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Mercedes-Benz hat Vorwürfe unterschiedlicher Institute und Organisationen zurückgewiesen, bei denen in den vergangenen Wochen wiederholt versucht wurde, verschiedenen Automobilherstellern eine unrechtmäßige Beeinflussung der Emissionswerte ihrer Fahrzeuge nachzuweisen. Den damit verbundenen Vorwurf der Manipulation weist der Daimler-Konzern zurück.
Mercedes-Benz entsprechen in vollem Umfang den jeweils zum Zeitpunkt der Zulassung geltenden, landesspezifischen Vorschriften, betont das Unternehmen. Aktuelle Vorwürfe beziehen sich auf Messungen der niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO) mit einem Mercedes-Benz C 220 CDI. Die Messergebnisse wurden von Vertretern der Daimler AG mit der TNO diskutiert und von den dortigen Experten als plausibel eingestuft.
Aufgrund „verschiedener Fehlinterpretationen des TNO Berichts seitens Dritter“ weist der Autobauer erneut darauf hin, dass im realen Fahrbetrieb üblicherweise Abweichungen im Vergleich zu den zertifizierten Normwerten auftreten. Diese sind kein Hinweis auf Manipulationen, sondern resultieren in erster Linie aus Rahmenbedingungen, die vom gesetzlich vorgeschriebenen Normzustand im Labor abweichen.
Spekulationen oder Interpretationen, dass mögliche Abweichungen zwischen Messwerten auf dem Prüfstand im Vergleich zum realen Fahrbetrieb nur durch Manipulationen erklärbar seien, weist Daimler daher zurück. Ein Defeat Device, sprich eine Funktion, die die Wirksamkeit der Abgasnachbehandlung unzulässig einschränkt, komme bei Mercedes-Benz nicht zum Einsatz. Auch verfügten Mercedes-Benz Fahrzeuge über keine Funktion, die automatisch erkennt, dass sich das Fahrzeug auf einem Prüfstand befindet.
Mercedes-Benz unterstützt seit Jahren die baldige Einführung des WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) sowie des Messverfahrens für die Real Driving Emissions (RDE). Beide Aktivitäten haben zum Ziel, dass Norm- und Realwerte künftig möglichst nahe beieinander liegen. (ampnet/nic)