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Carl Nielsen (1865-1931)
Carl August Nielsen war ein dänischer Komponist und Dirigent. Er war das siebte von zwölf Kindern eines armen Malers und Anstreichers, der jedoch auch Geige spielte.
Achtjährig erhielt er von seinem Vater und einem Lehrer des Ortes Violinunterricht, stieg jedoch bald auf Blasinstrumente um und bekam mit 14 Jahren eine Stelle als Militärmusiker in Odense. 1883 wurde ihm ein Studium in Kopenhagen ermöglicht. Er studierte im Hauptfach Violine, und andere Fächer.
1888 hatte er seinen ersten Erfolg als Komponist mit der Kleinen Suite für Streicher op.1. 1903 reiste er mit seiner Frau nach Griechenland, wo die Helios-Ouvertüre entstand. 1906 hatte die heitere Oper Maskerade Premiere. Doch erst die 1912 uraufgeführte dritte Sinfonie Sinfonia espansiva und sein Violinkonzert aus dem gleichen Jahr brachten ihm größere Anerkennung auch im Ausland. Während der Jahre des Ersten Weltkriegs, in denen er die vierte Sinfonie Das Unauslöschliche schrieb, erlebte Nielsen berufliche und persönliche Krisen. Er überwand sie erst mit der fünften Sinfonie sowie der Kantate Frühling auf Fünen, einem in Dänemark sehr beliebten Werk, welche beide 1922 uraufgeführt wurden.
1925, zu seinem 60. Geburtstag, wurde Carl Nielsen wie ein Volksheld gefeiert. Seine Auftritte als Dirigent im Ausland nahmen zu. In seinen späten Werken, wie den beiden Bläserkonzerten, der eigenwilligen sechsten Sinfonie (1925) und den Drei Klavierstücken op.59 (1928), wurde Nielsens Tonsprache immer moderner. Sein letztes großes Werk war Commotio (1931), seine einzige größere Orgelkomposition.
Am 3. Oktober 1931 starb der bedeutendste dänische Komponist an Herzversagen.