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Hydrologie: Die Entlen trägt diesen Namen ab der Einmündung der Kleinen Entle in die Grosse Entle. Die Grosse Entle entspringt bei Wasserfallenegg, ist 18 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 66 km². Bei der Mündung in die kleine Emme bei Entlebuch führt sie 2.6 m³ Wasser pro Sekunde. Ihr mit viel Geröll erfülltes Flussbett ist aber so gross, weil der Fluss bei Hochwasser ganz beträchtlich anschwellen kann.
Urkundlich überlieferte Namen: Entlen 1433, Ändtlen 1584, Entlen 1591, für den Ort Entlebuch sind Endtlibuoch 1139, Entilinbuoch 1157, Entilibouch 1184, Entilibuoch 1189 bekannt.
Namensentwicklung: *Antila, *Andila
Etymologie: Der Name der Entlen ist nicht eindeutig geklärt. Das GLS, 1904 vermutet in Bd. 2 auf Seite 33, der Fluss habe seinen Namen von einem Anwohner namens Entil erhalten. Zu einer Zeit als die Schweiz noch sehr dünn besiedelt war, wurden kleinere Flüsse tatsächlich auch nach Personen benannt (Gatschet, 1865/67). Der Ortsname Entlebuch wird gedeutet als 'beim Buchenwald an der Entlen gelegen'. Daraus lässt sich schliessen, dass sich alle dortigen geografischen Entle-Begriffe auf den Flussnamen zurückführen lassen. Er war also zuerst da. Da die Entle ein Wildwasser und damit für Enten ein nicht geeignetes Gewässer war, hat sie ihren Namen kaum von diesen Vögeln bekommen. Infrage käme daher auch eine frühe Namensform in der Art von *Antila, *Andala, denn so böte sich die Möglichkeit, den Flussnamen auf eine frühere römische oder gar auf die keltische Stufe zu setzen.
Flussnamentyp: Er gehört zum Typ der keltischen *an-/*en-Namen.