Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/3349

Die Geschichte der Pfadi
Gründer der Pfadi war der englische Lord Baden-Powell (kurz BiPi genannt). In jungen Jahren absolvierte er die Offiziersschule. Sein grösster Wunsch war es, die ganze Welt kennen zu lernen. Dies erhoffte er sich von den vielen Reisen mit dem Militär.
BiPi erkannte, dass auch Jugendliche über eigene Stärken verfügen und Verantwortung tragen können. Deshalb setzte er sie auch bei Militär-Einsätzen ein. Beispielsweise liess er sie spionieren oder Botengänge machen.
Somit war seine Idee der Pfadi geboren. BiPi bildete Gruppen aus interessierten aus allen Jugendschichten und teilte sie in kleine Gruppen auf. Die Gruppenältesten führten die Gruppen.
Er wollte, dass bei seiner Jugendorganisation Jugendliche aus allen Bevölkerungsschichten mitmachen können. Deshalb liess er sie alle einheitliche Uniformen tragen. So waren alle voreinander gleich.
Ebenfalls waren die Pfadfinder die ersten, die in Zelten in der freien Natur als Freizeitbeschäftigung übernachteten. Er wollte, dass sie der Natur nahe sind und viel darüber lernen. Er brachte ihnen bei, wie man Spuren liest, auf Geräusche achtet und Pflanzen voneinander unterscheidet. Er wollte in den Jugendlichen eine Art Liebe zur Natur wecken, denn er war fest davon überzeugt, dass wir schützen, was wir schätzen.
BiPi wollte, dass Jugendliche selber Erfahrungen machen, diese mit anderen teilten und auf diese aufbauen. Der Grössere soll auf den Kleineren achten und man soll versuchen, die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen, als man sie vorgefunden hat.
Im Jahre 1907 führte BiPi mit ca. 25 Jugendlichen das erste Pfadilager in Zelten auf der englischen Insel Brownsea durch. Das Lager war ein voller Erfolg!
Rasch bildeten sich überall auf der Welt Pfadfindergruppen. 1911 wurden dann auch Mädchen zu Pfadfinderinnen und BiPis Frau, Lady Bi Pi, zur ersten Pfadiführerin. Später stiessen auch kleinere Kinder und ältere Jugendliche zur Pfadibewegung.
BiPi starb schliesslich 1941 in Kenia, wo er zusammen mit seiner Frau die letzten Lebensjahre verbrachte.
Heute gibt es auf der ganzen Welt über 26 Millionen Pfadfinder. Jedes Jahr am 22. Februar feiert man den Thinking Day und gedenkt BiPi und seiner Frau, die an diesem Tag beide ihren Geburtstag feierten.
Tradition
Nebst unserem Abteilungsruf erkennt man uns vor allem an unserer einzigartigen Pfadikrawatte. Nebst der schönen Kombination der Farben gelb und grün ist die aufgenähte Heitersbergersonne unser Markenzeichen. Wir waren zudem die erste Pfadi in der Schweiz, die etwas auf die Krawatten nähte.
Abteilungsgeschichte
Die Pfadi Heitersberg entstand 1977 aus einer Gruppe, die sich aus der Pfadi Burghorn Wettingen löste. Schon bald zählte Heitersberg zu den grössten Abteilungen im Kanton. Im Herbst 2007 feierte die Abteilung ihr dreissigjähriges Bestehen.