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Leider sind vom Seetal Sängerverband keine alten Protokollbücher mehr vorhanden. Einige wenige Angaben über die Entstehung konnten von Fritz Stiner aus Seengen, einem früheren Präsidenten, in
Erfahrung gebracht werden. Weitere interessante Begebenheiten sind im Archiv des Männerchors Sängerbund Beinwil am See hinterlegt.
Im Jahre 1839 wurde im Bären in Seengen aus dem heimischen Männerchor ein Bezirkschor gegründet, welcher jeweils an Auffahrt konzertierte. Dies führte schliesslich 1853 zur Gründung des «Seethal Sängerverband», welcher nur aus Männerchören bestand.
An der Versammlung der Abgeordneten der Seethal Männerchöre vom 16. November 1873 wurde das Gesuch der gemischten Chöre des Tales um Aufnahme in den Verband abgelehnt.
Ein Jahr später jedoch, am Seethal Gesangsfest 1874 in Seengen, wurde den Töchtern gestattet, «nach Belieben auf dem Festplatz zum Einzelgesang aufzutreten».
Erst 1922 wurde durch die Aufnahme von Töchterchören, Frauenchören und Gemischten Chören der Seetal Sängerverband zu seiner heutigen Form erweitert. Er umfasste anfänglich 19 Vereine mit rund 500 Sängerinnen und Sängern. Eine wahrhaft stattliche Anzahl!
Gesangsfeste zu organisieren war auch früher schon schwierig. «Nachdem ich ein halbes Dutzend Körbe erhalten habe, wäre nun das Kampfgericht beeinander», freute sich A. Bruder, Präsident des Männerchors Beinwil am See, in einem Schreiben im Jahre 1926.
Dass man auch mit dem Kampfgericht Mühe hatte, konnte man folgendem Spruch über der Bühne entnehmen:
«Gefährlich sind mir jene Herren, ihr kennt sie wohl, im Kampfgericht.
Doch halten wir sie hoch in Ehren, ihr Urteil bringt den Tod uns
nicht.»