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Écone
(Kt. Wallis, Bez. Martinach, Gem. Riddes). Landwirtschaftliche Schule, 3 km ö. Saxon und 2,5 km von der Station Riddes der Simplonbahn. Die drei Gebäulichkeiten umfassende Anstalt liegt auf einem kleinen Schuttkegel, den der von der Alpweide Les Établons herabkommende und heute den Sümpfen von Saxon zufliessende Wildbach Icône nach dem Austritt aus seiner Schlucht aufgeschwemmt hat. Ursprünglich eine blosse Hütte, die, zusammen mit den zugehörigen Wiesen, Aeckern und Wäldern, von Pierre de La Tour, dem Burgherren von Châtillon im Wallis, zu Beginn des 14. Jahrhunderts in seinem und dem Namen des Armenhauses von Mont Joux um den Preis von 14 Pfunden (livres tournoises) an den Probst Johannes des Klosters auf dem Grossen St. Bernhard verkauft wurde.
Blieb seither im Besitz des Klosters, das hier 1891 unter der Oberaufsicht des Staates Wallis eine landwirtschaftliche Schule einrichtete, deren Leitung es sich selbst vorbehielt. Die 1892 eröffneten Unterrichtskurse werden jährlich von je 25-30 Schülern besucht. Das zur Anstalt gehörige Land, das früher seines zu trockenen oder zu nassen Bodens wegen nur einen geringfügigen Wert hatte, ist seither durch Anlage von Be- und Entwässerungsgräben zu einem reiche Ernten tragenden Besitz geworden, der allerdings hie und da noch unter den Ausbrüchen des Wildbaches Icône zu leiden hat. Um das Einebnen des welligen Bodens und die Austrocknung der Sümpfe bequemer und schneller vornehmen zu können, läuft seit der Eröffnung der Schule über ihr Gebiet eine Schienenbahn nach dem System Decauville. Im Kaufbrief von 1302 Esquinia geheissen.