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FWK KP 12
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg, während der Zeit des „Kalten Krieges“, bildete die Festung Crestawald ein wichtiger Eckpfeiler im Verteidigungsdispositiv.
Die Festung wurde vom Personal der Festungswachtkompanie 12 unterhalten und laufend den veränderten Waffentechniken angepasst.
Unmittelbar nach Beendigung des zweiten Weltkrieges wurde ein zusätzlicher MG-Stand integriert und noch im Jahre 1991 ist eine neue Filteranlage zum Schutz gegen die aktuellen chemischen Kampfstoffe eingebaut worden.
Die Festungsanlage wurde während 365 Tage im Jahr von Mitgliedern des Festungswachtkorps in betriebsbereitem Zustand gehalten, so dass die Festungsbesatzung, die sich grösstenteils aus Soldaten, Unteroffizieren und Offizieren, welche in der näheren Umgebung der Festung wohnten, zusammensetzte, die Anlage bei einer Mobilmachung innert weniger Stunden in kampfbereitem Zustand übernehmen konnten.
Die Festungswacht Kp 12 war nicht nur für das Artilleriewerkes Crestawald verantwortlich. Weitere Infanteriewerke, Höhenunterkünfte und Magazine, Hindernisse und militärische Anlagen wurden von den Festungswächtern der FWK Kp 12 überwacht, unterhalten, getarnt und ständig in kampfbereitem Zustand gehalten.
Die Stützpunkte der Festungswacht- Kompanie 12 verteilten sich über den gesamten Kanton Graubünden. Neben dem Hauptstandort in Bever, ab 1945 in Thusis, mit Garagen, Werkstätten und der Verwaltung, bestanden Aussenposten in Davos, Susch, Samedan, Crestawald und Trin.
Der Mannschaftsbestand der Festungswachtkompanie 12 betrug 80 Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere.
Im Konzept der Armeereform 95 war für die Befestigungsanlagen, die ihre Wurzeln im zweiten Weltkrieg hatten, kein Bedarf mehr. Die Anlagen wurden desarmiert, d.h. Waffen, Munition und Ausrüstung wurden entfernt, und gegenwärtig ist man daran, diese Anlagen zu versiegeln oder sie gar abzureissen.
Um den neuen, veränderten Aufgaben gerecht zu werden, wurde das Festungswachtkorps reorganisiert und der Personalbestand den neuen Anforderungen angepasst.