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Ihre Neutralität bewahrte die Schweiz im Ersten Weltkrieg nicht vor den Auswirkungen des Wirtschaftskriegs. Der Bundesrat tat sich schwer mit der Krisenbewältigung.
Für die Schweiz war der Erste Weltkrieg nicht die «Urkatastrophe» wie für Europa insgesamt. Vielmehr wirkte er hier als Katalysator: Er verstärkte vorhandene Tendenzen und verschärfte bestehende Konflikte. Der Erste Weltkrieg stellte identitätsstiftende Grundwerte im jungen Bundesstaat wie die Neutralität und den Liberalismus auf den Prüfstand.
Bedrohte Souveränität
Militärisch war die Schweiz gewappnet. Kaum vorbereitet war das Land auf andere Herausforderungen. Denn die Schweiz wurde als neutraler Kleinstaat in den Wirtschaftskrieg zwischen den verfeindeten Nationen Europas hineingezogen. Und das bedrohte die wirtschaftspolitische Souveränität des Landes. Dazu kam die grosse Beanspruchung der gesamten Bevölkerung. Der Bundesrat verfügte über weitreichende Vollmachten und versuchte, die Lage zu entschärfen. Doch seine Massnahmen waren halbherzig. Es gelang ihm nicht, die wirtschaftliche und soziale Krise in den Griff zu bekommen.
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