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SIPPO arbeitet mit Business Support Organisationen in 11 Ländern zusammen. Ziel ist es, mit ihnen gemeinsam zukunftsweisende Konzepte und Projekte zu entwickeln, die die Exportförderungskapazitäten der BSOs erhöhen und das Dienstleistungsangebot für exportbereite Unternehmen verbessern. Diesen Sommer hat SIPPO Tunesien diesen Prozess zusammen mit der Business Support Organisation GIPP beispielhaft durchgeführt.
Die Business Support Organisation GIPP (Groupement Interprofessionnel des Produits de la Pêche), eine Organisation des Landwirtschaftsministeriums der Republik Tunesien, hat soeben ihre Strategien für die Entwicklung des Exports von Fischereiprodukten bis 2025 abgeschlossen. SIPPO Tunesien war an dieser Arbeit beteiligt, indem es die Entwicklung der Aufgabenstellung, das Briefing der Beratungsfirma, die Überprüfung des Prozessverlaufs und das Follow-up der Projektarbeit unterstützte.
Dieses Engagement von SIPPO Tunesien ist ein gutes Beispiel dafür, wie SIPPO als "Kompetenzplattform für Handelsförderung" seine Vision umsetzt, ein nachhaltiges und umfassendes Wirtschaftswachstum zu erreichen und die Integration seiner Partnerländer in den Welthandel zu fördern.
Typische Fragen in einem Strategieentwicklungsprozess
Dies sind typische Fragen, die im Entwicklungsprozess einer solch weitreichenden Strategie diskutiert werden. Sie wurden von SIPPO Tunesien verwendet und könnten durchaus als Anregung für ähnliche Projekte in anderen Ländern dienen.
- Wie hoch ist das Exportpotenzial für die verschiedenen Produktbereiche?
- Welches sind bestehende und neue Zielmärkte? Welche Marketing- und Kommunikationsstrategien sollten eingesetzt werden, um diese Märkte zu erschliessen?
- Wie können wir die Wettbewerbsfähigkeit entwickeln? Wie können Unternehmen, die in traditionellen und wettbewerbsfähigen Nischen tätig sind, einen Mehrwert schaffen? Für Tunesien waren diese Nischen z. B. Fischkonserven und halbkonservierter Fisch, frischer und gefrorener Wildfisch, Garnelen, Tintenfisch usw.
- Wie können wir für neue Produkte mit interessantem Potenzial den Zugang zu neuen Märkten entwickeln? In Tunesien zum Beispiel wurden diese Fragen für blaue Krabben und Aquakulturprodukte diskutiert.
- Wie können wir die Aktionspläne, wie sie von der GIPP entwickelt wurden, an die unterschiedlichen Bedürfnisse und Kapazitäten von grossen Exporteuren mit etablierten Kapazitäten und Märkten, aber auch von exportierenden KMU mit interessanten Exporterfahrungen anpassen? Sie benötigen mehr finanzielle und technische Unterstützung, um neue Märkte zu erschliessen oder einen besseren Nutzen aus ihren Exporten zu ziehen. Und schliesslich müssen Lösungen für Kleinunternehmen erarbeitet werden.
- Wie können wir den Erfolg des Strategieplans garantieren und wie kann er finanziert werden? Welche Partnerschaften mit internationalen Organisationen könnten sinnvoll sein? Welche Kooperationsprogramme / Labels / internationalen Projekte / Geldgeber könnten angesprochen werden? Welches sind die besten Geschäftsmodelle, und welche Dienstleistungen benötigen exportierende Unternehmen?
- Wie könnte eine erfolgreiche Werbe- und Kommunikationsstrategie und ein Country Branding pro Produktpalette aussehen?
- Wie könnte ein Teil der Kommunikation auf die Bemühungen des Sektors zur Erhaltung der Nachhaltigkeit der Ressourcen (Umwelt-Labels usw.) ausgerichtet werden?
Bereit für die Umsetzung
Nach dieser intensiven Arbeit ist die Strategie nun bereit für die Umsetzung. Sie wird die Exporte nach Produktkategorien fördern, denn sie listet alle Voraussetzungen für die Festlegung von Fördermassnahmen auf und schafft Synergien und neuen Partnerschaften mit anderen interessierten BSOs.