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Der Blütenstaub, der sich über die Stadt legte, beflügelte den assoziativen Astrologen Wassertrog zu einer Neuinterpretation der gelben Gefahr.
Stephan Pörtner schreibt für die WOZ seit Sommer 2008 Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.
Der Blütenstaub, der sich über die Stadt legte, beflügelte den assoziativen Astrologen Wassertrog zu einer Neuinterpretation der gelben Gefahr.
Der alten Forderung der Wirtschaftsverbände, dass die Meisterschaften von Sommer- und Wintersportarten wie Fussball und Eishockey in derselben Woche entschieden werden sollten, war endlich nachgekommen worden.
Fünf Jahre nach Erwerb der in Kirschholz gehaltenen Rudermaschine, mit der er die Weltmeere oder zumindest die zum Fitnessraum umgewandelte Abstellkammer zu durchqueren gehofft hatte, musste er vollständigen Schiffbruch vermelden.
Das Erreichen des Pensionsalters wurde zu einem immer wahrscheinlicheren Ereignis, sodass Traubentrog nach fast vierzig Jahren Pessimismus von einer verloren geglaubten Zuversicht erfasst wurde.
Das gleichzeitige Heranrollen des Frühlingswetters und der letzten verirrten Ausläufer der Grippewelle stürzten Hemlinsberg in eine emotionale und körperliche Verwirrung, die ihn beinahe den Kragen gekostet hätte.
Über die Kultur des Drinnenbleibens war der alljährliche, unter dem Namen Frühling schöngeredete Backlash eingebrochen. Als ob die Menschheit ihre wichtigsten Werke nicht in Höhlen, Kammern und Kellern errungen hätte.
Die zunehmende Unmöglichkeit, bekannte von unbekannten Gesichtern zu unterscheiden, beziehungsweise die bekannten einem bestimmten Lebensbereich oder -abschnitt zuzuordnen, liess Brenzabel nervös und oft gesenkten Blickes durch die Stadt gehen.
Das eigene Konsumverhalten, das je länger, je weniger zu rechtfertigen war, einer kritischen Prüfung zu unterziehen, vermied er tunlichst, weil die berechtigte Angst bestand, dass die dadurch ausgelöste negative Selbstwahrnehmung zu Schuldgefühlen, Versagensängsten und letztendlich Frustkäufen fü
Der Umstand, dass Beerdigungen immer wieder Konzerten, Tanzveranstaltungen und Fussballmatches den Rang als soziale Topevents abgelaufen und Leichenmahle den Platz der After-Hour-Party eingenommen hatten, setzte das zahlen- und gesundheitsmässig zusehends angeschlagene, einst Szenevolk genannte,