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Während bei uns die Sonne ihren Höchststand erreicht hat ist es in der Antarktis düster, es herrscht Polarnacht. Am Südpol, auf der Amundsen Scott-Base beginnt es erst wieder Anfang August zu dämmern, bevor die Sonne erstmals am 21. September um 04:48 Uhr aufgeht und bis am 21. September nicht mehr untergeht. Wäre doch jetzt die Zeit sich in der Freizeit Filme reinzuziehen. Geht leider nicht – die einzige Verbindung zur Zivilisation geht über Satelliten, und die meiste Bandbreite wird für die Wissenschaft verwendet.
Aber die Mitarbeiter der Amundsen-Scott-Base können sich nicht darauf verlassen von Netflix zur Unterhaltung Filme runter zu laden. Das liegt daran, dass das Internet zu langsam ist, um etwas zu streamen, sagte Josiah Horneman, ein Arzthelfer, der auf der Station arbeitet.
Die Antarktis ist nicht an das Netzwerk von Unterwasserkabeln angeschlossen, welche Daten rund um die Welt transportieren. So sind sämtliche Forschungseinrichtungen in der Antarktis auf Satelliten angewiesen.
Etwa fünf Stunden am Tag stellt das US-Militär ‘Defense Satellite Communication System’ der Amundsen-Scott-Base den Großteil ihrer Bandbreite für den Tag zur Verfügung. Aber das meiste davon wird von der Wissenschaft verwendet. Das bedeutet, dass jede Person nur sehr wenig Bandbreite für den persönlichen Gebrauch erhält. Das Hochladen eines TikTok-Videos dauert etwa 20 bis 30 Minuten, sagte Horneman.
Zwei weitere Satelliten bieten außerhalb dieser fünf Stunden Internet, aber dies ist extrem langsam und wird hauptsächlich zum Senden von E-Mails verwendet.
Das heißt aber nicht, dass wir nicht gemeinsam eine Show genießen können, solange sie im Voraus planen und eine DVD bekommen. „Jeden Sonntag versammeln wir uns in der Filmlounge zum Film-Sonntag“, berichtete Horneman in einem E-Mail an die Nachrichtenplattform Insider. Die Netflix-Show „Dark“ aus dem Jahr 2017 sei in dieser Staffel besonders beliebt gewesen, sagte er.
Heiner Kubny, PolarJournal; Originaltext: Marianne Guenot, Business Insider