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Detailliertere Informationen zu den Voraussetzungen
Wenn Sie folgende Fragen mit «Ja» beantworten können, sollten wir unbedingt miteinander ins Gespräch kommen!
- Haben Sie einen natürlichen Altersabstand zum Pflegekind?
Wir achten bei Langzeitplatzierungen darauf, dass der Altersunterschied zwischen dem jüngeren Pflegeelternteil und dem Kind maximal 45 Jahre beträgt.
- Wohnen Sie in der Nähe von Zürich?
Espoir hat seinen Sitz in der Stadt Zürich und betreut Pflegefamilien im Kanton Zürich sowie den umliegenden Kantonen. Ihr Wohnort muss innerhalb von 90 Minuten vom Hauptbahnhof Zürich erreichbar sein.
- Leben Sie in stabilen Familienverhältnissen?
Wenn Sie ein Pflegekind aufnehmen möchten, müssen Sie nicht verheiratet sein. Auch Alleinstehende, unverheiratete oder gleichgeschlechtliche Paare können ein Pflegekind aufnehmen. Eine Partnerschaft muss stabil sein, am besten schon einige «Stürme» überstanden haben.
Eigene Kinder sind von Vorteil, aber nicht zwingend. Espoir platziert maximal zwei Pflegekinder in eine Pflegefamilie. Insgesamt dürfen nicht mehr als fünf zu betreuende Kinder oder Jugendliche (inkl. eigener Kinder) in einer Pflegefamilie leben. Die Familienplanung muss abgeschlossen sein. Falls Sie Kinder haben, muss das Pflegekind mindestens ein Jahr jünger als das jüngste leibliche Kind sein. Pflegeeltern von Espoir nehmen keine weiteren Pflegekinder über andere Organisationen oder direkt auf.
Der Entscheid für ein Pflegekind muss von der ganzen Familie mitgetragen werden.
- Verfügen Sie über genügend Platz in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus?
Da Kinder zum Spielen und Lernen Platz brauchen, benötigen Sie entsprechenden Wohnraum. Das bedeutet nicht, dass von Anfang an für jedes Kind ein eigenes Zimmer vorhanden sein muss. Teenager benötigen aber einen privaten Rückzugsort.
- Sind Ihre finanziellen Verhältnisse stabil und gesichert?
Sie leben in gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen und sind mit Ihrem Einkommen unabhängig von den Leistungen , die Sie für das Pflegekind erhalten. Für Ihre Arbeit als Pflegeeltern erhalten Sie monatlich eine Entschädigung für Ihre Erziehungsarbeit mit den entsprechenden Sozialleistungen und einen Beitrag für Kost und Logis des Pflegekindes.
- Verfügen Sie über einen einwandfreien Leumund?
Ihr Privatauszug aus dem Strafregister darf keine Einträge enthalten, die auf eine fehlende Eignung für die Aufgabe schliessen lassen.
- Sind Sie gesund und belastbar?
Sie müssen körperlich und seelisch belastbar sein; Krankheiten sollten nicht Ihren Alltag bestimmen.
- Können Sie sich für ein Pflegekind Zeit nehmen und ihm Aufmerksamkeit schenken?
Pflegekinder brauchen Zeit und Aufmerksamkeit. Die ersten zwei Jahre nach Aufnahme eines Kindes sollten beide Elternteile zusammen nicht mehr als 100% ausser Haus tätig sein. Ab dem dritten Jahr sollten bei Kleinkindern beide Elternteile zusammen nicht mehr als 120% und bei Jugendlichen nicht mehr als 140% ausser Haus tätig sein. Unabhängig vom Alter hat jedoch der jeweilige Entwicklungsstand des Kindes absolute Priorität und ist ausschlaggebend für das ausserhäusliche Arbeitspensum der Eltern.
- Haben Sie Freude am Zusammenleben mit Kindern?
Wichtig ist, dass Sie Freude am Zusammenleben mit Kindern haben und sich auf ein Kind mit seiner ganz speziellen Lebensgeschichte einlassen wollen. Dazu gehört auch, es entsprechend seinem Bedarf zu unterstützen und zu fördern. Dafür ist es wichtig, dass Sie über Erfahrungen mit Kindern und/oder Jugendlichen verfügen.
- Sind Sie emphatisch?
Sie können sich in die Situation eines Kindes einfühlen, das befristet oder auf Dauer von seinen Eltern getrennt leben soll. Sie sind bereit, die Beziehung zwischen Ihrem Pflegekind und seinen Eltern aufrechtzuerhalten, wenn dies für die Entwicklung Ihres Pflegekindes förderlich ist.
- Sie sind bereit, ihr Familienleben ein Stück weit offen zu legen?
Offenheit und Kooperationsbereitschaft sind wichtige Eigenschaften von Pflegeeltern. Sie übernehmen als Pflegeeltern eine gesellschaftliche Aufgabe und erhalten dadurch mehrere Ansprechpersonen: Beistände, Mitarbeitende von Espoir, Pflegekinder-Aufsicht etc. Bei Konflikten ist es wichtig, Beratung oder Supervision bei Espoir einzufordern.
- Möchten Sie sich weiterbilden?
Nach der Aufnahme des Pflegekindes besuchen Sie den auf 2½ Jahre verteilten 30-tägigen Lehrgang für Pflegeeltern, der von der Schule für Sozialbegleitung in Zusammenarbeit mit verschiedenen Platzierungsorganisationen angeboten wird. Diese Ausbildung wird von Espoir finanziert. Espoir führt zusätzlich jährlich eine interne Weiterbildung für alle Pflegeeltern durch. Zudem steht Ihnen das Kursangebot von Pflege- und Adoptivkinder Schweiz zur Verfügung und Sie erhalten das Abo der Zeitschrift Netz, Zeitschrift Pflege- und Adoptivkinder Schweiz.
- Sind Sie tolerant gegenüber Andersdenkenden?
Sie begegnen Menschen mit anderen Lebensentwürfen respektvoll und offen. Dazu gehört auch der Respekt gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen. Zum Beispiel darf kein Pflegekind gezwungen werden, an religiösen Anlässen teilzunehmen.