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Nicht nur zum Jahresende hin, auch im Gesamtjahr 2016 hat die US-Wirtschaft abgebremst. Der Statistik zufolge wuchs das BIP im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent. Das ist ein deutlich geringeres Tempo als im Vorjahr. 2015 waren die USA um 2,6 Prozent gewachsen.
AUSSENHANDEL BREMST WACHSTUM
Im Schlussquartal wurde das Wachstum erheblich durch den Aussenhandel gebremst. Allein das höhere Handelsdefizit mit dem Ausland kostete das Land 1,7 Prozentpunkte Wachstum. Dieses Ergebnis dürfte den neuen Präsidenten Donald Trump in seiner kritischen Haltung zum Freihandel bestärken. Neben dem Aussenhandel belastete der Konsum der privaten Haushalte die Entwicklung, weil der Verbrauch schwächer wuchs. Wurde im dritten Quartal noch ein Konsumwachstum von 3,0 Prozent erreicht, betrug es im vierten Quartal 2,5 Prozent.
Gestützt wurde das Gesamtwachstum dagegen durch die Staatsausgaben, die der neue Präsident weiter und signifikant erhöhen will. Insbesondere die Ausgaben für Infrastrukturprojekte sollen deutlich erhöht werden. Die Investitionen und die Lagerbestände der Unternehmen trugen ebenso zum Wachstum bei wie die Bauausgaben.
ANNUALISIERUNG
Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang gehalten würde. In Europa wird auf eine Annualisierung verzichtet. Die Wachstumsraten sind deshalb geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Zahlen vergleichbar. Nach europäischen Standards betrug das US-Wachstum im Schlussquartal zwischen 0,4 und 0,5 Prozent zum Vorquartal./bgf/jkr/stb
(AWP)