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Das Visuelle spielte von allem Anfang an eine wichtige Rolle bei den Welttraumforschern, ja es stellt im Grunde genommen ihre erste und eigentlichste Intention dar. So wurde bereits für die erste Cassette "Herzschlag Erde" ein eigener Stil entwickelt, der über die Jahre verfeinert und variert wurde. Bevorzugt zeichnen die Forscher in Serien und natürlich für die Cover ihrer Tonträger. 2001 stellten die Forscher anlässlich ihres 20. Geburtstages zum ersten Mal offiziell ihre visuellen Werke im Westwerk in Hamburg aus. Weitere Ausstellungen folgten 2008 in Breda (NL) und 2010 in Zürich (Helmhaus).
1984 begonnene Serie von A4-Tuschzeichnungen, die die Abenteuer und Erlebnisse der beiden Insekten Brtz & Brxl schildert, die zum ersten Mal in einem Lied auf der unveröffentlichten Cassette "Balalu für bunte Hunde" aufgetaucht waren. Die erste 12er-Serie wurde 2001 abgeschlossen, die zweite 12er-Serie ist in Arbeit.
Weihnachtsgrüsse verschicken die Forscher in unregelmässigen Abständen. Hier die Weihnachtsgrusskarte (Originalformat A4), die die Forscher Anfang Dezember 2010 an ihre Freunde sandten.
Den Grossen Bilderbogen begannen die Forscher 2002 zu zeichnen. Die Serie im Format 70 x 50 cm (Tuschstift auf Papier) basiert auf Coverzeichnungen und Plakatentwürfen der Forscher und wurde zum ersten Mal im Januar 2008 in der Ausstellung "Kosmologieën" in der Galerie lokaal01 in Breda (NL) ausgestellt. Zum ersten Mal setzten die Welttraumforscher Livevideos während ihres Auftrittes zum 20. Geburtstag im Hamburger Westwerk ein. Zwischen 2001 und 2008 entstanden ungefähr 30 Videoclips, die in verschiedenen Liveprogrammen und auf verschiedenen Touren zum Einsatz kamen. Der vorläufig letzte Auftritt mit Liveclips fand im Oktober 2009 am Shift-Festival in Basel statt.
Wer neu in den Minikosmos der Welttraumforscher eintritt, dem 1981 gegründeten Musikprojekt mit Sitz in Zürich und auf Uranus, dem geht es wie einem Reisenden, der sich mit einem Mal in einer grossen Stadt wiederfindet ohne Karte oder andere Orientierungsmittel. Er wird von der schieren Menge des Material verwirrt sein und erst später merken, dass diese auf nichts mehr als einen Taschenspielertrick zurückgeht, der im wesentlichen daraus besteht, eine Reihe von Grundgedanken zu varieren und diese Variationen wiederum in sich selber spiegeln zu lassen.
Auch mir ging es so, als ich 15 Jahre nach der Gründung dieses Projektes zum ersten Mal damit in Berührung kam- in einer lauschigen Julinacht des Jahres 1996. Als Neuling hat man es immer schwer und so entwickelte ich schnell eine Profilierungssucht, die genährt wurde durch viel brach liegende Arbeit, die die Welttraumforscher als notorische Faulpelze mit viel Erfolg vor sich her schoben. Schnell war ich zu Diensten und nahm die Arbeiten auf, die angesichts der allerwichtigsten Arbeit der Welttraumforschung, der Konsumation des Nichts, wie die WTF es selber nennen, zu kurz gekommen waren.
Als erstes stach mir das Wörterbuch der Welttraumforschung ins Auge, deren letzte Fassung hoffnungslos veraltet war- und ausserdem in keiner Form mehr erhältlich. Hier bot sich mir ein lohnenswertes Feld, da ich doch neben meiner Haupttätigkeit als Sammler von Zeitwirklichkeiten eine Ausbildung als Feldforscher hinter mir habe und mir auf meine strukurisierenden Fähigkeiten nichts kommen lasse. Skizzen, Notizen und Fresszettel fanden sich zuhauf im Archiv der Welttraumforscher, auch die bereits 1992 im Buch Wir haben die Erde gesehen veröffentlichte Version ihres Wörterbuches nebst vielen weiteren Einträgen, die später hinzukamen und bislang unveröffentlicht geblieben waren. Einerseits konnte ich mich dieser Schätze bedienen- die Forscher hatten mir grünes Licht für diese Arbeit gegeben- andererseits war mir klar, dass eine neue Fassung des Wörterbuches nur mit einer totalen Neukonzeption einhergehen konnte. Es ist unmöglich, sich zu wiederholen, denn immer steht die Zeit dazwischen. Das lernt man als Zeitwirklichkeitsforscher (im wesentlichen lautet die Erkenntnis dieser interessanten Wissenschaft, dass die Zeit nicht so etwas wie eine Strasse ist, die die Welt entlanggeht, sondern eine Energie, die die Wirkung hat, materielle Dinge zu verändern). Und so kann ein neues Wörterbuch der Welttraumforschung auch nur ein wirklich neues sein, in dem wohl die Daten sich nicht geändert haben, wohl aber die Inhalte, die man gewissen Daten zuschreibt. Die Gegenwart ändert auch die Vergangenheit und so blickt man zu jedem neuen Zeitpunkt von einem anderen Blickwinkel auf das, was früher geschah. Zudem hatte ich den freien Blick des Neulings, der unvoreingenommen berichten konnte, was ihm da aus inzwischen 32 Jahren Welttraumforschung entgegenkam- Cassetten und Schallplatten, Buchprojekte und Texte, Zeichnungen und Filme, Theorien und Alltagsprojekte.
