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Fortsetzung
Sonderstempel im Jahr 1930
Die dritte Sonderstempelung in diesem Zu-sammenhang gab F&S dann 1930 aus Anlass der gewonnenen Weltmeisterschaft von 1929 heraus. Sie lautet „Weltmeisterschaft 1927, 28 u 29“. Der Adler ist bei diesem Stempel bereits wieder etwas mehr vereinfacht - der zweite Flügel ist schon nicht mehr so gut zu sehen. Rechts unterhalb des Adlers findet sich bei diesen Naben erstmalig ein einzelner Grossbuchstabe, der nach Angaben von F&S zur Bestimmung der Materialcharge diente.
Alle drei Weltmeisterschaftsnaben haben gemeinsam, dass die Bremshebel anstelle des Kürzels „F&S“ mit einem Kreis versehen sind, in den kreisrund „Weltmeister“ eingeprägt wurde. Zudem fällt auf, dass die Weltmeisterhebel häufig als Klauenhebel ausgebildet sind, d.h., dass man sie ohne eine Befestigungsschraube am Rahmen anlegen kann.
Diese Klauenhebel scheinen auch die ersten zu sein, die bei der Torpedonabe überhaupt verwendet worden sind - ältere Stempelungen sind zumindest bisher nicht bekannt. Dass neben den Weltmeisternaben auch noch Naben ohne Sonderstempelung produziert wurden, erscheint zumindest ab 1929 wahrscheinlich, da ein Bremshebel vorliegt, der anstelle des Weltmeistereindrucks den eingerahmten Adler trägt, der sonst für die Hülsen des Jahres charakteristisch ist. Dieser Hebel ist übrigens der erste, auf dem ein Adler abgebildet ist.
Naben ab 1930
1930 erschienen dann jedenfalls Naben ohne Sonderstempelung. Im Gegensatz zur Weltmeis-ternabe gleichen Jahrgangs ist hier nur auf das „DRP“ hinzuweisen, das erstmals von zwei Dreiecken eingerahmt wird. Zudem wurde in den zugehörigen Bremshebel wiederum der gleiche rund eingerahmte Adler eingestanzt, der auch auf der Hülse zu sehen ist.
Naben ab 1932
Mit diesem Adler war man aber immer noch nicht zufrieden. Schon 1932 wurde der Adler wiederum weiter abstrahiert und erhielt so auf der Hülse und dem Hebel ein neues Aussehen, das dann allerdings grundsätzlich bis in die 1960er Jahre allen Modernisierungsversuche widerstand. Ansonsten beliess man es bei der vorhandenen Stempelung.
Interessanterweise legte F&S in den Jahren von 1930 bis 1933 keine weiteren Weltmeistersonderstempelungen mehr auf, obwohl auch in den Jahren 1930, 1931 und 1932 die Weltmeisterschaften auf Torpedo gewonnen wurden. Scheinbar war das Siegen schon zur Gewohnheit geworden.
Im weiteren Verlauf der 1930er Jahre war der Siegeszug der Verchromung nicht mehr zu stoppen, so dass die bis dahin übliche Vernickelung der Naben immer mehr zurückgedrängt wurde.
Auswirkungen auf die Stempelung hatte dies nicht, es blieb alles beim Alten.
Ab 1940 sah F&S dann kriegsbedingt „schwarz“. Um kriegswichtige Rohstoffe für die Rüstung zu sparen, stellte man die Produktion grösstenteils um. Die Naben wurden nun vielfach schwarz lackiert ausgeliefert. Die Beschriftung blieb erst einmal unverändert.