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Man vermutet, dass die Kirche von Felsberg durch kaiserliche Gunst an das Kloster Reichenau auf der gleichnamigen Halbinsel im Bodensee gelangte. Dieses setzte als Verwalter in Felsberg die von Frauenberg ein. Die Kirche wird urkundlich erstmals um 1305 erwähnt. Durch Tausch des Patronatsrechtes 1305 der Kirche Felsberg, gegen jenes der Kapelle zu Balzers, kam die Kirche Felsberg zum Kloster Churwalden.
Bischof Ulrich V. erteilte 1341 dem Gotteshaus Churwalden die Investitur der Kirche Felsberg.
Zum Sprengel der Pfarrei Felsberg gehörten bis 1526 auch die „Nachpuren ob dem oberen Says“. Die Sayserpforte an der Südseite der Kirche erinnert noch daran.
Mit den Einnahmen aus Pfrundstiftungen für ausgeteilte Löser um 1489 versuchte man, wenigstens für jeden anderen Sonntag und für die Festtage einen Priester zu bekommen.
Die Felsberger schlossen sich 1535 der Reformation an. Die Gemeinde neigte der Lage wegen kirchlich zu Chur. Sie hatte deshalb schon vor Beginn der Reformation die deutsche Sprache angenommen. Nicolin Sererhard schreibt in „Einfalte Delineation“, dass die Felsberger Kirche „gemeinlich als ein Filial von Chur“ betreut wurde. Diese Entwicklung war für die Felsberger, die zur Herrschaft Rhäzüns gehörten, nicht vorteilhaft, da Rhäzüns, wegen seiner starken Abhängigkeit von Österreich, dem neuen Glauben nicht wohlgesinnt war. Die kirchlichen Verhältnisse zwischen Rhäzüns und Felsberg wurden 1690 so geregelt, dass die Felsberger von allen Kornzinsen und Schmalzabgaben, vom Todfall und den Zehnten befreit wurden. Dagegen fielen für die Felsberger die wöchentlichen Spenden durch die Herrschaft weg und sie mussten ihren protestantischen Pfarrer selbst „erhalten“.
Otto Valentin aus Haldenstein wirkte von 1662 -1664 als erster eigener Pfarrer in Felsberg.
Der erste hier wohnhafte Pfarrer war Georg Soliva, der von 1768 -1776 im Amt war.
Johannes Lucius Patronus betreute im 17./18. Jahrhundert die Gemeinde Felsberg während 29 Jahren – bisher am längsten.
Bis heute dienten 42 Pfarrherren in der Evangelischen Kirchgemeinde Felsberg, davon Martin Fontana-Buchli von 1969 -1994 im 20 Jh. am längsten.
Mit der Verordnung aus dem Jahre 1812 wurden die kirchlichen Verhältnisse zum ersten Mal offiziell geregelt.