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auch, nachdem er zuvor das bekannte Abenteuer mit dem großen Fisch erlebt, ausgeführt, worauf aber die Stadt Buße gethan,
so daß Gott sie diesmal noch verschont habe. Diese Erzählung hat offenbar rein lehrhafte Tendenz, und sicherer als jede Ausscheidung
des historischen oder mythischen Stoffes ist die Annahme, daß der Verfasser des Buches die Nichterfüllung
prophetischer Strafandrohungen, die man oft genug erlebt hatte, motivieren wollte. Das angebliche Grab des Propheten I. wird
übrigens noch heutzutage in der Gegend des alten Ninive gezeigt.
Karl Rudolf Hugo, Landschaftsmaler, geb. 1822 zu Goldap (Ostpreußen), bildete sich
zuerst auf der Akademie in Königsberg unter Behrendsen, setzte 1851 seine Studien in München fort und machte von da Studienreisen
in die Alpen der Schweiz und Tirols. Nachdem er dann einige Zeit Lehrer in Danzig gewesen war, ließ
er sich in München nieder. Sehr ergiebig wurde für ihn eine Reise, die er 1856 nach der von den Malern noch wenig besuchten
Insel Corsica machte. Von dort sowohl wie aus den Alpengegenden und aus Ost- und Westpreußen entlehnt er
die Motive seiner Bilder, die er in großartigem Stil und ernster, wirkungsvoller Stimmung, mit sonniger, duftiger Ferne
und schönen Baumgruppen ausführt. Dahin gehören: die Stadt Ajaccio, Hochebene am Golf von Ajaccio, Begräbnishügel auf
Corsica, Gegend am Haff, das Cistercienserkloster Oliva bei Danzig, verlassene Sägemühle im bayrischen Gebirge, Innthal
in Südbayern, Meerenge von Bonifacio bei Corsica u. a. 1860 siedelte er
nach Berlin über.
der Sohn des Amitthai, war nach einer
2Kön. 14, 25. gelegentlich gegebenen Notiz ein israel.
Prophet aus Gath Hachefer im StammeSebulon, der die Wiederherstellung der Nord- und Ostgrenze Israels weissagte. Nach jener
Stelle ist dieses prophetische Wort durch die Eroberungen Jerobeams Ⅱ. von Israel (8. Jahrh. v. Chr.) in Erfüllung gegangen.
An den Namen dieses Mannes knüpft die Legende des sehr jungen Buches (3. oder 2. Jahrh. v. Chr.), das unter
dem Namen des J. unter den sog. KleinenPropheten überliefert wird, an. J. erhielt danach den Befehl, den Niniviten den Untergang
ihrer Stadt zu verkündigen. Er sah jedoch voraus, daß Gott sich in seiner Güte schließlich anders
entschließen werde, und wollte sich mit einer doch nicht eintreffenden Weissagung nicht bemühen.
Aber ebensowenig getraute er sich in Palästina
[* 16] zu bleiben und suchte auf einem Schiffe
[* 17] zu entfliehen. Aber ein Sturm erfaßte
das Schiff.
[* 18] Die Schiffsleute hielten J. für die Ursache und warfen ihn über Bord, worauf der Sturm sich
legte. J. wurde von einem großen Fisch verschluckt, in dessen Bauche er in großer Betrübnis saß und Gott einen Psalm sang.
Darauf befahl Gott dem Fisch, J. am Strande auszuspeien. Nunmehr ging er nach Ninive, verkündete den Niniviten den Untergang,
wurde aber sehr zornig, als infolge der Buße der Niniviten seine Weissagung nicht eintraf, sodaß ihn
Gott über sein Unrecht belehren mußte. Das Buch knüpft wahrscheinlich an eine volkstümliche Legende an, die es zu didaktischen
Zwecken umdichtete.
Der Schmalkaldische Krieg vertrieb ihn von hier (1546), und nach mancherlei Irrfahrten wurde J. 1551 Hofprediger in Coburg,
[* 19] 1553 Superintendent
in Eisfeld, wo er starb. Seinen Briefwechsel gab Kawerau im 17. Bde. der «Geschichtsquellen
der ProvinzSachsen» (Halle 1884‒85) heraus. –