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Im vorliegenden Versuch wurde die Eignung einer mittel-intensiven Stallausmast von zwei Mastremontentypen untersucht, die für Grasland basierte Produktionssysteme bestimmt sind. Kastrierte männliche und weibliche Angus und Eringer Mutterkuhkälber (Geschlechtsverhältnis 1:3) wurden im Alter von zehn Monaten abgesetzt. Sie stammten von Mutterkühen, die bei ausschliesslicher Grünlandfütterung gehalten wurden. Die Grundration der Ausmast bestand aus Grassilage und Heu, die im Verhältnis 3:1 (in der Trockensubstanz) gemischt wurden. Während der drei ersten Monate wurde die Grundration nur minimal ergänzt. In der Endphase wurde ein energiereiches Ergänzungsfutter zugefüttert. Erst von diesem Zeitpunkt an konnte ein im Vergleich zur Säugeperiode beschleunigtes Wachstum (+18 %) gemessen werden. Im Durchschnitt erreichten die Angus und die Eringer Remonten in der Endphase einen Zuwachs von 1.1 kg bzw. 0.9 kg/Tag. Die Futterverwertung war bei den Angus Remonten in der Tendenz höher als bei den Eringern. Die Ausmast nach dem Absetzen hat die Fleischigkeit der Schlachtköper nachweislich verbessert. Hingegen war das Fettgewebe bei 50 % der Angus und bei 13 % der Eringer übermässig ausgebildet, obwohl das Schlachtköpergewicht im Mittel 250 kg nicht überstieg. Die Ergebnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass sich die angewendete Ausmastform für beide Tiertypen eignet. Allerdings ist bei Angus Tieren eine leicht reduzierte Fütterungsintensität anzuwenden.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.