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Die Empfehlungen stehen in einem Bericht, der zu Händen des finnischen Handels- und Industrieministeriums von Prof. Mikko Kara vom technischen Forschungszentrum VTT erarbeitet und am 7. Oktober 2004 eingereicht wurde.
Der Bericht war im März 2004 bestellt worden und behandelt die Auswirkungen des "EU Greenhouse Gas Emission Trading Scheme" (EU ETS), das im Januar 2005 in Kraft tritt. Das ETS soll ermöglichen, dass die CO2-Emissionsreduktionen und das Einhalten der Emissionsziele unter dem Kyoto-Protokoll von 1997 in den EU-Mitgliedstaaten zu möglichst günstigen Kosten erfolgen.
Gemäss Kara wird Finnland die Kyoto-Verpflichtungen ohne das Umsetzen von Sondermassnahmen nicht einhalten können. Insbesondere müsse FinnIands alternde Stromerzeugungsinfrastruktur durch eine CO2-freie Technologie ersetzt werden, wolle Finnland die Emissionsziele einhalten, Investitionen im Land behalten und die energetische Selbstversorgung beibehalten. Der Bau eines sechsten KKW-Blockes sei dazu die am besten geeignete Option.
Drei Tage nach der Veröffentlichung des Berichtes Hess allerdings der finnische Industrieminister Mauri Pekkarinen öffentlich verlauten, in seinem Ministerium gebe es keine Pläne für einen sechsten Reaktor.
Finnland betreibt bereits vier KKW-Blöcke und bereitet den Bau eines fünften, 1600-MW-Blocks vom Typ "European Pressurised Water Reactor" (EPR) vor.
Source
H.K nach VTT, 4. Oktober 2004