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Beschreibung
Besonderes Merkmal dieser Art ist der äusserst hochgewölbte, kugelige und glatte Rückenpanzer mit den namensgebenden, auf jedem Panzersegment strahlenförmig nach außen verlaufenden gelblichen Linien auf dunklem Hintergrund. Bei den meisten Strahlenschildkröten ist die Grundfarbe des Panzers Lackschwarz mit von einem hellen Zentrum ausgehenden charakteristischen, gelben Streifen. Die umgekehrte Farbvariante mit hellgelben Untergrund und schwarzen Radialstreifen kommt seltener vor. Das bei jedem Exemplar individuel ausgeprägte Strahlenmuster setzt sich sowohl auf dem Rückenpanzer als auch auf dem Bauchpanzer fort. Die Grundfarbe des Plastrons ist Gelb und zeigt ein Muster mit schwarzen Flächen und Linien.
Bei jungen Exemplaren ist die Strahlenzeichnung meist besonders farbintensiv und markant ausgeprägt. Mit dem Alter verblasst die charakteristische Zeichnung zunehmend und durch Abnutzung (Scheuern an Steinen und Büschen) sind die konzentrischen Wachstumsringe des Panzer meistens nicht mehr erkennbar. Sehr alte Exemplare können deshalb komplett verwaschen gelb oder schwarz sein. Man unterscheidet aufgrund des vorhandenen Gelbabteils zwischen dunklen und hellen Individuen. Besonders auffällig und beliebt sind Strahlenschildkröten, die eine deutliche, gleichmässige, auf allen Schilden ausgeprägte, gelbe Strahlenzeichnung aufweisen. Diese Exemplare werden auch als «High Yellow» bezeichnet. Tiere, die ganz ohne Zeichnung und komplett schwarz sind, kommen selten vor. Obwohl das gelb-schwarze Linienmuster auf den ersten Blick auffällig erscheint, lösen sich die Konturen einer ruhenden Strahlenschildkröten in einer trockenen Gras- oder Buschlandschaft völlig auf. Schlüpflinge von Astrochelys radiata besitzen im ersten Lebensjahr noch eine unscheinbare Babytarnzeichnung. Dadurch sind sie auf sandigen, steinigen Böden und in trockenem Laub besonders gut vor Fressfeinden geschützt. Das charakteristische Strahlenmuster wir erst mit dem Auftreten der ersten Wachstumsringe, nach ca. 1 ½ Jahren, sichtbar.
Die Kopfoberseite ist aschefarben und kann mehrere helle Flecken aufweisen, die Kehle und der Hals sind cremefarben bis gelb. Die sehr stämmigen Beine und der Schwanz haben ebenfalls eine gelbe Färbung. Die Hornschuppen der Vorderbeine sind rund und flach. Die Krallen sind kegelförmig und eher stumpf. Im Gegensatz zu ihrer Schwesterart, der Madagassischen Schnabelbrustschildkröte, weist sie keine markante Verlängerung des Gularschildes am Vorderende des Bauchpanzers auf. Die hinteren Randschilde sind etwas aufgebogen und gesägt, das Schwanzschild ist ungeteilt und abwärts gebogen. Der Bauchpanzer ist gelb mit je einem großen schwarzen Dreieck am Außenrand der Arm-, Brust-, Bauch- und Schenkelschilde. Die Kehlschilde sind meist zeichnungslos. Die Afterschilde und manchmal auch die Bauchschilde weisen eine schwarze Strahlenzeichnung auf. Es ist ein Nuchalschild vorhanden, das Supracaudalschild ist ungeteilt und auf jeder Seite des Carapax befinden sich 11 Marginalschilder.