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Zur Geschichte des aki
Im Jahre 1910 wünschte das Bistum Chur, dass in Zürich eigens für die katholischen Akademiker und Studenten eine Seelsorgestelle errichtet würde. Als erster Seelsorger wurde im November 1910 Prälat Dr. Paul de Mathies berufen. Ende des 1. Weltkrieges 1918 wurde die Stelle von der Gesellschaft Jesu übernommen. P. Paul de Chastonnay SJ und P. Rudolf Walter von Moos SJ übernahmen die Akademikerseelsorge und gründeten das katholische Akademikerhaus, das sogenannte „aki“.
Um mit Hilfe von Spenden den Bau des Akademikerhauses zu ermöglichen, wurde mangels Finanzen eine Trägerschaft – der Augustinusverein – gegründet. Das Grundstück am Hirschengraben konnte von der Seifenfabrik Steinfels erworben werden. In den 30er Jahren wurde darauf der Neubau am Hirschengraben 86 erstellt. Wegen der grossen Verschuldung musste nach dem Krieg ein Teil des Grundstücks verkauft werden. Dieses gehört heute dem Medizin Historischen Institut.
Auch während der Zeit des Jesuitenverbots (Art. 51 BV, der bis 1973 galt) war die Arbeit der Jesuiten im aki geduldet und ist 1953 durch den Kantonsrat eigens gebilligt worden. Kleinere Zwischenfälle gab es 1930 und 31 anlässlich von Vorträgen des Jesuitenphilosophen Erich Przywara SJ aus München an der ETH Zürich. Im Jahre 1934 erging an den Studentenseelsorger P. Richard Gutzwiller SJ ein Vortragsverbot an der ETH.
Nach der Fertigstellung des Hauses in den 30er Jahren sind bis Anfang der 90er an der Liegenschaft keine grossen Umbauten mehr vorgenommen worden. Erst unter der Leitung von P. Niklaus Brantschen SJ wurde das Haus generalsaniert und konnte am 15. Januar 1993 wiedereröffnet werden.