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| Cassian († 430/35) - Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)

Siebente Unterredung, welche die erste mit Abt Serenus ist, über die Veränderlichkeit der Seele und die bösen Geister.
27. Über die Prüfung des Abtes Moyses.
Der Zweite, von dem wir sagten, daß er in dieser Wüste wohnte, wurde, obwohl er ein seltener und unvergleichlicher Mann war, wegen einer einzigen tadelnden Rede, die er im Streite gegen Abt Makarius etwas zu hart vorbrachte, weil ihn eine gewisse Meinung überraschte, — sogleich einem so grausamen Dämon preisgegeben, daß er von ihm besessen die menschlichen Ausleerungen in den Mund nahm. Daß er aber diese Geißel nur der Reinigung wegen verhängt habe, damit in Jenem kein Flecken eines augenblicklichen Vergehens zurückbleibe, das bewies der Herr durch die Schnelligkeit seiner Heilung und durch den Träger des Heilmittels; denn sobald sich Abt Makarius im Gebete niedergeworfen hatte, da war schneller als das Wort der schändliche Geist von ihm in die Flucht geschlagen und ging.