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Forschende der WSL fragten Landwirte, was sie motiviert, Bäume auf ihrem Land zu pflanzen, um wahlweise zum Schutz der Biodiversität, des Wassers oder des Bodens beizutragen. Die Umfrage ist Teil des internationalen Projekts BASIL (Balancing Agroecosystem Services In Landscapes), das untersucht, welche agrar- und umweltpolitischen Massnahmen eine nachhaltige Landwirtschaft unterstützen.
Erste Resultate der Umfrage bei insgesamt rund 200 Landwirtinnen und Landwirten aus Deutschland, Spanien und der Schweiz zeigen: Geld erhöht zwar die Bereitschaft zum Baumpflanzen, doch tendenziell stehen die Befragten aller drei Länder zusätzlichen Naturschutzprogrammen kritisch gegenüber. Am ehesten würden sie Bäume für den Schutz des eigenen Bodens pflanzen, weniger gern für die Biodiversität, zumindest in Spanien und in der Schweiz. Wurde das Baumpflanzen von Kollegen empfohlen, waren die Befragten eher zur selben Massnahme bereit. Die Empfehlungen der Wissenschaft fanden wenig Anklang, in der Schweiz wirkten sie tendenziell gar kontraproduktiv.
Wer freiwilligen Naturschutz im Agrarland fördern möchte, sollte also darauf achten, den Mehrwert für die Bauern zu betonen. Ausserdem lohnt es sich, die Landwirtinnen und Landwirte zu motivieren, sich untereinander auszutauschen und voneinander zu lernen. Möchte die Wissenschaft mehr Beachtung in der Praxis finden, sollten ihre Empfehlungen in umfassendere Beratungsaktivitäten eingebettet werden. (Christine Huovinen, Diagonal 1/18)