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Anlass zur Fangaktion gab, dass bei den Anglern im Fählensee fast keine Fische mehr anbissen, wie die Jagd- und Fischereiverwaltung am Freitag mitteilte. Abklärungen hätten ergeben, dass dies nicht an der Wasserqualität liege. Vielmehr seien Amerikanische Seesaiblinge (Salvelinus Namaycush, auch Kanadische Seeforelle genannt) die Ursache.
Laut dem Jagd- und Fischereiverwalter Ueli Nef wurden solche Fische früher im Fählensee eingesetzt, zuletzt im Jahr 2009. Die Namaycush sollten eigentlich den Anglern dienen. Nun dezimierten diese Fische aber durch ihr ausgeprägtes Jagdverhalten und ihr enormes Wachstum den gesamten Fischbestand im See, heisst es im Communiqué.
«Man konnte das nicht wirklich voraussehen», erklärte Nef der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die gleichen Fische seien auch in Bündner Bergseen eingesetzt worden; dort gebe es keine Probleme. Die sieben gefangenen Raubfische dürften laut Nef ein wesentlicher Teil der Namaycush-Population im Fählensee sein.
74 Zentimeter gross
Zusammen mit Spezialisten aus dem Tessin habe man am Mittwoch und Donnerstag mit Netzen die Namaycush gefangen, schreibt der Kanton. Die Fische seien «sehr wohlgenährt». Der grösste war 74,5 Zentimeter lang und wog 4,7 Kilogramm. In den Bäuchen der «Räuber» kamen bis zu drei 26 Zentimeter grosse heimische Seesaiblinge zum Vorschein.
«Es erstaunt deshalb nicht, dass die für die Angelfischerei interessanten und fangbaren Fische ab 30 Zentimeter Länge kaum mehr im See vorhanden waren», heisst es. Die fremden Namaycush ernähren sich ab einer bestimmten Grösse nur noch von anderen Fischen. Ein solcher Fisch frisst im Verlauf der Zeit etwa das Zehnfache seines Körpergewichts.
Interessant ist laut dem Communiqué auch, dass die Angler im Fählensee in den letzten Jahren praktisch keine der grossen Namaycush gefangen haben. «Sie beissen nicht an», sagt Nef. Dies könne an der Schlauheit dieser Fische liegen, aber auch an den steilen Ufern des 27 Meter tiefen Bergsees.