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Hyperventilation bedeutet extrem gesteigerte Atmung. Die Atemzüge folgen schnell aufeinander, sind krampfartig und oft tief. Beim Hyperventilationssyndrom bewirkt das übermässige Ausatmen von Kohlendioxid eine zunehmende Alkalisierung des Blutes. Dadurch wird Serumkalzium vermehrt in Zellen geschleust, und im Blut resultiert ein Mangel an frei zirkulierendem Kalzium. Die Folge dieses relativen Kalziummangels ist eine gesteigerte nervliche und muskuläre Erregbarkeit, die bis zu Muskelkrämpfen (Tetanie) führen kann. Dieses Phänomen ist zwar beängstigend, aber nicht lebensbedrohlich.
Nachstehend zwei Begriffe, die zum Verwechseln ähnlich klingen. Bei beiden bestehen Muskelkrämpfe, die zugrunde liegenden Krankheiten haben aber nichts mit einander zu tun.
Übererregbarkeit von Nerven und Muskulatur, hervorgerufen durch Alkalisierung des Blutes, verbunden mit einem Mangel an ionisiertem Kalzium im Serum. (alkalisch entspricht basisch)
Tetanus, deutsch Starrkrampf oder gelegentlich Wundstarrkrampf, ist eine Infektionskrankheit. Sie wird hervorgerufen durch Bakterien, die über offene Wunden in den menschlichen Körper gelangen. Giftstoffe (Tetanustoxine), die von den Krankheitserregern ausgeschieden werden, fixieren sich an Nervenzellen und lösen von dort die gefürchteten Krämpfe aus.
Eine dem Bedarf sinnvoll angepasste Beschleunigung der Atemzüge, eine so genannte Tachypnoe, ist keine Hyperventilation im oben erwähnten Sinn. Auslöser von Tachypnoe können sein:
Das Hyperventilationssyndrom und besonders die Hyperventilationstetanie sind für Betroffene und ihre Umgebung beängstigend.
Wenn eigene Massnahmen fehlschlagen, ist eine Arztkonsultation erforderlich. Bei Hyperventilationstetanie werden beruhigende Medikamente und allenfalls Kalzium verabreicht. Wenn sich organische Krankheiten als Ursache herausstellen, werden diese entsprechend behandelt.