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Mit den Massnahmen des Covid-19-Gesetzes werden die bisherigen Massnahmen der am 21. September 2020 ausgelaufenen COVID-Verordnung Kultur mit Anpassungen fortgeführt und ergänzt.
Zweck
Den Kulturschaffenden soll für den finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von kulturellen Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge der Umsetzung staatlicher Massnahmen entsteht, eine Ausfallentschädigung gewährt werden.
Voraussetzungen
Die Ausfallentschädigungen gemäss Covid-19-Gesetz sind subsidiär, d.h. ergänzend zu anderen Ansprüchen der Kulturschaffenden. Sie decken damit den Schaden, für den keine anderweitige Deckung erfolgt (z.B. Privatversicherung und Corona-Erwerbsersatzentschädigung).
Aufgrund der Schliessung von Kultureinrichtungen seit Anfang November 2020 (bis mindestens Ende Februar 2021) und der allgemeinen Planungsunsicherheit kann sich die Aufstellung der Schäden auch auf die Honorare aus den Vorjahren beziehen (in der Steuererklärung 2018/19 angegebene Einnahmen aus Honoraren).
Gesuchsteller/in:
- ist eine natürliche Person;
- ist als Selbständigerwerbende-r (und bei der Ausgleichskasse angemeldet), und arbeitet hauptsächlich in den Bereichen darstellende Künste, Design, Film, visuelle Kunst, Literatur, Musik und Museen;
- hat Wohnsitz im Kanton Freiburg;
- hat einen finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen entsteht, verursacht durch Massnahmen der Behörden des Bundes, der Kantone oder der Gemeinden zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19);
- hat einen finanziellen Schaden, der zwischen dem 1. November 2020* und dem 31. Dezember 2021 entstanden ist. Der Entscheid über die Absage, Verschiebung (eingeschränkte Durchführung oder betriebliche Einschränkung muss in jedem Fall vor dem 30. November 2021 erfolgt sein);
*oder ab dem 26. September 2020, falls der Schaden nicht bereits vor dem 20. September bekannt war
- hat einen finanziellen Schaden, der noch nicht durch Nothilfe an Kulturschaffende von Suisseculture Sociale, Sozialversicherungen (insbesondere Corona-Erwerbsersatzentschädigung der AHV-Ausgleichskassen gemäss Covid-19-Gesetz), eine Privatversicherung oder eine andere Entschädigungsmöglichkeit gedeckt wird.
Die Ausfallentschädigung deckt maximal 80 Prozent des finanziellen Schadens.
Verfahren
Gesuche sind beim Amt für Kultur (KA) des Kantons Freiburg, über das Online-Portal www.myfribourg-culture.ch einzureichen. Die Termine und Fristen sind verbindlich einzuhalten (Kalender).

⚠ Nächste Frist: Gesuche für finanzielle Schäden, die zwischen 1. Februar und 30. April 2021 entstanden sind, sind bis spätestens 31. Mai einzureichen. ⚠
Dass diese Massnahme rückwirkend ab dem 1. November gilt, ist eine kantonale Besonderheit, da gemäss Bundesverordnung eine Ausfallentschädigung erst für Schäden vorgesehen sind, die nach dem 19. Dezember 2020 (Datum des Inkrafttretens dieser Verordnung) entstanden sind. Der Staat Freiburg hat jedoch gemeinsam mit der Loterie Romande die Finanzhilfe für Schäden, die ab dem 1. November 2020 entstanden sind, verlängert, um den bisherigen Schadenszeitraum, der am 31. Oktober 2020 endete, lückenlos abzudecken.
Die Gesuche sind grundsätzlich rückwirkend einzureichen, d.h. der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung bereits eingetreten sein. Davon ausgenommen sind Gesuche für finanzielle Schäden in den letzten Wochen des Schadenszeitraumes im November und Dezember 2021.
Jedes Kulturunternehmen kann pro Periode (vgl. Kalender) nur ein Gesuch* für alle seine Schäden einreichen, sobald die tatsächlichen Zahlen bekannt sind, spätestens aber gemäss den Fristen des Kalenders. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte per E-Mail an das Amt für Kultur.
*Ausnahme: wenn Sie bereits einen Antrag für den Zeitraum November 2020 bis Januar 2021 gestellt haben, können Sie einen neuen Antrag für den Zeitraum Februar bis April 2021 stellen (Grund: Anpassung der Fristen nach den Änderungen der Bundesverordnung vom 31.03.2021)
Reichen Sie Ihre Gesuche um Unterstützung über das Online-Portal ein.
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Dokumente
*Dieses Dokument wird zu Ihrer Information zur Verfügung gestellt: Gesuche können nur über das virtuelle Online-Portal eingereicht werden.