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Bakterienwelke an Futtergräsern wird verursacht durch das Bakterium Xanthomonas translucens pv. graminis (Xtg) und führt zu grossen Schäden in Wiesen und Weiden. Um die Züchtung von resistenten Sorten zu unterstützen, untersuchen wir die genetischen Grundlagen der Interaktion zwischen den Bakterien und den Pflanzen. Dabei hat sich gezeigt, dass diese Interaktion im Vergleich zu anderen durch Xanthomonas-Arten hervorgerufene Krankheiten an Reis, Tomate oder Zitrone einige Besonderheiten aufweist. So konnten keine Hinweise auf eine rassenspezifische Interaktion zwischen einzelnen Bakterienisolaten und Pflanzengenotypen gefunden werden, wie sie für klassische Resistenzgene typisch ist. Die Sequenzierung des Xtg-Genoms hat gezeigt, dass dieses Pathogen aussergewöhnlich viele Insertionssequenzen besitzt. Zudem unterscheidet sich die Organisation eines wichtigen Virulenzfaktors deutlich von anderen Xanthomonas-Arten. Ein spezifisches Ausschalten dieses Virulenzfaktors führte zwar zu weitgehendem Virulenzverlust, die Bakterien waren aber trotzdem in der Lage sich in der Pflanze zu vermehren. Diese Erkenntnisse liefern wertvolle Grundlagen für die Weiterentwicklung von effizienten Zuchtmethoden.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.