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Der Koloss war zuerst von der Glaziologin Trudy Wohlleben vom «Canadian Ice Service» am Morgen des 5. August 2010 auf einer Satellitenaufnahme des NASA-Erdbeobachtungsatelliten «Aqua» entdeckt worden. Auf den Satellitenaufnahmen kann man erkennen, dass der Petermann-Gletscher durch den Eisabbruch etwa ein Viertel seiner ursprünglich 70 Kilometer langen Eisablagerungen verloren hat. Das Wasser des gesamten Eisbrockens könnte die kompletten USA für rund 120 Tage mit Trinkwasser versorgen. Der Petermann-Gletscher ist einer der beiden letzten grossen Gletscher in Grönland, er liegt etwa 1000 Kilometer südlich des Nordpols. Er wurde nach dem deutschen Geographen August Petermann benannt.
Durch die globale Erwärmung schmelzen weltweit Gletscher ab und geben damit riesige Süsswassermengen frei. Zugleich steigt mit der Gletscherschmelze auch der Meeresspiegel an.
Das abgebrochene Eisstück wird nun allmählich in die Nares Strait driften, wo sie auf zahlreiche andere, kleinere Eisberge stösst. Der Koloss könnte sich festklemmen und die Meerenge blockieren, oder er könnte in kleinere Stücke zerbrechen, während er von den vorherrschenden Meeresströmungen südwärts transportiert wird. Von hier aus wird der Eisberg wahrscheinlich entlang der Küsten von Baffin-Island und Labradors driften und könnte innerhalb der nächsten zwei Jahre in den Atlantik gelangen.
Zuletzt ist im Jahre 1962 ein noch grösserer Eisbrocken abgebrochen. Damals brach ein ungefähr 560 Quadratkilometer grosser Brocken vom «Ward Hunt Ice Shelf»ab, dem grössten Eisschelf in der Arktis, an der Nordküste von Ellesmere Island ab. Der aktuelle Eisbrocken vom Petermann-Gletscher hat im Gegensatz dazu nur eine Fläche von rund 260 Quadratkilometer
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