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Ziel sei es, die Zuckerfabriken in Eppeville und Cagny in genossenschaftlicher Form weiter betreiben zu können, erklärte der CGB am vergangenen Donnerstag (16.5.) nach einem Treffen der Parteien in Strassburg. Verhandlungsgrundlage sei ein Gebot von 30 Mio. Euro (34 Mio. Fr.) für beide Werke.
Da der Konzern durch den Wegfall der Umstrukturierungsmassnahmen grössere Summen einsparen würde, wäre eine Übernahme im Sinne der französischen Produzenten und der Südzucker- Aktionäre. Den Grossteil der Kaufsumme wollen die Landwirte Medienberichten zufolge selber aufbringen. Geprüft werde derzeit auch eine Unterstützung durch Gebietskörperschaften und weitere Finanzierungspartner. Nach Angaben des Erzeugerverbandes hat sich der Zuckerkonzern bereit erklärt, das Angebot zu prüfen und umschriftliche Vorlage gebeten. Auch in der Deutschen Botschaft in Paris will der CGB seine Pläne vorstellen.
Derweil zeigten sich die süddeutschen Rübenerzeuger wenig begeistert von den Rettungsplänen. Wie die Zeitschrift „Le Betteravier français“ berichtete, kritisierte der Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer (VSZ) die Übernahme als „unverantwortlich“. Das Problem der Überproduktion werde auf diese Weise nicht gelöst. Ausserdem benötige Saint Louis Sucre die Lagerkapazitäten an den fraglichen Standorten, während die Verarbeitungskapazitäten durch Werke in der Umgebung anteilig übernommen werden könnten.