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Camillo Schumann (1872–1948) wurde in Königstein/Sachsen geboren. Mit 17 Jahren trat er ins Konservatorium Leipzig ein, wo er unter anderem beim Gewandhausorganisten Paul Homeyer studierte. Er beendete sein Studium an der Hochschule für Musik in Berlin. Im Jahr 1896 wurde er an die Stadtkirche St. Georg in Eisenach berufen, wo er sich als virtuoser Organist einen Namen machen. In seinen Konzerten spielte er oft Bach und Händel, aber auch Werke von Mendelssohn und Rheinberger, Piutti und Merkel.
Camillo Schumann setzte sich zusammen mit seinem Bruder Georg für den Bau der grossen Jehmlich-Orgel in der Georgskirche ein (Beitragsbild). Ebenso engagierte er sich für die Instandsetzung des Eisenacher Bach-Hauses.
Im Jahr 1914 zog Schumann in den Kurort Bad Gottleuba in der Sächsischen Schweiz, wo er sich vor allem dem Komponieren widmete. Allerdings fand er kaum Verleger für seine Werke und verdiente sich den Lebensunterhalt weiterhin mit Kirchenmusik-Diensten in der Region. Er starb in Bad Gottleuba, wo heute noch sein Grab erhalten ist.
Kompositionen von Camillo Schumann
- Sechs Sonaten für Orgel
- 61 Choralvorspiele für Orgel (1939–1946)
- einige Werke für Violine oder Violoncello und Orgel
- Zahlreiche Werke für Klavier oder Harmonium
- Kammermusik für verschiedene Besetzungen
- Vokalwerke