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Gemeinsam mit dem Dienstschotterwagen hat Michael Schnellenkamp das entsprechende Drehgestell «Minden-Dorstfeld» in der Bauart 931 zu einem unschlagbaren Preis verfügbar gemacht. Dieses Drehgestell wurde in der Nachkriegszeit von der ORE (Teil der UIC) als erstes Güterwagendrehgestell als Standard-Drehgestell angenommen und den Mitgliedsbahnen empfohlen. Erstmals eingesetzt wurde es ab 1952 unter den «OOtz 50» (SSlmas 53, später Rs 680). Daraus weiter entwickelt wurde eine ganze Drehgestellfamilie. Weitere Informationen zu diesem Drehgestell auf der Website von Hermann Jahn. (Quelle: Jahn, Hermann: Güterwagen-Drehgestelle (www.drehgestelle.de, 2001 – 2020)
Die Bauform des «Minden-Dorstfeld» wurde bei der SBB nie eingesetzt. Doch durch die weite Verbreitung im Güterwagenpark der Deutschen Bundesbahn und weiteren europäischen Bahnverwaltungen fanden Wagen mit diesem Drehgestelltyp regelmässig den Weg in die Schweiz. Mit dem Import von 36 Schüttgutwagen «Falls» in den Jahren 1983 und 1984 brachte die Makies AG Fahrzeuge in die Schweiz, welche mit Drehgestellen vom Typ «Minden-Dorstfeld» und einer der Nachfolgebauformen (Talbot) ausgerüstet waren. Ein erster Wagen wurde 2007, die weiteren Wagen 2011 mit Drehgestellen vom Typ «Y25 Csm» ausgerüstet. Auch die 1990-91 importierten 8 «Falls» hatten ursprünglich Drehgestelle vom Typ «Minden-Dorstfeld», sie wurden jedoch bereits bei den Anpassungen für den Einsatz in der Schweiz auf Drehgestelle vom Typ «Y25 Csm» gesetzt. (Quelle: «Die Güterwagen von SBB Cargo 1999-2010» und «Schweizer Privatgüterwagen ab 1980» von Christian Ochsner; Verlag Ochsner)
Die Modell-Drehgestelle von Michael Schnellenkamp bestehen weitgehend aus Metall und sind entsprechend schwer. Die Detaillierung ist hervorragend und fein gearbeitet. Die Drehzapfenaufnahme ist auf den Dienstschotterwagen ausgerichtet, die Bohrung hat einen Durchmesser von 4,7mm. Die Drehgestelle sind im Bauteil-Shop für CHF 46.- verfügbar.
Fazit
Die Modell-Drehgestelle des «Minden-Dorstfeld» von Michael Schnellenkamp sind eine hervorragende Ausgangslage für Eigenbauten und Umbauten von Güterwagen. Mit etwas Kompromissbereitschaft können sie auch als spätere Drehgestellbauarten (z. B. «Talbot») ausgegeben und damit unter einer Vielzahl von Güterwagen eingesetzt werden.
Die vorgestellten Drehgestelle sind ab Lager Schweiz kurzfristig lieferbar. Bestellung per Kontaktformular. Das ganze Sortiment des Bauteil-Shop: Katalog (*.pdf)
Ausblick
Beim Vorbild wurden die Drehgestelle der Bauart «Minden-Dorstfeld) von den Drehgestellen der Bauart «Y25» ersetzt. Wir arbeiten daran, dass dies im Modell ebenfalls dargestellt werden kann.
Höhere Geschwindigkeiten, schwerere Züge: die moderne Bahn stellte die Fahrwegbauer vor die Herausforderung, die Fahrbahnen dauerhafter und leistungsfähiger zu machen.
Etwa so würde man in der heutigen Wirtschaftssprache die Situation beschreiben, die zur Entwicklung der Betonschwellen bei der grossen Bahn führte. Im Modell braucht man sich die gleichen Überlegungen natürlich nicht zu machen, erlaubt ist was gefällt. Und für jeden einzelnen stimmig wirkt.
