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Naturlehrpfad Albula
Pfad der Pioniere 12: Schutzwald
Beschreibung
Bei Steinschlägen und Murgängen wirkt ein gesunder Wald wie ein Sieb. Die Bäume bremsen Steine und Schutt ab, halten sie zurück und verteilen sie auf eine grössere Fläche. Der Wald schützt auf diese Weise Siedlungen und Strassen im Tal. Föhren und Lärchen haben im Laufe ihrer Entwicklung eine dicke Rinde zum Schutz gegen diese Naturgewalten gebildet.
Im Jahr 1854 brannte die Sägerei in Surava in Plang la Rezgia ab. Da diese nicht wieder aufgebaut wurde, konnte sich der Lawinenschutzwald erholen. Die Sägerei wurde von Katarina Manzi aus Savognin ca. 10 Jahre zuvor erbaut. Die Gemeinde Surava erteilte ihr das Recht, sämtliche schlagreifen Bäume von der Grenze Tiefencastel bis Alvaneu Bad unter dem Felsen Bot Radond für zwanzig Rappen zu fällen und zu verwerten. Per Pferdetransport wurde das Holz bis nach Italien geliefert, die Sägerei lief Tag und Nacht. In bloss zehn Jahren war der Wald bis auf den Jungwuchs kahl geschlagen.
Mehr dazu im Buch "Surava. Zeitdoikumente" von Guido Casutt.
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