Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03533.jsonl.gz/3359

Das Fagott - das grösste Holzblasinstrument - steht im Zentrum des dritten Lilienberg-Rezitals dieses Jahres. Marina Garcia Gallego, eine 31-jährige Fagottistin aus Spanien - spielt eine Sonatine von Alexandre Tansman und eine Sonate von Camille Saint-Saëns. Ebenfalls auf dem Programm stehen speziell für Fagott geschaffene Kompositionen von Carl Maria von Weber und Robert Schumann. Begleitet wird Marina Garcia Gallego am Klavier von Luis del Valle - auch er ein Spanier.
Die 1986 geborene spanische Fagottistin Marina Garcia Gallego besuchte das Musikgymnasium in Madrid, das sie 2005 mit dem Abitur und einem Diplom in Musik mit Auszeichnung abschloss. Bis 2009 studierte sie am Real Conservatorio Superior de Música de Madrid bei Francisco Más Soriano, am Instituto Internacional de Música de Cámara, ebenfalls in Madrid, und bei Klaus Thunemann und Francisco Alonso Serena an der Escuela Superior de Música Reina Sofía.
Eine zweijährige Ausbildungszeit beim Fagottisten Sergio Azzolini an der Musik-Akademie der Stadt Basel schloss Marina García Gallego im Juni 2011 mit dem «Master of Arts in Musikalischer Performance» ab. 2012 kam sie an die Zürcher Hochschule der Künste zu Professor Matthias Racz, dem Solo-Fagottisten, und Hans Agreda, dem Kontrafagottisten des Tonhalle-Orchesters Zürich. Während dieser Jahre ihrer Ausbildung wurde Marina García Gallego durch Stipendien der Fundación Albéniz, des Spanischen Kulturministeriums, der Fundación Ibercaja und des Spanischen Jugendsymphonieorchesters gefördert.
Marina García Gallego musizierte im European Union Youth Orchestra und dem Gustav Mahler Jugend Orchester, im Orquesta Sinfónica Simón Bolívar aus Venezuela, dem Verbier Festival Orchestra, dem Orchester des Zermatt Festivals und als Zuzügerin im Tonhalle-Orchester Zürich. Gegenwärtig spielt sie im Orquesta de la Comunidad de Madrid.
Der 1983 geborene Pianist Luis del Valle begann seine musikalische Ausbildung am Conservatorio Superior de Música seiner Heimatstadt Málaga. Nach einem Abstecher an die Sibelius-Akademie in Helsinki studierte er an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid bei Dmitri Bashkirov und wurde 2005 von der spanischen Königin mit der Auszeichnung als «überragender Student» im Fach der Kammermusik geehrt. Die Landesregierung von Andalusien verlieh ihm überdies den Jugendpreis des «Premio Málaga Joven». Luis del Valle schloss seine Studien am Instituto Internacional de Música de Cámara de Madrid bei Ralf Gothóni und Eldar Nebolsin ab.
Luis del Valle musizierte als Pianist im Trío Mozart de Deloitte. Er konzertiert regelmässig mit der Geigerin Ana María Valderrama und dem Cellisten Fernando Arias, mit dem er die Cellosonaten von Johannes Brahms aufgenommen hat. Vor allem aber spielt er im Klavierduo gemeinsam mit seinem Bruder Víctor. 2005 gewannen sie beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München den zweiten Preis (ein erster wurde nicht vergeben) und obendrein noch den Publikumspreis. Das Duo del Valle nahm seither auch erfolgreich an Wettbewerben in Barcelona, Paris, Miami und Białystok teil und wurde vielfach mit Preisen und Auszeichnungen bedacht. Im vergangenen Jahr erschien ihre CD «Impulse» mit Werken von Mozart, Ravel, Gershwin, Ligeti und Lutosławski.
Seit 2014 lehrt Luis del Valle als Professor am Conservatorio Superior de Música de Aragón in Zaragoza.
Das detaillierte Programm am heutigen Rezital:
Alexandre Tansman (1897 - 1986)
Sonatine für Fagott und Klavier (1952)
Allegro con moto
Aria. Largo cantibile
Scherzo. Presto
Camille Saint-Saëns (1835 - 1921)
Sonate in G-Dur für Fagott und Klavier op. 168 (1921)
Allegretto moderato
Allegro scherzando
Molto adagio - Allegro moderato
Carl Maria von Weber (1786 - 1826)
Andante e Rondo Ungarese in c-Moll für Fagott und Klavier op. 35 (1813)
Andante - Allegretto Ungarese
Robert Schumann (1810 - 1856)
Fantasiestücke für Fagott und Klavier op. 73 (1849)
Zart und mit Ausdruck - attacca:
Lebhaft, leicht - Coda. Nach und nach ruhiger - attacca:
Rasch und mit Feuer - Coda. Schneller
Das Rezital richtet sich exklusiv an Lilienberg Freunde und Lilienberg Förderer. Diese werden persönlich eingeladen.
Sind Sie interessiert an klassischer Musik? Beantragen Sie noch heute eine Mitgliedschaft, und Sie erhalten künftig ebenfalls eine Einladung zu den viermal jährlich stattfindenden Konzerten im Lilienberg Zentrum.
(kostenlos für Mitgliedschaft Förderer und Freund)