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Ziele Das Hauptziel des Projektes besteht darin, Art und Ausmass der Scheidungsfolgen für Frauen wie für Männer anhand einer breit abgestützten und systematischen Analyse abzuschätzen. Dadurch werden Grundlagen für eine Beurteilung geschaffen, inwiefern es dem heutigen staatlichen Sicherungssystem gelungen ist, die Folgen der Scheidung und Ungleichheiten zu Lasten geschiedener Frauen zu verringern. Davon ausgehend werden die existierenden sozialpolitischen Instrumente bewertet und Empfehlungen bezüglich zukünftiger Massnahmen formuliert.
Methodisches Vorgehen Neben quantitativen Auswertungen der Administrativdaten, zu den betreffend Scheidungsfolgen relevanten Sozialleistungen im Quer- und Längsschnitt, werden Sekundäranalysen von repräsentativen Surveys der öffentlichen Statistik durchgeführt. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden mittels Experteninterviews mit Schlüsselpersonen aus Politik, Recht und Sozialleistungssystem, Einschätzungen zu den aktuellen Problemstellungen und möglichen Lösungsansätzen eingeholt.
Bedeutung Das Projekt greift eine gesellschaftlich und politisch relevante Fragestellungen auf. Anhand einer gezielten Berücksichtigung der wichtigsten Sozialversicherungs- und Bedarfsleistungen wird ein umfassendes Bild der Auswirkungen von Scheidungen erarbeitet, welches eine nach Geschlecht differenzierte Bewertungen des bestehenden sozialen Sicherungssystems ermöglicht. Das Projekt nimmt eine systematische Bewertung des rechtlichen und institutionellen Kontextes im Zusammenhang mit Scheidung vor und untersucht die betreffenden geschlechtsspezifischen Unterschiede.