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Wohnbaugenossenschaften sind geprägt durch Werte wie Solidarität, Gleichberechtigung, Gemeinschaftlichkeit und Selbstverwaltung. Um diese Werte in das alltägliche Genossenschaftsleben zu übersetzen, sind sie jedoch auf die Mitwirkung ihrer Mitglieder angewiesen. Diesbezüglich stellen Freiwillige eine wichtige Ressource dar, indem sie ihre Zeit zur Erbringung von Leistungen für die Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Die grosse Anzahl von Mieterinnen und Mieter, die nicht oder nur wenig ins genossenschaftliche Leben integriert sind, stellen hingegen die Gemeinschaftlichkeit infrage.
In Bezug auf diese Herausforderungen setzt sich das Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Wohnbaugenossenschaft «mehr als wohnen» mit der den folgenden Fragen auseinander: Wie können Menschen, die noch nicht am Genossenschaftssiedlungsleben teilnehmen, erreicht werden? Durch welche Ansätze und Vorgehen versuchen Wohnbaugenossenschaften, Vereine und soziale Unternehmen freiwillige Arbeit und Teilnahme an gemeinnützigen Projekten zu fördern? Wie können neue Bewohner und Bewohnerinnen erreicht und ins genossenschaftliche Leben integriert werden? Was für Möglichkeiten lassen sich für diese besondere Zielgruppe generieren? Was sind die Herausforderungen? Wie werden Angebote der Freiwilligenarbeit in genossenschaftlichen Siedlungen aufgebaut und kommuniziert? Was für eine Rolle spielen dabei partizipatorische Ansätze? Welche Forschungslücken gibt es in diesem Bereich und welchen Beitrag kann «mehr als wohnen» leisten, um diese zu decken?
Das Projekt untersucht den Forschungsstand zu diesen Themen und setzt sich als Ziel, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, welche die Integration neuer oder wenig integrierter Bewohner in das gemeinschaftliche Genossenschaftsleben fördern könnten.