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Die Entwicklung im Oktober fiel mit Ausnahme des Energiesektors durch die Bank schwach aus. Die Warenherstellung der Industrie fiel um 2,0 Prozent, das Baugewerbe schränkte seine Herstellung um 1,3 Prozent ein. Die Energieproduktion stieg dagegen kräftig um 5,1 Prozent. Innerhalb der Industrie ging die Produktion durchweg zurück. Es wurden weniger Vorleistungs-, Investitions- und Konsumgüter gefertigt.
Analysten relativierten die schwachen Zahlen, indem sie auf eine geringere Anzahl an Arbeitstagen wegen Feier- und Brückentagen hinwiesen. Die Industrieproduktion zeige erneut, wie anfällig sie gegenüber Wetter- und Urlaubseffekten sei, kommentierte ING-Diba-Chefökonom Carsten Brzeski. Das Analysehaus Capital Economics räumte zwar ein, dass der Start in das vierte Quartal schwach ausgefallen sei. "Allerdings ist es möglich, dass der Produktionsrückgang in den verbleibenden Monaten des Jahres wettgemacht wird."
Auch das Bundeswirtschaftsministerium verwies auf einen Brückentagseffekt, der die Produktion im Oktober gedämpft haben dürfte. "Die günstige Auftragslage und vor allem die optimistischeren Geschäftserwartungen sprechen jedoch für eine Fortsetzung der guten Industriekonjunktur." Am Mittwoch hatte das Statistische Bundesamt einen abermaligen Auftragszuwachs für die Industrie gemeldet. Wirtschaftliche Stimmungsindikatoren für den Sektor rangieren seit längerem auf sehr hohem Niveau./bgf/tos/she
(AWP)