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Sofia Goggia setzt Siegesserie fort
Sofia Goggia bleibt in der Abfahrt das Mass aller Dinge. Die Italienerin gewinnt auch in Val d'Isère und baut ihre Siegesserie weiter aus. Corinne Suter wird Sechste, Michelle Gisin Zehnte.
Sofia Goggia bleibt in der Abfahrt das Mass aller Dinge. Die Italienerin gewinnt auch in Val d'Isère und baut ihre Siegesserie weiter aus. Corinne Suter wird Sechste, Michelle Gisin Zehnte.
Corinne Suter fiel es im ersten Moment schwer, ihre Leistung einzuordnen. «Nicht gut, aber auch nicht ganz schlecht», bilanzierte die Schwyzerin. Klarer war ihre Meinung über den Grund dafür, dass es in der Rangliste nicht weiter nach vorne reichte. Es fehle ihr noch das uneingeschränkte Vertrauen, sagte sie, und deshalb habe sie einige Kurve zu zögerlich angefahren. «Da geht der Speed verloren.» Und entsprechend Zeit. Der Rückstand auf Sofia Goggia betrug knapp anderthalb Sekunden.
Vergessen, was war
Das fehlende letzte Quäntchen Vertrauen verwundert nicht bei einer Fahrerin, die Ende September bei einem Sturz im Training in Zermatt Knochenprellungen an beiden Schienbein-Plateaus erlitten hatte und deshalb die Vorbereitung für mehrere Wochen unterbrechen musste. Zurückschauen auf diese schwierige Phase will die Weltmeisterin nicht mehr. «Was gewesen ist, will ich vergessen.»
Von gestörter Vorbereitung kann auch Michelle Gisin wegen ihrer Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber ein Lied singen. Entsprechend hoch ist das Abschneiden in ihrer ersten Abfahrt in diesem Winter zu werten. Auf die Reise nach Lake Louise in Kanada hatte die Obwaldnerin verzichtet.
Die weiteren Schweizerinnen enttäuschten mit Klassierungen ausserhalb der ersten zwanzig oder vermochten nicht über sich hinauszuwachsen. Lara Gut-Behrami fehlte wegen der tags zuvor festgestellten Coronavirus-Infektion.
Der siebte Streich
Sofia Goggia siegte zum siebten Mal in Folge in den Abfahrten, in denen sie am Start war. Die beeindruckende Serie hatte sie vor einem Jahr in Val d'Isère begonnen, als sie einen Tag nach dem 2. Platz hinter Corinne Suter die zweite Abfahrt gewonnen hatte.
Am Samstag gewann die Olympiasiegerin mit 27 Hundertsteln Vorsprung vor Breezy Johnson. Die Amerikanerin, die schon in den zwei Abfahrten in Lake Louise Zweite geworden war, war die einzige Konkurrentin, die mit der Dominatorin zeitlich mitzuhalten vermochte. Die drittplatzierte Österreicherin Mirjam Puchner lag schon fast eine Sekunde hinter Sofia Goggia zurück.
Sofia Goggia setzte ihr Hoch fort, obwohl ihr keine fehlerfreie Fahrt gelungen war. Im oberen Streckenteil waren ihr gleich zwei Patzer unterlaufen. Dass sie nicht mit ungestümem Angriff reagierte, zeigte erneut die schon in den vorangegangenen Rennen festgestellte Wandlung.
Sofia Goggia ist zwar nach wie vor die Draufgängerin. Das kopflose Vorgehen, mit dem sie sich sehr oft selber im Weg gestanden und für das sie auch mit Ausfällen und Stürzen gebüsst hat, scheint sie jedoch abgestreift zu haben. Die Überfliegerin hat etwas Ruhe in ihre Fahrten gebracht. Sie hat die richtige Mischung gefunden. Die Konstanz ist der beste Beweis dafür.