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Am 8. Juli 1889 fuhr die Lokomotive «Rhaetia» zum ersten mal auf der Strecke zwischen Landquart und Davos. Die Rhaetia läutete ein neues Zeitalter ein. Sie brachte Touristen und mehr Mobilität in den Kanton und sie war ein Symbol der industriellen Revolution.
Bis in die 20-ziger Jahre fuhr die Rhaetia durch Graubünden. Dann wurde sie durch neue Lokomotiven ersetzt. Später wurde die Rhaetia für Nostalgiefahrten in der Westschweiz eingesetzt. Zu ihrem hundertjährigen Jubiläum holte sie die RhB für historische Fahrten zurück nach Graubünden.
Doch der Zahn der Zeit hat am tonnenschweren Gefährt ihre Spuren hinterlassen. Nun soll die Lok restauriert werden. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Millione Frnken. Die Denkmalpflege wird maximal 200'000 Franken übernehmen, der Rest wird über Spenden finanziert.
Eine besonders grosse Herausforderung bei der Restaurierung der Bahn ist der Feuerofen, die Feuerbüxe wie man sie auch nennt. Diese wurde früher aus Kupfer hergestellt und vernietet. In England gibt es noch Spezialisten, welche dieses Handwerk beherrschen. Im Moment wird abgeklärt, ob man dort einen neuen Feuerofen für die Rhaetia bauen lassen könnte. Die restlichen Arbeiten sollen von Spezialisten der RhB ausgeführt werden. Sie haben sich das Know How rund um die alte Flotte über die Jahrzehnte erhalten.
SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; haus/kobk