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Das Schmieden
Beim Schmieden wird Metall unter Zuhilfenahme von Werkzeugen spanlos in eine gewünschte Form gebracht. Im Gegensatz zum Gießen verbleibt das Metall beim Schmieden in einem festen Aggregatzustand und wird mit Werkzeugen und Maschinen bearbeitet. Schmieden lassen sich fast alle Arten von Metall und Metall-Legierungen. Messing, Kupfer, Bronze sowie Edelmetalle wie Silber und Gold gehören dazu.
Beim Schmieden unterscheidet man zwischen Warm-, Halbwarm- und Kaltschmieden. Unterscheidungskriterium ist die Temperatur, bei der die Objekte bearbeitet werden.
Beim Warmschmieden (Warmumformung) liegt die Arbeitstemperatur zwischen 950 bis 1250 Grad Celsius. Vorteile sind große Umformbarkeit und geringe benötigte Umformkräfte.
Beim Halbwarmschmieden beträgt die Arbeitstemperatur 750 - 950 Grad Celsius. Vorteile hierbei sind geringes Verzudern der Oberfläche sowie engere Maßtoleranzen als beim Warmunformen.
Das Kaltschmieden findet bei Raumtemperatur statt und findet besonders Anwendung bei Edelmetallen, Bronze, Kupfer und Messing.
Anhand der Glühfarbe erkennt der Schmied die Temperatur des Stahls. Bei 1250 Grad glüht er weißgelb, bei 800 Grad dunkelrot. Ist die ideale Schmiedetemperatur erreicht kann der Schmied mit Amboss und Luftschmiedehammer das Material bearbeiten, umformen und veredeln.
Je öfter Stahl erhitzt wird, desto mehr verliert er an Qualität. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass der Schmied so selten wie nötig das Material wiederholt erhitzt.