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Die ersten Spuren menschlichen Daseins an der Stelle des heutigen Dorfes lassen sich ziemlich weit zurück,in die Zeit der Helvetier, verfolgen. Aus dem Fund von Gräbern im Oberholz darf geschlossen werden, dass sich hier einst helvetische Ansiedlungen vorfanden, die auch noch zur Zeit der Römer bestanden, dann aber wie die meisten helvetischen Dörfer untergingen.
Es folgte nun der Einbruch der Alemannen. Das Dorf entstand aus einem Hof, um den sich nach und nach neue Höfe anreihten.
Der Name Ellikon weist auf einen Ello oder Allo hin, welcher der Begründer der ersten Ansiedlung sein muss. Seine Nachkommen nannte man Ellinger, welche neue Höfe um den ersten erstellten.
Die Siedlung hiess nun bei den Höfen der Ellinger oder Ellinghofen, daraus entstand Ellinkhofen, abgekürzt Ellinkon oder Ellikon.
Die Könige Karl der Dicke und Arnulf, beide von Deutschland, zeigten sich den Klöstern gegenüber sehr freigiebig. Ellikon wurde deshalb ums Jahr 880 n. Chr. an das Stift Reichenau verschenkt. Später kam Ellikon unter die Herrschaft der mächtigen Kyburger. Da diese aber im Jahr 1264 ausstarben, ergriffen die österreichischen Habsburger den Besitz über Ellikon.
Es blieb fast 200 Jahre lang habsburgisches Gebiet.
1452 übergaben die Österreicher Ellikon der Stadt Zürich.
Die Thurgauer erhoben später noch ein paarmal Rechtsansprüche auf das Gemeindegebiet, aber die Elliker blieben beim Kanton Zürich.
Zur Zeit der fränkischen Herrschaft (5. Jh) gehörte Ellikon zum Thurgau, der ausser dem jetzigen Kanton alles Land zwischen Rhein, Reuss, Linth und Bodensee umfasste.
Seiner Grösse wegen wurde er im 19. Jh. in einen Thurgau und einen Zürichgau geteilt.
Der Elliker Bach bildete lange Zeit die Grenze zwischen den beiden Gauen; die Trennung verlief also mitten durch das Dorf.
Die alte Zollbrücke mitten im Dorf Ellikon: Hier befand sich die Grenze zwischen Zürich und der Thurgauer Herrschaft.
Die im elften Jahrhundert erbaute kleine Kirche genügte im fünfzehnten Jahrhundert den Bedürfnissen der Bewohner von Ellikon nicht mehr. Im Jahre 1489 wurde das jetzige Gotteshaus erstellt, welches aber später verschiedene Veränderungen erfuhr.
Die Kirche war zuerst eine Filiale von Gachnang; sie wurde im Jahre 1649 selbständig. 1748 wurde sie renoviert und gleichzeitig erweitert. Die letzte Innenrenovation wurde im Jahr 1967 vorgenommen, wobei zwei neue Chorfenster mit schönen Glasmalereien von H.A. Sigg eingesetzt wurden. Von den 4 Glocken, die sich im Turm befinden, stammen zwei aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts.
Mitten im Dorf erhebt sich eine 44 Meter hohe Platane. Es ist ein Freiheitsbaum, der bei Verkündigung der Freiheit nach dem Einmarsch der Franzosen im Frühjahr 1798 fast in allen Gemeinden gepflanzt wurde.Im Laufe der Zeit verdorrten oder verfaulten aber diese Freiheitssymbole, so dass derjenige in Ellikon zu den letzten der Schweiz gehört. Der Stamm dieses Baumriesen hat einen Meter über dem Boden einen Umfang von 5,60 Meter. Der Baum, beziehungsweise seine drei gewaltigen Äste sind das Sinnbild für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Zur Hundertjahrfeier wurde ein zweiter Baum, eine Linde, direkt daneben gepflanzt und ein grosses Fest veranstaltet.
Das Gemeindehaus wurde im Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut – im Jahr 1888 erweitert und in den Jahren 1807 + 1922 + 1948 + 1962 + 1997 fachgerecht in Stand gebracht.
quelle ellikonanderthur.ch