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Vortrag von Mario Haldemann am Mittwoch, 13. April 2016,
20.00 Uhr, in der Bibliothek Spiez
Jahrelang schlummerte das gewichtige Buch unbeachtet in einem Schrank im Spiezer Oberstufenzentrum Längenstein. Dabei ist es ein Kulturgut ersten Ranges!
Der sensationelle Fund wurde hier erstmals der Spiezer Öffentlichkeit vorgestellt.
Conrad Gessner (1516-1565) zählt zu den grössten Naturforschern und Universalgelehrten, welche die Schweiz hervorgebracht hat. Er war Arzt, Naturforscher, Theologe, Orientalist,
Sprachwissenschafter und Kenner der griechischen, lateinischen und hebräischen Sprache und er verfasste zahlreiche wegweisende wissenschaftliche Werke.
Berühmtheit erlangte vor allem seine mehrbändige «Historia animalium». Mit dieser Tiergeschichte schuf er als Erster ein Inventar aller Lebewesen, die auf der Erde vorkommen. Er begründete damit die moderne Zoologie. Der Zürcher Gessner betrat in mehreren Disziplinen Neuland und bereitete der modernen Wissenschaft den Weg. So gilt er beispielsweise als „«Vater der Bibliographie», weil er in seiner «Bibliotheca universalis» (1545-49) alle Werke verzeichnete, die handschriftlich oder gedruckt in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache verfasst worden waren.
Ausstellungen im Nationalmuseum, im Zoologischen Museum der Universität Zürich und im Zoo Zürich sowie ein internationaler Kongress an der Zürcher Universität (6.-9. Juni) erinnern an den grossen
Gelehrten.
Conrad Gessner – Der Leonardo da Vinci der Schweiz