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Betreuung: Prof. Dr. Andreas Kotte
Doktorand: lic.phil. Georg Suter
Für eine Untersuchung der Theatergeschichte der Region Schwyz während der politisch wirren Zeit zwischen dem Zerfall der alten Eidgenossenschaft bis zur Entstehung des Bundesstaates können zwei Ausgangspunkte angenommen werden: Einerseits kann man von der Tatsache ausgehen, dass eine entsprechende Untersuchung sowohl für speziell diese Gegend als auch für die katholisch-ländlichen Gebiete der Schweiz überhaupt bisher fehlt. Andererseits bietet auch die Tatsache, dass man sich «Theater» in dieser Gegend und zu dieser Zeit nur schwer vorstellen kann, einen Ausgangspunkt. Insbesondere dieser zweite Punkt lenkt die Aufmerksamkeit der Untersuchung weg vom Theater im engeren Sinne – hin zum Theater als kultureller Praxis, zu szenischen Vorgängen. Welche öffentlichen Vorgänge mag es in dieser Umbruchszeit gegeben haben? Wie wurde Öffentlichkeit und Gemeinschaft überhaupt inszeniert? Immer mehr zeigt sich, dass durchaus ein starkes Bewusstsein für öffentliches Handeln bestand. Und noch mehr, wie sehr öffentliches Handeln gesteuert war, wie sehr es in kirchlichen, politischen, militärischen, sportlichen und alltäglichen Bereichen dazu beitragen musste, eine neue, bürgerliche Gesellschaft entstehen zu lassen – oder zu inszenieren.