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|Der letzte LSE-Triebwagen mit Senkfenstern
Mit dem Totalumbau von der StEB zur LSE wurden 1964 fünf neue Pendelzüge beschafft. Diese Züge beinhalteten je einen baugleichen Triebwagen wie den BDeh 4/4 5. Der Verein zb Historic will einen Pendelzug, im Look des letzten (roten) Betriebs-zustandes der LSE für historische Fahrten aufbereiten und erhalten. Der Triebwagen ist als Projektteil 2 anzusehen.
Die Luzern-Stans-Engelberg Bahn beschaffte 1964 die ersten fünf Gepäcktriebwagen bei der SLM. Die Triebfahrzeuge wurden auf Rollschemeln bis Luzern geliefert. 1970 wurde die Fahrzeugflotte mit den zwei Triebwagen Nr. 6 und Nr. 7 ergänzt. Sie sind im Wesentlichen baugleich mit einigen Modifikationen im Bereich der Elektronik und Steuerung. 1964 kostete dieses Fahrzeug 919'868.40 Franken. Die Triebwagen der LSE sind eine Sonderanfertigung. Auf der Adhäsions-strecke leisteten die Fahrzeuge maximal 75 Km/h, in der Zahnstange bei 246 Promille Steigung immerhin 17,5 Km/h.
Der Triebwagen hat einen geschweissten Stahl-Wagenkasten und ist mit zwei gleichen Triebdrehgestellen ausgestattet. Der Kasten war ursprünglich mit einem 40-plätzigen 2.Klasse Raucherabteil ausgestattet. Die Raucherabteile wurden gegen Ende der LSE Ära aus den Zügen verbannt. Mit dem Fahrplanwechsel 2005 wurde das Rauchen in Zügen in der ganzen Schweiz verboten.
Der Triebwagen mit der Nummer 5 ist wohl das auffälligste Triebfahrzeug bei der LSE. Seit dem 19. September 2004 verkehrte das Fahrzeug in blauer Farbe als erste Werbelok der LSE für die Gesundheitskasse der Schweiz. Speziell ist auch das LSE-Logo, welches unter dem Führerstandfenster Seite Luzern angebracht wurde. Hier handelt es sich um das Logo, das für die Jubiläumsfeierlichkeiten 1998 gestaltet wurde. Bislang wurde noch kein anderes Fahrzeug so beschriftet. Und dies wird wohl auch der Letzte seiner Art sein, denn ab 1.1.2005 wurden alle Fahrzeuge der LSE neu nummeriert und mit dem Zentralbahn-Logo gezeichnet.

Da alle LSE Fahrzeuge mit dem CD/CI der Zentralbahn beschriftet wurden, im aktuellen Fall vor ca. 6 Jahren neu lackiert, ist eine Neulackierung in engelbergrot unumgänglich. Der Triebwagen soll in Funktion und Erscheinungsbild wieder dem letzten Betriebszustand der LSE, vor der Verwendung als Werbelok, entsprechen.
Priorität hat hier eindeutig der Wieder-erkennungswert als LSE-Triebwagen vor der Fusion zur zb und die betriebliche Sicherheit. So blieben alle relevante Teile wie eben der Schienenräumer und die eckigen Lampen erhalten. Gemäss SBB-Historic ist die Erhaltung im letzten Betriebszustand legitim.
Der schlechte Zustand der unteren Farbschichten erlaubt kein "einfaches anschleifen und überlackieren". Das untenstehende Bild zeigt die acht Farbschichten welche am vergangenen Wochenende zum Vorschein kamen...
Lackieren bei den Jungfraubahnen BOB
Der BDeh 4/4 5 wird mit eigener Kraft nach Interlaken fahren (mit Ausnahme der Brünigsüdseite). Dann in Schleppfahrt nach Zweilütschinen überführt.
In den Werkstätten der BOB werden weitere Teile demontiert und die Lackierung vorbereitet.

Im Rahmen des Masterplanes der zb Historic steht der BDeh 4/4 5 noch nicht auf dem Programm. Doch ist der "Verkauf" des Pendelzuges für Extrazüge wesentlich interessanter mit dem Passenden Triebfahrzeug. Dieses Fahrzeug stellt nach der Aufarbeitung den zweiten Teil eines drei- bis vierteiligen Pendelzuges wahlweise mit Postwagen, der LSE dar, welcher historisch hergerichtet werden soll.
Unterstützung jeglicher Art
Als Interessengemeinschaft Luzern-Stans-Engelberg Bahn arbeiten wir eng mit dem Verein zbHistoric zbH, der Zentralbahn zb, der Ballenberg Dampf Bahn BDB und den Werkstätten der Jungfraubahnen BOB zusammen. Projekte mit Fahrzeugen die dereinst wieder als historische Züge fahren sollen werden durch die zbH abgewickelt. Die IG LSE stellt die Arbeitsgruppe Engelberg und leistet hier einen grossen Beitrag.
Um dieses und andere Projekte voran zu bringen werden immer wieder finanzielle Mittel benötigt. Wer das Projekt unterstützen möchte, hat die Möglichkeit Mitglieder der IG LSE direkt anzusprechen, oder unser Konto mit einer Einzahlung zu stärken.

Das Fahrzeug wird anschliessend in den LSE-Farben neu lackiert.
Original Beschriftung
Als Partner der IG LSE wird erneut die PaintStyling AG in Dallenwil mit der Beschriftung beauftragt. Vorgängig erstellte die Firma Bösch Siebdruck in Stans kontrastreiche Abzüge der Originalsiebe. Die Siebe sind Bestandteil der Sammlung der IG LSE und dienten anno dazumal zum Beschriften aller Fahrzeuge der Luzern-Stans-Engelberg Bahn.
Doch bereits in den 70er-Jahren begannen Bahngesellschaften mit der Beschriftung mit Klebefolien. Nachdem die Reprofähigen Abzüge entstanden waren mussten diese gescannt (Copycenter La Palma, Stansstad) und vektorisiert werden. Nun liegen die Schriftelemente in digitaler Form vor. Die Schriftenmalerin erstellte dann die notwendigen Plott-Daten.

Unterstützung mit Manpower und Material
Eine Sammlung dieser Art ist nie komplett. Wenn Sie nun auch Etwas der Sammlung beizufügen haben, melden Sie sich beim Kurator der IG LSE unter 079 429 11 50 (Beat Wuhrmann) und wir finden Wege und Lösungen Gegenstände, Fotos, Negative, Filme, Dokumente und andere Artefakte in die sammlung zu bringen. Sei dies als Dauerleihgabe, Schenkung oder als Kaufangebot.
Natürlich suchen wir neben der materiellen und finanziellen Unterstützung immer Helferinnen und Helfer für die Aufarbeitung der Fahrzeuge (LSE), den Erhalt und Archivierung der Sammlung und als Crew an unseren Events.
Die Aufarbeitung des BDeh 4/4 5 in den Medien
An dieser Stelle werden künftig Medienberichte der Projektarbeit BDeh 4/4 5 zur Verfügung gestellt.
Auf facebook begleitet üsi Bahn auch die LSE-Projekte.