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Die Altstadt von Winterthur.
Der gepflegte Hof des Alterszentrums Neumarkt mit Blick zur Metzggasse.
Hinterhof in der Neustadt.
Die Winterthurer Altstadt mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern ist ein Ortsbild von kantonaler Bedeutung: sie ist geprägt von kompakt aneinander
gereihten, klein-masstäblichen Häuserzeilen, von Gassen und Gässchen, lauschigen Hinterhöfen und grosszügigen Plätzen. Die Winterthurer Altstadt ist aber kein Museum, sondern
ein sehr lebendiges, intensiv genutztes Wohn-, Einkaufs- und Vergnügungszentrum. In der grössten zusammenhängenden Fussgängerzone der Schweiz gilt ein Fahrverbot für Motorfahrzeuge - zugelassen
sind diese nur zu eingeschränkten Zeiten für die Anlieferung von Waren. Die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner nimmt der Bewohnerinnen- und Bewohnerverein Altstadt
wahr, jene der Geschäftsleute die Cityvereinigung Junge Altstadt.
Leider wurde im 20. Jahrhundert viel von der historischen Bausubstanz zerstört. Zwischen 1901 und 2000 wurden insgesamt 227 Häuser abgebrochen und 119 ausgekernt. Der Grossteil der Abbrüche erfolgte dabei nach 1950, als die Wachstums- und Erneuerungseuphorie den Blick für den Wert der alten Strukturen verstellte. Diese Strukturen hatten sich ab dem Hochmittelalter entwickelt: Die zuvor locker bebaute Siedlung verdichtete sich zu einer kompakten Stadt mit zusammengebauten Häuserzeilen. In der Regel bestanden die schmalen tiefen Häuser aus einem Vorder- und einem Hinterhaus: An der Hauptgasse platzierte man die Läden und Werkstätten, darüber wurde gewohnt. Die Hinterhäuser dienten als Unterkunft für das Gesinde und als Lagerräume. Diese Struktur prägt auch heute noch die Altstadtgevierte.