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Die grossen Kastanien können heute nicht mehr in die ursprüngliche Form geschnitten werden, da durch einen starken Rückschnitt grosse Schnittstellen und damit Eintrittspforten für Fäulnis entstehen. Die so geschnittenen Aststumpen würden über kurz oder lang absterben und die neuen 'Klebäste' müssten jährlich oder mindestens alle zwei Jahre geschnitten werden. Neben dieser ästhetischen Verstümmelung wäre ein solcher Rückschnitt also auch eine effektive Verstümmelung, welcher die Bäume massiv schwächen oder gar schädigen würde und zudem einen hohen Unterhaltsaufwand nach sich ziehen würde.
Im Rahmen der Vorabklärungen für eine Aufwertung des Ufers im Strandbad haben wir mit der Stadtgärtnerei diskutiert. Es ging darum mit einfachen Mitteln die nötigen Massnahmen bereits jetzt zu treffen ohne eine grundsätzliche Neugestaltung des Areals zu provozieren.
Wir haben deshalb ein Pflegekonzept erstellt, welches sowohl eine Verbesserung der Sicherheit wie auch eine gewisse Aufwertung der Situation (insbeso. der Lichtverhältnisse) erzielt.
Folgende Massnahmen sind nun vorgesehen: Die mittlere der drei Kastanien wird gefällt. Die beiden äusseren Kastanien erhalten einen leichten Kronenschnitt. Damit werden die Kronen leicht verkleinert und vor allem entlastet, was die Sicherheit erhöht, ohne den Baum zu schwächen und ohne dessen Form zu verändern. Im weiteren werden einzelne Bäume aus den hinteren Baumreihe entlang der alten Ufermauer sowie entlang des Trottoir-Unterbaus gefällt. Hinter der Boje solle eine Pflanzung von Sträuchern entlang des Trottoirs eine bessere Abdeckung erzielen.
Die Arbeiten werden durch die Stadtgärtnerei voraussichtlich in der ersten Hälfte März 02 ausgeführt.
14.02.2002, Christoph Iseli, dipl. Forsting. ETH, Iseli & Bösiger, Wald, Landschaft, Wasserbau