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Ein Konsortium bestehend aus den schweizerischen Firmen PEOS und SEAG planen in Ruppoldsried in der Gemeinde Rapperswil (BE) eine Erdgas-Erkundungsbohrung. Bereits 1977 wurde an der gleichen Stelle gebohrt....
Die Bohrung in Ruppoldsried dient allein der Erkundung des Untergrunds. Die SEAG und ihre Partner wollen abklären, ob ein ein konventionelles Gasvorkommen vorhanden ist. Zur Erforschung genügt ein sogenanntes «slim hole», also ein Bohrloch mit einem kleinen Durchmesser. Über ein solches «slim hole» kann nie Gas gefördert werden.
Das Konsortium SEAG / eCorp Switzerland plant die Bohrung in Ruppoldsried erst nach den Bohrungen im waadtländischen Gros de Vaud. Wann im Bernbiet gebohrt werden könnte, ist noch offen.
Ruppoldsried ist ein Ortsteil der politischen Gemeinde Rapperswil im Kanton Bern. Der Ort liegt 15 Kilometer nördlich von Bern.
Die geologischen Untersuchungen zeigen, dass die Struktur für eine mögliche konventionelle Lagerstätte vorhanden sein sollte.
Der Untergrund von Ruppoldsried wurde mit Seismik ausgehorcht. Dabei wurden Schallwellen in den Boden «geschickt». Die verschiedenen Schichten in der Tiefe reflektieren diese Wellen. Geophone an der Oberfläche zeichnen die reflektierten Wellen auf. Mit dieser Methode lassen sich geologische Formationen und deren Tiefe erkennen.
Die violette Linie in der Abbildung markiert eine dichte, tonige Schicht (Lias). Unter der Aufwölbung könnte Gas wie in einem Hut gefangen sein. Diese Aufwölbung soll erforscht werden.
1. Vorarbeiten: Vorhandene Daten wurden ausgewertet und ein bestimmtes Gebiet für eine Exploration definiert.
2. Seismik: Um weitere Daten zu erheben, wurde der Untergrund in der Region um die Jahreswende 2012/13 seismisch «durchleuchtet». Bei einer sogenannten Seismik-Kampagne senden Lastwagenvibratoren Schallwellen in die Tiefe. Diese werden durch verschiedene Gesteinsschichten unterschiedlich reflektiert und vermitteln so ein genaueres Bild des Untergrunds. Seismische Untersuchungen erfolgen stets im Einverständnis der Landeigentümer, der Gemeinden und des Kantons.
3. Umwelt: Die Auswirkungen einer möglichen Bohrung auf die Umwelt werden detailliert untersucht. Die Untersuchungen werden in einem Umweltbericht festgehalten. Derzeit wird am Bericht gearbeitet.
4. Bohrbewilligung | Baugesuch: Für die Bohrung braucht es eine Bewilligung des Kantons Bern. Dem Gesuch ist ein Umweltbericht beizulegen (siehe 3). Für die Einrichtung von Bohrplatz und Bohrturm ist ein Baugesuch an die Gemeinde Rapperswil nötig.
5. Einsprachefrist: Bohrbewilligung und Baugesuch liegen öffentlich auf.
6. Entscheid: Der Kanton Bern und die Gemeinde Rapperswil entscheiden, ob die Beweilligung erteilt respektive das Baugesuch gutgeheissen wird.
7. Bohrplatz: Der Bohrplatz wird eingerichtet.
8. Bohrung: Die Bohrung startet. Rapperswil und der Kanton Bern werden regelmässig über den Arbeitsverlauf orientiert.
9. Misserfolg: Die Bohrung würde versiegelt, die grüne Wiese wiederhergestellt.
10. Erfolg: Zusammen mit dem Kanton Bern würde in einem umfassenden Prozedere erarbeitet, ob überhaupt und wie die Lagerstätte genutzt werden könnte.
Bohrplatz ohne Bohrturm und Geräte. Blick von Kantonsstrasse.
Blick gegen Kantonsstrasse.
Derzeit wird ein Umweltbericht erarbeitet. Er behandelt unter anderem die Themen Gewässerschutz, Lärmschutz, Luftreinhaltung, Bodenschutz sowie Fauna und Flora. Sobald er vorliegt, finden Sie die Inhalte hier.
Ein Konsortium bestehend aus den schweizerischen Firmen PEOS und SEAG planen in Ruppoldsried in der Gemeinde Rapperswil (BE) eine Erdgas-Erkundungsbohrung. Bereits 1977 wurde an der gleichen Stelle gebohrt....