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Gelüste
(Cittae, Picae, Malaciae), Begehrungen, welche in einer vornehmlich durch die Schwangerschaft bedingten abnormen, aber nicht dauernden Verstimmung des Nervensystems ihren Grund haben und deshalb nicht als Geisteskrankheiten im Sinn des Gesetzes aufzufassen sind.
Sie äußern sich meist darin, daß die Schwangern ganz ungewöhnliche, ja sogar unnatürliche und ekelhafte Dinge, wie Holzrinde, Erde, Kalk, Urin etc., zu genießen verlangen.
Nach der
Entbindung, oft
schon früher schwinden die
Gelüste ohne Behandlung.