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- Inselwelt der Arktis
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Eisberge und Meereis
In den Gewässern der Arktis gibt es viele Eisberge, die von den Gletschern abbrechen, sowie Meereis, das weitgehend das ganze Jahr den arktischen Ozean bedeckt, jedoch um die arktischen Inseln herum saisonabhängig ist. Eisberge können nur ein paar Meter gross sein (Treibstücke) oder grosse kilometerlange flache Tafeln bilden. Eisberge treiben weit in den Süden (bis nach Neufundland) und stellen eine Gefahr für die Schifffahrt dar. Meereis oder Packeis ist das dünne Eis, das sich über dem arktischen Ozean und an der arktischen Küste bildet. Eisbären leben und jagen auf dem Packeis. Als Folge der Klimaerwärmung ist in den letzten Jahrzehnten das Packeis jedoch dünner und weniger geworden. Einige naturwissenschaftliche Vorausberechnungen ergeben, dass es in den nächsten 50 Jahren nur noch im Winter besteht und der arktische Ozean im Sommer ganz eisfrei wird.
Grosse Eisberge brechen von den Auslassgletschern des grönländischen Eisschildes ab. Während des Abschmelzens können sich zinnenähnliche Formen und Höhlen bilden. Anhand der angehobenen Wasserlinie des Eisberges links im Bild kann man sehen, dass der Gletscher sich nach rechts geneigt hat.
Eisberge im Antarctic Sund, Ostgrönland, kommen vom Auslassgletscher des Eisschildes, welcher über 100 Kilometer entfernt ist. Bei Niedrigwasser gestrandete Eisberge sehen oftmals wie moderne Skulpturen aus.
In den meisten Bildern von treibenden Eisbergen scheinen diese frei von sedimentären Ablagerungen zu sein; Eisberge sind aber zum Grossteil dafür verantwortlich, dass der Geschiebemergel von Gletschern ins Meer gelangt. Hier zu sehen ist ein umgestürzter Eisberg mit Überresten des sedimentreichen Grundes des Vestfjord Gletschers (Ostgrönland).
Eisberge zusammen mit Nebel stellen eine grosse Gefahr für die Schifffahrt an der Küste dar, wie hier z. B. in Kongsfjorden, im Nordwesten von Spitzbergen. Mit dem Seetaucher als Massstab kann man ahnen wie gross dieser Eisberg ist.
Wenn kleine Treibstücke aufgrund der Gezeiten auf Stränden hin und her bewegt werden, können sich “Ruckelabdrücke” (engl. “juddermarks”) in weichen Sedimenten bilden. Diese Markierungen sehen aus wie Fahrzeugspuren. Im Bild ist der Verursacher und seine Spur an einem Strand in der Nähe des Austre Lovenbreen im Nordwesten von Spitzbergen zu sehen.
Im äussersten Küstengebiet von Grönland gibt es auch noch im Sommer Eisschollen. Im Bild reflektieren sich Berge in dem ruhigen Gewässer zwischen ihnen in einem Gebiet, das als Liverpool Land bezeichnet wird (Ostgrönland).
Arktisches Packeis wird mit den Meeresströmungen aus dem Nordosten um die Südspitze von Spitzbergen getrieben. Manchmal treibt es dann mit Strömungen wieder gegen Norden, kann aber auch in südliche Fjorde gelangen, wo es die Schifffahrt behindert. In Bild zu sehen sind grosse Eisschollen, die im Bellsund auf Grund gelaufen sind.
Wenn grosse Schollen des polaren Packeises schmelzen und während Niedrigwasser auf Grund laufen, bilden sich manchmal bizarre und elegante Formen wie hier im Van Keulenfjorden im Westen von Spitzbergen.
Eisschollen, die sich im Nordpolarmeer bilden, sind sehr viel grösser als jene, die im Innern von Fjorden entstehen. Im Bild sind ein paar grosse Exemplare, deren Kiele im klaren Wasser erkennbar sind. Sie treiben durch den Hinlopenstretet; die Eiskappe des Nordaustlandet (im Nordosten von Spitzbergen) ist im Hintergrund zu sehen.
|Fotos: Michael Hambrey|