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Depressionen wurden bei Kindern und Jugendlichen bis vor wenigen Jahrzehnten kaum zur Kenntnis genommen, erst zu Beginn der 80iger Jahre erkannte man, dass Depressionen bei Kinder und Jugendlichen, denen im Erwachsenen Alter vergleichbar sind, entsprechend eine bedeutsame Problematik darstellen und demnach auch behandlungsbedürftig sind. Jedoch gibt es noch zu wenige Forschung in diesem Gebiet, Klassifikationen, Störungskonzepte und Therapieformen, werden durchgängig eigentlich von Erwachsenen Patienten abgeleitet und die Entwicklungspsychologischen Überlegungen sind weitgehend unberücksichtigt damit, obwohl sie eigentlich sehr wichtig ist. In ¾ der Fälle treten Depressionen im Kindes- und Jugendalter gemeinsam mit anderen Störungsbildern auf.
Doch ab wann spricht man von einer Depression?
Gemäss IDC-10 müssen mindestens 2 der Kernsymptome über eine Dauer von mind. 2 Wochen vorliegen. Zu den Kernsymptomen zählen:
- Eine deutlich emotionale Niedergeschlagenheit bzw. Traurigkeit
- Eingeschränkte Möglichkeit, Freude, Lust und Interesse zu erleben (Anhedonie)
- Verminderter Antrieb, leichte Erschöpfbarkeit
Dann sind noch mindestens 2 weitere Symptome zu den Kernsymptomen die erfüllt sein müssen:
- Verlust von Selbstvertrauen oder Selbstwertgefühl
- Unbegründete Selbstvorwürfe
- Wiederkehrende Gedanken an den Tod oder an Suizid oder suizidales Verhalten
- Kopfschmerzen, gastrointestinale Beschwerden
- Schlafstörungen (typisch sind Ein- und Durchschlafstörungen sowie Früherwachen)
- Störung des Appetits
- Vermindertes Denk- oder Konzentrationsvermögen
Depressive Störungen kommen häufig in Verbindung mit weiteren Störungen vor, zum Beispiel mit: Angststörungen, dissozialen Störungen, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörung, Essstörungen, Drogen- und Alkoholmissbrauch, somatische Störungen.
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie weist in ihren Leitlinien auf eine Entwicklungsabhängigkeit depressiver Symptome hin. Dementsprechend sollen depressive Symptome im Kleinkindalter (1-3 Jahren) unter anderem durch ein ausdrucksarmes Gesicht, ein auffälliges Spielverhalten, eine Spielunlust, mangelnde Phantasie, selbststimulierendes Verhalten (wie Körper- oder Kopfschaukeln oder Daumenlutschen) und gestörtes Essverhalten zum Ausdruck kommen. Im Vorschulalter (3-6 Jahren) gelten ein trauriger Gesichtsausdruck, eine verminderte Gestik und Mimik, eine mangelnde Fähigkeit sich zu freuen, ein vermindertes Interesse an motorischen Aktivitäten sowie Schlafstörungen als Symptome einer Depression. Schulkinder können dann erstmals auch verbale Berichte über Traurigkeit einbringen und suizidale Gedanken haben. Hier entstehen auch die Schulleistungsstörungen.
Therapie der Depressionen
Die Verhaltenstherapie bemüht sich, die von einer Depression betroffenen Kinder und Jugendlichen von der Hilflosigkeit und Passivität in die Aktivität zu führen. Der Tag soll so gestaltet und strukturiert werden, dass positive Erlebnisse, Erfolge, Freude und Spaß erfahren werden können. Auch auf die Selbstbelohnung für Gelungenes wird Wert gelegt. Verschiedene Problemlösungen werden erprobt und geübt. Die Eltern werden ebenso mit einbezogen und ermutigt, ihre Kinder zu motivieren, zu loben und sie wertzuschätzen. Kinesiologie findet auch hier einen guten Therapie-Ansatz; Mit Kinesiologie kann das Kind Selbstvertrauen und Selbstwertgefühle stärken und wieder richtig Freude am Leben bekommen!
Herzlichst Isabella Coduti