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- Erstmals landete auf dem neuen Flughafen von St. Helena am Samstag eine Linienmaschine.
- Die abgeschiedene Vulkaninsel im Südatlantik erhofft sich von der Anbindung an die weite Welt den touristischen Aufschwung.
Da hätte selbst Napoleon gestaunt, der in seinem Leben viele Widerstände überwunden hat: Für den Bau des umstrittenen Flughafens auf einer Hochebene an der Ostküste mussten ein Berggipfel abgetragen und ein Tal aufgefüllt werden.
Jede Woche Verbindung zur Welt
Nach fünfjähriger Bauzeit und heftigen Kontroversen wegen der Kosten von 285 Millionen Pfund (369 Millionen Franken) wurde der Flughafen nun eingeweiht. Der Erstflug musste mehrmals verschoben werden. Zuletzt wegen der starken Winde, die ein anderes Anflugverfahren nötig machten.
Künftig soll der Linienflug aus Johannesburg der südafrikanischen Fluggesellschaft Comair einmal pro Woche das britische Überseegebiet anfliegen. Bisher sorgte ledigliche ein alle drei Wochen eintreffendes britisches Postschiff für die einzige regelmässige Verbindung in andere Länder.
Definitiv nicht mehr isoliert
Vom neuen Flughafen erhofft sich London eine neue Einnahmequelle für die rund 4000 Inselbewohner – den Tourismus. Rund 30'000 Reisende pro Jahr sollen es sein. Ein Luxushotel soll eröffnet werden, und bereits steht ein Handymast auf der Verbannungsinsel.