Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03163.jsonl.gz/1370

Cologna ist nicht als Schnellstarter bekannt. Dass er aber bereits nach 1,5 km über 11 Sekunden hinter den Schnellsten lag, sollte sich als wegweisend für das Rennen herausstellen. Bei Rennhälfte hatte er schon 23 Sekunden Rückstand.
Weil der Skiathlon-Vizeweltmeister als letzter der Spitzengruppe in die Loipe stieg, war er über die Rennentwicklung stets informiert. Als sich abzeichnete, dass er an Edelmetall vorbeilaufen würde, schien er seine Kräfte zu sparen.
Durch Startnummer benachteiligt?
Letztlich beendete Cologna das Rennen mit 1:36 Minuten Rückstand auf dem enttäuschenden 18. Rang. «Ich hatte nicht die Beine für eine Medaille», bedauerte der Münstertaler.
Gleichzeitig äusserte er leise Kritik an der Rennleitung. «Wenn die Loipe so weich ist, sollte man die Startaufstellung ändern.» Schon vor Rennbeginn hatte er sich über seine hohe Startnummer verärgert gezeigt.
Livers bester Schweizer
Cologna wurde sogar nur zweitbester Schweizer hinter Toni Livers. Der Trunser belegte nach einem starken Rennen mit 1:19 Minuten Rückstand den 15. Platz. Jonas Baumann wurde 36.
Olsson auf der 2. Schleife
Zu Gold lief Johan Olsson. Der bald 35-jährige Schwede verwies Maurice Manificat um 17,8 Sekunden auf Rang 2. Der Franzose lief als Einziger mit einer hohen Startnummer auf einen Spitzenplatz. Bronze holte sich Anders Glöersen (No).
Olsson gehörte von Beginn weg zur Spitzengruppe. Die Differenz schuf er aber auf den letzten Kilometern, wo er nochmals zulegen konnte. Für den Schweden ist es der 2. WM-Titel nach Gold über 50 km vor zwei Jahren. In dieser Saison war der 15-km-Silbergewinner von Sotschi wegen einer langwierigen Erkrankung erst kurz vor der WM in den Weltcup zurückgekehrt.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.2.15, 13:15 Uhr