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In Irland ist die Brown Trout (samlo trutta) oder „Breac Don“ auf Irisch eine heimische Art und gehört zu den am weitesten verbreiteten Süsswasserfischen. Die Forelle kommt in allen Gewässertypen vor. Ihre wichtigsten Bedürfnisse sind klares Wasser und Kies zum Laichen.
Forellen können von Februar bis Oktober geangelt werden. Der Erfolg hängt aber immer ab vom Wetter, dem Wasserstand, dem Luftdruck und der Temperatur. Der Einfluss des Klimas muss ebenso bedacht werden. In den meisten irischen Flüssen und Seen kommt zu natürlichen Schwankungen von hohen und niedrigen Wasserständen. Forellenangler können aber zumeist geschützte Gewässer finden, wenn andere wegen Hochwasser oder Sturm nicht zu befischen sind. Heisse Sommertemperaturen sind vermutlich die einzige Zeit im Jahr, wenn Forellen tagsüber nicht aktiv sind.
Zum Angeln auf Brown Trout sind keine Lizenzen nötig. Die Forellensaison startet meist zwischen dem 15. Februar und 1. März und dauert bis 30. Oktober. An einigen Gewässern endet sie zwischen dem 15. September und dem 12. Oktober.
Wie in den Flüssen wird auch in den irischen Seen zumeist mit der Fliege gefischt. In der Mehrzahl der Seen können alle legalen Angelmethoden ausgeübt werden.
Für Seen gilt ebenso wie für die Flüsse, dass die Bodenbeschaffenheit das Aufkommen der Insekten und damit die Produktivität des Gewässers mit beeinflusst. Forellen in Seen fressen im Frühjahr vor allem Wasserläuse und Flohkrebse, sei steigen aber beim frühen Schlupf von Black Midges (Chironmiden). Irische Seen sind berühmt für ihren Maifliegenschlupf, er beginnt schon im April und dauert bis Juli.
Warme Sommerabende kündigen die Zeit der Köcherfliegen an. Zum Saisonende haben die Forellen einen letzten Festschmaus mit Tipula-Mücken (Daddy-long-legs) und Olivfarbenen, die alle zusammen das Beste bieten, was Fliegenfischer erleben können.
Mit dem Boot können Gewässerabschnitte erreicht werden, die vom Ufer aus nicht zu beangeln sind. Zudem können mit dem Boot grössere Flächen abgefischt werden.
Schleppfischen ist vor allem in grösseren Gewässern beliebt, weil über den Tag eine sehr grosse Fläche abgefischt werden kann. Dabei kommen sowohl natürliche als auch künstliche Köder zum Einsatz. Beim Fliegenfischen wird mit dem Boot breitseits mit dem Wind gedriftet und gefischt. Dabei gibt es durchaus Verhaltensregeln, die Vorschrift sind und solche, die aus Etikette und Fairness eingehalten werden. Wir empfehlen Angelführer (ghillie), vor allem in grösseren Seen, die der Angler nicht kennt, oder wenn er in der Handhabung eines Bootes unerfahren ist.
In grösseren Seen ist ein Echolot hilfreich um Untiefen zu entdecken und zu erkennen, in welchen Tiefen die Fische auf Jagd gehen.
Das nötige Gerät beginnt mit einem paar guter Gummistiefel. Dazu kommen aus Sicherheitsgründen (vor allem beim Fliegenfischen) eine Kopfbedeckung und eine Schutzbrille. Nehmen Sie bitte einen Kescher mit und einen „priest“ zum Abschlagen, wenn Sie Fische töten wollen.
Zum Spinnangeln reicht eine etwa 2,7 m lange Rute und eine Schnur mit etwa 4-5 kg Tragkraft auf einer Stationärrolle meist aus. Zum Fliegenfischen in Seen vom Boot aus decken Rute der Länge 10-11 Fuss und der Schnurklasse 6-7 die meisten Situationen ab. An Flüssen reichen Ruten mit 8-9 Fuss der Klasse 5-6.
Angler sollten in Betracht ziehen, dass ihnen auch Meerforellen, Hechte oder Lachse beim Forellenangeln an den Haken gehen können. Sie alle nehmen auch die für Forellen gedachte Fliegen, und sonstigen künstlichen oder natürlichen Köder. Dies sollte bei der Auswahl des Geräts immer bedacht werden.