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MAGNESIUM
Magnesium – Eine Wohltat für die Gesundheit
Magnesium ist nach Natrium, Kalium und Calcium der vierthäufigste Mineralstoff in unserem Organismus und nimmt eine wichtige Schlüsselposition ein. Es ist für viele Enzymreaktionen unentbehrlich und der »Kalziumantagonist«, also Kalziumgegenspieler, in der Körperflüssigkeit und im Zellinneren. Zwischen Magnesium (Mg++ hauptsächlich im intrazellulären Raum) und Kalzium (Ca++ im interstitiellen Raum; extrazellulär) besteht eine charakteristische Verteilung (Gleichgewicht) in der Elektrolytzusammensetzung.
Magnesium-Präparate immer vor dem Essen Magnesiumsalze (Magnesiumoxid, Magnesiumorotat oder Magnesiumcarbonat) sollen vor dem Essen eingenommen werden. Es wird im Dünn- und Dickdarm in einem sättigbaren Prozess resorbiert oder auch durch Diffusion aufgenommen. Magnesium wird im Körper gespeichert - 60 bis 70% im Knochenbau - und kann bei Mangel wieder mobilisiert werden. Die verfügbare Menge (Magnesium-Knochenpool) für diesen Vorgang nimmt mit zunehmendem Alter ab. Weiters liegt es zu ca. 35 % intrazellulär vor
Magnesium ist in vielen Multivitamin- und Mineralstoffpräparaten enthalten und kann so im Bedarfsfall leicht ergänzt werden. So sind erhöhte Stressempfindlichkeit oder steigende Lärmstressbelastung eventuell Anzeichen für einen Mangel an Magnesium.
Bei Diabetes sollte Magnesium nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Bei Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen, Hypertonie, Migräne oder Depressionen ist ein relativer Magnesiummangel zu konstatieren, der auf Dauer mit Arzneimitteln behandelt werden sollte. Bei fallweise höherem Alkoholkonsum ist eine zusätzliche Gabe von Magnesium empfehlenswert. Frauen, die Östrogen, insbesondere die Antibabypille, zu sich nehmen, sollten auf eine ausgewogene Magnesiumzufuhr durch die Nahrung achten.
Zu viel? Magnesium ist auch bei höheren Dosen nicht giftig, aber bei zusätzlichen hohen Dosen von Calcium und Phosphor kann es zu Störungen kommen. Bei Nierenfunktionsstörungen sollte Magnesium allgemein vorsichtig dosiert werden, fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker. Bei extrem hohen Dosen kann es zu Schläfrigkeit und verlangsamtem Puls (Bradykardie) kommen. Bei toxischen Dosen treten Übelkeit, Verwirrung oder Sprachschwierigkeiten auf, die dann Atemlähmung und kardiale Überleitungsstörungen bis zum Herzstillstand erzeugen können.
Wie wirkt Magnesium? Magnesium steuert den Stoffwechsel von Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor und Vitamin C. Es ist wichtig für die Steuerung (Elektrolytwirkung) der Funktion von Muskeln und Nerven und fördert das Herz/Gefäßsystem. Magnesium beugt durch Verbesserung des Elektrolythaushalts der Herzmuskulatur und Senkung der Arrhythmieanfälligkeit dem Herzinfarkt vor. Bei Diabetikern – Diabetes vom Typ 1 und 2 ist oftmals mit einem Mangel an Magnesium assoziiert – kann es blutdrucksenkende Effekte auslösen, weil es die Gefäßmuskeln entspannt. Magnesium stellt einen wichtigen Katalysator bei der Verbrennung der Fette dar und gibt so Energie. Es hilft bei der Behandlung von Depressionen und beugt Frühgeburten vor. Wegen seiner Wirkung auf die Auswertung der (wasserlöslichen) Vitamine B1, B2 und B6, deren Mangel Muskelkrämpfe auslöst, wird Magnesium auch bei Wadenkrämpfen eingesetzt. Es hilft weiters bei der Behandlung des prämenstruellen Syndroms.Magnesium hilft auch, Kalkablagerungen, Nieren- und Gallensteine zu verhindern. Es unterstützt die Maßnahmen gegen Magenverstimmung und Verdauungsstörungen. Ausreichende Magnesiumzufuhr mit der täglichen Ernährung hält auch die Zähne gesünder. Magnesiumsalze, die wasserlöslich sind und kein Chlorid enthalten, neutralisieren die Salzsäure des Magens und werden mit Aluminiumsalzen als Antazida bei Gastritis oder Zwölffingerdarmgeschwüren eingesetzt. Das Magnesium bindet Wasser im Magen-Darm-Trakt und wirkt auf diese Weise dosisabhängig abführend. Diese Wasserretention ist der Mechanismus des Bittersalzes (Magnesiumsulfat).
Achtung! Der natürliche, die Ausscheidung von Magnesium in der Niere hemmende »Spareffekt«, der in der Regel einen Mangel verhindert, wird durch verschiedene (hauptsächlich diuretische) Arzneistoffe (wie Furosemid, Thiazide, Aminoglykoside und Antibiotika uam.) negativ beeinflusst. In diesen Fällen, aber auch bei höherem Alkoholkonsum verliert man mehr Magnesium (und andere Elektrolyte). Daher ist hier nach ausführlicher Beratung eine zusätzliche Einnahme zu empfehlen.