Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/122007

<h2>SubmittedText<h2><p>Das E-Book verändert den Büchermarkt. Die Verkaufszahlen sind stark steigend. In der Schweiz ist das Angebot jedoch klein. Das heisst, dass der grösste Teil der E-Books im Ausland gekauft wird und dort Wertschöpfung generiert. Das E-Book untersteht der Preisbindung ausdrücklich nicht.</p><p>- Ist dies als explizite zusätzliche Fördermassnahme des digitalen Lesens zu interpretieren?</p><p>- Wie steht der Bundesrat dem gegenüber, dass damit fast ausschliesslich Wertschöpfung im Ausland generiert wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Von einer Zunahme von Online-Einkäufen von Büchern, CD oder jetzt E-Books über das Internet ist auszugehen. Solche Einkäufe werden von den offiziellen Statistiken in der Schweiz kaum erfasst, da es sich oft um direkte Lieferungen via elektronische Datenübermittlung handelt. Umfragen in Deutschland haben aber gezeigt, dass sich der Erwerb von elektronischen Büchern seit 2009 jedes Jahr fast verdoppelt hat. Für die Schweiz sind keine entsprechenden Umfragen verbürgt.</p><p>Der Bundesrat geht davon aus, dass - wie das ausländische - auch das Schweizer Angebot an E-Books laufend zunimmt. Dies generiert Wertschöpfung in der Schweiz, und Schweizer Autoren können von diesem neuen Vertriebskanal profitieren.</p><p>Der Bundesrat legt Wert darauf, dass auch in diesem Bereich nationale Anbieter zum Zuge kommen.</p><p>Schliesslich erinnert der Bundesrat daran, dass es sich bei der Buchpreisbindung um eine Vorlage des Parlamentes handelt. Die Tatsache, dass das E-Book nicht der Preisbindung untersteht, ist nicht als Massnahme zur Förderung des digitalen Lesens zu werten.</p>