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Um kurz vor acht wache ich auf. Ich fühle mich fit. Fliegen? Fliegen! Am Startplatz eine Überraschung: die Fassaden von Teehaus samt Scheune sind unter strahlend gelben Transparenten verschwunden. Die Plakate werben für den Paragliding Pre World Cup. – Die Atmosphäre ist immer noch sehr klar, aber der Westwind ist bereits auf Startplatzhöhe spürbar. Eric, Gerard und ich nehmen uns trotzdem vor, eine möglichst hohe Linie nach Dharamsala zu fliegen und dann dort zu landen.
Start um zwölf. Die Thermik ist zerrissen. Einzelne Blasen schiessen heftig aus dem Thermikkessel, doch es reicht gerade, um die Höhe zu halten. Eric fliegt als erster Richtung Landeplatz. Ich muss meinen Schirm dauernd festhalten. Das macht nicht so viel Spass, also schliesse ich mich ihm an. Ich fliege noch zum Kloster im Wald, um ein paar Photos zu machen, als ich auf dem Rückweg 200 m über dem Landeplatz in steigende Luft fliege. Mit Geduld bin ich zehn Minuten später 500 m höher. Der Wind hat mich stark zurückversetzt. Ich versuche, wieder am Berg anzuhängen, aber das gelingt dann doch nicht. Nach einer guten Stunde lande ich. So kann ich mich noch von Didi verabschieden, der sich am Nachmittag auf die Heimreise begibt.
Ich freue mich über den frühen „Feierabend“ und die Dusche, die gestern nacht und heute morgen mangels Wasser ausfallen musste.
P.P.S.: Tsering Dolker, meine liebenswerte Zimmerwirtin, hat sich Sorgen gemacht, als ich gestern abend nicht heimkam. Ich notiere ihre Telefonnummer und verspreche, sie anzurufen, falls ich wieder einmal eine Aussenlandung mache.