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„Nur wer Aikido praktiziert, kann seine ganze Bedeutung erfahren!“ (R. Brand 1990)
Was ist Aikido?
Aikido ist eine junge Budokunst, die erst im letzten Jahrhundert entwickelt wurde. Der Begründer Morihei Ueshiba (1883-1969), sagt dazu:
«Da das japanische Wort Ai sowohl für Harmonie als auch für Liebe steht, beschloss ich, meine unvergleichliche Budokunst Aikido zu nennen, obwohl das Wort Aiki ein sehr altes ist. Dieses Wort wurde von den Kriegern in der Vergangenheit benutzt, jedoch in einer Bedeutung, die sich grundlegend von der Bedeutung unterscheidet, die ich dem Wort gebe.
Aiki ist keine Technik, um den Feind zu bekämpfen oder zu besiegen, es ist der Weg, die Welt zu versöhnen und aus den Menschen eine Familie zu machen
Wie wird Aikido geübt?
Die Grundtechniken erscheinen in ihrer Ausführung harmonisch, fast tänzerisch. Ihre volle Wirkung entfalten sie aber erst nach mehrjährigem ernsthaftem Training. Ein wesentliches Grundprinzip im Aikido ist das Ausweichen und das Aus-dem-Gleichgewicht-bringen.
Der Angreifer wird in eine Spiralbewegung geführt, bis er die Kontrolle über seine Angriffsbewegung verliert und aufgeben muss.
Dabei erfolgt die Abwehr in einer Weise, die es dem Angreifer erlaubt, durch entsprechende Falltechniken unversehrt zu bleiben. Die Aikidotechniken werden anhand stilisierter Angriffsformen geübt. Es soll dabei nicht gelernt werden, auf einen spezifischen Angriff zu reagieren, sondern sich einer Angriffssituation anzupassen. Denn kein Angriff gleicht letztlich dem anderen.
Als Ziel bleibt, eine geistige Haltung zu entwickeln, die es ermöglicht, in jeder Situation, am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt dem Angriff so zu begegnen, dass er ins Leere läuft.