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(dpa)
Wegen der Corona-Krise will die Regierung in Paris das zweite Referendum über eine Unabhängigkeit im Überseegebiet Neukaledonien auf den 4. Oktober verschieben. Die Volksabstimmung war bisher für den 6. September geplant, wie Premierminister Édouard Philippe am Samstag in Paris mitteilte.
Beim ersten Referendum auf dem Archipel im Südpazifik östlich von Australien hatten sich im November 2018 56,4 Prozent der Stimmberechtigten für den Verbleib bei Frankreich ausgesprochen. Das Ergebnis bedeutete vor allem für die Bevölkerungsgruppe der Kanaken - Neukaledoniens Ureinwohner - eine Enttäuschung. Von ihnen hoffen viele seit langem auf einen eigenen Staat.
Philippe übermittelte nach eigenen Angaben seinen Vorschlag an die Behörden in Neukaledonien. Er begründete ihn mit absehbaren Problemen bei der Entsendung von Wahlbeobachtern - derzeit sei in Neukaledonien eine Quarantäne von drei Wochen für ankommende Reisende vorgeschrieben.