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Sonntag, 7.5.2023 (Fortsetzung)
Es ist schon nach 18.00 Uhr und wir machen einen Spaziergang Richtung Altstadt.
Sprachlich wird’s hier wieder ziemlich kompliziert: Cáceres ist spanisch, auf extremadurisch heisst die Stadt Caçris und auf Fala heisst sie Cáciris. Extremadurisch oder auch estremeñu, ehtremeñu oder Cahtúo ist eine eine romanische Sprache und wird in der Extremadura bei 1 Mio. Einwohnern von ca. 200’000 Personen gesprochen…. es gibt davon noch 3 Dialekte. Fala ist ebenso eine romanische Sprache. Sie stellt einen Zweig des Galicisch-Portugiesischen dar und wird heute in einigen Gemeinden im Valle de Jálama (Val de Xálima) und im Val du riu Ellas, zwei Tälern im Nordwesten der Provinz Cáceres an der Grenze zu Portugal, gesprochen.
Cáceres hat ca. 100’000 Einwohner und liegt an der antiken Militär- und Handelsstrasse Vía de la Plata (es ist hier beschrieben, dass die Strasse eben nicht Silberstrasse heisst). Die Altstadt von Cáceres gehört seit dem Jahr 1986 zum UNESCO-Welterbe.
Das Folgende hätte ich schon beim Besuch von Mérida schreiben können, da hatte ich es einfach vergessen:
Die Extremadura (das ist spanisch, auf extremadurisch Estremaúra, auf Fala und portugiesisch Estremadura) ist eine der 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens und liegt, an Portugal grenzend, im Südwesten von Spanien. Sie umfasst die Provinzen Cáceres und Badajoz. Es ist eine der kleineren Autonomen Gemeinschaften Spaniens und grenzt an Portugal und die grossen Gemeinschaften Kastilien und León, Kastilien-La Mancha und Andalusien.
Der Name Extremadura stammt von extremos del Duero, was jenseits des Flusses Duero (port. Douro) bedeutet.
Centro histórico…. wir sind richtig!
Die Plakate NO A LA MINA (Nein zur Mine, zum Bergwerk) an dem Gebäude beziehen sich auf den geplanten Lithiumabbau vor den Toren von Cáceres durch den australischen Konzern Infinity Lithium. Die Tagesschau berichtete im September 2021 darüber, der ORF im Juli 2023…. das Projekt bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz, Energiewende und geostrategischer Unabhängigkeit von Importen aus unsicheren Staaten. Da kann es durchaus passieren, dass die Interessen der lokalen Bevölkerung auf der Strecke bleiben. Und auch da sind nicht alle dagegen, viele befürworten auch den zu erwartenden wirtschaftlichen Aufschwung. Die Extremadura zählt zu der ärmeren Regionen Spaniens.
Wasser ist natürlich auch ein Thema…. für den Lithiumabbau ist viel Wasser nötig!
Ich beneide die Leute nicht, die diese Entscheidung treffen müssen!
Hinter den Häusern an der Plaza Mayor steht der Palacio de Moctezuma, in dem sich u.a. das Archivo Histórico Provincial de Cáceres (Historisches Archiv der Provinz Cáceres)
Tuk-Tuks dürfen! 😀
Wir sehen, dass sich auf der Plaza Mayor eine Musikkapelle und Volkstänzerinnen und -tänzer in lokalen Trachten vor dem Oficina de Turismo formieren….
…. und sehen dann diese Aufführung…. toll!
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…. z.B. ein extrem leckeres Carpaccio vegetariano de remolacha con rúcula, queso de cabra y kikos….
…. ein vegetarisches Rote-Bete-Carpaccio (Randen) mit Rucola, Ziegenkäse und Kikos (gebratene und gewürzte Maiskörner)
Als wir vom Essen zurückkommen, sind die Volkstanzgruppen auf der Plaza Mayor verschwunden. Dafür spielt jetzt eine Unterhaltungskapelle Tanzmusik und die Leuten tanzen auf dem Platz…. eine grossartige und beeindruckende Atmosphäre!
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Montag, 8.5.2023
Ein wunderschöner Morgen…. sehr ruhig…. aber ausgeschlafen sind wir nicht….
