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Swiss Ice Hockey sucht einen neuen CEO: Was HockeyInfo bei einem Amtsantritt diskutieren würde
Florian Kohler hat sich entschieden, nach sechs Jahren im Amt als CEO von Swiss Ice Hockey seinen Platz zu räumen. Nun hat Präsident Michael Rindlisbacher den Nachfolgeprozess aufgesetzt und will bis Ende März einen neuen Kopf präsentieren. HockeyInfo bewirbt sich fiktiv für den Posten und zeigt, was bei einem Amtsantritt alles auf den Diskussionstisch gestellt werden würde. Heute: Teil 1
Den Spielplan hinterfragen
Seit der Saison 2007/08 werden in der Qualifikation 50 Spielrunden ausgetragen. In 44 Meisterschaftspartien spielt jedes Team viermal gegen jeden anderen Gegner. Zusätzlich gibt es sechs «Gruppenspiele»: Mit der regionalen Zusammensetzung werden drei Vierergruppen gebildet, welche jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegeneinander austragen. Die drei Gruppen sind momentan:
Ambri, Lugano, Davos, Zug
Zürich, Rapperswil, Bern, Langnau
Genf, Lausanne, Fribourg, Biel
Vor allem die wirtschaftlichen Aspekte hat diese zusätzlichen Spiele veranlasst. Es gibt mehr Derbys, welche offensichtlich grössere Einnahmen produzieren. Doch ist dies auch sportlich fair, wenn immer die gleichen Teams aufeinander treffen?
In der oberen Grafik soll die Differenz zwischen dem Punkteschnitt gegen die drei Gruppengegner und demjenigen gegen die acht anderen Gegner zeigen. Als Beispiel: Lausanne spielte jeweils sechs Mal gegen Bern, Fribourg und Genf. Dabei holten sie in 18 Spielen 16 von möglichen 48 Punkten. Das gibt einen Schnitt von 0.88 Punkten pro Spiel gegen die «Gruppengegner». Gegen die anderen acht Teams haben sie in 32 Spielen einen Punkteschnitt von 1.46. Berechnet man nun die Differenz, kommt man auf Minus 0.58.
Lausanne hat also viel mehr Mühe zu gewinnen gegen die Teams aus der Regionalgruppe als gegen die restlichen Mannschaften. Biel hingegen sammelte gegen Teams aus ihrer Gruppe deutlich mehr Punkte als gegen die anderen Mannschaften.
Um eine Veränderung des Gruppensystems in den Raum zu stellen, hat HockeyInfo drei Möglichkeiten auf den Tisch gelegt:
A. Die Gruppen auslosen
Somit würden jedes Jahr neue Gruppen entstehen und die Teams, aber vor allem auch die Fans, hätten mehr Abwechslung. Zwar gäbe es weniger Derbys, sie wären dafür wieder umso spezieller und es würde auf jeden Fall mehr Pfeffer in den Partien stecken. Mit sechs Derbys pro Saison haben die einzelnen deutlich an Bedeutung verloren. Das Tessiner Derby war zuletzt nicht einmal mehr ausverkauft.
B. Tabellenbezogene Gruppen machen
Die Gruppen würden nach der Tabelle in der Vorsaison gebildet werden. So spielen die ersten vier Teams der letztjährigen Qualifikation insgesamt sechsmal gegeneinander, ebenso wie die Teams von den Plätzen 5-8 und 9-12. Somit werden mehr Punkte an die nach der Tabelle schwächeren Teams verteilt. Der Kampf um die Playoffs wäre sicherlich jedes Jahr sehr interessant - auch wenn wir uns dieses Jahr keineswegs beklagen dürfen - und würde ebenfalls jede Saison neue Partien aufbringen.
C. Gar keine Gruppen mehr machen
Man könnte diese Zusatzspiele natürlich komplett abschaffen. Entweder reduziert man so die Qualifikation auf 44 Spiele oder man erhöht die Saison auf 55 Partien, wobei jedes Team fünf Mal gegeneinander antritt und das zusätzliche Heimspiel von Saison zu Saison getauscht wird.
In den nächsten Tagen folgt Teil 2: Die Lohndebatte weiter fortführen.