckt sofort ihre Schwangerschaft. Wenn du gesnust hast, bevor du wusstest, dass du schwanger bist, oder es einfach nicht geschafft hast, rechtzeitig aufzuhören, ist es einfach, sich schuldig zu fühlen. Aber es ist besser, sich zu freuen und das Beste aus der Situation zu machen. Jeder Tag, an dem du auf Nikotin verzichtest, ist ein Gewinn. Konzentriere dich darauf, was du tun kannst, um den Fötus während der restlichen Schwangerschaft nicht mehr Nikotin auszusetzen.
Mach dir keine Sorgen, wenn du deiner Hebamme sagst, dass du gesnust hast. Sie kann dir sowohl dabei helfen, dir nicht weiterhin unnötig Sorgen zu machen, als auch dafür sorgen, dass du schnell Hilfe und Unterstützung erhälst, wenn du diese brauchst.
Snus beim Stillen
Wenn du dein Baby stillen möchtest, solltest du weiterhin Nikotin und Ginseng meiden. Sonst reichert sich Nikotin in der Muttermilch an und die Konzentration wird dort tatsächlich höher als in Ihrem eigenen Blut. Wenn die Lust zu groß wird und du snusen musst, achte darauf, dass die Zeit zwischen der Nikotinaufnahme und dem nächsten Stillen so lange wie möglich anhält.
Wenn du in der Lage sein möchtest, mit Ersatzmilch oder abgepumpter Muttermilch zu stillen, solltest du nicht zu lange warten, um die Flasche einzuführen. Kinder, die frühzeitig keine Flasche probieren können, neigen dazu, diese später zu verweigern. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass Kinder, die eine Flasche erhalten, ihre Brust ablehnen. Andere wechseln problemlos zwischen Brust und Flasche. Du und der Vater sollten selbst entscheiden, wie Ihr es tun möchtet.