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In den 80er Jahren sind die erschreckenden Bilder der Serra Pelada von Sebastião Salgado um die Welt gegangen, in der tausende Menschen unter unwürdigen Bedingungen Gold abgebaut haben. Jetzt will ein japanisches Unternehmen die Stätte des Goldabbaus wieder aktivieren und ausbeuten, um die Umwelt zu schützen und den Menschen der Region Arbeit zu geben, wie es heißt.
Entdeckt wurde das Gold in den Hügeln des Dorfes Serra Pelada 1976. Im Jahr 1979 wurde in dem zum Munizip Curianópolis liegenden Dorf mit dem Abbau begonnen. Bis zu 100.000 Menschen sollen dort in den 80er Jahren an der Goldausbeutung beteiligt gewesen sein und mit Händen und klapprigen Holzleitern ein 180 Meter tiefes Loch gegraben haben. Reich sind nur wenige geworden, viele sind indes umgekommen. Im Jahr 1992 wurde die Ausgrabungsstätte mangels Sicherheit geschlossen.
Wie Medien berichten, soll das Unternehmen Mineração Yamato do Brasil nun bereits Gespräche mit der Regierung des Bundesstaates Pará und der Kooperative der Garimpeiros, der Goldgräber, führen, um den Goldabbau wieder aufzunehmen. Dahinter steckt das Vorhaben, den Aushub aus den 80er Jahren mechanisch nach Goldstaub zu durchsuchen. Angeblich soll dieser 23 Tonnen Mineralien und Gold enthalten.
Nach dem vorliegenden Angebot würden 49 Prozent des Goldes und der Wertstoffe an das japanische Unternehmen gehen und 51 Prozent an die Bergbauer. Gründen will einer der Teilhaber des Unternehmens ebenso eine Umweltbank der Serra Pelada und mit dieser Kredite für die Renaturierung der Flächen vergeben, die bei der Goldgewinnung durch den Einsatz von Quecksilber degradiert wurden und werden.
Die Japaner sind keineswegs die ersten, welche die Serra Pelada wieder beleben wollen. 2010 hatte die Bergbaukooperative Coomigasp mit einer kanadischen Firma einen Vertrag abgeschlossen. Bis 2014 hat diese 450 Millionen Reais (umgerechnet derzeit etwa 112 Millionen Euro) investiert und Tunnel für den Goldabbau angelegt, musste dann allerdings Bankrott anmelden. Das brasilianische Staatsministerium wirft der ehemaligen Chefetage der Kooperative Coomigasp zudem vor, 50 Millionen Reais hinterzogen zu haben.