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Vor über hundert Jahren wurde in Bern eines der bekanntesten Schweizer Exportprodukte erfunden: die Toblerone aus Nougatschokolade. Das Wort Toblerone ist eine Kombination von Tobler und Torrone. Torrone ist eine aus Eiweiss, Mandeln, Honig und Zucker bestehende italienische Süssware. Als die Toblerone 1908 auf den Markt kam, fehlte das Matterhorn auf der Verpackung. Erst 1970 schaffte es der markante Berg auf die Toblerone. Was die dreieckige Form betrifft, gibt es verschiedene Legenden. Meist wird angenommen, Theodor Tobler habe sich von Alpengipfeln inspirieren lassen. Toblers Söhnen zufolge waren aber eher Tänzerinnen der Pariser Revue Folies Bergère, die sich am Ende der Vorstellung in ihren rot-cremefarbigen Kleidchen zu einer Pyramide gruppierten, Vorbild für die Toblerone. Theodor Tobler liess seine Erfindung 1909 beim Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum in Bern patentieren. Einer der Beamten hiess Albert Einstein. Es ist also durchaus möglich, dass der weltberühmte Physiker mit der weltberühmten Schokolade zu tun hatte.
Die Geschichte der Toblerone ist auch die Geschichte von Theodor Tobler. Er war ein Selfmademan, ein Patron mit sozialem Gewissen, der gut zu seinen Angestellten schaute, und dazu Pazifist. Tobler gehörte den Freimaurern an, warb für das Frauenstimmrecht und den Mutterschutz. 1931 wäre beinahe Schluss gewesen mit der Toblerone: Die Firma musste um Nachlassstundung ersuchen, konnte aber unter einer neuen Führung saniert werden. Tobler musste gehen. Die Firma fusionierte später mit Suchard, der Erfinderin der Marke Milka. 1982 übernahm der Bremer Kaffeeröster Klaus Jacobs die Toblerone. Seit 1990 gehören die Marken von Jacobs Suchard zum US-Lebensmittelkonzern Mondelez (damals Kraft Foods). Die weltweit einzige Fabrik steht in Bern-Brünnen, wo rund 300 Angestellte pro Jahr etwa 35 000 Tonnen Toblerone produzieren. Sie entsteht dort – und nur dort, damit auf der Verpackung „Swiss Milk Chocolate“ stehen darf.
Quelle: Wikipedia/dreamchalet.ch