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Am Dienstag hielt Edouard Mendy in der Champions League seinen Kasten gegen Sevilla durch eine fehlerlose Leistung rein. Das Duell gegen den Spanier Kepa Arrizabalaga um die Nummer 1 im Chelsea-Tor hat der 28-Jährige vorerst für sich entschieden, wie Coach Frank Lampard bestätigte.
Vor 6 Jahren sah Mendys Welt noch ganz anders aus: Ein Jahr lang war der in Frankreich aufgewachsene Senegalese ohne Job und auf Arbeitslosenhilfe angewiesen. «Ich trainierte vormittags mit der 2. Mannschaft meines Jugendklubs Le Havre. Am Nachmittag trainierte ich alleine, oder mein Bruder kam ins Stadion, um mir ein paar Bälle zuzuschiessen», erinnert sich Mendy.
Auf Job-Suche
Dennoch wäre seine Karriere im selben Jahr fast zu Ende gegangen. «Meine Freundin erwartete unser erstes Kind. Ich wusste, das Arbeitslosengeld würde nicht für uns alle reichen. Deshalb begann ich, mich nach einem Job ausserhalb des Fussballs umzusehen», so der 1,96-Meter-Mann.
«Habe oft gezweifelt»
Im Sommer 2015 fand der damals 23-Jährige in der 2. Mannschaft von Olympique Marseille wieder eine Stelle. «Ich habe im Probetraining alles gegeben. Als ich den Vertrag erhielt, war es eine Befreiung. Als Fussballer ein Jahr nicht zu spielen, ist sehr lang. Ich habe oft gezweifelt», gibt Mendy zu.
Der Weg nach oben führte ihn via Reims und Rennes diesen Herbst zu Chelsea. Auch in Senegals Nationalmannschaft ist er inzwischen ein sicherer Wert. In 7 Spielen hat er erst 2 Gegentreffer kassiert.
Mendy weiss: «Dass wir jetzt so schöne Dinge erleben können, habe ich meiner Familie zu verdanken, die mich in der schwierigen Zeit unterstützt hat.»