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Frauen und Mädchen sollen entlastet werden Oxfam fordert Investitionen in öffentliche Infrastruktur Montag, 20. Januar 2020 um 05:30 Frauen und Mädchen weltweit leisten laut einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam pro Tag mehr als zwölf Milliarden Stunden unbezahlte Haus-, Pflege- oder Fürsorgearbeit (Symbolbild). Foto: pixabay.com Frauen und Mädchen weltweit leisten laut einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam pro Tag mehr als zwölf Milliarden Stunden unbezahlte Haus-, Pflege- oder Fürsorgearbeit. Dies entspricht bei einem Mindestlohn einem Gegenwert von mehr als 11 Billionen Dollar jährlich. Das erklärte Oxfam in der am Montag im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgelegten Studie "Time to Care". Oxfam fordert als Konsequenz mehr Investitionen in Kinderbetreuung, Pflegeeinrichtungen und andere öffentliche Infrastruktur. Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder Hausarbeiten seien für das Wohlergehen von Gesellschaften und das Funktionieren der Wirtschaft unerlässlich, argumentiert Oxfam. Gleichzeitig seien sie für Frauen häufig eine Armutsfalle. Die ungleiche Verteilung der Pflege- und Fürsorgearbeit schaffe und verschärfe soziale Ungleichheit. Die Organisation fordert massive Investitionen in öffentliche Infrastruktur, um Frauen und Mädchen von unbezahlter Pflege- und Fürsorgearbeit zu entlasten. In armen Ländern etwa könnten Wasserleitungen und die Versorgung mit regenerativen Energien den Zeitaufwand für die Versorgung mit Wasser und Brennstoff verringern. In reichen Ländern gehe es eher um eine gerechtere Verteilung von Erziehungs- und Betreuungszeiten. (Quelle: sda) Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.