Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/181904

<h2>SubmittedText<h2><p>Die letzte Datenerhebung über Grundkompetenzen von Erwachsenen in der Schweiz stammt aus dem Jahr 2007 und ist deutlich veraltet. Im Rahmen der kommenden Runde der OECD-Studie PIAAC bietet sich die Möglichkeit, aktuelle Daten über vorhandene und mangelnde Kompetenzen von Erwachsenen zu erheben, die insbesondere für die Umsetzung des Weiterbildungsgesetzes elementar sind.</p><p>Was unternimmt der Bundesrat für die Beteiligung der Schweiz in der nächsten Runde?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Bundesrat ist bewusst, wie wichtig die individuellen Kompetenzen und ihre Weiterentwicklung über das ganze Leben hinweg sind und dass die Bedeutung von Grundkompetenzen angesichts der Digitalisierung weiter steigt. Bund und Kantone benötigen zudem für ihre bildungspolitischen Entscheidungen steuerungsrelevantes Wissen, wozu auch Daten über die Grundkompetenzen Erwachsener gehören. Im Jahr 2021 wird die zweite PIAAC-Erhebung durchgeführt. In den nächsten Monaten klären die zuständigen Behörden der Schweiz ab, ob eine Teilnahme sinnvoll ist. Dies wird im Rahmen der Bildungszusammenarbeit gemeinsam mit den Kantonen, vertreten durch die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, erfolgen.</p><p>Der Teilnahmeentscheid bedarf einer sorgfältigen Abwägung: Für eine Teilnahme an PIAAC im Jahr 2021 spricht u. a., dass die Schweiz seit der Studie "Adult Literacy and Life Skills Survey" an keiner international vergleichenden Messung von Adult Skills mehr teilgenommen hat und die vorhandenen Daten veraltet sind. Gegen eine Teilnahme sprechen neben den hohen Kosten im Millionenbereich u. a. auch methodische Probleme, insbesondere hinsichtlich der zu erwartenden tiefen Teilnahmequote der Erwachsenen. Eine Teilnahme ist nur dann sinnvoll, wenn valide Resultate erwartet werden können.</p>