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Papst Franziskus hat eine Kommission eingesetzt, die die Zulassung von Frauen zum Diakonat prüfen soll. Dem Gremium, das sich vor allem mit der Rolle von Diakoninnen in der Urkirche beschäftigt, gehören sieben Männer und sechs Frauen an, wie der Vatikan mitteilte.
Wann die Kommission ihre Arbeit aufnehmen soll und wie lange diese dauern soll, war zunächst unklar.
Der Papst hatte im Mai erklärt, er sei zur Einsetzung einer solchen Kommission bereit. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat bereits wiederholt seinen Willen bekundet, etwas gegen die grosse Ungleichheit zwischen Männern und Frauen in der katholischen Kirche zu unternehmen. Bislang hatte der 79-jährige Argentinier aber kaum konkrete Massnahmen ergriffen.
Diakone stehen in der katholischen Hierarchie eine Stufe unter dem Priester. Sie übernehmen Aufgaben im liturgischen Dienst, etwa die Mitwirkung bei der Messfeier, und sind überdies seelsorgerisch tätig. Diakone dürfen in Messfeiern die Predigt halten, die Sakramente der Taufe und der Eheschliessung spenden und Trauergottesdienste halten.
Das Diakonat wurde lange vornehmlich als Vorstufe zum Priesteramt betrachtet. Das Zweite Vatikanische Konzil in den 60er Jahren etablierte das Diakonat aber auch als dauerhaftes Kirchenamt, das auch verheiratete Männer übernehmen können. Diakone spielen in der katholischen Kirche angesichts von Priestermangel und überlasteten Geistlichen eine wichtige Rolle.
Dass auch das Priesteramt für Frauen geöffnet werden könnte, hat Franziskus explizit ausgeschlossen. Seine Vorgänger, insbesondere Papst Johannes Paul II., hätten diese Frage lange geprüft, bevor sie sich dagegen entschieden hätten, machte Franziskus geltend. (sda/afp)