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Widerristhöhe: Rüden ca. 37 cm / Hündinnen ca. 36 cm
Gewicht: beide 7 – 12 kg
Lebenserwartung: ca. 12 Jahre
Herkunft: Schottland
Art: Hütehund / Treibhund
Charakter: der Sheltie ist lebendig, liebevoll, lernwillig,
Farbe: zobelfarben (verschiedene Goldtöne), tricolor, blue-merle
Verhalten und Wesen vom Sheltie
Der Sheltie ist ein unkomplizierter und harmoniebedürftiger Hund, der mit den eigenen Artgenossen gut zurecht kommt. Gegenüber anderen Hunden kann er etwas zickig sein. Er umgibt sich lieber mit seinesgleichen.
Es fällt ihm schwer, Ruhe zu halten. Hier ist eine gute Erziehung erforderlich. Der Sheltie ist anhänglich und folgt seinem Besitzer gerne auf Schritt und Tritt. Er ist ein idealer Anfängerhund, da er unkompliziert ist und sich sehr gut anpasst.
Der Sheltie bellt gerne und viel, aber er ist nicht aggressiv. Er ist loyal gegenüber seinem Besitzer aber reserviert gegenüber Fremden. Ein gut erzogener Sheltie ist dabei kinderlieb und familienfreundlich.
Ursprung und Geschichte
Schon vor einigen Jahrhunderten setzten die Menschen Shelties im Bergland von Schottland als Hütehunde ein. Der genaue Ursprung ist aber nicht klar. Es wurden jedoch alte Schriften und Gemälde gefunden, welche auf die Geschichte hinweisen.
Einige Jahre vor Christi Geburt sind immer wieder collieartige Schäferhunde aufgetaucht, welche aus dem Norden den Weg zum Mittelmeer fanden. Man geht davon aus, dass die Rasse vom Wolf abstammt. Diese haben früher Schafe und andere Tiere zusammengetrieben, wobei das Wolfsrudel sich ein Tier zum Reißen ausgesucht hat. Es handelt sich also bei beiden Tierarten um Rudeltiere, welche Herden zusammentreiben.
Zuerst waren die nun genannten «Shelties» etwas grösser und wurden vor allem in Schottland eingesetzt. Die schwarzköpfigen Schafe von Schottland waren aber gut doppelt so groß wie die aus den Shetlands. Die Farmer aus den Shetlands haben den heutigen Sheltie deshalb mit einer der kleinsten schottischen Hunderasse gekreuzt. Hieraus entstanden Hunde, die man nun Shetland Sheepdog nennt, was so viel wie «Shetlands Schafhunde» bedeutet.
Rund um das Jahr 1935 sind die ersten Shelties nach Deutschland gekommen. Nach dem zweiten Weltkrieg stieg die Anzahl dieser Rasse in Deutschland langsam an. In Österreich wurden die ersten Shelties im Jahre 1945 eingetragen, wobei die ersten Shetland Sheepdog in der Schweiz erst 1948 gehalten worden sind.
Haltungsempfehlung
Shelties brauchen Beschäftigung. Sein Besitzer sollte daher ein aktiver Mensch sein. Er muss die Natur mögen und den Hund in Bewegung halten. Auf dem Hundesportplatz fühlt sich das Tier sehr wohl.
Weil Shelties sehr sensibel sind und etwas gegen zu viel Strenge und üble Launen haben, brauchen sie einen ausgeglichen Besitzer. Wichtig ist es, dem Hund die Ruhe schon im Welpenalter beibringen.
Ein Nachteil dieser Rasse ist das laute und helle Bellen, wenn dem Hund etwas nicht passt. Er zeigt damit an, dass ihm etwas merkwürdig vorkommt, er aufgeregt ist oder er einfach nur Zuwendung will. Schon im Welpenalter sollte der Hund deshalb darauf trainiert werden, dass er durch Bellen nicht immer alles bekommen kann.
Fellpflege
Das Fell des Shelties ist pflegebedürftig. Es ist hart, da es zum Hüten widerständig sein muss. Man sollte das Fell daher einmal pro Woche bürsten. Einmal im Monat sollte man das Fell an Ohren und Pfoten etwas nachschneiden.
Beschäftigungsmöglichkeiten
Der Hund ist für seine schnelle Auffassungsgabe und die extreme Wendigkeit bekannt. Die Rasse ist deshalb bei vielen sportlichen Aktivitäten sehr häufig anzutreffen.
Auch bei Ausbildungen sind Shelties sehr beliebt. Sie eignen sich als:
- Begleithund
- Hütehund
Krankheiten
Der Sheltie ist an sich robust, doch es gibt ein paar Krankheiten, die für diese Rasse typisch sind. Da es sich bei den meisten Krankheiten um Gendefekte handelt, lassen sich diese durch eine seriöse Zucht vermeiden.
Patellaluxation
Bei dieser Krankheit springt die Kniescheibe praktisch aus ihrer Führung heraus. Der Fachbegriff für Kniescheibe lautet Patella. Diese Patella ist ein wichtiger Teil des Kniegelenks.
Beim Hund ist das Kniegelenk an den Hinterbeinen. Es weist in seiner Beugung nach vorne. Bei der Patellaluxation verlagert sich dann die Kniescheibe und springt aus der Führungsrinne.
Dermatomyositis
Die Dermatomyositis ist eine entzündliche Erkrankung der Haut und Muskulatur sowie der Blutgefäße bei Hunden. Die erblich bedingte Erkrankung tritt bei Junghunden auf. Hier erfährst du mehr zur Dermatomyositis beim Hund.
MDR1-Defekt
Die Erkrankung stellt einen Defekt im MDR1-Gen das. Dieser Defekt kann nicht nur bei Hunden auftreten, sondern auch beim Menschen. Durch den Defekt kommt es dann zu einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Arzneimitteln. Hier erfährst du mehr zum MDR1-Defekt bei Hunden.
Collie Eye Anomalie (CEA)
Die CEA ist eine erblich bedingte Augenerkrankung beim Hund. Diese Abkürzung bedeutet „Collie Eye Anomaly“.
Die Krankheit stellt einen angeborenen, genetisch bedingten, Entwicklungsdefekt des Hundeauges dar. Dabei kommt es zu einer Fehlbildung im Hintergrund des Auges. Die Krankheit betrifft vor allem Collies, jedoch auch mit den Collies verwandten Rassen wie
Die Fehlbildungen sind unterschiedlich stark. Die Spanne geht von einer leichten Veränderung ohne medizinische Bedeutung bis zur vollständigen Erblindung. Hier erfährst du mehr zur Collie Eye Anomalie bei Hunden.