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| Eusebius von Cäsarea († um 340) - Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (Vita Constantini et Oratio ad coetum sanctorum)

Buch IV
1. Konstantin zeichnet die meisten durch Geschenke und Beförderung zu Würden aus.
Während der Kaiser so Großes zum Baue und zur Verherrlichung der Kirche Gottes leistete und alles tat, um die Lehre des Erlösers in höchstes Ansehen zu bringen, vernachlässigte er doch auch nicht die außerkirchlichen Angelegenheiten. Auch hier unterließ er es nicht, allen Bewohnern der einzelnen Provinzen insgesamt fortwährend Wohltaten mannigfacher Art zu erweisen; bald zeigte er seine allen gemeinsame väterliche Fürsorge, bald zeichnete er jeden seiner Freunde durch verschiedenartige Ehren und Würden aus und suchte in seinem hochherzigen Sinn allen alles zu geben; nicht konnte je einer, der den Kaiser um eine Gnade bat, eine Fehlbitte tun, noch auch, wer eine Wohltat zu erlangen hoffte, sich in seiner Erwartung täuschen, es bekamen vielmehr die einen Geld, die andern Landgüter; diese erhielten die Würde eines Provinzstatthalters, jene den Rang eines Senators, wieder andere wurden zu Konsuln erhoben und mehrere führten den Titel eines Statthalters; einige wurden mit dem Rang eines Comes ersten, zweiten oder dritten Grades ausgezeichnet und unzählige andere erhielten ebenso Würden mit dem Titel „Erlaucht“ oder sehr viele andere; denn um mehr ehren zu können sann der Kaiser auf verschiedene Würden.