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Osteopathie
Die Osteopathie ist eine ganzheitliche manuelle Heilmethode.
Sie hat zum Ziel, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu
aktivieren und das funktionelle Gleichgewicht
wiederherzustellen. Sie regt den Körper an, seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.
Das osteopathische Konzept geht davon aus, dass sich gesundes
Leben in Bewegungen äußert, so zum Beispiel beim Gehen oder
in der Herztätigkeit.
Was wird behandelt?
Deshalb werden in der Therapie neben
Gelenken, Bändern und Muskeln auch die inneren Organe in die
Behandlung mit einbezogen: also der ganze Mensch.
Häufig wird aber nicht die schmerzende Stelle behandelt,
sondern der Therapieansatz erfolgt dort, wo der Schmerz
herrührt. Wenn beispielsweise die Schulter schmerzt, kann die
Ursache im Becken oder im Verdauungssystem liegen. Nach 2
bis 4 Behandlungen sollten sich die Beschwerden spürbar
vermindern.
Behandlung
Der Osteopath ertastet Verspannungen und Bewegungseinschränkungen und versucht, Muskeln und Gelenke zu mobilisieren. Dazu verwendet er unter Berücksichtigung der osteopathischen Prinzipien u. a. folgende Techniken:
- General Osteopathic Treatment (GOT)
- Strain/Counterstrain – positional release
- Muskel-Energie-Techniken (MET) (siehe zum Prinzip einiger MET auch: Postisometrische Relaxation)
- Faszien-Release-Techniken
- HVLA-Techniken („high velocity, low amplitude“, also kleine schnelle Bewegungen; Syn: Thrust, Impulstechnik, Manipulation)
- Viszerale Techniken (zur Behandlung u. a. von Gleitbewegungen innerer Organe).
- Osteopathie im Kopfbereich (Cranio-Sacral-Therapie). Diese Methode geht auf Stills Schüler W. G. Sutherland zurück, der das Konzept in den 1930er und 1940er Jahren entwickelte. Die Ausbildungsrichtlinien hierin und die offiziellen Arbeitshypothesen hierzu werden innerhalb der American Osteopathic Association (AOA) durch die Sutherland Cranial Teaching Foundation (SCTF) definiert.