Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03420.jsonl.gz/2604

Der Diskurs um die Qualitäts- und Leistungsbeurteilung hat sich über die letzten Jahre stark verändert. Die Idee der Vermessung ist, etwas verkürzt formuliert, einer Idee der Selbstvergewisserung gewichen. In der Überzeugung, dass der wissenschaftliche Alltag mit permanentem Beurteilen einhergeht, stellt sich also in erster Linie die Aufgabe der Transparenz und der Systematik. Damit sollte einsichtig sein, dass sich die Fachkreise an einer kritisch-konstruktiven Debatte beteiligen sollen, um die Deutungshoheit über ihr eigenes Tun und ihre Qualitätsdefinition zu wahren.
Die aus den Arbeiten einiger SAGW-Fachgesellschaften hervorgegangenen Voten und Erkenntnisse sind im zweiten Teil des Berichts abgebildet und können als Ergänzungen zu den ebenfalls stark bottom-up geprägten Projekten des SUK-Programms «Performances de la recherche en sciences humaines et sociales» betrachtet werden, wobei sie jedoch als Positionsbezüge zu verstehen und nicht mit der Erarbeitung möglicher Instrumente gleichzustellen sind.
Der erste Teil des Berichts wirft einen Blick auf die SAGW-Aktivitäten im Themenbereich der vergangenen zwei Jahrzehnte, wobei die Position der Akademie verdeutlicht wird. Dies geschieht unter Einbezug von sachdienlichen Hintergrundinformationen. Ziel des Berichts ist, die disziplinenspezifische Qualitäts- und Leistungsbeurteilung voranzutreiben, indem einerseits auf vielversprechende Ansätze aus der Forschungstheorie hingewiesen wird und andererseits den verdankenswerten Beiträgen der Mitgliedgesellschaften eine Plattform gegeben wird.
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (2016). Qualitäts- und Leistungsbeurteilung in den Geistes- und Sozialwissenschaften: Prinzipien, Ansätze und Verfahren. Swiss Academies Reports 11 (2).