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Sechseläuten
"Sechseläuten" von Michael Theurillat ist ein, zumindest in Teilen, auf der Realität basierender Krimi. Die Geschichte beginnt im April 2008 an Sechseläuten, einem Fest mit dem in Zürich jedes Jahr der Winter vertrieben wird. Eine Mitarbeiterin der FIFA bricht während des Festes zusammen und stirbt noch vor Ort. Aufgrund der bevorstehenden Fussballeuropameisterschaft stehen nicht genügend Kräfte zur Verfügung und so wird der Tod von Charlotte Bischoff als Herzinfarkt abgetan. Doch Kommissar Eschenbach ahnt, dass mehr hinter dem plötzlichen Tot der Frau steckt, nicht zuletzt weil Chef und Familie nicht viel an der Aufklärung des Falles zu liegen scheint. Er beginnt mit Ermittlungen, welche er vor allem auf einen kleinen Jungen, den man bei der Toten fand, stützt. Dieser steht zu Beginn unter Schock und spricht nicht, als er dann doch zu sprechen beginnt, ist es die Sprache der jenischen Landfahrer. Hier schafft Michael Theurillat einen Bezug zur Realität, denn in der Vergangenheit lebten viele jenische Familien in der Schweiz. Diesen wurden die Kinder entzogen und zur Adoption freigegeben, um sie sesshaft zu machen. In "Sechseläuten" stösst Komissar Eschenbach auf ebendieses dunkle Kapitel der Schweizer Geschichte. Michael Theurillat hat hier einen Krimi geschrieben, der auch geschichtlich interessante Aspekte liefert.