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Konzert 2002
Konzertprogramm
Messe solennelle en l`honneur de Sainte-CÚcile "Cäcilien-Messe"Das Fest der heiligen Cäcilie, Schutzpatronin der Kirchenmusik, war 1855 für Charles Gounod ein willkommener Anlass eine grosse Orchestermesse zu komponieren. Er widmete sie seinem verstorbenen Schwiegervater und ehemaligen Kontrapunktlehrer Pierre Joseph Zimmermann.
Jeder Satz der eindrucksvollen Messe wird von Andacht und romantischer Aussagekraft geprägt. So verbreitet das "Kyrie" mit seinem chorischen Unisono eine sakrale Würde, die vom "Christe"-Dialog der Solosänger bis hin zum feierlichen "Eleison"-Ausklang im A-cappella-Satz gesteigert wird. Scheinbar opernhafte Eigendramatik entwickeln dagegen die Sätze des "Gloria" und "Credo", deren Motive jedoch präzise der Wortrhythmik folgen und die mit unmittelbar packender Ausdrucksdynamik und schlichter Choral-Harmonisierung für eine feierliche Feststimmung sorgen. Besonders das Chor-Unisono des "Credo"-Satzes strahlt eine unbezwingbar magische Intensität des Glaubensbekenntnisses aus.
Demgegenüber vermitteln die arienhaften Solopartien im "Sanctus" und "Benedictus" mit ihren jeweils grossen Chorsteigerungen eine geradezu religiöse Euphorie. In einem verinnerlichten, musikalischen Kontrast hierzu stehen die chorischen "Agnus"-Bitten.
Abweichend vom liturgischen Text fügt Gounod die zur Kommunion gehörenden Worte "Domine, non sum dignus ut intres sub tectum meum, sed tantum dic verbo et sanabitur anima mea" ("Herr, ich bin nicht würdig, ...") ein.
Die Messe schliesst mit einem dreiteiligen Gebet ("der Kirche, der Armee, der Nation") für den weltlichen Herrscher Napoleon III.
Hör mein Bitten
Für eine Sopranstimme und ChorDie Hymne "Hör mein Bitten" entstand 1844 und wurde 1847 von Mendelssohn in seinem Todesjahr für Orchester instrumentiert. Die Textvorlage ist eine englische Psalmparaphrase (Psalm 55) von William Bartolomew, die Mendelssohn dann ins Deutsche übertrug. Auch in der Komposition war sich Mendelssohn der Tradition der englischen Anthems bewusst.