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Sambia hat eine Bevölkerung von fast 20 Millionen. Fast die Hälfte der Einwohner ist jünger als 16 Jahre. 1,4 Millionen Kinder in Sambia haben einen oder zwei Elternteile verloren. 350'000 von ihnen sind Aidswaisen. Erschreckende Zahlen, hinter denen tragische Schicksale stehen. Waisen haben oft keinen Zugang zu Bildung. Der Zugang zur Grundschule ist zwar kostenlos, aber zusätzliche Kosten wie Schuluniformen, Schulmaterial und die Zulassung an Prüfungen werden für ärmere Familien und Waisen zu einem unüberwindbaren Hindernis. Das soll nicht so bleiben. TearFund setzt sich zusammen mit der lokalen Partnerorganisation für Kinder und Jugendliche in Not ein.
Dieses Projekt ermöglicht Waisen und weiteren gefährdeten Kindern und Jugendlichen Schulbildung und eine berufliche Ausbildung. Wegen ihrer oft schwierigen Situation werden sie auch psychologisch und sozial unterstützt. Um frühzeitige Schwangerschaften und dadurch Schulabbrüche zu vermeiden, gehören zum Projekt auch Schulungen zu sexueller Gesundheit. Die (Pflege-) Eltern lernen, wie sie mehr verdienen können, so dass sie längerfristig selbst für ihre (Pflege-) Kinder sorgen können.
«Ich möchte ein Stück Land kaufen, und meiner Familie ein eigens Haus bauen. Meine Nichten und mein Bruder Watson sollen die Schule, so wie ich, abschliessen können.» Das sind die Worte des 23-jährigen Charles. Noch ein paar Jahre zuvor, hätte Charles es nicht gewagt sich solche Träume für seine Zukunft auszumalen. Als Charles in der 8. Klasse war, starb sein Vater und seine Mutter war nicht mehr in der Lage die Schulgebühren zu zahlen. Mit Mühe, Not und der Hilfe seines Bruders, konnte Charles die 8. und 9. Klasse abschliessen.
Doch das letzte Schuljahr, die 10. Klasse, stand noch bevor und die Familie wieder vor dem gleichen Problem: Das Geld reichte nicht. Die Familie zog in ein anderes Quartier und trafen dort auf Frau Katongo. Sie arbeitet als Freiwillige für das Projekt unseres Partners «Evangelical Fellowship of Zambia». Diese Begegnung beendete das stetige Sorgen, ob das Geld reicht für die Schulgebühren und mit ihrer Hilfe war es Charles möglich die obligatorische Schulzeit abzuschliessen. Heute ist Charles bereits im letzten Jahr der dreijährigen Ausbildung als Medizinscher Laborant und Teil des Bildungsprogramm von EFZ.
Neben den Plänen für seine Familie, ist es auch sein Ziel EFZ zu unterstützen. Sein Traum ist es eine Schule aufzubauen, wo benachteiligte Kinder Zugang zu Bildung erhalten. Sein Elan und seine Motivation werden ihn wohl noch weit bringen.
Durch das Projekt werden Waisen sowie gefährdete Kinder und Jugendliche gestärkt. Sie erhalten Schulmaterial und Uniformen. Ausserdem werden sie regelmässig von freiwilligen Mitarbeitenden besucht und begleitet. Diese Freiwilligen erfassen die Situation der Kinder und Jugendlichen in der Schule und in den Familien, um auf individuelle Bedürfnisse schnell und angemessen reagieren zu können. So bekommen sie eine Chance auf eine bessere Zukunft.
Das Projekt hat folgende Schwerpunkte:
- 200 Primarschüler/innen und 500 Sekundarschüler/innen werden durch Schulmaterial, Uniformen und Schulgeld unterstützt. Zusätzlich lernen sie Lebenskompetenzen (Life Skills) und werden auf die Berufswahl vorbereitet. 300 Jugendliche werden unterstützt, damit sie eine Berufsausbildung oder eine universitäre Ausbildung absolvieren können.
- 1’000 Kinder und Jugendliche werden einmal pro Monat von freiwilligen Mitarbeitenden besucht und unterstützt. Die Mitarbeitenden werden in den Bereichen psychosoziale Unterstützung, Kindesschutz und in positiven Erziehungsmethoden geschult. Bei den Hausbesuchen geben sie ihr Wissen an die (Pflege-) Eltern weiter.
- Freiwillige Mitarbeitende werden zu Themen wie sexuelle und reproduktive Gesundheit, sexuelle- und genderbasierte Gewalt und ungewollte Schwangerschaft geschult. So können sie später Informationsveranstaltungen durchführen und Betroffene über Anlaufstellen informieren.
- Die (Pflege-)Familien lernen in Spar- und Leihgruppen wie sie ein eigenes Einkommen erzielen. Das Ziel ist, dass sie später selbst für die Schulkosten der Kinder und Jugendlichen aufkommen können.
- Die Mitglieder der Spar- und Leihgruppen erhalten Schulungen im Bereich Finanzen und Unternehmertum. Diese Gruppen bestehen aus maximal 25 Mitgliedern, welche sich regelmässig treffen, um gemeinsam zu sparen und Mini-Darlehen zu gewähren.
Die lokale TearFund Partnerorganisation ist die «Evangelical Fellowship of Zambia» (EFZ), eine Allianz evangelischer Kirchen in Lusaka, Sambia. EFZ ist ein überkonfessioneller Zusammenschluss von Kirchen, kirchlichen Organisationen und privaten Mitgliedern. Gegründet wurde die Organisation im Jahre 1964 und heute hat sie über 200 institutionelle Mitglieder. EFZ hat einen starken sozialdiakonischen Arm und mobilisiert die Mitglieder in den folgenden Arbeitsbereichen:
- Interessenvertretung für marginalisierte Menschen in Sambia
- Zugang zu Bildung (insbesondere für Waisen und gefährdete Kinder)
- HIV/Aids-Arbeit (Prävention und Unterstützung für Menschen, die mit HIV/Aids leben)
- Kommunale Entwicklung und langfristige Ernährungssicherung in Sambia
- Minderung von möglichen Auswirkungen bei Naturkatastrophen
Der Fokus des Projekts liegt auf den drei bevölkerungsreichsten Provinzen Sambias: Copperbelt, Southern, Central und Lusaka. Hier leben besonders viele Waisenkinder und das Projekt kann die grösste Wirkung erzielen.
Bitte helfen Sie den Menschen in Sambia: Schon 40, 80 oder 120 Franken bewirken viel – herzlichen Dank!
|Land||Sambia|
|Gebiet|
Provinzen Copperbelt, Central, Southern und Lusaka
Schwerpunkte
Bildung für Waisen, gefährdete Kinder und Jugendliche sowie Einkommensförderung für deren (Pflege-) Familien
|Partner-|
organisation
Evangelical Fellowship