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Die Olympia-Chance wahren
Roman Schaad erstmals im Final eines Continentalcups
Der Unteriberger Langläufer musste sein Rennprogramm coronabedingt wie viele andere umstellen und kam so zu zwei neuen Bestergebnissen im Continentalcup.
KONRAD SCHULER
Am 11. Dezember lief Roman Schaad auf Weltcupstufe in Davos im Sprint im freien Stil auf Rang neun, egalisierte dabei sein Karriere-Bestergebnis und brachte sich in eine gute Position für eine mögliche Olympiaselektion.
Am 18. Dezember wäre sein Start in Dresden auf dem Programm gestanden. Krankheitshalber musste er aber passen. Das war insofern schade, da er dort im Vorjahr einen feinen zehnten Platz rausgelaufen hatte und ihm die Strecke immer sehr gut gefiel und seinen Fähigkeiten entgegenkam.
Rennen abgesagt
Am 28. Dezember stand der Sprint im freien Stil auf der Lenzerheide als Startevent der Tour de Ski an. Roman Schaad lief auf den 20. Platz und bestätigte seine gute Form.
Morgen Samstag wäre nun sein vierter Start im Weltcupkalender in seiner Paradedisziplin in Les Rousses in Frankreich angestanden. Sämtliche Rennen des Wochenendes in Les Rousses wurden aber abgesagt. Ebenfalls abgesagt wurden die klassischen Sprints und die Skiathlons vom 22. und 23. Januar in Planica.
Aufgrund dieser Programmänderungen und weil er krankheitshalber im November und Dezember sehr wenig Trainingstage hatte, legte Roman Schaad nach seinem Auftritt auf der Lenzerheide einen Trainingsblock ein.
Am letzten Wochenende nahm er die Chance wahr, innerhalb des Continentalcups die Rennen im österreichischen St. Ulrich zu bestreiten. «Wegen dem eingeschobenen Trainingsblock war ich nicht top vorbereitet für diese COC-Wettkämpfe in St. Ulrich. Trotzdem waren die Resultate okay. Wichtiger war für mich aber, dass ich Super-Trainingswettkämpfe hinsichtlich einer möglichen Olympiateilnahme bestreiten konnte», sagte er auf Anfrage. Die Resultate waren aber etwas mehr als okay.
Im Sprint im freien Stil vom Samstag lief er im Prolog auf den achten Rang. Viertel- und Halbfinal überstand er, so dass er schlussendlich erstmals in seiner Karriere überhaupt einen Final auf der zweithöchsten Stufe erreichte. «Im Final wurde ich durch einen Sturz eines vor mir liegenden Konkurrenten behindert, sodass ich vier Gegner ziehen lassen musste», so seine Aussage.
Mit Rang fünf und erstmaliger Finalteilnahme erzielte er aber trotz dieser unglücklichen Fügung ein Karriere-Bestergebnis im Continentalcup.
Am Sonntag stand ein 15-Kilometer- Lauf im klassischen Stil an. Roman Schaad belegte mit fast vier Minuten Rückstand den 34. Platz. Auch dies ist ein Karriere-Bestergebnis in einem klassischen Distanzrennen auf Stufe COC.
Weil wegen Corona der internationale Wettkampfkalender durchgerüttelt worden ist, soll den Schweizer Spitzenlangläufern am kommenden Wochenende anlässlich des ersten Teils der Schweizermeisterschaften in Sparenmoos-Zweisimmen ein massgeschneidertes Programm angeboten werden. Dieses wurde ausdrücklich angepasst, damit sich die Langläufer besser auf Peking vorbereiten können.
Statt den ursprünglich vorgesehenen Kurzdistanzrennen wird nun morgen Samstag ein Sprint im freien Stil ausgetragen. Am Sonntag folgt ein Rennen über 15 Kilometer im klassischen Stil. Roman Schaad wird beide Chancen wahrnehmen.
Nächste Woche werden dann die Selektionäre das Wort haben. Mitte Woche sollen die Namen derer bekannt gegeben werden, die für die olympischen Spiele in China selektioniert worden sind.
Roman Schaad. Foto: zvg