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WLAN ist eine englische Abkürzung für den technischen Begriff “Wireless Local Area Network“. LAN für sich allein bedeutet “Local Area Network”. Dabei handelt es sich um das normale, kabelgebundene Computer-Netzwerk, über welches man beispielsweise auch eine Verbindung zum Internet herstellt. Das “Wireless LAN” ist bedeutet übersetzt soviel wie drahtloses Netzwerk. Am meisten verbreitet ist es bei Laptops, welche kein Kabel mehr benutzen, um ins Internet zu gehen, sondern sämtliche Netzwerk-Verbindungen über Funk abwickeln.
Ein weiterer Begriff für Funknetzwerke ist der Begriff WiFi, welcher ein Fantasiename und keine Abkürzung ist. WiFi ist gleichzeitig die Abkürzung für einen offiziellen Standard, nach dem Computer-Hersteller, ihre Geräte mit Funk-Schnittstellen entwickeln. Dadurch ist sichergestellt, dass alle WiFi-/WLAN-Geräte kompatibel zueinander sind, auch wenn sie von unterschiedlichen Herstellern bezogen werden.
Kurze Historie der Technologie
- 1971 wurden die Inseln von Hawaii über das so genannte ALOHAnet (einem Vorgänger vom heute standardisierten Ethernet-Netzwerk) via Funk miteinander verbunden.
- 1991 entwickelten die amerikanischen Unternehmen NCR und AT&T den Vorgänger vom heute noch verwendeten 802.11 Standard. Die Funksysteme wurden für Kassiermaschinen genutzt und der Standard nannte sich WaveLAN.
- 1997 wurde dann die erste offizielle Version des 802.11 Standards veröffentlich für funkbasierte Computernetzwerke mit einer Geschwindigkeit von 2 MBit/s. Der 802.11 Standard wird bis heute kontinuierlich weiterentwickelt.
- 1999 schlossen sich die meisten grossen Computer-Hersteller der Welt in der “Wi-Fi-Allianz” zusammen, um 802.11 als einheitliches Protokoll weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wurde die Version 802.11b veröffentlicht, welche bereits Geschwindigkeiten von 11 MBit/s übertragen konnte.
- 2019 sind wir aktuell bei Version 802.11ax (Wi-Fi 6) und Übertragungsgeschwindigkeiten von 600–9608 Mbit/s angelangt.
Was ist WLAN heute? Anwendungsbereiche und Applikationen
WLAN etabliert sich immer mehr als Standard-Form für die Verbindung von Computern untereinander. Neue Computer werden häufig direkt mit integrierter WLAN-Schnittstelle ausgeliefert und kaum noch jemand verbindet seinen Computer mittels Netzwerk-Kabel mit dem Firmennetzwerk oder Internet.
Aber auch Smartphones verwenden extrem häufig das WLAN, um auf Internet-Anwendungen zuzugreifen. In erster Linie, um das Datenvolumen für Zugriffe über 3G/4G zu schonen.
Weitere Geräte, welche häufig über WLAN mit dem Netzwerk-Verbunden werden sind: WLAN-Drucker zum drahtlosen drucken, WLAN-Stereoanlagen zum Streamen von Internet-Radio und WLAN-Fernseher oder Streamingboxen wie Chromebox und Apple-TV zum streamen von Internet-Fernsehen und Angeboten wie Netflix.
Woraus besteht eine WLAN-Infrastruktur?
Als WLAN-Infrastruktur werden die Geräte bezeichnet, welche das WLAN-Funknetz zur Verfügung stellen.
Für VoIP im WLAN, kurz VoWLAN (Voice over WLAN) genannt, gibt es ganz spezielle Anforderungen an diese WLAN-Infrastruktur. Sind diese Anforderungen nicht gegeben, funktioniert VoIP nicht sauber über das WLAN. Es ist vor allem mit Sprachaussetzern und Sprachverzögerungen zu rechnen.
Arten von WLAN-Infrastruktur-Geräten
WLAN-Router
Dieser Gerätetyp kommt vor allem im Privatbereich am häufigsten zum Einsatz. Die WLAN-Antenne ist dabei direkt in das Modem integriert, welches Sie von Ihrem Internet-Provider für den Internet-Zugang erhalten haben. In der Regel ist das WLAN-Netz bereits vorkonfiguriert und Sie finden das WLAN-Passwort auf der Rückseite des Routers aufgedruckt.Bei diesem Gerätetyp haben Sie eine einzige Funkzelle und Sie haben in der Regel nicht viele Konfigurationsmöglichkeiten für das WLAN. Für Telefon über WLAN in der Regel nicht geeignet.
