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Unter dem Hashtag #forgenerationstocome führt der WWF zurzeit eine Kampagne im Netz, die zum Ziel hat, die UserInnen zu animieren, ihren Beitrag an den Umweltschutz für die nachfolgenden Generationen öffentlich zu machen und zu teilen. Auch verschiedene BloggerInnen haben bereits unter diesem Hashtag gebloggt. Mit diesem Beitrag möchte ich mich Ihnen anschliessen.
Ja, auch meine Familie gehört zu den Familien, die bio essen, kein Fleisch, eigenes Gemüse anbauen, eigenen Solarstrom produzieren, Abfall trennen und mit einheimischem Holz heizen. All das ist ja gut und recht, nur reicht es eben nicht. Die Umweltprobleme sind gesellschaftliche Probleme und müssen gesellschaftlich angegangen werden. Beispiele dafür: Würde die Schweiz den Verkauf ineffizienter Haushaltsgeräte verbieten, würden alle effiziente Geräte kaufen. Die Stückzahlen für die besseren Geräte wären höher, die Preise dafür niedriger. Würde die Schweiz den Verkauf von Offroadern einschränken, wäre die Luft sauberer und die Flotte ökologischer. Käme dazu noch eine ernst zu nehmende Förderung von Elektromobilität, würde damit die Autobranche zum Umdenken gezwungen. Würde der Kanton den Ersatz von Heizungen durch Ölheizungen verbieten, dafür erneuerbare Heizsysteme fördern, würde jedes ideal ausgerichtete Dach mit Solarzellen bedeckt, würden Pestizide verboten und dafür der Umbau der Landwirtschaft vorangetrieben, würde mehr Geld in die Wirtschaftsförderung für nachhaltige Firmen investiert und nicht für globale Unrechtskonzerne, würden bindende Richtlinien bestehen für die Aktivitäten des Finanzplatzes der Schweiz im Ausland (die ein Zwanzigfaches der einheimischen Treibhausgasemissionen verursachen!), würde das Fliegen endlich sinnvoll besteuert, statt nur über den Fluglärm diskutiert, würde das Plastikrecycling für die Gemeinden Pflicht, würden nicht nur Verschmutzungsgrenzwertüberschreitungen dokumentiert, sondern auch Massnahmen ergriffen, auch wenn sie etwas kosten, würde die geplante Obsoleszenz verboten und alle Geräte mit einer ernst zu nehmenden Reparaturgarantie ausgestattet, würde in die Bildung und so in die nachfolgenden Generationen investiert, statt überall dort gespart, wo es sie betrifft, würden die Umweltprobleme gemeinsam angegangen statt ignoriert, würde die Eigenverantwortung dort eingeschränkt, wo es die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen zerstört, würde der Biodiversität endlich ein Wert gegeben, würde die Demokratie gelebt und das Volk und die nachfolgenden Generationen vertreten und nicht die Grosskonzerne, würde die Nachhaltigkeit nicht nur gesprochen, sondern auch Pflicht – all dies würde mehr bewegen, als ich und meine Familie je im Kleinen beitragen können.
Es wären nicht viele kleine Schritte, sondern viele grosse. Deshalb engagiere ich mich in der Grünen Politik. #forgenerationstocome
Marionna Schlatter, Präsidentin Grüne Kanton Zürich