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Harnröhre :
Eine dünne, kurze Röhre, die von der Harnblase ausgeht und durch die der Urin nach außen fließt. Beim Mädchen liegt die Öffnung der Harnröhre direkt oberhalb der Scheidenöffnung, versteckt zwischen den Schamlippen. Beim Jungen sitzt sie an der Spitze des Glieds. Durch die männliche Harnröhre fließt außer dem Urin auch die Samenflüssigkeit, aber natürlich nie gleichzeitig.
Herpes :
Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Herpes.
"Herpes simplex": Das sind recht schmerzhafte Lippenbläschen. Die Bläschen kündigen sich meist schon durch starke Hautspannungen im Lippenbereich an. Bei frühzeitiger Behandlung kann eine Salbe oft helfen. Wenn man den Virus in sich trägt, können diese Bläschen z.B. bei Streß, Ekel oder Erkältungen auftreten. "Herpes simplex" überträgt sich durch Tröpfchen, also z.B. durch Küssen oder Husten. "Herpes genitalis": Dieses Herpes kann auch sexuell übertragen werden. Anzeichen an Penis und Scheide sind hierfür Kribbeln oder Jucken der Haut, Rötungen, schmerzhaftes Wasserlassen, Brennen, Ausfluß und Bläschen, die erst jucken, dann aufplatzen und Geschwüre bilden. Aufgeplatzte Bläschen können Entzündungen mit Fieber auslösen. Schutz vor "Herpes genitalis" kann das Kondom bieten.
Heterosexualität :
Hetero bedeutet soviel wie: anders, verschieden, ungleich. Heterosexualität ist also der Begriff für Verschiedengeschlechtlichkeit – die sexuelle Vorliebe für das andere Geschlecht. D.h., ein Mädchen liebt also einen Jungen und ein Junge ein Mädchen. Das Gegenteil davon ist Homosexualität, die Gleichgeschlechtlichkeit.
Hirnanhangdrüse :
Die Hirnanhangdrüse ist ein kleines Organ im menschlichen Gehirn. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, die Hormone FSH (Follikelstimulierendes Hormon), luteinisierendes Hormon und das Wachstumshormon zu produzieren. Der Fachausdruck für Hirnanhangdrüse: Hypophyse.
Hiv :
HIV ist die Abkürzung für Humanes Immundefekt Virus, das die Zellen des Abwehrsystems befällt, sich in ihnen vermehrt und sie schließlich zerstört. Das HI–Virus kann die tödlich verlaufende Krankheit Aids auslösen. Wer HIV–infiziert ist, trägt zwar das Virus in sich und kann es weitergeben, auch ohne selbst an Aids erkrankt zu sein.
Das Virus befindet sich vor allem im Blut und in der Samen– oder Scheidenflüssigkeit eines infizierten Menschen. Wenn diese virushaltigen Körperflüssigkeiten in die Blutbahn eines anderen Menschen geraten, kann dieser infiziert werden. In die Blutbahn gelangt das Virus zum Beispiel bei der gemeinsamen Benutzung von Spritzen bei Drogenkonsumenten, wenn eine oder einer der Beteiligten infiziert ist. Oder über die Schleimhäute von Scheide, Penis oder Enddarm beim Geschlechtsverkehr, auch wenn keine spürbaren Verletzungen vorhanden sind. Es sind aber auch Infektionen über die Mundschleimhaut möglich, wenn Sperma beim Oralverkehr in den Mund gelangt. Noch gibt es kein Heilmittel und keine Impfung gegen HIV und Aids. Aber vor einer Krankheit kann man sich gut schützen, wenn man die Ansteckungswege kennt. Wenn man sauberes und steriles Spritzbesteck benutzt und beim Sex Kondome, schützt man sich vor einer HIV–Infektion. Schau mal unter "Safer Sex" nach.
Hiv Infiziert :
Wenn jemand HIV–infiziert ist – oder "positiv" ist, wie man noch sagen kann –, hat sich diese Person mit dem HI–Virus infiziert, kann an andere Sexualpartner das Virus weitergeben, ist aber noch nicht an Aids erkrankt. Genaueres erfährst du, wenn du das Stichwort "HI–Virus" anklickst.
Hiv Test :
Mit dem HIV-Test; genauer HIV–Antikörper–Test –, einer Blutuntersuchung, kann man im Labor feststellen, ob jemand sich mit dem HI–Virus infiziert hat. Allerdings wird nicht das Virus nachgewiesen, sondern die Antikörper. Ist das Virus in die Blutbahn gelangt, bilden sich sogenannte Antikörper, die aber erst zwischen zwei Wochen und vier Monaten später mit dem HIV–Test nachzuweisen sind. Erst dann weiß man, ob man sich infiziert hat oder nicht. Wird der Test allerdings vor dieser Zeit durchgeführt, ist sein Ergebnis nicht aussagekräftig. Werden in dem Test keine HIV–Antikörper festgestellt, lautet das Ergebnis "negativ", werden Antikörper nachgewiesen, lautet das Ergebnis "positiv".
Heute sind zwei Testschritte üblich: zunächst ein "Suchtest" (Elisa–Test) nach den im Blut vorhandenen Abwehrstoffen, der dann im Fall eines positiven Ergebnisses in jedem Fall sehr genau mit einem aufwendigeren "Bestätigungstest" (Western–Blot–Test) kontrolliert werden muß.
