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Der Landesring versuchte in den 1990er Jahren, dank Klarstellung sowie Erneuerung des sozial-libe-ralen Gedankengutes den Wähler-Niedergang zu stoppen, was ihm leider nicht gelang. Nicht alle massgebenden LdU-Personen zogen noch am gleichen Strick und in die gleiche Richtung wie der LdU-Gründer „Duttweiler“. Für ihn bildeten die Migros und der LdU noch eine gedankliche Einheit.
In mehreren Kantonsparlamenten und Gemeinderäten von grossen und mittleren Gemeinden verschwand der LdU. Bereits 1994 beantragte die kantonale Sektion Luzern ihre Auflösung, im April 1996 folgte die Sektion Baselland, im Oktober 1998 die Sektion der Stadt Bern. Viele lokale Mandatsträger des Landesrings wechselten zu anderen Parteien oder wurden parteilos. An einem Reformparteitag im Mai 1999 wurde die Partei in „Liste der Unabhängigen“ umbenannt und die Auflösung noch mit 52 zu 9 Stimmen abgelehnt. Der Todesstoss gegen den Landesring war seine Niederlage bei den Parlamentswahlen im Herbst 1999. Am Sonderparteitag vom 4. Dezember 1999 in Aarau beschlossen die Delegierten mit 57 zu 7 Stimmen die Auflösung der Partei. Der LdU war nach 63 Jahren nur noch Geschichte.
Ehemalige Landesringler waren noch im Parlament der "Einwohnergemeinde Bolligen" oder später in jenem der "Viertelsgemeinde Ostermundigen" vertreten. Sie hatten u.a. damals die Auflösung des noch übergeordneten Gesamtgemeindesystems "Bolligen", bestehend aus den Viertelsgemeinden Bolligen, Ittigen und Ostermundigen, durch einen parlamentarischen Vorstoss in Bolligen
gestartet und unterstützten eine gleichzeitig eingereichte Motion der FdP, die ebenfalls die Liquidation des nicht besonders „glücklichen“ 2-Gemeinde-Systems verlangt hatte.
Die 3 nur noch lokal aktiven bernischen Ortsgruppen Köniz, Zollikofen und Ostermundigen wollten jedoch die bisherigen LdU-Ziele unter einem anderen Namen weiterführen. Die Ortsgruppe Ostermundigen entschloss sich für den Namen "FORUM Ostermundigen". Am 7. März 2000 hatten sich ehemalige Landesringler zwecks Gründung des FORUMs darüber unterhalten. Walter Bruderer war der erste Präsident des „FORUMs Ostermundigen“. 2013 trat er aus dem Gemeindeparlament und als Parteipräsident zurück und wurde für sein Wirken zum FORUM-Ehrenmitglied gewählt.
Als eine der ersten Aktionen hatte das neugegründete „FORUM Ostermundigen“ den Bau der neuen Bahn-Haltestelle "Wankdorf" verlangt. Realisiert wurde sie für ca. 25 Mio; ursprünglich war dafür noch von einem abschreckenden Aufwand von über 100 Mio die Rede. Ausserdem widmete sich das FORUM sofort der Frage "Welche Voraussetzungen haben Ausländer/innen zu erfüllen, wenn sie sich einbürgern wollen?". Bereits im April 2000 befasste sich das FORUM mit sinnvoller "Ostermundiger Verkehrsplanung". Über das FORUM-Wirken wird die Bevölkerung seither via Wochenzeitung "Bantiger Post" und seit 2008 auch via Homepage orientiert.
Ende 2000 kandidierte das FORUM erstmals mit 7 Personen; gewählt wurden 2. Den bisherigen Höhepunkt erreichte das FORUM Ostermundigen 2008, als 5 Personen in den Grossen Gemeinderat gewählt wurden. Aktuell verfügt das FORUM über 2 Mitglieder im Parlament und zählt 40 Aktiv- und Passivmitglieder.