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| Corallus hortulanus ( R.W. Henderson 1997)

Corallus hortulanus
Mit dem folgenden Beschrieb möchte ich euch in kurzer Form die Haltung der Corallus hortulanus ( deutscher Trivialname : Gartenboa) vorstellen. Eine Spezies die durch ihre ausgeprägte natürliche Farbvielfalt und elegante Erscheinung ein wahres Schmuckstück im Reich der Schlangen ist
Herkunftsgebiet
C.hortulanus hat ein relativ weit gestreutes Herkunftsgebiet, das sich grob ausgedrückt vom südlichen Mittelamerika bis zum oberen Drittel des südamerikanischen Kontinents erstreckt.
Als Habitat kann man tropisch/suptropische Regenwälder bezeichnen, wobei durchaus auch in lichteren Wäldern am Rande des üblichen Habitats, Exemplare zu finden sein werden.
Körperbau / Färbung
Der Körperbau ist vollumfänglich an ein arboreales Leben angepasst.Ein schlanker, im Querschnitt leicht dreieckig anmutender Körper mit einem langen Greifschwanz und ein deutlich vom Hals abgesetzter Kopf mit grossen Augen und prägnanten Labialgruben machen C.hortulanus zu einem perfekten Jäger.
Als Baumbewohner der in freier Wildbahn auch Vögel erbeutet sind Corallus mit bemerkenswert grossen Zähnen ausgetattet die auch ein Festhalten durch das Gefieder eines Vogels erlaubt.
Längenangaben in der Literatur liegen bei realistischen1.5-2m wobei ich selber schon ein vermessenes Weibchen von 2.42m hatte.
Die Färbung ist schier in allen erdenklichen Farben/ Farbkombinationen/ Intensitäten möglich und reicht von schwarz und grau über leuchtend gelb und orange bis hin zu tiefroten Tieren.
Es gibt einige "grundliegende" Färbungen welche ich hier kurz erklären möchte.
Garden Phase : oft werden hier die juvenilen Tiere mit der Färbung --> Schwarz mit roter Musterung als "Hallloween" oder ""Peru" bezeichnet.In der Regel fasst man jedoch alle Tiere in den Farbtönen von bräunlich/grau und schwarz inkl diverser Musterungen als "garden Phase" zusammen.
Multicoloured : Tiere die mehr als 3 Farben aufweisen
Andere Farbvarianten werden einfach mit den jeweiligen Farben/Farbkombinationen benannt.
Haltung im Terrarium
C.hortulanus benötigt seiner Lebensweise entsprechend ein ausreichend grosses >>> hier verweise ich deutlich auf die Gesetzgebung in dem jeweiligen Land!<<< und gut strukturiertes Terrarium mit vielen Astgabelungen und Verstecken in unterschiedlichen Temperaturzonen welche als Liegeplätze genutzt werden.
Meine persönliche Empfehlung sind ganz klar hochformatige Terrarien die eine ausreichende Tiefe aufweisen. Ich sehe darin 2 Vorteile, erstens haben die Tiere "geschütztere" Stellen in der Tiefe des Terrariums und zweitens ist das Hantieren im Terrarium für den Pfleger und Tier relaxter.
Wer echte Pflanzen im Terrarium haben will,kann sich hier verwirklichen,denn die Tiere gehen relativ "sanft" mit echten Pflanzen um und nutzen diese auch gern als zusätzlichen Sichtschutz.
Die Temperaturen sollten tagsüber einen Bereich von 25°C-30°C abdecken wobei sie nachts in den Bereich von +/-25°C absinken solte.Die benötigte LF erreiche durch 1-2 tägliches Sprühen welches die Tiere bei Bedarf auch nutzen um von den Körperschlingen oder herabhängenden Tropfen zu trinken.
Über die Wintermonate November/Dezember/Januar reduziere ich den Tageshöchswert um ca 2-3°C und lasse die Nachttemperatur auf bis 20°C fallen,dies bei gleichzeitigem Reduzieren der Beleuchtungsdauer von 12h auf 8h täglich.Damit werden Paarungsaktivitäten angeregt, welche dann auch meistens in den Monaten Januar bis März stattfinden und bestenfalls im August/September mit einem Wurf gesunder Babies als Ergebniss gekrönt werden.
Bei mir variierten die Wurfgrössen bisher von 4-14 Tieren.Jungtiere weisen keinesfalls zwingend die gleichen Farben/Zeichnungen wie die Elterntiere auf und es ist somit immer wieder eine Überraschung womit man beim nächsten Wurf bedacht wird.
Mehrerer männliche Tiere im Terrarium mit einem Weibchen empfehle ich persönlich nicht, da ich verschiedentlich schon heftige Kommentkämpfe beobachten konnte die nur unnötigen Stress für bedeuten und durchaus auch gefährlich für das unterlegene Tier werden können.
Fütterung
Einmal futterfest, werden die üblichen Futternager problemlos angenommen und man kann schon fast sagen das bei einem C.hortulanus der innerhalb seines üblichen Futterintervalls nicht frisst, ein gesundheitliches Problem oder ein Haltungsfehler den Ausschlag zu der Verweigerung gibt.
Dies soll aber nicht als Anlass zu hemmungslosem Füttern genommen werden.Ohne nun auf die Details eingehen zu wollen schreib ich hier einfach nur: "weniger ist manchmal mehr"
Allgemein
Corallus hortulanus ist eine überaus attraktive,kleinbleibende Riesenschlange die keine unlösbare Aufgaben an ihren Pfleger stellt.Als dämmerungs-nachtaktiver Jäger ist sie des öfteren zu beobachten wie sie im Terrarium,in der typischen S-förmigen Lauerstellung von Ästen herunterhängend, auf Beute wartet oder ihre Umgebung erkundet.
Wer also eine aktive Schlange mit Charakter pflegen möchte ist hier gut bedient und hat ein Juwel im Terrarium deren natürliche Schönheit und Vielfalt sich über jede Morphe dieser Welt absetzt.
Gruss Martin
Hier noch 2 kleine Eindrücke:
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Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.