Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03595.jsonl.gz/412

Die elamische Strichschrift (engl. Linear Elamite) ist ein unentziffertes Schriftsystem aus dem Kulturraum Elams. Ein Teil der Inschriften - die Susa-Gruppe - kann in die Regierungszeit Puzur-Inšušinaks (ca. 2150 v. Chr.) datiert werden, der Rest ist nicht datiert. Die bisher umfassendste Untersuchung zum Thema liefert François Desset. Der Textkorpus besteht aus 46 Texten und Textfragmenten, die gemäss ihrer archäologischen Herkunft in verschiedene Inschriftengruppen eingeteilt werden. Diese Arbeit soll sich mit dem Syllabar der elamischen Strichschrift auseinandersetzen. Anhand einer Analyse der Zeichenvorkommnisse sowie der Umgebung des jeweiligen Zeichens wird das Syllabar in folgender Abhandlung neu gruppiert.
Dem momentanen Stande zu urteilen existieren rund 350 Types bei insgesamt 1989 Tokens. Nicht alle stellen einen einzelnen Buchstaben dar, sondern sind entweder Allographen oder falsche Lesungen des zugrundeliegenden Zeichens aufgrund beschädigter Inschriften oder Fehlinterpretationen. Das Hauptwerkzeug ist hierbei das Webtool https://elamicon.org . Diese Arbeitsfläche wurde speziell für die Analyse der elamischen Strichschrift entworfen. Dank dem Webtool besteht nicht nur die Möglichkeit, in der Kategorie „Suche“ nach Zeichensequenzen in den zuunterst aufgelisteten Textfragmenten zu suchen, sondern auch die Möglichkeit, Frequenzan alysen zu erstellen. Zuoberst in der Kategorie „Die Buchstaben“ sind die vorhandenen Zeichen in Gruppierungen aufgelistet. Hier sind alle vermuteten Allographen des jeweiligen Zeic hens in einer Gruppe angeordnet, das gross geschriebene Zeichen ist das Zugr undeliegende. Dieses Syllabar kann zu jedem Zeitpunkt unter „Einstellungen“ angepasst werden. So kann man die Suchergebnisse durch Trennung oder Zusammenführung von Zeichengruppen eindämmen oder ausweiten, je nach dem, was gesucht wird. Die Zeichen in der Inschrift DivO werden im Syllabar auf dem Elamicon-Webtool und in dieser Arbeit nicht behandelt. Weiterhin sind die Inschriften PhoeW sowie die Tafeln aus Jiroft ( Jir B’r, Jir C’r und Jir E’) mit grosser Wahrscheinlichkeit gefälscht, weswegen in dieser Arbeit keine Argumente hervorgebracht werden, die lediglich auf diesen Inschriften basieren.Download PDF