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Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an den Ölpreisen zurückgewiesen. «Die Opec trägt nicht alleine die Schule für alle Probleme in der Ölbranche», sagte der Chef des Kartells, Suhail bin Mohammed al-Masrui.
Man habe bereits beim Treffen im Juni in Wien reagiert und sich auf eine höhere Öl-Produktion geeinigt, erklärte er der Agentur Reuters am Montag in Calgary. Ab Juli sollen Mitglieder des Ölförderkartells und andere führende Öl-Länder wie Russland die Produktion um rund eine Million Barrel pro Tag oder um einen Prozent der weltweiten Nachfrage ausweiten.
Es gebe deshalb keinen Grund für ein ausserordentliches Treffen vor der regulären Sitzung im Dezember, ergänzte er. Die Opec konzentriere sich darauf, Angebot und Nachfrage auszubalancieren. Die Opec-Mitgliedsländer hätten ausserdem genügend Kapazitäten, um unerwartete globale Lieferunterbrechungen auszugleichen.
Trump hatte vor kurzem erneut die Opec für steigende Benzinpreise verantwortlich gemacht. «Das Opec-Monopol muss sich daran erinnern, dass die Benzinpreise steigen und es wenig tut, um zu helfen», schrieb Trump vergangene Woche auf Twitter. «Wenn überhaupt, dann treiben sie die Preise in die Höhe, während die Vereinigten Staaten viele der Mitglieder für sehr wenig Geld verteidigen.» Das sei keine Einbahnstrasse. «Jetzt die Preise reduzieren», forderte Trump.
Steigende Benzinpreise könnten dem Republikaner vor den Kongresswahlen im November Kopfzerbrechen bereiten. Er will mit seinen Steuersenkungen und der Rücknahme von Regulierungen die US-Wirtschaft ankurbeln. Höhere Ölpreise könnten den Aufschwung aber dämpfen, da sie Haushalte und Unternehmen viel Geld kosten.