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Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung der Wirkungen und der Nebenwirkungen der wichtigsten Smart Drugs.
Methylphenidat (MPH)
Methylphenidat (MPH) ist eine amphetaminähnliche Substanz, die handelsüblich auch unter den Namen Ritalin oder Concerta bekannt ist.
Aufgrund der stimulierenden Wirkung wurde Methylphenidat bereits früh zur Behandlung chronischer Erschöpfungszuständen bei Antriebsstörungen oder Depression eingesetzt. Seit den 70er-Jahren besteht die Hauptindikation in der Behandlung von Kindern mit ADHS. Die Einnahme ohne medizinische Notwendigkeit erfolgt vor allem, um die Konzentrationsfähigkeit zu steigern bzw. länger aufrechtzuerhalten.
Wirkung bei Gesunden
Einige Studien zeigen für einen Zeitraum von wenigen Stunden Steigerungen der Wachheit, der Aufmerksamkeit und eine Verkürzung der Reaktionszeit. Effekte auf Stimmung und Gedächtnis konnten nicht gefunden werden.
Nebenwirkungen
Abhängig von der Häufigkeit der Einnahme reichen die Nebenwirkungen von leichten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Nervosität, Schlaflosigkeit und Kurzatmigkeit bis hin zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen wie Herzrhythmusstörungen, Stimmungsschwankungen, Persönlichkeitsveränderungen oder psychotische Zustände.
Modafinil
Modafinil ist ein Wirkstoff, der ursprünglich zur Behandlung von Narkolepsie und des chronischen Schichtarbeiter-Syndroms, die mit exzessiver Schläfrigkeit einhergehen, zugelassen worden ist. Wegen seiner Nebenwirkungen sollte Modafinil heute nur noch bei Narkolepsie verschrieben werden und wird nur noch selten bei ADHS verordnet. Im Kontext von Hirndoping wird Modafinil eingenommen, um länger wach zu bleiben und länger konzentriert arbeiten zu können.
Wirkung bei Gesunden
Studien haben gezeigt, dass Modafinil kurzfristig Ermüdungserscheinungen verringern und die Wachheit steigern kann. Effekte auf die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis konnten bisher nicht nachgewiesen werden. Langfristig lassen sich ebenfalls keine Effekte zeigen.
Nebenwirkungen
Herzrasen, Störungen der Leberfunktion, epileptische Anfälle und Angstzustände sind nur wenige der vielen Nebenwirkungen, die infolge des Konsums auftreten können. Die Langzeitfolgen sind noch unerforscht.
Antidementiva
Antidementiva werden zur Behandlung von Alzheimer und Demenzerkrankungen eingesetzt. Gesunde Personen nehmen diese Medikamente mit dem Ziel der Steigerung der Gedächtnisleistung ein.
Wirkung bei Gesunden
Studien liefern inkonsistente Befunde zu den Effekten auf das Gedächtnis. Teilweise wurde sogar eine Verschlechterung der Gedächtnisleistung und der Reaktionszeit festgestellt.
Nebenwirkungen
Es können Schwindel, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und aggressives Verhalten auftreten, in schweren Fällen sogar ein verlangsamter Herzschlag, Magengeschwüre bzw. Leberfunktionsstörungen.
Antidepressiva
Antidepressiva werden zur Behandlung von Depressionen, Angsterkrankungen, Panikstörungen, Zwangsstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, Essstörungen und chronischen Schmerzen eingesetzt. Gesunde Personen bezwecken mit der Einnahme eine Stimmungsaufhellung oder eine Verbesserung der sozialen Funktionsfähigkeit bei sozialen Ängsten, Unsicherheit und Schüchternheit.
Wirkung bei Gesunden
Positive Effekte auf die emotionale Stimmung oder die soziale Funktionsfähigkeit konnten bisher nicht belegt werden. Bisher wurden nur vereinzelt marginale Effekte auf die Aufmerksamkeit, die Reaktionszeit und die Gedächtnisleistung festgestellt.
Nebenwirkungen
Die Einnahme kann beispielsweise mit Übelkeit, Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit, Nervosität, Zittern oder Beeinträchtigungen der Konzentration verbunden sein.
Betablocker
Betablocker hemmen die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin und werden aufgrund der blutdrucksenkenden Wirkung zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und von koronaren Herzkrankheiten eingesetzt. Sie werden von gesunden Personen vor allem eingenommen, um in besonderen Anforderungssituationen weniger nervös zu sein (Präsentationen, wichtige Gespräche, Prüfungen etc.).
Wirkung bei Gesunden
Betablocker vermindern in geringer Dosierung Angstsymptome wie z. B. Herzklopfen oder Zittern. Aufregung oder Lampenfieber werden reduziert und feinmotorische Tätigkeiten können sicherer ausgeführt werden.
Nebenwirkungen
Mit der Einnahme können unter anderem Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Schwindel, Durchblutungsstörungen, Asthmaanfälle und Erektionsstörungen verbunden sein.
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