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Als im Jahr 1950 die erste heute noch existierende Ziegenzuchtgenossenschaft gegründet wurde zählte man im ganzen Kanton Wallis gerade mal 400-500 Schwarzhalsziegen.
In knapp dreissig Jahren bis 1979 wuchs die Zahl der Ziegenzuchtgenossenschaften auf 11 an.
131 Züchter hatten inzwischen 763 Herdebuchtiere.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren diese Genossenschaften, wie der damalige SN- Präsident Edmund Hutter erklärte, bloss „ inoffiziell“ im Schwarznasenschaft - Zuchtverband mitgegangen.
Ausserdem gab es keine gültigen Statuten, welche den Anschluss der Ziegenzuchtgenossenschaften an den SN-Zuchtverband rechtfertigten.
Aus diesem Grunde wurde am 19.Mai 1979 erstmals eine Versammlung der Ziegenhalter durchgeführt.
Anwesend waren verschiedene Präsidenten, Zuchtbuchführer und andere Interessenten aus dem Oberwallis, sowie Vertreter der Schweizerischen Kleinviehzuchtzentrale, des schweiz. Ziegenzuchtverband (SZZV) ebenso kantonale Vertreter und der Präsident des SN-Zuchtverbandes.
In Belangen wie Züchtung, Zuchtziel, Herdebuch, Beratung Gesundheitsdienst, Verkauf, Vermarktung und vielem mehr, sah man die Interessen der Züchter in einem eigenen Ziegenzuchtverband besser vertreten.
Simon Fercher, Ernst Roten und Hubert Schmid wurden dazu bestimmt ein Statutenkomitee zu bilden, um einen ersten Entwurf auszuarbeiten.
Am 15. September wurde der Statutenentwurf sorgfältig ausgearbeitet und eine Woche später, am 24.September 1979 konnte der Oberwalliser-Ziegenzuchtverband in der Aula der landwirtschaftlichen Schule in Visp gegründet werden.
Der OZIV hatte sich zum Ziel gesetzt eine Vereinheitlichung der Rassen herbeizuführen und die verwerfliche, wilde „Kreuzerei“ auszuschalten. Zudem sollte vor allem die Zucht und Haltung der angestammten Schwarzhals- Rasse gefördert werden.
Zur Unterzeichnung der Statuten wurden die Präsidenten und Zuchtbuchführer der damaligen Ziegenzuchtgenossenschaften Ausserberg, Bratsch, Glis, Mund, Naters, Ried-Brig, Staldenried, St.Niklaus, sowie Randa, Raron-Niedergesteln, Unterems und die Zuchtstation Ried Mörel eingeladen.
Im ersten Wahlgang wurden mittels schriftlicher Abstimmung folgende 5 Züchter zu Vorstandsmitgliedern gewählt. Schmid Hubert aus Ausserberg
Jean-Marie Salzmann aus Naters
Simon Fercher aus Glis
Paul Fux aus St.Niklaus
Josef Pfammatter aus Mund
Zum ersten Präsidenten des OZIV wurde Schmid Hubert, Ausserberg gewählt.
Fercher Simon stellte den Antrag der Kant. Station für Tierzucht in Chateauneuf Experten aus den Verbandsmitgliedern vorzuschlagen, damit die künftige Ziegenbeurteilung fachmännisch ausgeführt werde.
Um ein Startkapital für den neu gegründeten Ziegenzuchtverband wurde der Präsident des SN-Verbandes Edmund Hutter angegangen. Dieser konnte erwirken, dass ein Sympathiebeitrag in der Höhe des bisher von den Ziegenzüchter einbezahlten Beitrages an den SN-Verband, ausbezahlt werden konnte.
Die erste Delegiertenversammlung fand am 16. März 1980 unter dem Vorsitz des gewählten Präsidenten Hubert Schmid in Naters statt.
An jener Versammlung wurde beschlossen, dass der OZIV dem schweizerischen Ziegenzuchtverband SZZV und dem Oberwalliser Bauernverband OBV beitrete.
An der DV des SZZV vom 3./4. April 1980 wurde der OZIV erwartungsgemäss aufgenommen.
Zudem wurde an der ersten DV auch beschlossen eine jährliche Bockschau, an einem für alle gut erreichbaren Ort, durchzuführen.
Der Zirkusplatz in Brig wurde als idealer Schauplatz angesehen und ausgewählt