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|ECUADOR 1959b

Datum: 05.12. – 12.12.1959
Anzahl Spiele: 10
Anzahl Tore: 40
Teilnehmende Länder: 5
Teams: Argentinien, Brasilien, Ecuador, Paraguay, Uruguay
Copa-Sieger: Uruguay
Final: Uruguay – Argentinien 5:0
Durchschnitt der Zuschauer: 44’667
Torschützenliste
1959 Ecuador (2. Ausgabe)
Die “Extra-Ausgabe” der Copa América fiel zusammen mit der Einweihung des “Estádio Modelo“ in der Hauptstadt Ecuadors, Guayaquil. Zu dieser Veranstaltung kamen vier Mannschaften mit den Gastgebern zusammen: aus Uruguay, Argentinien, Brasilien und Paraguay. Das Desinteresse der bedeutendsten Seleções prägte diesen Wettkampf: Brasilien hatte als Repräsentanten eine Mannschaft aus dem Bundesstaat Pernambuco geschickt – während Argentinien ein Team sandte, das lediglich aus Spielern der Clubs “Boca Juniors, San Lorenzo und Racing“ bestand.
Uruguay machte sich diesen Umstand zunutze und gewann seine zehnte Veranstaltung der Copa América mit Abstand! Der Titel war Uruguay noch vor dem Endspiel sicher, nachdem seine Mannschaft gegen Ecuador 4:0, gegen Brasilien 3:0 und gegen Argentinien 5:0 gespielt hatten. Der Uruguayer Alcides Silveira bekam die Trophäe des besten Spielers und der Argentinier José Sanfilippo wurde mit fünf Toren bester Torschütze.
1963 Bolivien
Die Bolivianer profitierten von der gewohnten Höhenlage von La Paz, um ihren ersten Titel bei der Copa América zu gewinnen. Bis dato waren sie stets von sämtlichen südamerikanischen Mannschaften nur als Prügelknaben behandelt worden, aber, angetrieben von ihrer körperlichen Überlegenheit in der dünnen Luft der Stadt auf 3.600 Metern Höhe, errangen sie den Titel unbesiegt! Es waren fünf Siege und ein Unentschieden – insgesamt schossen sie 19 Tore! Allerdings gab es, ausser der Höhe, zwei andere Faktoren, welche dem bolivianischen Sieg ein bisschen den Glanz nahmen: die Abwesenheit von Uruguay und der Einsatz von Reserve-Teams auf brasilianischer und auf argentinischer Seite.
Paraguay wurde Vize, und Peru, Ecuador und Kolumbien bildeten den Rest der teilnehmenden Nationen. Dieser Sieg brachte den “bolivianischen Helden“ eine lebenslange Pension ein, garantiert von ihrem National-Kongress! Ramiro Blacut wurde zum besten Spieler jener Copa América gewählt, und der Ecuadorianer Carlos Raffo schoss die meisten Tore: insgesamt sechs.
1967 Uruguay
Zum ersten Mal verordnete man der Copa América eine “Vorausscheidungs-Phase“ – ohne festen Austragungsort – in der Chile Kolumbien eliminierte und Paraguay Ecuador. Die End-Phase, ausgetragen in Montevideo, hatte dann sechs teilnehmende Mannschaften: Uruguay, Argentinien, Chile, Bolivien, Paraguay und Venezuela – die letztere zum ersten Mal dabei. Und wie es bei allen fünf Veranstaltungen in Uruguay bisher immer der Fall gewesen war: die Uruguayer wurden auch diesmal wieder Sieger und eroberten den Titel mit insgesamt 11 Toren – nach vier Siegen und einem Unentschieden, letzteres gegen Chile. Pedro Rocha tat sich besonders als brillanter Spieler hervor – man hat ihn später auch in São Paulo bewundern können. Er wurde zum besten Spieler dieser Copa América gewählt und der Argentinier Luis Artime, mit fünf Toren, zum besten “Artilheiro“.
