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Zum 80. Geburtstag von Karl Jaspers am 23. Februar 1963 hat sein Verleger Klaus Piper eine Festschrift mit dem Titel „Werk und Wirkung“ herausgegeben. Sie enthielt unter anderem Texte zur Jaspers-Rezeption in Frankreich, Italien und Japan, einen Beitrag über Jaspers und den Rundfunk sowie einen Bericht des Verlegers über die stetig wachsende, in steigenden Auflagen messbare Popularität seines Autors.
Zu den vielen Aktivitäten des Jubiläumsjahres 1983, in dem überall auf der Welt der 100. Geburtstag von Karl Jaspers begangen wurde, zählte auch die Stiftung des Karl-Jaspers-Preises durch die Stadt und Universität Heidelberg. Die mit 10.000 DM (heute 5.000 Euro) dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen des grossen Symposiums verliehen, das die Universitäten Basel und Heidelberg sowie die Karl Jaspers-Stiftung an beiden Wirkungsstätten des Philosophen veranstalteten. Den Preis erhielt damals Emmanuel Levinas.
Laut Stiftungstext würdigt der Karl-Jaspers-Preis ein wissenschaftliches Werk von internationalem Rang, das von „philosophischem Geist“ getragen ist und die Grenzen eines geisteswissenschaftlichen oder psychiatrischen Faches zugunsten einer interdisziplinären Verständigung überschreitet. Darüber hinaus erinnert der Stiftungstext aber auch an Jaspers’ Engagement gegen den „Ungeist einer Epoche“ und gibt auf diese Weise zu verstehen, dass das zu würdigende Werk von allgemeiner, öffentlicher Relevanz sein sollte. Ein Blick auf die Reihe der Preisträger zeigt, wie vielfältig die Mischung aus Interdisziplinarität und Intellektualität sein kann.