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|Details zur Veranstaltung|
• Einführung in die Grundlagen der Ethik: Public-Health-Ethik wendet allgemeine ethische Begriffe, Theorien und Prinzipien an. Ein Einblick in die Landkarte ethischer Theorie eröffnet daher den Kurs.
• Gerechtigkeit im Gesundheitswesen: In der Ethik des Gesundheitswesens spielen Fragen der Gerechtigkeit eine zentrale Rolle. Zum einen geht es um die allgemeine Frage, wann das Gesundheitswesen einer Gesellschaft gerecht genannt werden kann. Zum anderen stellen sich spezifische Fragen, etwa zur Allokation knapper Ressourcen (wie Organe) oder zu Medikamenten- und Behandlungspreisen.
• Risikoethik und ihre Anwendung auf Public-Health-Fragen: In vielen Diskussionsfeldern von Public Health spielen Risiken eine zentrale Rolle. Man denke an Gesundheitsrisiken durch Emissionen, Ernährung oder Armut. Ergebnisse der allgemeinen ethischen Diskussion zum Umgang mit Risiken helfen, Public-Health-Massnahmen moralisch klarer beurteilen zu können,
• Zur Legitimität von Public-Health-Massnahmen: Wann greifen Public-Health-Massnahmen in die Autonomie von Personen ein? Und wenn ja, kann ein solcher Eingriff angesichts der zu gewinnenden Güter gerechtfertigt werden?
• Libertärer Paternalismus - Ist dies möglich? Spätestens seit dem Wirtschaftsnobelpreis für Richard Thaler im Jahr 2017 ist der Begriff "Nudges" allgemein bekannt geworden. Nudges (Schubser, Stupser) sind Methoden, das Verhalten von Menschen in gewünschter Weise zu verändern, ohne in deren Freiheit einzugreifen. Sind Nudges auch ein zielführendes Mittel für Public-Health-Massnahmen? Und wichtiger: Ist es moralisch gerechtfertigt, diese Methode anzuwenden?