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9. Genossenschaft
Die Genossenschaft ist nicht gewinnstrebig. Sie lässt die Mitglieder nicht durch eine Dividende am Ertrag partizipieren, sondern durch günstige Angebote (Art. 859 OR).
Art. 859 OR; Verteilungsgrundsätze: Ein Reinertrag aus dem Betriebe der Genossenschaft fällt, wenn die Statuten es nicht anders bestimmen, in seinem ganzen Umfange in das Genossenschaftsvermögen. Ist eine Verteilung des Reinertrages unter die Genossenschafter vorgesehen, so erfolgt sie, soweit die Statuten es nicht anders ordnen, nach dem Masse der Benützung der genossenschaftlichen Einrichtungen durch die einzelnen Mitglieder. Dieser Regel liegt folgende Überlegung zu Grunde: wenn zu viel Gewinn erzielt wird, waren die Angebote der Genossenschaft offensichtlich zu teuer, weshalb denjenigen Genossenschaftern, die die Genossenschaft mehr benutzt haben, eine höhere Rückerstattung zu gewähren ist. Diese Regel ist dispositiv; die Statuten können auch Gewinnausschüttungen nach Massgabe des vom einzelnen Genossenschafter gehaltenen Genossenschaftskapitals vorsehen.