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Auch Djamila hat Traumatisches erlebt. Als seien Vertreibung und immense Entbehrung nicht schon genug, verlor sie mitten im Krieg auch noch ihre Mutter durch Brustkrebs. Das Haus der Familie in Jarba wurde zerstört. Nach ihrer Rückkehr blieb ihnen nichts anderes übrig, als eine Zeit lang in einem Zelt zu leben, wo sie Wetter und Kälte ausgeliefert waren - bis Djamilas Vater auf den Obstplantagen Jarbas genug Geld erwirtschaftet hatte, um eine einfache Unterkunft mit zwei Räumen zu bauen.
Zusammen mit ihrem Vater kümmert sich Djamila um die Schafe und Kühe anderer Dorfbewohnerinnen und -bewohner. Sie mag die Arbeit mit den Tieren sehr: «Es ist schön, Jungtiere aufzuziehen, sie für den Auslauf und zum Fressen auf die Wiesen zu bringen und zum Melken zurückzuholen.» Manchmal denkt Djamila an die Zeit zurück, als ihre Mutter noch am Leben war. «Und als wir hier Obstbäume mit allen erdenklichen Aprikosensorten hatten. Als man noch essen konnte, was immer man mochte.» Heute ist die Armut ihre tägliche Begleiterin.
Umso wichtiger ist für Djamila die Schule. Sie gibt ihr nicht nur eine Zukunftsperspektive, sondern auch ein Stück Normalität und Sicherheit.