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Gemeiner Nagekäfer
Der gemeine Nagekäfer wird 2,5-6 mm lang. Der Körper weist eine gedrungene, ovale Form auf und ist im Querschnitt rund. Meistens ist der Käfer dunkelbraun, wobei die Färbung gelegentlich heller oder dunkler sein kann. Typisch ist das nach obengewölbte Halsschild, das sich kapuzenartig über den Kopf zieht. Die Flügeldecken sind mit längslaufenden Rillen versehen.
Der gemeine Nagekäfer ist in ganz Europa verbreitet und der wichtigste Vertreter der einheimischen Nagekäfer. Durch Verschleppung verbreitete sich der Käfer auch in Überseegebieten. Der gemeine Nagekäfer befällt Nadel- und Laubhölzer. Dabei zerstört er Holz in Kunstobjekten, Möbeln, Musikinstrumenten, Gebrauchsgegenständen gleichermassen wie Konstruktionsholz. Der gemeine Nagekäfer wird denn auch an die erste Stelle der holzzerstörenden Insekten gestellt. Optimale Umgebungsbedingungen findet er in feuchten Räumlichkeiten (Keller, Kirchen). In Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit und mässigen Temperaturen befällt er auch Dachkonstruktionen, Stallungen oder andere Bauten.
Wachstum und Ausbreitung
Ein Weibchen legt zwischen 20 und 30 kleine Eier (ca. 0,3 mm lang), einzeln oder in Gehegen, in Risse, Spalten aber auch in alte Bohrlöcher. Nach zwei bis drei Wochen schlüpfen die Larven. Vom Einbohren ins Holz bis zur Verpuppung dauert die Larvenentwicklung unter optimalen Bedingungen (Temperatur 22/23 ºC, Feuchtigkeit 30 %) zwischen zwei bis vier Jahre. Unter schlechten Bedingungen kann dies aber auch bis zu 10 Jahren dauern. Zwischen April und August schlüpfen die Käfer und verlassen das Holz durch kreisrunde Bohrlöcher.
Bekämpfung
Das richtige Vorgehen kann für eine erfolgreiche Bekämpfung von Holzschädlingen entscheidend sein.
Tipps des Fachmanns:
- Zeichen erkennen. Hier besteht vor allem die Schwierigkeit, frisches Bohrmehl von alten Spuren zu unterscheiden.
- Im Zweifelsfall eine diplomierte Holzschutzfirma aufbieten (aus dem Lignum-Verzeichnis der Holzschutzspezialisten), die Berufserfahrung ausweisen kann oder bei Ihrem Holzbauer fragen.
- Nach Begutachtung des Experten stellt dieser fest, ob eine Behandlung notwendig ist oder nicht.
- Wenn ja, erläutert der Experte die Behandlungsart und erstellt eine Offerte aufgrund verschiedener Faktoren (Art der Schädlinge, partielle Behandlung oder ganzer Dachstock zum Beispiel).
- Die Bekämpfung kann auf chemischer (flüssige Holzschutzmittel, giftige Gase) oder physikalischer Basis (Heissluft, Mikrowellen) erfolgen.
- Nach erfolgter Bekämpfung mit Lignum- und Empa-geprüften Produkten ist eine schriftliche Garantie zu verlangen (auf Holzschutzarbeiten besteht eine festgelegte Garantie von 10 Jahren).
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