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Es wachse die Einsicht, dass es mehr im Interesse der USA liege, ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union als mit Grossbritannien zu schliessen, berichtete die "Times" am Samstag unter Berufung auf dem US-Präsidialamt nahestehende Kreise. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe Trump davon überzeugt, dass ein Abkommen mit der EU leichter zu erreichen sei, als dieser bislang angenommen habe.
Trump habe Merkel zehn Mal gefragt, ob die USA ein bilaterales Handelsabkommen mit Deutschland schliessen könnten, zitierte die Zeitung einen nicht näher genannten ranghohen deutschen Politiker. Jedes Mal habe Merkel geantwortet, ein solches Handelsabkommen könne nur mit der EU vereinbart werden. "Bei der elften Ablehnung hat Trump schliesslich kapiert: 'Oh, dann machen wir eben mit Europa einen Vertrag'", wird der Politiker zitiert.
Ein rasches Abkommen der USA mit der EU könnte ein Problem für die britische Premierministerin Theresa May werden. Erst nach dem für 2019 erwarteten Austritt ihres Landes aus der EU könnte sie ein eigenes Handelsabkommen mit den USA schliessen.
(Reuters)