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Ai Weiwei, der renommierte chinesische Künstler, hat die Absage seiner Ausstellung in der Lisson Gallery in London mit den repressiven Massnahmen während Mao Zedongs Kulturrevolution in China verglichen. In einem Interview mit Sky News am Sonntag äusserte der 66-Jährige seine Besorgnis über das, was er als politische Zensur im Westen empfindet. «Ich bin mit dieser heftigen politischen Zensur aufgewachsen», so Ai Weiwei. «Mir wird jetzt klar, dass man im Westen heute genau das Gleiche tut.»
Die Kontroverse entzündete sich an einem Tweet von Ai Weiwei, in dem er den finanziellen, kulturellen und medialen Einfluss der jüdischen Gemeinschaft in den USA thematisierte. Der Beitrag, der für erhebliche Kritik sorgte, wurde mittlerweile von der Social-Media-Plattform X entfernt. In der Folge entschied sich die Lisson Gallery gegen die Durchführung der geplanten Werkschau des Künstlers.
Ai Weiwei nutzte das Interview auch dazu, die Suspendierung von zwei Professoren an New Yorker Universitäten zu kritisieren, die wegen ihrer Kommentare über Gaza unter Druck geraten waren. Er zog ebenfalls Parallelen zur Kulturrevolution. Im Westen werde versucht, jede abweichende Meinung zu zerstören, so der Chinese. Zudem hinterfragte er die Bereitschaft westlicher Künstler, sich für die Meinungsfreiheit einzusetzen, und kritisierte sie dafür, vom Kapitalismus korrumpiert zu sein und nur nach Geld und Ruhm zu streben.
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