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2019 Buszentrum RBS, Ittigen
Wettbewerb, 3. Rang
Auslober: Regionalverkehr Bern-Solothurn und BKW-Energie
Der Bushof soll als ein für sich stehendes, eigenständiges Volumen im Osten der Parzelle situieren. Um optimale Betriebsabläufe gewährleisten zu können, werden seine Hauptfunktionen dabei gestapelt: die Einstellhalle, die kein Tageslicht braucht, auf der unteren Ebene des Grundstücks und die von oben belichteten Werkstätten zum Teil darüber. Dazwischen wird eine Plattform aufgespannt, welche ganz bewusst die von den östlichen Nachbarbauten vorgegebene Höhensituation einer Lage auf dem Niveau der Worblentalstrasse, auf dem Wettbewerbsgrundstück weiterführt. Zum Bach und zur Bahnlinie wird damit das von den Nachbargebäuden vorgegebene Thema der Sockelbauten fortgesetzt. Die Räumlichkeiten für den Fahrdienst und dessen Verwaltung sowie gegebenenfalls für eine Drittnutzung werden in dem westlichen Teil des Gebäudes auf der Plattform angeordnet. Mit seinen drei Geschossen ist dieser Gebäudeteil höher als die Werkstätten, so dass das Volumen in sich eine Gliederung erfährt. Mit ihrer Lage auf Strassenniveau erlaubt es die Plattform, die Parkplätze der Mitarbeitenden des RBS Busbetriebs und gegebenenfalls einer Drittnutzung ganz im Osten praktisch ebenerdig von der Strasse aus zu erreichen. Neben diesem Gebäude schmiegt sich ein zweites Neubauvolumen ganz im Westen bis in die Spitze des sichelförmigen Grundstücks. In dessen breiten, östlichen Gebäudeteil wird die Unterstation des BKW mit ihren drei Trafozellen untergebracht. Der Elektrodienst der RBS wird ganz im Westen in dem höheren Gebäudeteil angeordnet und profitiert somit von einer Lage unmittelbar an der Umlade-Station auf das Gleis. Trotz der, durch die Funktionen bedingten Geometrie, reagieren die vorgeschlagenen Gebäude auf den Verlauf von Bach, Bahnlinie und Strasse und mithin auf die Form des Grundstücks.
Beide Häuser sind in der Höhe gegliedert und bilden auf diese Weise Gebäudeköpfe aus. Damit korrespondieren die beiden Körper über die Ausprägung ihrer Volumen miteinander und formulieren im Ergebnis eine Gesamtanlage. Im Zentrum belassen die zwei vorgeschlagenen Neubauten Raum für einen Platz: Einen Ankunftsort für die zu deponierenden Busse und den Ausgangspunkt für den Einsatz dieser für Bern und seine Agglomeration wichtigen Verkehrsträger. Gleichzeitig werden hier die notwendigen Flächen für einen Austausch der Transformatoren und von Komponenten der Schaltanlage zur Verfügung gestellt. Hier befindet sich auch das unter Denkmalschutz stehende, ehemalige Reparaturgebäude, das in seiner Position grundsätzlich belassen, jedoch leicht gedreht wird. Es ist nicht nur eine Reminiszenz an die Vergangenheit, es wird als Dach für die Tankstelle vielmehr zu einem wichtigen Bestandteil.