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In einem Brief an die Aktionäre von McDonald's am Donnerstag kritisierte der Milliardär und aktivistische Investor Carl Icahn, dass die ESG-Bemühungen der Wall Street die «grösste Heuchelei unserer Zeit» seien. Banker und Anwälte würden mit dieser Anlagestrategie Kasse machen, ohne sich um die tatsächlichen gesellschaftlichen Auswirkungen zu kümmern.
ESG steht für Environment, Social und Governance und ist ein Ansatz zur Bewertung von Unternehmen, wie sie ihre sozialen und umweltfreundlichen Ziele verfolgen. ESG-Kriterien gehen auf die Aufgabe des Unternehmens ein, nicht nur die Gewinne der Aktionäre zu maximieren.
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«Diese Akteure scheinen eine Vertuschung zu betreiben, um ihre ESG-bezogenen wirtschaftlichen Anreize herunterzuspielen und ihre angeblichen sozialen Auswirkungen zu fördern», fügte Icahn im Brief an. «Es ist klar, dass sich der ESG-Status quo an der Wall Street ändern muss.»
Icahn macht auf Missstände aufmerksam
Icahn kritisierte die weltweit grössten Vermögensverwalter dafür, dass sie «subjektiv auswählen», welche ökologischen, sozialen und Governance-Themen wichtig sind. Der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock erklärte im Jahr 2020, dass er die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt seiner Investitionen stellen werde.
Icahn hat vorgeschlagen, neue Direktoren in die Vorstände von McDonald's und Kroger zu berufen, weil diese Unternehmen Schweine in ihren Lieferketten misshandeln, indem sie trächtige Sauen in enge Kisten stecken. In seinem Brief an die Aktionäre des Fast-Food-Unternehmens erklärte er, dass die Unterstützung seiner beiden Direktoren eine Botschaft an die Management-Teams in den USA und der ganzen Welt senden würde.
(bloomberg/tdr)