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Rabe
[Corvus] Kleines Sternbild südlicher der Jungfrau. →
Radialbewegung
1) Bewegung entlang einer geraden Linie vom oder zum und durch Zentrum einer Anordnung, z.B. Kugelsternhaufen, Galaxie.
2) Bewegungskomponente eines Objektes in gerader Richtung von oder zu einem Beobachtungspunkt, z.B. der Erde oder Sonne.
Radiogalaxien
Galaxien, die bei Radiodurchmusterungen gefunden wurden, oder die sich durch intensive Radiostrahlung auszeichnen, nennt man Radiogalaxien. Es sind häufig aktive Galaxien, die oft auch Jets besitzen. Die meisten Radiogalaxien sind Riesenellipsen. Bekannte Radiogalaxien sind M82 und M87.
Radiostrahlung
Die elektromagnetischen Wellen, welche den Bereich von 1 mm bis zu mehreren hundert Meter umfassen, bezeichnet man als Radiowellen. Dieser Oberbegriff beinhaltet Langwellen, Mittelwellen, Kurzwellen, Ultrakurzwellen (UKW), Dezimeterwellen, Zentimeterwellen und Submillimeterwellen. Radiowellen bestehen aus einer bedeutend grösseren Wellenlänge als sichtbares Licht. Es ist deshalb problematisch die georteten Radioquellen genau zu lokalisieren. Man benötigt grosse Teleskope, um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Radiostrahlung bedeutet, dass die aufgefangene Wellenlänge um ein Vielfaches grösser ist als im optischen Bereich.
Radioastronomie
Radiostrahlung aus dem Weltall wird – ähnlich wie bei irdischen Funksendern – mit Antenne und Verstärker aufgefangen. Die Intensität der ausserirdischen Radioquelle wird auf Registrierstreifen aufgezeichnet.
Radioteleskop
Bei Radioteleskopen handelt es sich fast ausnahmslos um Parabolspiegel, in dessen Brennpunkt eine Antenne angebracht ist Sie nimmt die gebündelte Strahlung auf und leitet sie über einen Verstärker weiter zur Anzeige.
Raum
Der Raum im relativistischen Weltbild. Bereits in der speziellen Relativitätstheorie wird das Konzept der Raumzeit eingeführt, was im mathematischen Formalismus zu einem vierdimensionalen Raum führt. Dabei ist im Raum kein Punkt und keine Richtung ausgezeichnet, während die Zeit richtungsbestimmt ist.
In der allgemeinen Relativitätstheorie kommt das Prinzip der Raumkrümmung hinzu. Im klassischen Bild ist der Raum euklidisch, das heisst, der Raum ist flach. Das bedeutet, dass zwei parallele Geraden jeweils unendlich lang sind und immer den gleichen Abstand voneinander haben. In positiv gekrümmten Räumen sind die Geraden in sich geschlossen und schneiden sich in endlicher Entfernung. Da die Krümmung eines dreidimensionalen Raumes eine vierdimensionale Topologie aufweist, ist es für die meisten von uns ein unvorstellbares Konzept. In der Regel behilft man sich darum mit zweidimensionalen gekrümmten Flächen zur Veranschaulichung: also, z.B., die Oberfläche einer Kugel. Zeichnet man an einem Ort auf der Kugel zwei parallele Geraden und verlängert diese, sind sie nach einem Umlauf um die Kugel wieder in sich geschlossen, und sie schneiden sich nach dem halben Umfang.
Alle modernen kosmologischen Weltbilder beruhen auf der allgemeinen Relativitätstheorie (ART). Diese Weltbilder erklären sehr gut die beobachtete Expansion des Raumes, und sie erlauben eine Rückwärtsrechnung zurück bis fast zum Anfang des Universums.
