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True Storys. Die Kokosnuss
Der Artikel über Gedankenlesen in Radiästhesie Radionik 3/2020 brachte mich auf die Idee, das in meiner Familie Geschehene aufzuschreiben. Das ist die Geschichte von Roman. Er lebte einen grossen Teil seines Lebens in einem ungesundem Umfeld und starb vor 11 Jahren unter nicht vollständig geklärten Umständen mit 41 Jahren. Die Ursachen, welche die negative Entwicklung begünstigten, erkannten wir leider zu spät.
Die Probleme begannen während der Schwangerschaft meiner Frau. Sie war im vierten Monat, als wir vom Elternhaus in ein neues Mehrfamilienhaus zogen. Die Schwangere nahm überdurchschnittlich an Gewicht zu. Der Arzt spottete: «Mädchen, friss nicht so viel.» Doch der Grund für die Gewichtszunahme waren Nieren, die versagten. Das Ehebett stand über einer Kreuzung in Rot¹.
Die Geburt wurde nach dem Abgang des Fruchtwassers länger nicht eingeleitet, wodurch der Ungeborene an Sauerstoffmangel litt. Nach der Geburt fühlte er sich unwohl. In den Nächten weinte er, einschlafen konnte er nur bei einem Spaziergang.
Eineinhalb Jahre später kam sein Bruder Norbert zur Welt. Kurz darauf zogen wir in eine grössere Wohnung. Dort beobachteten wir neue Phänomene. Norbert litt an nächtlicher Atemnot. Auf ärztlichen Rat hin hängten wir feuchte Leintücher in sein Zimmer.
Roman der bisher nicht schlafen konnte, schlief dort bereits in der ersten Nacht durch. Er entwickelte sich prächtig und wir konnten bald die Windeln weglassen. Die Ursache für die unerwarteten Fortschritte war für uns ein Rätsel. Das blieb ein ganzes Jahr so, bis wir wieder den Standort wechselten.
Hier ging es Norbert gut. Gleichzeitig verschlechteret sich der Zustand von Roman. Er wurde Bettnässer und fühlte sich benachteiligt. Er wollte zum Beispiel, anders als sein Bruder, nicht in der Fremde übernachten. Beim Langlaufen im Winter kämpfte er mit fehlendem Gleichgewicht. Roman war mit verschiedenen Gesundheitsproblemen regelmässig beim Arzt. Irgendwann wurde bei ihm Legasthenie diagnostiziert, aber nicht bestätigt. Weitere Probleme wurden am Hals vermutet. Folglich wurden die Mandeln herausoperiert. Später stellte sich heraus, dass die falschen Mandeln entfernt wurden und die Halsmandeln auch raus mussten. Es war eine herausfordernde Zeit und es ging so weiter, bis wir Roman eines Tages beim Entgegennehmen eines Anrufes beobachteten. Wir sahen, wie er umständlich den Hörer von einem Ohr zum anderen wechselte. Uns wurde klar, dass mit seinem rechten Ohr etwas nicht stimmte. Wir brachten ihn zu einem Naturheilarzt im Appenzellerland. Dieser stellte eine einseitige Taubheit fest. «Das muss einen Grund haben», betonte er.
Ein Spezialist für HNO untersuchte die Ohren. «Machen sie sich keine Sorgen, er will nicht hören», so sein Kommentar. In der folgenden Ferienzeit verunglückte der HNO-Spezialist bei einem Tauchgang. Sein Nachfolger stellte bei Roman die vollständige Taubheit im rechten Ohr fest.
Unser Hausarzt erachtete das Ohrproblem als gegeben, er wollte das Thema nicht weiter verfolgen. Bei einem nächsten Besuch weigerte sich meine Frau, die Praxis zu verlassen, bis eine Röntgenaufnahme von Romans Kopf gemacht werde. Das sei in diesem Alter nicht üblich, meinte der Arzt und die Assistentin hatte ihren freien Tag. Doch meine Frau liess nicht locker: «Ich verlasse die Praxis erst, wenn eine Röntgenaufnahme vorliegt.» Der Arzt bot die Assistentin notfallmässig auf. Bei der Auswertung des vermeintlich überflüssigen Röntgenbildes wurde der Arzt unruhig und sagte: «Etwas stimmt da nicht!» Das war im November 1980, in der Schweiz gab es drei Computertomografen. Einer davon stand in einem Hochhaus am zürcherischen Schanzengraben. Wir verliessen diesen Ort mit einem Umschlag, adressiert an unseren Hausarzt. Auf der Heimfahrt öffneten wir den Umschlag. Die Ursache von Romans Problemen war auch für Laien sofort zu erkennen: auf seinem rechten Hörnerv sass ein Tumor von der Grösse einer Kinderfaust. Jetzt wussten wir, warum er über Kopfschmerzen klagte.
