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Branchen-News
Überlegungen zum „Fair for Life“-Jubiläumsbericht von Matthias Wiesmann
Anders als der Bio-Bereich kennt der Fair Trade-Bereich keine gesetzliche Grundlage, die ein Minimum an Regeln setzt – es sei denn, man beziehe sich auf die Grundlagen der Internationalen Arbeitsorgansation (ILO, BIT) in Genf. In diesem Fall kann man nicht unbedingt von Fair Trade, sondern eher von „Fair Production“ sprechen.
Auf Wikipedia ist die (faire) Welt auf den ersten Blick noch sehr überschaubar. Unter dem Stichwort Fairtrade findet man gerade mal den Hinweis auf ein einziges Label. Es heisst da: „Sogenannte Gütesiegel oder Labels machen Produkte aus Fairem Handel für die Verbraucher als solche erkennbar. Für die Zertifizierung von Produkten und Produzenten und die unabhängige Überprüfung der Einhaltung der Kriterien ist die internationale Dachorganisation Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) verantwortlich. In ihr sind die nationalen Fairhandelsorganisationen zusammengeschlossen. Das Gütesiegel für Fairen Handel heißt in Deutschland und Österreich TransFair, in der Schweiz Max Havelaar.“ That's it!
Wenn man gezielt weitersucht, stösst man in Wikipedia ebenfalls (aber ohne wechselseitige Querverweise) auf SA 8000, eine Norm, die sich auf die UN Deklaration der Menschenrechte, die Rechte des Kindes und ebenfalls auf die ILO-Konventionen beruft. (Switcher ist beispielsweise SA8000-zertifiziert).
An der Art der beiden Einträge und dem Fehlen von Querverlinkungen ist einfach abzulesen, dass es sich um Konkurrenznormen handelt. Die Regeln von Wikipedia lassen es zu, dass FLO-Texter einen entsprechenden Beitrag redigieren. Sie sind ja nicht verpflichtet, auf „Konkurrenzprodukte“ hinzuweisen. Dabei ist es durchaus normal, dass Labels in Konkurrenz zueinander stehen.
Das ist auch bei Bio-Labels der Fall. Die Anbauorganisationen stehen im Wettbewerb um Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetriebe, die ihr Label übernehmen. Die Organsationen finanzieren sich schliesslich aus dem Verkauf von Lizenzen. Im Fairtrade-Bereich dürfte die Konkurrenz allerdings noch grösser sein, da Verkauf von Lizenzen, die Etablierung von Normenkatalogen und deren Zertifizierung viel enger zusammenhängen. Dies ist bei den „klassischen“, stark im Lizenzverkauf engagierten Fairtrade-Organsationen sehr deutlich (Beispiel Max Havelaar mit Kaffee- und Bananenlizenzen bei Coop, Migros usw.): sie schlossen sich international zu den Fairtrade Labelling Organisations (FLO) zusammen und bauten ihre eigene Zertifizierung auf, die schliesslich in FLO-CERT ausgelagert wurde.
Es gibt aber auch den anderen Entwicklungsansatz: nicht produktions- oder verkaufsnahe Organisationen, sondern der Zertifizierer setzt ein Label in die Welt. Diesen Weg hat das weltweit tätige IMO in Weinfelden (Schweiz) mit dem Label Fair for Life beschritten. Während die traditionellen Fair Trade-Organisationen so etwas wie Menschenrechtsorgansationen auf einer sehr konkreten Handlungsebene sind (Schwerpunkt bei der Durchsetzung der Arbeitsnormen der ILO), richtet sich der Blick des IMO etwas stärker auch auf den wirtschaftlichen Prozess, auf die Wertschöpfungskette.
Zusammenfassend wird man konstatieren: die Idee ist zwar schön, einerseits eine irgendwie demokratisch organisierte „Legislative“ zu haben, welche Richtlinien formuliert, andererseits eine unabhängige „Judikative“, welche die Einhaltung der Richtlinien kontrolliert (und Zertifikate verteilt). Weil es aber so ist, dass die Richtliniensetzer von den Linzenzeinnahmen leben und die Zertifizierer von den Kontrollhonoraren, mischt sich grundsätzlich in beiden Fällen ein ökonomisches Interesse in diese gut ausgedachten Strukturen ein. Wenn Produzentenorgansationen ein Label lancieren, dann ist es sicher sozial breiter abgestützt als wenn eine Zertifizierungsorganisation Urheberin ist. Ob die Corporate Governance im einen oder anderen Fall besser ist, ist nicht auf den ersten Blick zu entscheiden.
