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Die SVP verliert mit Christoph von Rotz ihren Nationalratssitz in Obwalden, den sie erst vor vier Jahren erobert hat. Der Allianz aller andern Parteien gelang es, den christlichsozialen Karl Vogler durchzusetzen. Er will sich in Bern der CVP-Fraktion anschliessen.
Überraschend hatte die CVP vor vier Jahren ihren Nationalratssitz an die SVP verloren. Ein wilder, der CVP nahe stehender Kandidat hatte dem offiziellen CVP-Kandidaten Stimmen weggenommen und so den Erfolg des lachenden Dritten - Christoph von Rotz von der SVP - ermöglicht.
Die CVP wollte in diesem Jahr den Sitz zurückerobern, nominierte aber einen Kandidaten, der bei den andern Parteien keinen Rückkhalt fand. FDP, CSP und SP portierten deshalb den christlichsozialen Karl Vogler. Nachdem der CVP-Kandidat das Handtuch warf, stellte sich auch die CVP hinter Vogler.
Der 55-jährige Anwalt und ehemalige Kantonsrat Karl Vogler gilt als Mann des Zentrums, für den die Interessen des Kantons über der Parteipolitik stehen. Die Enttäuschung der CVP, keinen eigenen Mann nach Bern zu entsenden, dürfte gemildert werden durch Voglers Zusage, sich der CVP-Fraktion anzuschliessen.
Der von einem überparteilichen Komitee unterstützte Karl Vogler (CSP) erhielt 8896 Stimmen, auf Christoph von Rotz (SVP) entfielen 6739 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 64,3 Prozent.
Ständerat Hess wiedergewählt
Problemlos geschafft hat die Wiederwahl Ständerat Hans Hess (FDP). Er erhielt 12'739 Stimmen. Auf seinen Herausforderer Bashkim Rexhepi (Juso) entfielen 2170 Stimmen. Hess gehört dem Ständerat seit 1998 an. Die Stimmbeteiligung lag bei 63,0 Prozent.