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Der Verein Feministische Wissenschaft Schweiz und die Frauenkommissionen der Universität Zürich (UZH) und der ETH Zürich feierten vom 24. – 29. November 1987 im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Ebenso neu wie kühn» 120 Jahre Frauenstudium an der Universität Zürich. Verschiedene Vorträge thematisierten die Situation der Frauen an der Universität damals und heute. Pararell zur Veranstaltung gab es eine Ausstellung über die Pionierinnen des Frauenstudiums.
Aus den Anfängen des Frauenstudiums in Zürich
Die Veranstaltungsreihe zeigte den Kampf von Frauen um die Zulassung zur Universität auf. 1867 schloss erstmals eine Frau, die Russin Nadež da Suslova, in Zürich das Medizinstudium mit der Promotion ab. Damit war die UZH die erste Hochschule des deutschsprachigen Raums, die Frauen offiziell zum Studienabschluss zuliess. Sie wurde zum Treffpunkt intellektueller und selbstbewussten Frauen aus ganz Europa, Russland und den USA. Vor der Jahrhundertwende studierten hier so berühmte Frauen wie Lou Andreas-Salomé, Rosa Luxemburg und Ricarda Huch. Die erste habilitierte Juristin war die Zürcherin Emilie Kempin-Spyri. Ihr wurde jedoch das Anwaltpatent verweigert, weil ihre Forderungen nach Gleichberechtigung vom Bundesgericht «ebenso neu als kühn» bezeichnet wurde.