Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03325.jsonl.gz/1579

Dies der Kommentar des französischen Staatssekretärs für Industrie, Christian Pierret, bei der Präsentation der französischen Energiestatistik 2000. Wenn das Jahr 2000 bezüglich Effizienz und Sauberkeit der Stromproduktion durch Kernenergie und Alternativenergien auch befriedigend gewesen sei, so blieben die Kohlendioxidemissionen trotzdem auf einem hohen Niveau. In einem weltweiten Energiemarkt mit starken Veränderungen und einer hohen Preisvolatilität zeichne die französische Energiebilanz zwei Trümpfe aus: Ein KKW-Park, der alle Produktionsrekorde schlage, und der erhöhte Anteil von Alternativenergien.
Trotz eines Wachstums des Bruttoinlandproduktes von 3,2% im letzten Jahr hat sich in Frankreich der Primärenergiekonsum (Klima-korrigiert) in der selben Periode nur um 1,7% erhöht. Geprägt wurde das französische Energiejahr 2000 durch den massiven Preisanstieg beim Rohöl (60%). Als unmittelbare Auswirkung ergab sich eine Verflachung des Energiekonsums im Verkehrsbereich (+0,2% im 2000; +2,8% im 1999), und beim primären Rohölkonsum wurde sogar eine Abnahme verzeichnet (0,9%). Nach Pierret hat aber die Preis-Hausse der Erdölprodukte nicht zu einer Stabilisierung beim Verbrauch fossiler Brennstoffe geführt.
Bei der Stromproduktion konnte die Kernenergie einen Produktionsrekord von 415,2 TWh (+5,3%) verzeichnen, "wegen der guten Leistungen der KKW-Serien N4 und 1300 MW". Der winderzeugte Strom sah sogar eine Verdoppelung innert Jahresfrist auf 0,08 TWh, und die Wasserkraft produzierte 72,8 TWh Strom. Demgegenüber ist die klassisch thermische Stromproduktion mit 52 TWh stabil geblieben. Dank der nuklearen Rekordproduktion und einer moderaten Verbrauchsentwicklung konnte sich in Frankreich die energetische Unabhängigkeit im Jahr 2000 um 0,7% auf 50,2% verbessern.
Quelle
H.K. nach SFEN Correspondance nucléaire vom 26. April 2001