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Trotz der Rettungsbemühungen zahlreicher Tierschützer sind im äussersten Nordwesten Schottlands mindestens 25 Wale gestrandet und qualvoll ums Leben gekommen. Insgesamt waren fast 70 Grindwale an der Küste in der Nähe des Ortes Kyle of Durness am nordwestlichsten Zipfel des schottischen Festlandes in Not geraten.
Dies teilte die Tierschutzorganisation British Divers Marine Life Rescue (BDMLR) am Samstag mit. Viele der Wale seien auf ihrer Seite oder dem Rücken gestrandet, so dass sie Sand eingeatmet hätten. Einige Tiere hätten sogar aufeinander gelegen.
Die Tierschützer konnten nach eigenen Angaben 44 Tiere retten und zurück ins Wasser bringen. Am Samstag waren die überlebenden Tiere zunächst in Sicherheit.
Zu Beginn hatte es geheissen, es seien 15 Wale verendet. Im Laufe des Tages stieg die Zahl jedoch an. Die Rettungsaktion hatte die ganze Nacht über gedauert.
Verlorene Orientierung
Warum die Tiere der Küste so gefährlich nahe kommen, ist nicht eindeutig geklärt. Der wissenschaftliche Leiter der Wal- und Delphinschutzgesellschaft, Mark Simmonds, erklärte, Kyle of Durness sehe aus wie eine "Wal-Falle".
Die Wal-Gruppe habe offenbar in dem Gewässer mit vielen nachgiebigen Sandbänken die Orientierung verloren und sei daher in Panik geraten. Wenn nur ein oder zwei Wale strandeten, würden die übrigen der Gruppe versuchen, ihnen zu helfen, und sich so selbst in Gefahr bringen, erläuterte Simmonds.
An der schottischen und auch an der irischen Küste geraten Wale immer wieder in Notlagen. Im vergangenen Herbst waren in der irischen Grafschaft Donegal 33 gestrandete und verendete Wale gefunden worden.