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Abkürzungen ins Absolute: Werk aus Aphorismen
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Abbreviations towards the absolute: making the acquaintance of Elazar Benyoëtz means to experience singularity, which is completely human. And this—the singular here and now—is, according to theory as well as to Benyoëtz’ practice, the point of departure of aphorism. Cutting all mediations short, the aphoristic dynamics—does not end: being open to the absolute is, it turns out, the humanism of the aphoristic work of Elazar Benyoëtz.
Denn es ist das Lesen ja ein so viel gröberer,
ja roherer Vorgang als das Schreiben.
Peter de Mendelssohn
Das Werk Elazar Benyoëtz’ hat eine bemerkenswerte Rezeption in der deutschsprachigen katholischen Theologie erfahren.1 Eine erste Reaktion darauf könnte die Meinung sein, dem nichts mehr hinzufügen zu müssen oder zu wollen. Zumal das Profil dieser Rezeptionslage wiederum Anlass zur Verwunderung gibt: Ausgerechnet dieses Werk findet ausgerechnet katholischerseits eine Rezeption, vorrangig ausgerechnet in systematischer Theologie: Ist das nicht die Konstellation eines Missverständnisses? Und würde es sich dann nicht empfehlen, nicht auch noch dazu beizutragen? Auch wenn ich besagte Konstellation für in der Tat untersuchenswert halte, will ich sie mit diesem Beitrag nicht beurteilen. Nicht vom Feld der Rezeption werde ich mir einen Weg der Annäherung nahelegen lassen. Dass der Zugang erratisch sein wird, ist schon Ausdruck der vertretenen These.
Elazar Benyoëtz bin ich zweimal begegnet, jeweils anlässlich von Lesungen. Am 11. Juni 1996 las Benyoëtz in der Jüdischen Gemeinde Regensburg, anschließend war während eines Empfangs an einem wunderbaren Sommerabend im Garten der Gemeinde Gelegenheit zu ausführlichen Gesprächen; auf dem Grundstück stand die 1912 erbaute Neue Synagoge, ein architektur-stilistisch eigenständiger Kuppelbau auf ovalem Grundriss, der in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 verwüstet und niedergebrannt worden war. Der anwesende Bürgermeister Schottenheim hatte Löscharbeiten zum Schutz der Nachbargebäude zugelassen und sie für die Synagoge untersagt; erst 2019 konnte nach knapp dreijähriger Bauzeit die aktuelle Synagoge eingeweiht werden, wiederum ein markanter Bau. In der Eingangsloggia sind in einer spiralförmigen Metallkonstruktion über den Häuptern der Eintretenden die Verse aus Rose Ausländers Gedicht Gemeinsam I angebracht: „Vergesset nicht / Freunde / wir reisen gemeinsam / … / Vergesset nicht / es ist unsre / gemeinsame Welt / die ungeteilte / ach die geteilte // die uns aufblühen läßt / die uns vernichtet / diese zerrissene / ungeteilte Erde / auf der wir / gemeinsam reisen.“2 – Am 26. Oktober 2004 las Benyoëtz im document Neupfarrplatz, einem denkbar prekären Ort: Der Neupfarrplatz entstand nach der per Stadtratsbeschluss erfolgten Vertreibung der Juden aus Regensburg 1519 durch die Niederlegung des jüdischen Viertels. Das Ratsmitglied Albrecht Altdorfer fertigte am Vorabend der Zerstörung der gotischen Synagoge zwei Radierungen der Innenräume an, wodurch allein deren Gestalt und Ausstattung überliefert ist; die unmittelbar christliche Schuld an diesem Pogrom ist in der mit der Vertreibung und Zerstörung verquickten Legitimierung erheischenden Fingierung einer Marienerscheinung greifbar, aus der dadurch angestoßenen, zeitweise populären Wallfahrt die heute bestehende, platzbeherrschende Neupfarrkirche hervorgegangen ist. Mit der Neugestaltung des Platzes 1995–98 kam es zur Wiederentdeckung der Fundamente der Synagoge, denen der 2021 verstorbene Dani Karavan ein beeindruckendes Erinnerungsmal einrichtete, indem er die Fundamentreste überirdisch in einem fein-weißen, marmorhaften Beton nachvollzog, woraus Karavans Intention gemäß ein wie selbstverständlich angenommener urbaner Begegnungsort entstanden ist. Mit derselben Neugestaltung sind auch die Kellergewölbe der Häuser des jüdischen Viertels wiederentdeckt worden, vor allem aber ist erst hierdurch unfasslich-fasslich geworden, wie der 1939/40 von den Nationalsozialisten unter dem Neupfarrplatz angelegte Ringbunker mitten durch die Keller der früheren jüdischen Häuser hindurch gegraben worden ist; in einem Segment dieser Bunkeranlage ist das document Neupfarrplatz angelegt worden, das – unterirdisch – an die außerordentlich komplexe Geschichte dieses Platzes erinnern soll; hier fand die Lesung statt.
