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Wissenschaftler an der Cleveland Klinik in Las Vegas fanden in einer Studie heraus, dass Meister-Sommeliers weniger wahrscheinlich an Alzheimer und Parkinson erkranken, als Menschen, die nicht regelmässig Wein riechen.
Die Pilot-Studie, die in der Zeitschrift Frontiers in Human Neuroscience veröffentlicht wurde, verglich die Gehirn-Scans von 13 Sommeliers und 13 Personen, die nicht auf Ihren Geruchssinn in ihrer Arbeit angewiesen sind. Die Forscher bemerkten einige wesentliche Unterschiede in bestimmten Bereichen der Gehirne der Sommeliers. Bei den Gehirnen der Weinkellner war der Gehirnabschnitt, der sich mit dem olfaktorischen (Geruchs) System befasst, stärker ausgeprägt. Darüber hinaus waren auch Teile des Gehirns, die sich mit dem Gedächtnis befassen stärker ausgeprägt.
Diese Erkenntnis ist plausibel, denn jeder Sommelier muss sich nicht nur daran erinnern wie ein Wein schmeckt, sondern auch die Herkunft, Geschichte und das Jahr des Weines im Gedächtnis behalten. Die Unterschiede im Gehirn deuten darauf hin, dass die Fachkenntnis und Ausbildung zum Sommelier Verbesserungen in der Gehirnstruktur auch im Erwachsenenalter bewirken kann. Die betroffenen Gehirnabschnitte Inselkortex und der entorhinale Kortex sind die, die am ehesten von neurodegenerativen Erkrankungen betroffen seien, so die Forscher der Klinik. Die beiden Abschnitte des Gehirns sind verantwortlich für Gedächtnisverlust im höheren Lebensalter. Die Logik der Forscher: Viel Weinriechen hilft dabei Demenz vorzubeugen.
Die Pilot-Studie ist allerdings noch nicht aussagekräftig genug, um abschliessende Erkenntnisse zu liefern. Es ist noch nicht bekannt wie in zukünftigen Studien, das Weinriechen und Wein probieren gemessen werden soll, um die Ergebnisse der Studie zu überprüfen.
Nichtsdestotrotz können Sie beim nächsten Glas Wein einmal tief einatmen und versuchen alle markanten Gerüche zu benennen.