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Das Jahr ohne Sommer - Wie das Cannstatter Volksfest entstand
Wie das Cannstatter Volksfest entstand
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Als im fernen Indonesien der Vulkan Tambora in die Luft fliegt, ahnt im Königreich Württemberg niemand, welch gravierende Auswirkungen diese Naturkatastrophe haben wird. Das folgende "Jahr ohne Sonne" stürzt die verarmte Landbevölkerung in allergrößte Not: Missernten, Hungersnot, nicht selten Auswanderung. Genau in dieser Zeit stiften der junge König Wilhelm I und seine Frau Katharina das Cannstatter Volksfest als "Zeichen der Hoffnung".
In opulent inszenierten Bildern mit hunderten von Komparsen in historischen Kostümen erzählt der Film die dramatischen Jahre nach. Das Ränkespiel beim Wiener Kongress, als Europa neu aufgeteilt wurde, die Liebesgeschichte zwischen dem jungen württembergischen König und seiner Frau, einer Zarentochter. Weit weg vom höfischen Leben kämpft die bäuerliche Bevölkerung ums nackte Überleben.
Mit der Stiftung des Volksfestes 1818 entwickelt sich Württemberg zum modernen Königreich: das junge Herrscherpaar unterstützt massiv die Landwirtschaft, Sparkassen und die Universität Hohenheim werden ebenso gegründet wie Mädchenschulen. Vor allem die junge Königin Katharina wird für diesen Reformeifer von der Bevölkerung verehrt. Ihr plötzlicher Tod ist ein echter Schock.
Der Film spannt den Bogen über zwei Jahrhunderte bis heute. Jährlich besuchen mehr als vier Millionen Gäste den Cannstatter Wasen, das zweitgrößte Volksfest der Welt. Sie feiern unbeschwert in den Zelten und genießen die Attraktionen der Fahrgeschäfte. Kaum einer denkt dabei an die dramatische Geschichte, wie das Cannstatter Volksfest entstand.
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