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Der Süden Mexikos ist eines der wichtigsten Kaffeeanbaugebiete Amerikas. Der Kaffee wird in erster Linie von indigenen KleinbäuerInnen, die zu den ärmsten Schichten des Landes zählen, angebaut. Die Kaffeekooperativen, mit denen Café RebelDía zusammenarbeitet, sind Teil der zapatistischen Bewegung in Chiapas.
Hintergrund
Ziel der ZapatistInnen ist der Aufbau einer indigenen Autonomie in Bezug auf die Gesundheit, Bildung und Verwaltung – unabhängig vom mexikanischen Staat. Denn die aufständischen Indígenas haben genug davon, als Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden. Sie wollen vollwertige BürgerInnen Mexikos mit der Anerkennung ihrer eigenen Kultur und ihrer politischen Selbstbestimmung sein. Sie wehren sich gegen die neoliberalen Strukturanpassungen der mexikanischen Regierung.
Die aufständischen Gemeinden streben nach wirtschaftlicher und politischer Autonomie und nehmen ihr Schicksal in die eigenen Hände. Dabei folgen sie den Ansätzen der solidarischen Ökonomie und ökologischen Landwirtschaft. Die Kaffeekooperativen sind ein wichtiges Instrument, um die Selbstverwaltung zu verwirklichen. Diese Selbstbestimmung ist als Organisation von unten zu verstehen und nicht mit einer Abspaltung vom mexikanischen Staat zu verwechseln.
Der Beitrag des Fairen Handels
Seit 2006 importiert und verkauft gebana Kaffee von der zapatistischen Kooperative Yachil. Auch in den Kaffeemischungen von gebana findet sich der Kaffee wieder. Dank des Vertriebs des „Café RebelDía“ (durch gebana) erhalten die Bauernfamilien deutlich mehr als den Fairtrade-Mindestpreis. Zudem werden mit dem Solidaritätsbeitrag von 3.50 CHF/Kilo Kaffee Projekte der Zapatistas und soziale Bewegungen in Südmexiko unterstützt.
Der Café RebelDía
Für die meisten Bauernfamilien ist der Kaffee die einzige Einnahmequelle. Seit einigen Jahren schliessen sich viele KaffeebäuerInnen zu Kooperativen zusammen, um gemeinsam auf dem Markt aufzutreten und ihre Produkte zu einem gerechten Preis verkaufen zu können. Die Marktnische des alternativen Handels bietet eine Chance, weiterhin von der Landwirtschaft leben zu können. Durch den direkten Verkauf ihres Kaffees zu einem fairen Preis erreichen die zapatistischen Kleinbauernfamilien ein existenzsicherndes Einkommen. Gleichzeitig werden dadurch ihre Bemühungen für die eigenständige Entwicklung indigener Regionen gestärkt. Der Kaffeeanbau ist in Mexiko eine Alternative zur Migration in die USA sowie zur menschenunwürdigen Fabrikarbeit in den Maquiladoras, den Grossbetrieben in zollfreien Produktionszonen.
Weitere Informationen über den Café RebelDía finden Sie hier.