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Katalog Ecuador
Preisliste Ecuador
LÄNDERINFORMATIONEN ZU ECUADOR
Kurzinformation:
Fläche: 283’561 km2
Einwohner: 16’863 Mio. (2018)
Hauptstadt: Quito
Verwaltungsgliederung: 21 Provinzen und Zonas “no delimitadas”
Amtssprache: Spanisch und Ketschua
Unabhängigkeit: 1821
Nationalfeiertag: 10. August
Währung: US-Dollar (US$) = 100 Cents
Umrechnungskurs: 1 USD = 0.99 CHF
Zeitzone: MEZ – 7 Stunden
Telefonlvorwahl: 00593
Stromspannung: 110/120 Volt
Polizei: Tel. 101
Ambulanz: Tel. 131 Quito
Ambulanz: Tel. 56 06 74 Guayaquil
Einreise: für Schweizer Staatsbürger/innen ein mind. 6 Monate über die Rückreise hinaus gültiger Reisepass. Visafrei bis 90 Tage Aufenthalt.
Gesundheit: Ausserhalb der grösseren Städte ist die medizinische Versorgung nicht immer gewährleistet. Auch in Notfällen verlangen Krankenhäuser manchmal eine finanzielle Garantie, bevor sie Ausländer behandeln (Kreditkarte oder Vorschusszahlung). Bei Einreisen aus Infektionsgebieten, die innerhalb der letzten 6 Tage besucht wurden, ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Kinder unter 1 Jahr sind von dieser Verpflichtung befreit. Die Impfung gegen Gelbfieber wird empfohlen für alle Personen älter als 9 Monate, bei einem Aufenthalt in Regionen östlich der Anden unterhalb von 2’300m: Morona-Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Sucumbios und Zamora-Chinchipe. Schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Ein Malariarisiko besteht in Gebieten unterhalb von 1’500m und in gewissen Küstenzonen. Guayaquil und Quito sind malariafarei. Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Vorsorge gegen Höhenkrankheit in den Hochlagen wird empfohlen, besonders bei Herzbeschwerden.
(Ecuador, amtlich spanisch Republica del Ecuador), Staat im Nordwesten Südamerikas, beiderseits des Aequators; grenzt im Westen an den Pazifik, im Norden an Kolumbien, im Osten und Süden an Peru; zu Ecuador gehören die Galapagosinseln; ein Gebiet von weiteren 174’565 km2 im Süden der Region Oriente ist zwischen Ecuador und Peru umstritten.
Staat und Recht: Nach der Verfassung vom 10. August 1998 ist Ecuador eine präsidiale Republik. Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive (Regierungschef) ist der fur 4 Jahre direkt gewählte Präsident (einmalige Amtsperiode); er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ernennt die Mitglieder des Kabinetts. Die Legislative liegt beim Nationalkongress (121 Abgeordnete, für 4 Jahre gewählt). Einflussreichste Parteien: Volksdemokratie (DP), Sozial-Christliche Partei (PSC), Roldosistische Partei Ecuadors (PRE), Demokratische Linke (ID).
Landesnatur: Ecuador gliedert sich in drei Landschaftszonen. Im Westen entlang der Küste des Pazifiks mit dem Golf von Guayaquil erstreckt sich ein 50-160 Kilometer breites Tiefland (Costa), das von einem Küstengebirge (bis 700 m über dem Meeresspiegel) durchzogen wird, mit im Norden feuchtheissem, im Süden trockenem Klima. Das Zentrum des Landes bildet die Andenregion (Sierra), zwei Parallelketten von 3’000 bis 6’000 m Höhe mit zum Teil tätigen Vulkanen (Chimborazo 6’267 m über dem Meeresspiegel, Cotopaxi 5’897 m über dem Meeresspiegel). Zwischen den beiden Kordilleren ist das Hochland durch quer verlaufende Bergzüge in einzelne, etwa 2’600 m hoch gelegene Becken, die Hauptsiedlungsräume des Landes, geteilt. Bei kühlgemässigtem Klima gibt es eine bis zu neun Monate dauernde Trockenzeit. Die Hänge der Ostkordillere fallen nach Osten steil zum östlichen Tiefland (Oriente) im Stromgebiet des Amazonas ab, das mit tropischem Regenwald bedeckt und noch kaum erschlossen ist.
