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Die singapurische Regierungspartei hat bei der Parlamentswahl am Samstag nach ersten Hochrechnungen die überwältigende Mehrheit gewonnen. Doch den Angaben zufolge konnte auch die Opposition historische Gewinne verzeichnen.
Den Hochrechnungen von Sonntagmorgen (Ortszeit) zufolge gewann die regierende Aktionspartei des Volkes (PAP) von Ministerpräsident Lee Hsien Loong mindestens 81 der 87 Sitze im Parlament, die oppositionelle Arbeiterpartei sechs.
Seit der Unabhängigkeit des südostasiatischen Stadtstaats 1965 hatte die Opposition nie mehr als vier Abgeordnete im Parlament. Die Regierungspartei hatte zuvor 82 der 84 Mandate inne. Bei der Wahl traten sechs Oppositionsparteien an.
Während der Wahlkampagne versuchte die Opposition, den Unmut der Bürger über steigende Immobilienpreise und einen Zustrom von ausländischen Arbeitern für sich zu nutzen. Die PAP verwies im Wahlkampf auf Singapurs starkes Wirtschaftswachstum und eine effiziente, korruptionsfreie Bürokratie während der vergangenen 50 Jahre mit ihr an der Macht.
Rund 2,5 Millionen Singapurer waren zur Wahl aufgerufen, bei der sich die Rekordzahl von 82 Oppositionspolitikern um die insgesamt 87 Sitze bewarb. In Singapur leben etwa fünf Millionen Menschen, von denen rund eine Million Ausländer sind.
SDA-ATS