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Die Forderungen der Initiative seien "weder realistisch noch marktkonform", teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. In erster Linie müsse die Privatwirtschaft für genügend Wohnraum sorgen, der gemeinnützige Wohnungsbau könne Angebotslücken schliessen. Dessen Förderung sei bereits heute ein Verfassungsauftrag.
Der Bundesrat ist sich aber bewusst, dass es trotz gegenwärtiger Entspannung im Markt "regional und für verschiedene Bevölkerungsgruppen schwierig bleibt, eine angemessene und finanziell tragbare Lösung zu finden". Deshalb habe er entschieden, die Ablehnung des Volksbegehrens mit einem Rahmenkredit für gemeinnützigen Wohnungsbau zu verbinden.
Über die Höhe des Kredits wird der Bundesrat bei der Eröffnung der Vernehmlassung festlegen. Am Ende muss das Parlament über den Rahmenkredit befinden.
Die Initiative des Mieterverbands verlangt, dass der Bund in Zusammenarbeit mit den Kantonen das Angebot an preisgünstigen Mietwohnungen fördert. Mindestens zehn Prozent der neu gebauten Wohnungen sollen im Eigentum von Trägern des gemeinnützigen Wohnungsbaus sein.
Die Kantone und Gemeinden sollen für sich ein Vorkaufsrecht für geeignete Grundstücke einführen können, um diese dem gemeinnützigen Wohnungsbau zur Verfügung stellen zu können. Bei Grundstücken des Bundes und bundesnaher Betriebe soll ein solches Vorkaufsrecht von Gesetzes wegen bestehen.
(SDA)