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Krafttraining Philosophie
Ausdauersportarten sind nicht genau abgrenzbar, da auch intervallartige Belastungen über längere Zeit hinweg (z.B. Spielsport) einen hohen Ausdauergehalt haben (Astrand,1993). Zumindest eine gewisse Grundlagenausdauer ist für fast alle Sportarten erforderlich. Unter sportlicher Ausdauer wird die Fähigkeit verstanden, "..eine gegebene Belastung ohne (..) oder trotz Ermüdungsanzeichen über einen möglichst langen Zeitraum bis hin zur individuellen Beanspruchungsgrenze fortsetzen zu können". Kurz: Ausdauer ist die "psycho-physische Ermüdungwiderstandsfähigkeit des Sportlers".
Anpassungsmechanismen
Bei der Auswirkung von Ausdauertraining auf den Körper unterscheidet man zwischen regulativer Anpassung, wie z.B. eine ökonomischere muskuläre Koordination, eine verbesserte lokale Stoffwechselregulation oder eine Veränderung in der vegetativen Regulation und struktureller Anpassung, wie die Herzmuskelvergrösserung (Sportherz) oder eine verstärkte Kapillarisierung der Muskulatur. Schon allein durch regulative Anpassungserscheinungen, d.h. bevor es zu strukturellen Veränderungen kommt, ist ein Leistungsanstieg zu beobachten. Strukturelle Veränderungen setzen bei regelmässigem Ausdauertraining von 3- 4 Stunden pro Woche fliessend ein.
Durch mehrmonatiges Ausdauertraining unterhalb der anaeroben Schwelle (ANS) wird der Fettsäureanteil an der Energiebereitstellung nachweislich erhöht. Der Kohlenhydratanteil sinkt entsprechend. Bei gleicher Belastungsintensität fällt auch die Laktatkonzentration geringer aus. Diese Veränderungen lassen sich auf eine Vergrösserung der in den Muskelfasern lokalisierten Mitochondrien und damit auf eine Erhöhung der Konzentration an oxidierenden Enzymen zurückführen. Durch Ausdauertraining wird weniger Laktat gebildet und zudem erhöht sich die Laktatoxidationskapazität, so dass mehr Laktat pro Zeiteinheit aus dem Blut entfernt wird. Ausdauertraining spart also Glykogen.