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11.6.2022
11. Juni 2022
Der Verlauf der Strecke, frische Reifen und günstiges Timing der gelben Flaggen waren heute im Qualifying auf dem 6,003 km langen Baku City Circuit ausschlaggebend. Unter diesen Voraussetzungen nahmen sich die Teilnehmer vor, bei ihren Qualifikationsläufen mehrere Runden zu schaffen. In Q1 stellten Fernando und Esteban ihre ersten Rundenzeiten unter oder nahe an den ersten Zehn auf, bevor sie ihren Einzug ins Q2 mit einem zehnten und zwölften Platz sicher hatten – wobei mehrere Fahrer wegen einer roten Flagge keine Chance mehr hatten, sich vor der Zieleinfahrt weiter zu verbessern.*
In Q2 liessen beide zunächst einen Satz gebrauchter Soft-Reifen montieren. Fernando platzierte sich als Achter und Esteban als Zwölfter, bevor einige Male die gelbe Flagge kam und ihren zweiten Run ebenso wie ihren letzten Versuch am Ende der Session auf frischen Reifen beeinträchtigte. Das bekam Esteban während seiner besten Runde zu spüren und musste sich mit Platz dreizehn begnügen, während Fernando mit Platz neun zum sechzehnten Mal in diesem Jahr in Q3 einzog.
In Q3 klassierte sich Fernando bei seinem ersten Versuch auf gebrauchten weichen Reifen als Neunter. Auch wenn er seine gemessene Zeit im späteren Verlauf mit einem neuen Satz weicher Reifen auf 1’43,173 verbessern konnte, wurde der Spanier am Ende Zehnter und wird morgen von diesem Platz aus in die einundzwanzig Runden des Rennens starten.
Esteban Ocon, 13. Platz, 1’43,585
«Ich bin natürlich enttäuscht, denn es ist das zweite Mal hintereinander, dass die gelben Flaggen in den Qualifyings uns davon abgehalten haben, eine starke Runde zu absolvieren und unter die schnellsten Zehn zu kommen. Das Tempo stimmte während des ganzen Wochenendes, daher ist es frustrierend, dass es für uns heute nicht geklappt hat. Wir wissen jedoch, dass es hier jede Menge Überholmöglichkeiten gibt und Baku eine der unberechenbarsten Strecken im Rennkalender ist. Wir werden die Chancen ergreifen müssen, wenn sie sich anbieten, und es gibt keinen Grund, warum wir nicht mit einem grossen Punktgewinn für das Team aus diesem Wochenende gehen sollten. »
Fernando Alonso, 10. Platz, 1’43,173
«Ich bin zufrieden mit diesem Tag, auch wenn wir uns vielleicht mehr erhofft hatten, nachdem wir gestern ganz gut abgeschnitten hatten. Heute scheinen wir etwas eingebüsst zu haben, das werden wir uns also gemeinsam anschauen müssen. Am Ende von Q1 war bei vielen die Frustration gross, und ich verstehe einige der Beschwerden, aber viele Autos machten Fehler, die zu gelben Flaggen führten. Viele Fahrer fuhren mit kalten Bremsen und Reifen, als alle versuchten, in eine gute Position zu kommen. Wir haben sogar erlebt, dass einige die Mauern touchierten. Als ich von der Strecke abkam, konnte ich nichts dagegen machen. Es wird ein schwieriges Rennen, aber hier in Baku kann alles passieren. Die Punkte werden am Sonntag verteilt und ich bin gespannt, was wir schaffen können, insbesondere mit unserer Abstimmung mit weniger Anpressdruck.»
Otmar Szafnauer, Teamchef
«Die Qualifyings waren etwas enttäuschend, denn wir hatten erwartet, dass unsere beiden Rennautos es heute ins Q3 schaffen. Wir hatten das richtige Auto dafür, aber die Umstände waren leider so, dass uns die gelbe Flagge überrascht hat, als wir gerade auf der Strecke waren. So konnte Esteban seine schnellste Runde nicht abschliessen. Er war bei den Zwischenzeiten bedeutend schneller, er hätte also ins Q3 einziehen können. Wir müssen uns jetzt auf den morgigen Tag konzentrieren und uns auf ein Rennen vorbereiten, in dem wir jede Chance maximal nutzen müssen.»