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Wyss Johann Jakob, * 1876 in Zofingen, † 1936 in Albisrieden, von Schlierbach (Amt Sursee),
Sohn des Wirtes Jakob Wyss in Zofingen, durchlief die Schulen seines Geburtsortes und trat im Mai 1897 bei der Firma Rueß & Schwarz in Zürich in die Lehre als Dekorationsmaler. Von 1897 bis 1899 war er Schüler an der Kunstgewerbeschule daselbst unter den Lehrern Hermann Gattiker, Professor Freitag und Professor Buchmann. Dann reiste er für einige Monate nach München und Stuttgart, wo er in den dortigen Galerien eifrigem Studium oblag.
- 1901 besuchte er Paris und war Schüler bei Gasset.
- 1903 hielt er sich erstmals in Florenz auf, und 1905/06 finden wir ihn erneut in Italien tätig.
Anschliessend lebte er zumeist in Zofingen.
Jakob Wyss war ein eifriger und kühner Bergsteiger, daher diente ihm auch immer wieder die Grossartigkeit der Alpenwelt als Bildinhalt. Speziell das Lauteraargebiet und die Schönheit des Urnersees lieferten ihm farbenfrohe Motive. Er hatte die Fähigkeit, wie selten einer den Fels zu malen. Figürliches findet man in seinem Oeuvre selten. 1921 und 1923 besuchte er nochmals Florenz. Im Laufe der nun folgenden Jahre liess seine Schaffenskraft nach, und der Verkehr mit ihm wurde durch seine Unumgänglichkeit sehr erschwert.
Oeschinensee (Aquarell)
1934 verheiratete er sich mit Elise Huber und siedelte nach Albisrieden über. Seine Gattin umsorgte und pflegte ihn mit Hingabe, allein der kranke Körper versagte 1936 seinen Dienst. Er liegt im Kirchhof von Albisrieden begraben.
Jakob Wyss beschickte zu seinen guten Zeiten zahlreiche Ausstellungen, so u. a. im Kunsthaus Zürich, Aarau, Sezession München und 1914 die Landesausstellung in Bern. Manche Werke befinden sich in Privatbesitz, und auch die Eidgenossenschaft erwarb zwei Landschaften. Viele seiner gewaltigen Bergbilder wurden auch reproduziert, so im Werk von Steinitzer „Der Alpinismus in Bildern“, in den „Jahrbüchern des Schweizer Alpen-Clubs 1918 und 1922“. 1949 veranstaltete die Sektion Zofingen des SAC anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens eine umfassende Gedächtnisschau, an der etwa 120 Bilder seines Lebenswerkes an den grossen alpinen Maler erinnerten.
Richard Haller in „Biographisches Lexikon des Aargaus 1803-1957“