Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03493.jsonl.gz/1407

Anti Lemming
: Fannie Mae - Chance auf Verdreifachung bis Juli
Die beiden halbstaatlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac (kurz FnF) wurden am 7. September 2008 vom damaligen US-Finanzminister Hank Paulson (zuvor Goldman-Sachs CEO) unter Zwangsverwaltung gestellt.
Es gibt Stimmen, die dies als den eigentlichen Auslöser der Banken- und Finanzkrise von 2008 betrachten. Denn Lehman ging erst eine Woche später, am 15. September 2008, pleite. Tatsächlich könnte die Lehman-Pleite eine indirekte Folge der FnF-Zwangsverwaltung gewesen sein, da diese eine Schockwelle durch die Finanzmärkte sandte. Keine Bank traute einer anderen mehr.
FnF sind in fast jede 2. Hypothek in USA involviert. Die kombinierte Bilanzsumme der Twins liegt aktuell bei knapp 6 Billionen Dollar, das entspricht 150 % des deutschen BIP. Klar dass bei solchen Summe Ängste aufkommen....
Die Zwangsverwaltung von FnF setzt sich bis zum heutigen Tag fort. Nun besteht jedoch eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Zwangsverwaltung durch eine Entscheidung des US Supreme Courts (SCOTUS), die bis Juni erwartet wird, enden wird. Die Details schildere ich unten.
Daraus erwächst für FnF erhebliches Kurspotenzial. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, daran teilzuhaben. Fannie Mae und Freddie Mac haben zum einen normale Aktien (common stock), die auch in Deutschland gehandelt werden.
Fannie Mae (WKN: 856099) Freddie Mac (WKN: 876872)
Weiterhin gibt es eine Vielzahl von Vorzugsaktien (preferred shares), die zwar "Aktien" heißen, tatsächlich jedoch Bonds sind. Diese Bonds wurden vor 2008 zum Nennwert von damals meist 25 (oder 50) Dollar rausgegeben, haben Coupons von 5 bis über 8 % und notieren aktuell - wie Junkbonds - größtenteils zwischen 4 und 6 Dollar.
Diese sogenannten Junior Preferred Shares (JPS) sind bei einigen deutschen Brokern im Auslandshandel handelbar. Zu den liquidesten JPS zählen:
In USA werden alle diese Aktien (common stock wie JPS) wegen der fortbestehenden Zwangsverwaltung nicht an den regulären Börsen gehandelt, sondern nur OTC (over the counter). Dies ist mit erhöhten Risiken verbunden, weil dort Marketmaker die Kurse bestimmen.
Ich rechne nach dem Scotus-Urteil bei allen hier genannten Aktien mindestens mit einer Verdreifachung des Kurses.
Es gibt erhebliche Zweifel daran, ob es wirklich nötig war, dass Hank Paulson die FnF 2008 unter Zwangsverwaltung stellte. Kritiker behaupten, dass dies nur dazu dienen sollte, dass andere Zockerbanken ihrem Subprime-Schrott bei FnF abladen konnten. In der Zwangsverwaltung - in Gestalt der FHFA - wurde ein Direktor einbestellt, der nicht mit der gebotenen Sorgfalt darauf achtete, welcher Dreck FnF in Gestalt fauler Hypotheken angedient wurde.
Der ehemalige Finanzchef von Fannie Mae, Tim Howard (CFO und Co-CEO bis 2004), weist in seinen vielen Blog-Beiträgen darauf hin, dass die behauptete Notlage 2008 nicht wirklich bestanden hat, und nur durch willkürliche Bilanzauslegung zustandegekommen sei:
Die Zwangsverwaltung war somit vor allem ein "böswilliges" Konstrukt, dass erleichtern sollte, FnF leichter mit dem Subprime-Schrott anderer Großbanken vollzuladen, was danach auch geschah.
