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Escherichia coli
Sowohl die Resistenz gegen Quinolone als auch gegen 3. / 4. Generation-Cephalosporine nimmt seit über 10 Jahren zu.
Escherichia coli gehören zu den häufigsten Erregern, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Sie besiedeln als normale Flora den Darm des Menschen und führen v.a. zu Harnwegsinfektionen, Nierenbeckenentzündungen und Blutvergiftungen.
Die Resistenz gegen Quinolone nimmt seit Jahren kontinuierlich zu von 10.6% im Jahr 2004 auf 20.5% im Jahr 2015. In den letzten vier Jahren blieben die Raten der Quinolon-Resistenz bei E. coli allerdings stabil. Der Quinolon-Konsum ist ein wichtiger Trigger für die Zunahme der Quinolon-Resistenz in E. coli. Quinolone sollten deshalb in der Behandlung von unkomplizierten unteren Harnwegsinfektionen nur noch in Ausnahmefällen verwendet werden.
Die Resistenz gegen 3. / 4. Generation-Cephalosporine nimmt ebenfalls kontinuierlich zu von 0.9% im Jahr 2004 auf 11.4% im Jahr 2019. Die Zunahme erfolgt im ambulanten und stationären Bereich in etwa parallel. 3./4. Generation-Cephalosporin-resistente E. coli werden in vielen verschiedenen Umgebungen wie beispielsweise bei Reiserückkehrern, in Tieren oder Gewässern nachgewiesen.
Wählen Sie in den Dropdown-Menüs eine spezifische Region, eine Einheit, ein Antibiotikum oder ein Jahr aus. Verwenden Sie die Kontrollkästchen um einzelne Zeitreihen oder Konfidenzintervalle zu aktivieren / deaktivieren. Beim Bewegen der Maus über ein Diagramm wird eine Toolbar angezeigt, welche weitere Funktionen wie Zoomen, Datenbeschriftung und das Abspeichern der Grafik als Bilddatei, ermöglicht.
95% CI: 95% Vertrauensintervall
Für diese Analyse wurden nur invasive Isolate aus Blut und Cerebrospinalflüssigkeit verwendet, welche gegen die entsprechenden Antibiotika (-Kategorien) getestet wurden. Falls mehrere Antibiotika innerhalb der gleichen Kategorie getestet wurden, wurde das resistenteste Resultat berücksichtigt. Nur das erste Isolat pro Patient, Mikroorganismus und Kalenderjahr wurde eingeschlossen. Resultate werden berichtet, wie von den Laboratorien geliefert. Die Anzahl teilnehmender Laboratorien ändert über die Zeit, was auch die Statistiken beeinflussen kann. Die Resistenzdaten dienen der epidemiologischen Überwachung, können aber nicht per se als Therapie-Empfehlung interpretiert werden.