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Nachhaltigkeit in der Baubranche
Die wachsende Bedeutung des Nachhaltigkeitsgedankens widerspiegelt sich auch in der verstärkten Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien in den verschiedenen Sektoren des Wirtschaftsgeschehens.
Flavia Rebecca Rosenau, 2021
Bachelor Thesis, Sika AG
Betreuende Dozierende: Georg Kassowitz
Keywords: Nachhaltigkeitsstrategien, Best Practices, Handlungsempfehlungen
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Auch bei Unternehmen in der Bau- und Bauzulieferbranche ist ein klar erhöhtes Interesse daran zu erkennen. Dies ist von grosser Bedeutung, da die Baubranche einen grossen Einfluss auf die Umwelt ausübt. Beim Bau von Gebäuden und Infrastrukturprojekten benötigt man viele Ressourcen und auch der Betrieb von Gebäuden ist sehr energieintensiv. Betrachtet man die Bauindustrie insgesamt, also inklusive dem Betrieb der Gebäude und Infrastrukturen über ihre gesamte Lebensdauer, so sind ihr sogar rund 40% der globalen CO2-Emissionen zuzuschreiben.
In der vorliegenden Bachelorarbeit soll die Frage beantwortet werden, welche Massnahmen aus den Nachhaltigkeitsstrategien der Peergroup als Best Practices erachtet werden können, um einen möglichst wirkungsvollen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten. Die verschiedenen Unternehmen wurden dabei als Fallstudien untersucht, wobei die folgenden Aspekte berücksichtigt wurden: Das Unternehmensprofil, die Nachhaltigkeitsstrategie mit Fokus auf die ökologische Nachhaltigkeit und die spezifische Behandlung der Thematik des Klimaschutzes.
Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen auf, dass es für eine erfolgreiche, unternehmerische Nachhaltigkeit nicht ausreichend ist, wenn sich Unternehmen einer Massnahme allein verpflichten. Die Kombination mehrerer, simultaner Massnahmen, Aktivitäten und Strategien, vollzogen durch eine Vielzahl an Akteuren, ist für eine erfolgreiche Umsetzung zentral. Der Nachhaltigkeitstrend verlangt von den Unternehmen immer mehr Offenlegung von nicht-finanziellen Informationen, welche vermehrt den Richtlinien von Reporting-Standards folgen müssen.
Insgesamt konnten mehrere konkrete Massnahmen herausgearbeitet werden, die als Best Practices angesehen werden können. Dazu gehören: Die Erhöhung der Transparenz durch detaillierte Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Beschäftigung mit ESG-Ratings, fortgesetzte und kontinuierliche Prozessoptimierungen zur Reduktion von CO2-Emissionen, die konsequente Förderung von Produktinnovationen, die Verwendung erneuerbarer Energien, die Förderung der Kreislaufwirtschaft, die Forschung nach alternativen Baustoffen, die Implementation von Strategien zur CO2-Speicherung und -Nutzung, sowie die Zusammenarbeit mit innovativen Start-ups.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Fachbereich der Arbeit: Strategie, Marketing & Kommunikation
Vertraulichkeit: öffentlich