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Das Projekt sichert den nachhaltigen Zugang zu Trinkwasser für 34’500 Wassernutzerinnen und -nutzer in neun Gemeinden, namentlich für 21'800 Dorfbewohnerinnen und -bewohner und 12'700 Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich verbessern 2'000 Schülerinnen und Schüler in fünf Primarschulen ihre Hygienepraktiken und erhalten Zugang zu geschlechtergerechten Sanitäreinrichtungen.
Dies wird durch die Kombination von zwei bewährten Ansätzen erreicht:
Erstens, der von der Caritas Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Water Integrity Network entwickelten «Integrity Management Toolbox». Mithilfe der darin enthaltenen Instrumenten und unter der Leitung eines ausgebildeten Coaches identifizieren die Wasserkomitees der neun Gemeinden die drängendsten Probleme und Risiken bei der Verwaltung ihres Wassersystems und erarbeiten geeignete Lösungen. Dabei handelt es sich um konkrete Massnahmen, welche die Wasserkomitees selbständig umsetzten können. Zur sicheren Aufbewahrung und transparenten Erfassung von Einnahmen eröffnet das Komitee beispielsweise ein Konto, das über das Mobiltelefonnetz betrieben wird, anstatt das Geld bei einem ihrer Mitglieder zuhause aufzubewahren. Dieser Prozess dauert bis zu einem Jahr. Ziel ist, die Leistungsfähigkeit der Wasserkomitees zu steigern. Zusätzlich werden die Komitees in die rechtliche und institutionelle Landschaft des kenianischen Wassersektors eingebettet, indem die zuständigen Behörden und Vertreter des lokalen Wasseranbieters während des gesamten Prozesses involviert sind.
Zweitens, ein ganzheitlicher Ansatz zur Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung und der Hygiene in Dörfern und Schulen. Das Projekt fokussiert dabei insbesondere auf folgende Massnahmen:
1) Wasserversorgung in den Dörfern: Durch die Rehabilitierung der Wassersysteme in den neun begünstigten Dörfern wird der Zugang zu Wasser für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Schülerinnen und Schüler der in den betreffenden Gemeinden gelegenen Schulen sichergestellt. Zudem werden die Effizienz und Qualität der Wasserversorgung gesteigert.
2) Wasserversorgung in den Schulen: Die fünf begünstigten Schulen wird zusätzlich mithilfe von Wassertanks Regenwasser gesammelt und anschliessend aufbereitet. So haben die Schulkinder in den begünstigten Schulen Zugang zu sicherem Wasser zum Trinken und Händewaschen.
3) Abwasserentsorgung in den Schulen: Hauptziel der sanitären Verbesserungen in den Schulen ist der Bau nach Geschlechtern getrennter Toilettenblöcke mit Handwaschgelegenheiten für Mädchen und Jungen.
3) Hygiene-Förderung: Caritas Schweiz verwendet das von ihr entwickelte Children’s Hygiene and Sanitation Training (CHAST), um gutes Sanitär- und Hygieneverhalten bei Kindern zu fördern. Dabei wird eine Vielzahl von Übungen und Lernspielen eingesetzt, um die Kinder über die direkte Verbindung zwischen der persönlichen Hygiene und guter Gesundheit aufzuklären.
Das Projekt knüpft dabei an die Erfolge zweier Vorgängerprojekte an und wird vor Ort eng von Mitarbeitenden der Caritas Schweiz begleitet. Alle Projektaktivitäten werden zudem in enger Zusammenarbeit und unter Einbezug lokaler Regierungsbehörden umgesetzt, um eine breite Akzeptanz und die Nachhaltigkeit der Arbeit zu garantieren.