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Die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg verhalfen der Gemeinde Wittnau zuerst nicht sofort zum erhofften Aufschwung. Vom Kriegsende an bis 1970 blieb die Einwohnerzahl fast unverändert bei rund 750 Personen. Noch bevor ein Aufwärtstrend effektiv eintraf, machte man sich Mitte der 1960er-Jahre aber bereits riesige Hoffnungen, was die Entwicklung der Gemeinde betraf. Genährt wurden diese überschwängliche Euphorie durch den geplanten Autobahnbau und die Ansiedlung grosser Chemie-Firmen in Stein, Sisseln und Kaisten.
1966, bei den Vorarbeiten für den Wittnauer Zonenplan berechnete man die künftige Einwohnerzahl bei vollem Ausbau der Etappen 1 und 2 mit grosszügigen 1'900 bis 2'000 Einwohnern.
Grosse Gemeinden brauchen entsprechende Strassen. Darum gab die Gemeinde einem Planungsbüro den Auftrag, eine Umfahrungsstrasse zu projektieren. Der Plan von ca. 1970 liegt heute im Staatsarchiv. Das Projekt sah vor, von der Abzweigung an der Wölflinswilerstrasse her eine 7 m breite Landstrasse zu bauen, die durch die Eichmatt führt, nahe am Gisletenhof vorbei, durch den Leiber und dann über der Sagi-Grube Richtung Ei und Kienberg.
Von Seiten des Kantons wurde das Umfahrungsprojekt sehr kritisch betrachtet. Als bessere Alternative wurde der Innerortsausbau der Hauptstrasse angesehen. 1975 wurde das Projekt "Landstrasse Tt - Südliche Umfahrung Wittnau" endgültig versenkt.