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Verein Pferd und Umwelt Linthgebiet-Glarnerland (VPULG):
Wir sind ein Verein, der sich für den Erhalt der Reitmöglichkeiten im Gelände einsetzt.
Unsere Ziele:
Wir streben den Erhalt und Ausbau der Reitmöglichkeiten im Linthgebiet und Glarnerland an. Ebenso pflegen wir ein einvernehmliches Verhältnis mit allen Strassen-, Weg- und Landbesitzern sowie den Benutzern an.
Unsere Aufgaben:
Primäre Aufgabe ist die Mitarbeit bei der Erarbeitung des Sachplans Reitwege, ausgehend vom Entwicklungskonzept Linthebene (EKL). Der VPULG vertritt die Interessen der Reiter und Pferdefreunde und informiert diese über Neuigkeiten.
Linthgebiet: Hochwasserschutz im Linthgebiet
Nach dem Hochwasser im Mai 1999 wurde die frühere Linthunternehmung zur Erhaltung des Linthwerks durch ein Konkordat der Kantone St. Gallen, Schwyz, Glarus und Zürich abgelöst. Dieses Konkordat beauftragte die Linthkommission, ein Massnahmenpaket auszuarbeiten. Der Titel: „Hochwasserschutz 2000“, das Ziel: den Escher-Linth- und den Linthkanal zu sanieren und ökologisch aufzuwerten.
Eine konkrete Folge war der Entwurf zur Verordnung über die Benutzung der Strassen des Linthwerks vom 26. November 2003. Dort stand unter Artikel 6: „Auf den Damm- und Flurstrasse des Linthwerks besteht ein Reitverbot. Auf speziell bezeichneten Abschnitten kann die Linthkommission das Reiten gestatten. Diese Reitverbote sind entsprechend signalisiert.“
Am 17. Dezember 2003 wurden die Präsidenten der Reitvereine March, Glärnisch und Seebezirk von Linthingenieur Markus Jud über den Verordnungsentwurf und die geplante Umsetzung informiert. Es konnte nicht diskutiert werden. Die Reitvereine bekamen sechs Aufträge:
1. Ermitteln des Pferdebestandes im Einzugsgebiet von Escher- und Linthkanal
2. Ausarbeitung eines Vorschlags, in welchen Bereichen ein Reitverbot möglich ist und wohin ausgewichen werden kann
3. Begründet Abschnitte bezeichnen, auf die auf keinen Fall verzichtet werden kann
5. Vorschläge zur Verbesserung der Situation vorlegen (Kennzeichnung der Vereinspferde)
6. System zur Kostenbeteiligung der Pferdebesitzer an den Unterhaltskosten von Wegen und Abschnitten des Dammwerks an der Linth vorlegen
Die Vorschläge der Reitvereine wurden am 3. März übergeben und am 11. März von der Linthkommission zustimmend zur Kenntnis genommen. Noch im März 2003 wurden entsprechende Signalisierungen vorgenommen. Alle Reiter waren aufgefordert, auf keinen Fall mehr auf dem Vorland oder über Felder zu reiten, auf den Dämmen nicht mehr zu galoppieren und nur auf erlaubten Wegen zu reiten.
Die Reitvereine erhielten jedoch keine Zusage, dass auch weiterhin auf Wegen und den Dämmen geritten werden darf. Das hatte zur Folge, dass die drei Reitvereine Glärnisch, March und Seebezirk am 5. Februar 2004 bei der Interkantonalen Linthkommission den Antrag stellten, das generelle Reitverbot aus dem Verordnungsentwurf für die Nutzung der Wege und Strassen des Linthwerks zu streichen. – Diese Beschwerde verhinderte seither, dass die Verordnung in Kraft treten konnte.
Reit- und Galopp Verbote auf dem Dammwerk des Linthkanals
Inzwischen wurde aber das Entwicklungskonzept Linthebene (EKL) ausgearbeitet. Es liegt seit Ende 2010 zur Vernehmlassung vor und regelt auch das Reiten auf den Wegen, Strassen und Dämmen, für welche die Linthkommission zuständig ist.
Am 8. Juni 2011 waren die Vertreter der Reitvereine von der Linthkommission zu einer Aussprache nach Uznach eingeladen. Ziel war, die Nutzung der Wege des Linthwerk bezüglich Reiter und Fuhrleuten einvernehmlich zu regeln.
