Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03160.jsonl.gz/406

(Anmerkung des Editors: richtig: Weyland),
Ludwig, Architekt, geb. 1818 zu Birkenau (Hessen-Darmstadt), erhielt
seine Ausbildung in Gießen und bei der hessischen Oberbaudirektion und machte mehrere Studienreisen in Belgien, Frankreich
und Italien.
Unter seinen besonders in Darmstadt errichteten öffentlichen Gebäuden sind zu nennen:
das Militärkasino, das Diakonissenhaus, die Artilleriekaserne und die Reitbahn. Er lebt als Oberbaurat in Darmstadt, ist
Inhaber des hessischen Ordens Philipps des Großmütigen und des preußischen Kronenordens dritter Klasse.
Eduard, Landschaftsmaler, geb. 1843 zu Eisenach, widmete sich anfangs der
Baukunst auf dem Polytechnikum zu Dresden, ging aber in Weimar, wo er die Kunstschule unter
Böcklin,
Michelis und
MaxSchmidt besuchte, zur Landschaftsmalerei über, für die er dann Studienreisen in Deutschland und Tirol machte.
Von seinen poetisch aufgefaßten und gediegen behandelten Landschaften nennen wir: Strand auf Rügen, Landschaft auf Rügen
(1870), am Waldbach, Abend im
Wald, Frühlingsmorgen, Gebirgslandschaft bei aufziehendem Gewitter.
Konrad, Historienmaler, geb. zu Nürnberg, beschäftigte sich anfangs
unter Anleitung seines Vaters mit Kopieren von Gemälden und mit Ausführen von Altarbildern, erhielt durch Aug. v.
Krelings Vermittelung ein Stipendium und zog nach München, wo er sich unter bewährten Meistern der Historienmalerei widmete
und sein erstes Bild dieses Faches: Religionsgespräch zwischen Ulrich v.
Hutten,
Franz v. Sickingen und
Martin Bucer, schuf, das ihm die große silberne Medaille einbrachte. Noch größern Beifall
erntete auf der Münchener Ausstellung 1879 der figurenreiche Einzug Luthers in
Worms. Den ersten Preis erhielt er bei einer
vom Freiherrn v. Biehl in
Mecklenburg-Schwerin gestellten Konkurrenz für ein Freskobild: Hochzeit Albrecht
Dürers mit Agnes
Frey in Nürnberg, mit dessen Ausführung er gegenwärtig beschäftigt
ist.
Robert W., amerikan. Historien- und Genremaler, geb. 1803 zu
New Rochelle (New York), wandte sich erst mit 20 Jahren der Kunst zu, malte anfangs Bildnisse und ging
dann 1824 nach Florenz, wo er Schüler von Pietro Benvenuti war, und 1825 nach Rom, wo er besonders die Venetianer studierte.
Zu seinen ersten Werken gehören: die Landung
Henry Hudsons, Christus und Nikodemus, des Kindes Abendgebet, Ansicht am Hudson,
die Einkleidung der Nonne;
sodann: Scenen aus Walter Scott undCooper, der Abend der Kreuzigung, Vergilius
und Dante über den Styx fahrend (1869),
Portikus des Palastes der Octavia in Rom (1874), Christus am Ölberg (1877)
und aus den letzten Jahren noch: Christus in Gethsemane, Columbus vor dem Rat in Salamanca. Er lebt in Hoboken am Hudson.
- Von seinen beidenSöhnen ist der ältere, John F. W., geb. 1841 zu Westpoint (New York), gleichfalls
Maler in verschiedenen Fächern. Er war Schüler seines Vaters, arbeitete von 1861 an selbständig in New York oder Newhaven,
wurde 1866 Mitglied der Akademie, besuchte 1868 die Hauptkunststädte Europas und wurde 1869 Direktor einer Kunstschule.
Unter seinen besonders gerühmten Bildern sind zu nennen: die Weihnachtsglocke, der Kanonenguß (Hauptbild),
der Beichtstuhl, der Schmelzofen, ein Künstleratelier u. a. Der jüngere Sohn, JulianAlden
W., malt vorzugsweise Bildnisse und Einzelgestalten, deren Karnation sehr gerühmt wird, aber auch Interieurs.