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Robert Zbinden wurde am 10. November 1927 als Sohn des David und der Paula Zbinden-Schaller geboren. Mit fünf Brüdern wuchs er abgeschieden im Waldheim bei Bösingen auf. Die Familie lebte bescheiden. Oft konnte er am Sonntag nicht zum Gottesdienst, weil er keine eigenen Sonntagskleider besass. Während der letzten Schuljahre besorgte er daheim die Stallarbeit und brachte die Milch in die Käserei Laupen. Nach der Schule arbeitete er weiter auf dem bäuerlichen Heimwesen. Während des Kriegs arbeitete er für verschiedenen Bauern im Wald.
Ab 1945 lernte Robert Zbinden das Schmiedehandwerk in Liebistorf und später in Laupen bei Hans Gehrig. Mit dem Velo fuhr er zur Schule nach Murten, später nach Bern. Das Lehrgeld betrug 350 Franken. Das Handwerk, auf das er sehr stolz war, übte er in Ins und Schmitten aus.
Am 27. Juni 1953 heirateten Robert und Heidi Aebischer in der Kirche Bösingen. 1956 kam Tochter Charlotte zur Welt. Von Bösingen zügelte die junge Familie nach Wünnewil. 1962 wurde Sohn Roland geboren. Von 1950 bis 1979 arbeitete Robert Zbinden in der Karosserie Ramseier in Bern. Als das Unternehmen 1979 nach Biel zog, wechselte er zur Gfeller AG in Flamatt. Als dieser Arbeitsplatz aufging, arbeitete er als Abwart bei der Ascom in Bümpliz, dies bis zu seiner Pensionierung 1992.
Robert und Heidi Zbinden erwarben von der Pfarrei ein Stück Land in der Pfarrmatt und bauten mit viel Eigenleistung ein Eigenheim. Am 29. Dezember 1962 war es bezugsbereit. Über 50 Jahre genoss die Familie ihr Daheim, den Umschwung und den Garten, zufrieden und dankbar.
Zur Pension schenkten ihm seine Kinder eine fahrbare Feldschmiede, einen Amboss und weiteres Schmiedezubehör. Mit grosser Freude stellte er wunderschöne schmiedeeiserne Gegenstände her: Treppengeländer, Fenster- und Türgitter, Kerzenständer, Grills. Mit Geschick und einem grünen Daumen pflegte er seinen Garten. Diese Arbeit, vor allem das Ernten der eigenen Gemüse und Früchte, erfüllte ihn mit Stolz und Freude.
Ein Herzinfarkt im Februar 2000 stoppte seine Aktivitäten. Mehrere Spitalaufenthalte und eine Kur verhalfen ihm zu neuer Kraft, allerdings wirkte er in einem ruhigeren Rahmen. Die Folgen einer schweren Grippe Anfang 2015 und weitere Beschwerden schwächten ihn derart, dass er am 9. Februar 2015 mit seiner Frau Heidi, die nach einem Spitalaufenthalt auch sehr geschwächt war, ins Pflegeheim Bösingen eintrat. Dort erholte er sich anfänglich. Im Sommer musste er wieder ins Spital. Zurück in der Bachtela liessen seine Kräfte zusehends nach. Am 5. Januar 2016 starb Robert Zbinden. Eing.