Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03375.jsonl.gz/713

Pro Regenwald
Bruno Manser (Wer war Bruno Manser?) ist zu verdanken, dass das Thema der Regenwaldabholzung auf die politische Agenda der Schweiz gesetzt wurde. 16 Jahre nach seinem ungeklärten Verschwinden im Regenwald von Borneo, will sich die Schweiz klammheimlich aus ihrem Engagement für den Regenwald zurückziehen. Dies will der Bruno Manser Fonds verhindern.
Es ist erwiesen, dass sich die Abholzung der Wälder negativ auf das Klima, die Artenvielfalt und die im Wald lebende Bevölkerung auswirkt. Darum ist es umso wichtiger, dass wir unseren Wäldern weltweit Sorge tragen. Auch unsere Regierung hier in der Schweiz steht in der Pflicht.
Seit den 1990er-Jahren hat die Schweiz u.a. im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei der International Tropical Timber Organization (ITTO) wichtige Tropenwaldprojekte in Südostasien, dem Amazonas und dem Kongobecken unterstützt. Leider hat die Schweiz ihr Engagement für den Tropenwald in den letzten Jahren stark reduziert und die Finanzierung des ITTO-Engagements ersatzlos zurückgefahren.
Es tut not, dass die Schweiz ihr Engagment für den Tropenwald wieder erhöht! Es sollte wieder ein Budget geben für konkrete Projekte zum Schutz des Regenwaldes, die in Zusammenarbeit mit indigenen Völkern verwirklicht werden. Ein konkretes Schutzprojekt in Borneo, das auf Schweizer Unterstützung angewiesen ist, ist beispielsweise der Urwaldpark Penan Peace Park.
Seit der Gründung des Penan Peace Parks (Was ist der Penan Peace Park?) 2009 setzt sich der Bruno Manser Fonds zusammen mit den Penan (Wer sind die Penan?) für den Urwaldpark ein. Der Schutz des Regenwalds und des kulturellen Erbes der Penan sowie eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sind die Grundpfeiler dieses Parks. Die Penan möchten, dass die Regierung vom malaysischen Bundesstaat Sarawak (Wo liegt Sarawak?) den Urwaldpark offiziell anerkennt. Hier könnte die Schweiz eine entscheidende Rolle spielen.
Die Umstände für ein Schweizer Engagement in Sarawak sind so günstig wie seit Jahrzehnten nicht mehr: der langjährige, korrupte Regierungschef von Sarawak, Taib Mahmud, musste endlich zurücktreten. Sein Nachfolger Adenan Satem hat nicht nur entschieden, keine weiteren Konzessionen für Abholzung und Plantagen mehr zu vergeben, sondern möchte auch neue Schutzgebiete erstellen: Die Chancen für den Penan Peace Park stehen also gut, aber er braucht prominente Unterstützung – zum Beispiel aus der Schweiz.