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Eine Grenzüberschreitung ist jede Handlung, zwecks Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, die
entweder gegen den Willen einer Person vorgenommen wird oder der die betroffenen Personen
aufgrund körperlicher, psychischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit ausgesetzt
sind.
Grenzüberschreitungen bedeuten einen Missbrauch des Vertrauens und Abhängigkeitsverhältnisses.
Wir unterscheiden verschieden Formen von Gewalt:
- Physische Gewalt (z.B. Schläge, Tritte, Bisse)
- psychische oder verbale Gewalt (z.B. Einschüchterung, Drohung, Kränkung, Erniedrigung)
- kulturelle Gewalt (z.B. Zwang zur Teilnahme an christlichen Festen)
- sexuelle Übergriffe (Formen ohne Körperkontakt, Berührungen, Manipulation von Geschlechts-teilen, versuchte oder vollendete Vergewaltigung).
In der Beratung werden folgende Massnahmen getroffen:
- Persönlichkeitsstärkung mittels Selbstbestimmung, Förderung der Autonomie (z.B. Recht auf
- Intimsphäre, positives Selbstbild, Abgrenzung, Unabhängigkeit, Mitbestimmung)
- Emanzipatorische und altersgerechte Erziehung in der Schule, im Wohnund Arbeitsbereich
- Bei persönlichen Fragen oder Schwierigkeiten kann an einer Fachstelle ein Einzelberatung in Anspruch genommen werden.
Auf der Ebene Eltern und Angehörige werden folgende Massnahmen getroffen:
Die Eltern werden in Fragen einer gewaltlosen Erziehung (z.B. Elterngespräche oder Vermitt-
lung von hilfreichen Adressen, Begleitung in ein externes Beratungsgespräch)