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Nebenberuflich zur Promotion
Mit dem Recht, die Doktorwürde für sich in Anspruch nehmen zu können, steigt das gesellschaftliche und berufliche Ansehen.
Beruflich ist ein Doktortitel das Tor zu mehr Verantwortung, Anerkennung und damit verbunden: höherem Einkommen.
Auch Selbständige profitieren durch den Doktortitel, der dem Kunden gegenüber höhere Kompetenz signalisiert und vertrauensbildend wirkt. Der Wettbewerbsvorteil durch den Doktortitel ist mittlerweile durch Studien belegt (z.B. Kienbaum-Studie zur Vergütung von kaufmännischen Funktionen, Dezember 2008).
Leider ist das Promotionsverfahren für berufstätige Akademiker mit zahlreichen Hindernissen formaler, bürokratischer und praktischer Art verbunden. Wer seine bereits erreichte berufliche Position behalten und nicht als wissenschaftlicher Mitarbeiter an eine Universität wechseln möchte, wird es schwer haben, einen Doktorvater zu finden. Externe Promotionsstellen werden selten vergeben, der Ausgang und die Dauer des Verfahrens sind oftmals ungewiss.
Wie das statistische Bundesamt in der Ausgabe „Wirtschaft und Statistik 11/2007" auf S. 1077 feststellt, haben Doktoranden keinen eigenen hochschulrechtlichen Status: „Sie können in einen Promotionsstudiengang bzw. an einer Graduiertenschule eingeschrieben und/oder als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Hochschulen beschäftigt sein. In der Kritik stehen vor allem das Fehlen einer verbindlichen Strukturierung der Promotionsphase sowie die starke Belastung wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Lehrtätigkeiten. Da die Einschreibung zur Promotion häufig erst kurz vor der Abschlussprüfung erfolgt, kann die effektive Promotionsdauer und Gesamtstudienzeit bis zum Erwerb des Doktorgrades nicht an der Dauer der Teilnahme am Promotionsstudiengang gemessen werden."
Neben der fehlenden zeitlichen Planbarkeit und Strukturierung des Verfahrens ergeben sich offenbar auch Defizite in der Betreuung der Arbeit: Gemäß einer Umfrage des Doktoranden-Netzwerkes „Thesis" aus dem Jahr 2004 fühlt sich knapp ein Drittel der Doktoranden durch den Betreuer schlecht motiviert, ein Siebtel der Doktoranden wird vom offiziellen Betreuer gar nicht betreut.
Geringe Chancen auf eine Stelle als Doktorand haben FH-Absolventen: FH-Absolventen mit sehr gutem Abschluss wird in vielen Promotionsordnungen deutscher Universitäten derzeit noch eine Promotionsmöglichkeit eingeräumt, die in der Praxis allerdings so gut wie nie zur Anwendung kommt, da sich i.d.R. kein Doktorvater findet.
Die Promotionsexperten haben ein Netzwerk an voll promotionsberechtigen Partneruniversitäten (H+) geschaffen, an denen berufstätige Akademiker extern promovieren können und das Verfahren in einem planbaren Zeitraum nach erbrachter Leistung erfolgreich abschließen können.