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Das Finanzministerium in Ankara hat 2017 bereits Anleihen im Volumen von 6,25 Mrd. Dollar in ausländischer Währung aufgelegt, was über dem Jahresziel von 6,0 Mrd. Dollar liegt. Diese Woche teilte das Ministerium mit, es habe Banken für eine in Euro denominierte Anleihe mit Laufzeit bis 2025 mandatiert.
Die durch staatliche Garantien angeheizte Kreditvergabe zur Ankurbelung der Konjunktur hat das Verhältnis von Krediten zu Einlagen bei den türkische Banken auf 125,2 Prozent getrieben, im Vergleich zu 123,6 Prozent Ende 2016.
Die Rückkehr der Türkei an den ausländischen Kapitalmarkt "ist von einer deutlichen Verschlechterung beim Haushaltsdefizit getrieben", was die ohnehin durch das rapide Kreditwachstum strapazierten Bilanzen der Banken noch weiter belaste, sagte Inan Demir, Volkswirt bei Nomura in London. "Daher will das Finanzministerium Gelder im Ausland aufnehmen."
Wie aus einer Mitteilung auf seiner Webseite hervorging, beauftragte das Finanzministerium BNP Paribas, HSBC und UniCredit mit Federführung bei der Anleiheemission.
"Mit Blick auf die jüngste fiskalische Expansion wird es interessant sein zu sehen, wie die Nachfrage ausfällt", sagte Manik Narain, Stratege bei UBS in London. "Man kann aber von einem ziemlich starken Appetit ausgehen."
(Bloomberg)