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2012 Martin Wegelin
Geboren am 30. Oktober 1947, schloss seine Studien als Bauingenieur an der ETH Zürich ab, spezialisierte sich in «Sanitary Engineering» und arbeitete als Lecturer im Auftrag der DEZA an der Universität Dar es Salaam/Tansania. Von 1982 bis 2007 leitete er die Trinkwassergruppe im Departement Siedlungshygiene in Entwicklungsländern (Sandec) am Wasserforschungs-Institut im ETH-Bereich (Eawag). Er befasste sich mit der Entwicklung von Kiesfiltern als Vorstufe zur Langsamfil-tration und mit der Weiterentwicklung und Verbreitung der solaren Wasser Desinfektion (SODIS), welche von der WHO zur Trinkwasseraufbereitung in Haushalten empfohlen und in zahlreichen Ländern zunehmend angewendet wird. Mit seiner Projektarbeit gewann er verschiedene internationale Preise, unter anderem den SIMASI Preis und den Spezialpreis des Energy Globe Awards und wurde für sein humanitäres Engagement mit der Melvins Jones Medaille und dem Preis des Schweizerischen Roten Kreuzes ausgezeichnet.
Für seinen in grosser Mitmenschlichkeit begründeten Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Menschen in vielen Teilen der Erde durch die Weiterentwicklung, Umsetzung und Verbreitung der Methode der solaren Wasserdesinfektion.
Laudatio
Roland Schertenleib
Motivation für ein lebenslanges Engagement zur Verbesserung der Trinkwassersituation in Entwicklungsländern
Im Herbst 1973 schloss Martin Wegelin sein Studium an der ETH in Zürich mit dem Diplom als Bauingenieur ab. Bereits während des Studiums und dann insbesondere in seiner Diplomarbeit zum Thema «Planung des Grundwasserwerkes Rheinau für den Trinkwasserverbund des Kantons Zürich» spielte Wasser eine zentrale Rolle. Er begann seine berufliche Laufbahn als Sachbearbeiter in einem privaten Ingenieurbüro in St. Gallen und beschäftigte sich vorerst intensiv mit den diversen Aspekten der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der Schweiz. Bereits nach drei Jahren entschloss er sich für eine berufliche Weiterbildung und absolvierte ein Nachdiplomstudium in «Sanitary Engineering» und «Groundwater Recovery» am International Institute for Hydraulic and Environmental Engineering (IHE) im holländischen Delft. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten Teilnehmer aus sog. Entwicklungsländern kamen. Es war für Martin Wegelin also nicht nur eine fachliche Weiterbildung, sondern ebenso eine wichtige Horizonterweiterung, indem er durch den Kontakt mit den Kommilitonen aus Afrika, Asien und Lateinamerika nicht nur andere Kulturen und Denkweisen kennen und schätzen lernte, er wurde durch sie auch für die zum Teil katastrophale Trinkwasser- und Hygienesituation in ihren Ländern sensibilisiert. Damit war der erste wichtige Keim für das spätere grosse Engagement und Lebenswerk gelegt, für das Martin Wegelin heute geehrt wird.
Zurück in der Schweiz arbeitete er zwar vorerst wiederum in einem Ingenieurbüro an Studien und Bauprojekten in der Schweiz. Als sich ihm aber im Jahre 1979 die Gelegenheit bot, für eine befristete Zeit selber in einem Entwicklungsland tätig zu sein, zögerte er keinen Moment, diese Herausforderung anzunehmen. Dabei handelte es sich um eine von der schweizerischen Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe finanzierte Stelle als Dozent an der Ingenieur Fakultät der Universität von Dar es Salaam (Tanzania). Als Dozent für Wasserversorgung, Abwasser- und Gesundheitstechnik sowie Hydrologie leitete er auch ein Wasserqualitätslabor und führte Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung durch. In diese Zeit fallen seine ersten Labor- und Feldversuche mit dem horizontalen Kiesfilter, einem einfachen Wasseraufbereitungsverfahren, das ohne teure Chemikalien auskommt, für den Betrieb keine oder nur wenig Energie benötigt und somit speziell auch geeignet ist für die Anwendung in Entwicklungsländern. Etwas später soll noch ein-gehender auf das Prinzip und die Bedeutung dieses Verfahrens eingegangen werden, dessen Entwicklung und breite Anwendung durch die Arbeiten von Martin Wegelin entscheidend geprägt wurden.
