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Hochverehrter Herr Präsident!
Indem ich Ihnen die gefällige Mittheilung Ihres Entwurfes zu Bestimmungen des internationalen Vertrages betreffend die zu verschiebenden Zweiglinien bestens verdanke, übermache ich Ihnen im Anschluße die gewünschte Copie desselben. Ich habe den Eindruk, daß der Entwurf, in dem er die auswärtigen Staaten hinsichtlich der Verwendung der Subventionen für die Hauptlinie zu beruhigen sucht, vielleicht den Susceptibilités der betheiligten schweizerischen Intreßenten | an den Zweiglinien zu wenig Rechnung trägt. Man dürfte möglicherweise in einzelnen Bestimmungen – z. B. der für die Subvenienten ziemlich gleichgültigen Aktienrente v. 3%, dem verlangten Paricurs von Obligationen ct,. – eine unnöthige Erschwerung des Zustandekommens fraglicher Linien erbliken. –
Ueber die Conferenzverhandlungen kann ich Ihnen zur Stunde nichts Neues melden. Gestern war keine Sitzung. Diesen Morgen wird, wie mir Hr. B.R. Welti bemerkte, die | Repartition der neu zu gewährenden Subvention zur Behandlung kommen & schwerlich schon abschließlich erledigt werden. Sobald ich etwas Neues von Bedeutung erfahre, werde ich Sie davon in Kenntniß setzen. –
Genehmigen Sie bei diesem Anlaße die Versicherung ausgezeichnetster Hochachtung von Ihrem
freundschaftlich ergebenen
J. Zingg.
Luzern den 11. Juni 1877.