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Als ich seinerzeit die McKinsey-Studie „War for Talent“ von 1997 beziehungsweise 2001 deren zweiten Teil las, wurde mir bewusst, dass ein grundlegender Wandel auf dem Arbeitsmarkt in vollem Gange war. Mittelmässigkeit galt als verpönt, geschweige denn alles was darunter lag. Nur noch die besten Mitarbeiter mit klar überdurchschnittlichen Leistungen waren gefragt. Die Perfektionierung der Leistungsgesellschaft war zum Programm von Unternehmen geworden, die sich zu den weltbesten zählen wollten. Wer es wagte, dies kritisch zu hinterfragen, lief Gefahr, als Weichei und Leistungsverweigerer abgestempelt zu werden. Seither werden „Low Performers“ systematisch eruiert und ausgemustert. Nur die sogenannten „High Potentials“ und „High Performers“ sind gefragt. Doch, was geschieht mit den anderen? Haben sie ihre Existenzberechtigung in dieser Gesellschaft verloren?