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Andere Namen: Springfinger, Schnappfinger, Triggerfinger, schnellender Finger, schnellender Daumen, springender Finger, Tendovaginitis stenosans
Symptome: ruckartiges Blockieren eines Fingers, wenn er aus einer Beugestellung gestreckt wird. Das tritt meist morgens oder nach längerer Ruhe auf, manchmal auch nach einem festen Griff. Wenn der Springfinger schon eine Weile besteht, kann es dazu kommen, dass er so blockiert ist, dass er mit der anderen Hand gestreckt werden muss (meist schmerzhaft).
Diagnose: Ein erfahrener Handchirurg stellt die Diagnose sicher durch Tasten und einen kleinen Provokationstest. Er kann dadurch auch den normalen Spickfinger und andere Springfingerformen (z.B. „Schwanenhalsschnappen“) auseinanderhalten. Röntgen und MRI sind unnötig.
Behandlung: Bei leichten Formen kann örtliche Kühlung mit Eis oder Diclofenac-Salbe über dem Ringband lindern, indem die Sehne abschwillt. Manchmal hilft eine Kortison-Injektion. In manchen Fällen können die Beschwerden auch von alleine aufhören.
Operation: Wenn der Springfinger länger als 2-3 Monate besteht und regelmässig mehrmals täglich auftritt, hilft eine kleine Operation, bei der das Ringband aufgeschnitten wird. Der Hautschnitt ist nur 1 bis 1,5 cm lang. Berufe mit Schreibtischtätigkeit können nach 1-2 Wochen, handwerkliche Arbeit nach 3-4 Wochen wieder ausgeführt werden. Am Daumen ist die Heilung schneller als an den anderen Fingern.
Komplikationsmöglichkeit: Ein Springfinger, der unbehandelt über mehrere Monate oder Jahre besteht, kann zu einer Verkrümmung oder Gelenkeinsteifung am Finger führen.