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Am heutigen "Steve-Ballmer-Tag"
in Zürich durfte der Country Manager der hiesigen Microsoft-Niederlassung, Peter Waser, dem CEO aus Redmond fünf Fragen stellen. Das Ganze wirkte allerdings etwas konstruiert und die Fragen waren denn auch nicht wirklich brisant. Ballmer äusserte sich etwa zur Problematik der Public Cloud, die voraussetzt, dass man einem externen Provider die Betreuung grosser Teile der IT-Infrastruktur übergibt. Laut Ballmer werden Public Clouds stärker wachsen als Private Clouds, bei denen die Infrastruktur im Unternehmen bleibt. Private Clouds blieben aber wichtig, etwa für öffentliche Verwaltungen. Microsoft wolle den Kunden beide Varianten anbieten und auch lokale Partnerunternehmen miteinbeziehen.
Auf das Suchmaschinengeschäft angesprochen meinte Ballmer: "Wir verlieren Geld - das heisst, wir investieren", womit er die Lacher auf seiner Seite hatte. "Man braucht Server, die jede Sekunde überall auf der Welt jede Website nach relevanten Informationen durchforsten." Und das koste vorerst eben viel Geld.
Zwei Fragen liessen Ballmer darüber spekulieren, wie die Welt in einigen Jahren aussehen könnte. Waser fragte, ob man künftig nur noch ein Gerät besitzen werde, etwa ein Smartphone, womit der PC überflüssig werde. Ballmer: "Sicher. Eines Tages." Doch heute sei es immer noch so, dass Smartphones und Tablets keine richtigen Computer seien. Er erwähnte das iPad von Apple, was ja nur eine Art Kompromiss sei.
Um aufzuzeigen, wie schnell es in der Informationstechnologie vorwärts geht, erzählte Ballmer eine Anekdote: "Erst fünfzehn Jahre ist es her, als wir einer europäischen Bank Exchange verkaufen wollten. Die Bank holte eine Konkurrenzofferte von IBM für Lotus Notes. Dann ruft mich die Bank an und sagt, sie nähme Exchange nicht. Doch die Bank wählte nicht IBM - sie entschied, komplett auf E-Mail zu verzichten. Der CEO brauche das nicht, und wenn er das schon nicht brauche, dann müsse das niemand sonst haben in der Firma." Heute gilt E-Mail fast schon wieder als veraltet. (mim)