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Hintergrund: Der Herzinfarkt ist eine Hauptursache für Tod und Behinderung. Es betrifft eine von drei Personen in den entwickelten Ländern und wird durch die Blockierung der Durchblutung des Herzens verursacht, was zum Absterben der Herzmuskelzellen führt. Die schnelle Identifizierung des Herzinfarktes ist für den Beginn einer wirksamen Behandlung entscheidend. Die Elektrokardiographie und Bluttests, welche den Spiegel des Herztroponins messen - ein Protein was nur im Herz vorkommt, und welches als Folge von Herzmuskelzellschäden in den Kreislauf gelangt - bilden die aktuellen Diagnosen-Eckpfeiler und ergänzen die klinische Beurteilung. Die Entwicklung von hochempfindlichen Herztroponin-Tests, welche im Vergleich zu Tests von früheren Generationen in der Lage sind, Troponin bei viel geringeren Konzentrationen nachzuweisen, haben neue Möglichkeiten der Frühdiagnose, insbesondere die Entwicklung von 1h-Algorithmen, mit denen innerhalb 1h bei der Mehrzahl der Patienten, der Herzinfarkt entweder sicher ausgeschlossen oder nachgewiesen werden kann, ermöglicht.
Ziele: Die Ziele der aktuellen Studie ist es, die Sicherheit und Effizienz der 1h-Algorithmen in einer Validierungskohorte zu überprüfen.
Methodik: Wir werden fortlaufend Patienten rekrutieren, welche sich mit akuten Brustschmerzen in der Notaufnahme melden. Ein standardisierter Fragebogen wird dann ausgefüllt, Blutproben werden zu Beginn der Studie, sowie nach 1h, 2h, und 3h genommen und klinische Aufzeichnungen werden gesammelt. Die endgültige Diagnose (= die wirkliche Ursache für akute Schmerzen in der Brust) wird durch zwei unabhängige Kardiologen gegeben, welche von allen Informationen Gebrauch machen werden, welche die einzelne Patienten betreffen.
Mögliche Bedeutung: Diese Studie wird Erkenntnisse bieten, welche zur Verbesserung der Frühdiagnose des akuten Myokardinfarkts (AMI) beitragen werden, demzufolge wichtige klinische und wirtschaftliche Auswirkungen auf das Patientenmanagement haben.