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E-600

überarbeitet am 28.3.2015

Als Weiterentwicklung des Kontroll- und Messempfängers RD2679 entwickelte
Autophon aufgrund eines Auftrags Ende 1938 den Empfänger E39, das Konzept
mit steckbaren Spulensätzen und dazu gehörigen Eichkurven baute auf dem Empfänger
HRO der amerikanischen Firma National Radio Corp. auf. Das Herzstück, der
Dreifach - Drehkondensator PW-3 mit der National - typischen Feintriebskala
("Micrometer dial") wurde zugekauft.
Im Gerätekasten das Standardempfängers finden sich oben links der Netzspannungseingang und der
Anschluss für das Kabel vom Zerhackergerät, daneben der Hauptschalter und
darüber der Spannungwahlschalter. Das Röhrenvoltmeter kann von der Anzeige
des Signalpegels auf die Anzeige von Heiz- und Anodenspannung umgeschaltet werden.
Von der Antenne herkommend, durchläuft das Antennensignal in den Bereichen II - VIII zunächst eine Hochfrequenzverstärkerstufe (EF13), in der Mischstufe (ECH11) wird auf eine Zwischenfrequenz von 1600 kHz umgesetzt, die in zwei ZF-Stufen verstärkt wird (EF11, EF11). Nach Durchlaufen des Kristallfilters und der 3. & 4. ZF-Stufe, wo die stufenlose Bandbreitenregelung wirkt (EF11, EF11). Das Steuersignal für die automatische Schwundregelung AGC wird nach der dritten ZF-Stufe entnommen und dient auch dazu, das Anzeigeinstrument anzusteuern (EBC11). Nach der Demodulation (EBC11) gelangt das Resultat auf den Kopfhörer, bei CW und SSB-Empfang wird hiervor das BFO-Signal zugemischt (ECH11).
In einem Zusatzkasten sind in Schubladen sämtliche Spuleneinschübe und die zugehörigen Eichkurven untergebracht, der Kopfhörer und Ersatzröhren, daneben hat im Zusatzkasten auch die Zerhackereinheit zur Bereitstellung der entsprechenden Anodenspannungen beim Betrieb mittels zweier 6V - Akkumulatoren Platz gefunden.
Technisch ist das Gerät ein Wunderwerk, auch heute noch empfangstauglich, wenn auch zur "Wellenjagd" ein Gerät mit direkter Frequenzanzeige einige Erleichterungen bietet. Als technischer Negativpunkt sei nur zu vermerken, dass der Einfachsuper im Bereich 1,2 - 2,86 die Zwischenfrequenz überfährt, was dem Empfang um 1,6 MHz beeinträchtigt.
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© Martin Bösch 20.7.2007