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"Wir werden so lange bleiben wie nötig", sagte der Chef der Bewegung der Landlosen, Marcosa Baratto, der Nachrichtenseite G1. Auch in der Finanzmetropole Sao Paulo, in Rio de Janeiro und anderen Städten wurde gegen die Pläne der konservativen Regierung protestiert.
Präsident Michel Temer plant unter anderem, das Renteneintrittsalter auf 65 Jahre hochzusetzen. Derzeit können viele Brasilianer bereits mit 54 Jahren in Rente gehen. Finanzminister Henrique Meirelles hatte Anfang des Monats gesagt, Brasilien drohe "die schlimmste Wirtschaftskrise in seiner Geschichte".
Temers vorrangiges Ziel ist nach eigenen Angaben eine starke Wirtschaft. Es störe ihn nicht, dass seine ohnehin niedrige Popularitätsrate durch die Einsparmassnahmen weiter sinke, sagte er. Temers Regierung steht auch durch den Korruptionsskandal um den brasilianischen Ölkonzern Petrobras unter Druck, mehrere Regierungsmitglieder mussten deshalb bereits zurücktreten.
Der Mitte-Rechts-Politiker hatte im Mai die Nachfolge von Präsidentin Dilma Rousseff angetreten, nachdem die Staatschefin wegen geschönter Haushaltszahlen zunächst für 180 Tage vom Amt suspendiert wurde. Im August wurde Rousseff endgültig abgesetzt.
(AWP)