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Quelle: Jahrbuch der Stadt Wädenswil 2002 von Peter Ziegler
WÄDENSWIL UM DIE MITTE DES 18. JAHRHUNDERTS
Wädenswil – Zentrum der 1550 aus der ehemaligen Johanniterherrschaft gebildeten gleichnamigen zürcherischen Landvogtei – war um die Mitte des 18. Jahrhunderts ein stattliches Bauerndorf mit bedeutendem Handwerk und Gewerbe. Im mit Mauern und Gräben befestigten Schloss südlich des Dorfes residierten mit sechsjähriger Amtszeit angesehene Zürcher Stadtbürger als Landvögte.1 In der Kanzlei (Zugerstrasse 28) am Westrand der Siedlung wirkte seit Generationen die Landschreiberdynastie Eschmann.2 Untervogt, Säckelmeister, Weibel, Landrichter und die Mitglieder des für Kirchen-, Schul- und Armenwesen zuständigen Stillstandes – alles Angehörige alteingesessener Dorfgeschlechter, wie Blattmann, Diezinger, Haab, Hauser, Höhn, Rellstab oder Steffan – teilten sich in die Aufgaben lokaler behördlicher Tätigkeit.
Die geschlossene Siedlung erstreckte sich vom Seeufer bergwärts erst bis zur Leigass und zur Türgass. Hier befand man sich oben im Dorf; der Name Oberdorfstrasse erinnert noch an diese frühere Situation. Die Wädenswiler Quartierkarte, 1748 von Johann Felix Vogler gezeichnet, zeigt die Ausdehnung genauer.3 Eine Siedlungskonzentration lässt sich im Dreieck zwischen heutiger Zugerstrasse, Schönenbergstrasse und Türgass erkennen. Weitere Schwerpunkte sind unterhalb der reformierten Kirche, in der Gegend der jetzigen Gerbestrasse und des Bahnhofs, festzustellen. Besiedelt war ferner ein Uferband im Abschnitt zwischen Sagenrain und Luft.
Ausschnitt aus der Wädenswiler Quartierkarte von Johann Felix Vogler, 1748 (Staatsarchiv Zürich, Ausschnitt aus Plan O73).
Im Unterdorf als eigentlichem Kern lagen die wichtigsten Bauten öffentlichen Charakters: die Kirche, das Pfarrhaus, das Gesellenhaus, das Schulhaus, die Badstube, das Schützenhaus, die Gaststätten Krone und Engel, ferner die Sägerei und mindestens zwei Schmieden. Die Notariatsprotokolle, welche bis 1654 zurückreichen,4 zeigen eindrücklich, dass auch zu den Liegenschaften im Dorfzentrum beträchtlicher Umschwung gehörte: Krautgärten, Hanfländer und Reblauben. Eine statistische Erhebung von 17725 verzeichnet für die ganze Gemeinde Wädenswil 337 Wohnhäuser mit 635 Haushaltungen. Im Jahre 1646 hatte man im gleichen Gebiet erst 272 Haushaltungen registriert.6 Wie viele Häuser auf den eigentlichen Dorfkern entfielen, bleibt ungewiss. Mitten durch die Siedlung floss der offene Dorfbach, der heute weitgehend eingedeckte Töbelibach. Unterhalb des Gesellenhauses und der Kirche mündete er in den Gerbebach, der ebenfalls offen – anstelle der heutigen Gerbestrasse – den Zürichsee erreichte und im letzten Abschnitt Kronenbach hiess.
Die westliche Begrenzung des Dorfes lag in Seenähe beim Sagenrain, weiter bergseits etwa im Gebiet der in den 1840er Jahren erstellten Zugerstrasse mit Hirschengass und Escherengass als Vorläufern. Westlich dieses Strassenzuges gelangte man zu den Einzelhöfen und Weilern Steg, Krähbach, Kanzlei, Hosli, Spengler und Weisshut. Bergseits der heutigen Leigass und der Oberdorfstrasse befanden sich die Höfe Lange Stege, Leihof, Rotweg, Bühl, Vordere und Hintere Fuhr sowie Aueren.
BEDEUTENDE LANDWIRTSCHAFT
Auf den Höfen ausserhalb des Dorfes, im Wädenswiler Berg und in der Au, wurde ausschliesslich Landwirtschaft betrieben. Aber hier zeichnete sich ein Wandel ab. Die im 17. Jahrhundert begonnene Umstellung auf einseitige Graswirtschaft machte weitere Fortschritte. Um 1760 nahmen Wiesen und Weiden bereits zwei Drittel der nutzbaren Fläche ein.7 Viele Bauern schlossen sich zu Genossenschaften zusammen, bauten gemeinsame Sennhütten und begannen nach rationeller Art zu buttern und zu käsen.8 Der Wädenswiler Rässkäse war um 1760 weit herum bekannt. 1781 gab es im Wädenswiler und Richterswiler Berg 22 Sennereien, welche die Milch von 603 Kühen verwerteten. 1795 zählte man gar 42 Sennhütten, in welchen aus der Milch von 1084 Kühen 992 Zentner Butter und 2000 Zentner Käse hergestellt wurden.9
Der Rebbau ging im 18. Jahrhundert weiter zurück. Denn immer mehr kamen die Bauern zur Überzeugung, dass er in diesem Gebiet «kaum oder nicht völlig die Mühen und Kosten bezahle». Im Jahre 1775 gab es aber dennoch 172 Jucharten Rebland.10 Im Mostobst erwuchs dem Wein ernsthafte Konkurrenz. So notierte Salomon Schinz für 1760, in der Gemeinde Wädenswil seien aus dort gewachsenem Obst ungefähr 20 000 Eimer (2,2 Millionen Liter) Most gepresst worden.11
Die Höfe im Gemeindegebiet von Wädenswil waren klein bis mittelgross. Der grösste Landbesitzer, Jakob Blattmann ob dem Schloss, besass 1787 14 Jucharten Wiesen. Elisabeth Blattmann nannte mit vier Jucharten am meisten Rebland ihr Eigen. Ein Bauer besass im Durchschnitt drei bis vier Kühe. Einer der grössten Landwirte verfügte über zehn bis vierzehn Stück Grossvieh.12
Nicht alle Bauern brachten es zu Wohlhabenheit. Noch am Ende des 18. Jahrhunderts lebten viele kärglich. Weil sie bei Erbteilungen ihre Schwestern und bisweilen auch Brüder hatten auszahlen müssen, waren manche verschuldet oder durch hohe Gülten (Hypotheken) belastet.
