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Jaques de Molay
Als Sohn eines Landedelmannes in der Franche-Comté um 1244 geboren, gehörte Jaques de Molay bereits seit 1265 dem Orden an und kam zu Beginn der siebziger Jahre in Heilige Land, wo er 1285 als Komtur von Akkon bezeugt ist. Am 10. Oktober 1307 folgte er einer Einladung des Königs von Frankreich, Philipp der Schöne, zur Teilnahme an der Feierlichkeiten zur Beisetzung der gerade verstorbenen Schwägerin des Königs nach Paris. Er wurde mit grossen Ehren empfangen, wurde aber noch in der gleichen Nacht ohne Angaben von Gründen auf Befehl des Königs verhaftet und eingekerkert. Natürlich konnte er nicht wissen, dass zur gleichen Stunde auch alle in Frankreich ansässigen Templer schlagartig verhaftet wurden. Um nun unter allen Umständen von den Gefangenen die Anerkennung der ihnen vorgehaltenen Anschuldigungen zu erzwingen, wurden die Verhöre unter Anwendung so scharfer Folterung durchgeführt, dass nicht weniger als 36 unter den Torturen zu Tode kamen und eine unbekannte Zahl an den erlittenen Verletzungen in den Kerkern starben. So kam es zu zahlreichen, angesichts des Todes erpressten unwahren Geständnissen und Selbstbezichtungen, deren nachträgliche Widerrufung als rückfällige Ketzerei unweigerlich zum Tode auf dem Scheiterhaufen führte. Am 18. März des Jahres 1314 wurde Jaques de Molay zusammen mit dem Grosspräzeptor der Normandie auf dem Scheiterhaufen zu Paris verbrannt.