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Ein Säugling hat zum Auftakt der Uno-Treffen in New York der politischen Prominenz aus aller Welt zeitweise die Schau gestohlen. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern brachte ihre dreimonatige Tochter Neve mit.
Sie sorgt damit am Montag im Saal der Uno-Vollversammlung für grosse Aufmerksamkeit. Während eines «Friedensgipfels» zu Ehren des früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela hielt die 38-Jährige ihr Baby in den Armen, küsste es, und liess es hüpfen – eine Auflockerung des diplomatischen Protokolls, das die Pressefotografen begeisterte und von ihnen ausgiebig dokumentiert wurde.
Begleitet wurde die Regierungschefin von ihrem Ehemann Clarke Gayford. Er kümmerte sich dann um die Tochter, als seine Frau an der Reihe war, während des Gipfels eine Rede zu halten. Gayford veröffentlichte auch im Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto des Uno-Zutrittspasses von Neve, auf dem steht: «Neuseeland First Baby».
Ardern war im August nur sechs Wochen der Geburt ihrer Tochter ins Amt zurückgekehrt. Schon damals hatte sie angekündigt, dass sie Neve zu den Uno-Treffen nach New York mitnehmen würde. Die Tochter wird hauptsächlich von Gayford betreut, der eine Angelsendung im Fernsehen moderiert.
Ardern ist erst die zweite Regierungschefin, die im Amt ein Kind bekommen hat. 1990 hatte Pakistans Premierministerin Benazir Bhutto während ihrer Amtszeit eine Tochter geboren. (sda/afp)