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In Kreuth/Rieden, rund 60 Kilometer südlich von München, fanden Ende September die offenen deutschen Meisterschaften des Westernreitens statt. An der 28. Austragung des German Open startete alles, was in dieser Sportart Rang und Namen aufweist.
Während acht Tagen kämpften rund 600 ReiterInnen und Pferde um die begehrten Kategoriensiege und die total 180’000 Euro Geld- und Sachpreise. Das German Open ist damit Europas grösstes Westernreit-Turnier.
Das Westernreiten ist eine Reitweise, die sich an die Arbeitsweise der Cowboys anlehnt. Unschwer zu erahnen, dass das Westernreiten seine Ursprünge in den USA hat. Der Wettkampfsport ist unterteilt in zahlreiche Disziplinen. Wir erklären drei:
Da wäre etwa das Reining (reins = Zügel), die zurzeit populärste Disziplin und eigentliche Dressur des Westernreitens. Dabei müssen in rascher Abfolge Tempowechsel, Drehungen, Stops und Rückwärtsrichten gezeigt werden. Beim Ranch Cutting wird ein einzelnes Rind aus der Herde getrennt und das Pferd muss zeigen, dass es fähig ist, das Rind zu arbeiten und zu kontrollieren. Anschliessend muss der Reiter das Rind am gegenüberliegenden Ende der Reitbahn einpferchen. Im Ranch Trail wird die Fähigkeit des Pferdes überprüft, Hindernisse aus dem Alltag eines Arbeitspferdes zu bewältigen. Der Parcours soll aus Hindernissen bestehen, die auch in der Arbeit eines Ranchpferdes zu finden sind.
Seit diesem Sommer besucht mit Tatjana Siedler nun auch eine Western-Reiterin die UNITED. Die Lernende der Winterthurer Klasse gehört im Jugendbereich national zu den Zugpferden ihrer Sportart und schaffte heuer an den Europameisterschaften auch international den Durchbruch. Die 15-Jährige aus Mönchaltdorf nahm nun auch am German Open teil –wie sich zeigte ausgesprochen erfolgreich.
Tatjana startete in drei Einzeldisziplinen und den Team-Meisterschaften und klassierte sich in den grossen Starterfeldern stets in den vordersten Ranglisten-Regionen. Im Ranch-Riding (2.) und im Trail (3.) schaffte sie es zwei Mal aufs Podium; gut war auch der Auftritt im «Pleasure» (6.) und mit der Mannschaft (6.). Und es kam noch besser: In der Gesamtwertung reichte dies in der Jugend-Kategorie sogar zur Top-Platzierung und dem Gesamtsieg.