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Jad Fair hat Jahrgang 1954, und Half Japanese, die Band, die er einst in Austin, Texas, mit seinem Bruder David startete, gibt es seit 1974. Sein Diktum, es brauche zum Gitarrenspielen bloss ein Kabel, um das Instrument mit dem Verstärker zu verbinden, sowie seine Meinung, das Stimmen des Instrumentes sei nicht unbedingt nötig, machten ihn zu einem Helden der abenteuerlustigeren Punks. Seither ist er immer wieder von neuen Wellen von Eigenbrötler-Bewunderern entdeckt worden, und die Zahl der Alben, die er mit den verschiedensten Musikantenkombinationen aufgenommen hat, bewegt sich im dreistelligen Bereich. Das englische Label Fire hat ein ambitioniertes Rerelease-Programm initiiert und veröffentlicht nun auch das neueste Werk.
Fairs Sprechgesang mit den kurligen Storys ist der gleiche geblieben, die Gitarren/Drums/Bass-Kombination klingt inzwischen wohlkontrolliert, aber das Gefuhl von anarchistischer Ausgelassenheit dringt noch immer durch. Der Sound ist zwischen minimalistischen VU-Riffs und feistem Bandsound à la Saints angesiedelt. Cello, Bariton-Horn und Slide schaffen willkommene neue Stimmungen, bei denen John Cale über die Schultern guckt. Für Neuankömmlinge ein guter Einstieg, für alte Fans ein Muss.
hpk
Link zum Label: Fire Records