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Florian Vogel zeigte zum Abschluss der Europameisterschaften in Italien ein starkes Rennen und hielt den französischen Rekordmann Julien Absalon mit 9 Sekunden Vorsprung in Schach. Dieser bestritt nach ausgeheiltem Schlüsselbeinbruch, den er Anfang Juni erlitten hatte, sein erstes Rennen. Bronze sicherte sich der Deutsche Manuel Fumic.
Vogel profitierte auf dem Weg zu Gold vom Ausfall des Spaniers David Vallero, der auf der vorletzten Runde in Führung liegend stürzte und zurückfiel. Für den Aargauer ist es der zweite EM-Titel nach 2008. Zudem schraubte er die Edelmetall-Ausbeute der Schweiz in Darfo Boario Terme auf insgesamt 7 Stück hoch.
«Es ist kaum zu glauben», sagte Vogel nach seinem Titelgewinn. Vor dem Rennen habe er keinerlei Erwartungen gehabt. «Insgesamt fast zwei Jahrzehnte auf höchstem Niveau mitzuhalten, ist unglaublich», so der 35-Jährige.
Indergand «erbt» Silber
Bereits am frühen Nachmittag hatte Linda Indergand im Cross-Country-Rennen der Frauen die Silbermedaille gewonnen. Der Sieg ging an die überlegene Ukrainerin Jana Belomoina. Indergand profitierte ihrerseits in der Schlussrunde von einem Defekt der zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierten Französin Pauline Ferrand-Prévot. Bronze erbte die 44-jährige norwegische Altmeisterin Gunn-Rita Dahle Flesjaa.
Für Indergand, die U19-Weltmeisterin von 2011, ist EM-Silber der bisher grösste Erfolg. Im Weltcup stand sie bis dato zweimal auf dem Podest, zuletzt beim diesjährigen Saisonauftakt im tschechischen Nove Mesto.
Neff muss aufgeben
Zweitbeste Schweizerin war Corina Gantenbein als Fünfte. Titelverteidigerin Jolanda Neff musste das Rennen gezeichnet von ihrem Trainingssturz am Donnerstag aufgeben. Sie konnte von Beginn weg nicht mit den Schnellsten mithalten.
Für die 24-jährige ehemalige Juniorinnen- und U23-Weltmeisterin Indergand ist EM-Silber der bisher grösste Erfolg. Im Weltcup stand sie bis dato zweimal auf dem Podest, zuletzt beim diesjährigen Saisonauftakt im tschechischen Nove Mesto.
Sendebezug: Radio SRF 1, 29.7.17, Mittagsbulletin