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Chic, diese Büchsenvon Céline Graf Das Schweizer Schützenmuseum in Bern zeigt Highlights aus seiner Sammlung in der Ausstellung «Lasse deine Schätze funkeln!».
Es mag überraschen: Im Kirchenfeldquartier in der Nähe von Museen, Nationalbibliothek und Bundesarchiv steht kein dezidiertes Waffen- oder Militärmuseum, sondern eines über die Geschichte des Schweizer Schützenwesens im umfassenderen Sinn. Gebaut wurde die «Schützenstube», wie der Ort zunächst hiess, anlässlich des eidgenössischen Schützenfests von 1885, um die Trophäen der Schützinnen und Schützen auszustellen – wobei Frauen in diesem Metier noch klarer als heute die Ausnahme waren.
Das Schützenmuseum präsentiert in der Ausstellung «Lasse deine Schätze funkeln!» die bemerkenswertesten Objekte aus seiner Sammlung. Da ist zum Beispiel der schwere Silberpokal, ein Geschenk von König Wilhelm III. der Niederlande am eidgenössischen Schützenfest 1876 in Lausanne. Darauf verkünden Engel den Triumph der Eidgenossen in den Schlachten bei Sempach und Murten. Die von der Obrigkeit inszenierten Schützenfeste waren neben Wettbewerbs- und Vergnügungsgesellschaften auch eine Bühne für die Diplomatie der eidgenössischen Orte respektive später des Bundesstaats.
Auch Skulpturen, Dinge aus den Gabentempeln der Feste, Medaillen, Münzen, Bücher, Plakate oder Fahnen sind ausgestellt, und natürlich Waffen. Mit den kunstvoll verzierten «Büchsen» heute Kränze zu schiessen, wäre etwa, wie mit Omas gutem Besteck im Döner zu stochern.