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Der Sihlsee, dessen Wassermassen bei einem Dammbruch auch Teile der Stadt Zürich überfluten könnten (wir erinnern uns daran, wenn die schaurig-schönen Sirenen des Probealarms uns aufschrecken), hatte einen natürlichen Vorläufer, der durch einen Gletscher entstanden ist. Nach dessen Rückzug bildeten die Endmoränen einen natürlichen Damm, der das Wasser staute. Das von den Bächen und Flüssen angeschwemmte Material füllte den See allmählich auf. Es entstand eine Sumpflandschaft. Bis ins 20. Jahrhundert wurde Torf abgebaut. Die zahlreichen kleinen Torfhütten in der Region Todtmeer sind auf dem Kartenausschnitt der Siegfriedkarte deutlich zu sehen. Nach jahrelangen Diskussionen über die Umsiedlung der Bevölkerung folgte der Bau der Staumauer. 1937 begann man mit dem Stauen.
Quelle: Bundesamt für Landestopographie
Die Kartenausschnitte zeigen die Situation des Sihltals vor der Ueberflutung (Topographische Karte der Schweiz 1:100 000, Blatt 9, Nachträge bis 1930) und die heutige Situation mit dem Sihlsee (Landeskarte der Schweiz 1:100 000, Blatt 33, Nachträge bis 2010). Die Torfhütten sind auf dem Topographischen Atlas der Schweiz 1:25 000 (genannt Siegfriedatlas) Blatt 245, Nachträge bis 1906 zu sehen.
Die Veränderung der Landschaft in der Region Sihlsee lässt sich mit der Internetanwendung Zeitreise vom Bundesamt für Landestopografie sehr schön zeigen.
Literatur: Mehr als eine Batterie für die SBB. In: Schwyz zu Fuss / Patrik Litscher ; S.62- 67
Weiterführende Informationen im Internet: Projektarbeit zum Thema Kulturlandschaftswandel vom Institut für Kartografie ETH Zürich Mai 2008