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Wissenschaftler der Universität Leicester haben die über 500 Jahre alten Gebeine des berüchtigten Herrschers König Richard III. identifiziert.
Die Knochen waren im vergangenen August in der Stadt gefunden worden. Hobby-Archäologen hatten jahrelang gegen Widerstände gekämpft, dort graben zu dürfen.
Tod auf dem Schlachtfeld
Der Ausgrabungsleiter erklärte, der gefundene Schädel sei in gutem Zustand. Am Hinterkopf des Totenschädels sind Spuren einer Wunde erkennbar. Die gekrümmte Wirbelsäule weist zudem eine eingedrungene Pfeilspitze auf.
Der König war 1485 in der Schlacht von Bosworth 32jährig gestorben. Sein Tod beendete die Rosenkriege um den Thron Englands und wird häufig als Zeitpunkt für das Ende des Mittelalters in Grossbritannien gewertet. Nach ihm übernahm mit Heinrich VII. der erste Vertreter der Tudor-Dynastie die Herrschaft.
Die Beweise, die das Team aus Archäologen, Historikern, Biologen, DNA-Experten zusammengetragen haben, liessen keinen Zweifel daran, dass es sich um Richard handle, so die Forscher. Zu den wichtigsten Erkennungsmerkmalen gehörten Hinweise auf eine Wirbelsäulenverkrümmung. Ausserdem wurden Nachkommen ausfindig gemacht und DNA-Vergleiche angestellt.