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Durch die Untersuchung des Enddarmes können Erkrankungen im Bereich des Anus, des Analkanales und des unteren Mastdarmes erkannt und zum Teil behandelt werden. Es können Gewebeproben entnommen werden oder spezifische Behandlungen, insbesondere von Hämorrhoiden vorgenommen werden.
Zur Untersuchung wird meist ein starres Proktoskop verwendet, das in den After eingeführt wird. Im Rückzug kann die durch eine Lichtquelle beleuchtete Schleimhaut beurteilt werden. Gelegentlich wird ein flexibles Instrument (Endoskop) für die Untersuchung verwendet, insbesondere wenn die Untersuchung auch den oberen Teil des Mastdarmes beinhalten soll. Zur Behandlung von Hämorrhoiden (erweiterte Venen im Rektal-/ Analbereich) können verschiedene Verfahren angewendet werden. Für mittelgroße Hämorrhoiden kann eine sogenannte Bandligatur angewendet werden. Dabei wird die Vene, die den Hämorrhoidalknoten mit Blut versorgt, angesaugt und mit einem Gummiband verschlossen (Ligatur). Der ligierte Vene/Hämorrhoide fällt nach einigen Tagen vonselbst ab. Meist werden mehrere Ligaturen gesetzt und es bedarf manchmal wiederholte Sitzungen. Eine akut aufgetretene, sehr schmerzhafte Hämorrhoide muss in seltenen Fällen mit einem kleinen Schnitt eröffnet und der geronnen Blutpfropf entnommen werden. Größere Hämorrhoiden müssen meist chirurgisch mittels einer Operation behandelt werden.
Bei dieser Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung nötig.
Nach Interventionen jeder Art, soll für die nächsten fünf Tage auf einen weichen Stuhlganggeachtet werden. Pressen beim Stuhlgang ist dringend zu vermeiden, da es durch den erhöhten Druck zu Verletzungen im Behandlungsgebiet kommen kann. Ihre Ärtzin oder Ihr Arzt wird Ihnen ein Rezept für die vorübergehende Anwendung eines stuhlregulierenden Mittels aushändigen.
Bei Schmerzen können übliche Schmerzmittel, nach Ausschluss von Allergien oder Kontraindikationen, angewendet werden. Nach einer Untersuchung kann es zu wenig Blut im Stuhl oder am WC-Papier kommen. Sollte diese nicht nach einem Tag aufhören oder es sich um beunruhigend viel Blut handeln, kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, oder begeben Sie sich auf eine Notfallstation.
Sie können sich entweder selbst anmelden oder von Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Spezialistin oder Ihrem Spezialisten zuweisen lassen.
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Universitätsspital Zürich
Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie
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