Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/107338

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Abteilungschef im Planungsstab der Armee, Sudaro, schuf sich nebst seiner schweizweit berüchtigt machenden Hochstapelei auch einen fragwürdigen Namen durch seine mobbing-bossing-belastete Personalführung. Dazu zählten: ständige Kritik an der Arbeit einzelner Mitarbeiter, kategorisches Nichtbeachten der Mitarbeiter bis zur Kontaktverweigerung, Drohen, die Verbreitung desavouierender Gerüchte, das Lächerlichmachen und Ins-leere-Laufen lassen von Unterstellten und die Zuweisung von sinnlosen Arbeitsaufgaben. Es wird sogar über sexuelle Annäherungen und verbale sexuelle Angebote und anderes berichtet. Diese via den Ombudsmann der Armee dem direkten Vorgesetzten Sudaros, Divisionär Jakob Baumann, Chef Planungsstab der Armee (C PST A) vorgetragenen Anschuldigungen konnten diesen nicht dazu bewegen, seinen offensichtlichen "Protégé" Sudaro u. a. gestützt auf das "Personalpolitische Leitbild der allgemeinen Bundesverwaltung" aus seinem Aufgabenbereich zu entfernen beziehungsweise zu entlassen. </p><p>Den sich beschwerenden Mobbingopfern wurde vom C PST A in Einzelgesprächen unmissverständlich nahegelegt, sich neue Arbeitsstellen zu suchen. Dieser Zumutung wurde Nachdruck verliehen, indem deren bisherige Stellen neu bewertet wurden. Die Neubewertungen hatten dann zur Folge, dass die bisherigen Stelleninhaberinnen und Stelleninhaber nicht mehr auf die Stellen passten. Konsequenz: Alle Kläger mussten sich gezwungenermassen eine neue Stelle suchen (und nur Herr Sudaro verblieb - zu Unrecht, protegiert und gedeckt vom C PST A - in Amt und Würde). </p><p>1. Wie gedenkt der Bundesrat dieses schwere Unrecht zu sanktionieren? </p><p>2. Welche Folgen zeitigt sein offensichtliches Fehlverhalten für den C PST A als direkten Vorgesetzten?</p><p>3. Kann den Mobbingopfern eine Genugtuung zugesprochen werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Es trifft zu, dass die ehemaligen Mitarbeiter die Vorwürfe so erhoben haben. Es trifft auch zu, dass es in der von Herrn Sudaro geleiteten Abteilung Führungsprobleme gab, die u. a. auf Personalumbaumassnahmen zurückzuführen waren. Der Vorwurf der sexuellen Annäherungen und der verbalen sexuellen Angebote wird jedoch zum ersten Mal in den Raum gestellt. Er wurde bisher weder gegenüber dem C PST, dem Personalverantwortlichen des PST noch gegenüber der Vertrauensstelle erhoben. Von einem "schweren Unrecht", das heute noch sanktioniert werden müsste, kann nicht gesprochen werden. </p><p>2. Der C PST hat, nachdem er von den Problemen Kenntnis hatte, Massnahmen eingeleitet. Er führte beispielweise mit den betroffenen Mitarbeitern Einzelgespräche. Dabei ergab sich, dass die negative Stimmung im Team nicht ausschliesslich auf das Verhalten von Herrn Sudaro zurückzuführen war, sondern auch auf die betrieblich notwendigen Personalumbaumassnahmen, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Er ordnete in der Abteilung von Herrn Sudaro zudem eine Teamentwicklung an. </p><p>3. Der Bundesrat bedauert zwar die Vorfälle. Für eine Genugtuung besteht in der Bundespersonalverordnung aber keine rechtliche Grundlage.</p>  Antwort des Bundesrates.