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Das Observatorium des Astronomen und Instrumentenbauers Johannes Hevelius (1611-1687) gehörte seinerzeit zu den besten Europas. Es war über die Dächer von drei nebeneinanderstehenden Gebäuden verteilt und mit mehreren Teleskopen bestückt. Das grösste davon hatte eine Länge von 45 Metern und war an einem 27 Meter hohen Mast aufgehängt. Das Observatorium beherbergte auch eine Druckpresse für die Herstellung von Kupferdrucken. Die meisten Platten für seine Publikationen stach Hevelius direkt während der Himmelsbeobachtung.
Fig. F: Johannes Hevelius bei der Arbeit in seinem Observatorium
Selenographia sive Lunae descriptio gilt als Hauptwerk von Hevelius. Nach der Erfindung der ersten Teleskope im frühen 17. Jahrhundert war der Mond als erdnaher Himmelskörper ein beliebtes Studienobjekt für viele Astronomen. Mit Selenographia verfolgte Hevelius als erster das Projekt einer auf eigenen Beobachtungen basierenden genauen Kartographierung des Mondes. Das Buch enthält 133 Kupferstiche mit Ansichten des Mondes und Darstellungen der verwendeten astronomischen Geräte.
Die Selenographia wurde sowohl hinsichtlich des Druckbildes wie auch der Kupferstiche für die Gestaltung naturwissenschaftlicher Werke in den kommenden Jahrzehnten vorbildhaft. So orientierte sich u.a. Newtons Philosophiae naturalis principia mathematica an Hevelius‘ Werk über den Mond.
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Selenographia ist online via e-rara.ch.