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Das 1996 ins Leben gerufene Internet2-Projekt, das in den USA bisher vor allem Institutionen aus den Bereichen Forschung und höhere Bildung mit einem eigenen, schnelleren "Internet" versorgt, baut sein Backbone-Netzwerk aus. Die Glasfasern sollen in Zukunft mit Geräten von Ciena "beleuchtet" werden, die 100 Gigabit pro Sekunde und Wellenlänge schaffen. Die 100 Gb/s sollen auf dem ganzen, gegenwärtig rund 10'000 Meilen langen Internet2-Backbone zur Verfügung gestellt werden. Da bis zu 88 Wellenlängen benützt werden können, soll der Backbone wo nötig aber auf bis zu 8,8 Terabit pro Sekunde skaliert werden können. Die Anstossfinanzierung in der Höhe von 62 Millionen Dollar stammt aus einem nationalen Breitbandförderungsprogramm.
Der Internet2-Backbone soll die Grundlage für das weitergehende Projekt U.S. Unified Community Anchor Network (U.S. UCAN) liefern. In dessen Rahmen sollen rund 200'000 Schulen, Bibliotheken, Universitäten, Colleges, Spitäler und andere Gesundheitseinrichtungen, sowie natürlich die bisherigen Internet2-Anwender aus dem Forschungs-und Universitätsbereich im ganzen Land Zugang zu diesem schnellen, dedizierten Netzwerk erhalten und sich so untereinander vernetzen können. Die "Endkunden" sollen über die lokalen Provider Anschlüsse von bis zu 100 Gbit/s mieten können.
Das "öffentliche" Internet, so Internet2, sei zu stark "bevölkert" und verstopft für fortgeschrittene Breitbandapplikationen, beispielsweise im Bereich Telemedizin, Telepräsenz oder in der Forschung. Ausserdem sei es auch zu wenig transparent für schnelle Problemlösungen, wenn es bei Applikationen, insbesondere wenn sie noch experimenteller Natur sind, Schwierigkeiten gibt. Schon nur die zusätzliche Bandbreite werde zudem für ganz neue Möglichkeiten und auch neue Anwendungsideen sorgen. (hjm)