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Zwischenkriegszeit
Bel-Air Métropole
Der Komplex Bel-Air Métropole ist ein bedeutendes Element des baulichen Erbes von Lausanne. Während das Hochhaus die Stadtlandschaft prägt, betonen die beiden Flügel das Gebiet zwischen Grand-Pont und Place Chauderon und verbinden die Ebene der Flon-Plattform mit jener der Place Bel-Air.
Der Gebäudekomplex wurde von 1929 bis 1932 vom Architekten Alphonse Laverrière für Zürcher Unternehmer erbaut. Der Wolkenkratzer, eine Bauform, die damals in Europa noch nicht sehr verbreitet war, sollte die Moderne nach amerikanischem Vorbild zum Ausdruck bringen und einen Gegenpol zum Einkaufszentrum Saint-François darstellen.
Zum ehrgeizigen Programm gehörten Geschäfte, Büros, Wohnungen, ein Restaurant und ein Kinosaal mit 1'600 Plätzen. Die technische Ausstattung war damals der neuste Schrei und entsprach höchsten Standards: Elektrizität, Gas, Kühlschränke, Duschen, Telefon usw. Laverrière pflegte den Bau bis ins Detail, indem er auch die Kunstschmiede- und Schreinerarbeiten entwarf.
In der Bauzeit löste Bel-Air Métropole wegen des starken Eingriffs in die Stadtlandschaft eine heftige Polemik aus. Im Kinosaal finden heute Konzerte und Ballettvorstellungen statt.