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INFO Coronavirus
News
Der Kanton Wallis beschliesst, seine Spitäler und Kliniken wieder für Besucherinnen und Besucher zu öffnen 29.05.2020
Der Kanton Wallis kündigt die Wiedereröffnung seiner Spitäler und Kliniken für Besucher und Besucherinnen an. Der Staatsrat vertrat mit Beschluss vom 27. Mai die Auffassung, dass die recht günstige Entwicklung der sanitären Situation eine Aufhebung des Besuchsverbots für die Spitäler und Kliniken ermöglicht.
Die Spitäler und Kliniken müssen die aktualisierten Empfehlungen des BAG und von Swissnoso einhalten. Weiter müssen sie ein Konzept ausarbeiten, das Besuche in ihrer Einrichtung regelt.
Jede Einrichtung wird das Datum festlegen müssen, an dem sie eine Wiedereröffnung für Besucherinnen und Besucher unter Einhaltung der entsprechenden Bedingungen für möglich hält.
Wiederaufnahme der Unterschriftensammlung zur Unterstützung von Initiativen und Referenden am 1. Juni 20.05.2020
Der Bundesrat hat den Kantonen bestätigt, dass es ab 1. Juni wieder möglich sein wird, Unterschriften für Volksinitiativen und fakultative Referenden auf Bundesebene zu sammeln. Ein Schutzkonzept für Initiativ- und Referendumskommissionen wird von der Bundeskanzlei erarbeitet.
Auf kantonaler Ebene hatte der Staat Wallis seine Praxis mit der des Bundes harmonisiert, indem er die Fristen für die Einreichung von Unterschriftenlisten zur Unterstützung von Volksinitiativen und laufenden Referenden auf kantonaler Ebene bis zum 31. Mai ausgesetzt hat, indem er auch die Referendumsfristen für die letzten veröffentlichten Erlasse im Falle der Ankündigung einer Unterschriftensammlung in der Staatskanzlei bis zu diesem Datum sistiert hat und indem er jede Unterschriftensammlung während der Aussetzung der Fristen verboten hat.
Wie auf Bundesebene kann auch auf kantonaler Ebene die Unterschriftensammlung für Initiativen und Referenden ab dem 1. Juni wiederaufgenommen werden und die Referendumsfristen laufen ab diesem Datum wieder. Der Schutzplan, der derzeit von der Bundeskanzlei vorbereitet wird, muss von den Kommissionen, die die Unterschriftensammlung organisieren, umgesetzt werden.
Aktuelle Situation im Kanton Wallis
29.05.2020: Derzeit gibt es 1943 bestätigte Fälle von Coronavirus-Infektionen im Kanton. Insgesamt hat das Virus bisher den Tod von 151 Personen im Wallis verursacht. Eine Übersicht über die epidemiologische Lage im Wallis ist hier verfügbar. Die Zahlen werden von Montag bis Freitag aktualisiert. Aufgrund des Pfingstmontags wird es am 1. Juni 2020 keine Veröffentlichung geben.
Strategie zur Bekämpfung der COVID-19 Epidemie
Schrittweise Lockerung
Der Bundesrat hat per 27. April und 11. Mai 2020 bereits Lockerungen der Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor COVID-19 beschlossen. Diese beiden Lockerungsschritte hatten keinen Anstieg der epidemiologischen Indikatoren zur Folge. Die Zahl der Neuinfektionen ist seit ein paar Wochen auf tiefem Niveau stabil, ebenso die Zahl der Hospitalisationen und der Todesfälle.
Der Bundesrat lockert deshalb die verbliebenen Einschränkungen per 30. Mai und 6. Juni 2020 weitgehend. Bedingung ist, dass für alle Einrichtungen und Veranstaltungen Schutzkonzepte vorhanden sind. Die Hygiene- und Abstandsregeln müssen weiterhin eingehalten werden. Können die Distanzregeln nicht eingehalten werden, muss die Nachverfolgung enger Personenkontakte (Contact Tracing) sichergestellt sein, etwa mit Präsenzlisten.
Die detaillierten Angaben zu den Massnahmen gegenüber der Bevölkerung, Organisationen und Institutionen können jederzeit auf der Internetseite des Bundesamtes für Gesundheit eingesehen werden.
EINDÄMMUNG DER EPIDEMIE
Um ein Wiederaufflammen der Epidemie zu verhindern, ist es wichtig, die Übertragungskette des Virus so schnell wie möglich blockieren zu können.
