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Noch einmal müssen die junge Rhapsody und ihre Gefährten gegen den Dämon des Feuers antreten: Er ruft seine Heerscharen zusammen, um die Welt mit Chaos und Zerstörung zu überrollen. Und er weiß Kinder auf seiner Seite, die seine unheilvolle Saat tragen. Sie sind so mächtig, dass der Kampf aussichtslos scheint. Nur ein Wunder kann die neue Welt jetzt noch retten - oder die Magie eines jungen Mädchens ... Nach 'Tochter des Windes' und 'Tochter der Erde' rüsten die finsteren Mächte zur entscheidenden Schlacht!
Elizabeth Haydon hat mit ihrer 'Rhapsody'-Saga, bestehend aus den Bänden 'Tochter des Windes', 'Tochter der Erde' und 'Tochter des Feuers', die internationale Fantasy-Szene im Sturm erobert. Die musikbegeisterte Autorin arbeitet nebenbei als Lektorin in einem Schulbuchverlag und reist auf den Spuren vergangener Kulturen um die Welt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie an der Ostküste der USA.
Autorentext
Elizabeth Haydon hat mit ihrer "Rhapsody"-Saga, bestehend aus den Bänden "Tochter des Windes", "Tochter der Erde" und "Tochter des Feuers", die internationale Fantasy-Szene im Sturm erobert. Die musikbegeisterte Autorin arbeitet nebenbei als Lektorin in einem Schulbuchverlag und reist auf den Spuren vergangener Kulturen um die Welt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie an der Ostküste der USA.
Leseprobe
Am Rande der Krevensfelder
Die Zeit neigte sich dem Ende zu;
das wusste Meridion
Das siebeneinhalb Fuß große Ungeheuer im Kettenhemd warf den Kopf zurück, entblößte hauerähnliche Fänge und brüllte. Das Wutgeschrei hallte durch die Dunkelheit, die sich an die zahnähnlichen Felsspitzen schmiegte, und löste lockere Schieferplatten sowie Schneeschichten, die über eine Meile tief in die Schlucht stürzten.
Achmed die Schlange, der König der Firbolg, warf rasch einen Blick auf Rhapsody und Krinsel, die Hebamme, die ihnen bei den Reisevorbereitungen half. Dann wandte er sich wieder seinen eigenen Geschäften zu und grinste hinter seinem Gesichtsschleier über das Entsetzen in den großen grünen Augen der Sängerin.
»Worüber regt sich Grunthor denn so auf?«, fragte sie und reichte der Hebamme einen Beutel mit Wurzeln. Krinsel schnupperte daran und schüttelte den Kopf, worauf Rhapsody den Beutel wieder fortlegte.
»Anscheinend ist er mit dem Quartiermeister und dessen Regiment nicht einverstanden«, antwortete Achmed, als ein neuerlicher Strom von bolgischen Flüchen über die Heide toste.
»Ich glaube, er ist weit mehr beunruhigt über die Tatsache, dass er uns nicht begleiten kann«, meinte Rhapsody und betrachtete im grauen Licht der ersten Dämmerung mitfühlend die entsetzten Soldaten und ihren Anführer, der krampfhaft stillzustehen versuchte und unter der harten Standpauke des Majors erbebte. Die Hebamme reichte ihr eine Börse, und Rhapsody lächelte.
»Zweifellos, aber daran ist nichts zu ändern.« Achmed schnallte einen Lederbeutel zu und stopfte ihn in die Satteltasche. »Zum gegenwärtigen Zeitpunkt darf man die Bolglande nicht führerlos zurücklassen. Hast du alles, was du für die Entbindung benötigst?«
Das Lächeln der Sängerin wich einem ernsten Ausdruck.
»Vielen Dank, Krinsel. Mach's gut, und kümmere dich bitte um meine Enkel, während ich fort bin, ja?« Die Bolg-Frau nickte, verneigte sich flüchtig vor dem König und verschwand dann durch einen der vielen Fluchttunnel des Kessels.
»Ich habe keine Ahnung, was ich für diese Entbindung brauchen werde«, sagte sie leise und mit einer Spur von Anspannung. »Ich habe noch nie ein Kind zur Welt gebracht, das von einem Dämon gezeugt wurde. Du etwa?«
Achmeds dunkle, ungleiche Augen starrten sie kurz unter dem Schleier hinweg an, dann schaute er beiseite und packte weiter seine Sachen zusammen. Rhapsody strich sich eine goldene Haarsträhne aus dem Gesicht, stieß die Luft aus und legte sanft eine Hand auf den Unterarm des Bolg-Königs. »Entschuldige meine Gereiztheit. Diese Reise bereitet mir große Sorgen.«
Achmed warf sich die mit Schnee bedeckte Satteltasche über die Schulter. »Ich weiß«, sagte er gleichmütig. »Das ist richtig so. Ich nehme an, wir sind hinsichtlich dieser Kinder immer noch einer Meinung? Du begreifst die Voraussetzungen, unter denen ich meine Hilfe gewähre?«
Rhapsody erwiderte sein durchdringendes Starren mit einem milden, aber ebenso entschlossenen Blick. »Ja.«
»Gut. Und jetzt sollten wir den Quartiermeister vor Grunthors Zorn retten.«
Der frisch gefallene Schnee des frühen Wintertages knirschte unter ihren Füßen, als sie über die Heide gingen. Rhapsody blieb kurz stehen, wandte sich vom westlichen Vorgebirge und der weiten Ebene der Krevensfelder ab und betrachtete den schwarzen östlichen Horizont hinter den Gipfeln der Zahnfelsen, deren gezackte Umrisse nun vom blassen Grau erhellt wurden.
Eine Stunde bis Sonnenaufgang, vielleicht weniger, dachte sie und versuchte zu schätzen, wann sie und Achmed sich trennen würden. Es war für sie wichtig, an einem Ort zu sein, wo sie die Morgendämmerung mit den rituellen Liedern der Liringlas, der Rassee ihrer Mutter, begrüßen konnte. Sie sog die klare, kalte Luft ein, atmete wieder aus und sah den gefrierenden Wölkchen im bitter kalten Wind nach.
»Achmed«, rief sie dem König zu, der etwa zwanzig Schr