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Die Schweizerische Nationalbank will keine Bitcoins in ihre Reserven aufnehmen. Dies sagte der SNB-Präsident Thomas Jordan an der jährlichen Generalversammlung in Bern. "Aus heutiger Sicht glauben wir nicht, dass Bitcoin die Anforderungen an Währungsreserven erfüllt, deshalb haben wir bisher beschlossen, Bitcoin nicht in unserer Bilanz zu führen", erklärte Jordan laut 'Reuters'
.
Die Diskussion geht auf eine Intervention zweier am Finanzdienstleister Bitcoin Suisse beteiligten Personen zurück. Diese hatten die SNB in einem offenen Brief aufgefordert, Kryptowährungen in ihre Reserven aufzunehmen. Sie argumentierten, dass dies einen Schutz vor Inflation bieten könne und die Abhängigkeit der SNB vom Ausland verringere. Darum solle die Nationalbank die technischen und operativen Rahmenbedingungen zum Erwerb und Halten von Bitcoins schafft, wie die beiden in ihrem Brief vom 1. Februar festhalten.
Damals hatte der Bitcoin-Kurs eine regelrechte Talfahrt hinter sich. "Wir sind überzeugt, dass eine Allokation von Bitcoins nicht bloss eine Spielerei wäre, sondern einen massgeblichen Beitrag zur langfristigen Stärkung der Stabilität des Schweizer Frankens und zur Wahrung der Unabhängigkeit der Nationalbank leisten könnte", legten die beiden aber Mitte März in einem Folgeschreiben nach.
Man könne die technischen und operativen Voraussetzungen relativ schnell schaffen, wenn die SNB überzeugt sei, dass sie Bitcoin in ihrer Bilanz haben müsse, entgegnete Jordan an der Generalversammlung. Das ist aber derzeit nicht der Fall. In seinem Referat ging Jordan vor allem auf den Ukraine-Krieg und den Inflationsdruck ein. Die SNB musste aufgrund des hohen Kurses des Schweizer Frankens einen Verlust von fast 33 Milliarden ausweisen, da die Fremdwährungen in ihrer Bilanz im Verhältnis an Wert einbüssten.