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Weist die Rechtsmittelinstanz die Sache an die erste Instanz zurück, ist diese nicht an die Rechtsauffassung der Rechtsmittelinstanz gebunden, wenn sich in der Zwischenzeit die höchstrichterliche Rechtsprechung ändert.
Das Obergericht hatte im Berufungsverfahren entschieden, es bestehe eine konkurrenzierende Zuständigkeit des Mietgerichts und des Handelsgerichts bezüglich dem Abschluss von Mietverträgen über Geschäftsliegenschaften, weshalb das Mietgericht sachlich zuständig sei. Nachträglich zu diesem Entscheid hielt das Bundesgericht fest, Art. 6 ZPO regle die Zuständigkeitsordnung des Handelsgerichts abschliessend und für eine weitere Zuständigkeit bleibe kein Raum (BGE 140 III 155, E. 4.3).
Hat sich das Gericht zu Beginn des Prozesses mit einem Zwischenentscheid für sachlich zuständig erklärt, fällt die sachliche Zuständigkeit aber nachträglich dahin, hat das Gericht einen Nichteintretensentscheid zu fällen. Im Gegensatz zur örtlichen Zuständigkeit wird die sachliche Zuständigkeit mit der Rechtshängigkeit nicht fixiert (Art. 64 Abs. 1 lit. b ZPO). Die erst Instanz ist an die (nachträglich ergangene) höchstrichterliche Rechtsprechung gebunden, auch wenn die Berufungsinstanz noch eine andere Rechtsauffassung vertreten hatte als das Bundesgericht.