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Gossau wolle die Braut, also Andwil, heiraten und nicht den Brautvater, sagte Stefan Häseli (CVP), Präsident der vorberatenden Kommission, laut einer Mitteilung des Parlamentspräsidiums. Er bezog sich dabei auf den Andwiler Gemeinderat, welcher sich im August überraschend gegen die Fusion ausgesprochen hatte. Das Zeitfenster für die Vereinigung sei jetzt offen, sagte Häseli.
Im vergangenen Jahr haben der Gemeinderat Andwil, der Stadtrat Gossau und der Schulrat Andwil-Arnegg vertieft geprüft, welche Vor- und Nachteile die Vereinigung der beiden Politischen Gemeinden mit gleichzeitiger Inkorporation der Schulgemeinde hätte.
Die Kantonsregierung hat im Juni mitgeteilt, dass die neue Gemeinde grosses Potenzial für langfristig erfolgreiche Entwicklungen aufweise, weshalb der Kanton das Vereinigungsvorhaben mit 8,3 Millionen Franken fördern würde.
Gemäss dem Stadtrat Gossau spricht die markant schlankere Behörden- und Verwaltungsorganisation für die Vereinigung der Gemeinden. Das jährliche Sparpotential liege bei rund 790‘000 Franken.
Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der politischen Gemeinden Andwil und Gossau werden am 28. Februar 2016 über die Fusion abstimmen. Diejenigen der Schulgemeinde Andwil-Arnegg werden dann über die Inkorporationsvereinbarung entscheiden. Diese kommt allerdings nur zum Tragen, wenn die Vereinigung in beiden Gemeinden eine Mehrheit findet.
(SDA)