Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03284.jsonl.gz/352

Was ist bakterielle Vaginose?
Gardnerella vaginalis und andere anaerobe Bakterien. Diese Bakterien sind auch in der Scheide (Vagina) gesunder sexuell aktiver Frauen zu finden.
In der Vagina einer geschlechtsreifen Frau ist eine natürliche «Flora» mit hunderten von Millionen verschiedener Mikroben. Diese Mischflora schützt die Frau vor krankmachenden Mikroben. Gerät die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht, so können z.B. Garnerella vaginalis überhand nehmen (100fache Menge) und zu einer Entzündung führen.
Gardnerella vaginalis
Übertragung
Der Keim Gardnerella vaginalis wird durch Sexualverkehr übertragen. Gardnerella vaginalis und andere anaerobe Bakterien befindet sich üblicherweise im Scheidensekret gesunder, sexuell aktiver Frauen, aber kaum bei Mädchen und Jungfrauen. Die Gardnerella vaginalis-Besiedlung steigt mit der Anzahl Partner.
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose bei den typischen Beschwerden (fischig riechender Ausfluss) mit einem Abstrich. Unter dem Mikroskop sind die typischen Mikroben und Zellen zu finden.
Krankheitszeichen/Verlauf: Entzündung der Scheide und der äusseren Geschlechtsorgane (Vulvovaginitis). Etwa die Hälfte der Frauen mit einer Dysbalance der Scheidenflora sind beschwerdefrei, d.h. merken nichts von einer Infektion. Die Mikroben können aber innerhalb einer Woche zu einer Entzündung der mit fischig riechendem Ausfluss führen. Einige Frauen leiden unter Juckreiz und Brennen, sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Unbehandelt kann die Infektion in den oberen Genitaltrakt aufsteigen mit einem erhöhtes Risiko für Endometritis, Salpingitis und Tuboovarialabszess. Dieses Risiko scheint durch eine Intrauterinspirale noch zuzunehmen. Dies bildet ein häufiger Grund für spätere Unfruchtbarkeit.
Ausbreitung
Etwa 10% der geschlechtsreifen Frauen. Bei 2/3 der Frauen mit Ausfluss wird eine bakterielle Vaginose gefunden.
Behandlung
Antibiotika (Tabletten oder Salbe).
Prävention
Angemessene Hygiene, weniger Sexualpartner, vermeiden von anderen sexuell übertragbaren Infektionen.