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In der Schweiz erkranken jährlich ca. 600 Frauen an Eierstockkrebs. Obwohl Eierstockkrebs in höherem Alter gehäuft auftritt, können auch jüngere Frauen daran erkranken: 15% der Patientinnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.
Die Eierstöcke (Ovarien) gehören zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen (Genitale). Sie liegen zu beiden Seiten der Gebärmutter seitlich an der Beckenwand und sind oval geformt. Ihre Grösse variiert stark während des Zyklus. Sie sind Teil der Fortpflanzungsorgane: Sie enthalten die Eizellen und geben sie an den Eileiter ab.
Eierstockkrebs verursacht in der Regel keine Frühsymptome und wird daher meist sehr spät entdeckt.
Zu den möglichen Symptomen von Eierstockkrebs gehören:
- Schmerzen im Unterbauch
- Zunahme des Bauchumfangs ohne Gewichtszunahme (Bauchwassersucht),
- Verdauungsbeschwerden/Völlegefühl und Blähungen,
- Allgemeine Müdigkeit und Erschöpfung sowie
- Blutungen ausserhalb der Monatsregel oder nach den Wechseljahren
Risikofaktoren
Zu den Risikofaktoren gehören steigendes Alter, Faktoren, welche die Produktion von Östrogen „verlängern“ (Frühe erste Periode, Kinderlosigkeit, späte Menopause), starkes Übergewicht, langjährige Hormontherapie in den Wechseljahren mit Östrogen, ohne zusätzliches Gestagen, bestehende Brustkrebserkrankung bzw. gewisse antihormonelle Therapien bei Brustkrebs sowie erbliche Faktoren (BRCA-Mutation).
Wichtige Untersuchungsschritte bei Verdacht auf Eierstockkrebs im Vorfeld sind:
- Anamnese und körperliche Untersuchung mit Tastuntersuchung
- Ultraschalluntersuchung durch die Scheide und über den Bauch
- Röntgen des Brustraums
Sicherheit über die Diagnose gibt erst die Operation mit der histologischen Untersuchung. Weitere Untersuchungen, wie Laboruntersuchungen, Spiegelung des Darms, CT und MRT können notwendig sein, um zu klären, ob sich der Tumor auf andere Organe ausgebreitet hat. Wenn alle notwendigen Untersuchungen abgeschlossen sind, kann über geeignete Behandlungsmassnahmen entschieden werden.
Die Art der Behandlung ist abhängig vom Stadium der Krebserkrankung. In frühen Stadien werden Eierstöcke, Gebärmutter und weiteres befallenes Gewebe in einer Operation entfernt. Eine nachgelagerte Chemotherapie dient der Zerstörung des im Körper verbleibenden Krebszellen.
Die Nachsorge umfasst regelmässige Kontrolluntersuchungen, um einen Rückfall des Tumors beziehungsweise Fernmetastasen rechtzeitig zu bemerken. Die wichtigsten Nachsorgeuntersuchungen sind:
- das ärztliche Gespräch
- die gründliche und umfassende körperliche Untersuchung
- die Ultraschalluntersuchung von der Scheide aus sowie Ultraschall der Nieren
Bei Beschwerden oder auffälligen Befunden können auch weitere Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen, eventuell auch eine Computertomographie durchgeführt werden.