Ist jemand HIV–positiv, so bedeutet das, daß er die Krankheitserreger im Blut hat und an andere weitergeben kann, aber noch nicht, daß er an Aids erkrankt ist. Daher ist der umgangssprachliche Ausdruck "Aids–Test" auch eindeutig falsch, denn bis zum Ausbruch der Krankheit Aids können viele Jahre vergehen.
Den HIV–Test kann man bei seinem Hausarzt oder beim Gesundheitsamt machen. Beim Gesundheitsamt braucht man nicht seinen Namen zu nennen, sondern bekommt eine Code–Nummer: man bleibt also absolut anonym.
Hiv Virus :
Das "V" bei "HIV" steht für "Virus", daher ist der Begriff "HIV–Virus" auch falsch. Richtig muß es "HI–Virus" heißen, und unter diesem Stichwort kannst du mehr erfahren.
Hoden :
Die Hoden und die Haut des Hodensacks sind äußerst empfindsam und eine sehr erogene Zone für den Jungen. Was die Hoden am liebsten mögen? Zarte Berührungen, ein leichtes Streicheln ... dabei entsteht ein lustvolles Gefühl. Beim vorsichtigen Ertasten der Hoden ahnst du vielleicht auch, warum die Hoden umgangssprachlich "Eier" genannt werden: sie sind nämlich tatsächlich geformt wie ein kleines Hühnerei. Sie sind unterschiedlich groß und hängen oft schief. Die Hoden sind so sensibel und verletzbar, da sie außen liegen und nur von einer Haut geschützt werden. Die Hoden haben eine sehr wichtige Aufgabe: sie produzieren mit Beginn der Pubertät den Samen. Dafür ist allerdings auch das männliche Geschlechtshormon Testosteron nötig, das in den Hodenzwischenzellen produziert wird. Die reifen Samenfäden werden in den Nebenhoden gespeichert, die sichelförmig hinter den Hoden liegen.
Der medizinische Name für Hoden ist Testis.
Hodensack :
Geschützt, gut umhüllt und richtig temperiert – so wünschen die Hoden zu liegen. Und das tun sie auch, nämlich in einem kleinen Hautsäckchen, dem Hodensack. Der gewährleistet auch den Hoden die gleichbleibende Temperatur von 35 Grad. Um mögliche Temperaturschwankungen auszugleichen, zieht sich der Hodensack bei Kälte zusammen und erschlafft bei Hitze.
Homosexualität :
Homosexualität ist ein anderes Wort für Gleichgeschlechtlichkeit und bedeutet eine sexuelle Vorliebe für Menschen, die das gleiche Geschlecht haben. Umgangssprachlich nennt man homosexuelle Männer auch Schwule, bei Frauen spricht man von Lesben. Da sich viele Homosexuelle selber stolz als "schwul" oder "lesbisch" bezeichnen, wird denen der Wind aus den Segeln genommen, die diese Worte als Beleidigung oder Schimpfworte benutzen wollen. Homosexuelle sind weder schlechter noch besser als Heterosexuelle: sie sind aufgrund ihrer Homosexualität nicht begabter oder freundlicher, haben keine speziellen Erkennungsmerkmale, haben glückliche und unglückliche Beziehungen, haben mal viel und mal wenig Sex ... ebenso wie alle anderen Menschen auch. Natürlich gibt es immer noch Menschen, die darin etwas Anstößiges sehen. Damit Homosexuelle Unterstützung finden, haben sie sich zu Selbsthilfegruppen zusammengefunden und bieten Hilfe an. Um so wichtiger ist es, deutlich zu machen, daß Homosexualität keine Krankheit ist und daß es darauf ankommt, einen Menschen zu lieben und zu achten.
Hormondrüsen :
Hormondrüsen sondern chemische Stoffe ab, die direkt an das Blut weitergegeben werden und so in die Körpervorgänge eingreifen. Diese Wirkstoffe nennt man Hormone. Zu den Hormondrüsen gehören z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse und Nebennieren. Diese produzieren etwa 30 verschiedene Hormone, die auf den Wasserhaushalt, Mineral– und Fettstoffwechsel sowie die Geschlechtsreife wirken.
Hormone :
Hormone sind chemische Stoffe, die in die Körpervorgänge eingreifen. Sie entstehen in den Hormondrüsen, werden in das Blut abgegeben und regen durch Signale z.B. den Stoffwechsel oder das Wachstum an. Aber nicht ein einzelnes Hormon wirkt für sich allein, sondern es arbeitet Hand in Hand mit anderen Hormonen.
Hormonimplantat :
Das Hormonimplantat ist ein Verhütungsmittel der neuen Generation und schon in vielen anderen Ländern zugelassen. Die Plastikröhrchen werden direkt unter die Haut – meist am Oberarm – eingepflanzt und geben dort kontinuierlich ihren Wirkstoff – das Hormon Gestagen – frei. Ihr Nachteil liegt darin, daß damit ein Fremdkörper in den Körper eingebracht wird und dieser wieder herausoperiert werden muß, wenn nach längstens 5 Jahren die Wirkungsdauer zu Ende geht oder die Frau mit dieser Methode nicht zurechtkommt. Das Hormonimplantat ist in Deutschland nicht im Handel.
Hygiene :
Hygiene hat immer etwas mit einem gepflegten Körper zu tun. Und daher findest du mehr unter dem Stichwort "Körperpflege".
Hymen :
Wie man von Hymen auf Jungfernhäutchen kommt? Schwer zu sagen, aber auf alle Fälle findest du unter "Jungfernhäutchen" etwas zum Hymen.
Hypophyse :
"Hirnanhangdrüse" ist das Stichwort, wenn du etwas über die Hypophyse erfahren möchtest.
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