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Musikautor
Bänz Friedli war von 1983 bis 2005 hauptberuflich als Journalist mit dem Schwerpunkt Popkultur für Radio, TV und Presse tätig, er arbeitete unter anderen für «Der Bund», «Berner Zeitung», «Facts», «Rolling Stone», «Bern 104 Radio Förderband», «Radio 24», «DRS3» und zahlreiche andere Radiostationen. Noch immer schreibt er regelmässig über Musik, Friedlis Beiträge erscheinen heute vor allem in der «NZZ am Sonntag».
Seine Spezialität sind Reportagen und Porträts, in denen er Musikerinnen und Musiker in Beziehung zu ihrem Umfeld, den sozialen Bedingungen und der Landschaft setzt, aus der sie kommen. Für «Rolling Stone» porträtierte er Tom Waits, Mary J. Blige und die Hip-Hop- und Neo-Soul-Szene Philadelphias, für «Du» berichtete er über die Rap- und Dubmusiker Neapels, für «Das Magazin» analysierte er die Szene der italienischen Cantautori und recherchierte er das Erfolgsphänomen «Plüsch», für «Die Weltwoche» und das «Süddeutsche Zeitung Magazin» wandelte er in Las Vegas, Kalifornien, Georgia, Maryland und North Carolina auf den Spuren von Tupac Shakur. Meist arbeitete Friedli mit dem Fotoreporter Reto Camenisch und der Fotografin Vera Hartmann zusammen.
Friedli hat alle Grössen der italienischen Musik von Fabrizio De André bis Milva, von Gigliola Cinquetti bis Lucio Dalla, von Jovanotti bis Francesco Guccini interviewt und gehört seit 25 Jahren der Jury des renommierten Musikpreises «Premio Tenco» an.
Für «Facts», wo er während zehn Jahren als Redaktor angestellt war, reiste er nach Mali, Bristol, Nebraska, St. Louis, Memphis und New Orleans, interiewte er zahlreiche Musikerpersönlichkeiten von Ry Cooder bis J. J. Cale, porträtierte er Ali Farka Toure, Michelle Shocked, Alanis Morrissette und die Indigo Girls, tauchte er in die Bluesszene Mississippis ein und besuchte er die Schauplätze von Elvis Presleys Leben und Laufbahn.
2006 kuratierte Friedli für die Ausstellung «Small number, big impact – swiss immigration to the US» auf der Insel Ellis Island vor New York einen Musikraum mit Beiträgen über Jewel und Atz Kilcher, Adolph Rickenbacher, den Vater der elektrischen Gitarre, über die kanadisch-schweizerische Musikerin Melissa Auf der Maur, den DJ und Produzenten Oliver Stumm und den Blues-Professor Walter Liniger. Dazu erschien ein Buch beim Verlag NZZ Libro in englischer und deutscher Version (hier bestellen). Die Ausstellung war später im Landesmuseum in Zürich zu sehen.
2014 bis 2016 Mitarbeit an Buch und Regie des Dokumentarfilms über den Akkordeonisten Werner Aeschbacher zusammen mit der TV-Journalistin Barbara Frauchiger. «Werner Aeschbacher bricht auf – ein Emmentaler Örgeler in Louisiana» wurde im Kino «Scala» in Langenthal uraufgeführt und am 26. 12. 2016 vom Schweizer Fernsehen ausgestrahlt.