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Am 3. Oktober 2014 wäre Stevie Ray Vaughan 60 Jahre alt geworden, wenn da nicht dieser nicht kartographierte Berg in Wisconsin im Wege gewesen wäre, wenn nicht das Wetter in Alpine Valley so schlecht gewesen wäre, dass der Pilot nichts sah oder wenn Stevie nicht in diesen Helikopter gestiegen wäre. Fans des Texaners mit den grossen Händen werden diesen 27. August 1990 in alle Ewigkeit zu Recht beweinen, denn ebenso wie beim Tod Jimi Hendrix‘ fragt man sich auch beim Tod seines «Meisterschülers» Stevie Ray Vaughan stets: Was wäre gewesen wenn… Das «Grammy Museum» in Los Angeles hat nun gemeinsam mit Jimmie Vaughan eine Ausstellung gemacht, die bis in den Juli 2015 geöffnet sein wird. In dieser Ausstellung wird Stevie Ray Vaughan gefeiert, und vor allem ist eine wichtigste Gitarre, die arg geschundene «Number One» zu sehen. So feiern also die berühmteste Gitarre der Firma Fender und einer ihrer besten Virtuosen beide den Sechszigsten Geburtstag in diesem Jahr.
Stevie Ray Vaughan hat eine Menge von Gitarren gespielt - «Lenny» mit den Lipstick-Pickups, eine Gibson ES-335 und weitere Fender Strats, aber die Ikone des Texas Guitar Blues à la SRV ist und bleibt seine alte Sunburst, eine 1963er Fender Strat mit der Seriennummer 93702, die er 1974 in «Ray Hennigg‘s Heart of Texas Music» Geschäft in Austin gekauft hatte. Die Gitarre wurde mächtig verschlissen und sie legt Zeugnis ab von der Art, wie SRV seinen Blues spielte, die Lackierung ist auf der Rückseite so gut wie völlig, auf der Vorderseite weitgehend zerstört, verschiedene Teile wurden verschlissen und ausgewechselt, etwa das Vibrato, das 1985 durch seinen Techniker René Martinez durch das goldene Linkshänder-Vibrato ersetzt wurde, oder der Hals, den Martinez ersetzen musste, da der ursprünglich allzu sehr abgenutzt war.
Die Gitarre gehört heute Jimmie Vaughan, der den ursprünglichen Hals wieder dranschrauben liess und der das Instrument nun in Los Angeles ausstellt bis zum Juli 2015 im «Grammy Museum». Gemeinsam mit der «Number One» - die SRV auch als «my first wife» bezeichnete, gibt es weitere Instrumente, dazu Bühnenoutfits wie die berühmten Indianerfedern, sein Hut mit den Silberspangen am Hutband und natürlich seine Grammies. Nun liegt Los Angeles natürlich nicht grad in der Nachbarschaft, aber Da die Ausstellung bis Juli 2015 zu sehen ist (4. Stock des Grammy Museums) ist es ja denkbar, dass der eine oder andere Schweizer Bluesfan sich auf den Weg macht nach «Glitter Town», um dort in einem Glasschrank die Hinterlassenschaft eines der grössten Bluesman des 20. Jahrhunderts zu sehen – auch wenn man sich danach bestimmt elend fühlt, denn es bleibt stets der Gedanke, was wäre gewesen wenn….