NEUE BAUERNHÄUSER
Dennoch konnten sich im 18. Jahrhundert mehrere Bauernfamilien dank Erbschaften oder Heiraten mit wohlhabenden Töchtern stattliche Neubauten leisten. Wappengeschmückte und datierte Tür- oder Fensterstürze belegen dies heute – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – an folgenden Gebäuden:13
1702 Unterort (Vers.-Nrn. 1740/1741)
1709 Strasshus (Vers.-Nr. 1474)
1717/25 Reihenhaus Bühl, Rotweg 12 und 12a (Vers.-Nrn. 867/868)
Sichtbarstes Zeichen einer gewissen Wohlhabenheit, aber auch von Gemeindewusstsein, Schönheitssinn und handwerklichem Können ist der in den Jahren 1764 bis 1767 entstandene Neubau der reformierten Kirche: ein Werk des Brücken- und Kirchenarchitekten Johann Ulrich Grubenmann (1709–1783) aus dem appenzellischen Teufen.14
Die am Standort des mittelalterlichen Gotteshauses erbaute barocke Querkirche mit Rokokostuckaturen des Vorarlberger Meisters Peter Anton Moosbrugger (1732–1806) bildet im Grundriss ein Querrechteck (36 x 20 m) mit bergseits vorspringendem Risalit (20 x 3 m). Vor der Mitte des Risalits steht der 64 Meter hohe Glockenturm mit fünfstimmigem Geläute. Ein weitmaschiges System horizontaler und vertikaler Teilungen im Stil der österreichischen Barockarchitektur gliedert die Kirchenfassaden. Auf leicht vorspringendem Sockel ruht ein Hauptgeschoss mit schmalen Rundbogenfenstern. Über deren Scheitel zieht sich ein schmales Gurtgesims hin. Darauf folgt ein niedrigeres, bis zum Walmdach reichendes Obergeschoss, dessen Fenster oben und unten mit Einzug gerundet sind. Die Lisenen aus Sandstein und die linearen Fassadenmalereien wurden 1983/84 nach Vorlagen aus der Bauzeit rekonstruiert. Der ebenerdige Turmeingang weist ein Schmiedeeisengitter von 1766 auf, mit der alten Form des Wädenswiler Gemeindewappens. Die übrigen Eingänge sind mit polygonal geschweiften Haubendächern überdeckt, die auf toskanischen Säulen ruhen.
Reformierte Kirche Wädenswil. Aquarell von Johannes Isler, 1768.
Im 1999 renovierten stützenlosen Innern, das von einer brückenähnlichen Dachkonstruktion überspannt wird, an welcher die Decke aufgehängt ist, sind besonders bemerkenswert die drei freitragend eingespannten Emporen, die mit Rocaillen, pflanzlichen Elementen und Puttenköpfen gezierten Deckenstuckaturen, die marmorierte hölzerne Kanzel in der Mitte der Längsfassade sowie die 48 Familienwappen an den Lehnen je der zweituntersten Stuhlreihe auf den beiden Seitenemporen. Die Kirche verfügt über rund 1300 Sitzplätze. Im Schnittpunkt von Längs- und Quergang, die strenge Bankgevierte abteilen, steht der Taufstein von 1767 aus Bündner Marmor. Am Fuss der Kanzelseite haben sich die Behördensitze aus der Landvogteizeit erhalten. Der stattliche Kirchenbau, der mit Ausnahme der Stuckaturen von Handwerkern aus Wädenswil und Umgebung geschaffen worden ist, konnte durch die Versteigerung der Kirchenstühle und -bänke auf Erb und Eigen voll finanziert werden: Ein Beweis, dass in Wädenswil um die Mitte des 18. Jahrhunderts viele wohlhabende Familien lebten.
Türgitter am Turmportal der reformierten Kirche, ein Werk des einheimischen Schlossers Diezinger von 1766.