Das Turnier brachte auch den ersten Sieg der venezuelanischen Mannschaft: 3:0 gegen Bolivien, dessen Mannschaft, jetzt ohne den Vorteil der Höhe von La Paz, wieder zu ihrem “Prügelknaben-Status“ zurückfiel. Brasilien zog sich wegen Differenzen mit der “Confederação Sul-Americana“ vom Geschehen zurück.
1975
So wie sie es schon 1967 gehalten hatte, entschied die CONMEBOL, ein neues System in die Praxis umzusetzen, welches ohne festen Austragungsort der Copa América auskommen sollte: Dafür wurden die teilnehmenden Mannschaften für die erste Spielphase in drei Gruppen unterteilt – die drei Siegermannschaften klassifizierten sich dann fürs Halbfinale. Uruguay, der Champion der letzten Begegnung, war dabei. Das Jahr prägte auch das erste Turnier zwischen zehn Ländern, die sich der CONMEBOL als Mitglieder angeschlossen hatten: Brasilien, Uruguay, Argentinien, Paraguay, Chile, Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela und Bolivien.
In der ersten Phase begegneten sich Brasilien und Argentinien durch die Auslosung. Die Brasilianer gewannen beide Partien und kamen ins Halbfinale – zusammen mit Peru und Kolumbien. Die Peruaner waren die grosse Überraschung dieses Turniers: sie besiegten die Seleção aus Brasilien mit 3:1 im Stadion Maracanã von Rio de Janeiro. Und nicht einmal das Rückspiel in Lima, mit 2:0 für Brasilien, genügte zu dessen Klassifikation, denn Peru hatte das Glück auf seiner Seite: durch die Auslosung eines schwachen Gegners in der ersten Phase und ihren höheren Punktestand im Torverhältnis gegen diesen.
Kolumbien überraschte die Uruguayer in der anderen Halbfinale-Partie, und eine bisher nie dagewesene Entscheidung wurde in die Praxis umgesetzt: Jede Seleção hatte eine der Partien gewonnen, also wurde eine Extra-Partie angesetzt, in diesem Fall in Caracas (Venezuela) ausgetragen – die von Peru mit 1:0 gewonnen wurde – durch ein Tor von Hugo Sotil. Der Champion Teófilo “Nenê“ gewann die Wahl des besten Spielers, und der Kolumbianer Ernesto Diaz und der Argentinier Jacinto Lugue beendeten als beste Torschützen die Partie – jeder mit 4 Toren.
1979
Die Form der Begegnungen wie 1975 wurde beibehalten, und noch einmal enttäuschten die drei bedeutendsten Kräfte des Kontinents (Brasilien, Uruguay und Argentinien). Den Titel errang nämlich Paraguay – seinen zweiten in der Copa América! Der erste stammte von 1953.
In der ersten Phase standen sich erneut Brasilien und Argentinien gegenüber – die grün-gelbe Seleção hatte Fortuna auf ihrer Seite. Chile und Paraguay besetzten die anderen beiden Plätze und begegneten Peru im Halbfinale. Trotz solcher Grössen wie Zico, Sócrates und Falcão im Team, wurde Brasilien von den Paraguayern abgezockt, die mit Romerito, Roberto Cabañas und Roberto Fernández angetreten waren. Chile seinerseits zeigte Stärke und eliminierte den Champion Peru. Am Ende wurde noch einmal ein Extra-Spiel notwendig, weil die Chilenen in Santiago mit 1:0 gegen Paraguay gewonnen hatten – voller Hoffnung reisten sie nach Assuncion und verloren dort mit 3:0. Die Extra-Partie ging dann 0:0 aus und Paraguay wurde anhand seines besseren Gesamt-Tore-Stands der Titel zugesprochen. Der Chilene Carlos Caszely wurde zum besten Spieler gewählt, während Milcíades Morel aus Paraguay und der Chilene Jorge Peredo – der mit vier Toren – als beste Artillerie geehrt wurden.