Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03517.jsonl.gz/2474

Nach schweren Vorwürfen gegen den WWF wegen von ihm mitfinanzierten Wildhütern will die Umweltorganisation die Empfehlungen einer von ihr eingesetzten Menschenrechtskommission beherzigen. Der Bericht der Kommission, die von der früheren UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay geleitet wurde, bestätigte die Vorfälle.
2019 wurden Vorwürfe laut, die vom WWF mitfinanzierte Wildhüter betrafen. Dabei kam es zu Übergriffen auf Bewohner des Nationalparks Salonga im Kongo. Die Ranger hätten Frauen vergewaltigt und andere Einwohner gefoltert und getötet. Der Pillay-Bericht bestätigte nun die Anschuldigungen, hält aber auch fest, dass WWF-Personal nicht daran beteiligt war oder dazu angestiftet hatte.
Zugleich heisst es im Bericht: «Der WWF hat seine menschenrechtlichen Verpflichtungen im Hinblick auf die Aktivitäten, die er im Salonga-Nationalpark unterstützt, nicht erfüllt.» Die Vorwürfe seien zunächst vertuscht und erst verspätet untersucht worden. Das Personal der Umweltorganisation sei dabei zwar nicht beteiligt gewesen, trotzdem erkenne die Organisation ihre Verantwortung an, sagte WWF-Generaldirektor Marco Lambertini an einer Online-Medienkonferenz.
Aktualisiert am 25.11.2020 / 09:47
(swisstxt)
Ja
Nein
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.