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Dank der bedingungslosen Unterstützung von Claude Nicollier, HB9CN, Präsident des Stiftungsrates des Museums Clin d'Ailes, konnte der HB4FR-Club diese Ausstellung von Uebermittlungsgeräten im Clin d'Ailes Museum realisieren. Wir danken ihm herzlich für seinen wertvollen Rat, seine Zusammenarbeit und sein Engagement während unserer ARISS und der World Space Week Aktivitäten. Wir schulden ihm einen grossen Teil unseres Erfolgs.
Das Weltall fasziniert seit jeher. Schon im XVI. Jahrhundert beobachtete Galileo Galilei mit dem von ihm erfundenen Teleskop. Zwei Jahrhunderte später stellte sich Jules Verne in seinem Werk "De la Terre à la Lune" (von der Erde auf den Mond), von einer Kanone ins Weltall geschleudert, eine Reise auf den Mond vor... Ungeachtet der Epochen, war die Erforschung des Universums stets ein Leitmotiv für die Menschheit. Im Verlaufe des kalten Krieges ist der Traum Wirklichkeit geworden. In der Tat lieferten sich die USA und die UdSSR zwischen 1957 1969 eine echte technologische Schlacht, um ihre Überlegenheit im Falle eines militärischen Angriffs deutlich zu machen, was sich rund um die Eroberung des Weltalls kristallisierte.
Claude Nicollier, HB9CN
Als Schweizer Astronaut war unser Ehrenmitglied war auch an der Eroberung des Weltalls beteiligt. 1992 wurde er als Mitglied der Mission STS-46 der erste Schweizer im Weltall. Insgesamt hat er 4 Missionen an Bord verschiedener Weltraumfähren absolviert. In zwei davon wirkte er als Serviceexperte im Rahmen des Unterhalts und der Reparatur des Weltraumteleskops "Hubble". In seiner ersten Mission hatte er sich mit der geschickten Bedienung des Manipulator-Armes ausgezeichnet.
Als "Mission-Specialist" nahm er am Flug der Raumfähre Atlantis STS-46 (31. Juli–8. August 1992) teil, bei dem die Besatzung die rückführbare Forschungsplattform EURECA der ESA im All aussetzte und die ersten Flugversuche mit dem System der Fesselsatelliten (TSS) vornahm. Die Mission erstreckte sich über 123 Erdumkreisungen, das heisst über 5 Millionen Kilometer in 191 Stunden und 16 Minuten.
Dann nahm er als "Mission-Specialist" am Flug der Raumfähre Endeavour STS-61 (2. – 13. Dezember 1993). Dabei wurde als gemeinsames ESA/NASA Programm das Weltraumteleskop Hubble repariert. Claude Nicollier steuerte den Roboterarm der Weltraumfähre. Die Mission ersteckte sich über 163 Erdumkreisungen, das heisst über 7 Millionen Kilometer in 259 Stunden und 59 Minuten.
Im Januar 1995 wurde Claude Nicollier für seine dritte Weltraum-Mission, STS-75 (22. Februar – 9. März 1996), gewählt. Während dieser Mission fand ein zweiter Flugversuch mit dem System der Fesselsatelliten (TSS) statt. Leider riss das Kabel, als der Satellit sich 19,7 km von der Raumfähre entfernt hatte. Danach widmeten sich die Astronauten den vorgesehenen Experimenten in der Umlaufbahn mit der US Microgravity Nutzlast USPM-3. Die Mission ersteckte sich über 252 Erdumkreisungen, das heisst über 10 Millionen Kilometer in 377 Stunden und 40 Minuten.
Im August 1998 begann Claude Nicollier mit den Vorbereitungen für seinen vierten Weltraumflug. Während dieser dritten Servicemission, STS-103 vom 20. -28 Dezember 1999) des Hubble-Teleskops kam es zu seinem ersten Weltraumspaziergang. Dabei wurden neue Instrumente und Systeme im Weltraum-Teleskop installiert um dessen Leistung zu erhöhen.
Claude Nicollier, HB9CN, während seinem Weltraumspaziergang, Mission STS-103
Wir danken der NASA, ESA und Claude Nicollier für die Bilder und die Patches
Nachdem Claude Nicollier im Jahre 2007 in den Astronauten-Ruhestand trat, unterrichtet er heute Raumfahrttechnik an der Ecole Polytechnique Fédérale EPFL in Lausanne.
Vergessen Sie nicht das "Espace Nicollier" anlässlich ihres nächsten Visite im Museum Clin d'Ailes zu besuchen !!
Auszeichnungen:
- 4 Flugmedallien der NASA (1992, 1993, 1996 und 1999)
- Ehrenpreis der Stiftung Pro Aero, Schweiz (1992)
- Collier Trophy (vergeben an das Hubble Space Telescope Recovery Team, die gesamte Crew von STS-61) durch die amerikanische National Aeronautics Association (1993)
- Yuri Gagarin Goldmedallie der Fédération Aéronautique Internationale (1994)
- Silbermedaille der Académie Nationale de l'air et de l'espace, Frankreich (1994)
- Preis der Universität Lausanne (1994)
- Ehrendoktorat der École Polytechnique Fédérale in Lausanne (EPFL) (1994)
- Ehrendoktorat der Universität Genf (1994)
- Ernennung zum Professor der École Polytechnique Fédérale (EPFL), Lausanne (1994)
- Die Einstein Medaille wurde ihm 1998 durch die Albert Einstein-Gesellschaft in Bern übereicht.
- Am 26. Janaur 2011 verlieh ihm der Staatsrat des Kantons Waadt den kantonalen Verdienstorden.