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Seit Beginn der Gründung der Heilsarmee 1865 durch William Booth in London, war und ist zentraler Bestandteil die Verknüpfung von Glauben und Handeln: Verkünden des christlichen Glaubens, der frohen Botschaft (= Evangelium) von Jesus Christus sowie Lindern und Beseitigen von Not und Elend. Diese Motivation steht einerseits auf der Grundlage der gelebten Gottesbeziehung und des persönlich erfahrenen Erlösungswerks Jesu Christi und ist andererseits biblischer Auftrag der Nächstenliebe. Entsprechend tritt die Heilsarmee an ihren Wirkungsorten jeweils mit den zwei „Standbeinen“ Evangelisationswerk und Sozialwerk in Erscheinung.
Am 30. September 1906 eröffnete die Heilsarmee an der Molkenstrasse 6, in unmittelbarer Nähe des Helvetiaplatzes im Zürcher Stadtkreis 4, ein Zufluchtshaus für Frauen, das auch als Unterkunft für Durchreisende diente. Dies als Ergänzung zum Männerheim, welches die Heilsarmee 1903 als erstes Wohnheim in der Schweiz an der Diener-strasse 76, ebenfalls im Stadtkreis 4, eröffnete.
1927 wurde das Industrieheim an der Gerold-strasse bei der Hardbrücke eröffnet. Zusätzlich zum Wohnangebot wurden intern einfache Arbeiten erledigt (z.B. Recycling von Papier, Metall, etc.). 2003 wurde das Industrieheim geschlossen und nach Renovationsarbeiten 2004 als reines Wohnheim wiedereröffnet.
1985 wurde das Frauenwohnheim an der Molkenstrasse geschlossen. In der Folge wurde mit einer Totalrenovation und Erweiterung begonnen, die sich – neben der bereits bestehenden Liegenschaft – auf drei inzwischen dazugekaufte Häuser erstreckte und im Juni 1987 ihren Abschluss fand. Im neu entstan-denen Wohnheim finden seither Männer und Frauen ein Zuhause.