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Das Haus der Stufen
Als Cosettes Ehemann stirbt, wagt sie im vorgerückten Alter einen Neuanfang, verlässt ihren Landsitz und erwirbt das ›Haus der Stufen‹. In diesem offenen Haus in einem Londoner Vorort gehen Alt und Jung ein und aus. Ja, sie leben in einer gemischten WG zusammen, in der entspannten Atmosphäre der 60er Jahre. Bis Bell Sager, eine ebenso schöne wie bodenlos abgründige Frau, die Bühne betritt.
›Eine der großen Lügnerinnen der Welt‹ nennt Elizabeth die junge Bell. Und trotzdem, oder vielleicht deswegen: Noch nie zuvor war Elizabeth von einer Frau dermaßen fasziniert. Selbst als Bells kriminelle Vergangenheit offenkundig wird, kann sich Elizabeth nicht aus ihrer Liebe zu Bell lösen. Immer wieder findet sie Erklärungen und Entschuldigungen für das unglaubliche Verhalten dieser mysteriösen Frau, die – so scheint es – aus purer Lust an der Unwahrheit ein Netz aus Lügen um sich ausbreitet. Im ›Haus mit den Treppen‹ beginnt Elizabeths mütterliche Freundin Cosette nach dem Tode ihres reichen Mannes ein neues, unangepassteres Leben. Im Strom der jungen Menschen, die in ihr Haus geraten, ist Bell. Auch Cosette gerät in Bells Bann. Seltsame Fragen kommen in das ›Haus mit den Treppen‹: Was geschah mit Elizabeths Mutter? Warum war Bell im Gefängnis, und was ist ihr so sorgsam gehütetes Geheimnis? Und haben die ungewöhnliche Ähnlichkeit zwischen Bell und dem Bronzino-Porträt einen Zusammenhang mit der sterbenden Heldin in Henry James' ›Die Flügel der Taube‹?