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Dank Babyfenster weniger getötete oder tot aufgefundene Babys
Seit der Eröffnung des Babyfensters beim Spital Einsiedeln am 9. Mai 2001 hat die Zahl der in der Schweiz tot aufgefundenen Babys deutlich abgenommen. Zu diesem Ergebnis kommen die Betreiber des Babyfensters Einsiedeln aufgrund einer Auswertung aller bekannten Fälle der letzten 15 Jahre.
Untersucht wurden sämtliche bekannten Fälle von getöteten oder ausgesetzten Babys der letzten 15 Jahre. Dabei wurden drei Zeitintervalle von je fünf Jahren miteinander verglichen. In den letzten zwei Fünfjahresperioden war das Babyfenster Einsiedeln in Betreib. In diesen beiden Perioden ist, verglichen mit der Vorperiode, eine Abnahme der Zahl der getöteten oder tot aufgefundenen Babys festzustellen. Die Betreiber des Babyfensters schreiben diese positive Entwicklung zumindest teilweise dem Babyfenster zu.
In den fünf Jahren vor der Eröffnung des Babyfensters, d.h. von 1996–2000 wurden in der Schweiz sechs getötete und ein an den Folgen der Aussetzung verstorbenes Babys aufgefunden. Zusätzlich konnten drei ausgesetzte Babys noch lebend aufgefunden werden. Ein Baby wurde direkt beim Kantonsspital Zürich abgegeben. Von diesen elf Babys erlitten sieben den Tod (64%).
In den ersten fünf Jahren des Babyfensters Einsiedeln, d.h. von 2001–2005 wurden in der Schweiz vier getötete Babys gefunden. Ein ausgesetztes Baby konnte lebend aufgefunden werden. Drei Babys wurden ins Babyfenster gelegt. Von den insgesamt acht Babys erlitten vier den Tod (50%).
In der zweiten Fünfjahresperiode des Babyfensters Einsiedeln, d.h. von 2006–2010 wurden in der Schweiz ein getötetes Baby gefunden und vier Babys ausgesetzt, wovon eines zu Tode kam. Ein Baby wurde direkt beim Kantonsspital Zug abgegeben. Drei Babys wurden ins Babyfenster Einsiedeln gelegt. Von den insgesamt neun Babys erlitten zwei den Tod (22%).