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Bruppacher, Brupbacher
Brubaker, Brubacher
Swiss Genealogy (Lake Zurich, Switzerland)
Meaning and origin of the family name
Ursprünglich BRUGBACH oder BRUGGBACH
nach dem 'Bach mit Brücke'
Familienwappen Brugbach
In Rot auf goldenem Steg springender,
silberner Hund
überhöht von silbernem Rebmesser
mit goldenem Griff
Geschlechterbuch von Erhard Dürsteler (1678-1766)
Dieser Bach mit Brücke, der Bruggbach, heisst heute Chappelibach und ist der oberste Abschnitt im Erlenbacher-Tobel. Die Brücke ist Teil der alten Landstrasse von Küsnacht her zu der Hochebene. Bereits in der römischen Zeit [ab dem Jahr 15 bis ca. 400] bestand vermutlich eine regionale Verbindung zwischen der römischen Zollstation Turicum [Zürich] und dem ehemaligen römischen Centum Prata (Rapperswil) durch einen Höhenweg über Zollikon-Küsnacht-Allmend-Breitwil-Wetzwil in direkter Linie nach Kempraten. Dieser Römerweg erlangte später als Kirchweg der Wetzwiler eine gewisse Bedeutung, denn Wetzwil war bis 1630 nach Küsnacht unten am See kirchenpflichtig. Nahe der Brücke befand sich im Mittelalter ein Wegheiligtum, vielleicht sogar eine kleine Wegkapelle. Der Bruggbach heisst seit dieser Zeit Chappelibach und die Gegend beidseits des Baches Chappeli; die alte Landstrasse wurde zur Kappelistrasse. (Quelle: Erlenbach, Geschichte einer Zürichseegemeinde, von Karl Kuprecht, Walter Imhof, herausgegeben vom Gemeinderat Erlenbach, 1981).
Hier bei dieser Brücke wird 1333 erstmals der Familien-Name Brugbach erwähnt, ein "Heinrich Brugbach und seine Schwester" auf der Mühle Breitwil, heute Kittenmühle genannt. Laut Verzeichnis musste Heinrich Brugbach einen Zins (Steuer) von 225 Kilogramm Hafer an das Grossmünster in Zürich zahlen. Mehr als 100 Jahre später, im Jahr 1470, trugen erst drei männliche und erwachsene Personen im Zürcher Gebiet den Familiennamen Bruggbach. In einer Steuerliste dieses Jahres findet sich ein Jung-Hennssly Bruggbach mit seinem Bruder und ein Henssly Bruggbach, und alle diese Personen lebten in Breitwil.
Bei Reparatur-Arbeiten an der Klosterkirche (Leutkirche) von Fahr wird als Baumeister ein Hans Brugbach genannt, dessen Name zwischen 1496 und 1501 auch unter den Werkleuten vom Fraumünster in Zürich erscheine.
Im Jahr 1489 hatte eine Margreth Cuenntzlerin (Margret Künzler) den Hans Bruggbach in Konstanz beim bischöflichen Gericht der Ehe angesprochen und ihn als Ehemann bestätigt bekommen. Bruggbach hatte zuerst einen Eid geschworen, dieses Urteil anzunehmen, den Fall aber später an das erzbischöfliche Gericht in Mainz weitergezogen, worauf ihn der Rat in Zürich von seinem Eid entband. Die Obrigkeit unterstützte demnach Bruggbachs Vorgehen, dass dieser von der besagten Frau frei gesprochen würde. StAZ, B 11.16, S. 28.
Kommt der Familien-Name Brugbach (Bruppacher) anfangs im 14. Jahrhundert nur bei Erlenbach-Herrliberg und Umgebung vor, verbreitet er sich bald in weitere Gemeinden des Bezirk Meilen und um 1530 auch auf die gegenüber liegende Seeseite in Wädenswil, wo er später besonders stark vertreten ist.
