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Kirche_Maisprach
Ortsgeschichte: 1180 erscheint der Ortsname als Meisprache, 1247 als Mesbrache. Seine Endung weist wohl auf die keltoromanische Endung -acus hin. Möglich wäre auch die Ableitung von einem althochdeutschen Flurnamen: Meginesbrâcha, Brachfeld des Megin. Die mundartliche Form deutet wahrscheinlich die alte, unverständliche Endung -sprach auf -berg um, obwohl Maisprach ein Taldorf ist. Auf dem Sunnenberg befand sich eine frühgeschichtliche Wehranlage, auf dem Hübel eine römische Villa, die sich bis in den Friedhof ausdehnt. In der Friedhofmauer gleich unterhalb der Kirche verbergen sich die Reste eines Steinhauses aus dem Hochmittelalter, das wohl als Königsgut anzusprechen ist. Im Mittelalter bestanden neben dem Dorf zwei Höfe. Einer gehörte noch 1360 dem Deutschen Reiche; der andere, zu dem auch die Kirche gehörte, dem Basler Bischof. Das Dorf selbst besassen um 1322 die Grafen von Thierstein. 1461 gingen das Dorf und beide Höfe an die Stadt Basel über. 1546 brannte Maisprach grösstenteils nieder, und im Dreissigjährigen Krieg hatte es als Grenzort viel zu leiden. Bekannt ist der Maispracher Weinbau, den es schon zur Römerzeit gab. Hinweise darauf fand man bei der Ausgrabung der römischen Villa. 1328 wird der Rebbau erstmals urkundlich erwähnt, und 1805 sagt man vom «roten Maisperger», er werde allgemein geschätzt und an den Tafeln der «Grossen und Reichen» getrunken.
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