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"Die Interessen Schottlands sind bedroht", sagte sie am Freitag mit Blick auf den geplanten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs. Sturgeon warnte vor den negativen Auswirkungen auf die schottische Wirtschaft, falls ihr Land den Zugang zum EU-Binnenmarkt verlieren sollte.
"Ich bin nicht bereit, dem tatenlos zuzusehen", sagte die Regierungschefin. Die Unabhängigkeit von London "würde es uns erlauben, unser Schicksal selbst in die Hände zu nehmen".
Bei der Brexit-Abstimmung am 23. Juni hatten sich 52 Prozent der britischen Wähler für den Austritt aus der EU ausgesprochen. In Schottland votierten allerdings 62 Prozent für den Verbleib in der EU.
Sturgeon sprach sich umgehend für ein neues Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands aus. In einer ersten Volksabstimmung hatte sich im September 2014 eine Mehrheit von 55 Prozent für Schottlands Verbleib im Vereinigten Königreich ausgesprochen.
Das Brexit-Votum änderte offenbar kaum etwas an der Haltung der Schotten in dieser Frage: In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der "Times" sprachen sich 54 Prozent der Teilnehmer gegen die Unabhängigkeit ihres Landes aus.
(AWP)