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«Blut ist ein ganz besondrer Saft», sagt Mephisto bei Goethe. «Blut ist ein ganz kompliziertes Gemisch», sagt Tony Wyss-Coray. Er braucht keinen Pakt mit dem Teufel, er will mit wissenschaftlichen Methoden aus dem Blut ein Elixier destillieren, das uns jünger macht. Der in Kalifornien lebende Schweizer Mikrobiologe hofft, den Alterungsprozess des Gehirns zu stoppen, sogar umzukehren. Und zwar, indem er alten Menschen das Blut junger Menschen spritzt. Bei Mäusen hat das schon auf spektakuläre Weise geklappt. Im Blut muss es folglich einen Stoff geben, der dieses Wunder vollbringt.
Das glaubte Anfang des 17. Jahrhunderts auch die ungarische Gräfin Elisabeth Báthory. Sie soll junge Frauen auf ihr Schloss gelockt und auf grausame Weise getötet haben, um in ihrem Blut zu baden und dadurch jünger zu werden. Während des Prozesses, den man ihr 1611 machte, wurden ihre angeblichen Komplizen zu Tode gefoltert. Báthory selbst mauerte man in ein Zimmer ihrer Burg ein und versorgte sie durch ein kleines Loch mit dem Nötigsten. Drei Jahre später starb sie.
Legenden wie die der «Blutgräfin» Báthory gibt es in vielen Kulturen. Sie gründen auf der Vorstellung, dass der jugendliche Körper, besonders das jugendliche Blut, eine Essenz enthalte, die man extrahieren und alten Menschen verabreichen könne, auf dass sie wieder in Jugend erblühen. Dass der junge Mensch dabei meistens sterben muss, zeugt ebenso von der zentralen Bedeutung des Blutes für das Leben wie vom Sinn für Dramatik der Chronisten. Auch Vampirlegenden enthalten im Kern diesen Mythos. Und wenn wir sagen, unsere Abteilung in der Firma brauchte mal wieder «frisches Blut», beziehen wir uns ebenfalls auf ihn.
Tony Wyss-Coray saugt keine Jungfrauen aus. Aber auch er macht an der amerikanischen Stanford-Universität, wo er forscht, Experimente, die er nicht an die grosse Glocke hängt: Er näht alte und junge Mäuse so zusammen, dass sie einen gemeinsamen Blutkreislauf bilden. Das erstaunliche Resultat: Die alte, schon etwas vergessliche Maus wird plötzlich wieder schlauer, während die intellektuellen Kräfte der jungen nachlassen. Parabiose nennt man das Verfahren, das seit 1863 hundertfach angewandt wurde. Damals noch nicht als Massnahme gegen das Alter, sondern, um die Abstossung transplantierter Organe zu untersuchen. Wissenschafter in Europa lassen heute lieber die Finger davon – in Deutschland wird es seit 1987 nicht mehr genehmigt, in der Schweiz gab es überhaupt nur ein einziges dieser Experimente im Jahr 1988. Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner fordert ein Verbot dieser «besonders grausamen und nutzlosen Technik».
Wenn man Tony Wyss-Coray in seinem Labor auf dem Stanford-Campus in der Nähe von San Francisco besucht, sieht man saubere und aufgeräumte Apparate und Instrumente, aber keine zusammengenähten Mäuse. Fotos davon «muss man nicht zeigen», das wecke nur irrationale Emotionen, sagt Wyss-Coray. Den Mäusen gehe es besser als vielen Artgenossen, bei denen man gezielt Krankheiten herbeiführe, an denen sie dann qualvoll zugrunde gingen. Die Parabiose-Mäuse dagegen lebten praktisch genauso lange wie gewöhnliche Labortiere. Nach einer Gewöhnungszeit kämen sie prima miteinander aus und gingen sogar zusammen zum Sport ins Laufrad. Für die Bedenken der Tierversuchsgegner hat er Verständnis, fordert aber Konsequenz: «Ich finde es ironisch, wenn diese Leute dann krank werden und all die Erkenntnisse akzeptieren, die auf Tiermodellen beruhen.»
