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Marianne Hainisch - Vorreiterin der Frauenbewegung
Vortrag von Evelyn Susanne Ernst
Dieses Mal hält uns eine Soroptimistin aus Wien einen Vortrag – Evelyn Susanne Ernst. Sie ist ein Mietglied im Club Soroptimist Bregenz Rheintal seit 2005. Einige unsere Clubschwester kennen sie von der Schubertiade und der SI-Reise nach Piacenza.
Marianne Hanisch (1839-1936) wurde zwar in Wien geboren, aber als Tochter eines Schweizer Diplomaten und mit Schweizer Hauslehrer in Wien besteht auch ein Bezug zur Schweiz. Die Familie besaß eine Baumwollspinnerei. Mit ihren fünf Geschwistern wurde sie von ihrer Mutter und von Hauslehrern unterrichtet. Achtzehnjährig heiratete sie den Industriellen Michael Hainisch, mit dem sie zwei Kinder hatte. Ihr Sohn Michael war von 1920 bis 1928 Bundespräsident der Republik Österreich. Bei der Generalversammlung des Wiener Frauenerwerbvereins 1870 hielt Marianne Hainisch eine Rede „Zur Frage des Frauenunterrichts“, in der sie den Zugang für Mädchen zum gymnasialen Unterricht forderte. Dieser Rede wird von den Chronistinnen eine initialisierende Wirkung für die Frauenbewegung zugeschrieben. Marianne Hainisch begann zur Bildungsfrage zahlreiche Schriften sowie Artikel in der Frauenpresse zu publizieren. Außerdem wurde sie in einer Reihe von weiteren Frauenvereinen aktiv und baute sich so ein Netzwerk innerhalb der Frauenvereinslandschaft auf.