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7.1
Ganglion, sympathisch
Präparat:
Präparatedetails:
Organ: Grenzstrang-Ganglion
Herkunft: Rind
Färbung: Saure Phosphatase, Kernechtrot
Methode und Präparat:
Bei der Darstellung der sauren Phosphatase werden Phosphatreste mit Bleisalzen ausgefällt. Das ergibt eine intensive Anfärbung des Perikaryons sowie der Neurofibrillen in den Dendriten und Neuriten.
Ziel der Untersuchung:
Kenntnis des Baus eines sympathischen Ganglions mit multipolaren Nervenzellen.
Besonderheiten des Präparats:
Schon mit der schwachen Vergrösserung wird deutlich, dass die sympathischen Ganglienzellen über das ganze Ganglion verteilt sind. Die auf- und absteigenden Ausläufer der multipolaren Zellen hingegen sind teilweise in kleineren Bereichen gebündelt.
Im Gegensatz zum Spinalganglion, bei dem nur mit Mühe der einzelne Ausläufer gefunden werden konnte, sind die Ausläufer der multipolaren Ganglienzellen in grosser Zahl vorhanden und deshalb oft im Schnitt getroffen. Bei günstiger Schnittrichtung kann der Ursprungskegel (Axonhügel) des Neuriten erkannt werden, wegen der parallelen Anordnung der Neurofibrillen und dem Fehlen der Nissl Schollen (RER). Die Perikaryen weisen sehr ausgeprägte Grössenunterschiede auf. Die Hüll- oder Mantelzellen sind an ihren grossen Zellkernen zu erkennen. Ein Spaltraum zwischen den Hüllzellen und dem Perikaryon ist häufig vorhanden, stellt aber einen Präparationsartefakt dar. Die Nervenzellausläufer sind in allen Schnittrichtungen getroffen längs, quer und tangential. Zwischen den Perikaryen der Ganglienzellen und den Nervenfasern ist schemenhaft eine grössere Zahl von Zellkernen zu finden. Diese gehören zu den Gliazellen und den Zellen der Gefässwände, die das Ganglion versorgen.
Aufgaben:
Suchen Sie verschiedene multipolare Ganglienzellen und beachten Sie die deren Verteilung über das Ganglion und die unterschiedliche Grösse der einzelnen Perikaryen.
Suchen Sie Regionen mit Nervenfasern und beurteilen Sie anhand des Schnittverlaufs ihre Verlaufsrichtung (quer, längs oder tangential geschnitten).
Suchen Sie einen Axonhügel (Ursprungskegel) von dem aus ein Neurit (Axon) das Perikaryon verlässt (nur sehr wenige vorhanden auf diesem Präparat).
Identifizieren Sie einige Gefässe.
Copyright
Universität Basel
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