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Nicht nur Menschen, auch andere Primatenarten wie Schimpansen werfen gelegentlich mit Gegenständen. Doch der Mensch ist ein regelrechtes Wurf-Ass. Das berichtet ein Forscherteam in der Zeitschrift «Nature». «Erwachsene Schimpansen-Männchen können rund 32 Stundenkilometer schnell werfen», sagt Neil Roach, Hauptautor der Studie. Menschen schaffen ein Vielfaches dieser Geschwindigkeit.
Die Forscher führen das auf drei anatomische Besonderheiten des Menschen zurück. Erstens, eine mobile Hüfte, die eine grössere Drehung des Torsos ermöglicht. Zweitens, eine geringere Verdrehung des Oberarmknochens. Drittens, eine seitlichere Stellung des Schultergelenks, wodurch sich die Schulter während des Wurfs ähnlich wie eine Schleuder verhalten kann. Dieses seitlich ausgerichtete Gelenk sei erstmals beim Homo erectus präsent, heisst es in «Nature».
Werfen sei schon früh wichtig für die Jagd gewesen und habe unseren Vorfahren ermöglicht, effektiv und sicher Grosswild zu töten. Dadurch haben sie neue Regionen innerhalb und ausserhalb Afrikas besiedeln können.