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Artenverteilung
Diese Grafik zeigt die Verteilung der nachgewiesenen Arten nach ihrem Gefährdungsstatus. Beim aktuellen Stand des Projektes lassen sich jedoch noch keine fundierten Rückschlüsse ziehen. Haben wir “nur” 6% gefährde Arten, weil viele von ihnen noch nicht entdeckt wurden oder sind viele seltene Arten bereits verschwunden? Zum Vergleich: Auf dem Stadtgebiet von Bern wurden bisher 1335 Wildpflanzen identifiziert, von denen 200 Arten (15%) als gefährdet gelten. Der bisher identifizierte Anteil von 2 % Neophyten an der Gesamtartenzahl in Köniz scheint nicht viel, doch wie ist die Verteilung und die Entwicklung der Bestände?
Diese spannenden Fragen werden wir mithilfe dem Engagement von Freiwilligen beantworten können.
Rote Listen der Schweiz gibt es aktuell von 27 verschiedenen Organismengruppen. Sie werden nach wissenschaftlichen Kriterien der IUCN (International Union for Conservation of Nature) erstellt. Im Gefährdungsstatus zeigt sich die Aussterbewahrscheinlichkeit, welche massgeblich von der besiedelten Fläche, der Grösse und dem Isolationsgrad der Populationen sowie der Bestandsveränderungen bestimmt wird. Neophyten sind nach 1492 (Landung Christoph Kolumbus in Amerika) in die Schweiz eingeführte oder eingeschleppte Pflanzen, die sich in der freien Natur etablieren konnten. Ein Teil dieser Neophyten verursacht ökologische, wirtschaftliche und/oder gesundheitliche Schäden und wird deshalb auf der Schwarzen Liste oder der Watch-List aufgeführt. Gewisse Arten der Schwarzen Liste wie der Japanische Knöterich, die Kanadische Goldrute oder das Drüsige Springkraut stehen auch in der nationalen Freisetzungsverordnung: Abgesehen von der Bekämpfung ist mit diesen Arten jeder Umgang – und damit auch der Verkauf – verboten.
Info Flora hat detaillierte Informationen zur Ausbreitung, Erkennung und Bekämpfung der invasiven Neophyten.