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Narbenbrüche sind Eingeweidebrüche, die im Bereich einer Narbe auftreten. Nach einer Bauchwand-Operation liegt das Risiko bei 10 bis 20 Prozent, dass später Narbenhernien auftreten können. Narbenbrüche sind eine häufige Komplikation von Bauchwand-OPs, die sich aber erst längerfristig bemerkbar machen. Die Hälfte aller Narbenhernien treten in den ersten sechs Monaten nach der Operation auf. Narbenhernien können aber auch bis zu fünf Jahre nach dem chirurgischen Eingriff entstehen.
Operationen, bei denen die Bauchwandschichten in der Mitte des Bauches entlang der Körperachse durchtrennt werden müssen, bergen das grösste Risiko für spätere Narbenbrüche. Ausschlaggebend sind unter anderem die Schnittführung des Chirurgen, das verwendete Nahtmaterial und die Nahttechnik.
Risikofaktoren, die das Entstehen eines Narbenbruches begünstigen:
Je kleiner die Narbenhernie ist, desto grösser ist die Gefahr einer Einklemmung.
e nach Grösse und Lage der Narbenhernie treten gar keine bis starke Beschwerden auf.
ACHTUNG: Bei Fieber, Erbrechen, Übelkeit und plötzlichen kolikartigen Bauchschmerzen könnte es sich um einen eingeklemmten Bruch handeln. Rufen Sie uns sofort an oder begeben Sie sich in die nächste Notfallstation eines Spitals!
Um das Risiko für einen Narbenbruch zu senken, hilft es bei Übergewicht vor der Operation abzunehmen und mit dem Rauchen aufzuhören. Nach einer Bauchwand-Operation können stabilisierende Bauchbinden getragen werden, um das Gewebe während der Wundheilung zu entlasten.
Narbenbrüche sollten immer operiert werden, da das Narbengewebe kontinuierlich auseinanderweicht und die Narbenhernie sich stetig vergrössert.
Grosse Narbenbrüche treten häufig bei stark übergewichtigen Patienten auf, die eine schwache Bauchmuskulatur und Begleiterkrankungen aufweisen. Dies sind alles Risikofaktoren für Komplikationen. In diesen Fällen ist es sinnvoll, sich von Fachärzten in einem spezialisierten Hernienzentrum operieren zu lassen.
Narbenhernien sollten frühesten drei bis sechs Monate nach der Voroperation operativ behandelt werden, da sonst die Wundränder nicht stabil genug sind. Sehr kleine Narbenbrüche können mit einer direkten Naht verschlossen werden, nachdem der Bruchsack zurück in den Bauchraum geschoben wurde. Ab einer Lücke von mehr als drei Zentimeter wird meistens ein Netz eingesetzt. Es kann offen oder minimalinvasiv operiert werden.