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Genau dies sei aber von Bundesrat und der Mehrheit des Parlaments so vorgesehen, schreibt Caritas in seinem am Montag vorgestellten Positionspapier "Klimapolitik ist auch Entwicklungspolitik".
Caritas stützt sich dabei auf die Aussagen der im Jahr 2016 verabschiedeten Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017-2020 sowie auf einen im Sommer 2017 veröffentlichten Bericht über die Schweizer Beteiligung an der internationalen Klimafinanzierung.
Die Schweiz müsse sich gemessen an ihrer Wirtschaftskraft mit jährlich einer Milliarde Franken an der Klimafinanzierung beteiligen, forderte Caritas-Direktor Hugo Fasel am Montag in Bern gemäss Redetext. Die vom Bundesrat vorgeschlagenen 450 bis 600 Millionen entsprächen nicht der Verantwortung der Schweiz am globalen Klimawandel.
Caritas verlangt, dass der Bund aufzeigt, wie diese Gelder finanziert werden. Das Geld dürfe nicht aus dem Budget für Entwicklungszusammenarbeit genommen werden, wo es dann beispielsweise für Bildung fehle. Denn so würde die Armut den Klimawandel finanzieren, sagte Fasel.
Weil die industrialisierten Länder des Nordens für einen grossen Teil der Erderwärmung verantwortlich seien, hätten sie für die Schäden insbesondere in den Entwicklungsländern aufzukommen.
Dort treffe der Klimawandel insbesondere Kleinbauern, Landlose und Slumbewohner in Form von Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen oder Wirbelstürmen besonders stark. Gerade ihnen würden aber die Ressourcen fehlen, um die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen oder sich an diesen anzupassen.
Caritas fordert zudem, dass die Schweiz auch innerhalb der Landesgrenzen mehr für den Klimaschutz unternimmt. Derzeit sei vorgesehen, dass drei Fünftel des Reduktionsziels im Klimaabkommen mit Massnahmen im Inland bewerkstelligt werden sollen.
Der Rest solle durch den sogenannten Emissionshandel abgehandelt werden. Caritas lehnt diesen Handel ab, bei dem sich ein Land mit Zertifikaten aus Massnahmen "freikaufen" kann.
Gemäss Vertragstext des Klimaabkommens von Paris helfen die Industriestaaten ärmeren und von der Erderwärmung besonders betroffenen Ländern beim Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen des Treibhauseffekts. Von 2020 bis 2025 sollen die Industriestaaten jährlich 100 Milliarden Dollar dafür bereitstellen.
(SDA)