Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03452.jsonl.gz/3194

Die makroökonomische Lage in der Schweiz wurde 2015 vor allem durch die abrupte Aufwertung des Schweizer Frankens im Januar infolge der Aufhebung des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank geprägt. Bis zum 31. Dezember 2015 wertete der CHF im Jahresvergleich gegenüber dem EUR um 9,5% auf und gegenüber dem USD um -0,8% ab (Deutsche Bank, London Branch).
Die Privatkundenbasis des Unternehmens ist vorwiegend in CHF nominiert, was die aus der Wechselkursvolatilität resultierenden Risiken einschränkt. Nichtsdestotrotz müssen Wechselkursveränderungen berücksichtigt werden, da gewisse Geschäftsaktivitäten in Zusammenarbeit mit internationalen Betreibern erfolgen, was Umsätze sowie Kosten von Gütern, Dienstleistungen, betrieblichen Aufwendungen und Investitionen beeinflusst. Zu diesen Aktivitäten gehören das Roaming und andere internationale, nach Tarifen abgerechnete Dienste und die Anschaffung von Hardware sowie von technischen Gütern und Dienstleistungen im Netzbereich. Wechselkurse beeinflussen zudem die Entscheidung von Kundinnen und Kunden, ihr Mobiltelefon im Ausland oder in der Schweiz zu kaufen, und können so den Umsatz von Sunrise aus dem Vertrieb von Geräten beeinflussen. Sunrise verringerte das Fremdwährungsrisiko im Februar 2015 durch Refinanzierung der Schulden in CHF statt wie bisher in EUR. Die Schweizer Volkswirtschaft wies 2015 ein stabiles Wachstum von rund 1% auf, das allerdings hinter dem Wachstum von 1,9% im Vorjahr zurückblieb (IMF World Economic Outlook – October 2015 – projection for 2016). Der stärkere CHF war einer der Hauptgründe für diese Wachstumsabschwächung, da die Schweiz stark exportorientiert ist.
Die Frankenaufwertung führte 2015 zu einem Sinken der Konsumentenpreise um -1,1%, während 2014 keine Veränderung des Preisniveaus zu verzeichnen war. Für 2016 wird eine Fortsetzung der Deflation erwartet (vgl. IMF World Economic Outlook – October 2015 – projection for 2016).