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Eine Schale, auf drei Füssen mit zwei eckig gebrochenen Henkeln und Deckel. Asymmetrische Bemalung in Unterglasurblau und polychromen Dekor mit einer Chinoiserie-Figur, indiani- schen Blumen und Insekten. Der flach gewölbte Deckel –ähnlich dekoriert– verfügt über einen kunstvollen Knauf.
Die Schale ist in ihrer Form – mit den rechteckigen Henkeln und dem Deckel – äusserst selten. Die Ausführung wurde ausschliesslich ohne Unterteller produziert. Die Form geht auf ein ja- panisches Vorbild zurück. Das japanische Original kam 1723 in die Sammlung von August dem Starken. Es existieren mehrere Exemplare aus Meissener Porzellan. Das Älteste ist ein unverziertes weißes Porzellanstück von Böttger, welches mit einem Löwengriff versehen ist und noch in der Porzellansammlung in Dresden aufbewahrt wird (Nationale Sammlung, Inv.- Nr. PE 2911 a, b).
Das Fehlen der Marke könnte möglicherweise bedeuten, dass das Objekt für August den Star- ken selbst produziert wurde.