Historischer Hintergrund
Erste Besiedlungsspuren am Zürichsee stammen aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. Ab 800 v.Chr. erscheinen Kelten, deren Volksstamm der Helvetier im 1. Jahrhundert v. Chr. im heutigen schweizerischen Mittelland sowie in Südwestdeutschland siedelte. Zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert war das Gebiet in das Römische Reich eingegliedert. Nach dem Abzug der Römer überlebten die römischen Strukturen jedoch das Ende der römischen Herrschaft bis ins frühe Mittelalter. Seit der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts liessen sich alamannische Einwanderer aus Süddeutschland als Bauern-Kolonisten in der Region nieder. Sie trafen eine keltisch-romanische Vorbevölkerung, mit der sie friedlich lebten. Die Alamannen (früher als Alemannen bezeichnet) bilden zusammen mit den keltischen Helvetiern und den Römern die Vorfahren der heutigen einheimischen Bevölkerung.
Der Alamanne Wetzo gründete seinen Wohnsitz auf der Hochebene bei Herrliberg am Zürichsee, 792 als Wezinvilari überliefert (heute Wetzwil). Archäologischen Funden zufolge muss es im 8. Jahrhundert in Wetzwil eine karolingische Bartholomäus-Kapelle gegeben haben. 797 übertrug der Priester und freie Landbesitzer Bernegard zusammen mit seinem Vater Wolfbold und seiner Schwester Otsinda den Grundbesitz Wetzwil dem Kloster St. Gallen. Der Anlass für eine solche Übertragung von Eigentum an eine spirituelle Einrichtung war stets die Errettung der Seele, in diesem Fall jene der Spender und der bereits verstorbenen Mutter Adalswinda. Wolfbold und seine Kinder haben sich die lebenslange Nutzung der übertragenen Güter vorbehalten und sich zu einer jährlich auf Martini fälligen Zinszahlung verpflichtet.
Nach Wetzwil entstanden als Erweiterungen die benachbarten Höfe Itewilare (Intwil) und Preitewilare (Breitwil), beide 1150 erwähnt. Das Gebiet gehörte im Frühmittelalter zum Zürichgau als Teil der Alamannia. Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert ging die Alemannia im Ostfrankenreich auf und wurde zwischen dem 10. und zum 13. Jahrhundert vom Herzogtum Schwaben zusammengefasst. Nachdem 1218 die Herzöge von Zähringen ausgestorben waren, wurde die Reichsvogtei Zürich auf verschiedene Adelsgeschlechter aus der Gegend verteilt. Geistliche und weltliche Herrschaften teilen sich in der Folge den Grundbesitz samt Menschen durch Tausch, Kauf und Verkauf. Die Herrschaft über das nördliche (rechte) Zürichseeufer kam so in die Hände der Freiherren von Regensberg.
Das Hofgebiet auf der Anhöhe mit Wetzwil, Breitwil und Intwil gehörte zur Burg Friedberg bei Meilen und ab 1324 dem adeligen Zürcher Ritter Götz I. Mülner. 1390 kaufte der reiche Zürcher Bürger und Junker Jakob Bletscher die Burg Friedberg mit der Vogtei über Breitwil. 1417 gelangte Breitwil unter die Hoheit der Stadt Zürich.
Die Mühle Breitwil
Wann die Kornmühle gebaut wurde ist nicht bekannt. Urkundlich erwähnt wird der Hof Preitewilare = Breitwil erstmals 1150. Dort wird 1333 der Familienname Brugbach (Bruggbach, Brupbach, Bruppach) zum ersten Mal nachgewiesen.
Als betreibende Müller erscheinen in Urkunden: 1389 Conrad Müller, 1509 ein Bruppacher, 1550 Thomas Reithaar, 1568 verkaufte Sennhuser an Heinrich Doner, 1571 Hans Fierz. Zu ihrem heutigen Namen Kittenmühle kam die Mühle durch den vornehmen Städter Heinrich Kitt, der sie 1660 nach dem Konkurs des verstorbenen Hans Fiertz erwarb und als Handlehen der Witwe Fierz übertrug zum Weiterbetrieb.
