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Der Cellist Leonard Elschenbroich, geboren 1985 in Frankfurt am Main, wurde schon als Zehnjähriger mit einem Stipendium an die Yehudi Menuhin School in London aufgenommen. Engagierte Unterstützung erhielt er auch durch die Geigerin Anne-Sophie Mutter, die ihn von 2004 bis 2008 in ihrer Stiftung förderte und seine «musikalische Sensibilität», seine «couragierte Virtuosität» und «ausdrucksstarke Persönlichkeit» rühmte. Spätestens seit seinem Auftritt im Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2009, als er gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter das Brahmssche Doppelkonzert zur Aufführung brachte, avancierte Elschenbroich zu einem Begriff in der Musikwelt. Dirigenten wie Semyon Bychkov, Manfred Honeck und Dmitrij Kitajenko haben daraufhin mit ihm zusammengearbeitet; vor allem aber sei Christoph Eschenbach erwähnt, der auch im Frühjahr 2011 dirigierte, als Elschenbroich mit der Sächsischen Staatskapelle Tschaikowskys Rokoko-Variationen und Schumanns Cellokonzert in Dresden, Wien und Birmingham interpretierte. Darüber hinaus haben Eschenbach und Elschenbroich sämtliche Cellosonaten Beethovens aufgeführt. In der Saison 2010/11 konzertierte Leonard Elschenbroich ausserdem mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Russischen National-orchester und dem London Philharmonic. Rezitale führten ihn in so berühmte Konzertsäle wie die Alte Oper Frankfurt, die Londoner Wigmore Hall, das Amsterdamer Concertgebouw oder das Auditorium du Louvre in Paris. Als Kammermusiker spielt Leonard Elschenbroich im Sitkovetsky Trio und tritt mit Katia und Marielle Labèque, Renaud Capuçon, Hélène Grimaud und Gidon Kremer auf. Zahlreiche Preise wurde ihm in seiner noch jungen Laufbahn zuteil, darunter der «Eugene Istomin Prize», der «Borletti-Buitoni Trust Award», der «Leonard Bernstein Award» und der «Landgraf-von-Hessen-Preis» der Kronberg Academy. Leonard Elschenbroich spielt das Violoncello «Ex Leonard Rose» von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1693.
August 2011