Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/2937

LACMA – Los Angeles County Museum of Arts
Das Los Angeles County Museum of Arts besteht im Wesentlichen aus einem weit ausgreifenden schwebenden Baukörper, der Museumsräume mit unterschiedlichen Tageslichteinfällen umfasst. Das Tragwerk ist eine monolithische, vorgespannte Betonkonstruktion; Boden und Decken der Museumsräume sind Hohlzellenkonstruktionen. Diese beherbergen auch die technischen Installationen.
Der schwebende Baukörper ist über Wandscheiben und Rippen fugenlos mit mächtigen, Räume umfassenden «Pfeilern» verbunden. Die Hohlzellen bestehen teilweise aus vorfabrizierten Elementen, die durch Ortbeton untereinander verbunden werden. Die grossen Spannweiten bedingen entsprechend kräftige Vorspannglieder, die von den auskragenden Aussenseiten über die Pfeiler durchlaufen. Die fugenlosen Aussenwände sind ebenfalls vorgespannt, um Rissbildungen zu vermeiden.
Die monolithische Bauweise wird durch die gleitende Lagerung der Pfeiler begünstigt. Die Gleitlager im Erdreich sorgen dafür, dass das ganze Tragwerk bei einem Erdbeben horizontal nachgeben kann, was die Beanspruchungen stark reduziert. Da die Bewegungen gross sein können, sind bei allen Übergängen zwischen Bauwerk und Terrain entsprechende Gleitkonstruktionen notwendig. Nicht eliminiert werden können die bei einem Erdbeben auftretenden vertikalen Schwingungen der kragenden Teile; sie müssen durch entsprechende Dimensionierung der Betonteile aufgenommen werden.
Besondere Aufmerksamkeit verlangt die Koordination mit der hochgerüsteten Haustechnik des Museums. Die Anzahl Lüftungsleitungen konnte durch das Konzept der «Plenum» reduziert werden. Im Plenum zirkuliert die Luft direkt in den Betonkammern der Hohlzellenkonstruktionen. Ein Wechselspiel von sichtbaren Wänden und in den Hohlzellen verborgenen Scheiben ermöglicht Zwischenräume, durch die Leitungen geführt werden, ohne das Tragwerk zu schwächen.