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Die Körperbehaarung des Menschen ist ein Rudiment des Fells der Säugetiere und erfüllt als solches keine wesentliche Funktion mehr. An einigen, schweißdrüsenreichen Körperstellen (zum Beispiel an den Achseln) unterstützt die terminale Behaarung die Temperaturregelung, indem sie die Oberfläche vergrößert und der Schweiß leichter abgegeben werden kann. Andere Stellen werden durch die Behaarung zusätzlich geschützt, zum Beispiel der Schambereich. Besonders im Perianal- und Perigenitalbereich dient die Körperbehaarung auch der Herabsetzung von Reibung.
Im Gegensatz zu fast allen anderen Säugetieren hören die Kopfhaare beim Menschen aber nicht bei einer bestimmten Länge zu wachsen auf – und diese Besonderheit hat sich in der Frühzeit der menschlichen Evolution möglicherweise deswegen durchgesetzt, weil sie Rückschlüsse auf den sozialen Status eines Menschen zuließ. Denn nur, wer über viele soziale Kontakte verfügte, konnte seine Haarpracht umfassend pflegen und schmücken lassen, erklärt Adrian Barnett von der Roehampton-Universität in London.
"Die eindeutige Schlussfolgerung lautet also, dass Friseure – zusammen mit Kriegern und Prostituierten – den ältesten Beruf der Welt haben", so Barnett.
Entwicklung der Körperbehaarung
Die Entwicklung der männlichen Körperbehaarung beginnt in der Frühphase der Pubertät, setzt sich aber auch nach Abschluss der Pubertät kontinuierlich fort und erreicht ihre höchste Ausprägung in der sechsten Lebensdekade. In der Regel ist es sogar so, dass sich an bestimmten Körperstellen, wie etwa an der Brust, den Oberarmen, den Schultern und dem Rücken, eine voll ausgebildete Terminalbehaarung erst im Alter zwischen 20 und 30 oder oft auch niemals herausbildet. Die Ausprägung der Körperbehaarung am Ende der Pubertät entspricht demnach nicht immer dem potentiellen Terminalzustand.
Carpe diem!