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Die große indische Schatzsuche
Indien hat die höchste Anzahl von Jugendlichen in der Welt. Umso schwerwiegender ist die Tatsache, dass die indische Kultur höchst konservativ ist und sich, zum
Als Jugendlicher fühlte sich Abhilash eingesperrt in einen Käfig von gesellschaftlichen Zwängen und Erwartungen. Die Begegnung mit einem Strassenkind half ihm, sich von seinen Ängsten zu befreien. Mit seiner Organisation Khoj plant er die “Great Indian Treasure Hunt“, eine 8-monatige Reise quer durch Indien. Damit will er jungen Menschen helfen, aus den vorgezeichneten Träumen ihrer Eltern auszubrechen. Die Teilnehmer:innen lernen dabei, sich mit ihren Ängsten auseinander zu setzen und ihr eigenes Leben unabhängiger zu gestalten.
In Indien leben ca. 236 Millionen Menschen unter 25 Jahren. Es gibt aber praktisch keine weltbekannten Innovatoren, Rockbands, Philosophen, Künstler, Olympioniken oder ähnliches. Kinder werden in Indien überhütet und daran gehindert, eine freie und abenteuerliche Kindheit zu erleben. Jugendliche werden nicht dazu ermutigt Fragen zu stellen, eine eigene Meinung zu haben oder über die Mauer der Gewissheit hinauszugehen. Die hohen Erwartungen der Familie führen dazu, dass die Jugendlichen Angst haben zu versagen, Risiken einzugehen oder etwas Unkonventionelles auszuprobieren. Das Bildungssystem ist veraltet und folgt immer noch den alten theoretischen Unterrichtsmethoden. Das führt dazu, dass die Jugendlichen nicht über den Tellerrand hinausschauen und sich nicht zu erfolgreichen Innovatoren, Künstler, Philosophen etc. entwickeln können.
Die Great Indian Treasure Hunt ist ein 3-monatiges Programm für indische Jugendliche, um mehr über sich selbst und ihre Interessen zu lernen, zu verlernen und neu zu lernen. Die Bewerber durchlaufen ein mehrstufiges Auswahlverfahren, das schriftliche Bewerbungen, Interviews und Hintergrundüberprüfungen umfasst. Die Auswahl erfolgt unabhängig von ihrem akademischen oder sozioökonomischen Hintergrund, sondern auf der Grundlage ihres Engagements für den sozialen Wandel und dessen, was sie für ihre Mitschüler beitragen können. khoj wendet die Methode des Erfahrungslernens an, bei der junge Menschen durch direkte Erfahrungen und gezieltes Nachdenken ihr Wissen erweitern, Werte klären und Fähigkeiten zum Problemlösen und kritischen Denken entwickeln. Erfahrungslernen bietet auch die Möglichkeit, aus natürlichen Konsequenzen und Fehlern zu lernen sowie Erfolg, Misserfolg, Abenteuer, Risikobereitschaft und Unsicherheit zu erleben. Das Programm zielt darauf ab, Innovatoren, soziale Veränderer, Führungspersönlichkeiten, unternehmerisch denkende Menschen und professionelle Teamplayer hervorzubringen – alles in allem junge Menschen, die keine Angst vor Fehlschlägen haben und sich daher trauen, in ihrem Leben Risiken einzugehen.
Während einer 1-wöchigen Vorbereitungsphase lernen sich die Teilnehmer:innen kennen und erstellen gemeinsam Policies für den Umgang mit Konflikten fest und es wird ein Verhaltenskodex erstellt. Die Teilnehmenden werden in 4 Teams eingeteilt und in verschiedenen Regionen Indiens geschickt, wo sie bei sozialen Organisationen freiwillige Einsätze absolvieren. Die Teilnehmenden erfahren so aus erster Hand, welche sozialen Probleme es in Indien gibt. 6 Wochen lang arbeiten sie eng mit den sozialen Organisationen zusammen und jedes Team führt 2 kommunale Aktionsprojekte auf der Grundlage einer Bedarfsanalyse durch. Z.B. den Bau einer kostengünstigen Gemeindebibliothek oder einer Hütte für eine arme Familie aus gebrauchten und umweltfreundlichen Materialien. Es folgt eine 1-wöchige Reflexionsphase, in der alle Teilnehmenden zusammenkommen, um ihre Reise und Erfahrungen zu teilen. Sie tauschen ihre Erkenntnisse und Herausforderungen aus und entwickeln Strategien für den Rest der Reise. Danach folgt eine 2-wöchige Pause nach der alle nochmals für eine Nachbesprechung zusammenkommen. Dabei präsentiert jedes Team seine Erfolge, Herausforderungen und Learnings.
Gründer: Abhilash John, 2021 kanthari
Projektdauer: November 2022 – April 2023
Region / Land: Ahmedabad, Indien
Indien hat die höchste Anzahl von Jugendlichen in der Welt. Umso schwerwiegender ist die Tatsache, dass die indische Kultur höchst konservativ ist und sich, zum
Abhilash John stammt ursprünglich aus Kerala im Süden Indiens, wuchs aber in Ahmedabad in Gujarat auf. Als Jugendlicher fühlte er sich eingesperrt in einen Käfig