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Erinnern Sie sich noch an den Riesenhype um die Einführung von UMTS / 3G Anfang der 2000er-Jahre? In Deutschland bezahlten 4 Netzbetreiber Mitte 2000 insgesamt knapp 34 Milliarden Euro, um die nötigen Frequenzen zu ersteigern. Als nur wenige Monate später im Dezember 2000 in der Schweiz die Versteigerung der Lizenzen stattfand, war die Euphorie bereits verflogen. Das Platzen der Dotcom-Blase war ins allgemeine Bewusstsein vorgedrungen und die 4 Betreiber in der Schweiz bezahlten vergleichsweise läppische 200 Millionen Franken.
Nachträglich gesehen muss man aber wohl sagen: Der Hype war eigentlich angebracht. Ohne 3G und später 4G hätten Smartphones nie ihren Siegeszug angetreten und die Mobilkultur, wie wir sie heute kennen, wäre nie entstanden.
Nun naht also das Ende des Einsatzes von 3G in der Schweiz. Swisscom betreibt die Mobilfunktechnologie der dritten Generation noch bis Ende 2025 und schaltet sie danach aus, wie der grösste Schweizer Telco angekündigt hat.
Durch die 3G-Abschaltung könne man das restliche Netz weiter verbessern, da man die frei werdenden Frequenzen für die neueren und effizienteren Technologien 4G und 5G nutzen könne, hiess es im Communiqué. Auf dem 3G-Netz laufe heute lediglich noch 1,1% des mobilen Datenverkehrs, die Technologie belege aber rund 10% der Antennenkapazität.
Die Abschaltung betrifft Kunden mit reinen 3G-fähigen Endgeräten, 4G-Geräten, die nicht VoLTE-fähig sind, sowie Geschäftskunden mit 3G-Lösungen und 3G-basierten Anwendungen für das Internet der Dinge. Man informiere diese Kunden frühzeitig, damit sie genug Zeit für die Umstellung hätten, so der blaue Riese.