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Die Brennerei Glengyle hatte ihren Ursprung 1872. Sie wurde von William Mitchell & Co. gegründet, denen auch Springbank gehörte und vom Sohn Archibald Mitchell geführt wurde. Die wirtschaftliche Lage zwang die Familie Mitchell die Brennerei im Jahre 1919 an die West Highland Malt Distillers Ltd. zu verkaufen. Sie schlossen aber bereits sechs Jahre später, also im Jahre 1925, die Brennerei und demontierten die Produktionsanlagen.
Maurice Bloch, dem zu dem Zeitpunkt auch Glen Scotia gehörte, wollte gegen Ende der 1930’er Jahre die Brennerei wiedereröffnen. Doch dann kam der 2. Weltkrieg dazwischen und das Projekt wurde nicht realisiert. Ebenso fand ein neuer Versuch in den 1950’er Jahren statt, wo die Firma Campbell Henderson Ltd. probierte die Brennerei wieder an den Start zu bringen. Auch das war von keinem Erfolg gekrönt und so dienten die Gebäude während des Krieges als Schiesshalle des örtlichen Kleinkaliber-Clubs und später als Bürogebäude und Lagerhäuser, unter anderem für die Brennerei Glen Scotia.
Im Jahre 2000 kaufte Hedley Wright, der ebenfalls verwandt ist mit Familie Mitchell und Grossaktionär der Gesellschaft, die Gebäude und liess sie renovieren. Er kaufte dazu viele gebrauchte Teile der Produktionsanlage wie die Brennblasen der Ben Wyvis Brennerei aus Invergordon ein. Auch die Mühle (Boby Mill) wurde gebraucht von Craigellachie erworben, die eine grössere Mühle gekauft hatten. Nur die Washbacks aus skandinavischem Holz und die Mash Tun aus Edelstahl wurden neu produziert. Die Brennblasen wurden vor dem Einsatz durch Forsyths in Rothes renoviert nach den Vorstellungen des Inhabers und Frank McHardy, dem damaligen Direktor von Springbank. Und der Spiritsafe ist aus Edelstahl, was sehr ungewöhnlich ist.
Am 25. März 2004 fand eine kleine Einweihungsfeier zum Produktionsstart statt. Die Idee war es, dass die Brennerei rund 3 Monate im Jahr produziert, doch die Zeit wurde schon bald auf 2 Monate im Jahre reduziert, da die Jahrensproduktion von rund 75’000 bis 80’000 Liter für den produzierten Single Malt Kilkerran ausreicht. Der Whisky darf nicht wie die Brennerei heissen, da die Markenrechte bei einer andere Firma liegen, die einen Glengyle Blend produzieren und andererseits empfanden die Inhaber den Namen, dass so eine Brennerei nur in den Highlands stehen kann, wo auch wirklich ein Tal ist. Kilkerran stammt aus dem gälischen, wo der heilige St. Kerran seine Kartause hatte, dem Ursprung von Campbeltown.
Seit 2007 kommen immer wieder Single Malt Abfüllungen auf den Markt unter dem Namen Kilkerran. Er ist leicht torfig und seit 2017 gibt es eine 8-jährige Standardabfüllung in Fassstärke.
|Beschreibung||Technischer Wert|
|Jahresproduktion||750’000 Liter (nur zu 20% ausgelastet)|
|Mash Tun||1 Stück, aus Edelstahl|
|Washbacks||4 Stück, je 30’000 Liter, aus skandinavischem Lärchenholz|
|Wash Stills||1 Stück, 18’000 Liter|
|Spirit Stills||1 Stück, 15’000 Liter|
|Getreide||Gerste, Sorte unbekannt|
Öffnungszeiten:
kein Besucherzentrum, nur nach Voranmeldung bei Springbank
Kontakt:
+44-1586-551 710 (Springbank)