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Der Mordfall lag eigentlich bereits bei den Akten: 2001 wurde das Verfahren gegen Unbekannt sistiert. Im Juli 1997 hatte die Kantonspolizei die Leiche des betagten Opfers in einer Küsnachter Villa gefunden.
Die DNA, die damals am Tatort gefunden wurde, hatte die Ermittler nicht weiter gebracht, wie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich am Montag mitteilte.
Im November 2016 dann die Überraschung: Die Berner Kantonspolizei meldete, dass die DNA-Spur eines Raubüberfalls in Thun mit jener aus Küsnacht übereinstimmte. Im Jahr darauf verhaftete die spanische Polizei den Verdächtigen und lieferte ihn in die Schweiz aus. Seit 2018 sitzt er im Kanton Bern wegen Raub und Nötigung im Gefängnis.
Um dem heute 77-Jährigen auch in Zürich den Prozess machen zu können, musste die Zürcher Staatsanwaltsschaft erst bei den spanischen Behörden vorstellig werden: Die bereits erfolgte Auslieferung sollte nachträglich auch für den Vorwurf des Mordes gelten. Dagegen wehrte sich der Verdächtige «durch alle Instanzen» - erfolglos.
Am 16. November 2020 erhob die Zürcher Staatsanwaltschaft beim Bezirksgericht Meilen Anklage gegen den 77-Jährigen. Er soll am 4. Juli 1997 in die Küsnachter Villa eingedrungen sein, um Geld und Wertgegenstände zu stehlen und dabei die 86-jährige Frau ermordet haben.