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Als natürliches Stoffwechselprodukt des Menschen ist Kohlendioxid (CO2) in einer Konzentration von rund 0,038 Vol-% auch Bestandteil der Luft. Das inerte (nicht oder wenig reaktionsfreudige) Gas wirkt erstickend und hemmt die Lebensfunktion. Der Ausstoss von CO2 in die Umwelt wird durch den Einsatz von fossilen Brennstoffen gefördert. Eine steigende Konzentration des Treibhausgases in der Atmosphäre begünstigt die Erderwärmung.
Politische Massnahmen
Die Staaten haben das Problem seit längerem auf der Agenda. Für die zweite Verpflichtungsperiode des international gültigen Kyoto-Protokolls hat sich die Schweiz verpflichtet, die mittleren jährlichen Treibhausgasemissionen für den Zeitraum 2013 bis 2020 um 15,8% gegenüber 1990 zu senken. Grundlage dafür ist das aktuell geltende CO2-Gesetz. Im Gegensatz zum Kyoto-Protokoll beabsichtigt das Gesetz gar eine Reduktion um 20% gegenüber 1990. Jedoch lagen 2015 in der Schweiz die Treibhausgas-Emissionen bei 89.6 % des Wertes von 1990. Bei den Brenn- und Treibstoffen waren es 87%.
Um die Klimaschutzziele zu erreichen, erhebt der Bundesrat seit 2008 eine CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe. Ein 2015 an der Klimakonferenz von Paris getroffenes Übereinkommen verpflichtet die teilnehmenden Staaten, über 2020 hinaus Massnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen vorzusehen. Der Bundesrat hat deshalb eine Totalrevision des CO2-Gesetzes ab 2020 veranlasst. In den Gesetzesvorlagen vom Dezember 2017 heisst es: «Mit der Genehmigung des Übereinkommens von Paris hat das Parlament unter anderem dem Ziel zugestimmt, dass die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50% gegenüber 1990 vermindert werden. Um dies umzusetzen, bedarf es einer Totalrevision des geltenden CO2-Gesetzes für die Zeit nach 2020.»