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Eine offene und aufrechte Körperposition ist nicht nur gesund, sie stärkt auch das Selbstbewusstsein.
Selbstbewusstsein ist nicht nur eine (beneidenswerte) Charaktereigenschaft, sondern auch eine Frage der Körperhaltung. Dies haben jetzt US-Wissenschaftler von der Northwestern University in Illinois nachweisen können. Die Forscher liessen 77 männliche und weibliche Studenten zunächst Fragebögen ausfüllen, um ihre Führungsqualitäten zu ermitteln. Dann wurde den Probanden gesagt, sie würden im Experiment entweder Vorgesetzter oder Mitarbeiter sein. Während die Teilnehmer auf das Feedback warteten, nahmen sie an einem vermeintlichen Marketing-Test für ergonomische Stühle teil. Dazu mussten die einen ein paar Minuten in beengter Position auf einem Bürosessel verbringen. Die anderen sassen auf einem bequemeren Modell mit weit ausgebreiteten Armen und Beinen. Anschliessend nahmen sie die ihnen vorher zugedachten Rollen – Mitarbeiter oder Vorgesetzter – ein. Interessant war: Die Versuchsteilnehmer, die zuvor in einer ausladenden Pose sassen, benutzen deutlich häufiger Wörter, die im Zusammenhang mit Stärke und Durchsetzungskraft stehen, zum Beispiel «lead» für «führen» oder «power» für «Kraft» – Anzeichen für dominantes Denken und Handeln.
Unklar ist, wie genau die Körperhaltung das Selbstbewusstsein beeinflusst. Vermutlich registriert das Gehirn selbst geringe Muskelanspannungen im Körper und reagiert mit entsprechenden Verhaltensweisen. Um überzeugender zu wirken, sollte man immer mal wieder seine Körperhaltung überprüfen und bei Bedarf korrigieren. Das kommt auch der Gesundheit zugute, denn: Durch eine aufrechte, aber lockere Körperhaltung werden Knochen, Muskeln und Gelenke entlastet, die Funktionen der inneren Organe verbessert, die Atmung vertieft und Rückenschmerzen vorgebeugt.
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