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Die Westschweizer Mediengruppe ESH Médias löst Ende Mai ihren Zusammenarbeitsvertrag mit der Freiburger Tageszeitung «La Liberté» auf. Für Letztere könnte diese Kündigung ab 2023 Konsequenzen haben.
Der Ertragsausfall beläuft sich laut Serge Gumy von der «Liberté»-Herausgeberin Paulusgruppe auf mehrere Hunderttausend Franken. Der Direktor dieses Unternehmen bestätigte damit eine Meldung des Westschweizer Radios RTS vom Dienstag.
In diesem Jahr werde die Kündigung noch keine Auswirkungen haben auf den Personalbestand, sagte Gumy weiter. Fürs kommende Jahr könne er Massnahmen aber nicht ausschliessen.
«La Liberté» liefert ESH Médias Artikel für die Inland-, Ausland- und Wirtschaftsseiten der Zeitungen «Arcinfo» (Neuenburg/Jurabogen), «Le Nouvelliste» (Wallis) und «La Côte» (Regionen Morges/Nyon VD). Die Zusammenarbeit der Freiburger Tageszeitung mit der Herausgeberin dieser Zeitungen besteht seit 2015.
Auf Anfrage sagte Jacques Matthey von ESH Médias, zwischen seinem Unternehmen und der «Liberté» gebe es keinen Konflikt. ESH Médias wolle die Kooperation mit der Freiburger Zeitung so abändern, dass künftig die nationale Aktualität besser mit deren Auswirkungen auf die Regionen verbunden werde, insbesondere was das Wallis und Neuenburg betreffe.