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Allgemeiner und anhaltender Rückgang des Preisniveaus, bzw. Erhöhung des Geldwerts, die in der Regel mit einem Produktionsrückgang einhergeht.
Vorgang, bei dem für einen Nominalwert der entsprechende Realwert oder preisbereinigte Wert errechnet wird (z. B. Nominal- und Reallöhne, BIP zu laufenden und BIP zu konstanten Preisen).
Vorgang, bei dem für einen Nominalwert der entsprechende Realwert oder preisbereinigte Wert errechnet wird (z. B. Nominal- und Reallöhne, BIP zu laufenden und BIP zu konstanten Preisen).
Teuerungskompensation eines bestimmten Betrages mit dem Ziel, den Geldwert konstant zu halten. Die Indexierung kommt beispielsweise bei Verträgen mit längerfristiger Laufdauer, Alimentenzahlungen oder Renten zur Anwendung.
Allgemeiner und kontinuierlicher Preisanstieg, oder anders ausgedrückt anhaltender Geldwertverlust. Es gibt zahlreiche Berechnungsmethoden für die Inflation. Meist wird die Inflation an der Erhöhung (ausgedrückt in Prozenten) des Jahresdurchschnittswerts des Landesindexes der Konsumentenpreise (LIK) gemessen.
Die Kaufkraft des Geldes oder der Geldwert entspricht der für eine bestimmte Geldeinheit eintauschbare Gütermenge. Man unterscheidet die Kaufkraft in den Binnenwert, welcher über das Preisniveau einer Volkswirtschaft definiert wird, und den Aussenwert des Geldes, welcher die Kaufkraft einer über den Wechselkurs umgerechneten Währungseinheit im Ausland bezeichnet.
Ein Laspeyres-Kettenindex stellt eine Reihe von Laspeyres-Indizes dar, die häufig revidiert und deren aufeinander folgende Perioden wie die Glieder einer Kette miteinander verknüpft werden.
Im Rahmen der LIK-Revision 2000 hat das BFS entschieden, den LIK-Warenkorb jährlich zu aktualisieren, um die Entwicklung der Konsumstruktur der Haushalte so genau wie möglich zu erfassen. Der LIK ist somit neu ein Kettenindex. Künftig werden die Gewichtungen der einzelnen Ausgabenposten jedes Jahr im Dezember aktualisiert. Die Monatsindizes werden jährlich nach dem Laspeyres-Prinzip berechnet, wobei der Monat der letzten Neugewichtung als Indexbasis dient. Die Indizes werden anschliessend rechnerisch miteinander verkettet.
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) ist kein Lebenshaltungskostenindex, auch wenn diese beiden Ausdrücke in der Umgangssprache oft gleichgesetzt werden. Wie in den meisten Ländern ist der LIK vielmehr ein «reiner» Preisindex, der auf einer festgelegten Auswahl von Gütern und Dienstleistungen beruht, welche den Konsum eines durchschnittlichen Haushalts widerspiegeln (Laspeyres-Index).
Ein «echter» Lebenshaltungskostenindex sollte jedoch die Veränderung der minimalen Ausgaben messen, die zum Erhalt des bisherigen Nutzenniveaus notwendig sind (Zufriedenheitsniveau), wobei sich die Zusammensetzung des Warenkorbs ändert. Ein «echter» Lebenshaltungskostenindex kann schliesslich neben den Konsumgütern auch weitere budgetrelevante Posten umfassen, wie beispielsweise direkte Steuern und Sozialversicherungsprämien.
Misst die Preisentwicklung anhand eines fixen Warenkorbes, welcher die wichtigen Konsumausgaben der privaten Haushalte in der Schweiz repräsentiert. Die ermittelte Teuerungsentwicklung im Zeitablauf wird in Indexziffern bzw. in den entsprechenden Indexveränderungen in Prozent ausgedrückt.
Der Landesindex ist einer der wichtigsten und am häufigsten angewandten Wirtschaftsindikatoren und wird als allgemein anerkannte Orientierungshilfe in Politik und Wirtschaft herangezogen.
