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Der Betriebsertrag von Valiant lag im vergangenen Geschäftsjahr mit 388,0 Mio CHF (+2,5%) leicht über dem Vorjahreswert, wie den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zu entnehmen ist. Dabei flossen auch erstmals die Zahlen der im vergangenen Jahr übernommenen Regionalbank Triba ein - ohne diese hätte der Betriebsertrag noch um 0,8% zugelegt.
Im wichtigsten Geschäftsbereich, dem Zinsengeschäft, konnte die Bank den Bruttoerfolg vorwiegend dank der Triba-Akquisition um 2,0% auf 296,2 Mio CHF erhöhen. Die Zinsmarge war dabei leicht tiefer als im Vorjahr. Klar verbessert zeigte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, wo der Erfolg um 4,6% auf 62,3 Mio CHF zulegte. Auch das Handelsgeschäft zeigte sich mit einem Plus von 3,2% auf 11,7 Mio CHF verbessert, ausserdem profitierte die Bank im übrigen Erfolg von der Auflösung eines RBA-Hilfsfonds.
Allerdings stiegen auch die Kosten wegen Investitionen in strategische Massnahme sowie in die Integration der Triba wieder an (+2,3% auf 226,0 Mio). Der höhere Aufwand schlug sich in einer leicht verschlechterten Cost-Income-Ratio von 58,3% (VJ 58,4%) nieder. Das operative Ergebnis (Geschäftserfolg) lag um 2,0% unter dem Vorjahreswert bei 136,2 Mio CHF.
Die Bilanzsumme der Bankengruppe erhöhte sich zum Jahresende um 5,6% auf 27,6 Mrd CHF, ohne die Akquisition der Triba wäre sie noch um 1,9% expandiert. Die Ausleihungen stiegen um 5,9% auf 23,5 Mrd CHF, bei den Hypotheken alleine betrug das Wachstum ebenfalls 5,9%. Ohne die Triba wären die Ausleihungen und Hypotheken um 2,2% gewachsen. Die Kundengelder nahmen innert Jahresfrist mit einem Plus von 2,6% auf 18,7 Mrd CHF zu, ohne die Triba wären sie allerdings um 1,4% zurückgegangen.
Für das laufende Jahr gibt sich Valiant vorsichtig zuversichtlich und rechnet mit einem höheren operativen Erfolg. Beim Konzerngewinn werde - trotz der fehlenden Zahlung aus dem RBA-Hilfsfonds - ein Jahresergebnis im Rahmen des Vorjahres erwartet.
Das Bankinstitut stellt zudem bereits die Weichen für die Zukunft der Führungsspitze. Der derzeitige Präsident des Verwaltungsrats, Jürg Bucher, wird noch an den Generalversammlungen 2018 und 2019 zur Wiederwahl vorgeschlagen und wird auf die GV 2020 zurücktreten. CEO Markus Gygax soll im Jahr 2020 seine Nachfolge antreten, er soll bereits 2019 als CEO abgelöst werden und dann als einfaches Mitglied in den Verwaltungsrat eintreten. Die Nachfolge von Gygax ab Mai 2019 soll im laufenden Jahr bestimmt werden.
tp/rw
(AWP)