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gundeldingerfeld ::: geschichte
Franz Burckhardt begann 1844 mit der Produktion von Bandwebemaschinen für die Seidenbandfabrikanten der Region. Etwas später wurden auch Maschinen zum sägen, bohren, pressen und pumpen hergestellt. August Burckhardt, sein Sohn, gründet 1893 die Maschinenfabrik auf dem Gundeldingerfeld am Rande der Stadt.
In der Fabrik wurden neuartige innovative Vakuumpumpen und Kompressoren gebaut. Bald schon beschäftigte die Fabrik 130 Arbeiter. Nach der Jahrhundertwende wurden die ersten starken Gaskompressoren hergestellt, die den Erfolg der Firma festigten. Die folgenden 40 Jahre wurden durch die Weltkriege und Wirtschafts-krisen bestimmt, die Firma konnte sich aber trotz allem gut behaupten.
1945, nach Beendigung des 2.Weltkrieges, beschäftigte die Fabrik bis zu 500 Arbeiter. Anfang der 60er Jahre erfolgte der Schulterschluss mit dem Sulzer Konzern. 10 Jahre später wird die Firma ganz von Sulzer übernommen. Sie kann aber eigenständig unter dem Namen "Maschinenfabrik Sulzer-Burckhardt" weitergeführt werden.
Im Jahr 1999 fällt der überraschende Entscheid den Produktionsstandort Basel aufzugeben. Der Grossteil der Produktion zieht zum Sulzerkonzern nach Winterthur, die Abteilung Gaskompressoren geht in die neue Greenfield AG ein.
Das ganze Areal wird an die Gundeldinger Feld Immobilien AG verkauft. Von Ihr erhält die Kantensprung AG das Areal im Baurecht zur Umnutzung.
gundeldinger feld ::: heute.
1999 beschloss die Maschinenfabrik Sulzer Burckhardt AG von Basel nach Oberwinterthur zu zügeln und das Fabrikareal im Gundeldinger Quartier zu verkaufen. Die neu gegründete Gundeldinger Feld Immobilien AG kaufte das Grundstück und übergab im Jahr 2000 die Verantwortung für die Umnutzung des Areals der ebenfalls für dieses Projekt gegründeten Kantensprung AG.
Die fünf Initianten Barbara Buser, Eric Honegger, Irene Wigger, Matthias Scheurer und Pascal Biedermann entwickelten im Laufe der letzten 12 Jahre das 12'000 m2 grosse Liegenschaft zu einem vielbesuchten Quartierzentrum. Über 70 Mieter beleben heute die sieben Hallen und 8 Bauten. Tagsüber arbeiten etwa 200 Menschen in Büros und Werkstätten, am Nachmittag kommen die Besucher der Freizeitaktivitäten dazu, die verschiedenen Restaurants, Bars und kulturellen Aktivitäten ziehen Besucher aus dem Quartier und der ganzen Stadt an.
Von Anfang an war das Gundeldinger Feld ein Pilotprojekt der 2000 Watt Gesellschaft. Mit den Mietern wurde eine Vereinbarung getroffen, die beide Seiten verpflichtet, den Energieverbrauch zu reduzieren. Jedes Jahr investiert die Kantensprung AG über 200'000.- in Energiesparmassnahmen, um die Gebäude schrittweise zu optimieren.
Auf den Dächern konnten bereits drei Photovoltaik-Anlagen installiert werden, weitere sind in Planung.
Die nötigen Umbauten und mieterspezifischen Baumassnahmen wurden mit wenigen Ausnahmen durch das baubüro insitu und Irene Wigger Architektin ausgeführt.