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Seit 2003 politisiert Walter Müller in Bern, nun gibt er bekannt, dass er bei den nächsten Nationalratswahlen am 20. Oktober 2019 nicht mehr antreten wird. «Langweilig wird es mir sicher nicht», sagt Müller im Interview mit «Tagblatt». Er werde einige Mandate wie das VR-Präsidium der Landi Wartau weiterführen, helfe im Landwirtschaftsbetrieb der Familie aus, verbringe Zeit mit den acht Enkeln und gehe mit seiner Frau auf Reisen.
Zwischen 1997 und 2005 war Müller Präsident des St.Galler Bauernverbandes, von 1998 bis 2006 amtete er als Vorstand des Schweizerischen Bauernverbandes. 2003 wurde der damals 55-Jährige ohne Umwege in den Nationalrat gewählt. Ihn als Sesselkleber zu bezeichnen, sei deplatziert, sagt der Landwirt gegenüber «Tagblatt»: «Politisch fühle ich mich noch jung. (...) Ich glaube nicht, dass 16 Jahre in der Politik zu viel sind.»
In den kommenden Wochen will sich der Rheintaler dafür einsetzen, dass die Wilerin Karin Keller-Sutter (FDP) das Rennen als Nachfolgerin von Bundesrat Johann Schneider-Ammann (FDP) für sich entscheidet. Denn: «Gewählt ist jemand erst, wenn er am Tag X die Mehrheit der Stimmen auf sich vereint.»