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Erstmals haben Frauen in Indonesien eine eigene Kooperative gegründet. Sie heisst: Kokowagayo. Alle ihre Mitglieder sind Kaffeebäuerinnen.
Der Weg bis zur Gründung war aber ein eigentlicher Spiessrutenlauf: Zuerst mussten die Mitglieder den Verwaltungsleiter des Dorfes dazu bringen, einen formellen Brief auszustellen, in dem erklärt wird, dass ihre Ehemänner ihr Land mit ihnen gemeinsam verwalten. Und zu guter Letzt mussten sie noch ihre Ehemänner überzeugen, diesen Brief zu unterschreiben. Offenbar mit Erfolg: Die Kooperative besteht seit 2014.
Auf den ersten Blick erscheint das Konzept einer reinen Frauenkooperative in der überwiegend muslimischen Aceh-Region innovativ, aber eigentlich ist es eine natürliche Entwicklung. Denn die Mädchen erhalten eine gleichberechtigte Ausbildung und in der Wirtschaft gewinnen weibliche Führungskräfte immer mehr an Bedeutung.
Die Frauen der Kooperative Kokowagayo bauten mit der Fairtrade-Prämien für ihren Café Femenino ein Gemeinschaftszentrum, um einen sicheren Ort für Frauen zu schaffen. Dort können sich die Kleinbäuerinnen versammeln, neue Fähigkeiten erlernen, ihr Wissen teilen und den sozialen Zusammenhalt stärken. Kokowagayo führt Trainings durch, um die Fähigkeiten und den Mut der Frauen zu verbessern, die es braucht, um in der Produktion von hochwertigem Kaffee erfolgreich zu sein.
Das Recht auf Schutz vor Diskriminierung und die Gleichstellung von Frau und Mann sind Grundrechte und gehören zu den zentralen Grundsätzen der internationalen Menschenrechte. Die fehlende Gleichstellung von Mann und Frau ist Studien zufolge weltweit das grösste Hindernis für die Weiterentwicklung von Gesellschaften. Fairtrade fördert ausdrücklich die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Fairtrade-Organisationen, um den Nutzen für alle Mitglieder zu erhöhen. Erfahre hier, wie wir uns für Geschlechtergerechtigkeit engagieren: Fairtrade fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern