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Overview
Die Schweizerische Fachstelle Pflegefamilien (SFP) startete im Januar 2019 ein Modellprojekt zur Unterstützung und Förderung von Pflegefamilien im Kanton Graubünden. Das Ziel des Modellprojekts der SFP ist es, Pflegekindern bestmögliche Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen in ihren jeweiligen Pflegefamilien zu verschaffen. Die Erfahrungen aus dem Projekt und das erworbene Wissen sollen anderen Kantonen und Regionen zur Verfügung gestellt werden. Auf Grundlage eines längsschnittlichen Erhebungsdesigns mit quantitativen und qualitativen Befragungen werden zur Evaluation des Modellprojekts «Gemeinsam mit und für Pflegefamilien» im Kanton Graubünden die folgenden Fragestellungen verfolgt: 1. Wie gut passt das Programmkonzept zum Bedarf der Zielgruppe? 2. In welchem Masse erreicht das Modellprojekt die gesetzten Ziele? 3. Welche Good-practice Empfehlungen lassen sich aus den Ergebnissen ableiten? Zur Beantwortung der Evaluationsfragen (s. Punkt 2) kommt eine Vorher-/ Nachher - Befragung mit einer Versuchs- und Kontrollgruppe sowie quantitativen und qualitativen Erhebungs- und Auswertungsverfahren zum Einsatz. Durch den Vergleich zwischen Pflegefamilien, die am Modellprojekt teilnehmen (Untersuchungsgruppe) und einer Kontrollgruppe von Pflegeeltern, die nicht am Modellprojekt teilnehmen, wird ermöglicht, dass sich Wirkungen auf die Massnahmen des Modellprojekts zurückführen lassen und nicht auf die verstrichene Zeit oder auf äussere Einflüsse. Die Datenerhebungen erfolgen zum einen mittels Online-Befragungen, zum anderen mittels leitfadengestützter Interviews im familiären Setting (Pflegeltern und -kinder). Die Datenauswertungen der quantitativen Befragungen berücksichtigen sowohl Veränderungen innerhalb der beiden Gruppen (Pflegefamilien mit vs. ohne Unterstützung) als auch Unterschiede zwischen den Gruppen (Untersuchungs-/ Kontrollgruppe) und werden mittels dem Statistikprogramm SPSS durchgeführt. Das Evaluationsprojekt erstreckt sich von Dezember 2019 bis Anfang 2021. Die Planungs-/ Konzeptphase erfolgt von Dezember 2019 bis Februar 2020, die quantitative Datenerhebung und -auswertung je von März bis Juni 2020 und 2021, die vertiefte qualitative Befragung im Februar 2021. Der Schlussbericht liegt Anfang Juni 2021 vor.