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Wer die nachfolgenden Krimis von Fred Vargas kennt, wird sicher von ihrem Erstling enttäuscht sein. Was später subtiler in die Welt eines Jean-Baptiste Adamsberg eintaucht, ist hier in schrägen Ansätzen zwar bereits zu bestaunen, Verdächtige tragen die Namen römischer Kaiser, eine Mutter schmuggelt Kunstwerke über die Grenzen, um eine uneheliche Tochter zu ernähren, ganz zu schweigen von dem Mißtrauen, das Franzosen befällt, wenn sie auf Italiener stoßen, doch reicht all das nicht aus, um einen spannenden Krimi zu lesen. Der Täter ist früh erkennbar. Dennoch zeigt sich bereits eine von Vargas Stärken: Sie vermag Dialoge zu schreiben, die nicht nur dazu dienen, die Klärung eines Mordfalles herbeizuführen oder einen Leser über das Lebens eines Opfers, Helden oder Täters aufzuklären. Sie besaß damals schon Humor, so daß man auch ein schwächeres Buch von ihr zu Ende liest.
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