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HLA heisst Humane Leukozyten-Antigene, oft wird auch von „Gewebemerkmalen“ gesprochen. Es handelt sich um Strukturen auf der Oberfläche der Körperzellen. Anhand der HLA kann unser Immunsystem unter anderem zwischen eigenem und fremdem Gewebe unterscheiden.
Bei einer Blutstammzelltransplantation müssen die Gewebemerkmale von Patient und Spender in hohem Mass übereinstimmen. So wird das Risiko einer Abstossungsreaktion, bzw. einer Graft-versus-Host-Erkrankung vermindert.
Die Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger ist für das Gelingen einer Blutstammzelltransplantation entscheidend. Sind die Unterschiede zu gross, besteht die Gefahr, dass die transplantierten Spenderzellen den Körper des Empfängers abstossen. Das nennt man eine umgekehrte Abstossungsreaktion. Eine solche Immunreaktion wird Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung (engl. Graft-versus-Host-Disease = GvHD) genannt.
Die Gewebemerkmale werden von den Eltern an ihre Kinder vererbt. Da es aber sehr viele unterschiedliche Varianten dieser Merkmale gibt, die weitervererbt werden können, entstehen daraus theoretisch Billionen von Kombinationsmöglichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Menschen die völlig gleichen Gewebemerkmale haben, ist sehr gering. Zur Veranschaulichung: Eine völlige Übereinstimmung der Gewebemerkmale gibt es zum Beispiel bei eineiigen Zwillingen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschwister ein geeigneter Spender ist, liegt zwischen 20 bis 30 Prozent. Kann niemand aus der Familie spenden, muss ein Fremdspender gesucht werden.
Die Suche nach einem passenden Fremdspender ist aufwendig und kompliziert. Oft gleicht sie der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Für manche Betroffene kommt auch eine haploidentische Transplantation infrage.