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Adrian Michael
Die Reste dieser Burg stehen auf einem langgestreckten, felsigen Hügel, auf dessen östlichem Ende die St. Georgskirche von Ruschein steht. Vom ganzen Bau, dessen Grundriss ein verschobenes, unregelmässiges Fünfeck bildet, stehen noch ansehnliche Trümmer. Bei dieser Burg können nicht Turm, Wohngebäude und Graben unterschieden werden, da sie vielmehr dem Typus eines großen Bauernhauses glich. Dennoch war sie der Stammsitz der mächtigen Freiherren gleichen Namens. Zur Burg gehörte eine kleine Herrschaft, sowie Güter zu Ruis und zu Cästris.
Über die Geschichte der Burg ist nichts bekannt. Die Freiherren von Frauenberg waren mit den Edeln von Wildenberg stammesverwandt Der bekannteste Frauenberger ist Heinrich, der Minnesänger, mit dem das Geschlecht zwischen 1305 und 1314 im Mannesstamme erlosch. Er war ein tüchtiger Haudegen, der auch an der Schlacht bei Göllheim zwischen Adolph von Nassau und Albrecht von Österreich teilnahm. Hierauf zog er sich auf seine Burg Balzers zurück, wo er sich dem Minne gesang hingab.
Frauenberg wurde im Romanischen zu Frons- oder Frunberg, sodass hiedurch Irrtum aufkam, die Burg sei die Stammburg des berühmten Condottiere Georg von Frundsberg. Die beiden haben miteinander garnichts gemein.
Adrian Michael
Bibliographie