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Eine Depression ist eine Qual, und entsprechend froh ist man, wenn sie nach einer Behandlung oder manchmal sogar spontan verschwindet. Doch nicht immer verschwindet eine Depression nachhaltig. Circa ein Drittel der Betroffenen leidet nicht nur unter einer kurzen depressiven Episode, sondern unter einem rezidivierenden oder chronischen Verlauf. Diese anhaltende seelische Belastung erzeugt einen massiven Leidensdruck.
Es kommt zuweilen vor, dass eine Depression zwar spontan verschwindet, aber nach einer Weile tritt eine erneute depressive Episode ein. Wiederholen sich die depressiven Episoden, so reden wir vom rezidivierenden (sich wiederholenden) Verlauf.
Manchmal wird eine Depression zwar leichter, aber richtig gesund fühlt man sich dennoch nicht. Die Stimmung hebt sich ein wenig, Freude wird jedoch nicht richtig spürbar. Wenn dieser Zustand einer „Beinahe-Depression“ mindestens zwei Jahre dauert, so nennt man dies Dysthymie.
Zum Teil dauert aber auch eine volle depressive Episode mehr als zwei Jahre, in diesem Fall handelt es sich um einen chronischen Verlauf.
Während sich die Behandlung einer einzelnen Episode auf die depressiven Symptome und auf ihre Auslöser fokussiert, müssen bei der Behandlung der rezidivierenden, dysthymen und chronischen Depression die aufrechterhaltenden Faktoren in den Vordergrund gerückt werden. Studien haben gezeigt, dass diese aufrechterhaltenden Faktoren häufig im Bereich der zwischenmenschlichen Interaktionen liegen.
Menschen mit chronischer oder rezidivierender Depression haben häufig schmerzhafte zwischenmenschliche Erfahrungen gemacht. Deshalb wurde eine spezielle Therapie zur Behandlung der chronischen und rezidivierenden Depression entwickelt, die genau auf diese Faktoren abzielt. Die CBASP-Therapie (Cognitive Beahvior Analysis System of Psychotherapie) ist zur Zeit die wirksamste Behandlung der chronischen und rezidivierenden Depression.