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Ein neues Zuhause für Tsunami-Betroffene Wiederaufbauprogramm von Helvetas in Sri Lanka
Zürich (ots) - Eine neue Siedlung für 300 Familien und eine
Wasserversorgung für 3'000 Haushalte: Das sind Kernelemente des
Wiederaufbauprogramms von Helvetas in ihrem von der Flutwelle
betroffenen Partnerland Sri Lanka.
Aufgrund einer Abklärungsmission in Sri Lanka hat die Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas ein Wiederaufbauprogramm ausgearbeitet. Es konzentriert sich auf die ethnisch gemischten Distrikte Batticaloa und Ampara an der besonders betroffenen Ostküste, wo Helvetas schon seit Jahren zusammen mit lokalen Partnerorganisationen Entwicklungsprojekte umsetzt.
Das Wiederaufbauprogramm umfasst vier Elemente. Etwas ausserhalb der Stadt Batticaloa errichtet Helvetas eine neue Siedlung für 300 Familien, deren frühere Wohnquartiere durch die Flutwelle zerstört wurden. Neben Häusern und Verkehrswegen werden auch soziale und wirtschafliche Strukturen aufgebaut. Im Süden des Distrikts Batticaloa wird für zwei Dörfer mit rund 3'000 Haushalten eine neue Wasserversorgung als Ersatz für zerstörte Anlagen realisiert. Im Distrikt Ampara bietet Helvetas obdachlos gewordenen Menschen psychosoziale Unterstützung und Rechtsberatung an. Ausserdem beteiligt sie sich dort am Programm "Cash for Shelter", das Familien für die Aufnahme von obdachlosen Familien entschädigt.
Die drei letztgenannten Projekte sollen bis Ende 2005 abgeschlossen werden; das Siedlungs-Projekt dürfte 2006 umgesetzt sein. Für die vier Projekte wird mit Kosten von 5 Millionen Franken gerechnet. Finanziert werden die Vorhaben durch Helvetas eigene Spendengelder sowie durch Mittel der Glückskette, bei der Helvetas Unterstützungsgesuche einreichen wird.
Für die Umsetzung des Wiederaufbauprogramms verstärkt Helvetas ihre personelle Präsenz vor Ort. Bei Bedarf soll das Programm angepasst und erweitert werden.
Engagement auf Konfliktpotenzial prüfen
Es ist ein wichtiger Arbeitsgrundsatz von Helvetas, dass Entwicklungsprojekte nicht zu einer Verstärkung von Konflikten führen dürfen. Das gilt auch für das Wiederaufbauprogramm in Sri Lanka, wo in der gegenwärtigen Situation besonders darauf geachtet werden muss, dass Benachteiligungen möglichst vermieden werden. Aus diesem Grund verstärkt Helvetas in Batticaloa auch ihre bisherige Unterstützungsarbeit für kriegsvertriebene Menschen. Deren Anliegen drohen wegen der grossen Solidarität mit den Flutopfern in den Hintergrund zu geraten.
Sauberes Trinkwasser: Anhaltende Nothilfe
Neben der Planung des Wiederaufbaus dauern die Soforthilfe- Massnahmen in den Tsunami-Gebieten an. Helvetas ist hier insbesondere im Trinkwasser- und Hygienebereich aktiv, wo die Lage weiterhin prekär ist. Viele der Zisternen, aus denen die Bevölkerung ihr Trinkwasser geschöpft hat, wurden zerstört. Helvetas hat Grosswasserbehälter finanziert, die durch die nationale Wasserbehörde regelmässig mit Trinkwasser gefüllt werden. Ausserdem stellt Helvetas Trinkwasserbrunnen und sanitäre Anlagen (Latrinen und Sickergruben) wieder in Stand.
In den Auffanglagern treibt Helvetas zudem die Verbreitung der Sodis- Methode voran. Mit diesem in der Schweiz entwickelten Verfahren kann verseuchtes Wasser auf einfache Weise in Petflaschen durch Sonneneinstrahlung entkeimt werden. Die Sodis-Verbreitung wird finanziert durch die Migros, mit der Helvetas eine Projektpartnerschaft eingegangen ist.
Für Rückfragen: Esther Oettli, Leiterin Internationale Programme, Tel. 044 368 65 37 Christian Oswald, Programmkoordinator Sri Lanka, Tel. 044 368 65 42 Andreas Friolet, Medienbeauftragter, Tel. 044 368 65 23