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In der Knautschzone
Mit „wir befinden uns heute in der Knautschzone“ wurde die Spätdienstcrew vom diensthabenden Frühschichtprognostiker zur Wetterübergabe begrüsst. Wo es heute „geknautscht“ hat, erfahren Sie in diesem Blog.
Im Bodendruckfeld präsentierte sich die Wetterlage heute folgendermassen: Die Schweiz lag zwischen dem kräftigen Azorenhoch und einem etwas weniger stark ausgeprägten Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über dem Ostseeraum. Zwischen diesen beiden Druckgebilden lag eine nur noch langsam nach Osten vorankommende Störung.
Die "Knautschzone"
Massgeblich dominierte die Konstellation in rund 5.5 km Höhe das heutige Wettergeschehen in der Schweiz. Ein Trog erstreckte sich unter Abschnürungstendenzen mit seiner Achse von Irland bis zur Biskaya, ein ausgedehntes Höhentief befand sich über Südosteuropa. Dazwischen lag ein schmaler Rücken, der von Südfrankreich bis nach Südskandinavien reichte.
Und damit kommen wir zur, von unserem Kollegen angesprochenen, Knautschzone: Auf der Ostflanke des Rückens floss trockene Luft nach Süden, wo sie über der Schweiz auf von Westen herangeführte feuchtere Luft traf. Daraus resultierte am Morgen ein kompaktes Feuchteband, welches diagonal über der Schweiz lag. Im Verlauf des Vormittags gewann die trockene Nordströmung die Oberhand, und das Wolkenbad wurde nach Süden abgedrängt bzw. aufgelockert. Am Nachmittag blieb gegen Südwesten hin nur noch dünne Schleierbewölkung übrig, die den Himmel milchig verzierte.
Die Tageshöchsttemperaturen lagen bei Redaktionsschluss um 17 Uhr zwischen 14 und 17 Grad, mit reduzierter Besonnung wurde in der Westschweiz 12 bis 14 Grad verzeichnet.
Gruss aus der Wüste
Die leicht trübe Verfärbung des Himmels wurde heute noch von Saharastaub verstärkt, wie die Messungen des NABEL belegen.
März 2017: Im Wallis und in den Ostalpen bereits zu nass
Das erste Drittel des aktuellen Monates ist bereits Geschichte und in unseren Archiven abgelegt. In den Ostalpen und im Wallis ist bereits jetzt mehr Niederschlag als die durchschnittliche Monatssumme gefallen (bezogen auf die Normperiode 1981-2010).
Spitzenreiter ist Visp, wo mit bislang gefallenen 103 mm Niederschlag das langjährige Monatsmittel von 50 mm um das Doppelte übertroffen wurde. Damit rangiert der aktuelle März in Visp bereits auf Platz 7 der Hitliste. Für den Sprung auf’s Treppchen werden gesamthaft 144.3 mm benötigt, den Spitzenplatz würde Visp mit einer Monatssumme von 197.3 mm (stammt aus dem Jahr 1981) einstellen.