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Als ihr Sohn Sebastian auszieht, bleiben Margret und Gerhard Sandmaier allein zurück. Besonders Margret leidet unter der Leere im Haus. Gerhard hat seinen Beruf als Geschichtsprofessor, aber Margrets Teilzeitjob in der Buchhandlung und die Deutschstunden, die sie Flüchtlingskindern gibt, füllen sie nicht aus. Sebastian, gerade erst flügge geworden, hält schmerzliche Distanz. Die Sandmaiers beschließen, den Anbau, in dem ihr Sohn gewohnt hat, zu vermieten. Der passende Mieter ist bald gefunden: ein junger Fahrradmechaniker, unauffällig, höflich, wortkarg. Doch als sich die Schlagzeilen über einen Messerstecher häufen, der in der Stadt sein Unwesen treibt, regt sich in Margret ein schlimmer Verdacht … Vater, Mutter, Sohn – was eben noch felsenfest schien, gerät ins Wanken. In Margrets Leben bleibt kein Stein auf dem anderen. Und der Sohn, der Theologie studiert, reibt sich auf an der Frage, warum die Begriffe von „gut“ und „böse“ so schwer festzulegen sind.
Lukas Hartmann schreibt vor allem Romane und Geschichten für Erwachsene wie auch Kinder und Jugendliteratur. Seine Bücher "Anna annA" und "Finsteres Glück" wurden verfilmt.