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Im geographischen Mittelpunkt Asiens, weit weg vom Lärm der Welt, lebt ein fast unbekanntes Volk: die Tuwa, die letzten Rentiernomaden und Jäger, deren Wohnen in Tipis an die nordamerikanischen Indianer erinnert. Fasziniert von der Kultur und der Ursprünglichkeit ihres Lebens, verbrachte Andreas Hutter in den vergangenen fünf Jahren insgesamt über ein Jahr im Grenzgebiet zwischen Russland und der Mongolei.
Mit Gomb, dem Sippenältesten, der ihn wie einen Sohn behandelt, ist über die Jahre eine tiefe Freundschaft entstanden. Gemeinsam verbrachten die beiden viele Wochen in der Taiga auf der Jagd. Andreas Hutter begleitete Gombs Familie beim Umzug, brachte seine Kinder in die 50 Kilometer entfernte Schule und war beim Sammeln von Beeren und Nüssen und beim Holzen helfend dabei. Da Gomb 40 Jahre keine Stadt mehr gesehen hatte, reisten die beiden mit Hutters Motorrad nach Ulan Bator. Zwei Jahre später machten sie sich auf die Suche nach Gombs Verwandten in Sibirien. Diese hatte Gomb seit über 50 Jahren nicht mehr gesehen.