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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Sägewerk Domat/Ems: Kanton will Zukunft der Bündner Waldwirtschaft sichern

Der Kanton Graubünden engagiert sich mit flankierenden Massnahmen an der Stärkung und Weiterentwicklung des Sägereistandortes Domat/Ems zu einem integrierten Holzverarbeitungsstandort. Damit bekennt sich der Kanton auch in Zukunft zur nachhaltigen Nutzung des einheimischen Rohstoffes Holz und sichert für die Gemeinden den wichtigsten Absatzkanal für Rundholz.

Das Sägewerk Stallinger Swiss Timber in Domat/Ems wurde im April 2007 eröffnet und Ende 2008 durch Mayr-Melnhof übernommen. Vor der Inbetriebnahme des Sägewerkes musste ein Grossteil des Bündner Rundholzes ohne innerkantonale Wertschöpfung exportiert werden. Die bisherigen Erfahrungen bestätigen die sehr positiven Auswirkungen des Sägewerkes auf die Bündner Holzwirtschaft und damit auch auf die Bündner Gemeinden, denen über 90 Prozent des Bündner Waldes gehören. Durch den gesicherten Absatz des Holzes aus der Schutzwaldpflege wird zudem auch die nachhaltige Sicherung der Schutzfunktionen des Waldes für den Berg- und Tourismuskanton Graubünden gefördert.

Veränderte Marktbedingungen

Seit Inbetriebnahme des Sägewerkes in Domat/Ems haben vor allem drei nicht beeinflussbare Marktbedingungen zu einer wirtschaftlich ernsthaften Situation von MMST geführt: Die Immobilien- und Weltwirtschaftskrise hat den Einbruch des wichtigen Absatzmarktes USA zur Folge gehabt. Die Rundholzpreise haben sich infolge Rohstoffknappheit um über 40 Prozent verteuert, wobei sich der Schnittholzpreis nur unterdurchschnittlich entwickelt hat. Zudem hat sich der Eurokurs gegenüber dem Schweizer Franken um über 15 Prozent verschlechtert. Diese veränderten Marktbedingungen haben gezeigt, dass in Domat/Ems eine laufende und ausreichende Rundholzversorgung des Sägewerks und eine Diversifizierung der Produktion durch weitere Investitionen notwendig sind, um Schwankungen des Marktes besser auszugleichen.

Flankierende Massnahmen

Die flankierenden Massnahmen des Kantons gründen auf zwei hauptsächlichen Überlegungen: Erstens braucht es gemäss Erhebungen des Amtes für Wald (AfW) für die Koordination und Planbarkeit der Rundholzversorgung aus dem einheimischen Wald verlässliche Lieferrechte bzw. Abnahmegarantien. Durch den gesicherten Holzabsatz zu marktkonformen Preisen sind auch die erheblichen Investitionen von Kanton und Gemeinden in die Walderschliessung und Modernisierung der Maschinen abgesichert. Die nachhaltige Nutzung der für den Kanton Graubünden so wichtigen Ressource Holz kann nur erfolgen, wenn die Holzlieferung der Waldbesitzer an das Sägewerk kontinuierlich erfolgen kann. Zweitens soll eine Strategie unterstützt werden, welche mit den neuen Produkten Pellets und Brettsperrholz die Weiterentwicklung des Standortes zu einem integrierten Holzverarbeitungsstandort ermöglicht. Dadurch werden sowohl die Ertragslage als auch die Wertschöpfung am Standort erhöht.

Investition in den Wald

Das Projekt "Rundholzmarkt Graubünden" zur Koordination der Aktivitäten der verschiedenen Waldeigentümer und Holzanbieter wurde bereits 2009 gestartet. Graubünden hat als einziger der wichtigen Holzproduktionskantone in den letzten drei Jahren die Holznutzungen kontinuierlich steigern können. Damit befindet man sich auf dem richtigen Weg und nimmt innerhalb der Schweiz auch eine Pionierrolle ein. Nun erfolgt im Rahmen des Projektes "Rundholzmarkt Graubünden" die Fokussierung auf die Holzversorgung von MMST durch die Bündner Gemeinden: zur Verbesserung der innerkantonalen Belieferung von MMST als bedeutender Teil der Bündner Waldwirtschaft wird der Kanton Graubünden für maximal CHF 14 Mio. ein auf drei Jahre befristetes Anreizsystem für langfristige Lieferverträge zwischen Gemeinden und MMST in die Wege leiten.