Neben der fachlichen Herausforderung hatte Martin Wegelin während seines Aufenthaltes in Tansania einige Schlüsselerlebnisse, die sein weiteres Leben nachhaltig beeinflussen sollten. So erlebten er und seine Familie beispielweise sehr direkt, was es heisst, wenn zum Teil während Stunden oder sogar Tagen überhaupt kein Wasser, geschweige denn sicheres Trinkwasser, aus den Hahnen fliesst. Aber eben, als Europäer in Afrika hat man ja das Geld und die Möglichkeiten, auch so über die Runden zu kommen: man füllt die Badewanne und alle verfügbaren Behälter mit Wasser, wenn das Wasser tatsächlich einmal aus dem Hahnen fliesst, und als Trinkwasser kauft man teures Flaschenwasser oder betreibt einen teuren, in Europa hergestellten Haushaltfilter, der in der Lage ist, hygienisch sicheres Trinkwasser herzustellen. Beides sind Lösungen, die aber für breite Schichten der lokalen Bevölkerung nicht erschwinglich sind.
Gemäss neuesten Statistiken von UNICEF und WHO haben weltweit immer noch mehr als 850 Millionen Menschen keinen nachhaltigen Zugang zu einer sicheren Trinkwasserquelle, sei es, dass sie jeden Tag mehrere Kilometer weit oder buchstäblich über Stock und Stein gehen müssen, um einige Liter Wasser zum Trinken und Kochen in den Haushalt zu bringen, oder dass sie für die Wasserversorgung auf ein verschmutztes Wasserloch angewiesen sind, oder dass sie das Wasser für relativ teures Geld literweise von Wasserverkäufern beziehen müssen. Wir wissen, dass beispielsweise Slumbewohner in Nairobi pro Liter Trinkwasser ein Mehrfaches bezahlen müssen als die Bewohner in den reicheren Vierteln, die das Wasser über das Verteilnetz ins Haus geliefert bekommen.
Ein trauriges und das für ihn und seine Motivation wahrscheinlich wichtigste Schlüsselerlebnis war an jenem Abend in Dar es Salaam, als ihm der Nachbar mitteilte, dass sein dreijähriger Knabe wegen schwerem Durchfall gestorben sei; dabei hatte der Knabe des Nachbarn doch noch am Morgen mit der gleichaltrigen Tochter von Martin Wegelin gespielt. Dieser Knabe hatte somit das gleiche Schicksal erlitten wie zehntausende von Kindern unter fünf Jahren, die täglich sterben müssen wegen schlechtem Trinkwasser und ungenügender Hygiene. Damit wurde aus der allgemeinen Betroffenheit über die schlechte Trinkwassersituation eine sehr persönliche Betroffenheit und für Martin Wegelin war klar, für was er in Zukunft sein Fachwissen einsetzen wollte. Aus dem Keim, der bereits in Delft gelegt wurde, war nun symbolisch ein ganzer Baum geworden. Als Martin nämlich 1981 Dar es Salaam verliess, überbrachte ihm sein Nachbar einen Bananenbaum als Dank dafür, was Martin Wegelin für die Verbesserung der Situation seiner Landsleute bereits geleistet hat und noch leisten wird. Seither befindet sich dieser Baum immer am Arbeitsplatz von Martin Wegelin und erinnert ihn daran, für was und wen er sich mit seiner ganzen Energie einsetzten will.
Entwicklung der Kiesfiltration als angepasstes Verfahren zur Trinkwasseraufbereitung in Entwicklungsländern
Kehren wir nun zurück zum konkreten Beitrag von Martin Wegelin zur Verbesserung der Lebenssituation von Millionen von Menschen in Bezug auf ihre Trinkwassersituation. Er führte also in Tansania erste Labor- und Feldversuche mit dem horizontalen Kiesfilter durch. Was hatte es damit auf sich? Eine relativ einfache und altbewährte Methode zur Aufbereitung von leicht verschmutztem Rohwasser zu sicherem Trinkwasser ist der sog. Langsamsandfilter. Das zum Beispiel aus einem Oberflächengewässer entnommene Rohwasser fliesst langsam durch ein Sandfilter-Bett und dabei werden die krankheitserregenden Organismen weitgehend eliminiert ohne Zugabe von Chlor oder anderen teuren desinfizierenden Chemikalien; also eine sehr angepasste Technologie für die Situation in Entwicklungsländern. Voraussetzung für das richtige Funktionieren eines Langsamsandfilters ist allerdings, dass die Schwebstoff-Konzentration im Rohwasser relativ gering ist, da es sonst rasch zur Verstopfung des Filters kommt. Nun wissen wir aber, dass es vielerorts, vor allem während der starken Monsunregen, zu starken Abschwemmungen von Bodenpartikeln kommt, was zu hohen Schwebstoffkonzentrationen in den Bächen und Flüssen führt. Eine direkte Aufbereitung dieses Wassers in einem Langsamsandfilter ist somit nicht mehr möglich. Es braucht also eine Vorbehandlung in einem Verfahren, das grundsätzlich ebenso einfach ist und ohne Chemikalien auskommt wie der Langsamsandfilter. Ein solches Verfahren stellt der horizontale Kiesfilter (HKF) dar, bei dem das mit Schwebstoffen belastete Rohabwasser horizontal durch einen mehrfach abgestuften Kiesfilter fliesst und dabei die Schwebstoffe soweit entfernt werden, dass der Ablauf ohne Probleme in einem Langsamsandfilter weiter zu einwandfreiem Trinkwasser aufbereitet werden kann. Martin Wegelin führte in Tansania erste Labor- und Feldversuche mit diesem neuartigen Verfahren durch und erzielte erste vielversprechende Resultate.
