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Die Stechpalme wächst ungemein langsam, und nach 80 Jahren erreicht sie nur eine mäßige Höhe. Der Same
keimt erst nach 1½-2 Jahren. Man kultiviert in Gärten und Parkanlagen gegen 70 Varietäten, und da die Stechpalme den Schnitt
sehr gut verträgt und gutes Ausschlagsvermögen besitzt, so wird sie mit bestem Erfolg auch als Heckenpflanze benutzt. Das
Holz
[* 9] ist ungemein hart und dicht, im Kern grau oder braun, im Splint weiß und wird als feineres Tischlerholz
und zu Drechslerarbeiten benutzt.
Feinere Sorten werden durch Entfernung der Blattstiele und Blattrippen und aus jüngern Blättern auch ohne Röstung dargestellt.
Das grobe, hellgrüne Pulver riecht krautartig unangenehm, nach einigen Monaten aber ziemlich aromatisch. Der Aufguß wird ähnlich
wie der des chinesischen Thees zubereitet, schmeckt anhaltend bitter und riecht balsamisch; am Morgen nüchtern
genossen, wirkt er aufregend; man schätzt ihn als Verdauungs- und Erfrischungsmittel und genießt ihn zu allen Tagesstunden.
Als wirksamen Bestandteil enthält der ParaguaytheeKaffein (in einer der Sorten 0,44 Proz.). Der Konsum wird auf 4 Mill. kg geschätzt.
Nach Bonpland wird auch noch von sechs andern ArtenParaguaythee gewonnen, und alle diese Pflanzen wachsen
in den Distrikten, welche sich von der Sierra de Herbal nach Süden und Osten erstrecken, und zwar in den weiten Niederungen,
die das Flußbett begrenzen.