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Die Schweizerische Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen die Swatch Group eröffnet. Diese Untersuchung wurde von Swatch selber initiiert, da der Uhrenfabrikant nicht mehr Einzelteile für Dritte produzieren will.
Dabei geht es um die Lieferung von mechanischen Werken und Assortiments an Dritte. Die Untersuchung der Weko soll aufzeigen, welche Lösung gefunden werden kann, damit die Swatch Group eine stufenweise Lieferreduktion erreichen kann. Dies sei im Interesse der gesamten Uhrenindustrie, liess Swatch am Mittwoch verlauten.
Die Weko will nun gemäss Communiqué prüfen, ob für die Firmen, die von Swatch beliefert werden, alternative Bezugsquellen bestehen. Sollte das nicht der Fall sein, stellt sich die Frage, in welchem Zeitraum sich solche alternative Quellen aufbauen lassen.
Für die Dauer der Untersuchung hat die Weko vorsorgliche Massnahmen erlassen. Damit will die Behörde verhindern, dass der Wettbewerb auf den betroffenen Märkten nachhaltig beeinträchtigt wird.
Die Massnahmen sehen vor, dass die Swatch Group Drittkunden vorerst in vollem Umfang weiter beliefern muss. Im Jahr 2012 kann der Uhrenkonzern die Lieferung mechanischer Uhrenwerke auf 85 Prozent und von Assortiments auf 95 Prozent der Menge des Jahres 2010 reduzieren.
Die Swatch Group sei sich der Problematik ihres Vorhabens bewusst, hält die Weko fest. Deshalb habe der Uhrenkonzern von sich aus den Kontakt zur Wettbewerbsbehörde gesucht. Im Zentrum steht demnach ein "zumutbarer Ausstiegsplan" aus der Belieferung. Konkret prüft die Weko, ob Swatch mit ihrem Vorhaben gegen das Kartellgesetz verstösst, indem der Konzern allenfalls eine marktbeherrschende Stellung missbrauchen könnte.
Seit langem ein Thema
Swatch hatte bereits früher angekündigt, nur noch für sich Uhreneinzelteile produzieren zu wollen. Der Uhrenkonzern rechtfertigte den Entscheid damit, dass letztlich Swatch in die Produktion investiere, während die Konkurrenz Mittel für die Werbung frei habe.