Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/101091

<h2>SubmittedText<h2><p>Am 31. März 2009 teilte die Schweiz der EU mit, dass sie das Lufttransportdetachement per Ende September 2009 aus der Stabilisierungsmission Eufor Althea in Bosnien und Herzegowina zurückziehen wird. Als Hauptgrund wurde behauptet, die Luftwaffe sei "nicht in der Lage, den Einsatz personell weiterhin zu alimentieren".</p><p>- Um wie viele Luftwaffenangehörige ging es?</p><p>- Seit wann war der Luftwaffe bekannt, dass hier personelle Defizite bestehen?</p><p>- Was unternahm sie, um diese Lücken zu schliessen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wegen Kapazitätsproblemen der Schweizer Luftwaffe hat der Bundesrat beschlossen, den Einsatz des Helikopterdetachements per Ende September 2009 zu beenden und die beiden Transporthelikopter auf diesen Zeitpunkt hin aus der Mission Eufor Althea zurückzuziehen. Die verbesserte Sicherheitslage in Bosnien und Herzegowina wird zudem in absehbarer Zeit zum Um- und Rückbau der Mission führen.</p><p>Die Luftwaffe hat am Standort in Sarajevo permanent zwei bis drei Piloten und drei Mechaniker eingesetzt.</p><p>Der Antrag der Luftwaffe zum Rückzug aus der Operation Althea erfolgte bereits im Jahr 2006. Begründet wurde dieser einerseits mit der zunehmenden Diskrepanz zwischen Aufträgen und abnehmenden personellen Ressourcen, welche durch die anstehende Einführung des neuen Helikopters EC 635 noch akzentuiert wurde, andererseits auch durch die vom Parlament verlangte Freiwilligkeit für friedensfördernde Einsätze beim Berufspersonal. Die Bestände an Militärpiloten sind seit dem Aufschwung in der zivilen Aviatik im Jahr 2006 leicht abnehmend, dies trotz Intensivierung der Rekrutierung. Bei den Mechanikern kann der an sich notwendige Personalaufbau wegen den Abbauvorgaben beim zivilen Personal nicht erfolgen.</p><p>Um die Teilnahme an der Operation Althea aufrechterhalten zu können, hat die Luftwaffe ihre Ausbildungsunterstützung für das Heer signifikant eingeschränkt. Ebenso mussten Ausbildungslücken beim fliegenden Personal akzeptiert und musste zeitweise das Training eingeschränkt werden. Dies hat die Bereitschaft des Personals, sich freiwillig für die Operation Althea zur Verfügung zu stellen, zusätzlich beeinträchtigt.</p>