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Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Marmorierten Baumwanze (Halyomorpha halys) liegt in Asien. Die Wanze hat sich jedoch in Nordamerika und Europa ausgebreitet, wo sie eine ernste Bedrohung für die Landwirtschaft darstellt. Sowohl im Obst- und Gemüsebau als auch im Beerenanbau und im Ackerbau können Schäden auftreten. Bisher wurden vor allem in anderen Schweizer Kantonen und in Italien Schäden gemeldet, wo bis zu 40% Ernteeinbussen entstanden.
Halyomorpha halys - Foto : Tim Haye (CABI)
Beispiele von Schäden auf Pfirsich, Birnen, Peperoni und Kirschen
(Quelle : Journée phyto 2014, Agroscope) S. 7-8-9
Diese Wanze ist von April bis Oktober aktiv. Am Ende der Saison sucht sie ein geeignetes Überwinterungsquartier und gelangt so häufig in Häuser oder Fenster- und Storenkästen. Die Wanze ist vollkommen harmlos für Tier und Mensch und macht auch in den Häusern keine Schäden.
Um die weitere Verbreitung im Folgejahr einzuschränken, ist es jedoch wichtig, den Schädling zu eliminieren. Dazu können die Wanzen zerdrückt werden oder man kann sie in Seifenwasser oder in den Tiefkühler legen.
H. halys hat eine braun-marmorierte Farbe und ist 12-17 mm lang. Es besteht die Möglichkeit einer Verwechslung mit mehreren anderen Wanzenarten (siehe Merkblatt Frankreich) :
Die Graue Gartenwanze (Rhaphigaster nebulosa) ist weit verbreitet in Europa und besitzt im Gegensatz zur Marmorierten Baumwanze einen bauchseits liegenden Dorn.
Die Grüne Reiswanze oder Südliche Stinkwanze (Nezara viridula) : die adulten Tiere sind ganzheitlich grün (im Winter braun) gefärbt. Sie hinterlässt Schäden an Erdbeeren, Auberginen, Tomaten, Gurken, Peperoni etc...Sie stammt aus Afrika, ist aber bereits in den meisten Teilen der Welt verbreitet, insbesondere in Europa. Sobald sie gestört wird, sondert sie einen starken Geruch ab.
Die Rotbeinige Baumwanze (Pentatoma rufipes) : sie ist verbreitet im Wallis und in ganz Europa. Die juvenilen Stadien verursachen Verformungen bei Aprikosen und Birnen, indem im Frühling junge Früchte angestochen werden. Im Herbst befinden sich die adulten Tiere auf den Bäumen und sind aufgrund des orangen Flecks mitten auf dem Rücken und der roten Beine leicht erkennbar.
Pentatoma rufipes -Foto : DLW OGB
Die Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis) : Mittels Holzimporten aus den USA vor rund 20 Jahren eingeschleppt, hat sich diese Wanze aus Kalifornien in ganz Europa verbreitet. Sie ernährt sich von Fetten und Proteinen, welche in Pinienkernen und anderen Nadelbaum-Kernen enthalten sind. Im Herbst suchen sie ebenfalls Unterschlupf in menschlichen Behausungen, um dort den Winter zu verbringen. Die Zapfenwanze ist länglicher geformt als die oben genannten Arten. Die Hinterbeine sind rautenförmig verbreitert. Wie die Grüne Reiswanze sondert auch diese Art einen starken Geruch ab, sobald sie gestört wird. Es ist nicht nötig, die Wanze zu töten.
Leptoglossus occidentalis - Foto : ueschlagmatt.fr
Bitte beachten Sie auch das Merkblatt von Agroscope weiter unten.