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Nordhalbkugel unter kompakter Schneedecke
Seit Anfang November 2016 herrschen in Nord- und Osteuropa, in Teilen Asiens sowie in Kanada vielfach frostige Temperaturen. Dort hat sich bereits eine nahezu geschlossene Schneedecke gebildet. Mitte November wurde es vorübergehend auch in Mitteleuropa bis in tiefe Lagen weiss. Ein milder Südwestwind hat die dünne Schneedecke jedoch rasch wieder geschmolzen und nach Osten abgedrängt. Auch 2015 gab es auf der Nordhalbkugel bereits zu Winterbeginn eine sehr grosse Ausdehnung der Schneedecke.
Im Westen oft lau im Osten kaltes blau
Seit dem 25. November dominiert in Mittel- und Westeuropa Hoch «Uwe». Die Luft ist trocken und auf den Bergen gibt es Temperaturen über dem Gefrierpunkt.
Der Kaltluftpool im Osten wächst hingegen Monat für Monat weiter an. Hochdruckgebiete und Tiefdruckgebiete wechseln sich ab - deshalb fällt dort auch immer wieder Schnee.
In den West- und Zentralalpen findet man hingegen zurzeit meist nur oberhalb von 1500 bis 2000 Metern (Nordhänge-Schatten) eine geschlossene Schneedecke vor. Die tiefen Temperaturen liessen jedoch die Produktion von Kunstschnee zu.
Geringe Chancen auf natürlichen Schnee
Zunächst steigen die Temperaturen überall an, auch die Kaltluftseen im Flachland werden zum Teil verschwinden. Am Sonntag steuert Nordwind eine Kaltfront zu den Ostalpen. Sie wird die Schweiz vorraussichtlich nur streifen, für ein paar Zentimeter frisches Weiss könnte es aber reichen. Flächendeckender Schneefall ist jedoch nach wie vor nicht in Sicht.