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Markus Mühlethaler, Senior Manager
Nuklearforum. In der an der Konferenz verabschiedeten Erklärung werden die Länder zu Massnahmen zur nachhaltigen Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Einklang mit der 1,5 °C-Grenze aufgefordert. Dazu zählt unter anderem die Forderung zur «beschleunigten Nutzung emissionsfreier und emissionsarmer Technologien, wie erneuerbare Energien, Kernenergie, Technologien zur Verringerung und Beseitigung von Emissionen wie Kohlenstoffabscheidung, -nutzung und -speicherung – insbesondere für schwer zu reduzierende Sektoren – und die CO2-arme Wasserstoffproduktion». Damit sollen in Energiesystemen die Bemühungen zur unvermeidlichen Substitution fossiler Brennstoffe unterstützt werden.
Dr. Sama Bilbao y León, die Generaldirektorin der World Nuclear Association (WNA), betonte die historische Bedeutung dieser Entscheidung und erklärte: «Dies markiert eine 180-Grad-Wende bei der Behandlung der Kernenergie im COP-Prozess, von der einzigen Technologie, die von den Mechanismen des Kyoto-Protokolls ausgeschlossen war, hin zur Aufnahme in eine Reihe von emissionsfreien und emissionsarmen Technologien auf der COP28.» Im Hinblick auf die Erklärung von 22 Staaten zur Verdreifachung der Kernenergie-Kapazität am Rande der Konferenz sagte sie: «Es ist nun an der Zeit, von Zusagen und Zielen zu konkreten Massnahmen überzugehen, um den rasche Ausbau der globalen Kernkraftkapazität zu erreichen, die erforderlich ist, um Netto-Null zu erreichen.»
Auch die französische Energieministerin Agnes Pannier-Runacher unterstrich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: «Zum ersten Mal erwähnt der Text an mehreren Stellen den Beitrag der Kernenergie im Kampf gegen den Klimawandel. Das ist eine historische Anerkennung und ein diplomatischer Sieg für Frankreich.»
Quelle
S.D. nach WNA, Medienmitteilung, 13. Dezember 2023