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Bern - Zuviele Schweizerinnen und Schweizer foutieren sich darum, was sie essen. Sie achten bei ihrer Ernährung auf nichts, wobei vor allem Männern egal ist, was sie in den Mund stopfen.
Dabei sind ältere und besser gebildete Männer und Frauen ernährungsbewusster als jüngere und schlechter ausgebildete. Dies geht aus einer weiteren Auswertung der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2007 hervor. Ein Auszug davon wurde im jüngsten Bulletin des Bundesamtes für Gesundheit publiziert.
Dennoch beobachten die Statistiker, dass sich in den vergangenen 15 Jahren - seit der ersten Gesundheitsbefragung - das Ernährungsbewusstsein bei Männern verbessert hat. Konkret achten sich 37 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen nicht, was sie essen.
Die empfohlenen fünf Portionen Früchte und Gemüse pro Tag konsumieren nur 30 Prozent, die empfohlenen drei Portionen Milch und Milchprodukte nur 10 Prozent der Befragten. 37 Prozent essen selten oder nie Fisch, und der tägliche Fleisch/Wurstwarenkonsum liegt bei knapp 20 Prozent.
Dies deute auf suboptimale Ernährungsgewohnheiten hin, schreiben die Autoren. Risikogruppen seien insbesondere Männer, Junge und weniger gut Gebildete. Grobe Längsvergleiche über die vier nationalen Gesundheitsbefragungen ergäben nur geringe Verbesserungen im Essverhalten über die letzten fünfzehn Jahre.
Zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung trinkt täglich Milch oder nehmen diese in Form von Käse, Joghurt oder Quark ein. Fünf Prozent konsumieren nie Milchprodukte.
Fisch landet seltener auf dem Teller. Zwar essen 58 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ein bis zwei Mal pro Woche Fisch. Gleichzeitig essen 37 Prozent selten oder nie Fisch.
Aus der Gesundheitsbefragung, die alle fünf Jahre durchgeführt wird und bei welcher beinahe 19'000 Schweizerinnen und Schweizer ab 15 Jahren befragt werden, geht auch hervor, dass die Schweiz schwer wiegt.
29 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ist übergewichtig, 8 Prozent adipös. Fast die Hälfte (46%) der Schweizer und beinahe ein Drittel der Schweizerinnen (29%) bringen zuviele Kilos auf die Waage.
SDA-ATS