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Weltweit acht Gebirgsregionen, darunter besonders das Engadin, sind belastet durch Rückstände von polyfluorierten Chemikalien (PFC). Die Outdoor-Branche verwendet diese Chemikalie, die laut Greenpeace gesundheitsschädlich sein kann, bei der Herstellung von Kleidung.
Untersucht wurden Schnee und Seewasser auf die PFC-Chemikalien. Wie die Umweltorganisation Greenpeace mitteilte, wurden die höchsten Konzentrationen in Schneeproben im Schweizer Nationalpark, der Macuner Seenplatte im Engadin, in der Hohen Tatra in der Slowakei sowie beim Lago Pilato im italienischen Apennin entdeckt.
Die in den Wasserproben gefundenen Substanzen kumulieren sich Greenpeace zufolge über die Jahre. Die Konzentrationen im Wasser seien deshalb höher als jene im Schnee. PFC-haltige Stoffe gelangen überdies via Verbrennung in die Luft.
Greenpeace schreibt, die Schadstoffe sammelten sich im Blut und in Organen von Menschen und Tieren an. Einige PFC könnten die Fortpflanzung beeinträchtigen, das Wachstum von Tumoren fördern oder das Hormonsystem beeinflussen. Weiter betont die Organisation, es sei dringend nötig, dass die Outdoor-Branche glaubhafte Verpflichtungen eingehe und auf unbedenklichere Alternativen umstelle.
Die gemachten Tests sind laut Greenpeace Teil der Detox-Kampagne. Seit 2011 fordert die Umweltorganisation die Bekleidungsindustrie auf, alle gefährlichen Chemikalien aus der Produktions- und Lieferkette zu verbannen. (whr/sda)