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«Der Goalietrainer» Marcel Kull tritt ganz ab
Marcel Kull tritt nach über zwei Jahrzehnten als Goalietrainer beim HC Davos ab. Er hatte wesentlichen Anteil an den sechs Meistertiteln.
Nach 22 Jahren tritt Marcel Kull als Goalietrainer, zuletzt im Nachwuchs, ab. Der Appenzeller hatte nicht nur wesentlichen Anteil an den sechs Meistertiteln in dieser Zeit, sondern formte gleich mehrere Weltklasse-Torhüter.
Und trotz seines Erfolges blieb Marcel Kull stets bescheiden im Hintergrund. Arno Del Curto gehörte die volle Aufmerksamkeit, doch Kull suchte die öffentlichen Auftritte auch nicht. Medienanfragen lehnte er häufig ab. Nicht nur, weil er nicht im Mittelpunkt stehen wollte, sondern insbesondere, um seine Torhüter zu schützen. Beispielsweise damals, als Joren Van Pottelberghe und Gilles Senn ein junges und hoffnungsvolles Goalieduo bildeten, die Leistungen der beiden aber noch nicht dazu reichten, alle vollends zu überzeugen. Kull wollte die Jungen Goalies schützen, sie in Ruhe weiterformen. Gilles Senn hat mittlerweile seine ersten NHL-Einsätze hinter sich, Joren Van Pottelberghe ist beim EHC Biel Stammtorhüter.
Die NHL-Garde Kulls
Kulls Erfolge lassen sich am einfachsten erklären, wenn man die Torhüter aufzählt, die den Weg in die NHL schafften, nachdem sie Kulls Goalieschule durchliefen: Jonas Hiller, Reto Berra und Gilles Senn (siehe auch Bildergalerie oben). Mit Leonardo Genoni durchlief zudem der vielleicht beste Torhüter der letzten Jahre in der Schweiz die Kullsche Torhüterschule.
Der Herisauer spielte einst in jungen Jahren selbst als Torhüter, erst beim EHC Uzwil, später beim SC Herisau. Bereits als 19-Jähriger brachte er erstmals seine Philosophie zu Papier, wie ein Eishockeytorhüter funktionieren soll. Als Aktiver erkannte er schon früh, dass sein Talent nicht reichen würde. Kulls Talent als Hockeylehrer war hingegen unbestritten. Zunächst übte er nach seinem Rücktritt als Torhüter während vieler Jahre vom Nachwuchstrainer bis zum Sportchef beim SC Herisau diverse Funktionen aus, immer aber auch als Goalietrainer.
Aus einem Anruf von Arno Del Curto vor dem Spengler Cup 1999 sind für Kull fast 22 Jahre HCD geworden. Del Curto brauchte Kulls Hilfe, um seinen Goalie in die Spur zu bringen. Kull half und blieb danach beim HC Davos, wo er zahlreichen Torhütern zu grossen Karrieren verhalf.
Neben seiner Tätigkeit als Torhütertrainer ging Kull bis zu seiner Pensionierung Ende 2017 stets seinem gelernten Beruf als Mühlebauer nach. Danach kümmerte sich der bald 69-Jährige vermehrt um die HCD-Goalies aller Stufen. Bereits in der zweiten Saison ist Kull aber mittlerweile nicht mehr Torhütertrainer der ersten Mannschaft. Peter Mettler übernahm dieses Amt auf die Saison 2019/20 hin. Nun hat sich der bescheidene Appenzeller entschieden, auch als Trainer des Nachwuchses in den wohlverdienten Ruhestand zu treten.
Fabian Balmer übernimmt als Torhütertrainer beim Nachwuchs
Mit Fabian Balmer konnte der HCD-Nachwuchs einen jungen Torhütertrainer als Nachfolger verpflichten, der in den letzten Jahren auch immer wieder mit Marcel Kull zusammengearbeitet hatte. Der gebürtige Chamer, der selbst viele Jahre zumeist beim EHC Seewen aktiv war, ist seit 2019 in der Organisation des EV Zug als Torhütertrainer tätig. Balmer wird auf Beginn der Saison 2021/22 beim HCD-Nachwuchs die jungen Goalies übernehmen.
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Fabian Balmer übernimmt beim HCD-Nachwuchs
Mit Marcel Kull tritt Ende dieser Saison nicht nur ein überaus verdienter Trainer zurück, der Appenzeller war als Torhütertrainer auch massgeblich an den ganz grossen Erfolgen des HCD beteiligt.<
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