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Die mittelalterliche Kirche St. Michael der seit 1300 bernischen Gemeinde Muri erhielt 1563 einen neuen Chor. 1664 kam es zu einem Gesamtumbau mit Schiffsverlängerung (der heutige Taufstein stammt von 1664). 1967–1969 gab es eine Gesamtrenovation und 2004 eine Innensanierung. In der Kirche Muri hatten die alten Glasgemälde ihren Platz ursprünglich vermutlich in den Chorfenstern. 1891 gingen bei einem Blitzschlag an die zwanzig Kirchenfenster in die Brüche. Dabei wurden auch mehrere gemalte Scheiben zerstört (Der Bund 1./2.9.1891). Als die Kirche Ende des 19. Jahrhunderts im Chor neue Glasgemälde erhielt (im 20. Jahrhundert wurden dieselben ausgelagert), müssen die damals noch existierenden von dort entfernt worden sein. Bei der letzten Renovation (1969) wurden sie dann in die Fenster an der Westwand des neu erstellten Kirchenvorraumes bzw. ins Fenster der Sakristei (Bernscheiben) versetzt.
Muri bei Bern. Eine Gemeinde – zwei Dörfer, Muri b. Bern 1993.