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Das musst du wissen
- Michel Mayor und Didier Queloz, zwei Schweizer Astronomen, erhalten 2019 den Physik-Nobelpreis.
- Der deutsche Wissenschaftsjournalist und Astrophysiker erklärt anschaulich, was die beiden geleistet haben.
- Die Kosmologen haben 1995 den ersten Exoplaneten entdeckt, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist.
Du hast noch nicht recht verstanden, weshalb Michel Mayor und Didier Queloz einen Physik-Nobelpreis erhalten? In einem Reaktionsvideo auf die Nobel-Presseveranstaltung erklärt der deutsche Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch von der ZDF-Sendereihe «Terra X» auf verständliche Art und Weise, was die beiden Schweizer Kosmologen entdeckt haben.
Michel Mayor und Didier Queloz haben 1995 den ersten Exoplaneten entdeckt, der um einen sonnenähnlichen Stern, Helvetios genannt, kreist. Damit warfen sie zahlreiche astronomische Theorien über den Haufen. Seit 1995 wurden über 4000 Exoplaneten entdeckt. Doch wie entdeckt man einen Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems?
Der Exoplanet Dimidium, den Mayor und Queloz gefunden haben, ist am Sternenhimmel nicht sichtbar, seine Sonne bei optimalen Bedingungen aber schon. Da Helvetios und sein Planet Dimidium so nah beieinander sind – ein Jahr auf Dimidium dauert nur gerade 4,2 Tage – wirken ihre Anziehungskräfte stark aufeinander ein. Aufgrund der hohen Anziehungskraft des Planeten wackelt der Stern Helvetios hin und her, anstatt stabil zu bleiben. Wenn er sich auf die Erde zubewegt, färbt er sich aufgrund des Doppler-Effekts leicht blau. Wenn er sich von der Erde entfernt, erhält er eine leicht rote Verfärbung. Diese Unterschiede sind zwar klein, mit genauen Instrumenten aber messbar.
So kamen Michel Mayor und Didier Queloz zum Schluss, dass es einen Planeten geben muss, der um Helvetios kreist.