Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03489.jsonl.gz/367

Lüftungszentrale Gütschwald
Die beiden Tunnelröhren des Bypass sind mit einer Lüftungsanlage für den Ereignisfall ausgerüstet. Diese saugt die bei einem Brandereignis entstehenden Rauchgase aus dem Fahrraum über den Vertikalschacht bei der Lüftungszentrale Gütschwald aus.
Über der Fahrbahn sind alle 100 Meter Abluftklappen eingebaut, die sich bei einem Brandereignis öffnen. Die entstehenden Rauchgase werden über diese Abluftklappen aus dem Fahrraum abgesaugt und durch den Abluftkanal über die Zwischendecke zum Vertikalschacht transportiert. Durch die genaue Lokalisierung des Brandortes durch ein Branddetektionssystem mit Rauch- und Wärmemelder kann die verrauchte Zone auf rund 200 Meter eingegrenzt werden. Die Eingrenzung der verrauchten Zone wird mit Hilfe der Strahlventilatoren realisiert, die frische Luft von den Tunnelportalen her in den Fahrraum fördern.
Für diese Lüftung bedarf es einer Zentrale mit Technikräumen. Die Lüftungszentralen werden entweder an den Tunnelportalen angeordnet oder etwa in Tunnelmitte, um sowohl den nördlichen als auch den südlichen Lüftungsabschnitt zu bedienen. Die Anordnung an den Tunnelportalen bei Kriens im Süden und Ibach im Norden würde mitten im bewohnten Gebiet erfolgen. Dies bedürfte einerseits Platz in bebautem Umfeld und andererseits würden im Ereignisfall die Rauchgase in unmittelbarer Nähe zum bebauten Raum austreten. Aus diesem Grund fiel die Wahl auf eine Mittenzentrale im Gebiet des Gütschwaldes. Die Lage wurde so festgelegt, da diese die Kriterien für eine solche Anlage optimal erfüllt.
Rauchgaskamine sind für eine Ereignislüftung zur Bewältigung eines Brandereignisses. Die geplante Entlüftungsanlage entspricht dem Stand der Technik. Die Anforderungen an solche Anlagen sind mit Normen und Richtlinien festgehalten und vorgeschrieben. Das Gefährdungspotenzial ist dabei sehr gering, da die Anlage nur im Falle einer Rauchentwicklung im Tunnel zum Einsatz kommt.