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Louis Conzett plant seinen Leuchtturm im Kleinhüninger Hafen an einem neuen Standort. Wie die Basler Zeitung (BaZ) schreibt, schlägt Conzett in einem Brief an Regierungsrat Hans-Peter Wessels vor, den Leuchtturm auf dem Nassgrundstück 9060B zu bauen. Der neu ins Spiel gebrachte Standort gehört dem Kanton Basel-Stadt.
Das Grundstück liegt in der Nähe der Wiese-Mündung, ungefähr 400 Meter vom Dreiländereck entfernt. Conzett will seinen Leuchtturm anscheinend ins Wasser stellen und eine Brücke bauen, um das Bauwerk vom Ufer aus zu erschliessen. Der neue Standort sei auch deshalb ideal, weil es sich hier «etwas grosszügiger» bauen liesse, wird Conzett in der «BaZ» zitiert. Und: «Der Leuchtturm würde das Projekt Rheinhattan nicht stark tangieren, zumal es sich um ein schlankes Gebäude handelt.» Auch hinsichtlich des Schattenwurfes gäbe es kaum Probleme.
«Eine Aufwertung»
Unterschrieben hat das Schreiben an Regierungsrat Hans-Peter Wessels neben Louis Conzett auch Georges Böhler, Präsident des Dorfvereins Pro Kleinhüningen. «Der Leuchtturm ist eine Aufwertung. Und dies nicht nur für Kleinhüningen, sondern auch für Basel», steht unter anderem in dem Schreiben.
Am 19. Mai 2014 hatte Conzett, ein früherer Kapitän zur See, den Medien anlässlich einer Schifffahrt mit der MS Christoph Merian verkündet, sein Leuchtturm werde 125 Meter hoch, dazu eine 30 Meter lange Antenne. Im Jahr 2018 soll das Bauwerk stehen. In den 26 Stöcken sollen ein Hotel, zwei Restaurants sowie Büro- und Sitzungsräumlichkeiten Platz finden.
Im Mai hatte Conzett auch erklärt, die Baubewilligung werde in wenigen Wochen vorliegen. Dies sei bis heute nicht der Fall, sagte Conzett diese Woche der «BaZ». Schuld daran sei vor allem die Basler Regierung: «Wir wären parat, aber die Regierung tut sich schwer.»
Würde der Leuchtturm gebaut, wäre er der zweithöchste der Welt. Und würde das grösste Leuchtfeuer Europas erzeugen, das bis zu 40 Kilometer weit zu sehen wäre.
Im Leuchtturm sollten auch 60 bis 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Investition werde 110 Millionen Franken kosten, finanziert von einer in der Schweiz bekannten Persönlichkeit. Wer der Investor ist, will Conzett aber partout nicht verraten – auch nicht gegenüber dem «Vogel Gryff». Die Anfrage der Kleinbasler Zeitung bei Conzett selber und bei der Firma «Pro Leuchtturm Basel» blieb unbeantwortet.