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Die gesundheitlichen Probleme der letzten Monate blieben nicht ohne Folgen. Nachdem ihr Ende August eine Pilzinfektion diagnostiziert worden war, konnte Ryf im Rennen lediglich kurzzeitig mit einem Podestplatz liebäugeln.
Die 34-Jährige, die sich während der Pandemie vom Erfolgstrainer Brett Sutton getrennt und ihr Leben neu aufgestellt hat, stieg als Achte aus dem Wasser. Auf der 90 km langen Radstrecke arbeitete sie sich auf den 3. Platz nach vorne, etwa sechs Minuten hinter der Führenden und überlegenen späteren Siegerin Lucy Charles-Barclay.
Zu Fuss konnte Ryf die Aufholjagd über die letzten 21,1 km indes nicht fortsetzen. Im Gegenteil: Am Ende belief sich die Differenz zu den Schnellsten auf mehr als eine Viertelstunde. Zum Podest, das neben der Britin Charles-Barclay die Südafrikanerin Jeanni Metzler und die Amerikanerin Taylor Knibb komplettierten, fehlten ihr 8:44 Minuten. Charles-Barclay siegte in 4:00:20 Stunden.
Nach der erneuten Absage der Ironman-WM in Hawaii standen die Titelkämpfe über die halbe Ironman-Distanz als Saisonhöhepunkt für die weltbesten Mittel- und Langdistanz-Triathleten. Ryf fühlte sich eigentlich gut gerüstet, trotz der zunächst mysteriösen Probleme im Sommer, die das Immunsystem schwächten, Schwindelanfälle hervorriefen und ihren Puls in die Höhe trieben. «Meine Energie ist zu 300 Prozent zurück», hatte sie im Vorfeld gesagt.
Nach dem Rennen klang es anders: «Das Rennen hat gezeigt, dass ich im Moment nicht auf dem Niveau bin, um über die 70.3 um den Sieg mitzukämpfen. Ich hatte es geahnt. Was genau das Problem war, ist unklar. Energetisch war es ein Auf und Ab.»
Den Titel bei den Männern holte sich der Norweger Gustav Iden in 3:37:13 Stunden, knapp vier Minuten vor dem Amerikaner Sam Long und dem drittplatzierten Dänen Daniel Baekkegard.