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Niederlage für den Bünderdialekt
Die Ergebnisse des Kampf-der-Kantone-Wettbewerbs im Rahmen eines Forschungsprojekts der Schweizer Dialektsammlung sind da. Graubünden steht nicht auf dem Podest.
Die Ergebnisse des Kampf-der-Kantone-Wettbewerbs im Rahmen eines Forschungsprojekts der Schweizer Dialektsammlung sind da. Graubünden steht nicht auf dem Podest.
Im Juli starteten die Forscherinnen und Forscher der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit der Schweizer Dialektsammlung die Aktion «Kampf der Kantone». Ziel des Projekts war es, zwei Millionen schweizerdeutsche Tonaufnahmen zu erhalten. Diese werden für die Entwicklung von Systemen, die Schweizerdeutsch in Text transkribieren können, verwendet.
Die Aktion bestand aus zwei Wettbewerben: Zum einen aus einer individuellen Rangliste, in der die fleissigsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer belohnt werden und zum anderen dem «Kampf der Kantone». Gemessen wurde, welcher Kanton sich am aktivsten beteiligt. Die Wettbewerbe endeten am Donnerstag.
Seit Projektstart sind 85’200 Aufnahmen gemacht worden. Mehr als 3600 Personen haben zur Dialektsammlung beigetragen.
Von Appenzell Innerrhoden verdrängt
Gemäss einer Mitteilung der Schweizer Dialektsammlung haben sich alle deutschsprachigen Kantone an der Sammlung beteiligt. Das Wallis sei früh an der Spitze gestanden. Mit über 130’000 Punkten hat der Kanton den Wettbewerb gewonnen. Der zweite Platz belegt der Kanton Appenzell Innerrhoden, gefolgt von Zürich. Auf dem vierten Platz steht der Kanton Aargau. Graubünden landet mit über 26’000 Punkten auf dem fünften Platz.
Vor einer Woche kämpfte Graubünden noch um einen Podestplatz. Nach Angaben der Schweizer Dialektsammlung habe Appenzell Innerrhoden am 20. August einen Sprung von drei Positionen erreicht und damit Graubünden hinter sich gelassen.
Mark Cieliebak, Professor an der ZHAW und Mitinitiator der Dialektsammlung, sei mit der Schweizer Dialektsammlung noch lange nicht am Ziel, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Team schliesse ähnliche Wettbewerbe und Aktionen nicht aus.
Sie haben es immer noch nicht begriffen: Es gibt ihn nicht, den „Bündnerdialekt“! Wenn schon, müsste man diesen Dialekt in Deutschbünden in verschiedene regionale Dialekte gliedern. Dass die Mobilität eine Verwässerung der einstigen Gebietsdialekte mit sich gebracht hat und leider immer noch bringt, ist unausweichlich. Aus diesem Grunde erscheint mir dieser Wettbewerb sicher nicht zielführend sondern eher sinnlos.