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In diesem Artikel erläutern wir Tetrahydrocannabinol, besser bekannt unter seinem abgekürzten Namen THC. Die Cannabis Sativa Pflanze produziert und sezerniert ein Harz. Dies passiert hauptsächlich durch Drüsen. Diese Drüsen werden auch Trichome genannt und enthalten viele Verbindungen. Am häufigsten findet man Trichome in und um die Blüten der Pflanze. Die am häufigsten vorkommenden Verbindungen sind Cannabinoide.
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THC wird auch als Dronabinol bezeichnet. Es wurde erstmals 1964 von Raphael Mechoulam, Yechiel Goani und Habib Edery vom Weizmann-Institut in Rehovot, Israel, isoliert. In seiner reinen Form hat THC eine sehr geringe Löslichkeit in Wasser. Es hat jedoch eine gute Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln und Ölen. Im kalten Zustand ist es ein glasartiger Feststoff. Wenn es erwärmt wird, wird THC zähflüssig, sowie auch klebrig.
THC wird vom menschlichen Körper hauptsächlich zu 11-OH-THC (11-Hydroxy-THC) verstoffwechselt. Diese Verstoffwechselung findet hauptsächlich in der Leber statt. Dort wird Tetrahydrocannabinol von den Cytochrom-P450-Enzymen CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4 verarbeitet. Die Metaboliten sind dann immer noch psychoaktiv und werden weiter zu 11-nor-9-Carboxy-THC (THC-COOH) oxidiert. Bei Mensch und Tier konnten mehr als 100 Metaboliten identifiziert werden. 11-OH-THC und THC-COOH sind jedoch die primären Metaboliten.
Cannabidiol (CBD) ist ähnlich wie THC, ein weiteres Cannabinoid, das in der Cannabispflanze im Überfluss vorhanden ist. Tatsächlich haben CBD und THC eine sehr ähnliche chemische Zusammensetzung. Es gibt jedoch einen kleinen, aber wichtigen Unterschied. Dieser ist in ihrer atomaren Anordnung zu finden.
Sowohl THC als auch CBD gelten als zyklische Verbindungen. Das bedeutet, dass mehrere der Atome in den Verbindungen sich zu einem Ring verbinden. Während also CBD einen offenen Ring hat, hat THC einen geschlossenen Ring. Dieser geringfügige Unterschied in ihren individuellen Anordnungen bewirkt, dass sie auf sehr unterschiedliche Weise mit unseren Endocannabinoidsystemen interagieren.
Tetrahydrocannabinol als auch CBD weisen sehr ähnliche molekulare Strukturen auf. Dabei haben sie doch sehr unterschiedliche psychologische und physiologische Auswirkungen. Tetrahydrocannabinol wird durch das definiert, was man bei Cannabis Nutzung fühlt. Die Wirkungen von CBD werden durch das definiert, was man nicht fühlen kann. Das liegt daran, dass THC ein “high” auslöst, während CBD dies nicht tut.
Der Grund dafür ist die unterschiedliche Art und Weise, wie THC und CBD mit unserem Körper interagieren.
CB1- und CBD-2-Rezeptoren sind zwei Komponenten unseres Endocannabinoid-Systems. Dies ist das einzigartige System des Körpers, das die Homöostase erzeugt. Dabei werden Schlaf, Stress und unser Immunsystem reguliert.
Das “High”, das mit THC assoziiert wird, ist auf seine starke Bindungsaffinität mit Cannabinoid-Rezeptoren zurückzuführen. Insbesondere mit dem Cannabinoid Rezeptor 1 (CB1-Rezeptoren). Das liegt daran, dass Tetrahydrocannabinol seine berauschende und psychedelische Wirkung über die CB1-Rezeptoren einsetzt. Diese befinden sich hauptsächlich im Zentralnervensystem und im Gehirn. Wenn diese CB1-Rezeptoren aktiviert werden, werden die Zellen im Gehirn zur Freisetzung von Dopamin angeregt. Dadurch werden u.a. die charakteristischen berauschenden Wirkungen von THC hervorgerufen. Dazu gehören:
CBD hat im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol keine Bindungsaffinität zu den CB1-Rezeptoren. Daher hat CBD keine berauschende Wirkung auf Ihre Wahrnehmung oder Ihre sensorischen Erfahrungen. Die Forschung deutet auch darauf hin, dass CBD, wenn es zusammen mit THC eingenommen wird, tatsächlich den mit THC verbundenen Rausch blockieren kann. Dies ist möglich, weil es die CB1-aktivierenden Eigenschaften von Tetrahydrocannabinol unterdrückt. Es Sie also davor schützt, zu „high“ zu werden. Das ist sicher der Grund warum so viele Weed Shops eröffnet geworden sind.
Sowohl THC als auch CBD kommen in der Cannabis sativa Pflanze vor, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. CBD ist das dominierende Cannabinoid, das in der Hanfpflanze gefunden wird. Hanfpflanzen enthalten nur geringe Mengen an Tetrahydrocannabinol (<0,3%). Auf der anderen Seite wird THC am häufigsten in anderen Cannabisarten gefunden. Diese Arten werden gezüchtet, um den THC-Gehalt zu maximieren und eine stärkere berauschende Wirkung zu erzielen.
