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Anfang September haben wir unsere Schrift „Die Zukunft der Miliz im Korps der Generalstabsoffiziere“ zusammen mit einer Zusammenfassung und einem Begleitbrief in den entsprechenden Landessprachen an verschiedene Adressaten verteilt und auf unserem Blog aufgeschaltet. Die Seite „zukunftmiliz“ wurde unterdessen über 620 Mal aufgerufen.
Die Reaktionen waren eher spärlich, insbesondere inhaltlich sind meist nur auf Nachfragen Meinungen zu erhalten. Hier eine aktuelle Übersicht:
- Unser Blog-Beitrag hat ein paar Kommentare ausgelöst. Diese werden jeweils im Anschluss an den Beitrag angezeigt.
- Die Beiträge in der NZZ und dem „Sonntag“ haben zu keinen Reaktion von Lesern oder anderen Journalisten geführt.
- Es liegt in der Natur der Sache, dass auch ganz unterschiedliche Ansichten zum Ausdruck kommen, ein Beispiel: „Die erhöhte Professionalität sowie der geringere Bedarf an Generalstabsoffizieren, bedingt durch den Bestandesabbau der Armee, der eher negative Einfluss einer Gst Of-Laufbahn auf die zivile Karriere geeigneter Milizoffiziere führen zur Erkenntnis, dass für Generalstabsfunktionen ausschliesslich Berufsoffiziere … vorzusehen sind. … Der Miliz-Gst Of hat ausgedient„.
- Die Graphik 3 (Seite 18) ist in dem Sinne umstritten als hinterfragt wird, ob es richtig und überhaupt möglich sei, dass Milizoffiziere bis auf die höchsten Stufen kommen können.
- Was gewisse welsche Kameraden (Ehemalige) betrifft, so haben sie sich daran gestossen, dass in der französischen Anschrift der Briefe die deutsche Abkürzung „a D“ („ausser Dienst“) unbesehen aus dem offiziellen Reglement übernommen worden ist und mit „hors S“ wiedergegeben worden ist. Für diesen Lapsus trägt der Präsident der GGstOf die Verantwortung. „Strafmindernd“ mag geltend gemacht werden, dass sich die welschen HSO untereinander auch nicht einig sind, welcher Ausdruck angepasst ist. In der Zwischenzeit hat sich der Vorstand der GGstOf auf folgende Form geeinigt: d: „a D“ / f: „à d“ / i: „a d“. Sie ist formaljuristisch nicht lupenrein, sollte aber für alle akzeptabel sein.
- Aus dem Bereich der HSO haben sich vornehmlich Ehemalige geäussert. Dabei wird i.d.R. die Arbeit gelobt. Zitat eines welschen HSO: „Une somme de travail et de réflexions qui mérite le respect!„
- Sowohl der Kdt HKA, Divisionär Marco Cantieni, als auch der Kdt Gst Schule, Brigadier Rolf Oehri, haben sich sehr befriedigt über das Resultat gezeigt. Es ist geplant, die Schrift den Teilnehmern des GLG II/2011 abzugeben.
- Der Präsident der SOG, Oberst i Gst Hans Schatzmann lobt die Arbeit. In der ASMZ-Ausgabe vom Dezember wird auf Seit 35 auf die Schrift verwiesen. Schon früher wurden Teilergebnisse publiziert. Die SOG-Sektionen erhielten die Schrift elektronisch zugestellt. Reaktionen blieben jedoch aus.
- In einem persönlichen Brief hat der Chef der Armee für die Arbeit gedankt und den Präsidenten der GGstOf zu einem Gespräch eingeladen. Das Gespräch fand unterdessen statt.
- Auch der Chef VBS, Herr Bundesrat Ueli Maurer, hat die Zustellung der Schrift ausdrücklich verdankt.
- Von Seiten der Bundespolitiarlamentarier wurden bisher keine schriftliche Reaktionen registriert. Frau NR Ida Glanzmann-Hunkeler konnte anlässlich Ihres Besuchs des Kombi-Lehrgangs (SLG II, GLG III, IV und V) an der Gst S keine Stellungnahme zur Schrift abgeben.
Anlässlich der Veranstaltung „Chance Miliz“ vom Oktober wurden fünf weitere Nationalräte der Sicherheitspolitischen Kommission (Corinna Eichenberger, Christian Miesch, Geri Müller, Ulrich Schlüer, Pius Segmüller) auf die Schrift angesprochen. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich: Von „nicht gesehen„, „liegt wohl irgendwo auf dem Aktenberg“ bis „schönes Heft„. Den Gedanken des „People Business“ hat keiner der Angesprochenen aufgenommen.
Zwischen-Fazit:
Es scheint zurzeit so zu sein, dass sich die Diskussionen in den verantwortlichen politischen Kreisen vornehmlich rund um die Finanzen und den Armeebestand fokussieren, man sich aber noch nicht ganz bewusst ist, dass unsere Milizarmee mittelfristig vor gewaltigen personellen Herausforderungen steht. Im Zweifelsfall lese man den ausführlichen Bericht des Chef des Personellen (bis 30.09.2010), Brigadier Hans-Peter Walser, in der Military Power Revue 2/2010.