Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03174.jsonl.gz/2433

Nach einer Lehre als Möbelschreiner im väterlichen Betrieb studierte Zumthor an der Kunstgewerbeschule Basel Innenarchitektur und Design. Anschliessend zog es ihn nach Übersee, wo er am Pratt Institute in New York Architektur und Industrial Design studierte. Danach übte er in der Schweiz, in Deutschland und in den USA mehrere Lehrtätigkeiten für Architektur aus. Zumthor war auch zehn Jahre lang Mitarbeiter der Denkmalpflege des Kantons Graubünden bevor er 1979 sein Architekturbüro in Haldenstein, in der Nähe von Chur gründete. Der Anfang einer steilen Karriere.
Zumthors Markenzeichen: Einzigartigkeit
Bald beschäftigte Zumthor 14 Architekten und Möbelschreiner in seinem Atelier. In der Architekturszene gilt er als Einzelgänger, der besonderen Wert auf die Auswahl der Materialien legt. Aber auch was die Formen betrifft, geht Zumthor ganz eigene Wege; keines der von ihm entworfenen Bauwerke gleicht einem seiner früheren Entwürfe. 1987 wurde er zum ersten Mal mit der «Auszeichnung guter Bauten im Kanton Graubünden» geehrt. Es folgten rund 30 weitere internationale Auszeichnungen, darunter der renommierte «Prietzker-Preis» der auch als Nobelpreis der Architekten bezeichnet wird. Das Kunsthaus Bregenz, 1997 von Zumthor entworfen, besitzt über 300 seiner Architekturmodelle. Die Sammlung wird laufend erweitert.
Bauten von Weltruf
Die Bauwerke Zumthors lückenlos aufzulisten, würde den Rahmen sprengen. Stellvertretend seien hier einige seiner weltweit Aufsehen erregendsten Werke genannt. Mit der Kapelle Sogn Benedetg in Sumvitg in der Surselva gelang ihm 1989 der internationale Durchbruch. Auch der Neubau der Therme Vals von 1996 erlangte ebenso internationale Aufmerksamkeit wie das von Zumthor 1997 entworfene Kunsthaus Bregenz.
«Ich möchte Gebäude bauen, die geliebt werden»
Die Fondation Beyeler in Riehen gab Zumthor 2016 den Zuschlag für die Realisierung ihres Erweiterungsbaus. Sein subtiler Umgang mit Baumaterialien, der starke Bezug zur umgebenden Parklandschaft und sein Konzept, welches statt nur einem Museumsgebäude drei kleinere zum Dorfcharakter Riehens passende Bauten vorsieht, überzeugten auf ganzer Linie. «Ich möchte Gebäude bauen, die geliebt werden», meinte Peter Zumthor dazu. Und: «Dass ich in Basel, der Stadt meiner Jugend bauen darf, ist mir eine besondere Ehre». In Los Angeles baut er seit 2008 an seinem bisher grössten Werk: dem spektakulären Neubau des Los Angeles County Museum of Art, kurz Lacma.Weitere Basler Geschichten
Zurück zur Startseite