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Stadt in der pers.
ProvinzIrak Adschmi, südlich von
Teheran, liegt 1058 m ü. M. an der von
Schiraz überIspahan
nach
Teheran führenden
Handelsstraße und ist berühmt durch die Zahl von
Gräbern mohammedanischer
Heiligen, unter denen sich
namentlich das jährlich von vielen tausend Wallfahrern besuchte angebliche
Grab der Fatime auszeichnet. Kum wurde zu Anfang
des 18. Jahrh. durch die Afghanen zerstört und zählt jetzt 20,000 Einw.
(Kopulation),
[* 3] die kirchliche Weihe eines Ehebundes. Auch die in der gesetzlichen Form erfolgende Eheschließung
wird als Trauung bezeichnet, und man spricht daher von einer Ziviltrauung, wenn die amtliche Bestätigung des Ehebundes durch eine
weltliche Behörde (Standesamt) erfolgt. Nachdem jedoch in Deutschland
[* 4] die obligatorische Zivilehe eingeführt ist (s.
Ehe, S. 339), versteht man unter Trauung schlechthin regelmäßig nur die kirchliche Einsegnung der Eheleute, nachdem die Eheschließung
selbst vor dem
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Auch PapstNikolaus I. machte die Gültigkeit des ehelichen Bündnisses davon abhängig, daß dieses mit dem kirchlichen Segen
und einer Messe geschlossen sei. Noch aber erfolgte die Eheschließungserklärung vor dieser Brautmesse. Erst seit 1100 etwa
befragt der segnende Priester die Eheschließenden um die Ernstlichkeit ihres Vorhabens. Aber noch die
großen Dichtungen des deutschen Mittelalters lassen die Paare erst am Tag nach ihrer Verehelichung sich zur Kirche begeben, und
erst seit dem 15. Jahrh. finden sich Trauungsformulare, in welchen der Priester als Stellvertreter Gottes die Eheleute zusammenspricht.
Aber selbst das tridentinische Konzil verlangt zur Gültigkeit einer Ehe nur die Willenserklärung derselben
vor dem Pfarrer und zwei oder drei Zeugen, ohne die Trauung selbst für etwas Wesentliches zu erklären. Dies that erst die protestantische
Kirche, und so herrschte bald in der alten wie in der neuen Kirche dieselbe Praxis, wonach die Ehe ganz als Kirchensache
behandelt, ihre Gültigkeit aber von der kirchlichen Trauung abhängig gemacht ward. Die Trauung wurde vollzogen,
wenn nach dem öffentlichen Aufgebot kein Einspruch erfolgte.
Bei morganatischen Ehen
wird die Trauung »zur linken Hand«
[* 7] bewirkt (s. Ebenbürtigkeit). Personen, die 50 Jahre in der Ehe gelebt haben,
werden als Jubelpaar gewöhnlich wieder kirchlich eingesegnet. Die katholische Kirche verlangt bei gemischten Ehen, daß das
Paar jedenfalls von einem ihr angehörigen Geistlichen eingesegnet sowie daß das Versprechen gegeben wird,
die Nachkommenschaft der katholischen Kirche zuzuführen. Ist dies nicht zu erreichen, so leistet der katholische Geistliche
bei der Trauung nur »passive Assistenz«.
Nach dem deutschen Reichsgesetz vom darf kein Geistlicher eine Trauung vornehmen, bevor ihm nachgewiesen ist, daß
die Ehe vor dem Standesbeamten abgeschlossen worden. Die ausdrückliche Erklärung des Personenstandsgesetzes, daß die kirchlichen
Verpflichtungen in Beziehung auf die Trauung durch dies Gesetz nicht berührt werden, enthält eigentlich nur etwas Selbstverständliches.
Die katholische Kirche, welche die Ehe als Sakrament auffaßt und das bürgerliche Eheschließungsrecht grundsätzlich ignoriert,
hat nach der Einführung der Zivilehe in Deutschland sich nicht veranlaßt gesehen, den bisherigen Ritus
bei der Trauung zu verändern.
Die von den Eheleuten zu bejahende Gelöbnisfrage des Geistlichen ist dem entsprechend nur darauf gerichtet,
ob die Eheleute als christliche Ehegatten einträchtig miteinander leben, einander treu und herzlich lieben, sich weder in
Leid noch in Freud' verlassen, sondern den Bund der christlichen Ehe heilig und unverbrüchlich halten wollen, bis der Tod sie
einst scheiden werde. Das vorgängige kirchliche Aufgebot ist meistens als eine einmalige »Eheverkündigung«
beibehalten, sei es vor, sei es nach dem bürgerlichen Aufgebot; doch ist Dispens von dem erstern zulässig.
Eine ohne nachfolgende kirchliche Trauung nur vor dem Standesbeamten geschlossene Ehe ist bürgerlich gültig. Die Kirche kann nur
durch Disziplinarmittel auf die Nachholung einer unterlassenen Trauung hinwirken. Als Kirchenzuchtmittel kennt die
protestantische Kirche bei hartnäckiger Verweigerung der Traupflicht die Entziehung der kirchlichen Wahlrechte, mitunter auch
die Unfähigkeit zur Patenschaft oder auch die Ausschließung vom Abendmahl.