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Bei der Aufbereitung von Betonabbruch entsteht u.a. Brechsand, bestehend aus Sand, hartem Zementstein und feinen Fremdpartikeln (z.B. Holz- und Plastikpartikel). Dieser muss heute z.T. kostenpflichtig entsorgt werden, obwohl er ein wertvoller Sekundärrohstoff sein könnte. Bis jetzt wird Brechsand allerdings aufgrund der mangelnden Qualität nur ungenügend wiederverwendet (geringe Mengen, Downcycling).
Durch eine gezielte Aufbereitung und Lagerung von Betonabbruch kann die Rückbindung von CO2 (Karbonatisierung) im Zementstein deutlich erhöht und dadurch die CO2-Bilanz der Betonproduktion verbessert werden. Als hochwertiger Sekundärrohstoff kann Brechsand oder spezifische Fraktionen davon, als CO2 -armer Rohmehlersatz für die Klinkerherstellung, als Zumahlstoff in der Zementmahlung bzw. als Zusatz- oder Zuschlagstoff in der Betonproduktion eingesetzt werden. Jede dieser Verwendung stellt unterschiedliche Anforderungen an die Qualität (Toleranz von Fremdstoffen, Zementstein-Anteil, Karbonatisierungsgrad etc.) und damit auch an die Aufbereitung des Betonabbruchs. Damit Brechsand breitflächig in der Praxis eingesetzt werden kann, müssen die verschiedenen Verwendungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Qualitätsanforderungen untersucht sein.
Im Projekt CLOSE sollen die Datengrundlagen für die drei genannten Einsatzgebiete geschaffen werden. Auf diesen Grundlagen können Standards/Normen im Bauwesen, Empfehlungen/Richtlinien in der Abfallwirtschaft sowie Konzepte zum Qualitätsmanagement in der Baustoffindustrie aufgebaut werden.