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(lat., von luere, d. i. reinigen, sühnen), im alten Rom das feierliche Sühn- und Reinigungsopfer, das nach
Beendigung des Census (s. d.) durch einen der Censoren im Namen des röm. Volks dargebracht wurde. Die Opfertiere, ein Schwein
(sus), ein Schaf (ovis) und ein Stier (taurus), daher die Benennung Suovetaurilla, wurden um das auf dem
Marsfelde centurienweise versammelte Volk dreimal herumgeführt und dann geopfert. Dadurch glaubte man das Volk gereinigt oder
entsühnt. Weil das Lustrum alle fünf Jahre wiederkehrte, wurde und wird noch heute mit dem Wort Lustrum auch
ein fünfjähriger Zeitraum bezeichnet.