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Aus dem SWA. Das Automobil ist seit seiner Erfindung eine emotionale Sache.
Als Geburtsstunde des Autos gilt das Jahr 1886 (einmal abgesehen von Vorläufern wie dem urtümlichen Dampfwagen von Nicolas Cugnot von 1769). Die technische Entwicklung war 1886 derart fortgeschritten, dass gleich mehrere Erfinder wie Carl Benz oder Gottlieb Daimler es unabhängig voneinander erfanden. Die Geschichte des Autos ist auch eine Innovationsgeschichte. Damit eine Erfindung zur Innovation werden kann, muss sie sich bei den Menschen durchsetzen.
Den Umgang mit dem Auto lernen
Mit Broschüren und Büchern wurde von verschiedener Seite immer wieder versucht, die Menschen über den richtigen Umgang mit Autos aufzuklären.
Dazu gehörten Unfallprävention für Kinder ebenso wie Verkehrsregeln.
Die Autofahrer und die Berufsleute des Autogewerbes wurden über das Funktionieren und Reparieren der Autos informiert: Die Betätigung und die Funktionsweise von Kupplung und Gangschaltung zum Beispiel wurden immer wieder erklärt (und wahrscheinlich selten wirklich verstanden).
Eher exotischen Charakter haben die Pflegehinweise für «stillgelegte Autos» während des Benzinmangels im Zweiten Weltkrieg.
Autogewerbe und Autoindustrie
Die Herstellung des Autos, seine Geschichte und sein ökonomischer Kontext bilden ebenfalls Gegenstand von interessanten Publikationen.
In der Schweiz bestand das «Autogewerbe» im 20. Jahrhundert vor allem aus Reparaturbetrieben, Carrosserien und Autohändlern. Die inländische Autoproduktion war mit den Montagewerken von General Motors in Biel und von AMAG in Schinznach ein Randphänomen. In der automobilen Frühzeit vor über 100 Jahren gab es aber durchaus schweizerische Autohersteller.
Das Auto wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Massenphänomen und damit immer mehr auch zum Spiegel gesellschaftlicher und kultureller Entwicklungen.
<email-pii> vom Schweizerisches Wirtschaftsarchiv SWA