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Komajuro, Chef einer Truppe von Wanderschauspielern, kehrt in eine Kleinstadt zurück, wo seine einstige Geliebte wohnt, mit der er einen inzwischen erwachsenen Sohn hat. Der ahnungslose junge Mann hält Komajuro für seinen Onkel, aber die Hauptdarstellerin der Truppe – die aktuelle Geliebte des Chefs – kriegt die Wahrheit heraus und sinnt auf Rache.
In Sachen Handlung, Dramaturgie und Kameraführung bleibt Ozus Remake von 1959 dem stummen Original von 1934 sehr treu. Neu hinzu kommen Ton und Farbe.
«Bei Daiei arbeitete Ozu mit einem meisterhaften Kameramann zusammen, Kazuo Miyagawa, der Farbe auf dramatische Weise einsetzte, wie in den späteren Filmen von Kenji Mizoguchi und Kon Ichikawa. Mit Floating Weeds schuf er den malerischsten aller Filme von Ozu. Zugleich schuf er etwas Helleres und in gewisser Weise Leichteres als die Ozu-Filme von Shochiku.
Auch Cinemascope, bzw. Ozus Reaktion darauf, spielte eine Rolle für den Look des Films von 1959. Zwar liess sich der Regisseur schliesslich auf den Farbfilm ein, aber nicht auf das Breitbild, ein Format, das damals bei Daiei Standard war und das er einmal mit Toilettenpapier verglich. Über Floating Weeds schrieb Ozu: ‹Ich wollte nichts mit (Cinemascope) zu tun haben, und deshalb habe ich mehr Nahaufnahmen gedreht und kürzere Einstellungen verwendet ... Dieser Film weist wohl mehr Schnitte auf als jeder andere japanische Film der letzten Zeit.› (...) Der Hauptunterschied zwischen den beiden Filmen ist ein innerlicher. Die frühere Version wirkt bitterer. Gegen Ende seines Lebens wurde Ozu milder, und in Floating Weeds sieht und spürt man zum Beispiel nicht den Schmerz der einmal mehr verlassenen Mutter. Haruko Sugimura ist zwar keineswegs glücklich darüber, von Neuem betrogen zu werden, aber sie ist gelassen geworden. Choko Iida in A Story of Floating Weeds zeigte eine hoffnungslose Verzweiflung, die in Ozus grosszügigerem Spätwerk nur selten aufscheint. 1934 empfand Ozu das Unrecht, das das Leben den Menschen zufügt, tief und persönlich. 25 Jahre später empfand er genauso tief, aber vielleicht weniger persönlich.» (Donald Richie, criterion.com, 19.4.2004)
Drehbuch: Yasujiro Ozu, Kogo Noda
Kamera: Kazuo Miyagawa
Musik: Takanobu Saito
Mit: Ganjiro Nakamura (Komajuro Arashi), Machiko Kyo (Sumiko, seine Geliebte), Haruko Sugimura (Oyoshi, seine Frau), Hiroshi Kawaguchi (Kiyoshi, sein Sohn), Ayako Wakao (Kayo, junge Schauspielerin)
119 Min., Farbe, DCP, Jap/f/e