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Der Leistenbruch oder in der Fachsprache die Inguinalhernie ist eine Lücke im Bereich des Samenstrangdurchtritts (bei der Frau des runden Gebärmutterbandes) durch die Bauchdecke. Wir bevorzugen den Eingriff mittels der laparoskopischen bzw. endoskopischen Netzeinlage (TAPP/TEP) aufgrund der kürzeren Rehabilitation, geringeren Schmerzen und frühzeitigen Mobilisation nach dem Eingriff. In speziellen Fällen ist auch ein offenes Verfahren ohne Netzeinlage sinnvoll, beispielsweise bei sehr jungen Patienten, jungen Sportlern oder bei Patienten, die eine Netzimplantation aus subjektivem Grund ablehnen. Bei diesen Patienten, aber auch bei Patienten mit ausgedehnten Voroperationen im Bauchraum, bei Ablehnung einer Allgemeinnarkose oder bei Hernien-Rückfall nach einer endoskopischer Netzeinlage kommt die Minimal-Repair-Methode nach Muschaweck, die modifizierte Nick-Barwell-Plastik, die Shouldice-Plastik oder die offene Netzeinlage nach Lichtenstein in Frage.