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Die schwedische Sprache ist Amtssprache in Schweden und Finnland und hat rund neun Millionen Sprecher. Sie ist eine ostnordische Sprache aus der nordgermanischen Gruppe der indogermanischen Sprachen.
Das Schwedische hat sich aus einem Runenschwedisch über das Altschwedische (etwa 1200-1500) zum Neuschwedischen entwickelt. Bereits in der altschwedischen Zeit bildete sich eine einheitliche Schriftsprache heraus, die mit dem lateinischen Alphabet geschrieben wurde. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche lateinische, mittelniederdeutsche und dänische Lehnwörter. Das Neuschwedische wurde stark von der Bibelübersetzung (1541) beeinflusst; ab etwa 1700 veränderte es sich grammatikalisch kaum noch. Im 20. Jahrhundert wurde das Schwedische modernisiert und der Wortschatz erneuerte sich. Schwedisch klingt sehr melodiös durch Wort- und Satzbetonungen in unterschiedlicher Tonhöhe, volle Endungen und wechselnde Vokale – letztere sind kurz oder lang, hoch, mittelhoch oder tief. Geschrieben und gesprochen wird in der übergreifenden Reichssprache („riksspråk“), deren Rechtschreibung 1906 neu geregelt wurde. Das schwedische Alphabet hat 29 Schriftzeichen mit drei Sonderzeichen für Umlaute am Ende.
Es gibt sechs große Dialektgruppen: die Sveadialekte und norrländischen Dialekte, die dem Norwegischen nahestehen, die Götadialekte, südschwedische, gutnische und ostschwedische Dialekte. Schwedisch ist mit dem Norwegischen und Dänischen eng verwandt und hat mit beiden Sprachen einen großen Teil des Wortschatzes gemeinsam – daher können sich Westschweden mit Norwegern und Südschweden mit Dänen problemlos verständigen.
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