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Geschichte: Das Ebrodelta ist mit seinen 2'000 Quadratkilometern das drittgrösste Delta am Mittelmeer. Sein hauptsächliches Einzugsgebiet ist das kantabrische Gebirge, ein Ausläufer der Pyrenäen und damit der Alpen. Wie auch bei der heimischen Nagelfluh, darf man hier mit einer interessanten Zusammensetzung der Sedimente und Klasten (d.h. Gesteinsbruchstücke) rechnen, die in einem fluvialen Milieu - also durch Transport und Ablagerung in einem Fluss - entstanden sind.
Geologie: Das tiefrot zementierte, matrixgestützte Konglomerat enthält grobkörnige, schwach sortierte, monomikte (d.h. gleichartige) Klasten. Klasten sowie Zement reagieren mit Salzsäure und sind gut ritzbar, bestehen somit aus Kalzit. Die tiefrote Farbe der Matrix/Grundmasse deutet auf einen eisen-/Hämatit-haltigen Kalk oder auf Aragonit in roter Prägung hin. Die Hypothese, wonach die rote Farbe den Carotinoiden zuschreiben ist, die in Algen und Krebsen in grosser Menge vorkommen und Flamingos zu Tausenden im Delta anlocken, muss infolge fehlender Farbbeständigkeit der Carotinoide verworfen werden.