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Fachhochschulen werden immer beliebter. Sie brechen jährlich Rekorde in Bezug auf die Anzahl Studierender. Dieser Artikel erklärt dir, was eine Fachhochschule genau ist und ob diese Ausbildungsart geeignet für Dich sein könnte.
Die Schweizer Fachhochschullandschaft besteht aus acht öffentlichen Fachhochschulen und einer privaten Fachhochschule. In der Deutschschweiz befinden sich die Fachhochschule Nordwestschweiz, die Zürcher Fachhochschule, die Hochschule Luzern, die Fachhochschule Ostschweiz, die Fachhochschule Graubünden und die Berner Fachhochschule. Zudem ist ein Studium an der privaten Fachhochschule Kalaidos möglich. Die Fachhochschule der Westschweiz heisst „Haute école spécialisée de Suisse occidentale“, abgekürzt HES-SO. Im Tessin besuchen die Studierenden die „Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana“.
Voraussetzung für die Zulassung zu einem Fachhochschulstudium auf Bachelorniveau ist eine Berufslehre mit Berufsmaturität oder eine gymnasiale Maturität. Weiter wird ein berufliches Praxisjahr vorausgesetzt, wobei die während der Lehre geleistete Arbeit angerechnet werden kann. Da Gymnasiasten normalerweise nicht über die nötige Berufserfahrung verfügen, müssen diese vor Studienbeginn zuerst ein Praktikumsjahr absolvieren. Vereinzelt verlangen die Hochschulen einen Einstufungstest, der unter anderem die sozialen Kompetenzen der Bewerbenden testet.
Unter gewissen Auflagen (das heisst unter der Voraussetzung, dass eine vorgegebene Anzahl Kurse nachgeholt wird) kann nach einem Bachelorstudium an der Fachhochschule ein Masterstudium der gleichen oder einer vergleichbaren Fachrichtung an einer Universität absolviert werden.
Umgekehrt ist es möglich, nach einem Bachelorstudium an einer Universität ein Masterstudium an einer Fachhochschule anzuhängen. Hier sind die Vorlagen aber oftmals strenger. Wer etwa nach einem Sprachstudium an einer Universität einen Master in Unternehmenskommunikation absolvieren möchte, muss eine schriftliche Prüfung sowie eine Kompetenzprüfung bestehen. Weiter wird ein mindestens dreimonatiges Berufspraktikum im Fachbereich vorausgesetzt.
Wie die Universitäten orientieren sich die Fachhochschulen am Bologna Modell. Das heisst, dass sie ebenfalls mit den sogenannten Credits, auch ETCS genannt, arbeiten, die für Leistungen wie Prüfungen und Arbeiten vergeben werden. Den ersten Abschluss, den Bachelor von 180 Credits, erhalten die Studierenden nach drei Jahren, sprich sechs Semestern. Viele Fachhochschulen bieten die Möglichkeit eines Teilzeitstudiums an, was die Studiendauer verlängert. Nach dem Bachelor schliessen die Studierenden nach zwei weiteren Jahren beziehungsweise vier Semestern ihr Masterstudium ab. Allerdings bieten nicht alle Studiengänge ein Masterstudium an. Viele Studierenden beenden ihr Studium bereits nach dem Bachelor oder erlangen ihren Master an einer Universität.
Das Motto der Fachhochschulen lautet: Gleichwertig aber anders. Im Gegensatz zu den Universitäten ist die Forschung an den Fachhochschulen nicht nur wissenschaftlich orientiert sondern angewandt, sprich praktischer Natur. Dies will natürlich nicht heissen, dass an einer Fachhochschule keine theoretischen Aspekte gelehrt werden. Die Ausbildung ist aber berufsqualifizierend ausgerichtet und bereitet die Studierenden auf einen gewissen Beruf beziehungsweise ein spezifisches Berufsfeld vor. Deshalb ist der Berufseinstieg nach Beenden einer Fachhochschule oft einfacher als nach Abschluss eines Universitätsstudiums. Viele Fachhochschulen arbeiten eng mit der Wirtschaft und mit einzelnen Firmen zusammen.
Der Unterricht an Fachhochschulen erinnert stärker an den Präsenzunterricht wie man ihn von der Schule her kennt. Es wird oft in kleinen Gruppen und nach einem strikten Stundenplan unterrichtet. Im Gegensatz zur Universität sind die Kurse an den Fachhochschulen nicht auf ein Semester begrenzt. Man kann also sagen, dass die Studierenden desselben Studienjahrgangs und des gleichen Studienprogramms über die drei Jahre des Studiums hinweg eine Art Klasse bilden. In vielen Studiengängen gehört das Absolvieren von Praktikas zum Pflichtprogramm.
