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(grch.), Glied-, Gelenkbildung, die Bildung eines künstlichen Gelenks, wenn das ursprünglich vorhandene
Gelenk durch entzündliche Processe oder feste Verwachsungen verloren gegangen ist, besteht in der Aussägung eines keilförmigen
Knochenstücks (s. Resektion) und der Ausführung passiver Bewegungen während der Heilung der Wunde, um die Verwachsung der
beiden Knochenenden miteinander zu verhüten.
Sofern es gelingt, das Knochenstück so zu entfernen, daß die Beinhaut (Periost) erhalten bleibt, wird später ein Ersatz gebildet,
so daß nach der Heilung gesunder Knochen die Stelle des weggenommenen kranken Stückes ausfüllt. Die Resektion wird namentlich bei
Gelenkkrankheiten aller Art, z. B. Vereiterungen des Hüft- und Kniegelenks, Ellbogensteifigkeit, ausgeführt.
Nach der Resektion wird ein Verband
[* 9] angelegt, der aber, wenn man nicht ein unbewegliches Gelenk behalten will, früh abgenommen wird,
worauf mit dem Arm oder Bein fleißig passive Bewegungen ausgeführt werden müssen. Häufig sind die Erfolge der Resektion so vollkommen,
daß der Kranke das Gelenk wie ein gesundes gebrauchen kann; beim Knie bleibt immer ein hoher Grad von Steifheit zurück. Besonders
verdient um die Ausbildung der ist B. v. Langenbeck.