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Die Sicherheit bei der Stromversorgung in der Schweiz sei gewährleistet, wenn auch nur kurzfristig. Mittel- und langfristig würden die Risiken für die Versorgung der Schweizer Haushalte grösser. Zu diesem Schluss kommt die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom).
Die Versorgungssicherheit in der Schweiz war in den vergangenen Jahren gewährleistet. So hätte die Unterbrechungsdauer für einen Schweizer Endverbraucher in der Grundversorgung im Schnitt nur 19 Minuten betragen, schreibt Elcom. Mit diesem Wert besetze die Schweiz im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz.
Dennoch sei die Versorgungslage während den beiden vergangenen Winter angespannt gewesen. Im Winter 2015/2016 hätten Umbauarbeiten im Übertragungsnetz und eine beschränkte Kraftwerkskapazität zu Engpässen geführt. Im Winter 2016/2017 seien die französischen, belgischen und schweizerischen Kernkraftwerke nur eingeschränkt verfügbar gewesen, zudem war es sehr kalt und trocken.
Die grössten Schwierigkeiten seien die tiefen Grosshandelspreise. Dadurch würden Anreize fehlen, neue Produktionsanlagen in der Schweiz zu bauen, wie die Elcom anlässlich ihrer Jahresmedienkonferenz mitteilte. Selbst mit dem Zubau von erneuerbaren Energien liesse sich die wegbrechende Produktion nicht kompensieren. Die Folge: Der Importbedarf würde steigen. Damit würden laut Elcom die grenzüberschreitende Transportinfrastruktur sowie die Exportbereitschaft der umliegenden Länder wichtiger.
2017 beträgt der durchschnittliche Strompreis für einen Haushalt mit dem Konsumprofil H4 (4 500 kWh/Jahr) rund 20.05 Rp./kWh, leicht tiefer als im Vorjahr. Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen: Er umfasst das Entgelt für die Netznutzung (Netzkosten), den Energiepreis, die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV, inkl. Abgabe zum Schutz der Gewässer und Fische) sowie die Abgaben an das Gemeinwesen.