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Genf und Türkei, um 1700
Jean-Pierre Huaud (1655–1723), «Huaud le puisné fecit» (Gehäuse)
Werk mit Spindelgang, Aufzug mit Darmsaite auf Schnecke, vergoldete Platinen; Stundenzeiger
Inv. 1982.1023.
Diese Uhr ist ein bemerkenswertes Zeugnis der Beziehungen zwischen Genf und der Türkei um 1700. Das Gehäuse aus Genfer Goldemail zeigt auf der Rückseite eine Miniatur des Gemäldes «Caritas Romana» von Simon Vouet, einem bevorzugten Bildthema der Huauds. Im Innern befindet sich ein Landschaftsbild mit Wanderer und an den Gehäuseseiten Landschaftsmedaillons nach Gabriel Perelle (1604–1677). Das goldene Zifferblatt weist alttürkische Ziffern auf. Das Werk ist auf der rückwärtigen Platine mit drei fein gravierten Zweig- ornamenten verziert und trägt die türkische Signatur «Waslak». Die rückwärtige Platine und der Unruhkloben sind so geformt, dass sie die «Hand der Fatima» bilden, ein orientalisches Amulett zur Abwehr des Böse.