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Erdbeben in der Schweiz
Der Schweizerische Erdbebendienst registriert in der Schweiz und im nahen benachbarten Ausland durchschnittlich zwei Erdbeben pro Tag.
In der Schweiz ereignen sich zwischen 500 und 800 Erdbeben pro Jahr. Ungefähr zehn davon sind genug stark (ca. Magnitude 2.5 oder grösser), um von der Bevölkerung verspürt zu werden.
Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern weist die Schweiz eine mittlere Erdbebengefährdung auf, wobei regionale Unterschiede bestehen: Im Wallis, in Basel, im St. Galler Rheintal, in Mittelbünden, im Engadin und in der Zentralschweiz werden mehr Erdbeben registriert als in anderen Gebieten.
Im Durchschnitt ist in der Schweiz alle 50 bis 150 Jahre mit einem Erdbeben mit einer Magnitude von etwa 6 zu rechnen. Ein Erdbeben dieser Stärke ereignete sich zum vorerst letzten Mal im Jahr 1946 bei Sierre im Wallis. Ein solches Beben kann aber überall und jederzeit in der Schweiz auftreten.
Seit 1975 betreibt der Schweizerische Erdbebendienst ein nationales Messnetz, um die Erdbebenaktivität in der Schweiz zu überwachen. Das Messnetz zeichnet auch Erdbeben auf, die von der Bevölkerung nicht verspürt werden. In der Tat haben die meisten Erdbeben in der Schweiz eine Magnitude von weniger als 2.5. Das letzte starke Erdbeben, welches Schäden verursacht hat, ereignete sich 1991 bei Vaz im Kanton Graubünden.
Karte der Epizentren von instrumentell aufgezeichneten Erdbeben von 1975 bis 2010 mit Magnitude ≥ 2.5 (gelb) sowie der nachweisbaren Schadensbeben seit dem 13. Jahrhundert (orange). In diesem Zeitraum wurden in der Schweiz etwa 10’000 Erdbeben verspürt, 12 davon haben grosse Schäden (Intensität ≥ VIII) verursacht.