Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03119.jsonl.gz/2469

Mit der Nationalen Beobachtung der Oberflächengewässerqualität (NAWA) schafft das BAFU in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen des Bundes und mit den Kantonen die Grundlagen, um den Zustand und die Entwicklung der Schweizer Gewässer auf nationaler Ebene zu dokumentieren und zu beurteilen. Die nationale Daueruntersuchung der Stofffrachten in schweizerischen Fliessgewässern (NADUF) wurde 2014 als Teilprogramm in NAWA integriert.
Ein wirksamer Schutz der Gewässer setzt eine ausreichende Kenntnis des Zustandes der Gewässer voraus um Entwicklungen zu erkennen und falls nötig Massnahmen vorzuschlagen. Verschmutzungen und Gewässerschutzprobleme machen an den politischen Grenzen nicht halt. Die Beobachtung der Oberflächengewässer muss sich daher an den Einzugsgebieten der Gewässer orientieren und zwischen den Kantonen koordiniert erfolgen.
Ziele von NAWA
- Übersicht über den Zustand der Oberflächengewässer in der Schweiz: einfach, einheitlich und über die ganze Schweiz vergleichbar
- Dokumentation der mittel- und langfristigen Entwicklung des Zustands der Oberflächengewässer
- Bereitstellen von Grundlagen für die Früherkennung problematischer Entwicklungen und zur Steuerung der nationalen Gewässerschutzpolitik
- Bereitstellung eines einheitlichen Datenpools für vertiefte Analysen
- Erfolgskontrolle von heutigen und zukünftigen Massnahmen im Gewässerschutz und anderen Politikbereichen
Die Kantone führen eigene Erhebungen durch zur Überwachung des Gewässerzustandes und für den Vollzug der Gewässerschutzgesetzgebung. NAWA ersetzt diese an zahlreicheren Messstellen und mit angepassten Methoden durchgeführten Erhebungen nicht.
Monitoringkonzept
Die Erhebungen von NAWA erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen und werden durch das BAFU koordiniert. Das Konzept sieht mehrere Ebenen der Beobachtung vor:
- TREND: Basismessnetz zur langfristigen Dauerbeobachtung
Mit dem Messprogramm TREND soll ein langfristiger Überblick über den Zustand der Schweizer Fliessgewässer gewonnen werden. Dazu werden die Fliessgewässer an über die ganze Schweiz verteilten Messstellen mit einem einheitlichen Parameterset untersucht. Seit 2011 werden an 111 Messstellen chemisch-physikalische Parameter erhoben, die ersten biologischen Erhebungen fanden 2012 statt.
- SPEZ: Problembezogene Spezialbeobachtung
Mit zeitlich beschränkten Messprogrammen werden spezifische Fragestellungen geklärt. Diese Erhebungen finden an ausgewählten Messstellen statt, die mit spezifischen Methoden eingehender untersucht werden. 2012 wurde in diesem Rahmen ein analytisches Screening für Pflanzenschutzmittel- und Biozid-Wirkstoffe an fünf Messstellen durchgeführt. Weitere Programme werden laufend entwickelt.
- NADUF: Daueruntersuchung der Stofffrachten in Fliessgewässern
Die Nationale Daueruntersuchung der Fliessgewässer (NADUF) verfolgt die Entwicklung der Konzentrationen und Frachten wichtiger Wasserinhaltstoffe in ausgewählten Schweizer Flüssen. Seit 1972 werden chemische Parameter (Nährstoffe, geogene Stoffe, Schwermetalle), der Pegel (Abfluss) sowie die Wassertemperatur, elektrische Leitfähigkeit, pH und Sauerstoff an ausgewählten Stellen kontinuierlich untersucht (Sammelproben).
NAWA beschränkt sich vorerst auf Fliessgewässer; Untersuchungen von Seen sind in Zukunft vorgesehen.
Methoden
Weiterführende Informationen
News
Links
Daten
Letzte Änderung 27.06.2018