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Windkraftanlagen haben, wie jede andere menschliche Aktivität auch, Auswirkungen auf ihre Umgebung. Damit diese so tief wie möglich bleiben, werden bei der Planung von Windparks zahlreiche Aspekte berücksichtigt. Ein besonders wichtiger Faktor ist die Vogelwelt, insbesondere die Anwesenheit von Brut- oder Zugvögeln. Das allfällige Vorkommen von Fledermäusen muss ebenfalls in Betracht gezogen werden. Zu beachten sind auch die Brutgebiete und Lebensräume besonders gefährdeter Arten. Daher ist es streng verboten, Windkraftanlagen in Sumpfgebieten, Wasser- und Zugvogelreservaten, Flussauen und Fortpflanzungsgebieten von Amphibien oder auf Trockenwiesen und -weiden zu errichten.
Ein verträgliches Nebeneinander von Vögeln, Fledermäusen und Windkraftanlagen ist jedoch möglich. Auf den Jurahöhen und in Graubünden durchgeführte wissenschaftliche Studien zeigen, dass Brut- und Zugvögel über die Rotorblätter hinwegfliegen, während Raub- und Rabenvögel sich den Windparks nur bis auf rund hundert Meter nähern. Die Studien haben auch gezeigt, dass relativ wenige Vögel den Anlagen zum Opfer fallen (rund 20 Tiere pro Anlage und Jahr), während der Klimawandel rund 75 Prozent der europäischen Brutvögel bedroht. Die Fledermäuse sind vor allem zwischen Mitte März und Ende Oktober und nur in der Dämmerung und bei schwachem Wind unterwegs – also genau dann, wenn die Windkraftanlagen ohnehin seltener laufen.
Ausserdem können bestimmte technische Lösungen das Risiko von Kollisionen verringern. Windkraftanlagen an sensiblen Standorten werden mit einem System ausgerüstet, das die Anlagen abschaltet, sobald sich Fledermäuse oder Zugvogelschwärme nähern.
Während der Planung eines jeden Windkraftprojekts werden spezielle Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt, damit die Auswirkungen des geplanten Windparks auf die verschiedenen Tierarten bewertet und geeignete Massnahmen zur Minderung der Risiken ergriffen werden können.