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Definition
Die Esalen Massage ist eine Ganzkörpermassage mit leicht fließenden Streichungen sowie passiven Gelenkbewegungen, die bei bestimmten Indikationen wie etwa Nacken- und Schulterschmerzen gut hilft. Entwickelt wurde sie in den 1960er-Jahren am namensgebenden kalifornischen Esalen Institute. Dessen Name leitet sich wiederum vom dort früher ansässigen Indianerstamm der Esselen ab.
Anwendung
Der Masseur (in diesem Fall „Practitioner“ genannt) streicht leicht fließend über den Körper in seiner gesamten Länge und bewegt zusätzlich die Gelenke der massierten Person. Deren Körper wiegt er sanft und im Rhythmus des Atmens. Ein Klopfen auf Muskelpartien erfolgt nicht, Kneten kommt nur sehr wenig vor. Es kommt Öl zum Einsatz, allerdings in mäßiger Menge. Zur Behandlung gehört ein Vorgespräch, um Beschwerden des Klienten zu ermitteln.
Mit Vorgespräch dauert die Massage insgesamt etwa 90 Minuten. Zusätzliche Elemente, die Im Laufe der letzten Jahrzehnte hinzugefügt wurden, entstammen der Feldenkrais- und der Cranio-Sacral-Therapie, der Körperbearbeitung nach Milton Trager, der Tiefengewebearbeit, der Akupressur, dem Rolfing und der Polarity. Die Practitioners entwickeln durchaus sehr eigene Stile. Behandelte Indikationen sind wie erwähnt Nacken-, Rücken- und Kopfschmerzen (einschließlich Migräne) sowie Muskel- und Gelenkverspannungen.
Gleichzeitig verbessert die Massage die Blutzirkulation, wirkt gegen hohen Blutdruck und hilft bei Schlafschwierigkeiten. Bei Fieber, Hautpilz, akuten Infektionen und Tumoren darf sie nicht angewendet werden. Die Massage wurde am Esalen Institute gleich nach dessen Gründung im Jahr 1961 entwickelt. Pioniere waren Bernard Gunther und Charlotte Selver, ab 1968 gab es erste öffentliche Kurse in der Massagetechnik.
Grundlagen
Die Basis der Massage ist die klassische schwedische Massage, der Elemente anderer Körpertherapien hinzugefügt wurden. In den frühen 1980er-Jahren gelangte sie nach Europa, hier wurde sie nochmals weiterentwickelt. Teilweise erhielt sie auch neue Namen, so in Frankreich, wo man sie Massage Californien nennt. Die Massagetechnik Art of Touch wurde von ihr abgeleitet.
Das grundsätzliche Ziel dieser Massagetechnik besteht darin, die Körperwahrnehmung zu erhöhen. Gleichzeitig löst die Massage körperliche und energetische Blockaden. Sie regt die Sensorik der Haut, die Blutzirkulation, den Fluss der Lymphe und das metabolische System an. Muskeln und Nerven entspannen sich. Die Gelenkbänder und Sehnen werden gedehnt, gleichzeitig breitet sich im gesamten Körper Entspannung aus.