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Skriptorium heisst - im Mittelalter meist in Klöstern - eine einer Bibliothek angegliederte Schreibstube, in der Texte handschriftlich dupliziert werden. Ab dem 14. Jahrhundert wird immer mehr auch ausserhalb der Klöster geschrieben (Universitas).
Die den Skriptorien angeschlossenen Einrichtungen sind der Öffentlichkeit entweder überhaupt nicht oder nur sehr eingeschränkt zugänglich. Die Skriptorien sind gekennzeichnet durch eine Verschränkung von geistlicher und weltlicher Machtausübung. Mit der Etablierung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern wird die Kultur der Skriptorien nahezu vollständig abgelöst durch das Typographeum. Als Typographeum bezeichnet man die Gesamtheit der Einrichtungen des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, also die Typografie an sich, den Verlag, die Druckerei, den Buchhandel sowie die Autoren, Leser und Kritiker; im Sinne von M. McLuhan spricht man auch von der „Gutenberg-Galaxis“.
Das Publikationssystem des Typographeums gilt als Katalysator eines grundlegenden Wandels; es löste ab Mitte des 15. Jahrhunderts das System der Skriptorien ab und bewirkte grundlegende Veränderungen der Bibliotheken, des Theaters und der Foren. (Michael Giesecke: Der Buchdruck in der frühen Neuzeit).
Schreibmaterial
Geschrieben wurde mit den zugeschnittenen Kielen von Vogelfedern, insbesondere Gänsekielen, und verschiedenen Tinten. Zu den verbreitetsten Tinten gehörten die Eisengallustinte, Dornrindentinte, Rußtinte
Die gebräuchlichen Schreibgründe waren bis zum Ende des 11. Jahrhundert Papyrus. Das Papyrus wurde dann nach und nach vom Pergament ersetzt, das wesentlich haltbarer und auch mehrfach beschreibbar war. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts setzte sich dann das Papier durch.

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