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Myanmar
gliedert sich in sieben States und sieben
Divisions. Die Landesteile, die überwiegend von
der grössten Volksgruppe Myanmars, den Bamar,
besiedelt sind, heissen Division, die Bereiche,
die überwiegend von Minderheiten bewohnt werden,
State. States und Divisions sind weiter
untergliedert in Distrikte und Gemeinden.
Grösste Stadt des
Landes ist mit 4.477.782 Einwohnern Rangun, das
bis November 2005 auch Hauptstadt des Landes
war. Seit Dezember 2005 waren die
Regierungsbehörden nach und nach in die neue
Hauptstadt Pyinmana, ungefähr 320 km nördlich
von Rangun, verlegt worden. Am 6. Februar 2006
war der Umzug sämtlicher Ministerien offiziell
abgeschlossen. Die neue Hauptstadt wurde am 22.
März 2006 in Naypyidaw (Heimstatt der Könige)
umbenannt.
Geografie und Bevölkerung
Im elften Jahrhundert entstand aus vielen verschiedenen
eingewanderten asiatischen Stämmen unter König Anawratha
das erste burmesische Reich, das die ins Land
einfallenden Mongolen zerstörten. Ein zweites Reich
entstand erst 1753.
1824 nahmen die Briten dieses Land
in Besitz; ab 1945 gehörte es zum britischen Empire.
Eine neue Verfassung führte dazu, dass Burma (wie das
Land damals offiziell noch hiess) 1948 zu einer
unabhängigen Republik wurde.
Die nächsten Jahre waren
unruhig, das Militär übernahm die Macht. Seit 1988
herrscht eine Interimsregierung über das Land, das nun Myanmar heisst. 1990 wurde in freien Wahlen ein
Parlament bestimmt, das aber noch nie einberufen wurde.
Myanmar grenzt an Bangladesch,
die indischen Bundesstaaten Mizoram, Manipur, Nagaland
und Arunachal Pradesh, sowie an China, Laos, Thailand
und den Indischen Ozean (im Uhrzeigersinn, beginnend im
Westen). Das Andamanische Meer trennt Myanmar vom
südwestlich gelegenen indischen Unionsterritorium
Andamanen und Nikobaren.
In Myanmar gibt es viele verschiedene ethnische Gruppen.
Dieprozentuale Aufteilung
sieht wie folgt aus:Birmanen
68%, Shan 9%, Karen 7%, Rakhine 4%, Chin 3%,Mon 2%, Inder 2%, andere 5 % (Kachin, Kaya,
Chinesen, Wa,Naga, Lahu,
Lisu, Akha). Diese Vielfalt ist auch Ursache fürSpannungen und Auseinandersetzungen während der
letzenJahrzehnte. Die
wirtschaftliche Entwicklung des Landes hatdarunter sehr gelitten. Die Minderheiten im Land
haben eigene"Staaten" in den
Bergregionen gebildet, während die Birmanenüberwiegend das Ayeyarwady-Stromgebiet bewohnen.
Klima
Myanmar hat typisches Monsunklima mit drei
unterschiedlichen Jahreszeiten:
Die trockene, kühle Jahreszeit erstreckt sich auf den
Zeitraum von November bis Mitte Februar, die heisse
Jahreszeit geht von März bis Mitte Mai und von Mai bis
Ende Oktober ist die Regenzeit, die sich durch eine hohe
Luftfeuchtigkeit und gemässigte Temperaturen
auszeichnet.
Die durchschnittliche Temperatur im Küsten- und
Deltagebiet beträgt in der heissen Jahreszeit 32C. Nicht
selten werden zu dieser Zeit Temperaturen von 38-40C
erreicht. In der kühleren Jahreszeit liegt die
Durchschnittstemperatur bei 21C und es werden
Spitzenwerte von etwa 30-35C erreicht. In der Hauptstadt
Yangon, die in einem Deltagebiet liegt, betragen die
Temperaturen im Sommer etwa 35-38,50C (nachts circa
25C). In den kälteren Monaten steigt das Thermometer
üblicherweise auf Temperaturen von 20-24C. Mandalay, das
in Zentral-Myanmar gelegen ist, hat extreme
Temperaturen. Im Sommer werden hier 36,5-39,50C
gemessen, während in den kälteren Monaten die
Temperaturen auf 9 bis 22C sinken. Im Bergland von
Myanmar ist es oft sogar noch kälter.
In den Bergen und an den Küsten findet man tropischen
Regenwald, im Delta des Ayeyarwady Mangroven. Der
feuchte Monsunwald besteht aus Teak und 70 verschiedenen
Arten von Bambus. Im Tiefland herrschen Trockenwald und
Dornstrauch-Savanne vor. Die häufigsten Bäume sind der
Teakholzbaum, dessen roter Farbstoff, er wird aus den
Blättern gewonnen, zum Einfärben von Seide und Baumwolle
benutzt wird, der Jacaranda und der Banyan-Baum, der bis
zu 200 Luftwurzeln entwickeln kann.
In der kühlen Jahreszeit blühen viele Büsche und Bäume
wie der Hibiskus und der oft baumhohe Weihnachtsstern.
Besonders schön sind die leuchtend roten Kronen des
Diamantenblütenbaumes. Die Frangipani-Bäume tragen
wohlriechende cremefarbene Blütenkelche.
Essen
in Myanmar
In den Städten von Myanmar überwiegen chinesische
Restaurants, und es gibt auch einige indische.
Burmesisches Essen kann auf Märkten an zahlreichen
offenen Ständen gekauft werden.
Obwohl sie von indischen
Currys und chinesischen Nudel- und Reisgerichten
beeinflusst sind, enthalten die meisten burmesischen
Speisen das Grundnahrungsmittel Reis.
Sie sind stärker gewürzt und schwerer als die meisten
chinesischen Gerichte, aber milder als Thai oder
indische.
Die burmesische Küche umfasst
eine grosse Vielfalt von
Gewürzen, wie Chili, Pfeffer, Zimt, Kassiarinde,
Anissamen, Kurkuma, Koriander, Kardamom, Ingwer, Kümmel,
Gewürznelken, Rosensirup, Sesam, Zitronengras,
Tamarinde, Knoblauch, zahlreiche Currymischungen sowie
das allgemein beliebte (bei manchen berüchtigte) ngap,
eine streng riechende, salzige Paste aus Fisch oder
Garnelen, die in Fässer eingelegt, gegoren, in der Sonne
getrocknet und zerdrückt werden.