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Am Sonntag findet der 17. Zürich Marathon statt. Er gilt als der landesweit schnellste Lauf über die Marathondistanz. Doch auch der weltweite Vergleich zeigt: Niemand rennt schneller als die Schweizer.
1'298'725 Marathon-Finisher im Amateurbereich hat der dänische Statistiker Jens Jakob Andersen analysiert. Und er ist zum Schluss gekommen: Schweizer sind die Schnellsten.
Mit einer durchschnittlichen Zeit von 3:50 Stunden sind Schweizer über die Marathondistanz rund 40 Minuten schneller als der weltweite Schnitt (4:29:53 Stunden).
Zu verdanken hat die Schweiz ihren ersten Platz den Frauen, die mit einer Durchschnittszeit von 3:54:59 Stunden schneller sind als die Männer der meisten übrigen Länder, wie zum Beispiel Deutschland, Frankreich, Italien oder USA.
Thailand ist dabei das einzige Land, in dem die Frauen die 42,195 km im Schnitt schneller zurücklegen als ihre männlichen Konkurrenten.
Obwohl viele der aktuell weltbesten Marathonläufer aus afrikanischen Ländern stammen, sind diese nicht in der Statistik enthalten. «Rennen als Freizeitbeschäftigung gibt es selten in Afrika. Meist nehmen nur Elitesportler an den Veranstaltungen teil. Die wenigen Amateursportler in der Statistik zu berücksichtigen, würde daher keinen Sinn machen», erklärt Jens Jakob Andersen, der Autor der Studie, auf Anfrage.
Die Anzahl Teilnehmer an Schweizer Marathonläufen ist seit 2008 um 75 Prozent gewachsen. Damit ist der Sport hierzulande so populär wie noch nie.
Am meisten an Popularität zugelegt haben Marathon-Veranstaltungen jedoch in Indien: Dort gab es in den letzten zehn Jahren ein Wachstum von fast 230 Prozent. Besonders in Eile sind die Inder allerdings nicht: Im Zeiten-Ranking belegt Indien den zweitletzten Platz (siehe erste Grafik).