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Im Jahr 2017 hatten 32% der Schweizer Bevölkerung in den vorangehenden 12 Monaten mindestens eine nichtübertragbare Erkrankung (NCD) aus 5 wichtigen NCD-Gruppen. Dies entspricht 2,3 Millionen Menschen ab 15 Jahren in der Schweiz. Im Jahr 2012 lag dieser Anteil bei 27%. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Prävalenz steigt mit zunehmendem Alter an.
Am häufigsten leidet die Bevölkerung an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (18%), an muskuloskelettalen Erkrankungen (14%), an Atemwegserkrankungen (6%), an Diabetes (5%; Lebenszeitprävalenz) und an Krebs (2%).
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
NCD verursachen viel Leid bei den Betroffenen und ihren Angehörigen. Zudem sind sie verantwortlich für 80% der gesamten Gesundheitskosten und für die meisten Fälle von vorzeitiger Sterblichkeit, oder anders ausgedrückt, für verlorene potenzielle Lebensjahre (vgl. Indikator «Verlorene Lebensjahre durch NCD»). Mit der demografischen Alterung der Bevölkerung wird davon ausgegangen, dass die Krankheitslast durch NCD ansteigt.
Die fünf häufigsten NCD sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes und Krebs. Sie stehen im Fokus der nationalen NCD-Strategie mit den Zielen, die Krankheitslast zu dämpfen, vorzeitige Todesfälle zu verringern und den Kostenanstieg zu bremsen.
Die Prävalenz ist eine wichtige Messgrösse in der Epidemiologie. Sie gibt Auskunft über die Häufigkeit einer Erkrankung in einer Bevölkerung über einen bestimmten Zeitraum.
Dieser Indikator beschreibt mit der Prävalenz den Anteil der Bevölkerung, der in den letzten 12 Monaten an mindestens einer Erkrankung aus den fünf NCD-Gruppen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, muskuloskelettale Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes (Lebenszeitprävalenz) und Krebs leidet. Zudem zeigt er die Prävalenz für jede NCD-Gruppe.
Der Indikator basiert auf der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB). Die Zahlen werden alle fünf Jahre aktualisiert.
Die Prävalenz von NCD zu bestimmen, ist aufgrund der Datenlage auf Bevölkerungsebene herausfordernd: Eine NCD-Gruppe setzt sich aus vielen unterschiedlichen Erkrankungen und Beschwerden zusammen. «Herz-Kreislauf-Erkrankungen» zum Beispiel fasst Erkrankungen zusammen, die von Herzinfarkt und Schlaganfall über Herzinsuffizienz bis hin zu venösen und arteriellen Gefässerkrankungen reichen. Die SGB kann mit einer limitierten Anzahl Fragen den Gesundheitszustand bzw. die gesundheitlichen Probleme erfassen (Selbstauskunft). Im Indikator können damit wenige Erkrankungen berücksichtigt werden, die zwar eine Annäherung an die tatsächliche Prävalenz erlauben, diese aber wahrscheinlich unterschätzen.
Die in diesem Indikator gezeigten NCD-Gruppen umfassen die nachfolgend aufgeführten Erkrankungen. Die dafür verwendeten Variablen umfassen Angaben zu einer medizinischen Diagnose einer Krankheit sowie zur Medikamenteneinnahme und sind in der Definition des Filters zur Bestimmung nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) beschrieben.
Die Verlinkungen führen zu den separaten Indikatoren der jeweiligen Erkrankung. Bei Diabetes und Krebs unterscheiden sich die hier gezeigten Zahlen von denjenigen der verwandten Indikatoren: Im Indikator «Diabetes» werden andere Variablen der SGB verwendet, während sich der Indikator «Krebs» auf Daten der Nationalen Krebsregistrierungsstelle stützt.
Datenbruch zwischen 2012 und 2017: Der Erhebungsmodus wurde geändert (schriftlich, telefonisch) und die Frageformulierung teilweise angepasst. Deshalb ist ein direkter Vergleich der Jahre nicht möglich. Zahlen vor 2012 können in diesem Indikator nicht gezeigt werden, da sich die Fragen erheblich geändert haben.
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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