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Versprochen ist versprochen. Vielleicht.
Die Ereignisse überschlagen sich, meine Damen und Herren. Von wegen Sommerloch. Wir sind nicht nur vollends im Bilde, was die Gefahr angeht, die von umherfliegenden Sonnenschirmen ausgeht, sowie mit Hinsicht auf den Umstand, dass Schlauchboote wieder in Mode sind. Sondern auch seltsamere Nachrichten erreichten uns: Die somalische Terror-Gruppe al-Shabaab, verantwortlich für zahllose Gräueltaten, hat erklärt, in den von ihr kontrollierten Gebieten keine Plastiktüten mehr zu erlauben, denn Plastiktüten seien schlecht für Menschen, Tiere und die Umwelt. (Was al-Shabaab ausserdem nicht erlaubt: Musik, Kinos, Satellitenschüsseln und Hilfsorganisationen.)
Und was ist sonst noch passiert? Donald Trump hat sich versprochen. Sie erinnern sich bestimmt. Und Brigitte Nielsen wurde mit 54 Jahren zum fünften Mal Mutter. Ach nein, das war ja bereits im letzten Monat. Wie ich schon sagte: Die Ereignisse überschlagen sich:
Der U.S. Postal Service (USPS) wurde gerichtlich dazu verurteilt, einem Künstler in Las Vegas eine Entschädigung von mehr als 3,5 Millionen Dollar zu bezahlen dafür, dass für eine Briefmarke mit dem Gesicht der Freiheitsstatue versehentlich nicht das Original zur Abbildung kam, sondern eine Nachschöpfung der Statue, die besagter Künstler für ein Casino angefertigt hatte.
Donald Trump hat Queen Elizabeth II als «fantastische Person» bezeichnet. Eine Reaktion der Queen ist selbstverständlich nicht bekannt.
Vor 19 Jahren lief die erste Spongebob-Episode. Daran merkt man, wie alt man ist. Oder wird.
Der europäische Luftraum ist überlastet. Flug-Annullationen haben sich in der Schweiz dieses Jahr mehr als verdoppelt.
Eine mögliche Reaktion der Fluggesellschaften auf die Überlastung des Luftraums, die in Amerika bereits umgesetzt wird, besteht in der stetigen Verkleinerung von Flugzeugwaschräumen, um Platz für zusätzliche Sitze zu schaffen. Einige Passagiere vergleichen den Besuch von Flugzeugklos der neuesten Bauart bereits mit einer Yoga-Übung.
9 Kommentare zu «Versprochen ist versprochen. Vielleicht.»
Herr Tinger, Leute mit Stil (ich zähle Sie, meine Frau und mich und einige Andere dazu) reisen ab 3-4 Stunden eh in der Businessklasse. Dort bleibt die die Yoga-Toiletten-Übung noch in weiter Ferne.
Das ist nicht eine Frage von Stil, sondern von Geld. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Etwas Yoga würde Ihnen vielleicht gar nicht schaden, Jakob. Denken Sie mal drüber nach.
Leute die behaupten sie fliegen Business-Klasse weil sie Stil hätten sind irgendwie doof.
L.T. schreibt: „Leute die behaupten sie fliegen Business-Klasse weil sie Stil hätten sind irgendwie doof.“ Ich finde Leute, welche die Zeichensetzung und den Konjunktiv nicht beherrschen, doof. Recte: „Leute, die behaupten, sie flögen Business-Klasse, weil sie Stil hätten, sind irgendwie doof.“ Nun gut, schon unser Deutschlehrer im Gymnasium in den Achtzigern scholt uns angesichts unserer Aufsätze, dass kein Schüler mehr den Konjunktiv beherrschen würde. Was lernen wir daraus? Es ist lediglich die deutsche Sprache, die den hochpräzisen Ausdruck kennt, welche – sage ich mal – erst den deutschen Idealismus ernöglichte. Seltsam. Aber nichtsdestotrotz: Die komplett fehlende Zeichensetzung erschwert die Lesbarkeit übermassen. Das ist eine praktische Erschwernis.
@ Edi: Die „hochpräzise“ deutsche Sprache ermöglichte den deutschen Idealismus? Sie sind ja ein ganz Witziger! An den Weihnachtsmann glauben Sie auch noch?
Hier ist m.M.n. auch der Indikativ möglich. Also ist „fliegen“ statt „flögen“ auch korrekt.
Was ist denn hier los: Klassenkampf gepaart mit Orthographie-topping?
Busines reist man, wenn man es sich finanziell leisten oder über die Spesen abrechnen kann. Mit oder ohne Stil.