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KING BUFFALO
Longing To Be The Mountain
Stickman Records
Geheimnisvolle (Un)ruhe eröffnet das neue Werk der amerikanischen King Buffalo. Gitarrentupfer setzten ein, die auch von David Gilmour (Pink Floyd) stammen könnten. Ein Schlagzeug gibt nach gut einer Minuten und dreissig Sekunden unbeirrt einen Takt vor. Irgendwann, nach zwei Minuten und fünfzig Sekunden, setzt der Gesang ein: «Little Cloud, Lay Your Head Down.» Nur keine Aufregung. Der «Morning Song» fährt weiter wie eine gut geölte Krautrock-Maschine. Hier und da begehren die Instrumente etwas auf oder psychedlische Nebelschwaden überlagern. Erst nach über sieben Minuten bricht diese Gemächlichkeit auf und Stonerrock-Schwere und ausufernde Gitarrensolos überfluten den Song. King Buffalo nehmen sich auf ihrem zweiten Werk (ohne die beiden 3-Track EPs «Demo» (2014) und «Repeater» (2018)) nach «Orion» (2016) Zeit. Die bis zu zehn Minuten langen Songs entwickeln sich zuweilen langsam, wiederholen Riffs, fliessen stoisch vor sich her oder schreiten nur langsam voran. Die Klanglandschaften, irgendwo zwischen Stonerrock, Psychedelik, Krautrock und Progrock, verlangen zum Teil einiges an Geduld vom Hörer ab. Die Kraft und der Charme der Songs erschliesst sich nicht gleich nach dem ersten Hören.
P.S. Die Erstpressung von «Longing To Be The Mountain» enthält als Bonus die EP «Repeater».