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Topkader und Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung
Die Direktor/innen der rund 70 Verwaltungseinheiten sind dafür verantwortlich, dass die in der schweizerischen Bundesverwaltung geltenden sprachlichen Vorgaben (gemäss SpG, SpV und Mehrsprachigkeitsweisungen) in ihrer Verwaltungseinheit umgesetzt werden. Personen in solchen einflussreichen Positionen verfügen über einen gewissen Ermessensspielraum und können in ihrer Schlüsselrolle massgeblich auf die angemessene Vertretung der Sprachgruppen und Förderung der Mehrsprachigkeit einwirken. Aus einer früheren Studie ist bekannt, dass die Sensibilität von Amtsdirektion und Vorgesetzten als wichtiger Faktor für die Förderung der Mehrsprachigkeit eingestuft wird. Diese Einschätzungen gilt es anhand einer Untersuchung des Topkaders zu überprüfen und zu verfeinern.
Dies erfolgt auf der Grundlage von statistischen Auswertungen des „Mehrsprachigkeitsprofils“ der Verwaltungseinheiten des Bundes sowie von einer Online-Erhebung und von leitfadengestützten Interviews in den Geschäftsleitungen aller Bundesämter. Dabei sollen einerseits die Einstellungen von Mitgliedern des Topkaders gegenüber dem Sprachmanagement in ihrer Verwaltungseinheit eruiert und die Faktoren bestimmt werden, welche diese Einstellungen beeinflussen. Andererseits wird untersucht, wie die Mitglieder des Topkaders ihre Handlungsspielräume nutzen zur Verbesserung der Sprachkompetenzen von Mitarbeitenden, zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Verwaltungseinheit (Arbeits- und Redaktionssprachen) sowie zur verstärkten Rekrutierung und Beförderung von Angehörigen der Sprachminderheiten. Von Interesse wird auch die Frage sein, ob die Einstellungen zur Mehrsprachigkeitsproblematik in Konkurrenz zu anderen Themen der Personal-Diversität stehen.