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Christoph Lerch (SP) ist als Regierungsstatthalter des Verwaltungskreis Bern-Mittelland komfortabel wiedergewählt worden. Er setzte sich gegen seinen grünliberalen Herausforderer Claude Grosjean mit mehr als doppelt so viel Stimmen durch.
Lerch erzielte 69'619 Stimmen, Grosjean 30'485. Chancenlos blieb der parteilose Aussenseiter Stefan Theiler mit 6089 Stimmen.
Der 56-jährige Christoph Lerch führt das Statthalteramt Bern-Mittelland seit 2010. Nun hat ihm das Stimmvolk auch für seine letzte Amtszeit klar das Vertrauen ausgesprochen. Ausser von SP und Grünem Bündnis war Lerch auch von der BDP unterstützt worden. Lerch habe gute Arbeit geleistet, entscheide pragmatisch und verhandle gut.
Der grünliberale Herausforderer Grosjean kritisierte hingegen, dass Lerch das Statthalteramt "wie ein Jurist" führe und nicht genug Gestaltungswillen an den Tag lege. Mit weniger als der Hälfte von Lerchs Stimmen verfehlte Grosjean die Wahl aber klar.
Bereits 2014 war es zu einer Kampfwahl gekommen. Die Grüne Simone Machado Rebmann (GPB-DA) verfehlte damals die Wahl aber noch deutlicher. Sie holte nur einen Viertel der abgegebenen Stimmen.Zweiter Wahlgang im Berner Jura
Im Berner Jura wird das Rennen um den künftigen Statthalter erst am 2. Juli entschieden. Im ersten Wahlgang erhielt keiner der Kandidaten das absolute Mehr.
Am meisten Zuspruch erhielt Stéphanie Niederhauser (FDP) mit 6'157 Stimmen. Knapp dahinter folgt Hervé Gullotti (SP) mit 5089 Stimmen. Patrick Gsteiger (EVP) erzielte 1840 Stimmen.
Alle drei bewarben sich um die Nachfolge des zurücktretenden Präfekten Jean-Philippe Marti (SP). Die Stimmbeteiligung lag bei 38,6 Prozent.
In den übrigen acht Verwaltungskreisen kam es - mangels weiterer Kandidaturen - zu keiner öffentlichen Wahl.