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Die Bilder gingen um die Welt: Im August 2019 waren die Feuersbrünste im brasilianischen Regenwald so heftig, dass sich der Himmel über São Paulo verdunkelte. Auslöser der Feuer waren Grossunternehmen, die durch Brandrodung neue Flächen für den Sojaanbau und die Viehzucht gewinnen wollten. Die Anzahl der Waldbrände hat seitdem ein noch höheres Niveau erreicht. Doch nicht nur der Regenwald im Amazonasgebiet ist bedroht. Die tropischen Regenwälder Asiens, Afrikas und Südamerikas geraten immer mehr unter Druck. Aber weshalb werden diese Wälder nicht besser geschützt? Und was heisst eigentlich guter Schutz? Diesen Fragen widmet sich das Netzwerk World Rainforest Movement (WRM). Eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, die Abholzung des Regenwaldes zu stoppen, ist es, die lokale oder indigene Bevölkerung in den Schutz mit einzubeziehen.
Projektteilnehmende:
World Rainforest Movement fungiert als Bindeglied zwischen den betroffenen lokalen Gemeinschaften und internationalen Institutionen wie beispielsweise den UN-Klimakonferenzen. Weiter erstellt das WRM kritische Analysen und liefert Informationen über internationale Pläne und Projekte, die behaupten, die Entwaldung zu stoppen, und teilt diese mit den lokalen Gemeinschaften. Kritische und zugängliche Informationen sind für die Gemeinschaften von entscheidender Bedeutung, um ihre Rechte einfordern zu können. Schlussendlich zielt das WRM in seiner Arbeit darauf ab, die vielen verschiedenen Initiativen der lokalen Gemeinschaften zu bündeln und zu stärken.
Ziele:
Die betroffenen lokalen und indigenen Gemeinschaften werden untereinander vernetzt und darin gestärkt, ihre Rechte einzufordern. Die Rolle von Frauen für den Widerstand in betroffenen Gemeinden wird hervorgehoben. Frauen sind oft stärker von Abholzung und Landraub betroffen als Männer. Der Schutz der Regenwälder soll verbessert und die Öffentlichkeit für den Klimaschutz sensibilisiert werden.
Aktivitäten:
Informationen über das Engagement lokaler Gemeinschaften gegen Klimavergehen werden dokumentiert und verbreitet. Es erfolgt eine Analyse der direkten und zugrundeliegenden Ursachen der Abholzung und der Auswirkungen auf Wald- und Bauerngesellschaften. Die Vernetzung und der Austausch zwischen den verschiedenen Partnern wird gefördert, unterstützt und erleichtert.
Mit Hilfe der Informationen des WRM wird die Schweizer Gesellschaft über Waldschutz und politische Zusammenhänge informiert und sensibilisiert. Informationen über die Beteiligung von Schweizer Institutionen und Unternehmen an problematischen Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise werden gesammelt und der Schweizer Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Schweizer Institutionen und Investoren, die in solche Deals verwickelt sind, werden aufgefordert, daraus auszusteigen und sich für effektiven Klimaschutz zu engagieren.