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In der Implantattherapie treten periimplantäre Mukositis und Periimplantitis häufig auf. Oft ist ein Implantatverlust die Folge. Um das Risiko von Misserfolgen zu reduzieren, ist die Entwicklung von Konzepten für die wirkungsvolle Prävention und Behandlung dieser entzündlichen Prozesse erforderlich.
Um dem Auftreten von periimplantärer Mukositis und Periimplantitis vorzubeugen, empfiehlt Prof. Dr. Jürgen Becker eine Sterilisierung von Abutments vor deren Eingliederung. Damit ein einfacher Zugang zu einem Implantat gewährleistet ist, um das sich eine Entzündung gebildet hat, verwendet der Referent ausschließlich temporären Befestigungszement oder verschraubte Aufbauten. Zudem weist er darauf hin, dass häufiges klinisches Sondieren zu vermeiden ist.
Klares Anzeichen für periimplantäre Mukositis ist eine Blutung bei leichter Sondierung. Diese sollte sofort behandelt werden, da die Entzündung durch eine entsprechende Therapie reversibel ist. Zu den effektiven Behandlungsansätzen gehören das mechanische Debridement und die Anwendung von Chlorhexidindiglukonat. Erfolgt keine Therapie, ist die Entwicklung einer Periimplantitis wahrscheinlich. Diese Erkrankung führt zu Veränderungen des Knochenniveaus in Verbindung mit einer Blutung bei Sondierung und kann nur durch einen chirurgischen Eingriff nachhaltig behandelt werden.
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