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Burg Grimmenstein seit 1416 Ruine
Die oberhalb von St. Margrethen gelegene Burg Grimmenstein war ein gefürchtetes Raubritternest. Im Jahr 1416 wurde das markante Bauwerk zerstört und nicht wieder aufgebaut.
ST. MARGRETHEN. Die Burg wird im Jahre 1254 erstmals urkundlich erwähnt. 1315 setzte Abt Heinrich von Ramstein vom Kloster St. Gallen (es war Eigentümerin grosser Gebiete im Rheintal und Appenzell) den aus dem Südtirol stammenden Ritter Wilhelm von Enne als neuen Burgherren und Vogt auf Grimmenstein ein.
Die kirchlichen Herren in St. Gallen und mit ihnen auch die Grimmensteiner Vögte drangsalierten die Bevölkerung immer stärker, was zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Schlachten auf Vögelinsegg und am Stoss führte. Im Zug der Feindseligkeiten wurde 1405 auch die Burg Grimmenstein von den Appenzellern erobert und teilweise zerstört.
1412 und damit sieben Jahre nach der Zerstörung bauten die Nachfahren von Wilhelm dem Dritten von Enne, die Brüder Georg und Wilhelm, die Grimmensteiner Burg wieder auf. Schon bald waren die beiden skrupellosen Brüder als Raubritter verhasst und gefürchtet. 1416 überfielen sie mit ihren Knechten ein auf dem Rhein verkehrendes Konstanzer Marktschiff und raubten es aus. Noch im gleichen Jahr wurde Neu-Grimmenstein von den erbosten Konstanzern angegriffen und endgültig zerstört.
Die Ruine wurde danach als Steinbruch genutzt. Nur zwei Schenkel des imposanten Turms und die Grundmauern blieben erhalten. Von 1936 bis 1938 wurde die Burgruine freigelegt, gesichert und unter Schutz gestellt. Heute ist Grimmenstein ein beliebtes Ausflugsziel ab Walzenhausen, zumal die Burg am vom Fernsehen bekannten Chumm-und-lueg-Weg und am Rheintal-Höhenweg liegt.