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Bewilligungen Juni 2014
30'000 Franken für Berufsbildung und unternehmerisches Grundwissen für benachteiligte Jugendliche, Nepal
Mehr als ein Drittel der insgesamt 30 Millionen Einwohner Nepals sind unter 15 Jahre alt. Schätzungen zufolge sind 38% der Jugendlichen arbeitslos und viele davon benachteiligt aufgrund ihrer Armut, Kaste, Ethnie oder ihrem Geschlecht. Die Swiss Academy for Development möchte benachteiligte Jugendliche in einem dualen Programm so qualifizieren, dass sie ihr Potential optimal entfalten und ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können; durch eine Anstellung oder eine selbstständige Tätigkeit.
Der Kanton Basel-Stadt hat das Projekt bereits in einer früheren Phase unterstützt, in welcher ein Frühförderungsprogramm und ein Grundbildungsprogramm erfolgreich abgeschlossen werden konnten.
40'000 Franken für die soziale Integration alleinstehender Frauen, Tadschikistan
In Tadschikistan ist der Anteil der alleinstehenden Frauen sehr hoch, da sich viele Männer über viele Jahre hinweg auf Arbeitssuche im Ausland befinden. Einige gründen dort eine zweite Familie und lassen ihre tadschikische Frau vielmals mit Kindern alleine zurück, oft ohne jegliche finanzielle Unterstützung. Zudem verbleibt das Familieneigentum wie Haus und Garten traditionsgemäss bei den Verwandten des abwesenden Ehemannes und den Betroffenen gelingt es ohne fremde Hilfe kaum, ihre Ansprüche über den Gerichtsweg einzufordern. Nuri Umed wurde 2009 gegründet und unterstützt mit diesem Projekt 200 betroffene Frauen aus 5 Dörfern mit der Förderung von Selbsthilfe-Komitees, Beschaffung von rechtlichen Dokumenten, landwirtschaftlichen Ausbildungen und kulturellen Anlässen, einer Saatgut-Bank und der Vertretung der Anliegen der Frauen bei den Behörden.
4'000 Franken für den Transport von Computern für das Borama Hospital
Ca. 10 Helferinnen und Helfer (Somalier und Albaner) haben ehrenamtlich geholfen, gebrauchte PCs und Schränke vom Amt für Wirtschaft und Arbeit Basel-Stadt in einen Container zu verlagern. Die Finanzierung ist für den Transport des Containers nach Nord-Somali zugunsten der Universität Amoud in Mogadishu gedacht.
30'000 Franken für die Berufsausbildung zum/r Solartechniker/in, Kenia
Das Sarah Obama Learning Centre (SOSLC) ist ein von Solafrica unterstütztes Berufsausbildungszentrum für Solarenergie und Energieeffizienz im Westen Kenias. 2013 wurde erstmals der Ausbildungslehrgang zum/r Solartechniker/in erfolgreich durchgeführt. 2014 sollen 21 Solartechniker ausgebildet werden. Begünstigte sind junge Erwachsene der Region Homa Bay, welche die Sekundarschule abgeschlossen haben. Sie leisten einen Eigenbeitrag an die Ausbildung, den sie bei finanziellen Schwierigkeiten auch in Form von Arbeit im Zentrum erbringen können. Die Region Homa Bay profitiert längerfristig von der Elektrifizierung der Region sowie der damit einhergehenden wirtschaftlichen Entwicklung.
30'000 Franken für die Unterstützung von Menschen mit HIV und AIDS, Simbabwe
In Zimbabwe ist HIV&AIDS nach wie vor eine schwerwiegende gesundheitliche und soziale Her-ausforderung. Mehr als die Hälfte der simbabwischen Bevölkerung kennt ihren HIV-Status nicht, weil sie sich aus Angst vor einer allfälligen Stigmatisierung und Diskriminierung nicht testen lassen wollen. Im Schnitt infizieren sich täglich 132 Personen neu in Simbabwe. Der Fonds für Entwicklung und Partnerschaft in Afrika (FEPA) sorgt zusammen mit der lokalen Partnerorganisation BHASO dafür, dass die Rechte der betroffenen Menschen (PLHIV) vermehrt respektiert werden und ihre Lebensqualität insgesamt verbessert wird mithilfe von Unterstützungsgruppen und durch die Stärkung ihrer Gemeinschaften.
