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MSM ist die bekannte Abkürzung von Methylsulfonylmethan, das im deutschen Sprachraum die Bezeichnung Dimethylsulfon trägt. Doch die meisten verwenden hierfür ganz einfach die Bezeichnung MSM. Hierbei handelt es sich um eine organische Schwefelverbindung, welche in allen lebenden Organismen in der Natur biologisch aktiv ist. MSM ist ein weisses, geruchloses Pulver in kristalliner Form, welches in heissem Wasser und weitere biologischen Lösungsmitteln extrem leicht löslich ist. Biologisch aktiver Schwefel hat sehr wichtige präventive und therapeutische Eigenschaften, weshalb es für die Gesundheit von grosser Bedeutung ist.
Darum zählen die Entdeckung und der Prozess von MSM, der ihn als Nahrungsergänzungsmittel anwendbar gemacht hat, zu den allerwichtigsten Erfolge in der Orthomolekular-Medizin in den vergangenen Jahrzehnten.
Entdeckung von MSM in organischer Form
Doch wie und wann wurde MSM entdeckt? Vor etwa 40 Jahren wurden Dr. Stanley Jacob und Dr. Robert Herschler, Chemiker in der Papierfabrik der Crown Zellerbach Corporation, beauftragt, Lignin – eines der häufigsten Abfallprodukte in der Papierindustrie – nutzbar zu machen. Als dieses Lignin in einem Reaktor Sauerstoff ausgesetzt wurde und oxidierte, bildete sich DMSO (Dimethylsulfoxid), eine natürliche und organische Schwefelverbindung. Diese wasserlösliche Substanz hat einen sehr starken, bitteren Geschmack und wird durch die Haut schnell aufgenommen. Gemäss George Bergstrom, der später mit der Herstellung von biologischem Schwefel für medizinische Ziele unternehmerisch tätig geworden ist, berichteten Arbeiter, welche mit dem DMSO-gesättigten Abwasser in Berührung kamen, davon , dass deren Schweiss nach DMSO zu riechen begann und sie dessen bitteren Geschmack im Mund wahrnehmen konnten. Weiter schien das Wasser spezielle medizinische Eigenschaften aufzuweisen. Geschichten über wundersame Heilungen und gesundheitliche Vorzüge machten schnell die Runde, konnten leider nie entsprechend bestätigt werden. Trotzdem war klar, dass die Wundheilung bei Schnittverletzungen, Kratzer, Verbrennungen oder Verstauchungen beschleunigter stattfand, wenn der betroffene Partie in das schwefelige Wasser getaucht wurde. Viele Arbeiter bemerkten ebenso, dass Krankheiten wie Arthritis oder Asthma nach einem Kontakt mit DMSO-Wasser gelindert wurden.
Diese Entdeckungen sind allein in den Vereinigten Staaten von Amerika in tausenden Artikel und Publikationen erschienen, welche sich mit den medizinischen Eigenschaften von DMSO beschäftigten und dies immernoch tun. Aufgrund des bitteren Geschmacks und penetranten Geruchs wurde DMSO allerdings nie besonders beliebt. Denn niemand möchte schlecht riechen. Ein weiterer Grund waren Hautirritationen bei lokaler Anwendung. Deshalb begannen Wissenschaftler damit, eine weniger aggressive Form von DMSO zu entwickeln, welche die gesundheitsfördernden Wirkung ohne Nebenwirkungen behalten sollte. Anhand der Oxidation von DMSO gelang es endlich das uns bekannte MSM herzustellen. MSM selber hat somit eine erheblich stabilere organische Schwefelverbindung mit mindestens gleichwertigen medizinischen Vorzügen, jedoch ohne Geruchsbelästigung oder Hautkomplikationen in Form von „Stinken“ oder „Juckreiz“.
MSM Quellen in der Natur
MSM ist die natürliche Form, in welcher Schwefel einen zyklischen Prozess von der Nahrungskette in die Erde und wieder zurück macht (Schwefelzyklus genannt). Algen und mehrere Planktonarten besitzen die Fähigkeit riesige Mengen anorganischen Schwefels aus dem Meerwasser aufzunehmen und in eine einfache, organische Schwefelverbindung umzuwandeln. Wenn diese Organismen sterben , werden ihre organischen Moleküle durch enzymatische Prozesse (chemische Scheren) zu Dimethylsulfiden (DMS) abgebaut, welche sehr hoch volatil und nur schwer in Wasser löslich sind. Sie sammeln sich in der Stratosphäre an, wo sie mittels UV-Strahlung in Dimethylsulfoxide (DMSO) beziehungsweise Methylsulfonylmethane (MSM) umgewandelt werden. Beide sind sehr gut wasserlöslich und konzentrieren sich aus diesem Grund leicht in atmosphärischem Wasserdampf, worauf sie in Form von Regen mit positiven Eigenschaften zur Erde zurückkehren. Pflanzliche Wurzeln nehmen diese Schwefelressourcen besonders rasch auf. Laboruntersuchungen ergaben, dass nur ein ppm (Millionstel-Teil) radioaktiv markiertes DMSO und MSM, innert Stunden die hundertfache Konzentration in Pflanzenwurzeln erreichen kann.
Aufgrund dieses Prozesses enthält Regenwasser relativ viel MSM. MSM kommt in hohen Mengen (von 1 bis 4 mg/Kg) ebenso in frischen Früchten und Gemüse vor. Rohmilch von Weidekühen enthält etwa zwischen 2 und 5 mg/Kg MSM.
Wegen seiner volatilen Natur geht MSM sehr schnell verloren, wenn Nahrungsmittel beim Kochen oder Pasteurisieren erhitzt werden. Pasteurisierte Milch beispielsweise enthält daher weniger als 0,25 mg/Kg MSM – ungefähr die gleiche Quantität wie in der Kuhmilch, welche künstliches Trockenfutter erhalten. MSM geht auch verloren, wenn Gemüse oder Früchte für längere Zeit tiefgefroren oder bestrahlt werden. Hinsichtlich der Verhältnisse in der modernen Lebensmittelindustrie, wo ein hoher prozentueler Anteil der konsumierten Lebensmittel entweder erhitzt, bestrahlt oder tiefgefroren wird, leiden viele Menschen in postindustriellen Gesellschaften an einem chronischen MSM-Mangel.
MSM und die menschliche Gesundheit
Der natürliche MSM-Anteil im Kreislaufsystem eines erwachsenen Mannes beträgt etwa 0.2mg/Kg Körpergewicht. „Normale“ Erwachsene scheiden täglich ungefähr 4 bis 11mg MSM mit dem Urin aus. Einige Studien weisen darauf hin, dass die systemische Konzentration von MSM bei Säugetieren mit zunehmendem Alter abnimmt, möglicherweise als Resultat von Veränderungen der Nahrungsgewohnheiten oder des körpereigenen Metabolismus (Stoffwechsel). Einige Forschungsergebnisse lassen auch vermuten, es gäbe eine Mindestkonzentration an MSM, welche im Körper vorhanden sein muss, um die normalen physiologischen Funktionen sowie die Molekularstruktur des Muskel- und Skelettsystems aufrecht erhalten zu können. Geringe MSM-Konzentrationen werden mit nicht näher spezifizierten Beschwerden über Müdigkeit, Depression, hoher Stressempfindlichkeit und einer hohen Zahl an degenerativen Erkrankungen in Verbindung gebracht.
