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Bei einem Spaziergang der Birs entlang – Mitte Juni 2017 – entdeck-ten wir auf der Höhe von Aesch diesen Biber der sich an „gefällten“ Ästen gütlich tat.
Kinderfasnachts-Umzug am Donnerstag 23.2. in Aesch
alle Bilder des Umzuges auf www.foto-zacher.ch
D’ Fasnacht
Rädäbau, rädäbau, si kemme,
Si sin uff der alte Brugg.
«I glaub, es sin d’Glaibasler»,
Sait ain und druggt mi zrugg.
Me heert e verlore Trummle,
’s sin d’Märmeli, wo si schlehn,
Und iber de Kepf d’Ladärne
Schwanggt farbig, gross und scheen.
Es schneielet e bitzli
Und ’s goht e-n-ysige Wind;
Vo hinde schupft e Mueter
Ewägg mi wäge-n-em Kind.
« Stand numme wyter fire »,
Sait si, «my liebe Schatz,
Wenn dä do nit so digg war,
Se hätt i au no Platz.»
I schwyg, wil alles Schwätze
By sonige Lyt nyt nutzt,
Und lueg, wie ’s Glai am Ermel
sy Schnudernase butzt.
Scho heer i d’Trummle sterger
Und gseh drei Ryter koh,
Do mues so-n-e kaibe Drotschge
Grad vor mi ane stoh.
«Wenn numme der Deifel holti
Das Faschtewaihegstell
In däm Kare!» so dängg i by mer,
– Und jetz bricht’s los wie d’Hell.
’s bricht los us fuffzäh Trummle;
Der Zug kunnt in d’Ysegass
Und donneret zem Gyxe-n-und Schreie
Sy fundamäntale Bass.
Und d’Schybe gläppere-n-um mi,
Der Drotschgegaul wird schych,
E Domino duet en hebe –
Das isch mir alles glych.
I heer numme trummle-n-und trummle,
Es bruust mer e Sturm im Ohr;
Si trage d’Ladärne dure,
I gseh der Damburmajor.
Er lauft wie-n-e Halbgott im Sänggel
Mit stolzem Cäsareschritt,
Und jetz kemme d’Trummler; es paggt mi,
I lauf hindrem Zigli mit.
Konfetti schneie-n-uff mi
Und e Luftschlang trifft mi au,
I heer nur e sälige Rhythmus:
Rädäbau, rädäbau, rädäbau!
Kai Druggete gseh-n-i meh um mi,
I heer nit, wie’s rährt und pfyfft;
In der Bruscht aber gspyr i wie ’s Trummle
Ins Härz mer ynegryfft.
Wenn de haimkunsch, isch’s scho dunggel,
und e Kerze brennt am Kranz,
luegsch an d‘Fänschter – ai Gefunggel,
vo de Silberstärnli irem Glanz.
S‘schmeggt no Wald und brennte Mandle,
Tannerys ligt bunt verschtreut.
Und di Frau duet di behandle,
als ob si e Paziänt betreut.
In dr Kuchi duftet‘s heerlig,
nonem feynschte Guzzidaig,
doch de bisch dört schnäll entbeerlig,
well‘s zem Gluschte zwenig haig‘.
Also gosch ganz schnäll in Käller,
schliesslig sottisch no an d‘Segg;
laufsch zem Kaschte mit de Täller
aber scho schreit‘s: Hände weg!
Äntlig gosch verschteert uf‘s Hysli,
iberal sunscht do isch dr kalt.
und jezz plözzlig schaltet‘s lysli
well di Aug uf dr Kaländer fallt.
‘Erscht Advänt‘ stoot groos do gschriibe
d‘Wiehnachtszyt sait hüt sich ah,
- jezzt verschtosch das aige Triibe,
wo di het empfange gha.
Bald isch Santiglaus und Wiehnacht,
bald scho glänzt dr Tannebaum.
Bald git‘s Bschärig, bald git‘s Andacht,
wie in dunggler Nacht e Traum.
Gschänggpapiirli, Wullesogge,
Sydebändel, s‘gueti Gschirr,
d‘Wiehnachtgschicht und Kircheglogge,
s‘Wiehnachtsschtügg uf am Klavier!
Und vor lutter Fraid und Helge,
bim Dradängge an die Pracht,
Überhörsch no fascht bim Schwelge,
wie‘s vo dusse rieft: S‘git z‘Nacht!
Christoph Zacher 1987