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Gustave Revilliod (Genf, 1817 - Kairo, 1890)
Gustave Revilliod wurde am 8. April 1817 als Sohn von Philippe-Léonard Revilliod und Ariane De la Rive in Genf geboren. Der Mäzen, der sich auch als Gelehrter, Sammler und Träger öffentlicher Ämter hervortat, entstammte einer wohlhabenden Familie aus Savoyen, die sich im 16. Jahrhundert in Genf niedergelassen hatte.
Revilliod widmete seine Zeit und sein beträchtliches Vermögen dem Reisen und den Künsten und setzte sich zudem für das Ansehen der Schweiz ein. Er studierte Recht und Philosophie und unternahm bereits als 21-Jähriger Reisen durch Europa und den Mittelmeerraum. Wenige Jahre vor seinem Tod begab er sich auf eine Weltreise, die ihn unter anderem in die Vereinigten Staaten und in den Fernen Osten führte.
Die Tätigkeit als Mitglied des Genfer Grossrats und als Stadtrat zeugt von seiner aktiven Beteiligung am öffentlichen Leben. 1869 vertrat Revilliod die Schweiz bei der Einweihung des Suezkanals.
Gustave Revilliod war nicht nur Gönner der Künste und der Wissenschaften, sondern auch ein versierter Sammler, der sich sämtlichen Kunstrichtungen zuwandte. Vierzig Jahre lang erwarb er Objekte aus unterschiedlichsten Kunstbereichen, namentlich Gemälde, Goldschmiedearbeiten, Möbel, Numismatik, Skulpturen, alte Bücher und nicht zuletzt auch Keramik und Glas. Seine enzyklopädische Sammlung illustriert das kreative Schaffen mehrerer Jahrhunderte, vom Mittelalter bis zu seiner Zeit. Sie enthält neben Meisterwerken auch bescheidenere Stücke, die für die Forschung und als Sinnbild für den jeweiligen historischen und kulturellen Kontext dennoch von Bedeutung sind.
Zur Unterbringung seiner Sammlung liess der Mäzen von 1877 bis 1884 auf seinem riesigen Anwesen Varembé ein Museum erbauen, das er zum Andenken an seine Mutter Ariana nannte. Revilliod starb am 21. Dezember 1890. Er war unverheiratet geblieben und vermachte der Stadt Genf das Museumsgebäude einschliesslich seiner Sammlung, von der er sagte, dass sie «unserem Land zur Ehre gereichen und der künstlerischen Bildung kommender Generationen dienen werde». Darüber hinaus erbte die Stadt einen beträchtlichen Teil seines Vermögens sowie den weitläufigen Park, der sich zu dieser Zeit bis zum Ufer des Genfersees erstreckte.