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1900
Die Kleinhüningerstrasse verbindet Basel mit dem Fischerdorf Kleinhüningen. Das Klybeckschloss, eigentlich eine Mühle aus dem 13. Jahrhundert, ist die erste Bebauung des Quartiers (abgebrochen 1955) in der heutigen Schlossgasse. Die Klybeckstrasse führt am „Schlösschen“ vorbei auf die ehemalige Klybeckinsel, die mit einer kleinen Holzbrücke verbunden war. Das Gesamtareal ist vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Erste Bauten der chemischen Industrie siedeln sich am Rheinufer an.
1918
Die chemische Industrie expandiert und verdichtet sich in starkem Masse. Das Wohngebiet des Klybeck beginnt sich ausgehend von der Kleinhüningerstrasse zu entwickeln und besteht zum grössten Teil aus dem Typus der „Mietskaserne“. Die Insel wird aufgeschüttet und bildet den Grundstein für den Bau der Hafenbahn. Die beiden Tramdepots und der Friedhof entstehen.
1945
Das Industriegebiet ist nun flächendeckend bebaut. Mit den Brückenschlägen über die Wiese, löst die Gärtnerstrasse die Kleinhüningerstrasse als Hauptinfrastrukturachse ab. Die Bebauung des Wohnquartiers verdichtet sich und ist bis Ende der 1940er Jahre zum grössten Teil abgeschlossen. Der Friedhof wird 1932 geschlossen und dient nun als städtischer Erholungsort.
2015
In den 1950er Jahren verleibt sich die CIBA den Anschluss der Kleinhüningerstrasse ein, wodurch die ehemalige Hauptstrasse heute in einer Sackgasse endet. Die Struktur des Industriegebiets wandelt sich von einem Teppich hin zu einer Abfolge von Solitärbauten. Die Promenade am Rheinufer wird 2013 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und erste Zwischennutzungen beleben das Areal. Die Infrastrukturgebäude werden nach und nach abgebrochen.