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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Joseph Milz:
Der Duisburger Stadtplan von 1566 des Johannes Corputius und seine Vermessungsgrundlagen
Cartographica Helvetica 11 (1995) 2–10
Zusammenfassung:
Dank zweier Manuskriptpläne (Universitätsbibliothek Heidelberg) ist es möglich, die Vermessung des berühmten Stadtplanes von Duisburg aus dem Jahre 1566 zu rekonstruieren. Er ist das Werk des 24-jährigen Johannes Corputius (1542–1611) aus Breda. Dieser studierte ab 1562 Mathematik am Duisburger Gymnasium bei Gerard Mercator.
Corputius legte zuerst den Meridian durch seinen ersten Standpunkt, den Salvator-Kirchturm. Von dort aus vermass er seine nächsten Standpunkte. Von diesen wiederum nahm er die Winkel zu markanten Punkten wie Mauertürmen auf. Er zeichnete seine Resultate in zwei Skizzen ein, wobei nur die Messungen die Kreissumme von 360 Grad ergeben, während die Zeichnung selbst ungenau ist und 140 Grad zeigt.
Die computergestützte Rekonstruktion umfasst in einer Vogelschausicht alle 28 Objekte, die Corputius als Grundlage zur Vermessung benutzte. Die Arbeitsschritte, mit denen er den Verlauf der Strassen und die Häuser festlegte, können wir nicht nachverfolgen. Er wird Verlauf und Abmessungen wohl durch Abschreiten festgestellt haben. Auch andere Stadtpläne des 16. Jahrhunderts dürften auf eine ähnliche Art gezeichnet worden sein.