Für die Spur 0 – Bahner hat Michael Schnellenkamp ein Betonschwellenrost produziert. Dieser lässt sich z. B. mit Peco Code 143 – Schienenprofilen kombinieren und schon erhält man ein modernes Betonschwellengleis. In Kombination mit dem allgegenwärtigen Holzschwellengleis eine attraktive Abwechslung.
Man braucht übrigens nicht gleich die ganze Anlage auf Betonschwellen umzurüsten. Auch beim Vorbild gibt es die unterschiedlichsten Kombinationen. Zum Beispiel ein Bahnhof mit Holzschwellen, bei dem das Durchfahrgleis mit Betonschwellen ausgerüstet wurde. Oder eine doppelspurige Strecke, bei der das eine Streckengleis mit Holzschwellen ausgerüstet ist und das andere mit Betonschwellen. Wer sich mit offenen Augen Fotos der früheren und die heutigen Gleisanlagen anschaut wird feststellen: Betonschwellen gehen immer.
Betonschwellen in Spur 0 im Bauteil-Shop:
1 Meter Betonschwellen (BtS.456033) CHF 9.20
10 Meter Betonschwellen (BtS.456034) CHF 72.-
Für die Kollegen, welche mit dem Wenz- oder dem Hassler-Gleissystem bauen, haben wir Betonschwellen ohne Kleineisenimitation in unserem Shapeways-Shop. Gut Gleis!
Sie haben es gemerkt, die Entwicklungsschritte bei unseren Spur N – Modellen sind kleiner geworden. Oder die Abstände, in denen etwas neues gezeigt wird, grösser. Diesen Herbst haben wir uns bezüglich der Machbarkeit der Inneneinrichtung an die technischen Grenzen getastet.
Auf dem obigen Bild sind zwei verschiedene Druckverfahren abgebildet. Der erste Versuch (rechts) ist ein Polymergips-Druck (CJP). Dieses Druckverfahren kennt man primär im Architektur- und Kunstbereich. Vermutlich haben Sie auch schon kleine farbige Objekte (beliebt sind Figuren und Tiere) aus dem 3D-Drucker gesehen. Das ist dieses Verfahren. Allerdings sind der Feinheit von Objekten Grenzen gesetzt, unsere Armlehnen sind nicht zuverlässig druckbar, das Modell ist auch sehr bruchempfindlich. Die Farben bei diesem Druckverfahren sind meist etwas blass, deutlich sichtbar an den rot-orangen Sitzen der 2. Klasse.
Das linke Modell ist ein MJM-Druck, es wird Harz (Resin) mittels UV-Licht ausgehärtet und ähnlich wie bei einem Tintenstrahldrucker mit Farbe versehen. Das Resultat ist ein leicht flexibles Modell. Die Farben sind etwas kräftiger, der Unterschied ist anhand der roten Sitzen der 2. Klasse gut zu sehen. Dank der maschinellen Fertigung inklusive Farbgebung ist es möglich, verschiedenfarbige Inneneinrichtungen herzustellen. Haben Sie beispielspeise die farblich abgesetzten Kopfpolster bemerkt?
Der Versuch, die „beige“ Holz-Immitation der Rückseite der Sitzen der 1. Klasse ebenfalls nachzubilden, hat bei den feinen Bauteilen zu beigen Rücklehnen geführt. Zusätzlich fällt auf, dass bei sehr geringen Materialstärken die Färbung nicht zuverlässig funktioniert. Deutlich sichtbar ist das an den Armlehnen. Wir werden daher die Materialstärken und Farbgebung dahingehend anpassen dass die Teile den primär sichtbaren Farbton erhalten.
Falls nun die Frage auftaucht, wo denn nun der Antrieb der Modelle seinen Platz finden wird: die abgebildete Inneneinrichtung ist wie auch das Untergestell für ein Vitrinenmodell ohne Antrieb. Bei den Anlagenmodellen wird ein Antrieb auf die im Vorbild angetriebenen Achsen realisiert. Der in Spur N – Modellen knappe Platz wird leider dazu führen, dass der an den Antriebsdrehgestellen angrenzende Fahrgastraum vom Antrieb besetzt wird. Wie weit genau, wird die Arbeit des Antriebsspezialisten zeigen.
