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Macrons Umfragewerte sind stark gesunken. In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem Magazin "Le Point" sagte Macron, er wisse um die Ungeduld der Menschen, und dass er wohl noch Monate damit leben müsse.
"Man kann Dinge nicht in 100 Tagen erledigen", sagte Macron. Er habe aber nicht vergessen, in welcher Stimmung er gewählt worden sei: Es sei eine Stimmung der "brennenden Erwartung, der Wut, des Populismus" gewesen.
In dem 20-seitigen Interview, dem grössten seit seinem Amtsantritt im Mai, verteidigte Macron die umstrittene Arbeitsmarktreform, die seine Regierung am Donnerstag vorstellen will.
"Die Arbeitsmarktreform ist eine tiefgreifende Reform und sie soll, wie ich es versprochen habe, ehrgeizig und effizient genug sein, um die Arbeitslosigkeit zu senken", sagte Macron über sein wichtigstes Reformvorhaben. Zudem solle die Reform so beschaffen sein, dass sie während seiner Amtszeit nicht noch einmal überarbeitet werden müsse.
Im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit will Macron Unternehmen mehr Freiheiten einräumen, damit diese wieder mehr Jobs schaffen. Linke Gewerkschaften und Politiker kritisieren die Reform als zu unternehmerfreundlich und als Beschneidung von Arbeitnehmerrechten.
(SDA)