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Ihre sechsköpfige Familie lebt, wie schon die vorherigen Generationen, allein vom Kaffeeanbau. Dabei war es kein Problem für Francisca und ihren Mann Leocardio den Kaffee biologisch anzubauen. "Nicht einmal meine Eltern haben Chemikalien gekannt. Auf unserem Boden ist niemals Kunstdünger gelandet." Mit schaufelnden Händen präsentiert Leoncardio den morastigen Kompost aus Kaffeeschalen. "Mit einer Wurmzucht machen wir jetzt noch schneller Biodünger," erzählt er stolz.
Zurzeit liegt der Weltmarktpreis wieder etwas höher als der Fairtrade-Mindestpreis. Das bedeutet, dass die Kleinbauernfamilien den höheren Weltmarktpreis für ihren Kaffee gezahlt bekommen. Sinkt der Kaffeepreis wieder, garantieren die Fairtrade-Mindeststandards, dass der Preis nicht unter 125 Dollar, für biologisch angebauten Kaffee nicht unter 145 Dollar sinkt. Zusätzlich wird den Kleinbauernfamilien immer eine Fairtrade-Prämie gezahlt, die desto höher ausfällt, je mehr verkauft wird. Mit der Fairtrade-Prämie werden Gemeinschaftsprojekte finanziert.
Francisca und Leoncardio können eine ihrer Töchter auf die weiterführende Schule schicken. Sie hoffen darauf, dass ihr Kaffee noch mehr Absatz über den Fairtrade-Markt findet, um ihren Kindern auch weitere Bildungswege zu ermöglichen. Denn die Kaffeefelder, das ist klar, können nicht noch ein weiteres Mal unter der nächsten Generation aufgeteilt werden.