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Das Auge ist im Prinzip ähnlich wie ein Fotoapparat aufgebaut, bei dem das Licht durch ein Objektiv gebündelt und fokussiert wird und dann den Film belichtet. Durch natürliche Alterungsprozesse ändert sich mit der Zeit die Zusammensetzung des Glaskörpers. Bei vielen Menschen führt dies im Alter zu einer Schrumpfung und schließlich zur Ablösung dieser gelartigen Struktur von der Netzhautoberfläche. Dabei haftet der Glaskörper gelegentlich an einer oder mehreren Stellen fest an der Netzhaut. Durch seine Schrumpfung kann dies dazu führen, dass durch Zug an der Netzhaut ein Netzhautriss entsteht. Hierdurch kann Flüssigkeit unter die Netzhaut gelangen, die Pumpe wird unwirksam und die Netzhaut kann sich von ihrer Unterlage ablösen.
Diese Erkrankung ist selten, nur jeder Tausendste wird in seinem Leben betroffen, jedoch tragen kurzsichtige Menschen ein erhöhtes Risiko. Die meisten Netzhautablösungen werden zunächst nicht bemerkt. Nur manchmal machen spezielle Phänomene wie Lichtblitze (durch Zug an der Netzhaut) oder ein durch Blutzellen verursachter Rußregen auf die Entstehung einer Netzhautablösung aufmerksam.
Wenn eine Netzhautablösung in das Sehzentrum fortschreitet, entsteht ein Gesichtsfeldausfall, der schliesslich das gesamte Sehfeld erfassen kann. Unbehandelt führt eine Netzhautablösung zur Erblindung. Darum ist eine augenärztliche Untersuchung bei Auftreten eines dieser Symptome sehr dringend. Immerhin kann man heutzutage in so gut wie allen Fällen die Netzhaut operativ wieder anlegen und das Sehen retten.