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Die britische Polizei teilte mit, Paul Flowers sei am späten Donnerstagabend in Nordengland in eine Polizeiwache gebracht worden. Dort würde er weiter vernommen. Der 63-Jährige Pfarrer war einem Pressebericht zufolge dabei gefilmt worden, wie er den Kauf von Crack-Kokain arrangierte.
Flowers äusserte sich bislang nicht direkt zu den Vorwürfen des Drogenmissbrauchs. Am Sonntag hatte er jedoch erklärt, er habe ein schwieriges Jahr hinter sich und bitte um Entschuldigung für Fehler, die er begangen habe. Die Genossenschaftsgruppe Co-operative Group hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, sie habe eine Untersuchung wegen «unangebrachten Verhaltens» eingeleitet, die sich auch auf ihre Tochter Co-op Bank erstrecke. Wenn nötig würden entsprechende Massnahmen ergriffen. Die Geschäftsaktivitäten sollen künftig besser kontrolliert werden.
Auch als Prediger suspendiert
Flowers hatte die Co-op Bank im Juni nach drei Jahren als Präsident verlassen. Das Kokain-Geschäft soll der Zeitung «Mail on Sunday» zufolge am 9. November abgewickelt worden sein und damit drei Tage nach einem Auftritt von Flowers im Parlament, wo er sich zum Scheitern des Kaufs Hunderter Lloyds -Filialen durch seine Bank äussern musste. Die Methodisten-Kirche, für die Flowers das Amt eines Predigers bekleidete, gab am Sonntag dessen Suspendierung bekannt und kündigte Untersuchungen an.
(reuters/se/aho)