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Anlässlich der Fundamentlegung eines Hauses kamen am Fuss der Kirchhalde Gräber zum Vorschein, die darauf schliessen lassen, dass an dieser Stelle einst eine Kapelle gestanden hatte.
Ursprünglich gehörte Densbüren zusammen mit der Nachbargemeinde Asp unter der Herrschaft Urgiz, später zum Bistum Strassburg. 1502 erwarb die Obrigkeit Bern die Herrschaft Urgiz (ein Geschlecht im Dienste der Habsburger auf Burg Urgiz in Densbüren) durch Kauf und teilte sie der Kollatur Schenkenberg, somit kam Densbüren unter bernische Herrschaft. Als diese 1526 den reformierten Glauben annahm, wurde Densbüren von der (altgläubigen) Mutterkirche Herznach abgelöst und kam zur entfernt gelegenen Pfarrei Effingen am Bötzberg. Die Kirche wurde erst 1642 eigenständig.
Die Kirche Densbüren wurde von 1550–60, also kurz nach der Reformation im Aargau, erbaut; der Bau wurde durch die bernische Obrigkeit finanziert. 1663 erhielt sie die jetzige Ausstattung mit Kanzel, Taufstein und Wappenscheiben.
Erneuerungsarbeiten fanden 1863 und 1937 statt. Die Empore und die Bestuhlung stammen von 1937.
Eine weitere Renovation erfolgte 1964. Dabei gab es eine neue Holzdecke und neue Fensterverglasungen im Chor, die vom Künstler Werner Sommer farbig gestaltet wurden.
Die bisher letzte Renovation fand in den Jahren nach 1987 statt. Dabei wurden Reparaturarbeiten am Dachreiter vorgenommen und die Wetterfahne neu gerichtet. Seit diesem Jahr ist die Kirche abends zeitweise beleuchtet. 1988 konnten elf neue Scheiben in den Fenstern eingeweiht werden, zehn Wappenscheiben der ältesten Densbürer Stammfamilien und ein elftes, das den Bach- Mozartwochen gedenkt, dessen Abschlusskonzerte in dieser Kirche stattfinden. 1989 bekam die Kirche einen neuen Anstrich, aber...
«Auch die letzten Jahre sind nicht spurlos an unserer Kirche vorbeigegangen. In der Westfassade zeigen sich Risse und der, in der Rosette bröckelt. Beim Gestühl unter der Kanzel bricht eine Sitzheizung aus dem Täfer und der Holzboden wird löcherig. Duch das denkmalgeschützte Nordportal pfeift der Wind und lässt die Flamme der Osterkerze flackern. Trotz der angespannten finanziellen Situation unserer Kirchgemeinde sehen wir aber getrost in die Zukunft.» Um mit diesen Worten zu schliessen, die sicherlich nicht nur für die Kirche Densbüren gelten mögen: «Schon unsere Vorgängergeneratioen konnten trotz aller widrigen Umstände ihre Kirche in einem guten zustand erhalten. Das sollte und muss auch uns gelingen.»
(aus: «350 Jahre Kirche Densbüren», Seite 15)
Dem möchte sich die Besucherin nur anschliessen, die die erwähnten Schäden in der Kirche noch vor der Lektüre der Jubiläumsschrift feststellen musste und dieser an sich wunderbaren kleinen Kirche eine professionelle Gesamtrenovation von Herzen gönnen möchte!
Eine nächste umfassende Renovation ist unumgänglich. Dabei müssen folgende Bereiche renoviert oder ersetzt werden: «Am vordringlichsten ist die Revision der Kirchenorgel einzustufen. Diese sollte möglichst bald erfolgen, da die Orgel stark verschmutzt und teilweise von Schimmel befallen ist. Zudem müsste die dazugehörige Windanlage erneuert werden.»
Das Äussere: «Das Kirchengebäude ist vor allem äusserlich in schlechtem Zustand. Die Mauern sollten vor der aufsteigenden Feuchtigkeit geschützt werden, bevor die Fassade aufgefrischt werden kann. Auch eine Erneuerung der Eingangs-Vordächer wäre wünschbar.»
Im weiteren sind auch im Innern Unterhaltsarbeiten unumgänglich geworden, und der Dachstuhl muss in den nächsten Jahren saniert werden, das Uhrwerk muss ersetzt werden.
Auch das Pfarrhaus ist renovationsbedürftig.
Umfassende Renovierungsarbeiten stehen also an, für die die Kirchgemeinde Densbüren zurzeit Fundraising betreibt. Spenden auf das Postcheck-Konto 50-4377-5 zuhanden der Reformierten Kirchgemeinde Densbüren sind hochwillkommen. Die geplanten Renovierungsarbeiten werden von der Denkmalpflege des Kantons Aargau fachkundig begleitet.
(aus dem Flyer «Unsere Kirche braucht unsere Hilfe! Die Densbürer Kirche – ein Wahrzeichen in Gefahr»)