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Utoquai
Impressionen Utoquai
Beschreibung
Der Utoquai ist eine vielbegangene Seepromenade zwischen dem Bellevue und dem Seefeldquai mit einem einzigartigen Ausblick über den See und in die Altstadt.
Entwicklung
Der Bau der Quaianlagen 1887 war ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Stadt. Erst mit dem Bau der neuen Uferanlagen hat Zürich die entscheidende Wandlung von der Kleinstadt am Fluss zur Grossstadt am See vollzogen.
Die obere Promenade des Utoquais ist Teil der gründerzeitlichen Quaianlagen von Arnold Bürkli. Der Uferweg war chaussiert und mit drei Kastanien-Reihen bepflanzt. Zwischen dem Fuss- und Reitweg verlief eine Rasenrabatte. Den Seeabschluss bildete eine hohe Ufermauer mit einem schmiedeeisernen Geländer. Kleine Abgänge führten zum Wasser. Der Übergang zur Strasse hin war offen.
Verkehrsplaner forderten in den 1960er-Jahren eine Verbereiterung der benachbarten Bellerivestrasse um den stark angewachsenen Verkehr zu meistern. Dies sollte jedoch zu Lasten der historischen Seepromenade gehen. Als Ersatz wurde die Projektierung einer neuen, in Seerichtung verschobenen Promenade in Auftrag gegeben.
Der Entwurf einer breiten, auf Pfählen ruhenden Betonplatte direkt über dem Wasserspiegel fand Gefallen und das Projekt wurde 1971 unter der Leitung des Gartenbauamtes realisiert. Erst später fiel der Entscheid, auf die zusätzliche Fahrbahn nun doch zu verzichten. Somit können die Promenierenden heute zwischen der schattigen Kastanienallee von 1887 und dem wassernahen Weg der 1970er-Jahre an der Sonne wählen. 2006 musste die historische Ufermauer hinter dem Bad Utoquai saniert werden.
Nutzung
- Seepromenade mit Baumreihen und Sitzbänken
- Der Utoquai ist Teilveranstaltungsort für das alle drei Jahre stattfindende Züri-Fäscht
- Züri WC
Besonderes
Der Utoquai zeigt qualitätsvolle Promenadengestaltungen aus unterschiedlichen Zeitepochen.
Da die alte Badeanstalt bei der Klausstud am Seefeldquai dem Bau der Quaianlagen weichen musste, plante die damals noch selbstständige Gemeinde Riesbach als Ersatz zwei neue Badeanlagen im Tiefenbrunnen (1886) und am Utoquai (1890). Für letztere wählte man einen auf Pfählen ruhenden Badepalast mit zierlichen, turmartigen Aufbauten im maurischen Stil. Zum ersten Mal war es in Zürich Männern und Frauen erlaubt, im gleichen Bad zu baden. 1942 mussten die turmartigen Kuppelbauten weiteren Sonnenterrassen weichen, doch in der Grundstruktur ist das ursprüngliche Bad noch bis heute erhalten geblieben.
Der Utoquai figuriert im Inventar der schützenswerten Gärten und Anlagen von kommunaler Bedeutung (festgesetzt 1989).
Wegbeschrieb
Utoquai zwischen Bellevue und Seefeldquai
Tram 2, 4, 5, 8, 9, 11 bis Bellevue
Tram 2, 4 bis Kreuzstrasse