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Dem Verfasser lag daran, zu zeigen, dass die Möglichkeit auch 'bei uns besteht, einen vollkommen normalen Menschen in eine Irrenanstalt zu bringen. Er hat dazu den gleichen Stoff gewählt, der in Ger-hart Hauptmanns «Nach Sonnenunter-gang» behandelt ist, nämlich den, dass ein reicher, älterer Mann sich in ein jun-ges Mädchen (hier ist es die Kranken-schwester) verliebt und sie heiratet, was seinen erwachsenen Kindern gegen den Strich geht. Diese, ein Arzt und ein Anwalt suchen den Vater von dem Vor-haben abzuhalten — und wie das nicht ge-lingt, erklären sie ihn geistig nicht mehr zurechnungsfähig und liefern ihn in eine Irrenanstalt ein. Der gute Direktor durch-schaut die Machenschaften und weiss sie zu hintertreiben, so dass die Handlung doch noch einen guten Ausgang nimmt. Die Handlung um dies ernste Problem wird mit fast schwankhaftern Humor durchsetzt, der sich namentlich aus dem Verhalten eines ausgesprochenen Pan-toffelhelden von Schwiegersohn ergibt und aus den etwas vorlauten Einwänden von zwei Kindern. So wird für reichlich komischen Anlass gesorgt. Das Stück erfordert eine ganz gute Dar-stellung, namentlich in den Rollen des Va-ters, des Direktors, der Krankenschwe-ster und des gütigen Ortspfarrers. Die andern Rollen sind so scharf charakteri-siert, dass bei ihnen höchstens die Ge-fahr des Uebertrelbens nach dem Schwankhaften naheliegt. Davor muss man sich hüten, um das ernste Anliegen des Verfassers nicht zu gefährden. Bei einer guten Aufführung ist «Beatrice» er-folgversprechend.