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Die Geschichte
Seit über 50 Jahren ist an der Weissensteinstrasse 29a im Fischermätteli ein Quartierladen. Bis 1986 führte Frau Scherrer mehrere Jahrzehnte einen USEGO-Laden. Bis 1988 war für 2 Jahre eine Familie Durand im Geschäft. Im Juni 1988 haben Christoph Stadelmann und Arthur Gabi den Märitladen eröffnet. Im Februar 1989 wurde mit den Mitarbeitern eine selbstverwaltete Genossenschaft gegründet. Nebst den Mitarbeitern fanden sich auch viele Kunden als Genossenschafter. Auf ihrem Höhepunkt waren es etwa 45 Mitglieder. Zur Finanzierung des Ladens stellten Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter Darlehen zur Verfügung.
Die Genossenschaft setzte sich von Anfang an das Ziel, Produkt nach möglichst ökologischen und sozialen Kriterien zu vermarkten.
In den folgenden 10 Jahren wechselte das Personal sehr fleissig, da viele das "Lädelä" nur als idealistische Nebenbeschäftigung betrieben und bald überfordert waren.
Die Genossenschaft verschuldete sich auch schnell, da lange keine professionelle betriebswirtschaftliche Führung vorhanden war. 1994 stand sie kurz vor dem Konkurs. Nur durch gezielte Massnahmen und einer Budgetkontrolle konnte die Genossenschaft gerettet werden. In den folgenden Jahren wurde der Schuldenberg nur wenig abgetragen. Es war auch verständlich, denn niemand wollte den ohnehin schon kleinen Stundenlohn gekürzt sehen (Fr. 10.-- bis Fr. 15.--).
Seit Ende September 1988 arbeitete auch Raimund Wagner mit unterschiedlichem Pensum im Laden mit. Ihm wurde anfangs 1990 eine Vollzeitstelle zu einem Bedürfnislohn angeboten. Da er durch das grosse Pensum auch viel Verantwortung übernahm und der Unterschied zur Führungsrolle mit den übrigen "Selbstverwalter" zu gross wurde, liess er sich 1996 als Geschäftsleiter anstellen. Nach einer 2 jährigen Weiterbildung in Unternehmensführung übernahm er auch die gesamte betriebswirtschaftliche Führung.
1999 absolvierte Raimund Wagner auch den Lehrmeisterkurs und bildete auch Verkäuferlehrlinge in einer 2 jährigen Lehre aus. Ab 2005 sollten es Detailfachleute mit einer 3 jährigen Lehre sein.
2001 machte sich Raimund Wagner selbstständig und pachtete den Laden von der Genossenschaft. 2005 wurde die nun sanierte Genossenschaft aufgelöst. Seit Herbst 2001 hat der BIOLINO-Laden auch einen wöchentlichen Hauslieferdienst im Grossraum Bern.
Seit dem Jahre 2003 arbeitet auch Othmar Herde im BIOLINO mit einem etwa 20% Pensum. Als Raimund Wagner erkrankte und nicht mehr so viel arbeiten durfte, übernahm Othmar Herde mehr Arbeit. Im August starb leider Raimund Wagner. Rest in peace Raimund! Ein Jahr später übernahm Othmar Herde rückwirkend auf Anfang 2008 den Laden. Im Sommer 2008 strichen die Mitarbeiter mit profesioneller Hilfe den Laden neu.
So wurde aus dem Biolino den Quartier- und Bioladen Fischermätteli.