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Als wir Peter Schärli fragten, ob sein neustes Album "Peace Now!" ein Aufruf sei, gab er zur Antwort: "Das war ein Verständigungsproblem mit meinem Grafiker. Ich meinte "Piss Now!" und er hat daraus "Peace Now!" gemacht.
Natürlich darf man dabei das Augenzwinkern nicht wegdenken, Humor gehört nämlich zu den Stärken des Schweizer Jazztrompeter Peter Schärli. Und obwohl unser Gespräch sehr spassig begann, wurde es im Verlauf der Konversation noch sehr ernst. "Peace Now!" ist nämlich tatsächlich ein Aufruf, ein Statement. "Würden die Menschen mehr gute Musik hören, so hätten sie weniger Zeit um sich gegenseitig auf den 'Grind' zu geben!", so Peter Schärli.
Seine neuste Platte ist eine schöne Mischung aus freier und gebundener Improvisation. Und dann die fast unmerklichen Übergänge zum musikalischen Thema. Gerechtigkeit und Frieden sind darin gross geschrieben. Genau so wie Sinnlichkeit & Frische in der Musik und deren Songtitel. Die Lieder auf "Peace Now!" sind Widmungen an schöne Sachen, wie zum Beispiel an die Frauen bei "Flowers for the Women". Aber auch ein Track wie "Masvingo" beinhaltet eine wichtige Message.
Das Quintett von Peter Schärli - ebenfalls Peace Now! genannt - besteht aus Silke Eberhard am Altsax, Jean-Jaques Pedretti an der Posaune, Christian Weber am Bass, Norbert Pfamatter am Schlagzeug und Peter Schärli himself. Schärlis grosses Anliegen, mit Gleichgesinnten Musik zu machen, erklärt diese Konstellation.
Aber zurück zum Wesentlichen; das Interview mit Peter Schärli. Er erzählt über einen Fehler auf seiner Platte "Peace Now!", hat eine Strategie für den Weltfrieden entwickelt und erklärt, was "typisch Schärli" bedeutet: