Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/78446

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die verschiedenen Akteure, welche sich mit der Jugendgewaltthematik beschäftigen (Jugendanwaltschaft, kantonale und kommunale Behörden, Jugendarbeit, Polizei, Lehrerschaft, Elternorganisationen usw.), zu einer nationalen Konferenz gegen Jugendgewalt einzuladen und damit bei der Eindämmung der Jugendgewalt eine aktive und koordinierende Rolle zu übernehmen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen der Umsetzung der Postulate Leuthard 03.3298, "Jugendgewalt", und Amherd 06.3646, "Jugendgewalt. Mehr Effizienz und Wirkung in der Prävention", wird der Bundesrat die Problematik der Jugendgewalt vertieft prüfen und konkrete Massnahmen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene vorschlagen. Die Arbeiten für diesen Bericht sind im Gange und werden im nächsten Jahr vom federführenden Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) abgeschlossen. Der Bericht wird dem Bundesrat nach der Sommerpause 2008 unterbreitet werden.</p><p>Der Bericht wird u. a. einen Überblick über die in den letzten Jahren bereits eingeleiteten Massnahmen auf Stufe Bund, Kantone und Gemeinden sowie eine Bewertung ihrer Wirksamkeit geben. Im Weiteren werden auch die Resultate des durch das EJPD in diesem Sommer eingeleiteten Prozesses zur Erarbeitung von Massnahmen im Bereich der Polizei-, Strafverfolgungs-, Strafvollzugs- und Migrationsbehörden integriert, und die Rolle des Bundes wird geklärt.</p><p>Eine bessere Vernetzung der zuständigen Akteure mit dem Ziel des Good-Practice-Austauschs erscheint sinnvoll. Der Bericht wird deshalb unter Einbezug aller relevanten Akteure erstellt werden. Das BSV wird hierfür eine breitabgestützte Arbeitsgruppe mit Vertretern und Vertreterinnen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden sowie von NGO einsetzen. Die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe werden in den Bericht einfliessen.</p><p>Der Bundesrat erachtet es unter diesen Umständen als nicht nötig, eine nationale Konferenz gegen Jugendgewalt durchzuführen. Angesichts des vorgesehenen breiten Einbezugs der relevanten Akteure würde eine Konferenz zu keinen neuen Erkenntnissen führen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.