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Die meisten Liegenschaften in der Schweiz werden mit Hilfe von Hypotheken gekauft. Das hat zur Folge, dass diese beiden auch zusammen vererbt werden – dies solltest du sorgfältig prüfen. EmmaLife erklärt dir wieso.
Du erbst ein Haus – das ist einerseits sehr traurig, weil es heisst, dass du jemanden verloren hast, und andererseits auch schön, weil dir jemand sein Eigenheim schenkt.
In einem solchen Fall gilt es, neben der Trauerverarbeitung ob des Verlustes eines geliebten Mitmenschen, einige weitreichende Entscheidungen zu treffen. Willst du die Immobilie behalten oder verkaufen? Gibt es noch weitere Erben, so dass dieser Entschluss gemeinsam gefasst werden muss? Und mit welchen Kosten ist jeweils zu rechnen?
EmmaLife geht in diesem Artikel davon aus, dass du die Immobilie inklusive Hypothek alleine übernehmen willst und sehen uns an, was es dabei zu berücksichtigen gilt.
Darauf musst du beim Erben einer Hypothek achten
Wie eben erwähnt, erbst du natürlich nicht nur das Haus, sondern auch die dazugehörige Hypothek. Das bedeutet, dass du, zusammen mit deinem Finanzierungspartner, prüfen musst, ob das Ganze im Rahmen deiner Möglichkeiten liegt:
- Die Tragbarkeit der Hypothek ist der wichtigste Faktor bei der Prüfung der Erbschaft. Hierbei wird berechnet, ob du mit deinem Lohn in der Lage bist, die Hypothekarzinsen, Nebenkosten sowie allfällige Amortisationen zu stemmen. All diese Kosten dürfen nämlich maximal 33 % deines Einkommens betragen, damit die Hypothek noch tragbar ist.
- Während du für den Kauf einer Immobilie mindestens 20 % des Kaufpreises als Eigenmittel selbst einbringen musst, fällt dies generell bei einer einer Erbschaft weg – die Liegenschaft ist ja bereits gekauft und wird jetzt vererbt. Generell aber deswegen, weil du vielleicht trotzdem eine gewisse Summe der Hypothek amortisieren musst, um die Tragbarkeit zu gewährleisten.
- Amortisationen kommen in erster Linie dann zur Anwendung, wenn die Hypothek noch so hoch ist, dass sie in eine 1. und 2. Hypothek aufgeteilt wird. Daneben ist es aber möglich, dass du die Hypothek mit einer einmaligen Zahlung so weit senken musst, dass sie den Vorgaben für die Tragbarkeit entspricht.
- Wenn die Liegenschaft schon älter ist und lange nichts mehr daran ausgebessert wurde, besteht möglicherweise Renovierungsbedarf. Dafür kannst du die bestehende Hypothek erhöhen – sofern auch hier die Tragbarkeitsberechnung stimmt, ist das im Normalfall kein Problem.
- Abhängig von deinem Jahrgang muss auch dein eigener Ruhestand in die Überlegungen einfliessen. Üblicherweise verringert sich nämlich dein Einkommen nach der Pensionierung und du musst weniger Geld für die Berechnungen einplanen – aber die Hypothek muss natürlich auch im Alter noch tragbar sein.
Dem traurigen Anlass zum Trotz ist das Erben einer Liegenschaft natürlich auch eine grosse Chance für dich. Allerdings sei dazu gesagt, dass Erbangelegenheiten oftmals eine ziemlich komplizierte Angelegenheit sind und es kein Patentrezept für deren Handhabung gibt. Hier empfiehlt es sich, Profis hinzuzuziehen, um sicher alle Aspekte berücksichtigt zu wissen und böse Überraschungen zu vermeiden