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Produktivität
ist der Durchschnittswert der je Arbeitsstunde produzierten Güter.
Die grossen Unterschiede im Wohlstand der Länder sind fast gänzlich den nationalen Unterschiede bei der Produktivität zuzurechnen. In Staaten, in denen die Beschäftigten eine grosse Gütermenge pro Zeiteinheit herstellen können, erfreuen sich die meisten Menschen eines hohen Lebensstandards; dort wo die Produktivität niedrig ist, herrscht Armut. Soll der Wohlstand in einem Lande steigen,
gesorgt wird. Ein vierter Bestimmungsfaktor der Produktivität sind die natürlichen Ressourcen, also Inputs für die Produktion, die von der Natur bereitgestellt werden: Boden, Wasser und Luft. Einige Länder sind einfach deshalb reich, weil sie viele Bodenschätze oder ein günstiges Klima haben.
Die Produktivität in der Schweiz zeigt ein uneinheitliches Bild. 1998 entstand je geleistete Arbeitsstunde eine Wertschöpfung von annähernd 50 Franken. Je Vollzeitaequivalent ergibt das eine jährliche durchschnittliche Wertschöpfung von ca. 100'000 Franken, im Gastgewerbe waren es aber nur ca. 50'000 Franken, in der Chemie 300'000 Franken, bei den Banken 250'000 Franken. Im industriellen Bereich hat sich die Produktivität von 1980 bis 1997 um 70% verbessert. Beim Baugewerbe konnte zwischen 1980 und 1997 nur eine Produktivitätssteigerung um 40% gemessen werden. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Produktivität zwischen 1990 und 1997 war in der Chemie 10% je Jahr, bei den Banken 3%, bei den Versicherungen 2%. Im Gastgewerbe sank die Produktivität in diesem Zeitraum jährlich um 1%.