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Adrienne Sóos und Ivo Haag, Klavier
Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
Larghetto und Allegro KV deest für zwei Klaviere
(ergänzt von Robert D. Levin)
Béla Bartók (1882-1945)
Suite für zwei Klaviere op. 4b
Frédéric Chopin (1810-1849)
Rondo C-Dur op. 73 für zwei Klaviere
Rudolf Kelterborn (*1931)
Klavierstück 7 (Quinternio) für zwei Klaviere
(entstanden 2005 im Auftrag des Duos Haag-Soós)
Franz Schubert (1797-1828)
Fantasie f-Moll D 940 für Klavier zu vier Händen
Adrienne Soós und Ivo Haag feierten in der jüngsten Vergangenheit grosse Erfolge in der Warschauer Philharmonie, beim Lucerne Festival und beim Berner Symphonieorchester unter Mario Venzago. Im scheinbar Altbekannten Neues entdecken, entlegene Winkel des Repertoires erkunden, dafür steht der Name des ungarisch-schweizerischen Klavierduos seit einem Vierteljahrhundert. Ob sie sich für das Gesamtwerk von Schubert einsetzen oder verborgene Meisterwerke vor allem des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ans Tageslicht fördern, immer steht dahinter das Bestreben, dem Publikum das Repertoire für Klavierduo in seiner ganzen Breite und Bedeutung nahezubringen. Das Duo findet ausserdem breite Resonanz mit gross angelegten Projekten wie der Gesamtaufführung des vierhändigen Klavierwerkes von Franz Schubert 2011 und Debussy/Ravel 2014 in Boswil.
Das Duo Soós-Haag hat sich längst als eines der führenden Kammermusikensembles der Schweiz etabliert und der Gattung Klavierduo insgesamt zu mehr Resonanz verholfen, wobei das Spiel an zwei Klavieren und das an einem Instrument zu vier Händen gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Dazu kommen regelmässige Auftritte mit Orchester und die Zusammenarbeit mit Sängern und Instrumentalisten, mit denen sie ihr Duo gelegentlich zu einer grösseren Kammermusikformation erweitern. Sie haben sich einen Namen gemacht durch ihre künstlerisch anspruchsvolle und eigenständige Programmgestaltung, die das Standardrepertoire ebenso selbstverständlich umfasst wie interessante, zu Unrecht vergessene Werke. Im Laufe der Jahre haben sie so einen reichen Schatz an fast vergessenen Werken in Konzerten wiederaufgeführt und auf CD eingespielt. Kompositionsaufträge an namhafte Komponisten wie Dieter Ammann, Rudolf Kelterborn, Krzysztof Meyer und andere ergänzen das Bild.
Seit einigen Jahren arbeitet das Duo mit dem deutschen Label Telos Music zusammen. Nach einer ersten CD mit Werken von Béla Bartók arbeitet es zurzeit an einer vierteiligen Gesamteinspielung der Brahms-Symphonien in den eigenhändigen Fassungen für Klavierduo, deren dritte CD nächstens erscheinen wird.
Ihre Konzerttätigkeit führt sie ans Lucerne Festival, die Haydn-Tage Eisenstadt, die Schubertiade Hohenems, den Carinthischen Sommer (2013 und 2015), die Musiktage Mondsee (künstl. Leitung: András Schiff), das Theater Casino Zug, das Festival Klavierissimo in Wetzikon, die Sommets Musicaux in Gstaad, die Société de Musique in La Chaux-de-Fonds, die Reihe Kammermusik Bern, die Ittinger Sonntagskonzerte, die Tonhalle-Gesellschaft Zürich und viele mehr.
Die Filarmonica Toscanini Parma, das Berner Symphonieorchester, das Luzerner Sinfonieorchester, das Orchester Musikkollegium Winterthur, das Sinfonieorchester St. Gallen, das Zürcher Kammerorchester, die Camerata Bern, die Camerata Zürich und viele andere laden sie als Solisten ein, wo sie mit Dirigenten wie Mario Venzago, Jac van Steen, Peter Hirsch u. v. a. zusammenarbeiten.
Ivo Haag ist für die Arbeit des Klavierduos mit dem Zuger Werkjahr 2008 ausgezeichnet worden.
Katia und Marielle Labèque, Klavier
Bryce Dessner (*1976)
El Chan
Leonard Bernstein (1918-1990)
Songs from West Side Story
Maurice Ravel (1875-1937)
Ma Mère l'Oye
Philipp Glass (*1937)
Four Movements for Two Pianos
Die Schwestern Katia und Marielle Labèque sind vor allem für Ihre Synchronität und Energie bekannt. Schon früh zeigte sich ihre musikalische Ambition. Mit ihrer Neueinspielung von Gershwins «Rhapsody in Blue», für die sie auch eine ihrer ersten Goldenen Schallplatten erhielten, wurden sie international bekannt.
Katia und Marielle Labèque konzertieren regelmässig mit den weltbesten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Boston Symphony, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Leipzig Gewandhaus, London Symphony, London Philharmonic, Los Angeles Philharmonic, Filarmonia della Scala, Philadelphia Orchestra, der Dresdner Staatskapelle, dem Royal Concertgebouworchester Amsterdam sowie den Wiener Philharmonikern.