Die Bruppacher im Hasenacker (Herrliberg)
Von Breitwil, dem ersten bekannten Bruppacher-Wohnort (neben Intwil), rund zwei Kilometer entfernt befand sich ein Hasenacher genannter Bauernhof, welcher später während Jahrhunderten von der Bruppacher-Familie bewirtschaftet wurde. In den Steuerbüchern von 1460 werde der Hof noch nicht genannt. Die älteste überlieferte Zins-Rechnung vom Spital Zürich an einen Hans Bruggbach im Hasenacker datiert von 1496. Im Glückshafenrodel (Lotterie-Namensliste) von 1504 vom Freischiessen zu Zürich wird die Tochter Verena Bruppach aus dem Hasenaker aufgeführt. Im Verzeichnis 'Zürcher Ehedaten 16.-17. Jahrhundert, Staatsarchiv Zürich' werden bis gegen 1600 die meisten Bruppacher noch zusätzlich mit dem Namen Brugbach benannt. Bruppacher im Hasenacher erscheinen bei den Ehedaten erst im 17. Jahrhundert '1620 Vreni Brudtpacheri us dem Hasenacker'.
Die Bruppacher im Waldhof Guldenen
Oberhalb vom Hasenacher, etwa 1.5 Kilometer entfernt, befindet sich der Waldhof Hinter-Guldenen auf dem Eggerberg. Ab Mitte des 17. Jh. waren es während rund 150 Jahren ununterbrochen Mitglieder der Familie Bruppacher, welche die Geschicke des Hofes bestimmten. Der erste Bruppacher auf der Guldenen hiess Hans Konrad (geb. 1614, gest. 1689), stammte aus Küsnacht und war mit der 6 Jahre jüngeren Elsbeth Aeppli verheiratet.
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Brupbacher von Wädenswil
Familienwappen Brupbach
In Schwarz ein steigendes, silbernes Einhorn
auf gewölbtem, grünem Boden
Wappensammlung Hans Kläui (1906-1992)
Historiker Peter Ziegler schreibt: Im Jahre 1540 wurde in Wädenswil Rudolf Bruppacher geboren, der sich 1565 mit Anna Wyss verheiratete. Seine Familie stammte ursprünglich aus Erlenbach und nannte sich nach dem dortigen Brugbach, dem Bach mit der Brücke. Hans Bruppacher lebte 1555 auf dem Hof zum Äsch. Der Täufer Joss Brugpach von Wädenswil wurde 1589 in Horgen gefangen genommen. Die Brupbacher zählen zu den ältesten Wädenswiler Geschlechtern. Die Kirchenbücher der Gemeinde, welche mit dem Jahre 1552 beginnen, erwähnen zu jener Zeit bereits fünf verschiedene Familien dieses Namens. Ihre Angehörigen bekleideten in der Landvogtei und im Dorfe manch verantwortungsvolles Amt. So lebte von 1569-1651 ein Hans Brupbacher, Gerichtsherr und Fähnrich. Sein gleichnamiger Sohn war um 1630 Quartierfähnrich. Zur Zeit des Wädenswiler-Handels, im Jahre 1646, registrierte man in der Herrschaft Wädenswil schon neun Familien Brupbacher. Und zwar wohnten drei im Dorfe selbst; die andern sechs ausserhalb, zum Beispiel im Hofe Äsch, zu Nussbäumen, im Büelen, im Krähbach, im Löchli, in der Seferen und auf der Widen, wo sie sich als Bauern betätigten. Ausser in der Landwirtschaft waren manche Bruppacher als Schiffsleute oder Schlosser tätig. Schiffsmann Diethelm Brupbacher baute 1699 das Haus Zur Traube und 1701 das stattliche Haus zur Hoffnung an der Trubengass. In weiten Kreisen bekannt wurde das Geschlecht Brupbacher von Wädenswil im Verlaufe des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts durch jene beiden miteinander verwandten Familien, welche sich ausschliesslich dem Kunsthandwerk widmeten: die einen als Petschaftstecher und Graveure, die anderen als Kupferstecher und Lithographen. Für seine Kupferstiche besonders bekannt war Heinrich Brupbacher (1758-1835). 1886 starb der im Eisenhandel tätige Oberst Carl Brupbacher-Hauser zum Holderbaum. Die ursprüngliche Schreibweise mit pp wich später jener mit pb.
