Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03454.jsonl.gz/1587

Irina Studhalter, Grossstadträtin Junge Grüne, fordert in ihrem letzten Vorstoss vor ihrem Rücktritt den Stadtrat auf, auf den Begriff «Klimawandel» zu verzichten und stattdessen die Bezeichnung «Klimakrise» zu verwenden.
Wie die Grünen Luzern berichten, ist es mittlerweile wissenschaftlicher Konsens, dass die Welt mitten in einer Klimakrise steckt mit schwer abschätzbaren Folgen sowohl für die Natur als auch für die gesamte menschliche Zivilisation.
«Klimawandel» scheint weniger bedrohlich
In offiziellen Dokumenten der Stadt Luzern werde diese Krise oft als «Klimawandel» bezeichnet. Dieser Begriff sei problematisch und irreführend.
Der Begriff «Klimawandel» wurde laut den Grünen in den frühen 2000er-Jahren bewusst von Frank Luntz eingeführt. Luntz war Berater des ehemaligen US-Präsident George Bush Jr. und sei seines Zeichens Klimaleugner gewesen.
Gemäss einem internen Dokument soll «Klimawandel» weniger bedrohlich klingen (als beispielsweise «globale Erwärmung») und man könne argumentieren, dass sich das Klima schon immer gewandelt hätte .
Junge Grüne fordern angepasste Kommunikationspraxis
Diese Kommunikationspraxis würde nicht der Klimapolitik der Stadt Luzern entsprechen. Das Kind solle beim Namen genannt werden: Wir kämpfen gegen die «Klimakrise».
Das würde nicht zuletzt auch dem Klimanotstand, der 2019 im Kanton und in der Stadt Luzern ausgerufen worden ist, entsprechen.
Die Postulierenden fordern den Stadtrat darum auf, in allen offiziellen Dokumenten, inklusive jeglicher öffentlichen Kommunikation, auf den Begriff «Klimawandel» zu verzichten und stattdessen «Klimakrise» zu verwenden.