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Arbeitsbiene / Baubiene
Die Arbeitsbiene übernimmt im Bienenstock während ihres Lebens verschiedene Aufgaben und betätigt sich als Putzbiene, als Ammenbiene, als Baubiene, als Wächterbiene und schlussendlich als Sammelbiene (Nektar sammeln, Kundschaften, Wasserholen).
Backhonig
Als Backhonig wird ein Honig von verminderter Qualität bezeichnet (häufig durch Wärmeschädigung, untypischem Geruch, etc.). Backhonig ist noch geniessbar, jedoch nur in der industriellen Weiterverarbeitung einsetzbar. Unter der Premium-Qualitätsmarke nectaflor wird kein Backhonig vermarktet
Bienengift
In der Giftdrüse entwickelte Abwehrwaffe der Bienen. Nur Arbeitsbienen und die Königin verfügen über einen Stachel mit Bienengift. Die Drohnen sind stachellos. Da der Stachel mit einem Widerhacken versehen ist, bleibt er nach erfolgtem Stich häufig in der Haut stecken.Falls man gestochen wird, sollte man den Stachel so schnell wie möglich entfernen, um die Schmerzen zu lindern.
Bienenstock / Bienenkasten
Der Bienenstock ist die Heimat des Bienenvolkes - sozusagen ihr Zuhause
Bienenvolk
Ein Bienenvolk besteht aus einer Königin, rund 30‘000 Arbeiterinnen und einigen hundert bis tausend Drohnen. Es funktioniert als komplexer, perfekter Organismus und weist ein ausgeprägtes Sozialverhalten aus. Bei der grossen Anzahl an Individuen auf kleinem Raum weiss dabei jede Biene genau, wann und welche Aufgabe sie zu erfüllen hat.
Bienenwabe
Bienenwaben sind ein wahres Meisterwerk der Natur und werden rund um den Globus von allen Honigbienen in gleicher Art und Weise gebaut. Durch ihre 6-eckige, geometrisch perfekte, regelmässige Form und ihren senkrechten Wänden weisen sie eine hohe Stabilität und Festigkeit auf. Die leicht nach oben geneigten Seiten verhindern ein auslaufen des Honigs.
Bienenwachs
Als Bienenwachs bezeichnet man in den Wachsdrüsen der Bienen hergestellte und ausgeschwitzte Wachsplättchen, die im Bienenstock als Baustoff für die Brut und die Honiglagerung dienen.
Blütenhonig
Dieser Honig wird aus dem Nektar von Blüten gewonnen
Blütenpollen / Pollen
Pollen, auch Blütenstaub genannt, bleibt beim Nektarsaugen am feinen Haarkleid der Biene hängen wo er auch dazu dient die Folgeblüten zu bestäuben. Die Biene sammelt den Blütenstaub als Nahrungsquelle indem sie die einzelnen Pollen sukzessive in den „Pollenhöschen“ an den Hinterbeinen ansammelt.
Pollen ist eiweissreich und dient im Bienenstock den Bienen und der Bienenbrut als Nahrung. Der Pollen findet sich auch im Honig wieder und ermöglicht durch die Pollenanalyse eine genaue Sorten- bzw. Herkunftsbestimmung.
Botanische Herkunft
Die botanische Herkunft der Futterquelle bestimmt die Art des Honigs. Grob unterscheiden wir in Blütenhonige (aus Nektar) und Honigtauhonige.
Definition von Honig
Honig ist ein von Bienen zur eigenen Nahrungsvorsorge erzeugtes und vom Menschen genutztes Nahrungsmittel aus dem Nektar von Blüten oder Honigtau.
Diabetiker
Grundsätzlich dürfen Diabetiker Honig in kleinen Mengen zu sich nehmen. Wir empfehlen Diabetikern jedoch, den möglichen Genuss von Honig mit ihrem Arzt abzuklären.
