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Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet «Wunde» oder «Verletzung», es kann körperlich und / oder seelisch sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Traumata im ICD 10 als «ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes (kurz – oder langanhaltend), die bei fast jedem eine tiefe Verstörung hervorrufen würde.» Es kennzeichnet kein bestimmtes Ereignis, sondern bezieht sich auf die körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Folgen auf eine Situation, die große Bedrohung für Leben, Gesundheit oder seelische Integrität bedeutet (körperlicher, emotionaler oder sozialer Tod).
Wie entsteht ein Trauma?
Die Entstehung eines Traumas hängt damit zusammen, wie unser Hirn Informationen verarbeitet und speichert. Dabei spielen zwei Hirnregionen eine entscheidende Rolle: die Amygdala und der Hippocampus.
In der Amygdala werden Erlebnisse, also Bilder und körperliche Reaktionen, mit den dazugehörigen Emotionen verknüpft und gespeichert.
Die Amygdala speichert Gefühle, ohne diese zu bewerten. Diese Bewertung findet anschliessend im Hippocampus statt, wo das Erlebnis zeitlich und geografisch geordnet und die dazugehörenden Emotionen bewertet werden.
Bei einem traumatischen Ereignis wird unser Gehirn mit Stresshormonen überflutet. Dadurch wird die Zusammenarbeit zwischen Amygdala und Hypocampus gestört.
Die Amygdala speichert zwar die starken Emotionen, der Hypocampus kann das Erlebnis aber nicht mehr chronologisch nach Ort, Zeit und Kontext des Geschehens ordnen. Die unterschiedlichen Eindrücke werden in Fragmenten und nicht als zusammengehöriges Ereignis abgespeichert.
So reicht zu einem späteren Zeitpunkt ein äusserer Reiz, zum Beispiel ein Geräusch oder ein Geruch, der an das schlimme Erlebnis erinnert, um die Amygdala zu aktivieren.
Da das Gehirn die Erinnerung zeitlich und örtlich nicht zuordnen kann, hat die betroffene Person dann das Gefühl, als würde das traumatische Ereignis jetzt gerade wieder passieren.
Was ist Traumatherapie?
Die Traumatherapie, welche ich in meiner Praxis anbiete, setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
- Körpertherapien wie körperinduzierte Traumatherapie, Access Bars, medizinische Massage, Fussreflexzonenmassage etc. zur Entspannung physiologischer Prozesse, die durch das Trauma ausgelöst wurden (chronische Schmerzen, Verspannungen, Immobilität und Starre, Übererregung, Bluthochdruck etc.).
- Stabilisierende und ressourcenorientierte Methoden wie z.B. Imaginationsübungen, Formate aus dem NLP, Achtsamkeitsübungen, EFT (Emotional Freedom Techniques)
- Entspannungstechniken wie: Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Achtsamkeitsübungen, Atemtechniken
- Traumatherapeutische Methoden zur Stabilisation, Ressourcenarbeit, Distanzierungsmethoden, Erlernen und Vermitteln von Selbstkontrolle und Entwicklung von Alternativen zur inneren und äusseren Sicherheit, zur Deeskalation und Affektregulation