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Das bisherige Gewinnziel von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro für 2017 sei nicht zu halten, wie die Munich Re am Donnerstag mitteilte. Der neue Konzernchef Joachim Wenning rechnet für das Gesamtjahr mit einem kleinen Gewinn und für das dritte Quartal mit einem Verlust von 1,4 Milliarden Euro.
Grund dafür sind neben den Wirbelstürmen weitere Katastrophen wie die Erdbeben in Mexiko. Insgesamt summieren sich die Grossschäden bei den Münchnern im dritten Quartal auf 3,2 Milliarden Euro.
Auch der Schweizer Rückversicherer Swiss Re vermeldete letzte Woche die höchsten Naturkatastrophenschäden seit über einem Jahrzehnt. Swiss Re rechnete für das dritte Quartal mit Gesamtkosten von rund 3,6 Milliarden Dollar.
Zum Vergleich: Hurrikan Sandy im Jahr 2012 kostete die Swiss Re rund 900 Millionen Dollar. Ähnlich teuer war bisher nur das Jahr 2011, als das Schweizer Traditionsunternehmen wegen Erdbeben in Neuseeland und Japan insgesamt Naturkatastrophenschäden von 3,5 Milliarden Dollar bezahlen musste.
Ob die Swiss Re im Gesamtjahr nun rote Zahlen schreiben wird, bleibt offen. Der Konzern will sich am 2. November anlässlich der 9-Monats-Ergebnisse detailliert dazu äussern. Im ersten Halbjahr 2017 hatte der Rückversicherer einen Gewinn von 1,2 Milliarden Franken erzielt.
Die noch bis im November laufende Hurrikan-Saison zählt in den USA bereits jetzt zu den verheerendsten seit es Aufzeichnungen dazu gibt. Ab Ende August überschlugen sich die Ereignisse in der Karibik und im Südosten der USA.
Am 25. August traf "Harvey" auf die texanische Küste, wobei die massiven Niederschläge vor allem in der Region Houston zu schweren Überschwemmungen geführt hatten. Hurrikan "Irma" traf am 10. September in Florida auf Land. Die Karibik wurde nach "Irma" noch von Hurrikan "Maria" heimgesucht. Zahlreiche Menschen kamen bei den Wirbelstürmen ums Leben.
(SDA)