Drohne
Drohnen sind männliche Bienen. Sie schlüpfen aus unbefruchteten Eiern und werden grösser als ihre Schwestern, die Arbeitsbienen. Drohnen haben keinen Stachel und können nicht selbständig fressen. Ihre einzige Lebensaufgabe ist die Begattung der Königin. Ende August werden sie von den Arbeiterinnen aus dem Stock vertrieben.
Enzyme/ Fermente
Die Biene versetzt Nektar und Honigtau mit körpereigenen Enzymen. Enzyme sind komplexe, hitzeempfindliche Proteinverbindungen, die wichtige Funktionen im Stoffwechsel von Organismen übernehmen. Sie wirken als Bio-Katalysator, der chemische Reaktionen beschleunigen, Stoffe umwandeln und spalten kann. Durch Enzyme wird z.B. Mehrfachzucker in Einfachzucker abgebaut. Naturbelassener Honig weist eine hohe Enzymaktivität auf.
Fruktose / Fruchtzucker / Glukose / Traubenzucker
Siehe Zucker
Gelée Royale / Weiselfuttersaft
Wertvoller, nährstoffreicher Futtersaft für die Aufzucht der Larven während der ersten 2-3 Lebenstage und für die lebenslange Fütterung der Bienenkönigin.
Honigbiene
Auf der Welt gibt es eine Vielzahl von Bienenarten, aber nur die Art apis mellifera (Lateinische Bezeichnung) mit Ihren Unterarten ist die domestizierte Bienenart, welche für uns Menschen den wohlschmeckenden Honig sammelt. Daneben gibt es eine schier endlose Anzahl von Wildbienenarten, über den ganzen Globus verteilt ebenfalls eine wichtige ökologische Rolle spielen, da sie ebenfalls Pflanzen bestäuben.
Honigtauhonig
Honigtauhonig entsteht, wenn Bienen überwiegend Honigtau auf Laub- und Nadelbäumen aufsaugen. Was ist Honigtau? Honigtau ist ein zuckerhaltiges Sekret pflanzensaftsaugender Insekten (Läusen). Diese Insekten ernähren sich vom Saft aus den Siebröhren verschiedener Pflanzen und scheiden unbenötigte Stoffe als sogenanntes Honigtau wieder aus.
Imker
Der Imker kümmert sich um die Haltung, die Vermehrung und die Züchtung von Bienen und ist besorgt den Bienen eine möglichst optimale Honigproduktion zu gestatten indem er neben der Pflege des Bienenvolkes auch für ein gutes Trachtangebot in der Umgebung der Bienenkästen sorgt.
Inhibine
Inhibine ist die allgemeine Bezeichnung für Substanzen, die das Wachstum von Keimen hemmen. Inhibine sind in ihrer chemischen Struktur sehr unterschiedlich und komplex. Zu den Inhibinen zählen auch die im Honig enthaltenen Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide).
Königin
Die Königin ist die Mutter des ganzen Bienenvolkes. Sie ist für den Nachwuchs verantwortlich und legt in der Zeit wo die Bienen Nektar oder Honigtau sammeln können (bei uns von circa Februar bis August) täglich bis zu 2‘000 Eier. Das ist eine enorme Leistung, welche sie nur erbringen kann dank dem, dass sie von den Arbeiterinnen permanent mit Gelée Royale gefüttert wird. Die Königin ist das einzige weibliche sexuell voll entwickelte Tier im Bienenstock. Sie kann bis zu 5 Jahre alt werden.
Kristallisation
Mit der Zeit kristallisiert jeder Honig aus. Dies ist ein natürlicher, physikalischer Vorgang, der keinen negativen Einfluss auf die Qualität des Honigs hat. Wie und wie schnell ein Honig auskristallisiert, hängt unter anderem vom Glukosegehalt bzw. dem Verhältnis von Frucht- (Fruktose) zu Traubenzucker (Glukose) ab; dies wiederum wird von der botanischen Herkunft des Honigs bestimmt. Je grösser der Anteil des Traubenzuckers ist, desto schneller kristallisiert der Honig aus.
