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"1953 ist in unser kollektives Gedächtnis gemeisselt", sagte der Minister für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, Mark Harbers, am Mittwoch in Ouwerkerk beim nationalen Monument für die Opfer. Er betonte, dass Hochwasserschutz vor allem angesichts der Folgen des Klimawandels eine bleibende Aufgabe sei. "Die Niederlande sind heute das am besten geschützte Delta der Welt, aber die Verteidigung des Landes vor dem Wasser ist nie abgeschlossen."
An mehreren Orten in der damals verwüsteten Region gedachten die Menschen der Opfer mit Schweigeminuten, Musik und Trauerkränzen. Augenzeugen berichteten von den dramatischen Ereignissen, als sie zusehen mussten, wie ihre Angehörigen ertranken.
"Das Trauma ist gross, sehr gross, und der Verlust bleibt", sagte die Bürgermeisterin von Goeree-Overflakkee, Ada Grootenboer-Dubbeldam, bei der Gedenkfeier im Dorf Oude-Tonge im Beisein der früheren Königin Beatrix (85). Oude-Tonge wurde am schwersten getroffen, 305 Menschen starben. "Das Wasser war erbarmungslos", sagte die Bürgermeisterin.
Ein schwerer Nordweststurm traf am 1. Februar 1953 auf die Nordseeküste. Zur selben Zeit herrschte auch noch Springflut, wobei die Gezeitenunterschiede noch extremer sind. Die Deiche hielten der Gewalt des Wassers nicht stand und brachen. Weite Teile des Landes bis nach Rotterdam wurden überflutet, betroffen war vor allem die Provinz Zeeland. Städte, Dörfer, Höfe, Weiden wurden überflutet. Mehr als 100 000 Menschen verloren ihr Zuhause. Auch in Grossbritannien, Belgien und auf See starben Menschen. Insgesamt verloren etwa 2400 Menschen durch die Jahrhundertflut ihr Leben.
Nach der Katastrophe hatte eine grosse internationale Hilfsaktion eingesetzt. Auch Vertreter von zahlreichen Ländern, die damals den Niederlanden beigestanden hatten, nahmen an den Gedenkfeiern teil.
(sda)