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Im Jahre 1528 zog der Reformator Huldrich Zwingli von Zürich ins Bernbiet, um mit den Bernern über den neuen Glauben zu sprechen. Bald griff die Bewegung zum Evangelium auch nach Solothurn über und bereits im Jahre 1530 konnten die wenigen Reformierten in Kriegstetten, Biberist und Zuchwil jeweils evangelische Predigten hören. Doch im Jahre 1534 wurden diese wieder verboten und so der neue Glaube im Keim erstickt. 300 Jahre später, 1834, versuchten 171 Reformierte in Solothurn wieder Predigten abzuhalten. 1835 wurden nach Gesetz die reformierten Gottesdienste wieder eingeführt.
Im Wasseramt lebten um 1850 478 Reformierte, 1890 bereits deren 4000 und heute sind es knapp 10'000. Dieser Aufschwung war auf das Wachstum der Industrie zurückzuführen. Besonders reformierte Emmentaler fanden im Wasseramt neue Arbeitsstellen. Der sonntägliche Weg nach Solothurn war aber beschwerlich, und so wurde 1897 die reformierte Kirchgemeinde Derendingen aus der Taufe gehoben.