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1994 lancierte der Einmann-Betrieb „Metal Enterprises“ um Obergurke Ingo Nowotny diesen Sampler, der die Schaffensperiode der Onkelz von 1987 bis 1990 (wobei hier Songs aus dem „Onkelz wie wir…“ Album, 1987 veröffentlicht, fehlen) bedient.
Nach dem Weggang vom Fascholabel „Rock’o’Rama“ 1985 und der Loslösung der Skinhead-Szene, lief der neue Vertrag bei Nowotny im Dezember 1987 an – die Band legte viel Herzblut und Hoffnung in die Zukunft. Weg vom Glatzengehabe der Vergangenheit, hin zum Heavy Metal, wie er auf den „Metal Enterprises“ Alben „Onkelz wie wir…“, „Kneipenterroristen“, der Pic Disc „Lügenmarsch“ und dem Killeralbum „Es ist soweit“ eindrücklich gespielt wurde.
Keiner konnte zum Zeitpunkt des Vertragabschlusses ahnen, dass auch Nowotny eine falsche Sau ist, der die Band mit wenig Unterstützung in Sachen Konzerte oder Medienaufklärungsarbeit/Promo betreuen wird, dafür die Onkelz weiterhin in zwielichtigen Gefilden aufblitzen zu lassen versuchte.
Bei „Metal Enterprises“ waren viertklassige Metal-Bands wie Random unter Vertrag und die Onkelz wurden so schnell zum Megaseller des Pseudolabels. Die Kontroversen, die die Band in den Medien auszulösen vermochte, wollte Nowotny für sich nutzen und die Band weiterhin eben etwas angebraunt erscheinen lassen, was nie im Sinne der Onkelz war, die sich längst von ihrer Vergangenheit und dem Rachtsdrang der Skinheadszene losgelöst hatten. 1990 war der Vertrag mit Nowotny endlich erfüllt und die Band wechselte zu Bellaphon, die den Onkelz eine gute Zusammenarbeit versprach.
Nowotny jedoch hatte weiterhin die Rechte an den Songs der „Metal Enterprises“-Jahre der Band und veröffentlichte diesen Abzock-Sampler mit einem enorm unpassenden, die Band subtil in die Faschoecke drängenden Coverartwork mit altdeutscher Schrift und Adler. Als die Onkelz davon Wind bekamen, schalteten sie ihre Anwälte ein, die Nowotny eine Unterlassungserklärung zukommen liessen, die dieser jedoch strikt ignorierte – so ging der Fall vor Gericht und die Onkelz konnten durchsetzen, dass der Verkauf dieses „ich mach auch noch schnell Kohle mit den erfolgreichen Onkelz und pfusche ihnen noch ein bisschen in’s Handwerk“-Samplers verboten und gestoppt wurde.
Klar, die Songs darauf sind alle weltklasse, da sie meines Erachtens aus der besten Onkelz-Phase stammen, doch die Abzocke und Frechheit dahinter, plus die Tatsache, dass das Cover gegen die schwierigen und mühsamen, von der Presse stets angezweifelten Distanzierungsversuchen der Band zur Vergangenheit arbeitete, machen diese Scheibe zur absoluten Nullnummer.
Da natürlich niemand wusste, dass dieser Sampler keine „offizielle“ Onkelzscheibe ist und wohl jeder dachte, dass das Cover von der Band abgesegnet wurde – dem war natürlich nicht der Fall – fiel es der Öffentlichkeit schwer den Onkelz zu glauben, dass sie eben nicht das sind was die Presse hetzte.
Logische Note für diesen Mist hier: Minimum!Zuletzt editiert: 25.11.2010 11:27