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Name: Ava Permalink: https://tierrechtsforen.de/5/41478/41505

Datum: 11.01.08 08:04
Dieser Beitrag wurde 1822 mal gelesen
Ingo schrieb:
Hallo Ingo, könntest du bitte die Zitatfunktion unten Rechts im Schreibfeld verwenden (neben dem senden Knopf), die Zitatform die du gewählt hast (und die in anderen Forensystemen die "normale" ist), ist eigentlich für Fremdzitate. Die Schachtelform macht es sehr mühevoll visuell zu unterscheiden, wo wessen Text anfängt und wo er endet.
> Kann sein. Über Hay'sche Trennkost äussern sie sich auch
> nicht nur positiv.
Die sagt mir nichts, allerdings gibt es durchaus berechtigte Einwände gegen Trennkost-Systeme. Die meisten basieren auf wirren Fantasien und haben keinerlei wirkliche Rechtfertigung. Etwas anderes sind Ausschlusskostformen für Allergiker, aber das ist eigentlich dann auch keine Trennkost.
Die meisten _Diät_Systeme stellen eine unbewusste Domianz/Unterwerfungsseksualität dar, unbewusst von den Dominanten (die sie erfinden und die somit Macht über Andere ausüben) und den Unterwürfigen (die sie in ergebener Hingabe befolgen).
In emanzipierten BDSM Situationen wird Nahrungsgabe und auch Entzug / Verbote bewusst eingesetzt, z. B. verbietet der oder die Dominante dem oder der Untergebenen..... Erbsen zu essen, oder immer nur 10 Erbsen, z. B. Das ist das dann eine bewusste seksuelle Spielart und vollkommen in Ordnung.
Wenn dies aber in einem unbewussten, also symbolistischen Zustand geschieht, wie z. B. die neueste "Brigitte-Diät" oder die "Urkost" eines Steuerberaters, dann ist das abzulehnen, da oft weder die Dominanten noch die Untergebenen sich im Klaren sind, dass sie eine nicht akzeptable Seksualform praktizieren, schließlich sind nur Seksualformen akzeptabel, in die alle Partner eingewilligt haben. Etwas in das man unterbewusst verwickelt ist, kann man nicht einwilligen....
Manchmal gehen Unterwürfige auch eine virtualisierte, also autoer o tische Beziehung mit etwas ein, was gar nicht mehr durch eine bestehende Person kontrolliert wird. Da ist dann z. B. "die Natur" die Macht, der man sich unterwirft und nach "deren Gesetze" man sich ernährt (Findet man oft im Biokonsumenten-Bereich.) Oder die restriktive Rohkost, oder Fasten ist ja das Paradebeispiel einer autoer o tischen Unterwerfung ohne dominante Bezugsperson.
Ziel all dieser Aktionen ist das aufbauen und lösen einer (seksuellen) Spannung. Es sollte niemanden überraschen, dass gerade Ernährung dazu instrumentalisiert wird, Mund, Anus, Harnabgabe, muss ich wirklich ins Detail gehen?
Mein Punkt ist nun, selbst wer Autoerotik betreiben möchte und wer sich vor persönlicher Erotik scheut, sollte dies bewusst tun aber doch bitte nicht irgendeiner bescheuerten Diät unterwerfen ohne sich darüber im Klaren zu sein, was da im Hinterkopf eigentlich abläuft.
War mir jetzt eingefallen bei dem Stichwort Hay'sche Trennkost.
> Vitamin B3 Mangel hatte.
> Das ist bei mir durchaus ein Thema. Jedoch seit 15 Jahren ist
> das eigentlich nicht mehr schlimm. Obwohl, ich habe in
> manchen Jahren viel Schokolade reingehauen
Spricht denn etwas gegen "viel (vegane) Schokolade reinhauen"? Du schreibst das, als ob Schokolade essen etwas schlechtes, böses wäre.
Und vor allem: Was hat das mit Niacin-Mangel zu tun? Wurde der denn bei dir überhaupt mal festgestellt oder ist das eine Selbstdiagnose?
> und unregelmässig gegessen.
Unregelmäßig Essen ist u. U. sehr gesund, da man dann isst, wenn man die Lust dazu verspürt. Man sollte vollkommen ohne Schuldgefühle unregelmäßig essen. Ich habe im Winter meistens einen umgedrehten Tagesablauf, gehe um 8 Uhr morgens ins Bett und stehe um 3 Uhr Nachmittags auf. Also ich esse 1 Uhr Nacht zu Abend. Ich finde das großartig. "Unregelmäßig" essen ist nur dann schlecht, wenn das "unregelmäßig" für _nicht_ essen steht und dann wenn man isst, ausschließlich Nahrung ohne viel Nährwerte zu sich nimmt. In dem Fall sollte man sich Trash-Gerichte bauen, die viel Nährwert haben aber das Flair von Imbiss.
Die Idee dass dem Körper auch nur irgendein Vorteil entstünde, wenn man jeden Tag um 6 Uhr Frühstückt, um 13 Uhr zu Mittag isst und um 18 Uhr zu Abend, ist vermutlich ein Wahnprodukt der Arbeitsgesellschaft
.
> Ersteres hat sich auch gelegt.
Gut, wenn du wirklich zu viel Schokolade gegessen hast und es mehr Zwang als Lust war und Schokolade dann zur Droge geworden ist, dann ist es natürlich schöne wenn "es sich gelegt hat".
Wenn du dir allerdings selbst Schokolade verbietest (autoer o tische Unterwerfung!), dann geh lieber zwei mal im Jahr zu einer guten Domina und iss wieder Schokolade:-)
> Wie sollte es von daher einen Zusammenhang mit einem
> Niacinmangel geben?
Tja, jetzt weiss ich nicht ob der Text von mir oder von dir stammt, und das bedeutet für mich dass hier auch der Kontext zusammenbricht.
> > Interessant ist in diesem Kontext, dass bis jetzt im
> > Nachhinein immer festgestellt wurde, dass wenn ein Vitamin
> > veganen Ursprungs eine geringere Bioverfügbarkeit hat, diese
> > geringere Bioverfügbarkeit positiv war.
> in welcher Weise?