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Symphonie fantastique - op. 14 von Hector Berlioz
Allard Eekman - Die „Symphonie fantastique“ op. 14 von Hector Berlioz kann als „sehr schwierig“ eingestuft werden. Es ist schon etwas gewagt, dieses Werk mit einem Amateur-Orchester aufführen zu wollen. Ich habe es diesen Sommer in Paris, mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner gehört. Dank ihm und diesem gemäss den Angaben von Berlioz besetzten Orchester (u.a. mit französischen Fagotten, Ophikleiden, Kornetten und Naturtrompeten, von denen man Hochleistungen abverlangt) wurde das Publikum – ich selber inbegriffen, wie dasjenige von 1830 - von der Modernität und der Virtuosität der Musik überrumpelt.
Es handelt sich um die Vertonung eines Theaters. Berlioz schrieb: „Wir werden diese Symphonie zur Aufführung bringen, wie man es bei einer grossen Oper macht“. Die Themen entsprechen einer Autobiographie: Jugend, unglückliche Liebe und andere Leidenschaften in einem musikalischen Roman. Wichtiger aber ist die stetige Innovation der Musik, das autobiografische Programm mit seiner Übertragung von Gedankenbildern in Klänge. Gardiner schrieb: „Behandelt man die „Symphonie fantastique“ als symphonisches Schaustück für ein virtuoses modernes Orchester, ... die entscheidende Spannung zwischen Altem und Neuem, wird ihm [dem Zuhörer] nicht aufgehen. Der glattere Klang des modernen Orchesters bietet nur einen… dürftigen Ersatz für die Klangfarben und Texturen, die Berlioz sich vorstellte“. Im Berliozschen Orchester gibt es zwei „Register“: Das erste enthält Altertümliches (Naturtrompeten, Ophikleiden), das zweite entspricht dem neuesten Stand (z.B. Blasinstrumente mit Ventilen oder komplexen Mechaniken). Es ist eine richtige Herausforderung, diese Tatsachen mit einem modernen Orchester trotzdem zum Ausdruck zu bringen!