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Die Geschichte vom Pferd
Aus dem alten Japan, wo ein Pferd nicht nur einfach ein Pferd war, sondern ein Zeichen für den Reichtum seines Besitzers.
Oder aus dem alten Russland, wo der Soldat auf ein altes Mütterchen traf.
Oder aus irgend einem anderen alten Land in alter Zeit…
Ein Bauer erwarb ein prachtvolles Pferd. Alle Dorfbewohner staunten ab dem wunderbaren Tier und gratulierten dem neuen Besitzer: „Wie stolz du sein musst, ein so prachtvolles Tier zu besitzen!“ sagten sie. Der Bauer, der sich nicht nur in Pferden auskannte, sondern auch ein bisschen was vom Leben wusste, sagte: „Wir werden sehen.“
Kurz darauf brach das Pferd aus der Koppel aus und lief daovn in Richtung Berge. Die Dorfbewohner bemitleideten den Bauern. „Was für ein schlimmes Unglück! Was für ein entsetzlicher Verlust! Wie wirst du dich je wieder davon erholen!“ Wieder lächelte der Bauer und sagte: „Wir werden sehen.“
Nach ein paar Tagen im Morgengrauen kam das Pferd in Begleitung einer Horde Wildpferde aus den Bergen zurück. Ohne grosse Mühe gelang es dem Bauern, die Tiere in die Koppel zu locken und das Tor hinter ihnen zu schliessen. Die Dorfbewohner trauten Ihren Augen kaum: „Was für ein aussergewöhnlich glücklicher Mensch du doch bist!“ sagten sie zum Bauern. Der Bauer lächelte nur und sagte: „Wir werden sehen.“
Der Sohn des Bauern machte sich an die schwierige Aufgabe, die wilden Pferde zu zähmen. Es war eine schwierige Aufgabe. Eines der Pferde warf ihn ab, und er brach sich ein Bein. Dies geschah kurz vor der Erntezeit, und ohne die Hilfe des Sohnes würde der Bauer die Ernte nur mit Mühe einfahren können. „Was für ein Pech du hast“, sagten die Dorfbewohner. „Ausgerechnet jetzt musst du auf die Hilfe deines Sohnes verzichten. Schlimmer könnte es nicht sein.“ Der Bauer sagte nur: „Wir werden sehen.“
Einige Tage später kamen Soldaten in das Dorf, um alle gesunden, kräftigen jungen Männer zu holen und in den Krieg zu ziehen. Dem Sohn des Bauern jedoch blieb der Krieg erspart.
Und die Geschichte geht immer so weiter – bis heute…