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Regeln
Spielfeld
Das Spielfeld, sei es auf Sand, Rasen, Kunstrasen, Hartplatz, Teppich oder Kunststoffgranulat, ist 23.77m lang und 8.23m breit. Bei einem Doppelspiel zählen die beiden ganz aussen liegenden Zonen des Spielfeldes ebenfalls zum Spielbereich, wobei das Feld dann eine Breite von 10.97m misst. Die Netzhöhe muss in der Mitte bei 0.914m (3 Fuss) liegen und an den beiden äusseren Enden eine Höhe von 1.07m (3.5 Fuss) aufweisen.
Spielball
Der Tennisball ist mit einer Filzschicht umhüllt. Diese muss entweder gelb (im Normalfall) oder weiss sein. Der Ballkern, welcher sich unter der Filzschicht befindet, besteht aus Naturgummi und bis zu 11 verschiedenen Chemikalien (wie z.B. Schwefel, Quarz, Tonerde etc.). Der Durchmesser des Balles muss zwischen 6.35cm und 6.67cm liegen und das Gewicht muss zwischen 56.7 Gramm und 58.5 Gramm sein.
Schläger
Der Rahmen des Schlägers darf für Profispieler (seit 1997) und Amateurspieler (seit 2000) nicht länger als 73.66cm (inkl. Griff) und nicht breiter als 31.75cm sein. Die Bespannungsfläche darf die Breite von 29.21cm und die Länge von 39.37cm nicht überschreiten.
Wahl
Vor dem Spiel wird eine Auslosung anhand eines Münzwurfes durchgeführt, um zu bestimmen wer mit einem Aufschlagsspiel beginnt und wer im ersten Game retournieren muss.
Zählweise
Ein komplettes Spiel wird in Sätze und Games (engl., in Deutsch "Spiel") unterteilt und ein Spieler hat während einem Game jeweils das Aufschlagsrecht. Die Zählweise eines Games ist 0, 15, 30 und 40. Wenn einer 40 aufweist und den darauffolgenden Punkt erzielt, so ist das Game gewonnen. Eine Ausnahme bildet dabei, wenn der Spielstand 40:40 ist ("Einstand" oder "Deuce" genanannt). Da ein Game jeweils mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen werden muss, so wird Spielstand nach dem nächsten Punktegewinn als "Vorteil" ("Advantage") genannt. Wenn der Spieler, welcher Vorteil hatte, den nächsten Punkt für sich entscheidet, ist das Game entschieden. Ansonsten gibt es wieder Einstand, usw. Normalerweise wird auf zwei Gewinnsätz (max. drei Sätze), bei den Grandslam-Turnieren und im Davis Cup (inoffizielle Weltmeisterschaften) wird auf drei Gewinnsätze gespielt (max. fünf Sätze). Ein Satz ist dann gewonnen wenn die einte Seite 6 oder 7 Games erreicht hat. Dabei gibt es verschiedene Varianten. Es reichen zum Satzgewinn 6 Games, sofern der Gegner nicht mehr als 4 Games gewonnen hat. Wenn ein Spiel 6:5 steht, steht nach dem erfolgten zwölften Game entweder der Gewinner des Satzes fest (mit einem Ergebnis von 7:5) oder es gibt ein Tie-Break (beim Ausgleich zum 6:6). Bei diesem Tie-Break wird jeder Punkt gezählt, wobei auf 7 Punkte gespielt wird. Der Gewinner muss jedoch mindestens zwei Punkte Vorsprung aufweisen. Ergebnisse wie 9:7, 13:11 oder 20:18 sind also durchaus möglich.
Wechsel der Spielfeldhälfte
In jedem Satz müssen nach dem ersten, dritten, fünften etc. Game die Seiten gewechselt werden – also nach jedem ungeraden Game. Dies gilt auch für das Ende eines Satzes. Wenn jedoch am Ende eines Satzes eine gerade Anzahl Games gespielt worden ist, so wird der Wechsel erst nach dem ersten Game des darauffolgenden Satzes zu erfolgen. Wird solch ein Wechsel zu spät bemerkt, so müssen die Spieler sofort nach dem Entdecken des Fehlers die Seiten wechseln, die richtige Aufstellung einnehmen und das Spiel fortfahren.
Aufschlag
Der Aufschlag hat abwechslungsweise hinter der rechten und hinter der linken Hälfte der Spielfeldseite zu erfolgen. Begonnen wird jeweils von rechts. Wenn falsch oder gar nicht gewechselt wurde, bleiben sämtliche in dieser Zeitspanne erfolgten Punkte bestehen. Jedoch hat ein korrigieren resp. einnehmen der richtigen Position sofort nach Feststellung des Irrtums zu erfolgen. Der Ball muss beim Aufschlag über das Netz fliegen und diagonal in das schräg gegenüberliegende Aufschlagfeld (oder auf eine der Linien, welche das Aufschlagfeld abgrenzen) fallen, bevor der Gegenspieler den Ball zurückschlägt.