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Die stabile Entwicklung in den USA und der Eurozone soll die Wachstumsschwäche der Schwellenländer ausgleichen. Zwar deuten die jüngsten US-Konjunkturdaten auf eine Abkühlung insbesondere des Industriesektors hin, der robuste Binnenkonsum jedoch bleibt die wichtigste Konjunkturstütze. Das Konsumwachstum wird durch die steigende Beschäftigung mit Arbeitslosenquoten von unter 5%, durch eine positive Lohnentwicklung und durch tiefe Energiepreise unterstützt.
Auch in der Eurozone haben die meisten Volkswirtschaften dank solidem privatem Konsum wieder Tritt gefasst. Doch Europa kämpft mit einer hartnäckig niedrigen Inflation, was weitere geldpolitische Lockerungsmassnahmen wahrscheinlicher macht. Darüber hinaus sind grosse politische Herausforderungen durch die Flüchtlingskrise und den sinkenden Zusammenhalt (Brexit) zu bewältigen.
Die Schweizer Wirtschaft ist trotz der erheblichen Frankenaufwertung einer Rezession entkommen. Da die Mehrzahl der Firmen in den nächsten Monaten mit einem wachsenden Bestellungseingang rechnet, darf ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet werden.
Anders sieht es für die Schwellenländer aus, wo eine weitere Wachstumsverlangsamung erkennbar ist. Insbesondere Brasilien und Russland verharren mangels Investorenvertrauen und wegen tiefer Rohstoff- und Energiepreise in einer schweren Rezession.