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Ben von Grafenstein inszenierte 2019 das sehenswerte Doku-Historiendrama über das Passagierschiff „St. Louis“, das im Mai 1939 mit 900 jüdischen Flüchtlingen Nazi-Deutschland verließ. Zuerst verweigerte Kuba den Passagieren mit wenigen Ausnahmen die Aufnahme, da die Visabestimmungen für Einwanderer geändert worden waren. Auf der weiteren Odyssee wollten auch die USA und Kanada die Flüchtlinge nicht aufnehmen.
Angesichts der drohenden Rückkehr nach Deutschland machte sich Panik breit, gegen die der Kapitän Gustav Schröder (Ulrich Noethen) anzugehen versuchte und schließlich die Aufteilung der Passagiere auf Belgien, die Niederlande, Frankreich und Großbritannien erreichte. Nach den Invasionen der drei ersten Länder im Verlauf des nächsten Jahres kamen aber über 250 der Flüchtlinge im Holocaust um.
Mit Spielszenen und Interviews rekonstruiert der Film das Drama um das Schiff, das auch schon Gegenstand des starbesetzten Hollywood-Werks „Reise der Verdammten“ (1976) war..