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Parkari
Parkari
1,2 Mio.
Hinduismus, Christentum
Das Volk der Parkari gehört zu den Minderheitsvölkern in der Sindh-Region im Süden Pakistans. Seit Generationen ist ihr Leben geprägt von Ausgrenzung und Verachtung. Für die Zugehörigen der Mehrheitsreligion gehören sie zu den „Unberührbaren“, andere bezeichnen sie als „Ungläubige“. Die Parkari versuchen, von der Landwirtschaft zu leben. Einige besitzen ein Stück Land, aber meist in sehr trockenen Gebieten. Andere verdingen sich in Gegenden, die bewässert werden.
Weniger als 5% der Männer können lesen und schreiben, bei den Frauen sind es nicht einmal 1%. Die Kombination von Ausgrenzung, Ausbeutung und Mangel an Bildung führt dazu, dass die Parkari ein armseliges Dasein ohne Hoffnung auf Verbesserung führen.
Diese Situation soll sich ändern, indem die Parkari dazu befähigt werden, sich aus der Diskriminierung zu befreien und ihre Zukunft in Würde eigenständig zu gestalten. Dazu trägt ein Bildungsprogramm für Erwachsene bei, mit den Schwerpunkten berufliche Ausbildung, Gesundheitsvorsorge sowie Verbesserung des Einkommens. Weitere Projektaktivitäten umfassen ein Trinkwasserprogramm und Aufklärungsarbeit im Bereich Bürgerrechte sowie ein zweisprachiges Schulprogramm, das Kindern den Zugang zur Landessprache Urdu über die Muttersprache ermöglicht.
Wie kann der Gesundheitszustand einer ganzen Dorfgemeinschaft verbessert werden? Indem Kinder in der Schule lernen, was man tun kann, um Krankheiten zu vermeiden. Anhand von Bildmaterial und kindergerechten Broschüren lernen die Schüler, auf eine gute Hygiene zu achten. Auch der Umgang mit Abfall wird thematisiert. So entwickeln die Kinder gute Gewohnheiten wie Hände waschen, Zähne putzen, sich täglich waschen und geben ihr Wissen gerne an ihre Eltern und jüngere Geschwister weiter.
Die pakistanische Organisation PCDP (Parkari Community Development Programme) ist für die Durchführung des Projekts verantwortlich. Seit 2007 engagiert sich Wycliffe Norwegen als Partner. Aus der Schweiz wollen wir Wycliffe Norwegen mit einem Beitrag von 10 000 Franken unterstützen.