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Entstehung
Padel entstand 1965 in Acapulco, Mexiko, als sich der Mexikaner Don Enrique Corcuera dazu entschloss, den kleinen Platz, der in seiner Residenz zur Verfügung stand, auf irgendeine Weise auszunützen, um dort ein Feld zum Tennisspielen bauen zu lassen. Da der Platz nicht ausreichte und ausserdem auf einigen Seiten von Mauern begrenzt war, wurde daraus statt einem Tennisplatz ein Spielfeld mit kleineren Ausmassen, wobei es vollkommen von einer Kombination aus Beton und Metallnetz umgeben war, die verhindern sollte, dass der Ball aus dem Spielfeld fliegt. Diese Kombination hat zweifellos den Vorteil, dass der Ball immer in Bewegung bleibt.
Trotz seiner mexikanischen Herkunft fand seine eigentliche Präsentation in Spanien statt. Genauer gesagt, 1968 im Hotel Puerto Romano de Puerto Banas in Marbella, wo Prinz Alfonso von Hohenlohe, den die Erfindung seines mexikanischen Freundes begeistert hatte, ein Feld anhand derselben Grundeigenschaften des Originals, mit einigen Modifikationen errichten ließ. Auf diese Weise konnten die verschiedenen Hotelgäste aus aller Welt, Geschäftsleute, Freunde und vor allem der „Jet Set“ dort spielen und den neuen Sport kennenlernen.
Entwicklung in der Schweiz
2006 wurde der Schweizer Padel Verband gegründet und seit 2007 offiziell Mitglied der „Federación International de Padel“. Nach den ersten Erfahrungen von 2007-2009 mit Padel in Schaffhausen wurde 2010 das Pilotprojekt im TC Unterengstringen in Zürich lanciert. Das Pilotprojekt dauerte 2 Jahre und hatte zum Ziel, den Padelsport erfolgreich in einen Tennisclub zu integrieren und zugleich einen Mehrwert zu generieren. Zusätzlich werden in Zukunft regionale Padelverbände eingeführt, welche den Padelsport auf regionaler Ebene in der Schweiz fördern sollen.
Entwicklung in Spanien
Spanien war Mitte der 90iger Jahre das Land mit dem grössten Wachstum. Dies war vor allem Sr. José Maria Aznar, dem ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten zu verdanken, der während seiner Amtszeit selbst aktiver Spieler war und ein grosser Förderer des Padelsports ist, sowie führenden spanischen Unternehmen, die viel Geld in Veranstaltungen und in Spieler investierten. In dieser Zeit reiste eine grosse Anzahl von argentinischen Spielern nach Spanien, um ihr Glück im Padel zu finden. Die wichtigsten Motive waren: die grosse Anzahl von Turnieren im spanischen Turnierkalender, die Menge des Geldes bei den Turnieren und die Möglichkeit Trainingsstunden in den besten Clubs von Madrid, Barcelona, Sevilla, Malaga oder anderen Städten zu geben. Der grösste Padel-Club in Spanien ist der Club „Estudiante“ in Madrid, welcher 28 Padel-Courts besitzt; davon sind 10 Courts überdacht. In ganz Spanien gibt es zur Zeit etwa drei Millionen aktive Spieler.
Volkssport in Spanien
Padel gehört in Spanien zu den Top-Sportarten. Das lässt sich anhand zweier Beispiele leicht erklären. Das ist einerseits die Website der bekannten Sportzeitung „MARCA“, www.marca.es, wo die 9 populärsten spanischen Sportarten wie Fussball, Formel 1, Motorsport, Basketball, Leichtathletik, Radsport, Tennis und auch Padel im Internet auf der Hauptseite von „MARCA“ aufgelistet sind.
Andererseits die Sportmesse IFEMA in Madrid wo Fussball, Tennis, Padel, Motorsport, Fitness, Skisport, Radsport, Golf und Rudern medial beworben werden. Wenn man diese Sportarten genau betrachtet, so sind das alles Sportarten, die auch in Schweiz verbreitet sind (Padel muss noch bekannt werden).