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Bauermanifestationen

Im Jahre 1968 organisieren die Walliser Landwirte grosse Manifestationen gegen die Migros. 200 von ihnen besetzen eine Filiale von Martinach. Mit Einkaufskörben am Arm schlendern sie durch den Laden und behindern die eigentlichen Kunden. Sie sprechen die Leute an und machen sie auf die Produktionskosten aufmerksam, mit denen sie konfrontiert sind.
Nicht weniger als 400 Traktoren versperren die Kantonsstrasse. Die Landwirte schwenken Spruchbänder, auf denen man lesen kann 'Migros = Misere'. Sie werfen dem Unternehmen vor, die Aprikosen zu einem Preis zu verkaufen, der unter dem festgelegten Maximum liege, d.h. zu Fr. 1.75 das Kilo statt zu Fr. 1.95. Eigentlich hätten die Produzenten über diese Initiative begeistert sein sollen, da die Früchte wegen der kleineren Marge, welche die Migros für sich berechnete, auf diese Weise schneller abgesetzt werden konnten.
Die Demonstration war jedoch zweideutig. Ein Teil der Bauern protestierte nämlich vor allem gegen die neue Bundespolitik betreffend die Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten.
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