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Für den Vorschulbereich und die obligatorische Schulzeit ist im Kanton Zug die logopädische Therapie geregelt. Der Kanton übernimmt die Kosten. Nicht so in der nachobligatorischen Schulzeit: Bei Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren, die keine Sonderschule aufgrund ihrer Behinderung besuchen, übernimmt der Kanton zur Zeit die Kosten nicht.
Das soll sich ändern. Das Parlament erklärte die Motion von Rita Hofer (ALG) und Vroni Straub-Müller (CSP) erheblich. Die Regierung wird beauftragt, eine entsprechend gesetzliche Anpassung vorzunehmen, damit die Kosten für logopädische Therapie im Anschluss an die obligatorische Schulzeit übernommen werden.
Die Jugendlichen, die auf Logopädie angewiesen sind, leiden vorwiegend unter Redeflussstörungen, schweren Spracherwerbsstörungen oder Aussprachestörungen. Motionärin Rita Hofer betonte, es handle sich nur um wenige Jugendliche, die das Angebot in Anspruch nehmen würden.
Manuela Käch (CVP) betonte, dass in diesen Fällen von "massiven Sprachstörungen" die Rede sei. Der Nutzen einer Therapieerweiterung sei erweisen und auch sinnvoll.
Auch die Regierung ist der Ansicht, dass eine Therapieerweiterung in diesem Alter nützlich und erfolgreich sein könne, weil die Jugendlichen mit mehr Eigenverantwortung und hoher Motivation an ihren Schwierigkeiten arbeiten würden. Sie geht davon aus, dass sich die Zusatzkosten auf etwa 15'000 bis 22'500 Franken belaufen.
(sda)