Im neuen Jahr wird die Arbeit an Traverso und Flirt 3 fortgesetzt und das Resultat der Arbeiten in diesem Blog gezeigt. Wir haben uns fest vorgenommen, wieder etwas regelmässiger zu berichten als 2019.
Besten Dank für Ihren Besuch an der Plattform der Kleinserie in Bauma. Ich hoffe, Sie sind (wie wir auch) wieder gut nach Hause gekommen und haben interessante Eindrücke von der Ausstellung nach Hause genommen.
Sie haben vielleicht bereits gemerkt, zur Zeit sind von uns keine Angebote auf Ricardo geschaltet. Das hat seinen einfachen Grund: wir sind die nächsten Tage abwesend, beantworten keine Mails und liefern keine Bestellungen bzw. Ricardo-Käufe aus. Ab dem 18. Oktober werden wieder Angebote aufgeschaltet. In der Zwischenzeit können Sie selbstverständlich im Katalog (PDF-Download) stöbern und per Mail bzw. Kontaktformular bestellen. Ausgeliefert wird wieder ab dem 18. Oktober.
Die Modelle der zweiachsigen geschlossenen Wagen Tbis870 / 871 von Michael Schnellenkamp wurden im Frühjahr 2019 ausgeliefert. Sie wurden von Stefan Karzauninkat auf der Spur-Null-Magazin – Website und im Heft 36 vorgestellt. In diesem Beitrag wird die im Modell erhältliche Variante nach Schweizer Vorbild mit Bildern vorgestellt.
Vorbild Tbis
Gebaut 1961 als Teil einer Versuchsserie von 3 Wagen durch die SEAG (Siegener Eisenbahn Bedarf AG)
Bei der SBB als O 72071 bis O 72073 eingereiht.
Die Zuckermühle Rupperswil beschaffte einen gleichartigen Wagen
1966 bs 1971 beschaffte die SBB weitere Wagen der Tbis-Bauarten, allerdings mit Abweichungen untereinander und zu den Versuchswagen.
Das vorgestellte Modell ist ab Lager Schweiz kurzfristig lieferbar. Bestellung per Kontaktformular. Das ganze Sortiment des Bauteil-Shop: Katalog (*.pdf) Die weiteren Varianten gemäss Sortiment von Michael Schnellenkamp sind, soweit bei Michael Schnellenkamp verfügbar, auf Bestellung ebenfalls lieferbar. Bestellung per Kontaktformular.
Die beiden vorgestellten Modelle sind ab Lager Schweiz kurzfristig lieferbar. Bestellung per Kontaktformular. Das ganze Sortiment des Bauteil-Shop: Katalog (*.pdf) Die weiteren Varianten gemäss Sortiment von Michael Schnellenkamp sind, soweit bei Michael Schnellenkamp verfügbar, auf Bestellung ebenfalls lieferbar. Bestellung per Kontaktformular.
Jetzt also auch noch Spur 0? Ja, jetzt auch Spur 0! In diesen Tagen haben wir unseren Bauteil-Shop lanciert. Das Sortiment ist noch sehr überschaubar, doch es soll wachsen. Wir sind Schweizer Vertriebspartner von Michael Schnellenkamp. Das bedeutet, dass Sie bei uns alle Schnellenkamp-Produkte erhalten. Die ersten Produkte sind an Lager, alles weitere kann unkompliziert bei uns bestellt werden.
Von den hochwertigen Güterwagen nach Schweizer Vorbild haben wir eine erste, kleine Stückzahl an Lager. Dies betrifft sowohl den zweiachsigen Hochbordwagen «L7» bzw. «E» wie auch den Schiebedachwagen «Tbis». So lange die Wagen bei Michael Schnellenkamp verfügbar sind, können sie bei uns gekauft werden. Von den zukünftigen Modellen werden wir die Varianten nach Schweizer Vorbild an Lager nehmen, alle anderen Varianten bekommen Sie bei uns selbstverständlich auf Bestellung.
