Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03476.jsonl.gz/1993

Verwaltungsgebäude Hostett
Ansicht NordostDownload
Verwaltungsgebäude Hostett
Fassade (Detail)Download
Verwaltungsgebäude Hostett
Innenraum (Foyer)
Das Kantonale Verwaltungsgebäude Hostett ist der Postmoderne zuzuordnen. Den grossformatigen Bau zieren zahlreiche feinsinnige Details, wie etwa variierende Stützenformate, eine Bänderung am Dachrand oder gelochte Stahlkonsolen, die den individuellen Charakter dieser Stilepoche unterstreichen.
Chronologie
Das kantonale Verwaltungsgebäude Hostett, in dem unter anderem auch das Staatsarchiv des Kantons Obwalden untergebracht ist, wurde vom Architekten Christoph Mennel konzipiert und in den Jahren 1988 bis 1990 erbaut.
Lage
Das Gebäude befindet sich in einem Mischgebiet am südlichen Ende des Dorfkerns von Sarnen unweit des Bahnhofs. Das fast 4’000 Quadratmeter grosse Areal wird im Norden von der Sankt-Antonistrasse und im Süden vom Grundacherweg gefasst.
Beschreibung
Den Kern bildet ein dreigeschossiger, l-förmiger Baukörper. Diesem ist in einer grossen Geste ein geschwungener Trakt vorgesetzt. Die Form folgt einer bestehenden, historischen Natursteinmauer. Der Kernbau ist mit polierten grauen Steinplatten verkleidet. Die Fassade ist gleichmässig mit hochrechteckigen Fensterbündeln versehen. Die beiden Treppenhäuser zeichnen sich jeweils durch eine geschossübergreifende Verglasung ab. Die Stirnseiten des geschwungenen Trakts sind mit dunklerem Stein abgesetzt und mit Bullaugenfenstern akzentuiert. Der Südseite ist hingegen eine leichte Glas-Stahl-Konstruktion vorgehängt. Die Obergeschosse sind um eine schmale, filigrane Balkonschicht erweitert, die auch den Sonnenschutz trägt. Die Überdachung der Balkonschicht setzt sich in einem Pultdach fort. Die Auskragung findet sich auch am Kernbau, ebenso ein Zitat der Balkonschicht: Sie ergänzt die Ostfassade. Der Eingang an der Südfassade ist mit einem gedeckten Vorbereich hervorgehoben, der Eingang zum Parkplatz an der Schnittstelle der beiden Trakte als tief in den Baukörper eingezogen.
Das Zentrum des Verwaltungsgebäudes bildet eine mit einem Glasdach überdeckte Halle. Die Erschliessung der Büros ist als umlaufende Galerie ausgebildet. Der Bodenbelag führt den historischen Mauerverlauf fort, ein steinernes Brunnenbecken setzt einen rauen Akzent: Die Installation stammt von den Künstlern Thomas Birve und Hugo Schär.
Literatur