Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/141900

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Festlegung einer Untergrenze des Frankens zum Euro hat grössere wirtschaftliche Verwerfungen verhindert.</p><p>Wie gross sind nach Ansicht des Bundesrates die positiven Effekte dieser Massnahme insbesondere</p><p>- auf die Beschäftigungslage?</p><p>- auf die Industrie?</p><p>- auf die Exportwirtschaft?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Eine massive und länger anhaltende Überbewertung stellt für die Exportwirtschaft und verbundene Bereiche wie Zulieferfirmen eine ernste Bedrohung dar und kann zu Produktionsverlagerungen und Arbeitsplatzverlusten führen. Indem die Schweizerische Nationalbank mittels der Wechselkursuntergrenze dem ungebremsten Höhenflug des Frankens ein Ende setzte, hat sie massgeblich dazu beigetragen, den Firmen eine gewisse Planungssicherheit zu geben und eine schwere Krise mit einbrechender Beschäftigung zu verhindern.</p><p>Abgesehen von der Währungssituation haben die Exportsektoren seit einigen Jahren zusätzlich mit der gedrückten Konjunktur auf wichtigen Auslandmärkten, namentlich in Europa, zu kämpfen. Dies hat zur Folge, dass in vielen Exportbranchen sowie im Tourismus die Konjunkturentwicklung sehr verhalten verläuft und die Beschäftigung abnimmt. Ohne die Untergrenze wären die negativen Folgen für Produktion und Beschäftigung in den Exportbranchen zweifellos noch erheblich grösser ausgefallen. Jedoch lässt sich der genaue Beitrag der Wechselkursuntergrenze zur Beschäftigung und Wirtschaftsentwicklung nicht quantifizieren.</p>