Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/2807

Der Zuger Wald hat sich in den letzten zwanzig Jahren mehrheitlich positiv entwickelt. Die grössten Herausforderungen der Zukunft stellen die Auswirkungen des Klimawandels, die Zunahme von invasiven Pflanzen und Tieren sowie die voraussichtlich weiterhin tiefen Holzpreise dar. Dies geht aus dem Kantonalen Nachhaltigkeitsbericht “Wald” des Amtes für Wald und Wild hervor.
Im Kanton Zug gibt es 6371 Hektaren Wald. Somit sind 28 % der Kantonsfläche bewaldet. 30 % der Waldfläche ist Privatwald. 64 % der Waldfläche befindet sich im Eigentum der Korporationen, 5 % im Eigentum des Kantons und 1 % im Eigentum der Bürger- und Einwohnergemeinden.
Der ganze Zuger Wald wird multifunktional bewirtschaftet. 63 % des Zuger Waldes erfüllen eine besondere Schutzfunktion gegen Naturgefahren, Naturschutz- oder Erholungsfunktion. Auf den restlichen 37 % stocken Wälder ohne besondere Waldfunktionen.
Seit 1995 hat sich die totale Waldfläche kaum verändert. Rodungen wurden flächentreu ersetzt und neue Waldflächen sind kaum dazugekommen. Das Ziel einer konstanten Waldfläche konnte somit erreicht werden.
Im Zuger Wald werden durchschnittlich 9.8 m3 Holz pro Hektare genutzt. Im Privatwald ist die Nutzung generell tiefer als im öffentlichen Wald. Gründe für die geringere Nutzung im Privatwald sind die hauptsächlich höheren Holzerntekosten und die teilweise schwierigen Erschliessungsverhältnisse in Verbindung mit den tiefen Holzerlösen. 97 % des Holzes aus dem Zuger Wald wird in der Region und in den angrenzenden Kantonen verarbeitet. Direkt ins Ausland gehen nur 3 %. Es ist davon auszugehen, dass auch in naher Zukunft Zuger Holz zu grössten Teilen regional vermarktet werden kann.
Seit den 1980-er Jahren sind die Holzerlöse kontinuierlich gesunken. Darum decken die Holzerlöse den Betriebsaufwand der fünf grossen Korporationen sowie des Staatswaldes nicht mehr. Dies, obwohl ein Teil der forstlichen Massnahmen waldfunktionsabhängig staatlich unterstützt werden.
Der seit vielen Jahren in grossen Gebieten praktizierte ungleichförmige Zuger Waldbau senkt das Risiko von Waldschäden. Standortgerechte, artenreiche und gut strukturierte Wälder sind vitaler, stabiler und deshalb weniger anfällig auf Waldschäden und in geringerem Ausmass betroffen beim Ausfall einzelner Baumarten.