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Tiflis - Bei der ersten grösseren Wahl in Georgien seit dem Südkaukasuskrieg mit Russland 2008 hat der international umstrittene Präsident Michail Saakaschwili seine Macht gefestigt. Bei der Kommunalwahl in der Hauptstadt Tiflis wurde Saakaschwilis Kandidat Gigi Ugulawa bestätigt.
Mehr als 50 Prozent der Stimmen wollten Gigi Ugulawa im Amt des Bürgermeisters behalten. Georgische Medien berichteten, dass mit der Abstimmung vom Sonntag auch die Weichen für die Präsidentenwahl 2013 gestellt seien.
Beobachter rechnen dem 34-jährigen Ugulawa Chancen für die Nachfolge von Saakaschwili aus, der dann nicht wieder antreten darf.
Es wird erwartet, dass Saakaschwili künftig möglicherweise das Amt des Regierungschefs übernimmt, wenn Ugulawa Präsident werden sollte. Die Opposition hatte immer wieder erfolglos versucht, den seit dem Krieg umstrittenen Saakaschwili aus dem Amt zu drängen.
Ausser in Tiflis gab es auch in anderen Teilen der Ex-Sowjetrepublik Kommunalwahlen. Saakaschwilis Partei Nationale Bewegung behauptete ihren Platz als stärkste Kraft - ungeachtet der starken Unzufriedenheit im Land.
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kritisierte die teils "systematischen Rechtsverstösse" bei der Kommunalwahl. Allerdings gebe es auch erste Fortschritte. Die OSZE hatte die Wahl mit rund 200 internationalen Beobachtern überwacht.
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