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Mile Sterjovski? Unsere Basilisk-Sonderreporterin Katharina machte sich auf die Suche und fand den australischen Nationalspieler (2004-2007 beim FC Basel, 15 Tore in 93 Pflichtspielen) in seinem Heimatland Australien.
Mile wurde gerade vor knapp drei Wochen australischer Meister in der sogenannten Hyundai A-League mit seinem Team, den Central Coast Mariners. Obwohl sie nach Ende der 27 Gruppenspielen nur zweiter waren, 3 Punkte hinter den neu-gegründeten Western Sydney Wanderers, konnten sie im Halbfinale gegen Melbourne Victory (1:0) und im Endspiel gegen die besagten Wanderers (2:0) nochmals zulegen und gewannen souverän ihren ersten Meistertitel in der neunjährigen Clubgeschichte.
Die vor neun Jahren gegründete australische A-League hat einen speziellen Modus: nach der Quali kommen die besten sechs Mannschaften in die Finalspiele wobei das erst- platzierte Team direkt in den Grand Final und der zweit- platzierte Club direkt in die Halbfinals einziehen kann. Also ähnlich komplizierte und rätsel- hafte Modusregeln wie etwa in Belgien… Mile’s Central Coast Mariners haben schon viermal den Final erreicht, doch die letzten dreimal jeweils verloren…
Mile spielt bei den Mariners als Stürmer an vorderster Front (à la Streller…), sein Stürmerkollege etwas zurückversetzt. Trotz seiner Position hat er in dieser Saison in seinen 21 Auftritten nur gerade ein Tor und drei Assists erzielt. Doch wie auch schon in Basel erweist sich Mile als sehr mannschaftsdienlicher Spieler, der oft dorthin geht, wo es weh tut und so seinen Kollegen Torchancen ermöglicht. Dass er sehr wertvoll für die Mannschaft ist, zeigte sich auch darin, dass er in der asiatischen Champions League in der Woche vor dem Halbfinale geschont und nicht eingesetzt wurde.
Die Central Coast Mariners vertreten als letztjährigen australischen Finalisten das Land in der asiatischen Champions League. Sie haben sich für das Achtelfinale qualifiziert, das am 15. und 22. Mai gegen Guangzhou Evergrande (CHN) ausgetragen wird.
Mile wird noch ein Jahr bei den Mariners bleiben und dann eventuell seine Karriere beenden. Sein Wunsch ist es, nach seiner Karriere alle Clubs, bei denen er gespielt hatte, nochmals zu besuchen. Bevor er nach Basel kam, spielte er vier Saisons bei Lille, seinem ersten „nicht-australischen“ Club. Nach seinem dreijährigen Auftritt in Basel zog es ihn zuerst in die Türkei (Gençlerbirligi) und danach nach England (Derby County) wo er jeweils eine Saison lang spielte. Danach ging er zurück in sein Heimatland, wo er drei Saisons für Perth Glory in der A-League unter Vertrag war. Zwischen Perth und Central Coast gab es noch ein kurzes Abenteuer in China bei Dalian Aerbin, wo er nach Saisonende in Australien noch für ein paar Monate dort aushalf.
Mit seiner fünfköpfigen Familie wohnt er nun in Sydney, was sich vor allem seine Frau sehr gewünscht hat. Sie denken sehr oft an die Zeit beim FC Basel zurück und vermissen Europa. Der älteste Sohn Luka, der in Basel geboren wurde, ist übrigens total schweizerisch, sagen seine Eltern! Er mag den Winter, ist sehr sparsam und braucht Ordnung und Regeln!
Text und Bilder: Katharina Ott