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|Schweizer EM-Finalisten in den Halbfinalen|
Vier Schweizer Boote qualifizierten sich für die Halbfinals auf dem internationalen Rotsee-Wettbewerb und stehen somit weiterhin im Rennen: der Europameisterschaftsfünfte David Aregger (RC Schaffhausen) im schweren Einer, die Europameister Simon Niepmann (SC Zürich)/Lucas Tramer (CA Vesenaz) im Zweier-ohne, der Europameisterschaftsvierte Michael Schmid (SC Luzern) im und der Europameisterschaftsdritte Simon Schürch (SC Sursee) jeweils im Skiff.
David Aregger schaffte im schweren Einer, letzten Sonntag Zweiter an den Schweizer Meisterschaften, den Weg ins Halbfinale nach einem vierten Rang im Vorlauf via Hoffnungslauf auf Rang 2. Der 23jährige ist kein geborener Skiffer, sondern ein Mannschaftstyp. Der Bugmann aus dem Doppelvierer, in welchem er mit seinen U-23-Kameraden Augustin Maillefer, Nico Stahlberg und Delarze Barnabé in Sevilla Europafünfter wurde und mit diesen für die WM in Korea gesetzt ist, entsprach damit voll den Erwartungen des Nationaltrainers Simon Cox. Derweilen stehen seine Kameraden mit Roman Röösli (SC Sempach) im Trainingslager für die U-23-WM in 14 Tagen. So wird am Rotsee-Weltcup die Schweiz zumindest in einem der 14 olympischen Bootsklassen am Sonntag starten.
Anders sieht es im Leichtgewicht-Doopelzweier Mario Gyr (SC Luzern)/Simon Schürch aus. Die Olympiafünften aus dem Leichtgewichtsvierer nutzten die Chance im Jahr nach Olympia experimentell in zwei verschiedenen Booten zu starten und wurden an den Europameisterschaften in Sevilla anfangs Juni mit Mediallen belohnt: im Leichtgewichtzweier Simone Niepmann/Lucas Tramer mit Gold und im Leichtgewichtdoppelzweier Mario Gyr/Simon Schürch mit Bronze. Für das Riemenduo Niepmann/Tramer läuft die Favoritenrolle. Doch der Riemenzweier der Leichten ist kein Weltcuprennen. Im Doppelzweier, nebst dem Vierer die zweite olympische Bootsklasse bei den Leichtgewichten, machte jedoch die Rippenverletzung beim frisch gebackenen Jurisprudenz-Master Mario Gyr einen empfindlichen und schmerzhaften Strich durch die Rechnung. Nach dem prophylaktischen Startverzicht an den Schweizer Meisterschaften letzten Sonntag folgte das definitive Aus für einen Weltcupstart auf dem Rotsee. „Dies trifft die Verbandscrew existenziell gravierend“, so SRV-Sportdirektor Christian Stofer.
Ein ohnehin kleines Aufgebot, wie es jetzt am Rotsee-Weltcup sich zeigt, habe limitierte Ressourcen, betont Stofer. Aus dem Leichtgewichtskader steht der Luzerner Seeclübler Michael Schmid voll auf dem Skiff für eine WM-Medaillenperspektive, was er im Rotsee-Vorlauf mit einem Start-Ziel-Sieg deutlich bewies. Er kommt als Ersatzmann für den Doppelzweier daher nicht in Frage. Simon Schürch, der sich den Halbfinaleinzug via Hoffnungslauf sicherte, wird sich mit Training und Starts im Skiff fithalten, bis die Verletzung Gyrs ausgeheilt ist. Somit ist bereits jetzt der Traum einer Rotsee-Weltcup-Medaille ausgeträumt. Letztmals gab es 1999 eine Medaille auf dem Rotsee.
Christian Schweizer, Luzern-Rotsee, 12. Juli 2013
(c) Bilder: Detlev Seyb