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An seiner Sitzung vom 29. Juni 2021 beschloss der Stadtrat weitere Schritte im Zusammenhang mit der Stadthausplanung. In den Stadtratsbeschluss eingeflossen sind Erkenntnisse und Grundlagen aus Workshops und weiteren Abklärungen, die der Stadtrat mit seinen Abtei-lungsleitern nach Annahme der Volksinitiative "zur Freihaltung der Festwiese" Anfang März umgehend durchführte.
Variantenreiche Alternativen
Mit dem aktuellen Beschluss bestätigt der Stadtrat seine bereits Anfang Mai kommunizierte favorisierte Lösung: Die bestehenden Verwaltungsgebäude sollen saniert und allenfalls er-weitert werden. Der Stadtrat bevorzugt diesbezüglich Erweiterungsbauten beim heutigen Stadthaus am Boulevard und an der Marktstrasse. Eine weitere Option ist das Haus Sallmann. An diesem Standort wären ebenfalls Ergänzungsbauten in Kombination mit der geplanten Überbauung an der Löwenstrasse möglich.
Ein Hauptkriterium für die weitere Planung ist die Aktualisierung des Raumprogramms: Wie viele Schalter, Sitzungszimmer, Büros, Technikräume etc. werden benötigt? Um diese Fragen zu beantworten, zieht der Stadtrat für die Aktualisierung des Raumprogramms einen exter-nen Sachverständigen hinzu und beschloss dafür einen Nachtragskredit von CHF 25'000.-.
Ebenfalls ein Alternativprojekt muss für die Tiefgarage und Gestaltung der Festwiese gefun-den werden. Um eine nachhaltige Stadt- und Zentrumsentwicklung zu erreichen, bezieht der Stadtrat in seine Planung gleichzeitig das Parkhaus am Hafenbahnhof, den Bau eines zentra-len Bushofs sowie eine aktuelle Parkplatzberechnung ein. Vertieft geprüft wird zudem das bestehende Projekt Diàlogos. Die Überprüfung soll zeigen, ob das Siegerprojekt für eine Tiefgarage auf der Festwiese aus dem Jahr 2007 im Rahmen des Planungskredits überarbeitet werden kann oder ein neuer Projektwettbewerb ausgeschrieben werden muss.
Mit den weiteren Planungsschritten entflechtet der Stadtrat die zu erarbeitenden Alternativ-projekte "Stadthaus" sowie "Tiefgarage und Gestaltung Festwiese" indem er dem Gemeindeparlament voraussichtlich im Frühjahr 2022 zwei separate Planungskredite dafür vorlegen wird. Je nach Parlamentsbeschluss können die Alternativprojekte zeitlich unabhängig voneinander realisiert werden.
Das letzte Wort gehört jedoch dem Kreuzlinger Stimmvolk, wobei die juristische Faktenlage miteinbezogen werden muss. Das am 27. November 2016 bewilligte Gesamtprojekt "Schluss-stein" (Stadthaus, Tiefgarage und Gestaltung Festwiese) kann allein das Volk durch die Annahme eines Alternativprojekts definitiv abschreiben.