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Zusammenfassung der vier Wettkampftage
Erster Tag:
Nadine eröffnete für das Swim Team den Wettkampf. Ihr Ziel die Limite über 200 Rücken zu schwimmen, konnte sie leider nicht erreichen.
Für Nadine, Caroline und Jennifer ging es im Vorfeld dieses Wettkampfes um ihre erste Teilnahme an einer Schweizer Nachwuchsmeisterschaft. Dieses für sie hohe Ziel haben sie in den letzten Wochen geschafft. So wurden sie auf die zuvor stattgefundenen Sommer-Schweizermeisterschaften in Tenero vorbereitet. Dieses frühe Tapern ließ bei ihnen keine Topleistungen hier in Schaffhausen erwarten.
Die Nachwuchssportler von Trainer Przemek überzeugten bei ihren Starts mit soliden Leistungen. Finn, Ben und Céline schwammen im Bereich ihrer Bestzeiten. Jan-Marco und Larissa toppten ihre alten Zeiten, wobei Larissa in einem motivierten Rennen die Limite über 100 Schmetterling schwamm.
Amandine und Noah verpassten in ihren Vorläufen knapp die Finals.
Maria-Inés schoss den Vogel über 200 Meter Brust ab.
In einem beherzten Rennen und einer starken zweiten Hälfte errang sie die Bronzemedaille. Aktuell liebäugelt sie mit dem Wunsch nach einem Comeback im Schwimmen.
Im selben Rennen schwamm unsere Sprinterin Joy eine super Zeit und wurde fünfte.
Unsere Schmetterlinge Elodie und Mélanie absolvierten im 100 Meter Rennen einen souveränen Vorlauf und konnten sich damit im Finale den Platz 8 sichern.
Beide konnten sehr zufrieden mit ihren Zeiten sein.
Unser Langstreckenspezialist Leo-Luca zeigte über 400 Meter Lagen ein ausgeglichenes Rennen und konnte mit Bestzeit einen guten fünften Platz belegen.
Xavier scheint nicht seine Form gefunden zu haben und schwamm auf dieser Strecke weit über Bestzeit.
In den Staffeln zeigten unsere Schwimmer ihr Niveau, wobei Noah in der Kraulstaffel mit einer herausragenden 56,46 überraschte!
Zweiter Tag:
Elodie eröffnete mit einem guten 100 Meter Freistil Rennen. Sie blieb nur eine Hundertstel über ihrer Jahresbestzeit und finishte als 14. Im Juniorenbereich.
Jan-Marco folgte mit einem befreiten 200 Meter Schmetterling Wettkampf und erlangte Bestzeit.
Weiterhin gingen Xavier und Leo-Luca an den Start. Leo beendete sein Auftaktrennen für sein Hauptrennen die 1500 Meter Freistil mit Bestzeit. Xavier blieb unter unseren Erwartungen.
Über 100 Meter Brust gingen gleich sechs Bielerinnen an den Start. Ein Hinweis dafür, dass im Verein im Nachwuchsbereich darauf Wert gelegt wird. Und sogar drei von ihnen schafften es in ihr Finale. Maria-Ines musste gar im Vorlauf unter „NT“ No Time starten, da ihre Bestzeit zu lange her ist. Aber: „no time for loosers“, sie schaffte es wieder unter die besten acht Juniorinnen. Im Finale glänzte unsere Edelsprinterin Joy als „Silberengel“. Sie bewies Cleverness und teilte ihr 100 Meter Rennen super ein. Auf der zweiten Bahn konterte sie mit Power und schlug als zweite an.
Maria-Inés konnte sich im Finale leicht steigern und Amandine überzeugte mit einem beherzten Rennen. Seit einigen Monaten befindet sie sich leider nur noch im Abtrainieren. Somit geht der Stadt wieder ein Schwimmtalent verloren.
Unsere Lagenschwimmer blieben unter meinen Erwartungen. Hier gibt es wesentliche technische Mängel, die nur gemeinsam abgebaut werden können.
Über 400 Meter Freistil gingen Maria-Inés und Elodie in den Vorlauf. Für sie war es eine Nebenstrecke, auf der sie solide Leistungen erbrachten.
Am späten Nachmittag überflügelte unser „Goldjunge“ Leo-Luca die Konkurrenz. Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk schwamm er sich zu seinem ersten Titel.
Das Team unterstützte ihn stark und ist sehr stolz auf ihn.
In Schaffhausen war es heute ein sehr heißer Tag. Für die Leistungsfähigkeit der Sportler war Trinken und der Aufenthalt unterm Schatten der Bäume unwahrscheinlich wichtig. Einige Wettkampfteilnehmer hatten Probleme mit der Hitze umzugehen.
Dritter Tag:
Heute startete Finn den Wettkampf mit einer guten Zeit über 100 Meter Freistil. Seine Reserven im Start- und Wendenbereich sollte er in der kommenden Saison in Angriff nehmen.
Ben und Noah folgten mit durchwachsenen Zeiten. Insbesondere Noah war nicht zufrieden, da er in der 4 x 100 Meter Freistil Staffel wesentlich schneller war.
