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Die San Francisco 49ers und die Baltimore Ravens gehen als jeweilige Nummer 1 in die Playoffs von NFC und AFC. Das bedeutet, dass sie für den Einzug in den Super Bowl (am 11. Februar in Las Vegas) eine Runde weniger überstehen müssen als die zwölf weiteren Teams, die sich für die Playoffs qualifizieren. Dazu haben sie jeweils Heimvorteil.
Die Ravens fertigten die Miami Dolphins in einer Partie, die nur auf dem Papier ein Spitzenspiel war, mit 56:19 ab. Nachdem die Gäste das erste Viertel noch mit 10:7 für sich entschieden, schaltete Baltimores Quarterback Lamar Jackson drei Gänge höher. Er warf fünf Touchdown-Pässe zum letztlich ungefährdeten Sieg. Headcoach John Harbaugh sprach von einer perfekten Partie seines Schützlings: «Ich weiss nicht, ob ich schon einmal eine so beeindruckende Leistung in einem Spiel gesehen habe.» Jackson erreichte ein Passer Rating von 158,3 – das ist der höchste Wert, der möglich ist.
Die Dolphins beklagten nicht nur die fünfte Niederlage (bei elf Siegen) in dieser Saison. Sie verloren den Linebacker Bradley Chubb mit einer Knieverletzung (wohl ein Kreuzbandriss). Dabei fehlten in der Offensive schon Raheem Mostert und Jaylen Waddle wegen Verletzungen. Miami ist zwar fix in den Playoffs. Es geht in der letzten Runde aber noch um Platz 1 in der AFC East, dabei kommt es zu einem Direktduell mit den Buffalo Bills.
Keine Playoff-Chancen mehr besitzen die Cincinnati Bengals. Das ist nach der 17:25-Niederlage gegen die Kansas City Chiefs klar. Diese wiederum sicherten sich damit den Sieg in der AFC West und damit verbunden das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde. Mit sechs Field Goals war der Kicker Harrison Butker die grosse Nummer der Chiefs.
Spielmacher Brock Purdy führte die San Francisco 49ers zu einem 27:10-Sieg bei den Washington Commanders. Er kam auf zwei Touchdowns und 230 Yards Raumgewinn. Der Erfolg war gleichbedeutend mit dem Gewinn der NFC, da die Philadelphia Eagles überraschend 31:35 gegen die Arizona Cardinals verloren – und das nach einer 21:6-Pausenführung. Ein Pfeifkonzert der Fans war die Quittung für «Philly». Nachdem die Eagles zehn der ersten elf Spiele gewannen, zeigt die Formkurve nach unten: Das war nun die vierte Niederlage in den letzten fünf Partien.
Bei den Cardinals kassierte Kyler Murray nach einer Interception einen Pick-Six über 99 Yards. Doch das brachte den Quarterback nicht aus der Bahn: Murray sorgte in der Folge für vier Touchdowns.
Mit der Postseason hat Arizona trotz des unerwarteten Siegs freilich nichts zu tun. Noch elf Teams dürfen in der letzten Runde der Regular Season Hoffnungen auf einen Platz in den Playoffs hoffen.
Wer gewinnt die South Division? Indianapolis trifft in einem Direktduell auf Houston. Aber der Sieger ist nur durch, wenn gleichzeitig Jacksonville gegen Tennessee verliert.
Auch hier wird noch der Sieger der South Division gesucht. Tampa Bay (gegen die Carolina Panthers) geht im Vergleich mit New Orleans (gegen die Atlanta Falcons) mit Vorteil ins Rennen. (ram)
Sorgen machen sie sich im Tessin keine. Zumindest nicht wegen diesem Spiel von heute (19.30 Uhr/AZ-Liveticker) gegen den FC Baden. Sieben Punkte Vorsprung hat Bellinzona auf die Aargauer. Es spricht vieles dafür, dass die Tessiner den Klassenerhalt sportlich schaffen. Doch was ist dies schon wert in diesen Tagen? Denn in Bellinzona wissen sie: Über die Ligazugehörigkeit wird weniger auf dem Rasen entschieden als in den Sitzungsräumen der Lizenzkommission der Swiss Football League.