Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/69834

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Verkauf und die Benutzung von Solarien in der ganzen Schweiz zu verbieten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In Solarien werden Personen starken Ultraviolett-Strahlen ausgesetzt mit dem Ziel, die Melaninproduktion in der Haut anzuregen. Die Ultraviolett-Strahlen können zu Gesundheitsschäden und insbesondere zu einer erhöhten Hautkrebshäufigkeit führen. Der Bundesrat erachtet es deswegen als wichtig, dass die Öffentlichkeit die Gefahren der Benutzung von Solarien kennt und entsprechend informiert wird. Hier sind die zuständigen kantonalen Gesundheitsbehörden, die Hersteller sowie die Betreiber von Solarien gefordert. </p><p>Seit den Neunzigerjahren informiert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) über die Gefahren und die Vorsichtsmassnahmen bei der Benutzung von Solarien. Da es auf Bundesebene keine gesetzliche Grundlage für die Regelung der Anwendung von Solarien gibt, empfiehlt das BAG zudem den Kantonen, ihrerseits tätig zu werden, um den Erlass von Nutzungsregelungen wie beispielsweise ein Zutrittsverbot für Kinder und Jugendliche zu prüfen.</p><p>Die Hauptursache der hohen Anzahl von Hautkrebserkrankungen in der Schweiz stellt weiterhin das übermässige Sonnenbaden dar. Insbesondere die Kinder und Personen mit speziellen Risikofaktoren wie heller Haut sind gefährdet. Mit dem nationalen Hautkrebs-Präventionsprogramm der Krebsliga Schweiz und des BAG soll bei der Bevölkerung deshalb eine Verhaltensänderung gegenüber der Sonnenexposition und eine bessere Sensibilisierung für einen entsprechenden Schutz erreicht werden. Der Bundesrat begrüsst die laufenden Information- und Präventionsmassnahmen, erachtet aber ein generelles Verbot von Solarien als nicht verhältnismässig und nicht angezeigt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.