Längst hat die fernöstliche Tradition des Yogas auch unsere westliche Welt in ihren Bann gezogen. Den Grund dafür kennen wir alle vermutlich aus unserem eigenen Alltag: Stress. Stress ist ein vielleicht neuartiges Phänomen des 21. Jahrhundert. Mittlerweile gilt Stress als eine der Hauptursachen für alle möglichen Krankheiten. Häufig ist dann von psychosomatischen Symptomen die Rede, also von körperlichen Erkrankungen, die auf psychische Ursachen zurückzuführen sind. Stress zählt zu diesen Ursachen und macht vermutlich den größten Anteil der Gründe für psychosomatische Belastungen aus. Viele Menschen leiden stressbedingt beispielsweise an chronischen Rückenschmerzen. Sie ertragen ihre täglichen Lasten im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr. Auch vom „Burn-out“ ist heutzutage vermehrt die Rede, einer Art Depression, die vor allem durch zu hohe Arbeitsbelastungen zustande kommt und die betreffenden Menschen lähmt.
Da ist augenscheinlich, dass viele sich Mittel und Wege suchen, um dem Phänomen „Stress“ zu entkommen, entweder um vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen oder aber um ein wirksames Mittel gegen stressbedingte Krankheiten zu finden, ein Arzneimittel sozusagen. Daher erfreuen sich diverse Entspannungsverfahren immer größerer Beliebtheit.
Überall werden Kurse dieser Art angeboten, in Bern, Genf, Zürich, Luzern und sogar auf dem Land. Selbst in der Sex Zürich szene werden nicht mehr nur Tantra-Kurse, sondern auch andere Möglichkeiten der Entspannung angeboten, deren Ziel es ist, sich ganz und gar fallen zu lassen, alles um sich herum zu vergessen und seine Muskulatur in einen Zustand der Tiefenentspannung zu bringen, was sich auch positiv auf einen gesunden Schlaf auswirken kann. Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, autogenes Training und Meditation sind nur einige dieser Entspannungsverfahren. Das zuletzt genannte Verfahren lässt es schon erahnen: Viele dieser probaten Mittel zur Entspannung entspringen der fernöstlichen Kultur, in der vor allem der Buddhismus prägend ist. So haben sich über die Jahre auch die verschiedensten Arten des Yogas ihren Weg nach Europa gebahnt und sind mittlerweile nicht nur eine Art Arzneimittel, sondern auch Bestandteil eines gewissen Lifestyles. Yoga ist sozusagen in und wird mittlerweile auch in fast allen Fitnessstudios angeboten. Sogar Ärzte raten bei bestimmten Symptomen ihren Patienten dazu, einen Yoga-Kurs zu besuchen.
Nun haben nicht alle Menschen die Gabe, sich auf Anhieb voll und ganz auf eine einzige Sache zu konzentrieren, um infolgedessen alle quälenden Gedanken für diesen Moment auszuschalten. Daher wird unterstützend Musik eingesetzt, Entspannungsmusik quasi. Auch diese entspringt in der Regel dem asiatischen Kulturkreis mit Panflöten-Klängen, sanften Trommelgeräuschen und langsamen Melodien, selten von Gesang begleitet. Alles, was wir hören - ob bewusst oder unbewusst -, übt auf uns eine fast magische Wirkung aus und beeinflusst unsere Stimmung maßgeblich. Denken Sie nur einmal an Ihre Stimmung beim Hören melancholischer Lieder oder mitreißender Rockmusik. Kaum jemand wird zu melancholischen Liedern ausgelassen tanzen oder bei guter Rockmusik seinen trüben Gedanken nachhängen.
Genauso verhält es sich auch mit Entspannungsmusik: Wir alle beginnen, langsamer zu atmen, bewusster auf unserem Atem zu achten gleichsam einer Atem-Meditation und jeden Zentimeter unseres Körpers in seiner Tiefe zu spüren. Daher wird beim Yoga fast immer Entspannungsmusik eingesetzt. Es hilft den Kursteilnehmern, sich zu Beginn auf die Yoga-Stunde einzulassen und sich für die folgenden 60 Minuten ganz auf den Atem und den eigenen Körper zu konzentrieren, um hinterher tiefenentspannt nach Hause zu fahren. Überzeugen Sie sich doch einmal selbst davon und probieren es einmal aus, falls Sie selbst noch nie Yoga gemacht haben!