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Sollte eine Solaranlage am Viadukt rechtlich, technisch und wirtschaftlich möglich sein, würde sie der Kanton voraussichtlich selber betreiben, schreibt die Regierung am Mittwoch in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage von GLP-Kantonsrat Rudolf Bopp. Dieser hatte darauf hingewiesen, dass sich der Standort anbiete, insbesondere weil der Anteil von Winterstrom hoch ausfallen dürfte.
So verfüge das Viadukt über eine gute Ausrichtung, die Reflexion der Seeoberfläche könnte zu überdurchschnittlichen Erträgen führen und die Region um den Sihlsee sei auch in den Wintermonaten oft nebelfrei. Auch die Regierung findet, das Viadukt wäre "sehr gut geeignet". Sie ergänzt, dass die notwendigen Stromleitungen allenfalls bereits vorhanden seien oder mit wenig Aufwand erstellt werden könnten.
Als Herausforderung nennt sie den stark schwankenden Seespiegel, der sich auf das Erscheinungsbild des Viadukts auswirke, was es zu berücksichtigen gelte. Zudem könnten aufwendige Verstärkungsmassnahmen an der Tragkonstruktion nötig werden. Das Umweltdepartement werde in Zusammenarbeit mit dem Baudepartement eine entsprechende Machbarkeitsstudie erarbeiten.
Der Sihlsee bei Einsiedeln ist ein Stausee. Nach jahrelangen Verhandlungen hatten die SBB im vergangenen Jahr eine neue Konzession für die Stromgewinnung erhalten. Im Zuge der Erneuerung der Etzelwerkkonzession übernahm der Kanton Schwyz das Steinbachviadukt. Er ist damit für den betrieblichen und den baulichen Unterhalt zuständig.
(sda)