Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03605.jsonl.gz/3406

Willich,
Cäsar, Genremaler, geb. 1825 zu Frankenthal (Rheinbayern), war von 1843 an Schüler der Akademie in Berlin unter Jakob Schlesinger (gest. 1855), ging 1846 nach München, wo er als Schüler von Karl Schorn sein erstes größeres Bild malte. Infolge der völkischen Bewegungen von 1848 und 1849 lebte er eine Zeitlang in der Schweiz, bildete sich einige Jahre in Antwerpen aus und blieb darauf drei Jahre in Paris, wo er auch im Atelier Coutures arbeitete. 1858-1861 verweilte er in Italien, namentlich zu Rom, und ließ sich dann in München nieder. Unter seinen oft nur die Darstellung der Schönheit des weiblichen Körpers bezweckenden Bildern der Mythe und der Sage sind zu nennen: geistliches Gericht aus der Zeit der Hexenprozesse, Psyche mit der verschlossenen Salbenbüchse, Italienerin, junge Zigeunerin mit einer Eidechse spielend, schlafende Nymphe mit einem jungen Satyr, die Amazone u. dgl. Unter seinen Bildnissen wird das von Rich. Wagner sehr gerühmt.