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1991 begann Paolo Barilla seine Karriere im Familienunternehmen bei Barilla France, einer Tochtergesellschaft der Gruppe. 1994 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Barilla-Gruppe ernannt, eine Position, die er bis heute innehat. Von 1999 bis 2000 war er zudem als CEO tätig. Seit 2010, dem Jahr, in dem er zum Vorsitzenden des neu gegründeten italienischen Verbandes der Süsswaren- und Pastaindustrie (AIDEPI) ernannt wurde, hatte Paolo Barilla zahlreiche Positionen in Verbänden inne. 2014 wurde er stellvertretender Vorsitzender der Barilla Center for Food & Nutrition Foundation. Im Oktober 2016 wurde er zum Vorsitzenden der International Pasta Organisation (IPO) gewählt. Von März 2017 bis Dezember 2018 war er Vorsitzender des italienischen Lebensmittelverbandes (Unione Italiana Food) und seit dem 1. Januar 2019 hat er die Stelle des stellvertretenden Vorsitzenden übernommen. Seit Juli 2020 ist er Mitglied des Confindustria Executive Council (Consiglio Direttivo).
2021
Barillas Mission war und sei es, gute und immer bessere Pasta zu machen, sagte Paolo Barilla, stellvertretender Vorsitzender der Firmengruppe am SEF.2021. «Da braucht es keine grossartigen Visionen», führte er aus. Zusammen mit seinen Brüdern bildet der ehemalige Autorennfahrer das Leitungsgremium des 1877 von seinem Urgrossvater gegründeten und heute weltweit grössten Pastaherstellers mit Sitz in Parma. Der 60-jährige Italiener sprach mit der Moderatorin Nicoletta Cimmino über die starke Tradition im Familienunternehmen und die daraus resultierenden Konsequenzen für den Geschäftsalltag. Aus der Vergangenheit könne man viel lernen, auch wenn die Herausforderungen heute andere seien. Denn der Geist sei der gleiche. «Das Treffen von Entscheidungen ist oft einfacher, wenn man sich auf Werte verlassen kann», so Barilla. Zudem kann Beständigkeit eine gute Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften bilden: Das italienische Unternehmen pflegt dauerhafte Partnerschaften mit Bauern, die auf der einen Seite Weizen liefern, und sich auf der anderen Seite verpflichtet haben, einen Teil ihres Landes brach zu lassen.