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Sarah bastelt mit ihrer Tochter Ilinca, während der ältere Sohn Sacha mit seiner Therapeutin im Zimmer ist. Sie kommt elf Stunden pro Woche in die Familie, um mit dem achtjährigen Jungen an seinen sozialen und schulischen Fähigkeiten zu arbeiten. Sacha ist autistisch und seine Eltern haben sich entschlossen, ihn intensiv begleiten zu lassen. Die therapeutischen Methoden sind noch wenig bekannt und daher auch nicht anerkannt. Das heisst für die Familie, dass die Finanzierung von Sachas Therapie nicht von der Invalidenversicherung übernommen wird.
Der Autismus wurde bei Sacha erst spät - mit drei Jahren - diagnostiziert. «Ich hatte damals schon den Eindruck, dass viele Situationen kompliziert sind für ihn. Die Kinderärztin jedoch, die die Anzeichen für Autismus nicht kannte, war zuversichtlich. Sacha war ein ruhiges, fröhliches und anhängliches Kind und er vermied nie den Blickkontakt oder körperliche Berührungen», erklärt die Mutter. Doch nach der Geburt der Schwester Ilinca – die selbst nierenkrank war – änderte sich das Verhalten von Sacha. Er hatte immer wieder schlimme Panikattacken. «Mit zweieinhalb Jahren hörte er plötzlich auf zu sprechen. Ich dachte zuerst, das sei nur verbunden mit unserer Sorge um seine kleine Schwester», so Sarah.