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Gross, grösser, am grössten: Das sind die eindrücklichsten Zahlen aus Federers einmaliger Karriere.
Nur Novak Djokovic und Rafael Nadal haben mehr Grand-Slam-Titel gewonnen als Federer, der allerdings als erster die 20er-Schallmauer durchbrach. Er ist einer von acht Spielern, die in ihrer Karriere alle vier Grand-Slam-Titel einmal gewonnen haben. Nur ihm, Andre Agassi, Rafael Nadal und Novak Djokovic gelang das auf drei verschiedenen Belägen.
Drei Mal gewann er drei der vier Major-Turniere innerhalb eines Jahres (2004, 2006, 2007) und stand in drei Saisons in allen Finals (2006, 2007, 2009). Er gewann als einziger Spieler seine ersten sieben Grand-Slam-Finals. 20 seiner 31 Grand-Slam-Finals hat Federer siegreich bestritten. Zwischen 2005 und 2007 erreichte er zehn Major-Finals in Folge. Ein Rekord.
Mit 369 hat er mehr Partien bei Grand-Slam-Turnieren gewonnen als jeder andere Mann. 58 stand Federer im Viertelfinal, 46 im Halbfinal, darunter 23 Mal in Folge. Zwischen Wimbledon 2004 und 2013 (Niederlage in der dritten Runde) erreichte er 36 Mal in Folge zumindest den Viertelfinal.
Neben dem Amerikaner Jimmy Connors (109) ist Roger Federer der einzige Mann, der die Marke von 103 Turniersiegen im Einzel übertroffen hat. Den ersten Titel gewann er 2001 in Mailand, den letzten im Herbst 2019 bei seinem Heimturnier in Basel, wo er einst als Ballkind im Einsatz gestanden war.
Die Swiss Indoors sind neben dem Rasenturnier in Halle das einzige Turnier, das Federer 10 Mal gewinnen konnte. In Wimbledon und Dubai stemmte er 8 Mal den Pokal in die Höhe. Mit 19 Titeln auf Rasen ist er auch der erfolgreichste Spieler der Geschichte auf dieser Unterlage. 71 seiner Turniersiege gelangen Federer auf Hartbelägen (Rekord), 11 auf Sand und 2 auf Teppich, eine Unterlage, auf der nicht mehr gespielt wird.
Federer gewann sechs Mal den Final der acht Jahresbesten. Er liegt damit vor Novak Djokovic und Ivan Lendl, die fünf Mal siegreich waren. Neben den 20 Grand-Slam-Titeln entfallen 28 auf die Masters-1000-Stufe, was Rang drei bedeutet – hinter Djokovic (38) und Rafael Nadal (36). 24 Titel gewann Federer bei ATP-250er-Turnieren, 25 auf Stufe ATP 500.
Ebenfalls Ausdruck Federers langer Karriere ist die Anzahl der Spiele (1487), von denen Federer 1212 gewann. Nur Rafael Nadal und Novak Djokovic haben in ihrer Karriere ebenfalls die Marke von 1000 Siegen übertroffen. Nicht weniger als 18 Mal qualifizierte sich Federer für den Final der acht Jahresbesten, den er 6 Mal gewinnen konnte. Erstaunlich: Federer hat jede seiner 1526 Partien im Einzel und 223 im Doppel beendet.
Zwischen 2001 und 2008 gewann Federer zudem acht Doppelturniere mit wechselnden Partnern (3 Mal mit dem Belarussen Max Myrni, zwei Mal mit dem Walliser Yves Allegro und je einmal mit dem Russen Marat Safin und dem Schweden Jonas Björkman). Bei den acht Titeln eingeschlossen ist der Olympiasieg 2008 in Peking an der Seite von Stan Wawrinka.
Während 310 Wochen führte Roger Federer die Weltrangliste an. Bei den Männern stand nur der Serbe Novak Djokovic (373 Wochen) länger an der Spitze. Erstmals stiess Federer am 2. Februar 2004 nach seinem ersten Sieg bei den Australian Open an die Spitze vor, letztmals wurde er über 14 Jahre später, am 24. Juni 2018, im ersten Rang geführt.
Zwischen Februar 2004 und August 2008 hiess die Nummer 1 im Männertennis immer Roger Federer – die 237 Wochen in Folge sind Rekord. Jimmy Connors kommt auf 160 Wochen in Folge, Ivan Lendl auf 157, Novak Djokovic auf 122. Fünf Mal beendete Federer ein Jahr auf dem Weltranglistenthron. Nur Djokovic (7 Mal) und Pete Sampras (6 Mal) gelang das noch öfter als dem Schweizer.
Mit dem Sieg beim Turnier in Rotterdam wurde Federer am 19. Februar 2018 mit 36 Jahren und 195 Tagen die älteste Nummer 1 seit Einführung der Weltrangliste. Diesen Rekord hatte davor Andre Agassi mit 33 Jahren und 131 Tagen gehalten. Federer baute seinen Rekord nochmals auf 36 Jahre und 314 Tage aus, als er nach zweimaligem vorübergehendem Verlust der Spitzenposition am 18. Juni 2018 erneut an die Spitze der Weltrangliste zurückkehrte.
Mit 14 Jahren und 136 Tagen (2. Februar 2004 bis 18. Juni 2018) hält er den Rekord für die längste Zeitspanne zwischen der ersten und letzten Periode als Nummer 1. Auch der Abstand von 5 Jahren und 106 Tagen (4. November 2012 bis 19. Februar 2018) zwischen den letzten zwei Perioden an der Spitze ist Rekord.
