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Januar 2017
Afrika habe ich auf meinen Reisen lange vernachlässigt. Im Januar 2017 besuchte ich Äthiopien und wurde positiv überrascht. Allerdings machten Magenprobleme wegen mangelnder hygienischer Standards das Reisen schwieriger.
Leider finde ich keine Zeit, um einen längeren Text zu schreiben und beschränke mich daher textlich auf das Minimum.
Injera, das Nationalgericht Äthiopiens. Der zugrundeliegende Fladen ist aus dem Teff-Korn gemacht und ist leicht säuerlich.
Lalibela
Genna-Fest in Lalibela
Ich besuchte die Stadt Lalibela während des Genna-Festes, dem Äthiopischen Weihnachtsfest. Tausende von Pilgern besuchten die über tausend Jahre alten Kirchen in der Stadt.
Bet Giyorgis Kirche
Die berühmteste Kirche in Lalibela ist die Bet Giyorgis, die dem heiligen St. Georg gewidmet ist. Sie wurde Ende des 12. Jahrhunderts in Form eines griechischen Kreuzes in den Felsen hinein gegraben und ist drei Stockwerke hoch.
Eine Tür bei einer Kirche in Lalibela
Ein Hirte bei Lalibela
Diese Pilger könnten aus einem Bibel-Film stammen.
Die Pilger waren für mich das Interessanteste am Fest
Dieser Pilger hatte seine Erleuchtung
… und auch er ist mit sich und der Welt im Reinen
Die Weihnachtsmesse dauerte die ganze Nacht bis zum Sonnenaufgang
Tausende Pilger, die nicht in der Kirche Platz fanden, wohnten der Messe auf offenem Feld bei
Danakil Depression
Als nächstes besuchte ich die Danakil Depression, ein Gebiet im Norden Äthiopiens, das sich im Schnitt 125 Meter unter dem Meeresspiegel befindet.
Dort findet sich eine riesige Salzebene, sehr ähnlich zum Salar de Uyuni in Bolivien. Während es im Salar de Uyuni bitterkalt ist, herrschen hier am späten Nachmittag angenehme Temperaturen.
Am Ort mit der höchsten durchschnittlichen Temperatur auf unserem Planeten gewinnen diese Leute Salz. Das Salz wird in rechteckige Stücke gehauen, die anschliessend mit den Kamelen abtransportiert werden.
Die Salzplatten werden nach getaner Arbeit mittels Kamelkarawanen zur nächsten Strasse transportiert.
Die Danakil Depression ist ein Niemandsland an der Grenze zu Eritrea. Vor fünf Jahren hatten Terroristen eine Gruppe von Wissenschaftlern angegriffen und mehrere Leute getötet. Seither begleiten Äthiopische Soldaten die Besucher. Ich wollte diese Gegend aus Sicherheitsüberlegungen nicht besuchen. Nachdem ich mehrere begeistere Reisende getroffen hatte, änderte ich meine Meinung. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Unterwegs …
Ein freundlicher Wüstenbewohner
Erta Ale Vulkan
Der Erta Ale Vulkan ist einer der wenigen Vulkane mit einem ständig brodelnden Lavasee. Unsere Gruppe bestieg den Vulkan in der Nacht. Man liess uns bis wenige Meter an den Lavasee. Ich blieb aus Sicherheitsgründen nur wenige Minuten und brachte mich dann in Sicherheit.
Dallol
Dallol ist ein mehrere Hundert Meter grosses Gebiet in der Danakil Depression mit Schwefel-, Salz- und Eisenablagerungen, die für ein sehr eindrückliches Farbspektakel sorgen.
Die obigen Bilder zeigen, dass sich die Fahrt zur Danakil Depression gelohnt hat. Die Salzebene, der blubbernde Lavasee und die Farbenpracht von Dallol waren ausserordentlich eindrucksvoll.
Eine Äthiopische Schönheit
Tigray Gegend – Hawzien
Die Tigray Gegend im Abendlicht
… und im Morgenlicht. In diesen Bergen befinden sich einige der ältesten erhaltenen christlichen Kirchen. Sie wurden absichtlich schwer erreichbar gebaut, damit Feinde nicht zu ihnen gelangen konnten.
Abuna Yemata Guh Kirche
Diese Kirche kann nur über eine senkrechte Wand erreicht werden. Immerhin sind über die Jahrhunderte Fusstritte im Fels entstanden. Ich entschied mich für die sichere Variante und liess mich mit Seil und Klettergurt sichern. Um die Kirche zu erreichen, geht man über den einen Meter breiten Weg im Vordergrund des Bildes. Links fällt die Felswand senkrecht mehrere Hundert Meter ins Tal. Herzklopfen ist garantiert, denn auf diesem Weg ist man nicht mehr angeseilt.
Am Eingang der Kirche, wo ich im obigen Bild sitze
Im Innern der Kirche
Maryam Korkor Kirche
Die zweite Kirche konnte ich nach einer anstrengenden Wanderung ohne Klettern erreichen. Der Priester kommt, um die Kirche zu öffnen.
Der Priester sitzt im Eingang der Kirche
Und das ist die Aussicht von seinem Platz. Im Vordergrund sieht man den einen Meter breiten Felsabsatz, der den Weg zur Kirche bildet. Vorne fällt die Felswand wiederum senkrecht mehrere Hundert Meter ins Tal. Langsam gehen, nicht runter schauen und die Nervosität unter Kontrolle halten heisst die Devise.
Der Priester betet in seiner Kirche
Gondar
Debre Berhan Selassie Kirche
Diese Kirche befindet sich in der Stadt Gondar und ist bekannt für ihre Malereien.
Ein Priester ruht sich vor dem Beginn des Timkat Festivals aus. In seinen Händen hält er ein Kreuz der koptischen Kirche.
Fasiladas’ Bad
Ein mystischer und friedlicher Ort
Nach meiner Äthiopien-Reise flog ich weiter nach Kenia.