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Jean David Meneses Villarroel, was hast du dir dabei bloss gedacht? Der 25-jährige Angreifer von Universidad de Concepcion holt im chilenischen Meisterschaftsspiel gegen Colo-Colo kurz vor Schluss einen Penalty heraus – mittels einer besonders dreisten Schwalbe.
Die Szene im Original-Tempo:
Du siehst keine Schwalbe? Nun, in der Zeitlupe erkennst du sie mit Sicherheit:
Der Penalty wird in der 86. Minute verwandelt, Meneses' Team gewinnt mit 2:1.
Und was sagt ein Schwalbenkönig, den die TV-Bilder zweifelsfrei als solchen entlarven? Ungelogen, er sagt das hier:
Wenigstens ist Jean Meneses nach dem Spiel ehrlich. Einen Fairplay-Preis erhält er trotzdem nicht. Stattdessen untersucht das Disziplinargericht den Fall, ihm droht eine Sperre von drei Spielen.
Bleibt noch die Frage, weshalb der Schiedsrichter die Schwalbe nicht als solche erkannt hat. Denn er hatte sich ausgezeichnet postiert und gute Sicht:
Zur Entlastung des Refs gibt es diese Zeitlupe. In ihr erkennen wir, wie der Verteidiger sein linkes Bein so anzieht, als würde er den Gegner zu Fall bringen:
Von einer Berührung sind die beiden aber weit entfernt. (ram)
Wenn auch in den ersten vier Runden der Super League nicht schlecht gepfiffen wurde, stellt sich unvermeidbar die Frage: Wann kommt der Videobeweis in die Schweiz? Inzwischen ziehen ab dieser Saison auch Frankreich und Spanien nach.
Es ist gewiss nicht so, dass in den ersten vier Runden der neuen Super-League-Saison miserabel gepfiffen wurde. In einigen Fällen, (Penalty für GC gegen YB, Penalty für St.Gallen gegen Sion) aber, wäre man froh gewesen, hätte ein Videoassistent die Szenen noch einmal angeschaut.
Doch die videobeweisfreie Schweiz ist in nobler Gesellschaft. Die UEFA scheut sich weiter davor, in der Champions und Europa League auf die Karte Technik zu setzen, und auch die finanzstarke Premier League verzichtet noch …