Matthias Wiesmann, 18.09.2009
Bio-BäckerInnen-Gruppe bei Backstube Sundaram AG
von Peter Jossi
Am 14. Oktober 2009 traf sich die Bio-BäckerInnen-Gruppe in der Backstube Sundaram AG in Uster. Der Schwerpunkt des Herbsttreffens lag beim Thema Biofette und - Margarinen. Zusammen mit Herstellern und Vermarktern wurden anhand konkreter Praxisanwendungen die bestehenden Angebote geprüft und der zusätzliche Bedarf für Bäckerei- und –Konditoreianwendungen diskutiert.
Das Treffen in den Arbeitsräumen der Backstube Sundaram AG knüpfte an eine ebenso bewährte wie einfache Tradition der Bio-BäckerInnen-Gruppe an: Einer der Mitgliederbetriebe übernimmt jeweils die Gastgeberrolle. Der gemeinsame Rundgang durch die Lager-, Arbeits- und Verkaufsräumlichkeiten bildet dabei bereits den Einstieg in eine vielseitige Fachdiskussion. Der von Thomas Wiesmann geleitete Betrieb ist einer der echten „Bioniere“, der bereits bei der ersten Bio-BäckerInnen-Gruppe vor 20 Jahren mitwirkte. Gerade auch für NeueinsteigerInnen in die Bioverarbeitung ist dieser Austausch daher besonders wertvoll.
Die Verarbeitung von Fetten und Margarinen in Bioqualität ist in den gewerblichen und industriellen Backwarenherstellung seit vielen Jahren üblich. Bei welchen Produkten stattdessen Biobutter zum Einsatz kommt, hängt von technischen Fragen ebenso ab wie von der Unternehmensphilosophie der Betriebe.
Christoph Gsell, Geschäftsleiter der Grüninger AG, stellte verschiedene Biofette und Biomargarinen und deren Einsatzmöglichkeiten vor. Thomas Wiesmann von der Backstube Sundaram AG hatte im Vorfeld bereits einige Backversuche (Pastetli-Herstellung) gemacht.
Aus der daraus entstehenden Praxisdiskussion konnten die konkreten Bedürfnisse der Betriebe recht genau abgeschätzt werden. Dieser Fachaustausch wird nun in weiteren Abklärungen konkretisiert in Zusammenarbeit mit Barbara Wirz vom Biogrosshändler Bio Partner Schweiz AG, der bereits viele BiobäckerInnen regelmässig mit einem Vollsortiment beliefert.
Im Jahr 2010 wird die Bio-BäckerInnen-Gruppe weitere Betriebsbesuche organisieren.
Als Schwerpunkt wurde das Themenfeld Qualität diskutiert. Der beim Treffen anwesende Berater Markus Johann wies dabei auf die Züchtungserfolge von Peter Kunz im Bereich Biosaatgut hin. Davon ausgehend wollen wir Qualitätsfragen entlang der ganzen Wertschöpfungskette näher betrachten, namentlich bei der Lagerhaltung, (Selbst-) Vermahlung, und Verarbeitung.
Informationen zur BiobäckerInnen-Gruppe:
Peter Jossi, <email-pii>
www.bionetz.ch
Thomas Wiesmann, Geschäftsleiter Backstube Sundaram AG
www.sundaram.ch
Christoph Gsell, Geschäftsleiter Grüninger AG
Barbara Wirz, PM Food Bio Partner AG
Peter Kunz
www.peter-kunz.ch
Zukunft säen!: www.avenirsem.ch
Mit klareren Regeln will der Bundesrat festlegen, wann ein Produkt mit dem Schweizer Kreuz ausgezeichnet werden darf. Die Bauern freuts, die Verarbeiter nur zum Teil.
