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Maréchal Foch wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Franzosen Eugène Kuhlmann (1858–1932) im Elsass gezüchtet und zu Ehren von Ferdinand Foch (1851–1929) benannt. Maréchal Foch ist eine Kreuzung zwischen (Vitis riparia x Vitis rupestris) x Goldriesling.
Maréchal Foch war früher an der Loire weit verbreitet, heute sind dort nur noch gut 100 Hektaren bestockt. Neben der Schweiz wird sie im Staate New York und in Michigan, Kalifornien und in Kanada kultiviert.
Sie treibt früh aus und ist früh reif, meist zwischen einer und zwei Wochen vor dem Merlot.
Sie ist eher schwach im Wuchs, die Triebe haben eine wie von Wachs überzogene graublasse Farbe. Die Blätter sind meist gross, stark gezähnt, die Trauben sind eher klein und kompakt. Die Beeren sind rund, dünnhäutig, womit sie – zusammen mit der frühen Reife – anfällig für den Befall durch die Kirschessigfliege sind.
Maréchal Foch ist gegen Oidium, Peronospora und Botrytis resistent. Sie ist somit für den Bioweinbau geeignet. Speziell ist, dass die jungen Blätter ab dem Spätsommer oft durch die Reblaus befallen werden, was aber die Rebe scheinbar nicht schwächt.
Der Saft der Maréchal Foch-Rebe ist rot gefärbt, der Wein erhält dadurch – unabhängig vom Ausbau – eine kräftig rote Farbe. Er ist sehr aromatisch, mit Noten von schwarzen Beeren, Brombeeren, Heidelbeeren, schwarzen Kirschen.