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Mehr als 2600 Soldatinnen und Soldaten mit 215 Fahrzeugen zogen am Dienstag im Zentrum der Hauptstadt am König vorbei. Am Himmel flogen 68 Kampf- und Transportflugzeuge sowie Hubschrauber der Luftwaffe im Tiefflug über Madrid hinweg. Die Feier stand unter dem Motto «Dienst und Verpflichtung».
Am 12. Oktober, dem «Día de la Hispanidad», wird an die Ankunft von Christoph Kolumbus in Amerika 1492 und an die gemeinsamen Wurzeln der spanischsprachigen Welt erinnert. In mehreren Ländern Lateinamerikas wurde der Feiertag inzwischen abgeschafft oder wie in Argentinien in «Tag des Respekts für die kulturelle Vielfalt» umbenannt.
Auch der sozialistische spanische Regierungschef Pedro Sánchez nahm an der Zeremonie in Madrid teil. Wie oft bei gemeinsamen Auftritten mit dem König wurde der Sozialist aus den Reihen der eher konservativen Zuschauer mit Pfiffen und Buhrufen bedacht.
Im vergangenen Jahr hatte sich Spanien wegen der Pandemie noch in einer dramatischen Lage befunden. Es gab damals nur eine kleinere Zeremonie unter Leitung des Königs und ohne Öffentlichkeit. Inzwischen ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf etwa 20 gefallen, fast 78 Prozent der Bevölkerung sind vollständig gegen Corona geimpft, nur noch 5,5 Prozent aller Betten auf Intensivstationen sind mit Corona-Patienten belegt. Die meisten Beschränkungen im öffentlichen Leben sind wieder aufgehoben.