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Das Zweite Vatikanisch Konzil sagt in seiner Konstitution über das Wesen der Kirche: "Die mit hierarchischen Organen ausgestattete Gesellschaft und der geheimnisvolle Leib Christi, die sichtbare Versammlung und die geistliche Gemeinschaft, die irdische Kirche und die mit himmlischen Gaben beschenkte Kirche sind nicht als zwei verschiedene Grössen zu betrachten, sondern bilden eine einzige komplexe Wirklichkeit, die aus menschlichem und göttlichem Elemente zusammenwächst." (Vaticanum II, Lumen gentium 8).
Geistliche Gaben und materielle Gaben gehören zur Kirche. Immer schon haben die Glieder der Kirche für den materiellen Bedarf des kirchlichen Lebens Naturalgaben und Geld gespendet. Beides diente dem Lebensunterhalt der Priester und Ordensgemeinschaften sowie dem Unterhalt der Kirchen und Klöster. Die konkrete Art und Weise dieser Unterstützung ist weltweit sehr vielfältig; überall aber gilt, was das kirchliche Recht dazu sagt:
- Canon 1260: „Die Kirche hat das angeborene Recht, von den Gläubigen zu fordern, was für die ihr eigenen Zwecke notwendig ist.“
- Canon 222 § 1: „Die Gläubigen sind verpflichtet, für die Erfordernisse der Kirche Beiträge zu leisten, damit ihr die Mittel zur Verfügung stehen, die für den Gottesdienst, die Werke des Apostolats und der Caritas sowie für einen angemessenen Unterhalt der in ihrem Dienst Stehenden notwendig sind.“
- Canon 222 § 2: „Sie sind auch verpflichtet, die soziale Gerechtigkeit zu fördern und, des Gebotes des Herrn eingedenk, aus ihren eigenen Einkünften die Armen zu unterstützen.“
Im Bistum Basel erfüllen die Gläubigen diese Pflicht regulär durch ihre Kirchensteuer, die sie in ihrer Wohnorts-Kirchgemeinde bezahlen. Die rechtlichen Verhältnisse sind im Detail in den jeweiligen Bistumskantonen geregelt. Nähere Informationen findet man auf der Internetseite der kantonalen römisch-katholischen Körperschaften:
Nach gut schweizerischem Föderalismus werden die Kirchensteuern dort eingesetzt, wo sie bezahlt werden, nämlich vor Ort. Die Löhne des kirchlichen Personals, die Betriebskosten und die Infrastruktur werden von der lokalen Kirchgemeinde finanziert.
Danke für Ihre Kirchensteuer – sie ermöglicht viel!