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10‘000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen ihren Geburtsorten, musikalisch sind die beiden aber ganz auf einer Wellenlänge: der Schweizer Cellist Lionel Cottet und der mexikanische Pianist Jorge Viladoms. Mit Kammermusik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wagen die beiden Musiker einen Brückenschlag zwischen Frankreich und Mittel- beziehungsweise Südamerika. Wir freuen uns, an unserem heutigen Rezital zwei echte Weltstars in Sachen klassischer Musik zu begrüssen.
Zum musikalischen Werdegang der beiden Künstler:
Der 32-jährige Lionel Cottet studierte bei François Guye am Konservatorium seiner Heimatstadt Genf, bei Clemens Hagen am Salzburger Mozarteum, bei Thomas Grossenbacher an der Zürcher Hochschule der Künste und bei Joel Krosnick an der Juilliard School of Music in New York. Er gewann Erste und Zweite Preise bei zahlreichen internationalen Wettbewerben, so beim Johannes Brahms Wettbewerb in Pörtschach und beim Swiss National Competition. Er wurde 2011 mit dem Swiss Ambassadors’s Awar geehrt.
Cottet gastiert auf den grossen Konzertbühnen der Welt: in der Londoner Wigmore Hall, der New Yorker Alice Tully Hall, der Berliner Philharmonie, der Philharmonie in Warschau und der Tonhalle Zürich. Solistische Auftritte führen ihn unter anderem zum Russian National Orchestra, zur Academy of St. Martin in the Fields, zum Orchestre de Chambre in Lausanne und zum Orchestra della Svizzera italiana. Zugleich widmet er sich mit Leidenschaft der Kammermusik. Cottet spielt ein Cello von Jean-Bapiste Vuillaume aus dem Jahr 1852 und ist seit dreieinhalb Jahren Solo-Cellist im Symphonieorchetser des Bayrischen Rundfunks.
Jorge Viladoms (Jahrgang 1985) begann 15-jährig mit Klavierunterricht bei Maria Luisa Paya und wurde mit 18 Jahren zum Studium am Konservatorium als Schüler von Pierre Goy in Lausanne aufgenommen. 2008 erhielt er das Masterdiplom als Musikpädagoge mit Auszeichnung. 2009 wurde er mit dem renommierten Preis Gabrielle Agostini ausgezeichnet und trat an der Hochschule der Künste Zürich in die anspruchsvolle Klasse des international bekannten Pianisten und Musikpädagogen Homero Francesch ein.
2010 gewann er den Marguerite Meister-Preisin Zürich und im Februar 2011 den Kiefer Hablitzel Wettbewerb in Bern. Im Juni desselben Jahres erhielt er den Master of arts als Konzertpianist mit Bestnoten und Ehrenauszeichnung an der Hochschule der Künste in Zürich. Jorge Viladoms tritt regelmässig in Konzertsälen auf wie Konzertsaal Horowitzin Hamburg, Steinway Hall de la Suisse Romande, Château d’Annecy, Palais de l’Athénée, und an diversen Festivals. Er spielt als Solist, mit Orchester und als Kammermusiker in zahlreichen Städten Europas.
2011 erhielt er als jüngster seines Fachs eine Anstellung als Professor für Klavier am Conservatoire de Lausanne. 2012 gründete Viladoms die Stiftung Crescendo con la Musica mit dem Ziel, unbemittelten Kindern in Mexico Zugang zur Musik zu ermöglichen. Ausserdem hat Jorge Viladoms als Schriftsteller und Lyriker Novellen in mexikanischen Anthologien publiziert und mehrere Preise erhalten.
Das detaillierte Konzertprogramm am heutigen Rezital:
Heitor Villa-Lobos (1887 - 1959):
O Canto do Cisne negro (1917)
Camille Saint-Saëns: (1835 - 1921)
Le Cygne aus Le Carnaval des animaux (1886)
Claude Debussy (1862 - 1918):
Sonate für Violoncello und Klavier (1915)
- I Prologue
- II Sérénade (modérément animé)
- III Finale (animé)
Gabriel Fauré (1845 - 1924)
Elégie in c-Moll op. 24 (1880)
Astor Piazzolla (1921 - 1992)
Oblivion (1972). Für Violoncello und Klavier bearbeitet von Lionel Cottet
Maurice Ravel (1875 - 1937)
Pièce en forme de Habanera (1907). Für Violoncello und Klavier bearbeitet von Paul Bazelaire
Alberto Ginastera (1916 - 1983)
Triste aus Cinco canciones populares argentinas op. 10 (1943). Für Violoncello und Klavier bearbeitet von Lionel Cottet
Manuel Maria Ponce Cuéllar (1882 - 1948)
Sonate für Violoncello und Klavier (1915 - 1917)
- I Allegro selvaggio
- II Allegro alla maniera d’uno studio
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