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Der Damassine-Branntwein entspringt einer jahrhundertealten Tradition im Jura. Doch nur wenige Geschichtsdokumente belegen seine Verankerung und Bedeutung in der Volkskultur. Es wird erzählt, dass die Kreuzritter die kleine rote Damaszenerpflaume aus dem Orient mitbrachten. Sicher ist nur, dass der Name «Damassine» auf die syrische Hauptstadt Damaskus zurückzuführen ist. Möglich ist auch, dass die Kerne aus Jerusalem importiert wurden.
Der verstorbene Abt François Guenat, ehemaliger Pfarrer von Charmoille wiederum war überzeugt, dass es Leibeigene und Bauern aus der Ajoie waren, die die Kerne besonders guter Früchte, darunter wahrscheinlich auch die Damaszenerpflaume, in die Heimat mitbrachten. Sie waren 1129 unter Saint-Bernard de Clervaux zum Zweiten Kreuzzug aufgebrochen.