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Im klassischen Gesundheitssystem gibt es für psychische Probleme grundsätzlich zwei Lösungen: die rein medizinische psychiatrische Richtung und die psychotherapeutische Richtung. Die letztere ist PsychiaterInnen und PsychologInnen vorbehalten. Der Begriff „Psychotherapeut/in“ ist geschützt.
Psychiatrie
Ein Psychiater (alt gr. iatros = Arzt und psyche = Seele) ist ein Arzt, der sich nach seinem Studium der Medizin im Fach der psychischen Krankheiten spezialisiert hat. Im Gegensatz zu einem Psychologen ist ein Arzt ausgebildet, um Körper zu untersuchen, Medikamente zu verschreiben, Einweisungen vorzunehmen und spezielle Verfahren anzuwenden. Seine Diagnose basiert auf der klinische Untersuchung (Gespräch, Symptome, Erscheinungsbild). Ein Psychologe wird öfter dazu psychologische Tests benützen. Es liegt in der Kompetenz eines Psychiaters, eine körperliche Ursache der psychischen Störung zu diagnostizieren. Ein Teil der psychiatrischen Patientenversorgung (vor allem medikamentös) durch Allgemeinärzte übernommen.
Die biologische Psychiatrie betrachtet psychische Krankheiten vor allem unter dem organischen Standpunkt. Das Gehirn als Organ wird durch verschiedene Neurotransmitters und Hormonen bestimmt. Mit Hilfe von “Psychopharmaka” (z.B. Antidepressiva, Antipsychotika, Schlafmittel,…), können gewisse psychische Probleme (z.B. Depressionen, Psychosen, Ängste, …) schnell behandelt werden. Dadurch können viele seelische Schmerzen oder auch eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik vermieden werden. Leider können diese Medikamente Nebenwirkungen haben und wirken nur solange sie eingenommen werden. Dazu reagieren gewisse Probleme nur schlecht auf Medikamente: z.B. Psychotraumata.
In den letzten Zeiten interessieren sich immer mehr Patienten für sanfte Alternativen zur Schulmedizin. Auch wenn manchmal die Validation durch wissenschaftliche Studien fehlt, berichten viele Menschen mit Ängsten, Depressionen oder Schlafstörungen über gute Resultate. Homöopathie, Akupunktur, energetische Medizin (EFT, Kinesiologie), Massagen sind einige Methoden unter vielen.
Neurofeedback, eine strikte wissenschaftliche Methode, lässt auch von sich reden als eine gute Alternative zu Ritalin bei ADS und ADHS Patienten.
Schliesslich soll man neuropsychologische Techniken erwähnen, wie EMDR (Eyes Movement Desensitization and Reprogramming) , EMI (Eyes Movement Integration) oder OEI (One Eye Integration), die Blockaden lösen, ohne dass man viel reden soll. Sie erwirken möglicherweise eine neue Kommunikation zwischen verschiedenen Teil des Gehirns, die zur Heilung führen.
Psychotherapie
Schon die alten Griechen hatten entdeckt, dass man durch die Wörter, die Sprache, einen Menschen heilen kann. Aber erst in der zweiten Hälfte des XIXten Jahrhundert wurde die Psychotherapie wirklich entwickelt. Hypnotiseure waren die ersten grossen Psychotherapeuten. Freud in Wien lernte auch Hypnose, die er anscheinend nicht so gern praktizierte, weil er dann seine eigene Methode entwickelte. Und dank ihm wurde die Psychotherapie wirklich salonfähig.
Heutzutage werden offiziell drei Hauptrichtungen in der Psychotherapie unterrichtet:
- Psychodynamische Richtung (z.B. die Psychoanalyse): im Mensch sind verschiedene Kräfte (alt.gr. dynamis = Kraft), die gegebenenfalls sich gegenseitig bekämpfen. Was unterbewusst ist, muss bewusst werden.
- Systemische Therapie: der Mensch ist Teil ein System (z.B. Familie), das als ganze betrachtet werden muss. Die Änderung des Systems durch gezielte verbale Inputs wird erzielt.
- Verhaltens- und kognitive Therapie: der Mensch zeigt Verhalten oder Glaubenssätze, die geändert werden können, ohne sich emotionell damit zu befassen. Therapie heisst neu lernen.
Es gäbe natürlich noch viele Wege zu beschreiben. Zwei Ansätze haben für meine Arbeit eine grosse Bedeutung:
- Hypnose und Imaginationstherapie (schliesst NLP ein)
- Psychotraumatherapie. Sie schliesst eine Reihe von Techniken und Ansätze, die zu sehr verschiedenen Bereich der Therapie gehören: psychodynamische Therapie, Verhaltens- und Kognitive Therapie, Hypnose, energetische Medizin, usw.
In den nächsten Seiten finden Sie eine Beschreibung einiger Methoden, die ich in meiner Praxis regelmässig anwende.