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"Louis oder der Ritt auf der Schildkröte" von Michael Hugentobler
In der Bibliothek-Mediathek verfügbar unter der Signatur CAPU
Dreizehn Jahre lang liess sich Michael Hugentobler um den Globus treiben. Nun hat er einen Roman über einen Seelenverwandten geschrieben.
Fake News im 19. Jahrhundert
Er legte sich einen neuen Namen zu, nahm Charaktereigenschaften seines Gegenübers an und erfand die abenteuerlichsten Geschichten: Louis de Rougemont, mit bürgerlichem Namen Henri Louis Grin, war die historische Vorlage für «Louis oder Der Ritt auf der Schildkröte». In seinem Debüt nennt Michael Hugentobler seine Figur Louis de Montesanto und schickt sie auf den Spuren des exzentrischen Schweizers nach Australien.
Vom Pfarrer, bei dem Louis die Liebe zu Wörtern und Geschichten lernt, bis zu den Aborigines, wo er sich eine Frau nimmt, treibt er die Erzählung in hohem Tempo voran. Doch das Buch ist mehr als ein schillernder Abenteuer- und Schelmenroman. Im Kern verhandelt es das Verhältnis von Wahrheit und Sprache im Fadenkreuz von Macht und Kunst. Als Louis als Lügner auffliegt, inszeniert der Autor ein frühglobales Mediengewitter.