Mit Elazar Benyoëtz ist mir das Antlitz einer Bedeutungsüberlieferung von unauslotbarer geschichtlicher Tiefenschärfe entgegengetreten, das Antlitz ihrer Weisheit, ihres Witzes; wie das englische wit noch heute hat auch das deutsche Wort „Witz“ einmal die Bedeutung des alerten, geistreich kultivierten Verstands getragen. Ich vermeide hier den Begriff der Religion sowie halte jede identitäre Etikettierung als unangebracht: Wenn die Begegnung – in einem emphatischen Verständnis von Begegnung – eine Lektion bereithält, dann die, dass es so etwas wie präsubjekthafte Identität nicht gibt; präfabrizierte Identitäten sind Waffen im Einsatz verheerender Identitätspolitiken, ob sie nun von rechts oder von links betrieben werden. Das mir entgegenblickende Antlitz ist die inkommensurable Unterbrechung jeder Politik; die wiederum verfügt über ein systemisches Wissen von der Unterbrechungskraft des Antlitzes – des Blicks unverfügbarer Subjektivität –, was dieses so machtvoll verletzlich sein lässt. Verstummen macht die in symbolpolitisch aufgeladenen Konflikten exekutierte Zerstörung von Gesichtern, Köpfen, Körpern, ob von Menschen, ob von Statuen: von den spätantiken Ikonoklasten über die reformationseruptiven Köpfungen und Gesichtsauskratzungen religiöser Skulpturen und Bilder, bis hin zur Sprengung der Buddhafiguren im Bamiyan-Tal 2001 durch die Taliban. – Die Züge dieses Antlitzes geben mir alles zu lesen, ich habe, im Maß der Begegnung, abstrakt davon kein Wissen, nicht vom Judentum, nicht vom Christentum, vom Katholizismus. Subjektive Identität ist unableitbar; es ist die Bedeutungsgeschichte dieses Antlitzes, und sie ist unendlich weiter und vielfältiger als eine distinkte Tradition with a capital T, sie ist unbestimmbar.
Gegen eine identitäre Politik der Kultur, wie sie mittlerweile auch von links betrieben wird, hat François Jullien eine Theorie der Kultur als allen offenstehende Ressource aufgeboten.3 Sie leistet eine Entwindung der Kultur aus dem Griff exklusiver Besitzansprüche. Weil sie ausdrücklich als ökonomistisch formuliert wird, also im Paradigma des Verfügens operiert, hat diese Theorie keine Handhabe, die von ihr der allgemeinen Zugänglichkeit geöffneten Kulturen vor einer machtförmig missbräuchlichen, destruktiven oder erschöpfenden Ausbeutung zu schützen. Und Benyoëtz? – Geht theorie-los seinen Weg, es ist seiner nur insofern, als er ihn geht, er steckt keine claims ab, und ist längst in dem von Jullien kartierten Feld unterwegs. Als in Wiener Neustadt gebürtig der Shoah nach Jerusalem Entkommener schreibt er nach ersten Gedichten auf Hebräisch – deutsch. Wie steht es nun um seine kulturelle Identität? Ist Benyoëtz ein deutscher4 Dichter in, zufällig, Jerusalem? Wohl kaum. Also: Jerusalemer – eher vielleicht als israelischer – Dichter im Deutschen? Und das sei keine anstößige Identitätsbestimmung? „Was ich mir in der Literatur vorgenommen habe, war ein kühnes Experiment, das zu einem abenteuerlichen Leben geworden ist, mit einer Spur von Trost für Menschen, die des Trostes bedürfen; mit einer Stachel für die deutsche Poesie, auf daß sie sich jüdisch besinne.“5 Dem Prekären oder auch Anstößigen dieser Konstellation, die er sich zu eigen gemacht und in die er sich zugleich eingeschrieben hat, ist Benyoëtz nie ausgewichen: „Das Volk wollte die Juden nicht annehmen, die Sprache konnte nicht genug von ihnen haben. Keine Sprache ist so judenvoll wie die deutsche.“6 In welchem Wind auch immer die Fahnen der Identität wehen mögen, Benyoëtz unterläuft die entsprechenden Politiken: „Kein Umbruch ohne Fahnenkorrektur.“7 Im politischen Feld bewegt er sich eigensinnig; der Eigensinn ist unpolitisch; das Feld aber ist politisch überbestimmt; das Unpolitische wird darin zum Antipolitischen.
