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Hirschi setzte sich nach 202 km von Herve nach Huy im Bergsprint vor dem Franzosen Benoît Cosnefroy und dem Kanadier Michael Woods durch. Der 22-Jährige aus dem deutschen Team Sunweb hatte im 1,3 km langen und durchschnittlich 9,3 Prozent steilen Schlussaufstieg Mur de Huy die besten Beine und liess unter anderen dem Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar keine Chance. Der Slowene beendete das Rennen im 9. Rang.
Hirschi ist erst der zweite Schweizer nach Ferdy Kübler, der die Flèche Wallone gewinnen konnte. Kübler triumphierte 1951 und 1952 gleich zweimal in diesem geschichtsträchtigen Rennen.
Am Sonntag Lüttich-Bastogne-Lüttich
Hirschi blickt auf eine sehr erfolgreiche Zeit seit dem Neustart der Radsaison im August zurück. Auf den Tag genau vor einem Monat sorgte der U23-Weltmeister von 2018 mit einem 2. Platz in der 2. Etappe der Tour de France ein erstes Mal für Aufsehen. Mit einem Etappensieg und einem weiteren Podestplatz sicherte sich Hirschi nach drei Wochen die Auszeichnung zum kämpferischsten Fahrer der Rundfahrt.
Im jungen Alter von 22 Jahren gehörte Hirschi am letzten Sonntag im WM-Strassenrennen in Imola bereits zu den Favoriten. Der Ittiger wurde jedoch seinem neuen Status gerecht und sicherte sich beim Sieg des Franzosen Julian Alaphilippe die Bronzemedaille.
Alaphilippe verzichtete nach seinen Siegen in den letzten beiden Jahren auf eine Teilnahme an der Flèche Wallone, um sich etwas mehr Erholung im Hinblick auf den am Sonntag stattfindenden Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich zu gönnen. Beim dritten Radsport-Monument des Jahres wird der Franzose erneut auf Hirschi treffen, der mit einem weiteren Erfolgserlebnis in den Beinen antreten wird.