Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03235.jsonl.gz/561

An den Bahnrad-Schweizermeistermeisterschaften in Genf sicherte sich die Buchserin Aline Seitz (23) vom RC Gränichen bei allen Disziplinen die Goldmedaille.
Die Bahn des Velodroms in Genf ist mit 166 m viel kürzer, dafür auch viel steiler im Vergleich zu Grenchen mit 250 m. Dies nutze Aline Seitz beim ersten Rennen, dem Scratch. Gleich zu Beginn des Rennens setzte sich die Buchserin an die Spitze des Feldes. Sie versuchte das Tempo hoch zu halten, um ihre Gegnerinnen müde zu machen. Zwei Runden vor Schluss attackierte sie. Sie sprintete die zwei Runden voll durch und sicherte sich den Schweizermeistertitel.
Beim Ausscheidungsrennen positionierte sich Aline Seitz zuerst im Mittelfeld. Je weniger Fahrerinnen im Feld waren, desto gefährlicher wurde es da. Sie liess sich ganz kurz zurückfallen und mit einem beherzten Sprint setzte sie sich an die Spitze. Als nur noch sie und eine italienische Fahrerin im Rennen waren, realisierte die, dass sie bereits den zweiten SM-Titel gewonnen hatte.
Doch das Rennen war noch nicht fertig. Beide Fahrerinnen fuhren ganz oben auf der steilen Bahn. Jede lauerte auf den Angriff der Gegnerin. Kurz nach der zweiten Kurve stach Aline hinunter und liess der Italienerin keine Chance und gewann auch dieses Rennen.
Das letzte Rennen, das Punktefahren ging über 120 Runden. Da Coronabedingt wenig Frauen am Start waren, wurde es ein sehr taktisches Rennen. Die Buchserin sicherte die ersten fünf von zwölf Sprints, was ihr einen kleinen Vorsprung verschaffte. Jetzt galt es, Kräfte zu sparen und die Gegnerinnen im Auge zu behalten. Keine liess die andere davonziehen. So war das Rennen bis zum Schluss offen. Aline liess auch mit ihrem letzten Angriff keine Zweifel aufkommen, dass sie diesen Titel holen wollte. So sicherte sie sich die dritte Goldmedaille an diesem Tag. « Ich habe mich heute sehr gut gefühlt und wusste, dass etwas drin liegen wird.»