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Liechtenstein: 10 Argumente für noch Unentschlossene
In der Volksabstimmung vom 5./6.Dezember 09 wird in Liechtenstein Mobilfunkgeschichte geschrieben. Eine Kurzfassung von 10 Argumenten gegen die Verschlimmerung der Grenzwerte von 0.6 auf 6V/m.
Achtung Signalumkehr: Wer für bessere Grenzwerte ist, muss ein NEIN in die Urne lege. Wer für schlimmere Grenzwerte ist, ein JA
Argumente aufbereitet von Hans-U. Jakob (Gigaherz.ch)
Argument 1:
Warum heisst die Internetseite des VGM nicht http://www.vgm.li ? Weil die Mobilfunkbetreiber, resp. deren ForumMobil dem Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk, VGM diese Adresse gestohlen hat. Das ist unlauterer Wettbewerb, wie alles andere auch, was von diesen Leuten stammt. Die richtige Adresse lautet: http://www.telefonie.li
Argument 2:
Gemäss einer Studie von Prof. Dr. Martin Röösli von der UNI Basel, welche dieser im Auftrag der Eidgenossenschaft durchführt, beträgt die durchschnittliche Belastung der Bevölkerung von Liechtenstein mit Mobilfunkstrahlung 0.22V/m. Das ist 3 mal weniger als der neue Grenzwert von 0.6V/m. Was soll jetzt das Geschrei der Mobilfunkbetreiber, mit 0.6V/m sei in Liechtenstein kein Mobilfunk mehr möglich?
Argument 3:
Gemäss der Röösli-Studie, die im Auftrag der Eidgenossenschaft in Liechtenstein eine Durchschnittsbelastung der Bevölkerung mit Mobilfunk von 0.22V/m gefunden haben will, wäre das in Liechtenstein die Summe von insgesamt 18 mittelstarken Mobilfunksendern, regelmässig über dasganze Lande verteilt. Was soll jetzt das Geschrei der Mobilfunkbetreiber von 150 zusätzlichen Sendern, die nötig wären, um in Liechtenstein einen Grenzwert von 0.6V/m einzuhalten?
Argument 4:
Die Feldstärke von Radio Liechtenstein in der Luft beträgt bei dessen Sender nach 1km (wie im Zentrum von Vaduz) 0.127V/m, nach 2km noch 0.064V/m, nach 4km noch 0.032V/m, nach 8km (wie in Eschen) noch 0.016V/m, nach 16km (wie ganz unten in Ruggell) noch 0.008V/m. Hat schon jemand festgestellt, dass in Eschen oder Ruggell Radio Liechtenstein nicht mehr zu hören ist? Na also. Geht doch ganz feudal mit diesen 0.6V/m. Oder etwa nicht?
Argument 5:
Nach Ansicht von kritischen Fachleuten benötigte Liechtenstein gar keine eigenen Mobilfunknetze. Die Strahlung aus der benachbarten Schweiz würde völlig genügen. Der Schweizer Mobilfunkanbieter Sunrise bewiest dies mit einer geplanten Aanlage in Räfis, welche auf Vaduz und Schaan ausgerichtet ist und hier noch eine Feldstärke zwischen 0.15 und 0.10V/m erzeugt. Also was soll das Geschrei der Mobilfunkbetreiber, mit 0.6V/m sei in Liechtenstein kein Mobilfunk mehr möglich oder man müsse auf einer Strecke von 25km 150 zusätzliche Sender bauen?
Argument 6:
Die Behauptung von den 150 zusätzlichen Sendern, die bei einem Strahlungsgrenzwert von 0.6V/m in Liechtenstein nötig wären, stammt aus einem Falsch- und Gefälligkeitsgutachten des Schweizer Bundesamtes für Kommunikation. Dagegen läuft eine Aufsichtsbeschwerde beim Bundesrat wegen Amtsmissbrauchs und unerlaubter Einmischung in eine Volksabstimmung in einem benachbarten, souveränen Staat.
Argument 7:
In der benachbarten Schweiz liegen die Datenblätter von Mobilfunk-Basisstationen und deren Antennen auf jeder Gemeindeverwaltung öffentlich auf und dürfen von jedermann eingesehen, kopiert und mitgenommen werden. In Liechtenstein dagegen werden diese wie Staatsgeheimnisse gehütet, damit man die Bevölkerung nach Belieben anschwindeln kann. So wie mit den 150 zusätzlichen Antennen, die angeblich nötig wären, um in Liechtenstein den Mobilfunk mit den neuen Grenzwerten von 0.6V/m aufrechtzuerhalten.
Argument 8:
Glasfaser- das heisst Lichtwellenleiterkabel sind 10mal zuverlässiger, 100mal schneller und 1000mal besser gegen unerlaubte Zugriffe von Hackern geschützt, als Mobilfunknetze. Unternehmungen, welche sensible Kunden- oder Geschäftsdaten heute noch durch die Luft schicken, handeln ihren Kunden oder sich selber gegenüber grob-fahrlässig. Liechtenstein hat seit mehr als 10 Jahren ein gut ausgebautes Lichtwellenleiter-Kabelnetz. Das Gejammer der Wirtschaftskammer, die bei einem neuen Strahlengrenzwert von 0.6V/m den Untergang ganzer Wirtschaftszweige prophezeit, ist buchstäblich aus der Luft gegriffen. Lichtwellenleiter erzeugen nach aussen keinerlei Strahlung.
Argument 9:
Handytelefonierer am Steuer sind weitaus gefährlicher als Betrunkene. Nur um die Verbindung mit fahrenden Zielen in einem Blechkäfig aufrechtzuerhalten, benötigen wir nicht 100mal überdimensionierte Mobilfunksender. Automobilisten die unbedingt telefonieren müssen, sollen anhalten, so wie es auch das Strassenverkehrsgesetz vorsieht.
Argument 10:
Das Polycom Sicherheitsnetz, an welchem sämtliche Blaulicht-Organisationen, wie Polizei, Feuerwehr, Sanität und REGA angeschlossen sind, arbeitet mit 10 mal geringeren Sendeleistungen als ein Handy-Netz.
Also was soll das Geschrei der Mobilfunkbetreiber, mit 0.6V/m sei in Liechtenstein kein Mobilfunk mehr möglich oder man müsse auf einer Strecke von 25km 150 zusätzliche Sender bauen, wenn Polycom mit nur 3 Sendestandorten in Liechtenstein auskommt.
Weitere Infos zu der Abstimmung in Liechtenstein unter:
/liechtenstein-und-der-rest-der-welt-schaut-ganz-genau-hin/
/liechtensteinische-wintermaerchen/
/die-welt-wird-es-liechtenstein-einst-danken/
/liechtenstein-weiterhin-unzulaessige-einmischung-des-bakom/
/liechtenstein-unsere-aufsichtsbeschwerde-gegen-das-bakom/
/liechtenstein-neue-06vm-grenzwerte-sind-moeglich/