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Hanf, lateinisch Cannabis, gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Durch ein Verbot in den 1920er Jahren sind seine positiven Eigenschaften als Nutzpflanze weitgehend in Vergessenheit geraten. Lesen Sie, welchen Nutzen die Pflanze als Lebensmittel, Arzneimittel oder Rohstoff hat und warum sie verboten wurde.
Bereits um 10’000 v. Chr. wurde Hanf in China als Nutz- und Heilpflanze kultiviert. Die nährstoffreichen Samen dienten als wichtiges Nahrungsmittel, die Fasern als Rohstoff. Als Arzneimittel z.B. gegen Malaria, Rheuma und viele andere Leiden fand Hanf erstmals um 2’300 v. Chr. Erwähnung. Von China aus verbreitete sich Hanf in der ganzen Welt. Wie der “deutsche Hanfverband” berichtet, sind die ältesten Funde von Hanfsamen in Europa etwa 5’500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Tübingen.
Von der Antike bis in die Neuzeit diente Hanf als wichtiger Rohstoff. Karl der Grosse erliess um 800 n. Chr. eine Landgüterverordnung, die auch den Hanf-Anbau regelte. Ab dem 13. Jahrhundert stellte man in Europa aus Hanf Papier her. Es entstanden die ersten Papiermühlen und Gutenberg druckte seine berühmte Bibel auf Hanfpapier.