Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/677

Disney hat die ersten Bilder zu Tim Burtons Frankenweenie veröffentlicht. EntertainmentWeekly hat zudem bei Burton nachgefragt, wie dieser überhaupt zur ursprünglichen Geschichte, die er 1984 bereits als Real-Kurzfilm realisierte, kam.
Frankenweenie ist eine Parodie auf Mary Shelleys Roman “Frankenstein”. Victor, ein kleiner Junge, erweckt seinen Hund nach einem Unfall mit elektrischen Strömen wieder zum Leben. Zu Beginn versucht er die Kreatur noch vor seinen Mitschülern zu verstecken, doch bald müssen er und auch die Bewohner des Städtchens die “monströsen” Auswirkungen tragen, die sein Experiment nach sich zieht.
Am Anfang stand die klassische Idee einer Geschichte über einen Jungen und dessen Hund. Nur wollte er diese in eine gruselige, aber auch witzige Version übersetzen: “Sie versucht die Idee einer sehr einfachen, echten Beziehung als Grundlage zu nehmen. Was ist echter als die Geschichte über ein Kind und sein erstes Tier? Verbindet man das mit dem Frankenstein-Mythos gibt es Probleme.” Die Geschichte behält den traurigen Kern, dass der Mensch seine Haustiere grundsätzlich überlebt – und für ein Kind kann dieser Abschied etwas sehr schmerzvolles sein. Einen guten Freund wieder ins Leben zu holen, ist dabei keine so abwegige Idee.
Die Ursprünge zu Frankenweenie sind in Burtons Kindheit zu finden, der damals in Burbank ebenfalls einen Hund hatte: “Es ist eine bedingungslose Beziehung. Viele Kinder machen diese Erfahrung – Ich habe diese Erfahrung mit meinem ersten Tier gemacht. Die wird man auf diese Art wahrscheinlich nie wieder haben in seinem Leben, sie ist so rein und unvergesslich. Sein Name war Pepe – wir wohnten in einer von Spaniern geprägten Nachbarschaft. Unser Hund hatte diese Erkrankung, die sich Staupe nennt, man gab ihm nur noch wenige Jahre, bevor er sterben würde. Aber er lebte viel länger, was zum Frankenstein-Mythos passte. Er war ein Mischling aus Terrier und einer anderen Rasse.”
Vielen ist bekannt, dass der Kurzfilm von 1984 Tim Burton seinen Job bei Disney kostete. “Ich weiss nicht, sie bekamen Panik oder so, aber sie erlaubten mir dennoch den Kurzfilm zu machen. Ich war damals zwar frustriert, dass er nicht veröffentlcht wurde – dennoch war es eine grossartige Erfahrung und hat mir viel gebracht, also kann ich mich wirklich nicht beklagen.”
Spätestens seit den grossen Erfolgen The Nightmare Before Christmas und Corpse Bride, hat auch Disney erkannt, dass düstere Geschichten durchaus einen Markt haben. Das Blatt hat sich gewendet. Frankenweenie, eine gruselige Komödie, schwarzweiss, in Stop-Motion und in 3D soll 2012 eines der Hauptzugpferde für Disney werden.