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SAC-Schwierigkeitsskalen
Die heutige Skala löste die bisher verwendete dreiteilige Wanderskala (B, BG, EB) ab. Die alte Skala war im Vergleich zu den übrigen Skalen (z. B. SAC-Berg- und -Hochtourenskala) zu grob und ungenau. Zudem verwirrte die Namensgebung («Berggänger» etc.). (Quelle: wikipedia.org)
Schwierigkeitsangaben sind wichtige Hilfsmittel für die Tourenvorbereitung. Damit werden die Anforderungen einer Tour auf einen kurzen Nenner gebracht. Bei allen Unterschieden zwischen den Sportarten: Allen gemein ist die grosse Bandbreite zwischen der einfachsten und der höchsten Schwierigkeitsstufe.
Die Abgrenzungen zwischen Berg- und Alpinwandern, Hochtouren und Klettern sowie zwischen Ski-/Snowboardtouren und Schneeschuhtouren sind fliessend. Ein Beispiel: Anspruchsvolle Alpinwanderungen ab T5 erfordern ähnliches Können bezüglich Trittsicherheit wie leichte Kletter- oder Hochtouren, auch wenn technische Sicherungsmittel in diesem Gelände in der Regel nicht erforderlich sind.
Absicherungsskala
Die SAC-Absicherungsskala ist eine vom SAC entwickelte Ernsthaftigkeitsskala. Hier wird die Route nach Möglichkeiten der Absicherung, Abstand und Zuverlässigkeit der Haken bewertet.
Berg- und Hochtourenskala
Die SAC-Berg- und -Hochtourenskala ist eine speziell für hochalpine Fels- und Eistouren entwickelte Schwierigkeitsskala. Sie dient der Graduierung der einzelnen Routen als Referenz bei normalen und trockenen Wetterbedingungen und orientiert sich jeweils an der Schlüsselstelle.
Kletterskala UIAA / Französische Skala
Die UIAA-Skala wird in römischen oder arabischen Ziffern angegeben.
Die Französische Skala wird in arabischen Ziffern sowie jeweils einem Buchstaben (a, b oder c) angegeben.
Vergleich der verschiedenen Kletterskalen
Die verschiedenen Kletterskalen im Überblick:
UIAA, USA, Australien, Grossbritannien, Frankreich, Südafrika.
Schneeschuhtourenskala
Die SAC-Schneeschuhtourenskala ist eine speziell für Schneeschuhtouren entwickelte Schwierigkeitsskala. Sie ist in sechs verschiedene Grade eingeteilt: WT1 (leichteste) bis WT6 (schwierigste) wobei “WT” für “Wintertrekking” steht.
Skitourenskala
Die SAC-Skitourenskala ist eine speziell für Skitouren entwickelte Schwierigkeitsskala. Sie ist in sieben verschiedene Grade eingeteilt: L (leicht) bis EX (extrem schwierig).
Berg- und Alpinwanderskala
Die SAC-Berg- und Alpinwanderskala dient der Bewertung von Bergwanderwegen. Sie ist in sechs verschiedene Grade eingeteilt: T1 (leichteste) bis T6 (schwierigste) wobei “T” für “Trekking” steht.
Klettersteigskala
Für Klettersteige bestehen verschiedene regional übliche Schwierigkeitsskalen. In der Schweiz setzt sich die “Hüsler-Skala” durch.
T1 – Wandern
Weg/Gelände
Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalen Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden.
Falls nach SWW-Normen markiert: gelb.
Anforderungen
Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich.
Beispieltouren
Männlichen – Kleine Scheidegg, Hüttenweg Jurahaus, Cabane Mont Raimeux, Strada Alta Leventina.
T2– Bergwandern
Weg/Gelände
Weg mit durchgehendem Trassee. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss.
Anforderungen
Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen.
Beispieltouren
Wildhornhütte, Bergseehütte, Täschhütte ab Täschalp, Passo Campolungo, Capanna Cristallina von Ossasco.
T3 – Anspruchsvolles Bergwandern
Weg/Gelände
Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss.
Anforderungen
Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung.
Beispieltouren
Hohtürli, Sefinenfurgge, Fründenhütte, Grosser Mythen, Pizzo Centrale vom Gotthardpass.
