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Die Abteilung "Pläne und Karten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts" (Abteilung D) bildet einen umfassenden, historisch und kulturell sehr bedeutenden Bestand des Staatsarchivs Zug.
Der Bestand wurde 1922 vom damaligen Regierungssekretär (und späteren Landschreiber) Dr. Ernst Zumbach geschaffen. Er ordnete die Pläne und Karten und verzeichnete sie. Es handelt sich um knapp 1400 Einzelstücke, die in den Jahren 1803 bis 1922 entstanden sind.
Die Unterlagen stammen aus der Aktenproduktion verschiedenster Stellen innerhalb der kantonalen Verwaltung, die sich mit Bau-, Verkehrs- und Strassenwesen beschäftigt haben. Die Pläne zeigen Kantons- und Gemeindestrassen, Brücken, kantonale und gemeindliche Bauten, Privatbauten, Uferbauten, Eisenbahn- und Wasserbauanlagen. Prominente Beispiele sind dabei die Pläne zum Bau der Strasse zwischen Zug und Arth entlang des Zugersees von 1828 und die Pläne des Knabeninstituts Minerva (spätere Kantonsschule Athene), welche an der Landesausstellung 1883 in Zürich als Musterbeispiel einer modernen Schulanlage präsentiert wurden.
Die Abteilung gilt als abgeschlossen, da die später entstandenen Pläne und Karten zusammen mit dem dazugehörigen Schriftgut aufbewahrt wurden.
Die Pläne und Karten wurden vorbereitend auf die Digitalisierung gereinigt und restauriert. Das Verzeichnis wurde ergänzt und in die Archivdatenbank CMI Star übertragen. Im Rahmen eines Lotteriefondsprojektes erfolgte die Digitalisierung der Objekte zwischen 2016 und 2018. Die digitale Nacherschliessung sichert einerseits diesen wertvollen Bestand und schont die Originale. Andererseits wird eine zeitgemässe online-Präsentation ermöglicht, wodurch die Objekte einem grösseren Publikum zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung gestellt werden können.
Viewer zum Durchblättern der Karten und Pläne