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Vergangenes Jahr wurden in den 14 grössten Märkten Europas einem Bericht zufolge 601 Megawatt (MW) an zusätzlichen Rechenzentrumskapazitäten benötigt. Gleichzeitig sind aber nur 561 MW an neuen Kapazitäten gebaut worden. Die Zahlen stammen aus einem Bericht des Immobilienunternehmens CBRE. Es sei das zweite Mal innerhalb von fünf Jahren, dass die zusätzliche Nachfrage das neue Angebot übersteigt, heisst es darin.
Ein Grossteil der Nachfrage stammt demnach aus den fünf grössten Märkten: Frankfurt, London, Amsterdam, Paris und Dublin. In der sogenannten FLAPD-Region (benannt nach den 5 Städten) sind demnach 511 MW an zusätzlichen Kapazitäten benötigt, aber nur 467 MW neu geschaffen worden.
Etwas ausgeglichener verhält es sich laut dem Report in der Kategorie der Sekundärmärkte, wozu CBRE unter anderem Zürich, Brüssel und Mailand zählt. Dort ist der Bedarf um 90MW gestiegen, die neuen Kapazitäten um 94MW.
Steigende Mietkosten
Die Kosten für RZ-Kapazitäten seien in den vergangenen zwei Jahren in den untersuchten Märkten deutlich gestiegen. Dies sei in erster Linie auf die höheren Baukosten zurückzuführen, heisst es im Bericht. 'The Register'
zitiert einen weiteren Report von CBRE, in dem vor einem Jahr gewarnt wurde, dass die Pipeline für die Entwicklung von Rechenzentren in Europa unzureichend sei.
Als Gründe wurde ein Mangel an Maschinen, Rohstoffen sowie Fachkräften genannt. Für die RZ-Betreiber sei es darüber hinaus eine grosse Herausforderung, geeignete Grundstücke zu finden und die Energieversorgung sicherzustellen. All dies wirkt sich auf die Baukosten auf.
Diese Mehrkosten würden an die Kunden weitergegeben, schreibt CBRE. Hinzu komme die anhaltend starke Nachfrage der Hyperscaler, die in den kommenden Jahren aufgrund von KI noch grösser werde. Die Mietpreise in den FLAPD-Märkten könnten deshalb in absehbarer Zukunft jährlich im zweistelligen Bereich wachsen, wie es weiter heisst.