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Die WEC ist damit eine konsolidierte Gesellschaft der Toshiba-Gruppe geworden. Die Übernahme erfolgte im Rahmen der am 6. Februar 2006 bestätigten Offerte für den Preis von USD 5,4 Mrd. (CHF 6,8 Mrd.), nachdem am 4. Oktober 2006 die nötigen Bewilligungen der amerikanischen und europäischen KarteiIbehörden sowie der US Nuclear Regulatory Commission (NRC) vorlagen.
Für den Kauf gründete Toshiba zwei Holdinggesellschaften, die Toshiba Nuclear Energy Holdings (USA) Inc. und die Toshiba Nuclear Energy Holdings (UK) Ltd. Über diese Holdings in den USA und Grossbritannien investierte Toshiba USD 4,158 Mrd. für den Kauf von 77% der WEC. Die übrigen 23% erwarben zwei strategische Partner, die amerikanische Shaw Group Inc. und die japanischen Ishikawajima-Harima Heavy Industries Co., Ltd. (IHl). Die Toshiba zielte ursprünglich auf eine Beteiligung von nur rund 51 % hin und verhandelte mit weiteren potenziellen Investoren - besonders der japanischen Marubeni-Gruppe -, doch kam es bislang zu keiner Einigung. Diese Diskussion geht laut Toshiba indessen weiter. Die Investoren finanzierten den Kauf wesentlich mit Anleihen und Bankvorschüssen.
Strukturen bleiben grösstenteils erhalten
Die Toshiba verfolgt die Strategie, als Mehrheits-aktionärin zusammen mit den Partnern die komplementären Synergien zu maximieren, um die laufenden Geschäfte der WEC weiterzuführen und zu stärken. Die bestehenden Strukturen bleiben wesentlich erhalten. Die Leitung des Kerngeschäfts der WEC erfolgt weiterhin vom Hauptsitz in den USA (Monroeville, Pennsylvaniajaus, und SteveTritch bleibt Direktionspräsident. Zum Vorsitzenden der beiden Holdinggesellschaften ernannten die Partner Masao Niwano, Mitglied der Geschäftsleitung der Toshiba. Zur Förderung der Integration und Stärkung der Synergien werden gemischte Koordinationsstellen am WEC-Sitz in Monroeville und am Sitz der weiterhin für alle Siedewasserreaktor-Geschäfte zuständigen Nuclear Energy Systems & Service Division der Toshiba Power Systems Company in Tokio eingerichtet.
Mit der Übernahme der WEC wird die Toshiba-Gruppe zu einer weltweit führenden Anbieterin sowohl von Siede- als auch von Druckwasser-Reaktoren einschliesslich aller Dienstleistungen für diese Systeme. Toshiba plant, den Jahresumsatz im Kernenergiegeschäft von derzeit JPY 200 Mrd. (CHF 2,1 Mrd.) bis 2015 auf JPY 700 Mrd. und bis 2020 auf JPY 900 Mrd. zu steigern. Dabei geht sie von einem weltweiten Markt für Neuanlagen mit einer Gesamtkapazität von 130'000 MW bis 2020 aus, an dem sie sich einen erheblichen Anteil ausrechnet. Von den heute weltweit in Betrieb stehenden Kernkraftwerkseinheiten stammen 26% von der WEC -einschliesslich der früheren ABB und Combustion - oder von Toshiba.
Mit Mitsubishi Heavy Industries, die bisher die Westinghouse-Druckwasserreaktorsysteme in Japan vertraten, hofft Toshiba «freundschaftliche Diskussionen über verschiedene Sachfragen» weiterführen zu können.
Source
P.B. nach Atoms in Japan und Toshiba, Pressemitteilungen, 17. Oktober 2006
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