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Gutartige Hirntumore
Gutartige Hirntumore (Meningeome, Vestibularisschwannome) wachsen meist sehr langsam, da sich ihre Zellen kaum schneller teilen als Zellen in gesundem Gewebe. Durch die punktgenaue Bestrahlung des Tumorgewebes aus sehr vielen Richtungen kann innerhalb des Tumors eine sehr hohe Strahlendosis erreicht werden, welche sogar eine Zerstörung der weitestgehend strahlenunempfindlichen gutartigen Zellen bewirkt. Gleichzeitig wird das umliegende Gewebe durch die hier nur extrem geringe Stahlendosis geschont.
Bei kleinen Vestibularisschwannomen sind die Ergebnisse der alleinigen radiochirurgischen Behandlung mit einer invasiv-chirurgischen Entfernung des Tumors bezüglich der Rezidivrate und Komplikationsrate vergleichbar, bei gleichzeitig sehr kurzem Spitalaufenthalt (eine Nacht oder ambulant) und minimaler Belastung des Patienten durch Verzicht auf Narkose und Operation.
Nachteilig ist dabei, dass erst nach Monaten (sogar nach anfänglicher weiterer Grössenzunahme des Tumors durch eine Schwellung) die Grössenabnahme einsetzt und der Erfolg der Behandlung erst dann beurteilt werden kann. Die Kombination der operativen und der radiochirurgischen Behandlung ist sehr sinnvoll: Bei sehr grossen Tumoren, welche sich operativ nicht vollständig von umgebenden Strukturen lösen lassen (wie z.B. Hirnnerven), kann durch Radiochirurgie eine Behandlung des Tumorrests erreicht werden.Damit kann die vorherige Operation mit geringerem Risiko durchgeführt werden.
Tumor Control Rate:
Meningeome nach 5 Jahren: 93% , nach 10 und 15 Jahren: 87%.
Vestibularisschwannome: 90- 95%
Hypophysendenom: 50% Rückbildung (Remission) in hypersekretierenden Tumoren. In nichtsekretierenden Tumoren ist ein positiver Effekt in 90% der Fälle erkennbar.