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Es ist wieder ein „wahres Märchen“ fällig:
Es war einmal ein Ingenieur. Dieser Ingenieur kommt zwischen dem 9. und dem 10. Juli 1856 (es ist genau Mitternacht) im Dorf Smiljan in Kroatien zur Welt. Das Dorf liegt zwar in Kroatien, doch die Familie ist serbisch. Der Vater ist Pope, serbisch-orthodoxer Pfarrer. Der ungemein intelligente Ingenieur interessiert sich schon früh für Technik. Er wird (eben!) Ingenieur und geht 1884 nach Amerika. Sein dortiger Arbeitgeber ist Thomas Edison persönlich, doch die Zusammenarbeit funktioniert nicht lange. Deshalb macht der Ingenieur sich selbständig, findet einen Geldgeber und gründet seine eigene Firma, in der er mit der damals noch neuen Elektrizität in all ihren Facetten experimentiert. Unter Anderem entwickelt er das Wechselstrom-System (im Gegensatz zu dem von Edison propagierten Gleichstrom), das heute noch verbreitet ist, das Radio (auch wenn Guglielmo Marconi dafür die Lorbeeren erntet) und ein ferngesteuertes Boot. Er leistet auch wichtige Pionierarbeit für Computer und Roboter und, und, und…. Seine öffentlichen Auftritte, bei denen er in abenteuerlichen Vorführungen die Kraft der Elektrizität demonstriert, machen den Ingenieur berühmt. Andererseits ist er vielen Leuten nicht ganz geheuer. Obwohl der Ingenieur nicht gerade reich wird – den grossen Profit machen meistens andere – leistet er sich einen gewissen exquisiten Lebensstil und verkehrt in der High Society. Trotz der finanziellen Knappheit ist er bis ins hohe Alter rege tätig, vergisst aber zugleich nie, sich um seine geliebten Vögel zu kümmern. Sogar König Peter II. von Jugoslawien besucht den „berühmtesten Serben der Welt“. Am Morgen des 8. Januar 1943 findet man unseren Ingenieur tot in seinem Bett. Er hinterlässt eine ganze Wagenladung von Patenten.
Der Einfluss von Nikola Tesla auf die moderne Technik kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Mir ist er besonders sympathisch, weil er sein Leben lang an diversen Phobien und Zwangsgedanken litt. Jetzt bei buchplanet.ch: Nikola Tesla. Erfinder, Magier, Prophet von Margaret Cheney.