Kristallisierter Honig kann in einem warmen Wasserbad (unter 40 °C) wieder verflüssigt werden.
Malzzucker / Maltose
Siehe Zucker
Mischblüten-/Vielblütenhonig
Honig aus dem Nektar vieler verschiedener Blüten und Pflanzen. Der Geschmack und das Aussehen eines jeden Misch-/Vielblütenhonigs widerspiegelt seine eigene, vielfältige Blüten-Nahrungsquelle. Beispiele für Mischhonige sind unser beliebter nectaflor Sommerblütenhonig, nectaflor Landhonig, nectaflor Wildblütenhonig oder nectaflor Gebirgsblütenhonig.
Nektar
Nektar ist eine stark zuckerhaltige Flüssigkeit, die von Pflanzen als Drüsensekret aus den Nektarien ausgeschieden wird, um Tiere anzulocken. Nektar dient vielen Tieren als Nahrungsmittel und ist neben dem Honigtau der Rohstoff, aus dem die Bienen den Honig erzeugen. Wird ein Honig überwiegend aus Nektar gewonnen, darf man ihn Blütenhonig nennen.
Propolis / Kittharz / Bienenharz / Kittwachs
Propolis ist eine von Bienen hergestellte, harzartige Masse die im Bienenstock als Baustoff (Abdichten von Öffnungen, Spalten, etc.) und zur Pflege und Gesundhaltung des Bienenstocks/-volkes (Hemmung von Bakterien, Pilzen, etc.) verwendet wird. Propolis ist eine Art natürliches Antibiotikum, das sich aus vielen unterschiedlichen, stark variierenden Stoffen zusammensetzt.
Proteine / Eiweisse
Proteine oder Eiweisse sind biologische Makromoleküle, die aus Aminosäuren aufgebaut sind. Im Honig sind nur geringe Mengen an Proteinen enthalten.
Sammelbiene
Im Laufe ihres Lebens werden Arbeitsbienen zu sogenannten Sammelbienen. Nun ist das Sammeln von Blütennektar, Honigtau und Pollen ihre Aufgabe. Dabei sind die Bienen ständig auf der Suche nach neuen, ergiebigen Futterquellen. Solche zu entdecken ist der Auftrag der „Suchbienen“. Wird während der ständigen Aufklärungsflüge eine neue Nahrungsquelle entdeckt, fliegen die Suchbienen sofort in den Bienenstock zurück und teilen ihren Schwestern mit dem Bienentanz mit, wo die Futterquelle zu finden ist.
Säuglinge
Honig ist ein Naturprodukt und sollte – wie alle Rohkost – an Kinder unter 12 Monaten nicht verabreicht werden, da ihr Magen- und Darmsystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Allfällig im Honig vorhandene, für Erwachsene harmlose Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum können in seltenen Fällen Krankheiten wie den Säuglingsbotulismus auslösen.
Schleudern
Schleudern nennt man die heute übliche, schonende Methode der Honiggewinnung. Dazu werden die reifen, aus dem Bienenstock entnommenen Waben vom Imker vorsichtig entdeckelt. Anschliessend wird der Honig in einer Honigschleuder mittels schnellem Drehen (durch die Zentrifugalkraft, aber ohne Wärmeeinwirkung) aus den Waben herausgeschleudert. Die Waben bleiben dabei unversehrt und können von den Bienen wiederverwendet werden.
Schweizer Lebensmittelverordnung
Für die Inverkehrsetzung von Honig in der Schweiz sind die gesetzlichen Qualitätsanforderungen in der Schweizerischen Lebensmittelverordnung geregelt. Sie gibt genaue Richtlinien über die Beschaffenheit, die Gewinnung, die Behandlung und die Deklaration vor.
Sortenhonig
Honig von Nektar oder Honigtau von überwiegend einer bestimmten Trachtpflanze. Der Nachweis für die Sortenreinheit wird anhand einer Pollenanalyse erbracht. Beispiele für Sortenhonige sind unser nectaflor Orangenblütenhonig, nectaflor Rosmarinhonig, nectaflor Weisstannenhonig oder nectaflor Akazienhonig.
