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Blattmetalle
oder
Folien; es sind dies Metalle und Metalllegierungen, die durch Walzen, zum Teil auch durch nachfolgendes Schlagen in Form sehr dünner Bleche oder Blätter gebracht worden sind. Nicht alle Metalle eignen sich hierzu, sondern nur die geschmeidigen und sehr dehnbaren. Am meisten wird Gold in diese Blattform gebracht und aus diesem, sowie auch aus Silber lassen sich die dünnsten Blättchen herstellen; man bezeichnet die Erzeugung von echtem Blattgold und Blattsilber speziell mit dem Namen Goldschlägerei, dieselbe Arbeit auf unechte Metalle ausgedehnt mit Metallschlägerei.
Nächst dem Golde wird wohl Zinn am meisten in Blattform übergeführt (vgl. Stanniol), dann Blei, Kupfer, Aluminium und verschiedene Legierungen (unechtes Blattgold und unechtes Blattsilber). Das echte Blattgold wird hauptsächlich zum Vergolden der Spiegel- und Bilderrahmen, sowie zum Goldschnitt und zum Bedrucken der Büchereinbände verwendet. Die bei Herstellung des echten Blattgoldes entstehenden Abfälle heißen Schawine oder Schabine, sie bilden zerrieben die echte Goldbronze. Einfuhrzoll: Echtes Blattgold u. Blattsilber gemäß Tarif im Anh. Nr. 20 a, unechtes Nr. 20 c 1;.
Bleifolie Nr. 3 d;
Zinnfolie Nr. 43 d;
Folie aus Kupfer, Argentan u. ähnl.
Legierungen Nr. 19 d 3; versilberte Blei-, Zinn-, Kupfer- etc. Folien Nr. 20 b 1.