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Cyrano de Bergerac
aus: Staaten und Reiche des Mondes
(...)
Ich habe nun noch über den Geruch und den Geschmack zu sprechen. Sagen Sie mir also, wenn ich eine Frucht schmecke, geschieht es nicht durch die Feuchtigkeit im Munde, die sie auflöst? Geben Sie mir also zu, dass, da in einer Birne andere Salze sind und die Auflösung sie in Körperchen von anderer Form zerteilt, als die sind, die den Geschmack einer Pflaume bilden, sie also in unsern Gaumen auf eine ganz andere Weise eindringen müssen; ebenso wie das Loch, das vom Eisen eines Spiesses, der in mich eindringt, gebohrt wird, nicht dem gleich ist, was ich unter dem plötzlichen Anprall einer Pistolenkugel erleide; und ebenso wie die Pistolenkugel einen anderen Schmerz in mich einprägt, als den mir ein Stahlbolzen verursacht.
Über den Geruch habe ich nichts zu sagen, da sogar Ihre Philosophen gestehen, dass er durch eine fortwährende Aussendung kleiner Körperchen bewirkt wird, die sich von ihrer Masse trennen und im Vorbeigehen auf unsere Nase stossen.
|Cyrano de Bergerac

Franz. L'autre monde ou les États et Empires de la Lune, Éd. critique par Madeleine Alcover, Paris, Librairie Honoré Champion, 1977
oder Deutsch: Die andere Welt oder Reise zu den Staaten und Reichen des Mondes (1657-1662), in: Die Reise zu den Mondstaaten und Sonnenreichen, Heyne Verlag, München, 1986, S. 107 f.