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Biermarke o. J. der Brasserie zum Hecht, Zug (2 Exemplare)
Zwei Biermarken der Brasserie/Brauerei zum Hecht in der Zuger Altstadt. Auf der Vorderseite ist in der Mitte ein Hecht nach rechts schauend abgebildet. Die Umlautschrift lautet «BRASSERIE ZUM HECHT» und unten drei sechsstrahlige Sterne.
Auf der Rückseite ist in der Mitte ein Schoppen mit Schaumkrone abgebildet, welcher von einem Perlkreis umfasst wird. Die Umschrift lautet «HUSER & WETTERWALD ZUG». Links und rechts des Worts «ZUG» befinden sich je ein sechsstrahliger Stern.
1871 wurde das Wirtshaus «zum Hecht» am Fischmarkt 2 in der Zuger Altstadt von Bierbrauer J. Renggli vom Entlebuch und Fridolin Huser von Luzern gekauft. Sie richteten im Haus eine Bierbrauerei ein. Dafür wurde der Keller zweiräumig gegliedert und ein Durchgang zum Seegässli angelegt. Ausserdem wurde ein seeseitiger Anbau als Depot hinzugefügt. 1872 übernahm Viktor Wetterwald-Huser aus Solothurn die Hälfte des Gasthauses sowie die Brauerei und betrieb die Wirtschaft. 1881 ging die ganze Liegenschaft an Hieronymus Baumgartner-Huser (Gemeindepräsident von Cham zwischen 1889-1910) über, welcher das Gebäude 1886 umbauen liess. 1893 wurde das Gebäude von Traugott Spiess gekauft, welcher in Luzern die «Brauerei Löwengarten» (später «Bierbrauerei Spiess A.-G» und nach der Fusion mit «Luzerner Brauhaus AG» entstand die «Vereinigten Luzerner Brauereien AG», die spätere «Brauerei Eichhof») betrieb. Die «Brauerei zum Hecht» wurde daraufhin bald aufgegeben, das Wirtshaus «zum Hecht» hingegen gibt es heute noch.