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Design
elemente
Gutes Design kann wirken, als wäre es magisch. Als ob der Designer rein zufällig über eine grossartige Kombination von Komponenten gestolpert wäre, die den Betrachter gleichzeitig ansprechen und bereichern. In Wirklichkeit nutzen Grafikdesigner eine Reihe von Hilfsmitteln, bekannt als die sogenannten Designelemente, um dieses perfekte Design zu erstellen und zu verfeinern.
Vergiss nicht, dass jedes einzelne Design versucht, eine Botschaft zu vermitteln. Design kann uns zeigen, welche E-Mails in unserem Posteingang ungelesen sind, welche Käsesorte gerade im Angebot ist (und am besten schmeckt) oder sogar, wo wir in einer Strasse nicht parken dürfen. Designelemente sind die Werkzeuge, die ein Designer nutzt, um konfusen Ideen Bedeutung und Klarheit zu geben.
Dieser Guide gibt dir einen Überblick über sechs grundlegende Designelemente, die dafür sorgen werden, dass dein Design so kraftvoll wie möglich wird.
Linie
Linien umschliessen und umfassen die Teile eines Designs, indem sie Umrisse erzeugen. Sie können weich, hart, kontinuierlich, gebrochen, dick oder dünn sein.
Linien können auch subtile Botschaften senden. Eine diagonale Linie beispielsweise vermittelt kinetische Energie und Bewegung, während eine gerade Linie geordneter und sauberer ist.
Linien können zur Betonung genutzt werden, um bestimmte Informationen in einer lebhaften Komposition hervortreten zu lassen und den Blick auf einen bestimmten Bereich zu lenken. Sie können zu Formen oder Rahmen geformt werden (mehr dazu etwas weiter unten). Das Auge erkennt aber auch Linien an anderen Orten – denke an Gebäude, Äste, einen Horizont oder Bahnschienen – die eine natürliche Grenze bilden.
Farbe
Oftmals werden Designs durch nachlässige oder unpassende Farbwahl ruiniert. Farbe ist unglaublich wichtig und sollte niemals nur ein Nachtrag sein. Selbst ein Design, das ausschliesslich in Graustufen gehalten ist, muss angemessen ausbalanciert und kontrastiert sein.
Zusätzlich zur Tönung (Rot vs. Blau) musst du die Sättigung und Helligkeit (oder den «Wert») jeder Farbe bedenken. Lerne die Grundlagen der Farbtheorie, um sicherzustellen, dass eine Komposition die richtige Stimmung, Temperatur und den richtigen Ton hat. Und schliesslich musst du dir überlegen, welcher Farbraum für dein Projekt geeignet ist. CMYK nutzt du für Printprodukte, RGB wählst du für die Ausgabe am Bildschirm.
Form
Während unsere Erzieher im Kindergarten nur hoffen können, dass wir alle wissen, was Formen sind, definieren wir sie hier für unseren Zweck als abgeschlossenen Raum, welcher durch Linien oder den Kontrast zu seiner Umgebung festgelegt ist. Sie können geometrisch (Quadrate, Ellipsen, Dreiecke etc.) oder organisch sein (eine Sprechblase, ein Tropfen oder diese kleinen zackigen Dinger, die auf dem Bildschirm auftauchen, wenn Batman einen Bösewicht verhaut).
Andere Komponenten einer Komposition, wie Textblöcke, sind ebenfalls Formen. Ein Designer macht sprunghaft Fortschritte, sobald er beginnt, alles in seinem Design als Formen zu sehen, die basierend auf einem unsichtbaren Gitternetz angeordnet und vergrössert oder verkleinert werden müssen.
Textur
Wenn wir uns durch Sehen und Tasten durch die Welt bewegen, können wir immer wieder feststellen, dass Textur überall ist. Während wir sie zwar nicht auf Webseiten und gedruckten Seiten fühlen können, können die Texturen der Aussenwelt optisch doch in eine Komposition eingebracht werden, um ihr Leben einzuhauchen.