MSM ist eine wichtige Schwefelquelle, hat aber auch einzigartige Eigenschaften, welche mit seiner chemischen Struktur beziehungsweise seiner Bio-Aktivität in Zusammenhang stehen. Um die vorbeugenden und therapeutischen Eigenschaften von MSM verstehen zu können, muss man zwischen folgenden zwei Fragenstellungen unterscheiden:
1) Warum braucht der Mensch Schwefel?
2) Warum braucht der Mensch MSM?
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Warum braucht der menschliche Körper Schwefel (MSM)?
MSM ist nach Kalzium und Phosphor das am häufigsten vorkommende Mineral in unserem menschlichen Organismus. Bei einem erwachsenen Mann von durchschnittlicher Grösse und durchschnittlichem Gewicht verteilen sich ungefähr 140g Schwefel auf die körpereigenen Systeme, wobei fast die Hälfte davon sich im Muskelgewebe sowie in der Haut und den Knochen befindet.
MSM als Proteinstruktur
Sobald Pflanzen MSM aus Regenwasser aufnehmen, verwandeln sie es in eine Schwefelverbindung, welche die Aminosäuren L-Methionin und L-Cystin enthält. Die anderen beiden bekannten schwefeligen Aminosäuren L-Taurin und L-Cystin werden aus L-Cystein gebildet. Der Körper stellt ungefähr 80% der Aminosäuren, die er braucht aus eigener Kraft her – sie werden als „nicht-essentiell“ bezeichnet. Die restlichen 20% – die „essentiellen“ Aminosäuren – müssen aus der Nahrung zugeführt werden. L-Methionin und L-Cystin gehören zu dieser erwähnten Gruppe.
Es existieren ungefähr 28 bekannte Aminosäuren. Diese sind die wesentlichen Bausteine der Proteine. Jedes Protein ist aus einer spezifischen und dabei einzigartigen Kombination von Aminosäuren zusammengesetzt. So können zwei Cystin-Moleküle oxidieren und sich mittels Schwefelbindungen zusammenschliessen. Diese Schwefelbindungen sind die Schlüsselfaktoren, welche die Proteine gewissermassen in Form halten und ihre Eigenschaften beziehungsweise Bioaktivität bestimmen.
MSM im Bindegewebe
MSM können Ihre Nägel und Haare positiv beeinflussen, denn Nägel und Haare bestehen in erster Linie aus einem zähen Protein mit einem hohen Schwefelanteil, das als Keratin bekannt ist. Flexible Gewebe wie Bindegewebe oder Knorpel enthalten Protein mit flexiblen Schwefelbindungen. Das im Körper am häufigsten vorkommende Protein ist Kollagen, ein Hauptbestandteil aller Bindegewebe. In der Haut ist Kollagen zusammen mit einem anderen Protein namens Elastin dafür verantwortlich, dass die Haut elastisch bleibt. In Knorpeln formt der Schwefel, der Proteoglykane, Glukosamin und Chondroitin enthält, mit Kollagen ein zähfaseriges Protein, welches dem Knorpel seine Struktur und Flexibilität verleiht.
Die Bedeutung von Bindegewebe geht über den blossen Zellzusammenhalt weit hinaus. Das erste biophysikalische regulatorische Modell wurde von Alfred Pischinger unter dem Namen „Vegetativer Bauplan“ ins Leben gerufen. Diese Theorie wurde von Hartmut Heine unter besonderer Berücksichtigung der Proteoglykane und Glykosamine sowie Fritz-Albert Popp, einem Biophysiker, welcher die Bedeutung elektromagnetischer Felder für die Übertragung biologischer Informationen erkannt hatte, ausgebaut. Ihre Forschungen haben gezeigt, dass das weiche Bindegewebe, die extrazelluläre Matrix, welche die Zelle umgibt, nicht nur einfachen strukturellen Zwecken dient. Es ist ebenso wichtig in Hinblick auf den Transport von Nährstoffen, Elektrolyten, Botenstoffen sowie atomaren und subatomaren Partikeln. Auf diese Weise bildet das weiche Bindegewebe innerhalb des Körpers ein essenzielles Kommunikationsnetzwerk durch die Übertragung feinstofflicher Bio-Informationen.
Viele Menschen bemerken mit zunehmendem Alter, dass flexible Gewebe ihre elastischen Eigenschaften verlieren. Das könnte mit einem niedrigen Schwefelgehalt bzw. -anteil zusammenhängen. Folgedessen sind steife Muskeln und Gelenke, faltige Haut und verminderte Elastizität im Lungen- bzw. arteriellen Gewebe als Folge vorprogrammiert – nicht immer aber oft (leider). Zweifellos lässt die Bio-Informationsübertragung im Bindegewebe ebenfalls nach, und die Häufigkeit von Erkrankungen in fortgeschrittenem Alter kann durchaus mit der nachlassenden Kommunikation zwischen Zellen und Körpergewebe zusammenhängen.
Wie Schwefel (MSM) auf die Durchlässigkeit der Zellmembrane wirkt
Alle Zellen (und deren Organellen) sind von Membranen eingeschlossen. Eine Membran setzt sich aus zwei Schichten von Molekülen zusammen, die einander gegenüberliegen und aus einer essenziellen Fettsäure auf der einen sowie einer aminosäurehaltigen Schwefelverbindung auf der anderen Seite bestehen. Die Aminosäuren sind dergestalt verbunden, dass sie eine Oberfläche bilden, an die Proteine und andere Bestandteile der Membran sicher andocken können. Besagte Proteine sind für den Transport vieler Nährstoffe und Abfallprodukte notwendig.
„Schwefelbrücken“ bilden flexible Verbindungen zwischen den Zellen und dem umgebenden Bindegewebe. Dadurch behalten die Zellen ihre Elastizität. Wenn weniger Schwefel vorhanden ist, verhärtet sich die Zellwand und die Zellen verlieren ihre Elastizität. Der Transport von Proteinen durch die Membran wird blockiert, da die Membran weniger durchlässig ist. Das verringert auch den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen in die Zellen, ebenso wie den Abtransport von Abfallprodukten, worauf sich der Sauerstoff- bzw. Nährstoffanteil innerhalb der Zelle verringert – bei einer gleichzeitigen Akkumulation toxischer metabolischer Abfälle. Das Resultat: Verminderte Vitalität und die mögliche Entstehung degenerativer Krankheiten.
