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Bypass-Operation
Bei der Bypass-Operation werden Engstellen im Bereich der Herzkranzarterien mittels körpereigenen Gefässen überbrückt.
Behandlungsmöglichkeiten
Die medikamentöse Behandlung
Um leichtgradige Engstellen an den Herzkranzarterien zu behandeln, genügen oft Medikamente. Wenn der Patient sie regelmässig einnimmt und gleichzeitig seine Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck usw.) senkt, verbessert er seine Lebensqualität und beugt einem Herzinfarkt vor.
Das Katheter-Verfahren
Mit dem Katheter-Verfahren ist es möglich, verengte Herzkranzarterien wieder zu erweitern. Dabei schiebt der Arzt von der Leiste oder dem Handgelenk aus einen Katheter über die Hauptschlagader zur betroffenen Koronararterie. An dessen Spitze befindet sich ein kleiner, ausdehnbarer Ballon, der die Engstelle aufpresst. Anschliessend wird ein Röhrchen aus Stahldraht, ein so genannter Stent, an der betroffenen Stelle eingelegt, um das Gefäss offen zu halten und das Rückfallrisiko zu reduzieren.
Die Bypass-Operation
Bei dieser Operation gilt es, eine Überbrückung (englisch: bypass) der Engstellen an den Herzkranzgefässen herzustellen. Hierfür kommen körpereigene Gefässe zum Einsatz, hauptsächlich die linke und die rechte Brustwandarterie. Weiter kommen Arm-Arterien (A. radialis) und Bein-Venen (V. saphena magna) in Betracht, die wir komplett endoskopisch entnehmen können.
Wir operieren am schlagenden Herzen
Über 90 Prozent aller Bypass-Operationen werden bei uns ohne Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Dies ist insbesondere bei Patienten von Vorteil, die aufgrund von Begleiterkrankungen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen durch den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine aufweisen. Dazu zählen z. B. Störungen der Hirn- und Lungenfunktion sowie der Blutgerinnung.
Minimal-invasive Bypass-Operation (MIDCAB)
In der Herzchirurgie des Stadtspitals Triemli können Patienten mit einer Engstellung der Kranzarterie der Herzvorderwand über einen wenige Zentimeter langen Hautschnitt im Bereich des linken Brustkorbes operiert werden. Durch dieses minimal-invasive Vorgehen ist der Heilungsverlauf nach der Operation deutlich schneller. Die Patienten dürfen das Spital bereits nach wenigen Tagen wieder verlassen.
Tragen Sie sich Sorge!
Die Bypass-Operation verbessert die Durchblutung des Herzens, heilt die Grunderkrankung aber nicht. Aus diesem Grund müssen Risikofaktoren wie erhöhte Blutfette (Cholesterin), Rauchen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel nach der Operation weiter behandelt werden.