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In Wimbledon jagt Martina Hingis ihrem ersten Major-Titel seit Januar 1999 nach. Auch Roger Federer wird viel zugetraut. Es ist das erste Mal überhaupt, dass gleich zwei Schweizer bei einem Tennis-Grand-Slam-Turnier zum Favoritenkreis gehören.Dieser Inhalt wurde am 24. Juni 2001 - 18:41 publiziert
Für den bald 20-jährigen Baselbieter ist das Wimbledon-Turnier, das am Montag (22.6.) beginnt, ein erklärter Saison-Höhepunkt. Selbst unabhängige Beobachter räumen Roder Federer Chancen ein. "Federer hat das flüssige Spiel und den Angriffsinstinkt, um Wimbledon in Zukunft - vielleicht sogar in sehr naher Zukunft - gewinnen zu können", meint das Magazin des internationalen Verbandes ITF.
An den Vorbereitungs-Turnieren wurde Federer solchen Vorschuss-Lorbeeren gerecht. Vor einer Woche in Halle unterlag er dem Rasen-Spezialisten und letztjährigem Wimbledon-Finalisten Patrick Rafter erst nach vergebenem Matchball.
Sampras im Achtelfinal
Seine Wimbledon-Auslosung kommentiert Federer mit gemischten Gefühlen: "Die ersten Runden sind okay." Federer beginnt gegen Christophe Rochus (ATP 80) und trifft danach wohl auf Xavier Malisse (ATP 56), einen anderen Belgier.
Später allerdings würde es happig: Für den Achtelfinal befindet sich Federer mit Pete Sampras auf Kollisionskurs. "Es ist jetzt zu früh, sich über dieses Spiele Gedanken zu machen. Ich und Pete müssen erst so weit kommen", meint der Baselbieter.
Allerdings: Peter Sampras hat in den letzten acht Jahren in Wimbledon bloss einmal verloren. Wenn er gesund und motiviert ist, dürfte er nur schwer zu stoppen sein.
Einfacherer Start für Hingis
Auf Martina Hingis wartet ein weniger anspruchsvoller Parcours durch die ersten Runden. Zu einem besonderen Spiel könnte jedoch die 2. Runde werden, vermutlich gegen Lina Krasnorutskaja, eine der stärksten ungesetzten Spielerinnen. Die Russin erreichte vor zwei Wochen in Roland-Garros die Viertelfinals und erhält seit Anfang Mai Tipps von Martinas Mutter Melanie Molitor.
Justine Henin im Viertelfinal und Jennifer Capriati oder Serena Williams im Halbfinal sind auf Hingis' Weg Richtung Final die stärksten Gegnerinnen. Daneben gehören auch Venus Williams und Lindsay Davenport zum Favoritenkreis.
Grosse Schweizer Delegation
Marc Rosset, Michel Kratochvil, Qualifikant Ivo Heuberger, Patty Schnyder, Emmanuelle Gagliardi und Miroslava Vavrinec komplettieren die grosse Schweizer Delegation. Auch wenn beispielsweise Kratochwil an den letzten Spielen zu überzeugen vermochte, dürfen die Erwartungen in diese sechs Spielerinnen und Spieler wohl nicht allzu hoch sein.
swissinfo und Agenturen
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