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Anfang der neunziger Jahre war es, Hubert Keller sass etwas verloren an seinem Pult im Flur des Hauptgebäudes der altehrwürdigen Investmentbank S.G. Warburg in London, wohin sich der frischgebackene Uniabgänger von der HEC Lausanne aufgemacht hatte. «What are you doing here?», fragte ihn einer der Banker im Vorbeigehen. «Mein Vater hat mich hergeschickt, damit ich etwas über Banking lerne», antwortete er. «Okay, komm mit», sagte der Mann und liess sich den jungen Schweizer sechs Monate lang bei jedem Call und jedem Geschäft über die Schulter schauen.
Der Mann hiess Michael Cohrs, war Direktor bei Warburg und später Vorstandsmitglied der Deutschen Bank. Fast 15 Jahre war Cohrs in der Folge der Chef von Keller: «Er wurde der beste Mitarbeiter, den ich jemals hatte», schwärmt er noch heute über seinen ehemaligen Zögling: «Sehr clever, sehr ehrgeizig, morgens der Erste im Büro, abends der Letzte, der ging.»