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Luxemburgs Arbeitsminister Dan Kersch sprach am Samstag von einem «Katastrophenszenario». Der Schaden sei enorm, könne aber noch nicht beziffert werden. Der Tornado war am Freitagabend über den südlichen Teil des Grossherzogtums gefegt und hatte eine Schneise der Verwüstung geschlagen.
19 Verletzte
Die Zahl der Verletzten stieg am Samstag auf 19: Eine Person davon wurde mit Knochenbrüchen schwer verletzt. Eine andere befinde sich in einem kritischen Zustand, weil sie einen Schock und einen Herzinfarkt erlitten habe, sagte ein Sprecher der Einsatz- und Rettungszentrale in Luxemburg.
Die Aufräumarbeiten würden tagelang dauern: Zur Unterstützung seien rund 200 Feuerwehrleute, 40 Polizisten und 50 Soldaten im Einsatz. Mit Drohnen wollte man sich auch aus der Luft ein Bild über die entstandenen Schäden machen. Neben den abgedeckten Häusern säumten zerstörte Autos und herumgewirbelte Trümmerteile die Strassen.
Stürme in Frankreich
Auf der französischen Seite wurde die Feuerwehr laut Medienberichten innerhalb einer Stunde zu rund 60 Einsätzen gerufen. In den Gemeinden Longwy und Herserange wurden Dutzende Hausdächer von dem Sturm abgedeckt. Die Feuerwehr des Départements veröffentlichte Fotos von beschädigten Autos auf Facebook. Der französische Wetterdienst Météo France gab für Samstag Entwarnung, lediglich an der Küste im Norden des Landes gab es noch stärkeren Wind.
In der südfranzösischen Stadt Toulouse standen wegen starker Regenfälle einige Strassen unter Wasser, wie der Nachrichtensender Franceinfo berichtete. In der Gemeinde Saint-Côme-d'Olt, die zwischen Toulouse und Lyon liegt, musste demnach in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Campingplatz evakuiert werden. Die 15 Camper wurden in temporäre Unterkünfte gebracht.