Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03396.jsonl.gz/2332

Die Akustik der Traversflöte
- Die einklappige Traversflöte wurde in den 1680er Jahren entwickelt, und das Instrument mit einer Klappe wurde rund 100 Jahre ohne grundlegende Veränderung verwendet. Wir dürfen es damit als vollkommenes Instrument ansehen, obwohl es aus moderner Sicht konstruktionsbedingt Mängel aufweist.
- Die Traversflöte ist kein Instrument, das per se in sich 'stimmt'. Die Tonhöhe ist deutlich vom Ansatz und der Spielweise abhängig und steht damit in der Nähe des Gesangs.
- Wenn sie offen angeblasen wird (so wie es die meisten moderne Böhmflötenspieler tun) stimmt sie in sich nicht: das (tiefe) d' ist zu tief, a' und h' sind zu hoch. Durch eine ausgeklügelte Innenbohrung gepaart mit trickreicher Unterschneidung der Löcher können diese Unterschiede etwas ausgeglichen werden.
- Erwartet wurde und wird ein lockerer, aber gleichzeitig präziser Ansatz mit vorgeschobenen Lippen und ziemlicher Bedeckung des Mundlochs.
- Der Vorteil dieses Ansatzes ist die Möglichkeit zu mannigfaltigen Klangfarben und Intonationsvarianten.
- Die Böhmflöte folgt z.Teil anderen Prinzipien. Sie toleriert das offene Anblasen einigermassen. Die zylindrischen Flöten aus Böhms eigener Werkstatt wollen übrigens wie oben beschrieben angeblasen werden, und auch das Spiel auf den heutigen Instrumente würde davon gewinnen.
(... Artikel in Arbeit....)