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Berlin (ots) –
Der Weg von der Mietwohnung ins Eigenheim beginnt in den Metropolen häufig mit der Suche nach einer größeren Wohnung. Angesichts der Mietpreise stellt sich für Viele bald die Frage: Was kann ich mir eigentlich leisten, wenn ich eine Immobilie kaufe statt miete? Und sollte ich besser in der Großstadt oder im Umland suchen? Eine aktuelle ImmoScout24-Analyse vergleicht die Wohnflächen von Kaufobjekten für 400.000 Euro mit vergleichbaren Mietobjekten für 1.500 Euro Kaltmiete in den sieben größten Metropolen und deren Umland.
– Das größte Immobilienangebot gibt es bei innerstädtischen Mietwohnungen.
– Die meiste Wohnfläche fürs Geld bieten mit Abstand Einfamilienhäuser zum Kauf gegenüber Eigentums- und Mietwohnungen.
– Eigentumswohnungen liegen in der angebotenen Wohnfläche zwischen Mietwohnungen und Einfamilienhäusern.
– Sie bieten im Umland deutlich mehr Wohnraum als vergleichbare Mietwohnungen im Stadtgebiet.
Für 1.500 Euro lässt sich in Berlin eine durchschnittlich 87 Quadratmeter große Stadtwohnung mieten. Wer ins Berliner Umland ausweicht, kann mit einer rund 108 Quadratmeter großen Mietwohnungen rechnen. Der Blick auf den Markt für Kaufimmobilien zeigt: Mit einem Monatsbudget von 1.500 Euro lässt sich in der Regel ein Kaufobjekt für 400.000 Euro finanzieren. Für dieses Budget werden in Berlin aktuell Stadtwohnungen mit durchschnittlich 76 Quadratmeter angeboten. Man bekommt also deutlich weniger Wohnraum bei einer Eigentumswohnung als bei einer vergleichbaren Mietwohnung. Im Berliner Umland erhalten Kaufinteressent:innen für 400.000 Euro hingegen 92 Quadratmeter und damit 16 Quadratmeter mehr für ihr Geld. Wer stattdessen nach Einfamilienhäusern zum Kauf schaut, kann in Berlin mit 110 Quadratmetern Wohnfläche bzw. im Speckgürtel mit 146 Quadratmeter Eigenheim rechnen. Das Angebot unterscheidet sich hierbei jedoch enorm: Im Berliner Umland sind in der Preisklasse von 400.000 Euro ungefähr zehnmal so viele Einfamilienhäuser inseriert als im Stadtgebiet. Genau umgekehrt liegt das Verhältnis bei Eigentumswohnungen, von denen zehnmal mehr in der Stadt als im Umland angeboten werden. Am größten ist das Angebot an Mietwohnungen in der Stadt, gefolgt von städtischen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern zum Kauf im Berliner Umland.
Köln sticht im Städtevergleich hervor: Es ist die einzige Metropole, in der das Umland nicht nur ein größeres Angebot an Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, sondern auch mehr Mietwohnungen bietet als die Millionenstadt. Für 1.500 Euro finden sich Mietwohnungen in Köln mit durchschnittlich 93 Quadratmeter, im Umland gibt es 110 Quadratmeter. Eigentumswohnungen für 400.000 Euro bieten in der Domstadt im Durchschnitt 81 Quadratmeter und 101 Quadratmeter Wohnfläche im Speckgürtel. Einfamilienhäuser in dieser Preisregion sind in Köln im Mittel mit 117 Quadratmeter zu finden – aber im Umland bieten Häuser in dieser Preisklasse 139 Quadratmeter, und das Angebot ist zehnmal so groß.
Der Immobilienmarkt in München bietet den Suchenden für 1.500 Euro mit rund 71 Quadratmetern die kleinsten Mietwohnungen im Metropolenvergleich. Eigentumswohnungen für 400.000 Euro bieten im Durchschnitt nur 52 Quadratmeter Wohnfläche. Einfamilienhäuser werden im Münchener Stadtgebiet so gut wie gar nicht angeboten. Im Umland der bayerischen Landeshauptstadt sind Häuser unter 500.000 Euro selten, aber es gibt sie – mit durchschnittlich 125 Quadratmeter Wohnfläche. Eigentumswohnungen im Umland werden in dieser Preisklasse mit rund 74 Quadratmeter angeboten, und das Angebot ist sogar größer als in München selbst. Eine Eigentumswohnung im Umland bietet bei einer Finanzierung mit einer monatlichen Kreditrate von 1.500 Euro also sogar ein wenig mehr Platz als innerhalb der Stadt.
