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Für Kinder und Jugendliche stellt sich irgendwann in ihrem Leben nicht nur die Frage, zu welchem Geschlecht sie sich hingezogen fühlen, sondern auch, zu welchem Geschlecht sie gehören oder ob sie überhaupt in das zweiteilige Schema Mann-Frau passen.
Es gibt Kinder und Jugendliche, die sich nicht oder nur teilweise dem Geschlecht zugehörig fühlen, das ihnen bei der Geburt zugeordnet wurde. Sie merken dies oft schon, bevor sie in den Kindergarten oder die Primarschule kommen. Es sind Transkinder und Transjugendliche (auch Transgender, Adjektiv: *trans u.a.).
Wenn auch nicht ganz klar ist, wie viele transidente Kinder und Jugendliche es in der Schweiz gibt, so kann aber doch jede Lehrperson damit rechnen, einmal ein Transkind oder -jugendlichen zu unterrichten und an einem Grossteil der Schulen dürfte es stets ein Transkind oder einen Transjugendlichen haben.
Bei jungen Transmenschen kommt es auch heute in der Schweiz noch vor, dass ihnen Massnahmen wie Schulausschluss, Versetzung in eine andere Schule u.ä. angedroht und auch durchgesetzt werden. Dies nur, weil sie nicht den Rollenerwartungen oder dem Aussehen entsprechen, das von ihnen aufgrund ihres biologischen Geschlechts erwartet wird. Dies ist eine massive Diskriminierung, verletzt sie als Personen, verletzt ihr Recht auf Schulbildung und damit auch ihre beruflichen Chancen in der Zukunft.
Um Ängste und Vorurteile gegenüber Transmenschen abzubauen, bietet die Jugendgruppe von Transgender Network Switzerland (TGNS) Schulbesuche im Umfang von 2 Lektionen an (in der Regel für Klassen ab der Oberstufe). Zudem werden auch Informationen und Materialien zur Verfügung gestellt, die Lehrpersonen für den Unterricht verwenden können.