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Brunei macht derzeit negative Schlagzeilen: Im südostasiatischen Kleinstaat soll ab dem 3. April gleichgeschlechtliche Liebe mit dem Tod durch Steinigung bestraft werden. Bislang stand darauf bis zu zehn Jahren Gefängnis. Der herrschende Sultan, Hassanal Bolkiah, ist mit seiner Firma Brunei Investment Agency, selber Besitzer von insgesamt neun Luxus-Hotels in England, Frankreich, Italien und Kalifornien.
Im einen oder anderen Hotel war auch schon Hollywood-Star George Clooney zu Gast – aus Unwissenheit, wie er selber schreibt. Jetzt ruft Clooney zum Boykott gegen die Hotels im Besitz des Sultans auf. Denn mit jedem Besuch würden die Gäste dazu beitragen, die Ermordung unschuldiger Menschen zu finanzieren, mahnt der Oscar-Preisträger. Der Sultan sei einer der reichsten Männer der Welt: Brunei wurde dieses Jahr von Forbes immerhin als fünftreichste Nation eingestuft – denn das Sultanat ist im Besitz von Ölvorkommen.
Der 57-jährige Schauspieler plädiert darauf, dass man Mörderische Regime zwar kaum ändern könne, aber man könne Banken und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte machen, an den Pranger stellen. Clooney betont, dass die Menschen, die dort arbeiten, nett und hilfsbereit seien – aber dennoch würde man als Gast jedes Mal, wenn man in einem dieser Hotels übernachte, speise oder an einer Tagung teilnehme, Geld direkt in die Taschen von Männern stecken, die sich dafür entscheiden, ihre eigenen Bürger zu steinigen.
Hotels in Paris, London, Rom und Mailand betroffen
Folgende Hotels sind im Besitz der Brunei Investment Agency:
- The Dorchester, London
- 45 Park Lane, London
- Coworth Park, England
- The Beverly Hills Hotel, Beverly Hills
- Hotel Bel-Air, Los Angeles
- Le Meurice, Paris
- Hotel Plaza Athenee, Paris
- Hotel Eden, Rom
- Hotel Principe di Savoia, Mailand
Der 57-jährige Schauspieler verweist in seinem Statement auf einen früheren erfolgreichen Promi-Boykott mit Unterstützung von Oprah Winfrey und Ellen DeGeneres: Dieser fand 2014 statt. Damals verschärfte Brunei die Strafen für Schwule und Lesben. Daraufhin wurden Veranstaltungen und Empfänge in den Hotels im Besitz des Sultans, namentlich dem The Bel-Air und The Beverly Hills Hotel in Los Angeles aus Protest abgesagt.
Auch Amnesty International intervenierte bereits und rief Brunei dazu auf, die neuen Gesetze sofort zu stoppen, da diese unmenschlich und grausam seien.