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Der Volksbund Wasserschloss war eine relativ unbekannte Kameradschaft aus dem Kanton Aargau. Die nach eigenen Angaben 2008 von «kulturbewussten Nationalisten» gegründete Organisation trat kaum in der Öffentlichkeit auf, organisierte aber in unregelmässigen Abständen interne Bildungsveranstaltungen. Als Vertreter eines «nationalen Sozialismus» reichten ihre Themen von der Vorstellung der abstrusen, völkischen «Heimatbewegung» bis hin zu einem Filmnachmittag über die «Verbrechen an deutschen Soldaten und Zivilisten» nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Website war auf einen gewissen Tobias Ernst aus Koblenz registriert, ein unbeschriebenes Blatt in der nationalistischen Szene der Schweiz. Trotzdem schien die Kameradschaft mit rechtsextremen Kräften aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland gut vernetzt zu sein. So fanden sich nebst ihren eigenen Veranstaltungshinweisen auch ein Bericht über die Teilnahme am rechtsextremen Gedenkmarsch in Dresden und eine Rede von PNOS-Mitglied Pascal Trost am von der NPD organisierten Fest der Völker 2009 auf ihrer Website.
Ob der Volksbund Wasserschloss zum heutigen Zeitpunkt noch existiert, darf zu Recht bezweifelt werden, da sie sich nach einer Veranstaltung mit der Europäischen Aktion im August 2011 gemäss eigenen Angaben derselben angeschlossen haben. Mittlerweile ist mit ihrer Internetpräsenz auch der letzte Anhaltspunkt auf ihre Existenz von der Bildfläche verschwunden.