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Ballett
Ballett existiert seit etwa vierhundertfünfzig Jahren und ist eine spezifische Form des Theaters. Zu den Wurzeln des Balletts gehören fürstliche Feste, die auch schon lange zuvor bei Hochzeiten, Geburtstagen, Krönungsfeierlichkeiten und anderen Gelegenheiten ausgiebig mit Tanz, Dekorationen und Kostümen gefeiert wurden. Das Wort Ballett als Bezeichnung für ein grosses Theaterstück mit Tanz, Pantomime, Musik und Ausstattung zu einer literarischen Handlung tritt zum ersten Mal im Jahr 1581 auf. In dem prunkvollen „Ballet Comique de la Reine“ tanzte die französische Königin selbst die erste Najade (Nymphe in der griechischen Mythologie, die über Quellen, Bäche, Flüsse, Sümpfe, Teiche und Seen wacht). Das heitere Ballett „Circe“ der französischen Königin Louise hat in vielen, mit prächtigen Tänzen und Pantomimen ausgestalteten Festen an den Höfen der italienischen Stadtstaat über ein Jahrhundert lang zahlreiche Vorbilder gehabt. Italien ist also das Geburtsland des Balletts, wenn man hier auch als Ballo oder der Verkleinerungsform Balletto nur eine bestimmte Art von Tänzen, noch nicht aber das ganze getanzte Schauspiele bezeichnete. Ludwig XIV von Frankreich auch „Sonnenkönig“ genannt, berief den Choreographen Pierre Beauchamp (1636-1705) zum Leiter der 1661 gegründeten „Académi Royale de Danse“ und schuf so die Grundlage für die professionelle Ballettpflege.