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Gemeindehaus Meggen
Innenraum (Erschliessung)
Gemeindehaus Meggen
Adresse
6045 Meggen
LU
Architektur
Werner Hunzikers Konglomerat zeichnet sich vor allem durch Vielseitigkeit aus: Zum einen aufgrund seiner vielfältigen Nutzung, zum andern durch die spielerisch anmutende Architektur, welche in einer grossen Geste den Dorfplatz akzentuiert und ein postmodernes Ausrufezeichen in Meggen setzt.
Chronologie
Das Gemeindehaus Meggen wurde 1994 nach vier Jahren Bauzeit fertiggestellt. Es ist das Werk von Werner Hunziker, der das Projekt jedoch nicht von Anfang an leitete: Hunziker übernahm die Planung und die Ausführung nach dem Tod des Architekten Werner Meier, zugleich musste er den Bau erweiterten Bedürfnissen anpassen.
Lage
Das Gemeindehaus bildet zusammen mit dem angrenzenden Dorfplatz den Kern der Gemeinde Meggen. Es liegt in zweiter Reihe an der Hauptstrasse von Meggen. Die Erschliessung erfolgt über die Passage im Geschäftshaus und den Dorfplatz im Süden. Im Norden wird das Areal vom Gemeindehausweg gefasst.
Beschreibung
Das Gemeindehaus besteht aus dem repräsentativen Verwaltungsgebäude, das auch die 1992 begründete Kunstsammlung der Gemeinde birgt, und einem im Osten angedockten Saalbau. Der öffentliche Teil des dreigeschossigen Gebäudes gründet auf einem quadratischen Grundriss um einen Lichthof. Im Norden ergänzt ein Riegel den Kubus zu einem L-förmigen Komplex. Der Saalbau ist durch eine schmale Fuge vom Kernbau getrennt. Die einzelnen Bauteile sind jeweils symmetrisch konzipiert und mit Rasterfenstern durchsetzt. Die Schauseite zum Dorfplatz wird von einem segmentbogigen Vorbau dominiert, der das erste Obergeschoss räumlich erweitert und mit einem abgesetzten Vordach auf filigranen, schrägen Lochblechstützen akzentuiert ist. In der gleichen Breite öffnet sich das Erdgeschoss und sind die Fenster im zweiten Obergeschoss angeordnet. Die extrovertierte Fassade dominiert den Gemeindeplatz in ihrer Symmetrie, der Vorbau empfängt die Besucher. Die geschwungene Auskragung wiederholt sich an der Westfassade. Der Vorbau ruht hier auf einer markanten, trichterförmig gestuften Stütze. Das abgeschnittene Walmdach des Gemeindehauses und das flache Satteldach des Saalbaus setzen über horizontal auskragenden Metallplatten an, sie sind vom Platz aus kaum wahrnehmbar.
Den Kern der Anlage bildet der Lichthof im Foyer des Verwaltungsgebäudes. In der Mitte des Foyers im Erdgeschoss ist eine konisch zulaufende Stütze situiert, die im zweiten Obergeschoss eine Brücke trägt, die quer über den Luftraum gespannt ist. Der Luftraum wird hier von zwei dreieckigen Glaspyramiden geschlossen. Das darüber liegende, mit einem Fensterband abgesetzte Oberlicht lässt den Eindruck eines weiteren, autark anmutenden Foyers entstehen.
Literatur
Gmür, Otti. Spaziergänge durch Raum und Zeit. Architekturführer durch Luzern. Luzern 2003, S. 346. – Loderer, Benedikt. Meggens neue Mitte, in: Hochparterre 6–7/1994, S. 17–21. – Brentini, Fabrizio. Gemeindehaus Meggen. Luzern 2015, in: www.architekturgeschichte.ch.