In der Saison 2017/2018 haben die beiden eine Residenz bei der Dresdner Philharmonie. Sie arbeiten mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, Sir Colin Davis, Sir Simon Rattle, Gustavo Dudamel, Charles Dutoit, Sir John Eliot Gardiner, Miguel Harth-Bedoya, Kristjan Järvi, Paavo Järvi, Zubin Mehta, Seiji Ozawa, Antonio Pappano, Georges Prêtre, Esa-Pekka Salonen, Leonard Slatkin, Michael Tilson Thomas und Jaap van Zweden zusammen.
Die beiden spielen auch auf Hammerklavieren mit Barockensembles wie den English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner, Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini, der Musica Antica unter Reinhard Goebel, dem Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon. Im Rahmen einer Tournee spielten sie mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Sir Simon Rattle. Darauf folgte ein Auftritt mit Barockinstrumenten am Theatre des Champs Elysées im Mai 2016 mit Pomo d´Oro.
Katia und Marielle Labèque hatten das Privileg mit Komponisten wie Thomas Adès, Louis Andriessen, Luciano Berio, Pierre Boulez, Philip Glass, Osvaldo Golijov, György Ligeti und Olivier Messiaen zusammenzuarbeiten.
Die Schwestern Labèque traten in den berühmtesten Konzerthäusern und bei Festivals weltweit auf. Grossen Erfolg hatten sie vor 33’000 Besuchern, als sie mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle auf der Waldbühne Berlin spielten (DVD bei EuroArts erschienen). Eine Rekordzahl von mehr als 100’000 Zuhörern besuchte das Wiener Sommernachtskonzert 2016 im Schloss Schönbrunn, wo Katia und Marielle mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Seymon Bychkov spielten.
Für ihr eigenes Label „KML Recordings“ veröffentlichten sie 2014 das Album „Sisters“, mit einer Auswahl an Musikstücken aus dem persönlichen Leben und der beruflichen Karriere der beiden Schwestern. Im Jahr 2016 unterzeichnete das Klavierduo einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon, wo im November 2016 ihre Debut-CD «Invocations» erschien.
Ein Portrait-Film über die Schwestern bei Warner Classics/EuroArts erschien im März 2017. Die DVD „The Labèque Way, ein Brief an Katia und Marielle von Alessandro Baricco“ wurde von El Deseo (Pedro und Augustin Almodóvar) produziert und von Félix Cábez verfilmt. Frühere Veröffentlichungen beinhalten ein Gershwin/Bernstein-Album und ihr Projekt „Minimalist Dream House“ (50 Jahre minimalistische Musik). Im Anschluss daran präsentierten die Schwestern im Frühjahr 2015 ein neues Projekt über die Musik des Komponisten Moondog.
Die von den Schwestern gegründete KML Stiftung (www.fondazionekml.com) soll nicht nur das Bewusstsein gegenüber dem Repertoire für zwei Klaviere wecken, sondern auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Künstlern unterschiedlicher Gebiete, ungeachtet ob etwa Musiker, Tänzer, Filmemacher oder Schriftsteller, anregen.
Im Mai 2015 hatte die Bühnenshow «Love Stories» mit dem neuen Stück «Star-Cross'd Lovers», komponiert von David Chalmin, Premiere an der Philharmonie de Paris. Ihre neue Einspielung erschien im November 2016 bei der Deutschen Grammophon, sie widmet sich Stravinskys „Le Sacre du Printemps“ und Debussys „Ephigraphes Antiques“. Zur selben Zeit wurde ihre Biographie „Une vie a quatre mains“ von Renaud Marchart bei Buchet-Chastel veröffentlicht.
Clara Mijung Shin und Samuel Sangwook Park, Klavier
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)
Concertino op. 94 für zwei Klaviere
Sergej Tanejew (1856-1915)
Präludium und Fuge op. 29 für zwei Klaviere
Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Suite Nr. 2 op. 17 für zwei Klaviere
György Kurtág (*1926)
3 Stücke aus «Játékok»
Johann Sebastian Bach (1685-1750)/György Kurtág (*1926)
Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit
Maurice Ravel (1875-1937)
La valse, für zwei Klaviere
Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
Sonate für zwei Klaviere D-Dur KV 448
ShinPark ist ein koreanisches Klavierduo, bestehend aus der Pianistin Mijung Shin und dem Pianisten Sangwook Park, die nach dem Finden ihrer gemeinsamen Leidenschaft für klassische Musik 2013 im weltberühmten MuTh-Konzertsaal der Wiener Sängerknaben debütierten.
Beide wurden vom deutschen Klavierduo Hans-Peter und Volker Stenzl unterrichtet, die weltweit zu den ersten Professoren für Klavierduos ernannt wurden. Sie studierten zuerst unabhängig voneinander Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (MDW) und am Wiener Konservatorium (MUK), und absolvierten später das Fach Klavierduo (MA) bei Hans Peter und Volker Stenzl an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und unter Paul Badura-Skoda in Wien.
