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Worum geht es in dem Projekt konkret?
Über die gesamtschweizerische Bestandesentwicklung von Reptilienpopulationen ist bisher relativ wenig bekannt, und nur sehr lokal konnten bis dato einige wenige Populationen genauer und über einen längeren Zeitraum hinweg untersucht werden. Diese Grundlage erlaubt es nicht, allgemeingültige Aussagen für die ganze Schweiz zu machen. Es ist der karch deshalb ein Anliegen, ein langfristiges Monitoring der heimischen Arten zu lancieren, das quantitative Aussagen zur Entwicklung der Populationen zulässt.
Die Zauneidechse wurde ausgewählt, weil es eine auf der Alpennordseite recht weit verbreitete Art, die sowohl im Mittelland als auch den tieferen Lagen des Juras und der Alpen zu finden ist. Sie ist zwar ein ausgeprägter Kulturfolger, reagiert aber relativ empfindlich auf Veränderungen in der Landschaft, und wir vermuten, dass die Art grosse Bestandeseinbussen in den vergangenen Jahrzehnten zu verzeichnen hatte. Zudem ist die Art gut erkennbar und auch für Laien relativ zuverlässig zu finden und zu beobachten.
Seit dem Jahr 2020 kann das gleiche Monitoring in den Kantonen Genf, Wallis und Tessin, wo die Zauneidechse nicht oder nur selten vorkommt, mit der Westlichen Smaradeidechse durchgeführt werden.
Wir hoffen, damit zeigen zu können, ob der Bestand der Zauneidechse in der Schweiz stabil, abnehmen oder zunehmend ist, und ob sich bestimmte Lebensräume eher positiv oder eher negativ für die Art entwickeln.
Wie können Bürger:innen mitforschen?
Im Monitoring geht es darum, die Anzahl beobachteter Eidechsen entlang einer genau definierten Wegstrecke (Transekt) zu notieren, und das mindestens drei Mal pro Jahr, und über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren hinweg. Sofern möglich, sollten auch die Altersklassen der beobachteten Zauneidechsen vermerkt werden: Jungtier, Adulttier, adultes Männchen, adultes Weibchen.
Die detaillierte Anleitung zur Methodik sowie eine Karte mit zahlreichen Standorten, welche im Rahmen des Monitorings bearbeitet werden können, stehen unter http://www.karch.ch/karch/Mitarbeit_Zauneidechse zur Verfügung. Falls Sie selber einen Standort mit Zauneidechsen in Ihrer Nähe kennen, den Sie bearbeiten möchten, aber nicht auf der Karte finden, melden Sie ihn uns bitte. Es ist auch möglich, neue Standorte in die Liste aufzunehmen.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Die Ergebnisse aus der ganzen Schweiz werden gesammelt und Trends in der Entwicklung der Anzahl Individuen pro Standort zwischen den verschiedenen überwachten Standorten verglichen. Wenn die Anzahl der Standorte ausreichend ist, wäre es uns sogar möglich, die Auswirkungen bestimmter Faktoren (Entfernung zu Siedlungen, Ackerflächen, Strassen usw....) zu analysieren.
Die Veröffentlichung eines Berichts erfolgt frühestens nach einem Zeitraum von drei Jahren, um die ersten Trends zu beobachten. Um zuverlässige Trends zu ermitteln, ist eine längerfristige Beobachtung erforderlich.