In Frankfurt am Main bieten Mietwohnungen für 1.500 Euro durchschnittlich 83 Quadratmeter, im Umland gibt es dafür 106 Quadratmeter. Wer nach Kaufimmobilien sucht, findet innerstädtisch für 400.000 Euro ungefähr 71 Quadratmeter große Wohnungen, im Umland 94 Quadratmeter. Damit bekommt man für eine monatliche Kreditrate von 1.500 Euro deutlich mehr Wohnraum in einer Eigentumswohnung im Frankfurter Umland als für eine Mietwohnung in der Bankenmetropole. Interessant: Im Umland werden doppelt so viele Eigentumswohnungen angeboten als in der Stadt. Fast gleich groß ist das Angebot an Einfamilienhäusern zum Kauf im Frankfurter Umland. Sie haben für einen Angebotspreis von 400.000 Euro im Durchschnitt rund 148 Quadratmeter Wohnfläche. Im Stadtgebiet sind Einfamilienhäuser für diesen Preis eine Ausnahmeerscheinung. Wenn man sie findet, haben sie durchschnittlich 117 Quadratmeter Wohnfläche.
In Hamburg lassen sich für 1.500 Euro Kaltmiete etwa 85 Quadratmeter große Mietwohnungen finden. Im Umland sind sie 108 Quadratmeter groß. Eigentumswohnungen für 400.000 Euro bieten in der Hansestadt 73 Quadratmeter Fläche, im Umland 99 Quadratmeter. Wer im Hamburger Umland also nach einer Wohnung sucht, ist gut beraten auch den Kauf in Betracht zu ziehen, da die Wohnungsgröße bei Kauf und Miete annährend auf demselben Niveau liegt. Schaut man nach Einfamilienhäusern, so lassen sich im Stadtgebiet in diesem Preissegment Kaufobjekte mit 109 Quadratmetern finden. Das Angebot ist im Umland allerdings mehr als zehnmal so groß und Häuser bieten dort im Mittel 135 Quadratmeter Wohnfläche.
In Düsseldorf liegen Mietwohnungen für 1.500 Euro Kaltmiete bei ungefähr 98 Quadratmeter, Eigentumswohnungen bieten bei einem Preis von 400.000 Euro rund 83 Quadratmeter. Im Umland der Rheinmetropole hingegen bieten Mietwohnungen mit 123 Quadratmeter nur wenig mehr Wohnfläche als Eigentumswohnungen mit 122 Quadratmetern. Es zeigt sich ein ähnliches Bild wie in Hamburg. Wer auf der Suche nach einer Wohnung im Umland ist, sollte auch einen Kauf in Betracht ziehen. Einfamilienhäuser für das gleiche Budget bieten in Düsseldorf 125 Quadratmeter – allerdings werden Häuser in dieser Preisklasse in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen selten angeboten. Deutlich mehr Angebot an Einfamilienhäusern gibt es im Umland, hier mit rund 166 Quadratmetern für 400.000 Euro.
In Stuttgart werden Mietwohnungen für 1.500 Euro mit rund 84 Quadratmetern angeboten, im Umland haben sie 99 Quadratmeter. Das Angebot ist in beiden Fällen etwa gleich groß. Demgegenüber gibt es im Stuttgarter Umland für einen Preis von rund 400.000 Euro dreimal mehr Eigentumswohnungen zu kaufen als in der Stadt. Im Umland bekommt man für das Budget mit 90 Quadratmetern deutlich mehr Wohnraum als in Stuttgart mit 79 Quadratmetern. Bei Einfamilienhäusern ist es fast aussichtslos, in dieser Preisregion etwas im Stadtgebiet zu finden. Im Stuttgarter Umland hingegen wird man fündig und kann mit durchschnittlich 135 Quadratmetern rechnen.
Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24, erläutert: „Unser Rat an Suchende: Mit einer Erweiterung des Suchradius um die Metropolen herum, bieten Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Umland oftmals deutlich mehr Platz als Mietwohnungen im Stadtgebiet.“
Methodik
Untersucht wurde das Angebot an Mietwohnungen für 1.500 Euro Kaltmiete sowie für Kaufobjekte für 400.000 Euro. Dabei flossen alle Neuinserate des ersten Halbjahres 2021 in den Top-7-Metropolen und ihrem Umland in die Untersuchung ein. Immobilienfinanzierungen gestalten sich sehr individuell in Abhängigkeit der persönlichen Situation sowie der konkret zu finanzierender Immobilie. Um trotzdem einen Vergleich mit den Mieten ziehen zu können, wurde die Kaufpreisspanne gewählt, in der sich die Kaufsumme mit einer monatlichen Kreditrate von 1.500 Euro in der Regel finanzieren lässt.
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Quelle: ots