Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03096.jsonl.gz/1494

Patente spielen eine grosse Rolle bei der Förderung technischer Innovationen, da sie geistiges Eigentum und technische Informationen vor missbräuchlicher Nutzung schützen. Dieser Schutz vereinfacht den Technologietransfer und erleichtert die Verbreitung und Vermarktung von Wissen.
Die Schweiz vergibt, wie viele andere Staaten auch, nationale Patente, die Erfindungen ausschliesslich in der Schweiz schützen. Diese nationalen Patente umfassen jedoch nur 7% der Patente, welche der Schweiz insgesamt zugeordnet werden. 93% der Schweizer Patente werden durch die europäische Patentorganisation (EPO) vergeben, deren Patente auch in der Schweiz gültig sind. 6
Patente stellen den am häufigsten verwendeten Indikator für den Wissensoutput einer Volkswirtschaft dar. Die Patentanmeldungen ermöglichen es, die technologische und gewerbsmässige Nutzung gewonnener Forschungserkenntnisse zu erfassen. In diesem Zusammenhang spricht man vom intermediären Innovationsoutput, da sich mit Patenten die Phase beobachten lässt, die der Markteinführung eines Produkts vorgelagert ist.
Die Indikatoren, die sich auf Patente stützen, bieten vor allem den Vorteil, dass sie auf international vergleichbaren, weltweit verfügbaren Daten beruhen. Je nachdem ob andere informelle Strategien für den Schutz vor Nachahmungen verfügbar sind (z. B. Zeitvorsprung gegenüber Konkurrenzunternehmen oder Geheimhaltung), sind Patente in den einzelnen Branchen jedoch von unterschiedlichem Nutzen. Deshalb werden einige Bereiche (z.B. die Software-Entwicklung) durch diese Indikatoren nur ungenügend abgedeckt.
6 IGE (2017): Jahresbericht 2016 / 2017. Bern: Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum.