Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03331.jsonl.gz/1041

Im zeitigen Frühling schlüpfen die Falter aus ihren pflaumengrossen, ockergelben bis braunen Kokons. Die Flügel der Weibchen sind in hellen Grautönen mit feinen rosaroten Schattierungen gezeichnet. Die Vorderflügel der Männchen sind in eher dunklen Grautönen gezeichnet. Auf den Hinterflügel sind gelbe und orangen Farben vorherrschend. Nach der erfolgreichen Begattung werden die Eier in Gelegen von 50 bis 150 Eiern um die Stengel der Futterpflanzen geklebt. Im Juni schlüpfen die kleinen schwarzen Räupchen und fressen bis Ende Juli auf verschiedenen Pflanzen, bis sie sich einem Kokon spinnen und darin den Winter verbringen.
Obwohl man diesen Augenspinner selten sieht, ist er zum Glück nicht selten. Man trifft ihn in lichten Wäldern und Waldsteppen von den Niederungen bis in Höhenlagen über 1500 Meter an. Wie auch beim Nagelfleck fliegen die Männchen bei Sonnenschein in einem schnellen Flug durch die Wälder und Wadrändern, um die lockenden Weibchen aufzuspühren.