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In dem Rechtsstreit, der nun mit dem Vergleich beigelegt wurde, geht es um verdeckte Rückerstattungen bei der Verschreibung von Actelion-Medikamenten, wie einer Mitteilung des US-Justizdepartements vom Donnerstag, 6. Dezember 2018, zu entnehmen ist.
Actelion habe eine Stiftung genutzt, um Tausenden von Patienten unerlaubterweise den Selbstbehalt für die Medikamente gegen Lungenbluthochdruck wie Tracleer oder Opsumit zu erstatten. Gemäss dem «Anti-Kickback»-Statut ist es Pharmafirmen verboten, Medicare-Patienten zu belohnen, wenn sie die Medikamente der Gesellschaft erwerben, betont das Justizministerium.
Das Pharmaunternehmen habe in den Jahren 2014 und 2015 Beiträge an diese Stiftung geleistet. Dabei habe Actelion von der Stiftung detaillierte Auskunft verlangt, wie viel sie Patienten für die Medikamente ausgerichtet hatte und auf dieser Grundlage ihre Beiträge bestimmt. Zudem habe Actelion Patienten der US-Krankenversicherung Medicare den Zugang zu Gratisprogrammen für bedürftige Patienten verweigert und sie an die Stiftung verwiesen um damit Erträge von Medicare zu erzielen.
Das Pharmaunternehmen Actelion mit Sitz in Allschwil war 2017 vom US-Pharmakonzern Johnson&Johnson für rund 30 Milliarden US-Dollar übernommen worden.