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TCS MyMed
Autor: TCS MyMed
In leerem Zustand ist unser Magen nur so gross wie eine Faust. Trotz seiner geringen Grösse leistet er eine unglaubliche Arbeit. Er verarbeitet im Verlauf von 70 Jahren rund 50 000 Liter Flüssigkeit und 30 000 Kilogramm Nahrung.
Lage des Magens
Der Magen befindet sich im Oberbauch direkt unter dem Zwerchfell – zu drei Vierteln im linken Oberbauch und zu einem Viertel im mittleren Oberbauch. Dabei verbindet er den Zwölffingerdarm mit der Speiseröhre und übernimmt zahlreiche Funktionen für die Verdauung. Die Form wie auch die Grösse sind individuell und abhängig vom Füllstand, der Körperlage und dem Alter. Bei mässiger Füllung ist er 20 bis 30 Zentimeter lang und kann 1,2 bis 1,6 Liter Inhalt fassen.
Der Magen wird in mehrere Abschnitte unterteilt
An der Eintrittsstelle der Speiseröhre in den Magen befindet sich der Magenmund. Daran schliesst sich als eine sackartige Erweiterung des Verdauungsschlauches der eigentliche Magen an. Form und Grösse des Magens hängen von den Füllungsverhältnissen ab. Im Stehen hat er etwa Hakenform, und sein tiefster Punkt liegt etwas unterhalb des Nabels. Auf den Magenmund folgen zunächst eine blindsackartige Erweiterung, der Magengrund, und schliesslich der Magenkörper. Es folgt der Übergang zum Dünndarm. Der Magenkörper beginnt mit einem weiten Vorraum und ist gleichzeitig auch die tiefste Stelle des Magens. Der Vorraum geht in den Pförtnerkanal über, der eine natürliche Engstelle bildet. In diesem Bereich ist die Muskulatur der Magenwand stark verdickt und daher sehr kräftig. Dadurch entsteht ein enger, abschliessender Übergang vom Magen zum Zwölffingerdarm (Duodenum).
Gegenüber anderen Abschnitten des Verdauungskanals zeichnet sich der Magen durch eine besonders dicke Schleimhaut aus. Sie bedeckt die gesamte Magenoberfläche und enthält viele Drüsen.
Kräftige Muskelschichten aus längs, ringförmig sowie schräg verlaufenden Muskelfasern bilden die Magenwand. Sie erzeugen wellenförmige Bewegungen (Peristaltik) und dienen der Durchmischung und dem Transport des Speisebreies zum Dünndarm.
Funktion des Magens
Die Hauptaufgaben des Magens sind die Speicherung, weitere Zerkleinerung und Vermengung der aufgenommenen Nahrung. Dies gelingt einerseits mit kräftigen wellenförmigen Bewegungen der Muskelwand und andererseits mit Magensaft, der von in der Magenschleimhaut sitzenden Drüsen produziert wird. Dieser Magensaft enthält spezielle Enzyme, welche bestimmte Nahrungsbestandteile bereits im Magen vorverdauen.
Der sogenannte Vagusnerv ist für die Anregung der Drüsen zuständig. Diese geben anschliessend den nötigen Magensaft ab. Diese Stimulation geschieht entweder alleine durch Anblick, Geruch und Geschmack von Nahrungsmitteln oder durch die Dehnung der Magenwand, wenn die Nahrung in den Magen eintritt. Des Weiteren ist im Magensaft Säure enthalten, welche die Bakterien vernichtet, die in den Magen eingedrungen sind. Die Magensäure fungiert somit als eine erste Barriere im Körper, die meisten Bakterien überleben die Passage durch den Magen nicht.
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