Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03528.jsonl.gz/350

Zurzeit finden im spanischen Santiago de Compostela die kontinentalen Meisterschaften im Juniorenbereich statt. Im Aufgebot von Swiss Wrestling sind auch die beiden Sensler Svenja Jungo und Noah Schwaller vertreten.
Svenja startete in der Gewichtsklasse bis 50kg am Mittwoch in das Turnier. In der Qualifikation traf sie auf die deutsche Michelle Schnapp. Der Auftakt in das Turnier gelang der jungen Senslerin souverän. Nach einem Beinangriff konnte sie den Abwehrversuch ihrer Gegnerin beinahe in einen Schultersieg kontern, doch schon in der gefährlichen Lage befindend, vermochte sich die Deutsche noch einmal in die Bauchlage zu retten. Hier konnte Svenja ihren Vorsprung mit zwei Beinschrauben weiter ausbauen. In einem dominierenden Kampf gelang es Svenja mit einem weiteren Beinangriff zu punkten und somit nach nur gut 2min ihren ersten Kampf für sich zu entscheiden.
Im Viertelfinale traf sie dann auf die Tschechin Karolina Muellerova. Nach anfänglichem Abtasten beider Athletinnen setzte Svenja zum Doppelbeinangriff an, hob ihre Gegnerin ab und beförderte sich durch eine schöne Rotation direkt auf die Schultern und sicherte sich mit diesem Schultersieg somit die Chance, um die Medaillen zu kämpfen.
Am Abend traf sie dann im Halbfinale auf Zerda Demir aus der Türkei. Es entwickelte sich ein spannender Kampf mit Angriffen auf beiden Seiten. Zuerst konnte Svenja mit einen Beinangriff punkten. Dann gelang es ihrer Gegnerin 2x die Senslerin abzuheben und hohe Wertungen zu erzielen. Kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit kam Svenja aber wieder ran, mit einem Beinangriff und einem Einsteiger brachte sie ihre Gegnerin in die gefährliche Lage, doch das Pausengong verhinderte eine mögliche Vorentscheidung. In der zweiten Hälfte setzte die Türkin den ersten Angriff und erhöhte erneut ihren Vorsprung. Leider gelang es Svenja im Kampfverlauf nicht mehr ihre Angriffe gut genug vorzubereiten und sie musste sich am Ende mit 7:11 Punkten geschlagen geben.
Somit kämpfte Svenja am Donnerstag im kleinen Finale um die Bronze Medaille. Asmar Jankurtaran aus Aserbaidschan siegte am Morgen in der Repecharge und war somit Svenjas Gegnerin. Bereits vergangenes Jahr traten die beiden Ringerinnen aufeinander, ebenfalls im Bronze Kampf an der EM, mit dem besseren Ende für die Aserbaidschanerin. Auch heute gelang der Ringerin vom kaspischen Meer der bessere Start. Sie konnte Svenja gut in ihrer Armklammer kontrollieren und als die Senslerin zum Beinangriff ansetzte, gelang ihr selbst die Kontrolle und Überführung in die Bodenlage. Doch Svenja konnte kontern und selbst die Oberposition gewinnen, ihr anschließender Versuch eines Einsteigers wurde dann jedoch vom Kampfrichter abgepfiffen. Im weiteren Kampfverlauf fing ihrer Gegnerin erneut einen Beinangriff Svenjas ab und somit ging es mit 4:2 in die Pause. Nach einem harten Infight zu Beginn der zweiten Hälfte gelang es Svenja eine Minute vor Ende mit einem Beinangriff auszugleichen. Beim Stand von 4:4 setzte sie erneut zum Beinangriff an, stieg aber mit ihrem Bein zu weit über, sodass ihre Gegnerin den Schwung ausnutzen und eine 4er Wertung ziehen konnte. Damit war der Kampf leider 10 Sekunden vor Ende entschieden und Svenja unterlag am Ende mit 9:6 Punkten und muss sich, wie bereits vergangenes Jahr, mit dem 5ten Platz begnügen.
Die Dominanz in den ersten beiden Kämpfen und die knappen Ergebnisse in Halbfinale und kleinem Finale lassen die junge Senslerin aber sicherlich weiter hart an sich arbeiten um dem Ziel, die nächste Medaille an internationalen Meisterschaften zu erkämpfen, Stück für Stück näher zu kommen. Auch dieses Mal hatte nicht viel gefehlt.
Ihre Teamkollegin vom RC Oberriet-Grabs, Annatina Lippuner, hat derweil die Silbermedaille in der Kategorie 59kg gewonnen. Die RS Sense gratuliert ganz herzlich zu diesem Erfolg.
Weiter geht es am Samstag mit Noah Schwaller, der bis 86kg bereits für das Viertelfinale qualifiziert ist.
Noah verliert das Viertelfinale gegen Ivan Chornohuz aus der Ukraine mit 11:0.
Leider verliert Chornohuz gegen den Armenier Mkrtchyan im Halbfinale. Noah ist somit ausgeschieden.