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Hätten Sie das gewusst?
Zahlenfaszination
Sie sind geheimnisumwobene, faszinierende Tiere der Nacht, von den einen als «herzig» verehrt, von den anderen als gruselig verabscheut: Fledermäuse. Im Kanton Graubünden wurden bisher 25 Fledermausarten nachgewiesen. Im Sommerhalbjahr verbringen die kleinen Säugetiere den Tag in Spalten an Gebäuden, in Estrichen, Specht- oder anderen Baumhöhlen – und unter anderem auch in einigen Bahnhofsgebäuden der RhB. So wurden zum Beispiel im Bahnhofsgebäude in Bergün im Jahr 2015 Kotspuren von Zwergfledermäusen gefunden. Auch in den Bahnhofsgebäuden von Disentis, St. Peter und Schnaus wurden Zwergfledermäuse im Zwischendach entdeckt. Die Zwergfledermäuse gehören mit einer Flügelspannweite von bis zu 25 Zentimetern zu den kleinsten Vertretern der Säugetiere. Mit zusammengefalteten Flügeln sind sie gerade mal so gross wie eine Streichholzschachtel. Sie erreichen eine Körpergrösse von 4,5 Zentimetern und ein Gewicht von 3,5 bis 7 Gramm – womit sie nur wenig mehr als ein Stück Würfelzucker wiegen. Der Grossteil der Fledermausarten bringt meistens nur 1 Junges pro Jahr zur Welt. Die niedrige Fortpflanzungsleistung kompensieren die Tiere allerdings mit einer hohen Lebenserwartung: Fledermäuse können bis zu 20 oder 30 Jahre alt werden. Der Orientierungsruf der Zwergfledermaus erreicht die grösste Lautstärke bei 43 bis 45 Kilohertz. Bei der Kleinen Hufeisennase liegt die Lautstärke sogar bei 106 bis 116 Kilohertz. Erwachsene Menschen nehmen meist nur Frequenzen zwischen 16 Hertz und 18 Kilohertz wahr.