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Hydrologie: Die Ronde entspringt im Stadtquartier Charrière von La Chaux-de-Fonds auf einer Höhe von 890 m.ü.M. Sie durchfliesst heute eingedolt die Combe des Moulins bis zur Kläranlage auf 958 m.ü.M. Das gereinigte Wasser fliesst danach noch etwa 600 m offen weiter und versickert dann im steinigen Boden der Combe du Valanvron. Die Ronde fliesst dann unterirdisch etwa 5 km durch das schmale Tal. Das Wasser tritt erst wieder in der Gegend von Cul des Prés ans Tageslicht und bildet dort auf 799 m.ü.M. den gleichnamigen See, der immer wieder mal austrocknet. Die Ronde verlässt den See unterirdisch, durchfliesst eine felsige Schlucht namens Combe de Biaufond und tritt auf 632 m Höhe wieder ans Tageslicht. Dort fliesst sie noch gute 600 m offen weiter, um auf 610 m.ü.M in den Lac de Biaufond zu münden, einem natürlichen Stausee des Doubs, welcher ebenfalls wechselnden Wasserstand hat und gelegentlich sogar fast austrocknet. Der gesamte Flusslauf der Ronde hat eine Länge von etwa 10 bis 12 km. Das Einzugsgebiet umfasst geschätzte 20 km² und sie hat an der Mündung eine durchschnittliche Wasserführung von etwa 0.1 m³ pro Sekunde.
Gewässerkennzahl: nicht auffindbar
Urkundlich überlieferte Namen: Fontaine ronde um 1500
Namensentwicklung:
Etymologie: Der Flussname leitet sich ab von der runden Form einer früher offenen Quelle. Die Quelle existiert immer noch, liefert allerdings nicht mehr so viel Wasser wie früher und sie ist heute eingedolt. Der heutige Ortsname von La-Chaux-de-Fonds entstand vermutlich aus einem früheren "Le chalumeau des Fontes" und bedeutet Weideland (oder Bergweide, Sommerweide, Geländekuppe) mit Quellen. Die Quelle dieses ehemals kleinen Flüsschen und heutigen Bächleins war also namengebend für die Stadt. Der Ortsname verrät zudem, dass es bei der Gründung des Ortes mehrere Quellen gegeben haben muss.
Flussnamentyp:
Geologie: Das Tal der Ronde ist vermutlich in wasserreicheren Zeiten durch Erosion des Flüsschens entstanden. Der Talgrund ist aber mit lockerem Gestein erfüllt, in welchem der Fluss heute versickert, doch das Wasser verlässt das Tal nicht durch karstige Spalten, sondern tritt an geeigneten Stellen immer wieder zutage. Die Ronde ist der einzige Wasserlauf in ganzen Hochtal von La Chaux-de-Fonds.
Flussgeschichte: Der Fluss diente lange Zeit als Abwasserkanal der Stadt La Chaux-de-Fonds bis diese in der Combe des Moulins eine Kläranlage einrichtete. Dass der Fluss früher mehr Wasser führte belegen die ehemaligen Mühlen sowie eine vom Fluss angetriebene Säge bei La Chaux-de-Fonds. Auffälligster Beweis ist aber das Tal, durch welches die Ronde einmal floss. Es gleicht eher einer Schlucht und um diese zu erodieren, muss der Fluss früher viel mehr Wasser geführt haben, sehr viel mehr sogar.
Quellen: Geografisches Lexikon der Schweiz, Band IV, 1906. Topografische Karte der Schweiz.