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In «La La Land» spielen Sie eine Schauspielerin, die in der Studiokantine arbeitet, statt Filme zu drehen. Kennen Sie das?
Das kennen wahrscheinlich alle Nachwuchsschauspieler, die nach Hollywood kommen, um Karriere zu machen. Ich natürlich auch. Ich war 15, als ich mit meiner Mutter aus Arizona nach Los Angeles zog. Doch die Agentur hatte Probleme mit mir, weil ich nicht der typische blonde Cheerleader-Typ war. Ich fühlte mich schon abgelehnt, ehe ich mein Talent überhaupt beweisen konnte.
Was haben Sie dann getan?
Ich musste Geld verdienen und arbeitete als Verkäuferin in einer Hundekuchen-Bäckerei, wo die reichen Beverly-Hills-Ladys sündhaft teure Leckerli für ihre Schosshündchen kauften. Ich war total am Boden. Zum Glück bekam ich kleinere Gastrollen in TV-Serien – und meine erste Kinorolle in «Superbad».
Haben Sie Hollywood am Anfang verflucht?
Ich hatte mal eine sehr wehmütige Phase, als meine besten Freundinnen ihren College-Abschluss machten. Als Teenie träumte ich davon, mit ihnen zur Uni zu gehen. Aber das hatte ich durch Hollywood verpasst. Was nun? Also musste ich mich glücklich schätzen, meinen Traum zu leben. Den hätte ich mir nie erfüllen können, wäre ich in Arizona geblieben.
Im Film entscheiden Sie sich gegen die Liebe und für die Karriere. Wurden Sie schon einmal vor eine solche Wahl gestellt?
Bislang nicht – Gott sei Dank! Ich bin jemand, der versucht, beides unter einen Hut zu bekommen. Zumindest auf lange Sicht. Ich bilde mir einfach ein, dass die Liebe mit dem zu vereinbaren ist, was ich liebe.
Aus dem 15-jährigen Mädchen ist ein Weltstar geworden. Wie sehr haben Sie sich in diesen 13 Jahren verändert?
Ich hoffe, ich verhalte mich noch genau so wie früher. Ich nehme mich noch immer nicht so ernst. Ich habe schon immer versucht, die zu bleiben, die ich bin. Auch wenn ich manchmal das absolute Arschloch bin. Aber das hat nichts mit Ruhm zu tun (lacht).