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Deutsche Hinterbliebene des Germanwings-Absturzes haben ein Entschädigungsangebot der Lufthansa abgelehnt. «Wir lehnen das Angebot ab, weil die Hinterbliebenen es als unangemessen empfinden», sagte der Berliner Anwalt Elmar Giemulla.
Er vertritt nach eigenen Angaben 35 Opfer-Familien. «Die Empörung ist sehr gross. Wir erwarten jetzt ein neues Angebot», sagte er. Die Lufthansa hatte vorgeschlagen, dass die rechtmässigen Erben der Opfer 25'000 Euro Schmerzensgeld erhalten.
Zudem soll jeder nächste Angehörige 10'000 Euro erhalten für «unterstellte eigene Gesundheitsschäden». Zu dieser Gruppe zählen dem Angebot zufolge Eltern, leibliche Kinder, Adoptivkinder, Ehegatten und eingetragene oder eheähnliche Lebenspartner mit gemeinsamem Wohnsitz.
100'000 Euro als Mindestangebot
Anstatt des sogenannten «ererbten Schmerzensgelds» in Höhe von 25'000 Euro fordert Giemulla eine «jeweils sechsstellige Zahl im unteren Bereich» – also mindestens 100‘000 Euro. Dies verlangt der Anwalt auch anstatt des angebotenen «Angehörigenschmerzensgelds» in Höhe von 10'000 Euro. Zudem sei der Kreis der Anspruchsberechtigten zu klein gefasst. Auch Grosseltern, Geschwister sowie Enkel sollten dazugehören.
Kein Kommentar
Giemulla fordert den Lufthansa-Anwalt auf, «einen weiteren Vorschlag zu unterbreiten». Die Lufthansa wollte das Schreiben nicht kommentieren.
Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf waren am 24. März alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Den Ermittlungen zufolge hatte der Co-Pilot den Airbus absichtlich in den französischen Alpen abstürzen lassen.