Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03327.jsonl.gz/72

Der Begriff LASER kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung für «Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation», was auf Deutsch «Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung» heisst. Im Unterschied zu normalem Licht (wie zum Beispiel von einer Glühbirne) besitzen Laserstrahlen ein schmales Frequenzspektrum (Einfarbigkeit), eine hohe Strahlungsleistung und verlaufen selbst über weite Strecken fast parallel (wird auch als Kohärenz bezeichnet).
Diese Eigenschaften machen den Einsatz von Lasern sehr attraktiv und führen zu zahlreichen Anwendungen, zum Beispiel in der Messtechnik, Steuerungstechnik, Materialbearbeitung, Datenübertragung oder Medizin. Dies sind nur einige von vielen Einsatzgebieten und belegen den Erfolg von Lasern als vielfältiges Arbeitsgerät.
Es gibt eine Vielzahl von Laseranwendungen mit sichtbarer oder unsichtbarer Laserstrahlung von sehr kleiner bis sehr grosser Leistung. Die Einteilung in Laserklassen ist ein wichtiger Aspekt bei der Gefährdungsermittlung.
Um den Umgang mit Lasern sicher zu gestalten, müssen alle Laser gemäss der Norm SN EN 60825-1:2014 in verschiedene Laserklassen eingeteilt werden. Die Zuordnung richtet sich nach der Gefährlichkeit der Laserstrahlung und diese nimmt mit steigender Klasse zu.
Unter vernünftigerweise vorhersehbaren Betriebsbedingungen sind Laser der Klasse 1 sicher.
Der Umgang mit Lasern der Klasse 1 ist im Normalbetrieb ohne Instruktion sicher. Es sind keine weiteren Massnahmen notwendig.
Durch Verwendung von optischen Komponenten (z.B. Linsen) können Laser der Klasse 1M für das Auge gefährlich sein.
Vermeiden Sie die Bestrahlung von anderen Personen. Warnen Sie Personen, die optische Instrumente wie Fernrohre oder Mikroskope benutzen.
Die emittierte Laserstrahlung kann der Klasse 3R, 3B oder 4 entsprechen. Sie muss auf die zu behandelnde Körperstelle geführt werden. Zudem sollte der Laser durch mindestens eine Sicherheitseinrichtung überwacht werden, so dass die zugängliche Strahlung die Anforderung für die Klasse 1 einhält. Die maximal zulässige Bestrahlung der Haut und die zusätzlich notwendigen Sicherheitseinrichtungen hängen von der jeweiligen Anwendung ab und sind in entsprechenden weiteren Normen festgelegt.
Überprüfen Sie die Sicherheitseinrichtungen regelmässig und beachten Sie die Sicherheitshinweise des Herstellers.
Der Blick in Laser der Klasse 2 muss vermieden werden. Wird mit Absicht in den Laserstrahl geblickt, kann dies zu Schädigungen der Netzhaut führen.
Blicken Sie nicht in den Strahl. Vermeiden Sie die Bestrahlung von anderen Personen. Sollten Sie trotzdem von einem Strahl getroffen werden, schliessen Sie bewusst die Augen und wenden Sie sich sofort vom Laser ab.
Laser der Klasse 2M können, unter Verwendung von optischen Instrumenten, gefährlich für das Auge sein.
Blicken Sie nicht in den Strahl. Vermeiden Sie die Bestrahlung von anderen Personen. Sollten Sie trotzdem von einem Strahl getroffen werden, schliessen Sie bewusst die Augen und wenden Sie sich sofort vom Laser ab. Warnen Sie Personen, die optische Instrumente wie Fernrohre oder Mikroskope benutzen.
Die Netzhaut kann bei Laserstrahlen der Klasse 3R, auch ohne den Einsatz von optischen Instrumenten, geschädigt werden.
Setzen Sie nur qualifiziertes und geschultes Personal ein. Der offene Strahl darf nicht auf Augenhöhe (weder im Stehen noch im Sitzen) verlaufen, ansonsten ist der Einsatzbereich abzusperren. Schützen Sie den Laser vor dem Zugriff von Unbefugten.
Die Laserstrahlen können auch bei kurzer Exposition des Auges zu Schäden führen. Direktes Bestrahlen kann zu Hautverletzungen führen oder entzündliche Materialien entflammen lassen.
Siehe Laser Klasse 4.
Laserstrahlen und Reflexionen der Laserklasse 4 gefährden in hohem Masse die Augen und die Haut. Die Einwirkung von Laserstrahlen auf bestimmte Materialien kann Brände verursachen und gesundheitsgefährdende Stoffe freisetzen.
Laser der Klasse 3B und 4 dürfen nur eingekapselt als Laser der Klasse 1 oder, falls nicht anders möglich, in einem abgegrenzten und überwachten Laserbereich betrieben werden. Sorgen Sie dafür, dass niemand unzulässig bestrahlt werden kann. Treffen Sie dazu die nötigen Sicherheitsvorkehrungen und bilden oder instruieren Sie die Mitarbeitenden entsprechend.
Ausführliche Informationen finden Sie in unserer Broschüre «Achtung, Laserstrahl!»