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Citroën - französische Individualität für jedermann
Individualität und technische Neuerungen zeichnen den französischen Fahrzeugbauer aus, der besonders in Europa stark vertreten ist. Ausserdem hat Citroën eine grosse Präsenz in der Rally-Weltmeisterschaft.
Die Göttin
Citroën ist ein französischer Automobilhersteller, der 1919 gegründet wurde und seinen Sitz in Paris hat. Traditionell wird eine grosse Auswahl an verschiedenen Modell gebaut, dabei können Fahrzeuge vom Kleinstwagen hin bis zum Kleintransporter erworben werden. Produktionsstätten befinden sich zum Teil in Frankreich und teilweise im Ausland, beispielsweise in Spanien oder China. Die Marke kann besonders in der Rally-Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam machen. Mit jeweils 8 Weltmeister- und Hersteller-Weltmeisterschaftstiteln ist Citroën der erfolgreichste Automobilhersteller der Rally-Weltmeisterschaft. Die Modellnamen, die das Unternehmen benutzt, sind oft französische Wortspiele, denn das Unternehmen will sich von der Konkurrenz absetzen durch einprägsame Namen. So wird beispielsweise das Kürzel DS wie déesse ausgesprochen, was auf deutsch Göttin bedeutet.
Automobilproduktion seit 1919
Die Grundlage des Unternehmens bildet eine spezielle Art, Zahnräder zu verzahnen, die sich bis heute im Firmenlogo wiederfindet. 1919 wurde dann das erste Fahrzeug, ein Citroën Typ A, gefertigt. Durch einen elektrischer Anlasser und ein Reserverad konnte sich die Firma von den Autos dieser Zeit unterscheiden. Im Jahr 1921 führte der Hersteller als erstes Unternehmen weltweit einen Leasing- und Leihwagenservice ein. Auch im Bereich Gehalt war man Vorreiter und 1927 erhielten die Mitarbeiter der Firma als erste in Europa ein 13. Monatsgehalt. 1934 begann der Bau des Traction Avant, ein frontgetriebenes Automobil mit guter Strassenlage. Bekannt wurde das Fahrzeug als "Gansterlimousine", da es oft bei Banküberfällen als Fluchtauto genutzt wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg begann Citroën mit der Produktion des 2CV der später als "Ente" Kultstatus erreichen konnte. 1955 wurde der DS vorgestellt, der Innovationen wie die Servolenkung oder das Kurvenlicht mit sich brachte. 1975 wurde das Unternehmen dann vom französischen Konkurrenten Peugeot übernommen.
Kooperation mit Peugeot in der PSA-Gruppe
Modelle der Marke Citroën zeichnen sich neben den einprägsamen Modellnamen ausserdem durch Individualität und technische Neuerungen aus. Da schon sehr früh ein Fokus auf Design gelegt wurde, wurden auffällige Design entwickelt, welche sich gut verkauften. Gebrauchtwagen wie die "Ente" oder der DS haben Kultstatus erreicht und erfreuen sich auch heute noch grosser Beliebtheit. Ausserdem war Citroën Wegbereiter für viele Innovationen, die teilweise immer noch verwendet werden, wie die Bremskraftverstärkung oder eine Federung, die sich der Fahrzeugbelastung anpasst. Trotzdem muss das Unternehmen gegen starke Konkurrenz ankämpfen. Neben dem französischen Partner Peugeot ist die Konkurrenz vielfältig. Konkurrenten sind beispielsweise Volkswagen, Seat, Toyota oder Skoda. Finanziell ist die Wirtschaftskrise noch nicht überwunden. Das Jahr 2012 wurde mit Peugeot in der PSA-Gruppe mit einem Verlust von 6.25 Milliarden Schweizer Franken abgeschlossen, der Umsatz betrug 70 Milliarden Schweizer Franken. Allerdings konnte Citroën 2010 noch 1'460'000 Autos absetzen.