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Gegenüber heterosexuellen Männern erleben MSM im Kindesalter bis zu doppelt so viele sexuellem Missbrauchserfahrungen. Eine massgeschneiderte kognitive Verhaltenstherapie kann traumabedingten Stress reduzieren und Verhaltensweisen, die mit HIV-Infektionen verbunden sind, verringern.
Sexueller Missbrauch in der Kindheit wirkt sich unverhältnismässig stark auf Männer aus, die Sex mit Männern haben (MSM). MSM haben gemäss Studien eine bis zu doppelt so hohe Rate von sexuellem Missbrauchserfahrungen als Kinder gegenüber heterosexuellen Männern.
Diese Gewalt in der Kindheit wird mit zahlreichen psychischen Belastungen verbunden; darunter Substanzmissbrauch, Depression, Wut, aber auch höheren HIV-Expositionsrisiken. MSM mit frühem sexuellem Trauma leiden im Erwachsenenalter insbesondere in sexuellen Situationen unter posttraumatischem Stress, was ihre Fähigkeit, ihre sexuelle Gesundheit zu schützen, beeinträchtigen kann.
Eine RCT-Studie versucht, diese Lücke zu schliessen, indem sie eine kognitive Verhaltenstherapie evaluierte - eine Intervention, die speziell zur Verringerung des sexuellen Risikos einer HIV-Infektion und der Therapie der posttraumatischen Belastung bei MSM mit Erfahrungen sexuellen Missbrauchs entwickelt wurde. In zehn Sessions wurden relevante Themen adressiert und Verhaltensänderungen eingeübt.
Die Ergebnisse dieser zweiarmigen, randomisierten, kontrollierten Studie deuten darauf hin, dass die massgeschneiderte Verhaltenstherapie eine wirksame Behandlung für traumabedingten Stress bei MSM ist und Verhaltensweisen, die mit HIV-Infektionen verbunden sind, verringern kann.