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Zwischen März 2020 und September 2021 war Nepal mehrheitlich im Lockdown. Vor allem Hotels, Restaurants, aber auch die Schulen waren geschlossen.
In den Grossstädten konnten die Schüler über Internet lernen, aber in den kleinen, abgelegenen Schulen wie z.B. derjenigen in Gorkha (wo wir beim Bau mitgeholfen haben), haben die Kinder während 1½ Jahren keine Schule besucht. Als Delia und ich im November unsere Freunde in Gorkha besucht haben, waren 50 von 150 Schülern wieder in der Schule. Viele Kinder blieben zu Hause und mussten mithelfen bei der Ernte. Nun versuchen wir, dass möglichst viele Kinder wieder die Schule besuchen...
Vor allem Menschen, welche im Tourismus arbeiten (etwa 15% der Bevölkerung), haben unter dem Lockdown sehr gelitten.
Während des langen Lockdowns hatten die meisten Menschen auf dem Land genügend zu Essen, weil sie einen kleinen Bauernhof mit eigenem Anbau unterhalten. Viele Arbeiter aus dem Tourismussektor und Wanderarbeiter aus dem Ausland gingen nach Hause auf den Bauernhof der Eltern, und freuen sich auf das Angebot unserer zukünftigen Berufsschule, um eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Sektor zu erhalten, und so ihr Einkommen zu verdienen.
In der Hauptstadt Kathmandu gab es mehr Versorgungsprobleme. Die Grundnahrungsmittel werden bis heute immer teurer. Viele Bettler, Tagelöhner etc., welche von der Hand in den Mund leben, sind bis jetzt hungrig auf der Strasse. Für diesen Teil der Bevölkerung haben wir ein Corona - Notfallprojekt gestartet und CHF 5000 direkt überwiesen. Ramu, Leiter des Bodhi Guesthouses in Bodnath/Kathmandu, unterstützte im Sommer 2021 mit seinem Team die notleidende Bevölkerung, indem er einen Lastwagen mietete und Essensrationen verteilte.
Mehr dazu findet Ihr in seinem Brief.
Ich habe nun leider erfahren, dass wegen der Omikron – Welle die Regierung die Schulen in Nepal vor kurzer Zeit wieder geschlossen hat. Da Omikron aber viel schwächer ist als die vorherigen Varianten, hat es immer noch genügend freie Plätze in den Spitälern, und die Bevölkerung hofft sehr darauf, dass die Welle schnell vorbeigeht, und bald die allgemeine Situation in Nepal wieder normal sein wird…
Um die aktuelle Not in Nepal etwas zu lindern, unterstützte NepalTara gemeinsam mit sehr zuverlässigen, seriösen nepalesischen Kontaktpersonen unter Corona leidende Menschen:
Ramu, Leiter des Bodhi Guesthouses in Kathmandu: CHF 2000
Unterstützung von arbeitslosen Tagelöhnern, Kranken, Alleinstehenden und alten Menschen in seinem Dorf mit Grundnahrungsmitteln.
Reema, Lions Club Kathmandu: CHF 2200
Unterstützung von sehr armen Schülerinnen und ihren Tagelöhner - Familien mit Grundnahrungsmitteln, Sanitätsmaterial etc.
Parishkrit, Leiter von Kaamchha: CHF 1100
Unterstützung der Ekata Schule mit Druckmaterial, Büchern, Masken, Desinfektionsmittel etc.
Insgesamt hat NepalTara CHF 5300 für die unter Corona leidenden Menschen überwiesen.