Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03631.jsonl.gz/1277

Das Wichtigste in Kürze
- Schweden bietet sich als Vermittler zwischen Nordkorea und den USA an.
- Die beiden Länder wollen Nordkoreas Atomprogramm diskutieren.
Schweden bietet Hand für die Vermittlung zwischen den USA und Nordkorea. Die beiden Länder wollen sich über das umstrittene Atomprogramm Nordkoreas unterhalten. «Wenn wir irgendwie aushelfen können, werden wir es tun», sagte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven am Samstag in Luxemburg nach Angaben der Nachrichtenagentur TT. Wie genau Schwedens Hilfe aussehen könnte, liess er offen.
Schweden vertritt amerikanische Interessen in Nordkorea
Die schwedische Zeitung «Dagens Nyheter» berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, Nordkoreas Aussenminister Ri Yong-ho werde bald seine schwedische Amtskollegin Margot Wallström treffen. Ein Sprecher Wallströms kommentierte diesen Bericht nicht. Er betonte aber, Schweden sei wie andere Länder an einer friedlichen Lösung des Konflikts interessiert.
Löfven verwies am Samstag darauf, dass sein Land seit den frühen 1970er Jahren eine Botschaft in Pjöngjang unterhalte und vor Ort auch die Interessen der USA vertrete. Man müsse aber bedenken, dass die Hauptakteure in dem Konflikt die beiden Koreas sowie die USA und China seien. «Sie müssen eine Basis finden, um voranzukommen», zitierte TT den Regierungschef weiter.
Nicht das erste Mal
Schweden hatte bereits bei der Freilassung des in Nordkorea inhaftierten US-Studenten Otto Warmbier mitgewirkt. Ende 2015 war dieser zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA im Juni 2016 starb er, nachdem er bereits 15 Monate lang im Koma gelegen hatte.