Der äußerste – weiträumigste und ultimative – Deutungsrahmen wäre dieser: Das Werk ist die Revision des Lebensgeschicks: seine Wieder- (und Wieder-) Inblicknahme, seine Deutung, seine Gegenlektüre. Die Legitimation dieses Werks geht durch den Nullpunkt lebensgeschichtlich realisierter Subjektivität. Lebensgeschichtliche Realisation atmet Welthaltigkeit, ist deswegen aber nicht schon den herrschenden kulturellen, religiösen, politischen etc. Großerzählungen tributpflichtig. In den welthaltigen Verstrickungen seiner Realisation nimmt das Subjekt prinzipiell die Bartleby-Position ein: I would prefer not to. Es ist dieser Subjekt-Vorbehalt, dieser Nullpunkt des Unverstriktseins, aus dem Benyoëtz’ Werk entsteht. Und diese vorbehaltliche Weltlichkeit ist auch Formprinzip dieses Werks: der Aphorismus. In der Welt – spricht – in sie hinein – ein Ich: Aphorismus. Der keine Sentenz ist. Die nämlich wird als Allerweltsweisheit, als Sinnspruch, auswendig gewusst und bei jeder Gelegenheit angebracht. Die Sentenz ist der generische Ausdruck von Gemeingültigkeit. Das Ganze ins engste Gewinde schräg geschraubt: der Aphorismus ist die idiotische Fassung der Welt. Das ist im Sinn des attischen idiotes zu verstehen, der, obwohl er könnte, sich von allen politischen Ämtern und öffentlichen Funktionen fernhält: entwundene Subjektivität. Er ist nicht als privatisiert zu denken, als gesellschaftlich unvermitteltes Subjekt – als, im Verständnis Hegels, unglückliches Bewusstsein –, sondern als jemand, der sich eigensinnig frei durch die Felder der Gesellschaft bewegt, der wie Uwe Johnsons Jakob Abs „quer über die Gleise“ geht.8
Der Aphorismus hat ein klassizistisches Image, das einer hypertrophen Formwahrung: doch was ist die Form des Aphorismus? Womöglich ist sie eben nicht dem klassischen Ideal einer harmonischen Symmetrie nachgebildet, entspricht stattdessen eher der Blue Note: Dort wird in ihrem Feld die Note vorschnell oder, besser noch, verschleppt, verspätet, doch nicht zu spät gespielt. Die Blue Note spielt im Modus des Nicht-Einverstandenseins auf der Tonleiter dieser Welt: eine solche affirmative Nicht-Identität mit der Welt hat ihr existenzielles Echo in der menschlichen Grundstimmung der Sehnsucht, die, wie der Blues, auf der Skala zwischen Klage und Ironie spielt. So weist, im philosophischen Begriff in der Spur Adornos, der Aphorismus eine „Vakanz“ auf, bleibt „zum Leben hin offen“.9
In einem aphoristischen Subgenre, Zweiwortsätze, bis auf den Strich komprimierte Gedankenwippen, hat Benyoëtz der Sehnsucht Bodenlosigkeit notiert: „Sehnsucht – Ursuche“:10 als solche geht sie im Grund unserem Sehnen voraus, in welchem wir sie nicht einzuholen vermögen: auch dies eine „Vakanz“, die jene des Aphorismus ins Existentielle öffnet.
Schräg im Gewinde: Benyoëtz’ Werk eignet eine Querständigkeit im Feld des Geistes, wie dieser sich gegenwärtig selbst vollzieht und ausdrückt. Die Geistes- und Kulturwissenschaften, mit den Feuilletons der Premiumpublikationen als Multiplikationsechos, unterwerfen sich gegenwärtig zwei dem Anschein nach konträren Trends: Aus Gründen der Selbst-Szientifizierung adaptieren sie zum einen den naturwissenschaftlichen Standpunkt des deskriptiven Beobachtens, was sich insofern modellierend unmittelbar auf den Gegenstand auswirkt, als gesellschaftlich-kulturelle Entwicklungen unter solcher Rücksicht zu Naturprozessen werden, die so ablaufen, wie sie passieren: quasi-objektiv. Zum anderen machen sie sich die Haltung einer alarmierten wokeness zu eigen, durch die sie bestimmte, als state of the art qualifizierte gesellschaftlich-kulturelle Entwicklungen durch eine normativ pointierte Affirmation verstärken. In einer Zangenbewegung vereinen diese hier deskriptiven, dort normativen Trends sich zu einem Dispositiv der Geistes- und Kulturwissenschaften, das die Legitimierung von als gegenwärtig bestimmend identifizierten gesellschaftlich-kulturellen Entwicklungen als Effekt des Diskurses hervorbringt.
