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(Fischer, 1853)
- DE: Flügellose Knarrschrecke
- EN: Foothill Mountain Grasshopper
- Syn.: No synonym!
Morphologie
Die Grundfarbe von Micropodisma salamandra ist ein helles, glänzendes Grün. Ältere Individuen können dunkelgrün oder bräunlich überlaufen sein. Vom Hinterrand der Augen verläuft eine schwarze Seitenbinde über die gut sichtbare Gehöröffnung zum Hinterleibsende. Dieses Band ist beim Weibchen weniger deutlich ausgeprägt und hinter der Gehöröffnung meist fehlend. Die Männchen besitzen auf der Oberseite der meisten Hinterleibssegmente zwei dunkle Punkte. Diese Flecken können auch fehlen. Die Beine sind gelblich-braun. Auffallend ist die orange-rötliche Färbung der Hinterbeine unterhalb der Knie. Wie der deutsche Name andeutet, ist die Art vollständig flügellos. Dieses Merkmal unterscheidet Micropodisma salamandra von den meisten ähnlichen Arten im Verbreitungsgebiet (Vorsicht ist bei Larven anderer Arten geboten!). Die Farbe der Hinterschienen variiert von weisslich über gelb bis leicht bläulich. Die Legeröhre ist elfenbeinfarben und gut erkennbar.
Gesang
Wie bei allen anderen Knarrschrecken fehlen Micropodisma salamandra die Stridulationsorgane. Inwiefern die Tiere mit den Mundwerkzeugen Geräusche erzeugen können, ist nicht bekannt.
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet von Micropodisma salamandra ist auf die nördliche Balkanhalbinsel beschränkt. Es reicht von Nordostitalien (Venetien und Friaul-Julisch-Venetien) über Kärnten und die Steiermark nach Slowenien und Kroatien. Vereinzelte isolierte Vorkommen sind aus Bosnien-Herzegowina, Serbien sowie Albanien bekannt, ein solches existiert auch im Bundesland Niederösterreich an der Hohen Wand westlich von Wiener Neustadt. In Istrien kommt die Art von Meereshöhe bis ins Gebirge auf über 1000 m vor.
This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.
Phänologie & Lebensweise
Ausgewachsene Tiere von Micropodisma salamandra sind von Juni bis Ende September auffindbar.
Lebensraum
Micropodisma salamandra besiedelt krautige Weiden, Wiesen, Waldränder und Saumstrukturen. Häufig sind dies frische bis feuchte Habitate mit wüchsiger und dichter Vegetation. Man findet die Art entlang von Böschungen an Wasserläufen oder Strassen. Ebenfalls zu den besiedelten Lebensräumen zählen Nasswiesen, Hochstaudenflure und kleine Waldlichtungen.
Gefährdung & Schutz
Micropodisma salamandra ist im Gesamtverbreitungsgebiet nicht selten und kann individuenreiche Vorkommen bilden. Daher gilt die Art in Europa als nicht gefährdet. Insbesondere die isolierten Vorkommen auf der Balkanhalbinsel und in Niederösterreich können rasch von Lebensraumveränderungen bedroht sein. Als Gefährdungsursachen sind sowohl die Intensivierung der Grünlandnutzung als auch die Nutzungsaufgabe zu nennen. Durch die Verbuschung von Wiesen und Weiden wird die Art schnell aus einem Gebiet verdrängt. Die Gefährdungsursachen gelten auch für die lokalen Vorkommen in Österreich.
- CH: Abwesend
- DE: Abwesend
- AT: EN (Stark gefährdet)
- Europa: LC (Nicht gefährdet)
Ähnliche Arten
Die vollständige Flügellosigkeit unterscheidet Micropodisma salamandra von ähnlichen Vertretern der Gattungen Pseudopodisma, Odontopodisma, Miramella oder Podisma, die alle mindestens kurze Flügelschuppen besitzen. Vorsicht ist vor allem bei Larven der genannten Gattungen geboten.
Im italienischen Südtirol kommen in der Umgebung von Rovereto mit Pseudoprumna baldensis (Monte Baldo) und Chorthopodisma cobellii (Monte Pasubio) zwei ebenfalls flügellose Knarrschrecken vor, die allerdings in einem sehr begrenzten Verbreitungsgebiet leben, das sich mit demjenigen von Micropodisma salamandra nicht überlagert.