Investitionen zur Stärkung des Standortes

Der Kanton Graubünden verzichtet im Rahmen der CHF 80 Mio. umfassenden Restrukturierungsmassnahmen von MMST auf das seinerzeit gewährte Darlehen von CHF 9,6 Mio. Wesentliche Beiträge haben auch die das Projekt finanzierende Bank, die Mayr-Melnhof Holz Gruppe sowie die ehemaligen Eigentümer Franz und Leopold Stallinger geleistet. Ausserdem trägt der Kanton Graubünden mit einem Beitrag von maximal CHF 15,5 Mio. an den Investitionen von MMST über rund CHF 50 Mio. zur Ausnützung des künftigen Wertschöpfungspotentials bei: in einer ersten Phase mit CHF 6,75 Mio. für den zweistufigen Aufbau der Pellets-Produktion sowie in einer zweiten Phase mit CHF 8,75 Mio. an den späteren Investitionen zur Weiterverarbeitung des Schnittholzes zu Brettsperrholz. Auch Axpo Tegra AG unterstützt die Weiterentwicklung des Standortes mit einem finanziellen Beitrag. Dadurch kann sie mehr Prozesswärme liefern und ihre Kapazitäten besser auslasten. Die gute Zusammenarbeit zwischen Axpo Tegra AG und MMST hat dazu geführt, dass MMST auf die Errichtung eines eigenen Holzkraftwerkes verzichtet.

Bedeutender Nutzen für die Volkswirtschaft

Mit den erwähnten Massnahmen stärkt der Kanton seine bisherige Strategie zur Förderung der natürlichen Ressource Holz. Das Sägewerk in Domat/Ems hat für Graubünden die jährliche Wertschöpfung aus der Waldnutzung um CHF 37 Mio. erhöht. Die vom Kanton bisher investierten CHF 17,1 Mio. (CHF 7,5 Mio. Investitionsbeitrag und CHF 9,6 Mio. Darlehen) sind also um ein Vielfaches wieder in die Bündner Volkswirtschaft zurückgeflossen. So konnten unter anderem die Forstbetriebe der Gemeinden die Verluste ihrer Betriebsrechnungen gesamthaft um rund CHF 8 Mio. jährlich reduzieren. Dank der Weiterentwicklung zum integrierten Holzverarbeitungsstandort mit der Produktion von Schnittholz, Pellets und Brettsperrholz kann in Zukunft ein erhöhtes Wertschöpfungspotential von jährlich CHF 70 Mio. ausgenützt werden. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass sich die Betriebsrechnungen der Forstbetriebe durch Effizienzgewinne weiterhin positiv entwickeln.

Chance für die Gemeinden

Mit seinem Engagement schafft der Kanton die Voraussetzung für die Gemeinden, als Waldeigentümer die Waldpflege auch in Zukunft möglichst kostenneutral zu betreiben und die dezentralen Arbeitsplätze in der Wald- und Forstwirtschaft zu erhalten. Das Sägewerk in Domat/Ems steht im Dienste der Bündner Waldwirtschaft und damit der Gemeinden. Die Gemeinde Domat/Ems ist als Standortgemeinde für die Weiterentwicklung von MMST auf die Partizipation weiterer Bündner Gemeinden angewiesen, damit das Sägewerk mit ausreichend Bündner Rundholz versorgt werden kann. Der Kanton fordert deshalb die Gemeinden auf, die einzigartige Chance eines Sägewerkes in Graubünden nachhaltig zu nutzen und im Rahmen des Projektes "Rundholzmarkt Graubünden" mit MMST langfristige Lieferrechte zu vereinbaren. Der Kanton sichert mit seinen flankierenden Massnahmen den wichtigsten Absatzkanal und marktgerechte Preise für das bei der Schutzwaldpflege anfallende Rundholz aus den Bündner Gemeinden.

Auskunftspersonen:

- Regierungsrat Hansjörg Trachsel, Vorsteher Departement für Volkswirtschaft und Soziales, Tel. 081 257 23 01

- Regierungsrat Stefan Engler, Vorsteher Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement,

Tel. 081 257 36 01

- Eugen Arpagaus, Leiter Amt für Wirtschaft und Tourismus, Tel. 081 257 23 77 oder 079 256 93 94

- Reto Hefti, Kantonsförster, Tel. 081 257 38 51 oder 079 659 69 18

Gremium: Departement für Volkswirtschaft und Soziales / Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement

Quelle: dt Departement für Volkswirtschaft und Soziales / Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement

04.11.2010
Resgia da Domat: Il chantun vul segirar l'avegnir da l'economia forestala grischuna

Cun mesiras accumpagnantas s'engascha il chantun Grischun per il rinforz e per il svilup da la resgia da Domat ad in lieu per l'elavuraziun integrada da laina. Qua tras demussa il chantun ch'el sustegna er en l'avegnir in'utilisaziun persistenta da la materia prima indigena "lain" e ch'el segirescha il chanal da vendita il pli impurtant per laina radunda per las vischnancas.

