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Treppenbauer Peter Johannes (58), Utah
Peter Johannes ist in Zürich aufgewachsen. 1993 wanderte er in den US-Bundesstaat Utah aus. Johannes baut Spiral- und Wendeltreppen, die er vor allem in den Westen der USA verkauft. Der Treppenbauer hat Familie in der Schweiz und bezeichnet sich als «Heimwehschweizer».
«In den letzten acht Jahren mussten wir miterleben, wie Obamas Sozialpolitik die USA schwächte. Armut und Zerfall der Mittelklasse haben stark zugenommen. Und zu viele Unternehmen lassen ihre Produkte in China und Mexiko herstellen. Die Regierung macht zu wenig für die Kriegsveteranen. Die Verschuldung der USA steigt täglich und unser Ansehen in der Welt hat gelitten. Donald Trump ist nicht der ideale Kandidat, doch im Gegensatz zu Hillary Clinton hat er den Mut, die Korruption und Geldverschwendung der Politiker einzudämmen, so dass die Vereinigten Staaten wieder eine respektierte Nation werden können. Hillary würde hingegen Obamas Politik der Verschuldung, der offenen Grenzen und der illegalen Einwanderung weiterführen.»
Werkzeugmacher und Firmengründer Franz V. Boos (73), Michigan
Franz V. Boos wurde in Schänis SG geboren. Von Beruf her ist er Werkzeugmacher mit einer Weiterbildung zum Maschineningenieur. 1969 war er Gründungsmitglied der Metallfirma MPI Products LLC, die heute 600 Angestellte in Michigan und Wisconsin beschäftigt. Obwohl er theoretisch im Ruhestand ist, steht er der Firma weiterhin als freier Mitarbeiter mit Rat zur Seite.
«Ich, Franz V. Boos, bin einer der vielen Amerikaner, die mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik der vergangenen 50 Jahre nicht einverstanden sind. Umgesetzt wurde diese Politik langsam, aber konstant vor allem von der Demokratischen Partei. Obama hat die Tendenz zu einer zentralistischen und sozialistischen Staatsstruktur in den letzten acht Jahren stark beschleunigt. In der Blase von Washington hat er die Unzufriedenheit der Amerikaner nicht erkannt. Erst Trump, ein erfolgreicher Geschäftsmann und politischer Aussenseiter, hat es verstanden, die Meinung der breiten Bevölkerung zu formulieren und zu reflektieren. Trump hat eine provozierende, aber geradlinige Persönlichkeit. Die Bevölkerung hat die versuchten Schmier- und Rufmordkampagnen der Demokraten und der Presse durchschaut. Trump prangerte die Missstände und die Bereicherung der Führungsschicht in beiden politischen Parteien mit einfachen Worten an, die auch politisch uninteressierte Menschen verstanden.»
Bauingenieur Werner A. Ruemmele (87), Utah
Werner A. Ruemmele wurde in Basel geboren, wo er Bauzeichner lernte. Ruemmmele arbeitete in Pakistan, Afghanistan, Indien, Bangladesh und Syrien. Er erwarb das eidgenössische Baumeister-Diplom und wanderte 1961 nach Amerika aus. Das Fachgebiet des in Amerika lizenzierten Bauingenieurs liegt im Tunnel-, Damm- und Brückenbau.
«Wir lesen hier leider viele negative Kommentare von Europas Medien. Auch unsere Medien waren vor den Wahlen und auch heute noch zu neun Zehntel gegen Trump. Ich persönlich habe Trump während der letzten 18 Monate unterstützt, auch finanziell, und für ihn gestimmt. An meinen Jeep klebte ich einen Trump-Sticker. Prompt erhielt ich einen meterlangen Kratz. Es scheint, als ob nicht alle Amerikaner die Meinungsfreiheit schätzen würden. Ein Blick auf die US-Landkarte mit den Abstimmungsresultaten zeigt ein Bild von zwei schmalen blauen Küsten. Dazwischen liegt, was die selbsternannte Elite hierzulande das «Fly-Over-Country» nennt – das Überflug-Land oder das Hinterland. Die Eliten wollen uns hier nicht zur Kenntnis nehmen.
Nur der Milliardär Donald Trump hörte die Stimme der Unterschicht schon vor 18 Monaten, Bernie Sanders hörte sie vor sechs Monaten. Die Elite aber hörte sie erst – zu ihrer Überraschung und Empörung – am 9. November. Die Menschen wollen ein Ende der Korruption in Washington, gute Arbeitsplätze statt Globalisierung, Sicherheit an der Grenze und im Land, legale statt illegale Einwanderung, verfassungstreue Richter und weniger zentralistische Bürokratie.»
Sales Manager Tom Kuhne (52), Wisconsin
Tom Kuhne ist ein Schweiz-Amerikaner in erster Generation. Sein Vater war aus Olten SO, seine Mutter aus Rieden SG nach Amerika ausgewandert. Kuhne selbst hat für kurze Zeit in der Schweiz gearbeitet: 1990 arbeitete er in Zürich für die Migros. Heute ist er Digital Sales Manager einer grossen Marketingfirma.
