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Stamm gehört, sich jedoch namentlich durch seinen Charakter vor den übrigen Malaien vorteilhaft auszeichnet. Die Bugi sind minder
dunkel als die letztern, wohlgebaut, mit schönen Zügen, dabei intelligent, thätig, unternehmend und streitbar und auch
in Bezug auf Ehrlichkeit und sittliche Führung jene weit überragend. Sie haben eine eigentümliche Mundart und
Schriftsprache sowie eine eigne, bis jetzt noch wenig bekannte Litteratur. Als vorzügliche Seefahrer haben sie sich von
Celebes aus über den ganzen Ostindischen Archipel verbreitet und in ziemlicher Anzahl in allen wichtigern Seeplätzen niedergelassen,
wo sie die Rolle der unternehmenden Kaufleute spielen. Ihre eigentliche Heimat ist der StaatBoni im südlichen
Celebes, wo sie in Städten und Dörfern an der Küste wohnen.
Buginesen, ein zum malaiischen Stamme gehörendes mohammed. Volk im Indischen Archipel, das sich selbst To-Wûgi
nennt. Die Bûgi bewohnen die östl. Hälfte der südwestl. Halbinsel von Celebes, wo
sie eine Anzahl kleiner Reiche gestiftet haben, die sich gegenwärtig sämtlich unter niederländ.
Oberhobeit befinden. Sie treiben viel Handel und Schiffahrt, besuchen alle Teile des Indischen Archipels, selbst Neuguinea und
die Aru-Inseln, und haben mehrere kleine Kolonialreiche gestiftet, wie namentlich längs des Flusses Madakkam (Kûtai) im östl.
Teile von Borneo. Viele Bûgi dienen
auch in der niederländ.-ind. Marine und Landmacht.
IhreSprache
[* 3] ist zusammen mit dem nahe verwandten Makassarischen ein besonderer Zweig des malaiischen Sprachstammes. Die Bûgi besitzen
eine eigene Schrift und Litteratur. Mit der Sprache und Litteratur der Bûgi beschäftigt sich besonders der holländ. Sprachforscher
Bûgi F. Matthes. -