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Aktuelle Publikation
Langzeitstudie: Käse und Joghurt senken Hirngefässerkrankungen
Die französische "NutriNet-Santé"-Studie hat untersucht, wie der Konsum von Milch und Milchprodukten mit dem Risiko für Herzkreislauferkrankungen zusammenhängt. Insgesamt nahm man 104'805 französische Erwachsene (> 18 Jahre; mittleres Alter bei Studienbeginn 42,8 Jahre) in die Studie auf. Zu Beginn wurde die tägliche Nahrungsaufnahme anhand von 24-Stunden-Ernährungsaufzeichnungen erfasst. Nach 5,5 Jahren wurde die Gesamtzufuhr von Milchprodukten, Milch, Käse, Joghurt, fermentierten sowie fettreichen und fettreduzierten Milchprodukten mit der Inzidenz von Herzkreislauferkrankungen in Beziehung gesetzt.
Ende April 2021 wurden die Ergebnisse veröffentlicht: Insgesamt wurden 1952 Herzkreislauferkrankungen diagnostiziert, davon 1219 Fälle von koronarer Herzkrankheit und 878 Fälle mit Hirninfarkt. Man fand keinen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Milchprodukten und dem Gesamtrisiko für Herz- oder Hirninfarkt. Hingegen war der Konsum von mindestens 160 Gramm fermentierte Milchprodukte (z.B. Käse, Joghurt) pro Tag sogar signifikant mit einem reduzierten Risiko für Hirngefässerkrankungen assoziiert.
Diese grosse Langzeitbeobachtungsstudie lässt bei täglichem Konsum von Milchprodukten kein erhöhtes, sondern ein eher vermindertes Herz-Kreislauf-Risiko erkennen. Dabei schnitten vollfette Milch und fettreiche Milchprodukte gleich günstig ab wie die fettarmen Varianten.
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