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Brockman habe ein Netz von Offshoregesellschaften mit Sitz auf den Karibikinseln Bermuda und Nevis benutzt, um Einkünfte aus Investitionen in Private-Equity-Fonds vor den Steuerbehörden zu verstecken, teilte das US-Justizministerium (DoJ) am Donnerstag in einem Communiqué mit. Diese Kapitalgewinne leitete er auf geheime Bankkonten auf den Bermudas und in der Schweiz.
Die Delikte hätten sich im Zeitraum von 1999 bis 2019 ereignet. Dabei habe Brockman unter anderem über einen Strohmann im Jahre 2010 ein Bankkonto bei der Genfer Bank Mirabaud eröffnet, hiess es in der Anklageschrift, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegt. Zuvor hatten US-Medien und die Tamedia-Zeitungen über den Fall berichtet.
Laut der Anklageschrift sind Dutzende Millionen Dollar auf die Konten von Mirabaud geflossen. Brockman habe dem Strohmann jeweils Anweisung für Geldüberweisungen gegeben. Zudem habe er die Zugangsdaten des Strohmanns für das Bankkonto benutzt, hiess es in der Anklageschrift.
Die Bank Mirabaud ist selber in diesem Verfahren nicht angeklagt. Auf Anfrage wollte das Genfer Geldhaus am Sonntag keinen Kommentar abgeben.
Die Frage ist, ob die Bank überhaupt wissen konnte, ob das Geld von Brockman stammte. Denn das Konto lief auf den Namen des Strohmanns. Die Bank wird den Fall nun genau überprüfen müssen.
jb/
(AWP)