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Sich aus der Schuldknechtschaft befreien, den Zugang zu eigenem Land für Ackerbau sichern und die eigene Lebensgrundlagen erhalten – diese Ziele wollen die am Projekt beteiligten Adivasigemeinschaften zusammen mit der Diözese Tezpur erreichen.
Die Diözese Tezpur arbeitet mit 135 Adivasidörfern in neun Pfarreien im nordöstlichen Bundesstaat Assam zusammen. Sie unterstützt die Adivasi darin, eigene Dorforganisationen aufzubauen und Ersparniskassen und Reisbanken einzurichten, damit sie sich aus eigener Kraft vor der Verschuldung bei Grossgrundbesitzern, Teeplantagenbesitzern und Händlern schützen können. Das gemeinsam Ersparte und die Vergabe von internen Krediten bewahrt die Adivasi vor der Schuldknechtschaft und es bildet gleichzeitig die Basis für ihre soziale Sicherheit bei Krankheit und schlechter Ernte.
Starke Dorforganisationen helfen ihnen auch bei Verhandlungen mit den Grossgrundbesitzern und den Verwaltungen der Teeplantagen, auf deren Feldern viele Adivasi schlecht bezahlte Arbeit leisten.
Weiterbildungskurse und Landtitel, die die eigene Ernährung garantieren
Ein anderes wichtiges Ziel ist es, dass die Dorforganisationen der Adivasi lernen, in eigener Verantwortung mit den lokalen Regierungsstellen Verhandlungen aufzunehmen. So können sie die ihnen zustehenden staatlichen Dienstleistungen wie Grundschule, Grundversorgung im Gesundheitswesen und Trinkwasserversorgung selber einfordern.
Die Diözese Tezpur führt regelmässige Weiterbildungskurse für die Führungskräfte der Dorforganisationen durch und begleitet diese in ihrer Rolle bei den allwöchentlichen Besuchen in den Dörfern. Ein wichtiger Aspekt der ganzen Arbeit ist die juristische Absicherung von Land, damit die Adivasi ihre Ernährungssouveränität garantieren können.