Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03314.jsonl.gz/2639

Fiat Chrysler investiert
Alfa Romeo soll von einem 500 Millionen Euro grossen Investitionsprogramm profitieren, das der Marke zwei neue Motoren bescheren soll.
Der von Sergio Marchionne geführte Konzern Fiat Chrysler Automotive (FCA) will 500 Millionen Euro für die Produktion zweier neuer Motoren für Alfa Romeo investieren. Dies sei Teil der geplanten weltweiten Neulancierung der Marke, wie FCA am Mittwoch bekanntgab.
Die Gesamtinvestition in die Marke Alfa Romeo beträgt gemäss dem 2014 veröffentlichten Fünfjahresplan von FCA fünf Milliarden Euro. Damit soll der Fahrzeugverkauf bis 2018 auf 400'000 Fahrzeuge verfünffacht werden. Dazu sollen acht neue Modelle in die Alfa-Palette aufgenommen werden. Eines davon soll am 24. Juni lanciert werden, es wird allgemein mit einem neuen Mittelklassemodell gerechnet. Ob dies jedoch den Modellnamen Giulia oder gar eine Zahl tragen wird wie die letzten viertürigen Alfa-Stufenheckmodelle, Alfa 166 und 159, ist offen.
Die Motoren sollen im italienischen FCA-Werk Termoli gebaut werden. Eines der Triebwerke soll ein leistungsfähiger Vierzylinder sein, das andere ein Sechszylinder, der von einem Ferrari-Motor abgeleitet ist.
Kleiner Ferrari
Die Ankündigung eröffnet das Feld für Spekulationen rund um die Marke mit dem springenden Pferd. Erzrivale Porsche operiert seit vielen Jahren mit Sechszylinder-Motoren, bei Ferrari ist das kleinste Triebwerk ein V8. Für Maserati hat der Hersteller allerdings bereits einen V6 entwickelt, und der legendäre Ferrari Dino war schon 1968 mit einem Sechszylinder ausgerüstet.
Nun mehren sich Gerüchte, dass Ferrari bis 2019 ein eigenes Einstiegsmodell mit V6-Motor und Turboaufladung lancieren will. Damit könnte der Dino wieder auferstehen und als Konkurrent von Porsche 911 Turbo, Mercedes-AMG GT und Audi R8 antreten. Fürs kleinere Budget stünde dann immer noch der Alfa Romeo mit Sechszylinder-Ferrarimotor parat.