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Geschichtlicher Rückblick
Urkundlich ist nachgewiesen, dass schon seit 1579 im Lande Entlebuch alljährlich ein gemeinsames Amtsschiessen unter den Schützen des Entlebucher Landes abgehalten wurde. Die gnädigen Herren und Oberen von Luzern bemühten sich schon früh um die Schützenanlässe im Entlebuch.
Sie bestimmten im Jahre 1579 den "Flecken" Schüpfen als gemeinsamen Schiessplatz der Entlebucher. Sie spendeten Gaben an unsere Landesschiessen. Im 16. Jahrhundert wurde das Schiesswesen im Lande Entlebuch eifrig gepflegt. Später wurden die von der Regierung, von den Beamten und Landsleuten gestifteten Ehrengaben abwechslungsweise an den Hauptorten der drei Ämter Schüpfheim, Escholzmatt und Entlebuch gemeinsam herausgeschossen.
Bereits im Jahre 1751 besassen die Amtsschützen die Statue des hl. Sebastian, ihres Patrons mit Pfeilern und Abzeichen als das äussere Symbol innerer Verbundenheit.
Das Jahr 1751 darf daher als das Gründungsjahr der Entlebucher Amtsschützengemeinschaft angesehen werden.
Die Gabe der Regierung ist sicher mit dem Umsturz von 1798 dahingefallen. Dann übernahmen unsere Frauen und Töchter die Rolle der gnädigen Herren und setzten Preise - meistens Naturalgaben - für die Schützen aus.
Das Jahr 1800 kann als eigentliches Geburtsjahr des Amts- und Wyberschiesset angesehen werden. Ein erstes noch erhaltenes "Vorkommnis oder Übereinkunft" mit Schiessregelment wurde am 19. Mai 1800 zu Escholzmatt ausgestellt (Statut), signiert von Pfläger Johann Bieri und genehmigt vom französischen Distrikt - Statthalter H. Thalmann.
Seit 1830 entwickelte sich das Emmental-Entlebucherische Wettschiesset. 1864 wurde der Emmental-Entlebucherische Schützenbund gegründet. 1879 trennten sich die beiden Landesteile und führten ihre Schiesanlässe gesondert durch. Die Entlebucher hielten Ihr traditionelles Schützenfest unter den Namen "Amts-, Wett- und Wyberschiesset" alle zwei Jahre ab und von 1900 an alle drei Jahre.
Die Amtsschützengesellschaft heute
Gemäss den Statuten der Amtsschützengesellschaft Entlebuch besteht der Zweck in der "Hebung und Förderung des Schiesswesens, der Pflege der Kameradschaft und des gesellschaftlichen Lebens".
Dies wird erreicht durch die Abhaltung des Amts- und Wyberschiessets, der zeitgemässen Förderung der Jungschützen- und Nachwuchsausbildung, sowie der Unterstützung des Matchschiessens.
Im Weiteren ist die Amtsschützengesellschaft Bindeglied zwischen dem Luzerner Kantonalschützenverein und der ihr angeschlossenen Schützenvereinen. Sie unterstützt den Kantonalschützenverein bei der Durchführung von Schiessanlässen wie Feldschiessen, Gruppenmeisterschaft und im Matchwesen.
Die Amtsschützengesellschaft in der Zukunft
Einen sehr hohen Stellenwert soll auch in Zukunft der traditionelle Amts- und Wyberschiesset haben. Gerade in unserer Talschaft, wo Traditionen noch sehr gepflegt werden, sorgt dieser einzigartige gesellschaftliche Anlass für eine positive Haltung der Bevölkerung zum Schiesswesen.
Mit 10-Meter Luftgewehr- und Luftpistolenkursen wollen wir bei jugendlichen Schützen schon früh die Freude am Schiesssport wecken und so für aktiven Schützennachwuchs sorgen.
Durch die aktive Zusammenarbeit der Amtsschützengesellschaft mit ihren Schützenvereinen wird es uns gelingen, auch in den nächsten Jahren, das Schiesswesen als attraktive Sportart betreiben zu können.