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Jugendliche Leistungssportler mit hohen Burnout-Werten fühlen sich massiv in ihrem Schlaf beeinträchtigt
Die Befunde einer Studie mit 257 Jugendlichen aus Sportklassen an Swiss Olympic Partner Schulen im Raum Nordwestschweiz zeigen, dass jugendliche Leistungssportler/-innen, die klinisch relevante Burnout-Werte angeben, sich massiv in ihrem subjektiven Schlaf beeinträchtigt fühlen. Insbesondere berichten sie mehr Schlafbeschwerden und mehr dysfunktionale schlafbezogene Kognitionen. Ebenfalls fällt auf, dass sie unter der Woche deutlich weniger lange schlafen, als Peers mit niedrigeren Burnout-Werten. An den beiden Messzeitpunkten wiesen zwischen 12 und 14 Prozent der Schüler/-innen klinisch relevante Burnout-Symptome und zwischen 4 und 11 Prozent klinisch relevante Schlafbeschwerden auf. Keine Unterschiede zeigten sich im Hinblick auf die (mittels EEG) erfassten objektiven Schlafparameter. Die Auswertung der längsschnittlichen Befunde zeigt, dass Burnout-Symptome signifikant zu vermehrten Schlafbeschwerden beitragen. Die Befunde verdeutlichen, dass jugendliche Leistungssportler durch die Doppelbelastung aus Schule/Sport einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Massnahmen zur Prävention psychischer Beeinträchtigungen scheinen dringend erforderlich.
Die detaillierten Befunde sind in der Fachzeitschrift „Journal of Sport and Exercise Psychology“ nachzulesen:
Gerber, M., Best, S., Meerstetter, F., Isoard-Gautheur, S., Gustafsson, H., Bianchi, R., Madigan, D.J., Colledge, F., Ludyga, S., Holsboer-Trachsler, E., & Brand, S. (in press). Cross-sectional and longitudinal associations between athlete burnout, insomnia and polysomnographic indices in young elite athletes. Journal of Sport and Exercise Psychology,