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«Obamacare» hat Millionen von US-Bürgern erstmals eine Krankenversicherung ermöglicht. Die Republikaner lehnen die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama aber mehrheitlich ab. Auch Donald Trump hat während des Wahlkampfs immer wieder betont, die Reform sei ein Desaster, und als Präsident würde er sie sofort wieder abschaffen.
Sinneswandel nach Treffen mit Obama
Nun ist er gewählt – und im ersten Interview als designierter US-Präsident relativiert er seine Haltung gegenüber «Obamacare». Er erwäge, zumindest Teile der Reform zu erhalten, erklärt Trump dem «Wall Street Journal». Bei ihrem Treffen vom Donnerstag habe Obama ihm vorgeschlagen, dass man zumindest Teile der Gesundheitsreform erhalten möge. Er wolle diesen Vorschlag nun prüfen.
Für richtig halte er die Regel, wonach Versicherer Patienten nicht wegen Vorerkrankungen ablehnen könnten, sagte Trump weiter. Ausserdem wolle er die Bestimmung beibehalten, wonach Kinder für bestimmte Zeit bei ihren Eltern mitversichert bleiben könnten. «Diese beiden Regelungen gefallen mir sehr gut.»
Widerruf von «Obamacare» nicht so einfach
Trump hätte es ohnehin schwer, die Gesundheitsreform vollständig zu kippen. Die Republikaner konnten im Kongress zwar ihre Mehrheiten in beiden Kammern verteidigen. Im Senat haben sie aber nicht die nötige Zahl von 60 Sitzen, um eine Blockade durch die Demokraten zu verhindern.