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Im Einsatz waren laut Behörden 350 Polizisten. In Paris bilden sich immer wieder solche wilden Camps auf Strassen, weil offizielle Unterkünfte voll sind. Bereits Anfang Juli hatten die Behörden rund 2800 Menschen aus Strassencamps vertrieben.
Die Präfektur der Region Paris und die Polizeipräfektur berichteten, die Flüchtlinge würden bei der Räumung überprüft. Menschen, die bereits in einem anderen europäischen Mitgliedstaat bekannt seien, würden vorläufig untergebracht, um die Rückkehr in dieses Land zu planen.
Erstmalige Asylbewerber könnten hingegen ihr Verfahren in Frankreich fortsetzen. Die Regierung des konservativen Premiers Edouard Philippe hatte bereits angekündigt, dass abgelehnte Asylbewerber konsequenter abgeschoben werden sollen.
Es war bereits die 35. solche Räumaktion in Paris binnen zwei Jahren. Die Flüchtlinge - die meisten von ihnen aus Afghanistan, Somalia, Eritrea und dem Sudan - hatten sich im Norden von Paris am Strassenrand und unter einer Autobahnbrücke niedergelassen. In der Gegend war im November ein Aufnahmezentrum eröffnet worden, das aber nicht gross genug für alle in Paris ankommenden Flüchtlinge ist.
Frankreich ist von der Flüchtlingskrise in Europa weit weniger betroffen als beispielsweise Deutschland oder Italien. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen gibt es in dem Land aber trotzdem grosse Schwierigkeiten.
Mitte Juli kündigte die Regierung deswegen an, in den kommenden beiden Jahren mehr als 12'000 neue Unterkunftsplätze für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge schaffen zu wollen. Staatschef Emmanuel Macron sagte kürzlich, bis Jahresende solle kein Flüchtling mehr auf der Strasse leben.
(SDA)