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Reduktion des Klinkerfaktors im Zement
Bereits verfügbare Kompositzemente weisen einen Klinkergehalt zwischen 35 und 64 Prozent auf. Bei der Herstellung wird ein Teil des Portlandzementklinkers durch Abfallprodukte aus der Roheisengewinnung und Kohleverbrennung, also Hüttensand (granulierte Hochofenschlacke) oder Flugasche ersetzt. Allerdings sind diese Stoffe nur begrenzt verfügbar; da zudem immer mehr konventionelle Kraftwerke nachhaltigeren Formen der Energieerzeugung weichen, ist eine weitere Verknappung anzunehmen. Eine zusätzliche Quelle für die benötigten Ersatzstoffe sind bestimmte mineralische Bauabfälle oder die metallurgische Rückgewinnung von Edelmetallen aus Elektronikschrott. Um die Leistungsfähigkeit des Zements zu erhalten, darf nach heutigem Wissenstand ein gewisser Klinkergehalt nicht unterschritten werden. Alternative Zementformen, die etwa auf den Einsatz von Rohstoffen wie etwa Olivin bzw. Magnesiumsilikat (MgSiO3), Calciumsulfoaluminat bzw. ternesithaltigem Klinker setzen, müssen den hohen Ansprüchen an die Verwendung als Baustoff gerecht werden.