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Credit Suisse
Die Credit Suisse Group (CSG) ist im Jahr 2002 wegen Milliardenaufwendungen im Investmentbereich und der kriselnden Versicherungstochter Winterthur tief in die roten Zahlen abgestürzt. Sie erwartet einen Reinverlust von 3,4 Mrd Fr. Damit ist der Verlust noch grösser als das bisherige Rekordminus der Grossbank von 2,43 Mrd Fr. aus dem Jahr 1996. Allein im vierten Quartal soll der Reinverlust 1 Mrd Fr. betragen. Während das hohe Minus von 2,1 Mrd Fr. im dritten Quartal hauptsächlich auf den Verlust der Versicherungstochter Winterthur zurückzuführen war, wurde im letzten Quartal der Investmentbereich Credit Suisse First Bosten (CSFB) wegen Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten in die Tiefe gezogen. Neben bereits bekannten Strafzahlungen an die US-Finanzmarktbehörden von 234 Mio Fr. (vor Steuern) hat die CSFB beschlossen, eine weitere Aufwendung von 702 Mio Fr. im letzten Quartal vorzunehmen. CSFB erwartet einen Reinverlust von 1,8 Mrd Fr. im gesamten Jahr und 1,2 Mrd Fr. im vierten Quartal. Das zweite Standbein, die Credit Suisse Financial Services (CSFS), rechnet mit einem Reinverlust von 220 Mio Fr. im Jahr 2002. Im letzten Quartal soll indes ein Reingewinn von 650 Mio Fr. resultieren. Das Versicherungsgeschäft (Winterthur) hat im vierten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben.
ZKB
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat 2002 wegen ihrer Beteiligung an der krisengeschüttelten Swiss Life einen markanten Gewinneinbruch erlitten. Der Abschreiber auf der 2,5-%-Beteiligung fiel mit 180 Mio Fr. am oberen Ende der Erwartungen aus. Der Konzerngewinn brach gegenüber dem Vorjahr um 41% auf 198,6 Mio Fr. ein. Dagegen sei der Abschreiber auf der Beteiligung bei Martin Ebners BZ-Visionen ein «Klacks», sagt ZKB-Sprecher Urs Ackermann. Die Position Abschreibungen werde erst an der Bilanzpressekonferenz am 6. März 2003 ausgewiesen. Abgesehen davon spricht die grösste Schweizer Kantonalbank von einem «zufriedenstellenden Ergebnis» in einem «äusserst anspruchsvollen Marktumfeld». Die ZKB steigerte ihren Bruttogewinn 2002 um 4,9% auf 587,5 Mio Fr. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber 2001 von 75,9 Mrd auf 80,5 Mrd Fr.
BZ Bank
Die BZ Bank von Martin Ebner ist 2002 unter die Räder gekommen. Der Gewinn brach von 77 Mio Fr. im Vorjahr auf noch 1,6 Mio Fr. ein. Für das ausgeglichene Ergebnis löste die Bank stille Reserven auf. Die BZ Bank begründet den Gewinneinbruch einerseits mit der tiefen Krise an den Finanzmärkten. Anderseits hätten die «ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten» der Muttergesellschaft BZ Gruppe Holding Zweifel an der Bonität der BZ Bank aufkommen lassen. Die Bilanzsumme schrumpfte von 1027 Mio Fr. auf 358 Mio Fr. Die ausgewiesenen Eigenmittel sanken von 277 Mio Fr. auf 202 Mio Fr., nachdem die Bank eine Dividende von 77 Mio Fr. an ihre Muttergesellschaft überwiesen hat. Der ausserordentliche Ertrag stieg von 13 Mio auf 58 Mio Fr. Er beinhaltet die Auflösung von versteuerten stillen Reserven über 46 Mio Fr. und die Reduktion der Wertberichtigung und Rückstellungen für Ausfallrisiken um 12 Mio Fr.
Saurer
Der Auftragseingang beim Textilmaschinen- und Komponentenhersteller stieg 2002 um 20% auf 2,62 Mrd Fr. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 3% auf 2,48 Mrd Fr. gewachsen. Damit hat die Gruppe ihre eigenen Erwartungen vom Herbst erfüllt. Die Gruppe begründet den Anstieg mit dem konjunkturell bedingten Wachstum im Textilmaschinengeschäft in Asien und mit der erstmaligen Vollkonsolidierung von Übernahmen in der Antriebstechnologie. Im Textilgeschäft ging der Umsatz um 1% auf 1,773 Mrd Fr. zurück. Während im Naturfaserbereich die Verkäufe um 3% auf 1,135 Mrd Fr. stiegen, sanken sie im Chemiefaserbereich um 8% auf 638 Mio Fr. Unter dem Strich dürfte Saurer einen Gewinn erzielt haben.
