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Wissenswertes rund um Bad Zurzach
Wenn Sie nach Bad Zurzach kommen, erwartet Sie ein ehemaliger Marktflecken, ein mittelalterlicher Ort, in dem es einiges zu erkunden und zu erleben gibt:
Die Region um Bad Zurzach war bereits 3000 v. Chr. besiedelt. Das belegen die ältesten Funde. Weitere bedeutende Ausgrabungen sind aus der Bronzezeit (um 1200 v. Chr.) und ein Gräberfeld aus der Eisenzeit (800 bis 15 v. Chr.), das sogar auf eine keltische Siedlung schliessen lässt. Der frühere Name der Siedlung geht deshalb auch auf das keltische Wort „Tenedo“ zurück.
Für die folgenden 400 Jahre war ganz Helvetien eine römische Provinz unter Kaiser Augustus. Die Siedlung Tenedo war aufgrund ihrer geografischen Lage von Bedeutung für die Völkerstrasse, die eine Verbindung zur oberen Donau schaffen sollte. Einen Rheinübergang soll es bereits um das Jahr 60 gegeben haben, die Zeit, in der die Helvetier das gesamte Mittelland beherrschten und sich gegen die aus dem Norden drängenden Germanen verteidigen mussten.
Im 4. Jahrhundert wurde an diesem römischen Stützpunkt ein mächtiges Doppelkastell erbaut, von dem heute noch Teile der Wehranlage erhalten sind.
Nach der Aufgabe des römischen Kastells wohnte die christianisierte Bevölkerung weiterhin innerhalb des Kastells. Dort errichteten sie eine kleine Kapelle mit dem ersten Taufbecken in der Schweiz. Diesen Ort und das wunderbare Panorama vom Kirchlibuck können Sie heute noch geniessen.
Die heilige Verena
Noch bedeutender für die Entstehung des heutigen Bad Zurzachs war der Aufenthalt und das Wirken der Heiligen Verena. Der Legende nach stammte sie aus Oberägypten und gelangte mit einer römischen Legion aus Theben über Umwege in diese frühchristliche Siedlung. Auf ihrem Weg wurde sie als Christin verfolgt und eingekerkert – die Reise glich einem Martyrium. Bis zu ihrem Tod im Jahr 344 diente sie dem Pfarrer dieser Gemeinde und pflegte die Armen und Kranken.
Später erbaute die Bevölkerung eine weitere Kirche auf dem ehemaligen römischen Gräberfeld an der Strasse nach Vindonissa, errichtet zu Ehren der Heiligen Verena über ihrem Grab. Um die Kirche entstand schliesslich „Urzacha“, der spätere Marktflecken Bad Zurzach.
Bei weiteren Ausgrabungen stiessen die Archäologen ausserdem auf die Reste der römischen Villa rusitica und eine bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gut erhaltene Badeanlage südlich des Zollhauses, die beide jedoch nicht konserviert wurden.
Einige meiner „Geheimtipps“ für Bad Zurzach:
– Gemütliches Entspannen im Thermalbad (Sauna und aussen Becken) an einem verschneiten Winterabend. Natürlich auch wenn Sie Ihren Partner oder die Partnerin zur Hypnosetherapie begleiten.
– Ein beliebter Abstecher für Jung und Alt ist ein Besuch des beheizten Regionalschwimmbades während der Sommersaison vom 1. April bis Ende September.
– Balsam für die Seele – erholsame Stunden im SPA Medical Wellness Center.
– Besuchen Sie die Messehäuser mit ihren wunderschönen Innenhöfen. z.B. Messehaus zur Waag
– Geniessen Sie einen Spaziergang über den Kirchlibuck zum Rhein und am Rheinufer entlang.
– Besuchen Sie das wunderschöne Verenamünster mit der Krypta und dem Grab der Heiligen Verena.
– Wenn Sie sich für die Geschichte des Ortes interessieren, finden Sie im Bezirksmuseum Höfli zahlreiche Informationen sowie ur- und frühchristliche Funde.
– Die Gegend ist ideal, um sich fit zu halten. Das Gelände ist eben – wie wäre es mit einer Mountainbike-Tour entlang des Rheins oder eine Wanderung?
Übernachten in Bad Zurzach
Wenn Sie in Bad Zurzach übernachten möchten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich kann ich Ihnen alle Hotels in Bad Zurzach empfehlen. Doch besonders empfehlenswert erscheinen mir zwei aussergewöhnliche Unterkünfte:
– Die „Schreibsuite Hirschli“ der Vermieter Schreiber und Schneider. Vielen vielleicht besser bekannt als die Kolumnisten „Schreiber vs. Schneider“ in der Coop-Zeitung. Sie vermieten die hübsch eingerichteten Räume als Ferienwohnung.
– Preiswert ist der „Gasthof zur Waag“. Ein mittelalterliches Messehaus mit wunderschönem Innenhof.