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Das «Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut 2014-2018» hat fundiertes neues Wissen über Armut erarbeitet, Beispiele guter Praxis identifiziert und Akteure der Armutsprävention und -bekämpfung vernetzt. Zusammen mit Kantonen, Gemeinden und Städten sowie Sozialpartnern und Nicht-Regierungsorganisationen hat das Bundesamt für Sozialversicherungen das Programm mit dem Ziel umgesetzt, die Bildungschancen von armutsgefährdeten und armutsbetroffenen Menschen zu erhöhen, Menschen mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt bei der Eingliederung zu unterstützen sowie die Wohnsituation, den Informationszugang für Armutsbetroffene und die Situation von Familien in Armut zu verbessern.
Der Bundesrat beurteilte im Jahr 2018 den Problemdruck angesichts der Armutssituation als weiterhin hoch und entschied sich deshalb die im Rahmen des Nationalen Programms gegen Armut etablierten, bewährten Arbeiten bis Ende 2024 fortzusetzen.
Die Nationale Plattform zur Prävention und Bekämpfung von Armut 2019-2024 unterstützt die Umsetzung der im Nationalen Programm gegen Armut 2014 – 2018 erarbeiteten Empfehlungen. Sie dient dem Austausch unter Fachpersonen und stellt Grundlagen bereit zu ausgewählten Schwerpunktthemen in den Handlungsfeldern Bildungschancen, soziale und berufliche Integration sowie allgemeine Lebensbedingungen. Die Nationale Plattform wird getragen von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden sowie Organisationen der Zivilgesellschaft.
Am 6. April 2022 dokumentierte der Bundesrat seine Tätigkeiten in der Armutsprävention mit Fokus auf die Aktivitäten der Nationalen Plattform gegen Armut und stellte fest, dass sie in der ersten Hälfte ihrer Laufzeit ihre Vorhaben planmässig umsetzen konnte.
Bekämpfung von Kinderarmut in den Kantonen
Das BSV führte im Frühling 2022 eine Umfrage bei den kantonalen Sozialämtern durch, um eine Gesamtsicht der Strategien und Massnahmen gegen Kinder- und Famlienarmut zu gewinnen. Die Ergebnisse der Befragung wurden ausgewertet und publiziert (Bericht abrufbar unter «Dokumente»).
Die Umfrageergebnisse werden in eine Studie der Nationalen Plattform gegen Armut einfliessen, welche kombinierte Massnahmen zugunsten von armutsgefährdeten und -betroffenen Familien in ausgewählten Kantonen bis Mitte 2024 untersuchen wird.