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Korruptionsprozess gegen Netanjahu beginnt vor Jerusalemer Gericht
Das Wichtigste in Kürze
- Am Sonntag beginnt der Korruptionsprozess gegen Benjamin Netanjahu.
- Der israelische Ministerpräsident ist wegen Betrug, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt.
- Er weist die Vorwürfe zurück und bezeichnete den Prozess als «Witz».
In Jerusalem beginnt am Sonntag der Korruptionsprozess gegen den rechtskonservativen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Der 70-Jährige ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt und muss selbst vor Gericht erscheinen. Netanjahu weist die Vorwürfe zurück und hat den Prozess als «Witz» bezeichnet.
Mit dem Aufsehen erregenden Verfahren befassen sich drei Richter des Jerusalemer Bezirksgericht. Mehr als 300 Zeugen sollen befragt werden.
Vorwürfe gegen Benjamin Netanjahu
Am ersten Prozesstag wird zunächst die Anklageschrift verlesen. Bei den Vorwürfen geht es um den Verdacht der Beeinflussung von Medien und angeblich krumme Deals mit Unternehmen. Auch soll er mit befreundeten Geschäftsleute Luxusgeschenke – vor allem Champagner und Zigarren – mit Gefälligkeiten ausgetauscht haben.
Sollte Netanjahu wegen Bestechlichkeit verurteilt werden, drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Bei einer Verurteilung wegen Betrugs und Untreue wäre die Höchststrafe drei Jahre Gefängnis.
Netanjahu ist Israels am längsten amtierender Ministerpräsident. Er war erst vergangenen Sonntag erneut vereidigt worden. Seine fünfte Amtszeit ist wegen des Korruptionsprozesses äusserst umstritten. Zurücktreten müsste Netanjahu erst im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung.
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