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Ein alter Mann zog gestern Nacht die Gebühr von EUR 17.00 für den miesen Steg ein. Er ist der Besitzer des Geländes, welches mit Kameras überwacht wird. Seine Frau hat uns auf dem Monitor entdeckt. Die Höhe der Gebühr ist überrissen. Keine sanitäre Anlage und Abfallentsorgung sind vorhanden.
Vom Meerwasser ist MY Boot salzig und klebrig geworden. Felix putzt und schrubbt, bis alles wieder blitzblank ist. Regen setzt ein. Wir fahren bis nach Franeker und legen im Gemeentehaven an, der sich dem Van Harinxmakanaal entlang erstreckt. Morgen nehmen wir Kurs nach Leeuwarden. Unser Besuch wird in der Hauptstadt an Bord kommen.
Wir ziehen die Regenjacke an und besichtigen das Städtchen. Ein Sportanlass hat tausende von Fans angezogen. Dichtgedrängt feiern sie lauthals in Bierzelten.
Eines der Bierzelte.
Jedes Jahr am vierten Mittwoch im Monat Juli werden hier im Stadion die Kaasten-Meisterschaftsspiele ausgetragen. Dies ist ein Ballsport, der vor allem die Friesen ausüben. Zwei Mannschaften mit je drei Spieler stehen sich gegenüber. Eine beginnt mit dem Aufschlagen eines 24 Gramm schweren Lederballes. Er hat einen Durchmesser von vier Zentimeter. Das Werfen des Balles erfolgt mit der Hand. Die Gegner versuchen ihn abzufangen. Die Spieler tragen zum Schutz der Hände Lederfäustlinge. Das Spielfeld ist 60 mal 32 Meter gross und in verschiedene Zonen aufgeteilt. Punkte werden ungefähr wie bei einem Tennismatch gezählt.
Um das Spielfeld wurden zusätzliche Tribünen aufgebaut. Einen Blick ins Stadion zu werfen ist unmöglich. Der Eingang ist verstopft.
Ein Mann informiert uns darüber, der mit uns unter einem Dach Schutz vor dem Regen sucht. Sobald der Schauer nachlässt, kehren wir ins Boot zurück.
Der Fernseher wird wieder einmal hochgefahren. Den Thriller Swimmingpool sehen wir uns an. Kaum hat er angefangen, ertönt das Mobile von Felix. „Hallo Paps, wir sind in Amsterdam im Flughafen Schipol angekommen und werden um 23.00 mit der Bahn in Leeuwarden eintreffen“, teilt unser Sohn freudig mit. „Eh…. jetzt schon? Wir meinten, ihr kommt erst morgen. Wir sind noch in der Stadt Franeker“, antwortet Felix.
Zum Glück fährt die Bahn weiter bis nach Franeker. Felix holt die beiden zu Fuss am Bahnhof ab. Das Missgeschick liegt bei uns. Es kommt davon, weil wir frei und ungezwungen in den Tag hineinleben!
Die Crew von MY De Swel, zwei- und vierbeinig, heissen die Ankömmlinge herzlich willkommen an Bord.