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Die Schweiz gewinnt den Hopman Cup
Roger Federer und Belinda Bencic sorgen dafür, dass die Schweiz erstmals seit 2001 wieder den Hopman Cup gewann. Das Duo setzt sich in Perth im Final gegen Deutschland mit 2:1 Siegen durch.
Im Gegensatz zum vorzeitig entschiedenen Halbfinal gegen die USA wurde das Mixed im Endspiel nicht mehr zur reinen Show-Veranstaltung. Nach Federers 6:7 (4:7), 6:0, 6:2 gegen Alexander Zverev konnte Bencic gegen Angelique Kerber den ersten Matchball nicht nutzen. Die Ostschweizerin, die davor 18 Einzel in Folge gewonnen hatte, unterlag der zweifachen Grand-Slam-Siegerin 4:6, 1:6.
Deshalb musste das Mixed über den Gewinner entscheiden. In der Endausmarchung zeigte sich Bencic dann stark verbessert. Am Netz punktete sie wesentlich effizienter als Kerber. Das im Format «Fast 4» ausgetragene Mixed (maximal sieben Games, bei 3:3 Tiebreak auf maximal 9 Punkte) gewannen «Benderer» mit 4:3 (5:3), 4:2.
Bei der vierten Finalteilnahme ging die Schweiz zum dritten Mal als Siegerin hervor. Bislang hatten 1992 Jakob Hlasek/Manuela Maleeva und 2001 Federer/Martina Hingis die inoffizielle Mixed-WM im Westen Australiens für sich entschieden.
Kerber gleicht für Deutschland aus
Eigentlich standen die Vorzeichen nicht schlecht. In vier Begegnungen hat Belinda Bencic bisher gegen Angelique Kerber immer gewinnen können. Nicht heute. Die Deutsche setzt sich in zwei Sätzen durch und zeigt dabei vor allem in der Defensive unglaubliche Qualitäten. Nun muss also das Mixed Doppel entscheiden, wer den diesjährigen Hopman Cup gewinnt.
Der Frust bei Bencic ist nicht zu übersehen
Bencic verliert Satz 1
Belinda Bencic versucht, das Tempo permanent hoch zu halten. Doch Angelique Kerber findet nach einem schwachen Start immer besser ins Match und demonstriert zum Ende des ersten Durchgangs eindrücklich, warum sie die Nummer 1 der Welt war. Dank ihren pfeilschnellen Beinen gräbt sie Bälle aus, wo ihre Konkurrentinnen wohl nur hinterher schauen könnten. Das reicht am Ende für ein 6:4 im ersten Satz. Ob Bencic nochmal zurückschlagen kann?
Perth fest in Schweizer Hand
Bencic startet so fulminant wie Federer aufgehört hat
Das beginnt aus Schweizer Sicht ja schon mal gut. Belinda Bencic gelingt gleich im ersten Game das Break. Angelique Kerber scheint noch nicht allzuviel zu gelingen. Ob die Schweizer tatsächlich schon in diesem Match den Sack zumachen und den Hopman Cup gewinnen? Wir hoffen es natürlich.
Was für ein Finish
Nach Startschwierigkeiten drehte Federer im Spiel gegen die erst 20-jährige Nummer 4 der Weltrangliste mächtig auf. Für den zweiten Durchgang benötigte Federer nur gerade 22 Minuten, für den dritten 29. Seinen dritten Matchball verwertete er mit einem sehenswerten Cross-Stoppball.
Im letzten Jahr hatte Federer gegen den deutschen Youngster in der Gruppenphase noch verloren. Diesmal zeigte sich der Maestro insbesondere mit dem Aufschlag unwiderstehlich. Er schlug 16 Asse und liess bei eigenem Service nur 19 Punkte des Gegners zu. Zudem wehrte Federer alle vier Breakbälle ab.
Belinda Bencic könnte mit einem Sieg gegen Angelique Kerber den dritten Schweizer Triumph am Hopman Cup perfekt machen. Die bisherigen drei Duelle mit der Gewinnerin des Australian Open und des US Open 2016 hat Bencic allesamt ohne Satzverlust gewonnen.
Schöner kann ein Matchball kaum sein
Dieses Lächeln sagt alles, was es zum zweiten Satz zu sagen gibt
Da war Alexander Zverev nach dem Krimi im ersten Satz auf einmal aber komplett von der Rolle. Kein einziges Game holt der Deutsche im zweiten Satz und Roger Federer kann jetzt den Match nun doch noch gewinnen, wenn er so weiterspielt wie in Durchgang 2.
Zverev holt sich den ersten Satz
Obwohl Roger Federer sogar Satzbälle hatte und den ganzen Satz hindurch den etwas besseren Eindruck hinterliess, gelingt es ihm am Ende nicht, den Sack zuzumachen. Im Tiebreak behält Zverev dann die Nerven und holt sich den ersten Durchgang. Was ist nun die Reaktion des Schweizers?
Diesen Trick muss Zverev noch üben
Novak Djokovic ist wohl der Begründer dieses Tricks. Wobei Trick vielleicht das falsche Wort ist, Kunststück trifft es wohl besser. Und zwar geht es darum, den Tennisball aus hoher Luft direkt in die Hosentasche fallen zu lassen. Das versuchte auch Alexander Zverev. Es blieb aber beim Versuch. Vielleicht sollte er sich direkt beim Serben noch ein paar Tipps abholen.
Ein Halbvolley der Marke Federer
Ein kleiner Vorgeschmack
Bei den beiden geht es gleich von Beginn weg zur Sache. Bei diesem Ballwechsel behält der Schweizer das bessere Ende für sich.
Final-Time!
Vor dem Duell Schweiz – Deutschland
Das hochkarätige deutsche Duo mit Alexander Zverev und der ehemaligen Weltnummer 1 Angelique Kerber setzte sich in seinem letzten Gruppenspiel 2:1 gegen das Heimteam Australien durch.
Nachdem Kerber gegen Daria Gavrilova klar gewonnen hatte, verlor Zverev gegen Thanasi Kokkinakis in drei ausgeglichenen Sätzen. Im entscheidenden Mixed-Doppel setzten sich Kerber/Zverev aber im Kurz-Tiebreak des dritten Satzes durch.
Für Federer kommt es damit in Perth zu einer Revanche. Im letzten Jahr verlor er sein Gruppenspiel gegen Zverev nach drei Tiebreaks. Die letzte Partie gegen den 20-jährigen Hamburger gewann der 16 Jahre ältere Basler aber im November an den ATP-Finals in London.