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Das kleine, gebirgige Königreich ist eine Enklave und ganz von Südafrika umgeben. Die Entwicklungszusammenarbeit des Bundes (DEZA) engagiert sich in Lesotho im Rahmen ihres Regionalprogramms Südliches Afrika für Ernährungssicherheit und zu HIV/Aids. Das Land präsentiert sich gerne als «Schweiz des südlichen Afrikas» und betont sein Tourismuspotenzial. Die Schweiz hat deshalb einen guten Ruf und ist über die Wirkung der offiziellen Beziehungen hinaus bekannt.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Lesotho
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Hochrangige Kontakte sind sehr selten. Eine offizielle Delegation aus Lesotho (Minister der lokalen Regierungen) besuchte 2009 die Schweiz.
Der Botschafter der Schweiz in Pretoria ist beim König von Lesotho akkreditiert, der Botschafter von Lesotho in Genf beim Bundesrat.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Der direkte Handel zwischen den beiden Ländern ist nicht sehr intensiv, da Schweizer Produkte über Südafrika ins Land eingeführt werden. Seit 2008 besteht ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und der Zollunion des südlichen Afrika (SACU), der Lesotho, Botswana, Namibia, Swasiland und Südafrika angehören.
Zusammenarbeit im Bildungsbereich
Forschende und Kunstschaffende aus Lesotho können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Friedensförderung und menschliche Sicherheit
Die Schweiz beteiligt sich an der Stärkung der Wahl- und Demokratieprozesse in den Ländern der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC), der Lesotho angehört.
Entwicklungszusammenarbeit
Die Schweiz unterstützt im Rahmen des Regionalprogramms Südliches Afrika der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) Projekte in den Bereichen Ernährungssicherheit und HIV/Aids. Die Unterstützung konzentriert sich spezifisch auf HIV/Aids-betroffene Waisen und Jugendliche, die durch Prävention und psychosoziale Betreuung besser geschützt werden sollen, sowie auf die Bauern, deren Produktion aufgrund des Klimawandels stärkeren Schwankungen unterworfen ist und die mehr erwirtschaften sollte, als zur Selbstversorgung nötig ist. Lesotho ist eines der Länder, denen diese Projekte direkt oder indirekt zugute kommen.
Schweizerinnen und Schweizer in Lesotho
Ende 2015 lebten 13 Schweizerinnen und Schweizer in Lesotho.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Lesotho wurden durch die protestantischen Missionare geprägt. Sie arbeiteten seit 1859 in der Missionsstation Morija, die vom Franzosen Eugène Casalis gegründet worden war. Dieser wirkte auch als Berater von König Moshoeshoe, dem Gründervater des Volkes der Basotho.
Der Bundesrat anerkannte die Unabhängigkeit von Lesotho am 4. Oktober 1966 und unterhält seit 1967 diplomatische Beziehungen. Das lokale Büro der DEZA wurde 2005 geschlossen.