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Die Wirtschaftsleistung Frankreichs hat im zweiten Quartal 2011 stagniert. Das gab das nationale Statistikamt INSEE am Freitag in Paris bekannt. Im vorangegangenen Quartal hatte das Wirtschaftswachstum noch bei 0,9 Prozent gelegen.
Die Notenbank Banque de France war für das zweite Quartal von einem Wachstum in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Jahresviertel ausgegangen. Ökonomen hatten im Schnitt ein Plus von 0,3 Prozent erwartet.
Gebremst wurde die französische Wirtschaft insbesondere vom rückläufigen Konsum (-0,7 Prozent) der Privathaushalte. Trotzdem geht die Regierung weiter von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von zwei Prozent im Gesamtjahr 2011 aus. Die Opposition kritisierte diese Einschätzung allerdings. Es scheine klar, dass das von der Regierung angepeilte Ziel nicht erreicht werde, sagte der Sozialist Michel Sapin.
Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte am Mittwoch seine Ferien abgebrochen und einen Krisengipfel einberufen, um schärfere Sparanstrengungen zu beschliessen. An den Märkte wurde daraufhin spekuliert, Frankreich könnte sein AAA-Kreditrating verlieren.
Die Regierung in Paris will nach den bisherigen Planungen im laufenden Jahr das Budget-Defizit von aktuell 7 auf 5,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) drücken, um bis 2013 wieder die im EU-Stabilitätspakt festgelegte Obergrenze von drei Prozent zu erreichen.