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Zum Weltmeertag vom 8. Juni wirft Greenpeace den Staats- und Regierungschefs Versagen vor. Will McCallum, Bereichsleiter Ozeane bei Greenpeace UK, äussert sich folgendermassen:
«Der Weltmeertag sollte ein Grund zum Feiern sein, keine Abdankungsfeier. Aber um ehrlich zu sein: Wenn die führenden Politiker*innen der Welt jetzt nicht handeln, um die Ozeane zu schützen, dann wird es genau das werden.»
Unsere Ozeane befinden sich in einer Todesspirale: geschädigt durch Klimaüberhitzung, Verschmutzung und zerstörerischer Fischerei. Über 70 % der Haie und Rochen sind im letzten halben Jahrhundert verschwunden. Die führenden Politikerinnen und Politiker der Welt tun so, als ob die Weltmeere zu gross wären, um zerstört zu werden. Wir können mit Sicherheit sagen: Sie sind es nicht.
Über 70 Länder haben angekündigt, bis 2030 mindestens 30 % der Ozeane schützen zu wollen, darunter die meisten G7-Mitglieder. Doch Versprechen sind leichter abgegeben als umgesetzt. Die Regierungen sollen in Bälde bei der UNO zusammenkommen, um sich auf einen starken globalen Ozeanvertrag zu einigen, der riesige Meeresschutzgebiete auf dem ganzen Globus schaffen könnte. Wir fordern sie dringend auf, diese Notlage mit dem nötigen Ehrgeiz zu behandeln und keine weitere Gelegenheit zu verpassen, unseren Ozeanen den Schutz zu geben, den sie dringend brauchen. Sie sollen zusammenarbeiten und einen Vertrag schaffen, auf den zukünftige Generationen stolz sein werden.
Der Ozean mag sich weit weg anfühlen, besonders in Zeiten wie diesen, aber wir alle brauchen ihn, um den Sauerstoff zum Atmen zu bekommen, und Milliarden sind für ihre Nahrung und zum Lebensunterhalt auf ihn angewiesen. Wir alle brauchen die Ozeane und gerade jetzt brauchen die Ozeane uns.»