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Irans neuer Präsident lehnt Treffen mit Biden ab
Der neugewählte iranische Präsident Ebrahim Raeissi hat ein Treffen mit US-Präsident Joe Biden strikt abgelehnt.
Auf die Frage, ob er sich ein Treffen mit Biden vorstellen könne, antwortete Raeissi am Montag bei der ersten Pressekonferenz nach seinem Wahlsieg in Teheran: «Nein.» Biden ignoriere das Wiener Atomabkommen von 2015 und unterstütze «unmenschliche Sanktionen» gegen das iranische Volk. «Biden muss als erstes alle Sanktionen aufheben, um die USA im Iran wieder glaubwürdig erschienen zu lassen.»
Der 60-Jährige hatte die Präsidentenwahl am Freitag mit mehr als 60 Prozent der Stimmen deutlich gewonnen. Raeissi war Spitzenkandidat der Hardliner und nach einer strengen Auslese der Kandidaten durch den sogenannten Wächterrat quasi konkurrenzlos. Die Wahlbeteiligung lag unter 50 Prozent - ein Negativrekord bei Präsidentenwahlen im Iran.
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Im Iran werden die Vorgaben aus dem islamischen Schriftgut mustergültig umgesetzt. Es gibt kein anderes Land in dem der Staat sich noch penibler an Mohammeds Regeln für ein gottgefälliges Staatswesen hält. Der Iran ist ein Vorbild für die gesamte islamische Welt, auch wenn die Sunniten das nicht gerne sehen.
Man sollte sich daher keine Illusionen über die Zielrichtung islamischer Politik machen.