Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03406.jsonl.gz/368

Federer schien nach gewonnenem Startsatz und einem frühen Break im 2. Umgang auf dem Weg zu einem sicheren Sieg. Doch dem kanadischen Weltranglisten-8. gelang das Rebreak zum 2:2. Im Tiebreak des 2. Satzes hatte Federer erst erneut die Nase vorn, ehe Raonic 7 Punkte in Folge (!) zum Satzausgleich gelangen.
Umstrittener 3. Satz
Im Entscheidungssatz musste Federer zunächst mehrere Breakchancen abwehren, ehe er selbst die Initiative ergriff und mehrmals nahe am Servicedurchbruch stand. Im 12. Game spielte Federer erst einen perfekten Lob und nutzte nach 133 Minuten gleich seinen ersten Matchball.
Auf dem Papier gilt Raonic als der stärkere Aufschläger - doch Federer wies den Kanadier mit seinem eigenen Service in die Schranken. Er schlug nicht weniger als 21 Asse (Raonic: 14) und beging keinen einzigen Doppelfehler (Raonic: 4).
Ein Moment von grosse Bedeutung
«Das ist ein besonderer Moment für mich, keine Frage», sagte ein sichtlich bewegter Federer bei der Siegerehrung. Er werde diesen Match sein Leben lang nicht mehr vergessen. Auf der Tribüne fing Ehefrau Mirka mit dem Handy Bilder ein, und seine Zwillingstöchter schauten ihm von den Rängen zu.
Zum Publikum gerichtet sprach Federer gerührt: «Vor euren Augen diese Zahl erreicht zu haben, bedeutet mir viel.» Er freue sich auf das Wiedersehen im nächsten Jahr und könne es kaum erwarten, bis es soweit sei.
Sendebezug: Radio SRF 1, 11.01.15, 12:30 Uhr