Offiziell mussten FnF jedoch 2008 "gerettet" werden, und die US-Regierung tat dies mit einem Kredit im Volumen von 190 Mrd. Dollar (nach heutigem Stand). Dieser Kredit wurde in Gestalt von Senior Preferred Stock (SPS) vergeben. Die US-Regierung hat sich für diese SPS eine üppige Dividende von 10 % p.a. genehmigt. Außerdem hat sie Warrants (Optionen) im Volumen von 79,9 % des common stock erhalten, die als Sicherheit dienen sollten, falls FnF doch noch pleite gingen.
Wegen des fremd-aufgeladenen Subprime-Schrotts machten FnF von 2008 bis 2012 hohe Verluste (Chart unten). Darauf beschloss die US-Regierung 2012, FnF "abzuwickeln" und durch andere "besser funktionierende" Institutionen zu ersetzen. Dies geschah durch ein von der FHFA-Zwangsverwaltung herausgegebenes Papier (3. Amendmend zur Rettungsvereinbarung von 2008), das sämtliche Gewinne von Fannie und Freddie ab 2012 an die US-Regierung weiterleitete.
Dieser sogenannte Net Worth Sweep (NWS) enthielt Elemente von Bosheit, da die Regierung 2012 bereits wusste, dass sich die Gewinnlage von FnF ab 2013 deutlich bessern würde (siehe auch Chart unten).
Im Zuge des NWS hat die US-Regierung seit 2012 ca. 310 Mrd. $ Gewinne von FnF einbehalten, obwohl sie nur 190 Mrd. $ (in Gestalt der SPS) verliehen hatte. Dagegen klagten u. a. Collins und Co., deren Fall am 9. Dezember von SCOTUS gehört wurde. Die Richtlinien-Entscheidung von SCOTUS sollte bis spätestens Juni fallen. Der Fall wird dann in das nächstuntere Gericht in Texas zurückverwiesen.
Die Collins-Kläger pochen darauf, dass der SPS mit dem NWS bereits komplett abgezahlt ist, und dass sogar ein Überzahlung stattgefunden hat. SCOTUS wird diesem Punkt nach Auffassung der meisten Rechtsexperten nachgeben. Nach dem Urteil dürfte der SPS wegfallen, so dass im Prinzip auch die Zwangsverwaltung enden könnte.
Allerdings verfügen FnF aus dem Grund, dass die US-Regierung seit 2012 sämtliche Gewinne abgesaugt hat, nur über relativ wenig Eigenkapital in Höhe von zurzeit ca. 40 Mrd. Dollar. Deshalb soll die "Freilassung" aus der Zwangsverwaltung höchstwahrscheinlich mit einer Kapitalerhöhung (KE) verbunden sein. Dafür wurden von Fannie und Freddie auch bereits zwei große US-Investmentbanken unter Vertrag genommen.
Diese KE dürfte sich kursverwässernd auf den common stock auswirken. Wie stark, hängt u. a. davon ab, wie hoch die Eigenkapitalanforderungen (capital rules) festlegt werden. Der aktuelle FHFA-Direktor, der Anfang letzten Jahres von Trump eingesetzt wurde, ist ein marktradikaler Libertärer. Er verlangt, dass FnF gemäß Basel 3 bis 4 % ihrer Bilanzsumme als EK vorhalten, das wären rund 240 Mrd. Dollar. Calabria arbeitet strategisch darauf hin, FnF zu schwächen, damit private Hypoverleiher (seine Klientel) mehr Marktanteile erhalten. FnF garantieren jedoch wegen der impliziten Staatsgarantie die günstigsten Hypotheken in USA, und daran haben auch POTUS Biden und die neue Finanzministerin Yellen ("affordable housing") ein starkes Interesse.
Der ehemalige Finanzchef von Fannie, Tim Howard, ist - im Gegensatz zu Calabria - der Meinung, dass FnF keine Banken sind, sondern Dienstleister, die US-Großbanken die Hypothekenverträge abkaufen und dann als vom Staat (teil-)garantierte MBS bündeln und an Investoren in aller Welt verkaufen. Dafür erhalten FnF von den Banken Gebühren, die ihre Haupteinnahmequelle sind. Howard ist deshalb der Ansicht, dass für FnF 150 Mrd. als EK vollkommen ausreichen würden.
