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Im Gegensatz zu den anderen Figuren, die nicht mit historischen Personen identisch, jedoch stark nachempfunden sind, gab es Hans Reinerth tatsächlich. Reinerth war Professor an der Universität Berlin und Vorsteher des »Reichsbund für Vorgeschichte«, der sich bis 1933 »Deutsche Gesellschaft für Vorgeschichte« genannt hatte. Der Reichsbund war mit der NSDAP verhängt und stand ab 1939 unter dem Patronat des »Amt Rosenberg«. Von Rosenberg selbst wurde Reinerth dafür bestimmt, Beauftragter für die »weltanschauliche Erziehung« zu werden. Später wirkte der Professor direkt im »Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg« (ERR) und er war ab 1942 zuständig für die »Sicherung« – ein Euphemismus für Raub – von Kulturgut in der Ukraine und Südrussland. Anders als etwa in Frankreich, wo der ERR gerne zeitgenössische Kunst »sicherte«, standen im Osten archäologische und historisch relevante Objekte im Vordergrund. Reinerth war eher unbeliebt in der Akademiker-Gilde und er wurde von verschiedenen Seiten scharf angegriffen. Ihm wurde vorgeworfen, dass er unbequeme Leute diffamiere und mit willkürlich erhobenen, ideologisch durchtränkten Vorwürfen belaste. Offenbar war er im persönlichen Umgang unangenehm. 1945 wurde er aus fadenscheinigen Gründen aus der NSDAP ausgeschlossen. Nach dem Krieg konnte er seine Universitätskarriere nicht fortsetzen. 1949 wurde er ebenfalls aus der Wissenschaftsgemeinde Ur- und Frühgeschichte ausgeschlossen. Er war Direktor des Pfahlbaumuseums Unteruhldingen am Bodensee. Reinerth starb 1990.
Der Pandemieplan Schweiz, in der aktuellen Fassung der Influenza-Pandemieplan Schweiz 2018, ist ein Planungsinstrument, das Strategien und Massnahmen zur Vorbereitung der Schweiz auf eine (Influenza-)Pandemie dokumentiert. Er wird von der Eidgenössischen Kommission für Pandemievorbereitung und -bewältigung (EKP) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) herausgegeben.
Der erste Pandemieplan für die Schweiz wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Robert Steffen ausgearbeitet. Die Vorarbeiten wurden 1995 begonnen; der erste schweizerische Influenza-Pandemieplan wurde im Jahr 2004 veröffentlicht. Ein zentrales Anliegen sei laut Steffen dabei gewesen, dem Bund die Führung zu überlassen.
Nach den Erfahrungen in der Bewältigung der Influenza-Pandemie 2009 wurde der Schweizer Pandemieplan vollständig revidiert.
Kristian G. Andersen et al, The proximal origin of SARS-CoV-2,
(abgerufen am 2.5.2020)