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1948 vereinbart die Schweiz die ersten sogenannten Gastarbeiterverträge mit Italien. Durch sie soll die Einwanderung der Italiener als Gastarbeiter geregelt werden. Mit der Festlegung dieser Verträge kann geklärt werden, wie viele Menschen für wie lange und unter welchen Bedingungen in die Schweiz zur Arbeit kommen dürfen.
Viele Einwanderer, die in die Schweiz kommen, sind solche, die als «Saisonniers» hier arbeiten wollen, um ihre Familien daheim zu ernähren. Zuerst sind dies hauptsächlich die italienischen Staatsangehörigen. Ihr Land ist durch den Zweiten Weltkrieg stark geschwächt und viele Menschen sind arm und suchen Arbeit. Schon nach 1945 kommen viele Italiener in die Schweiz. Die Schweiz ist sehr an ihnen interessiert, denn sie sucht Arbeitskräfte, um die Wirtschaft zu fördern.
Dank des Abkommens können die italienischen Saisonniers nun eine sogenannte B-Bewilligung erwerben. Diese ist ein Jahr gültig und erlaubt ihnen, während neun Monaten in der Schweiz zu arbeiten. Wenn die Arbeiter zehn Jahre lang eine B-Bewilligung erhalten haben, können sie eine C-Bewilligung erhalten. Diese gibt ihnen das Recht, sich niederzulassen und mit der Familie unbefristet, also so lange sie wollen, in der Schweiz zu bleiben.
In der ersten Zeit beantragen die Schweizer Arbeitgeber beim italienischen Konsulat die Rekrutierung von Arbeitskräften aus Italien. Auf diese Weise wollen beide Länder die Kontrolle über die Migration behalten. In der Schweiz wird die Immigration vom Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA) gesteuert. Mit der Zeit kommen die italienischen Arbeitskräfte aber auf eigene Faust in die Schweiz.
Die Lebensbedingungen der Saisonniers sind sehr hart. Die Gastarbeiter müssen viel arbeiten und wohnen in sehr einfachen Baracken. Daher werden bald nach dem ersten Abkommen mit Italien erste Forderungen nach besseren Arbeits- und Lebensbedingungen von italienischer Seite laut. Auf dem Zeitstrahl findet sich eine «Filmwochenschau» aus dem Jahr 1970, in der die Lebensbedingungen der Gastarbeiter geschildert werden.