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2010 hat die Glückskette 47,07 Millionen Franken für 247 Hilfsprojekte in 47 Ländern eingesetzt, fast 14 Millionen mehr als 2009. Das geht aus dem heute veröffentlichten Jahresbericht hervor. Die Projekte werden von 31 Schweizer Partnerhilfswerken der Glückskette umgesetzt.
Knapp 120 Millionen Franken Spendengelder wurden letztes Jahr an zwei nationalen Sammeltagen (Erdbeben Haiti und Überschwemmungen Pakistan), einem Sammelaufruf (Erdbeben Chile) und in der Spendenwoche "Jeder Rappen zählt" für Kinder in Konfliktgebieten gesammelt.
Die Sammlung für Haiti ist mit über 66 Millionen Franken das dritthöchste Ergebnis in der Geschichte der Glückskette, nach der Sammlung für die Opfer des Tsunami Ende 2004 und der Unwetter in der Schweiz 2000. Die Sammlung für Pakistan und angrenzende Gebiete ergab über 42 Millionen Franken.
Diese Gelder werden im laufenden Jahr und in den kommenden Jahren an Hilfsprojekte in Haiti, Pakistan und Chile sowie Hilfsprojekte für Kinder in Konfliktgebieten verteilt, wie Priska Spörri, Leiterin Kommunikation bei der Glückskette, ausführte.
Währungsschwankungen und Zinsschwund
Die Glückskette legt die Spendengelder, bis sie eingesetzt werden können, sehr konservativ und, um flüssig zu bleiben, kurzfristig an. Rund 15 Prozent des Geldes sind in Fremdwährungen angelegt, unter anderem, um die Risiken zu verteilen, die Rentabilität zu erhöhen und die lokale Kaufkraft der Projektfinanzierungen zu schützen.
Mit den Finanzerträgen deckt die Glückskette nach Möglichkeit ihre Betriebskosten und baut Reserven auf. 2010 haben der geringe Finanzertrag und die enormen Kursschwankungen des Schweizer Franken gegenüber Fremdwährungen per Ende Dezember zu einem negativen Jahresergebnis geführt (- 1,66 Millionen Franken).
Deshalb hat der Stiftungsrat die Auflösung der Reserven und die Inanspruchnahme von 2 Prozent der Spendeneinnahmen 2010 beschlossen. Damit resultiert ein Ergebnis von 36'837 Franken. Die Glückskette befindet sich im ersten Trimester 2011 bereits wieder in den schwarzen Zahlen.
Sozialhilfe in der Schweiz
Seit 1946 ermöglichen Spenden an die Glückskette auch immer wieder Menschen in der Schweiz zu unterstützen, die in eine schwierige finanzielle Situation geraten sind. Die Glückskette hilft punktuell und meist in Ergänzung zur Unterstützung öffentlicher und privater Sozialhilfeeinrichtungen mit einem einmaligen "Notbatzen", um eine vorübergehende Notlage zu lindern.
Im Jahr 2010 wurden 2908 Personen mit insgesamt mehr als 1,16 Millionen Schweizer Franken unterstützt. Die Gesuche werden in der Regel über den Sozialdienst der Wohngemeinde bei der Glückskette eingereicht.