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Aktive Väter sind am zufriedensten
Väter, die durch längerfristige Veränderungen im Beruf mehr Zeit mit ihrem Kind verbringen, sind am zufriedensten. Das ergab eine Analyse österreichischer Familienforscher.
Väter, die längerfristig weniger arbeiten und mehr Zeit mir ihrem Kind verbringen, sind zufriedener. Foto: © Naomi Bassitt | Dreamstime.com
Die Wissenschaftler des Instituts für Familienforschung an der Universität Wien hatten Interviews mit Vätern von Kindern unter drei Jahren geführt, wie einer Pressmitteilung von gestern zu entnehmen ist. Daraufhin teilten sie die Teilnehmenden in drei Vätertypen ein. Der erste Vätertyp ist der «Klassiker», der zu keiner Zeit an seinem Erwerbsverhalten etwas verändert. Diese Gruppe machte rund 36 Prozent der Befragten aus. Der zweite Vätertyp ist der «Zögerliche», der nur kurzfristig, nämlich rund um die Geburt des Kindes, Veränderungen vornimmt (rund 43 Prozent). Der «Mutige» stellt sein Erwerbsverhalten anlässlich des jüngsten Kindes längerfristig um (rund 21 Prozent).
Der «Mutige» ist der zufriedenste Vater unter den drei Gruppen. «Er fühlt sich insgesamt weniger belastet und ist auch zufriedener mit seiner Erwerbssituation als die anderen Männer. Auch bringt er sich überdurchschnittlich stark in der Kinderbetreuung ein», heisst es in einer Meldung des Instituts. Die befragten Männer stellten ihr Erwerbsleben um, indem sie weniger Überstunden, weniger Arbeit am Wochenende oder weniger Dienstreisen machten. Einige nahmen auch eine Babypause.
Die subjektive Wahrnehmung der eigenen Situation bei den «Zögerlichen» sei am negativsten und ambivalentesten gewesen. Dieser Vatertyp hat sich rund um die Geburt des Kindes durch kurzfristige Veränderungen im Erwerbsverhalten in die Familie eingebracht. Er fühlt sich jedoch von allen Typen am stärksten belastet. Sorgen machen ihm die finanziellen Verantwortung für die Familie und die Anforderungen an sich selbst als Vater.
Der «Klassiker» bringt sich, obwohl er keine Veränderungen im Beruf vorgenommen hat, stärker in die Kinderbetreuung ein als der «Zögerliche». Er ist auch mit seiner Erwerbssituation zufriedener als der «Zögerliche», aber dennoch stärker belastet und auch unzufriedener mit seiner Situation als der «Mutige».
Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie gibt es unter www.oif.ac.at
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