Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/416

Pädophilie und Soziale Arbeit, besser nicht?
Eine Forschung über Präventionsangebote für Personen mit sexueller Ansprechbarkeit auf das (vor)pubertäre Körperschema im Zusammenhang mit der Rolle der Sozialen Arbeit.
Diese Bachelorarbeit entstand im Jahr 2023 im Rahmen des Studiums Soziale Arbeit an der Hochschule Luzern. Sie thematisiert die Ansprechbarkeit auf das (vor)pubertäre Körperschema und den damit verbundenen sozialen Problemen. Ziel war es, durch qualitative Expert:inneninterviews und der anschliessenden Auswertung mit der Grounded Theory Methodologie aufzuschlüsseln, welche sozialen Probleme Fachpersonen aus bestehenden Präventionsangeboten wahrnehmen und wie diesen begegnet wird. Die Ergebnisse ermöglichen einen Einblick in bestehende Präventionsangebote und die damit verbundenen Herausforderungen, mit denen Fachpersonen konfrontiert sind. Dabei sticht insbesondere die unzureichende Angehörigenunterstützung hervor. Des Weiteren wird deutlich, dass eine flächendeckende Präventionsarbeit aufgrund fehlender finanzieller Unterstützung seitens der Kantone nicht realisiert werden kann. Diese Einschränkung ist auf mangelnde politische und gesellschaftliche Konformität mit dem Thema zurückzuführen. Ein weiteres bedeutendes Ergebnis ist die vernachlässigte Ausbildung von Fachpersonen verschiedener Disziplinen, was sich negativ auf den Umgang mit sozialen Problemen auswirkt. In Bezug auf die Rolle der Sozialen Arbeit bedeutet dies, dass aufgrund der fehlenden Einbeziehung soziale Probleme nicht angegangen werden können. Die befragten Personen äussern den Wunsch nach fachlicher Unterstützung seitens der Sozialen Arbeit und betonen die Notwenigkeit einer Einbindung der Profession in Präventionsangebote.