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Seit mehreren Tagen tauchen auf der Oberfläche des Broyekanals rund um den überdachten Hafen von Sugiez tote Fische auf. Dies vermeldet die Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft in einem Communiqué.
Am Montag hat der Wildhüter und Fischereiaufseher der Region 427 tote Fische festgestellt und entnommen. Er konnte jedoch den Ursprung des Problems nicht ausfindig machen. Die Fische wurden umgehend ins Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin in Bern geschickt, um den Grund für das Fischsterben aufzuklären. Vorgestern Abend stand die Ursache für das Problem fest. Im Hafen hatten sich Hunderttausende von Fischen angesammelt, unter anderen Brachsmen, Rotfedern, Lauben und Hechte. Es scheint, dass die Fische durch die Ansammlung so vieler Tiere den gesamten im Wasser verfügbaren Sauerstoff verbraucht haben. So habe sich die Situation stetig verschlechtert und schliesslich den kritischen Grenzwert von weniger als einem Milligramm Sauerstoff pro Liter erreicht. Trotzdem seien die Fische nicht durch die zur Verfügung stehenden Ausgänge hinausgeschwommen. Der Grund für diese Ansammlung ist derzeit unklar.
Nach einer weiteren Entnahme von 628 toten Fischen zusammen mit den Feuerwehrkorps der Region Murten und Mont-Vully ergriffen die Behörden vorgestern Abend eine Notfallmassnahme: Sie liessen verschiedene Pumpen einsetzen, um das Wasser rasch mit Sauerstoff anzureichern. Diese Massnahme wird in den nächsten Tagen fortgeführt, bis die Fische wieder ein normales Verhalten zeigen und aus dem Hafen schwimmen.