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Der nachfolgende Text basiert auf einem Auszug aus der GDI-Studie «Prävention im Umbruch», die über unsere Website bezogen werden kann.
Die Covid-19-Pandemie hat die Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen verändert: Weil Restaurants und Kantinen geschlossen hatten, wurde mehr zu Hause gekocht und gegessen. Zudem hatten die Menschen im Lockdown mehr Zeit, neue Rezepte auszuprobieren. Das manifestiert sich beispielsweise in einer plötzlichen Zunahme des Suchbegriffs «Brot backen» auf Google zu Beginn der Pandemie-Massnahmen.
Doch wie haben sich die veränderten Gewohnheiten auf die gesundheitlichen Aspekte der Ernährung ausgewirkt? Haben Menschen gesünder oder weniger gesund gegessen? Das GDI hat eine Reihe von Studien aus der ganzen Welt analysiert.
Die meisten befanden, dass je nach Land zwischen 40 und 70 Prozent der Befragten etwa gleich viel assen wie vor der Pandemie. Wer sein Verhalten änderte, ass in der Regel mehr. Nur wenige Leute reduzierten die Menge an Nahrung, die sie zu sich nahmen (siehe Abbildung). In der Schweiz war es rund ein Viertel der Befragten, die mehr assen als vor der Pandemie. 18 Prozentgaben an, sich gesünder zu ernähren, zwölf Prozent ernähren sich schlechter.
Zwei Studien, welche veränderte Essgewohnheiten während der Pandemie mit dem Körpergewicht vergleichen, zeigen eine Polarisierung. Wer zuvor übergewichtig war, ass während der Pandemie noch mehr. Wer untergewichtig war, ass weniger. In beiden Fällen scheint die Destabilisierung des Alltags ein noch weiteres Entfernen von einem gesunden Normwert bewirkt zu haben.
Auch Studien, die nach gesunden und ungesunden Ernährungsgewohnheiten fragen, finden eine relativ grosse Stabilität. Diejenigen, die ihrer eigenen Einschätzung nach ihr Essverhalten verändert haben, beurteilten dies über alle Studien hinweg etwa gleich häufig als eine Veränderung in eine gesunde wie in eine ungesunde Richtung (siehe Abbildung).
Was entscheidet also, ob Menschen ihr Verhalten in eine positive oder negative Richtung verändern? Die während der Pandemie durchgeführten Studien identifizieren mehrere Faktoren, welche eine Verhaltensstabilität oder gar eine Veränderung in eine positive Richtung fördern. Dazu gehören psychische Gesundheit, soziale Einbettung, Bildung und Einkommen, Alter und Geschlecht.
Lesen sie hier ein Interview mit dem Studien-Autor Jakub Samochowiec
Studie, 2021 (kostenloser Download)
Sprachen: Deutsch, Englisch
Format: PDF
Im Auftrag von: Curaden
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