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Die Entwicklung
Im Gegensatz zu anderen europäischen Nationen führte die Schweizer Armee sehr spät eine eigene Truppengattung für die Abwehr von Flugzeugen ein. Erst als die Spannungen in Europa nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Deutschen Reich merklich zunahmen, beschaffte die Schweizer das erste Material für die Fliegerabwehr (Flab). Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Flab mit in der Schweiz hergestellten Material weiter ausgebaut. Der Erfolg der Flab blieb aber während des ganzen Krieges bescheiden; es wurden gerade einmal zehn fremde Flugzeuge abgeschossen.
Basierend auf den Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgte während des Kalten Krieges eine rasche und umfassende Modernisierung der Schweizer Flab. Radarsysteme für die Zielentdeckung und -verfolgung wurden beschafft, um gegnerische Luftziele auch bei schlechter Witterung bekämpfen zu können. Neue leistungsfähige leichte und mittlere Geschütze für die Abwehr von schnell und tieffliegende Flugzeuge wurden von der eigenen Rüstungsindustrie entwickelt. Ende der 1960er Jahre besass die Schweizer Armee mit der Langstreckenlenkwaffe BL-64 Bloodhound, dem neuen Kampfflugzeug Mirage IIIS und dem Florida-Einsatzführungssystem eine integrierte Luftverteidigung, welche seinesgleichen in Europa gesucht werden musste.
Mit dem Ende des Kalten Krieges zu Beginn der 1990er Jahren begann auch für die Flab die stetige Reduktion der Bestände und des Materials. Erst mit dem 2022 ausgebrochenen Krieg in der Ukraine ist eine Trendwende diesbezüglich absehbar.
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