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Bruno Wurster
Mitte September startet die dritte Phase der ganzjährigen Sammlungsausstellung «Klee in Bern». Neben den Themen Darstellungen Berns und Umgebung, Berner Sammler (diesmal E. W. Kornfeld) sowie Felix Klee als Botschafter wird auch dem Aspekt von Klees Ausstrahlung auf Zeitgenossen und seinem Nachwirken auf spätere Künstler nachgegangen.
Nicht nur in Klees langjähriger Arbeit als Dozent am Bauhaus in Weimar und Dessau sowie an der Kunstakademie in Düsseldorf wirkte er auf andere Kunstschaffende, vielmehr interessierten sich auch in Bern immer wieder Künstlerinnen und Künstler für sein Werk.
Der in Berlin geborene Maler und Dichter Otto Nebel (1892–1971) war ab Mitte der 1910er Jahre Teil des Kreises um Herwarth Waldens Berliner Galerie Der Sturm. Über seine Frau, die als Assistentin am Bauhaus tätig war, und durch einen Aufenthalt am Bauhaus 1924/25 lernte er die Bauhäusler Kandinsky, Muche und Klee kennen. Nach der Emigration in die Schweiz 1933 hielt sich Nebel ab 1935 in Bern auf und hatte regen Kontakt zu Klee. Er und seine Frau unterstützten die Klees etwa bei der Wohnungssuche.
Bruno Wurster (1939–2003) kam in seinem Elternhaus früh mit Musik, bildender Kunst und im Speziellen mit dem Schaffen von Klee in Berührung. Wursters Familie war mit der Familie von Felix Klee befreundet, wodurch Bruno Wurster ein Spielgefährte von Felix' Sohn Alexander (geb. 1940) wurde. Wursters frühes Schaffen zeigt Spuren der Beschäftigung mit Paul Klees Werk. In späteren Jahren entwickelte er zunehmend ein eigenständiges Œuvre in Auseinandersetzung mit der abstrakten Kunst und Kunstschaffenden seiner Zeit.
Zwischen 1958 und 1965 studierte Peter Somm (geb. 1940) Medizin und war bis 1999 als Narkosearzt tätig. Früh begann er, sich autodidaktisch die Malerei anzueignen. Noch während seines Studiums setzte er sich mit dem Schaffen von Paul Klee und Johannes Itten auseinander, später auch mit demjenigen der Konkreten.
Bruno Wurster:
Hommage à Paul Klee, um 1959
SONNTAG | 25/10/15 | 16:30
VORTRAG
von Eva Wiederkehr Sladeczek über den Einfluss von Paul Klee auf Otto Nebel und Bruno Wurster
anschliessend 17h:
KONZERT
GALATEA QUARTETT: «ODE» – GEWALT GESPIELT GESPROCHEN
Peter Schweiger, Sprechstimme
Petra Ronner, Klavier
Werke von A. Schönberg, M. Roth und Original-Aufnahmen von A. Schönberg und O. Nebel