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Hypotonie bedeutet, dass der Blutdruck momentan oder anhaltend niedrig ist. Dies kann sich unangenehm bemerkbar machen, doch ist die Hypotonie von weitaus weniger Folgen und Komplikationen begleitet als die Hypertonie.
Zu niedriger Blutdruck. Das zusammengesetzte Fremdwort stammt aus dem Griechischen, wobei υπό (hypo), unten, nach unten bedeutet und τόνος (tonos) Spannung.
Zu hoher Blutdruck. Das zusammengesetzte Fremdwort stammt aus dem Griechischen, wobei υπέρ (hyper) über, darüber hinaus bedeutet und τόνος (tonos) Spannung.
Funktionsstörungen von hormonbildenden Organen oder Geweben, zum Beispiel von Bauchspeichel- oder Schilddrüse, Nebennierenrinde, Hypophyse (Hirnanhangsdrüse).
in aufrechter Körperposition. Das zusammengesetzte Fremdwort stammt aus dem Griechischen, wobei oρθός (orthos) aufrecht, gerade bedeutet und στάσις (stasis) das Stehen, die Körperhaltung.
Nervenzellen und Nervenfasern, die sich ausserhalb des Gehirns und des Rückenmarkkanals befinden. Unterschieden werden ein willkürliches, somatisches und ein unwillkürliches, vegetatives Nervensystem. Für die Blutdruckregulation ist Letzteres von Bedeutung.
Nervenzellen und Nervenfasern des Gehirns und des Rückenmarks.
Man kann da und dort lesen, dass Hypotonie eigentlich gar keine Krankheit sei, sondern vielmehr eine „Lebensversicherung“. Das ist Ermessenssache. Tatsache ist indessen, dass das Gefässsystem zwar geschont wird, weil die Gefässwände nicht einer so hohen Spannung ausgesetzt sind, dass aber andererseits die Hypotonie auch Symptom schwerer Krankheiten sein kann.
Mit Blutdruck ist der Druck im Gefässsystem gemeint, insbesondere in den Arterien und Herzkammern (Abb.a). Es werden im Allgemeinen zwei Werte angegeben, gemessen in Millimetern Quecksilbersäule (mm Hg):
Ein Messwert von 120/70 (120 zu 70) bedeutet, dass die Pulswelle während der Systole einen Druck von 120 mm Hg erreicht, in der Entspannungsphase (Diastole) sinkt der Druck auf 70 mm Hg. Werte in dieser Grössenordnung gelten als normal.
Hypotonie ist bei Erwachsenen anzunehmen bei wiederholt auftretenden Werten unter 100 mm Hg systolisch oder unter 60 mm Hg diastolisch.
Die neuere Messskala in Kilopascal (kPa) hat sich bis jetzt nicht durchgesetzt.
Im Tagesverlauf ist der Blutdruck physiologischen Schwankungen unterworfen:
Der Blutdruck fällt akut und das Gehirn bekommt zu wenig Sauerstoff. Dieser gewöhnlich rasch vorübergehende Zustand heisst auch orthostatischer Kollaps oder Kreislaufkollaps.
Auslösende Momente sind langes Stehen, besonders in Verbindung mit einem Wärmestau, brüsker Wechsel der Körperposition z.B. beim Aufstehen aus dem Bett, daneben Schreckreaktionen, Gerüche, Schmerz, Angst oder ungewohnte psychische Eindrücke.
Meist dominiert hier eine übergeordnete Erkrankung das Befinden, so dass der tiefe Blutdruck als ein Symptom neben mehreren anderen auftritt.
Chronisch tiefer Blutdruck ist bei jungen und insbesondere bei schlanken Menschen keine Seltenheit und muss nur behandelt werden, wenn er zu deutlicher und anhaltender Beeinträchtigung des Befindens führt.
Ein Kollaps ist gewöhnlich vorbei, wenn der Arzt eintrifft. Die Abklärung ist bei gehäuftem Vorkommen erforderlich, um eine allfällige Grundkrankheit behandeln zu können, und weil beim Hinfallen ein Verletzungsrisiko besteht.