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Protokoll Diskussion Sterbehilfe
Anwesend : alle
Leiter der Diskussion : Patrick, Peter
Protokoll : Philip, Roman
Zuerst begrüßen die Diskussionsleiter die Anwesenden. Danach erzählt Patrick eine Anekdote über eine Großmutter, welche sehr auf ihr Äußeres achtete, die sagte, sie wolle sterben, sobald sie geistig nicht mehr zurechnungsfähig sei. Heute hat sie Alzheimer in einem fortgeschrittenen Stadium, doch sie hat keine Patientenverfügung ausgefüllt. Dadurch kann sie keine Sterbehilfe beantragen, weil dies sonst als Mord zählen würde. Die erste Frage, welche in die Runde gestellt wird, lautet, was man jetzt tun sollte.
Auf Wunsch Nicolas’ wird die Patientenverfügung noch genauer erklärt, woraus die Anwesenden angefangen haben, über positive wie auch negative Aspekte dieser Patientenverfügung zu diskutieren. Die Meinungen gingen sehr auseinander. Daniel und Benjamin waren dafür, weil es die Dinge gut regelt. Vivienne war dagegen, weil sie es unfair fand für die, die keine Verfügung ausgefüllt haben. Lara war der Meinung, dass es gut erklärt sein sollte. WaP fügte hinzu, dass der Wille zu sterben klar erkennbar sein müsste, und dass Rückzieher jederzeit möglich sein müsste. Auch kann die Patientenverfügung niemals objektiv angeben, was gerade in einem Menschen vorgeht, so Céline.
Als nächstes zeigt uns Peter ein Kreisdiagramm, in dem zu erkennen ist, dass 46 % der SchweizerInnen gegen und 41% für die Sterbehilfe sind. Er fragte danach die Runde, welche Meinung sie vertritt. Gründe dafür waren die eigene Entscheidungsfreiheit und das Beenden des Leidens. Es wäre eine bessere Variante als der herkömmliche Suizid, welcher nicht verboten ist. Man könnte auch einfach in das nächstbeste Land gehen, in welchem die Sterbehilfe nicht verboten ist, und diese dort beziehen. Negative Aspekte sind, dass es religiös und ethisch verwerflich sein sollte. Auch könnten auf diesem Gebiet falsche Entscheidungen getroffen werden. Man sollte das Leben nicht einfach wegwerfen und man könnte es auch als Abschieben der Verantwortung der modernen Gesellschaft auf die älteren Leute interpretieren.
WaP erklärt der Gruppe den Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe und dass bei letzterer die Motivation der Ärzte eine entscheidende Rolle spielen könnte. Die Familien des Betroffenen sind betroffen, falls die betreffende Person beispielsweise in einem Wachkoma liegt, jedoch auch, wenn man die Geräte, welche den Patienten am Leben erhalten, abschaltet. Man befindet sich also in einer Zwickmühle.
Die dritte Frage lautet, ob es ethisch vertretbar sei, jemandem eine ‚Todestablette’ zu verabreichen. Die Tatsache, dass die Person sich den Tod wünscht, macht es für den Verabreichenden moralisch vertretbar, wurde gesagt. Dagegen spricht , dass er von Reue und Gewissensbissen geplagt werden könnte, weil er jemandem das Leben weggenommen hat.
Danach wird noch über die Organisation Exit gesprochen. Die Frage lautet, was unsere Meinung zu einem Geschäft mit Sterbehilfe ist. Zum einen ist es die Wahl der Patienten, zu sterben. Roman sagt, dass es okay ist, weil man Geld bezahlt und eine Gegenleistung in Anspruch nimmt. Benjamin und Vasiliki behaupten dagegen, dass Geld für den eigenen Tod zahlen zu müssen verwerflich sei. Philip findet, dass der Fokus nicht darauf zu legen sei, das Leben für die älteren Leute zu beenden, sondern zu verbessern. WaP erklärt, dass das Prozedere bei Exit höchst professionell und geleitet abläuft. Er bestätigt uns, dass Exit eine non-Profit-Organisation ist.
Zu guter Letzt gibt jeder der Reihe nach noch sein eigenes Statement inklusive Begründung zur Sterbehilfe ab. Neun sind dafür, mit der Begründung, dass jeder über sein eigenes Leben selbst bestimmen können sollte. Deshalb sei es moralisch vertretbar. Man kann sich ja auch früh schon Gedanken darüber machen.
Vier waren dagegen, da sie es ethisch nicht korrekt finden, weil es immer etwas gibt, wofür es sich zu leben lohnt, man sollte sein Leben nicht einfach wegwerfen.
Smaug, Sephiroth