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Gertrud Kurz engagierte sich während des Zweiten Weltkriegs und schliesslich bis zu ihrem Tod 1972 für Flüchtlinge in der Schweiz sowie als überzeugte Pazifistin gegen den Krieg. Bis heute gilt sie als eine der bekanntesten Vertreterinnen der humanitären Tradition der Schweiz. Die Stiftung Gertrud Kurz versucht die Arbeit der «Flüchtlingsmutter» zeitgemäss im Migrations- und Integrationsbereich weiterzuführen. Integration bedeutet für uns Teilhabe, Anerkennung und Solidarität.
Die vorliegenden Leitsätze wurden vom Stiftungsrat der Stiftung Gertrud Kurz am 24. November 2011 verabschiedet. Sie ersetzen die Leitsätze aus dem Jahr 2003.
Alle Menschen sollen unabhängig ihrer Herkunft oder sozialen Stellung über die gleichen Möglichkeiten zur Teilhabe an allen Bereichen der Gesellschaft verfügen.
Gesellschaftliche Anerkennung bedeutet, im öffentlichen und politischen Leben eine eigene Stimme zu haben und sich selbst repräsentieren zu können. Dies ermöglicht kulturelle und politische Vielfalt und ist die Voraussetzung für eine lebendige Gesellschaft.
Solidarität bezeichnet eine Haltung der Verbundenheit zwischen Individuen oder Gruppen. Sie äussert sich in gegenseitigem Interesse und im Eintreten für einander. Solidarität überwindet soziale und kulturelle Grenzen und vermindert Ängste vor dem, was als «fremd» empfunden wird.