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Aktive Schweizer, aber Etappensieg und Leadertrikot für Soler
Die 3. Etappe der Tour de Romandie wird zur Beute von Marc Soler. Der Spanier setzt sich in Estavayer solo durch und sichert sich damit auch das gelbe Leadertrikot.
Mit einem Rückstand von 22 Sekunden folgten nach 168,7 km im Sprint der ersten Verfolgergruppe der Däne Magnus Cort Nielsen und der Slowake Peter Sagan auf den nächsten Plätzen. In der Gesamtwertung führt Soler nun 14 Sekunden vor den beiden zeitgleichen Ineos-Profis Geraint Thomas und Richie Porte.
Der bisherige Gesamtführende Rohan Dennis aus Australien verlor das Leadertrikot auch, weil er in der Abfahrt der zweitletzten Steigung im strömenden Regen stürzte und den Anschluss an die Verfolgergruppe bei den widrigen Bedingungen nicht mehr schaffte.
In derselben Abfahrt knapp 15 km vor dem Ziel stürzte auch Stefan Küng. Der Thurgauer, zu diesem Zeitpunkt zusammen mit dem Belgier Kobe Goossens in Führung liegend, bekundete viel Glück. Der Schweizer Meister rutschte auf der nassen Strasse auf dem Mittelstreifen aus und prallte in hohem Tempo in eine Schutzmatte am Strassenrand. Küng erlitt Schürfungen, konnte die Etappe aber beenden.
Küng hatte einer ursprünglich siebenköpfigen Spitzengruppe angehört, zu der mit Stefan Bissegger, Johan Jacobs und Mathias Reutimann drei weitere Schweizer angehört hatten. Auf dem Rundkurs um Estavayer verlor im Finale einer nach dem anderen den Anschluss. Küng hatte es wohl auch ohne Zwischenfall nicht bis ins Ziel geschafft. Als Letzter der Flüchtlinge wurde Goossens rund zehn Kilometer vor dem Ziel von der Spitzengruppe gestellt.
Und statt einem Schweizer oder dem Belgier jubelte mit Marc Soler am Ende ein Spanier. Der 27-jährige Teamkollege von Jacobs beim Team Movistar hatte 2018 die Gesamtwertung von Paris-Nizza gewonnen und letzten Herbst an der Vuelta eine Etappe gewonnen.
Ob Soler auch in der Westschweiz um den Gesamtsieg wird mitfahren, bleibt abzuwarten. Die Herausforderung für den Spanier jedenfalls ist gross. Denn am Samstag steht die „Königsetappe“ von Sitten in die Ski-Station „Thyon 2000“ im Programm. Zwei Steigungen der 1. Kategorie sowie der knapp 21 km lange Schlussanstieg haben die Profis auf den 161,3 km zu bewältigen. Am Sonntag folgt zum Abschluss der Rundfahrt das Einzelzeitfahren in Freiburg.
(text:sda/bild:unsplash)
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