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Abtransport der Kriegsbrücken aus GurtnellenIm Rahmen der Kriegsvorbereitungen und des damit verbundenen Ausbaus des Gotthards als Reduit für die Schweizerarmee, beschaffte diese die Kriegsbrücken Modell 1936.
Das entsprechende Depot auf der Nordseite der Gotthardbahn wurde in Gurtnellen eingerichtet.
Das Modell 36 entsprach im Aufbau den damals noch in Betrieb stehenden Stahl-Kastenbrücken der Gotthardbahn. (Siehe auch: Geschichte, Kapitel 22) Allerdings waren die Kriegsbrücken nicht zu vernieten, sondern zu verschrauben. Diese vielen Verschraubungen machten das Modell 1936 unkompliziert, dafür sehr zeitaufwändig in der Montage.
Gegenüber des Stationsgebäudes in Gurtnellen waren die Träger-Elemente entlang der Stützmauer aufgebaut.
Die Knotenbleche waren etwas weiter nördlich gelagert, und für das Montagematerial wurde damals entlang der nördlichen Ausfahrt eine Norm-Militärbaracke errichtet.
|Das Lager mit den Trägern.||Das Lager mit den Knotenblechen.|
|In der Baracke sind die Kontroller für die Winden ...||... und die Seilwinden selbst eingelagert.|
|Die Schrauben und Muttern für die Verschraubung der Brückenelemente sind in stabilen Holzkisten verpackt.||Das Material für die Montage der Krane und Winden.|
In den militärischen Wiederholungskursen der entsprechenden Militär-Detachemente wurde jeweils in Grutnellen das Zusammenschrauben der Elemente geübt.
Als für den Wegtransport des Ausbruchmaterials des Kraftwerkneubaus und des NEAT-Zwischenangriffs in Amsteg ein provisorisches Werkgleis Erstfeld – Amsteg erstellt werden sollte, musste dieses bei Erstfeld die Reuss überqueren.
Wegen des grossen Zeitdrucks entschied man sich für den Bau dieser zwei Brücken aus Elementen der Kriegsbrücken in Gurtnellen. Diese sind immer noch in Betrieb.
Inzwischen haben die eingelagerten Kriegsbrücken keine Funktion mehr. Deshalb entschieden sich die entsprechenden Gremien, das ganze Material dem Recycling zuzuführen.Ende November 2009 war es nun so weit. Das Material wurde auf Flachwagen und in Hbis verladen, abtransportiert und den Schmelzöfen zugeführt. Damit wird ein weiteres Kapitel der Gotthardbahn-Geschichte für immer geschlossen.
|Am Nachmittag steht ein erster Zug für den Abtransport in den Hochofen bereit.||Ein Teil des Materials in der Baracke ist in einen Hbis verladen worden, welcher ebenfalls dem Zug beigestellt wird.|