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Die aktuellen steuerlichen Entwicklungen auf internationaler und europäischer Ebene (insbesondere Umsetzung von BEPS und ATAD) führen zu einer hohen gesetzgeberischen Dynamik bei den Mitgliedstaaten der OECD bzw. des EU/EWR-Raums. Auch Liechtenstein ist von dieser Entwicklung betroffen. So hat die liechtensteinische Regierung mit Vernehmlassungsbericht vom 20.02.2018 den Prozess für eine weitere Abänderung des Steuergesetzes angestossen.
Hintergrund der vorgeschlagenen Änderungen ist die Zusicherung der liechtensteinischen Regierung an die EU, Defizite des aktuellen Steuergesetzes im Bereich der Unternehmensbesteuerung bis Ende 2018 zu beseitigen. Dies sind insbesondere fehlende Missbrauchsbestimmungen im Zusammenhang mit der Freistellung von Dividenden und Kapitalgewinnen und mit dem Eigenkapital-Zinsabzug. Ebenfalls beanstandet wurde die asymmetrische steuerliche Behandlung von Kapitalgewinnen und Verlusten (bzw. Abschreibungen) auf Beteiligungen.
Die weiteren vorgeschlagenen Änderungen stehen nicht im Zusammenhang mit den von der EU geforderten Anpassungen des Steuergesetzes.
Die vorgeschlagenen Anpassungen sollen erstmals für die Veranlagung des Steuerjahres 2019 gelten.
Ausblick
Unter Berücksichtigung der eingegangenen Stellungnahmen zum Vernehmlassungsbericht arbeitet die liechtensteinische Regierung gegenwärtig einen Bericht und Antrag („BuA“) an den Landtag betreffend die Abänderung des Steuergesetzes aus. Wir gehen davon aus, dass der Landtag den BuA in der Arbeitssitzung im Mai oder Juni 2018 behandelt.
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