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Hochdruck ist dominant
Mild wird es im Winterhalbjahr in hohen Lagen, wenn unter Hochdruckeinfluss milde Luftmassen vom Atlantik zu den Alpen fliessen. In einem Hochdruckgebiet sinken die Luftmassen ab und geraten dadurch unter höheren Druck, was sie erwärmt. Das ist die optimale Ausgangslage für milde Verhältnisse in den Bergen während des Winterhalbjahres. In den tiefen Lagen liegt in solchen Situationen oft eine träge Kaltluftmasse, manchmal sichtbar als Nebelmeer. Zwischen der Kaltluft und der darüber liegenden Warmluft gibt es eine markante Temperaturzunahme (Inversion).
Die Auszählung aller Wetterlagen im verfügbaren Datensatz ab 1957/58 zeigt für das Winterhalbjahr eine klare Dominanz der Hochdrucklagen mit Strömungsrichtungen aus Südwest (SW) bis Nordwest NW), also aus dem Atlantikraum. Die Anzahl Hochdrucklagen mit kalter Festlandluft aus Nordosten und Osten (Bisenlagen) ist von untergeordneter Bedeutung.