Die Konzentration von Tetrahydrocannabinol in Cannabis, bezieht sich auf seine Potenz. Dies erklärt den Tetrahydrocannabinol -Gehalt in einer Cannabisblüte oder einem Cannabisprodukt. Die THC-Wirksamkeit kann auch in Milligramm Tetrahydrocannabinol pro Gramm Produkt (mg/g) ausgedrückt werden. Eine andere Möglichkeit wäre als Prozentsatz von Milligramm THC pro Gramm Cannabis.
15 mg/g = 15 mg THC pro 1 Gramm Produkt
Oder
15% Tetrahydrocannabinol und 150 mg/g = 150 mg THC pro 1 Gramm Produkt
Trockenblüten-Cannabis mit 100% Tetrahydrocannabinol gibt es nicht. Cannabisextrakte (die destilliert wurden) können jedoch bis zu 90% THC enthalten. THC ist natürlich ein Naturprodukt. Daher kann der Tetrahydrocannabinolgehalt in einem Cannabisprodukt aus getrockneten Blüten von Produkt zu Produkt variieren. Er kann sogar zwischen verschiedenen Partien desselben Stammes variieren.
Cannabis wird seit langem für medizinische Zwecke verwendet. Archäologische Aufzeichnungen hierzu reichen bis zu 3.000 Jahre zurück. In den letzten Jahren haben auch die wissenschaftliche und medizinische Gemeinschaft ihre Forschung über den Nutzen von medizinischem Cannabis verstärkt. Daten aus mehreren Studien zeigen, dass Cannabis ein großes Potenzial hat. Es hat Patienten bei der Behandlung und Bewältigung einer Reihe von Symptomen geholfen. Darunter befanden sich chronische Schmerzen, sowie auch Nebenwirkungen von Chemo Therapie bei Krebspatienten.
Es gibt immer mehr substanzielle Beweise dafür, dass THC verschiedene therapeutische Eigenschaften hat. Zum Beispiel gibt es substanzielle Beweise für die therapeutische Wirkung von medizinischem Marihuana. Diese Wirkungen beziehen sich auf seine Fähigkeit, chronische Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen zu lindern. Dies wurde belegt bei z.B. der Chemotherapie. Außerdem, soll es auch zur Linderung von spastischen Anfällen bei MS kommen. Zu den anderen Erkrankungen, bei denen Tetrahydrocannabinol mögliche Aussichten hat, gehören:
THC in Form von Cannabis ist eine beliebte Freizeitdroge. Es ist aber auch eine natürliche und sichere therapeutische Ergänzung. Cannabis ist natürlich und im Allgemeinen sicher. Wie jedoch bei allem, was Sie konsumieren, kann es Risiken und Nebenwirkungen geben.
Unter bestimmten Umständen kann der Cannabiskonsum einige ernsthafte Risiken und Nebenwirkungen haben. Zu den schwerwiegendsten unerwünschten Wirkungen des kurzfristigen, sowie langfristigen oder starken Cannabiskonsums gehören Dinge wie:
*Die folgenden Effekte stehen in engem Zusammenhang mit dem frühen Freizeitkonsum von Marihuana/Cannabis/Grass in der Adoleszenz.
Bei Erwachsenen die Cannabis auf verantwortungsvolle Weise und in Maßen konsumieren, ist der Konsum normalerweise sehr sicher. Tatsächlich gibt es bis heute nirgendwo einen einzigen dokumentierten Fall einer Überdosierung von Cannabis.
Dennoch kann Cannabis, wie jede andere bewusstseinsverändernde Droge, Ihre kognitiven und motorischen Funktionen beeinträchtigen. Dieser Effekt kann Sie in gefährliche Situationen bringen. Bleiben Sie also sicher, bleiben Sie zu Hause. Außerdem sollten Sie Ihren Cannabis mit Personen genießen, denen Sie vertrauen können.
Der gesetzliche Grenzwert für den THC-Gehalt, nur für aus Hanf gewonnene CBD-Öle und -ProdukteI. Dieser liegt in den meisten europäischen Ländern bei 0,2%. In der Schweiz dürfen Cannabisprodukte einen fünfmal höheren Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) aufweisen.
Jedes Schweizer CBD-Cannabisprodukt kann in der Schweiz zu 100% legal gekauft, besitzt und konsumiert werden. Dies, solange es 1% THC oder weniger enthält. Alles, was mehr als 1% Tetrahydrocannabinol enthält, kann von einem Arzt verschrieben werden. Dies steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Schweizer Bundesamt für Gesundheit.
In den Vereinigten Staaten haben mehrere Bundesstaaten den Cannabiskonsum legalisiert. Jedoch ist der Konsum, Verkauf und Besitz von Cannabis mit einem THC-Gehalt von mehr als 0,3 Prozent nach wie vor illegal. Dies unter der „Federal Law“ und dem „Controlled substance act“. Allerdings hat die „Food & Drug Administration“ die Verwendung von Epidiolex genehmigt. Dabei handelt es sich um ein auf CBD basierenden Medikament. Dieses wurde für den Einsatz bei einer Reihe von epileptischen Krankheitsbildern genehmigt.
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