Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03130.jsonl.gz/2993

Eine genitale Infektion mit dem Bakterium Chlamydia trachomatis ist sowie bei Männer wie auch bei Frauen weit verbreitet. Häufig ist eine Chlamydieninfektion auch die Ursache für eine ungewollte Kinderlosigkeit. Die Infektion wird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Oft ist der Verlauf der Erkrankung/Infektion symptomfrei (bei Frauen zu ca. 70%, bei Männern zu ca. 50%). Dadurch, dass viele Infektionen so still und unbemerkt verlaufen, wird die Erkrankung oftmals ohne Wissen weitergegeben, was die hohe Infektionsrate erklärt. So haben sich im Jahr 2012 in der Schweiz ca. 8000 Personen infiziert, die Tendenz ist seit Jahren steigend.
Hierbei öffnet sich die Fruchtblase, welche das ungeborene Kind gegen äussere Einflüsse wie Infektionen schützt und wichtig für die Entwicklung der Organe ist, zu früh, das heisst, bevor die Wehentätigkeit einsetzt.
Chlamydien-Bakterium, welches atypische Lungenentzündungen verursachen kann.
Diese Art des Chlamydien-Bakteriums kann die sehr seltene Papageienkrankheit auslösen. Die Übertragung dieser Erkrankung erfolgt via Tröpfcheninfektion oder Aerosole (kleinste Partikel, welche in der Luft schweben) durch Kot von Vögeln, welche oft Träger/Wirt für diese Bakterien sind. Die Vögel sind selber nicht krank, jedoch ansteckend. Oft erkranken Geflügelhalter oder Taubenzüchter an der Papageienkrankheit, welche mit grippeähnlichen Symptomen und Lungenentzündungen einhergeht.
Diese bakterielle Entzündung des Auges (Konjunktivitis) ist die Folge einer Infektion mit dem Bakterium Chlamydia trachomatis. Unbehandelt führt ein Trachom zur Erblindung.
Die Übertragung erfolgt durch Schmierinfektion, beispielsweise durch Fliegen, gemeinsames Benutzen von Waschlappen und allgemein schlechten hygienischen Verhältnisse. Das Trachom ist in den Tropen die häufigste Ursache für eine Erblindung; 6 Millionen Menschen sind bereits daran erblindet. Bereits Kinder können sich infizieren. Durch immer stärkere Narbenbildungen auf der Schleimhaut und ein nach Innenwachsen der Wimpern (Trichiasis) kommt es zu einer ständigen Abschleifung der Hornhaut, was schlussendlich zur Erblindung führt. In einem frühen Stadium ist die Erkrankung mit Antibiotika therapierbar.
Dies ist eine, in den Tropen häufige Geschlechtskrankheit, welche durch das Bakterium Chlamydia trachomatis übertragen wird. In gemässigten Breiten ist die Erkrankung sehr selten. Bei einer Infektion dieser sexuell übertragbaren Erkrankung bildet sich nach einem Sexualkontakt mit einer infizierten Person ein schmerzloses Geschwür, welches nach ca. 10 Tagen wieder abheilt. Danach schwellen die Lymphknoten in der Leistengegend massiv an, es kann zu Fieber und Muskelschmerzen kommen. Die Infektion ist mit Antibiotika therapierbar.
Eine Chlamydieninfektion ist auf den Kontakt und den Befall durch Chlamydien zurückzuführen. Chlamydien sind kleine Bakterien, welche intrazellulär (in der Körperzelle) leben und sich fortpflanzen. Ausserhalb des Körpers sterben sie rasch ab. Es existieren drei verschiedene Arten von Chlamydien, die jeweils verschiedene Erkrankungen verursachen können (siehe Begriffserklärungen):
In den Tropen und Subtropen wird durch eine Unterart der Chlamydia trachomatis das Lymphogranuloma venerum ausgelöst. Eine weitere, in den Tropen und Subtropen weit verbreitete Untergruppe der Chlamydia trachomatis ist mit der Bildung eines Trachoms die häufigste Ursache für Erblindungen weltweit.
In unseren Breitengraden ist eine genitale Infektion mit dem Bakterium Chlamydia trachomatis verbreitet und gehört zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Die Übertragung der genitalen Infektion mit Chlamydia trachomatis erfolgt durch Geschlechtsverkehr.
Folgende Faktoren begünstigen eine Chlamydieninfektion:
Eine Infektion mit Chlamydien (Chlamydia trachomatis) ist sehr häufig und manchmal auch kombiniert mit anderen Geschlechtskrankheiten (STDs) wie beispielsweise Gonorrhö. Sie äussert sich bei Frauen und Männer unterschiedlich. Sehr oft verläuft die Infektion sogar komplett symptomfrei. Symptome treten typischerweise einige Tage bis 3 Wochen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner auf. Bei Frauen sind vor allem die Harnröhre und der Gebärmutterhals von der Infektion betroffen, bei Männern kommt es meistens zu einer Harnröhrenentzündung mit Ausfluss. Auch Anus oder Nebenhoden sind möglicherweise von der Infektion betroffen. Neugeborene können sich unter der Geburt infizieren und eine eitrige Bindehautentzündung oder seltener eine Lungenentzündung entwickeln.
Bei Frauen können zudem folgende Symptome auftreten:
Bei Männern äussert sich die Infektion durch folgende mögliche Symptome:
Wird die Chlamydieninfektion nicht erkannt, was durch den symptomlosen Verlauf oftmals geschieht, kann es zu Komplikationen und Folgeschäden kommen.
Komplikationen einer Infektion bei Frauen:
Komplikationen bei Männern:
Um einer Infektion vorzubeugen, ist es wichtig, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu verwenden. Diese schützen nicht nur vor Chlamydieninfektionen sondern auch vor anderen Geschlechtskrankheiten.
Generell gilt es die Safer-Sex-Regeln stets zu beachten:
Es empfiehlt sich, bei Beschwerden jeglicher Art im Intimbereich, einen Arzt aufzusuchen. Anhand von Abstrichen aus der Harnröhre oder dem Gebärmutterhals oder anhand einer Urinprobe können Infektionen leicht diagnostiziert und falls notwendig und möglich mit Antibiotika behandelt werden. Bei Personen, welche häufig wechselnde (mehr als 5/Jahr) Geschlechtspartner haben, ist zudem eine jährliche Untersuchung auf Geschlechtskrankheiten empfehlenswert. Bei schwangeren Patientinnen wird anlässlich der ersten Schwangerschaftskontrolle, welche zwischen der 6. und 9. Schwangerschaftswoche stattfindet, routinemässig nach einer Chlamydieninfektion gesucht und gegebenenfalls mit Antibiotika therapiert.
Die Therapie erfolgt mit Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide oder Tetrazykline. Wichtig ist, dass sich alle beteiligten Geschlechtspartner behandeln lassen, da es ansonsten zu Reinfektionen kommt.
Info Antibiotikatherapie: Wesentlich ist, sich genau an die Dosierungsrichtlinien zu halten; zum einen ,damit das Medikament seine volle Wirksamkeit erlangt, zum anderen wegen der stets drohenden Gefahr, dass Krankheitserreger dem Medikament gegenüber unempfindlich werden (Resistenzbildung)