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ETH Zürich, KOF
Projektleitung: Prof. Dr. Ursula Renold
Laufzeit: 01.01.2017 – 30.06.2020
Dieses Projekt untersucht die Bedeutung von Mitarbeitenden mit Berufsbildungsabschlüssen für die Innovationsleistung, Produktivität und Beschäftigungswachstum von Schweizer Firmen, indem die Komplementarität bzw. Konkurrenz zwischen Mitarbeitenden mit Berufsbildungsabschlüssen und der Digitalisierung, physischem Kapital und Organisation empirisch untersucht wird.
Die Forschenden verwenden Daten des KOF-Innovationspanels sowie Umfragedaten über den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, welche aus KOF Firmenumfragen stammen. Der interessierende Zeithorizont erstreckt sich auf die Jahre 1996 bis 2017. Aufgrund einer Translog-Produktionsfunktion untersuchen die Forschende zunächst die Komplementarität zwischen Mitarbeitenden mit verschiedenen Bildungsabschlüssen. Dabei werden fünf Gruppen unterschieden: Ungelernte, Lehrlinge, Arbeitnehmer mit Berufsbildungsabschluss, Mitarbeiter mit einen Abschluss von eine Höhere Fachschule oder eine Fachhochschule, und Hochschulabsolventen. Um die Zusammenhänge zwischen Berufsbildung und andere Inputfaktoren zu bestimmen, untersucht das Projekt zudem die Komplementarität zwischen Berufsbildungsabsolventen und Digitalisierung, physischem Kapital und Organisation. In einer zweiten Phase des Forschungsprojekts wird der Effekt der Digitalisierung auf den Anteil von Mitarbeitenden mit Berufsbildungsabschlüssen untersucht. Die Forschenden interpretieren einen positiven Effekt als Hinweis von Komplementarität, während ein negativer Effekt einer Substitution anzeigen würde. Somit dient dieser zweite Teil als indirektes Validierungsverfahren der Ergebnisse der ersten Phase.