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Der Chef der Armee, Herr Korpskommandant Blattmann, ist nicht zu beneiden: Täglich neue Sparaufträge, Rekruten, die der BBC bereitwillig über ihre persönliche Taktik im Ernstfall Auskunft geben ("I would run and throw my gun away") und alle Welt, die sich über seine Bedrohungsszenarien lustig macht. Angeblich wären die Menschen in Brisbane froh um eine persönliche Waffe gewesen, aus Angst vor Plünderungen - in so einem Fall sei es gut, wenn die Waffe zu Hause vorhanden sei.
Geradezu als Zumutung empfindet Herr Blattmann Idee, vermehrt Leihwaffen einzusetzen, beispielsweise für das Obligatorische oder für grosse Schützenfeste. Musiker spielten schliesslich auch gerne auf ihrem eigenen Instrument und Skifahrer setzten ihre massgeschneiderten Skis für Rennen ein - wer tauscht schon die Zahnbürste mit jemandem, den er gar nicht kennt?
Ein Blick über den Grenzzaun wäre hilfreich: Bei der Bundeswehr in Deutschland gibt es gar keine persönlichen Waffen - ausser während einem Kriegseinsatz wie in Afghanistan. Aber auch dort nur für die Dauer des Aufenthaltes im Kampfgebiet. Einmal mehr zeigt sich: Zu langer Dienst in der Armee führt zu Realitätsverlust und zu mangelnder Flexibilität.