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Die 23-jährige Kasachin Jelena Rybakina gewinnt in Wimbledon das erste Grand-Slam-Turnier ihrer Karriere. Als Nummer 17 gesetzt, bezwingt die Überraschungsfrau im Final die Weltranglisten-Zweite Ons Jabeur aus Tunesien 3:6, 6:2, 6:2.
Die gebürtige Russin Rybakina, die erst vor vier Jahren ihre Nationalität gewechselt hat, startete im Duell zweier Debütantinnen in einem Major-Final äusserst nervös. Zunächst bestimmte deshalb die «Künstlerin» Jabeur mit ihren vielen Slice-Bällen das Spiel. Als es Rybakina aber gelang, ihre Fehlerquote zu reduzieren, dominierte sie mit ihren druckvollen Grundlinienbällen und vor allem ihrem starken Aufschlag.
Nach etwas über eindreiviertel Stunden beendete Rybakina die Partie mit einem Service-Winner und sicherte Kasachstan den ersten Grand-Slam-Titel im Einzel. Jabeur musste sich allerdings auch an der eigenen Nase nehmen. Sie hatte ihre Nerven nicht mehr im Griff und begann, kurz vor dem grossen Triumph, zu viele unerzwungene Fehler zu begehen. Ihre Taktik, auch mit Stoppbällen immer wieder den Rhythmus zu brechen, funktionierte nicht mehr.
Vielleicht war der Druck auf die 27-jährige Tunesierin auch zu gross. Noch mehr als Rybakina hätte sie ganz grosse Geschichte schreiben können – als erste arabische und afrikanische Siegerin eines Grand-Slam-Turniers. So ist Jelena Rybakina nun die nächste Überraschungssiegerin.
In den letzten 27 Major-Turnieren gab es nicht weniger als 15 Mal eine Premierensiegerin. Es bleibt abzuwarten, ob sie diesen ersten Titel auch bestätigen kann wie Naomi Osaka, Simona Halep, Ashleigh Barty und Iga Swiatek oder ob es wie bei vielen anderen bei diesem einen bleibt.