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Die römische Badekultur hat eine jahrtausendealte Tradition. Das Baden spielte im Römischen Reich schon im 4. Jahrhundert vor Christus eine grosse Rolle. Im Swiss Holiday Park kann man dieses Baderitual täglich geniessen. Und in dem monatlich stattfindenden Event «Römische Nacht» in der Wintersaison leben die glorreichen römischen Zeiten wieder auf.
18. Oktober 2017
Dass Baden dem Körper und der Seele gut tut, das wussten schon die alten Römer. Dank dem griechischen Einfluss, wo noch früher eine aktive Badekultur herrschte, entstand 305 v. Chr. die erste grosse Wasserleitung, die Aqua Appia und gleichzeitig das erste öffentliche Bad. Im 2. Jahrhundert v. Chr. war die Benützung von öffentlichen Badeanlagen bereits an der Tagesordnung. Man badete und erholte sich in heissen Dämpfen und Thermalquellen. In den riesigen Badepalästen wurde aber nicht nur das Baden zelebriert, sondern die Gelegenheit auch zum Austausch von Neuigkeiten, zum Intrigieren und Bestechen genutzt, oder zum Austausch des Dorfklatsches.
Ein typisches römisches Badehaus verfügte über Umkleideräume (apodyterium), den Schwitzraum (Iaconicum), ein Warmbad (caldarium), einen mässig warmen Raum (tepidarium) und ein Kaltbad (frigidarium). Der Ablauf eines Bades war festgelegt. Erst wärmten sich die Badegäste auf einer Art Sportanlage (palästra) auf. Anschliessend gingen die Besucher in Holzschuhen, mit Badeutensilien und Handtuch zunächst in den Kaltbaderaum um sich zu reinigen. Danach folgte ein Warmbaderaum mit einer Raumtemperatur von 20 bis 25 Grad Celsius, in dem es Bänke und Wasserbecken gab. Hier konnte man sich auch von Bediensteten einölen und massieren lassen. Es folgte die Nutzung des laconicums mit trockener Wärme oder des feuchtheissen sudatoriums. Da es sich bei dieser Einrichtung um eine griechische Erfindung handelt, was unter anderem aus der Bezeichnung laconium hervorgeht, war sie kein fester Bestandteil einer römischen Badeanlage und der Besuch war rein optional. Der zentrale Raum war das Warmbad (caldarium) mit einer Temperatur von ca. 50 C. Wegen der Fussbodenheizung trugen die Besucher häufig Holzschuhe, um sich nicht die Füße zu verbrennen. Den Abschluss des Bades bildete wieder das Kaltbad (Quelle: Wikipedia)
Ein Irisches Bad ist eine Mischung aus der antiken, römischen Badekultur, bestehend aus Teilen aus dem orientalischen Hammam und irischen Heissluftbädern. Im 19. Jahrhundert wurde es durch einen irischen Arzt angewendet, und seine Patienten liebten es, wenn er ihnen diese Badekuren verschrieb. So verbreitete sich das Irische Bad immer weiter und hatte auch auf dem europäischen Festland Erfolg.
Wer schon einmal das Römisch-Irische Baderitual erleben durfte, weiss, wie wohltuend es für Körper und Seele ist. Nicht nur, wem die Temperaturen einer finnischen Sauna zu hoch sind, ist hier gut aufgehoben. Der Kreislauf wird angeregt, der Körper entschlackt und das Immunsystem wird gestärkt. Man fühlt sich nach dem Besuch wie neugeboren. Nun, nachdem die Temperaturen wieder tiefer sind, Nebel und Kälte vorherrschen, ist ein Rundgang in den Römisch-Irischen Thermen eine besondere Wohltat. Am besten bucht man auch gleich eine Seifenbürstenmassage mit. Diese reinigt die Haut, macht sie zart und öffnet die Poren.
Jeden letzten Freitag im Monat von Oktober bis März (ausser Dezember) kann man im Swiss Holiday Park eine Römische Nacht in den Römisch-Irischen Thermen geniessen. Seit 5 Jahren wird dieser erfolgreiche Event durchgeführt. Die Gäste werden in eine Toga gekleidet und in die vergangenen Zeiten des glorreichen antiken Roms entführt. Auch Cäsar fehlt nicht an diesem Abend. Die Zeremonie beginnt mit der Eröffnung des opulenten mediterranen Buffets. Die Plätze sind limitiert, reservieren Sie rechtzeitig Ihren Platz.