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Mit der 10. AHV-Revision, welche am 1. Januar 1997 in Kraft getreten ist, wurde die wichtige Aufgabe der Kindererziehung berücksichtigt. Die entsprechenden Erziehungsgutschriften sind jedoch nur für die Zeit anrechenbar, während welcher die versicherten Personen die elterliche Sorge über eines oder mehrere Kinder ausgeübt und die Kinder das 16. Altersjahr noch nicht erreicht haben.
Die Feststellung der elterlichen Sorge lässt sich anhand von öffentlichen Urkunden einfach belegen. Anders ist die Situation hingegen in der Regel bei Pflegekindverhältnissen. Da die Erziehungsgutschriften erst im Zeitpunkt der Rentenfestsetzung angerechnet werden, wäre es häufig schwierig, rückwirkend das Vorhandensein eines unter Umständen schon Jahre zurückliegenden Pflegekindverhältnisses und seine Unentgeltlichkeit zu überprüfen. Für Pflegekinderverhältnisse besteht demnach kein Anspruch auf Erziehungsgutschriften.
Allerdings wirkt sich dies bei den beiden wohl wichtigsten Pflegeverhältnissen nicht nachteilig aus. Bei Stiefkindern hat der Ehepartner von Mutter oder Vater des Kindes zwar keinen eigenen Anspruch auf die Gutschrift. Er erleidet dadurch aber keinen Nachteil, da die Erziehungsgutschrift von Mutter oder Vater während der Ehejahre wie ein Erwerbseinkommen gesplittet wird. Bei einem Pflegeverhältnis im Hinblick auf eine künftige Adoption stellt sich die Frage einer Erziehungsgutschrift ebenfalls nicht, da eine Adoption das Kindschaftsverhältnis rückwirkend entstehen lässt.
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