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Die hervorragende lavierte Tuschzeichnung von 1878 zeigt einen älteren bärtigen Mann mit Bart. Möglicherweise einen girechischen Philosophen oder einen sonstigen Herrn der Antike. Es ist wohl die Kopie eines altmeisterlichen Gemäldes.
Urheberin dieser grossen meisterhaften Zeichnung ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Wiener Malerin Maria Schöffmann (1859-1941) – sie hat das Porträt mit "Marie" signiert und mit 15. September 1878 datiert. Schöffmanns künstlerisches Werk konzentrierte sich zeitlebens hauptsächlich auf das professionelle Kopieren Alter Meister.
Maria Schöffmann war die Tochter des Wiener Historienmalers Wilhelm Schöffmann (1815-1888). Ihr Vater erteilte ihr den ersten Malunterricht. Ab 1880 arbeitete die Künstlerin als Kopistin in der Wiener Gemäldegalerie und erhielt namhafte Aufträge von hoher Stelle, unter anderem vom Fürsten von Liechtenstein und von Mitgliedern des Kaiserhauses. Für das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg fertigte sie eine Kopie von Dürers Allerheiligenbild an, welches in den Originalrahmen eingefügt worden ist. Neben ihrer Haupttätigkeit des Kopierens schuf Maria Schöffmann auch eigene Werke, insbesondere religiöse Darstellungen für Kirchengebäude.
Das Blatt misst 51,5x37,5cm.
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