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Im Sommer 1934 malte Max Ernst den 22 Quadratmeter grossen Nymphengarten Pétales et jardin de la nymphe Ancolie in eine Nische der Mascotte-Bar in Zürich. Das Werk wurde Ende der 50er Jahre jedoch von der Wand getrennt und befindet sich seit nunmehr fast fünfundvierzig Jahren im Kunsthaus Zürich. Das Gemälde nimmt im Œuvre des Künstlers eine Sonderstellung ein, da es sich um eines der wenigen nicht zerstörten, grossformatigen Werke in dieser Technik handelt.
Die vielen Jahre in der Bar und die Abnahme von der Wand haben deutliche Spuren hinterlassen. So wurden über zwei Drittel der Fläche übermalt. Dadurch hatte sich die Farbwirkung des Wandbildes ganz entscheidend verändert. Aufgrund dieser gravierenden Eingriffe konnte das Wandbild kaum mehr als authentisches Werk Max Ernsts wahrgenommen werden.
Ziel der Restaurierung war es, die Übermalungen zu entfernen und damit den authentischen Charakter der Originalschichten freizulegen. In einem Schauatelier, das vom 12. September 2007 bis 27. Januar 2008 Teil der Ausstellung «Max Ernst. Im Garten der Nymphe Ancolie» war, konnte die Restaurierung im Museum Tinguely in Basel mit verfolgt werden. Ab Februar 2008 wurde in den Restaurierungswerkstätten des Kunsthaus Zürich weitergearbeitet. Die Restaurierungsarbeiten sind Ende September abgeschlossen. Mitte Oktober reiste das Werk nach Houston in die Menil Collection für eine Max Ernst – Ausstellung.
Die Restaurierung der Dauerleihgabe des Kunsthaus Zürich an das Museum Tinguely «Pétales et jardin de la nymphe Ancolie» von Max Ernst wurde unterstützt durch das Museum Tinguely, ein Kulturengagement von Roche, und der Stiftung BNP Paribas Schweiz.