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Firmenchef Paul Schuler stellte am Mittwoch die Übernahme von bis zu sechs Unternehmen mit jeweils 100 bis 500 Millionen Franken Jahresumsatz bis Ende kommenden Jahres in Aussicht. Sika könnte künftig bis zu eine Milliarde Franken jährlich für Zukäufe ausgeben, sagte der seit Mai an der Spitze stehende Manager am Mittwoch am Rande einer Investorenveranstaltung zur Nachrichtenagentur Reuters. "Wir möchten etwas schneller sein, das Tempo bei den Akquisitionen erhöhen."
Bislang hatte Sika Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von rund 50 Millionen Franken im Blick und jährlich 200 bis 300 Millionen Franken für Zukäufe budgetiert.
Abgesehen hat es Schuler vor allem auf Familienunternehmen, bei denen die Nachfolgeregelung ein Thema sei. Dort seien die Gewinnmargen zwar üblicherweise niedriger, doch lasse sich das Rentabilitätsniveau in zwei bis drei Jahren auf Sika-Niveau anheben, sagte Schuler. Ein Bereich an dem er interessiert zeigte, sind Chemikalien für die Autoindustrie. Die Schweizer beliefern etwa bereits Jaguar Land Rover und BMW mit Klebstoffen.
Ein möglicher Kauf des Aktienpakets der Sika-Gründerfamilie Burkard würde die Zukaufpläne nicht beeinträchtigen, sagte Schuler. Eine Übernahme von Sika durch den französischen Rivalen Saint Gobain, wie das die Burkards wollen, erteilte der Manager erneut eine Absage. Einen Durchbruch in der jahrelangen Auseinandersetzung gibt es Schuler zufolge nicht.
(Reuters)