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Trump würde USA am liebsten mit "grossem Knall" wieder öffnen
US-Präsident Donald Trump kann es nicht erwarten, dass die Corona-Krise überwunden ist. Allerdings müsse die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen dafür wohl erst einmal zurückgehen.
Dies verdeutlichte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Er sprach von der Möglichkeit, dass das Land phasenweise zur Normalität zurückkehren könnte. Es könnte auch in weniger betroffenen Regionen schneller gehen. Eigentlich wäre es schön, das Land "mit einem grossen Knall" wieder zu öffnen, sagte Trump.
Ein Datum für eine Rückkehr zum Normalbetrieb wollte er nicht nennen. "Wir müssen vorsichtig sein", betonte Trump. Ganz anders klang das noch vor rund zwei Wochen, als er mit Verweis auf die verheerenden Folgen für die Wirtschaft sagte, die Beschränkungen möglichst schon an Ostern aufheben zu wollen. Trump sagte am Mittwoch zu, sich auf den Rat seiner Experten verlassen zu wollen.
In der Pandemie steuern die USA derzeit auf eine kritische Phase zu, in denen nach Prognosen täglich mehr als 2000 Corona-Infizierte sterben könnten. "Wir haben einige furchtbare Tage vor uns, aber wir werden einige wunderbare Tage vor uns haben, wir werden das hinter uns bringen", sagte Trump. Je strikter die Amerikaner die Richtlinien zur sozialen Distanz einhielten, desto schneller gehe es. "Wir sind hoffentlich auf dem Weg zum letzten Abschnitt."
Gleichzeitig betonte der US-Präsident am Mittwoch, dass er den Rückzug des linken Senators Bernie Sanders aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten als halbherzig empfindet. "Er ist nicht wirklich ausgestiegen", sagte Trump. Sanders halte an seinen bisher eingefahrenen Delegiertenstimmen fest und wolle bei den nächsten Vorwahlen weitere sammeln. "Das ist kein Ausstieg", erklärte Trump. "Das ist eine eigenartige Sache, die da vor sich geht." Er nehme an, dass Sanders die Delegiertenstimmen als Hebel für Verhandlungen nutzen wolle.
Sanders hatte am Mittwoch seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten verkündet und damit den Weg frei gemacht für eine Kandidatur des Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden. Dieser ist nun der einzige verbleibende Bewerber in dem Rennen der Demokraten und steht so quasi schon als Herausforderer für den republikanischen Amtsinhaber Trump bei der Präsidentschaftswahl Anfang November fest - lange vor dem Ende der Vorwahlen.