Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03480.jsonl.gz/2698

Das Cochlea-Implantat (CI)
Weltweit sind 300'000 hochgradig Schwerhörige mit Cochlea-Implantaten (CI) versorgt. In der Schweiz haben gegenwärtig 2'600 Patientinnen und Patienten ein Cochlea-Implantat im Ohr – vom Kleinkind bis zum Senior.
Wer kommt für eine Cochlea-Implantation in Frage?
Das Cochlea-Implantat ist eine implantierte Hörhilfe für Personen mit intaktem Hörnerv, bei denen herkömmliche Hörgeräte keinen oder zu wenig Nutzen für das Verstehen von Sprache bringen. Cochlea-Implantate eignen sich für gehörlos geborene oder ertaubte Kinder sowie für Erwachsene, die nach dem Spracherwerb hochgradig schwerhörig oder taub geworden sind.
Die Fachleute sind sich einig: Um bei Kindern eine gute Sprachentwicklung zu gewährleisten, sollte möglichst früh und beidseitig implantiert werden. Eine rasche Implantation empfiehlt sich auch bei Patienten, die durch eine Hirnhautentzündung ertaubt sind, weil die Hörschnecke verknöchern kann, was eine Implantation erschwert oder verunmöglicht.
Wie funktioniert das Cochlea-Implantat?
Das Cochlea-Implantat besteht aus dem extern getragenen Sprachprozessor mit Mikrofon, Batterie und Spule und einem implantierten Element. Die Schallschwingungen von Sprache, Klängen und Geräuschen werden über das Mikrofon im Sprachprozessor empfangen und in elektrische Signale umgewandelt. Diese gelangen als Pulsmuster zur Übertragungsspule, die mittels Magneten auf dem Implantat festgehalten wird.
Das Cochlea-Implantat entschlüsselt die Signale und leitet sie über das Elektrodenkabel in die Cochlea (Hörschnecke) weiter. Die elektrischen Impulse stimulieren den Hörnerv, der seinerseits Signale an das Gehirn weiterleitet. Das Gehirn entschlüsselt dann die empfangenen Signale als Höreindruck.
Weitere Fragen?
Rufen Sie uns an: pro audito schweiz, Tel. 044 363 12 00. Oder schreiben Sie an: <email-pii>