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Tennis – Derweil David Philipp Stojan (Landschlacht) seinen Titel souverän verteidigte, feierte NET-Schülerin Tamara Arnold am Wochenende in Kreuzlingen ihren ersten Thurgauer Meistertitel. (Marie-Theres Brühwiler)
Wenn eine Tennisspielerin an zwei kantonalen Titelkämpfen gleichzeitig im Einsatz steht, dazwischen eine Distanz von rund 100 Kilometern liegt und es an beiden Meisterschaften zum Finaleinzug reicht, ist das alles andere als ein leichtes Unterfangen. Tamara Arnold (N3.29) löste die gestellten Aufgaben allesamt mit Bravour und gab weder in den zwei Spielen in Kreuzlingen noch in den vier Matches in Bremgarten einen Satz ab. «Es war ein strenges, aber sehr schönes Wochenende und die perfekte Vorbereitung für die Schweizer Meisterschaften», schmunzelte die frisch gebackene Thurgauer- und Aargauer-Meisterin. Im Finale der Thurgauer Meisterschaften in Kreuzlingen besiegte die topgesetzte 15-jährige zweifache Junioren-Schweizer-Meisterin die um ein Jahr jüngere Dussnangerin Nadine Keller (R1) mit 6:2, 6:1.
Stojan unantastbar
Derweil die in der Nationalen Elitesportschule Thurgau geförderte Solothurnerin erstmals die Thurgauer Meisterschaften gewann, setzte sich David Philipp Stojan (R2) bereits zum zweiten Male in Folge durch. Im Halbfinale kam es zur Finalreprise des Vorjahres. Dem topgesetzten Tobias Abächerli (R1, Uttwil) gelang die Revanche ebenso wenig, wie im Finale NET-Schüler Nicola Wehrle (R2) ein Rezept gegen den ehemaligen N-Spieler und früheren Junioren-Schweizer-Meister aus Landschlacht fand. Stojan überliess seinem jüngeren Gegner im Finale auf seiner Heimanlage nicht ein einziges Game. Wehrle fehlte es nach seinem aufreibenden Halbfinalspiel und seinem zusätzlichen Einsatz am Qualifikationsturnier für die Schweizer Meisterschaften in Biel an Spritzigkeit. Während Wehrle in Biel und in Kreuzlingen antrat, setzten andere Thurgauer Leistungsträger wie etwa Kai Länzlinger, Lukas Hafner und die Gebrüder Alt ihren Fokus auf die Qualifikationsturniere für die nationalen Titelkämpfe.
Überraschungen bei den Männern
In der Herrenkategorie R5/R6 hatte der ungesetzte Amriswiler Marc Neuenschwander (R6) einen unglaublichen Lauf. Der TC-Frauenfeld-Spieler warf reihenweise besser klassierte Spieler aus dem Turnier und gewann auch das Finalspiel gegen den an Nummer drei gesetzten TC-Kreuzlingen-Spieler Matthias Hess (R5) in zwei Sätzen. Überraschend war auch der Sieg von Marc Blumer (R7). Der ungesetzte TC-Balterswil-Bichelsee-Spieler korrigierte seinen finalen Fehlstart und besiegte den ebenfalls ungesetzten Frauenfelder Remo Billeter (R7) in drei Sätzen. Bei den Damen R6/R7 liess Topfavoritin Anna Leutenegger (R6) auf ihrer Heimanlange nichts anbrennen und sicherte sich den Titel mit einem Dreisatzsieg über Sévérine Münger (R6, TC Balterswil-Bichelsee). Seline Keck (TC Hörnli Kreuzlingen) rundete die hervorragende Kreuzlinger Bilanz mit dem Turniersieg in der im Gruppenmodus ausgetragenen Kategorie R8/R9 ab. Turnierorganisator Hannes Nüesch (TC Kreuzlingen) zog ebenso ein positives Fazit, wie die Teilnehmenden trotz teilweise garstigen Wetterbedingungen den Organisatoren unisono Bestnoten ausstellten. Mit insgesamt 136 Nennungen wurde die im letzten Jahr in Aadorf hoch gesetzte Messlatte nur knapp verpasst.