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«Für grosse Teile unserer Landbevölkerung kommt überhaupt keine andere Anlage von Ersparnissen in Betracht als bei der staatlichen Bank. Aber auch in der städtischen Bevölkerung dürfte es wenige Familien geben, wo nicht das steife, blaue Sparheft der Kantonalbank zu Hause wäre.» So beschrieb die Neue Zürcher Zeitung am 26. Februar 1930 den durchschlagenden Erfolg der Zürcher Kantonalbank in der Rolle als «kantonale Ersparniskasse».
Auch in den Führungsgremien der Bank war aufgefallen, wie sehr die Kantonsbevölkerung am Sparheft hing. Mit einem Einlagemaximum versuchte man die Kunden mit grösseren Ersparnissen auf Obligationen oder Kassenscheine umzulenken, um das Kapital längerfristig an die Bank zu binden. In der Bankratssitzung vom 22. März 1929 stellte man jedoch fest, dass die Kunden bei Erreichen des Maximums Umwege fanden, das zusätzliche Geld trotzdem auf einem Sparkonto der Zürcher Kantonalbank zu parkieren: Sie eröffneten weitere Sparhefte auf den Namen der Frau oder gar der Kinder, unterhielten welche auf eigenen Namen bei verschiedenen Niederlassungen oder errichteten Hefte auf fiktive Personen. Mit der stetigen Erhöhung der Einlagemaxima fügte die Bank sich schliesslich dem offenbar dringenden Kundenbedürfnis, auch sehr hohe Beträge auf dem Sparkonto zu deponieren.