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Die SP hat an ihrer heutigen Hauptversammlung die Gründe für die Niederlage bei der Stadtpräsidiumswahl analysiert. Aus Sicht der SP hat eine Mischung von zahlreichen Faktoren zu diesem Resultat geführt. Wichtig waren insbesondere die Konstellation und Zuschreibungen auf unsere Kandidatin.
An der heutigen Hauptversammlung der SP Stadt Bern hat das Co-Präsidium die Resultate der Wahlanalyse zu den Stadtpräsidiumswahlen präsentiert und mit den Delegierten diskutiert. Die Grundlage der Wahlanalyse bildeten Gespräche in zahlreichen Gremien. Zudem waren alle Parteimitglieder eingeladen, dem Co-Präsidium ihre Rückmeldungen persönlich oder schriftlich mitzuteilen.
Die Konstellation war für die SP sehr schwierig. Ihre Kandidatin Ursula Wyss stand einem Kandidaten aus der politischen Mitte gegenüber, der im Wahlkampf auf klare politische Positionsbezüge weitgehend verzichtete. Weil es keine bürgerliche Kandidatur gab, konnte dieser im zweiten Wahlgang alle bürgerlichen Stimmen auf sich vereinen. Damit deckte er ein grösseres WählerInnenspektrum ab.
Zusätzlich erschwert wurde die Wahl für die SP-Kandidatin dadurch, dass Image und Zuschreibungen höher gewichtet wurden als der tatsächliche Leistungsausweis oder politische Positionierungen. Ursula Wyss wurde als machthungrige, distanzierte Favoritin dargestellt und ihre Leistungen und Fähigkeiten wurden dabei weitgehend ausgeblendet. Gleichzeitig haben die RGM-Verhandlungen vorwiegend dem Ruf der SP geschadet, obwohl es die SP war, die das RGM-Bündnis mit ihrem Einlenken bei der Anzahl der Stapi-Kandidaturen letztlich rettete.
Die Kampagne für Ursula Wyss war zwar gut, konnte sich aber auf ein weniger breites Netzwerk in der Stadt Bern abstützen als die Kampagne des GFL-Kandidaten. Zudem lag das Hauptgewicht der Kampagne auf dem zweiten Wahlgang. Die frühen Stimmabgaben deuten aber klar darauf hin, dass die Meinungen für den zweiten Wahlgang nach dem ersten Wahlgang bereits gemacht waren und die Kampagne für den zweiten Wahlgang deshalb nicht ausschlaggebend war.
Die SP wird sich nun frühzeitig und intensiv auf die nächsten Wahlen vorbereiten. Gleichzeitig wird die SP zusammen mit ihren beiden Vertretungen im Gemeinderat, Michael Aebersold und Ursula Wyss, den Tatbeweis erbringen, dass sie die Garantin für eine soziale, ökologische und offene Stadt Bern ist.