Testing und Isolation
Sämtliche Personen, die Symptome von COVID-19 aufweisen, werden aufgefordert, sich umgehend testen zu lassen. Je nach Ergebnis der Selbsteinschätzung auf www.coronacheck.ch oder mit der EchoSOS-Applikation sollte im Anschluss den Arzt oder die kantonale Hotline (058 433 0 144, 8.00 Uhr - 12.00 Uhr) kontaktiert werden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Der Screening-Abstrich wird in einer Arztpraxis oder in den Notfällen der Spitäler in Martinach, Sitten und Visp gemacht. Bei Fällen ohne ausgeprägte Symptome wird der Abstrich ohne ärztliche Beratung entnommen. Personen, die positiv auf COVID-19 getestet werden, werden zu Hause für mindestens 10 Tage und 48 Stunden nach dem Verschwinden der Symptome isoliert.
Rückverfolgung der Kontakte und Quarantäne
Eine Untersuchung des Umfeldes wird durchgeführt, um Personen zu identifizieren, die in engem Kontakt mit einem positiven COVID-19-Fall standen. Personen, die im gleichen Haushalt wie der bestätigte Fall leben, und Personen, die während der Ansteckungszeit, d.h. von 48 Stunden vor dem Auftreten der Symptome bis 10 Tage nach dem Auftreten der Symptome, engen Kontakt mit dem bestätigten Fall hatten (weniger als 2 Meter für mindestens 15 Minuten ohne Schutzmassnahmen).
Die Kontakte werden für 10 Tage unter Quarantäne gestellt. Sie werden regelmässig von der kantonalen Stelle kontaktiert, um ihren Gesundheitszustand zu beurteilen und die Einhaltung der Quarantänemassnahmen zu überwachen.
Serologische Tests
Auf dem Markt erhältliche serologische Tests können Antikörper nachweisen, die vom Immunsystem als Reaktion auf COVID-19 entwickelt wurden. Gegenwärtig ist nicht bekannt, wie schützend die Antikörper sind und für wie lange. Eine positive Serologie erlaubt es daher nicht, sich geschützt zu fühlen und hygienische und sozial distanzierende Maßnahmen zu unterbrechen. Daher werden sie nicht empfohlen.
HABEN SIE EIN GESUNDHEITLICHES PROBLEM?
Abstand halten.
Empfehlung: Maske tragen, wenn Abstandhalten nicht möglich ist.
Falls möglich weiter im Homeoffice arbeiten.
Gründlich Hände waschen.
Händeschütteln vermeiden.
In Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen.
Bei Symptomen zuhause bleiben.
Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation.
- Prüfen Sie auf www.coronacheck.ch (wählen Sie deutsch oben rechts), ob Ihr Gesundheitszustand eine ärztliche Konsultation erfordert.
- Falls eine medizinische Konsultation erforderlich ist :
- Erstellung einer Liste Ihrer Medikamente
- Kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt, ein Arzt aus Ihrer Region (search.ch) oder die Hotline.
- Der Arzt wird Ihnen sagen, was Sie tun müssen und, falls notwendig, wo und wann Sie sich für weitere Untersuchung richten müssen. Befolgen Sie die Anweisungen des Arztes genauestens.
- Wenn Sie zu einer Konsultation gehen müssen, nehmen Sie:
- die Liste Ihrer Medikame
- Ihre Versicherungskarte
- die von Ihrem Arzt übermittelten Informationen mit.
- Fahren Sie wenn möglich mit dem Auto zum besagten Ort.
Auf Platz werden Sie vom Personal betreut.
- Sie werden von den Ärzten und dem Gesundheitspersonal betreut, die Ihnen Anweisungen für das weitere Vorgehen geben werden.
FÜR ALLE ANDEREN GESUNDHEITLICHEN PROBLEME
- Wenden Sie sich telefonisch an Ihren Arzt. Warten Sie nicht darauf, dass sich Ihr Zustand verschlechtert.
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Husten und/oder Fieber haben, auch wenn dies nicht der Hauptgrund für Ihren Anruf ist.
- Wenn Sie Medikamente einnehmen, bereiten Sie die Liste vor, bevor Sie den Arzt anrufen, damit Sie ihn/sie informieren können.
- Sie keinen Hausarzt haben, rufen Sie einen anderen Arzt in Ihrer Nähe an (search.ch).
