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Bei einer der ungefähr siebzehn Gruppenarbeiten des Business Innovation-Studiums kommt ihnen plötzlich die «disruptive business idea», für deren Umsetzung sie aber einfach noch einen ETHler brauchen, der das Ganze für sie codet. Schon ist das Unternehmen mit einem meist komplett fantasielosen Namen als GmbH angemeldet.
Als nächstes wird das LinkedIn-Profil zu «CEO & Founder» aktualisiert. Und wenn es nicht das erste Unternehmen ist, da die vier vorherigen schon in den Sand gesetzt wurden, dann darf man sich sogar als «Serial Entrepreneur» bezeichnen. Ab diesem Zeitpunkt lautet der Whatsapp-Status etwas in die Richtung von «Hustle until your haters ask if you’re hiring». Alternativ kann es auch ein Zitat aus der Biografie von Elon Musk oder Steve Jobs sein.
Neben dem ganzen «Hustlen» kommt aber das Feiern als Entrepreneur trotzdem nicht zu kurz. Als selbsternannter Founder geht man aber nicht mehr in den Ausgang, nein, man «networkt». In den Semesterferien reist man dann natürlich ins Silicion Valley, der Trip ist logischerweise von Papa gesponsert. Und wenn dann im August die ungenügenden Noten auf Compass hereinprasseln, da fürs Lernen trotz der «lean & agile working culture» nicht genügend Zeit blieb, gibt es nur eine Lösung: Ein Instagram-Post vom Facebook oder Microsoft Campus, mit der Anmerkung, Mark Zuckerberg und Bill Gates seien ja auch Studienabbrecher. Der Durchbruch stehe also quasi kurz bevor.