Sie spielten als Solisten mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Rumänischen Nationalen Sinfonieorchester, der Polnischen Balkanphilharmonie Gdansk, den Kroatischen Zagreber Solisten der Slowakischen Philharmonie, der Carlo Philharmonie Monaco und vielen weiteren Ensembles und Orchestern.
2017 konzertierte ShinPark im Konzerthaus Berlin, im Bukarester Nationaltheater, im Zagreber Lisinski Saal, im Münchner Herkules Saal, im Prinzregententheater und im Wiener Musikverein.
2015 gewann ShinPark beim 64. Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München, einem der renommiertesten Wettbewerbe der klassischen Musik, den zweiten Preis. Im Dezember 2016 gewannen sie den ersten Preis beim internationalen 4-Hände-Klavierwettbewerb des Lions Club de Monaco in Monte Carlo. Im April 2017 gewann ShinPark den ersten Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation von Franz Schuberts Werken beim 20. Internationalen Schubert-Wettbewerb.
Yaara Tal und Andreas Groethuysen, Klavier
Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
Sonate D-Dur KV 381 für Klavier zu vier Händen
Felix Mendelssohn(1809-1847)
Oktett op. 20, Fassung für Klavier zu vier Händen vom Komponisten
Robert Schumann (1810-1856)/Claude Debussy (1862-1918)
Six Études en forme de Canon für zwei Klaviere
Claude Debussy (1862-1918)
La Mer, Bearbeitung A. Caplet für zwei Klaviere
Die israelische Pianistin Yaara Tal und ihr deutscher Partner Andreas Groethuysen bilden heute eines der weltweit führenden Klavierduos und konzertieren in den renommiertesten Veranstaltungsrahmen, wie dem Concertgebouw Amsterdam, Philharmonie Berlin, Alte Oper Frankfurt, Musikhalle Hamburg, Hongkong Arts Festival, Philharmonie Köln, Gewandhaus Leipzig, Wigmore Hall London, Luzern Festival, Teatro alla Scala Mailand, Philharmonie München, Frick Collection New York, Teatro Massimo Palermo, Forbidden City Concert Hall Peking, Klavierfestival La Roque d’Anthéron, Klavierfestival Ruhr, Salzburger Festspiele, Wiener Musikverein, Tonhalle Zürich.
Ein besonderes Markenzeichen des Duos ist neben einer massstabsetzenden Homogenität des Spiels die Kreativität in der Gestaltung der Programme, in denen neben den Zentralwerken der Literatur auch immer wieder zu Unrecht vernachlässigte Schätze des Repertoires zu neuer Geltung kommen.
Ein wesentlicher Bestandteil des internationalen Erfolges des Duos Tal-Groethuysen ist auch die exklusive Zusammenarbeit mit der Schallplattenfirma Sony Classical: Das Duo realisierte seit den 90er-Jahren eine beispiellose Serie von Aufnahmen vierhändiger und zweiklavieriger Klaviermusik (häufig in Ersteinspielung verschiedener Werke z.B. von Carl Czerny, Reinhard Febel, Theodore Gouvy, Charles Koechlin, Felix Mendelssohn, Max Reger, Robert Schumann, Richard Wagner), die bereits zehnmal mit dem begehrten “Preis der Deutschen Schallplattenkritik” und fünfmal mit dem “Echo“-Preis ausgezeichnet wurden und international ein aussergewöhnliches Echo bei Publikum und Presse gefunden haben.
Besondere Schwerpunkte der Schallplattenproduktionen waren dabei die erste und vielbeachtete, siebenteilige Gesamteinspielung des vierhändigen Werkes von Franz Schubert (“Cannes Classical Award” 1998) sowie die Gesamteinspielung sämtlicher Werke von Wolfgang A. Mozart für zwei Pianisten. Die letzte Veröffentlichung mit dem Titel "Colors" enthält zweiklavierige Transkriptionen diverser Orchesterwerke von Claude Debussy und Richard Strauss. Gleichzeitig erschien auch eine zweite Solo-CD von Yaara Tal mit Polonaisen des Mozart-Sohnes Franz Xaver Mozart und des jungen Frédéric Chopin.
Gesang:
Lukas Langenegger
Sabina Deutsch/Rislane El Harat
Levin Deger
Schauspiel:
Stefan Gubser
Daniel Rohr
Band:
Benjamin Heusch
Gerhard Gerstle
Tobias Schwab
Oliver Kaiser
Chaarts Chamber Artists unter der Leitung von André Bellmont.
Musikalische Leitung:
Tobias Schwab
The Beatles
While My Guitar Gently Weeps
Revolution
Blackbird
Julia
Helter Skelter
Ob-La-Di, Ob-La-Da u.a.
The White Album - Konzert mit anschliessender Tavolata Musicale
1968 ist das Jahr der Ernüchterung – die Blumen und globalen Liebesbotschaften des „Summer of Love“ vom Vorjahr weichen Strassenkämpfen und sozialen Unruhen, verwelken in der bitteren Konfrontation mit rassistischen Weltbildern und reaktionärer Politik.
