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Das Wichtigste in Kürze
- Lettland hat mit dem Bau eines 150 Kilometer langen Grenzzauns zu Belarus begonnen.
- Die Infrastruktur mit Patrouillenwegen und Grenztürmen soll bis Juni 2024 fertig sein.
- Auch Litauen hat die EU-Aussengrenze in seinem Land zuletzt verstärkt.
Lettland hat mit der Errichtung einer dauerhaften Befestigung an der EU-Aussengrenze zu Belarus begonnen. Nach Angaben des Innenministeriums des baltischen EU- und Nato-Landes werden gegenwärtig die ersten Kilometer eines permanenten Zauns gebaut. Dazu seien bereits auch etwa 70 Prozent der Grenzabschnitte von Bäumen und Büschen befreit worden. Dies hiess es am Dienstag in einem Bericht an die Regierung in Riga.
Demnach ist mittels der bislang abgeschlossenen Bauverträge eine fast 150 Kilometer lange Infrastruktur entlang der Grenze geplant. Neben dem festen Zaun soll sie auch Patrouillenwege, Grenztürme, Fussgängerbrücken und andere Anlagen umfassen. Der Bau der Infrastruktur soll bis Ende Juni 2024 abgeschlossen sein, der Bau des festen Zauns bis Ende Februar 2024.
Stacheldraht als Übergangslösung
Als Schnelllösung waren an verschiedenen Grenzabschnitten zuvor bereits mehrlagige Stacheldrahtrollen ausgelegt worden. Beschlossen wurde der Bau einer Befestigung, weil im Spätsommer 2021 Tausende von Menschen versuchten, illegal in die EU zu gelangen. Die Europäische Union beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Aussengrenze gebracht zu haben.