DLAN (auch PowerLAN) bezeichnet eine Technologie, bei der für das Computer-Netz Adapter zum Einsatz kommen, die in die normale Haushalts-Steckdose gesteckt werden. Das Computernetz baut sich dann über die Stromkabel auf, an Stelle von eigenen Netzwerk-Kabeln. Dies kommt vor allem in Privathaushalten zum Einsatz und hat den Vorteil, dass keine separate Netzwerkverkabelung in die Wände gezogen werden muss, was aufwändig und teuer wäre. Diese Steckdosen-Adapter haben heute sehr häufig auch WLAN-Sender integriert und man kann sogar mehrere WLAN-Sender miteinander koppeln.
So haben Sie nicht mehr nur eine, sondern mehrere Funkzellen, welche sich gegenseitig überlappen und ein flächendeckendes WLAN-Netz ermöglichen. Dennoch gibt es auch hier für das WLAN selbst meist nur wenig Konfigurationsmöglichkeiten. Für WLAN-Schnurlostelefone in der Regel nicht geeignet.
WLAN-Accesspoints
Accesspoints sind sozusagen abgespeckte WLAN-Router. Es handelt sich einzig und allein um WLAN-Antennen. Sie werden über ein Kabel mit dem übrigen Computer-Netz verbunden.Sie haben dabei keine Funktionen z.B. für den Internet-Zugang, wie ein Router. Dafür haben sie mehr Konfigurationsmöglichkeiten, wenn es um das Funknetz geht. Für WLAN-Telefone je nach Hersteller und Typ geeignet.
WLAN-Accesspoints mit Controller
In diesem Fall werden alle Accesspoints in einem Netzwerk zentral zusammengeschaltet zu einer riesigen virtuellen Funkzelle und ein so genannter Controller steuert das Verhalten aller angemeldeter WLAN-Geräte. Auch das so genannte Handover, also der Übergang von einer Funkzelle in eine andere mit einem WLAN-Gerät.Diese Art von WLAN-Netzen ist im Prinzip die einzige, um für Unternehmen einen echten Ersatz von herkömmlicher DECT-Funktelefon-Infrastruktur abzubilden.
Anforderungen von VoIP an die WLAN-Infrastruktur
Nicht jedes WLAN ist auch für WLAN-Telefone geeignet. Genauer müsste man sogar sagen, dass fast kein WLAN für VoWLAN (WLAN VoIP) geeignet ist. Das hat damit zu tun, dass das WLAN-Netz ursprünglich nicht konzipiert wurden für so sensible Echtzeit-Anwendungen wie WLAN-Telefonie, bei denen kein kleines Datenpaket verloren gehen darf und es zu keinen grösseren Verzögerungen kommen darf.
- Einschränkung 1 – Die Reichweite – Der Gesetzgeber beschränkt die maximale Sendeleistung für das ursprüngliche WLAN (2,4 GHz) auf nur 100 mW. Zum Vergleich dürfen Funktelefone mit dem DECT-Standard 2,5 mal so starke Signale senden, nämlich mit 250 mW.Im Endergebnis führt dies dazu, dass ich innerhalb von typischen Büroumgebungen nur bis zu ca. 8m entfernt von der WLAN-Antenne mit einem WLAN-Phone stehen darf, um noch ausreichend Leistung für das Telefonat zu haben.Es kommt hinzu, dass mit jedem m Entfernung die WLAN-Bandbreite, also die Menge an übertragbaren Daten stark abnimmt. Das Gleiche passiert zudem mit jeder Bewegung. Drehen Sie sich z.B. ein wenig mit Ihrem VoIP-WLAN-Telefon und der Empfang ist nicht mehr der gleiche.Um nun ein gesamtes Bürogebäude mit WLAN für Telefon und WLAN abzudecken, muss ich ca. alle 8m einen Sender aufstellen. Bei DECT-Funktelefonen brauchte ich nur alle 25m einen Sender. Die Infrastruktur wird also viel komplexer und teurer.Einen kleinen Wermutstropfen gibt es: Im neuen 5-GHZ-WLAN-Signalband hat der Gesetzgeber die erlaubte Sendeleistung auf max. 200 Milliwatt erhöht. Aber noch immer benötige ich wesentlich mehr WLAN-Antennen, als ich in der Vergangenheit DECT-Antennen benötigt habe, da das 5GHz-Signal z.B. schlechter durch Wände kommt, als das 2,4 GHz-Signal.