Im Jahre 1982 ging das 3-jährige Assignement von Martin Wegelin als Dozent an der Universität von Dar Es Salaam zu Ende und es stellte sich die Frage: was nun? Für ihn war klar, dass er wenn immer möglich die eben begonnene Forschung mit dem HKF weiterführen wollte. Der glückliche Zufall wollte es, dass im Jahre 1981 die Direktion der Eawag in Dübendorf entschieden hatte, eine Forschungsgruppe aufzubauen, die sich speziell mit Wasser- und Abwasserproblemen in Entwicklungsländern beschäftigen soll. Der offizielle Namen der Eawag war damals übrigens Eidg. Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz, heute bezeichnen wir sie ganz einfach als das Wasserforschungsinstitut des ETH Bereichs. Diese Forschungsgruppe war also voll im Aufbau begriffen, als Martin Wegelin 1982 mit seiner Familie in die Schweiz zurückkehrte und es war naheliegend, dass er mit seiner Erfahrung, seinen Plänen und Ambitionen einer der ersten Mitarbeiter dieser Forschungsgruppe an der Eawag wurde. Er dachte damals, dass es sich um eine Anstellung von einigen Jahren handeln würde bis zum Abschluss der Forschungsarbeiten mit dem Kiesfilter, sah er sich doch immer primär als Mann der Umsetzung und weniger als Mann der Forschung. Mit der Zeit sollte sich aber immer mehr herausstellen, dass die Eawag das ideale Umfeld darstellte für das breite Wirken von Martin Wegelin und aus den einigen Jahren wurden schliesslich 25 Jahre bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2007.
Die Eawag war ein ideales Umfeld für das Wirken von Martin Wegelin nicht nur wegen der vorhandenen Infrastruktur in Form von aus-gezeichneten Labors und Versuchsanlagen, sondern vor allem auch wegen der Möglichkeit, an konkreten Problemen und Aufgaben eng mit Kolleginnen und Kollegen von verschiedenen natur-, Ingenieur- und später auch sozialwissenschaftlichen Disziplinen zusammenzuarbeiten. Aber eben, die Tatsache allein, dass die Möglichkeit besteht, heisst nicht, dass sie dann auch genutzt wird bzw. werden kann. Die Forscher an der Eawag waren natürlich voll beschäftigt mit der Erforschung der Wasser- und Gewässerschutz-probleme, wie sie sich in der Schweiz und anderen industrialisierten Ländern stellten und hatten nicht auf Martin Wegelin gewartet, um nun auch noch an Trinkwasserproblemen in Entwicklungsländern zu arbeiten. Für Viele war es auch lange fraglich, ob die Forschung im Hinblick auf die Lösung der Probleme in Entwicklungsländern wissenschaftlich genügend interessant ist, um sie in ihrer Forschungslaufbahn weiterzubringen z. B. durch Publikationen in renommierten Fach-zeitschriften. Martin Wegelin gelang es aber immer wieder, Kolleginnen und Kollegen von anderen Forschungsgruppen an der Eawag von der Wichtigkeit seiner Forschungsanliegen zu überzeugen.
Martin Wegelin konnte also die an der Universität von Dar es Salaam begonnenen Forschungsarbeiten an der Eawag weiterführen. Auf Grund intensiver Versuche im halbtechnischen Massstab und in enger Zusammenarbeit mit dem an der Eawag arbeitenden Filterspezialisten Markus Boiler erarbeite Martin Wegelin die wissenschaftlichen Grundlagen für die Dimensionierung dieser neuartigen Filtertechnologie und im Jahre 1986 konnte ein erstes praktisches Manual speziell für die Anwendung dieser Filtertechnologie in ländlichen Gebieten von Entwicklungsländern publiziert werden. In der Folge wurden in verschiedenen Ländern durch lokale Organisationen und mit der fachlichen Unterstützung durch Martin Wegelin entsprechende Filteranlagen gebaut. Damit konnte nicht nur die Trinkwassersituation der Bevölkerung in manchen Kommunen verbessert werden, vielerorts wurde dadurch auch das dringend nötige lokale Fachwissen im Bereich der Wasseraufbereitung gestärkt bzw. erweitert und für Martin Wegelin war es dadurch möglich, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen und praktische Lehren zu ziehen, insbesondere für den Unterhalt und nachhaltigen Betrieb von derartigen Filteranlagen — Erkenntnisse, die nur unter «real-world» Bedingungen gewonnen werden können. Auf Grund dieser Erkenntnisse konnte das 1986 publizierte Manual grundlegend überarbeitet werden. Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss des Filterprojektes war eine internationale Fachtagung unter dem Ehrenpatronat des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches (SVGW), der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe (DEH) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der HKF ist heute eine anerkannte und in Entwicklungsländern weit verbreitete Technologie und die Manuals und Publikationen werden auch heute noch gerne konsultiert.
