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CBD wird in Großbritannien als Nahrungsergänzungsmittel zur Förderung des Wohlbefindens immer beliebter. In Großbritannien stellte die „Cannabis Trades Association (CTAUK)“ fest, dass sich die Zahl der CBD-Nutzer in einem einzigen Jahr von 125 000 im Jahr 2016 auf 250 000 im Jahr 2017 verdoppelt hat. Wenn wir uns diese Zahlen etwas genauer anschauen, kann man beobachten, dass es jeden Monat über 10 000 neue Nutzer gibt, was es zu einer der am schnellsten wachsenden Branchen in Großbritannien macht.
Die Frage, ob CBD in Großbritannien legal ist, lässt sich nur schwer beantworten, da es in den meisten Apotheken, im Einzelhandel und auf Webseiten in ganz Großbritannien erhältlich ist. Dennoch ist CBD immer noch mit einem Stigma behaftet, da es oft mit anderen Produkten verwechselt wird, die aus Cannabispflanzen gewonnen werden.
Zum besseren Verständnis der Wirkung von CBD ist es wichtig, einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen. Es gibt zwei Hauptarten von Cannabis-Pflanzen – „Hanf“ (Cannabis Sativa) und „Marihuana“. Sie unterscheiden sich jedoch völlig voneinander. Der primäre natürliche Extrakt von Hanf ist CBD (Cannabidiol), das mit Spuren von THC eine nicht-psychoaktive Verbindung ist.
Dieses CBD, das aus industriellen Hanfpflanzen gewonnen wird, ist in Großbritannien legal. Der Inhaltsstoff „THC“, der in hohen Konzentrationen in der Marihuanapflanze vorkommt und für die psychoaktive Wirkung von Cannabis verantwortlich ist, kommt nur in sehr geringen Mengen im CBD-Öl vor. Aus diesem Grund hat CBD-Öl keine psychoaktive Wirkung und der Konsum von CBD macht Sie nicht „high“. Tatsache ist, dass Cannabidiol, oder CBD, nur eines von über achtzig verschiedenen Cannabinoiden ist, die von Natur aus in der Hanfpflanze Cannabis vorkommen.
Industrieller Hanf wird seit vielen Jahren wegen seiner Fasern angebaut. Diese Fasern werden sowohl im Baugewerbe als auch bei der Herstellung von Kleidung und Papier verwendet. Da immer mehr Forschungsarbeit auf diesem Gebiet durchgeführt wurde, wird der industrielle Hanf mittlerweile angebaut, um CBD-Produkte in einer Reihe von verschiedenen Formaten herzustellen.
Wie ist das zu verstehen? Ist CBD-Öl legal oder nicht?
Legale CBD-Öle in Großbritannien
In Großbritannien ansässige Webseiten und Einzelhändler haben die Möglichkeit, aus Hanf hergestelltes CBD-Öl zu verkaufen. Auf Hanf basierende CBD-Öle müssen nur die Anforderung erfüllen, dass sie weniger als 0,2 % THC enthalten. Das hat zu einigen Situationen geführt, bei denen britische Händler beschuldigt wurden, CBD-Öl zu verkaufen, das gar keine Cannabinoide enthält.
Bei der Vielzahl an Unternehmen, die CBD in Großbritannien verkaufen, und der großen Auswahl an Produkten wie Verdampfern, Tinkturen, Sprays, Produkten zur äußerlichen Anwendung, essbaren Produkten, Ölen, Kapseln und vielem mehr, kann es schwierig sein, das richtige Produkt für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
CBD-Öl, das online oder im Handel in Großbritannien erhältlich ist, ist generell legal. Deswegen ist es wichtig, dass Sie beim Kauf auf die Qualität des Produktes achten, denn es gibt nicht viele Anforderungen bezüglich der Offenlegung der im CBD-Produkt enthaltenen Inhaltsstoffe.
Wichtige Überlegungen sind:
- In welcher Form Sie CBD verwenden wollen. So werden zum Beispiel Cremes im Vergleich zu Tinkturen aus unterschiedlichen Gründen verwendet.