- Einschränkung 2 – Handover – Der so genannte Handover-Prozess beschreibt eine Technologie, bei der die Datenübertragung in dem Moment gesteuert wird, in dem man mit einem WLAN-Telefon während eines aktiven Telefonats von einem Funksender zu einem anderen Funksender geht. Er wechselt also die Funkzelle. Das ursprüngliche WLAN war überhaupt nicht für solche Szenarien gedacht. Und wenn, dann waren die Anwendungen, wie z.B. das Abrufen einer Webseite auf einem Laptop, nicht so anspruchsvoll an den Echtzeit-Betrieb. Wenn ich mit dem Laptop von einer Funkzelle in eine andere gelaufen bin, hat das Laden der Webseite eben 2 Sekunden länger gedauert. Bei einem Telefonat, höre ich sofort, dass 2 Sekunden lang keine Sprache mehr übertragen wird. Und es kommt zudem vor und nach dem Wechsel der Funkzelle zu weiteren Sprachaussetzern.
Um nun überhaupt diese Nachteile ausmerzen zu können und um ein WLAN mit mehreren Zellen VoWLAN-fähig zu machen, benötige ich einen so genannten WLAN-Controller. Das ist ein zentrales Gerät, welches alle angeschlossenen WLAN-Antennen (Accesspoints) steuert und genau bestimmt, wann ein WiFi-Telefon aus der alten Funkzelle abgemeldet und an die neue Funkzelle angemeldet wird. Und das nach Möglichkeit natürlich völlig nahtlos. Nur so bringe ich WLAN und Telefon optimal zusammen.
- Einschränkung 3 – QoS – Sprachpriorisierung – Der dritte ganz entscheidende Punkt, der WLAN in seiner ursprünglich Form untauglich macht für WLAN-Telefone ist, dass sich alle angeschlossenen WLAN-Geräte die gesamte Bandbreite einer Funkzelle teilen müssen.Wie wir eingangs gelesen haben, gibt es immer mehr Geräte, welche sich über das WLAN mit dem Internet verbinden. Bis hin zu Fernsehern, welche sehr grosse Datenmengen durch die Videos verschlingen.
In einem herkömmlichen, drahtgebundenen Netzwerk, hatte jedes angeschlossene Gerät sein eigenes Kabel. Es hatte die volle Geschwindigkeit dieses Kabels für sich selbst zur Verfügung und musste sich nichts teilen. In einer WLAN-Funkzelle gibt es aber sozusagen nur ein einziges “virtuelles Kabel” in Form des Funksignals. Das müssen sich alle teilen. Und dabei gilt in Computer-Netzwerken das so genannte “Best-Effort” Prinzip. Wer zuerst kommt malt zuerst. Alle anderen müssen sehen, wo sie bleiben.Wenn also bereits ein Fernseher mit Video-Download läuft, wird Ihr Telefon mit WLAN aller Wahrscheinlichkeit nach nur noch abgehackte Sprache empfangen.Dem Ganzen kann man nun mit einer so genannten QoS-Konfiguration (Sprachpriorisierung) entgegenwirken. Dabei wird der WLAN-Sender so konfiguriert, dass Sprachdaten immer allen anderen Daten vorgezogen werden. So haben Sie dann einwandfreie Telefonate und die anderen Geräte werden eben etwas langsamer.WLAN-Infrastruktur mit QoS-Konfigurationsmöglichkeiten ist allerdings bis heute “exotische” Spezialhardware, welche Sie in der Regel nur im gehobenen Business-Bereich finden.Sind all diese Anforderungen erfüllt, spielen WLAN und Telefonanlage optimal zusammen.
WLAN-Telefon taugliche WiFi-Infrastruktur
Wir sind in der Praxis noch nicht mit sehr viel WLAN-Telefon und VoIP tauglicher WiFi-Infrastruktur in Kontakt gekommen. Das Thema ist noch sehr neu und es hat viel Zeit benötigt, bis geeignete Geräte auf dem Markt waren.