Neue Lockerungen, aktueller Stand
Das Versammlungsverbot im öffentlichen Raum, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen wird gelockert: Die Obergrenze wird per 30. Mai 2020 von bisher fünf auf 30 Personen erhöht. Ab dem 6. Juni sind private und öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen wieder erlaubt. Diese Massnahme ermöglicht eine Öffnung der Unterhaltungsinfrastrukturen und damit die Animation der Sommersaison. Kleinere und mittlere Events sowie Ferienlager können somit stattfinden, sofern die vom BAG empfohlenen Schutzmassnahmen eingehalten werden. Auch Alpaufzüge sind möglich, wenn nicht mehr als 300 Personen unter Einhaltung der angekündigten Regeln daran teilnehmen und ein Schutzplan vorhanden ist.
Le 6 juin, les remontées mécaniques, les campings et les attractions touristiques telles que pistes de luges d’été ou parcs d’accrobranche pourront rouvrir. Les règles d’hygiène et de distance des transports publics s’appliquent aux remontées mécaniques. Tous les établissements de divertissement et de loisirs tels que casinos, parcs de loisirs, zoos et jardins botaniques peuvent à nouveau accueillir du monde, tout comme les piscines et les centres de bien-être.
Seit dem 11. Mai 2020 wurde der Unterricht für die obligatorische Schule stufenweise wieder aufgenommen (Medienmitteilung). Die Schülerinnen und Schüler der Zyklen 1 (1H-4H) und 2 (5H-8H) haben in der Woche vom 11. Mai in kleineren Gruppen (Halbklassen) und abwechslungsweise am Unterricht teilgenommen. Seit dem 18. Mai findet der Unterricht in normaler Form (ganze Klasse und normale Schulzeiten) statt. Für die Schülerinnen und Schülern des Zyklus 3 (Orientierungsschule), wird der Präsenzunterricht bis zum Schuljahresende in alternierenden Halbklassen fortgesetzt.t.
Die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in den Mittel- und Berufsfachschulen wurde unter Einhaltung der BAG-Vorschriften auf den 8. Juni 2020 bestätigt. Der Unterricht in den Mittelfachschulen wird ebenfalls in alternierenden Halbklassen aufgenommen während die Berufskurse in jeder Berufsfachschule spezifisch organisiert werden. Die Lernenden werden diesbezüglich direkt von der Schulleitung informiert. Die Modalitäten der Wiederaufnahme basieren auf den während der Teil-Wiederaufnahme gemachten Erfahrungen, die sowohl für die obligatorische Schule wie auch für die überbetrieblichen Kurse positiv ausfielen. Die detaillierte Organisation und die Schutzpläne werden so bald als möglich von den Schuldirektionen kommuniziert.
Ab 6. Juni 2020 ist der Trainingsbetrieb für alle Sportarten ohne Einschränkung der Gruppengrösse wieder erlaubt. Dies gilt auch für Sportaktivitäten, in denen es zu engem Körperkontakt kommt. In diesen Sportarten müssen die Trainings aber in beständigen Teams stattfinden und Präsenzlisten geführt werden.
Ab dem 6. Juni sind private und öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen erlaubt. Die Sportwettkämpfe können daher gemäß den angekündigten Regeln wieder aufgenommen werden. Wettkämpfe in Sportarten mit ständigem, engem Körperkontakt, wie Schwingen, Judo, Boxen oder Paartanz sind voraussichtlich bis am 6. Juli 2020 untersagt.
Die maximale Personenzahl pro Tisch in Restaurants und Bars wird ab dem 6. Juni abgeschafft. Die Konsumenten müssen nach wie vor am Tisch sitzen, und die Betriebe müssen die Möglichkeit der Rückverfolgung von Kontakten gewährleisten, indem sie die Daten eines Kunden pro Tisch für jede Gruppe von mehr als vier Personen erfassen.
Ab 28. Mai 2020 sind Zeremonien und Feiern aller Konfessionen vorbehaltlich der Einhaltung der geltenden allgemeinen Empfehlungen und eines Schutzplans erlaubt.
Politische Rechte
Ab dem 6. Juni 2020 können die Gemeinden Ur- (oder Burger-)versammlungen durchführen, sofern diese nicht mehr als 300 Personen aufweisen.
Es obliegt dem Gemeinde- bzw. Burgerrat – aufgrund seiner Erfahrung – zu entscheiden, ob die Zahl von 300 eingehalten werden kann, bevor er die Ur- (oder Burger-)versammlung einberuft.
Finden sich mehr als 300 Personen zu einer ordnungsgemäss einberufenen Ur- oder Burgerversammlung ein, darf diese nicht stattfinden und muss verschoben werden.
Zur Erinnerung: Die Urversammlungen müssen mindestens 20 Tage vor dem Sitzungsdatum durch öffentlichen Anschlag einberufen werden (Art. 9 Abs. 1 GemG).
