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Die Schweiz ist ein Linsengericht
ALBERTO SICCARDI
früher CEO Medacta (https://www.medacta.com)
jetzt Präsident Stiftung Medacta for Life
schreibt:
Die beiden sehr klaren Artikel von Tito Tettamanti und Osvaldo Migotto in der CdT (Corriere del Ticino) vom Freitag, den 31. Januar, führen jeden durchschnittlichen Unternehmer auf internationaler Ebene zu sehr ernsthaften Überlegungen über die Zukunft seines Unternehmens in der Schweiz.
Ja, denn eine der häufigsten Bedrohungen seit Jahren ist, dass "die EU uns Schwierigkeiten im Handel mit Europa bereitet und bereiten wird“.
Meine Grundgedanken über die Beziehungen zur EU und die wirtschaftlichen und sozialen Folgen für unser tägliches Geschäft führen mich, und ich sage das um den Preis, dass es ein wenig repetitiv und altmodisch klingt, immer zu einem festen Punkt:
Wir dürfen unsere interne gesetzgeberische Autonomie und unsere direkte Beteiligung an der Verwaltung unseres Landes nicht aufgeben und es entschlossen gegen äussere Einflüsse verteidigen, selbst um den Preis, dass wir ein paar Scheiben unseres Reichtums und unseres Wohlstands aufgeben.
In der Tat sind der hervorragende Wohlfahrtsstaat, die Bildung, Forschung und Entwicklung (der effektivste der Welt in Bezug auf Patente pro Kopf), die straffe und effektive Bürokratie bei einer Besteuerung, die zu den niedrigsten der Welt gehört, kein Widerspruch und finden eine Erklärung in der "Kontroll"-Funktion der Direkten Demokratie über die Aktivitäten unserer Herrscher. Mit anderen Worten: Der Schweizer Staat, "tugendhaft in seiner Verwaltung", nimmt von seinen Bürgern weniger Steuern ein und verschuldet sich nicht, aber seine Leistung ist weit besser als die der EU-Staaten, die einerseits mehr einnehmen und andererseits eine dreimal so hohe Verschuldung gegenüber dem BIP haben. Sie geben ein Vermögen aus, aber die von ihnen erbrachten Dienstleistungen entsprechen nicht den Schweizer Standards.
All dies ist auch möglich, weil die Menschen in die Verwaltung der öffentlichen Angelegenheiten eingreifen, wenn sie es für nötig halten.
Warum wollen sie also, dass wir "ihrer" Gemeinschaft beitreten? (viele Leute denken, dass die Verhandlungen einfacher wären, wenn die EU anders wäre).
Ihr Ziel ist, unsere Fähigkeit, die Entscheidungen unserer Herrscher stark zu beeinflussen, verschwinden zu lassen, wir sind ein schlechtes Beispiel, das ihnen Angst macht.
Sie (di EU Politiker) würden ihre übermächtige Macht verlieren, das zu tun, was sie wollen. Und so üben sie Druck auf unsere Wirtschaft aus, weil sie glauben, sie würden unseren Herrschern (Politikern) Angst einjagen, so dass sie grosse Teile unserer Verfassung aufgeben und uns politisch unschädlich machen. (Anmerkung Jossi: was tatsächlich bei einigen Politikern und nicht Politiker passiert)
Aber niemand, unter den grossen Schweizer Geschäftsleuten, von denen ich gehört habe, würde sich dafür entscheiden, einen Teil der "Schweizer Freiheit" aufzugeben, um den Status quo im Handel aufrechtzuerhalten, auch weil klar ist, dass die EU und die Genossen auf jeden Fall besser und ohne Kontrollen alles tun würden, was sie wollen, wenn die Menschen geknebelt würden, wobei ihr Ziel darin besteht, die Wirtschaft zu melken, ohne das Risiko, herausgefordert und abgeschoben zu werden, wie es heute geschieht.
Einer der Schweizer Unternehmer ist auch der Meinung, dass sich die Welt und die Märkte verändert haben. Neben den Vereinigten Staaten, China, Japan und Asien im Allgemeinen, Australien, Indien, Südamerika und Afrika sind wir nicht nur von Europa abhängig, wo wir, wenn wir unsere Margen reduzieren müssten, unsere Verkaufs- und Kostenpolitik anpassen und im Rest der Welt ausgleichen könnten. Es ist wichtig, unsere Verfassung und unsere politische Ordnung aufrechtzuerhalten. Es ist also richtig, dafür zu kämpfen, "den Schaden zu begrenzen", aber ohne die Angst, unsere Traditionen und Methoden für fremdländisches Gericht (Rahmenabkommen) aufgeben zu müssen. Bleiben wir bei unserem Linsengericht.
übersetzt von Otto Jossi
In der italienischen Umgangssprache bedeutet Linsengericht, ein Gericht das man langsam kocht und langsam isst. Manchmal wird es mit Situationen verglichen zum Beispiel Entscheidungen in der Schweiz dauern, manchmal sehr lange.