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Albulatunnel II – Erfolgreicher Abschluss der Durchörterung des schwimmenden Gebirges
Beim Neubau Albulatunnel der Rhätischen Bahn (RhB) wurde mit dem Durchstich in die Kaverne 17. Oktober 2017 ein Meilenstein erreicht. Die heikelste Zone des Bergmassivs – die «Raibler Rauwacke» – war überwunden. Jetzt wurde die Arbeit zur Abdichtung und zum Innenausbau nördlich der «Raibler Rauwacke» abgeschlossen.
Die bei Tunnelmeter 1300 liegenden «Raibler Rauwacke» wurde mit aufwändigen Injektionen und einer Vereisung vorbereitet, um sie durchfahren zu können. Dazu wurde eine Kaverne errichtet, von welcher aus der schwimmende Gebirgsteil der Rauwacke während rund neun Monaten auf einer Länge von 60 Metern und mit einem Durchmesser von ca. 17 Meter auf -15 Grad eingefroren wurde. Im Schutz dieses Eispanzers konnte die 20 Meter lange Störzone überwunden werden. Danach wurden die Tunnelwände mit einem 1,20 Meter starken Ring aus Beton stabilisiert, der eine mehrlagige, wasserdruckhaltende Gewölbeabdichtung enthält. Anschliessend konnten die Gefriereinrichtungen abgebaut werden. Der angrenzende, stark wasserführende Gebirgsteil der Rauwacke wurde mittels Injektionen über eine Länge von 85 m vorabgedichtet. Die Ingenieurgemeinschaft IG „glatsch“ mit den Partnern SC+H Sieber Cassina + Handke AG und Lombardi SA waren für diese Arbeiten mit der Bauleitung beauftragt.