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Der gewöhnliche oder echter Hanf ist umgangssprachlich auch unter der Bezeichnung Cannabis bekannt. Er gehört zur Familie der Hanfgewächse und zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Erde.
Die Hanfpflanze wächst als einjährige Pflanze. Ihr krautiger Wuchs kann in der Natur eine Höhe von bis zu 4 Metern erreichen. Die männlichen Pflanzen können auch grösser werden, sind dann aber im Vergleich zu den weiblichen Pflanzen weniger robust.
Die Vegetationsperiode dauert zwischen 90 und 105 Tagen, nach der Blütezeit stirbt die Hanfpflanze ab.
Die Wurzel besteht aus einer Hauptwurzel und mehreren Seitenwurzeln. Im Vergleich zu den Seitenwurzeln, welche maximal 80 cm lang werden, erreicht die Hauptwurzel je nach Bodenbeschaffenheit eine Länge von bis zu 2,5 Metern.
Die Stängel der Hanfpflanze sind nur leicht behaart, sie stehen meist einzeln und sind aufrecht. Unter den Blüten bilden sich Seitentriebe, welche dichter und filzig behaart sind. Die Laubblätter der Hanfpflanze sind handförmig zusammengesetzt. Die einzelnen Blättchen können bis zu 15 cm lang werden. Die Blattunterseite ist hellgrün, die Oberseite dunkelgrün. Auf beiden Seiten sind sie behaart und haben einen grob gezackten Rand.
Die Blüten sind rund und werden bis zu 25 cm lang. Die Blütezeit ist von Juni bis September.
Pharmakologisch sind nur die weiblichen Hanfpflanzen interessant, da diese die Blüten tragen. Als Arzneidroge wird das Kraut der Pflanze verwendet, welches die getrockneten Blüten, sowie die jungen Blätter beinhaltet.
Durch schonende Extraktionsverfahren wird CBD herausgelöst und kommt in Form von Tropfen, Kapseln, Bonbons oder auch als Ergänzung in Salben in den Handel.
CBD ist die Kurzform für Cannabidiol. Das Cannabidiol gehört zu den rund 100 verschiedenen Cannabinoiden. Im Vergleich zu dem bekanntesten Cannabinoid dem Tetrahydrocannabinol (THC) wirkt CBD nicht berauschend, es hat also keine psychoaktive Wirkung.
Den Ursprung der Hanfpflanze vermutet man in Zentralasien. Durch den Menschen wurde sie über tausende von Jahren immer weiterverbreitet und kommt heutzutage auf der ganzen Welt vor. Sie wird oft gezüchtet, wächst aber auch verwildert.
Für ein optimales Wachstum benötigt die Hanfpflanze einen lockeren und mineralhaltigen Boden. Sobald der Boden zu fest ist entwickeln sich die Wurzeln deutlich weniger stark. Auch der Grundwasserspiegel hat Einflüsse auf die Wurzeltiefe.