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In dem Video ist als Wasserzeichen das Tiktok-Logo zu sehen sowie der Username @mohamadawawdeh938. Am Schluss des Videos ist dieser Username nochmal deutlich eingeblendet. Es wird auf Tiktok zwar kein Account mehr unter diesem Namen geführt, aber in einem Internet-Archiv lässt sich das Video ausfindig machen, welches im Mai 2022 archiviert wurde. Die URL des Tiktok-Videos leitet nun weiter auf einen anderen Accountnamen - @awawdehproduction. Die Identifikationsnummer des Videos, welche in der URL hinter dem Nutzernamen folgt, ist dieselbe. Das Video ist hier nach wie vor online und ist auf den 21. April 2022 datiert.
Auf Arabisch schreibt der User, dass das Video einen Blick hinter die Kulisse von Dreharbeiten eines Filmes über Ahmed Manasra zeigt. Die Geschichte des Palästinensers Ahmed Manasra wurde im Kurzfilm «Empty place» von Awni Eshtaiwe im Jahr 2022 verfilmt. Manasra wurde im Jahr 2015 im Alter von 13 Jahren von Israelis verhaftet und im Jahr 2016 zu einer 12-jährigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er an einer Messerstecherei in einer jüdischen Siedlung beteiligt gewesen war. Im Jahr 2017 wurde die Strafe auf neuneinhalb Jahre reduziert.
Die Medien berichteten weltweit über Manasra, auch in der Schweiz. Internationale Organisationen wie die UNO sowie Amnesty International forderten im Jahre 2022 seine Freilassung.
Die Szene, in der der Jungschauspieler für den Kurzfilm am Boden liegt, ist im Tiktok-Video mit einem Teil des Kamerateams und weiteren Schauspielern zu sehen. Die Kleidungen sowie die Position des Jungschauspielers stimmen überein, ebenso sind die Bewegungen der umstehenden Personen des TikTok-Videos mit dem Kurzfilm identisch. Eine Kamera ist über dem Schauspieler positioniert. Im Kurzfilm ist der der Junge in der letzten Szene ebenfalls in der Vogelperspektive zu sehen.
2022 bestätigte der Regisseur des Kurzfilmes gegenüber Reuters und France 24 Observers, dass die in den sozialen Medien kursierende Szene während Dreharbeiten für seinen Film entstanden ist. Denn bereits vor dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wurde der Clip fälschlicherweise als Inszenierung des Konfliktes zwischen Israelis und Palästinenser bezeichnet. Im Oktober 2023 haben viele Faktencheck-Organisationen sich mit dem Video befasst.