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Christian Koch, ein angehender Master des Umweltingenieurwesens, will eine ETH-Technologie weltweit vermarkten.
Wie erklären Sie einem Laien den Begriff Biofilm, Herr Koch?
Es handelt sich dabei um eine Matrix aus organischen und anorganischen Substanzen, in die Bakterien eingelagert sind. Der Witz dabei ist, dass sich diese Mikroorganismen von den Stoffen ernähren, die wir ohne Chemie und Hochdruck aus verschmutztem Wasser filtern.
Sie nutzen eine Technologie, die im ETH-Bereich entwickelt wurde. Warum glauben Sie, dass der Markt gerade jetzt reif ist für Ihr Projekt «SelfPuris»?
Meine Partner und ich haben uns in den letzten Monaten vor allem mit der künftigen Serienfertigung der Filtermodule befasst. Dank eines grundlegend neuen Designs können wir jetzt vergleichsweise günstige Komponenten verbauen. Wir werden einen Endkundenpreis offerieren können, der um den Faktor 5 unter dem liegt, was früher möglich schien.
Wo sehen Sie den Markt für Ihre Filtermodule?
In einer ersten Phase werden wir die Betreiber von Hotelanlagen in der karibischen Inselwelt ansprechen. Dort muss das Trink- und Brauchwasser oft in Containerschiffen herbeigeschafft werden; da sind wir mit unserem System erheblich günstiger. Die dezentrale Wasseraufbereitung hat aber noch viel mehr Potenzial: Wir sehen uns als Bauzulieferer in Schwellenländern mit einer mangelhaften Wasserversorgung.
Der Anlagenbau ist teuer. Werden Sie Investoren brauchen?
Die erste Finanzierungsrunde ist für Mitte 2018 geplant.
Welche Wachstumsgeschichte stellen Sie den Geldgebern in Aussicht?
Ich rechne damit, dass wir bis in fünf Jahren tausende von Filtermodulen verkaufen und über 100 Mitarbeiter beschäftigen; die meisten in der Schweiz und in Lateinamerika.