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Nördlich von Sool, auf einem heute stark bewachsenen Hügel befinden sich die Ruinen der Burg Sola: Die zwei Meter dicken Aussenmauern umfassen fünf Räume, deren Eingänge mit Tuffschwellen und
Steinplatten ausgelegt sind. Es handelte sich um eine sehr stattliche Anlage, die aus dem 13. Jahrhundert stammt, aber schon früh dem Zerfall preisgegeben worden sein muss. Ihre Bedeutung und
ihre Geschichte liegen im Dunkeln, und man kennt auch ihre einstigen Bewohner nicht. Urkundlich ist die Burg nirgends erwähnt, und ob es, wie Aegidius Tschudi, behauptet, jemals Edle von Sool
gegeben hat, ist höchst fraglich.
Man hat schon vermutet, dass es sich um eine Fluchtburg gehandelt hat, in welcher die Bevölkerung vor Feinden und vielleicht auch vor Naturkatastrophen Schutz suchte. Die Burganlage ist über ein schmales Weglein erreichbar. Nach dem grossen Brand von 1713 im damals Obersool genannten Dorfzentrum wurden, wie das auch an vielen andern Orten üblich war, Steine der Burg für den Wiederaufbau der Wohnhäuser verwendet; sie sind heute noch in den Hausmauern nachweisbar.
Im Innern der Burgruine ist heute eine Feuerstelle mit gemütlichen Steintischen eingerichtet.