Willst du Weichheit, Geborgenheit und Gemütlichkeit vermitteln? Es gibt keine einfachere Methode als einen Hintergrund mit einer Baumwolltextur. Wenn du andererseits Baumaterialien verkaufst, wirst du wohl eher auf den Look von Zement, Stein und Ziegeln in Kombination mit gröberem Text setzen.
Mehr als jedes andere Element dienen Texturen als Anspielung auf unsere natürliche Umgebung.
Umrahmung
Rahmen können subtil sein, aber sobald du deine Augen darauf trainiert hast, nach ihnen zu suchen, tauchen sie überall auf.
Rahmen ordnen Informationen und erzeugen eine Hierarchie für das Auge. Sie markieren die wichtigsten Informationen für den Betrachter. Sie können äusserst dekorativ sein oder auch schlicht und zweckmässig gehalten werden. Rahmen helfen ebenfalls dabei, Formen im leeren Weissraum einer Seite zu definieren.
Schrift
Typographie ist ein wichtiges Designelement, weil es wortwörtlich die Botschaft vermittelt, die du kommunizieren willst.
Aber Schrift kann auch mehr als einfach nur Worte sein: wenn sie mit Absicht und Strategie verwendet wird, kann Schrift ebenfalls ein auffälliges, visuelles Element oder sogar eine Form darstellen. Auf diese Weise kann sie Struktur zwischen dem Inhalt und den grafischen Elementen bieten.
Experimentieren
Grafikdesigner verwenden die meisten oder sogar alle diese Designelemente, während sie sich von einer Reihe von Prinzipien leiten lassen, die als Designprinzipien bekannt sind. Wenn die beschriebenen Designelemente die Werkzeuge sind, dann sind die Designprinzipien die Anleitung, wie man sie richtig benutzt.
Der beste Weg diese 6 Designelemente zu meistern, ist zu experimentieren. Schon bald wirst du erkennen, dass eine simple Veränderung wie das Anpassen des Farbschemas oder das Hinzufügen einer Form zu dem Aha-Erlebnis führen kann, das dein Design verbessert. Und schon bist du auf dem richtigen Weg zu bedeutungs- und wirkungsvolleren Kompositionen.
Kurzfassung
Hinter jedem Design steckt eine Botschaft. Durch den gezielten Einsatz der 6 Designelemente gelingt es dir, Bedeutung und Klarheit zu vermitteln.
Die Linie verfügt über mehrere Funktionalitäten, sie kann Umrisse erzeugen, den Blick lenken und so bestimmte Inhalte betonen. Zudem vermitteln Linien Energie. Eine horizontale Linie wirkt ruhig, während eine diagonale oder gebogene Linie Bewegung ausdrückt. Die richtige Farbwahl ist unglaublich wichtig. Die Stimmung und die Temperatur müssen zur Aussage passen und harmonisch wirken. Die Form als abgeschlossener Raum tritt geometrisch oder organisch hervor. Auch Textblöcke bilden Formen. Die Textur ist ein weiterer wichtiger Vermittler von Informationen. Durch das Integrieren von Texturen kann sich der Betrachter vorstellen, wie sich ein Gegenstand haptisch anfühlt. Rahmen helfen dir, Informationen zu strukturieren und in eine Hierarchie zu bringen. Die Schrift als letztes Element ist relevant, weil es die Botschaft wortwörtlich kommuniziert. Beachte, dass Typografie auch als Form angesehen werden kann und zur Strukturierung dienen kann.
Es gibt keine eindeutige Anleitung, wie die 6 Designelemente anzuwenden sind. Versuche zu experimentieren, Elemente wegzulassen, andere hinzuzufügen, usw. Bereits kleinste Änderungen können grosse Auswirkungen auf die Wahrnehmung haben.
Tipp
Möchtest du Dynamik in dein Design bringen? Soll es Kraft und Stärke ausstrahlen? Dann setze eckige Formen ein mit harten Kanten und Spitzen. Du willst, dass dein Layout freundlich und weich wirkt? Dann benutze runde Formen.
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