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Stripping ist die klassische Methode zur operativen Therapie von Krampfadern. Beim Stripping wird eine flexible Spezialsonde in die krankhaft erweiterte Vene eingeführt, bis zu deren Ende vorgeschoben und dort wieder ausgeleitet. Die Varize wird dann oben, meist an der Leiste oder Kniekehle und unten durchtrennt. Nachdem diese auf der Sonde fixiert wurde zieht man dann die varikös veränderte Vene unter der Haut heraus.
1: Flexible Sonde mit aufgefädelter Vene
2:Faden zur Fixierung der Vene
3: Schnitt für die Einführung der Sonde
4: Invertierendes Strippen der Vene nach unten
Die Stripping-Operation ist in Vollnarkose oder Teilnarkose durchführbar meist wird sie stationär erfolgen, immer häufiger wird sie jedoch auch ambulant angeboten. Nach dem Eingriff ist für 3 bis 6 Wochen eine Kompression mit elastischen Binden oder Kompressionsstrumpf zu empfehlen sowie zur Vermeidung von Thrombosen und Embolien eine mehrtägige gerinnungshemmende Behandlung mit Heparin. Meist kann man nach 1 Woche wieder arbeiten und nach 2-3 Wochen wieder Sport treiben.
Es können sich nach erfolgter Operation erneut Krampfadern bilden. In der Fachliteratur wird die Rückfallquote mit 20-30% angegeben. Eine weitere, jedoch seltene Komplikation sind der Lymphstau und die Nervenläsion, da bei der Operation die nahe an den entfernten Venen verlaufenden Lymphgefäße und Nerven verletzt werden können.