VON DER HEIMINDUSTRIE ZUR VERLAGSINDUSTRIE
Diesen Wohlstand verdankte man zu einem grossen Teil dem Aufschwung der Verlagsindustrie. Die textile Heimarbeit, bis dahin für die ländliche Bevölkerung ein Nebenerwerb, hatte sich zwischen 1730 und 1760 zur selbständigen Verlagsindustrie gewandelt. Tüchler und Fergger, die früher mit Zürcher Verlagshäusern in Geschäftsverbindungen gestanden hatten, arbeiteten nun als eigenständige Textilunternehmer.15 So Angehörige der Familien Blattmann, Diezinger, Hottinger, Huber oder Theiler. Fabriziert wurde in erster Linie Mousseline, ein aus Wolle und Baumwolle gemischter Stoff. Dazu kamen in weniger grossem Umfang auch Baumwollgarne und Baumwolltücher, der halbseidene Flor und schliesslich der billige Baumwollstoff Indienne. Die Fertigfabrikate fanden Käufer auf den Märkten von Zürich, Rapperswil, Lachen, Einsiedeln, Zug und Glarus. Johann Caspar Hirzel notierte, dass um 1770 mehr als die Hälfte aller Wädenswiler Einwohner vom «Fabrikverdienst», das heisst von der hausindustriellen Tätigkeit, lebte. Nach seinen Beobachtungen gab es damals im Dorf kaum ein Haus, in dem nicht gesponnen oder gewoben wurde. Tatsächlich belegt eine Statistik aus dem Jahre 1787, dass in der Gemeinde Wädenswil, die damals 3620 Einwohnerinnen und Einwohner zählte, 435 Baumwollspinner arbeiteten und dass hier 516 Webstühle standen.16 In 21 von 32 Fabrikantenfamilien arbeiteten zu dieser Zeit noch Frau und Kinder mit. Bei Fabrikant Bürgi sassen drei von sieben Familienmitgliedern am Spinnrad und am Webstuhl, bei Jakob Diezinger vier von zehn, bei Jakob Eschmann vier von elf. In elf Fabrikantenfamilien indessen war die Mechanisierung so weit fortgeschritten, dass es hier keine Heimarbeit mehr gab.17
GEHOBENERE LEBENSWEISE
Die neue Produktionsweise brachte den Unternehmern Bargeld ein, das sie ins Geschäft oder in die eigenen Liegenschaften investierten und das ihnen auch eine gehobenere Lebensweise gestattete. Freilich führten nicht alle ihren Reichtum zur Schau. Niemand wusste beispielsweise Näheres über das Vermögen von Johannes Reiner. Erst als 1776 sein Haus abbrannte und ein Inventar aufgenommen werden musste, stellte man mit Überraschung fest, dass neben einem Warenlager von 3850 Gulden Wert ein kostbarer Hausrat mit Silbergeschirr, Büchern mit goldenen und silbernen Schliessen, silbernen Tabatiären usw. vorhanden gewesen war.18 Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machte sich in der neuen Oberschicht der Fabrikanten ein Gesinnungswandel bemerkbar. Nun wollte man zeigen, wer man war und was man besass. Während Bauern und Handwerker bezüglich Kleidung, Essgewohnheiten und Lebensweise am Altüberlieferten festhielten, kleideten sich viele Fabrikantenfrauen, den Sittenmandaten zum Trotz, wie Städterinnen. Und die Fabrikanten selber setzten sich, wenn sie ausgingen, wie die Zürcher Handelsherren Rundhüte auf, spazierten mit Meerrohrstöcken und rauchten lange englische Pfeifen.19 Auch städtische Gesellschaftsstruktur fand nun in Wädenswil Eingang. So notierte Landschreiber Keller im Jahre 1782, es gebe hier schon viele Leute auch niederer Herkunft, die «ihren natürlichen Beobachtungssinn und Geist durchs Lesen guter Bücher, das besonders in unserer Gegend gar nicht selten ist, gerne üben und schärffen». Man organisierte jetzt auch Tanzpartien und Konzerte, spielte Theater (1790 zum Beispiel Lessings «Minna von Barnhelm») oder traf sich in grösseren Gesellschaften im Wirtshaus. Wohlhabende Fabrikanten liessen ihre Kinder durch Hauslehrer unterrichten oder schickten sie zur Ausbildung sogar ins Welschland. Die an den Zürichsee zurückgekehrten jungen Männer hatten andere Sitten und Lebensweisen kennen gelernt und sich aus eigener Initiative Kenntnisse und berufliche Fertigkeiten angeeignet. Sie empfanden nun die politische Zurücksetzung der Landbürger und gewisse wirtschaftliche Einschränkungen seitens der Stadt Zürich als Ärgernis. Manche beklagten auch, dass ihnen der Besuch höherer Schulen versagt geblieben war. Um so mehr fühlten sie sich von den Ideen der Aufklärung und 1794 von den Forderungen des Stäfner Memorials angesprochen. Um so mehr sympathisierten sie mit den Zielen jener Bevölkerungsschichten, die 1789 in Frankreich die Revolution ausgelöst hatten.20
DIE LESEGESELLSCHAFT WÄDENSWIL
Kompensation einer mangelnden Schulbildung, Lese- und Bildungshunger, aber auch das Bedürfnis, mit Gleichgesinnten die brennenden Zeitfragen sowie die politische und wirtschaftliche Zurücksetzung zu diskutieren, führten 1790 zur Gründung der Lesegesellschaft Wädenswil.21
Am 10. Oktober 1790 trafen sich 18 Interessierte im Gasthof Krone in Wädenswil zur Gründung einer Lesegesellschaft. Eingeladen hatten drei Initianten: der Baumwollfabrikant Johannes Diezinger (1767–1835), der Fabrikantensohn Johannes Gattiker (1735–1812) und Heinrich Eschmann (1763–1833), Hauslehrer in der Familie des Landvogts.
Neben diesen drei entschlossen sich sechs «Frauenzimmer» und neun Männer – acht Wädenswiler Bürger und ein ausländischer Aufenthalter – zum Beitritt. In Wädenswils Lesegesellschaft hatte sich ein exklusiver Mitgliederkreis zusammengefunden. Neben den gemeinsamen Lese-Interessen einigten ihn auch Verwandtschaft oder Freundschaft sowie Geschäftsverbindungen.
