Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/87039

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, gesetzliche Grundlagen für die Schaffung eines nationalen Kompetenzzentrums für elektronische Medien auszuarbeiten. Diese Einrichtung hat folgenden Zweck:</p><p>- Lancierung von Präventionskampagnen und Informationsprogrammen,</p><p>- Anlaufstelle/Informationszentrum für Eltern, Lehrer, Behörden,</p><p>- Bereitstellung von Richtlinien, Programmen und Materialien für das Bildungswesen,</p><p>- Zertifizierung von DVD, Computerspielen, Fernsehen, MM-Diensten usw.,</p><p>- Auftragserteilung zu Suchtverhalten und Therapien und Dokumentation aller interessierten Stellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Risiken und Gefahren für Kinder und Jugendliche, die mit der Nutzung elektronischer Medien einhergehen, bewusst. Er wird im ersten Quartal 2009 einen Bericht zur Prävention und Bekämpfung von Jugendgewalt (in Erfüllung der Postulate Leuthard 03.3298, Amherd 06.3646 und Galladé 07.3665) vorlegen und sich dabei auch zur Medienproblematik äussern.</p><p>Der genannte Bericht wird das Phänomen der Jugendgewalt umfassend analysieren, die Vielfalt der bereits heute getroffenen Gegenmassnahmen darstellen, die Zuständigkeiten benennen und konkrete zusätzliche Massnahmen und Empfehlungen vorschlagen. Dabei wird der Medienproblematik ein besonderer Stellenwert zugemessen. In einem Zusatzbericht wird die Forschungslage hinsichtlich der Nutzung von gewaltdarstellenden Inhalten von Medien und ihren Wirkungen auf Kinder und Jugendliche dargestellt. Darauf basierend und gestützt auf Konsultationen mit Fachleuten, Branchen- und Kantonsvertretenden wird der Bundesrat spezifische Massnahmen auch im Bereich des Jugendmedienschutzes prüfen und gegebenenfalls zur Umsetzung vorschlagen.</p><p>Das von der Motionärin vorgeschlagene Zentrum ist nur eine von verschiedenen denkbaren Massnahmen, die geprüft werden. Der Bundesrat möchte den Ergebnissen der laufenden Arbeiten nicht vorgreifen und beantragt deshalb die Ablehnung der Motion.</p><p>Sollte der vorliegende Vorstoss im Erstrat entgegen dem Antrag des Bundesrates angenommen werden, würde der Bundesrat im Zweitrat den Antrag stellen, die Motion in einen Prüfungsauftrag abzuändern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.