Raumzeit
Ausgehend von der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit erlaubt das Konzept der Raumzeit die eindeutige Beschreibung von Ort Ereignissen durch Angabe von 3 Raum- und einer Zeitkoordinate. Zeit- oder Raumintervalle, die von Beobachtern in verschiedenen Bezugssystemen gemessen werden, lassen sich nicht direkt vergleichen. Zeit- und Raumintervalle in Raumzeit gemessen sind dagegen Invarianten, d.h. gleich für alle Beobachter in allen Bezugssystemen. In der Allgemeinen Relativitätstheorie wird die Schwerkraft als Krümmung der Raumzeit beschrieben.
Raum-Zeit Kontinuum
In der speziellen Relativitätstheorie werden Raum und Zeit zu einer vierdimensionalen Grösse, der Raum-Zeit, zusammengefasst. Im Raum-Zeit Kontinuum wird ein Punkt als Weltpunkt mit drei Raum- und der Zeitkoordinate repräsentiert. Die Bahn eines Teilchens wird durch die Weltlinie beschrieben.
Reflexionsnebel
Staub- und Gasnebel, die das Licht nahegelegener Sterne reflektieren (z.B. sind die diffusen Nebel um die Sterne der Plejaden Reflexionsnebel).
Reflektor
Teleskope, die reflektierende optische Elemente zur Lichtsammlung verwenden. Im optischen sind das die klassischen Spiegelteleskope, und praktisch alle Radioteleskope funktionieren nach diesem Prinzip.
Refraktor
Ein anderes Wort für Linsenteleskop. Das Gegenstück sind Reflektoren oder Spiegelteleskope, die Licht mit Hilfe von konkaven Spiegeln bündeln.
Regulus
Der hellste Stern im Sternbild Löwe. Der arabische Name ist Kabeleced, was Herz des Löwen bedeutet. Der kleine König, so die Bedeutung des lateinischen Namens, ist 24 pc entfernt, 1.3 mag hell, vom Spektraltyp B8 und hat eine effektive Oberflächentemperatur von 13000 K. Er hat zwei Begleiter in 2 parcsec und 176 parcsec Distanz.
Rektaszension
Die Rektaszension gibt den Winkelabstand des Stundenkreises eines Objektes vom Stundenkreis des Frühlingspunktes, angegeben in östlicher Richtung entweder im Grad- (0 bis 360 Grad) oder im Stundenmass (0 bis 24 Stunden) an. Die Rektaszension (RA) zusammen mit der Deklination beschreibt eindeutig die Position jedes astronomischen Objekts.
Rigel
Beta Orionis, der zweithellste Stern im Sternbild Orion, heisst zu deutsch Fuss. Rigel ist etwa 275 pc entfernt. Er hat eine scheinbare Helligkeit von 0.1 mag, womit er zu den hellsten Sternen am Erdhimmel gehört. Er hat den Spektraltyp B8, eine Effektivtemperatur von 12000K, knapp 20 Sonnendurchmesser und etwa 60000 Sonnenleuchtkräfte. Insgesamt ist Rigel in einem Vierfachsystem: er selbst sowie sein Begleiter (6.7 mag, 9.4 parcsec Abstand) sind spektroskopische Doppelsterne.
Ringnebel
Populäre Bezeichnung für Planetarische Nebel im allgemeinen und den Ringnebel in der Leier, M57, im speziellen.
Roter Riese
Spätes, sehr leuchtkräftiges Stadium der Sternentwicklung, bei dem sich die Sterne weit aufblähen. Die Oberfläche kühlt sich dabei ab und erscheint daher rötlich. Auch die Sonne wird in etwa 5 Milliarden Jahren zum Roten Riesen.
Röntgenstrahlung
Hochenergetischer Teil der elektromagnetischen Strahlung. Da die Erdatmosphäre die Röntgenstrahlung aus dem Kosmos absorbiert, sind die Astronomen auf Satelliten angewiesen. Röntgenastronomie spielt vor allem bei der Erkundung sehr energiereicher Prozesse im All eine Rolle, z.B. des heissen intergalaktisches Mediums oder der Akkretionsscheiben um Schwarze Löcher und Neutronensterne.