Die Frage, ob eine Fachhochschule oder eine Universität geeigneter ist, kann nur individuell beantwortet werden. Die Entscheidung hängt stark von der angestrebten Fachrichtung ab. Gewisse Studienrichtungen können nur an einer Universität studiert werden, dazu gehören etwa Humanmedizin, Mathematik, Pharmazie oder Geschichte. Umgekehrt werden einige Studienfächer nur an den Fachhochschulen angeboten. Zu diesen Fächern gehören unter anderem die bildende Kunst, Musik oder Tourismus. Wer sich für eines dieser Studienfächer interessiert, für den erübrigt sich die Entscheidung Fachhochschule oder Universität.
Viele Studienfächer werden allerdings an Universitäten und Fachhochschulen angeboten. Beispiele dafür sind die Wirtschaftswissenschaften oder naturwissenschaftliche Studiengänge wie Maschinenbau. In diesem Fall muss sich der Student überlegen, was das primäre Ziel seiner weiteren Ausbildung sein sollte: Möchte er eine fundierte theoretische Ausbildung und sich ein breites Wissen in einer gewissen Disziplin aneignen? Dann macht ein universitäres Studium Sinn. Weiter gilt die Universität nach wie vor als Paradeweg für eine wissenschaftliche oder akademische Karriere. Wer sich mithilfe des Studiums auf einen spezifischen Beruf vorbereiten möchte und gerne praktische Aufgaben ausführt, für den ist ein Hochschulstudium empfehlenswert. Wer gerne im Selbststudium Sachtexte erarbeitet und seine Kurse frei auswählen möchte, dem ist die Universität zu empfehlen. Wem ein vorgegebener Stundenplan sowie praxisorientierter Unterricht wichtig ist, wird wohl eher an einer Fachhochschule glücklich.
Sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, wer zweigleisig fährt. Wenn ich beispielsweise meinen Bachelor an einer Fachhochschule erlange und anschliessend einen Master an einer Universität abschliesse, weise ich einerseits praktische Erfahrung auf, habe andererseits aber auch ein fundiertes Fachwissen und sehr gute methodische Kompetenzen. Es kann nicht generell gesagt werden, welche Absolventen auf dem Arbeitsmarkt gefragter sind. Für einige Arbeitsgeber sind nach wie vor Berufsabsolventen renommierter Schulen wie etwa der ETH die erste Wahl, andere Firmen hingegen stufen die Berufserfahrung und das praxisnahe Wissen der Fachhochschulabsolventen als viel wichtiger ein.
Die Fachhochschule Nordwestschweiz gilt als eine der populärsten Fachhochschulen der Schweiz. Sie ist auf verschiedene Standorte, wie etwa Brugg, Basel und Olten verteilt. Die Hochschule verfügt über 29 Bachelor-Studiengänge mit 10′355 Studierenden und 17 Masterstudiengänge mit 355 Studierenden. Das Studienangebot der Fachhochschule Nordwestschweiz kann als sehr vielfältig bezeichnet werden. Die Palette an Fächern reicht von Musik bis hin zu Pädagogik, von sozialer Arbeit bis hin zu Wirtschaft. Wer sich für Naturwissenschaften interessiert, hat unter anderem die Möglichkeit, Life Science oder Technik zu studieren.
Die Fachhochschule Nordwestschweiz hat den Selbstanspruch, innovativ und praxisorientiert zu sein. Ein für eine Fachhochschule typischer Studiengang ist der der angewandten Psychologie. Studierende erhalten einen Einblick in die Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie. Die Wissenserweiterung mithilfe von Theorien wird ergänzt durch Praxisprojekte in Unternehmen. Während des Bachelorstudiums haben die Studierenden zwei reale Fragestellungen im Auftrag eines Unternehmens zu lösen.
Zum Studium zugelassen wird, wer über eine Berufsmaturität oder gymnasiale Maturität verfügt, sowie mindestens eine einjährige Arbeitserfahrung im Vollzeitpensum (oder minimal 80%) in einem Tätigkeitsfeld der angewandten Psychologie aufweisen kann. Weiter findet ein Eignungstest in Form eines Bewerbungsgespräches statt.
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Weshalb Nachhilfe von Studierenden viele interessante Vorteile für die Schülerinnen und Schüler bietet und ihnen effizient dabei hilft, langfristig gute Noten zu schreiben.