Wenn in diesem Horizont gefragt wird, wie heute Literatur entstehe, was ihre zukunftsträchtige Gestalt sei, würde die Antwort wohl so ausfallen: Literatur entsteht als Social-Media-Effekt. Auf dafür eingerichteten Plattformen veröffentlichen junge Autorinnen und Autoren Texte. Umgehend werden sie Absatz für Absatz kommentiert. Die Kommentare werden oft in die Texte übernommen, revidierte Fassungen entstehen, oder mindestens in Fortsetzungen berücksichtigt. Denn das Tool der Textrezeption ist das Ranking. Je besser dieses ist, desto sichtbarer wird der Text auf der Plattform platziert. Literatur entsteht nach dem Begehren der Community. Der User sind viele, und sie sind international. Weltliteratur entsteht hier, als nur quantifizierte Größe. Und wenn alle sie gelikt haben, wird sie endgültig das Stadium einer reibungslos geschmeidigen Gestaltlosigkeit erreicht haben. Diese amorphe Literatur ist zugleich „Produkt des digitalen Plattformkapitalismus“. Die Plattformen belohnen Rankingerfolge. Die entlarvenste Spielart ist, Online-Texte zu Büchern zu binden – die aber in der digitalen Welt ohne Gebrauchswert und blanke Fetische sind. Die ökonomischste Belohnung wiederum ist die Verfilmung; Plattformen betreiben eigene Studios. Perfektioniert ist diese Verwertungsökonomie darin, dass Algorithmen ständig die Ranking-Profile hochdifferenziert durchforsten und die beliebtesten Szenen, Figuren(konstellationen) und Handlungsbits auflesen und zu Skripts vertexten, aus denen wiederum Filme produziert werden: Destillationen des Beliebtesten aus den beliebtesten Text-Contents. – Dies sei, so heißt es von chinesischen Literaturwissenschaftlern, wie das Ganze überhaupt in einer chinesisch dominierten, komplett durchkapitalisierten Digital-Literatur stattfindet, die Zukunft der Literatur. Welche Zukunftsvision noch dadurch nobilitiert wird, dass sie als Transformation vom Buchdruck zur Digitalität konstruiert wird, die von derselben epochalen Bedeutung sei wie der Übergang von oraler zu Schriftkultur.11 Entscheidend ist aber nicht die Transformation der Medien – das ist nur das Blendwerk einer wohl bekannten Fortschrittsrhetorik –, sondern die Verschärfung des ökonomischen Zugriffs. Kennt die „alte“ Ökonomie der Bedeutungsproduktion noch den Spielraum des „Zeig mir, was du unterm allgemeinen Konformitätsdruck an Eigenem hervorbringen kannst: mein Interesse gilt dem Neuem“, ist dieses Interesse an der prinzipiell irregulablen Innovation mit der Totalisierung des Konformitätszwangs vaporisiert worden. Es geht um die vollständige Ausmerzung jeglichen Subversionsspielraums – und zwar unter williger Mitarbeit der Beteiligten, die mit ihrer Bedeutungsbedürftigkeit und Produktivität nichts anderes als Ausbeutungsopfer sind. Denn das Gesetz dieser „Kultur“ lautet auf die Errechnung der kapitalisierbaren Passgenauigkeit von Content-Produktion und konsumistischer Bedürfnisbefriedigung.
Das also sei die Zukunft der Literatur. Ihr Eintreffen wird als so naturgemäß angesehen wie die Abläufe der Ökonomie für naturgesetzlich gelten. Dies nicht nur zu konstatieren, sondern auch noch zu feiern – als wären Naturprozesse auch noch darauf angewiesen, dass sie gutgeheißen werden, um erfolgreich zu sein –, bedeutet, sich der Ökonomie als zweiter Natur zu unterwerfen. Solches vom Strom des Ohnehin-Passierenden befördertes Treibgut Literatur zu nennen, fällt indes schwer. Der Aphorismus jedenfalls kommt in solcher Zukunft nicht vor; er hat „etwas mit der Asymmetrie von Schreiberin und Leser zu tun, die man bei Twitter so nicht hat“.12 Für den Aphorismus gilt eminent, was vom Kunstwerk an sich zu sagen ist: Dieses nämlich hat, bei aller Produziertheit, die Eigenschaft des Unerwarteten, Unerrechenbaren, des Zufälligen: es ist zugefallen, wie vom Himmel gefallen. Das Kunstwerk tritt in die Öffentlichkeit als ein Woherauchimmer. Seine Adresse ist allgemein, seine Herkunft unbestimmt.
