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Spannung besonders in Rom: In weiten Teilen Italiens haben die Bürgermeisterwahlen begonnen, die als wichtiger Stimmungstest für die Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi gewertet werden.
In Rom, der wegen ihrer zahlreichen Probleme als «unregierbar» geltenden Hauptstadt, könnte nach Umfragen die Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) des europakritischen Kabarettisten Beppe Grillo das Rennen machen. Spitzenkandidatin der Partei ist die Rechtsanwältin Virginia Raggi (37).
Stichwahl wird wahrscheinlich
Das M5S war 2009 als Protestinitiative gegründet worden und hatte bei der Parlamentswahl 2013 auf Anhieb 25,6 Prozent der Stimmen geholt. Jedoch gilt es als unwahrscheinlich, dass Raggi bereits im ersten Wahlgang die 50-Prozent-Marke knackt.
Beobachter rechnen damit, dass sie am 19. Juni entweder gegen Renzis Kandidaten Roberto Giachetti (55) oder gegen die Parteivorsitzende der postfaschistischen «Fratelli d'Italia», Giorgia Meloni (39), in die Stichwahl gehen muss.
Zeit zur Wahl noch bis 23 Uhr
Gewählt wird in mehr als 1300 Gemeinden sowie in Metropolen wie Mailand, Neapel und Turin. In der piemontesischen Metropole könnte das M5S ebenfalls in eine Stichwahl einziehen.
Zwar gilt Turins derzeitiger Bürgermeister Piero Fassino von Renzis PD als Favorit, jedoch werden auch Grillos Kandidatin, der erst 31-jährigen Unternehmerin Chiara Appendino an, Chancen eingeräumt. In Mailand gilt hingegen ein Sieg von Renzis Partei als wahrscheinlich. Die Wahllokale schliessen um 23 Uhr.