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007-Komponist gestorben
Am 30. Januar ist John Barry im Alter von 77 Jahren verstorben.
Der britische Komponist wurde 1933 in York geboren. Mit Film kam er noch vor der Musik in Berührung, besass sein Vater doch mehrere Kinos, und so nutzte Barry jede Gelegenheit, selber am Projektor zu stehen. Seine musikalische Karriere begann er im Jazz, erlernte Klavier und Trompete und gründete 1957 The John Barry Seven. Seine Verbindung mit Sänger Adam Faith führte ihn schliesslich zu seinem ersten Filmscore, Beat Girl.
Den grossen Durchbruch im Filmgeschäft schaffte Barry mit dem James-Bond-Film Dr. No, für den er die Musik von Monty Norman, mit der die Macher nicht ganz zufrieden waren, neu arrangierte. Das Bond-Thema, folglich in fast allen 007-Filmen zu hören, führte schlussendlich zu einem gerichtlichen Disput, da dessen Nennung immer mit John Barry in Verbindung gebracht wurde, Norman aber darauf bestand, dieses komponiert zu haben. Barry selber nahm dazu nie mehr Stellung.
Zu Barrys grössten filmmusikalischen Hits gehören zweifellos seine Bond-Titelsongs, allen voran Goldfinger (gesungen von Shirley Bassey) und die zugehörigen Scores (From Russia with Love, Thunderball, You Only Live Twice, Diamonds Are Forever, On Her Majesty's Secret Service, Man with the Golden Gun, Octopussy, View to a Kill und The Living Daylights). Aber auch Musiken wie Midnight Cowboy, Out of Africa oder Born Free verkauften sich abseits des Films hervorragend.
Nebst diesen und seinen Bond-Scores (hier insbesondere On Her Majesty's Secret Service, der bei Fans als seine beste 007-Musik gilt) zählen etwa Lion in Winter, Mary, Queen of Scots, Somewhere in Time, Zulu, King Kong, Raise the Titanic, Robin and Marian, Hanover Street sowie Body Heat zu seinen beliebtesten und meistgeschätzten Filmmusiken.
1990 gelang Barry mit Dances with Wolves ein bemerkenswertes Comeback, nachdem ihn eine Lebensmittelvergiftung fast das Leben gekostet hätte. Er holte dafür seinen fünften Oscar und stieg noch einmal so richtigs ins Filmgeschäft ein. Seinen letzten Filmscore schrieb er 2001 für den Thriller Enigma.