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Kulminationspunkt der
Flugbahn entzündet u. ausgestoßen und fällt brennend zur
Erde. Bei Fallschirmraketen ist an ein
Tuch
von dünnem
Zeug durch
Fäden ein mit Leuchtsatz gefüllter Blechcylinder befestigt, der entzündet, durch den ausgestoßenen
und ausgebreiteten
Fallschirm getragen, leuchtend in der
Luft schwebt. Bei Zimmerfeuerwerken werden nur kleine
Hülsen verwendet,
deren
Satz bei der
Verbrennung keine giftigen
Dämpfe ausstoßen darf. Wasserfeuerwerke sind im allgemeinen
den erstbeschriebenen gleich; die einzelnen
Feuer werden auf schwimmenden Brettern befestigt; sollen sie aber im
Wasser selbst
schwimmen, wie die
Taucher, Schnarcher, so werden die
Hülsen mit einem wasserdichten
Firnis überzogen.
In der
Odyssee wird das Trypanon mittels eines Riemens, bei den
Indern der
Stab, eingeklemmt zwischen zwei
andern
Hölzern, durch einen
Strick bewegt. Bei
Polynesien, Südamerikanern und Südasiaten, auch in manchen nordafrikanischen
Oasen, haben sich ganz ähnliche
Methoden der Feuererzeugung bis in die neuere und neueste Zeit erhalten. In Südasien benutzt
man gegenwärtig am häufigsten den
Bambus. Stets ist aber diese Feuererzeugung sehr ermüdend, und selbst
im trocknen Südafrika
[* 21] müssen sich dabei mehrere ablösen.
dem Feuerstein und Hobelspänen; zu Ende des 17. Jahrh. kam das thüringische Feuerzeug mit Zunder und Schwefelfäden
in Gebrauch. Feuerzeuge, die man in der Tasche bei sich trug, erhielten mannigfache Konstruktionen, z. B. die eines französischen Flintenschlosses,
wobei der Zunder in die etwas vertiefte Pfanne gelegt und durch das Abdrücken des Hahns entzündet wurde.
Die neueste Form ist das Luntenfeuerzeug, bei welchem ein geschliffener Achat
[* 26] den Feuerstein ersetzt und der Funke auf eine
mit chromsaurem Kali getränkte Lunte fällt.
Auch wird ein kleines, am Umfang gerieftes Stahlrädchen durch Anwendung mehrerer Zahnräder in sehr schnelle Rotation versetzt
und gibt hierbei an einem Stückchen feinkörnigen Sandsteins, welches gegen die Peripherie des Rades gedrückt
wird, lebhaft Funken, die auf eine Lunte fallen. Der Apparat befindet sich in einer Kapsel von der Größe einer Taschenuhr und
ist besonders bequem zum Anmachen von Glimmfeuer im Freien. Zu den Feuerzeugen gehören auch die Brenngläser, welche bei uns
seit dem 13. Jahrh. gebraucht, im letzten Viertel des 18. Jahrh. durch billigere und häufigere Produktion populär wurden.
Bei Öffnung des Hahns e tritt die Säure in den Cylinderb und entwickelt in Berührung mit dem Zink Wasserstoffgas. Dieses entweicht
aus f und strömt auf den in der Hülse
[* 31] g enthaltenen Platinschwamm, durch welchen es entzündet wird. Sobald
man e schließt, treibt das sich weiter entwickelnde Wasserstoffgas die Säure aus c, bis der Zinkkolben entblößt ist und
damit die Gasentwickelung aufhört. Es wird also nicht mehr Material verbraucht, als absolut notwendig ist.
Bei der ersten Einrichtung dieses Feuerzeugs muß man das Wasserstoffgas eine Weile ausströmen lassen,
ohne es auf Platinschwamm zu leiten, damit zunächst die Luft aus c vollständig verdrängt wird. Ein Gemisch von Luft und Wasserstoff
explodiert nämlich äußerst heftig, und wenn man jene Vorsichtsmaßregel versäumt, wird der ganze Apparat zertrümmert.
Versagt das Feuerzeug endlich, so muß die ganze Schwefelsäure, welche nun eine Lösung von schwefelsaurem
Zink darstellt,
und der Zinkkolben erneuert werden.
Auch der Platinschwamm verliert allmählich seine Wirkung und besonders schnell, wenn man Kerzen oder Wachsstock an der Wasserstoffflamme
entzündet. Es ist auch notwendig, möglichst reine Schwefelsäure und reines Zink anzuwenden, den Apparat vor Staub zu schützen
und nicht in ammoniak- oder schwefelwasserstoffhaltiger Luft aufzustellen. Unwirksam gewordener Platinschwamm
kann häufig durch schwaches Ausglühen in einer Spirituslampe wieder brauchbar gemacht werden, und bei guter Behandlung hält
er sich jahrelang.
Diese Hölzchen waren ebenso unsicher u. teilweise selbst gefährlich wie die Phosphorfeuerzeuge,
bei denen man ein mit Schwefel überzogenes Hölzchen in eine fein verteilten Phosphor enthaltende Mischung oder einen Holzspan
in eine aus gleichen Teilen Phosphor und Schwefel zusammengeschmolzene Mischung tauchte. An der Luft entzündeten sich diese
Hölzchen dann von selbst. Gegenwärtig haben die Reibzündhölzchen alle diese Feuerzeuge bis auf die Döbereinersche
Zündmaschine, die häufig auch mit elektrischer Zündung hergestellt wird, verdrängt. Bischofs Feuerzeug
[* 16]
(Fig. 2) besteht
aus einem mit verdünnter Schwefelsäure gefüllten Gefäß a mit Ebonitdeckel b, Metallhülse c, Glocke d und Zinkblock e,
welcher durch die Metallstange f mit der Hülse c und dem Metallstäbchen g verbunden ist.
Ein StückKohle b hängt an dem Metallstab i und ist durch den Draht k mit dem Metallstäbchen l verbunden.
Durch den geöffneten Hahn
[* 34] m strömt das Wasserstoffgas aus und entzündet sich an dem Platindraht n, der durch den elektrischen
Strom glühend wird, sobald die Schwefelsäure den Zinkblock berührt. Die Benzinlämpchen und Benzinleuchter
enthalten einen Schwamm und einen Docht, welche mit Benzin getränkt werden, und eine Blechkapsel mit Handgriff, bei dessen
Umdrehung eins der in der Kapsel enthaltenen Zündblättchen explodiert, wodurch das Benzin entzündet wird. Derartige Lämpchen
hat man auch dicht über dem Docht mit einer zarten Platindrahtspirale versehen, welche in den Strom eines
galvanischen Elements (etwa des Haustelegraphen) eingeschaltet wird. BeimDruck auf einen Knopf wird der Strom geschlossen und
der Platindraht glühend, worauf sich das Benzin entzündet. Vgl.