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Vorsorge HPV-Impfung
Mit einer guten Prävention beginnt Ihre Gesundheit
Möchten Sie sich für eine Impfung oder eine Impf-Beratung anmelden? Wir helfen Ihnen gerne weiter! Die Kontaktdaten finden Sie rechts. Die häufigsten Fragen und Antworten rund um HP-Viren und die HPV-Impfung haben wir für Sie unten zusammengefasst.
Es gibt viele verschiedene HP-Viren, die zu unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen führen können. HP-Viren verursachen Zellveränderungen der Haut und der Schleimhaut. Bei Frauen sind bestimmte HP-Viren für die Entwicklung von Kondylomen (Feigwarzen), Krebsvorstufen und Krebs im Bereich des Gebärmutterhalses, der Scheide und der Schamlippen verantwortlich.
Die HPV-Typen werden in unterschiedliche Risikogruppen eingeteilt und anhand des HPV-Tests diagnostiziert:
- Die Niedrigrisikotypen (z.B. HPV-Typen 6 und 11) sind vor allem für die Entwicklung von Kondylomen verantwortlich. Es besteht nur ein äusserst geringes Krebsrisiko.
- Die Hochrisikotypen (z.B. HPV-Typen 16 und 18) können zu Zellveränderungen der genitalen Haut und Schleimhaut führen. Unbehandelt können diese Zellveränderungen zu einer bösartigen Tumorerkrankung führen.
HP-Viren werden durch Sexual- oder Hautkontakt (auch ohne Geschlechtsverkehr) übertragen. HPV-Infektionen verlaufen oft symptomlos. Die Anzeichen für eine Erkrankung sind meist nicht von blossem Auge sichtbar.
Nein. HPV-Infektionen sind weit verbreitet. Man geht davon aus, dass sich ein Grossteil der Bevölkerung im Laufe des Lebens mit HP-Viren infiziert (ca. 70% der sexuell aktiven Bevölkerung). Ca. 90% aller HPV-Infektionen verlaufen ohne Symptome und heilen ohne Therapie innerhalb von einem Jahr von selbst wieder ab. Nur ein sehr kleiner Teil der HPV-Infektionen führen zu einer Zellverän-derung oder einer Krebserkrankung. Zellveränderungen durch HPV werden anhand des Papa-nicolaou-Abstriches (auch PAP-Abstrich) diagnostiziert.
Folgende Faktoren können das Risiko einer Zellveränderung erhöhen:
- Rauchen
- Langzeiteinnahme von hormonellen Verhütungsmitteln (z.B. die Pille)
- Häufig wechselnde Sexualpartner
- Einnahme von Medikamenten
- Mangelernährung
- HIV (Humanes Immunodefizienz Virus) und andere sexuell übertragbare Krankheiten
- Geschwächtes Immunsystem oder Immunsuppression (z.B. nach Transplantationen von Organen)
Kondome können das Risiko einer Infektion reduzieren. Da jedoch die Übertragung von HPV auch über Hautkontakt geschieht, bieten sie keinen vollumfänglichen Schutz.
Seit 2007 gibt es in der Schweiz die Möglichkeit, sich mit der HPV-Impfung präventiv gegen eine HPV-Infektion zu schützen.
Die HPV-Impfung erhöht die körpereigene Abwehr gegen jene HPV-Typen (Niedrig- und Hochrisiko-Typen), welche am häufigsten mit Kondylomen und anderen HPV-bedingten Krankheiten (z.B. Gebärmutterhalskrebs) einhergehen. Die bisher entwickelten Impfstoffe sind typenspezifisch und schützen nur gegen bestimmte HPV-Infektionen. Daher schützt die Impfung nicht zu 100% vor Zellveränderungen und auch nicht vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
Aktuell sind zwei verschiedene Impfstoffe zugelassen. Ob und welche Impfung sinnvoll ist, sollte vorgängig in einem beratenden Gespräch mit einer Ärztin/ einem Arzt geklärt werden.
Die HPV-Impfung von Jungen und Männern wird derzeit in der Schweiz nicht empfohlen. Schwangere Frauen sollen nicht geimpft werden.
Die Impfung bietet den grössten Schutz, wenn vor dem ersten Sexualkontakt geimpft wird. Zudem wird davon ausgegangen, dass die Impfung umso effektiver ist, je jünger geimpft wird. Deshalb wird die Impfung ab dem 11. Altersjahr empfohlen.
Die Eidgenössische Kommission für Impffragen empfiehlt folgendes Impfschema:
- Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren: zwei Impfungen im innerhalb von 6 Monaten
- Mädchen/Frauen die älter als 15 Jahre sind: drei Impfungen im innerhalb von 6 Monaten
Wenn die Impfung im Rahmen eines kantonalen Impfprogramms stattfindet, übernimmt die Krankenkasse die Impfkosten von Frauen zwischen 11 und 26 Jahren. Ab dem Alter von 27 Jahren werden die Kosten der Impfung nicht mehr durch die Grundversicherung übernommen. Falls eine Zusatzversicherung abgeschlossen wurde, empfiehlt sich die Anfrage zur Kostenübernahme beim jeweiligen Krankenversicherer.
Die Impfung wurde in den letzten Jahren bei Millionen Frauen verabreicht und im allgemeinen gut vertragen. Nebenwirkungen sind selten (z.B. Fieber, lokale Hautreaktionen, Schmerzen). Schwerwiegende Nebenwirkungen treten sehr selten auf.