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Geschichte
Die Geschichte der Kellerei
Der Weinbau des Klosters Einsiedeln geht urkundlich nachweisbar bis ins 12. Jahrhundert zurück. Über Jahrhunderte war das Kloster Selbstversorger, was die landwirtschaftlichen Produkte und Nahrungsmittel angelangte. Auch der Wein diente lange Zeit vorwiegend dem eigenen Bedarf im Kloster.
Mit dem Klosterneubau in Einsiedeln, welcher 1704 begann, wurde auch der Keller neu gestaltet. Die Räume sind bis heute in gleicher Form geblieben. Aufgrund alter Fassverzeichnisse lässt sich bestimmen, dass das totale Fassungsvermögen der Fässer zur Barockzeit und auch noch später bis ca. 300‘000 l betrug. Lange Zeit diente er der Einlagerung von Zehntenwein.
Da sich der Keller in Einsiedeln und nicht im Rebbaugebiet befindet, waren Transporte notwendig. Diese wurden möglichst erst im Winter ausgeführt. Mit Schlitten gelangte der Wein, bewacht von einem klostertreuen Mann, nach Einsiedeln.
Die Weine des Mittelalters waren von anderer Art, als sie heute sind. Grundsätzlich enthielten die Weine viel mehr Säure und Gerbstoff. Das führte dazu, dass sie ziemlich gut haltbar waren. Solche Weine wurden oft jahrelang in Fässern gelagert, bis sie durch die fortschreitende Oxidation etwas harmonischer wurden, dabei verloren sie aber fast sämtliche Aromen. Bis 1957 wurden alle Weine im Leutschenhaus gepresst und vergoren.
Aus dem MittelalterZehntenwein
Ein Zehnt war im Mittelalter eine Art Grundsteuer, welche von den Grundbesitzern auf den Rohertrag von Äckern und Weinbergen erhoben wurde. Der Name beruht auf dem ursprünglich „zehnten Teil“, der zum Unterhalt von Kirchen, kirchlichen Gebäuden und der Geistlichen bestimmt war.
Im Urbar (Verzeichnis über Besitzrechte einer Grundherrschaft und zu erbringende Leistungen ihrer Grunduntertanen) von 1217 wird der Rebbau erwähnt. Daraus geht hervor, dass das Kloster bereits im 13. Jh. Rebland in Meilen, Stäfa, Männedorf und Erlenbach besass. Von diesen bezog das Kloster den nassen Zehnten. Im Spätmittelalter war der Wein ein verbreitetes Getränk und diente häufig als Zahlungsmittel zusammen mit anderen Naturalien. Diese Weinabgaben wurden zuerst nach Pfäffikon zum Schlossturm geliefert bis sie dann nach Einsiedeln weitertransportiert wurden.