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Am 16. September 1987 wurde das Montreal-Protokoll von allen UNO-Staaten angenommen. Dieser Vertrag führte schrittweise zu einem Verbot der Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) und somit zu einer markanten Eindämmung des Ozonabbaus.
Vom Wundermittel zum Ozonkiller
Ab den 1930er Jahren wurden die FCKW als Treibgas in Spraydosen oder als Kälte- und Lösemittel verwendet und galten zunächst als Wundermittel. In den 1970er und 1980er Jahren wurde jedoch entdeckt, dass es aufgrund der zunehmenden Verwendung der FCKW zu einem starken Abbau der Ozonschicht kam. Als 1985 das Ozonloch über der Antarktis entdeckt wurde, war klar, dass nun rasch eine Lösung gefunden werden musste.
Die Ozonschicht
Die Ozonschicht liegt zwischen 20 und 50 km Höhe, wobei die höchste Ozonkonzentration auf etwa 32 km über der Erde gemessen wird. Die Ozonschicht schützt die Erde vor der schädlichen UV-Strahlung. Ozon absorbiert nämlich UV-C und UV-B-Strahlung und schützt so Menschen, Tiere, Pflanzen und Organismen vor Strahlenschäden.
Das Problem ist noch nicht vorbei
Mit dem Verbot der FCKW mittels des Montreal-Protokolls wurde der weitere Ozonabbau erfolgreich gebremst. Allerdings erholt sich die Ozonschicht nur langsam. FCKW haben eine Lebensdauer von 50 bis 100 Jahren. Bis die Ozon-abbauenden Stoffe in der Stratosphäre wieder auf einem Niveau wie vor den 1980er Jahren sind, dauert es daher noch ein paar Jahrzehnte. In den Daten der Ozonüberwachung der NASA ist jedoch eine deutliche Stabilisierung der Ausbreitung des Ozonlochs erkennbar.
Zurzeit sehr grosses Ozonloch
Dass sich die Ozonschicht noch nicht vollständig erholt hat, zeigen die Daten aus diesem Jahr. Laut dem Copernicus Climate Change Service ist das Ozonloch über der Antarktis zurzeit grösser als in 75% der Jahre seit 1979. Ein möglicher Grund ist der aktuell starke «Polare Stratosphärenwirbel». Dieser schnürt die Luft ein und so können sich Stoffe besser ansammeln, die zum Ozonabbau führen.