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Deutschland, USA und China: Das sind die drei wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Wobei China massiv an Bedeutung gewinnt, obwohl das Land am weitesten entfernt ist. China ist auf Platz Nummer 3:
These: China gwinnt an Relevanz. Es gibt eine Statistik, wo China bereits an erster Stelle steht:
NB1: Hier sei angemerkt, dass gerade für den Export der Schweiz, Produkte aus Bereichen wie Edelmetalle, Edel- und Schmucksteine, Chemisch-pharmazeutische Produkte usw. ziemlich wichtig sind. Siehe Grafik ganz unten in diesem Blogpost.
NB2: Hongkong wird hier als separates Land geführt. Hongkong gehört zu China. Es ist eine Sonderverwaltungsregion (Special Administrative Region, SAR) der Volksrepublik China. Diese Einordnung folgt dem Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“, das nach der Übergabe der Souveränität von Grossbritannien an China im Jahr 1997 etabliert wurde. Gemäss diesem Prinzip behält Hongkong bis zum Jahr 2047, also für 50 Jahre nach der Übergabe, ein hohes Mass an Autonomie, einschliesslich eigener Rechts- und Wirtschaftssysteme. Man könnte diese 14 % China hinzurechnen. Also jetzt ohne politisch zu sein, einfach um die Wichtigkeit China als Handelspartner der Schweiz zusätzlich zu betonen.
Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und der Volksrepublik China
Das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und der Volksrepublik China, das im Juli 2013 unterzeichnet und im Juli 2014 in Kraft getreten ist, markiert einen signifikanten Meilenstein in den bilateralen Beziehungen beider Länder. Es ist das erste umfassende Freihandelsabkommen, das China mit einem kontinentaleuropäischen Land abgeschlossen hat, und unterstreicht die Bedeutung, die beide Seiten einer Vertiefung ihrer wirtschaftlichen und handelspolitischen Beziehungen beimessen.
Ziele des Freihandelsabkommens
Das Hauptziel des Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China ist die Förderung des bilateralen Handels durch den Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen. Durch das Abkommen soll ein vereinfachter Zugang zu den jeweiligen Märkten für Unternehmen beider Länder geschaffen werden, was zu einer Steigerung der Handelsvolumina und einer Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen führen soll.
Wichtige Bestandteile des Abkommens
- Zollabbau und Handelserleichterungen: Das Abkommen sieht einen schrittweisen Abbau von Zöllen auf eine breite Palette von Produkten vor. Für viele Schweizer Exportgüter, darunter Uhren, pharmazeutische Erzeugnisse, Maschinen und landwirtschaftliche Produkte, werden die Zölle entweder sofort oder über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren reduziert. Gleichzeitig öffnet die Schweiz ihren Markt für chinesische Produkte durch ähnliche Zollsenkungen.
- Schutz geistigen Eigentums: Ein weiterer wichtiger Aspekt des Abkommens ist der verbesserte Schutz geistigen Eigentums. Beide Länder haben sich darauf geeinigt, ihre Anstrengungen zu verstärken, um Piraterie und Fälschung zu bekämpfen und damit die Rechte von Erfindern und Kreativen besser zu schützen.
- Investitionsschutz: Das Abkommen enthält auch Bestimmungen zum Schutz von Investitionen, um ein sicheres und vorhersehbares Umfeld für Investoren aus beiden Ländern zu schaffen. Dies umfasst den Schutz vor Enteignung ohne Entschädigung und die Möglichkeit, in Streitfällen internationale Schiedsgerichte anzurufen.
- Nachhaltige Entwicklung: Erkennend, dass Handel auch nachhaltig gestaltet werden muss, beinhaltet das Abkommen Kapitel, die sich mit Umweltschutz und sozialen Standards befassen. Diese Abschnitte zielen darauf ab, sicherzustellen, dass die wirtschaftliche Entwicklung nicht auf Kosten der Umwelt oder der Arbeitsbedingungen erfolgt.
Bedeutung für die Schweiz und China
Für die Schweiz bietet das Freihandelsabkommen mit China die Möglichkeit, ihre Position in einem der größten und am schnellsten wachsenden Märkte der Welt zu stärken. Schweizer Unternehmen profitieren von vereinfachten Handelsbedingungen und einem verbesserten Zugang zu Chinas riesigem Binnenmarkt.
Für China wiederum unterstreicht das Abkommen mit der Schweiz sein Engagement für eine weitere Öffnung seiner Wirtschaft und den Ausbau der Handelsbeziehungen mit Europa. Es dient auch als Modell für ähnliche Abkommen mit anderen Ländern.
Fazit
Das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China ist ein beispielhaftes Abkommen, das zeigt, wie durch internationale Zusammenarbeit Handelshemmnisse abgebaut und die Grundlagen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Wohlstand geschaffen werden können. Es illustriert auch die strategische Bedeutung der bilateralen Beziehungen und bietet eine solide Basis für die zukünftige Vertiefung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Quellen: