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Am ersten Tag der jährlichen aerometrischen Messkampagne der NAZ wurden Messflüge in der Umgebung der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt durchgeführt. Danach wurden die Stadt Chur sowie das Misox und das Calancatal als topografisch interessante Gebiete vermessen. Zudem wurde am 15. Juni in Zusammenhang mit dem «Messprogramm dichtbesiedelter Gebiete» die Region nordöstlich des Flughafens Zürich überflogen.
Bei den Kontrollmessungen in Zusammenarbeit mit dem Ensi in der Umgebung der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt wurden laut NAZ weder auf den Betriebsarealen noch ausserhalb gegenüber dem natürlichen Untergrund erhöhte Radioaktivität festgestellt. Im Vergleich mit den Messresultaten der Vorjahre wurden keine Veränderungen beobachtet.
Im Misox und Calancatal lagen die Messwerte im erwarteten Bereich für die Alpentäler. Spuren des Cäsium-Isotops Cs-137 wurden bei der detaillierten Analyse der gemessenen Energiespektren knapp erkannt. Diese Cäsium-Ablagerungen sind auf die Verfrachtung von radioaktivem Material nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 zurückzuführen, schreibt das NAZ in seinem Kurzbericht.
Jährliche Messkampagne der NAZ
Die NAZ führt jährlich während einer Woche aeroradiometrische Messflüge durch. Mit dieser Messkampagne werden die Einsatzbereitschaft von Personal und Ausrüstung sichergestellt, Radioaktivitätsdaten in städtischen Gebieten und der Umgebung kritischer Infrastrukturen erhoben sowie die Zusammenarbeit mit kantonalen und internationalen Partnern geübt. Die Flüge in der Umgebung der Kernkraftwerke erfolgen im Auftrag des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi).
Quelle
M.A. nach NAZ, Übungsbericht und Messresultate, 17. Juni 2022 und Ensi, Medienmitteilung, 20. Juni 2022