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Die Generalversammlung der Schweizerischen Numismatischen Gesellschaft (SNG) fand am 14. Juni 2003 im Palais de Rumine in Lausanne statt. Die Tagung wurde in Zusammenarbeit mit dem Cabinet des médailles des Kanton Waadt und der Association des amis du Cabinet des médailles organisiert. Zunächst bot Professor Pierre Ducret, Präsident der Association, einen überblick über die Entwicklung des Cabinet des médailles, dessen Ursprünge bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Anschliessend berichtete Anne Geiser, die Leiterin des Cabinet des médailles, das neu "Musée Monétaire cantonal" heisst, über die Entwicklung und den Ausbau des Museums. Der wissenschaftliche Teil der Tagung begann mit dem Vortrag von Chérine El Sherbiny über die Münzprägung Alexandrias zu römischer Zeit. Es folgten ein Bericht von Carine Raemy-Tournelle über den mittelalterlichen Münzfund aus Niederbipp (Kt. BE), sowie ein Vortrag von Dr. William Eisler über den international tätigen Genfer Medailleur Jean Dassier.
Im Berichtjahr erschien unter der Redaktion von Silvia Hurter und Dr. Markus Peter Band 82 der «Schweizerischen Numismatischen Rundschau». Die publizierten Beiträge umfassen drei Aufsätze zur antiken Numismatik, eine Arbeit zur byzantinischen Münzprägung, sowie zwei Arbeiten über Münzfunde aus dem Mittelalter. Hinzu kommen acht Besprechungen von Neuerscheinungen im Bereich der antiken Numismatik.
In den vierteljährlich unter der Redaktion von Dr. Martin Hartmann und Dr. Ruedi Kunzmann erscheinenden Heften «Schweizer Münzblätter» (SM) wurden im Berichtjahr die Nummern 209-212 publiziert. Die publizierten Beiträge stellen ein breites numismatisches Spektrum dar. Die numismatischen Aufsätze wurden ergänzt durch Berichte zu numismatischen Kolloquien und Kongressen im In- und Ausland, zu Ausstellungen und durch Buchbesprechungen. Ferner erschien das Inhaltverzeichnis der SM zu den Jahrgängen 1998-2002 (Nr. 189-208).
Vom 15. bis 18. September 2003 fand der XIII. Internationale Numismatische Kongress in Madrid statt. Zahlreiche SNG-Mitglieder nahmen aktiv an diesem Kongress teil. Zu erwähnen sind u.a. die Vorträge von Rahel Ackermann, Susanne Frey-Kupper, Silvia Hurter, Daniel Schmutz, Giovanni Staffieri und Benedikt Zäch. Den Auftakt des Kongresses bildete die Generalversammlung der Internationalen Numismatischen Kommission (INC). Benedikt Zäch, Münzkabinett Winterthur, wurde neu in den Vorstand der INC gewählt eine Ehre die bisher nur wenigen Schweizern zuteil wurde. Ebenfalls zu Beginn des Kongress fand die Jahresversammlung des International Committee of Money and Banking Museums (ICOMON), eines Fachkomitees des International Council of Museums (ICOM) statt, dem verschiedene SNG Mitglieder, insbesondere die Vertreter der öffentlichen numismatischen Sammlungen in der Schweiz angehören; Hortensia von Roten (Münzkabinett Schweizerisches Landesmuseum) ist Mitglied des Vorstandes von ICOMON.
Die SNG hat mit Hilfe der Schweizerischen Akademie für Sozial- und Geisteswissenschaften (SAGW) ein Reisestipendium zur Teilnahme am Kongress in Madrid vergeben. Das Ziel der SNG war, den Stipendiatinnen und Stipendiaten nicht nur finanzielle Unterstützung zu bieten, sondern auch Kontaktmöglichkeiten zu ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu schaffen. Die SNG hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Numismatischen Gesellschaft, sowie mit der finanziellen Unterstützung des Verbandes Schweizerischer Münzenhändler einen Empfang gegeben an dem rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neben den sieben StipendiatInnen teilnahmen.
Auch auf individueller Basis wurden internationale Beziehungen gepflegt.
Martin Hartmann setzte die Notgrabungen im römischen Militärlager von Zeugma (Türkei) fort. Markus Peter setzt seine Arbeit als Präsident der Kommission für das Inventar der Fundmünzen der Schweiz (IFS) der SAGW fort. Ferner bearbeitete er die Fundmünzen aus Petra (Jordanien). Benedikt Zäch, Leiter des Münzkabinetts der Stadt Winterthur, realisierte zusammen mit der Tiroler Numismatischen Gesellschaft und der Stadt Hall in Tirol eine Ausstellung über griechische Münzen im Münzmuseum der Burg Hasegg, Tirol.
Martin Lory ist altershalber aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Vorstand zählt zur Zeit zehn Mitglieder. Zur Erhöhung der Effizienz wurde eine Marketing- und eine Webarbeitsgruppe gebildet. Ein Marketingkonzept wurde erarbeitet mit dem Ziel, das Angebot der SNG zu verbessern und die Mitgliederzahl zu erhöhen. Folgende Massnahmen sind erfolgt oder vorgesehen: Verbesserung der SNG Publikationen, Auf- und Ausbau des Internetauftritts, Organisation von "Numismatischen Tagen Schweiz" anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der SNG im Jahr 2004, vermehrte Kontaktpflege mit fachverwandten Organisationen, systematische öffentlichkeitsarbeit durch ein Vorstandsmitglied, vermehrte Präsenz der SNG an Münzbörsen, Herstellung und Verteilung eines Werbeprospektes (Finanzierung über Drittmittel); überprüfung aller Kostenstellen und systematische Finanzkontrolle.
Hortensia von Roten, Präsidentin der SNG, 11. Dezember 2003
Im Verlauf des Redaktionsjahres 2003 wurden 21 Artikel zur Publikation eingereicht (Vorjahr: 17). Nach der Begutachtung wurden 14 Beiträge mit geringen änderungen zur Publikation angenommen, 2 zur überarbeitung zurückgestellt und 5 abgelehnt (Vorjahr: 5); somit konnten zwei Drittel aller eingegangenen Artikel akzeptiert werden.
Band 82 der Schweizerischen Numismatischen Rundschau ist termingerecht im Dezember 2003 erschienen; sie umfasst 14 Beiträge auf 186 Druckseiten (Vorjahr: 12 Beiträge, 183 Druckseiten).
Silvia Hurter
Dr. Markus Peter
Dezember 2003
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