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Temperierte Wickel: Kälte und Wärme
Kalte und kühlende Wickel zwischen 10 und 29 °C eignen sich, um die Durchblutung zu reduzieren und eine Abschwellung zu erreichen. Eingesetzt werden kühle Wickel bei Schmerzen durch entzündliche Vorgänge, bei Schwellungen nach akuten Traumen, zur Fiebersenkung, bei Verbrennungen und zur Blutstillung. Mit Essigsocken, Zitronen- und Quarkwickeln erzielen Sie beispielsweise einen kühlenden Effekt. Kälte ist insbesondere bei Schmerzen, Entzündungen und Verletzungen im akuten Stadium angezeigt.
Ausnahmen dazu sind Stirnhöhlen- und Ohren- und Blasenentzündungen: Körperwarme Wickel dienen in der Regel dazu, einen Wirkstoff in die Haut einzubringen und für eine milde Durchwärmung zu sorgen. Mit 30 bis 35 °C sind sie mild und körperwarm, dazu gehören Ölkompressen, Ohrenwickel mit Zwiebeln, Lavendelbrustwickel, Kamillenkompressen und Salbenauflagen.
Intensive Wärme ist bei chronischen Schmerzen und Verspannungen hilfreich. Ab 35 °C und bis 45 °C handelt es sich um warme oder heisse Wickel. Sie bewirken durch intensive Wärmeeinwirkung eine lokale Gefässerweiterung und Durchblutungssteigerung und werden vorrangig zur Krampflösung und Entspannung eingesetzt. Nicht angewendet werden dürfen sie bei akuten Entzündungen, Krampfadern, Quetschungen und Prellungen. Jeder Mensch empfindet die Anwendung von Wickeln auf seine Art. Die Temperatur soll auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.