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Die Hyatt Hotels Corporation hat am 18. August den Abschluss einer endgültigen Vereinbarung zur Übernahme der Apple Leisure Group (ALG) angekündigt, einer namhaften Betreiberin von Management-, Reise- und Hotelleriediensten im Bereich Luxusresorts. Die entsprechenden Tochtergesellschaften von KKR und KSL Capital Partners sollen für die Übernahme 2,7 Milliarden US-Dollar in bar erhalten. Hyatt geht davon aus, mehr als 80 Prozent des Kaufs mit einer Kombination aus 1,0 Milliarden Dollar Barguthaben und neuem Fremdkapital sowie den Rest mit ca. 500 Millionen Dollar Eigenkapital zu finanzieren. Hyatt hat sich eine Finanzierungszusage über 1,7 Milliarden Dollar von J.P. Morgan gesichert. Der Abschluss der Transaktion dürfte im vierten Quartal 2021 vorgenommen werden und unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen.
Apple? Hat nichts mit dem Elektronikriesen zu tun. Die Apple Leisure Group ist ein amerikanisches Reise- und Gastgewerbekonglomerat, das sich auf Paketreisen und Resort- /Markenmanagement in Mexiko, der Karibik, Lateinamerika, Europa und dem Nahen Osten konzentriert. Es ist die Muttergesellschaft der Resort- und Markenverwaltungsgesellschaft AMResorts, welche für die ALG die Managementdienste für das grösste Portfolio an All-inclusive-Luxusresorts in Nord-, Mittel- und Südamerika unter dem Markenportfolio «AMRTM Collection» übernimmt. Zu diesem gehören bekannte Marken wie Secrets Resorts & Spas, Dreams Resorts & Spas, Breathless Resorts & Spas, Zoëtry Wellness & Spa Resorts sowie die wachstumsstarke Marke Alua Hotels & Resorts, wobei Letztere an europäischen Reisezielen ausgebaut wird. Das Hotelportfolio der ALG besteht aus 100 Anlagen mit über 33'000 Zimmern in 10 Ländern. Die Übernahme umfasst auch das Mitgliedschaftsangebot «Unlimited Vacation Club» der ALG (mit 110'000 Mitgliedern), die Reisegesellschaft «ALG Vacations» sowie Managementdienste an den Reisezielen und technologische Vermögenswerte für die Reisebranche.
Nach Abschluss der Transaktion wird das Geschäft der ALG weiterhin von Alejandro Reynal, dem aktuellen CEO, und der derzeitigen Führungsebene der ALG geführt. Reynal wird als Mitglied der obersten Führungsebene von Hyatt direkt dem Hyatt-CEO, Mark Hoplamazian, unterstellt. Dieser erklärt zur Übernahme Folgendes: «Mit der Asset-Light-Übernahme der Apple Leisure Group holen wir eine äusserst begehrenswerte unabhängige Resortmanagementplattform in die Hyatt-Familie. Durch die Aufnahme der Anlagen der ALG verdoppelt sich der globale Bestand an Resorts von Hyatt umgehend. Das Portfolio der ALG an Luxusmarken, ihre führende Rolle im All-inclusive-Segment und die zahlreichen neuen Resorts in Planung werden unseren Einflussbereich in bestehenden und neuen Märkten wie beispielsweise in Europa vergrössern und unseren branchenführenden Nettozuwachs an Zimmern weiter beschleunigen. Wichtig ist auch, dass die Kombination dieser wertschöpfenden Übernahme und unserer Verpflichtung zur Veräusserung weiterer Anlagen im Wert von 2 Milliarden US-Dollar unser Ertragsprofil verändern wird, und wir gehen davon aus, dass sich die Erträge von Hyatt bis Ende 2024 zu 80 Prozent aus kostenpflichtigen Leistungen zusammensetzen.»
Damit ist klar, in welche Richtung Hyatt steuert. Durch die Übernahme erweitert Hyatt seine Präsenz im Bereich von Luxusferienreisen und wird nach Abschluss der Transaktion über das weltweit grösste Portfolio an All-inclusive-Luxusresorts verfügen. Darüber hinaus wird Hyatt seine globale Präsenz im Resortsegment verdoppeln, als grösster Betreiber von Luxushotels in Mexiko und der Karibik auftreten und seine europäische Präsenz um 60 Prozent erweitern. Durch die Übernahme erweitert sich die Markenpräsenz von Hyatt um elf neue europäische Märkte. Und: Die kombinierten Ressourcen von ALG und Hyatt eröffnen mehr Angebote und Erlebnisse im Luxussegment zugunsten des Gäste- und Kundenstamms der beiden Unternehmen. Nach dem Abschluss der Transaktion wird Hyatt die Möglichkeiten ausloten, wie World of Hyatt und der Unlimited Vacation Club den jeweiligen Mitgliedern einen Mehrwert und einzigartige Treuevorteile bieten kann, die auch Hoteleigentümern zugutekommen.