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Vor der grossen Sommerpause fand am Sonntag 9. Juli in Uster der bekannte ZO-Cup statt. Vom JKW starteten vier Kinder. Das ist nicht überragend, aber auch nicht schlecht -- allerdings kein Vergleich zu Uster, welche rund 30 Kinder auf der Matte hatte.
Salvatore Pizzolantes Gruppe kam zuerst an die Reihe. Er zeigte im Vergleich zum letzten Mal eine stärkere Verteidigung und griff auch mehr an als noch vor einem halben Jahr. So verlor er seinen ersten Kampf nur knapp nach Kampfrichterentscheid. Beim zweiten und letzten Kampf hingegen musste er sich am Boden geschlagen geben, nachdem er in einen Festhalter geraten war. Eine stärkere Kumi-Kata inklusive Wurfvorbereitung hätte ihm vermutlich geholfen. So hiess das Resultat für ihn Platz 3.
Jamie Spiegel ging voller Elan an seine vier Kämpfe und gab gute Gegenwehr. Leider konnte er nicht alle bekannten Würfe anwenden, so dass es häufig beim O-Soto-Gari blieb. Die Gegner nutzten das aus, indem sie auswichen und ihre eigenen Techniken anbrachten. So musste Jamie trotz seines Einsatzes leider vier Mal als Verlierer von der Matte und erreichte Platz 3.
Sebastian Anderegg gehörte mit dem Orangegurt zu den Grösste und Ältesten des Teilnehmerfeldes. Es war schön zu sehen, wie er auf ein grosses Wurfrepertoire zurückgriff und den Gegnern teilweise keine Zeit zum Überlegen liess. Im ersten Kampf reichte es trotzdem noch nicht zum Sieg, da er mit einem Waza-ari im Rückstand lag. Im zweiten Kampf sperrte seine Gegnerin während der ganzen Kampfzeit konsequent, so dass er fast nicht an sie herankam, obwohl er ein gutes Angriffsverhalten zeigte. Immerhin gelang ihr auch kein Wurf, so dass nach verstrichener Golden-Score-Zeit der Kampfrichter seine Hand verdient Richtung Sebastian hob. Nun wurde er richtig warm und liess im dritten Kampf nichts anbrennen: Ippon nach Osae-Komi! So schön die zwei Siege auch waren, sie reichten aufgrund der Siegeskonstellation trotzdem nur für den dritten Platz.
Nikolai Bühlmann erlitt am Boden eine Startniederlage (Ippon für den Gegner). Dies liess er sich aber nicht gross anmerken, sondern startete seinen zweiten Kampf konzentriert und teilweise auch mit Würfen jenseits des O-Soto-Gari. Die höhere Angrifsskadenz brachte ihm einen positiven Kampfrichterentscheid nach der Golden-Score-Zeit ein. Auch wenn er seinen beliebte Kombination Ippon-Seoi-Nage -> O-Soto-Gari nicht anwenden konnte, bekam er seinen Gegner mit einem Wurf auf den Boden und liess ihn bis zum Kampfende nicht mehr los -- Ippon. Mit diesen zwei Siegen sicherte er sich den zweiten Platz.
Allgemein hatte ich den Eindruck, dass sich unsere Kinder trotz der Übermacht der Uster-Kinder besser schlugen als noch vor einem halben Jahr. Wichtig ist aber, dass wir weiterhin die Wurfvorbereitung stark fördern und Eindrehtechniken stärker trainieren. Auch das Lesen des Gegners mit raschen Kaeshi-Waza (Gegenwürfen) ist noch zu verbessern, beispielsweise Hidari O-Goshi oder Ko-Soto-Gari nach einer Eindrehtechnik. Wenn dann die Durchführung noch zu 100% durchgezogen wird, ist nochmals eine Steigerung zu erwarten.
Vielen Dank auch an alle Eltern und weiteren Familienangehörigen, welche ihre Kinder an diesem Turnier mitbetreut haben.
Andy Deller