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Boutefas und Jambon de la borne sind Fleischprodukte aus den Regionen Waadt und Freiburg mit einer lebendigen Tradition. Ob sich für diese Spezialtäten eine spezifische Grundlage und damit die Voraussetzung für eine geschützte Ursprungsbezeichnungen (AOP) ergibt, wenn das Fleisch von Schweinen einer definierten Genetik stammt und diese ausschliesslich mit Futter aus regionalen Komponenten gemästet werden, war Gegenstand dieser Untersuchung. Dazu wurden 170 Schweine, die von Ebern der Rassen Duroc, Piétrain oder der Edelschwein-Vaterlinie abstammten und die entweder auf Zuwachs oder auf Fleischqualität selektiert waren, balanciert in zwei Gruppen verteilt und mit einem üblichen Ergänzungsfutter (Kontrolle) zu Schotte oder einem Ergänzungsfutter ohne Sojaschrot und mit abgesenktem Protein- und Lysingehalt gemästet. Mit diesem regionalen Futter wuchsen die Tiere etwas langsamer und der Fettansatz war etwas höher. Daneben ergab sich ein tieferer Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Fettgewebe und ein vorteilhafteres Omega- 6/Omega-3 Verhältnis, was auch in den Fleischprodukten deutlich nachzuweisen war. In sensorischen Analysen unterschieden sich die Boutefas aus der Kontrolle und der regionalen Fütterung deutlich. Die Piétrain Kreuzungen zeigten mit der regionalen Fütterung erheblich geringere Zunahmen und in den Jambon de la borne eine erhöhte Frequenz von Farbabweichungen. Mit der regionalen Fütterung und ausgewählten Genetik ergab sich eine spezifische Fleischund Fettqualität, die sich auch in den Produkten widerspiegelte.
Nutztiere sind in der Lage, Grasland und Nebenprodukte in wertvolle Lebensmittel umzuwandeln. Doch wie viele Tiere braucht die Schweiz noch, wenn die Ackerflächen statt für Futtermittel primär für die Produktion von Lebensmitteln genutzt würden?
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.