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Die Eiszeit steht vor der Tür
.......... Bienenvölker überstehen jeden Winter, wenn sie ausreichend stark und mit genügend Futtervorrat versehen eingewintert wurden. Während der Überwinterung verlieren Bienenvölker im Durchschnitt etwa 30% ihrer Bienen. In milden Wintern liegt dieser Bienenabgang etwas niedriger als in kalten Wintern. In milden Wintern und bei gesunden Völkern gehen die meisten dieser Bienen fliegend ab. In kalten Wintern und bei kranken Völkern sammelt sich ein Grossteil des Bienenabgangs als Totenfall im Unterboden an. Der seit 1989/90 an über 4000 Völkern durchgeführte Vergleich der Auswinterungsstärke Anfang März mit der Einwinterungsstärke Ende Oktober lässt erkennen, dass es pro Wintertag durchschnittlich 10 bis 30 Bienen sind, die die Bienentraube eines gesunden Volkes verlassen.
Was ohne „High-Tech“ zu tun ist
1. Gewichtskontrolle:
Hat das Volk noch genügend Futter? Dazu wird das Volk einfach von hinten angehoben. Wer sich nicht auf das so „gefühlte“ Gewicht verlassen bzw. es genauer wissen will, deckt das Volk ab und inspiziert die vom Volk besetzten Wabengassen. Es ist noch (!) keine Gefahr im Verzug, wenn über bzw. hinter dem Bienensitz verdeckeltes Futter zu erkennen ist.
2. Fluglochkontrolle:
Wie viel Totenfall liegt hinter dem Mäusegitter? Wenn am Mäusegitter viel Totenfall liegt, dann lohnt bei der Gewichtskontrolle ein Blick in den Gitterboden: Dazu wird die Zarge vom Gitterboden gelöst und leicht angekippt. Bei dieser Gelegenheit kann auch von unten die Anzahl der von der Bienentraube besetzten Wabengassen festgestellt werden.
3. Immer ein Auge für die Natur:
Die Haselblüte ist vorbei. Schneeglöckchen und Krokusse sind am Blühen. Die Salweiden zeigen noch keine Blüten-Entwicklung. Das wird sich in den nächsten Tagen auch nicht ändern. So bleibt uns (wie jedes Jahr im Februar) nichts anderes als auf den März zu warten.
Die Bienenvölker tun es auch. Sie orientieren sich in ihrem Verhalten an den Nacht-Temperaturen. Sie sassen und sitzen auch tagsüber in der Wintertraube und brüten dort nur auf „Sparflamme“, ausschließlich im Zentrum der Wintertraube. Deshalb liegt ihr Futterverbrauch gleichbleibend niedrig. Ein normalstarkes Volk verbraucht zurzeit etwa 1 kg Futter pro Woche.
Eine Ausdehnung des Brutnestes wird erst stattfinden, wenn die Völker während der Salweidenblüte viel Pollen eintragen und ihren Pollenvorrat auffüllen können. Dann wird auch der Futterverbrauch ansteigen.