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Zum einen belaste die Omikron-Variante des Corona-Virus durch hohe Krankenstände weiter Teile der Produktion und der Logistik, sagte der wissenschaftliche Direktor des HWWI, Michael Berlemann, am Mittwoch in Hamburg.
Zudem werde der noch Anfang des Jahres erwartete Erholungskurs durch den Ukraine-Krieg noch stärker unterbrochen. "Wir müssen konstatieren, dass voraussichtlich auch im ersten Quartal 2022 das deutsche Bruttoinlandsprodukt gesunken sein wird." Da auch im Schlussquartal 2021 das BIP gesunken sei, "befinden wir uns definitionsgemäss bereits in einer Rezession, aller Voraussicht nach."
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Zusätzliche Unsicherheit schafften drohende Embargos gegen russisches Öl oder Gas. "Bei anhaltendem Krieg in der Ukraine und zunehmendem Umfang gegenseitiger Sanktionen droht die Gefahr einer tiefen Rezession."
Auch werde der inflationäre Druck, der durch den Preisanstieg bei Energie und Rohstoffen entstehe, nicht schnell abebben. In Bezug auf die Endverbraucherpreise gebe es eine Wirkungsverzögerung von circa drei Monaten, sagte Berlemann.
"Wir werden in den nächsten Monaten weiterhin kräftige Preissteigerungen bei Endprodukten sehen." Vor diesem Hintergrund wäre es "sehr wünschenswert", dass die Europäische Zentralbank ihre ultralockere Geldpolitik überdenkt, um eine drohende Lohn-Preis-Spirale zu verhindern.