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California Borderlands
Die küstennahen Becken des California Continental Borderland sind die weltweit am besten dokumentierten rezenten Ablagerungsbereiche. Sie werden als Modell für die Bildung paläozoischer und mesozoischer Schwarzschiefer herangezogen.
Das vor der Küste Südkaliforniens gelegene California Continental Borderland besteht aus über 15 tiefen Becken. Da die Planktonproduktivität im Oberflächenwasser hoch ist und die Erneuerung des Tiefenwassers zugleich nur sehr langsam vor sich geht, ist das Bodenmilieu vor allem der küstennahen Becken stark sauerstoffverarmt.
Zwischen 1975 und 1977 wurden in diesem Gebiet über 800 Proben gewonnen und sedimentologisch sowie geochemisch untersucht. Die bodenlebende Fauna wurde über Sieben ausgewaschen, bestimmt und ausgezählt. Die Auswertung dieses umfangreichen Datensatzes ist von besonderer Bedeutung, weil die Becken ein modernes Beispiel für die Bildung von Schwarzschiefern sind.
Dennoch sind bodenlebende Tiere selbst bei einem Sauerstoffgehalt von weniger als 0.1 ml O2/Liter vorhanden. Es handelt sich um Krebse, Anneliden, Schnecken und Muscheln sowie um bodennah lebende Fische. Entgegen den Aussagen älterer Modelle für die Fauna-Abfolge in einem Sauerstoffgradienten nimmt die Artenzahl nicht kontinuierlich ab. Vielmehr bleibt sie bis weit in den dysoxischen Bereich hinein ziemlich hoch. Dies jedoch bei einer stark reduzierten Individuenzahl.