In den 1950er Jahren wurde erstmals Altersforschung mit zwangsvereinten Ratten betrieben. Forscher an der amerikanischen Cornell-Universität stellten fest, dass sich die Knochendichte einer alten Ratte wieder erhöhte, wenn man sie mit einer jungen zusammennähte: eine Art rückwärts ablaufende Osteoporose. Die junge Ratte alterte im entsprechenden Masse, bis beide auf einem mittleren Level angekommen waren. Zwanzig Jahre später gab es dann erste Hinweise darauf, dass die ältere Ratte nicht nur fitter wurde, sondern auch länger lebte.
Dann war erst einmal Schluss mit der Parabiose-Forschung. Warum, können die Wissenschafter von heute auch nicht wirklich erklären. Vielleicht glaubte man, dass nicht mehr aus diesen Experimenten herauszuholen sei – schliesslich kann man Menschen nicht zusammennähen, um die Jugend des einen auf den anderen zu übertragen. Es gab damals aber auch noch nicht das mikrobiologische Instrumentarium, um nach den Substanzen im Blut zu forschen, die das Wunder möglich machten.
Erst um die Jahrtausendwende wurden die Versuche wiederaufgenommen, diesmal mit Mäusen. Die bahnbrechendsten Resultate erzielten Thomas Rando und seine Mitforscher an der Stanford-Universität. Sie stellten fest, dass sich Muskel- und Leberzellen in den alten Mäusen innerhalb von wenigen Wochen regenerierten. Stammzellen, die in älteren Tieren in einer Art Dauerschlaf sind, wachten wieder auf und begannen sich zu teilen, jugendliches Gewebe fing an zu wachsen.
Der Zufall wollte es, dass die Büros von Thomas Rando und Tony Wyss-Coray am gleichen Flur lagen. Wyss-Coray machte sich damals Gedanken über die Ursachen von Demenz, besonders von Alzheimer. Bis heute können die Forscher nur hilflos zusehen, wie alternde Menschen das Gedächtnis und schliesslich die Persönlichkeit verlieren. Ein Mittel dagegen ist nicht in Sicht. Rando erzählte Wyss-Coray von seiner Parabiose-Forschung und erwähnte auch eine Entdeckung, die er noch gar nicht veröffentlicht hatte: Das junge Blut hatte in den alten Mäusen zur Zunahme von Gehirnzellen geführt. Das war aussergewöhnlich, denn normalerweise teilen sich die Zellen im Hirn nicht, wir müssen mit der Grundausstattung, die wir haben, ein Leben lang auskommen.
Wyss-Coray war fasziniert. Sollte der Schlüssel zur Behandlung von Alzheimer nicht in den Hirnzellen selbst liegen, sondern im Blut, das sie mit Nährstoffen versorgt? Das passte zu Analysen, die er selbst mit dem Blut von Alzheimerpatienten angestellt hatte.
Trifft man Tony Wyss-Coray, könnte man glauben, dass er einen erfolgreichen Selbstversuch mit einem Jugendelixier unternommen habe. Ist dieser schlanke Mann mit sportlicher Figur wirklich gerade 50 geworden? Fotos des Laborausflugs zeigen, wie er behende von Fels zu Fels hüpft. Seine kalifornische Bräune paart sich mit helvetischem Understatement. Er weiss, dass sich auf seinem Arbeitsgebiet viele Scharlatane tummeln, und ist vorsichtig mit seinen Aussagen, betont immer wieder, was er und seine Kollegen alles noch nicht wissen. Auch liessen sich Mäuseexperimente nicht so einfach auf den Menschen übertragen. «Wenn es funktioniert, wird es kleine Effekte haben», sagt er, als wollte er seine eigenen Hoffnungen dämpfen, die immer wieder durchbrechen: «Es kann der Anfang von etwas Grossem sein.»
