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Seit Mitte Mai war die Ausfuhr von Rindfleisch verboten, nun hat die argentinische Regierung das Verbot aufgehoben, wie die Nachrichtenagentur Keystone-sda berichtet. Mit dem Exportverbot wollte Argentiniens Regierung das Rindfleischangebot im Inland steigern und den Fleischpreis senken. Die Strategie ging allerdings nur bedingt auf, da Landwirtschaftsverbände daraufhin streikten und auch im Inland kein Fleisch mehr verkauften.
Rindfleisch besitze in Argentinien einen hohen Stellenwert, schreibt Keystone-sda weiter. Der Pro-Kopf-Konsum ist der weltweit grösste und mit jährlich 50 Kilogramm pro Person auch rund 40 Kilogramm höher als in der Schweiz. Zuletzt war der Fleischpreis allerdings über die allgemeine Inflation hinausgestiegen.
Der Export ist nun aber wieder erlaubt, wird bei der Exportmenge aber beschränkt und die Ausfuhr einiger in Argentinien besonders beliebter Fleischstücke bleibt weiterhin verboten. Mittelfristig soll die Rindfleischproduktion dann von aktuell 3,2 Millionen Tonnen auf fünf Millionen Tonnen pro Jahr erhöht werden.
Rindfleisch macht laut Bericht der Nachrichtenagentur etwa fünf Prozent der gesamten Exporte Argentiniens aus. Im März hätten die argentinischen Bauern Rindfleisch im Wert von rund 225 Millionen US-Dollar ins Ausland verkauft – Hauptabnehmer seien China, Israel, Chile und Deutschland.