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"ADMIRAL GORSHKOV"
Die "ADMIRAL GORSHKOV", bis 1991 "BAKU", war der vierte Flugdeckkreuzer des Projekts 1143 KIEV-KLASSE der sowjetischen und später der russischen Marine. Da bei dem Schiff einige Veränderungen gegenüber den drei Vorgängern umgesetzt wurden, wird es auch als PROJEKT 1143M KIEV MOD-KLASSE bezeichnet. Es wurde an die indische Marine verkauft und soll in Russland entsprechend deren Anforderungen bis 2013 umgebaut werden. Die "BAKU" wurde im Dezember 1978 auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 31. März 1982 und die Fertigstellung des Schiffes erfolgte im Dezember 1987. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde das Schiff 1991 nach Flottenadmiral Sergei Georgijewitsch Gorschkow in "ADMIRAL GORSHKOV" umbenannt, da die Stadt Baku sich nun in dem unabhängigen Staat Aserbaidschan befindet. 1994 musste das Schiff nach einer Explosion an Bord bis 1995 in die Werft. 1996 wurde der Flugzeugträger außer Dienst gestellt und am 20. Januar 2004 für anfangs 1 Mrd., später auf 2,2 Mrd. US-Dollar erhöhten Preis an Indien verkauft. Im selben Jahr begannen die Umbauarbeiten in Russland, welche nach einer Vielzahl von Verzögerungen 2013 abgeschlossen sein sollen. Das komplett umgebaute Schiff soll als INS - "VIKRAMADITYA" in Dienst gestellt werden. So wurde ein STOBAR-System eingebaut und dazu ein Großteil der Raketenbewaffnung der "ADMIRAL GORSHKOV" entfernt. Das Schiff soll unter anderem mit MiG-29KUB-Kampfflugzeugen und Kamow Ka-31-Hubschraubern ausgerüstet werden. Der vierte der Projekt 1143 KIEV-KLASSE-Flugzeugträger wies einige Unterschiede zum Rest der Klasse auf, da er zur Erprobung von Technologien für den russischen Flugzeugträger "ADMIRAL KUZNETSOV" diente. Der offensichtlichste ist das massive Planar-Array über der Brücke, die Antenne für das Mars-Passat-"Sky-Watch"-3D-Luftüberwachungsradar, welches vergleichbar mit dem amerikanischen SCANFAR-Radar ist. Wie das SCANFAR-System erwies sich auch "Sky Watch" als unzuverlässig. Die größte Veränderung war die Ablösung der SA-N-3-Goblet- und SA-N-4-Gecko-SAM-Waffensysteme durch vier VLS-Raketen SA-N-9 Gauntlet. Dies ermöglichte es, Platz für zwei weitere SS-N-12-Sandbox-Raketen zu schaffen. Die zwei doppelläufigen 76-mm-Geschütze der "KIEV" wurden durch zwei einläufige 100-mm-Geschütze ersetzt und die SUW-N-1-Rakete entfernt. Die Flugzeugbestückung entsprach jener der anderen KIEV-KLASSE-Schiffe, bestehend aus einer Flotte von zwölf Jak-38-Forger-V/STOL-Flugzeugen (bis zu deren Außerdienststellung im Jahr 1992), zwölf ASW/SAR-Hubschrauber Ka-27 "Helix-A" und zwei AEW-Hubschrauber Ka-31 "Helix". Der Flugbetrieb wurde durch das unverwechselbare neue TACAN-Radar unterstützt. Die "BAKU" wurde auch für Versuche mit dem Überschallsenkrechtstarter Jak-141 Freestyle verwendet.