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Zu wenig Schlaf schlägt auf die Hüften. Das liegt an der Hormonproduktion, die durcheinandergerät.
Acht Stunden lang nichts essen, ohne das berühmte Loch im Bauch zu kriegen? Tagsüber ein Ding der Unmöglichkeit. Anders in der Nacht, wenn der Körper auf Erholung programmiert ist. Unter anderem produziert er in dieser Zeit das Hormon Leptin, welches dafür sorgt, dass wir uns satt fühlen. Die Produktion von Ghrelin hingegen – jenes Hormons, welches das Hungergefühl verursacht – wird während des Schlafs unterdrückt. Schlafmangel bringt diesen Mechanismus gehörig durcheinander.
So erstaunt es wenig, dass zu wenig Schlaf sich negativ auf das Körpergewicht auswirken kann. Eine Studie von US-Forschern der Universität Colorado hat sogar gezeigt, dass Menschen, die für ihre Verhältnisse zu wenig schlafen, dazu neigen, mehr zu essen, als sie eigentlich brauchen.
Die 16 Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine Hälfte durfte fünf Tage lang neun Stunden schlafen, die andere Hälfte nur fünf Stunden. Jene mit weniger Schlaf nahmen in dieser Zeit fast ein Kilogramm zu. Beim Frühstück langten sie zwar weniger kräftig zu – vermutlich weil ihre innere Uhr sich noch im Schlafmodus befand. Dafür assen sie spätabends vermehrt kalorienreiche Lebensmittel – zu dieser Zeit ist Nahrung schwerer verdaulich. Anstatt sich auf den Schlaf vorzubereiten, muss der Körper Energie für die Verdauung freisetzen. Das erschwert das Einschlafen.
Hinzu kommt, dass sich übermüdete Menschen tendenziell weniger bewegen. Es kommt auch vor, dass Übergewichtige gerade wegen ihres Körpergewichts Schlafstörungen entwickeln. Schlafmangel setzt also einen Teufelskreis in Gang.