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Thomas Schulte-Michels
Thomas Schulte-Michels, 1944 in Straßburg geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Bonn. Daneben nahm er privaten Schauspielunterricht und inszenierte an der Studentenbühne. In Paris besuchte er mehrere Schauspielworkshops bei Wolfram Mehring, der neben George Tabori sein Mentor wurde. 1971 begann Schulte-Michels Berufstätigkeit als Schauspieler und Regieassistent am Stadttheater Bonn. Ab 1975 inszenierte er in Moers, Dortmund, Krefeld, Bonn und Neuss. 1977 übernahm er für zwei Jahre in Vertretung von Holk Freytag die Leitung des Schlosstheaters Moers. Von dort wechselte Schulte-Michels 1979 als Regisseur an das Stadttheater Mainz und 1981 an die Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Von 1985 bis 1992 inszenierte er am Bayerischen Staatsschauspiel München.
Für öffentliche Furore sorgte Schulte-Michels erstmals 1980 mit seiner revueartigen Peter-Weiss-Inszenierung «Die Ermittlung» an der Volksbühne in Berlin. Seit 1987 führte er auch in zahlreichen Musiktheaterproduktionen Regie u.a. im Deutschen Nationaltheater Weimar, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Theater Basel, am Theater Biel Solothurn, bei den Salzburger Festspielen und an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Ab 2001 inszenierte er unter anderem am Thalia-Theater Hamburg, am Schillertheater Berlin, an den Kammerspielen München und am Deutschen Theater Berlin. Schulte-Michels wurde mit dem Karl-Skraup-Preis 2009/10 ausgezeichnet und 2011 mit dem Nestroy Preis für das beste Bühnenbild. In der Spielzeit 17/18 führt er Regie im «Luzerner Jedermann».