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Im Frauen-Tableau steht nur eine Top-10-Spielerin im Halbfinal, dafür zwei Teenager. Die Überraschungen standen an der Tagesordnung. Bei den Männern hingen verlief das Turnier fast nach Papierform. Die am besten klassierten Spieler schafften den Einzug in die Halbfinals, zuletzt am Donnerstag Novak Djokovic dank dem 7:5, 6:2, 6:2 gegen den Deutschen Alexander Zverev (ATP 5) und Thiem mit dem 6:2, 6:4, 6:2 gegen den Russen Karen Chatschanow (ATP 11). Insgesamt gaben die vier Halbfinalisten in ihren je fünf Partien in Paris nur fünf Sätze ab.
Djokovic erreichte zum zweiten Mal nach 2015 und als einziger im aktuellen Turnier die Halbfinals ohne Satzverlust. Wie stark der serbische Weltranglisten-Erste in diesem Jahr ist, bewies er auch gegen Zverev eindrücklich: Als der 22-jährige Hamburger beim Stand von 5:4 zum Gewinn des ersten Satzes aufschlug, erhöhte Djokovic das Tempo und sicherte sich die nächsten sechs Games. "Ich lag zurück, und dann habe ich vier, fünf Games lang perfekt gespielt", freute sich der Roland-Garros-Sieger von 2016.
Nur noch zwei Siege fehlen Djokovic, um zum zweiten Mal alle vier Grand-Slam-Titel gleichzeitig zu halten. Mittlerweile steht er bei 26 gewonnen Major-Matches in Folge. Der nächste, der versucht, die Siegesserie des 32-Jährigen zu brechen, ist Thiem. Der Österreicher erreichte zum vierten Mal in Folge in Paris die Halbfinals und strebt den zweiten Final an. Im letzten Jahr war er in seinem ersten Grand-Slam-Endspiel an Nadal gescheitert.
Gegen Djokovic hat Thiem in Roland Garros eine ausgeglichene Bilanz: 2016 verlor er im Halbfinal, 2017 gewann er - allerdings gegen einen formschwachen Djokovic - im Viertelfinal. Thiem hat sich in den letzten Tagen nach einem wenig souveränen Start ins Turnier gesteigert. Die letzten beiden Partien gegen die Top-20-Spieler Gaël Monfils und Chatschanow gewann er ohne Satzverlust. Den Russen, der ab Montag erstmals in der Weltrangliste unter den besten zehn sein wird, schlug er in nur 107 Minuten.
(sda)