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Mit Garbiñe Muguruza im Achtelfinal, Petra Kvitova im Halbfinal und Kerber im Final besiegte die Nummer 34 der Welt innerhalb von vier Tagen drei Grand-Slam-Turniersiegerinnen.
Anfang Jahr belegte Monica Puig in der Weltrangliste nur den 92. Platz. Die 22-Jährige durfte noch nicht einmal mit der Qualifikation für die Sommerspiele in Rio rechnen. Mittlerweile stieg sie im Ranking bis auf Position 34 auf. In einem Viertelfinal an einem Grand-Slam-Turnier stand sie indessen noch nie.
In Rio spielte sich Monica Puig in einen Rausch. Sie deklassierte die French-Open-Siegerin Garbiñe Muguruza 6:1, 6:1. Die Deutsche Laura Siegemund wurde mit dem gleichen Skore geschlagen. Im Halbfinal besiegte sie die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova. Und im Final musste sich auch die Weltranglistenzweite Angelique Kerber, die Australian-Open-Siegerin, geschlagen geben. Puig gewann 6:4, 4:6, 6:1. Kerber, die in der zweiten Jahreshälfte Serena Williams als Nummer 1 ablösen kann, wurde im Entscheidungssatz an die Wand gespielt. Monica Puig stellte unter Beweis: Die drei Siege innerhalb von vier Tagen gegen Grand-Slam-Turniersiegerinnen waren kein Zufall.
Puig gelang ein Erfolg, wie er noch niemandem aus dem Karibikstaat gelungen ist. Vorher holte Puerto Rico in der Olympia-Geschichte erst acht Medaillen, die meisten im Boxen. Keine dieser Medaillen war aus Gold.
Ist Puigs Leistungssteigerung erklärbar? Wird sie nächste Woche am WTA-Turnier in Cincinnati ebenfalls auftrumpfen? “Wenn ich auf der WTA-Tour spiele, dann spiele ich für mich selbst”, so die Sensationssiegerin. “Hier war das anders. Ich spielte für mein Land, nichts lässt sich mit diesem Gefühl vergleichen. An den Olympischen Spielen geht es auch nicht um mich. Es geht um Puerto Rico. Und ich weiss, wie sehr sie sich in der Heimat diese Goldmedaille wünschten. In Puerto Rico gibt es derzeit permanent nur schlechte Nachrichten. Wenn aber jemand eine Medaille gewinnt, dann wird das registriert. Alle sind verrückt und überglücklich – und alle Sorgen weit weg.”
(SDA)