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Afrika im Fokus – BM Archives
Archivaufgabe
Fotografien des Missionars Ramseyer – Einleitung 1
Friedrich August Louis – auch Fritz genannt – Ramseyer und seine Frau Rosa Louise prägten die Geschichte der Basler Mission an der Goldküste in aussergewöhnlicher Weise: 1867 wurden sie damit beauftragt, in Anum die dortige Missionsstation auszubauen. Zwei Jahre später gerieten sie aber in die politischen Auseinandersetzungen zwischen England und dem Asante-Reich. Das Ehepaar Ramseyer und der Missionsbruder Johannes Kühne wurden von den Asante gefangen genommen und nach Kumase gebracht. Auf der beschwerlichen, sechswöchigen Reise starb ihr neunmonatiges Kind an Unterernährung. Nach langem Warten auf den Empfang durch den König, den Asantehene, in Abankoro wurden die Missionsleute schliesslich nach Kumase gebracht, wo sie viereinhalb Jahre in einer verlassenen Missionsstation untergebracht wurden. Erst 1874 wurden sie aus diesem unfreiwilligen Exil entlassen.
Das Ehepaar Ramseyer wollte nach ihrer Freilassung nach Kumase zurückkehren. Da eine Niederlassung im Asante-Reich aus politischen Gründen aber nicht möglich war, errichteten sie im nahegelegenen Abetifi in Kwahu eine neue Missionsstation. Erst nachdem England 1896 in einem weiteren Krieg das Königreich einnahm, konnten sich Ramseyers in Kumase einrichten. Rosa Ramseyer starb 1906 während eines Aufenthaltes in der Schweiz und Fritz Ramseyer kehrte 1908 in die Schweiz zurück, wo er 1914 verstarb.