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Zur Zeit läuft die Anhörung zur Tierschutzverordnung. Besonders die „Verordnung des BLV über den Tierschutz beim Züchten“ hat es in sich.
Würde diese Verordnung tatsächlich wörtlich umgesetzt, wäre es das definitive AUS für die Zucht der Harlekins. Es ist zu befürchten, dass auch noch andere Rassemerkmale ins Raster der Verordnung fallen (z.B. die doppelten Afterkrallen), da die Verordnung die mit Sanktionen belegten Merkmale ausdrücklich als nicht abschliessend bezeichnet.
Aber auch sonst würde diese Verordnung ein Übermass an Regulierung und Kontrollen durch den Rasseklub erfordern. Die Verantwortung für die Rasse würde in vielen Fällen ausgelagert werden müssen, da die Verordnung nur Personen mit Hochschulabschluss für sachkundigt genug erachtet, diese Verantwortung wahrzunehmen.
Hat die bereits bestehende gesetzliche Überregulierung der Hundezucht etwas zum Wohl der Hunde gebracht?
Nicht wirklich. Doch sie verursacht hohe Zuchtkosten und damit im internationalen Vergleich hohe Welpenpreise - mit dem Resultat, dass heute beinahe jeder zweite Welpe im Ausland gekauft wird.
Bild: Vier-Pfoten
Deregulierung ist das Gebot der Stunde
Es wäre endlich an der Zeit, dass die Behörden sich um die tatsächlichen Probleme kümmern und den Wildwuchs an Reglementierungen und Gesetzen der letzten Jahre auf ein vernünftiges Mass zurückschneiden würden.
Die Schweiz hat bereits jetzt eines der strengsten Tierschutzgesetze. Mit dieser neuen Verordnung wird jedoch weit über das Ziel hinausgeschossen. Ausser die Verfasser möchten die Zucht von vielen Hunderassen generell verbieten. Dann werden sie mit dieser Verordnung ihr Ziel erreichen.
"Tierschutz" vor Sicherheit im Strassenverkehr?
Auch in der zweiten Verordnung "über die Haltung von Hunden und Heimtieren", werden Vorschriften vorgeschlagen, die unsinnig und gefährlich zugleich sind. Artikel 3 verlangt, dass die Transportbehälter für Hunde und Katzen so gross sein müssen, dass die Tiere darin stehen, sich drehen und sich hinlegen können.
Dienen die Transportbehälter auch noch zur gelegentlichen Unterkunft der Hunde, müssen diese Transportbehälter noch grösser sein. Doch was bedeutet gelegentliche Unterkunft? Ein Aufenthalt im Transportbehälter, wenn das Fahrzeug nicht im rollenden Verkehr ist?
Auf den ersten Blick eine sinnvolle Vorschrift, dem Wohl des Tieres dienend, auf den zweiten Blick jedoch brandgefährlich, wenn nicht gar tödlich, für Hund und Passagiere, bei einer Vollbremsung oder einem Auffahrunfall.
Die ZK des SKBF hat bereits alle Züchter zur Stellungnahme eingeladen. Natürlich sind auch die Mitglieder des SKBF dazu herzlich eingeladen. Der SKBF wird dann zusammen mit andern interessierten und betroffenen Organisationen eine fundierte und sachliche Stellungnahme beim Gesetzgeber einreichen.
Stellungnahmen von SKBF-Mitgliedern bitte an der ZK-Präsidenten einreichen.