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Ausgangslage
Aussergewöhnlich heftige Regenfälle vom 19. bis 22. August 2005 verursachten in weiten Gebieten des Kantons Luzern grossflächige Überschwemmungen und unzählige Ufer- und Sohlenerosionen an Fliessgewässern. Vor allem der Lauf und der Talboden der Kleinen Emme, aber auch das Reussgebiet, wurden heimgesucht. Gemäss den Aufzeichnungen der Landeshydrologie (LHG) an der Messstation «Littau, Reussbühl» betrug der Spitzenabfluss rund 650 m3/s. Augenfällig war, dass die Fluten sehr viel Schwemmholz mitführten und als Folge der Ufer- und Sohlenerosion grosse Geschiebemengen verlagert wurden.
Schaden
Gemäss den Angaben der Dienststelle für Verkehr und Infrastruktur (vif) des Kantons Luzern betrugen die Schäden im Gebiet der Kleinen Emme an Gebäuden rund 201 Millionen Franken (Botschaft 136 vom 24. März 2006, Anhang 2).
Schutz der Bevölkerung
Um die Bevölkerung, die Infrastruktur und die Unternehmen entlang der Kleinen Emme zu schützen und die weitere wirtschaftliche und räumliche Entwicklung zu sichern, will der Kanton Luzern das Projekt «Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme» realisieren. Dieses sieht vor, Schutz- und Renaturierungsmassnahmen aufeinander abzustimmen und damit mehrfachen Nutzen zu stiften:
- Sicherstellung des Hochwasserschutzes und Entwicklung der Kleinen Emme zu einem ökologisch zusammenhängenden, möglichst naturnahen und dynamischen Fliessgewässer.
- Gestaltung der Flusslandschaft unter Berücksichtigung der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte sowie unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.