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Der Grosse Schillerfalter, ein Waldschmetterling, weist auf der Flügeloberseite eine schwarzbraune Grundfärbung, weisse Flecken und eine weisse Flügelbinde auf; diese ist auf der Körperseite gerade, scharf abgegrenzt und mit einem gegen aussen gerichteten Zahn versehen. Typisch für das Männchen ist der bei einem bestimmten Lichteinfall aufleuchtende blaue Schiller.
Kennzeichen der rotbraunen Flügelunterseite sind die breite, weisse Flügelbinde und der markante Augenfleck.
Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von rund 70 mm und ist somit hinsichtlich Grösse mit dem Schwalbenschwanz vergleichbar.
Er überwintert als Raupe auf einer Gespinstunterlage an einem Zweig oder in einer Astgabel und verbringt auch die längste Zeit seines Lebens in diesem Stadium.
Sein Lebensraum ist der feuchte Laubwald, insbesondere der Auenwald; hier findet die Raupe ihre Futterpflanzen wie Sal-Weide und Schwarzpappel. Der Schmetterling hingegen hält sich häufig entlang von Waldwegen, an Waldrändern und in Waldlichtungen auf.
Die Nahrung findet der Falter selten an Blüten; er besucht dagegen oft feuchte Stellen am Boden und wird von Aas und tierischen Exkrementen angelockt.
Der Grosse Schillerfalter ist im Kanton Zürich selten und in Fehraltorf kann er im Hochsommer z. B. im Speckwald beobachtet werden.
Beat Germann, Exkursionsleiter SVS (Schweizer Vogelschutz) und Schmetterlingsspezialist