Aktuell haben FnF wegen der niedrigen Aktienkurse nur eine kombinierte MK von 4 Mrd. %. In einer im Januar zwischen Finanzminister Mnuchin und Mark Calabria getroffenen Vereinbarung wurde die Höhe der KE mit 2 x 70 Mrd. "angedacht". Eine mehr oder minder starke Verwässerung der Altaktionäre wird daher stattfinden. Da die Kurse des common stocks jedoch von 90 Dollar auf aktuell unter 2 runtergekommen sind, ist die Verwässerung bereits mehr als eingepreist. Analysten schätzen, dass der Kurs nach dem Scotus-Urteil auf bis zu 7 Dollar steigen könnten (= mehr als Verdreifachung).
Die Vorzugsaktien JPS haben noch Scotus die Chance, wieder auf ihren Nennwert von 25 Dollar (evtl. abzüglich "Haircut") zu steigen. Außerdem könnten bei Wegfall des NWS noch Zinsen aus den letzten Jahren nachgezahlt werden. Da die JPS faktisch um Junkbonds handelt, sind sie als Bonds von der Verwässerung durch die anstehenden KEs nicht betroffen. Die JPS sind daher eine etwas konservativere Form, auf die Erholung nach Scotus/Freilassung zu spekulieren. Dafür bieten die normalen Aktien (common stock) aber möglicherweise noch mehr Kurspotenzial. Manche glauben, sie könnten auf deutlich über 10 Dollar steigen. Es kursieren auch Kursziele von bis über 100 Dollar, die sind jedoch mMn stark unrealistisch.
Die Collins-Kläger, die jetzt bei Scotus gehört wurden, halten die JPS.
Anti Lemming
: # 630 Es gab aber nur äußerst geringe Ausfälle
bei den FnF-Krediten, selbst in Covid Zeiten (unten unterstrichen). Deshalb waren diese 15 Mrd. $ letztlich rausgeschmissenes Geld.
Ohne diese CRT hätten FnF aktuell 15 Mrd. $ mehr an Eigenkapital. Von diesen 15 Mrd. $ hätte z. B. alternativ auch 43 % der JPS zum NENNWERT zurückgekauft werden können.
Außerdem ist es Wahnsinn, 126 Mrd. $ an Krediten mit 15 Mrd. Kosten abzusichern. Die Zahlen gelten über 8 Jahre. Daraus errechnen sich pro Jahr Zinsen (bzw. Absicherungskosten) in Höhe von 1,5 %, die die FnF-Gewinne schmälern.
Außerdem gab es nie einen Realitäts-Check, ob diese CRT-Absicherungen im Falle einer schweren Immobilienkrise überhaupt funktionieren würden (counterparty risk). Deshalb hatte Calabria die CRT deutlich reduziert. Das Wiederhochfahren der CRT ist laut Howard (# 629) die einzige "Verbesserung"*, die Wall Street an den Calabria-Standards vorgenommen hat.
* faktisch ist es eine Verschlimmbesserung
Aus dem Link in # 630:
...Mark Calabria, raised concerns about prepayment risk to the CRT structure, which it said was ?untested by a widespread serious loss event.? The GSE portfolios have had very low delinquency levels throughout the pandemic.
Es gibt vier Tranchen an CRT. Die am stärksten ausfallgefährdete behalten Fannie und Freddie selbst (unten fett). Wall Street "versichert" somit nur das, was ohnehin kaum von Ausfällen bedroht ist.
Quelle: Artikel in # 633
The CRT structure, which Freddie Mac pioneered in 2013, shifts a portion of the risk of credit losses on the mortgages they back onto investors.
