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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Sechstes Buch
XVII. Kapitel
152.
1. Wie es aber für den, der Hände hat, etwas Natürliches ist, zu fassen, und für den, der gesunde Augen hat, das Licht zu sehen, so ist es für den, der den Glauben ergriffen hat, etwas Natürliches, Erkenntnis zu gewinnen, wenn er Verlangen darnach trägt, an dem gelegten Grund weiterzuarbeiten und darauf mit Gold, Silber, Edelsteinen weiterzubauen.1
2. Er verspricht also nicht, er wolle bereit sein, Anteil an der Wahrheit zu nehmen, sondern er fängt [S. 344] damit an. Und es geziemt sich nicht, daß man es für die Zukunft vorhat, sondern daß man königlich und erleuchtet und gnostisch sofort ist; und ebenso gehört es sich nicht, daß man nur dem Wort nach und nicht mit der Tat bereit ist, die Arbeiten anzufassen.
3. Da nämlich Gott gut ist, begann er wegen des Wesens, das zur Herrschaft über die ganze Schöpfung bestimmt war, und weil er es retten wollte, auch die übrigen Wesen zu erschaffen, indem er von Anfang an ihnen als erste Wohltat dies erwies, daß sie überhaupt entstanden; denn wohl jeder wird zugeben, daß das Sein um vieles besser ist als das Nichtsein. Sodann entwickelt sich jedes und entwickelt sich noch, soweit es seiner Natur nach möglich war, fortschreitend zu einem besseren Zustand als dem bisherigen.
1: Vgl. 1Kor 3,12; Strom V 26,3 f.