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Die den Herrn beider Länder mit ihrer Schönheit erfreut Eine ikonographische Studie
Keine andere Königin des Neuen Reiches ausser Nofretete tritt im Denkmälerbestand derart prominent in Erscheinung wie Teje, die Grosse Königsgemahlin Amenhoteps III. Die Spannbreite ihres Auftretens umfasst nahezu das gesamte Spektrum ägyptischer Bildmedien von monumentalen Statuengruppen bis zu kleinen Holzfigürchen, von Tempelreliefs und Grabmalereien bis zu Skarabäen und Rollsiegeln, von Stelen bis zu dekorativen Schmuck- und Gebrauchsgegenständen. Christian Bayer stellt in seiner Studie erstmals alle Bildnisse der Königin Teje ausführlich vor und diskutiert eingehend ihre Ikonographie und mögliche Feindatierung. Bislang wurde die Entwicklung des königlichen Kunststils Amenhoteps III. von der Forschung in vier linear aufeinanderfolgende Phasen eingeteilt, wobei die sogenannte „barocke“ Phase als Gipfelpunkt kurz vor dem Tod des Herrschers interpretiert wurde. Bayer stellt diese Einteilung in Frage und kann zeigen, dass die Entwicklung im Gegenteil „nicht-linear“ verlaufen sein dürfte: Die „barocke“ Phase würde demnach die dritte Phase darstellen, in deren Anschluss Amenhotep III. mit den Sedfest-Bauten am Ende seiner Regierung zu einer „klassischeren“ Darstellungsweise zurückgekehrt ist.