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Gods own Country; Musterland der Demokratie; Herd der Menschenrechte; das Land, in dem Milch und Honig fließen; vom Tellerwäscher zum Millionär; Freiheit der Bürger; Führungsmacht des Westens; die große und vielleicht die einzige richtige Weltmacht.
Das sind einige der Leitbilder, mit denen mir seit meiner Jugend die Vereinigten Staaten von Amerika nahegebracht worden und auch nähergekommen sind. Dies galt für viele Jahrzehnte, bis hin zu den vier Jahren von 1989 bis 1993, in denen ich in Rhode Island und Virginia gelebt habe. Damals begann sich meine Wahrnehmung dieser Ideale oder Leitbilder langsam zu verändern: In der Bewertung der USA wurde ich zunehmend kritischer - wie im Übrigen auch mit der unseres eigenen Landes. Wie gelang es dieser einstmals britischen Kolonie zur einzig verbliebenen Weltmacht aufzusteigen und wie ist es möglich, dass dieses Land auf dem Gipfel seiner Macht ab 2001 so rasch begann, sein öffentliches Bild und seine Position in der Welt zu verlieren und den Abstieg einzuleiten, wie man annehmen muss?
Diese Frage bewegt mich seit Langem. Und so bin ich bin ihr nachgegangen und habe nach Antworten gesucht, die ich in einem Buch zusammengefasst habe. Anstoß dabei hat mir Zbigniew Brzezinski, Nationaler Sicherheitsberater von Jimmy Carter gegeben, der in einer trefflichen Analyse in seinem Buch "Die einzige Weltmacht" ausführt, dass eine jede Weltmacht bisher aufstieg und wieder verschwand. Dieses würde auch mit den USA geschehen; es sei Aufgabe der politischen Führung in den USA, diesen Zeitpunkt möglichst weit in die Zukunft zu verschieben.
Nach intensivem Quellenstudium habe ich im Frühjahr 2013 mit der Arbeit begonnen und in 30 Kapiteln versucht, den weiten Bogen zu spannen, von den ersten Gehversuchen des jungen Staates bis hin zu der aktuellen Rolle der USA als Weltmacht. Dabei bin ich in drei großen Abschnitten vorgegangen. Zunächst habe ich frühere Weltmächte im Abschnitt "Weltmächte kommen und gehen - die früheren Weltmächte" betrachtet. Dem folgt der Aufstieg der Vereinigten Staaten hin zur alleinigen Weltmacht unter der Überschrift "Die historische Entwicklung der USA" Schließlich werden das Land in der aktuellen Lage und denkbare Perspektiven betrachtet: "Die USA von heute". In den 14 Anhängen ist zusätzliches Hintergrundmaterial zusammengefasst.