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Zoo Zürich
Überdimensioniertes Meerschweinchen
Capybaras sind seit 1966 im Zoo Zürich zuhause. Bei den grössten Vertreter der Nagetiere hat es Nachwuchs gegeben.
Diese Tiere sind gesellig, schreibt der Zoo Zürich am Mittwoch über die Capybaras. Sie leben sozial in Familienverbänden oder Gruppen. Der Name Wasserschwein nehme den Umstand auf, dass Capybaras eng ans Wasser gebunden sind und im Uferbereich von Seen und Flüssen leben. Eine Anpassung an diesen Lebensraum seien die mit Schwimmhäuten verbundenen Zehenglieder. Bei Gefahr würden Capybaras ins Wasser flüchten.
Die Tragzeit dauert etwa fünf Monate, ein Wurf kann zwei bis acht Junge umfassen. Junge Capybaras sind Nestflüchter, schon kurz nach der Geburt folgen sie ihren Eltern nach. Das Geburtsgewicht liegt bei etwa eineinhalb Kilogramm. Schon früh nehmen die Jungen feste Nahrung zu sich, gesäugt werden sie während etwa drei Monaten.
Geburtskomplikationen und gesunde Vierlinge
Wie der Zoo Zürich scheibt, wurden 2013 letztmals Junge erfolgreich in ihm aufgezogen. Ein 2017 geborener Wurf wurde vom Weibchen verbissen und überlebte nicht.
Zum 2012 in Zürich geborenen Männchen gesellten sich letztes Jahr zwei junge Weibchen aus München, ist in der Medienmitteilung weiter zu lesen. Eines dieser Weibchen zeigte im März dieses Jahres Anzeichen einer Geburt. Da sich dabei Komplikationen abzeichneten, führten die Zootierärzte einen Kaiserschnitt durch und entwickelten ein einzelnes, bereits totes Jungtier von 4,1 Kilogramm! Die Geburtsschwierigkeiten führten ein paar Tage später auch zum Tod der Mutter.
Wie der Zoo Zürich berichtet, kündete der füllig werdende Bauch des anderen Weibchens etwas später eine weitere Geburt an. Um mögliche Risiken vorgängig zu erkennen, bestand der Plan, mittels einer Röntgenaufnahme mit einem mobilen Gerät Anzahl und Grösse der zu erwartenden Jungen zu bestimmen.
Doch bevor dies gelang, habe das Weibchen am 27. Juli auf der Aussenanlage vier muntere Junge zur Welt gebracht. Sie wurde dabei vom Männchen unterstützt, das den Geburtsplatz im Auge behielt und mithalf, die Jungen trocken zu lecken. Die Jungen suchen sowohl die Nähe der Mutter wie des Vaters und folgen auch beiden Elternteilen nach.
Vielgestaltige Wohngemeinschaft
Nach Informationen des Zoss Zürich wohnen die Capybaras bewohnen im Südamerika-Bereich des Zoos – als Nachbarn der Flamingos – eine Gemeinschaftsanlage. Ihre Mitbewohner sind die Flachlandtapire und Ameisenbären sowie Halsband-Wehrvögel (auch Tschajas genannt) und Schwarzhalsschwäne.