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Medizinisches Zentrum
Lausanne, ein medizinisches Zentrum
Seit drei Jahrhunderten geniesst Lausanne weltweit ein hohes Ansehen als Stadt mit einer medizinischen Versorgung von höchster Qualität, mit hervorragenden Fachärzten und renommierten Forschungszentren. Dieser internationale Treffpunkt bestätigt sich als Zentrum der Gesundheitsversorgung, der Wellness und der Medizintechnik.
Lausanne, ein medizinisches Zentrum, «ein Mekka der Medizin», ein Zentrum mit zahlreichen Kompetenzen… die Chronisten und Berichterstatter weisen immer wieder auf die langjährige Tradition von Lausanne im Bereich der Medizin und Krankenpflege hin. Das ausserordentliche Renommee von Lausanne in diesem Bereich lässt sich zu einem gewissen Teil mit der geografischen Lage, der schönen Umgebung und dem vorteilhaften Klima erklären.
Ab dem 11. Jahrhundert wurden hier Spitäler erbaut, und im 16. Jahrhundert wurde ein medizinisches Zentrum eingerichtet. Nach der Gründung der Académie de Lausanne dauerte es nicht lange, bis bekannte Ärzte der Stadt weltweit ein hohes Ansehen verliehen. Zu diesen gehörten der berühmte Dr. Tissot (1728-1797), dessen Arztpraxis von Patientinnen und Patienten aus ganz Europa aufgesucht wurde, sowie Jean de la Harpe, Matthias Mayor, Frédéric Recordon, Jules Gonin (nach dem die heutige Augenklinik benannt wurde), Edouard de Cérenville und César Roux, der als einer der Väter der modernen Chirurgie gilt. Ab dem 19. Jahrhundert wurde die medizinische Ausbildung auf Universitätsniveau eingerichtet. Gleichzeitig wurden Spitäler, Pflegeheime, Geburtskliniken und Privatkliniken erbaut, die im Verlauf des 20. Jahrhunderts an Bedeutung und Ansehen gewannen.
Auf diesem guten Ruf hat Lausanne eine umfangreiche Infrastruktur aufgebaut, mit der allen Bedürfnissen entsprochen werden kann. Die Patientinnen und Patienten haben die Wahl zwischen verschiedenen medizinischen Einrichtungen, vom Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) über die Spitäler, die Geburtskliniken, die Zentren für die ambulante Versorgung bis hin zu den luxuriösen Privatkliniken.
Die medizinische Versorgung wird mit erstklassigen Fachkräften und mit Technologien gewährleistet, die an alle medizinischen Fachrichtungen angepasst sind. Dies gilt sowohl für die rund 40 Bereiche des CHUV und die 35 Kliniken und Geburtskliniken in der Agglomeration als auch für die ästhetische Chirurgie, die Schmerzkliniken und die medizinisch unterstützte Fortpflanzung. Dieses Angebot, auf das sehr rasch zugegriffen werden kann und das eine hohe Dichte aufweist, wird von den Patientinnen und Patienten aus der ganzen Welt sehr geschätzt. Darüber hinaus sind im Zusammenhang mit dem allgemeinen Wohlbefinden zahlreiche Strukturen im Bereich der Alternativmedizin, Angebote mit paramedizinischen Leistungen sowie Erholungs- und Wellness-Einrichtungen entstanden.
Die rund 9 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CHUV versorgen jährlich über 45 000 Patienten. Diese Universitätsklinik stützt sich auf drei Grundpfeiler: medizinische Versorgung, Ausbildung und Forschung. Das CHUV nimmt mit seinem Gentherapiezentrum, einer multidisziplinären Einheit für die AIDS-Immunpathologie, seiner neurochirurgischen Abteilung, einer Abteilung für Kardiologie und kardiovaskuläre Chirurgie, einem Zentrum für Schwerstverbrennungen, einem Gedächtniszentrum und einem Handzentrum eine technologische Spitzenposition ein.
2016 wird auf dem Gelände des CHUV das AGORA–Krebszentrum eröffnet, in dem 270 Forscher und Kliniker unter der Leitung von CHUV, Universität Lausanne, ETHL und ISREC-Stiftung (Schweizerisches Institut für Experimentelle Krebsforschung) tätig sein werden. Das Swiss Cancer Centre Lausanne sichert damit langfristig das Know-how und die Synergien in der klinischen und translatorischen Onkologieforschung in Lausanne.
In der Stadt Lausanne bestehen sechs Kliniken: Bois-Cerf, Cecil, Clinique de Longeraie, La Source, Lémanic und Montchoisi. Alle diese Institutionen kombinieren auf sinnvolle Weise die Qualitäts- und Komfortstandards der Hotellerie vom Typ «Swiss Made» mit dem derzeit höchsten Stand der medizinischen Technologie. Ermöglicht wird dies durch eine umfassende Palette von Leistungen in allen Bereichen der Medizin, der Chirurgie, der Wellness und der Fitness. Die medizinischen Fachgebiete dieser Kliniken entsprechen diesbezüglich eigentlichen Kompetenzzentren (Chirurgie, Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten, Therapien im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenproblemen, Psychiatrie, Anti-Ageing, Wellness, Komfort usw.). Hinzu kommen der Aspekt der Gästebetreuung und die Hotellerieleistungen, die nicht vom Pflegepersonal, sondern von anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbracht werden, welche ganz auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ausgerichtet sind. Im Übrigen haben mehrere Klinikleiter (die nicht für die medizinische Leitung zuständig sind) eine Ausbildung an der Ecole hôtelière de Lausanne (EHL) absolviert.
In Lausanne sind über tausend Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen tätig. Wie beim Pflegepersonal haben viele unter ihnen ihre Ausbildung vor Ort absolviert. Zu den entsprechenden Ausbildungsinstitutionen gehören die Fakultät für Medizin und Biologie der Universität Lausanne, die Fakultät für Life Sciences der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETHL), das Institut und die Haute Ecole de la Santé La Source und die Haute Ecole de Santé Vaud für die Ausbildung von Pflegefachleuten sowie verschiedene Schweizer Schulen (Osteopathie, Physiotherapie, Laborantenschule usw.). Ebenfalls im Zusammenhang mit der Gewährleistung des Wohlbefindens, das mit Lausanne assoziiert wird, stehen zahlreiche Spezialitäten, die einen starken Aufschwung verzeichnen: Akupunktur, Yoga, Hypnose, Reflexzonentherapie, Etiopathie, autogenes Training, Gesundheits- und Sport-massagen.
Eine andere Art des «Medizintourismus» trägt ebenfalls zur Reputation von Lausanne bei: Dabei handelt es sich um die grossen Ärztekongresse, für die in Lausanne nicht nur optimale Voraussetzungen bestehen, sondern die hier eine lange Tradition haben. Der Fortbestand dieser Veranstaltungen wird durch die Anwesenheit von bedeutenden Ärzten, Professoren und Wissenschaftlern gewährleistet. Das Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) – das über sein eigenes Kongress- und Konferenzzentrum verfügt – bildet zusammen mit der Universität Lausanne, der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (ETHL) und verschiedenen Instituten, die im Bereich der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung tätig sind, die Grundlage für zahlreiche Zusammenkünfte dieser Art.
Redaktion: Newcom Partners Lausanne - Aurélie Moeri