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Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion
Medizinisch geprüft von Dr. Andrea Braga, 16. Feb 2022. Um Ihnen fachlich korrekte, evidenzbasierte Informationen zu geben, werden die im Check Your Health-Blog veröffentlichten Inhalte von anerkannten Fachleuten mit Expertise in medizinischen und biowissenschaftlichen Bereichen geprüft.
Obwohl die Schilddrüse ein Teil des Körpers ist, über den viele Menschen wenig wissen, spielt sie eine wichtige Rolle für das tägliche Wohlbefinden.
Sowohl eine Schilddrüsenüberfunktion als auch eine Schilddrüsenunterfunktion – eine zu hohe bzw. zu niedrige Schilddrüsenaktivität – geben Anlass zur Sorge. Da die Schilddrüse einen Großteil des Stoffwechsels steuert, der für die allgemeine Gesundheit von entscheidender Bedeutung ist, ist es wichtig, die Schilddrüsenfunktion zu überwachen.
Im Durchschnitt leiden 10% der schweizer Bevölkerung unter einer Vergrösserung der Schilddrüse, das sind 860,000 Menschen
Was macht die Schilddrüse?
Die Schilddrüse produziert zwei Haupthormone – Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) -, die im Blutkreislauf zirkulieren und als “chemische Botenstoffe” bei der Regulierung einer Vielzahl von Prozessen im Körper mitwirken. So werden beispielsweise Stoffwechsel, Körpertemperatur und Herzfrequenz von Schilddrüsenhormonen beeinflusst.
Da die Schilddrüse ein wichtiger Bestandteil des Körpers ist, kann eine Fehlfunktion, d. h. eine Überfunktion (Hyperthyreose) oder eine Unterfunktion (Hypothyreose), die Gesundheit beeinträchtigen und zu einer Reihe von Symptomen führen. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion produziert die Schilddrüse eine übermäßige Menge an Schilddrüsenhormonen und stört damit die Regulationsfunktion der Schilddrüse, die auf einen ausgeglichenen Schilddrüsenhormonspiegel angewiesen ist. Umgekehrt bedeutet eine Unterfunktion der Schilddrüse, dass sie nicht genügend Hormone produziert.
Anzeichen und Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion
Von Gewichtsverlust bis hin zu Nervosität oder Angstzuständen gibt es viele verschiedene Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion, die bei jedem auftreten können. Im Folgenden finden Sie häufige Anzeichen und Symptome, auf die Sie achten sollten, wenn Sie vermuten, dass Ihre Schilddrüse überlastet ist. Liste der Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion, auf die Sie achten sollten.
Hinweis
Denken Sie daran, dass diese Anzeichen und Symptome auch aus anderen Gründen als einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten können. Wenn Sie also eines der oben genannten Symptome verspüren, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen.
Gründe für eine Überfunktion der Schilddrüse
Hier sind einige mögliche Gründe für eine Schilddrüsenüberfunktion.
Morbus Basedow
Morbus Basedow (Basedow-Krankheit) ist die häufigste Ursache die eine Schilddrüsenüberfunktion auslöst. Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift und sie veranlasst zu viel Schilddrüsenhormone zu produzieren. Betroffen sind insbesondere Frauen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren.
Die genaue Ursache dieser Autoimmunerkrankung ist noch nicht bekannt; allerdings wissen wir dass sie häufig in Familien vorkommt. In einigen Fällen betrifft die Basedow-Krankheit auch andere Körperteile – nicht nur die Schilddrüse – wie die Haut und die Augen.
Zu den Symptomen der Basedowschen Augenkrankheit können gehören:
Die Krankheit wird meist mit Medikamenten behandelt.
– Ein Gefühl der Irritation in den Augen
– Rötung oder Entzündung des weißen Teils des Augapfels
– Übermäßiges Tränen
– Trockene Augen
– Anschwellen der Augenlider
– Lichtempfindlichkeit
– Vorwölbung der Augen (Proptosis)
Übermäßige Jodzufuhr
Eine hohe Jodzufuhr kann zu einer übermäßigen Schilddrüsenhormonproduktion führen. Dies kann durch eine hohe Jodzufuhr über die Nahrung geschehen (durch den Verzehr jodhaltiger Lebensmittel wie Seetang). Dies kann auch durch die Einnahme von jodhaltigen Medikamenten verursacht werden (z. B. bestimmte Medikamente zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen).
Hinweis: Sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Arzt, bevor Sie Ihre Medikamenteneinnahme ändern.
Gutartige Tumore der Hirnanhangsdrüse (Fachbegriff: Hypophysen-Adenom)
Die Hirnanhangsdrüse befindet sich an der Basis des Gehirns und sondert Hormone ab, die das Niveau der Schilddrüsenhormonproduktion beeinflussen.
Schilddrüsenkrebs
In seltenen Fällen beeinträchtigt ein Krebstumor in der Schilddrüse die körpereigene Produktion von Schilddrüsenhormonen.
Überfunktionelle Schilddrüsenknötchen
Diese Schilddrüsenüberfunktion tritt auf, wenn ein gutartiger Tumor in der Schilddrüse zu viel T4 produziert. Wenn sich auf der Schilddrüse Knoten bilden, kann dies zu einer Hyperthyreose führen. Diese Knoten sind oft nicht krebsartig, aber das darin enthaltene Schilddrüsengewebe kann dazu führen, dass der Körper mehr Schilddrüsenhormone als nötig produziert.
Schilddrüsenentzündung
Bei einer Entzündung der Schilddrüse die z. B. manchmal kurz nach einer Schwangerschaft auftritt, kommt es zu einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen.
Risikofaktoren für eine Überfunktion der Schilddrüse
– Morbus Basedow oder Autoimmunerkrankungen in der Familiengeschichte
– Frauen haben ein höheres Risiko, eine Schilddrüsenüberfunktion zu entwickeln als Männer Eine Schilddrüsenüberfunktion tritt etwa 10-mal mehr Frauen als Männern auf
– Bestimmte chronische Krankheiten, einschließlich Typ-1-Diabetes, Vitamin B12 Anämie oder Nebenniereninsuffizienz
– Häufige virale Infektionen
– Schwangerschaft : ein kleiner Prozentsatz der Frauen entwickelt eine Schilddrüsenüberfunktion nach der Schwangerschaft
– Alter : eine Schilddrüsenüberfunktion tritt häufiger bei Menschen über 60 Jahren auf
– Übermäßige Jodzufuhr
Wie eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert wird
Eine Schilddrüsenüberfunktion wird in der Regel von einem Arzt auf der Grundlage einer Auswertung von Faktoren wie Symptomen, Krankengeschichte und Ergebnissen einer Blutuntersuchung (Schilddrüsenfunktionstest) diagnostiziert.
Published By: Nicole Pasini
Published Date: 16 Feb, 2022
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