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Laurent Perroud schuf hier 1548 eine kunstvolle Aufstellung von drei Figuren auf engstem Raum. Hoch zu Pferd steht der Heilige Georg als Symbol der Tapferkeit und stellt den frühchristlichen ritterlichen Märtyrer dar. Er ist umgeben vom feuerspeienden Drachen und der Königstochter. Der kannelierte und gedrehte Säulenschaft trägt ein ausladendes Kapitell mit musizierenden Engeln.
Nach einer Legende erhielt ein Drache von der bedrohten Bevölkerung der Stadt Silene täglich zwei Schafe. Als die Anzahl der Schafe nicht mehr ausreichte, wurden ein Schaf und ein Kind geopfert, bis der König auch seine eigene Tochter dem Monstrum ausliefern musste. Georg jagte den Drachen, bekämpfte und besiegte ihn.
Die Brunnenfiguren waren ursprünglich für die Gurzelngasse bestimmt, wo sie auch bis 1780 standen. Stock und Trog sind aus dem gleichen Jahr. Die Wasserundichtheit der ursprünglich aus Steinplatten gefügten Brunnenbecken lösten die Solothurner im Verlauf des 18. Jh. dank der Herstellung monolithischer Jura-Kalksteinbrunnentröge aus den Steingruben nördlich der Stadt. Der damaligen Mode entsprechend gestalteten sie diese mit Louis-XVI-Motiven.
Der Börsenplatz diente einst als Stätte des Getreidehandels, jedoch auch als Umschlagplatz für Gänse und anderes Geflügel. Unser wohlriechendes Gässlein hiess „Gansgässli“ und der Brunnen „Gänsbrunnen“. 1769 bezeichnet man es erstmals als „Feyeleingässli“. Vermutlich war dies ein Narrenscherz auf den Gänse- und Hühnergestank.
Stadtführung Jeder der 11 Brunnen in der Stadt hat seine eigene Geschichte. Die Figuren dienten der Volksbelehrung. Erfahren Sie auf der Brunnentour mehr über die strengen Regeln der Wasserversorgung im alten Solothurn. Eine Brunnentour ist eine gute Idee. Buchen Sie gleich hier.