- Aruba (Tochterunternehmen von HP, Herstellerlink) bietet zertifizierte VoWLAN-Infrastruktur an, welche auch mit verschiedensten VoIP-Telefonanlagen getestet wurde.Einen Überblick über die verfügbaren Infrastruktur-Produkte, gibt es auf dieser Seite: https://www.arubanetworks.com/de/products/netzwerkprodukte/controller/Bei diesen Produkten erkennt man auch schnell, dass man einiges investieren muss, um eine VoWLAN-Infrastruktur aufzubauen. Der kleinste Controller von aruba liegt bei ca. CHF 1’400 für max. 16 Accesspoints. Pro Accesspoint kommen CHF 1’000 hinzu.Zum Vergleich: Ein DECT-Sender von Snom mit 25m Reichweitenradius liegt bei CHF 360.
- Cisco schreibt an verschiedenen Stellen im Internet über VoWLAN-/VoWiFi-Integrationen mit seinen Produkten. Allerdings nicht sehr detailliert. Wir haben einen englischsprachigen Guide gefunden, der eine Anleitung liefern soll, um ein Cisco-WLAN-Netzwerk VoWLAN-fähig zu machen. Ausführliche Testberichte wie bei aruba haben wir leider nicht gefunden: Cisco VoWLAN HowTo
Was ist ein WLAN-Telefon?
WLAN für Telefonie
Beim Thema VoIP und Funktelefone denkt fast jeder als erstes ans WLAN. Ist ja auch naheliegend. Jetzt sollen Telefon- und Computer-Netz miteinander verschmolzen werden, warum kann ich nicht auch Anrufe über WLAN führen mit meinem Funktelefon und das bestehende WLAN-Netz so optimal nutzen.
Warum man dies meistens nicht macht, wurde im ersten Kapitel ausführlich behandelt. Geringe Reichweite, fehlende Handover-Funktionalität und fehlende QoS-Sprachpriorisierung sprechen gegen WLAN-VoIP-Phones in den meisten Fällen.
Dennoch gibt es WLAN für Telefonie. Es muss aber die WLAN-Infrastruktur entsprechend ausgebaut werden. Und wenn dies geschehen ist, hat es ähnliche Vorteile, wie VoIP für Tischtelefone. Es gibt ein einheitliches Netz. Geräte können via IP gewartet werden. Es können bestehende Geräte (Smartphones, Laptops) auch für die Telefonie verwendet werden.
DECT für Telefonie
Aufgrund der zahlreichen Nachteile in herkömmlichen WLAN-Netzwerken, hat man sich bei der IP-Telefonie einem seit langer Zeit etablierten Standard bedient, um Funktelefone einzubinden. Es handelt sich dabei um DECT. Dieser Standard regelt die Funktelefonie in jedem Haushaltsfunktelefon und kann auch Infrastrukturen mit vielen hundert Geräten verwalten.
Bei VoIP über DECT ist das Prinzip so, dass die Funkantennen über ein Netzwerkkabel mit dem Firmennetzwerk verbunden werden. Nur die Funkstrecke bis zum Telefon wird über DECT abgewickelt.
VoIP über DECT hat sich wunderbar etabliert und vereint das beste aus alter und neuer Telefonie-Welt. Es gibt wirklich hervorragende Lösungen für Kleinstumgebungen bis hin zum Grosskonzern.
Vergleich DECT-Telefon/WLAN-Telefon
- Reichweite
WLAN braucht ca. alle 8m einen Sender
DECT brauch ca. alle 25m einen Sender
- IP-Endgeräte
WLAN kann die Funktelefone direkt über IP ansteuern und warten
DECT kann IP-Verbindungen nur bis zum Funksender.
- Ein gemeinsames Netz
WLAN vom neuen engmaschigen WLAN-Netz profitieren auch sämtliche Laptops usw. im Unternehmen.
DECT Es bestehen zwei separate Funknetze. Laptops können sich nicht über das DECT-Funknetz mit dem Internet verbinden.
- Gemeinsame Geräte
WLAN bietet die Möglichkeit, bestehende Smartphones auch als Funktelefon zu benutzen. Die Mitarbeiter verwenden nur noch ein einziges Gerät.
