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Zentralafrikanische Republik
Die FSD ist seit 2014 im Land aktiv und trägt durch verschiedene Projekte zum Friedensprozess bei und leistet sozioökonomische Unterstützung für gefährdete Gemeinschaften.
Zentralafrikanische Republik
Kontext
Die Zentralafrikanische Republik hat Jahrzehnte der Gewalt und politischer Unruhen hinter sich. Seit dem Wiederaufflammen des Bürgerkriegs im Jahr 2013 musste jede · r vierte Zentralafrikaner·in aus ihrer/ seiner Heimat fliehen. Die Armut ist endemisch und die Mehrheit der Bevölkerung hat keinen Zugang zu den grundlegendsten Dienstleistungen.
2019 hat die Regierung der Zentralafrikanischen Republik ein Friedensabkommen mit den einflussreichsten Rebellengruppen des Landes unterzeichnet. Im Rahmen dieses Abkommens wurde mit Unterstützung der Europäischen Union ein Prozess zur Reform des Sicherheitssektors und zur Demobilisierung, Demilitarisierung und Reintegration eingeleitet.
Das Abkommen sieht unter anderem die Schaffung von gemischten Sondersicherheitseinheiten vor, die sich aus Mitgliedern der zentralafrikanischen Streitkräfte und der ehemaligen Rebellengruppen zusammensetzen. Das Abkommen sieht auch die Umsetzung von Massnahmen zur Wiederherstellung der staatlichen Autorität im ganzen Land vor, das ausserhalb der grossen Städte und Bevölkerungszentren noch weitgehend von Rebellen kontrolliert wird.
Ziel ist es, die Stabilität des Landes und die Sicherheit seiner Bewohner·innen zu gewährleisten, die Rückkehr von Vertriebenen zu ermöglichen und die Lebensbedingungen der Zentralafrikaner·innen zu verbessern.
Dank dieses Projekts habe ich nun einen Job, ich kann mir etwas aufbauen. Ich würde das nie aufgeben, nur um wieder zu kämpfen.
EHEMALIGER ANGEHÖRIGER EINER BEWAFFNETEN GRUPPIERUNG
Wurde von der FSD zum Schreiner ausgebildet
Chronologie
Die FSD in der
Zentralafrikanischen Republik
Im Jahr 2014, als sich das Land inmitten des Bürgerkriegs befand, führte die FSD ein Projekt zur Aufklärung über die Gefahren von Waffen, Munition und explosiven Kampfmittelrückständen durch und beteiligte sich an einem Programm zur Verringerung der Waffengewalt. Die Teams waren auch an der Bergung, Identifizierung und Bestattung der Leichen von Opfern des Konflikts beteiligt.
Ab 2015 konzentrierte sich die FSD im Rahmen eines EU-Projekts auf Aktivitäten zur Wiederherstellung der staatlichen Autorität in den zentralafrikanischen Provinzen. Konkret unterstützten die Teams die zentralafrikanischen Behörden beim Aufbau und der Verwaltung des Verteidigungsministeriums sowie bei der Entsendung von Sicherheitskräften in verschiedene Regionen des Landes.
Die FSD erleichterte auch die Zahlung eines monatlichen Zuschusses an die Mitglieder der gemischten Sondersicherheitseinheiten, die sich in Bouar, Paoua und N’Délé befinden.
Dieser Prozess wurde vom Friedensabkommen in Auftrag gegeben und von der EU finanziert.
Im Jahr 2022 setzte sich die FSD für die Wiedereingliederung ehemaliger Mitglieder von Rebellengruppen ins Zivilslleben ein.
Parallel dazu führt die FSD gemeinschaftliche Unterstützungsaktivitäten für die lokale Bevölkerung durch. Derzeit werden Massnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Verbesserung des Zugangs zu sauberem Wasser, zur Förderung der Bildung sowie zur Stärkung von Frauen umgesetzt.
Das FSD-Programm in der Zentralafrikanischen Republik wird von der Europäischen Union und verschiedenen privaten Stiftungen unterstützt.
Aktuelles
Neues aus der Zentralafrikanischen Republik
Neue Brunnen
“Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser ist hier in Bouar deutlich spürbar, vor allem in der Trockenzeit”. In der ZAR hat nur einer von vier Einwohnern geregelten Zugang zu sauberem Wasser […]
Eine neue Schule für Bouar
Im Camp Leclerc hat die FSD die örtliche Schule saniert […] eine neue Einrichtung wurde geschaffen, um Hunderte von Vorschulkindern unterzubringen.
Möbel aus Bangui
Die Bewohner des kleinen Dorfes Baoui in der Zentralafrikanischen Republik haben sich auf die Herstellung von kleinen Korbmöbeln spezialisiert. Die FSD hat sie kürzlich gebeten, 450 Balambos anzufertigen […]
Zentimeter für Zentimeter
Im Jahr 2022 erhielten 230 ehemalige zentralafrikanische Kämpfer·innen eine Berufsausbildung, um sich wieder in das zivile Leben zu integrieren.
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