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Am Montag geht es los mit der Ski-Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo. Wir beantworten vor dem Saison-Highlight die wichtigsten Fragen.
Die Skiweltmeisterschaft findet im italienischen Cortina d'Ampezzo in der Region Venetien statt. Die Ortschaft ist zum vierten Mal (1932, 1941 und 1956) Gastgeber von alpinen Ski-Weltmeisterschaften.
Die WM geht am Montag los. Ab diesem Zeitpunkt gibt es fast täglich ein Skirennen zu bestaunen.
Die Ski-WM in Cortina d'Ampezzo findet auf fünf Pisten statt. Vier davon enden im gleichen Zielraum, nur die beiden Slaloms finden an einem anderen Hang statt.
Die «Olimpia delle Tofane» mit dem weltberühmten Tofanaschuss, der steilsten Stelle im Skiweltcup der Frauen, ist seit 28 Jahren Austragungsort von Weltcup-Rennen. Die Strecke ist 2'560 Meter lang und an der steilsten Stelle beträgt das Gefälle 65 Prozent.
Die Herren weihen an der WM eine neue Strecke ein. Bislang fuhren sie an Weltmeisterschaften auch auf der «Olimpia delle Tofane», nun dürfen sie auf der neu gebauten Piste «Vertigine» ran. Die Piste ist 2'740 Meter lang und an der steilsten Stelle beträgt das Gefälle 61 Prozent.
Der Riesenslalom wird auf der «Labirinti» ausgetragen. Die Piste startet zwischen den beiden Abfahrtsstrecken und geht kurz nach dem Start in die «Olimpia delle Tofane» über. Die Strecke ist 1'320 Meter lang und an der steilsten Stelle beträgt das Gefälle 55 Prozent.
Der untere Teil der beiden Abfahrtsstrecken heisst «Rumerlo». Dort werden für die Skiweltmeisterschaft neben den beiden Parallel-Riesenslaloms und dem Teamwettkampf auch die beiden Slaloms der Alpinen Kombinationen ausgetragen.
Etwas Abseits der Abfahrtsstrecken findet sich der steile Hang «Druscié A». Dort werden auf einer Streckenlänge von 550 Metern die beiden Slaloms ausgetragen. Die steilste Stelle hat ein Gefälle von 60 Prozent.
Keine Fans, keine Party. Wie alle bisherigen Weltcup-Rennen des Winters ausser den zwei Damen-Slaloms in Levi geht die WM in Cortina ohne Zuschauer über die Bühne. Der Ski-Fan muss mit dem TV vorliebnehmen.
Am Abend gibt es jeweils die Magazinsendung «Skichäller» zu sehen, wo Jann Billeter gemeinsam mit «ehemaligen oder aktuellen Grössen aus dem Skirennsport» die Highlights des Tages der Skiweltmeisterschaft in Italien bespricht.
Damit die WM während der Pandemie stattfinden kann, gelten für die Anwesenden vor Ort strenge Auflagen. Alle drei Tage müssen sich sämtliche Anwesenden während der WM einem Corona-Test unterziehen, dazu zweimal vor der Anreise sowie bei der Ankunft. Athleten, Funktionäre, Helfer und Journalisten sind ausserdem wie im Weltcup in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Begegnungen der Gruppen sollen sich auf ein Minimum beschränken.
In Cortina selbst sind alle Läden geschlossen und kaum Touristen vor Ort. Auch die Bergbahnen sind eigentlich zu. Sie öffnen nur für die Athletinnen und Athleten an der WM ihre Tore.
Während Italien die Massnahmen ab kommendem Montag etwas lockert, stuft die Schweiz die Region Venetien nach wie vor als Risikogebiet ein. Aber auch dort entspannt sich die Lage etwas, wenn auch langsam. Aktuell liegt der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen bei 42 Fällen pro 100'000 Einwohner. In der Schweiz liegt der gleiche Wert bei 19 Fällen pro 100'000 Einwohner. Von den Provinzen innerhalb Venetiens ist Belluno, wo sich Cortina befindet, aber am zweitschwächsten betroffen.
Das lässt sich noch nicht genau beantworten, da erst das Aufgebot der Damen bekannt ist. Das sieht wie folgt aus:
Bei den Männern stehen am Freitag und Samstag noch Weltcup-Rennen auf dem Programm. Der Speed-Tross macht in Garmisch-Partenkirchen halt, wo eine Abfahrt (Freitag, 11.30 Uhr) und ein Super-G (Samstag, 11.30 Uhr) auf dem Programm stehen. Swiss-Ski wird erst nach diesen Rennen das Aufgebot der Herren bekannt geben.
Die stehen gut. Die Schweiz hat praktisch in allen Rennen Fahrerinnen und Fahrer, die für das Podest infrage kommen. Walter Reusser, Alpin-Direktor beim Schweizer Skiverband, sagt: «Ich bin in jedem Rennen nervös, weil ich weiss, dass etwas drin liegt für uns.» An der letzten WM 2019 in Aare holten die Schweizer vier Medaillen (Wendy Holdener Gold in der Kombination, Corinne Suter Silber in der Abfahrt und Bronze im Super-G sowie Gold im Team-Wettkampf).
Eine Analyse über die Medaillenchancen der Schweizer Fahrerinnen und Fahrer in den einzelnen Disziplinen folgt noch.
Mehr als 600 Athleten aus 70 Ländern werden sich in der WM-Bubble tummeln. Auch für sie gelten die gängigen Abstandsregeln und Kontaktverbote. Shopping am «Corso Italia», der berühmten Einkaufsstrasse von Cortina, ist auch ohne Massenauflauf nicht möglich. Die Geschäfte bleiben geschlossen.
Mit Material der Nachrichtenagentur keystone-sda.