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Nach der Explosion eines Gebäudes im historischen Stadtzentrum von Prag haben sich Berichte über bis zu vier Todesopfer bis am Montagabend nicht bestätigt. Prags Bürgermeister Bohuslav Svoboda sagte, niemand sei vermisst gemeldet worden.
Der Leiter der Rettungsdienste hatte tschechischen Medien zuvor gesagt, Spürhunde hätten an einer Stelle angeschlagen, wo sich drei oder vier Tote befinden könnten. Bis am Abend wurden aber keine Tote gefunden.
Bei der Explosion wurden nach Angaben von Rettungskräften mehr als 40 Personen verletzt. Von den Menschen, die ins Spital gebracht werden mussten, habe nur ein älterer Mann schwere Verletzungen erlitten. Die meisten Menschen wurden durch Glassplitter verletzt, da die Wucht der Explosion zahlreiche Fensterscheiben zerstörte.
Ministerpräsident Petr Necas sagte dem Fernsehsender CT 24, es habe sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Gasunfall gehandelt. Necas und Prags Bürgermeister Svoboda liessen sich am Unfallort persönlich über die Rettungsarbeiten informieren. Necas forderte eine schnelle Aufklärung des Unglücks.
Angesichts der Schwere der Explosion sei ein Gasunfall wahrscheinlich, sagte auch ein Polizeisprecher. Der Vorfall ereignete sich demnach in einer aus dem 19. Jahrhundert stammenden früheren Wohnanlage, die mittlerweile als Bürokomplex genutzt wird.
Die Polizei riegelte die Gegend ab und evakuierte mehrere angrenzende Häuser. Die Beamten brachten rund 230 Anwohner vorsorglich in Sicherheit. In etwa 20 Gebäuden wurde die Gaszufuhr vorsorglich abgestellt.
Der Unglücksort befindet sich in der Nähe der Wissenschaftsakademie, nur wenige hundert Meter von der berühmten Karlsbrücke entfernt. Wegen veralteter Gasrohre kommt es in Tschechien immer wieder zu Unfällen.
SDA-ATS