Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03341.jsonl.gz/2419

Vortrag zum 163. Jahrestag der Begründung der reellen Zahlen durch Richard Dedekind an der ETH Zürich
Die Griechen definierten die Zahlen als Verhältnisse von Strecken. Auch die Operationen Addition und Multiplikation wurden geometrisch definiert. Die Pythagoräische Schule liess dabei nur ganzzhalige Verhältnisse zu - die rationalen Zahlen. Doch rasch stösst man auf ein Problem: In einem Quadrat stehen die Länge der Kante und der Diagonale nicht in einem ganzzahligen Verhältnis. In der Zahlengerade der rationalen Zahlen gibt es Lücken. Um diese Lücken zu stopfen wurden unterschiedliche Konzepte entwickelt. Unter anderem konstruierte Richard Dedekind am 24. Dezember 1858 die reellen Zahlen mit seinen Dedekind'schen Schnitten. Norbert A'Campo, emeritierter Professor der Universität Basel, gibt eine Einführung in Dedekinds Arbeit.