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Winzer des Monats Dezember 2017: Mandois, Champagne, Frankreich
Frère Oudart (1654-1742) war Kellermeister in der Abtei Saint-Pierre aux Monts in deren Auftrag war er speziell für den Kauf und die Pflege der Rebberge um Pierry sowie für den Bau der Keller und die Vinifikation der Weine verantwortlich war. Neben seiner Aufgabe als Kellermeister, forschte Oudart gemeinsam mit Pierre (genannt Dom) Pérignon daran, das Herstellungsverfahren des Champagners zu perfektionieren. Bruder Jean Oudart entwickelte die kellertechnischen Verfahren auch nach dem Tode Dom Pérignons weiter. Im Gegensatz zu Dom Pérignon, wurde der Name Oudart jedoch nie als berümte Champagner-Marke vermarktet…
Eng verbunden mit der Geschichte von Frère Oudart ist auch die Geschichte des kleinen Champagner-Hauses Mandois. Während der Zeit, als der Mönch in Pierry verantwortlich war, kauft Jean Mandois 1735 seine ersten Rebberge in der Champagne. Sein Enkel Victor Mandois begann 1860 mit der Vinifikation eines eigenen Champagners und dessen Sohn Auguste verlegte die Produktion nach Pierry. Dort bezog er die historischen Keller der Kirche, welche auch die letzte Ruhestätte von Frère Oudart sind. Somit "wacht" Frère Oudart noch heute über die Top-Cuvées von Mandois. Der knapp 3 Kilometer lange Keller unterhalb des Gotteshauses bietet optimale Bedingungen für die Reifung der Spitzenweine.
Heute ist Claude Mandois in 9. Generation für die Champagner von Mandois zuständig. Im Gegensatz zu den grossen Champagnerhäusern befinden sich über 70% der Rebberge im eigenen Besitz und somit begleitet Mandois einen Grossteil seiner Trauben vom Rebberg bis ins Glas und bürgt daher auch für eine lückenlose Qualität zu fairen Preisen. Ihre knapp 35 Hektaren Rebfläche verteilen sich grösstenteils auf die besten Crus der Côtes d'Epernay, der Côte de Blancs sowie im Sézannais. Die Lagen sind auf 12 Dörfer verteilt, darunter befinden sich die berühmten Terroirs von Chouilly, Vertus, Pierry und Epernay, welche mit 70% Chardonnay, 15% Pinot Noir und 15% Pinot Meunier bepflanzt sind.
Um lagerfähige Champagnerweine hervorbringen zu können, stellt Mandois die Qualität seiner Trauben sowie die Komplexität und Frische seiner Weine allem voran. Die aussergewöhnliche Güte von Mandois-Champagnern ist vor allem der Tatsache zu verdanken, dass sie weit über die gesetzliche Norm auf der Feinhefe gelagert werden, bevor sie in den Verkauf gelangen. Schliesslich werden ausgesuchte Partien der besten Parzellen traditionell in den berühmten "demi-muids" (Fässer aus französischer Eiche) ausgebaut, um die Komplexität und die Lagerfähigkeit der besten Terroirs zur Geltung zu bringen.
Mandois gehört zu den ganz wenigen Häusern, welche ihre Weine in Grossformaten bis zur 15-Liter Flasche in der Flasche vergären und altern lassen. Dies im Gegensatz zu den meisten anderen Betrieben, welche ihre Weine erst kurz vor dem Verkauf von Klein- in Grossflaschen umziehen. Auch findet sich auf jeder Mandois-Flasche das Degorgier-Datum auf der Rück-Etikette. Somit kann auch bei Nicht-Jahrgangs-Champagner nachverfolgt werden, wie lange der Champagner auf der Hefe lag und garantiert werden, dass diese nicht überaltert sind.
In der diesjährigen Festtags-Promotion möchten wir Ihnen den Champagne Brut Origine etwas näher vorstellen. Der Klassiker von Mandois besteht aus einer harmonischen Assemblage von 40% Chardonnay, 30% Pinot Noir und 30% Pinot Meunier, welche aus sämtlichen Crus des Weingutes seletioniert wird. Weine aus drei aufeinanderfolgenden Jahrgängen gehen in diese Cuvée ein bevor die klassische Flaschengärung erfolgt und der Champagner für ca. 40 Monate auf der Feinhefe lagert. Die Dosage wird klein gehalten um einen fruchtigen und erfrischen Champagner mit elegantem Charakter und vollendetem Ausdruck zu erlangen. Ein Champagner der sowohl zum Apéro oder für festliche Anlässe der ideale Begleiter ist.
Zu den Weinen von Mandois
Winzer des Monats Dezember 2017: Mandois, Champagne, Frankreich