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Geschichte
Der Fluss Murg im Süden der Stadt Frauenfeld war 1831 entscheidend für die Standortwahl der Walzmühle. Schon im Mittelalter für die Energieproduktion genutzt, sah auch der Gründer der Walzmühlegesellschaft, Josef Anton Müller, am Flussufer der Murg den idealen Standort für seine Mühle. Der damals in Warschau wohnhafte, ehemalige Hofrat des russischen Zaren und Müllereibesitzer, der im Sommer 1831 auf Grund politischer Unruhen dazu gezwungen wurde, in die Heimat zurückzukehren, hatte eine Vision: eine Mühle mit einem völlig neuen Mahlverfahren. Anstelle von zwei flach übereinander liegenden Mahlsteinen sollten gegeneinander laufende Stahlwalzen mit feinen Rillen das trockene Korn mahlen. Seine Reise in die Heimat nutzte er, um Investoren für seine Vision zu gewinnen, so dass er bald nach Gründung der Walzmühlegesellschaft das schlossähnliche, fünfgeschossige Müllereigebäude mit zwei Seitentrakten errichten konnte.