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86 Prozent der CVP-Mitglieder und 95 Prozent der BDP-Mitglieder haben sich für die Fusion ausgesprochen, wie die Parteien am Montag gemeinsam mitteilten.
Somit dürfte die neue Partei bereits in der nächsten Session im 120-köpfigen Bündner Grossen Rat politisieren und dort die FDP als grösste Fraktion ablösen. Die Freisinnigen stellen aktuell 36 Parlamentarier, CVP (30) und BDP (23) kommen zusammen auf 53 Grossrätinnen und Grossräte.
Die Mitte Graubünden soll die neue Partei heissen, in Anlehnung an den Zusammenschluss der Mutterparteien auf nationaler Ebene. Bei der BDP war die Zustimmung für den neuen Namen mit 95 Prozent gleich hoch wie die Zustimmung für die Fusion. Bei den Christlichdemokraten hingegen hadert eine gewisse Mitgliederzahl mit dem Namenswechsel. Mit 79 Prozent sprach sich aber doch ein starke Mehrheit dafür aus.
Unterschiedlich grosses Interesse
Allerdings war das Interesse an der existenziellen Fragestellung sehr unterschiedlich. Während bei der CVP ganze 809 Mitglieder an einer konsultativen Urabstimmung teilnahmen, beantworteten nur 176 Mitglieder eine schriftlich geführte Umfrage der BDP.
Beide Parteien werteten die Ergebnisse als Erfolg. «Das klare Votum ist eine hervorragende Grundlage für einen guten Start der Partei», wird CVP Präsident Kevin Brunold in der Mitteilung zitiert. Die gemeinsamen Projektgruppe habe offenbar erfolgreich aufzeigen können, dass «die Fusion eine Win-Win-Situation für beide Parteien ergibt», äusserte sich CVP-Mann Martin Bettinaglio.
Die BDP Graubünden und die CVP Graubünden sind seit dem 1. Januar 2021 als eigenständige Organisationen Teil der nationalen Partei Die Mitte. Die gemeinsame Projektgruppe prüfte seit einigen Wochen die Möglichkeiten, wie unter den auf schweizerischer Ebene geänderten Voraussetzungen die politische Zusammenarbeit in Graubünden optimal gestaltet werden soll.