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Der Berg Analog stellt eine Allegorie auf die Lebensreise eines Menschen dar, der sich auf der Suche nach seinem inneren Selbst mit Gleichgesinnten zusammenfindet, um den mystischen Berg Analog zu suchen und zu besteigen. In der Beschreibung dieser Reise und des Aufstiegs erweist sich Daumal als Meister der metaphorischen Verknüpfung von Realität und Idealität in einer radikalen Sinnsuche. Insofern stellt das Buch ein echtes Lebensbuch dar. Die Tatsache, dass es unvollendet blieb und von den fehlenden Kapiteln nur Notizen existieren, verstärkt seine suggestive Wirkung und öffnet Raum für Interpretationen. Diese neue Publikation enthält einen fiktiven Nachklang, der versucht, den narrativen Bogen bis in die heutige Zeit zu spannen.
René Daumal, geboren am 16. März 1908 in Boulzicourt, Departement Ardennes, gestorben am 21. Mai 1944 in Paris, war ein französischer Schriftsteller. Daumal veröffentlichte bereits als Jugendlicher avantgardistische Gedichte in französischen Literaturjournalen. Seit dem Anfang seiner zwanziger Jahre setzte er sich auseinander mit Dadaismus und Surrealismus. Mit Roger-GIlbert Lecomte gründete er die 1928-30 erschienene Literaturzeitschrift Le Grand Jeu. Daumal lernte Sanskrit und übersetzte buddhistische Literatur sowie Werke Ernest Hemingways ins Französische.