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Thailand
Bereits im Vorfeld der ersten Verhandlungsrunde haben Public Eye und die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz sowie 15 weitere NGOs aus EFTA-Staaten einen Brief an den damaligen UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Gesundheit, Paul Hunt, geschrieben. Darin wiesen sie auf die Gefahr hin, dass die Bestimmungen zum geistigem Eigentum, welche die EFTA-Länder ins Abkommen integrieren möchten, den Zugang zu preisgünstigen Generika in Thailand erschweren würden (siehe dazu auch "Schweiz attackiert Zwangspatentierung").
Bezahlbare Medikamente zentral
Angesichts der vielen HIV/Aids-Betroffenen in Thailand ist der Zugang zu bezahlbaren Medikamenten zentral. Daher baten die Organisationen den Sonderberichterstatter, einen dringenden Appell an die EFTA-Länder zu senden: Sie sollen ihre menschenrechtlichen Pflichten wahrnehmen und davon absehen, im Freihandelsabkommen strengere Regeln zum geistigen Eigentum zu fordern und damit die Möglichkeiten von Thailand einschränken, die Bevölkerung mit günstigen Medikamenten zu versorgen.
Auch im Vorfeld der zweiten Verhandlungsrunde wurde Public Eye aktiv. Zusammen mit einer breiten Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Thailand, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz richtete sie einen Brief an die Handelsministerien der EFTA-Staaten. Die Forderung: Keine Bestimmungen im Freihandelsabkommen, welche die Medikamentenversorgung, die Rechte der Bäuerinnen und Bauern sowie den Zugang zu günstigen Krediten gefährden könnten.