Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/212498

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt einen Plan zur Entwicklung der digitalen Berufsbildung zu erarbeiten und in einem Bericht eine Strategie mitsamt den Zielen, den Etappen, den Massnahmen sowie deren Finanzierung zu präsentieren. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich seit längerem bewusst, welch zentrale Bedeutung die Digitalisierung für alle Wirtschaftssektoren hat und welche Potenziale sich daraus ergeben. So hat der Bund bereits 2017 Aktionsfelder und Massnahmen definiert, welche geeignet sind, die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen. Darunter befanden sich auch mehrere Aktionsfelder und Massnahmen im Bereich der Berufsbildung.</p><p>Die Berufsbildung setzt diese Massnahmen zusammen mit den Verbundpartnern im Rahmen der Initiative "Berufsbildung 2030" um. Bisher wurden 13 Projekte angestossen, welche das gesamte Spektrum der Berufsbildung abdecken. Zudem hat der Bund für den gezielten Mitteleinsatz zur Beförderung des digitalen Wandels in der Berufsbildung einen Förderschwerpunkt festgelegt. Damit kann er im Rahmen der Projektförderung gemäss Berufsbildungsgesetz bis zu 60 Prozent des Aufwandes von Projekten tragen und die Verbundpartner bei Massnahmen in ihren Zuständigkeiten unterstützen. Das Webportal "digitalinform.swiss" ist die zentrale Plattform der Förderinitiative. Es informiert über Projekte, vernetzt Akteure und bietet Zugang zu potenziellen Partnern und Beratung.</p><p>Weiter hat der Bundesrat dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB ab 2019 den Auftrag gegeben, die Berufsbildung - insbesondere die Lehrerbildung für Berufsfachschulen und höhere Fachschulen - im digitalen Wandel zu unterstützen. Das EHB hat entsprechende Programme lanciert und auch einen Bachelor-Studiengang mit einem Schwerpunkt in der digitalen Transformation eingeführt. Das EHB wurde ferner mit der Schaffung einer digitalen Plattform beauftragt, welche für die Akteure der Berufsbildung den Erfahrungsaustausch und die Verbreitung von "good practice" fördern soll.</p><p>All dies zeigt: der Bund hat eine Strategie und entsprechende Aktionspläne und setzt diese in seinem Verantwortungsbereich um. Zudem koordiniert er die Akteure und trägt im Dialog mit den Verbundpartnern dazu bei, dass die Berufsbildung von der Digitalisierung profitiert. Diese Arbeiten wird er auch in der BFI-Periode 2021-2024 fortführen.</p><p>Die Berichterstattung erfolgt in den Geschäftsberichten, den BFI-Botschaften und im alle vier Jahre erscheinenden Bildungsbericht Schweiz. Ein separater Bericht brächte kaum einen Mehrwert.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.