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Das sagte der Chef des Fed-Ablegers von St.Louis am Mittwoch auf einer Konferenz in London. Bislang hatte die Notenbank eher die Sorge umgetrieben, dass der Auftrieb bei den Konsumentenpreisen zu schwach sei. Die Zentralbank strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Trotz des anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs und der Vollbeschäftigung im Land wurde diese Marke bislang jedoch nicht erreicht.
Nach dem Wahlsieg des Republikaner Trump bei der Präsidentenwahl spekulieren Investoren auf ein beschleunigtes US-Wachstum, eine anziehende Inflation und raschere Zinserhöhungen der Notenbank. Hintergrund ist die von Trump im Wahlkampf angekündigte Anhebung der Einfuhrzölle zum Schutz der US-Unternehmen, die Produkte in den USA teurer machen dürfte.
Bullard betonte erneut, dass er einen einzelnen Zinserhöhungsschritt für ausreichend hält, um eine neutrale und somit nicht mehr konjunkturstimulierende Geldpolitik zu erreichen. Dieser Schritt könne bereits im Dezember kommen, sagte der Währungshüter und bestätigte damit die Erwartung der meisten Investoren.
Die Industrie rief Trump indes am Dienstag zu einer umsichtigen Handelspolitik auf, vor allem im Verhältnis zu China und Mexiko. Verschiedene Lobby-Gruppen, Konzernchefs und Abgeordnete betonten, dass Freihandelsabkommen zu mehr Wirtschaftswachstum und mehr neuen Jobs führen könnten. Ökonomen befürchten nach Trumps Ankündigungen im Wahlkampf, dass dieser die USA abschotten könnte.
(SDA)