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Es wird angenommen, dass 1864 zwei Gruppen von Cowboys,
die von benachbarten Farmen in Colorado stammten, das erste Rodeo
abhielten. Zweck war, festzustellen welche Gruppe die besseren
Fähigkeiten im Umgang mit den alltäglichen Arbeiten auf
einer Farm hatte.
Rodeo ist somit eine traditionelle US-amerikanische Sportart, die
sowohl von mexikanischen Vaqueros, den Hütern der Kampfstiere, und amerikanischen
Cowboys beeinflusst wurde. Aber wie ist das Rodeoreiten eigentlich entstanden
und worum geht es da genau?
Die heute abgehaltenen Rodeos unterscheiden sich etwas
gegenüber dem Original im frühen 19. Jahrhundert. Die
primäre Herausforderung besteht in der Kunstfertigkeit mit dem
Lasso und die Fähigkeit möglichst lange auf einem bockenden
Tier zu reiten.
Rodeoreiten ist Geschicklichkeit, Ausdauer und Balance!
In den USA reiten auch heute noch Kuhhirten, die
Cowboys (wörtlich "Kuhjungen"), mit ihren Viehherden
Durch die Prärie. Für ihre Arbeit benötigen sie viel
Geschicklichkeit und ganz ungefährlich ist das auch nicht.
Von Zeit zu Zeit treffen sich die Cowboys, um in
Wettkämpfen ihre Geschicklichkeit und Kraft untereinander zu
messen. Und diese Wettkämpfe nennt man Rodeos. Es gibt kleinere
Rodeos und richtige Grossveranstaltungen.
Der Klassiker unter den Rodeo-Disziplinen. Beim
Rodeo gibt es viele Disziplinen. Die weithin bekannteste ist
sicherlich, ein störrisches Wildpferd mit dem Lasso einzufangen
und zu reiten. Da das Pferd keinen Reiter gewöhnt ist, wehrt es
sich natürlich gegen Sattel und Reiter. Das macht es, indem es
sich wild aufbäumt und springt.
Es will den Reiter hinunter werfen. Irgendwann macht es
sozusagen schlapp und wird gefügig. Aber nur, wenn der
Rodeoreiter gut genug ist. Und darin liegt der Wettbewerb. Wer hält
sich am längsten auf dem rasenden Wildpferd?
Ein anderer Wettbewerb ist das Wettreiten um einen mit
Tonnen abgesteckten Parcours. Neben dem Reiten auf wilden oder
halbwilden Pferden, das so genannte "bronco riding", gibt
es noch das Bullenreiten, das "bull riding". Auch hier muss
sich der Reiter möglichst lange auf dem Tier halten, ohne
abgeworfen zu werden.
Beim "bull wrestling" muss ein Rodeoreiter
einen Stier zu Boden werfen. Das Einfangen von Kälbern mit einem
Lasso wird "calf roping" genannt. Natürlich sind der
Fantasie der Rodeoveranstalter keine Grenzen gesetzt. Und so gibt es
noch zahlreiche andere Rodeodisziplinen.
Die "Professional Rodeo Cowboys Association"
ist ein Verband professioneller Rodeoreiter, der etwa 700 Rodeos pro
Jahr organisiert. Auch Colleges und High Schools veranstalten in den
USA Rodeos. Das berühmte National Finals Rodeo wird jeden
Dezember zehn Tage lang in Las Vegas ausgetragen. Dort treffen die
besten Wettkämpfer jeder Disziplin aufeinander.
Rodeo ist nicht nur für die Rodeoreiter
gefährlich. Auch die Tiere können verletzt werden. Gegner
von Rodeoveranstaltung meinen deshalb, dass Rodeo nichts anderes als
Tierquälerei ist. Sie behaupten, dass die Tiere keinesfalls wild
sind, sondern die eher das Leben von Zirkustieren führen.
Sie würden immer wieder eingesetzt, und ihre
angebliche Wildheit würde Durch Sporen, Elektroschocker und
andere schmerzhafte Dinge künstlich erzeugt. Nun, "Schwarze
Schafe" gibt es überall.
Genau hier geht es weiter mit unserem Bullriding.
Um genau zu sein: mit Riding auf mechanischen Bullen.
Ziel ist auch hier möglichst lange auf dem Bullen
zu bleiben. Wer es ganz genau mit den (Rodeo-) Regeln nehmen möchte,
darf sich nur mit einer Hand festhalten und mit dem freien Arm
keinesfalls den Bullen berühren.