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Der Anteil der Produzenten an den Ausgaben für die Hauptnahrungsmittel Milch, Brotgetreide und Fleisch nimmt ständig ab. Über alle Nahrungsmittel gesehen stieg die Marktspanne - der Unterschied zwischen dem an die Landwirte bezahlten Betrag und den Endkosten der entsprechenden Produkte für die Verbraucher - zwischen 1985 und 1994 von 60 % auf 68 %. Beim Brotgetreide stieg die Spanne von 82 % auf 85 %.
Im selben Zeitraum hat sich die Marge bei der Milch von 44 % auf knapp 53 % erhöht. Beim Fleisch stieg in den Jahren 1988 bis 1994 die Marktspanne von knapp 42 % auf 47 %, wobei 1992 eine Marge von 50,7 % beobachtet wurde. Dieses Bild zeigen die Ergebnisse einer Studie, die von der Abteilung Agrarwirtschaft des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) verfasst worden ist. Die berechneten Margen seien zum Teil geschätzt worden, stimmten aber in der Tendenz mit der tatsächlichen Entwicklung überein, schreibt der SBV.
22 % Anteil an den Nahrungsmittelausgaben
1994 hat die in der Schweiz ansässige Bevölkerung etwas über 36 Mrd. Fr. für Nahrungsmittel (inklusive Kaffee und Tee) ausgegeben. Mehr als 50 % davon wurden für Milch, Milchprodukte, Brotgetreide-Produkte sowie Fleisch und Fleischwaren verwendet. Der Wert der inländischen Produktion, bereinigt um die Exporte, machte für die Produzenten rund 7,9 Mrd. Fr. aus. Dies entspricht einem Anteil an den Nahrungsmittelausgaben von rund 22 %.
Eine höhere Marktspanne könne dann gerechtfertigt sein, schreibt der Bauernverband, wenn Verarbeitung und Handel die Wertschöpfung am Produkt erhöhten. In diesem Fall würden sowohl der Konsument als auch der Produzent profitieren. LID
Produzentenanteile an Nahrungsmittelpreisen in Prozent
Quelle: SBV