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Gedichte machten einen grossen Teil der Einsendungen für das Lesefest aus. Das erste Panel am Samstag ist denn auch ganz der Lyrik gewidmet – mit Texten auf Ukrainisch, Farsi und Arabisch, und einem Gespräch über poetische Traditionen und neue Wege.
Salam Ahmad, *1970 in Syrien, wohnt in Olten. Er hat Kunstwissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität in Aleppo studiert. Danach war er Mitglied der «Syrian Arab Artists Union» und unterrichtete Philosophie an der Aleppo Ibnsina High School. 2004 veröffentlichte er den Gedichtband «Bed of darkness» auf Kurdisch. Er war Restaurierer und Konservator im Kunstmuseum Aleppo. Seit seiner Flucht aus Syrien lebt er mit seiner Familie in der Schweiz und arbeitet als Dichter und Kunstmaler. Seine Gedichte wurden von Hartmut Fähndrich fürs Lesefest ins Deutsche übersetzt.
Azizullah Ima wurde in Afghanistan geboren und erlangte 1987 sein Lizenziat von der Pädagogischen Universität Kabul. Zu seinen ersten Tätigkeiten zählen das Unterrichten, die Redaktion einer Kulturzeitschrift und der Tageszeitung Dariz. Mehrere seiner Gedichtbände, ein Roman und eine Sammlung von Kurzgeschichten wurden in Afghanistan und in Europa auf Persisch gedruckt und veröffentlicht. 2011 wurde sein Roman «Die neunundneunzigste Frau» durch die PEN Organisation in Kabul gedruckt. Er hat zahlreiche Artikel, Kritiken, Gedichte und Kurzgeschichten in Print und Online veröffentlicht. Seine Gedichte wurden von Sarah Rauchfuss fürs Lesefest ins Deutsche übersetzt.
Eugenia Senik, *1986 in der Ostukraine, wohnt in Basel. Sie hat ukrainische Philologie und allgemeine Literaturwissenschaft in Luhansk studiert und ist Autorin von vier Prosabüchern. Ende 2022 erschien ihr neuer Roman «Es schmerzt» in der Ukraine, an dem sie während zehn Jahren gearbeitet hat. Ihr dritter Roman, «Das Streichholzhaus» (auf Deutsch im Zytglogge Verlag erschienen), wurde vom PEN Ukraine in die Liste der besten ukrainischen Bücher 2019 aufgenommen. Nach den Ereignissen vom 24. Februar führte sie während mehrerer Monate in der Online-Zeitschrift Bajour ihr persönliches Tagebuch über den Krieg. Erstmals werden Gedichte von ihr veröffentlicht, diese wurden von Harald Fleischmann fürs Lesefest ins Deutsche übersetzt.