Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03100.jsonl.gz/2480

Was die Gewährsleute aus Schweden gemeldet haben, ist bereits definitiv: Ted Brithén (29) stürmt die nächsten zwei Jahre für den SC Bern.
Für den Rest der Saison hat SCB-Sportchef Alex Chatelain noch ein wenig Transfergeld verschwendet und Casey Wellman (32) verpflichtet. Sozusagen ein typischer «Chatelain-Ausländer»: Im Spätherbst der Karriere, eigentlich reine Geldverschwendung. Es hat schon einen Grund, warum ihn die Lakers ausgemustert haben: 24 Spiele, 9 Tore und eine Bilanz von sage und schreibe Minus-20. Aber der SCB-Sportchef hat diese Saison ja mit Andri Spiller schon einmal temporär einen Stürmer transferiert, der nicht einmal mehr für die Lakers gut genug war und inzwischen zu Thurgau abgeschoben worden ist.
Casey Wellman bleibt ja nur bis Ende Saison. Definitiv für nächste Saison verpflichtet hat der SCB hingegen Ted Brithén. Der schwedische Center hat seine Ausstiegsklausel fürs Ausland genutzt und in Bern einen Zweijahresvertrag mit Option und ohne NHL-Ausstiegsklausel unterschrieben. Der Transfer wird aus Rücksicht auf den bisherigen Arbeitgeber Rögle vom SCB offiziell vorerst nicht bestätigt
Damit hat der SCB bereits jetzt für die nächste Saison drei Ausländer unter Vertrag und alle drei sind Stürmer. Andrew Ebbett (bisher), Dustin Jeffrey (kommt aus Lausanne) und eben Ted Brithén (von Rögle).
Die vierte Ausländer-Lizenz wird der SCB für einen Torhüter brauchen. Mit Ted Brithén hat Alex Chatelain zwar mit einem guten Transfer (so er ein Lob verdient, da verdient er eines) sein Center-Problem weitgehend gelöst.
Aber die bange Frage ist nun: Wer schiesst nächste Saison beim SCB die Tore? Sein neuer schwedischer Mittelstürmer wird zwar dazu in der Lage sein, den ersten Block zu führen. Aber ein «Knipser» wie Mark Arcobello (zu Lugano) ist er hingegen nicht.
Der SCB braucht einen «Knipser» auf der Ausländer- und Flügelposition, um mit der überalterten Mannschaft den Absturz zu vermeiden. Das bedeutet, dass Andrew Ebbett nächste Saison nur noch die Rolle des fünften Ausländers bleibt oder der Vertrag des bereits 37-jährigen Kanadiers Vertrag vorzeitig aufgelöst wird. Letzteres wäre allerdings eine Torheit. Als fünfter Ausländer wäre er ideal und noch bei weitem so gut wie der eben vom SCB-Sportchef bis Saisonende als – ja, als was eigentlich – eingekaufte Casey Wellman.
Dass sich der SCB-Sportchef bereits jetzt auf drei Ausländer für nächste Saison festgelegt hat, ohne zu wissen, wer der Coach sein wird, ist kein Problem. Denn der neue Coach wird zur gleichen Erkenntnis kommen: Wir brauchen einen ausländischen Goalie und eine starke Mittelachse. Dass der SCB neben einem ausländischen Goalie drei Stürmer auf den Ausländerpositionen braucht, liegt also auf der Hand.
Die berechtigte Frage ist natürlich, ob es bei den Neuverpflichtungen nicht noch bessere Lösungen als Dustin Jeffrey und Ted Brithén gegeben hätte. Die Antwort ist: Ja. Aber in diesem Falle können wir sagen: Besser bewährte Spatzen aus der eigenen Liga (Jeffrey) oder dem nahen Schweden (Brithén) in der Hand als irgendein NHL-Star auf dem Dach. Sonst kommt am Ende noch der nächste Andrew MacDonald.
Selfies an den schönsten Stränden von Lombok bis Honolulu, Fotos von Quinoa-Avocado-Salaten und vegane Randen-Lauch-Smoothies – das alles findest du bei uns garantiert nicht. Dafür haben wir die besten Videos, spannendsten News und witzigsten Sprüche rund ums Eishockey.
Folge uns hier auf Instagram.
Einer der wichtigsten Gründe für die SCB-Krise ist das Fehlen einer starken Mittelachse. Gleich drei Gewährsleute melden aus Schweden, dass SCB-Sportchef Alex Chatelain versucht, Rögle-Legende Ted Brithén (29) nach Bern zu holen. Gelingt ihm das, hätte er ausnahmsweise einmal nicht eine Niete verpflichtet.
Seit Anbeginn der Zeiten wird eine Mannschaft nach dem T-Prinzip aufgebaut. Hinten ein starker Torhüter, mindestens zwei gute Verteidiger und dann eine starke Mittelachse. Wenn möglich mit vier guten Centern. Nach dem Wechsel von Gaëtan Haas in die NHL ist die schwache Mittelachse eine der wichtigen Ursachen für die SCB-Krise.
Starke Schweizer Center gibt es auf dem Transfer-Markt für nächste Saison keine mehr. Enzo Corvi hat es im letzten Sommer vorgezogen in Davos zu bleiben und dem SCB …