DECT setzt grundsätzlich voraus, dass zusätzliche DECT-Funktelefone zum Einsatz kommen. Zusätzlich zu bereits bestehenden Smartphones.
Was ist besser und warum?
Wenn man das DECT-Telefon mit WLAN vergleicht, haben beide Technologien ihre Vor- und Nachteile. Es ist schwer einen Sieger zu küren, wenn es darum geht, DECT oder WLAN für das Telefon zu nutzen. Grundsätzlich kann man sagen, dass DECT die wesentlich ausgereiftere Technologie ist. Es gibt sehr viele Erfahrungswerte in welchen Umgebungen man wie mit Funksendern umgehen muss und man hat dadurch eine extrem hohe Zuverlässigkeit.
WLAN benötigt einen ungleich höheren Aufwand, um ein zuverlässigen VoWLAN-Netz für WLAN-Telefone aufzubauen. Es braucht viel mehr Funksender. Es braucht sehr genaue Planung wo im Gebäude die Sender platziert werden, damit keine Funklöcher entstehen. Und zu guter Letzt muss noch der WLAN-Controller zum Einsatz kommen und korrekt für QoS-Sprachpriorisierung und Handovers konfiguriert werden. Nur so wird WLAN-Telefonie zu einem tollen Erlebnis. All diese Massnahmen sind zum heutigen Zeitpunkt noch ungleich teurer, als der Aufbau einer DECT-Infrastruktur. Bei der Frage WLAN- oder DECT-Telefon wird meist noch für das DECT-Telefon entschieden.
Bandbreite von verfügbaren WLAN-Telefonen
Es gibt grundsätzlich 3 verschiedene Arten von WLAN-Telefonen: Weiterverwendung eines Smartphones in Kombination mit einer VoIP-App, WLAN-Hardware-Funktelefone, die speziell für VoIP-Telefonate entwickelt wurden, WLAN-Tischtelefone sind VoIP-Telefone, welche zusätzlich um eine WLAN-Antenne erweitert wurden.
Mit dem Handy über WLAN telefonieren
Unserer Meinung nach die eleganteste Form von einem WLAN-VoIP-Telefon ist die Verwendung der bestehenden Smartphones im Unternehmen. Diese werden mit einer VoIP-App, einem so genannten Softphone so ausgestattet, dass zukünftig auch VoIP-Telefonate darüber geführt werden können.Beispiele für solche Apps sind “Bria“, “Zoiper” und “Acrobits“.
Die Telefone verbinden sich über VoIP mit der Firmen-Telefonanlage und Sie können anschliessend mit dem Smartphone über WLAN telefonieren, wie mit jedem anderen Funktelefon auch. Bei abgehenden Telefonaten über die App wird bei Ihrem Gegenüber selbstverständlich auch die Büro-Telefonnummer angezeigt.Der grösste Nachteil, wenn Sie mit dem Handy telefonieren über WLAN ist, dass Sie Ihren Akkustand stets im Auge halten müssen. Smartphones haben bei weitem keine so lange Akkulaufzeit, wie z.B. konventionelle DECT-Telefone. Trotzdem erhalten Sie auf elegante Art und Weise ein Schnurlostelefon mit WLAN.Android vs. iOS
Es gibt bei Android und iOS im Prinzip keine Unterschiede, wenn Sie mit dem Smartphone über WLAN telefonieren. Die 3 grossen VoIP-App-Hersteller Bria, Zoiper und Acrobits sind auf beiden Plattformen erhältlich und bieten nahezu die identischen Funktionen. Sie erhalten ein VoIP-Telefon, um über WLAN zu telefonieren. Android und iOS. Beides wird unterstützt.
WLAN-Funktelefone
Der Markt der Hardware-WLAN-Funktelefone ist extrem eingeschränkt. Zu den Anfangszeiten von VoIP haben sich noch mehr Hersteller an das Thema herangewagt. Doch seit sich abgebildet hat, dass die Kombination von DECT und VoIP wesentlich mehr Sinn macht für die nächsten Jahre, haben sich die meisten Hardware-Hersteller von WLAN-Telefonen verabschiedet.
