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Saquinavir und Ivabradin beeinflussen sich gegenseitig
Kontraindiziert
Risiko
Erhöhte Gefahr für Bradykardien und QT-Zeit-Verlängerungen
Mechanismus
Die Metabolisierung von Ivabradin erfolgt ausschliesslich über das CYP3A4-Isoenzym. In Kombination mit starken CYP3A4-Inhibitoren wie Saquinavir (geboostert mit Ritonavir) [Ceschi A, 2010] kann der Abbau von Ivabradin vermindert werden und erhöhte Plasmakonzentrationen des Arzneistoffes treten auf.
Effekt
Unter erhöhten Ivabradin-Konzentrationen kann es zu schweren Bradykardien kommen. Gemäss Schweizer Fachinformation für Ivabradin ist die Kombination mit starken CYP3A4-Inhibitoren kontraindiziert. Saquinavir wurde mit einer Verlängerung des QT-Intervalls in Verbindung gebracht. Unter Senkung der Herzfrequenz durch Ivabradin kann eine QT-Verlängerung verstärkt werden.
Empfehlung
Die Kombination ist kontraindiziert.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018