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Die Junge CVP bedauert den heutigen Entscheid des Bundesrats, dass in Bezug auf die schriftlichen Maturaprüfungen keine einheitliche Lösung gefunden werden konnte. Eine Maturitätsprüfung ist nicht irgendeine Prüfung, sondern sie ermöglicht den Zugang zu Universitäten, ETH und Fachhochschulen. Die Junge CVP ist der Meinung, dass eine einheitliche Lösung möglich gewesen wäre.
Die Maturitätsprüfungen sind mit einem Ziel verbunden, auf welches seit Jahren intensiv hingearbeitet wurde. Diese nun gänzlich wegzulassen erachtet die JCVP als keine vernünftige Lösung. Es ist nicht irgendeine Prüfung, sondern sie bestätigt die geleistete Arbeit über die vergangenen Jahre am Gymnasium und ist eine wichtige Vorbereitung für den Übertritt in die Universitäten, ETH und Fachhochschulen.
Die bestandenen Prüfungen geben einem/einer Schüler/in neben grossem Selbstvertrauen und Freude, die Bestätigung, dass er/sie für die Hochschule gerüstet ist. Auch wurde im Homeschooling der Maturitätsstoff mehrheitlich als Repetition weiter vertieft. Eine angehende Maturandin oder Maturand sollte fähig sein, sich selbstständig auf diese Prüfungen vorbereiten zu können. Auf den Hochschulen sowie im Berufsleben ist das selbstständige Arbeiten eine wichtige Voraussetzung. Über die Jahre im Gymnasium haben die Maturandinnen und Maturanden die Fähigkeit des selbstständigen Arbeitens angeeignet und können dies mit einer Abschlussprüfung unter Beweis stellen.
Die JCVP hat sich deshalb für die Durchführung der Prüfungen ausgesprochen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorschriften des Bundesrats. Sie hätte es als sinnvoll betrachtet, dass neu erlernter Stoff während des Lockdowns nicht als prüfungsrelevant gälte und den Maturandinnen und Maturanden die Möglichkeit geboten würde, innerhalb nützlicher Frist die Prüfung bei Nichtbestehen wiederholen zu können. Damit ist die Chancengleichheit berücksichtigt sowie zusätzlich eine Möglichkeit geboten, den Abschluss immer noch in diesem Jahr zu erhalten, falls dieser bei einem ersten Versuch nicht erlangt wurde. Ausnahmefälle müssten natürlich auch in dieser Situation speziell berücksichtigt werden.
Eine Matura ohne Prüfungen ist der Weg des geringsten Widerstandes. Das Bestehen der Abschlussprüfungen ist der Lohn der geleisteten Arbeit über die vergangenen Jahre. Die JCVP Schweiz erachtete deshalb die Durchführung der Maturitätsprüfungen als einen sehr wichtigen Bestandteil eines absolvierten Gymnasiums. Von der JCVP wurde deshalb gefordert, dass die Kantone eine einheitliche Lösung finden, die Art und Weise der Durchführung ihnen aber überlassen wird. Die JCVP bedauert, dass in der Schweiz in dieser ausserordentlichen Situation keine einheitliche Lösung für alle Maturandinnen und Maturanden gefunden werden konnte.