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Der Begriff „Besenreiser“ stammt von Birken-Reisig – also fein verästelten Zweigen, die früher zur Anfertigung von Besen verwendet wurden. Es wird unterschieden zwischen den kleinsten roten Besenreisern, kleinen violetten und dann etwas grösseren blauen Besenreisern. Sie liegen meistens in unterschiedlichen Tiefen oder haben verschiedene speisende Gefässe, weswegen es oft mehr als einen Anlauf braucht, um sie zu entfernen.
Besenreiser sind Erweiterungen winziger Hautvenen, die als netzförmige Linien auf der Haut zu sehen sind und den Borsten eines Reisigbesens ähneln. Sie entstehen, wenn das Bindegewebe der Venenwand ausleiert, wodurch „Aussackungen“ entstehen, die dann auch mit blossem Auge sichtbar sind. Besenreiser sind eine Sonderform von Krampfadern oder Varizen, weshalb sie auch als Besenreiservarizen bezeichnet werden. Sie treten in den meisten Fällen örtlich begrenzt an den Oberschenkeln und den Innenseiten der Unterschenkel auf. Besenreiser am Knöchel oder in der Kniekehle sind allerdings auch nicht selten. Sind Hautvenen im Gesicht erweitert, wird nicht von Besenreisern, sondern von Teleangiektasien gesprochen.
Können Hausmittel gegen Besenreiser wirklich helfen?
Wassertreten im Kneippbecken und ein kalter Schenkelguss gehören zu den klassischen Anwendungen, die die Durchblutung der Beine fördern, die Venen stärken und somit auch der Entstehung von Besenreisernentgegenwirken. Zusätzlich werden die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt. Da sich der Schenkelguss am einfachsten unter der Dusche durchführen lässt, ist er leicht in Ihren Alltag zu integrieren: Führen Sie den kalten Wasserstrahl vom Fussrücken ausgehend an der Aussenseite des rechten Beins entlang langsam nach oben bis zur Leiste, und verweilen Sie dort fünf bis acht Sekunden. Führen Sie dann den Wasserstrahl zur Innenseite des Beins und langsam nach unten. Wiederholen Sie den Guss am anderen Bein, duschen Sie zum Schluss die rechte und die linke Fusssohle kalt ab. Die Beine sollten nach dem Schenkelguss durch Bewegung oder warme Kleidung wieder erwärmt werden.
Viele Betroffene scheuen den Weg zum Arzt und fragen sich, was sie selbst gegen Besenreiser tun können. Es gibt einige Massnahmen, mit denen Sie die Durchblutung der Haut verbessern und dazu beitragen, neuen Besenreisernvorzubeugen. Dazu zählen:
- regelmässiger Sport wie Velofahren, Laufen oder Schwimmen
- Massagen und Wechselduschen
- gesunde Ernährung
Diese Lebensstil-Massnahmen beseitigen zwar nicht die bestehende Veranlagung für Besenreiser, jedoch ist es oft möglich, dadurch gute Erfolge für Ihr Hautbild zu erzielen. Vielleicht müssen Sie gar nicht erst zum Arzt, um sich die Besenreiser entfernen zu lassen.
Manche Betroffene probieren Hausmittel gegen Besenreiser aus, wie z.B. Umschläge mit Kartoffeln oder Tomaten. Auch pflanzliche Mittel wie Apfelessig, Arnika, Knoblauch oder Latschenkiefernöl fördern die Durchblutung. Sie werden oft eingesetzt, um den Blutabfluss aus den Besenreisern anzuregen.
In der Apotheke und in Drogerien gibt es ausserdem verschiedene Salben, Crèmes oder Kapseln mit Pflanzenwirkstoffen wie Weinlaub-Extrakt, denen ein venenschützender Effekt zugeschrieben wird. Auch Rosskastanien-Extrakt ist ein beliebtes Anti-Besenreiser-Mittel. Der darin enthaltene Wirkstoff Aescin stabilisiert bei vielen Betroffenen die Venenwände und verhindert, dass Flüssigkeit aus dem Gewebe ausströmt.
