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Inhalt

Dorf Limpach
Geographische Lage
Limpach liegt ziemlich in der Mitte der Städte Bern, Biel, Solothurn und Burgdorf. Das Dorf lehnt sich an einen Moränehügel am Nordhang zum Limpachtal. Der höchste Punkt ist der Buchhubel (552 m ü.M) und der tiefste Punkt ist das Aetigenmoos (465 m ü.M). Das Wasser des ganzen Dorfes fliesst in den Limpach, welcher zugleich die Grenze zu unserem Nachbarkanton Solothurn bildet. Limpach grenzt im Kanton Bern an Bätterkinden, Schalunen, Büren zum Hof und Mülchi. Das Gemeindegebiet umfasst 444 Hektaren Land, davon sind rund 3,4 Hektaren unproduktiver Boden und 94,5 Hektaren Wald.
Geschichtliches
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Limpach erfolgte 1276 bereits unter dem heutigen Namen; von 1290 ist die Bezeichnung Linbach überliefert. Der Ortsname diente ursprünglich als Gewässername und geht auf das althochdeutsche Wort linta (Linde) zurück. Er bedeutet somit der mit Linden bestandene Bach.
Seit dem Mittelalter stand Limpach unter der Oberhoheit der Grafen von Kyburg. Im 13. Jahrhundert erwarb das Zisterienserinnenkloster Fraubrunnen die Grundherrschaft und den Zehnten über Limpach. Im Jahre 1406 gelangte das Dorf unter Berner Herrschaft und wurde 1528 nach der Säkularisation (Einziehung oder Nutzung kirchlicher Besitztümer wie Land oder Vermögen in staatliche Hände) der Abtei Fraubrunnen der Landvogtei Fraubrunnen im Landgericht Zollikofen zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Limpach während der Helvetik zum Distrikt Zollikofen und ab 1803 zum Oberamt Fraubrunnen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Schon im 18. Jahrhundert wurden grosse Anstrengungen unternommen, der Versumpfung des Limpachtals entgegenzuwirken. Neues Kulturland wurde jedoch erst während der kantonsübergreifenden Melioration in den Jahren von 1939 bis 1951 gewonnen. Später mussten sogar Pumpwerke gebaut werden, um eine erneute Versumpfung zu verhindern.
Nach der Aufhebung des Amtes Fraubrunnen wurde die Gemeinde dem Verwaltungskreis
Bern Mittelland mit Sitz in Ostermundigen zugeteilt.
Wirtschaft
Obwohl Limpach ein kleines Dorf ist, sind nicht weniger als 14 Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sowie 13 Landwirtschaftsbetriebe ortsansässig. Von den 13 Landwirtschaftsbetrieben werden 12 von Eigentümern bewirtschaftet. Vier Betriebe haben sich zu einer Tierhaltergemeinschaft zusammengeschlossen. Neben der Wiesenbewirtschaftung für Milchkühe und Masttiere werden hauptsächlich Getreide, Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln angebaut. Zusätzlich werden seit 2003 zwei Geflügelmasthallen zu je 12'000 Einheiten betrieben. In den letzten Jahren hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt.
Viele Erwerbstätige arbeiten hauptsächlich in den grösseren Ortschaften der Umgebung sowie in der Agglomeration Bern und Solothurn.
Limpach gestern
Durch eine massvolle Bautätigkeit im Dorf konnte sich Limpach in den letzten Jahren entwickeln. Diese war jedoch so massvoll, dass die Infrastruktur nicht erweitert werden musste. Trotzdem hat das Dorf seinen ländlichen Charakter bewahrt. Dank unserer Dorfgrösse kennt man sich hier noch persönlich und fühlt sich mit dem Dorf und den Einwohnern verbunden. Der malerische Dorfkern mit seinen zahlreichen Bauernhäusern zählt heute zu den schützenswerten Ortsbildern von nationaler Bedeutung.
Mit durchschnittlich 350 Einwohnern gehörte Limpach zu den kleineren Gemeinden des Kantons Bern mit entsprechend begrenzten Möglichkeiten. Deshalb war Limpach in verschiedenen Bereichen (Schule, Feuerwehr etc.) auf die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden angewiesen. Leider hat auch der Trend vom Verschwinden von Betrieben und öffentlichen Institutionen hier in Limpach nicht Halt gemacht. Innert kurzer Zeit wurden die Post und die Käserei geschlossen.
Die Kirchgemeinde Limpach umfasst die ehemaligen politischen Gemeinden Limpach, Büren zum Hof und Schalunen. Die Limpacher Kirche wurde 1808 an Stelle eines kleinen, baufällig gewordenen mittelalterlichen Kirchleins am gleichen Ort errichtet. Ab Ostern 1987 bis Frühjahr/Sommer 1988 wurde die Kirche renoviert. Neben der Kirche stehen das Pfarrhaus und die Pfrundschüür. Der grösste Teil der Einwohner von Limpach ist reformiert.
Die alten Gemeinden Etzelkofen, Limpach und Mülchi hatten ihr Schulwesen über einen Verband, den sogenannten EtzLiMü, geregelt. In Limpach werden die Kinder der 3. - 6. Klasse unterrichtet. Die Oberstufe besuchen die Kinder in Fraubrunnen.
Unsere vier aktive Dorfvereine, die Schützen, die Hornusser, der Männerchor und der gemischte Chor tragen viel zum regen Dorfleben bei.
Limpach heute
Durch die Fusionierung mit den G-8 Gemeinden (Büren zum Hof, Etzelkofen, Fraubrunnen,
Limpach, Mülchi, Schalunen und Zauggenried) ist Limpach heute ein Dorf der neuen Gemeinde Fraubrunnen. Trotz der Fusion will Limpach Limpach bleiben und seinen offenen Charakter bewahren.