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Vorhofseptumdefekte (PFO/ASD)
Bei den Vorhofseptumdefekten unterscheiden wir das persistierende Foramen ovale (PFO) vom Vorhofseptumdefekt vom Typ ASD. In beiden Fällen kann der Vorhofseptumdefekt mittels eines kathetertechnischen Eingriffs durch Implantation eines Schirmchens verschlossen werden.
Persistierendes Foramen ovale (PFO)
Das persistierende Foramen ovale ist eine kleine Öffnung in der Scheidewand beider Vorhöfe, welche bei bis zu 30% aller Menschen vorkommt. In den meisten Fällen besitzt es keinen Krankheitswert. Selten können jedoch Gerinnsel aus den zuführenden Venen durch das offene Foramen ovale in den Körperkreislauf gelangen und eine sogenannte paradoxe Embolie auslösen. Die Konsequenz ist ein Hirnschlag oder ein Gefässverschluss.
Behandlung
Zur Behandlung gibt es zwei Möglichkeiten: entweder eine lebenslange Blutverdünnung, oder einen kathetertechnischen Schirmverschluss. Dieser Schirm wird mit einem Katheter unter lokaler Betäubung von der Leiste zum Herz geführt und im Foramen ovale platziert. Der Eingriff dauert nicht länger als 30 Minuten. Der Schirm wächst im Verlauf in die Scheidewand ein. Der Patient bzw. die Patientin können am Folgetag das Spital wieder verlassen. Von Vorteil ist, dass nach spätestens 6 Monaten keine blutverdünnenden Medikamente mehr eingenommen werden müssen.
Vorhofseptumdefekt (ASD)
Der Vorhofseptumdefekt ist die häufigste angeborene Herzmissbildung, die noch im Erwachsenenalter erkannt wird und einer Behandlung bedarf. Bei einem Vorhofseptumdefekt besteht eine Lücke in der Scheidewand zwischen den beiden Vorkammern. Es kommt zu einem Blutfluss von links nach rechts durch den ASD, was zu einer Vergrösserung der rechten Herzhöhlen und zu einem Lungenhochdruck führen kann. Dies äussert sich in einer Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit und vermehrten Atemnot.
Behandlung
In den meisten Fällen wird nach der Diagnose eines Vorhofseptumdefekts dessen Verschluss empfohlen. Dieser verläuft analog zum Verschluss des PFO mittels eines kathetertechnischen Eingriffs, indem ein Schirmchen von der Leiste zum Herz zugeführt und in den Vorhofseptumdefekt platziert wird.
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