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Morrens
(Kt. Waadt,
Bez. Échallens).
707 m. Gem. und Pfarrdorf, auf einer kleinen Hochfläche zwischen dem linken Ufer des
Talent und dem
tiefer gelegenen
Plateau von
Cheseaux-Échallens, mitten im Bergland des
Jorat und an der Strasse
Cheseaux-Froideville; 1,6
km nö. der Station
Cheseaux der Linie
Lausanne-Échallens-Bercher, 8 km n.
Lausanne und 5,8 km s.
Échallens. Postablage, Telephon.
Gemeinde, mit dem
Weiler
Les Biolettes: 50
Häuser, 285 reform. Ew.; Dorf: 37
Häuser, 228 Ew. Gemeinsame Pfarrei mit den Gemeinden
Bretigny sur Morrens,
Cugy,
Froideville und dem zur Gemeinde
Lausanne gehörenden
Weiler Montherond. Sw. vom
Dorf erhebt sich die ziemlich ausgedehnte
Höhe des
Signal de
Morrens (721 m) mit schöner Aussicht auf den
Jorat,
¶
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die Alpen (Combin), den ganzen Jura und das ihm vorgelagerte Mittelland der Waadt. Das Dorf steht auf Molasse, deren vor den Häusern zu Tage anstehenden Bänke eine Art von fortlaufender Esplanade bilden. Die zu Beginn des 16. Jahrhunderts unter François de Russin stehende Herrschaft gehörte dem Bischof von Lausanne und wurde vom Bischof Sebastian von Montfaucon 1535 seinem Münzmeister Jean Réal zu Lehen gegeben. 1594 verkaufte sie dessen Sohn Gabriel Raphael Réal an Daniel de Saussure, in dessen Familie sie bis zu Ende des 18. Jahrhunderts verblieb.
Diesem Geschlecht gehörte u. A. auch der berühmte Alpenforscher Horace Bénédict de Saussure an. Auf
seinem Vormarsch gegen Murten lagerte Karl der Kühne von Burgund 1476 in der Nähe von
Morrens. Im Pfarrhaus von Morrens
wurde 1670 Major Jean Abram Daniel Davel, der bekannte Märtyrer der Freiheit des Waadtlandes, geboren, woran eine am an
der Front des Pfarrhauses angebrachte Marmortafel erinnert. Funde von Ziegeln und Bruchstücken von Mosaiken
zeigen, dass der Ort schon zur Römerzeit besiedelt gewesen sein muss.