In diesem Jahr erscheint das neunte Album der Beatles, das die wirklich undankbare Aufgabe hat, sich am epochalen Meisterwerk „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ vom Vorjahr zu messen. Doch die Beatles setzen mit ihrem selbstbetitelten Album „The Beatles“ wiederum einen neuen Pop-Standard, weit davon entfernt, sich zu wiederholen oder einem Erfolgsrezept nachzueifern. Ein Album, das eine noch reifere Band präsentiert, eine Band, die stärker als je zuvor von vier Individuen geprägt wird. Nach der überbordenden Farbigkeit von «Sgt. Pepper» präsentiert sich das Album in minimalistischer weisser Plattenhülle und wird fortan als „White Album“ Popgeschichte schreiben.
Die Beatles machen Tabula rasa und verwirklichen ihre individuellen Vorlieben auf einem Doppelalbum mit einer bisher ungehörten Bandbreite von der Akustikballade über Country and Western zu Hardrock und bis zur experimentellen Avantgardecollage im Stile Stockhausens. Das weisse Album wird zu einem riesigen Erfolg, ein Erfolg, der erstmals beweist, dass auch Pop-Kultur erwachsen werden darf und in der Lage ist, innere und äussere Spannungen kreativ zu verarbeiten.
Der Prozess ist jedoch keineswegs schmerzfrei. Weder für die Beatles noch für deren Umfeld, was den Theaterabend im Rigiblick umso spannender macht.
Ihr musikalischer Produzent George Martin wird zu ihrem wichtigsten Verbündeten, nachdem Manager Brian Epstein sich im Jahr zuvor das Leben nahm. Die dramatische Sicht Epsteins auf das Beatles-Jahr 1967 wurde von Stefan Gubser in der letztjährigen Rigiblick-Produktion einfühlvoll inszeniert.
Das Phänomen "White Album" wird Stefan Gubser dieses Jahr aus der Sicht George Martins durchleuchten. Die musikalischen Glanzpunkte und Kontroversen werden wiederum in Neuarrangements für Band und Orchester erklingen.
Daniel Rohr führt durch den Abend und beschwört gemeinsam mit den aussergewöhnlichen Sängern Lukas Langenegger und Levin Deger und den Sängerinnen Sabina Deutsch und Rislane El Harat die unsterbliche Pophistorie des White Album.
Die Tavolata Musicale im Anschluss an das Konzert muss separat gebucht werden. CHF 65.- Bitte unbedingt Vorverkauf nutzen. Die Platzzahl ist beschränkt. Tickets gibt es hier.
Bereits zum zwanzigsten Mal feiert Flautando die Vielseitigkeit der Querflöte mit einem prall gefüllten Workshop-Tag für Pädagogen, Amateure, Studenten, Profis und Afficionados. Im Sinne des diesjährigen Mottos "Flöte aktiv" laden wir Sie herzlich ein, bei den Workshops mitzumachen.
Tagesprogramm
Ab 09.00 Uhr Begrüssungskaffee
09.30–10.15 Uhr Deborah Schmid: Einstimmungskonzert und Gespräch
10.15–11.00 Uhr Erich Tiefenthaler: Shakuhachi auf der Querflöte
11.00–11.30 Uhr Pause – Besuch der Ausstellung
11.30–12.30 Uhr Markus Wüest: Solare und lunare Atemenergetik
12.30–13.15 Uhr Quintessenz: Wie gründe ich ein Ensemble?
13.15–14.15 Uhr Mittagessen, Besuch der Ausstellung
14.15–15.45 Uhr Quintessenz: Ensemble kennenlernen und
aktiv mitmachen
15.45–16.15 Uhr Pause – Besuch der Ausstellung
16.15–17.00 Uhr Christian Sprenger und Stefan Keller: «Bass erstaunt»
17.00–18.00 Uhr Stefan Keller und Beda Ehrensperger:
Improvisationen für alle
18.00–18.45 Uhr Besuch der Ausstellung
19.00–20.00 Uhr Nachtessen
20.30–22.00 Uhr QUERbeet – Surprise-Surround-Konzert
(siehe Kasten)
22.00 Uhr Apéro
Zur "Crème de la crème" der internationalen Flötenensembles gehört sicher Quintessenz aus Leipzig. Das hochkarätig besetzte, fein klingende Flötenquintett bringt den Teilnehmerinnen und Teilnhemern das Spielen im Ensemble auf kurzweilige Art und Weise näher.
Die Besucher haben die Gelegenheit, verschiedene Positionen in einem ad-hoc-Ensemble live zu erleben. Sie werden von den Ensemble-Cracks von Quintessenz adäquat begleitet. Also: Flöten, auch Alt und Bass, mitbringen!
Die 14-jährige Flötistin Deborah Schmid spielt mit ihrer Kollegin Jasmin Schlegel ein Einstimmungskonzert mit Werken für Querflöte und Klavier. Sie erzählt in einem Gespräch über ihren Werdegang.
Markus Wüest, Dozent an der Musikhochschule Luzern, weiht uns in das Thema der solaren und lunaren Atemenergetik ein. Mit dem Wissen um die zwei Atemtypen finden wir viel leichter eine Harmonie im Ensemble. Ebenso hilft es beim Verständnis für Schüler mit Atemproblemen.
