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João Carlos Victor Alves
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- Universität Bern
Graduate School of the Arts and Humanities (GSAH)
Doktoratsprogramm Studies in the Arts (SINTA)
João Carlos Victor Alves
Muesmattstrasse 45
3012 Bern
João Carlos Victor Alves
João Carlos Victor Alves wurde 1985 in Salvador-Bahia, Brasilien geboren und absolvierte sein Bachelorstudium (2003–2007) an der Bundesuniversität von Bahia (Brasilien) bei Dr. Mario Ulloa. 2008 gewann er ein Stipendium des DAAD, welches ihm ermöglichte, an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Franz Halász ein Künstlerisches Diplom zu absolvieren. 2010 zog er in die Schweiz, wo er sich während zwei Jahren an der Hochschule für Musik Luzern bei Mats Scheidegger, einem Spezialisten für zeitgenössische Musik, schwerpunktmässig Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts widmete.
Speziell interessiert sich João Carlos Victor Alves für die stilistisch vielfältige zeitgenössische Musik von Salvador-Bahia. So widmete er sich im Rahmen seines Rezitals zum Solistendiplom an der Hochschule für Musik der FHNW, wo er 2012–2014 in der Klasse von Pablo Márquez studierte; vier Komponisten aus Salvador-Bahia und spielte die Uraufführung von Paulo Rios Filhos (*1985) Répéter sowie Schweizer Erstaufführungen von Wellington Gomes (*1960), Paulo Costa Lima (*1954) und Leonardo Boccia (*1953).
Schon seit Beginn seiner Ausbildung verfolgte João Carlos Victor Alves mit grossem Interesse musikwissenschaftliche Themen. Aufgrund dieses Interesses entschied er sich, in Bern den spezialisierten Master in Research on the Arts zu absolvieren. Seine Masterarbeit schrieb er zu Tom Zés CD Estudando a Bossa und dessen musikalischer Auseinandersetzung mit der Geschichte des Bossa novas. Tom Zé, wie auch viele der zeitgenössischen Komponist/innen aus Salvador-Bahia, mit denen sich João Carlos Victor Alves befasst, waren an der Bundesuniversität von Bahia Schüler/innen Smetaks oder von Smetak-Schüler/innen, über den João Carlos Victor Alves seine Dissertation plant.
Betreuungspersonen
Prof. Dr. Cristina Urchueguía, Universität Bern, Institut für Musikwissenschaft
Prof. Dr. Roman Brotbeck, Hochschule der Künste Bern HKB
Titel des Promotionsvorhabens
Mikrointervalle zur Klangerneuerung bei Walter Smetak
Der in Zürich geborene und nach Brasilien ausgewanderte Anton Walter Smetak (1913–1984) liess sich 1957 für den Rest seines Lebens in Salvador-Bahia nieder. An der dortigen Bundesuniversität hatte er, der sich nicht primär als Komponist, sondern in erster Linie als (Klang-)Forscher verstand, ein Laboratorium. Sein Hauptziel war es, neue Klänge zu finden, wofür die Mikrotöne ihm als das geeignete Mittel erschienen. Ausserdem entwickelte er zur Erneuerung der Klänge über 150 neuartige Instrumente.
Da die Improvisation bzw. Experimente für seine Klanguntersuchungen von zentraler Bedeutung waren, hielt er nur wenige eigentliche Kompositionen schriftlich bzw. graphisch fest. Jedoch machte er zahlreiche Aufnahmen mit Improvisationen und Kompositionen und verfasste 32 theoretische Schriften zu seinen Untersuchungen.
Ziel der geplanten Dissertation ist es, zu rekonstruieren, auf welche Art und Weise Smetak Mikrointervalle verwendete. Dazu soll die Theorie aus Smetaks grösstenteils unveröffentlichten Schriften in Verbindung mit seinen Kompositionen und Aufnahmen seiner Improvisationen sowie mit seinen Instrumenten und deren Stimmung, Spieltechnik und Klanglichkeit gebracht werden.
Forschungsschwerpunkte
folgen