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Die Gesundheitsmärkte sind in allen Ländern ganz unterschiedlich organisiert. So verlangen Schweizer Patient:innen eine Produktvielfalt, innerhalb welcher sie für sich die beste therapeutische Option auswählen können.
Das führt dazu, dass jeder Anbieter die komplette Palette [Packungsgrössen, Dosierungen, Galenische Formen (Filmtabletten, Lutschtabletten, Sirup, Brausetabletten, usw.] eines Medikamentes anbieten muss. All diese Medikamentenformen wiederum müssen vom Hersteller in der Schweiz zugelassen werden und entsprechend in der von der Zulassungsbehörde verlangten Aufmachung angeboten werden. Die Dreisprachigkeit ist in einem solchen Kontext noch das kleinste Übel.
Zu diesen sehr komplexen Anforderungen kommt ein eher kleiner Markt hinzu, in welchem Skaleneffekte für die verschiedenen Aufmachungen praktisch nicht realisierbar sind. Ein klassisches Beispiel hierzu sind die Kinderformulierungen, für welche im Gegensatz zu den Erwachsenen Formulierungen die Nachfrage bis zu 10x kleiner ist.
Schlussendlich widerspiegeln sich die hohen Kosten (Zulassungskosten, administrativen Kosten, Lagerung, Vertrieb, usw.) in der Schweiz auch in den Medikamentenpreisen.