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Nach Einbruch der Dämmerung kann im Südwesten ein auffällig leuchtender Stern beobachtet werden: die Venus.
Sie setzt sich als brillanter «Abendstern» in Szene und erreicht am 6. Dezember ihren grössten Glanz. Obwohl der Volksmund die Venus als Abendoder Morgenstern benennt, ist diese Bezeichnung streng genommen falsch. Sterne sind Sonnen, die oft grösser sind als unser Muttergestirn. Die Venus jedoch ist unser innerer Nachbarplanet. Zwar trägt der Planet den Namen der römischen Liebesgöttin, auf seiner Oberfläche ist es aber alles andere als romantisch. Vulkanische Aktivitäten und eine dichte Atmosphäre aus Kohlendioxid verursachen ein Klima, das die Planetenoberfläche in einen Glutofen mit einer Temperatur von knapp 500 Grad verwandelt. Zudem ist die Venus dauerhaft in eine dichte Wolkendecke eingehüllt, die hauptsächlich aus Schwefelsäuretröpfchen besteht.
Foto: Andreas Walker