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Rosa, die Tochter der angesehenen Familie de la Vega, läuft als junges Mädchen von ihrem zuhause in Montevideo weg. Auf ihrer Flucht lernt sie Albert Gothmann, einen reichen Bankierssohn aus Frankfurt, kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und Rosa folgt Albert nach Deutschland. Eine Entscheidung, die auch nachfolgende Generationen beeinflussen wird. Den historischen Kontext der Familiensaga bilden dabei Südamerika und Deutschland im 19. Jahrhundert.-
Ein Roman, der vollgepackt ist mit allen Facetten von Gefühlen. Dicht nebeneinander liegen Glück und Unglück, Reichtum und Armut. Manches Schicksal wäre erträglicher, wenn nicht Stolz, Starrsinnigkeit und unterdrückte Gefühle dies verhindern würden. So entstehen Missverständnisse, die erst am Ende aus dem Weg geräumt werden können.
Wir haben hier drei Generationen wirklich starker Frauen, die viel erleiden müssen und die sich alle zu Männern hingezogen fühlen, die standesmäßig nicht in die Familie passen. Jedoch in manche ihrer Verhaltensmuster kann ich mich nicht hineinversetzten, besonders wenn es um die Mutter-Kind Beziehungen geht.
Das Buch hat mir gut gefallen, und auch wenn der letzte Teil nicht sehr realistisch ist, und etwas überzogen wirkt, bin ich mit dem Ende zufrieden.
Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das ich gerne weiterempfehle.
Die zerbrochenen Rosen
Thala am 02.02.2021
Bewertet: Buch (Paperback)
Auf 800 Seiten entführt Carla Federico den Leser vom Taunus ins ferne Uruguay.
Sie beschreibt die Familiensaga der La Vegas-Frauen: Rosa de la Vegas möchte den von Ihren Eltern als Ehemann ausgewählten, deutlich älteren Ricardo nicht heiraten.Als ihr der Deutsche Albert Gothmann über den Weg läuft und er sie vor bösen Ganoven rettet, erfährt ihr Bruder Julio von dem Deutschen und schlägt Albert eine Heirat mit Rosa vor. Dieser willigt ein und reist mit seiner Frau zurück nach Deutschland, in den Taunus.
Im zweiten Buch geht es um Rosas Tochter Valeria und Claire, die Tochter von Carl-Theodor, dem Bruder von Albert. Beide wachsen im Taunus auf, bleiben aber in ihrer Wahlheimat Uruguay.
Das dritte Buch thematisiert das Schicksal von Tabitha und Carlota, beide Töchter von Valeria.
Anfangs fand ich das Buch sehr faszinierend und fesselnd, da es mich in eine andere Zeit und eine völlig andere Kultur katapultierte. Ein Ereignis folgte aufs nächste, würde die Mischehe zwischen zwei Fremden funktionieren? Und würde Rosa von der feinen Frankfurter Gesellschaft akzeptiert werden? War sie nicht in ihren Augen eine unzivilisierte Fremde verglichen mit den intellektuellen europäischen Frauen, die sich für Politik und Kunst interessierten? In der Tat hatte Rosa erhebliche Schwierigkeiten, die sie nicht zu lösen vermochte. Die nächsten beiden Teile waren in meinen Augen eher eine Wiederholung von Rosas Schicksal und wenig kreativ. Ich hätte mir Protagonistinnen gewünscht, die sich von Rosa differenzieren zu vermochten. Hier wurde ich jedoch sehr enttäuscht. Es kam mir eher so vor, als würden nur die Namen der Protagonistin vertauscht. Von der Handlung und besonders dem Ende war ich sehr enttäuscht, da es zwar ein glückliches Ende gab, in meinen Augen aber plötzlich alles viel zu glatt verlief. Es wirkte einfach unrealistisch.
Fazit: Wer wunderschöne Landschaftsbeschreibungen und jede Menge Romantik sucht, ist mit diesem Buch bestens aufgehoben. Es ist sehr flüssig und bildreich geschrieben, so dass man es herrlich im Urlaub oder auf dem heimischen Balkon lesen kann. Wer jedoch abwechslungsreiche Heldinnen sucht, welche ihren ganz eigenen Kopf haben, ist hier falsch aufgehoben. Die Rosen zerbrechen und tragen am Ende neue Blüten.