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Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Schweizer Bauernverband
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Bericht zur Lage der Landwirtschaft
Die Berichte zur Lage der Schweizer Landwirtschaft sind Teil der Agristat und erscheinen monatlich. Sie bestehen aus den ständigen Rubriken Grundlagen, Pflanzenbau, Milchwirtschaft, Viehwirtschaft, Aussenhandel und Preise.
10.09.18

Der August 2018 war der drittwärmste seit Messbeginn. Vor allem die West- und die Nordwestschweiz erhielten auch im August wenig Regen. Einzelne Gebiete erhielten nur 20 bis 30 % der Norm 1981 2010. Auch der Sommer insgesamt war der drittwärmste nach dem Sommer 2015 und 2003. Zudem war er ausgesprochen regenarm. Im landesweiten Mittel fielen nur 63 % der Norm 1981-2010. Ähnlich regenarm waren letztmals die Sommer 1983 und 1984. Dabei verstärkten im aktuellen Jahr die sehr hohen Temperaturen die Verdunstung und damit den Wassermangel. Der warme Sommer beschleunigte die Entwicklung der Vegetation und der Fruchtreife massiv. Der Vorsprung beträgt je nach Pflanzenart zwei bis drei Wochen gegenüber dem Mittel der Periode 1981-2010.
10.08.18

Das Wetter im Juli war überdurchschnittlich warm und trocken. In der Zentral- und Ostschweiz sowie im Nordtessin fielen nur 20 bis 50 % der üblichen Regenmenge. Niederschläge sind noch kaum in Sicht: Am Monatsende startete eine Hitzewelle, welche weit in den August hineinreichen dürfte. Der Vergleich mit dem Trockenjahr 2003 drängt sich immer mehr auf.
Im Vergleich zum Monat Mai (1777 Schadenmeldungen) und zu den Vorjahren wurden im Monat Juni wenige Hagelschäden gemeldet (Tabelle 1.4). Auch Elementarschäden wurden in den Monaten April bis Juni eher weniger als in den Vorjahren gemeldet (Tabelle 1.5).
11.06.18

Der Mai 2018 steht bezüglich Temperatur an fünfter Stelle der Jahre seit Messbeginn 1864. Das warme Wetter brachte auch reichlich Gewitter. Grössere Regenmengen fielen allerdings erst ab Mitte Mai und setzten damit der Frühlingstrockenheit ein Ende. Die Niederschläge waren insgesamt allerdings unterdurchschnittlich. In den meisten Regionen blieb die Regenmenge unter 70 % der Norm 1981-2010, nur im Südtessin lagen die Niederschläge im langjährigen Mittel. Im Jahr 2017 wurden 5038 Hagelschäden und 3424 Elementarschäden gemeldet. Beim Hagel lag die Schadensvergütung mit 25,5 Millionen CHF über den Beträgen von 2014 bis 2016. Deutlich höher lagen die ausbezahlten Beträge insbesondere in den Jahren 2009 und 2013. Elementarschäden wurden für 10,2 Millionen CHF vergütet. Hier lagen die Entschädigungen letztmals im Jahr 2007 höher (Tabellen 1.4 und 1.5).
10.05.18

Der April 2018 war der zweitwärmste seit Messbeginn 1864. Südföhn und Hochdrucklagen sorgten für sehr sonniges und warmes Wetter. Dies führte zu einer beschleunigten Schneeschmelze in den Bergen. Dank den warmen Temperaturen konnte die Vegetation den leichten Rückstand vom Monatsbeginn aufholen. Die rasante Entwicklung führte dazu, dass die Blüte von Kirsch-, Birnen- und Apfelbäumen fast gleichzeitig erfolgte. Die Kirschbäume blühten 4 Tage vor dem Mittel von 1981-2010, die Birnbäume 7 Tage und die Apfelbäume 9 Tage früher. Aufgrund des schönen Wetters war Regen Mangelware. In der Nordschweiz lagen die Regenmengen unter 30 % der Monatsnorm, im östlichen Mittelland sogar unter 10 % der Monatsnorm. Weitverbreitet sind auf der Alpennordseite dringend Niederschläge notwendig.
10.04.18

Tiefdrucklagen bestimmten mehrheitlich das Wetter im März und führten zu meist trübem Wetter. Schnee fiel zu Monatsbeginn bis in die Niederungen. In vielen Gebieten viel auch am 18. März nochmals Schnee. Die Durchschnittstemperatur lag im Mittel um 0,8 bis 1,1 Grad unter der Norm 1981-2010. Trotz den dominierenden Tiefdrucklagen fielen wenige Niederschläge, regional sogar weniger als 50 % der Norm 1981 2010. Nur im Tessin gab es verbreitet Niederschläge von mehr als 100 % der Norm. Das kühle Wetter führte zu einer entsprechend langsamen Entwicklung der Vegetation.
12.03.18

Der Februar war einer der trübsten Februarmonate der letzten 30 Jahre und brachte verbreitet nur etwa die Hälfte der im Februar üblichen Sonnenstunden. Auf der Alpensüdseite fielen nur 20 bis 30 Prozent der normalen Regenmenge, am Alpennordhang waren es 40 bis 90 Prozent. Schnee fiel selten und in geringen Mengen. Am Monatsende führte eine sibirische Kältewelle für tiefe Temperaturen. An den letzten beiden Tagen sank die Temperatur auch im Flachland bis auf -10 Grad und tiefer. Damit wurde auch die Vegetationsentwicklung vorerst gestoppt.
12.02.18

Der Januar 2018 war der mildeste Januar seit Messbeginn im Jahr 1864 und brachte einige Stürme mit sich. Am 3. Januar machte Sturm Burglind den Anfang. Die Windspitzen im Mittelland erreichten bis 125 km/h und auf den Berggipfeln wurden bis 200 km/h gemessen. Vom 6. bis 9. Januar erhielt die Alpensüdseite viel Niederschlag, der in höheren Lagen erhebliche Mengen Neuschnee brachte. Vom 16. bis 22. Januar herrschte in der Schweiz eine stürmische Nordwest- bis Westlage und es gab in den Bergen viel Neuschnee. In dieser Zeit überquerten Sturmtief Evi am 17. Januar und Sturmtief Friederike am 18. Januar die Schweiz. Beide Stürme erreichten aber nicht mehr so hohe Windgeschwindigkeiten wie Burglind.
31.12.17

Der Dezember 2017 brachte unbeständiges Wetter mit viel Niederschlägen und reichlich Schnee. Die Monatstemperatur lag im Mittel um 0,7 Grad unter der Norm 1981-2010.
Am 3. und 4. Januar durchzog das Sturmtief Burglind die Schweiz und brachte hohe Windgeschwindigkeiten und starke Niederschläge. Es kam teilweise zu erheblichen Schäden vor allem an Gebäuden und im Wald. Burglind war jedoch deutlich schwächer als die Stürme Vivian (27.02.1990) und Lothar (26.12.1999).