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Suës
(arab. Suwês; frz. Suez), Seehandelsstadt Ägyptens, an der nördlichsten Spitze des Roten Meers auf einer kahlen, völlig vegetationslosen Landzunge, liegt wenige Kilometer südlich von dem ehemaligen Clysma oder Kolsum des arab. Mittelalters, dessen Lage durch einen kleinen Hügel Kôm el Kolsum angedeutet ist, und besteht aus meist unansehnlichen Wohngebäuden. Nördlich von der Stadt und dem Bahnhof (Linie Ismailia-Kairo, 238 km) mündet der Süßwasserkanal, und daneben ist der Lagerplatz für die aus Arabien kommenden Karawanen.
Südlich von der Stadt führt nach Südosten ein gewaltiger, 3 km langer Steindamm mit Eisenbahn durch das seichte Meer zu den auf einer hakenförmigen Halbinsel sich erhebenden Hafenbauten, wo auf 20 ha Landes Arsenale, Magazine, Werkstätten, zwei Leuchttürme u.s.w. stehen. Der Damm führt zu dem kleinen Bassin der Kanalcompagnie, dann zur Avenue Hélène (früher Quai Waghorn) und zum südl. Bassin, Port-Ibrahim genannt, das in zwei Teile geteilt ist, für Kriegs- und für Handelsschiffe, und 50 der größten Schiffe [* 3] fassen kann; es ist durch Schleusenwerke und treffliche Mauerung geschützt. Das Trockendock ist 112 m lang, 23 m breit und 9 m hoch. Die Reede ist sicher und auf 100 qkm nicht unter 10 m tief. Die Bevölkerung besteht neben etwa 1200 Europäern aus Ägyptern, Arabern, Indern und Negern, zusammen etwa 15000 E. (vor Erbauung des Sueskanals 1500 E.); der Handelsverkehr ist weniger bedeutend als in Port-Said und Alexandria. Es besteht ein großes engl. und ein franz. Hospital. S. ist Sitz eines deutschen Konsuls.