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Resilienz: Der Alet ist ein Überlebenskünstler!
Der Alet kommt besser zurecht als viele andere Fischarten mit den vom Menschen verursachten Veränderungen in unseren Bächen, Flüssen und Seen. Vor allem in den Fliessgewässern des Mittellands und der Talgebiete ist er heute der einzige Fisch, der noch in nennenswerter Zahl vorkommt. Da der Alet (bisher) eine Nebenrolle spielt für die Fischerei in unserem Land, und er offensichtlich wenig Begeisterung weckt als Forschungsobjekt, gibt es grosse Wissenslücken. Es wird sich lohnen zu verstehen, wieso gerade diese Fischart überlebt in stark beeinträchtigten Gewässern.
Beim aktuellen, klar beschränkten Kenntnisstand bieten sich folgende Erklärungen an:
- Lebensraum: Als Schwarmfisch ohne Revierverhalten oder starkem Versteckbedürfnis kommt der Alet auch mit strukturarmen Gewässern zurecht.
- Fortpflanzung: Hohe Eizahlen, eine sehr kurze Entwicklungszeit und vitale Larven sind ein Erfolgsrezept.
- Resilienz: Wie viele Karpfenartige ist der Alet widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Parasiten. Er scheint auch toleranter gegenüber chemischen Verunreinigungen zu sein als die meisten anderen Fische.
- Wassertemperatur: Der Alet fühlt sich wohl in einem weiten Spektrum von 5 bis 25 Grad und kann Spitzenwerte bis über 30 Grad ertragen.
http://www.rhone-thur.eawag.ch/temperaturpraeferenzen1.pdf
- Fischfressende Vögel: Sein natürliches Misstrauen verringert im Vergleich zu stark gefährdeten Arten wie der Äsche sein Risiko. Seine grossen, harten Schuppen schützen ihn besser vor Schnabelverletzungen.