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Im abschliessenden Springen fielen heute einige unerwartete Stangen und die Klassemente kamen nochmals durcheinander. Die Schweizer beendeten die Europameisterschaft mit einer guten Teamleistung auf Rang 8.
Die Startnummer eins des heutigen Springens, Camille Guyot mit Ulsan de Lacorée, zeigte eine super Nullrunde, sie musste sich lediglich 2.8 Strafpunkte für die Zeitüberschreitung notieren lassen. Als Nummer drei folgte die erste Schweizer Teamreiterin, Caroline Gerber mit Tresor de Chignan CH. Tresor sprang seinen Parcours motiviert und sicher, kassierte aber einen Hindernisfehler und 0.4 Punkte für die Zeitüberschreitung. «Ich bin trotzdem froh, konnte ich ein Resultat für das Team liefern», meint die Waadtländerin. Mit einer Enttäuschung endete die EM für Roxane Gonfard mit Opi de Saint Leo: ihr Pferd liess sich nicht dazu überzeugen, Hindernis 4A zu überwinden.
Im zweiten Teil der Springprüfung, der am Nachmittag ausgetragen wurde, musste sich Felix Vogg mit Archie Rocks vier Springfehler notieren lassen. Dies ergab am Ende Rang 35 in der Einzelwertung. Etwas besser lief es Robin Godel mit Grandeur de Lully CH, er verzeichnete acht Strafpunkte. Der Schweizer Wallach zeigte sich extrem beeindruckt von der Kulisse, Godel musste ihn richtiggehend motivieren, das erste Hindernis zu überwinden. Robin Godel beendete seine erste Elite-EM auf Rang 28.
Einzel-Europameisterin wurde die Titelverteidigerin Ingrid Klimke auf SAP Hale Bob OLD, nachdem dem bis da führenden Michael Jung auf fischerChipmunk FRH der Aussprung der dritten Zweier-Kombination, wie so vielen Paaren vor ihm, zum Verhängnis geworden war. Die Bronzemedaille holte sich Cathal Daniels aus Irland.
Die Teammedaillen holten sich Deutschland (Gold), Grossbritannien (Silber) und Schweden (Bronze).
Die Team-Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020 holten sich Schweden und Italien. Nun wird noch ein Team-Quotenplatz über das Nations Cup Jahres-Ranking vergeben. Hier liegt die Schweiz im Moment auf Rang drei, wobei die zwei momentan vor der Schweiz liegenden Italien und Schweden jetzt aus diesem Ranking fallen. Es zählen nun noch die Nations Cup von Waregem (BEL / 19. – 22. September) und Boekelo (NED / 10. – 13. Oktober) – danach wird abgerechnet. Insbesondere die Teams aus Holland und Belgien wollen mit den Schweizern um diesen Quotenplatz kämpfen.
Equipenchef Dominik Burger zieht eine positive Bilanz: «Es ist eine Freude mit anzusehen, wie sich die Schweizer Reiterinnen und Reiter während des gesamten Jahres entwickelt haben. Ich bin überzeugt, dass wir uns mit unseren Coaches und der Art der Zusammenarbeit auf einem guten Weg befinden.»
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