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Der Gini-Koeffizient (Gini-Index) misst den Grad der Ungleichheit in der Einkommensverteilung nach dem häuslichen Pro-Kopf-Einkommen in einer Volkswirtschaft oder Region.
Der Gini-Koeffizient wurde vom italienischen Statistiker Corrado Gini zur Darstellung von Ungleichverteilungen entwickelt. Er ist ein statistischer Massstab für Berechnungen von verschiedensten Verteilungen. Zum Beispiel gilt er in der Wirtschaftswissenschaft als auch in der Geographie als Mass für die Einkommens- und Vermögensverteilung einzelner Volkswirtschaften und somit zur Einteilung von Ländern und dem jeweiligen Entwicklungsstand. Die Berechnung des Gini-Koeffizienten basiert auf der Lorenz-Kurve. Diese beschreibt den Vergleich zwischen dem kumulativen Prozentanteil der Bevölkerung (x-Achse) und dem kumulativen Prozentanteil des Einkommens dieser Bevölkerung (y-Achse). Das bedeutet, daraus kann abgelesen werden, wie viel des Gesamteinkommens eines Landes auf einen bestimmten Anteil der Bevölkerung entfällt. Zum Beispiel könnten 90 Prozent des Einkommens auf 10 Prozent der Bevölkerung verweisen. Der Gini-Koeffizient findet vor allem in der Wohlfahrt Verwendung, da er das Mass der Gleichheit oder Ungleichheit der Verteilung von Vermögen oder Einkommen darstellt.
Experten zufolge können die Aussagen des Gini-Koeffizienten über die Ungleichheit in Bezug auf die Einkommensverteilung zwar hilfreich, aber bestenfalls nur als ein Richtwert zu verstehen sein. Um präzisere Aussagen, so die Kritiker, über den tatsächlichen Entwicklungsgrad eines Landes treffen zu können, sind mehr Informationen als jene notwendig, die der Gini-Koeffizient abbilden kann.