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Dial M for Murder
Regie: Alfred Hitchcock
Darst.: Grace Kelly, Ray Milland, Robert Cummings, Anthony Dawson, John Williams u.a.
Als der ehemalige Tennisstar Tony Wendice erfährt, dass seine Frau Margot ihn betrogen hat, beschliesst er, sie umzubringen, wobei ihm der Reichtum seiner Frau ein weiterer Anreiz ist. Ein alter Bekannter mit krimineller Vergangenheit soll sie erwürgen. Der ausgeklügelte Mordplan misslingt, da Margot im Todeskampf nach einer spitzen Schere greift und es ihr gelingt, den Täter zu töten. Doch Tony spinnt seine Intrige geschickt weiter, und Margot wird des Mordes angeklagt. Hitchcock sagte einmal, dass er gerne einen Film in einer Telefonkabine drehen würde; dies war nun die Gelegenheit. Der Film ist fast ausschliesslich in einem Raum gedreht, in einem prächtigen, cremefarbenen Londoner Apartment. Durch die Beschränkung auf engsten Raum intensiviert sich das Geschehen um den minutiös vorbereiteten Gattinnenmord. Auf Wunsch des Studios wurde der Film im populären 3D-Format gedreht, obwohl schon bald feststand, dass er später im Normalformat in die Kinos kommen würde. Hitchcock nutzte die Technik geschickt, indem er auf vordergründige 3D-Effekte verzichtete und stattdessen eine ausgeklügelte Raumdramaturgie entwarf, in der die Räumlichkeit betont wird und für die Handlung relevante Gegenstände in den Vordergrund rücken, sodass sie bedrohlich oder verräterisch wirken, bevor sie in der Handlung eine Rolle spielen. Als auf dem dramatischen Höhepunkt des Films Grace Kelly ihre Hand Hilfe suchend ins Publikum streckt, werden die Zuschauer direkt in die Handlung einbezogen, ohne eingreifen zu können, was die beklemmende Wirkung dieser Szene verstärkt. Dabei ist die Schauspielerin nur mit einem hauchdünnen Negligé bekleidet, was ihre Verletzlichkeit unterstreicht. Auch die zunehmend dunkleren Farben ihrer Kostüme unterstützen den Eindruck wachsender Bedrohung. «Dial M for Murder» war die erste Zusammenarbeit von Alfred Hitchcock mit Grace Kelly, der in seinen weiteren Filmen ihr Image als überlegene, intelligente, äusserlich kühle, im Grunde aber leidenschaftliche Frau aufbauen sollte. Inhaltlich variiert Hitchcock die Frage nach der Durchführbarkeit des perfekten Mordes, die ihn auch in «Rope» und «Strangers on a Train» beschäftigte. Wir zeigen den Film in der restaurierten 3D-Fassung in der englischen Originalversion.