Fannie Mae and Freddie Mac pay investors in exchange for assuming a portion of that risk. Those investors can choose from four tranches of risk exposure, the first being the safest and the fourth taking on the highest loss risk. The GSEs keep the riskiest tranche.
insofern alles gut. Habe bei dir auch das Limit erreicht. Wichtig sind die Infos, denn am Ende kann es sich wortwörtlich auszahlen. Meine Euphorie über Calhoun ist definitiv verflogen. Und ich halte meine Erwartung tief. Aber wie du richtig genannt hast: Die JPS sind wie ewige Optionen mit 13bagger Triebwerken auf diesem Niveau. Solange es keine große Immo-Krise gibt, ist es ein Wartespiel.
Anti Lemming
: Pagliara rührt die Benachteiligten-helfen-Trommel
Tim Pagliara ist ein Hedgefondsmanager, der massiv in JPS investiert ist. Im Frühjahr hatte er das Buch "Another Big Lie" veröffentlicht und an alle neun Scotus-Richter geschickt.
Hier Pagliaras aktuelle Einschätzung und seine (sicherlich auch eigennützigen) Politikempfehlungen:
deepL + edit
Pagliara: "Die aufgeschobene Freilassung und Rekapitalisierung von FnF hat dazu geführt, dass Hauskredite nur eingeschränkt verfügbar sind. Infolgedessen hat der Eigenheimbesitz bei Minderheiten (Schwarze und Hispanics) nicht mit der allgemeinen Entwicklung Schritt halten können. Der Anteil schwarzer Hausbesitzer ist auf einem 50-Jahres-Tief."
Pagliara weist darauf hin, dass die Zwangsvollstreckungskrise nach dem Immobiliencrash von 2008 größtenteils auf die Tatsache zurückzuführen war, dass Millionen von Hausbesitzern finanziell "unter Wasser" waren, d. h. ihre verbleibende Hypothekenschuld war höher als der Wert ihres Hauses. Immobilien- und Hypothekenexperten sagen, dass Hausbesitzer heute in der Regel über mehr Eigenkapital verfügen als im Jahr 2008.
Aber wird nicht ein großer Teil der potenziellen Käufer auf der Strecke bleiben, wenn die Regierung Fannie Mae und Freddie Mac nicht (bald) mehr Hilfe gewährt?
"Fannie Mae und Freddie Mac brauchen Kapital, damit sie ihrer Aufgabe nachkommen können, den unterversorgten Menschen und der Mittelschicht langfristig festverzinstes Wohneigentum zur Verfügung zu stellen", sagt Pagliara. "Diese Menschen sind das Fundament der amerikanischen Mittelschicht, der stärkste Motor für wirtschaftliche Gleichheit, den dieses Land je erfunden hat."
Pagliaras Schlussfolgerungen für den Wohnungsmarkt:
Das begrenzte Haushaltsvolumen wird die Biden-Adminstration dazu zwingen, kreativ zu werden. "Bei Freilassung und Rekapitalisierung von Fannie und Freddie kann die Regierung über 50 Milliarden Dollar an Erlösen generieren", so Pagliara, "die in einen Wohnungsbau-Treuhandfonds eingezahlt werden können, um Gemeinden und Erstkäufer von Eigenheimen zu unterstützen."
Anmerkung A.L.: Es ist unklar, ob Pagliara mit diesen "kreativen Maßnahmen" eine Warrantsausübung oder einen SPS-Swap im Zuge der Freilassung meint. Die Warrantsausübung würde der US-Regierung nach meiner Rechnung rund 50 Mrd. $ bringen - käme also der Höhe nach hin - während ihr ein SPS-Swap über 100 Mrd. $ einbringen würde. KThomp19 von iHub glaubt, dass ein SPS-Swap wahrscheinlicher ist: https://www.ariva.de/forum/...ohne-ende-370497?page=1654#jumppos41353
Wenn die US-Notenbank Fed im Laufe dieses Jahres die Geldmenge reduziert, muss sich die Wirtschaftstätigkeit nach Ansicht von Pagilara beschleunigen - insbesondere auf dem Wohnungsmarkt. "Ein starker Wohnungsmarkt hat einen Multiplikatoreffekt auf viele Dinge in der gesamten Wirtschaft", sagt Pagliara. "Alles, von der Farbe bis zum Verkauf von Haushaltsgeräten, profitiert davon."
