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28.05.- 01.06.2023
Der Alaska Highway - 2'420km lang - wurde von den US-Amerikanern nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour angeregt, finanziert und zusammen mit den Kanadiern 1942 in nur 8 Monaten aus dem Wald gebaggert. Damals lediglich eine Erdstrasse mit unendlich vielen Kurven und steilen Strassenabschnitten, windet sich diese - inzwischen asphaltierte Schnellstrasse - heute lässig durch die grüne Wüste von British Columbia und Yukon nach Alaska/USA.
Vom Cassiar Hwy biegen wir in den den Alaska Hwy ein. Dieser Highway bringt insofern etwas Abwechslung, weil die Waldschneisen breiter sind und sie uns dadurch einen Blick in die Ferne ermöglichen. Trotzdem sind es wieder eher unspektakuläre 380km bis nach Whitehorse - Luftlinie Basel-Mailand.
Whitehorse - 1950 gegründet - ist die Hauptstadt des Yukon. Hier leben 2/3 der 43‘000 Einwohner dieses Territoriums.
Bevor man diesen Ort mit dem Auto erreichen konnte, nahm man die Eisenbahn in Skagway am Pazifischen Ozean bis nach Whitehorse. Anschliessend wechselte man auf einen Sternwheeler/Schaufelraddampfer, welche den Personen- und Güterverkehr auf dem Yukon River zwischen Whitehorse und Dawson City im Norden sicherstellte. Die Fahrt nach Dawson - flussabwärts - dauerte etwa 1.5 Tage, flussaufwärts 4-5 Tage. 1955 - als der Klondike Highway fertiggestellt war - wurde der Schiffsverkehr eingestellt.
Die S.S. Klondike - der grösste der damaligen Schaufelraddampfer - steht heute an der Einfahrt zu Whitehorse und könnte besichtigt werden, wenn nicht gerade eine 4-5jährige Renovation im Gange wäre. So müssen wir uns mit einem Video im Visitor Center begnügen.
Wir decken uns dort mit Karten und Lesestoff über die uns noch bevorstehenden Fahrstrecken ein und machen uns zu Fuss auf, die Stadt zu entdecken. Es ist 5°C kalt, ein Wind bläst um jede Ecke und es graupelt und nieselt unaufhörlich.
Im MacBride Museum of Yukon History lernen wir mehr über die First Nations, die den Yukon seit tausenden von Jahren bewohnen.
Ein paar alte Block-Häuser aus der Zeit der Stadtgründung und einige grosse Wandbilder, die die Geschichte von Whitehorse erzählen, machen den Ort etwas sehenswerter.