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Aus: Die Jüdische Zeitung - Nr. 10 / 12. Ador 5777 / 10. März 2017
Entnommen aus dem Sefer Sefer ‚Mekorej Hatefilla‘, das vor einigen Jahren von Raw Efrajim Slotnik schlit’a aus Jeruschalajim herausgegeben wurde. Das Sefer erhielt die Haskamot von Raw Eljaschiw sz’l, und von jbl“ch Raw Awraham Hakohen Kook, dem Rosch Jeschiwat Me’or Hatalmud, Rechowot und von Raw David Kohen, dem Rosch Jeschiwat Chewron.
Zusätzliche Brachot
Einige schreiben, dass man auch die Bracha ‚Magbi’a Schefalim‘ zu den Birkot Haschachar hinzufügen soll. Es gibt gar einige, die eine solche ‚Girsa‘ in der Gemara haben. Die Rischonim schreiben jedoch, dass man diese Bracha nicht sagen soll, weil die Chachamim sie nicht angeordnet haben und weil sie in der Bracha ‚Sokef Kefufim‘ inbegriffen ist. Der Mischna Berura bringt von den Posskim, dass man sich gegen jemanden aussprechen soll, der diese Bracha sagt.
Eine weitere Bracha wird in einigen Rischonim gebracht – die Bracha ‚Somech Noflim‘. Die Posskim sind jedoch auch hier der Meinung, dass man diese Bracha nicht sagen soll und sich gegen eine Person aussprechen muss, die sie dennoch sagen möchte.
Hama’awir Scheina
Die Chachamim ordneten an, dass man nach dem Waschen des Gesichts die Bracha ‚Hama’awir Scheina Me’einai Utenuma Me’afapai, Wihi Razon…‘ sagen soll. Laut einigen Meinungen wurde diese Bracha durch die Ansche Knesset Hagedola angeordnet, andere schreiben sie dem Amora ‚Raw‘ zu.
Es gibt zwei Meinungen darüber, ob man Hama’avir Scheina‘ oder ‚Hama’avir Chewle Scheina‘ sagt. Der Nussach ‚…Me’eineinu‘ anstatt ‚Me’einai‘ ist falsch und darf nicht gesagt werden.
Jehi Razon…
Im Anschluss an die Bracha ‚Hama’avir Scheina‘ fügen wir den Jehi Razon hinzu. Dafür gibt es zwei Gründe. Als erster Grund wird angegeben, dass man durch das Entfernen des Schlafs wieder zum Dienst G“ttes zurückkehren kann und so dawent man auch, dass Haschem die Parnassa schicken soll, sodass man sich dem Toralernen widmen kann und sich nicht mit anderen Arbeiten beschäftigen muss. Der zweite Grund ist, dass ein Mensch, bevor er sich zur Arbeit begibt und mit anderen Leuten in Kontakt kommt, dafür dawenen muss, dass er sich an die Tora und Mitzwot anheftet und sie nicht übertritt. Man sagt den Jehi Razon im Anschluss an die Bracha ‚Hama’avir Scheina‘, weil man im Jehi Razon die Worte ‚Be’einecha Ube’einei kol Ro’neu‘ erwähnt.
Obwohl es eine Meinungsverschiedenheit darüber gibt, ob der Jehi Razon eine Fortsetzung der Bracha ‚Hama’avir Scheina‘ ist und man ‚Wihi Razon‘ sagt oder ob es eine separate Bracha ist und man ‚Jehi Razon‘ sagt, wird in den Posskim entschieden, dass man es als Fortsetzung der Bracha mit ‚Wihi Razon‘ sagen soll. Deshalb wird nach der Bracha ‚Hama’avir Scheina‘ nicht mit einem Amen geantwortet.
Weil wir in den meisten Tefillot die Verdienste unserer Vorfahren erwähnen, sagt man auch hier ‚Haschem Elokai Welokei Awotai‘, bzw. ‚Haschem Elokeinu Welokei Awoteinu‘.
In der Gemara und den Rischonim wird diese Tefilla in Einzelform gebracht. In verschiedenen Acharonim wird jedoch gebracht, dass es vorzuziehen ist, diese Bracha in der Mehrzahl zu sagen, wie es auch der Minhag bei den Bne Aschkenas ist. Der Ja’avetz ist der Meinung, dass man diese Bracha in Einzelform sagt, falls man alleine dawent, sie hingegen in Mehrzahl sagt, wenn man mit einer Gemeinde dawent.
Es gibt zwei Meinungen darüber, ob man ‚Wedabekeinu‘ oder ‚Wetadbikeini‘ sagt.
Für die Worte ‚Welo Lidei Aweira‘ gibt es solche, die ‚Lo lidei Awon‘ oder ‚Lo Lidei Aweira Weawon‘ sagen. Im Machsor Witri wird ein längerer Nussach gebracht, der lautet: ‚We’al Targileinu Lidewar Aweira, Weschamreini Mibo Lidei Hirhur Aweira Umibo Lidei Chet Weawon‘.
Auch bei ‚Weal Jischlot‘ gibt es einen anderen Nussach ‚Weal Taschlet‘ und so besteht auch eine Meinungsverschiedenheit, ob man am Ende der Bracha ‚Wetigmeleinu Chassadim Tovim‘ sagt oder nicht.
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