Landschreiber Konrad Keller unterstützte die Bestrebungen der lesefreudigen Männer und Frauen und spendete den Grundstock von Büchern zum Aufbau einer Bibliothek. Offensichtlich achtete er aber darauf, dass die Literatur, die in Wädenswil in Zirkulation gesetzt werden sollte, nur positive Auswirkungen zeigte. Die 15 Bände, die er abtrat, gehörten geistig einer Epoche an, die man mit einigem Recht bereits die gute alte Zeit nennen konnte. Bei eigenen Anschaffungen schlug die Gesellschaft bald eine andere Richtung ein: moralische Erbauung, Volksaufklärung und die Tendenz, sich mit den Zeitideen vertraut zu machen, bestimmten nun den Bücherkauf. Mit dem Jahre 1793 begann die Tagesliteratur obenauf zu schwingen. Man abonnierte jetzt auch ausländische Zeitungen. Besonders eifrig wurde in der «Krone» der «Strassburger Kurier» gelesen. Mit der einseitig politischen Ausrichtung der Lesegesellschaft waren nicht alle Mitglieder einverstanden. 1794 kam es darum zur Spaltung. Nach dem Austritt der Unzufriedenen wurde die Gesellschaft ein politischer Klub. Als solcher trat er auch während des Stäfner Handels von 1794/95 in Erscheinung.
WANDEL IM DORFBILD
Aufgeschlossenheit, aufkommender Wohlstand und gehobenerer Lebensstandard zeigten sich auch im Hausbau und in der Wohnkultur. Mit gemischten Gefühlen registrierte man in Zürich, dass die Holzhäuser «steinernen Prunkhäusern» Platz gemacht hätten und dass sozusagen alle Bauten mit Ziegeln eingedeckt und von schönen Gartenanlagen umgeben waren.22 Und tatsächlich haben sich im heutigen Ortskern noch viele stattliche Bürgerhäuser aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien einige besonders repräsentative Gebäude aus dieser Zeit erwähnt:23
Zum traditionellen Gewerbe und Handwerk traten im Dorf Wädenswil im Verlaufe des 18. Jahrhunderts verschiedene Kunsthandwerker, die es teils zu hoher Meisterschaft brachten und deren Erzeugnisse noch heute bewundert werden. So etwa der Schlossermeister Johannes Diezinger, 1766 Schöpfer des Portalgitters am Turmeingang der neuen reformierten Kirche. Zu den über Wädenswil hinaus bekannten Künstlern zählte der Maler Johann Reiner-Diezinger (1700–1781), von dem sich unter anderem ein bemalter und signierter blau-weisser Kachelofen von 1729 im Landhaus Mariafeld in Feldmeilen erhalten hat.24 Zu hohem Können gelangte auch der Wädenswiler Ofen- und Vedutenmaler Johann Jakob Hofmann-Zimmermann (1730–1772). Aus den Jahren 1752 bis 1766 sind von ihm zwanzig bemalte Kachelöfen nachweisbar. Spätestens seit 1752 arbeitete Hofmann für die Stäfner Hafnerei der Gebrüder Mathias und Kaspar Nehracher. 1752 verzierte er einen Ofen für das neue Haus im äusseren Luft in Wädenswil, der heutigen Liegenschaft Wellingtonia, Luftstrasse 34. In den Jahren 1771/72 zeichnete Johann Jakob Hofmann für ein «Zürichsee-Album» 61 Ansichten der Stadt Zürich und der Ortschaften an beiden Ufern des Zürichsees. Mit Unterstützung der Zürcher Kantonalbank machte der Verlag Mathieu des Zürcher Heimatschutzes im Sommer 1995 das bisher unpublizierte Werk in einer Faksimile-Ausgabe mit ausführlichem Kommentarband von Christian Renfer und Hanspeter Rebsamen einem breiteren Interessentenkreis zugänglich.25 Zu Wädenswils Kunsthandwerkern des 18. Jahrhunderts sind sodann die verschiedenen Generationen von Petschaft- und Siegelstechern Brupbacher zu rechnen sowie deren Verwandte, die Kupferstecher Brupbacher. Heinrich Brupbacher (1758–1835) betätigte sich als Zeichner, Schrift- und Kupferstecher und unterhielt einen kleinen Kunsthandel mit Verlag. Er gab Schreibvorlagen, Umrisszeichnungen und Formulare aller Art heraus, so Taufscheine, Lehrlingsatteste und Zeugnisse. Sein bekanntestes Werk aber war die aus 27 Blättern bestehende Serie von Zürichsee-Ansichten, die Brupbacher im Auftrag des Zürcher Verlegers Johannes Hofmeister (1721–1800) geschaffen hatte.26
Wädenswil um 1794. Kupferstich des Wädenswiler Künstlers Heinrich Brupbacher für ein Album mit Zürichsee-Ansichten.
