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LONDON (awp international) - Fast genau ein Jahr nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko fordern einige der grössten Aktionäre des Ölkonzerns BP einem Zeitungsbericht zufolge eine dramatische Verkleinerung des Unternehmens. Die Forderungen gingen so weit, dass BP Werte bis zur Hälfte seines Vermögens veräussern solle, schrieb die britische Zeitung "Sunday Times". "Das Unternehmen muss beträchtlich schrumpfen, um zum interessanten Investment zu werden", zitiert die "Sunday Times" einen nicht näher benannten Aktionär.
Einige der wichtigsten zehn Gesellschafter wollten, dass BP Vermögenswerte in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar (21 Mrd Euro) verkaufe - und zwar zusätzlich zu den 30 Milliarden US-Dollar, die bereits eingeplant sind. Die Aktionäre, deren Namen nicht genannt werden, seien der Ansicht, BP habe derzeit die einzigartige Chancen, sich in ein kleineres, schneller wachsendes Unternehmen zu verwandeln. Die bisherigen Verkäufe von BP-Ölfeldern etwa in Argentinien oder der Nordsee zeigten, dass es grosses Interesse gebe.
BP hat bereits Vermögenswerte in Höhe von rund 24 Milliarden US-Dollar verkauft, um einen Entschädigungsfonds für die Opfer der Ölkatastrophe zu finanzieren. Nachdem am 20. April die Ölplattform "Deepwater Horizon" explodiert war und elf Menschen in den Tod gerissen hatte, war wochenlang Öl aus dem Leck am Meeresboden geströmt und hatte die Natur und Fischerei in der Gegend schwer geschädigt.
Ein Sprecher von BP sagte, die bisher eingeplanten 30 Milliarden US-Dollar seien ausreichend, um den Folgen der Ölkatastrophe Herr zu werden. "Wir planen nicht, das Unternehmen aufzubrechen."/gür/DP/enl
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