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Biographie
Der gebürtige Zürcher Adolf Brunner erhielt erstmals Kompositionsunterricht von seinem Onkel, dem Komponisten Hans Lavater (1885–1969). Daneben studierte er Klavier bei Walter Frey.
Adolf Brunner maturierte in Zürich und ging daran anschliessend 1921 nach Berlin, wo er Privatunterricht bei Philipp Jarnach nahm. Ab 1922 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik in der Kompositions- und Kapellmeisterklasse bei Franz Schreker, Walther Gmeindl und Siegfried Ochs.
Nach Studienende kehrte er wieder nach Zürich zurück, wo 1929 sein Abschlusswerk Symphonisches Orchesterstück mit Suite vom Tonhalle-Orchester unter der Leitung von Volkmar Andreae uraufgeführt wurde. Zwecks weiterer Studien unternahm er in den darauffolgenden Jahren mehrere Reisen unter anderem nach Italien und Paris. Während des Zweiten Weltkriegs war er einer der führenden Köpfe des Gotthardbundes, einer überparteilichen und antifastischen Bewegung, seit 1942 als Geschäftsführender Präsident. Von 1948 bis 1960 war er hauptamtlicher Leiter der Abteilung Politik und Aktuelles sowie Initiator der Sendung Echo der Zeit bei Radio Zürich. 1954 gründete er den Schweizerischen Arbeitskreis für Kirchenmusik. Von 1962 bis 1968 amtete er als staatlicher Prüfungsexperte am Konservatorium Zürich, danach bis 1971 in der Musikkommission der Tonhalle-Gesellschaft Zürich.
Mit der Fertigstellung seiner letzten Komposition (Markus-Passion 1971) beschloss Brunner, der als bedächtig arbeitend und unerbittlich selbstkritisch galt, keine weiteren Werke zu komponieren und sich der Philosophie zu widmen. Bis 1987 entstand ein 12-bändiges Skript, das bis heute unveröffentlicht ist.