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Inhalt des Forschungsprojekts
Aus geologischer Sicht betrachtet sind die Alpen sind die Alpen enorm rasch entstanden. Während der Alpenfaltung hat sich das Klima laufend verändert und hat zuletzt mehrere Eiszeiten durchlaufen, während denen die Alpen fast vollständig mit Eis bedeckt waren. Wie konnten unter solchen Bedingungen die heutige Vielfalt von 4500 Pflanzenarten entstehen? Wie haben die klimatischen und geotektonischen Prozesse die Evolution von Arten und die heutigen Muster von Biodiversität beeinflusst? Und wie kann dieses evolutive Vermächtnis am besten geschützt werden, mit bestehenden oder noch zu entwickelnden Schutzgebieten? Ziel dieses Projektes ist es, diese Fragen zusammen mit Partnern aus Frankreich zu untersuchen, mit Daten und Untersuchungen über den gesamten Alpenraum, und mit Lösungsvorschlägen für den Erhalt der Europäischen Alpenflora.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Unsere Arbeit wird neue Erkenntnisse liefern, wie in relativ kurzer Zeit in einem Klima, das eigentlich zu kalt ist für rasche Evolution, eine so reiche Flora entstehen konnte. Dies wird wichtige Hinweise auf das Potenzial der Evolution in kalten Gebieten, insbesondere in Gebirgssystemen, liefern. Das Projekt wird zudem untersuchen, wie diese Prozesse zu den heutigen Mustern der Biodiversität geführt haben. Dies erlaubt uns schliesslich zu prüfen, ob bestehende Schutzgebiete im Alpenraum diese Diversität ganzheitlich (funktionell, evolutiv, vielfältig) zu schützen vermögen. Dabei untersuchen wir, ob die national definierten Schutzgebiete ausreichen, oder ob neue Gebiete nötig sind, und wo diese – auch unter Klimawandel – idealerweise angelegt werden sollten, um optimalen Schutz zu gewähren.