Erich Tiefenthaler, soeben zurück aus Japan, bringt uns die traditionelle japanische Shakuachi-Flöte näher. Er hat das Shakuhachi-Stück "Hon Shirabe" auf die moderne Querflöte übertragen und wird uns in die Geheimnisse der japanischen Notenschrift und des Shakuhachi-Spiels auf der normalen Querflöte einführen.
Conducting, Ping-Pong und viele weitere Formen der Improvisation bringen Stefan Keller und der Schlagzeuger Beda Ehrensperger den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf kurzweilige und spielerische Art näher.
Den krönenden Abschluss des Flautando-Workshops bildet das Surprise-Surround-Konzert "QUERbeet“, das Sie in der Alten Kirche regelrecht in die Musik eintauchen lässt. Quintessenz, alle Referenten und der Schlagzeuger Beda Ehrensperger laden zu einem fulminanten, „dreidimensionalen“ Erlebniskonzert.
Dieses Konzert ist öffentlich!
Der Flötenevent wird mit einer hochkarätigen Ausstellung umrahmt!
Anmeldung: <email-pii> oder Tel. 056 666 12 85
Isabel Heusser Sopran
László Fogarassy Violine
Payam Taghadossi Violoncello
Isabelle Joos Klavier
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sonate F-Dur für Klavier und Violine “Frühlingssonate” op. 24
1. Allegro
2. Adagio molto espressivo
3. Scherzo: Allegro molto
4. Rondo: Allegro ma non troppo
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
Romanzen-Suite für Sopran und Klaviertrio nach Gedichten von Alexander Blok op. 127
Johannes Brahms (1833–1897)
Klaviertrio H-Dur op.8
1. Allegro con brio
2. Scherzo. Allegro molto
3. Adagio
4. Finale. Allegro
Die Vielfältigkeit der Kammermusikformation: Für dieses Projekt haben sich vier ganz unterschiedliche, international verwurzelte Musiker zusammengefunden, um in ihrer gemeinsamen Sprache der klassischen Musik Kammermusik verschiedener Formationen aufzuführen: Duo, Trio und Quartett.
Accademia Barocca Lucernensis Orchester und Chor
Gunhild Alsvik Sopran
Alberto Miguélez Rouco Countertenor
Remy Burnens Tenor
Alexandre Beuchat Bass
Javier Ulises Illàn Leitung
Johann Adolph Hasse (1699–1783)
Miserere in c
Confitebor tibi
Jan Dismas Zelenka (1679–1745)
Miserere in c - ZWV 57
Confitebor tibi - ZWV 71
Dixit dominus - ZWV 66
In seinem neusten Programm spielt das Luzerner Barock-Ensemble Accademia Barocca Lucernensis ein Bouquet aus Werken aus dem Deutschen Barock. Dabei spielen die jungen Musikerinnen und Musiker weniger bekannte Meisterwerke von Jan Dismas Zelenka sowie von Johann Adolph Hasse. Obwohl diese Werke heute nicht mehr sehr bekannt sind, zählen sie zu den zahlreichen glanzvollen Werken dieser Epoche, die wiederbelebt und einem möglichst grossen Publikum zugänglich gemacht werden sollen.
Wie der Name erahnen lässt, spielen die jungen Berufsmusikern und -musikerinnen des Barock-Ensembles nach dem aktuellsten Forschungsstand der historischen Aufführungspraxis in entsprechender Stimmung und auf historischen Instrumenten, um seinem Publikum ein möglichst authentisches Konzerterlebnis bieten zu können.
Michaela Unsinn Mezzosopran
Chasper Mani Bariton
Miriam Terragni Flöte
Brigitte Leutenegger Fagott
Lea Magdalena Knecht Harfe
Gioachino Rossini (1792–1868)
Musik aus «La Cenerentola», bearbeitet von Ulf-Guido Schäfer
Musiktheater für Kinder ab fünf Jahren, für singenden Schauspieler, Mezzosopran und Flöte, Fagott und Harfe von Jörg Schade und Franz-Georg Stähling.
Der Gärtner Paolo erzählt mit einem alten Märchenbuch in der Hand die Geschichte von Aschenputtel, das mit grosser Hartnäckigkeit wider den Willen seines Vaters Don Magnifico und der beiden Schwestern Clorinda und Tisbe doch noch zu seinem Glück findet. Auf dem Weg dahin gibt es viel Musik und eine abenteuerliche Kutschenfahrt durch ein heftiges Gewitter. Und ganz nebenbei erfahren die kleinen Zuschauer auch noch, wie eine Oper funktioniert und die einzelnen Instrumente klingen.