Von Roland Wyss-Aerni
Verarbeitete Lebensmittel, die mit dem Schweizerkreuz gekennzeichnet werden, müssen künftig gewichtsmässig zu 80 Prozent aus Schweizer Rohstoffen bestehen. Ausnahmen davon sind möglich bei Rohstoffen, die in der Schweiz gar nicht vorhanden sind wie etwa Kakao, oder nur in ungenügender Menge, zum Beispiel wegen Ernteausfällen. Rein wirtschaftliche Gründe, etwa billigere Rohstoffe im Ausland, rechtfertigen keine Ausnahme.
Diese Regel will der Bundesrat in der "Swissness"-Vorlage verankern. Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf präsentierte am 18. November 2009 die entsprechenden Vorschläge für eine Revision des Markenschutz und des Wappenschutzgesetzes. Damit will der Bund die Herkunftsbezeichnung "Schweiz" stärken und den Missbrauch einzudämmen. Immerhin könne bei typisch schweizerischen Produk ten der Mehrwert bis zu 20 Prozent des Verkaufspreises betragen, verdeutlichte Widmer-Schlumpf den Wert von "Swissness".
Umstrittener Rohstoffanteil
Die Frage nach dem Schweizer Rohstoffanteil für verarbeitete Lebensmittel ist einer der Streitpunkte der "Swissness"-Vorlage. Bauern und Konsumenten pochten auf einen möglichst hohen Anteil an Schweizer Rohstoffen, während die Industrie sich die Möglichkeit, ihre Produkte mit dem Schweizerkreuz zu versehen, nicht mit zu hohen Auflagen erschweren lassen wollte. Entsprechend fielen nun die Reaktionen auf die Botschaft aus.
Die bäuerlichen Organisationen zeigen sich erfreut, dass der Bund die Marke Schweiz besser schützen will. Die vorgesehenen Ausnahmen seien pragmatisch und würden den Bedürfnissen der Verarbeiter Rechnung tragen. Weiter gehende Ausnahmen würden von den Bauern nicht akzeptiert, schreiben der Schweizerische Bauernverband, Bio Suisse, IP-Suisse, Agora, Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für das Berggebiet und AOC-IGP-Vereinigung in einer Medienmitteilung.
Kritik kommt hingegen von den Konsumentenorganisationen. Mit den Ausnahmeregeln unterlaufe der Bundesrat den eigenen Grundsatzentscheid und lasse Hintertüren offen, etwa für "Schweizer" Trockenfleisch, das in Tat und Wahrheit aus Brasilien stamme.
Die Reaktionen der Verarbeiter sind unterschiedlich. Die Bündnerfleischfabrikanten etwa betrachten ihr Produkt dank der Ausnahmeregelung als gerettet und sind zufrieden. Andere hoffen auf eine weitere Aufweichung der 80-Prozent-Regel im Parlament. Emmi zum Beispiel importiert Zutaten für Müesli, Jogurt oder Caffe latte, und Biskuithersteller Hug findet die Botschaft eine "Katastrophe". Schlimmstenfalls müsste Hug künftig auf das Schweizerkreuz verzichten, wird Geschäftsführer Andreas Hug in der "Neuen Luzerner Zeitung" zitiert.
Regeln auch für Mineralwasser und Dienstleistungen
Der Bund regelt auch für die anderen Produktkategorien, wie viel Schweiz drin sein muss, damit Schweiz drauf stehen darf:
Für Naturprodukte wie Pflanzen, Früchte, Gemüse oder Mineralwasser gilt, dass sie in der Schweiz geerntet oder abgefüllt werden.
Bei Industrieprodukten müssen 60 Prozent der Herstellungskosten in der Schweiz anfallen. Dabei können auch die Kosten für Forschung und Entwicklung berücksichtigt werden. Voraussetzung ist sowohl für Industrieprodukte und für verarbeitete Produkte, dass die Tätigkeit, die dem Produkt seine wesentlichen Eigenschaften verleiht, in der Schweiz stattfindet, zum Beispiel die Verarbeitung von Milch zu Käse.
Trotzdem hat der Gewerbeverband scharf reagiert: Die willkürliche Erhöhung von heute 50 auf künftig 60 Prozent brächten vor allem den kleineren Unternehmen unnötige finanzielle und administrative Zusatzbelastungen, ohne die Marke Schweiz zu stärken.
