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Auch die Verhandlung über das Rechtsmittel der Revision beginnt mit dem Vortrag des Berichterstatters (Strafprozeßordnung,
§ 391). Nach dem deutschen Gerichtsverfassungsgesetz (§ 199) hat bei den Abstimmungen der Richterkollegien
der Berichterstatter zuerst zu stimmen. Auch die Ausschüsse und Kommissionen, welche zur Vorberatung von Regierungsvorlagen und Anträgen
von parlamentarischen Versammlungen niedergesetzt werden, ernennen ihren Berichterstatter, welcher in der Plenarversammlung
die Ergebnisse der kommissarischen Beratung vorträgt und die Beschlüsse der Kommission in möglichst objektiver Weise zu
vertreten hat, weshalb derselbe auch aus der Majorität der Kommission genommen zu werden pflegt.
Ihm gebühren der einleitende Vortrag und das Schlußwort in der Debatte. In gleicher Weise wird bei den Beratungen von Stadtverordnetenversammlungen
und ähnlichen Kollegien verfahren, sei es nun, daß vom Berichterstatter mündlich oder schriftlich Bericht (s. d.) erstattet wird. Ist
schriftlicher Bericht erstattet, so bildet dieser die Grundlage der Verhandlung. In besonders wichtigen
Angelegenheiten wird dem ein zweiter beigegeben, welcher als Korreferent mit und neben dem eigentlichen Berichterstatter die Sache zu bearbeiten
und der Beschlußfassung des Kollegiums oder der Versammlung zu unterbreiten hat. - In einem andern Sinn spricht man vom Berichterstatter (Reporter)
einer Zeitung, welcher dieser über Tagesereignisse zu berichten hat.