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Rund 300 12-16-Jährige haben uns zu diesen Fragen im Rahmen unserer Studie eine eindeutige Antwort gegeben. 40% gibt an, Tabakwerbung gesehen zu haben. Zomi (13, w) schreibt dazu:
In der Tat lehnt die Mehrzahl der Befragten Tabakwerbung ab, sie findet sie widersprüchlich («Warum macht man Werbung, obwohl Rauchen ungesund ist?») oder sie hat dafür kein Interesse.
Eine beachtliche Mehrheit der 12-15-Jährigen (80%) behauptet zudem, dass Tabakwerbung verboten sein sollte. Und auch sonst sollte nicht erlaubt sein, in geschlossenen Räumen zu rauchen, nicht einmal bei sich zu Hause. Dennoch stimmen etwa 60% der Befragten der Aussage zu, dass jede Person das grundsätzliche Recht hat, Zigaretten zu rauchen, falls er oder sie das will (N=295, Quelle: Schulumfrage 2018-2019).
Werbung kommt nicht nur von der Tabakindustrie oder von Marketing-Agenturen, sondern auch Jugendliche selbst können als Vorbilder - ohne es zu merken - Werbung für ein Produkt machen; nur dadurch, dass sie es in der Öffentlichkeit nutzen.
Light Yagami (15, m) bringt das Thema auf dem Punkt:
«Es reichte mir schon andere zu sehen wie sie rauchen. Das ist schon genug Werbung für die Jugendliche heutzutage um sich selber inspirieren zu lassen.»
- Das ist eine Botschaft für rauchende Jugendliche. Vor allem wenn sie ein bisschen älter sind oder als cool wahrgenommen werden, können sie mit ihrem Verhalten einen Nachahmungseffekt einleiten: Der kann dazu führen, dass Jüngere veranlasst werden, selbst eine Zigarette zu probieren. Weil die erste Zigarette auch der erste Schritt einer Karriere als Raucher/-in ist, kann schon eine einzige Zigarette eine Zigarette zu viel sein.