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Heute kommt die Behandlung von Krankheiten keinem Recht für alle, sondern einem Privileg für Reiche gleich. In den vergangenen Jahrzehnten wurden grosse technologische und medizinische Fortschritte erzielt. Wegen fehlenden Zugangs zu Pflege und Medikamenten sterben in armen Ländern jedoch Millionen von Menschen an Krankheiten, die bei uns in der Schweiz behandelt oder gar geheilt werden können. Ein Skandal, an dem auch die Schweizer Pharmaindustrie ihren Anteil hat - und dies mit Billigung der Schweizer Behörden.
- Fast ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten.
- Würde der Zugang zu Medikamenten verbessert, könnten laut der UNO jährlich 10 Millionen Menschenleben gerettet werden, 4 Millionen davon in Afrika und Südostasien.
- Infektionskrankheiten wie AIDS oder Tuberkulose sind in den Ländern des Südens am stärksten verbreitet.
- 80 % der Todesfälle infolge nicht übertragbarer chronischer Krankheiten wie Krebs oder Diabetes entfallen auf Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen.
- Patente erhöhen die Medikamentenpreise, welche die Mehrheit der Bevölkerung des Südens nicht bezahlen kann.
- Patente verzögern die Markteinführung günstiger Generika, auf welche die benachteiligten Länder angewiesen sind.
- Die Länder des Nordens und ihre Pharmafirmen üben konstant Druck aus mit dem Ziel, den Schutz von geistigem Eigentum im Arzneimittelbereich über die internationalen WTO-Standards hinaus zu verstärken.
- Die Schweizer Firmen Roche und Novartis gehören zu den weltweit führenden Pharmamultis. Ihnen werden immer wieder wettbewerbswidrige Praktiken und mangelnde Transparenz vorgeworfen.