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Die Studie untersucht die sozial- und umwelthistorischen Auswirkungen transnationaler Stauwerke im Alpenraum nach 1870. Hierbei wird gezeigt, was für gesellschaftliche Debatten das Fluten von Bergtälern begleiteten und welche Schicksale die davon betroffenen Dorf- und Talgemeinschaften davontrugen. Damit einhergehend gilt es, die ökologischen Konsequenzen der Errichtung von Stauanlagen zu analysieren. Hierfür werden die Methoden der transnationalen Geschichte sowie der Umweltgeschichte herangezogen, um das «Wasserschloss» Europas als eine Makroregion in den Blick zu bekommen, innerhalb welcher die Alpenländer eine kritisch zu bestimmende Position einnahmen. Schliesslich wurden zahlreiche Talsperren nicht nur mithilfe von internationalen Energiekonzernen realisiert; auch der bautechnische Eingriff in natürliche Flussläufe seitens eines Staates konnte sich auf Regionen jenseits einer Grenze auswirken. Neben einer historischen Bilanz der vom alpinen Wasserbau vor Ort entstandenen sozioökologischen Kosten werden die dahinterstehenden grenzübergreifenden Netzwerke somit ebenfalls sichtbar.