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In Monaco, Beausoleil und Cap-d’Ail fanden am 03. September 2019 die Gedenkfeiern zur Befreiung statt. Die Rue Grimaldi wurde um 10:15 Uhr 75 Jahre in die Vergangenheit zurück versetzt.
Militärfahrzeuge mit amerikanischen und monegassischen Flaggen fahren vor. Freiwillige aus dem In- und Ausland lassen die Befreiung des Fürstentums am 3. September 1944 durch amerikanische und französische Streitkräfte noch einmal lebendig werden. GI-Soldaten, leitende Offiziere, eine Krankenschwester, Marineschützen, ein Jagdflieger, ein Soldat der US-Marine steigen aus den Militärfahrzeugen aus und betreten das Maison de France, das ehemalige Hauptquartier des Widerstands in Monaco. Vor der Kranzniederlegung blickt Jean-Luc Delcroix, Vizepräsident des Verbandes der französischen Gruppen in Monaco, in seiner Rede auf die damaligen Ereignisse zurück.
Das entscheidende Jahr 1944
„1944 war ein entscheidendes Jahr für Monaco“, beginnt er. Das erste dramatische Ereignis war die Torpedierung eines Schiffes im März 1943 im Hafen. Es folgten Luftangriffen, die sich bis September 1944 verstärkten.“ Am 14. Februar 1944 verfügte der deutsche Generalstab, dass sich das Fürstentum in einer „Besatzungszone“ befindet. Es galten die Verbote und Strafen, die mit diesem Status verbunden waren. Der Widerstand organisierte sich innerhalb und außerhalb des monegassischen Territoriums. Jean-Luc Delcroix erwähnte einige Namen von Frauen und Männer, die den Widerstand mit dem Leben bezahlten, gefoltert, deportiert, erschossen oder gehängt.
Widerstandskämpfer
Unter diesen Helden sind René Borghini, Leiter der Gruppe „Combat“ in Monaco und die Sekretärin der Nationalrats-Präsidentschaft Esther Poggio. Im Nationalrat erinnert eine Gedenktafel an sie.
Sie werden nicht erleben, wie Monaco von der Nazi-Besatzung befreit wird. Die letzten Tage der deutschen Besatzung waren die längsten im Fürstentum. Man hatte geglaubt, dass es nach den Landungen in der Provence am 15. August 1944 eine schnelle Befreiung geben würde. Es dauerte noch 19 Tage bis die alliierte Luftwaffe die auf dem Rückzug befindlichen deutschen Truppen angriffen. Die Zerstörung der Verteidigungsanlagen forderte in Monaco Todesopfer und schwere Schäden.
Am 23. August bombardierten sechs Flugzeuge das Hafenviertel. Die Post in der Nähe des Casinos wurde komplett zerstört. Am 30. August sprengten Deutsche Truppen Fort Antoine, die Gasfabrik und einen Teil ihres Bunkers in Cap-d’Ail.
Die Nacht vom 2. bis 3. September ist stürmisch. Man hört die Donnerschläge der Marinegeschütze, die den Mount Agel beschiessen. Eine Woche nach Paris wird Monaco auf die gleiche Weise befreit wie Cap-d’Ail und Beausoleil.
„Es ist wichtig, die Erinnerung an den Tag wachzuhalten, an dem die Einwohner von Monaco die Freiheit wiedererlangt haben“, schließt Jean-Luc Delcroix. Einer der es selbst erlebt hat ist Jacques Wolzok.
Die jüngeren Generationen werden gestern in den Straßen von Monaco einen kurzen Blick darauf geworfen haben. Die vom Gedenkkomitee Sektion Monaco geleitet Parade endete am Place du Palais Princier, wo seit Montagmorgen ein Militärlager eingerichtet war. Prinz Albert II. unternahm einen kurzen Rundgang. Er begrüßte und posierte mit den Figuren der Epoche, die dann um 11:55 Uhr an der traditionellen Wachablösung teilnahmen.