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Diese Zeitung vom 07.04.1898 ist im Original sehr gut erhalten. Ich sehe dies als wertvolles Kulturgut für nachfolgende Generationen und mache dies auf diesem Wege der Oeffentlichkeit zugänglich. Falls jemand an einer höheren Auflösung interessiert ist , bitte um eine kurze Mail.
Gelangweilte Kurgäste möchten unterhalten werden
Davos wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Luftkurort entdeckt. In rascher Folge wurden zahlreiche Hotels und Sanatorien gebaut. Den illustren Kurgästen konnte damals noch kaum sportliche Betätigung angeboten werden. Sie kurten monatelang auf passive Weise (etwa auf Liegestühlen). Umso grösser war das Bedürfnis nach gesellschaftlichen Anlässen und leichter Unterhaltung.
1870 erschien ein erster Vorläufer der «Davoser Blätter», handgeschrieben von Studenten und mit humoristischem Inhalt. Ab 1872 gab der junge deutsche Buchhändler M. H. Wirth die «Davoser Fliegenden Blätter» heraus, zunächst in einer Auflage von nur 100 Exemplaren. In den ersten Jahren wurden sie in Basel gedruckt. Wirth schrieb in der Zeitung in satirischer Weise über das «Who is who» der Kurgäste. Insbesondere seine bissigen Karikaturen wurden bisweilen verärgert aufgenommen.
1875 vereinfachte Wirth den Titel der Gästezeitung auf «Davoser Blätter». Gleichzeitig führte er die regelmässige wöchentliche Erscheinungsweise ein und schrieb neben Unterhaltungsartikeln auch Berichte über die Ereignisse des Kurorts.
1881 übernahm Hugo Richter die «Davoser Blätter», und gründete fast zeitgleich auch das «Wochenblatt für die Landschaft Davos», die spätere Davoser Zeitung. Von nun an wurden beide Blätter in Richters neuer Buchdruckerei in Davos gedruckt. Die «Davoser Blätter» zur Unterhaltung der Kurgäste, das «Wochenblatt für die Landschaft Davos» als politische Zeitung für die einheimische Bevölkerung. Aufgrund von Beanstandungen musste Richter in den «Davoser Blättern» die Karikaturen streichen. Dafür wurde den vielbeachteten Gästelisten mehr Raum gegeben.
Die zunehmend internationalere Herkunft der Gäste verlangte nach anderssprachigen Ausgaben der «Davoser Blätter». 1888 erschien erstmals «The Davos Courier» (englisch) und 1898 «Le courier de Davos» (französisch). In den Jahren 1909–1910 erschien zudem der russischsprachige «Evropejikie Kurorty».
Hugo Richter trat die «Davoser Blätter» dem Verkehrsverein ab, bevor er 1921 starb.
Siehe auch:
Zeitung vom 07.04.1898
Auf einer Baustelle beim Abbruch gefunden. Eine sehr gut erhaltene Zeitung „The Courier“ Ragaz – Prättigau – Davos und Engadine. Ich habe die einzelnen Seiten eingescannt. Einige genannte Hotels gibt es heute noch. Ebenso Interessant sind die früher veröffentlichten Gästelisten. Es hsandelt sich hier um eine Englischsprachige Zeitung . —> The Courier lesen
Davos & Lawinen
Beim Weltwirtschaftsgipfel 2018 wurde eine Tatsache bewusst:
Davos ist eine Stadt mitten im Hochgebirge auf 1560m Seehöhe. Es muss jederzeit mit Starkniederschlägen und den damit verbundenen Folgen gerechnet weden. Es wird durch Verbauungen und Gallerien das Risiko minimiert, jedoch wird immer ein Restrisiko bleiben, damit müssen wir Einheimische und auch unsere Gäste jederzeit kalkulieren.
Die Schneefälle wie im Januar 2018 hat es historisch schon immer gegeben und sind nichts aussergewöhnliches. Aus den Folgen der Lawinenwintern wurde rund um Davos viel in die Lawinenforschung und Lawinensicherheit investiert. Ich habe mich mit den Lawinenwintern in den Jahren 1917, 1951, 1954 und 1968 befasst etwas recherchiert.
Warum ist der Davoser Kirchturm verdreht?
Ein Fachmann in Davos kann gelegentlich die Frage hören, ob die gewundene Form des Helms auf dem Kirchturm Absicht oder Zufall sei. Und mancher „Fachmann“verliert sich in einen ebenso märchenhafte Behauptung wie der Laie. Es wurde dann auch von Arch. E.F. Baumann in Davos ziemlich viel Literatur über dieses Thema aus alten Chroniken und älteren Vermutungen zusammengetragen aber nirgends fand sich eine auch nur andeutende Antwort auf diese Frage. —–>zum Dossier
Davos einst …………..
Wie hat sich Davos verändert Fotos von früher im Gegensatz zu Heute. Ich treffe immer wieder auf Fotos von früher. —> zu den Bildern
Das ehemalige Skigebiet Parsenn-Fondei
Der Wanderer wird sich am Strassberger Fürggli über diese Betonstütze wundern. Ich habe mal recherchiert und bin auf eine interessante Vision in der Vergangenheit gestossen. Falls jemand Material hierzu hat bitte bei mir melden. —> zum Dossier
Pischa – Das langsames Sterben eines Skigebietes
—–> zum Dossier