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Foto copyright Marco Borggreve
Ausgebildet von Gerd Starke in München und Charles Neidich an der Juilliard School New York ist der Klarinettist JÖRG WIDMANN regelmäßig zu Gast bei bedeutenden internationalen Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, Orchestre National de France, Tonhalle-Orchester Zürich, National Symphony Orchestra Washington, Orchestre symphonique de Montréal, National Symphony Orchestra Taiwan, Netherlands Philharmonic Orchestra und Toronto Symphony Orchestra und konzertiert mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Christoph Eschenbach und Christoph von Dohnanyi.
Komposition studierte Jörg Widmann bei Kay Westermann, Wilfried Hiller und Wolfgang Rihm. Sein Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten, nur alle zwei Jahre verliehenen Stoeger Prize der New Yorker Chamber Music Society of Lincoln Center (2009). 2001 erhielt Jörg Widmann den Hindemith-Preis des Landes Schleswig-Holstein, 2004 den Schönberg-Preis des Arnold Schönberg Centers Wien, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und DeutschlandRadio Berlin, 2006 erhielt er den Komposisionspreis des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg für die bemerkenswerteste Uraufführung der Donaueschinger Musiktage sowie den Claudio-Abbado-Kompositionspreis der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.
2009 wurde zum 20jährigen Jubiläum der Pariser Opéra Bastille das Musiktheater "Am Anfang" von Anselm Keifer und Jörg Widmann uraufgeführt. Widmann agierte hier als Komponist, Klarniettist und gab sein Debut als Dirigent.
2011 wurde sein Flötenkonzert "Flute en suite" von Joshua Smith und dem Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst uraufgeführt, das in der Saison 2012/13 mit Emmanuel Pahud und den Berliner Philharmonikern seine europäische Erstaufführung erlebte. 2014 war "Flute en suite" das zentrale Werk auf der Europatournee des Cleveland Orchestra.
Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2015 brachte er das neue Klarinettenkonzert "über" von Mark Andre zur Uraufführung. Mehrere Klarinettenkonzerte sind ihm gewidmet und durch ihn uraufgeführt worden, u.a. etwa die "Musik für Klarinette und Orchester" von Wolfang Rihm (1999) und "Cantus" von Airbert Reimann (2006).
Im August 2018 dirigierte er die Uraufführung seines zweiten Violinkonzertes mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und Carolin Widmann in Tokyos Suntory Hall, ein Werk, das in dieser Spielzeit beim Orchestre de Paris und dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra auf dem Programm steht.
Jörg Widmann gehört zu den aufregendesten und vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Solistische Auftritte führen ihn in dieser Saison zu Orchestern wie dem National Symphony Orchestra Taiwan und Shao Chia Lu, der NDR Radiophilharmonie Hannover unter Andrew Manze, dem Kammerorchester Basel mit Heinz Holliger und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk unter der Leitung von Susanna Mälkki.
Als Artist in Residence beim National Symphony Orchestra Taiwan ist Jörg Widmann als Klarinettist mit Mozarts Klarinettenkonzert und als Dirigent in einem play/direct programm und als Komponist zu erleben. Beim Orchestre de Paris ist sein Werk ebenfalls in der kommenden Saison im Fokus.
Seine Tätigkeiten als Dirigent erweitert Jörg Widmann stetig. So ist er in der Saison 2018/19 unter anderem mit Orchestra della Svizzera Italian, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, dem Boulez-Ensemble Berlin und der Kammerakademie Potsdam zu erleben. Im Frühjahr 2019 dirigierte er die Junge Deutsche Philharmonie auf deren Tournee, mit dem Irish Chamber Orchestra, dessen Chefdirigent er ist, ist er auf Tournee durch Südamerika mit Konzerten in Buenos Aires, Sao Paulo und Rio de Janeiro. Außerdem führt eine Tournee das Hagen Quartett und Jörg Widmann nach Freiburg, Hamburg, in New Yorks Carnegie Hall und Baltimores Shriver Hall.
Im November 2018 erhielt Jörg Widmann den Robert-Schumann-Preis für Dichtung und Musik in Mainz. Der Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Werke vergeben.