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Facts & Figures: Ausmass des illegalen Zigarettenhandels
Aufgrund ihres Tabaksteuerniveaus sowie der relativ hohen Lohn- und Produktionskosten ist die Schweiz ein potenzielles Zielland und kein Ursprungsland für Zigarettenschmuggel.
Der Anteil von illegal gehandelten oder gefälschten Tabakprodukten ist in der Schweiz aber gering. Die eidgenössische Zollverwaltung (EZV) schätzt, dass dieser hierzulande deutlich unter 5% der konsumierten Zigaretten ausmacht[1]. Eine von der KPMG durchgeführte Studie beziffert den Anteil für das Jahr 2014 auf 2.3%[2], das ist deutlich tiefer als in den umliegenden Ländern. Die Situation in der Schweiz ist zudem stabil. In den letzten fünf Jahren konnte kein Anstieg der Anzahl Zigaretten festgestellt werden, die nicht für den Schweizer Markt bestimmt waren.
Die Schweizer Tabakindustrie produziert rund 75% ihres Gesamtvolumens für den Export. Alle Exportlieferungen werden von der EZV überwacht und transparent nach Menge und Bestimmungsland in der Aussenhandelsstatistik aufgeführt. Den Schweizer Behörden sind in den letzten zehn Jahren keine Schmuggelfälle mit in der Schweiz hergestellten Zigaretten bekannt. Dies ist nicht zuletzt auf die Wirksamkeit der bestehenden Kontroll- und Vorbeugungsmassnahmen zurückzuführen.
Europaweit zeigte der Anteil des illegalen Handels mit Tabakprodukten am Gesamtvolumen im Jahr 2013 erstmals rückläufige Tendenzen. Er liegt seither im europäischen Durchschnitt bei 10.4%[2]. Den europäischen Staaten entgehen dadurch jährlich rund 11 Milliarden Euro an Steuer- und Zolleinnahmen. Hoch bleibt der (legale) Einkaufstourismus zwischen Ländern mit starken Besteuerungs- und Preisunterschieden.