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Das Weingut Egly-Ouriet entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Großvater von Francis Egly mit 3 ha Weinbergen im Grand Cru Ambonnay ins Weingeschäft einstieg. Seine Nachkommen erwarben durch Kauf oder Heirat weitere 9 Hektar, darunter die wunderschöne Parzelle und Weinberge von Les Crayères. Insgesamt umfassen die Weinberge 10 Hektar in den Grand Crus Ambonnay, Bouzy und Verzenay sowie 2 Hektar im Premier Cru Vrigny. Die Familie Egly betreibt einen traditionellen Anbau mit regelmäßigem Pflügen zur Pflege der Böden. Sie verwendet keine Insektizide, da auf dem gesamten Weingut sexuelle Verwirrung herrscht. Den Weinstöcken wird ein Höchstmaß an Sorgfalt zuteil, insbesondere beim Anbinden und Ausdünnen, um die Reife der Trauben zu optimieren. Bei der Weinbereitung werden sowohl Edelstahl als auch - je nach Cuvée in unterschiedlichen Anteilen - nicht neues Holz verwendet. Alle Cuvées verbringen mindestens drei Jahre im Keller, bevor sie zum Verkauf angeboten werden, was die Komplexität der Weine durch die Autolyse der Hefen erhöht, ihnen ein besseres Alterungspotenzial verleiht und auch ein besseres Verständnis des Terroirs ermöglicht (der Ausdruck wird mit der Zeit stärker). Die Weine gewinnen dadurch an Reinheit und Komplexität. Die Dosagen sind im Übrigen sehr gering und die Abfüllungen erfolgen ohne Filtration oder Schönung, mit größtem Respekt. Heute ist er zusammen mit seinem Freund Anselme Selosse vielleicht der einzige Weinproduzent, der den Titel Kultwinzer für sich beanspruchen kann. Sie gehörten zu den ersten, die in den 1990er Jahren die örtlichen Gepflogenheiten im Weinbau und im Keller positiv beeinflussten, um "weniger, aber besser" zu produzieren und die Reben wieder mit ihrem Boden und den Wein mit seinem Ort zu verbinden.