Die Detailbestimmungen für das Reiten im Entwickungskonzept Linthebene:
Grundsätzlich ist die Linthkommission bereit, die in Fliessrichtung liegende linke Seite des Escherkanals und des Linthkanals unter der Beibehaltung des Galoppverbots für das Reiten freizugeben.
Die rechte Dammseite wird mit einem Reitverbot belegt. Ausnahmen: Im Bereich Spinnereibrücke Mollis bis Linthbrücke Mollis wird wegen grosser Unfallgefahr für Pferde im Strassenverkehr von einem Reitverbot auf der rechten Dammseite abgesehen. Ebenso werden ab Linthmündung Gäsi bis zum Anschluss an die Linthdammstrasse ab Biäsche die fehlenden, in der Kompetenz der Linthkommission liegenden Teilstücke teilweise in Naturstrassen umgebaut und dem Reitwegnetz zur Verfügung gestellt. Diese beiden Ausnahmen wurden gewährt, weil die Strecke linksseitg des Damms ab Grynau bis zur Mündung in den oberen Zürichsee mit einem Reitverbot belegt wurde.
Der Verein Pferd und Umwelt wird ins Leben gerufen
Es wurde vereinbart, mit der Gründung des Vereins Pferd und Umwelt Region Linthgebiet-Glarnerland eine gemeinsame Organisation aller Reiter und Pferdebesitzer zu schaffen, die Ansprechpartner für die Linthkommission ist. Die Gründung erfolgte am 27. Juni 2011 in Tuggen, Walter Erni aus Kaltbrunn übernahm das Amt des Präsidenten, Ruedi F. JEnny aus Mollis das Amt des Vizepräsidenten. Es erfolgten zudem Unterstützung von Frieda Suter als Aktuarin und Kathrin Egger als Kassierin,.
Nach eingehenden Diskussionen und der Zusage, dass die Vereinbarungen im EKL eingehalten werden, wurde Ende Oktober 2011 die Beschwerde gegen den Verordnungsentwurf zur Nutzung der Wege und Strassen der Linthkommission zurückgezogen. Die Linthkommission setzte die inzwischen genehmigte Verordnung um.
Der VPULG setzte sich für in vielen Gemeinden für Aufhebungen von Reitverboten auf und realisierte auf Teilabschnitten Pferdespuren und Reitwege. Im Mai 2018 trat der gesamte bisherige Vorstand zurück. Der Präsident Ruedi F. Jenny übergab die Vereinsführung an der Generalversammlung vom 18. Mai 2018 an Reto Kubli und den neugewählten Vorstand. Im Juli 2018 erfolgte die Übergabe aller Vereinsinformationen und Aufgaben.
Der VPULG - Vermittler zwischen Pferdebesitzender und Reiter und der Umwelt
Aufgabe des VPULG ist es vor allem, die Reiter zu informieren und zu organisieren. Der VPULG tritt als zentrale Anlaufstellen bei Themen und Fragen von Gemeinden und Kantonen zur Raumplanung auf, vertritt die verschiedenen Reitvereine in ihrem jeweiligen Gebieten und versucht sich aktiv und lösungssuchend einzubringen. Der VPULG sucht auch den Kontakt zu Betreibern innerhalb von Reitgebieten wie Forstdienste oder Gastronomie (z.B. Gäsi).
Der Vorstand ist darauf angewiesen, dass sich nicht in den Reitvereinen organisierte Pferdebesitzer und Reiter melden und ihren Beitrag für ihre Reitwege leisten, damit die Situation für die Reiter im Gelände verbessert werden kann. Schritte dazu sind eine Webseite, Informationen in den Vereinen, Presseartikel und in einem immer schneller werdenden Zeitalter mit zunehmender Bevölkerung: die Sensibilisierung und Informationsaustausch zwischen Pferdehaltern und ihrer Umwelt.
Der Vorstand ist auf Mitdenken und Mittun der Geländereiter und der Umwelt angewiesen. Die gemeinsame Arbeit wiederspiegelt sich im kleinsten Kontakt des Pferdes mit der Umwelt. Wir sind auf Kontaktdaten von Reitern und Pferdebesitzern angewiesen, damit diese informiert und zur Generalversammlung eingeladen werden können und wir mit unserer Gesamtmitgliederzahl in der regionalen Raumplanung eine stärkere Gewichtung erhalten.