Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/190818

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zusammen mit der Wald- und Holzwirtschaft, den Kantonen und weiteren relevanten Branchen und Akteuren bei der Aktualisierung der grundsätzlich bewährten Ressourcenpolitik Holz (RPH) Folgendes zu berücksichtigen:</p><p>1. Sicherstellung einer langfristigen Verfügbarkeit von Holz aus dem Schweizer Wald;</p><p>2. Stärkung der Verarbeitung und Verwendung als Beitrag zur nachhaltigen Wirtschaft;</p><p>3. Etablierung von Instrumenten, um das Ziel einer stärkeren Ausschöpfung des nachhaltigen Holznutzungspotenzials (gemäss Waldpolitik 2020) zu erreichen;</p><p>4. Ergänzung um den Bereich Bioökonomie/Holzchemie, mit Fokussierung auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte;</p><p>5. Nutzung von Synergien der Waldbewirtschaftung zugunsten aller Waldfunktionen;</p><p>6. Sicherstellung relevanter Rahmenbedingungen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Holzindustrie.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund hat im Jahr 2008 das erste Mal eine Ressourcenpolitik für das Holz definiert. Auslöser waren die parlamentarischen Vorstösse Motion Lustenberger 02.3159 und Interpellation Hess Hans 02.3235, "Aktive Ressourcenpolitik Holz", sowie das Waldprogramm Schweiz (WAP-CH) 2004. Die Ressourcenpolitik Holz wird aktuell von den Bundesämtern für Umwelt, für Energie und dem Staatssekretariat für Wirtschaft herausgegeben und ist mit den wichtigsten Akteuren der Wald- und der Holzwirtschaft abgestimmt. Die wichtigsten Umsetzungsinstrumente sind der Aktionsplan Holz und der Wald- und Holzforschungsfonds. </p><p>In den vergangenen Jahren wurden wichtige Grundlagen geschaffen, um das Potenzial der einheimischen Ressource Holz für Gesellschaft und Wirtschaft optimal nutzbar zu machen. Für das kommende Jahr plant das Bafu - in Zusammenarbeit mit anderen Ämtern, den Kantonen und den wichtigsten Akteuren der Wald- und der Holzwirtschaft -, auf Basis der vorhandenen Grundlagen und Ergebnisse die Ressourcenpolitik Holz zu überprüfen, zu aktualisieren und neu auszurichten. In diesem Prozess sollen auch die in der Motion formulierten Anliegen geprüft und mit den weiteren relevanten Politiken und Strategien abgestimmt werden. Der Bundesrat kann jedoch zum heutigen Zeitpunkt nicht zusichern, dass dabei alle Anliegen des Motionärs vollumfänglich berücksichtigt werden können.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.