«Die Entscheidung, Tump zu wählen, fiel mir nicht leicht. Ich bin ein sozialliberaler Konservativer. Am Schluss gab die Entscheidung für einen echten Wechsel den Ausschlag – dafür steht Trump. Das Wahlergebnis reflektierte aber vor allem die Stimme der ländlichen Arbeiterschichten, die alle einen Wechsel in Washington wollten. Jetzt müssen wir uns als Nation hinter Trump einen und vorwärts schauen.»
Bauingenieur und Hobbyschütze Tony Luisoni (79), Kalifornien
Tony Luisoni wurde 1937 in Zürich geboren und lebt seit 1964 in Kalifornien. Der halbpensionierte Bauingenieur präsidiert die «Swiss Athletic Society of Los Angeles», die jedes Jahr am eidgenössischen Schützenfest teilnimmt. Luisoni stimmt auch in der Schweiz ab.
«Es fiel mir leicht für Trump zu stimmen: Er ist ehrlich und kein korrupter Politiker, der nur wiedergewählt werden will. Trump ist ein Präsident für alle Amerikaner: Er wird die Grenzen sichern, die illegale Immigration kontrollieren, Jobs schaffen und das verfassungsmässige Recht, Waffen zu tragen, verteidigen.»
Kleidergeschäftsbesitzerin und Ziegenzüchterin Chris Schallberger (54), Kalifornien
Ihr Schweizer Vater wanderte 1951 in die USA aus. Die Söhne von Chris Schallberger schwingen regelmässig. Ein Sohn durfte am diesjährigen Eidgenössischen in Estavayer die USA repräsentieren.
«Trump ist ein starker Leader und Geschäftsmann – kein Politiker. Mit der Art und Weise seiner Kommunikation bin ich nicht immer einverstanden, aber er vertritt wichtige Anliegen. Trump setzt sich für einen schwächeren Staat und einen stärkeren Privatsektor mit weniger Regulierung und besseren Freihandelsabkommen ein. Ich bin zuversichtlich, dass er fähige Leute in die wichtigen Positionen beruft. Trumps Politik wird unsere Sozialwerke nicht weiter belasten, mehr Sicherheit für unsere Bürger schaffen und dafür schauen, dass nur Einwanderer hierher kommen, die hart arbeiten und amerikanische Bürger werden wollen.»
Pflegefachfrau Monika Maides-Saxer (60), Nebraska
Monika Maides-Saxer ist in die Vereinigten Staaten ausgewandert und arbeitet als selbstständige Pflegefachfrau.
«Der allerwichtigste Punkt für mich war, dass sich Trump gegen Abtreibung ausgesprochen hat. Zweitens ist er nicht politisch korrekt, sondern sagt, was er denkt. Drittens ist Trump nicht auf fremdes Geld angewiesen und deshalb auch nicht manipulierbar. Allerdings war Trump nicht meine erste Wahl, in den Vorwahlen stimmte ich für Marco Rubio.»
Seilbahnunternehmer Gary Burch (66), Nevada
Geboren 1940 als Gerold Peter Burch in Giswil OW wanderte «Gary» bald in die USA aus. Dort wurde er erfolgreicher Seilbahnunternehmer in der Ski-Industrie.
«Ich habe viel Respekt für unsere Entscheidung. Trump als Outsider hat einen holprigen Weg vor sich, aber er wird viel bewegen, America First tönt gut. Trump ist auch für eine starke Armee. Auch die Aussenpolitik sollte stark angepasst werden. Für einige gibt es sicher einen grossen Kulturschock. Für mich sehe ich aber nur Positives, die Wirtschaft wird in den nächsten Jahren boomen.»
Fabrikunternehmer Paul Luthi (73), Georgia
Luthi stammt aus Full-Reuenthal AG. Seit 1979 lebt er in den USA. Er ist Präsident des Maschinenherstellers Suhner Manufacturing, Inc.
«Donald Trump ist ein sehr erfolgreicher und starker Unternehmer und wird den Korruptionssumpf in Washington ausräumen. Er wird die Finanzen in den Griff kriegen und die Wirtschaft in Schwung bringen. Trump hat die Leader-Qualitäten, um ein professionelles Kabinett zu führen.»
Lastwagenfahrer René (50) & Immobilienschätzerin Cathy (45) Rogenmoser, Kalifornien
René Regenmoser wuch in Oberägeri ZG auf und lebt seit 1994 in Kalifornien. Der Doppelbürger ist von Beruf Lastwagenfahrer. Seine Frau Cathy ist ebenfalls Schweizer Bürgerin, wuchs aber in Kalifornien auf. Sie arbeitet als Immobilienschätzerin.
«Sowohl Trump als auch Clinton haben negative Seiten. Wir wählten aber Trump, weil wir das Gefühl hatten, dass er letztlich der bessere Kandidat war. Er bezahlte seine Kampagne in erster Linie mit eigenem Geld und schuldet niemandem in Washington etwas. Trump wird einen Supreme Court Richter ernennen, der unseren Werthaltungen entspricht und er wird hart gegen radikalislamische Terroristen vorgehen. Das Wichtigste aber ist, dass Trump kein Berufspolitiker ist.»Publiziert am 13.11.2016 | Aktualisiert am 16.11.2016