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Seit meiner frühesten Jugend bin ich ein grosser Asterix-Fan. René van Royen und Sunnyva van der Vegt haben für ihr Buch Asterix – Auf grosser Fahrt (Nachfolger von Asterix – Die ganze Wahrheit) die Auslandsreisen des kleinen Galliers und seines etwas beleibten (nicht etwa dicken!) Freundes Obelix unter die Lupe genommen.
In Asterix bei den Briten reisen Asterix, Obelix und Idefix mit Asterix‘ Vetter Teefax über den Kanal nach Britannien. Der Palast des römischen Statthalters hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Buckingham Palace; Der Nebel gehört unbedingt dazu; Die Briten sind ungemein sportbegeistert; Sein gepflegter (englischer) Rasen ist einem Briten heilig; Manche Briten tragen kleine Dächer mit sich herum, damit ihnen der Himmel nicht auf den Kopf fällt. Aber noch interessanter als diese „Anachronismen“ sind die tatsächlich historisch abgestützten Details. Das britische Bier (Cervisia) schmeckt Obelix nicht – die Briten brauten ihr Bier anders als die Gallier; Der Druide, der das Rugby-Spiel schiedsrichtert, trägt eine kleine Armband-Sonnenuhr – keine Erfindung der Autoren; Teefax trinkt mit Vorliebe heisses Wasser mit einem Tröpfchen Milch – natürlich eine Anspielung auf den Tee, aber in der Antike gab es tatsächlich überzeugte Wassertrinker; Die Briten sprechen zwar die gleiche Sprache wie die Gallier, aber ein wenig anders als diese („Ich muss schon sagen, das ist ein Stück Glück, ist es nicht?„) – auch dies ist mehr oder weniger verbürgt; Asterix und Co. begegnen einer resoluten Hausfrau – die Britinnen galten damals als relativ emanzipiert.
Es ist wirklich erstaunlich, wie viel historisches Fachwissen René Goscinny und Albert Uderzo unauffällig in ihre Comics verpackt haben.