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Träume von Kindern in Diagnose und Psychotherapie
AbstractTräume von Kindern finden in der Kinderpsychoanalyse nicht jene Beachtung, wie das bei Erwachsenen geschieht. Eine Ursache dafür ist, dass kleinere Kinder seltener Träume erzählen, vor allem jedoch, dass sie kaum Assoziationen dazu äussern. Freud verstand die Träume von kleinen Kindern als einfache, meist an ein Vortagsereignis anknüpfende unverhüllte Wunscherfüllungen. Er erwähnte auch, dass bis zum fünften Lebensjahr noch manifester und latenter Trauminhalt zusammenfielen. Tatsächlich hängt die Strukturierung eines Traumes von der kognitiven Entwicklung ab: Die Möglichkeiten von Kindern, sich auszudrücken, sind noch begrenzt; was sie ausdrücken wollen, unterscheidet sich von dem, was sie ausdrücken können. Doch betrifft das nicht die Funktionen, die Träume übernehmen können. Diese sind neben der Wunscherfüllung ähnliche wie bei Jugendlichen und Erwachsenen, etwa die Funktion der Selbstdarstellung und die kommunikative Funktion, in denen eher dynamische Aspekte deutlich werden. An zwei Beispielen wird aufgezeigt, wie es möglich ist, auch mit Träumen von Kindern psychoanalytisch zu arbeiten. Eines der Beispiele ist ein Traum nach traumatischem Erleben; diese traumatischen Träume weisen eine ganz besondere Struktur auf. Einbezogen in den Artikel ist eine Diskussion der Gedanken von Fritz Morgenthaler zur Theorie und Technik, die für den Umgang mit Träumen von Kindern von höchster Bedeutung sind.
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