Neue Erkenntnisse in der Freie Radikale-Pathologie haben gezeigt, dass die –thiol (-SH) Schwefelgruppen, die Aminosäuren enthalten die Proteinketten in den Zellmembranen vor Oxidation schützen können. Das ist aber noch nicht alles – Dr. Johanna Budwig beispielsweise hat im Rahmen ihrer Studien nachgewiesen, dass aminosäurehaltiger Schwefel in den Zellmembranen mit den Doppelverbindungen der Fettsäuren mitschwingt und dabei Elektronen freisetzt. Es bilden sich Elektronenwolken, die sich entlang der Fettsäure-Ketten bewegen können. Auf diese Weise entstehen elektrische Ströme; diese bilden die Grundlage der körpereigenen elektrischen Energie. Diese Energie kann anhand von Herzschlägen, Nervenstimulationen und Muskelkontraktionen, kurz: allen chemischen und elektrischen Reaktionen, die das Leben ermöglichen, gemessen werden.
MSM und die Wirkung auf unseren Metabolismus
Enzyme sind Proteine, die alle wichtigen Lebensfunktionen kontrollieren. Zum Beispiel regulieren sie sämtliche Stoffwechselprozesse in unserem Körper. Schwefelbrücken sind ein wesentlicher Teil der räumlichen Struktur von Enzymen. Ohne Schwefelbrücken würden Enzyme – aufgrund von Abweichungen bzw. Irregularitäten ihrer räumlichen Struktur – an biologischer Aktivität einbüßen. Schwefelmangel hat also eine verringerte Produktion biologisch aktiver Enzyme zur Folge, was wiederum zu Einschränkungen bei vielen Stoffwechselprozessen führt. Schwefel ist für die Energieproduktion der Zelle entscheidend, bei der Glukose unter Freisetzung von Energie weiterverarbeitet wird. Am wichtigsten ist jedoch die Rolle, die Schwefel beim Transport der Elektronen als Teil der Eisen/Schwefel-Proteine in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, spielt. Darüber hinaus ist Schwefel ein wichtiger Bestandteil der Vitamine Thiamin (B1) und Biotin (B7) – beide sind für die Umwandlung von Kohlehydraten in Energie durch Glukose-Verbrennung von großer Bedeutung. Das gilt auch für Insulin, ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, und für die Regulierung des Blutzuckerspiegels hauptverantwortlich ist. Demzufolge spielt es eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit dem Kohlehydrat-Stoffwechsel.
Jedes Insulin-Molekül setzt sich aus zwei Aminosäure-Ketten, die über sogenannten Schwefelbrücken miteinander eine Verbindung eingehen. Ohne diese Schwefelbrücken könnte das Hormon nicht richtig funktionieren, weil es seine Bio-Aktivität verlöre.
Warum benötigt der menschliche Körper MSM?
Die besten Nahrungsquellen für Schwefel (MSM)
In der Wissenschaft kursierte der Glaube, dass die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein die wichtigsten Schwefelressourcen im menschlichen Körper seien. Seit der Entdeckung des Schwefelzyklus wird diese Theorie zunehmend in Frage gestellt. Vor mehreren hundert Millionen Jahren begannen Algen in unseren Weltmeeren einfache organische Schwefelverbindungen herzustellen, welche zur Bildung von MSM geführt haben. Dieser biologisch aktive Schwefel war wahrscheinlich die wichtigste Schwefelquelle für alle heut existierende Lebensformen, die sich danach entwickelten. Das lässt die Annahme, wonach höhere Lebensformen sozusagen genetisch programmiert sind, MSM als primäre Schwefelressource zu nutzen, sehr glaubhaft erscheinen. Diese Ansicht wird durch die Entdeckung gestützt, dass MSM von allen bisher untersuchten Organismen in beliebig hohen Mengen aufgenommen werden kann, ohne dass sich giftige Nebeneffekte einstellen. Das kann man von Methionin und Cystein nicht behaupten, denn beide können zwar in geringen Mengen konsumiert werden; höhere Dosen können aber unerwünschte giftige Reaktionen auslösen. Experimente mit durch radioaktiv markierten Schwefel (35S) angereichertem MSM haben gezeigt, dass MSM nach der Aufnahme den Schwefel freigibt, um Kollagen und Keratin (die Grundbestandteile von Haaren und Nägeln) sowie die essenziellen Aminosäuren Methionin und Cystein zusammen mit Serumproteinen herstellen zu können.
Es scheint demnach vollkommen klar zu sein, dass die Bedeutung von MSM als eine Quelle für Schwefel grob unterschätzt wurde. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in den durch die moderne Lebensmittelindustrie geschaffenen Ernährungsbedingungen, die wie gesagt den Verlust eines des natürlichen MSM bedingen. Deshalb bezeichnet man MSM wohl aus gutem Grund als den „vergessenen Nährstoff“.
MSM für den Schutz der Schleimhäute
Weitere Experimente mit durch radioaktiv markierten Schwefel (35S) angereichertem MSM haben auch gezeigt, dass sich MSM an die Schleimhäute anlegt. Dabei verbindet es sich schnell mit den Rezeptoren an den Schleimhaut-Membranen im Verdauungs- beziehungsweise urogenitalem Trakt sowie im Atmungssystem. Im Zuge dessen bildet es eine Art Blockade zwischen Wirt und Umgebung. Diese natürliche Interaktion bringt zahlreiche Vorteile für Ihre Gesundheit mit sich. So können sich Allergene und Parasiten nicht mit der Schleimhaut verbinden, Giftstoffe werden oxidiert und freie Radikale eliminiert.
Die Wirkungsweisen von MSM – So verbessert MSM unsere Gesundheit
Mängel an biologischem Schwefel können die Funktionen jeder Zelle, jedes Gewebes und jedes Organs im Körper beeinträchtigen. Anorganischer Schwefel wird sehr schlecht aufgenommen – deswegen ist organischer Schwefel für die Gesundheit jedes lebenden Organismus von grossem Nutzen. MSM ist die natürliche Ressource für biologischen Schwefel, an den wir uns während unserer Evolution kontinuierlich angepasst haben.
Die Nutzung von MSM hat folgende Vorteile:
MSM bei chronischen Schmerzen
Die bemerkenswerteste Entdeckung in Bezug auf MSM ist wahrscheinlich die, dass es ein höchst effizientes natürliches Schmerzmittel aus der Schatzkammer unserer Natur ist, das bei vielen Arten von chronischem Schmerz seine Wirkung zeigt. Im März 1999 veröffentlichten die Ärzte Stanley W. Jacob und Ronald M. Lawrence „Das Wunder MSM: Die natürliche Lösung für Schmerzen“, das auf beider Erfahrung als Ärzte und MSM-Erforscher fundiert. Dr. Jacob ist Vorstand der DMSO Schmerzklinik in Portland (USA) und Professor an der Universität für Gesundheitswissenschaften Oregon; Dr. Lawrence ist Gründer der International Association for the Study of Pain sowie der American Association for the Study of Headaches. Zusammengefasst verfügen beide über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Schmerzbekämpfung mit der Zuführung von MSM. Dabei fanden sie heraus, dass von über 18’000 PatientInnen, die an chronischen Schmerzen gelitten haben, 70% von der Einnahme von MSM nachhaltig profitieren konnten, indem die jeweiligen Schmerzen entweder gelindert wurden oder ganz verschwanden.
