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Doppelte Ironie des Schicksals: Am 20. Juli beginnt im australischen Melbourne die 20. Welt-Aids-Konferenz. Im Vorfeld nannten Wissenschaftler das «Schwarze Schaf» im Bezug auf die HIV-Neuansteckungsrate: Nirgends in Europa ist sie höher als in der Ukraine.
«Nun gefährden die Kämpfe zwischen Armee und Separatisten im Osten des Landes die ohnehin schwierige Versorgung der mehr als 250'000 Infizierten», hiess es in einer Ankündigung der Konferenz.
Im abgestürzten Passagierflugzeug in der Ukraine sassen offenbar viele Teilnehmer der Welt-Aids-Konferenz. «Viele Passagiere» seien auf dem Weg zur Konferenz gewesen, teilte der Chef des UNO-Aids-Programms mit.
An Bord der Maschine war offenbar auch der niederländische Aids-Forscher und frühere Präsident der Internationalen Aids-Stiftung, Joep Lange. Die australische Aids-Stiftung erklärte auf Twitter, es gebe Berichte, wonach Lange und weitere Wissenschaftler bei dem Flugzeugabsturz gestorben seien. Ähnlich äusserte sich der US-Aids-Aktivist Gregg Gonsalves.
Bei der 20. Welt-Aids-Konferenz, die am Sonntag in Melbourne beginnt, werden 12'000 Teilnehmer die jüngsten Forschungsergebnisse und Entwicklungen um den tödlichen HI-Virus diskutieren. (kad/sda/afp)