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Über 8500 Asylsuchende wurden in der Schweiz 2014 ausgewiesen und auf Staatskosten ausgeflogen. Häufig war Polizeibegleitung nötig.
Die Kosten für das Ausfliegen von abgewiesenen Asylsuchenden hat im vergangenen Jahr 8,5 Millionen Franken betragen. Insgesamt verliessen 8590 Personen die Schweiz. 2013 waren es noch 12'000 Menschen gewesen. Ein Drittel der Kosten entfallen auf die 41 Sonderflüge.
Diese Flüge sind laut dem Bund «Ultima Ratio» und kommen nur zum Zug bei Personen, die sich der Ausschaffung wiederholt widersetzen. Diese Personen werden in Administrativhaft genommen. Die Kosten für die Sonderflüge, mit denen im vergangenen Jahr 252 Asylsuchende ausgeschafft wurden, beliefen sich auf rund 2,8 Millionen Franken, wie Céline Kohlprath, Sprecherin des Staatssekretariats für Migration (SEM), gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.
Viele Fälle mit Polizeibegleitung
Von den 8590 Personen, welche die Schweiz verliessen, reisten 2444 selbständig aus. In 6146 Fällen begleitete die Polizei die Person bis zum Flugzeug. Bei den 8,5 Millionen Franken handelt sich nicht um die Gesamtkosten. Laut Kohlprath kommen noch die Kosten für die Polizeibegleitung hinzu. Das SEM führe aber keine entsprechende Statistik.
Ausserdem musste der Bund im vergangenen Jahr fast 3000 Flüge annullieren oder umbuchen, mit denen Ausländerinnen und Ausländer hätten ausgeschafft werden sollen. Die Kosten dafür beliefen sich auf 390'000 Franken. In der Westschweiz gab es mehr Annullierungen als in der Deutschschweiz, dies vor allem wegen fehlender Haftplätze.
(sda/moh/dbe)