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Lokal: Jr. Cuzco 191 – Vorstadt von El Callao
Datum: Sonntag, 15. April 2007
In El Callao wurden von UPA bereits früher Kampagnen durchgeführt, in welchen Hunde und Katzen kastriert worden sind. Angesichts der ausufernden Katzenpopulation in diesem Bezirk, der zu den ärmsten Limas gehört, ersuchte uns Sra. Gabriela, dort eine Kastrationskampagne für Katzen zu organisieren.
Die Gegend, in welcher diese stattfand, eine Vorstadt von El Callao, ist bekannt für ihre Gefährlichkeit, vor allem was Drogenhandel und Bandenkriege betrifft.
Der Grossteil der Katzen gehört Bewohnern dieses Bezirks, welche aus Ignoranz und/oder Mangel an finanziellen Mitteln ihre Tiere nicht kastrieren liessen. Jede Person brachte durchschnittlich zwei bis drei Katzen. Andere Tiere wurden von Anwohnern gebracht, welche mit Besorgnis festgestellt haben, wie sich Tiere von verantwortungslosen Besitzern in der Nachbarschaft vermehrten, so dass immer mehr Katzen die Wohnquartiere und Innenhöfe bevölkerten, die oft ihrem Schicksal überlassen werden. Die Anwohner, welche unbeaufsichtigte Tiere zur Kastration brachten, übernahmen auch die Verantwortung für deren Betreuung nach der Operation.
Es war rührend zu sehen, wie alle Katzenbesitzer eine grosse Zuneigung für ihre Lieblinge zeigten. Sie brachten ihre Katzen in Decken gehüllt und umsorgten sie liebevoll nach der Kastration.
Für diese Kastrationskampagne konnten wir auf die Unterstützung der Veterinäre Dres. Yolanda Manco, Betty Ayllón und Ricardo Villa zählen. Dr. Villa brachte Bachblüten mit, die er allen Tieren nach der Operation verabreichte. Die drei Tierärzte wurden von Veterinärstudenten der letzten Studienzyklen aus den Universitäten Cayetano Heredia und Alas Peruanas assistiert.
Alle Patienten erhielten die Betreuung und Hilfe der freiwilligen UPA-Mitarbeiter, welche an dieser Kampagne teilnahmen.
Wir verteilten Flugblätter an die Bevölkerung, welche über die Notwendigkeit der Kastration informieren und Anweisungen zur richtigen Betreuung der Tiere nach der Operation geben.
Zum Schluss wurde auf Ersuchen von Sra. Gabriela noch Bambino, der einzige Hund in dieser Kampagne, kastriert, da sie ihn, wegen seiner Grösse und Nervosität, nicht in eine Tierarztpraxis bringen konnte.
Wir möchten uns noch einmal bei Sra. Gabriela für ihren Einsatz zum Wohl der Tiere in dieser Gegend bedanken. Wir danken auch den Tierärzten und den Veterinärstudenten sowie allen Freiwilligen, die uns an diesem Tag begleitet haben und ohne deren Hilfe es nicht möglich gewesen wäre, 43 Tiere zu kastrieren.
Unser Dank geht vor allem auch an ANIMAL LIFE SCHWEIZ, welche diese Kastrationskampagne finanzierte um die grosse Katzenpopulation im armen Bezirk von El Callao zu reduzieren.

Dr. med. vet. Ricardo Villa am Operationstisch, beim Kastrieren einer Katze.

Sra. Gabriela, Initiantin der Kampagne und Sra. Clara, die Minina nach Hause bringt.
|Die freiwillige Mitarbeiterin Teresa rasiert Salomé vor der Operation.||Das Veterinärteam an der Arbeit.|
|Dr. med. vet. Yolanda Manco und Assistentin Milagros beginnen mit den Eingriffen.||Die Kätzchen erholen sich nach der Kastration.|
|Sra. Hermelinda brachte ihre Lieblinge Pancho und Pancha in einem Korb zum Kastrieren Operation.||Sra. Zenaida Jara brachte 5 Katzen ihrer Nachbarin zum Kastrieren.|
|Die Schwestern Salazar bringen ihre Katze Patona nach der Operation nach Hause.||Freiwillige Helferin Silvia verabreicht den operierten Katzen Bachblüten.|

Familie Rojas mit Katze Michilu auf dem Heimweg.
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