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Einzelheiten des Projekts wurden während der 47. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) bekannt: Der IR-40 genannte Reaktor soll über eine thermische Leistung von 40 MW verfügen und wird mit oxydischem Brennstoff aus Natururan beschickt. Als Moderator und Kühlmittel dient schweres Wasser, das der Iran in Arak von 2004 an selber erzeugen wird. Den Brennstoff will das Land ebenfalls selber herstellen. In Isfahan verfügt es über Anlagen zur Urankonversion, Zirkonproduktion und Brennelementfertigung, die später auch die Brennelemente für das Kernkraftwerk Bushehr liefern könnten.
Die Entwicklung und der Bau dieser Kernanlagen begann in den frühen 80er-Jahren. Ursprünglich wollte der Iran einen Isotopenherstellungs- und Ausbildungsreaktor sowie die Kernbrennstoffkreislauf-Techniken auf dem internationalen Markt einkaufen, doch verwehrten dies internationale Sanktionen und Exportbeschränkungen. Die bereits in den 70er-Jahren erworbenen Kenntnisse und Piloteinrichtungen reichten indessen aus, um die fehlenden Techniken selber zu entwickeln. Inzwischen verfügt der Iran auch über halbindustrielle Zentrifugeneinheiten zur Urananreicherung in Natanz und bei der Elektrizitätsgesellschaft Kalaye in Teheran sowie Entsorgungseinrichtungen in Anarak und Qom. Schliesslich ist der Iran im Besitz eines Vorrats an Natururan, der 1991 importiert wurde. Nach heutigem Kenntnisstand hat der Iran seine mit der IAEO vertraglich geregelte Meldepflicht erfüllt. Anfang Oktober 2003 entsandte die IAEO ein Team von erfahrenen Inspektoren in den Iran, um mit eingehenden Gesprächen und Inspektionen ein detaillierteres Bild über die Entwicklungsgeschichte und die Natur des iranischen Kernenergieprogramms zu erhalten.
Quelle
P.B./P.H. nach NucNet, 18. und 25. September 2003 und nach IAEA, Worldatom Frontpage News, 30. September 2003