Die Karriere des Schweizer Wissenschafters begann an der Universität Bern, wo er in den 1980er Jahren Immunologie studierte. Im Jahr 1993 ging er in die USA und erforschte am Scripps-Institut in San Diego die Ursachen der multiplen Sklerose. Noch während sein Forschungsprojekt lief, wechselte sein Chef ans Gladstone-Institut in San Francisco. Wyss-Coray musste sich entscheiden: zurück in die Schweiz, mit einer abgebrochenen Arbeit, oder mitziehen und die Karriere in Kalifornien fortsetzen?
Er entschied sich für San Francisco, auch weil er zu Hause Schwierigkeiten gehabt hätte, eine Stelle an einer Uni zu finden. Er hatte sich schon recht weit von seinem Studienfach entfernt, interessierte sich nun für Neurologie, die Wissenschaft vom Gehirn. «In der Schweiz ist es sehr politisch, du musst sehr viele Leute kennen», sagt Wyss-Coray, dem diese Verbindungen fehlten. 2002 schliesslich bot ihm die Stanford-Universität eine Professur an, seitdem haben er und seine Familie nicht mehr über eine Rückkehr nach Europa nachgedacht.
Nach dem denkwürdigen Gespräch mit seinem Büronachbarn liess sich Wyss-Coray von Rando in die Technik der Parabiose einweisen. Weil die zusammengenähten Ratten in den 1950er Jahren einander häufig die Köpfe abbissen, gewöhnt man die Tiere heute wochenlang aneinander, bevor man sie in siamesische Zwillinge verwandelt. Wyss-Coray konnte die Ergebnisse von Thomas Rando bestätigen: Die alten Gehirne begannen sich tatsächlich zu regenerieren. Er untersuchte nicht nur die Hirnstrukturen der Labortiere nach ihrem Tod, sondern mass ihre Intelligenz schon zu Lebzeiten.
Ihre Schlauheit müssen die Mäuse im Labyrinth unter Beweis stellen. In einem solchen Test versetzt man den Tieren an bestimmten Stellen einen elektrischen Schlag. Die Tiere lernen mehr oder weniger schnell, wo sich diese Orte befinden, und erstarren vor Angst, wenn sie das nächste Mal dort sind – wie das Kaninchen vor der Schlange. Wenn junges Blut durch die Adern von alten Mäusen floss, konnten sie sich diese Stellen im Labyrinth besser merken.
Doch welcher magische Stoff im Blut der jungen Mäuse ist dafür verantwortlich, und wie wirkt er auf das alte Gehirn? Diese Fragen blieben bisher unbeantwortet. Schnell konnten die Stanford-Forscher ausschliessen, dass es etwas mit den Blutzellen, also den roten und weissen Blutkörperchen, zu tun hat. Als sie einer alten Maus das Blutplasma einer Jungen spritzten – das Plasma ist die Flüssigkeit, die zurückbleibt, wenn man die Zellen aus dem Blut entfernt –, blieb die verjüngende Wirkung bestehen.
Damit aber war ein Weg aufgezeigt, die Wirkung am Menschen zu testen. Versuche an Mäusen zeigten, dass man für den Verjüngungseffekt nicht das ganze Blutplasma der alten Maus austauschen musste – es reichten fünf Prozent junges Plasma. Auf den Menschen übertragen, sind das ein paar Hundert Milliliter. Eine Dosis, wie sie in Spitälern täglich bei schweren Blutungen oder Gerinnungsstörungen hunderttausendfach verabreicht wird. Darin sah Tony Wyss-Coray die Chance, seine Theorie mit wenig Aufwand an Menschen auszuprobieren. Im Gegensatz zu einem neuen Medikament, das alle möglichen unerwarteten Nebenwirkungen haben kann und deshalb in langwierigen und teuren Versuchen getestet wird, ist die Bluttransfusion ein erprobtes, unkompliziertes Verfahren. Die schlimmste zu erwartende Wirkung ist keine Wirkung.
