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Inzwischen ist die russische Unterschrift beim Uno-Generalsekretär eingetroffen, so dass das Protokoll am 16. Februar 2005 formell in Kraft tritt. Verabschiedet worden war das Abkommen im Jahr 1997 im Rahmen der Klimakonvention der Uno.
Das Kyoto-Protokoll wird für die Mitgliedstaaten rechtlich bindend, sobald es von mindestens 55 Ländern ratifiziert worden ist und sich darunter Industrieländer befinden, die zusammen für mindestens 55% Prozent der Treibhausgas-Emissionen im Jahr 1990 verantwortlich waren. Da die USA und Australien das Abkommen bisher nicht unterzeichnet haben, konnte die erforderliche Industrieländer-Quote nur mit Russland erreicht werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben 128 Länder das Protokoll ratifiziert. Von den Industrieländern fehlen nach Angaben des Climate Change Sekretariats der Uno (UNFCCC) neben den USA und Australien nur noch Liechtenstein und Monaco.
Der Vertrag verpflichtet die unterzeichnenden Industrieländer, ihren Ausstoss von Treibhausgasen im Zeitraum 2008 bis 2012 durchschnittlich um 5,2% unter den Stand von 1990 zu senken. Die EU und die Schweiz haben sich verpflichtet, ihre Treibhausgas-Emissionen um 8% unter das Niveau von 1990 zu reduzieren. Bevölkerungsreiche Länder wie China, Indien, Indonesien und Brasilien sind zwar - wie zahlreiche weitere Entwicklungsländer - Vertragspartner des Kyoto-Protokolls, haben aber im Gegensatz zu den Industrieländern keine bindenden Reduktionsverpflichtungen.
Quelle
M.S. nach Medienmitteilung UNFCCC und Dokumentation Uvek