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Heilung und ihre Grenzen
Wir sprechen von Heilung, wenn die Ursache der Krankheit, also die Störung der Lebenskraft, behoben ist. Im Akutfall verläuft die Heilung in der Regel schnell, chronische Erkrankungen erfordern Zeit und Geduld und brauchen eventuell mehrere Arzneimittel bis zur vollständigen Genesung.
Der Verlauf des Heilungsprozesses verläuft nach den Heringschen Heilungsregeln:
- von innen nach aussen und von wichtigen zu weniger wichtigen Organen
Zuerst gibt es eine psychische Besserung, dann werden lebenswichtige Organe (Herz, Lunge, Niere, etc.) und zuletzt die übrigen Körperteile (Gelenke, Haut, etc.) geheilt.
- von oben nach unten
- in umgekehrter Reihenfolge
Es verschwinden diejenigen Symptome zuerst, welche zuletzt aufgetreten sind.
Die Homöopathie stösst an ihre Grenzen:
- wenn chirurgische Massnahmen erforderlich sind
- bei Organen, die seit mehreren Jahren nicht mehr funktionsfähig sind
- bei schweren Krankheiten im unheilbaren Stadium
- wenn das hilfreiche homöopathische Mittel nicht gefunden werden kann
Aber selbst dort, wo nicht mehr geheilt werden kann, spielt die Homöopathie eine bedeutende Rolle. Sie kann Beschwerden und Schmerzen erheblich lindern und auch im Endstadium von Krankheiten palliativ zu Schmerzlinderung verhelfen und allgemein zur Verbesserung von Lebensqualität und Wohlbefinden beitragen.