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Begriffe aus der Landwirtschaft, die für Laien bestenfalls witzig, aber mit Sicherheit nicht bedrohlich wirken, sorgen bei Fachleuten für hoch emotionale Debatten. So auch der Rapsstängelrüssler. Dass sein Name ein Zungenbrecher ist, ist noch das kleinste Problem an diesem unbeliebten Tier.
«Ihn zu finden, ist nicht so einfach, da das Tier sehr scheu ist und sich sofort von der Pflanze auf den Boden fallen lässt, wenn es sich gestört fühlt.»
Ihn zu finden, ist nicht so einfach, da das Tier sehr scheu ist und sich sofort von der Pflanze auf den Boden fallen lässt, wenn es sich gestört fühlt. Der Schaden, den der Rapsstängelrüssler anrichtet, wird so auch nicht an seiner Anzahl, sondern an der Menge der Einstiche in einer Pflanze gemessen. Die Behandlung ist dann erlaubt, wenn die Schadschwelle erreicht ist, die sich daran orientiert, ob 10 bis 20 Prozent der Pflanzen mit Einstichen bei Stängelhöhe von 1 bis 5 Zentimetern oder 40 bis 60 Prozent der Pflanzen bei einer Stängelhöhe von 5 bis 20 Zentimetern betroffen sind. Werden diese Voraussetzungen erfüllt, kommt in der konventionellen Landwirtschaft ein Pflanzenschutzmittel zur Anwendung. Im Biolandbau ist der Einsatz synthetischer Insektizide verboten. Unter anderem deshalb gibt es in der Schweiz nicht viel Rapsöl in Bioqualität. Nebst der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist allerdings das Auftreten von natürlichen Gegenspielern des Rapsstängelrüsslers von grosser Bedeutung.