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Die Spanische Treppe zählt mittlerweile zu einer der bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten
in ganz Rom. Der Name hat allerdings nichts mit Spanien zu tun, sondern entstand dadurch, dass sich
die wohl berühmteste Freitreppe an der Piazza di Spagna, der früheren spanischen Botschaft in Italien,
befindet. Entworfen wurde die Spanische Treppe durch den italienischen Architekten Francesco de' Sanctis
im Jahre 1725.
Architektonisch gesehen ist die Spanische Treppe ein Meisterwerk. Mit 138 Stufen führt sie von der
Piazza di Spagna zu einer weiteren Sehenswürdigkeit, der berühmten Kirche Trinita dei Monti. Die Piazza
di Spagna stellt heutzutage einen der wichtigsten Treffpunkte für Einheimische und Touristen dar. Von
hier aus gelangt man zu einer luxuriösen Einkaufsmeile, in der bekannte Designer wie beispielsweise Gucci,
für jeden Wunsch offen sind. Ausserdem ist die Spanische Treppe oft der Schauplatz von Ausstellungen und
verschiedenen Veranstaltungen. So findet hier jedes Jahr im Frühling eine Blumenausstellung statt.
Der Bau der Spanischen Treppe hat sich über mehrere Jahre hingezogen. Schuld daran war vor allem der
Interessenkonflikt zwischen dem französischen Königshaus und dem Vatikan. Ursprünglich entstand die Freitreppe,
um einen feierlichen Aufstieg zur Kirche Trinita dei Monti, die durch den französischen König Ludwig XII.
finanziert worden war, zu ermöglichen. Geplant war, mit der Spanischen Treppe ein französisches Denkmal mitten
in Rom zu schaffen. Doch der Papst war damit nicht einverstanden und so zögerte sich der Bau hinaus. Letztendlich
schaffte es aber Papst Benedikt XIII., dass die Treppe im römischen Stil gebaut wurde. Um auch den französischen
König zufriedenzustellen, erhielt dieser eine Gedenktafel.
Vor der Treppe, auf der Piazza di Spagna befindet sich die in den Jahren 1628 und 1629 errichtete Fontana della
Barcaccia. Erbaut wurde der Brunnen von Pietro Bernini. Einer Legende nach soll während einer Überschwemmung
des Flusses Tiber ein Kahn im Jahre 1598 hierher geschwemmt worden sein. Nach dem Zurückweichen des Wassers blieb
er auf der Piazza di Spagna liegen. Dies hat Bernini dazu inspiriert, den Brunnen in der Form eines Kahnes zu
bauen.
Von 1995 bis 1996 begann man damit, die Spanische Treppe zu restaurieren. Da diese Sehenswürdigkeit den
Römern heilig ist, war es ab sofort verboten, hier zu essen. Wer die Spanische Treppe gesehen hat, wird
verstehen, warum man hier so viel Wert auf Sauberkeit gelegt. Bei einem Besuch in Rom bietet es sich an,
die neben der Spanischen Treppe gelegenen weiteren Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Oberhalb befindet sich
die Kirche Trinita dei Monti, direkt daneben das Keats-Shelley-Museum, und links davon findet man
Babington's Tea Room.