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Wie sagt man?
Airline: Eine Airline ist eine Fluggesellschaft und keine „Fluglinie“.
Airliner: Im Englischen ist ein Airliner ein Flugzeug, bei uns im Alltagsgebrauch ein Airline-Angestellter, also ein Mensch.
Fluglinie: Das ist eine Flugstrecke (z.B. Zürich-London). Zum Vergleich: eine Bahnlinie (Genf-Lausanne) ist keine Bahngesellschaft und eine Buslinie keine Busfirma.
„Der Pilot“: Grosse Verkehrsflugzeuge werden immer von mindestens zwei Piloten geflogen, dem Captain und dem First Officer. Richtig also: „Die Piloten“.
Der „fliegende“ Pilot: Das ist der, der das Flugzeug effektiv steuert. Kommandant und Co-Pilot lösen sich in dieser Aufgabe ab und kontrollieren sich gegenseitig. Die Gesamtverantwortung trägt immer der Captain.
Notlandung: Nur ein verschwindend kleiner Teil der damit gemeinten Vorfälle sind „Notlandungen“. Um eine solche handelt es sich, wenn ein Flugzeug in seiner Flugfähigkeit massiv eingeschränkt ist zum Beispiel durch Feuer an Bord und auf dem nächstbesten Flugfeld oder gar auf der grünen Wiese oder auf dem Wasser niedergehen muss.
Ausweichlandungen: Als Ausweichlandung wird bezeichnet, wenn sich die Piloten aus Sicherheitsgründen zu einer Landung an einem Zwischenpunkt oder zur Rückkehr an den Ausgangsflughafen entschliessen. Gründe können meteorologischer oder medizinischer Art sein oder Treibstoffknappheit. Es besteht keine unmittelbare Gefahr und das Flugzeug landet ganz normal.
Alternates: Bei der Routenwahl eines Fluges werden immer Ausweichflughäfen („Alternates“) bestimmt, die bei technischen Problemen oder schlechtem Wetter am Zielflughafen erreicht werden könnten. Selbst bei einem Totalausfall aller Triebwerke ist ein in grosser Höhe fliegendes Flugzeug in der Lage, noch eine grosse Strecke zurückzulegen.
Absturz: Ein Flugzeug fällt selten einfach vom Himmel. Auch in extremsten Notlagen versuchen die Piloten, dieses so weit wie möglich kontrolliert zu Boden zu bringen. Anders ist es, wenn zum Beispiel eine schwere Explosion an Bord zum Absturz führt.
Fastkollision: Alle Flugzeuge fliegen nach strengen Verkehrsregeln, die zu jedem Zeitpunkt grosse Sicherheitsabstände verlangen. Werden diese Abstände auch für kurze Zeit nur geringfügig unterschritten, gilt dies als ernster Vorfall und führt zu einer Untersuchung. Meist besteht bei solchen Vorfällen, weil sofort Korrekturmassnahmen ergriffen werden, keine wirkliche Kollisionsgefahr.
Kerosin oder Kerosen: Flugpetrol ist verwandt mit Dieselöl und kein Benzin. Alle Düsen- und Turboprop-Flugzeuge fliegen mit Kerosin. Nur kleine und ältere Flugzeuge verwenden Benzin.
„Fliegende Flüge“: Eher ins Ressort sprachlicher Unbeholfenheit gehören Sätze wie: „Der Flug XY landete pünktlich in Chicago“ oder „Der Flug kommt mit einer Verspätung von fünfzehn Minuten an“. Ein Flug kann auch nicht abstürzen.
„Düsenjet“: ein Pleonasmus. Das englische Wort „Jet“ steht für Düse. Ein „Düsenjet“ wäre also so etwas wie ein „weisser Schimmel“ oder ein „Katzenbüsi“.
„Die Airbus“: In den Medien geistern immer mehr die gekünstelten weiblichen Formen bei der Flugzeugbenennung umher. Man nimmt Bezug auf den Brauch in der christlichen Seefahrt. Richtig ist, wenn die Termini vom Namen abgeleitet werden und man den Menschenverstand walten lässt. Also der Pilatus Porter, der PC-21, der F/A-18, der Tiger, der Superpumpa, aber die Aluette, die Boeing, die Ju-52 oder die Caravelle.
Zusammengestellt von Urs von Schroeder,
Publizist und Mitglied der Schweizer Aviatikjournalisten.