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Die Geschichte des Exlibris beginnt mit der Entwicklung des Buchdrucks durch Gutenberg Ende des 15. Jahrhunderts. Mittelalterliche Vorformen sind handschriftliche Besitzeinträge und gemalte Eignerwappen. In der Frühen Neuzeit wurden Exlibris mit Wappen – vereinzelt auch schon mit Namen – in Bücher geklebt oder als Supralibros auf den Buchdeckel eingeprägt. Damals schufen heute noch bekannte Künstler wie Albrecht Dürer oder Lucas Cranach d. Ä. Exlibris. In der Schweiz entstanden bis 1900 rund 10'000 Exlibris, die von Agnes Wegmann aufgearbeitet und 1933 sowie 1937 in einem zweibändigen Nachschlagewerk publiziert wurden. Um 1900 erlebten die Exlibris ein ausgesprochenes Revival mit weltweiter Verbreitung. Die Sammlerinnen und Sammler begannen sich in Clubs und Gesellschaften zu organisieren. Ausstellungen, Tagungen und die alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Kongresse förderten das wiedererwachte Interesse auch bei den Kunstschaffenden. Inzwischen stellen nicht nur in Ost- und Westeuropa, sondern auch in den USA, in Australien, in China und in Japan Kunstmaler*innen, Zeichner*innen und Grafiker*innen Exlibris her.