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Stanger,
Alois, Medailleur und Bildhauer, geb. 1836 zu München, erlernte anfangs das Gravieren, wurde Schüler der dortigen Akademie und trat 1857 in das Atelier Widnmanns. Seinem Debüt (1859): Bacchus lehrt den Amor trinken (Relief), das eine silberne Medaille erhielt, folgte 1860 der Raub des Hylas, der ihm ein Reisestipendium nach Paris eintrug. Nachdem er einige sehr gerühmte Porträtmedaillons bekannter Münchener Maler gebracht hatte, nahm er Unterricht bei dem Medailleur Dantzell in München und schuf mehrere Stempel zu Porträtmedaillen.
Nach Paris zurückgekehrt, widmete er sich mit Eifer dem Studium der mittelalterlichen Stempelschneidekunst, schnitt als Revers zu einer Preismedaille der Akademie: die Kunst vom Pegasus zu den Sternen getragen und mehrere nicht nur formvollendete, sondern auch trefflich charakterisierte Porträtmedaillons, z. B.: Liebig, Graf von Berchem, Ad. v. Schlagintweit, v. Martius (1864) u. a. 1864 folgte er einem Ruf nach Dresden als königlich sächsischer Münzmedailleur.