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Eine neue Perspektive auf die Färöer
Nachdem er einige anfängliche Testaufnahmen von einer bekannten Wendeltreppe im portugiesischen Sintra in der Nähe seiner Heimat Lissabon gemacht hatte, begab sich Joel auf die Färöer, um das Canon RF 10-20mm F4L IS STM dort auf den Inseln mit den endlosen Horizonten auf Herz und Nieren zu testen. Mit seinen gerade einmal 570 g ist es perfekt für unterwegs. Ein Punkt, der ihn sofort angesprochen hat. „Die Färöer sind nicht der Nordpol, aber es ist dort windig, und sie sind nicht der einfachste Aufnahmeort“, erklärt er. „Für mich ist Gewicht sehr wichtig. Meistens musste ich zu Locations wandern. Daher war es wirklich toll, dass ich dieses Objektiv zusammen mit meiner normalen Ausrüstung mitnehmen konnte. Ich wusste, dass ich damit im Vergleich zu den anderen Objektiven völlig andere Aufnahmen machten konnte.“
Seine Ausrüstung umfasste seine Canon EOS R5, Drohnen sowie verschiedene Objektive, darunter sein ehemals weitestes Objektiv, das Canon RF 15-35mm F2.8L IS USM, sein Lieblingsobjektiv, das Canon RF 28-70mm F2L USM, und sein Canon RF 70-200mm F2.8L IS USM. „Dieses Objektiv ist viel weiter als das RF 15-35mm F2.8L IS USM, welches das Weitwinkelobjektiv ist, das ich am häufigsten verwende“, verrät Joel. „Wenn du dir 15 mm und 10 mm ansiehst, sieht es auf dem Papier nicht nach viel aus, aber 5 mm im Weitwinkelbereich machen einen riesigen Unterschied aus.“ Der Unterschied ist so gross, dass du im Vergleich zur 16-mm-Brennweite, die Joels erstes Weitwinkelobjektiv war, mit dem 10mm-Ultra-Weitwinkelbereich des Objektivs einen mehr als doppelt so grossen Aufnahmebereich abdecken kannst.
„Wenn Menschen an Ultra-Weitwinkelobjektive denken, dann tun sie das meist, weil sie glauben, damit so viel wie möglich in einen Bildausschnitt packen zu können“, erklärt Joel, der in Portugal häufig Menschen sieht, die Ultra-Weitwinkelobjektive verwenden, um Kirchen auf ein Fotos zu bekommen, während sie in engen Strassen fotografieren. „Dafür nutze ich mein Objektiv nicht.“ Er experimentierte vor allem mit dem geringen minimalen Abstand für Scharfeinstellung des RF 10-20mm F4L IS STM. „Du kannst dich fast auf etwas darauf befinden und es dennoch fokussieren“, ergänzt er. „Wenn du das mit einem Teleobjektiv versuchst, dann muss sich das Motiv mindestens ein bis drei Meter von der Kamera entfernt befinden. Beim Ultra-Weitwinkelobjektiv ist es jedoch fast so, als würdest du ein Makroobjektiv nutzen.“
Joel wählte eine kleine Wollgraspflanze inmitten der weiten Landschaft der Färöer als Motiv. Er konnte sie im Wind mit der Hand festhalten, sie fokussieren und dennoch auch die Berge im Hintergrund im Foto festhalten. „Du kannst etwas ganz nah an dich heranbringen und es riesig erscheinen lassen“, erklärt er. „Gleichzeitig kannst du aufgrund des weiten Bildwinkels eine gesamte Landschaft in deinem Bildausschnitt einfangen. Mit diesen extremen Winkeln kannst du etwas in der Nähe fokussieren und dem Bild gleichzeitig mit dem Hintergrund Kontext verleihen.“ Da das Objektiv von den extremen 10 mm an mehrere Brennweiten bietet, ermöglicht es verschiedene Perspektiven. „Du kannst die standardmässigen 16 mm nutzen, die du auch mit deinem Canon EF 16-35mm f/2.8L III USM Objektiv genutzt hast, oder du kannst das Objektiv ausreizen und sein gesamtes Spektrum nutzen.“