Folgende Schmerzarten wurden mittels MSM erfolgreich behandelt:
- Verletzungen aufgrund von Unfällen, Verbrennungen etc.
- Gelenksentzündungen und rheumatische Arthritis
- Fibromyalgie
- Schmerzen im unteren Rückenbereich
- Kopfschmerzen und Migräne
- Muskelschmerzen
- Schleimbeutenentzündungen
- Tennis-Ellenbogen und anderen Sportverletzungen
- Sehnenscheidenentzündungen
- Sklerose
- Schleudertraumata, Peitschenschlag-Syndrom
- Verletzungen durch wiederholte Belastung
- Narben aufgrund von Verbrennungen, Operationen, Unfällen etc.
Die Art, wie MSM Schmerzen bekämpft, wird durch folgende Mechanismen erklärt:
- MSM ist ein natürliches Analgetikum, das den Transport von Schmerzimpulsen durch die Nervenfasern blockiert.
- MSM blockt auch Entzündungen und entzündliche Reaktionen, indem es die Aktivität von Cortisol, einem natürlichen, vom Körper produzierten, antientzündlichen Hormon steigert.
- MSM verbessert die Durchlässigkeit der Zellmembrane; dadurch wird die Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen einerseits sowie der Abtransport von Schadstoffen bzw. überschüssigen Zellflüssigkeiten andererseits erleichtert.
- MSM erweitert die Blutgefäße und verbessert so den Blutkreislauf. Auch das trägt dazu bei, Abfallstoffe aus dem Körper zu transportieren, was Heilprozesse beschleunigt.
- MSM hilft den Muskeln, sich zu entspannen – ein wichtiger und oft übersehener Vorteil, denn chronische Schmerzen werden oft dadurch verstärkt, dass sich die körpereigenen Muskeln dauerhaft verspannen.
- MSM unterstützt die natürlichen Verteidigungsmechanismen des Körpers, indem es den Prostaglandin-Stoffwechsel sowie die Bildung von Antikörpern und immunkomplexen reguliert.
Dazu verlangsamt MSM die Vernetzung von Kollagenfasern – ein natürlicher Prozess bei der Bildung von Narben, der hartes und oft schmerzvolles Narbengewebe bildet. Das kann auch zu chronischen Schmerzen führen, insbesondere bei Brandnarben, die oft vergleichsweise grosse Körperflächen einnehmen. MSM heilt Narbengewebe und macht die Haut flexibler. Nach der Behandlung mit einer MSM-Lotion sind bei vielen Menschen Brandnarben fast verschwunden, ebenso wie die damit verbundenen Schmerzen.
Synergie-Effekte von MSM
MSM gilt als Verstärker für die meisten Vitamine und andere Nährstoffe, wie etwa Vitamin C, Conezym Q10, alle B-Vitamine, die Vitamine A, Vitamin D und E, Aminosäuren, Selen, Kalzium, Magnesium usw. MSM verbessert die Aufnahme dieser Nährstoffe auf zellularer Ebene und verlängert ihre Wirksamkeit. Der Körper kann die Nährstoffe also besser verwerten– das macht Nahrungsergänzungsmittel effizienter und verringert auch die dabei notwendigen Dosierungen.Davon profitieren insbesondere ältere Menschen, welche präventiv Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Doch für alle, ob gesund oder krank, eignet sich MSM hervorragend. Wie wir sehen – dies auch unseren Kunden immer wieder erzählen – hat die Natur alles perfekt für uns Menschen eingerichtet.
MSM als Antioxidans
MSM ist ein starkes Antioxidans, welches die tolle Gabe besitzt, freie Radikale zu binden und deren Wirkung zu deaktivieren. Freie Radikale sind instabile Moleküle und Atome mit ungepaarten Elektronen, die auf natürliche Weise Elektronen aus ihrer unmittelbaren Umgebung anziehen. Freie Radikale sind nicht per se schädlich, denn ohne sie wäre das Leben gar nicht möglich. Sie werden nämlich für die Energieproduktion von Zellen gebraucht. Die Leber produziert freie Radikale, während sie schädliche Substanzen abbaut, und das körpereigene Immunsystem verwendet freie Radikale, um Viren und Bakterien unschädlich zu machen. Der Körper hat Antioxidantien, welche freie Radikale binden somit ist eine normale Produktion an freien Radikalen in einem gesunden Menschen daher nicht weiter schlimm. Eine Überproduktion an freien Radikalen kann jedoch sehr schädlich werden. Dadurch wird nämlich unter Umständen eine Kettenreaktion ausgelöst, die an Zellmembranen und Chromosomen erheblichen Schaden anrichten kann. Diese Überproduktion wird durch physischen und mentalen Stress, schlechte Ernährung, Luftverschmutzung, Schwermetalle und organische Schadstoffe im Trinkwasser beziehungsweise in der Nahrung, Strahlung und Zigarettenrauch ausgelöst. In solchen Fällen braucht der Körper zusätzliche Antioxidantien aus der Ernährung. MSM ist ein solches Antioxidans, dass wir zusammen mit OPC Traubenkernextrakt in mikronisierte Form, Vitamin C und (R+)-Alpha Liponsäure empfehlen.
Als wichtige Schwefelquelle ist MSM für eine intakte Funktionsweise des körpereigenen „Anti-Oxidations-Systems“ unerlässlich. Zum Neutralisieren freier Radikaler braucht der Körper eine Vielzahl an antioxidativen Enzymen (chemische Scheren), die schwefelhaltige Aminosäuren beinthalten. Diese gewinnen ihre Struktur und Bioaktivität aus Schwefelverbindungen (S-S). MSM stellt den Schwefel für die schwefeligen Aminosäuren L-Methionin, L-Cystein und L-Taurin, die als starke Antioxidatien gelten, zur Verfügung. Im Anschluss der chemischen Aufspaltung neutralisieren die thiol-Gruppen (-SH) dieser Aminosäuren freie Radikale (17). Schwefel wird auch bei der Bildung des stärksten antioxidativen Nährstoffs – Glutathion – verwendet. Wie bereits erwähnt, verstärkt MSM auch die Effekte von bekannten antioxidativen Nährstoffen wie Vitamin C und Vitamin E, Coenzym Q10, Selen und viele mehr. MSM wirkt aller Anschein nach auch selbst als Antioxidans. Die Schleimhäute enthalten ein Enzym, dass Kohlenstoff-Schwefel-Verbindungen spaltet (C-S- Lyase). Studien suggerieren, dass die Spaltung von mit den Schleimhäuten verbundenem MSM eine CH3SO2-Gruppe bildet, die arm an Elektronen ist und so die Fähigkeit besitzt freie Radikale neutralisieren zu können.
