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Epulis ist die Bezeichnung für benigne Wucherungen des Zahnfleischs. Es handelt sich hierbei nicht um Neoplasien, sondern vielmehr um eine reaktive Hyperplasie. Als Hauptursachen der Bildung von Epuliden werden chronische Reizungen und Entzündungen angenommen.
Epuliden sind Umfangsvermehrungen im Bereich des Zahnfleisches, wobei sie sich hinsichtlich ihrer Größe - die von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern im Durchmesser reicht -, ihrer Textur, Oberflächengestaltung und Farbe - es gibt weiche und festere Epuliden mit glatter oder rauer Oberfläche, die sich farblich von der gesunden Schleimhaut abheben oder nicht -, und entsprechend auch histologisch unterscheiden. Anhand dieser Parameter lässt sich folgende Unterteilung vornehmen [1]:
Angaben zum Krankheitsverlauf sowie Morphologie und Textur der Umfangsvermehrungen erlauben in der Regel die Verdachtsdiagnose Epulis. Allerdings kann nicht in jedem Fall sicher eingeschätzt werden, ob es sich bei einem gingivalen Tumor um eine Hyperplasie oder Neoplasie handelt [4]. Daher wird unbedingt eine pathohistologische Untersuchung der Läsion empfohlen. Zuweilen wird die Epulis dazu reseziert und ein zweiter Eingriff wird nicht erforderlich. In anderen Fällen, besonders wenn der Verdacht auf eine Neoplasie besteht, wird zunächst eine Feinnadelaspiration oder Biopsie durchgeführt, um nach der pathohistologischen Analyse eine fundierte Entscheidung zu den Resektionsrändern treffen zu können.
Im mikroskopischen Bild kann die Hyperplasie der Epulis von einer Neoplasie wie dem Plattenepithelkarzinom klar unterschieden werden. Wie bereits angedeutet, variieren die Epuliden bezüglich ihrer Zelldichte - die bei der granulomatösen und kongenitalen Epulis sehr hoch, bei der fibromatösen Form sehr niedrig ist - und dem vorherrschenden Zelltyp. Generell sind in Epuliden Fibroblasten, Histiozyten, Reisenzellen, Granularzellen und vielleicht auch Entzündungszellinfiltrate zu erwarten. Kernatypien und vermehrt mitotische Figuren weisen dagegen auf eine Neoplasie hin.