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Forschung & Entwicklung
Forscher der University of California, Berkeley, haben eine Art Polizist zur Regelung des optischen Datenverkehrs entwickelt. Der Schalter lässt optische Datenströme, die über Lichtwellenleiter geleitet werden, passieren oder lenkt sie zu einem neuen Ziel - und das schneller und effizienter als je zuvor. So sollen künftig Datenströme in grossen Rechenzentren und Hochleistungscomputern verteilt werden, die im Bereich der Künstlichen Intelligenz und anderen datenintensiven Anwendungen genutzt werden.
Ein Forscherteam aus Israel hat mit einem 3D-Drucker ein Miniherz aus menschlichem Gewebe hergestellt. Der Prototyp, dessen Zellen sich allerdings noch nicht synchron zusammenziehen können, habe die Grösse eines Hasenherzens, erläutert der Studienleiter Tal Dvir von der Universität Tel Aviv. Das Herz bestehe aus Gewebe und Blutgefässen und verfüge über Kammern.
Übertitelt sich ein Buch mit "Lithium-Ion Batteries", so mag dies einen nicht vom Hocker zu reissen. Aber als rein maschinengeneriertes Buch scheint die Veröffentlichung beim Wissenschaftsverlag Springer Nature aber doch etwas Besonderes, auch aus kultureller Sicht: Hinter dem Autorennamen "Beta Writer" verbirgt sich nämlich nichts Anderes als ein Algorithmus, der von Forschern der Angewandten Computerlinguistik an der Frankfurter Goethe-Universität entwickelt wurde.
Forscher der Technischen Universität Wien (TU Wien) haben eine spezielle Leuchtdiode auf Exzitonen-Basis entwickelt. Exzitonen sind Quasiteilchen, die aus einem Elektron und einem "Loch" bestehen - ein Loch ist in der Elektrotechnik ein positiv geladenes Teilchen. Exzitone sind insgesamt elektrisch neutral und haben die Fähigkeit, sich in einem Festkörper oder Halbleiter zu bewegen.
Forscher der University of Illinois halten bei Lithium-Metall-Batterien mit einer Beschichtung aus Graphen Sauerstoffmoleküle fest und verhindern damit gefährliche Überhitzungen, die in der Vergangenheit nicht selten zu Bränden geführt haben. Hohe Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Kathode, die meist aus Lithium-Kobalt-Oxid besteht, zersetzt. Dabei wird Sauerstoff frei. Wenn er auf brennbares Material trifft, entsteht ein Brand, im Extremfall gibt es sogar eine Explosion.
Lidar-Sensoren für autonom und teilautonom fahrende Autos lassen sich kleiner und billiger herstellen als heute genutzte Systeme. Forscher an der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm haben mit Ätztechniken, wie sie bei der Herstellung von Mikroprozessoren und anderen elektronischen Bauteilen verwendet werden, nun ein solches Gerät gebaut. Es soll in der Herstellung nur zehn Dollar kosten, wenn es industriell gefertigt wird.
Die stark veränderten Umweltbedingungen, die von Nahrungsmangel, Pestiziden, Krankheitserregern oder Klimaänderung geprägt sind, machen den Bienen schwer zu schaffen. Ein internationales Projekt unter der Leitung der Uni Graz, bei dem Roboter im Bienenstock vor Umweltgefahren warnen, sollen den kleinen Honigproduzenten nun das Überleben erleichtern. Mit einer eigens entwickelten Sensorik sollen die Aufzuchtbedingungen verbessert werden.
Per Laserpointer Produktionsmängel direkt am Bauteil schnell und einfach annotieren: Möglich macht dies QSelect, eine auf Augmented Reality (AR) basierende Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB. Das System kann in unterschiedlichsten Bereichen, vom Karosseriebau bis zur Platinenbestückung, eingesetzt werden.
Forscher der Tel Aviv University haben Radarsignale auf einem Frequenzband übertragen, das deutlich schmaler ist als üblich, ohne dass die Bildqualität darunter leidet. Das ist eine wichtige Entwicklung, beispielsweise für Autos, die autonom fahren. Forschugsleiter Pavel Ginzburg und sein Team haben sich dabei an einem Verfahren orientiert, das "Optische Kohärenztomografie" genannt wird.