Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03154.jsonl.gz/612

Dies ist dem 7. Comare-Bericht zu entnehmen, der eine Synthese der neusten veröffentlichten epidemiologischen Studien zu diesem Thema wie auch der modernsten Genetik-Forschung macht. Das Comare ist ein unabhängiger Ausschuss zur Beratung der britischen Regierung über die medizinischen Aspekte von Strahlung in der Umwelt.
Das Comare erläutert folgende Schlussfolgerungen: Studien in England wie auch in anderen Ländern haben keinen Beweis geliefert, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen der Strahlenexposition der Angestellten der Nuklearindustrie und den Krebserkrankungen ihrer Kinder besteht. Der beobachtete Krebs-Cluster in Seascale in der Nähe der englischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield kann auch mit Hilfe der Populationsdurchmischungs-Hypothese erklärt werden. Solche Krebs-Cluster von Kindern mit Leukämie oder Non-Hodgkins-Lymphom sind auch um andere nicht nukleare Industrieanlagen gefunden worden. Zudem ist das Risiko für Kinder von strahlenexponierten Arbeitern, an Leukämie zu erkranken, in absoluten Zahlen betrachtet klein.
Gemäss den Autoren des Berichts ist die weitere Erforschung der Änderungen im genetischen Code der Zellen nötig, die sich schlussendlich zur Kinderleukämie entwickeln könnten. Diese Forschung müsse sich nicht unbedingt auf die Wirkung der Strahlung beziehen, da viele andere Stoffe dieselbe Auswirkung auf die Zelle haben können.
Die Empfehlungen der Comare sind von der britischen Regierung anerkannt worden; weitere Forschung wurde bereits in Auftrag gegeben.
Quelle
D.S.