Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03463.jsonl.gz/3117

- J
- F
- M
- A
- M
- J
- J
- A
- S
- O
- N
- D
Man fand bereits in ägyptischen Grabstätten Reste von Minze, daher geht man davon aus, dass sie den Toten in der anderen Welt helfen sollten.
In der Griechischen Mythologie war Minthe eine hübsche junge Nymphe. Hades, der Herrscher der Unterwelt, warf ein Auge auf sie. Als seine Frau Persephone, die Liebe ihres Gatten Hades zu Minthe entdeckte, wurde sie wütend und verwandelte Minthe in eine Kriechpflanze, welche von nun an mit Füssen getreten werden sollte. Hades konnte den Fluch Persephones nicht ungeschehen machen, aber er milderte das Schicksal von Minthe indem er der Pflanze einen wunderbaren Duft gab, den sie verströmte, wenn sie getreten wurde.
Im alten Griechenland empfahl Aristoteles die Minze als Aphrodisiakum, warnte allerdings davor, zu viel davon zu nehmen. Den Soldaten der damaligen Zeit wurde geraten, vor einer Schlacht davon nichts zu essen, da diese gesteigerte Männlichkeit ihrem Mut und ihrer Kraft im Wege stehen würde. Zudem gaben die Menschen im alten Griechenland Minze in ihr Badewasser und rieben sich die Arme damit ein, damit sie mehr Kraft bekämen..
Den Frauen war es im alten Rom der ersten fünfhundert Jahre nach seiner Gründung verboten nur schon am Wein zu riechen, geschweige denn davon zu trinken. Es heisst sogar, dass der Kuss in den Jahrhunderten der strengen Abstinenz wegen in Rom entstanden ist. Es war den Männern des Hauses nämlich erlaubt, an den Lippen der Frauen zu riechen, ob sie Wein getrunken hatten oder nicht; ein Ehemann konnte seine Frau auch verstossen, wenn er entdeckte, dass seine Gefährtin sich dem Genuss des Weines hingegeben hatte. Heimliche Trinkerinnen liessen sich dennoch nicht davon abhalten und verbesserten ihren Atem nach dem Weingenuss mit einer Paste aus Minze und Honig.
Die Minze kommt auch in der Erzählung aus 1001 Nacht vor. Scheherazade, die Erzählerin der Geschichte, solle angeblich jeden Tag vor Sonnenaufgang, mit Minze gebadet haben.
Im Volksmund sagt man der Minze nach, dass sie Insekten vertreibt. Tatsächlich verstreute man im Mittelalter Minze auf dem Boden, so dass keine Fliegen ins Haus kamen. Auch in Metzgereien stellte man Minze auf, so dass keine Fliege auf die Idee kam, ihre Nachkommenschaft im toten Fleisch des Tieres zu hinterlegen.
Die Minze gehört zu den Menschen, die am 25. Februar Geburtstag haben und steht für Leidenschaft, Tugend und Weisheit. Die ordnet man dem Planeten Venus zu.
Auch heute gilt die Pfefferminze in einigen afrikanischen Ländern als heiliges und heilendes Getränk
Minze wird auch bei Gedächtnisschwäche empfohlen und früher wandte man sie anstelle von Riechsalz bei Ohnmachtsanfällen und um die Lebensgeister zu wecken an. Mit ihrem frischen, scharf-kühlen Duft klärt sie die Luft und energetisiert sie. Minzenduft macht wach und soll sich gut zur Vorbereitung der Meditation eignen.
Aussaat: Ab März in Töpfe oder Schalen. Samen nicht decken, nur andrücken, Pfefferminze ist ein Lichtkeimer.
Das Angiessen der Aussaat-Gefässe sollte mit einem Sprüher erfolgen, um die feinen Samen nicht wegzuspülen. Mit einer Glasscheibe oder Plastikfolie abdecken, doch darauf achten, dass zwischen Plastik und Erde genügend Luft ist. Hell, aber auf keinen Fall sonnig stellen.
Foto: By Rillke (Own work) [CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons