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An der 45. Schweizermeisterschaft im Staffel-OL, die in der Nähe von St. Moritz Bad ausgetragen wurde, holten sich die Richterswilerinnen Paula, Lilly und Julia Gross am Samstag überraschend den Titel in der Kategorie Damen Elite.
Erstmals starteten die drei Topläuferinnen der OL Zimmerberg an einer Schweizermeisterschaft als Team in der Kategorie Damen Elite. „In ein paar Jahren werden die Gross-Schwestern ganz vorne mitmischen “, prophezeite ein erfahrener OL-Läufer während des Eliterennens. Dass nur eine Stunde später seine Prophezeiung wahr würde, hatte vor dem Rennen wohl niemand ernsthaft in Betracht gezogen. Dabei verlief die Vorbereitung auf den wichtigen Wettkampf für die Gross-Schwestern nicht wirklich optimal. Paula Gross kämpfte in der Woche vor der SM mit einer Erkältung und fühlte sich vor dem Start nicht in Topform. Ihre älteste Schwester Julia reiste erst am Wettkampftag direkt aus einem Trainingslager des Nationalkaders im Trentino ins Engadin. Wegen eines Staus im Vinschgau und eines Unfalls am Ofenpass dauerte die Reise sechs statt wie geplant vier Stunden, was dazu führte, dass die Teamleaderin den Start des Elite-Rennens verpasste. Als Schlussläuferin des Teams erreichte sie den Wettkampfort dann aber doch noch rechtzeitig.
Lilly Gross gelang Exploit
Trotz einer Erkältung zeigte Paula Gross eine beachtliches Debut in der Kategorie Damen Elite. Die jüngste Läuferin des Feldes kehrte mit nur rund vier Minuten Rückstand auf dem zehnten Rang von der Startstrecke zurück. In der Folge gelang Lilly Gross ein fehlerfreier Lauf. Mit der zweitbesten Abschnittszeit brachte sie ihr Team auf den dritten Zwischenrang und in eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das Finale. Auf der Schlussrunde liess Julia Gross nichts mehr anbrennen. Hinter ihrer Nationalkaderkollegin Sarah Lüscher lief sie als zweite über die Ziellinie. Weil in Lüschers Team eine Französin mitlief, war diese Staffel aber nicht Medaillen berechtigt. Bestzeit auf der Schlussschlaufe lief die zwanzigfache Weltmeisterin Simone Niggli, die mit zwei deutlich schwächeren Kolleginnen aus ihrem Klub die Staffelmeisterschaft bestritt. Niggli lief mit rund elf Minuten Rückstand auf die Zimmerberglerinnen ins Ziel und sicherte ihrem Team noch die Bronzemedaille. Nach der Rangverkündigung meinte Paula Gross mit einem Augenzwinkern: „ Es ist schon speziell. Jetzt war ich zum ersten Mal im gleichen Rennen wie Simone Niggli und am Schluss kommt sie zum mir und gratuliert mir zum Sieg“.