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<h2>SubmittedText<h2><p>Die Ausschreibung des EFD für eine Stelle als "Leiter/in Kompetenzzentrum FAK-EAK" (16518) legt in Bezug auf die Sprachkenntnisse folgende Anforderungen fest: "Sie haben ausgezeichnete Deutschkenntnisse ... Sie beherrschen eine weitere Landessprache, vorzugsweise Französisch."</p><p>1. Welche Aufgaben dieser Funktion erfordern es, dass diese beiden Amtssprachen beherrscht werden müssen, nicht aber die dritte?</p><p>2. Warum sind "ausgezeichnete" Kenntnisse des Deutschen notwendig? Müsste ein Bewerber oder eine Bewerberin mit "guten" Kenntnissen abgelehnt werden?</p><p>3. Aufgrund welcher Aufgaben ist es gerechtfertigt, dass die zweite Amtssprache, die beherrscht werden muss, "vorzugsweise" Französisch sein soll?</p><p>4. In Ziffer 72 der Weisungen des Bundesrates zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung (Mehrsprachigkeitsweisungen, BBl 2003 1441) steht: "Für eine Kaderfunktion werden aktive Kenntnisse (Sprechen) in einer zweiten Amtssprache und wenn möglich passive Kenntnisse in der dritten Amtssprache vorausgesetzt." Warum werden diese Sprachkenntnisse in der Stellenausschreibung nicht verlangt?</p><p>5. Ist der Bundesrat der Auffassung, dass diese Stellenausschreibung im Einklang steht mit dem Sprachengesetz und dessen Umsetzungserlassen?</p><p>6. Gibt es in der Direktion der Verwaltungseinheit, die diese Stellenausschreibung veröffentlicht hat, eine Mehrsprachigkeitsbeauftragte oder einen Mehrsprachigkeitsbeauftragten, und wird sie oder er bei der Formulierung von Stellenausschreibungen zu Aspekten der Mehrsprachigkeit konsultiert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) nimmt die Förderung der Mehrsprachigkeit sehr ernst und ist bestrebt, die Anforderungen in Bezug auf die Vielfalt zu erfüllen.</p><p>Entsprechend sind auch für die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) mit Büros in Genf und in Bern eine angemessene Vertretung der Sprachgemeinschaften, die Förderung der Mehrsprachigkeit und die kulturelle Vielfalt von grosser Bedeutung.</p><p>1. Die besagte Stellenausschreibung der ZAS entspricht einer Teamleitungs- und damit einer Basiskaderfunktion gemäss Einreihung des Eidgenössischen Personalamtes (EPA) in Lohnklasse 21. Für diese Funktion werden Kenntnisse einer zweiten Amtssprache, die für die Ausübung der Funktion erforderlich sind, verlangt. Die Eidgenössische Ausgleichskasse (EAK), in der die Stelle zu besetzen war, befindet sich in Bern, und die Arbeitssprache ist Deutsch. Die meisten Arbeitgeber (Kunden), mit denen die EAK zusammenarbeitet, verkehren auf Deutsch (80 Prozent der Arbeitgeber haben ihren Sitz in der Region Bern). Ausgezeichnete Deutschkenntnisse sind deshalb eine Voraussetzung. Die Bearbeitung der Dossiers erfolgt somit im Wesentlichen auf Deutsch, gefolgt von Französisch. Italienisch macht nur einen geringen Anteil der bearbeiteten Dossiers aus.</p><p>2. Die ausgezeichneten Deutschkenntnisse sind erforderlich, da die Leiterin oder der Leiter des Kompetenzzentrums FAK-EAK in der Lage sein muss, Revisionsberichte und amtliche Mails zu verfassen und offizielle Informationen zur Veröffentlichung auf Deutsch bereitzustellen. Die Redaktion in deutscher Sprache ist eine Anforderung dieser Funktion, die eine Bewerberin oder ein Bewerber mit "guten" Deutschkenntnissen voraussichtlich nicht erfüllen könnte. Die Französischkenntnisse erleichtern die beruflichen Kontakte mit der ZAS in Genf, der die EAK angegliedert ist. In der Ausschreibung werden Kenntnisse einer zweiten Amtssprache, vorzugsweise Französisch, gefordert, was Italienisch nicht ausschliesst. Eine italienischsprachige Bewerberin oder ein italienischsprachiger Bewerber würde demnach selbstverständlich berücksichtigt, wenn sie oder er über die den Anforderungen der Stelle entsprechenden Kompetenzen verfügt. Nachfolgend ist die Sprachenvertretung in der ZAS im Vergleich zu den Soll-Werten des EPA für das Personalmanagement gemäss den Stossrichtungen in der Personalstrategie Bundesverwaltung 2011-2015 aufgeführt.</p><p>Sprachenanteile (Soll-Werte EPA):</p><p>Deutsch: 68,5-70,5 Prozent, Französisch: 21,5-23,5 Prozent, Italienisch: 6,5-8,5 Prozent, Romanisch: 0,5-1,0 Prozent.</p><p>Sprachenanteile in der ZAS (Stand 2013):</p><p>Deutsch: 31,5 Prozent, Französisch: 56,2 Prozent, Italienisch: 12,1 Prozent, Romanisch: 0,2 Prozent.</p><p>3. Der Kontakt mit den Arbeitgebern und die Dossierbearbeitung erfolgen hauptsächlich auf Deutsch, und die zweite Arbeitssprache ist Französisch.</p><p>4./5. Wie in Ziffer 1 erwähnt, handelt es sich bei der Stelle um eine Basiskaderfunktion. Nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a der Sprachenverordnung (SpV; SR 441.11) werden dafür lediglich Kenntnisse einer für die Ausübung der Funktion erforderlichen zweiten Amtssprache verlangt. Der Bundesrat erachtet die gesetzlichen Vorschriften deshalb als erfüllt.</p><p>6. Es gibt in der ZAS keine Mehrsprachigkeitsbeauftragte und keinen Mehrsprachigkeitsbeauftragten. Der Personaldienst der ZAS ist jedoch gehalten, die Mehrsprachigkeitsweisungen des Bundesrates sowie die Empfehlungen des EPA beim Formulieren der Inserate und bei der Stellenausschreibung zu erfüllen.</p>  Antwort des Bundesrates.