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Sie ist blaurot bis bräunlichrot, weich, halbeiförmig, länglichrund, beim erwachsenen
Menschen 14
cm
lang, 8
cm breit, 3
cm dick und wiegt etwa 250 g. Nicht selten hängt am untern Ende
oder an der innern
Fläche der Milz noch die
kleinere, kirschengroße, runde Nebenmilz,
und bisweilen kommt eine ganze
Reihe solcher Nebenmilzen vor.
Außen ist die Milz mit einer derben Faserhaut (Milzkapsel) überzogen, welche an der
Stelle, wo die
Blutgefäße eintreten,
mit ihnen zugleich als
Scheide um sie in das
Innere eindringt.
Von ihrer Innenfläche und den Gefäßscheiden gehen zahlreiche balkenartige Fortsätze aus, welche sich untereinander vielfach
verbinden und somit ein festes Gerüstwerk (stroma) bilden, in dessen Zwischenräumen sich das eigentliche
Drüsengewebe, die sogen. Milzpulpa, befindet.
Letztere, eine weiche, rotbraune
Masse, besteht aus einem sehr zarten bindegewebigen
Netzwerk
[* 6] und den in den
Maschen desselben liegenden
Blut- und Lymphzellen, ferner aus sehr feinen
Kapillaren, in welche sich
die
Arterien der Milz auflösen, und aus denen die
Venen hervorgehen.
Außerdem finden sich in der
Pulpa noch an kleinen Arterienzweigen sitzende besondere Lymphschläuche, die Milzfollikel,
-Bläschen
oder -Körperchen
(Malpighische Körperchen, corpuscula lienis s. Malpighii ^[richtig:
Malpighi]), in Gestalt weißlicher,
0,5-1
mm großer
Bläschen.
Lymphgefäße besitzt die Milz nur in geringer Anzahl; ihre
Nerven
[* 7] stammen vom sogen.
Milzgeflecht des
Sympathikus. Über die
Funktion der ist nichts Sicheres ermittelt, man zählt sie zu den sogen.
Blutdrüsen.
Viele betrachten die als ein
Organ, in welchem eine
Neubildung von
Lymphkörperchen, die später in farbige Blutkörperchen
umgewandelt werden, vor sich geht; nach einer andern
Ansicht erfolgt dagegen in derMilz der Zerfall älterer
farbiger Blutkörperchen. Über die Erkrankungen der s.
Milzkrankheiten.