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Im Kanton St. Gallen fallen jedes Jahr rund 1,3 Mio. m3 Aushubmaterial und ca. 200'000 m3 Inertstoffe an. Das sind pro Kopf 2,6 m3 Aushub und 0,4 m3 Inertstoffe. Die Gesamtmenge entspricht dem Gewicht von rund 5000 Flugzeugen des Typs A380.
Aushub ist sauberes Erd- und Steinmaterial, welches zum Beispiel beim Bau eines Einfamilienhauses, eines Gewerbebaus oder eines Schulhauses anfällt. Dieses Aushubmaterial wird als «Typ A» klassifiziert.
Wird eine Strasse saniert oder vor dem Bau eines neuen Hauses ein altes Haus abgebrochen, fällt ebenfalls Material an. Das sind leicht belastete Bauabfälle, sogenannte Inertstoffe. Sie werden als «Typ B» klassifiziert. Wenn immer möglich, wird dieses Material wiederverwendet, etwa in der Herstellung von Recycling-Beton oder Recycling-Asphalt.
Der Anteil des wiederverwendeten Materials nimmt dabei stetig zu. Nur noch ein Drittel der leicht belasteten Bauabfälle gelangt schliesslich auf eine Deponie oder auf eine Materialabbaustelle, zum Beispiel Kiesgruben oder Steinbrüche. Inertstoffe sind ungefährliche Abfälle, welche ohne Vorbehandlung dauerhaft gelagert werden können.