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Diabetisches Fußgeschwür
Erfolgreiche Behandlung mit Unterdruck beim diabetischen Fußgeschwür
Die Unterdruck-Wundtherapie (NPWT) wird seit neuestem für das Management einiger diabetischer Fußgeschwüre empfohlen. Dabei handelt es sich um eine nichtinvasive Technik, bei der die Wunde einem Unterdruck ausgesetzt wird (Morykwas und Argenta 1997). Der Unterdruck wird über eine in die Wunde eingelegte Zwischenschicht des Wundverbands (Gaze oder Schaum) hergestellt, wobei die Wunde versiegelt und an eine Spezialpumpe angeschlossen wird.
Die meisten Ärzte am Krankenbett sind vom Wert der NPWT bei Fußgeschwüren überzeugt, wenn sie die dramatischen Veränderungen der Eigenschaften einer solchen Wunde wie Größe, Tiefe und freigelegte Strukturen sehen. Nun gibt es zunehmend Nachweise, die die klinischen Beobachtungen unterstützen. Im Jahr 2005 veröffentlichten Armstrong und Lavery eine bahnbrechende Studie.
In dieser Studie wurde die Rolle der NPWT bei 162 Patienten mit Diabetes und angemessener Durchblutung untersucht, die sich einer partiellen Fußamputation bis zur transmetatarsalen Ebene unterziehen mussten. Patienten wurden entweder der NPWT oder der Standardmethode mit feuchtem Wundmilieu randomisiert zugeordnet.
Die Wunden wurden bis zur Heilung oder Vollendung des 112. Tages der aktiven Wundheilungsperiode behandelt. Die Ergebnisse zeigten, dass in der NPWT-Gruppe signifikant mehr Personen geheilt wurden. Auch die Wundheilungsrate nach Zeit bis zum vollständigem Verschluss und der Prozentsatz bis zur Bildung von Granulationsgewebe waren in der NPWT-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe höher. Es zeigte sich auch ein Trend hinsichtlich der Verringerung von Amputationen in der NPWT-Gruppe. Blume et al. (2008) untersuchte die Sicherheit und die klinische Wirksamkeit der NPWT bei der Behandlung von Fußgeschwüren bei Diabetikern im Vergleich zu fortschrittlichen Therapien mit feuchtem Wundmilieu (AMWT).
Patienten wurden randomisiert entweder der NPWT oder der AMWT zugeordnet und erhielten nach Bedarf eine Standardentlastungstherapie. Die Ergebnisse zeigten für die NPWT-Gruppe einen größeren Anteil an vollständig geschlossenen Fußgeschwüren als in der AMWT-Gruppe. An NPWT-Patienten mussten signifikant weniger Sekundäramputationen vorgenommen werden. Bei der Beurteilung der Sicherheit konnten bezüglich von behandlungsrelevanten Komplikationen keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt werden.