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Luxuriös und mit Pausen der Perkussion beenden die verbleibenden zehn Sambaschulen ihre Paraden der Serie A beim Karneval in Rio de Janeiro.
Mit Allegorien, die Luxus und Simplizität verbanden, eröffnete die “União de Jacarepaguá“ den letzten Paraden-Tag der Samba-Schulen in der Serie A an diesem Samstag (9). Die Schule erzählte die Geschichte des Munizips Vassouras, das ehemals als “Prinzessin des Kaffees“ bekannt war. Die Perkussion erschien kostümiert als “Rei do Quilombo“ (König des Quilombos), um die Arbeitskraft der Afrikaner zu demonstrieren. Besonders eine Solotänzerin zog die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich, das war Rose Bombom, die mit einem Über und über bemalten Körper marschierte.
Gegen 22:00 Uhr folgte die zweite Parade an diesem Abend – die der “Paraíso do Tuiuti“ – auf der Piste der Marquês de Sapucaí, mit dem Thema zu Ehren des Humoristen Chico Anysio. Die Alas reproduzierten seine vielen Persönlichkeiten, die er auf den Bühnen dargestellt hatte – den Professor Raimundo und Bento Carneiro, den Vampir. Die Parade wurde begleitet von Emotionen, präsent waren Familienmitglieder des Humoristen. Die “Paraíso“ präsentierte auch ein Duell der Musen, mit der Ex-BBB Mayra Cardi an der Spitze der Perkussion und der Ex-Tänzerin Scheila Carvalho als Bodenattraktion.
Mit einer Neuauflage des Themas der “Portela“ aus dem Jahr 1981, besang die “Tradição“ die Schönheiten des Meeres, und das Publikum wiederholte den Refrain des Themen-Sambas “E lá vou eu, pela imensidão do mar“ (Und da bin ich, in der Unendlichkeit des Meeres). Die Front-Kommission interpretierte die Bewegung der Meereswellen. Das Paar “Maestre-sala und Porta-bandeira“, Diego Nascimento und Natália Pereira, erlebten Momente nervöser Spannung, als sie jeden Moment einmarschieren sollten, aber ihre Kostüme immer noch nicht eingetroffen waren. Dioge weinte, während Kollegen der Schule ihn zu trösten versuchten. Schliesslich kamen die Kostüme und das Umziehen klappte auch noch.
Eine der traditionellsten Samba-Schulen von Rio, die “Império Serrano“ war die dritte der Paraden. Mit einem Thema über die Stadt Caxambu, verliess der Verein nach einer grandiosen Parade, unter viel Applaus und den Rufen “É campeã“ (sie ist der Champion) die Avenida Sapucaí. Ihre grösste Attraktion war ihre Perkussion, die das Publikum mit ihren bereits berühmten synkopierten Pausen zu Begeisterungsstürmen hinriss. An der Spitze der Rhythmiker warf Quitéria Chagas mit Charme und einem gekonnten Samba um sich.
Mit dem Thema “Teimosias da imaginação“ (Eigensinn der Phantasie) präsentierte die “Acadêmicos do Cubango“ Künstler, deren Werke zwar anerkannt aber in ihrem Land noch unbekannt sind. Auf der Avenida wurden Maler, Bildhauer, Illustratoren, Holzschneider, Graffiti-Künstler und andere präsentiert und geehrt. Die grün-weisse Schule aus Niterói transportierte Künstler wie Murilo Albuquerque, Candida dos Santos, Marcelo Brant und Mirtes Rufino aus dem Schatten ins Licht der Sapucaí. Die Schule war die fünfte auf der Passarela do Samba in dieser Nacht von Samstag auf Sonntag.
Die sechste Parade im Sambadromo von Rio de Janeiro war die “Serrano de Campo Grande“ – sie erschien mit einem Thema über Frieden und Religion auf der Avenida. Während ihres Auftritts entstand ein Loch um die Perkussions-Gruppe, durch das die Schule einen Punkteverlust für die Evolution hinnehmen muss. Ein weiteres Problem war die fehlende Beleuchtung in einigen allegorischen Wagen des Vereins. Nach Auskunft des Vereins hatte der Lieferant das entsprechende Material nicht rechtzeitig geliefert, deshalb musste man das Konzept der Allegorie im letzten Moment noch ändern.
Die “Império da Tijuca“ beeindruckte mit dem Luxus ihrer Kostüme. Mit dem Samba-Thema “Negra, Pérola Mulher“ (Negerin, Perle einer Frau) begeisterte die Choreographie der Front-Kommission, die nur aus schwarzen Frauen bestand, die als afrikanische Kriegerinnen kostümiert waren – auch ihre Bemalung und die Details ihrer Kostüme, in denen viel Strauss eingesezt war, liessen das Publikum jubeln. Jedes Kostüm bestand aus 400 Federn, weitere 60 Fasanenfedern auf dem Kopf und 40 an den Armen.
Die achte Parade, am zweiten Tag der Serie A, war die der “Caprichosos de Pilares“, sie provozierte das Publikum auf den Tribunen zu einer Diskussion über Fanatismus. Die Front-Kommission, kreiert von dem Choreographen und Tänzer Hélio Bejani, war die grösste Attraktion der Parade, mit seinen illusionistischen Tricks. Auf der Piste eine imaginäre Gruppe, die sich nichts aus Samba macht, aber sich schliesslich dem Reiz dieses Rhythmus ergibt – dargestellt von einer jungen Mitwirkenden der Schule. Mit einem kurzen, silbernen Kleid tanzte sie mit Hingabe über die Avenida inmitten von Choreographien und illusionistischen Darbietungen.
Die “Unidos de Padre Miguel“ hatten das Pech, unter strömendem Regen in die Avenida einzumarschieren. Jedoch nicht einmal die grössten Tropfen in den ersten Minuten waren genug, um die Begeisterung der Teilnehmer dieser Samba-Schule aus der Westzone zu schmälern. Mit dem Thema “O reencontro entre o Céu e a Terra no Reino de Alafin Oyó“ (Das Wiedersehen zwischen Himmel und Erde im Reich des Alafin Oyó) wollte die neunte Schule im Sambadromo eine spirituelle Mischung der Orixás, aus der afrikanischen Mythologie, und den Menschenwesen promovieren, um eine Welt des Gleichgewichts und der Harmonie zu schaffen. Der Karnevalist Edson Pereira, neu in der Schule, verlässt sich auf die Verschiedenheit der Farben entlang der 24 Alas, mit vier allegorischen Wagen, angefüllt mit afrikanischen Themen.
Die letzte Schule des zweiten Tages der Serie A-Paraden beim Carioca-Karneval, die “Renascer de Jacarepaguá“ betrat die Avenida Sapucaí mit der Forderun“Rio, uma viagem alucinante“ (Rio, eine betörende Reise), das auf wichtige ambientale Probleme im Umfeld ihrer Stadt aufmerksam macht, wie der Schmuggel von Vögeln und anderen Wildtieren. Eine der Attraktionen der Parade war die Show der Farben, die man benutzt hatte, um die natürliche Vielfalt der Cidade Maravilhosa zu präsentieren.
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