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Städtebau und Konzept
Das Projekt folgt in seiner Grundform der städtebaulichen Idee des vorhandenen Bebauungsplans. Die räumliche Vielschichtigkeit des Quartiers, sowie die klare Zonierung von öffentlichen Erschliessungsbereichen und privateren Freiräumen werden aufgegriffen und in der Projektierung als Leitidee formuliert.
Der kontextuelle Dialog aus einer städtischen Prägung einerseits und einem naturnahen Grünraum andererseits, ist der Ausgangspunkt des Gebäudekonzeptes. Sowohl Gliederung, Ausrichtung als auch das Fassadenbild sind Ausdruck und Reaktion auf diese korrelierenden Parameter.
In Richtung Südosten definiert die winkelförmige Gebäudeform einen introvertierteren, naturnahen Raum. Eine Balkonschicht, die vorgelagert als transparentes Volumen in Erscheinung tritt, macht diesen Freiraum für eine grösstmögliche Anzahl an Wohneinheiten erlebbar. Unter Einhaltung der maximalen Gebäudehöhe ist in Richtung Grünraum eine fünfgeschossige Zimmerschicht projektiert, sodass insgesamt 46 Wohneinheiten von diesen Ausrichtungs-Vorzügen profitieren.
Seitens der urbanen Umgebung Richtung Westen und Norden reagiert der Projektvorschlag mit entsprechender städtischen Antwort in der Fassadengestaltung. Die beiden sich verschneidenden Gebäudeflügel bilden an ihrer Schnittstelle einen Einschnitt aus und akzentuieren damit volumetrisch den überdachten Eingangsbereich am Platz. Der öffentliche Charakter des nördlich gelegenen Empfangsbereichs wird durch diese Tektonik der Gebäudeteile verstärkt. Der Standort des Zugangs zum Boardinghaus belebt funktional den Raum zum Mutterturm und lässt die vielschichtigen Identitäten der Umgebung in einen Dialog treten.