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«Ich weiss, dass die Leute es mögen, wenn ich darüber spreche. Aber da gibt es nicht viel, worüber man sprechen könnte.» So fiel die Antwort von Novak Djokovic aus nach dem Halbfinalsieg an den US Open gegen Alexander Zverev auf die Frage nach dem möglichen Kalender-Grand-Slam.
Ich werde dieses Spiel so behandeln, wie wenn es mein letztes wäre.
Darüber sprechen möchte der Weltranglisten-Erste aus Serbien also nicht mehr. Er will jetzt einfach noch den letzten Schritt zum grossen Meilenstein machen. Und als erster Spieler seit Rod Laver 1969 und als 3. Mann überhaupt alle 4 Major-Turniere in einem Jahr gewinnen.
«Es fehlt noch ein Match. Ich werde dieses Spiel so behandeln, wie wenn es mein letztes wäre. Denn es ist sicher die wichtigste Partie meiner Karriere», erklärte der 34-Jährige, um sogleich wieder zu relativieren: «Vielleicht auch nicht das wichtigste Spiel meiner Karriere, aber sicher in diesem Jahr.»
Letzter Schritt zur alleinigen Nummer 1
Djokovic könnte mit dem Finalsieg in New York nicht nur den Kalender-Grand-Slam schaffen, mit 21 Major-Titeln wäre er die alleinige Nummer 1 vor Roger Federer und Rafael Nadal (je 20). Und damit einen Schritt näher auf dem Weg zum Grössten aller Zeiten.
Der Einzige, der Djokovics Eintrag in die Geschichtsbücher noch verhindern kann, ist Daniil Medwedew. «Ich bin mir sicher, dass er alles geben wird, um seinen ersten Grand-Slam-Titel zu gewinnen», blickt Djokovic auf das Duell mit dem Russen voraus. «Aber das werde auch ich machen.»
Chance zur Revanche für Medwedew
Medwedew steht zum 3. Mal im Final eines Major-Turniers. Anfang des Jahres konnte er an den Australian Open seine 2. Chance auf den grossen Coup nicht nutzen. Auch in Melbourne hiess der Final-Gegner Novak Djokovic, der Serbe siegte mit 7:5, 6:2, 6:2. 2019 hatte Medwedew bereits an den US Open im Endspiel gegen Rafael Nadal in 5 Sätzen den Kürzeren gezogen.
Wenn ich gewinne, werde ich wahrscheinlich irgendwo in den Geschichtsbüchern als derjenige stehen, der es nicht zugelassen hat
«Je öfter man etwas nicht gewinnt, desto mehr will man es haben. Ich habe 2 Endspiele verloren. Ich möchte das 3. Spiel gewinnen», erklärte Medwedew nach dem Halbfinal-Erfolg gegen den Kanadier Félix Auger-Aliassime. Gegen Djokovic werde er «alles, was ich noch habe, auf den Platz bringen».
Natürlich weiss auch Medwedew, was Djokovic am Sonntag erreichen kann. «Wenn ich gewinne, werde ich wahrscheinlich irgendwo in den Geschichtsbüchern als derjenige stehen, der es nicht zugelassen hat», sagte der 25-Jährige. Wie man den Serben schlägt, weiss Medwedew. 3 der letzten 5 Duelle hat er gewonnen, insgesamt liegt er aber nach 8 Duellen 3:5 zurück.