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Der in Rochester, New York, geborene US-Amerikaner Walter Hagen war Sohn eines deutschstämmigen Mühlen-Arbeiters und kam als Caddy im örtlichen Country Club in Berührung mit dem Golfsport. Hagen nutzte jede Gelegenheit, um Golf zu spielen. Bald war er so gut, dass er als Golflehrer arbeiten konnte. Mit 19 Jahren wurde er einer der weltersten Berufs-Golfer. Zwischen 1914 und 1929 gewann er elf Majors und war damit der erfolgreichste Turnier-Spieler seiner Zeit. Hagen trug wesentlich dazu bei, dem bis in die 1920er Jahre von nicht selten dünkelhaften Amateuren aus so genanntem „Guten Hause“ abgewerteten Profi-Golfsport gesellschaftliche Anerkennung zu verschaffen.
Hagen war zwei Mal verheiratet und Vater eines Sohnes.
Hagen wird unbestritten als bester Spieler aller Zeiten im Matchplay (Lochwettspiel) angesehen. Er verlor zwischen 1921 und 1928 von 33
Wettspielen in diesem Modus nur ein einziges. Hagen besiegte Bobby Jones 1926 in einem 72-Loch-Wettkampf, der damals den besten Spieler der Golfgeschichte ermitteln sollte, bereits nach dem 61. Loch. Der fassungslose Bobby Jones meinte nachher: “Wenn ein Mann seinen Drive verschlägt und danach seinen zweiten Schlag verschlägt und dann das Loch mit einem Birdie gewinnt, bringt mich das auf die Palme“. In der Tat war Walter Hagen in der Lage, seine oft mäßigen Abschläge und Fairway-Schläge mit seinem herausragenden kurzen Spiel rund ums Grün auszubessern und im Putten gehörte er ohnehin zu den Allerbesten.
Einige Mitglieder des SHGC spielen heute noch mit Original Schlägern von Walter Hagen.
Der in Atlanta, Georgia, geborene Juristensohn Robert „Bobby“ Tyre Jones jr. war ein Jahrhundertgolfer, der in den 1920er Jahren mehr als die Hälfte aller US-amerikanischen Meisterschaften für sich entscheiden konnte. 1930 gewann er bei allen vier Major-Turnieren und wurde damit der erste und bisher einzige allgemein anerkannte „Grand Slam“-Sieger der Golfgeschichte. Harvard-Absolvent Jones, der 1930 den aktiven Golfsport aufgab und in Folge als Golflehrer und Rechtsanwalt arbeitete, war nie Profi, sondern hatte stets seinen Amateur-Status beibehalten.
1933 entwarf Jones zusammen mit Alister MacKenzie den Augusta National Course und rief wenige später das Masters ins Leben. 1974 war Bobby Jones unter den ersten Golfern, die in die neugeschaffene World Golf Hall of Fame aufgenommen wurden.
Der von 1924 bis zu seinem Tod mit Mary Rice Malone verheiratete Jones hatte drei Kinder.