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05. - 06. Mai 2018
05.05. -SAMSTAG
OPENING FILM:
Kunstmuseum Basel
Pablo Casals Aguirre (http://www.pablocasals.cl/), Basel, 2017, 5´20
Co-produced by : Pablo Casals Aguirre and
TRANSFER Global Architecture Platform (http://www.transfer-arch.com/)
Architekten: Christ & Gantenbein
Basel, Schweiz
2010-2016
(Wird direkt vor dem Film Unfinished Spaces gezeigt)
17:30 Unfinished Spaces
Alysa Nahmias, Benjamin Murray, Kuba, 2011, Farbe,
86´, S/e
1961, kurz nach der Revolution, beauftragte Fidel Castro und Che Guevara den kubanischen Architekten Ricardo Porro und die beiden italienischen Architekten Vittorio Garatti and Roberto Gottardi mit dem Umbau eines ehemaligen Golfplatzes zu einer nationalen Kunsthochschule. Der Bau wurde jedoch noch während der Revolution gestoppt. In Interviews mit dem noch lebenden Porro,
Archivaufnahmen von Fidel Castro und privaten Aufnahmen ehemaliger Studenten, zeichnet der Film den Bau und die Entwicklung der kubanischen Kunsthochschule nach, welche bis heute genutzt wird, aber unvollendet bleibt.
19:30 Francis Kéré, an Architect Between
(Daniel Schwartz, 19 min, 2016, Schweiz, Ov/e)
Der Architekt Francis Kéré ist weltweit dafür bekannt, seine Kenntnisse im traditionellen Handwerk zu nutzen, um das soziale, wirtschaftliche und politische Umfeld in seiner Heimat Burkina Faso und zahlreichen anderen Ländern zu verbessern. Dieser Film dokumentiert Projekte, die Kéré in den vergangenen 15 Jahren bearbeitet hat. Er zeigt den Architekten in Aktion zwischen seiner Heimat Burkina Faso und Deutschland, wo er versucht, ein Gemeinschaftszentrum für syrische Flüchtlinge aufzubauen.
Having a cigaretta with Alvaro Siza
(Iain Dilthey, UK, 52 min, 2017, P/e)
What is architecture? What can architecture do? What is your architectural position?
What is your design method?
Álvaro Siza, einer der bekanntesten Architekten des 20. Jahrhunderts, Sozialist und passionierter Raucher beantwortet diese Fragen im Gespräch mit dem Regisseur Iain Dilthey.
21:00 Urban Tides
(Simone Eleveld, Netherlands, 39 min, 2015, Nl/e)
Die Werft De Ceuvel in Amsterdam war nach der Krise 2008 ein verlassenes und verschmutztes Grundstück, bis 2012 eine multidisziplinäre Gruppe die Initiative ergriff, diesen Ort - ohne finanzielle Mittel - zu einem Arbeits- und Treffpunkt zu entwickeln.
Urban Tiedes dokumentiert die Umsetzung dieser urbanen Initiative durch eine Gruppe von Visionären. Sie zeigte die Herausforderungen aber auch die Auswirkungen einer alternativen Projektentwicklung.
London Afloat
(Gloria Aura Bortolini, UK, 30 min, 2015, E)
Der gesellschaftliche Unterschied der Londoner Bootsbewohner könnte nicht grösser sein: Reiche Leute leisten sich ein Boot auf der Themse, während auf dem Regent‘s Kanal sich diejenigen Londoner wiederfinden, welche sich keine Wohnung leisten können. jedoch vereint diese Londoner eines: die Liebe zur Natur und Freiheit. Der Dokumentarfilm beobachtet die Bewohner im Alltag. Er porträtiert das ungewöhnliche London und einen immer populärer werdenden Lebensstil.
You ´ll Soon Be Here
(Fabio Petronilli, Portugal, 38 min, 2016, P/e)
Jeden Tag besuchen 200.000 Touristen Lissabon. Für eine Stadt die stark von der globalen Krise betroffen ist, bringt dies wirtschaftliche Chancen, aber auch unerwünschte Entwicklungen: in der Zwischenzeit verschwindet die Innenstadt. Nur noch 12.000 Einwohner leben im Zentrum und die Leerstandsrate ist hoch. Der Film zeigt die Chancen von Entwicklungen durch den Tourismus, aber auch das Risiko, nämlich der Verlust der Identität.
06.05. -SONNTAG
17:30 Land of Many Palaces
(Adam Smith and Song Ting, China, 60 min, 2014, Ov/e)
Der Film untersucht einen Prozess, der in China enorme Ausmaße annehmen wird: Nach dem Willen der Zentralregierung werden in Zukunft ganze Regionen modernisiert. In den nächsten 20 Jahren sollen deshalb 250 Mio. Bauern aus ihren Dörfern in die Städte des Landes umziehen. Der Film folgt einem Regierungsbeamten, dessen Aufgabe es ist, die Bauern davon zu überzeugen, dass ihr Leben, in einer Stadt wie Ordos, besser wird.
19:00 Concrete Love - The Böhm Family
(Maurizius Staerkle-Drux, Schweiz, 88 min, 2015, D/e)
Gottfried Böhm gilt als einer der wichtigsten Architekten Deutschlands. Der Pritzker-Preisträger hat sein Handwerk beim Vater gelernt. Auch seine Söhne, Stephan, Peter und Paul sind Architekten geworden. Ein faszinierendes Familienportrait über die Komplexität und Untrennbarkeit von Liebe, Glaube und (Bau-) Kunst.
21:00 The Novgorod Spaceship
(Andrei Rozen, Russland, 46 min, 2016, Ru/e)
Wie ein bizarres Raumschiff landete Ende der 1960-er Jahre das Dostojewski Theater in der russischen Stadt Novogrod an der Wolga. Es ist modernistischer Bau mit überirdischen Proportionen. Ziel war es, mit dem Theater der Stadt kulturelles Leben einzuhauchen. Vierzig Jahre später bleibt es ein beeindruckendes Gebäude, das an die goldenen Jahre der sowjetischen Architektur erinnert, aber dem Verfall geweiht ist. Der Dokumentarfilmer Andrei Roten erzählt die Geschichte von diesem einzigartigen Gebäude und porträtiert dabei gleichzeitig das Verhältnis der Menschen aus Nowgorod zum Gebäude und dessen Geschichte.
Slumbering Concrete
(Sasa Ban, Kroatien, 50 min, 2016, Hr/e)
Das ehemalige Jugoslawien war in den 1960er und 1970er Jahren ein beliebtes Sommerziel für Touristen aus Ost und West. Der Film dokumentiert die beeindruckenden Bauten die in dieser Zeit entstanden. Es sind utopische Megastrukturen mit Hotels, Schwimmbädern und Boulevards, welche an den Meeresküsten erbaut wurden. Heute stehen die meisten davon leer. Die stolzen Ruinen wiederspiegeln die damalige Haltung, dass Architektur die Welt zu einem besseren Ort machen könnte. Gleichzeitig sind sie ein beunruhigendes Zeugnis für die unzureichend geführten Privatisierungsprozesse in ehemaligen Oststaaten.