Bereits dem 19. Jahrhundert zuzurechnen ist der Wädenswiler Geometer Rudolf Diezinger (1770–1847), Schöpfer unzähliger Forst- und Zehntenpläne und seit 1807 mit Unterbrüchen während zwanzig Jahren mit Vermessungen betrauter Mitarbeiter von Hans Conrad Escher in der Linthebene.27
DIE INDUSTRIE HÄLT EINZUG
Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem Verlagswesen und aus dem Handwerk die fabrikmässig betriebene Industrie. Grössere Fabrikbauten setzten bald neue Akzente ins Dorfbild. So die 1811 gebaute Baumwollspinnerei und -weberei Blattmann, Diezinger & Co. im Freihof, dem heutigen Stadthaus an der Florhofstrasse 6. Einen ähnlich dominanten Bau liess 1813/14 der Gerber Johannes Hauser ob dem Altbau «Talgarten» erstellen. Das über einer Grundfläche von 36 x 14 m entstandene klassizistische Gebäude mit Mansarddach, mit durch Giebel betonter Mittelachse und vasengeschmücktem Hauptportal gehörte damals zu den schönsten Wohn- und Gewerbebauten der Gegend. Das Haus enthielt ursprünglich in der oberen Hälfte zwei Wohnungen, in der unteren die Gerberei «Johann de Jacob Hauser». Mit 70 Gerbegruben war die Gerberei Hauser der grösste von 260 solchen Betrieben im Gebiet des Kantons Zürich.28
Der Reidbach hatte am meisten Unternehmen mit Wasserkraft zu versorgen: zuerst die Eichmühle, dann die 1812 von den Eichmüllern Kaspar und Heinrich Blattmann gegründete Spinnerei Eichtal oder Reidholz, hierauf die 1818 entstandene Wolltuchfabrik Hauser & Fleckenstein, die spätere Tuchfabrik Wädenswil AG. Ein eigentliches Industriezentrum entwickelte sich auf dem Giessenhorn, bei der Mündung des Giessbach genannten Unterlaufs des Reidbachs in den Zürichsee. Zur aus dem 15. Jahrhundert stammenden Giessenmühle kamen hier 1826 die Rotfärberei Rhyner & Blattmann und 1832 die Wollspinnerei Rensch & Hauser, die spätere Tuchfabrik Pfenninger.29
1826 eröffnete Johann Jakob Schnyder im Erdgeschoss seines Hauses «Zum Morgenstern» eine Rosshaarspinnerei, die 1868 in die neuerstellte und seither erweiterte Fabrik an der Einsiedlerstrasse verlegt wurde.30 Die ebenfalls 1826 gegründete Brauerei Wädenswil, eine der ältesten im Kanton Zürich, kam 1856 in den Besitz der Familie Weber. In den 1860er Jahren wurden ein Felsen- und ein Eiskeller gebaut, und 1893 modernisierte man mit dem Dampferchen «Gambrinus» den Biertransport auf dem Zürichsee.31
1841 trat August Gessner-Theiler als Teilhaber in die 1833 gegründete Seidenfirma Theiler & Steiner ein und führte ab 1849 den Betrieb im «Rosenhof», dem einstigen Dorfschulhaus, mit Heimarbeitern auf eigene Rechnung. Sein Sohn Emil Gessner-Heusser, Erbauer der Villa Rosenmatt (heute Kirchgemeindehaus), vollzog den Schritt zur Mechanisierung und eröffnete 1881/82 im Neuwiesenquartier eine neue Seidenstoffweberei, die noch heute als Gessner AG besteht.32
Zur 1848 entstandenen Hutfabrik Hochstrasser westlich der reformierten Kirche kam 1884 die von Robert Weber gegründete spätere Mützenfabrik Fürst an der Eintrachtstrasse. An der Seestrasse 93 führte Johann Erzinger ab 1863 eine Bürstenfabrik, die 1910 in einen Neubau an der Ecke Buckstrasse/Wiesenstrasse verlegt wurde.33
Im Haus zum Grünenberg an der Seefahrt spezialisierte sich Heinrich Blattmann (1824–1893) im Jahre 1856 auf die Herstellung von Stärke und Wichse und legte damit den Grundstein zur späteren Stärkefabrik Blattmann & Co.34
Um 1824 produzierte Hans Heinrich Sträuli an der Seefahrt Kerzen sowie Stück- und Schmierseifen. 1886 wurde der Betrieb in einen Neubau an der Einsiedlerstrasse verlegt, wo die Seifenfabrik Sträuli in den 1920er Jahren die Fabrikation von bleichenden Waschmitteln aufnahm.35
Das heutige Stadthaus, 1811 erbaut als Fabrik- und Wohgebäude für die Baumwollspinnerei Blattmann. Diezinger & Co..
Plan der parkseitigen Fassade der Villa Rosenmatt, entworfen von August Müller für Emil Gessner-Heusser, 1897.
Gerberei Hauser, heute Gerbestrasse 6, erstellt 1813/14, mit damals modernem Walmdach.
Villa der Tuchfabrik Fleckenstein, heute Einsiedlerstrasse 24, erbaut 1883. Postkarte von 1902.
Ab 1850 stellten viele Firmen von Wasser- auf Dampfkraft um. Als Folge davon wurden Kesselhäuser und Hochkamine gebaut. So 1859 für Rensch & Hauser im Giessen, 1874 für die Brauerei Weber, 1882 für die Seidenfirma Gessner, 1885 für die Tuchfabrik Fleckenstein-Schulthess und 1893 für die Stärkefabrik Blattmann.36
Ausser rauchenden Fabrikkaminen kündeten auch vornehme Fabrikantenvillen vom neuen Industriezeitalter. Erhalten haben sich die Villa Neuhof von 1840/41 an der Florhofstrasse 337, die 1883/84 erstellte Villa der Tuchfabrik Wädenswil an der Einsiedlerstrasse 24, ferner die 1896 gebaute Villa der Brauerei an der Einsiedlerstrasse 9, beides Bauten des einheimischen Architekten Karl Schweizer (1843–1912).38 Die repräsentativste Villa, der Sommersitz «Bürgli» des Seidenfabrikanten August Gessner-Theiler auf dem ehemaligen Galgenrain, wurde 1966 abgebrochen.39 Die in den 1860er und 1870er Jahren in mehreren Etappen entstandenen Gebäude im Stile der Mittelmeerpaläste wurden, weil die Flachdächer nicht wasserdicht gehalten werden konnten, 1884/85 mit steilen Giebeldächern und die Türme mit Spitzhelmen versehen. Die südländische Villa wandelte sich dadurch zur neugotischen Turmbaute. Das «Bürgli» war ein Werk der Zürcher Architekten Johann Jakob Breitinger (1814–1880) und Leonhard Zeugheer (1812–1866). Der Umbau erfolgte nach den Plänen von Alfred Friedrich Bluntschli (1842–1930).
