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Nachdem die Schweiz in Bezug auf die wirtschaftlichen und güterverkehrspolitischen Gegebenheiten im «Inneren» beleuchtet wurde, folgt in diesem Abschnitt eine Betrachtung des Schweizer Logistikmarktes im internationalen Kontext. Zu diesem Zweck wird der Aussenhandel der Schweiz (Kapitel 3.2.2) zunächst allgemein beleuchtet, um einen grundlegenden Überblick über den Sachverhalt zu geben. Kapitel 3.2.3 widmet sich dann den konkreten Folgen der Wirtschaftskrise auf den Aussenhandel, indem die Handelsaktivitäten mit den vier Anrainerstaaten der Schweiz in Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des jeweiligen Handelspartners gebracht werden. Abschliessend folgen in den Kapiteln 3.2.4 bis 3.2.6 Detailanalysen in Bezug auf die gehandelten Gütergruppen, die Handelspartner der Schweiz und die eingesetzten Verkehrsträger. Da die Auswertungen der Kapitel 3.2.3 bis 3.2.6 auf bereinigten bzw. modifizierten Daten der schweizerischen Zollstatistik basieren, wird zunächst kurz auf die Datenanpassung eingegangen.121
Bei den Analysen zum Aussenhandel der Schweiz wurde in Bezug auf Informationsbeschaffung und -verarbeitung sowie Interpretation in erster Linie auf die Zollstatistiken der Eidgenössischen Zollverwaltung der Jahre 2006 bis 2009 122 zugegriffen. Die Statistiken differenzieren unter anderem nach Waren, Ländern und Verkehrszweigen. Ergänzend standen die Aussagen ausgewählter Fachexperten zur Verfügung, um geeignete Verteilschlüssel zu erheben und vorhandene Informationen aus den Sekundärstatistiken zu interpretieren. Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, mussten für die Kapitel 3.2.3 bis 3.2.6 verschiedene Bereinigungen vorgenommen werden, da beispielsweise bei den Exporten im Bereich der Luftfracht das Kerosin zur Betankung der Flugzeuge unter der Position Mineralölerzeugnisse enthalten ist. Aus diesem Grund wurde für das Jahr 2009 die Gesamttonnage der Exporte auf dem Luftweg von insgesamt 643 239 t auf die Frachttonnage in Höhe von 103 199 t gekürzt. Die Differenz beim Kerosin in Höhe von 540 040 t wurde entsprechend bereinigt und mit einem mittleren Warenwert von 648 CHF/t bewertet, sodass die wertmässige Bereinigung 350 Mio. CHF beträgt.123 Im Jahr 2008 belief sich die bereinigte Kerosinmenge auf 586 142 t, was bei einem mittleren Warenwert von 1115 CHF/t einer wertmässigen Bereinigung von 653,3 Mio. CHF entspricht. Der wertmässige Rückgang der bereinigten Kerosinmenge ist grösstenteils auf gesunkene Ölpreise sowie ein Währungsgefälle zwischen US-Dollar und CHF zurückzuführen. Bei den Importen ist die Kerosinbereinigung nicht notwendig, da diese hier im Gegensatz zu den Exporten zolltechnisch nicht erfasst werden, also nicht in der Statistik enthalten sind.
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Es kann daher zu Abweichungen zwischen den in Kapitel 3.2.2 und den in den Kapiteln 3.2.3 bis 3.2.6 genannten Ergebnissen kommen.
122
Vgl. Eidgenössische Zollverwaltung (2007), Eidgenössische Zollverwaltung (2008), Eidgenössische Zollverwaltung (2009) und Eidgenössische Zollverwaltung (2010): Aussenhandel der Schweiz.