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Die ikonischen Eisberge in Grönland sind nicht nur tolle Fotomotive. Sie sind auch ein Anzeichen für die Veränderungen, die entlang der Küste geschehen, das Schmelzen der Gletscher. Die eisigen Giganten, die nur aus Süsswasser bestehen, brechen ab und treiben langsam in die angrenzenden Gewässer und liefern so ihr Süsswasser in die salzige Umgebung. Ein Forschungsteam hat nun herausgefunden, dass Eisberge mehr Schmelzwasser in die Fjorde Grönlands liefern, als bisher angenommen. Sie verlieren bis zu der Hälfte ihres Volumens während sie durch die engen Fjorde treiben gemäss der Resultate der Wissenschaftler.
Der drastische Rückgang des arktischen Meereises ist einer der direkten Indikatoren für den fortschreitenden Klimawandel. In den vergangenen vierzig Jahren ist die Eisbedeckung im Sommer um mehr als die Hälfte geschrumpft. Klimamodell-Simulationen sagen voraus, dass die verbleibende Hälfte bis Mitte des Jahrhunderts verschwunden sein könnte, wenn Treibhausgas-Emissionen nicht sofort reduziert werden. Eine Reihe von Studien hat jedoch gezeigt, dass Klimamodelle den Rückgang des arktischen Meereises unterschätzen. Darum sind diese Modelle weniger geeignet, die zukünftige Entwicklung der Eisbedeckung zu quantifizieren. Eine neue Studie beschäftigt sich mit den zugrundeliegenden Problemen und erlaubt es erstmals, den individuellen Beitrag jedes einzelnen zum schrumpfenden Meereis der Arktis zu berechnen.
Riesige Schneebälle sind an der arktischen Küste Sibiriens aufgetaucht. Spezielle Umweltbedingungen schufen dieses Naturereignis. Die Bewohner des Dorfes Nyda, nördlich des Polarkreises, genossen den ungewöhnlichen Anblick.
Der Sommer in der Arktis brummt mit Insekten. Hier wie überall sind Pflanzen auf sie für die Bestäubung angewiesen. Eine neue Studie fand heraus, dass Fliegen, die der gemeinen Stubenfliege ähneln, die wichtigsten Insekten in der Arktis sind. Diese Befunde geben jedoch auch Anlass zur Sorge, denn die Anzahl der arktischen Fliegen ist rückläufig als Folge der zunehmenden Erwärmung in der Arktis.
Am 10. September 2016 erreichte die Ausdehnung des arktischen Meereises ein Minimum von 4,14 Millionen Quadratkilometern. Das ist der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Messungen. Den Rekord hält weiterhin das Jahr 2012, als die Eisausdehnung auf das unglaubliche Minimum von 3,39 Millionen Quadratkilometer schrumpfte. Aber eine Vorhersage, wann die Arktis ihren ersten eisfreien Sommer erlebt, ist schwieriger als ursprünglich angenommen.
Die majestätischen Auroren haben die Menschen seit Tausenden von Jahren fasziniert, aber ihre Natur - die Tatsache, dass die Lichter elektromagnetisch sind und mit der Sonnenaktivität reagieren - wurde erst in den letzten 150 Jahren realisiert. Dank koordinierter Multi-Satellitenbeobachtungen und einem weltweiten Netzwerk von magnetischen Sensoren und Kameras, wurde eine genauere Studie der Auroren in den letzten Jahrzehnten möglich. Doch weiterhin Auroren, zu mystifizieren weit über dem Boden, einige tanzen, so weit, unentdeckt Rhythmus.
Das arktische Meereis ist Jahren auf dem Rückzug. Im Jahr 2012 erreichte es einen traurigen Negativrekord mit 3.4 Millionen Quadratkilometer Ausdehnung am Ende des Sommers. In diesem Jahr ist er zweitkleinste Wert gemessen worde, nämlich 4.1 Millionen Quadratkilometer. Dies sind noch weniger als im ehemaligen Rekordjahr 2007. Und gemäss Experten des Alfred-Wegener-Instituts, die diese Messungen durchgeführt hatten, wird der Trend sich weiter fortsetzen.
Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) und der Universität Hamburg ist es gelungen, die Entstehung von größeren Rinnen im Arktischen Meereis in einem Computermodell realistisch zu simulieren. Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren zwei Herangehensweisen: Die Forscher hatten zum einen die räumliche Auflösung des AWI-Meereis-Ozeanmodells FESOM erhöht. Zum anderen konnten sie die numerische Lösung der Gleichungen so verbessern, dass die Simulation der Rinnenbildung dem Vergleich mit realen Meereis-Satellitendaten sehr gut standhielt. Von diesem Erfolg berichten sie in einer Studie, welche online im Fachmagazin Geophysical Research Letters erschienen ist.
Die sibirischen Permafrostregionen gehören zu jenen Gebieten der Erde, die sich im Zuge des Klimawandels besonders schnell erwärmen. Dennoch beobachten Biologen derzeit nur ein minimales Anpassungsverhalten der Baumvegetation. Dort, wo gemessen an der Lufttemperatur längst Kiefern- und Fichtenwälder wachsen müssten, gedeihen noch immer sibirische Lärchen. Ein Paradox, dessen Ursache Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, der Universität Köln und internationaler Partnerinstitute nun mithilfe Millionen Jahre alter Blütenpollen auf die Spur gekommen sind. Den Ergebnissen zufolge gab in der Vergangenheit stets der Kältegrad einer Eiszeit den Ausschlag dafür, wie schnell sich im Anschluss die Vegetation an das Warmzeitenklima anpasste. In unserem Fall heißt das: Weil die letzte Eiszeit ausgesprochen kalt war, hinkt die Vegetation der Taiga dem Klima viele Jahrtausende hinterher. Ein überraschend langer Zeitraum, wie die Forscher im Open Access-Fachmagazin Nature Communications berichten.
Die warmen Winter der zurückliegenden Jahre haben in der Arktis dazu geführt, dass neben dem Meer-Eis auch das Eis auf Seen dünner wird und viele flache Seen nicht mehr komplett zufrieren. Infolgedessen hat im letzten Jahrzehnt der bisher vorhandene Permafrost unter den vielen flachen arktischen Seen begonnen aufzutauen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam in einer neuen Studie, die heute im Fachjournal Geophysical Research Letters erschienen ist.