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SDG 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
Die internationale Gemeinschaft hat bei der Armutsbekämpfung viel erreicht. […] Dennoch bestehen weiterhin Ungleichheiten und grosse Unterschiede beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und bei anderen Produktionsfaktoren. Ausserdem konnten die Einkommensunterschiede zwischen den Ländern zwar reduziert werden, die internen Ungleichheiten haben aber zugenommen. […]
Schweizer Unterziel 10.c: Der Bund engagiert sich durch seine internationale Zusammenarbeit für tiefe und transparente Kosten für Geldüberweisungen von Migrantinnen und Migranten sowie für Rahmenbedingungen, welche die positive Wirkung dieser Überweisungen auf die Entwicklungen maximieren.
Bedeutung des Indikators
Der Indikator zeigt die privaten Geldüberweisungen von Migrantinnen und Migranten, die seit mindestens einem Jahr in der Schweiz leben und arbeiten, in ihre Herkunftsländer. Geldüberweisungen von Migrantinnen und Migranten in ihre Herkunftsländer leisten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Armut und zur Verbesserung der Lebensbedingungen. Wenn in Konflikt- oder Katastrophensituationen andere Einkommensquellen wegfallen, können sie eine lebenswichtige Einkommensquelle sein. Eine Zunahme solcher Geldüberweisungen trägt somit zur Nachhaltigen Entwicklung bei.
Lesehilfe
Gründe für den beobachteten Anstieg sind die wirtschaftliche Liberalisierung, die zunehmende Migration und die vermehrte Einwanderung von gut ausgebildeten und somit besser verdienenden Arbeitskräften. Der Indikator gibt keine Auskunft über allfällige negative Auswirkungen der Transfers sowie über die Zielländer der Gelder. Gemäss Schätzungen fliessen mehr als zwei Drittel dieser Gelder in europäische Länder.
Internationaler Vergleich
Der Indikator ist international nicht vergleichbar.
Tabellen
Methodologie
Der Indikator zeigt die geschätzten privaten Geldüberweisungen von in der Schweiz lebenden und arbeitenden Migrantinnen und Migranten in ihre Herkunftsländer. Diese jährlich von der Schweizerischen Nationalbank vorgenommene Schätzung berücksichtigt die Anzahl der in der Schweiz arbeitenden Migrantinnen und Migranten, ihren durchschnittlichen Lohn und eine Hypothese zum Lohnanteil, den sie in ihr Herkunftsland überweisen. Aufgrund der angewandten Methodik und der berücksichtigten Hypothesen ist diese Schätzung allerdings mit einer grossen Unsicherheit behaftet.
Definitionen
Geldüberweisungen von Migrant/innen (Rimessen)
Geldüberweisungen von Arbeitsmigrant/innen, die über ein Jahr im Gastland wohnhaft sind, an Empfänger/innen in ihren Herkunftsländern.
Links
Weltbank – Geldüberweisungen und Entgelte von Arbeitnehmenden
(nur auf Französisch und Englisch verfügbar)
Unterziele
Schweizer Unterziel 10.c: Der Bund engagiert sich durch seine internationale Zusammenarbeit für tiefe und transparente Kosten für Geldüberweisungen von Migrantinnen und Migranten sowie für Rahmenbedingungen, welche die positive Wirkung dieser Überweisungen auf die Entwicklungen maximieren.
Internationales Unterziel 10.c: Bis 2030 die Transaktionskosten für Heimatüberweisungen von Migranten auf weniger als 3 Prozent senken und Überweisungskorridore mit Kosten von über 5 Prozent beseitigen.
KontaktBundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
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CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
- Tel.
- +41 58 485 64 96
Von Montag bis Freitag
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