Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03114.jsonl.gz/1848

ein Mal (Zeichen), welches das Andenken an gewisse Personen oder bestimmte Begebenheiten in dauernder Weise
erhalten soll; also ganz allgemein jedes Erinnerungszeichen vom einfachen Erdhaufen oder Stein bis zum vollendeten Kunstwerk.
Man unterscheidet Grabdenkmäler, Ehrendenkmäler und Denkmäler an Kriege, Schlachten,
[* 3] Friedensschlüsse oder andre denkwürdige
Ereignisse. Die künstlerische Ausbildung der Monumente richtet sich nach dem jeweiligen Kulturzustand des Volkes und der gerade
herrschenden Kunstrichtung. - Die bekanntesten und am weitesten verbreiteten Monumente sind die Grabdenkmäler,
welche schon in den ältesten Zeiten vorkommen (weiteres s. Grabmal).
Ehrendenkmäler für einzelne Personen, anfangs Idealstatuen, später Porträtstatuen, waren bei den alten Griechen und Römern
sehr häufig. Eine besondere Gattung derselben bildeten die Siegerstatuen, die in Olympia aufgestellt wurden.
Zuletzt wurde ein arger Mißbrauch damit getrieben, und man pflegte die Porträtstatuen auf Vorrat zu arbeiten, so daß auf
den typisch aufgefaßten Rumpf erst nach der Bestellung der betreffende Kopf gesetzt wurde. Im Mittelalter war diese Art von
Monumenten selten. Die Reiterstatuen KaiserOttos I. auf dem Marktplatz zu Magdeburg
[* 4]
¶
Endlich bezeichnet man mit dem Ausdruck oder Denkmal auch jedes Werk, welches ein charakteristisches Überbleibsel aus einer
frühern Kulturperiode ist, spricht daher von Baudenkmälern (Monumenten der Architektur), Denkmälern der Bildnerei und Malerei
und nennt auch die kleinen Überreste uralter Kultur, Waffen,
[* 16] Schmuckgegenstände, Hausgeräte etc., welche
man in alten Gräbern findet, Denkmäler der vorhistorischen Zeit.