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Dieser Text ist ein Extrakt vom Buch
"Das Blut-Geheimnis"
Welche Aufgabe hat das Blut?
Im allgemeinen betrachtet man das Blut als den übrigen Organen untergeordnet, da seine Aufgabe ja auch darin besteht, den Zellen und den Geweben Nährstoffe zuzuführen. Physiologische Erkenntnisse zeigen allerdings ein gegenteiliges Bild: In der Hierarchie des Körpers nimmt das Blut nämlich den ersten Platz ein. So ist der Organismus - also die Organe und die Zellen - beispielsweise ununterbrochen darum bemüht, eine ideale Blutzusammensetzung zu gewährleisten. Er ist, wenn es sein muß, sogar bereit dazu, sich selbst zu opfern, um den normalen Anteil von Mineralstoffen, Aminosäuren usw. im Blut zu erhalten. So kann sich der Körper sogar in gefährlichem Ausmaß entmineralisieren, nur um den Kalziumanteil im Blut beizubehalten; die Fettgewebe werden bis zur Abmagerung verbrannt, um den Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten.
Wenn sich der Körper also für das Blut „opfert“, so muß dieses eine noch wichtigere Funktion besitzen als die, die es auf der Körperebene erfüllt! Diese höhere Funktion besteht darin, daß es die Brücke bildet zwischen dem physischen Teil des Menschen, seinem Körper, und dem immateriellen Teil, seinem Geist. Deshalb heißt es im Alten Testament: „Blut ist Leben“. Es ist das verbindende Element zwischen dem lebendigen Geist und dem physischen Körper. Nun ist die Qualität des Blutes zu einem großen Teil von der Ernährung abhängig, da es durch jene Nährstoffe gebildet wird, die wir zu uns nehmen. Der Volksmund hat diese Tatsache ganz richtig erfaßt, wenn er sagt: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. Wenn also die Nahrungsmittel, die wir genießen, einen Einfluß auf unser psychisches Leben haben können, so deshalb, weil sie das Blut, durch das die Brücke zwischen Körper und Geist entsteht, beeinflussen.
Wie das Blut Geist und Körper verbindet
Die Gesetzte der Physik und Chemie zeigen uns, vereinfacht ausgedrückt, daß zwei Materialien sich nicht miteinander verbinden können, wenn sie artverschieden sind. Um dennoch einen Zusammenschluß zu erzielen, benötigt man ein „Bindeglied“, dessen Eigenschaften zwischen den beiden zu verbindenden Teilen liegen und das daher in der Lage ist, eine Brücke zu bilden.
Was für die Chemie und die Physik gilt, trifft für den Menschen ebenfalls zu. So ist auch zwischen dem immateriellen Geist und unserem physischen Körper ein Bindeglied nötig, wenn beide Teile während der irdischen Inkarnation verbunden bleiben sollen. Dies Verbindungselement ist das Blut oder, genauer ausgedrückt, die Blutausstrahlung.
Wie jeder Körper oder Gegenstand, so strahlt auch das Blut, das heißt, es sendet unsichtbare Strahlen aus, die sich verbreiten. Diese Schwingungen sind ätherisierter als das Blut, sie sind von einer anderen Konstitution. Ihre Beschaffenheit ist derjenigen des immateriellen „Seelenkörpers“ sehr nahe. Somit ist der Geist des Menschen durch eine Strahlungsbrücke mit dem Körper verbunden, die durch die Blutausstrahlung einerseits und die Ausstrahlung des Seelenkörpers andererseits gebildet wird. Diese Strahlungsbrücke ist aber nicht nur ein Verbindungelement, sondern auch „Kommunikationsmittel“. Alles, was die Sinne des physischen Körpers aufnehmen, wird dem Gehirn übermittelt, dort gewissermaßen „verfeinert“ und dann - über die Strahlungsbrücke - an den Geist weitergeleitet. Dieser benutzt seinerseits dieselbe Strahlungsbrücke, um - unter Zuhilfenahme des Nervensystems und des Gehirnes - den physischen Körper zu betätigen. Damit sich die Übermittlung der Informationen richtig vollziehen kann, müssen stets die vom Geiste ausgesandten Strahlungen denen angepaßt sein, die das Blut aussendet. Im gegenteiligen Falle wäre die Verbindung mangelhaft, vergleichbar dem, was geschieht, wenn die Wellenlänge eines Radioempfängers nicht exakt auf diejenige des Senders eingestellt ist.
Daher verändert sich die Ausstrahlung des Blutes ununterbrochen und paßt sich der des Geistes an. Empfinden wir zum Beispiel Angst, so verändert sich die Blutausstrahlung mit dem Eindringen des Adrenalins, das von den Nebennierenrindendrüsen ausgeschüttet wird. Und schon befinden sich Körper und Geist auf derselben „Wellenlänge“.
Zahlreiche da und dort verbreitete Redensarten deuten auf diesen Einfluß des Geistes auf den Körper hin: Wenn wir uns sorgen, so machen wir uns „trübes Blut“; in einer ernsten Situation haben wir „Blut wie Tinte“; fühlen wir uns betroffen, „entballt“ sich unser Blut; geraten wir in Wut, so bringen wir das Blut „zum Kochen“; Angst dagegen macht es zu „Rübensaft“; andererseits spricht man von „frohem Blut“, wenn wir Dinge tun, die uns angenehm sind und Freude bereiten. Die Fähigkeit unseres Geistes, sein Wollen physisch wirkungsvoll umzusetzen, hängt somit zu einem großen Teil von der Qualität der Blutausstrahlung ab. Diese kann durch äußere Einflüsse, wie etwa Nahrungsmittel, die sich ja direkt auf die Blutzusammensetzung auswirken, verändert werden.
