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Carcano,
Filippo, ital. Maler, geb. 1840 zu Mailand, [* 2] gelangte erst nach Überwindung großer Schwierigkeiten, und nachdem er sich aus dürftigen Verhältnissen emporgearbeitet, zum Kunststudium, das er auf der Akademie seiner Vaterstadt unter Leitung des Romantikers Hayez begann. Nachdem er zuerst einige Bilder romantischen Stiles, unter andern einen Sylphidentanz, gemalt hatte, schlug er bald eine völlig entgegengesetzte Richtung ein, indem er sich der Landschaft, meist mit figürlicher Staffage, zuwendete und die empfangenen Natureindrücke mit frischer Empfindung und mit den einfachsten Mitteln der Darstellung wiederzugeben suchte, wobei er sich eng an die Natur anschloß, aber nicht ins Detail ging, sondern nur den Gesamteindruck zu möglichst kräftiger Wirkung in einer meist dunkel gestimmten Tonart zusammenfaßte. So wurde er der Begründer der modernen naturalistischen Malerschule Mailands.
Seine Hauptwerke sind: ein Morgen auf dem Lago Maggiore, der erste Schnee [* 3] im Gebirge, Sommereindrücke, auf der Weide, [* 4] auf dem Fischfang, der Morgen am Meere, die lombardische Ebene, die Campagna bei Asagno, die Maisernte bei Chioggia, Militärkonzert im Volksgarten und eine Reihe venezianischer Ansichten, auf denen besonders die Lichtwirkungen auf dem Wasser mit großer Kraft [* 5] und Wahrheit wiedergegeben sind. 1891 erhielt er auf der Berliner [* 6] internationalen Kunstausstellung die kleine goldene Medaille.