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Der Österreicher Max Franz gewinnt den bei Schneefall ausgetragenen Weltcup-Super-G im amerikanischen Beaver Creek mit 0,33 Sekunden Vorsprung vor dem Bündner Mauro Caviezel.
Mauro Caviezel befindet sich in der Form seines Lebens. Der 30-jährige Bündner erreichte im dritten Rennen in Folge eine Top-3-Platzierung, nachdem er bereits tags zuvor in Beaver Creek Abfahrts-Zweiter hinter dem siegreichen Beat Feuz und letzten Sonntag Dritter im Super-G in Lake Louise geworden war.
Feuz klassierte sich auf der Piste «Birds of Prey» als zweitbester Schweizer nur im 19. Rang. Der Emmentaler verlor bei schlechten Bedingungen ohne ersichtlichen Fehler 0,96 Sekunden auf Franz, der zum dritten Weltcupsieg kam. Vor einer Woche hatte der 29-jährige Speed-Spezialist aus Kärnten bereits in der Abfahrt von Lake Louise triumphiert.
Auf dem 3. Platz reihte sich gleich ein Trio zeitgleich ein: Der Italiener Dominik Paris sowie die Norweger Aksel Lund Svindal und Aleksander Kilde büssten alle 41 Hundertstel auf den Sieger ein. Der Norweger Kjetil Jansrud, der beim Speed-Auftakt in Kanada den Super-G gewonnen hatte, belegte in Beaver Creek mit 0,68 Sekunden Rückstand nur den 10. Platz.
Der Start zum zweiten Super-G der Saison musste wegen des anhaltend starken Schneefalls um eine Stunde auf 20 Uhr Schweizer Zeit verschoben werden. Zudem fand das Rennen im US-Bundesstaat Colorado auf stark verkürzter Strecke statt. Die Siegerzeit betrug nur gut eine Minute.
Am Sonntag steht in Beaver Creek noch ein Riesenslalom auf dem Programm. Start zum ersten Lauf ist um 17.45 Uhr.
Michelle Gisin fuhr auch in der zweiten Weltcup-Abfahrt von Lake Louise auf das Podest. Auf den 2. Platz vom Freitag liess die Engelbergerin einen 3. Rang folgen.
Auch in ihrem fünften Rennen innert 14 Tagen in drei Ländern und auf zwei Kontinenten präsentierte sich Michelle Gisin in der nötigen Frische. Trotz einer nicht komplett fehlerfreien Fahrt schaffte sie es zum zweiten Mal innert 24 Stunden auf das Podest.
Platz 2 oder vielleicht sogar den ersten Weltcupsieg vergab die bald 25-jährige Allrounderin im Mittelabschnitt. Wieder trug es sie in der «Fishnet»-Passage weit hinab. Weil der Schnee dort weicher war als am Vortag, kostete sie der Ausflug noch etwas mehr Zeit - was sie allerdings angesichts des dritten Podestplatzes beim fünften Start in Lake Louise kaum ärgerte.
Zweitbeste Schweizerin war Corinne Suter als Achte mit 1,28 Rückstand auf Schmidhofer. Wiederum ordentlich schnitt Joana Hählen ab, die mit einem gerissenen Kreuzband fährt. Am Tag nach ihrem Abfahrts-Bestergebnis als Achte überzeugte sie mit einem 12. Platz. Ebenfalls in die Punkte schafften es Jasmine Flury als 20. und Priska Nufer als 30.
«Privat im Hoch, sportlich im Tief» gilt für Lara Gut-Behrami. Die Tessinerin enttäuschte vollends und klassierte sich zum ersten Mal seit Januar 2013 in einem Rennen, in welchem sie nicht ausschied, ausserhalb der Punkte. Als 32. büsste sie fast drei Sekunden auf die Bestzeit ein.
In Abwesenheit der verletzten Abfahrts-Dominatorinnen Lindsey Vonn und Sofia Goggia ging der Sieg wie am Vortag an die Österreicherin Nicole Schmidhofer. 129 Mal war die 1,57 m kleine Steirerin zuvor im Weltcup gestartet, ohne dabei zu gewinnen. Nun sorgte die 29-Jährige dafür, dass zum achten Mal in den letzten zehn Jahren in Lake Louise eine Fahrerin das Double holte. Dasselbe Kunststück war in der jüngeren Vergangenheit schon der Rekordsiegerin Lindsey Vonn (3x), Maria Höfl-Riesch (2x) und Ilka Stuhec gelungen.
(zap/sda)