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Biel/Bienne, Schweiz, 11. Juli 2018 – Die Berner Young Boys gewinnen ihr erstes Spiel am 54. Uhrencup mit 3:0 gegen Feyenoord Rotterdam und bescheren Gerardo Seoane ein perfektes Uhrencup-Debüt. Der amtierenden Niederländische Cupsieger aus Rotterdam liess sich in dem durchaus ausgeglichenen Spiel nur mit lückenloser Defensive und effizienter Offensive bezwingen.
Beide Trainer – sowohl Gerardo Seoane als auch Giovanni van Bronckhorst – starteten mit eher experimentelle Mannschaften. So wurden erfahrene Spieler mit jungen, neuen Spielern vermischte und verschiedene Kombinationsmöglichkeiten für die kommende Saison getestet.
Auffällig war, dass Robin van Persie bei Feyenoord nur von der Bank aus zuschaute; van Bronckhorst wollte einigen jüngeren Spielern die Möglichkeit bieten, ihre Leistung unter Beweis zu stellen – und die Youngsters enttäuschten ihren Trainer nicht. Auch Seoane wird mit seinen Young Boys mindestens so zufrieden sein wie die Berner Fans unter den 2384 angereisten Zuschauern in der Tissot Arena.
Bereits zu Beginn des Spiels machten die Berner Druck und zwangen Torhüter Ramon ten Hove dazu auf der Linie zu klären, als Ihn Guillaume Hoarau nach einem Eckball und Roger Assalé gleich darauf mit dem Abpraller testeten. Beide Teams versuchten die Oberhand zu gewinnen und provozierten ein schnelles Angriffsspiel. Der spätere “Best Player” Hoarau versuchte sein Glück aus der Distanz, traf dabei aber nur die Latte. Gleich darauf wurde es auf der anderen Platzhälfte heiss als Tonny Vilhena von Feyenoord David von Ballmoos mit seinem Freistoss unter der Mauer durch zu einer Parade zwang.
Nach dreissig Minute setzte sich Roger Assalé an der Seitenlinie gegen zwei Gegenspieler flink durch und stürmte auf dem rechten Flügel nach vorne. Vor dem Tor wartete Guillaume Hoarau, der den perfekten Pass von Assalé präzise an Verteidiger und Torwart vorbei ins Tor schoss und damit die Young Boys in Führung brachte.
Im letzten Spielzug vor der Pause suchte Miralem Sulejmani mit einem schnell ausgeführten Eckball ebenfalls Hoarau. Doch dieses Mal war die Distanz zu gross und trotz genügend Zeit segelte der Schuss von Hoarau über die Latte.
YB-Trainer Seoane nahm während der Pause verschiedene Wechsel vor, sodass in der zweiten Halbzeit auch einige Ersatzspieler zum Zug kamen. Giovanni van Bronckhorst auf der anderen Seite führte gleich neun Wechsel durch. Neu aufs Feld kamen Jens Toornstra, Sam Larsson, Calvin Verdonk, Wouter Burger, Steven Berghuis, Cheick Toure, Eric Botteghin, Jan-Arie van Der Heijden und Jordy Wehrmann.
Diese Wechsel blieben jedoch nicht ohne Folgen. Während die Rotterdammer mehr in der Offensive versuchten, so kam es auch mehr zu Löchern in der Verteidigung. Diese nutzten die Berner in der 67. Minute aus, als Jean-Pierre nach einem Freistoss zum 2:0 einschob. Und in der 80. Minute bewiesen die Berner noch einmal, dass sie bei Standards äusserst gefährlich sind. Denn Gregory Wüthrich überraschte die Rotterdammer, als er einen Eckball direkt zum 3:0 einnickte.
So sicherten sich Gerardo Seoane bei seinem Uhrencup-Debüt einen 3:0-Sieg. Während es für die Niederländer bereits am Freitag um 20.00 Uhr gegen den FC Basel weiter, sind die Berner am Samstag um 15.00 Uhr im Berner Neufeld gegen die Wolverhampton Wanderers im Einsatz.