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Typ-1-Diabetes: Pumpe ist überlegen
Sowohl Hypo- als auch Hyperglykämien bilden Risikofaktoren für koronare Herzkrankheit und Schlaganfall. Die kontinuierliche subkutane Insulininfusion per Pumpe ermöglicht im Vergleich zu mehreren täglichen Insulininjektionen ein gleichmässigeres Profil mit weniger Unter- und Überzuckerungen. Dies könnte sich wiederum auf kardiovaskuläre Erkrankungen und Sterberaten von Typ-1-Diabetikern auswirken.
Ausgehend von diesen Überlegungen analysierte das Forscherteam um Isabelle Steineck, Universität Aarhus, Daten aus dem schwedischen nationalen Diabetesregister der Jahre 2005 bis 2012. An der Beobachtungsstudie nahmen über 18 000 Typ-1-Diabetiker teil, von denen 2441 mit einer Insulinpumpe behandelt wurden. Die übrigen Patienten spritzten mehrmals täglich Insulin. Die Nachbeobachtungszeit betrug im Schnitt 6,8 Jahre.
Weniger kardiovaskuläre Erkrankungen mit Insulinpumpe
Im Vergleich zu multiplen täglichen Insulininjektionen war die Insulinpumpenbehandlung von Typ-1-Diabetikern mit signifikant niedrigeren Raten für tödliche kardiovaskuläre Erkrankungen und Gesamtmortalität assoziiert.
Ob dies direkt auf die Insulinpumpentherapie zurückzuführen ist, bleibt indes unklar, schreiben die Autoren im "British Medical Journal". Möglicherweise wirken sich auch andere Aspekte im Zusammenhang mit der Pumpenversorgung günstig aus, wie Patientenschulung und besseres klinisches Management.
Quelle: Isabelle Steineck et al., BMJ 2015; 350; h3234