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Wahlen 2007 Keine Pnos-Kandidaturen
Die Nationalratswahlen vom kommenden Herbst finden ohne rechtsextreme Beteiligung statt. Die Partei national orientierter Schweizer (Pnos) verzichtet in allen Kantonen darauf, mit eigenen Kandidaten anzutreten. «Leider werden wir keinen Kandidaten stellen können, da wir im Moment mit dem Aufbau neuer Strukturen beschäftigt sind», erklärte Pnos-Sprecher Mario Friso auf Anfrage.
Keine Chance vor vier Jahren
Vor vier Jahren war die Partei im Kanton Aargau mit einer eigenen Liste zu den eidgenössischen Wahlen angetreten. Der einzige Kandidat, ein damals 21-jähriger Wettinger Plattenleger und Unteroffizier der Schweizer Armee, erzielte im ganzen Kanton lediglich 2867 Stimmen. Dies entspricht einem Wähleranteil von 0,13 Prozent. Für einen Sitz wären über sechs Prozent nötig gewesen. Die Pnos hatte 2003 erklärt, sie sei angetreten, um zu beweisen, dass jederzeit mit der Partei gerechnet werden müsse.
Erfolg auf kommunaler Ebene
Grösser war der Erfolg der umstrittenen Partei 2004 in Langenthal und 2005 in Günsberg. Hier wurde je ein Parteimitglied ins Parlament respektive in den Gemeinderat gewählt. Bei den bernischen Grossratswahlen und den Gemeinderatswahlen in Roggwil waren die Pnos-Kandidaten wiederum erfolglos.
Die Pnos ist seit 2000 vornehmlich im Mittelland und in der Innerschweiz aktiv. Sie unterhält eigene Sektionen in den Kantonen Aargau, Bern, Solothurn, Luzern, Freiburg und Schwyz. Das Bundesamt für Polizei (BAP) rechnet die Partei in ihren Berichten zur inneren Sicherheit seit Jahren der rechtsextremen Szene zu. 2006 ver- passte sich die Pnos ein neues Parteiprogramm, nachdem das Bezirksamt Aarau das alte als rassendiskriminierend eingestuft hatte.