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Entdeckt wurde Zermatt Mitte des 19. Jahrhunderts, im Zeitalter des Hochalpinismus. Fast ein Drittel aller 4000er der Alpen gruppieren sich um das Dorf, das seit der Erstbesteigung des Matterhorns im Jahre 1865 von Bergsteigern aus aller Welt besucht wird. Damals wurde ein Mythos geboren: Zermatt und Matterhorn, diese Namen gingen um die Welt und begründeten den Ort als Mekka der Bergsteiger.
Das ist Zermatt bis zum heutigen Tag geblieben: Mehr als 3000 Alpinisten im Jahr besteigen das Matterhorn, ein Vielfaches mehr die anderen 37 Gipfel. Doch jeder der Gipfel rund um Zermatt hat seine Eigenart, seine Geschichte, seinen Mythos. Lernen Sie auf dieser Seite all unsere Berge kennen!
Das Obergabelhorn gehört zur mächtigen 4000er-Kette zwischen Nikolaital und Val d'Anniviers, von Südwest nach Nordost: Dent Blanche, Obergabelhorn, Zinalrothorn und Weisshorn. Nord- und Südwand sind markant verschieden: Die Nordwand ist komplett von Schnee und Eis bedeckt und hat eine ebenmässige Pyramidenform. Die gegen das Nikolaital gerichtete Südwand ist felsig und zeigt die Gabelform.
Die Parrotspitze ist eine der neun selbständigeren 4000er des Monte Rosa-Massivs mit einer Schartenhöhe von 136m. Die Schartenhöhe eines Berges ist ein wesentliches Merkmal zur Bestimmung seiner Eigenständigkeit (vergleiche die Schartenhöhe beim Balmenhorn und Schwarzhorn). Von Westen und Osten her erscheint die Parrotspitze in Pyramidenform, von Norden als Buckel. Sie ist mit Firn bedeckt – das ist Altschnee (Harsch), der entsteht, wenn Schneekristalle durch Abtauen und Gefrieren zu grösseren, graupelartigen Einheiten verschmelzen. Anders der Eindruck von Süden: Hier präsentiert sich der Berg als Steilwand.
Pollux (italienisch: Punta Polluce) ist einer der beiden „Zwillinge“ genannten Gipfel Mit einer Höhe von 4'092 m ü. M. ist er niedrigerer als sein „Zwillingsbruder“ Castor. Beide Berge liegen zwischen dem Breithorn-Massiv und dem Liskamm, der Pollux liegt nordwestlich des Castors. Sie werden durch das Zwillingsjoch (italienisch: Passo di Verra, 3'845 m ü. M.) getrennt.
Das Rimpfischhorn ist ein Gipfel der Mischabelgruppe und liegt östlich von Zermatt. Für Bergsteiger ist er ein anspruchsvoller Berg mit einer gezackten Kuppe umgeben von einer überwältigenden Gletscherwelt. Das Rimpfischhorn gilt als der Trainingsberg für das Matterhorn: Wer sich am hier bewährt, ist bereit, das Matterhorn zu besteigen.
Das Schwarzhorn oder Corno Nero, südlich der Ludwigsspitze gelegen, war der letzte zu erobernde Gipfel des Monte Rosa-Massivs. Er gehört wie das Balmenhorn zur Liste der erweiterten 4000ern. Seine Schartenhöhe beträgt lediglich 50m, wenn sich auch der Felskopf schwarz und markant abhebt. Allein 12 Gipfel der Alpen werden Schwarzhorn genannt, und das Schwarzhorn im Monte Rosa-Massiv ist zwar das höchste, aber mitnichten das bekannteste. Im Winter und Frühjahr ist es auf Skier zu erreichen.
Wer heute das Monte Rosa-Massiv besteigt, der tut dies vor allem mit einer Hochtour auf die Signalkuppe und zur Capanna Regina Margeritha, dem höchstgelegenen Gebäude Europas.
Die Signalkuppe ist der vierthöchste Gipfel der Schweiz und bildet einen topografisch sehr markanten Eckpunkt, denn hier zweigt die lange 4000er-Bergkette nach Norden über Nordend, Strahlhorn bis zur Mischabelgruppe ab. Von Süden und Südosten erscheint die Signalkuppe als beherrschende Erhebung, da sie dort in Wänden und steilen Gletscher abfällt. Auf ihr verläuft die italienisch-schweizerische Grenze, die 1941 zu Gunsten Italiens verschoben wurde.
Das Stecknadelhorn ist der unscheinbarste 4'000er-Gipfel des Nadelgrats mit seinen insgesamt vier 4'000ern, in der Reihenfolge Nadelhorn, Stecknadelhorn, Hobärghorn und Dirruhorn. Das Stecknadelhorn schliesst sich nordwestlich an das Nadelhorn an und ist wie das Hobärghorn auf der Nordseite vergletschert.
Das Strahlhorn liegt in der Nähe von Saas-Fee, auf halbem Weg zwischen der Mischabelgruppe und dem Monte Rosa, wenige Kilometer von der italienischen Staatsgrenze entfernt. Seine Gipfelhöhe beträgt 4'190 m ü. M.
Das Täschhorn gehört zur Mischabelgruppe. Es gehört zu den schwer zu ersteigenden Viertausendern des Wallis. Aufgrund des anspruchsvollen Normalwegs (Mischabelgrat) wird dieser Gipfel relativ selten begangen. Das Täschhorn ist eine dreiseitige Pyramide. Die Ostwand ragt oberhalb von Saas Fee auf, die Westwand oberhalb von Täsch und die Südwand oberhalb der Täschalp (Ottavan).
Die Vincent-Pyramide ist der südlichste und in Italien gelegene, und einer von neun Viertausendern des Monte Rosa Massivs. Ihre Erstbesteigung war weniger vom sportlichen Ehrgeiz angespornt, denn von der Suche nach Hochgebirgsgold. Goldsucherei: So erklärt sich die illustre Seilschaft aus Bergbauingenieur und Erstbesteiger Johann Nikolaus Vincent, Besitzer der Goldminen von Alagna, dem Jäger Jacques Castel und zwei Minenarbeitern.