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Die paneuropäische Kumulation ist in ihrer Bedeutung mit dem Abschluss des Freihandelsabkommens CH-EU vergleichbar. Ziel war die Schaffung eines erweiterten europäischen Freihandelssystems. Mit der paneuropäischen Kumulation wurde das zwischen der EG und den EFTA-Staaten gültige System für den Handel mit Ursprungserzeugnissen auch auf die Oststaaten ausgedehnt.
Konkret bedeutet dies: Werden für die Herstellung einer Ware Vormaterialien, welche Ursprungserzeugnisse eines Vertragsstaates sind, verwendet, behalten diese den Status einer Ursprungsware und können unbeschränkt verwendet werden. Die paneuropäische Kumulation ist mit Vormaterialien aus der EFTA, der Europäischen Union und der Türkei möglich. Die anfänglich an der paneuropäischen Kumulation beteiligten MOES-Staaten (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Bulgarien, Rumänien, Estland, Lettland und Litauen) sind inzwischen der EU beigetreten.
Die paneuropäische Kumulation existiert seit Anfang 1997, womit eine von der Schweiz lange angestrebte Vereinfachung im europäischen Warenverkehr in Kraft trat. Der zuvor strikt in eine Vielzahl einzelner Freihandelszonen unterteilte europäische Kontinent wuchs durch die Möglichkeit, die Zollvergünstigungen über verschiedene Freihandelszonen zu kumulieren, handelsrechtlich weiter zusammen. Von diesen Neuerungen profitiert insbesondere der Veredelungsverkehr.