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Eine Brücke zwischen Ost und West
天人合一, oder ‚Wo Himmel und Mensch eins werden’ – Aussichtspunkt auf dem Gipfel der Chinese University
Die Chinese University of Hong Kong, gegründet 1963, liegt etwas ausserhalb der Stadt in den New Territories, etwa 20 Minuten per Zug von der Innenstadt Kowloons entfernt und ebenso etwa 20 Minuten von der chinesischen Grenze und der direkt daran grenzenden Millionenmetropole Shenzhen entfernt. Die Lehrgebäude und Studentenhäuser sind in einem tropischen Park über einen ganzen Hügel verteilt und überschauen zum Teil eine Meerbucht, den Tolo Harbour. Die Universität zeichnet sich aus durch die Verknüpfung von westlichem und östlichem Lernen, von Tradition und Moderne. Der Unterricht wird teils in englisch, teils in einer der chinesischen Sprachen, kantonesisch oder mandarin, gehalten.
Die Studierenden sind einer College-Gemeinschaft zugeordnet, wo sie einfach Beziehungen knüpfen und wichtige Angebote ausserhalb des Lehrplanes wahrnehmen können. Darüber hinaus verfügt die Universität über eine Vielzahl von Einrichtungen: Kantinen mit westlichem und chinesischem Essen, Schwimmbad, Tennisplätze, Sportzentrum, Squash-Halle, Segelhafen, Kunstmuseum, Kirche, Gesundheitszentrum, Lebensmittelladen, und natürlich mehrere reichhaltige Bibliotheken und eine Videothek.
Unter den gegenwärtig etwa 23,000 Studierenden finden sich etwa 3,000 Studierende aus über 45 Ländern sowie etwa 1,000 Studierende aus der Volksrepublik China.
Theology an der Chinese University
Als einzige theologische Ausbildungsstätte innerhalb einer öffentlichen Universität Chinas und ganz Südostasiens ist die Divinity School of Chung Chi College of the Chinese University of Hong Kong (so der offizielle und volle Namen) anerkannter Teil der Universität und in ein Departement für kulturelle und religiöse Studien integriert, doch gleichzeitig finanziell unabhängig von der öffentlichen Hand. Das Seminar mit seinen knapp 300 Studierenden (teils TeilzeitsstudentInnen) ist unterstützt von mehreren Kirchen Hongkongs. Der Unterricht geschieht deshalb in ökumenischer Offenheit gegenüber einer Vielzahl von christlichen Traditionen. Die Studierenden stehen zum Teil in der pastoralen Ausbildung, zum anderen Teil studieren sie aus theologisch-intellektuellem Interesse, ohne berufliche Verbindung. Die wichtigsten Grundsätze des Seminars sind intellektuelle und akademische Ernsthaftigkeit, spirituelle Vertiefung, kritisches Nachdenken und gemeinschaftliches Leben.
Als Teil des Departementes für kulturelle und religiöse Studien können Studierende einfach auch Lehrangebote im Bereich von Daoismus, Buddhismus oder traditioneller chinesischer Religionen wahrnehmen.
Blick über einen Teil der Chinese University of Hong Kong