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Rotenburg an der Fulda Palast-Lichtspiele
Geschichte
Das Haus hatte gegen Ende des 19. Jahrhunderts Herr Leinhos erworben. Noch vor 1920 war es durch Kauf in den Besitz der Familie Gesemann übergegangen.
Bereits 1919 eröffnete Willy Gesemann jr. im Saal die "Palast-Lichtspiele" als zweites Rotenburger Filmtheater. Im Jahre 1924 war dann kurzzeitig dort ein Betrieb der Zigarettenfabrik Wolf, Hamburg eröffnet worden. Die alten Rotenburger erzählten noch zu meiner Jugend, als zum Ende der 1930er Herr Gesemann verstarb, habe im Saale gerade ein Tanzvergnügen stattgefunden. Dieses sei weitergegangen, als sei nichts gewesen. Herr Alex Gesemann führte Das Haus und das Filmtheater weiter. Betrat man das Haus, ging es geradeaus zum Saal bzw. Kino, hinten links in der Ecke befand sich die Kinokasse. Die erste Tür links führte zur Gaststube (gleich am Eingang rechts die Theke und das Büffet), neben der Theke war ein kleiner, gemütlicher Raum in den man sich in kleinem Kreise unterhalten konnte. Dort befanden sich an den Wänden auch die Fotos mit Autogrammen bekannter Schauspieler, die dort gewesen waren. Angeblich hatte Peter Frankenfeld im Hotel genächtigt, vorher tüchtig gezecht und war wegen Überschreitung der Sperrstunde von der Stadtpolizei mit zwei Mark gebührenpflichtig verwarnt worden. Weiter ging es in die "Jägerstube", entsprechend ausgestattet. gegenüber der Gaststube befand sich das Nebenzimmer. Sinnreich war, dass sich die Stirnwand zum Saale hin öffnen lies. So konnte dort bei Veranstaltungen ein Teil als Garderobe genutzt werden. Der andere Teil des Raumes wurde gelegentlich als Bar (Zum Kerz'l! eingerichtet. aus: Manfred Knierim
Kinodaten
- 1920 Palast-Lichtspiele, Bahnhofshotel, Fernspr. 52, Gegr. 1920 (Sp. Sonnabend, Sonntag) 450 Plätze, Inh: Willi Gesemann. Bahnhofshotel