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Lungenkarzinom
Entstehung
Die Zellen im Körper teilen sich fortwährend, was einen natürlichen Vorgang darstellt. Durch Zellteilung entstehen immer wieder neue Zellen, während alte absterben. Fehler in der Zellteilung oder verschiedene andere Ursachen wie der natürliche Alterungsprozess, der Lebensstil, äussere Einflüsse erbliche bzw. genetische Faktoren können dazu führen, dass Schädigungen im Erbgut entstehen. In der Regel können die Zellen solche Schäden selber erkennen und reparieren oder die Zellen sterben einfach ab. Wenn das nicht geschieht, dann teilt sich die Zelle ungehindert und unreguliert weiter, dringt in gesundes Gewebe ein und beginnt dieses zu zerstören. An dieser Stelle spricht man von einem Tumor. Geschieht das In der Lunge so spricht man von einem Bronchialkarzinom.
Diese Krebszellen aus der Lunge können über das Blut oder das Lymphsystem in andere Organe wandern und dort Metastasen bilden. Dafür nutzen sie verschiedene Mechanismen. Sie können sich endlos teilen, bestimmte Signale zum Wachstum aufrechterhalten, andere Signale zum Wachstumsstopp umgehen oder den programmierten Zelltod, der dazu dient krankhaft veränderte Zellen zu zerstören, verhindern. Auch vor dem Immunsystem können sie sich tarnen und die Bildung eigener Blutgefässe anregen, um besser mit Nährstoffen versorgt zu sein.
Symptome
Die Symptome einer Lungenkrebserkrankung können sehr unauffällig sein. Die Krankheit wird deshalb oft zufällig und erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Die Symptome können sehr ähnlich sein wie diejenigen bei anderen Lungenkrankheiten wie COPD oder Lungenfibrose. In der Regel zeigen sich folgende Symptome:
- länger als vier Wochen andauernder Husten
- bestehender Husten (Raucherhusten), der sich plötzlich verändert
- Atemnot bei leichter Tätigkeit oder in Ruhe
- Schmerzen im Brustkorb
- Auswurf (mit oder ohne Blutspuren)
- Knochenschmerzen
- unerklärliche Müdigkeit und allgemeine Schwäche
- ungewollte Gewichtsabnahme und/oder Appetitlosigkeit
- Fieber ohne klare Ursache
Behandlung
Je nach Stadium (Ausbreitung) und feingeweblicher bzw. molekularer Analyse wird eine individuell zusammengestellte Therapie durchgeführt. Diese Therapie besteht häufig aus verschiedenen Therapieabschnitten und kann einen chirurgischen Eingriff, eine Strahlentherapie, eine Chemotherapie oder seit einiger Zeit auch eine Immuntherapie beinhalten.
Wir diskutieren jeden Fall bei jedem entscheidenden Schritt am interdisziplinären Board für Thoraxmalignome. Dort treffen sich wöchentlich Experten aus einem seeübergreifenden Netzwerk von Experten aus 11 Fachrichtungen (Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Strahlentherapie, Radiologie, interventionelle Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie, medizinische Onkologie, Tumor-Immunologie, Molekularonkologie und Pneumologie). Sie werten neue Ergebnisse aus und erarbeiten die nächsten Behandlungsschritte.
Ihr Ansprechpartner im Onkozentrum Zürich
Im Onkozentrum Zürich Enge und Onkozentrum Zürich Seefeld betreut folgender Arzt schwerpunktmässig Patienten mit Lungenkrebs:
Telefon: +41 43 344 33 33
Email: <email-pii>
Die Therapie bei Lungenkrebs richtet sich vor allem nach dem Tumor-Typ, danach, wie fortgeschritten die Krankheit ist und nach dem allgemeinen Gesundheitszustand des Betroffenen. Je nach Situation kommen für Patientinnen oder Patienten mit Bronchialkarzinom verschiedene Behandlungen infrage: Operation, Chemotherapie, Bestrahlung, zielgerichtete und immuntherapeutische Behandlungen. Das genaue Vorgehen ist so individuell wie der Krebs und deshalb braucht es ein gut eingespieltes fachübergreifendes Team von Spezialisten, die gemeinsam einen passenden Therapieplan ausarbeiten. Wir arbeiten in der Behandlung von Lungenkrebs mit den führenden Experten im Raum Zürich zusammen. Erfahren Sie unten mehr zu unseren Kooperationspartnern (Link Foto).
Ärzte können ihre Patienten hier für das Tumorboard für Thoraxmalignome anmelden.
Studien Lungenkrebs
Aktuell sind keine klinischen Studien für Lungentumore an unserem Zentrum geöffnet.
Raucher und ehemalige Raucher tragen ein grosses Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Fast alle Lungenkrebskranken sind Raucher oder ehemalige Raucher. Doch auch Menschen, die nie selbst geraucht haben, Passivraucher waren, berufsbedingt über längere Zeit mit krebserregenden Stoffen in Berührung hatten oder sich über lange Zeit in mit krebserregenden Substanzen belasteten Räumen aufgehalten haben können an Lungenkrebs erkranken.
Allerdings kommt Lungenkrebs nicht plötzlich sondern entwickelt sich über Jahre hinweg. Was grosse Chancen bietet, geheilt zu werden – wenn man den Krebs denn frühzeitig entdeckt.
Wir als Krebs Spezialisten unterstützen die Früherkennung von Lungenkrebs und empfehlen das Lungenscreening mittels niedrig dosiertem CT.
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