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Im vergangenen November war Murdaugh bereits auf Bundesstaaten-Ebene wegen Delikten wie Geldwäsche und Betrug zu 27 Jahren Haft verurteilt worden. Nun folgte eine weitere Entscheidung auf Bundesebene. Der ehemalige Anwalt hatte sich in beiden Verfahren schuldig bekannt und eine Drogenabhängigkeit vorgebracht als Grund für die Straftaten. Er sitzt bereits eine lebenslange Haftstrafe wegen zweifachen Mordes ab.
Der Doppelmordprozess gegen Murdaugh hatte in den USA für viel Aufsehen gesorgt - das Verfahren wurde teils stundenlang im Fernsehen übertragen. Murdaughs Ehefrau (52) und der gemeinsame Sohn (22) waren im Juni 2021 auf dem Grundstück der Familie tot aufgefunden worden. Im Zeugenstand war der ehemalige Anwalt wiederholt in Tränen ausgebrochen und hatte seine Unschuld beteuert. Er gab aber zu, immer wieder gelogen zu haben. Schliesslich befand die Jury Murdaugh wegen Doppelmordes für schuldig - er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft warf Murdaugh vor, er habe wegen des Todes seiner Familie auf Sympathie gehofft. Zudem habe er Zeit gewinnen wollen, um Finanzverbrechen zu vertuschen.
Der frühere Rechtsanwalt soll über Jahre diverse Mandanten betrogen haben, in dem er unter anderem Entschädigungssummen teilweise selbst einsteckte oder überhöhte Honorare berechnete. Im aktuellen Bundesverfahren verhängte der zuständige Richter Richard Gergel eine höhere Haftstrafe als von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagen. Gergel sagte nach Angaben des lokalen Fernsehsenders WCIV bei der Verkündung der Haftstrafe im Gerichtssaal zur Begründung, Murdaugh habe «die bedürftigsten und verletzlichsten Menschen» bestohlen, die sich wegen Personenschäden an ihn gewandt hätten. Sie hätten all ihre Hoffnungen auf den Anwalt gesetzt, doch dieser habe sie hintergangen.