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Raw Frand zu Parschat Mezora 5768 (Beitrrag 2)
Der Kohen wählt die Vögel für das Opfer des Mezora aus
Wenn die Zeit für den Mezora gekommen ist, durch den Läuterungsprozess zu gehen, schreibt der Pasuk: "Der Kohen soll anordnen, dass für den Menschen, der geläutert wird, zwei lebendige Vögel genommen werden sollen ..." [Wajikra 14:4] Raw Mosche Feinstein frägt in seinem Sefer Darasch Mosche, weshalb muss sich der Kohen um diese Vögel kümmern? Soll doch der Mezora selbst in der Torah nachschauen, welche Opfer er bringen muss und diese dann auch selber zusammenstellen! Weshalb muss der Kohen die zwei Vögel für den Mezora bestimmen?
Raw Mosche Feinstein schrieb 8-10 Bände seiner Responsen "Igrot Mosche". Er beantwortete Tausende von Fragen in seinem Leben. Doch er pflegte sich zu beklagen. Er sagte, dass er viele Anfragen über das Kaschrut und die Bracha von Pretzeln und über die Details von Schabbat und über die rituellen Gesetze bekam. Doch er beanstandete die Tatsache, dass er fast nie, wenn überhaupt je gefragt wurde, wie man Kinder erziehen oder wie man Zedaka (Geld für einen wohltätigen Zweck) geben solle. Natürlich weiss jeder, dass man Zedaka geben muss. Doch es gibt Prioritäten. Wem geben wir und wem geben wir nicht? Doch diese Art Fragen wurde er nicht gefragt. Die zwei dünnsten Bänder des Igrot Mosche befassen sich mit dem Choschen Mischpat (dem Teil des Schulchan Aruch, der sich mit geschäftlichen Angelegenheiten auseinandersetzt). Er beschwerte sich, dass Menschen ihm nicht genügend häufig die „richtigen Fragen“ stellten.
Sehr oft werden wir in unserem Leben mit geistigen Fragen konfrontiert. Allzu oft realisieren wir nicht, dass diese Fragen auch "Sche’elot" (Themen für Anfragen beim Rabbinat) sind.
Die Gemara sagt uns, dass der Zustand von Zara’at als eine Folge von Geiz kommt (Zar Ajin), wenn man sein Eigentum nicht anderen ausleihen will. Zara’at kommt auch, weil jemand nicht versteht, was man sprechen darf und was nicht.
Raw Mosche erklärt, der Mezora fragte nicht um Rat, wie er sich im Leben verhalten solle. Er dachte, er wisse selber, wie er sein Geld und seine Sprache zu benutzen habe. Deshalb war seine Heilung, dass er nicht einmal selbst entscheiden durfte, welche zwei Vögel er für sein Läuterungsopfer zu nehmen habe. Der Kohen musste anordnen: "Dies sind die zwei Vögel, die du für dein Opfer benutzen sollst."
Dies sollte ihm klar machen, dass man für alle Arten von Sche’elot einen Rabbiner konsultieren muss.
Eine Sche’ela frägt man nicht nur über die Gesetze von Schabbat, Nidda und Pessach. Hilchot Zedaka ist auch eine Sche’ela. Dies ist der Grund , dass die Thora speziell hier, beim Mezora, der es versäumt hatte, in Bereichen Rat zu suchen, in welchen er meinte, selbst kompetent zu sein, darauf besteht, dass der Kohen für die Beschaffung der Vögel verantwortlich ist.
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