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Der Italiener Gianfranco Brancatelli wurde am 18. Januar 1950 in Turin geboren.
1973 stieg er in die italienischen „Formula Abarth“, ein, in welcher er bereits 1974 den Gesamtsieg einfahren konnte.
1975 belegte er in der italienischen Formel 3 den zweiten Rang in der Gesamtwertung, lediglich einen Punkt hinter Luciano Pavesi.
1975 und 1976 startete Brancatelli in der europäischen Formel 3 mit einem March und konnte in seiner zweiten Saison zwei Rennsiege erzielen, was für ihn den dritten Rang in der Gesamtwertung bedeutete. 1977 folgte der Sprung in die Formel 2, er fuhr für das Team Scuderia Everest, einen Ralt mit einem etwas problematischen Ferrari Motor. Aufgrund ausbleibender Erfolge verließ Brancatelli das Team 1978 und bestritt ein Rennen in der europäischen Sportwagen-Meisterschaft, bei welchem er von Platz zwei aus ins Rennen gehen konnte, er schied jedoch wegen Kupplungsproblemen aus.
1979 war Brancatelli zu den Großen Preisen von Spanien und Belgien für das Team Kauhsen in der Formel 1 gemeldet. Beim Großen Preis von Spanien in Jarama gelang es ihm nicht die Qualifikation für das rennen zu schaffen. Der Italiener fuhr die mit Abstand langsamste Zeit der 27 Teilnehmer. Ähnlich schlecht war die Situation beim Großen Preis von Belgien in Zolder, wo sich Brancatelli als 28. und letzter ebenfalls nicht qualifizierte. Nach diesen zwei desaströsen Rennwochenenden zog sich Kauhsen aus der Formel 1 zurück.
Das nächste Rennen, den Grand Prix von Monaco, bestritt Brancatelli für das Team Merzario, welches nach dem Rennen in Belgien das Material und die Ausrüstung von Kauhsen übernommen hatte. Brancatelli ersetzte hier den Teamchef Arturo Merzario, der die Wagen üblicherweise selbst fuhr, aber in Monaco nicht an den Start gehen konnte, da er sich zuvor bei einem Unfall eine Hand gebrochen hatte. Das Team Merzario setzte zu dieser Zeit den selbst Konstruierten Merzario A3 ein, ein Wing Car, das als technisch unausgereift und übergewichtig galt. Brancatelli konnte im Qualifying keine einzige gezeitete Runde fahren, sodass auch hier eine Grand-Prix-Teilnahme scheiterte. Zum Großen Preis von Frankreich pilotierte Arturo Merzario selbst wieder den Wagen seines Teams, wodurch Brancatellis Formel-1-Karriere ohne eine Rennteilnahme beendet war.
In den folgenden Jahren startete Brancatelli bei Tourenwagenrennen in verschiedenen Serien, darunter der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, und den 24 Stunden von Le Mans. Seine größten Erfolge waren hierbei der Gesamtsieg in der Tourenwagen-Europameisterschaft 1985, der Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps und der zweite Platz in Le Mans 1989 in einem Sauber Rennwagen.
1999 beendete Gianfranco Brancatelli seine Profi Karriere. Noch Jahre später fährt er jedoch bei Classic Rennen, seine Tourenwagen von früher.

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August 2019