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Wenige Jahrzehnte, nachdem Julius Caesar Krieg in Gallien geführte hatte und dort auch mit den Germanen aneinandergeraten war, stellten deren Stämme weiterhin eine ständige Gefahrenquelle dar. Das Land rechts des Rheins kam nicht zur Ruhe. Trotz wiederholter militärischer Expedition bis tief in die Wälder Mitteleuropas hinein konnten die Römer der Renitenz und Unberechenbarkeit der Germanen keinen Einhalt gebieten. Immer wieder schickten sich einzelne Stammesfürsten an, sich zu machtvollen Herrschern aufzuschwingen. Sie brachten grosse Gebiete unter ihre Kontrolle, schlossen weitreichende Bündnisse und stellten beeindruckende Heere auf. Mit diesen forderten sie auch Rom ein ums andere Mal heraus. Kaiser Augustus sah sich gezwungen, gleich mehrere Heeresführer zu verschleissen. Dem glücklosen Varus etwa wurde ein Mann zum Verhängnis, den seine Zeitgenossen Arminius nannten - heute besser bekannt unter dem Namen Hermann der Cherusker. Was es mit seinem römischen Namen auf sich hat und ob Arminius tatsächlich so ein tapferer germanischer Held war, wie man ihn sich später vorstellte, untersucht Historiker Arnulf Krause.
Portrait
Arnulf Krause ist promovierter Germanist und Skandinavist, erfolgreicher Sachbuchautor und Experte für germanische Heldensagen und die Dichtung der Edda. Er lehrt als Honorarprofessor am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn.