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Solola - Nach den Erdrutschen in Guatemala haben die Rettungskräfte die Suche nach Toten am Dienstag eingestellt. In der Schlammlawine, die die internationale Strasse Panamerikana in der Nähe der Hauptstadt verschüttet hatte, wurden nach Angaben der Behörden 26 Menschen tot geborgen.
Eine Person werde noch vermisst. Insgesamt seien nach den heftigen Stürmen und Regenfällen in dem mittelamerikanischen Land 46 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende seien von den Unwetterfolgen betroffen, die Schäden gingen in die Millionen.
Wegen des Unglücks ordnete Präsident Álvaro Colom einen Tag der nationalen Trauer an. Die Feierlichkeiten zum Jahrestag der Unabhängigkeit wurden abgesagt.
Der seit Juni dieses Jahres geltende Notstand in der Region wurde verlängert. Er war nach dem Ausbruch des Vulkans Pacaya und den Regenfällen des Wirbelsturms "Agatha" verhängt worden.
Ausnahmezustand auch in Mexiko
Im Süden des Nachbarstaats Mexiko wurden den Behörden zufolge drei Menschen getötet und 400'000 weitere von den Fluten aus ihren Häusern vertrieben, nachdem mehrere Flüsse über die Ufer getreten waren.
Im Nordosten des Landes wurde der Ausnahmezustand ausgerufen, nachdem der Orkan "Hermine" am Montagabend die Küstenregion erreicht hatte. Der Höhepunkt der bis Ende Oktober andauernden Regensaison ist dabei noch nicht einmal erreicht.
Die Küstenregion zwischen den USA und Mexiko könnte trotz "Hermine" aber glimpflicher davonkommen. Zwar befürchten die US-Wetterexperten des National Hurrican Center (NHC) auch hier schwere Überflutungen infolge heftiger Regenfälle und sogar Tornados.
Allerdings habe "Hermine" zuletzt leicht an Geschwindigkeit eingebüsst und solle sich den Prognosen zufolge bis Dienstagnachmittag zum "tropischen Tiefdruckgebiet abschwächen".
SDA-ATS