MSM zur Entgiftung
MSM löst sich in vielen organischen und anorganischen Verbindungen. Mit den Schleimhäuten verbunden und nach der Spaltung in eine elektronenarme CH3SO2-Gruppe reagiert MSM mit Giftstoffen, beeinflusst Inaktivitäten und beschleunigt die Ausscheidung von Giftstoffen. Dazu verbessert MSM die Durchlässigkeit der Zellmembrane und erleichter die Nährstoffaufnahme durch die Zelle sowie den Schadstoffabtransport aus dieser Zelle. Von einem praktischen Standpunkt betrachtet, erhöht MSM die Fähigkeit der Zellen, giftige Abfallprodukte auszuscheiden und dies sehr schnell. Viele Ärzte, die mit MSM arbeiten, werden bezeugen können, dass es das stärkste Entgiftungsmittel ist, das sie kennengelernt haben.
MSM bei neurologische Krankheiten
Das Gehirn ist in Bezug auf die Auswirkungen von Gifrstoffen wie Schwermetallen, aber auch organischen Giftstoffen extrem empfindlich. Viele dieser Verbindungen neigen dazu, sich in den Nervenzellen anzusammeln,da diese durch die Blut-Hirn-Schranken durchgedrungen sind wo sie schwere oxidative Schäden verursachen können. Das kann neurologische Störungen hervorrufen. MSM ist eines der wenigen Antioxidantien, nebst R(+)-Alpha Liponsäure, welche die Blut-Hirn-Schranke leicht überwinden können. Es schützt vor oxidativen Schäden im Gehirn, verhindert diese und stellt die Elastizität und Durchlässigkeit der Zellmembrane wieder her. So können die Nervenzellen beginnen, Schadstoffe auszuscheiden. Die kraftvolle Wirkungsweise von MSM lässt sich an folgendem Beispiel verdeutlichen:
Eine ältere Frau litt an einer Vergiftung, die davon herbeigeführt wurde, dass sie Aluminium ausgesetzt war. Dieses Schwermetall hatte sich in ihrem Gehirn abgelagert und schwere neurologische Schäden verursacht. Die Frau war sechs Jahre lang bettlägerig und nicht mehr in der Lage, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Während dieser Zeit hat sie kein Wort gesprochen. Die Ärzte konnten ihr nicht länger helfen und hatten sie aufgegeben. Sie war völlig von ihrem Mann abhängig, der sich um alle ihre Bedürfnisse kümmerte. Ein Naturheiler empfahl dazu, es mit zwei Teelöffeln MSM täglich zu versuchen. Das MSM passierte die Blut-Hirn-Schranke und stellte die Durchlässigkeit der Gehirnzellen-Membrane wieder her, welche jetzt anfingen das Schwermetall aus dem Gehirn zu transportieren. Zwei Wochen später verschrieb ein auf orthomolekulare Medizin spezialisierter Arzt ein warmes Bad, das helfen sollte, die freigesetzten Giftstoffe durch die Haut auszuscheiden. Nach zwanzig Minuten in der Wanne lächelte die Frau plötzlich und sagte: „Na sowas, ich fühle mich viel besser.“ Das waren die ersten Worte, die sie seit Jahren gesprochen hatte. Mehrere Monate später war sie wieder zu einem normalen Leben fähig.
MSM bei Allergien
MSM lindert die Symptome einer Vielzahl an Allergien, eingebunden Nahrungsmittelallergien, Kontaktallergien, Atmungsallergien und anderen. Das wichtigste antiallergene Eigenschaft von MSM ist die Fähigkeit, sich mit den Schleimhäuten zu verbinden und eine natürliche Blockade zwischen Wirtskörper und Allergenen aufzubauen. Daneben lindert MSM Allergien auch durch seine bekannten Qualitäten hinsichtlich Entgiftung und der Eliminierung freier Radikale sowie der Verbesserung der Zelldurchlässigkeit (Zell-Permeabilität). Es gibt also offenbar einen direkten Zusammenhang zwischen der verwendeten MSM-Menge (bzw. -Konzentration) und der Resistenz gegenüber Allergien. Mehrere Autoren haben auch bemerkt, dass MSM auch als Histamin-Blocker funktioniert, und zwar genauso gut wie die üblichen Antihistamine, allerdings ohne die dort beobachteten Nebenwirkungen.
MSM bei Autoimmun-Erkrankungen
MSM bekämpft Entzündungen, die von Autoimmun-Reaktionen herrühren, extrem effektiv. Bei Autoimmun-Reaktionen wendet sich das Immunsystem gegen sich selbst. Deshalb profitieren Menschen, die an Arthritis leiden, sehr von einer MSM-Einnahme. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die regelmässige Zufuhr von MSM den Gelenksabbau und die damit einhergehenden Entzündungen signifikant minimiert. In einer dieser Studien wurden 24 Patienten mit symptomatischer Osteoarthritis entweder mit einem „regulären“ Medikament (NSAID =Nichtsteroidales Antirheumatikum) oder mit 3g MSM / täglich behandelt. Nach vier Wochen bemerkten beide Gruppen Verbesserungen in Bezug auf Schmerzen und (Gelenks)Steifigkeit. Ein anderes Experiment widmete sich Mäusen mit einer Prädisposition zu rheumatoiden, einer Arthritis ähnelnden Gelenksverletzungen. Die Forscher konnten hierbei feststellen, dass bei zwei Monate alten Mäusen, die für drei Monate Wasser mit einer 3%-MSM-Lösung erhielten, keine Degeneration des Gelenksknorpels auftrat. In der anderen Kontrollgruppe hingegen, welche nur normales Trinkwasser bekam, litt die Hälfte der Tiere an punktuellem Gelenksknorpel-Abbau. Praktisch alle Tiere (95%) wiesen entzündliche Reaktionen im Synovialgewebe auf, während die MSM-Gruppe deutlich weniger entzündliche Reaktionen zeigte. Die gesundheitsfördernde Wirkung von MSM ist teilweise auf seine Fähigkeit, die Permeabilität der Zellmembrane zu erhöhen, zurückzuführen, durch die schädliche Substanzen (wie Milchsäure oder Toxine) ab- und Nährstoffe in die Zelle fließen können. Dadurch wird ein Druckaufbau in den Zellen – der wiederum Entzündungen in den Gelenken verursacht – verhindert.
Mäuse mit einer Neigung zu einer Autoimmun-Erkrankung namens Lymphoproliferatives Syndrom erhielten ab einem Alter von einem Monat zusammen mit ihrer Nahrung eine 3%-MSM-Lösung als Trinkwasser. Die Lebenserwartung der Kontrollgruppe betrug durchschnittlich 5,5 Monate, die der MSM-Gruppe mehr als 10 Monate.
