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Basel, 17. Jh.
Irdenware mit Engobenguss, teilweise glasiert
H. 7,5 cm
Inv. 1977.A.5136.
Ein geschlossener Fundkomplex des 16. und 17. Jahrhunderts aus der Latrine des vornehmen Reischacherhofs am Basler Münsterplatz brachte mit anderer gut erhaltener Keramik diesen kleinen Sparhafen zutage. Der Wortteil "Hafen" bezeichnet ihn als ein Produkt des Hafners: Die gleichen Handgriffe, die aus dem Tonbatzen einen Hafen drehen, formten auch dieses kleine Gefäss. Das Schliessen erforderte eine sichere Hand. War die Keramik lederhart geworden, konnte sie mit Einschnitten versehen werden.
Die Ausstattung ist bescheiden: eine kleine Schicht hellen Tonschlickers, überlaufen von honiggelber Transparenzglasur. Um an die Münzen heranzukommen, musste der gefüllte Sparhafen zerstört werden. Sparsamkeit wurde schon Kindern beigebracht, die im Sparhafen über eigenes Geld verfügten. Im Übrigen galt: Man hatte Geld, zeigte es aber nicht.