Totales Engagement für die Entwicklung und Verbreitung der SODIS Methode zur Verbesserung der Lebenssituation von Millionen von Menschen
Nach Abschluss des Kiesfilters nahm Martin Wegelin eine Arbeit in Angriff, die noch stärker den ärmsten Bevölkerungsschichten in Entwicklungsländern zugute kommen sollte. Im Jahre 1990 war ein Büchlein erschienen, in dem Prof. Aftim Acra von der Amerikanischen Universität in Beirut auf Grund erster Versuche postulierte, dass es möglich sein sollte, Trinkwasser mittels Sonnenlicht zu desinfizieren und im Vorwort wurden Forscher und Trinkwasserspezialisten explizit aufgefordert, dieser Idee wissenschaftlich auf den Grund zu gehen. Martin Wegelin war von der Idee fasziniert; ihm kam der Gedanke, dass — wenn das mit dem Sonnenlicht tatsächlich funktionieren sollte — man ja auch Pet-Flaschen, die vielerorts ein Abfallproblem darstellen, dazu verwenden könnte, Trinkwasser auf Haushaltebene zu desinfizieren. Mit dieser Idee und dem Wissen, dass an der Eawag alle notwendigen Disziplinen vertreten sind, versuchte Martin Wegelin die Kollegen von Chemie und Mikrobiologie in ein entsprechendes Forschungsprojekt zu involvieren. Die erste Reaktion der Forscher-kollegen war aber ernüchternd und Martin Wegelin wurde mit seiner Idee vorerst eher belächelt. Martin Wegelin wäre aber nicht Martin Wegelin, hätte er so rasch aufgegeben. Schliesslich gelang es ihm, einige Kollegen davon zu überzeugen, zumindest erste Versuche im Labor mit einer UV-Lampe durchzuführen und siehe da, die Resultate waren recht vielversprechend. Die Resultate waren jedenfalls so, dass Chemiker und Mikrobiologen bereit waren, die Sache weiterzuverfolgen. Es folgten weitere Versuche mit künstlichen UV-Strahlen im Labor und mit echtem Sonnenlicht, Licht auf dem Dach der Eawag in Dübendorf. Mit diesen Versuchen konnte das Potential von Sonnenlicht zur Elimination von Bakterien wissenschaftlich nach-gewiesen werden und dank einem Netzwerk von Partnerorganisationen in Entwicklungsländern, das Martin Wegelin bereits im Rahmen des Filterprojektes aufzubauen begonnen hatte, konnten nun auch entsprechende Versuche mit unterschiedlichem Rohwasser und bei unter-schiedlichen klimatischen Bedingungen durchgeführt werde. Diese natur- und ingenieurwissenschaftlichen Untersuchungen waren nur der erste, und — wie sich bald einmal herausstellte — der leichteste Teil des SODIS Projektes. Es war eine Illusion zu glauben, dass sich die SODIS Methode quasi von selber verbreiten würde, sobald wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass Trinkwasser durch Sonnenlicht tatsächlich desinfiziert werden kann. Bemerkungen wie «das ist doch zu schön, um wahr zu sein» oder «so eine einfache Methode kann doch gar nicht funktionieren» brachten Martin Wegelin manchmal an den Rand der Verzweiflung. Er gab aber nicht auf, sondern motivierte weiter, suchte und fand lokale Nicht-Regierungsorganisationen, die bereit waren, SODIS Pilotprojekte zu implementieren. Damit stellte sich aber die nächste grosse Herausforderung: Wie sollen diese Pilotprojekte finanziert werden? Ein erster kleiner Durchbruch gelang zwar, als anlässlich des Weltwassertages 2001 SODIS von der WHO offiziell als eine Option für die Trinkwasserentkeimung anerkannt wurde. Trotzdem waren lokale Regierungsstellen, die allenfalls über gewisse finanzielle Ressourcen verfügt hätten, sowie etablierte Entwicklungs-Organisationen nur sehr zögerlich bereit, SODIS Projekte zu unterstützen. Damit sah sich Martin Wegelin zusätzlich in der Rolle eines Fundraisers.
