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Zungenkrebs zeigt sich als relativ seltener, bösartiger Tumor, der vor allem im hinteren Drittel der Zunge zu finden ist. Experten vermuten, dass Alkohol und Tabak zu den möglichen Ursachen dieser Krebserkrankung gehören.
Zungentumoren gehören zur Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren und breiten sich häufig auch auf benachbarte Strukturen, zum Beispiel den Kehlkopf, aus. Insbesondere Tumoren im hinteren Bereich der Zunge können dadurch schwerwiegende Gewebeschäden verursachen.
Ein typisches Anzeichen für Zungenkrebs ist ein Fremdkörpergefühl in Mund und Rachen. Später können Schluckbeschwerden hinzukommen. Der Arzt stellt die Diagnose, indem er den Mund untersucht und eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem entsprechenden Bereich entnimmt. Die Biopsie gibt Aufschluss, ob es Krebs ist oder es einen anderen Grund für die Symptome gibt. Ausserdem kann der Arzt mithilfe der Gewebeprobe feststellen, um welche Art von Tumor es sich handelt. Durch eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) klärt der Arzt ab, ob Tochtergeschwulste (Metastasen) vorliegen.
Wenn möglich entfernt der Arzt den Zungenkrebs operativ. Gelingt es, den Tumor komplett herauszuschneiden, ist die Heilungschance gut. Im Anschluss an die Operation oder bei nicht zu operierenden Zungenkarzinomen kann eine Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Eine Chemotherapie ist in der Regel nur dann nötig, wenn der Tumor bereits Metastasen gebildet hat.
Zungenkarzinome machen etwa 25 Prozent aller Krebserkrankungen im Mund aus. Meist tritt der Krebs zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf, wobei Männer deutlich häufiger betroffen sind als Frauen.
Nach der abgeschlossenen Behandlung des Zungenkrebses sollten regelmässige Nachkontrollen stattfinden, um Krebsneubildungen (sogenannte Rezidive) frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Dies verbessert die Prognose von Zungenkrebs deutlich.
Ein Verzicht auf Rauchen und übermässigen Alkoholgenuss verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Zungenkrebs erneut oder überhaupt entsteht.
Als Zungenkrebs oder Zungenkarzinom bezeichnet man einen von der Zunge ausgehenden bösartigen Tumor. Er wird der Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren zugeordnet.
Die vorderen zwei Drittel der Zunge sind beweglich. Das hintere Drittel, der sogenannte Zungengrund, ragt in den Rachenraum hinein. In rund der Hälfte der Fälle treten die Tumoren in diesem hinteren Zungendrittel auf. Etwa ein Viertel der Zungenkarzinome entstehen im vorderen Zungendrittel beziehungsweise an der Zungenunterfläche. An der Zungenspitze tritt Zungenkrebs nur sehr selten auf.
Zungentumoren breiten sich häufig auch auf benachbarte Strukturen, zum Beispiel den Kehlkopf, aus. Insbesondere Tumoren im hinteren Bereich der Zungen können dadurch schwerwiegende Gewebeschäden verursachen.
Zungenkarzinome können unterschiedliche Formen ausbilden. Es gibt flache, in der Schleimhaut liegende Geschwulste sowie blumenkohlartig wachsende und über die Schleimhaut herausragenden Tumoren. Zungenkarzinome breiten sich meist früh über die Lymphwege in die Halslymphknoten sowie in die Lymphknoten des Unterkiefers aus. In anderen Organen (zum Beispiel in der Lunge, Leber oder im Skelett) bilden sich jedoch nur selten Tochtergeschwulste.
Die Ursachen von Zungenkrebs beziehungsweise ein Zungenkarzinom sind noch nicht im Einzelnen geklärt. Tabakrauch und hochprozentiger Alkohol schädigen den Mund-Rachen-Raum und sind nach Expertenmeinung ein Risiko für die Entwicklung von Zungenkrebs. Chronische Entzündungen der Mund- und Zungenschleimhäute – zum Beispiel infolge schlecht sitzender Zahnprothesen – sowie mangelhafte Mundhygiene können die Krebsentstehung ebenfalls begünstigen.
Beim Zungenkrebs treten zu Beginn der Erkrankung selten Symptome oder direkte Beschwerden auf. Schreitet die Erkrankung weiter fort, spüren einige Betroffene ein Fremdkörpergefühl im Mund beziehungsweise Rachen. Später können Halsschmerzen auftreten, die bis zu den Ohren ausstrahlen, sowie Schluckbeschwerden oder Probleme beim Sprechen. An der Zungenunterseite können sich blutende Stellen zeigen. Zusätzlich finden sich häufig vergrösserte Lymphknoten am Hals und am Unterkiefer.
