Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03627.jsonl.gz/69

Heilpädagogische Schule
Ansicht West (Durchgang)Download
Heilpädagogische Schule
Innenraum (Gang)
Heilpädagogische Schule
Innenraum (Treppe)
Heilpädagogische Schule
Adresse
6210 Sursee
LU
Architektur
Die Heilpädagogische Schule Sursee bietet einen geschützten Rahmen, präsentiert sich jedoch als offener, transparenter Bau. Dies stellt einen wesentlichen Unterschied zu älteren Förderschulen dar. Formal entspricht die differenzierte Ausformulierung von Kuben der grundlegenden Formensprache von Scheitlin Syfrig Architekten.
Chronologie
Die Heilpädagogische Schule (HPS) in Sursee besteht seit 1967. Im Jahr 1971 zog die HPS in das Schulhaus Kotten, das in den Jahren 1995 bis 1999 im Süden erweitert wurde. Realisiert wurde der Erweiterungsbau von den Luzerner Architekten Andi Scheitlin und Marc Syfrig.
Lage
Das Schulareal Kotten befindet sich im Westen der Gemeinde Sursee. Es wird im Osten von der Pilatusstrasse und Bahngleisen, im Süden von der Ringstrasse gefasst. Die Kottenmatte und die Pfyffermattstrasse begrenzen das Areal im Westen und Norden. Der Pausenhof und die Haupteingänge der Heilpädagogischen Schule und der nördlich angrenzenden Primarschule befinden sich an der Kottenmatte.
Beschreibung
Der langgestreckte, flach gedeckte Baukörper ist in den Hang eingebettet: Die Eingangsseite im Westen ist drei-, die Rückseite viergeschossig ausgebildet: Ein Sockelgeschoss aus Sichtbeton nivelliert das Terrain und schliesst den angrenzenden Sportplatz ab. Es beherbergt das Stadtarchiv. Die Archivräume sind weitgehend geschlossen ausgebildet und lediglich mit Fensterluken versehen. Der Kernbau der HPS ist aufgeständert. Die von einer mächtigen Betonrahmung gefassten Obergeschosse sind auf beiden Längsseiten vollflächig verglast. Auf der Eingangsseite schneiden drei Loggien Fugen in den Kubus. Der Eingangsbereich ist als Glaselement unter die Betonrahmung gestellt und lässt einen weiten Durchgang frei. Am nördlichen Ende des Neubaus ist ein Verbindungstrakt zum Altbau unter die Rahmung geschoben. Dieser Kubus greift ins Sockelgeschoss über und beherbergt Abstellflächen. Die Betonrahmung ist hier über zwei Geschosse aufgeständert und scheint zu schweben.
Das lichte Erdgeschoss der HPS schafft Raum für soziale Interaktion. Es bietet freie Arbeitsplätze sowie einen loungeartigen Bereich zum Aufenthalt und Rückzug ausserhalb des schulischen Rahmens. Des Weiteren befinden sich hier eine Bibliothek und ein Mehrzweckraum. Im ersten Obergeschoss sind Werkräume sowie eine Lehrküche und ein Lehrerzimmer, im zweiten Obergeschoss sind über die gesamte Länge Unterrichts- und Therapieräume untergebracht.
Literatur
Dudek, Mark. Entwurfsatlas Schulen und Kindergärten. Basel 2015, S. 100–101. – Gmür, Otti. Häuser, Dörfer, Städte. Architekturführer Luzern. Luzern 2006, S. 229.