Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03581.jsonl.gz/970

Die Nervenfasern die zur Gelenkkapsel ziehen stammen hauptsächlich vom n. auriculotemporalis des n. mandibularis des n. trigeminus. Ein kleiner Teil der medialen Kapsel wird ebenfalls von Fasern innerviert die vom n. facialis stammen und als Rr. communicantes bezeichnet werden. Ventral befinden sich noch Fasern des n. massetericus und dorsal befinden sich Fasern des n. temporalis. Insgesamt befinden sich im hinteren Anteil des Gelenkes, der bilaminären Zone mehr Nerven und Blutgefäße als vorne. Lateral befinden sich mehr Nerven und Gefäße als medial. Der discus articularis ist in seinen nicht belasteten Außenrändern … read more
Der Diskus wird wie der Gelenkknorpel von kranial einwirkenden Kräften belastet. Diese können zu muldenförmigen Formveränderungen führen. Nimmt die Belastung zu wird das Gewebe wie beim Gelenkknorpel aufgeraut und es können Reibegeräusche entstehen. In diesem Stadium sind die Reibegeräusche des Diskus und die der Knorpelschicht klinisch nicht zu trennen. Diagnose: Osteoarthrose. Bei noch höherer Belastung können sogar Löcher im Diskus entstehen. Die Reibegeräusche werden häufig von Haken begleitet. Diagnose: Diskusperforation.
Dabei muss der Patient den Mund so weit wie möglich öffnen. Der Schneidekantenabstand wird gemessen und dann leichter Druck ausgeübt, um den Mund noch ein wenig weiter zu öffnen. Normalerweise beträgt die so gemessene Mundöffnung etwa 45 bis 50 mm, bei verlagertem Diskus jedoch nur etwa 20 mm. Schließen oder Vorschieben des Kiefers gegen Widerstand verstärkt den Schmerz. Die Diskusverlagerung ohne Reposition erfordert oft nur Verordnung von Analgetika. Schienen sind mit Vorsicht einzusetzen, denn bei deutlicher Deformation des Diskus können irreversible Schäden entstehen. Verschiedene arthroskopische und offene chirurgische Verfahren stehen … read more
erfordert eine Beobachtung des Kiefers, wenn der Mund geöffnet wird. Bei Öffnung von mehr als 10 mm ist ein Klicken oder Knacken zu hören oder ein Einfangen zu fühlen, wenn der Diskus über den Kopf des Kondylus zurückspringt. Bei weiterer Öffnung bleibt der Kondylus auf dem Diskus. Für gewöhnlich ist ein weiteres Knacken reziprokes Knacken beim Kieferschluss zu hören, wenn der Kondylus über den Hinterrand des Diskus rutscht und der Diskus dann nach vorne gleitet. Eine Diskusverlagerung mit Reposition erfordert keine Behandlung, wenn der Patient den Mund ohne Beschwerden etwa … read more
Eine in der Kiefergelenkssprechstunde der BERLIN-KLINIK Zahnklinik recht häufig vorgestellte Beschwerde ist die Diskusverlagerung nach anterior. Das ist in der Regel eine anteriore Fehlstellung des Discus articularis oberhalb des Kondylus. Symptome sind lokalisierter Gelenkschmerz und Knacken bei Kieferbewegung. Die Diagnose basiert auf Anamnese und körperlicher Untersuchung. Die Behandlung erfolgt mit Analgetika, durch Ruhigstellen des Kiefers, Muskelentspannung, physikalische Therapie und Schienen. Nur wenn diese Methoden wiederholt fehlschlagen kann eine Operation erforderlich sein. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Ergebnisse wie bei vielen anderen Kiefergelenksbeschwerden auch. Der obere Kopf des m. pterygoideus lateralis … read more
Anatomisch entsteht der discus articularis weil in einem bikonvexen Gelenksystem das Zwischengewebe nicht verdrängt wird. Der Diskus ist dadurch bikonkav und ist als innerer Teil der Kapsel anzusehen. Er hat ringsum Anheftungen an die Gelenkkapsel Der Diskus ist wie eine Gleitscheibe und bewirkt dass der Gelenkraum in obere Gelenkkammer und untere Gelenkkammer unterteilt wird. Die obere Gelenkkammer befindet sich zwischen os temporale und Diskusoberseite, die untere Gelenkkammer zwischen Gelenkköpfchen und Diskusunterseite. Der äußere Rand des Diskus ist mit Knorpelzellen versehen in der Mitte befinden sich dicht gereihte Kollagenfaser Bündel. Der … read more
Die Strukturen der bilaminären Zone im Kiefergelenk können sie als innere Fasern der Gelenkkapsel betrachtet werden. In der Entwicklung bewegt sich das Kiefergelenk von der Rückwand des Gelenkraumes weg. Dadurch spaltet sich die dorsale Gelenkkapsel auf und es entsteht ein Raum zwischen stratum synoviale und stratum fibrosum. Das ursprüngliche Stratum fibrosum bleibt hinten und bildet die rückwärtige Gelenkkapsel. Das stratum synoviale zieht mit dem Gelenkköpfchen nach vorne und bildet die stratum superius und stratum inferius der bilaminären Zone. Zwischen stratum superius und stratum inferius auf der einen und dorsaler Gelenkkapsel … read more
Kein Kieferkapsel Symptom sondern ein Symptom der gelenkexternen Bänder klinisches Symptom des ligamentum stylomandibulare. Dieses Band kann ausgehend vom processus styloideus über einen verhältnismässig weitern Bereich verknöchern und damit zu teilweise schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen. Es ist dabei nicht immer klar darstellbar ob es sich dabei nicht auch um Verknöcherungen des Lig. stylohyoideum oder m. stylohyoideus handeln könnte.
Das Kausystem besteht im wesentlichen aus dem Kiefergelenk, seinen umgebenden Strukturen, der Gelenkkapsel und der dazugehörenden Kaumuskulatur. Der Kauapparat liegt in direkter Nähe zu den obersten Kopf Gelenken der Halswirbelsäule. Somit können Fehlstellungen, Fehlhaltungen und Beschwerdeformen der gesamten Schulter-, Nacken-, Wirbelsäule auch auf die Kiefergelenke wirken und umgekehrt.Eine Störung des Kauapparates nennt man CMD Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion. Somit können auch Zähneknirschen, Zähnepressen, sowohl streßbedingt als auch durch falsch angepassten oder suboptimal funktionellen Zahnersatz sowie direkte Schmerzen im Mundbereich durch Schon- oder Fehlhaltung CMD begünstigen, auslösen oder unterstützen. Die Behandlung von CMD erfolgt … read more
Die Gelenkkapsel ist bei allen Kiefergelenksbeschwerden und dem CMD Formenkreis von wesentlicher Bedeutung und kann nicht nur als Halteelement für den Unterkiefer gesehen werden. Sie hat propriozeptive Funktionen während der Kieferbewegung. Die äußere oder zirkulär angelegte Gelenkkapsel verbindet die beiden knöchernen Anteile des Kiefergelenkes miteinander. In der vorderen Kapselschale liegen, wie in fast allen anderen Gelenkkapseln, tratum fibrosum, fibröser Anteil einer Gelenkkapsel mit mechanischen Eigenschaften und stratum synoviale, Schmiermittelbildender Anteil einer Gelenkkapsel. In der hinteren Gelenkkapsel gibt es zwischen beiden Anteilen einen weiten Raum, die dorsale Kapselschale wird durch das … read more