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Der nichtfinanzielle Nettokapitalstock misst den Stand der Anlagegüter, d.h. das nichtfinanzielle Vermögen einer Volkswirtschaft. Er repräsentiert einen Indikator für das Realkapital und somit für einen Teil des ökonomischen Kapitals, das als Faktor für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen eine wichtige Grundlage für die Schaffung von materieller Wohlfahrt bildet. Das ökonomische Kapital wird durch Investitionen erneuert bzw. erweitert.
Tabellen
Methodologie
Der Nettokapitalstock entspricht dem Wiederbeschaffungswert für alle Anlagegüter, die in den Produktionsprozess eingehen. Der Ausdruck „Wiederbeschaffungswert“ bedeutet, dass alle Anlagegüter gemäss dem Preis während eines bestimmten Referenzjahres evaluiert werden. Damit wird der Wert des Bestandes der Anlagegüter ermittelt, unter Annahme der Tatsache, dass alle Aktiva im Laufe des Referenzjahres im Neuzustand erworben wurden. Für die Schweiz ist 2010 das Referenzjahr. Im Wirtschaftsjargon spricht man von der Methode des „konstanten Wiederbeschaffungswertes" oder der Methode „zu konstanten Preisen“.
Der Nettokapitalstock kann auf verschiedene Arten bestimmt werden. Am häufigsten wird die Perpetual-Inventory-Methode (auch Kumulationsmethode genannt) angewandt. Dabei werden die in der Vergangenheit in der Schweiz für Bau und Ausrüstung getätigten Ausgaben (in der VGR-Terminologie: die Bruttoanlageinvestitionen, BAI) kumuliert und der Wert der Anlagegüter, deren Lebensdauer abgelaufen ist, davon abgezogen. Diese Methode hat den Vorteil, dass keine Schätzung des Kapitalstocks zu einem bestimmten Zeitpunkt vorliegen muss.
Definitionen
Definition des Indikators
Der Nettokapitalstock entspricht dem Wiederbeschaffungswert für alle Anlagegüter, die in den Produktionsprozess eingehen. In der Schweiz umfassen diese Anlagegüter die Hochbauten, die Tiefbauten, die Maschinen und Ausrüstungsgüter, die Nutztiere und Nutzpflanzung, die Forschung und Entwicklung und die Computerprogramme.
Publikationen
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