Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03650.jsonl.gz/1093

Die angeregten Diskussionen in den Kommentaren zeigen, dass insbesondere der Aspekt der Ungleichbehandlung von SchweizerInnen und AusländerInnen zu einer Ablehnung der Pauschalbesteuerung führt. Es ist auch unverständlich und absurd, dass das Besteuerungssystem in der Schweiz von der Nationalität bestimmt werden kann.
Michael Herrmanns Behauptung, dass die Pauschalbesteuerung dank der Kontrollrechnung nicht zu einem tieferen Steuerertrag als die ordentliche Besteuerung führt, muss vehement widersprochen werden. Wenn dem so wäre, gäbe es gar keinen Grund an der Pauschalbesteuerung festzuhalten, denn sie würde den Betroffenen gar keinen finanziellen Nutzen bringen. Tatsache ist, dass reiche AusländerInnen mit der Pauschalbesteuerung massiv Geld sparen können, sonst wäre im Kanton Zürich kaum rund die Hälfte nach der Abschaffung abgewandert.
Die Pauschalbesteuerung ist ein ungerechtes System, das die SchweizerInnen im eigenen Land benachteiligt und die verfassungskonforme Erhebung der Steuern gemäss wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verhindert. Mit der Abschaffung der Pauschalbesteuerung erlangen wir mehr Steuergerechtigkeit.
Zusammenfassend zur Diskussion um die Pauschalbesteuerung kann festgehalten werden, dass diese erwiesenermassen einen hohen Nutzen für die Schweiz und die Kantone bringt. Die rund 700 Millionen Franken Steuergelder der Pauschalierten helfen uns, unseren Wohlfahrtsstaat mitzufinanzieren.
Statt ein langjährig bewährtes System ohne Grund abzusägen, sollten wir die Pauschalbesteuerung als Standortvorteil nutzen, so wie es andere Länder wie Holland, Belgien, Luxemburg, Österreich oder Grossbritannien tun. Wir versuchen krampfhaft Firmen anzusiedeln und würden gleichzeitig vermögende Ausländer in die Wüste schicken. Von diesen Ideologien müssen wir uns lossagen, Vernunft walten lassen und NEIN sagen zur schädlichen Abschaffung der Pauschalbesteuerung im Baselbiet am 23. September 2012.