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Inhalt und Ziele des Forschungsprojekts
Kokainkonsum führt zu Veränderungen von Vernetzungen im Gehirn, was zu Suchtverhalten führen kann. Kokain-induzierten Veränderungen kann man in Mäusen durch das Messen von synaptischen Verschaltungen nachweisen. Diese Veränderungen der synaptischen Vernetzungen im Suchtsystem kann in Mäusen durch elektrische Stimulation normalisiert werden. Im vorliegenden Projekt wird die Wirksamkeit und den Mechanismus dieser DBS-Therapie im Detail untersucht. Dazu wird DBS in Mäusen, die Kokain selbstadministrieren, angewendet. Selbstadministration von Kokain gilt als ideales translationales Modell, um Suchtparameter am Tier zu untersuchen. Dies erlaubt, die Wirkung von DBS auf das Suchtverhalten und auf synaptische Plastizität der Tiere zu erforschen.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Für die Stimulation ist eine operative Implantation von Elektroden nötig. Diese sogenannte Deep Brain Stimulation (DBS) wird bei Parkinsonpatienten erfolgreich angewendet und könnte bald auch Anwendung bei Suchterkrankungen finden. Da bis Anhin keine medikamentöse Therapie gegen Kokain-Sucht verfügbar ist, ist diese operative Methode sehr vielversprechend. Erste Studien haben gezeigt, dass für die Anwendung gegen Kokainsucht eine Optimierung der in Parkinson verwendeten DBS Methode nötig war. Das Verstehen des Mechanismus von DBS ist von wissenschaftlichem Interesse und unterstützt das Entwickeln von DBS-Protokollen für Suchtpatienten.