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Das bekannte Shampoo Head & Shoulders von Procter & Gamble beseitigt nicht nur Schuppen. Es enthält auch den Problemstoff Palmöl. Für dessen Produktion werden in Indonesien riesige Waldgebiete zerstört. Greenpeace-Recherchen belegen, dass Procter & Gamble sein Palmöl von Produzenten bezieht, die in Indonesien Regenwald zerstören und Rückzugsräume der bedrohten Sumatra-Tiger und Orang-Utans vernichten.
Greenpeace fordert den Konzern auf, zukünftig auf Palmöl zu setzen, das nicht zu Lasten der Regenwälder produziert wird.
Palmöl wird in einer Vielzahl von Haushalts- und Pflegeprodukten verwendet. Procter & Gamble ist mit rund 460’000 Tonnen jährlich einer der grössten Palmöl-Abnehmer weltweit. Der Konzern verarbeitet es in zahlreichen Produkten, wie zum Beispiel Fairy-Spülmittel, Blend-a-med-Zahncreme, Gillette-Rasierschaum, Ariel-Waschmittel, Shampoos von Herbal Essences, Pantene oder Head & Shoulders.
«Als einer der grössten Palmölabnehmer weltweit hat Procter & Gamble eine Verantwortung beim Regenwaldschutz. Der Konzern muss dreckiges Palmöl aus seinen Produkten verbannen», sagt Mirjam Kopp, Waldexpertin von Greenpeace Schweiz.
Greenpeace-Report belegt Regenwaldzerstörung
Procter & Gamble Palmöl bezieht beispielsweise Palmöl über Zwischenhändler wie Cargill oder Wilmar International, die wiederum von der Firma BW Plantation beliefert werden. Neue Greenpeace-Recherchen belegen, dass BW Plantation in der Provinz Zentral-Kalimantan tausende Hektar ausgewiesenen Orang-Utan-Lebensraum zerstört hat.
Auch von den Firmen KLK und Musim Mas bezieht der Konzern Palmöl. Beide Unternehmen werden ebenfalls mit Regenwaldzerstörung in Verbindung gebracht. «Procter & Gamble muss schleunigst Transparenz und Rückverfolgbarkeit in seine Lieferkette bringen und strengere Anforderungen an seine Palmöllieferanten stellen», sagt Kopp.
In Indonesien ist die Palmölproduktion der grösste Treiber der Entwaldung. Allein für Palmöl werden jährlich um die 150’000 Hektar Regenwälder zerstört. Die Austrocknung von Torfmooren und Rodung von Wäldern setzt klimaschädliches CO2 frei. Die Tiere des Waldes wie zum Beispiel der bedrohte Sumatra-Tiger oder der Orang-Utan verlieren ihren Lebensraum. Es kommt zu Landraub und Vertreibung der lokalen Gemeinden.
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