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Zwei Momente, die mich berührt haben: Im ersten Drittel des Stücks kam ein Beat, den ich im Hiphop-Genre ansiedeln würde (Christiani, please approve - sie konnte gestern an der Party jedes einzelne Musikstück zuordnen von Funk bis Techno). Warum berührt? Einerseits aus persönlicher Vorliebe - ich gehöre noch zu jenen uncool Kids, die beim Hören dieser trockenen harten Beats zu erahnen glauben, was 'cool sein' bedeuten könnte. Andererseits, weil sich das Geschehen auf der Bühne auf allen möglichen Ebenen stimmig zusammenzufügen schien - auf unplakative Weise. 'Plakativ' wäre: die Performer*innen stampfen auf jeden Schlag des Beats einmal mit dem Fuss und im gleichen Rhythmus schwingt eine Tür des Bühnenbilds auf und zu - so war es nicht.
Der zweite Moment: Als Tarek Halaby als queere Figur (wie Silvan R. sie gestern treffend nannte) "Fallin'" von Alicia Keys zu singen begann. Auch hier: ich bin ein simples 90s Kid. Aber ganz ehrlich, mir fiel zum ersten Mal auf, dass die Lyrics: "I keep on falling in and out of love with you" sind und dieses "in and out of love" fallen ist ja schon ein nices Bild, phu. Diese Erkenntnis wurde wahrscheinlich mitunter durch Tareks virtuose singing skills und der damit verbundenen genauen Aussprache der Worte verursacht. Und da sind wir schon beim tragenden Element dieses Abends: die herausragenden artistischen Fähigkeiten der Performer*innen. Im Nachgespräch mit meinen Mitforenden machten wir ziemlich einstimmig folgende Mängel aus: die fehlende Narration, die Beziehungslosigkeit zwischen den Figuren, die ungleichen Anteile an Stagetime zwischen den Performer*innen.
Fotos: Igor, Clara