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Der amerikanische Dramatiker und Schauspieler Tracy Letts, ein Mitglied der legendären Steppenwolf Theatre Company in Chicago, zählt zu den einflussreichsten Theaterschaffenden der letzten paar Jahrzehnte. Manche seiner Werke sind verfilmt worden, darunter sein Pulitzer-Preis- und Tony-gekröntes Familien- und Frauendrama August: Osage County (2007; 2013 verfilmt von John Wells).
Wer August: Osage County in der englischen Originalversion auf der Bühne sehen will, kann dies aktuell in Zürich tun: Die Theatertruppe des Englischen Seminars der Universität Zürich, Blueprint Masquerades, spielt das Stück am 20., 21., 26., 27. und 28. April auf der Bühne der Atelierschule, Plattenstrasse 37, 8032 Zürich. Details unter https://blueprintmasquerades.com/
Das Filmpodium zeigt im Mai/Juni zwei ganz anders geartete Werke von Tracy Letts, verfilmt von William Friedkin:
Bug (2006) ist ein beklemmendes Paranoia-Kammerspiel mit Ashley Judd und Michael Shannon;
Killer Joe (2011) hingegen eine grausliche White-Trash-Moritat über dysfunktionale Familienbeziehungen mit einem schaudererregend guten Matthew McConaughey als Cop und Killer in einer Person.
Wers gerne zahmer hat, kann Tracy Letts derzeit als Vater der Titelfigur in Greta Gerwigs Lady Bird (2017) genießen:
Das Pink Apple Festival 2018 verleiht seinen Festival Award für Verdienste um das schwullesbische Filmschaffen der New Yorker Produzentin Christine Vachon. Seit rund 30 Jahren bringt sie ebenso eigenwillige wie herausragende Independent-Filme hervor, darunter viele, die LGBT-Geschichte geschrieben haben.
Das 21. Pink Apple Festival zeichnet Christine Vachon mit seinem Festival Award aus, den sie am Sonntag, dem 6. Mai persönlich entgegennehmen wird. Davor wird die Produzentin bei mehreren Vorstellungen im Filmpodium für Q&As zur Verfügung stehen, und am Samstag, dem 5. Mai gibt sie um 16.30 Uhr eine Master Class mit Marille Hahne (ZHdK).
Sie dreht noch immer. Zur Legende wurde sie jedoch in den 1960er-Jahren in Filmen von Luchino Visconti, Mario Monicelli, Valerio Zurlini und natürlich von Federico Fellini, der ihr in Otto e mezzo die vielleicht perfekte Rolle gab. Pünktlich zum 80. Geburtstag von Claudia Cardinale am 15. April zeigen wir 15 Filme der in Tunis geborenen Sizilianerin, die mit ihrer betörenden Mischung aus Naivität und Sinnlichkeit zu einem der Superstars des italienischen Kinos wurde.
Wir wünschen alles Gute zum Geburtstag und freuen uns über die Grussbotschaft dieser Filmikone!
Dem 1986 vom Stimmvolk erteilten Auftrag gemäss ist das Filmpodium ein Ort der Unterhaltung, der Begegnungen und der Entdeckungen, der «dem Publikum ermöglicht, seine Lieblingsfilme (…) auf der Leinwand statt auf dem Bildschirm wiederzusehen, Filmschaffende, Künstler und Produzenten zu treffen». Es ist uns denn auch ein grosses Anliegen, über das blosse Vorführen von Filmen hinaus Veranstaltungen zu organisieren, die persönliche Begegnungen mit Gästen erlauben. Der Zugang zu Filmen ist heute dank Internet ja leichter denn je. Aber leibhaftige Menschen zu treffen, die sich mit dem Kino beschäftigen, ist ein Mehrwert, den nur ein Ort wie das Filmpodium bieten kann. “Editorial: Man muss die Gäste feiern…” weiterlesen →
1948 lag ein Grossteil Europas in Trümmern – gerade vor diesem Hintergrund erreicht der Neorealismus seinen Höhepunkt mit zwei Werken, die Filmemacher in aller Welt inspirieren werden: In Ladri di biciclette erzählt Vittorio De Sica eine ergreifend schlichte Geschichte, die das Elend im Nachkriegsitalien eindringlich festhält, und mit La terra tremazeigt Luchino Visconti ein Drama über den Kampf sizilianischer Fischer gegen die Ausbeutung als beispielhafte Fusion von Realismus und Opernhaftigkeit. “DAS ERSTE JAHRHUNDERT DES FILMS: 1948” weiterlesen →