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Frühere Alp und Touristenort am Fusse des Rhonegletschers, in der ehemaligen Gemeinde Oberwald, Gemeinde Obergoms VS. An der Kreuzung der Strassen zum Grimsel, zur Furka und nach Brig gelegen, wurde G. zunächst von Hirten und einigen reisenden Händlern besucht, die die Alpenpässe überquerten. Der Bau der Furkastrasse 1866 und der Grimselstrasse 1895 begünstigten das Aufkommen des Fremdenverkehrs. Besonders die Hotelfamilie Seiler förderte die Entwicklung. Sie erwarb ein grosses Grundstück, das Felsen, Moränen und einen Teil des Gletschers umfasste. Am Ende des 19. Jh. wurde der Gletscher, an dessen Rand die Familie Seiler zwei grosse Hotels besass, von jährlich 6'000 Ferienreisenden bestaunt. Dessen Rückgang markierte das Ende des Goldenen Zeitalters des Tourismus in G. 1984 wurden die Hotels vom Kt. Wallis gekauft. Seit 1915 ist der Ort per Eisenbahn (derzeit nur in der Feriensaison) und seit 1922 mit dem Postauto erreichbar. Anfang des 21. Jh. ist G. eher ein Durchgangsort als eine Reisedestination.
Literatur
– F. Kreuzer, Land an der jungen Rhone, 1975
Autorin/Autor: Rachel Siggen-Bruttin / GL