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Nach dem russischen Pass soll für Gérard Depardieu nun auch noch der algerische folgen. Und dabei denkt der 64-jährige Schauspieler praktisch: «Das erspart mir die Visa-Anträge.» Doch damit noch lange nicht genug: «Ich möchte sieben Pässe haben. Ich werde den algerischen beantragen und die von anderen Ländern, die ich liebe», sagt der selbsternannte «Weltbürger» weiter im Interview mit der Wochenzeitung «Journal du Dimanche».
Dass Gérard Depardieu Anfang 2013 seinem Heimatland aus Protest gegen die reichenfeindliche Politik den Rücken gekehrt - und den russischen Pass erhalten - hat, ist vielen seiner Landsleute sauer aufgestossen. Für «Les Inrockuptibles» war Depardieu sogar gestorben. Die Zeitschrift veröffentlichte damals einen Nachruf auf den Kult-Franzosen.
Von einer Ablehung will der Neu-Russe jedoch nichts wissen: «Ich glaube, ich entspreche einem Bild, das die Franzosen mögen. Dem eines Rebellen, der die Dinge durcheinanderwirbelt, der manchmal auch betrunken ist.» Damit spricht Depardieu auf seinen Selbstunfall im November des vergangen Jahres an: Damals war der «Obelix»-Darsteller in Paris mit 1.8 Promille von seinem Motorroller gestürzt ist. Indem er nun für sich das «Recht auf Zügellosigkeit» beansprucht, zeigt er sich alles andere als reuig. Der «Lebenmann, der nicht altert» hatte im Juni seinen Gerichtstermin in der französischen Hauptstadt geschwänzt. Ihm drohen wegen Trunkenheit am Steuer 4000 Euro Strafe sowie ein 10-monatiges Fahrverbot.