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Am Sonntag stimmt die Schweiz über Änderungen des Waffengesetzes ab. Hierzulande gibt es rund 2,3 Millionen Kleinwaffen, die in zivilem Besitz sind. Unsere Weltkarte zeigt die meistbewaffneten Länder.
Weltweit sind rund 850 Millionen Kleinwaffen im Besitz von Privatpersonen. Das zeigen die aktuellsten Zahlen der Genfer Studie «Small Arms Survey» (2018).
Knapp die Hälfte davon befinden sich in den USA. Mit landesweit 393 Millionen Kleinwaffen sind Amerikaner die weltweit meistbewaffnete Bevölkerung. Danach folgen (mit grossem Abstand) Indien und China.
Der Datensatz zum Artikel stammt vom «Small Arms Survey» des Genfer «Graduate Institute of International and Development Studies». Ein internationales Team von Experten stellt einen jährlichen Bericht zum Thema zusammen.
Die Autoren gehen davon aus, dass von der rund einer Milliarde weltweit existierenden Kleinwaffen gut 850 Millionen (also 85%) in privatem Besitz sind. Die restlichen Waffen sind im Besitz des Militärs (rund 13%) oder der Strafverfolgungsbehörden (2%).
Als Kleinwaffen werden alle Waffen bezeichnet, die von einer einzelnen Person getragen und bedient werden können.
Auf der Karte mit der absoluten Anzahl Waffen stechen die USA heraus – und die Situation scheint immer extremer zu werden: Alleine im Zeitraum von 2006 bis 2017 erwarben und importierten die Amerikaner mindestens 122 Millionen neue Waffen.
Setzt man die Zahlen ins Verhältnis zur Einwohnerzahl, wird klar: In den Vereinigten Staaten gibt es mehr private Waffen als Einwohner. Auf Platz zwei folgt der Jemen, wo noch jeder zweite Einwohner eine Kleinwaffe besitzt (allerdings herrscht dort auch Krieg).
Die Schweiz liegt hier weiter weiter vorne: Mit 27,6 Waffen auf 100 Einwohner belegen wir Rang 16.
In der obigen Rangliste sind nur Länder mit mehr als 150'000 Einwohner erfasst. Daten für alle erfassten Regionen sind in der Karte ersichtlich.
Schlechte Nachrichten für Waffenliebhaber, gute Nachrichten für Pazifisten: Die Stadtregierung von San Francisco hat am Dienstag die National Rifle Association (NRA) zur heimischen Terrororganisation erklärt. Ausserdem werde die Stadt dazu aufgefordert, ihre finanziellen Beziehungen zu Unternehmen zu prüfen, die mit der Waffenlobby-Organisation Geschäfte machen.
Ausschlaggebend für die scharf formulierte Resolution seien die jüngsten Massenschiessereien gewesen, so etwa als im kalifornischen …