Vokalensemble Cantemus
Gambenconsort Concerto di Viole
Instrumentalensemble Les Cornets Noirs
Gunta Smirnova Sopran
Simon Savoy Altus
Paul Phoenix Tenor
Stefan Vock Bass
Judith Flury Leitung
Guillaume Bouzignac (um 1587 – nach 1643)
Motetten und Lobgesänge
Das Vokalensemble Cantemus wagt sich mit seinem neuen Programm an ein besonders ambitioniertes Projekt, denn die Musik von Guillaume Bouzignac wurde in dieser Form in der Schweiz noch nie dargeboten. Es ist ein repräsentativer Querschnitt durch Bouzignacs Schaffen zu hören: Neben Motetten mit Texten aus dem Hohelied oder der Passion erklingen auch Lobgesänge wie «Jubilate Deo», die durchaus weltliche Lebenslust vermitteln. Bouzignacs Musik ist innovativ und einzigartig und weist mit ihrer affektiven und dramatischen Eindringlichkeit weit über die Kirchenmusik seiner französischen Zeitgenossen hinaus.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 26. Fagottiade
Werke von:
Georg Friedrich Händel (1685–1759)
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
Arthur Sullivan (1842–1900)
Donald Draganski (*1936)
u.a.
Auf dem Rügel über dem Hallwilersee findet der traditionelle Fagott-Event dieses Jahr bereits zum 26. Mal statt. Alle begeisterten Fagottistinnen und Fagottisten – jung und jung geblieben, Anfänger oder Profi – sind jeweils willkommen. Musiziert wird im Gesamtchor und in verschiedenen Kleinformationen unter der Leitung eines erfahrenen Teams.
Das Schlusskonzert in der Alten Kirche bildet den Höhepunkt der Fagottiade 2018 – ein einmaliges Hörerlebnis mit 60 Fagottistinnen und Fagottisten auf einer Bühne!
Besuch in Boswil: Wilfried Jentzsch, P.H. Dittrich mit Helen und Willy Rösch (v.l.n.r.)
zone expérimentale basel
Hugo Queiros Klarinette
Tatiana Timonina Flöte
Alicja Pilarczyk Geige
Berber Heerema Cello
Zacarias Maia Schlagzeug
Maurice Weddington (*1941)
Seul für Klarinette (Kompositionsseminar 1976)
Wilfried Jentzsch (*1941)
Für 5 (Kompositionsseminar 1972)
Das Künstlerhaus Boswil war in den 70er- und 80er-Jahren vor allem dank den Komponistenseminaren ein Ort reger Auseinandersetzung. Diskutiert wurden damals die aktuellsten ästhetischen und gesellschaftlichen Fragen zur Neuen Musik, vor allem auch in der Begegnung mit Musikern aus dem sogenannten Ostblock. Thomas Meyer hat das Archiv des Künstlerhauses diesbezüglich im Rahmen des Forschungsprojekts „Oase auf dem Abstellgleis Europas“ an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Musik, in Basel untersucht.
Der Abend bietet einen Rückblick auf jene Epoche – und stellt zahlreiche neue Fragen an die Interpretation. Wilfried Jentzsch ist anwesend und unterhält sich mit Thomas Meyer über jene bewegten Jahre.
zone expérimentale basel – das Ensemble des Masterstudiengangs für Zeitgenössische Musik an der Hochschule für Musik FHNW in Basel ist eine Gruppe von Studierenden, die sich gleichermassen als aussergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten wie virtuose Spieler auszeichnen. zone expérimentale ist kein klassisches Ensemble, sondern stellt einen Rahmen für Entdeckungen dar – für die Spielenden wie auch das Publikum. Der Fokus liegt dabei auf dem Entdecken von unterschiedlichen Möglichkeiten musikalischen Ausdrucks in zeitgenössischer Musik, aber auch von Werken der Mütter und Väter unserer heutigen Musik.
Produktion: Hochschule für Musik FHNW in Kooperation mit dem Künstlerhaus Boswil
Für die Unterstützung danken wir der Stiftung FHNW sowie der Josef und Margrit Killer-Stiftung, Baden.
Weitere Konzerte:
Samstag, 24. November 2018, 19.30h
Aula der Alten Kantonsschule, Aarau
Kostenlose Führung für Konzertbesucher durch die Sternwarte der Alten Kantonsschule mit dem Astroclub Solaris Aarau, 18.15 Uhr. Anmeldung erforderlich: <email-pii>
Sonntag, 25. November 2018, 17.00 Uhr
Kath. Kirche Dottikon
Jugendorchester Freiamt
Anne-Cécile Gross Leitung
Mond-än
Franz Schubert (1797–1828)
Fünf Deutsche mit sieben Trios und einer Coda für Streicher D90
Mond-rian
Joseba Zbinden (*1998)
aus «Mondrian Collection»:
Two Marigolds & Devotion
Uraufführung
Joseba Zbinden ist ein Talent des Förderprogramms JOFuture
Mondschein
George Gershwin (1898–1937)
Lullaby for strings
Bearbeitung: Jeff Manookian
Mond-rian
Joseba Zbinden (*1998)
aus «Mondrian Collection»:
View from the dunes with beach and piers, Domburg 1909
Der grosse Akt
Uraufführung
Mondschein
Alexander Borodin (1833–1887)
aus dem Streichquartett Nr. 2
Notturno
Mond-än
Jacques Offenbach (1819–1880)
aus «Orphée aux Enfers»
Galop infernal (cancan)
Der Mond bestimmt nicht nur die Gezeiten unserer Meere und gliedert unsere Zeitrechnung in Monate. Er bewegt uns auch im Herzen – als Sehnsuchtsort, als emotionale Projektionsfläche und als Himmelskörper mit magischer Anziehungskraft.
