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Geboren wurde Reinhard Genner am 28. Januar 1928 in Schaffhausen, wo er zusammen mit seiner älteren Schwester aufwuchs. In Schaffhausen besuchte er die Schulen, bis er sich nach der Matur für das Studium der Theologie entschloss. Obwohl bei seiner Rekrutierung zum Militärdienst eine Herzinsuffizienz festgestellt worden war, absolvierte er die Rekrutenschule.
Schon während seiner Schulzeit durfte er Geigenunterricht nehmen. Er übte regelmässig und gerne. Obwohl seine Geigenlehrer sehr unterschiedliche Menschen waren, haben sie alle sein musikalisches Empfinden stark geprägt und ihn dadurch sein ganzes Leben lang begleitet. Unter den Komponisten gilt seine grösste Verehrung Mozart und Bach. Später hat er auch Bratsche spielen gelernt.
Sein Theologiestudium führte ihn nach Zürich, Basel, Tübingen und Heidelberg. Der beeindruckendste Theologe ist für ihn Professor Karl Barth. Nach Absolvierung der Konkordatsprüfungen wurde er am 10. Mai 1953 in Wilchingen SH ordiniert.
1952 hatte er am evangelischen Kirchentag in Stuttgart seine zukünftige Frau Barbara kennengelernt. Sie entstammte einer Pastorenfamilie und hatte in Berlin Orgel und Kirchenmusik studiert. 1955 heirateten sie in Hemmental. Da Barbara auch gut Klavier spielte, haben die beiden oft zusammen musiziert. Ihr grosses Talent war das Improvisieren: Sie konnte nach der Kirchenliturgie ein ganzes Ausgangsspiel ohne irgendwelche Noten spielen. Das Paar bekam fünf Kinder, nämlich drei Söhne und zwei Töchter. Durch die Kinder zweier seiner Söhne kam Reinhard Genner zu Grosselternehren, und durch die Kinder einer Enkelin wurde er noch Urgrossvater.
Seine Pfarrgemeinden waren Hemmental, Effretikon, Feuerthalen und Dägerlen. 1989 trat er in den Ruhestand und zog mit seiner Frau nach Münchwilen. Hier stand er der Kirchgemeinde nach Bedarf weiterhin zur Verfügung. Ansonsten genossen sie die Zeit auch häufig in ihrem Ferienchalet im Toggenburg. In den folgenden Jahren wandte er sich vermehrt der Schriftstellerei zu; vor allem das Verfassen von Gedichten bereitete ihm Freude.
Als im Dezember 2008 seine Frau ihrem Krebsleiden erlag, half ihm das Dichten, über den schmerzhaften Verlust hinwegzukommen.
Bis zu seiner Hirnblutung im letzten Herbst wohnte er allein in seinem Reihenhaus in Münchwilen. Seit Oktober war der Stadtgarten Frauenfeld sein letztes Zuhause, wo er am 13. Juni 2018 verstarb.
Lebenslauf verfasst von seiner Familie