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Aufbauend auf dem Erfolg des im Januar 2017 lancierten ESCGI, bietet Ethos ab Montag einen neuen Index an, der es Anlegern ermöglicht, diejenigen Unternehmen zu bevorzugen, welche sich an die Best-Practice im Bereich Corporate Governance und Umweltverantwortung halten. Der in Zusammenarbeit mit SIX erstellte neue Index fokussiert sich auf die 20 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz.
Die Ethos Stiftung lanciert am Montag, den 2. Dezember 2019, einen zweiten Börsenindex, der sich der guten Unternehmensführung bei Schweizer Unternehmen widmet. Der "Ethos Swiss Governance Index Large" folgt der gleichen Methodologie wie der im Januar 2017 erstellte "Ethos Swiss Corporate Governance Index" (ESCGI), konzentriert sich jedoch auf die 20 grössten an der Schweizer Börse kotierten Unternehmen, während der ESCGI auf dem SPI (215 Unternehmen) basiert. Ethos erweitert damit seine Zusammenarbeit mit SIX, die mit der täglichen Berechnung des neuen Index beauftragt ist.
Die Lancierung dieses neuen Index folgt dem Wunsch grosser institutioneller Anleger aus der Schweiz, Good-Governance-Kriterien in ihre Anlagen zu integrieren. Ein wichtiger institutioneller Anleger hat bereits angekündigt, diesen neuen Index ab Anfang 2020 im Rahmen seiner Verwaltung für Schweizer Aktien im Wert von mehr als CHF 200 Millionen zu gebrauchen. Diese Vermögenswerte werden zu den CHF 500 Millionen hinzukommen, die zurzeit den ESCGI replizieren und werden demnach die Gesamtsumme der die Ethos-Indizes replizierenden Vermögenswerte auf mehr als CHF 700 Millionen erhöhen.
"Die zunehmende Verwendung unserer Indizes zeigt das stetig wachsende Interesse von Seiten der Anleger, insbesondere der institutionellen Anleger, an Governance- und Umweltschutzfragen", sagt Vincent Kaufmann, Direktor von Ethos.
Die Indizes von Ethos ermöglichen es, die verantwortungsbewusstesten und nachhaltigsten Unternehmen an der Schweizer Börse zu bevorzugen. Diejenigen, die sich nicht an die Best-Practice im Bereich Corporate Governance halten, sei es bezüglich ihrer Kapitalstruktur, der Zusammensetzung ihres Verwaltungsrats oder ihres Vergütungssystems, sind daher im Verhältnis zum traditionellen Index untergewichtet. Das Mass der Untergewichtung hängt von identifizierten Risikofaktoren im Bereich der Corporate Governance ab. Unternehmen, die eine unbefriedigende Strategie zur Bewältigung von Klima-Risiken haben oder in bedeutende ökologische oder soziale Kontroversen involviert sind, werden ebenfalls untergewichtet. Die anderen Unternehmen, welche sich an die Best-Practice-Regeln halten, werden automatisch höher gewichtet. Von den 20 Unternehmen im neuen Index sind zurzeit 6 untergewichtet.
"Diese Methodologie ermöglicht eine Reduzierung der Governance-Risiken, welche von den traditionellen Indizes ignoriert werden, jedoch den Wert von Unternehmen beeinflussen können. Dabei wird die finanzielle Performance nicht geschmälert, ganz im Gegenteil", betont Vincent Kaufmann. So weist zum Beispiel der ESCGI seit seiner Lancierung im Januar 2017 eine Wertsteigerung von 36.71% auf (11.82% annualisiert), während gleichzeitig der SPI, der als traditioneller Index die ESG-Faktoren nicht berücksichtigt, nur um 36.15% gestiegen ist (11.65% annualisiert).
Wie beim ersten Index konnte Ethos bei der Berechnung des neuen Index auf das Fachwissen und die Kompetenz von SIX zurückgreifen. "Wir schätzen das uns von der Ethos Stiftung entgegengebrachte Vertrauen sehr, aufgrund dessen SIX auch für diesen Kundenindex die Berechnung und Distribution übernehmen kann", erklärt Christian Bahr, Head Index Services bei SIX. "Mit der Einführung dieses neuen Kundenindex setzt sich bei SIX die positive Entwicklung des Indexgeschäfts weiterhin fort."