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Eine Störung der Biogasanlage hatte zur Folge, dass Gärgut (Rückstände aus der Vergärung) auf einen gesicherten Lagerplatz floss. Als der Alarm ausgelöst wurde, hatte sich das Gärgut bereits während eines Grossteils der Nacht verbreitet. Der Platz war nicht dafür ausgelegt, eine derart grosse Menge an Schlamm aufzunehmen. Deshalb verstopften sich die Kanalisationen nach einer gewissen Zeit und das Gärgut floss in die Sonnaz.
Bedeutende Auswirkungen auf die Fischfauna und das Ökosystem
Nach der Verschmutzung zählte das Amt für Wald, Wild und Fischerei (WaldA) 518 tote Fische. Am 20. März 2019 führte das Amt eine Elektroabfischung durch, um die Folgen der Verschmutzung auf die Fischfauna zu bestimmen. Gestützt darauf schätzte es die Mortalität der Fische auf 100 % bis Autafond, auf 80 % bis zum Tiguelet in Belfaux und auf 50 % bis zum Schiffenensee. Das WaldA wird in den nächsten vier Jahren einen Besatz organisieren, um den Fischbestand in qualitativer und quantitativer Hinsicht wieder aufzubauen.
In Ergänzung dazu beobachtete das Amt für Umwelt in der Woche nach dem Unfall die benthische Fauna. Zwischen dem Ort der Einleitung und Chésopelloz stellte es in diesem Rahmen eine vollständige Mortalität der Makroinvertebraten fest. Im Herbst wird eine zweite Kontrolle durchgeführt werden, um zu bestimmen, wie sich die Situation entwickelt hat.
Getroffene Massnahmen
Die Biogasanlage war im August 2018 von einer unabhängigen Stelle geprüft und für konform befunden worden. Es wurden keine Probleme gemeldet.
Nach der Verschmutzung sind Korrekturmassnahmen getroffen worden. Die Kanalisationen wurden gereinigt und die Absicherung des Platzes verbessert. Das Pflichtenheft für die Kontrolle und den Unterhalt der Biogasanlage wird verschärft werden und eine Fachperson für Sicherheitssysteme wird demnächst die Umsetzung der Massnahmen kontrollieren.
Die Sonnaz ist der Fischzucht von Belfaux verpachtet. Ein spezialisiertes Büro wurde deshalb damit beauftragt, die finanziellen Folgen der Verschmutzung für die Fischzucht zu beurteilen.
Der Verursacher der Verschmutzung wurde bei der zuständigen Behörde angezeigt.