Mit seinem grossen Engagement, seiner starken Überzeugungskraft und sehr guten Argumenten gelang es ihm tatsächlich, namhafte Beträge von verschiedenen Organisationen, Stiftungen und Service Clubs zu mobilisieren. So war es beispielsweise durch die finanzielle Unterstützung der Avina Stiftung möglich, die Fundacion SODIS in Lateinamerika zu gründen und durch sie SODIS Projekte von lokalen Organisationen finanziell und fachlich zu unterstützen. Einem Projekt der Fundacion SODIS wurde 2012 von UN Water der «Water for Life Award» in der Kategorie «best participatory, communication, awareness-raising and education practices» verliehen. Eine Bank in St. Gallen, die zufällig den gleichen Namen trägt wie Martin Wegelin, gründete 2001 die Solaqua Stiftung zur Unterstützung von SODIS Projekten vorerst primär in Afrika und Asien. Heute ist die Stiftung bei der Bank Notenstein angesiedelt. Verschiedene Lions Clubs führten zusammen mit Martin Wegelin diverse Veranstaltungen durch und konnten da-durch ebenfalls namhafte Geldbeträge für SODIS Projekte mobilisieren. Dank der Unterstützung durch die Velux Stiftung konnten noch offene wichtige Forschungsfragen abgeklärt werden. Dies sind nur einige Beispiele der erfolgreichen Fundraising Aktivitäten von Martin Wegelin.
Ich habe versucht, Ihnen einen Einblick zu geben in das Lebenswerk von Martin Wegelin als For¬scher, Umsetzer, Motivator und Fundraiser. All dies konnte er natürlich nicht alleine vollbringen. Mittlerweile hatte er ein kleines SODIS Team an der Eawag aufgebaut, das ihn tatkräftig unter¬stützte und das seit seiner Pensionierung von Regula Meierhofer geleitet wird.
Heute brauchen schätzungsweise 2,2 Millionen Menschen erfolgreich die SODIS Methode. Das ist sicher eine schöne Zahl und ein grosser Erfolg; in Anbetracht der grossen Anzahl von Menschen (850 Millionen), die weltweit weiterhin keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben und in Anbetracht des Potentials von SODIS stellt sich aber die Frage, weshalb sind es nicht mehr? Ich denke, diese Frage stand und steht auch für Martin Wegelin immer mehr im Zentrum. Um dieser Frage vertieft nachzugehen, hat sich in den letzten Jahren vor allem auch die Zusammenarbeit mit den Sozialwissenschaftern der Eawag intensiviert. Erste wichtige Erkenntnisse konnten bereits gewonnen werden.
Martin Wegelin hat einen grossen Beitrag geleistet zur Verbesserung der Trinkwasser- und damit der Lebenssituation vieler Menschen, es bleibt aber weiterhin sehr viel zu tun!
Gedanken über meine Arbeit
Martin Wegelin
Ich heisse Sie zu dieser Feier ganz herzlich will-kommen und danke der Brandenberger Stiftung, welche uns zu diesem Anlass eingeladen hat. Als mich Herr Schmid am B. August zum ersten Mal anrief, fragte ich ihn keck, was er auf dem Herzen hätte oder wo ihn der Schuh drücke. Ich aber fiel aus allen Wolken, als er mir mitteilte, dass ich der diesjährige Preisträger der Brandenberger Stiftung sei. Welch eine grosse Ehre, mit was habe ich eine solche aussergewöhnliche Aus-zeichnung verdient? Habe ich doch in all den Jahren nur versucht, mein Leben nach den Grundsätzen der Humanität zu leben, wie dies schon meine Eltern mir vorgelebt hatten.
Mein Vater war Rebbauer in Malans. Mit meinen zwei Brüdern durfte ich in der schönen Bündner Herrschaft aufwachsen, am Fuss von Vilan und Falknis, diesen zwei markanten Bergen, welche die Nordwinde aufhalten, welche aber auch mit ihren Rüfen (Bergbäche) die Talsohle immer wieder mit Steinen, Sand und Lehm überdeckten. Ueber Jahrhunderte hat sich die Bevölkerung gegen diese Wuhrgänge gewehrt, hat das Land urbanisiert und mit den vielen Steinen Mauern gebaut, welche heute noch die Landschaft prägen. An den schulfreien Nachmittagen und in den Ferien halfen wir in den Rebbergen mit. Das war zum Teil eine harte, eine steinige Arbeit. Ich hasste diese Steine wie diesen hier, welcher aus dem Rüfiser Rebberg stammt. Anscheinend hat dort die Rüfe besonders viele Steine abgelagert, weshalb die Steine zu einen grossen Steinhaufen aufgetürmt wurden. In meinem jugendlichen Ungestüm schlug ich meinem Vater vor, den Steinhaufen doch abzutragen und auf eine Deponie zu bringen, um weiteres Rebland zu gewinnen. Mein Vater war nicht dafür, sagte mir, dass dieser Steinhaufen Lebensraum für Eidechsen und dergleichen biete und wichtig für das Mikroklima sei. Mein Vater war ein guter Beobachter der Natur, sein Ratschlag im Dorf war gefragt.
