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Die AECL stellte Mitte Mai 2008 die Entwicklung der beiden Reaktoren Maple-1 und -2 (Multipurpose Applied Physics Lattice Experiment) in den Chalk River Laboratories ein und dies hauptsächlich aus wirtschaftlichen Überlegungen. Die beiden Reaktoren hätten primär der Isotopenerzeugung gedient. Gegenüber der damaligen MDS Inc. hatte sich die AECL im Jahr 1996 vertraglich zum Bau der beiden Reaktoren verpflichtet und die MDS investierte bis 2005 rund USD 350 Mio. (CHF 324 Mio.) in das Projekt. Nach dem Entscheid der AECL reichte die MDS Schadenersatzklage gegen die AECL ein. Der Rechtsfall ging an die Nordion Inc. über, als diese 2010 nach einer Umbildung aus der MDS entstand. Gemäss der am 19. August 2013 verfügten Abfindungsvereinbarung muss die AECL der Nordion jetzt nur CAD 15 Mio. (CHF 13. Mio.) zurückzahlen und auf Schiedsgerichtskostenforderungen von ungefähr CAD 47 Mio. (CHF 41 Mio.) verzichten. Zudem haben beide Parteien sämtliche weitere Klagen und Gegenklagen zurückgezogen.
Die AECL und die Nordion haben sich nicht nur von Altlasten befreit, sondern auch ein Abkommen über eine weitere Zusammenarbeit vereinbart. Die AECL wird die Nordion demnach bis Ende Oktober 2016 mit medizinischen Isotopen aus dem NRU-Reaktor beliefern. Zudem wird die AECL die Nordion wie bis anhin mit Abfallbeseitigungsdienstleistungen unterstützen und hat dies vertraglich bis Ende Oktober 2026 zugesichert.
Quelle
D.S. nach AECL und Nordion, Medienmitteilungen, 20. August 2013