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In den beiden kambodschanischen Provinzen Kampong Chhnang und Pursat kommt es regelmässig zu Konflikten um den Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Land, Wasser oder Fischgründen. Reiche Bauern und private Grossinvestoren enteignen immer wieder Land, das Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gehört. Diese finden bei lokalen Behörden oft wenig Gehör. Das Projekt unterstützt und schult die lokalen Schlichtungsstellen, damit solche Konflikte gelöst werden können. In den Dörfern werden Personen ausgebildet, die die BewohnerInnen über ihre Rechte und Schlichtungsstellen informieren und sie beim Erwerb eines Landtitels oder beim Gang vor die Schlichtungsbehörde unterstützen.
Begünstigte:
Es gibt rund 14’600 Begünstigte, sowohl Kleinbäuerinnen und Kleinbauern als auch BehördenvertreterInnen. Indirekt profitieren vom Projekt über 50’000 Personen in den fünf Distrikten Rolea Bhear, Baribour (Provinz Kampong Chhnang), Kandieng, Kravanh und Talou Senchey (Provinz Pursat).
Ziele:
Ziel dieses Projektes ist es, lokale Gremien zu stärken und miteinander zu vernetzen, um die gewaltfreie Konflikttransformation auf Gemeinde-, Distrikt- und Provinzebene zu fördern. Kleinbauernfamilien und lokale Behörden sollen über ihre Rechte und Pflichten hinsichtlich natürlicher Ressourcen informiert und befähigt werden, miteinander darüber zu verhandeln.
Aktivitäten:
Um das Wissen über die Zugangsrechte zu natürlichen Ressourcen sowie über gewaltlose Konfliktbearbeitung zu erweitern, wird mit Behörden, Schulen wie auch mit einem Telekom-Anbieter zusammengearbeitet. Mit Letzterem wurde eine kostenlose Hotline erstellt, die den Anrufenden Informationen zum geltenden Landrecht, zur Beantragung eines Landtitels sowie zu Konfliktschlichtungsgremien vermittelt. Wichtiger Bestandteil ist auch die gemeinsame Planung und Verwaltung der natürlichen Ressourcen durch die Behörden und die lokale Bevölkerung. Dazu werden unter anderem existierende Netzwerke der Zivilgesellschaft gestärkt und öffentliche AmtsträgerInnen in ihren Rechten und Pflichten betreffend Zugang zu Land und Ressourcen geschult. Überwachungskomitees aus VertreterInnen der Zivilgesellschaft und den Behörden beobachten die Umsetzung des Gesetzes und melden allfällige Konflikte den nationalen Schlichtungsstellen.