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Der Stausee war mir vom letzten Jahr her bekannt, nicht aber die interessante und abwechslungsreiche Hinfahrt von Norden her.
Es mag erstaunlich tönen, dass es im trockenen Andalusien einen Stausee gibt. Wir haben zwar Generatorenhäuschen, Druckstollen, Umspannwerke und ähnliches vermisst. Es dürfte sich lediglich um ein Rückhaltebecken für die Bewässerung handeln. Als Besonderheit hat es vor dem Überlauf der Staumauer ein kleines Becken, ähnlich einem Schwimmbad, das für den Sport, zum Beispiel surfen an einer Art Skilift, eingerichtet ist.
Bis wir dort aber ankamen, durchfuhren wir ein paar sehr interessante Kilometer. Zuerst der Küste entlang bis nach San Juan de las Terreros, später über einen Hügel nach Pulpi.
Dabei bekamen wir einen Blick über ein riesengrosses Feld bis hinüber nach Aguilas. Das meiste mit Treibhäusern überbaut, dazwischen aber auch viel Freiland für Gemüse und Salate. Es ist dies das Gebiet zwischen Murcia und Andalusien, beides wohl bestens bekannte Herkunftsgebiete in den Gestellen unserer Lebensmittelverteiler.
Bei der weiteren Fahrt über die Ebene von Pulpi in die westliche Richtung wurden wir plötzlich von einem intensiven, süsslichen Geschmack umgeben, der nur von blühenden Orangen stammen konnte. Tatsächlich standen da noch viele Bäumen schon in der Blüte für die nächste Generation Orangen, während die reifen Früchte noch am Baum hingen.
Habe ich kĂĽrzlich geschrieben, dass wir viele plattgefahrene, verendete Schlangen am Strassenrand sehen, so begegneten wir heute einer recht grossen, und vor allem noch lebenden Schlange, mitten auf der Strasse.
In der ganzen Länge sonnte sie sich wohl auf der Strasse und liess sich nicht einmal von den vorbeifahrenden und fotografierenden Radfahrern stören. Sie versperrte mindestens zwei Drittel des Weges, wobei man noch anfügen muss, dass es sich um eine gesperrte Strasse handelte, höchstens in der Breite eines Feldweges, allerdings asphaltiert.
Auf der selben Strasse wurden auch Schildkröten, grössere und kleinere, entdeckt.
Die Abfahrt vom höchsten Punkt, hinunter auf die Meereshöhe, war an Spektakel kaum mehr zu übertreffen. Die Strasse zwar nicht sehr gut unterhalten, aber dafür Kurven und Bögen in allen Grössen.
Nach dem Mittagessen am Sportbecken ging es wieder zurück ans Meer und mit schönem Rückenwind sogar bis an den Hoteleingang.
Meine Runde als Film.
Weblog am 22.03.
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