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Montagnier
(Kt. Wallis, Bez. Entremont, Gem. Bagnes).
850 m. Gemeindeabteilung und Dorf, am rechten Ufer der Dranse und 1 km oberhalb der Brücke von Le Châble.
Zwischen zwei mit Obstbaumgärten, Wiesen und fruchtbaren Aeckern bepflanzten Wildbachschuttkegeln ¶
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und im wärmsten Teil des Bagnesthales schön gelegen. 26 Häuser, 234 kathol. Ew. Kirchgemeinde Bagnes.
Ackerbau und Viehzucht,
Nussbäume. Im Dorf eine Kammgarnspinnerei, die seit etwa 60 Jahren besteht und durchschnittlich 15 Arbeiter beschäftigt.
In dem ö. von
Montagnier ausmündenden Bachtobel, La Combe genannt, entspringen die Thermen von Bagnes, die
schon zur Römerzeit benutzt worden sein sollen, seither aber entweder durch allmähliges Versiegen oder infolge Ablenkung
durch Bergstürze an Wasserführung bedeutend abgenommen haben.
Auf dem Schuttkegel dieses Baches steht die alte Kapelle zu Saint Etienne, an die sich zahlreiche Ueberlieferungen knüpfen und an deren Stelle einst ein durch Bergstürze zerstörtes ganzes Dorf gestanden haben soll.
Nahe dabei ein altes Wohnhaus, das sich auf den Fundamenten und zwischen den Eckmauern
der ehemaligen Burg der Herren von
Montagnier erhebt.
Nachdem deren letzter Vertreter, François de la Tour aus Collombey, 1462 als Ketzer und Hexenmeister lebendig verbrannt worden war, überliess die seine Güter einziehende Abtei zu Saint Maurice dieses kleine Haus seiner Witwe zur Wohnung.