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Neue Dynamiken
Die Gründe, warum man sich zu einem bestimmten Zeitpunkt für eine Weiterbildung oder Umorientierung entscheidet, sind so individuell wie die Weiterbildungen selber. Interesse, Notwendigkeit oder persönliche Überzeugung können den Ausschlag geben. Genauso kann die Entscheidung für eine Weiterbildung für Arbeitnehmer vom jeweiligen Arbeitgeber diktiert, oder mit der nötigen Motivation vom Arbeitnehmer selbst initiiert werden. Darüber hinaus können Weiterbildungen berufsbegleitend stattfinden, zwischen zwei Stationen einer Karriere oder antizipierend und nicht an eine bestimmte Position gekoppelt.
Diplomatische Führungsqualitäten
Für Mohammed Oluremi Adagunodo war der ausschlaggebende Moment die Mitarbeit in einem Projekt seines Arbeitgebers, der ABB Schweiz AG, das geprägt war von kleineren, aber in der Summe belastenden, Schwierigkeiten, wie zum Beispiel „der Verspätung und das Nicht-Erreichen von Meilensteinen, sowie einer allgemeinen Trägheit im Team.“ Um diesen Dynamiken entgegenzuwirken, hat er eine berufsbegleitende Weiterbildung mit dem prophetischen Titel „Expert 2020“ besucht, die Massnahmen der effektiveren Teamleitung vermitteln möchte. Mohammed Oluremi Adagunodo, der als Engineering Lead und Support verantwortlich für die Co-Leitung der Systemintegration und die Koordination von Designveränderungen ist, bekleidet im internationalen Projekt, das zwischen der Schweiz und Schweden stattfindet, eine Schnittstellenfunktion, in der er von den neu vermittelten Führungsqualitäten enorm profitieren konnte. Themen der Selbstwahrnehmung und welche Auswirkungen diese auf die Interpretation von Verhaltensweisen und Meinungen anderer Personen hat, wurden in der Weiterbildung genauso thematisiert wie Kommunikationsformen und Möglichkeiten des „Leading without formal power“, also auf Vertrauen und Motivation basierende Kollaboration. Mohammed Oluremi Adagunodos Rekapitulation der weiteren Projektarbeit zeigt, dass die Weiterbildung, die vollständig von seinem Arbeitgeber finanziert wurde, ein Erfolg war: „Ich habe durch die Weiterbildung helfen können, das Team zu motivieren und die gesetzten Ziele zu erreichen. Als Team haben wir die erwartete Leistung erbracht und die Ziele haben wir dank einer besseren Kollaboration erreicht. Ich habe regelmässige Sitzungen organisiert, Aufgaben aufgeteilt und delegiert sowie als Schnittstelle zwischen den einzelnen Teammitgliedern und externen Teams funktioniert. Wichtig war es mir, alle involvierten Personen laufend über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren mit dem Ziel sie auf die nächsten Schritte vorzubereiten.“ Ein diplomatischer Ansatz, der in seiner sozialen Anlage eine Alternative zu hierarchischen Führungskonzepten aufzeigt und nicht nur Mohammed Oluremi Adagunodos Zufriedenheit im Beruf erhöhte, sondern auch die teaminterne Arbeit effizienter gestaltete und den Abläufen eine neue Dynamik gab.