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Grandson
Der Marktflecken, der um das Schloss herum entsteht, fällt 1466 einem Brand zum Opfer. Alsbald neu befestigt, spielt der Ort vor und in der Schlacht von Grandson 1476, die in der Nähe von Concise entschieden wird, eine entscheidende Rolle. Nach dem Sieg der Eidgenossen über Karl den Kühnen gerät Grandson unter die gemeinsame Herrschaft von Freiburg und Bern. Das Schloss, auf einer kleinen Anhöhe am Seeufer gelegen, ist eine der grössten Festungsanlagen der Schweiz. 1050 erstmals erwähnt, stammt das heutige Schloss im wesentlichen aus dem 13. Jh.
Mit seinem unregelmässig viereckigen Grundriss stellt es eine Abwandlung des «carré savoyard» dar und ist im Osten und Süden durch drei Rundturme, im Westen durch zwei halbrunde Türme geschützt. Der Wehrgang, der sich um das ganze Schloss zieht, stammt aus dem 16. Jh. Im Innern: in der Kapelle Gemälde von Jan Metsys, 16. Jh., Rittersaal mit Chorgestühl von 1620, Waffensaal. Ref. Pfarrkirche, (St-Jean-Baptiste). Grandson war seit dem 11. Jh. Sitz eines Benediktinerpriorats, das nach 1146 der Abtei La Chaise-Dieu in der Auvergne unterstellt war. Das 1555 aufgehobene Kloster ist verschwunden, einzig die Kirche blieb erhalten. Die heutige Kirche, stark von der auvergnatischen Romanik beeinflusst, ist im wesentlichen ein Neubau aus dem 12.Jh. über den Fundamenten eines Kirchenbaus aus dem 10-11. Jh. Der viereckige Chor und ein Teil des Querschiffs wurden im 14. Jh. neuerbaut, gegen 1500 wurde im Süden eine Grabkapelle errichtet. Die Hauptfassade wurde 1896 erneuert. Die Kirche erhebt sich über kreuzförmigem Grundriss, die Nebenschiffe sind mit Halbtonnen gewölbt, das Hauptschiff mit einer Rundtonne, die von Säulen mit Kapitellen gestutzt wird. Die Säulen roman. Ursprungs tragen skulptierte roman. Kapitelle, die zu den schönsten der Schweiz zählen. Bemerkenswert vor allem der HI. Michael, den Damon bezwingend, die Muttergottes mit dem HI. Hugo von Cluny und die Darstellung der Hölle. Im Querschiff geschnitzter spätgot. Priestersitz, ein Werk aus dem 15. Jh. In einer Nische des südl. Querschiffs Grablegung, Wandbild von 1410-20, in der Sudkapelle Grabmal des 1508 verstorbenen Priors Guillaume Bourgeois. Neben der Kirche ehem. Hotel de Ville, dessen Giebeldreieck der Passade mit dem Stadtwappen von 1779 geschmückt ist. Rue Haute 11, Maison du Bailli, Wohnhaus aus dem 18. Jh.; vor der Passade zweiarmige Freitreppe, schmiedeeiserner Balkan. Hinter der Kirche Brunnen mit einem 1637 datierten Becken. An der Strasse nach Fiez Menhir. Im Schloss Museum mit historischer Sammlung, Möbeln. Waffen und einer Sammlung von Automobilen. Institut suisse d'armes anciennes.