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Ein Ballon fliegt nicht, er fährt! Stellt sich die Frage, wie er das macht. Weil er leichter ist als Luft? Luft ist nicht einfach nichts, wie die Umgangssprache manchmal suggeriert. Ein Kubikmeter Luft enthält stattliche 2,7 x 1025 Moleküle, also eine Zahl mit 25 Nullen.
Auf die Dichte kommt es an
Die Erde ist mit einer Hülle umgeben: Luft. Diese Luft hat eine Dichte, definiert als Masse (kg) pro Volumen (m3), die nach oben hin abnimmt (siehe Illustration). Befindet sich ein Körper mit geringerer Dichte (auf 100 °C erhitzte Luft hat eine Dichte von 0,95 kg/m3) in einer Umgebung mit grösserer Dichte (bei 15 °C beträgt die Luftdichte 1,225 kg/m3), kommt der statische Auftrieb zum Tragen. Er bewirkt durch die Verdrängung des umgebenden Mediums, dass Heissluftballone schweben. Die Kräfte von unten, links und rechts drücken nach oben.
Vom Winde verweht
Obwohl im Korb Windstille herrscht, bildet der Wind die einzige Steuerungsmöglichkeit. Dank der Tatsache, dass auf unterschiedlichen Höhen verschiedene Windverhältnisse anzutreffen sind, kann man mit dem Ballon hin- und herfahren. Meteoschweiz gibt zweimal pro Tag eine Ballonprognose heraus, abgestuft vom Boden bis ca. 5 000 m ü. M. So kann der erfahrene Ballonfahrer an seinem GPS ablesen, auf welcher Höhe er sich welche Fahrtrichtung aussuchen kann. Was aber muss man machen, um wieder herunterzukommen? Abwarten, bis sich die Luft im Ballon abgekühlt hat, oder durch das Öffnen des «Parachutes» an der Ballonspitze heisse Luft ablassen.
Urs Scheidegger