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80 Personen nahmen an der Auktion der 16 historischen, restaurierten Fahrzeugen aus dem Fundus von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) teil, wie die Stadt Zürich am Samstag mitteilte. Nur vier Fahrzeuge fanden demnach keine Käuferin. Sie werden online zum Kauf angeboten.
Zur Versteigerung unter der Leitung des städtischen Gantlokals Hardau kamen restaurierte Fahrzeuge, Anhänger und Kleinmaschinen. Alle Fahrzeuge hatten einen Bezug zur Abfallentsorgung oder zum Unterhalt von Strassen und Grünflächen.
Highlight der ungewöhnlichen Sammlung waren zwei historische Kipper-Lastwagen von Berna und von Saurer aus den Jahren 1946 und 1954, ein Kehrrichtwagen von 1972 und ein Kanalreiniger-LKW aus dem Jahr 1987. Weiter kam auch eine Reihe von Motorkarren und Kleinfahrzeugen unter den Hammer, darunter ein Spindelrasenmäher mit Baujahr 1965.
«Parallelwelt»
Die Versteigerung der Oldtimer wurde im Zusammenhang mit der «Aufarbeitung der Verfehlungen der früheren ERZ-Führung durchgeführt», wie es in der Mitteilung weiter hiess. Das «Oldtimer-Museum» könne nun aufgelöst und «das Kapitel abgeschlossen werden».
Die Sammlung gehörte zu einer «Parallelwelt mit eigenen Regeln», welche das ERZ laut einem externen Untersuchungsbericht von 2019 aufgebaut hatte. Nebst den Fahrzeugen unterhielt die ERZ auch fünf Emus und eine Badelandschaft für die ERZ-Angestellten in einem ehemaligen Klärbecken. Zudem wurden Unregelmässigkeiten bei Dienst- und Privatfahrzeugen entdeckt sowie drei schwarze Kassen.
Der ehemalige Direktor Urs Pauli wurde wegen Verdachts auf ungetreue Amtsführung 2018 fristlos entlassen und angezeigt. Strafverfahren wurden gegen insgesamt acht Personen eröffnet.
Als nächstes werde der defizitäre Seminarbetrieb «ara glatt» im Sommer 2021 eingestellt, hiess es in der Mitteilung weiter. Danach werde die künftige Nutzung des Areals der stillgelegten Abwasserreinigungsanlage geplant.