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Die Brasilianer dürfen vorerst nicht mehr an internationalen Basketballturnieren teilnehmen. Die Suspendierung ist von der FIBA (International Basketball Federation) ausgesprochen worden. Als Gründe werden unter anderem Schulden, strukturelle Probleme und wiederholtes Fernbleiben von Turnieren angegeben.
Mit Überraschung hat der brasilianische Basketballverband CBB auf die Ankündigung der FIBA reagiert. Der internationale Verband spricht hingegen davon, dass die Entscheidung nach “zahlreichen Anlässen” und dem Versuch, den Südamerikanern zu helfen, gefallen sei.
Laut FIBA ist eine Restrukturierung notwendig. Darüber hinaus sei der brasilianische Verband seinen Verpflichtungen gegenüber dem internationalen Organ nicht ausreichend nachgekommen. Bis zum 27. Januar sind die Brasilianer deshalb vorerst suspendiert. Dann soll es zu einer neuen Bewertung der Situation kommen.
Unter anderem war das südamerikanische Land nicht bei der 3×3 World Tour in Rio de Janeiro vertreten. Ausgelassen worden sind ebenso mehrere internationale Wettkämpfe der Basismannschaften. Hinzu kommt die Absage des CBB der brasilianischen Meisterschaft der Basis für dieses Jahr.
Weiterer Kritikpunkt sind langfristige Schulden bei der FIBA. Die sollen sich auf 17 Millionen Reais (umgerechnet derzeit etwa 4,7 Millionen Euro) belaufen. Dass der CBB eine tiefe, finanzielle Krise durchläuft ist bekannt.
Wie dringend notwendig Veränderungen sind, zeigt sich auch an der Leistung der brasilianischen Basketball-Nationalmannschaften. Bei der Olympiade Rio 2016 sind die Frauen vorzeitig ausgeschieden, nachdem sie kein einziges Spiel gewonnen hatten.
Nicht über die Gruppenspiele hinaus geschafft hatten es auch die Männer. Sie haben zwar gegen Spanien (66:65) und Nigeria gewonnen, aber gegen Kroatien, Argentinien und Litauen verloren.
Beide Mannschaften sind seit dem Ende der olympischen Spiele ohne Trainer. Beim Fiba-Ranking stehen die Frauen indes auf dem 7. Rang und die Männer auf dem 9.