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Für die linke Genfer Tageszeitung «Le Courrier» ist es «ein vorsätzlicher Mord», was der Medienkonzern Ringier am Montag verkündete: Er werde sein welsches Wochenblatt «L’Hebdo» bereits Anfang Februar einstellen; davon sind 37 Mitarbeitende betroffen.
Das Ende des Nachrichtenmagazins «L’Hebdo», das seit 1981 erschienen ist und immer wieder wichtige Recherchen geliefert hat, und der Stellenabbau riefen in der Romandie wütende Reaktionen hervor. Die von den beiden Deutschschweizer Medienkonzernen Ringier und Tamedia dominierte Presselandschaft der Romandie wurde in den letzten Jahren regelrecht ausgeblutet. So baute erst im letzten Herbst Tamedia 24 Stellen bei «24 Heures» und der «Tribune de Genève» ab.
«Le Courrier» und die Gewerkschaft Syndicom werfen den beiden Verlagen vor, ihre eigenen Printprodukte durch Werbeplattformen im Internet zu kannibalisieren. Syndicom fordert von Ringier, «aktiv nach einem Käufer für ‹L’Hebdo› zu suchen».