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Viele Menschen haben sehr private Dateien wie Passwort-Safes oder Kryptowährungswallets auf ihrem Computer. In der Regel ist deren Inhalt bereits durch Verschlüsselung vor der Nutzung durch andere Personen geschützt. Dennoch ist es möglich, dass Viren, Trojaner und mächtige Organisationen die Datei auslesen, auf einen eigenen Webserver kopieren und dort über Monate hinweg versuchen, sie zu knacken. Es wäre auch möglich, sie zu löschen, was im Falle einer Kryptowährungs-Wallet den Totalverlust Ihres hart verdienten Geldes zur Folge hätte. Der Datei-Protektor von Mighty Desktop (Teil des Registers 'System-Sicherheit') kann den Zugriff auf eine solche Datei entweder für Modifikationen oder sogar komplett blockieren, indem er das Lesen verweigert, solange er läuft. Da Mighty Desktop typischerweise beim Hochfahren von Windows gestartet wird und als Hintergrundprozess läuft, wird der Zugriff sofort nach dem Hochfahren bis zum Herunterfahren blockiert. Aber Moment, gibt es da nicht schon die Dateirechte, um dieses Ziel zu erreichen? Ja, teilweise schon, aber ein Administrator kann solche Beschränkungen leicht aufheben. Im Gegensatz dazu benutzt Mighty Desktop die Methode, Dateien im exklusiven Modus offen zu halten, und auf diese Weise hat selbst ein Netzwerk-Administrator keinen Zugriff darauf, was auch immer er tut.
Denken Sie einfach daran, dass dieses System nicht 100% sicher ist, da es eine kurze Zeit beim Booten und Herunterfahren gibt, in der die Dateien ungeschützt sind. Es sollte auch erwähnt werden, dass Programme, die Low-Level-Gerätetreiber installieren, wie z.B. Backup- und Antivirenprogramme, nicht daran gehindert werden können, diese Dateien zu lesen oder zu schreiben. Und drittens, wenn Mighty Desktop beendet wird, werden die Dateien ungeschützt liegengelassen. Aber auch wenn der Schutz von Mighty Desktop keine 100%-ige Garantie bietet, so ist er doch 99 Mal besser als gar nichts, richtig? Und es ist viel einfacher, als sich mit den komplizierten und langsamen Zugriffsrechtsdialogen in Windows herumzuärgern. Im Gegensatz dazu kann Mighty Desktop sogar eine automatische Freischaltung vornehmen, wenn Sie die offizielle App starten, die für die Bearbeitung der Dateien gedacht ist.
Andere Verwendungsmöglichkeiten von Datei-Protektor:
- Schützen Sie Laufwerk-Images von virtuellen Maschinen vor Schreibvorgängen. Dies ist notwendig, da die Nur-Lese-Flags von vielen Drittanwendungen oft nicht respektiert werden und schwupp, ist ein Image verändert.
- Stresstests: Programmierer können eine Modifizierungs- oder Exklusivsperre auf eine beliebige Datei legen und dann prüfen, wie sich ihre Anwendung verhält, wenn sie auf diese Datei zugreifen will.
Eine `Modifikations-Sperre` bedeutet, dass der Inhalt einer Datei gelesen aber nicht verändert werden kann, und sie kann auch nicht umbenannt oder verschoben werden. Im Falle einer `Exklusiven Sperre` kann nichts mit der Datei gemacht werden, nicht einmal gelesen. Wenn eine Spyware Mighty Desktop nicht kennt, wird sie von Datei-Protektor definitiv gestoppt werden.
Einfache Entsperrung
Wenn Sie auf eine Datei zugreifen wollen, z.B. auf eine passwortgeschützte Datei von KeePass, haben Sie zwei verschiedene Möglichkeiten:
- Fügen Sie alle Programme, die Sie zum Anzeigen oder Bearbeiten der Datei verwenden, in die Liste in der Spalte "Entschützende Prozesse" ein. Sie können auch einfach eine Desktop-Verknüpfung auf die Liste fallenlassen. Die Liste kann mehrere vollständige Pfade zu Anwendungen enthalten, jeweils je einen pro Zeile. Sobald eine dieser Anwendungen läuft, deaktiviert Mighty Desktop den Schutz der Datei und wenn Sie die Anwendung schliessen, wird er wieder reaktiviert. Auf diese Weise stört der Schutz nicht bei Ihrer Arbeit.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Benachrichtigungssymbol von Mighty Desktop und aktivieren Sie "Dateischutz für 15 Minuten ausschalten" (halten Sie die [Strg]-Taste gedrückt, um ohne Zeitlimit auszuschalten). Dazu ist kein komplizierter Rechte-Dialog und kein Warten nötig. Damit können Sie im Handumdrehen mit nur einem Klick alle Dateien auf einmal freischalten. Das Zeitlimit hilft zu vermeiden, dass man vergisst, die Dateien nachträglich wieder zu sperren (ist mir oft passiert). Die Dauer ist in der Registerkarte Einstellungen konfigurierbar.
Ein weiterer, anderer Schutzansatz ist verfügbar: Datei-Protektor kann Dateien im Explorer-Fenster komplett unsichtbar machen, indem die beiden Flags 'System' und 'Versteckt' gesetzt werden. Danach kann auf die Dateien nur noch über den vollen Pfad zugegriffen werden (sog. "Sicherheit durch Obskurität"). Solche Dateien sind sogar auf einem Rechner unsichtbar, auf dem das Kontrollkästchen "Versteckte Dateien ausblenden" in den Einstellungen des Datei-Explorers nicht eingeschaltet ist. Aber jeder, der den Pfad kennt, kann trotzdem darauf zugreifen.
Hinweise:
- Sie können Dateien direkt über das Popup-Menü im Datei-Explorer zur Liste hinzufügen
- Eine rote Warnung erscheint, wenn Sie einen Pfadnamen mehr als einmal hinzufügen
- Achten Sie auf suboptimal programmierte Programme von Drittanbietern. Einige können beim Versuch, eine geschützte Datei zu öffnen, einfach sagen "Datei nicht gefunden" oder gar nicht mal bemerken, wenn ein Speichern fehlgeschlagen ist.
- Nur die erste Instanz von Mighty Desktop, der Hauptserver, aktiviert die Schutzmechanismen. Weitere Instanzen versuchen es gar nicht erst, sie würden Fehler erhalten, genau wie jedes Drittanbieterprogramm.