Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03470.jsonl.gz/1970

Als Forex (Foreign Exchange market, FX Market, auch Devisenmarkt, Währungsmarkt) bezeichnet man den globalen Markt, auf dem Währungen (bzw. auf Währungen lautende Forderungen, d. h. so genannte Devisen) gehandelt werden. Der weltweite Devisenmarkt ist an keinen festen Börsenort gebunden, sondern wird durch das weltweite Netz der Interbankenbeziehungen konstituiert. Er ist der größte Finanzmarkt der Welt (Tagesumsatz ca. 1,9 Billionen US-Dollar.
Ein Devisengeschäft beinhaltet den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von unterschiedlichen Währungen am Interbankenmarkt. Dadurch bilden sich Tauschverhältnisse, so dass der Wert jeder Währung in der jeweils anderen ausgedrückt werden kann. Auf dem Devisenmarkt bildet sich so der nominale Wechselkurs als Preisverhältnis zwischen zwei Währungen.
Das Angebot stellen die Nettoauslandsinvestitionen dar, also das Angebot an Devisennachfrage. Sie sind unabhängig vom realen Wechselkurs (nur abhängig vom Realzins auf dem Kreditmarkt). Die Nachfrage kommt durch die Nettoexporte zustande, also die Nachfrage nach Devisenangebot. Aus dem Marktgleichgewicht ergibt sich Nettoexporte = Nettoauslandsinvestitionen. Devisenmarkt und Kreditmarkt hängen über die Auslandsinvestitionen zusammen.
Die wichtigste Gruppe von Akteuren auf dem Devisenmarkt sind Investoren, die mit ihren Aktivitäten ausschließlich Renditeziele verfolgen. Daneben sind auch Aussenhändler auf dem Markt aktiv - entweder zur Absicherung ihrer Geschäfte oder um erhaltene bzw. benötigte Währungswerte zu tauschen. Die dritte Gruppe wichtiger Akteure auf dem Devisenmarkt sind die Zentralbanken, die insbesondere durch Devisenmarktinterventionen in den Markt eingreifen.
Die Devisen werden sowohl auf Kassa - und Forwardbasis gehandelt.
Am häufigsten gehandelt werden die Währungen der größten Wirtschaftsräume (US-Dollar, Euro, Yen) sowie Währungen aus Ländern mit starken Finanzplätzen (z. B. Britisches Pfund und Schweizer-Franken). Folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der wichtigsten Wechselkursrelationen:
USDCHF US-Dollar zu Schweizer Franken
USDJPY US-Dollar zu Japanischer Yen
GBPUSD Britisches Pfund zu US-Dollar
EURUSD Euro zu US-Dollar
EURCHF Euro zu Schweizer Franken
EURJPY Euro zu Japanischer Yen
EURGBP Euro zu Britisches Pfund
Das höchste Handelsvolumen weist dabei das Paar EURUSD auf (ca. 28% aller Trades), gefolgt von USDJPY (ca. 17%) und GBPUSD (ca. 14%).
Für die meisten neuen Trader ist der Weg zum Erfolg ein langer und harter, und eines der größten Probleme besteht darin, daß Sie sich ein wahnsinnig kompliziertes Handelssystem erschaffen. Sie beginnen mit einfachen Begriffen, stecken aber innerhalb kürzester Zeit in der Fundamentalanalyse fest und ihre Charts sind von oben bis unten mit Indikatoren wie Stochastik und MACD’s zugeschüttet.
So verläuft das erste Jahr im Devisenhandel für viele neue Händler, und es ist leider oft weit davon entfernt profitabel zu sein! Die meisten neuen Devisenhändler haben mindestens 10 Indikatoren zu IhrenTrading Analysen hinzugefügt. Meist werden die Grafiken so vollgestopft, daß das Preis/Kurs Fenster nur ein schmaler Spalt an der Oberseite ist! So ist es kein Wunder, daß der Forex-Handel für neue Trader nicht profitabel ist, konnte man doch nicht einmal das wichtigste Element einer Grafik sehen, den Kurs.
