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Wechsel der Versicherungsunterstellung
In welchen Fällen kann es zu einem Wechsel der Versicherungsunterstellung kommen?
Welchen Versicherungen bin ich in einem EG-Staat unterstellt?
Was passiert bei einem Wechsel der Versicherungsunterstellung mit den in der Schweiz bezahlten AHV-/IV-Beiträgen?
Kann ich mich der schweizerischen freiwilligen AHV/IV anschliessen, wenn ich den Wohnsitz in ein EG-Land verlege?
Gibt es keine Möglichkeit sich in der schweizerischen AHV/IV zu versichern, wenn man in einem EG-Staat erwerbstätig ist?
In welchen Fällen kann es zu einem Wechsel der Versicherungsunterstellung kommen?
Bei Wohnsitzwechsel oder Arbeitsaufnahme in einem EG-Land.
Wer definitiv auswandert oder in einem EG-Land arbeitet, untersteht in jedem Fall den Sozialversicherungen des Erwerbs- oder Aufenthaltslandes.
Wer nur vorübergehend im Ausland arbeitet oder sich dort aufhält, bleibt je nach Wohnsitz, Beschäftigungsland und Arbeitgeber entweder den schweizerischen Sozialversicherungen unterstellt oder ist den Sozialversicherungen des Arbeits-, Aufenthalts- oder Wohnlandes zugeordnet.
Welchen Versicherungen bin ich in einem EG-Staat unterstellt?
In den nach dem jeweiligen nationalen Recht vorgesehenen Versicherungen.
In allen EG-Staaten bestehen obligatorische bzw. freiwillige Versicherungen für Krankheit und Mutterschaft, Alter, Invalidität, Tod (Hinterlassenenleistungen) sowie in der Regel für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten und Arbeitslosigkeit. Alle Staaten sehen ferner Familienleistungen vor.
Auskünfte erteilen die Verbindungsstellen der einzelnen Länder. Nähere Informationen zu den nationalen Sozialversicherungssystemen finden Sie zudem im Internet, insbesondere im MISSOC (gegenseitiges Informationssystem der sozialen Sicherheit der EU und des EWR).
Was passiert bei einem Wechsel der Versicherungsunterstellung mit den in der Schweiz bezahlten AHV-/IV-Beiträgen?
Sie bleiben bei der jeweiligen Versicherung und geben im Versicherungsfall Anspruch auf Teilrenten.
Eine Überweisung der an schweizerische Sozialversicherungen bezahlten Beiträge an die Versicherungsträger eines EG-Landes ist nicht möglich. Eine Beitragsrückvergütung an die versicherten Personen ist ebenfalls ausgeschlossen. Eine Ausnahme gilt während einer 5-jährigen Übergangsfrist ab 1. Juni 2002 für die berufliche Vorsorge.
Kann ich mich der schweizerischen freiwilligen AHV/IV anschliessen, wenn ich den Wohnsitz in ein EG-Land verlege?
Nein.
Staatsangehörige der Schweiz, eines EG-Staates, Islands, Liechtensteins oder Norwegens können der Freiwilligen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung beitreten, wenn sie
weder in einem EG-Staat noch in Island, Liechtenstein oder Norwegen wohnen, und
unmittelbar vor dem Austritt aus der obligatorischen Versicherung mindestens während 5 Jahren ununterbrochen versichert waren.
Gibt es keine Möglichkeit sich in der schweizerischen AHV/IV zu versichern, wenn man in einem EG-Staat erwerbstätig ist?
Unter gewissen Voraussetzungen kann die Versicherung bei der AHV/IV weitergeführt werden.
Im Ausland erwerbstätige Personen sowie ihre Familienangehörigen sind grundsätzlich nicht obligatorisch bei der schweizerischen AHV/IV versichert. Unter gewissen Voraussetzungen können sie sich aber von sich aus in der obligatorischen AHV/IV versichern lassen.
Personen, die im Ausland für einen Schweizer Arbeitgebenden tätig sind und von diesem bezahlt werden, können unter den folgenden Voraussetzungen weiterhin in der AHV/IV/EO und Arbeitslosenversicherung versichert bleiben:
Lohnauszahlung in der Schweiz: Die Lohnauszahlung muss durch einen Arbeitgebenden in der Schweiz erfolgen.
5 aufeinanderfolgende Versicherungsjahre: Um die Versicherung weiterführen zu können, muss die betroffene Person während mindestens 5 aufeinanderfolgenden Jahren obligatorisch oder freiwillig bei der schweizerischen AHV/IV versichert gewesen sein. Dies muss entweder unmittelbar vor der Aufnahme der Erwerbstätigkeit im Ausland oder – für Personen, die während einer vorübergehenden Tätigkeit in einem EG-Staat in der Schweiz versichert geblieben sind – nach Ablauf der Entsendedauer der Fall gewesen sein. Für die Weiterversicherung während einer Tätigkeit in einem EG-Staat werden bei Staatsangehörigen der Schweiz oder von EG-Staaten Versicherungszeiten in EG-Staaten auf die 5-jährige Mindestversicherungszeit angerechnet.
Einverständnis von Arbeitnehmendem und Arbeitgebendem: Um die obligatorische Versicherung weiterführen zu können, muss ein vom Arbeitgebendem und vom Arbeitnehmenden unterschriebenes schriftliches Gesuch bei der Ausgleichskasse des Arbeitgebenden eingereicht werden. Der Arbeitgebende ist allerdings nicht zur Unterschrift verpflichtet. Das Gesuch muss spätestens 6 Monate nach dem Tag, an dem der Arbeitnehmende die Voraussetzungen für die Weiterführung der obligatorischen Versicherung erfüllt, eingereicht werden. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Weiterführung der Versicherung nicht mehr möglich. Weitere Auskünfte erteilen die Ausgleichskassen.
Diese Weiterversicherung in der Schweiz schliesst nicht aus, dass im Erwerbsland ebenfalls Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen.