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"Jetzt kommt bald die Fortsetzung von Ice Age."
Meine Nichte: "Ja klar, Zwei Age."
Es ist circa 20'000 Jahre her, dass die letzte Eiszeit ihren Höhepunkt hatte. Nicht ganz so lange her ist es, dass der erste Teil der Filmreihe «Ice Age» erschien. Nicht vor 20'000 Jahren, aber immerhin vor 20 Jahren begaben sich Sid, Manni und Diego auf ihr Abenteuer.
Der Film lief so gut, dass bis heute noch vier weitere Teile dazu kamen. Und das sind sie:
Nach so vielen Stunden Unterhaltung ist es Zeit, der Filmreihe gebührend zu huldigen. Da du ja die Handlung bereits kennst, haben wir uns etwas anderes überlegt. Wir haben Fakten zur Filmreihe, die du bis jetzt
vermutlich bestimmt noch nicht kanntest.
Bleiben wir gleich bei dem Säbelzahn-Eichhörnchen Scrat. Dieses hat es in Hollywood definitiv geschafft. Neben seiner Rolle in «Ice Age» hatte es auch einen Cameo-Auftritt bei «Family Guy» und wurde zudem auch bei «Die Simpsons» parodiert.
Apropos Scrat: Der Kleine erhielt neben seinen Gastauftritten auch eigene Kurzfilme wie «Scrats neue Abenteuer» oder «Keine Zeit für Nüsse». Ersterer war 2004 sogar für den Oscar in der Kategorie «Bester animierter Kurzfilm» nominiert. Gewonnen hat dann aber doch ein anderer («Harvie Krumpet»).
Apropos Oscar: Nicht nur der Kurzfilm von Scrat erhielt eine Nominierung, sondern auch der erste Teil der Filmreihe. 2003 war dieser für den «Besten animierten Film» nominiert, ging aber leer aus. Es blieb die einzige Nominierung der Filmreihe.
Die Figur Diego wird im Englischen vom Komiker Denis Leary synchronisiert. Dieser war im Juli 2012 zu Gast bei der Talkshow-Legende Jay Leno. Dort hat er verraten, dass für Diego eigentlich am Ende des ersten Filmes der Tod vorgesehen war. Das Testpublikum, welches hauptsächlich aus Kindern bestand, musste bei der Szene aber derart weinen, dass ein neues Ende hermusste.
Apropos Denis Leary (ich weiss, die Überleitungen laufen heute wie geschmiert): Dass in der deutschen Fassung das Faultier Sid von Otto Waalkes synchronisiert wird, dürfte den meisten bekannt sein. Aber wusstet ihr, dass es in der englischen Version auch ein paar Hochkaräter gibt? Hier eine kleine Auswahl:
Apropos Synchronisation: Die Stimme des Faultiers Sid wurde im Englischen von John Leguizamo synchronisiert.
John hat dafür über 30 Stimmen ausprobiert, ohne dass die für ihn richtige mit dabei war. In einer Dokumentation über Faultiere sah er schliesslich, dass Faultiere ihre Nahrung in ihrem Mund «lagern». Er versuchte dann so zu sprechen, als hätte er einen vollen Mund. Dies wurde dann schliesslich Sids finale Stimme.
Apropos Finale (okay, das war der letzte Apropos-Überleitungs-«Witz», versprochen): Erinnerst du dich an den Abspann des ersten Films? Dort werden die Figuren des Films nochmals als Zeichnungen dargestellt. Tatsächlich wurden die Zeichnungen von den Kindern der Animateure und Animateurinnen gezeichnet.
Selbiges gilt für die Zeichnung, welche Sid im ersten Teil von sich selbst an die Höhlenwand gezeichnet hat. Es ist zudem auch die Zeichnung, welche Sid im fünften Teil Brooke schenkt.
Apropos Zeichnung: Die Filmproduktionsgesellschaft Fox hatte «Ice Age» als Zeichentrickfilm geplant. Weil jedoch andere Zeichentrickfilme derart floppten, entschied man sich für einen computeranimierten Film.
Zudem war der Film von den Machern zuerst als Drama angedacht. Dies war aber für Fox keine Option, sie bestanden auf eine Kinderkomödie.
Die Macher und Macherinnen haben in der Filmreihe immer wieder Verweise und Anspielungen auf andere Werke. Hier eine kleine Auswahl:
Als die Gruppe mit Manni, Sid, Diego und dem Baby in einer Eishöhle ein eingefrorenes UFO sehen, macht das Baby den Vulkanier-Gruss. Es ist eine Hommage an die Serie «Raumschiff Enterprise».
Diese Szene und die Liebe der Macher und Macherinnen zur Serie war dann später auch die Inspiration für den fünften Teil.
Der Satz stammt aus Alighieris «Dantes Inferno» («Göttliche Komödie»). Der Satz steht auf den Toren zur Hölle.
Der Satz stammt aus der Ballade «The Rime of the Ancient Mariner» und wurde 1798 vom Dichter Samuel Taylor Coleridge geschrieben.
Beenden wir die Story, wie wir sie angefangen haben: mit Scrat. Dank Punkt 1 und 2 wissen wir ja nun, wie erfolgreich das kleine Säbelzahn-Eichhörnchen war. Fakt ist aber, dass wir es beinahe nie gesehen hätten.
Dass Scrat es doch in den Film geschafft hat, wurde erst in letzter Minute entschieden. Es war sogar so kurzfristig, dass die Merchandise-Rechte der Figur nicht mehr in den gleichen Verträgen wie die der anderen Figuren geregelt werden konnten. Das führte dazu, dass Stofftiere von Scrat anfangs selten im Einzelhandel zu finden waren, sondern hauptsächlich in Märkten und Spielbuden. Erst als der Vertrag mit einer anderen Firma auslief, konnte das Merch normal verkauft werden.