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René Stammbach, seit neun Jahren Präsident des Schweizerischen Tennisverbandes Swiss Tennis, kandidiert zusammen mit drei weiteren Bewerbern um die Position des Präsidenten des Internationalen Tennisverbandes ITF. Die Wahl findet am 25. September 2015 in Santiago, Chile, statt.
Im vierzehnköpfigen Board der ITF sitzt seit vier Jahren auch René Stammbach, der zusätzlich zu dieser Funktion auch zum Chairman des Finance Committees und des Olympic Committees der ITF gewählt wurde. Nachdem der langjährige Präsident der ITF, der Italiener Francesco Ricci Bitti, kürzlich seinen Rücktritt nach 16 Jahren an der Spitze des internationalen Tennisverbandes erklärt hatte, entschied sich Stammbach, um die freigewordene Position zu kandidieren: „Die Schweiz hat in den vergangenen Jahren eine immer grössere Bedeutung im Welt-Tennis gewonnen. Neben unseren Spielerinnen und Spielern, die auf dem Court die allerbeste Werbung machen, haben wir auch neben dem Tennisplatz sehr vieles umsetzen und verändern können, das Swiss Tennis für die Zukunft rüstet. Auf internationaler Stufe sehe ich ebenfalls Handlungsbedarf und habe deshalb entschieden, mich um das Amt des Präsidenten der ITF zu bewerben.“
In einem 12 strategische Ziele beinhaltenden Positionierungspapier erklärt Stammbach die Schwerpunkte, sollte er im Herbst an die Spitze der ITF gewählt werden. Dazu gehört unter anderem die Stärkung der nationalen Verbände, indem alle 210 Mitgliedernationen ein Mitspracherecht erhalten genau so wie eine ausgeglichenere Repräsentation von Athleten, Regionen und Geschlechtern den ITF-Vorstand stärken sollen.
Ein weiterer Punkt, der gemäss Stammbach dringend Reformen unterzogen werden sollte, sind die Nationenwettkämpfe im Davis Cup und Fed Cup. Dabei sind alle Möglichkeiten – von einem zweijährigen anstelle eines jährlichen Wettkampfes zu einem auf neutralem Boden gespielten kombinierten Fed-Cup-/Davis-Cup-Final – zu prüfen.
Die Ausgaben in die Entwicklung des Tennissports stagnieren auf ITF-Level seit einigen Jahren. Eine Aufstockung dieser Ausgaben bei gleichzeitiger Erhöhung der Einnahmen durch strategische Partnerschaften soll den Tennissport massgeblich, nachhaltig und global weiter entwickeln. Dazu gehört auch eine verbesserte Kooperation mit den Grand-Slam-Turnieren, der ATP- und WTA-Tour sowie dem Olympischen Komitee mit dem Ziel, gemeinsame Lösungen für anstehende Herausforderungen zu finden.
Stammbach tritt in der Wahl gegen David Haggerty (USA), Anil Khanna (IND) und den bisherigen Vizepräsidenten der ITF, Juan Margets Lobato (ESP), an. Sollte Stammbach gewählt werden, müsste er sein Amt als Präsident von Swiss Tennis spätestens anlässlich der nächsten Delegiertenversammlung im März 2016 abgeben.