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Eigentlich sehen die Versicherungsverträge der ECA eine Entschädigung vor, wenn der Pegelstand des Sees 431 Meter erreicht. Er lag jedoch knapp darunter und erreichte am Montagmorgen mit 430,73 Metern den Höchststand, bevor er allmählich um ein bis zwei Zentimeter pro Tag zurückging. Allerdings hatte die Bise der vergangenen Tage die Hochwassersituation in der Region zusätzlich verschärft.
Wegen der aussergewöhnlichen Lage habe die Versicherung beschlossen, ihren Versicherungsschutz für alle Schäden zu gewähren, die durch das Hochwasser am Neuenburgersee verursacht worden sind, hiess es am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Entscheid gilt für alle Schäden an Gebäuden. Sie gilt prinzipiell auch für Wohnwagen auf Campingplätzen.
Nach Angaben der ECA sind seit Beginn der Unwetter Mitte Juni 178 Schadenmeldungen für Wohnwagen und Wohnmobile eingegangen. Sie kommen insbesondere von den Campingplätzen von Avenches, Cudrefin, Cheseaux-Noréaz, Grandson, Yverdon-les-Bains und Yvonand. Diese Zahl steigt täglich. Die Höhe der Schäden an Wohnwagen wird laut ECA von einem neutralen externen Sachverständigen geschätzt.
Auf dem Campingplatz in Cheseaux-Noréaz am Südufer des Neuenburgersees wurden rund 250 Wohnwagen und einige Zelte überflutet. Die ein paar Tage zuvor installierten Dämme und Sandsäcke waren dem unaufhaltsamen Anstieg des Sees nicht gewachsen.
Etwa 75 Prozent der Wohnwagen wurden als total beschädigt gemeldet. Rund 600 Touristen hatten den Campingplatz nach der Hochwasser-Warnung frühzeitig verlassen.