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Seit 1946 regiert König Bhumibol Adulyadej Thailand. Sein Regierungsstil ist die Vorsetzung der Praktiken seiner Vorgänger, seines Vaters und Großvaters vor allem. König Mongut ließ in der Mitte des 19. Jahrhunderts seine Kinder (auch den Vater des heutigen Königs) von einer englischen Gouvernante erziehen und unterrichten. Nicht nur der Lebensstil des thailändischen Königs und dessen Familie ist westlich orientiert, sondern auch der der meisten Thailänder. Man schätzt in Thailand dabei den König sehr und trägt häufig die Farbe Gelb – die Farbe des Königs als ganz besonderes Symbol seiner Verehrung. Es ist aber nicht allein dem König zu verdanken, der seit 1992 keine politische Macht in Thailand mehr hat, sondern auch der Regierung, die auch dafür sorgt, dass im Land Sicherheit herrscht. Und dies schätzen die Touristen heute sehr.
Während andere Länder in Südostasien lange damit zu kämpfen hatten, dass sie erst einmal die Bürgerkriegsfolgen einigermaßen verkraften konnten bevor sie Touristen ins Land holten, hatte man bei Thailand Reisen keine derartigen Probleme. Denn das alte Siam stand nie unter kolonialem Einfluss und musste auch keinen Bürgerkrieg erdulden, anders als seine Nachbarn Vietnam, Laos und Kambodscha. Allerdings blieb auch Thailand nicht wirklich komplett von den Folgen der Territorialkriege in Südostasien verschont. Denn nach Thailand kamen schon sehr früh in den 1950er und 1960er Jahre viele amerikanische Soldaten, um sich für einige Tage bei ihrem Fronturlaub in Thailand zu erholen und sich diesen Aufenthalt auch zu versüßen – mit Prostituierten. Findige Geschäftsleute vor allem in Pattaya erkannten die Bedürfnisse der GIs recht schnell und führten Thailand damit aber in einen Tourismusboom, der eigentlich nie so gewollt war – die Thailand Ferien war geboren!