50'000 Franken für den Aufbau nachhaltiger Aquakultur-Kleinbetriebe zur Armutsbekämpfung, Sansibar
Das Ziel von marinecultures.org ist die Verbesserung der Lebensqualität in Küstenregionen und das Ermöglichen von neuen Nutzungsmöglichkeiten der Meere ohne diese zu schädigen. Im August 2009 wurde mit dem Aufbau einer Schwammfarm zu Forschungs-, Schulungs- und Aufzuchtzwecken an der Ostküste Sansibars begonnen. Zusätzlich zum Schwammfarming wird im Jahr 2014 neu auch das vom Projektpartner MERIP erfolgreich praktizierte Coral Farming übernommen. Im Vergleich zur Schwammproduktion führt dieses schneller zur Selbständigkeit von Farmen und Farmerinnen und generiert zudem ein höheres Einkommen.
35'000 Franken für die Eröffnung eines Entwicklungszentrums für Mikrokredite und Ausbildung, Kongo
L’Association d’Appui aux Femmes Ituriennes (ASSAFI) eröffnet zusammen mit der kongole-sischen NGO Centre Multidisciplinaire d’Appui et de Développement des Femmes et de la Famille (CEMADEF) ein Zentrum für Mikrokredite mit einem begleitenden Trainingsprogramm. Die Begünstigten des dreijährigen Projekts, 500-800 Frauen jährlich, erhalten neben den Mikrokrediten Grundlagen zur Einkommensverwaltung sowie zu den Bereichen Gesundheit, Prävention, Bildung, Familienrecht, Gemüsekulturen und Umweltschutz. Dank den Mikrokrediten können die Frauen ein Einkommen erlangen, wie zum Beispiel mit dem Verkauf von Marktprodukten oder Dienstleistungen (Gastronomie, Taxi, Näharbeiten etc.).
65'000 Franken für die Förderung der Bio Honigproduktion unter Jugendlichen der Halbinsel Yucatán, Mexiko
Die Kooperative EDUCE bietet organisatorische und produktionstechnische Unterstützung an, um kleinbäuerliche Imkereien in der Produktion und Vermarktung zu stärken. EDUCE will mit dem aktuellen Projekt interessierte Jugendliche mit gezielten Massnahmen erreichen, um ihnen den Einstieg in die Bio-Imkerei im Schosse einer Imkerorganisation zu ermöglichen. Zwischen der älteren Imkergeneration und den Jugendlichen soll ein formaler Austausch stattfinden. Die Älteren sollen den Jüngeren ihr Wissen rund um die praktischen Tätigkeiten in der Bienenzucht weitergeben und die Jüngeren im Gegenzug den Älteren behilflich sein beim Erledigen der schriftlichen Arbeiten, beim Verwalten ihrer Produktionseinheit sowie bei der Warenflusskontrolle. Dadurch soll ein Generationenwechsel eingeleitet werden, welcher die Biozertifizierte Honigproduktion nachhaltig stärkt.
30‘000 Franken für die Elektrifizierung eines Spitals in Danbile, Äthiopien
Der Verein Sahay Solar wurde 2011 in Basel gegründet und fördert die Photovoltaik-Technik vorwiegend für öffentliche Gebäude in abgelegenen Gebieten in Südäthiopien. Sahay Solar arbei-tet mit der Universität von Arba Minch (AMU) zusammen in Theorie und Praxis. Die AMU stellt Fachpersonal, Räumlichkeiten, logistische Mittel, Kleinmaterial und Unterkunft zur Verfügung, während Sahay Solar die technischen Komponenten liefert. So konnte bereits an sieben Dorf-schulen eine erfolgreiche Elektrifizierung erfolgen. Unter Anleitung eines Professors werden drei Elektroingenieur-Studenten für das Spital Danbile eine Photovoltaik-Anlage montieren und alle erforderlichen Anschlüsse realisieren. So kann das gebaute Spital seinen Betrieb aufnehmen. Das Spital deckt eine Region mit 11‘753 Einwohnern ab und beschäftigt 23 Mitarbeiter/innen.
7'000 Franken für das Casa Keller Heim von Waisen- und Halbwaisenkinder der Gemeinde El Laurel, Ecuador
Im Casa Keller Heim leben 45-50 Kinder, Mädchen wie Knaben, welche zwischen 4 und 15 Jahren alt sind. Oft handelt es sich um Waisen oder Kinder, deren Eltern arbeitsbedingt nach Europa oder Nordamerika gezogen sind. Der Verein bittet um eine finanzielle Unterstützung für die Errichtung eines Spielplatzes für gross und klein. Spiel und Sport ist wichtig, um Teamgeist und Kameradschaft zu fördern und die Bewegung hilft zugleich Aggressionen abzubauen.
