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Boxen steht seit 1904 auf dem Programm der modernen Olympischen Spiele. Aber die Geschichte des Boxens bei einer Olympiade reicht viel weiter zurück. Boxwettbewerbe wurden bei den Olympischen Spielen im Jahr 688 v. Chr. eingeführt, wonach es sich seit mehr als tausend Jahren als eine der beliebtesten Sportarten herausstellte.
Aber wenn es auf das IOC ankommt, könnten die Olympischen Spiele in Paris schon 2024 enden. Immerhin verweigerte das Exekutivkomitee des IOC 2020 die Zulassung der IBA (International Boxing Association) als Veranstalter der Boxwettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2024. Und organisierte Boxen bei den Olympischen Spielen in Tokio (2020 geplant, aber wegen Corona auf 2021 verschoben).
Die Vereinigten Staaten, Irland, Großbritannien, Kanada, Schweden, die Niederlande, die Tschechische Republik und die Schweiz haben bereits damit gedroht, ihre Boxer nicht zu den Weltmeisterschaften zu schicken, die vom 15. bis 26.März in Neu-Delhi stattfinden. Dies lag an der Teilnahme russischer und belarussischer Boxer, die unter ihrer Flagge und Hymne boxen sollten. Auch das IOC kommt nicht frei, weil Präsident Bach immer noch versucht, Russen und Weißrussen dazu zu bringen, unter neutraler Flagge an den Spielen in Paris teilzunehmen. Sehr zum Ärger von Wladimir Klitschko, Olympiasieger 1996, langjähriger Weltmeister im Schwergewicht bei den Profis und in diesem besonders ukrainisch.
Und das alles, weil das IOC aufgrund der weit verbreiteten Korruption unter Richtern und Schiedsrichtern während der Boxveranstaltung bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (2016) die IBA (damals bekannt als AIBA) als Veranstalter suspendiert hat. So hat das IOC in den letzten Monaten gedroht, den Sport vollständig aus dem Programm von Paris 2024 zu streichen, wenn die IBA Sport- und Finanzkorruption nicht aus ihrem Betrieb verbannt. Die Tatsache, dass die IBA den größten Teil ihrer Sponsorengelder über den russischen Ölkonzern Gazprom bezieht, wird von den Kritikern des als korrupt bezeichneten russischen IBA-Vorsitzenden Umar Kremlev immer wieder in Frage gestellt.
Dass das ICO seine Drohung tatsächlich wahr machen wird, erscheint jedoch sehr unwahrscheinlich. Denn die Olympischen Spiele 2028 werden in den USA organisiert und ein Turnier ohne Boxen auf dem Programm ist dort undenkbar.
Jede Aussetzung des Boxens in Paris könnte auch Konsequenzen für unser Land haben, denn mit Victor Schelstraete, Vasile Usturoi und (vielleicht) Oshin Derewe haben wir drei ernsthafte OS-Kandidaten, die durch Qualifikationsturniere möglicherweise ein Ticket nach Paris schmücken könnten.