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Beschäftigungsdichte
Die Beschäftigungsdichte zeigt in erster Linie auf, ob eine Region überwiegend Wohnort oder überwiegend Werkplatz ist. Wohngegenden sind durch eine tiefe Beschäftigungsdichte charakterisiert, während die wirtschaftlichen Zentren mit vielen Zupendlern höhere Werte aufweisen.
Statistischer Kommentar
Die Schweizer Urban-Audit-Städte zeigen grosse Unterschiede, was ihr Verhältnis zwischen Arbeitsplätzen und Bewohnerzahl betrifft. Bern verzeichnete um 2011 die meisten Arbeitsplätze pro Einwohnerin und Einwohner, nämlich 1,5. Auch Zürich und Basel zählten mit einer Beschäftigungsdichte von beinahe 1,2 respektive 1,1 zu Städten, die überwiegend als Werkplätze fungieren. In der Bundesstadt findet sich eine hohe Anzahl an Arbeitsplätzen der öffentlichen Verwaltung, des Unterrichts- und des Gesundheitswesen. Zürich hat viele Arbeitsplätze im Finanzsektor, und in Basel kamen um 2011 auf 100 Einwohnerinnen und Einwohner über 20 Arbeitsplätze im 1. und 2. Wirtschaftssektor. Die tiefste Beschäftigungsdichte der Schweizer Städte hatte um 2011 die Stadt Winterthur. Dies legt den Schluss nahe, dass Winterthur stärker als die Vergleichsstädte als Wohnort genutzt wird.
In diesem Zeitraum gab es in der Stadt Luzern 77'000 Arbeitsplätze. Das entsprach einem Arbeitsplatz pro Einwohnerin und Einwohner. Im Vergleich mit den Schweizer Urban-Audit-Städten ist dies ein durchschnittlicher und im Vergleich mit den ausländischen Städten ein hoher Wert. Eine geringe Beschäftigungsdichte wiesen um 2011 die Städte Reims, Tours, Malmö und Dijon aus, wo ein Arbeitsplatz auf zwei Einwohnerinnen und Einwohner kam.
Definition
Die Beschäftigungsdichte misst das Verhältnis zwischen Arbeitsplätzen und Bewohnerinnen und Bewohnern eines Raums: Eine Beschäftigungsdichte von 1 bedeutet, dass es ebenso viele Arbeitsplätze wie Bewohnerinnen und Bewohner gibt. Als Beschäftigte gelten Personen, die in einem Betrieb einen Arbeitsplatz innehaben. Arbeitet eine Person in mehreren Betrieben und besetzt so mehrere Stellen, wird sie bei Kennzahlen zur Beschäftigung mehrfach gezählt. In Statistiken zur Erwerbstätigkeit erscheint sie hingegen nur einmal, weil sich deren Kennzahlen auf die erwerbstätigen Personen beziehen und nicht auf die von ihnen besetzten Arbeitsstellen.