50'000 Franken für die Unterstützung von jungen, ledigen Müttern und Förderung der Familienplanung, Burkina Faso
In Burkina Faso liegt der Anteil der Frauen, die eine Verhütungsmethode benutzen, bei lediglich 15%. Die Kenntnisse über Verhütungsmethoden nehmen zwar zu, aber das öffentliche Angebot von Familienplanungsdienstleistungen wurde von der Bevölkerung nur eingeschränkt akzeptiert. Dies ist teilweise auf eine mangelhafte Qualität und Erreichbarkeit der angebotenen Dienstleistungen zurückzuführen, aber vor allem auch auf die besondere Sensibilität in diesem Bereich, die es für viele undenkbar macht, öffentliche Gesundheitseinrichtungen aufzusuchen. Das Ziel dieses dreijährigen Projekts ist es, durch Sensibilisierungsaktionen und zielgerichtete Präventionen für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren das Risiko von ungewollten Schwangerschaften sowie sexuell übertragbaren Krankheiten einzudämmen. Zusätzlich sollen 60 Teenagermütter psychologisch, sozial und wirtschaftlich unterstützt werden. Ihre Kinder werden in den Bereichen Schule und Hygiene unterstützt.
43'000 Franken für das Bewässerungssystem für die Gemeinschaft von Pambugloma, Ecuador
In Zusammenarbeit mit der ausführenden Partnerorganisation vor Ort Grupo Social FEPP soll eine Bewässerungsanlage für 31 ha Felder unterhalb des Dorfes Pambugloma konstruiert werden. Pambugloma liegt abgeschieden im Andenhochland und kann nur über einen Fussweg erreicht werden. Dieser führt auch mit einem einstündigen Fussmarsch zur Schule und zum Markt. Von dem Bewässerungssystem profitieren rund 30 Familien, welche zudem geschult werden wie Salate und Gemüse auf biologischer Basis angebaut werden können, um eine gesündere Ernährung zu erreichen. Überschüssige Lebensmittel lassen sich gewinnbringend auf dem Markt verkaufen.
50'000 Franken für die Ernährungssicherung und Einkommensverbesserung von Kleinbauernfamilien durch eine nachhaltige Cashewproduktion, Tansania
In Masasi, einer der ärmsten Gegenden im Land, leben rund 40% der 450‘000 Menschen in grosser Armut. Die traditionelle Landwirtschaft stellt die Haupterwerbsquelle dar und ist stark durch den Cashew-Anbau geprägt. Rund 95% der Bevölkerung besitzen Cashewbäume, sind aber von der Verarbeitung und Vermarktung ausgeschlossen. Um eine gerechte Verteilung der Wertschöpfung aus Weiterverarbeitung, Zwischenhandel und Export zu erreichen, schlossen sich 2007 Cashew-Kleinbauernfamilien zusammen, die als Organisation beachtliche Erfolge erzielen konnten. Diese ist stetig gewachsen und konnte die Cashewproduktion bei gleichzeitiger Verbesserung der Produktqualität deutlich erhöhen. Trotzdem sind die Herausforderung punkto Produktionssteigerung und Qualitätssicherung enorm hoch und bedürfen weiterer fachlicher wie organisatorischer Unterstützung. Mit dem Beitrag des Kantons Basel-Stadt werden die Durchführungen von Fortbildungsmassnahmen und Ausbildungen finanziert.
29'000 Franken für Community Mapping von indigenem Land im Regenwald Borneos, Indonesien
Der Verein Glocal ahead! ist aus der Kommission für Entwicklungsfragen der ETH und der Universität Zürich entstanden. Er unterstützt lokale Initiativen, die von Betroffenen selber ins Leben gerufen werden, wie zum Beispiel die Dorfbewohner dreier Dörfer im indonesischen Teil Borneos. Aufgrund wiederkehrende, illegaler Holzschläge und intransparenter Operationen von Investoren in ihrem Gebiet, möchten sie ihr Gebiet kartieren lassen und legten glocal ahead! ein Projektgesuch mit der Bitte um Unterstützung vor. Vor Ort dient der Verein „Punan Arung Buana“, der sich aus Bewohner dieser drei betroffenen Dörfer zusammensetzt. Die Kartierung ist von grosser Wichtigkeit und soll helfen, in Zukunft ein Mitspracherecht bezüglich der Landnutzungsplanung zu haben.
