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Wichtige Risikofaktoren sind Alkoholkonsum, Rauchen und Übergewicht. Die Non-Profit-Organisation für Verdauungs-Gesundheit in Europa (UEG) beleuchtet in einem neuen Bericht Verdauungskrankheiten.
Alkohol begünstigt sieben Krebsarten im Verdauungstrakt sowie Brustkrebs bei Frauen.
Gesundheitliche Schäden
Die Zahl der Todesfälle durch Verdauungskrankheiten ist in Europa innert 20 Jahren um ein Fünftel gestiegen.
- Die Zahl der Todesfälle durch chronische Lebererkrankungen, die auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind, ist zwischen 2000 und 2019 um 14% gestiegen.
- Mehr als die Hälfte (54%) aller Leberkrebsfälle sind auf Alkoholkonsum zurückzuführen, 26% auf Rauchen
- Jede fünfte Darmdarmkrebs wird mit Alkoholkonsum in Verbindung gebracht, 22% mit Rauchen
- Gut ein Drittel (36%) aller Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind auf Rauchen zurückzuführen
Wirtschaftlicher Schaden
Verdauungskrankheiten verursachten 2019 in 31 untersuchten europäischen Ländern 25,3 Milliarden direkte Kosten (stationäre Gesundheitsversorgung) und 89 Milliarden indirekte Kosten (Produktionsausfall durch vorzeitigen Tod).
Zeit zu handeln!
Aufgrund der Entwicklungen der letzten zwanzig Jahren fordert die UEG sofortige Präventionsmassnahmen. Wichtig sei vor allem die Reduktion der Risikofaktoren Alkohol- und Tabakkonsum sowie Übergewicht. Die UEG fordert mehr finanzielle Mittel für die Forschung im Bereich der Verdauungskrankheiten, da diese zum Teil nur unzureichend erforscht sind.