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Murten - Faoug - Avenches
Heute reisten wir in die Westschweiz, um dort eine einfache Wanderung in Angriff zu nehmen. Die Tour, welche wir uns dazu ausgesucht hatten, sollte uns vom mittelalterlichen Städtchen Murten in die Römerstadt Aventicum bzw. Avenches führen. Der Bahnhof im fribourgischen Murten diente uns als Startpunkt und wir folgten den Markierungen hinauf ins Altstädtchen. Durch das über 800 Jahre alte Städtchen, mit seiner begehbaren Ringmauer, zogen wir der Hauptgasse entlang. Nach dem nördlichen Stadttor, dem Murten Berntor, führte uns der Wanderweg hinunter zum Ufer des Murtensees mit seinem kleinen Hafen. Der Murtensee, welcher sich uns zu dieser Jahreszeit von seiner kühlen Seite zeigte, sollte nun für eine längere Zeit unser steter Begleiter sein. Wir wechselten kurze Zeit später vom Ufer zur Landstrasse, welcher wir in südöstlicher Richtung folgen konnten. Kurz nach dem Ortsteil Mevriez verliessen wir die breite Strasse und zweigten in einen kleineren Nebenweg ein, welcher uns zu den kleinen Seehäuschen brachte. Durch ein kleines Wäldchen hindurch wanderten wir auf einem Naturweg zum Bockmätteli, wo sich auf der gegenüberliegenden Seite des Bahntrassees, das Schlachtdenkmal befand. Der 18 Meter hohe Obelisk, gedenkt dabei an die Schlacht von Murten 1476, zwischen den Eidgenossen und dem burgundischen Herzogs Karl dem Kühnen. Wir wanderten am Waldrand weiter und zogen am Spitzacher und Dyfeld vorüber und überquerten kurz nach dem Seehof die Grenze zum Kanton Waadt. An einer Vielzahl von kleinen Wochenendhäusern am See wanderten wir, wechselweise auf Asphalt oder Kies zur Bahnstation der Ortschaft Faoug. Schon bald danach tauchten wir in den Wald von Les Vuaz hinein, durch welches uns die Strässchen zur kleinen Siedlung Le Chandon brachte. Dem Strässchen folgten wir nun dem grossen Campingplatz von Avenches Plage entlang. Wir querten den Bachlauf der L’Eau Noire und zweigten in südlicher Richtung ab. Ein kleines Stück der Strasse folgend, konnten wir bei Les Joncs in ein Wanderweglein einbiegen. Auf diesem schönen Pfad durften wir immer schön dem Bachlauf folgen und wanderten an idyllischen kleinen Weihern vorbei hinaus aufs offene Feld. Das Städtchen Avenches war nun schon in unser Blickfeld geraten, thronte es doch in leicht erhöhter Lage auf einem Hügel. Wir überquerten auf einem Brücklein die Autobahn und wanderten fortan auf asphaltiertem Untergrund weiter. Wir verliessen kurz vor dem Bahnhof den markierten Wanderweg und folgten der Route de Moulin und der Avenue Jomini etwas in die Höhe, um zum Amphitheater von Avenches zu gelangen. Die Überreste der glorreichen römischen Vergangenheit Aventicums, welche als Hauptstadt des römischen Helvetiens gehandelt wurde, ist bis jetzt eines der beeindruckendsten Zeugen der Geschichte. Das römische Amphitheater von Avenches stammt aus dem 2. Jh. n. Chr., deren Treppenaufgänge, Mauern und Haupteingänge immer noch in hervorragendem Zustand zu bewundern sind. Nach dem historischen Abstecher wanderten wir kurz durch das sehenswerte Altstädtchen, bevor wir der Strasse zum Bahnhof hinunter folgten. Dort beendeten wir unsere Tour und fuhren mit dem Zug wieder in Richtung Heimat. Schöne Wanderung mit 12.5 Kilometern in 3 Stunden Gehzeit. Insgesamt 50 Höhenmeter aufwärts.