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Die Gemeinde Oberburg liegt am Übergang des hügeligen unteren Emmentals ins tiefere Mittelland. Das Hauptsiedlungsgebiet drängt sich im westlichen Talboden der Emme und eingangs des Unterbergentals zusammen. Die früheren Hochwasser der Emme haben die Struktur des Dorfes bis ins 19. Jh. hinein geprägt.
Namentlich wird Oberburg erstmals 1240 erwähnt. Der Name rührt daher, weil im Gegensatz zur oberen Burg (Oberburg) noch eine untere Burg (Burgdorf) existierte.
Die Lage des alten Dorfkernes im leicht ansteigenden Hang eines Ausläufers der Rothöhe ermöglichte eine räumlich spannende Staffelung der einzelnen Bauten. Mit diesem ursprünglichen Kirchdorf, welches auch durch die in der neueren Zeit entstandenen Neubauten nicht beeinträchtigt wird, konnte sich Oberburg ein bemerkenswertes Ensemble mit einer bis ins 15. Jh. zurückreichenden Bausubstanz bewahren.
Die Kirche wurde 1497 erbaut und im Innern mit wunderschönen Fresken geschmückt, welche aus dem Jahre 1517 stammen.
Bis ins Nachmittelalter waren die Oberburger freie Bauern. Die Zähringer und nach ihnen die Kyburger waren kurze Zeit die Herren von Oberburg. Im Anschluss an die Kyburgerkriege ging Oberburg mit Burgdorf an Bern über. Bis ins 17. Jahrhundert war die Beziehung Oberburgs mit Burgdorf und Bern mehr oder weniger in Ordnung. Die stetige Benachteiligung des kleinen Oberburg äusserte sich 1653 in einem Aufstand gegen Burgdorf, der jedoch misslang.
Die Industrie hielt bereits 1672 Einzug in Oberburg mit der Gründung der Hammerschmiede. Im 18. Jahrhundert etablierten sich weitere Gewerbebetriebe. Das 19. Jahrhundert brachte den grossen Schub: Die Gründungen einer Weberei, dreier Giessereien, dreier holzverarbeitender Betriebe, einer Fabrik für Landwirtschaftsmaschinen und einer Ziegelei. Zum Teil bestehen diese heute noch.