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Ausserdem wies der genossenschaftlich organisierte grösste brasilianische Verarbeiter Copersucar darauf hin, dass das Wetterphänomen El Niño die Ernte verzögern könnte, die in dem südamerikanischen Land gewöhnlich im Mai beginnt.
Negative Auswirkungen für Neuanpflanzungen
Am vergangenen Mittwoch wurde der Rohzuckerkontrakt Nummer 11 mit Fälligkeit im März für 15,53 cts/lb (ca. 307 Fr./t) gehandelt. Das war im Vergleich zum Ende Januar erreichten Dreieinhalbjahrestief von 14,70 cts/lb (291 Fr./t) ein Plus von 5,6%. Der Märztermin 2015 kostete sogar 10,7 % mehr als der aktuelle Frontkontrakt.
Dieser kräftige Aufschlag für die spätere Lieferzeit deutet darauf hin, dass sich die nachteiligen Wetterbedingungen nach Ansicht der Marktakteure besonders auf die Neuanpflanzungen von Zuckerrohr negativ auswirken dürften.
Globale Lagermengen auf Rekordstand
Allerdings zeigt der langfristige Preistrend am globalen Zuckermarkt seit etwa drei Jahren immer noch nach unten: Nachdem sich der Rohzucker-Kontrakt Nummer 11 bis zum Februar 2011 in der Spitze auf ein 25-Jahreshoch von 36 cts/lb (710 Fr./t) verteuert hatte, kam es in den Folgejahren aufgrund der kräftig anziehenden Produktion und der immer grösseren Lagerbestände zu einem kräftigen Kursverfall an der Terminbörse: Der Abschlag gegenüber dem Hoch von 2011 beläuft sich trotz der Rallye der vergangen Tage immer noch auf etwa 55%.
Marktexperten rechnen nun auch für die im Oktober beginnende Saison 2014/15 mit einem Produktionsüberschuss von immer noch 2,1 Mio t; damit würde sich diese Marktsituation zum fünften Mal in Folge jähren. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium prognostizierte in seiner letzten Prognose vom November 2013 für die globalen Lagerendbestände 2013/14 eine Rekordmenge von 43,4 Mio t.