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Nachdem die Mulde seit Grabungsstart im Dezember bestimmt schon 25 Mal geleert und also durch das Grabungsteam entsprechend viel Erdmaterial abgetragen worden ist, zeigt sich ein immer klareres Bild auf den Ausgrabungsflächen.
Nach Ostern konnten die beiden Flächen unter dem grossen und dem kleinen Zelt abgeschlossen werden. Es haben sich daraus erste interessante Erkenntnisse ergeben:
In einer ersten römischen Phase standen hier Holzgebäude. Davon zeugen verschiedene Pfostenlöcher und Balkengräben. Wahrscheinlich gleichzeitig gab es auch schon einen Kiesweg, der Nord-Süd verläuft. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Holzbauten abgerissen und es entstand ein Kiesplatz, der direkt an den Weg anschloss. Als besonderer Befund gilt eine Latrine, die einst mit Holz verkleidet und worin unglaublich viel Abfall entsorgt worden war.
Entlang der Chrüzlistrasse verlief ein künstlich angelegter Kanal. Eine fast identische Struktur konnte bereits im Jahr 2000 im Bereich des St. Georg Schulhauses dokumentiert werden. Es ist darum davon auszugehen, dass es sich dabei um denselben Kanal handelt, der offenbar einst durch die ganze Siedlung floss.
Einige Meter östlich des Kanals konnte eine 1.5 m tiefe Grube freigelegt werden. Sie diente wahrscheinlich als Vorratsgrube.
Da die römischen Spuren auf allen Seiten der untersuchten Flächen weiterliefen, werden seit Ende April weitere Grabungen in Anschluss an die beiden Flächen untersucht. Das Ziel ist, das gesamte vom Bauprojekt betroffene Areal vor dem Abbruch der Gebäude zu untersuchen.
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