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Klimawandel
Erholungstrend beim Meereis?
Derzeit Eismaximum in der Arktis
Während in Deutschland Frühlingsgefühle erwacht sind, herrscht in der Arktis weiterhin Winter. So werden im Norden Kanadas, in Sibirien und im Inneren Grönlands noch immer Werte um minus 35 Grad gemessen. Die Eisbedeckung der polaren Meere hat jetzt offenbar ihren Höhepunkt erreicht. Der höchste Tageswert wurde bislang am 8. März mit einer Fläche von 14.375.000 Quadratkilometern (Quelle: IARC-JAXA) erreicht. Danach überwog eine leichte Eisabnahme, noch immer ist aber in manchen Regionen wie der Kara See auch eine Neueisbildung zu verzeichnen.
Meereis in der Arktis
Auf die gesamte Arktis gesehen, dürfte der Wert vom 8. März in diesem Jahr allerdings kaum noch überschritten werden, da aufgrund des jahreszeitlich bedingten rasch steigenden Sonnenstandes in den südlichen Regionen bereits mehr Eis abtaut als neu entsteht. Das Maximum der winterlichen Eisbedeckung tritt alljährlich erst im Spätwinter oder zu Beginn des Frühlings auf. Mit Spannung wird erwartet, wie weit die Meereisbedeckung im Zuge des bald beginnenden stärkeren Abschmelzprozesses bis zum Spätsommer zurückgehen wird.
Die Ausdehnung des Meereises Ende März 2010
Nach dem historischen Tiefststand 2007 hatte es Spekulationen gegeben, das Polareis werde in naher Zukunft im Sommer völlig abschmelzen. Falls das Nordpolargebiet tatsächlich eines Tages komplett eisfrei wäre, könnte dies einen vereinfachten Abbau der dortigen Öl- und Gasvorkommen ermöglichen. In diesem Zusammenhang schwelen bereits latente Rechtsstreitigkeiten zwischen den Anrainerstaaten. Der markante Rückgang des arktischen Meereises etwa zwischen 1990 und 2007 wird allgemein mit der globalen Klimaerwärmung in Verbindung gebracht.
Die Fieberkurven der Eisbedeckung 2007 bis 2010
Nach dem Jahr 2007 hat er sich jedoch glücklicherweise nicht mehr ungebremst fortgesetzt. Die derzeitige Eisbedeckung wird von einigen Experten sogar schon wieder als durchaus "gesund" angesehen. Auf der Südhalbkugel der Erde hatte die Meereisbedeckung in den vergangenen Jahrzehnten einen Aufwärtstrend gezeigt. Die Eisbedeckung der Polargebiete steht in einer sehr komplexen Wechselwirkung mit klimatischen und ozeanograpischen Faktoren unseres Planeten. Konkrete Prognosen über ihre zukünftige Entwicklung erscheinen daher fast unmöglich.