Wie kommen Sie an die Produkte im Bauteil-Shop? Wir führen (vorerst) keinen OnlineShop. Auf unsere Website finden Sie sowohl einen bebilderten Katalog wie auch eine Preisliste. Beide Dokumente enthalten jeweils die notwendigen Informationen, dass Sie per Mail bestellen können. Einen Teil des Sortiments stellen wir auch bei Ricardo ein. So können Sie bequem via Webshop oder Handy-App bestellen. Übrigens, die ersten 10 Bestellungen werden ohne Verrechnung der Versandkosten ausgeliefert…
Wir haben diese Tage unsere aktuellen Musterteile aus dem Metall 3D-Druck erhalten. Gegenüber den ersten Teilen (Blog vom 08.11.2018) sind diese Teile einen sehr grossen Schritt in die richtige Richtung. Was wir konstruktiv im digitalen Modell vorbereitet haben, konnte mit wenigen Abstrichen im 3D-Druck umgesetzt werden. Und, bis auf wenige Stellen sind keine für den 3D-Druck typischen «Treppen» sichtbar. Insbesondere die Front, die mit ihren vielen in alle Richtungen gewölbten Flächen für den 3D-Druck eine riesige Herausforderung darstellt, ist annähernd perfekt. Haben wir damit unsere Produktionsmethode für die Spur N-Modelle gefunden?
Kommerzielle Betrachtung
Wir haben uns schon früh in der Projektierung unserer Spur N – Modelle mit der Frage beschäftigt, was denn die Modelle kosten dürfen. Einerseits möchten wir eine (nicht kommunizierte) Obergrenze für den Verkaufspreis nicht überschreiten. Andererseits verzichten wir nur sehr ungern auf Qualitätsattribute wie «exakt massstäbliches Modell», «Metallmodell mit Details aus Guss- und Ätzteilen», um einige Stichworte aus unserer Postkarte zu erwähnen. Um das zu erreichen, ist eine sogfältige Abwägung der Produktionsmethoden unter den Gesichtspunkten der Produktionskosten vorzunehmen.
20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Kleinserienmodellen ermöglichen doch einen minimalen Einblick in die Kostenstruktur von Kleinserienmodellen. Das untenstehende Diagramm ist keine wissenschaftliche Arbeit, sondern soll veranschaulichen, wo wir uns mit der aktuellen Diskussion um Produktionsmethoden und Produktionskosten bewegen.
Ganz links sind die Kollegen anzusiedeln, die ihre (vielfach hervorragenden) Modelle weitgehend aus Ätzteilen aufbauen. Der Aufwand für die Teilefertigung ist überschaubar. In der Produktion benötigen die vielfach zusammengefalteten Ätzkonstruktionen viel Aufwand für Montage und Verputzen.
Der erste Schritt nach rechts ist der zunehmende Einsatz von Guss-, Fräs- und Drehteilen. Die Kosten für die Teilefertigung steigt an, der Aufwand für die Teilenachbearbeitung gerade bei Gussteilen ebenfalls. In diesem Bereich sind viele der bekannten und erfolgreichen Kleinserienhersteller unterwegs. Die einen produzieren in Fernost, um die Kosten tief zu halten. Die anderen haben sich mit ihren Modellen einen Kundenkreis geschaffen, welcher die höheren Preise einer mitteleuropäischen Produktion akzeptieren. Die hiesige Produktion hat zwar einen Kostennachteil, ist jedoch im Hinblick auf spezielle Kundenwünsche und den langfristigen Ersatzteilservice unschlagbar.
Wo sehen wir uns?
