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Als "strategische Plattform" wird aber oft Oracles eigene Middleware empfohlen.
Vergangenen Mittwoch präsentierte die Oracle-Chefetage ihre Zukunftspläne als - zusammen mit Sun - kombinierter Hardware-Software-Konzern.
Ein wichtiger Teil der total 4-stündigen Präsentation betraf die Zukunft der Sun-Software. Diesen Teil der Präsentation übernahm bezeichnenderweise Oracle-Entwicklungschef Thomas Kurian.
In den meisten Fällen, so etwa im Fall der Applikationsserver, positioniert Oracle das eigene Produkt (Bea WebLogic) als "strategisches" Produkt für sehr grosse Anwendungen, verspricht aber, das Sun-Produkt (Glassfish) weiterzuentwickeln. "No change in support timelines or distribution model for Glassfish", heisst es auf Kurians Folie zum Thema Application Server.
Das gleiche gilt für integrierte Entwicklungsumgebungen. Java NetBeans sollen die "Lightweight"-Umgebung für Java-ProgrammiererInnen bleiben, während Oracles JDeveloper das "strategische" Entwicklungs-Werzeug bleiben soll. Oracle will auch Eclipse weiterhin unterstützen. Ähnlich sieht es für die SOA-Produkte aus. Oracle verspricht, die Java Composite Application Platform (JCAPS) und Suns Open ESB weiterhin zu unterstützen.
Die Sun-Produkte für Identity-Management, für die es auch in der Schweiz einige grosse Anwender gibt, sollen in Oracles Produktefamilien integriert werden, werden aber auch separat weiterhin unterstützt. Einzig Suns "Role Manager" wird zum "strategischen" Produkt für Identity-Management-Analyse ernannt.
Java SE 7 rasch auf dem Markt
Bereits oft betont wurde, dass Oracle die Java-Plattform mit noch mehr Kraft weiterentwickeln will, als dies unter der Ägide von Sun geschah. So soll die nächste Java-Generation, Java SE 7 (Java Standard Edition) rasch und mit vielen neuen Features geliefert werden. Sowohl Suns "HotSpot" wie auch Oracles JRockit seien "strategische" JVMs (Java Virtual Machine), sagte Kurians. Und natürlich sollen alle wichtigen Betriebssysteme weiterhin unterstützt werden.
System-Management
Etwas anders sieht es bei der Software für Systemmanagement aus, wo sich die Produkte von Sun und Oracle logischerweise eher ergänzen denn überlappen. Oracles "Enterprise Manager" bleibt das Tool für die Verwaltung von Oracle Software, Suns Ops Center dasjenige für Hardware. Die beiden Produktelinien sollen in einem ersten Schritt interoperabel gemacht werden und später zu einem einzigen Produkt vereint werden. (Christoph Hugenschmidt)