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Bei der ITCZ (Intertropische Konvergenz Zone) handelt es sich um ein Gebiet zwischen den nördlichen und den südlichen Passatwinden. Das Wetter ist dort unbeständig. Kurze teilweise heftige Gewitter mit Windböen entwickeln sich in der normalerweise nördlich des Äquators ligenden ITCZ.
Doch dieses Jahr ist alles anders. Laut verschiedenen Quellen haben wir ein La Niña Jahr, das meistens auf auf ein El Niño Jahr folgt. Auch La Niña verändert das Wetter: Die ITCZ befindet sich nun über den Marquesas, südlich des Äquators. Laut Aussagen der lokalen Bevölkerung ist diese Situation sehr ungewöhnlich. Es regnet täglich, zum Teil stark und anhaltend, mit Blitz und Donner. Die Flüsse schieben Geröll und Sedimente und hunderte Kokosnüsse und ganze Palmen in die Buchten, die danach braun gefärbt sind. Soviel zum schönen türkis Meer im Südseeparadies! Und wenn es nicht regnet, ist es heiss und schwül. Die Natur hingegen liebt dieses Wetter. Alles wuchert üppig grün. Jedoch vieles kultiviertes Gemüse ist im Schlamm ersoffen. Normalerweise beginnt die Regenzeit erst ende Mai.
Eine weitere Auswirkung sei eine verlängerte Zyklonsaison in der Südsee. Noch bis Ende April ist weiter westlich von uns mit Zyklonen oder tropischen Stürmen (Depressionen) zu rechnen. Uns raten gebietserfahrene Segler, bis ende April hier in den Marquesas zu bleiben und erst danach weiter in die Tuamotus weiter zu ziehen. Die aktuellen Wetterprognosen für dieses Gebiet sind nicht gerade angenehm: viel Wind aus Ost, mit sehr viel Niederschlag. Da bleiben wir doch noch ein bisschen hier, auch wenn wir mit diesem Klima kämpfen.
Thomas