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Er klemmt
Die gewünschte Dosengrösse entsteht, indem man dünnes Furnier um einen runden Kern verleimt. Von der Holzröhre lassen sich zwei Ringe abtrennen, einer als Dosenrand, einer als Verschluss. Von letzterem schneidet man ein Segment heraus. Etwas auseinander gezogen passt er jetzt über den geschlossenen Ring. Obwohl er dort klemmt, lässt er sich problemlos drehen.
Beidseitig aufgeleimte Holzscheiben machen aus dem Ring eine geschlossene Box. Im Bereich der Furnierfugen schleift man anschliessend die erforderliche Öffnung mit einem zylindrischen Schleifklotz frei. Mit dem gleichen Hilfsmittel lassen sich auch die beiden Enden des drehbaren Verschlussrings sauber formen.
Der Däne Robert Ehricke erreichte mit seiner Holzdose mit Drehverschluss bei der international ausgeschiebenen Shaper-Box-Challenge den 2. Platz. Neben ihrem cleveren Verschluss fällt bei der eleganten Dose auch ihre Herstellung auf: Sie wurde ausschliesslich mit Handwerkzeug gefertigt.
Zum Mitmachen bei der Shaper-Box-Challenge galt es, einen Behälter zum Aufbewahren von Gegenständen zu entwerfen und herzustellen. Die Teilnehmenden mussten nur eine einzige Bedingung einhalten: Die Box sollte mit einem Deckel verschlossen werden können. Damit die Jury die Arbeiten beurteilen konnte, mussten alle ihr Projekt mit Fotos oder einem Video dokumentieren. Insgesamt gab es über 800 Einsendungen. (hw)