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Pensionen, ausländische Zahlungen an eidgenössische Orte, konnten in der Frühen Neuzeit bis zu ein Drittel der gesamten Staatseinnahmen betragen. Einzelne Pensionenempfänger erhielten für die Werbung von «Freunden» und Söldnern mitunter fast das Vierfache der Standespension. Waren Pensionen sowie der Solddienst lange Zeit Tabuthema in der Schweizer Historiografie, weist nun eine Reihe jüngerer Untersuchungen dem Thema einen zentralen Platz für das Verständnis der alten Eidgenossenschaft zu.
Die Buchbeiträge gehen dem Reizwort der «fremden Gelder» ebenso nach wie der Frage, inwieweit man von korrupten Eliten und Räten sprechen kann. Es wird gefragt, ob es sich bei den Pensionen schlicht um eine geläufige Form frühneuzeitlichen Wirtschaftens gehandelt habe, in dem politische Ämter und private Interessen nicht getrennte Sphären, sondern selbstverständlich direkt kommunizierende Gefässe darstellten. Oder handelte es sich bei den Pensionen um eine Art Spesen, die für den Amtsaufwand aufkommen und die fehlende Amtsentschädigung kompensieren sollten? Ebenso kommen die intensiven Gefühle zur Sprache, die mit Pensionen und Pensionenherren verbunden waren – «Liebe«, «Hass», «Freude», politische Passionen, die ein neues Licht auf das Verhältnis von Eliten und Untertanen werfen. Zudem wird die Frage gestellt, inwiefern im Zusammenhang mit Pensionen von frühneuzeitlicher Diplomatie gesprochen werden kann.