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Die Gewerkschaft Unia ist vom Genfer Arbeitsgericht wegen widerrechtlicher Entlassung eines Mitarbeiters zur Zahlung von 15'600 Franken verurteilt worden. Das Gericht war der Meinung, dass die Vorwürfe des Arbeitgebers nicht für eine Kündigung ausreichten.
Robert Assaël, der Anwalt des ehemaligen Unia-Mitarbeiters, bestätigte am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine entsprechende Meldung in der «Tribune de Genève». Sein Mandant hatte von seiner ehemaligen Arbeitgeberin eine Entschädigung von 200'000 Franken verlangt. Das Gericht sprach ihm lediglich 15'600 Franken oder zwei Monatslöhne zu.
Kollegen gemobbt
Der Gewerkschafts-Sekretär war entlassen worden, weil er seine Vorgesetzten kritisiert, Kollegen gemobbt und das Vertrauensverhältnis zerstört haben soll.
Das Geld sei zweitrangig gewesen, sagte Robert Assaël. Was zähle sei, dass das Arbeitsgericht anerkannt habe, dass die Kündigung ohne triftigen Grund ausgesprochen worden sei. Das Urteil erhöhe die Chancen seines Klienten, wieder eine Arbeitsstelle zu finden.
(sda/me)