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Die Förderung von Rohstoffen ist häufig mit Problemen behaftet und in zahlreichen Fällen Synonym für Menschenrechtsverletzungen. Verheerende Umweltverschmutzung, Landvertreibung, Ausbeutung und lebensgefährliche Arbeit zu Hungerlöhnen sind an der Tagesordnung. Die negativen Auswirkungen des Rohstoffhandels fallen jedoch im kriegsgebeutelten Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ganz besonders ins Gewicht. Sowohl die Regierungstruppen als auch verschiedene Rebellengruppierungen finanzieren sich durch die Kontrolle über Minen und Handelsrouten. Geldflüsse aus dem Verkauf von Mineralien finanzieren so seit Jahren einen der blutigsten Konflikte unserer Zeit, in dem etwa Massenvergewaltigung bewusst als Mittel zur Einschüchterung der Bevölkerung benutzt wird.
Über mehrere Stationen gelangen die gewonnen Erze zu Schmelzereien in verschiedenen Ländern, wo sie zu Metallen verarbeitet werden. Zinn, Tantal, Wolfram und Gold (auch als 3T+G bekannt) sind dabei am bedeutendsten für diese Region und werden deshalb als Konfliktrohstoffe bezeichnet. Ein bedeutender Teil davon wird an Elektronikfirmen auf der ganzen Welt verkauft und landet somit in deinem Smartphone, Tablet oder Computer. Die Elektronikindustrie ist mit etwa 60% der weltweiten Nachfrage für Tantal, 50% für Zinn und 8% für Gold eine Hauptnachfragerin dieser Konfliktrohstoffe.