Bevölkerung: Die grössten Bevölkerungsgruppen (je rund 40%) sind die Mestizen und die Indianer. Die Indianer der Sierra sprechen meist Ketschua oder Chibcha. Schwarze und Mulatten (je rund 5%) leben zum grössten Teil im Kustentiefland. Die Weissen (10%), überwiegend in den Städten, bilden die Oberschicht. Die durchschnittliche Bevölkerungswachstumsrate von 2,2 % ist eine der höchsten Lateinamerikas, die Bevölkerungsdichte die höchste Südamerikas. In Städten (grösste Städte sind Guayaquil, Quito und Cuenca) leben fast zwei Drittel der Einwohner. Rund 93% der Bevölkerung gehören der katholischen Kirche an, über 3% protestantischen Kirchen. Allgemeine Schulpflicht besteht vom 6. bis 14. Lebensjahr. Die Analphabetenquote beträgt 11,4%. Es gibt 34 Hochschulen, darunter elf Universitäten.
Wirtschaft und Verkehr: Die traditionell agrarisch gepragte Wirtschaftsstruktur anderte sich grundlegend durch den starken Ausbau der Erdölproduktion und des -exports in den 70er- und 80er-Jahren. Ein Anfang der 90er-Jahre eingeleitetes marktwirtschaftlich orientiertes Reform- und Sparprogramm führte nicht zu einer Konsolidierung der Volkswirtschaft. Infolge versäumter Strukturreformen, der Abhängigkeit von einigen wenigen Exportgütern (Erdöl, Bananen), den negativen Auswirkungen von El Nino1997/98 auf die Landwirtschaft und Infrastruktur des Landes u. a. kam es Ende der 90er-Jahre zu einer der schwersten Wirtschaftskrisen des Landes. Erdöl wird seit 1917 auf der Halbinsel Santa Elena, seit 1972 im Norden des Oriente gefördert; der Transport erfolgt durch eine transandine Pipeline (504 km lang, 1987 durch Erdbeben stark zerstört) zur Küste bei Esmeraldas (Erdölraffinerie). Die Vorkommen an Gold sowie an Eisen- und Kupfererz sollen verstärkt abgebaut werden. Ein nach wie vor wichtiger Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, die rund 25% der Staatsfläche nützt. Auf Plantagen im Küstenland (Costa) werden Bananen, Kaffee, Kakao und Zuckerrohr für den Export angebaut, im Hochland fur den Eigenbedarf Getreide, Kartoffeln, Gemüse; ferner Rinder-, Schaf- und Schweinezucht. Die Regenwälder im östlichen Tiefland (Oriente) werden noch wenig genutzt. Reiche Fischgründe (zum Teil Beeinträchtigung durch El Nino) liegen im Bereich des Humboldtstroms und um die Galapagosinseln (200-Seemeilen-Grenze); wichtig für den Export ist die Krabbenzucht. Die Industrialisierung, bisher u. a. durch Kapital- und Rohstoffmangel, unzureichende Infrastruktur und ungenügende Kaufkraft erschwert, wird stark gefördert, u. a. der Ausbau der chemischen Industrie und der Metallproduktion. Die Erdölexporte führten in den letzten Jahren zu einer aktiven Handelsbilanz, die erstmals 1998 passiv ausfiel. Ausfuhr: Bananen, Erdöl, Garnelen; Einfuhr: besonders Rohstoffe, Maschinen und Fahrzeuge. Haupthandelspartner sind die USA.
