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Schädel-Hirn-Trauma
Was ist ein Schädel-Hirn-Trauma?
Ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) hat ganz unterschiedliche Auswirkungen: Ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma erfordert keine oder nur eine ambulante Behandlung. Bei einer schweren Verletzung werden der Aufenthalt in einer Intensivstation und eine Operation notwendig und bei schwersten Verletzungen kann das Schädel-Hirn-Trauma sogar tödlich verlaufen. So unterschiedlich die Auswirkungen auch sind, werden doch alle Varianten unter dem Begriff des Schädel-Hirn-Traumas zusammengefasst.
Die Entstehungsmechanismen sind vielfältig. Prinzipiell kommt es zu einer Gewalteinwirkung auf den Schädel, durch die das Gehirn verletzt wird. Dies geschieht häufig bei einem Verkehrsunfall oder bei Stürzen. Grundsätzlich können daher Menschen aller Altersschichten betroffen sein.
Basierend auf den aktuellen Ergebnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erleiden jährlich etwa 54 bis 60 Millionen Menschen weltweit eine traumatische Hirnverletzung. 2,2 bis 3,6 Millionen dieser Verletzungen sind mittelschwer und schwer. In Deutschland sind jedes Jahr mehr als 280.000 Menschen betroffen, darunter etwa 73.000 Kinder und Jugendliche.
Was sind die Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas?
Für die Bestimmung des Schweregrads des Schädel-Hirn-Traumas hat sich die Einteilung nach der Glasgow Coma Scale (GCS) etabliert. Bei 13-15 Punkten spricht man von einem leichten, bei 9-12 Punkten von einem mittelschweren und bei 3-8 Punkten von einem schweren Schädel-Hirn-Trauma. Zusammen mit weiteren neurologischen Untersuchungsergebnissen beinhaltet der ermittelte Wert eine klare Prognose für den Patienten. Häufig wird diskutiert, ob ein sogenanntes Schleudertrauma ohne direkte Krafteinwirkung auf den Schädel eine Hirnverletzung bewirken kann und überhaupt ein Schädel-Hirn-Trauma darstellt.
Ist das Nervensystem aufgrund des Schädel-Hirn-Traumas beeinträchtigt, hat dies Auswirkungen auf die Beweglichkeit des Körpers, unter Umständen auch längerfristig. Ergo- und Physiotherapie helfen im Zusammenspiel mit Orthesen oder auch funktioneller Elektrostimulation, bestimmte Bewegungen wieder zu erlernen oder Einschränkungen bestmöglich auszugleichen.