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Der Grosse Rat hiess den Kredit mit 101 gegen 22 Stimmen bei 5 Enthaltungen gut. Bereits bei der Eintretensdebatte Anfang Woche hatte sich die Zustimmung abgezeichnet.
Damit setzten sich die CVP und die FDP durch, die ihre Begeisterung für die Kandidatur bekräftigten. Sie sehen grosse Chancen für die Walliser Wirtschaft und das Image des Bergkantons.
Die Grünen, ein Teil der SP und die SVP zeigten sich hingegen kritisch und hinterfragten die Finanzierung. In der Debatte wurden zwei Änderungen an der Vorlage angenommen. Die erste betrifft die Einführung eines Führungssystems zur Nachhaltigkeit und zur effizienten Verwendung der Ressourcen. Die zweite verankert den Respekt der geltenden Sozial- und Lohnnormen sowie der Gesamtarbeitsverträge als Bedingung in die Vorlage.
Olympiasieger Zenhäusern im Grossen Rat
Der Präsident des Grossen Rates setzte zu Beginn der Debatte auf Emotionen. Er hatte Ramon Zenhäusern eingeladen, der bei den Winterspielen in Südkorea Silber im Slalom und Gold im Team-Event gewonnen hatte. Der Oberwalliser bedauerte vor den Grossratsmitgliedern die Stimmung in Südkorea.
Dort habe es sehr wenig Zuschauer gehabt, sagte Zenhäusern. Der Skifahrer setzte sich für die Kandidatur von Sion 2026 ein. Seiner Ansicht nach wären Winterspiele im Wallis «nachhaltig und bescheiden.»
Regierung: «Respektieren die Steuerzahler»
Der Walliser Staatsrat Frédéric Favre (FDP) versicherte, dass der Kanton Wallis den Vertrag zwischen dem Austragungsort und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOK) mitunterzeichnen würde, wenn der Vertrag akzeptabel sei.
«Wir haben keinen Grössenwahn, wir respektieren die Steuerzahler», sagte Favre. «Das Stimmvolk kann uns vertrauen.» Ob das vertrauen für eine Kandidatur Sion 2026 da ist, zeigt sich an der kantonalen Volksabstimmung von 10. Juni.
Das Kandidaturdossier für Sion 2026 muss bis Anfang 2019 beim IOK eingereicht werden. Das Internationale Olympische Komitee wählt den Austragungsort für die Winterspiele 2026 voraussichtlich im Oktober 2019. (sda)