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Kalk in der Dusche: Tipps zur Vorbeugung und Entkalkung
Was tun gegen Kalk in der Dusche?
Das beste Mittel gegen Kalkablagerungen in der Dusche ist ja eigentlich bekannt: vorbeugen, indem man die Dusche nach Benutzung immer komplett trocken wischt. Am besten mit einem Duschschaber mit weicher Lippe und/oder einem Microfasertuch. Soweit die Theorie. In der Praxis haben aber dennoch viele Haushalte mit Kalkflecken in der Dusche zu kämpfen. Vor allem dann, wenn sie sich in einer Region mit besonders hartem Wasser befinden und/oder wenn die Dusche von sehr vielen Familienmitgliedern genutzt wird und man mit dem Wischen einfach nicht nachkommt. Dann braucht es schon etwas kreativerer Lösungen, um Kalk in der Dusche vorzubeugen und zu entfernen. Neben geeigneter Reinigungsmittel für Duschkabinen sollte man sich auch über die Wasserhärte in seiner Region informieren und überlegen, ob das Badezimmer sich reinigungsfreundlicher gestalten lässt und ob sich eventuell die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage lohnt.
Entstehung von Kalk: Wovon hängt der Härtegrad des Wassers ab und wie wird er gemessen?
Jeder hat schon einmal die Ausdrücke „hartes“ bzw. „weiches“ Wasser gehört, aber was genau ist damit eigentlich gemeint? Der Härtegrad des Wassers gibt den Anteil der im Wasser gelösten Ionen an, insbesondere der Calcium- und Magnesiumionen. Diese können chemische Verbindungen eingehen, wobei unlösliche Stoffe wie Kalk und Kalkseife gebildet werden. Verdunstet das Wasser auf einer Oberfläche, bleibt der Kalk zurück und setzt sich ab. Für die Wasserhärte in der Schweiz werden die französischen Härtegrade (⁰fH) verwendet und die Härte des Wassers in 6 Härtestufen unterteilt (ein ⁰fH entspricht dabei einem Anteil von 0,1 Millimol Calcium- und Magnesiumionen pro Liter Wasser):
· sehr weich (0-7)
· weich (7-15)
· mittelhart (15-25)
· ziemlich hart (25-32)
· hart (32-42)
· sehr hart (mehr als 42).
Kann eine Wasserenthärtungsanlage Kalkflecken vorbeugen?
Wenn man in einer Gegend mit sehr hartem Wasser wohnt, kann eine Wasserenthärtungsanlage durchaus sinnvoll sein, nicht nur, um Kalk in der Dusche zu verhindern, sondern auch, um anderen Problemen wie einem erhöhten Waschmittelverbrauch oder Rohrverstopfungen vorzubeugen.
Wie funktioniert eine Wasserenthärtungsanlage zum Kalk vorbeugen?
Effektive Wasserenthärtungsanlagen basieren auf dem Prinzip des Kationenaustauschs. Dies ist dasselbe Prinzip, das auch im Geschirrspüler die Entstehung von Kalk verhindern lässt: An einem sogenannten Ionenaustauschmaterial sind Natriumionen gebunden, aber nur sehr schwach. So schwach, dass die im Wasser enthaltenen Magenesium- und Calciumionen mit dem Material reagieren und die Natriumionen in der Verbindung ersetzen. Sie werden so aus dem Wasser entfernt. Genau wie beim Geschirrspüler ist dann irgendwann ein Punkt erreicht, an dem keine Natriumionen zum Austauschen mehr vorhanden sind. In diesem Moment muss Salz (Natriumchlorid) hinzugefügt werden, um die Calcium- und Magnesiumionen durch eine Sättigung mit Natriumionen wieder zu verdrängen. Es ist besonders wichtig, dass die Anlage immer richtig eingestellt ist, denn ist dies nicht der Fall, können die Glasscheiben Ihrer Dusche mit der Zeit matt werden (genau wie die Gläser im Geschirrspüler).
Kalk in der Dusche vermeiden durch eine geschickte Badezimmereinrichtung
Wenn Sie darüber nachdenken, Ihr Bad zu renovieren oder ein neues Bad zu planen, können Sie im Voraus die Reinigungsfreundlichkeit berücksichtigen, um Kalk in der Dusche zu vermeiden.
Generell haben Glasduschen sehr viele Vorteile gegenüber Duschkabinen aus anderen Materialien wie etwa Kunststoff, da sich der Kalk auf Kunststoffoberflächen sehr viel leichter absetzt als auf Glasoberflächen. Ausserdem können Glasduschen mit einer Nanobeschichtung versehen werden. Diese hat einen hydrophoben, d. h. wasserabweisenden Effekt und kann somit allzu starke Kalkablagerungen verhindern.
Besonders gut eignen sich rahmenlose Glasduschen zur Vorbeugung von Kalkablagerungen, denn jedes eingesetzte Profil bietet eine zusätzliche Ablagerungskante. Je weniger Profile also, desto einfacher die Reinigung. Auch die Duschrückwand sollte möglichst glatt und mit wenig Fugen gestaltet werden. So wird Ihnen das Trockenwischen garantiert weniger Überwindung kosten. Auch Duschrückwände gibt es übrigens aus Glas.
Für den Entwurf eines reinigungsfreundlichen Badezimmers stehen unsere Experten Ihnen gerne zur Verfügung.
Duschkabine entkalken
Wenn trotz aller vorbeugenden Massnahmen Kalkablagerungen in der Dusche entstanden sind, sollten diese am besten so früh wie möglich entfernt werden. Wenn sich der Kalk erst einmal richtig festgesetzt hat, hilft meist nur noch eine mechanische Reinigung, die eventuell eine Schädigung der Materialien verursachen könnte. Auch ist Vorsicht geboten bei stärkeren Reinigungsmitteln. Wenn man diese nicht sorgfältigst abspült und kleine Reste davon auf der Duschwand zurückbleiben, können die Dichtungen spröde werden und auf Dauer Schaden nehmen. Dasselbe gilt für den Fugenmörtel, falls die Duschrückwand aus Platten besteht. Kalk in der Dusche entfernen kann man am besten mit Haushaltsessig oder Zitronensäure, insbesondere auf Platten und auf den Armaturen. Für Glasscheiben bieten sich auch spezielle Badreiniger mit hydrophober Wirkung an.