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Der Buchstabe A befindet sich in Aminona und hier treffen Sie den jungen Geologen Julien Berthod. Er erklärt Ihnen, wie die Alpen gebildet wurden und stellt Ihnen deren geologische Besonderheiten vor.
Julien Berthod wurde 1981 in Genf geboren und wuchs in Afrika, Mali und dann ab 1985 in seinem Heimatort Siders auf. Sein Geologiestudium führte ihn nach und nach in die Städte Bern, Neuenburg und Grenoble. Nach einer Berufserfahrung im Kanton Waadt schloss er sich dem Geologie-Büro seines Vaters Charly in Siders an und übernahm dieses 2015.
Seine Leidenschaften gehören dem Sport, der Musik und der Geologie und so trifft man ihn sehr häufig im privaten oder beruflichen Rahmen beim Durchkämmen jedes Winkels der Region von Crans-Montana.
Die Geologie ist wie ein offenes Buch: Jeder Stein, jeder Berg hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Die Erde wurde vor etwa 4,5 Milliarden Jahren geschaffen. Den Menschen, das heisst uns, gibt es seit rund 5 Millionen Jahren. Mit anderen Worten sind wir fast nichts im Vergleich zur Geschichte der Erde. Dieser zeitliche Bezug zwingt uns zu einer grossen Demut gegenüber der pflanzlichen und mineralischen Natur.
Die heutige Landschaft der Region Crans-Montana hat sich also, aus geologischer Sicht betrachtet, vor nicht allzu langer Zeit gebildet. Das „jüngste“ Ereignis das die Region prägte, wie wir es heute beobachten können, ist die alpine Orogenese: Die Bildung der Alpen, die vor rund 30 Millionen Jahren begonnen hat und sich bis heute noch fortsetzt. Die Bildung der Alpen ist das Ergebnis der Plattentektonik und der Kollision zwischen der eurasischen und der afrikanischen Platte, die über die eurasische Platte geschoben wurde.
So sind die hohen Berge vom Val d’Anniviers, die fünf Viertausender, die man gegenüber Aminona sieht (Weisshorn, Zinal-Rothorn, Obergabelhorn, Matterhorn und Dent-Blanche), ursprünglich „afrikanisch“. Die Alpenkette stieg während des Erodierens weiter an, bis schliesslich die aufeinanderfolgenden Eiszeiten die Gestaltung der aktuellen Landschaft, die Bildung von Plateaus wie dasjenige von Crans-Montana und die Täler wie das Rhonetal und die Seitentäler beendet haben.
Geologisch gesehen ist Crans-Montana auf einem Plateau gebaut, das aus Kalkstein und Schiefer der oberen Lias und Aalenium besteht, deren Schichten in Richtung des Rhonetals geneigt sind und die die Wurzeln des helvetischen Grundwassers bilden. An einigen Stellen sind diese Felsen mit Moränen der letzten Eiszeit sowie verrutschten und zerbröckelten Massen bedeckt, die während des Schmelzens der grossen alpinen Gletscher in den letzten 20‘000 Jahren entstanden sind.
Die Region von Aminona bietet Ihnen eine atemberaubende Aussicht auf die Bergkrone der Viertausender.
Sylvie Doriot Galofaro, Samuel Bonvin und Martial Kamerzin erzählen Ihnen mehr über das 125-Jahr-Projekt und über die Geschichte der Destination.