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Geschichte
Der Club Zürich wurde 1950 als dritter in der Schweiz und erster im deutschsprachigen Raum gegründet. Der erste Club war Genf, der 1930 entstand. Während des Zweiten Weltkrieges stagnierte die Sorop-Bewegung auch in der Schweiz. Im Ausland lösten sich Clubs auf, andere wurden verboten. Erst 1949 kam Lausanne als zweiter Club in der Schweiz hinzu und ein Jahr später Zürich. Damit konnte in der Föderation Europa die Schweizer Union gegründet werden. Und so feierten die Schweizer Union und der Club Zürich im Jahr 2000 ihr fünfzigjähriges Bestehen, die Union am 29. /30. April in Winterthur, und der Club vom 1.-3. September in Zürich.
Die Stellung der Schweizer Frau in der allgemeinen Aufbruchstimmung nach dem Ende des Zweiten Welt-Krieges war noch schwach. Ohne Stimm- und Wahlrecht hatten Frauen keine Möglichkeit, in Politik und Justiz aktiv mitzuwirken, und auch ein Aufstieg in eine berufliche Kaderposition war trotz Hochschulbildung noch selten. Einige Frauen, denen dies dennoch gelang, wurden zu Wegbereiterinnen der Frauenbewegung, die sich für die Gleichstellung der Frau im politischen und wirtschaftlichen Leben einsetzte.
Die Gründung des Clubs Zürich geht auf einen Kreis um die Bauingenieurin und Architektin Hela von Tscharner zurück. Zu diesem gehörte die Ethnologin Prof. Dr. Elsy Leuzinger, Direktorin des Museums Rietberg (1956-1972) und Universitätsdozentin, die Tierärztin Dr. Margrit Scheitlin, die Rechtsanwältin Dr. Annemarie Gilomen, die Gartenarchitektin Erica Schellenberg und die Künstlerin Jeanne Welti. An der festlichen Gründungsfeier überbrachte die erste Chirurgin, die in Europa Schönheitsoperationen durchführte, die Soroptimistin Dr. Suzanne Noel, die Grussbotschaft des Clubs Paris.
Der Zusammenhalt unter den Gründerinnen und den ersten Mitgliedern war, bedingt auch durch ihre kleine Zahl, in jener Zeit sehr eng. Man traf sich an regelmässigen Clubabenden, aber auch privat, besuchte zusammen kulturelle Veranstaltungen und war gemeinsam sozial tätig.
Aus persönlichen Beziehungen zu Mitgliedern ausländischer Clubs, die damals häufig zu Besuch nach Zürich kamen, gingen die so genannten Schwester Clubs hervor, wie der Club Drammen in Norwegen, Linz in Österreich, Kyôto in Japan und Anacorda in den USA.