Sortenvielfalt
Die Honig-Vielfalt scheint schier unbegrenzt zu sein, denn sie basiert auf so zahlreichen Faktoren wie Blütenart, Blütenvielfalt, Pflanzenart, Jahreszeit, Witterung – und dies rund um unseren mannigfaltigen Globus. Dabei unterscheiden wir Sortenhonige und Mischhonige, sogenannte Honig-Assemblagen/Blends. Assemblage oder Blend, diese Begriffe sind uns aus der Welt des Kaffees oder der Schokolade längst vertraut. In der Tat verhält es sich beim Honig ganz ähnlich. Auch hier lassen sich wunderbare Mischungen aus verschiedenen Honigsorten herstellen, selbstverständlich nach sorgfältig ausgetüftelten Rezepturen, die besagen, welche Honigsorten miteinander vermischt werden.
Die Farbe kann von fast transparent über goldbraun und dunkelbraun, zu fast schwarz variieren. Der Geschmack kann dabei von lieblich süss und mild bis kräftig würzig und malzig sein. Dabei gilt grundsätzlich, dass helle Honige eher mild und süss, dunklere Honige eher kräftig und aromatisch schmecken.
Standplatz
Der Standplatz ist der Ort, wo der Imker seine Bienenkästen aufstellt. Ein Standplatz soll möglichst ein grosses und lange dauerndes Nahrungsangebot für die Bienen bieten. Er sollte auch möglichst von negativen Wettereinflüssen geschützt sein und wenn nötig vor unbefugtem Zugriff auf die Bienen und den Honigraum Schutz bieten. Häufig stehen die Bienenkästen das ganze Jahr am selben Standort, es kommt aber auch vor, dass der Imker die Standorte regelmässig wechselt und damit für ein optimales Nahrungsangebot der Bienen sorgt (siehe Wanderimker)
Trachthonig
Siehe Sortenhonig
Wächterbiene
Im Laufe ihres Lebens werden die Arbeitsbienen auch zum Wachdienst eingeteilt. Ihre Aufgabe ist es nun, den Bienenstock vor fremden Tieren zu schützen. Daher wird am Flugloch jeder, der in den Stock will, gründlich berochen und überprüft, ob er den typischen Stockduft hat. Falls nicht, werden die Eindringlinge rigoros vertrieben. Dazu benützen die Wächterinnen ihren Stachel und das Bienengift. Dieses ist für andere Insekten tödlich.
Wanderimker
Ein Wanderimker wechselt den Standort seiner Bienenvölker regelmässig und sucht möglichst optimale Standplätze mit einem grossen Angebot an Bienennahrung. Häufig wechselt der Wanderimker die Standorte abhängig von der Vegetation (wandern vom Mittelland über die Voralpen in die Alpen) und kann damit die Honigproduktion der Bienen positiv beeinflussen.
Wasser
Honig besteht neben diversen Zuckerarten, Pollen, Proteinen, Inhibinen, Enzymen und Mineralien auch aus Wasser. Der Wassergehalt im Honig ist genau geregelt. Gemäss Schweizer Lebensmittelverordnung ist ein Wassergehalt zwischen 16-21 Prozent erlaubt. Idealerweise liegt er bei 16-19 Prozent. Ein zu hoher Wassergehalt ist ein Anzeichen für unreif geernteten Honig, der in Gärung übergehen kann.
Zucker
Honig besteht zu ca. 80 Prozent aus verschiedenen natürlichen Zuckerarten. Die Hauptzuckerarten sind Fruchtzucker (Fruktose) und Traubenzucker (Glukose). Weitere sind Malzzucker (Maltose) und Rohrzucker (Saccharose) sowie bei Honigtauhonigen auch Melezitose. Je nach Honigsorte schwanken die Anteile der einzelnen Zuckerarten beträchtlich. Das Verhältnis der Zuckerarten beeinflusst die Neigung eines Honigs zum Kristallisieren.
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