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Die Gemeinde Riehen wendet mit 688‘380 Franken wie jedes Jahr ein Prozent der Einnahmen aus der Einkommenssteuer für die Entwicklungszusammenarbeit auf.
Von den knapp 690'000 Franken gehen rund 75 Prozent an Projekte im Ausland und 25 Prozent an Projekte in der Schweiz. Das Engagement der Gemeinde Riehen konzentrierte sich in diesem Jahr auf die Themen «Gesellschaft» und «Armut», heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderats.
Die sozialen Projekte in der langjährigen rumänischen Partnerstadt Csikszereda werden mit 120‘000 Franken unterstützt. Die drei Schwerpunktprojekte Dorfentwicklung in Bangladesch von World Vision, die Förderung von Honig- und Kakaoproduzenten in Uganda von Swisscontact sowie die Verbesserung der psychischen Gesundheit von sehbehinderten Menschen in Burkina Faso der Christoffel Blindenmission wurden je mit 50‘000 Franken unterstützt. Die freien Beiträge im Ausland gehen an 19 Projekte zu den Themen «Gesellschaft» und/oder «Armut». Projekte wie eine Sozialbegleitung von Kindern und Jugendlichen aus den Slums von Medellin in Kolumbien oder die Schaffung einer nachhaltigen Existenzgrundlage für 250 extrem arme haitianische Familien werden dabei unterstützt. Ausserdem wurde ein Beitrag von 10‘000 Franken zur Katastrophenhilfe für die Tsunami-Opfer in Sulawesi geleistet, teilt die Gemeinde mit.
Für die Unterstützung von Projekten in der Schweiz werden rund 180‘000 Franken eingesetzt. Davon erhält die neue Patengemeinde Val Terbi im Jura einen Beitrag von 50‘000 Franken für die Totalsanierung des Primarschulgebäudes in Corban. Das Engagement löst die langjährige Partnerschaft mit Mutten im Graubünden ab, welche durch die Fusion mit Thusis seit diesem Jahr nicht mehr auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Die freien Beiträge gehen an acht themenspezifische, inländische Projekte. Im Entlebuch soll mittels Aufbau eines Imbisslokals das Dorfleben erhalten und ein Treffpunkt für junge Familien geschaffen werden. In Basel-Stadt sollen auch ältere, alleinstehende Migrantinnen und Migranten den Besuchs- und Begleitdienst in Anspruch nehmen dürfen, um ihre soziale Isolation abzubauen.
Auch in Zukunft werden die Entwicklungsbeiträge thematisch vergeben. Die Schwerpunktthemen im Jahr 2019 sind «Kinder» und/oder «Finanzen».