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Schlaf-Apnoe-Therapie: Zurückhaltung mit Operation
Die Operation des weichen oder knöchernen Gaumens ist eine häufige Therapieform des obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms (OSAS). Die Autoren einer systematischen Review haben die Wirksamkeit und die Nebenwirkungen der operativen Behandlung evaluiert und sind zu ernüchternden Resultaten gekommen.
Im Rahmen eines Programms zur Evaluation der Kosteneffektivität verschiedener Behandlungen haben Elshaug und Kollegen eine systematische Review der Literatur zu Operationen der oberen Luftwege vorgenommen. Endpunkte waren Verbesserung der Symptomatik und der Lebensqualität sowie Nebenwirkungen.
Eine Chochrane Review 7 randomisierter Studien kam zum Schluss, dass der Einfluss operativer Verfahren auf die Symptomatik bei OSAS gering ist und allfällige Verbesserungen der Lebensqualität über 12 bis 24 Monate nicht erhalten werden konnten. Eine andere Review von 48 Studien mit insgesamt 21'346 Personen zeigte, dass bis 62% der Operierten persistierende Nebenwirkungen wie trockener Hals, Globusgefühl, Schluckschwierigkeiten, Stimmveränderungen sowie Riech- und Schmeckstörungen beklagten. Bis 22% der operierten Patienten bedauerten den Eingriff machen lassen zu haben. Eine weitere Analyse der Resultate von 18 chirurgischen Studien wies nach, dass die Erfolgsrate für einige Operationsverfahren nicht mehr als 13% betrug.
Konklusion der Autoren: Operative Verfahren sollten zur Therapie des obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms mit Zurückhaltung, allenfalls als Zweit- oder Drittlinientherapie – nach erfolgloser Anwendung von CPAP oder nicht invasiven Hilfsmitteln – diskutiert werden. Die Patienten müssen über potentielle Nebenwirkungen der Operation unterrichtet sein.
Link zur Studie
BMJ 2008;336:44-45 - Elshaug A et al
09.01.2008 - dde