Hausmittel haben jedoch auch ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten, sich nicht verbessern oder sogar schlimmer werden, ist es unbedingt notwendig, einen Arzt aufzusuchen.
Apfelessig – Hilfe gegen Besenreiser
Apfelessig ist ein gutes Hilfsmittel, wenn Sie Probleme mit Krampfadern haben. Die bläulichen Venen, die sich deutlich auf der Haut Ihrer Beine abzeichnen, weisen auf eine Durchblutungsstörung hin. Eine regelmässige Anwendung des Hausmittels kann in diesem Fall sehr nützlich sein. Apfelessig ist ein klassisches Hausmittel, um Besenreiser zu lindern. Seine durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung fördert den Abfluss des Blutes aus den Venen und kann so auch das Auftreten der Besenreiser vermindern. Um einen sichtbaren Effekt zu erzielen, empfiehlt es sich, mehrmals täglich über mehrere Wochen hinweg die betroffenen Körperstellen mit einem in unverdünntem Apfelessig getränkten Kosmetikpad abzutupfen.
Öl mit Knoblauch und Zitrone – Hilfe gegen Besenreiser
Eine Mischung aus Olivenöl und Knoblauch ergibt eine ölige Crème, die mit ein bisschen Zitronensaft ausgezeichnet gegen Krampfadern und Besenreiser helfen kann.
Diese Kombination wirkt entzündungshemmend, stärkend und festigend und hilft bei der Regulierung des Blutflusses. Ausserdem reduziert das Hausmittel Spannungen und Schmerzen, die durch Krampfadern entstehen können.
Die Mischung wird durch eine sanfte Massage aufgetragen, was die Durchblutung und das Lymphsystem aktiviert. Zusätzlich werden Schadstoffe ausgeschieden und die Sauerstoffversorgung der Zellen verbessert. Dies ist zwar kein Wundermittel, doch mit regelmässiger Anwendung können Sie durchaus gute Resultate erzielen. Bedenken Sie auch, dass entsprechende Ernährung und gesunde Lebensgewohnheiten äusserst wichtig sind. Sie sollten mit der Behandlung so früh wie möglich beginnen. Die Anwendung empfiehlt sich schon beim ersten Besenreiser, damit sich das Problem nicht verschlimmert.
Beachten Sie jedoch, dass Sie nach der ersten Anwendung noch keine Veränderungen sehen werden. Nur durch regelmässige Anwendung können Sie die Ergebnisse erzielen.
Wir empfehlen Ihnen, nur Produkte bester Qualität zu verwenden, denn billigere Optionen bieten nicht die gleichen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Verwenden Sie extra natives Olivenöl und am besten frischen Knoblauch aus biologischem Anbau, um eine wirksame Behandlung zu erreichen.
Zutaten:
- 12 Knoblauchzehen
- ½ Tasse extra natives Olivenöl (100ml)
- Saft einer Zitrone
- 1 Glasgefäss
Zubereitung:
- Schälen Sie die Knoblauchzehen und halbieren Sie diese, bevor Sie sie mit einem Mörser zerstossen, bis eine Paste entsteht. Sie können hierfür auch gerne die Knoblauchpresse verwenden.
- Geben Sie den Knoblauch in das Glasgefäss, und fügen Sie das Olivenöl sowie den Zitronensaft hinzu.
- Verschliessen Sie das Gefäss gut und bewahren Sie es über Nacht an einem dunklen, kühlen Ort auf.
- Rühren Sie die Mischung am nächsten Tag mit einem Holzlöffel um, und entfernen Sie zuletzt den Knoblauch.
Anwendung:
- Reiben Sie dieses Hausmittel grosszügig auf die betroffenen Hautstellen, und massieren Sie es kreisförmig ein.
- Massieren Sie Ihre Beine mit leichtem Fingerdruck, um die Durchblutung zu stimulieren.
- Danach lassen Sie das Hausmittel eine Stunde lang einwirken und spülen es anschliessend einfach mit kaltem Wasser ab.
- Wiederholen Sie diese Behandlung mindestens dreimal in der Woche, am besten am Abend.
