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Save the Children ist zutiefst besorgt über Berichte, dass mindestens ein Kind auf See während einer gefährlichen Bootsfahrt nach Lesbos gestorben ist. Kinder gehören zu den Tausenden von Menschen, die Berichten zufolge in gewalttätige Zusammenstösse an der griechischen Grenze zur Türkei verwickelt waren.
03.03.2020
Eine wachsende Zahl von Menschen, darunter Tausende von Kindern, steckt nun auf dem Weg von der Türkei nach Griechenland in der Schwebe. Viele schlafen im Freien bei grosser Kälte und haben keinen Zugang zu Unterkunft und Schutz. Bis Samstagabend versammelten sich mindestens 13.000 Menschen in Gruppen von mehreren Dutzend bis über 3.000 an den offiziellen Grenzübergängen in Pazarkule und Ipsala sowie an mehreren informellen Grenzübergängen. Die Anreise mit dem Boot hat ebenfalls zugenommen, was den Druck auf die bereits überlasteten Lager noch erhöht hat. Mehr als 40.000 Menschen sassen bereits in überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln fest - etwa vier von zehn von ihnen sind Kinder - und lebten unter unmenschlichen Bedingungen mit Berichten über eine sich verschlechternde körperliche und geistige Gesundheit.
Save the Children ist auch besorgt über Berichte, dass die griechische Regierung Asylsuchenden die Einreise verweigern und in den kommenden Monaten keine Asylanträge annehmen wird.
"Die Verweigerung von Asyl ist keine Lösung. Flüchtlinge und alle Asylsuchenden haben das Recht, um internationalen Schutz zu bitten, und sollten Unterstützung erhalten, unabhängig davon, ob sie sich in der Türkei oder in Europa befinden. Die Europäische Union muss Verantwortung übernehmen, indem sie ihre Umsiedlungsverpflichtungen verstärkt und dafür sorgt, dass die humanitäre Hilfe die Schwächsten erreichen kann.", sagt Karen Mets, leitende Beraterin zur Migration in Europa von Save the Children.
"Kinder müssen sofortigen Zugang zu Schutz haben und sollten nicht wie Schachfiguren in einem politischen Spiel über die Grenzen geschoben werden."