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Dieses Rezept fand ich vor 40 Jahren in einem Schweizer Kochbuch aus der Zeit um 1970-75 mit einer Farbfotografie, die klar mit Genfer Ramequin angeschrieben war. Es wurde mit schräg geschichteten Toastbrotscheiben zubereitet, befand sich in einer länglichen Pyrex-Auflaufform und präsentierte sich in goldgelber Farbe. Leider finde ich genau dieses Buch nicht mehr. Daher habe ich das Rezept aus dem Gedächtnis rekonstruiert. Der Genfer Ramequin scheint heute in Vergessenheit geraten zu sein, doch fand ich im Buch "Schweizer Tafelfreuden" des Silva-Verlags von 1972 auf Seite 18 den folgenden Hinweis: "Im Kanton Genf liebt und schätzt man - neben mancherlei herrlichen Käsespezialitäten wie Soufflé au fromage, dem Ramequin oder dem Genfer Fondue etc.". Dieser Satz belegt, dass es zumindest früher einen Genfer Ramequin gegeben haben muss. Heute findet man aber auf die Schnelle keine Genfer Ramequin-Rezepte mehr. Am ähnlichsten ist das Rezept "Ramequin délice" von Betty Bossi, allerdings nur was die Zutaten betrifft. Optisch sah es damals aber anders aus.
Zutaten für 4 Personen
- 400 g Toastbrot, grosse Scheiben - 10 g Butter zum Ausbuttern der Auflaufform - 3 Eier, verquirlt - 200 g Greyerzer in Scheiben - 50 g Greyerzer gerieben - 150 g Schinken in Scheiben - 20 g Dijon-Senf - 2 dl Rahm - 2 dl Milch - 1.5 dl Weisswein - ein kleines Büschel Schnittlauch, fein geschnitten - Muskat - Pfeffer - Salz
Zubereitung
- Toastbrotscheiben mit etwas Butter und Senf bestreichen. - Gratinform ausbuttern und die Toastbrotscheiben ziegelartig einschichten und die Schinken- und Käsescheiben dazwischen legen. - Milch, Rahm, verquirlte Eier, Schnittlauch und Gewürze mit Milch und Rahm vermischen und über dem Gratin verteilen. - Mit dem geriebenen Käse bestreuen und mit dem Weisswein beträufeln. - Im Backofen auf der mittleren Rille bei 200 Grad etwa 30 Minuten backen, bis sich eine goldbraune Kruste bildet.
En Guete!
Besondere Hinweise:
1. Ich habe von Hausfrauen im Welschland gehört, dass man ganz herzhaft etwas mehr Weisswein in den Ramequin gibt, je nach Belieben.
2. Dazu passt ein grüner Salat.
Quellen: - OGS-eigene - nicht mehr auffindbares Kochbuch aus der Zeit um 1970-75