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Gitarren mit Stahlsaiten haben im Blues den Vorrang.
C. F. Martin machte es möglich durch die Beleistung unter der Decke der hohen Zugkraft die durch Stahlseiten entstehen, entgegen zu wirken. Allerdings ist belegbar, dass das sogenannte X-Bracing in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts zeitgleich auch noch von anderen Gitarrenbauern eingesetzt wurde.
Mit dem X-Bracing waren die Martin-Gitarren zufällig für die Entwicklung vorbereitet, die um die Jahrhundertwende begann, als die Gitarre als Volksinstrument in den USA immer beliebter wurde. Das Problem, dass nämlich herkömmliche Gitarren einfach zuleise waren wurde mit den Stahlsaiten ausgeglichen.
Mit den Stahlsaitengitarren wurden die Instrumente also lauter. Allerdings waren diese Instrumente durch den hohen Saitenzug am Anfang noch zuwenig stabil. Martin war es, der es technisch möglich machte, die Gitarren so umzubauen, dass die Gitarren ohne Probleme mit Stahlsaiten bespannt werden konnte.
Die Gitarren der Korpusgröße 000, waren für die Nutzung mit Darm oder mit Stahlsaiten ausgelegt. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts lag der Schwerpunkt von Martin Gitarren bei Stahlsaiten. Die erste Dreadnought-Gitarre ging 1916 in die Produktion. Das Markenzeichen von Martin & Co., die Dreadnnought mit dem Halsansatz am 14. Bund, dürfte die am häufigsten hergestellte Bauform bei den Stahlsaitengitarren sein und ging somit in die Geschichte ein und auch diese wurde kopiert und kopiert.
Martin baute ab 1929 Gitarren, deren Hals erst am 14. Bund in den Korpus der Gitarre überging. Zuvor war ein Übergang des Gitarrenhalses am 12. Bund üblich.
Die 12 - Bund Gitarren war aber bei den Bluesmusikern beliebter und ich denke ist es auch heute noch. Diese Modelle eignen sich hervoragend für den sogenannten Fingerpicking-Style der häufig im Blues zum Einsatz kommt.