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Als “Papiermühle” wurde seitens der Soldaten die Kommandohütte am Umbrail bezeichnet. Nebst einer bescheidenen Kanzle, in welcher Befehle und Berichte redigiert wurden, befand sich in diesem Gebäude auch eine Schlafstube für die Offiziere. Selbstredend unterschied sich die Qualität dieser Unterkunft gegenüber jenen der gemeinen Soldaten. Im besten Fall verfügten diese über Strohsäcke und Wolldecken.
Die “Papiermühle” befand sich auf rund 2600 m ü. M. am südöstlichen Ausläufer des Piz Umbrail. Zusammen mit weiteren neun Unterkunftshütten und zahlreichen Stellungsbauten entlang der Landesgrenze gehörte das Gebäude zum Abschnitt “Astras”.
Die Grundmauern all dieser Gebäude sind heute im Gelände noch gut erkennbar und vor Ort dokumentiert. Im Sommer 2013 wurden diese im Auftrag des Archäologischen Dienstes des Kantons Graubünden inventarisiert.
Inventarnummer: –
Bezeichnung, Titel: Papiermühlezimmer
Standort: Ausstellungsraum 2
Datierung: Sommer 2007
Erfassung: März 2018 / ACC
Ausschnitt des rekonstruierten Papiermühlezimmers.
Objektgeschichte
Beim Papiermühlezimmer handelt es sich um eine Rekonstruktion der Schlafstube. Als Grundlage diente ein, von August Bächtiger im Oktober 1915 erstelltes Auquarell, welches uns aus dem Nachlass eines damaligen Bataillonskommandanten (Major Fritz Müller, Kdt Geb Füs Bat 76) zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt wurde.
Die Vorlage: Aquarell des Kommandohauses auf dem Pass Umbrail im Juli 1915. Beachte: nicht nur die Gebäude, auch die Betten bekamen eigene Namen wie "Fürstenbett" (unten) oder "Zum Traume Jakobs" oben.
Ersteller
Rekonstruktion 2007: Rinaldo Salvett und Peter Pünchera, Sta. Maria Val Müstair