Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03587.jsonl.gz/3203

Während Prof. Vinzenz Accola nach wie vor unter den umgestürzten Bäumen zwischen Tod und Leben schwebt, erinnert er sich (in Teil1 bis 4) an die Begegnung mit Nora, an seine Studis, wie er sie nennt, und an die Ereignisse, die er in seiner Vorlesung über den Turgoteffekt erlebt hat.
Nora hat mitten in Prof Accolas Vorlesung den Hörsaal fluchtartig verlassen, einen konsternierten Prof Vinz zurücklassend.
Sturm Kyrill entwickelt die Idee, dass die dem Menschen innewohnende “Funktionslust”, ihre Freude am Gelingen, der Motor aller menschlichen Übertreibungen ist. Die Idee basiert auf einem berühmten Experiment mit Rhesusaffen, die eine solche Freude am (komplizierten) Öffnen des Schlosses zu einem Kasten mit einem darin befindlichen Köder fanden, dass sie, als es ihnen gelungen war, nur noch Schlösser öffnen wollten und am Köder kein Interesse mehr zeigten.
Durch Zufall treffen Vinzenz und Nora nach einiger Zeit wieder aufeinander. Sie verabreden sich bei ihm zu Hause in seinem Chalet. Daraus entsteht eine überaus heftige Liebesbeziehung.
In seiner Vorlesung, an der jetzt auch wieder Nora teilnimmt, ist Prof Vinz zwischenzeitlich bei der fatalen Wirkung der Effizienz angekommen: Die Effizienz wird zur gnadenlosen Vollstreckerin der Konkurrenz, sobald sie vor allem unter Ausnutzung internationaler Produktions- und Handelsbeziehungen ohne Ende weitergetrieben wird. Am Beispiel eines mit Wasser gefüllten Schwamms demonstriert Prof Vinz anschaulich, worum es ihm geht.
Mike bringt voller Zorn über das Gehörte eine Gegenrede zu Papier, in dem er die Meinung vertritt, dass es allein schon aufgrund der Theorie der “Komparativen Kostenvorteile”, wie sie von Adam Smith und David Ricardo propagiert wurde, gerechtfertigt sei, jeden Preisvorteil, der sich im internationalen Handel bietet, für sich zu nutzen. Gleichgültig, ob es sich um ganze Unternehmen oder um einzelne Individuen handelt. Immer bringe es beiden Seiten Vorteile, so die Theorie, die sich in der Praxis längst bestätigt habe.
Mit der Fortsetzung dieses Papiers geht es in Teil 9 weiter! In der Pianokneipe entbrennt darüber bei den Freunden eine heftige Diskussion.