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Interpretation des Docol©c-Reports
Ein Plagiatssuchdienst wie Docol©c kann Übereinstimmungen eines untersuchten Dokuments mit anderen Dokumenten auffinden und dokumentieren. Eine qualifizierte Aussage darüber, ob in einem überprüften Dokument ein Plagiat vorliegt oder nicht ist alleine durch Software nicht möglich. Diese Entscheidung kann letztlich nur durch einen Menschen erfolgen, der das geprüfte Dokument sowie den Docol©c-Report begutachtet. Der Docol©c-Report liefert hierbei wertvolle Hinweise auf Übereinstimmungen, die einen Plagiatsverdacht untermauern können. Um Ihnen die Arbeit mit dem Docol©c-Report zu erleichtern, geben wir Ihnen im Folgenden detaillierte Informationen darüber, wie die Angaben im Report erzeugt werden und wie diese interpretiert werden können.
Die Anzahl gefundener Übereinstimmungen
Neben allgemeinen Informationen zum überprüften Dokument enthält der Kopf des Reportsdie Anzahl der überprüften und der gefundenen Sätze des Dokuments sowie deren Verhältnis als Prozentzahl angegeben. Dieser Prozentsatz gibt einen ersten Anhaltspunkt dafür, ob und in welchem Verhältnis bei der Prüfung des Dokuments Übereinstimmungen festgestellt worden sind. Eine Aussage ob ein Plagiat vorliegt ist mit dieser Angabe alleine jedoch nicht möglich. Einerseits bezieht sich dieser Wert auf das gesamte Dokument und lässt bspw. nicht erkennen, ob die gefundenen Übereinstimmungen zufällig über das gesamte Dokument verteilt sind. Andererseits berücksichtigt dieser Wert auch nicht den Umfang der Übereinstimmung in den entsprechenden Sätzen. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass bei Prozentzahlen unter 10% in der Regel kein Plagiat vorliegt. In diesen Fällen werden häufig nur zufällige Übereinstimmungen sowie Übereinstimmungen in Verweisen oder Literaturlisten gefunden. Allerdings ist auch bei einem Wert von 10% gefundener Sätze das Vorliegen eines Plagiats nicht ausgeschlossen. Je höher diese Prozentzahl ist, desto mehr Übereinstimmungen konnten gefunden werden und desto wahrscheinlicher liegt in Teilen des Dokuments ein Plagiat vor.
Der Kopf des Docol©c-Reports mit Angaben zum geprüften Dokument sowie der Zahl gefundener Übereinstimmungen
Die Verteilung übereinstimmender Sätze
Die Verteilung der gefundenen Übereinstimmungen, die im Übersichtsbalken des Docol©c-Reportsveranschaulicht wird, liefert einen weiteren Anhaltspunkt, ob es sich bei dem geprüften Dokument um ein Plagiat handeln könnte. Finden sich die Übereinstimmungen konzentriert in einem Bereich des Dokuments, so handelt es sich mit höherer Wahrscheinlichkeit um ein teilweise plagiiertes Dokument.
Die Übersichtsgrafik des Docol©c-Reports zeigt die Verteilung der Übereinstimmungen.
Die Referenzliste liefert ebenfalls wertvolle Informationen zur Bewertung ob ein Plagiat vorliegt. Enthält diese Liste wenige Dokumente mit vielen übereinstimmenden Sätzen, wie es bspw. in der unten abgebildeten Liste der Fall ist, so wurden viele Stellen in nur wenigen Referenzdokumenten gefunden. In solch einem Fall liegt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein Plagiat vor. Enthält diese Liste hingegen ausschließlich Dokumente in denen nur wenige übereinstimmende Sätze gefunden wurden, so ist die Wahrscheinlichkeit für ein vorliegendes Plagiat geringer.
Die Übereinstimmung von Sätzen
Doch nicht jede Übereinstimmung ist auch ein Plagiat. Einzelne Sätze können zufällig übereinstimmen und erst wenn mehrere aufeinander folgende Sätze identisch sind, kann von einem Plagiat gesprochen werden. Weiter ist zu beachten, dass Docol©c keine Erkennung von Textzitaten durchführt. Da die Zitierkonventionen in den verschiedenen Fachdisziplinen sehr vielfältig sind, ist eine zuverlässige automatische Erkennung zitierter Stellen praktisch unmöglich.Werden zitierte Passagen in anderen Quellen gefunden, so werden diese im Docol©c-Report ebenfalls als Übereinstimmungen gekennzeichnet. Der Nutzer muss letztlich entscheiden, ob bei einer übereinstimmenden Textstelle ein gültiges Zitat vorliegt oder nicht.