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Aleksandra Signer inszeniert Fundstücke. Sowohl in ihren filmischen als auch in ihren skulpturalen Arbeiten richtet sie den Blick auf die Dinge und Vorgänge des Alltags. Sie löst beiläufig beobachtete Szenen, zufällig gefundene Gegenstände und eigenwillig gestaltete Produkte aus ihrem ursprünglichen Kontext. Diese Bilder, Szenen und Objekte werden wiederholt, verdoppelt, gespiegelt und mit ungewöhnlichen Präsentationsmethoden unkonventionell auf den Sockel gehoben. Unter dieser künstlerischen Aufmerksamkeit entfalten sie eine neue Präsenz. In ihrer aktuellen Ausstellung zeigt Aleksandra Signer in verschiedenen Ländern gefilmte Strassenmusikformationen und eine grossräumige, leichtfüssige Installation. Sie bricht damit Sehgewohnheiten auf, bringt die Dinge zum Schweben und ermöglicht überraschende Korrekturen eingefahrener Sichtweisen.
Die Ausstellung zeigt einen aktuellen Einblick in das Werk einer Künstlerin, die seit mehreren Jahrzehnten auf hohem Niveau künstlerisch tätig ist, ihre Arbeit jedoch oft zugunsten derjenigen ihres Mannes, Roman Signer, zurückgestellt hat. Aleksandra Signer, 1948 in Zakopane, Polen, geboren, studierte von 1967 bis 1973 an der Kunstakademie in Warschau und schloss mit dem Diplom als Bildhauerin ab. Sie unterrichtete anschliessend an der Kunstgewerbeschule in Zakopane. Seit 1977 lebt und arbeitet sie in St.Gallen. Erste Videofilme entstanden ab 1993. Aleksandra Signer erhielt 1995 einen Werkbeitrag der Stadt St.Gallen.