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Landlocked, keinen Swell, Tide ungünstig, nicht genug Wellen erwischt oder an der Technik feilen? Das Surfskateboard kannst du überall und jederzeit als Surfersatz oder Add-on einsetzen.
Es scheint, als ob einige Grenzen durch den Coronavirus noch für eine Weile geschlossen bleiben und das Surfskaten eine der verwandtesten Fortbewegungsarten zu unserem geliebten Wellenreiten ist.
Meine ersten Erfahrungen mit Surfskateboards machte ich im Jahr 2014 (siehe Titelbild: Ich und mein erstes Carver Surfskateboard). Viele extrem ungeschickte Skatesessions später habe ich die Wissenschaft des «Strassensurfens» zu verstehen begonnen und kann nun spezifische Surfmanöver auf dem Asphalt trainieren. Jedes Mal hat eine Session auf dem Beton ein Lachen auf mein Gesicht gezaubert und manchmal ist es schlicht und einfach die einzige übrig bleibende Option. Hier sind 3 Dinge, die du als angehender Surfskateprofi unbedingt wissen musst.
1. Geschichte: Die Verschmelzung zweier Sporttrends
Surfskaten ist eine Unterdisziplin des traditionellen Skateboardens. Die Old-School-Variante kam in den 1950er-Jahren in Kalifornien auf. In den 70er-Jahren begannen die Skateverrückten neue Gebiete wie leere Swimmingpools zu erobern, das Bowl-Skaten war geboren. Nicht viel später versuchten erste Revolutionäre, Tricks wie Aerials oder Kick Flips aus dem Skateboarden auch im Wasser und entwickelten so das Surfen einen grossen, spektakulären Schritt weiter. Immer schon waren die beiden Diszipline Skaten und Wellenreiten innig miteinander verbunden, aber es brauchte eine ganze Weile, bis ein erstes Surfskate entstand. Um die Jahrtausendwende begannen die ersten Unternehmen wie Carver (seit 1996) und SmoothStar (seit 2001) Boards mit breiteren Decks, fast flachen Tails und keinerlei Biegung in der Nose zu produzieren. Ihr Ziel war klar: «to make surfers better».
2. Was ist so speziell daran?
Surfskateboards haben total verschiedene Eigenschaften, wie normale Skateboards auch. Während die Old School-Variante von einem symmetrischen Deck mit zwei identischen Achsensystemen geprägt ist, passten die Surfskateboardmacher die Decks wie oben erklärt an. Was aber den Hauptunterschied ausmacht zwischen den beiden Bretttypen, sind die Achsen. Die vordere Achse ist an ein spezielles System mit zwei Rotationspunkten gekoppelt, das Brett lässt sich extrem auf die Kante legen, ohne dass die Rollen den Kontakt zum Boden verlieren. Diese Innovation erlaubt es dir, das Surffeeling auch auf der Strasse zu erleben. Während ein normales Skateboard seinen Drehpunkt auf dem hinteren Fuss hat, musst du auf dem Surfskateboard das Gewicht über die vordere Achse bringen, um Geschwindigkeit zu generieren und das Brett zu drehen. Eben genau wie beim Wellenreiten im Wasser!
3. Warum trainieren Surfer/innen auf Surfskateboards?
Viele bekannte Surfprofis wie Felipe Toledo oder Johanne Defay nutzen Surfskateboards, um an ihrer Performance im Wasser zu feilen. Die Boards sind dazu gemacht, Bewegungen des Wellenreitens möglichst 1:1 zu rekonstruieren, unabhängig vom Unsicherheitsfaktor Welle. Die Möglichkeiten zur Repetition der Surfbewegungen wie Bottom Turn, Snaps, Cutbacks etc. erhöht sich somit um das Tausendfache. Durch die abermalige Repetition von spezifischen Bewegungen (und damit meine ich: üben, üben, üben und nochmal üben) kreieren die Muskeln ein sogenanntes Musclememory in deinem Gedächtnis. Das heisst, das Gehirn kann auch in anderen Situationen elektronische Stimuli an deinen Körper aussenden und die Bewegungen in ähnlichen Umständen fast 1:1 wiederholen. Dieser Mechanismus erlaubt es dir, etwas auf der Strasse Eingeübtes auch im Ozean anzuwenden. Cool, oder?
Falls dein Interesse am Surfskaten geweckt wurde und du noch mehr dazu wissen willst, dann schau mal vorbei auf www.fssurfcoaching.com. Da findest du Informationen zu verschiedenen Surfskateboards, Erfahrungsberichte zu Boards von Yow, Carver und SmoothStar sowie Tipps und Tricks zum Üben verschiedener Surfbewegungen. Let’s go and surf the streets!