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Gut 60 Prozent des Stroms aus Schweizer Steckdosen stammen aus erneuerbaren Quellen, hauptsächlich aus der Wasserkraft. Auf Photovoltaik, Wind, Kleinwasserkraft und Biomasse entfallen fünf Prozent.
Der Anteil neuer erneuerbarer Energieträger (Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft) nimmt stetig zu, von 4,7 Prozent im Jahr 2014 auf 4,9 Prozent 2015. Davon wurden 94 Prozent in der Schweiz produziert und knapp drei Viertel durch die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) gefördert. In geringen Mengen stammte der 2015 gelieferte Strom aus Abfällen (ein Prozent) und fossilen Energieträgern (0,6 Prozent).
Der Strom aus Schweizer Steckdosen stammt zu 58 Prozent aus erneuerbaren Energien. Wie aus einer Mitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) hervorgeht, wurden 53,4 Prozent des im Jahr 2015 gelieferten Stroms in Grosswasserkraftwerken produziert (2014: 49,5 Prozent). Die gelieferte Wasserkraft wurde zu 88,8 (87,6) Prozent in der Schweiz produziert. 20,7 (26,0) Prozent des gelieferten Stroms wurden in Kernkraftwerken produziert. 19,4 (18,1) Prozent des gelieferten Stroms stammten aus nicht überprüfbaren Energieträgern. Dieser relativ hohe Anteil dürfte der Behörde zufolge darauf zurückzuführen sein, dass auf dem europäischen Markt vermehrt Strom aus fossilen und nuklearen Quellen beschafft wird, ohne Zukauf von entsprechenden Herkunftsnachweisen. Gegenüber dem Vorjahr habe sich der Anteil nicht überprüfbarer Energieträger indes nur leicht erhöht.
An die Schweizer Steckdosen wird nicht nur Strom aus Schweizer Produktion geliefert: Es herrscht ein reger Handel mit dem Ausland, bei dem Strom exportiert und importiert wird. Deshalb stimmt der Schweizer Produktionsmix nicht mit der durchschnittlichen Zusammensetzung des gelieferten Stroms (Schweizer Liefermix) überein. So ist zum Beispiel beim Produktionsmix die Wasserkraft mit rund 56 Prozent leicht höher als der Liefermix (53 Prozent).
Um über den Liefermix jedes Stromversorgers Transparenz zu schaffen, sind die schweizerischen Stromversorgunger seit 12 Jahren gesetzlich verpflichtet, Herkunft und Zusammensetzung des gelieferten Stroms offenzulegen. Die Deklaration erfolgt rückwirkend. Seit 2006 müssen diese Zahlen allen Kunden mit den Stromrechnungen bekanntgegeben werden. Seit 2013 werden die Daten zusätzlich auf der Internet-Plattform www.stromkennzeichnung.ch veröffentlicht.