Um Zungenkrebs als Diagnose zu sichern oder auch auszuschliessen, führt der Arzt eine gründliche Untersuchung des Mund-Rachen-Raums durch. Die vorderen zwei Drittel der Zunge sind schon mit dem blossen Auge gut zu beurteilen. Mithilfe eines Spiegels kann er anschliessend auch den hinteren Teil der Zunge, den Zungengrund, einsehen. Bei Verdacht auf Zungenkrebs entnimmt der Arzt aus den veränderten Hautbereichen eine Gewebeprobe (Biopsie) – auf diese Weise lässt sich die Diagnose sichern.
Um festzustellen, wie weit sich der Zungenkrebs bereits ausgebreitet hat, setzt der Arzt gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) ein. So kann er auch die Halslymphknoten beurteilen und feststellen, ob sich dort Tochtergeschwulste (Metastasen) befinden. Manchmal reicht aber auch eine Ultraschalluntersuchung der Lymphknoten aus.
Die Ausbreitung (Staging) der Zungenkarzinome wird nach dem sogenannten TNM-Schema beurteilt: Tumorgrösse, Lymphknotenbefall (engl. node = Knoten), Metastasenbildung. Diese Einteilung ist für den Arzt sehr wichtig, da er anhand der Informationen die Therapie plant und die Prognose der Erkrankung einschätzen kann.
Um bei Zungenkrebs die optimale Therapie zu wählen, ist eine genaue Bestimmung der Grösse und Ausdehnung des Zungenkarzinoms notwendig. Entscheidend ist auch, ob bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) vorliegen. Zungentumoren breiten sich bevorzugt über die Lymphwege in die Halslymphknoten und in die Lymphknoten des Unterkiefers aus.
Im Vordergrund steht bei der Zungenkrebs-Behandlung die Operation. Kleine Tumoren im vorderen (beweglichen) Teil der Zunge kann der Arzt meist gut herausschneiden. Bei weiter hinten liegenden Tumoren (am sogenannten Zungengrund) gestaltet sich der chirurgische Eingriff oft schwieriger – dies trifft insbesondere dann zu, wenn sich der Tumor bereits ausgedehnt und zum Beispiel auf den Kehlkopf übergegriffen hat. Wenn der Krebs schon zahlreiche Metastasen in den Lymphknoten gebildet hat, führt der Arzt in der Regel eine sogenannte Neck Dissection durch. Dabei entfernt er unter anderem alle Halslymphknoten sowie – abhängig von der Ausbreitung des Tumors – verschiedene weitere Strukturen, zum Beispiel Blutgefässe oder Nerven. Im Anschluss an die Operation ist je nach Tumorgrösse und -ort eine Strahlentherapie nötig. Eine Chemotherapie beziehungsweise eine Radiochemotherapie (kombiniert: Bestrahlung und Medikamente) kommt in der Regel nur bei sehr weit fortgeschrittenen Zungenkarzinomen in Betracht – oder wenn sich der Tumor nicht operativ entfernen lässt. Das Ziel einer optimalen Therapie ist es, die Funktionalität der Zunge sowie der eventuell in Mitleidenschaft geratenen Strukturen im Kopf-Hals-Bereich zu erhalten.
Bei Zungenkrebs können im weiteren Verlauf schwerwiegende Komplikationen wie Schluckstörungen und Sprachschwierigkeiten auftreten. Somit können Zungentumoren die Lebensqualität sehr einschränken. Heute gibt es jedoch gute Möglichkeiten der plastischen Rekonstruktion, bei der der Arzt geschädigte oder entfernte Körperstrukturen ersetzt und dadurch Funktionen wie Sprechen, Kauen oder Schlucken weitestgehend wiederherstellen kann.
Bei Zungenkrebs hängen Prognose und Heilungsrate ganz erheblich von der Tumorgrösse und der Ausdehnung sowie von eventuell vorhandenen Tochtergeschwulsten (Metastasen) ab. Sind noch keine Tochtergeschwulste vorhanden und gelingt es dem Arzt, den Krebs vollständig zu entfernen, ist die Prognose gut: Sieben von zehn Erkrankten leben länger als fünf Jahre. Die Heilungsaussichten sinken, wenn der Zungenkrebs bereits fortgeschritten ist.
Nach der abgeschlossenen Behandlung von Zungenkrebs ist die regelmässige Nachsorge wichtig. So lassen sich Krebsneubildungen (sogenannte Rezidive) frühzeitig erkennen und therapieren. Dies verbessert die Prognose von Zungenkrebs deutlich.
Zungenkrebs kann man nicht generell vorbeugen. Wer aber auf Rauchen und übermässigen Alkoholgenuss verzichtet, verringert das Risiko für einen Zungentumor. Ausserdem sollten schlecht sitzende Zahnprothesen immer rechtzeitig von einem Zahnarzt korrigiert werden.