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Nachts streift ab und an ein Fuchs um das Naturzentrum. In seinem dichten Winterfell wirkt er sehr stattlich. In unserem Naturgarten findet er Beeren und auch mal eine Maus als Mahlzeit. Er ist in der Dunkelheit ein heimlicher Besucher, aber sein Kot, den er zur Markierung seines Reviers absetzt, zeugt von seiner Anwesenheit.
Der Fuchs ist im Winter nicht nur mit der Nahrungs- sondern auch mit der Partnersuche beschäftigt. Im Dezember fängt die Paarungszeit der Füchse an, die sogenannte Ranz. Diese dauert bis in den Februar des nächsten Jahres hinein.
Bei der Fuchsranz spielt die optische Wahrnehmung eine deutlich untergeordnete Rolle. Die Füchse kommunizieren vor allem über den Gehör- und Geruchsinn. Da Füchse ausgeprägte Einzelgänger sind, nehmen sie in dieser Zeit über das nächtliche Bellen Kontakt miteinander auf. Während der Ranz markieren Füchse viele Dutzende Male. Die Duftlockstoffe, die die weiblichen Füchse (Fähen) beim Markieren abgeben, orientieren ihre Artgenossen über Geschlecht und Paarungsbereitschaft. Männliche Füchse (Rüden) können anhand des Duftes des Urins erkennen, ob eine Fähe fruchtbar ist oder nicht.
Da der Duft einer ranzigen Fähe weitherum wahrnehmbar ist, werden mitunter auch revierfremde Rüden angelockt. Die Anwesenheit von mehreren Rüden in einem Revier kann zu aggressiven und teils blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Kontrahenten führen. Ist der Stärkste einmal auserkoren, weicht dieser der Fähe zwei Tage vor der Paarung nicht mehr von der Seite. Die durchschnittlich vier bis sechs Fuchswelpen werden im nächsten Frühjahr das Licht der Welt erblicken.