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Murisiers 8. Platz, Caviezels Flugshow
Der Schweizer Exploit im Parallel-Riesenslalom von Alta Badia bleibt aus. Justin Murisier wird als bester Swiss-Ski-Athlet Achter. Der Norweger Rasmus Windingstad feiert seinen ersten Weltcupsieg.
Windingstad setzte sich im Final gegen den Deutschen Stefan Luitz durch. Der 26-Jährige, der zum ersten Mal im Weltcup triumphierte, führte damit das starke norwegische Ensemble an, das am Tag nach dem Sieg von Henrik Kristoffersen im Riesenslalom mit vier Athleten unter den besten acht vertreten war. Das bisherige Bestergebnis von Windingstad war der 2. Platz im Riesenslalom von Kranjska Gora in der Vorsaison.
Während die starken Norweger schwer zu bremsen waren, schrumpfte das Schweizer Kontingent von Runde zu Runde, bis vor der Medaillen-Entscheidung kein Fahrer mehr übrig blieb. Acht Athleten von Swiss-Ski hatten sich in der Qualifikation versucht, nur drei schafften den Einzug in die K.o.-Duelle der besten 32. Dort strauchelten der Reihe nach Mauro Caviezel (1. Runde), Loïc Meillard (Achtelfinals) und Justin Murisier (Viertelfinals).
Mit Murisier schnitt jener Schweizer am besten ab, der in der Qualifikation noch die grösste Mühe des Trios bekundete. Der Riesenslalom-Spezialist aus dem Wallis, der die letzte Saison wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, rettete sich am Nachmittag als 30. gerade so durch die Qualifikation, ehe er sich in den K.o.-Läufen steigerte. Wohl auch, weil ab den Achtelfinals jeweils ein einzelner Lauf entschied und er jedes Mal den langsameren blauen Kurs zugelost bekam, musste er sich am Ende dreimal geschlagen geben, darunter im Viertelfinal gegen Leif Kristian Nestvold-Haugen.
Platz 8 war dennoch Murisiers bestes Weltcup-Resultat seit Anfang 2018 (7. in der Kombination von Wengen). Es brachte ihm 32 Punkte in der neu eingeführten Disziplinenwertung ein, die bereits am 9. Februar in Chamonix entschieden wird, wenn der zweite von zwei Parallel-Riesenslaloms des Winters ansteht. «Meine Disziplin bleibt der Riesenslalom. Die vielen Schläge waren für das Knie nicht ideal und die Starts im Sieben- oder Zehn-Minuten-Takt schwierig für den Kopf», kommentierte Murisier.
Die übrigen Schweizer schwangen sich mindestens dreimal weniger aus dem gewöhnungsbedürftigen Startblock. Loïc Meillard scheiterte im Achtelfinal am Schweden Mattias Rönngren, Mauro Caviezel verabschiedete sich noch eine Runde früher mit einem spektakulären Sturz im Duell mit dem Russen Pawel Trichitschew. Bei seinem Flug rücklings über einen Sprung schlug der Bündner ziemlich hart auf, mit Schmerzen an Fuss und Schienbein kam er aber glimpflich davon.
Daniel Yule (33.), Gino Caviezel (38.), Thomas Tumler (45.), Ramon Zenhäusern (49.) und Cédric Noger (out im 2. Lauf) blieben bereits in der Qualifikation hängen. Zenhäusern, der sich zum ersten Mal auch in einem Parallel-Riesenslalom versuchte, erweckte nicht den Eindruck, sich in diesem Format ähnlich wohl zu fühlen wie in den City Events.