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Sofern du kürzlich im Supermarkt gewesen bist, hast du vielleicht ein paar Unterschiede im Sortiment der Regale bemerkt. An manchen Tagen mangelt es merklich an frischer Ware, während die Regale an anderen Tagen sowohl mit einfachen, als auch mit exotischeren, Früchten und Gemüse vollgestopft sind.
Tiefkühlprodukte sind eine gute Möglichkeit, um sicherzustellen, dass du ausreichend gut mit Obst und Gemüse versorgt sind - aber sind sie für dich genauso gut, wie ihre frischen Pendants?:
Ernährung
Wenn man diese beiden Arten von gelagerten Lebensmitteln vergleicht, dann ist die erste Frage, die einem wahrscheinlich in den Sinn kommt: "Sind gefrorenes Obst und Gemüse genauso nahrhaft wie frisches Obst und Gemüse?“
Die einfache Antwort lautet: Ja, das sind sie.
Obst und Gemüse werden in der Regel zu einer Zeit der Spitzenkonzentration geerntet und eingefroren, um sicherzustellen, dass der Verbraucher den größtmöglichen Nährstoffgehalt erhält. Wir wissen, dass der Mikronährstoffgehalt von frischem Obst und Gemüse umso geringer ist, je länger die Lagerzeit ist, aber gilt dies auch für Tiefkühlprodukte (1)?
Vitamin C
Einige Daten zeigen, dass der Vitamin-C-Gehalt verschiedener Obst- und Gemüsesorten, darunter Erdbeeren und grüne Bohnen, während der ersten 90 Tage der Lagerung relativ stabil bleibt (2). Im Gegensatz dazu ist bei frischen Lebensmitteln ein dramatischer Rückgang des Ascorbinsäure-Gehalts zu verzeichnen, da der Vitamingehalt nicht konserviert wird.
Andere Daten zeigen, dass man, um den höchstmöglichen Vitamin-C-Gehalt in Tiefkühlprodukten zu erreichen, die Lebensmittel am besten innerhalb eines Monats nach dem Kauf verzehren sollte (3). Das gibt dir immer noch eine ziemlich vernünftige Zeitspanne, um die TK Ware aufzubrauchen.
Vitamin B2
In ähnlicher Weise bleibt der Gehalt an Vitamin B2 (auch als Riboflavin bekannt) während der ersten 10 Tage des Einfrierens stabil (2).
Bei bestimmten Obst- und Gemüsesorten wie Erbsen, Spargel und Spinat kann der Vitamin-B2-Gehalt nach 10 Tagen des Einfrierens - aufgrund von Oxidation - abnehmen; die Mehrheit der gefrorenen Produkte konserviert diesen Mikronährstoff jedoch gut.
Alpha Tocopherol
Das Einfrieren von Lebensmitteln wirkt sich tatsächlich positiv auf die Nährstoffkapazität von Alpha-Tocopherol, einer Art Vitamin E, aus (2).
Sowohl frische als auch gefrorene Produkte bleiben in Bezug auf Alpha-Tocopherol ernährungsphysiologisch stabil, doch wenn sie gefroren sind, kann dieser Mikronährstoff - im Gegensatz zu dem potenziellen Verlust im frischen Zustand - zunehmen.
Beta-Carotin
Im Gegensatz zu den vorhergehenden Mikronährstoffbeispielen nimmt der Gehalt an Beta-Carotin, einem Antioxidans, nach dem Einfrieren rasch ab (2).
Die Menge des Vitamins in frischem Obst und Gemüse nimmt ebenfalls ab, jedoch nicht in demselben Ausmaß. Alternativ zeigen zusätzliche Daten, dass es minimale Unterschiede zwischen dem Nährstoffgehalt von frischem und gefrorenem Obst und Gemüse gibt (4).
Alles in allem wird das Einfrieren deiner Produkte für mehr als ein Jahr wahrscheinlich zu einer Abnahme der Verfügbarkeit von Mikronährstoffen führen (5). Versuche also, gefrorenes Obst und Gemüse bestenfalls innerhalb eines Monats zu verzehren - aber es kann auch nicht schaden, wenn die Lebensmittel nach Ablauf dieser Zeit gegessen werden.
Gefriermethode
Wenn du dich dafür entscheidest, dein eigenes Obst und Gemüse einzufrieren, dann ist es einfach, die Produkte wie gewünscht zuzubereiten, in einen Gefrierbeutel zu legen und bis auf weiteres einzufrieren. Es ist kein Zusatz von Zucker, Salz oder ausgefallenen Methoden erforderlich.
Heutzutage sind die Methoden zum Einfrieren von Lebensmitteln verbessert worden und erfordern keine Chemikalien mehr, um die Eigenschaften der Lebensmittel sowohl ästhetisch, als auch ernährungsphysiologisch, zu erhalten.
