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Solidarität mit Kriegsbetroffenen
Seit 1995 pflegen die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn die ökumenische Partnerschaft Palmyrah mit der Diözese Jaffna der Church of South India. Die Partnerschaft entstand mitten im Bürgerkrieg als Zeichen der Solidarität mit den kriegsbetroffenen Menschen im Norden Sri Lankas.
Im Rahmen der Partnerschaft entstand ein Projekt, das zwei Ziele verfolgt: Die Unterstützung der Menschen im kriegsversehrten Sri Lanka und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit in der Schweiz für die Anliegen der Betroffenen. Zu Letztgenanntem gehört auch der Kontakt zur Diaspora in der Schweiz.
Palmyrah unterstützt die Projekte finanziell und konzeptionell und beteiligt sich an friedenspolitischen Aktivitäten in der Schweiz. Palmyrah arbeitet direkt an der Basis und kann dort mit geringem administrativem Aufwand viel erreichen. Dank der guten Vernetzung kann Palmyrah seine Projekte auch unter schwierigsten politischen Bedingungen durchführen.
Seit Ende des Bürgerkrieges im Jahr 2009 hat sich die Lage auf der Insel verbessert, obwohl die ethnischen Spannungen zwischen Singhalesen, Tamilen und Muslimen anhalten und wichtige Probleme, die dem Konflikt zugrunde liegen, noch nicht gelöst sind.
Der Alltag der tamilischen Bevölkerung im Norden des Landes ist weiterhin von Entbehrungen geprägt. Wegen des kollektiven Traumas, den vielen Kriegsverletzten, den 40.000 Kriegswitwen und der schwierigen wirtschaftlichen Situation mit hoher Arbeitslosigkeit, ist noch keine Normalität eingekehrt.
Palmyrah leistet im Kontext der Kriegsvergangenheit und der unsicheren politischen Situation wichtige psycho-soziale und berufsbildende Unterstützung, speziell für Frauen.