Freilich, ein Werk ist gemacht, und seit der Antike ist das Bewusstsein für das Gewicht der Zuschreibung stetig gewachsen; die Bedeutung der Autorschaft kulminiert im Geniekult des 18. Jahrhunderts, um in (Post)Strukturalismus und Postmoderne zu implodieren; mit der Wiederentdeckung des Subjekts13 geht eine Neubewertung von Autorschaft einher.14 Das eben skizzierte ökonomistische Produktionsmodell bietet beschreibbare Entstehungsprozesse von Literatur (bzw. Kunst allgemein) an, solche freilich, die Kunst von vornherein als Ware bestimmen (und sie nicht erst dazu werden lassen), und in denen von der allgemeinen Adresse solcher Warenkunst eine identifizierbare Autorschaft kaum mehr abhebbar ist. Das Konzept der Autorschaft wiederum kann zwar Namen nennen, dementiert jedoch diese Nennung als Markierung von Letztverursachung ausgerechnet in der emphatischsten Realisation von Autorschaft; ist doch das Genie inspiriert und arbeitet sich an Eingebungen ab; und selbst wenn um die genieästhetische Öffnung der Autorschaft auf Transzendenz wiederum ein Horizont Gottes gezogen wird, bleibt es bei der Unbestimmtheit der Herkunft eines (Kunst)Werks in der Instanz der Autorschaft. Es mag ja manches Indiz zur Genese eines Werks beigebracht werden können: psychohistorisch, formgeschichtlich, literatursoziologisch … Nicht klar wird und bleibt jedoch, warum das Werk da ist: „Der Ursprung des Gedichts ist vorsätzlich“. Dass hier die Bedeutung des Vorsatzes nur das semantische Sprungbrett ist, um eigentlich den Ursprung des Gedichts – der Literatur selbst – als vor dem Satz liegend zu statuieren, zeigt die Variation im zweiten Glied dieses parallelismus membrorum: „… der Ursprung des Gedankens nachsätzlich“.15 Der Ursprung des Gedichts ist ihm selbst nicht verfügbar. Während in jener Internet-Welt Texte in den Wogen des Gebrauchs und Verbrauchs unaufhörlich kommen und verschwinden und in diesen Gezeiten des Konsums und der Ökonomie ihre exakte Bestimmung haben, ist das Kunstwerk – der literarische Text – plötzlich da – und fordert mich heraus. Die Plötzlichkeit des Werks entspricht der Unvermitteltheit des Subjekts – Du bist da? Du bist es. –, welche Entsprechung ihren prägnanten Ausdruck im Aphorismus findet: „Das Wort sucht seinen Anfang / und findet uns.“16
In einem für das Online-Magazin Köpfe und Ideen des Wissenschaftskollegs Berlin geführten Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin Juliane Vogel wird der Rechtstheoretiker Christoph Möllers, einer der wenigen Intellektuellen katholischer Provenienz, die in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit auf Aufmerksamkeit treffen, nach seiner aphoristischen Schreibweise gefragt:17 ob darin eine gewollte Nähe zur Mündlichkeit anzutreffen sei. In seiner Antwort gibt er ein Grundverständnis des Aphorismus zu erkennen, das mit jener Benyoëtz’ konvergiert: Der Aphorismus ist eigentlich kein sprachliches Mittel der Gesprächsbeförderung, er ist vielmehr ein „conversation-stopper“. Einen Aphorismus als Anlass oder Grund zu nehmen, sich darüber auszutauschen, als „Beginn einer Konversation“, ist ein Missverständnis. „Aphorismen sind etwas sehr Thetisches, mitunter Imperatives.“ Dieses Thetische oder Imperative ist nicht eine autorschaftliche Geste, sondern Merkmal des Aphorismus selbst: Möllers nennt dasselbe in anderem Zusammenhang den „Augenblick der Diskontinuität“. Es ist diese Diskontinuität des Aphorismus zu seiner Umgebung – zum „Text“ –, die einen minimalen Freiraum verschafft, eine (Möllers zusammenfassend) „ästhetische Souveränität“. Dieses Moment der Negation des Kontexts, das dem Aphorismus eignet, spitzt Juliane Vogel epistemologisch zu: Der „Aphorismus [ist] eine Form der Notation oder Aufzeichnung …, die dann entsteht, wenn Beobachtungen an die Stelle von verbürgtem, beglaubigtem Wissen treten, das heißt, wo etwas aufgebrochen wird. Er formuliert einen Gedanken oder eine Erfahrung, in denen das System noch nicht erwacht ist.“ Ist der Aphorismus die Weise kunstvoller Notation als Fehlanzeige des Erfahrungswissens, ist er epistemisch die Antithese zur Dogmatik.
