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Bei seinem ersten Start auf dem Moscow Raceway holte René Rast auf Anhieb den Sieg: Im Samstagsrennen auf dem 3,931 Kilometer langen Kurs in Russland fuhr der Audi-Pilot von der Pole-Position souverän zu seinem zweiten Sieg in der populärsten internationalen Tourenwagenserie. Damit eroberte der Mindener zur DTM-Halbzeit – neun von 18 Saisonrennen sind absolviert – auch die Tabellenführung zurück. Mike Rockenfeller wurde trotz seiner Fußverletzung, die er sich beim Unfall auf dem Norisring zugezogen hat, Zweiter und sorgte damit für einen Audi-Doppelsieg. Platz drei sicherte sich der amtierende DTM-Champion Marco Wittmann im BMW. Vierter und damit bester Mercedes-Pilot wurde Robert Wickens.
„Das war ein fast perfektes Rennen“, fasste Sieger Rast zusammen. „Mein Start war nicht optimal, aber danach lief es wirklich gut. Ich habe das Rennen über die volle Distanz angeführt und bin glücklich, wieder Tabellenführer zu sein.“ Sorge, dass ihm sein Marken-Kollege Rockenfeller den Sieg noch wegschnappen würde, hatte er nicht. „Mike war im DRS-Fenster, aber nie wirklich nah genug dran um anzugreifen.“ Dass Rockenfeller nach seinem Unfall überhaupt so schnell sein konnte, verdankt der Audi-Pilot vor allem den Doktoren und Physiotherapeuten. „Ihnen gebührt ein großer Dank“, sagte der Zweitplatzierte, der nur 0,770 Sekunden nach Rast die Zielflagge sah. Mit einem speziellen Tapeverband wurde der gebrochene Mittelfuß fixiert. Rockenfeller konnte den lädierten linken Fuß nur bedingt einsetzen: Er musste seinen Fahrstil umstellen und mit dem rechten Fuß bremsen.
Während an der Spitze die Positionen bezogen waren, musste sich Marco Wittmann seinen Platz auf dem Podium erkämpfen. „Die erste Runde war wirklich gut“, reflektierte der Fürther. „Danach hatte ich einige gute Zweikämpfe – vor allem mit Robert Wickens, den ich kurzzeitig nicht hinter mir lassen konnte.“ Die dritte Position eroberte er sich in der Schlussphase des Rennens zurück und sicherte sich nach seinem Sieg in Moskau im vergangenen Jahr und Platz zwei in 2014 erneut einen Podestplatz in Russland. „An die Leistungen von heute können wir morgen gerne anknüpfen.“
Nur auf Platz acht überquerte nach 38 Runden Mattias Ekström die Ziellinie. Noch in Runde eins geriet der Schwede mit Timo Glock aneinander, rutschte von der Strecke und verlor etliche Positionen. Glock erhielt für das Manöver von den Sportkommissaren eine Verwarnung. Trotz des frühen Boxenstopps in Runde drei – mit der Taktik hatte Ekström in vergangenen Rennen bereits mehrmals punkten können – sowie gewonnenen Zweikämpfen kam Ekström nicht über Platz acht hinaus. Damit verspielte er die Tabellenführung in der Fahrerwertung.
Das Rennergebnis in Moskau hat die DTM-Fahrerwertung ordentlich durcheinandergewürfelt – die Top-3 sind nur durch sechs Punkte getrennt. Nach neun von 18 DTM-Saisonrennen führt jetzt wieder René Rast mit 99 Punkten die Tabelle an. Zweiter, mit 95 Punkten, ist Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer, der heute Sechster wurde. Ekström ist mit 93 Punkten Dritter. In der Herstellerwertung konnte Audi seine Führung ausbauen und liegt zur Halbzeit mit 378 Punkten vor Mercedes (309) und BMW (276).
Das zweite Rennen in Moskau findet am Sonntag um 14:45 Uhr Ortszeit (13:45 Uhr MESZ) statt. Die Übertragung im Ersten beginnt um 13:30 Uhr deutscher Zeit.
Pressemitteilung DTM