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CORNELIA BOEHLER | TEXTE | BÜCHER
Buddha
So die Überlieferung des Lebens von Siddharta Gautama, geboren etwa 500 Jahre vor Christus in Nepal. Unter einem Baum erreichte er die Erleuchtung Bodhi. Er wusste nun was er wollte, sammelte Gefährten um sich, schuf die Religionslehre. Allgemein wird sein Todestag als buddhistische Zeitrechnung benutzt, im Jahr 1956 wurde ein grosses buddhistischer Jahrestag gefeiert 2500 Jahre nach dem Tod des Religionsgründers. Monumentale Stupas, Dagobas und Buddhafiguren gibt es auf der ganzen Insel Sri Lanka.
Der Theravada-Buddhismus ist die älteste Schule der Lehre und kam sehr früh nach Sri Lanka. Im Gegensatz zur europäischen Kunst, wo die Künstler der Statuen mit Namen bekannt sind - wie Michelangelo - können diese Statuen und Bauwerke nicht von einer einzigen Person geschaffen worden sein, so sind sie also wie unsere Kathedralen Zeugnisse der Religion, geschaffen von unbekannten Händen. Die antiken Kuppelbauten in Sri Lanka mussten erst vom Urwald befreit werden, dies geschah ab 1948 durch die Briten.
Drei antike Hauptstädte sind in Sri Lanka bekannt: Anurahadapura, Polonnaruwa und Kandy, die Stadt, die heute die wichtigste Buddhaverehrung geniesst. Wo die Pilgerorte sind, mussten auch grosse Menschenmassen verköstigt werden, es gab Universitäten und Klöster, zeremonielle Badestätten. Wir haben Kochstellen gesehen, die 200 Kilogramm gekochten Reis bewahren konnten. Unter einem langen steinernen Behälter wurde Feuer entfacht und in grossen Töpfen Reis bereitet, unser Guide nannte es das Buffet der Antike. Sehr gut gefallen hat mir auch ein grosser Granitmörser für die Gewürze.
Die Pagoden, kreisrunden Stupas stehen heute meist in grossen flachen Stadtteilen, damals im Zentrum heute umgeben von Grün, antiken Bäumen und oft bewohnt von flinken Languren-Affen. Die 10 bis 15 Meter hohen Buddhastatuen, weiss getüncht oder mit Gold überzogen, stehen hier oft auf Felsen wie in Sigiryia, an Hügeln, wie in Kandy, selten gibt es eine Buddhastatue ohne anstrengenden Pilgerweg. Doch gerade in Dambulla, wo sich alle Wege kreuzen, kann ich schon von weitem eine im Abendlicht glänzende Statue sehen. Hier gibt es auch einen grossen Baum, der Jackfruit trägt, grosse gelbe Früchte an dicken Holzstengeln, sicher 2 bis 5 Kilo schwer.
CORNELIA BOEHLER | TEXTE | BÜCHER
Copyright Foto und Text Cornelia Boehler
Kontakt
Cornelia Boehler , geb. 1943 in Zürich
Aufgewachsen im kinderreichen Quartier Friesenberg. Mit vierzehn Tagebuch für die Jugendseite des Tages-Anzeigers Zürich, Handelsschule, Tätigkeit im Marketing. Redaktionsmitglied der Gemeindezeitung, Korrespondentin beim Anzeiger von Uster. Seit 1985 Autorin. Von 1988 bis 2003 Inszenierungen von Texten mit Gestik und Musik in Kulturcafés, an Ausstellungseröffnungen, in Clubs und Konzertlokalen in Zürich und Umgebung, Baselland, Bern sowie in Darmstadt und Giessen/Deutschland.