Blutausstrahlung und Wahrnehmung der Wirklichkeit Jede Veränderung der Blutzusammensetzung beeinflußt die Blutausstrahlung. Dies bringt gleichzeitig auch eine Veränderung der Art mit sich, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen. Diese Veränderungen können vorübergehend, also nur kurze Zeit, wirksam sein - oder auch während einer längeren Zeitdauer anhalten, je nachdem, ob die Ursache für die Veränderung der Blutzusammensetzung weitreichend ist oder nicht. Man führe sich zum Beispiel das deutlich unterschiedliche Verhalten einer Person vor Augen, wenn ihr Blut Alkohol enthält und wenn nicht. Oder, wenn man an große „Fleischesser“ im Vergleich zu Vegetariern denkt: Erstere zeigen oft eine unternehmungslustige, etwas angriffsfreudige Verhaltungsweise, während letztere eher passiv sind. Ein einfacher Mangel an Zucker, etwa bei einer Hypoglykämiekrises, kann einem Menschen die Lebensfreude rauben und ihm das Leben als schwierig, kompliziert und über seine Kräfte gehend erscheinen lassen. Die Anti-Depressiv - Therapie mit Lithium - hat sie nicht die dauerhafte Stabilisierung der Blutzusammensetzung in einem dem psychischen Zustand des Kranken vorteilhaften Sinne zum Ziel?
Die merkwürdigen Bewußtseins-Beschwerden, die mitunter nach einem Bluttransfusionsirrtum auftreten, sind ebenfalls sehr leicht erklärbar, wenn man davon ausgeht, daß das Blut bzw. seine Ausstrahlung die Brücke für den Geist zum Körper bildet. Denn ein Geist, dessen Körper fremdes Blut erhalten hat, welches zu sehr von den Eigenschaften seines eigenen abweicht, kann sein Wollen - wenigstens vorübergehend - nicht mehr voll verwirklichen, da ihm die dafür notwendige passende Strahlungsbrücke fehlt.
Unsere Tatkraft und unser Wahrnehmungsvermögen werden somit einerseits von der Tätigkeit des Geistes geprägt, andererseits aber auch von unserer Lebens- und Ernährungsweise beeinflußt. Beides wirkt, das eine „von innen“, das andere „von außen“, maßgeblich auf die Blutausstrahlung ein.
Jeder hat sein Blut! Abgesehen von den vorübergehenden Veränderungen der Blutausstrahlung, bedingt durch die Ernährung oder den Einfluß des Geistes, muß es aber noch grundlegende und dauerhafte Verschiedenheiten geben, die das Blut des Einzelmenschen von dem jedes anderen unterscheiden.
Denn wie jeder Geist sich in seiner persönlichen Eigenart von jedem andern unterscheidet, so muß auch jeder Mensch eine ihm entsprechende Blutausstrahlung haben, eine, die absolut mit seinen Charakteristiken im Einklang steht. Eine eigene, individuell angepaßte Blutausstrahlung müßte aber auch eine eigene, ebenso angepaßte Blutzusammensetzung bedingen. Aber hält diese - aus geistigen Kenntnissen hervorgegangene - Behauptung den Tatsachen stand? Die Antwort lautet ja.
Seit im Jahre 1900 der Wiener Arzt Kurt Landsteiner die vier Blutgruppen A, B, AB und O entdeckte, hat man den Beweis dafür, daß nicht jedes Menschenblut gleich ist. Die Tatsache der grundsätzlichen Verschiedenheit wurde durch die Entdeckung weiterer Blutgruppen noch bekräftigt: Hier sind zum Beispiel die sogenannten Kelly-, Duffy- und Kidd-Systeme zu nennen. Einen entscheidenden Schritt vorwärts brachte der Franzose Jean Dausset im Jahre 1952, als er auf die Existenz von mehr als 30 „Markern“ im Menschenblut hinwies. Diese befinden sich auf den weißen Blutkörperchen, den Platten, im Blutserum, usw.
Je weiter die Forschung voranschritt, desto vielfältiger wurden die Mittel und Möglichkeiten, um die Verschiedenartigkeit der individuellen Blutzusammensetzung festzustellen. Heute kann bereits gesagt werden, daß die Möglichkeit, bei zwei Menschen wirklich identes Blut zu finden, im allerbesten Falle (dann, wenn man von allen Möglichkeiten die am häufigsten vertretenen „Marker“ zuerkennt) eins zu einer Milliarde ist!
Gestützt auf die heutigen Erkenntnisse der Wissenschaft, kann man also ohne weiteres sagen, daß das Blut jedes Menschen einmalig ist. Jeder hat „sein“ Blut, das exakt seinen seelischen Eigenschaften entspricht und dem Geist eine brauchbare Brücke für die Tätigkeit im Irdischen bildet.
Die medizinische Erkenntnis von der Individualität des Blutes bestätigt somit die geistige Kenntnis von der Bedeutung der Blutausstrahlung für den Menschen. Beides kann uns dazu dienen, den Geheimnissen des Menschseins einen wichtigen Schritt näher zu kommen.
Christopher Vasey