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ALS - Amyotrophe Lateralsklerose
ALS steht für Amyotrophe Lateralsklerose. Es handelt sich um eine neurodegenerative Erkrankung, die motorische Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark betrifft. ALS führt zu einem fortschreitenden Muskelschwund, schmerzhaften Muskelkrämpfen und schliesslich zu Paresen, welche im Verlauf Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und Atmen verursachen können.
In seltenen Fällen ist die Amyotrophe Lateralsklerose erblich bedingt, die sogenannte familiäre Form einer ALS. Die Mehrheit der Patienten ist aber von der sogenannten sporadischen Form der ALS betroffen, dessen Ursachen nicht geklärt sind.
Symptome von ALS
Die ersten Symptome bei ALS treten erst auf, wenn eine grössere Menge der motorischen Neurone befallen ist. Zu den Symptomen gehören:
- Muskelschwäche in den Händen, Armen und Beinen
- Unsicherheit beim Gehen
- Probleme beim Schlucken und Sprechen
- Atemnot
- Fatigue und Depression
- Gelegentlich Schwierigkeiten beim Atmen
Ursachen von ALS
Bei Patienten mit ALS findet man krankhafte Ablagerungen eines bestimmten Eiweisses in den betroffenen Nervenzellen. Solche Protein-Aggregate findet man auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen wie zum Beispiel Parkinson oder Alzheimer.
Es ist wahrscheinlich, dass mehrere Ursachen zum Ausbruch von ALS führen. Bei der Entstehung der Krankheit gibt es folgende Hypothesen und Risikofaktoren:
- Vergiftung des Körpers z.B. mit Quecksilber
- Akkumulation von Glutamat im zentralen Nervensystem. Glutamat wirkt in höheren Konzentrationen neurotoxisch
- Darmdysbiose und geschädigte Blut-Hirn-Schranke
- Hohe physische Aktivität und geringes Körpergewicht
- Genetische Veranlagungen im Aufbau der Nervenzellen
Diagnostik und Behandlung von ALS
Die Diagnostik von ALS erfordert sorgfältige klinische Untersuchungen, Bildgebung wie das MRT und neurophysiologische Tests.
Aus schulmedizinischer Sicht gibt es keine Heilung für ALS, aber therapeutische Ansätze wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie können die Lebensqualität verbessern und die Progression der Symptome verlangsamen. Mit Hilfe von Medikamenten können Symptome gelindert werden.
Aus der Sicht der integrativen Medizin sollten erstmal spezielle Laboruntersuchungen durchgeführt werden, um Rückschlüsse auf körperliche Ungleichgewichte zu erhalten. Auf diese Weise erhält man Informationen über mögliche genetische Veranlagungen, toxische Belastungen, Darmgesundheit oder Zustand der Blut-Hirn-Schranke.
Auf dieser Grundlage ergeben sich die entsprechenden therapeutischen Ansätze.
Bei Defiziten an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen können diese durch Infusionen oder Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden. Schädliche Stoffe sollten aus dem Körper entfernt werden – dazu kommen Ausleitungen oder auch die INUSpherese® zum Einsatz. Chronische Entzündungen im Körper, z.B. versteckte Kieferentzündungen, die eine weitere Verschlimmerung des Leidens verursachen können, sollten schonend therapiert werden.
Dr. med. Karsten Ostermann M.A.
Für die integrative Behandlung von ALS sind individuelle, komplexe Behandlungspläne notwendig. Die Therapie sollte interdisziplinär mit Therapeuten unterschiedlicher medizinischer Bereiche erfolgen.
Weiterführende Informationen
Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.