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Mit einem Multilevel-Framework können wir besser verstehen, wie wir Präventionsprogramme planen, umsetzen, was sie erreichen und wo sie versagen.
Kombinierte Präventionsstrategien verbinden biomedizinische, strukturelle und verhaltensbasierte Aspekte. Sie priorisieren die Ressourcen, wo der Virus sitzt: «Know your epidemic, know your response.» Betrachten wir HIV-Neuinfektionen global, sind insbesondere junge Erwachsenen betroffen. Brenda Mirembe, Ärztin am MU-JHU Institut in Uganda, zeigte die Gründe auf:
- Fehlendes Wissen, weniger Testen, schlechtere Adhärenz für PrEP und ART
- Tiefe psychische Gesundheit, insbesondere auch als Folge sexueller, häuslicher oder misogyner oder queerfeindlicher Gewalt
- Schlechte Versorgung, weil Fachpersonen zögern, bei jungen Personen Sexualität anzusprechen und Präventionsmassnahmen wie PrEP anzubieten
Tamara Taggart, Professorin an der George Washington University in Washington, zeigte mit dem Multilevel-Framework auf, wie viele Möglichkeiten uns offenstehen, um auf diese Gründe mit kombinierten Präventionsstrategien zu reagieren. Wenn wir die Levels und Domains identifizieren, können wir auch verstehen, was die Wirkung ist – und vor allem, welche Aspekte wir bei jungen Erwachsenen vergessen.