Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/1364

In den zwei Jahren seit Kriegsausbruch in der Ukraine haben in der Schweiz gemäss dem Staatssekretariat für Migration (SEM) insgesamt rund 90'000 ukrainische Flüchtlinge den Schutzstatus S erhalten. Im Moment leben rund 65'000 Personen mit Schutzstatus S in der Schweiz. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder.
Die meisten ukrainischen Flüchtlinge sind direkt nach Kriegsausbruch in die Schweiz gekommen. Im März 2022 und im April 2022 waren es je zwischen 22'000 und 23'000 Personen. In den letzten Monaten bewegte sich die Zahl noch in der Grössenordnung zwischen 1300 und 2300 Personen pro Monat.
Gemäss SEM sind seit Kriegsausbruch mindestens rund 16'000 Menschen in die Ukraine zurückgekehrt. Die Zahl dürfte jedoch höher sein. Ein Grossteil der Ausreisen findet unkontrolliert statt.
Rund 22 Prozent der ukrainischen Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Bei den Männern ist die Erwerbsquote mit gut 25.2 Prozent etwas höher als bei den Frauen, von denen 20.4 Prozent arbeiten. Der Bundesrat hat sich zum Ziel gesetzt, die Erwerbsquote der ukrainischen Flüchtlinge bis Ende 2024 auf 40 Prozent zu erhöhen.
Viele Ukrainerinnen und Ukrainer arbeiten im Gastgewerbe oder im Planungs-, Beratungs- und Informatikbereich.
Die neuste Erhebung zu den Sprachkompetenzen stammt vom vergangenen Herbst. Die Erhebung des Staatssekretariats für Migration erfolgte online, rund 1100 Personen nahmen teil. Demnach gaben 6 Prozent der Befragten an, sich in alltäglichen Situationen auf Deutsch verständigen zu können. 61 Prozent haben angegeben, sie hätten keine Deutschkenntnisse. Auf Englisch können sich 53 Prozent in alltäglichen Situationen verständigen. Dabei verfügen die jüngeren Schutzsuchenden über deutlich bessere Englischkenntnisse als die älteren.
In der Befragung wurde auch nach der Ausbildung in der Ukraine gefragt. Je rund 21 Prozent der Befragten haben demnach einen Abschluss in den Bereichen «Wirtschaft und Recht» oder «Ingenieur- und Bauwesen». Auch die Bereiche «Gesundheitswesen» und «Pädagogik» sind mit rund 10 Prozent gut vertreten.