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Hypnose gehört zu den alternativen Heilmethoden und hat eine sehr lange Geschichte. Bereits ca. 3000 Jahre vor Christus wurden suggestive Methoden angewendet um Krankheiten zu behandeln.
Es exisitierten viele verschiedene Bezeichnungen für Hypnose/Hypnosetherapie.
Sogar die ältesten Kulturen und Zivilisationen der Welt bedienten sich der unterschiedlichsten Formen der hypnoseähnlichen Therapien (Suggestionen, Schlafanalyse, Meditation) um die Heilung zu unterstützen. Bereits im alten Ägypten zu Pharaoh Zosers Zeiten (2980 – 2900 v. Chr.) wandte sein Arzt Vizier die “Inkubations-Behandlung” an. Die Tempel von Imhotep waren bekannt für “Schlaftherapie” und “Tempelschlaf”, was noch heute in manchen Gebieten des Mittleren Ostens und Afrikas angetroffen werden kann.
Geschichte der Hypnotherapie der Alten Kulturen
Sowohl die alten Hebräer als auch die Griechen und Römer nutzten Sprechchöre, Meditation, Atemübungen und rituale Praktiken – sehr ähnlich der Selbsthypnose – um sich in einen Trance-Zustand zu versetzen.
Die Griechen und Römer waren überzeugt, dass physische sowie emotionale Gesundheit sich gegenseitig bewirken. Sie glaubten, dass ein gesunder Geist zu einem gesunden Körper führt. Genau wie das Alte spricht auch das Neue Testament der Bibel von etwas, das als Hypnose interpretiert werden kann.
Moderne Geschichte der Hypnotherapie
Die moderne Geschichte der Hypnotherapie begann im 18. Jahrhundert mit wenigen verschiedenen Personen.
Irrtümlicherweise wurde Franz Anton Mesmer (1734 – 1815) als der “Vater der Hypnosetherapie” bezeichnet. Er hypnotisierte überhaupt nicht. Mesmer war stark von Pater Maximillian Hell beeinflusst und insbesondere von den Gedanken seines Mentors um Astrologie, Planeten und deren Einfluss auf die Menschen. Mesmer interessierte sich sehr für die Heilung mit Hilfe des Magnetismus. Durch diese Arbeiten entstanden die Begriffe “Animalischer Magnetismus” und “Mesmerisieren”, welches fälschlicherweise oft als Synonym für “Hypnotisieren” verwendet wird.
James Braid (1795 – 1860) war ein schottischer praktizierender Chirurg in Manchester, England. Er erkannte, dass manche Patienten in einen Zustand der Trance gingen, wenn sich ihr Blick auf einen glänzenden Gegenstand wie z.B. eine Taschenuhr fixierte.
Dr. Braid brachte die Theorie und die Wörter “Hypnose” und “Hypnosetherapie” im Jahr 1843 auf.
Nach Überprüfung und im Vergleich zum “Mesmerismus” sagte Braid, dass Hypnotismus eine wissenschaftliche und “psycho-physilogische” Disziplin ist.
James Esdaile (1808 – 1859) – ebenfalls ein schottischer Chirurg – welcher in Indien tätig war, nutzte die Fixation des Blickes und versetzte seine Patienten in einen tiefen “hypnotischen Schlaf” bevor er sie operierte.
Dr. Braid und Dr. Esdaile waren unter den Ersten, deren Forschung und Anwendung in Bezug auf die Hypnose ernst zu nehmen waren, da ihre Arbeiten “wissenschaftlich” und zuverlässig waren.
Diese Herren waren die Ersten, die Hypnose vom Kontext des Mystizismus trennten und bewiesen, dass Hypnose den Patienten bei deren Beschwerden wirklich hilft.
Weitere wissenschaftliche Pioniere waren Bernheim, Brewer, Freud und Liebeault.
Während des 19. Jahrhunderts wurde Hypnose häufig von Ärzten, besonders in Europa, zur Anästhesie und Schmerzbehandlung angewendet.
Mit der Entdeckung der Anästhetika und starker Schmerzmedikamente, sowie wegen argwöhnischer Beäugung durch die Bevölkerung verlor die Hypnose zu Beginn des 20. Jahrhunderts langsam an Popularität.
Geschichte der Hypnosetherapie: Sichtweisen des 20. Jahrhunderts
Verschieden Menschen des letzten Jahrhunderts haben die Sichtweise(n) in Bezug auf die Hypnose enscheidend beeinflusst. Einige der angesehensten Namen sind:
Ormond McGill war ein Bühnenhypnotisieur, der half, das öffentliche Interesse an der Kunst der Hypnose zu erhalten.
Charles Tebbetts führte ebenfalls Bühnenhypnose vor Publikum durch, was das Interesse steigerte und viele Menschen mit dem therapeutischen Nutzen der Hypnose bekannt machte.
Dave Elman half beträchtlich die Akzeptanz der Hypnose von Seiten der Mediziner zu erhöhen. 1958 akzeptierte der Gesundheitsrat der Amerikanischen Medizinischen Vereinigung die Hypnotherapie als Behandlungsmethode.
Milton Erickson wird der “Grossvater der Hypnotherapie” genannt wegen seines bedeutenden Beitrages für die Akzeptanz der Hypnotherapie als eine Kunst und Wissenschaft. Die Gemeinschaft der Mediziner achtete ihn als vertrauenswürdigen, hoch angesehenen Psychiater und Hypnotherapeut. Seine beruflichen Zertifikate beeindruckten Seinesgleichen.
Weitere nennenswerte Persönlichkeiten auf dem Weg des Fortschritts und der Entwicklung der Hypnotherapie als Wissenschaft und als Heilkunst sind: Abramson, Bordeaux, Erwin, LeCron, Magonet, Menninger, Rosen, Shenek, Simonton, Wetzenhoffer, Wolberg.
1955 wurde die Hypnotherapie in Grossbritannien als Therapieform anerkannt.
In Deutschland ist die Hypnose seit 2006 anerkannte Behandlungsmethode.
(Quelle: Copyright 2008-2013 Answer-My-Health-Question.info)