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Deutschland ist zu einem Einwanderungsland geworden. Unsere Gesellschaft lässt sich als "postmigrantisch" beschrieben. "Post" steht dabei nicht für das Ende der Migration, sondern für die gesellschaftlichen Prozesse und Kämpfe, die nach der Migration erfolgen.
Naika Foroutan, die führende Migrationsforscherin Deutschlands, hat dazu wegweisende Studien vorgelegt. Sie hat aber auch kontinuierlich Essays und Aufsätze publiziert, in denen sie ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse mit Alltagsbeobachtungen verknüpft. Die vorliegende Auswahl zeigt, wie sich das Sprechen und die Positionen auf Zugehörigkeit verändert haben: erst anklopfend-bittend, dann wütend-polemisch und schliesslich gelassen-selbstbewusst. Foroutans alltagsdiagnostische Texte sind ein Spiegel unserer Gesellschaft.Über die Autorin / über den Autor:
Naika Foroutan, geboren 1971, wuchs im Iran und in Deutschland auf. Sie ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und Abteilungsleiterin am dortigen Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM). Sie ist zudem Direktorin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Transformation von Einwanderungsländern in postmigrantische Gesellschaften, Islam- und Minderheitenpolitiken sowie Radikalisierung, Rassismus und Islamismus. Für ihre wissenschaftliche Arbeit erhielt sie u.a. den Fritz-Behrens-Preis für exzellente Forschung.Preis: CHF 27.90