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In vielen Restaurants hat man den Eindruck, dass gutes Wasser aus Italien oder Frankreich kommen müsse, um vor den kritischen Augen der Konsumenten zu bestehen. Auch zuhause wird Gästen aus Höflichkeit oft kein Hahnenwasser serviert. Dabei ist die hohe Qualität des Schweizer Leitungswassers einer der grossen Vorteile unseres Landes.
Damit ein Wasser als «natürliches Mineralwasser» bezeichnet werden darf, muss es – im Gegensatz zu einfachem Trinkwasser – aus natürlichen Quellen oder unterirdischen Wasservorkommen gewonnen werden und einen gleichbleibenden Mineraliengehalt aufweisen. Es dürfen keine Mineralien zugefügt oder entzogen werden. Allerdings darf der Kohlendioxidgehalt (Kohlensäure) erhöht oder reduziert werden. Deshalb sind aus der gleichen Quelle oft drei verschiedene Typen erhältlich: «stille Wasser» (ohne Kohlensäure), kohlensäurearme und kohlensäurereiche Wasser. Die Mineralwasser aus verschiedenen Quellen unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren Mineraliengehalt.
Mineralwasser bieten also je nachdem einen gewissen Mehrwert zum Trinkwasser. Die meisten Mineralwasser sind bezüglich des Gehalts an Mineralien jedoch mit dem «Hahnenburger» vergleichbar. Zudem wird die Qualität des Leitungswassers durch die eidgenössische Gesetzgebung genau beschrieben und genügt höchsten Ansprüchen. Aus ökologischer Sicht ist der Konsum von Mineralwasser deshalb unsinnig: Je weiter das Wasser transportiert, je mehr es gekühlt wurde, und je spezieller die Verpackung ist, desto höher die Umweltbelastung. Sogar im Vergleich mit Mineralwasser aus der Region ist Trinkwasser aus dem Hahn 100 Mal umweltfreundlicher.