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Die Frauenmedizin kennt ein ganzes Bündel gesundheitlicher Beeinträchtigungen, die eng mit der Periodik des weiblichen Monatszyklus verbunden sind. Einschränkungen des Wohlbefindens in der Zeit vor der Monatsblutung sind nicht ungewöhnlich. Etwa drei Viertel aller Frauen im gebärfähigen Alter berichten in dieser Zeit über mehr oder weniger starke Schwankungen des körperlichen und seelischen Gleichgewichts. Eine Vielzahl von über 150 physischen und psychischen Symptomen gilt als typisch für die Tage vor den Tagen und zeigt sich insbesondere bei Frauen in einem Alter von über 30 Jahren. Häufig haben Betroffene schon 10 bis 14 Tage vor Beginn der nächsten Menstruationsblutung mit Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Depressionen, Schmerzen, Wassereinlagerungen (Ödemen), Gewichtszunahme oder Verdauungsstörungen zu kämpfen. Am ersten oder zweiten Tag der Regelblutung verschwinden diese wieder, um sich pünktlich im neuen Zyklus erneut einzustellen. Teilweise verdichten sich ausgesprochen starke Symptome zu einem komplexen Krankheitsbild. Der Arzt spricht in diesen Fällen von einem prämenstruellen Syndrom (PMS). Bei manchen der betroffenen Frauen ist die gesundheitliche Störung so ausgeprägt, dass der soziale Alltag eingeschränkt wird und die Lebensqualität deutlich leidet. Ein prämenstruelles Syndrom entwickelt sich dann zur prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) und verursacht bei betroffenen Patientinnen einen erheblichen Leidensdruck.