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Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also eine eindeutige, unumkehrbare Richtung. Mit Hilfe der physikalischen Prinzipien der Thermodynamik kann diese Richtung als Zunahme der Entropie, d. h. der Unordnung in einem abgeschlossenen System, bestimmt werden. Aus einer philosophischen Perspektive beschreibt die Zeit das Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend und zur Zukunft hinführend. Nach der Relativitätstheorie bildet die Zeit mit dem Raum eine vierdimensionale Raumzeit, in der die Zeit die Rolle einer Dimension einnimmt. Dabei ist der Begriff der Gegenwart nur in einem einzigen Punkt definierbar, während andere Punkte der Raumzeit, die weder in der Vergangenheit noch der Zukunft dieses Punkts liegen, als „raumartig getrennt“ von diesem Punkt bezeichnet werden.
Zeit wird somit häufig als 4. Dimension betrachtet. Aus meiner Sicht ist dies falsch. Betrachten wir den 1. Satz der Beschreibung, so kann Zeit eindeutig als erste oder als spezielle Dimension betrachtet werden, worin alles andere eingebettet ist und als unabhängige Grösse betrachtet werden muss.
- Formelzeichen: t
- Einheit: s (Sekunde)
„Es gibt nichts von Bestand, ausser dem Wandel selbst.“
Heraklit von Ephesus, 535-475 v. Chr.
Dies trifft im Wesentlichen den Charakter der Zeit. Während sie vergeht, befindet sich alles beständig in Veränderung.
Ich habe hier mit Absicht eine Sanduhr als Symbol für den Ablauf der Zeit gewählt. Zwar kann die Sanduhr umgedreht werden, nicht aber die Richtung, in die der Sand fällt. Er fällt stets von oben nach unten, bzw. in Richtung der grössten Masse in der Nähe des Sandes, wenn die Sanduhr und diese Masse sich nicht gegenseitig in einem Orbit befinden.