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Hunderttausende Menschen aus aller Welt haben am Samstag in Madrid an der WorldPride-Parade teilgenommen, dem weltweit bedeutendsten Event der Bewegung von Schwulen und Lesben.
Begleitet von mehr als 50 Paradewagen zogen die bunt verkleideten Teilnehmer ausgelassen tanzend vom Bahnhof Atocha über die Prachtalleen wie den Paseo del Prado zur rund zwei Kilometer entfernten Plaza de Colón. Rund 3500 Polizisten sicherten den Umzug.
Auch wenn die Organisatoren mit bis zu drei Millionen Teilnehmern gerechnet hatten, handelte es sich dennoch möglicherweise um den grössten der bislang fünf WorldPride-Umzüge. Die erste Veranstaltung gab es im Jahr 2000 in Rom, die letzte 2014 im kanadischen Toronto.
In Madrid lautete das Motto: «Egal, wen du liebst, Madrid liebt dich!» Das EU-Land Spanien feiert dieses Jahr das 40. Jubiläum der ersten Paraden der Organisationen der Lesben, Gays, Bi- und Transsexuellen (LGBT).
Madrid war schon seit Tagen vielerorts in die Regenbogenfarben der homosexuellen Emanzipationsbewegung getaucht. Seit dem 22. Juni liefen in der ganzen Stadt, vor allem aber im Schwulenviertel Chueca, Konzerte, Partys, Sport- und Kulturveranstaltungen. Ausserdem wurde eine internationale Menschenrechtskonferenz zum Thema abgehalten. (sda/dpa)