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In der Humantherapie wird das flexible Taping schon sehr lange geschätzt.
Dr. Kenzo Kase hat Mitte der 70er-Jahre erste Tests mit herkömmlichen Tapematerialien durchgeführt. Die gewünschten Erfolge blieben jedoch aus. Aus diesem Grund wurde ein neues Material entwickelt, das flexibel bleibt und Gewebe oder eine verletzte Struktur aktiviert und unterstützt. Um 1990 kam das Tape nach Deutschland und wurde dort durch geschulte Therapeuten vertrieben. Mit dem positiven Erfolg kam auch der Wunsch das Taping an Tieren erfolgreich einzusetzen. Um das Jahr 2000 wurden erste Tests in Australien mit mässigem Erfolg durchgeführt. Die Tapeanlagen hielten auf dem Fell nicht sehr lange. Erst im Jahr 2008, nach ca. 18 Monaten Entwicklungszeit, kam das heutige Tape für Tiere auf den Markt. Durch geschulte Therapeuten wurde schliesslich das Taping an andere Therapeuten weitergegeben und ist heute ein geschätztes Hilfsmittel bei allerlei gesundheitlichen Problemen.
Das Pferdefell stellt die Anwendung des flexiblen Tapings vor enorme Herausforderungen im Hinblick auf die Haltbarkeit der Anlagen. Klar ist, das es auf kurzem Sommerfell deutlich besser hält, als auf langem Winterfell. Zu beachten ist, dass das Fell vor einer Anlage sauber und trocken sein sollte. Manchmal ist ein Haftspray unerlässlich und kann helfen, dass das Tape besser haftet.