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Der Flughafen Genf ist mit einer schweren Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie konfrontiert. Infolgedessen wurden für 2020 und 2021 erhebliche Sparmassnahmen ergriffen. In diesem Stadium ermöglichen es diese Massnahmen, auf Massenentlassungen und den dazugehörigen Sozialplan zu verzichten.
Der Verkehr ist seit März 2020 stark zurückgegangen. In den Monaten Juli und Anfang August kam es zu einer Belebung des Verkehrs, der jedoch Mitte August wieder zurückging. Im September ist die Zahl der Passagiere um 75% niedriger als im September 2019. Die Generaldirektion schätzt, dass die Zahl der Passagiere im Jahresdurchschnitt 2019 um mindestens 60% niedriger sein wird. Angesichts dieser jüngsten Entwicklung wird der Flughafen Genf im Jahr 2020 einen Verlust von mindestens 100 Millionen Franken realisieren.
Um dieser Situation zu entgegnen, hat die Generaldirektion für 2020 bereits mehrere dringende Massnahmen in Angriff genommen. Sie wurden den Mitarbeitern des Genfer Flughafens nach und nach bekannt gegeben. Die neuesten Entscheidungen wurden heute den Mitarbeitern vorgestellt.
Mitte März wurde die Kurzarbeit eingeführt. Einstellungen wurden eingestellt und Ersatz aufgrund von Fluktuation streng begrenzt. Befristete Verträge wurden nicht verlängert, und der Vorruhestand wurde gefördert. Insgesamt wird der Haushalt 2021 somit 56 Stellen weniger haben. Dabei handelt es sich um nicht erneuerte befristete Verträge (23,25 VZÄ), Vorruhestandsregelungen (6,95 VZÄ) und nicht ersetzte natürliche Fluktuation (25,80 VZÄ). Es wurde eine Reihe weiterer Sparmassnahmen ergriffen, wie die Reduzierung von Zeitarbeitskräften und Ausbildungskosten, die Kürzung oder Abschaffung von Prämien und das Einfrieren von Rentenzahlungen. All diese Massnahmen werden bis 2021 zu einer Verringerung der Lohnsumme um 10% oder 14 Millionen CHF führen. Diese Massnahmen wurden den Sozialpartnern vorgestellt und ausführlich mit ihnen diskutiert. Seit April finden alle zwei Wochen gemeinsame Sitzungen statt.
Reduzierung der Betriebs- und Investitionsausgaben
Auf der Seite des Betriebshaushalts wurden erhebliche Ausgabenkürzungen vorgenommen: Verringerung der Ausgaben für Sicherheitsunterverträge, Wegfall der Ausgaben für Geschäftsreisen ins Ausland bis Ende Dezember 2020, 34%ige Kürzung des Haushalts für Gebühren und Dienstleistungen, einschliesslich der Ausgaben für die Untersuchung grosser Infrastrukturprojekte. Die Inbetriebnahme des neuen Gebäudes für Grossraumflugzeuge, des Ostflügels, wurde aus technischen Gründen auf den 15. Dezember 2021 verschoben, da die notwendigen Tests für eine Reihe von Ausrüstungsgegenständen wegen der Pandemie nicht rechtzeitig durchgeführt werden konnten. Die Ausgabenkürzung beläuft sich somit auf 30 Millionen CHF, d.h. 20% des Betriebshaushalts 2020.
Darüber hinaus wurden rund 110 Projekte des Masterplans eingefroren, was einer Verringerung der Investitionen um 71 Millionen CHF für die Jahre 2020 und 2021 und um 199 Millionen CHF für die Jahre 2022 bis 2024 entspricht.
Darüber hinaus wurde am 28. April 2020 erfolgreich eine neue Anleihe über 300 Millionen CHF emittiert, um die Liquidität zu erhöhen und die Erholung zu sichern.
All diese Massnahmen ermöglichen es, das derzeitige Einsparungsziel zu erreichen, ohne dass in diesem Stadium Massenentlassungen in Verbindung mit einem obligatorischen Sozialplan ins Auge gefasst werden müssen. Dieser Ansatz zielt auch darauf ab, die Fähigkeit des Genfer Flughafens zu erhalten, den Aufschwung zu bewältigen, sobald er eintritt.
Die Leitung des Flughafens Genf hat deshalb zunächst beschlossen, den natürlichen Abgängen und der Kurzarbeit weiterhin Vorrang einzuräumen und von der Prüfung von Massenentlassungen, der Eröffnung eines Konsultationsverfahrens und der Aushandlung eines Sozialplans im Sinne von Art. 335d ff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) abzusehen. Sollte sich ein solcher Schritt dennoch als unumgänglich erweisen, würde das Verfahren in Absprache mit den Personalvertretungsorganisationen und unter Einhaltung der geltenden Vorschriften durchgeführt. Der Verwaltungsrat billigte diese Entscheidungen. Es sei daran erinnert, dass der Flughafen Genf keinerlei staatliche Subventionen erhält und als autonome Einrichtung, die ihre eigenen Kosten tragen muss, das unternehmerische Risiko allein trägt.
Sollte die Verkehrsentwicklung ungünstiger ausfallen als erwartet, wären zusätzliche Einsparungen notwendig, was sich unweigerlich auf den Personalbestand des Flughafens Genf auswirken würde.
Die wirtschaftliche und gesundheitliche Lage sowie die Verkehrsprognosen werden in regelmässigen Abständen genau beobachtet, damit Entscheidungen ständig neu bewertet werden können. Die Situation wird Ende 2020 neu überprüft werden. Es werden alle Anstrengungen unternommen, um die Nachhaltigkeit des Genfer Flughafens zu gewährleisten und die Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
Kontakt:
Madeleine von Holzen
Pressesprecherin
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+41 22 717 70 13