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THOMAS FISLER
Thomas Fisler, geboren 1952, arbeitete 22 Jahre für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und war von 2013 bis 2017 der Schweizer Vertreter im Kooperationsbüro der humanitären Hilfe der DEZA in Pjöngjang, Nordkorea. Er hat mit seiner Frau aus Kamerun, die ihn in all den Ländern begleitete, inzwischen drei erwachsene Kinder.
In den Jahren der politischen Transition in Burma zwischen 2008 und 2013 war Thomas Fisler zuständig für den Aufbau des schweizerischen Engagements in Myanmar, wo er zuerst aus einem Hotelzimmer die humanitäre Hilfe nach dem Zyklon Nargis leitete und den Aufbau der schweizerischen humanitären Präsenz dann mit der Eröffnung der Schweizer Botschaft in Yangon übergeben durfte. Davor war er drei Jahre in Pakistan mit dem Wiederaufbau von ländlicher Infrastruktur nach dem Erdbeben engagiert, dies im Anschluss an seine achtjährige Tätigkeit als Projektleiter für die DEZA in Nepal.
Seine ursprüngliche Ausbildung begann er als Maurer, wobei er damals sogar als Lehrling den internationalen Berufswettbewerb für junge Handwerker gewann. Das Reisen und das Interesse für fremde Länder begann 1971 gleich nach seiner Lehre. Er arbeitete in Südafrika und reiste anschliessend mit einem VW Bus durch Afrika, verschiffte das Auto nach Indien und kam auf der damals noch sicheren Route via Pakistan, Afghanistan, Iran und der Türkei zurück in die Schweiz.
Die früheren Stationen in seinem Leben prägten die 12-jährige Verpflichtung in den 80er Jahren als Entwicklungshelfer für die Helvetas in Afrika, namentlich in Kamerun, Kenia und Lesotho. Dazwischen bewährte sich Thomas Fisler für etliche Jahre bei einer Spezialtiefbauunternehmung in einer geschäftsleitenden Funktion in Zürich.
Auch nach seiner Pension blieb er seinem humanitären Engagement treu und war 2018 für ein Jahr zuständig als humanitärer Koordinator der schweizerischen Hilfe in der Rohingya-Flüchtlingskrise in Bangladesch. 2019 übernahm er nochmals ad Interim für ein halbes Jahr die Leitung des Kooperationsbüros der DEZA in Kabul, Afghanistan.
Thomas Fisler hat ein ausgewiesenes Wissen zu Nordkorea und wird oft für Vorträge und Referate angefragt, u.a. auch an internationalen Konferenzen in Seoul und Tokyo. Er engagiert sich ebenfalls seit langem für eine kleine NGO in Myanmar und beobachtet die Entwicklungen in diesem Land mit mehrfachen Reisen.
„Ob die Leute in Nordkorea wohl selber glauben, dass ich glaube, was man mir glaubhaft machen will?“ – dies ist nur eine der Schlüsselfragen mit der Thomas Fisler sich auseinandersetzte, um sein Verständnis in interkulturellen Kontexten immer wieder zu verbessern.
Hier können Sie sich die Reportage "Letzter Halt Nordkorea" anschauen. Ein Kurzfilm über Thomas Fisler als Diplomat in Nordkorea.