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150 Triathleten schwimmen bei 13 Grad
Murten-Triathlon bei schönen, aber kalten Bedingungen
Monika Fürholz (Marly) und Sébastien Gacond (Prilly) heissen
die Sieger des Murten-Triathlons. Schon von 1983 bis 1988 hatte es einen Murten-Triathlon gegeben. Nun hat der ehemalige Duathlon-Weltmeister Urs Dellsperger (Galmiz) mit dem «Tri-Team Bern» einen neuen Triathlon lanciert.
Der neue Murten-Triathlon ist gemäss Urs Dellsperger hauptsächlich für Volkstriathleten aus der Westschweiz gedacht. Dementsprechend definierte man auch die Distanzen kürzer als bei einem offiziellen, olympischen Triathlon. Als die Bise am Samstag nicht nachlassen wollte und der See immer noch nur 13 Grad Celsius hatte, entschied man sich für eine Reduktion des Schwimmens von 1000 auf 750 Meter. Nur gerade zwei Teilnehmer stiegen wegen der Kälte aus, so auch Sibylle Studer (28) aus Bremgarten, die mit fünf Triathlons pro Jahr nicht zu den Anfängerinnen gehört: «Ich weiss nicht, wie die das machen, ich konnte nicht mehr atmen.»
Es war der erste Triathlon der Schweizer Saison. Trotz des Volkslauf-Charakters gingen einige nationale Cracks an den Start. Es war der Waadtländer Sébastien Gacond (25), der an diesem ersten Murten-Triathlon der «Neuzeit» einen Start-Ziel feierte. Der ehemalige Weltcup-Triathlet Mathias Hecht (Willisau), ging mit Gacond aufs Rad, musste aber nach 5 km wegen eines Platten aufgeben. So war der Weg für Gacond zu einem lockeren Sieg frei. Der Informatik-Student an der ETH Lausanne war früher Schwimmer; im 1999 und 2000 war er Schweizer Meister über 200 m Brust (Bestzeit 2:22 Minuten). Dann wechselte er zum Triathlon. Im Vorjahr war er Zweiter in Vevey und Sechster in Zug in der Pro-Serie; ausserdem hatte er den Triathlon vom Vallée de Joux gewonnen. «Heute war mein Saisonstart. Die Kälte machte mir nicht viel aus. Diese Saison will ich an die Studenten-WM im Juli in La Palma.»
Rüttimann und Golliard
mit erhöhtem Trainingsvolumen
Auch Christoph Rüttimann (Düdingen) hat diese Saison ein hohes Ziel. «Ich will mich für Hawaii qualifizieren, dies am Zürich-Ironman. Dazu trainiere ich bis zu 15 Stunden pro Woche.» Am Sonntag in Murten stieg er in einer Dreiergruppe um den dritten Rang aus dem See. Im Laufen setzte er sich schliesslich durch.
Zweiter Freiburger auf dem vierten Rang wurde Christophe Golliard (Givisiez): «Im Wasser war ich etwas blockiert. Dann ging es immer besser.» Golliard hat sein Trainingspensum erhöht. So trainierte er auch zwei Wochen in Portugal mit dem Nationalteam: «Wir haben dort viel Volumen trainiert, total 70 Stunden.» bi
Monika Fürholz:
Olympische Distanz
Die 19-jährige Monika Fürholz (Marly) konnte sich als Siegerin feiern lassen. Sie kämpfte im Laufen die 21-jährige Bernerin Eva Haueter nieder. In ihrem vierten Triathlon-Jahr ist Fürholz jetzt in der Altersklasse, in welcher man nicht mehr die kurzen Triathlons, sondern die olympische Distanz macht: «Ich werde aber die nationale Pro-Serie bestreiten. Heute war das Schwimmen für mich etwas zu kurz, das ist nämlich meine Stärke.» Im Vorjahr war sie Dritte der Junioren-SM und 21. der Junioren-EM. bi