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Wir waschen eine Maschine Wäsche. Die Maschine wäscht ewig! Nach zwei Stunden hat sie zwar fertig, aber nicht richtig ausgewrungen. Ich hänge die Sachen jetzt trotzdem auf.
Eigentlich hätte es ja hier zwei Waschmaschinen. Aber eine, die modernere, ist gestern, während dem Schwingen, von ihrem Sockel gesprungen (wir konnten das aus unserem Auto beobachten) und ist jetzt defekt.
Am Nachmittag ist wieder unsere Spazierrunde angesagt. Wir laufen Flussaufwärts in die Todra-Schlucht zu. Die Berge ringsum sind gewaltig. Auf dem Rückweg setzen wir uns in ein kleines Restaurant bei der „Source des Poisson sacrés“. Dies ist ein sehr schöner Platz mit einem kleinen See, in deren Mitte eine Quelle sprudelt. Hier trinkt Paul an der Sonne einen Berber-Whisky (Minzen-Tee) und ich einen Kaffee. Der Wirt sagt uns, man könne über den Fluss Todra zur Kashba laufen. Die Kashba sei sehr schön. Aber dafür müssten wir durch den eiskalten Fluss waten und das möchten wir doch nicht unbedingt. Also laufen wir noch ein wenig im Palmenhain herum und laufen danach zu unserem Camping zurück. Wir waren 2 Stunden unterwegs. Die Wäsche ist unterdessen auch trocken und ich kann sie zusammenlegen und versorgen.
In Marokko ist die Bezeichnung Kasbah auch für Festungsanlagen ausserhalb von Städten, vor allem im Atlasgebirge gebraucht. Diese wurden von den Herrschern (v. a. unter Mulai Ismail) zur Kontrolle der Küsten und des Hinterlandes mit den hier ansässigen und stets unruhigen Berberstämmen errichtet.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff Kasbah auch auf die aus Stampflehm errichteten Festungsanlagen der Berberfürsten im Süden Marokkos übertragen. Nicht selten wird der Begriff Kasbah auch auf die Wohnburgen (tighremts) der Berber angewandt, doch stand bei diesen Bauten der militärische Aspekt weit im Hintergrund.