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In «Tyler, Forever» umkreist McKinley Dixon ein zentrales Thema seiner Musik: Den Tod eines engen Freunds, das Trauma, die Trauer, den Versuch, nach vorne zu schauen. Dicht und vielschichtig windet sich der Text durch eine eigenwillige Fusion aus Rap und Jazz. «Run Run Run» kritisiert den amerikanischen Waffenwahnsinn über einem pianolastigen, flott schwingenden und exquisit arrangierten Instrumental, und «Sun I Rise» stellt die antiken Mythen von Ikarus und König Midas zwischen Harfen, Glockenspiel, Bläsern, Streichern und klagendem Chor in einen aktuellen Kontext. Mit seinem vierten Album «Beloved! Paradise! Jazz!?», dessen Titel auf die afroamerikanische Autorin Toni Morrison verweist, unterstreicht der 28-jährige McKinley Dixon seine Einzigartigkeit und Bedeutung im aktuellen Underground-Rap. In der Tradition des «Native Tongues»-Kollektivs um A Tribe Called Quest fusioniert Dixon die afroamerikanische Musik in ihrer ganzen Breite, aber auch die schwarze Erfahrung in den USA zu einer modernen, jazz-durchtränkten Spielform von Rap. Im Vergleich zu früher hat McKinley Dixon seine Songs gestrafft, verdichtet und eingängiger produziert – und legt mit «Beloved! Paradise! Jazz!?» einen musikalisch wie textlich inspirierenden und immer wieder verblüffenden Geniestreich vor. cg.