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In Schaan im Fürstentum Lichtenstein kam Emma Schweizer-Frommelt am 25. Januar 1940 zur Welt. Ihre Eltern, Wendelin und Maria Frommelt-Siegele, waren Bauersleute; der Vater arbeitete nebenbei bei den österreichischen Bahnen. Sie ist in einer grossen Familie aufgewachsen. Nach der Schule arbeitete sie mit ihrer Schwester in Genf als Arbeitshilfe in einer Pension. Einen Teil des Lohnes schickten sie nach Hause. Während einigen Jahren arbeitete Emma Schweizer-Frommelt im Gastgewerbe in Deutschland und der Schweiz. Sie besuchte die Wirtefachschule und konnte selbstständig ein Restaurant übernehmen. Während einigen Jahren tat sie dies in Buchberg, Eggersriet und Walzenhausen.
1980 kam sie nach Brünisried; sie zog in das Haus von Gottfried Schweizer in der Buche ein. Sehr viel Arbeit wartete auf sie. Neben der Landwirtschaft mit einigen Kühen arbeitete Gottfried während 27 Jahren als Holzer im Walde. Emma Schweizer-Frommelt war eine grosse und kräftige Frau, die draussen und drinnen wacker anpackte. Die jahrelange harte Arbeit zehrte an den Kräften. Freude und Abwechslung fand sie beim Lottospiel. Dazu besorgte sie die Tiere. Mit den Kaninchen verdiente sie etwas Taschengeld. Im Wald und in den Bergen suchte sie Pilze und Beeren. Sie klopfte auch gerne einen Jass. Zweimal durfte sie Mutterglück erleben. Ein besonderes Ereignis war jeweils das Klassentreffen mit den Ehemaligen in Lichtenstein, für sie die einzigen Ferientage.
Emma Schweizer-Frommelt wurde von Schicksalsschlägen nicht verschont. Ihr Mann Gottfried erlitt 1994 einen schweren Unfall mit der Motorsäge, nur knapp ging er am Tode vorbei. 2006 starb er an einem Herzinfarkt. Sie stürzte 1989 von der Leiter. Später musste sie sich einer Herzklappenoperation unterziehen, dann machte ihr der Rücken Probleme. Besserung, aber nicht Heilung, fand sie in Nottwil, denn sie konnte sich nicht schonen, daheim mussten die Arbeiten verrichtet werden. Noch konnte sie als Küchenmagd im Hotel Alpenklub etwas verdienen. Am 14. Februar 2009 nahm ihr ein schwerer Hirnschlag die Sprache und lähmte sie halbseitig. Wieder folgte der Eintritt in Spitäler, dazu war eine Halsröhrenoperation notwendig, und schliesslich trat Emma Schweizer-Frommelt ins Pflegeheim Tafers ein. Ferientage im Heim St. Laurentius in Lichtenstein und besonders die Besuche ihrer Tochter Regine halfen ihr über manche schwere und einsame Stunde. Ein Oberschenkelbruch letzten Herbst nahm ihr alle Lebenskraft und Zuversicht. Sie hatte nur noch einen Wunsch: In Frieden sterben. Der ging ihr am 13. Januar 2015 in Erfüllung. Eing.