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Afrika in Basel. Am Münster gibt es Elefanten zu entdecken; am Stapfelberg 4 litt Mitte des 19. Jahrhunderts im Haus des C.F. Spittler Anjama aus Ghana an Heimweh; im gleichen Zeitraum wurden in Basel afrikanische Missionsschüler wie Unmündige behandelt; zwischen 1879 und 1935 füllte der Zolli seine Kassen mit exotischen "Völkerschauen" und halb nackten "Negerinnen" oder "Negern"; von der Basler Mission aus strömten im 19. Jahrhundert zahlreiche Missionare nach Afrika, was wiederum afrikanische Menschen nach Basel brachte oder später zur Gründung der Basler Handelsgesellschaft und der Union Trade Company (UTC) führte.
Dies alles gab es heute Donnerstag an der vom Zentrum für Afrikastudien Basel und dem Verein Frauenstadtrundgang organisierten "Stadtsafari" zu entdecken, die im Rahmen des bis 3. Juni dauernden Programms "Afrika Frühling in Basel" am 17. und 24. Mai wiederholt wird. Mehr noch: Studentinnen und Studenten (Bild) berichten während der 90 Minuten dauernden und durch die Altstadt führende Safari (Reise) über die Beziehungen der Universtität und des Museums der Kulturen zu Afrika, über die Anti-Apartheid-Demonstrationen in den achtziger Jahren, die Gebrüder Paul und Kurt Seiler, die das exotische "Tropic"-Café mit seinen Tieren und das "Atlantis" mit Musikern aus Afrika betrieben.
Selbstverständlich wird auch über das heutige Verhältnis der Stadtbevölkerung zu den Menschen aus Afrika und über jene Afro-Shops orientiert, die unterdessen das Stadtbild mitprägen. Eine unterhaltsame Safari, die vor allem etwas klar macht: Basel ist mit Afrika viel enger verbunden, als es auf den ersten Blick den Anschein macht.
15. Mai 2008