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Nach dem Flugzeugabsturz in Kolumbien hat die bolivianische Regierung der Fluggesellschaft LaMia die volle Verantwortung für das Unglück mit 71 Todesopfern zugewiesen. Dies erklärte der Minister für öffentliche Dienste, Milton Claros, am Dienstag.
Die Beweise seien schlüssig. «Die direkte Verantwortung für dieses Ereignis liegt beim Piloten und bei der Fluggesellschaft». LaMia ist in Bolivien ansässig.
Nach dem Flugzeugabsturz hatte die bolivianische Regierung dafür gesorgt, dass dem Unternehmen die Fluglizenz vorläufig entzogen wurde. Der Unternehmenschef wurde festgenommen ebenso wie sein Sohn, der bei der Flugaufsichtsbehörde arbeitete.
Eine LaMia-Chartermaschine vom Typ British Aerospace 146 war Ende November in den Bergen im Nordwesten Kolumbiens abgestürzt. An Bord war fast die gesamte Mannschaft des brasilianischen Fussball-Erstligisten Chapecoense.
Sportler waren auf dem Weg zum Hinspiel des Finales um den Südamerika-Cup gegen den kolumbianischen Rivalen Atlético Nacional. Nur sechs Menschen überlebten das Unglück, darunter drei brasilianische Fussballspieler.
Dem Flugzeug war der Treibstoff ausgegangen, wie der Pilot kurz vor dem Absturz in einem Funkspruch mitteilte. Offenbar hatte das Flugzeug einen eigentlich vorgesehenen Zwischenstopp zum Auftanken ausgelassen. (gin/sda/afp)