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Bald erste Zuckerrohrernte
Zusatzeinkünfte für die Schule
Nachdem Präsident Tshisekedi die Primarschulen für gratis erklärt hatte, hatte unser Agroprojekt den Hauptzweck verloren. Es hatte den Eltern die Möglichkeit geboten, durch Arbeit auf dem Feld, Schulgeld für die Kinder zu erhalten. Im November 19 schlugen die Lehrer vor, auf dem Feld Zuckerrohr und Bäume zu pflanzen. Das sei wenig arbeitsintensiv und sie könnten gutes Geld erwirtschaften für die Schule, damit könnten sie den Verlust kompensieren, der entstanden ist, weil die Eltern kein Schulgeld mehr bezahlen. Das scheint zu gelingen. Im Zuckerrohrfeld stehen die Pflanzen bis zu drei Meter hoch. Ende Juli soll geerntet werden. Lehrer Justin, der Verantwortliche für die Landwirtschaft, hat bereits mit potentiellen Abnehmern gesprochen. Er erklärt mir auf dem Feld auch, dass die zweite Ernte in einem halben Jahr noch mehr Ertrag bringen werde. Schneide man nämlich eine Zuckerrohrpflanze ab, wachsen 2 bis 4 Pflanzen nach. Justin rechnet damit, dass in drei bis fünf Jahren auch die Bäume so weit sind, dass sie gefällt und verkauft werden können.
Justin und unser Wächter im Zuckerrohrfeld Juni 21