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Ist Nepal noch sicher?
Seit bald fünf Jahren führen kommu-nistische Aktivisten in Nepal einen Volkskrieg nach dem Vorbild des peruanischen «Leuchtenden Pfads». Die Bewegung hat nicht nur eindeutig an Intensität gewonnen, sondern ist nun auch in touristisch bekannten Gebieten tätig geworden.
Da es der Regierung offenbar bislang nicht gelungen ist, die Bewegung zu stoppen, sind auch die ersten Begegnungen mit Touristen erfolgt. Obwohl die Maobadi den Trekkern weitgehend freies Geleit durch das von ihnen dominierte Gebiet zusichern, ist eine zunehmende Feindseligkeit festzustellen. Die in der Regel bewaffneten Rebellen sind neuerdings dazu übergegangen, «Schutzgelder» von den Fremden bzw. von deren Sherpaführern zu verlangen. Tätliche Angriffe auf Touristen oder gar Entführungen sind jedoch bislang keine zu verzeichnen.
Generell muss die Situation in den Distrikten Dolpo (äusseres Dolpo, Dunai, Tal des Bheri, Phoksumdosee) und Dolakha/Solukhumbu (Strasse zwischen Charikot und Jiri, Trekkingroute ab Jiri in Richtung Everest bis Junbesi und Tragsindo La) als instabil und kritisch beurteilt werden. Die restlichen Gebiete Nepals sind von diesen Unruhen noch nicht erfasst, was sich aber relativ schnell ändern kann.