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Schweizer Diplomatin
Heidi Tagliavini, geboren in Basel, studierte Literatur in Genf und Moskau. 1982 trat sie ins Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten ein. In ihrer über dreissigjährigen diplomatischen Laufbahn übernahm sie bisher 19 bilaterale und multilaterale Einsätze. Heidi Tagliavinis erste Dienststellen waren Bern und Lima, 1989 wurde sie an die Schweizer Botschaftin Moskau berufen und Ende 1992 als Botschaftsrätin und stellvertretende Leiterin der Schweizer Botschaft nach Den Haag versetzt. Im Jahr 1995 wurde sie als Mitglied der ersten OSZE Unterstützungsgruppe in den Tschetschenienkrieg nach Grosny entsandt. 1998, nach einer zweiten Amtszeit als Botschaftsrätin und stellvertretende Leiterin an der Schweizer Botschaft in Moskau, ernannte der UNO Generalsekretär Botschafterin Heidi Tagliavini zur Stellvertretenden Leiterin der Beobachtermission der Vereinten Nationen in Georgien (UNOMIG). Im Jahr 1999 kehrte sie ans Eidgenössische Aussendepartement zurück, wo sie die Leitung der Abteilung für Menschenrechte und Humanitäre Politik übernahm. 2000 wurde sie vom Österreichischen OSZE Vorsitzenden zur Persönlichen Beauftragten für Missionen im Kaukasus ernannt. Zwischen 2001 und 2002 war Heidi Tagliavini Schweizer Botschafterin in Bosnien und Herzegowina, 2002 wurde sie Sondergesandte des UNO Generalsekretärs und Leiterin der Beobachtermission der Vereinten Nationen in Georgien (UNOMIG). Im Jahr 2006 kehrte sie als stellvertretende Leiterin der Politischen Direktion und Stellvertreterin des Staatssekretärs ins Aussenministerium nach Bern zurück. Im Jahr 2008 ernannte sie der Ministerrat der EU zur Leiterin der Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission über den Konflikt in Georgien. Nach der Veröffentlichung des im Auftrag der EU erstellten Untersuchungsbericht über den Georgienkrieg leitete Heidi Tagliavini verschiedene OSZE/ODIHR Wahlbeobachtungsmissionen, so z.B. bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2010, bei den Wahlen zur Duma 2011, der Russischen Präsidentschaftswahl 2012 und der Präsidentschaftswahl in Armenien 2013. Zwischen 2008 und 2012 war Heidi Tagliavini auch Diplomat-in-Residence am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik. Heidi Tagliavini spricht acht Sprachen und erhielt Ehrendoktorate der Universitäten Basel und Bern. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Sektion Schweiz, verlieh ihr 2013 den Menschenrechtspreis und die Republik Österreich das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um dieses Land.