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ecclesiastici (lat.), die Weisen, welche der Prediger bei gesangähnlicher Verlesung der Evangelien- und Epistelabschnitte
zu beobachten hat.
Der Vortrag derselben geschah in einem und demselben Tone;
nur am Ende einer Periode erhielt die Weise verschiedene
genau bestimmte Biegungen.
Dieselben haben sich in der katholischen und der anglikanischen Hochkirche,
zum Teil auch in den lutherischen Antiphonien und Kollekten erhalten.
ecclesiastici (lat.), Kirchenaccente oder schlechthin Accent, die älteste Form
mehr
des liturgischen Gesanges, bei der man den größten Teil des Textes auf einem Hauptton deklamierte und nur am Eingang und am
Ende der Sätze bestimmte melodische oder gesangliche Formen typisch verwendete.
Der Concentus dagegen begreift die eigentlichen
Gesangsmelodien in sich. Zu ihm gehören z. B. alle Sätze der Messe, zu den Accentus ecclesiastici aber die Lektionen,
die Intonationen, Kollekten u. s. w. -
Vgl. Pothier, Les mélodies grégoriennes (Tournay 1881).