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Leserbrief Jürg Christoffel
Der Gemeindevorstand von Flims soll einmal die Frage stellen, was bringt die Destination Flims-Laax-Falera dem Tourismusort Flims wirklich?
Kann sich der Tourismusort Flims in der jetzigen Situation überhaupt eine Angebotsreduktion, z.B. die Schliessung der Pendelbahn Naraus-Cassons, leisten?
Im Jahre 2014 bezahlte die Gemeinde Flims 1,92 Mio. Fr. für die Vermarktungsorganisation der Destination Flims-Laax-Falera ein mit dem Effekt, dass die Hotellogiernächte in den Jahren 2008-2014 um 32 % zurückgegangen sind. Im gleichen Jahre bezahlte die Gemeinde Laax für die gleiche Vermarktungsorganisation 1,48 Mo. ein mit dem Effekt, dass die Hotellogiernächte um 37% zugenommen haben.
Leider erhält man von Tourismusverantwortlichen der Gemeinde Flims weder einen Master- noch einen Businessplan.
Oder besteht die ganze Tourismuspolitik des Gemeindevorstandes Flims darin, einfach das Geld nach Laax zu schicken?
Die bestehende Pendelbahn Naraus-Cassons ist in das Schweizerische Seilbahninventar aufgenommen worden und fällt somit unter das Bundesgesetztes über den Natur- und Heimatschutz wird dargetan, dass durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes, es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient.
Leider kann man zur Frage des Denkmalschutzes der oben erwähnten Pendelbahn der Botschaft zum Planungskredit vom 13. September 2015 des Gemeindevorstandes Flims nicht entnehmen, obwohl die Denkmalschützer das Bundesamt für Kultur (BAK) in ein solches Genehmigungsverfahren eingebunden werden müssen. Zudem ist es für einen Aussenstehenden nicht nachvollziehbar, warum die Restaurierung der bestehenden Pendelbahn rund 8 Mio. Franke kosten würde und warum bei einer Restaurierung der bestehenden Bahn mit einer Reduktion der Personenkapazität pro Kabine von 25 auf 15 Personen zu rechnen ist.
Im Jahresbericht 2013 der Gemeinde Flims äussert sich der Gemeindevorstand Flims zu obiger Angelegenheit wie folgt. " Der Gemeindevorstand Flims sucht mit den involvierten Parteien nach einer gemeinsamen Lösung für eine mögliche Sanierung der bestehenden Cassonsbahn. Diese Variante wäre als Zwischenlösung gedacht, damit kein Unterbruch des Betriebes entsteht und alle Akteure gemeinsam eine längerfristige Lösung in Ruhe planen können." Anderseits stellt sich die Frage, wie das Mitglied aus Flims im fünfköpfigen Ausschuss für die strategische Führung der IG Tektonikarena Sardona, UNESCO Weltnaturerbe Sardona, den Besuchern erklären will, warum dieses Gebiet ab 2016 mittels einer Bergbahn von Flims aus nicht mehr erreichbar ist.
Jürg Christoffel, Flims Dorf