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Aus Protest gegen die Sparpolitik der Regierung sind Portugals Lehrer in den Streik getreten. Die eintägige Arbeitsniederlegung am Montag richtete sich gegen die Kürzung von Lehrerlöhnen, die Verlängerung der Dienstzeiten und den Abbau von Stellen an den staatlichen Schulen des Landes.
Die Lehrergewerkschaft Fenprof bezifferte die Streikbeteiligung auf 90 Prozent. Die Regierung machte keine Angaben. Der Ausstand galt als ein Test für einen Generalstreik, zu dem die Gewerkschaftsverbände für den 27. Juni aufgerufen hatten.
Von dem Streik waren vor allem die Maturanden betroffen, weil am Montag im ganzen Land die Maturaprüfungen begannen.
Bildungsminister Nuno Crato betonte, die Regierung sei bereit gewesen, die Prüfungen auf einen späteren Termin zu verschieben. Dafür hätten die Gewerkschaften sich jedoch verpflichten müssen, bis zum Ende des Schuljahres keine weiteren Streiks abzuhalten.
Der Verband der Schuldirektoren (Andae) wies darauf hin, dass trotz der hohen Streikbeteiligung viele Maturanden ihre Arbeiten hätten schreiben können. "Zur Beaufsichtigung benötigt man nicht so viele Lehrer wie zu einem normalen Unterricht", sagte Andae-Vizepräsident Filinto Lima.