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… aus heutiger Sicht und bei den vielfältigen Aktivitäten der Stiftung sehr bescheiden wirkt, seinerzeit aber den finanziellen Möglichkeiten der Stifter entsprach und für den Betrieb in der Startphase auch ausreichte. Damals gab es ganz wenige Stellenprozente und einige Mitarbeiter ermöglichten den Betrieb mit Lohnverzicht. Die bewirtschaftete Fläche an Büro-, Gebets- und Veranstaltungsräumen entsprach einem knappen Fünftel der heutigen Fläche. Auch die Informatik- und Technik-Infrastruktur waren sehr bescheiden.
Die Rechtsform einer Stiftung wurde gewählt, da sie für die geplanten Tätigkeiten als beste Organisationsform angesehen wurde und eine grössere Seriosität ausstrahlt als beispielsweise ein Verein. Auch aus heutiger Sicht erscheint die Stiftung als die richtige Rechtsform.
In aller Regel werden Stiftungen aber mit grossen Geldbeträgen gegründet. Anschliessend werden dann die Aufgaben und Projekte, die dem Stiftungszweck entsprechen, entweder aus ihren Kapitalerträgen oder teilweise aus der Substanz finanziert. Eine Stiftung wie unsere, die mit einem sehr kleinen Stiftungskapital ein 200- bis 300-mal so grosses Budget betreibt, ist eine eher risikobehaftete Ausnahme.
Das Eigenkapital einer Stiftung setzt sich grundsätzlich aus dem Stiftungskapital und dem erarbeiteten freien Kapital zusammen. Letzteres entspricht dem Saldo der bisherigen Jahresergebnisse. Da unsere Stiftung aber nicht primär Gewinne erwirtschaften will, sondern das durch Seminar- und Konferenzeinnahmen, vor allem aber durch Spenden erhaltene Geld, wieder im Sinne des Stiftungszweckes und somit für das Reich Gottes einsetzen und ausgeben will, ist dieser Kapitalaufbau gar nicht so einfach.
In den letzten Jahren haben die verantwortlichen Aufsichtsbehörden mehrfach bemängelt, dass unsere Kapitalbasis zu schwach ist, und uns den Auftrag erteilt, diese zu stärken. Somit waren wir gezwungen, nicht alle erhaltenen Mittel jeweils sofort wieder für den laufenden Betrieb oder für Projekte etc. einzusetzen, was wir natürlich viel lieber gemacht hätten. Die Forderung der Aufsichtsbehörden setzen wir nun seit 2019 konsequent um und konnten so das Eigenkapital per Ende 2021 auf CHF 146’000 erhöhen.
Natürlich haben wir volles Verständnis für diese Anforderungen der Aufsichtsbehörden. Schliesslich dient eine verstärkte Eigenkapitalbasis einerseits dem Schutz des Stiftungskapitals und der Sicherheit aller Geschäftspartner und Mitarbeiter. Andererseits kann so auch eine Schwankungsreserve aufgebaut werden, für die doch immer wieder unsicheren und zeitlich nicht immer konstanten Zahlungseingänge.
Auch glauben wir im Sinne einer guten Haushalterschaft daran, dass kein Geschäft dauerhaft mehr ausgeben soll als es einnimmt. Darum sind wir auch bestrebt jedes Geschäftsjahr positiv abzuschliessen, und angemessene Gewinne auszuweisen. Nur so kann dauerhaft auch ein Wachstum von Aufgaben und Wirkung finanziert und sichergestellt werden.
Was wir aber vermeiden wollen ist, dass wir als primäres Ziel setzen müssen, Gewinne zu erwirtschaften, um so unsere Kapitaldecke aufzubauen. Vielmehr wollen wir die uns anvertrauten Mittel so einsetzen, dass sie dem Reich Gottes optimal dienen können.
Deshalb haben wir nach Möglichkeiten gesucht, im Sinne einer Kapitalerhöhung oder Nachstiftung, finanzielle Mittel direkt ins Stiftungskapital einzahlen zu können. Dies ist aber in der Schweiz, anders als beispielsweise in Deutschland, nicht möglich bzw. gesetzlich nicht vorgesehen.
Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, zu unserem Jubiläum eine spezielle Sonderspenden-Aktion zu machen. Das so gespendete Geld, wollen wir dann nicht über die ordentliche Rechnung laufen lassen, auch nicht verzehnten, wie wir das üblicherweise handhaben. Vielmehr wollen wir diese Spenden als ausserordentlichen Ertrag unterhalb des Betriebsergebnisses zeigen und dann sofort (bzw. mit dem nächsten Abschluss) als Kapitalreserve auf das Eigenkapital umbuchen. Unser Ziel ist es zusätzliches Eigenkapital in der Höhe von CHF 250’000 zu generieren. Dieses Geld werden wir dann nicht für den laufenden Betrieb oder Projekte verwenden, sondern als Schwankungsreserve (für unregelmässige Spendeneingänge) und für langfristige Investitionen.
Wir sind dankbar, wenn Sie uns dabei helfen, in unserem Jubiläumsjahr unsere Kapitaldecke so aufzustocken, dass wir für die nächsten Jahre gut aufgestellt sind, uns nicht primär um unser Eigenkapital kümmern müssen, sondern uns vermehrt den Dingen zuwenden können, die Gott uns aufs Herz legt. Wir sind dankbar dafür, was wir in den letzten 30 Jahren in der bestehenden Finanzsituation alles erreicht haben und machen konnten. Nun wollen wir aber nochmals einen Schritt nach vorne machen und das Verhältnis von Eigenmitteln zu Budget und Betrieb auf eine Basis stellen, die der heutigen Grösse der Stiftung Schleife mit allen ihren gewachsenen Dienststrukturen Rechnung trägt.
Unser Fundament hat immer getragen, weil wir nicht auf Sand und primär auf unsere Stiftungsmittel gebaut haben, sondern auf Jesus Christus, der der Fels ist und bleibt. Diesen Boden wollen und werden wir nicht verlassen aber vielmehr dem Schleife-Haus oder der Schleife-Stadt ein den heutigen Grössenverhältnissen finanzielles Fundament schaffen.
Wenn Sie uns also mit einer Sonderspende (siehe Rückseite) helfen können, sind wir Ihnen sehr dankbar für eine Überweisung auf eines unsere speziellen Sonderkonten mit dem Verwendungszweck: Eigenkapital. Denn den laufenden Betrieb wollen wir natürlich ungebremst weiterführen und sind dort weiterhin auf die normalen Spenden und Unterstützungsbeiträge angewiesen.
Für den Stiftungsrat
Andreas Keller (Präsiden)
Jochen Thomann (Vizepräsident)