Dienstleistungen dürfen dann als schweizerisch bezeichnet werden, wenn sich der Sitz und ein tatsächliches Verwaltungszentrum des Erbringers in der Schweiz befinden.
Copyright: LID, Mediendienst Nr. 2964 vom 20.11.2009, Autor Roland Wyss-Aerni/ leicht angepasst, A.d.R.
(BioFach) - Vor kurzem hat die spanische Landwirtschaftsministerin Elena Espinosa einen Bericht zur "Ökologischen Landwirtschaft in Spanien 2008" vorgestellt. Demnach liegt Spanien mit über 1,3 Mio. ha landwirtschaftlicher Bio-Fläche in Europa an der Spitze.
Mit einem Wachstum von 35 % auf etwa 784.000 ha verzeichnet Andalusien den grössten Zuwachs. Dies entspricht 60 % der gesamten spanischen Bio-Fläche. Katalonien hingegen verfügt über die meisten Hersteller von Obst- und Gemüseprodukten (459 Firmen) sowie von Fleischprodukten (97 Firmen).
Die ökologische Viehzucht ist in Spanien um beachtliche 25 % gestiegen. Es wurde eine Gesamtzahl von 3.813 Viehhaltungsbetrieben registriert.
Quelle: www.mapa.es
Copyright: BioFach, Newsletter vom 26.06.2009
(Bio-Markt.info) - Die Produzentenpreise für Bio-Futtergetreide in der Schweiz sind gut, berichtet agrarheute. Das Angebot sei gleich geblieben, die Nachfrage nach Bio-Mischfutter nicht zuletzt aufgrund der neuen 100 %- Bio-Fütterungsvorschrift gestiegen.Besonders knapp ist das Angebot bei den Eiweissproduken. Zum einen sei die Fläche der Ackerbohnen und Eiweisserbsen sehr klein, zum anderen wurden ab 2009 die Direktzahlungen für diese Kulturen gekürzt.
Für die Produzenten bedeute dies eine Einbusse von 500 ChFR pro Hektar, umgerechnet auf den Produzentenpreis würden 15 Franken pro 100 kg fehlen. Aus diesen Gründen hätten die Vertreter an den Preisverhandlungen beschlossen, die Preise zu halten und bei den Ackerbohnen und Eiweissserbsen die Differenz auszugleichen.
Beim Brotgetreide hätten die niedrigen Weltmarktpreise sowie die Senkung des Getreide- und des Mehlzolls ab 1. Juli bzw. 1. Oktober 2009 nicht nur die Müller, sondern auch die Produzenten unter Druck gesetzt, heisst es weiter.
Quelle: agrarheute.com
Copyright: Bio-Markt.info, 22.06.2009
KonsumentInnen stimmen täglich ab: Keine Gentechlebensmittel erwünscht!
Zu Recht verlangt die Bio Suisse:Das Stimmvolk muss das letzte Wort haben! In der Realität findet die Abstimmung täglich statt und führt immer zum gleichen Ergebnis: Gentechlebensmittel machen für die Schweiz keinen Sinn!
Die so genannte Koexistenzforschung verbaut den Weg zu einer echten Qualitätsstrategie für Schweizer Lebensmittel, die sich auch im Freihandel bewähren kann.
Die Herkunfts- und Qualitätsstandards von Suisse Garantie bis zu den Biolabels und -Eigenmarken haben längst Marktrealitäten geschaffen: Sie fordern alle als Basisanforderung den Verzicht auf die Gentechnologie, unterstützt von Partei- und VerbandsvertreterInnen jeder politischen Couleur. Es ist an der Zeit, dass die offizielle Politik diese Entwicklung zumindest nicht mehr behindert. Noch besser wären konsequente, zukunftgerichtete Fördermassnahmen und gesetzliche Leitplanken.
Dazu gehört auch ein klares Bekenntnis zur Schweizer Bioproduktion in Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel. Schweizer Bioqualität hat gerade beim Export gute Chancen und weist den Weg zu einer umfassenden Qualitätsstrategie.
Ihre Meinung?
