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Im Frühling 2019 erhob sich auf dem Areal des Zementwerks über mehrere Wochen ein hoher Kran, Bauarbeiter gingen im Werk ein und aus, das Werkareal glich einer Grossbaustelle. Der Grund: Holcim hat den alten Elektro-Staubfilter durch einem Schlauchfilter der neuesten Generation ersetzt. Die neue Filtertechnologie hält Staubemissionen aus der Zementproduktion noch effizienter zurück, so dass sie nicht in die Umwelt entweichen. Der Filter besteht aus 1’080 Schläuchen, die eine Fläche von 5’600 Quadratmetern abdecken - das entspricht der Grösse von rund acht Tennisplätzen.
Höhere Kapazität
Dank der Investition in die neue Filteranlage kann Holcim die durchschnittlichen Staubemissionen um 50 Prozent reduzieren. Ein weiterer Vorteil: Der Schlauchfilter hat eine höhere Kapazität als der alte Filter. Er kann also ein grösseres Volumen an Gasen filtern. Dies ist insbesondere relevant, wenn durch die Nutzung von alternativen Brennstoffen höhere Gasströme auftreten. “Unser Ziel ist es, die fossilen Brennstoffe, die für die Zementproduktion benötigt werden, langfristig vollständig durch alternative Brennstoffe wie etwa Tiermehl oder Plastikabfälle zu ersetzen”, erklärt Werkleiter Markus Hepberger. “Der neue Filter ermöglicht es uns, grössere Mengen und neue Fraktionen - wie zum Beispiel Autopneu - ökologisch zu verwerten.”