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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Slowenien sind ausgezeichnet. Sie sind geprägt durch enge menschliche und kulturelle Beziehungen, eine Reihe bilateraler Abkommen und eine gute Zusammenarbeit in multilateralen Organisationen. Als alpin geprägte Länder haben Slowenien und die Schweiz viele Gemeinsamkeiten und eine ähnliche Mentalität.
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die beiden Staaten haben zahlreiche Verträge abgeschlossen, darunter ein Investitionsschutz-, ein Doppelbesteuerungs- und ein Sozialversicherungsabkommen. 2008 wurde ein Abkommen über wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit unterzeichnet.
Da Slowenien und die Schweiz oft gleiche Standpunkte vertreten, bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Rahmen der multilateralen und humanitären Politik.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern sind grundsätzlich gut. Der Handel zwischen der Schweiz und Slowenien entwickelte sich seit dem Jahr 2000 positiv, jedoch teilweise unstetig. Die Schweiz exportiert primär Pharmazeutika, Maschinen und chemische Erzeugnisse nach Slowenien. Slowenien exportiert hauptsächlich Chemikalien und Pharmazeutika, Metalle und Maschinen in die Schweiz.
Die Schweiz ist nach Österreich und Luxemburg die drittwichtigste Investorin in Slowenien. Rund 40 Schweizer Unternehmen sind derzeit in Slowenien ansässig.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat seit 2011 33 Projekte von Schweizer Forschenden gefördert, die eine direkte Kooperationskomponente mit Slowenien enthielten. Seit Februar 2019 besteht ein Lead Agency Abkommen zwischen dem SNF und der Slowenischen Forschungsagentur (ARRS), wobei die Eingabefrist für Projekte bis am 1. Oktober 2019 läuft.
Forschende und Kulturschaffende aus Slowenien können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat seit 2011 33 Projekte von Schweizer Forschenden gefördert, die eine direkte Kooperationskomponente mit Slowenien enthielten. Seit Februar 2019 besteht ein Lead Agency Abkommen zwischen dem SNF und der Slowenischen Forschungsagentur (ARRS), wobei die Eingabefrist für Projekte bis am 1. Oktober 2019 läuft.
Schweizer Erweiterungsbeitrag
Als Mitglied der Europäischen Union (EU) gehört Slowenien zu den Empfängerstaaten des Schweizer Beitrags für die Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU. Der Beitrag für Slowenien beläuft sich auf 22 Millionen CHF. Grundlage ist das slowenisch-schweizerische Rahmenabkommen vom 20. Dezember 2007. Es präzisiert die thematischen Prioritäten und regelt die Verfahren. Die Durchführung der Projekte ist auf operativer Ebene abgeschlossen.
Die Abwicklung des Programms in Slowenien wird von der Schweizer Botschaft in Ljubljana begleitet. Für die Genehmigung der Projekte sind das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Bern zuständig.
Kulturaustausch
Der kulturelle Austausch gestaltet sich rege. Musiker, Schriftsteller und bildende Künstler aus Slowenien und der Schweiz bestreiten regelmässig Veranstaltungen im jeweiligen Gastland.
Schweizerinnen und Schweizer in Slowenien
Laut der Auslandschweizerstatistik waren Ende 2018 454
Schweizerinnen und Schweizer in Slowenien gemeldet.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz und Slowenien haben im Januar 1992 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Seit diesem Jahr ist Slowenien in Bern mit einer Botschaft vertreten. 2001 wurde die Schweizer Botschaft in der Hauptstadt Ljubljana eröffnet.
Während der Übergangsphase der 90er-Jahre unterstützte die Schweiz ein Projekt zur Modernisierung der slowenischen Verwaltung, das zur Gründung einer Akademie für die Ausbildung von Verwaltungsfachleuten führte.