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Astronomen haben auf einem Exoplaneten angeblich solch extreme Bedingungen identifiziert, dass man diesen wahrlich als Höllenplanet bezeichnen kann. Konkret geht es dabei um einen Exoplaneten, der über 200 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann zu finden ist.
Auf K2-141b herrschen gleichzeitig Temperaturen von 3000 Grad Celsius und minus 200 Grad Celsius. Diese Gegensätze kommen zustande, weil der Planet sich extrem nahe an seiner Sonne, einem Orangen Zwerg, befinde – er umrundet diese in nur sechs Tagen.
Da K2-141b sich nicht um seine eigene Achse dreht, ist immer die gleiche Seite der Sonne ausgesetzt. So sinkt die Temperatur auf der bestrahlten Seite nie unter 3000 Grad Celsius, während es auf der anderen Seite kalt bleibt.
Die extreme Hitze hat die felsige Oberfläche des Planeten sogar zu Lavameeren schmelzen lassen. Es geht aber noch weiter, denn die Hitze lässt die Lava sogar verdunsten, wodurch sich eine Atmosphäre aus Gesteinspartikeln bilde. Diese werden aber regelmässig von Stürmen, die mit bis zu 5000 Kilometern pro Stunde über die Oberfläche fegen, auf die kalte Seite des Planeten getrieben. Dort regnen sie dann als Steine wieder vom Himmel herab.
Diese Erkenntnisse wurden von den Astronomen Giang Nguyen und Nicolas Cowan im Fachmagazin «Monthly Notices of the Royal Astronomical Society» veröffentlicht. Allerdings basieren die Vermutungen der beiden Wissenschaftler bisher auf Computersimulationen. In einem weiteren Schritt sollen sie durch Teleskopbeobachtungen bestätigt werden.
(pls)