Es wird darauf hingewiesen, dass im Falle einer Ur- oder Burgerversammlung der Gemeinde- bzw. Burgerrat ein Schutzkonzept gemäss Art. 6 Abs. 3 lit. a der Verordnung 2 COVID-19 erarbeitet und umgesetzt werden muss. Dieses muss gewährleisten, dass das Übertragungsrisiko für die Teilnehmer minimiert wird (Art. 6d Abs. 1 Verordnung 2 COVID-19).
Sitzungen des Generalrates können ohne Weiteres ab dem 6. Juni 2020 abgehalten werden. Eine entsprechende Mitteilung an den Staatsrat ist nicht mehr notwendig.
Es müssen dieselben Bedingungen eingehalten werden, wie für das Abhalten von Urversammlungen (vgl. Erstellen eines Schutzkonzepts, Aufbewahrung der Anwesenheitsliste, Einhaltung so weit wie möglich der Empfehlungen des BAG betreffend Hygiene und soziale Distanz).
Angesichts des Bundesratsentscheids können die Stimmberechtigten ab dem 6. Juni 2020 bei kommunalen Abstimmungen wieder an der Urne stimmen. Der Gemeinderat muss dies in der Einberufung berücksichtigen.
Im Zusammenhang mit den Wahl- und Auszählbüros muss der Gemeinderat ein Schutzkonzept erstellen, die Anwesenheitsliste der Personen die an der Urne stimmten aufbewahren und die Einhaltung der Empfehlungen des BAG betreffend Hygiene und soziale Distanz so weit wie möglich gewährleisten.
Unterstützung für die Wirtschaft
Zur Unterstützung der Wirtschaftsakteure, die von der außerordentlichen Situation im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie betroffen sind, wurde eine Task Force eingerichtet. Eine Darstellung der eidgenössischen und kantonalen Massnahmen ist auf der Website der Dienststelle für Wirtschaft, Tourismus und Innovation verfügbar.
Kurzarbeit und Stellenmarkt
Die Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit hat spezifische und vereinfachte Verfahren für Anträge auf Kurzarbeit sowie für Arbeitssuchende eingeführt.
Verlängerung Kurzarbeits-Gesuch
Unternehmen, die einen für 3 Monate gültigen positiven Kurzarbeits-Entscheid erhalten haben, müssen vor dessen Ablauf eine Verlängerung beantragen.
Kantonale Hilfe für Selbständigerwerbende
Hilfs- und Ergänzungsmassnahmen zu den Bundesmassnahmen zugunsten von Selbständigerwerbenden und Arbeitnehmern, die in ihrem Unternehmen eine mit einem Arbeitgeber vergleichbare Stellung einnehmen, können auf der Website der kantonalen Steuerverwaltung eingesehen werden.
Schutz der Arbeitnehmer und Arbeitsbeziehungen
Empfehlungen, Checklisten, Prüflisten und Kontaktinformationen für Arbeitnehmerschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie sind auf der Website der Dienststelle für Arbeitnehmerschutz und Arbeitsverhältnisse verfügbar.
Obligatorische Schulbildung
Im Anschluss an die Bundesentscheide hat der Kanton Wallis beschlossen, die Klassen für Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schulzeit am 11. Mai 2020 schrittweise wieder zu öffnen. Informationen über diese Wiederaufnahme sind auf der Website der Dienststelle für Unterrichtswesen verfügbar.
Berufsausbildung
Informationen über die Wiederaufnahme der überbetrieblichen Kurse, die für den 8. Juni geplante Wiedereröffnung der Berufsschulen und die Qualifikationsverfahren sind auf der Website der Dienststelle für Berufsbildung und bei den kantonalen Berufsfachschulen erhältlich.
Allgemeine Sekundarstufe II
Die Wiederaufnahme der Kurse der Sekundarstufe II ist vorbehaltlich der Beschlüsse des Bundes für den 8. Juni 2020 vorgesehen. Detaillierte Informationen werden folgen.
Häufig gestellte Fragen
Ausführliche Informationen sowie eine Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit.
Die Verordnung und die Erläuterungen über die Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus sind hier abrufbar.
Die Symptome einer COVID-19-Infektion gemäss Definition des Bundesamtes für Gesundheit sind :
- eine akute Erkrankung der Atemwege (z.B. Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl oder Muskelschmerzen und/oder
- einen plötzlichen Verlust von Geschmack- oder Geruchsinn.
