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Die Empa-Forscher kombinierten Ansätze, Materialien und Techniken aus den verschiedensten Bereichen auf innovative Art und Weise. «Wenn man neue Lösungen finden will, muss man ausserhalb der gängigen Methoden denken», meint Camenzind. Also entwickelten die beiden Forscher für die Isolation eine sogenannte Sandwich-Konstruktion. Diese besteht aus einer bauschfähigen Synthetik-Füllung und reflektierenden Schichten, welche auch in Raumanzügen zur Anwendung kommen. So wurde, Schritt um Schritt, aus dem «magic tent» ein «real tent».
Die Schwierigkeit beim Umgang mit der Feuchtigkeit war, dass man diese zwar vom Körper weg bringen wollte, gleichzeitig aber die Isolationsschicht trocken halten musste. Ein spezielles Inlett, eine Art Decke, löst dieses Problem teilweise. Die am Körper liegende Seite besteht aus einer atmungsaktiven Schicht, die Wasserdampf durchlässt. Nach aussen hin, also zum Innenraum, ist das Inlett aber dicht. Die Feuchtigkeit wird sozusagen im Inlett eingeschlossen und kann am Morgen ganz einfach in Form von Wassertropfen oder Eiskristallen ausgeschüttelt werden.