Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03375.jsonl.gz/2362

Mensch & Braunbär
Bären sind scheu und meiden den Menschen, was ihnen dank sehr gutem Geruchs- und Gehörsinn auch meist gelingt. Direkte Begegnungen kommen selten vor, Angriffe nur in Ausnahmefällen. In ganz Europa waren es in den letzten zehn Jahren ungefähr ein Dutzend, zum Teil tödliche Unfälle, vorwiegend im Balkan, den Karpaten und dem europäischen Teil Russlands, wo noch grössere Bärenpopulationen leben. Die Opfer waren in der Regel alleine im Wald unterwegs, meist bei leisen Tätigkeiten wie Pilze- oder Beerensammeln und bei ungünstigen Windverhältnissen. Wird ein Bär unter solchen Umständen von Menschen überrascht und fühlt sich bedroht, kann es kritisch werden, besonders wenn es sich um ein Weibchen mit Jungen handelt. Nichts zu befürchten haben andererseits Wanderer auf Wegen, vor allem wenn sie hörbar und in Gruppen unterwegs sind.
Die Vorliebe des Bären für Honig ist legendär. Es kommt immer wieder zu Plünderungen von Bienenstöcken. Durch die Installation von Elektrozäunen lässt sich dies verhindern. Bären erbeuten auch Haustiere. Gefährdet sind dabei besonders unbehirtete Schafe. Werden die Tiere von Hirten und Hunden gehütet und nachts eingepfercht, so kann man das Risiko eines Bärenangriffs minimieren.