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Welt-Milchmarkt: Seit 20 Jahren gehts aufwärts
Seit 20 Jahren wächst der weltweite Milchmarkt um 2,5 Prozent jährlich. Asien hat grossen Durst auf Milch.
Seit 20 Jahren wächst der weltweite Milchmarkt um 2,5 Prozent jährlich. Asien hat grossen Durst auf Milch.
Der Milchpreis in der Schweiz ist eine komplexe Angelegenheit. Der Grund dafür ist der Milchmarkt mit seinen vielen verschiedenen Teilmärkten: So gibt es einen Milchpreis für Käsereimilch, drei verschiedene Preissegmente für Molkereimilch und darauf aufbauend Milchpreise für Bio-, Wiesen-, Heu- und Klimamilch und zahlreiche andere Label-Milch.
Der Milchpreis für Käsereimilch wird zwischen den Käsern und den Milchproduzenten ausgehandelt und darf den sogenannten LTO+-Preis nicht unterschreiten. Bei den Sortenkäse finden die Milchpreisverhandlungen in den jeweiligen Sortenorganisationen statt. Dabei werden die erwarteten Marktentwicklungen besprochen und nach Möglichkeit durch eine Steuerung der Mengen antizipiert. Für den Milchpreis wirkt diese Form der Marktregulierung stabilisierend.
Der Milchpreis für Molkereimilch wird von den Milchproduzenten und ihren Abnehmern - Milchhandelsfirmen oder direkt mit den Milchverarbeitern - verhandelt. Der Milchpreis für Molkereimilch ist stark von den Marktentwicklungen im In- und Ausland abhängig und stärkeren Schwankungen unterworfen. Die Branchenorganisation Milch gibt die Richtpreise für die drei Molkereimilchpreis-Segmente bekannt. Für Molkereimilch im A-Segment legt der Vorstand der Branchenorganisation Milch den Richtpreis quartalsweise im Voraus fest. Als Grundlage dienen der Milchpreis-Index, der vom Bundesamt für Landwirtschaft errechnet wird, sowie die zukünftigen Markteinschätzungen der Marktakteure. Die Richtpreise im B- und C-Segment errechnet die BOM anhand vorgegebener Formeln monatlich.
Diese Richtpreise dienen den Marktakteuren als Richtschnur bei den Milchpreis-Verhandlungen und gelten Franko Rampe. Das heisst, für den tatsächlich ausbezahlten Milchpreis müssen noch die Transportkosten, saisonale Zuschläge und Abzüge sowie Abzüge bzw. Zuschläge für Qualität, Menge und für Verbände abgezogen oder hinzugerechnet werden.
Für die Produzenten entscheidend ist letztlich der durchschnittliche Milchpreis ab Hof, der nach Zuschlägen und Abzügen ausbezahlt wird. Dieser setzt sich oft aus verschiedenen Teil-Preisen zusammen, was direkte Preisvergleiche relativ schwierig macht.
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