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Gmelin muss EM wegen Corona aufgeben
Für Jeannine Gmelin sind die Europameisterschaften in München frühzeitig zu Ende. Die beste Schweizer Ruderin wurde positiv auf Corona getestet. Gemäss dem Ruderverband leide sie an «leichten Erkrankunssymptomen».
Die Skiff-Ruderin Jeannine Gmelin muss sich bei der EM in München zurückziehen. Nach leichten Erkrankungssymptomen und einem positiven Corona-Test kann die Medaillen-Kandidatin am Samstag nicht zum Halbfinal antreten.
«Ich fühlte mich nicht ganz auf der Höhe, weshalb ich einen Test machte. Dieser war negativ. Um sicher zu gehen, testete ich mich heute nochmals, und diesmal war ich positiv», sagte die 32-jährige Ustermerin. «Ich machte zwei Jahre alles, um mich nicht in Gefahrensituationen zu begeben. Von daher fühlt es sich im Moment wie ein schlechter Scherz an.»
Während des Vorlaufs am Donnerstag, den sie im 2. Rang beendete, verspürte Gmelin noch keine Anzeichen, dass etwas nicht in Ordnung ist. In der Nacht hatte sie dann «wahrscheinlich» Fieber, nun leidet sie noch an Erkältungssymptomen
Unerwartetes und bitteres Ende
Die Skiff-Weltmeisterin von 2017 trat in München nach ihrem EM-Titel von 2018 in Glasgow als Titelverteidigerin an.
Enttäuscht sprach Gmelin von einem «unerwarteten und bitteren Ende für einen bislang gut verlaufenen EM-Einstieg». Sie muss sich nun im Hotel isolieren.
Zwar ist die WM im September in Racice ihr Hauptziel in dieser Saison, weshalb Gmelin aktuell noch nicht in Topform ist, dennoch rechnete sie sich in München einiges aus.
In der Vorbereitung auf die EM in Portugal schraubte sie das Trainingsvolumen nach oben. Von daher war sie von der Grundfitness her weiter als bei den Podestplätzen an den Weltcup-Regatten in Poznan (2.) und Luzern (3.). Nun bleibt es vorerst bei vier EM-Medaillen.