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Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ist bei einem Facebook-Post offensichtlich ein peinlicher Fehler unterlaufen. Er veröffentlichte auf seiner offiziellen Seite das Bild einer «2000 Jahre alten Silbermünze».
Diese wertete er als Beweis für «die tiefe Verbindung zwischen dem Volk Israel und seinem Land, zu Jerusalem, unserem Tempel und den Gemeinden in Judäa und Samaria (Westjordanland)».
Der «aufregende Fund» eines achtjährigen Mädchens in Neve Zuf bei Ramallah entpuppte sich jedoch als billige Souvenir-Münze des Israel-Museums in Jerusalem.
Netanjahu löschte daraufhin am Montag den Post vom Vortag. Sein Sprecher hatte zuvor gesagt, man prüfe die Berichte.
Der Chefkurator für Archäologie und Numismatik (Münzkunde) des Israel-Museums, Chaim Gitler, sagte der «Times of Israel», die Einrichtung habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten Tausende solcher Münzen als Andenken vergeben. Sie hätten lediglich «erzieherischen Wert».
«Es besteht keine Chance, dass sie authentisch ist - es ist keine antike Münze», sagte Gitler dem Blatt. «Man kann es eigentlich nicht einmal als Münze bezeichnen.» Er sei sich sicher, dass es sich um ein Andenken des Israel-Museums handle, «weil alle Markierungen zu 100 Prozent identisch mit der dort verwendeten Form sind».
Israelische Medien hatten zunächst berichtet, ein Mädchen habe im Westjordanland einen extrem seltenen halben Schekel gefunden. Die Münze sei kurz vor der Zerstörung des zweiten jüdischen Tempels durch die Römer im Jahre 70 geprägt worden. In Israel werden sehr häufig solche antiken Gegenstände gefunden. (sda/dpa)