Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03214.jsonl.gz/2978

Injektionslösung zum exzitationslosen Töten von Pferden, Rindern, Schweinen, Hunden, Katzen, Nerzen, Tauben, Ziervögeln, Hamstern, Meerschweinchen und kleinen Labortieren
ATCvet: QN51AX50
Zusammensetzung
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenT 61 enthält ein Narkotikum (Embutramid), ein peripheres Muskelrelaxans (Mebezonium) und ein Lokalanästhetikum (Tetracain).
Embutramid ist ein Derivat der γ-Hydroxy Buttersäure. Es induziert eine tiefe Narkose und eine Paralyse des Hirnstamms. Mebenzonium besitzt einen curareartigen Wirkmechanismus. Es wirkt durch die Blockade der Reizübertragung vom Nerv auf die Muskelfasern relaxierend auf die Skelett- und Atemmuskulatur. Tetracain dient der Schmerzstillung bei intrapulmonaler Injektion. Intravenös verabreicht wirkt Tetracain in Abhängigkeit zur Dosis erst zentral erregend, dann Herzdämpfend und schliesslich zentral dämpfend.
Der Tod tritt durch cerebrale Dämpfung, Kreislaufkollaps und Ersticken ein.
Unter ungünstigen Resorptionsbedingungen kann es zu einer peripheren Paralyse kommen bevor eine Bewusstlosigkeit eintritt. Daher darf eine Anwendung nur am bewusstlosen (narkotisierten) Tier erfolgen.
PharmakokinetikEs sind keine konkreten Angaben für die Zieltiere verfügbar. Der Effekt von T 61 tritt innerhalb Sekunden bis wenige Minuten ein.
Bei Unterdosierung von T 61 werden alle 3 Komponenten des Präparates in der Leber abgebaut und im Wesentlichen über die Niere ausgeschieden.
IndikationenZum Töten von Pferden, Rindern, Schweinen, Hunden, Katzen, Nerzen, Tauben, Ziervögeln, Hamstern, Meerschweinchen und kleinen Labortieren.
Intravenöse Injektion
Intrakardiale Injektion
Intrapulmonale Injektion
AnwendungshinweiseNur zur Anwendung durch Tierärzte.
T 61 darf nur an bewusstlose (narkotisierte) Tiere verabreicht werden, um ein unter ungünstigen Umständen mögliches Ersticken bei Bewusstsein auszuschliessen. Darüber hinaus besteht ein geringeres Risiko von Fehlinjektionen einschliesslich Selbstinjektionen, die durch Abwehrbewegungen des Tieres provoziert werden können.
Die Anwendung von T 61 muss mit grösster Sorgfalt erfolgen.
Bei der intravenösen Injektion ist die korrekte intravasale Injektion der gesamten Dosis unbedingt und in jedem Fall sicherzustellen. Die Verwendung eines Venenverweilkatheters kann von Vorteil sein.
Anwendungseinschränkungen
KontraindikationNicht an Tiere verabreichen, die bei Bewusstsein sind. Nicht bei trächtigen Tieren anwenden.
VorsichtsmassnahmenNach Anwendung am Nutztier darf das Fleisch nicht zum Konsum freigegeben werden.
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
In sehr seltenen Fällen kann es nach Applikation von T 61 zu Konvulsionen oder Exzitationen des Tieres kommen. Gelegentlich verzögert eintretender Herzstillstand.
Histopathologische Veränderungen wie Endothelschäden, Lungenstauung, Lungenödem, Hämolyse.
WechselwirkungenKeine bekannt.
Sonstige HinweiseDer direkte Kontakt mit dem Arzneimittel ist unbedingt zu vermeiden. Kleidungsstücke, die mit dem Präparat verunreinigt sind, sind zu entfernen.
Falls das Präparat versehentlich in offene Wunden oder auf Schleimhäute des Anwenders gelangt, benetzte Stellen sofort mit Wasser und Seife gründlich abwaschen.
Bei versehentlicher Selbstinjektion sofort die Wunde mit Wasser und Seife waschen, die Einstichstelle ist auszudrücken.
Nach Augenkontakt die Augen mehrere Minuten bei geöffnetem Lidspalt unter fliessendem Wasser spülen.
Nach versehentlicher oraler Aufnahme oder Selbstinjektion ist sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und der Beipackzettel oder die Etikette vorzuweisen.
Als symptomatische Therapie kommt die Anwendung von Analeptika in Frage. Arzneimittel, für Kinder unzugänglich aufbewahren. Lagerung bei Raumtemperatur (15 - 25 °C).
Aufbrauchfrist nach Entnahme der ersten Dosis: 28 Tage
PackungenFlasche zu 50 ml
Informationsstand: 02/2011
Dieser Text ist behördlich genehmigt.