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CAS hebt Sperre gegen Nadja Peter Steiner auf
Der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne hebt die zweijährige Doping-Sperre gegen die Schweizer Springreiterin Nadja Peter Steiner auf.
Peter Steiner und der Reitsport-Weltverband FEI hatten bereits letzte Woche einen Vergleich unterzeichnet.
Durch die Aufhebung der Sperre, die im vergangenen Februar durch die FEI ausgesprochen wurde und noch bis Mai 2021 gelaufen wäre (neun Monate hatte Peter Steiner bereits zuvor verbüsst), darf die 36-jährige Nadja Peter Steiner per sofort wieder bei Reit-Turnieren an den Start gehen. Damit hat sie wieder die Chance, sich für die Olympischen Spiele im Sommer 2021 in Tokio zu qualifizieren. Peter Steiner war mit ihrem Pferd Saura de Fondcombe Teil der Schweizer Mannschaft, die 2017 EM-Bronze im Team-Wettbewerb holte.
Auf dieses Jahr und auf dieses Pferd geht auch der nun verhandelte umstrittene Dopingfall zurück. Saura de Fondcombe war im Oktober 2017 nach einem Turnier in Tétouan in Marokko positiv getestet worden. Das Vergehen betraf eine verbotene Substanz im Schmerzmittel Tramadol, das ausschliesslich in der Humanmedizin eingesetzt wird und für Pferde nicht zugelassen ist.
Wie das Pferd mit der verbotenen Substanz in Kontakt gekommen ist, war nie klar und wurde auch nie nachgewiesen. Es war vermutet worden, dass es durch Handablecken eines Angestellten des Veranstalters in Marokko passierte. Später gab es auch die Theorie, dass Saura de Fondcombe die Substanz über Heu mit entsprechenden Spuren von Urin zu sich genommen hat.
Nachdem Peter Steiner ans CAS gelangt war, wurde der Fall sowohl von der Schweizer Springreiterin wie auch von der FEI nochmals genau untersucht. Man habe «nach wie vor keinen absolut sicheren Beweis für die Quelle der Spuren von Tramadol im Blut von Saura de Fondcombe», wie Peter Steiner in einer Mitteilung des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport zitiert wird. Aber: «Die FEI hat endlich anerkannt, dass ich keine unerlaubten Mittel angewendet habe», so Peter Steiner.