Berna Biotech
Der Impfstoff-Hersteller hat im vom Umbruch geprägten abgelaufenen Jahr wie erwartet weniger verkauft. Der Umsatz sank um 33% auf 202,8 Mio Fr. Das Geschäft mit Pockenimpfstoff wird 2003 zu einem Gewinnsprung führen. Ein nicht genanntes «westliches Land» hat bei Berna Biotech Pockenimpfstoff für rund 70 Mio Fr. gekauft. Die Lieferung erfolgt vollständig im laufenden Jahr, wie das Berner Unternehmen mitteilt. Der ausserordentliche Umsatz werde den Nettogewinn und den Cashflow 2003 beträchtlich beeinflussen. Für 2003 rechnet Berna auch ohne diesen Sonderertrag mit einer Verdoppelung des Anteils vom Betriebsgewinn (Ebitda) am Umsatz von 5% im Jahr 2002 auf 10%.
Sika
Der Schweizer Bauchemie- und Klebstoffkonzern hat im Jahr 2002 einen Umsatz von 2,12 Mrd Fr. erzielt. Damit konnte das Unternehmen insbesondere in Ost- und Südosteuropa sowie Asien nach eigenen Angaben weitere Marktanteile dazugewinnen. In Lokalwährungen betrug die Zunahme mehr als 7,5%. Der Nettoerlös bewege sich knapp über dem Vorjahresniveau. Am 19. März werden weitere Finanzzahlen veröffentlicht.
Geberit
Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit hat ein erfreuliches Jahr 2002 hinter sich. Der Umsatz erhöhte sich um 9,3% (währungsbereinigt 12,2%) auf 1,273 Mrd Fr. Das Betriebsergebnis habe sich «markant gesteigert». Das innere Wachstum (ohne die beiden letztjährigen Akquisitionen Huter in Österreich und Chicago Faucet in den USA) betrug immer noch 3,4% in Schweizer Franken und 6,4% in lokalen Währungen. Auf der Basis dieser positiven Umsatzentwicklung erwartet die Leitung eine «markante Steigerung» der operativen Ergebnisse und des Gewinns pro Aktie.
Pfister Arco
Die Pfister-Arco-Gruppe in Suhr AG hat im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von 567,8 Mio Fr. erzielt. Das sind 1,9% weniger als im Vorjahr. Die Erlöse bewegten sich zunächst auf Vorjahresniveau und flachten im zweiten Halbjahr ab. Der Rückgang entspreche ungefähr dem von der Hauptbeteiligung Möbel Pfister nicht mehr geführten Bodenbelagsgeschäft, teilt Pfister Arco mit. Angaben zum Gewinn machte die Unternehmensgruppe nicht. Der Gesamtumsatz von Möbel Pfister sank um 1,7% auf 537 Mio Fr. Die im Design-Bereich tätige Mobitare AG erzielte 2002 einen Umsatz von 22,5 Mio Fr. Das sind 8,8% weniger als im Vorjahr. Das Möbel-Mitnahmegeschäft Avanti AG steigerte seinen Umsatz um 2,5% auf 8,3 Mio Fr. Im laufenden Jahr rechnet Pfister Arco mit einem mindestens so hohen Umsatz wie 2002.
Bell
Der zu Coop gehörende Fleisch- und Wursthersteller hat 2002 den Umsatz um 2,5% auf 1,51 Mrd Fr. steigern können. Deutliche Umsatzzunahmen verzeichneten die Geschäftsfelder Geflügel, Seafood und Convenience. Geflügel legte um 7,3% zu, Seafood und Convenience um 23,8 bzw. um 17,6%.
Hupac
Die Hupac Intermodal AG, Chiasso, hat im Jahr 2002 trotz monatelangen Linienunterbrüchen mehr Güter auf der Schiene transportiert als im Vorjahr. Der Unbegleitete Kombinierte Verkehr (UKV) nahm um 3,1% auf 332541 Strassensendungen zu. Bei den Verbindungen des neuen Maritim-Netzwerkes wurden gar Zuwachsraten von 205% verzeichnet. Auch die Rollende Autobahn durch die Alpen lag mit insgesamt 70365 Fahrzeugen und einem Zuwachs von 26,1% weit über dem Vorjahresniveau. Zu diesem Ergebnis beigetragen hat vor allem die erhöhte Nachfrage auf der Lötschberg-Simplon-Linie.