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„Das Herz ist schwach.“ Was bedeutet eine solche Diagnose und wie äussert sich eine Herzschwäche? Eine Herzschwäche heisst, dass das Herz nicht in der Lage ist, den Körper ausreichend mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Die Prävalenz für eine Herzinsuffizienz steigt mit dem Alter, fast 10% der über 80-Jährigen leiden darunter; zudem sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Die häufigsten Ursachen sind ein hoher Blutdruck oder ein Herzinfarkt. Unbehandelt kann dies langfristig zu einer schweren Schädigung des Herzens führen.
Je nach Stadium der Krankheit sind die Beschwerden unterschiedlich stark ausgeprägt. Die meisten Betroffenen bemerken meistens erst im zweiten Stadium, dass etwas nicht stimmt, etwa wenn sie beim Treppensteigen unter Atemnot leiden. Später zeigt sich eine Herzschwäche durch Ermüdungs- und Erschöpfungszustände auch bei leichten Belastungen. Auch Wassereinlagerungen in den Beinen, Knöcheln und Füssen oder Herzrasen sind typische Symptome.
Der Körper versucht durch verschiedene Mechanismen im Nervensystem, den Nebennieren und Nieren, die Herzschwäche zu kompensieren, allerdings wirkt dies nur kurzzeitig. Eine Therapie sollte so schnell wie möglich erfolgen, um langfristige Schäden zu vermeiden.
Die Therapie der Herzschwäche richtet sich nach der Ursache. Ist der Blutdruck zu hoch, wird dieser behandelt; liegt ein Herzklappenfehler vor, so werden die Klappen operativ ersetzt. Präventiv oder begleitend ist eine nicht-medikamentöse Therapie sinnvoll. Die Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen wie Übergewicht, Diabetes oder Rauchen sollte man möglichst behandeln bzw. minimieren. Dazu gehört ein moderates körperliches Training, wenig Alkoholkonsum und eine angemessene Salz-und Flüssigkeitszufuhr. Auch Reisen in Höhenlagen und in feucht-heisses Klima sollte man meiden. Geräte wie ein implementierbarer Defibrillator, ein Herzschrittmacher oder eine Herzunterstützungspumpe können eine Therapie ergänzen, als Überbrückung dienen und einen plötzlichen Herztod verhindern.