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«Wir behalten Rémi Brodard als Persönlichkeit in Erinnerung, die eine wichtige Rolle spielte, als sich Stadt und Kanton Freiburg stark entwickelten», hält der Staatsrat in einer Mitteilung zum Tod des ehemaligen Magistraten fest. Tatsächlich prägte Rémi Brodard die kantonale Politik während gut 20 Jahren, wie ein Blick in das Buch über die Geschichte des Freiburger Staatsrates* zeigt.
1927 geboren, studierte Brodard Recht an der Universität Freiburg. Von 1957 bis 1960 betrieb er eine Anwaltskanzlei in Freiburg. Dann wählte ihn das Wahlkollegium zum Untersuchungsrichter und zum Präsidenten des Bezirksgerichts Glane und Vivisbach. 1965 ernannte ihn der Staatsrat zum Oberamtmann des Glanebezirks. 1971 wurde Brodard für die CVP in den Staatsrat gewählt. Während zweier Legislaturen leitete er die Direktion der Justiz, des Gemeinde- und Pfarreiwesens. Ab 1982 stand er der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion vor. In seine Amtszeit fallen zahlreiche Gesetzesprojekte sowie der Um- und Ausbau der Haftanstalt Bellechasse. 1977 und 1984 war Brodard Staatsratspräsident und hatte in dieser Funktion die Ehre, Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch 1984 in Freiburg zu empfangen. Nach seinem Rückzug aus der Politik arbeitete der Vater von drei Kindern ab 1987 erneut als Anwalt und Notar. cn
* «Der Freiburger Staatsrat 1848-2011», Paulus-Verlag.