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Kryptorchismus vs. Pendelhoden
Links im Bild: Es handelt sich um einen Kryptorchismus rechts. Die Dimensionen des rechten Skrotalfaches sind kleiner als links, was dafür spricht, dass der Hoden nie darin gelegen hat. Da der Hoden vor dem äusseren Leistenring knapp tastbar ist, handelt es sich beim vorliegenden Kryptorchismus um eine präfasziale Ektopie des Hodens (Gleithoden). Rechts im Bild: Hier liegt ein Pendelhoden vor, der auf einem starken Kremasterreflex beruht, sodass er oft aus dem Skrotum gezogen wird, dort aber auch spontan verweilen kann. Bei den späteren Aufnahmen unten wurde der Hoden links zufällig in seinem Fach gesehen, was ein weiterer Hinweis für einen Pendelhoden ist. Die Unterscheidung zwischen Gleit- und Pendelhoden ist wichtig, da nur ersterer operiert werden muss.
Links im Bild: Kleinkind mit leerem Skrotum rechts. Der linke Hoden ist in der oberen Hälfte seines Faches sichtbar und palpabel. Rechts im Bild: Im Gegensatz zum rechten Skrotalfach mit deszendiertem Hoden ist links ein Hoden weder zu sehen noch zu tasten. Es handelt sich um einen Zufallsbefund bei einem Kleinkind mit scheinbarem Mikropenis. In den zusätzlichen Aufnahmen unten bei einer späteren Untersuchung ist das linke Skrotalfach voll. Links im Bild: Im Schneidersitz kann der rechte Hoden bimanuell eben getastet werden Er lässt sich jedoch nicht ins Skrotum verlagern. Rechts im Bild: Nach Beruhigung des Kindes gelingt es, den linken Hoden aus dem Leistenkanal auszustreifen und ins Skrotum zu verlagern, wo er spontan verbleibt.