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Als Ergänzung zum Vortrag von Ruedi Käser im Jahr 2016 konnten wir noch einmal einen interessanten Vortrag über dieses Thema organisieren.
Im etwa 1 ½ Stunden dauernden ppt-Vortrag wird die Geschichte des sogenannten „Concentrationslager“, des Internierungslagers in Büren a. A., anhand von Bildern und kurzen Filmausschnitten erzählt. Ein vergessener und verdrängter Teil schweizer Geschichte wird wieder belebt und bewusst gemacht.
Von und mit Nadine Hunziker und Giorgio Loderer, StedtliführerIn Büren a. A.
Am 26.10.2017 im Kultur-Historischen Museum um 19.00.
Anschliessend an den Vortrag wird ein Apéro serviert. Preis inkl. Apéro: Fr. 10.-
Zum Polenlager:
Am 20. Juni 1940 überquerten 50’000 hilfesuchende Personen im Jura die französisch-schweizerische Grenze. Das 45. französische Armeekorps mit
29’000 Franzosen, eine polnische Infanteriedivision mit 12’000 Soldaten, dazu noch andere Soldaten und 7’500 Zivilpersonen waren von den deutschen Truppen in der Gegend von Belfort eingekesselt worden und baten den Bundesrat offiziell um Erlaubnis, in die Schweiz übertreten zu dürfen. Diese Flüchtlinge wurden zunächst in der ganzen Schweiz verteilt und provisorisch einquartiert. Dann setzte sich das Konzept durch, diese fremden Militärpersonen in einem geschlossenen Lager unterzubringen, zu versorgen und zu überwachen. In Büren a. A. entstand im Sommer 1940 das grösste je in der Schweiz gebaute Flüchtlingslager, welches für 6’000 polnische Soldaten geplant war.