Bürgli des Seidenindustriellen August Gessner, erbaut 1863 bis 1873 und 1884/85 mit Steildächern versehen. Das untere Bürgli (links) wurde 1941 abgebrochen, das obere (rechts) 1966.
ABERMALS WANDEL DES DORFBILDES
Zwischen 1800 und 1850 erfuhr Wädenswils Dorfbild einen weiteren Wandel. Eine Reihe alter Gebäude wurde beseitigt: 1814 das im Bockenkrieg von 1804 abgebrannte Hauptgebäude des ehemaligen Landvogteischlosses, 1819 das Dorfschulhaus unterhalb der reformierten Kirche, 1821 das aus der Zeit um 1500 stammende Richt- und Gesellenhaus.40 Dafür setzten neue, modernere und grössere Häuser ihre Akzente. Neben der Baumwollspinnerei Blattmann, Diezinger & Co. und der Gerberei Hauser 1818 das Armenhaus am Plätzli, 1821 das Gemeindehaus Sonne, 1835 der neue Gasthof Engel und das Dorfschulhaus in der Eidmatt (heute Schulhaus Eidmatt I), 1840 die Sust und das Hotel Seehof41 zwischen neuer Haabe und damals vollendeter Seestrasse, 1848 das Waisenhaus ob dem Dorf. Nahe der Gemeindegrenze zu Richterswil, im Ausgelände des Althofes Eichmühle, war schon 1816 das Neugut entstanden, ein herrschaftlicher Bauernhof der Biedermeierzeit.42
Viele dieser Bauten hoben sich auch in der Stilrichtung von den herkömmlichen Zürichseehäusern ab. Mit dem Friedberg, dem Freihof, der Gerbe und dem von Hans Conrad Stadler geplanten neuen Schlossgebäude fanden in der Gemeinde Louis-XVI-Formen und Klassizismus ihren Niederschlag.
Im Jahre 1840 wurde in der Gegend des heutigen Güterschuppens eine neue Haabe angelegt. Gleichzeitig entstand das Hotel Seehof (Bildmitte) und das Lagerhaus Sust (links). Vor dem Hotel Seehof Wädenswils erster Schiessstand.
EISENBAHN, GAS UND ELEKTRIZITÄT HALTEN EINZUG
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bewirkten neue Verkehrsmittel und neue Energien weitere Veränderungen im Dorf Wädenswil.
Verschiedene Industrielle unterstützten seit den späten 1860er Jahren als Aktionäre den Plan einer linksufrigen Seebahn. Für ihren Bau mussten im Dorfgebiet am See verschiedene Haaben aufgefüllt und einige Gebäude abgebrochen werden. Am 13. September 1875 konnte die Bahnlinie eröffnet und eine Woche darauf dem Betrieb übergeben werden.43 Der eingleisige Schienenstrang für Dampfbetrieb trennte nun Seeufer und Siedlung. Im Bahnhofgebiet erhielt Wädenswil einen neuen Mittelpunkt.
Noch während der Vorstudien für die linksufrige Seebahn hatte sich in Wädenswil ein Komitee zum Bau einer Bahn nach Einsiedeln gebildet. Ein Streit um das von Ingenieur Kaspar Wetli (1822–1889) erfundene Traktionssystem und ein Eisenbahnunglück am 30. November 1876 bewirkten beinahe den Ruin des Unternehmens. Beharrlichkeit, Zähigkeit und opferfreudiger Einsatz führten dann aber über alle Schwierigkeiten hinweg zum Ziel: Am 1. Mai 1877 konnte die Wädenswil–Einsiedeln-Bahn den Betrieb aufnehmen. 1889 ging sie in der neuen Gesellschaft «Schweizerische Südostbahn» auf, welche die Linie Arth Goldau – Pfäffikon baute und am 8. August 1891 eröffnete.44
Die Anregung zur Schaffung eines Gaswerks ging vom Wädenswiler Seidenindustriellen Zinggeler-Huber aus. Nationalrat Walther Hauser, der spätere Bundesrat, nahm den Gedanken auf und warb im Männerturnverein für das Projekt. 1873 wurde die private Gasbeleuchtungsgesellschaft Wädenswil gegründet. Am 13. September 1874 konnte das Gaswerk an der Eintrachtstrasse eröffnet werden. 1908 ging es an die Gemeinde über und wurde im Dezember 1926, nach dem Anschluss von Wädenswil an das Gaswerk der Stadt Zürich in Schlieren, abgebrochen.45
Verschiedene Wädenswiler Betriebe, deren Produktion von Dampfkraft abhängig war, bekamen 1889 die Auswirkungen der Kohlenkrise zu spüren.
