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Paul Richard Gläser (1871–1937) war ein deutscher Kirchenmusiker, Komponist und Kirchenmusikdirektor. Paul Gläser wurde als Sohn des Erlbacher Kantors Karl Ernst Gläser geboren und von diesem schon früh an der Orgel ausgebildet. Aus finanziellen Gründen lernte er zunächst den Lehrerberuf, bevor er dann am Leipziger Konservatorium Musik studierte, unter anderem Komposition bei Carl Reinecke.
1901 wurde Paul Richard Gläser als Kantor der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Marienkirche Grossenhain angestellt. Er wirkte weiterhin als Dirigent der „Liedertafel“ und des Männerchors Grossenhain. Auch wirkte er als Bundes-Chormeister des Sängerbundes „Meißner Land“. Wegen seiner Verdienste wurde Paul Gläser 1924 der Titel Kirchenmusikdirektor verliehen.
Als Komponist schuf Paul Richard Gläser zahlreiche weltliche und geistliche Werke. Als bedeutendstes Werk gilt das Oratorium „Jesus“ in einem Vorspiel und zwei Teilen für Soli, Chor und Orchester (Uraufführung 1917 in Großenhain). Auch fünf Opern (darunter „Das Kirchlein am See“), zwei Operetten, eine Symphonie in c-Moll sowie zahlreiche Lieder gehören neben weiteren Chor- und Orchesterwerken zu seinem Schaffen.