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Der Streit im Fall um den Verkauf der Radio-105-Konzession geht weiter. Radio-Energy-Geschäftsführer Dani Büchi und Ringier-Manager Michael Voss wollten die UKW-Konzession von Radio 105 angeblich für 150 000 Franken verkaufen und Radio 105 auf DAB+ und Kabel weiterlaufen lassen. Das behauptete jedenfalls das neue Internetportal Watson am Freitag.
Büchi und Voss arbeiteten zu diesem Zweck ein Term Sheet aus, das Bedingungen für den Kauf der Konzession enthält. Aus diesem Papier, das Maurice Thiriet auf der Seite von Watson veröffentlicht hat, geht hervor, dass der Käufer der UKW-Konzession sich dazu verpflichtet hätte, die Marke 105 nicht weiter zu verwenden. Ebenfalls wurde dem Käufer verboten, ein «Konkurrenzprogramm zum Hauptprogramm von Radio Energy auszugestalten».
Das künftig unter der Konzession ausgestrahlte Radioprogramm hätte ausserdem ausdrücklich von Radio Energy genehmigt werden müssen. Bei einem Verstoss gegen die Verpflichtungen setzte Energy eine Konventionalstrafe in der Höhe von einer Million Franken fest.
Der selbsternannte Radio-105-Retter Roger Schawinski war vom Inhalt des Term Sheets «schockiert», er habe sich niemals vorstellen können, dass ein Ringier-Unternehmen so schamlos vorgehen würde, wetterte ausgerechnet Schawinski, der selbst kurz nach Bekanntwerden des 105-Konkurses die UKW-Frequenz des Senders gekapert hatte und noch während des Bieterverfahrens das Personal des Radiosenders anstellte, gegenüber Watson.
Dani Büchi zeigte sich gegenüber dieser Kritik unbeeindruckt. Es sei klar, dass man, wenn die Radiokonzession so günstig einem Dritten überlassen würde, dies an Bedingungen hätte knüpfen müssen. Das Papier enthalte zudem keinerlei Rechtsverletzungen, fand er. Schawinskis Vorwürfe seien lediglich ein weiterer Versuch, die Radio-Energy-Verantwortlichen zu verunglimpfen, so der Radio-Energy-Chef gegenüber Watson.