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Die Bauern- und Genossenschaftsverbände Copa und Cogeca versandten heute ein Schreiben an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, worin sie sich gegen die Initiative der EU aussprachen, gegenüber dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur als Gegenleistung für Zugewinne in anderen Wirtschaftsbereichen weitere Zugeständnisse im Bereich Landwirtschaft zu machen.
Copa-Präsident Joachim Rukwied sagte gemäss Mitteilung: „Die EU hat den Ländern des Mercosur in diesen Handelsgesprächen im Bereich Landwirtschaft bereits viel zugestanden, ohne dafür eine nennenswerte Gegenleistung zu erhalten. Dass die EU ihr Angebot zur Landwirtschaft in den Gesprächen aufstockt, ist nicht hinnehmbar. Handelskonzessionen bei Importen in die EU müssen für unsere sensibleren Sektoren wie Rindfleisch, Zucker, Geflügel, Ethanol, Reis und Orangensaft auf ein Minimum beschränkt werden.“
Die EU importiere bereits beträchtliche Mengen landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus den Mersosur-Ländern, doch dies beruhe nicht auf Gegenseitigkeit. Die EU-Bauern brauchten ausgewogene Handelsabkommen, welche die Produktionsmethoden respektierten, heisst es weiter.