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Eine Industrievereinigung zu der unter anderem IBM, Oracle, und Nokia gehören hat bei der EU eine neue Kartellbeschwerde eingereicht.
Eine ECIS (European Committee for Interoperable Systems) genannte Industrieallianz hat bei er Europäischen Kommission eine neue Beschwerde gegen Microsoft wegen Verstössen gegen das Kartellrecht eingereicht. Da es sich um eine formelle Beschwerde handelt, wird sich nun die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes damit auseinandersetzen müssen. Sie wird letztlich darüber entscheiden, ob eine neue formelle Untersuchung gegen Microsoft eröffnet wird, oder nicht.
Zu ECIS gehören die Firmen IBM, Sun, Nokia, Oracle, RealNetworks , Red Hat, Linspire, Corel, und Opera Software. Das Komitee war ursprünglich gegründet worden, um der EU-Kommission beim bereits laufenden Verfahren gegen Microsoft zu "helfen".
Der ECIS-Anwalt Thomas Vinje erklärte im Gespräch mit dem 'WallStreet Journal' dass die neue Beschwerde sehr breit gefasst sei und einen grossen Teil von Microsofts aktuellen und zukünftigen Produkten betreffe. Details dürfe er nicht nennen, da die Beschwerde vertraulich behandelt werden solle. Generell allerdings gehe es um die Bündelungs- und Preispraktiken von Microsoft.
Ein weiterer Aspekt der Beschwerde, so Vinje, drehe sich um Microsofts Office-Suite. Die ECIS wirft hier Microsoft vor, zu verhindern, dass Konkurrenten Software entwickeln könnten, die ebenso gut mit den Office-Komponenten zusammen funktionieren wie die Microsoft-Produkte selbst. Damit gehr ECIS in eine ähnliche Stossrichtung, wie die EU-Kommission selbst im bereits laufenden Verfahren gegen den Softwareriesen. (hjm)