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US-Präsident Barack Obama und der japanische Regierungschef Yoshihiko Noda haben Nordkorea am Montag vor einem Atomtest gewarnt. Nach einem Treffen im Weissen Haus machten sie gemeinsam Front gegen "weitere provokative Aktionen", nachdem ein nordkoreanischer Raketenstart kürzlich gescheitert war.
Es war der erste Besuch eines japanischen Ministerpräsidenten in Washington, seit die Demokratische Partei in dem Land 2009 an die Regierung gekommen ist.
Mitte April war ein nordkoreanischer Raketenstart missglückt. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Obama sagte Noda, der Start habe die diplomatischen Bemühungen zur Eindämmung des nordkoreanischen Atomprogramms untergraben.
Die USA und viele andere Länder werten den nordkoreanischen Raketentest als Teil von Bestrebungen, eine Trägerrakete für nukleare Sprengköpfe zu entwickeln. Nordkorea werde dadurch nur noch tiefer in die Isolation geraten, sagte Obama.
Pjöngjang wisse genau, dass die USA, Japan, Südkorea und weitere Staaten in der Region gemeinsam darauf bestünden, dass Nordkorea sich an internationale Normen halte. Das Regime wisse auch, dass es sich von weiteren provokativen Aktionen nichts kaufen könne. Provokationen seien "ein Zeichen von Schwäche, nicht von Stärke".
Noda wies darauf hin, dass in der Vergangenheit auf nordkoreanische Tests von Raketentechnologien Atomtests gefolgt seien. Es bestehe eine "grosse Möglichkeit", dass das auch diesmal so sein werde. Am Samstag hatten US-amerikanische Beobachter berichtet, Satellitenbilder deuteten auf die Vorbereitung eines Atomtests durch Nordkorea hin.
Nordkorea gehörte nach Aussage von Obama zu den Hauptthemen bei dem Treffen mit Noda. Beide Politiker vereinbarten ausserdem eine engere Zusammenarbeit bei der Nutzung von Kernenergie zu zivilen Zwecken, bei der Erforschung und Entwicklung sauberer Energien sowie beim Schutz vor Cyberattacken.
SDA-ATS