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Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT) hat die ersten Zahlen über die Wirtschaftlichkeit der wichtigsten Betriebszweige für das Jahr 1997 veröffentlicht. Sie vergleicht dabei Naturalerträge, Erträge, Direktkosten und Direktkostenfreie Erträge (DfE). Direktkosten sind Kosten, die direkt vom Umfang der jeweiligen Produktion abhängig sind. Saatgut, zum Beispiel, braucht es umso mehr, je grösser die anzubauende Fläche ist. Direktkostenfreie Erträge sind, die aus der Produktion gewonnenen Gelderträge, nach Abzug der Direktkosten.
Einbussen im Ackerbau
Im Ackerbau liegt beim Getreide der Direktkostenfreie Ertrag (DfE) bei allen Sorten unter dem des Jahres 1996. Weizen büsst 493, Roggen 418, Gerste 44 und Triticale 485 Franken je Hektar ein. Tiefere Naturalerträge und gesunkene Preise erklären den Rückgang. Die Einbussen von 787 Franken je Hektar beim Kartoffelanbau sind im wesentlichen preisbedingt. Die Zuckerrüben schneiden aufgrund ihres etwas geringeren Zuckergehalts um 570 Franken je Hektar schlechter ab als im Spitzenjahr 1996. Beim Mais steigen die DfE um 500 beim Raps um 666 Franken je Hektar. Mit Ausnahme der Kartoffeln sinken die Direktkosten bei allen untersuchten Kulturen.
Bessere Ergebnisse in der Tierhaltung
Dagegen liegen in allen Betriebszweigen der Rindviehhaltung die DfE 1997 höher als im Vorjahr. Die Milchviehhaltung mit Aufzucht profitierte von der Erholung der Nutz- und Schlachtviehpreise und davon, dass 1997 eine marktbedingte Abwertung des Rindviehbestandes entfiel. Auch die Milchleistungssteigerung von 150 Kilogramm pro Kuh trägt zu dem um 81 Franken pro Rind- und Grossvieheinheit höheren DfE bei. Bei der Grossvieh- und Kälbermast schlägt sich die Marktlage ebenfalls in einem höheren DfE nieder. In der Schweinezucht konnten mit einer Steigerung des DfE um 391 Franken pro Tier die guten Resultate des Vorjahres übertroffen werden. In der Schweinemast ist der DfE zwar rückläufig, er liegt aber immer noch über dem langjährigen Mittel. Wie bereits im Vorjahr, konnten auch 1997 bei allen Betriebszweigen der Tierhaltung weitere Einsparungen bei den Direktkosten realisiert werden.
Bio-Betriebe mit guten Ergebnissen
Im Verlgeich der Landbauformen schneiden die Biobetriebe im Ackerbau bei den Naturalerträgen klar am schlechtesten ab. Dank der besseren Preise und der tieferen Direktkosten erzielen sie mit 5149 Franken je Hektar beim Weizen, 3686 bei der Gerste und 10‘184 bei der Kartoffel jedoch die höchsten DfE. Zu beachten gilt, dass bei den Bio-Betrieben von den ökologisch begründeten Direktzahlungn nur die Extensoprämien und gewisse Wieslandbeiträge im DfE berücksichtigt werden. Die Betriebe mit integrierter Produktion finden sich an zweiter Stelle gefolgt von den Betrieben mit konventioneller Produktion. In der Rindviehhaltung gestaltet sich die Reihenfolge gleich. Lediglich beim Futterbau erzielen die Bio-Betriebe aufgrund ihrer extensiven Bewirtschaftung den niedrigsten DfE, wie aus den Zahlen der FAT hervorgeht.