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Die am 9. Januar 2007 veröffentlichte SATW-Studie «Road Map Erneuerbare Energien Schweiz» skizziert, wie sich das Angebot an erneuerbaren Energien in der Schweiz in den kommenden Jahrzehnten entwickeln könnte. Die Experten nehmen dabei an, dass das technisch nutzbare Potential an erneuerbaren Energien weitgehend erschlossen wird. So erhöht sich die Produktion von Nutzwärme, Strom und Treibstoffen aus erneuerbaren Energiequellen von heute 42,6 TWh bis zum Jahr 2050 auf 85,2 TWh. Vorausgesetzt wird, dass die Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu den jeweiligen Gestehungskosten abgesetzt werden kann, d.h. die Endkonsumenten kommen freiwillig oder aufgrund staatlicher Eingriffe für die Mehrkosten auf und bezahlen höhere Energiepreise.
Die Resultate sind ernüchternd: Selbst wenn der Gesamtenergieverbrauch auf dem heutigen Niveau verharrt, könnte mit dem prognostizierten Wachstum bei den erneuerbaren Energien nur gut ein Drittel der benötigten Energie aus dieser Quelle zur Verfügung gestellt werden - Wasserkraft inbegriffen. Wenn der Energieverbrauch hingegen gar weiterhin wie im bisherigen Masse steigt, entspricht die erneuerbar produzierte Energiemenge nicht einmal dem Verbrauchszuwachs.
Bedarfslücke bleibt
Auch im Vergleich mit den zurzeit erarbeiteten «Energieperspektiven 2035/2050» des Bundes ist die Situation nicht grundlegend besser: Es bleibt je nach Szenario eine Bedarfslücke von 50% oder mehr. Im Szenario IV «Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft» geht der Stromverbrauch zwar bis 2035 um 5% zurück, der Anteil des Stromverbrauchs am gesamten Energieverbrauch nimmt gleichwohl von etwa einem Viertel auf einen Drittel zu. Um die Versorgungssicherheit eigenständig zu gewährleisten, so die Schlussfolgerung der Experten, wird bei jedem Szenario, auch bei der «2000-Watt-Gesellschaft», im Jahr 2050 ein gewisser Anteil an der Stromproduktion aus fossilen Energieträgern oder - wesentlich klimafreundlicher - aus Kernenergie stammen müssen.
Quelle
D.S. nach SATW, Pressemitteilung und Road Map, 9. Januar 2007