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Alte Zeitungsartikel
Thurgauer Zeitung Nr. 247 vom 19. Oktober 1940
Das artige Bauerndorf Ettenhausen mit ungefähr 370 Einwohnern liegt etwa 2 Kilometer südlich von Aadorf in einer geschützten Mulde, die von den Höhenzügen des Haselberges, Remisberges und der Eich eingerahmt ist. Mit dem Weiler Iltishausen zusammen bildet es eine selbständige Ortsgemeinde im Munizipalverband von Aadorf. Die Ortschaft wird schon 845 als "Atimishusen" und dann 1278 als "Oetenhausen" - bei den Häusern des Oto - urkundlich erwähnt. Das Gemeindegebiet gehörte dem Kloster von St.Gallen, von dem die Edlen von Bichelsee die beiden Kehlhöfe und den Zehnten zu Lehen hatten. Um 1278 schenkten sie mit Genehmigung des Abtes den Zehnten zu Ettenhausen dem 1249 von ihnen in Verbindung mit anderen Adeligen gestifteten Kloster Tänikon. In den Jahren 1303 und 1322 vergabten die Herren von Bichelsee auch ihre übrigen Besitzungen zu Ettenhausen-Iltishausen den Kloster-Frauen zu Tänikon, die sich dieser einträglichen Güter bis 1798 erfreuten, als mit der Befreiung des Thurgaus vom Untertanenverhältnis auch die privaten Gerichtsbarkeiten aufhörten.
Bis zur Reformation, die in Ettenhausen nur eine beschränkte Zahl von Anhängern fand, gehörte die Ortschaft auch kirchlich zu Tänikon; seither sind die Protestanten zur Kirche Aadorf eingeteilt. Die jungen Leute gehen auch dorthin zur Sekundarschule. Seit 1887 besteht in Ettenhausen eine Postablage, die durch Botenkurse mit Aadorf verkehrt. Vorher wurde die Postzustellung von Aadorf aus besorgt.
Volksblatt vom Hörnli Nr. 41 vom 22. Mai 1875
"Ettenhausen. Heute (18.d.) Abend halb 5 Uhr entlud sich über unser schönes Thälchen ein Hagelgewitter von ungewöhnlicher Heftigkeit. Von der linken Seite des Schauenberges schneeweiss daher kommend, schüttete es wohl 3 Minuten lang Hagelkörner von Baumnuss-Grösse in dichtester Menge herunter, deren man eine Stunde später noch genug sehen konnte. Sie scheinen indessen nicht allzuschwer aufgefallen zu sein, doch liegen junge Zweige unter den Bäumen und manche Scheibe ist zertrümmert. Dass der Rebberg Schaden gelitten, ist fast unzweifelhaft. WZ."