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Nordkorea will nach eigenen Angaben eine am Sonntag getestete neue Mittelstreckenrakete für den Einsatz stationieren. Sie soll mit Atomsprengköpfen bestückt werden können.
Machthaber Kim Jong Un habe sich beim Test der Mittelstreckenrakete mit hoher Reichweite vom Typ Pukguksong-2 am Sonntag zufrieden gezeigt, berichteten die Staatsmedien am Montag. Er habe sie als erfolgreiche strategische Waffe bezeichnet und «die Aufstellung dieses Waffensystems für den Einsatz» gebilligt.
Das südkoreanische Militär hatte mitgeteilt, dass die Rakete nach dem Start im Westen das Nachbarlandes mehr als 500 Kilometer weit geflogen sei, bevor sie ins Japanische Meer (Ostmeer) gestürzt sei. Auch das US-Pazifikkommando bestätigte den Test einer Mittelstreckenrakete durch Nordkorea.
China ruft zu Mässigung auf
Nach dem jüngsten Test rief China zur Mässigung auf. Die Regierung in Peking lehne die nordkoreanischen Raketenaktivitäten ab, bekräftigte eine Sprecherin des Aussenministeriums am Montag die Haltung ihres Landes.
China ist der einzige grosse Verbündete Nordkoreas. Wegen des Raketenprogramms ist es aber auf Distanz zu dem Nachbarn gegangen. US-Präsident Donald Trump hat einen Militärschlag nicht ausgeschlossen und einen Flugzeugträger in die Region entsandt.
UNO-Resolutionen verbieten der kommunistischen Führung in Pjöngjang den Test von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen atomaren Sprengkopf tragen können. Nach Berichten südkoreanischer Medien will sich der UNO-Sicherheitsrat in New York am Dienstag mit dem neuen Raketenversuch befassen.
Seit 2006 hat Nordkorea nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. (sda/afp/dpa/reu)