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Wie beeinflusst die Schwangerschaft meine Spondyloarthritis / Morbus Bechterew / Psoriasisarthritis?
Die Spondyloarthritis beginnt meistens im jungen Erwachsenenalter und kommt bei Männern zwei bis drei Mal häufiger vor als bei Frauen.
Die Schwangerschaft hat nur einen geringen Einfluss auf den Verlauf des Morbus Bechterew. Im Grossen und Ganzen bleiben die Symptome, speziell die Rückensymptomatik, während der Schwangerschaft unverändert. Dagegen können sich Arthritiden an den mittelgrossen und kleinen Gelenken der Arme und Beine in der Schwangerschaft verbessern.
Bei etwa zwei Drittel der Frauen mit Morbus Bechterew ist die Krankheit auch während der Schwangerschaft aktiv. Häufig verstärken sich die Rückenbeschwerden und Schmerzen an den Ansatzstellen von Bändern und Sehnen (um den Brustkorb und das Becken) in der Mitte der Schwangerschaft, d.h. um die 20. Schwangerschaftswoche. Schmerzen und Steifigkeit erfordern dann häufig den Einsatz von Medikamenten. Gegen Ende der Schwangerschaft nehmen die Symptome wieder ab und die Situation beruhigt sich. Eine Regenbogenhautentzündung des Auges (Iridozyklitis) tritt während der Schwangerschaft seltener auf als ausserhalb der Schwangerschaft.
Je nach Mobilität der Patientin und je nach Ausmass der Gelenk- bzw. Wirbelsäulenversteifung muss die Geburtsart mit den Fachpersonen (Gynäkologin / Gynäkologe und Hebamme) im Vorfeld diskutiert werden. Grundsätzlich ist eine vaginale Entbindung möglich, die Spondyloarthritis stellt keine Indikation für einen primären Kaiserschnitt dar. Bei einem Morbus Bechterew ist es sicher ratsam, die Narkoseärzte in die Diskussion miteinzubeziehen, falls sich unter der Geburt die Frage einer Periduralanästhesie stellt.
Bei der Psoriasisarthritis kommt es in den meisten Fällen während der Schwangerschaft zu einer Verbesserung der Hautsymptomatik.
Die Spondyloarthritis, der Morbus Bechterew und auch die Psoriasisarthritis beeinflussen weder den Verlauf der Schwangerschaft, noch das Gedeihen des Kindes. In der Regel werden die Babys am Termin gesund geboren.
Häufig kommt es innerhalb des ersten Halbjahres nach der Geburt des Kindes zu einer Verschlechterung der Erkrankung, unabhängig davon, ob die Frauen stillen oder nicht.