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Endstation Sehnsucht
Schauspiel von Tennessee Williams – Deutsch von Helmar Harald Fischer
PRODUKTION Theater Kanton Zürich
INSZENIERUNG Barbara-David Bruesch
BÜHNE Corinne L. Rusch
KOSTÜME Heidi Walter
PREISE 50.– | 40.– | 30.– | 20.–
INFO Talk im Theater jeweils 18:45
DAUER ca. 1 h 50 min (Ohne Pause)
|Mo||07. November 2016||19:30|
|Di||08. November 2016||19:30|
«Elysische Gefilde» lautet die Adresse einer Zweizimmerwohnung in einem heruntergekommenen Stadtteil von New Orleans. Bewohnt wird sie von Stanley Kowalski, einem polnischen Einwanderer und seiner Frau Stella, die aus einer alten Südstaaten-Familie stammt. Die Ehe der beiden wird durch eine starke erotische Anziehung zusammengehalten, die sich aber mit dem plötzlichen Auftauchen von Stellas Schwester Blanche als konfliktanfällig erweist. Blanche erscheint im proletarischen Milieu, das von Stanley und seinen Pokerfreunden geprägt wird, wie eine verblühende exotische Blume, die den Duft längst vergangener Zeiten verströmt. Sie kann den Verlust der aus Geldnot verkauften Familienplantage Belle Rêve nicht verwinden und geht Stanley auf die Nerven mit ihrem ständigen Bemühen, in der engen Wohnung der Kowalskis den Lebensstil des alten Südens einzuführen. In der brütenden Hitze eskaliert der Konflikt. Die Strassenbahn namens «Sehnsucht», deren Geräusche den Rhythmus des Stückes bilden, ist an der Endstation angekommen, und Williams Figuren entfernen sich nach dem Aussteigen in unterschiedliche Richtungen.
TENNESSEE WILLIAMS, 1948 und 1955 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, wusste bis kurz vor Fertigstellung des Stücks nicht, wie er es nennen sollte. Er erinnerte sich dann an die «desire line», eine in den frühen 50er-Jahren aufgegebene Strassenbahnlinie in New Orleans, deren Endstation sich «desire» (dt. «Verlangen, Sehnsucht») nannte. Das gefiel ihm so gut, dass er das Stück «A Streetcar Named Desire» nannte. Mit der Rolle des Stanley Kowalski, den er zunächst auf dem Broadway spielte, begründete Marlon Brando anlässlich der kongenialen Verfilmung von Elia Kazan (1951, mit Vivien Leigh als Blanche) seinen Weltruhm.