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Mit dem zunehmenden Tourismus in Zermatt musste die Gornergrat Bahn ihre Infrastruktur erweitern. Zwischen 1960 und 1963 wurde ein neuer Bahnhof nach Plänen des Architekten Dr. Herrmann Fietz gebaut, der Reisenden mehr Komfort bot.
Frühes Interesse für Architektur
Schon als kleiner Junge in Zollikon entdeckte Herrmann Fietz sein Interesse für Architektur. Sein Vater, selbst in diesem Bereich tätig, entfachte in ihm die Leidenschaft für Bauwerke. Nach seinem Studium an der ETH Zürich gründete Fietz sein eigenes Architekturbüro und spezialisierte sich auf den Bau von Krankenhäusern und Schulen. Umso überraschter war er, als er den Auftrag erhielt, das Stationsgebäude der Gornergrat Bahn zu entwerfen.
Warten im Freien
In den 1950er Jahren war der Bahnhof Zermatt der Ausgangspunkt der Gornergrat Bahn. Doch aufgrund des stetigen Verkehrswachstums geriet die Station an ihre Grenzen. Die Koordination der ankommenden und abfahrenden Züge gestaltete sich schwierig und die Passagiere mussten oft stundenlang im Freien ausharren.
Modernisierung mit mehreren Aufgaben
Die Geschäftsleitung plante deshalb eine umfassende Modernisierung, die zwischen 1960 und 1963 umgesetzt wurde. Mehrere Neubauten sollten die Situation verbessern: Es waren die Erweiterung des bestehenden Depotgebäudes, die Schaffung einer neuen Gleisanlage und der Bau eines neuen Aufnahmegebäudes.
Fietz erstellte gemeinsam mit der Firma Steiger und Hauri ein Gesamtkonzept, das den Reisenden mehr Komfort bot.
Stahl statt Holz
Im Rahmen der Modernisierung musste der alte Holzbahnhof weichen. Fietz entschied sich beim neuen Stationsgebäude der Gornergrat Bahn stattdessen für einen moderne Stahlbau.
Das Resultat war damals beeindruckend: Ein rund 80 Meter langer Warteraum bot nun geschützte und beheizte Abteile für 550 Reisende, die auf die Abfahrt der Züge warteten. Die Perrons wurden angehoben, um das Ein- und Aussteigen der Bahngäste zu erleichtern.