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Faszination Technik im Blickwinkel der Emanzipation
Früher hat man nicht viel darüber diskutiert, sondern es als gottgegeben hingenommen, dass Frauen sich meistens für soziale Berufe wie Krankenschwester, Lehrerin oder Kindergärtnerin entscheiden, und die Männer besetzten dagegen Domänen wie Ingenieur, KFZ-Schlosser oder Rohrleger. Ohnehin verstanden Frauen nichts von Technik, und in der Tat hatten sich viele Frauen nicht für Technik interessiert.
Woher kam das eigentlich?
Das geht sicher alles zurück auf die Entwicklung unserer Gesellschaften. Aufgrund der größeren Körperkraft der Männer hatte sich schnell eine sinnvolle Arbeitsteilung entwickelt. Die Männer waren zuständig für die Jagd wilder Tiere und für die Verteidigung der Lebensgemeinschaft. Also mussten sie auch über technische Hilfsmittel nachdenken, die wir heute als Waffen bezeichnen. Auch das Aufstellen stabiler Behausungen für Mensch und Tier war schwere Arbeit, die im Wesentlichen von Männern erledigt werden musste. Das Verständnis für Mechanik, Material und Physik war also für jeden Mann entscheidend. Wenn das über Jahrmillionen so läuft, passiert es in der Natur, dass sich so etwas wie ein genetischer Fingerabdruck ausbildet. Die Frauen unterstützten ihre Männer durch die Aufzucht der Kinder und die Zubereitung der Mahlzeiten, wozu übrigens auch das Bier gehörte. Schon in diesen frühen Gesellschaften haben die Männer sehr wohl verstanden, wie wichtig die Unterstützung durch ihre Frauen ist, dass ohne sie gar nichts läuft. Für Frauen wurden Kriege geführt.
In den Zeiten des Wirtschaftswunders
Als ich noch ein kleiner Junge war, kaufte mein Vater ein Tonbandgerät von Telefunken. Er tat es für meine Mutter, die so sehr die Lieder von Dean Martin, Louis Armstrong oder auch Vico Torriani liebte. Mein Vater war handwerklich sehr begabt und auch sonst recht schlau, aber diese Tonbandspulen einlegen und die Musik starten, das lag ihm gar nicht. Diese etwas filigranen Handgriffe lernte meine Mutter sofort, nachdem ihr es jemand gezeigt hat, und dann hatte sie viel Spass damit. War das der Beginn einer Veränderung in unserer modernen Gesellschaft?
Verordnete Geschlechterneutralität
Es folgte dann bald die Zeit, als Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen verpönt war. Frauen fluteten Berufe wie KFZ-Mechaniker, Ingenieur oder Manager, und die Männer wurden Tellerwäscher, Krankenpfleger oder spielten den ganzen Tag mit Kindern in einer Kindertagesstätte. Parallel dazu erfolgte ein sprunghafter Anstieg homosexueller Paare, und die Sänger in den Charts vertraten weder Bass noch Bariton, sondern überflügelten eher als Sopran jeden Tenor. Übrigens stellten die westlichen Gesellschaften irgendwann besorgt fest, dass sie zu wenige Kinder haben.
Technisch wurde der Unterschied zwischen Mann und Frau beseitigt
Zwar versucht man in mitteleuropäischen Sprachen immer wieder krampfhaft darauf hinzuweisen, dass es doch noch Mann und Frau gibt, in dem jede Rede nicht nur mit "Meine Damen und Herren" beginnt, sondern auch immerzu darauf verwiesen wird, dass es Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Schüler und Schülerinnen, Studenten und Studentinnen, Kollegen und Kolleginnen, Patienten und Patientinnen, Zuhörer und Zuhörerinnen usw. gibt, aber all diese endlosen Bemühungen fruchten nicht wirklich in Richtung Zeugungserfolg.
Der technische Fortschritt hat uns total emanzipiert
Die inzwischen erreichte Miniaturisierung in der Technik hat es erreicht, dass jede Maschine von jedem Menschen bedient werden kann. Körperkraft oder ein besonderer technischer Verstand sind endlich unnötig geworden. Mit Software und Web-Anwendungen werden Treiberprogramme angesprochen, die ihrerseits kleine Schrittmotoren aktivieren, die wiederum eine größere Hydraulik Millimeter genau steuern, und so kann nun auch jede Schülerin einen Bagger zu Baumassnahmen veranlassen. Das kann sie heute sogar auch online aus 10.000 km Entfernung machen dank der Vernetzung aller technischen Geräte. Ist unser technischer Fortschritt nicht schön?
Bildquelle: Helga Hauke / pixelio.de