Die MSM-Gruppe zeigte hierbei viel weniger Antikörper-Reaktionen und eine wesentliche Verringerung hinsichtlich der Entwicklung von Lymphadenopathie, Splenomegalie und Blutarmut, was darauf schliessen lässt, dass MSM ausreichend vor der Ausbildung der erwähnten Autoimmun-Erkrankung schützt. Andere Experimente wurden mit Mäusen durchgeführt, die zuchtbedingt einen Hang zur Autoimmun-Erkrankung systemischer Lupus Erythematosus (SLE) aufwiesen. Diese Experimente zeigten, dass MSM sowohl vor als auch nach dem Ausbruch der Krankheit eine schützende Wirkung entfaltete. Bei Mäusen, deren Trinkwasser ein dreiprozentiger MSM-Anteil beigemischt wurde, waren Todesrate und ursächliche Leberschäden geringer als bei den Tieren der Kontrollgruppe, die normales Leitungswasser bekamen. Nach sieben Monaten starben 30% der Kontrollgruppe, während die Mäuse der MSM-Gruppe noch alle am Leben waren. Letzteres galt auch für sieben Monate alte Mäuse, die bereits fortgeschrittene Anzeichen der Krankheit zeigten und daraufhin eine MSM-Diät erhielten. 62% der Tiere waren nach neun Monaten noch immer am Leben, verglichen mit lediglich 14% der Kontrollgruppe, die normales Trinkwasser erhalten hatte.
MSM bei Krebs
Mehrere Experimente haben gezeigt, dass die orale Verabreichung von MSM Ratten gegen den Ausbruch von Krebserkrankungen schützen kann. In einer dieser Studien erhielten Ratten mit einer genetischen Prädisposition für Brustkrebs neben bestimmten krebserregenden Stoffen eine mit MSM angereicherte Nahrung. Danach bekamen alle Ratten (also auch die der entsprechenden Kontrollgruppe) krebserregende Substanzen oral verabreicht. In Bezug auf die Anzahl der Tumore, die sich bei beiden Gruppen bildeten, gab es keinen statistischen Unterschied. Allerdings bildeten sich die ersten Tumore bei den mit MSM gefütterten Ratten 100 Tage später als bei jenen der Kontrollgruppe – auch wurden sie erst 130 Tage später krebsartig. Geht man von einer durchschnittlich zweijährigen Lebenserwartung von Ratten aus, entsprechen 100 Tage ungefähr zehn Menschenjahren.
Während eines anderen Experiments erhielten Ratten MSM als 1%-Lösung mit ihrem Trinkwasser während der gesamten Versuchszeit. Die Kontrollgruppe bekam lediglich Leitungswasser. Eine Woche nach dem Beginn des Experiments wurde allen Ratten Dimethylhydrazin – eine Chemikalie, die Darmkrebs auslöst – injiziert. In den neun Monaten, die die Studie dauerte, war die Anzahl der Darmtumore, die sich daraufhin bildeten, bei beiden Gruppen gleich. Die Zeitspanne, bis die ersten Tumore auftauchten, war allerdings bei den mit MSM behandelten Ratten deutlich länger als bei der Kontrollgruppe. Die Forscher schlossen daraus, dass MSM den Zeitpunkt der Bildung von Tumoren signifikant verzögert.
MSM bei Parasitenbefall
Eine der erstaunlichsten Entdeckungen, die man im Zusammenhang mit MSM machen konnte, ist die Wirksamkeit gegen Parasiten wie Giardia, Trichomonaden, Spulwürmer, Fadenwürmer, Madenwürmer und andere intestinale Würmer. Im Rahmen von Tierstudien wurden zum Beispiel Mäusen, bei denen Untersuchungen des Kots einen Beifall mit Madenwürmern ergeben hatten, handelsübliche Nahrung und Trinkwasser mit jeweils 2% MSM-Gehalt verabreicht. Nach 17 Tagen ergab die Untersuchung der Fäkalien, dass letztere weder Würmer noch Eier beinhalteten. Der Anteil von MSM im Blut erreichte dabei bis zu 30ppm bzw. mg/kg.
Bei Studien an Menschen war ähnliches zu beobachten: Beispielsweise gab man einem Mann, der nach dem Genuss von kontaminiertem Wasser in einer „primitiven“ Gegend mit Giardia lamblia befallen war, 500mg MSM drei Mal täglich, und das 14 Tage lang. Nach dem achten Tag waren die Symptome verschwunden und zwei Stuhlproben, die eine Woche später entnommen wurden, waren frei vom erwähnten Organismus. Im Rahmen einer anderen Studie wurde ein Befall mit Trichomonas vaginalis mit einer oral eingenommenen Dosis von 1g MSM täglich sowie der täglichen Anwendung von 5% in Wasser aufgelöstem MSM währen nur einer Woche erfolgreich behandelt.
Die wichtigste antiparasitäre Wirkung von MSM hängt mit seiner Fähigkeit zusammen, sich mit den Schleimhäuten wie beispielsweise der Darmschleimhaut zu verbinden und so eine natürliche Blockade zwischen Wirtskörper und den Parasiten zu bilden. Ganz so, als überzöge MSM die Schleimhaut mit einer Schicht, die für Parasiten undurchdringlich ist und an der sie sich nicht anheften können. Wenn das passiert, werden sie einfach aus dem Körper geschieden.
Laboruntersuchungen im Reagenzglas (in Vitro Untersuchungen) haben die antiparasitäre, antibakterielle sowie antifungale (anti-Pilz) Wirkung von MSM-Konzentrationen vorgeführt: Konzentrationen von 1mg/ml oder weniger zeigen keine signifikante Inhibition von Giardia lamblia. Bei 20 mg/ml hingegen zeigte sich ein starker inhibitorischer Effekt, und ab 40 mg/ml wurden die Organismen rasch getötet. Nach Dr. Herschler können bis zu eins bis zwei Gramm MSM pro Körpergewicht einmal am Tag problemlos zugeführt werden. Auf diese Weise kann man einen unbedenklichen Blutspiegel an MSM von 4.000 ppm (mg(kg) aufbauen, der für den Wirt harmlos, für viele invasive Organismen jedoch tödlich ist.
Eine steigende Anzahl von Naturmedizinern äussert Bedenken in Bezug auf Parasiten. Es wird immer klarer, dass diese eine beständige Vergiftungsursache sind, die sich im ganzen Körper ausbreiten und das Immunsystem angreifen kann. Aus diesem Grund ist der Gedanke faszinierend, MSM könnte ein natürliches Mittel sein, welches uns gegen Parasiten schützt – auch in vorbeugender Sicht gesehen.
MSM bei Diabetes
Das schwefelhaltige B-Vitamin Biotin ist ein wichtiger Bestandteil von Glukokinase, dem Enzym, das Zucker-Glukose verarbeitet. Schwefel ist auch ein Bestandteil von Insulin, dem von der Bauchspeicheldrüse gebildeten Hormon, das für den Kohlenstoff-Stoffwechsel von entscheidender Bedeutung ist. Eine Mangelversorgung mit Schwefel über die Nahrung kann eine niedrige Produktion von bioaktivem Insulin zur Folge haben. Studien deuten darauf hin, dass MSM die Aufnahme zellulärer Glukose durch die Erhöhung der Zelldurchlässigkeit erhöht und auf dieser Weise dazu beiträgt, dass der Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht verharrt und die Bauchspeichendrüde normal funktionieren kann.
