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Im Glas funkelt La Brulade, der Topwein der Domaine de la Bégude, in tiefem Purpurrot. Die Nase nimmt eine ausgewogene Struktur wahr. Am Gaumen intensiv fleischige Noten von Garrigue (Zwergsträucher wie Rosmarin, Thymian, Lavendel und Salbei - charakteristisch im mediterranen Raum) und schwarzem Pfeffer. Die Tannine sind seidig weich, der Abgang schier endlos.
Die Domaine de la Bégude umfasst ein Gebiet von 500 Hektar, wovon 30 mit Reben bepflanzt sind. Sie liegt auf über 400 Metern wie ein luftiger Balkon über dem Mittelmeer und wird vom Mistral umweht. Von dieser Höhe aus reicht der Blick weit über die Bucht von La Ciotat. Die Seeluft temperiert die, wie ein Mosaik angeordneten, 55 Parzellen.
Die Weinlese erfolgt manuell. Danach wird der Wein während 18 Monaten im 600 Liter Foudre ausgebaut.
Die Geschichte dieser Domaine, entlang der alten Strasse zwischen Marseille und Toulon gelegen, ist rund 1000 Jahre alt. La Bégude war ein beliebter Zwischenstopp zur Verpflegung und Übernachtung, woher auch der Name rührt: 'Beguda' bedeutet im Provenzalischen 'Getränk' oder 'Ort, an dem man trinkt'. Ebenso diente La Bégude als Zufluchtsort, wenn auf der Strasse wieder der sogenannte Robin Hood der Provence, Gaspard de Besse, sein Unwesen trieb.