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787 NHL-Partien: Roman Josi überholt Mark Streit als Rekordspieler
Start der Karriere:
Roman Josi: Er wurde am 1. Juni 1990 in Bern geboren und wuchs in Ostermundigen auf. Wie sein eineinhalb Jahre älterer Bruder spielte er zuerst sowohl Fussball als auch Eishockey. Seine Karriere begann er bei der Jugend des SC Bern. In der Saison 2006/07 debütierte er für dessen Profimannschaft in der Nationalliga A.
Mark Streit: Auch er wurde in Bern geboren, am 11. Dezember 1977, und auch er durchlief die Junioren-Abteilungen des SC Berns. Anders als Josi gab Streit sein Debüt in der höchsten Schweizer Liga aber beim HC Fribourg-Gottéron.
Verpflichtung beim SCB:
Roman Josi: Beim SC Bern war der Verteidiger zwischen 2005-2010 tätig. In seinem letzten Jahr in Bern konnte er mit dem SCB die Schweizer Meisterschaft gewinnen. Für die Dauer des NHL-Lockouts in der Saison 2012/13 wurde der Verteidiger im September 2012 von seinem Jugendclub SC Bern abermals verpflichtet.
Mark Streit: Er war bei Fribourg, dem HC Davos und den ZSC Lions unter Vertrag – mit den Zürchern holte er 2001 den Meistertitel. Bei der ersten Mannschaft des SC Berns war er aber nur während NHL-Lockouts in der Saison 2012/13 tätig. Mark Streit und Roman Josi waren in dieser Zeit kurzzeitig Berner Team-Kollegen.
Am 1. Mai 2020 wurde bekannt, dass Josi und sein früherer Nationalmannschaftskollege Mark Streit beim SC Bern Minderheitsaktionäre werden. Während Streit auch in den Verwaltungsrat berufen wurde, lässt sich Josi von seinem Vater vertreten.
Teil der Nationalmannschaft:
Roman Josi: Er war an den Weltmeisterschaften 2009, 2010, 2012, 2013, 2014, 2015, 2018 und 2019 im Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft und bestritt dort insgesamt 44 Spiele. Er erzielte neun Tore und gab 24 Vorlagen. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Stockholm und Helsinki gewann Josi mit der Nati die Silbermedaille. Zudem vertrat er seine Farben bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014.
Mark Streit: Auch er nahm an mehreren Weltmeisterschaften teil mit der Schweizer Nationalmannschaft. Weiter war er auch Mitglied des Schweizer Teams bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City, 2006 in Turin 2010 in Vancouver und 2014 in Sotchi. Streit war mehrere Jahre lang Kapitän dieser Mannschaft. Insgesamt absolvierte er 200 Länderspiele für die Schweiz, in denen ihm 31 Tore und 60 Assists gelangen.
Debüt in der NHL:
Roman Josi: Zum Debüt in der NHL kam Roman Josi mit 21 Jahren für die Nashville Predators, vorher spielte er beim Farmteam Milwaukee Admirals. In seinem ersten Spiel für Nashville am 26. November 2011 gegen die Detroit Red Wings kam er auf über zwölf Minuten Eiszeit. Im September 2017 wurde der Verteidiger zum neuen Mannschaftskapitän ernannt und nach Mark Streit erst zum zweiten Schweizer, der ein NHL-Team als Kapitän anführt.
Bis heute ist Roman Josi bei den Predators verpflichtet. Im Oktober 2019 unterzeichnete Josi einen neuen Achtjahresvertrag in Nashville.
Mark Streit: In der Saison 2005/06 gelang ihm mit 27 Jahren der Sprung in die NHL zu den Montréal Canadiens. Auf die Saison 2008/09 wechselte Streit von Montréal zu den New York Islanders. 2011 wurde er dort als erster Schweizer Captain eines NHL-Teams. Im Sommer 2013 verpflichteten ihn die Philadelphia Flyers. Nach einem geplatzten Transfer zu Tampa Bay stiess Streit im März 2017 zu den Pittsburgh Penguins. Dort blieb er nicht lange und kehrte im selben Jahr nach Montréal zurück. Nach nur 2 Einsätzen in 4 Saisonspielen wurde sein Kontrakt aufgelöst. Danach beendete Streit seine Karriere.
Auszeichnungen:
Roman Josi: Der Berner erhielt 2020 die James Norris Memorial Trophy. Mit ihr wird der wertvollste Abwehrspieler der NHL-Saison geehrt. Er ist der erste Schweizer Eishockeyspieler, dessen Leistungen mit einer der wichtigsten Trophäen der NHL gewürdigt werden. Auch wurde er dieses Jahr im März NHL-Spieler des Monats.
2019 und 2022 wurde er als MVP an den Schweizer Sport Awards ausgezeichnet.
Mark Streit: Im Alter von 39 Jahren durfte Streit mit den Penguins den Stanley Cup in die Höhe stemmen – die wichtigste Eishockeytrophäe der Welt. Nach seiner Karriere wurde er in die IIHF Hall of Fame aufgenommen, in die Ruhmeshalle der besten Eishockey-Spieler der Welt. Ausserdem war er 2005 als bester Verteidiger der Nationalliga A ausgezeichnet worden.