Darin ist der Aphorismus prägnanter Ausdruck des Subjekts, dass er dessen Unbedingtheit und Unverfügbarkeit in seiner, des Aphorismus, Grundlosigkeit und Diskontinuität ein lesbares Bild gibt. Außerhalb und gegenüber der Dogmatik, dem „verbürgten, beglaubigten Wissen“, stehend, vergegenwärtigt der Aphorismus das allen identitären Großerzählungen zuvorkommende, ihnen entgehende Subjekt. Vielleicht würde Benyoëtz in dieser einen Hinsicht mit Augustinus d’accord gehen, dass der Mensch ein Abgrund ist – homo abyssus –,18 zumal dasselbe für Gott gilt: abyssus abyssum invocat.19 Gemeint ist: Mensch und Gott entsprechen einander in ihrer Grundlosigkeit; abgründig ist ihr Gespräch. Ist aber nicht der Mensch Geschöpf Gottes? – Doch als sein Bild aus seiner Liebe geschaffen. Und von der Liebe gilt, nach menschlichem Ermessen: „Mit ihrer Begründung wird Liebe bodenlos.“20 – Liebe ist in ihrer Grundlosigkeit begründet. Mit der holistischen Weiträumigkeit neuplatonisch imprägnierter Mystik: „Aller Gründe Grund ist Bodenlosigkeit.“21 Was wohl als Chiffre Gottes aufgefasst werden kann. Wie eine solche Brücke, deren tragende Pfeilerbögen aus Aphorismen gefügt sind, in einem abysmalen Taumel von der Liebe zu Gott strebt, kann wohl die aphoristische Setzung: „Der große Rest, der in der Liebe nicht aufgeht, geht in die Dichtung ein“22 – variiert werden mit: „Was an der Liebe in ihr nicht aufgeht, geht ins Gebet ein.“
Durch Diskontinuität ist der Aphorismus bestimmt, aber nicht wie durch einen Defekt. Es fehlt ihm doch an nichts. „Ein Wort steht auf mitten im Satz und / verabschiedet sich“:23 Präzise Bestimmung des Aphorismus aus seiner energeia. Das ist seine Freiheit. Darin ist er prägnanter Ausdruck des Subjekts. Absolutes ist im Spiel, die Möglichkeit des Loslösens. Auch des Loslassens; freilich, was das angeht: „Verzicht / ist eine Gabe.“24
Der fehllaufenden Assoziationen umgeben das Wort vom Absoluten viele, etwa jene der Mächtigkeit. Das Wort, das aufsteht und geht, Sätze und Kontexte hinter sich lässt – der Aphorismus ist schutzlos, er ist bloß: „Keine Macht / beherrscht / die Ohnmacht“:25 komprimierte Dialektik der Macht, formuliert als Aphorismus, anzuwenden auf ihn. Nichts an der den Aphorismus konstituierenden Bewegung des Letting Go erlaubt Fahrlässigkeit; alles an ihm ist Konzentration, sprachlich, in der Haltung des Schreibens. Das Verfassen eines Aphorismus erscheint (dem grobschlächtigen Leser) als Frömmigkeits-Übung. Konzentration: die Verdichtung der Worte, die daran ablesbare versunkene Geistesgegenwart des Schreibens: Mal des Absoluten. Wie das Fragment der Frühromantik, doch anders als es, ist der Aphorismus Figur des Absoluten;26 das Fragment, indem es durch seine aufgebrochene Schreibweise aufs Absolute als das Ganze verweist (und es nicht hat), der Aphorismus als „ungeheure Abbreviatur“.27 Schon bei Walter Benjamin umfasst sie die Menschheitsgeschichte, das Universum, doch in messianisch verdichteter Jetztzeit: das ist das Ungeheure an ihr. Benyoëtz zielt aufs Ganze und hat die darin, in diesem Zielen auf das Ganze, wirksame Dialektik im Blick: „Mystik – die umfassende Annahme des Ausgeschlossenen“.28 Wird die bis an die Schmerzgrenze komprimierte Definition „Aphorismus – Gegensatz“29 hinzugenommen, zeigt sich vollends die negativistische Signatur der Abkürzung ins Absolute, als welche der Aphorismus gelten kann.
Es gibt ein Wort in Benyoëtz’ Werk aus Aphorismen, das aller Vor-Sicht bloß das eigentliche Sehnen dieses Dichtens exponiert: „Ein Wort, groß genug, / sich selbst zu enthalten“.30 Das ist, aus dem Bedeutungsreservoir einer Religion der Schrift geschöpft, ein religiöses Wort. Seinen Resonanzraum hat es im dabar-JHWH, Gotteswort, das Gott ist; es ist offen und präzise genug, um auch den Logos des Anfangs, der bei Gott ist und Gott ist und Fleisch geworden ist,31 als Allusion mittragen oder ertragen zu können.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Bongardt, Ein Weg ins Deutsche; Bongardt und Dausner, Zum Einsatz kommen; Bongardt, Zugrunde gegangen und hoch in die Jahre gekommen; Dausner, Schreiben wie ein Toter; Garhammer. „Meine deutsche Dichtung platzt aus allen Nöten“, 66–69; Hoff, „Anfangsregister“, 19–28; Koelle, „Es begann in Jerusalem“; Fetz, Langer und Hansel, Elazar Benyoëtz. Korrespondenzen; Wohlmuth, „Eine Begegnung mit dem Dichter Elazar Benyoëtz“, 13; Wohlmuth, „Elazar Benyoëtz“. – Vgl. aber auch: Frettlöh und Käser-Braun, Zitat und Zeugenschaft.⬑
