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2022 war der jagdliche Eingriff in vielen Regionen Graubündens gross, wie die Bündner Regierung am Dienstag mitteilte. Dies widerspiegelte sich im Frühlingsbestand der Hirsche, der auf 15'110 Tiere geschätzt wurde, 550 weniger als im Jahr davor.
Seit 2020 wurde der kantonale Hirschbestand gemäss der Strategie «Lebensraum Wald-Wild» um 7,2 Prozent oder 1180 Hirsche reduziert.
Durch Grossraubtiere «mitreguliert»
Der Kanton führt das in erster Linie auf den hohen jagdlichen Eingriff der jüngeren Zeit zurück. Zudem zeigte sich in einzelnen Regionen, dass die Hirsch-, Reh- und teilweise auch die Gämsbestände durch Grossraubtiere spürbar «mitreguliert» werden.
Auf der diesjährigen Jagd sollen deshalb insgesamt 5278 Hirsche geschossen werden, ein paar Hundert weniger als in den letzten Jahren. Zudem gelten wegen der starke Abnahme der Reh- und Gämsbestände in Gebieten mit Wolfsrudeln und Luchsen bestimmte jagdliche Einschränkungen. In einzelnen Regionen wird die Jagd auf Rehkitze während der Hochjagd im Herbst gestoppt.