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Am Anfang der Trachtenbewegung kamen die Männer immer etwas zu kurz. Sie hatten keine Tracht, die tragbar war. Die historische Hallauertracht war zu auffällig, um auf breite Akzeptanz zu stossen. So entschloss man sich, eine gut tragbare Kleidung zu kreieren. 1949 wurde sie erstmals am Jahresbott vorgeführt. Die schwarze oder anthrazitfarbene lange Hose aus Wollstoff oder Tuch wird von einem Gilet und Kittel aus dem gleichen Stoff begleitet. Unter dem weichen Kragen des weissen Leinengemdes wird ein schwarzer Krawatten-Bändel mit beidseitig eingewobenen roten Fäden durchgezogen. Die gehämmerten Silberknöpfe an Kittel und Gilet sind Spezialanfertigungen und werden in dieser Form nur im Kanton Schaffhausen verwendet. Später wurde den Volkstänzern und Jodlern ein weinrotes Gilet zugestanden. Da diese Farbe aber nicht so recht zu den roten Strümpfen und Brusttüchern der Frauentrachten passen wollte, wurde die Farbe vor einigen Jahren neu definiert. Heute wird das rote Gilet häufiger getragen als das schwarze.
Die graue Werktagsbluse kam auf Wunsch der Volkstänzer zu Stande, die im Sommer gerne etwas lockerer daherkommen wollten. Bei der Farbwahl entschloss man sich für ein mittleres Grau, das sich den unterschiedlichen Farben der Frauentrachten anpasst. Die Form ist den Burgunderblusen der Fuhrleute nachempfunden. Eine einfache schwarze Hose und ein weisses Hemd ohne Stickerei mit dem Bändel der Sonntagstracht machen diese Tracht komplett.