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Münzen sind nicht scharfkantig, und ein Einfrankenstück hat weniger als zwei Zentimeter Durchmesser, womit es problemlos Speiseröhre und Magen passieren sollte. Röntgenbilder zur Dokumentation des Ereignisses sind selten nötig. Es reicht, den Stuhl zu kontrollieren und den natürlichen Abgang des Fremdkörpers festzuhalten. Eine Münze sollte innerhalb von drei bis vier Tagen (meist früher) auf natürlichem Weg ausgeschieden werden.
Zum Arzt sollte man, wenn nach dem Verschlucken Atemnot auftritt und davon ausgegangen werden muss, dass der Fremdkörper in die Atemwege gelangt ist. Dann ist sofortiges Handeln gefragt. Ebenso sollte der Arzt aufgesucht werden, wenn nach dem Verschlucken der Münze eine Schluckbehinderung besteht, weil der Fremdkörper in der Speiseröhre liegen geblieben ist. In diesem Fall sollte der Fremdkörper innerhalb von 24 Stunden entfernt werden (was endoskopisch einfach möglich ist).
Bei grösseren Fremdkörpern, vor allem wenn diese auch noch scharfkantig sind, empfiehlt sich immer die ärztliche Kontrolle, da die Möglichkeit von Verletzungen der Schleimhaut bis hin zu Perforationen gegeben ist.
Dr. med. André Dietschi, Medizinischer Leiter Medbase Diepoldsau/Heerbrugg