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Die Gemeinde Lauwil betreibt eine autonome Trinkwasserversorgung. Diese profitiert von reichlichen Wasserreserven und einer übersichtlichen räumlichen Struktur. Auf den Punkt gesagt läuft das Wasser einfach von oben nach unten. Die Höhenanordnung von Quellen, Brunnenstube, Reservoir und Dorf ermöglicht eine Speisung des Reservoirs und die Verteilung im Netz mit Ausnahme eines Hofes ausserhalb des Dorfes ohne Pumpen. Der Energiebedarf für den Betrieb ist deshalb gering. Das Netz kann zudem mit einer Druckzone betrieben werden. Die grössten Vorteile liegen aber in der Ressource Wasser selbst:
• Die Quellschüttung bietet auch in Trockenzeiten, gemessen am Normalbedarf, eine grosse Reserve.
• Mit der Reservoirkapazität von 300 m3 können im Notfall 72 Stunden überbrückt werden.
• Wegen der grossen Quellschüttungsreserven können in Phasen mit hohen Keimschüben grosse Rohwassermengen verworfen werden. Die Ultrafiltration wird also nicht mit Rohwasser hoher Trübung belastet.
• Die Wasserhärte der Bürtengrabenquellen ist für Juraverhältnisse niedrig.
Das Wasserleitungsnetz versorgt zur Zeit 148 Haushalte und Gewerbebetriebe und hat nach dem geplanten Ausbau in der Bündtenmatt eine Länge von 4‘300 m mit 69 Schiebern.
Die Aussenhöfe beziehen mit einer Ausnahme ihr Wasser aus privaten Quellen. Wegen der kleinen Quelleinzugsgebiete stossen zwei dieser Quellen in trockenen Sommern an Grenzen. Zwei Höfe mussten wiederholt Trinkwasser mit Tankanhängern aus der öffentlichen Wasserversorgung beziehen.