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Ich bedauere den Entscheid des Bundesgerichts bezüglich Homeschooling sehr. Leider wird dieses Bildungsmodell zu Unrecht verunglimpft. Trotz Studien, die ein positives Zeugnis ausstellen, werden in den Medien Falschaussagen verbreitet. Der Kanton Freiburg hat eine restriktive Haltung gegenüber dem Homeschooling. Es gibt zu viele Kinder, die sich im öffentlichen System nicht wohlfühlen oder krank werden. Schulen mit anderen pädagogischen Konzepten sowie Homeschooling können eine Erleichterung für betroffene Kinder sein. Mit der Bildungsvielfalt beziehungsweise der Bildungswahl haben die Eltern und Fachpersonen die Möglichkeit, rasch nach Lösungen zu suchen, die dem Kind entsprechen. Nicht ein System würde im Mittelpunkt stehen, sondern das Kind selbst. Die freie Bildungswahl ist ein Menschenrecht.
Das Bundesgericht macht geltend, dass aufgrund der Bundesverfassung und auch aufgrund der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) kein Anspruch auf häuslichen Privatunterricht abgeleitet werden kann. In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO heisst es hingegen in Art. 26, Abs. 3: «Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihre Kinder erhalten sollen». In diese Formulierung kann auch «Bildung zu Hause» eingeschlossen werden. Leider sind Menschenrechte nicht einklagbar. Wenn sie aber mehr wert sein sollen als das Papier, auf dem sie stehen, müssen sie als Appell an alle Länder verstanden werden, diese ihren Bürgern zu gewähren. Das erwähnte Menschenrecht auf freie Bildungswahl sollte in der Schweiz endlich umgesetzt werden!