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Adrian Michael
Westlich des Dorfes Fellers (Falera) sind auf einem bewaldeten Hügel hart am Schleuisertobel die Ruinen der Burg Wildenberg zu sehen, die das Stammschloss der Freiherren von Wildenberg ist, welche mit den Freiherren von Frauenberg eines Stammes waren.
Über die Geschichte der Burg ist nichts bekannt und auch das Mauerwerk, das aus unsolidem Material bestand, ist bis zum Erdboden zerstört. Zu oberst auf dem Hügel stand die eigentliche Burg mit Turm und Wohnbauten. Weiter unten, am Abhang des Hügels lag, durch einen Halsgraben getrennt, ein ebener Platz, der von einer Mauer umgürtet war. Vielleicht war dies ein Tummelplatz für die heranwachsende Ritterjugend, die sich hier im friedlichen Wettstreite auf Krieg und Fehden vorbereitete.
Wir kennen nur zwei Vertreter des Geschlechtes, die sich beide Heinrich nannten. Heinrich der Ältere war ein fehdelustiger Herr und griff in jeden Streit ein, von dem er sich etwas versprach. Bald finden wir ihn im Kampfe gegen den Bischof von Chur, bald aber auch als Zeuge in dessen Urkunden. Mit dem Kaiser stand er auf gutem Fusse. 1261 wurde er Schirmvogt von Pfäfers. Sein Sohn war Heinrich der Jüngere, der seinem Vater in seinen Taten glich. Er genoss grosses Ansehen und grosse Macht. In Zernez im Engadin besass er einen Turm Wildenberg, den er 1288 dem Bischof von Chur verkaufte. Auch die Herrschaft Greifenstein bei Filisur war sein Lehensbesitz. Mit Heinrich starb die männliche Linie des Geschlechtes aus. Seiner Ehe mit der Gräfin Berta von Kirchberg entspross nur eine Tochter namens Anna, die ihrem Gemahl Graf Hugo III. von Werdenberg-Heiligenberg reichen Besitz zubrachte.
Später schrieb sich ein Zweig der Familie Rink von Wildenberg. Die Ursache hierzu ist unbekannt.
Adrian Michael
Bibliographie