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aus dem Kunstmuseum Hamburg
Wenn wir die Jahrbücher über die Entwicklung der Kolonie Ostafrika betrachten, so finden wir darin regelmässig wiederkehrend auch einen Abschnitt über die Entwicklung der Bienenzucht, ein Zeichen, dass diesem Zweige der Wirtschaft die Regierung ihre Aufmerksamkeit zuwendet.
Mag ja auch mancher Bezirksamtmann, auf dessen Schultern die Arbeit des ganzen ausgedehnten Bezirkes ruht, etwas dazu tun, dass die Bienenzucht, ich möchte sagen, populärer wird, aber ich glaube, man könnte in dieser Hinsicht intensiver vorgehen, wenn man den Wert der Bienenzucht in richtiger Weise würdigte.
Vervielfältigt sich doch die Befruchtung der Blüten und damit auch der Ertrag der von den Bienen beflogenen Pflanzen so bedeutend, dass dies allein die Bienenzucht lohnen würde. Der gute Landwirt Norddeutschlands hält aus diesem Grunde auch den Gutsgärtner oder Gutsjäger zur Bienenzucht an. Zudem ist aber auch Bienenwachs ein Exportartikel, der den weitesten Transport lohnt, während der Honig ein äusserst gesundes Nahrungsmittel bildet und im Haushalt sich zu mancherlei verwenden lässt. Auch der Honig liesse sich zumTeil an nahe wohnende Europäer in klingende Münze umsetzen. Sehen wir uns nun einmal den Stand der Bienenzucht in der Kolonie etwas näher an. Die ostafrikanische Biene mit ihren hellen Leibringen hat eine Ähnlichkeit mit der ja auch in Deutschland eingeführten italienischen Biene. Von den Eingeborenen einzelner Gegenden, besonders am Graben und im Zwischengebiete, werden sogenannte Mizinga, d. h. Kanonen, innen hohle Baumstämme, in die Bäume auf die Äste gelegt oder an Baststricken in die Zweige gehängt, und in einiger Zeit hat sich ein wilder Schwarm darin angesiedelt. Bienenzucht in Afrika weiterlesen