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Dieses Jahr kommen im Weihnachtsgottesdienst Teile eines Werkes zur Aufführung, das sich gleich in zweifacher Hinsicht von anderen Weihnachtsoratorien unterscheidet: Das Werk entstand in der Schweiz und das Konzept ist einzigartig.
Der in Österreich geborene und später nach Berlin berufene Komponist Heinrich von Herzogenberg (1843 – 1900) liess sich in Heiden, Kanton Appenzell, nach eigenen Plänen das Sommerhaus «Abendroth» bauen. Heiden war im 19. Jahrhundert beliebt wegen seiner guten Luft und der schönen Aussicht auf den Bodensee. Anfangs der neunziger Jahre wurde das Haus fertig. Fürderhin lebte und arbeitete Herzogenberg während mehreren Jahren von Juni bis September im Appenzellerland.
Er beherbergte dort auch immer wieder Freunde. So entstand im Jahre 1894 in Zusammenarbeit mit dem Theologen Friedrich Spitta das Oratorium «Die Geburt Christi» im Haus Abendroth.
Nach der Idee Spittas sollte es ein Werk werden, das auch für kleine Gemeinden aufführbar war. Orgel oder Harmonium mussten als Begleitung genügen. Neben den Teilen für Chor und Begleitinstrument sollten auch von der Gemeinde gesungene, bekannte Choräle Teil des Ganzen sein.
Spitta stellte die Texte zusammen, Herzogenberg komponierte die Musik. Er fügte zur Orgel ein Streicherensemble hinzu und lässt einen Tenor als Evangelist die Weihnachtsgeschichte erzählen.
Der Johanneschor wird Teile aus dem Oratorium aufführen, begleitet von der Orgel und einem Streicherensemble. Die Gemeinde wird einzelne Choräle mit Orgelbegleitung singen.
Das Mitsingprojekt startet am Donnerstag, 2. November 2023.
Haben Sie Lust mitzumachen?
Den Flyer zum Projekt des Johanneschors finden Sie unter diesem Link:
Flyer Mitsingprojekt Johanneschor
Bild: Das Haus Abendroth in Heiden