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Diese sollen die unbehinderte Entwicklung der Medikamente von Actelion auf dem Gebiet von Schlafstörungen sicherstellen, teilte die Kommission am Freitag mit. Beide Unternehmen würden derzeit Mittel gegen Schlafstörungen entwickeln. Sollte eines der Programme nach der Fusion beendet werden, gäbe es hier unzureichenden Wettbewerb, schreibt die Behörde.
Hier soll das Actelion-Programm in die neue Tochter Idorsia verlagert werden, an der J&J einen Anteil von maximal 32% halten sollte. Um die Wettbewerbsbedenken der Behörde auszuräumen, darf J&J die strategischen Entscheidungen bei Idorsia nicht beeinflussen und der Anteil soll auf 10% beschränkt werden. Er darf auf 16% steigen, falls der US-Konzern nicht der grösste Anteilseigner ist. Auch die Entsendung eines Kandidaten in den Verwaltungsrat ist untersagt.
Um die Anreize bei den eigenen Medikamenten bei Schafstörungen zu erhöhen, sollen ausserdem dem Entwicklungspartner Minerva weitreichende Entwicklungs- und Vermarktungsrechte eingeräumt werden.
In Bezug auf die Überschneidungen bei Medikamenten für Multiple Sklerose (MS) hat die Kommission keine Bedenken, da die zu J&J gehörenden Biogen-Medikamente in einer Reihe von zentral- und osteuropäischen Ländern vertrieben werden. Die Actelion-Medikamente würden in einem anderen Rahmen vertrieben, wie es weiter heisst.
Wichtige Hürde
Damit nimmt die 30 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Schweizer Biotechfirma eine wichtige Hürde. J&J hatte im Verlauf der Prüfung bereits Zugeständnisse angeboten. Die Wettbewerbsbehörde hatte ihre Frist für die Prüfung des Deals bis zum kommenden Montag 12. Juni verlängert, von zuvor 24. Mai.
J&J will die Übernahme bis Mitte Jahr über die Bühne bringen. Die Actelion-Aktionäre haben der Übernahme bereits ihren Segen geben: Anfang April hatten sie an der Generalversammlung den Weg für die Übernahme frei gemacht.
Bei der Übernahme soll das forschungs- und frühklinischen Produktkandidatengeschäft von Actelion in die neugegründete Firma Idorsia abgespalten werden. Deren Aktien werden den Actelion-Aktionären als Dividende verteilt, wobei die Kotierung am Tag des Vollzugs der Actelion-Übernahme stattfinden soll. Die bisherigen Anteilseigner hatten dem US-Konzern 92,6% des Aktienkapitals von Actelion angedient.
Bei der Transaktion handelt es sich um die grösste Pharma-Übernahme in Europa seit 13 Jahren. Die Pharmabranche hatte in jüngster Zeit mit zahlreichen Milliarden-Deals für Schlagzeilen gesorgt.
(AWP)