Wir möchten den hohen Arbeitsaufwand für die Produktion auf Basis von Ätzteilen (ganz links in der Grafik) umgehen. Gleichzeitig haben wir den Anspruch, in Europa zu produzieren. Gerade die Individualisierung (spezielle Kundenwünsche) und die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen sind für uns wichtige Gründe, die Montage im eigenen Haus zu behalten und mit ausgewählten Lieferanten in Europa zu produzieren. Doch das Durchsetzen hoher Preise aufgrund Produktionsstandort Schweiz, trauen wir uns als «Newcomer» dann doch nicht zu.
Die Möglichkeiten der Digitalisierung (3D-Druck, Rapid Prototyping, etc.) bieten in unseren Augen grosse Potenziale für den Modellbau. Wir haben uns daher auf den Weg nach rechts auf der Grafik gemacht. Das Ziel ist das optimale Verhältnis von maschineller Fertigung und der Reduktion der eingesetzten Arbeitszeit. Um so einen in unseren Augen vertretbaren Kostenaufwand für die Produktion der Modelle zu erreichen. Dass es diesen Bereich gibt, wo die Mechanisierung/Industrialisierung der Produktion auch für kleine Serien eine Kostenreduktion ermöglicht, davon sind wir überzeugt.
Beurteilung der Musterteile
Die vorliegenden Musterteile sind aus fertigungstechnischer Sicht sensationell. Eine derart hohe Detailierung mit erfreulich hoher Oberflächengüte demonstriert den fortschrittlichen Stand dieser Technologie. Allerdings sind die Teile auch bei der Fertigung einer Serie sehr nah am in der Grafik der Produktionskosten dargestellte rechte Rand. Die Stückkosten sind trotz der Reduktion der Anzahl Teile und dem dadurch reduzierten Anteil der Handarbeit zu hoch. Wir müssen uns, um in der bildlichen Sprache zu bleiben, nach links bewegen. Mehrere, dafür einfach zu fertigende und montierende Teile. Immer das Ziel vor den Augen, Ihnen hochwertige Modelle mit ansprechender Detaillierung anbieten zu können. Da wir dafür die ausgetretenen Pfade der klassischen Modellfertigung verlassen haben, braucht es etwas mehr Zeit als vielleicht wünschbar wäre.
Wir hoffen, mit diesem Beitrag einen Einblick geben zu können, wie wir unseren Job als Hersteller hochwertiger Eisenbahnmodelle verstehen. Und auch Antworten auf die unweigerlichen Fragen nach dem aktuellen Stand bei der Entwicklung der Spur N – Modelle nach Vorbild der neuen SOB-Züge geben können. Freuen Sie sich mit uns auf die Modelle, sie werden faszinierende Beispiele moderner Fertigungsmethoden sein.
Das neue SOB-Rollmaterial war diese Woche in den Medien präsent. Denn die SOB setzt den ersten Traverso im Fahrgastbetrieb auf dem Voralpen-Express ein. Dies wurde am vergangenen Dienstag mit einer Medienfahrt gefeiert. Bereits ein paar Wochen länger ist ein RV-Flirt im Fahrgasteinsatz, in der Regel im Dreieck Rapperswil – Einsiedeln – Wädenswil auf den S-Bahnlinien S13 und S40.
Wer mit dem Traverso mitfahren oder sich einfach ein eigenes Bild vom Fahrzeug mit seiner eigenwilligen Farbe machen will, dem sei der Besuch der SOB-Website empfohlen. Dort wird tagesscharf der Einsatz des Traverso angekündigt. Änderungen vorbehalten, die Fahrzeuge sind nach wie vor im Testeinsatz.
Das erste Traverso-Modell hatte diese Woche ebenfalls seine Erstfahrt und Medienpräsentation. Die Swissminiatur hat zu ihrem 60-jährigen Jubiläum den Traverso im Massstab 1:25 umgesetzt. Das stolze 6 Meter lange Fahrzeug verkehrt ab sofort auf den Gleisen der Swissminiatur. Wir gratulieren den Kollegen der Swissminiatur zur hervorragenden Umsetzung des Traverso im Modell. Ein Besuch lohnt sich (nicht nur wegen dem Traverso).
