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Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. ACE-Hemmer zur Behandlung von kongestiver Herzinsuffizienz beim Hund.
ATCvet: QC09AA16
Zusammensetzung
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenImidapril wird im Organismus zu seinem aktiven Metaboliten Imidaprilat umgewandelt. Imidaprilat hemmt das Angiotensin Converting Enzyme (ACE). Dieses Enzym katalysiert im Plasma und im Gewebe die Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II und hemmt den Bradykinin Abbau. Da Angiotensin II stark vasokonstriktorisch, Bradykinin hingegen vasodilatierend wirkt, erreicht man durch Verminderung der Angiotensin II Synthese und Hemmung des Bradykinin-Abbaus eine vasodilatierende Wirkung. Zudem stimuliert Angiotensin II die Aldosteronsynthese über das Renin-Angiotensin-System. Imidaprilat reduziert somit die Aldosteronsekretion, was einen Anstieg der Kalium-, sowie eine Abnahme der Natriumkonzentration im Serum zur Folge hat.
Auf diese Weise reduziert Imidapril die Vorlast und die Nachlast und senkt den arteriellen Blutdruck ohne die Herzfrequenz zu erhöhen. Imidapril wird bei kongestiver Herzinsuffizienz beim Hund als Behandlung erster Wahl eingesetzt.
PharmakokinetikNach oraler Applikation wird Imidapril beim Hund rasch im Magen-Darm-Trakt resorbiert und erreicht die höchste Plasmakonzentration innerhalb von weniger als einer Stunde. Die Halbwertszeit beträgt etwa 2 Stunden.
Imidapril wird in der Leber und in den Nieren grösstenteils zu Imidaprilat, seinem pharmakologisch wirksamen Metaboliten hydrolisiert. Die maximale Plasmakonzentration an Imidaprilat wird nach ca. 5 Stunden erreicht, seine Halbwertszeit beträgt mehr als 10 Stunden. Imidapril und Imidaprilat sind zu 85% bzw. 53% an Plasmaproteine gebunden. Die Ausscheidung des resorbierten Wirkstoffs erfolgt vorwiegend renal. Nach wiederholter Imidaprilgabe wird bereits am zweiten Behandlungstag eine steady-state-Konzentration erreicht; sowohl bei Imidaprilat wie auch bei Imidapril.
IndikationenBehandlung von Herzinsuffizienz (Grad II - IV nach NYHA-Klassifikation), verursacht durch Mitralklappeninsuffizienz oder kongestiver Kardiomyopathie. Prilium kann, wenn nötig, mit einem Diuretikum vom Furosemid-Typ und/oder Digoxin-Präparat kombiniert werden.
Prilium kann dem Hund mit der Spritze direkt ins Maul, oder mit einer kleinen Menge Futter vermischt, verabreicht werden. Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff im nüchternen Zustand deutlich besser resorbiert wird. Die Verabreichung sollte wenn möglich immer auf die gleiche Art erfolgen.
Zubereitung der Trinklösung: Verschlusskappe und Stopfen entfernen und Flasche mit dem Pulver bis zur Markierung (Glaswulst auf Flasche) mit Wasser auffüllen, beiliegenden Sicherheitsverschluss aufsetzen und festschrauben.
Entnahme: Sicherheitsverschluss abschrauben und die graduierte Spritze in den Adapter einführen und die erforderliche Dosis mit Hilfe der in kg graduierten Spritze aufziehen. Nach Verabreichung des Arzneimittels, den Sicherheitsverschluss wieder auf die Flasche aufsetzen und die Spritze gut mit Wasser spülen. Die Flasche im Kühlschrank aufbewahren.
Darreichungsform
Zubereitung von Prilium®
Auffüllen der Spritze
Verabreichung von Prilium®Verarbeichen Sie Prilium® direkt ins Maul oder mit wenig Futter.
Anwendungseinschränkungen
Kontraindikationen:Nicht anwenden bei Hypotonie oder akuter Niereninsuffizienz.
Trächtigkeit und Laktation:In Studien an Ratten und Kaninchen konnten mit Imidapril in therapeutischen Dosen keine teratogenen, embryotoxischen oder maternotoxischen Wirkungen gezeigt werden.
Da keine entsprechenden Daten beim Hund vorliegen, sollte das Medikament bei trächtigen oder säugenden Hunden nicht angewendet werden.
Vorsichtsmassnahmen:Bei Hunden mit Hypovolämie oder Dehydratation kann die Anwendung von ACE-Hemmern zu schwerer Hypotonie führen. In diesem Fall muss der Patient vor der Behandlung mit Elekrolyten versorgt werden.
Bei Hunden mit Nierenschädigung ist zu Behandlungsbeginn eine Überwachung der Nierenwerte angezeigt.
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
Diarrhöe, Hypotonie, Müdigkeit, Schwindel und Appetitlosigkeit werden beobachtet. In diesen Fällen ist die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung kurzfristig zu unterbrechen, bis die Symptome verschwunden sind. Eine Überdosierung kann sich in Form von Hypotonie mit Apathie und Ataxie äussern. Die Behandlung erfolgt symptomatisch.
WechselwirkungenDiuretika und salzarme Ernährung verstärken die Wirkung der ACE-Hemmer durch Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS).
Während der Behandlung mit ACE-Hemmern sollte daher auf die Einnahme von Diuretika in hohen Dosen sowie auf salzarme Diäten verzichtet werden, um das Auftreten einer Hypotonie zu verhindern. Bei gleichzeitiger Verabreichung von kaliumsparenden Diuretika, muss eine regelmässige Überwachung der Serum-Kaliumspiegel durchgeführt werden, da das Risiko einer Hyperkaliämie besteht.
Sonstige HinweiseUngelöstes Pulver nicht über 25°C lagern
Nach Herstellung der Lösung im Kühlschrank bei 2 - 8°C aufbewahren
Aufbrauchfrist nach Herstellung: 60 Tage
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen.
PackungenFlasche zu 30 ml mit Dosierspritze
HerstellerVétoquinol S.A.
Spécialités pharmaceutiques vétérinaires
F-70204 Lure
Informationsstand: 09/2004
Dieser Text ist behördlich genehmigt.