2. Achten Sie auf die Herkunft des Hanfs. Die Qualität des Industriehanfs ist wichtig, da sie die Qualität des CBD-Produkts beeinflusst.
3. Schauen Sie sich die Testergebnisse an. Das Analysezertifikat (Certificate of Analysis, COA) informiert unter anderem über den CBD- und THC-Gehalt und ob Verunreinigungen vorhanden sind.
4. Lesen Sie sich das Produktetikett genau durch. Obwohl die Hersteller nicht dazu verpflichtet sind, den im Produkt enthaltenen CBD-Anteil anzugeben, ist es ein gutes Zeichen, wenn die Menge pro Dosis auf dem Etikett angegeben ist.
5. Achten Sie darauf, wie das CBD extrahiert wurde, halten Sie sich von Produkten fern, die mit Lösungsmitteln hergestellt wurden.
CBD in der Europäischen Union
Auf Hanf basierendes CBD ist in fast allen Ländern der Europäischen Union legal. Diese Entwicklung beruht auf dem von der WHO im Jahr 2018 veröffentlichten Bericht, in dem erklärt wird, dass bei reinem Cannabidiol kein Risiko für die öffentliche Gesundheit und kein Potenzial für Missbrauch besteht. Diese Erkenntnisse wurden von vielen EU-Ländern übernommen, die den Verkauf, Besitz und Konsum von CBD erlauben.
Die meisten EU-Länder lassen nur CBD-Produkte zu, die aus Industriehanf gewonnen wurden. Außerdem gibt es strenge Vorschriften bezüglich der in CBD-Produkten enthaltenen THC-Konzentration. Der Grenzwert liegt bei 0,2 % in der wachsenden Pflanze, obwohl es einige Länder gibt, in denen der THC-Gehalt noch niedriger sein muss.
Mit CBD angereicherte Lebensmittel und die Zulassungsbestimmungen für „Novel Food“
Die Tendenz zur zunehmenden Regulierung scheint sich zu verstärken, da die EU Anfang 2019 in Bezug auf die CBD-Gesetzgebung grundlegende Änderungen vorgenommen hat. Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) veröffentlichte einen Leitfaden zum Umgang mit Cannabinoid-angereicherten Produkten, der besagt, dass Produkte als „Novel Food“ von der zuständigen nationalen Lebensmittelbehörde zugelassen werden müssen.
Laut der Europäischen Kommission ist ein Novel Food definiert als „Lebensmittel, die vor dem 15. Mai 1997 nicht in nennenswertem Umfang von Menschen in der EU verzehrt wurden“, und kann somit auf Lebensmittel zutreffen, die neu entwickelt wurden oder mit neuen Technologien und Verfahren hergestellt werden, sowie auf Lebensmittel, die neu in der EU sind, aber in anderen Ländern konsumiert werden.
Als solche müssen die Lebensmittel für den Verzehr durch die Verbraucher sicher sein und korrekt gekennzeichnet werden, damit die Verbraucher keine falschen Informationen erhalten. Auch wenn das Novel Food andere Lebensmittel ersetzen soll, darf die Art des Verzehrs nicht „ernährungswissenschaftlich nachteilig“ für den Verbraucher sein.
Diese Richtlinie ist zwar nicht rechtsverbindlich für die Mitgliedsstaaten, wird aber voraussichtlich einen erheblichen Einfluss auf den CBD-Markt in Europa haben, da es bis zu drei Jahre dauern kann, bis ein „Novel Food“ zugelassen wird. Dies würde bedeuten, dass CBD-haltige Lebensmittel für die nächsten drei Jahre vom Markt genommen werden würden. Bislang wurde diese Richtlinie noch in keinem europäischen Land in die Praxis umgesetzt.
Zusammenfassend kann man sagen:
- CBD-Öle, die aus Hanf mit einer THC-Konzentration von weniger als 0,2 % hergestellt werden, sind in Großbritannien legal
- Die Verwendung von auf Hanf basierendem CBD ist in den meisten Teilen der Europäischen Union legal
- Es zeichnet sich eine Tendenz ab, die darauf hindeutet, dass CBD, insbesondere das in Lebensmitteln enthalten ist, in naher Zukunft Einschränkungen unterliegen könnte