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Islamische König Faysal Stiftung (Friedensgasse 18)
Muslime aus über 20 Ländern treffen sich zu den islamischen Gebeten und zu sozialen Kontakten.
Kontakt
Geschichte
Der Plan, das Gebäude zu einer Moschee umzubauen, löste teilweise rassistisch motivierte Proteste in der Bevölkerung aus. Es kam zu Einsprachen gegen die Aus- und Umbaupläne, daneben bekundeten manche Anwohner und Institutionen wie die Basler Mission auch ihre Solidarität mit den Muslimen.
In seiner ursprünglichen Form wurde das Bauprojekt abgelehnt. Erst ein überarbeitetes und reduziertes Bauprojekt wurde schliesslich bewilligt.
Zu den Problemen mit der Baubewilligung kamen noch finanzielle Schwierigkeiten. Schliesslich erklärte sich Saudi-Arabien bereit, die Stiftung finanziell zu unterstützen, verlangte aber die Änderung zum jetzigen Namen und nahm Einsitz im Stiftungsrat.
Während die Gründer der Stiftung und die anfänglichen Besucher vorwiegend Muslime aus der Türkei waren, änderte sich im Laufe der Zeit die Zusammensetzung.
Die Saudis kümmerten sich nicht mehr um das Zentrum, und so wurde der fällige Hypothekarzins beinahe drei Jahre lang nicht mehr bezahlt. Daher sollte das Gebäude am 6. März 1998 zwangsversteigert werden.
Ein Saudi, der anonym bleiben will, verhinderte durch eine Spende von 1.5 Millionen Franken die Versteigerung.
Die albanischen Muslime, die während Jahren hier waren, haben seit 2000 ein eigenes Lokal im Kleinbasel. Eine Gruppe arabische Muslime hat seit 2001 an der Elsässerstrasse ein eigenes Lokal eröffnet. Das islamische Hilfswerk Islamic Relief war auch einige Jahre im Haus und verlegte den Sitz 1999 nach Genf.
Zum Freitagsgebet kommen etwa 200 bis 300 Männer aus unzähligen Ländern. Die Mehrheit ist arabischer Muttersprache.
Lehre
Mitglied der Basler Muslim Kommission. Gesprächsbereitschaft mit den Kirchen wurde signalisiert.
Organisation, Finanzen
Da es sich um eine Stiftung handelt, gibt es keine Mitglieder.
Frauen haben für ihre Anlässe eine eigene Struktur errichtet.
Saudi-Arabien finanziert praktisch zu 100%. Nur tägliche Kleinigkeiten werden durch freiwillige Spenden bezahlt; es gibt keinerlei Spendenaufrufe.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Im Hauptgebäude hat es einen grossen Gebetsraum, im 2. Stock gibt es einen weiteren Raum als Erweiterung des Gebetsraums. Hinter dem Gebetsraum ist die Bibliothek. Im Hochparterre befinden sich der Waschraum und das Büro. Im gleichen Stockwerk, aber mit separatem Zugang von aussen, sind der Frauengebetsraum und der Waschraum.
Im Parterre im hinteren Teil des Gebäudes ist eine Teestube mit Küche sowie ein Fernsehzimmer.
Im vorderen Teil sind Schulräume, im Keller Sport- und Freizeiträume. Im zweiten Nebengebäude ist eine Wohnung.
Das islamische Zentrum ist offen für die fünf täglichen Gebete. Ebenso finden im Ramadan gemeinsames Fastenbrechen und Fastengebete statt. Die Predigtsprache ist Arabisch.
Im Zentrum gibt es Frauengruppen, Sportangebote und Sprachkurse (Arabisch, Urdu, Deutsch) und Islamunterricht in Arabisch, Urdu und weiteren Sprachen.
Manche Gruppen treffen sich spontan zu Kursen, Besprechungen oder Freizeitaktivitäten.
Bis jetzt gibt es keine organisierte Seelsorge, aber wenn es möglich ist, wird spontan geholfen. Bei Krankheit werden Besuche organisiert, im Todesfall wird in jeder Beziehung geholfen. Ebenso werden Besuche in den Gefängnisse gemacht. Es ist auch möglich, dass Gefangene das Freitagsgebet in der Moschee besuchen können.
Im Zentrum existiert eine kleine Bibliothek. Verkauf von islamischen Büchern und Kalendern.
Das Zentrum ist in einer Adressliste von islamischen Organisationen aufgeführt. Diese Liste wird von der Organisation «Bund der Islamischen Welt. Makkah al-Mukkaramah» alle 2 Jahre neu herausgegeben.
[int.Nr.: 1047]
Aktualisiert: cpb /9.4.2003