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Seine Mutter brachte Andy Blind (23) den christlichen Glauben nahe. Und ja, der Junge war tatsächlich begeistert. Als die Schüler der vierten Klasse gebeten wurden, ihr Lieblingsbuch mitzubringen, ging er selbstverständlich mit der Bibel zur Schule. Und wenn ihn jemand nach seinem Lieblingsberuf fragte, sagte er: «Missionar!»
Dann kam die Pubertät
Als Andy in die Pubertät kam, verflüchtigte sich seine Begeisterung für den christlichen Glauben. «Ich rebellierte gegen meine Mutter, gegen Gott – eigentlich gegen alles.» Die Bibel stellte er irgendwo ins Regal, wo sie in den folgenden Jahren von einer Staubdecke überzogen wurde.
«In dieser Zeit begann ich, regelmässig Cannabis zu konsumieren. Schliesslich rauchte ich sieben Joints pro Tag.» Mit seinen Freunden zog er verbal über Christen her, besuchte aber gleichzeitig christliche Anlässe und Lager. Nur einer einzigen Person vertraute er die andere Seite seines Lebens an. Das ging eine ganze Weile so, bis er eines Tages nach einem Gespräch mit dieser Person sagte: «Ich brauche das Cannabis nicht mehr.» Derartige Aussagen mögen bei Jugendlichen öfters vorkommen – bei Andy war es aber so, dass sie tatsächlich stimmte. «Von diesem Tage an hatte ich kein Verlangen mehr nach Cannabis.»
«Was ist mit dir passiert?»
Andys Leben war plötzlich verändert. «Was ist mit dir passiert? Warum hast du so viel Freude?», fragte ihn die Person, welche ihn von beiden Seiten kannte. Er musste ehrlich antworten: «Ich habe keine Ahnung. Es ist, als hätte ich ein neues Herz gekriegt – aber dies ist natürlich nicht möglich.» Über dem Grund seiner Veränderung blieb ein grosses Fragezeichen.
Die Bibel gibt Antwort
Nur zwei Wochen nach seinem ersten cannabisfreien Tag brach sich Andy ein Bein. «Da ich nicht mehr Arbeiten konnte und viel Zeit hatte, griff ich mal zur verstaubten Bibel in meinem Regal.» Schliesslich hatte er ja sonst nichts zu tun. Er betete: «Gott, wenn es dich wirklich gibt und alles stimmt, was ich in meiner Kindheit über dich gelernt habe, dann bist du fähig, durch eine Bibelstelle zu mir zu reden und mir zu erklären, was mit mir los ist.» Für Andy war es so, als würde er Gott eine Chance geben. Das mag vielleicht überheblich gewesen sein, aber Gott nahm ihn ernst.
Er schlug die Bibel auf und seine Augen trafen die Worte in Hesekiel Kapitel 36, Vers 26. «Ich wusste bis dahin gar nicht, dass es in der Bibel ein Buch mit dem Namen 'Hesekiel' überhaupt gab.» Umso erstaunter war Andy über das, was er dort las: «Ich will euch ein neues, reines Herz geben.» Das, was er gefühlt hatte, war also tatsächlich passiert: Gott hatte ihm ein neues Herz gegeben!
Zurück zum begeisterten Glauben der Kindheit
Diese Erfahrung löste in Andy viel aus. «Damals erwachte eine tiefe Überzeugung in mir, dass die Worte der Bibel wahr sind.» Von da an wurde die Bibel für ihn zum Antwortgeber seiner Fragen. «Immer wieder erlebte ich, wie Gott mir durch die Bibel Antwort gab und zu mir sprach.»
Die Bibel wurde zu einem Buch, welches für Andy weit mehr ist als gute Literatur. «Sie ist lebendig und kraftvoll, mein Leben zu verändern.» Wie schon in seiner Kindheit, ist er begeistert und glaubt, dass Gott ihn durch sein Wort noch viel mehr verändern wird. Deshalb liest er weiter und empfängt Antworten auf seine Lebensfragen.
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