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Tunesien hat im Islam eine Sonderstellung – es ist weltoffen – mit einigen Einschränkungen.
Ferdinand Magellan: Tunesien ist das islamische Land, das am weltoffensten ist – einige Länder in der Südsee ausgenommen. Zudem ist es das reichste Land in Nordafrika. Es wird aus Europa oft in Tunesien investiert.
Stephan Marti-Landolt: Das Handwerk, die Kleiderendproduktion und Schuhproduktion werden vermutlich ihre Vormachtstellung langfristig den technischen Produkten für Automobilzulieferer, Elektro- und Elektronikproduzenten abgeben. Man handelt international, vor allem mit Europa, wovon drei Viertel in den Mittelmeerraum exportiert werden – ein Drittel alleine Frankreich.
Ferdinand: Wie beim Fussball. Mehr als drei Viertel der Teilnehmer an der Fussball WM spielen in einem europäischen Club.
sml: Das ist die eine Seite. Die andere ist der Polizeistaat, eher eine Diktatur als eine ordentliche Präsidialrepublik. In stark abgeschwächter Form trifft man das auch in einem andern Land an. Dem letzten, das wir morgen anschauen – der USA. Zwischen beiden Ländern sind zwar «Welten», aber die Art, wie Touristen und Geschäftsreisende die Behörden wahrnehmen, sind dem Verhalten nach ähnlich. In Westeuropa gab es das bis Ende der Siebzigerjahre in Spanien, bis die Diktatur abgeschafft wurde – und noch einige Jahre mit dem Nachgeschmack der Guardia Civil.
Ferdinand: Du hast nie eine längere Zeit auf einer Zollkontrolle verbracht, als in Tunesien. Das Schiff konnte wegen den Behörden erst einen Tag später auslaufen und dein Pass war ab diesem Datum abgelaufen.
sml: Wegen einer administrativen Kleinigkeit wurden hier einige Manntage eingesetzt, nur weil keiner entscheiden konnte und man die notwendigen Informationen nicht zur Verfügung hatte. Aber sehr sehr freundlich. Jeder hat die Situationskomik verstanden, begriffen, aber konnte nichts dagegen tun, ausser zusammen Tee und wen erstaunt es, Bier trinken. Die Informationen funktionieren übrigens auch heute noch nicht besser. Hier noch ein älterer Artikel, der die etwas andere Denkweise verdeutlicht.
Ferdinand: Mit der Pressefreiheit ist es auch noch nicht so weit her. Beim Reporter ohne Grenzen ist das Titelbild ganz schön einprägsam und Tunesien auf Seite 148 – was in etwa der Weltrangliste von 167 bewerteten Ländern entspricht.
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