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Das Blatt berief sich auf die brasilianische Vereinigung der plastischen Chirurgen (SBCP). Demnach vervierfachte sich die Zahl der Eingriffe binnen fünf Jahren, von 72’000 Operationen im Jahr 2009 auf 276’000 im vergangenen Jahr.
“Der Hauptgrund ist ein kultureller Wandel und das Schwinden von Vorurteilen”, erklärte der SBCP-Vorsitzende S.P Luiz Henrique Ishida. Zudem sei Brasilien eines der führenden Länder im Bereich der plastischen Chirurgie.
Brasilien liegt bei Schönheitsoperationen weltweit auf dem zweiten Platz hinter den USA. Im vergangenen Jahr unterzogen sich fast 713’000 Frauen und Männer in dem südamerikanischen Land einem solchen Eingriff.
Am häufigsten verlangen die Männer dem Bericht zufolge nach einer Gynäkomastie, also einer Verkleinerung der Brüste. Auch Fettabsaugungen und die Streckung der Augenlider stehen bei den Brasilianern demnach hoch im Kurs.
Die meisten Patienten sind nach Angaben der SBCP zwischen 20 und 50 Jahre alt. Aber auch ältere Männer seien wegen des Erfolgsdrucks im Job oder im Privatleben immer öfter dazu bereit, einen Schönheitschirurgen aufzusuchen.
“Ein müder Blick wird im Arbeitsleben als etwas Negatives betrachtet”, sagte Ishida. “Es gibt 70-jährige Patienten, die sich operieren lassen, weil sie ein aktives Sozialleben haben oder ihr Aussehen dem ihrer Partnerin anpassen wollen.”
(SDA)