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Wer hätte gedacht, dass die leuchtend gelbe Schwefel-Anemone nur gerade eine Unterart der weissen Alpen-Anemone ist? Auf den ersten Blick sehen die beiden Arten so unterschiedlich aus, dass man sie niemals verwechseln würde. Doch sie sind so nahe verwandt, dass sie sich sogar kreuzen, wenn beide im gleichen Gebiet vorkommen.
Die Schwefel-Anemone ist eine gut bekannte Art und mit ihren feinen, fiederteiligen Blättern gehört sie zu den eleganten Erscheinungen in der Alpenflora. Die Pflanze wird bis zu 50 cm hoch, bleibt aber meist deutlich kleiner. Die Blüten können einen Durchmesser von bis zu 6 cm haben und wenn sie verblüht sind erscheinen die Fruchtstände, die im Volksmund als «Haarmandli» bekannt sind.
Facts and Figures
Die Schwefel-Anemone ist auf sauren Böden zu Hause während die nah verwandte Alpen-Anemone basische Kalkböden bevorzugt. Natürlicherweise schliessen sich die beiden Arten also in ihrem Vorkommen aus. In Gebieten, wo sowohl saure wie basische Böden vorkommen findet man manchmal beide Arten und sie bilden dann zahlreiche Bastarde mit Blütenfarben von dunkelgelb über pastellgelb bis zu schneeweiss.
Verbreitung
Die Schwefel-Anemone findet sich in der Schweiz überall dort, wo saure Böden vorherrschen, also besonders in den Gebieten mit saurem Urgestein. Im Gebiet vom Gornergrat kann man sie hier und da erspähen, etwas häufiger ist sie in den Zwergstrauchheiden und in den Lärchenwäldern etwas in der Region Riffelalp. weitere Informationen