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"Les chants sacrés de Tbilissi"
Georgische Polyphonien.
Das im 4. Jahrhundert zum Christentum konvertierte Georgien besitzt eine Chortradition mit sehr alten Wurzeln. Bereits der griechische Historiker Xenophon zeugte von der ausserordentlichen Vielfalt der Gesänge und Kriegstänze der Stämme dieser Region. Die polyphonen, in georgischer Sprache intonierten Gesänge entstammen einer jahrhundertealten Tradition, die in Sprache und Kultur von den durch die verschiedenen Invasoren hinterlassenen Wunden geprägt ist. Die Festgesänge lassen sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen.
Damals umfassten die Lieder alle Bereiche des sozialen Lebens, von der Feldarbeit bis hin zu Heilungs- oder Weihnachtsliedern. Sie sind auch heute noch sehr lebendig, wie die rege Tätigkeit des Vokalensembles Basiani, das im Jahr 2000 unter der Schirmherrschaft des Patriarchats der georgischen Kirche gegründet wurde, und die Aufnahme des georgischen polyphonen Gesangs im Jahr 2001 durch die UNESCO in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit belegen.