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<h2>SubmittedText<h2><p>Die vom US-Hypothekenmarkt ausgelöste Finanzkrise hat in Europa zu langen Schlangen vor Bankschaltern und zu Stützungsaktionen durch Notenbanken/Regierungen geführt.</p><p>- Kann die Stabilität des internationalen Finanzsystems nur gewahrt werden, indem die öffentliche Hand Banken, die untragbare Risiken eingingen, vor dem Zusammenbruch bewahrt?</p><p>- Sollte sich die öffentliche Hand diese Versicherung nicht mit einer Risikoprämie entschädigen lassen?</p><p>- Welche Risiken bestehen bei schweizerischen Banken?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es gehört generell zu den Kernaufgaben der Notenbanken, den Bankensektor gegen entsprechende Sicherheiten angemessen mit der notwendigen Liquidität zu versorgen. Diesen Auftrag hat gemäss dem Nationalbankgesetz auch die Schweizerische Nationalbank. Die Krise im amerikanischen Hypothekarmarkt mit niedriger Bonität hat zu grösseren Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten geführt. Diese Situation wurde durch Liquiditätsengpässe auf dem Geldmarkt noch verschärft. Darauf haben die wichtigsten Notenbanken ihre Finanzmärkte mit zusätzlicher Liquidität versorgt. Damit soll eine Kreditklemme mit negativen Auswirkungen auf die Realwirtschaft vermieden werden. Diese Massnahmen haben entscheidend zu einer Beruhigung auf diesen Märkten beigetragen. Diese Aktionen sind deshalb nicht mit gezielten Unterstützungsmassnahmen der öffentlichen Hand für einzelne Bankinstitute zu verwechseln, wie dies in England für eine Bank der Fall war.</p><p>Die Verantwortung für ein risikogerechtes Handeln liegt in erster Linie bei den Banken selbst. Eine den globalisierten Finanzmärkten angepasste Regulierung sowie eine starke Aufsicht wirken präventiv und tragen damit wesentlich zur Stabilität des Finanzsystems bei. In der Schweiz obliegt die prudenzielle Aufsicht des Bankensektors der Eidgenössischen Bankenkommission, während die generelle Überwachung der Systemstabilität und die Liquiditätsversorgung Aufgaben der Schweizerischen Nationalbank sind. Regulierung und Aufsicht sind für die Banken mit Kosten verbunden, die sie zu tragen haben. Es gibt keine staatliche Versicherung gegen die Insolvenz von Banken und daher auch keinen Bedarf zur Erhebung einer Risikoprämie.</p><p>Trotz den gestiegenen Risiken aufgrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten kann von einem gesunden wirtschaftlichen Umfeld sowohl weltweit als auch in der Schweiz ausgegangen werden. Die vor allem im Schweizer Kredit- und Vermögensverwaltungsgeschäft tätigen Schweizer Banken dürften nur in vernachlässigbarem Umfang im US-Subprime-Markt engagiert sein, der die Ursache der Finanzmarktturbulenzen bildet. Die global und auch im Investmentbanking tätigen Schweizer Grossbanken sind hingegen wie die ausländischen Investmentbanken stärker von den Finanzmarktturbulenzen betroffen. Sie sind aber im internationalen Vergleich gut kapitalisiert, weisen diversifizierte Ertragsquellen auf und könnten so auch allfällig grosse wirtschaftliche Schocks verkraften. Dies zeigen auch die Ergebnisse einer vertieften Analyse des Schweizer Finanzsektors ("Financial Sector Assessment Program") durch den Internationalen Währungsfonds, welche im Juni dieses Jahres veröffentlicht wurden.</p>