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Mehr als 100 Mitglieder, geladene Gäste und IAATO-Mitarbeiter aus 15 Ländern nahmen am diesjährigen Treffen teil. Die dichte 3-Tages-Agenda beinhaltete mehrere Abstimmungen der Mitglieder über wichtige Massnahmen für eine reibungslose Weiterführung der IAATO Aufgaben, die sich für einen sicheren und umweltverträglichen Tourismus in der Antarktis einsetzt und auch überwacht. Ausserdem standen Neuwahlen des Exekutivkomitees und eine Umstrukturierung des Zentralsekretariats an, um den zukünftigen Aufgaben der IAATO weiterhin gerecht zu werden.
Die IAATO veröffentlichte auch die endgültigen Zahlen zum Tourismus in der Antarktis für die Saison 2011-2012, die Anfang April offiziell zu Ende ging. Die Gesamtzahl an Touristen, die diese Region mit IAATO-Mitgliedern besucht hatten, betrug 26'519, was ein Rückgang um 22% gegenüber dem Vorjahr (33'824 Passagiere) bedeutete. Dies war das vierte aufeinanderfolgende Jahr, in welchem die Zahlen rückläufig seien, meinte Steve Wellmeier, neugewählter Verwaltungsdirektor der IAATO. Betrachtet man jedoch die Touristenzahlen aufgrund der Kategorien, wird ersichtlich, dass der Rückgang in erster Linie im Bereich «Nur Kreuzfahrt» lag, d.h. bei Schiffen mit mehr als 500 Passagieren, denen es auch verboten ist, ihre Passagiere an Land zu bringen in den antarktischen Gewässern. Die Zahl von 4'872 Passagieren in dieser Kategorie bedeutet einen Rückgang um beinahe 2/3 verglichen zu den 14'373 aus der letzten Saison. Dieser Rückgang zeigt deutlich den Einfluss des Verbots der Internationalen Seefahrtsorganisation (IMO) über den Gebrauch und den Transport von Schweröl in den Gewässern der Antarktis, welches am 1. August 2011 in Kraft trat, also vor dem Start der Antarktissaison.
Die traditionell kleinen und mittelgrossen Expeditionsschiffe und Jachten – mit 500 und weniger Passagieren, die auch Anlandungen vornehmen dürfen – beförderten 20'271 Passagiere, was eine Zunahme um 9.4% gegenüber des Vorjahres bedeutete. Zwei weitere Kategorien – Luft/Kreuzfahrt Kombination und Landtourismus - betrugen 860, bzw. 516 Passagiere und machen knapp 2% der gesamten, von IAATO-Mitgliedern beförderten Menschen, aus. Zusätzlich hatten IAATO Mitglieder mehr als 150 Wissenschaftler, Stationspersonal und Mitarbeiter von nationalen Forschungsprogrammen gratis oder zu stark reduzierten Preisen in oder aus der Antarktis transportiert.
Steve Wellmeier sagte in seiner Rede, dass der Anstieg in der Kategorie Expeditionsschiffe und Jachten, der in der Saison 2011-2012 beobachtet werden konnte, wahrscheinlich weitergehen wird in den kommenden Jahren, zusammen mit den Luft/Kreuzfahrt Kombinationen und den Kreuzfahrten mit kleinen Schiffen. Der Zweig «Nur Kreuzfahrten» würde sich, gemäss Wellmeier, leicht erholen und einige zusätzliche Fahrten aufweisen als nur die 5 der vergangenen Saison. Die Schätzungen für die kommenden Saison 2012-13 seien noch nicht komplett und würden bald veröffentlicht, aber sie würden sich im Rahmen von etwa 35'000 bewegen, meinte er weiter. Dies sei vergleichbar mit den Zahlen vor zwei Jahren, lägen aber immer noch unter den Zahlen der Saison 2007-08.
Den Mitgliedern wurden auch die Zahlen für die erbrachten Spenden vorgelegt. Diese zeigten, dass die IAATO-Mitglieder und die Passagiere zusammen knapp US$ 470'000 an Spendengeldern für Antarktis-bezogene karitative Zwecke, Naturschutz und Umweltorganisationen gesammelt hatten. Dies erhöhte den Gesamtbetrag auf über US$2.5 Millionen, der in den letzten 8 Jahren gesammelt worden ist. Die Organisationen, die zu den Nutzniessern dieser Spenden gehören, beinhalten die Save the Albatros Foundation (http://www.rspb.org.uk/supporting/campaigns/albatross/ ), WWF (www.wwf.org ), Oceanites (www.oceanites.org ), der Antarctic Heritage Trust (www.nzaht.org ).
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