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Der höchste
Gebäudeteil ist der Glockenturm, der links neben dem Haupteingang in die Mauer
integriert ist. Der gedrungene Turm besteht ebenfalls aus rotem Backstein, im
oberen Teil befinden sich die Schallöffnungen aus Sichtbeton, die ebenfalls
unterschiedlich hoch sind.
Der gedrungene Turm aus Backstein mit dem Schallöffnungen aus Sichtbeton
Auf dem Turm ist ein grosser Wetterhahn angebracht,
der von F. Pabst gestaltet worden ist.
Der Turmhahn
Das Kirchenzentrum besteht aus Unter- und Erdgeschoss, wobei das Untergeschoss teilweise von aussen sichtbar ist, weil das Gelände abgegraben wurde. Dadurch verfügen auch manche Räume im Untergeschoss über direktes Tageslicht.
Über einen grossen Vorplatz gelangt der Besucher zum Hauptportal,
das sich an der schräg zur Oberdorfstrasse verlaufenden Südostfassade befindet,
zwischen dem gedrungenen Glockenturm und dem eigentlichen Kirchenraum. Es
besitzt ein grosses Vordach, auf dem gut sichtbar die Bezeichnung «Reformiertes
Kirchenzentrum» angebracht ist. Auf Bodenhöhe sieht man die in Stein
gemeisselte Jahreszahl 1984, das Jahr der Grundsteinlegung.
Der Eingangsbereich mit dem grossen Vordach
Ein zweiter Eingang mit grossem Sichtbetonvordach, der direkt in das Untergeschoss führt, befindet sich auf der Nordseite. Die Fassade über diesem Eingang besteht aus einer grossen Glasfront.
Der zweigeschossige Anbau, in dem sich der Kindergarten und eine Wohnung befinden, erstreckt sich auf der südlichen Seite in den Garten hinein. Betreten wird der Anbau von der Westseite her. Der Kindergarten befindet sich im Erdgeschoss. Die darüberliegende Wohnung stand ursprünglich dem Sigrist zur Verfügung, wird heute aber fremdvermietet.Insgesamt ist das Reformierte Kirchenzentrum Nussbaumen typisch für die hiesige Kirchenarchitektur der 1980-er-Jahre: An die Stelle des früher üblichen Längsbaus mit hohem Glockenturm tritt ein Pfarreizentrum, das mehrere Gebäudeteile in sich vereint, damit es vielfältig genutzt werden kann, und das dafür auf Repräsentanz verzichtet. Zum Kirchenzentrum Nussbaumen schreibt Josef Urs Tremp: «Umgeben von profanen Bauten, wollte man bewusst nicht eine Kirche als ‹Tempel Gottes› sichtbar machen. Es sollte vielmehr ein Haus der Gemeinde entstehen, das sich unauffällig ins Quartier integriert. Im realisierten Projekt trägt die Materialisierung der Aussenhaut mit dem roten Backstein zu dieser Unauffälligkeit bei.»