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Loyalität und Zynismus
Der diesjährige Schweizer HR-Barometer widmet sich vertieft dem Schwerpunkthema «Loyalität und Zynismus», dem Wechselspiel zwischen arbeitnehmerseitig erlebter und erbrachter Loyalität sowie dem Zynismus – einer negativen, gar spöttischen Einstellung, welche die Beschäftigten gegenüber ihren Arbeitgebern entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass es um die Loyalität der Beschäftigten grundsätzlich gut steht. 54% der Arbeitnehmenden fühlen sich emotional mit dem Arbeitgeber verbunden und nur 16% der Beschäftigten setzen sich intensiv damit auseinander, ihre Stelle zu kündigen. Dennoch betrachtet jede vierte Person zumindest manche Versprechen von Seiten des Unternehmens als gebrochen und jede dritte Person sieht die Beziehung zum Vorgesetzten bzw. zur Vorgesetzten und zu den Arbeitskolleginnen und -kollegen als nicht vollumfänglich zufriedenstellend an. Entsprechend zeigen 60% der Beschäftigten zynisches Verhalten gegenüber dem Arbeitgeber, indem sie sich zum Beispiel missbilligend äussern.
Unternehmen können einiges tun, um der Entwicklung von Zynismus entgegenzuwirken und die Loyalität seitens der Beschäftigten zu fördern. Beschäftigte, die ihren Arbeitgeber als loyal wahrnehmen, haben eine höhere Bleibemotivation und zeigen weniger Zynismus. Zudem spielt auch die Arbeitsplatzunsicherheit eine zentrale Rolle. Beschäftigte, die befürchten, ihre Stelle bald zu verlieren, entwickeln zynische Einstellungen, Gefühle und Verhalten und spielen eher mit dem Gedanken, die Arbeitsstelle zu kündigen. Allerdings ist auch zu bedenken, dass eine gewisse Dosis Zynismus helfen kann, Missstände anzusprechen und einen gesunden Abstand zum Unternehmen zu wahren.