Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03252.jsonl.gz/1815

Er ist in der NHL ein „Billigarbeiter“ und steht im Schatten der grossen NHL-Stars aus der Schweiz. Aber gegen Deutschland war Yannick Weber (25) besser als Roman Josi.
Mark Streit (Jahressalär 5,25 Mio Dollar), Roman Josi (4,0 Mio) und Rafael Diaz (1,225 Mio) sind die grossen Schweizer Verteidiger in der NHL.Yannick Weber ist mit seinen 650 000 Dollar brutto ein «Billigarbeiter» und war noch nie in einem NHL-Team eine Schlüsselspieler. Sozusagen unser vergessener NHL-Star.
Aber bei dieser WM ist er statistisch mit einer ausgeglichenen Plus/Minus-Bilanz besser als Roman Josi (-1) und gegen Deutschland war er unser bester Feldspieler. Mit einer +1-Bilanz und einem Assist. Der Berner spielt jetzt sein bestes Hockey. Er hatte in Vancouver auch eine gute letzte Saisonphase (letzte Saison 49 Spiele/6 Tore/4 Assists). Die Chancen, dass er einen neuen Vertrag bekommt, stehen gut. Eine Rückkehr in die Schweiz (zum SCB) kann ausgeschlossen werden.
Bis zum 1. Juli darf nur Vancouver mit Yannick Weber verhandeln. Kommt es bis dahin zu keiner Einigung, dann können die restlichen 29 NHL-Teams auch Offerten einreichen. Yannick Weber hofft, dass er in Vancouver bleiben kann und nun dürfte auch er erstmals Dollar-Millionär werden. «Aber es geht mir mehr darum, mit einem Mehrjahresvertrag etwas Sicherheit zu bekommen.»
Es gibt noch einen Grund, warum Yannick Werber gerne in Vancouver bleiben würde: Seine neue Freundin. Er bestätigt auf Anfrage, dass er mit Kayla Price liiert ist, der Schwester von Montréals Superstar-Goalie und Olympiasieger Carey Price. «Na ja, es ist eigentlich noch nicht offiziell. Es hat sich so ergeben wie das Leben manchmal spielt», erzählt Weber. «Als ich in Montréal spielte, teilte ich auf Auswärtsreisen das Hotelzimmer mit Carey Price und ich bin mit seiner Familie gut bekannt.»
Kayla Price studiert in Vancouver und zurzeit hält sie sozusagen für Yannick Weber die Stellung in der Stadt. Da sein Vertrag ausgelaufen ist, hat er vorerst keine Wohnung mehr in Vancouver. Aber sein Auto und ein paar Sachen hat er noch dort. «Solange man keine Familie ist dieses Nomadenleben machbar.»