Als Ausdruck seiner Exzellenz über Jahrzehnte sind Federers zahlreiche Langzeitrekorde zu verstehen. Während 346 Wochen in Folge wurde er immer in einem der ersten beiden Ränge der Weltrangliste geführt, 750 Wochen in den Top 3, 859 Wochen in den Top 5, und 968 Wochen in den Top Ten – das entspricht 18.5 Jahren. Zwischen Juni 2000 und Juni 2022 gehörte er ohne Unterbruch den Top 50 der Weltrangliste an. Erstmals tauchte sein Name im September 1997 im Ranking auf. Erst im Juli 2022 erschien die erste Weltrangliste, in der Roger Federer fehlte.
Während seiner Karriere hat Roger Federer über 130 Millionen Dollar an Preisgeld eingespielt. Nur Novak Djokovic und Rafael Nadal übertreffen diese Marke. Weit mehr Geld als seine beiden Rivalen und auf dem Platz verdiente Roger Federer indes als Werbeträger. Seit über zehn Jahren listet ihn das Wirtschaftsmagazin «Forbes» in den Top Ten der bestbezahlten Sportler der Welt.
2020 belegte Federer mit seinen 106 Millionen Dollar Einnahmen erstmals den Spitzenrang, noch vor den Fussballern Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Neymar. Mehr als 90 Prozent entfielen auf Werbeeinnahmen. Neben dem Ex-Basketballer Michael Jordan und dem Golfer Tiger Woods gilt Federer als einer von nur drei Sportmilliardären.
Gleich fünf Mal wurde Roger Federer als Weltsportler mit dem Laureus Sports Award ausgezeichnet (2005 bis 2008 und 2018) – mehr als jede und jeder andere. Usain Bolt und Novak Djokovic erhielten die Trophäe je vier Mal. Eine spezielle Leistung gelang Federer 2018, als er neben der Wahl zum Weltsportler auch jene für das Comeback des Jahres gewann.
Seit 2000 wählen die Fans rund um den Globus ihren Lieblingsspieler, den «ATP Fan's Favourite». Im ersten Jahr gewann der Brasilianer Gustavo Kuerten, danach zwei Mal der Russe Marat Safin. Seit 2003 gibt es indes kein Vorbeikommen mehr an Roger Federer. Bereits 19 Mal in Folge wurde er zum Fanliebling gewählt – also auch in den Jahren 2020 und 2021, als er kaum mehr zum Racket gegriffen hatte.
Beliebt ist Federer aber auch bei den Spielerkollegen. Den nach seinem früheren Trainer, dem Schweden Stefan Edberg, benannten «Sportsmanship Award» erhielt er gleich 13 Mal zugesprochen, Nadal und Edberg fünf Mal. Ausgezeichnet wird der Spieler, der sich über die ganze Saison «mit grösster Professionalität und Integrität verhalten hat», seinen Mitspielern «mit grösster Fairness begegnet» ist und auch mit Aktivitäten neben dem Platz den Tennissport gefördert hat.
Auch ausserhalb des Platzes hat Federer Auszeichnungen und Ehrungen gesammelt wie andere Briefmarken. Apropos Briefmarken: 2007 widmete ihm die Schweizerische Post als erste lebende Persönlichkeit eine Sonderbriefmarke:
Kurios: Unser Nachbarland Österreich verewigte Federer ebenfalls auf einer Briefmarke. 2020 gab die Münzprägestätte Swissmint Federer-Goldmünzen im Wert von 680 Franken aus:
2012 wurde ein Teil einer Strasse in Halle, Westfalen, in Roger-Federer-Allee umbenannt.
Den gleichen Namen trägt seit 2016 eine Zufahrtsstrasse in Biel, an der das nationale Leistungszentrum des Schweizer Tennisverbands Swiss Tennis domiziliert ist.
In Basel immer wieder ein Thema war die Umbenennung der St. Jakobshalle oder einer Strasse. Allerdings gilt der Grundsatz, dass diese Ehre nur verstorbenen Persönlichkeiten zuteilwird.
2017 verlieh die Medizinische Fakultät der Universität Basel Federer die Ehrendoktorwürde. Federer habe eine Vorbildfunktion als Sportler, «in der er viele Menschen weltweit zu mehr Bewegung animiert und so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung leistet», so die Begründung.
Die Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe, die Patrouille Suisse, fliegt bei Vorführungen die Formationsfigur «Roger Federer», bei der die sechs F5-Tiger im Vorbeiflug in der Form eines Tennisrackets positioniert sind.
2021 weihte Federer ein Tram der Basler Verkehrs-Betriebe ein, das den Namen Federer-Express trägt und mit Fotos von Federer geschmückt ist.
Sieben Mal wurde Federer zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt, im Jahr 2020 wurde er zum besten Sportler der letzten 70 Jahre gekürt, 2008 nach dem Olympiasieg in Peking mit Stan Wawrinka und 2014 nach dem Davis-Cup-Sieg war er Teil des Teams des Jahres.
2021 erschien der Globi-Band «Globi und Roger», in dem Federers ganze Familie vorkommt. Zusammen erleben die beiden viele Abenteuer. Für Roger Federer ist, Zitat: «ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich durfte Globi kennenlernen, einen der Helden meiner Kindheit, und mit ihm auf Reisen gehen.»
Erster gegen Letzter lautet die Affiche im Lido, welche trotz des Rapperswiler Höhenflugs nur 3050 Zuschauer sehen wollen. Die Abwesenden verpassen nicht nur einen Heimsieg des SCRJ gegen Lausanne, sondern auch eine historische Keilerei. Denn die 276 Strafminuten, die beim 3:1-Erfolg zusammenkommen, werden vorher und nachher in der Nationalliga A nie mehr erreicht.