Der Landesindex der Konsumentenpreise sowie der Produzenten- und Importpreisindex sind beide Laspeyres-Indizes, bei denen man davon ausgeht, dass das Produkt- und Gewichtungsschema des Referenzzeitraums (und nicht der laufenden Periode, wie beim Paasche-Index) während einer bestimmten Zeitspanne konstant bleibt. Die allgemeine Formel für einen Preisindex nach Laspeyres lautet:
Seit der Revision von 1993 bis zur Einführung des neuen Indexes im Mai 2000 stützte sich der Landesindex der Konsumentenpreise auf die SNA-Nomenklatur (System of National Accounts), in welcher der private Konsum in 8 Bedarfsgruppen unterteilt ist. Die in der Zwischenzeit eingeführte COICOP-Nomenklatur (Classification of Individual Consumption by Purpose auf der OECD-Homepage) sieht für den Konsum 12 Bedarfsgruppen vor.
Für die Preiserhebung des LIK sind die so genannten Transaktionspreise massgebend, d.h. die Barzahlungspreise, welche der Konsument effektiv für die Waren und Dienstleistungen bezahlt.
Prämien beinhalten neben dem eigentlichen Preis einer konsumierten Leistung oder Ware auch die entsprechende Menge. Eine Prämienentwicklung widerspiegelt deshalb nicht nur die Preis- sondern eben auch die Mengenentwicklung, was in der Preisstatistik wie z.B. dem Landesindex nicht erwünscht ist. Der Landesindex basiert seine Preismessung auf einer im Zeitablauf fixierten Mengeneinheit.
Misst das Niveau der im Warenkorb enthaltenen Preise für Waren und Dienstleistungen im Vergleich zum Referenzmonat als gewichteten Durchschnittswert. Ein ansteigendes Preisniveau bedeutet somit eine Abschwächung der Kaufkraft des Geldes und umgekehrt.
Auch ein konstantes Preisniveau schliesst Preisbewegungen innerhalb des Warenkorbes nicht aus. Gegensätzliche sektorielle Preisentwicklungen können sich durchaus überlagern und kompensieren.
Zum privaten Konsum gehören die von den Privathaushalten gekauften und konsumierten Waren und Dienstleistungen. Dem Konsumkonzept der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung folgend, gehören Steuern, Sozialversicherungen und weitere Transferzahlungen (z.B. Alimente, Unterhaltszahlungen) nicht zum privaten Konsum. Die so genannten Transferzahlungen fliessen in direkter oder indirekter Form, z.B. über die Finanzierung öffentlicher Leistungen, wieder den privaten Haushalten zu.
Die Ausgabenstruktur der privaten Haushalte wird jährlich durch die Haushaltsbudgeterhebung (HABE) erfasst. Auf Grundlage der HABE-Resultate wird der Warenkorb des Landesindexes gewichtet.
Die Teuerung beschreibt die Preisveränderung eines bestimmten Warenkorbes über einen bestimmten Zeitabschnitt. Der Landesindex der Konsumentenpreise misst die Teuerung anhand der Preisentwicklung eines fixen Warenkorbes, welcher die wichtigen Konsumgüter der privaten Haushalte beinhaltet.
Der Warenkorb wird aufgrund der durchschnittlichen Ausgabenstruktur der privaten Haushalte in der Schweiz gewichtet. Die Teuerungserfahrung des einzelnen Haushaltes kann vom berechneten Durchschnittswert abweichen.
Die Transferausgaben sind Zahlungen, die in direkter oder indirekter Form, z.B. über die Finanzierung öffentlicher Leistungen, wieder den privaten Haushalten zufliessen. Zu den Transferzahlungen gehören beispielsweise die direkten Steuern, die Sozialversicherungen, Alimentenzahlungen, Unterhaltsbeiträge und jene Teile der Privatversicherungsprämien, die in Form von Ersatzleistungen im Schadensfall wieder an die Haushalte zurückfliessen. Die Transferausgaben gehören gemäss der Definition der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht zum privaten Konsum und damit nicht in den Warenkorb des Landesindexes der Konsumentenpreise.
Der Warenkorb und die Gewichtungen, die den verschiedenen Preisindizes zu Grunde liegen, werden anhand unterschiedlicher Quellen ermittelt. Für den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) stellt die Haushaltsbudgeterhebung (HABE) die Hauptquelle dar.
KontaktBundesamt für Statistik Sektion Preise
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