Wichtigster Verkehrsträger ist das gut ausgebaute Strassennetz mit einer Gesamtlänge von 43’700 km, davon entfallen 1’392 km auf die von Norden nach Süden durch die Sierra verlaufende Carretera Panamericana. Bis 1995 waren noch 956 km Eisenbahnstrecken in Betrieb, wegen Unrentabilitat wurde der Schienenverkehr eingestellt. Grösster Seehafen ist Guayaquil, Bananenexporthafen Puerto Bolivar, Erdölexporthafen El Balao bei Esmeraldas. Internationale Flughäfen gibt es in Guayaquil und Quito.
Geschichte, vom Inkareich bis zur Selbstständigkeit: Vor der spanischen Eroberung (1533/34) war Ecuador, in der Küstenebene besiedelt seit etwa 3000 v. Chr., Teil des Reiches der Inka; seit 1563 gehörte es zum Vizekönigreich Peru, seit 1739 zu Neugranada. Der Kampf um die Unabhängigkeit von Spanien begann 1809; mit dem Sieg General A. J. de Sucres 1822 am Vulkan Pichincha wurde Ecuador Teil Gross-Kolumbiens, von dem es sich 1830 trennte.
Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Weltwirtschaftskrise: Die ersten Jahrzehnte der Unabhängigkeit waren von politischer Instabilität gekennzeichnet; Machtkämpfe zwischen Liberalen und Konservativen endeten mit der Diktatur G. Garcia Morenos (1861-75), der ein modernes Staatswesen schuf. Die Unruhen flammten jedoch nach seiner Ermordung 1875 wieder auf, bis sich 1895 die Liberalen durchsetzten. E. Alfaro (Präsident 1895-1901, 1906-11, ermordet 1912) modernisierte den Staat u. a. durch Zurückdrängen der katholischen Kirche, die Wirtschaft wurde durch den Kakaoanbau und -export bestimmt. Unter Präsident I. Ayoro (1925-31) wurde 1931 der langjährige Grenzstreit mit Kolumbien beigelegt. Mit der Weltwirtschaftskrise und dem Rückgang des Kakaoexports setzten die politischen Unruhen wieder ein. Nach einem Grenzkrieg mit Peru verlor Ecuador 1942 im »Protokoll von Rio de Janeiro« (das 1960 von Ecuador einseitig fur nichtig erklärt wurde) bedeutende Gebiete im Amazonastiefland.
Ecuador unter Velasco Ibarra: Beherrschender Politiker der folgenden Jahrzehnte war J. M. Velasco Ibarra (Präsident 1934-35, 1944-47, 1952-56, 1960-61, 1968-72, fünfmal durch Putsch gestürzt). Er erweiterte die wirtschaftlichen Möglichkeiten seines Landes durch die Ausweitung des Aussenhandels (u. a. verstärkter Erdölexport). Es gelang ihm jedoch auf Dauer nicht, die Lebensbedingungen u. a. der Landbevölkerung grundlegend zu verbessern. 1972 übernahm eine reformorientierte Offiziersgruppe die Macht. Das starke Bevölkerungswachstum und die Strukturprobleme auf dem Agrarsektor verhinderten auch weiterhin einen dauerhaften sozialen Ausgleich.
1978 bis heute: Nachdem 1978 durch ein Referendum eine neue Verfassung angenommen worden war, ging die Macht 1979 wieder an eine gewählte Regierung über. Mit unterschiedlichen politischen Akzenten versuchten die Regierungen, u. a. unter den Präsidenten J. Roldos Aguilera (1979-81, nationalistisch-populistisch), L. Febres Cordero (1984-88, christlich-sozial), R. Borja Cevallos (1988-92, sozialdemokratisch) und S. Duran Ballen (1992-96, neoliberal) gesellschaftspolitische Reformen durchzuführen, ohne die Strukturprobleme lösen zu können. Der bei den Präsidentenwahlen von 1996 mit einem nationalistisch-populistischen Programm erfolgreiche A. J. Bucaram Ortiz wurde Anfang Februar 1997 vom Parlament wegen »Unfähigkeit« abgesetzt, das Amt wurde vom bisherigen Parlamentspräsidenten F. Alarcon übernommen. Auch unter seinem Nachfolger, dem 1998 gewählten Christdemokraten J. Mahuad, kam das Land nicht zur Ruhe. Die schwere Wirtschaftskrise und der harte Sparkurs führten zu Streiks, sozialen Unruhen (u. a. bei den Indianern) und schliesslich im Januar 2000 zur Absetzung des Präsidenten durch das Militär. Kurz darauf wählte das Parlament den bisherigen Vizepräsidenten G. Noboa (parteilos) zum Präsidenten. Der Beschluss des Parlaments vom 1. März 2000, zur Behebung der Wirtschaftskrise den Dollar als Leitwährung einzuführen, wurde im September 2000 umgesetzt. Die damit verbundene Verschärfung des neoliberalen Kurses (u. a. drastische Erhöhung der Treibstoffpreise) liess die sozialen Unruhen Anfang 2001 erneut aufflammen.
