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Georg Freivogel ist mein Name, BÜCHER-FASS heisst meine Buchhandlung und TIAN SHAN TOURS die Reiseunternehmung. Von Beruf bin ich Buchhändler, noch immer mit Leidenschaft. Die Literatur öffnete mir Ausblicke in neue Welten und sie ermunterte mich, das Fremde und Andere in der wirklichen Welt zu erkunden und zu begreifen. 1981/82 verbrachte ich zwei Jahre in Lateinamerika; der Weg führte mich von Trinidad & Tobago bis nach Patagonien und Feuerland. Zehn Jahre später bereiste ich während fünf Monaten China, ich wanderte durch die Tigersprung-Schlucht des Jangtse und besuchte die Höhlen von Dunhuang; im äussersten Westen, in Sinkiang, der Heimat der Uiguren, querte ich die Taklamakan-Wüste; über den Khunjerab-Pass folgte ich anschliessend dem Karakoram-Highway nach Pakistan ins Tal der Hunza. Fast ebenso lange dauerte eine Reise 2002, die mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Landweg von Schaffhausen nach Zentralasien bis zur chinesischen Grenze führte; dazwischen reihten sich kürzere Reisen nach Afrika, Kleinasien und den Fernen Osten.
Im Winter 2003 schrieb ich, damals noch unter dem Namen PHILEAS FOGG TRAVELS, die ersten Reisen aus. Mit drei Gruppen brach ich darauf im Sommer 2004 nach Zentralasien auf. Seither vertrauen mir jedes Jahr neue und immer auch wieder ehemalige TeilnehmerInnen und erleben auf zuweilen abenteuerlichen Reisen nach Zentralasien oder Südamerika neue Kulturen und andere Lebensweisen. Und manchmal gar entdeckt man sich selber von einer anderen Seite.
Der Tian Shan erhielt seinen Namen von den alten Chinesen; sie nannten ihn Himmelsgebirge. Dieses zieht sich als rund 2800 Kilometer langer Gebirgsbogen von der Wüste Gobi bis hin zur Kyzylkum-Wüste in Uzbekistan. Die nördlichste Bergkette, der Küngey Ala-Too, bildet dabei die Grenze zwischen Kirgistan und Kasachstan; im äussersten Südwesten stösst es an die gleissenden Gipfel des Trans-Alai. Dieser bildet einerseits die Grenze zu Tajikistan und schliesst andererseits das Hochplateau des Pamirs, der (wie Tibet) auch das Dach der Welt genannt wird, gegen Norden zu ab. Der Pik Pobedy (7439 m) und der Khan Tengri (6995 m) im Osten Kirgistans fordern jährlich Dutzende von Seilschaften aus aller Welt heraus. Die unendlich weiten Hochtäler und Pässe bieten halbnomadisierenden Kirgisen im Sommer reiche Weidegründe für Schafe, Ziegen, Rinder, Yaks und Pferde. Und für TIAN SHAN TOURS ist das Himmelsgebirge ein ideales, von der Zivilisation noch kaum berührtes Paradies für Trekkings zu Pferd.
Georg Freivogel