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1996 veröffentlichte der britische Ökonom Roger Bootle ein Buch mit dem Titel: "Das Ende der Inflation". Heute, mehr als 20 Jahre später und volle neun Jahre nach Beginn des globalen Konjunkturzyklus, liegen die Inflationsraten global viel tiefer, als man anhand der letzten Jahrzehnte annehmen würde. Daher stellt sich die Frage, ob wir tatsächlich erleben, wie die Inflation verschwindet. Die Experten der DWS sind mit solchen Schlussfolgerungen aber zurückhaltend.
Die Inflationserwartung der Finanzmärkte kann man ableiten, indem man die Rendite inflations-indexierter Anleihen von der Rendite vergleichbarer, sogenannter nominaler Anleihen subtrahiert. Wie aus dem untenstehenden "Chart of the Week" der DWS ersichtlich ist, sind die Inflationserwartungen sowohl für die USA wie auch für die Eurozone im Steigen begriffen. Absolut betrachtet ist das aktuelle Niveau nicht dramatisch und bewegt sich durchaus in Bereichen, die mit dem Begriff "Preisstabilität" charakterisiert werden, kommentieren die Experten. Dennoch haben wir jüngst den höchsten Wert seit 2014 erreicht.