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(lat.), Zahl, Takt;
in der prosaischen Rede das Ebenmaß zwischen den Sätzen und ihren Gliedern, welches dem
mündlichen Vortrag Wohlklang gibt;
in der Grammatik Zahlform, in den meisten Sprachen nur eine zweifache,
Singularis (Einzahl) und Pluralis (Mehrzahl), zu welchen aber in alten und primitiven Sprachen oft noch ein Dualis (Zweizahl)
hinzukommt;
ganz vereinzelt erscheint in wenig ausgebildeten Sprachen ein Trialis (Dreizahl).
In allen höher entwickelten
Sprachen kommt indessen der Dualis, der nur der sinnlichen Anschauung eines Naturvolkes zur Bezeichnung
paarweiser Gegenstände, wie Füße, Hände, Mann und Frau u. dgl., Bedürfnis ist, mehr und mehr in Abnahme, da er eigentlich
neben dem Pluralis überflüssig ist. Von den indogermanischen Sprachen haben ihn das Sanskrit und Zend sowohl am Nomen, wo er
drei Kasus hat, als am Verbum;
im Griechischen ist er schon seltener und fehlt im äolischen Dialekt ganz;
im Latein ist er nur an drei Wörtern erhalten;
von den lebenden indogermanischen Sprachen haben ihn nur die slawolettischen
teilweise bewahrt.
In den semitischen Sprachen kommt er nur zur Bezeichnung paarweiser Gegenstände (s.
oben) vor; am Verbum kennt ihn nur das Arabische und in vereinzelten Fällen das Assyrische. In manchen Sprachen bleibt der Numerus ganz
unbezeichnet.