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Die beiden «Villen» sind in Tat und Wahrheit als aparte Wohnhäuser getarnte Infanteriefestungen mit aufgemalten Trompe-l’Œil-Fenstern und sind schweizweit die einzigen ihrer Art. Die «Villa Rose» war ein Schlüsselelement der Verteidigungslinie zum Schutz der sogenannten Route Suisse, die von Genfer Seite bis 1964 Haupteinfallsroute war. Die «Villa Verte» war für zwei Maschinengewehre MG 11 (1911) beziehungsweise für einen Kommandanten und fünf Soldaten konzipiert worden. Im Dach befindet sich eine Unterkunft für die Aussenwache. Da die beiden Bunkervillen bis 1995 der Geheimhaltung unterstanden, wurden sie erst nach diesem Zeitpunkt der Öffentlichkeit bekanntgegeben und in den Kataster aufgenommen. Im Bauinventar des Kantons Waadt figurieren die beiden «Villen» in der Kategorie 2. Die «Villa Rose» ist mittlerweile ein Museum und wurde wieder so eingerichtet, wie sie 1940 ausgesehen haben muss.
Die im Volksmund als «Toblerone» bekannten und in der Regel höckerlinienförmigen Panzersperren wurden ab 1940 hergestellt. Dazu versah man Holzverschalungen mit Eisenbetonarmierungen und füllte diese anschliessend von den Spitzen der Tetraeder her mit Beton auf.
Bunker und kleine Festungen sind wesentliche Verteidigungsinstrumente. Sie bieten einen wirksamen Schutz für Truppen und Infanteriewaffen und werden so positioniert, dass sie sowohl wichtige Verkehrswege als auch benachbarte Festungen abdecken.