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Das Wichtigste in Kürze
- Die EU-Kommission schlug ein Öl-Embargo wegen des Ukraine-Kriegs gegen Russland vor.
- Nach der Slowakei und Ungarn fordert nun auch Tschechien eine Ausnahme dieses Verbots.
- Tschechien wolle zuerst alternative Pipelinekapazitäten ausbauen.
Nach der Slowakei und Ungarn fordert nun auch Tschechien eine Ausnahme bei dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen Öl-Embargo gegen Russland. Man unterstütze die Sanktionen gegen Moskau wegen des Ukraine-Kriegs, dürfe sich aber nicht selbst stärker schädigen als Russland. Dies sagte Ministerpräsident Petr Fiala nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch in Prag.
Zeit für alternative Pipelines
Er forderte einen Aufschub für sein Land um rund drei Jahre, um Zeit für den Ausbau alternativer Pipelinekapazitäten zu gewinnen. Dann sei man bereit, das Sanktionspaket zu unterstützen.
«Wir führen in dieser Frage intensive Verhandlungen mit anderen europäischen Staaten», sagte Fiala. Er steht seit Dezember an der Spitze einer Koalition aus fünf liberalen und konservativen Parteien. Im vorigen Jahr deckte Tschechien laut der nationalen Statistikbehörde CSU rund die Hälfte seines Verbrauchs von Erdöl aus russischen Quellen. Der Anteil nimmt seit Jahren ab - 2009 waren es noch 70 Prozent gewesen.