Der Kurs ist der wichtigste Teil eines Diagramms, es ist die up-to-date Information wo der Kurs steht, und es zeigt uns, wo er vorher stand.
Durch die Untersuchung des bisherigen Verhaltens des Kurses, erfahren wir eine ganze Menge über den zugrunde liegenden Markt, und können lernen, den Kauf und den Verkauf von verschiedenen Ebenen aus zu sehen. Durch die Untersuchung der bisherigen Kursbewegungen haben wir dann Trading-Entscheidungen im Einklang mit dem was uns das Diagramm erzählt. Was wir tun, ist uns die Tendenz der Märkte sich zu bewegen, zu eigen zu machen und durch das Lesen der Kursbewegungen können wir ziemlich gut feststellen, in welche Richtung sich der Kurs bewegen wird.
Der Kurs bewegt sich nicht einfach ziellos, er wird von Händlern bewegt und diese Händler sind dort um Geld zu machen, nichts anderes. Sie sind ebenfalls der Gewohnheit unterworfen, wiederholen ihre Entscheidungen ein ums andere Mal wenn etwas Ähnliches passiert. Support und Resistance ist wahrscheinlich die am meisten beobachtete technischen Studie die es gibt (dies ist kein Indikator). Wenn es eine offensichtliche Ebene (sowohl Support als auch Resistance) auf dem Markt geben sollte, können Sie ihr letztes Hemd darauf wetten, daß die Mehrheit der Marktteilnehmer ebenfalls ein Auge darauf hat. Und sobald der Kurs den Support Level erreicht, gibt es dann drei Arten von Händlern: diejenigen die meinen es wird halten und bleiben. Diejenigen die meinen der Level wird durchbrochen und auf den Break warten oder bereits vorher hineingehen um so Ihr Geld zu machen. Und dann gibt es noch diejenigen die abwarten was passiert, und das sind wir!
Nehmen wir einfach einmal an, daß der Kurs auf Support sinkt und sich dann höher zu bewegen beginnt, und sich so weiterbewegt, vielleicht eine Tagesbewegung umkehrt. Was sagt uns das über diesen Level? Nun, es sagt uns, daß die Profis glauben der Support wird halten, und sie haben daher gekauft.
Es könnte auch sein, daß Gewinne mitgenommen werden, aber wenn man einen Trend hinter sich hat, ist es viel wahrscheinlicher es geht um den Druck von Kauf und Verkauf.
Ein gemeinsames Muster das bei Support öfter zu sehen ist, ist in einer Grafik meist als Nadel oder Hammer Balken ausgeprägt, das sieht aus wie eine Kerze mit einem langen Schwanz, der uns zeigt, daß der Kurs nach unten ging, aber während der Börsesitzung wieder umdrehte um dann am Ende leicht unter oder sogar über dem Anfangskurs endete. Dieser Schwanz auf der Kerze zeigt die Ablehnung des Support von niedrigeren Kursen, und eröffnet die Möglichkeit einen Long Trade aufgrunfd dieser Tatsache zu initiieren. Aber wir sollten dabei die Gesamtstruktur des Marktes nicht vergessen, dies ist nicht ein Signal das ausschließlich dazu verwendet werden sollte, um auf dem Markt Tiefen oder Spitzen zu erkennen. Die meiste Zeit wollen wir mit dem allgemeinen Trend gehen. Ein guter Weg, dies zu tun ist, auf einen Break zu warten und erneut von einem Niveau aus zu testen wo die alte Resistance zum neuen Support wird und umgekehrt.
Pin Bars (Nadeldiagramme) funktionieren am besten auf dem Tageschart und auf 4 Std. Diagrammen, unter diesem Zeitniveau sieht man eher ‘weißes Rauschen’ als wirkliche Kursbewegungen.
Kursbewegungen richtig einzuschätzen gibt einen riesigen Vorsprung auf dem Markt, und je länger Sie traden, desto besser werden Sie darin. Sie werden das sicher nicht über Nacht beherrschen, doch es ist auch keine Hexerei. Es gibt immer kurz- oder längerfristige Trends die man einfach ausnutzen kann.
Quelle: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Basel