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Der Schweizer Meister 2015 könnte in der kommenden Saison direkt für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert sein. Doch das hängt auch davon ab, wer im Mai die Champions und wer die Europa League gewinnt. Am Donnerstagabend finden die Hinspiele der Viertelfinals in der Europa League statt.
Es geht tatsächlich mit noch mehr Geld. Nachdem in den letzten fünf Austragungen der Champions League pro Saison jeweils rund eine Milliarde Euro an die teilnehmenden Clubs verteilt wurden, sind im Füllhorn der Uefa ab 2015 jeweils 1,25 Milliarden Euro. Um so erstrebenswerter ist es, die Gruppenphase der Königsklasse zu erreichen. Und wer sich Ende Mai als Schweizer Meister krönt, darf sogar darauf hoffen, dass er ohne Qualifikationsspiele in den auserlesenen Kreis von 32 Mannschaften kommt, an die das grosse Geld verteilt wird.
Allerdings haben bloss Teams der ersten 12 Nationen der Uefa-Rangliste mindestens einen direkten Platz in der Gruppenphase der Champions League garantiert. Die Schweiz lag am Stichtag in der entscheidenden Uefa-Tabelle auf dem 13. Rang.
Der Meister der 13. Nation musste bislang darauf hoffen, dass der Sieger der Champions League in seiner heimischen Liga so gut platziert ist, dass er sich direkt für die Gruppenphase qualifiziert. So konnte der 13. jenen Platz erben, der für den Titelverteidiger der Champions League reserviert war. Auf diesem Weg erreichte der FC Basel direkt die Gruppenphase der Champions-League-Saison 2014/2015.
Noch eine Hürde
Nun kommt 2015 aber eine weitere Hürde hinzu (siehe Video oben): Neu erbt erst der Sieger der Europa League einen eventuell frei werdenden Platz des Champions-League-Titelverteidigers. Und erst, wenn auch der Sieger der Europa League sich in der eigenen Liga sowieso schon einen Platz in der Gruppenphase gesichert hat, rückt der Meister des Landes auf Rang 13 der Uefa-Rangliste nach.
Das beudetet, dass der FC Basel, mit zehn Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz derzeit auf bestem Weg, seinen Schweizer Titel zu verteidigen, gespannt auf den Europacup blickt. Vor allem die Europa League könnte den Baslern nämlich die zweite direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League vermiesen. Bei mindestens der Hälfte der noch im Wettbewerb vertretenen Teams ist es nämlich höchst unwahrscheinlich, dass sie sich in ihrer Liga einen Platz in der Königsklasse ergattern.
Der Blick auf die Situation vor den Viertelfinals von Champions und Europa League: Der FCB – oder wer auch sonst Schweizer Meister wird – muss darauf hoffen, dass jeweils ein grün eingefärbtes Team den Pokal in die Höhe stemmt.
|Champions League|
|Verein||Qualifikation für die CL via Liga|
|Atletico Madrid||fraglich|
|Real Madrid||sehr wahrscheinlich|
|FC Barcelona||sehr wahrscheinlich|
|Juventus Turin||sehr wahrscheinlich|
|AS Monaco||unwahrscheinlich|
|Paris St-Germain||sehr wahrscheinlich|
|FC Porto||sehr wahrscheinlich|
|FC Bayern||sehr wahrscheinlich|
|Europa League|
|Verein||Qualifikation für die CL via Liga|
|FC Sevilla||fraglich|
|Zenit St. Petersburg||sehr wahrscheinlich|
|FC Brügge||wahrscheinlich|
|Dnipropetrowsk||unwahrscheinlich|
|Dynamo Kiew||sehr wahrscheinlich|
|AC Fiorentina||unwahrscheinlich|
|VfL Wolfsburg||sehr wahrscheinlich|
|SSC Napoli||unwahrscheinlich|