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Die 13jährige Brione wird im Jahre 1935 Zeuge, wie ihre Schwester sich an einem Springbrunnen vor ihrem Freund bis auf die Unterwäsche auszieht. Sie interpretiert die Situation völlig falsch. Es entwickelt sich eine verhängnisvolle Handlungskette, die das Leben der beteiligten Personen auf Dauer verändert.
Ian McEwans Buch Atonement hat mich zuerst irritiert. Das in drei Teile gegliederte Buch erweckt im ersten Abschnitt einen undurchsichtigen Eindruck. Macht man sich allerdings mit dem Schreibstil vertraut, so wird man diese Art sehr mögen. Für mich war Teil 1 das absolute Highlight des Werkes. Abschnitt 2 ist handlungsbetonter und man wird an viele vergleichbare Kriegsberichte erinnert. Er gehört zwar zwingend zum Handlungsgeschehen, ist aber in meinen Augen nicht überdurchschnittlich gut gelungen. Einen zweiten Höhepunkt erreicht Atonement im letzten Buchdrittel. Man versteht, weshalb der Buchtitel gewählt wurde, begreift Brione, versucht ihr Verhalten zu akzeptieren, sieht ihren Gesinnungswandel ein.
Atonement ist ein Buch, das lesenwert ist. Man sollte sich nicht durch den komplizierten ersten Buchabschnitt abschrecken lassen
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