Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/271

Vor allem im ersten Satz hatte Bacsinszky durchaus Chancen, erstmals in die zweite Woche des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres einzuziehen. Sie führte gegen die ehemalige Nummer 1 der Welt aus Spanien 4:2 und hatte später zwei Spielbälle für eine 5:3-Führung. Stattdessen gelang Muguruza das Rebreak. Im Tiebreak lag die Spanierin vom ersten Punkt an in Führung.
Im zweiten Durchgang brachte Bacsinszky nur noch einmal ihren Aufschlag durch. Nach 1:55 Stunden verwertete Muguruza, die French-Open-Championne von 2016 und Wimbledonsiegerin 2017, ihren dritten Matchball zum vierten Sieg im fünften Duell mit der Schweizerin. Bacsinszky gelang es damit nicht, davon zu profitieren, dass die gebürtige Venezolanerin ihre Zweitrundenpartie in der Nacht auf Freitag erst um 3:12 Uhr Lokalzeit beenden konnte.
Bacsinszky war am Australian Open bereits 2015 in der 3. Runde an Muguruza gescheitert, vor zwei Jahren bedeutete die Australierin Daria Gavrilova in der 3. Runde Endstation. Dennoch darf die Waadtländerin mit ihrem Auftritt in Melbourne zufrieden sein. Sie wird sich in der Weltrangliste um gut 30 Plätze in die Region um Position 112 verbessern. Das Australian Open war das letzte Turnier, das sie nach ihrer Handgelenksoperation mit einem geschützten Ranking bestreiten durfte.
Sie blickte dennoch "extrem zufrieden" auf den Saisonauftakt zurück. "Ich bin am 28. Dezember aus der Schweiz abgereist, und es gab seither nicht einen Tag, an dem es Zweifel oder schlechte Momente gab. Das ist genial", meinte sie nach dem Ausscheiden. Gegen Muguruza hätten im ersten Satz einige Details entschieden. "Ich habe mich näher gefühlt als in früheren Spielen gegen sie und hatte auch das Gefühl, dass die Taktik besser funktionierte." Der erste Satz sei sehr lang und intensiv gewesen. "Als sie diesen gewonnen hatte, spielte sie komplett befreit auf." Muguruza sei schliesslich ein grosser Champion, betonte Bacsinszky.
Für sie ist das Turnier noch nicht zu Ende. Sie tritt mit dem Franzosen Nicolas Mahut noch im Mixed an.