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Innocenzo Manzetti gelingt es, die menschliche Stimme - wenn auch unvollkommen – auf Distanz zu übertragen. Im Sommer 1865 dann präsentiert Manzetti seinen Apparat der Presse. Die Erfindung wird von verschieden italienischen, französischen und amerikanischen Zeitungen euphorisch aufgenommen. Manzettis «Erfindung» erlangt indes nie eine praktische Anwendung.
Gründung der Hasler & Escher Telegraphenwerkstätte in Bern.
„Sprechender Telegraf“ von Antonio Meucci Bereits 1855 installierte Antonio Meucci zur Kommunikation mit seiner teilweise gelähmten Frau zwischen seinem Haus und seiner Werkstatt ein Telefonsystem. Nach verschiedenen Verbesserungen lässt Meucci 1871 eine Patentierungsabsicht für seinen «sprechenden Telegrafen» registrieren. 250$ für ein eigentliches Patent kann er sich nicht leisten. Er erneuert die Patentierungsabsicht aber nur in den Jahren 1872 und 1873. Als Alexander Graham Bell seine Erfindung 1876 patentieren lässt, ficht Meucci diese gerichtlich an. Im Prozess von 1886 unterliegt Meucci, obwohl ein Staatssekretär öffentlich bekennt, dass es genügend Beweise gebe, die Erfindung des Telefons Meucci zuzusprechen.
Gründung der Zellweger Uster AG in Zürich
Erfindung des Telefons durch Alexander Graham Bell. Alexander Graham Bell reicht am 14. Februar 1876 in Washington einen Telefonapparat zur Patentierung ein. Am selben Tag, jedoch zwei Stunden später, beantragt Elisha Gray ebenfalls ein Patent für einen Telefonapparat. Nach diversen Streitigkeiten wird die Erfindung schliesslich Graham Bell zugeschrieben.
Erste telefonische Versuche in der Schweiz. Versuche auf einer Telegrafenleitung zwischen Bern und Thun wurden unternommen. Vier Tage später gelingt auch eine Verbindung von Bern über Thun nach Interlaken. Als Telefone wurden zwei bei Siemens & Halske in Berlin bestellte Handtelefone verwendet.
Das Zeitalter der Lokalbatterie Telefone beginnt.
Erstes Telefonnetz der Schweiz in Zürich. Die private «Zürcher Telefongesellschaft» richtet am 1. Oktober 1880 eine Telefonzentrale mit 200 Anschlüssen ein. Die Zentrale ist anfänglich nur tagsüber (7-21 Uhr) geöffnet. Ab dem 6. November 1880 ist der Betrieb aber bereits durchgehend. Im selben Jahr erscheint auch das erste Telefonverzeichnis mit 141 Teilnehmern.
Telefonieren funktionierte wie folgt:
Eröffnung der Telefonzentrale in Basel am 1. August 1881 mit 55 Teilnehmern.
Eröffnung der Telefonzentrale in Bern am 20. September 1881
Die Bedienung der Zentrale wird von drei Telefonistinnen besorgt. Das Gehalt einer Telefonistin beträgt damals 80 Franken pro Monat.
Erste Telefone werden eingekauft: Bell Telephone Co(Boston / Antwerben) 360 Apparate, Bell Telephone Co(Zellweger Uster) 60 Apparate, Theiler & Sons (Kälin Einsiedeln) 142 Apparate.
Erste Fernverbindung von Zürich nach Winterthur
Erstes Telefonverkehrsgesetz der Schweiz (Liniengesetz) Rechte und Pflichten des Teilnehmers, über Taxen und Gebühren sowie über die Wahrung des Telefongeheimnisses.
Erstes Tischtelefon wir bei Mix & Genest in Berlin gekauft.
Telefonnummern werden eingeführt. Bislang genügte für eine telefonische Verbindung der Name des Abonnenten.
Ab 1893 werden bei den Firmen Gustav Hasler Bern, der Zürcher Telefongesellschaft und der Firma Eckenfelder in Zürich komplette Telefonapparate bestellt. Ab 1900 kam die Firma Zellweger Uster dazu.
Das Telefon ist in allen schweizerischen Kantonen eingeführt.
Erste Telefonverbindung zwischen Tessin und der übrigen Schweiz. Das Tessin wird mit zwei Linien durch den Gotthardtunnel an die Deutschschweiz angeschlossen. Eine Verbindung führt von Bellinzona nach Luzern, die andere von Lugano nach Zürich. Bis Ende 1900 hält sich der Sprechverkehr allerdings in Grenzen. Pro Tag werden durchschnittlich 13 Gespräche geführt.
Erste öffentliche Kassierstation in Basel und Zürich. In den Monaten März und April 1904 werden in Basel und Zürich die ersten Telefonmünzautomaten für den Ortsbetrieb erprobt.