Das Jugendorchesters Freiamt spielt mit den verschiedenen Stimmungen und Assoziationen, die wir mit dem Mond verbinden. Wortspielereien stellen den Mond zudem in überraschende Kontexte von mond-än bis Mond-rian.
Konzertmenü, nach dem Konzert 3-Gang-Menü CHF 48.–
serviert vom Gasthaus Sternen Boswil im Restaurant
des Künstlerhauses. Die Platzzahl ist beschränkt, eine
Reservation ist unerlässlich.
· Pilzterrine mit Balsamico und kleinem Salatbouquet
· Kalbsvoressen
· Polenta, Baumnussspinat
· Apfelstrudel mit Vanillesauce
Cuarteto Quiroga
Aitor Hevia Violine
Cibrán Sierra Violine
Josep Puchades Viola
Helena Poggio Violoncello
Juan Crisóstomo de Arriaga (1806–1826)
Streichquartett Nr. 1 d-Moll
Alberto Ginastera (1916–1983)
Streichquartett Nr. 1 op. 20
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Streichquartett Nr. 5 A-Dur op. 18/5
Das Cuarteto Quiroga, benannt nach dem galizischen Violin-Virtuosen Manuel Quiroga, gehört zu den dynamischsten Ensembles der jungen Streichquartett-Generation und entfaltet von Spanien aus eine breitgefächerte Konzerttätigkeit. In seiner Boswiler Meisterkonzert-Premiere steht neben Beethoven der jung verstorbene, geniale Beethoven-Zeitgenosse Juan Arriaga, daneben aber auch das impulsive und klanglich spektakuläre erste Streichquartett des Argentiniers Alberto Ginastera. Ein fulminantes musikalisches Herbstprogramm!
«Leidenschaftlicher Klang, atemberaubende Intonation.» (Münchner Merkur)
Boswil im Gespräch, 16.00 Uhr
Peter Wipf im Gespräch mit den Musikern
Kaleidoscope String Quartet
Simon Heggendorn Violine
Ronny Spiegel Violine
David Schnee Viola
Sebastian Braun Cello
Jojo Kunz Kontrabass
Domenica Ammann Singende Säge, Stimme, Figurenspiel
Ein Mäusekonzert für Streichquintett und singende Säge für Kinder ab vier Jahren: Oktavio ist ein ganz besonderer Mäuserich! Er kann mus-izieren. Mit seinem Instrument, der singenden Säge, betört er nicht nur alle Mäuse, sondern auch die Katzen. Deshalb wird er von allen Mäusen als Held gefeiert und verehrt – und Oktavio wird immer hochmütiger. Auf keinen Fall will er nur eine gewöhnliche Maus heiraten! Er verlässt den Mäusebau und macht sich auf die Suche nach einer ganz besonderen Frau. So beginnt seine abenteuerliche Reise.
Die zu Beginn des Stücks vorgestellten Streichinstrumente untermalen die gesungene und gesprochene Geschichte von Domenica Ammann auf reiche Art.
Im Anschluss an das Konzert gibt es Guezli im Foyer.
musique en route
Stefanie Hess Kontrabass, Gesang
Ronny Spiegel Violine
Tom Tafel Klavier
Ariel Facundo Rossi Gitarre
Mit Lockerheit und der Erfahrung von über zehn Jahren Bandgeschichte gehen die Musiker von musique en route ihr Unterfangen an. Kurz: Sie spielen traditionelle Volksmusik aus der östlichen Welt, neu interpretiert. Ob osteuropäische Lieder und Balladen oder fernöstlich anmutende Rhythmen, alles was dem Ensemble gefällt, findet Platz im Musikinventar von musique en route und bereichert ihre intensiven Live-Shows.
musique en route ist für Ronny Spiegel, Stefanie Hess, Ariel Facundo Rossi und Tom Tafel eine Herzensangelegenheit, eine gemeinsame Reise durch die Musikschätze dieser Welt und ein bleibendes Gesamterlebnis zwischen Band und Publikum. Im Kleinen sowie auch im grossen Rahmen, musique en route lädt zur Entdeckung der unendlichen Weiten der Volksmusik ein.
Im Anschluss an das Konzert wartet im Foyer eine kulinarische Bescherung auf Sie: Glühwein und Christstollen!
Yuka Matsuoka Limacher Sopran
Yuuka Munehisa Klavier
Marco Limacher Erzähler
Yukie Koji Tanz
Lieder zur Weihnachtszeit von Mozart, Bach, Händel, Liszt u.a.
Yuka, Yuuka und Yukie – drei Japanerinnen. Ihr Klang und Tanz wecken Maria und Joseph zum Leben. Freudige, magische Weihnachtszeit einmal anders: Erleben Sie die versteckten Emotionen der Bibelgeschichte mit!
