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Einer der spektakulärsten Platzverweise gab es gestern in der Ligue 1 zu sehen, als Edinson Cavani die Ampelkarte kriegt, ohne ein Foul zu begehen. Wenn die Schiedsrichter schon früher so gepfiffen hätten, wären auch andere Stars nicht ungeschoren davongekommen.
Erst holt der Uruguayer einen Penalty heraus und verwertet diesen souverän (56.). Danach feiert der Stürmer seinen Treffer mit einem «Pistolero-Jubel» – er kniet sich hin und macht mit seinen Händen ein zielendes Gewehr nach – vor den Lens-Fans. Für die «Unsportlichkeit» wird Cavani verwarnt.
Wenige Sekunden später fliegt der 27-Jährige vom Platz. Der nunmehr vierfache Saisontorschütze Cavani berührt Schiedsrichter Nicolas Rainville beim Reklamieren ein wenig am Arm und sieht darauf zum Entsetzen der Hauptstädter die Ampelkarte.
Täter Cavani versteht nach dem Platzverweis die Welt nicht mehr, genau wie PSG-Präsident Saint-Germains Präsident Nasser Al-Khelaifi: «Er verdient diese Rote Karte nicht. Warum hat er vorher die Gelbe Karte bekommen? Er feiert immer auf diese Weise», kritisiert Al-Khelaifi im französischen Fernsehen.
Doch auch wenn Cavani – dessen Spitzname übrigens brisanterweise «El Matador» lautet (dt: der Killer) – schon früher so gejubelt haben will, der erste Fussballer mit imaginären Schüssen ist er bei weitem nicht.
Als Erfinder des Pistolero (auch als Sniper-, Gun- oder Gewehrjubel bekannt) gilt der Argentinier Gabriel Batistuta, der in den 90er Jahren seine Anhänger mit einer Salve aus seiner unsichtbaren AK verzückte. Hier eine Liste von berühmten Fussballern, welche beim Feiern ihre pazifistische Einstellung vergessen.