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Scheherazade
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Igor Strawinsky
Maurice Ravel
Charles Koechlin
Nikolai Rimski-Korsakow
Bei «Scheherazade» denken Sie bestimmt gleich an Nikolai Rimski-Korsakows prächtige sinfonische Dichtung. Aber aufgepasst, es gibt auch zwei gleichnamige Werke von Maurice Ravel! Das erste, eine Ouvertüre, ist ein Jugendwerk. Das zweite jedoch ist mit dem ungebrochenen Orientalismus von Rimski-Korsakow nicht zu verwechseln. Es sind Vertonungen von Texten eines Dichters mit dem exzentrischen Pseudonym Tristan Klingsor. «Je voudrais voir », beginnen fast alle Sätze des ersten Gedichts, und weisen so die fantastischen Szenen als imaginierte aus. Ravel erfindet dazu Musik, so atemberaubend verführerisch wie die sanften Mädchenaugen des fremden Jünglings im dritten Lied, der mit sanft biegender Hüfte an einem vorbeizieht Ein Vorbild dieser Verführungskunst fand Ravel in den kurz zuvor entstandenen Orchesterliedern von Charles Koechlin heute eine Wiederentdeckung. À propos: Erst 2015 tauchten in St. Petersburg die Noten zum «Chant funèbre» auf. Strawinsky betrauert darin 1908 seinen Kompositionslehrer und Mentor Rimski-Korsakow.