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Habsburg und die Eidgenossenschaft 1386-1499
26 Juli 2021
Grosse Teile der Innerschweiz und des heutigen Kantons Luzern gehörten im Spätmittelalter zum habsburgischen Herrschaftsbereich. Unter Herzog Leopold III. (1351-1386) versuchte Habsburg, seine Territorien besser in den Griff zu bekommen.
Gleichzeitig bemühten sich die eidgenössischen Orte und Städte ihren Einfluss auszudehnen. Luzern, Zürich, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Glarus unternahmen Raub- und Kriegszüge gegen Habsburg.
Leopold III. marschierte in Richtung Luzern. Am 9. Juli traf er oberhalb von Sempach auf Truppen von Luzern und den Waldstätten. Über den Schlachtverlauf ist wenig bekannt, sicher sind nur der Tod und die Niederlage Leopolds.
Der Sieg der Eidgenossen bei Sempach stärkte zwar ihre Position, bedeutete aber keineswegs schon das Ende der habsburgischen Herrschaft in den Eidgenössischen Gebieten. Die Habsburger erlitten am 9. April 1388 bei Näfels (Kanton Glarus) eine zweite grosse Niederlage.
1415 nutzten die Eidgenossen die Schwäche Habsburgs und nahmen Aargau in Besitz, 1460 konnten die Eidgenossen Thurgau erobern.
Habsburg verzichtete 1474 formal in der “Ewigen Richtung” auf diese Gebiete. Der Schwabenkrieg (1499) machte definitiv Schluss mit der habsburgischen Herrschaft in der Schweiz (ausser einigen Abteien und Herrschaftsgebieten (Tarasp und Rhäzüns, zum Beispiel).
Das grosse Schlachtgemälde der Kapelle wird dem Luzerner Maler Hans Ulrich Wägmann (1583-1648) zugeschrieben. Es entstand beim Umbau von 1638-1641.
Das Bild zeigt links die Eidgenossen, im Zentrum der Held Winkelried, davor der gefallene Herzog Leopold III. Ganz rechts erkennt man fliehende Ritter, auf der linken Bildseite eine Gruppe von Eidgenossen.
Korrektorin: Melinda Fechner