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Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Es ist für die körpereigene Synthese von Schilddrüsenhormonen unabdingbar und ist beim Syntheseprozess das limitierende Substrat1), 2). Alimentär aufgenommenes Jod wird im Dünndarm in die Blutbahn resorbiert, und mittels eines extrem effizienten aktiven Transportes aus der Blutbahn in die follikulären Schilddrüsenzellen aufgenommen. Dieser Prozess wird durch den Natrium-Jodid Symporter (NIS, SLC5A5) vermittelt und kann Jod bis 40-fach in der follikulären Schilddrüsenzelle konzentrieren. Dieser Prozess ist ab Beginn des 2. Trimenons in der fötalen Schilddrüse aktiv3), 4). Das Jod wird dann an der apikalen Membran in den Schilddrüsenfollikel abgegeben, wo es an die Tyrosyl-Reste des Glycoproteins Thyreoglobulin (TG) gebunden wird. In einem ersten Syntheseschritt erfolgt die Synthese von Monojodtyrosin (MIT) und Dijodotyrosin (DIT). In einem zweiten Schritt erfolgt aus zwei DIT die Synthese von Tetrajodothyronin (T4, Thyroxin) und zu einem kleineren Anteil aus einem MIT und einem DIT die Synthese von Trijodothyronin (T3)4). Rund 75% des Körperjods wird in der Schilddrüse in Form von Schilddrüsenhormonen gespeichert. Der Natrium-Jodid Symporter wird aber auch in der Placenta und der Mamma exprimiert als Hinweis für die zentrale Rolle von Jod für den Fötus und den Säugling im Rahmen der Schwangerschaft und der Stillphase.