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Salvador de Bahia - Tragödie auf dem Rio São Francisco: Beim Untergang eines kleinen Fischerbootes im brasilianischen Bundesstaat Bahia sind neun Kinder im Alter zwischen ein und elf Jahren und ein 16-jähriger Jugendlicher ums Leben gekommen.
Sie alle gehörten zu einer Grossfamilie und waren auf dem Fluss unterwegs, als das Boot auf dem vom Rio São Francisco gespeisten Stausee Sobradinho kenterte. Ein zehnjähriges Mädchen wird noch vermisst. Die Bergungsmannschaften suchten auch am Montagabend (Ortszeit) intensiv nach dem Kind.
Das Boot war nach Polizeiangaben nur für sechs Personen ausgelegt, an Bord waren aber 18 Menschen. Sechs Erwachsene und ein Kind konnten sich bei dem Unglück in der Region des Ortes Pilão Arcado, rund 740 Kilometer von Salvador im Norden des Bundesstaates, retten. Die Opfer gehörten aller zu einer Fischerfamilie, die mit dem Boot Verwandte besuchen wollten.
Das Unglück ereignete sich am Sonntag. Am Montag wurden mehrere der Todesopfer geborgen.
Die Behörden machten neben der völligen Überladung des Bootes auch den starken Wind für das Kentern verantwortlich. Das Boot wurden den Angaben zufolge von zwei Fischern gesteuert, die möglicherweise strafrechtlich verfolgt werden.
"Solche Boote werden nur von Fischern benutzt. Da kann man keine ganze Familie mit befördern. Die Chancen, dass diese Reise gut ging, waren gleich Null", sagte ein Polizeibeamter lokalen Medien.
SDA-ATS