Einige Lebensmittel können mit Zuckerzusatz eingefroren werden, so dass es sich lohnt, sich die Zeit zu nehmen, das Etikett jedes gefrorenen Obstes oder Gemüses, welches du kaufst, zu lesen. Zwar kann die Zugabe von Zucker dazu beitragen, dass das Lebensmittel länger hält, allerdings erhöht sich dadurch natürlich auch der Gesamtzuckergehalt.
Der Großteil der tiefgefrorenen Produkte wird jedoch vor dem Einfrieren blanchiert - hierbei handelt es sich um einen Prozess, der dazu beiträgt, die Nährstoffe in den Lebensmitteln zu erhalten.
Verzehr
Die Hauptvorteile, die einem in den Sinn kommen, wenn man an gefrorenes Obst und Gemüse denkt, drehen sich um Kosteneffizienz und Haltbarkeit. Tiefkühlprodukte haben im Vergleich zu Frischprodukten tendenziell ein längeres Mindesthaltbarkeitsdatum, was den meisten von uns zugutekommt.
Wer möchte nicht Lebensmittel kaufen können ohne gleich die Dringlichkeit zu verspüren, sie essen zu müssen, bevor sie verderben?
Tiefgefrorenes Obst und Gemüse hält nicht nur länger, sondern es wurde auch geäußert, dass Personen, die mehr tiefgefrorene als frische Produkte essen, tatsächlich mehr Obst und Gemüse verzehren als diejenigen, die sich für die frischen Sorten entscheiden (6).
Dies ist ein Beleg dafür, warum die Verbraucher von Tiefkühlprodukten dazu neigen, einen niedrigeren Body-Mass-Index zu haben, da Obst und Gemüse einen hohen Ballaststoffgehalt und einen niedrigen Fettgehalt haben, so dass man sich länger satt fühlt und nicht nach einem weiteren Stück Kuchen greift.
Die Ernährungsgewohnheiten derjenigen, die sich für gefrorene Sorten entscheiden, scheinen auch einen höheren Gehalt an Ballaststoffen, Vitamin D, Kalzium und Kalium sowie eine geringere Natriumaufnahme aufzuweisen.
Take Home Message
Um sicher zu sein, dass du das Maximum an Nährstoffen aus deinen Tiefkühlprodukten herausholst, solltest du die Lebensmittel am besten innerhalb eines Monats nach dem Kauf verzehren.
Wenn du nicht in der Lage bist, die Lebensmittel innerhalb eines Monats zu verzehren, und die Produkte erst nach Ablauf dieser Zeit essen kannst, dann ist dein Tiefkühlobst und -gemüse immer noch gut und für dich, bieten jedoch womöglich keinen Vorteil in Sachen Ernährung.
Selbiges gilt im Übrigen auch für frisches Obst und Gemüse, welches nicht unmittelbar nach dem Kauf verzehrt wird. Wenn du also frisches Obst und Gemüse aktuell nicht bekommen kannst, dann ist es auch in Ordnung, sich mit gefrorenem Obst und Gemüse einzudecken.
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Unsere Artikel sollen informieren und lehren. Die dargebotenen Informationen sollten nicht als medizinische Ratschläge interpretiert werden. Kontaktiere bitte einen Arzt, bevor du mit der Ergänzung von Nahrungsergänzungsmitteln beginnst oder größere Veränderungen an deiner Ernährung durchführst.
1. Soliva-Fortuny, R.S and Martı́n-Belloso, O. (2003) ‘New advances in extending the shelf-life of fresh-cut fruits: a review’, Trends in Food Science and Technology, 14(9), p. 341-353. doi: 10.1016/S0924-2244(03)00054-2
2. Bouzari, A., Holstege, D. and Barrett, D.M. (2015) ‘Vitamin Retention in Eight Fruits and Vegetables: A Comparison of Refrigerated and Frozen Storage’, Journal of Agricultural and Food Chemistry, 63(1), p. 957-962. doi: 10.1021/jf5058793
3. Phillips, K.M., Tarragó-Trani, M.T., Gebhardt, S.E., Exler, J., Patterson, K.Y., Haytowitz, D.B., Pehrsson, P.R. and Holden, J.M. (2010) ‘Stability of vitamin C in frozen raw fruit and vegetable homogenates’, Journal of food composition and analysis, 23(1), p. 253-259. doi: 10.1016/j.jfca.2009.08.018
4. Miller, S. and Knudson, B. (2012) ‘Nutrition & Costs Comparisons of Select Canned, Frozen and Fresh Fruits and Vegetables’, American Journal of Lifestyle Medicine, 8(6), p. 430-437. doi: 10.1177/1559827614522942
5. Rickman, J.C., Barrett, D.M. and Bruhn, C.M. (2007) ‘Nutritional comparison of fresh, frozen and canned fruits and vegetables. Part 1. Vitamins C and B and phenolic compounds’, Journal of the Science and Food Agriculture, 87(1), p. 930-944. doi: 10.1002/jsfa.2825
6. Storey, M. and Anderson, P. (2018) ‘Total fruit and vegetable consumption increases among consumers of frozen fruit and vegetables’, Nutrition, 46(1), p. 115-121. doi: 10.1016/j.nut.2017.08.013