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Fundort: Basel-Gasfabrik
2. Hälfte 2. Jahrhundert bis 1. Hälfte 1. Jahrhundert v. Chr.
Glas farbig und Glas farblos, innen mit gelber Folienauflage
Dm. 4 cm bis 7 cm
Inv. 19<ip-pii>.243.244.
Im Jahre 1911 stiess man bei Bauarbeiten für einen Gaskessel beim Voltaplatz, unmittelbar am linken Ufer des Rheins, auf Gruben, die mit Humus gefüllt und in den natürlichen Rheinkies eingetieft waren. In ihnen fand man Tierknochen, Keramik, Metall- und Glasobjekte aus der spätkeltischen Zeit. Bis heute wurden über 300 Gruben gefunden, die als Vorratsräume oder Werkplätze dienten und schon in keltischer Zeit mit Abfall aufgefüllt wurden. Sie gehören zu einer ungefähr zwölf Hektaren grossen Siedlung, die in der Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts von Angehörigen der Rauriker gegründet wurde und während etwa 80 Jahren bewohnt war. Sie gilt als älteste grössere Siedlung auf Basler Stadtboden. Die fünf abgebildeten Glasarmringe kamen in dem zur Siedlung gehörigen, rund 120 bis 130 Bestattungen umfassenden Gräberfeld zu Tage. Durch Beimischung von Metalloxyden wurde die zur Herstellung der Armringe benötigte Glasmasse eingefärbt. Bei den farblosen Ringen wurde innen eine gelbe Glasauflage aufgeschmolzen. Erst im durchfallenden Licht erkennt man die intensive Färbung der Schmuckstücke.