Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03628.jsonl.gz/910

Mon chien Stupide
Regie: Yvan Attal
Darst.: Yvan Attal, Charlotte Gainsbourg, Éric Ruf, Pascale Arbillot, Sébastien Thiéry, Ben Attal, Adèle Wismes, Pablo Venzal, Panayotis Pascot, Oscar Copp, Lola Marois u.a.
Der alternde Schriftsteller Henri lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern am Meer im Südwesten Frankreichs und befindet sich in einer schweren Lebens- und Schaffenskrise; auch um seine Gesundheit steht es nicht zum Besten. Er zehrt immer noch vom Ruhm seines einzigen, viele Jahre zurückliegenden Bestsellers, seine Frau erträgt ihn kaum mehr und für seine Kinder ist er vor allem eine Geldquelle. Da kommt ihm die überraschende Ankunft eines riesigen Hundes gerade recht, denn dieses Tier strahlt genau das aus, was ihm fehlt: Energie, Tatendrang und Libido. Gegen den Willen seiner Familie quartiert er den Hund in der Wohnung ein; dass dieser Schritt weitreichende Konsequenzen nach sich zieht, ist ihm egal. Basierend auf «My Dog Stupid», dem posthum erschienenen Roman des 1983 verstorbenen US-Schriftstellers John Fante, verlegt Yvan Attal die sarkastische Geschichte über einen ständig nörgelnden, von seinem Familienleben ausgelaugten Literaten, der nach einem einzigen Bestseller nichts mehr zustande bringt, von Kalifornien an die französisch-baskische Atlantikküste. Der Figur von Henrys Ehefrau Cécile hat er im Vergleich zum Roman mehr Raum und Konturen gegeben, was durchaus seine Logik hat. Denn nach «Ma femme est une actrice» (2001), «Ils se marièrent et eurent beaucoup d’enfants» (2004), «Do Not Disturb» (2012) und «Ils sont partout» (2016) ist «Mon chien Stupide» bereits der fünfte Spielfilm von Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Yvan Attal, in dem er mit seiner Lebenspartnerin Charlotte Gainsbourg gemeinsam vor der Kamera steht. Und es ist der dritte Film, in dem auch ihr Sohn Ben Attal mit von der Partie ist. So viele persönliche Bezüge wecken natürlich Spekulationen über Parallelen zum realen Familienleben von Attal und Gainsbourg. Während Yvan Attal dazu sagte, ihn habe an seiner Rolle gereizt, das Wahre und das Unwahre auf die Spitze zu treiben, meinte Charlotte Gainsbourg kürzlich in einem Interview im Magazin der NZZ am Sonntag: «Man hält mich ja wohl auch nicht für eine Nymphomanin, nur weil ich seinerzeit in Lars von Triers ‹Nymphomaniac› mitgespielt habe.»