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David "Dave" Grohl
geboren am 14.1.1969 in Warren, OH, USA
Alias Dave Grohl
Links www.imdb.com (Italienisch)
Dave Grohl
David Eric Grohl (* 14. Januar 1969 in Warren, Ohio) ist ein US-amerikanischer Musiker. Er war Schlagzeuger der Bands Scream (Hardcore-Punk), Nirvana (Grunge) und Queens of the Stone Age (Stoner-Rock) und ist seit 1995 Sänger und Gitarrist der Foo Fighters, die er selbst gegründet hat.
Karriere
Grohl wuchs in Springfield, Virginia, in der Nähe von Washington D.C. auf. Als er sechs Jahre alt war, trennten sich seine Eltern und er lebte fortan bei seiner Mutter. Grohl wuchs nach eigenen Angaben in eher bescheidenen Verhältnissen auf: "Wir waren nicht arm, aber wir hatten nie Geld, um in Restaurants zu gehen oder in den Urlaub zu fahren."[1]
Seine musikalische Laufbahn startete Grohl als Jugendlicher hinter dem Schlagzeug verschiedener Schüler-Punk-Rock-Bands in der Washingtoner Underground-Szene. Er spielte in Musikformationen wie Freak Baby (seiner ersten richtigen Band) oder Drain Bamage, bevor er im Alter von 17 Jahren der Schlagzeuger der Band Scream wurde, mit der er zwei Alben aufnahm und auf Tourneen durch die USA und Europa ging.
Nach der Auflösung von Scream ersetzte Grohl 1990 Chad Channing bei der Grunge-Band Nirvana und nahm gemeinsam mit Kurt Cobain (Gesang, Gitarre) und Krist Novoselic (Bass) 1991 das legendäre Album Nevermind auf.
Kurz nach dem Einstieg bei Nirvana nahm er unter einem Psyeudonym die Kassette Poketwatch auf, auf der er alle Instrumente selbst spielte. Der Name des Projektes war Late!.
Nach dem Tod des Sängers Kurt Cobain am 5. April 1994 beschloss Grohl, eigene Songs aufzunehmen. Er spielte im Studio alle Instrumente selbst ein. Nachdem er im Oktober 1994 mit den Aufnahmen fertig war, beschloss er anstatt eines Solo-Projektes eine Band zu gründen. Im Juni 1995 erschien das erste Album der Foo Fighters, das nach der Band benannt wurde. Von 1997 bis 2011 folgten acht weitere Alben. Hin und wieder arbeitete Grohl auch mit anderen, befreundeten Bands zusammen. Zu hören ist er unter anderem auf den beiden Alben Human Beans und Same der Band Earthlings? des ehemaligen Scream-Sängers Pete Stahl, die bei dem Label Crippled Dick Hot Wax! veröffentlicht wurden, sowie Doll Revolution von den Bangles und David Bowies Heathen. Des Weiteren hat er die Drumparts im ersten und zweiten Album von Tenacious D, der Band von Jack Black, eingespielt. In deren Videoclip zu Tribute und in deren Film Kings of Rock Tenacious D spielte er den Satan und trat auch mit dieser Band in einigen Fernsehshows auf. Unter dem Pseudonym Dale Nixon spielte Grohl Schlagzeug auf der Solo-EP von King Buzzo, Gitarrist der Band Melvins. 1990 entstanden Aufnahmen des Projektes Harlingtox A.D. mit befreundeten Musikern aus der Washington DC Musikszene und dem Holländer Tos Nieuwenhuizen, die 1996 auf dem kleinen Label Laundry Room Records in einer kleinen Auflage erschienen ist. Stilistisch kann dieses Album dem experimentellen Grunge zugerechnet werden.
2002 war er vorübergehend Mitglied der Band Queens of the Stone Age, mit der er als Schlagzeuger das Album Songs for the Deaf aufnahm.
