Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03340.jsonl.gz/2645

Kaffeepflanzen brauchen das richtige Klima, um zu gedeihen: schattige Wärme, Feuchtigkeit, eine leicht saure Beschaffenheit des Bodens mitsamt großer Nährstoffdichte. Sie lieben ein gleichmäßiges Klima ohne große Temperaturschwankungen. Genau darum sind sie in den Tropen zu Hause, einem gut 5000 Kilometer breiten Streifen entlang des Äquators.
Die besten Anbaugebiete für Kaffee liegen dementsprechend in Südamerika, Afrika und teils auch Asien. Renommierte Kaffeeplantagen, die Kaffeebohnen für den Premium-Kaffee von Lavazza liefern, finden sich zum Beispiel in Costa Rica, Guatemala, Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Äthiopien, Kenia und Vietnam.
In den Tropen werden Kaffeepflanzen mit einer angenehmen Temperatur von 25 Grad Celsius im Jahresdurchschnitt verwöhnt – ohne große Ausschläge nach oben oder unten. Die Sonne geht regelmäßig gegen 6 Uhr morgens auf und etwa zwölf Stunden später wieder unter. Klassische Jahreszeiten, wie wir Europäer sie kennen, gibt es dort gar nicht.
Umso besser gedeihen dort die empfindlichen Kaffeepflanzen. Je nach Sorte wachsen sie in Höhen zwischen 200 und 2000 Metern. Von insgesamt etwa 80 Kaffeesorten werden allerdings nur zwei in großem Umfang kommerziell genutzt: Coffea Arabica und Coffea Robusta, letztere auch Coffea Canephora genannt.
Erst ab einer Lage von 600 Metern über Normalnull wächst und gedeiht die Sorte Arabica so richtig perfekt; sie wird darum auch „Hochlandkaffee“ genannt. Diese Kaffeebohnen gelten als die qualitativ hochwertigste Sorte – auch deshalb, weil sie eine besonders lange Reifezeit von bis zu elf Monaten haben.
Geschmacklich zeigt sich die Arabica sehr aromatisch und kaum bitter. Im Vergleich zu anderen Sorten enthält sie auch weniger Koffein. Gerade für den feinen Geschmack wird sie von Genießern sehr geschätzt. Coffea Arabica kommt in 70 Prozent aller Kaffees und Kaffeemischungen zum Einsatz – so auch beim Premium-Kaffee von Lavazza.
Coffea Robusta, die zweite wohlschmeckende Bohne, fühlt sich vor allem in der Etage unter der Arabica zu Hause, also in Höhen zwischen 200 und 600 Metern. Robusta ist für die restlichen circa 30 Prozent der Kaffeeproduktion weltweit verantwortlich. Sie zeichnet sich vor allem durch einen Koffeingehalt aus, der doppelt so hoch ist wie bei der Arabica. Dadurch wird sie in kräftigen Kaffee-Mischungen besonders gern eingesetzt. Außerdem ist die Robusta, wie der Name schon nahelegt, widerstandsfähiger als die Arabica – gegen Wettereinflüsse ebenso wie gegen Krankheiten.
Das Besondere an Kaffeepflanzen ist, dass sie gleichzeitig Blüten und Früchte tragen, weil mit jedem Regen ein neuer Blütezyklus in Gang gesetzt wird. So können die jeweils reifen Kaffeekirschen geerntet werden, während daneben neue Samen in voller Blüte stehen. Gerade darum ist das Pflücken per Hand (Picking-Methode) so unersetzlich: Ernten Maschinen einen Kaffeebaum ab (Stripping-Methode), unterscheiden diese nicht zwischen reifen und unreifen Früchten – was sowohl der Pflanze schadet als auch dem Kaffeegenießer unangenehm auffällt.