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Safransurrogat.
Unter diesem Namen kommt seit einer Reihe von Jahren ein Farbstoff in den Handel, der zum Gelbfärben von Likören, Zuckerwaren, Nudelteig etc., seltner in der Färberei gebraucht wird. Dieser Farbstoff ist die Kaliumverbindung des Dinitrokresols (Dinitrokresolkalium oder dinitrokresylsaures Kali) und enthält möglicherweise auch etwas Trinitrokresolkalium; man bereitet das S. am besten dadurch, daß man zunächst Cresolsulfosäure darstellt und diese dann mit Salpetersäure behandelt. Nach Auswaschen des Nitroproduktes mit Wasser löst man es in einer Lösung von Pottasche und bringt es zur Kristallisation.
Das S. ist ein geruchloses, feinkristallinisches, rotes Pulver mit intensivgelber Farbe, in Wasser löslich, beinahe geschmacklos (wenn es bitter schmeckt, ist es pikrinsäurehaltig und darf dann zum Färben von Genußmitteln nicht verwendet werden). Bei Annäherung eines glühenden oder flammenden Körpers brennt es wie Schießpulver ab. Man versendet es daher wegen dieser Feuergefährlichkeit entweder mit Glycerin angerührt in Teigform oder trocken in Vermischung von Salmiak, durch welchen es seine Explosionsfähigkeit verliert. Eine geringere Sorte von S. von hellgelber Farbe kommt unter dem Namen Nudelgelb in den Handel. Man versendet das Präparat in Blechbüchsen von ½, 1 und 2 kg Inhalt im Preise von 16-17 Mk. pro kg. -
S. wie vorstehend beschrieben, zollfrei.