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Frankreich(?), 1. Hälfte. 18. Jh.
Kirschbaumholz, Messing
H. 20 cm
Fussplatte 10,7, 10,7 cm
Inv. 1968.54.
Als vor etwas mehr als 300 Jahren der Kaffee über den vorderen Orient Europa erreicht hatte, wurden die gerösteten Bohnen zermörsert und in einem mit Wachs oder Fett abgedichteten Beutel aufbewahrt. Das Pulverisieren erfolgte, wenn nicht durch weiteres Mörsern, in einer geeigneten Gewürzmühle. Kaffeemühlen mit spezifischem Mahlwerk, ein Produkt der Kunstschmiede, wurden gewiss an verschiedenen Orten erfunden, so exportierte das deutsche Remscheid Ende des 18. Jahrhunderts aus über zwanzig Handwerksbetrieben in alle Welt. Der Körper für das axiale Mahlwerk besteht aus einem einzigen, fein bearbeiteten Stück Kirschbaumholz und ist mit reichem Bérain-Dekor aus graviertem Messing beschlagen. Der Enghals ist mit Facettierungen für einen guten Griff beim freien Mahlen geschaffen. Der angenietete Deckel aus graviertem Messing ist hälftig zu öffnen bzw. mit Haken und Öse zu schliessen. Die Schublade für das Kaffeepulver ist genutet, verzapft und mit Holz- und Drahtstiften verstärkt. Eine einfache Schliesse schützt den Behälter vor dem Herausrutschen während des Mahlens.