Wahrscheinlich kann man bei einem Menschen, dessen Hirnzellen schon in grossem Masse abgestorben sind, zwar nicht einfach die biologische Uhr zurückdrehen. Aber vielleicht, so überlegte sich Wyss-Coray, könnte junges Blut die frühen Anzeichen von Alzheimer beim Menschen bremsen oder gar umkehren. Solche klinischen Versuche kann er zwar in Stanford durchführen, aber er bekommt keine öffentlichen Gelder dafür. Deshalb musste er zur Finanzierung der Experimente erst einmal eine Firma gründen. Sein erster Geldgeber war eine reiche Familie aus Hongkong, in der Alzheimer häufig aufgetreten war. Als die zweite wissenschaftliche Arbeit über die Blutverjüngung Schlagzeilen machte, fanden sich auch Sponsoren aus der Industrie. Und nun läuft das Experiment an einer kalifornischen Klinik.
Der Versuchsaufbau ist denkbar simpel und so harmlos, dass die Aufsichtsbehörde FDA keine Bedenken hatte. 18 Menschen mit ersten Anzeichen von Alzheimer nehmen an der Studie teil. Menschen, die noch so gut ansprechbar sind, dass sie ihre Einwilligung geben konnten, die aber an schlechten Tage mit schweren Gedächtnisstörungen kämpfen. Sie bekommen vier Wochen lang alle sieben Tage eine Infusion von 200 Millilitern Flüssigkeit – die eine Hälfte bekommt Blutplasma von jungen Spendern, die andere eine wirkungslose Kochsalzlösung. Die Forscher hoffen auf kurzfristige Erfolge, die sich in Intelligenz- und Denksportaufgaben nachweisen lassen sollten; niemand rechnet mit einer dauerhaften Wirkung der Blutspritze. Deshalb wird nach einer Wartezeit von sechs Wochen die Behandlung umgekehrt, jetzt bekommt die andere Hälfte der Patienten das Plasma. So kann man auch bei jedem einzelnen Patienten untersuchen, ob das junge Blut seinen Geist wieder auf Trab gebracht hat, und nicht nur zwischen den beiden Gruppen vergleichen.
Das Experiment wird doppelblind nach allen Regeln der Wissenschaft durchgeführt. Weder die Patienten noch die durchführenden Ärzte wissen, wer welche Infusion bekommen hat. Und natürlich ist Tony Wyss-Coray an der Prozedur zu keinem Zeitpunkt direkt beteiligt – irgendwann gegen Ende des Jahres wird er eine E-Mail mit den Daten in seinem Postfach finden. Eine trockene Tabelle wird zeigen, ob er recht hatte.
Falls die Daten seine Vermutung bestätigen, fängt die Arbeit erst an: die Suche nach dem geheimnisvollen Stoff, der am Werk ist. Das Blutplasma ist ein komplexer Cocktail aus Proteinen und Hormonen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie der gesuchte Stoff wirken könnte. Überwindet er die Blut-Hirn-Schranke, den Filter, der das Gehirn vor Krankheitserregern, Giften und Botenstoffen schützt? Oder stimuliert er nur die Durchblutung? Wirkt er auf die zunehmenden Entzündungen das Körpers im Alter? Oder bremst und neutralisiert er die Wirkung anderer, schädlicher Substanzen? Wäre ein solcher Stoff gefunden (oder auch mehrere Substanzen), könnte man ihn patentieren. Und statt einer Bluttransfusion brauchte man nur noch ihn alleine zu verabreichen – vielleicht sogar als Pille.
Doch die Isolierung eines Wirkstoffs im Blut ist nicht einfach, das mussten Kollegen erfahren, die schon geglaubt hatten, das Elixier gefunden zu haben: Die Zellbiologin Amy Wagers von der Harvard University stellte 2013 fest, dass ein Protein namens GDF 11 in älteren Mäusen in kleineren Mengen vorkam als in jungen. Sie spritzte das Protein in die Herzen alter Mäuse mit dem Resultat, dass diese wieder jugendlich schlugen. GDF 11 wurde zum Hauptkandidaten für den Verjüngungseffekt. In einem penibel durchgeführten Experiment fanden nun aber Kollegen vom Novartis-Institut für biomedizinische Forschung heraus, dass GDF 11 in alten Mäusen mehr wird und nicht weniger. Ihr Artikel, im Mai dieses Jahres veröffentlicht, war ein Rückschlag für die Optimisten.
