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Stellen Sie sich vor, sie nehmen eine Frau mit zu sich nach Hause und am nächsten Morgen steht sie außerhalb der Balkonbrüstung und droht zu springen.
So ergeht es Adrian Weynfeldt, dem reichen, Mitte 50-Jährigen Junggesellen, von Beruf Kunstexperte, einem Mann, der ein sehr geregeltes Leben führt, dem es gelingt sie davon abzuhalten. Nun bringt diese besagte Frau namens Lorena sein Leben durcheinander. Denn Lorena steckt immer wieder in Schwierigkeiten, aus denen Weynfeldt sie befreien muss. Zugleich hat sie sich mit dem Ex-Ganoven Pedroni zusammengetan. Gemeinsam versuchen sie den immer spendablen Weynfeldt auszunehmen, indem sie Pedroni als gefährlichen Geldeintreiber inszenieren.
Der Freundeskreis von Weynfeldt teilt sich in einen älteren und in einen jüngeren Kreis auf. Allerdings kann man diese Menschen nicht wirklich als Freunde bezeichnen. Strasser, ein begabter Kunstmaler, erstellt für den in Finanznot geratenen Baier ein Duplikat des berühmten Félix-Vallotton-Gemäldes "Femme nue devant une salamandre" (Titelbild dieses Bandes). Dieses möchte Baier Weynfeldt unterjubeln, damit er es anstelle des Originals für Millionen versteigern lässt.
Der letzte Weynfeldt ist ein Buch, welches von Liebe und Einsamkeit, von Erfolg und Versagen und von Freundschaft und Verrat handelt. Das Themen Kunst und Geld steht stark im Vordergrund, aber auch alltägliche zwischenmenschliche Probleme.
Die Geschichte entwickelt sich langsam in zwei Handlungssträngen parallel und findet sich am Ende zu einem unheimlich spannenden Finale zusammen.
Martin Suter gibt detaillierte Einblicke in die Kunst und Malerei. Meines Erachtens hat er für dieses Buch sehr viel recherchiert, damit es ihm gelingt, mit einer Leichtigkeit und Präzision die Kunstwerke zu beschreiben. Ich finde, dass er das Thema Kunst und die Liebe zur Kunst dem Leser meisterhaft nahe gebracht hat.
Martin Suter schafft mit viel Ideenreichtum tolle, liebenswerte Figuren, allen voran natürlich Adrian Weynfeldt, dessen Schwäche und seine Prinzipien ihn zu einem scheinbar naiven Menschen werden lassen. Ich fand es besonders spannend, wie weit seine Liebenswürdigkeit und Großzügigkeit reicht. Martin Suter versteht es auch, den Leser auf die Folter zu spannen, Fragen aufzuwerfen und erst später zu beantworten - und zwar anders, als man erwartet hatte. Dadurch schafft er Spannung aufzubauen, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Es macht immer wieder Spaß einen Suter zu lesen. Ich freu mich schon auf meinen nächsten
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