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LONDON (awp international) - In den Revolutions-Ländern im Nahen Osten und in Nordafrika wird es nach den Worten des Chefs der Osteuropa-Bank, Thomas Mirow, keinen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung geben. "Die Länder werden sich nicht innerhalb von zwei oder drei Jahren verändern", sagte der Bankchef am Dienstag in London. "Das ist nicht nur eine Frage der Strukturen und Zahlen, sondern auch der Mentalitäten und der Kultur." Für die internationale Gemeinschaft sei es daher entscheidend, zwar entschlossen Engagement zu zeigen, aber auch deutlich zu machen, dass die Transformation lange dauern werde. "Nur so kann der Prozess erfolgreich werden."
Die G8-Staaten hatten am vergangenen Freitag die Osteuropabank, die vollständig Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung heisst, als eine der Organisationen benannt, die Kredite von bis zu 28 Milliarden Euro in Tunesien und Ägypten vergeben sollen. Die Bank plane, Anfang 2012 mit ersten Beratungsprojekten in Ägypten tätig zu werden, sagte Mirow. Vor einem grösseren Engagement müsse aber das Mandat des Instituts erweitert werden. Dafür sei eine Ratifizierung in allen 61 Mitgliedsstaaten nötig. Die Bank war 1991 zur Unterstützung der wirtschaftlichen Transformation der ehemaligen kommunistischen Staaten in Osteuropa gegründet worden./oho/DP/jkr
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