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Der Wanderer befand sich alleine auf dem Abstieg von der Sidelenhütte (UR), als sich sein Zustand kurz nach Mittag verschlechterte. Per Zufall rief ihn zu diesem Zeitpunkt eine Bekannte an, die aufgrund seiner Reaktion stutzig wurde und sich im Anschluss an das Telefonat an die Einsatzzentrale der Rega wandte: Sie habe soeben mit einem Bekannten telefoniert, der sich alleine auf einer Wanderung befände und habe festgestellt, dass er verwirrt sei und auffällig geatmet habe. Als die Einsatzleiterin der Rega den Wanderer anrief, um nachzufragen, ob alles in Ordnung sei und ob er Hilfe brauche, beantwortete er den Anruf nicht. Beim zweiten Anruf der Rega meldete sich eine junge Frau am Telefon des Wanderers: Sie sei soeben mit ihrem Partner auf rund 2'600 m ü.M. auf einen geschwächten und verwirrten Mann gestossen. Dank der Notfall-App der Rega konnten die beiden der Einsatzzentrale ihren exakten Standort übermitteln. Noch während des Gespräches mit der Rega-Einsatzleiterin verlor der Wanderer das Bewusstsein und hörte auf zu atmen.
Reanimation unter Anleitung der Rega-Einsatzleiterin
Per Telefon instruierte die Einsatzleiterin das junge Paar, wie es den Mann bis zum Eintreffen der bereits alarmierten Rega-Crew reanimieren könne. Wenige Minuten später traf der Rega-Helikopter aus Erstfeld ein und der Notarzt konnte den Mann medizinisch versorgen. Anschliessend wurde der Patient an der Rettungswinde zum Zwischenlandeplatz geflogen, in den Rettungshelikopter umgeladen und von dort in einem stabilen Zustand ins nächste Zentrumsspital transportiert.
Laien-Reanimation kann Leben retten
Bei einem Herz-/Kreislaufstillstand zählt jede Minute und die Überlebenschancen sinken rapide, wenn keine Reanimation durchgeführt wird. Wird eine Reanimation von nicht ausgebildeten Ersthelfern bis zum Eintreffen der Rettungsdienste durchgeführt, spricht man von einer "Laien-Reanimation".
Adrian Schindler
Rega-Mediendienst