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Ich liebe Zugfahren. Wirklich. Aber Bahnreisen wären noch viel angenehmer, wenn man all den Unfähigen und Egomaninnen das Ticket verweigern würde, die das Handy nicht auf lautlos stellen können oder nicht in der Lage sind, zumindest den obernervigen “Nokia Tune” und die bedepperte Swisscom-Melodie (in allen Abwandlungen) auf ihren Geräten zu deaktivieren.
Zur schlimmsten Zugfahrerin aller Zeiten ernenne ich die abgebildete Person, angetroffen am Donnerstagabend auf der Strecke Bern-Zürich: Eine halbe Stunde auf dem Handy herumtippen (wobei jede Tastenberührung mit einem lauten Piepston quittiert wird), sich eine Viertelstunde samt Spiegel schminken, den ganzen Wagen mit dem aufgetragenen Parfüm beglücken, als Abschluss zwischen Aarau und Zürich einen Kaugummi laut schmatzend kauen – und natürlich den Koffer so hinstellen, dass (im bumsvollen Zug) kaum zwei Leute im Abteil Platz finden. Selbst als mit den lokalen Sitten und Gebräuchen nicht vertraute Person könnte man mit “einmal den Kopf schräg halten” auf die Idee kommen, dass das alles reichlich irr ist. Herzliche Gratulation!