Christina Jaccard Gesang
Dave Ruosch Piano
Gerald Schuller Hammond Orgel
Steve Grant Schlagzeug
Nicht wegzudenken sind die jährlichen Gospel Konzerte von Christina Jaccard und Dave Ruosch. Die beiden Exponenten der afroamerikanischen Musik bezaubern das Publikum jedes Jahr mit einer einzigartigen Zusammensetzung ihrer Band. Dieses Jahr erleben die Zuhörer sie im Quartett mit Gerald Schuller aus Wien an der Hammond Orgel und Steve Grant am Schlagzeug. In dieser für den Gospel urtypischen Kombination von Klavier, Hammond und Schlagzeug zelebrieren sie die Tradition des afroamerikanischen Gospels mit seinen Wurzeln aus den Südstaaten.
Weitere Konzerte:
Samstag 5. Januar 2019, 19.00Uhr
Kultur- und Kongresshaus, Aarau
Freitag, 11. Januar 2019, 19.00 Uhr
Aula Primarschule Margeläcker, Wettingen
Sonntag, 13. Januar 2019, 17.00 Uhr
Kirche Sankt Peter, Zürich
Jugend-Sinfonieorchester Aargau
Jacob Shaw Violoncello
Hugo Bollschweiler Leitung
Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
Ouvertüre zu „La Clemenza di Tito“ KV 621
Ernest Bloch (1880–1959)
Shelomo: Rhapsodie Hébraïque, for Violoncello and Orchestra, B. 39 (1915/16)
Sergei Prokofjew (1891–1953)
Romeo and Juliet, Suite No. 2 op. 64ter
Der Wahnsinn hält Hof. Bei Mozarts Titus sogar buchstäblich und pechschwarz als Hochverrat, Mord und Rache: Wahnsinnige Intrigenspiele und kalte Vergeltungspläne wuchern in der Entourage des Kaisers. Verrückt und gefährlich ist es, was sich Titus da erlaubt: Er begnadigt die Attentäter und liefert Mozart die ideale Vorlage für einen symbolischen Fingerzeig an Leopold II., zu dessen Krönung der Komponist die Oper in sagenhaften 50 Tagen schrieb.
Wahnhaft treibt es hingegen König Salomon um, in manisch-depressiver Unrast zwischen Luxushunger, Lust und Masslosigkeit und kontemplativer Melancholie. Im erschütternden Gespräch mit seinem Volk werden die letzten Fragen des Lebens berührt. Berückend schön, unbarmherzig verdichtet und von archaischer Grösse: Ernest Bloch hat mit Schelomo eine existenzielle Parabel geschaffen, in der wir uns alle selber erkennen.
Wahnsinnig ist die Liebe von Romeo und Julia in ihrer absoluten Bedingungslosigkeit und wahnsinnig ist der sinnlose Hass der verfeindeten Familienclans. Mit Shakespeares Klassiker hat Sergei Prokofjew die Ur-Geschichte einer verbotenen, zerstörerischen Liebe mit einem Soundtrack versehen, der in seiner kongenialen Gestalt sogleich selber zum Klassiker avancierte. Dem schicksalshaften Duktus der griechischen Tragödie gleich treibt die Musik zwischen Wucht und Zärtlichkeit die unerhört Liebenden in einen Tod, dessen Sinnlosigkeit in einer an die Grenzen der Tonalität stoßenden Musik gespiegelt wird.
Solistinnen und Solisten der Kantonsschule Wohlen
Talentierte Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wohlen erhalten in diesem Konzert ein Auftrittspodium, um sich solistisch im Rahmen eines öffentlichen Konzerts präsentieren zu können.
Das Programm zeigt eine stilistisch breite Auswahl aus instrumentaler und vokaler Repertoire-Literatur.
Steven Isserlis Violoncello
Dénes Várjon Klavier
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
12 Variationen über «Ein Mädchen oder Weibchen» aus Mozarts «Zauberflöte» F-Dur op. 66
Robert Schumann (1810–1856)
Fünf Stücke im Volkston op. 102
Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 a-Moll (arr. für Violoncello von Steven Isserlis)
Sowohl Steven Isserlis als auch Dénes Várjon gehören aufgrund ihrer tiefen Musikalität und stupenden Technik zu den bedeutenden Kammermusikern und Solisten unserer Zeit. Isserlis konzertierte unter anderem mit Dirigenten wie Simon Rattle, Colin Davis und John Eliot Gardiner, Várjon gewann 1991 den Concours Géza Anda und arbeitete seither mit Musikern wie András Schiff, Alfred Brendel und Miklós Perényi zusammen. Beide Musiker sind darüber hinaus umfassend interessiert und tätig: Isserlis als humorvoller Musikautor, als Musikforscher und Dozent, Varjon als Pädagoge und künstlerischer Leiter von Musikfestivals.
Ihr Boswiler Rezital stellt Beethovens bekannte «Zauberflöte»-Variationen Schumanns vielgespielten «Fünf Stücken im Volkston» gegenüber. Eine eigentliche Rarität ist die Aufführung von Schumanns dritter Violinsonate, die erst seit wenigen Jahren ins Repertoire Eingang gefunden hat und hier in einer eigenen Bearbeitung von Isserlis für Violoncello erklingt.
Boswil im Gespräch: 16.00 Uhr