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Der Held
Des Helden Widersacher
Des Helden Gefährtin
Thema der Siegesgewissheit
Des Helden Walstatt
Kriegsfanfaren
Des Helden Friedenswerke
Des Helden Weltflucht und Vollendung
Entsagung
Beim Überblick über die neun Tondichtungen von Richard Strauss fällt auf, wie sich ihr inhaltlicher Fokus verlagert: von Figuren der Weltliteratur – Don Juan, Macbeth, Till Eulenspiegel – hin zum eigenen Künstler-Ich. Diese Entwicklung kulminiert in der „Alpensinfonie“ von 1915, die ein persönliches Erlebnis des Komponisten zur Grundlage einer allgemeinen Reflektion über die Stellung des Menschen in der Welt macht. Aber schon 17 Jahre zuvor, im „Heldenleben“, hatte Strauss sich selbst ins Zentrum des musikalischen Geschehens gerückt.
Das Werk schildert, ganz im Vokabular der Zeit und mit durchaus üblichen formalen Mitteln, die Taten eines namenlosen „Helden“. Hauptthema und Gegenthemen verhalten sich wie Protagonist und Widersacher, im Mittelteil kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, aus denen der Held siegreich hervorgeht. In diesem Schlussabschnitt aber wird Strauss konkret: Hinter „Des Helden Friedenswerken“ (so die ursprüngliche, später zurückgezogene Zwischenüberschrift) verbirgt sich nichts anderes als Zitate aus eigenen Kompositionen, aus „Macbeth“, „Zarathustra“, „Don Quixote“ u.a. Der Komponist als Objekt der Selbstbespiegelung, vielleicht gar der Selbstbeweihräucherung? Gegen entsprechende Kritik wehrte sich Strauss mit dem Hinweis, dass der Inhalt, das Programm des Werks zweitrangig sei; im Zentrum stehe stets die Musik. Zudem endet op. 40 keineswegs heldisch-triumphal, sondern leise, zurückgenommen: Da verlässt einer die Bühne des Lebens durch den Hinterausgang.