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Römische Porträts in Abgüssen der Skulpturhalle
Dauerausstellung
Während sich die griechischen Bildnisse gleichmässig auf die drei Kategorien ‹Dichter›, ‹Denker› und ‹Politiker› verteilen, entfällt der weitaus grösste Teil der hinterlassenen Porträts römischer Zeit auf Bildnisse von Angehörigen der Kaiserhäuser bzw. auf solche von Privatpersonen: Wie zuvor die hellenistischen Machthaber erkannten die Römer das Medium Bildnis als hervorragendes Mittel der politischen Propaganda bzw. der Selbstdarstellung.
Entsprechend sind die römischen Porträts im Vergleich zu den klassisch-griechischen realistischer; während im griechischen Bildnis allzu Individuelles zugunsten eines klar definierbaren Idealbildes zurücktritt, spielen bei den Römern physiognomische Züge eine grössere Rolle.
In der Gegenüberstellung der Kaiserporträts zu denen von Privaten wird auffällig, wie sich die römischen Bürger bildlich an die jeweils regierenden Kaiser anglichen und wie sich so regelrechte Moden mit für ihre Zeit typischen Haartrachten und "Zeitgesichtern" entwickelten.