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In den USA hat sich die mit der Corona-Krise fast völlig eingebrochene Nachfrage nach Passagierflügen etwas erholt. Die stärker auf den Inlandsmarkt fokussierte Southwest Airlines zählte in diesem Monat mehr Buchungen als Stornierungen. Sie kündigte am Dienstag an, das Flugprogramm im Juni aufzustocken. Damit werde sich der Kapazitätsrückgang über das gesamte Jahr betrachtet auf 45 bis 55 Prozent belaufen.
Von einer Normalisierung sei die Luftfahrt aber noch weit entfernt, erklärte Burton Hollifield, Wirtschaftsprofessor von der Carnegie Mellon Universität.«Wir könnten vielleicht bald den Boden erreicht haben. Aber wird es bald besser? Bis zu einer Immunisierung werden sich die Reisetrends nicht normalisieren.»
Die Airlines kämpfen mit Kostensenkungen gegen das Loch in der Kasse, das sich bei Southwest im kommenden Monat noch auf etwas über 20 Millionen Dollar am Tag belaufen wird. Über das zweite Quartal verteilt verbrennt die Airline jeden Tag 30 bis 35 Millionen Dollar. United streicht wegen der Krise die Investitionen zusammen. Für dieses Jahr seien noch Ausgaben von 4,5 Milliarden Dollar geplant, im kommenden Jahr zwei Milliarden Dollar und für 2022 seien weniger als 500 Millionen Dollar vorgesehen. In diesem Jahr will United kein neues Flugzeug anschaffen.
Auch in Europa stehen die Fluggesellschaften in den Startlöchern für mehr Flüge im Juni, da die Reisebeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie voraussichtlich Mitte des Monats fast überall gelockert werden. Spanien, das zu den am stärksten von Covid-19 betroffenen Ländern zählt, wartet mit einer Lockerung noch bis Ende Juni ab. Zumindest Direktflüge nach Italien, das ebenfalls besonders hart mit dem Virus kämpfte, will Spanien wieder aufnehmen.
(reuters/me)