Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03445.jsonl.gz/2435

Das uns bekannte römische Alphabet besteht aus genau 26 Buchstaben, die, je nach Zusammensetzung völlig verschiedene Laute ergeben können. Nicht so im japanischen – die japanische Sprache macht Gebrauch von nicht einem, nicht zwei, sondern drei völlig verschiedenen Alphabeten.
Personen, die Japanisch lernen möchten, wird empfohlen, mit dem “einfachsten”, dem Hiragana, anzufangen. Das Hiragana wird aus 46 Schriftzeichen zusammengesetzt, jedes Zeichen bedeutet einen anderen Laut. Das “ka” wird zum Beispiel durch dieses Schriftzeichen “か” dargestellt. Wenn man Hiragana einmal beherrscht (mehr dazu in einem späteren Post), kann man leichte Begriffe wie “さかな” (“sa” “ka” “na”, was soviel wie “Fisch” bedeutet) schreiben, oder besser gesagt, zeichnen. Hässliche Schrift wird hier sehr leicht unleserlich, deswegen ist es wichtig die Schriftzeichen genau darzustellen.
Als nächstes sollte Katakana gelernt werden. Dieses Alphabet besteht aus genau den gleichen Lauten, doch völlig verschiedenen Schriftzeichen. Während der Laut “tsu” im Hiragana so “つ” geschrieben wird, sieht er im Katakana jedoch so “ツ” aus. Von Katakana wird mehrheitlich Gebrauch gemacht, um Fremdwörter wie “Pen” (“ペン”) aus dem Englischen zu schreiben. Auch Namen werden grösstenteils mit katakanischen Schriftzeichen geschrieben, wie zum Beispiel meiner エリック ホフマン. Meiner Meinung nach sind diese beiden Alphabete relativ leicht zu unterscheiden, da der Zeichenstil verschieden ist. Während Hiragana eher rundlich dargestellt wird, sind Schriftzeichen aus dem Katakana eher eckig.
Zu guter Letzt kommt das chinesische Alphabet, das sogenannte Kanji. Dieses wird in Japan ebenfalls gebraucht. Um Zeitungen lesen zu können, sollten einem zwischen 2000 und 3000 Schriftzeichen dieses Alphabets bekannt sein. Wörter, die aus dem Chinesischen stammen, werden in Kanji geschrieben.
In der japanischen Literatur werden alle drei Alphabete verwendet, oft sogar im gleichen Satz. Kinderbücher werden jedoch in Katakana und Hiragana publiziert, da Jüngere oft noch nicht Kanji beherrschen.
Wie ihr seht, nimmt sich ein Japanisch-Lernender viel vor. Nicht wie im Französischen kann man einfach drauf loslegen, Grammatik lernen und Wörtchen büffeln, zuerst einmal sollte man wenigstens die beiden ersten Alphabete lesen können. Einen Vorteil hat es jedoch: wenn man einmal Japanisch kann, und Mandarin lernen möchte, dann kennt man schon einen grossen Teil der chinesischen Schriftzeichen
Beim Wettbewerb mitmachen und ein Snickers gewinnen! Finde heraus, was auf diesem Bild steht. Poste die deutsche Übersetzung in den Comments, und gewinne ein Snickers!
EDIT: Tabea hat gewonnen, die Auflösung ist “Freund” oder “Freunde”. Plural und Singular sind gleich. Bravo Tabea