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Berta Benz, die Gattin von Carl Benz, fuhr 1886 mit ihren beiden Söhnen Eugen und Richard von Mannheim nach Pforzheim – die erste Autoreise der Geschichte. Frau Benz wollte der Welt (und insbesondere ihrem Ehemann) beweisen, dass diese neue Maschine etwas taugte.
Bis nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Auto ein kostspieliges Luxusobjekt. Unternehmen wie Rolls-Royce (Blog vom 29. März 2016), Maybach und Duesenberg bauten exquisite Strassenkreuzer für eine wohlhabende Kundschaft. Obwohl die Vorteile des Kraftwagens offensichtlich waren (im Gegensatz zu Pferden verbraucht er nur dann Treibstoff, wenn man ihn benutzt), hatte das Automobil in manchen Gegenden Mühe, sich durchzusetzen. Kaum hatte man sich einigermassen an das neue Verkehrsmittel gewöhnt, wollte man auch schon seine Grenzen austesten. Autorennen kamen in Mode, immer noch weiter und noch spektakulärer. Einer der Höhepunkte war das Rennen Peking-Paris im Jahr 1907 (siehe Blog vom 20. Oktober 2015). In den 1950er Jahren begann schliesslich das Zeitalter des Autos als Massenprodukt, und zwar mit allen Nebenwirkungen. 30 Jahre später wurde der „Umweltverschmutzer Nummer 1“ dann vom Sockel gestürzt. Ein eigenes Kapitel ist die Beziehung zwischen dem Auto und dem Kino. Das Automobil und der Film sind nicht nur fast gleich alt, sie haben sich auch gegenseitig beeinflusst, man denke nur an James Bonds legendären Aston Martin in Goldfinger oder an das Wunderauto Chitty-Chitty-Bang-Bang (siehe Blog vom 19. Januar 2016).
Jetzt bei buchplanet.ch: Eine Jahrhundertliebe. Menschen und Automobile von Judith Jackson. In zahlreichen Bildern (und mit einem Geleitwort von Henry Ford II, dem Sohn von Autokönig Henry Ford) erlebt man da die ganze Geschichte der „Kutschen ohne Pferde“.