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Weitere Tierschutzfälle betreffen «auffällige» und «unerzogene» Hunde. Dies hängt gemäss dem Aargauer Veterinärdienst mit der Corona-Pandemie zusammen. Viele Personen hätten sich während der Covid-Pandemie Haustiere angeschafft, darunter insbesondere Hunde, hiess es in der Medienmitteilung des Aargauer Departements für Gesundheit und Soziales vom Mittwoch. Das belegt die nationale Hundedatenbank Amicus, die für das Jahr 2020 einen Rekord an Neuanmeldungen von Hunden verzeichnete, wie das Departement auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.
«Die betroffenen Halter haben sich oftmals zu wenig Gedanken über die Betreuung des Hundes nach Beendigung des Homeoffice gemacht», hiess es in der Mitteilung weiter. Dadurch seien viele Hundewelpen nicht daran gewöhnt, alleine zu sein, wenn der Halter oder die Halterin wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren müsse. Viele Hunde seien auch ohne Hundeschule aufgewachsen und wenig sozialisiert.
Der Veterinärdienst überprüft aufgrund von Meldungen, ob gegen das Tierschutzgesetz verstossen worden sei. In schwerwiegenden Fällen können Hunde beschlagnahmt und dem Besitzer ein Tierhalteverbot ausgesprochen werden. Die grosse Nachfrage nach Hunden seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie habe vermehrt auch zu Meldungen über illegale Importe geführt, weil der Bedarf nicht mit inländischen Hunden gedeckt werden könne, hiess es weiter in der Mitteilung. Es warnte, wenn Händler Importvorschriften nicht beachteten, könne dies zu einer Verzeigung und Beschlagnahmung der Hunde führen.