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Im Norden des Dorfes von Bardonnex, auf dem Land, erkennt man das Schloss. Es ist ein befestigtes Haus aus dem 16. Jahrhundert. Der Turm allein datiert aus dem 15. Jahrhundert. Das Tor von 1705, das in 1810 zum Teil zerstört wurde, wurde wieder aufgebaut in Form eines landwirtschaftlichen Betriebs. Im 20 Jahrhundert erhielt das Schloss seine Form als Patrizierwohnsitz wieder.
Jeudi 1er août 1985
Der Staatsrat klassifizierte das befestigte Haus von Bardonnex und seine Umgebung als Monument. Während die Mehrzahl der Schlösser zerstört wurde (Peney, Malval, Hermance), bleibt im Kanton eine Reihe von "starken Häusern" auch "hohe Häuser" genannt (Arare, Meinier, Laconnex und, besonders, Bardonnex). Es handelt sich um „Gebäude“, die „sowohl gedrungen wie auch schlank sind, die oft von einem Dach mit vier Seiten bedeckt wurden, die sich deutlich von den umliegenden ländlichen Konstruktionen durch einen gewissen Reichtum unterscheiden, der sich insbesondere in der Ausführung der Rahmen ausdrückt". Der "verteidigende" Charakter dieses Gebäudetyps erinnert an die Vielfältigkeit der Macht, die der Vereinigung des Kantons vorausging.
Das befestigte Haus des Place de Brunes von Bardonnex datiert aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Man glaubte lange, dass es nicht so alt war. Eine wissenschaftliche Analyse der Holzelemente, vor allem von einem grossen Balken in "Y"-Form, der als Strebe im Keller diente, erlaubte es den Spezialisten, das Konstruktionsdatum um 1427/1428 anzusiedeln. Pierre Bertrand schrieb, dass dieses Gebäude "in allen Punkten, in seinem Volumen, ganz der Typologie dieser Art von Konstruktion vom 14. bis 16. Jahrhundert im Land von Genf" entspricht.
Seit einem halben Dutzend von Jahren gehört dieses Haus sowohl der Familie von Herrn Roger Marendaz, Landwirt wie auch der von Herrn Jean Rogg-Bazzoni, Architekt. Der letztere, der damals die Hälfte des Gebäudes für seinen persönlichen Gebrauch zurückkaufte, liess dort Renovierungen ausführen, die die ursprüngliche Architektur respektieren. Im Juni 1980, unterschreiben zwei hundert Dorfbewohner von Bardonnex eine Petition, um die "Klassierung" dieses befestigten Hauses von Bardonnex sowie seine Umgebung zu verlangen. Was das Gebäude selbst und das Interesse seiner stilistischen Charaktere betrifft, so hat der Ausschuss einstimmig die Klassifizierung vor dem grossen Rat befürwortet. Ebenso wie der angrenzende Bauernhof und seinem schönen Hof, der vollkommen integriert ist.
Als Gegenzug, musste man warten, um das zu definieren, was man unter der "Umgebung" dieser Gebäude verstand. Nach einem Abkommen mit der Gemeinde von Bardonnex liess das Departement der öffentlichen Arbeiten einen Einrichtungsplan untersuchen, der "ohne ihre Rechte zu verletzen, die Bebauung der benachbarten Parzellen erlaubte, zur Zufriedenheit der Einwohner des Dorfes", und bestrebt war, den Umkreis so gut wie möglich zu schützen. Dieses Verfahren nahm viel Zeit in Anspruch. Ein Plan, der insbesondere den Schutz der unmittelbaren Umgebung des starken Hauses gewährleistete und der die gemässigte Entwicklung der kleinen Dörfer von Bardonnex festlegte, wurde aufgestellt. Im Oktober 1984 wurde der Vorschlag dem Ausschuss der Monumente, der Natur und der Standorte, die die Klassierung des befestigten Hauses von Bardonnex als "ästhetisch und historisch" fanden, beigefügt. Auf diesen Grundlagen nahm am 10. Juli 1985 der Staatsrat den Vorschlag an, den der Chef des DTP, Herr Christian Grobet, vorlegte.
Diese Entscheidung zur Klassifizierung war die 217., die seit 1920, an dem das Genfer Gesetz das Verfahren in diesem Zusammenhang festlegte, stattfand. Die vorhergehende (216.) betraf die Villa Edelstein in Genf.
Bibliographie