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Kategorie: Wettbewerb
Bauherr/in: Stadt Port
Städtebauliche Situation
Die Gemeinde Port liegt an den Hängen oberhalb des Bielersees. Die Bebauung des Ortes ist meist kleinmasstäblich. Man wohnt in einzelnen Häusern, die sich entlang der Höhenlinien aufreihen. Gäärten umgeben die einzelnen Häuser. Im Luftbild wirkt es, als sickere der nahegelegene Portwald durch das Dorf. Port besteht aus fliessenden Räumen.
Das Projekt nimmt diese Räume auf. Es entsteht ein Ort, der sich mit dem umliegenden Quartier verknüpft und sich in den erweiterten Kontext einbettet. Die Ernst-Jakob-Strasse wird bis auf die Gummelstrasse verlängert; die Querverbindung wird freigespielt.
Die Schulanlage wird durch drei neue Gebäudekörper strukturiert. Sichtbezüge zum See, gefasste Pausenräume, Spielplätze und Rückzugsmöglichkeiten erlauben einen abwechslungsreichen Einbezug der Aussenräume in den Unterricht. Das Projekt macht aus dem Pausenhof einen Schulplatz.
Programm
Das bestehende Schulhaus wird zur neuen Tagesstruktur umfunktioniert. Das Programm der Schule wird auf zwei weitere Gebäude verteilt. Das grössere der beiden ist das eigentliche Schulhaus. Das kleinere, vorgelagerte Gebäude fasst Koch- und Werkklassen. Lärm- und schmutzintensive Tätigkeiten sind so vom konzentrierten Lernen getrennt. Das Werkhaus profitiert vom Terrainsprung und verfügt auf allen Geschossen über Aussenbezug.
Der Schulbau ist nach der Nord-Süd-Achse orientiert. Alle Klassenräume schauen entweder nach Osten oder nach Westen. Pro Geschoss entstehen Einheiten aus drei Klassenzimmern und drei Gruppenräumen. Durch die eingeschobenen Gruppenräume und Kerne wird der Gang zu einer Kette einzelner Bereiche. Die Erschliessung ist mehr als nur ein Gang. Die einzelnen Orte können spielerisch in den Unterricht einbezogen werden. Durch die Aufteilung in zwei Schulgebäude gestaltet sich der Betrieb klarer. Der Lärm in den Gängen wird reduziert und die Aussenräume werden zusäätzlich aktiviert.
Der Kindergarten vervollständigt das Ensemble. Der eingeschossige Bau bietet direkten Bezug zu den grosszügigen Aussenflächen. Hier lockt eine Heckenlandschaft mit Entfaltungsmöglichkeiten und Spielnischen für die Kinder. Das Gebäude ist Teil der neuen Schulanlage. Der bereichernde Austausch der verschiedenen Altersgruppen wird durch den fliessenden Aussenraum gefördert.