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Es gibt viele Probleme, die durch Zusammenpressen und -reiben der Zähne verursacht werden können, zum Beispiel Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schmerzen bei sonst gesunden Zähnen, Abnutzung der
Frontzähne oder häufige Frakturen von Zähnen oder Füllungen. Das Zusammenpressen und Aufeinanderreiben der Zähne passiert vorwiegend in der Nacht, meistens unbewusst, und ist oft eine über Jahre
erlangte Gewohnheit.
Die Hyperaktivität der Kaumuskeln während der Nacht, vor allem des Schläfenmuskels (Musculus temporalis), ist eine mögliche Ursache für Spannungskopfweh und Migräne. Durch den Einsatz von Aufbissschienen wurde eine Verringerung der Migränehäufigkeit beobachtet. Die Wirkung von Aufbissschienen ist ähnlich wie die von Medikamenten, allerdings ohne Nebenwirkungen.
Die Michigan-Schiene
Zur Anfertigung wird zunächst ein Alginatabdruck vom Gebiss genommen. Dieser wird mit Gips ausgegossen. Auf dem Modell wird ca. 1 mm dicke PMMA Folie über das Modell mittels Vakuum „gezogen". Dieser Rohling wird nun vom Techniker herausgeschnitten und bearbeitet (plus eventuelles therapeutisches Einschleifen). Nun muss sie der Patient noch anprobieren, wobei gegebenenfalls noch weitere Druckstellen und Randkanten abgeschliffen werden.
Für die Herstellung der Schiene kommen unterschiedlich harte Materialien zum Einsatz.Die Herstellung selbst unterliegt nämlichen Gesetzen der erfolgreichen technischen Umsetzung zahnärztlicher Vorgaben: gingivakontakt ist zu vermeiden, ausreichend für die Paßgenauigkeit umschließt die Schiene sämtliche Zahnäquatoren oder leicht darüber, wenn diese nur schwer zu definieren sind (in einigen Fällen nicht vorhanden).
Zur gewünschten erfolgreichen Funktionalität der Schiene ist die Oberfläche (occlusal) von entscheidender Bedeutung, sie gibt die Bewegungen vor, die jetzt noch ausgeführt werden können.
Die gleiche Methode wird bei Mundschutzen für Boxer oder anderen dieser Art verletzungsanfälligen Sportarten verwendet, jedoch kann auf den individuellen Aufbau verzichtet werden, allein die Stärke der verwendeten Folie beträgt statt der üblichen 1-4 mm die vom Sportler gewünschte oder notwendige.
Quelle: Wikipedia
Die NTI-tss Schiene
NTI-tss (Nociceptive Trigeminale Inhibition – tension suppression system) bedeutet:
Aktivierung des Schutzreflexes des Trigeminus Nervs zur Verminderung von Verspannungen. Das Wirkungsprinzip ist einfach und lässt sich dadurch erklären, dass jeder Zahn über Nervenfasern mit den
Kaumuskeln verbunden ist. Wenn nun durch das Zusammenbeissen oder Abbeissen von Speisen ein zu starker Druck auf die Zähne ausgeübt wird, melden Rezeptoren den Kaumuskeln sich zu «entspannen»
(Schutzreflex). Die unteren Frontzähne sind am besten geschützt, das heisst, sie haben die niedrigste Reizschwelle.