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Vorderasiatische Archäologie
Die Vorderasiatische Archäologie behandelt den Zeitraum vom Beginn des Neolithikums (ca. 12 000 v. Chr.) bis zum Beginn des Hellenismus (4. Jh. v. Chr.). Der geographische Bereich umfasst im Kern Mesopotamien, Syrien-Palästina, Anatolien und Iran. In Zeiten, in denen signifikante Beziehungen zum Alten Orient bestehen, weitet sich der Horizont: Arabische Halbinsel, Eurasischer Steppengürtel und Pakistan werden miteinbezogen. Das Kernland Mesopotamien wird oft als Wiege der Zivilisation und Schrift bezeichnet.
Thematische Schwerpunkte sind einerseits die materiellen Hinterlassenschaften und andererseits die über die grossen Mengen textlicher Zeugnisse erschlossenen ideellen Errungenschaften des Alten Orients. Behandelt werden Aspekte wie Siedlungsgeographie, Urbanistik, Architektur, Kunst, Keramik, Bestattungswesen, Religion, Literatur, Geschichte, Handel und Wirtschaft, Sozialgeschichte und Alltagsleben. Vermittelt werden auch Theorien und Methoden der modernen archäologischen Forschung, darunter v.a. des Ausgrabungswesens in Vorderasien.