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Unter einem Weichteiltumor versteht man eine vom Weichteilgewebe (zum Beispiel Binde-, Nerven- oder Muskelgewebe) ausgehende Geschwulst. Es gibt gutartige und selten auch bösartige Weichteiltumoren – sogenannte Weichteilsarkome (Weichteilkrebs).
Welche Ursachen einem Weichteiltumor zugrunde liegen, ist bisher nicht genau geklärt. Mögliche Risikofaktoren für bösartige Weichteiltumoren (Weichteilsarkome) sind Kontakt mit Asbest, Dioxin oder Vinylchlorid. Zudem treten Weichteilsarkome häufiger bei Menschen auf, die in ihrer Kindheit wegen anderer Krebserkrankungen eine Strahlentherapie erhalten hatten.
Das wichtigste Symptom eines Weichteiltumors ist eine anfangs schmerzlose Schwellung. Um einen Weichteiltumor festzustellen, nutzt der Arzt bildgebende Verfahren – zum Beispiel eine Computertomographie (CT). Ausserdem entnimmt er eine Gewebeprobe (Biopsie).
Die unterschiedlichen Weichteiltumoren sind meistens benannt nach ihrem Entstehungsort. So bezeichnet man einen gutartigen Weichteiltumor des Fettgewebes als Lipom oder einen Tumor im Bindegewebe als Fibrom. Die bei Erwachsenen seltenen bösartigen Formen dieser Weichteiltumoren nennt man in diesem Fall Liposarkom (Fettgewebe) und Fibrosarkom (Bindegewebe). Bei Kindern treten bösartige Weichteiltumoren häufiger auf.
Gutartige Weichteiltumoren benötigen meist keine Behandlung. Sollten sie aber durch Grösse und Lage Probleme verursachen oder den Patienten anderweitig beeinträchtigen, kann ein Arzt die Tumoren durch eine Operation entfernen.
Die Behandlung von bösartigen Weichteilsarkomen sollte in spezialisierten Zentren erfolgen und individuell auf den Betroffenen abgestimmt sein. Sie besteht aus der Kombination von Operation, Strahlentherapie und/oder Chemotherapie.
Es gibt keine speziellen Massnahmen, um die Entstehung eines Weichteiltumors zu verhindern.
Der Begriff Weichteiltumor beschreibt eine vom Weichteilgewebe ausgehende Geschwulst. Zum Weichteilgewebe gehören beispielsweise Bindegewebe, Fettgewebe, Muskelgewebe oder Nervengewebe. Es gibt gutartige und bösartige Weichteiltumoren – sogenannte Weichteilsarkome. Ein bösartiger Weichteiltumor kommt jedoch sehr selten vor.
Weichteiltumoren lassen sich nach der Art ihres Entstehungsort einteilen:
Ein bösartiger Weichteiltumor kann an verschiedenen Stellen im Körper entstehen, zum Beispiel am Rücken oder den Armen – meist bildet er sich jedoch an den Beinen. Über die Blutgefässe können sich die Krebszellen in andere Organe (zum Beispiel Lunge) ausbreiten und dort Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden.
Bösartige Weichteiltumoren sind selten. Pro Jahr erkranken in der Schweiz etwa 200 Menschen an Krebs der Weichteile. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen. Bei Erwachsenen kommt Weichteilkrebs im Vergleich zu anderen Krebsarten selten vor, bei Kindern hingegen machen Weichteiltumoren etwa sechs Prozent aller Krebserkrankungen aus. Etwa ein Drittel der Betroffenen ist zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.
Was ein Weichteiltumor jeweils für Ursachen hat, ist im Einzelnen noch nicht geklärt. Mögliche Risikofaktoren für bösartige Weichteiltumoren (Weichteilsarkome) sind Kontakt mit Asbest, Dioxin oder Vinylchlorid. Zudem treten Weichteilsarkome häufiger bei Menschen auf, die in ihrer Kindheit wegen anderer Krebserkrankungen eine Strahlentherapie erhalten hatten.
Ein gutartiger Weichteiltumor verursacht im Allgemeinen kaum Beschwerden. Mitunter können Schwellungen im Bereich der Gelenke den Bewegungsablauf stören.
Auch ein bösartiger Weichteiltumor (Weichteilsarkom) verursacht zu Beginn nur wenige Symptome. Meist bemerken die Betroffenen zuerst eine schmerzlose Schwellung. Viele nehmen dann an, dass es sich um eine harmlose Prellung handelt. Im Gegensatz zu einer Prellung bleibt die Schwellung jedoch bestehen und klingt nicht von alleine ab.
