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Die Mezzosopranistin Hilary Summers, die in Newport (South Wales) geboren wurde und an der Royal Academy of Music sowie am National Opera Studio in London studierte, begann ihre Laufbahn 1992 an der Scottish Opera. Sie singt ein breites Repertoire, das vom 17. Jahrhundert bis zur Musik der Gegenwart reicht, und verfügt über einen ungewöhnlichen Stimmumfang, der es ihr erlaubt, sowohl Partien in tiefer Altlage als auch Mezzorollen zu gestalten. Nicht zuletzt diese Gabe weckte die Aufmerksamkeit zahlreicher zeitgenössischer Komponisten. So interpretierte Hilary Summers 1999 den Part der Stella in der Uraufführung von Elliott Carters Musiktheater What Next? an der Berliner Lindenoper, übernahm 2002 die Rolle der Irma in Peter Eötvös’ Le Balcon beim Festival von Aix-en-Provence und wirkte 2006 bei der Weltpremiere von George Benjamins Into the Little Hill mit. Mehrfach hat sie mit Pierre Boulez zusammengearbeitet, so etwa in Le Marteau sans Maître – die Einspielung wurde mit einem «Grammy» ausgezeichnet – oder 2005 in Le Visage nuptial zu Ehren seines 80. Geburtstages. Andererseits ist Hilary Summers eine gefragte Sängerin im Bereich der Alten Musik, etwa in Kooperation mit William Christie, Thomas Hengelbrock, Christopher Hogwood, Andrew Manze, Paul McCreesh und Christophe Rousset. Und auch Werke der Klassik und Romantik wie etwa Beethovens Neunte Sinfonie, Dvoráks Requiem, Elgars The Dream of Gerontius und de Fallas El amor brujo haben in ihr eine berufene Interpretin gefunden. Auftritte führten Hilary Summers u. a. zum Glyndebourne Festival, an die Nederlandse Opera, das Teatro Real Madrid und die Opéra National de Paris; 2011/12 stehen u. a. Auftritte als Geneviève in Debussys Pelléas am Gran Teatre del Liceu Barcelona und als Juno in Händels Semele in der Pariser Salle Pleyel auf ihrem Terminkalender.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 14. September 2002 mit Le Marteau sans Maître von Pierre Boulez, dirigiert vom Komponisten.
März 2012