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Lämmlisbrunnenstrasse St. Gallen
Ausgangslage / Vorhaben
Die Lämmlisbrunnenstrasse wurde als Teil einer geplanten Südumfahrung in den siebziger Jahren als breite Strasse angelegt. Auf Grund der Ablehnung der Südumfahrung durch die Bevölkerung und verkehrsberuhigender Massnahmen in der Altstadt reduzierte sich das Verkehrsbvolumen auf täglich rund 5´500 fahrten.
Im Rahmen eines Gegenvorschlages zur städtischen Volksinitiative "Strasse zum Leben" wurde vom Gemeinderat 2001 beschlossen, eine kantonale Strasse zur Umgestaltung vorzuschlagen und eine städtische Strasse aufzuwerten. Zwischenzeitlich wurden für die Zürcherstrasse (Kantonsstrasse) eine Vorlage ausgearbeitet und - als städtisches Gegenstück - über eine Gemeindestrasse ein Projekt erarbeitet. Im Februar 2006 hat nun der Gemeinderat dem ausgearbeiteten Projekt (knapp) zugestimmt.
Dadurch soll dieses zentrumsnahe Quartier mit anliegender Kantonsschule, kantonaler Verwaltung, Kino sowie Wohn- und Geschäftsbauten aufgewertet werden.
Boulevard Lämmlisbrunnenstrasse
Die Fahrbahnbreite soll auf 7,5 m markant reduziert und als Kernfahrbahn gestaltet werden mit jeweils zwei Radstreifen von 1,35 m Breite. Dadurch bleibt mehr Platz für eine der anliegenden Nutzung entsprechende Gestaltung der Vorplätze.
Strassenverlauf
Der Strassenverlauf orientiert sich parallel zur anliegenden Bebauung mit relativ engen Übergangsradien. Ein zusätzlicher Fussgängerstreifen schafft eine weitere vortrittsberechtigte Querungsstelle für den Fussverkehr.
Einmündung Rorschacherstrasse
Heute bestehen drei Aufstellspuren zur Rorschacherstrasse - diese werden auf eine Spur reduziert, was sehr viel Platz frei lässt. Die Linksabbiegebeziehung wird aufgehoben.
Bepflanzung
Auf der Südseite der Strasse wird entlang der quergestellten Scheibenhochhäuser eine Baumreihe mit dazwischenliegender Parkierung. Auf der Nordseite werden einzelne Solitärbäume platziert.
Platzgestaltung Kantonsschule/ Tiffany
Der Bereich zwischen Kantonsschule und dem Kino / Nachtklub Tiffany wird von der Parkierung entlastet und als Platz neu gestaltet. Eine künstliche Wasserinstallation thematisiert die in den Untergrund liegende Steinach.
Daten
|DTV||ca. 5'500 Fahrzeuge / Tag|
|Realisierungstand||Seit November 2006 im Bau|
|Bauherrschaft||Stadt St. Gallen|
|Ausführung||2006 - 2007|
|Klassierung||Gemeindestrasse 1. Klasse|
|regionale Radwegroute|
|Signalisation||Tempo 50 innerorts|
|Kosten||Gesamtkosten: 2,5 Mio|
|Projektierung||Markus Hartmann, Herisau (Verkehrskonzept)|
|Bruno Bottlang, Herisau (Gestaltung)|
|Fotos||Markus Hartmann, Herisau|
|Skizze||Bruno Bottlang|
|Text||Andreas Bernhardsgrütter, Februar 2006|
Links
- Gemeinderatsvorlage Stadtrat (pdf)
- Artikel VCS Lokal, Dezember 2006
- Artikel VCS Lokal, Dezember 2005