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Der über eine Sex-Affäre gestolperte ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, will nicht hinnehmen, dass ein belgisches Bordell nach ihm benannt ist. Er will vor Gericht ziehen.
Strauss-Kahn werde gegen diesen «Angriff auf seinen Namen» juristisch vorgehen, kündigten die fünf Anwälte des Franzosen in Paris und Brüssel an. In Frankreich wird der Finanzexperte nach den Anfangsbuchstaben seines Namens häufig «DSK» genannt.
«Dodo Sex Klub»
Genau diesen Namen hat sich der Bordellbetreiber Dominique Alderweireld - genannt Dodo - für sein neues Etablissement im belgischen Ort Blaton nahe der französischen Grenze ausgesucht. Nach seinen Angaben steht die Abkürzung offiziell für «Dodo Sex Klub».
Alderweireld räumte aber ein, dass er bei der Namensfindung durchaus an Strauss-Kahn gedacht habe. «DSK» sei «als Augenzwinkern zu verstehen und eine gute Werbung», hatte er letzte Woche der Nachrichtenagentur AFP gesagt. «Aus kommerzieller Sicht ist das exzellent, es ist fantastisch, weil alle von DSK sprechen.»
«Schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei»
Der 64 Jahre alte Alderweireld steht neben Strauss-Kahn im Mittelpunkt eines Skandals um Sex-Partys mit Callgirls unter anderem im Luxushotel «Carlton» in der nordfranzösischen Stadt Lille. Strauss-Kahn, Alderweireld und mehrere weitere Angeklagte werden sich wegen «schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei» vor Gericht verantworten müssen.
Strauss-Kahn bestreitet nicht, an Sex-Partys auch in Paris und Washington teilgenommen zu haben. Der Wirtschaftsexperte will aber nicht gewusst haben, dass es sich bei den Frauen um bezahlte Prostituierte handelte.
(sda/dbe)