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Der Nadel- oder auch Pin-Test ist ein wichtiges Instrument zur Beurteilung des Hygieneverhaltens eines Bienenvolkes. Bedeutsam ist dieses Hygieneverhalten in Bezug auf den Befall mit der Varroamilbe: Bienen können befallene Brutzellen erkennen und räumen diese teilweise aus. Hat das Varroa-Weibchen bereits mit der Eiablage begonnen, wird der Reproduktionszyklus unterbrochen. Da die Entwicklungsstadien der Varroamilben ausserhalb der Brutzelle nicht lebensfähig sind, sterben sie ab. Hat die Muttermilbe noch nicht mit der Reproduktion begonnen, verliert sie Zeit bei der Suche nach einer neuen, geeigneten Brutzelle. Das Ausräumverhalten ist daher ein Faktor, welcher eine direkte Wirkung auf die Varroabefallsentwicklung in einem Bienenvolk hat.
Der Nadeltest ist eine einfache Methode dieses Verhalten zu testen. Dabei wird bewertet, wie stark die Bienen eines Volkes auf geschädigte Brut bestimmten Alters reagieren (5-6 Tage nach Verdeckelung der Zelle). Aktuelle Berechnungen ergeben eine Erblichkeit für das Ausräumen nach Nadeltest von 29%. Bei gezielter Selektion ist daher bereits nach wenigen Generationen mit einem Zuchtfortschritt in Richtung Varroatoleranz zu rechnen.