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Technologie
- Ein AKW ist ein thermisches Kraftwerk.
- Der Betrieb ist mit einem Restrisiko behaftet.
- Nur ca. 0,2 Prozent der im Uran enthaltenen Energie kann in Strom umgewandelt werden.
Ein AKW ist ein atomarer Tauchsieder. Die Nutzung der Atomenergie beruht auf dem Prinzip der «kontrollierten» Kernspaltung von angereichertem Uran. Durch die Spaltung von Atomkerne entsteht Hitze. Damit wird Wasser gekocht und verdampft. Der Dampf treibt Turbinen an, welche den Strom erzeugen: Ein AKW ist somit ein thermisches Kraftwerk.
Atomenergie ist eine ineffiziente Stromproduktion. Atomkraftwerke nutzen nur einen verschwindend kleinen Teil der Energie des Urans – weniger als 1 Prozent. Die heutigen Reaktoren nutzen im Wesentlichen nur das Spaltprodukt Uran-235, welches ca. 0,7% des Natururans ausmacht. Ca 90% verbleiben als abgereichertes Uran übrig. Aus diesen 0,7% Energie des Natururans gehen im Atomkraftwerk selber nochmals ca. 70% durch Abwärme verloren. Schlussendlich wird grob geschätzt 0,2 Prozent der im Uran enthaltenen Energie in Strom umgewandelt. Der Rest bleibt in Form von Atommüll übrig oder geht als Abwärme verloren (über den Kühlturm oder Flüsse, die erwärmt werden).
Die Ressource Uran ist endlich, es wird davon ausgegangen, dass die Förderlimiten noch Mitte des jetzigen Jahrhunderts erreicht werden.
Statt sicherer werden die Atomkraftwerke grösser. Nur ein Reaktortyp ist zur Zeit in Europa in Bau: der EPR («European Pressurized Water Reactor»). Die Entwicklung des Modells war eine Zusammenarbeit zwischen den Atomkonzernen AREVA und Siemens. Olkiluoto 3, der erste dieser Bauart, wird zur Zeit mit massiver Budget-Überschreitungen und Zeitverzögerung in Finnland gebaut. Der Reaktortyp hat eine Leistung von 1600 MW, sprich 4 Mal Mühleberg und ist mit neuen Sicherheitssystemen ausgerüstet - die grundsätzliche Technologie ist jedoch die gleiche wie vor 40 Jahren. Ein zweiter EPR wird derzeit von Electricité de France (EdF) in Flamanville in Frankreich gebaut, wobei sich auch hier die Inbetriebnahme stark verzögert. In Hinkley Point C erstellt ebenfalls die EdF ein dritter EPR, wobei dieser vor allem als Prestigeobjekt für die Exportkompetent von EdF zählt. Das Projekt ist jedoch stark im Rückstand und bereits jetzt wurde seitens Grossbritannien ein staatlich garantierter Abnahmepreis für den Strom für die ersten 35 Betriebsjahre des Reaktors versprochen, Bedingungen von denen jedes Kraftwerk für erneuerbaren Strom nur träumen kann.