2003 half Grohl wieder als Schlagzeuger aus, diesmal bei der britischen Band Killing Joke. Am 2. Februar 2004 erschien Probot, das Album seines gleichnamigen Heavy-Metal-Projektes, für das er mit verschiedenen Musikern der Heavy-Metal-Szene der 1980er Jahre (u. a. Lemmy Kilmister von Motörhead und Max Cavalera von Sepultura bzw. Soulfly) zusammenarbeitete.
2005 übernahm Grohl auf dem Album With Teeth von Trent Reznors Band Nine Inch Nails einen Großteil der Drumparts.
Grohl spielte Schlagzeug auf einigen Songs des Albums Four on the Floor von Juliette and the Licks, welches im Herbst 2006 erschien.
Am 7. Juni 2008 schaffte es Dave Grohl, im Rahmen des mit über 86.000 Zuschauern bis dahin größten Foo Fighters-Konzerts, Led Zeppelins Jimmy Page und John Paul Jones zu einem gemeinsamen Auftritt im Londoner Wembley-Stadion zu bewegen. Zu dem Lied Rock and Roll stellte sich Taylor Hawkins ans Mikrofon, während Grohl Schlagzeug spielte und sich damit zumindest ein Teil seines Traumes erfüllte, einmal sein Vorbild[2] John Bonham zu vertreten. Den Song Ramble on sang Grohl wieder selbst, und Hawkins setzte sich wieder an sein Schlagzeug. Nach den beiden gemeinsam dargebotenen Led-Zeppelin-Klassikern kommentierte Dave Grohl den Auftritt mit Willkommen zum verdammt noch mal besten Tag meines Lebens!.
Derzeit ist er als Schlagzeuger in seinem Nebenprojekt Them Crooked Vultures tätig.
Auf dem im April 2010 erschienenen Album von Slash spielte Grohl bei dem Song Watch this Schlagzeug.
Am 23. Februar 2011 gewann Dave Grohl als erster amerikanischer Künstler den NME Godlike Genius Award.
Privatleben
Von 1993 bis 1997 war Grohl mit der Fotografin Jennifer Youngblood verheiratet. Nach der Trennung führte er Beziehungen mit Louise Post von Veruca Salt, der Solokünstlerin Melissa Auf der Maur und der Snowboarderin Tina Basich.
Im August 2003 heiratete Grohl seine zweite Frau, Jordyn Blum. Das Paar hat zwei Töchter: Violet Maye (* 15. April 2006) und Harper Willow (* 17. April 2009).
Einzelnachweise
- Wikiquote: Dave Grohl Zitate
Bilder, Videos und Audiodateien
Mitglieder: Kurt Cobain | Krist Novoseli | Dave Grohl | Aaron Burckhard | Dave Foster | Chad Channing | Dale Crover | Dan Peters | Jason Everman | Pat Smear)
Alben: Bleach | Blew | Nevermind | Hormoaning | Nevermind: It's An Interview | Incesticide | In Utero | MTV Unplugged in New York | From the Muddy Banks of the Wishkah | Nirvana | Sliver: The Best of the Box
Weitere Veröffentlichungen: Live! Tonight! Sold Out!! | Singles | With the Lights Out | Classic Albums - Nirvana - Nevermind
Mitglieder: Jaz Coleman | Kevin Walker | Paul Ferguson | Martin Glover | Reza Udhin
Ehemalige Mitglieder: Paul Raven | Taif | Martin Atkins | Geoff Dugmore | Tom Larkin | Dave Grohl | Nick Holywell-Walker | Ben Calvert | Ted Parsons | Chris Kimsey | Troy Gregory
Studioalben: Killing Joke (1980) | Whats THIS For! (1981) | Revelations (1982) | Fire Dances (1983) | Night Time (1985) | Brighter Than a Thousand Suns (1986) | Outside the Gate (1988) | Extremities, Dirt & Various Repressed Emotions (1990) | Pandemonium (1994) | Democracy (1996) | Killing Joke (2003) | Hosannas from the Basements of Hell (2006)