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Aus dem Banken-Vergleich soll der ehemalige Wachmann Christoph Meili demnächst 1,1 Millionen erhalten - 9,6 Mio. Franken sind für die Kläger-Anwälte vorgesehen.Dieser Inhalt wurde am 06. März 2002 - 12:33 publiziert
Christoph Meili war im Zusammenhang mit dem Banken-Vergleich eine Million Dollar zugesagt worden, nachdem er im Januar 1997 in einem Schredderraum der Grossbank UBS in Zürich alte Bankakten vor der Vernichtung gerettet hatte.
Vorerst sollen Meili 666'000 Dollar (1,132 Mio. Franken) ausbezahlt werden. Das Geld werde hälftig zwischen ihm und seiner Frau Giuseppina aufgeteilt, sagte Meili der in New York erscheinenden deutsch-jüdischen Zeitung "Aufbau". Das Ehepaar, das getrennt in Kalifornien lebt, steht in Scheidung.
Ein Drittel des Geldes bleibt vorerst beim Gericht. Aus diesem Anteil würden laut Meili auch allfällige Ansprüche von Ed Fagan bezahlt, dem ehemaligen Anwalt von Christoph Meili.
Anwälte wehren sich für ihr "niedriges" Gehalt
Dreieinhalb Jahre nach dem 1998 geschlossenen Banken-Vergleich wird nun erstmals klar, wie viel Geld die Anwälte aus dem Deal herausholen. Der Hauptanwalt der Kläger, Burt Neuborne, hatte beim Bundesbezirksgericht in Brooklyn eine Empfehlung eingereicht.
Danach sollen die Anwälte, die den 1,25 Mrd. Dollar schweren Vergleich mit den Schweizer Grossbanken errungen haben, insgesamt 5,65 Mio. Dollar (9,6 Mio. Franken) bekommen.
Für einen derartigen Fall sei dies das niedrigste Anwaltsgehalt der amerikanischen Rechtsgeschichte, sagte Neuborne. Über ein Dutzend Anwälte waren am Zustandekommen des Vergleichs beteiligt. Gemäss Medienberichten hatten sie ursprünglich 13 Mio. Dollar gefordert.
Streit um nicht verteiltes Geld
Allein 800 Millionen des 1,25-Mrd. Dollar-Vergleichs sind für die Inhaber von nachrichtenlosen Konten bei Schweizer Banken respektive für deren Erben bestimmt.
Unterdessen ist nun ein Streit darüber entbrannt, was mit dem Geld passieren soll, das nicht verteilt werden kann. Es zeichnet sich nämlich ab, dass von den 800 Mio. Dollar nur ein Bruchteil an Anspruchs-Berechtigte verteilt werden kann.
Kreise um den Jüdischen Weltkongress haben deshalb die Errichtung eines Fonds für das jüdische Volk verlangt. Holocaust-Überlebende wehren sich aber dagegen, dass das für sie bestimmte Geld zweckentfremdet wird.
swissinfo und Agenturen
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