Mélanie und Elodie schmetterten einen ruhigen und auch schönen 200 Meter Vorlauf. Im Finale konnte Mélanie über sich hinauswachsen und errang eine Bronzemedaille für Biel-Biene. Es war ein äußerst spannendes Rennen. Auf den letzten 50 Metern überflog sie einige Konkurrentinnen. Elodie kann mit ihrem Finalplatz zufrieden sein, auch wenn ihr das Rennen nicht leicht von der Hand ging.
Xavier und Ben waren über ihre 100 Meter Brustzeiten glücklich. Beide konnten sich verbessern.
Über 200 Meter Lagen gingen gleich vier Mädchen vom Team an den Start. Maria-Ines musste wieder in den ersten Lauf an den Start gehen und platzierte sich in die Top Ten bei den Juniorinnen. Carolin und Amandine mobilisierten alle Kräfte und schwammen angemessene Zeiten. Caroline bliebe EINE Hundertstel über der Limite! Für Joy war leider nach ihrer Silbermedaille über 100 Brust die Meisterschaft im Kopf beendet. Über 200 Meter Lagen sammelte sie Sternchen (was bedeutet, dass sie über der Limite blieb).
In einem atemberaubenden Rennen über 400 Meter Freistil im Hauptlauf wuchs Leo-Luca über sich hinaus. Als siebenter gemeldet beendete er den Wettkampf mit einem tollen vierten Platz. Die Vereinskameraden und die Sport-Chefin Doris Lüthi fieberten nicht nur in diesem packenden Rennen mit. Leo-Luca überrollte wieder von hinten einen Großteil des Feldes. Noch 10 Meter haben gefehlt und Leo-Luca hätte den Drittplatzierten eingeholt.
Nach einem langen Nachmittag folgte noch die 4 x 200 Meter Freistilstaffel der Jungen.
Sie rissen sich gleich mehrere Beine aus und schwammen fast alle Bestzeiten. Mit 2:05,53 erkämpfte sich Noah als Startschwimmer ein „Erdinger Weißbräu“ (natürlich alkoholfrei), da er unter 2:06 blieb (Zielvorgabe Trainer). Die Staffel belegte einen guten neunten Platz.
Vierter Tag:
Am letzten Vormittag hielt Elodie die Fahne des Vereines hoch und schwamm über 200 Meter Freistil mit einer tollen Zeit als vierte ins Finale. Dort wurde sie von ihrem Team toll unterstützt. Bei strömenden Regen lief es nicht ganz so gut wie am Morgen. Während des Rennens füllte sich leider ihre Chlorbrille mit Wasser und verhinderte ein kleines Wunder. Eine Medaille war so nah. Nächste Saison wird uns Elodie in Richtung Kanada verlassen, wo sie studieren und trainieren wird. Wir wünschen ihr alles Gute.
Caroline und Maria-Inés absolvierten ebenfalls einen Vorlauf über diese Strecke. Sie schwammen im Bereich ihrer derzeitigen Möglichkeiten.
Den Schwimmern von uns, die sich für den letzten Morgen-Abschnitt zweimal gemeldet haben, viel es sehr schwer, sich auf der zweiten Strecke zu behaupten. Nach einem harten 200 Meter Brust Rennen, ist es nach kurzer Pause unrealistisch Topzeiten über 100 Meter Schmetterling zu erringen. Die Zeit zum Ausschwimmen ist zu kurz. Jan-Marco konnte sich über 200 Meter Brust und Finn über 100 Meter Schmetterling deutlich verbessern.
Am Ende des Abschnittes überzeugten Maria-Inés und Mélanie über 400 Meter Lagen mit sehr guten Zeiten. Maria-Inés schaffte es gar auf den sechsten Platz. Mélanie wurde leider disqualifiziert.
Die vergangenen Meisterschaften waren neben den sehr guten Ergebnissen auch ein tolles Erlebnis für das Team. Mit dem Hotel in Jestetten auf deutscher Seite konnten wir sehr zufrieden sein. Es ist ein gepflegtes Familienhotel mit einem schmackhaften Frühstücksbuffet. Im anliegenden Restaurant wurden wir abendlich mit einem reichhaltigen Essen verwöhnt. Zu Mittag gingen wir in das unweit vom Schwimmbad gelegene Schützenhaus. Zeitlich flexibel und nahrhaft wurden wir dort versorgt.
Vielen Dank allen Verantwortlichen des Vereines und Eltern, die uns bei der Realisierung der Maßnahme unterstützt haben. Auch für unseren neuen Nachwuchstrainer Przemek war es eine gute Erfahrung.
Nun wünsche ich mir für die kommende Saison, dass wir weiterhin Unterstützung durch das CTS und das Bundesamt für Sport in Magglingen erhalten, damit die Jugendlichen Möglichkeiten erhalten, ihren geliebten Sport regelmäßiger zu betreiben. Die vielen Medaillen täuschen ein wenig. Aktuell sind die Trainingsbedingungen in Biel-Bienne eher bescheiden.
Oli Trieb