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Das MCC hat gemäss eigenen Angaben mit dem Erstellen der vorläufigen Auslegung des Flüssigsalz-Forschungsreaktors IZhSR eine der wichtigsten Projektetappen abgeschlossen. Damit habe man die grundsätzlichen Lösungen beschrieben, welche die Grundlage für die praktische Umsetzung des IZhSR bilden würden, der in Zusammenarbeit mit vielen Organisationen und Unternehmen in Russland errichtet werde. Die technische Auslegung der Anlage solle 2024 abgeschlossen sein. Im Jahr 2026 wolle das MCC eine Lizenz für den Betrieb des IZhSR und 2027 eine Baugenehmigung erhalten. Er soll auf dem MCC-Gelände in Schelesnogorsk in der sibirischen Region Krasnojarsk gebaut werden. Die Inbetriebnahme sei für 2031 vorgesehen.
Im ausgedienten Brennstoff aus Leichtwasserreaktoren sind minore Aktinide zusammen mit Plutonium für einen Grossteil der langfristigen Radiotoxizität (strahlungsbedingte Giftigkeit) und der Wärmeentwicklung in den ersten 10’000 Jahren nach Entnahme aus dem Reaktor verantwortlich. Russland forscht daran, den Brennstoffkreislauf zu schliessen und will die endzulagernde Abfallmenge verkleinern. Dies soll gelingen, indem bei der Wiederaufarbeitung ausgedienter Brennelemente die minoren Aktinide abgetrennt und nachfolgend verbrannt (transmutiert) werden. «In Zukunft werden Flüssigsalzreaktoren als Möglichkeit gesehen, die Lagerdauer von hochaktiven Abfällen durch einen geschlossenen Brennstoffkreislauf erheblich zu verkürzen: Durch die Transmutation von minoren Aktiniden kann die Zeitdauer ihrer potenziellen Gefährlichkeit von 10’000 Jahre auf 300 Jahre reduziert werden», so das MCC.
Der Flüssigsalzforschungsreaktor IZhSR soll laut MCC dazu dienen, wichtige technologische Lösungen für die Transmutation von minoren Aktiniden zu erarbeiten und den Umgang mit der Flüssigsalztechnologie zu erproben. Dies erlaube es, in Zukunft einen Flüssigsalzreaktor im Normalmassstab zu bauen, der die Nutzung von minoren Aktiniden als Brennstoff ermögliche. Die Arbeiten werden im Rahmen des Projekts «Neue Materialien und Technologien» des Gesamtprogramms für die Entwicklung der Nuklearwissenschaft und -technologie (RTTN) durchgeführt.
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