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Zweiter Podestplatz der Saison für Jonas Lenherr
14. Februar 2016
Skicross: Weltcup in Idrefjäll (SWE)
Jonas Lenherr hat beim zweiten Weltcup-Rennen der Skicrosser im schwedischen Idrefjäll den Sprung auf das Podest geschafft. Der 26-jährige St. Galler musste sich nur dem Schweden Victor Öhling und dem Österreicher Thomas Zangerl geschlagen geben.
Bei etwas weniger schwierigen Bedingungen als am Vortag, als dichtes Schneetreiben und schlechte Sicht geherrscht hatten, konnte Lenherr im Finallauf von Rang 4 auf 2 vorpreschen. Im Gleiterstück auf dem letzten Abschnitt des selektiven Kurses musste der St. Galler den Österreicher Zangerl noch passieren lassen. Lenherr realisierte für das ansonsten klar unter Wert geschlagene Schweizer Skicross-Team den vierten Podestplatz der Saison. Er hatte Mitte Januar in Mals/Watles das erste Weltcup-Rennen seiner Karriere gewonnen. Die Premiere vom Samstag in Idrefjäll beendete er im 19. Rang.
"Der Podestplatz von Jonas tut uns gut, trotzdem dürfen wir mit der Ausbeute nicht zufrieden sein", kommentierte der Cheftrainer Ralph Pfäffli die Ergebnisse in Schweden. Das Schweizer Team fuhr den Kurs in Idrefjäll zum ersten Mal und hatte wie viele andere Nationen etwas zu kämpfen. "Die Rennen hier waren schwierig, die Fahrer waren auf jedem Meter gefordert, denn jeder kleine Fehler hatte auf der eher flachen und nicht sehr kurvigen Strecke sofort grosse Auswirkungen", erklärt Pfäffli.
Die Klassierungen der Schweizer Frauen in Mittelschweden waren sekundär. Mit Katrin Müller und Sanna Lüdi gaben zwei Fahrerinnen nach langen Absenzen ihr Comeback. Müller, die 9. und 18. wurde, kann ihr Knie offenbar wieder voll belasten. Gleiches gilt für Lüdi, die nach einem Kreuzbandriss im Januar 2015, abgelaufener Dopingsperre (10. Januar 2016) und überstandener Krankheit erstmals seit 13 Monaten wieder ein Rennen bestreiten konnte. Ursprünglich war in Idrefjäll geplant, die Oberaargauerin nur in den Trainings und allenfalls in der Qualifikation fahren zu lassen. Abgesagte Trainingseinheiten sowie die guten Leistungen führten zum teaminternen Meinungsumschwung. Im Rennen vom Sonntag startete Lüdi bewusst nach ihren Konkurrentinnen ins Rennen, absolvierte einen Grossteil der Strecke, brach dann jedoch bei der Schlüsselstelle das Rennen ab. "Ich bin sehr zufrieden mit den Auftritten von Katrin und Sanna", bestätigte der Cheftrainer Ralph Pfäffli am Sonntag. "Es war und ist unser Ziel, dass wir den beiden genug Zeit geben, um wieder ganz zurück zu kommen. Für Sanna war es ein wichtiger Schritt, um sich wieder mit Selbstbewusstsein zurück auf die Strecke zu wagen."
Bereits vor den abschliessenden Wettkämpfen von Bokwang und Arosa steht Anna Holmlund als Siegerin des Gesamtweltcups fest. Die 28-jährige Schwedin, die beim Heimevent die Ränge 1 und 5 belegte, hatte die Wertung schon 2010/11 und im letzten Winter gewonnen.
Autor: sda/ehg
Fotos: GEPA Pictures