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«Ich frage mich wirklich, ob ich ohne sie die geworden wäre, die ich bin. Wäre ich Widrigkeiten mit solch weiblicher Entschlossenheit begegnet, ohne Albertine als meine Leitfigur?» Das schreibt die Godmother of Punk, Patti Smith, über ihr Idol Albertine Sarrazin, zu deren Roman sie das Nachwort schrieb. «Astragalus», die Autobiografie von Sarrazin, war vor fast einem halben Jahrhundert eine literarische Sensation in Frankreich.
Es ist die Lebensgeschichte der Autorin: ein Adoptivkind, das als Zehnjährige vergewaltigt wurde und die gesamte Jugend in Heimen, Besserungsanstalten und Gefängnissen verlebte. Als 19-Jährige floh sie aus dem Knast und verliebte sich in Julien, ebenfalls ein entflohener Sträfling, mit dem sie fast nur brieflichen Kontakt hatte. Mit nur 29 Jahren starb die hochbegabte, witzige, ungebändigte Autorin. Ihr grandioses Werk wurde jetzt noch einmal vollständig neu übersetzt.
— Albertine Sarrazin: Astragalus. Hanser-Verlag, München 2013, 240 Seiten, ca. 28 Fr.
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