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Filmtipp: «Kon-Tiki»
Thors Studium der polynesischen Qultur, deren Artefakte und durch die zahlreichen Gespräche mit Einheimischen, führen jedoch dazu, dass er beginnt Gemeinsamkeiten zwischen der peruanischen sowie der polynesischen Kultur aufzudecken. Anfangs hält es er noch für unmöglich, dass Polynesien tatsächlich von Südamerika her besiedelt wurde. Im Film erfährt der Norweger jedoch von einem alten, weisen Ureinwohner, seine Vorfahren wären aus dem Osten, also aus der Richtung Südamerikas auf rein hölzernen Flossen zu diesen Inseln gefahren.
Heyerdahl will das schier Undenkbare wagen. Er möchte ein Floss originalgetreu der peruanischen Vorfahren der Polynesier nachbauen und gemeinsam mit einer Handvoll Seemännern von Peru nach Polynesien reisen. Der Wind und die Strömung des Südpazifiks würden die einzigen Antriebsmittel für das hölzerne Gefährt sein. Nun jedoch beginnt die Knochenarbeit. Wer würde sich Thor Heyerdahl anschliessen? Seine Idee gilt als verrückt und selbstmörderisch.
Und wer soll ein solch waghalsiges Unternehmen finanzieren, denn Heyerdahl ist angewiesen auf Fremdfinanzierung? Geld aufzutreiben stellt sich als schwierig heraus. Nach und nach jedoch schliessen sich insgesamt fünf junge Männer Thor an. Darunter der Ingenieur Herman Watzinger, der Funker Torstein Raaby, Etymologe Knut Magne Haugland, Koch Bengt Danielson und Seemann und Kunstmaler Erik Hesselberg. Als ob das Unternehmen nicht schon gefährlich genug wäre, ganze dreieinhalb Tausend Seemeilen auf einem Holzfloss über den Pazifik zu treiben, ist Erik Hesselberg der Einzige, der Erfahrung auf See vorweisen kann. Thor Heyerdahl hat Angst vor dem Wasser und kann nicht schwimmen.
Umso erstaunlicher ist es deshalb, dass diese bunt zusammengewürfelte Schar junger Abenteurer ihr Unternehmen trotzdem wagen wollen. Ihr Durchhaltewillen wird belohnt: die Finanzierung des Vorhabens erfolgt letztendlich durch die peruanische Marine.
Das hölzerne Floss wird nun endlich gebaut. Heyerdahl nutzt die Mittel, welche auch den südamerikanischen Völkern zur Verfügung gestanden hätten. Keine Metalle, keine moderne Technik, ausser einem Funkgerät als Kommunikationsmittel mit der Aussenwelt und einzige Sicherheit und sogar das Segeltuch wird originalgetreu der Herstellungsweise indigener Vorfahren hergestellt.
Die Gefahren auf See sind vielzählig. Starker Wind und haushohe Wellen könnten das hölzerne Gefährt umwerfen oder auseinanderreisen. Ein den Menschen feindselig gesinnter Wal könnte das Floss mit einem einzigen mächtigen Flossenschlag zerschmettern. Die Seefahrer könnten in gefährliche Strömung rund um die Galápagos Inseln getrieben werden. Nicht zuletzt müssen sich fünf junge testosteronstrotzende Burschen über Monaten hinweg auf wenigen Quadratmetern ertragen. Wohin mit der ganzen Energie, die sich da tagtäglich ansammelt?
Kann Heyerdahl beweisen, dass Polynesien auch von Südamerika her besiedelt werden konnte? Schau dir den Film an und sieh selbst. Den Trailer findest du hier. Natürlich basiert auch dieser Film auf einem Buch, dieses findest du hier.