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11.01.2007
Bauetappe 123 Millionen Franken günstiger
Nach mehr als zwölf Jahren Planungs- und Bauphase fand die 5. Bauetappe am Flughafen Zürich Ende 2006 auch ihren finanziellen Abschluss. Mit Gesamtkosten von 1'980.9 Mio. Franken blieben die Investitionen rund 123.0 Mio. Franken oder 6% unter den bewilligten Krediten von insgesamt 2'103.9 Mio. Franken. Das Projekt wurde vollumfänglich privatwirtschaftlich, also ohne Verwendung von Steuergeldern, finanziert.
Insgesamt wurden bei der 5. Bauetappe sowohl die Kosten- wie auch die Terminziele vollumfänglich erfüllt. Mit Gesamtkosten von 1'980.9 Mio. Franken blieben die Investitionen deutlich unter dem budgetierten Betrag von 2'103.9 Mio. Franken. Im relevanten Zeitraum wurde eine Bauteuerung von rund 6% verzeichnet.
Verantwortlich für das Resultat sind zum einen Vergabeerfolge bei Werkverträgen, die noch vor dem Jahr 2000 getätigt wurden und von einer günstige Marktlage profitierten, und zum andern ein straffes Kostenmanagement bei der Projektumsetzung. Die Zusatzbestellungen gegenüber den bewilligten Krediten machen nur gerade ein Prozent der Gesamtkosten aus. Dafür verantwortlich sind sowohl eine restriktive Bewilligungspraxis wie auch zwei Sparrunden im Frühjahr 2001 und im Frühjahr 2003 mit Kostenreduktionen von über 100 Mio. Franken.
Basis der 5. Bauetappe war der im Juni 1992 vom Zürcher Regierungsrat genehmigte neue Masterplan für den Flughafen Zürich, der eine Erweiterung des Flughafens im Bereich zwischen den drei Pisten vorsah. Die Zürcher Bevölkerung genehmigte im Juni 1995 den Kantons-Anteil von 873 Mio. Franken an der 5. Bauetappe deutlich mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 68.0% und sagte damit explizit Ja zur Flughafenerweiterung. Während des unmittelbar danach lancierten, mehrere Jahre dauernden Bewilligungsverfahrens wurde das Baukonzept gründlich überprüft und überarbeitet. Der Spatenstich zum Zwei-Milliarden-Projekt erfolgte am 31. Januar 2000.
In den Jahren 2003 und 2004 erfolgte die Inbetriebnahme der wichtigsten Bauten und Anlagen der 5. Bauetappe. Zu den augenscheinlichsten Neuerungen am Flughafen Zürich gehört das im September 2003 nach dreijähriger Bauzeit eröffnete Dock E zusammen mit der unterirdischen Verbindungsbahn „Skymetro“, der neu erstellte Bereich Check-in 3 und das Airport Shopping. Aber auch ein neues Gepäcksystem, sowie diverse Um- und Neubeuten im Bereich des land- wie auch luftseitigen Verkehrs wurden realisiert. Die Inbetriebnahme des Airside Centers im September 2004 war schliesslich Höhepunkt und baulicher Abschluss der 5. Bauetappe.