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Verrückte Szenen im Stade des Lumières. Nach Fan-Ausschreitungen wird die Partie zwischen Lyon und Marseille zunächst für rund anderthalb Stunden unterbrochen. Als alles damit rechnet, dass es bald weitergeht, weigern sich die Marseille-Profis, wieder aufs Spielfeld zu kommen.
Die Partie muss bereits nach vier Minuten unterbrochen werden, nachdem Marseilles Dimitri Payet an der Eckfahne von einer Trinkflasche aus dem Lyon-Fanblock am Kopf getroffen wird. Schiedsrichter Ruddy Buquet schickt die Spieler in die Kabine, mehr als eine Stunde lang passiert gar nichts mehr.
Dann meldet sich der Stadionsprecher und teilt mit, dass es bald weitergehen soll. Xherdan Shaqiri und seine Lyon-Mitspieler kommen wieder auf den Platz und wärmen sich neu auf. Die Marseille-Profis allerdings bleiben in der Kabine. Offensichtlich weigern sich Payet und Co., das Spiel fortzusetzen. Dann wird die Partie doch noch abgebrochen.
Laut Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas hat Schiedsrichter Buquet entschieden, das Spiel nicht wieder anzupfeifen. «Wenn sich 55'000 Menschen in einem Stadion befinden, muss man Vorsichtsmassnahmen treffen», so Aulas. Nachdem der Unparteiische sich entschieden hatte, das Spiel fortzusetzen, habe er die beiden Mannschaften nochmals zu sich bestellt. «Dann hat er uns mitgeteilt, dass er seine Meinung geändert hat.»
Der Mann, der die Flasche geworfen hatte, wurde offenbar gefasst. «Der Täter wurde festgenommen. Die betreffende Person ist isoliert. Es ist schade, dass man alle dafür bestraft hat», so Aulas.
Nicht der erste Fan-Eklat in dieser Saison
Bereits im August kam es beim Duell zwischen Nizza und Marseille zu einem Spielabbruch. Auch damals wurde Dimitri Payet von Wurfgegenständen der gegnerischen Fans getroffen. Nachdem Payet eine Trinkflasche zurück in die Zuschauerränge pfefferte, stürmten Nizza-Fans den Platz und attackierten die Marseille Profis.
Einen Monat später sorgten Fans beim Nord-Derby zwischen Lens und Meister Lille durch Krawalle während der Pause für einen halbstündigen Unterbruch.