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Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) wird in der Schweiz seit 2009 jährlich anhand von Feldkalendereinträgen von rund 300 Betrieben erfasst. Daraus wird errechnet, wie häufig, wie viel und welche PSM verwendet werden. Im Untersuchungszeitraum 2009 bis 2012 wurden in Obstkulturen, Reben, Kartoffeln und Zuckerrüben mehr und häufiger PSM verwendet als in Ackerkulturen wie Mais, Weizen oder Raps. Das heisst, es bestanden grosse Unterschiede im PSM-Einsatz zwischen den Kulturen. Fungizide dominierten in vielen Kulturen den PSM-Einsatz, aber die verwendeten fungiziden Wirkstoffe unterschieden sich pro Kultur. Innerhalb der Kulturen hat sich die Wahl der Hauptwirkstoffe über die vier Jahre nicht gross verändert. Eine Ausnahme sind die Insektizide im Raps, wo wegen Resistenzproblemen weniger Pyrethroide eingesetzt wurden. Eine grosse Variabilität im PSM-Einsatz bestand zwischen Schlägen der gleichen Kultur. Vertiefte Untersuchungen der Ursachen dieser Variabilität könnten Hinweise auf mögliche PSM-Reduktionsstrategien erlauben. Parallel zu den hier präsentierten Kennzahlen zur Entwicklung des PSM-Einsatzes wird ein Indikator entwickelt, der die Ökotoxizität und Abbaubarkeit der eingesetzten Wirkstoffe berücksichtigt und somit eine Bewertung der Umweltrelevanz des PSM-Einsatzes erlaubt.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.