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Beschreibung
Die Fluggesellschaft “Transcontinental Air Transport“ wurde 1928 von Clement Melville Keys (1876 – 1952) gegründet. Clement M. Keys war ein Unternehmer, der in den 1920er und 1930er Jahren in den USA aktiv an der Gründung von wichtigen Flugfahrtunternehmen beteiligt war. So zum Beispiel Curtiss-Wright, China National Aviation Corporation, North American Aviation und TWA.
Transcontinental etablierte 1929 einen gemischten Flug- und Zugtransport, um Passagiere von New York nach Los Angeles und San Francisco zu transportieren. Die Reisedauer betrug etwas mehr als 2 Tage. Die Flugroute sah verschiedene Zwischenlandungen in grösseren Städten wie Columbos Ohio, Indianapolis, St. Louis, Kansas City, Oklahoma, New Mexico bis nach Los Angeles und San Francisco vor. Der „Ford Trimotor Service“ bot erstmalig Mahlzeiten für Passagiere an Bord an. Der bekannte Flugpilot Charles Lindbergh flog eigenhändig für die Fluggesellschaft auf diesen kommeziellen Flügen die sog. TAT Ford 5-AT-B „City of Columbus“.
1930 wurde die Fluggesellschaft mit der „Western Air Express“ fusioniert. Hintergrund dieser Operation war die Absicht, sich eines der lukrativen staatlichen Beförderungsverträge für Postflüge zu sichern. Die zentrale Route zwischen Chicago und San Francisco war Transcontinental Air Transport und Western Air Express in Aussicht gestellt worden. Die Vergabe seitens der staatlichen United States Postal Service erfolgte unter der Voraussetzung , dass beide Gesellschaften fusionierten. Aus der Fusion ging Transcontinental and Western Air (T&WA) hervor, die spätere TWA Fluggesellschaft. Hintergrund war die Absicht der Regierung, Kosten für die Beförderung der Flugpost zu senken und die im Postverkehr tätigen Unternehmen zu reduzieren.
In den 1920er Jahren hatte die staatliche United States Postal Service mit dem Ausbau eines landesweiten Postflugnetzes begonnen. Sie vergab die lukrativen Beförderungsverträge für verschiedene Einzelrouten an Privatunternehmen. Das führte dazu, dass mit der Zeit vor allem Flughersteller sich an Fluggesellschaften beteiligten und kleinere Postfluggesellschaften aufkauften und diese als Tochterunternehmen weiter führten. Die Hersteller stellten den Absatz ihrer Flugzeuge sicher, weil die Tochtergesellschaften ihre benötigten Maschinen in der Regel nur beim jeweiligen Mutterunternehmen bestellten.
1930 wollte die Regierung Kosten senken und die Beförderungsleistungen auf dem Postflugnetz steigern. Die Anzahl der im Postverkehr tätigen Unternehmen sollten zudem reduziert werden und nur die leistungsfähigsten Fluggesellschaften mit den Transporten betraut werden, was jedoch dem Grundgedanken des freien Wettbewerbs widersprach. Unter Umgehung des offiziellen Ausschreibungsverfahrens gab es Absprachen, um die Flugrouten an die grössten Fluggesellschaften zu vergeben.
1933 kontrollierten die grössten Konsortien zu grossen Teilen den Markt des Postflugverkehrs. Zu dieser Zeit wies der US-Luftverkehr fast monopolartige Strukturen auf. Kleine, unabhängige Fluggesellschaften waren kaum in der Lage, sich am Markt zu behaupten oder grössere Liniennetz aufbauen.
Im sog. Air Mail Act von 1934 beschloss der Kongress der Vereinigten Staaten die erneute Privatisierung des Postflugverkehrs. Dies hatte erheblich Auswirkunge auf die Unternehmensstrukturen der Luftfahrtindustrie. Die grossen Fluggesellschaften konnten ohne die Einnahmen aus dem Postflugverkehr kaum überleben. Die grossen Herstellfirmen und Holdinggesellschaften wurden gesetzlich zur Aufsplittung ihrer Konzerne gezwungen und veräusserten ihre Beteiligungen an den Fluggesellschaften. So wurde viele Fluggesellschaften von Privatinvestoren übernommen, während die grossen US-Hersteller Einfluss auf die Fluggesellschaften verloren und auf die bis dahin sicheren Absatzmärkte.