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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Einführungsseminar NDL, Sprache: Deutsch, Abstract: „Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn? / Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!“ So fängt das gleichnamige Gedicht („Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn?“) an. Es ist das Land der Dichter und Denker. Das Land von Lessing, Goethe, Heine und Schiller. Gemeint ist Deutschland und die damit verbunden Kritik am wachsenden Militarismus. Indem Kästner das Schlüsselwort Zitronen aus Goethes Mignon-Lied mit dem ähnlich klingenden auch dreisilbigen Wort Kanonen im Titel ersetzt, verändert diese Verfremdung den Sinn des ursprünglichen Titels, unter dessen ein paradiesisches und prunkvolles Land beschrieben wird, ganz im Gegensatz zu Kästners Gedicht über den militärischen Alltag. Doch was will das Gedicht genau aussagen? Mit welchen Mitteln versucht es sein Ziel zu erreichen? Welche Stilmittel unterstützen die Wirkung? Wird im Gedicht der Zustand in Deutschland beschrieben? Gehört es zu der Kategorie der Neuen Sachlichkeit? Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Frage: Auf welche politische Aussage zielt das Gedicht von Erich Kästner und mit welchen Mitteln versucht es dieses zu erreichen? Besonders hilfreiche Werke sind von Helmuth Kiesel (s.u.), Andreas Drouve (s.u.) und Walter Benjamins Aufsätze (s.u.). Im ersten Teil dieser Arbeit geht es um Erich Kästner und seine Zeit bis zum Veröffentlichungszeitpunkt des Gedichts 1928. Angefangen mit einer kurzen Biografie Kästners geht es weiter mit einer kompakten Erläuterung der Bedeutung der Weimarer Republik für die Literatur zur Ermöglichung einer Eingliederung des Gedichts in den historischen Kontext, gefolgt von einer Begriffserklärung der Neuen Sachlichkeit, damit das Gedicht auf die Aspekte dieser untersucht werden kann. Daraufhin wird die Definition Kästners der Gebrauchslyrik geschildert um die Kritik Walter Benjamins nachvollziehen zu können. Teil zwei ist der essentielle Teil dieser Arbeit, in diesem wird das Gedicht analysiert. Eingeteilt in zusammenhängende Sinnabschnitte, werden Abschnitt für Abschnitt inhaltliche Aussagen mit den dazugehörigen Stilmitteln verknüpft interpretiert und auf den historischen Kontext und die Wirkung untersucht. Zum Schluss folgt das Fazit mit einer resümierenden Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse im Hinblick auf die oben erwähnten noch offen stehenden Fragen.