Gaswerk Wädenswil an der Eintrachtstrasse, eröffnet 1874, abgebrochen 1926.
Walter Treichler-Näf (1861–1894), Mitinhaber einer Wolltuchfabrik am Sagenbach in Wädenswil, hatte an der Weltausstellung in Paris das Prinzip der elektrischen Kraftübertragung studiert und plante nun mit Hilfe des in Wädenswil ansässigen Ingenieurs und Professors für angewandte Elektrotechnik an der ETH, Walter Wyssling (1862–1945), den Bau des Sihl-Kraftwerkes Waldhalde auf dem Gebiet der Gemeinde Schönenberg. 1892 bewilligte der Regierungsrat den Bau eines Wehrs in der Sihl bei Hütten, eines Stollens, mit dem das Wasser in den Tiefenbachweiher geleitet wurde, einer Druckleitung und eines Maschinenhauses an der Waldhalde. Am 11. November 1895 nahm das Elektrizitätswerk an der Sihl seinen Betrieb auf. Am 24. November brannten im Eidmattschulhaus, im Florhof, im «Engel», bei Professor Wyssling und in einigen andern Wohn- und Geschäftshäusern die ersten elektrischen Lampen. 1896 wurde auch die 1849 eingeführte und 1874 auf Gasbetrieb umgestellte Strassenbeleuchtung elektrifiziert. Als im Jahre 1908 die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich gegründet wurden, übernahmen sie das Werk Waldhalde.46
STEIGENDE BEVÖLKERUNGSZAHLEN – NEUE BAUTEN
Zwischen 1850 und 1880 wuchs die Wädenswiler Bevölkerung eher langsam von 5841 auf 6209 Einwohnerinnen und Einwohner. Den grössten Zuwachs brachten die Jahre 1888 bis 1910. Damals stieg die Bevölkerungszahl von 6338 auf 9067 an.47 Das Wachstum war in erster Linie auf Zuwanderung aus anderen Kantonen und aus dem Ausland zurückzuführen. Auch die katholische Bevölkerung nahm zu. 1895 wurde daher die Missionsstation Wädenswil von der Pfarrei Horgen abgetrennt und zur selbständigen Pfarrei Wädenswil erhoben. 1896/97 entstand nach den Plänen des St. Galler Architekten August Hardegger (1858–1927) die neuromanische katholische Kirche an der Etzelstrasse.48
Sie war nicht der einzige öffentliche Bau, der gegen das Jahrhundertende das Dorf prägte. Bereits 1886 hatte Architekt Karl Schweizer das Krankenasyl an der Schönenbergstrasse erstellt und 1889/90 das Neue Eidmattschulhaus (heute Schulhaus Eidmatt II).49
Seit den 1870er Jahren waren im Dorfkern neue Wohn- und Geschäftshäuser entstanden, von denen das 1896 errichtete Postgebäude (Seestrasse 105) das dominanteste war.50 Die alten Dorfgrenzen wurden nun gesprengt; die Bebauung erstreckte sich jetzt über Eintracht- und Zugerstrasse und über die Türgass hinaus. Als neuer Bautyp verbreitete sich das Arbeiterwohnhaus: 1874/76 im Giessen, 1893 im Meierhof für die Brauerei, und in den Jahren 1894/96 schuf die Seidenweberei Gessner eine Arbeitersiedlung an der Glärnischstrasse. Dazu kamen da und dort mehrstöckige Wohn- und Geschäftshäuser, vielfach geprägt durch steile Zinnendächer, Blechlukarnen und Ladeneinbauten im Erdgeschoss. Beispiele solcher Architektur, die auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch in Mode war, sind an der Seestrasse und an der Zugerstrasse zu finden.51
Peter Ziegler
Katholische Kirche, erbaut 1896/97 nach Plänen von August Hardegger.
Häuser mit Zinnendächern an der Zugerstrasse beim Zentral, erbaut um 1900.
Monumentalbauten an der Seestrasse. Links das Postgebäude von 1895, rechts das Wohn- und Geschäftshaus Merkur von 1903/06.
ANMERKUNGEN
1 Peter Ziegler, Schloss Wädenswil. Wädenswil 1982.
2 Peter Ziegler, Die Rittmeister und Landschreiber Eschmann und ihr Haus «Zur Alten
Kanzlei» in Wädenswil. «Allgemeiner Anzeiger vom Zürichsee», 17. Januar 1961. – Georg
Sibler, Zinsschreiber, Geschworene Schreiber und Landschreiber im alten Zürich. Zürcher Taschenbuch 1988, S. 175–178.
3 StAZ, Plan O 38. – Albert Keller, Über eine Wädenswiler Quartierkarte. Zürcher Taschenbuch 1933, S. 75–80.
4 StAZ, B XI Wädenswil 1–22.
5 StAZ, B VII 41.16.
6 Jakob Pfister, Die Ortsnamen der Pfarrei Wädenswil. Wädenswil 1924, S. 39.
7 StAZ, B IX 67a, S. 330.
8 Albert Hauser, Wirtschaftsgeschichte der Gemeinde Wädenswil. Neujahrsblatt der Lesegesellschaft Wädenswil für 1956, S. 80.
9 StAZ, B IX 72. Tabelle 1789, S. 8. – Albert Hauser, Wirtschaftsgeschichte, S. 84.
10 Albert Hauser, Wirtschaftsgeschichte, S. 88.
11 Albert Hauser, Wirtschaftsgeschichte, S. 89.
12 StAZ, B IX 89. – Albert Hauser, Wirtschaftsgeschichte, S. 93/94.
13 Stadtverwaltung Wädenswil, Inventar der Schutzobjekte, erstellt durch die Arbeitsgemeinschaft für Ortsbildpflege und Inventarisation, Zürich (Kopie auf der Denkmalpflege des Kantons Zürich).
