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Vaduz (ots) - Vaduz, 31. März (pafl) - Zu den Medienberichten der
letzten Tage teilt die Staatsanwaltschaft mit:
Die Meldestelle für Geldwäscherei (FIU) hat am 3. August 2006 eine
Verdachtsmitteilung einer liechtensteinischen Treuhandfirma an die
Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die sodann eine gerichtliche
Untersuchung gegen einen spanischen Staatsangehörigen wegen Verdachts
der Geldwäscherei nach § 165 StGB beantragte. Der Spanier war
Erstbegünstigter einer liechtensteinischen Stiftung, die die
Treuhandfirma im März 1999 über Auftrag einer Schweizer Bank
gegründet hatte. Über das Schweizer Konto dieser Stiftung wurden
verdächtige Zahlungen abgewickelt.
In Liechtenstein wurden keine Konten oder Vermögenswerte
festgestellt. Daher wurden auch keine Konten gesperrt oder
Vermögenswerte beschlagnahmt.
Als die Treuhandfirma im Sommer 2006 von der Verhaftung des
Erstbegünstigten der Stiftung in Spanien wegen Verdachtes der
Beteiligung an Erpressungshandlungen der ETA erfuhr, erstatte sie
umgehend Verdachtsmitteilung und wirkte bei der Aufklärung des
Sachverhaltes mit.
Die gerichtliche Untersuchung in Liechtenstein wurde Ende 2006
abgeschlossen. Im Januar 2007 wurden die spanischen Behörden um
Übernahme der Strafverfolgung gegen den Verdächtigen ersucht. Das
liechtensteinische Strafverfahren ist bis zur Beendigung des
spanischen Verfahrens unterbrochen.
Die spanischen Behörden erlangten vom Sachverhalt bereits durch
die liechtensteinischen Behörden im August 2006 Kenntnis.
Bei einem persönlichen Treffen im Oktober 2007 bedankte sich der
spanische Generalstaatsanwalt Candido Conde-Pumpido Touron beim
Leitenden Staatsanwalt Robert Wallner für die hervorragende
Zusammenarbeit in diesem Fall.
Kontakt:
Liechtensteinische Staatsanwaltschaft
Robert Wallner, Leitender Staatsanwalt
Tel.: +423 236 67 95