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Stilllegungsfonds
Der Stilllegungsfonds muss die Kosten für Stilllegung und Abbruch von ausgedienten Kernanlagen sowie für die Entsorgung der dabei entstehenden Abfälle decken. Der Fonds wurde im Jahr 1984 gegründet.
Beitragspflichtig sind die Eigentümer der Kernkraftwerke Beznau 1 und 2, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt sowie das Zentrale Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Würenlingen.
Nach den aktuellen Berechnungen belaufen sich die Stilllegungskosten für die fünf schweizerischen Kernkraftwerke und das Zentrale Zwischenlager in Würenlingen auf rund 3 Milliarden Franken (Preisbasis 2011). Die Zahlen wurden durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) unter Einbezug externer Experten überprüft.
Kostenstudie 2016 – die Kosten werden alle fünf Jahre überprüft
In den Jahren 2015 und 2016 wird die Kostenstudie 2016 erarbeitet. 2017 findet die unabhängige Überprüfung der Studie durch das ENSI und internationale Experten statt. Im Vergleich zur Kostenstudie 2011 sind die Kosten neu gegliedert und strukturiert. Weiter ist auch der Prozess zur Überprüfung der Kostenstudie neu definiert worden: Die Steuerung und Koordination der Überprüfung der Kostenstudie liegt bei der Verwaltungskommission des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds.
Ende 2017 stellt die Verwaltungskommission dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) den Antrag zur Festsetzung der Stilllegungs- und Entsorgungskosten. Auf der Grundlage des UVEK-Entscheids werden die Jahresbeiträge der Betreiber an die beiden Fonds veranlagt.