…. der nächtliche Lärm an der Entsorgungsstation gegenüber hat uns einige Stunden Schlaf gekostet! 👿
Eine Entscheidung hatten wir in der unruhigen Nacht getroffen, wir wollen einen Abstecher nach Porto in Portugal machen. Zuerst schauen wir uns heute Vormittag die Altstadt von Cáceres fertig an und später fahren wir dann ca. 70 km nach Alcántara nahe der portugiesischen Grenze. Und von Alcántara aus haben wir dann morgen etwa 340 km nach Porto.
Der Weg in die Altstadt…. heute ist es im Gegensatz zu gestern die Parallelstrasse!
Die Iglesia de Santiago de los Caballeros an der Plaza de Santiago…. im Jahr 1949 wurde die Kirche als integraler Bestandteil des historischen Ensembles von Cáceres zum Bien de Interés Cultural erklärt.
Blick zum Hauptaltar, der aus geschnitztem und polychromem Holz gefertigt wurde, ein Werk von Alonso Berruguete
In der Calle Tiendas
Der Palacio Episcopal de Cáceres (Bischofspalast)
Gegenüber des Bischofspalastes steht die Concatedral de Santa María de Cáceres (Konkathedrale von Cáceres)…. hier hörten wir die dämlichste Ausrede unserer Reise, warum die Kirche zwar offen ist, aber wir trotzdem nicht hinein dürfen…. die Kirche wird geputzt…. die ganze Woche lang! 😯 🙄
Sternförmiges Gewölbe des Presbyteriums
Tatiana Pérez de Guzmán el Bueno y Seebacher war die VIII Gräfin Torre Arias, Grandee von Spanien, XI Marquise von Santa Marta und XI Marquise von La Torre de Esteban Hambrán. Zusammen mit ihrem Mann Julio Peláez Avendaño beschloss sie, eine Stiftung zu gründen, die ihren Nachlass erben und zum Wohle der Gesellschaft verwalten würde.
Sie liebte Spanien zutiefst und fühlte sich verpflichtet, das historische und natürliche Erbe zu erhalten und weiterzugeben. Sie teilte mit ihrem Mann, einem Physiker, ein Interesse an der Wissenschaft und ein Anliegen für die staatsbürgerliche Bildung junger Menschen. Dank ihr hilft ihre Stiftung heute Tausenden von jungen Spaniern und Wissenschaftlern.
Diputación Provincial De Cáceres (Provinzregierung von Cáceres)
Die Iglesia de San Francisco Javier, auch bekannt als Iglesia de la Preciosa Sangre (Kirche vom Kostbaren Blut), wurde im 18. Jh. als Jesuitenkirche im Barockstil erbaut. Seit 1899 wird sie von den Misioneros de la Preciosísima Sangre (Missionare vom Kostbaren Blut) bewacht, daher auch der Zusatzname Iglesia de la Preciosa Sangre.
Man staunt, was es innerhalb der Katholischen Kirche für Organisationen gibt, die Missionare vom Kostbaren Blut sind eine Gesellschaft des apostolischen Lebens. Erst bei der Recherche zu diesem Bericht bin ich auf diese Dinge gestossen…. obwohl ich nicht katholisch bin, spannend ist es trotzdem!
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Das interessiert uns jetzt nicht so und Eintritt wollen wir dafür auch nicht bezahlen.
Bei instagram gibt’s reichlich Fotos davon…. und weiter unten noch ein Foto aus der Installation.
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Das Museo Provincial de Cáceres (Provinzmuseum von Cáceres) an der Plaza de las Veletas
Die Iglesia de San Mateo aus dem 16. Jh. an der Plaza San Mateo
Das Hospital de los Caballeros in der Calle de la Puerta de Mérida
Das Gran Teatro de Cáceres aus dem Jahr 1903
Zeit für ein paar Tapas…. wie gestern Abend essen wir eine Kleinigkeit auf der Plaza de San Juan vor der Iglesia San Juan Bautista. Während wir auf das Essen warten, gehe ich kurz in die Kirche hinein.
Rückweg zu unserem Camper…. es geht nochmal über die Plaza Mayor
Aus dem historischen Zentrum von Cáceres…. hier an der Plaza de Santa María wurden Teile der 3. Episode der 7. Staffel von Game of Thrones (GoT) gedreht.
Was wir in Cáceres verpasst haben….
Eine sehr sympathische und sehenswerte Stadt…. es hat uns hier sehr gut gefallen!
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