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Weltgeschichte
Der Untergang von Pompeji
Die ersten Vorboten …
Seit der Gründung von Pompeji im 6 Jahrhundert v. Chr. durch griechische Siedler, war die Stadt bekannt für das milde Klima und die fruchtbaren Gärten an den Hängen des Vesuv, wo vorwiegend Wein angebaut wurde. Im römischen Reich galt sie als eine der schönsten Städte und war vor allem bei den wohlhabenden Römern als Erholungsort sehr beliebt. In der näheren Umgebung entstanden herrliche Landvillen, unter anderem die berühmte sogenannte Mysterienvilla mit ihren griechischen Wandbildern.
Ein erster Vorbote für den Ausbruch des Vesuvs war ein schweres Erdbeben im Jahre 62 n. Chr., bei dem grosse Teile der Stadt nahezu völlig zerstört wurden. Die Zerstörungen an öffentlichen Bauten und Häusern waren so gravierend, dass die Stadt, obwohl sofort mit dem Wiederaufbau begonnen wurde, jahrelang einer Baustelle glich. Doch bevor wirklich alle Schäden des Erdbebens beseitigt werden konnten, nahm das Schicksal seinen Lauf.
… und der Untergang
Es war der 24. August 79, morgens etwa um 10 Uhr, als ein weiteres starkes Erdbeben Pompeji und Umgebung heimsuchte. Dann explodierte mit einem erschütternden Knall der Gipfel des 3’000 Meter hohen Vesuvs und eine riesige schwarze Wolke aus Lava, Bimsstein, Geröll und Asche schoss aus dem Vulkan. Bei der gewaltigen Explosion wurden fast 1’300 Meter des Berges weggesprengt.
Während das direkt unter dem Vesuv gelegene Herculaneum sogleich unter einer dichten Schicht von Schlamm, Lava und Wasserfluten begraben wurde, starben in Pompeji die meisten Menschen an den tödlichen Phosphordämpfen. Viele Bewohner hatten sich in ihre Häuser geflüchtet, doch vergebens verbargen sie ihre Gesichter in Mänteln und Kleidern. Wer sich im Freien aufhielt, wurde sogleich von der Menge der herumfliegenden Lavabrocken und Bimssteine erschlagen.
Diejenigen, die mit dem Schiff zu fliehen versuchten, wurden von einer Flutwelle wieder an die Küste zurück geworfen. Erst zwei Tage später beruhigte sich der Vesuv wieder und die Sonne kam nach einem weiteren Tag wieder zum Vorschein. Pompeji war völlig zerstört und lag unter einer sechs bis sieben Meter dicken Ascheschicht begraben.
Das Meer war um 1,5 km zurückgegangen. Pompeji war kein Hafen mehr. Die schönsten Häuser und Villen der reichen Pompejaner lagen vor dem Vesuvausbruch direkt am Meer. Heute sieht man von den Terrassen dieser Häuser nur noch in der Ferne das Wasser.
Aktive Vulkane
Weltweit sind noch mehr als 500 Vulkane aktiv. Die Mehrzahl (zwei Drittel) befindet sich rings um den Pazifischen Ozean, dem sogenannten „Ring of Fire“ (auch „Zirkumpazischen Gürtel“ genannt). Allein in Indonesien gibt es 500 Vulkane, von denen 128 noch aktiv sind. 65 von ihnen gelten als äusserst gefährlich.
Heutzutage werden die meisten aktiven Vulkane seismologisch Überwacht. Es soll erreicht werden, Ausbrüche präziser vorherzusagen, damit die notwendigen Massnahmen ergriffen werden können, um Menschenleben zu retten.