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Das "Cabaret-Tänzerinnen-Statut" wird aufgehoben. Der Bundesrat hat die entsprechende Teilrevision der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit per 1. Januar 2016 beschlossen. Bis dahin können noch Artistinnen aus Drittstaaten beschäftigt werden.
Das Statut wurde 1995 zum Schutz der Artistinnen vor Ausbeutung geschaffen und gilt als Ausnahme für die Zulassung von unqualifizierten Arbeitskräften aus Drittstaaten. Es ermöglicht Frauen aus Drittstaaten, während maximal acht Monaten pro Jahr in der Schweiz als Cabaret-Tänzerin tätig zu sein.
2010 kam das Bundesamt für Migration zum Schluss, dass das Statut seine Schutzwirkung nicht mehr erfüllt. Im Juni 2012 eröffnete der Bundesrat deshalb die Vernehmlassung zur Aufhebung der Regelung. Während eine Mehrheit der Behörden sich für die Aufhebung des Statuts aussprach, waren Gewerkschaften und Parteien in dieser Frage gespalten. Zahlreiche Frauenschutzorganisationen und die gastgewerblichen Verbände sprachen sich dagegen aus.
Daraufhin setzte das EJPD eine nationale Expertengruppe zum Schutz der im Erotikgewerbe tätigen Frauen ein, die ihren Bericht im März 2014 publizierte und eine Aufhebung des Tänzerinnenstatuts empfahl. Der Bundesrat wird dies nun per 1. Januar 2016 tun.
Die ASCO bedauert diesen Entscheid und sorgt sich um den Fortbestand der klassischen Night-Clubs und die Lage der Frauen. Sie fordert eine längere Übergangsfrist, damit die Betreiber von Cabarets Zeit haben, bestehende Mietverträge zu erfüllen, ihr Lokal zu verkaufen oder neu zu konzipieren.