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Haus- und Nutztiere leben ausschliesslich unter Bedingungen, die der tierhaltende Mensch geschaffen hat (lebenslang also wie Kleinkinder).
Gesundheit, auch Tiergesundheit, ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen. Sie ist laut WHO der Zustand vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Sie beinhaltet die anatomische Integrität aller Gewebe, Organe und Organsysteme, deren ungestörte physiologische Funktion, darüber hinaus die intakte Interaktion zwischen Organismus, seiner seelischen Befindlichkeit und dem sozialen Umfeld.
Krankheit ist jede nicht kompensierte Störung der oben definierten Gesundheit. Krankheit bedeutet, dass der Organismus – zumindest zeitweise – nicht mehr die Selbstheilungskräfte in ausreichendem Masse aktivieren kann, welche normalerweise Störungen ausgleichen und die Homöostase aufrechterhalten (das innere Fliessgleichgewicht). Krankheit ist also kein Zustand, sondern ein gestörter Prozess.
Heilung ist also nicht die Beseitigung von Krankheitserscheinungen (Symptomen), sondern die Wiederherstellung körperlicher, organischer, physiologischer und seelischer Gesundheit beim Tier (und Menschen).
Nur aus dem Zusammenwirken von sinnvollen Sofortmassnahmen (Medikation), ursächlichen Korrekturen (Beseitigung krankheitsbedingender Faktoren) und langfristigen konzeptionellen Veränderungen (Eliminierung systematischer Fehler im Haus oder Betrieb) resultiert eine fundierte und dauerhaft erfolgreiche Behandlung.
Wir Heilkundigen helfen lediglich, die gestörten inneren Bedingungen des erkrankten Tieres wieder zu korrigieren, es wieder reaktionsfähig zu machen, und beraten die Tierhalter so, dass sie die äusseren Verhältnisse in zuträglicher Weise sanieren und stabilisieren.