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Myometrium
Myome stellen die häufigste gutartige Veränderung des Gebärmuttermuskels dar. Sie können aussen, innen oder mitten im Muskel wachsen, einzeln oder zahlreich auftreten. Myome sind der häufigste Grund (30%) zur Entfernung der Gebärmutter. Bei Kinderwunsch kann die Gebärmutter auch erhalten bleiben ( laparoskopische Myomoperation )
Erfahren Sie hier mehr zum Thema Uterus und Kinderwunsch.
Andere Gründe zur Entfernung der Gebärmutter:
- Blutungsstörungen 20%
- Endometriose 20%
- Descensus 15%
- Vorstufen bösartiger Erkrankungen 6%
Myome können auch organerhaltend aus der Gebärmutter entfernt werden. Dieses geschieht durch einen Bauchschnitt, laparoskopisch oder, wenn die Myome in die Gebärmutterhöhle hineinragen, hysteroskopisch (durch den Muttermund hindurch). Der Vorteil ist die Erhaltung des Organs, um z. B. noch eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Der Nachteil ist, dass später neue Myome auftreten können.
Endometrium
Blutungsstörungen sind die zweithäufigste Ursache zur Entfernung der Gebärmutter, obwohl die Ursache häufig nur im Bereich der Gebärmutterschleimhaut liegt. Um sicher zu sein, dass die Ursache wirklich nur in der Gebärmutterschleimhaut liegt, müssen eine Ultraschalluntersuchung, eine Gebärmutterspiegelung und eine Auskratzung mit histologischer Untersuchung der Schleimhaut stattfinden. Bei einer gutartigen Erkrankung der Schleimhaut kann als Alternative zur Entfernung der ganzen Gebärmutter nur die Schleimhaut verödet werden. Hierzu gibt es verschiedene Techniken (Laser, Hitze, Resektion etc.). Wir wenden die Endometriumablation mit dem Cavatherm an. Der Vorteil ist der Erhalt der Gebärmutter, der kleine Eingriff (minimal-invasiv). Der Nachteil ist das mögliche erneute Auftreten der Beschwerden (Rezidive). Die Blutungsstörungen können in bis zu 10% der Fälle erneut auftreten oder weiterbestehen.
Zervix
Neben Entzündungen sind die Dysplasien (Vorstufen von bösartigen Erkrankungen oder Präneoplasien) die häufigsten Erkrankungen, bei denen eine Erhaltung der Gebärmutter möglich ist. Die betroffenen Gewebeanteile werden entweder mit dem CO2- Laser verdampft (evaporisiert), oder bei den Dysplasien mit einem Sicherheitsabstand in Form eines Kegels aus dem Muttermund herausgetrennt (Konisation).