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Frutigen: Eröffnung des Zündhölzlimuseums muss weiter warten
In der ehemaligen Zündhölzlifabrik Kanderbrück in Frutigen ist ein Museum entstanden. Im alten Fabrikgebäude im ersten Stock hat die Kulturgutstiftung Frutigland eine Ausstellung erstellt, welche aufzeigt, wie die Zündhölzlifabriken im Frutigland entstanden sind, wo die Fabriken standen und welche Schwierigkeiten damit verbunden waren.
1850 hat die erste Zündhölzlifabrik in Frutigen den Betrieb aufgenommen. Diese brachte den in Armut lebenden Leuten den ersehnten Verdienst. In den folgenden Jahren wurde die Produktion ausgebaut, doch es gab auch dunkle Kapitel in dieser Geschichte. Im Frutigland gab es einst 24 Betriebe, die Zündhölzchen herstellten. In Reichenbach, Wengi, Frutigen, Adelboden, Kandergrund und Kandersteg verdienten viele Männer, Frauen und Kinder in den Fabriken und als Heimarbeit Geld für ihren Lebensunterhalt.
Die Kulturgutstiftung hat in Archiven und Bibliotheken umfassend recherchiert, Zeitzeugen befragt und Gegenstände gesammelt. Daraus ist eine Museum und eine Broschüre entstanden. Zu erfahren ist darin, wie sich die Herstellung der Hölzchen verändert hat, wie die Kinderarbeit und gesundheitliche Probleme lange Zeit an der Tagesordnung waren, einzelne Familien die Zündholzindustrie prägten, ein Schwedentrust die meisten Betriebe übernahm und nach und nach schloss. Heute werden noch in der Firma Pyro-Willen Spezialitäten produziert und Handel mit Feuerwerk betrieben.
(Text: MM/Foto: