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Wohlfahrt: Möglichkeiten und Grenzen des Monitorings und der Evaluation
Bern, 23.11.2016 - An seiner Sitzung vom 23. November 2016 hat der Bundesrat den Bericht „Lebensqualität und Wohlfahrt – Möglichkeiten und Grenzen ihrer Analyse und Evaluation“ gutgeheissen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Monitoring der Wohlfahrt mit geeigneten Instrumenten möglich ist. Ebenso können die Auswirkungen von politischen Massnahmen auf einzelne spezifische Wohlfahrtsdimensionen evaluiert werden – nicht aber auf die Wohlfahrt als Ganzes.
Mit diesem Bericht erfüllt der Bundesrat das Postulat 14.3578 von Ständerat Claude Hêche. Dieses fordert, die Wirksamkeit von politischen Massnahmen hinsichtlich der Wohlfahrt zu evaluieren und die Anwendung der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen zu prüfen.
Bedeutung und Untersuchung der Wohlfahrt
Die Förderung der Wohlfahrt ist ein wichtiger Zweck der schweizerischen Politik. Wohlfahrt bezieht sich sowohl auf die materielle als auch auf die immaterielle Situation der Bevölkerung und besteht aus verschiedenen Dimensionen wie z.B. finanzielle Situation, Bildung, Gesundheit, Arbeit und Freizeit oder soziale Netzwerke.
Es ist möglich, ein Monitoring der Wohlfahrt mit geeigneten Instrumenten durchzuführen, z.B. mit dem Indikatorensystem Wohlfahrtsmessung des Bundesamts für Statistik, auf das im Postulat Bezug genommen wird. Anhand dieses Instruments wird im Bericht eine erste Analyse der Wohlfahrt in der Schweiz vorgenommen.
Der Bericht kommt zum Schluss, dass die Wohlfahrt zu komplex und zu vieldimensional ist, um Auswirkungen von politischen Massnahmen auf die Wohlfahrt als Ganzes evaluieren zu können. Hingegen sind Evaluationen der Auswirkungen auf spezifische Wohlfahrtsdimensionen
möglich. Solche Untersuchungen haben einen grossen Stellenwert, wie die zahlreichen Evaluationen zeigen, die auf Bundesebene durchgeführt werden. Exemplarisch wurden im Bericht drei bestehende Evaluationen zu den Themen Gesundheitsprävention, berufliche Grundbildung und Anstossfinanzierung für familienergänzende Kinderbetreuung untersucht. Evaluationen können Auskunft darüber geben, ob und wie die
Massnahmen wirken und wie sie gegebenenfalls verbessert werden können.
Definitionen
Monitoring bedeutet eine Sammlung, Analyse und Präsentation von Informationen mit dem Ziel, die Entwicklung eines bestimmten Phänomens oder Aktivitätsfelds einer Behörde oder Gesellschaft systematisch, kontinuierlich und langfristig zu verfolgen. Wichtiges Merkmal des Monitorings ist zudem, dass es nicht dazu dient, Wirkungszusammenhänge aufzuzeigen.
Unter Evaluation wird eine Beurteilung und Bewertung der Wirksamkeit von Projekten, Massnahmen oder Programmen verstanden. Sie beabsichtigt, Hinweise auf Kausalbeziehungen zu geben und ist zeitlich begrenzt.
Adresse für Rückfragen
Jürg Furrer, Tel.: 058 463 61 84
BFS, Abteilung Gesundheit und Soziales
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Letzte Änderung 20.04.2018