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Tier, Vieh = Symbole für Natürliches, Schöpfungsmäßiges, Triebhaftes
Tier, Vieh = Symbole für Natürliches, Schöpfungsmäßiges, Triebhaftes
Tiere sind Abbilder des Natürlich-Schöpfungsmäßigen, des Seelisch-Triebhaften. Der unerrettete Mensch unterscheidet sich auf seinem Weg zum Grab nur wenig von einem Tier, wie wir in Pred 3:19 lesen: "was das Geschick der Menschenkinder und das Geschick der Tiere betrifft, so haben sie einerlei Geschick: wie diese sterben, so sterben jene, und einen Odem haben sie alle; da ist kein Vorzug des Menschen vor dem Tiere; denn alles ist Eitelkeit."
Von Nebukadnezar sagt die Schrift, dass ihm das Herz eines Tieres gegeben wurde (Dan 7:3-8 - Offb 13:1-18). Sicherlich ist es kein Zufall, dass viele Nationen Tiere in ihren Wappen führen oder irgendwie durch Tiere gekennzeichnet sein. Spricht man nicht vom deutschen Adler, von gallischen Hahn, vom russischen Bären, vom britischen Löwen und vom chinesischen Drachen?
Schon der Volksmund, der ja viele göttlicheWahrheit ahnt, versinnbildlicht seelische Eigenschaften durch Tiere. Der Löwe ist ein Bild der Herrschaft und des Heldischen (Spr 30:30), der Stier stellt die Kraft, der Esel das Ertragen einer Last, das Lamm die Geduld, die Ameise den Fleiß, die Henne den Schutz, die Taube die Reinheit, die Schlange die List und das Ross den Mut dar. Es wäre eine dankbare und aufschlussreiche Arbeit, einmal die Schrift hinsichtlich aller darin vorkommenden Tiere durchzusehen und die Eigenschaften festzustellen, die sie verkörpern.
Gott hat ein Herz für die Tiere und ist um sie besorgt. Das geht aus vielen biblischen Zeugnissen hervor. Denken wir nur daran, dass der Herr auch um der vielen Tiere willen Ninive nicht zerstörte (Jon 4:11)! "Wie stöhnt das Vieh!" lesen wir in Joe 1:18 und finden im übernächsten Vers das ergreifende Zeugnis, dass die Tiere des Feldes lechzend zu Gott schreien.
"Menschen und Vieh rettest du, o Herr", bezeugt David in Ps 36:6b und fordert kraft göttlicher Inspiration in Ps 148:10 das wilde Getier und alles Vieh, die kriechenden Tiere und das geflügelte Gevögel auf, in das Lob Gottes einzustimmen.
Unser hochmütiges, ungläubiges Herz vermag kaum zu fassen, dass auch einmal das Wort aus Gottes heiligem Munde wahr werden wird, das da verheißt: "Das Getier des Feldes wird mich preisen" (Jes 43:20).