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US-Präsident Barack Obama hat die Aufnahme offizieller Verhandlungen mit der EU über ein Freihandelsabkommen angekündigt. «Heute Abend gebe ich bekannt, dass wir Verhandlungen über eine umfassende transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit der Europäischen Union starten werden.»
Dies sagte Obama in seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington. «Denn Handel, der frei und fair über den Atlantik verläuft, unterstützt Millionen gut bezahlter amerikanischer Arbeitsplätze», sagte der US-Präsident.
Ein weitgehendes transatlantisches Handelsabkommen wird bereits seit langem diskutiert, seit dem vergangenen Jahr beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit dem Plan.
Weiter wollen die USA laut Obama innerhalb eines Jahres 34'000 Soldaten aus Afghanistan abziehen. «Und bis zum Ende des kommenden Jahres wird unser Krieg in Afghanistan vorbei sein», sagte Obama. Danach wandele sich der Einsatz zu einer Ausbildungs- und Ausrüstungsmission für die afghanischen Sicherheitskräfte.
Mit dem angekündigten Abzug würde sich die Zahl der US-Truppen in dem Land bis Anfang 2014 etwa halbieren. Derzeit sind rund 66'000 Amerikaner am Hindukusch stationiert.
Der künftige Antiterrorkampf, der sich von der arabischen Halbinsel nach Afrika verlagere, müsse künftig nicht mehr mit Zehntausenden Soldaten in Übersee geführt werden, betonte Obama. «Stattdessen helfen wir Ländern wie dem Jemen, Libyen und Somalia dabei, ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten.»
Mit einer Verordnung zum Datenaustausch zwischen der Regierung und Privatunternehmen will Obama zudem die Abwehr gegen Hackerangriffe im Internet verstärken. Die Regierung solle mehr Möglichkeiten bekommen, Netzwerke zu sichern und Attacken abzuwehren, sagte Obama.
(vst/chb/sda)