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Aphten sind eine relativ häufig auftretende Erkrankung an den Schleimhäuten der Mundhöhle. Sie sind hauptsächlich ein gelbliches, grauweißes Geschwür, um das sich ein entzündlicher, roter Rand entwickelt. Das Phänomen ist sehr schmerzhaft und ähnelt Herpes insofern, als dass jemand, bei dem sich Aphten entwickelt haben, wahrscheinlich sein ganzes Leben lang von Aphten begleitet wird. Zwar sind Aphten nicht ansteckend, sie können aber lästig sein, vor allem wenn sie immer wieder auftauchen. Wie Sie Aphten am besten erkennen und sie diese wirksam vorbeugen können, erfahren Sie in diesem Artikel.
Aphten können an verschiedenen Stellen vorkommen. Meistens treten sie in der Mundschleimhaut oder im Zahnfleisch auf, sie können sich aber auch auf der Zungenspitze oder an der Innenseite der Lippen bilden. Aphten kommen hauptsächlich ab dem 20. Lebensjahr vor und zählen zu den häufigsten Erkrankungen der Mundschleimhaut.
Wie unterscheidet man Arten von Aphten?
Ihr Ausmaß kann variieren, das heißt, dass Ihre Größe von der eines Stecknadelkopfes bis hin zu einem Zentimeter reichen kann. In den schwersten Fällen bildet sich in der Mundhöhle eine bis zu 2-3 Zentimeter große Aphthe, die oft gleichzeitig mit Lymphknotenschwellungen und Fieber auftritt.
Man unterscheidet drei Arten von Aphten:
Die Minor-Aphten (Mikulicz-Aphten) zählen zu der am häufigsten auftretenden Variante. Sie sind einzeln verteilt und haben nur eine Größe von wenigen Millimetern. Erfahrungsgemäß verschwinden sie spontan in unter einer Woche und hinterlassen keinerlei Spuren. Die Lymphknoten im Nacken können sich vergrößern, aber auch das verschwindet mit dem Verschwinden der Aphthen.
Eine Major Aphte (Sutton-Aphte) ist eine schwerwiegendere Krankheit, da wir hier nicht nur von einer oberflächlichen Erscheinung sprechen, sondern von einer tiefergreifenden Gewebeschädigung. Die Aphten können in diesem Fall 2-3 Zentimeter groß sein und auch die tieferliegenden Gewebe betreffen. Sie sind am häufigsten in den Schleimhäuten über den kleinen Speicheldrüsen zu finden. Ihre Genesungszeit kann bis zu mehreren Monaten reichen und sie hinterlassen oft eine Narbe. Sutton-Aphten erfordern in allen Fällen eine ernsthaftere Untersuchung, da die Krankheit in den meisten Fällen auf eine Innere Erkrankung zurückzuführen ist.
Diese herpesähnlichen (herpetiforme) Aphten haben die Größe eines Stecknadelkopfes und treten nicht einzeln, sondern gruppenweise auf. Sie wurden so genannt, da sie eine herpesähnliche Erscheinung haben; dennoch sind sie nicht herpesbedingt. In fast 100% der Fälle verschwinden sie spurlos und bedürfen somit auch keiner Behandlung.
Alle der vorhin genannten Typen haben gemeinsam, dass sie Schmerzen beim Schlucken, Trinken, Kauen, Zähneputzen und sogar beim Sprechen verursachen. Um Aphten herum erscheint ein geröteter Rand, und es gibt einen weißen Belag auf der Oberfläche. Da sie oft aufplatzen, entsteht außerdem eine Entzündung, die dann weitere Schmerzen zu Folge hat.
Die kleinen Minor-Aphten treten in einer geringen Anzahl und zumeist in der Mundhöhle auf, in den meisten Fällen ein bis vier Stück gleichzeitig.
Major-Aphten treten auch in einer geringen Stückzahl auf, allerdings unterscheiden sie sich durch Ihre Größe. Die Symptome sind also ähnlich, wie bei den Minor-Aphten, aber weitaus schwerwiegender. Ebenfalls hinterlassen sie eine narbige Abheilung, wodurch sie auch nochmal deutlich von den Minor-Aphten unterscheidbar sind, das ist aber selbstverständlich nur nach der Verheilung möglich.
Zuletzt betrachten wir die Symptome der herpetiformen Aphten. Sie zeichnen sich durch eine deutlich höhere Anzahl aus, die Rede ist hierbei von 50-100 Stück zur gleichen Zeit. Auch ihre Lage unterscheidet sich: herpetiformen Aphten bilden sich eher am Zungenrand und an der Lippeninnenseite.
Außerdem kann der Verlauf von Aphten, unabhängig von ihrem Typen, in vier Stadien unterteilt werden:
Wie entwickeln sich also Aphten, wenn sie schon so oft vorkommen?