14 Peter Ziegler, Kirche Wädenswil. Wädenswil 1983.
15 Albert Hauser, Wirtschaftsgeschichte, S. 67.
16 Albert Hauser, Wirtschaftsgeschichte, S. 66.
17 StAZ, B IX 89.
18 StAZ, A 150/9. Inventar vom 4. November 1776.
19 Salomon von Orelli, Darstellung des Memorialhandels 1794, in: Otto Hunziker, Zeitgenössische Darstellungen der Unruhen in der Landschaft Zürich 1794–1798, Basel 1897, S. 6.
20 Peter Ziegler, Die linksufrigen Zürichsee-Gemeinden im Stäfner Handel, in: Christoph Mörgeli (Hrsg.), Memorial und Stäfner Handel 1794/1795. Stäfa 1995, S. 207–224.
21 Peter Ziegler, Lesegesellschaft Wädenswil 1790 bis 1990. Wädenswil 1990. – Peter Ziegler, Die Lesegesellschaft Wädenswil in den 1790er Jahren. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1989.
22 StAZ, B IX 63, S. 196 und B X 39, S. 7. – Albert Hauser, Wirtschaftsgeschichte, S. 71.
23 Vgl. Anmerkung 13.
24 Hermann Fietz, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Bd. 2. Basel 1943, S. 394.
25 Johann Jakob Hofmann, Prospect von Statt und Zürich See (Zürichsee-Album). Zürich 1995.
26 Peter Ziegler, Die Petschaftstecher und Graveure Brupbacher von Wädenswil. «Allgemeiner Anzeiger vom Zürichsee», 22. Februar 1961. – Conrad Ulrich (Hrsg.), Der Zürichsee. 34 Ansichten nach den 1794 bei Johannes Hofmeister erschienenen kolorierten Stichen von Heinrich Brupbacher. Zürich 1966.
27 Peter Ziegler, Die Gebrüder Jakob, Johannes und Rudolf Diezinger von Wädenswil. «Allgemeiner Anzeiger vom Zürichsee», 26. September 1962.
28 Peter Ziegler, Rundgang I durch Wädenswil. Wädenswil 1989, S. 52–56.
29 Peter Ziegler, Aus der Geschichte der Rotfarb im Giessen. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1994, S. 84–103.
30 Max Brupbacher, 150 Jahre J. Schnyder AG. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1976, S. 60/61.
31 Paul Rothenhäusler, 150 Jahre Brauerei Wädenswil. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1976, S. 55–58. – Peter Ziegler, «Gambrinus», Zeuge stolzer Tradition. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1993, S. 56–70.
32 Peter Ziegler/Max Mumenthaler/Arnold Egli, Seidenweberei Gessner 1841–1991. Wädenswil 1991.
33 Peter Ziegler, Wädenswil, Bd. 2. Wädenswil 1971, S. 210/211.
34 Albert Hauser, Geschichte der Stärkefabrik Blattmann + Co Wädenswil, 1856–1981. Wädenswil 1981.
35 Peter Ziegler, Seifenfabrik Sträuli AG. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1976, S. 61/62.
36 Fredy Fischli/Peter Ziegler, 100 Jahre St. Marien Wädenswil. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1995, S. 27.
37 Peter Ziegler, Von der Villa Neuhof. «Allgemeiner Anzeiger vom Zürichsee», 6. Januar 1994.
38 Peter Ziegler, Rundgang II durch Wädenswil. Wädenswil 1990, S. 44/45.
39 Peter Ziegler, Vom Bürgli auf dem Galgenrain. «Allgemeiner Anzeiger vom Zürichsee», 1966, Nr. 84.
40 Peter Ziegler, Das Haus «Zur Sonne» in Wädenswil. Wädenswil 1988.
41 Peter Ziegler, Aus der Geschichte des Hotels «Seehof» in Wädenswil. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1984, S. 41–51.
42 Christian Renfer, Das Neugut in Wädenswil – Die Geschichte eines Aussiedlungshofes des 19. Jahrhunderts. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1986, S. 65–83. – Christian Renfer/Ingrid Stöckler, Das Neugut – eine vorbildliche Restaurierung. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1994, S. 8–22.
43 Peter Ziegler, Wädenswil, Bd. 2, S. 133–140.
44 Peter Ziegler, Wädenswil, Bd. 2, S. 141–150.
45 Peter Ziegler, Wädenswil, Bd. 2, S. 95–98.
46 Christian Rogenmoser, Wädenswil 1893: Strom für Licht und Kraft. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1993, S. 40–45. – Robert Epprecht, Von Elektrizität und Ärzten in Wädenswil im vergangenen Jahrhundert. Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1995, S. 5–12.
47 Werner Raths, Die Bevölkerung des Kantons Zürich seit dem 18. Jahrhundert. Statistische Mitteilungen des Kantons Zürich, Heft 15, Oktober 1949, S. 108.
48 Fredy Fischli/Peter Ziegler, 100 Jahre St. Marien Wädenswil, S. 34–53.
49 Peter Ziegler, Rundgang I durch Wädenswil. Wädenswil 1989, S. 24.
50 Peter Ziegler, Rundgang I durch Wädenswil, S. 61/62.
51 Peter Ziegler, Rundgang I durch Wädenswil, S. 51, 54, 57.