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<h2>SubmittedText<h2><p>Das St. Galler Unternehmen Home Sampling hat kürzlich in der Schweiz einen Covid-19-Speicheltest auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zum üblichen PCR-Test, der durch einen Nasen- und Rachenabstrich erfolgt und somit zwingend von einer Drittperson durchgeführt werden muss, erfolgt dieser Test durch die Selbstentnahme von Speichel. Laut den zur Verfügung stehenden Studien ist er ebenso zuverlässig wie die üblichen PCR-Tests. </p><p>Speicheltests haben mehrere Vorteile:</p><p>- Selbst durchgeführt ermöglichen sie es, infizierte Personen und ihre Kontakte rascher zu erkennen und zu isolieren. </p><p>- Es werden Ressourcen gespart und das medizinische Personal wird keinem Infektionsrisiko ausgesetzt.</p><p>- Sie sind weniger schmerzhaft als der Nasen- und Rachenabstrich und eignen sich deshalb besonders gut bei Kindern.</p><p>Ich bitte deshalb um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>- Zieht der Bundesrat in Betracht, im Rahmen der Teststrategie auch solche Speicheltests zu verwenden?</p><p>- Ist der Bundesrat auch der Ansicht, dass die Tests eine Option wären, um das Virus bei Kindern festzustellen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Speichelanalyse als zusätzlicher Test neben der herkömmlichen Methode (Nasen-Rachen-Abstrich) ist eine interessante Option. Die Speichelentnahme ist einfach durchzuführen und erfordert kein Fachpersonal. Es ist daher möglich, sich die Probe zu Hause selbst zu entnehmen und an das Labor zu schicken. Dem Bundesrat ist diese neue Methode bekannt, und er prüft deren Anwendung. Derzeit kann nur eine kleine Zahl von Laboratorien diese Art von Proben bearbeiten. Allerdings sind mehrere Laboratorien dabei, die Speichelanalysen zu validieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erachtet den Nasen-Rachen-Abstrich nach wie vor als "Goldstandard". Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft jedoch die Möglichkeit, Speicheltests in besonderen Situationen zu empfehlen.</p><p>2. Die neuesten veröffentlichten Studien zeigen, dass Speichel ein geeignetes Material für die Diagnose von SARS-CoV-2-Infektionen bei Erwachsenen ist. Für die Anwendung bei Kindern ist die Datenlage aktuell noch zu gering. Es werden jedoch entsprechende Studien durchgeführt. Das BAG beobachtet dies sehr genau, auch, weil die Durchführung eines Nasen-Rachen-Abstriches bei einem Kind eine invasive und unangenehme, manchmal sogar schmerzhafte medizinische Massnahme darstellt. Eine erleichterte Probenahme ist daher zu begrüssen.</p>  Antwort des Bundesrates.