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Schallschutz | Bissone | 2010
Studie der natürlichen Morfologie des Gebietes für ein avantgardistisches Werk
Bauherr
Bissone - USTRA, Melide - Dipartimento del territorio
Ingenieur- und Architekturbüro
Gruppo RiMeBi (Tunesi Luigi Ingegneria SA / Studio d'ing. Simona / IFEC Consulenza SA / Studio d'arch. Valeggia)
ARGE
Consorzio Officine Ghidoni SA - Ferriere Cattaneo SA - Tubosider SpA
Beschreibung
Der Autobahnabschnitt A2 im Bereich der Dammbrücke von Melide, ist von starkem Verkehr und dessen Verlauf charakterisiert; Die Autobahn teilt die Agglomeration von Melide und besonders die von Bissone in zwei und verursacht somit natürlich den umliegenden Wohngebieten einen starken Schallpegel. Die Schallschutzsanierung war daher dringend notwendig und die einzige, ausführbare Möglichkeit war die, die Schallschutzwände unmittelbar am Rande der Autobahn zu erstellen.
Technische Charakteristiken
Die seitlichen Schallschutzwände haben eine Zig-Zag-Geometrie, während die meisten Schallschutzwände nur eine leicht strukturierte Oberfläche aufweisen.
Die metallischen Schallschutzwände werden durch ein schweres Blatt im Inneren der Wand erschwert, was im Gegensatz zu herkömmlichen „Standard“-Produkten eine bessere Schallisolierung ergiebt.
Im Abschnitt Bissone wurden teilweise auch „Schirmüberdachungen“ der Fahrbahn realisiert.
Die Pflasterung ist entwässernd (PA8), was besonders auf Viadukten nicht üblich ist.
Dank der vier vorab erwähnten Punkte ist die Schallreduktion besonders hoch und erzielt in Bissone maximale Werte um die 18 dB(A), während in Melide lediglich eine Reduktion von ca. 9 dB(A) erreicht wird und in Carona beträgt sie um die 5 dB(A) hauptsächlich dank der entwässernden Pflasterung.
Technische Beschreibung
Die Schallschutzsanierung sah in Bissone die Realisierung von zwei verschiedenen Typen von modularen Plattenelementen vor, die miteinander vereint wurden. Ein Typ besteht aus einem leicht gebogenen Element, das die Halbüberdachung der Autobahn ausmacht und der andere Typ, mit winkelförmiger Entwicklung, ergibt das vertikale Modul des Schallschutzes.
Die Schallschutzwände bestehen aus einem Strukturbau in Metall, der auf Spannbetonsockeln verankert ist und die Schallschutzplatten in Aluminiumlegierung stützt.
Für die Dimensionierung der diversen Elemente in Beton und in Stahl, wurden die SIA-Normen berücksichtigt die im Moment der Projektierung gültig waren.
Die explizierte Einwirkung des Windes auf die Halbüberdachung wurde vom Polytechnikum in Lausanne (EPFL) analysiert.
Die Wirksamkeit der Schalldämpfung wurde durch die schallabsorbierende Pflasterung, des gesamten Autobahntraktes zwischen den beiden Portalen der Tunnel, verbessert.
Die diversen Montagefasen entwickelten sich in drei unterschiedlichen Fasen, im Laufe der Sommer 2009/2010/2011.
Die Montage der Schallschutzwand auf dem Mittelstreifen war eindeutig die heikelste, zumal "über" dem Verkehr gearbeitet werden musste, ohne diesen zu behindern.
Diese schwierige Betriebssituation erforderte die Entwicklung eines selbstfahrenden Spezialgerätes, welches einerseits als Schutztunnel für den Strassenverkehr diente und andererseits als Stützpunkt für die Ausübung der Arbeiten und die Lagerung der Materialien fungierte - zumal die Materialzulieferung lediglich über eine Fahrbahn S-N und während zwei Zeitspannen erfolgen konnte.
Die Synchronisierung der Montagearbeiten musste perfekt sein; das Fortschreiten nach „Beendung“ eines Schallschutzes war ein Muss, zumal die erneute Arbeitsaufnahme an vorher montierten Elementen nicht mehr möglich war.