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Das historische Engadinerhaus wurde etwa 1650 erbaut. Das genaue Erstellungsdatum ist heute nicht mehr eruierbar.
Der Aufbau des Hauses entspricht in allen Punkten dem Schema, welches Engadinerhäuser besitzen, die nach dem dreissigjährigen Krieg nach 1622 im Engadin erstellt wurden.
Im Jahr 2017 wurde das Haus vollumfänglich rennoviert. Dabei wurde das Haus technisch auf den neuesten Stand gebracht, wobei darauf geachtet wurde, so viel wie möglich von der alten, ursprünglichen Bausubstanz und vom "Haus-Geist" zu erhalten oder wieder zurück zu bauen.
So kann man heute noch in der Arven-Stüva aus dem frühen 18. Jahrhundert einen gemütlichen Abend vor dem Engadiner-Ofen verbringen. Die Chadafö (Küche) mit Rundbogen-Decke enthält zwar modernste Geräte, ist aber so schwarz wie damals, als man darin noch Fleisch räucherte. Der Pierten (Eingangsbereich), der früher dazu diente, durch die Rundbogen-Türe mit dem gesamten Pferde-Fuhrwerk durch das Haus in den Tablà (Heuschober) zu gelangen, wurde wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück versetzt und dient heute als Ess- und Wohnzimmer. Die ehemalige Spensa (Vorratsraum neben der Küche) mit Rundbogendecke wurde in ein Bad mit Sauna umgewandelt.
Die Chaminada (Vorratsraum im Obergeschoss) mit Kreuzbogen-Decke wird heute als Schlafzimmer genutzt. Das Elternschlafzimmer über der Stüva kann noch heute über eine Bodenklappe über dem Engadiner-Ofen erklettert werden. Das Knechten-Zimmer im Dachgeschoss befindet sich immer noch im selben Zustand wie vor vielen Generationen, wurde im Zuge der Renovation vollständig von aussen isoliert.
Die Einliegerwohnung (Il Maschun) mit separatem Eingang verfügt über drei Räume mit Original-Kreuzbogen-Decken und wird heute mit einer Bodenheizung gemütlich warm gehalten.