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Mujinga Kambundji sicherte sich an der Hallen-Weltmeisterschaft in Belgrad die Goldmedaille.
Mujinga Kambundji ist Hallen-Weltmeisterin über 60 m! Die 29-jährige Bernerin verbesserte in Belgrad den Schweizer Rekord, den sie gemeinsam mit Ajla Del Ponte gehalten hatte, um sieben Hundertstel auf 6,96 Sekunden. Nur drei Läuferinnen sind bisher über 60 m schneller gelaufen – die Russin Irina Priwalowa (6,92/1993) sowie die Amerikanerinnen Gail Devers (6,95/1993) und Marion Jones (6,95/1998).
Kambundji, welche die beste Reaktionszeit auswies, distanzierte die zweitplatzierte Amerikanerin Mikia Brisco um drei Hundertstel, Bronze holte mit Marybeth Sant-Price (7,04) eine weitere Amerikanerin.
An Grossanlässen kann man sich auf Kambundji verlassen. Es ist für die Olympia-Sechste über 100 m bereits die fünfte Medaille an einem Grossanlass (In- und Outdoor), die zweite an Hallen-Weltmeisterschaften nach dem 3. Platz 2018 in Birmingham. Zuvor hatte sie weder Gold noch Silber gewonnen.
Überhaupt ist sie erst die zweite Schweizerin nach Julie Baumann, die an einer Hallen-WM den Sprung aufs oberste Podest geschafft hat. Baumann hatte 1993 in Toronto über 60 m Hürden triumphiert. Bei den Männern ist dieses Kunststück einzig Werner Günthör im Kugelstossen geglückt – 1991 in Sevilla. Insgesamt war es für die Schweiz die achte Medaille an diesem Anlass.
Für Géraldine Frey bedeutete der Halbfinal Endstation, nachdem ihr im Vorlauf mit 7,11 Sekunden eine persönliche Bestleistung gelungen war. Im Halbfinal belegte die 24-jährige Zugerin in 7,15 Sekunden den 4. Platz – 7,11 hätten für den Finaleinzug gereicht.
Siebenkämpfer Ehammer auf Kurs
Derweil liegt der Siebenkämpfer Simon Ehammer nach vier Disziplinen auf Medaillenkurs. Der Appenzeller nimmt nach zwei persönlichen Bestleistungen über 60 m in 6,72 Sekunden und im Hochsprung mit 2,05 m sowie 8,04 m im Weitsprung und 14,23 m im Kugelstossen den 2. Zwischenrang ein. Mit dem Punktetotal von 3647 liegt der 22-jährige bei Halbzeit 47 Punkte über dem Zwischentotal beim Schweizer Rekord von Ende Januar.
Die Leistungen von Ehammer sind so gut, dass er sogar den Olympiasieger Damian Warner aus Kanada fordert. Dieser schien einem klaren Start-Ziel-Sieg zuzusteuern, ehe er im Hochsprung 1,99 m hinnehmen musste. Warner hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Ehammer. Die Verfolger der beiden haben schon 100 Zähler und mehr Rückstand.
Andri Oberholzer belegt Platz 9. Auch er ist so gut im Rennen wie noch nie. Seine Werte: 60 m 7,00, Weit 7,57, Kugel 14,76, Hoch 1,99. Dies ergibt 3403 Zähler.