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Gerichts-Krimi um Sauber und Van der Garde spitzt sich zu
- Mittwoch, 11. März 2015, 7:37 Uhr, aktualisiert um 8:28 Uhr
Wenige Tage vor dem Saisonstart der Formel 1 versucht sich Giedo van der Garde auf dem Gerichtsweg seinen Platz bei Sauber zu erkämpfen. Der Supreme Court von Victoria gab dem Fahrer Recht, der Rennstall geht in Berufung. Die Verhandlungen werden am Donnerstag fortgesetzt.
«Ich bin sehr fit und stark. Ich freue mich darauf, zum Team zurückzukehren. Wir werden hart arbeiten, um am Wochenende das Beste herauszuholen», erklärte der niederländische Pilot Giedo van der Garde nach dem jüngsten Urteil des Supreme Courts des australischen Bundesstaates Victoria selbstbewusst.
Gerichte geben dem Fahrer Recht
Van der Garde ist der Meinung, aufgrund einer entsprechenden Übereinkunft Anspruch auf einen Platz als Stammfahrer bei Sauber zu haben. Der Schweizer Rennstall, der Felipe Nasr und Marcus Ericsson als Stammpiloten für diese Saison verpflichtet hat, sieht dies anders.
Ein Schweizer Gericht gab Van der Garde, der in der vergangenen Saison Ersatzfahrer bei Sauber war, bereits letzte Woche Recht. Es entschied, dass die Verantwortlichen des Teams «alle Handlungen unterlassen müssen, die ihn daran hindern könnten, als einer der beiden nominierten Fahrer bei Sauber an der Formel-1-WM teilnehmen zu können.» Das australische Gericht bestätigte diese Ansicht.
«Wunsch eines unvorbereiteten Fahrers»
Trotz des jüngsten Entscheides ist Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn weit weniger überzeugt davon, dass Van der Garde am Wochenende zum GP von Australien starten wird, als der Pilot selbst. «Wir können nicht die Sicherheit unseres Teams oder anderer Fahrer auf der Strecke gefährden, nur um dem Wunsch eines unvorbereiteten Fahrers nachzukommen, Rennen für uns zu bestreiten», meinte sie.
Sauber ging in Berufung, die Verhandlung sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. Am Freitag starten die Fahrer ihre Motoren für das erste Training in Melbourne - welche Piloten es bei Sauber sein werden, ist offen. Ein Auto auf einen Piloten abzustimmen ist allerdings eine Angelegenheit, die im Normalfall mehrere Tage bis Wochen in Anspruch nimmt.
Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin 11.03.2015, 08:30 Uhr.
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