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Im historischen 1. rein schweizerischen Final eines ATP-1000-Turniers behielt Stanislas Wawrinka das bessere Ende für sich. Der Romand schaffte nach dem Verlust des 1. Satzes noch die Wende und setzte sich nach 2:13 Stunden in 3 Sätzen durch.
Wawrinka kommt im 2. Satz auf
Wawrinka, der im 1. Satz zum 1. Mal im Turnier ein Break kassierte und diesen 4:6 verlor, drehte im 2. Durchgang auf. Nachdem er 2:0 geführt hatte, musste er zwar das Re-Break hinnehmen. Im Tie-Break verwertete der 29-Jährige jedoch den 3. Satzball zum 7:6 (7:5).
Fulminant trat Wawrinka im 3. Satz auf, als er Freund Federer gleich 2 Mal den Aufschlag abnahm und schnell 4:0 in Führung ging. Der 17-fache Grand-Slam-Sieger spielte keineswegs schlecht, hatte der Power des Waadtländers aber nichts mehr entgegenzusetzen. Wawrinka servierte den Satz und das Match mit 6:2 sicher nachhause.
Auch die Siegerehrung blieb eine kollegiale Angelegenheit. «Es ist immer speziell, gegen den Besten aller Zeiten zu spielen», sagte Wawrinka. Federer vertröstete die Fans auf «nächstes Jahr» und erwiderte die guten Worte: «Ich hoffe, dass es für dich noch Jahre so gut weitergeht. Es war ein Vergnügen, heute mit dir auf dem Platz zu stehen.»
Federer verpasst 79. Turniersieg
Während Wawrinka im 3. Anlauf den 1. Sieg in einem ATP-1000-Turnier feiert, bleibt Federer auch im 4. Endspiel der Triumph im Monte Carlo verwehrt. In der am Montag publizierten Weltrangliste bleiben Wawrinka und Federer auf den Plätzen 3 und 4.
Wawrinka feierte im 15. Duell gegen Federer erst seinen 2. Sieg. 2009 hatte er Federer ebenfalls in Monte Carlo im Achtelfinal besiegt. Er ist der erste Schweizer Titelträger im Fürstentum und mit den Siegen in Chennai und an den Australian Open mit 3 Turniersiegen der erfolgreichste Tennispieler des Jahres.