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Was sucht die Amylase in der Lunge?
Nichts – würde man meinen. Korrekt. Doch das macht sie eventuell attraktiv als diagnostische Methode…
Eigentlich klar. Alfa-Amylase, vom Pankreas und den Speicheldrüsen produziert, hat nichts in der Lunge zu suchen. Doch diese Autoren aus Chicago haben sich überlegt, dass die Amylase doch als Marker für eine Aspirations(-Pneumonie) dienen könnte. Tatsächlich ist es mitunter in der Intensivstation schwierig, bei intubierten Patienten eine Aspiration als Ursache für eine respiratorische Verschlechterung nachzuweisen.
Die Autoren haben bei knapp 300 intubierten Patienten in der BAL nach Amylase gesucht und die Resultate mit Kulturresultaten und Risikofaktoren für Aspirationspneumonie korreliert. Wie die nebenstehende ROC-Kurve zeigt (AUC:0.67), ist der prädiktive Aussagewert der Amylasebestimmung im Blut nicht gerade hervorragend (Fig. anklicken zur Vergrösserung). Dennoch, die Idee ist attraktiv und die Methode könnte sicher noch weiter verbessert werden.
Diagnostische Methode für Pneumonie
Immerhin fanden die Autoren dieser Untersuchung einen Zusammehang zwischen Alfa-Amylase in der Lavage und der Diagnose einer Pneumonie. Das Risiko, eine Pneumonie aufzuweisen, war bei Patienten mit Amylasewerten < 125 U/L um ca 60% reduziert.
Eine spannende Arbeit, die sicher noch weitere nach sich ziehen wird.