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«Swissgrid hebt im kommenden Jahr die Tarife für die Netznutzung an» – FN-Ausgabe vom 23. März 2022
Wenn es sich nicht um ein lebensnotwendiges Produkt handeln würde, wäre die Argumentation für die Tariferhöhung lächerlich. Netznutzung bedeutet das Durchleiten eines Produkts, nämlich Strom oder Wasser oder Gas, durch Leitungen. Wenn das Produkt teurer wird (Wasser, Gas, Strom), wird also auch die Nutzung der Leitung teurer. Wo bleibt da die Logik? Das Produkt mag teurer werden, die bestehenden Wege bleiben dieselben. Werden neue gebaut, werden sie durch schon bestehende Gebühren, die jährlich abgegolten werden, finanziert.
Die Argumentation für die Tariferhöhung sollte ehrlicherweise so sein: Wenn der Kuchen grösser wird, will ich auch das grössere Stück. Wenn es sich nicht um Monopolbetriebe handeln würde, könnte jede und jeder den Anbieter wechseln, wie in der Telecombranche. Leider ist das nur Wunschdenken. So bleibt der Kunde der Geprellte. Geprellt wird er durch Staatsbetriebe, die als Pseudoaktiengesellschaften betrieben werden.