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Komplexe Systeme in handliche Häppchen unterteilen und isoliert untersuchen: Was vielerorts üblich ist, ergibt leider wenig Sinn. Es erinnert an einen Arzt, der einem Patienten mit zittrigen Händen nur auf die Hände schaut und dabei das Nervensystem ausser acht lässt.
Fakt ist: Unser Gehirn kann nicht mehr als vier bis fünf Systemkomponenten gleichzeitig verarbeiten. Und das auch nur bei einfachen Zusammenhängen. Sonst sieht man vor lauter Bäumen den sprichwörtlichen Wald nicht mehr.
Um dieses Problem zu lösen, wurden unter dem Begriff "Systemdenken" diverse, miteinander verwandte Werkzeuge entwickelt, dank denen sich komplexe Systeme als Ganzes erfassen und darstellen lassen. Dabei erkennt man das Wirkungsgefüge von Systemen, ohne den Überblick zu verlieren:
- Wirkungsketten
- Ursache-Wirkung-Diagramme
- Wirkungsmatrizen
- Verstärkende und dämpfende Kreisläufe
- etc.
Soll nicht nur das statische Wirkungsgefüge, sondern die dynamische Veränderung eines Systems betrachtet werden, muss System in einem "System Dynamics Modell" abgebildet werden. Dies ist ist allerdings nicht in jedem Fall nötig.
System Dynamics: von der Simulation zur Disziplin.
Entwickelt wurde System Dynamics bereits in den 60er Jahren durch Jay W. Forrester an der Sloan School of Management des MIT. Ursprünglich simulierte man dabei komplexe ökonomische, soziale, ökologische oder politische Systeme mit Methoden, wie sie bis anhin vor allem zur Simulation von technisch- physikalischen Systemen verwendet wurden. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine eigenständige Disziplin, die den besonderen Anforderungen der erwähnten Themen Rechnung trägt.
So mächtig wie die Methode am Anfang auch war, beschränkte sie sich lange Zeit bloss auf wissenschaftliche Anwendungen und Fragestellungen. Es fehlten schlichtweg leistungsfähige Computer.
Zum ersten Mal angewendet wurde System Dynamics im World3-Model, geschaffen unter der Leitung von Dennis L. Meadows im Auftrag des Club of Rome. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse führten zur viel beachteten Publikation "Grenzen des Wachstums – Berichte des Club of Rome zur Lage der Menschheit".
Dass diese Erkenntnisse heute teilweise nicht mehr aktuell sind, liegt nicht an der Methode selbst. Sondern an den Annahmen, auf die sich die Simulation stützte.
Zwei Entwicklungen, 1000 Möglichkeiten
Dass die Anwendung von System Dynamics für breite Kreise möglich wurde, basiert auf zwei Entwicklungen der letzten Jahre:
1) Heutige Personal Computer übertreffen mit ihren Rechenleistungen bei weitem die Kapazitäten von Supercomputern, die vor 20 Jahren die Schnellsten waren.
2) Parallel zur Leistung der Rechner stieg auch die Benutzerfreundlichkeit der Software. Einfachere Modelle lassen sich heute innerhalb weniger Stunden erstellen. Sie erlauben es, blitzschnell verschiedene Szenarien durchzuspielen und zeitliche Entwicklungen zu analysieren. Noch vor 15 Jahren musste für jedes Modell ein eigenes Programm, meist in Fortran, entwickelt werden.
Unser Werkzeug: Bewährt und umfassend.
Mit dem Consideo Modeler lassen sich komplexe Situationen abbilden und in eine menschengerechte Form bringen.
Die Software hilft beim:
- Visualisieren von Einflussketten und -kreisläufen
- Quantifizieren von Einflüssen entsprechend ihrer Stärke
- Simulieren von Auswirkung von Entscheiden in ihrer ganzen Tragweite, bevor grosse Kosten entstehen.
- Testen verschiedener Szenarien gegeneinander
- schnellen Darstellen von Parameter-Veränderungen
- Steigern der Effizienz von Meetings.
Mit dem Consideo Process Modeler lassen sich zusätzlich Prozesse abbilden (siehe "Process Engineering").
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