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Die Aktionäre des Bauchemieherstellers Sika haben an dessen Generalversammlung sämtliche bisherigen Verwaltungsräte wiedergewählt. Zudem wurde Verwaltungsratspräsident Paul Hälg im Amt bestätigt. Die von der Familienholding beantragte Neuwahl von Jacques Bischoff wurde abgelehnt.
Hauptaktion ausgeschlossen
Bei den Wahlen der sechs unabhängigen Verwaltungsräte Paul Hälg, Frits van Dijk, Monika Ribar, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler waren die Stimmrechte der Namenaktien der Familienholding auf 5 Prozent aller Namenaktien limitiert. Die Familienholding konnte damit nur mit einer Stimmkraft von rund 2,7 Prozent abstimmen. Ohne die Beschränkung hält die Schenker-Winkler-Holding der Erbenfamilie die Mehrheit der Stimmen.
Von den unabhängigen Verwaltungsräten am deutlichsten wiedergewählt wurde Frits van Dijk. Er erhielt mehr als 98 Prozent Ja-Stimmen. Den tiefsten Ja-Anteil der unabhängigen Verwaltungsräte erhielt mit rund 85 Prozent Christoph Tobler. Hälg wurde mit rund 88 Prozent Ja-Stimmen wieder zum Präsidenten gewählt.
Urs Schenker, Vertreter der Schenker-Winkler-Holding, kritisierte die aufgrund der Stimmrechtsbeschränkung absehbare Bestätigung der unabhängigen Verwaltungsräte im Vorfeld der Wahlen scharf: «Sechs Verwaltungsräte beschliessen ihre Wiederwahl und das machen sie schlicht, indem sie den Hauptaktionär ausschliessen», sagte Schenker.
Status quo bis zum Gerichtsurteil
Die unabhängigen Verwaltungsräte halten die Beschränkung jedoch für notwendig. Dadurch erhalte das Gericht die notwendige Zeit, um zu urteilen, ob die Vinkulierung auf diese Transaktion Anwendung findet. Bis zum Urteil solle der Status quo beibehalten werden.
Bei den Wahlen der nicht unabhängigen Verwaltungsräte, welche die Familienholding in dem Gremium vertreten, wurde die Stimmkraft der Schenker-Winkler-Holding nicht beschränkt. Entsprechend wurden auch diese drei Verwaltungsräte - Urs Burkard, Willi Leimer und Jürgen Tinggren - deutlich wiedergewählt. Sie erhielten alle rund 81 Prozent Ja-Stimmen.
Durchsetzen konnten sich die unabhängigen Verwaltungsräte auch bei der von der Familienholding vorgeschlagenen Neuwahl von Jacques Bischoff. Diese wurde aufgrund der Stimmrechtsbeschränkung mit 85 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.
(sda/chb)