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Bötticher mit Wissenschaftspreis geehrt
Der diesjährige Wissenschaftspreis der Stadt Basel geht an Jörg Andreas Bötticher. Ausgezeichnet wird der Musiker und Dozent der Schola Cantorum Basiliensis für seine herausragende Grundlagenforschung zur Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und ihre engagierte Vermittlung an die Öffentlichkeit.
Jörg Andreas Bötticher hat seine musikwissenschaftliche Ausbildung in Basel erhalten. Seit 1997 ist er Dozent für Cembalo, Generalbass und Kammermusik an der Schola Cantorum Basiliensis der Hochschule für Musik FHNW. An der Predigerkirche Basel mit ihren drei historischen Orgeln ist er seit 1996 als Organist tätig.
Böttichers Forschungsschwerpunkte sind die am Generalbass orientierte Kompositions- und Aufführungspraxis, Fragen der Musikästhetik sowie die Musik des italienischen Frühbarocks bis hin zu Johann Sebastian Bach und seinen Nachfolgern. Er widmet sich besonders unbekannteren Komponisten, deren Werk und musikalische Netzwerke er erforscht, ediert und für die Aufführung zugänglich macht. Ausgezeichnet hat er sich insbesondere durch seine Forschungen zum Generalbass, der das Fundament und das harmonische Gerüst in der Musik von etwa 1600 bis etwa 1800 bildet, sowie für seine aufführungspraktische Erschliessung barocker Kompositionen.
Der Wissenschaftspreis in der Höhe von 20'000 Franken wird alljährlich und im Turnus der sieben Fakultäten Forschenden zuerkannt, die zur Universität Basel in Beziehung stehen und sich durch herausragende wissenschaftliche Leistungen hervorgetan haben.