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Australien - ein Land, das man eher mit Hitzewellen und Trockenheit verbindet, erlebte an seiner Ostküste kürzlich Rekordniederschläge. Dies führte zu gewaltigen Überschwemmungen und zahlreichen Todesopfern. Wie kann es zu solchen Katastrophen kommen?
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Die australische Ostküste erlebte im März Rekordmengen an Regen.
- Die darauffolgenden Fluten resultierten in Todesopfern und grossen Sachschäden.
- Die jüngsten Ereignisse haben die öffentliche Diskussion über die Klimaerwärmung intensiviert.
Der Osten Australiens wurde im März von rekordbrechenden Regenfällen heimgesucht. Die durch den Regen verursachten Überschwemmungen haben Zehntausende von Menschen aus ihren Häusern gezwungen und zahlreiche Todesopfer gefordert.
Täglich mussten viele Menschen von ihren Dächern gerettet werden, da das Wasser immer weiter stieg. Der Regen war so intensiv, dass er als “Regenbombe” bezeichnet wurde: In einigen Gebieten war innert einer Woche mehr als 1 Meter Regen gefallen. Das ist mehr Regen in einer Woche als normalerweise in einem Jahr gemessen wird.
Queensland
Das am stärksten betroffene Gebiet war zunächst Queensland. Die schweren Regenfälle und Überschwemmungen begannen im Norden und bewegten sich langsam nach Süden. Brisbane, die Hauptstadt von Queensland, wurde schwer getroffen. Der öffentliche Verkehr wurde tagelang eingestellt sowie diverse Autobahnen gesperrt. Viele Straßen, auf denen normalerweise reger Verkehr herrscht, standen unter Wasser. Im ganzen Staat wurden über 20’000 Häuser von den Überschwemmungen betroffen und über 1’500 Menschen evakuiert.
New South Wales
Ein Grossteil der heftigen Regenfälle und schweren Überschwemmungen betraf später auch den Bundesstaat New South Wales. Mindestens 40’000 Menschen wurden zur Evakuierung aufgefordert. Die Stadt Lismore, die in der Vergangenheit häufig überschwemmt wurde, wurde von rekordverdächtigen Regenfällen heimgesucht. In weniger als 30 Minuten fielen in der Stadt 18,1 Zentimeter Regen. Der Pegel des nahe gelegenen Wilsons River war über 2,0 Meter höher als der bisherige Rekord, der 1954 aufgestellt worden war.
Extremes Wetter
In den letzten Jahren hat Australien unter einer Reihe von extremen Wetterereignissen gelitten: schreckliche Dürren und große, tödliche Buschbrände. Es ist noch zu früh, um zu sagen, inwieweit die derzeitigen Überschwemmungen auf die Klimakrise zurückzuführen sind. Aber es ist klar, dass der Klimawandel eine Rolle spielt. Wetterexperten weisen darauf hin, dass mit der Erwärmung der Ozeane auch mehr Wasser in die Luft gelangt. Und je wärmer unsere Atmosphäre wird, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen, was Starkregenereignisse wie dieses wahrscheinlicher macht.
Arbeitsmaterial
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