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Städte haben ein zum Umland verändertes Klima. Die Städte sind wärmer, trockener, windstiller und schmutziger. Mehr als 50 % aller Menschen leben inzwischen in Städten. In Europa sind es über 80%. Durch veränderte Klimabedingungen in der Zukunft sind die Städte besonders betroffen. Die Gefahren liegen zum einen bei Hochwasserereignissen wie z.B. im Frühjahr 2013 in Deutschland und Nachbarländern, zum zweiten aber auch bei Hitzewellen wie im Sommer 2003, 2015 und 2018 in Europa. Da heute schon im Sommer durch den Wärmeinseleffekt in großen Städten Gesundheitsprobleme auftreten und diese sich in Zukunft verstärken werden, ist es notwendig, neben Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase, auch Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu ergreifen.
Jede Bebauung beeinflusst die einzelnen Klimaelemente. Große Baugebiete setzen sich in klimatischer Hinsicht deutlich von der sie umgebenden Landschaft ab. Die wesentlichen Ursachen, die zur Ausbildung eines eigenen Stadtklimas führen, liegen in der weit reichenden Veränderung des Wärmehaushaltes und des örtlichen Windfeldes. Hinzu kommt eine starke Anreicherung der Stadtluft mit Schadstoffen aus den Quellen von Hausbrand, Verkehr, Industrie und Kraftwerken. Die Ausprägung eines typischen Stadtklimas ist in erster Linie abhängig von der Stadtgröße, aber auch von der Geländeform, den Bebauungsstrukturen und dem Freiflächenanteil.
Eintritt 10.– / Mitglieder AFO gratis
Bildnachweis: Jürgen Baumüller