Bisherige Studien haben gezeigt, dass das Auftreten von Aphthen im Mund eine Art Reaktion des Immunsystems ist. Fachleute gehen davon aus, dass als Folge einer schlecht regulierten Immunantwort die Schutzfunktion der Mundschleimhaut abnimmt. Es ist üblich, dass bei einer Person verschiedene Ursachen für die Bildung von Aphthen sorgen. Laut Experten könnten genetische Veranlagungen auch eine Rolle spielen. Obwohl noch keine eindeutige Erkenntnis gewonnen wurde, konzentrierten sich die bisherigen Beobachtungen auf das Vorhandensein mehrerer vererbter Antigene. Forscher haben jedoch bereits herausgefunden, dass diejenigen, die häufiger Aphthen in ihrer Familie haben, selbst anfälliger dafür sein können.
Die Bildung von Aphten werden unterstützt, wenn die Mundschleimhaut beschädigt ist: Auch ein Beißen der Lippen oder durch Speisereste verursachte Wunde kann das Auftreten von Aphthen verursachen.
Da Frauen öfter an Aphten erkranken als Männer, geht man auch von hormonellen Einflüssen als mögliche Ursache aus.
Ärzte haben auch beobachtet, dass, wenn der Faktor, der Aphthen verursacht, reduziert oder vollständig beseitigt wird, eine gute Chance besteht, dass die Aphthen heilen, und dass das Aufhören mit bestimmten Gewohnheiten die Wahrscheinlichkeit verringert, dass die Aphthen erneut auftreten.
Wenn Sie aphtenähnliche Gebilde in Ihrem Mundraum entdeckt haben, aber nicht sicher wissen, ob es sich tatsächlich um Aphten handelt, sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen. Dieser kann auf Basis einer Mundinspektion, sowie der Krankengeschichte (Anamnese) und der Symptome Aphten diagnostizieren. Dank ihrer charakteristischen Form lassen sich die meisten Aphten leicht erkennen. Allerdings sehen die Cook-Aphten, also Aphten, die zum herpetiformen Typen gehören, einer Herpesinfektion sehr ähnlich – daher ja auch der Name. Diesen Typen können Nichtfachmänner schnell mit einer Herpesinfektion verwechseln. Deshalb sollten Sie, wenn Sie zum ersten Mal eine Aphte bekommen, sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen.
Natürlich sollten Sie auch zum Zahnarzt gehen, wenn mit den Aphten weitere Beschwerden – wie Fieber - einhergehen, oder diese nach mehreren Wochen noch nicht verheilt sind und starke Schmerzen verursachen.
Der einfachste Weg, Aphthen – und natürlich viele andere Krankheiten – vorzubeugen, ist eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung. Es sollte auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung, einen häufigen Verzehr von Gemüse und Obst geachtet werden und es lohnt sich, regelmäßig zinkreiche Ölsaaten zu essen.
Aphten verschwinden normalerweise in unter anderthalb Wochen von selbst, wenn Sie die grundlegenden Hygieneregeln befolgen und Ihren Mund regelmäßig zwei- bis dreimal täglich reinigen. Es ist auch wichtig, würzige, saure und grobe Speisen zu vermeiden.
Größere Aphten sind deutlich seltener und deren Heilung dauert, da sie tiefer in die Schleimhaut eindringen, manchmal sogar bis zu sechs Wochen. Da hier das Gewebe stärker beschädigt wird, können größere Aphten auch eine Narbe hinterlassen. Wenn während dieser Zeit die Aphten nicht mit der Heilung beginnen, sollten Sie möglicherweise einen Zahnarzt aufsuchen, und auch im Falle, wenn sich Ihre Symptome verschlimmern, sollten sie Ihren Zahnarzt konsultieren.
Aphten sind nicht ansteckend und können unter keinen Umständen an eine andere Person weitergegeben werden.
In der Tat kann ein niedriger Vitaminspiegel die Bildung von Aphten im Mund verursachen. Es wird geraten, möglichst viel Vitamin B1 und Zink zu konsumieren. Es empfiehlt sich, 100 – 300 mg Vitamin B1 bis zur Abheilung zu nehmen. Außerdem begünstigen Ein Mangel an Eisen und Folsäure die Aphtenbildung, sie sollten also versuchen, auch diese Vitamin- und Mineralstoffe möglichst häufig einzunehmen.
Gegen Aphten existiert nicht ein gleiches Wundermittel für jedermann, da die genauen Umstände der Entstehung von Aphten immer noch von Experten erforscht werden. Es empfiehlt sich, aus Folgendem zu wählen:
Und natürlich sollten Sie regelmäßig, in einem Halbjahresrhythmus bei Ihrem Zahnarzt einen Besuch abstatten.
Diesen Artikel hat Dr. Zsolt Majtényi, unser renommierter Zahnarzt mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in der Prothetik und den kompletten Rehabilitationen, anhand seiner Fachkompetenz überprüft und kann ihn ausdrücklich empfehlen. LinkedIn
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