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Im Zellkern sind die Chromosomen
Im Kern deiner Zellen stecken die Gene. Dabei hast du in den Kernen aller deiner Körperzellen die gleichen Gene. Eine Hautzelle besitzt also die gleichen Gene wie eine Muskelzelle und eine Nervenzelle. Die Gene liegen nicht einzeln und frei im Zellkern, sondern sind in den so genannten Chromosomen verpackt.
Schaut man sich einen Zellkern unter dem Mikroskop an, sieht man in der Regel nicht viel mehr als einen dunklen Fleck. Ist eine Zelle hingegen dabei, sich zu teilen, erkennt man die Chromosomen zu einem bestimmten Zeitpunkt als X-förmige Strukturen.
Du hast im Kern jeder deiner Körperzellen 46 Chromosomen. Schaut man sich diese 46 Chromosomen genauer an, so fällt auf, dass je zwei gleich aussehen. Darum spricht man anstatt von 46 Chromosomen auch von 23 Chromosomen-Paaren. Die Chromosomen-Paare lassen sich nummerieren von Nr. 1 bis Nr. 22.
Das letzte Paar ist speziell: Es bestimmt das Geschlecht eines Menschen. Darum nennt man diese zwei "Geschlechts-Chromosomen". Bei Mädchen besteht dieses Paar aus zwei X-Chromosomen, während das der Buben aus einem X-Chromosom und einem Y-Chromosom besteht. Je nach Art des Lebewesens unterscheidet sich die Anzahl der Chromosomen. Menschen haben 46 Chromosomen, Schimpansen 48, Hunde 78, Katzen 38, Fliegen 8 und ein Blumenkohl 18.
Kinder sind halb Mutter und halb Vater
Die, also die der Frau bzw. die des Mannes, besitzen nur 23 Chromosomen. Bei der Verschmelzung einer Samenzelle des Vaters mit einer Eizelle der Mutter entsteht eine mit 46 Chromosomen bzw. 23 Chromosomen-Paare.
Die befruchtete Eizelle, die ihrerseits das Gleiche tun: Sie teilen sich entzwei, so dass vier Zellen entstehen. Und so weiter und so fort, bis das Kind mit allen seinen Zellen herangewachsen ist.
Jetzt verstehst du, warum Chromosomen immer als Paare vorkommen: Eine Hälfte der Chromosomen stammt vom Vater und die andere Hälfte von der Mutter. Genetisch gesehen sind Kinder eine Mischung ihrer Eltern. Darum sehen wir ihnen auch beiden ähnlich.