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Der Versuchsbetrieb Mapraz wurde gegründet, um Fragen zu beantworten, wenn Betriebe auf viehlosen Bio-Ackerbau umstellen wollen. Nach zwölf Beobachtungsjahren, in denen in den sechs letzten Jahren zwei Fruchtfolgen verglichen wurden (mit einem Jahr oder zwei Jahren Kunstwiese – KW), sind die durchschnittlichen Erträge beim Weizen um 8 % tiefer als die Richtwerte oder vergleichbar mit den Bio-Richtwerten bei der Ackerbohne und beim Hafer. Die Deckungsbeiträge liegen zwischen CHF 250 und CHF 670/ha unter den Richtwerten der Bio-Landwirtschaft mit Vieh. Die Fruchtfolge mit zwei Jahren KW zeigt einen besseren Deckungsbeitrag (CHF 200/ha) und benötigt weniger Arbeit (-2 Std./ha) als die Fruchtfolge mit einem Jahr KW. Die Ackerkratzdistel konnte mit der Einführung von zwei Jahren KW in der Fruchtfolge reduziert werden. Die Einführung des Blindstriegelns erlaubte das In-Schach-Halten des Ackerfuchsschwanzes. Die anderen Unkräuter stellen kein Problem dar.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.