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Weizen – neue Jahreshochs im Visier
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Dieter Haas
Weizen, abgebildet u.a. durch das Tracker-Zertifikat TWWCIU, stand 2021 bisher im Schatten der Energierohstoffe und etlicher Industriemetalle. Das dürfte sich demnächst ändern.
Bei den Rohstoffen sorgten heuer bislang die Energierohstoffe und die Industriemetalle für die Musik. In den kommenden Wochen könnten einige Agrarrohstoffe nachziehen.
Gemäss dem am 14. Oktober veröffentlichen Monatsbericht des U.S. Landwirtschaftsdepartements (derjenige vom November erscheint am 12.11.) lagen die Weizenvorräte in den USA am 1.September auf dem niedrigsten Stand seit 2007. Die Lage könnte sich weiter verschärfen, zumal die Schätzungen für die diesjährige Ernte auf eine unterdurchschnittliche Ausbeute hindeuten. Bemerkenswert ist auch, dass die Vorräte in den Betrieben auf den niedrigsten Stand seit 1963 geschätzt werden.
Diese Statistik deutet darauf hin, dass die Erzeuger angesichts der günstigen Preise und des insgesamt begrenzten Angebots bereits einen Grossteil der diesjährigen Ernte geliefert haben. Bemerkenswert ist, dass der durchschnittliche Saisonpreis für 2021/22 jetzt auf 6,70 $ geschätzt wird, was einen Anstieg von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr und den höchsten Wert seit 2013/14 bedeuten würde.
Die in den USA bereits deutlich sichtbare Knappheit zeigt sich in abgeschwächter Form auch auf globaler Ebene. So wurde die weltweite Weizenproduktion um 4,4 Millionen Tonnen (MT) auf 775,9 Millionen Tonnen gesenkt. Diese Revision ist auf erhebliche Produktionskürzungen in Kanada, Iran und den Vereinigten Staaten zurückzuführen mit einer teilweise ausgleichenden Aufwärtskorrektur für die Europäische Union (EU).
Der weltweite Weizenhandel bleibt robust trotz Produktionssorgen und höherer Exportpreise. Die Exporte für das Handelsjahr (TY) Juli-Juni stiegen um 890.000 MT auf 201,8 Millionen, wobei Australien, die EU und Indien stärkere Exporte verzeichneten. Ein reichliches Angebot zu attraktiven Preisen ermöglichte es Australien, in zusätzliche Märkte zu exportieren und der drittgrösste Exporteur zu werden
Die weltweiten Endbestände werden voraussichtlich um 6,0 Millionen Tonnen auf 277,2 Millionen im Jahr 2021/22 sinken. Dies ist der niedrigste Stand seit 2016/17. Die Endbestände der grossen Exporteure fallen 2021/22 mit 50 Millionen MT voraussichtlich um 33 Prozent niedriger aus als 2016/17 (siehe Grafik).
Anlagekonklusion:
Die Markttechnik bei Weizen ist nach der längeren Seitwärtskonsolidierung im Anschluss an eine Hausse zwischen Juli 2020 und April 2021 vielversprechend. Die Future-Kurse sind vor kurzem nach oben ausgebrochen. Es ist aber noch nicht zu spät, um auf den fahrenden Zug aufzuspringen.
Quelle: Infront
Die Tracker-Zertifikate TWWCI (USD), TWWCIU (USD) oder das CHF-gehedgte CWWCIU der UBS auf den UBS Bloomberg CMCI Wheat TR Index sind eine ideale Möglichkeit, um an steigenden Weizenpreisen zu partizipieren. Sie liegen im laufenden Jahr bereits mit über 20% im Plus. Das bereits am 8. Oktober 2007 liberierte TWWCI hat allerdings schon ganz andere Höhen erreicht. Die einstigen Rekordmarken dürften wohl noch länger Bestand haben. Eine Kursverdoppelung ist aber auf mittlere und längere Sicht in Anbetracht der sich abzeichnenden Knappheit durchaus denkbar.
Für spekulative Anleger ist das vierfach gehebelte Constant Leverage-Zertifikat FZWAAV der Bank Vontobel eine Option. Seit seiner Liberierung am 29. Mai 2019 schwankt es in einer Trading Range zwischen CHF 3.80 und 12.90.
Quelle: Swissquote