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Berns Kantonsparlament bestimmte auch, dass das Konzessionsgebiet von der Saanemündung neu nur noch bis zur Halenbrücke reicht, welche Bremgarten und die Stadt Bern verbindet. Bisher umfasste das Gebiet eine Strecke von der Saanemündung bis zum Kraftwerk Felsenau.
Die BKW hatte beantragt, die Konzessionsstrecke von einem Punkt 400 Meter unterhalb der Staumauer bis zur Wohleibrücke westlich von Hinterkappelen zu beschränken, also stark zu verkürzen. Der Energie- und Infrastrukturkonzern argumentierte, oberhalb der Wohleibrücke sei der Wohlensee respektive die Aare am Verlanden.
Der Betrieb des Kraftwerks habe auf diesen Prozess keinen Einfluss. Es gelte, die Konzession den heutigen Verhältnissen anzupassen.
Das passte aber sämtlichen Anrainergemeinden überhaupt nicht. Sie befürchteten Mehrkosten, weil mit der Wasserkraftkonzession eine Gewässerunterhaltspflicht einhergeht. Bei einer Verkürzung der Strecke wäre diese Pflicht auf den Kanton und die Gemeinden übergegangen. Deshalb reichten fünf Gemeinden Einsprache gegen das BKW-Gesuch ein, darunter die Stadt Bern.
VERLANDUNG BEGINNT BEI HALENBRÜCKE
Der Berner Regierungsrat hat nun die Halenbrücke als östliche Begrenzung des Konzessionsgebiets festgelegt, weil er erstens die Entwicklung der Aaresohle bis 2009 betrachtete. Diese Entwicklung zeigt, dass die Flusssohle westlich der Halenbrücke in den letzten 87 Jahren Auflandungstendenzen aufwies, während oberhalb der Halenbrücke die Sohle stabil blieb oder erodierte.
Zweitens lag gemäss einer Verlandungsstudie von 2011 derjenige Punkt der Aare, bis zu dem die Stauwirkung des Wehrs Mühleberg reicht, je nach Abfluss zwischen Wohleibrücke und Vorderdettigen östlich von Hinterkappelen. Die so benannte Häusergruppe liegt etwas flussabwärts der Halenbrücke. Zwischen diesen beiden Punkten beginnt also der Wohlensee.
Dieser Entscheid des Regierungsrats kam am Mittwoch im bernischen Grossen Rat gut an: Er genehmigte diesen Antrag und damit die so umschriebene neue Konzession diskussionslos und einstimmig. Die vorberatende Kommission hatte sich ebenfalls einstimmig hinter diesen Vorschlag gestellt, wie Sprecher Luc Mentha (SP/Liebefeld) bekanntgab.
Der Konzessionsentscheid des Grossen Rats und somit der Entscheid über die Ausdehnung des Konzessionsgebiets kann von der BKW noch ans kantonale Verwaltungsgericht weitergezogen werden.
(AWP)