Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03490.jsonl.gz/13

Lulu und Bob sind fünfzig und noch immer ein glückliches Liebes- und Ehepaar. Das ist selbst in Paris, der Stadt der Liebenden, fast zu schön, um wahr zu sein. Bobs Lebensmotto: »Wenn jeder sich nur um das Glück eines einzigen Menschen kümmern würde, wäre die ganze Welt glücklich.« Jeden Sonntag treffen die beiden sich mit Freunden an der Seine, und Lulu freut sich, als Bob ein neues Hobby für sich entdeckt: das Angeln. Doch von seiner ersten Bootsfahrt kommt Bob nicht zurück.
Fünfzig und noch immer ein glückliches Ehe- und Liebespaar - das ist selbst in Paris, der Stadt der Liebenden, so rar, dass es nicht wahr sein darf. An einem sonnigen Junitag bricht Robert Dandurand zum Hechtangeln auf und ertrinkt in der Seine. Unfall oder Selbstmord? Die Freunde stehen vor einem Rätsel, Lulu Dandurand verzweifelt. Rastlos sucht sie nach möglichen Gründen für den Tod ihres geliebten Bob, der 25 Jahre zuvor sein Jurastudium abgebrochen hatte, um mit ihr in der Montmartre Boheme zu leben, und der seine Ehe mit Lulu in einem Satz zusammengefasst hatte: »Es ist doch so: Wenn jeder sich nur um das Glück eines einzigen Menschen kümmern würde, wäre die ganze Welt glücklich.« Nach und nach gewinnt für Lulu wie für die Freunde das Bild Bobs an Schärfe — das Bild eines Menschen mit innerer Größe. Und seine Frau Lulu zollt dieser inneren Größe auf ihre Weise Tribut.
»Simenon ist der letzte Tragiker in einer Welt, die sich die Tragödie verboten hat ... So ist es höchste Zeit, auszusprechen, daß er einer der großen Autoren des 20. Jahrhunderts ist.«Georg Hensel
»Er ist ein Monarch. Sein Königreich ist die unzählbare Zahl seiner Leser überall auf der Welt, die Nacht für Nacht seiner bedürfen: die glücklichen Schlaflosen, die keines seiner Bücher aus der Hand legen können, bevor sie es nicht in einem Zug von Anfang bis Ende ausgelesen haben.«Henry Miller