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Quellensteuer
Bei den schweizerischen Quellensteuern erfolgt die Steuererhebung nicht beim Empfänger einer steuerbaren Leistung (z.B. Lohn des Arbeitnehmers), sondern beim Schuldner der Leistung (z.B. Arbeitgeber).
Der Arbeitgeber ist somit verpflichtet, die auf der Leistung geschuldete Steuer direkt ein- bzw. abzuziehen und der zuständigen Steuerbehörde zu überweisen.
Er erhält hierfür eine Bezugsprovision (Art. 124 StG), würde sich aber bei zweckwidriger Verwendung abgezogener Quellensteuern der Veruntreuung nach Art. 273 StG strafbar machen.
Die Erhebung der Quellensteuer anstelle des ordentlichen Verfahrens ist eine erhebliche Erleichterung für Personen, die sich nur kurzfristig oder vorübergehend in der Schweiz aufhalten.
Die Durchführung des ordentlichen Veranlagungs- und Bezugsverfahrens wäre in diesen Fällen kaum zumutbar.
Ferner ist eine Quellensteuer auch für in der Schweiz steuerbare Leistungen an Personen mit Wohnsitz im Ausland sachgerecht. Für die Erhebung der Quellensteuer ist das Kantonale Steueramt zuständig. Im Vordergrund stehen Bezugshandlungen und Kontrollmaßnahmen sowie die Zuscheidung der einzelnen Steueranteile an die beteiligten Gemeinwesen (Bund, politische Gemeinden und Kirchgemeinden, andere Kantone).