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Mastoiditis IndikationenDie akute Mastoiditis äussert sich in einer Rötung, Schwellung und in einem Druckschmerz hinter dem Ohr. Es handelt sich um eine entzündliche und infektiöse Erkrankung des Warzenfortsatzes, der zum Schläfenbein gehört. Sie wird in der Regel von Bakterien verursacht und entsteht meistens als seltene Folge einer Mittelohrentzündung. Weil die Mastoiditis schwere und sogar lebensbedrohliche Komplikationen verursachen kann, ist eine adäquate medizinische Therapie erforderlich. Behandelt wird sie einerseits mit Antibiotika und andererseits mit chirurgischen Eingriffen.Symptome
Eine akute Mastoiditis äussert sich in einer Rötung, Schwellung und in einer Druckempfindlichkeit im Bereich hinter dem Ohr. Sie wird oft von Ohrenschmerzen, Fieber und einem Ausfluss begleitet, weil es sich um eine Begleit- oder Folgeerkrankung der Mittelohrentzündung handelt. Wie diese kommt die Mastoiditis hauptsächlich bei Kindern vor. Das Ohr kann aufgrund der Eiteransammlung und der Abszessbildung abstehen.
Da für die Behandlung der Mittelohrentzündung heute Antibiotika zur Verfügung stehen, ist die Erkrankung selten geworden.
Die Mastoiditis soll adäquat medizinisch behandelt werden, weil sie bei einer weiteren Ausbreitung zu schwerwiegenden und teils sogar lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann, zum Beispiel zu einem Gehörverlust, Thrombosen, einer Gesichtslähmung, einer Hirnhautentzündung und Abszessen. Dies aufgrund der unmittelbaren Nähe zum zentralen Nervensystem, zum Ohr und zu Blutgefässen.Ursachen
Die Mastoiditis ist eine üblicherweise bakterielle, infektiöse und entzündliche Erkrankung des Warzenfortsatzes (Processus mastoideus, Mastoid), welcher zum Schläfenbein gehört, einem seitlichen Schädelknochen. Vom Mastoid gehen Skelettmuskelstränge des Halses aus. Im seinem Innern finden sich zahlreiche Hohlräume, die mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist. Sie stehen mit dem Mittelohr über einen kleinen Kanal in Verbindung (Aditus ad antrum). Die Beschwerden entstehen aufgrund der Entzündung der Schleimhaut, der Vereiterung und dem Einschmelzen des Knochens, was zum Durchbruch in die umliegenden Gewebe führt.
Zu den typischen Erregern gehören Streptokokken (Streptococcus pneumoniae, Streptococcus pyogenes), Staphylokokken (Staphylococcus aureus), Pseudomonas und Haemophilus influenzae.Diagnose
Die Diagnose wird anhand der Patientengeschichte, des klinischen Bildes, der körperlichen Untersuchung, mit einer Otoskopie (Trommelfell), Labormethoden und bildgebenden Verfahren wie einer Computer- oder Magnetresonanztomographie gestellt. Spezialisten für die Erkrankung sind Hals-Nasen-Ohren-Ärzte.
Als Differentialdiagnosen kommen unter anderem Traumen, eine Zellulitis und eine Schwellung der Ohrspeicheldrüse (Parotitis) infrage.Nicht-medikamentöse Behandlung
Häufig ist ein lokaler Eingriff wie beispielsweise eine Punktion mit einer Aspiration erforderlich. Bei der Parazentese wird ein kleiner Einschnitt in das Trommelfell vorgenommen, damit sich die Sekretionen entleeren können. Bei der Mastoidektomie wird der Warzenfortsatz teilweise oder ganz entfernt. Sie wird heute jedoch seltener durchgeführt.Medikamentöse Behandlung
- wie Cephalosporine (Ceftriaxon i.v.) sind gegen die auslösenden Bakterien wirksam. Ist ein Erregernachweis verfügbar, kann die Antibiotikatherapie entsprechend angepasst werden.
- wie die nicht-steroidalen Antirheumatika und Paracetamol für die Behandlung der Schmerzen und/oder der Entzündung.
Weitere Medikamente:
- Zur Linderung der Beschwerden können unterstützend beispielsweise auch abschwellende Nasensprays, Inhalationen, Sympathomimetika und Erkältungsbalsame zum Einsatz kommen. Ohrentropfen sind aufgrund des häufig perforierten Trommelfells in der Regel jedoch nicht geeignet.
- Arzneimittel-Fachinformation (CH)
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- NICE-Guidelines
- Obringer E., Chen J.L. Acute Mastoiditis Caused by Streptococcus pneumoniae. Pediatr Ann, 2016, 45(5), e176-9 Pubmed
- Spratley J., Silveira H., Alvarez I., Pais-Clemente M. Acute mastoiditis in children: review of the current status. Int J Pediatr Otorhinolaryngol, 2000, 56(1), 33-40 Pubmed
- Weitere Quellen
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