Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03332.jsonl.gz/416

Ein maskierter Winzling mit einer Vorliebe für Zwiebelgewächse.
Lauch - Maskenbienen sind 6 – 9 mm lang. Wie ihr Name bereits verrät, weisen sie die für Maskenbienen typische helle Gesichtsfärbung, auch „Maske“ genannt, auf. Beim Männchen ist ein grosser Teil des Gesichts weiss gefärbt und beim Weibchen sind dreieckige Flächen neben den Komplexaugen hell. Der restliche Körper der Art ist schwarz. Daneben besitzen alle Maskenbienen nur kurze Zungen, womit sie von langzüngigen Bienengattungen leicht unterschieden werden können. Da eine ähnliche Zeichnung unter den über 30 einheimischen Maskenbienenarten verbreitet ist, müssen für eine Bestimmung bis zur Art jedoch weitere, nur unter dem Binokular sichtbare Merkmale beigezogen werden.
Die Art fliegt von Juni bis August in Gebieten mit blühenden Zwiebelgewächsen. Dabei schwärmen die Männchen im Bereich der Nester und der Blüten.
Als Nistplatz nutzen Lauch - Maskenbienen Käferfrassgänge in Holz oder ähnliche Hohlräume. Diese werden mit zellophanartigen aus Drüsensekreten hergestellten Brutzellen gefüllt. Bereits während der Bauphase wird der Nesteingang durch ein ebenfalls zellophanartiges Häutchen geschützt, zu vergleichen mit einem „Katzentürchen“, durch welches das Weibchen jeweils hindurch schlüpft.
Lauch-Maskenbienen sammeln ausschliesslich Pollen von Zwiebelgewächsen. Für den Transport verschlucken die Maskenbienenweibchen den Pollen und lagern ihn im Kropf. Im Nest wird der Pollen zusammen mit dem Nektar hochgewürgt und in die´Brutzellen eingefüllt.
Die Art ist auf ein durchgehendes Angebot an Kugellauch, Schnittlauch, Zwiebeln oder anderen Zwiebelgewächsen von Ende Mai bis Anfang September angewiesen. Daneben braucht sie Holz mit Käferfrassgängen oder ähnliche Hohlräume. Dabei eignen sich auch
kleinlöchrige (3-6 mm Durchmesser) Nisthilfen.
Dieses Lauch-Maskenbienen-Weibchen schlüpft durch das "Katzentürchen" aus dem Nest.