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Evaluation und Anwendung statistischer Methoden
Die Begleitstudie der Eidg. Forschungsanstalt WSL und der Universität Lausanne (Prof. Antoine Guisan) zur Revision der Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen der Schweiz überprüft die Verwendung statistischer Methoden für die Erstellung und die Qualitätskontrolle Roter Listen.
Details zum Projekt
Projektdauer
2011 - 2014
Projektleitung
Das Projekt setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen:
Prospective Sampling
Ziel dieses Projektteils ist es, mithilfe von statistisch modellierter Verbreitungskarten (Potentialkarten) von gefährdeten Pfanzenarten das Auffinden neuer, bisher unbekannter Populationen zu unterstützen. Dazu werden statistische Modelle (SDMs) verwendet, die bekannte Fundorte einer Art mit verschiedenen Umweltparametern in Beziehung setzen, um so Vorkommenswahrscheinlichkeiten für Gebiete berechnen zu können, aus denen keine Fundortdaten vorliegen. Der Nutzen solcher Vorhersagen soll durch gezielte Nachsuche von seltenen Zielarten evaluiert werden.
Bewertung von IUCN-Kriterien und alternativer Methoden
Die Verwendung der IUCN Kriterien “area of occupancy” (AOO) und “extent of occurrence” (EOO) wurden bislang mit den nach IUCN (2001) vorgeschlagenen Methoden berechnet. Seit einigen Jahren werden aber auch SDMs eingesetzt, um das Verbreitungsgebiet besser abschätzen zu können. Bislang wurden die beiden Methoden aber nie detailliert verglichen. Es ist zudem völlig unklar, wie robust bzw. sensitiv die beiden Messungen im Vergleich auf Veränderungen der beiden Grössen reagieren. Verschiedene Aussterbe- oder Immigrationsszenarien sollen deshalb simuliert werden um die beiden Methoden detailliert vergleichen zu können. Schlussendlich sollen konkrete Empfehlungen für die Anwendung von Modellen bei Revisionen von Roten Listen gegeben werden.
Unterstützung der Plausibilitätsüberprüfung der Einstufung von Arten mittels Traitanalysen
Mit Hilfe von Traitanalysen soll die Einstufung der Arten in der Roten Liste für Farn- und Gefässpflanzen überprüft werden („Qualitätssicherung“). Anhand von Gefährdungsprofilen bestimmter Merkmalskombinationen („traits“) sollen abweichende Arten aufgespürt werden, bei denen eine Fehleinstufung vorliegen könnte. Die Einstufung dieser Arten in die Rote Liste Kategorien kann daraufhin nochmals überprüft werden. Die verwendeten Pflanzenmerkmale stammen aus Traitdatenbanken wie z.B. Flora indicativa oder BioFlor.