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Mit einem harmlosen kleinen Verhänger im Leeschlauch bei Maguey am fünften Trainingstag für die WM beginnt diese Story.
Beim Versuch, das eingeklappte Ohr zu lösen, gerate ich in turbulente Luft, der Schirm vrillt. Meine Versuche, den Schirm wieder zum Fliegen zu bringen, scheitern – zu wenig Höhe, zu viel Bremseinsatz. Ich ziehe den Notschirm und werfe ihn nach rechts. Er fällt unter mich. Als er Luft fängt, geht er direkt unter der Kalotte zwischen den Leinen auf. Dann kommt schon der Baum. Ich habe Glück, in dem lichten Wäldchen bleibe ich stabil in der Krone einer Kiefer hängen. Ich kann mich zum Stamm hangeln und mit einer Reepschnur sichern. Über Mobiltelefon benachrichtige ich meinen Teamkollegen Stef Wyss, der die Rettung initiiert. Elisa Houdry, die französische Pilotin, fliegt bei mir vorbei, und versichert sich, dass es mir gut geht. Etwa ein halbe Stunde nach dem Abgang treffen die ersten Hilfswilligen ein, mit dabei der deutsche Teamleader Harry Buntz. Im Verlauf der Aktion zähle ich bis zu 20 Helfer und interessierte Zuschauer. Es ist was los, im Wald bei Maguey.
Das koreanische Gin-Team unter der Leitung von Seyong bewirkt in einer Nachtschicht ein kleines Wunder und flickt die Tigerlilie wieder zusammen. Miguel von der hiesigen Flugschule Alas del Hombre leiht mir einen Notschirm. Keine 24 Stunden nach meinem Absturz fliege ich wieder über Maguey.