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Was genau ist Pilates? Dient es nur einer schönen Figur oder auch der Burnout-Prävention?
Pilates wird meist als Figur formendes Ganzkörpertraining beschrieben. Das verführt dazu, es in den Wellnessbereich als trendige Fitnessaktivität einzuordnen. Dabei geht es um konzentrierte Körperarbeit.
Muskelketten statt einzelner Muskeln
Bei Pilates werden ganze Muskelketten statt einzelner, isolierter Muskeln angesprochen. Kraft verbindet sich mit Beweglichkeit, wenn beim Training Muskeln gestreckt und dabei die Körpermitte sowie die gesamte Körpersilhouette gestraffe wird.
Welche Vorteile bietet Pilates?
Durch Pilates wird eine starke und tragende Körpermitte, incl. Becken, Wirbelsäule und Schultern gefördert. Gleiches gilt für die Gelenke Ebenso werden die Muskeln aufgebaut in Bezug auf die Länge und den Tonus, was auch Gelenke mobiler und stabiler macht.
Dadurch wird die Haltung verbessert und die Wirbelsäule beweglicher, Rücken- und Schulterschmerzen verbessern sich bzw. verschwinden. Damit stärkt Pilates unseren das Haltegerüst unseres Körpers und gilt als gutes Komplementärtraining für andere Sportarten.
Von Contrology zu Pilates
Pilates ist nach seinem Begründer Joseph Hubert Pilates benannt, der 18853 im deutschen Mönchengladbach geboren wurde. Er entwickelte das Konzept eines ganzheitlichen Körpertrainings, das eine gute Haltung und Konstitution fördern sollte.
Er begann Geräte zu entwickeln, mit denen trainiert werden sollte. Nach seiner Auswandern nach New York eröffnete er ein Trainingsstudio in einem Gebäude, indem auch ein Ballett-Studio untergebracht war, wodurch sich auch die Nähe zum Tanz erklären könnte. Zugleich begannen dort viele Tänzerinnen die Pilates-Methode anzuwenden.
So wurde die einst für Männer entwickelte Trainingsmethode nun von beiden Geschlechtern genutzt. In den 90er Jahren wurde Pilates auch in Europa zu einem Fitness-Trend.
Fitness mit Methode
Durch das Erfassen aller Muskelgruppen, auch kleiner und tiefer liegender wird von einem ganzheitlichen Körpertraining gesprochen. Dem Gründer Joseph Pilates waren dabei fünf Grundideen der Methode wichtig, die heute oft als Prinzipien bezeichnet werden:
Zentrierung
Wichtig war ihm die Zentrierung, womit die Stärkung der Körperrumpfmuskulatur,, der Körpermitte gemeint ist. Heute wird sie auch als Powerhouse-Muskulatur bezeichnet, dessen Training Rückenschmerzen vermeiden soll.
Konzentration
Beim Pilates soll sich die volle Konzentration auf den Körper richten. Jede Bewegung soll mental kontrolliert werden. Dadurch sollen Körper und Geist harmoniert werden.
Kontrolle
Auf der konzentrierten Haltung basiert die Idee, dass die Übungen kontrolliert ausgeführt werden.
Fliessende Bewegungen
Die Übungen sollen als fliessende Bewegungen ausgeführt werden.
Atmung
Bewusstes Atmen spielt bei Pilates ebenso eine wichtige Rolle um Verspannungen entgegenzuwirken und die Übungen zu vervollständigen und effektiver zu machen.
Dient Pilates der Burnout-Prävention? Was denken Sie?