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PROJEKT 10750 Deckname: Sapfir, NATO-Bezeichnung: LIDA-KLASSE ist eine Klasse von kleinen Minenräumbooten der Sowjetischen- und Russischen Marine, die zur Suche nach Seeminen in Hafeneinfahrten, Häfen und Flüssen entwickelt wurde. 9 Boote wurden von der Sowjetunion und später von Russland ab 1986 für die eigenen Streitkräfte gebaut, der Bau von acht weiteren wurde begonnen. Die Rümpfe von PROJEKT 10750 bestehen aus Fiberglas, haben einen doppelten Boden und sind in neun wasserdichte Abteilungen unterteilt. Zur Suche nach Unterwasserkontakten ist im Rumpf ein Dom mit einem Kabarga-A1 Sonar verbaut. Auf dem Achterschiff befindet sich eine Arbeitsplattform auf der ein 5,3-Tonnen Kran montiert ist, mit dem Suchroboter und ein Räumgeschirr ein- und ausgebracht werden können. Bewaffnet sind die Boote mit einem Turm 30-mm-L/63 AK-306 auf dem Vorschiff. Weiter können zwei Strela-2 Flugabwehrraketen gegen fliegende Ziele eingesetzt werden. Acht Seeminen oder 18 Wasserbomben können mitgeführt werden. Neben Projekt 10750 wurde die Variante Projekt 10750 für den Export nach Kasachstan geplant, von der mindestens ein Boot gebaut wurde. Die Boote sind mit zwei 380 PS MAN D2866 Dieseln statt der drei Motoren auf den russischen Booten ausgerüstet, haben nur zwei Propeller, tragen andere Sensoren und Kommunikationsausrüstung und sind mit zwei 12,7-mm-L/63 Kord Maschinengewehren bewaffnet. Neun Boote des PROJEKT 10750 wurden für die Russische Marine bis 1996 fertiggestellt; der Bau von sechs Booten soll seitdem begonnen worden sein. Ursprünglich waren 26 Schiffe geplant, wurden aber wegen Finanzierungsproblemen nie begonnen. Zwei Boote waren bis 2014 außer Dienst gestellt.