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Als kleiner Junge, im Alter von etwa neun Jahren, reiste ich, natürlich zusammen mit meinen Eltern und mit der um zwei Jahre jüngeren Schwester per Eisenbahn nach Einsiedeln. Als katholische Christen war es klar, dass wir zuerst die Klosterkirche besuchten. Vor allem hat mich die schwarze Madonna fasziniert, denn damals kannte man Menschen mit schwarzer Haut eigentlich nur vom Abbild eines herzigen Kindes auf dem Spendekässeli, welches für einen eingeworfenen Batzen dankbar nickte. Nach einem Rundgang durch die Kirche und einem kurzen Gebet verliessen wir das Gotteshaus und begaben uns in das Panorama »Jerusalem Kreuzigung Christi«, welches sich nur wenige Geh-Minuten vom Klosterplatz entfernt befindet.
Das Panorama wurde ein Jahr vor meinem ersten Besuch durch den damaligen Abt des Klosters Einsiedeln – Abt Raimund wiedereröffnet. Das in einem Zylinder angebrachten 100 Meter lange und 10 Meter hohen Ölgemälde wie auch der diesem vorgelagerten plastischen Vorbauten wurden ab 1960 nach Fotografien wiedererstellt.
Es war ein unermesslicher Eindruck den ich von diesem überdimensionalen Rundgemälde gewonnen habe. Mitten in der Landschaft um Jrusalem; da die drei Kreuze mit Jesus Christus in der Mitte, die Zelte, die Menschen, alles real wirkend; eine Illusion selber im Bild zu sein.
Zum Abschluss meines ersten Aufenthaltes in Einsiedeln besuchten wir die Brauerei »Einsiedeln«, die damals von einem Militär-Kamaraden meines Vaters geführt wurde.