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Seit Einführung der modernen Therapiekonzepte können die meisten Myasthenie-Patienten ein relativ normales Leben führen.
Dennoch ergeben sich bei einigen berufliche Einschränkungen. Jugendliche Myastheniker sollten bei der Berufswahl zweckmässig beraten werden. Berufe mit schwerer körperlicher Arbeit sind ebenso ungeeignet wie eine Tätigkeit am PC beim Vorliegen von Augensymptomen.
Muskelschwäche und Doppelbilder schränken selbstredend die Fahrtauglichkeit ein. Eine Myasthenie führt jedoch nicht grundsätzlich zu einer Fahruntauglichkeit, sondern nur dann, wenn starke Beeinträchtigungen in der Bewegungsfähigkeit vorliegen.
Prinzipiell sind Fernreisen für Myasthenie-Patienten möglich, sofern die Erkrankung nicht schwer und instabil ist. Es empfiehlt sich darauf zu achten, dass eine kompetente neurologische Betreuung vor Ort verfügbar ist, da Klimawechsel und Infektionen, wie eine heftige Durchfallerkrankung, die Myasthenie dramatisch verschlechtern können.
Es muss beachtet werden, dass eine Therapie mit Medikamenten, die das Immunsystem dämmen, zu einem verminderten Impfschutz führen kann. Lebendimpfstoffe dürfen bei diesen Patienten nicht eingesetzt werden und sollten allgemein bei den Myasthenie-Patienten nur mit grosser Zurückhaltung angewandt werden.
Günstig sind Sportarten, bei denen der Patient die Belastungsintensität und -ausdauer jederzeit selber dosieren kann. Verzichten sollte man dagegen auf Wettkampfsituationen und gefährliche Sportarten. Eine Voruntersuchung der Atemfunktion vor einer sportlichen Betätigung durch den Arzt schafft die erforderliche Sicherheit.
Für weitere Informationen, besuchen Sie die
Schweizerische Gesellschaft für Muskelkranke.