Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03448.jsonl.gz/2748

Sind die Körner von Lein (Linum usitassimum L.) oder Flachs. Sie bestehen bis zu 8% aus Schleimsubstanzen (Ballaststoffen) die mit Wasser aufquellen und frei werden. Sie enthalten bis zu 40% Leinöl, ein wertvolles Öl mit über 90% ungesättigten Fettsäuren, wovon die Hälfte aus der Familie der Omega-3-Fettsäuren stammen, was von kaum einem anderen Pflanzenöl erreicht wird. Ein Viertel des Samens besteht aus leicht verdaulichem Eiweiss sowie Aminosäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen.
Unser Leinsamen wird nicht geschrotet, sondern als ganzes Korn leicht angequetscht angeboten. So bleiben die Fettzellen weitgehend unzerstört, d.h. ein schnelles Ranzigwerden wird vermieden. Ungünstige Oxidationserscheinungen sind weitgehend ausgeschlossen. Schäden durch Blausäureabspaltung sind nicht zu befürchten- siehe Erklärung unten.
Goldgelber oder brauner Leinsamen?
Der goldgelbe Leinsamen ist wesentlich quellfähiger als der Braune und daher auch besser als verdauungsfördernder Ballaststoff geeignet.
Testen Sie es selbst:
Je eine Handvoll gelber und brauner Leinsamen in zwei separate Gläser geben und genügend Wasser dazugeben. 10 Minuten quellen lassen und die Quellhöhe/Schleimgehalt vergleichen.
Unsere Leinsamen kann ohne Vorbehandlung, so wie er ist, verfüttert werden. Genügend Wasser zu Verfügung stellen!
Gefährliche Blausäure?
Für die Abspaltung von Blausäure verantwortlich ist das im Leinsamen enthaltene Enzym Linamarase. Damit dieses Enzym überhaupt nennenswerte Mengen von Blausäure freisetzen kann, müssten freilich verschiedene ungünstige Faktoren zusammentreffen. Zum einen bedarf es grössere Mengen mehlfein gemahlenen Leinsamen (300 g und mehr). Dieses müssten im Magen auf einen pH-Wert zwischen 4 und 6 treffen, wo das Enzym dann über vier Stunden "ungestört" Blausäure abspalten könnte. In der Praxis jedoch wird im sauren Milieu des Magens das "Spalt-Enzym" bereits teilweise unschädlich gemacht und Restmengen an freigesetzter Blausäure durch körpereigene Mechanismen deaktiviert.