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Die ersten Rettungshunde in der Geschichte waren Airedale Terrier. Die Engländer setzten bereits im 1. Weltkrieg Airedale Terrier ein, um in ausgebombten Häusern nach Verwundeten zu suchen.
Auch in der Schweiz gab es den einen oder anderen Airedale Terrier, der als Rettungshund zum Einsatz gelangte. 1985, nach dem schweren Erdbeben in Mexiko, standen Veto von der Tannenburg mit seinem Führer Pius Wyss im Einsatz. Das K-Team Veto / Pius stand viele Jahre auf der Liste der Einsatzfähigen beim SVKA (Schweiz. Verein für Katastrophenhunde), wie die REDOG damals hiess.
Ein weiterer Airedale Terrier, der fast sein ganzes Leben einsatzfähig war – sowohl im Bereich Trümmersuche wie im Bereich Flächensuche – war Orea vom
Oenztal.
Aufgrund der Funktion ihres Führers – Edi Bucher war lange Jahre Einsatzleiter bei REDOG – konnte sie ihn nie in einen Auslandeinsatz begleiten. Sie leistete aber zahlreiche Einsätze im Inland, um vermisste Personen in Feld und Wald oder im voralpinen Gebiet zu suchen.
Der letzte Airedale Terrier, der auf der Liste der Einsatzfähigen von REDOG figurierte, war Iana vom Böschenhof. Bereits zwei Tage nach dem Erreichen der Einsatzfähigkeit hat Iana – gekennzeichnet mit einer Schabracke – ihren ersten Einsatz als Flächensuchhund geleistet.
«Ich habe mir meinen Wunsch erfüllt und 2005 meine Airedale Hündin India aus der Zucht delle Due Lune von Antonio Serino zu mir geholt. Sie war schon als Welpe sehr lernfreudig und temperamentvoll aber nicht nervös. Da ich mit meiner Westie Hündin in der Hundeschule Capraro in Rifferswil arbeitete und die Schulleiterin bei Redog Mitglied war und aktiv mit ihren Hunden im Trümmerbereich arbeitete, wollte ich mit India den Aufbau dort machen. Ich habe mit India die Welpenspielstunden, den Junghundekurs sowie den Erziehungskurs belegt und habe dann in die Sporthundegruppe gewechselt.
Parallel zu den Welpenlektionen durfte ich mit India schon sehr früh an der sogenannten Frühförderung teilnehmen. Spielerisch wurden sensomotorische Hindernisse bewältigt, Leitern laufen gelernt, Umweg um ein Gebäude geschult, das Scharren und Eindringen an der Futterkiste und später am Anzeigeloch aufgebaut und dann auch einfache Suchübungen mit der Hilfsperson unternommen.
Nach dem Bestehen meiner ersten Begleithundeprüfung wurde ich von der Regionalgruppe Innerschweiz aufgenommen und durfte fortan in dieser Gruppe alle Fächer eines Katastrophenhundes weiter
aufbauen und festigen.
Damit ein Katastrophenhund einsatzfähig werden kann, müssen folgende Zwischenziele erreicht werden:
- mindestens zwei bestandene Katastrophenhundeprüfungen SKG
- mindestens drei bestandene Eignungstests in der Sparte Katastrophenhund Redog
- bestehen eines Vortestes organisiert durch die eigene Regionalgruppe Redog
- Teilnahme am gesamtschweizerischen Einsatztest von Redog
India zeichnete sich stets durch eine hohe Such- und Menschenfreundlichkeit aus. Sie ist sehr arbeitswillig, hat enorme Ausdauer und grossen Durchhaltewillen.
Sie liebt es nach menschlicher Witterung zu suchen und die Personen dann durch scharren, bellen und eindringen anzuzeigen.
Beim Kommando "suech de Maa" gibts für sie kein Halten mehr !
India hat am Einsatztest vom 26./ 27. Oktober 2012 in Genf ihr Können während zwei Tagen und einer Nacht (gesamthaft 11 Schadenplätze à 20 Min. Suchzeit) unter Beweis gestellt. Dazu wurde noch erste Hilfe Hund und erste Hilfe Mensch geprüft. Ich bin überglücklich, dass ich es mit India geschafft habe.»
Susanne Marti mit India