Zusätzliche Beschwerden treten auf, wenn der Weichteiltumor sich ausbreitet und auf Nachbarstrukturen drückt: Zum Beispiel kann Druck auf Nerven oder Knochenhaut Schmerzen verursachen. Druck auf Blut- und Lymphgefässe kann zu einer ausgedehnten Schwellung im Gewebe führen. Mit zunehmender Tumorgrösse treten neben Schmerzen häufig auch Bewegungseinschränkungen im betroffenen Bereich auf. Auch Allgemeinbeschwerden wie ungewollte Gewichtsabnahme, Müdigkeit und Blässe können im Verlauf der Erkrankung auftreten.
Erste Hinweise auf einen bösartigen Weichteiltumor (Weichteilsarkom) erhält der Arzt schon bei der Befragung des Patienten: Insbesondere wenn die Schwellung ohne vorangegangene Verletzung aufgetreten ist und sich schnell vergrössert, sind weitere Untersuchungen notwendig.
Bei Verdacht auf einen Weichteiltumor zählt der Ultraschall zur Basisuntersuchung: Bösartige Weichteiltumoren sind im Gegensatz zu den meisten gutartigen Weichteiltumoren sehr gut durchblutet, was der Arzt mithilfe von modernen Ultraschallgeräten erkennen kann.
Durch weiterere bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) lässt sich anschliessend die Tumorausdehnung bestimmen. Da Weichteilsarkome häufig in der Lunge Tochtergeschwulste bilden, ist oft auch eine Röntgenuntersuchung der Lunge notwendig. Um die Aggressivität des Weichtteiltumors festzustellen, entnimmt der Arzt zudem meist noch eine Gewebeprobe (Biopsie).
Hinweise auf einen bösartigen Weichteiltumor sind unter anderem:
Bei einem gutartigen Weichteiltumor ist eine Therapie nur bei Beschwerden oder einer kosmetischen Beeinträchtigung notwendig. In diesem Fall bietet sich an, den Weichteiltumor operativ zu entfernen.
Patienten mit einem bösartigen Weichteiltumor (Weichteilsarkom) werden vorwiegend in spezialisierten Zentren behandelt. Zur Behandlung stehen Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie zur Verfügung. Die Wahl der Therapieverfahren richtet sich nach der Art des Tumors und danach, wie weit der Krebs fortgeschritten ist.
Wenn möglich, versucht der Arzt einen bösartigen Weichteiltumor (Weichteilsarkom) mithilfe einer Operation vollständig aus dem Gewebe zu entfernen. Anschliessend folgt eine Bestrahlung. Bei manchen Tumoren kann es sinnvoll sein, die Bestrahlung auch schon während der Operation durchzuführen. Sie dauert während des Eingriffs nur wenige Minuten und verlängert die Operationszeit nicht wesentlich. Eine ausreichende Bestrahlung ist allerdings nur an Zentren möglich, in denen ein spezielles Bestrahlungsgerät im Operationssaal zur Verfügung steht.
Ist ein bösartiger Weichteiltumor (Weichteilsarkom) sehr gross, ist eine direkte Operation oft nicht möglich. Hier können sogenannte präoperative Therapien (Behandlungen vor der Operation) helfen, den Tumor zu verkleinern. In manchen Fällen ist danach doch noch eine Operation möglich. Geeignete präoperative Massnahmen sind zum Beispiel Bestrahlung und/oder Chemotherapie. Eine andere Möglichkeit der voroperativen Behandlung ist die sogenannte isolierte hypertherme Extremitätenperfusion (ILP), bei der der Arzt den befallenen Körperabschnitt mit einer erwärmten Behandlungslösung durchspült.
Fortgeschrittene Weichteiltumoren, die schon Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet haben, behandelt der Arzt in der Regel zunächst mit einer Chemotherapie. Manchmal ist es möglich, den Tumor und die Metastasen nach dieser Behandlung operativ zu entfernen.
Ist der Krebs sehr weit fortgeschritten, helfen Chemotherapie und/oder Bestrahlung die Beschwerden zu lindern. Eine vollkommene Heilung ist dann meist nicht mehr möglich.
Bei einem bösartigen Weichteiltumor (Weichteilsarkom) hängt im weiteren Verlauf die Prognose von der Tumorgrösse und der Lage der Geschwulst ab. Entscheidend ist auch, ob der Tumor schon Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat. Ist es den Ärzten gelungen, den Krebs vollständig zu entfernen, ist die Prognose in der Regel gut. Da sich Weichteiltumoren jedoch neu bilden können, sind regelmässige Nachkontrollen wichtig.
Ein gutartiger Weichteiltumor stellt keine direkte Beeinträchtigung der Lebenserwartung dar.
Es gibt keine speziellen Massnahmen, mit denen man einem Weichteiltumor vorbeugen könnte. Wenn möglich, sollte man darauf achten, unnötige Strahlenbelastungen und den Kontakt mit krebsauslösenden Stoffen wie Asbest oder Dioxin zu vermeiden. Ebenfalls sollten vorhandene Geschwulste regelmässig kontrolliert und Grössenveränderungen dem Arzt mitgteilt werden.