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Entwicklung des grossen Totobiegosode Projekts
1997 Übereignung der Parzellen 2 und 6 an die Totobiegosode durch die Regierung
1998 Übereignung der Parzellen 2 und 4 an die Totobiegosode durch die Regierung. Anzahlung an Parzelle 5
2004 Gründung von Chaidí auf der von uns finanzierten Parzelle 1
2004/05: Das von den Totobiegosode beanspruchte Gebiet wird als Teil des Biosphärenreservates des paraguayischen Chaco in das UNESCO-Programm Man and the Biosphere (MAB) aufgenommen.
2007: Bildung eines „Runden Tischs“ (Mesa Interinstitucional) durch GAT und PNUD mit verschiedenen staatlichen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen in Paraguay zur Konsolidierung und Unterstützung der Landforderung der Ayoreo-Totobiegosode.
2008: Der voranschreitende Erschliessungsprozess führt im Gebiet, das die Totobiegosode beanspruchen, zu Holzraub und Rodungen. Die im Wald lebenden Gruppen geraten zunehmend unter Druck durch die illegalen Invasionen und den Verlust von natürlichen Wasserstellen. Einigen brasilianischen Grossgrundbesitzern gelingt es seither mehrfach, die legalen Massnahmen zum vorläufigen Schutz während des Landsicherungsprozesses aufheben zu lassen. Diese Entwicklungen konnten bisher jeweils durch gerichtliche Entscheide gestoppt werden, und die brasilianischen Besitzer wurden sogar gebüsst. Schliesslich erhielten sie 2010 von der grossen Hilfsorganisation Survival International den Greenwashing-Award, einen Preis, den Survival jährlich an Firmen verteilt, die besonders rücksichtlos mit Land und Leuten umgehen.
Ende Juni, anfangs Juli 2011 besuchte Urs Scheibler, Präsident der Stiftung für indianische Gemeinschaften, für zehn Tage Paraguay, um sich vor Ort zu informieren, Kontakte zu pflegen und die Landverhandlungen voranzutreiben. Die Ergebnisse dieser Reise waren ermutigend (S. Reisebericht).