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Elektrovelo: Begriffserklärung und Unterschiede
Unter einem Elektrovelo oder auch e-Bike genannt, versteht man ein Velo mit Motorunterstützung. Elektrovelos lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Pedelecs und S-Pedelecs.
Elektrovelo der Kategorie Pedelec
Ein Elektrovelo aus der Kategorie "Pedelec" ist mit einem Elektromotor ausgestattet, der den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt. Wenn der Fahrer schneller als 25 km/h fährt, regelt der Elektromotor ab und der Fahrer muss mit eigener Körperanstrengung das Elektrovelo antreiben. Elektrovelos verfügen über mehrere Unterstützungsstufen, die von der Pedalkraft oder der Trittfrequenz des Fahrers abhängen.
Rechtlich ist ein Elektrovelo der Kategorie "Pedelec" einem herkömmlichen Velo gleichgestellt. Als Fahrer benötigen Sie also weder ein Versicherungskennzeichen noch eine Zulassung oder einen Führerschein. Es besteht auch keine Helmpflicht oder Altersbeschränkung.
Elektrovelo der Kategorie S-Pedelec
Elektrovelos der Kategorie "S-Pedelec" sind rechtlich gesehen keine Velos mehr, sondern werden als Kleinkraftrad bezeichnet. Vom Prinzip her funktionieren S-Pedelecs genau wie Pedelecs: Der Fahrer muss während der Fahrt immer noch alleine in die Pedale treten, um Unterstützung vom Elektromotor zu erhalten. Bei einem S-Pedelec regelt der Motor allerdings nicht wie bei einem Pedelec bereits bei 25 km/h ab, sondern erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h.
Für die Elektrovelos der schnellen Klasse gelten auch andere rechtliche Bestimmungen, als für Pedelecs. Fahrer benötigen eine Betriebserlaubnis oder eine Einzelzulassung des Herstellers vom Bundesamt für Strassen (ASTRA). Das schnelle Elektrovelo muss mit einem Versicherungskennzeichen ausgestattet sein. Fahrer eines solchen Elektrovelos müssen mindestens 14 Jahre alt und im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse M sein. Zum Schutz müssen S-Pedelec Fahrer einen geeigneten Schutzhelm tragen.