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Kaum hatte der US-Technikkonzern Apple den sagenhaften Vierteljahresgewinn von über dreizehn Milliarden US-Dollar bekannt gegeben, veröffentlichte die «New York Times» letzte Woche einen mehrseitigen Bericht über die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Zulieferbetrieben. Laut der Recherche, die sich auf interne Apple-Dokumente stützt, sind in diesen Betrieben Arbeitszeiten von sechzig Stunden und mehr nichts Aussergewöhnliches. Die Beschäftigten müssten zudem immer wieder mit giftigen Chemikalien hantieren und erlitten dadurch gesundheitliche Schäden. Bei zwei Explosionen in Zulieferbetrieben sind letztes Jahr 4 Menschen getötet und 77 verletzt worden. Apple sei über die potenzielle Gefahr in mindestens einem der beiden Betriebe im Voraus informiert gewesen, schreibt die «New York Times».
Generell habe Apple in den letzten Jahren seine Zulieferbetriebe vermehrt auf die Einhaltung von Verhaltensregeln und Sicherheitsbestimmungen überprüfen lassen. Bei mehr als der Hälfte der geprüften Fabriken seien Verstösse festgestellt worden. Laut ehemaligen Führungskräften von Apple werde jedoch das Fehlverhalten meist toleriert. Wesentlich forscher verhalte sich der Konzern bezüglich der Preise für die gewünschten Teile: Bevor Verträge unterzeichnet werden, wollten die Apple-ManagerInnen genau wissen, wie hoch die Materialkosten und Löhne sind. Jedes finanzielle Detail werde erfragt. So blieben den Zulieferfirmen nur geringe Profite. Die Folge: Bei der Sicherheit wird gespart, die Löhne werden weiter gedrückt. Die internationale Kampagnenorganisation Sum Of Us fordert nun in einer Onlinepetition von Apple, dass es bis zum Start seines neuen iPhone 5 die Arbeitsbedingungen in seinen Zulieferbetrieben markant verbessert.