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Die Schweizer Gesundheitsbefragung 2017 ergab folgende Ergebnisse zum Thema psychische Gesundheit:
- Ca. Dreiviertel fühlen sich ausgeglichen.
- Nervosität stellt bei 29% der Frauen und 20% der Männer den häufigsten negativen Gemütszustand dar.
- 15% fühlen sich durch psychische Probleme beeinträchtigt.
Psychische Gesundheit ist ein komplexes Phänomen. Sie entsteht – wie psychische Krankheit auch – aus der dynamisch-zirkulären Wechselwirkung zwischen physikalischen, biologischen, psychologischen und sozioökologischen Faktoren. Wir fühlen uns gesund, wenn wir ein Leben führen können (sein und tun), das wir als wertvoll erachten, indem wir unsere intellektuellen und emotionalen Möglichkeiten ausschöpfen und zum Wohl unserer Gemeinschaft beitragen.
Im Laufe eines Jahres leiden bis zu einem Drittel der Bevölkerung an einer psychischen Erkrankung. Nur knapp die Hälfte der erkrankten Menschen lassen sich behandeln. In der Schweiz begingen 2016 ca. 1‘000 Personen einen Suizid, was einer Suizidrate von ca. 12/100‘000 Einwohner entspricht (exkl. Sterbehilfe). Massnahmen zur Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung psychischer Gesundheit bzw. zur Vorbeugung psychischer Krankheit sind deshalb für Einzelpersonen und die Gesellschaft von grosser Bedeutung. Hier steht vor allem das Verhältnis von inneren und äusseren Ressourcen (Bewältigungskräften) und Belastungen im Fokus. Zwischenmenschliche Verbindungen sowie die Erfahrung von Wertschätzung und Einflussnahme auf die eigene Lebenssituation stellen wichtige Ressourcen dar. Im Falle von überwältigenden oder chronischen Belastungen kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen, was sich auch an der Verteilung psychischer Probleme entlang des sozialen Gradienten zeigt.