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Filmkritik: Schönheit und Wahnsinn liegen oft nah beeinander
Lee Alexander McQueen wuchs in East London in eher bescheidenen Verhältnissen auf. Doch er hatte einen Traum: Modedesigner werden. Lee brach die Schule ab und machte sich ohne Geld und grosse Erfahrungen auf, die Modebranche zu revolutionieren. Er erhielt einen Job in einer Schneiderei, wo er die Arbeit mit Stoffen von Grund auf lernte. Das war ihm aber bald zu wenig und er wollte noch mehr lernen. Die Wissbegierde führte den jungen Briten nach Italien und von da wieder zurück in die Heimat, wo er einen Platz in einem Studienlehrgang ergatterte. Die dortigen Lehrer erkannten schon früh McQueens Talent und seinen kreativen Wahnsinn. Mit Isabelle Blow fand er eine Freundin und Mentorin, die ihm die Welt der Modeschöpfer eröffnete.
Schon bald darauf erhält Lee die Gelegenheit, für eine angesehene Marke in Paris zu arbeiten. Der von Arbeitslosengeld lebende McQueen wird sehr schnell mit dem Druck der Modeindustrie und dessen Schattenseiten konfrontiert. Er produziert wie am Laufband eine Kollektion nach der anderen - und erntet nicht immer nur positive Kritik. Doch Lee will sein eigenes Label und erhält mit Tom Ford einen Sponsor, der es ihm ermöglicht, seine ganz eigene Mode auf den Laufsteg zu bringen. Doch der damit einhergehende Erfolg führt dazu, dass sich der sensible Künstler immer mehr dem Kokain zuwendet und sich trotz vielem Geld einsam fühlt. So muss kommen, was kommen muss: Lee nimmt sich mit nur 40 Jahren das Leben.