Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03315.jsonl.gz/2428

Gastbeitrag von Christoph Burkard
Die Katze
Ahnungslos
Leckt sie
Cäsiumregen
Aus ihrem nassen Fell.
(cb) Fukushima? Der GAU ist doch vorbei und unter Kontrolle! Wirklich?
Fukushima bedeutet 3 Supergaus in 3 Atom-Reaktoren; angrenzende Atomanlagen bleiben höchst gefährdet. M. Chossudovsky : Die dokumentierte und bekannte fortlaufende Verklappung von hochradioaktivem Wasser in den Pazifik stellt einen potentiellen Auslöser für einen Prozess globaler radioaktiver Verseuchung dar. In diesem Wasser findet sich Plutonium-239. Ein Mikrogramm kann schon den Tod bringen.
Liess sich das Austreten von Radioaktivität in Tschernobyl recht schnell stoppen, so fliessen in Fukushima unglaubliche Mengen verschiedenster Isotope in den Pazifik Tag für Tag, Nacht für Nacht, Jahr für Jahr - unaufhörlich. Sie tragen Namen wie Tritium , Iod-131, Cäsium-137, Strontium-90 und werden die Gesundheit von Fisch und Mensch noch sehr lange Zeit zerstören. Der Nordpazifik und Nordamerikas Küsten sind schon radioaktiv . Die anderen Meere werden folgen. Wenig erforscht sind die Folgen dieser radioaktiven Verschmutzung für die Lebewesen und die Umwelt.
Sind Meerestiere noch essbar? Thunfische beispielsweise legen grosse Distanzen zurück. In kontaminierten Regionen radioaktiv geworden können sie später in sauberen Gewässern gefischt werden. In Kanada werden in den meisten Meeresprodukten aus Japan hohe Cäsium-137 Werte festgestellt. Wie steht es um entsprechende Kontrollen in Europa, in der Schweiz?
Wie werden Millionen von armen Menschen in Ostasien, Polynesien und Lateinamerika ihren Eiweissbedarf decken, wenn Meerestiere nicht mehr geniessbar sind? In Japan und USA wird verdrängt und vertuscht - beispielsweise durch massives Erhöhen der tolerierten Grenzwerte, durch Verfälschung und Geheimhaltung von Messergebnissen oder schlicht durch Verzicht auf Messungen. Wie steht es um Kontrollen und Transparenz in Westeuropa? In der Schweiz?
Fragen über Fragen
So oder so sind die Spitzenränge der Nahrungspyramide am meisten gefährdet, insbesondere Homo sapiens sapiens.
Wie steht es um Europa? Die weltweit grösste Zahl an Atomanlagen findet sich zwischen Ural und Portugal. Sie strahlen meist nahe von Gewässern; von Mühleberg über Gösgen und Leibstadt bis La Hague (F) und Sellafield (GB) und auch in Schussweite der Kämpfe in der Ukraine . Die Frage ist nicht ob, sondern wann welcher A-Meiler schmilzt und/oder explodiert. Fukushima lässt grüssen
Und die Moral von der Geschicht? Überleben geht ohne Ausstieg nicht! Nur so sind Fisch und Mensch zu retten.
Druck aus aller Welt ist zudem nötig, das japanische Regime von seiner kriminellen Desinformationspolitik abzubringen. Mehr Transparenz kann die Gefährdung von Mensch und Tier mindern.