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Effects of teriparatide and risedronate on new fractures in post-menopausal women with severe osteoporosis (VERO): a multicentre, double-blind, double-dummy, randomised controlled trial
David L . Kendler et al., Lancet 2017, S0140-6736(17)32137-2.
Diese Studie untersuchte zum ersten Mal als primären Outcome-Parameter vertebrale und nicht-vertebrale Fakturen bei post-menopausalen Frauen mit etablierter Osteoporose. Verglichen wurde die Therapie mit Teriparatid versus Risedronat.
Dass sowohl knochenformierende Medikamente wie Teriparatid als auch Knochenabbau reduzierende Medikamente wie Bisphosphonate die Häufigkeit von osteoporotischen Frakturen verringern können, ist bekannt.
Nicht bekannt war jedoch bisher, dass es Unterschiede gibt in der Auswirkung auf das Endresultat der Osteoporose, nämlich vertebrale wie auch nicht-vertebrale Frakturen.
Diese randomisierte Doppelblind-Studie untersuchte Frakturen über 24 Monate unter besagter Behandlung. Die Resultate zeigten, dass Patienten unter Teriparatid ein niedrigeres Risiko für vertebrale Fakturen wie auch klinische Fragilitätsfrakturen haben als unter Risedronat. Beide Substanzen wurden gut ertragen und zeigten sich in der Sicherheit ebenbürtig. Häufiger war das Auftreten von Schmerzen in der Teriparatid-Gruppe, was auf Extremitätenschmerzen zurückzuführen ist, ein bekanntes Phänomen unter der Therapie mit Teriparatid.
Fazit:
Teriparatid ist wirksamer als Risedronat in der Prävention von osteoporotischen Frakturen bei schwerer post-menopausaler Osteoporose.
Autor:
Prof. Dr. Beat A. Michel
Zürich