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Auf die Teller, fertig, los!
Nur alle vier Jahre und erstmals in Stuttgart: IKA/Olympiade der Köche sorgt für internationales und olympisches Messe-Erlebnis!
SVS: Cliff Richard, warum sind Sie Weinbauer geworden?
Cliff Richard: Ich habe mein Weingut gekauft, nachdem ich mich im Norden und Süden Portugals umgesehen habe. Ich wollte eine Farm kaufen, deren Produkte ich verkaufen kann. Ich habe der Besitzer gefragt was ich pflanzen solle? Er sagte Feigen, die könne ich im Norden von Portugal oder in Spanien verkaufen. So habe ich Feigen gepflanzt. Zwei Jahre später habe ich David Baverstock, einen australischen Weinmaker aus Adelaide, getroffen. Er hat mich gefragt, warum wir an der Algarve keine Reben hätten? Die Weine der Algarve waren nicht gut, vorwiegend süssliche Massenweine für Touristen, die oft Kopfweh verursachten. Als wir die Winery starteten, waren wir fast die einzigen Winzer hier. Die meisten Weine kamen damals von Genossenschaften und Cooperativen. Heute sind über 30 Winzer hier tätig. Wir waren sozusagen Pioniere, machten gute Weine, bekamen die ersten Auszeichnungen. Wir haben die Weine der Algarve bekannt gemacht. Bis 2002 haben wir unsere Weine im Alentejo gekeltert. Ab 2004 dann in der eigenen Weinkellerei, die damals die modernste an der Algarve und in der ganzen Region war.
SVS: Was ist für Sie die wichtigste Aufgabe eines Sommeliers?
Richard: Zuerst finde ich es wichtig, dass sie gastfreundlich und zuvorkommend sind. Das zweitwichtigste ist, dass sie Fachkenntnisse haben. Sie wissen über Wein Bescheid, sie kennen die Weine. Viele Gäste haben keine Weinkenntnisse und vom Sommelier können sie Empfehlungen haben, welcher Wein zu ihrem Essen passt. Sie sollten auch den Geschmack der Gäste für Wein spüren, und dementsprechend mit richtigen Empfehlungen behilflich sein.
SVS: Bitte beschreiben Sie uns Ihren Lieblingswein von hier
Richard: Ich mag Alicante Bouschet, eine Neuzüchtung von Grenache und Petit Bouschet. Eine spezielle Rebsorte, wenn man die Traubenbeeren zerdrückt ist der Saft rot. Es ist nicht ein „Easy Drinking-Wein“ wie Syrah. Wenn man in Gesellschaft ist und nicht weiss, welchen Wein man bestellen soll, ist Syrah immer eine gute Lösung. Denn Syrah-Weine sind weich, warm und leicht zu trinken. Alicante Bouchet hingegen ist viel komplizierter. Ich mag es nicht, wenn man beim Degustieren des Weins verschiedene Blumen, Früchte, Gemüse oder Gewürze schmeckt.