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Der Miroir d’Argentine ist eine Felswand, so glatt wie ein Spiegel (Miroir = Spiegel) und so schimmernd wie Silber (Argent = Silber). Er entstand in drei Schritten: Gesteinsbildung auf dem Meeresgrund, Faltung während der Alpenbildung und schliesslich Erosion.
Ein Meisterwerk der Natur mit silbernem Glanz.
Der Miroir d’Argentine: Solalex (Bex).
Wie man in drei Schritten einen Spiegel herstellt.
Der Miroir d’Argentine ist eine Felswand, so glatt wie ein Spiegel (Miroir = Spiegel) und so schimmernd wie Silber (Argent = Silber). Er entstand in drei Schritten: Gesteinsbildung auf dem Meeresgrund, Faltung während der Alpenbildung und schliesslich Erosion.
1. Das richtige Material finden
Der grosse und glatte Miroir d’Argentine besteht aus einem sehr kompakten und harten Gestein, das nur unter ganz bestimmten Bedingungen entsteht.
Ein tropisches Meer…
Zu der Zeit, als Dinosaurier die Erde bevölkerten, bedeckte ein warmes und flaches Meer den Süden des europäischen Kontinents.
…mit riffbildenden Meerestieren
Die Rudisten, heute ausgestorbene Muscheln, haften wie Korallen aneinander und bilden Kolonien.
Im Meer kommt es zu Ablagerungen …
Je nach Klima und Wassertiefe lagern sich auf dem Meeresgrund verschiedene Schichten ab. Die riffbildenden Rudisten werden nach einer gewissen Zeit von anderen Ablagerungen abgelöst.
… die zu Stein werden
Die Schlammschicht aus Muschelschutt ist reich an Kalzium, wie unser Skelett. Wird sie lange zusammengepresst, entsteht daraus Kalkstein.
2. Zerdrücken, pressen, falten
Der Miroir steht fast senkrecht: ganz im Gegensatz zu seiner ursprünglich horizontalen Lage auf dem Meeresgrund. Wie kam es zu dieser Lageänderung?
Zwei Kontinente treffen aufeinander. Die tektonischen Platten bewegen sich an der Oberfläche des Erdmantels. Zu einem bestimmten Zeitpunkt der Erdgeschichte drifteten die afrikanische und die europäische Platte aufeinander zu und komprimierten das dazwischenliegende Gestein.
Falten, um Platz zu sparen.
Ein Teil des zusammengepressten Materials wurde ins Erdinnere verfrachtet. Der Rest wurde auf engem Raum zusammengefaltet und übereinandergestapelt. Diese gestapelten Falten bilden heute die Alpen.
Das Massiv von Argentine: eine kleine Falte in einer riesigen Decke, ihrerseits Teil der grossen Alpenfaltung.
3. Freilegen, meisseln, schleifen
Die Falten und Gesteine, die man heute an der Oberfläche sehen kann, befanden sich einst in der Tiefe der Erde und waren von Hunderten von Metern Gestein bedeckt. Was ist passiert?
Berge werden freigelegt!
Das heutige Bergpanorama wurde durch die kontinuierliche Erosion geschaffen. Seit Millionen von Jahren tragen Wasser und Eis die gefalteten Gesteinsmassen ab.
Warum blieb der Miroir erhalten?
Die weichen und zerklüfteten Gesteinsschichten wurden relativ mühelos vom Wasser entfernt. Es bildete sich das Tal von Solalex. Doch der Miroir erwies sich als hartnäckiger Gegner der Erosion.
Die unaufhaltsame Erosion. Auch der harte Kalkstein ist der Verwitterung ausgesetzt. Der Frost sprengt einzelne Gesteinsbrocken ab, die dann den Hang des Miroir herunterkullern. Kletterer, vergiss deinen Helm nicht!
Wo sind die riesigen Gesteinsmengen der Alpen geblieben?
Sie füllen heute das Gebiet zwischen den Alpen und dem Jura: Man spricht von der sogenannten Molasse. Die Städte Zürich, Bern und Lausanne sind auf dem Schutt aus den Alpen gebaut, der durch Flüsse transportiert wurde.
Die Alpinisten erobern den Miroir
Der grosse Miroir d’Argentine stellt für die Sportkletterer eine beachtliche Herausforderung dar.
Im Mai 1922 gelang drei Studenten aus Lausanne, trotz Schnee und Eis, die Erstbesteigung des Miroir! Die Seilschaft, die 1926 die normale Route eröffnete, wurde von Armand Moreillon, Bewohner von Plans-sur-Bex, angeführt. Das Klettern damals erforderte viel Mut und Vertrauen, denn das Seil war nicht am Felsen befestigt, sondern nur durch die Muskelkraft der Kletterkollegen gesichert.
