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Es fällt mir nicht leicht, über mich selber einen Bericht zu verfassen, und ich empfinde es als riesige Herausforderung, beim Leser dieser Zeilen nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, ich sei grössenwahnsinnig, nur weil an dieser Stelle in aller Deutlichkeit gesagt wird, was gesagt werden muss: Von allen (hoch begabten) Mitgliedern der Gruppe „4-lefanz“ bin ich der Begabteste!!! Der eine oder andere meiner Neider (viel Feind’, viel Ehr’) mag jetzt höhnisch feststellen, dass mein Berühmtheitsgrad angesichts meiner Fähigkeiten doch eher ein Bescheidener sei; da halte ich denn dagegen, mit dem Wahlspruch der verkannten Genies, der da lautet: „Meine Zeit ist für mich noch nicht reif…“ Aber beginnen wir doch von vorne.
Man wird es kaum glauben, aber ich erblickte das Licht der Welt am 5. Januar 1957 in Zürich(!), wo ich auch die ersten dreieinhalb Jahre meines Lebens verbrachte, ohne dadurch bleibende Schäden davon zu tragen. Da ich die Gefahr der geistigen Verödung, die mir bei einem längeren Verbleib in Zürich gedroht hätte, aber durchaus erkannte, scheute ich keine Mühe, um meine Eltern zu einem Wohnortswechsel in die Agglomeration Basel zu überreden, was mir zuletzt ja auch gelang.
Es ist reine Spekulation und üble Nachrede, wenn man die Suizidversuche, die meine Violinlehrer/innen im Verlaufe meines 8 Jahre andauernden Geigenunterrichts unternommen haben, mit meinem Violinspiel in Verbindung bringt, selbst wenn sich einer meiner Quälgeister mit meinen Reserveseiten zu erdrosseln versucht hat, nachdem er mich angewiesen hatte, beim „hohen C“ weiterzumachen, und ich dabei, seinen Befehl befolgend, nach einer Flasche Orangensaft mit besagtem Namen griff. Zugegeben mein Geigenspiel war etwas unkonventionell, und Notenlesen war nie meine Stärke. Ich habe mir die Stücke so zusammengeschustert, nach bestem Unwissen und der mir angeborenen Gewissenlosigkeit, und sie dann auswendig vorgespielt. Ja, ja, die Strichfolge die es dabei mit dem Geigenbogen zu befolgen gilt, hat mich nie wirklich interessiert, und bei den Haltungsnoten, auf die ein gewisses Fräulein M. (Gott hab’ sie hoffentlich selig) so grossen Wert legte, gab es grössere Abzüge als bei Simon Ammanns zittrigsten Landungen. Nun, bei uns war eben nicht Telemark angesagt, sondern Telemann, und da kann einer wie ich schon die Haltung verlieren. Oh ja, wir haben daran gearbeitet, und wie! Sobald ich aber bei der Haltung Fortschritte erzielte, klappte die Strichfolge nicht mehr und umgekehrt, und der ganze Rest war sowieso ein einziges Desaster. Später erlernte ich das Ukulelespiel. Autodidaktisch und notenlos! Meine Virtuosität ist beachtlich…finde wenigstens ich!
Wo sind jetzt die erwähnten Talente, wird sich der geneigte Leser fragen?- Ja was glauben Sie denn, wer hier die Drecksarbeit macht, und diese Geschichten über mich und die drei Anderen erfunden hat, und das beinahe termingerecht, mit nur knapp einjähriger Verspätung? Und wer hat die meisten Nummern unseres ersten Programms geschrieben, und schreibt bereits an den Nächsten?- Und wer komponiert, arrangiert (ohne Not und Noten, zusammen mit Zopf), und kritisiert?- Sehen Sie, ich bin die graue Eminenz im Team, soviel steht fest!