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Schlechte Nachrichten erreichen die ganze Welt: Das kristallklare, reichlich vorhandene Wasser, das die weißen Strände der brasilianischen Karibik auf einer Länge von 40 Kilometern entlang des Tapajós-Flusses umspült, ist trüb, hässlich und einschüchternd.
Die Warnung stammte von den ersten Bildern der Umgestaltung, die am berühmtesten Strand der Gemeinde Santarém in Pará stattgefunden hat. Der wird bereits in den internationalen Touristenprogrammen als eine der Attraktionen des Amazonasgebietes geführt und ist sicherlich der bedeutendste Flussstrand des Bundesstaates. Laut der britischen Zeitung “The Guardian“ gehört er zu den 10 besten Stränden der Welt.
Alter-do-Chão ist Gegenstand leidenschaftlicher Bewunderungsbekundungen und eröffnet den Negativrekord, der die Besucher behindern und ihr Einkommen beeinträchtigen kann. Vielleicht kann dadurch die drohende Verschmutzung mit unabänderlichen Folgen endlich bekämpft werden.
Das Ausmaß des Problems ist seit langem bekannt. Seit den letzten 60 Jahren hat sie ihren Ursprung im Goldabbau eines ausgedehnten Gebietes der benachbarten Gemeinde Itaituba, das in eine Goldschürferprovinz umgewandelt wurde. Der durch die Sprengung der Schluchten aufgeschüttete Lehm erreicht die sauberen Gewässer und trübt sie. Da die Tätigkeit von Tausenden von Goldschürgern häufig zu- und dann wieder abnimmt, hat diese Diskontinuität stets wirksame Maßnahmen gegen den illegalen Goldabbau verhindert.
Inzwischen hat sich die Pulverisierung der Minen mit dem Eintritt von Unternehmen, die direkt oder über Strohmänner in der Goldgewinnung organisiert sind verschlimmert – dass sie sogar arbeitslose oder erfolglose Minenarbeiter als Angestellte anheuern, ist bekannt. Das Volumen der Abwässer erreichte Millionen von Tonnen pro Saison.
Das ausgedehnte Gebiet des Rio Taajós mit der schlammigen Farbe, das 300 Kilometer oberhalb von Alter-do-Chão zu sehen ist, ist noch so wenig erforscht, dass die Forscher noch immer nicht sagen können, ob das Problem von der Natur oder von Müllablagerungen verursacht wird.
Der gesunde Menschenverstand, selbst der, der sich aus einer einfachen visuellen Beobachtung ableitet, hat keinen Zweifel: Es ist der Goldabbau, der größer und stärker geworden ist und, mit Unterlassung und Duldung der Regierung selbst, die Hand des Gesetzes mit seinem kriminellen Tun herausfordert.
Die Wissenschaftler stehen immer noch vor der Aufgabe zu klären, ob es sich um ein zyklisches Problem handelt, das sich von selbst wieder abbaut, oder ob es bereits zu einer strukturellen Veränderung der physikalischen, chemischen und biologischen Qualität des Tapajós geführt hat, die über die Nahrungskette auch die einheimische Bevölkerung an den Flussufern erreicht.
Dies ist die wahrscheinlichste Hypothese, wenn man bedenkt, dass in der Region viel Fisch verzehrt wird, der, wie die Flussanwohner sehr gut wissen, in seinen Eingeweiden das schreckliche Quecksilber enthält, das in den Minen zur Goldgewinnung verwendet wird, ohne dass sich die Urheber um die Folgen kümmern.
Vielleicht werden die Behörden jetzt, da Alter-do-Chão berühmt ist, mit Strenge, Kompetenz und Ehrlichkeit gegen diese ökologische Aggression vorgehen und sich um die Tausenden von Touristen kümmern, die diesen Ort in eine neue Karibik verwandelt haben.
Wenn dies der Fall ist, könnten auch die Tausenden von Einwohnern von Tapajós davon profitieren. Andernfalls wird es nur ein weiteres Wehklagen ohne Echo sein.
Original: Lúcio Flávio Pinto „AmazôniaReal“
Deutsche Bearbeitung/Übersetzung: Klaus D. Günther
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