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Leben
1886 - 1911
Baumann wird am 3. Mai 1886 in Basel geboren, wo er auch die obligatorischen Schuljahre verbringt und 1904 eine dreijährige Lehre als Maler absolviert. Nach einem Jahr Gewerbeschule bei Fritz Schider reist er zusammen mit August Babberger, dem späteren Professor an der Akademie in Karlsruhe, nach Rom und anschliessend für zwei Jahre nach München, wo er Kurse an der Königlich Bayerischen Akademie der bildenden Künste belegt. Für erste Kaltnadelradierungen zieht Fritz Baumann sich in das grenznahe Bergdorf Rührberg oberhalb Grenzach zurück. 1909 heiratet er Anny Rickenbach, die Tochter eines Büchsenmachers aus Muttenz. Die Dorfansicht von Muttenz mit Kirche und Hofstatt im Vordergrund ist ein Motiv, das er in verschiedenen Techniken - Aquarell, Radierung, Ölbild - darstellt.
Kurz nach der Heirat reist Baumann zur Vertiefung seiner Kenntnisse der Radiertechnik nach Karlsruhe zu Hans Thoma. Es entstehen zwischen 1908 und 1910 etwa 70 Radierungen mit deutlich erkennbaren Einflüssen von Böcklin, Thoma und Hodler. Die Radierung "Mädchen am Ofen" lässt sogar an Munch denken. Den Winter 1909/10 verbringt er erstmals in Paris in dem Atelierhaus "Ruche". 1910 wird der Sohn Fritzli geboren. Die kleine Familie lebt im Sommer meist auf dem Bauerngut Erlenhof in Thürnen bei Sissach, den Winter verbringt sie in Paris. Immer wieder zeichnet Baumann den kleinen Sohn. Aus den vielen Studien entwirft er einen dreiteiligen Paravent, den seine Frau in Wollstickerei auf Leinwand ausführt.