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Die Angst vor der globalen Schuldenkrise, die sich in einem unerwarteten Börsencrash entlädt, steigt seit Wochen. Wie unrealistisch sie ist, zeigt das jüngste Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds.
Dort hat Mohamed El-Erian, der ökonomische Chefberater des deutschen Allianz-Versicherungskonzerns, die Forderung aufgestellt: „Die Politik muss den Notenbanken einen Teil der Verantwortung abnehmen.“
Hinter solchen für Laien unverständlichen Formulierungen verbergen sich:
- Der Ruf nach Strukturreformen nach dem Modell Agenda 2010. El-Erian nennt sie vorbildlich. In Deutschland hatten sie eine breit angelegte Verarmung mit Hartz IV-Modellen zur Folge.
- Der Ruf nach mehr fiskalischem Stimulus, d.h. Steuererleichterung für Unternehmen und sehr Wohlhabende.
- Die Streichung von Staatsschulden (Griechenland!) zu Lasten der Steuerzahler.
El-Erian sagt selbst: „Ich weiss, das ist sehr unpopulär und unfair, aber man muss die Realitäten anerkennen.“ Der Abbau von Studentendarlehen, die in den USA in die Milliarden gehen, wird dazu führen, dass einfache Leute ihre Kinder nicht mehr auf die Universitäten und Business Schulen senden können.
Für den Mittelstand heisst dies: Eine kurze Börsenkrise wird nicht ausgeschlossen, um den Politikern und dem Wahl- wie Stimmvolk der westlichen Welt klar zu machen, dass nur ein ernsthafter Konsumverzicht die Welt vor der grossen Krise retten kann.