Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03404.jsonl.gz/623

LOGIN mit Benutzerkonto
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort ein.
Inhalt
Inhalt
Hotz, Eugen: Ohne Titel (1970)
Auch seine Arbeiten im Oberstufenschulhaus Loreto entfalten eine belebende Wirkung im Schulareal. Auf die Betonflächen sind bemalte, unterschiedlich dicke Holzplatten montiert, die zusammen ein teppichartiges Relief aus gelben und organen Rechtecken und Quadraten auf rotem Grund umfasst. Durch die mit Freitreppen untereinander verbundenen gepflasterten Pausenplätze scheinen Hotz’ Farben weiter zu fliessen. Der Künstler selbst erklärte über seine Arbeit: «Ich stellte mir die Aufgabe, mit rhythmisch gegliederten, plastisch-malerischen Gestaltungsmitteln, das Licht einbeziehend, eine Verbindung zur Architektur zu schaffen. Das Werk möchte, ohne ein bestimmtes Sujet darzustellen, die fröhliche Atmosphäre eines Schulraumes und Schulhofes widerspiegeln und unterstreichen. Unsere heutige technische Umwelt ist verstellt von visuellen Zeichen (Verbote, Hinweise, Befehle). Ich habe versucht Signale zu schaffen, die jeder mittels seiner eigenen Phantasie empfinden und interpretieren kann. »
Eugen Hotz (1917-2000) wurde in Baar geboren, wo er auch arbeitete und seit 1948 mit seiner Frau Annemarie lebte. Er studierte von 1932 bis 1936 an der Kunstgewerbeschule in Zürich Grafik. Seit 1942 betrieb er sein eigenes Grafikatelier in Baar. Er machte Studienreisen nach Frankreich, Österreich und Ungarn. 1957 war Hotz Gründungsmitglied und über Jahrzehnte aktives Vorstandsmitglied der Zuger Kunstgesellschaft, die ihn später zum Ehrenmitglied ernannte. 1977 wurde er mit dem Anerkennungspreis des Zuger Regierungsrats geehrt. Er schuf zahlreiche Werke für den öffentlichen Raum und zeigte sein Schaffen an Ausstellungen in der ganzen Schweiz.
Eugen Hotz, Ohne Titel, 1970, Installation, Holz und Dispersionsfarben, diverse Masse, Oberstufenschulhaus Loreto, Loretostrasse 10, Eigentum Stadt Zug