Nun ging es zügig voran: Voruntersuchung in der Uniklinik und Termin für die OP. Professor Yasargil besprach das Prozedere und machte auf mögliche Risiken aufmerksam. Wir waren bemüht Roman die Informationen verständlich zu erklären. Der Professor bat uns, das Spitalgebäude zu verlassen. Er befürchtete wohl, die Mutter könnte ihn beeinflussen. Das Wetter war miserabel und wir irrten planlos durch den Zürcher Schneematsch. Würde der Eingriff gelingen? Ist der Tumor bösartig? Wie würde Roman den Eingriff erleben? Durchgefroren kehrten wir ins Universitätsspital zurück. Roman wurde aus dem Aufwachbereich ins Zimmer gebracht. Als er uns erkannte, waren seine ersten Wort: «Ich habe keine Kopfschmerzen.»
Der Tumor als Kokosnuss
Inzwischen wohnten wir an neuer Adresse in Chur. Die Erdstrahlung war angenehm. Wir konnten das später durch die für uns neue Technik der Radiästhesie bestätigen. In der Wohnung verbrachten wir unsere besten zehn Jahre.
Die Nachuntersuchungen zeigten bei Roman gute Resultate. Der Tumor war gutartig, jedoch wisse man nie, welche Folgen ein solcher Eingriff haben könne. Als er wieder zur Schule ging, befürchteten wir Unfallgefahr durch Schneebälle. Der Lehrer schien sorglos. Roman sei alt genug, um selber auf sich aufzupassen. Die Physiotherapie brachte die Gesichtsmuskeln wieder in Schwung und mit der Taubheit rechts arrangierte er sich. Mehr Sorgen bereitete ihm die Narbe. Sie war ein langer schmaler Streifen. Roman achtete darauf, dass die Narbe von Haaren bedeckt war.
Bei einem Elternabend von Norberts Schulklasse trafen wir wieder auf die Psychologin. Sie erkundete sich nach Romans Befinden. Wir berichteten vom Hirntumor. Sie lud uns spontan zu sich ein. Zuhause holte sie eine Akte hervor. Bei einem Glas Wein zeigte sie eine Zeichnung, die Roman mit zehn Jahren, vier Jahre zuvor, gemacht hatte. Die Aufgabe war, einen Baum zu zeichnen. Normalerweise entsteht in einem solchen Fall eine Tanne oder ein Apfelbaum. Romans Zeichnung zeigte etwas anderes. Es erinnerte an das Bild aus dem Computertomografen, abstrahiert als Palme mit Kokosnuss.
Anstelle des Tumors sass an der Stelle eine Kokosnuss. Der Farbstift wurde mit viel Druck auf dem Papier ausgeführt und die Kokosnuss so ausgemalt.
Die Zeichnung war über zwei Jahre älter als das Röntgenbild. Die Psychologin sagte, sie hätte sogleich den Verdacht gehegt, dass etwas in Romans Kopf wachse. Aber Ratschläge oder Vermutungen von aussen würden in Ärztekreisen nicht akzeptiert. Romans Leiden wurde durch fehlende Kommunikation unnötig verlängert.
Nach der Scheidung von seiner Frau wohnte Roman allein in einer Wohnung. Er wollte für eine Weile verreisen, daher machten wir uns wegen der Funkstille keine Sorgen. Er verstarb in seiner Wohnung. Fremdeinwirkung wurde ausgeschlossen. In der Regel wird als Todesursache Herzversagen angegeben. Möglicherweise waren Medikamente und Alkohol im Spiel.
Im Buch Wo rohe Kräfte sinnlos walten² habe ich versucht, darzulegen, wie krankmachend die Energiequalitäten jahrelang für Roman waren. Wir konnten die Veränderungen seines Zustandes beobachten, bloss fehlte uns das Wissen über die Kraft und die möglichen Auswirkungen von Strahlen. Damit fehlte die Möglichkeit, wichtige Ursachen zu erkennen.
Einige Jahre später nahm ich Kontakt mit der Psychologin auf, um Romans Zeichnung oder wenigstens eine Kopie davon zu bekommen. Ohne Erfolg. Sie sei umgezogen und würde die Dokumente nicht mehr finden.
Anmerkungen
1 Rot-Kreuzung – Biochromatik BC2 Rot, 2.000 Boviseinheiten. Siehe RR 3/2020 Biochromatik.
Jürg Mathis Baum, Erdstrahlung und Biochromatik
BoD 2020, 120 Seiten, ISBN-13:9783743120204
2 Jürg Mathis Wo rohe Kräfte sinnlos walten
BoD 2011, 180 Seiten, ISBN 978-3-905744-32-3
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