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Armut der Tabakbauern
Landwirtschaft mit Folgen
Für die Menschen in den Anbauregionen bleibt der Tabakanbau nicht ohne Folgen. Die verwendeten Chemikalien sind krebserregend und schädigen das Erbgut. Durch den Hautkontakt bei der Ernte, wird das Nikotin aus den nassen Tabakblättern direkt über die Haut an den Händen und anderen exponierten Körperstellen aufgenommen. Die Folge ist das Erkranken an der grünen Tabakkrankheit, welche Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Atemnot, Herzrasen und weitere Symptome auslöst. Für Schutzkleidung sind die Tabakbauern entweder zu arm oder sie sind ungenügend über die Risiken informiert und denken ein Schutz ist nicht nötig.
Verlockende Angebote - schlechte Bezahlung
Die meisten Tabakbauern schliessen Verträge mit den Rohtabakfirmen ab. Die Tabakunternehmen stellen ihnen dann Kredite für den Kauf von Land und den Bau von Gewächshäusern sowie Geräte und Pestizide zur Verfügung und verpflichten sich, den Tabakbauern ihre gesamte Ernte abzukaufen. Die Kosten für die Anschaffung von teuren technischen Geräten und weiterem Material werden von der Bezahlung abgezogen. Das führt dazu, dass die Tabakbauern in einer Schuldenfalle landen, da die Firmen die Preise für den Rohtabak drücken können und die Bauern trotzdem nur an diese Firma verkaufen dürfen.
Fehlendes Wissen
Oft sind die Tabakbauern nur wenige Jahre zur Schule gegangen und haben nicht das Wissen, die Verträge zu hinterfragen. Sie haben auch keine Kopien der Verträge. Zunächst klingt das Angebot der Tabakunternehmen verlockend für diejenigen Landbewohnerinnen und Landbewohner, die wenig oder gar nichts besitzen, da sie nur ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen müssen. Danach sind die Bauern aber abhängig von den Tabakunternehmen und können der Armut nicht entfliehen.