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Diese 12 Schweizer starten bald in die NHL-Saison
Die Trainingscamps der 31 NHL-Organisationen sind kurz vor dem Ende. Nun gilt es für Schweizer Exportspieler bald wieder ernst. Welche Schweizer werden wir in der nächsten Saison überhaupt in der NHL bestaunen können? Wie verlief ihre letzte Saison? Und wie steht es um einen Platz im Team?
Roman Josi (Nashville Predators)
Ohne Zweifel gehört Roman Josi zu den besten Verteidigern der Welt. Dies zeigte er einmal mehr an der Weltmeisterschaft 2018, an der er sich zum zweiten Mal nach 2014 WM-Silber holte. Zudem ist Josi seit einem Jahr Captain der Nashville Predators und schon jahrelang ein fixer Bestandteil der Mannschaft. Sollte der 28-Jährige ohne Verletzung durch die Saison kommen, könnte er endlich wieder die 60-Punkte-Marke übertreffen, nachdem er letzte Saison 57 Punkte (14 Tore) in 88 Spielen erzielte.
Sein Siebenjahresvertrag mit durchschnittlich 4 Millionen Dollar läuft Ende Saison 19/20 aus. Es ist anzunehmen, dass Nashville noch dieses Jahr den Vertrag mit ihrem Superstar verlängern und sich Josis Gehalt noch einmal erhöhen wird.
Yannick Weber (Nashville Predators)
Yannick Weber hat seit Jahren seinen Platz in der NHL gefunden. Er spielte nie eine prägende Rolle wie dies seine Teamkollegen Roman Josi und Kevin Fiala tun, aber der 29-Jährige ist stets ein wichtiger Bestandteil der dritten Verteidigungslinie. Leider wird der Berner regelmässig durch kleine Verletzungen zurückgeworfen, doch er hat sich immer wieder zurückgekämpft. In der vergangenen Saison kam er auf 47 Spiele, in denen er je drei Tore und Assists verzeichnen konnte.
Sein Vertrag wurde bereits im Januar um zwei weitere Jahre mit je 650’000 Dollar pro Jahr verlängert. Damit stehen für Weber zwei weitere Jahre an, in denen er sich mit den besten Hockeyspielern der Welt messen kann.
Mirco Müller (New Jersey Devils)
Im Nationaldress an der Weltmeisterschaft spielte Mirco Müller stark auf und auch in New Jersey hatte der 23-jährige Winterthurer einen Platz in der Startformation. Doch nach starkem Beginn musste der Verteidiger wegen eines Schlüsselbeinbruches eine längere Pause einlegen. Dadurch konnte er nur 31 Spiele bestreiten und sich dabei vier Assists gutschreiben lassen. Sein Zweijahresvertrag (1,7 Mio. Dollar) läuft Ende Saison aus, aber nach drei verkorksten Jahren in San Jose hat er sich definitiv einen Platz in einem NHL-Team erkämpft.
Dean Kukan (Columbus Blue Jackets)
Auch Dean Kukan kann die nächste Saison in der NHL planen. Im März unterschrieb der Zürcher einen Einweg-Vertrag über zwei Jahre mit einem Gehalt von 725’000 Dollar im Jahr. Dies, obwohl er eigentlich noch nicht vollständig Fuss in der NHL gefasst hat und die letzte Saison mehrheitlich in der AHL verbracht hatte. Trotzdem wurde der 25-Jährige für 11 Spiele der Columbus Blue Jackets aufgeboten, in denen ihm vier Assists gelangen. Kukan erhält nun also die Chance, sich erstmals eine ganze Saison lang in der NHL zu beweisen.
Luca Sbisa (New York Islanders)
Die letzte Saison lief für Luca Sbisa zwiegespalten. Andauernd war er durch Verletzungen länger ausgefallen und konnte so nicht einmal die Hälfte aller Spiele seiner Mannschaft bestreiten. Auf dem Eis lief es ihm aber punktemässig nicht schlecht, denn er konnte in nur 42 Spielen für die Las Vegas Golden Knights 2 Tore und 16 Assists verbuchen. Trotzdem verlängerten die Golden Knights den Vertrag mit dem Schweizer Verteidiger nicht. Sbisa hat nun nach einem knapp zweiwöchigen Tryout einen Einjahresvertrag über 1,5 Millionen bei den New York Islanders unterschrieben.
Kevin Fiala (Nashville Predators)
Kevin Fiala ist letzte Saison definitiv in der NHL angekommen. Mit 26 Toren und 26 Assists in 92 Spielen (inkl. Playoffs) konnte sich Fiala regelmässig in die Skorerliste eintragen. Einziges Manko: seine Konstanz. Bekommt er diese in den Griff, wird er seine letztjährige Saison nochmals toppen und weit über 60 Punkte verzeichnen können.
