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In der aktuellen Ausgabe des Tagblatt vom Mittwoch, 7. Juni 2006
berichtet der Wissenschafts-Journalist Bruno Knellwolf über die neueste Studie in Sachen Strahlung durch Mobilfunk-Antennen:
Kein Einfluss durch Strahlung
Neue Studie: UMTS-Antennen stören nicht
Die Strahlung von UMTS-Mobilfunk-Antennen hat keinen negativen Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden, sagen Schweizer Forscher. Damit widerlegen sie die Resultate einer Studie aus Holland.
Ich habe bereits an anderer Stelle http://mobileatschool.kaywa.ch/p7.html
über den Einfluss von Strahlen von Mobilfunk-Antennen berichtet. Im Jahr 2003 hatte eine Studie über die elektromagnetische Strahlung, welche das holländische TNO-Untersuchungslabor durchführte, für Schlagzeilen gesorgt. Die TNO-Studie konnte bereits damals zwar keinen Einfluss auf das Wohlbefinden der Versuchspersonen durch die ältere GSM-Strahlung nachweisen; bei der UMTS-Strahlung hingegen schon. Als Folge der TNO-Studie hatten mehrere Gemeinden ein Moratorium für den Bau neuer Mobilfunkantennen verhängt.
Ein Schweizer Forscher-Team, welches die höllandischen Resultate mit einem etwas veränderten Forschungsdesign überprüfte, konnte nun aber auch bei der UMTS-Strahlung keine Veränderung des Wohlbefindens der Probanden (33 elektosensible und 84 nicht-elektrosensible Personen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren) feststellen. Auch konnte kein konsistenter Einfluss auf kognitive Leistungen wie Aufmerksamkeit, Reaktionszeiten und Erinnerungsvermögen bei den Probanden nachgewiesen werden, wie das in der holländischen Studie noch der Fall war.
Wichtig scheint mir festzuhalten, dass die Forscher hier lediglich Aussagen über die nicht vorhandenen kurzfristigen gesundheitlichen Auswirkungen durch UMTS-Strahlung machen können! Aussagen über langfristige Auswirkungen - wie sie von UMTS-Antennen-Gegnern befürchtet werden - können aber noch nicht gemacht werden!
Gegenwertig laufen noch andere Studien zum Thema in England, Japan und Dänemark, welche auch die kurzfristige Wirkung von UMTS-Strahlung auf den Menschen untersuchen. Deren Reultate werden Ende Jahr oder nächstes Jahr erwartet. Die UMTS-Studie des Schweizer Forschungs-Teams ist ein Projekt der Forschungsstiftung Mobilkommunikation (FSM), einer unabhängigen, vom Bund anerkannten Stiftung mit Sitz an der ETH Zürich. Beteiligt waren Institute der ETH und der Universität Zürich und Bern. An den Gesamtkosten von CHF 723'000.- haben sich neben drei Bundesbehörden in Bern und vier Ministerien in Holland auch die drei schweizer Mobilfunkbetreiber Swisscom, sunrise und Orange beteiligt. Die Forschungsresultate wurden in der Fachzeitschrift "Environmental Health Perspectives" publiziert.