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- Published on Friday, 31 July 2015 10:58
- Written by Super User
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Animiert durch einen Artikel in der NZZ unternahm ich am 1. August eine Bergtour in die Urner-Alpen. Im Fokus stand die Salbit-Brücke. Diese im 2010 eröffnete Hängebrücke verbindet die Salbit-Hütte mit der Voralp-Hütte und den westlich davon gelegenen SAC-Hütten. Da ich im Web auf unterschiedliche Zeitangaben für die Tour stiess, entschied ich mich frühzeitig aufzubrechen. Bereits kurz vor 8 nahm ich somit die erste Etappe von Göschenen hinauf zur Salbit-Hütte in Angriff. Der Weg verläuft zunächst durch einen herrlichen Tannenwald, der schon bald durch die lockere Bestockung der Waldgrenze abgelöst wird. Die letzten 200-300 Höhenmeter verläuft der Weg durch offenes Gelände, wo er auf rund 2100 m ü. M. die Salbit-Hütte erschliesst. Da ich deutlich weniger Zeit benötigte als vorgesehen, leistete ich mir eine kurze Pause mit Rivella und Nussgipfel.
Was bisher einer einfachen Wanderung gleichkam, sollte sich nun, im Abschnitt von der Salbit-Hütte zur Voralp-Hütte, radikal ändern. Der Weg verläuft häufig über nicht leicht zu passierende Geröllhalden, abschüssige Steilhänge und Leitern. Alle heiklen Passagen sind aber mit einem Seil gesichert. Den Höhepunkt dieses zweiten Abschnitts sowie der gesamten Tour bildet aber eindeutig die Hängebrücke, auch wenn diese technisch grundsätzlich keine Probleme bietet. Auf ca. halbem Weg zwischen den beiden genannten Hütten erreicht man mit rund 2500 m ü. M. die höchste Kote der gesamten Tour. Ab diesem Punkt geht es grundsätzlich nur noch talwärts. Dabei bietet vor allem der sehr steile Abstieg zur Voralp-Hütte Passagen mit fantastischer Alpenflora.
Der Teil drei der Tour führte mich dann wieder durch moderates Terrain entlang der Voralpreuss bzw. der Göschenerreuss. Diese verläuft zunächst in einem offenen und relativ breiten Tal, bevor sie in Richtung Wiggen tosend und krachend, umrahmt von steilen Flanken, zu Tale stürzt. Ab Wiggen bis nach Göschenen sind die landschaftlichen Höhepunkte eher rar, die Vorfreude auf ein kühles Bier in Göschenen dafür umso grösser.
Die gesamte Tour führt über ca. 21km und 1650 Höhenmeter. Sowohl konditionell als auch technisch wir sie mit je 4 von 5 Punkten eingestuft. Meine Netto-Marschzeit betrug gut 6 Stunden, insgesamt benötigte ich gut 7 Stunden. Damit blieb auch noch Zeit für zwei grössere Pausen und die eine oder andere Foto.
Also nach 5 Jahre Pause habe ich es wieder einmal gewagt und an einem Tri mitgemacht wenn auch nur Sprint als Vorbereitung für Olympisch in Hamburg Mitte Juli. Ich muss sagen es war ein sehr schönes Erlebnis. Das Wetter in Madrid war heiss und windig bei ca. 30 Grad. Ich war mindestens 5 mal vor dem Start auf der Toilette und habe mich entsprechend gefuehlt. Vorfreude, Ungewissheit, Bedenken ob mein Knie hält und ob mein Fitnesszustand gut genug ist. Die Organisation war gut wenn auch im etwas bescheidenerem Rahmen als in der Schweiz üblich. Der Kurs war anspruchsvoll auf dem Fahrrad, da es drei Runden in recht kupierten Gebiet zu bewältigen gab. Interessanterweise (wohl wegen der Hitze) haben sich viel mehr Personen für den Sprint angemeldet (1'100). Startschusss und ich kam sehr gut voran im Wasser. Schwimmen ohne Neo ist immer schön obschon man im See so gut wie gar nichts sah und die Sonne im Gegenlicht die Bojen zum Verstecken brachte. Dennoch erste Wende ganz gut und ich habe auch schon die ersten Schwimmer, welche vor mir starteten überholt. Dann zweite und dritte Boje und ich war froh nach etwas mehr als 750M aus dem Wasser zu steigen. Langer Weg zur T1 aber ich fühlte ich gut. Dann auf das Fahrrad. Habe nicht soviel trainiert wie gewünscht und vor dem Start musste ich meinen Tri-Bar entfernen, da er zu lange war - also alles etwas ungewohnt. Nach 500M Fahrrad ging es schon in eine giftige Steigung hoch. Rhythmus noch nicht gefunden und Strecke hatte viele Holpereien. Dann erste Runde fertig und ich wusste wo es durchgeht. Zweite und dritte Runde gingen etwas besser aber die Zeit schien stehen zu bleiben. Ich habe mich geärgert, da ich das Gel vergessen hatte mitzunehmen auf das Fahrrad und ich viel länger brauchte als erwartet. T2 kommt und ich habe sehr schnell gewechselt. Kappe auf uns los geht es zum Laufen. Die ersten 2 Kilometer waren sehr hart. Herz fast stehen geblieben und die Ohren waren dicht. Dann aber hatte ich den Rhythmus und lief durch. Freude und Erleichterung im Ziel. Meine Frau war da und hatte mich angefeuert. Extreme Freude es geschafft zu haben. Zeit war unter meinen Erwartungen aber v.a. wegen dem Fahrrad. Dann Rangliste checken und siehe da: 17. in meiner AK (Top 20 Prozent). Ich war sehr froh und happy es geschafft zu haben neben 60 Stunden Arbeit (und mehr) in der Woche. Nun kann Hamburg kommen. Ich freue mich schon sehr auf die olympische Distanz und die Ambiance.