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„Entsündige mich mit Ysop, und ich werde rein sein…“, betet König David im 50. Psalm. Dabei nimmt er Bezug auf 4. Mose 19, 18-19:
„…und ein reiner Mann soll ein Ysopbüschel nehmen und es in das Wasser eintauchen und soll etwas auf das Zelt sprengen und auf alle Gefäße und auf die Personen, die dort sind, und auf den, der die Knochen oder den Erschlagenen oder den Verstorbenen oder das Grab berührt hat. Und zwar soll der Reine den Unreinen am dritten Tag und am siebten Tag besprengen und ihn am siebten Tag entsündigen.“
Beim Auszug aus Ägypten sollten die Israeliten einen Ysopbüschel nehmen, es in das Blut des Passahlamms tauchen und an die Türpfosten streichen, als Zeichen für die vergebende Gnade Gottes (2. Mose 12,22).
Der Überlieferung nach war der in Essig getauchte Schwamm, der Jesus gereicht wurde, auf einen Ysopzweig gesteckt, weshalb der Strauch auch ein Attribut der allerseligsten Jungfrau Maria ist. „Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund“ (Joh 19,29).
Wie viele unserer bekannten Kräuter gehört auch der Ysop zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sein Name leitet sich vom Hebräischen אֵזוֹב (‘ésóv) für ‚heiliges Kraut‘ ab. Erscheinen zwischen Juni und September.