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giebt infolgedessen beim Öffnen des
Stroms einen kräftigen, die Luftstrecke überspringenden Funken, welcher durch den Hauptstrom
nicht in gleicher
Stärke
[* 2] erzeugt werden könnte. (S.
Galvanischer Funke.) Beide e^{x} verzögern die
Geschwindigkeit der Änderung
des Hauptstroms. Der Öffnungsextrastrom kann leicht beobachtet werden, wenn man dafür sorgt, daß die
Spule durch die
Handhaben und den menschlichen Körper geschlossen ist, sobald die
Unterbrechung des Hauptstroms stattfindet; man empfindet
dann eine Erschütterung. Es liegt in der Natur der Sache, daß sich der Schließungsextrastrom nicht beseitigen läßt.
Der Öffnungsextrastrom läßt sich aber unterdrücken oder wenigstens sehr schwächen, indem man die
Unterbrechung nicht
in der Luft, sondern in einer sehr schlecht leitenden Flüssigkeit
(Alkohol) vornimmt. Würde der Hauptstrom
ganz ohne e^{x} ein- und austreten, so wäre dessen Verlauf bei der
Unterbrechung durch die Ordinaten der
Kurve a
[* 1]
(Fig. 2) dargestellt;
dann wären die in einer andern
Spule induzierten
Ströme zwar abwechselnd entgegengesetzt, aber sonst durchaus gleich.
Wird der Öffnungsextrastrom unterdrückt, so verläuft der Hauptstrom nach der
Kurve b, der durch denselben in einer zweiten
Spule induzierte
Strom aber nach der
Kurve c, zwar auch entgegengesetzt mit gleichen Elektricitätsmengen, doch wäre der Öffnungsstrom
auf eine kürzere Zeit zusammengedrängt, hätte größere elektromotorische Kraft
[* 3] und würde leichter als der
Schließungsstrom einen größern
Widerstand, z. B. eine Luftstrecke, durchbrechen. Diese Umstände werden bei Herstellung
des Funkeninduktors (s. Induktionsmaschinen) berücksichtigt.
(lat.), Bezeichnung zunächst für die von Gratianus
(s. d.) nicht aufgenommenen oder später erlassenen päpstl. Dekretalen (quia
extra decretum vagabantur), nachdem der kirchenrechtliche
Stoff (s. (Corpus juris) von ihm zu einer Sammlung vereint worden
war. Später ist der
Name typisch geworden für diejenigen Dekretalen, die nach dem liber VI. erlassen und in die Cementinae
nicht aufgenommen worden waren. Dieselben sind von Chappuis zu zwei Sammlungen zusammengestellt, haben
jedoch nicht die
Autorität von Gesetzen. Vielmehr ist, falls die Geltung von Extravagantes in Frage kommt, zu untersuchen, ob
sie in dem betreffenden
Lande publiziert oder durch Gewohnheit geltend gemacht worden sind.
(lat.), das Austreten (Extravasieren) von
Blut aus den verletzten Gefäßwandungen (Blutaustretung, Blutextravasat,
Hämorrhagie). Das Ergebnis der Extravasation, das
Extravasat, unterscheidet sich vom Exsudat (s.
Ausschwitzung) dadurch,
daß bei letzterm die Wandungen unverletzt bleiben und nur einen
Teil der Blutflüssigkeit gleichsam hindurchfiltrieren, namentlich
keine
Blutkörperchen
[* 5] hindurchlassen, wogegen das
Extravasat vollständiges, blutkörperhaltiges
Blut enthält.
Das
Extravasat tritt entweder nach außen (als eigentliche
Blutung), oder ins
Innere der Gewebe
[* 6] (als
Blutunterlaufung, Sugilliatio),
oder unter die
Haut
[* 7] (s.
Petechien), oder in feinere
Kanäle und Höhlchen der Organe (als Blutinfarkt),
oder in die größern
Höhlen (als innerer
Bluterguß). Es verwandelt sich später auf verschiedene Art, durch Gerinnen, Festwerden,
teilweise Wiederaufsaugung, durch Zerfließen zu
Eiter oder Jauche, seltener durch Verkalkung. Bisweilen, wie z. B. nicht
selten im
Gehirn,
[* 8] wandelt sich das
Extravasat in eine sog. Cyste (s.
Balggeschwulst) um, indem sich durch
gerinnbare
Ausschwitzungen der Umgebung ein derber geschlossener Sack bildet, welcher die verflüssigten Reste des ergossenen
Blutes umschließt. (S.
Blutung.)
in der
Meteorologie die höchsten und tiefsten Werte, die irgend ein meteorolog.
Element, wie
Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit u. s. w. annehmen kann.
Man pflegt die absoluten und mittlern Extreme anzugeben.
So berechnet man z. B. aus den tiefsten
Temperaturen, welche an sämtlichen
Tagen eines
Monats (gewöhnlich
durch Minimumthermometer [s. d.]) gefunden worden waren, das mittlere Minimum
des betreffenden
Monats.
Eine ebensolche Behandlung der Maximaltemperaturen giebt die mittlern Maxima.