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Das Wichtigste in Kürze
- Colton Herta (22) soll im kommenden Jahr für AlphaTauri in der Formel 1 fahren.
- Der US-Amerikaner hat aber trotz sieben IndyCar-Siegen noch keine FIA-Superlizenz.
- Falls die FIA keine Ausnahme genehmigt, darf Herta nicht in der Formel 1 starten.
Es könnte alles so einfach sein auf dem Fahrermarkt der Formel 1: Pierre Gasly wird wohl von AlphaTauri zu Alpine wechseln, er ersetzt dort Fernando Alonso. Der übernimmt bei Aston Martin das Cockpit von Sebastian Vettel, der seine Karriere beendet.
Würden Sie Colton Herta gerne in der Formel 1 sehen?
Und das AlphaTauri-Cockpit von Gasly geht an IndyCar-Star Colton Herta – oder sollte es zumindest. Aber der US-Amerikaner muss noch um seine Formel-1-Chance bangen. Denn Herta hat trotz sieben IndyCar-Rennsiegen keine Lizenz für die Formel 1.
Nur mit Ausnahme-Regelung in die Formel 1
Dahinter steckt das komplexe Superlizenz-System der FIA: Nur mit ausreichend guten Resultaten in den Nachwuchsserien erhält man die Lizenz für die Königsklasse. Die ersten drei Plätze in der Formel 2 bringen die 40 Punkte, die diese Lizenz erfordert.
Das Problem für Herta: Nur der IndyCar-Titel ist ebenfalls 40 Punkte wert, und auf diesen hat der 22-Jährige keine Chance mehr. Der Andretti-Pilot bräuchte also eine Ausnahme-Genehmigung, um für AlphaTauri fahren zu dürfen.
Das wäre grundsätzlich möglich, ist aber nicht so einfach. Das Superlizenz-System existiert auch, um die FIA-Formelserien zu stärken. Wer es in die Formel 1 schaffen will, muss fast zwingend den Weg durch Formel 3 und Formel 2 gehen.
Herta-Frage legt den Fahrermarkt lahm
Erteilt die FIA Herta nun eine Sonder-Lizenz, öffnet sie damit Tür und Tor für Streitfälle in der Zukunft. Zugleich ist die Debatte unvermeidlich, warum ein mehrfacher IndyCar-Rennsieger nicht Formel-1-tauglich sein sollte.
Wenn Herta keine Starterlaubnis für die Formel 1 erhält, wird die Lage auf dem Fahrermarkt kompliziert. AlphaTauri – besser gesagt, Red Bull – lässt Gasly nur mit einem starken Ersatz gehen. Ausser dem US-Amerikaner erfüllt aktuell niemand diese Anforderungen.