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Der Fotograf und Grafikdesigner Roger Humbert, der in Basel arbeitet und lebt, gehört in seinem Metier zu den führenden Avantgarde-Fotografen. Diese kleine Gruppe von Künstlern rief in den 1950er-Jahren die Bewegung der konkreten Fotografie ins Leben.
Humbert, der im letzten Dezember 90 Jahre alt wurde, absolvierte eine Ausbildung zum Fotografen und Grafikdesignerexterner Link. Er arbeitete in diesen Bereichen, bis er in den 1950er-Jahren begann, mit seiner Kunstform zu experimentieren.
Er begann damit, Bilder ohne Kamera zu machen. Seine Fotogramme erschaffen im Augenblick der Belichtung auf dem Fotopapier eine neue Wirklichkeit: Formelemente, Linsen und Blenden werden unter einer Lichtquelle derart inszeniert, dass das Licht selber zeichnet und flirrende geometrische Konstellationen sichtbar werden. "Ich fotografiere das Licht", pflegte er zu sagen.
Er experimentierte mit verschiedenen Temperaturen des Lichts, um zu sehen, wie diese seine Bilder beeinflussten. Er benutzte Schablonen und andere Objekte als Instrumente.
Aufgrund der technischen Natur seiner Arbeit wurde Humbert als Naturwissenschaftler auf dem Gebiet der Fotografie beschrieben.
Humberts Werke sind in der Fotostiftung Schweiz in Winterthur (Kanton Zürich) archiviert. Der Künstler hat seine Werke in zahlreichen internationalen Museen ausgestellt, darunter in der Sammlung Peter C. Ruppert in Würzburg und im Kunst- und Geschichtsmuseum Genf.