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«Mit den Menschenrechten ist es eine komische Sache, ähnlich wie bei den zehn Geboten meint jeder zu wissen was drinsteht. Soll er sie aber zitieren, kommt er zu seiner eigenen Überraschung nicht über die ersten Artikel hinaus. Naja, das mit der Würde. Dann Gleichheit, Leben, Freiheit, vielleicht noch Sklaverei und Folterverbot. Danach, seien wir ehrlich, wird es dünn. Aber die Menschenrechte sind ein ganz besonderer Text. Sie sind eine Botschaft, die die Menschheit an sich selbst geschrieben hat.» - Julie Zeh
Auslöser für die tanzkünstlerische Auseinandersetzung von Karin Hermes mit den Menschenrechten waren die Anschläge in Paris im 2016 und das wachsende Bewusstsein, dass unser Handeln immer (auch) politisch ist. In der mehrjährigen künstlerischen Recherche sind Bezüge zu „Danse is a weapon“, der Tanz ist eine Waffe. Jean Weidt und die New Dance Groupe in New York kämpften unter diesem Slogan in den 1930er Jahren gegen soziale Ungerechtigkeiten. 2008 kuratierte das Centre National de la danse in Paris Produktionen, Konferenzen und Ausstellung zu diesem Thema. Karin Hermes wurde mit ihrem professionellen Ensemble hermesdance zu einer Koproduktion eingeladen und kreierte „Betwixt and Between“, 1. Teil der Trilogie über den Dialog zwischen dem Ich und dem Du.