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Welcher Autoklav ist der richtige?
Jede Praxis, die ihr Instrumentarium selbst sterilisieren möchte, muss sich mit der Frage auseinandersetzen, welcher Autoklav sowohl den Anforderungen der Praxis als auch der geltenden Europa-Norm entspricht.
Die Autoklaven werden in 3 Klassen unterschieden: N, S und B.
Die Klasse B Autoklaven sind die leistungsstärksten Autoklaven, die für alle Arten von Instrumenten und Verpackungen verwendet werden können. Mit einem Klasse B Autoklav ist selbst bei komplizierten Hohlkörperinstrumenten eine sichere Sterilisation gewährleistet. Dafür sorgt das so genannte fraktionierte Vor-Vakuum-Verfahren, bei dem abwechselnd Luft abgesaugt und Dampf eingeleitet wird.
Klasse S Autoklaven dürfen nur zur Sterilisation von einfach verpacktem Instrumentarium verwendet werden. Sie sind ungeeignet für komplizierte Hohlkörperinstrumente.
Ein Klasse N Autoklav darf lediglich zur Sterilisation von massivem, unverpacktem Instrumentarium eingesetzt werden.
Da die höchsten Ansprüche an einen Autoklaven in Zahnarztpraxen und Krankenhäusern gestellt werden, darf dort nur ein Klasse B Autoklav zum Einsatz kommen. Vor allem aufgrund der teils kompliziert aufgebauten Instrumente ist eine sichere Sterilisation nur durch die Verwendung eines Klasse B Autoklaven gegeben.
Klasse S Autoklaven können durchaus in Arztpraxen zum Einsatz kommen. Viele der neueren Klasse S Autoklaven verfügen über Verfahren zur Luftentfernung und optimieren dadurch den Sterilisationserfolg bei einfachen Hohlkörperinstrumenten.