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Inhalt und Ziele des Forschungsprojekts
Über mehrere Jahre sollen in der ganzen Schweiz neu erkrankte und unbehandelte Patienten mit einer zentralen Hypersomnie detailliert untersucht und verschiedene messbare Parameter, verschiedener biologischer Prozesse, sogenannte Biomarker, wiederholt erfasst werden. Durch das Messen einer grosser Anzahl Patienten erhofft sich das Forschungsteam Hinweise zu bekommen, welche Biomarker für welches Störungsbild typisch sind. Diese Erkenntnisse könnten massgeblich zu einer besseren Diagnostik beitragen, sowie Hinweise auf die Entstehung der Störung liefern.
Die Narkolepsie Typ1 ist bisher die einzige Erkrankung aus dem Formenkreis der zentralen Hypersomnien, für welche die Entstehung zumindest ansatzweise geklärt ist. Die Auswertung der Daten könnte darum wichtige Hinweise liefern, ob und wie Erkrankungen des «Narkolepsie-Borderlands» (d.h. Störungsbilder, die sich klinisch ähnlich einer Narkolepsie präsentieren, für die aber nicht alle diagnostischen Kriterien erfüllt sind) gleiche Entstehungsmechanismen teilen oder ineinander übergehen. Das Verstehen der Entstehungsmechanismen wiederum bietet die Grundlage für die Entwicklung passender therapeutischer Massnahmen (z.B. Medikamente).
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Das Projekt verwendet einen explorativen Ansatz um möglichst viele Facetten der zentralen Hypersomnien aufzuzeichnen. Die Untersuchung von Total 500-600 Patienten soll bisher unverstandene Zusammenhänge und Krankheitsmuster aufzeigen. Die korrekte Behandlung von Schlafstörungen ist wichtig im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit und der Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz, nicht zuletzt aber hat sie auch einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen.