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Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann durch einen gesunden Schlaf um ein Drittel reduziert werden. Das fand ein Forscherteam der Tulane University New Orleans um Prof. Dr. Lu Qi heraus. Sie untersuchten über achteinhalb Jahre insgesamt 357’000 Menschen im Alter von 37 bis 73 Jahren. Das Ergebnis: Jeder zehnte Herzinfarkt und Schlaganfall lassen sich vermeiden – wenn nur genügend geschlafen wird.
Aus der Studie geht hervor, dass durch einen gesunden Schlaf sogar eine erbliche Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgeglichen werden kann. Ob umgekehrt Schlafprobleme zu mehr koronaren Erkrankungen führen, konnte die Studie nicht beantworten, weil Schlafstörungen oft keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom sind. Kurz: Ob das Schlafproblem oder doch dessen Ursache zu Herzbeschwerden führt, ist noch nicht genau erforscht.
Dennoch zeigt die Studie von Prof. Qi, dass Schlafprobleme ernst zu nehmen sind – auch um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Besonders verbreitet sind Ein- und Durchschlafstörungen sowie Schlafapnoe. Eine grosse gesellschaftliche Herausforderung stellt ein chronisches Schlafdefizit dar, das oft bei Menschen auftritt, die entsprechend ihres Chronotyps erst spät müde werden (sogenannte Nachteulen), aber dennoch früh in den (Arbeits)Tag starten müssen.