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Wie nachhaltig Brasiliens Städte sind und wie sich ihre Siedlungsstrukturen verändern zeigt eine Studie des brasilianischen Statistikamtes IBGE. Nach dieser vereinen drei Städte gleich 28 Prozent der urbanisierten Bereiche des Landes: São Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte. Die größten Konzentrationen befinden sich zudem nahe der Küste im Südosten und Süden Brasiliens.
Mit der am Donnerstag (27.) vorgelegten Studie will das IBGE eine Grundlage für weitere Forschungen bieten, Tendenzen aufzeigen und bei der Ausarbeitung einer öffentlichen Siedlungspolitik zur Hand gehen.
Die Studie basiert auf Satellitenbildern aus dem Jahr 2015 mit einer Auflösung von fünf Metern. Analysiert wurden 63 urbane Zentren mit jeweils mehr als 300.000 Einwohnern. Von den untersuchten 15.167 Quadratkilometern nimmt allein São Paulo schon 2.012 Quadratkilomter ein.
Die Megametropole vereint damit 13 Prozent der Siedlungsflächen Brasiliens. Zwölf Prozent entfallen auf Rio de Janeiro.
Herausgefunden haben die Forscher ebenso, dass die Zahl der Einwohner bei der Besiedlung einen stärkeren Ausschlag gibt, als dies die geographischen Verhältnisse tun. Allerdings gleicht laut IBGE-Forscher Pedro Henrique Braga keine Stadt der anderen.
In João Pessoa sind beispielsweise 77,3 Prozent der 211 Quadratkilomter bebaut, während es im Munizip Campina Grande gerade einmal zehn Prozent sind.
Analysiert wurde auch die Bebauungsdichte. Der Großteil der untersuchten Siedlungen weist dabei eine Dichte von über 90 Prozent aus. Charakterisiert sind sie durch wenig Freiräume und einer hohen Einwohnerzahl.
Die Studie beachtet zudem Aspekte der Objektive einer nachhaltigen Entwicklung der UNO.