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Der heilige Nikolaus von Myra... zwischen Legende und Wirklichkeit
Die Legenden
Bei seiner Geburt stand Nicolas aufrecht im Wasser seines ersten Bades; an der Brust trank er jeweils nur mittwochs und freitags! Als er erfahren hat, dass ein Vater für die Heirat seiner drei jungen Töchter keine Mitgift erbringen kann, hat Nicolas – inzwischen reich aber Waise – Geld in deren Strümpfe getan, welche auf dem Kamin trocknen sollten. Dank ihm konnte der Vater seine drei Töchter verheiraten.
Er hat auch drei Kinder wieder zum Leben erweckt, die draussen auf dem Feld waren und von einem Metzger getötet und in Stücke geschnitten wurden!
Er hat zudem ein Boot vor dem Sturm gerettet, dass eine Ladung Getreide für die Stadt Myra mit sich führte. So ist er zum Schutzpatron der Kinder, der Studenten, der Kleriker, der Lehrer, der Matrosen, der Glaser, der Metzger, der jungen und unverheirateten Mädchen, der Reisenden, der Fährmänner, der Fischer, der Hafenarbeiter sowie der Getreide- und Weinhändler von Lothringen, Russland und Freiburg geworden!!
Der Sankt Nikolaus wird heute in der Schweiz gefeiert, aber auch in Frankreich, Deutschland, Belgien, Österreich, Luxemburg, Polen, Russland und sogar in den USA, wo sich im Zuge der Verbreitung der Legende in den Köpfen von Schriftstellern, Zeichnern oder auch profitgierigen Kaufleuten die Figur des Weihnachtsmanns entwickelt hat.
Die Wirklichkeit
Myra ist eine antike Stadt in Lykien – heute die türkische Stadt Demre in Anatolien – die am Ufer des Flusses Myros liegt. Abgesehen von ihrem prächtigen Theater ist diese Stadt vor allem bekannt für ihre Grabstätte, die aus Felsengräbern besteht, die aus dem 5. Jahrhundert vor Christus stammen.
Der heilige Nikolaus (geboren 270 in Patara, Lykien, gestorben 343) war Bischof von Myra.