Der 22-Jährige wird zusätzlich motiviert sein, da sein Entry-Level Vertrag mit 2,775 Millionen Dollar über drei Jahre Ende Saison ausläuft und er sich für einen neuen Millionenvertrag aufdrängen möchte..
Nino Niederreiter (Minnesota Wild)
Viel wurde im Sommer spekuliert, ob Nino Niederreiter auch diese Saison im Trikot der Minnesota Wild auflaufen wird. Der 25-jährige Bündner hatte letztes Jahr nicht seine beste Saison, da er immer wieder von kleinen Verletzungen gebremst wurde. Somit konnte er sich in 68 Partien nur gerade 18 Tore und 14 Assists verbuchen lassen.
Es läuft erst das zweite Jahr seines mit 5,25 Millionen Dollar gut dotierten Vertrages. Deshalb bleibt der Bündner ein Kandidat für einen Trade, falls er nicht mehr an die hohen Erwartungen anknüpfen kann. Doch selbst wenn Niederreiter den Club wechselt, wäre er in jeder anderen Mannschaft gesetzt, da er immer noch einer der weltbesten Powerflügel ist.
Nico Hischier (New Jersey Devils)
Nico Hischier hat bereits in seiner ersten Saison in der NHL die Fans der New Jersey Devils begeistert. Mit verhältnismässig wenig Eiszeit gelangen ihm in 87 Spielen 21 Tore und 32 Assists. Dies ist auch ein Grund, wieso sich die Devils zum ersten Mal seit fünf Jahren für die Playoffs qualifiziert hatten. Sein Entry-Level Vertrag mit 925’000 Dollar pro Jahr läuft noch zwei weitere Jahre, doch es wäre keine Überraschung würden die Devils ihren Nummer 1 Draft baldmöglichst langfristig an sich binden.
Timo Meier (San Jose Sharks)
Wie Fiala konnte Timo Meier letztes Jahr den Durchbruch schaffen. Der 21-Jährige spielte die ganze NHL-Saison bei den San Jose Sharks und wurde nicht wie das Jahr zuvor zwischenzeitlich zum Farmteam in die AHL geschickt. In insgesamt 91 Spielen gelangen ihm 23 Treffer und 18 Assists. Es wird sich zeigen, ob sich Meier nach der starken Weltmeisterschaft einen Platz in den Top Six sichern kann. Falls ihm dies gelingt, winkt ein sehr lukrativer Vertrag, denn sein Entry-Level Vertrag mit jährlich 900’000 Dollar läuft aus.
Sven Andrighetto (Colorado Avalanche)
Die letzte Saison des 25-Jährigen ist schwierig einzuschätzen. Zu Beginn durfte er noch in der ersten Linie neben Topstar Nathan MacKinnon spielen, wurde dann aber teilweise sogar in die vierte Sturmlinie abgeschoben. Dazu kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt noch eine Verletzung, wegen der er nur 56 Spiele (9 G, 14 A) bestreiten konnte. Wenn der Zürcher das Vertrauen des Trainers bekommt, hat er auf jeden Fall das Potenzial um die vorderen Sturmreihen aufzumischen. Dies zeigte er erneut an der letzten WM. Sein Zweijahresvertrag mit 2,8 Millionen Dollar läuft Ende Saison aus. Interessant wird sein, ob er in Colorado bleiben oder eine neue Herausforderung in einem anderen Team suchen wird.
Sven Bärtschi (Vancouver Canucks)
Nach mehreren unglücklichen Jahren bei den Calgary Flames hat Sven Bärtschi bei den Vancouver Canucks endlich einen fixen Platz in der besten Eishockeyliga der Welt gefunden. In den letzten drei Jahren gelangen ihm in 190 Partien, davon 53 in der letzten Saison, 47 Tore und 45 Assists. Somit hat sich der 25-Jährige den im Sommer frisch unterzeichneten Dreijahresvertrag mit jährlich 3,35 Millionen Dollar definitiv verdient. Wenn dem 25-Jährige endlich einmal eine Saison ohne Verletzungen gelingt, dürfen wir uns auf noch mehr Tore von ihm freuen.
Denis Malgin (Florida Panthers)
In der AHL beim Farmteam der Florida Panthers gestartet, konnte sich Denis Malgin einen festen Platz im Kader der Panthers erkämpfen. So kam der 21-Jährige trotz seiner kleinen Statur für einen Center (175 cm) auf 51 Spiele, in denen ihm beachtliche 11 Tore und 11 Assists gelangen.
Sein Entry-Level Vertrag über drei Jahre mit rund 2 Millionen Dollar läuft Ende Saison aus. Kann er sich erneut gegen seine Konkurrenz durchsetzen, darf er auf jeden Fall auf einen neuen Vertrag mit einem höheren Gehalt hoffen.
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