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In Kolumbien hat ein sechs Monate langer Waffenstillstand zwischen den staatlichen Sicherheitskräften und der linken Guerillaorganisation ELN begonnen.
Zum Auftakt trat am Donnerstag in der Hauptstadt Bogotá der Nationale Beteiligungsrat aus Vertretern der Regierung, der ELN und der Zivilgesellschaft zusammen. Dieser soll den Friedensprozess in den kommenden Monaten begleiten. «Wir werden den Verhandlungstisch nicht verlassen, bevor der bewaffnete Konflikt beendet ist», sagte der Chefunterhändler der Regierung, Otty Patiño.
Die Unterhändlerin der ELN, María Consuelo Tapias, sagte: «Wir müssen die politische und strukturelle Gewalt überwinden und eine neue Demokratie aufbauen.» Der Vertreter der kolumbianischen Bischofskonferenz, Héctor Fabio Henao, forderte die Vertreter beider Lager auf, Mut zum Frieden zu zeigen: «Wir wollen nicht als Feinde oder Gegner leben, sondern als Brüder, die gemeinsam den Weg des Friedens gehen.»
Kolumbien litt 52 Jahre lang unter einem Bürgerkrieg zwischen linken Rebellen, rechten Paramilitärs und dem Militär. 220 000 Menschen kamen ums Leben, Millionen wurden vertrieben. Zwar hat sich die Sicherheitslage nach dem 2016 zwischen der Regierung und der grössten Rebellengruppe Farc geschlossenen Friedensabkommen verbessert, allerdings werden noch immer Teile des südamerikanischen Landes von illegalen Gruppen kontrolliert. (sda/dpa)
Die Ölpreise sind am Montag trotz des Angriffs des Irans auf Israel etwas gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni weniger als 90 Dollar. Das waren gut 37 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai fiel um 44 Cent auf 85,22 Dollar.