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Die 17-jährige Audrey Werro (CA Belfaux) hat bei den Schweizer Meisterschaften der Leichtathletik über 800 m die Silbermedaille gewonnen. Edelmetall gab es auch für Pascal Mancini (FG Estavayer) und Charles Devantay (SA Bulle).
Die Freiburger Leichtathletin Audrey Werro hat ihre fantastische Form auch an den Schweizer Meisterschaften in Langenthal ausspielen können. Die 17-Jährige des CA Belfaux gewann bei der Elite in einem begeisternden Rennen über 800 m die Silbermedaille. Im Sog von Lore Hoffmann (Athle.ch), die ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht wurde und in sehr guten 2:01,65 Minuten ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigte, stürmte Werro als Zweite ins Ziel. In 2:02,88 war sie vier Hundertstelsekunden schneller als Valentina Rosamilia (BTV Aarau).
Die Schweizer Nachwuchshoffnungen Werro und Rosamilia haben in dieser Saison bereits beide die Limite für die U20-WM erfüllt.
Vancardo scheitert in der Qualifikation
Weniger erfolgreich verlief der Samstag in Langenthal für Veronica Vancardo. Die Athletin des TSV Düdingen verpasste über 400 m die Qualifikation für den Final vom Sonntag. Im ersten von vier Vorläufen lief die Senslerin für ihre Verhältnisse relativ bescheidene 55,32 Sekunden – Vancardos persönliche Bestzeit liegt bei 54,06. Die direkte Qualifikation verpasste sie als Zweite, und auch für die Finalteilnahme über die Zeit als eine der zwei besten Zweitklassierten reicht es nicht ganz. 36 Hundertstelsekunden fehlten der Düdingerin.
Rusca knapp neben dem Podest
Über 400 m Hürden verpasste Alizée Rusca (SA Bulle) den Sprung aufs Podest. In gelaufenen 58,94 Sekunden verpasste sie die Medaillenränge mit 1,56 Sekunden allerdings deutlich. Gewonnen wurde das Rennen von Europameisterin Lea Sprunger (Cova Nyon). Nach ihrem Vorlauf in 55,35 Sekunden am Freitag gewann sie am Samstag den Final ebenso souverän in 55,16 Sekunden. Damit erbrachte sie den Beweis, dass sie nach ihrer Wadenverletzung wieder hundertprozentig fit ist und den Olympischen Spielen in Tokio (JAP) optimistisch entgegenblicken kann. Yasmin Giger (LC Zürich) lief zwei Wochen vor der U23-EM in Tallinn (EST) in 56,87 zu Silber, Bronze ging an Annina Fahr (LC Schaffhausen/57,38).
Mancini holt Bronze über 100 m
Für eine Freiburger Medaille hatte am Freitagabend Pascal Mancini (FSG Estavayer) gesorgt. Als zweitschnellster Schweizer dieser Saison mit Ambitionen auf einen Podestplatz gestartet, musste Mancini als Dritter in 10,47 Sekunden einzig Silvan Wicki (BTV Aarau) und Alex Wilson (Old Boys Basel) den Vortritt lassen.
Im Duell um Gold setzte sich Wicki in 10,22 Sekunden deutlich vor Wilson in 10,39 Sekunden durch. Überraschend fiel der Sieg nicht aus: Der Schweizer Rekordhalter Wilson, der zuletzt wegen Rückenproblemen eine Wettkampfpause einlegen musste, ist in diesem Jahr bisher noch nicht richtig in Schwung gekommen. Anders Vorjahressieger Wicki, der die Saisonbestenliste anführt.
Rang 5 für Naki
Dafür wurde Alex Wilson seiner Favoritenrolle über 200 m vollends gerecht. Über die halbe Bahnrunde setzte sich der Schweizer Rekordhalter in 20,84 Sekunden durch und holte damit seinen achten Schweizer Meistertitel in dieser Disziplin. Gefordert wurd der Basler von Daniel Löhrer (STV Oberriet-Eichenwies/21,02), der seine erste Medaille an einer Aktiv-SM gewann. Simon Graf (LC Zürich/21,34) durfte sich über den dritten Rang freuen. William Reais (LC Zürich), der letztes Jahr der schnellste Europäer über die halbe Bahnrunde war, musste wegen Oberschenkelproblemen auf die Teilnahme verzichten.
Einen starken Auftritt lieferte der Düdinger David Naki ab. Der 19-Jährige lief über die 200 m in 21,68 Sekunden als Fünfter ins Ziel ein. Im Vorlauf wurde Naki sogar in 21,62 gestoppt, womit er seinen persönlichen Rekord, den er vor zehn Tagen in Thun aufgestellt hatte, egalisierte.
Devantay mit Silber
Überzeugen konnte auch Charles Devantay (SA Bulle) über die 400 m. Der Greyerzer holte sich am Sonntag mit einer Zeit von 46,26 die Silbermedaille. Einzig Ricky Petrucciani (LC Zürich) war mit 45,69 Sekunden schneller als Devantay.
Überfliegerin Lang
Eine Athletin ragte am dritten Tages der Schweizer Leichtathletik-Meisterschaften hervor: Salome Lang. Die Hochspringerin übertraf ihren vor Wochenfrist aufgestellten Schweizer Rekord (1,96) mit einem Flug über 1,97 m. Die 23-Jährige hatte bereits vor sieben Tagen die Olympia-Limite geknackt, sie trat ohne Druck an. «Es war ein Genuss», kommentierte die Baslerin ihren Rekordsprung.
Das Berner Duell im Hürdensprint der Frauen entschied Ditaji Kambundji hauchdünn zu ihren Gunsten. Die jüngste der Kambundji-Schwestern setzte sich trotz einer Kollision mit der ersten Hürde in 13,03 Sekunden mit einem Hundertstel vor Noemi Zbären durch.
Nicht mehr dabei war am Sonntag hingegen Arnaud Dupré (CS Le Mouret). Als Vorlauf-Vierter verpasste er über 800 m in 1:53,60 Minuten die Qualifikation für den Final. Bitter für Dupré: Ihm fehlten nur 0,04 Sekunden, um über die Zeit weiterzukommen.