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Grosse Banken sollen Chinas Elite geholfen haben, Gelder auf den Virgin Islands zu parkieren. Die kleine Steueroase wird dadurch für China wichtiger als die grossen Vereinigten Staaten.
Hunderttausende Briefkastenfirmen geniessen auf den Britischen Jungferninseln den Schutz der Anonymität, vor Steuern und staatlicher Kontrolle. Wie vergangene Woche aus den Offshore-Leaks hervorgegangen ist, versteckt Chinas Wirtschaftselite hunderte von Milliarden Dollars in rund 21'000 dieser Firmen.
Behilflich im Aufbau und Unterhalt ihrer Strukturen in den Steueroasen waren unter anderen auch die UBS und die Credit Suisse.
Geschätzte vier Billionen Dollar wurden auf diese Weise seit dem Jahr 2000 aus China verschoben. Ein Teil des Geldes fliesst aber in Form von Investitionen wieder nach China zurück, teilweise nach einem Umweg über Hongkong.
Schematisch sieht dieser Geldfluss so aus:
Das Ausmass dieses Geldflusses macht der Internationale Währungsfonds IMF in seiner jüngsten Statistik transparent. Darin sind die Britischen Jungferninseln mit knapp 319 Milliarden Dollar im Jahr 2012 der grösste ausländische Direktinvestor in China; sie investieren sechsmal mehr als die USA.
Direkte Investitionen in China 2012:
Und wer ist gemäss IMF der grösste ausländische Investor von Hongkong, dem Finanzhub Chinas? Richtig: Die Britischen Jungferninseln mit rund 395 Milliarden Dollar im Jahr 2012.