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Carlo Maderno (1556 - 1629), geboren in Capolago, verließ sein Dorf mit Anfang zwanzig und zog nach Rom, um bei seinem Onkel Domenico Fontana aus Melide zu arbeiten.
Zunächst als Stuckateur und Steinmetz, dann als Ingenieur und Architekt. Zunächst arbeitete er mit ihnen an der Errichtung der Obelisken im Vatikan, in Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterano und auf der Piazza del Popolo. Ab 1591 war er am Bau des Vatikanpalastes beteiligt.
Von 1597 bis 1603 widmete er sich einem seiner größten Werke: der Fassade der Kirche Santa Susanna, wo Maderno den Barockstil einführte.
Berühmt wurde er vor allem durch den Bau der Fassade und des Kirchenschiffs des Petersdoms im Auftrag von Papst Paul V., der eine größere und vor allem längere Basilika wünschte, d. h. vom "griechischen Kreuz" zum "lateinischen Kreuz", weshalb Maderno die Pläne von Michelangelo und Bramante verwarf, um dem Pontifex zu gehorchen. Er baute auch die Beichtstube in der Mitte der Kirche, unter der Kuppel mit der Doppeltreppe, die zum Grab des Apostels führt.
Nach dem Bau der "Fassade" wurde Maderno zum berühmtesten Künstler Roms und wurde zum "Architetto Pontificio" und "Cavaliere dello Speron d’oro" ernannt.
Seine Verdienste betrafen aber auch die Zivilarchitektur: die Palazzi Mattei und Barberini, den päpstlichen Palast in Castel Gandolfo und den Quirinalspalast sowie den Wasserbau. Von 1610 bis 1629 hatte er das Amt des "Architekten des Tibers" inne.
Er starb im Januar 1629 in Rom und ist in der Kirche San Giovanni dei Fiorentini begraben.
Im Jahr 1956 widmete die Gemeinde Capolago Carlo Maderno anlässlich des 400. Jahrestages der Geburt "des berühmten Sohnes, für den der Name des Dorfes und der Heimat in der ganzen Welt erklingt" eine Gedenktafel, auf der es heißt:
AN CARLO MADERNO
AUSGEZEICHNETER ARCHITEKT IN ROM
ZUM VIERHUNDERTSTEN JAHRESTAG SEINER GEBURT
BEHÖRDEN UND PERSONEN
DES CÒ DE LAGO SEINE HEIMAT
Q.M.P. (1656 -1956)