Vergessen Sie nicht, auf ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung zu achten, um die gewünschten Resultate zu erzielen! Sie können dieses Hausmittel schnell und einfach zubereiten, ohne dafür viel auszugeben. Probieren Sie es einfach selbst aus und Sie werden sehen, dass es äusserst hilfreich ist.
Kartoffeln und Tomaten – Hilfe gegen Besenreiser
Nicht ausgereifte, grüne Tomaten enthalten einen besonders hohen Anteil an „Solanin“. Dieses natürliche Gift ist ein wirksames Hausmittel gegen Besenreiser. Legen Sie einfach grüne Tomatenscheiben für zwei bis drei Minuten auf die betroffenen Hautstellen. Anschliessend kurz abwaschen und die Haut gut mit einer neutralen Feuchtigkeitscrème einreiben, da Solanin die Haut sehr stark austrocknet. Die Prozedur sollte mindestens für zehn Tage wiederholt werden, wonach die unschönen Äderchen grösstenteils verschwunden sind. Unreife Tomaten dürfen nicht mit „grünen“ Tomatensorten – den sogenannten Tomatillos – verwechselt werden. Tomatillos enthalten von Natur aus kaum Solanin und sind daher nicht dazu geeignet, Besenreiser zu entfernen.
Keimende Kartoffel mit ihren grünen Stellen enthalten ebenfalls viel giftiges Solanin, weshalb vom Verzehr in diesem Stadium unbedingt gewarnt wird. Um Venenleiden zu behandeln, wird jedoch empfohlen, die Kartoffelscheiben von keimenden Kartoffeln genauso zu verwenden wie grüne Tomatenscheiben.
Schaum-Sklerotherapie: Was ist das?
- Mit der Schaum-Sklerotherapie werden Besenreiser behandelt, um das behandelte Gefäss zu verschliessen.
- Die Schaum-Sklerotherapie hat sich als sichere und effektive Therapie bei Besenreisern erwiesen.
Woraus besteht Flüssig-Verödung und Schaum-Sklerotherapie?
- Sklerotherapie beruht auf der intravenösen Einbringung eines Verödungsmittels wie z.B. Polidocanol, was eine gezielte Auflösung der Venenwand und folglich der gesamten Ader erzielt, die infolgedessen in einen bindegewebigen Strang umgewandelt wird.
- Um Besenreiser verschliessen zu können, wird das flüssige Verödungsmittel bei der Schaum-Sklerosierung in einem definierten Mischungs-Verhältnis mit Luft aufgeschäumt.
- Wichtige Pluspunkte dieser Verfahren im Vergleich zu operativen Therapien sind die geringen Nebenwirkungen und die viel kürzere Erholungszeit.
Behandlung mit Blutgefäss-Lasern
Die Laserbehandlung von Besenreisern erfolgt mit sogenannten Blutgefäss-Lasern. Bei dieser Behandlung werden die erweiterten Äderchen oder die Innenwände der Äderchen durch die intakte Haut hindurch mit Laserlicht erhitzt. Der Körper beseitigt danach die geschädigten Blutgefässe innerhalb einiger Wochen. Meist sind wenige Behandlungen notwendig, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen.
Durch die Umwandlung der Energie der Laserimpulse wird oftmals ein Ieichtes Stechen oder Brennen verspürt. Die Behandlung dickerer Gefäss kann von manchen Patienten als schmerzhaft empfunden werden, jedoch wird die Behandlung von Besenreisern meistens ohne örtliche Betäubung akzeptiert.
Nach umfassender Ultraschall-Diagnostik werden gerne Schaum- und Flüssigverödungen unter Spezialbeleuchtung sowie Lasertechniken verwendet, um Besenreiser möglichst mit nur einer Behandlung zu entfernen. Für einen mehr dauerhaften Erfolg wird ein jährlicher Venencheck dringend empfohlen, damit Sie stets vorzeigbare Beine geniessen können. Besenreiser liegen nicht immer gleich tief und sie haben unterschiedliche speisende Gefässe, weswegen Ihre Behandlung Schritt für Schritt erfolgen sollte und wofür meistens mehrere Sitzungen geplant werden. Sie können sich dann endlich über schöne Beine und ein ganz neues Lebensgefühl freuen!
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: venenclinic.ch