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Geschichte aus 1. Hand – Die Antwort auf Guido Knopp!
Mit vielen zusätzlichen Bildern und Dokumenten
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Hajo Herrmann (1. August 1913 – 5. November 2010) ehem. Oberst der deutschen Luftwaffe war am 30.09.2006 in Gera zu Gast und sprach über sein bewegtes Leben.
Bereits 1935-37 hatte Herrmann seine ersten Kampfeinsätze in den Reihen der Legion Condor in Spanien. Nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges fand Herrmann weiter Verwendung als Kampfflieger und bereits am 13. Oktober 1940 wurde der Oberleutnant als Kapitän der 7. Staffel / Kampfgeschwader 4 „General Wever“ mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Weitere erfolgreiche Einsätze im Mittelmeer und im griechischen Raum.
Er und seine Besatzung versenkten mit der Junkers Ju 88 in Sturzkampfeinsätzen 60.000 Tonnen Schiffsraum. In der zweiten Hälfte des Krieges schoss Herrmann neun viermotorige Lancaster-Bomber ab. Ab August 1941 war er Staffelkommandeur der III. / Kampfgeschwader 30 und kämpfte mit seinen Kameraden im britischen Luftraum. Ab April 1943 war er in der Heimat zur Nachtjagd eingesetzt gegen alliierte Bomber. Hier entwickelte er die großräumige Nachtjagd „Wilde Sau“ welche anfänglich große Erfolge verbuchen konnte. Während des Krieges stieg er vom Oberleutnant und Staffelführer auf bis zum Oberst, Divisionskommandeur und Inspekteur der Nachtjäger. Hajo Herrmann flog insgesamt ca. 370 Feindflüge, wobei sein letzter nach Ungarn in russische Kriegsgefangenschaft führte. Aus dieser sollte er erst Ende 1955 als einer der Letzten entlassen werden.