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Der spanische Bankensektor benötigt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) Finanzhilfen in Höhe von mindestens 40 Milliarden Euro. Das Kapital würde gebraucht, wenn die schlechtesten Konjunkturvorhersagen für das Euroland eintreten würden.
Dieses Ergebnis eines Stresstests geht aus einem IWF-Bericht über die Stabilität des spanischen Finanzsystems hervor, der in Teilen am Freitagabend in Washington veröffentlicht wurde. Die grössten Banken des Eurolandes hätten aber ausreichende Kapitalpuffer, betonte der IWF.
Der Stresstest habe nicht zur Absicht gehabt, eine definitive Grösse des Kapitalbedarfs zu ermitteln, sondern vor allem Schwächen im Finanzsektor festzustellen. Danach sei das System im Kern gewappnet gegen eine weitere Verschlechterung der spanischen Konjunktur, aber manche Segmenten und bestimmte Banken seien anfällig, heisst es in dem Report.
Deshalb werde der zusätzliche Kapitalpuffer benötigt, um die von Notenbankern ausgearbeiteten schärferen Eigenkapitalregeln ("Basel III") einhalten zu können. In der Praxis könne dieser Kapitalbedarf auch grösser ausfallen.
Spanien hatte den unter einer geplatzten Immobilien- und Kreditblase leidenden Bankensektor des Landes mit Milliardenbeträgen gestützt, um einen Zusammenbruch zu verhindern. Bisher will Madrid keine mit zahlreichen Auflagen verbundenen Darlehen aus dem Euro-Rettungsfonds EFSF beantragen, sondern die Krise allein in den Griff bekommen.
Wegen seiner schwächelnden Wirtschaft gilt Spanien jedoch seit einiger Zeit als Kandidat für Finanzhilfen. Berichte zu möglichen Verhandlungen über europäische Hilfen bereits am Wochenende wies Madrid am Freitag unter Verweis auf die laufende IWF-Untersuchung zurück.
(rcv/sda)