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Taschenführer der Baummikrohabitate. Beschreibung und Schwellenwerte für Feldaufnahmen
Bütler, R.; Lachat, T.; Krumm, F.; Kraus, D.; Larrieu, L., 2020: Taschenführer der Baummikrohabitate. Beschreibung und Schwellenwerte für Feldaufnahmen. 59 p.
Diese Publikation ist auch auf Französisch erschienen.
Ein Habitatbaum ist ein Baum, der mindestens ein Baummikrohabitat trägt. Baummikrohabitate sind klar abgegrenzte Habitatstrukturen, die von teilweise hochspezialisierten Arten oder Artengemeinschaften während zumindest eines Teils ihres Lebenszyklus genutzt werden. Sie sind wichtige Zufluchts-, Brut-, Überwinterungs- oder Nahrungsstätten für Tausende von Arten. Baummikrohabitate können durch unterschiedliche biotische oder abiotische Ereignisse entstehen: Zum Beispiel kann ein Steinschlag eine Stammverletzung verursachen, ein Blitz kann einen Riss erzeugen oder ein Specht meisselt eine Höhle. Für einige Baummikrohabitate wie beispielsweise ein Nest oder Epiphytenbewuchs dient der Baum nur als Stütze. Als Baummikrohabitate gelten nur Habitatstrukturen, für die ein direkter Zusammenhang mit assoziierten Arten bekannt ist.
Um die Biodiversität und damit die Resilienz eines Waldbestandes zu stärken, ist es sinnvoll, Baummikrohabitate zu erkennen und sie bei Waldeingriffen zu erhalten und zu fördern.
Dieser Taschenführer beschreibt die 47 Typen von Baummikrohabitaten, die in 15 Gruppen und 7 Formen unterteilt sind. Er enthält auch empfohlene Schwellenwerte für Aufnahmen oder Inventare sowie Informationen über Häufigkeit und Entstehungsgeschwindigkeit jedes Baummikrohabitats.
Der Taschenführer ist eine Beilage zu folgendem Merkblatt für die Praxis: