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Federer verlor sein hochstehendes Einzel gegen Zverev nach zweieinhalb Stunden zwar 6:7 (1:7), 7:6 (7:4), 6:7 (4:7), dank Belinda Bencic setzten sich die Schweizer aber dennoch auch im zweiten Gruppenspiel gegen Deutschland durch.
Die 19-jährige aus Wollerau gewann ihr Einzel gegen Andrea Petkovic 6:3, 6:4. Und im abschliessenden Mixed trumpfte Bencic wie bereits am Montag gegen Grossbritannien an der Seite von Federer gross auf. Die beiden gaben sich keine Blösse und siegten nach dem verwerten des fünften Matchballs 4:1, 4:2.
Am Freitag spielen die beiden Schweizer nun gegen das ebenfalls noch ungeschlagene französische Duo Kristina Mladenovic und Richard Gasquet um den Einzug in den Final.
Im ersten Einzel des Tages hatte der 35-jährige Federer und der 16 Jahre jüngere Zverev sich in der erneut voll besetzten Perth Arena einen zweieinhalbstündigen Abnützungskampf geliefert, der über weite Strecken hochstehendes Tennis bot.
Die Entscheidung fiel zu Beginn des dritten Tiebreaks, als Federer zwei Minibreaks kassierte. Noch einmal kam der Schweizer auf 4:5 heran, mit zwei guten Aufschlägen beendete der 1,98 m grosse Deutsche, der insgesamt 17 Asse schlug, letztlich aber das Spiel.
Frühe Führung nicht genutzt
Federer war hervorragend in die Partie gestartet, servierte ausgezeichnet und lag im ersten Satz 5:2 in Führung, ehe Zverev immer stärker wurde. Vor allem von der Grundlinie spielte der Hamburger ausgezeichnet, wobei er die Mehrheit der längeren Ballwechsel für sich entschied.
Die Entscheidung im ersten Tiebreak war schnell gefallen, unterliefen Federer doch zwei Doppelfehler. In der zweiten Kurzentscheidung trat der Baselbieter wesentlich souveräner auf und entschied diese mit 7:4 zu seinen Gunsten.
Die dritte Partie gegen Zverev – zuvor hatten beide je ein Duell für sich entschieden – war für Federer ein hervorragender Test im Hinblick auf das Mitte Januar beginnende Australian Open in Melbourne, nachdem er in der ersten Partie gegen den Briten Daniel Evans nicht ernsthaft gefordert worden war. Zverev, der beste Teenager der Welt, deutete an, welch Potenzial er besitzt, und bot dem Schweizer mehr als nur Paroli.
Starke Leistung von Bencic
Der Niederlage Federers machte Belinda Bencic mit ihrem Auftritt gegen Andrea Petkovic (WTA 55) wieder gut. Bencic zeigte eine starke Leistung. Bis zum Stand von 6:4, 4:1 war sie die klar bessere Spielerin auf dem Platz. Aufgrund eines kleinen Durchhängers der Schweizerin und einer Steigerung ihrerseits schaffte Petkovic noch einmal den Ausgleich zum 4:4, ehe Bencic die Partie doch noch in zwei Sätzen zu ihren Gunsten entschied.
Für Bencic war es der zweite Einzel-Sieg im zweiten Spiel in dieser Woche. Am Montag hatte sie sich gegen Heather Watson in drei Sätzen durchgesetzt.
(sda)