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Auf Santa Lemusa werden aus diversen Hülsenfrüchten, Getreidekörnern oder Samen auch gerne Sprossen gezogen. Während des Keimprozesses werden die in den Samen enthaltenen Proteine und anderen Wertstoffe aufgeschlossen und damit leichter verdaulich. Meist werden die Keimlinge roh gegessen oder nur kurz mitgegart. Man kann sie als Salatgarnitur oder für Füllungen verwenden, als Bereicherung für pfannengerührte Speisen, als Einlage in Omeletts oder Suppen. Auf Santa Lemusa wird auch ein cakeartiges Brot aus Sprossen gebacken, das sich durch seine Feuchtigkeit und seine leichte Verdaulichkeit auszeichnet.
Für die Anzucht von Sprossen sollte man nur ganze, ungeschälte und nach Möglichkeit unbehandelte Samen etc. verwenden – also kein gewöhnliches Landwirtschafts-Saatgut, das chemisch vorbehandelt wurde. Weizen, Mais und Roggen eignen sich ebenso gut wie die Samen der meisten Bohnensorten – namentlich die beliebten Mungohnen, die meist schlicht als «Bohnensprossen» oder manchmal fälschlicherweise auch als «Sojasprossen» angeboten werden. Tatsächlich werden auch aus Sojabohnen gerne Sprossen gezogen – obwohl die Keimlinge leicht schimmeln, öfter mit Wasser abgespült werden müssen und vor dem Konsum schnell blanchiert werden sollten. Auch Kichererbsen kann man wunderbar keimen lassen – man sollte sie indes ebenfalls öfters abspülen. Für das Anziehen von Sprossen nicht geeignet sind hingegen die Kerne von dicken Bohnen oder von Tomaten und anderem Gemüse – auch die Körner der Sorghum-Hirse sollte man nicht keimen lassen. Sie alle entwickeln während des Keimens Gifte.
Bei der Zucht der Keime geht man folgendermassen vor (2 EL Samen oder 50 bis 60 g Körner oder Bohnen ergeben etwa einen Suppenteller voller Sprossen):
First Publication: 1-2008
Modifications: 4-3-2009, 10-6-2009, 13-10-2011