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Wie bleiben wir gesund? Wie werden wir gesund?
Wir wünschen uns Gesundheit, bestätigen immer wieder, dass Gesundheit das wichtigste Gut ist, fürchten uns vor Krankheit, Krebs und langem Leiden. Was können wir tun? Was wissen wir?
Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass der Grossteil an Krebserkrankungen, die Weltgesundheits-Organisation WHO schätzt 30% bis 50%, durch mehr pflanzliche Nahrung, eine Reduktion von Fleisch, Zucker, tierischem Fett und Alkohol sowie ein Verzicht auf Nikotin verhindert werden kann. Allein durch vermehrtes Essen von pflanzlichen, biologischen Nahrungsmittel (Organic Food) konnte eine Abnahme von Krebserkrankungen und Stoffwechselerkrankungen (Metabolic Syndrome) um 30% bis 40% erreicht werden. Dank mediterraner Kost zeigte sich eine Abnahme an Brustkrebserkrankungen und eine verbesserte Überlebenschance nach Brustkrebserkrankung um 10% bis 20%.
Eine Abnahme des Risikos für Herzgefässerkrankungen wie Herzinfarkt und Hirnschlag um 30% bis 40% ist durch dieselbe Nahrungsumstellung erreichbar. Umgekehrt nimmt das Risiko für einen frühen Tod (Gesamt-Mortalität) wie auch für eine Herzgefässkrankheit um 20% bis knapp 30% zu mit zunehmendem Konsum an rotem Fleisch (Fleisch von Rind, Ziege, Schaf und Schwein).
Die Zusammenhänge zwischen der Umweltverschmutzung mit hormonaktiven Substanzen (Endocrine Disrupting Chemicals) und Langzeiterkrankungen werden immer klarer. Erforscht sind unter anderem eine Zunahme von allergischen Erkrankungen bei Kindern, eine Abnahme der Hirnleistung, eine Zunahme an Angst, Depression, Aggressivität und Hyperaktivität bei Kindern, eine Zunahme an Myomen und Endometriose, eine deutliche Verminderung der männlichen und weiblichen Fruchtbarkeit und eine Zunahme von hormonabhängigen Krebserkrankungen. Zusätzlich konnte in den letzten zwei Jahrzehnten eine Vorverschiebung der ersten Menses (Menarche) und eine zuvor unbekannte Veränderung der hormonellen Zeituhr bei Frauen beobachtet werden: das Nachlassen der Eierstock-Funktion, als Eierstock-Schwäche (Ovarian Insufficiency) oder Eierstock-Versagen (Ovarian Failure) bezeichnet. Hormonaktive Umweltverschmutzer werden in Kosmetik- und Gesundheitsprodukten als Haltbarmacher (Parabene) verwendet, als Weichmacher (Phthalate), als Pestizide, als Plastikbestandteile (Bisphenol A) und als UV-Filter in Sonnenschutzcremen (4-methylbenzylidene camphor und octocrylene).