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Die militärische Aggression Russlands hat den Bildungsbereich der Ukraine schwer getroffen. Im ganzen Land wurden Tausende Schulen zerstört oder beschädigt, und viele Lehrkräfte flohen aus den Konfliktgebieten. Das hatte zur Folge, dass Millionen von Schülerinnen und Schülern ihre Schulbildung unterbrechen mussten.
Vor diesem Hintergrund hat Bundesrat Ignazio Cassis beschlossen, die Unterstützung der Schweiz für das Projekt Decentralization for Improved Democratic Institutions (DECIDE) um 5,5 Millionen Franken aufzustocken. Damit können etwa 30 Schulen in den von den Kämpfen direkt betroffenen Regionen Tschernihiw, Odessa und Poltawa wiederaufgebaut werden. Geplant ist die Einrichtung von sicheren Mehrzweckräumen, in denen auch während eines Luftalarms ununterbrochen unterrichtet werden kann.
Der Wiederaufbau und der Ausbau von Bildungseinrichtungen in den langjährigen Partnergemeinden der DEZA ermöglichen einen sicheren Präsenzunterricht, der den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird. Dies trägt zur Sicherung der lokalen öffentlichen Dienstleistungen und zur Stärkung des Bildungssystems in Krisenzeiten bei. Die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts fördert ausserdem die Integration vertriebener Kinder und ihrer Familien in die Aufnahmegemeinden.
Mit dem zusätzlichen Beitrag der Schweiz soll das DECIDE-Projekt zudem technische und pädagogische Unterstützung beim Online-Unterricht für Kinder bieten können, die vertrieben wurden oder in stark umkämpften Gebieten leben, wo Präsenzunterricht unmöglich ist. Der Beitrag der Schweiz ermöglicht es rund 15’000 Schülerinnen und Schülern, ihre Ausbildung in würdiger und sicherer Weise fortzusetzen.
Das ukrainische Ministerium für Bildung und Wissenschaft hat sich die Wiederherstellung des Bildungsbereichs und die Rückkehr der Kinder in die Schule zum Ziel gesetzt, wobei ein sicheres Schulumfeld und Bildungsangebote während des Konflikts gewährleistet werden sollen. Das DECIDE-Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Ministerium für Bildung und Wissenschaft, dem ukrainischen Ministerium für Gemeinden, Territorien und Infrastrukturentwicklung und den Gemeindeverwaltungen durchgeführt.
Die Unterstützung der Schweiz im Schulbereich ist Teil des Hilfspakets für die Ukraine im Umfang von 140 Millionen Franken, das der Bundesrat im Februar 2023 beantragt und das Parlament genehmigt hat.
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