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Nach einem Dammbruch infolge heftiger Monsun-Regenfälle stehen in Myanmar rund hundert Dörfer unter Wasser. Tausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen, Angaben über Opfer lagen nach Angaben der Regierung vom Mittwoch zunächst nicht vor.
Nach Angaben der Behörden brach bei dem Staudamm Swar Chaung die Überlaufrinne, welche die abfliessende Wassermenge reguliert. Ursache seien starke Regenfälle in der Region Bago im Zentrum des Landes. Das Wasser ergoss sich in das darunterliegende Flachland, und die Bewohner des Gebiets mussten in aller Eile aus ihren Häuser fliehen.
Durch die Wassermassen wurde auch ein Teil einer Brücke der Autobahn zwischen Rangun und Mandalay beschädigt, welche die beiden grössten Städte des Landes verbindet.
"Das Wasser hat Dörfer mit mehr als 50.000 Bewohnern getroffen", sagte die Leiterin des Sozialministeriums, Phyu Lae La Tun, der Nachrichtenagentur AFP. In den rund hundert Dörfern seien 12.000 Haushalte betroffen.
Derzeit würden Notlager eingerichtet, einige Betroffene würden Zuflucht in Klostern suchen. Es sei unklar, wieviele Menschen möglicherweise noch in abgelegenen Dörfern ausharrten.
Armeechef Min Aung Hlaing begab sich umgehend in das Gebiet. "Die Überlaufrinne kann derzeit nicht kontrolliert werden und das Wasser wird nicht stoppen", sagte er örtlichen Medien. AFP-Journalisten sahen Militärkonvois, die Boote in das Gebiet brachten.
Erst Ende Juli waren in Myanmar mehrere Flüsse und Stauseen über die Ufer getreten. Fast 120.000 Menschen in dem südostasiatischen Land mussten ihre Häuser verlassen.
Die Überschwemmungen waren eine Folge des aussergewöhnlich heftigen Monsunregens in der gesamten Region. Im benachbarten Laos brach durch die Wassermassen ein Damm. Dutzende Menschen kamen dabei ums Leben.