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Nach wie vor können Tiere und Pflanzen weltweit gehandelt werden, obwohl sie vom Aussterben bedroht sind. Für diesen Handel gibt es ein eigenes Abkommen: Das Washingtoner Handelsübereinkommen (CITES) regelt offiziell den internationalen Handel mit vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Alle drei Jahre trifft sich die Vertragsstaatenkonferenz (CoP) um Entscheidungen über den Artenhandel zu treffen; namentlich, welche Arten besser geschützt, und welche freier vermarktet werden sollen. Die nächste Vertragsstaatenkonferenz (CoP19) wird 2022 in Costa Rica stattfinden.
Afrikanische Elefanten:
Innerhalb von sieben Jahren wurde ein Drittel der Afrikanischen Elefanten ausgerottet! Dies belegen die Ergebnisse der grossen afrikanischen Elefantenzählung von 2016. Die wichtigsten Gründe für diese Tragödie sind:
1. Die Wilderei, welche von der weltweiten Gier nach Elfenbein weiter angeheizt wird
2. Der Verlust ihres Lebensraums, da die Menschen immer weiter in die unberührte Natur vordringen
3. Der Handel mit lebenden Elefanten für Zoos und Zirkusse auf der ganzen Welt
4.Die Fortsetzung der unkontrollierten Trophäenjagd.
Wenn nichts gegen die Jagd und gegen die Verdrängung der sanften Riesen unternommen wird, besteht die Gefahr, dass die Afrikanischen Elefanten in weniger als zehn Jahren in freier Wildbahn ausgestorben sein werden!
Aquarienindustrie:
Die Fischbestände weltweit sind bedroht von der Verschmutzung der Ozeane, der Klimaerwärmung sowie der Überfischung. Die natürlichen Lebensräume der Meere verschwinden immer mehr. Gleichzeitig setzt den Tieren das Entreissen aus der Wildnis für Private und öffentliche Aquarien stark zu. Weltweit gibt es rund 1000 öffentliche Aquarien und Millionen private Aquarienbesitzer. Die steigende Nachfrage nach Meerestieren kann von der Aquarienindustrie nur durch Wildfänge befriedigt werden. Derzeit ist der internationale Handel mit Korallenfischen so gut wie nicht reguliert – es gibt kaum Auflagen, weder für Fang, Handhabung, Transport noch Haltung. Es ist derzeit nicht möglich, den marinen Zierfischhandel für die Aquarienindustrie zu überwachen, zu kontrollieren oder seine Auswirkungen zu bewerten.