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Die erste Hälfte dieses Seminars fand am Kunsthistorischen Institut statt und betrachtete einzelne kanonische Beispiele künstlerischer Strategien ab 1964, die Printmedien (jenseits des Künstlerbuchs und des rahmbaren Bilddrucks) als Vehikel und Material benutzen. Es galt, das oftmals diffuse, technisch und materiell schwergreifbare Feld solcher Formen der Distribution, welche die kodifizierten Institutionen der Präsentation und Formen der Aneignung von Kunstwerken durchkreuzen, in den Blick zu bekommen: Anzeige, Insert, Karte, Press-release, Magazintext und Cover, File und Ordner. Die diskutierten Artefakte sind nicht notwendig Teil der Ausstellung. Einige Ergebnisse solcher gemeinsamen Analysen sind in Form von kleinen Booklets in der Ausstellung verfügbar.
Die zweite Hälfte des Seminars findet im November und Dezember in der Kunsthalle statt. Nun geht es um konkrete Ausstellungsstücke. Woraus besteht eigentlich ein derart ephemeres Kunstwerk? Wie hat es funktioniert – an welchen Orten, zu welchen Zeiten, in welcher Auflage? Was ist der Kontext dieser Strategie – institutionell, ökonomisch und semantisch? Wie ist diese Strategie innerhalb des Werks der Künstler zu situieren; wie in einem grösseren kunsthistorischen Zusammenhang?