MSM bei Muskelschmerzen und Krämpfen
Vor allem in Kombination mit Vitamin C hat MSM, sei es in Kapsel- oder Pulverform, seine bemerkenswerte Fähigkeit, Muskelschmerzen sowie Bein- und Rückenkrämpfe zu lindern oder gar gänzlich verschwinden zu lassen, gezeigt. Das gilt besonders für Geriatrie-PatientInnen, welche solche Krämpfe in der Nacht oder nach langen Ruheperioden erleiden. Viele Personen mit steifen Muskeln oder Gelenken haben nach der MSM-Einnahme über deutliche Verbesserungen berichtet. Es gab auch mehrere zu erwähnende Fälle, bei denen Menschen, die an einer Sehnenscheidenentzündung litten, durch die Verwendung von MSM geheilt wurden.
Sportler, die harte Wettkämpfe bestreiten, können etwa von den Trainern millionenteurer Rennpferde lernen – seit vielen Jahren und mit grossem Erfolg haben Trainer ihren Rennpferden vor den Rennen MSM verabreicht, um Muskelschmerzen zu vermeiden; auch nach den Rennen wurde und wird MSM verwendet, um das Risiko von Krämpfen zu minimieren und die Regeneration zu verbessern. Die körperliche Müdigkeit als Folge von athletischer Aktivität bei sportlichen Wettkämpfen, die bei Athleten etwa acht bis zehn Tage andauert, war bei Personen, die in den sechs Monaten zuvor ein bis zwei Gramm MSM täglich zu sich nahmen, nach zwei bis drei Tagen weg.
MSM bei Verstopfung und übersäuertem Magen
Eine Studie konnte beweisen, dass mindestens 75% der Personen, die Antazida oder H2-Histamin-Rezeptorantagonisten zur Bekämpfung eines übersäuerten Magen einnahmen, die Medikamentenmenge innerhalb einer Woche durch die MSM-Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel deutlich reduzieren konnten. Bei einer anderen Studie wurden 21 Testpersonen mit Verstopfungsproblemen 500mg MSM täglich zusammen mit jeweils einem Gramm Ascorbinsäure (Vitamin C) verabreicht. In allen diesen Fällen kehrte die normale Darmfunktion wieder zurück, und zwar solange, wie MSM Bestandteil der Nahrung war. Studien wie diese deuten darauf hin, dass MSM im Fall von Verstopfung oder übersäuertem Magen oft mehr Linderung verschafft als die üblicherweise verschriebenen Medikamente. Es gibt viele Berichte darüber, dass einer der aufregendsten und lohnendsten Vorteile von MSM darin besteht, übersäuertem Magen und Verstopfungsproblemen sofort und wirksam zu begegnen.
MSM bei einer Lungen-Fehlfunktion
MSM erlaubt es dem Körper, Sauerstoff viel effizienter zu resobieren. Einerseits erhöht es die Elastizität der Lungenzellen und die Durchlässigkeit der Zellmembrane, wodurch mehr Luft eingeatmet wird und mehr Sauerstoff durch die Membrane in den Blutkreislauf gelangen kann. Dazu verhindert beziehungsweise korrigiert MSM die Gerinnung der roten Blutkörperchen, womit die Sauerstoffaufnahme des Blutes verbessert. Andererseits können Zellen im ganzen Körper dank der gesteigerten Permeabilität der Zellmembrane mehr Sauerstoff aus dem Blut absorbieren und daher mehr Energie produzieren.
Menschen, die an Lungen-Fehlfunktionen leiden, profitieren sehr von der Behandlung mit MSM in Kapsel- oder Pulverform. In einer Studie wurden sieben Personen mit Atmungsschwierigkeiten MSM in verschiedenen Dosen von 250 bis 1.500 mg/Tag gegeben. Fünf dieser Personen hatten Emphyseme und zwei Lungentumore mit zusätzlichen Beeinträchtigungen durch zu viel Pleuralflüssigkeit. Diese beiden hatten bereits eine Strahlen/Chemo-Therapie ohne sichtbare Besserung in Anspruch genommen. Vor und während dieser Testperiode mussten die fünf Emphysem-Patienten eine bestimmte Strecke, die sie physisch ohne Schwierigkeiten bewältigen konnten, zu Fuss zurücklegen. Binnen vier Wochen nach Beginn der Einnahme von MSM konnte diese Strecke von allen fünf mindestens verdoppelt werden. Bei den beiden Patienten mit Lungentumor stellten die behandelnden Ärzte und Krankenschwestern eine erhöhte Fitness und eine verbesserte Einstellung im Vergleich zum Zeitraum vor dem Test fest. Am erstaunlichsten war aber, dass die Lungenflüssigkeit während des ersten Monats der Testperiode verschwunden war.
MSM hilft bei Stress
Viele Menschen, die MSM gebrauchen, berichten davon, sich besser und stärker zu fühlen und über mehr Ausdauer zu verfügen. Während eines Tests mit 14 Personen, die MSM zwischen sieben Monaten bis zu einem Jahr einnahmen, wurde keiner von ihnen krank. Eine Stress-Studie wurde mit zwei Gruppen Goldfischen durchgeführt, die aus einem grossen Aquarium in zwei kleine, identische Behälter überführt wurden. Eine Gruppe bekam herkömmliches Fischfutter, die andere dasselbe mit 2% MSM angereichert. In beiden Aquarien waren die Fische durch eingeschränkten Bewegungsradius, Temperaturänderungen und leichte Sauerstoffzufuhr künstlichem Stress ausgesetzt. Nach fünf Tagen war nur ein Fisch aus der MSM-Gruppe gestorben, hingegen 11 (fast 50%) aus der Kontrollgruppe.
Es ist eine weitverbreitete Praxis, in der industriellen Rinderzucht dem Tierfutter Antibiotika hinzuzufügen, um das Wachstum zu beschleunigen und das Ausbrechen stressbedingter Krankheiten zu vermeiden, denn es muss Geld generiert werden. Kranke Tieren bringen nun mal kein Geld, daher die Medikamentenabgabe. Tierprodukte wie Fleisch, Milch und Eier enthalten aus diesem Grund Rückstände von Antibiotika, die der Konsument aufnimmt. Die exzessive Verwendung von Antibiotika ist hauptverantwortlich dafür, dass sich resistente Bakterienstämme überhaupt erst entwickeln können. Bekannte Beispiele sind das „Spitals-Bakterium“ MRSA (Meticillin-resistenter Staphylococcus aureus) oder Vancomycin-resistente Enterkokken (VREs). Heute wird die zunehmende bakterielle Resistenz als eine Hauptbedrohungen für die menschliche Gesundheit betrachtet. Darum liegt der Gedanke nahe, dass die Zugabe von MSM zur Tiernahrung den haltungsbedingten Stress reduzieren und die Gesundheit der Tiere verbessern kann, so dass die Antibiotika reduziert werden können.
