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Was ist Wirbelsäulenchirurgie?
Die Chirurgie der Wirbelsäule befasst sich mit verschiedenen Erkrankungen des Rückens. Dies betrifft die knöchernen Strukturen der Wirbelsäule und die Nervenbahnen des Rückenmarks.
Welche Patientinnen und Patienten suchen einen Wirbelsäulenchirurgen auf?
Patienten in der Wirbelsäulenchirurgie haben entweder angeborene Fehlbildungen oder über die Jahre erworbene Erkrankungen des Rückens. Entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder auch Tumoren schädigen die Wirbelsäule. Degenerative Prozesse wie Arthrose an den Wirbelgelenken oder der altersbedingte Schwächung der Bandscheibe führen zu Rückenschmerzen. Mit steigendem Alter kommen weitere Beschwerden wie beispielsweise Knochenbrüche bedingt durch den Abbau des Knochens (Osteoporose) hinzu. Sind die Strukturen des Rückens verletzt, werden diese ebenfalls versorgt. Eine Verkrümmung (Skoliose) der Wirbelsäule oder ein Bandscheibenvorfall sind auch anzutreffen.
Welche Symptome haben Patientinnen und Patienten mit Rückenproblemen?
Am häufigsten treten Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Schmerzen im Nacken (Halswirbelsäule) machen den Besuch beim Wirbelsäulenchirurg ebenfalls nötig. Bei starken und ausgeprägten Beschwerden im Rücken kann es in den oberen oder unteren Gliedmassen zu einem Kribbeln, Muskelschwäche oder sogar zu Lähmungen kommen.
Welche Behandlungen sind in der Wirbelsäulenchirurgie möglich?
Das Behandlungsspektrum ist umfassend. Folgende Krankheitsbilder der Wirbelsäule werden am häufigsten therapiert:
- Bandscheibenvorfall
- Skoliose
- Wirbelgleiten
- Spinalkanalstenose (verengter Wirbelsäulenkanal)
Dies sind die chirurgischen Techniken, die am Rücken angewandt werden:
- Mikrochirurgischer Eingriff: Ein Mikroskop vergrössert während der Operation die Details im Körper.
- Minimal-invasiver Eingriff: Einführen der Instrumente durch kleine Schnitte in der Haut.
- Offene Operation am Rücken: Bei komplexeren Eingriffen wird die Wirbelsäule durch einen grossen Hautschnitt freigelegt.
Risiken: Da eine Vollnarkose nötig ist, wird der Kreislauf stärker belastet.
- Einsatz einer künstlichen Bandscheibe: Ersatz der Zwischenwirbelscheibe durch eine Prothese.
- Wirbelversteifung: Die Wirbelsäule wird mit Metallplatten und Schrauben in einem Abschnitt versteift.
Risiken: Bei minimal-invasiven Eingriffen entstehen nur kleine Wunden im Gegensatz zur offenen Operation. Die Schmerzen nach der Operation sind deshalb weniger stark und die Wunden heilen schneller. Bei chirurgischen Behandlungen der Wirbelsäule können Nerven, umliegende Knochenstrukturen oder Organe in der Nähe des Operationsgebietes verletzt werden. Mögliche Risiken sind wie bei jeder Operation auch Blutungen, Störungen der Wundheilung oder Infekte.
Anästhesie: für Rückenoperationen werden in der Regel Vollnarkosen empfohlen.
Vorbereitung für eine Behandlung in der Wirbelsäulenchirurgie
Die Patientinnen und Patienten treten am Vortag in die Klinik ein und müssen für die Operation nüchtern sein. Die Blutwerte und der Blutdruck werden kontrolliert. Medikamente, die das Blut verdünnen, werden vorher abgesetzt.
Postoperative Betreuung in der Wirbelsäulenchirurgie
Der Ablauf nach der Operation hängt vom gewählten Eingriff ab. Die ersten Tage verbringen die Patienten in der Klinik. Nach kurzer Zeit können sie das erste Mal aufstehen. Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus gehen die Patienten direkt nach Hause oder weiter in eine Reha-Klinik. Am Anfang muss sich der Patient schonen. Sind die Wunden abgeheilt, beginnt die Rehabilitation: Die Wiederaufnahme einer vollen körperlichen Aktivität ist das oberste Ziel.
Warum sollten Sie sich für die Wirbelsäulenchirurgie bei Swiss Medical Network entscheiden?
Im Swiss Medical Network ist die enge und interdisziplinäre Zusammenarbeit von allen medizinischen und paramedizinischen Spezialitäten von zentraler Bedeutung und schafft die besten Voraussetzungen für eine rasche und komplette Berücksichtigung des Patientenleidens und dessen Behebung. Der menschliche Körper steht im Mittelpunkt und modernste Operationstechniken erleichtern das Management von Erkrankungen der Wirbelsäule.
FAQ
Wann ist eine Operation der Wirbelsäule nötig?
Rückenschmerzen werden in den meisten Fällen ohne Operation behandelt. Physiotherapie und eine Schmerztherapie helfen in der Regel. Wenn es jedoch zu Sensibilitätsstörungen oder sogar Lähmungserscheinungen kommt und die Blase nicht mehr kontrolliert werden kann, ist dies ein Notfall und bedarf einer sofortigen Abklärung beim Arzt oder in der Klinik.
Wie wird am Rücken operiert?
Die Operationsmethode wählt der Chirurg nach dem Krankheitsbild. Kleinere Eingriffe werden minimal-invasiv durchgeführt, grosse Korrekturen brauchen eine offene Operation.
Wie lange bleibt der Patient oder die Patientin nach einer Operation am Rücken in der Klinik?
Die Dauer des Klinikaufenthaltes hängt von der Art der Operation und dem Heilungsprozess der Patientin oder des Patienten ab. Die meisten bleiben bis maximal fünf Tage in der Klinik, danach können sie nach Hause oder in die Rehabilitation gehen.
Was muss ich nach einer Operation an der Wirbelsäule beachten?
Man darf in den ersten Wochen keine schweren Lasten tragen. In der Physiotherapie trainieren werden die Muskeln wieder aufgebaut. Die Heilung der Wunden braucht Zeit. Nach zirka sechs Monaten kann der Rücken wieder voll belastet werden.
Sind die Schmerzen nach einer Rückenoperation weg?
Eine Operation ist keine Garantie für ein Leben ohne Schmerzen. Der Chirurg wägt vorher ab, ob sich eine Operation lohnt. Ein Eingriff ist dann sinnvoll, wenn die Chance auf eine Besserung der Beschwerden besteht.