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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Otto Nowotny:
Carl Caesar von Leonhards «Taschenbuch für die gesammte Mineralogie» (1807–1826)
Cartographica Helvetica 9 (1994) 32–38
Zusammenfassung:
Zwar wurden bereits im Altertum und im Mittelalter geologische Studien und Entdeckungen gemacht. Jedoch ist die Geologie als eigene wissenschaftliche Disziplin erst im 19. Jahrhundert anerkannt worden. Es waren vor allem englische, französische und deutsche Forscher, die sich bemühten, mit den Methoden der durch die Aufklärung geprägten Naturwissenschaften das Entstehen der Erdkruste, ihren Gesteinen und deren Schichtungen zu erklären.
Bald versuchte man auch, die Forschungsergebnisse kartographisch in Form von Karten und Profilen festzuhalten und in Büchern oder Zeitschriften zu publizieren. Eines dieser Periodika war das Taschenbuch für die gesammte Mineralogie mit Hinsicht auf die neuesten Entdeckungen, von 1807 bis 1826 herausgegeben von Carl Caesar von Leonhard (1779–1862).
Solche Zeitschriften, Almanache und Lehrbücher bilden wertvolle Grundlagen, um die Entwicklung geologischer Karten und Profile im Zusammenhang mit den zeitgenössischen Theorien über die Entstehung der Gebirge und Schichtungen zu verstehen. So kann zum Beispiel ein allmähliches Loslösen von rein bergbaulichen Interessen und eine steigende Hinwendung zu wissenschaftlichen Fragen der Geologie beobachtet werden.