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In der ersten Septemberwoche hat in Varpalota die 13. Langgewehr-Weltmeisterschaft stattgefunden. Geschossen wurde mit historischen Gewehren über die Distanzen 300, 500, 600, 900 und 1000 Yards. Beteiligt waren Schützen und Schützinnen aus elf Nationen darunter auch zehn Teilnehmende aus der Schweiz.
Ein unvergessliches Erlebnis war die WM für den Rheintaler Herbert Grad vom Schwarzpulverschützenverein Altstätten, der die Wettkämpfe immer mit Originalwaffen bestritt. Der Unterschied zum normalen Schiessen über 50 oder 100 Meter bestand darin, dass die Gewehre eine abgestufte Visierung haben und mit mehr Schwarzpulver geladen wurden. Der Thaler holte in der Kombination über 300, 500 und 600 Yards mit 112 Punkten die Goldmedaille vor den Teamkollegen Adrian und Ulrich Eichelberger aus Madiswil.
Silbermedaillen über 300, 500 und 600 Yards
Der Sieg in der Kombination kam zustande mit drei Ehrenplätzen in den Einzelwertungen. Die erste Silbermedaille schoss Grad über 300 Yards mit der Originalwaffe und 42 Zählern hinter Sieger Adrian Eichelberger, der ebenfalls 42 Punkte, aber das bessere Schussbild hatte. Noch zweimal Silber holte Grad über 500 und 600 Yards. Beide Mal stand ihm Adrian Eichelberger vor der Aussicht, über 500 Yards 40:38 und über 600 Yards mit 35:32 Punkten.
Die WM verlief für das Schweizer Team buchstäblich goldig. Total holten die Schweizer acht Gold-, sieben Silber- und sechs Bronzemedaillen sowie zudem Silber und Bronze im Gruppenwettkampf.
Zum Teil war es recht windig, was das Schiessen über solch lange Distanzen erschwerte (1 Yard entspricht 0,9144 Meter). Erfolgreichste Schweizer waren Roland Frei aus Würenlos mit fünf Medaillen, davon vier aus Gold, Adrian Eichelberger aus Madiswil mit sieben Medaillen, davon zwei goldenen und eben Herbert Grad aus Thal mit einer Gold- und drei Silbermedaillen. Fast kurios mutet dagegen an, dass Hanspeter Rüfenacht aus Bottenwil, einer der besten Vorderlader-Schützen auf die normalen Distanzen, an dieser WM leer ausgegangen ist.