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Das Wichtigste in Kürze
- In Frankreich wurde am Sonntag gewählt, die Wahlbeteiligung war allerdings tief.
- Für die zweite Runde hat Jean Castex seine Landsleute zum Urnengang aufgerufen.
Historisch tief ist die Wahlbeteiligung bei den Regional- und Departementswahlen in Frankreich. Kollektiv gegen Enthaltungen zu kämpfen, sei ein republikanisches Erfordernis, schrieb jetzt Frankreichs Premierminister Jean Castex am Montag auf Twitter.
«Wenn die Enthaltung gewinnt, verliert die Demokratie», mahnte er. Mit Blick auf die zweite Runde der Regionalwahlen am 27. Juni schrieb er: «Gehen Sie am nächsten Sonntag wählen!»
Mit geschätzt 31 bis 34 Prozent dürfte die Wahlbeteiligung bei den zeitgleich abgehaltenen Regional- und Départementswahlen am Sonntag wohl ein historisches Tief erreicht haben. Die bisher niedrigste Wahlbeteiligung in einer ersten Runde der Regionalwahlen hatte es mit 46,3 Prozent im Jahr 2010 gegeben.
Die Wahlen waren wegen der Corona-Pandemie um drei Monate verschoben worden. Frankreich war stark von der Epidemie getroffen; die Gesundheitskrise und ihre Folgen gelten auch als ein Grund für das geringe Interesse an den Wahlen.