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Bereits bei der Planung des Oberstufenzentrums OZ13 in Subingen (SO) war klar, dass eine Turnhalle allein für die rund 400 bis 500 Schülerinnen und Schüler nicht ausreichen würde. Das erste Projekt – mit Gesamtkosten von 36 Mio. Franken – wurde jedoch 2002 an der Urne verworfen. Um nicht das ganze Unterfangen zu gefährden, verzichtete man auf den Bau einer zweiten Halle. Die Schule hat sich stattdessen in der Subinger Mehrzweckhalle eingemietet. Bald aber zeigte sich, dass diese Lösung nicht dauerhaft ist – die Schule brauchte eine zweite Halle auf dem Areal. Dabei wurden verschiedene Varianten geprüft, etwa ein Anbau an das bestehende, kammartig angelegte Schulgebäude, bestehend aus fünf Schultrakten und dem verbindenden Turnhallentrakt. Schliesslich entschied man sich für den Bau einer Dreifachturnhalle auf der angrenzenden Wiese und die Umnutzung der bestehenden Halle.
Das Büro Bäumlin+John orientierte sich beim Entwurf und der Materialisierung der neuen Halle an der Volleyballhalle in Schönenwerd, die das Büro 2017–2018 erstaunlich kostengünstig realisieren konnte: Beide Objekte sind als reduzierte, zweckmässige ‹Industriehallen› konzipiert – mit einem quadratischen Grundriss, einer einfachen Stahl-Beton-Konstruktion und einer Fassade aus Sandwichpaneelen. In Subingen, wo die Halle an ein bestehendes, architektonisch ausdruckstarkes Schulgebäude grenzt, wurde die Fassade etwas aufwändiger gestaltet. Das vorgehängte, dunkelgraue Faltblech schafft ein dynamisches Erscheinungsbild: Je nach Standort wirkt die Fassade flach oder gezackt. Im Eingangsbereich sorgen raffinierte Knicke und Gegenbewegungen für zusätzliche Dynamik: Hier ist die Fassade im EG nach innen geknickt und im OG nach aussen. Der geknickte Eingangsbereich ist zudem Teil eines neu gestalteten, begrünten Hofs zwischen der Dreifachturnhalle und dem Schuleingang.
Im Innern zeigt sich die Halle überraschend hell: Mit Ausnahme der anthrazitfarbenen Sitzbänder auf der Zuschauertribüne ist alles in Weiss und Hellgrau gehalten. Selbst den Hallenboden liess man elfenbeinweiss einfärben – die bunten Markierungen der acht Spielfelder kommen so gut und unaufgeregt zur Geltung. Ein Grossteil der Wände, die Zuschauertribüne sowie die Treppen und ihre Brüstungen sind aus hellem Sichtbeton gefertigt. Über ein bodennahes Fensterband gelangt nordseitig Tageslicht in die Turnhalle, ohne die Akteure zu blenden. Ein zweites Fensterband ist südseitig im OG eingebaut. Es bietet den Gästen der Cafeteria Ausblicke auf den neuen Schulhof. Mit einer Grundfläche von 44 auf 27 Meter und einer Höhe von 8 Metern ist der Spielbereich so bemessen, dass praktisch alle Sportarten darin möglich sind. Die Halle lässt sich mit Trennwänden in zwei oder drei Teile separieren. Tagsüber steht sie der Schule zur Verfügung, abends den Sportvereinen der beteiligten Gemeinden (Zweckverband Oberstufe Wasseramt Ost). Mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1 999 Personen kann die Halle auch für grössere Sportanlässe, Konzerte oder Gewerbeausstellungen genutzt werden.
Auftraggeber: Einwohnergemeinde Subingen
Baujahr: 2020