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Reziprokes Lehren
vorläufige Version
Definition nach Hattie
Unterrichtsprozess, bei welchem Lernenden kognitive Strategien beigebracht werden, die zu verbesserten Lern-Outcomes führen können (ursprünglich im Bereich Leseverständnis). Die Betonung liegt darauf, dass Lehrpersonen den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, zu lernen und dabei kognitive Strategien (wie Zusammenfassen, Fragen stellen, Klären und Voraussagen) zu verwenden. Diese Strategien werden „unterstützt durch den Dialog zwischen der Lehrperson und den Lernenden, während sie versuchen, den Sinn eines Textes zu verstehen"*. Jede bzw. jeder Lernende ist einmal an der Reihe, die „Lehrperson“ zu sein. Oft lösen sich Lehrpersonen und Lernende beim Führen eines Dialogs über die Abschnitte eines Texts ab. Lernende prüfen ihr eigenes Verständnis des Materials, indem sie Fragen stellen und zusammenfassen. Der Aufbau von Lerngerüsten durch Experten ist entscheidend für die kognitive Entwicklung, da Lernende sich nach wiederholtem Modelllernen von Zuschauern in Akteure verwandeln. Das Ziel ist daher, den Lernenden zu helfen, dem geschriebenen Wort aktiv Bedeutung zuzuschreiben, und sie dabei zu unterstützen, ihr eigenes Lernen und Denken zu kontrollieren.
Angaben aus den Büchern von John Hattie
Englischer Originalbegriff
Reciprocal teaching
Effektstärken in Bezug auf Schülerleistungen
Quellen
- Hattie, John A. C. (2013, S. 240ff): Lernen sichtbar machen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visible learning", besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
- Rosenshine, B., & Meister, C. (1994, S.479). Reciprocal teaching: A review of the research. Review of Educational Research, 64(4), 479–530.