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Giovanni Giacometti, Bündner Kunstmuseum Chur am 17. April
Mit insgesamt 84 Werken aus Museums- und Privatbesitz wurde der Fokus der Ausstellung ganz auf die geniale, vibrierende Lichtorchestrierung von Giovanni Giacometti gerichtet. Es ging dem Künstler primär um die Wiedergabe und Intensivierung der Licht- und Farbwirkung, die er durch das Nebeneinandersetzen von Pinselstrichen mit ungemischten, oft komplementär gewählten Farben erreichte.
Giovanni Giacometti gehört neben Ferdinand Hodler, Cuno Amiet und Félix Vallotton zu den führenden Schweizer Künstlern, die zwischen Impressionismus und Fauvismus, vergleichbar mit dem im deutschsprachigen Raum später gewachsenen Expressionismus, wesentliche Neuerungen der Moderne weiterentwickelt haben.
Giovanni Giacometti aus Stampa / Bergell besuchte ab 1886 in München die Kunstgewerbeschule. Während der Ausbildung lernte er Cuno Amiet kennen, mit dem er eine lebenslange Freundschaft pflegte. Mit Amiet zog er nach Paris, bis ihn Geldmangel 1891 zur Rückkehr ins Bergell zwang. Giacometti lernte da Giovanni Segantini kennen, der sein Mentor wurde.
Zusammen mit den Kindern Alberto, Diego, Ottilia, und dem jüngsten Sohn Bruno zog die Familie 1904 nach Stampa in ein Haus, dessen Stall Giovanni Giacometti als Atelier nutzte.
Alle drei Giacometti-Brüder sollten im Kunstbereich tätig werden: Alberto und Diego im Bereich der Malerei, Skulptur und des Designs, Bruno als Architekt.
Fioritura (der Ausdruck der grossen Sehnsucht nach Familie)
Die Kinder standen ihrem Vater lieber Modell, statt Kühe zu hüten !!
Immer wieder malte Giovanni Menschen bei der Landarbeit. Heuernte in der Phantasie Giacomettis wurde das enge Tal zur weiten Ebene.

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Oktober 2020