Seitdem in dem umstrittenen Grenzgebiet zwischen Ecuador und Peru Erdölvorkommen vermutet wurden, kam es zwischen beiden Staaten (1995) zu einem bewaffneten Konflikt, nach internationaler Vermittlung zur Einrichtung einer entmilitarisierten Zone, schliesslich im Oktober 1998 zu einem Friedensvertrag.
Das politische Leben auf nationaler Ebene ist von starker Instabilität geprägt, im Nationalkongress bilden sich selten stabile Koalitionen, Gesetze werden vielfach nach ausgiebigen Verhandlungen zwischen einzelnen Regierungs- und Oppositionsparteien verabschiedet. Die Parteien und Parlamente genießen in Ecuador aufgrund der häufig notwendigen Zugeständnisse und ständigen Verhandlungen zwischen den Parteien und einzelnen Abgeordneten ein relativ geringes Ansehen, da es häufig zu „Paketlösungen“ unter Verdacht individueller Bereicherung und zu öffentlichen Diffamierungen kommt. Das Wahlrecht hatte 2003 auch dazu geführt, dass Ex-Präsident Lucio Gutiérrez für eine Partei ins Amt gewählt wurde, die neu gegründet war und weder Erfahrung in der Parlamentsarbeit noch eine bedeutende Repräsentanz im Parlament hatte, was das politische Leben zusätzlich destabilisierte und letztlich zu Gutiérrez’ Sturz nur zwei Jahre später beitrug. Auch sein Nachfolger, der ehemalige Vizepräsident Alfredo Palacio hatte keine gefestigte eigene Parlamentsmehrheit. Dessen Nachfolger, der im November 2006 gewählte Präsident Rafael Correa gewann gar die Wahlen, ohne dass ihn seine politische Bewegung PAÍS als Kandidaten bei den Parlamentswahlen aufgestellt hatte.
Das ecuadorianische Militär hat ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Politik, zum einen durch die Präsenz ehemaliger Militärs in Führungspositionen, zum anderen dadurch, dass es dem regierenden Präsidenten bei Protesten und Aufständen die Unterstützung entziehen kann, wie es in den Fällen der gestürzten Jamil Mahuad (2000) und Lucio Gutiérrez (2005) geschehen ist.
Sicherheit: Die wirtschaftliche und soziale Lage ist angespannt. Es kann im ganzen Land zu Ausschreitungen kommen. Dies kann im Extremfall die Bewegungsfreiheit vorübergehend beeinträchtigen oder verunmöglichen. Die Kriminalitätsrate ist hoch. Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei Ihrem Reiseveranstalter über die aktuelle Lage und meiden Sie grosse Menschenansammlungen und Demonstrationen jeder Art, denn es besteht die Gefahr von gewaltsamen Auseinandersetzungen. Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Ecuador nicht ausgeschlossen werden.
