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Unser Becken besteht aus einem Kreuzbein und zwei Hüftbeinen. Dabei setzt sich jedes der Hüftbeine aus einem Schambein, einem Darmbein und einem Sitzbein zusammen. Die Schambeine bilden den vorderen Teil des Beckens und sind über die Schambeinfuge (Symphyse) miteinander verbunden. Bei einer Schambeinentzündung, Fachbegriff Osteitis pubis, handelt es sich um eine Entzündung der Schambeinfuge sowie der sie umgebenden Knochen und Strukturen.
Zu den häufigsten Ursachen für eine Schambeinentzündung zählen wiederholte oder dauerhafte Fehl- und Überbelastungen. Zu diesen Belastungen kommt es vor allem bei bestimmten Sportarten, zum Beispiel beim Fussball, Basketball, Tennis, American Football sowie bei Laufsportarten. Beim Stehen überträgt die Wirbelsäule die Last des Oberkörpers gleichmässig auf beide Beine. Die genannten Sportarten erfordern es hingegen, die Last immer wieder auf ein Bein zu verlagern, wodurch die Zugkräfte auf die Schambeinfuge zunehmen. Darüber hinaus steigt das Risiko für eine Schambeinentzündung durch Schwangerschaft und Geburt. Zwar schüttet der Körper das Hormon Relaxin aus, um die Schambeinfuge für die Geburt flexibler zu machen, aber zu einer Entzündung kann es dennoch kommen.
Eine Entzündung der Symphyse geht typischerweise mit Schmerzen einher, die so stark sein können, dass sportliche Aktivität über einen längeren Zeitraum gar nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt möglich ist. Patienten berichten häufig über einen Anlaufschmerz, der nach längerem Sitzen am intensivsten ist und beim Gehen allmählich nachlässt. Die Schmerzen können bis in die Leiste oder die Hüfte ausstrahlen, und auch Schmerzen im Unterbauch sind möglich. Ruckartige Belastungen und Treppensteigen verstärken die Beschwerden. Zu den weiteren Symptomen einer Schambeinentzündung zählen Schwellungen im Bereich der Symphyse und eine erhöhte Druckempfindlichkeit.
Bei einer Schambeinentzündung ist die Diagnostik erschwert, weil die Symptome denen vieler anderer Erkrankungen ähneln. Folgende Erkrankungen kommen bei Schmerzen im Schambeinbereich ebenfalls infrage:
Der Arzt wird zunächst eine Anamnese erstellen und dich beispielsweise fragen, wann und wo genau die Schmerzen auftreten und ob es dir möglich ist, schmerzfrei auf einem Bein zu stehen. Betreibst du regelmässig Sport, solltest du den Arzt darüber informieren, um ihm die Diagnose zu erleichtern. Es folgt eine körperliche Untersuchung, beispielsweise der Symphysen-Klaff-Test. Dabei übt der Arzt Druck auf bestimmte Adduktoren aus. Kommt es dabei zu Schmerzen, deutet dies auf eine Schambeinentzündung hin. Darüber hinaus können auch bildgebende Verfahren bei der Diagnose helfen, etwa Röntgenuntersuchungen oder eine Magnetresonanztomografie (MRT). Eine Blutuntersuchung ist hingegen nicht aufschlussreich, da die Entzündungsparameter bei einer Schambeinentzündung nicht erhöht sind. Sie kann lediglich dabei helfen, andere Erkrankungen auszuschliessen.
In der Regel heilt eine Schambeinentzündung von selbst aus. Dies erfordert jedoch Geduld, denn der Prozess kann Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen. Die konservative Therapie setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen:
Bleibt der erwünschte Erfolg aus, zieht der Arzt eine Injektionstherapie mit Kortison oder einem lokalen Betäubungsmittel in Betracht. Schlägt keine der Therapien an, was selten der Fall ist, besteht zudem die Möglichkeit eines operativen Eingriffs. In einer Unfallchirurgie wird dann unter Vollnarkose etwas Gewebe von der Schambeinfuge abgeschabt, um den Druck zu lindern und entzündliche Prozesse zu stoppen.
Wenn du unter einer Schambeinentzündung leidest, solltest du jegliche schmerzauslösenden Bewegungen vermeiden. Lege also eine Sportpause ein und beginne erst dann wieder mit dem Training, wenn dein Arzt dir grünes Licht gibt. Denn: Wer zu früh wieder mit Sport anfängt, riskiert, dass die Schambeinentzündung einen chronischen Verlauf nimmt. Sie spricht dann nicht mehr richtig auf die verschiedenen Behandlungsmethoden an oder tritt in kurzen Abständen immer wieder auf. Des Weiteren kannst du den Heilungsprozess mit Übungen unterstützen, die die Rumpf- und Beckenbodenmuskulatur stärken und die Adduktoren dehnen.
Die wichtigste Vorbeugemassnahme gegen eine Schambeinentzündung ist das richtige Aufwärmen vor dem Sport. Achte darauf, den gesamten Körper gut aufzuwärmen und die Adduktoren sorgfältig zu dehnen. Ausserdem ist es ratsam, gezielt die Rumpf- und Bauchmuskulatur zu trainieren und so zu stabilisieren. Eventuell ist es auch sinnvoll, deine Füsse orthopädisch untersuchen zu lassen und bei Bedarf Einlagen zu tragen, um eine gleichmässige Gewichtsverteilung auf beide Beine zu gewährleisten.
Osteoporose ist eine Erkrankung, die den Abbau von Knochensubstanz beschreibt. Der medizinische Fachbegriff stammt aus dem Griechischen, „Osteo“ steht für Knochen und „Porose“ für Poren. Auf Deutsch heisst die Krankheit Knochenschwund. Die hauptsächlichen Symptome der Osteoporose sind Knochenbrüche, die bereits durch das Gewicht des Körpers verursacht werden. Ausserdem treten beständige Schmerzen im knöchernen Stützapparat auf und es kann sich ein sogenannter Rundrücken ausbilden. Ursache für die Frakturen ist eine Abnahme der Knochendichte, die bei fortschreitendem Verlauf zu weiteren Beschwerden führt. Die Osteoporose verursacht schwere Symptome, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen und eine Wirkung auf die allgemeine Gesundheit besitzen.
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Os sphenoidale, so bezeichnet der Mediziner einen wichtigen Knochen, der verborgen im Schädel liegt. Während Stirn, Schläfen und Schädelbasis vielen bekannt sind, ist den meisten Menschen die Existenz des Os sphenoidale, des Keilbeins gar nicht bewusst. Dieses komplex gebaute Wunderwerk der Natur fällt uns erst dann auf, wenn Störungen in seinem Bereich auftreten. Zum Glück geschieht das eher selten. Unternimm mit uns einen Ausflug in die Anatomie des Kopfes, jenes bedeutenden Körperteils, das unser Gehirn und die wichtigsten Sinnesorgane aufnimmt!