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Ein Freihandelsabkommen mit dem aufstrebenden Vietnam steht schon seit Jahren auf der Wunschliste der Efta-Staaten. Doch kommen die Verhandlungen nie wirklich auf einen grünen Zweig, wie wir das im letzten Dezember schon berichtet haben: Gespräche zwischen der Efta (inkl. Schweiz) und Vietnam über ein Freihandelsabkommen stocken. Nun hat es Bundesrat Ignazio Cassis wieder mit einer Charmeoffensive versucht und anlässlich einer sechstägigen Südostasienreise für den baldigen Abschluss eines Freihandelsabkommens der Efta-Staaten mit dem südostasiatischen Land stark gemacht.
Mit dem Besuch in Hanoi am Freitag endete die sechstägige Südostasienreise des Schweizer Aussenministers. Cassis hat die Chance genutzt, den neuen vietnamesischen Premierminister Pham Minh Chinh zu besuchen, der den Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zu einem Höflichkeitsbesuch empfing. Die Efta-Staaten Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island mit rund 14 Millionen Einwohnern verhandeln seit 2012 über ein Freihandelsabkommen mit Vietnam, das seinerseits eine Bevölkerung von gegen 100 Millionen aufweist.
Die Schweiz hat in den vergangenen 30 Jahren über 600 Millionen Franken an Entwicklungsgeldern zur wirtschaftlichen Entwicklung Vietnams geleistet, wie das EDA in einer Mitteilung schreibt. Vietnam ist demnach ein Prioritätenland der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Ob dieser Besuch hilfreich war, um weiterzukommen in der Frage des Freihandelsabkommens, wird sich im Laufe der Zeit erst zeigen.