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Die Brüder, die arbeiten können, sollen arbeiten; und sie sollen das Handwerk ausüben, das sie gelernt haben, soweit es nicht dem Heile ihrer Seele schadet und sie es in Ehren ausüben können. Denn der Prophet sagt: «Von der Arbeit deiner Hände wirst du dich nähren, glücklich wirst du sein, und es wird dir wohl ergehen» (Ps 127, 2), und der Apostel spricht: «Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen» (Thess 3,10). «Jeder soll bei dem Handwerke und in dem Amte bleiben, in dem er berufen wurde» (Kor 7,24).
Und als Entgelt für die Arbeit dürfen sie alles Notwendige ausser Geld annehmen. Und wenn es notwendig würde, können sie um Almosen gehen wie andere Arme. Und das für ihr Handwerk geeignete Werkzeug dürfen sie haben.
Unbestätigte Franziskus-Regel Nr. 7
Jene Brüder, denen der Herr die Gnade gegeben hat, arbeiten zu können, sollen in Treue und in Hingabe arbeiten, sodass sie zwar den der Seele schädlichen Müssiggang fernhalten, aber den Geist des heiligen Gebetes und der Hingabe nicht ersticken; ihm sollen ja die anderen zeitlichen Dinge dienen. Als Arbeitslohn können sie für sich und ihre Brüder die zum leiblichen Unterhalt notwendigen Dinge annehmen, jedoch nicht Münzen oder Geld. Und dies sollen sie in Demut tun, wie es sich für Knechte Gottes und Jünger der heiligsten Armut geziemt.
Endgültige Franziskus-Regel Nr. 5