Kultur: Seit Ende der 1980er-Jahre werden in Ecuador in grossem Stil Schnittblumen für den Export angebaut. Heute ist Ecuador nach den Niederlanden, Kolumbien und Kenia weltweit der viertgrösste Exporteur. Nach Erdöl, Bananen, Fischereiprodukten, Metallwaren und Garnelen sind Blumen Ecuadors sechstwichtigstes Exportgut. Seit Ende der 1960er-Jahre in Kolumbien eine Blumenindustrie entstand, ist der Weltmarkt für Blumen heute weitgehend globalisiert. Mehr als 60 Länder exportieren Schnittblumen. Nachdem 2002 der Exportanteil von Schnittblumen bereits 6% betragen hatte und Blumen nach Öl und Bananen auf Platz drei der Exporte standen, ist er heute wieder auf 3% gesunken. 2006 wurden 114’000 Tonnen Blumen für 400 Mio. Dollar exportiert. Den mit Abstand wichtigsten Produktionsanteil haben Rosen, die etwa drei Viertel aller Exporte ausmachen. 70% aller Exporte gehen in die USA – dort kommen 70% aller Schnittblumen aus Südamerika, davon fast die Hälfte aus Ecuador, der Rest fast ausschliesslich aus Kolumbien. Auch für Russland, wo vor allem die aussergewöhnlich langstieligen Rosen sehr geschätzt sind, Japan und zahlreiche Länder im Nahen Osten ist Ecuador der wichtigste Blumenlieferant, nicht aber für Europa. Der Export erfolgt ausschließlich per Flugzeug über den Flughafen Quito. Die Blumenproduktion in Ecuador basiert auf den günstigen Produktionsfaktoren Land, Wasser und Arbeit, vor allem aber auf der für den Blumenanbau perfekten Kombination der Äquatorsonne und dem besonderen Klima des Andenhochlandes, sowie der vielfältigen Topographie, die perfekt abgestimmte Bedingungen für jede Blumensorte erlauben. Hauptanbaugebiete sind dort der Norden der Provinz Pichincha um die Stadt Cayambe sowie die Provinzen Cotopaxi, Tungurahua und Chimborazo. Die Produktion ist sehr arbeits-, kapital- und technologieintensiv. Die Blumen werden in Folien-Gewächshäusern mit zum Teil aufwändigen Bewässerungsanlagen und viel Einsatz von Pestiziden, Kunstdüngern und Fungiziden produziert. Pro Hektar Anbaufläche werden etwa 10 Arbeitskräfte benötigt. Angebaut werden die Blumen von etwa 400 ecuadorianischen Hacenados oder internationalen Firmen, viele davon aus Kolumbien. Eine typische Plantage hat etwa 25–50 ha und 250–500 Arbeitskräfte. Die Arbeitsbedingungen in einem Teil der Plantagen sind noch immer schlecht, die Belastung mit Chemikalien extrem hoch und die Arbeitszeiten lang und flexibel. Gewerkschaften werden nicht zugelassen. Die Bezahlung nach einem Akkord-System sorgt für extrem unsolidarische Arbeitsbedingungen. Kinderarbeit ist dagegen kaum vorzufinden.
Die ecuadorianische Küche: Die Küche Ecuadors ist geprägt durch die unterschiedlichen Klima- und Vegetationsformen sowie eine Symbiose aus andinen und spanischen Esstraditionen. Das Essen im Andenraum bestand vor der spanischen Epoche in der Regel aus Gemüse mit etwas Fisch und Meeresfrüchten an der Küste sowie Meerschweinchen, erbeutetes Wild und Lama im Hochland. Die Spanier brachten den Indigenen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Hühner, die heute ein wichtiger Bestandteil der ecuadorianischen Ernährung sind. Weitere, durch die Spanier und Engländer in Ecuador eingeführte Lebensmittel wie Reis, Banane, Zuckerrohr, Zwiebel und Knoblauch fanden ihren Einzug auf dem täglichen Speiseplan. Die Grundnahrungsmittel werden heute wie vor hunderten von Jahren angebaut und sind: Kartoffel, Bohnen, Mais, Maniok, Avocado, Chili und Erdnuss, Süßkartoffel und Kürbis. Auch Lupine (chochos), Indianerhirse (quinua) und weitere Hülsenfrüchte, die sehr proteinhaltig sind, bereichern die indigene Küche.