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Kleine, feste, weisse Pickelchen, die auf der Haut und besonders häufig im Bereich der Augen auftauchen, sind unter dem Namen "Milien" oder "Grieskörner" bekannt. Milien sind harmlose, mit Keratin gefüllte Hautzysten, die typischerweise auf dem Gesicht, insbesondere an den Augenlidern und um die Augen, auftreten. Sie sind in der Regel 1-2 Millimeter gross und zeichnen sich durch ihre harte, weisse oder gelbliche Oberfläche aus.
Ursachen und Entstehung von Milien
Milien oder Grieskörner entstehen, wenn sich Keratin – ein natürliches Protein in der Haut – in den Hautporen oder Haarfollikeln ansammelt. Diese Ansammlung führt zur Bildung kleiner, harter, weisslicher Knötchen an der Hautoberfläche. Es gibt zwei Haupttypen von Milien: primäre und sekundäre. Primäre Milien bilden sich von selbst, während sekundäre Milien als Reaktion auf eine Verletzung oder eine Hauterkrankung auftreten können.
Die genauen Ursachen, warum sich Milien bilden, sind noch nicht vollständig verstanden. Allerdings gibt es einige Faktoren, die die Bildung von Milien begünstigen können. Dazu gehören Hautschäden durch Sonnen- oder Hitzeexposition, Verwendung von stark okklusiven oder schweren Hautpflegeprodukten, die die Poren verstopfen können, sowie bestimmte Hautzustände wie Rosazea oder chronische Entzündungen.
Milien sind in der Regel harmlos und verursachen keine Beschwerden oder Schmerzen. Allerdings können sie als kosmetisches Problem wahrgenommen werden, besonders wenn sie im Gesichtsbereich, insbesondere um die Augen, auftreten. Sie sind kein Zeichen schlechter Hygiene und werden nicht durch mangelnde Hautreinigung verursacht.
Es ist möglich, die Bildung von Milien zu verringern, indem man die Haut gesund hält und Veränderungen im Lebensstil vornimmt. Dazu gehören unter anderem das Vermeiden von starker Sonneneinstrahlung und das Verwenden von nicht-komedogenen Hautpflegeprodukten.
Erkennung und Unterscheidung von Milien
Milien sind recht leicht zu erkennen und unterscheiden sich deutlich von anderen Hautunreinheiten. Sie präsentieren sich als winzige, harte, perlweisse Knötchen, die fest unter der Haut sitzen. Sie sind nicht entzündlich wie Akne und können nicht wie Pickel ausgedrückt werden. Milien sind in der Regel schmerzfrei und verursachen keine Beschwerden. Die am häufigsten betroffenen Bereiche sind das Gesicht, insbesondere die Haut um die Augen, die Wangen und die Stirn.
Die Ernährung und der Lebensstil können indirekt die Bildung von Milien beeinflussen. Eine Ernährung, die reich an gesättigten Fetten und zuckerreichen Lebensmitteln ist, kann die Hautgesundheit beeinträchtigen und das Risiko für verschiedene Hautprobleme, einschliesslich Milien, erhöhen. Auch ein ungesunder Lebensstil, wie Rauchen oder übermässiger Alkoholkonsum, kann die Hautqualität beeinträchtigen und zur Entstehung von Hautproblemen führen. Daher kann eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil dazu beitragen, die Hautgesundheit zu verbessern und das Risiko für Hautprobleme wie Milien zu verringern.
Behandlungsmöglichkeiten für Milien am Auge
Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten für Milien. Die richtige Wahl hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschliesslich der Grösse, Anzahl und Position der Milien, sowie deinem Hauttyp und persönlichen Vorlieben.
Medizinische Optionen und Beratung durch Fachpersonal
Entfernung von Grieskörnern durch professionelle Nadelentfernung
Minimalinvasive Entfernung
Hausmittel und natürliche Methoden zur Behandlung
In jedem Fall ist es vor dem Entfernen wichtig, dass du dich von einem qualifizierten Facharzt beraten lässt. Ein Experte kann dir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten erklären und die beste Behandlung für dich empfehlen.
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Die Vermeidung von Milien beginnt mit der richtigen Hautpflege und der Auswahl geeigneter Kosmetikprodukte. Gleichzeitig sind Vorsichtsmassnahmen bei der Selbstbehandlung von grösster Bedeutung.
Eine regelmässige und gründliche Hautreinigung ist entscheidend, um die Poren frei von überschüssigem Talg und Hautzellen zu halten, die zur Bildung von Milien beitragen können. Dabei solltest du darauf achten, ein sanftes, nicht komedogenes Reinigungsmittel zu verwenden und die Haut nicht zu sehr zu reiben oder zu reizen. Auch eine regelmässige Exfoliation kann helfen, Milien vorzubeugen, indem sie tote Hautzellen entfernt und die Hauterneuerung fördert.
Die Wahl der richtigen Hautpflegeprodukte spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Milien. Optimal sind ölfreie, nicht komedogene Produkte, die die Poren nicht verstopfen. Achte auch darauf, dass deine Hautpflegeprodukte und Make-up-Produkte keinen hohen Gehalt an schweren Ölen und Wachsen haben, die zur Bildung von Milien beitragen können.
Es kann verlockend sein, Milien zu Hause selbst zu entfernen, aber dies sollte mit Vorsicht angegangen werden. Unangemessenes Ausdrücken oder Aufstechen von Milien kann zu Hautschäden, Narbenbildung und Infektionen führen. Wenn du dich entscheidest, Milien zu Hause zu behandeln, solltest du sicherstellen, dass du die richtigen Techniken anwendest und immer saubere, sterile Werkzeuge verwendest.
Milien – Mythos und Wahrheit
Obwohl die genaue Rolle der Ernährung bei der Bildung von Milien noch nicht vollständig geklärt ist, deuten einige Studien darauf hin, dass eine Ernährung, die reich an gesättigten Fetten und raffinierten Kohlenhydraten ist, zu Hautproblemen führen kann. Es wird auch angenommen, dass Stress und mangelnder Schlaf die Gesundheit der Haut beeinträchtigen und zur Bildung von Milien beitragen können. Ein gesunder Lebensstil, der ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung und ausreichenden Schlaf beinhaltet, kann daher dazu beitragen, das Risiko für Hautprobleme wie Milien zu minimieren.
Einer der gängigsten Mythen über Milien ist, dass sie das Ergebnis schlechter Hygiene sind. Dies ist jedoch nicht der Fall. Milien entstehen durch den natürlichen Prozess der Hauterneuerung und können auch Menschen mit sehr sauberer Haut betreffen.
Ein weiterer Mythos ist, dass Milien wie Pickel "ausgedrückt" werden können. Dies ist in der Tat gefährlich und kann zu Hautschäden und Infektionen führen. Milien sind keine Akne und sollten nicht auf dieselbe Weise behandelt werden.
Milien – nicht immer ein Grund zur Sorge
Milien, auch als Grieskörner bekannt, sind eine harmlose Hauterscheinung, die durch natürliche Hauterneuerungsprozesse entsteht. Die Auswahl geeigneter Hautpflegeprodukte, eine gesunde Lebensweise und gegebenenfalls professionelle Behandlungsoptionen können dabei helfen, das Auftreten von Milien zu minimieren.
Geprüft von unserer OptikerinStefanie BergerAugenoptikerinAls studierte Optometristin ist Stefanie für die optischen Themen bei Mister Spex verantwortlich. Neben ihrer starken Expertise bei Brillen und Kontaktlinsen ist es sie, die für uns die Augenoptik entzaubert und für jeden verständlich macht.