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Ausfahrten mit meinem Rennrad und meinen Freunden vom "Radrennclub Basel" (RRCB) und dem "Club des Pédaleure de Charme" (CPC) gehören zu meinen geliebten Sportaktivitäten. Anfang Oktober 2016 besuchte ich mit dem CPC und 1 Woche später ein zweites Mal mit Peter Gisler die Radrennbahn "Velodrome Suisse" in Grenchen, um zu fotografieren.
Bereits in meiner Jugendzeit kam ich zum ersten Mal mit dem Hallen-Radsport in Kontakt, denn 1955 wurde in der Mustermesse-Halle 6 in Basel eine Winter-Radrennbahn eröffnet. Auf ihr fanden unter Leitung des legendären Sepp Vögeli bis 1964 regelmässig Rennen statt. Diese Rennbahn wurde jährlich im Herbst auf- und im Frühling wieder abgebaut.
Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten der legendären Americaine-Stars mit den "roten Teufeln" RothBucher, den Gebrüdern von Büren und Hugo Koblet, oder an die voluminösen Oberschenkel des Sprintstars Antonio Maspes. Einmal sah ich wie Hugo Koblet mit Freunden zum berühmten Restaurant Chez Donati ging, oder besser watschelte, denn er hatte Plattfüsse.
Das "Velodrome Suisse" ist eine Mehrzweckhalle mit Radrennbahn im solothurnischen Grenchen. Die Radrennbahn selbst ist 250 Meter lang, aus sibirischem Fichtenholz und dem UCI-Standard entsprechend angelegt. Die Steilwandkurve ist 46% steil und beinhaltet einen Höhenunterschied von 7 Metern. Primär dient der Bau als Ausbildungsstätte für den Bahnradsport-Nachwuchs und als Trainingscenter für den Schweizer Radsport, steht aber auch Hobby-Fahrern zur Verfügung. Auf den Tribünen finden 1'900 Zuschauer Platz. (Auszug aus Wikipedia)
Was mich am Hallen-Radsport immer fasziniert hat, ist die Souplesse und die Steuerkunst der Fahrer, wenn sie sich auf der Holzbahn durch das Feld schlängeln und sich hoch durch die Steilwandkurve treiben lassen, um Tempo zu gewinnen oder die Position im Feld zu verändern. Das "rumpeln" der hart gepumpten Reifen auf der Holzbahn werde ich nie vergessen.
|Auf der Bahn mit Peter Gisler und Walti Wirz vom RRCB|
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Das Velodrome Suisse ist auch für Amateur- und Hobby-Fahrer geöffnet. Sie müssen einzig ein mehrtätiges Training und eine Prüfung ablegen, denn es ist nicht so einfach mit einem Starrlauf und ohne Bremsen zu fahren. So kommt es nicht von ungefähr, dass ehemalige Bahnfahrer zu den besten Technikern auf der Strasse gehören. Gelernt ist eben gelernt.
|Grosse Felder auf der Gerade|
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|Geschwindigkeit|
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Als ich auf der Rennbahn war, hat das Schweizer Nationalkader für die zwei Wochen später stattfindende Europameisterschaft in Paris trainiert. Beim Scratch-Training fuhren sie dabei regelmässige Geschwindigkeiten von 52-54 km/h, und hinter dem Roller um einiges schneller. An der Europameisterschaft vom 19. - 23. Oktober 2016 holten sich die Schweizer 2 Gold-, 1 Silber- und 1 Bronze-Medaille
Man beachte, wie die Rennräder über die Brüstung abgestellt werden, derweil im Hintergrund weitere Fahrer ihrem Hobby nachgehen. Nach 1,5 Stunden war das Training für die "Hobby-Radler" vorbei. Jeder hatte zwischen 25 und 40 km zurückgelegt.

Foto-Galeries von Max Lehmann

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