Einführung des Mikrotelephones. Mikrofon und Hörer wurden somit vereint. Erstes Modell wurde bereits 1896 von der Firma G. Hasler AG gefertigt. Das schwedische Modell Ericsson 1892 wird ab 1905 in einer Spezialausführung für die Schweiz hergestellt. Dieses wurde bereits 1892 entwickelt und bis ins Jahr 1919 zu Tausenden angeschafft. Dies war wohl das erste in die Schweiz importierte LB- Tischstation mit Mikrotelephon. Preis im Jahr 1909 ist Fr. 65.-
Inbetriebnahme der ersten Zentral-Batterie Zentrale in Bern. (1909 Genf, 1915 Basel)
Telefonieren funktionierte wie folgt:
Das erste drahtlose Telefon der Welt. Riccardo Moretti gelingt die erste radiotelefonische Sprechverbindung. Nachgewiesen ist einzig für 1912 ein Sprechversuch der italienischen Marine zwischen Rom und Tripolis.
Erstes Telefon mit Wählscheibe. Ab 1911 kommen Selbstwahltelefone mit schwarzem Stahlblechgehäuse auf den Markt. In der Schweiz wird dieser Apparat nur in automatischen Haustelefonanlagen für den internen Verkehr verwendet.
Einführung der Dienstnummern: 10 Telegrammaufgabe, 11 Auskunft, 12 Störungsdienst, 13 Telefondirektion, 14 Fernamtanmeldung, 15 Taxauskunft, 16 sprechende Uhr, 17 Stadtpolizei, 18 Feuerwehr, 19 Aufsicht.
Erste drahtlosen Telefonverbindung über den Atlantik. Die radiotelefonische Verbindung besteht zwischen den Stationen in Rugby (GB) und Rocky Point (USA). 1928 bewährt sich die drahtlose Übermittlung bei einer Konferenzschaltung für eine Gemeinschaftstagung von Elektroingenieuren in London und New York. Ab Mitte Juli 1928 erhält auch die Schweiz Zugang zu dieser Verbindung.
Die
erste vollautomatische Telefonzentrale wird am 20. April
1924 in Genf in Betrieb genommen. Bis 1939 sind bereits über 80% an automatischen Zentralen
angeschlossen.
Tischtelefon Modell 29 Das automatische Tischtelefon Modell 29 bleibt während Jahrzehnten ein Klassiker. Es handelt sich um einen Schweizerapparat, der von der Firma Hasler in Bern ab 1927 entwickelt wurde.
Hochfrequenz Telefonrundspruch HF-TR erstmals in Bern eingeführt.
Die Schweiz verfügt über 500’000 Telefonteilnehmer.
In Zürich, Bern, Basel und Lausanne werden 6-stellige Nummern eingeführt.
Tischmodell 29 wird durch Modell 50 schwarz ersetzt. 1955 folgt das cremweisse Modell
Erstes Überseekabel von Schweiz (Bern) nach USA ( New York) wir in Betrieb genommen und löst die störanfälligen Kurzwahltechnik ab.
In Schuls wird am 3. Dezember 1959 die letzte automatische Zentrale installiert. Die Schweiz wird das erste Land der Welt welches über ein vollautomatisches Telefonnetz für Selbstwahl verfügt.
Erster kommerzieller Nachrichtensatellit "Telstar 1", erstmals können Telefongespräche zwischen Europa und USA via All geführt werden.
Einführung der internationalen Selbstwahl. In Montreux können Telefonteilnehmer zum ersten Mal mit Selbstwahl internationale Verbindungen herstellen. Bis 1975 wird durch diese Neuerung die Arbeit von 5'000 Telefonistinnen aufgehoben.
Erstes Tastentelefon wird in der Schweiz eingeführt. Die PTT bezieht erste Tastentelefone aus dem Ausland. Die Nummern lassen sich schneller, eindeutiger und einfacher eintippen. Der Wechsel von der Wählscheibe zur Tastatur verändert das Aussehen der Geräte grundlegend.
Albiswerk AG Zürich wird zu Siemens-Albis.
Die Schweiz verfügt über 2 Million Telefonteilnehmer.
Dienstnummern werden 3-stellig.
Telefaxgeräte kommen auf den Markt. Die neue Dienstleistung der PTT ermöglicht es, in sechs öffentlichen Telegrafenämtern (Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich) Papiervorlagen über das Fernmeldenetz zu übertragen. Für eine A4-Seite benötigt das Gerät sechs Minuten. Die Grundgebühr beträgt 7 Fr., und für eine allfällige Zustellung durch Eilboten sind zusätzlich 3 Fr. zu bezahlen.