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| Eusebius von Cäsarea († um 340) - Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica)

Sechstes Buch
38. Kap. Die Häresie der Elkesaiten.
38. Damals begann auch die sog. Sekte der Elkesaiten, die allerdings schon bei ihrem Entstehen erlosch, eine neue Torheit. Ihrer gedenkt Origenes in einer vor dem Volke zum 82. Psalm gehaltenen Homilie. Er sagt daselbst: „In unserer Zeit ist ein Mann aufgetreten, der sich rühmt, den Anwalt der gottlosen, ganz verruchten sog. [S. 302] Elkesaitenlehre, die sich vor kurzem in den Kirchen bemerkbar machte, spielen zu können. Die schlimmen Behauptungen jener Lehre will ich euch mitteilen, damit ihr euch nicht von ihr verführen lasset. Die Sekte verwirft gewisse Teile von jeder Schrift, verwertet aber wieder Worte aus dem ganzen Alten Testament und aus allen Evangelien; den Apostel verwirft sie vollständig. Sie behauptet, daß die Leugnung des Glaubens bedeutungslos sei. In der Zeit der Not würde der vernünftige Mensch mit dem Munde den Glauben verleugnen, nicht jedoch mit dem Herzen. Auch besitzen sie ein Buch, das vom Himmel gefallen sein soll. Wer auf dasselbe gläubig höre, werde Nachlassung der Sünden erlangen, eine andere Nachlassung, als sie Christus Jesus gewährt hätte.“