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Forscher der Universität Michigan haben eine App zur Gesichtserkennung von gefährdeten Affen entwickelt. Damit soll eine weniger invasive Überwachung der Primaten möglich sein, denn das Fangen und Markieren ist für sie ein grosser Stressfaktor.
Gleichzeitig soll mit dem cleveren Programm aber auch der illegale Handel mit den Tieren bekämpft werden. Ranger könnten so in Zukunft mit einem simplen Foto von ihrem Smartphone aus einen gefangenen Schimpansen identifizieren, schreibt das Magazin «Futurism».
Die Wissenschaftler der US-Universität haben in einem ersten Schritt eine Datenbank mit Tausenden Fotos von Goldaffen, Lemuren und Schimpansen erstellt. Diese Daten verwendeten sie später, um ein neuronales Netzwerk zu bilden, das sehr spezifische Attribute wie die Fellfarbe, die Pupillenform oder den Abstand zwischen Nase und Stirn identifizieren konnte. Jedes so gekennzeichnete Tier kann später erkannt werden
Ein Projekt der australischen NGO The Nature Conservancy nutzt ebenfalls künstliche Intelligenz, um Unterwasser-Wildtieren zu helfen. Die hier angewandte Software erkennt jedoch nicht die Gesichter der Fische, sondern identifiziert lediglich ihre Art. Ziel dieses Projekt ist es, die Überfischung zu reduzieren und präzisere Daten zu kommerziellen Schiffsbetrieben zu erhalten.