Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03499.jsonl.gz/322

Am Dienstag fand in Mailand eine weitere Sitzung der Arbeitsgruppe zur Schifffahrt auf den beiden Tessiner Seen Lago di Lugano und Lago Maggiore statt.
Dabei konnten die beiden Schifffahrtsunternehmen die Verträge, die für die Gründung eines Konsortiums zwischen der italienischen Gestione Governativa Navigazione Laghi (GGNL) und der Società Navigazione del Lago di Lugano (SNL) erforderlich sind, bereinigen und unterschreiben.
Diese Verträge bilden die Grundlage für die Aufnahme des Schiffsbetriebes auf dem Schweizer Becken des Lago Maggiore per 25. März 2018 und für die Wiederbeschäftigung der ehemaligen Angestellten der GGNL, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) in einer Mitteilung schreibt. Für die Linienschifffahrt auf Schweizer Seite des Langensees ist künftig die SNL verantwortlich.
Vertreten in der Arbeitsgruppe sind neben der GGNL und der SNL das italienische Ministero delle Infrastrutture e dei Trasporti (MIT), das Bundesamt für Verkehr (BAV) sowie der Kanton Tessin.
20-tägiger Streik
Im vergangenen Sommer waren die Angestellten der Fährschifffahrtsgesellschaft Lago Maggiore NLM in einen 20-tägigen Ausstand getreten, nachdem ihnen auf das Jahresende die Kündigung ausgesprochen worden war. Nach einer Einigung zwischen dem Kanton, der Stadt Locarno und den Gewerkschaften waren sie wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt.
Der Kanton Tessin und die Stadt Locarno waren bereit, eine einmalige Lohngarantie von 200'000 Franken für die 34 entlassenen NLM-Angestellten zu zahlen, um Zeit zu gewinnen und die Übergangszeit bis zur Bildung eines Konsortiums für die Angestellten erträglicher zu machen. (htr/npa)