47‘000 Franken für das Sport und Spiel Programm für afghanische Flüchtlinge und pakistanische Kinder und Jugendlichen in Peshawar, Pakistan
Von den 1.7 Millionen afghanischen Flüchtlingen in Pakistan leben die Meisten in der Provinz Khyber Pukhtunkhwa, über 62% befinden sich in Peshawar und den angrenzenden Gemeinden. Auch Einheimische wurden wegen vermehrter Terroranschläge und der ausgehenden Gewalt von Militärhochburgen in FATA nach Peshawar evakuiert, in Lager für einheimisch Vertriebene, 40% davon sind Kinder. Das anhaltend instabile Umfeld, gekennzeichnet durch eine Gewaltzunahme, Terroranschläge und der Spannung zwischen Flüchtlingen und einheimischer Bevölkerung, ist nicht förderlich für die gesundheitliche, körperliche, emotionale und kognitive Entwicklung von afghanischen und pakistanischen Kindern. Zusammen mit der Norwegian Agency for Development möchte Right to Play eine friedliche Koexistenz zwischen afghanischen und pakistanischen Kindern fördern sowie die Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen durch Spiel und regelmässigen Sport an örtlichen Schulen verbessern.
50'000 Franken für den Landkauf für die Nivaclé-Manjui, Paraguay
Die Stiftung für indianische Gemeinschaften in Paraguay ist eine kleine Organisation, die im paraguayischen Chaco den Ankauf von Land als Subsistenzgrundlage für indigene Gemeinschaften finanziert. Beim laufenden Projekt handelt es sich um den Kauf eines zusätzlichen Landstücks von 800 ha Buschwald und Savanne für die Gemeinschaft der Nivaclé-Manjui. Der Bedarf an weiterem Land begründet sich mit der stetigen Zunahme von zuwandernden Familien, welche von Kindern der ersten Siedler gegründet wurden.
11'500 Franken für die Gesundheitsfachstelle im Prostituiertenquartier Sonagachi, Indien
In Sonagachi leben auf ca. 4 km2 rund 50‘000 Personen, hauptsächlich Prostituierte. Vor rund 10 Jahren wurde von der Stiftung Calcutta Project Basel das Programm Gesundheitsfachstelle im Prostituiertenquartier initiiert. Vor Ort sind ausschliesslich lokale Mitarbeiter tätig. Mit dem Finanzierungsbeitrag sollen den Prostituierten kostenlose medizinische Beratung und Untersuchungen direkt im Viertel angeboten werden können. Das Team legt besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit seiner Aktivitäten, weshalb das Programm nicht nur auf kurative Medizin ausgerichtet ist, sondern vor allem auch auf Präventions- und Aufklärungsarbeit.
40'000 Franken für die Ausbildung von Young Coaches, Indonesien
Gemeinsam mit dem lokalen Hauptprojektpartner Asian Soccer Academy Foundation wird Scort von April 2014 bis Januar 2015 ein Ausbildungsprogramm für 35 bis 40 junge Frauen und Männer aus verschiedenen Regionen Indonesiens durchführen. Der Fokus wird dabei auf die Förderung und Unterstützung von jungen Erwachsenen aus städtischen Slums sowie abgelegenen ländlichen Regionen Indonesiens gelegt, die Zugang zu benachteiligten Kindern und Jugendlichen haben und diese in sozial ausgerichtete Sportaktivitäten involvieren. An diesem Projekt wird u.a. der FC Basel 1893 mit seinen Instruktoren direkt beteiligt sein. Die Ausbildung kommt geschätzt rund 1‘500 Kindern zugute, mit denen die Young Coaches wöchentlich Aktivitäten durchführen werden. Die Fussballbegeisterung von Kindern und Jugendlichen soll positiv genutzt werden, um soziale Inhalte zu vermitteln und um über den Sport neue Perspektiven aufzuzeigen.
30‘000 Franken für die Reintegration von Strassenkindern in ihre Familien und die öffentliche Schule, Äthiopien
Sport the Bridge möchte Strassenkindern in Addis Abeba helfen, durch Reintegration in ihre Familien und in die öffentliche Schule den Weg zurück in die Gesellschaft und in eine Zukunft mit Perspektiven zu finden. Zur Reintegration werden die beiden Mittel Sportpädagogik und die Familienarbeit eingesetzt, welche durch das Angebot von gesundem Essen sowie Zugang zu medizinischer Versorgung, Hygiene und schulischer Grundbildung ergänzt werden. Die Teilnahme beruht auf freiwilliger Basis. In der ersten Phase besuchen Strassenkinder täglich das Programm, mit dem Ziel, nach maximal einem Jahr wieder zu Hause zu schlafen, im familiären Rahmen zu leben und zu Beginn des neuen Schuljahres wieder in die öffentliche Schule eingeschrieben zu werden. Die zweite Phase dauert vier Jahre, in welchen das Kind und seine Familie begleitet und unterstützt werden.