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Astana - Kasachstan fühlt sich noch immer von dem Satire-Film "Borat" des britischen Komikers Sacha Baron Cohen (38) gekränkt: Nun will ein Regisseur aus der zentralasiatischen Republik den vielfach prämierten Streifen mit einem eigenen Werk lächerlich machen.
Mit "Mein Bruder Borat" wolle er dem ausländischen Zuschauer beweisen, dass "Borats" Kasachstan eine Erfindung Cohens sei, sagte Erkin Rakischew nach Medienberichten vom Wochenende.
In "Borat" (2006) hatte Cohen einen kasachischen Reporter auf US-Reise gespielt. Dabei zeigte er Kasachstan als rückständigen Staat, in dem Minderheiten diskriminiert werden und Prostitution sowie Kriminalität alltäglich sind.
In Rakischews "Mein Bruder Borat" reist ein junger Amerikaner in das zentralasiatische Land, um mit eigenen Augen die angeblich mittelalterlichen Lebensbedingungen in "Borats" Heimat unter die Lupe zu nehmen. Er trifft "Borats" Bruder und fährt mit ihm in dessen Heimatdorf.
Doch wie sich herausstellt, liegt das Dorf gar nicht in Kasachstan. Dadurch kommt heraus: "Borat" ist kein Kasache, sondern Engländer. Der Film soll im Frühling 2011 in die Kinos kommen. "Wir wollen vom Erfolg von "Borat" profitieren", sagte Rakischew.
Die autoritäre Führung Kasachstans war so wütend über "Borat", dass sich Präsident Nursultan Nasarbajew beim damaligen britischen Premierminister Tony Blair beschwerte. Der Film ist in der früheren Sowjetrepublik weiterhin nicht zu kaufen, lediglich auf dem Schwarzmarkt kursieren Kopien.
SDA-ATS