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Ride hat beim diesjährigen Besuch in Taiwan einen Einblick in die Exportzahlen der ansässigen Fahrradindustrie der ersten drei Quartale 2013 erhalten. Wie in den Vorjahren steigt der Wert des einzelnen exportierten Fahrrads weiter an, doch von einem Absatzplus kann nicht die Rede sein.
Höherer Durchschnittspreis
Der durchschnittliche Preis des von Taiwans Fahrradindustrie exportierten Rads ist in den ersten drei Quartalen 2013 um 7.65 Prozent gestiegen. Waren es zur Vorjahresperiode (Januar bis September 2012) noch 399 USD, so waren es zum Zeitraum 2013 bereits 430 USD. Doch insgesamt sank der Export dieses Jahr von 3.18 auf 2.85 Millionen Räder, was gemäss der TBEA (Taiwans Bike Exporters' Association) hauptsächlich auf die Konjunkturschwäche von EU-Ländern zurückzuführen sei.
Export-Löwenanteil geht an EU, dann NAFTA
Die EU stellt der wichtigste Exportmarkt für Taiwans Fahrradindustrie dar. In den ersten drei Quartalen 2013 hat die EU mengenmässig 51.52 Prozent – ungefähr 1.47 Millionen Räder – aus Taiwans insgesamten Radexporten eingeführt. Wertmässig nimmt die EU in dieser Periode 40.39 Prozent als Absatzmarkt ein, das entspricht rund 495 Millionen USD.
Die Nafta (North American Free Trade Area) stellt den zweitwichtigsten Exportmarkt dar, die Taiwanesen setzen von Januar bis Ende September 2013 rund 19.25 Prozent des Exports im Nafta-Raum ab, das entspricht circa 550'000 Rädern. Wertmässig entspricht dieses Volumen 27.25 Prozent der Exporte (337 Millionen USD).
Starkes Minus in Japan, gesunkener Absatz in der EFTA
In Japan haben die Taiwanesen einen schweren Abstrich in den ersten drei Quartalen 2013 hinnehmen müssen, das Volumen sank auf 160'000 Stück um 32 Prozent, der Exportwert sank auf 68 Millionen Dollar, ein Rückgang um 24 Prozent. Taiwans Exportvolumen in die EFTA (Norwegen, Schweiz und Island) erreichte 76'000 Stück, ein Rückgang um 13 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Quarteln 2012. Wertmässig brachte es die Exporte in die EFTA-Länder auf 52 Millionen USD, ein Rückgang um 14 Prozent.
Plus in China, Thailand und Neuseeland
Während in Europa und USA die Verkäufe stark rücklaufig waren, kann Taiwans Radindustrie in anderen Teilen der Welt aufholen. In China legte Tawain mengenmässig 233 Prozent zu mit 220 000 Rädern, wertmässig ein Plus von 114 Prozent mit 71 Millionen USD.
Nach Thailand wurden 230 000 Räder ausgeführt und somit ein Plus von 47 Prozent erreicht, wertmässig entspricht dieses Volumen 8 Millionen USD und ein Wertwachstum von 59 Prozent. Durch ein im Jahr 2012 geschlossenes Freihandelsabkommen mit Neuseeland konnte Taiwan rund doppelt so viele Räder in den ersten drei Quartalen 2013 absetzen als zur Vorjahresperiode – mengenmässig waren das rund 20 000 Räder in einem Wert von 14 Millionen USD.