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Die 17-jährige Genferin Albane Valenzuela gilt als grosse Nachwuchshoffnung im Schweizer Frauengolf. Bei ihrem ersten Major, der Evian Championship, musste die Amateurin allerdings Lehrgeld bezahlen.
Im Mai hat die Westschweizerin die internationale französische Amateurmeisterschaft gewonnen und bei der Lacoste Ladies Open 2014 die Pros das Fürchten gelehrt. Bei der Evian Championship, zu welcher sie eine Einladung erhalten hatte, landete die sympathische Romande jetzt aber relativ hart auf dem Boden der Realität: Sie verpasste den Cut und wurde mit Runden von 78 und 80 Schlägen zweitletzte. «Albane spielte eher besser als am ersten Tag, es hat sich allerdings nicht im Resultat niedergeschlagen», meinte Coach und Caddy Nicolas Sulzer. «Sie war ein paar Mal neben dem Fairway, und das Rough ist hier gnadenlos. Im Training klappt ihr Spiel, aber ein Major ist natürlich etwas ganz anderes.»
Allzu sehr wird sie das wenig erfreuliche Resultat nicht belasten, hatte Albane doch wenig Zeit, sich für das Turnier in Schwung zu bringen, nachdem sie gerade noch die eidgenössische Matura absolviert hatte.
Wie hoch die Trauben in diesem Business hängen, zeigt ein Vergleich zur Siegerin des Turniers: Die erst 18-jährige Neuseeländerin Lydia Ko holte ihren ersten Majorsieg mit einem Gesamtscore von -16 und 6 Schlägen Vorsprung. Alle vier Runden spielte sie unter Par und mit einer bogeyfreien 63-er Schlussrunde (8 Birdies) stellte sie die Konkurrenz in den Schatten. Lydia Ko holte sich mit 15 Jahren den ersten Titel auf der LPGA geholt, erst ein Jahr später wurde sie Profi und nun holt sie sich als gut 18-Jährige bereits den ersten Major-Sieg. Für Albane ist es wohl noch ein langer Weg, bis sie zu Lydia aufschliessen kann.
Piero Schäfer