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Heute vor fünfzig Jahren, am 16. März 1966, wurde der erste Vans-Laden von den Brüdern Paul und Jim Van Doren zusammen mit ihren Partnern Gordon Lee und Serge Delia eröffnet. Das Geschäft in Anaheim, Kalifornien, war zugleich auch eine Schuh-Fabrik. Der Kunde konnte den Leinenschuh in der Farbe seiner Wahl oder mit unterschiedlichen Stoffeinsätzen bestellen, am nächsten Tag stand der Treter zum Abholen bereit. Es dauerte nicht lange und der Customized-Turnschuh mit der dicken Sohle wurde zum Favoriten von Cheerleadern und Schülern in ganz Südkalifornien, die zu ihren Uniformen farblich passende Vans tragen wollten.
Vans für Skater ab den 70ern
Die ersten Schuhe für Skater wurden 1975 entwickelt und wanderten am 18. März 1976 unter dem Label «Off the Wall» in den Verkauf. Zunächst handelte es sich dabei um geschnürte Low-Tops. Damit sind die tiefer geschnittenen Sneakers gemeint, in denen ein Extra-Knöchelschutz getragen werden konnte. Später entstand aus dieser Kombi der Hi-Top, der über den Knöchel reicht und dem Fuss beim Skaten die gewünschte Stabilität gibt. «Und der ist bis heute mein Favorit. Jedes Jahr kaufe ich mir einen Neuen in Schwarz», sagt Andre Tanner (55), Alprausch-Gründer und Skater der ersten Stunde.
Vom Billig-Turnschuh zum Sammlerobjekt
Während der schwarze Hi-Top beim Vans-Fan öfters zum Einsatz kommt, landen die limitierte Modelle, die er im Netz ersteigert, unberührt in seiner Sammlung. Dazu gehört zum Beispiel der Slip-On mit dem typischen Checkerboard-Print in Schwarz-Weiss. Tanner: «Ich schätze, ich besitze zwischen fünfzig und sechzig Paar aus einer Spezial-Edition». Angefangen hat seine Leidenschaft mit einem Low-Top. «Ich war 15 Jahre alt und begeistert von der typisch strukturierten Gummisohle, die mich davor schützte, vom Skateboard zu rutschen».
Fünfzig Jahre ist es her, da kostete der Vans für Männer noch fünf Dollar und der für Damen etwas mehr als zwei. Heute zahlt man für einen gängigen Slip-On im Schnitt 90 Franken, ein Modell aus einer Spezial-Edition kann aber sogar bis zu 1000 Franken wert sein. «Wie zum Beispiel der Hosoi Rising Sun. Es ist ein Hi-Top mit einem japanischen Sonnenaufgang drauf, und ich suche ihn schon lange», sagt Tanner.
Einmal Vans-Fan, immer Vans-Fan
Die Marke hat in den Jahren geschafft, was wenige grosse Labels können: das Image eines Klein-Labels aufrecht zu erhalten. Wenn Spezial-Editionen mit Bands designt wurden, dann waren es immer coole Bands wie The Ramones und keine Mainstream-Sänger, bloss um den Erfolg anzukurbeln. «Deshalb werde ich auch noch mit Siebzig Vans tragen, solange es meine Füsse erlauben. Sie sind never out of style!»Publiziert am 16.03.2016 | Aktualisiert am 30.08.2016