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Konzerthaus, Berlin
Der 39-jährige Kolumbianer Andrés Orozco-Estrada zählt zu den interessantesten und meistgefragten Dirigenten-Persönlichkeiten der jüngeren Generation. Längst ist er mit großen Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem London Philharmonic und den US-amerikanischen Orchestern in Philadelphia, Cleveland und Chicago aufgetreten; im Mai dieses Jahr steht sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern an. Seit der Spielzeit 2014/15 ist Orozco-Estrada Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt und Music Director beim Houston Symphony. Geboren 1977 in Medellín, kam er mit 19 Jahren als Dirigierstudent nach Wien, wo er noch heute lebt. Neben Klassik und Romantik engagiert sich der Kolumbianer besonders für zeitgenössische Komponisten aus Europa und Südamerika. Auch als CD-Dirigent ist Orozco-Estrada erfolgreich: Nach Sinfonien von Mendelssohn, Dvořák und Brahms hat er kürzlich einen Strauss-Zyklus mit dem hr-Sinfonieorchester begonnen.
Die aus Kolumbien stammende Sopranistin Juanita Lascarro erhielt ihre Gesangsausbildung in ihrer Geburtsstadt Bogotá und an der Musikhochschule Köln. Seit 2002 ist sie Mitglied im Ensemble der Oper Frankfurt, wo sie seitdem vor allem die großen Mozart-Partien, aber auch Händel, Puccini und Strauss sowie die Titelrollen in Donizettis Lucia di Lammermoor und Bergs Lulu singt. Auch in Opern von Zemlinsky und Henze, in Martinůs Oper Griechische Passion und Leoncavallos La Bohème ist die Sängerin aufgetreten. Regelmäßige Gastspiele führten sie an die Opernhäuser in Wien, London und Barcelona; an der Deutschen Oper Berlin sang sie die Daphne (Strauss). Gleichzeitig ist Juanita Lascarro eine vielgefragte Konzertsängerin, deren Repertoire von Händel-Oratorien über Strauss’ Vier letzte Lieder bis zu Kurt Weill reicht. Mit den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker führte sie die Bachiana Brasileira Nr. 5 von Villa-Lobos in Berlin, London und Salzburg auf.
„América Salvaje“ (2006)
„Morgen“ op. 27 Nr. 4 (1894)
„Traum durch die Dämmerung“ op. 29 Nr. 1 (1895)
„Liebeshymnus“ op. 32 Nr. 3 (1897)
„Cäcilie“ op. 27 Nr. 2 (1897)
Serenata „La calle está desierta“ (1977)
„Cuando lejos, muy lejos“ (1977)
„Algún día“ (1980)
„Le Sacre du Printemps“ (1913)
PROGRAMM
Der Start von Young Euro Classic 2017 ist Anfang Juli bereits in Sichtweite – und das kolumbianische Jugendorchester erhöht noch die Vorfreude auf die neue Festivalsaison! Von Venezuela aus ist „El Sistema“ der erfolgreichen Orchesterarbeit mit Kindern und Jugendlichen berühmt geworden; inzwischen hat auch Kolumbien nachgezogen. Nun machen die jungen Musikerinnen und Musiker aus Südamerika auf ihrer ersten Europa-Tournee Station im Berliner Konzerthaus. Und wie gut das Colombian Youth Philharmonic ist, will es an einem der spektakulärsten Werke der Moderne beweisen: Strawinskis Le Sacre du Printemps. Dazu bringt es einen charismatischen Dirigenten mit, der mit seinen 39 Jahren längst in allen großen Konzertsälen dieser Welt zu Hause ist: den Kolumbianer Andrés Orozco-Estrada. Ihm zur Seite steht eine Sopranistin, die Deutschland zu ihrer zweiten Heimat erwählt hat: Juanita Lascarro singt Lieder von Richard Strauss und dem kolumbianischen Nationalkomponisten Jaime León.