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Witikon zeigt sich als ehemaliges Bauerndorf, das sich während der 1950er- und 1960er-Jahre zu einem spätmodernen Agglomerationsquartier entwickelt hat. Die heutige Identität Witikons wird hauptsächlich durch die Überbauungen aus den 1960er-Jahren und „moderne“ Wohnformen mit einem starken Landschaftsbezug geprägt. Das Projekt setzt eine Gebäudevolumetrie, die sich aus dem Bezug zu den umliegenden Häusern, der Landschaft und dem Terrain ableitet. Es entwickelt sich in der Falllinie des Terrains, nach unten einem idealisierten Terrain folgend und nach oben eine Dachlandschaft erzeugend. Die Wohnungen interpretieren den „Hallentyp“, da sich dieser gut in den spätmodernen Kontext eingliedert und an das ländliche Wohnen anknüpft. Über ein Entrée mit Schrank betritt man die zentrale Wohnhalle mit Ost-West-Bezug. Durch die seitlichen Erweiterungen und die nicht parallelen Wände wird ein offenes Zentrum geschaffen. Die über Eck angeordneten Zimmer mit zum Teil raumhohen Türen erweitern die Halle und schaffen grosszügige diagonale Blickbezüge. Durch das abtrennbare Wohnzimmer und die grosse Halle ist eine 4.5-Zimmer-Wohnung mit einer Fläche von 95 m2 als veritable 5.5- Zimmer-Wohnung nutzbar. Dieser „Luxus“ eines nicht in die Zimmeranzahl eingerechneten Zusatzzimmers ist bei allen Wohnungen umgesetzt. Das Erscheinungsbild der neuen Gebäude bezieht sich auf den baulichen und landschaftlichen Kontext, prägt gleichzeitig aber einen eigenen identitätsstiftenden Ausdruck. Das Haus erhält ein „weiches“ Kleid aus druckimprägniertem Holz, das den landschaftlichen Bezug des gesamten Konzeptes unterstützt. Ein feines Netz aus natureloxierten Aluminiumbänken und Holz-Metallfenstern überspannt das Gebäude und nobilitiert den Ausdruck eines zeitgenössischen Wohnhauses.
Mitarbeit Wettbewerb: Peter Baumberger, Karin Stegmeier, Daniel Kaschub, Dennis Benetas, Arno Bruderer, Nathalie Schümperlin, Lichen Zhu
Mitarbeit Ausführung: Peter Baumberger, Karin Stegmeier, Projektleitung: Michael Fehlmann, Claudia Freiburghaus, Mirko Schlemminger, Bauleitung: Roger Frick, Mirko Schlemminger, Manuela Schneeberger, Architektur: Laura Kübler, Marius Rinderknecht, Dennis Schlatter, Praktikum: Alexandra Scheibl, Lehrling: Jules Mignot