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Thomas Mann und die Schweiz
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"Die Schweiz? Aber ich liebe sie!", notierte Thomas Mann schon 1923. Bereits eine seiner beiden Grossmütter – Elisabeth Marti – war Schweizerin gewesen. Er selbst hatte schon in jungen Jahren die Schweiz bereist und mit seiner Frau Katia 1905 sogar seine Hochzeitsreise nach Zürich unternommen.
Überlebenswichtig wurde Zürich aber für ihn im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs: Thomas Mann war von 1933 bis 1938 Exilant in Küsnacht. Hier schloss er wichtige Freundschaften, wie diejenige zum Zürcher Verleger Emil Oprecht. Couragiert veröffentlichte dieser nach Thomas Manns Ausbürgerung aus dem Deutschen Reich die politische Stellungnahme des Autors gegen den Nationalsozialismus als "Bonner Briefwechsel". Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich emigrierte Thomas Mann weiter in die USA.
Für seine Rückkehr nach Europa wählte er in den 1950er Jahren wieder die Schweiz. Hier starb er am 12. August 1955 im Zürcher Kantonsspital und wurde auf dem Friedhof seines letzten Wohnorts Kilchberg beigesetzt. "Sein Wunsch, den er schon 1934 in einem Brief an René Schickele ausgedrückt hatte: ‚Ich will in der Schweiz begraben sein‘, war in Erfüllung gegangen." (Richard Schweizer: Zürich als Stätte des Thomas Mann-Archivs, in: BlTMG 3 (1962), 19).