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Herzlich Willkommen zu einer weiteren Runde Hut-Interview! Das Konzept ist immer noch dasselbe: Wir ziehen per Zufall Fragen aus unserem hübschen Hütchen und ein glücklicher Musiker darf sie beantworten. Heute tut dies der Schweizer Künstler Dagobert.
«Die ersten 20 Jahre meines Lebens war ich depressiv», erzählt Dagobert in dem kurzen Dok-Film «Dagobert – Schnulzensänger aus den Bergen». Danach sei die Schule fertig gewesen und er habe sich dazu entschlossen «ein Penner» zu sein. Er wohnte zwei Jahre lang in einem Keller, in einem Proberaum einer Band – irgendwann fing er an, auf deren Instrumenten zu spielen.
Mit seinen ersten Songs gewann er einen Kulturpreis und viel Geld. Damit verliess er die Schweiz und machte sich für ein halbes Jahr auf nach Berlin. Danach verbrachte Dagobert die folgenden fünf Jahre in den Schweizer Bergen. Total zurückgezogen, ohne TV, Telefon oder Internet in einem 25-Seelen-Dorf und widmete sich ausschliesslich seiner Musik. Er kehrte mit Liebesliedern zurück in die Zivilisation und lebt nun in Berlin. Mit Freunden, Familie und glücklicher als je zuvor.
Hallo Dagobert! Könntest du bitte in wenigen Worten beschreiben, wer du bist und was du machst?
Dagobert: «Ich bin Dagobert – der Schnulzensänger aus den Bergen, der euch die Liebe bringt.»
Welchen deiner Songs würdest du jemandem zeigen, der wissen will, was du für Musik machst?
«Ich bin zu jung.»
Und welches Lied von einem anderen Künstler wünschst du dir selbst geschrieben zu haben?
«Keins.»
Es gibt allerdings ein Lied, das sich tief in Dagobert eingebrannt hat:
Am 30. März erscheint dein neues Album «Afrika». Beschreibe dieses doch bitte mit drei Adjektiven, die alle mit «D» beginnen.
«Dark, dangerous & damn great.»
Was kannst du nicht, was man in deinem Alter können sollte?
«Meinen Bürgerpflichten komme ich nur mit Hilfe nach. Eigentlich führe ich ein betreutes Leben.»
Dein Mami gibt eine Annonce für dich auf. Was steht drin und wo wird sie erscheinen?
«In irgendeinem Esoterik-Blatt: Netter Ausserirdischer, 32, sucht liebevolle Frau.»
Auf welche Sprache würdest du nie singen?
«Schweizerdeutsch. Zu grobschlächtig für meine feinsinnigen Liebeslieder.»
Du darfst dir etwas, was du mal verloren hast, wieder zurückholen. Egal was. Was wählst du?
«Lou Reed.»
Nenne eine Stil-Ikone.
«Bela Lugosi. Seine Art sich zu artikulieren, zu bewegen und zu kleiden ist einzigartig und war mir immer ein grosses Vorbild.»
Könntest du zum Abschluss bitte eine Karikatur von dir selbst zeichnen?
«Ich zeichne nicht.»
Dann zeichnen wir:
Am 20. Mai kommt Dagobert mit seinen neuen Songs und zum ersten Mal auch mit einer Backing-Band ins Exil nach Zürich. Willst du hin? Gut! watson ist Medienpartner und verlost Tickets! Füll einfach das Formular unten aus schon machst du bei der Verlosung mit. Viel Glück!
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