Zürcher Wiedertäufer [Anabaptisten]
Der vor 1485 geborene Hans Bruggbach, [sein Sohn Uli (Ulrich) erhielt 1525 in Zollikon die Taufe als Erwachsener], wohnte in Zumikon oberhalb von Küsnacht. Hans Bruggbach wurde am 25. Januar 1525 in Zollikon vom Bündner Priester Jörg Cajakob, genannt Blaurock, getauft. Er gehörte damit zu den ersten Täufern im Zürcher Stadtstaat, welche die Erwachsenentaufe empfingen. Danach wirkte er vermutlich als Prediger und Täufer, wurde mehrmals gefangen genommen und verhört, letztmals 1530 vor seiner erzwungenen Bekehrung [→ Täuferprozess] und erst dadurch ermöglichter Freilassung. Seit dem 26. März 1530 bestand, zusätzlich der bereits bestehenden Verboten zum Täuferwesen, das grosse Sittenmandat; #9: Zürich verbietet die Beherbergung von Täufer bei Todesstrafe. Bruggbach erhielt bestimmt ein Redeverbot und musste vermutlich seinen Wohnsitz verlassen. Die Täufer-Familie Bruggbach verschwindet und taucht als von Erlenbach kommend wieder auf als Bruppacher in Wädenswil, genauer im Grenzgebiet Hirzel zwischen Horgenberg und Wädenswilerberg; die Höfe im Äsch und Spitzen gehörten damals zu Wädenswil, Hirzel zu Horgen. In den abgelegenen Höfen hatte die Täuferbewegung eine grosse Anhängerschaft.
- Rudolf (Rutschli) Bruppacher *1540 ∞ 1565 Anna Wyss
- Josef (Joss) Bruppacher *1542
- Anna Bruppacher *1548 ∞ 1575 Rudolf Landis *1548
- Peter Bruppacher *23.5.1566 Spitzen, Wädenswil, ∞ 1594 Margaretha Nägeli *1574
- Ulrich Bruppacher *1568 Wädenswi, ∞ 1595 Barbara Hürlimann *1570
- Peter Bruppacher *10.12.1596 †1668 Ibersheim, ∞ 1621 Barbara Strehler †1622; ∞ 1623 Anna Pfister; ∞ 1661 Margaretha Strickler
- Verena Bruppacher *03.10.1652 Aesch ∞ 1671 Hans Jakob Pfister *03.11.1644 Stocken, Wädenswil
Die zweite Frau von Peter Bruppacher, Anna Pfister, *1594 †1639, war von der Stocken im Wädenswilerberg und vermutlich die Tochter des Täufers Werner [Werni] Pfister, [die Taufbücher von Wädenswil fehlen für 1570-1594]. Anna Pfister ist meine 8. Urgrosstante, Verena Bruppacher 1652 meine 7. Urgrossmutter.
Nach der Überlieferung war Peter Bruppacher seit 1622 Täufer und ein bekannter Prediger. Er lebte im Weiler Spitzen im Hirzel von Horgenberg und die Täufer-Gemeinde traf sich in der Regel in seinem Haus. Am 3. Mai 1637 wurde er inhaftiert in Wädenswil mit Hans Landis und Jakob Rusterholz, der entkam. Danach wurde er in das Oetenbach genannte Gefängnis in Zürich gebracht, wo er mehr als 40 Wochen bleiben musste, bis er im Jahre 1638 floh mit zwölf anderen. Die Beamten von Wädenswil haben nach ihm gesucht, aber Peter Bruppacher kam nie zurück.
Die Mutter Anna und ihre drei Söhne im Alter von zwischen 9 und 13 Jahre blieben auf dem Bauernhof in Spitzen. Ihre Besitzungen waren beschlagnahmt im Wert von fast 10.000 Gulden (ungefähr 35 Kilogramm Gold). Anna verstarb 1639. Angeblich wurden am 6. Mai 1640 die Knechte und Mägde weggeschickt und die drei Kinder nach Zürich gebracht, um als Waisenkinder im Täufergefängnis Oetenbach erzogen zu werden. Alle Kosten für sie wurden aus dem beschlagnahmten Vermögen bezahlt. Danach erlernte Hans Heinrich das Glaserhandwerk in Richterwil. Im Jahre 1645 beendete Hans Heinrich seine Lehrzeit und ein Jahr später begannen seine Brüder ihr Handwerk zu lernen. Peter wurde ein Schärer (Barbier/Wundarzt) und Hans Jakob wurde zu einem Schuhmacher. Beide lernten in Männedorf und als ihre Ausbildung fertig war, begann ihre Zeit als Wandergesellen.
