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Warum wird CBD Cannabis konsumiert?
Konsumenten erhoffen sich von CBD Cannabis unterschiedliche Wirkungen in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden. Gemäss einer Studie der Stiftung Sucht Schweiz, gehört dazu die Linderung von Schmerzen und Stress, ein besserer Schlaf und die Reduktion von depressiven Verstimmungen. Uneinigkeit herrscht darüber, ob CBD die Konzentration fördert oder nicht.
Ein Drittel der befragten CBD Cannabis Konsument leidet an einer diagnostizierten Krankheit. Am häufigsten wurden Rheuma, Arthritis, Fibromyalgie und Depressionen genannt.
Standortbestimmung
Die Studie der Stiftung Sucht Schweiz wurde im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) durchgeführt. Sie umfasste eine Befragung von 1500 CBD Cannabis Konsumenten und eine Analyse von 90 CBD Online Shops. Das Ziel war eine erste Standortbestimmung. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ und haben das Ziel erste Anhaltspunkt für die Motive hinter dem Konsum von CBD Cannabis zu liefern.
Konsumenten Befragung
In der Studie von Sucht Schweiz wurden 1500 Personen befragt, die bereits mindestens einmal CBD Cannabis konsumiert hatten. Bei zwei Drittel lag dieser Konsum nicht weiter als 30 Tage zurück. Ein Drittel gab an, täglich CBD Cannabis zu konsumieren. Es wurden zwei unabhängige Befragungen durchgeführt. Eine über Facebook und eine mit Hilfe von IG Hanf, der Interessensgemeinschaft für Hanf.
Medizinischer Nutzen nicht im Mittelpunkt
Die häufigsten Gründe für den Konsum von CBD Cannabis sind Neugierde und die Möglichkeit Cannabis legal beziehen zu können. 65 Prozent der über Facebook befragten Personen stufen den Effekt von CBD Cannabis als positiv ein. Bei den via IG Hanf Befragen, kamen sogar 79 Prozent zu dieser Einschätzung. Ein möglicher medizinischer Nutzen steht bei der Mehrheit nicht im Mittelpunkt. Bei den regelmässigen Konsumenten war dieser Anteil höher. Ein weiterer Teil benutzt das CBD Cannabis als Ersatzprodukt zu illegalem Cannabis.
Keine wesentlichen Risiken
Gemäss den Autoren der Studie sind keine wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit dem Konsum von CBD Cannabis bekannt. An dieser Stelle sei jedoch darauf hingewiesen, dass Rauchen von Substanzen immer ungesund ist. Ein Grossteil der medizinischen Konsumenten dürfte das CBD daher in Form von CBD Öl, CBD Tinkturen oder CBD Nasensprays zu sich nehmen. CBD Cannabis spielt für diese Personen kaum eine Rolle oder wird allenfalls zur Zubereitung von CBD Tee verwendet. Gemäss den Studienergebnissen, sind dies vor allem ältere Personen. Sie greifen meist zu CBD Öl und geben häufiger medizinische Gründe für den Konsum an.
Wie wird sich der Markt weiterentwickeln?
Sucht Schweiz sagt voraus, dass der Markt für CBD Cannabis langfristig Bestand haben wird, jedoch tendenziell schrumpfen werde. Dies dürfte jedoch auch wesentlich damit zusammenhängen, wie sich die weitere Legalisierung von Cannabis gestaltet. Bei einer vollständigen Legalisierung, könnte CBD Cannabis tatsächlich in eine Nische gedrängt werden. Denn das begehrte CBD, lässt sich auch über andere Wege dem Körper zuführen, die weitaus gesünder sind als Rauchen.
CBD als Medizin
Aufgrund des aktuell noch ungenügenden Forschungsstandes darf CBD nicht als Heilmittel angepriesen werden. Es ist daher nicht erlaubt den medizinischen Nutzen von CBD anzupreisen oder dieses als Medikament zu verkaufen. Sollte sich dies in Zukunft ändern oder sogar die Krankenkassen die CBD Öl Tropfen bezahlen, könnte dies den CBD Markt nochmals deutlich vergrössern.
Klinische Studien
Bisherige klinische Studien lassen den Schluss zu, dass CBD eine schmerzstillende und angstlösende Wirkung hat. Aktuell werden Medikamente mit CBD bei verschiedenen Formen von Epilepsie und bei der Behandlung von multipler Sklerose eingesetzt. Die weiteren Wirkungen von CBD sind bisher nur ungenügend erforscht. Wie Sucht Schweiz moniert, weisen viele klinische Studien in diesem Bereich methodische Probleme auf.
Quellen: