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Leserbrief – Röllin Bruno aus Kreuzlingen hat erst nach der Abstimmung erfahren, dass das Siegerprojekt von den 20 geprüften Projekten das einzige ist, welches nicht dem Baureglement entspricht.
Haben die Behörden im vollen Bewusstsein, dass es so vielleicht nicht realisierbar ist, dieses Stadthaus-Projekt im Herbst 2016 zur Abstimmung gebracht ?
Und sich dabei gedacht: Vielleicht bekommen wir die Sonderbewilligungen… vielleicht auch nicht. Vielleicht merkt ja niemand, dass das Projekt so wackelig und für Einsprachen anfällig ist. Vielleicht stimmt das Volk zu… vielleicht auch nicht. Wie beim Abzählen der Blütenblätter bei einer Margerite.
Das nenne ich Glücksspiel mit einem fast 50–Millionen-Projekt, eingesetzt beim politischen Roulette. Und wenn etwas schief läuft, wer hat dann das Geld in den Sand gesetzt?
Erst nach der Abstimmung habe ich erfahren, dass das Siegerprojekt von den 20 geprüften Projekten das einzige ist, welches nicht dem Baureglement entspricht. Ausgerechnet! Nach dem Motto: Gewonnen hat derjenige, der als einziger die Spielregeln missachtet hat. Was für ein Frust für die 19 andern, die sich daran gehalten haben!
Für mich stellt sich nachträglich heraus, dass das Stadthausprojekt unter Voraussetzungen angenommen wurde, die so nicht sein dürften. Es handelt sich um ein nicht umsetzungstaugliches Projekt und es fehlte an der entsprechenden korrekten Information.