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Niki Laudas Renn-Mercedes zu verkaufen
1984 duellierten sich 20 Formel-1-Fahrer auf dem Nürburgring mit speziell aufgebauten Mercedes 190er 2.3-16. Einer davon wurde von Niki Lauda pilotiert und wird nun via RM Sotheby’s versteigert.
Hier bietet sich die Chance, ein einzigartiges Stück Automobilgeschichte zu kaufen: Ein Mercedes 190 2.3-16, der einst von Niki Lauda im berühmten «Race of Champions» um den Nürburgring geprügelt wurde. Es ist das einzige der 21 aufgebauten Fahrzeuge, welches sich in Privatbesitz und noch im originalen Rennzustand befindet. Am 15. September 2023 wird es via RM Sotheby’s in St. Moritz als Teil der Iseli Collection versteigert und könnte bis zu einer halben Million Franken bringen.
Ayrton Senna gewann vor Niki Lauda
Bis auf die Beklebung waren die Renn-Mercedes optisch relativ seriennah.
Das «Race of Champions» feierte 1984 gleichzeitig die Einführung des damals neuen Mercedes 190 2.3-16 und die Einweihung der neuen Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings. Für das Rennen wurden 21 Mercedes 190 2.3-16 umgebaut und während des Rennens von 20 ehemaligen und amtierenden Formel-1-Weltmeistern und -Fahrern pilotiert. Darunter Niki Lauda, Alain Prost und ein gewisser Ayrton Senna. Letzterer gewann das Rennen mit 1,58 Sekunden Vorsprung vor dem dreifachen F1-Weltmeister Lauda.
Umfangreiche Modifikationen
Vom Vierzylinder mit 2,3 Liter Hubraum gab es verschiedene Ausbaustufen im 190er.
Die Renn-190er waren mit geänderter Auspuffanlage, Sportfahrwerk, stärkeren Bremsen, breiteren Felgen mit Sportbereifung und einer anderen Übersetzung modifiziert. Weitere Änderungen waren ein Überrollkäfig, Schalensitze, Sechspunktgurte, Feuerlöscher und Schnellverschlüsse für die Motorhaube. Im Serientrimm ohne Katalysator leistete der 2.3-Liter-Vierzylinder 185 PS.
Nur zwei blieben im Renntrimm
Trotz Überholung blieb die Pattina erhalten.
Nach dem Rennen wurden fast alle Autos in den Originalzustand zurückversetzt und als Gebrauchtwagen verkauft. Nur das von Senna landete im Mercedes-Museum, das von Lauda in Privatbesitz. Über die Jahre ging es durch zahlreiche Sammlerhände, bekam 2016 von Niki Lauda eine Unterschrift auf dem Dach und wurde umfassend überholt, bevor es in der Iseli Collection landete.
Noch nicht verzollt
Zum aktuellen Zeitpunkt besitzt der Renn-Mercedes noch eine deutsche Zulassung. Wenn es in die Schweiz verkauft werden sollte, muss es noch offiziell importiert und versteuert werden. Bei einem geschätzten Verkaufserlös von einer halben Million Franken dürfte das aber nicht abschrecken.
Text: Moritz Doka
Bilder: RM Sotheby's