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Ich bin kein Model - aber TOP!
Was unterstützt Mädchen im produktiven Umgang mit Körperidealen aus den Medien?
Der Forschungsgegenstand dieser Bachelorarbeit sind Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren und deren Umgang mit idealisierten Frauenkörperdarstellungen in den Medien. Francine Buchwalder und Uta Siebel Müller stellen die Datenerhebung von vier Gruppeninterviews dar und werten diese in Bezug zu Theorien aus. Es konnte aufgezeigt werden, dass Schönheitsideale die Mädchen im Alltag begleiten, sie sich daran orientieren und damit vergleichen. Bei allen Mädchen löst ein Vergleich mit dem Idealbild eine Körperunzufriedenheit aus. Daraus entwickeln sie unterschiedliche Strategien und Handlungen. Diese gehen vom Wegdrücken eines Bildes auf dem Smartphone, über eine Gesundheitswoche, bis hin zum Ganzjahresprojekt zur Körperformung. Am Modell der produktiven Realitätsverarbeitung nach Klaus Hurrelmann (2010, S.133) und den Entwicklungsaufgaben nach Gudrun Quenzel (2015, S.155) konnten die spezifischen Herausforderung im Jugendalter aufgezeigt werden. Der Einfluss der Medienbilder bewirkt eine Unzufriedenheit mit dem eigenen Körperbild und wirkt so auf das gesundheitliche Wohlbefinden der Mädchen (Marcel Schär & Sonja Weber, 2015, S.26). Diese Forschungsarbeit zeigt, dass der ungleiche Zugang zu Ressourcen eine Auswirkung darauf hat, wie Mädchen produktiv mit idealisierten Körperbildern umgehen. Für die Soziale Arbeit bedarf dies ein Handeln nach dem Konzept der ausgleichenden Gerechtigkeit (Beat Schmocker, 2011, S.28), konkret Projekte zur Ressourcenstärkung von Mädchen und eine Positionierung von Fachpersonen.