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66 Prozent der Männer legten im Jahr 1971 ein JA in die Urne. In Graubünden fiel der Entscheid mit 55 Prozent knapper aus. 17 von 39 Kreisen lehnten das Frauenstimmrecht jedoch ab. Ein Jahr später bekamen die Bündner Frauen auch das Stimm- und Wahlrecht auf kantonaler Ebene. Bis alle Bündnerinnen das Stimm- und Wahlrecht auf kommunaler Ebene hatten, dauerte es jedoch mehr als ein Jahrzehnt. Im Jahr 1983 führten die 17 letzten Gemeinden auf Druck des Kantons das Frauenstimmrecht ein.
Diverse Ziele der Gleichstellung sind jedoch bis heute nicht erreicht. Noch immer werden Frauen beim Lohn und bei der Rente diskriminiert. Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie braucht es mehr und bessere Tagesstrukturen, familienfreundliche Arbeitsmodelle und die Einführung der Elternzeit. Die Grünen engagieren sich weiter für diese Themen.
Politisch untervertreten
In vielen Bereichen ist die Chancengleichheit nach wie vor keine Realität. In der fünfköpfigen Regierung des Kantons Graubündesn sitzt keine einzige Frau. Im Grossen Rat sind gerade einmal ein Fünftel der Sitze mit Frauen besetzt. Mit ein Grund für die schlechte Vertretung der Frauen sind auch die Majorzwahlen. Auch deshalb fordert VERDA seit Jahren die Einführung von Proporzwahlen.