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Kapitel aus OcCC-Bericht: Temperaturextreme
OcCC Bericht: Extremereignisse und Klimaänderung
Die warmen und kalten Temperaturextreme haben sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts in allen Jahreszeiten erhöht. In hohen Lagen war eine markante Zunahme der warmen Extreme im Winter zu beobachten. In den tiefen Lagen sind die kalten Extreme etwas weniger häufig vorgekommen. Auch im 21. Jahrhundert dürften die Temperaturen von warmen und kalten Extremen mit der erwarteten Klimaänderung ansteigen.
Langzeitliche Veränderungen der bodennahen Temperaturen können vielfältige Auswirkungen auf Ökosysteme (speziell auf Pflanzen), den Bodenwasserhaushalt, Gletscher und Permafrost haben. Dabei sind nicht nur die Veränderungen in den mittleren Temperaturen sondern auch das Vorkommen von Temperaturextremen zentral. Neben den Auswirkungen auf die erwähnten Bereiche können extreme Warm- und Kaltperioden Langzeitschäden an Ökosystemen und landwirtschaftlichen Kulturen anrichten oder gar gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier darstellen. Extreme Temperaturen können auf verschiedene Arten wahrgenommen werden. Massgebend sind ihre Dauer und die regionale Ausdehnung. Die extremsten Formen sind Hitze- und Kältewellen, die weite Landesteile erfassen. Man denke an den eisigen Winter 1962/63 oder den Hitzesommer 1947.
Quelle: OcCC (Hrsg.), 2003. Extremereignisse und Klimaänderung. Bern.