MSM – das Schönheitsmineral für schöne Haut und Haare
Schwefel wird ebenfalls das “Schönheitsmineral” genannt, weil es die Haut weich und jugendlich hält und die Haare glänzen lässt. Schwefel ist an der Produktion von Kollagen und Keratin beteiligt. Kollagen und Keratin sind zwei Proteinen, welche für die Gesundheit im Allgemeinen sowie für Haut, Haare und Nägel im Besondere unentbehrlich sind. Mehrere Experimente konnten klar beweisen, dass einige Hautstörungen, Allergien eingeschlossen, durch MSM als Bestandteil der täglichen Ernährung erfolgreich behandelt werden konnten. So war die orale Verabreichung von MSM bei der Behandlung von Akne, Rosazea sowie trockener, schuppiger oder juckender (Kopf-)Haut erfolgreich. Lokal in Form einer Lotion oder Crème oder Gels appliziert, hilft MSM bei der Behandlung von Pickel (Akne), Schuppenflechte, Ekzemen, Dermatitis, Schuppen, Ausschlägen, Windelausschlag und ganz bestimmten Pilzinfektionen. Auch Operations- und Verbrennungsnarben, selbst wenn sie schon älter sind, sprechen gut auf lokale Anwendung an. Jüngere Narben können sogar so gut verheilen, dass sie fast unsichtbar sind.
Für wen MSM geeignet ist
MSM ist für jeden geeignet, dem die eigene Gesundheit am wortwörtlich sehr am Herzen liegt. Freizeitsportler sowie Athleten können es nutzen, um die Leistung zu erhöhen und die Erholungszeiten zu verkürzen. Menschen mit degenerativen Erkrankungen hilft es, ihre Gesundheit und Lebensqualität verbessern zu können.
MSM ist trotzdem kein Allheilmittel – dies sei gesagt. Es ist ein Nahrungsergänzungsmittel, dass in vormodernen Gesellschaften noch Bestandteil der Ernährung war. Heute leiden hingegen viele Menschen an chronischem MSM-Mangel, hinsichtlich der von der modernen Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie geschaffenen Realität. MSM gibt dem Körper Werkzeuge, um sich selbst heilen zu können und seine Vitalität aufrechtzuerhalten. Das kann es natürlich nicht alleine bewerkstelligen – das Fundament für eine gute Gesundheit ist noch immer ein gesunder Lebensstil mit einer ausgeglichenen Ernährung und ausreichend Bewegung.
MSM Dosierung und Einnahme
Die geeignete Dosierung von MSM hängt von der Art und der Situation der jeweiligen gesundheitlichen Probleme ab. Meistens reicht die Anfangsdosis von drei Kapseln à 1g täglich. Kinder im Alter von zehn Jahren und jünger sollten zweimal eine Kapsel pro Tag nehmen, Kinder zwischen zehn und 18 zweimal zwei Kapseln pro Tag. Bei Erwachsenen kann die Dosierung nach einigen Monaten auf zweimal zwei Kapseln pro Tag reduziert werden, obwohl das Beibehalten einer höheren Dosis nicht schaden würde. Bei Personen mit ernsthaften Erkrankungen hat sich gezeigt, dass höhere Dosierungen bis zu vier Kapseln à 1g täglich von Vorteil sind. Dosierungen in dieser Höhe sind beispielsweise bei parasitären Infektionen äusserts empfehlenswert. Es gibt Fallstudien, in denen darüber berichtet wird, dass PatientInnen keine Anzeichen von Besserung zeigten, bis sie eine tägliche Dosis von 30g erhielten. So extreme Dosierungen sind für die meisten nicht zu empfehlen, obwohl sie offenbar keine negativen Effekte hervorgerufen haben.
Änderungen in der MSM-Dosierung sollten immer stufenweise ablaufen. Eine Erhöhung wird nicht empfohlen, solange die Entgiftungs-Symptome wie Übelkeit und Kopfweh, die in seltenen Fällen auftreten können, anhalten.
MSM wird am besten mit einem Glas Wasser eine halbe Stunden vor dem Essen eingenommen. MSM fördert den Energieausstoss des Körpers, somit sollte man es vor dem Schlafengehen nicht nehmen, vor allem wenn Sie eher feinfühlig sind und schnell auf stimulierende Substanzen wie Koffein oder Guarana reagieren.
Wie sicher ist MSM?
MSM ist etwa so giftig wie Wasser. Dementsprechend konnte bei MSM, als es freiwilligen Versuchspersonen verabreicht wurde bei einer Dosierung von 1g / Kg Körpergewicht für die Dauer von einem Monat keinerlei giftige Effekte festgestellt werden. Gleiches gilt auch für intravenöse Gaben von 0,5g pro Kilogramm Körpergewicht an fünf Tagen in der Woche: keine Nebenwirkungen. Die tödliche Dosis (LD50) MSM beträgt bei Mäusen mehr als 20g pro Kilogramm Körpergewicht; auf Menschen umgerechnet ergäbe das eine Menge von eineinhalb Kilogramm , welches dem 6-fachen einer tödlichen Dosis Tafelsalz entspricht. Also praktisch unmöglich. MSM selber wurde daher als Nahrungsbestandteil hinreichend getestet, ohne dass es irgendwelche Berichte über allfällige allergische Reaktionen gegeben hätte. Eine unveröffentlichte Studie der Universität für Gesundheitswissenschaften Oregon in den USA über die langfristige Toxizität von MSM, zeigte für die Dauer von einem halben Jahr keinerlei giftige Reaktionen. Im Rahmen dieser Studie wurden an 12’000 PatientInnen MSM-Dosierungen über zwei Gramm pro Tag ohne Komplikationen verabreicht.
Entgiftungs-Symptome bei MSM
In der Praxis zeigen sich bei den meisten Menschen, die MSM verwenden, nur am Anfang sehr leichte Entgiftungs-Erscheinungen. Diese Symptome machen sich bemerkbar in leichte Formen von etwas Durchfall, Hautausschlag, Kopfschmerzen und Müdigkeit beinhalten, sind jedoch selten. Nach einer Woche verschwinden die Symptome üblicherweise von alleine. Weniger als 20% derer, die MSM verwenden, fühlen sich in den ersten Tagen der Einnahme ein bischen unwohl. Allgemein kann man sagen: Je stärker die auftretenden Symptome sind, desto mehr Giftstoffe hat der Körper bereits in der Vergangenheit angehäuft und desto mehr MSM wird daher für die Entgiftung benötigt. Im Fall von moderaten Entgiftungs-Symptomen ist es unter Umständen empfehlenswert, die Dosierung zu minimieren und sie stufenweise wieder zu erhöhen, sobald die Symptome verschwunden sind.
In diesem Artikel verwendete Studien in englischer Sprache:
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