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Marcel Wagner fährt sensationell an die Spitze und Richard Feller schlägt Jean-Paul von Burg in der GT3 Cup Challenge
Am vergangene Wochenende fand der zweite Lauf des Porsche Sports Cup Suisse 2015 auf dem „Autodromo internazionale del Mugello“ statt. Die gemeldeten 40 Teilnehmer lieferten sich auf dem 5,245 km langen Rundkurs mit seinen 15 Turns und der langen Geraden spannende Duelle. Nachdem am Donnerstag und Freitag die Strecke noch trocken war, mussten sich die Fahrer am Samstag auf das sehr wechselhafte Wetter einstellen und fuhren bei Temperaturen um 15 Grad Celsius teils auf regenasser Strecke. Vor allem der Porsche Super Sports Cup wurde zum Reifenpoker.
In Mugello fuhren die Teilnehmer des Porsche Super Sports Cup und Porsche Sports Cup jeweils ein Qualifying und zwei 30minütige Sprintrennen. Die Startaufstellung für das zweite Sprintrennen ergibt sich dabei aus den Ergebnissen des ersten Sprints.
Die GT3 Cup Challenge wird im Rahmen des Porsche Super Sports Cup ausgetragen und ist in zwei Gruppen unterteilt (Gruppe 5c: 997 GT3 Cup 2010-2013 und 5d: 991 GT3 Cup 2014). Bereits im Qualifying war die Reifenwahl entscheidend. Jean-Paul von Burg (5d), Titelverteidiger und Sieger der GT3 Cup Challenge 2014, fuhr bereits in seiner ersten gezeiteten Runde mit seinem 991 GT3 Cup auf Regenreifen die Bestzeit und sicherte sich die Pole Position vor Enrico di Leo (5c) und Ernst Keller (5d). Richard Feller (5d), der auf Slicks unterwegs war, konnte sich nur für Rang sieben qualifizieren. Im ersten Sprintrennen der GT3 Cup Challenge führte Jean-Paul von Burg auf Regenreifen das Feld der Gruppen 5c und 5d an. Richard Feller allerdings machte ihm mit einer spektakulären Aufholjagd auf Slicks einen Strich durch die Rechnung und überholte ihn in der zwölften und damit letzten Rennrunde. Feller sicherte sich so den Sieg im ersten Lauf der GT3 Cup Challenge in Mugello. Im zweiten Lauf übergab Feller das Cockpit an Franco Piergiovanni, der vor Jean-Paul von Burg startete. Er verlor allerdings bereits in der ersten Kurve San Donato die Führung an von Burg und kam als siebter ins Ziel. Von Burg konnte damit souverän den zweiten Lauf für sich entscheiden. „Das zweite Rennen lief perfekt für mich. Die Zeiten waren sehr gleichmässig und die Slicks waren auf der jetzt trockenen Strecke ideal“, freut sich von Burg über den Sieg.
Im Gesamtfeld des Porsche Super Sports Cup fiel Enzo Calderari auf 911 GT3 R auf Slicks (Gruppe 7b), von der Pole Position auf Position fünf zurück. Terrail führte damit das Rennen auf Regenreifen zu Beginn an. In der siebten Rennrunde hatte sich Calderari wieder auf Rang drei vorgekämpft und verringerte stetig den Abstand zum in seiner Gruppen führenden Terrail, ebenso auf 911 GT3 R (Gruppe 7b). In der letzten Runde konnte er Terrail überholen und sich den Gesamtsieg im Porsche Super Sports Cup sichern. Marcel Wagner fuhr auf seinem 997 GT3 Cup (7a, da mit ABS) ein sensationelles Rennen. Er startet am Ende des Feldes und bekam aufgrund eines Frühstarts – wie auch Patrick Schmalz – eine Zeitstrafe von einer Minute. Auf Slicks unterwegs überholte er das gesamte Feld und sicherte sich den Gesamtsieg vor Calderari und Terrail auf 911 GT3 R (Gruppe 7b). „Die Reifen haben trotz der niedrigen Temperaturen schnell performt und das Fahrzeug lief sehr gut, der Frühstart war leider ein Versehen“, resümiert Marcel Wagner den ersten Lauf. Im zweiten Sprintrennen startete er aufgrund der Zeitstrafe auf Position fünf, konnte sich aufgrund des Nichtantritts von Terrail schnell um zwei Positionen verbessern und fuhr als Dritter über die Ziellinie. Enzo Calderari fuhr im zweiten Sprintrennen über zwölf Runden einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein mit einer schnellsten Rennrunde von 1’54.016 Minuten.
Im ersten Sprintrennen des Porsche Sports Cup starteten Ivan Reggiani auf 996 GT3 Cup (Gruppe 5a) und Pascal Delafontaine auf 997 GT3 RS 4.0 (Gruppe 7eR) aus der ersten Reihe. Eric Schmid auf 991 GT3 (Gruppe 4c) sicherte sich im Qualifying Position drei. Dasselbe Bild wie bereits im ersten Lauf der Saison in Misano. Ivan Reggiani gewann vor Markus Humbel und Eric Schmid (auf 997 GT3 RS 4.0, Gruppe 7eR) und erreichte dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 144.355 Kilometern pro Stunde in seiner schnellsten Rennrunde mit 2’07.120 Minuten. In Gruppe 4c, der Gruppe der 991 GT3, gewann Markus Humbel vor Eric Schmid und Giuliano Longa. Das zweite Sprintrennen im Porsche Sports Cup Suisse konnte erneut Markus Humbel für sich entscheiden. Er verwies Eric Schmid und Giuliano Longa wie bereits im ersten Sprintrennen auf die Plätze zwei und drei. Die schnellste Rennrunde ging in beiden Sprints an Pascal Delafontaine mit 2’06.730 Minuten im ersten und 2’06.240 Minuten im zweiten Sprint.
Martin Schneider gewann die Gleichmässigkeitsprüfung, die im Rahmen der Porsche Driver‘s Challenge gefahren wird. Es gilt, die Runden jeweils zeitgleich zu fahren. In der Saison 2015 definiert der Durchschnitt aller Rennrunden eines Fahrers die Referenzrunde. Die Abweichung von dieser „Normrunde“ war bei Martin Schneider am geringsten, der mit 338 Strafpunkten diesen Lauf für sich entschied. Den zweiten Platz sicherte sich Fabio Resico mit 485 Strafpunkten vor dem Drittplatzierten Fide Scheer mit 630 Punkten. Peter Meister, Gewinner der Driver‘s Challenge in Misano wurde mit 734 Strafpunkten fünfter.
Der nächste Lauf des Porsche Sports Cup Suisse 2015 findet am 30. Mai im französischen Le Castellet statt.