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Die Diagnose der rheumatoiden Arthritis ist komplex
Diagnose Um eine irreversible Zerstörung der Gelenke abzuwenden, muss die Erkrankung möglichst früh behandelt werden.
Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke. Die Betroffenen leiden an chronischen Schmerzen und Schwellungen, anfangs vor allem in den kleinen Gelenken der Finger und der Zehen, später in verschiedenen weiteren Gelenken sowie in Sehnenscheiden und Schleimbeuteln.
«Die chronischen Entzündungen schränken die Funktion der betroffenen Gelenke empfindlich ein und können sie auf Dauer komplett zerstören», erläutert der Facharzt Michael Kirsch. Die rheumatoide Arthritis zählt zu den Autoimmunerkrankungen.
Dabei attackieren fehlgeleitete Zellen des Immunsystems körpereigene Strukturen.
Schmerzende Entzündungsprozesse
Jedes Gelenk des menschlichen Körpers ist von einer schützenden und stabilisierenden Gelenkkapsel umgeben, deren Innenhaut eine Flüssigkeit absondert, die Gelenkschmiere. Bei einer rheumatoiden Arthritis entzündet sich diese Gelenkinnenhaut.
Die Entzündung führt zu Schmerzen, Schwellungen, Ergüssen und einer Überwärmung des Gelenkes und schränkt seine Bewegungsfähigkeit ein.
Im Laufe von Wochen oder Monaten erkranken weitere Gelenke wie Ellbogen, Schulter, Knie und Hüfte und die Entzündungsprozesse greifen auf Sehnenscheiden und Schleimbeutel über, die ebenfalls schmerzen und anschwellen.
Rückbildung der Symptome
«Die Diagnose einer rheumatoiden Arthritis erfordert viel Erfahrung», betont Kirsch. Um eine irreversible Zerstörung betroffener Gelenke abzuwenden, ist es wichtig, die Erkrankung möglichst frühzeitig zu behandeln.
Ziel der medikamentösen Therapie ist die sogenannte Remission. Darunter versteht man die vollständige Rückbildung der entzündlich bedingten Symptome. «Die in den letzten Jahren erheblich verbesserten medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten haben chirurgische Therapieoptionen wie zum Beispiel die Entfernung der entzündeten Gelenkinnenhaut oder den künstlichen Gelenkersatz in den Hintergrund treten lassen», erläutert Kirsch.
Bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis kommen auch Physiotherapie und Ergotherapie zum Einsatz. Positiv wirken sich körperliche Aktivitäten sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung aus.