Gemäss der vom Bund beschlossenen Eindämmungsstrategie muss jede Person, die Symptome von COVID-19 aufweist, getestet werden, sofern genügend Screeningmaterial zur Verfügung steht. Alle Personen mit Symptomen, die denen von COVID-19 ähneln, werden aufgefordert, eine Selbsteinschätzung auf www.coronacheck.ch oder dem EchoSOS-Antrag vorzunehmen. Im Anschluss sollte der Hausarzt oder die kantonale Hotline (058 433 0 144, 8.00 - 12.00 Uhr) angerufen werden, um das weitere Vorgehen abzuklären. Der Screening-Abstrich kann in einer Arztpraxis oder in den Notfällen der Spitäler in Martinach, Sitten und Visp gemacht werden. Der Kanton organisiert die Kontaktsuche (contact tracing). Personen, die positiv getestet werden und ihre Kontaktpersonen werden isoliert, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.
Personen, die positiv auf COVID-19 getestet wurden, werden zu Hause für mindestens 10 Tage und 48 Stunden nach Abklingen der Symptome isoliert. Ihre Kontakte werden zu Hause für 10 Tage unter Quarantäne gestellt.
Es werden nur schwere Fälle ins Spital eingeliefert, wie vom Bundesamt für Gesundheit empfohlen. Die Versorgungskanäle sind sowohl in den Gesundheitseinrichtungen als auch in den Arztpraxen gut getrennt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Die Personen, die von Angehörigen betreut werden, sind anfällig. Um ihre Angehörigen zu schützen, müssen die Betreuerinnen und Betreuer für die strikte Einhaltung der Weisungen des Bundesrates sorgen, ihren Kontakt zur Aussenwelt so weit wie möglich einschränken und Hilfe von anderen annehmen. Das Bundesamt für Gesundheit legt diese Empfehlungen im Einzelnen dar.
Das Bundesamt für Gesundheit hat eine Reihe von Empfehlungen für die Fachkreise herausgegeben. Dabei handelt es sich sowohl um allgemeine Empfehlungen als auch um Vorsichtsmaßnahmen für besonders gefährdete Personen, die im Mittelpunkt der Epidemie-Management-Strategie stehen. Nützliche Informationen betreffend Kurzarbeitsentschädigung und Coronavirus befinden sich aur der Seite der Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit.
NEIN, Ihr Arbeitgeber kann von seinem Angestellten/Arbeitnehmer nur eine medizinische Untersuchung verlangen. Der konsultierte Arzt (im Prinzip der behandelnde Arzt) ist der einzige, der über die notwendigen medizinischen Untersuchungen entscheiden kann.
JA, Ihr Arbeitgeber kann ein ärztliches Zeugnis verlangen, wenn der Arbeitnehmer auf eigene Entscheidung nicht zur Arbeit kommt (nach 3 Tagen Abwesenheit).
NEIN, Ihr Arbeitgeber kann kein ärztliches Zeugnis verlangen, wenn der Arbeitnehmer zu Hause bleibt, um andere Arbeitnehmer am Arbeitsplatz gemäss den Anweisungen seines Arbeitgebers zu schützen (Arbeitsunfähigkeit). Der Arbeitnehmer braucht seine Abwesenheit von der Arbeit nicht durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen.
NEIN, ein Arzt ist nicht gesetzlich verpflichtet, ein ärztliches Zeugnis auszustellen. Ein Patient, der seinen Arzt ordnungsgemäss konsultiert hat, kann jedoch im Falle eines Arbeitsunterbruchs ein ärztliches Zeugnis erwarten. Es ist Sache des konsultierten Arztes, so objektiv wie möglich zu beurteilen, ob der Gesundheitszustand seines Patienten mit der Wiederaufnahme seiner beruflichen Tätigkeit vereinbar ist oder nicht.
JA, ausnahmsweise kann ein Arzt, der seinen Patienten und seine Krankengeschichte kennt, in begrenzter Weise beurteilen, ob die angebliche Arbeitsunfähigkeit vorliegt, bevor er den Patienten untersucht. Die Dauer der Rückwirkung sollte einige Tage höchstens aber eine Woche nicht überschreiten.
Ein rückwirkendes ärztliches Zeugnis sollte in jedem Fall die folgenden Elemente enthalten:
1) Datum des Beginns der Arbeitsunfähigkeit,
2) Datum der Ausstellung des ärztlichen Zeugnisses und
3) Datum der ersten Behandlung oder Konsultation.
Kantonale Steuerverwaltung
Kantonale Hilfen für Selbständige und Geschäftsführer