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Die neue Formel 1-Saison im ÜberblickSchreiben Sie einen Kommentar
Der erste Grand Prix im Jahr 2020 hätte am 15. März in Australien gestartet werden sollen. Doch das Coronavirus machte den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Weil sich ein Mitarbeiter eines Teams infiziert hatte, wurde der Saisonstart abgeblasen. Auch weitere Rennen wurden abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Nun wird die neue Saison doch noch in Angriff genommen.
Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Formel 1:
Zwei Rennen in Spielberg
Aktuell sind insgesamt acht Rennen geplant. Am 5. Juli gastiert die Formel 1 mit dem Grand Prix von Österreich in Spielberg. Eine Woche später am 12. Juli rasen die Fahrer nochmals auf der Strecke von Spielberg. Dieses Mal wird der Sieger des Grand Prix der Steiermark gesucht.
Nach zwei Rennwochenenden in Österreich dislozieren die Teams an den Hungaroring in Ungarn. Am 17. Juli steht dann bereits das dritte Rennen innert drei Wochen an. Nach Ungarn gibt es eine Woche Pause für die Fahrer. In Grossbritannien, genauer gesagt in Silverstone, werden wieder zwei Rennen gefahren.
Am 2. August geht es um den Grossen Preis von Grossbritannien. Der Grand Prix eine Woche später, am 9. August, wird dem 70-jährigen Jubiläum der Formel 1 gewidmet. Passenderweise wurde das erste Formel 1-Rennen der Geschichte 1950 in Silverstone gefahren.
Für das sechste Rennen der Saison verschiebt sich der Formel 1-Tross nach Barcelona zum Grossen Preis von Spanien. Am 16. August wird bei diesem der Sieger erkoren. Nach Spanien gönnt sich die Formel 1 wieder eine kleine Pause bevor es am 30. August in Belgien auf dem Circuit de Spa-Francorchamps weitergeht.
Das vorerst letzte fixe Rennen der Saison 2020 bestreiten die Fahrer im italienischen Monza. Der Grosse Preis von Italien findet am 6. September statt.
Der aktuelle Rennkalender und die Neuerungen der Formel 1-Saison 2020:
Corona-Massnahmen
Wegen dem Coronavirus hat der internationale Automobilverband FIA verschiedene Massnahmen ergriffen. So sind während den ersten acht Rennen keine Zuschauer zugelassen. Auch wird auf die Siegerehrungen auf dem Balkon über der Boxengasse verzichtet.
Dafür gibt es eine kleine Zeremonie auf der Start-Ziel-Geraden. Dabei werden jedoch keine Pokale übergeben, da die geltenden Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Einen positiven Effekt auf den Fokus der Fahrer auf das Rennen dürfte die beschränkte Personenanzahl bei der Startaufstellung haben.
Um Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern, dürfen nur wenige Mechaniker und natürlich die Fahrer zu den Autos auf der Strecke. Normalerweise wuseln hier neben den Teams auch diverse Fernseh-Stationen oder prominente Gäste herum.
Die Corona-Massnahmen des internationalen Automobilverbandes für die bereits geplanten Rennen:
Erstes Rennen
Wegen dem Coronavirus konnten die Teams ihre Autos nur während zweier Wochen in Barcelona im Februar testen. Da auch die ersten Rennen gestrichen wurden, konnten die Teams nicht die gewünschte Anzahl Daten sammeln. In den letzten Wochen durfte nämlich nur mit Autos getestet werden, welche bereits zwei Jahre alt waren.
Diese Fahrten waren mehr für die Abläufe in den Boxen und für das Gefühl der Fahrer für das Auto gedacht. Deshalb wird das erste Rennen in Spielberg etwas Ungewisses haben. Denn die Teams wissen noch nicht, wo sie im Vergleich mit den Anderen stehen. Deshalb wird es grosse Anpassungen geben, nach den Trainings und dem Rennen.
Das wichtige erste Rennwochenende im österreichischen Spielberg:
Alfa Romeo Racing
Bei den Tests in Barcelona hat sich abgezeichnet, dass Mercedes auch in diesem Jahr das Mass aller Dinge sein wird. Gejagt werden sie von Red Bull und Ferrari. Der Kampf um Platz Vier in der Konstrukteuren Wertung wird auch in dieser Saison heiss umkämpft sein. Racing Point, Renault, McLaren und AlphaTauri wollen diesen 4. Platz erobern.
Das Farmteam von Red Bull, AlphaTauri, hiess bis zum Ende der letzten Saison noch Toro Rosso. Mit dem Namenswechsel soll die gleichnamige Kleidermarke von Red Bull bekannt gemacht werden. Für den Schweizer Rennstall Alfa Romeo Racing wird es auch in dieser Saison schwer werden, im vorderen Mittelfeld mitzufahren.
Zwar haben die Hinwiler mit Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi dieselben Fahrer wie im letzten Jahr, doch auch das Auto hat sich kaum verändert. Dies haben die Tests in Barcelona gezeigt. Einen wichtigen Transfer konnte Alfa Romeo allerdings auf der Position des Testfahrers verbuchen.
Der Pole Robert Kubica kehrt zu den Schweizern zurück, nachdem er bereits von 2006 bis 2009 bei den Schweizern als Stammfahrer unter Vertrag war. Damals fuhren die Hinwiler unter dem Namen BMW Sauber. Kubica kam vom Konkurrenten Williams. Dort wurde er durch Nicholas Latifi ersetzt, welcher vergangene Saison bereits als Testfahrer Erfahrungen sammelte.
Interessant dürfte auch die vorerst letzte Saison von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel sein. Das italienische Team und der 32-jährige Deutsche beenden Ende Jahr die Zusammenarbeit. Aktuell ist nicht bekannt, wo und ob Vettel in der nächsten Saison Rennen fährt. Er wird deshalb zeigen wollen was er kann, um doch noch irgendwo Unterschlupf zu finden.
Dies wird allerdings schwierig. Denn die grossen Teams haben bereits Verträge mit den Fahrern für das kommende Jahr. Aus diesem Grund wird Sebastian Vettel entweder den Helm an den Nagel hängen oder er muss Lohneinbussen in Kauf nehmen und bei einem der Teams im Mittelfeld anheuern. Klar ist dafür bereits, wer bei Ferrari Vettel beerbt. Der Spanier Carlos Sainz, welcher aktuell bei McLaren fährt, wird ab der kommenden Saison im Ferrari sitzen.
Die Experten-Prognose für die Formel 1-Saison 2020:
Die Formel 1 auf RADIO TOP wird präsentiert von TEMPODROM WINTERTHUR.