In den 1930er- und 1940er-Jahren werden neue Routen eröffnet. Dieses Mal kommen mit dem Hammer angebrachte Felshaken zum Einsatz. Die Ausrüstung sowie die Schuhe verbessern sich zunehmend.
Heute durchqueren ein Dutzend mit Komplettanker versehene Routen den Höhenunterschied von 400 Metern.
Klettern und Geologie
Der Kletterer in seiner Anstrengung hat kaum Zeit, sich um die Fossilien zu kümmern, die da und dort den Felsen zieren.
Er wird jedoch bemerken, wie die Hangneigung nach oben abnimmt. In der Tat, der Miroir ist nicht gerade, sondern gekrümmt. Er folgt der Krümmung der grossen Falte, die das Argentine-Massiv bildet. Durch die Faltung kam es im Gestein auch zu Klüften, wie beim Krümmen eines Radiergummis. Diese Klüfte werden von Kletterern bevorzugt genutzt, zum Beispiel entlang der normalen und der direkten Route.
Zudem fliesst das Wasser entlang dieser Schwachstellen und löst den Kalk im Gestein. Mit der Zeit bilden sich gewundene Rinnen, die den Kletterern guten Halt für die Füsse bieten.
Spiel mit den Steinen!
Hallo!
Wir Steine sind überall!
Suche uns im Gras, in der Nähe des Flusses oder neben der Strasse!
Ich komme von dort oben: vom Miroir d’Argentine!
Um zu spielen…
1. Wähle ein Spiel aus. 2. Lese die Spielregeln. 3. Suche die benötigte Anzahl Spielsteine. 4. Los geht’s!
Es ist wichtig, dass jedes Team mit Steinen spielt, die sich gut von denjenigen des Gegners unterscheiden. Alle Steine, die du hier findest, wurden im Meer abgelagert, aber manche sind gelb, andere schwarz oder grau, hart oder zerbrechlich,rund oder eckig. In einigen sind sogar Fossilien versteckt!
☺Fair Play!
Ich respektiere die Pflanzen und Tiere.
Ich werfe die Steine immer von unten und nicht zu fest.
Nach dem Spielen lege ich die Steine an ihren Platz zurück.
Zielscheibenwerfen
2 Teams / 2x6 Steine
Stellt euch in einigen Schritten Entfernung von einer Zielscheibe hin. Ihr könnt diese mit Ästen auf den Boden zeichnen. Es wird der Reihe nach geworfen.
Das Team, das am meisten Steine auf der Zielscheibe platziert, hat gewonnen! Ihr könnt auch mit mehreren Zielscheiben mit verschiedenem Punktewert spielen.
Kleine Mühle
2 Spieler / 2x3 Steine
Abwechselnd legt jeder einen Stein um den anderen auf die Mühle. Ihr könnt diese mit Ästen auf den Boden zeichnen. Anschliessend werden die Steine entlang der Linien zum nächsten Knoten geschoben. Der Spieler, der als Erster drei Steine in einer diagonalen, waagrechten oder senkrechten Reihe setzt, hat gewonnen!
Tic Tac Toe
2 Spieler / 2x5 Steine
Ein ganz einfaches Spiel: Abwechselnd werden die Steine in die freien Felder gelegt. Der Spieler, der als Erster drei Zeichen in einer Linie setzen kann, gewinnt! Ihr könnt auch mit einem grösseren Spielfeld und mit mehr Steinen spielen.
Mikado
Wer schafft es, am meisten Steine aus dem Haufen zu entfernen, ohne dass die Steine ins Rollen kommen?
Solange du gewinnst, darfst du weiterspielen. Bewegen sich jedoch die Steine, endet dein Spielzug, und der nächste Spieler ist dran.
Ratespiel
1–6 Spieler / verschiedene Steine
Wähle einen Stein aus, der dir gefällt, und ertaste ihn aufmerksam. Schaffst du es, ihn mit verbundenen Augen wiederzuerkennen?
Versuche das Gewicht des Steins zu fühlen. Ist er glatt oder rau? Rund oder eckig? Ist er kalt oder warm?
Spiel weiter!
Am Flussufer oder auf dem Weg nach Anzeinde kannst du mit deiner Familie und deinen Freunden neue Spiele erfinden. Warum versuchst du nicht, ein Kunstwerk aus Steinen zu erschaffen?