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LudovicusAntonius, belg. Genremaler, geb. 1814 zu
Antwerpen, wo er sich unter Joseph Eeckhout und Ferd. de
Braekeleer ausbildete. Dann ging er nach Paris, war 1831-34 im Atelier
Le Poittevins und ließ sich 1836 in seiner Vaterstadt nieder. Seine Bilder sind höchst sorgfältig ausgeführt, wenn auch
oft etwas zu glatt und geleckt. Wir nennen darunter: Toilette aus der Zeit
Ludwigs XV., Molière und seine
Haushälterin, die Erwartung, die Musik, die Überraschung, Besuch im Atelier des Blumenmalers van Huysum, und das sehr gelobte
Konversationsstück: die Vorstellung.
FrancisBicknell, amerikan. Porträtmaler, geb. 1830 zu
Homer (New York), zeigte schon früh ein großes Künstlertalent, wurde Schüler von Sandford
Thayer, malte
anfangs Porträte in seiner Vaterstadt und ließ sich 1851 in New York nieder, wo er Genosse der Akademie wurde. Außer einer
zahllosen Menge von Porträten angesehener Personen in New York und andern Städten malte er als sein größtes Werk die
Proklamation der Sklavenemancipation, das 1864 und 1865 großes Aufsehen erregte, charakteristisch in
den einzelnen Figuren und Gruppen ist, aber als Ganzes des höhern idealen Schwunges entbehrt.
(spr. karjeh-bellöhs),AlbertErnest, franz.
Bildhauer, geb. zu Anizy le Château (Aisne), Schüler von David d'Angers, hat in seinen
Plastischen Werken sehr verschiedene Eigenschaften: manche sind üppig in der Form und ziemlich geistlos
in der Durchführung, andre reizend komponiert, aber nicht ohne Koketterie;
im allgemeinen ist er zu malerisch in der Auffassung
und Bewegung der Gestalten. Zu seinen schwächern Leistungen gehört eine Angelika (1866, nach Ariosts «Rasendem
Roland»);
zwar originell gedacht, aber zu theatralisch behandelt ist eine Madonna mit dem Kind;
von reizender
Koketterie seine verlassene Psyche;
eine hübsche Komposition die Terrakottagruppe: der Kuß;
wohl sein bestes Werk eine
im Schatten des
Adlers schlummernde Hebe (Museum des Luxembourg).
Unter den übrigen erwähnen wir noch: die Gipsstatue Molières
(Ausstellung 1878),
dieKaryatiden im Tribunal de Commerce, einige Bildwerke in der Kirche St.
Augustin
und viele lebensvolle, aber ebenfalls zu malerisch behandelte Porträtbüsten. 1867 erhielt er das Ritterkreuz der Ehrenlegion.
delAlĭsal,D.José, span. Historienmaler, geboren zu Valencia,
war Schüler der Kunstschule in Madrid und erhielt eine Pension für Rom, wo er jetzt Direktor der spanischen
Akademie ist. Seine Bilder sind meistens brillante Farbenstücke ohne großen innern Gehalt, namentlich liebt er schauerliche
Scenen, z. B. eine Ausstellung enthaupteter Araber; neuerdings machte er sich bekannt durch
das mit technischer Virtuosität gemalte Bild: Odaliske im Harem, die in einem mit reichsten Stoffen ausgestatteten Gemach
auf kostbaren Kissen liegt;
freilich inhaltlich eine Verirrung, aber die Verirrung eines großen malerischen Talents.
Daß
er sich auf Charakteristik seiner Gestalten versteht, beweisen seine oft sehr geistreich aufgefaßten, technisch höchst
vollendeten Porträte.
(spr. kéhsilihr),JohnW., amerikan. Landschaftsmaler,
geboren zu New York, begann mit 15 Jahren die Kupferstecherkunst und stach die Platten für die Banknoten. 1840 ging
er nach Europa, widmete sich der Landschaftsmalerei und ließ sich 1854 in seiner Vaterstadt nieder, wo er Mitglied der Akademie
wurde. Seine Bilder werden wegen ihres Silbertons, ihrer zarten Ausführung und ihrer geschickten Behandlung der Luft sehr
gerühmt; z. B.: Mondlicht am Glen, die Niagarafälle, Septembernachmittag,
der Genfer See, Partie in New Hampshire, der Vierwaldstätter See u. a.
(spr. kassánnj),ArmandThéophile, franz. Landschaftsmaler, geb. zu
Le Landin (Eure), erwarb sich anfangs als Lehrer den Lebensunterhalt, bis seine kalligraphischen Leistungen allgemeine Aufmerksamkeit
erregten und ihn in den Stand setzten, sich der Kunst zu widmen. Zu diesem Zweck besuchte er keine Akademie,
sondern bildete sich als Autodidakt durch das Studium der Natur auf seinen vielfachen Wanderungen durch Frankreich.
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Sie gaben ihm den Stoff zu den lithographischen Werken: die Normandie (1852), Luxemburg (1854), der Rhein (1855) und die
Auvergne (1856). Nachher zog er nach Paris und von da nach dem bei den Landschaftsmalern beliebten Fontainebleau. Unter den
besten seiner in Stimmung und Kolorit und namentlich in den Lufttönen trefflichen Landschaften (in Öl
wie in Aquarell) werden genannt: Feldweg im Walde, die Allee, der Abend etc. Er gab einige theoretische Werke über die Zeichenkunst,
die Perspektive und die Aquarellmalerei heraus.