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Der Name des Clubs, Ludogorez, leitet sich von Ludogorie ab, wie die Region in der Donautiefebene heisst. Auf Deutsch bedeutet dies soviel wie «verrückter Wald». Die Gegend war ursprünglich dicht bewaldet, was offenbar den Türken Eindruck gemacht hat, die für diesen Namen verantwortlich zeichnen.
Ein weiteres türkisches Erbe besteht darin, dass Rasgrad ein islamisches Zentrum im orthodoxen Bulgarien ist.
Der Club Ludogorez ist erst ein paar Jahre alt. Er wurde 2011 durch den einheimischen Pharma-Unternehmer und Oligarchen Kyril Domustschiew gekauft und personell aufgerüstet. Die Mannschaft stieg aus der zweiten Liga auf und wurde in der nächsten Saison direkt Meister.
Diesen Erfolg bestätigte die Mannschaft ein Jahr später und auch in der laufenden Saison liegt sie bereits wieder an der Spitze. Mit 8000 Plätzen ist jedoch das Stadion von Ludogorez für ein Uefa-Spiel zu klein. Die Mannschaften müssen deshalb im Nationalstadion von Sofia mit 40'000 Plätzen antreten.
Diese dürften zum grössten Teil leer bleiben, vermutet SRF Osteueropa-Korrespondent Marc Lehmann. Denn die Hauptstadt ist 300 Kilometer von Rasgrad entfernt, was bei den bulgarischen Strassenverhältnissen einer Tagesreise gleichkomme. Und da der Club noch sehr jung ist und gewissermassen aus der Retorte entstanden ist, habe er auch noch keine etablierte Fangemeinde.