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Grundlagen
Im ersten Monatsdrittel fielen am Alpennordhang und im Nordtessin rekordmässige Schneemengen. Etwas Schnee erreichte teilweise auch das Mittelland. Auf eine kurze Phase mit typischem April-Wetter folgte im zweiten Monatsdrittel eine Hochdrucklage mit zunehmend sonnigem und warmem Wetter. Dies führte zu den ersten Sommertagen mit über 20 Grad. Dennoch reichte es auch am 14. April noch einmal für Schnee bis auf eine Höhe von 400 Metern. Am Monatsende folgte ein Temperatursturz und die Schneefallgrenze fiel auf 1000 Meter. Die Niederschlagsmengen lagen im April im Norden und im Wallis unter, im zentralen und östlichen Alpenraum sowie im Süden über der Norm. Die Entwicklung der Vegetation war im April gegenüber dem langjährigen Mittel etwa 4 bis 8 Tage im Vorsprung. Aufgrund der aktuellen Entwicklung drängt sich ein Ausblick auf den Mai auf: Die Frostnächte vom 5./6. und 6./7. Mai könnten je nach Region zu Schäden bei Mais, Zuckerrüben, Reben und Obstkulturen geführt haben. Gemäss Wetterbericht war das Risiko im Westen der Schweiz erhöht. Es war auch von Bedeutung, ob eine Wolkendecke oder Nebel die Abkühlung in der Nacht gebremst haben. Bei Redaktionsschluss war eine Einschätzung allfälliger Schäden nicht möglich.
Pflanzenbau
Ende April präsentierten sich die meisten Flächen mit Getreidekulturen sowie jene mit Raps oder Eiweisserbsen in gutem bis sehr gutem Zustand (Tabelle 2.1). Die Saatbedingungen waren dank der trockenen Böden ausgezeichnet. Die Wasserversorgung der Kulturen war knapp – eher besser als 2017 aber schlechter als 2018. Offensichtlich hatte die Trockenheit bisher keinen grösseren negativen Einfluss. Im März 2019 wurde nur leicht weniger Gemüse (-2,2 %) als im Vorjahr geerntet. Kumuliert bestand Ende März gegenüber dem Vorjahr ein Rückstand von 8,8 % (Tabelle 2.4).
Milchwirtschaft
Die Milchanlieferung wird für den März auf 310 300 Tonnen geschätzt und damit um 0,3 % tiefer als im Vorjahr (Tabelle 3.1). Damit hat sich der Rückgang der Menge stark verlangsamt. Der Fett- und der Eiweissgehalt der Milch waren tiefer als 2018, jedoch höher als 2017 (Tabelle 3.6).
Viehwirtschaft
Im Jahr 2017 standen mit 8,51 Millionen Tonnen Trockensubstanz 1,1 % mehr Futtermittel zur Verfügung als 2016 (Tabelle 4.1). Die Inlandproduktion von Futtermitteln war dabei mit 7,25 Millionen Tonnen um 2,4 % höher als 2016. Hauptgrund für die Zunahme der Inlandproduktion war die bessere Ertragslage im Pflanzenbau. Der Inlandanteil stieg damit von 84,2 % im Jahr 2016 auf 85,2 % im Jahr 2017. Der Rückgang der Milchkühe ging auch im März sozusagen ungebremst weiter. Im Vergleich zum März 2018 war der Bestand um 8836 Milchkühe kleiner (Tabelle 4.2). Das Schlachtgewicht der Kühe lag in den ersten drei Monaten 2019 höher als in den Vorjahren (Tabelle 4.5). Nur bei den Ochsen (+7,2 %) wurde im März 2019 mehr geschlachtet als im Vorjahr. Bei allen anderen Kategorien lagen die Schlachtungen tiefer, bei den Schweinen betrug die Abnahme 9,4 %. Der Rückgang bei den Schafen und Ziegen kann aufgrund des späten Osterdatums allerdings schlecht beurteilt werden. Die Inlandproduktion von Fleisch nahm entsprechend im März in allen Gattungen ab (Tabelle 4.9). Der Importanteil bei den Schweinen stieg auf erstaunliche 11,2 %. Ein so hoher Importanteil ist seit Mai 2014 nicht mehr erreicht worden. Die Eierproduktion stieg im März um 4,9 % an und lag kumuliert um 4,6 % höher als im Vorjahr (Tabelle 4.10). Im März wurden 0,8 % mehr Geflügelfleisch produziert als im Vorjahr (Tabelle 4.12). Kumuliert nahm die Menge um 1,5 % zu. Die Importe stiegen sogar noch deutlicher an, womit der Inlandanteil leicht zurückging.
Aussenhandel
Mit 5764 Tonnen blieben die Käseexporte auch im März unter dem Vorjahreswert (6327 Tonnen). Rückläufig waren allerdings auch die Importe mit 5245 Tonnen gegenüber 5652 Tonnen im Vorjahr (Tabelle 5.6). Angestiegen sind insbesondere die Exporte von Frischkäse, Fertigfondue und Switzerland Swiss, während bei vielen Sortenkäsen Einbussen verzeichnet wurden (Tabelle 5.8). Die Einfuhren von Futtermitteln lagen im März (+49,4 %) und auch im ersten Quartal (+35,3 %) 2019 deutlich höher als im Vorjahr. Zugenommen haben auch die Importe von Dünger (Tabelle 5.15), während die Importe von Pflanzenschutzmitteln tiefer lagen als in den beiden Vorjahren.
Preise
Die Preise für Muni, Ochsen und Rinder haben im April etwas zugelegt und befanden sich zwischen den Niveaus der beiden Vorjahre (Tabelle 6.3). Stark angestiegen sind die Preise für Verarbeitungstiere. Sie liegen inzwischen über dem Niveau der beiden Vorjahre. Die Preise für Schlachtkälber gingen im April leicht zurück, konnten sich aber beinahe auf dem Niveau der beiden Vorjahre halten (Tabelle 6.4). Die Richtpreise für Tränkekälber hatten im April saisongemäss etwas Aufwind, erreichten die Werte der beiden Vorjahre jedoch nicht (Tabelle 6.5). Die Preise für Jager gaben auf hohem Niveau etwas nach, jene für Schlachtschweine legten weiter leicht zu. Der Basispreis für QM-Schweine franko Schlachthof stieg auf 4.75 CHF/kg SG (Tabelle 6.6). Die Preise für Lämmer und Schlachtschafe stiegen auf tiefem Niveau etwas an. Nur die Preise für Schlachtlämmer konnten das Vorjahresniveau überschreiten (Tabelle 6.7). Die Produzentenpreise für Milch bewegten sich im März trotz rückläufiger Milchmenge leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Tabelle 6.9). Der Produzentenpreisindex stieg im März um 4,1 % Prozent an. Den grössten Einfluss hatte der Anstieg der Schlachtschweinepreise (Tabellen 6.10/6.11). Die landwirtschaftlichen Produktionsmittel wurden erneut teurer: Der Einkaufspreisindex nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % zu (Tabellen 6.15/6.16). Auf dem Weltmarkt sind die Butterpreise in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen, während die Preise für Milchpulver stark angestiegen sind (Tabelle 6.26). Damit hat das Milcheiweiss an Wert gewonnen und das Milchfett an Wert verloren. Dies ist eine Rückkehr zu den Verhältnissen vor dem Jahr 2017.