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Dabei betonte er, dass sich Russland bei seinen Reaktionen nicht selbst schaden dürfe. Während die Beschränkung der Einfuhren von Agrar- und Ernährungsgütern zur angestrebten Selbstversorgung des Landes mit Lebensmitteln beitrage, seien Gegenreaktionen in anderen Wirtschaftsbereichen oft unzweckmäßig, erklärte Uljukajew. Er sprach sich bei dem Pressetermin zudem für Maßnahmen zur Unterstützung der auf den Sanktionslisten des Westens stehenden Unternehmen aus. Dabei gehe es in erster Linie um den Finanzsektor, von dem die Tätigkeit sämtlicher Wirtschaftszweige abhänge.
Der Wirtschaftsminister teilte ferner mit, dass die Prognose seines Ressorts für die Inflationsrate 2014 um 0,3 Prozentpunkte auf 7,5 % angehoben worden sei; er schloss aber gleichzeitig eine Teuerungsrate von bis zu 8 % nicht aus. Einige Tage zuvor hatte bereits Staatspräsident Wladimir Putin das Importverbot für Nahrungsmittel aus den westlichen Ländern gelobt. Die Nachteile dieser Maßnahme seien minimal. Der Vorteil bestehe in der Möglichkeit, den Fortschritt in der heimischen Landwirtschaft voranzubringen und den Markt vor westlich subventionierten Produzenten zu schützen, so Putin.
Er kritisierte in diesem Zusammenhang einen bisher unlauteren Wettbewerb, da die westlichen Konkurrenten in ihren Ländern deutlich umfangreichere staatliche Subventionen erhielten als die russischen Agrarproduzenten. So lägen die Beihilfen pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche in der Europäischen Union sechsmal höher als in Russland.