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Die Geschichte der AGB
Die „Alte Glaibasler“ (AGB) werden im Jahre 2023 ihr 100-jähriges Bestehen feiern können. Aber eigentlich wäre diese traditionsverbundene Clique schon um einige Jahre älter. Bereits im Jahre 1914 gründeten nämlich ein paar eingefleischte Fasnächtler eine Clique mit dem gleichlautenden Namen. In Folge der Kriegswirren des ersten Weltkrieges löste sich diese Vereinigung aber ein Jahr später schon wieder auf. Die gleichen Leute schlossen sich 1921 in einem zweiten Anlauf zur „Basler Fasnachtsgesellschaft“ zusammen. Nachdem man aber die Clique in der Öffentlichkeit zu oft mit dem Fasnachts-Comité verwechselt hatte, mussten sich die Mitglieder einen neuen Namen suchen.
Zur gleichen Zeit begannen sich aber auch innerhalb der damals 39 Fasnächtler umfassenden Clique Spannungen aufzubauen. Es bestand insbesondere eine Rivalität zwischen Gross- und Kleinbaslern. Beide Gruppierungen träumten von einer Clique in ihrem Stadtteil. So kam es wie es kommen musste.
Der Kleinbasler Teil gründete am 27. November 1922 die zweite Auflage der „Alte Glaibasler“ und einen Tag später zog der Grossbasler Teil nach und rief die „Sans Gène“ ins Leben.
Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte der Fasnachtswelt und somit auch der AGB einen enormen Aufschwung. Gleichzeitig realisierten die „AGB-ler“ aber auch, dass die Nachwuchsförderung in den vorangegangenen Jahren allzu stark vernachlässigt worden war. Sogleich wurden die notwendigen Hebel in Bewegung gesetzt und 1947 die „Setzlig“ gegründet. Die „Setzlig“ feierten im Jahr 2017 ihr stolzes 70-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2019 wurden die „Setzlig“ umbenannt in die „Junge Garde“. Seit 2021 können sowohl Knaben wie Mädchen bei der Jungen Garde Fasnacht machen.
Die AGB legt grossen Wert darauf, dass die Jungen Fasnächtler nicht nur die Kunst des Trommelns und Pfeifens erlernen, sondern aktiv mithelfen eine Fasnacht auf die Beine zu stellen. Dazu gehört beispielsweise auch das cachieren der eigenen Larve oder der Bau des Requisites. Ausserhalb der Fasnachtszeit treffen sich die Mitglieder der Jungen Garde zu geselligen Anlässen wie zum Beispiel zu einem Weekend bei dem das Sujet bestimmt wird.
Ende der 80-er Jahre begannen sich die „AGB-ler“ ernsthaft zu überlegen, ob für die älteren Mitglieder der Clique nicht eine Alte Garde ins Leben gerufen werden sollte. Die Interessen der einzelnen Stammmitglieder wichen aufgrund der grossen Altersunterschiede teilweise sehr stark voneinander ab. Nach mehrmaligen Vorstössen und einer intensiven Vorbereitung wurde die Alte Garde der AGB an der Generalversammlung 1992 gegründet. Im Jahr 2017 konnte die Alte Garde ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Seit 2010 macht sie mit der Alten Garde der Spezi zusammen Fasnacht.
Während all der Jahre blieb die AGB, im Gegensatz zu manch anderer Clique, ein reiner Männerverein. Selbstverständlich steht die Fasnacht im Zentrum des Cliquenlebens. Daneben wird aber auch das Vereinsleben mit internen Anlässen sowie an Anlässen in der Stadt gepflegt. So machte sie zum Beispiel mehrmals mit einer „Beiz“ am Basel Tattoo mit und ist seit zehn Jahren mit einer Bar an der offiziellen 1. August Feier am Rheinsprung vertreten.
Die AGB besteht heute aus ca. 70 Aktiv- und ca. 150 Passivmitgliedern sowie ca. acht Jungen. Den Cliquenkeller an der Hammerstrasse musste die AGB im Jahre 2018 schweren Herzens aufgeben.