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Eine Studie der Universität Basel brachte zu Tage, dass Nachhilfe die Noten nur marginal verändert.
Am meisten wird Mathematik gebüffelt, nämlich in zwei Dritteln aller Nachhilfestunden, teilte der Schweizerische Nationalfonds am Donnerstag mit. Er hat die Studie unterstützt. Drei Viertel der Nachhilfestunden werden von Mädchen besucht. Insgesamt nehmen Mädchen häufiger Nachhilfe – 19 Prozent – während es bei den Jungen 16 Prozent sind. In den Sprachfächern erhalten die Jungen mehr Nachhilfe. Für die Studie haben die Forscher 10’000 Schülerinnen und Schülern der 5. bis 9. Klassen in der Deutschschweiz befragt. Im Abstand von drei Monaten verglichen sie deren Noten und Kompetenzen.
Dabei zeigte sich, dass sich der Nachhilfeunterricht kaum positiv auf die Noten auswirkte – obwohl die Schulkinder dies glaubten. In Mathematik, Deutsch und Französisch verbesserten sie zwar ihre Noten, aber nur äusserst geringfügig. Eine fächerübergreifende Wirkung des Nachhilfeunterrichts sei nicht festzustellen, erklärten die Forscher. Obwohl Lerninstitute fast doppelt so teuer sind wie private Nachhilfe (48 respektive 25 Franken pro Stunde), zeigten sie laut der Studie unerwünschte Nebeneffekte: Während private Nachhilfe die Methodenkompetenz verbesserte, also die Fähigkeit, überlegt an Aufgaben heranzugehen und sie methodisch strukturiert zu lösen, verringerte sich diese bei der institutionellen Nachhilfe.
In einem Interview (das ich online nicht finde) fand ich die lapidare Schlussfolgerung: Es gebe keine Variante zu Nachhilfe. Aufgaben müssten in die Schulphase verlegt werden. Und es bräuchte mehr Tagesschulen. Das tönt mir eher nach ideologisch belasteten Forderungen, ganz nach der bildungspolitischen Tagesphilosophie.