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Der Name des neuen Teams wurde mittels eines Wettbewerbs ermittelt. Innerhalb weniger Tage gingen mehr als 20'000 Einsendungen mit über 1'700 verschiedenen Vorschlägen ein. Am 17. Juni 1975 war es schliesslich soweit: Das neue Team wurde auf den Namen Seattle Seahawks getauft. Und das neue Team konnte auf grosse Unterstützung seiner Fans zählen: Nach 27 Tagen waren alle 59'000 Saisonkarten für die erste Spielzeit restlos ausverkauft.
Die Seahawks verpflichteten Jack Patera als ihren ersten Head Coach. In ihrem ersten Jahr kämpften die Seahawks mit den üblichen Problemen eines Expansion-Teams und konnten nur gerade zwei Siege erringen. Nachdem sie nach dem ersten Jahr von der NFC in die AFC gewechselt hatten, ging es aber schnell aufwärts und bereits 1978 resultierte eine erste Saison mit mehr Siegen als Niederlagen.
Das Streikjahr 1982 brachte für die Seahawks grosse Umbrüche mit sich: Patera wurde nach zwei Spielen entlassen und durch Mike McCormack ersetzt. Dieser musste aber nach der Saison den Trainerstab an Chuck Knox weitergeben. Für die Seahawks zahlte sich dieser Wechsel aus: Zum erstenmal qualifizierten sich die Seahawks für die Playoffs. Mehr noch: Nach Siegen gegen die arrivierten Denver Broncos und Miami Dolphins standen sie völlig überraschend im AFC Championship Game. Dort mussten sie sich allerdings den Los Angeles Raiders geschlagen geben.
Knox führte die Seahawks während seiner neun Jahre als Coach noch drei weitere Male in die Playoffs, 1988 errang er mit dem Team rund um Quarterback Dave Krieg und Running Back Curt Warner auch den ersten Divisionstitel in der Team-Geschichte. Massgeblichen Anteil an diesen Erfolgen hatte auch der bislang einzige Seahawk, welcher in die Hall of Fame gewählt worden ist: Wide Receiver Steve Largent. Von vielen als zu klein für die NFL eingestuft und von seinem ersten Team entlassen, setzte er neue Massstäbe für Wide Receivers. Bei seinem Rücktritt 1979 hielt er zahlreiche Receiving-Rekorde.
1989 wurde mit Tom Flores ein neuer Head Coach verpflichtet, der bei den Raiders auf eine erfolgreiche Karriere – gekrönt von zwei Super Bowl-Siegen – zurückblicken konnte. Bei den Seahwaks blieb ihm ein ähnlicher Erfolg aber versagt, es resultierten lauter Spielzeiten mit mehr Niederlagen als Siegen. Flores‘ Nachfolger erging es nicht besser: Auch Dennis Erickson konnte in keiner Spielzeit mehr Siege als Niederlagen feiern. 1996 versuchte Besitzer Ken Behring die Seahawks nach Los Angeles umzusiedeln. Als dies nicht gelang, verkaufte er das Team schliesslich an Paul Allen. Dieser holte dann 1999 mit Mike Holmgren einen weiteren Head Coach, an dessen Finger bereits ein Super Bowl-Ring steckte. Holmgren hatte mehr Glück und führte die Seahawks in seiner ersten Saison gleich zum zweiten Divisionstitel in der Team-Geschichte.
Danach stockt allerdings der Aufstieg der Seahawks wieder. 2002 machten sie vor allem neben dem Platz auf sich aufmerksam: Nicht nur bezogen sie ein neues, elegantes Stadion, sondern sie änderten auch ihr Helm-Design und verpasten dem Adler einen grimmigeren Blick. Und es nützte offenbar: 2005 erreichten die Seahawks erstmals die Super Bowl, wo sie sich allerdings den Pittsburgh Steelers geschlagen geben mussten. Acht Jahre später war es dann aber soweit: Die Seahawks erreichten erneut das Endspiel und lieferten beim 43:8-Sieg über die Denver Broncos eine beeindruckende Vorstellung ab.
SEAHAWKS FACTS
Mitglied der NFL:
4. Juni 1974
Erste Saison:
1976
Super-Bowl-Sieger:
XLVIII
Super-Bowl-Verlierer:
XL , XLIX
NFC-Meister:
2005, 2013, 2014
AFC-Vizemeister:
1983
Divisions-Meister:
1988, 1999, 2004, 2005, 2006, 2007, 2010, 2013, 2014, 2016, 2020
Hall of Fame-Mitglieder:
Kenny Easley
Walter Jones
Cortez Kennedy
Steve Largent