Zitiert nach: Ausländer, Gedichte, 292.⬑
Vgl. Jullien, Es gibt keine kulturelle Identität; Jullien, Ressourcen des Christentums.⬑
So, wie Benyoëtz „deutsch“ und „Deutschland“ als Bezeichnungen einer Sprach-, nicht einer Nations-Zugehörigkeit verwendet: Vgl. Benyoëtz, Allerwegsdahin, 10.⬑
Benyoëtz, Anschluss, 53–54. Aus einer kurzen Dankesadresse, gehalten am 23. Juni 1997 in der deutschen Botschaft in Tel Aviv. NB: Die Bändchen der Herrlinger Drucke sind unpaginiert, die hier angegebenen Seitenangaben entsprechend fingiert.⬑
Benyoëtz, Anschluss, 31.⬑
Benyoëtz, Ichmandu, 49.⬑
„Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen“: Mit diesem Unterbrechung markierenden Einspruch, der den Protagonisten von vornherein in seiner Eigensinnigkeit vorstellt, eröffnet Johnson seinen ersten veröffentlichten Roman Mutmaßungen über Jakob, 7.⬑
Krüger, Über den Aphorismus als philosophische Form, 106.⬑
Benyoëtz, Eingeholt, 59.⬑
Vgl. zum Ganzen und für das Zitat die komprimierte und sehr instruktive Analyse: Bovermann, „Wollt ihr mehr?“, 9.⬑
Was Christoph Möllers hier in Bezug auf Twitter sagt (vgl. dazu weiter unten), gilt exemplarisch für Online-Textproduktion insgesamt.⬑
Vgl. Žižek, Die Tücke des Subjekts.⬑
Hage, Die Wiederkehr des Erzählers bleibt sehr am Material der Literatur einer „neuen Subjektivität“ haften. Signifikanter ist, dass Roland Barthes, der 1968 den Tod des Autors verkündet, wenn nicht verhängt hat (deutsch in Barthes, Das Rauschen der Sprache), in seiner posthum veröffentlichten Vorlesung am Collège de France Die Vorbereitung des Romans von 1979–1980 notiert, diesen Ausführungen liege als Prinzip zugrunde: „Das Unerträgliche ist die Verdrängung des Subjekts. … Lieber die Trugbilder der Subjektivität als der Schwindel der Objektivität. Lieber das Imaginäre des Subjekts als seine Zensur.“ Barthes, Die Vorbereitung des Romans, 29–30. Fast hat es den Eindruck, als erklärte Barthes die Rettung des Subjekts und, eingefaltet in die Selbstbezüglichkeit des literarischen Texts, des Autors, zum Wesenszweck des Romans.⬑
Benyoëtz, Worthaltung, 52.⬑
Benyoëtz, Anschluss, 6.⬑
Zum folgenden: Möllers und Vogel, „Wie hältst du’s mit dem Aphorismus? Ein Gespräch zwischen Fellow 2018/2019 Juliane Vogel und Permanent Fellow Christoph Möllers“.⬑
Nicht nur des Menschen Bewusstsein – abyssus humanae conscientiae; conf. X, 2,2. – sondern der Mensch selbst ist bodenlos-abgründig: grande profundum est ipse homo – ein gewaltiger Abgrund ist sich der Mensch; conf. IV, 14,22.⬑
Augustinus bezieht Ps 41,8 (Vul) auf Wesen und Verhältnis von Gott und Mensch: ennar. in Ps. XLI, 13.⬑
Benyoëtz, Taumeltau, 6.⬑
Benyoëtz, Träuma, 12.⬑
Benyoëtz, Ichmandu, 27.⬑
Benyoëtz, Die Eselin Bileams und Kohelets Hund, 62.⬑
Benyoëtz, Finden macht das Suchen leichter, 24.⬑
Benyoëtz, Finden macht das Suchen leichter, 61.⬑
Vgl. Krüger, Über den Aphorismus als philosophische Form, 33–59.⬑
„Die Jetztzeit, die als Modell der messianischen in einer ungeheuren Abbreviatur die Geschichte der ganzen Menschheit zusammenfaßt, fällt haarscharf mit der Figur zusammen, die die Geschichte der Menschheit im Universum macht.“ Benjamin, „Über den Begriff der Geschichte“, 105. Zitiert nach der posthumen Abschrift.⬑
Benyoëtz, Brüderlichkeit, 70.⬑
Benyoëtz, Worthaltung, 60.⬑
Benyoëtz, Hinnämlich, 38.⬑
Joh 1,1.14.⬑
Ausländer, Rose. Gedichte. Sonderausgabe zum 100. Geburtstag. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 2001.
Barthes, Roland. Das Rauschen der Sprache. Übersetzt von Dieter Hornig. Frankfurt am Main: Edition Suhrkamp, 2005.
Barthes, Roland. Die Vorbereitung des Romans Vorlesung am Collège de France 1978–1979 und 1979–1980. Übersetzt von Horst Brühmann. Frankfurt am Main: Edition Suhrkamp, 2008.
Benjamin, Walter. „Über den Begriff der Geschichte, These XVIII.“ In Werke und Nachlass. Kritische Gesamtausgabe, Bd. 19, herausgegeben von Gérard Raulet. Berlin: Suhrkamp, 2010.
Benyoëtz, Elazar. Allerwegsdahin. Mein Weg als Jude und Israeli ins Deutsche. Zürich – Hamburg: Arche, 2001.
Benyoëtz, Elazar. Anschluss. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke, 1999.
