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Ordensangehörige führen einen spirituellen Lebensstil nach regulierenden Prinzipien und vertreten der Tradition entsprechend das Krishna-Bewusstsein in
der Öffentlichkeit. Vor der Ablegung des Gelübdes üben sich Novizinnen
und Novizen darin, den Anforderungen zu entsprechen. Meist leben sie während dieser Prüfungszeit in den Tempelgemeinschaften, wo sie eine umfassende Ausbildung erfahren. Es werden jedoch auch Novizinnen und Novizen außerhalb von Tempelgemeinschaften akzeptiert.
Vielfältige Kurse, Seminare und andere Veranstaltungen der ISKCON ermöglichen eine Vertiefung des Krishna-Bewusstseins. Wer sich als Novizin oder Novize qualifiziert hat, darf vor einem
spirituellen Meister der ISKCON das öffentliche Gelübde ablegen, den Ordensregeln zu folgen. Sie oder er erhält einen Ordensnamen mit dem Zusatz „Dāsī“ oder „Dās“, was übersetzt „Dienerin“
beziehungsweise „Diener“ bedeutet. Geläufige Namen sind zum Beispiel Krishna Dāsī oder Krishna Dās. Vor dieser Einweihung wird eine Novizin oder ein Novize als „Bhaktin“ oder „Bhaktā“
bezeichnet, was soviel heißt wie „hingebungsvolle Dienerin“ und „hingebungsvoller Diener.“
Eingeweiht zu sein bedeutet nicht, dass man einer erleuchteten Elite mit Privilegien angehört, sondern dass man ein vorbildlicher Diener der anderen
sein soll. Fortschritt im Bhakti-yoga zeichnet sich durch zunehmende Dienstbereitschaft aus, was die natürliche Eigenschaft der Seele ist.