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Frédérick Gaudreau ist mit drei Toren für Nashville einer der prägenden Spieler im Stanley-Cup-Final. Dabei muss er sich in der Garderobe noch mit einem Provisorium begnügen.
Frédérick Gaudreau hätte sich vor zwei Jahren wohl nicht erträumt, dass er einst im Stanley-Cup-Final spielen und Tore schiessen wird. Damals spielte der heute 24-Jährige noch in der ECHL (früher East Coast Hockey League), die nochmals eine Stufe tiefer ist als die Farmteam-Liga AHL. Derzeit ist im Umfeld des Kanadiers aber alles etwas grösser und glamouröser: Gaudreau kommt in der Finalserie gegen Pittsburgh zum Einsatz und weiss sich zu präsentieren.
Frederick "Freddy Hockey" Gaudreau joins John Harms (1944 Blackhawks)-only NHL players to score first 3 career goals in Stanley Cup Final— Kenny Albert (@KennyAlbert) 6. Juni 2017
In sechs Spielen hat er bereits dreimal getroffen. Unter anderem erzielte er das spielentscheidende 2:1 in Spiel 3 und 4 der Finalserie gegen Pittsburgh. NHL-Statistiker haben ausgegraben, dass Gaudreau als erster Spieler seit 1944 (John Harms, Chicago Blackhakws) seine ersten drei NHL-Tore im Stanley-Cup-Final erzielt hat.
Freddy Gaudreau wird in Anlehnung an Calgarys Star Johnny «Johnny Hockey» Gaudreau auch «Freddy Hockey» genannt. Verwandt sind die beiden allerdings nicht. Auch sonst gibt es wenige Parallelen. Während Johnny bei den Flames seit drei Saisons immer mehr als 60 Punkte pro Jahr skort, hat Freddy sowohl die Saison wie auch die Playoffs noch bei den Milwaukee Admirals (Nashvilles Farmteam) in der AHL begonnen.
Erst als bei den Predators Ryan Johansen, Kevin Fiala, Colin Wilsson und zwischenzeitlich auch Mike Fisher ausfallen, rückt Gaudreau ins Kader. Der junge hat beim NHL-Team auch nach sechs Spielen immer noch keinen eigenen Spind. Seine Sachen verstaut er in etwas, das aussieht wie ein Nachttisch-Möbel. Als Sitzgelegenheit hat er einen Stuhl bekommen, wie sie ihn bei Theateraufführungen in der Primarschule jeweils hinstellen.
Auf dem Eis funktioniert das Zusammenspiel mit dem Team aber bestens. Wie schon andere Ergänzungsspieler aus der AHL hat sich auch Gaudreau sofort bestens in das Spielsystem der Predators eingefügt. Da er als Viertlinien-Center rund zwölf Minuten Eiszeit pro Spiel kriegt, hilft er dem Team nicht nur mit seinen Toren, er entlastet auch seine Teamkollegen.
Die Aufmerksamkeit der Medien und der Fans hat sich «Freddy Hockey» so schon einmal gesichert. Und spielt Gaudreau so überzeugend weiter, kriegt er sicher auch bald seinen eigenen Spind.
Biel und Zug verschaffen sich in der Champions Hockey League in den Hinspielen der Viertelfinals gute Ausgangslagen.
Biel gewann das Viertelfinal-Hinspiel beim schwedischen Titelverteidiger Frölunda Göteborg sensationell 3:2. Die Seeländer führten dank Treffern von Fuchs, Brunner und Pouliot zwischenzeitlich gar mit 3:0. Die eigentlich überlegenen Schweden verkürzten dann aber noch im Schlussdrittel.
Frölunda Göteborg - Biel 2:3 (0:0, 0:2, 2:1)SR Sir/Hejduk (CZE), Lundgren/Nyqvist (SWE). Tore: 25. Fuchs (Salmela/Ausschluss Rosseli-Olsen) 0:1. 34. Brunner (Kreis) 0:2. 41. Pouliot (Rajala, Moser) 0:3. 51. Lasu …