Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03131.jsonl.gz/2412

Das Podest
- 1. Clément Noël (FRA) 1:46,43 Minuten
- 2. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,40
- 3. Alexander Choroschilow (RUS) +0,83
Clément Noël hat beim Slalom in Wengen seinen insgesamt 5. Weltcupsieg eingefahren. Der 22-jährige Franzose hatte die Konkurrenz im 1. Lauf um 0,67 Sekunden und mehr distanziert und brachte den Sieg in der Entscheidung souverän nach Hause. Vor einem Jahr hatte Noël an gleicher Stätte seinen ersten Weltcupsieg bejubeln können.
Henrik Kristoffersen, zweifacher Sieger in Wengen, verteidigte seinen 2. Platz, den er schon bei Halbzeit belegt hatte, ohne grössere Probleme. Bei der Besichtigung zwischen den beiden Läufen hatte sich der Norweger noch fürchterlich über einen anderen Fahrer aufgeregt (siehe Video unten). Alexander Choroschilow schaffte dank der viertbesten Laufzeit den Sprung auf das Podest, nachdem er nach dem 1. Durchgang an 9. Stelle gelegen hatte. Letztmals war der Russe vor 3 Jahren in Schladming unter die besten 3 gefahren.
Die Schweizer
- 5. Daniel Yule +0,90
- 5. Ramon Zenhäusern +0,90
- 8. Tanguy Nef +1,05
- 10. Loïc Meillard +1,32
- 24. Reto Schmidiger +2,58
- 25. Sandro Simonet +2,67
- OUT im 1. Lauf: Luca Aerni, Marc Rochat
Erst zum zweiten Mal in diesem Winter schaffte es im Slalom kein Schweizer in die Top 3. Viel fehlte allerdings nicht – 7 Hundertstel um genau zu sein. Wären die Schweizer ein klein wenig schneller gewesen, dann wären mit Ramon Zenhäusern und Adelboden-Sieger Daniel Yule gleich zwei Swiss-Ski-Athleten auf dem Podest gestanden. Die beiden Walliser belegten zeitgleich den 5. Schlussrang.
Yule machte in der Entscheidung mit einer starken Leistung im Steilhang 7 Plätze gut. Zenhäusern hatte nach dem 1. Lauf Zwischenrang 4 belegt, ihm gelang aber keine Steigerung. Damit bleibt Michael von Grünigen der letzte Schweizer, der es in Wengen auf das Slalom-Podest geschafft hat (1999).
Tanguy Nef und Loïc Meillard rundeten das tolle Schweizer Teamergebnis mit dem 8. respektive 10. Rang ab. Für Nef ist es nach dem 6. Platz in Madonna das zweite Top-10-Resultat in diesem Winter. Der Genfer scheint den Anschluss an die erweiterte Weltspitze definitiv geschafft zu haben. Sandro Simonet konnte aus Wengen ebenso wie Reto Schmidiger den einen oder anderen wichtigen Weltcup-Punkt mitnehmen.
Die zahlreichen Ausfälle
Nicht nur Luca Aerni und Marc Rochat bekundeten im 1. Lauf Mühe mit dem Slalomkurs in Wengen. Auch zahlreiche andere Athleten taten sich bei aggressiven Schneeverhältnissen schwer. Von 72 gestarteten Fahrern schieden gleich deren 25 aus. Im 2. Lauf fanden weitere vier den Weg ins Ziel nicht. Darunter auch der Franzose Alexis Pinturault, der mit Bestzeit unterwegs war, dann aber wegen eines Einfädlers ausschied.
So geht es weiter
Für die Männer war Wengen in diesem Winter die letzte Weltcup-Station auf Schweizer Boden. Weiter geht es kommende Woche in Kitzbühel, wo neben der legendären Hahnenkamm-Abfahrt am Samstag auch ein Super-G sowie ein Slalom ausgetragen werden.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.01.2020, 13:05 Uhr