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Mit den Verschärfungen der Corona-Massnahmen ist es den Sportlern bis auf Weiteres untersagt, in Gruppen mit mehr als fünf Personen zu trainieren. Ausgenommen sind im Fussball die Profibetriebe der Super League und der Challenge League. Nun schlägt das Komittee der Ersten Liga in einem Brief an das Bundesamt für Sport BASPO vor, dass die Clubs der Promotion League, wo der SC Brühl spielt, den Profibetrieben gleichgestellt werden.
Die erste Mannschaft des SC Brühl wird nicht vor dem 22. Januar das Training aufnehmen. Dies hat die Vereinsleitung vor Weihnachten beschlossen. Ob dieser Termin möglich ist, hängt vom Verlauf der Pandemie ab, oder aber davon, ob das Bundesamt für Sport nachträglich die Clubs der Promotion League den Clubs der Super League und Challenge League gleichstellt.
Die Clubs der obersten zwei Ligen haben nämlich eine Ausnahmebewilligung, weil sie als Profi-Betriebe gelten. Jetzt fordert das Komitee der Ersten Liga in einem Brief an das Bundesamt für Sport, dass den Clubs der Promotion League erlaubt werden soll, «den Trainings- und Spielbetrieb Mitte Januar 2021 und den Wettspielbetrieb im Februar 2021 wieder aufzunehmen – unter strikter Einhaltung des Schutzkonzepts», wie das Komitee schreibt. Dies, weil die 16 Clubs der Promotion League semiprofessionelle Strukturen haben, Löhne zahlen und gesamthaft rund 160 Spieler ausbilden, die unter 21 Jahre alt sind und teilweise eine Profikarriere anstreben. Das Komitee schreibt: «Die jungen Spieler benötigen die für ihre Entwicklung erforderliche Wettkampferfahrung auf hohem sportlichem Niveau. Wenn diese Situation andauert, sind nicht nur etliche Klubs existenziell gefährdet, sondern auch die davon abhängigen Strukturen in der Nachwuchsförderung.»
Noch hat das BASPO auf den Brief der ersten Liga nicht geantwortet. Eine Lockerung der Massnahmen für die Clubs der Promo League würde schon darum Sinn machen, weil im entsprechenden Gesetzesentwurf durchaus auch Sportclubs im semiprofessionellen Bereich eine Ausnhamebewilligung für Trainings und Spiele erhalten. Dazu gehören etwa die obersten Ligen von Unihockey oder Basketball. Nach Lesart des Komitees der ersten Liga – und auch des SC Brühl – sind die Spieler der Promo League mit diesen bezüglich Trainingsaufwand und Professionalität gleichzusetzen.