La resgia Stallinger Swiss Timber a Domat è vegnida averta l'avrigl 2007 e surpigliada la fin da l'onn 2008 da la Mayr-Melnhof Swiss Timber SA (MMST). Avant l'avertura da questa resgia stueva ina gronda part da la laina radunda grischuna vegnir exportada senza pudair vegnir valurisada entaifer il chantun. Las enconuschientschas fatgas fin ussa conferman ils effects fitg positivs che la resgia ha sin l'economia da laina grischuna ed uschia er sin las vischnancas grischunas, che possedan passa 90 pertschient dal guaud grischun. Tras quai che la vendita da la laina or da la tgira dal guaud da protecziun è segirada, vegn plinavant er promovida la garanzia persistenta da las funcziuns da protecziun dal guaud per il chantun muntagnard e turistic Grischun.

Cundiziuns midadas sin il martgà

Dapi che la resgia da Domat è vegnida averta, han oravant tut trais cundiziuns betg influenzablas sin il martgà chaschunà ina situaziun economica seriusa per la MMST: La crisa d'immobiglias e la crisa economica mundiala han gì per consequenza ch'il martgà da vendita impurtant en ils Stadis unids è sa diminuì. Pervia da la stgarsezza da materia prima èn ils pretschs per laina radunda s'augmentads per passa 40 pertschient. Percunter èn ils pretschs per laina da tagl sa sviluppads mo sut la media. Plinavant è il curs da l'euro sa pegiurà per passa 15 pertschient en cumparegliaziun cun il franc svizzer. Questas cundiziuns midadas sin il martgà han mussà che la resgia da Domat sto vegnir provedida currentamain e suffizientamain cun laina radunda e ch'ella sto diversifitgar sia producziun tras ulteriuras investiziuns per gulivar meglier eventualas midadas sin il martgà.

Mesiras accumpagnantas

Las mesiras accumpagnantas dal chantun sa basan principalmain sin duas ponderaziuns: Per l'ina dovri – tenor retschertgas da l'uffizi forestal (UF) – dretgs da furniziun segirs resp. garanzias da cumpra segiras per pudair coordinar e planisar il provediment cun laina radunda or dal guaud indigen. Sche la vendita da laina è segirada tras pretschs che correspundan al martgà, èn segiradas er las investiziuns considerablas ch'il chantun e las vischnancas fan per l'avertura dal guaud e per la modernisaziun da las maschinas. La resursa "lain", ch'è da gronda impurtanza per il chantun Grischun, po mo vegnir utilisada en moda persistenta, sche las possessuras ed ils possessurs da guaud pon furnir cuntinuadamain lur laina a la resgia. Per l'autra duai vegnir sustegnida ina strategia che pussibilitescha – cun novs products (pellets ed aissas da lain cruschà) – da sviluppar vinavant la resgia ad in lieu per l'elavuraziun integrada da laina. Uschia vegnan augmentadas tant la situaziun dal retgav sco er la valurisaziun da la resgia.

Investiziuns en il guaud

Il project "Martgà da laina radunda en il Grischun", che duai coordinar las activitads da las differentas proprietarias e dals differents proprietaris da guaud sco er da las offerentas e dals offerents da laina, è vegnì lantschà gia l'onn 2009. Sco sulet dals gronds chantuns che produceschan laina ha il Grischun pudì augmentar cuntinuadamain l'utilisaziun da laina ils ultims 3 onns. Il Grischun è pia sin la dretga via ed ha er ina rolla da piunier entaifer la Svizra. En il rom dal project "Martgà da laina radunda en il Grischun" vegn focussà ussa il provediment da la MMST cun laina or da las vischnancas grischunas: per meglierar la furniziun da la MMST entaifer il chantun sco part impurtanta da l'economia forestala grischuna vegn il chantun Grischun ad instradar per maximalmain 14 milliuns francs in sistem d'impuls ch'è limità a 3 onns e che duai promover contracts da furniziun a lunga vista tranter las vischnancas e la MMST.

