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Gebidem: Effizientes Sedimentmanagement mit Fächerecholot-System
Der am Fusse des Aletschgletschers gelegene Stausee Gebidem ist starker Versandung ausgesetzt, was das Wasserspeichervolumen reduziert.
Bisher wurde jährlich im Frühjahr die Beckenspülung zum Abtransport der Sedimente, die sich während der Sommersaison angesammelt haben, durchgeführt. Diese jährliche Spülung hat sich bewährt. Allerdings ist dieses Verfahren teuer und mit zahlreichen Umwelt- (Murgang, Überschwemmung, Schwebstoffverfrachtung) und Betriebsrisiken (flussabwärts gelegene Industrie und Betriebe) verbunden.
Seit 2013 wird jährlich der Seegrund des Beckens bathymetrisch mit einem Fächerecholot vermessen. Dies führte zur Entwicklung eines risikobasierten Ansatzes anstatt der systematischen und jährlichen Spülung. Die verschiedenen Risiken werden abgeschätzt, um die Entscheidung über die Durchführung der Spülung zu treffen. Dazu gehört das Risiko einer Verstopfung der Grundablässe, für die mit Hilfe eines Strömungsmodells ein maximal zulässiger Verlandungswert festgelegt wurde.
Der Vergleich zwischen dem bathymetrisch ermittelten Sedimentniveau und dem maximal zulässigen Wert erlaubt es zu entscheiden, ob die Spülung aufgeschoben werden kann oder nicht.
Dieses Verfahren wurde 2015 erstmals für die Sedimentproblematik von Gebidem eingesetzt. Der im Herbst 2014 gemessene Verlandungszustand erlaubte somit einen Aufschub der Spülung. Dasselbe Verfahren wurde ein Jahr später wiederholt. Mithilfe der bathymetrischen Messresultate vom Herbst 2015 erkannte man die Notwendigkeit einer Spülung im Frühjahr 2016, die dann auch durchgeführt wurde. Obwohl das entfernte Sedimentvolumen grösser als bei einer jährlichen Spülung war, traten dank dem reibungslosen Ausführungsablauf keine besonderen Probleme oder zusätzlichen Kosten auf.
Da durch den Aufschub der Spülung von 2015 die jährlichen Kosten sowie die Frequenz der Risiken halbiert wurden, ist die Bilanz der Periode 2015-2016 durchaus positiv.