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Erwerbslosenquote
Erwerbsarbeit bildet in der Regel die Grundlage zur Bestreitung des Lebensunterhalts. Eine geringe Erwerbslosenquote weist auf ein wirtschaftliches System hin, das den erwerbswilligen Menschen eine Beschäftigung bieten kann. Hohe Erwerbslosigkeit/Arbeitslosigkeit können soziales Konfliktpotenzial bergen.
Statistischer Kommentar
Im europäischen Vergleich lag die Erwerbslosenquote in den deutschsprachigen Städten um 2011 deutlich tiefer als in anderen Städten. Die Schweizer Vergleichsstädte Winterthur, St. Gallen, Zürich, Luzern und Bern führten mit den tiefsten fünf Quoten die Rangliste an. An diesen Orten wurden um 2011 pro erwerbslose Person im Alter zwischen 15 und 64 Jahren 20 bis 25 erwerbstätige Einwohnerinnen und Einwohner derselben Altersgruppe gezählt. Die höchste Erwerbslosenquote unter den Schweizer Vergleichsstädten wies Genève (11,4%) aus, gefolgt von Biel/Bienne, Lausanne und Lugano (jeweils 9%). Zwischen 2000 und 2011 ist die Erwerbslosenquote jedoch in allen Schweizer Urban-Audit-Städten auf mindestens ihren doppelten Wert angewachsen. Keine der ausländischen Vergleichsstädte zeigte eine derart hohe relative Zunahme (Malmö: +3,3 Prozentpunkte; Potsdam: 4,4 Prozentpunkte). Um das Jahr 2011 fallen die überdurchschnittlichen Erwerbslosenquoten der französischen Städte (von 10,7% bis 14,6%) und jene von Malmö (13,8%) auf. In den französischen Städten sind besonders häufig Jugendliche von Erwerbslosigkeit betroffen.
Definition
Die dargestellte Erwerbslosenquote zeigt das Verhältnis zwischen der Anzahl erwerbsloser Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren und der Anzahl erwerbstätiger Personen derselben Altersgruppe. Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde pro Woche einer bezahlten Arbeit nachgeht; als erwerbslos, wer nicht erwerbstätig, aber auf der Suche nach einer Erwerbsarbeit ist. Im Gegensatz zu Arbeitslosen sind Erwerbslose nicht zwingend beim Arbeitsamt registriert. Die Definition der Arbeitslosenquote ist von den nationalen Gesetzgebungen beeinflusst; sie wird deshalb hier im europäischen Vergleich nicht verwendet.