Im Wesentlichen sind aktuell tatsächlich nur 2 Geräte weltweit zu finden, welche VoIP über WLAN-Telefone anbieten. Der erste Anbieter ist der Hersteller Spectralink. Diesen Lieferanten mit skandinavischen Wurzeln empfehlen wir auch immer wieder gerne, wenn es um hochwertige DECT-Netzwerke geht. Die Skandinavier sind schon immer sehr fortschrittlich gewesen, wenn es um funkbasierte Telefonie geht. Dies hat den Grund in der dünnen Besiedelung und in den langen Distanzen zwischen den Dörfern, welche oft mit Funklösungen überbrückt wurden, statt überall Kabel zu legen.
Spectralink 84-Series (Herstellerlink)
INCOM ICW-1000G (Herstellerlink)
Wird in Kombination mit einem VoIP-Telefonanschluss zu einem echten Festnetztelefon mit WLAN-SIP-Telefon.Die spärliche Auswahl an Wireless Telefonen mit dem WLAN-Standard auf dem Weltmarkt bestärkt uns in unserer Überzeugung, dass der Hauptanwendungszweck von VoWLAN in einer Kombination aus hochwertigem WLAN-Netz und Smartphones als Endgeräte ist.
WLAN-Tischtelefone
Eine Sonderrolle bei den WLAN-Telefonen nehmen Tischtelefone mit integrierter WLAN-Schnittstelle ein. Die zwei Sachen bringt man normalerweise nicht direkt zusammen. Vom Hersteller Snom gibt es aber genau solch eine Lösung, um ein IP-Telefon mit WLAN auszustatten. Über einen USB-Stick können gibt es bei Snom fast jedes Telefon mit WLAN ausgerüstet werden. Dies hat den Vorteil, dass wenn Sie ein Tischtelefon an einem Ort aufstellen möchten, an dem es keinerlei Netzwerkverkabelung gibt, Sie nun die Möglichkeit dazu haben.
Beispielsweise am Empfangstresen oder an Tischarbeitsplätzen, wo auch die Computer nur über WLAN ins Netz gehen.Neben sämtlichen Snom-Tischtelefonen mit USB-Schnittstelle, gibt es weitere Hersteller, welche ein oder mehrere WLAN IP-Telefone in ihrem Produktportfolio haben. So nutzen Sie auch am Tischtelefon WLAN-Anrufe.
Was ist die Übertragungsfrequenz von WLAN-Telefonen?
Die Übertragungsfrequenzen für WLAN-Telefone sind die gleichen wie im WiFi-Netz selbst. In älteren Netzen waren dies 2,4 GHZ. Seit 2009 ist der WiFi-Standard 802.11n veröffentlicht und es kann auch auf 5GHz gefunkt werden. 5 GHz geht etwas schlechter durch Bürowände hindurch. Dies wird damit ausgeglichen, dass die Sendeleistung doppelt so hoch sein darf wie beim 2,4 GHz Netz (200 mW statt 100 mW). Im freien Feld und bei freier Sicht funkt man mit 5 GHz weiter, als mit 2,4 GHz.
Was kann die Funktionalität von WLAN-Telefonen beeinträchtigen?
Genau wie bei jedem anderen WLAN-Gerät, können auch WLAN-Telefone durch sehr viele Umgebungsvariablen in Ihrem Funksignal gestört werden.
- Wände – Der häufigste Grund für eine Abschwächung oder sogar totale Störung des WLAN-Signals sind Wände im Büro. Möglichst noch aus Stahlbeton und möglichst mit vielen verlegten Stromkabeln in der Wand. Das ist der absolute Killer für jedes WLAN-Signal.
- Mikrowellenherde und Babyphones
Mikrowellenherde erzeugen ihre Hitze mit einer Frequenz, die der von WLAN-Netzen sehr ähnlich ist. So kann es durch diese Geräte zu Störungen kommen. Gleich verhält es sich mit Babyphones.
- Bluetooth (PC, Handy)
Je nach gewähltem WLAN-Kanal, kann es auch zu Störungen zwischen Bluetooth und WLAN kommen.
WLAN-Telefon Protokolle
Proprietär
Es gibt einige Hersteller, welche Ihnen zwar die schöne neue WLAN-Telefonie versprechen, auf der anderen Seite aber wieder wie in alten Zeiten auf geschlossene Protokolle bauen. So kann nur dieser eine Hersteller Sie mit Geräten beliefern und Sie werden mit ihrer gesamten Infrastruktur von ihm abhängig.
