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Die Unterkunft an sich fanden wir gut. Angenehm war auch die relativ kurze Anreise von Manaus. Die Zimmer waren ganz nett, die gesamte Anlage schön gestaltet. Das Essen war nicht sooo gut, aber ganz OK.
Ein absoluter "Reinfall" war der Ausflug zum Meeting of the Waters. Es fing gut an auf einem doppelstöckigen Boot, dieses machte keinen schlechten Eindruck und man konnte sehr gut auf dem Oberdeck sitzen, von wo man eine schöne Aussicht auf den Fluss hatte. Kurz vor dem Meeting of the Waters wurden wir von der Wasserpolizei gestoppt und das Boot kontrolliert. Die Prozedur dauerte über eine Stunde, mit dem Ergebnis, dass das Boot erhebliche Sicherheitsmängel hatte und nicht weiter fahren durfte. Es wurde dann ein Schnellboot angefordert, in das wir (nach weiterer gut halbstündiger Wartezeit) umgestiegen sind. Dieses war viel zu klein, es hatten nicht alle Leute einen Sitz. Da die Zeit inzwischen fortgeschritten war (und wir wahrscheinlich zu einer bestimmten Uhrzeit zum Mittagessen angemeldet waren), hatten wir noch ganze 6 Minuten (!!!) Zeit am Meeting of the Waters. Da das Boot zu klein war und sich alle Leute um die besten Foto-Plätze drängten, war die Zeit viiieeel zu kurz, um sich das Ereignis ansehen und schöne Fotos machen zu können. Davon abgesehen war die Aussicht von dem doppelstöckigen Boot natürlich viel besser als von dem Schnellbot, auf dem man quasi auf Höhe des Wasserspiegels saß.
Nach dem Mittagessen wurde uns angeboten, gegen einen Aufpreis von 200 Real pro Person, mit einem Speedboot zurück zur Lodge zu fahren und unterwegs am Ufer nach Vögeln und Kaimanen Ausschau zu halten. Des Weiteren würden wir eine kurze Wanderung durch den Dschungel unternehmen und hätten die Chance Faultiere und vielleicht eine Anaconda zu sehen. Auf die Frage nach dem erforderlichen Schuhwerk für die Wanderung betonte unser Guide mehrfach, dass "Badelatschen" ausreichend seien. Wir entschieden uns also, das Angebot anzunehmen und den Ausflug zu unternehmen. Am Ufer sahen wir auch Reiher und diverse Wasservögel. Dann stoppte das Boot bei einer Familie, die uns Anaconda, Kaiman und Faultier auf dem Arm Ihrer Kinder zeigten - wir waren entsetzt! Dann der kurze Wanderweg: Da der Weg vom Regen etwas schlammig und aufgeweicht war, hatte man Holzbretter ausgelegt, um darauf laufen zu können. Im Schatten der Bäume konnte man nicht sehen, dass die Bretter mit Nägeln gespickt waren. Da wir, wie zuvor erwähnt, nur Badelatschen trugen, passierte es, dass mein Bruder plötzlich zwei rostige Nägel im Fuß hatte und stark blutete. Kein Erste-Hilfe-Set auf dem Boot, noch nicht einmal Pflaster war vorhanden, glücklicherweise hatten wir selbst Jodsalbe und Pflaster dabei. Ich habe mich dann bei unserem Guide und an der Hotelrezeption beschwert und einen Preisnachlass für die Tour verlangt, wir bekamen immerhin einen Rabatt von 200 Real (also den Preis für eine Person).
Am zweiten Tag haben wir eine (sehr teure) Tour zu den Amazonas Delfinen unternommen. Auch hier gab es wieder eine Panne, der Motor des Bootes sprang nicht an. Nach etlichen Startversuchen wurde endlich ein Ersatzboot angefordert - wieder war eine Stunde verstrichen, die von unserer Zeit abging. Letztendlich haben wir dann für eine 2-stündige Tour pro Person 385 Real bezahlt. Dennoch war dieser Ausflug sehr schön und wir haben die Delfine in einer Bucht beobachten können.
Fazit: Amazon Eco Park ist nur bedingt empfehlenswert.
Hotel
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Sport & Unterh.