Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03261.jsonl.gz/352

Der Schweizer Gehörlosenbund SGB-FSS unterstützt die nationale Maskenpflicht, obwohl sie die Kommunikation von gehörlosen Personen mit ihrer Umwelt zusätzlich erschwert. Es gibt jedoch Wege, um die meisten Situationen zu meistern.
Gehörlose Menschen kommunizieren in erster Linie in Gebärdensprache, orientieren sich aber auch am Mundbild und der Mimik des Gegenübers. Dies wird durch Hygienemasken praktisch verunmöglicht. Der Schweizerische Gehörlosenbund SGB-FSS betont darum in einem Schreiben, dass sich durch eine pragmatische Umsetzung der Corona-Massnahmen des Bundes und der Maskenpflicht Missverständnisse im Kontakt mit Gehörlosen einfach vermeiden lassen. Der SGB-FSS teilt mit, dass in den meisten Situationen auf folgende Weise problemlos mit gehörlosen Menschen kommuniziert werden kann:
- Wenn immer möglich sollte ein Gebärdensprachdolmetscher beigezogen werden (via Dolmetschervermittlung www.procom-deaf.ch)
- Falls die Abstandsregeln eingehalten werden, sollten Masken zur Kommunikation kurz abgenommen werden können
- Mit Stift und Papier oder Text-Apps auf dem Smartphone lassen sich Stichwörter oder kurze Sätze aufschreiben
All dies trägt dazu bei, dass Missverständnisse mit Gehörlosen in der aktuellen Zeit vermieden werden können.