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Bach. Ja, kein Geringerer als der Meister selbst. Im Traum erklang vermeintlich das Cembalokonzert in d, und zwar in einer vom Magister somniorum persönlich eingerichteten Fassung für Cembalo und zwei Blockflöten, allerliebst. Nicht zu verkennen das Streicherunisono zu Beginn des ersten Satzes, nur dunkler, verschattet, in braune und schwarze Ölfarben getunkt, dick wie Kakao, ich mußte (im Traum!) ans 6. Brandenburgische Konzert denken, wo Bach originellerweise auf Violinen gänzlich verzichtet hat. So ähnlich klang nun der barsche Anfang des Konzerts in d. Allerdings leicht verändert, ver-rückt, wie ein Weg, der plötzlich eine Wende macht, an die man sich nicht erinnert … Ich weiß noch die Überraschung, als plötzlich die beiden Blockflöten einsetzten und statt einem drei Soloinstrumente das Tutti ablösten. Überdies noch in eine ferne Tonart, wie es schien, modulierend, wobei sie harmonische Pfade betraten, von denen wohl seinerseits der Meister nicht zu träumen gewagt hätte.