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Auf der Suche nach der Antwort, wieso das Wasser in der Schweiz je nach Region einen unterschiedlichen Härtegrad aufweist, muss zuerst geklärt werden, was Wasser überhaupt hart macht. So spricht man von hartem Wasser, wenn es besonders viele Mineralien enthält, vor allem Calcium- und Magnesiumionen. Diese nimmt das Regenwasser hauptsächlich auf, wenn es durch den Boden ins Grundwasser versickert. Nicht aus jedem Gestein aber werden gleich viel Calcium- und Magnesiumionen gelöst.
Welche Gesteine finden sich wo?
Besonders viel Calcium- und Magnesiumionen geben Kalk- und Sandsteine ab. In grossen Teilen des Schweizer Mittellandes herrschen mit Nagelfluh, Mergel- und Sandstein entsprechend ideale Bodenbedingungen für hartes Wasser. Auch im Jura sowie im nördlichen Teil der Alpen finden sich mit Kalk- und Mergelstein gute Calcium- und Magnesiumspender. Im Tessin sowie Teilen des Wallis und von Graubünden wiederum sind kristalline Gesteine vorherrschend, die eher für weiches Wasser sorgen.
Regional stark schwankend
Entsprechend dieser Gesteinsschichten lässt sich die Schweiz in drei Zonen einteilen. Sehr hartes bis hartes Wasser findet man vor allem im Mittelland. Im Jura und im Nordteil der Alpen hat man häufig mittelhartes, im Tessin, Wallis und Süd-Graubünden weiches Wasser. Schaut man jedoch genauer hin, wird schnell klar, wie pauschal diese Unterteilung ist. So schwankt die Wasserhärte teilweise auch innerhalb dieser Zonen enorm, manchmal sogar innerhalb von Gemeinden und je nach Saison. Denn entscheidend ist auch, ob nur Grundwasser genutzt oder zum Beispiel noch Seewasser verwendet wird. Letzteres ist meist um einiges weicher: Hier mischt der Regen regelmässig besonders weiches Wasser bei.