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Es ist für Ernst interessant, zu denken,
dass diese für Ernst interessanten Beobachtungen
für andere nicht interessant sein könnten.[1]
Ernst schlendert zum Monasterium und hofft, dass Frater Felix heute in der Küche ist. Und tatsächlich: Der Koch nimmt eben die Tomatensauce vom Herd, fischt den Knoblauch und die Kräuter heraus, arrangiert die Spaghetti zu kleinen Nestern und fügt Olivenöl, Tomaten, gehacktes Basilikum und geriebenen Parmesan dazu. Dann holt er einen Teller und sagt: «Hier, bitte schön, für den ärgsten Hunger!»
Später (zur Zeit des sinkenden Gefühls) isst Ernst getrocknete Malagatrauben und 1 Brioche (cloystermade), das Ernst mit etwas Salzbutter und 1 feinen Schicht sizilianischer Confettura extra di mele cotogne bestreicht. Und 1 Kambly-Biskwy. Ernst denkt dabei an den Afternoon Tea mit Madame Debienne, auf der Terrasse des Royal Duchy Hotels in Falmouth, mit süssen und salzigen Amuse Bouches und Roastbeefsandwiches, Lachsbrötchen, Leberwurstterrine, Eier und Gurkentoasts und den sweetlysüssen Verführungen, von denen Ernst die Salted Caramel Chocolate Slices, die English Raisin Cakes und als Highlight die hausgemachten Scones mit Raspberry Jam und Clotted Cream in Ernsts Erinnerung geblieben sind. Dann consultiert Ernst das Buch der Wandlungen. Ernst möchte wissen, wie Ernsts Verhältnis zum Klosterkoch kommentiert wird.
Wenn Ernst Ernst durch oberflächliche Reize ablenken lässt, geht Ernst am Ende leer aus.[2]
Sollte Ernst also nicht mehr wellnessen, sondern einfach wie alle anderen essen? Faktologisch gesehen hiesse das: Ernst müsste Ernsts Essen aufs Wesentliche reduzieren. Aber was bliebe da noch übrig? Ernst weiss es nur allzu gut: Zum Frühstück ässe Ernst nicht mehr die krantschi Müeslimischung, sondern ganznormale Haferflocken und anstelle der knusperfeinen Frühlingsrollen kämen die Herbstzeitlosen mitsamt dem medienweit gepriesenen ‹Spass am Älterwerden›.
[1] Das Kopfkissenbuch der Hofdame Sei Shonagon, Garten an einem Herbstmorgen
[2] Frank Fiedeler, Yijing H54/0