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Am 25. Januar 1904 fällt bei der Kirchenpflege der Entscheid zum Standort der neuen Pfarrkirche von Wohlenschwil: Die neue Kirche soll auf dem Bauplatz Thomann gebaut werden, also dort, wo sie heute steht.
Zuvor stand als Standort auch der Platz bei der Alten Kirche zur Diskussion. Doch der Architekt Robert Moser aus Baden und sein Sohn Karl Moser, der schon die Pfarrkirche St. Sebastian in Wettingen erbaut hatte (und später unter anderem auch das Kunsthaus in Zürich und die berühmte moderne Pfarrkirche St. Antonius in Basel), lehnten im Jahr 1900 den alten Kirchplatz als Bauplatz ab und empfahlen das Grundstück Thomann.
Sie selber reichten im Juni 1900 auch ein Projekt für den Kirchenneubau ein, das der Kirchenpflege aber zu teuer war.
Der Bauplatz Thomann war eine Schenkung des Gemeinderates Thomann an die Pfarrei mit der Auflage, dass darauf die neue Kirche zu stehen komme.
Dieser Entscheid erzürnte viele Pfarreimitglieder von Mägenwil, die sich eine neue Kirche näher bei Mägenwil oder zwischen Wohlenschwil und Mägenwil wünschten.
Am 22. Oktober 1905 spricht sich die Kirchgemeindeversammlung in einer geheimen Abstimmung mit 174 gegen 7 Stimmen für den Bauplatz Thomann aus.
Die Baukosten werden auf Fr. 90 000.– veranschlagt.
Am 3. Dezember 1905 wird das Baugesuch an die Aargauer Regierung überwiesen.
Schenkungsurkunde Thomann
Zur Schenkung von Thomann vermerkt ein altes Protokoll:
«Hochwürdiger Herr Alois Bächler, Chorherr in Münster und weiland Pfarrer in Wohlenschwil und Herr Johann Seiler, alt Kirchenpflegepräsident in Wohlenschwil unterbreiten der Kirchgemeindeversammlung eine Stiftungs- und Schenkungsurkunde als Beauftragte des Herrn alt Ammann Jakob Thomann sel. in Wohlenschwil betreff des von ihm geschenkten Kirchenbauplatzes. Dieselbe wird vorgelesen und lautet wie folgt:
Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit!
Stiftungs- und Schenkungsurkunde.
Am 23. Jänner 1895 starb in Wohlenschwil der um die Gemeinde und Pfarrei verdiente Herr Jakob Thomann von Wohlenschwil, gewesener Gemeindeammann und Mitglied der Kirchenpflege.
Durch letzte Willensverordnung vom 24. August 1894, vom Bezirksamt Baden eröffnet am 19. Februar 1895, vermachte Herr Jakob Thomann dem damaligen Pfarrer in Wohlenschwil, namens Alois Bächler, jetzt Chorherr in Beromünster, und dem damaligen Kirchenpflegepräsidenten, namens Johann Seiler, von und in Wohlenschwil, folgendes Grundstück im Schatzungswerth von dreitausend Franken: circa 2 Jucharten oder 72 Aaren Acker beim Schulhaus. Grenzt gegen Osten an die Vogelsangstrasse, gegen Westen an den Weg in die Bodenäcker, liegt nördlich der Landstrasse entlang, südlich neben Kaspar Notter.»