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zum gedenken
=Alois Auderset-Thossy, Gurmels
Alois wurde am 18. Januar 1921 als ältestes von vier Kindern der Eltern Ludwig und Marie Auderset-Käser in Gurmels geboren. Dort besuchte er die Primar- und Regionalschule und arbeitete dann als Hilfskraft in der Schreinerei seines Onkels Franz. Seine starken, geschickten Hände waren aber auch daheim auf dem kleinen Bauernbetrieb und bei Nachbarn gefragt.
In den 50er Jahren gab es wenig Arbeit, sodass er, als junger Familienvater, bei der Holzbaufirma Winckler in Marly anklopfte und angestellt wurde. Den Arbeitsweg legte er – Sommer wie Winter – mit einem Töffli zurück. Zuerst war er schweizweit auf Montage im Chaletbau, später erlernte er den Treppenbau und war ein Fachmann für besondere Holztreppen. Nach einem Verkehrsunfall arbeitete er ab 1970 wieder im Dorf im Betrieb seiner Cousins. Da verfeinerte er sein Wissen und Handwerk bis zu seiner Pensionierung mit 67 Jahren.
Am 14. Mai 1951 trat er mit Martha Thossy vor den Traualtar. Drei Kinder wurden ihnen geschenkt; der zu früh geborene Josef lebte aber nur einen Tag. Nachdem die Familie 23 Jahre lang im Elternhaus von Alois gewohnt hatte, konnte sie ihren jahrelangen Wunsch verwirklichen und ins grösstenteils selbst erbaute Haus im Dürenberg ziehen. So war Alois nach der Arbeit oft im Garten oder bei den Kaninchen und Ziegen anzutreffen; in der eigenen Werkstatt reparierte er so manches.
Er schätzte sein Zuhause, war eher zurückgezogen. Dafür war er den beiden Kindern Bernhard und Rose-Marie und später seinen sechs Enkelkindern sehr zugetan. Je nach Wunsch bastelte er ihnen Bäbibettli, Bauernhöfe, Bäbistube oder Garagen; heute freuen sich die Urgrosskinder an diesen Spielsachen.
Im Leben von Alois gab es auch Tiefs: So starb seine Mutter – noch bevor er in die Rekrutenschule musste – erst 42-jährig an Krebs. 1987 verschied überraschend sein Bruder Ludwig. Vor allem aber der rasche Tod seiner lieben Ehefrau Martha im Juni 1999 traf ihn schwer. Mit etwas Unterstützung seiner Kinder meisterte er aber auch dies und wohnte noch etliche Zeit alleine im Haus.
Zunehmend zeigten sich Altersbeschwerden. 2009 wurde der Gang ins Pflegeheim unumgänglich. Obwohl er sich dort wohlfühlte, das Essen immer rühmte, lebte er auch hier eher zurückgezogen. Dies nicht zuletzt, weil sein schwindendes Gehör Gespräche immer schwieriger machte. Am Samstagnachmittag des 30. Juni ist er plötzlich, aber nicht unerwartet für immer eingeschlafen. Eing.