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Supramalleolar-Orthesen: Stärkere Alternative zu Schuh-Einlagen
Unser Patient Lukas leidet schon seit seiner Kindheit unter starken Knick-Senkfüssen. Propriozeptive Fussorthesen hatten aus seiner Sicht nicht genügend Wirkung bei seinen ausgeprägten Fehlstellungen. Er fragte uns deshalb für eine stärkere Alternative an.
Charakteristisch für einen Knick-Senkfuss:
- die "Ausbeulung" im Bereich des inneren Knöchels (Bild 1).
- Absinken des Längsgewölbes (Bild 2). Hier würde eine gesundes Längsgewölbe eher der grünen Linie entsprechen.
- Hervortreten des Kahnbeins (Os naviculare) (Bild 3).
Dazu kommt meistens ein Spreizfuss, bei welchem sich die Grundgelenke der Zehen absenken. Der Vorfuss wird deutlich breiter (Bild 4).
Symptome des Knick-Senkfusses sind Schmerzen im Bereich der Fusswurzel und häufig ein stechender Schmerz im Bereich der Sprungelenke. Die Fehlstellung wirkt sich letztendlich auf den gesamten Körper aus (Knie, Hüfte, Rücken und Nacken).
Symptome des Spreizfusses sind Schmerzen im Fuss-Ballenbereich und häufig, durch die Verbreiterung des Vorfusses, Probleme an der Grosszehe und dem kleinen Zeh durch zu enges Schuhwerk. Auch Nervenentzündungen im Vorfuss durch zu viel Druck können auftreten.
Die Orthesen
Die Orthesen bestehen aus einer Kunststoff-Aussenschale und einem Silikon-Innenschuh mit Polstern im Knöchelbereich. Sie stützen die Ferse und wirken so dem "Abknicken"(Pronation) des Fusses entgegen. Die Rotation des Fusses wird über die Abrollkante der Orthesen gesteuert.
Beim kindlichen hypotonen Knickfuss bewirken die Orthesen durch diese Aufrichtung, Abrollkontrolle und Kompression des Fusses:
- Stabilität und Sicherheit beim Gehen
- Verbesserung von Balance und Zehenstand
- Energiefreigabe für das Laufen und den Bewegungsdrang von Kindern
- eine generelle Förderung der Entwicklung