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Am
S.-Hang steht die Siedelungsgruppe Wäniberg mit 5
Häusern und 46 kathol.
Ew. der Filiale
Gross der Pfarrei
Einsiedeln. Am SO.-Fuss liegt gegen
Obergross hin in einer
Höhe von rund 1000 m das Wänimoos
mit Torfmoor und Kartoffelfeldern.
2002 m. Gipfel halbwegs zwischen dem Fluhbrig und dem
Saaspass.
Während der ganze 7 km
lange
Grat auf der
O.-Seite steil abbricht und unzugänglich ist, findet sich im W. zwischen den Ausläufern der
Ganthöhe (1971
m) und des Kleinblasseli (2034 m) eine tief eingeschnittene Runse, durch welche die Lawinen des
Schild
zu Thal fahren.
2)
Rheinklingen und 3) Wagenhausen, mit
Buck,
Klingenried und Dorf Wagenhausen. Zusammen: 215
Häuser, 1052 reform. Ew.; Dorf: 76
Häuser, 352 Ew.
Acker-,
Wiesen-, Obst- und etwas Weinbau. Stickerei als Hausindustrie. Arbeit in den Fabriken von
Steinam Rhein. Ehemaliges
Kloster. Geburtsort des Schaffhauser Antistes Dr. Mezger († 1893), Verfasser verschiedener kirchengeschichtlicher
Studien, und des Technikers Friedrich Vetterli, des Erfinders des schweizerischen Vetterligewehres.
Vor 1712 gehörte das ganze linksrheinische Ufer am Ausfluss des
Rheins aus dem
Untersee zur Landgrafschaft Thurgau.
In dem den Toggenburgerkrieg
abschliessenden
AarauerFrieden von 1713 wurde die diesseits des
Rheins gelegene Ortschaft
Burg zur Sicherung
der Rheinbrücke der Stadt
Stein zugeteilt, wodurch sie erst an Zürich
und mit dem 19. Jahrhundert an Schaffhausen
kam. Seitdem umfasst die Munizipalgemeinde
Wagenhausen politisch alle Ortsgemeinden links vom
Rhein, ausser Burg; kirchlich dagegen gehört der grössere Teil zu Burg,
während Wagenhausen als Kirchgemeinde ganz von der Pfarrei Burg umschlossen ist und ausser dem Dorf
Wagenhausen nur noch die Ortschaft
Buck umfasst. So müssen z. B. die Bewohner von
Rheinklingen an der Kirche von Wagenhausen
vorüber, um zu der Kirche von Burg zu gelangen, der sie zugeteilt sind.
Wagenhausen war ursprünglich eine
Zelle für die «Armen Christi», entstanden und gegründet zur
Zeit der politischen und religiösen Wirren, welche der Kampf zwischen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII. über die
Christenheit gebracht. Ihr Besitzer war Turto, der 1083 als Laienbruder ins Kloster
Allerheiligen in Schaffhausen
trat und diesem mit andern
Gütern auch Wagenhausen (1092: Vachinhusin) schenkte. Abt Siegfried setzte alsbald einige
Mönche unter
einem besondern Vorsteher in die
Zelle. Aber nach geraumer Zeit reute den Turto sein Vorgehen; er trat aus dem Kloster und
eignete sich die vergabten
Güter wieder an, leugnete sogar, die Vergabung gemacht
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mehr
zu haben. Daraus entstand ein langer Streit, der die Fürsten und den Papst beschäftigte und damit sein Ende fand, dass
die indessen zum Kloster erweiterte Zelle 1122 mit dem Kloster Petershausen verbunden wurde, ohne dass Allerheiligen seinen
Ansprüchen entsagte. Wagenhausen besass einige Güter im Hegau und einen Zehnten in Seen beiKiburg, sein
Haushalt war aber ein allezeit ärmlicher. Im 14. Jahrhundert kaufte sich der Abt des Klosters ins Bürgerrecht von Diessenhofen
ein. Am Konzil von Konstanz (1414-1418) wird auch Abt Konrad von Wagenhausen als Teilnehmer genannt.
Nach der Eroberung des Thurgaues durch die Eidgenossen fiel dann die Herrschaft Wagenhausen wieder ans Kloster
Allerheiligen zurück, mit dessen Aufhebung zur Zeit der Reformation auch das Kloster Wagenhausen einging. Die Kollatur
über die dortige Kirche ging damit an die Stadt Schaffhausen über. Am Ittingersturm, der entstand, weil Landvogt Amberg
den Prädikanten Oechsli im nahen Burg bei Nacht gefangen wegführte, war auch das Dorf Wagenhausen beteiligt,
das dafür mit einer Busse von 200 Gulden belegt wurde. Die dortige Kirche ward ausschliesslich den Reformierten zugeteilt.
Die Pest der Jahre 1611 und 1629 hat auch in Wagenhausen viele Opfer gefordert, und noch jetzt bewahrt man hier aus jener
Zeit zwei Särge, in denen die an der Pest Gestorbenen zu Grabe getragen wurden.