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Empfehlungen zur Auswahl von Lebensmitteln sollten auf best möglicher Evidenz fussen, auf best möglichen wissenschaftlichen Fakten basieren. Die best mögliche Evidenz für die Untersuchung des Zusammenhanges zwischen Lebensmitteln oder Essensweisen und dem Auftreten von Krankheiten kann von gross angelegten Langzeitstudien mit möglichst vielen Leuten abgeleitet werden. Idealerweise liegen gleich mehrere solcher Studien vor, so dass man sie systematisch zusammenfassen kann. Diese Zusammenfassungen nennt man Meta-Analysen.
Eine Meta-Analyse über den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Diabetes ist vor kurzem erschienen. Das zusammengefasste Ergebnis von 20 Studien an insgesamt rund 475’000 Leuten lautet: Sowohl bei Frauen wie auch Männern wurde bei gut 20 bis 25 g Alkohol täglich das geringste Vorkommen von Diabetes ermittelt. Eine geringere oder höhere Alkoholzufuhr ging mit einer höheren Diabetesgefahr einher. Neben einer niedrigeren Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sieht man somit auch eine gesenkte Diabetesgefahr bei moderatem Alkoholkonsum. Die Senkung der Gefahr war bei den Frauen mit rund 40 % stärker als bei den Männern (13 %). Irgendwie schade, dass egal wie viel Alkohol getrunken wird, die Krebsgefahr praktisch immer erhöht wird.
Baliunas et al. Alcohol as a risk factor for type 2 diabetes: A systematic review and meta-analysis. Diabetes Care 32:2123-32, 2009.