Nun, meine Hassliebe zu den Steinen legte sich und in meiner Forschung entdeckte ich, dass Steine nicht nur für das Mikroklima gut sind oder den Weinen einen typischen Terroirgeschmack verleihen, sondern dass Steine auch zur Reinigung von Wasser benutzt werden können. Nach den Filtrationsversuchen im Labor konnte ich die Kies- und Sandfilter Technologie in Asien, Afrika und Lateinamerika einführen. Dabei faszinierten mich die Steine immer mehr, ich brachte deshalb Kiesproben mit in die Schweiz, wie diese hier aus China, aus Indien oder aus Ghana. Da wird es höchste Zeit, den weitest hergereisten Gast des heutigen Anlasses, meinen Freund Kolly Dorcoo aus Ghana zu begrüssen. Seit dem Bau der Demonstrationsanlage in seinem Dorf Mafi Kumase hat er unzählige Kies- und Sandfilteranlagen in Ghana gebaut.
Auf meinen Reisen in die Dritte Welt lernte ich sehr viel Neues kennen, auch über Steine. Diese können nicht nur Wasser säubern, sondern auch für politische Aktionen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu andern Ländern fliegen die Steine in Bolivien aber nicht. Die notleidende Landbevölkerung legt dort die Steine einfach auf die Strasse und baut so ein oft Kilometer langes Hindernis, sodass der Nachschub von Nahrungsmitteln in die Städte zum Erliegen kommt. Werden die Steine von der Armee beseitigt, liegen am nächsten Tag wieder Steine auf der Strasse, denn Steine gibt es in diesem Land mehr als genug. Diese Art von Protestaktionen sagt viel über den friedfertigen, genügsamen Charakter der bolivianischen Landbevölkerung und hat auch mir die Augen geöffnet. Verlassen wir jetzt aber die harten Steine, welche vom weichen Wasser geformt werden.
Meine Mutter war nicht nur im Rebberg tätig, sondern hatte auch einen grossen Garten, aus dem sie viele Gerichte auf den Tisch zauberte. Sie musste aber auch für die kalten Wintertage Vorräte anlegen. Oft schaute ich ihr bei dieser Arbeit zu und konnte mir nicht vorstellen, dass ich mehr als 50 Jahre später über ein Material sprechen werde, nämlich über das Cellophan Papier, welches meine Mutter damals über die eingemachten Konfitürengläser spannte. Auf kleinen Etiketten schrieb sie die Gläser an, Erdbeer Konfitüre, Cassis Gelée, Quitten Paste, mit fein säuberlichen Buchstaben. Mutters Handschrift bleibt den meisten Kindern lebenslang in Erinnerung. Das Cellophan Papier bewahrte die eingemachten Vorräte vor Verkeimung, wie dies heute Plastikflaschen für das aufbereitete Wasser tun.
Was ich von Vater und Mutter lernte, konnte ich durch meine Hochschulausbildung ergänzen. Prof. Ernst Trüeb, bei dem ich an der ETH diplomierte, weckte mein Interesse für die Kiesfiltration, Prof. Huisman in Delft/Holland jenes für Sandfilter. Dieses Wissen vertiefte ich mit Labor- und Feldversuchen in Tansania und fand nach drei Jahren Aufenthalt in Afrika an der Eawag eine Institution, welche mir in meiner beruflichen Tätigkeit keine Steine in den Weg legte.
Markus Boiler begleitete mich fachlich durch meine Filtrationsversuche und Thomas Egli hat die Resultate unserer Desinfektionsversuche mit der Betreuung von Dissertationen weiter gefestigt. Die Direktoren und Vizedirektoren Werner Stumm und Hannes Wasmer, Sascha Zehnder und Ueli Bundi, Janet Haering und Rik Eggen unterstützten unsere Forschungsarbeit im Labor und im Feld.
Roland Schertenleib, der die Laudatio gehalten halt, war lange mein direkter Vorgesetzter. Roland, ganz herzlichen Dank für deine freundlichen Worte. Mit meiner Arbeit war ich oft im öffentlichen Rampenlicht, du aber hast im Stillen in internationalen Arbeitsgruppen Strategien entwickelt, welche neue Perspektiven eröffneten, die wir umsetzen konnten. So wurde die Frage gestellt: Was nützt eine zentrale Wasseraufbereitung in Entwicklungsländern, wenn nur ein Bruchteil des aufbereiteten Wassers getrunken wird und das verteilte Wasser bis zum Konsum eventuell noch verschmutzt wird? Mit dieser Fragestellung entwickelte sich die Wasseraufbereitung auf Haushaltsebene zu einer neuen Strategie.
