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«Dieser Sieg ist bittersüss», sagt Roger Federer, 36, im Interview. Bittersüss, weil der beste Tennisspieler der Welt lieber kämpft und gewinnt, als einen einfachen Sieg zu kassieren. Und gar einfach war es für King Roger heute Freitag im Viertelfinale der Australian Open in Melbourne.
Sein Gegner, das Tennistalent Chung Hyeon, 21, musste im zweiten Satz aufgeben. Der linke Knöchel wollte nicht halten. Doch auch zuvor dominierte Federer den Jüngling. Zu stark war der Druck, zu gross die Ehrfurcht des Südkoreaners vor dem Meister.
Mit 1:6 und 2:5 verlässt Hyeon mit gesenktem Haupt den Platz. Roger Federer resümiert im Interview, dass er zufrieden sei, im Final zu stehen, aber nicht mit der Art und Weise, wie er nun gewonnen hat. Er wisse aber, wie schmerzhaft es sei, mit Blasen an den Füssen zu spielen und ab einem gewissen Punkt ginge es einfach nicht mehr.
Und dennoch: Er steht nach seinem 43. Grand-Slam-Halbfinal – ein einsamer Rekord vor Jimmy Connors, 65, und Novak Djokovic, 30, die beide dreissig Halbfinale bestritten - zum 30. Mal in einem Major-Final. Womit er diesen Rekord ebenfalls, vor Rafael Nadal mit 23, ausbaut.