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18. Juni 2019
Der Verein Helvetia Latina setzt sich seit 1980 für die Förderung der Mehrsprachigkeit und die angemessene Vertretung der verschiedenen Sprachgemeinschaften in der Schweizerischen Bundesverwaltung ein. An seiner Generalversammlung am 19. Juni im Raiffeisen Forum verabschiedete Helvetia Latina seinen langjährigen Präsidenten, Nationalrat Jacques-André Maire.
Sein Nachfolger wird der Nationalrat und Stadtpräsident von Montreux, Laurent Wehrli. Ebenfalls durfte Helvetia Latina eine neue Vizepräsidentin begrüssen: Nationalrätin Laurence Fehlmann-Rielle aus Genf tritt die Nachfolge von Ständerätin Anne Seydoux-Christe aus dem Kanton Jura an. Dr. Ivo Guidicetti aus Graubünden folgt als neuer Generalsekretär auf Simon Denoth.
Im vergangenen Jahr setzte Helvetia Latina seine Tradition fort, die/den zukünftige/n Bundespräsident/in am Jahresende zur Abendveranstaltung begrüssen. Die guten Beziehungen zu den Bundesräten ergänzte Helvetia Latina mit dem Empfang illustrer Gäste an seinen Anlässen. Unter anderen nahmen der Vizekanzler der Eidgenossenschaft, Jörg de Bernardi, der Generalsekretär der SRG, Roger de Weck, oder die Delegierte des Bundes für Mehrsprachigkeit, Nicoletta Mariolini, daran teil. Während seiner Präsidentschaft setzte sich Jacques-André Maire stark für die Anliegen der lateinischen Sprachregionen ein, unter anderem mit dem Einsatz für den Unterricht der Landessprachen und durch die Bekämpfung der «No Billag»-Initiative. Im Parlament reichte er mehrere Vorstösse zugunsten der Anliegen von Helvetia Latina ein und machte so auf die Bedeutung der Förderung der Mehrsprachigkeit in der Schweiz aufmerksam. Für das kommende Jahr hat Helvetia Latina den «Tag der Mehrsprachigkeit» lanciert: einen Tag lang werden sich die Angestellten der Schweizerischen Eidgenossenschaft in einer Landessprache, welche nicht ihre Muttersprache ist, mündlich und schriftlich ausdrücken. Für einen Tag werden somit die «Minderheitensprachen» in der Mehrheit sein.