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Laut Bloomberg haben chinesische Bildungsaktien in diesem Jahr mehr als USD 130 Mrd. an Wert eingebüsst, was sich auch auf andere Branchen auswirkte und Schockwellen auf dem chinesischen Aktienmarkt auslöste. Ein wesentliches Ziel des geschilderten Vorgehens scheint darin zu bestehen, die Gleichheit innerhalb der Bevölkerung zu verbessern, indem alle Zugang zu Bildung erhalten und die finanzielle Belastung für Familien verringert wird, während gleichzeitig die demografischen Probleme infolge der Ein-Kind- Politik bekämpft werden. Mit anderen Worten: China scheint bereit zu sein, kurzfristige Wertverluste in Kauf zu nehmen, um im Gegenzug längerfristige soziale Vorteile zu erzielen, die dem Land als Ganzes dienen. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für sozialen Frieden.
Chinesische Staatsmedien versuchten heute Mittwoch, die Panik zu mildern. Die jüngsten Verluste seien nicht rational und die neuen Beschlüsse würden zum Teil falsch verstanden. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten seien nach wie vor stabil und es bestehe kein systemisches Risiko. Der Erfolg dieser Beschwichtigungsversuche ist noch nicht spürbar. Was am Montag mit einem Ausverkauf bei Aktien begann, hatte sich bis Dienstagnachmittag auf die Märkte für festverzinsliche Wertpapiere und Devisen ausgeweitet, wodurch der Yuan psychologisch bedeutsame Niveaus durchbrach und die Renditen chinesischer Staatsanleihen sowie die Kosten für die Versicherung gegen einen Ausfall der chinesischen Dollar-Schulden in die Höhe trieb.
Die Entscheidungsträger der japanischen Nationalbank zeigten sich unbeeindruckt von der sich weltweit zuspitzenden Debatte über eine strengere Geldpolitik, wie eine Zusammenfassung ihrer Debatte der Juli-Sitzung zeigt. Eine verfrühte Straffung der Geldpolitik solle vermieden werden. Die stärker als erwartet ausgefallene Inflation ist in den Mittelpunkt der Debatte der wichtigsten Zentralbanken gerückt und hat an den Märkten die Erwartung eines allmählichen, aber stetigen Ausstiegs aus der ultralockeren Geldpolitik geweckt. Doch das sei für Japan keine Option, da die Wirtschaft immer noch unter der Pandemie leide. Diese Aussage deckt sich mit der gesenkten Wachstumsprognose für das laufende Halbjahr. Allgemein herrscht die Ansicht, dass die jüngste globale Rohstoffinflation wahrscheinlich nicht zu einem breiteren Anstieg der Verbraucherinflation führen wird. Die Bank of Japan hat an ihrer Juli-Sitzung keine Veränderung an der Geldpolitik vorgenommen und verlängerte die Frist für ein Corona-Darlehensprogramm.
Nach monatelanger Seitwärtsbewegung schoss der Bitcoin in den letzten Tagen von 30'000 auf 40'000 US-Dollar, um nun auf dieser Schwelle zu verweilen. Obschon die April-Rekordwerde von fast 65'000 US-Dollar immer noch in weiter Ferne sind, scheint das Momentum stark. Die Diskussionen um eine stärkere Regulierung der Kryptowährungen rund um den Globus und Diskussionen um die Energieverschwendung beim Mining sind mittlerweile ein wenig abgeflacht. Grund für den Aufwind könnten positive Äusserungen sein von Tesla-Chef und SpaceX-Gründer Elon Musk und Ark Invest’s Gründer und CEO Cathie Wood, aber auch Signale von Amazon könnten der Digitalwährung Auftrieb verliehen haben. Der Internetriese hat eine Stellenausschreibung mit Produktverantwortung für Digitalwährungen ausgeschrieben, was in Folge zu wilden Spekulationen führte, dass möglicherweise Kryptowährungen für Transaktionen akzeptiert würden.
|MEZ||Land||Indikator||Letzte Periode|
|08:00||DE||GfK Verbrauchervertrauen||-0.3|
|10:00||CH||ZEW-Kunjunkturerwartungen||51.3|
|20:00||USA||FOMC-Zinsbeschluss||0.25%|
|Land||Unternehmen||Periode|
|FR||Capgemini||H1|
|ES||Banco Santander||H1|
|DE||Deutsche Bank||Q2|
|DE||BASF||Q2|
|GB||Barclays||H1|
|GB||British American Tobacco||H1|
|GB||Rio Tinto||H1|
|USA||Pfizer||Q2|
|GB||GlaxoSmithKline||H1|
|USA||Q2|
|USA||PayPal||Q2|
Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: <email-pii>
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG
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