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Wettbewerb, September 2007
Hochhaus Riehenring
Einem grosszügigen Kleinbasler gleich, sucht das vorliegende Projekt nicht den Vergleich zu den erstellten und geplanten Grossbauten der nahen Umgebung, sondern strahlt vielmehr eine von gesundem Selbstvertrauen geprägte Eigenständigkeit aus. Das Gebäude steht in Analogie zu modernen, innerstädtischen Wohnbauten, wie sie in Paris, Barcelona oder Mailand anzutreffen sind, und distanziert sich vom isolierten Wohnhochhaus. Es nimmt die Massstäblichkeit der umliegenden Wohnbauten auf, stärkt den Rand des Quartiers und überhöht diesen gleichzeitig. So bezieht es am «Warteck» eigenständig Position mit Blick auf den Messeplatz und die kühnen Projekte an dieser Stelle.
Als Gegenstück zur Strassenseite birgt der Innenhof eine andere Welt. Insgesamt von stattlicher Dimension, ist er von zahlreichen Einbauten unterschiedlicher Grösse geprägt. Durchgehend mit Pflanzen überwachsen, wird der Hofraum zu einem urbanen Landschaftsbild. Dieses Thema wird mit der Bepflanzung des Hinterhofraumes und dem begrünten Dach des Ateliergebäudes weitergeführt. Während der Zugangshof wie eine aufgeweitete Gasse städtisch geprägt ist, bildet der Hinterhofraum mit Ruderalflächen und verbuschten Strauchschichten eine kontrastierende Wildnis.
Mit durchgehenden, über die gesamte Gebäudetiefe verlaufenden Räumen gewinnen sämtliche Nutzungseinheiten an Grosszügigkeit und etablieren Bezüge zwischen dem städtischen Aussenraum und dem privateren Hofraum.