Große Immobilieninvestoren und Vermögensverwaltungsfirmen treiben die Immobilienpreise in die Höhe und erschweren den Zugang zu Wohneigentum für den Durchschnittsamerikaner. Eine Folge davon seien, so Pagliara, zu viele Mieter, die eigentlich Eigentümer sein sollten. "Wenn man ein Haus in einer Gegend mieten kann, in der die Leute Eigentümer sind, sollte man dieses Haus auch kaufen können", sagt er.
Wie alle HF-Manager will er Geld machen. Geld macht er, wenn seine JPS auf Nennwert steigen. Wie kann er dazu beitragen? Indem er, wie im letzten Posting, auf die Tränendrüse drückt und auf finanzielle Benachteiligung von Minderheiten (Schwarze, Latinos) und Teile der Mittelschicht im US-Immobilienmarkt verweist. Das stößt bei Demokraten auf offene Ohren.
Als Abhilfe schlägt er vor, dass die Regierung "kreativ wird" und 50 Mrd. $ mit der Freilassung und Rekapitalisierung von Fannie/Freddie "generiert", die dann für die finanzielle Unterstützung obiger Gruppen verwendet werden sollen. Zitat aus # 636: "Bei Freilassung und Rekapitalisierung von Fannie und Freddie kann die Regierung über 50 Milliarden Dollar an Erlösen generieren."
Diese 50 Mrd. $ kommen allerdings nur rein, wenn die Regierung entweder die Warrants ausübt oder die SPS in Stammaktien umtauscht. Letzteres bringt ihr sogar 100 Mrd. $ ein. Beides führt zur Verwässerung der Stammaktionäre (Warrants: Faktor 5; SPS-Swap: Faktor 190).
Beides wäre aber auch der Startschuss für die Freilassung/Rekapitalisierung. Und dabei würden die JPS auf ihren Nennwert von 25 $ steigen oder zu diesem Kurs in Stämme geswappt.
Und genau dies ist natürlich Pagliaras wahres "Anliegen".
zeigen somit sehr anschaulich, dass die Freilassung von FnF mit einem Verteilungskampf einhergeht, bei dem die US-Regierung, die JPS-Halter und die alten Stammaktionäre darüber streiten werden, wie der auf sie entfallende 100-Mrd-Kuchen der finalen MK (Erklärung: unten) unter ihnen aufgeteilt wird. Jede Gruppe wird versuchen, auf Kosten der anderen zu gewinnen. Die schwächste Gruppe in diesem Trio sind die Stammaktionäre, weil sich nicht vor Verwässerung geschützt sind. Sie werden daher vermutlich mit Peanuts abgespeist.
Der "Gesamtkuchen" ist die Marktkapitalisierung (MK) von FnF nach Freilassung und Kapitalerhöhung. Die finale MK dürfte wegen 20 Mrd. $ Gewinn pro Jahr und einem geschätzten KGV von 12,5 bei 250 Mrd. $ liegen. Davon dürften die Zeichner der neuen Aktien (KE) rund 60 % für sich beanspruchen, so dass auf sie 150 Mrd. $ entfallen. Übrig bleibt der oben genannte 100-Mrd.-Kuchen, um den US-Regierung, JPS-Halter und alte Stammaktionäre "streiten" und feilschen werden.
