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"Wir befinden uns in einer Verdauungsphase", sagte er in einem Interview mit der "NZZ" (Ausgabe 11.1.). In den nächsten Jahren werde primär eine Konsolidierung stattfinden, mit einem Fokus auf organischem Wachstum, sagte Achermann. In sieben bis zehn Jahren gehe er von einem Umsatz von 5 Milliarden Franken sowie von mehr als 10'000 Mitarbeitenden aus. 2017 hatte Straumann erstmals einen Umsatz von über einer Milliarde Franken erzielt, gegen 6000 Angestellte arbeiten für den Konzern.
Weiter stellt sich Achermann auf eine striktere Regulierung der Medizintechnikbranche ein. Grund sind die Missbrauchsfälle der liberalen Gesetzgebung, die durch die "Implant Files"-Recherchen aufgedeckt worden waren. In der Folge hat bereits der Bundesrat beschlossen, strengere EU-Regeln für Medizinprodukte zu übernehmen.
"Die striktere Regulierung wird mehr Kosten verursachen und es dauert einfach länger, bis ein Produkt auf den Markt kommt", sagte Achermann. Für Straumann könnte die Regulierung allerdings ein Gewinn sein: "Wir Grossen profitieren davon, weil der Marktzugang für die Kleinen schwieriger wird." Dass es Missetäter gebe, die die Freiheiten missbrauchten, sei natrülich ein Ärgernis. "Das dürfte nicht passieren, denn die Konsequenzen tragen wir alle."
(AWP)