Tony Wyss-Coray macht dieser Misserfolg keine Sorgen. Sein Team hatte nicht auf GDF 11 als Wirkfaktor gesetzt. Die Konfusion um GDF 11 zeige nur, dass die Wechselwirkungen verschiedener Proteine im Körper oft erheblich komplizierter seien, als viele denken, sagt Wyss-Coray.
Bleiben wir optimistisch: Nehmen wir an, der Verjüngungscocktail wird gefunden – wird das eine neue Lifestyle-Droge sein? Eine Pille gegen die beginnende Schwierigkeit, sich Dinge zu merken? «Ich weiss nicht, ob das eine Lifestyle-Droge wäre, wenn man dadurch altersabhängige Krankheiten verzögern oder gar verhindern kann», sagt Wyss-Coray, «wir putzen ja die Zähne auch schon als Kind und nicht erst, wenn sie kaputt sind.»
Und würde er das Mittel selber nehmen? «Ich bin fünfzig», antwortet er, «ich hatte vor fünf Jahren noch keine Brille. Das ist Altern! Früher konnte ich mich an jeden Namen erinnern, heute passiert es mir, dass ich Leute auf Konferenzen treffe und nicht mehr weiss, dass ich schon einmal eine Diskussion mit ihnen geführt habe. Das ist schrecklich!» Nehmen würde er die Pille also – allerdings nicht als heroischer Pionier im Selbstversuch, bevor alle klinischen Versuche abgeschlossen sind.
In letzter Zeit rückt eine weitere Frage ins Zentrum von Tony Wyss-Corays Forschungsinteresse: Was ist Altern eigentlich? Die Vorstellung, dass der Körper einfach «verschleisst» wie ein Auto und irgendwann der Motor oder andere wichtige Teile nicht mehr funktionieren, ist naiv. Wyss-Coray erzählt von einem Fisch, der in Afrika in Tümpeln lebt und eine Lebenserwartung von drei bis vier Monaten hat, die kürzeste Lebensspanne eines Wirbeltiers. Mehr braucht er auch nicht, weil die Tümpel immer nach ein paar Monaten austrocknen. «Der Fisch stirbt aber nicht, weil kein Wasser mehr da ist», sagt Wyss-Coray. Das Tier mache in den drei Monaten den typischen Alterungsprozess durch, der bei verwandten Fischarten Jahre dauert. Ein anders Beispiel ist der Nacktmull, ein ziemlich hässliches Nagetier, das sein ganzes Leben in unterirdischen Gängen verbringt. Er kann dreissig Jahre alt werden – die Ratte stirbt mit drei Jahren.
Irgendwo in den Genen muss eine biologische Uhr eingestellt worden sein. Irgendwo in unserem Erbmaterial muss ein Programm stecken, das die menschliche Lebenszeit begrenzt. «Wo steht, dass ein Mensch nur hundert Jahre alt werden kann?» sagt Tony Wyss-Coray. «Wir haben wirklich keine Ahnung.» Natürlich hofft er darauf, das Programm zu finden – und ein Mittel, es zu beeinflussen, wenn nicht gar umzuschreiben.
Die Menschheit sucht seit Jahrtausenden den Jungbrunnen. «Was die Leute an unserer Arbeit fasziniert», sagt Tony Wyss-Coray, «ist, dass der Jungbrunnen in uns selbst zu finden ist, dass er in jungen Menschen steckt und dann irgendwie austrocknet.» Jetzt muss der Schweizer Forscher nur noch herausfinden, wie man den Brunnen am Sprudeln hält.