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Am 13. Juni stimmt das Schweizer Stimmvolk darüber ab, ob in der Schweiz in Zukunft der Einsatz von synthetischen Pestiziden verboten sein soll. Die Initiative geht zu weit, argumentieren Gegner:innen. Es seien zu viele schädliche Pestizide im Umlauf, sagen die Befürworter:innen.
Grob gesagt will die Initiative, dass synthetische Pestizide, also Pflanzenschutzmittel in der Schweiz verboten sind. Wenn die Initiative am 13. Juni anegnommen wird, dann dürften solche Stoffe nicht mehr eingesetzt werden. Auch Lebensmittel, die mit synthetischen Pestiziden behandelt wurden, dürften nicht mehr aus dem Ausland importiert werden. Die Initative sieht dafür eine Übergangszeit von 10 Jahren vor. In diesen 10 Jahren könnte der Bund in Notfällen den Einsatz von synthetischen Pestiziden erlauben. Danach würde der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gänzlich verboten.
Was sind Pestizide?
Ganz allgemein ist ein Pestizid ein Stoff, der vom Menschen hergestellt und eingesetzt wird. Chemikalien oder auch Mikroorganismen wie Bakterien, die Pflanzen vor Krankheiten schützen oder Schädlinge auf dem Feld abtöten sollen. In der Initiative geht es spezifisch um syntehtische Pestizide, also Stoffe die künstlich hergestellt sind. Es gibt aber auch natürliche Pestizide. Diese wären auch bei einem "Ja" weiterhin erlaubt. Natürliche Pflanzenschutzmittel wären zum Beispiel Schwefel, Kupfer oder auch gutartige Pilze und Bakterien.
Was sagen die Befürworter:innen?
Die Befürworter:innen argumentieren, dass synthetische Pestizide der Gesundheit des Menschen und auch der Artenvielfalt der Schweiz schaden. Weiter würden Studien zeigen, dass synthetische Pestizide Krankheiten wie Krebs oder Parkinson auslösen können. Ausserdem sei das Zulassungsverfahren, welches die Schweiz im Moment für Pflanzenschutzmittel habe, zu wenig streng. Es seien viele synthetische Pestizide im Umlauf, welche viele Menschen dann mit dem Leitungswasser trinken würden.
Was sagen die Gegner:innen?
Die Gegner:innen sagen, dass synthetische Pestizide für die Landwirtschaft sehr wichtig sind. Ohne diese gäbe es eine geringere Ernte und somit sei es auch schwieriger die Schweiz mit Lebensmitteln zu versorgen. Weil es eine geringre Ernte gäbe, würden auch die Preise für regionale Lebensmitteln steigen. Das würde vor allem Leute treffen, die weniger Geld haben. Auch für Unternehmen, die Lebensmittel ins Ausland exportieren, gäbe das einen preislichen Nachteil.
Wie sieht die gesetzliche Lage im Moment aus?
Es gibt zum Beispiel die Pflanzenschutzmittelverordnung. Die soll sicherstellen, das Pflanzenschutzmittel geeignet sind und keine schlimmen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur haben, wenn sie so wie vorgeschrieben eingesetzt werden. Die Verordnung regelt, welche Mittel zugelassen sind, wie sie eingesetzt werden müssen und sie regelt auch die Kontrolle. Wen jemand beruflich oder gewerblich bestimmte Chemikalien einsetzen will - zum Beispiel ein Landwirt - dann brauch dieser eine Fachbewilligung und muss seine Fachkenntnisse nachweisen können. In der Schweiz können im beruflichen Bereich also nicht ohne Grenzen synthetische Pestizide eingesetzte werden. Aber: Dem Initativ-Kommitee gehen die geltenden Reglen zu wenig weit.