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Zu den medizinischen Sonderleistungen gehören alle Behandlungen, Kuren, Therapien, Medikamente etc., welche von der obligatorischen Krankenversicherung nicht oder nicht vollständig übernommen werden.
Beispiele:
- Komplementär- oder Alternativmedizin
- Psychotherapien, die nicht von einem Arzt oder auf ärztliche Anordnung durchgeführt werden
- Behandlung von Suchterkrankungen.
Bei der Klärung, ob eine solche Leistung zu übernehmen ist, hat die Sozialbehörde die Notwendigkeit und den Nutzen der beantragten Leistung zu prüfen. Dazu hat sie den Sachverhalt abzuklären und gegebenenfalls Fachleute namentlich zur Klärung von medizinischen Fragen beizuziehen. Sie kann die Übernahme von Kosten ganz oder teilweise verweigern, wenn die beantragte Behandlung nicht erforderlich ist oder sie eine vertretbare günstigere Alternative anzubieten vermag. Im letzteren Fall muss die angebotene Alternative allerdings geeignet sein, das bestehende Problem angemessen anzugehen. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die in Frage stehenden Leistungen von dritter Seite übernommen werden.
Will eine unterstützte Person eine medizinische Sonderleistung in Anspruch nehmen, hat sie vorgängig bei der Sozialbehörde um Kostengutsprache zu ersuchen. Die Sozialhilfe hat dabei die Möglichkeit, Sinn und Nutzen der beantragten krankheits- und behinderungsbedingten Sonderleistungen durch eine von ihr bezeichneten medizinischen Fachperson prüfen zu lassen (neuen § 148 Abs. 2 Bst. f SG).