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Misa a Buenos Aires
Neben der Misa a Buenos Aires (MisaTango, 1996) gehören zu seinen wichtigsten Kompositionen die Oper „Mateo" (1999), das Konzert für Cello „Presagios" (2001),das „ Oratorio de Navidad"(2003) und das „Concierto para Bandoneon (2004). Astor Piazzolla hat mit seinen kunstvollen Tangokompositionen den jungen Palmeri bei seiner „Misa Tango" inspiriert.
Palmeri verschmilzt die lateinische Messe mit stilistischen Merkmalen des argentinischen Tango Nuevo. Diese Stil-Synthese gelingt ihm in diesem Werk überzeugend stimmig. Pate dabei standen dabei aber auch Bachs Messen und Beethovens Missa Solemnis.
Kyrie und Agnus Dei enden mit geradezu schulbuchmässigen Fugen. Im Credo taucht bei der Kreuzigung jener verminderte Akkord auf, der lange Jahrhunderte hindurch für das Allerschrecklichste stand. Aber eben alles im Wiegenschritt. Das hat Tradition in Lateinamerika: Man denke nur an die swingend neobarocken „Bachianas brasileiras" von H. Villa-Lobos und manche Stilzitate in den Piazzolla-Tangos.
Passagenweise klingt es bei Palmeri, als wären Johann Sebastian und Ludwig in den Buena Vista Social Club eingetreten.