SODIS wurde in Labor und Feldversuchen ent-wickelt. Aber was nützt eine Technologie, welche nicht bekannt ist? Aufgabe war es nun, SO-DIS in Entwicklungsländern zu verbreiten. Mit meiner Begeisterung konnte ich das Eawag Direktorium von dieser Notwendigkeit überzeugen.
Wir wurden fachlich unterstützt durch das Schweizerische Tropeninstitut (STI), in der Verbreitung unserer Publikationen durch die Schweizerische Koordinationsstelle für Angepasste Technologie (SKAT) und finanziell durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Damit sind nur wichtige nationale Institutionen erwähnt, das SODIS Projekt ist aber auch auf internationaler Ebene starkt vernetzt. Dass eine solch einfache Technologie wie sie SODIS darstellt, weltweit anerkannt wird, hat sehr viel mit der Eawag zu tun. Als Forschungsinstitut besitzt die Eawag einen ausgezeichneten internationalen Ruf. Und gerade dieser exzellente Ruf hat auch die Glaubwürdigkeit an diese Einfachtechnologie wesentlich gestärkt. Institutionen wie die Eawag sind deshalb in der Entwicklungsarbeit sehr wichtig. Danke euch, Janet und Rik für euere Unterstützung und euer Vertrauen in unsere Arbeit.
Ich hatte das Glück, Frau Braun von der AVINA Stiftung, Herrn Hummler von der SOLAQUA Stiftung, Herrn von Orelli von der Velux Stiftung nebst vielen anderen Sponsoren kennen zu lernen. Sie teilten meine SODIS Begeisterung und haben unsere Arbeit über ihre Institutionen finanziell unterstützt. Nach meinen Abstechern nach Holland und Tansania traf ich Karl Rudolf Schwizer wieder, meinen ersten Arbeitgeber nach dem Studium. Diesmal war er SODIS Beauftragter der drei Rotary Clubs der Stadt St. Gallen, welche die SODIS Verbreitung in einem grossen Slum von Nairobi finanziell unterstütz-ten. Der Lions Club Rorschach hat mich 2003 zu einem SODIS Vortrag eingeladen und 4 Jahre später sprang der SODIS Funken auf die Lions Club der ganzen Schweiz über. Dabei wirkten unter vielen anderen Werner Appenzeller, Arnold Kappler und Lucienne Vasserot mit. Am nationalem Lions Tag 2007 kamen für SODIS mehr als 2 Millionen CHF zusammen. Moritz Bickel wurde von den Lions zum SODIS Koordinator gewählt, welcher über die sorgsame Ver-wendung dieses grossen Betrages wachte. Mo-ritz Bickel hat mich auch zu Brigitte Ankele und zu den Lions Clubs im Allgäu geführt, welche ein SODIS Projekt in Ghana realisieren. Die Lions Mitglieder Max Wehrle und Hans Robert Weiss unterstützten uns mit persönlichen Einsätzen in der Verbreitung von SODIS in Senegal und in Bolivien. Alle genannten Persönlichkeiten sind heute hier und bekunden mit ihrer Anwesenheit ihre Verbundenheit zum SODIS Projekt. «We serve» ist das Motto der Lions, und ihr alle, Stiftungsratsmitglieder oder Vertreter von Service Clubs habt euch für unser Projekt, die Trinkwassersituation in Entwicklungsländern zu verbessern, eingesetzt. Einen ganz herzlichen Dank an euch alle.
Aber was wären unsere vielfältigen Bemühungen wert, wenn da nicht Frauen wären? Die Wasserbeschaffung in Entwicklungsländern ist vorwiegend Aufgabe der Frauen. Sie und ihre Kinder müssen das Wasser oft von weit her nach Hause tragen, Wasser, welches zum Waschen, Kochen und Trinken gebraucht wird. Wasser, welches oft in der Menge knapp und in der Qualität schlecht ist. Die Wasserbeschaffung ist eine grosse Bürde zu den vielen anderen Aufgaben, welche diese Frauen täglich zu bewältigen haben. Ihnen in der Bereitstellung von gutem Trinkwasser zu helfen, wurde für mich zu einer Lebensaufgabe. Daher nahmen Frauen in meiner Projektarbeit eine Schlüsselrolle ein.
Ich denke da an Mama Klawa, die Dorfkönigin von Mafi Kumase, einem Dorf in der Volta Region in Ghana. Die Bevölkerung dieser Gegend litt unter dem Medina Wurm, einer grausamen Krankheit, welche durch unreines Wasser über-tragen wird. Von Kolly Dorcoo hat Mama Klawa von Kies- und Sandfiltern gehört, welche das Wasser reinigen. Sie mobilisierte die Frauen zur notwendigen Fronarbeit für die Erstellung der dörflichen Wasserversorgung, eine Wasserversorgung, welche auch heute noch nach 25 Jahren Betrieb funktioniert.
