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Eine zeitige und komplette Ernte, auch der beschädigten Früchte, reduziert geeignete Wirtsfrüchte für eine massenhafte Vermehrung. Eine unmittelbare und lückenlose Kühlkette bei den geernteten Früchten stoppt oder verlangsamt die Larvenentwicklung und somit den Fruchtzerfall. Bei Beeren und Niederstammkulturen müssen die Netze nach der Blüte und vor Populationsbeginn der Kirschessigfliege (siehe dazu das Monitoring auf www.agrometeo.ch) komplett geschlossen werden.
Bei kleinflächigen Beerenkulturen ist zudem der Massenfang mit Köderfallen (Fallenabstand zwei Meter um die Anlage) eine Option. Bei Reben und Brennsteinobst ist die Anwendung von Kaolin bewilligt. Löschkalk darf in Reben, Beeren und Steinobst in kulturspezifischen Konzentrationen appliziert werden. Bei Steinobst kann Spinosad zweimal pro Jahr und Parzelle mit einer siebentägigen Wartefrist vor der Ernte angewendet werden. Zu beachten ist, dass Spinosad dieses Jahr nicht mehr in der Allgemeinverfügung zur Anwendung in Beeren gelistet ist. Auch Pyrethrum darf in keiner Kultur mehr gegen die Kirschessigfliege eingesetzt werden.
Claudia Daniel und Fabian Cahenzli, FiBL
(Der Beitrag wurde im Agroscope-Newsletter Drosophila suzukii vom April 2020 publiziert.)
Weiterführende Informationen
Drosophila suzukii (Rubrik Schädlinge)