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Wirbelsturm «Ian»
Satelliten- und Drohnenbilder zeigen Ausmass der Zerstörung
dpa
1.10.2022 - 12:50
«Ian» hat in den USA mindestens 20 Menschen getötet. In Florida seien Häuser «einfach ins Meer gespült» worden, so der Gouverneur. Die gute Nachricht: Der Wirbelsturm schwächt sich ab.
Der abgeschwächte Wirbelsturm «Ian» bringt dem Südosten der USA weiter heftigen Regen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde habe der Sturm zwar an Kraft verloren, teilte das Hurrikan-Zentrum am frühen Samstag mit.
Die Experten warnten aber vor starken Regenfällen und begrenzten Überschwemmungen in den Bundesstaaten South und North Carolina sowie Virginia. Nach Angaben der Webseite Poweroutage waren dort am frühen Samstag noch immer knapp 500'000 Menschen ohne Strom.
In Florida – wo rund 1,3 Millionen Menschen ohne Strom seien – warnten die Meteorologen vor schweren Überschwemmungen entlang der Flüsse im Inneren des Staates.
Millionen Menschen in Kuba und im Südosten der USA waren in den vergangenen Tagen von den heftigen Winden, Überschwemmungen und der Zerstörung betroffen, die «Ian» ausgelöst hat. Am Dienstag war «Ian» zunächst als Hurrikan der Kategorie drei von fünf in Kuba auf Land getroffen und hatte dort schwere Schäden angerichtet. Grosse Teile des Karibikstaats sind weiter ohne Strom.
Einen Tag später erreichte «Ian» als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie die Küste Floridas. Bei seinem Zug über den US-Bundesstaat hinterliess er Zerstörungen und Überschwemmungen. Nach Florida zog «Ian» zunächst aufs Meer hinaus, gewann dort an Kraft und erreichte am Freitag erneut die US-Küste – diesmal in South Carolina.
Das Hurrikan-Zentrum erwartete am Samstag, dass «Ian» auf seinem Weg in Richtung Norden weiter an Kraft verlieren und sich schliesslich im Laufe des Wochenendes über Virginia auflösen werde.
Unterdessen gehen in Florida die Aufräumarbeiten weiter. Rettungskräfte suchen nach Menschen, die während des Sturms eingeschlossen oder getötet wurden. Am Freitag gab es weiterhin keine umfassenden Angaben zu Opferzahlen. Die Behörden in Florida rechneten damit, dass mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen sind.
dpa