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Berechnungen von cash.ch zeigen: Das Ehepaar Ebner nimmt mit der Übernahme 1,126 Milliarden Franken ein. Denn laut Bloomberg-Daten hat Ebner die Vifor-Aktien in den letzten zehn Jahren zu einem durchschnittlichen Preis von 82 Franken pro Stück gekauft. Mit dem Gesamtpaket erzielte Ebner einen geschätzten Return von 93,4 Prozent. Das ist die beste Zahl aller von Bloomberg erfassten Vifor-Aktionäre.
Der 76-jährige Ebner hält mit seiner Frau Rosmarie via Beteiligungsgesellschaft Patinex-Holding seit 2017 unverändert 13,25 Millionen Vifor-Aktien. Das entspricht 20,38 Prozent am Kapital am St. Galler Pharmaunternehmen.
Der folgende Chart zeigt, wie sich Ebners Vifor-Positionen in den letzten zehn Jahren verändert haben (grüne Linie: Anzahl Vifor-Aktien von Patinex, weisse Linie: Aktienkurs von Vifor).
(Chart: Bloomberg)
Seine ersten grossen Käufe von Vifor-Aktien tätigte Ebner im ersten und vierten Quartal 2012, als er rund 6 Millionen Stück für durchschnittlich etwa 75 Franken kaufte. Von dieser Position veräusserte er im 2013 die Hälfte. Im ersten und zweiten Quartal 2015 kaufte Ebner dann den Grossteil seines Vifor-Pakets, nämlich rund 8 Millionen Aktien zu durchschnittlich etwa 72 Franken. Nach einem weiteren Kauf von rund 2 Millionen Aktien im ersten Quartal 2017 rüttelte Ebner nicht mehr an den Vifor-Position.
Nun ist Ebners Geduld mit Vifor zu einem Ende gekommen. Die operative Leistung und die Kursperformance von Vifor in den letzten Jahren waren eine Enttäuschung. Anfang Dezember 2021 rutschte der Kurs gar auf 102 Franken ab - und war damit wieder auf dem Stand vom Juli 2015, als die Aktie zum ersten mal die 100-Franken-Grenze durchbrach.
Ein weiterer Schweizer Grossaktionär von Vifor geht dank des CSL-Deals als Sieger hervor. Immobilienunternehmer Remo Stoffel. Er hält laut Bloomberg-Daten mit seiner Frau Manuela 7 Prozent des Kapitals an Vifor oder 4,613 Millionen Aktien, die er zu einem durchschnittlichen Preis von 105,40 Franken erworben hat. Mit einem Verkauf der Titel zum gebotenen Preis kämen die Stoffels auf einen Gewinn von 284 Millionen Franken.
Allerdings wäre das viel mehr gewesen, hätte Stoffel, der seit 2019 in Dubai lebt, im März 2020 nicht seine Beteiligung um etwa 2 Millionen Aktien oder etwa 3 Prozent der ausstehenden Titel verringert. Es wurde damals vermutet, dass Stoffel einen Teil seines Wertschriftenportfolios als Sicherheit für Kredite verpfändete.