Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/2336

Die Schweizer Bevölkerung ist sich in Sachen Impfen alles andere als einig. Hierzulande ist das Thema Impfen sehr umstritten. Wir klären auf. Sie entscheiden selbst, ob und welche Impfungen für Sie sinnvoll sind.
Die saisonale Grippe ist eine durch den Influenzavirus ausgelöste Erkrankung. Besonders in den Wintermonaten leidet ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung an grippeartigen Erkrankungen verschiedenster Art, die alle zu den viralen Infekten zählen, nicht aber mit dem Influenzavirus zu verwechseln sind. Die durch den Influenza-Virus ausgelöste Grippe kann einen schwereren Verlauf haben als ein durch andere Viren ausgelöster Infekt. Eine Ansteckung mit dem Influenzavirus kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Wichtig zu wissen: Der Influenzavirus verändert sich jährlich. Deshalb muss auch der Impfstoff jedes Jahr neu entwickelt werden.
Der Influenzavirus wird über Tröpfchen übertragen: beim Niesen oder Husten über die Luft oder beim Anfassen verunreinigter Gegenstände, wie beispielsweise Türklinken.
Mit entsprechenden Vorsichtsmassnahmen kann man einer Grippe-Erkrankung vorbeugen: Durch Hygienemassnahmen (z.B. regelmässiges Händewaschen) und durch die Vermeidung des engeren Kontakts zu Personen mit Grippesymptomen kann das Risiko einer Ansteckung reduziert werden. Eine gesunde Ernährung und sportliche Betätigung können sich zudem positiv auf das Immunsystem auswirken und somit das individuelle Infektionsrisiko senken.
Das Harding-Zentrum für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat potenzielle Nutzen und Schäden der Grippe-Impfung anhand wissenschaftlicher Studien zusammengefasst und Modellrechnungen angestellt:
Von je 1000 geimpften Personen (blauer Balken) erkrankten über maximal ein Jahr 3 bis 125 Personen an einer durch den Influenzavirus ausgelösten Grippe und 77 bis 313 Personen an einer grippeartigen Erkrankung. Demgegenüber litten 13 bis 125 von je 1000 ungeimpften Personen (roter Balken) an einer durch den Influenzavirus ausgelösten Grippe und 94 bis 377 Personen an einer grippeartigen Erkrankung. Mit oder ohne Impfung suchten gleich viele Personen einen Arzt infolge einer Atemwegserkrankung auf. Mehr Informationen >
Das Harding-Zentrum für Risikokompetenz hat potenzielle Nutzen und Schäden der Grippe-Impfung auch für Senioren untersucht:
Von je 1000 ungeimpften Senioren (roter Balken) erkrankten über ein Jahr 39 bis 98 Personen an grippeartigen Erkrankungen. 4 bis 17 Personen waren wegen eines grippalen Infektes oder einer Lungenentzündung im Krankenhaus. 1 bis 22 ungeimpfte Senioren starben.
Von je 1000 geimpften Senioren (blauer Balken) erkrankten während einem Jahr 21 bis 84 Personen an grippeartigen Erkrankungen. 3 bis 13 Personen waren wegen eines grippalen Infektes oder einer Lungenentzündung im Krankenhaus. 5 bis 14 geimpfte Senioren starben.