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Mit dem Zürcher Nationalrat Balthasar Glättli dürften die Grünen am Samstag als erste Partei ihren Parteipräsidenten live im Internet wählen. Dies passt zu Glättli, der selber während Jahren im IT-Bereich gearbeitet hat und sich für den Schutz der Bürgerrechte im Netz einsetzt.
Der 48-jährige Glättli hatte nach dem Abbruch seines Studiums eine eigene Internet-Beratungsfirma gegründet. Für Aufsehen sorgte er, als er 2014 für eine Visualisierung der Vorratsdatenspeicherung in der Schweiz seine Metadaten aus sechs Monaten Überwachung zur Verfügung stellte.
Politisches Handeln habe schon immer sein Leben geprägt, heisst es im Porträt auf seiner Website. Glättli studierte vorerst Philosophie und Germanistik und arbeitete danach sieben Jahre im IT-Bereich. Erst gründete er eine Internet-Consulting-Firma und arbeitete danach als Software Engineer und IT-Produktleiter sowie als Head Research & Development bei eProduction. Daraufhin wurde er Geschäftsführer der migrationspolitischen Organisation Solidarité sans frontières.
Seine politische Karriere begann er als Mitglied im Stadtzürcher Gemeindeparlament. Er wurde dort als jüngstes Mitglied gewählt und war später jahrelang Fraktionspräsident der Grünen/Alternativen Liste. Er engagierte sich auch gewerkschaftlich.
Nach seiner Wahl in den Nationalrat 2011 nahm Glättli in der Staatspolitischen Kommission Einsitz und engagierte sich stark in der Asyl- und Ausländerpolitik. Er profilierte sich im Parlament insbesondere in der Netzpolitik. So forderte er als erster nationaler Politiker die Festschreibung der Netzneutralität
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Update 22.6.2020: Glättli wurde am 20.6. erwartungsgemäss zum Präsidenten gewählt.