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Ein Team von norwegischen Wissenschaftlern sagt, dass die Blutgerinnsel nach der Impfung mit AstraZeneca durch den Impfstoff verursacht werden. „Wir haben die Ursache identifiziert. Und nur der Impfstoff kann das erklären“, sagt Pal Andre Holme von der Universitätsklinik Oslo.
Seinem Team zufolge kann der Impfstoff eine heftige Immunantwort auslösen, was die Blutgerinnsel erklären kann. In Norwegen wurden letzte Woche drei Krankenschwestern ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie eine Kombination aus Blutgerinnseln und niedrigen Blutplättchen aufwiesen. Einer von ihnen starb später.
Auch in Deutschland wird ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten einer Thrombose und der AstraZeneca-Spritze als „nicht unwahrscheinlich“ angesehen. In Deutschland entwickelten sieben mit dem Impfstoff geimpfte Personen Blutgerinnsel im Gehirn und entwickelten einen Mangel an Blutplättchen. Sechs waren Frauen und einer war ein Mann im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Drei von ihnen starben nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), der deutschen Arzneimittelbehörde.
Was sagt die EMA wirklich?
Gestern berichteten die Medien, dass der Corona-Impfstoff von AstraZeneca laut EMA „sicher“ ist. Daraufhin wurde bekannt gegeben, dass die Impfung in einigen Ländern im Laufe der nächsten Woche wieder aufgenommen werden soll. Einige Gesundheitsministerien behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen des AstraZeneca-Impfstoffs „extrem gering“ sei.
Die EMA schreibt in ihrer Pressemitteilung wörtlich: „Die Zahl der gemeldeten Fälle übersteigt die Zahl der erwarteten Fälle, so dass ein kausaler Zusammenhang – obwohl nicht bestätigt – nicht ausgeschlossen werden kann.“ Und weiter: „Ein kausaler Zusammenhang mit dem Impfstoff ist nicht bewiesen, ist aber möglich und verdient weitere Untersuchungen.“
Die Arzneimittelbehörde setzt daher die wissenschaftliche Analyse fort. Das ist etwas anderes, als unverblümt zu behaupten, dass es keinen kausalen oder ursächlichen Zusammenhang gibt.