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1937 erregte ein Stehlift grosses Aufsehen, der die Badegäste vom schattigen Strandbad der Harissenbucht zu den sonnigen Liegewiesen transportierte. Sein Erfinder war der umtriebige Hotelier des Kurhauses Fürigen, der seit 1924 auch eine Standseilbahn zwischen der Harissenbucht und Fürigen betrieb.
In Weggis hatte man 1919 das erste Strandbad der Schweiz eröffnet, wo sich die Badenden ohne Trennung der Geschlechter trafen. Trotz moralischer Bedenken erfreuten sich Freibäder sofort grosser Beliebtheit. Paul Odermatt, der seit 1910 das Kurhaus in Fürigen betrieb, reagierte auf den neuen Trend und eröffnete 1920 in der Harissenbucht eine Badeanstalt. Um seinen Hotelgästen den steilen Fussweg zum See zu ersparen, baute er 1924 eine kleine Standseilbahn. Heute steht anstelle der Badeanstalt ein Restaurant, von den Bahnanlagen zeugen nur noch Baurelikte, und das Hotel Fürigen ist seit Jahren geschlossen.
In unmittelbarer Nähe zum Bade- und Hotelbetrieb des Kurhauses Fürigen entstand 1941/42 die Festung Fürigen als Teil einer geheimen militärischen Befestigungsstrategie. Sie zeugt von einer Zeit, in der auch die Bewirtschaftung des Bodens zu einem wichtigen Element der geistigen Landesverteidigung wurde.
Mit der sogenannten «Anbauschlacht», nach ihrem geistigen Schöpfer auch bekannt als «Plan Wahlen», versuchte die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs mit Rodungen, Meliorationen und Umnutzung von Wiesen zu Ackerland eine unabhängige Lebensmittelversorgung sicherzustellen, war damit aber nur teilweise erfolgreich. Auch in Nidwalden wurden zu diesem Zweck grosse Riedflächen wie das Drachenried bei Ennetmoos entwässert und für den Anbau von Brotgetreide oder Kartoffeln genutzt. Viele dieser Flächen wurden bereits in den 1950er-Jahren zu Wiesland oder für Industrie und Siedlungen umgenutzt.