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Bei Kundgebungen zum Jahrestag des Staatsstreichs von 1973 in Chile ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Ein Polizist wurde bei den Protestmärschen am Sonntagabend in Santiago de Chile durch einen Schuss verletzt.
Sieben weitere Polizisten hätten leichte Verletzungen erlitten wie das Nachrichtenportal Emol berichtete. Die Demonstranten setzten mindestens zwölf Fahrzeuge in Brand und verursachten Stromunterbrechungen. 49 Menschen wurden festgenommen.
Innenminister Mario Fernández verurteilte am Montag die Zwischenfälle. Die Regierung werde gegen die Verantwortlichen vor Gericht ziehen.
Menschenrechtsorganisationen hatten zu der Kundgebung zu Ehren der Opfer der Militärdiktatur (1973-1990) aufgerufen. Ziel des Protestzugs war der Friedhof von Santiago, in dem eine Gedenkstätte errichtet worden ist.
General Augusto Pinochet hatte am 11. September 1973 den Aufstand gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende angeführt. Nach offiziellen Untersuchungen wurden während der Diktatur in Chile mehr als 3000 Menschen ermordet und weitere 35'000 Oppositionelle festgenommen und gefoltert. (sda/dpa)
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