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Alles Beten und Hoffen war vergeblich: In der Nacht auf Mittwoch wurde Kelly Gissendaner als 16. Frau seit 1976 in den USA mittels Injektion des Schlafmittels Pentobarbital hingerichtet.
Zuvor hatten nicht nur ihre Kinder ein Gnadengesuch eingereicht, auch der Papst richtete sich mit einem Schreiben an die Begnadigungskommission des US-Bundesstaats Georgia. Franziskus hatte während seines Besuchs in den Vereinigten Staaten vergangene Woche erneut die Abschaffung der Todesstrafe verlangt.
Die 47-Jährige Gissendaner war 1998 wegen Beihilfe zum Mord an ihrem Ehemann zum Tod verurteilt worden. Zusammen mit ihrem damaligen Liebhaber, Gregory Owen, hatte Gissendaner den Mord geplant – die Ausführung oblag Owen. Owen bekannte sich im Gerichtsprozess schuldig und belastete Gissendaner. Er wurde mit lebenslänglicher Haft bestraft.
Gissendaner ist die 21. Person, die im laufenden Jahr in den USA hingerichtet wurde. Seit 1976, als die Todesstrafe wieder eingeführt worden war, wurden insgesamt 1414 Personen hingerichtet. Im vergangenen Jahr wurden in den USA 35 Personen hingerichtet, nur Irak, Saudi-Arabien, Iran und China vollstreckten im gleichen Zeitraum mehr Todesurteile. (wst)