Da ist Xiomara Torres, die erste Direktorin der Fundación SODIS in Latein Amerika. In ihrer mütterlichen Art hat sie die Grundprinzipien dieser Organisation vorgelebt und dabei beim Personal und bei den vielen Partnerorganisationen in Zentral- und Südamerika bleibende Werte geschaffen.
Ich denke da an Catherine Mwango, der Direktorin der Nichtregierungsorganisation Kenya Water for Health Organisation (KWAHO). Catherine Mwango hat SODIS nach Kibera gebracht, einem der grössten Slums im südlichen Afrika.
Oder da ist Mrs. Radha, die Direktorin der grossen Frauenorganisation LEAD (League for Education and Development), welche im südlichen indischen Bundesstaat Tamil Nadu aktiv ist. LEAD verbessert über Mikrokreditprojekte die Situation der Frauen und hat auch die Verbreitung von SO-DIS an die Hand genommen. Nach der Tsunami Katastrophe marschierte Mrs. Radha mit Nahrungsmittel und Plastikflaschen an die Küste, um dort der notleidenden Bevölkerung zu helfen.
Ohne das grosse Engagment dieser starken Frauen hätten wir in unserer Arbeit in den Entwicklungsländern wenig erreicht. Und in der Schweiz hatte ich das Glück, unter anderen mit Regula Meierhofer zusammenzuarbeiten. Bei meiner Pensionierung war Regula bereit, die Verantwortung für das SODIS Projekt zu übernehmen. Erfolgreich führt sie das Projekt weiter und hat nun die Uebernahme des SODIS Projektes durch Helvetas vorbereitet. Regula, meine Anerkennung für deinen grossen Einsatz geht an dich.
Die Brandenberger Stiftung hat uns alle zu diesem Festakt eingeladen. Ich danke für die grosse Ehre, welche mir zuteil wurde und für die Preissumme von CHF 200’000, welche ich gerne weiter reiche. CHF 150’000 soll das SODIS Projekt erhalten, CHF 50’000 Terre des Femmes. Im SO-DIS Projekt wird die Spende in Bolivien und Peru verwendet. Zum einen geht es um eine Mitfinanzierung von Projekten; zum anderen soll der Lohn von Elsa Sanchez, der heutigen Direktorin der Fundación SODIS bezahlt werden. Regula Meierhofer schreibt dazu: «Seit Elsa die Organisation leitet, hat die Fundación SODIS sehr viel an Schwung und Motivation gewonnen. Das ist eine echte Freude. Daher ist es wirklich wichtig, dass wir Elsa halten können und ihr auch einen Vertrag für das ganze nächste Jahr ausstellen können.»
Terre Des Femmes Schweiz (TDF) ist eine Non-Profit-Organisation, die sich gegen Menschenrechtverletzungen an Frauen und Mädchen wendet. Sie setzt sich für ein selbstbestimmtes Leben aller Frauen und Mädchen ein. Dabei verfolgt die Organisation das Ziel einer gleichberechtigten Gesellschaft, frei von körperlicher, psychischer oder sexueller Diskriminierung. Mit der Spende danke ich jenen starken Frauen, mit denen ich während meiner langjährigen Tätigkeit zusammenarbeiten durfte. Terre Des Femmes setzt sich für Frauen ein, welche diskriminiert werden und engagiert sich für eine Gleichstellung der Geschlechter in unserer Gesellschaft.
Das Leben meint es gut mit mir:
• die Eawag wurde mir zu meiner beruflichen Heimat;
• die Geldgeber unterstüzten das SODIS Projekt in grosszügiger Weise;
• meine Berufskollegen und meine Partner in den Entwicklungsländern sind zu meinen Freunden geworden.
Wie geht es Ihnen? Sitzen Sie gut? Fühlen Sie sich wohl? Wenn dem so ist, dann geht es auch mir gut. Dies ist vielleicht das einfachste Beispiel einer sozialen Interaktion. Menschlichkeit oder Humanität bedingt das Interesse und den Einsatz für den Mitmenschen. Die Brandenberger Stiftung will diese Haltung fördern und dies soll auch dieser Anlass tun.
Denken wir
• an die Mitmenschen in unserem näheren Um-feld, welche unsere Hilfe benötigen,
• an die Verfolgten, welche in unserem Land Schutz suchen,
• an die notleidende Bevölkerung in Kriegsgebieten,
• an die Menschen, welche nicht genügend Nahrung und schlechtes Wasser haben
• und überlegen wir uns, wie wir ihnen helfen können.
Schön, dass wir dank der Brandenberger Stiftung diesen Morgen zusammen verbringen durften. Ganz herzlichen Dank.