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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich für eine Entspannung im Verhältnis mit Russland ausgesprochen. "Wir müssen uns um ein brauchbares Verhältnis zu Russland bemühen. Das ist nicht sexy, aber das muss sein.
Wir können so nicht weitermachen", sagte er am Donnerstag in Passau. Man müsse nicht in vollkommenes Einvernehmen gelangen, aber wieder eine vernünftige Gesprächsbasis etablieren.
Er kritisierte, dass US-Präsident Barack Obama Russland als "Regionalmacht" abqualifiziert habe. "Man muss Russland anständig behandeln", erklärte der Luxemburger. "Wir können uns unser Verhältnis zu Russland nicht von Washington diktieren lassen. Das geht nicht."
Von Russland selbst forderte der EU-Kommissionschef, sich "massiv" zu bewegen. "Wie sie in Sachen Krim vorgegangen sind und in Sachen Ostukraine, das geht so nicht", sagte er.
Russland hatte die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel im März 2014 annektiert. Im bewaffneten Konflikt zwischen prorussischen Separatisten und der Armee in der Ostukraine wurden mehr als 8000 Menschen getötet. Kiew und der Westen werfen Moskau vor, die Separatisten zu unterstützen, was der Kreml zurückweist.