Nach der Fahnenstange im grünen Kreis, folgten Gewinnmitnahmen und Konsolidierung und jetzt bereiten wir uns auf die nächste Welle nach oben vor. Anscheinend reichen kleine Volumen, um große Anstiege zu verursachen, was wohl bedeuten könnte, dass der Abgabedruck wohl nicht hoch ist. Würde mich nicht beklagen, wenn wir zur 200Tageslinie zurückkehren.
an deutschen Börsen mit den JPS, die ist besonders hoch, wenn die Ami-Börsen noch nicht auf haben und ihre Arbitage-Computer noch aus sind. Deswegen ist es ratsam, entweder direkt in der amerikanischen Börse (OTC) oder zu Öffnungszeiten der Amis zu kaufen. Dann schrumpft das Bid-Ask-Spread.
"Die FHFA umging das Verbot des Obersten Gerichtshofs der USA für von Bundesbehörden genehmigte Räumungsmoratorien mit dem Argument, dass der Kongress dies ausdrücklich genehmigen müsse, und wies die FnF an, es anstelle der FHFA anzukündigen, wie sie es mit der Ankündigung im Juli tat, als das Räumungsmoratorium bis zum 30. September verlängert wurde. Gestern war es die FnF, die das Moratorium "auf unbestimmte Zeit" verlängerte, nicht die FHFA, aber es stellte sich heraus, dass die FnF nicht die Befugnis hat, eine solche Ankündigung zu machen. Die Befugnisse des Managements, der Anteilseigner, des BOD und der Unternehmen wurden am ersten Tag der Konservatorschaft gemäß der Nachfolgebestimmung des FHEFSSA auf den Konservator übertragen. Die FHFA hat noch 6 Tage Zeit, um die FnF aus der Zwangsverwaltung zu entlassen, so dass diese Ankündigung rechtlich durchsetzbar ist."
...Wenn Fannie und Freddie über den 30. September hinaus weiterhin Gewinne einbehalten dürfen (= der NWS pausiert bleibt, A.L.), kann man das so interpretieren, als würde Bidens Team die von Mnuchin/Calabria [im 4. Amendment angeschobene Politik fortsetzen]. D. h. auch Bidens Ziel wäre dann erkennbar eine schlussendliche Freilassung/KE, wobei sein Team dabei die eigenen Prioritäten [hinsichtlich der FnF-Zukunft] umsetzen würde.
Sollten [FHFA und Schatzamt] sich dafür entscheiden, ihre Vorstellungen [wie beschrieben] umzusetzen, bräuchte sie die dafür die Unterstützung der Kapitalmärkte, die derzeit von der Kapitalstruktur ausgeschlossen sind, weil die Regierung [in Gestalt der SPS] einen unüberwindbaren Anspruch auf das Eigenkapital von Fannie Mae und Freddie Mac innehat. Die Überwindung dieses Hindernisses ist für die Regierung Biden von größter Bedeutung... Ein Teil dieser Blockade ist ein Rechtsstreit vor Gericht, wie z.B. die "Breach of Contract Claims" (Vertragsverletzungsklagen) im Bezirk DC unter der Aufsicht von Richter Royce Lamberth.
Ich glaube, dass diese Ansprüche berechtigt sind und in den nächsten Jahren vor Gericht geklärt werden oder außergerichtlich durch einen Vergleich als Teil einer globalen Eigenkapitalumstrukturierung, die notwendig ist, um neues Kapital anzuziehen, gelöst werden. Im Moment werden die Vorzugsaktien [JPS, A.L.] zu 6-10 Cent auf den Dollar gehandelt - was suggeriert, die Unternehmen würden kein Geld verdienen, keine Gewinne einbehalten und keine gültigen Rechtsansprüche haben. Das Kind wurde mit dem Bade ausgeschüttet.
Ich bin meine erste Aktienposition 2014 eingegangen, bevor Lamberth alle Rechtsansprüche der Aktionäre abwies, und die Kurse der letzten Monate waren die niedrigsten, die ich seit meinem Einstieg gesehen habe.
