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Die Region um die beiden Flüsse Euphrat und Tigris, zwischen Mittelmeer und persischem Golf, gilt als Wiege der Landwirtschaft. Hier, im sogenannten fruchtbaren Halbmond, haben sich nomadische Gruppen vor rund 9000 Jahren niedergelassen um Getreide anzubauen und Viehzucht zu betreiben.
Eine neue Studie der Uni Bern zeigt nun: Die ersten Viehzüchterinnen und Ackerbauern waren genetisch viel diverser als bisher angenommen. «Wir haben herausgefunden, dass es vor rund 25‘000 Jahren in dieser Weltregion drei individuelle Gruppen von Menschen gab: Die Jägerinnen und Sammler aus Europa, die Vorfahren der Menschen aus dem heutigen Iran und dem Osten der Türkei sowie eine Gruppe auf dem Gebiet des heutigen Jordanien, Israel, Palästina, Libanon. Die ersten Bauern sind aus einer Bevölkerungsmischung dieser drei Gruppen hervorgegangen», erklärt Nina Marchi, Genetikerin am Institut für Ökologie und Evolution der Uni Bern und Mitverfasserin der Studie.
Die Forschungsergebnisse zeigten, dass die Evolution des Menschen viel komplexer sei, als bisher angenommen. «Es geht nicht nur um Migration und Verdrängung. Es gab immer auch Bevölkerungsvermischungen», betont Marchi im Interview.