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Oksana wohnt mit ihrer Tochter Walerija, 10, in der Stadt Nikolajew. Sie hat ihren Mann wegen dessen starker Alkoholkrankheit verlassen. Immer hatte er Sachen aus dem Haus gestohlen und diese verkauft, um seine Sucht zu finanzieren. Oft musste die Familie hungern. Jetzt sitzt er im Gefängnis.
Früher arbeitete Oksana in einer Schuhfabrik, die aber nach dem Zerfall der Sowjetunion geschlossen wurde. Seitdem hatte sie keine feste Arbeit mehr gefunden und erziehlt nur einen kleinen Nebenverdienst mit Gelegenheitsjobs als Putzfrau, Briefträgerin oder Verkäuferin. Um ihre Tochter zu ernähren und die Miete zu bezahlen, schuftete sie in letzter Zeit bei einem Farmer auf dem Feld.
Die schwere Arbeit, die Unterernährung und die schlechten Wohnbedingungen haben sich negativ auf Oksanas Gesundheit ausgewirkt. Sie hat leidet an Leberzirrhose und hat eine entzündete Gallenblase.
Sie brauchte dringend medizinische Behandlung, doch dafür hatte sie kein Geld und auch sonst niemanden, der sie unterstützen hätte können. Die Schulärztin erzählte Walerija von einer Organisation, durch die gutherzige Schweizer kranken und armen Menschen in der Ukraine helfen. Das kleine Mädchen schrieb einen Brief in die Schweiz und bekam Unterstützung.
So bekam Oksana die Mittel für die Behandlung zusammen und sie fühlt schon viel besser. Ihre Tochter Walerija wohnt vorübergehend im Kinderheim, bis die Mutter aus der Klinik nach Hause kommt.