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Zegg, der eng mit Unterengadiner Bauwirtschaft verbandelt ist, war bereits 2013 von Quadroni über die Machenschaften des Kartells informiert worden. Trotzdem blieb der Richter all die Jahre untätig. Besonders aktiv war er hingegen als Quadronis Konkursrichter sowie als Familienrichter im Eheschutzverfahren der Eheleute Quadroni. Der Beobachter berichtete .
In den letzten vier Jahren versuchte er unter anderem wiederholt, den Whistleblower als suizidgefährdet zu diskreditieren und einmal sogar wegen Selbst- und Drittgefährdung in eine Klinik einweisen zu lassen. Erfolglos. Zwar wurde Adam Quadroni im Juni 2017 überfallmässig von einem Polizeikommando in eine Klinik gebracht, wurde aber mangels eines stichhaltigen Einweisungsgrundes umgehend entlassen. Die Bündner Regierung reichte Strafanzeige ein. Ein ausserkantonaler Staatsanwalt untersucht die Aktion seit längerem.
Zegg tritt in den Ausstand
Obwohl kein einziger der beteiligten Psychiater eine akute Selbstmordgefährdung geschweige denn ein Gewaltpotenzial bei Adam Quadroni feststellte, wird dem Vater der Kontakt zu seinen drei Kindern noch immer weitgehend verunmöglicht. Quadroni verlangte darum, dass Richter Zegg wegen Befangenheit in Ausstand tritt. Das Gesuch wurde durch das Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair abgelehnt. Dagegen ist eine Berufung vor Kantonsgericht hängig.
Vor kurzem hat nun Quadronis Ehefrau die Scheidung eingereicht. Der Fall landete wieder auf dem Tisch von Orlando Zegg. Quadroni forderte umgehend, dass der Richter auch in diesem Verfahren in den Ausstand zu treten habe. Quadronis Begründung: Das obige laufende Strafverfahren wird inzwischen auch gegen den Regionalrichter Orlando Zegg geführt.
Mit Erfolg. Zegg trat in den Ausstand, und das Unterengadiner Regionalgericht ist nicht mehr mit dem Fall betraut. Das Ehescheidungsverfahren Quadroni wird jetzt vom Regionalgericht Maloja betreut.