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Der Einfluss auf die Umwelt ist für viele Medikamente noch nicht dokumentiert, könnte aber in Zukunft ein Kriterium bei der Wahl einer Therapie im Vergleich zu einer anderen Behandlungsoption sein.
Diclofenac zum Beispiel schädigt die Umwelt stärker als andere NSAR wie Ibuprofen oder Naproxen.
Die Diclofenackonzentration wird in Kläranlagen in der Regel nur um 20 % bis 50 % reduziert.
Die Toxizität von Diclofenac wurde bei Forellen und aasfressenden Vögeln nachgewiesen, weshalb es in vielen europäischen Ländern in der Tiermedizin verboten ist.
Ein weiteres Beispiel sind Inhalativa, die bei Asthma oder COPD eingesetzt werden und je nach verwendetem Treibgas eine erhebliche Quelle für Treibhausgasemissionen sein können.
Beispielsweise stösst ein Inhalator mit dem Treibgas HFA134a zwischen 1 kg und 20 kg CO2 aus, was einer Fahrtstrecke von 50 km bis 120 km mit einem dieselbetriebenen Auto entspricht. Das Treibgas HFA227ea stösst mehr als 20 kg CO2 pro Inhalator aus, was einer Fahrtstrecke von 185 km eines Dieselfahrzeugs entspricht.
Im Vergleich dazu setzen Pulverinhalatoren oder Inhalatoren mit mechanischer Freisetzung (Respimat®) weniger als 1 kg CO2 pro Inhalator frei.
Das belgische Zentrum für pharmakotherapeutische Informationen (CBIP) veröffentlichte eine Tabelle mit den Spezialitäten, welche die umweltschädlichsten Gase enthalten (siehe Link).
Quellen:
Prescrire, 476/2023/p459
CBIP, Folia pharmacotherapeutica, Impact environnemental des dispositifs pour inhalation utilisés dans l’asthme et la BPCO, 06.2023