Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03610.jsonl.gz/260

Die Frauen und Männer im Alter von 25 bis 50 Jahren hatten sich Mitte März in die Höhle im Südwesten Frankreichs begeben. Die Teilnehmer und Abenteurer Clot lebten dafür ohne Uhr, Telefon und Tageslicht bei 10,5 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent in der Höhle von Lombrives.
Strom mussten sie mit einer Art Trimm-Rad erzeugen und Trinkwasser aus 45 Metern Tiefe schöpfen. «Die Feuchtigkeit hat einen grossen Einfluss», berichtete Clot am Samstag. Je weiter die Zeit fortgeschritten sei, desto mehr Hunger hätten die Teilnehmer entwickelt.
Die Freiwilligen zeigten sich vor allem erstaunt vom vollständigen Verlust des Zeitgefühls: «Es war ein echter Schock. Ich dachte, es sind noch fünf oder sechs Tage übrig», sagte die 29-jährige Emilie Kim-Foo. Andere berichteten von verschobenen Schlaf-Wach-Perioden. Während einige Teilnehmer gerade aufgestanden seien, hätten andere sich zum Schlafen hingelegt.
Nächste grosse Aufgabe für alle Beteiligten sei es, sich wieder mit der Aussenwelt zu synchronisieren, sagte Clot. Ausserdem sei es nicht leicht, sich nach all der gemeinsam verbrachten Zeit von den anderen zu trennen.
Auslöser für dieses Forschungsprojekt sei die Erfahrung des Corona-Lockdowns gewesen, hatte Christian Clot, der Leiter der Mission und Gründer des Human Adaptation Institute, im März gesagt.