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LONDON (awp international) - Das Ergebnis der Parlamentswahl in Grossbritannien hat keinen direkten Einfluss auf die Einstufung der Kreditwürdigkeit des Landes durch die US-Ratingagentur Moody's. Die Unterschiede in den haushaltspolitischen Konzepten der drei Parteien seien nicht sehr gross, teilte Moody's am Freitag in London mit. Daher sollte in dieser Hinsicht ein Kompromiss bei der Regierungsbildung möglich sein. Moody's bewertet Grossbritannien derzeit mit der Bestnote "AAA". Dieses Rating sei allerdings nicht "für alle Zeiten garantiert".
Eine Verringerung des britischen Haushaltsdefizits wurde von der Ratingagentur als Voraussetzung dafür genannt, dass es bei einem stabilen Ausblick für das Land bleibt. Bei der Wahl am Donnerstag hatte keine der drei grossen Parteien eine absolute Mehrheit erreicht. Dieser Ausgang müsse nicht unbedingt den Willen des Landes zu einer Stabilisierung seines Schuldenstandes schwächen, hiess es weiter. Eine Beibehaltung des "AAA"-Ratings hänge davon ab, ob der kommende Premierminister im Parlament eine Haushaltskonsolidierung über mehrere Jahre durchsetzen könne, die nicht weniger ehrgeizig ausfalle als die Ankündigungen der Parteien während des Wahlkampfs.
Das britische Haushaltsdefizit ist mit 11,8 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt auf Rekordhöhe und fast so hoch wie das in Griechenland (13,6 Prozent). Allerdings gehört Grossbritannien nicht zur Eurozone./jb/bgf
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