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Am Muttertag bedanken wir uns für den unermüdlichen und selbstlosen Einsatz, den unsere Mütter das ganze Jahr über leisten. Dabei wird die am härtesten arbeitende Mutter der Schweiz oft vergessen.
Dass eine Kuh tagein, tagaus Milch gibt, wird von vielen als selbstverständlich gesehen. Doch oft wird dabei nicht bedacht, dass die Kuh nicht Milch gibt, einfach nur weil sie eben eine Milchkuh ist. Die Kuh gibt Milch, weil sie eine Mutter ist. Und wie alle anderen Mütter auch, will die Kuh mit ihrer Milch ihr Junges ernähren und nicht als Kaffeezusatz oder für die Käseproduktion herhalten müssen. Hier finden Sie einige weitere Gründe, warum Sie mit dem Verzicht auf Milchprodukte den Müttern dieser Welt das grösste Geschenk machen.
Zwangsbefruchtung und Dauerschwangerschaft
Viele Menschen glauben, dass eine Kuh nach einer einmaligen Schwangerschaft ihr Leben lang Milch gibt. In Wahrheit werden Milchkühe in einem unnatürlich jungen Alter zum ersten Mal gegen ihren Willen künstlich befruchtet und sind dann – genau wie die Menschen auch – neun Monate lang schwanger. Damit sie durchgehend Milch geben und möglichst profitabel sind, werden sie nur wenige Monate nach der Geburt ihres ersten Kalbes wieder künstlich befruchtet. Auch während der Schwangerschaft werden die Kühe weiter gemolken. Erst zwei Monate vor der Geburt des nächsten Kalbes wird eine kurze Melkpause eingelegt. Das heisst, dass die Milchkuh im Normalfall an über 300 Tagen im Jahr gemolken wird.1
Auch die Menge an Milch, die eine Kuh täglich produziert, wurde über die Jahre hinweg, durch die Züchtung von sogenannten «Hochleistungskühen», auf eine unnatürliche Menge erhöht. In den 1950er-Jahren hat eine Milchkuh pro Jahr durchschnittlich 2500 Liter Milch gegeben. Im Jahr 2022 lag der Durchschnitt bei 7000 Litern pro Jahr.2
Dies bedeutet eine enorme Belastung für die Kuh und führt zu einer Überstrapazierung ihrer Euter, was wiederum häufig zu Eutererkrankungen führt. Um dem entgegenzuwirken, wird in der Schweiz eine Rekordmenge an Antibiotika direkt in die Euter der Kühe gespritzt.3
Mutter-Kalb Beziehung
Damit das Kalb nicht die Milch trinken kann, welche die Kuh-Mutter eigentlich für ihr Junges produziert, wird es meist wenige Stunden oder sogar Minuten nach der Geburt von der Mutter getrennt. Dies soll auch dazu dienen, dass zwischen der Mutter und ihrem Kind keine zu starke Bindung entsteht. Helfen tut das aber kaum, denn Mutterkühe sind nach der Trennung von ihren Kälbern meist tagelang unruhig und suchen und rufen nach ihrem Kalb. Doch das Rufen nützt nichts, denn ihr Kalb wird getrennt gehalten, bis es alt genug ist, um selbst als Milchmaschine zu dienen. Und wenn es ein männliches Kalb ist, dann ist es schon bald auf dem Weg zum Schlachthof.4
Ein bitteres Ende
Zum Dank für ihre jahrelange harte Arbeit wird die Kuh nicht mit einem schönen Lebensabend belohnt. Ganz im Gegenteil. Eine Kuh hat eine natürliche Lebenserwartung von 20 bis 25 Jahren. Milchkühe sind aber spätestens nach 6 Jahren schon so ausgelaugt, dass sie nicht mehr fortpflanzungsfähig sind oder zu wenig Milch produzieren und nicht mehr rentabel sind. Somit haben sie «ausgedient» und werden geschlachtet.5
Lassen wir den Kühen ihre Milch
Und wofür das Ganze? Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das bewusst die Milch einer anderen Spezies trinkt. Die Milchproduktion für den menschlichen Konsum ist nicht nur unnatürlich, sondern auch ungesund und schlecht für unsere Umwelt. Ausserdem bedeutet sie für die Milchkühe und ihre Kälber grosses Leid. Wir sollten unsere Einstellung und unser Verhalten der Milchkuh gegenüber überdenken und uns ins Bewusstsein rufen, dass auch die Milchkuh eine Mutter ist, die sich danach sehnt, in der Nähe ihres Kindes zu sein und es zu beschützen und zu umsorgen.
Aus diesen Gründen wollen wir dazu aufrufen, dass Sie sich gemeinsam mit uns für die Mutterkuh einsetzen und zu pflanzlichen Milchalternativen greifen! Wenn Sie mehr über die Kuh oder Kuhmilch erfahren wollen, dann schauen Sie sich einfach weiter auf unserer Webseite um. Hier gibt es noch viele spannende Themen zu entdecken.
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