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24. März - 2. April 2016
Die Altstadt von Muscat ist nur ein kleiner Teil, wo neben zwei Forts der "Arbeitspalast" von Sultan Qaboos steht. Ansonsten liegen die Attraktionen ziemlich verteilt, so dass wir eine 3-stündige Stadtführung gebucht haben. Sehenswert ist die riesige Moschee von Sultan Qaboos, die nur an einzelnen Tagen von 8 - 11 besichtigt werden kann. Sie ist die grösste und sehenswerteste Moschee des Landes. In der Moschee innen hat es Platz für 6'000 Gläubige und auf dem Gebetsplatz im Hof weitere 14'000. Der in Bayern mit Swarowski-Kristallen hergestellte Kristallleuchter war der weltgrösste, bis die neue Moschee in Abu Dhabi diesen übertroffen hat. Ebenso sehenswert ist die Oper und das Städtchen Mutrah mit einer grossen Corniche, wo die Yacht des Sultans ankert und es ein paar Restaurants und einen Souq (Markt) hat. Übrigens: die Muskatnuss hat nichts mit Muscat zu tun.
Nach zwei Nächten in Muscat fassten wir unser 4WD Auto und fuhren los, der Küste entlang in Richtung Sur. Unterwegs besichtigten wir das Sinking Hole: eine frühere Höhle, deren Decke eingestürzt ist . Kurz vor dem Wadi Shab haben wir übernachtet, so dass wir am nächsten Morgen frühzeitig den Wadi Shab besichtigen konnten. Ein Wadi ist ein meist ausgetrocknetes Flussbett bzw. Trockenflusstal, das zeitweise auch Oberflächenwasser führen kann. Zuerst muss man mit einem kleinen Boot den kleinen Fluss überqueren. Anschliessend kann man soweit laufen, wie man möchte. Nach ca. 30 - 45 min (zuerst über einen normalen Weg, dann wird es steiniger und felsiger) wird der Wadi recht schön mit kleinen Teichen und Palmen. In ein paar Pools unterwegs kann man natürlich auch baden.
Kurz darauf kommt der Wadi Tiwi. Der ist recht breiter und nach kurzer Zeit kommt bereits ein Dorf. Die Strassen sind sehr eng im Dorf, so dass wir umkehrten. Weiter ging es nach Sur, wo wir ein kleines Fort besichtigten und kurz danach erreichten wir unser Ziel: Ras-al Jinz: Hier nisten verschiedene Schildkröten, die man bei einer geführten Tour in der Nacht besichtigen kann. Gegen 20.30 Uhr ging es los und tatsächlich sahen wir - obwohl Nebensaison war - ein paar Schildkröten beim Eier legen. Morgens um 5 Uhr versuchten wir nochmals unser Glück, aber die Schildkröten waren bereits wieder im Meer. Trotzdem lohnte sich das frühe Aufstehen, um den Sonnenaufgang an diesem schönen Strand zu sehen.
Nach einem schönen Aufenthalt im berühmten Wadi Bani Khalid mit Baden und Relaxen fuhren wir in die Wüste! Nach 11 km auf einer sandigen Piste, was für unseren 4WD natürlich kein Problem war, fanden wir unser Wüstencamp. Zum Sonnenuntergang fuhren wir mit einem Auto auf die Dünen hoch. Ein tolles Erlebnis, auf diesen Dünen zu stehen. Am nächsten Morgen hiess es wieder früh aufstehen, um die Dünen bei Sonnenaufgang nochmals zu bestaunen. Natürlich durfte eine kleine Tour durch die Dünen mit Quad-Bikes nicht fehlen.
Nach so viel Hitze in den letzten Tagen waren wir froh, in die Berge zu kommen: Jebel Akhdar, der grüne Berg. Dieser Gebirgszug ist bis über 3000müM und heisst so, da er recht fruchtbar ist. Neben Gemüse und Obst wachsen hier auch die berühmten Jebel Akhdar-Rosen, aus denen das teure Rosenwasser distilliert wird. Hier oben war es angenehme 20 Grad. Unser Hotel lag auf 1950müM spektakulär am Abgrund zu einem grossen Canyon.
Am Freitag besuchten wir den legendären Tiermarkt von Nizwa. Der findet nur 1x pro Woche statt. Hier werden Ziegen, aber auch Schafe und Kühe verkauft und gekauft. Die Tieren werden um ein Rondell geführt und vorgezeigt. Gleich nebenan findet man verschiedene Märkte für Fisch, Gemüse, Vögel und Datteln.
Fazit: Ein spannendes Land mit vielen verschiedenen Sehenswürdigkeiten, das man gut alleine bereisen kann.