Peter Bruppacher war ins Elsass geflüchtet und lebte dort mit seiner dritten Frau, Margretha Strickler (ab Harüti im Hirzel). Seine drei Söhne schlossen sich ihm wahrscheinlich im Elsass an im Jahre 1651. In Aufzeichnungen von 1661 wird berichtet, dass Peter und Margretha als auch sein Sohn Hans Jakob mit seiner Frau, einer Hiestand aus Richterswil und ihren beiden Kindern auf einem Bauernhof zwei Stunden von Worms in der Pfalz lebten. Sie waren als Teil einer Gruppe, die einen Pachtvertrag vom Kurfürsten der Pfalz erhalten hatte, aus dem Elsass nach Ibersheim umgesiedelt. Der dritte Sohn, Peter, der verheiratet war und Kinder hatte, war mittlerweile verstorben.
Auch der Sohn Hans Heinrich Bruppacher lebte 1661 in Ibersheim, als er mit seinem Bruder Hans Jakob einen Brief an den Kurfürsten Karl Ludwig schrieb zwecks anfordern seiner Fürbitten um Aufnahme der Erbschaft ihrer Mutter Anna Pfister in Wädenswil. Sie waren nicht erfolgreich, weil die Behörden in Zürich verteilte Erbschaften nur an Personen unter Verzicht auf den Glauben der Täufer. Im Jahre 1663 reiste ein Sohn nach Zürich und beanspruchte sein Erbe ohne Glück, sondern erhielt nur 30 Gulden für Lebensmittel und die Reise. Im Jahre 1668 wurden 5000 Gulden (ungefähr 17 Kilogramm Gold) des Bruppacher Vermögen endgültig konfisziert, weil der Vater Peter Bruppacher war in "Ungehorsam" gestorben.
Der Bauern-Aufstand von 1645 - 1646
Die Einführung einer neuen Vermögens-Steuer verstärkte die Unruhen auf der Zürcher Landschaft und führte schliesslich zum Widerstand. Der Aufstand wurde mit der Verhaftung aller Anführer durch die Obrigkeit beendet. Auch Hans Bruppacher von Wädenswil war zusammen mit anderen festgenommen worden [→ Geschichte der Unruhen, Seite 125 (133/160)]. Die meisten Anführer werden hingerichtet, Hans Bruppacher wurde als wenig 'malifiziös', als verführter Hitzkopf begnadigt, zu einer Busse und einer kurzen Haftstrafe verurteilt. Ein Kaspar Bruppacher, ebenfalls unter den Anführern, stellte sich nach seiner Flucht und wurde mit einer Busse bestraft.
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Die Flurnamen "Bruppach" oder "Bruppacher"
Der Name Bruppach ist auch auf geografischen Karten zu finden. Die Flurnamen "Bruppach" oder "Bruppacher" verweisen auf einen Acker (Acher) bei einem Bachübergang (Brugg-Acher) ohne genealogischen Bezug zum Familiennamen Brugg-Bach (Bruppacher).
Die beiden auf der Gygerkarte von 1667 im Horgenberg noch mit Nider- und Ober-Wydenbach bezeichneten Höfe wurden anfangs des 18. Jahrhunderts in der Kartografie umbenannt in Bruppacher und Eschtürli. Das Eschtürli war der Zugang zum eingezäunten Saatfeld der Gemeinschaft und Bruppach offenbar ein Acker als Kulturland beim Wydenbach. Das 'Schweitzerische Lexicon' von Hans Jacob Leu (Band 4, Seite 381) erwähnt 1750 einen 'Baurenhof' Bruppach, auch Hinter Weidenbach (= Nider Wydenbach) genannt.
Bruppar, Pfaffenapfel von Herrliberg
Einen direkten Bezug zum Familiennamen Bruppacher hat eine alte Apfel-Sorte der Gulderlinge: Bruppar, Pfaffenapfel von Herrliberg, ein Spitzwissiker.(Quelle für Bruppar: idiotikon.ch)