T4 – Alpinwandern
Weg/Gelände
Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-blau-weiss.
Anforderungen
Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden.
Beispieltouren
Fornohütte, Schreckhornhütte, Dossenhütte, Mischabelhütte, Übergang Voralphütte – Bergseehütte, Vorder Glärnisch, Steghorn (Leiterli), Piz Terri, Pass Casnile Sud.
T5 – Anspruchsvolles Alpinwandern
Weg/Gelände
Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr.
Falls markiert: weiss-blau-weiss.
Anforderungen
Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung und im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil.
Beispieltouren
Cabane Dent Blanche, Büttlasse, Salbitbiwak, Sustenjoch Nordflanke, Bristen, Pass Cacciabella.
T6 – Schwieriges Alpinwandern
Weg/Gelände
Meist weglos. Kletterstellen bis II.. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände. Apere Gletscher mit erhöhter Ausrutschgefahr.
Meist nicht markiert.
Anforderungen
Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen. Ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechischen Hilfsmitteln.
Beispieltouren
Niesengrat (Fromberghorn Nord), Glärnisch Guppengrat, Via alta della Verzasca.
Der Schwierigkeitsgrad eines Weges wird durch bestimmte Farben auf Wanderwegweisern und auch auf Steinen, an Felsen, Baumstämmen, etc. signalisiert.
Gelb = einfacher Wanderweg (T1)
Einfachere Wege stellen keine besonderen Anforderungen dar und verlaufen oft auf breiten Wegen. Trotzdem können auch schmale und unebene, steile Passagen sowie Absturzstellen vorkommen, diese werden durch Stufen und Geländer gesichert. Festes Schuhwerk mit griffiger Sohle sowie eine witterungsbeständige Ausrüstung, genügend Flüssigkeit für die Dauer der Wanderung werden stets empfohlen.
weiss-rot-weiss = Bergwanderwege (T2 bis T3)
Wer auf Bergwanderwegen unterwegs ist, muss damit rechnen, dass er teilweise auf unwegsamem Gelände sich bewegt sowie auch auf steiles, schmales und teilweise exponiertes Gelände stösst. Schwierige Passagen sind mit Seilen oder Ketten gesichert. Zuweilen müssen die Hände eingesetzt werden. Voraussetzungen sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, gutes Orientierungsvermögen und gute körperliche Verfassung. Kenntnisse über die Gefahren im Gebirge wie Steinschlag, Rutsch- und Absturzgefahr, Wetterumsturz werden vorausgesetzt. Entsprechende Ausrüstung!
weiss-blau-weiss = Alpinwanderwege (T4 bis T6)
Die alpinen Wege können über Schneefelder, Gletscher oder Geröllhalden und durch Fels mit kurzen Kletterstellen führen. Teilweise sind sie weglos, gute Orientierung ist zwingende Voraussetzung. Kletterhilfen oder Vorkehrungen zur Erleichterung können nicht vorausgesetzt werden. Zwingende Voraussetzungen sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und sehr gute körperliche Verfassung. Sowie sehr gute Kenntnisse über die Gefahren im Gebirge wie Steinschlag, Rutsch- und Absturzgefahr, Wetterumsturz werden vorausgesetzt. Es können Steigeisen, Pickel, Kompass und Seil zum Einsatz kommen!
Pink = Winterwanderwege
Die präparierten Winterwege sind in pink signalisiert. In der Regel können die Wege gefahrenlos begangen werden. Achtung vor Rutschgefahr! Wasserfestes, warmes Schuhwerk mit griffiger Sohle und hohem Schaft sowie warme Kleidung, eine witterungsbeständige Ausrüstung, genügend Flüssigkeit für die Dauer der Wanderung werden stets empfohlen.
Pink = Schneeschuhtrails
Schneeschuhrails sind in pink signalisiert. Die Trails sind nicht präpariert und stellen eine höhere Anforderung dar. Eine gute Vorbereitung ist zwingend erforderlich! Wasserfestes, warmes Schuhwerk mit griffiger Sohle und hohem Schaft sowie warme Kleidung, eine witterungsbeständige Ausrüstung, genügend Flüssigkeit für die Dauer der Wanderung werden stets empfohlen.
–> Sicherheit beim Schneeschuhwandern