Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03626.jsonl.gz/2329

Diabetes Typ-2 lässt das Gehirn schneller altern. So das Fazit einer Studie aus England.
Wissenschaftler werteten Daten von knapp 20000 Personen aus. Untersucht wurden abstraktes Denken, exekutive Funktionen, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Reaktionszeit und Zahlengedächtnis.
Abnahme der Gehirnfunktion
Normalerweise kommt es im Alter bei den exekutiven Funktionen, also den Fähigkeiten, Entscheidungen zu treffen, zielgerichtet zu handeln oder auch die Kontrolle von Impulshandlungen, zu einem Rückgang um 1,9 Prozent pro Jahr. Bei den untersuchten Typ-2-Diabetikern betrug der Abfall allerdings 13,1 Prozent.
Sichtbare Ergebnisse
Auch in anderen Bereichen war der Rückgang erheblich grösser. Ausser im abstrakten Denken, dort gab es keine Unterschiede zu den Nicht-Diabetikern. Die Magnetresonanztomografie machte die Ergebnisse sichtbar. Die graue Hirnsubstanz war deutlich kleiner als bei der normalen Alterung.
Gestörte Durchblutung
Der Grund liegt in der Insulinresistenz. Sie verhindert, dass Glukose in die Zellen gelangt. Die Nervenzellen im Gehirn sind aber auf Zucker als Energieträger angewiesen. Hinzu kommt, dass viele Typ-2-Diabetiker weitere Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte haben. Diese fördern die Atherosklerose und vermindern die Durchblutung im Gehirn zusätzlich.