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Erneut haben im vergangenen Jahr viel mehr Menschen eine Zulassung zum Zivildienst beantragt. Von den 20'000 geleisteten Diensttagen entfielen rund die Hälfte auf das Sozialwesen.
Letztes Jahr reichten über 1'600 Personen ein Zivildienst-Gesuch ein. Das sind rund 20 Prozent mehr als 1998 und 1999. Entsprechend dem Rückgang der Asylgesuche wurden die Einsätze in diesem Bereich stark abgebaut.
Markanteste Zunahme aus dem Tessin
Die Gesuche aus der Deutschschweiz nahmen um 15 Prozent, diejenigen aus der französisch-sprachigen Romandie gar um 18 Prozent zu. Das ausgeprägteste soziale Gewissen demonstrierte jedoch die italienische Schweiz mit einer Zunahme der Gesuche um 56 Prozent.
Die Vollzugs-Stelle für den Zivildienst bearbeitete im Laufe des Jahres knapp 1'400 Anmeldungen und verfügte fast 1'200 Zulassungen sowie 104 Abweisungen. Dazu kamen Nicht-Eintretens-Entscheide und Rückzüge. Nach Anhörung abgelehnt wurden somit 8,4 Prozent der Gesuche.
Aufräumarbeiten nach Katastrophen
Rund die Hälfte der Einsätze wurden im Sozialwesen geleistet, etwa in der Betreuung von behinderten oder älteren Menschen oder bei der Arbeit mit Jugendlichen.
Etwa 20'000 Diensttage kamen dem Umwelt- und Naturschutz zu Gute, dem Gesundheitswesen sowie der Forschung. Eines der Schwerpunktprogramme beinhalte zudem Aufräumarbeiten nach den Erdrutsch- und Überschwemmungs-Katastrophen im Wallis und Tessin, wie der Leiter Zivildienst, Samuel Werenfels, am Donnerstag(15.02.) in Bern mitteilte.
swissinfo und Agenturen