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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,7, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenige Parteien können auf eine so lange und wechselhafte Geschichte wie die Sozialdemokratische Partei Deutschlands verweisen: von den Anfängen 1863 unter Ferdinand Lasalle, über die Abspaltung der USPD 1916 und das Verbot der SPD durch die Nationalsozialisten, bis hin zum Wandel zur Volkspartei durch das Godesberger Programm von 1959 und zur mehrmaligen Regierungsbeteiligung.
Dennoch gibt es immer wieder Überlegungen ob der Niedergang der Sozialdemokratie bevorstehen könnte. Als Gründe hierfür werden tief greifende Änderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik genannt, die seit den 70er Jahren des 20.Jahrhunderts eine große Herausforderung für sozialdemokratische Politik darstellen.
Eine aktuelle "Bedrohung" für die Sozialdemokratie könnte der Prozeß der Europäischen Integration sein, denn "die bewährten Politikmuster sozialdemokratischer Parteien werden [...] durch die Marktintegration der Gemeinschaft ernsthaft herausgefordert." Integration bezeichnet in der politischen Wissenschaft "die Erweiterung einer internationalen Organisation und das Zusammenwachsen von zuvor unabhängigen Staaten zu einer supranationalen Organisation." Ist dieser Prozeß eine Gefährdung oder gar eine Chance für die Sozialdemokratie?
Auch wenn der EG-Vertrag die Bedeutung europäischer Parteien in Bezug auf die Integration verweist und die Konstituierung der Sozialdemokratischen Partei Europas 1992 erfolgte, so hat noch keine wirksame Transformation der europäischen Parteienlandschaft stattgefunden. In dieser Arbeit soll daher vor allem die Chancen und Risiken der deutschen Sozialdemokratie betrachtet werden.
Hierfür wird ein Blick auf die historische Entwicklung der europäischen Integration und auf die Risiken für die Sozialdemokratie geworfen. Anhand ausgewählter Bereiche werden konkrete Möglichkeiten näher betrachtet.