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Da Banksy die Öffentlichkeit scheut und sich nicht an der Organisation von Ausstellungen beteiligt, hatten die Kuratoren einige Mühe, für die Schau “Krieg, Kapitalismus und Freiheit” die rund 150 Werke aus den Jahren 1998 bis 2011 zusammenzutragen.
Banksys kritische Haltung gegenüber der Vermarktung seiner Kunst wird dem Ausstellungsbesucher gleich am Anfang vor Augen geführt. Das erste Werk zeigt die Auktion eines Bildes mit der Aufschrift: “Ich kann nicht glauben, dass Ihr Schwachköpfe diese Scheisse echt kauft.”
Museumschef Emmanuele Francesco Maria Emanuele – so heisst er wirklich – erklärte am Dienstag bei der Eröffnung, die Organisation der Ausstellung sei sehr “kompliziert” gewesen, “Weil, wie man weiss, nicht nur der Zugang zu ihm schwierig ist, sondern er der Idee einer Zusammenarbeit zurückhaltend gegenübersteht.” Weil Banksy selbst keine Werke für Ausstellungen hergebe, seien private Sammler in aller Welt um ihren Beitrag für die bis zum 4. September dauernde Ausstellung gebeten worden.
Der Chef der Londoner Andipa Gallery, Acoris Andipa, der die Ausstellung in Rom mitkuratierte, hob hervor, dass Banksy die Popularität seiner Kunst nicht egal sei. “Tatsächlich übt Banksy seine Kunst auf zwei Arten aus: zum einen die Street Art (…) und dann eine kommerzielle Kunst, die er immer gemacht hat, um was zu essen zu haben.”
Banksy hat Wände in aller Welt mit seinen berühmten Schablonen-Graffiti verziert. Der mysteriöse britische Künstler gilt als einer der grössten Meister der Street Art, seine oftmals politischen Graffiti können hunderttausende Euro wert werden.
(SDA)