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Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED).
Sie zeichnet sich durch eine unvorhersehbare und sich verschlimmernde Entzündung des Verdauungstrakts aus. Die Erkrankung kann jeden Teil des Verdauungstrakts betreffen, von der Mundhöhle bis zum Anus. Obwohl die genaue Ursache von Morbus Crohn unbekannt ist, haben Studien gezeigt, dass eine Kombination von Faktoren, einschließlich Genetik, Umweltfaktoren und dem Immunsystem, eine Rolle spielen können. In diesem Artikel werden wir die Ätiologie, Symptome, Diagnose, Behandlung und Komplikationen von Morbus Crohn diskutieren.
Ätiologie
Die genaue Ursache von Morbus Crohn ist unbekannt, aber es wird angenommen, dass eine Kombination von Faktoren dazu beitragen kann. Genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen, da Morbus Crohn in Familien gehäuft vorkommen kann. Umweltfaktoren wie Rauchen, Ernährung und stressige Lebensereignisse können ebenfalls eine Rolle spielen. Schliesslich scheint das Immunsystem eine Rolle bei der Entstehung dieser Entzündung zu spielen, da es bei Morbus Crohn zu einer fehlgeleiteten Immunantwort kommt, bei der das Immunsystem gesunde Zellen des Verdauungstrakts angreift.
Symptome
Morbus Crohn kann eine Vielzahl von Symptomen verursachen, die von mild bis schwer reichen. Die häufigsten Symptome sind Durchfall, Bauchschmerzen und Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen, Gewichtsverlust, Müdigkeit und rektale Blutungen. Da die Symptome bei dieser Entzündung mit anderen Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom oder infektiösen Darmerkrankungen ähnlich sein können, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten.
Diagnose
In der Regel wird die Diagnose durch eine Kombination von Symptomen, körperlicher Untersuchung, Laboruntersuchungen und Bildgebung gestellt. Zu den Laboruntersuchungen können Stuhluntersuchungen, Blutuntersuchungen und eine Entzündungsmarkertests gehören. Bildgebende Verfahren wie Röntgen-, CT- und MRT-Scans können ebenfalls bei der Diagnose von Morbus Crohn hilfreich sein.
Behandlung
Die Behandlung von Morbus Crohn kann eine Kombination aus Medikamenten, Ernährungsumstellung und gelegentlich chirurgischen Eingriffen umfassen. Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Medikamente wie Steroide, entzündungshemmende Medikamente und Biologika können bei der Behandlung dieser Krankheit eingesetzt.
Steroide wie Prednison können Entzündungen im Verdauungstrakt reduzieren, haben jedoch aufgrund ihrer Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, erhöhtes Infektionsrisiko und Osteoporose einige Einschränkungen. Entzündungshemmende Medikamente wie Mesalazin und Sulfasalazin können ebenfalls Entzündungen reduzieren und werden häufig bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Erkrankung eingesetzt. Biologika sind eine relativ neue Klasse von Medikamenten, die gezielt das Immunsystem modulieren und Entzündungen reduzieren können. Beispiele für Biologika, die bei Morbus Crohn eingesetzt werden, sind z.B. Infliximab, Adalimumab, Vedolizumab und Ustekinumab.
Eine Ernährungsumstellung kann ebenfalls bei der Behandlung von Morbus Crohn hilfreich sein. Es ist wichtig, Lebensmittel zu vermeiden, die die Symptome verschlimmern können, wie zum Beispiel fettige oder würzige Speisen. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann auch helfen, um Durchfall zu vermeiden. In einigen Fällen kann eine spezielle Formel- oder Nahrungsergänzungstherapie empfohlen werden, um eine ausreichende Ernährung sicherzustellen.
In schweren Fällen von Morbus Crohn kann eine Operation notwendig sein, um den betroffenen Bereich des Verdauungstrakts zu entfernen. Dies kann dazu beitragen, die Symptome zu lindern und Komplikationen wie Darmverschluss oder Darmperforation zu verhindern.
Komplikationen
Morbus Crohn kann eine Reihe von Komplikationen verursachen, die schwerwiegend sein können. Dazu gehören Darmverschluss, Darmperforation, Abszesse und Fisteln, Analfissuren und rektale Blutungen. Patienten mit dieser Entzündung haben auch ein höheres Risiko für Darmkrebs. Es ist wichtig, regelmäßige Untersuchungen durchzuführen, um eine frühe Erkennung von Komplikationen zu ermöglichen.
Mikrobiom
Die Rolle des Mikrobioms im Zusammenhang mit Morbus Crohn ist Gegenstand intensiver Forschung. Ein gesundes Mikrobiom ist wichtig für das Immunsystem und die Verdauung. Es wird angenommen, dass bei Morbus Crohn ein Ungleichgewicht im Mikrobiom besteht, das zu einer fehlgeleiteten Immunantwort führen kann. Eine bessere Untersuchung der Rolle des Mikrobioms kann dazu beitragen, bessere Behandlungsmöglichkeiten für diese Erkrankung zu entwickeln.
Prävalenz
Morbus Crohn ist eine Erkrankung, die je nach Studie bis 6 von 1.000 Menschen in Europa betrifft. Die Erkrankung tritt häufiger bei jungen Erwachsenen auf und kann sowohl Männer als auch Frauen betreffen.
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Relevante Literatur auf Englisch:
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