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Untertitel: Der 64-jährige Walter Zbinden ist Senioren-Weltmeister
Für den Camion-Chauffeur, der in einer Baufirma einen Kipper fährt, ist dies gewiss der grösste Erfolg seiner jahrzehntelangen Leichtathletik-Laufbahn. Walter Zbindens WM-Teilnahme war lange Zeit in Frage gestellt, da er sich eine hartnäckige Wadenverletzung zugezogen hatte. Erst wenige Tage vor dem Wettkampf konnte er das Training wieder aufnehmen.
Wie an WM in Helsinki regnete es auch in San Sebastian: Der spannende Wettkampf musste mehrmals wegen Regens unterbrochen werden. Walter Zbinden spielte seine Routine aus. Einige seiner Mitkonkurrenten waren zwar mit grösseren Bestleistungen angemeldet, mussten sich aber auch den äusseren Umständen anpassen. Zbinden stieg schon sehr früh in den Wettkampf ein und meisterte die Höhen jeweils sicher. Lange hatte er damit seine Gegner im Griff.
Die Siegeshöhe von 3,20 m übersprang er dann im dritten Versuch. Nachdem ein Konkurrent mit den 3,20 m vorgelegt hatte, konnte Walter Zbinden kontern; dabei stellte er wieder einmal seine Nervenstärke unter Beweis. 13 Athleten waren in diesem Wettkampf.
Walter Zbindens Erfolg ist umso erstaunlicher, da er als Camion-Chauffeur immer noch voll arbeitet. Im Jahr 1981 war er übrigens mit 4,10 m seine absolute Besthöhe gesprungen. Damit ist er nach wie vor fünftbester Freiburger aller Zeiten.