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Spielfilm von
Jim Jarmusch
mit Bill Murray, Jeffrey Wright, Sharon Stone, Frances Conroy, Jessica Lange, Tilda Swinton, Julie Delpy, Mark Webber, Alexis Dziena, Chloë Sevigny u.a.
US/F 2005; 106', 35 mm, OV/df
Don Johnston (Bill Murray) ist ein wortkarger ehemaliger IT-Fachmann in den Fünfzigern, der zu Hause keinen Computer haben und nicht zum Ehemann taugen will. Dass ihn soeben seine wesentlich jüngere Freundin verlassen hat, bringt den Phlegmatiker genauso wenig aus der Ruhe wie der rosafarbene Brief, den er in der Post vorfindet und in dem ihm eine anonyme frühere Geliebte offenbart, dass er einen erwachsenen Sohn habe. Dons Nachbar Winston (Jeffrey Wright), ein Arbeiter mit detektivischer Ader, bringt den einstigen Herzensbrecher dazu, eine Liste der Frauen aufzustellen, mit denen er vor zwanzig Jahren eine Affäre hatte. Dann ermittelt Winston die Adressen der vier noch lebenden Verflossenen – Laura (Sharon Stone), Dora (Frances Conroy), Carmen (Jessica Lange) sowie Penny (Tilda Swinton) – und organisiert minutiös die entsprechende Erkundungsreise in Dons amouröse Vergangenheit. Doch der lethargische Couch-Potato weigert sich anfänglich, diese anzutreten. Erst als ihn Winston zum Flughafen bringt, kann das ganz im Zeichen der Farbe Rosa stehende Abenteuer beginnen.
Jim Jarmusch hat mit dieser lakonischen Roadmovie-Tragikomödie zu der schnörkellosen Leichtigkeit seiner frühen Filme zurückgefunden. Mit leiser Poesie und feinem Humor erzählt er von einem Mann, der angesichts der Nachricht von seiner Vaterschaft nichts tut. Er sitzt nur auf dem Sofa, aber dies auf höchst expressive Weise. Bill Murrays bisherige Meisterleistung in tiefgründigem Minimalismus.