Investiziuns per rinforzar la resgia da Domat

En il rom da las mesiras da restructuraziun da la MMST en la dimensiun dad 80 milliuns francs desista il chantun Grischun da l'emprest da 9,6 milliuns francs ch'el aveva concedì da ses temp. Contribuziuns essenzialas èn er vegnidas prestadas da la banca che finanziescha il project, da la gruppa Mayr-Melnhof Holz sco er dals anteriurs proprietaris Franz e Leopold Stallinger. Cun ina contribuziun da maximalmain 15,5 milliuns francs vi da las investiziuns da la MMST da var 50 milliuns francs gida il chantun Grischun ultra da quai a trair a niz il potenzial da valurisaziun futur: en in'emprima fasa cun 6,75 milliuns francs per endrizzar en dus stgalims la producziun da pellets, ed en ina segunda fasa cun 8,75 milliuns francs a las investiziuns posteriuras per elavurar la laina da tagl ad aissas da lain cruschà. Er la Axpo Tegra SA sustegna il svilup da la resgia da Domat cun ina contribuziun finanziala. Uschia po ella furnir dapli chalur industriala e trair a niz meglier sias capacitads. La buna collavuraziun tranter la Axpo Tegra SA e la MMST ha gì l'effect che la MMST desista da construir in'atgna ovra electrica da laina.

Niz impurtant per l'economia publica

Tras las mesiras menziunadas rinforza il chantun sia strategia vertenta per promover la resursa natirala "lain". La resgia da Domat ha augmentà per 37 milliuns francs la valurisaziun annuala per il Grischun or da l'utilisaziun dals guauds. Ils 17,1 milliuns francs ch'il chantun ha investì fin ussa (contribuziun d'investiziun da 7,5 milliuns francs ed emprest da 9,6 milliuns francs) èn pia returnads en l'economia publica grischuna sco import ch'è bleras giadas pli grond. Uschia han tranter auter ils manaschis forestals da las vischnancas pudì reducir ils deficits en lur quints da gestiun per totalmain var 8 milliuns francs per onn. Grazia al fatg che la resgia da Domat vegn sviluppada vinavant ad in lieu per l'elavuraziun integrada da laina, il qual producescha laina da tagl, pellets ed aissas da lain cruschà, poi vegnir tratg a niz en l'avegnir in potenzial da valurisaziun augmentà da 70 milliuns francs per onn. Plinavant pon ins partir dal fatg ch'ils quints da gestiun dals manaschis forestals vegnian ad avair vinavant in svilup positiv pervia dals gudogns d'effizienza.

Schanza per las vischnancas

Cun ses engaschi stgaffescha il chantun la premissa per che las vischnancas possian – sco proprietarias da guaud – tgirar lur guauds er en l'avegnir tant sco pussaivel senza chaschunar custs supplementars e per ch'ellas possian mantegnair las plazzas da lavur decentralas en l'economia forestala ed en la selvicultura. La resgia da Domat stat en il servetsch da l'economia forestala grischuna ed uschia en il servetsch da las vischnancas. Sco vischnanca da staziunament è la vischnanca da Domat dependenta da la participaziun d'ulteriuras vischnancas grischunas per pudair sviluppar vinavant la MMST, per che la resgia possia vegnir provedida cun avunda laina radunda grischuna. Il chantun intimescha perquai las vischnancas da nizzegiar en moda persistenta la schanza singulara d'ina resgia en il Grischun e da fixar cun la MMST dretgs da furniziun a lunga vista en il rom dal project "Martgà da laina radunda en il Grischun". Cun sias mesiras accumpagnantas segirescha il chantun il chanal da vendita il pli impurtant sco er pretschs confurms al martgà per la laina radunda che resulta en las vischnancas grischunas tras la tgira dal guaud da protecziun.

Infurmaziuns:

- cusseglier guvernativ Hansjörg Trachsel, schef dal departament d'economia publica e fatgs socials, tel. 081 257 23 01

- cusseglier guvernativ Stefan Engler, schef dal departament da construcziun, traffic e selvicultura, tel. 081 257 36 01

- Eugen Arpagaus, manader da l'uffizi per economia e turissem, tel. 081 257 23 77 u 079 256 93 94

- Reto Hefti, selvicultur chantunal, tel. 081 257 38 51 u 079 659 69 18

Gremi: departament d'economia publica e fatgs socials / departament da construcziun, traffic e selvicultura

Funtauna: rg departament d'economia publica e fatgs socials / departament da construcziun, traffic e selvicultura

04.11.2010