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In nur fünf Partien muss Patrick Fischer herausfinden, wer sich fürs olympische Eishockeyturnier eignet. Er geht neue Wege und nominiert für die Testpartien im November und Dezember zwei verschiedene Nationalmannschaften mit insgesamt 44 Spielern.
Vor dem olympischen Hockeyturnier gibt es nur noch zwei Testmöglichkeiten: den Deutschland Cup mit den Partien gegen die Slowakei, Deutschland und Russland (11. bis 14. November) in Krefeld und das Turnier in Visp mit den Spielen gegen Lettland und dem Sieger aus der Begegnung Russland-Slowakei (16./17. Dezember).
Patrick Fischer wird mit zwei komplett verschiedenen Mannschaften nach Krefeld und Visp reisen. Er sagt: «Wir bieten keinen Spieler zweimal auf.» Auch nicht die Torhüter? «Nein, auch nicht die Goalies. Wir treten in Visp mit zwei anderen Goalies an als in Krefeld.»
Das bedeutet: 44 Spieler aus der National League erhalten eine Chance, sich fürs olympische Hockeyturnier zu empfehlen. 22 in Krefeld, 22 in Visp. Es gibt also in der Olympia-Vorbereitung nicht ein A- und B-Team, sondern zwei ungefähr gleich starke Mannschaften. Die Unterschiede werden gering sein. Patrick Fischer sagt: «Beim Deutschland Cup werden wir die etwas erfahreneren Verteidiger aufbieten.»
Die zehn aktuellen NHL-Profis – Roman Josi, Nico Hischier, Timo Meier, Pius Suter, Grégory Hofmann, Kevin Fiala, Philipp Kuraschev, Dean Kukan, Jonas Siegenthaler und Nino Niederreitersind sind für Peking bereits provisorisch gesetzt. Inzwischen ist auch klar, dass Spieler auch dann für das olympische Turnier freigegeben werden, wenn sie im Farmteam (AHL) eingesetzt werden. Das dürfte Sven Bärtschi, Janis Moser, Tim Berni und Tobias Geisser betreffen.
Das Olympiateam wird also zur Hälfte aus Profis bestehen, die in Nordamerika engagiert sind. Voraussichtlich werden von den insgesamt 44 für Krefeld und Visp aufgebotenen Spielern etwa 10 das Ticket nach Peking lösen. Die Schweiz spielt in den Gruppenpartien gegen Russland (9. Februar), Tschechien (11. Februar) und Dänemark (12. Februar).
Wer nach Peking will, muss sich impfen lassen. Patrick Fischer ist aktuell noch nicht geimpft. Die Teilnahme an Grossanlässen (U20-WM, WM, Olympia) ist in dieser Saison jedoch nur mit einer vollständigen Impfung möglich. Patrick Fischer ist sich dieser Situation bewusst. «Ich werde spätestens bis zur Abreise an die U20-WM in Kanada vollständig geimpft sein.» Die Schweizer fliegen am 12. Dezember nach Kanada. Die WM beginnt am 25. Dezember. Patrick Fischer ist bei der U20-WM als Beobachter dabei.