Was macht unser Modell? Mitte März waren wir auf der AMX, der Messe für additive Fertigung in Luzern. Während zweier Tage stellten führende Dienstleister rund um das Thema 3D-Druck aus. Wir haben mit unseren Musterteilen in der Hand verschiedene Gespräche geführt. Ein Fazit kann gezogen werden: es ist problemlos möglich, ein hochpräzises Modell aus Metall zu fertigen. Ob dies mit unseren Vorstellungen zur Preisentwicklung für ein Spur N Modell vereinbar ist, ist noch nicht abschliessend geklärt.
Wir machen daher nochmals einen Versuch mit dem 3D-Druck in Metall. Diesmal mit einem Endwagen mit Front und einem Zwischenwagen. Das Resultat können Sie voraussichtlich noch vor den Sommerferien an dieser Stelle sehen.
Die intensive Beschäftigung mit dem aktuellen Stand der
Technik beim 3D-Druck hat auch gezeigt, dass schon heute sehr interessante
Möglichkeiten für den Eisenbahnmodellbau bestehen. Wir sind überzeugt, dass
Wagenmodelle in Kunststoff mittels 3D-Druck hergestellt werden können, die bezüglich
Detaillierung den Modellen in Spritzgusstechnologie ebenbürtig bis überlegen
sind. Und preislich deutlich unter den heutigen Kleinserienmodellen aus
Messing. Nur, akzeptiert der Markt ein Kunststoff-Kleinserienmodell, das
preislich über den Grossserienmodellen liegt? Ist ja trotzdem „nur Plastik“.
Ihre Einschätzung zur Fragestellung, ob ein hochdetailliertes Kunststoff-Kleinserienmodell im 3D-Druck am Markt aktzeptiert wird, nehmen wir gerne als Kommentar über das untenstehende Formular entgegen. Wir freuen uns über eine konstruktive Diskussion.
Es gibt sie in jedem Projekt, in jeder Tätigkeit: die
Flauten. Ob nur gefühlt oder effektiv nichts läuft, keine Bewegung stattfindet,
ist sekundär. Das Resultat im aktuellen Fall: im Januar kein Blog und auch im
Februar eine schlichte Nullnummer. Oder doch nicht?
Nun, seit dem letzten Blog am 15. Dezember 2018 liefen die Arbeiten tatsächlich deutlich langsamer als davor. Die Feiertage und der Jahresabschluss sind eine offensichtliche Begründung, dass es an den SOB-Modellen weniger schnell voran ging als zuvor. Und – die laufenden Arbeiten sind fast ausschliesslich Konstruktionsarbeiten im CAD. Die Detailierung der Laufdrehgestelle, der Übergang zwischen den Traverso-Halbzügen und immer wieder das Dach. Neben dem Traverso gibt es seit kurzem auch den ersten Entwurf für die Regionalverkehrs-Variante (RV-Flirt) als CAD-Modell. Und es bestätigt sich, was wir eigentlich schon lange wussten: Traverso und RV-Flirt sind beides Flirt 3-Fahrzeuge, beide für die SOB. Doch kein Wagen ist baugleich. Bedeutet für uns, wir produzieren für jeden Wagen individuelle Teile in kleiner Stückzahl. Nicht sehr ökonomisch, dafür vorbildgerecht.
Ein erster Blick auf die
Mehrfachtraktion von Traverso und RV-Flirt. In dieser Konfiguration wird der
Voralpen-Express während der Hauptverkehrszeiten zwischen Rapperswil
(Fahrtrichtung links) und St. Gallen (Fahrtrichtung rechts) verkehren. Und an
dieser Stelle ein Hinweis an die Betriebsbahner. Wir streben an, dass unsere Modelle
untereinander gekuppelt werden können. Knackpunkt ist, wie oft im Modell, die
Kurvengängigkeit. Können wir den Kupplungen genügend Beweglichkeit geben, ohne
die Front zu verunstalten? Wir arbeiten daran. Freuen Sie sich mit uns auf den
verstärkten Voralpen-Express. In Spur N immerhin 1,4 Meter lang, eine stolze
Komposition.