Benyoëtz, Elazar. Brüderlichkeit. Das älteste Spiel mit dem Feuer. München: Carl Hanser Verlag, 1994.
Benyoëtz, Elazar. Die Eselin Bileams und Kohelets Hund. München: Carl Hanser Verlag, 2007.
Benyoëtz, Elazar. Eingeholt. Neue Einsätze. München: Carl Hanser Verlag, 1979.
Benyoëtz, Elazar. Finden macht das Suchen leichter. München: Carl Hanser Verlag, 2004.
Benyoëtz, Elazar. Hinnämlich. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke, 2003.
Benyoëtz, Elazar. Ichmandu. Eine Lesung. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke, 2000.
Benyoëtz, Elazar. Taumeltau. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke, 1992.
Benyoëtz, Elazar. Träuma. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke, 1993.
Benyoëtz, Elazar. Worthaltung. Sätze und Gegensätze. München: Carl Hanser Verlag, 1977.
Bongardt, Michael. Ein Weg ins Deutsche. Biographie, Dichtung und Glaube im Werk des israelischen Autors Elazar Benyoëtz. Bremen: Edition Lumière, 2014.
Bongardt, Michael. Zugrunde gegangen und hoch in die Jahre gekommen. Gabe zum 80. Geburtstag des Dichters Elazar Benyoëtz. Würzburg: Königshausen und Neumann, 2019.
Bongardt, Michael und René Dausner, Zum Einsatz kommen. „Die Eselin Bileams und Kohelets Hund“ von Elazar Benyoëtz vielstimmig gelesen zu seinem 75. Geburtstag. Münster: Aschendorff, 2014.
Bovermann, Philipp. „Wollt ihr mehr? Auf Plattformen wie Wattpad entstehen Romane kapitelweise, und das Publikum kommentiert in Echtzeit mit. Wie das Literatur und Film verändert.“ Süddeutsche Zeitung, Nr. 3 (5./6. Januar 2022): 9.
Dausner, René. Schreiben wie ein Toter. Poetologisch-theologische Analysen zum deutschsprachigen Werk des israelisch-jüdischen Dichters Elazar Benyoëtz. Paderborn: Schöningh, 2007.
Fetz, Bernhard, Michael Hansel und Gerhard Langer, Elazar Benyoetz. Korrespondenzen. Wien: Paul Zsolnay, 2014.
Frettlöh, Magdalene L. und Matthias Käser-Braun, Zitat und Zeugenschaft. Eine Spurensuche im Werk von Elazar Benyoëtz. Uelzen: Erev-Rav, 2017.
Garhammer, Erich. „Meine deutsche Dichtung platzt aus allen Nöten. Elazar Benyoëtz und die deutsche Sprache.“ Orientierung 72, (2008): 66–69.
Hage, Volker. Die Wiederkehr des Erzählers. Neue deutsche Literatur der siebziger Jahre. Frankfurt am Main: Ullstein Taschenbuch Verlag, 1982.
Hoff, Gregor Maria, „Anfangsregister. Ein Versuch, Elazar Benyoetz theologisch beim Wort zu nehmen.“ Kirche und Israel 32, (2017): 19–28.
Johnson, Uwe. Mutmaßungen über Jakob. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1959.
Jullien, François. Es gibt keine kulturelle Identität. Wir verteidigen die Ressourcen einer Kultur. Berlin: Edition Suhrkamp, 2017.
Jullien, François. Ressourcen des Christentums. Zugänglich auch ohne Glaubensbekenntnis. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2019.
Koelle, Lydia. „Es begann in Jerusalem. Elazar Benyoëtz und Margarete Susman“. In: Keine Worte zu verlieren. Elazar Benyoëtz zum 70. Geburtstag, herausgegeben von Christoph Grubitz, Ingrid Hoheisel und Walther Wölpert, 138–144. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke, 2007.
Krüger, Heinz. Über den Aphorismus als philosophische Form. München: Edition Text und Kritik, 1988.
Möllers, Christoph und Juliane Vogel. „Wie hältst du’s mit dem Aphorismus? Ein Gespräch zwischen Fellow 2018/2019 Juliane Vogel und Permanent Fellow Christoph Möllers.“ Köpfe und Ideen, Nr. 16 (April 2021): https://www.wiko-berlin.de/wikothek/koepfe-und-ideen/issue/16/wie-haeltst-dus-mit-dem-aphorismus.
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Wohlmuth, Joseph. „Elazar Benyoëtz. Finden macht das Suchen leichter – Wir sind die Letzten, die noch wissen, wovon sie schweigen“. In: Auf Erkundung. Theologische Lesereisen durch fremde Bücherwelten, herausgegeben von Gregor Maria Hoff, 232–250. Mainz: Grünewaldverlag, 2005.
Žižek, Slavoj. Die Tücke des Subjekts. Übersetzt von Eva Gilmer, Anne von der Heiden und Hans Hildebrandt. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2001.