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Josef Schwartz ist am 4. Dezember 1930 in Giffers zur Welt gekommen. Zwei Jahre später bewirtschafteten seine Eltern Felix und Alice Schwartz-Philipona ein Heimwesen in Schmitten. Die Familie verbrachte ein paar gute Jahre auf dem Hof, als das Schicksal sie hart prüfte: Der liebevolle Vater starb 37-jährig an einer Lungenentzündung.
Alice Schwartz vermählte sich wieder. Mit ihrem zweiten Mann hatte sie nochmals drei Kinder. Bald lebte die neue Familie auf dem Pfarreiheimet in Brünisried. Der Stiefvater führte für alle ein hartes Regime. Den Geschwistern Schwartz blieb zwar eine Kindheit als Verdingkinder erspart, aber viel mehr als die ungeteilte Liebe ihrer Mutter blieb ihnen nicht. Für seine Geschwister wurde Josef Schwartz als junger Mann zum Rückhalt in der Familie. Er wehrte sich gegen die Ungerechtigkeiten im Haus – und wurde dafür zum Buhmann im Dorf.
In Theres Philipona fand er seine grosse Liebe. 1957 heirateten die beiden. Fünf Jahre später war aus dem Paar eine sechsköpfige Familie geworden. 1971 kam als Nachzüglerin eine dritte Tochter zur Welt. Josef Schwartz hatte sich in der Zwischenzeit gemeinsam mit seiner Frau in Plaffeien ein Eigenheim gebaut. Er arbeitete als Briefträger und verdiente sich mit Nebenjobs ein Zubrot. Bald machten die engen finanziellen Möglichkeiten einem bescheidenen Wohlstand Platz.
1994 liess sich Josef Schwartz pensionieren. Er wusste die ungewohnten Freiheiten für sich und seine Frau zu nutzen. Gemeinsam machten sie Ferien in Leukerbad und auf Mallorca, reisten nach Gstaad zum Tennisturnier und genossen die Annehmlichkeiten des Rentneralltags.
2002 zog Josef Schwartz mit seiner Frau in den Haltli-Block und genoss nochmals glückliche Jahre. Dann begann eine Krankheit seine Kräfte anzugreifen. Er war auf regelmässige Bluttransfusionen angewiesen. Vor gut einem Jahr tauchten die ersten Komplikationen auf. Die Krankheit schwächte ihn mehr und mehr.
Am 4. Juli 2013 ist er im Pflegeheim Bachmatte in Oberschrot gestorben. Eing.