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Ende Juni konnten drei Judoka des JCSG am Internationalen Turnier im Glaspalast in Sindelfingen (nahe Stuttgart) teilnehmen.
Celina Thurnheer sowie die Janik und Joel Fischer starteten alle drei am Sonntag in der Alterskategorie U18. Das stark besetzte Teilnehmerfeld wurde nicht nur durch Vertreter der jeweiligen deutschen Landesauswahlen repräsentiert, Teilnehmer aus insgesamt acht Nationen nutzten das gut organisierte Turnier, um sich mit anderen Judoka zu messen.
Joel Fischer, der Jüngste im Bunde, hatte das Pech, im ersten Kampf der Gewichtsklasse -50 kg dem späteren Drittplatzierten Nenninger gegenüberzustehen. Er kämpfte verbissen und liess dem starken Wiesbadener wenig Chancen, Griff und Würfe anzubringen, erreichte sogar eine kleine Wertung, musste sich aber nach Ablauf der Kampfzeit mit der mittleren Wertung Waza-ari geschlagen geben. Da der Gegner später im Kampf um den Poolsieg verlor, war Joel damit nicht für den Hoffnungslauf qualifiziert.
Celina Thurnheer fand sich in der Gewichtsklasse -48 kg als eine von zwölf Teilnehmerinnen in einem verhältnismässig stark besetzten Feld wieder. Im ersten Kampf gegen die Tübingerin Krieger konnte sie schnell mit einer kleinen Wertung (Yuko) nach einem Uchi-Mata in Führung gehen und im anschliessenden Festhalter den Kampf gewinnen. Auch den zweiten Kampf gegen Lenhardt aus Altenfurt entschied sie mit Uchi-Mata und Festhalter für sich. Der Einzug ins Finale scheiterte an der konterstarken Gegnerin Hiller aus Mönchengladbach und auch im sehr ausgeglichenen Kampf um Bronze fehlte Celina letztendlich die entscheidende Portion Glück im richtigen Moment; sie verlor kurz vor Ende der Kampfzeit mit einem Konter. Mit einem fünften Platz reichte es nicht ganz fürs Podest, das Ergebnis ist jedoch durchaus zufriedenstellend.
Für Janik Fischer begann die Gewichtsklasse -55 kg mit insgesamt 27 Kämpfern wie so oft mit dem Warten auf die erste Begegnung. Doch dies zahlte sich gleich im ersten Kampf aus. Gegen Betz aus Esslingen konnte Janik zweimal mit seinem Spezialwurf Uchi-Mata punkten und den Kampf vorzeitig beenden. Weitere vorzeitige Siege sollten folgen. Gegen den Franzosen Vinaja zahlte sich das neu umgestellte Griffkonzept aus; nach einem Selbstfallwurf und einem Konter ging Fischer ein weiteres Mal vorzeitig als Sieger von der Matte. Im Kampf um den Poolsieg konnte Janik zwei Strafen provozieren und war dem Gegner im Standkampf durchweg überlegen, verlor dann aber gegen den am Boden sehr starken Karlsruher Reimer unglücklich im Festhalter. Im Hoffnungslauf befand sich das Podest wieder in weiterer Ferne, doch dies tat der Motivation keinen Abbruch. Als nächstes konnte Janik gegen den starken Niederländer van der Steen konzentriert seinen Griff durchsetzen und gewann mit zwei Waza-ari nach Wurftechniken. Dem Bayer Vogelmeier liess er ebenfalls keine Chance und gewann vorzeitig mit einem wunderschönen Uchi-Mata. Nun stand der Kampf um Bronze an. Der Niederländer Milton war schon vorher durch physische Dominanz und starken Griffkampf aufgefallen und liess Fischer keine Möglichkeit, im Stand zu punkten. Nach der halben Kampfzeit konnte Janik mit einem Übergang eine Weiterführung des Kampfes im Boden erreichen. Hier bezwang er den Niederländer mit einem Festhalter und sicherte sich so einen hochverdienten Platz auf dem Podest.
Bericht/ Photo: R. Garcia