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Sechs Personen und ein Schweizer Finanzdienstleistungsunternehmen in den USA wurden damit beauftragt, Kunden bei der Steuerhinterziehung von 60 Millionen US-Dollar (56 Millionen Franken) Vermögen zu unterstützen.
Dieser Inhalt wurde am 29.09.2021 – 12:51 Uhr veröffentlicht
swissinfo.ch/mga
Ihnen wird vorgeworfen, ein ausgeklügeltes Schema entwickelt zu haben, das als „Singapur-Lösung“ bekannt ist, um Geld aus der Schweiz über Strukturen in Hongkong und Singapur zurück auf Schweizer Bankkonten zu schleusen.
Drei US-Agenten nutzten das System zwischen 2009 und 2014, um zig Millionen Dollar vor den US-Steuerbehörden zu verbergen, so a Anklageschrift des JustizministeriumsExterner Link die am Dienstag eröffnet wurde.
Die Anklageschrift behauptet, dass das Geld auf geheimen Konten bei der Schweizer Privatbank IHAG begann, bevor es quer durch Asien und zurück zu derselben Bank transferiert wurde. Das Justizministerium hat der IHAG jedoch kein Fehlverhalten vorgeworfen.
Stattdessen wurden laut Schweizer Handelsregister sechs Finanzdienstleister und der im März liquidierte Allied Finance Trust mit Sitz in Zürich angeklagt.
Drei der Angeklagten hatten Verbindungen zur Privatbank der IHAG. Einer von ihnen ist am Mittwoch von seiner leitenden Position bei der Holdinggesellschaft der IHAG Bank zurückgetreten. Auch ein leitender Direktor der Bank trat am 20. September dieses Jahres zurück. Der dritte Angeklagte ist ein ehemaliger Mitarbeiter, der 2001 die IHAG verlassen hat.
Die IHAG sagte gegenüber SWI swissinfo.ch jedoch, dass die Bank selbst „in dieses Verfahren in keiner Weise involviert ist“. Die Bank stellt fest, dass sie zuvor mit dem Schweizer Bankprogramm des Justizministeriums zusammengearbeitet hat, Mehr als 7 Millionen US-Dollar an Geldstrafen zahlenExterner Link im Jahr 2015.
Das Schweizer Bankenprogramm, das 2013 von der Schweizer Regierung vermittelt wurde, hat dazu geführt, dass Dutzende Schweizer Banken ihre Praktiken aufgedeckt und Geldstrafen zahlen, um eine Strafverfolgung in den Vereinigten Staaten zu vermeiden.
Doch der jüngste Fall zeigt, dass das Justizministerium die Schweizer Finanzlage immer noch im Kreuzfeuer hält.
Die Schweiz wird von der Financial Action Task Force (FATF) und Transparency International weiterhin dafür kritisiert, dass sie es versäumt hat, gegen Anwälte und andere Finanzexperten vorzugehen, die im Verdacht stehen, Menschen bei der Steuerhinterziehung zu helfen.
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