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Sieben Tage nach einer Hitzewelle suchen mehr Patienten mit einer Magen-Darm-Erkrankung das Krankenhaus auf als an anderen Tagen. Zu diesem Schluss kommt das Forscherteam um Christine Manser von der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsspital Zürich.
Von 2001 bis 2005 sammelten sie sämtliche Daten von Patienten mit Darmerkrankungen. Hierbei wurden 786 Patienten mit Magen-Darm-Infektionen und 738 Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen erfasst. Diese Daten glichen sie mit den Klimadaten ab und erhielten 17 Hitzewellen. Die Resultate zeigen eine deutliche Zunahme von Magen-Darm-Infektionen während einer solchen. Die grössten Auswirkungen der hohen Temperaturen haben die Forscher jeweils sieben Tage nach einer Hitzewelle festgestellt. Mit jedem Hitzetag nimmt das Risiko für Magen-Darm-Infekte um 4,7 Prozent zu. Bei chronischen Darmerkrankungen steigt das Risiko für einen Schub um 4,6 Prozent.
Eine Erklärung könnte sein, dass Hitzewellen zu vermehrtem physischen Stress führen. Andere Studien zeigen, dass hitzebedingter Stress zu einer Zunahme von Erkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkten führe. Weitere Gründe können aber auch sein, dass Bakterien sich schneller vermehren, wenn während einer Hitzewelle sechs Tage lang die Temperaturen fünf Grad oder mehr über dem Mittelwert liegen.
Studienautorin Christine Manser empiehlt deshalb bei Hitzewellen:
- Gründliches Händewaschen schützt vor Krankheitserregern.
- Frisch auf dem Markt gekauftes Obst und Gemüse immer gut waschen.
- Bei Hitze gehören Esswaren daheim in den Kühlschrank.