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Welche Beschwerden sind ernst zu nehmen?
Falls Sie unter Schluckstörungen, Änderung der Stuhlgewohnheiten, Blutbeimengung im Stuhl, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Gelbsucht leiden, kann sich dahinter ein Krebs des Magendarmtraktes verbergen. Melden sie sich bei ihrem Hausarzt. Er wird erste Abklärungen in die Wege leiten.
Welche Krebserkrankungen gehören zu den gastrointestinalen Tumoren?
Krebserkrankungen können an verschiedenen Orten des Magendarmtraktes auftreten, z.B. in der Speiseröhre (Oesophaguskarzinom), im Magen (Magenkarzinom), im Dünndarm, im Dickdarm und Enddarm (Kolon- und Rektumkarzinom), im Mastdarm (Analkarzinom) in der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom), in der Leber und in den Gallenwegen/der Gallenblase.
Abklärung und Diagnostik
Nebst einer gründlichen körperlichen und laborchemischen Untersuchung helfen uns Röntgenuntersuchungen weiter. Hier kommen Computertomographien, MRT-Untersuchungen des Bauches/der Leber und im Speziellen auch PET/CT-Untersuchungen in Frage.
Der Magen-Darmspezialist (Gastroenterologe) führt ergänzende endoskopische Untersuchungen durch, sei es eine Spiegelung des oberen (Speiseröhre/Magen) oder des unteren (Dickdarm/Enddarm) Abschnittes des Verdauungstraktes. Bei auffälligen Befunden wird er eine Gewebeprobe entnehmen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ausbreitung der Erkrankung (Tumorstadium) und nach den Resultaten der Gewebeprobe. Mittels Radiologischer kann die Ausdehnung der Tumorerkrankung erfasst werden. Der Pathologe stellt die Tumordiagnose anhand feingeweblicher Analysen, zunehmend auch mittels Genanalysen aus dem Tumorgewebe. Nach Erhalt dieser Informationen werden die individuellen Krankenakten an der interdiziplinären Tumorkonferenz besprochen und ein Therpiekonzept wird festgelegt.
Die häufigste Krebserkrankungen der Magendarmtraktes sind der Dickdarm- und Enddarmkrebs.
Beim Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) liegt in 5–10% der Erkrankung eine vererbte (genetische) Ursache vor. Mittels Vorsorge-Spiegelung des Dickdarms kann der Tumor bereits im Vorstadium (gutartiger Polyp) oder in einem frühen Tumorstadium gefunden und entfernt werden, was die Chance einer Heilung deutlich erhöht.
In frühen Stadien wird der Tumor operativ entfernt. Nach der Operation wird häufig eine sog. adjuvante Chemotherapie angeschlossen mit dem Ziel das Rückfallrisiko zu senken und die Aussicht auf Heilung zu verbessern. Ist der Primärtumor lokal ausgedehnt oder sind tumornahe Lymphknoten befallen, so kann die Chemotherapie auch vor der Operation durchgeführt werden (neoadjuvante Chemotherapie). Sind Ableger vorhanden, wird die Chemotherapie in der Regel mit einer Antikörpertherapie kombiniert.
Beim Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) handelt es sich um einen bösartigen Tumor im letzten Darmabschnitt. Die kleineren Tumore (frühe Stadien) werden operiert. Lokal fortgeschrittene Tumore benötigen oft eine Vorbehandlung, bestehend aus einer Bestrahlung oder aus einer Bestrahlung und Chemotherapie vor dem operativen Eingriff.
Bei sehr tiefem Befall ist ein künstlicher Darmausgang (Stoma) manchmal nötig, meist vorübergehend. In seltenen Fällen ist eine Rückverlegung des Stomas nicht möglich.
Wir sind Partner im Darmkrebszentrum Klinik St. Anna