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Unsere Zeit braucht Visionen. Kirchen, Firmen, Institutionen sind auf der Suche nach Leitideen in einer Zeit der Umbrüche. Viele wollen sich im verstärkten Überlebenskampf aller gegen alle besser positionieren.
Native Americans kannten die Vision Quest als festen und manchmal wiederkehrenden Bestandteil im Leben Erwachsener. Wer von einer Vision Quest aus der Wildnis zurückkehrte, trug oft einen neuen Namen und hatte ein neues Ziel.
Zu einer Vision Quest gehörte eine gute Vorbereitung, Reinigung, das Ablegen der üblichen Kleidung. Sie wurde begleitet durch wohlgesinnte Freunde und Lehrer und führte die suchende Person in die Wildnis an einen Ort, der bessere Übersicht und Durchlässigkeit für die Nähe des Heiligen versprach. Die suchende Person fastete, setzte sich den Elementen aus, und vor allem richtete sie einen tiefen fragenden Hilferuf an Gott. Die Antwort konnte beispielsweise ein Vogel sein, der in einer bestimmten Weise schaute, eine Stimme, oder ein ausführlicher visionärer Traum.
Zu einer Vision Quest ging man nie für sich allein. Im Kern war immer die Frage: Was kann ich zur Gemeinschaft beitragen?
Zu einer Vision Quest ging man nie für sich allein. Im Kern war immer die Frage: Was kann ich zur Gemeinschaft beitragen? Was ist meine Rolle? Wer zurückkam, war ein neuer Mensch mit einem neuen persönlichen Auftrag für das Wohl aller.
In der Sicht des amerikanischen Theologen Steven Charleston finden sich im Matthäusevangelium Hinweise zu vier solchen Quests im Leben von Jesus. Sein Buch The Four Vision Quests of Jesus ist lesenswert.
Visionen sind kaum bequem am Steuer erreichbar.