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© 1967 United Artists / Rhodes Pictures – Elvis Presley
HANDLUNG
Wie vorauszusehen war, treffen sie dort auf die eine oder andere junge Dame, die sich einen Millionär zu angeln versucht. Scott freundet sich mit Dianne Carter an, welche hinter einem Millionär namens James J. Jamison her ist. Scott bietet Dianne seine Hilfe an, nur um es bald darauf zu bereuen, beginnt er sich doch seinerseits in Dianne zu verlieben.
Als sich für Scott die Möglichkeit auftut, am jährlichen Schnellbootrennen teilzunehmen, weiss er plötzlich wie es ihm gelingen könnte, die Aufmerksamkeit von Dianne zu erringen.
Eines Tages trifft völlig unerwartet Scotts Vater, auf der Suche nach seinem „getürmten“ Sohn, im Hotel ein – Scotts Plan scheint zu scheitern…
REZENSION
Elvis’ Filme wurden in dieser Schaffensphase immer seichter und Elvis litt unter dem Bewusstsein, nichtssagende und belanglose Filme am Laufband abliefern zu müssen. Ernste Rollen trauten ihm die grossen Filmstudios nicht zu, und so war dies der letzte Film, den Elvis für die United Artists drehte.
Ich möchte «Clambake» nicht als Elvis’ filmischen Tiefpunkt bezeichnen – da gibt es noch viel Schlechteres – ein guter Film ist es aber leider auch nicht geworden. Dabei hätte man aus der Grundgeschichte des Millionärs-Sohnes, der sich selber beweisen möchte, dass er es auch ohne die Millionen seines Vaters zu etwas bringen kann, durchaus eine interessante Vater-Sohn-Geschichte machen können. Die an sich ernsthafte Grundthematik wird aber in jeder Sekunde des Streifens durch alberne Einlagen und kitschige Übertreibungen zunichte gemacht. Man kann weder die Figuren ernst nehmen noch deren Schicksale, da alles zu leicht und zu locker gespielt wird und selbst die tragischen Momente durch Albernheiten gebrochen werden.
Dazu kam ein Soundtrack, der ebenso unmotiviert wirkt wie der Hauptdarsteller. Songs wie «Confidence» oder »Hey, Hey, Hey» gehören mit zum Schlechtesten, was es von Elvis zu hören gibt. Als Hitsong kann man keinen der sieben Songs bezeichnen. Das sah wohl auch seine Plattenfirma so und füllte das Soundtrack-Album grosszügig mit Songperlen wie «Big Boss Man» oder «Singing Tree» auf.
«Clambake» spielt eigentlich in Florida, wurde aber vollständig in Kalifornien gedreht, was wohl zeigt, dass auch das Filmstudio keine unnötigen Ausgaben mehr generieren wollte.
Eine fadenscheinige Geschichte ohne eigentliche Höhepunkte oder wenigstens musikalische Highlights weiterzuempfehlen, ist Nonsens, deshalb lasse ich das auch – es sei denn, Sie sind Elvis-Fan, dann müssen Sie den gesehen haben…
BLU-RAY-BILD
Die HD-Bildumsetzung dieser Blu-ray besticht durch eine beachtliche Schärfe, welche nur bei Totalen etwas an Detailgenauigkeit verliert. Die Farben sind kräftig, wirken natürlich und bringen die exotische Umgebung gut zur Geltung. Die Kontraste bewegen sich im guten Mittelfeld, was auch auf den Schwarzwert zutrifft.
Vereinzelt sind leichte Bilddefekte/Verschmutzungen zu sehen. Alles in allem jedoch eine ausgezeichnete HD-Umsetzung, die jede bis heute veröffentlichte DVD-Ausgabe in den Schatten stellt!
BLU-RAY-TON
Weniger berauschend ist die Tonumsetzung ausgefallen. Wie von einem Mono-Ton nicht anders zu erwarten, gibt es zu keiner Zeit eine gute Räumlichkeit zu hören. Die Dialoge sind jedoch jederzeit klar und verständlich. Die Dynamik leidet natürlich unter dem fehlenden Subwoofer-Ton, kann aber den Umständen entsprechend als akzeptabel bezeichnet werden. Die Tonbalance ist sehr gut ausgefallen.
FAZIT
Die Blu-ray-Umsetzung kann vor allem durch ein ausgezeichnetes Bild bestechen!
Film-Fakten
© 2018 Explosive Media GmbH
Clambake
Regie:
Arthur H. Nadel
Drehbuch:
Arthur Browne Jr.
Musik:
Jeff Alexander / Elvis Presley
Produktion:
© Levy-Gardner-Laven / Rhodes Pictures
Kamera:
William Margulies
Schnitt:
Tom Rolf
USA / 1967