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Tablet-PCs: Intel ist zurückhaltend
Netbooks sorgen bei Intel für ein boomendes Geschäft. Wenn es aber um Tablet-PCs geht, äussert sich der Chip-Riese nur mit verhaltener Begeisterung - trotz dem Rummel um Apples iPad.
Zwar entwickeln eine Reihe von Unternehmen Tablet-PCs mit Intels Atom-Prozessoren und bieten auch passende Software zum Herunterladen an, aber Intel glaubt offenbar nur an einen begrenzten Erfolg.
Auf dem Intel Developer Forum (IDF) in Peking erklärte der Leiter von Intels Architektur-Abteilung, David Perlmutter, dass der Erfolg von neuen Produkten nur schwer voraussehbar ist, versprach aber gleichzeitig, dass Intels Technologien mit den Neuentwicklungen Schritt halten können.
Die Erfolgsaussichten von Tablet-PCs sieht Intel offenbar nicht allzu enthusiastisch. Microsoft befürwortet bereits seit einigen Jahren Tablet-PCs und bietet in Intels App-Store-Version «App-Up Center» eine Reihe von Anwendungen für Geräte mit Atom-Prozessor wie Netbooks, Tablets und Smartphones an. Aber laut Justin Rattner, dem Leiter der Intel Labs, sind die Tablets bereits in der dritten Entwicklungs-Generation und haben sich immer noch nicht im Markt durchgesetzt. Vorsichtig fügt er aber hinzu, dass «die neuste Entwicklung viel versprechend aussieht».
Ian Yang, der Geschäftsführer von Intel in China, berichtet, dass derzeit eine ganze Reihe von chinesischen Firmen an Tablet-PCs auf Atom-Prozessor-Basis arbeiteten. Teso, eine der Firmen, hat etwa einen Prototyp vorgestellt, der wie ein übergrosses iPhone aussieht und neben dem gleichen Hochglanz-Gehäuse auch gleich den Home-Knopf bei Apple abkupferte.
Das Geschäft um Netbooks wächst unterdessen kontinuierlich. Perlmutter bestätigte, dass Intel noch in diesem Quartal eine neue Dual-Core-Version seines Atom-Prozessors vorstellen will, die für den Einsatz in Netbooks geeignet ist. Im Laptop-Markt stellen Netbooks mittlerweile 20 Prozent aller Verkäufe dar.