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CH: Update: Nelfinavir (Viracept®)
In der Schweiz wurde von der Interkantonalen Kontrollstelle für Heilmittel (IKS) und dem Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) eine härter gepresste Formulierung von Nelfinavir zugelassen. Bei der neuen Formulierung wird die Tablette mit einem fast doppelt so hohen Druck wie bisher gepresst. Diese Hartpressung soll zu einer Reduktion der mit dem Schlucken der Tablette verbundenen unangenehmen Phänomene ("im Hals Stecken bleiben") führen. Es wird berichtet, dass die Anzahl der Beanstandungen dieser Schluckphänomene mit der dieser Formulierung auf 1/5 derjenigen mit der aktuellen Formulierung zurückgehen würden. Die neuen Tabletten sind ab sofort erhältlich und kassenzulässig. Die bisherigen Tabletten werden in der Schweiz nicht mehr vertrieben.
Damit handelt es sich jedoch nur um den ersten Schritt zur besseren Verträglichkeit:
Wie wir bereits am 17. April 2000 berichteten, hat die amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) am 7. März 2000 eine neue Formulierung von Nelfinavir zugelassen. Die neue Tablette ist mit einem Film überzogen, der sie vor dem Zerbrechen und vorzeitgem Auflösen schützt.
Die in den USA zugelassene Filmtablette wurde inzwischen auch bei der IKS und der European Agency for the Evaluation of Medicinal Products (EMEA) zur Registrierung eingereicht werden, sodass - bei positiver Beurteilung - mit einer Zulassung noch im Jahr 2000 gerechnet werden könnte.
Last but not at least: Eine Tablette mit einem Wirkstoffgehalt von 625mg ist in Entwicklung. Dies bedeutet, dass sich die Tablettenzahl bei der Behandlung mit Nelfinavir von aktuell 2 x 5 (oder wie IKS-zugelassen 3 x 3) auf 2 x 2 Tabletten reduzieren würde.
Dr. med. Markus Flepp
19. Oktober 2000