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| Hilarius von Poitiers († 367) - Über die Synoden oder über den Glauben der Orientalen.

Vierzigstes Hauptstück.
Wo findet hier eine Zweideutigkeit Statt, oder was wird hinsichtlich der Reinheit des Glaubens vermißt? Er ist nicht aus Nichts, damit er aus Etwas seinen Ursprung habe. Er hat aus keiner andern Substanz seinen Ursprung, als aus der Substanz Gottes allein, damit in ihm nichts anders geboren seyn kann, als alles das, was Gott ist; weil er, da er nicht aus Nichts ist, anderswoher nicht sein Daseyn hat. Er ist der Zeit nach nicht verschieden, damit nebst dem Vater auch der Sohn über die Zeit erhaben ist. Unzertrennlich also ist Alles zwischen dem ungebornen Vater und dem eingebornen Sohne, welche, der Zeit nach gleich, selbst in Hinsicht auf jene Ewigkeit der nur alleinigen väterlichen Nichtgeburt, aus welcher die Geburt genommen ist, weil keine Verschiedenheit der Wesenheit unter ihnen Statt findet, in Nichts unterschieden sind.
II. „Wenn aber Jemand den Vater und den Sohn zwei Götter nennt; so sey er verflucht.“
III. „Und wenn Jemand zwar Einen Gott annimmt, aber nicht bekennt, daß Christus, Gott, der Sohn Gottes von Ewigkeit, dem Vater bei der Schöpfung aller Dinge willfährigen Beistand geleistet habe; so sey er verflucht.“
[S. 392]