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Hochverehrter Herr & Freund!
Soeben kommt mir der beiliegende Bericht Maraini's, den ich Ihnen letzthin signalisirt habe, zu. Ich beeile mich, Ihnen denselben zu übermitteln, nicht daran zweifelnd, daß der Inhalt Sie interessiren wird. Darf ich Sie bitten, mir ihn nach gemachtem Gebrauche wieder zurückzusenden. Bevor ich eine Antwort an M. abgehen lasse, werde ich mir erlauben, über den Tenor derselben mündliche Rücksprache mit Ihnen zu nehmen.
Den Entwurf zu dem Reconstructionsprogramme, welches im Juni dem Bundesrathe eingereicht wurde, habe ich M. mitgetheilt, um ihn einigermaßen über die hierseitigen Absichten zu orien| tiren: denn ein Repräsentant der Gotthardbahngesellschaft in Italien muß doch etwas mehr wissen, als der erste beste Dritte! Selbstverständlich habe ich aber M. eingeschärft, daß die Mittheilung des Programmes ausschließlich & allein für seine Person bestimmt sei. Wie ich M. kenne, ist kein Vertrauensmißbrauch von ihm zu befürchten.
Gestern war es mir, wie wenn es nicht sein könnte, daß Sie in Zürich seien & wir uns nicht sehen!
Herzlich
Ihr
Dr A Escher
Zürich
9 August 1876.