Kontakt: <email-pii>
Hier lesen Sie den Original-Beitrag von Bio Suisse:
Verlängerung Gentech-Moratorium um drei Jahre
Gentechfreie Schweiz: Stimmvolk muss entscheidenDer Bundesrat will das am 27. November 2010 auslaufende Moratorium "für eine gentechnikfreie Landwirtschaft" um drei Jahre verlängern, um damit Zeit zu gewinnen zur Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen.
So weit, so gut. Doch offenbar will der Bundesrat die Zeit nur gewinnen, um die Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche GVO-Produktion zu schaffen. Damit politisiert der Bundesrat am Volks- und Konsumentenwillen vorbei. Ob die Schweiz eine Koexistenz überhaupt will, darüber muss das Stimmvolk das letzte Wort haben.
Das Moratorium "für eine gentechnikfreie Landwirtschaft" läuft am 27. November 2010 aus. Kurze Zeit nach Beginn des Moratoriums lancierte der Bundesrat das "Nationale Forschungsprogramm über Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen" (NFP 59). Die Ergebnisse und der Schlussbericht des NFP 59 sollen bis Mitte 2012 vorliegen. Heute hat der Bundesrat eine Botschaft zu einer entsprechenden Änderung des Gentechnikgesetzes an das Parlament verabschiedet.
Stimmvolk muss entscheiden
Bio Suisse ist der Meinung, dass eine Verlängerung um drei Jahre zu knapp ist und forderte deshalb eine Moratoriumsverlängerung um fünf Jahre. Das NFP 59 wird seine Schlussfolgerungen und Vorschläge erst kurz vor Ablauf des um drei Jahre verlängerten Moratoriums vorlegen. Der Zeitraum bis zur politischen Umsetzung der Koexistenz ist danach viel zu kurz. Es hätte genügend Zeit gebraucht, um eine seriöse politische und öffentliche Diskussion zu führen.
Noch völlig offen ist die Frage, ob die Schweiz Gentechnik-Produkte in der Landwirtschaft überhaupt zulassen will. Zur Zeit findet sich weder bei der Bevölkerung, noch bei den Grossverteilern, noch bei landwirtschaftlichen Verbänden eine genügende Akzeptanz. Bio Suisse lehnt den Einsatz von Gentechnik grundsätzlich ab. Diese Haltung ist auch im EU-Raum weit vertreten. Kommt die Politik zum Schluss, dass der Verzicht auf GVO für die Schweiz die bessere Lösung ist, muss das Gentechnikgesetz entsprechend angepasst werden, was wiederum Zeit beansprucht.
Nun scheint der Bundesrat aber bereits davon auszugehen, dass nach Ablauf des jetzt verlängerten Moratoriums GVO-Pflanzen in der Schweiz angebaut werden. Das ist eine unzulässige Vorwegnahme des wissenschaftlichen und politischen Prozesses und eine Missachtung des Volks- und Konsumentenwillens! Das Stimmvolk muss das letzte Wort haben.
FHAL nicht torpedieren!
Die Haltung der Schweiz zur Gentechnik hängt auch eng mit dem geplanten Freihandelsabkommen (FHAL) zusammen. Bio Suisse und ihre Partner der Agrarallianz verlangen die Verfolgung einer Qualitätsstrategie. Darunter werden das hohe ökologische Niveau und die Gentechnikfreiheit der Schweizer Landwirtschaft verstanden. Das Gentechnikgesetz darf diese übergeordneten Interessen nicht torpedieren.
Weitere Auskünfte:
Markus Arbenz, Geschäftsführer: 079 368 60 51
Jacqueline Forster-Zigerli, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit: 079 704 72 41
Copyright: Bio Suisse, Medienmitteilung vom 01.07.2009
(Bio Suisse) - Die Knospe-Bauern und Müller haben sich in einem zweiten Anlauf auf Richtpreise für das Knospe-Brotgetreide einigen können. Beide Seiten haben Zugeständnisse gemacht. In Anbetracht der Entwicklungen auf dem Markt stellt die Einigung einen Erfolg dar.
Für Weizen liegt damit der Preis wieder auf dem Niveau der Jahre 2005 bis 2007. Für Roggen konnte gegenüber dieser Periode eine Erhöhung von 1 Fr. /100 kg und für Dinkel von 4 Fr. /100 kg erzielt werden.
