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Sensler verkaufen fast 60 Kilogramm Marihuana
Heute Montag standen zwei Sensler wegen Drogendelikten vor dem Bezirksgericht Sense. Sie haben damit 348'000 Franken erzielt.
Die Anklage lautet auf Anbau und Verkauf von Drogenhanf. Demjenigen, der den Drogenhanf angebaut hat, droht eine bedingte Freiheitsstrafe von 17 Monaten mit einer Probezeit von zwei Jahren. Der Verkäufer des Marihuanas erhält eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten mit einer Probezeit von drei Jahren. Zudem müssen die beiden Männer eine Ersatzforderung von einmal 20'000 und einmal 25'000 Franken zahlen.
Anbau begann vor neun Jahren
Die beiden 37-jährigen Männer haben im August 2013 entschieden, Hanf anzubauen. Im April 2014 erfolgte die erste Installation mit 400 Setzlingen in acht grossen Kunststoffwannen. Pro Wanne erzielten sie ungefähr 500 Gramm getrocknetes Marihuana. Danach folgte der weitere Anbau von 800 Pflanzen, wobei acht Kilogramm produziert und verkauft wurden. In den Folgejahren haben sie 1'200 Pflanzen angebaut und jeweils zwölf Kilogramm Marihuana produziert, welches ebenfalls verkauft wurde.
Total produzierten und verkauften die beiden Sensler eine Gesamtmenge von 58 Kilogramm Marihuana zu einem Verkaufspreis von insgesamt 348'000 Franken. Einer hat sich dabei um das Setzen und Pflegen der Pflanzen, Ernte, Rüsten und Abpacken gekümmert. Der Andere kümmerte sich um den Verkauf. Derjenige, der die Droge verkauft hat, erzielte laut Anklageschrift einen Reingewinn von rund 270'000 Franken. Der "Gärtner" hat einen totalen Reingewinn von 29'000 Franken gemacht.
Reue und Akzeptanz
Im Rahmen polizeilicher Ermittlungen entstand der Verdacht, dass die beiden Sensler in den illegalen Handel von Drogenhanf verwickelt sind. Am 7. April 2021 wurden sie inhaftiert und die Indoor-Anlage in Beschlag genommen. Diese wurde knapp zwei Wochen später vernichtet. Die an diesem Tag sichergestellten 30 Gramm Marihuana wurden eingezogen und ebenfalls vernichtet.
Die beiden Beschuldigten haben am Montag vor dem Bezirksgericht Sense ihre Tat bereut und das Urteil akzeptiert.