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GAM bestätigte am Mittwochabend, dass man von der Übernahmekommission entsprechend informiert worden sei. Die Investorengruppe NewGAMe/Bruellan hatte die Absicht Einsprache zu erheben bereits am Mittwochmorgen in einem Communiqué bekannt gegeben. Die Aktionärsgruppe um Bruellan/Newgame SA, Rock Investment SAS sowie The Phoenix Insurance Company hält laut aktuellen Angaben rund 8,4 Prozent an GAM. Sie will, dass die UEK nun diverse Bedingungen des Angebotes für ungültig erklärt.
Die Investorengruppe kritisiert vor allem die Verfügung der UEK, wonach Liontrust das Angebot von einem erfolgreichen Ausstieg von GAM aus dem Fondsverwaltungsgeschäft in Luxemburg und der Schweiz abhängig machen könne. Diese Bedingung soll gestrichen werden.
Diese Bedingung mache das Angebot unfair gegenüber den GAM-Aktionären, erklärten die GAM-Aktionäre. Er begünstige die Bieterin und widerspreche den Grundsätzen des Schweizer Übernahmerechts.
Die 2009 von Julius Bär abgespaltene GAM kämpft seit Jahren mit den Folgen hausgemachter Probleme. Nachdem 2018 ein prominenter Fondsmanager wegen schwerer Verfehlungen suspendiert worden war, zogen die Anleger massiv Geld aus den Anlagevehikeln ab. GAM ist zudem in den Zusammenbruch der Supply-Chain-Finance-Gruppe Greensill Capital verwickelt.
(AWP)