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Am linken (Bruch)Ende ist ein Tierkopf modelliert. Das linke Ohr ist im Halbrelief freigestellt (das rechte Ohr ist nicht erhalten). Augen und Augenbrauen sind getrennt modelliert und stehen etwas vor. Wangen und Nasenrücken des Kopfes sind durch begrenzende Schraffenleisten gestaltet. Die zoologische Bestimmung des dargestellten Tieres ist wegen der Einbindung des Kopfes in den Speerschleuderschaft schwierig; in der Literatur wird von einem Pferdekopf gesprochen.
Unterhalb und vor diesem Kopf gab es noch einen weiteren Tierkopf, von dem nur die im Halbrelief geschnitzten Ohren erhalten sind. Hinter dem Tierkopf ist der Schaftteil kantig modelliert. Die einzelnen Fazetten dieses kantigen Schaftes sind in symmetrischer Anordnung ornamentiert: in der Mitte beider Seiten sind kleine U-förmige Zeichen graviert; darunter und darüber sind Muster aus schrägen Schraffen angebracht. Auf der ebenen Schaftfläche der Widerhakenseite findet sich eine weitere Reihe solcher Zeichen. Der Widerhaken selbst ist mit Schrägstrichen verziert; das äussere Widerhakenende ist ebenso wie die Schaftfortsetzung abgebrochen.
Das Stück konnte 1943 aus zwei Fragmenten zusammengesetzt werden. Der kleinere Teil wurde 1874 anlässlich der Ausgrabung Merks gefunden. Das grössere Fragment mit dem Widerhaken stammt dagegen aus der Ausgrabung Nüesch 1898/99.
Objekt:
Widerhakenende einer Speerschleuder aus Rengeweih
Datierung:
Paläolithikum, Magdalénien (ca. 14'000-12'000 v.Chr.)
Fundort:
Thayngen-Kesslerloch