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Uriella, das selbsternannte «Sprachrohr Gottes», erlangte in den 90er-Jahren wegen ihren schrägen TV-Auftritten Kultstatus. Wir zeigen die besten Szenen.
Es war eines der bizarrsten Aufeinandertreffen in der Geschichte des Schweizer Fernsehens. 1996 lädt Talkmaster Frank Baumann Pornodarstellerin Laetitia Zappa aka «Porno-Heidi» und Uriella in seine Sendung «Ventil» ein.
Er will mit der Sektenführerin von «Fiat Lux» aber nicht über Gott und die Welt reden. Kurzerhand zeigt er Uriella den Sexstreifen von Laetitia, den Uriella als «Fachjurorin» bewerten soll. Derweil sitzt Porno-Heidi lasziv auf ihrem Stuhl und preist ihre «Französischkenntnisse» an.
Mit ihrem legendären Rotkäppli auf ihrem Schoss klammert sich die sichtlich verstörte Uriella auf ihrem Stuhl fest. «Ich bin schockiert. Sie haben mich in die Irre geführt», sagte sie zum TV-Moderator. Baumann lässt nicht locker und fragt die Sektenführerin, wie sie das «filmische Schaffen» des Pornofilms nun denn beurteile. «Ich habe es nicht angeschaut. Ich lebe enthaltsam», so Uriella.
In der Satire-Sendung «Viktors Spätprogramm» empfängt Fredi Hinz aka Viktor Giacobbo Uriella. «Sie ist wie Martina Hingis vom Ross gefallen», stellt Hinz die Sektenführerin – das selbsternannte «Sprachrohr Gottes» – dem Publikum vor. «Haben Sie das Rohr bei sich?», fragt der Hinz die Sektenführerin.
Es folgten schräge Dialoge über Bischof Haas' Alkoholproblem und Ufos von Hitler, welche die Menschheit holen.
Uriella: «Es gibt verschiedene Arten von Flugraumkörpern. Solche, die aus der Antarktis kommen.»
Hinz: «Ist Hitler auch dort?»
Uriella: «Nein, der ist auf dem Mond und läuft dort in Ketten rum.»
Legendär ist auch der Auftritt von Uriella im «Kassensturz», als sie ihre teuer verkauften Heilmittel verteidigen wollte. Sie sagte, der Himmel habe ihr grünes Licht für den TV-Auftritt gegeben. «Das ist eine skandalöse Behauptung», sagt der Moderator auf die Aussage Uriellas, sie habe schon viele Aids-Kranke geheilt. «Tatsächlich ist es skandalös, wenn sie mir so etwas vorwerfen», antwortete Uriella trocken.
Auch Uriellas Ehemann Icordo hatte einen äusserst bizarren Auftritt in einer Sendung von Giacobbo. Er tanzte als «Mr. Tomato» über die Bühne.
(amü)
Der Wahlsonntag in Graubünden war an Dramatik kaum zu überbieten. Die SVP verlor einen Sitz, die SP ist neu stärkste Partei und die BDP wurde wieder mal ein bisschen zu Grabe getragen.
Und dann kam er, der König, Martin Candinas. Das Lächeln breit wie der Rhein, war der Spitzenkandidat der CVP noch ein paar Zentimeter grösser als sonst. In einem Triumphmarsch, vor ihm die Fotografinnen, die im Rückwärtslaufen den Kotau machten, zog er in sein temporäres Reich ein, das Medienzentrum Chur. Candinas trat nicht für den Ständerat an, er machte kein Rekordergebnis, er war einfach nur Candinas, der wohl populärste Politiker des Kantons, der am Sonntagnachmittag seinen Aufzug …