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“Free software is a matter of liberty, not price. To understand the concept, you should think of free as in free speech, not as in free beer.”
Mit dem berühmte Zitat von Richard Stallmann weisen Befürworter von freier Software regelmässig darauf hin, dass es bei Open Source nicht einfach nur darum geht, Geld zu sparen. Trotzdem ist freie Software natürlich nicht zuletzt eine Chance für Personen und Organisationen mit knappen Mitteln, um ebenfalls an der Informationsgesellschaft teilzuhaben.
Aber auch kostenlose Software braucht Hardware, um darauf zu laufen, und diese kostet nach wie vor Geld – auch wenn Computer immer billiger werden und mit Projekten wie One Laptop per Child (OLPC) Anstrengungen unternommen werden, speziell günstige Hardware für Schulen in Entwicklungsländern zu bauen. Eine weitere potentielle Quelle für billige Computer wäre das Recycling, zumal in der ersten Welt Unmengen von funktionstüchtigen Rechnern entsorgt werden, nur weil sie nicht mehr dem neusten Stand der Technik entsprechen.
Genau hier setzt das Projekt penguins4africa an: Eine Gruppe von Studierenden der Universität Bern sammelt ausgediente Rechner, stellt sie wo nötig in Stand, rüstet sie auf Linux um und vermittelt sie über die Partnerorganisationen Linuxola und World Links nach Afrika. Die Rechner werden in einem Client-Server-Verbund genutzt, bei dem ein einzelner leistungsfähiger Rechner mit Linux Terminal Server (LTS) ausgestattet wird, der dann bis zu zwanzig Clients bedient, welche nur noch minimale Hardware-Anforderungen erfüllen müssen.
Das Projekt penguins4africa wurde von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA und dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO im Rahmen der Aktion “Youth Too” mit einem Förderpreis ausgezeichnet.