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Firmengründer Johann Jacob Rieter (1762-1826)
Als 1795 in Europa wieder Ruhe einkehrte, beschloss Rieter, sich ab Mitte April dieses Jahres selbständig zu machen und sein Importgeschäft auf Baumwolle zu konzentrieren. Als erste Sendung traf bereits am 23. April - nur 14 Tage nach dem Friedensschluss zwischen Frankreich und Preussen - ein Ballen Baumwolle im Waaghaus an der Marktgasse ein. Das war Rieters erstes Handelsgeschäft auf eigene Rechnung.
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Das Geschäftslokal, das sich in den ersten Jahren im väterliche Haus zum Eisberg an der Metzggasse befand, wurde 1800 in das günstiger gelegene Haus zur Glocke an der Marktgasse verlegt, weshalb die Firma allgemein den Namen "Rieter zur Glocke" erhielt. Ihre Haupthandelsware bildete Baumwolle, die vor allem aus London und Liverpool, aber auch aus Zypern und aus Übersee bezogen wurde. Daneben spielten Zucker und Kaffee eine bedeutende Rolle; zum Färben und Bedrucken der Textilien wurden Indigo und Cochenille eingeführt.
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Rieter versuchte sich mit Bezügen aus Osteuropa und dem vermehrten Handel mit Baumwolltüchern schadlos zu halten, und mit dem Vorrücken der französischen Truppen in Europa wurde auch der Import aus Übersee wieder möglich. Dennoch gab es, auch nach dem Abzug der fremden Armeen, genug Erschwernisse. Sendungen von Zucker, Kaffee und Baumwolle aus Amerika hatten zwischen Antwerpen und Winterthur manche Hindernisse zu überwinden.
[Alfred Furrer, 200 Jahre Rieter (1795-1995), Meilen 1995, S. 14f.]