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Harmonisch anspruchsvoller als die Gnossiennes, daher etwas schwerer als die Gnossiennes zu spielen. Die Gymnopédies waren kultische Tänze im antiken Kreta. Sie entspringen Saties Interesse an antiker Mystik.
Die Fingersätze sind für die chromatische Harfe in Ganztonanordnung bestimmt.
Über einfachen Bässen und schlichten Harmonien liegen verschnörkelte, oft fast orientalische Melodien. Die Stimmung dieser Kompositionen ist von großer Ruhe - wie in Trance - ein kultischer, meditativer Tanz, ohne wirklichen Anfang, ohne Ende.
Musikgeschichtlich betrachtet schafft Satie ein bewusstes Gegengewicht zu dem ständig komplizierter werdenden Musikschaffen der Spätromantik. Ironisch kommentiert er dies so: „Nach einer ziemlich kurzen Jugend wurde ich ein ganz passabler junger Mann, nicht mehr. Es war zu diesem Zeitpunkt meines Lebens, dass ich begann, musikalisch zu denken und zu schreiben. Ja. Fatale Idee! ... Sehr fatale Idee! ... In der Tat, denn es blieb nicht lange aus, dass ich anfing, eine Originalität zu entwickeln, die missfiel. Dadurch wurde mein Leben derart unerträglich, dass beschloss, meine Tage in einem Elfenbeinturm zu verbringen.”
Und so sind die Gymnopédies klanggewordene Stille, eine Insel in der lauten Welt.
Gymnopédie No. 1
Gymnopédie No. 2
Gymnopédie No. 3