Ich besitze keine Stammaktien und empfehle sie auch nicht wirklich als Anlage, da es für mich zu viele Variablen gibt, die ich berücksichtigen muss, und ich bin ein Pessimist, was Umstrukturierungen angeht. Ich sehe keinen Sinn darin, in Stämme zu investieren, wenn auf risikobereinigter Basis die Vorzugsaktien jetzt bei weitem das bessere Geschäft zu sein scheinen. Ich gehe davon aus, dass Vorzugsaktien (JPS) ab Oktober wieder mit mindestens 25 Cent auf den Dollar gehandelt werden (A.L.: das wären Kurse um 6,25 $) - sobald Investoren sehen, dass Fannie und Freddie auf ihrem Weg aus der Zwangsverwaltung immer noch ihre Gewinne einbehalten dürfen. Nächstes Ziel wäre dann die endgültige Umstrukturierung der Kapitalstruktur (A.L.: KE).
Der Aktienmarkt hat das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Fannie und Freddie verdienen weiterhin Milliarden von Dollar pro Jahr. Wenn man alle diskretionären Buchhaltungsanpassungen, die zur rückwirkenden Rechtfertigung der Übernahme von Fannie und Freddie 2008-2011 vorgenommen wurden, zurücknimmt, waren Fannie und Freddie fast immer profitabel. Die Unternehmen behalten nun ihre Gewinne ein. Die Unternehmen können derzeit kein neues Geld aufnehmen, da ihre Kapitalstruktur eine Beteiligung nichtstaatlicher Anteilseigner verhindert.
Es handelt sich also um eine Umstrukturierung des Eigenkapitals, aber bevor das geschehen kann, muss die Regierung ihre Version der Reform der Wohnungsbaufinanzierung fertigstellen. Bidens Team hat erst vor kurzem damit begonnen, weil es zunächst Calabria entlassen musste. Die Vorzugsaktien werden zu 6-10 Cents pro Dollar gehandelt, und bei diesen Bewertungen scheint es weitaus mehr Aufwärtspotenzial zu geben als üblich, da es anscheinend keine Klage gibt, die die Warrants anfechtet (ich muss es wissen, denn ich habe alle Klagen gelesen und alle zugehörigen juristischen Schriftsätze, und ich habe in den letzten sieben Jahren über fünf Bücher zu diesem Thema und Hunderte von Artikeln geschrieben).
Wenn Sie mich fragen, kann die Regierung nicht einfach nach eigenem Gutdünken zwei der profitabelsten Unternehmen der Welt übernehmen, ihre Rentabilität durch manipulative Eingriffe in die Buchhaltung vorübergehend künstlich mindern - und dann mit allem, was sie dabei herausgeholt hat, auf ewig davonkommen. Bis jetzt [konnten] sie mit den Unternehmen machen, was sie wollten....
In Amerika haben wir den fünften Verfassungszusatz und wir haben Vertragsrechte. Keines dieser Rechte hängt davon ab, wie das Gerichtssystem HERA 2008 auslegt. Jetzt, da HERA 2008 vom Obersten Gerichtshof interpretiert worden ist, haben die Aktionäre endlich an mehreren rechtlichen Fronten gute Karten. Klagen wegen Enteignung, Vertragsbruch, verfassungsrechtlichen Ansprüchen und Ansprüchen wegen Nichtdelegierung stehen an, aber mein Favorit sind die Klagen wegen Vertragsbruchs, weil Mario Ugoletti in diesem Gerichtssaal eine eidesstattliche Erklärung im Namen der Regierung unterzeichnet hat, die unter Strafe des Meineids steht.
Mein erster Absatz in # 651 ist etwas salopp formuliert.
Genauer muss es heißen: Der Lamberth-Prozess wird von JPS-Haltern geführt und finanziert. Erstritten werden somit einzig und allein Rechte der JPS-Halter. Konkret geht es um Schadensersatz für den NWS, der hinsichtich der JPS-Verträge einen "Bruch der guten Sitten" darstellt. Da Stammaktionäre an der Klage nicht beteiligt sind, wird auch keine Entscheidung für oder gegen sie erfolgen. Die US-Gerichte verhandeln immer nur das, was konkret auf den Tisch kommt.