SIP
Achten Sie also unbedingt darauf, dass Ihre WLAN-Telefone auf dem so genannten SIP-Standard (Session Initiation Protocol) basieren. Setzen Sie auf Smartphones in Kombination mit einem VoIP-Softphone ist dies auf jeden Fall so.
Kann man Skype als WLAN-Telefon benutzen?
Vergleich einer PBX (Telefonanlage) mit einem WLAN-Telefon und Skype
WLAN-Telefone für Skype sind auf dem Markt nahezu unauffindbar. Die einfachste Lösung ist auch hier: Nehmen Sie Ihr Smartphone und installieren Sie die Skype-App. Schon haben Sie ein Funktelefon mit Skype-Support.
Eine Ausnahme gibt es. Der bereits schon zuvor von uns gelobte Hersteller Spectralink zeichnet seine gesamten DECT- und WiFi-Telefone als Skype-Kompatibel aus. Also auch das etwas weiter oben erwähnte WiFi-Telefon der Spectralink 84-Series.
Wir müssen allerdings zugeben, dass wir bislang keine Praxiserfahrung mit einer Skype-Umgebung in Kombination mit der Spectralink-Infrastruktur haben.
Was wir für Ihr Unternehmen empfehlen und warum
Unternehmen wird in der Tat empfohlen den Skype for Business bzw. Microsoft Teams Client auf ihrem Smartphone zu installieren und sich so mit ihrem Geschäft zu verbinden. Auch bei der Nutzung von Skype ist es unumgänglich, dass Ihre WLAN-Infrastruktur VoWLAN-fähig gemacht wird und z.B. mit QoS-Sprachpriorisierung für Skype-Telefonate optimiert wird. Wir unterstützen Sie gerne bei der Realisierung von VoIP-optimierten Netzwerken.
WLAN-Telefone und Roaming
Wie funktioniert es?
Roaming bezeichnet eine Technologie, bei der Mobilfunkprovider auf der ganzen Welt zusammenarbeiten und ihre Netzwerk zusammenschalten. Der Kunde bekommt dadurch die Möglichkeit, dass er sein Mobiltelefon auch dann benutzen kann, wenn er in ein anderen Land reist. Der Provider im Ausland weiss durch die Netzzusammenschaltung voll automatisch, an wen er die Rechnung für die geführten Telefonate schicken muss. Ausserdem ist der Kunde bei eingehenden Telefonaten auch unter der Sonne Spaniens unter seiner altbekannten Telefonnummer von zu Hause erreichbar.
All das hat aber seinen Preis. Sowohl für eingehende, als auch für ausgehende Telefonate werden (hohe) so genannte Roaminggebühren fällig. Diese kassieren die Provider dafür ein, dass sie die ganzen Aufwände mit dem Zusammenschalten der Netz betreiben.
Bessere Preise?
Die Preise beim Roaming lassen sich auf 2 Arten optimieren: Entweder man wartet, bis die Provider ihre Preise endlich mal wieder senken oder aber man umgeht die Mobilfunkprovider. Und genau das kann man mit einem WLAN-Telefon tun.
WLAN-Telefone und Roaming im Geschäft
Eine der häufigsten Einsatzbereiche von WLAN-Telefonen ist die Nutzung im WLAN im Ausland. Beispielsweise im Hotel. Starte ich im Hotel mein VoIP-Softphone auf meinem Smartphone, kann ich so telefonieren, als sässe ich daheim im Büro. Mit einer Einschränkung: Ich muss mit Schwankungen in der Gesprächsqualität leben.
Aber da es sich hier um Ausnahmen und nicht die Regel handelt, können viele Menschen gut damit leben, dass die Gesprächsqualität beim Austausch mit dem Kollegen nicht die ganze Zeit optimal ist. Sie müssen die Verbindung ja nicht grad für Verkaufstelefonate zu Ihren Kunden verwenden.
VoIP-One und WLAN
Wie wir mit WLAN-Telefonie umgehen
Bei VoIP-One nutzen wir WLAN-Telefone über Softphone-Apps auf unseren Smartphones und in 2 Anwendungszenarien:
- Als Ergänzung für firmeninterne Telefonate während einem Auslandsaufenthalt über das WLAN vom Hotel.
- Für allgemeine Telefonate ausschliesslich über ein VoWLAN-optimiertes WLAN-Netzwerk z.B. vom Hersteller aruba.
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