Im Gegensatz zum konventionellen Getreidemarkt gibt die Einigung den Knospe-Bauern sowie den Müllern Sicherheit auf den derzeit unberechenbaren Märkten.
Lesen Sie hier die ausführliche Medienmitteilung (pdf-Datei, 194 KB)
Weitere Auskünfte:
Jacqueline Forster-Zigerli, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Bio Suisse 079 704 72 41
Copyright: Bio Suisse, Medienmitteikung vom 03.07.2009
Gleichzeitig wird festgestellt, dass die Schweizer Verordnung bezüglich Tierwohl unter das Niveau der EU-Verordnung geht. Dies ist in einem Bereich, wo die Schweiz seit vielen Jahrzehnten führend ist, ein grosser Rückschritt.
Hier lesen Sie die komplette Stellungnahme des FiBL (Word-Dokument, 85 KB)
Copyright der Medienmitteilung vom 02.07.2009:
Anne Merz
Assistentin der Geschäftsleitung
Leiterin Sekretariat
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
Institut de recherche de l'agriculture biologique
Research Institute of Organic Agriculture
Ackerstrasse
Postfach
CH-5070 Frick
Tel: +41 62 865 72 72 / Tel. direkt +41 62 865 04 37
Fax +41 62 865 72 73
<email-pii>
www.fibl.org
(Bio Schwand) - Die Bio Schwand AG hat beschlossen, sämtliches Eigenkapital, das in den nächsten zehn Jahren für die Übernahme der Schwand erforderlich sein wird, zur Risikominimierung jetzt schon zu beschaffen. Sie wird dabei von den Bioorganisationen und vom Kanton Bern unterstützt.
Bio Schwand, das Zentrum für Biolandbau, ist auf dem Landeanflug und erfährt willkommene Unterstützung: Die schweizerische Biodachorganisation Bio Suisse und die kantonale Vereinigung Bärner Bio Bure helfen mit namhaften Beträgen bei der Finanzierung.
Die Bio Schwand AG hat daher beschlossen, das gesamte Eigenkapital, das in den nächsten zehn Jahren für die Übernahme der nicht-landwirtschaftlichen Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule in Münsingen in Baurecht erforderlich sein wird, jetzt schon zu beschaffen, um das Risiko zu minimieren. Dabei sollen auch die aktuellen und zukünftigen Nutzer in die Finanzierung einbezogen werden. Dieses Vorgehen wird vom kantonalen Amt für Grundstücke und Gebäude AGG ausdrücklich verlangt.
Die Bio Schwand AG ist überzeugt, dass das Gesamtkonzept für biologische Landwirtschaft mit Anbau, Verarbeitung, Handel, Gastronomie sowie Bildungs- und Tagungszentrum eine optimale Umnutzung des Schwand-Areals ist. Ein Teil davon ist bereits in der Realisierungsphase (Biohof, Bioschule mit Internat im Pilotbetrieb, Gärtnerei), der Landwirtschaftsbetrieb wurde letzten Sommer im Baurecht verkauft.
Die Bio Schwand AG hat beschlossen, diese Herausforderung anzunehmen und versucht, das zusätzlich erforderliche Geld aufzutreiben. Der Kanton Bern unterstützt sie dabei durch eine weitere Fristerstreckung und einer gemeinsamen Information der Öffentlichkeit.
Das Geld muss unbedingt bis am 31. Juli 2009 zugesichert sein, damit das AGG auf Baurechtsverhandlungen mit der Bio Schwand AG eintreten kann.
Für weitere Informationen
(BioFach) - Das Stiftungsunternehmen WALA Präparate exportiert die drei Marken WALA Arzneimittel, Dr.Hauschka Kosmetik und WalaVita in mehr als 30 Länder. Die WALA beschäftigt rund 700 Mitarbeiter und erzielte 2008 einen Umsatz von 103 Mio. EUR.
Über verschiedene Projekte arbeitet Dr.Hauschka auch mit der Modebranche zusammen, beispielsweise wurde 2007 zusammen mit Kaviar Gauche eine unter ökologischen Bedingungen hergestellte Kosmetiktasche produziert.
Quelle: www.openpr.de (ausführlicher Bericht)
Copyright: BioFach, Newsletter vom 10.07.2009