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Musikbox oder Juke Box online bei ricardo.ch
Die Geschichte der Musikbox reicht bis in das Jahr 1877 zurück und ist mit dem Namen Thomas Edison verbunden, der damals den Zinnfolien-Phonographen erfand. Edison dachte bei seiner Erfindung aber nicht an Musik, sondern an die praktische Anwendung im Büro. Ihm schwebte vor, den Zinnfolien-Phonographen zum Beispiel als Diktiergerät zu nutzen. Der deutschstämmige Emil Berliner entwickelte aus Edisons Idee 1887 das erste Grammophon. Louis Glas präsentierte schliesslich 1889 in San Francisco den ersten Musikautomaten mit Münzeinwurf. Der Automat verfügte über vier Hörschläuche mit jeweils einem Münzeinwurf. Wesentlich komfortabler war der „Automatik-Entertainer“, wie ihn die Joh. Gabel Company 1906 auf den Markt brachte. Der musikbegeisterte Kunde konnte zwischen vierundzwanzig Musikstücken auswählen. Ein riesiger Grammophontrichter brachte die Musik zu Gehör. Der Zuhörer musste keinen Schlauch mehr ans Ohr halten und konnte zu der Musik tanzen.
Aufstieg nach Aufhebung des Alkoholverbots
Viele Betreiber von Lokalen und Clubs entdeckten in den 1920er Jahren in den USA schnell die Möglichkeiten, die eine Jukebox bot. Sie sparten das Geld für eine Band und hatten mit der Musikbox ein Gerät in ihrem Etablissement stehen, das die Gäste nicht nur unterhielt, sondern sogar zusätzliche Einnahmen in die Kasse brachte. Während der Prohibition war die Musikbox besonders in versteckten Hinterhofclubs beliebt. Nach Aufhebung des Alkoholverbots schossen neue Lokale wie Pilze aus dem Boden. Jeder Wirt war darauf bedacht, sein Publikum mit Musik zu unterhalten und stellte einen Musikautomaten auf. Besonders gerne wurden die Produkte der Firma Wurlitzer genommen, die von dem Deutschen Rudolph Wurlitzer 1856 als Musikinstrumentengeschäft gegründet worden war.
Technik und Design
Neben der hervorragenden Technik legte Wurlitzer auch gesteigerten Wert auf ein ansprechendes Aussehen seiner Jukeboxen. Mit Paul Fuller engagierte die Firma eine Designer der Extraklasse. Fuller und Capehart, der Verkaufsmanager des Unternehmens, hatten grossen Anteil am Erfolg der Jukebox-Company. Die Firma produzierte ständig neue Modelle, an deren grundlegender Technik sich kaum etwas änderte, die aber optisch für Aufmerksamkeit sorgten. Beleuchtete und farbenfrohe Plastikteile gehörten bald zum Erkennungszeichen einer „echten“ Musikbox aus dem Hause Wurlitzer. Später kamen polarisierte Filme zum Einsatz, die die Schallplatten zum Leuchten brachten.
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