Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/144225

<h2>SubmittedText<h2><p>Nach Annahme der Volksinitiative "gegen Masseneinwanderung" stellt sich für verschiedene Branchen unserer Volkswirtschaft im verschärften Masse die Frage nach der Rekrutierung genügend geeigneter Fachkräfte. In Anbetracht dieser neuen Ausgangssituation wird der Bundesrat aufgefordert, in Absprache mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt (OdA) die Strategie zur Behebung des Fachkräftemangels zu überarbeiten und dem Parlament entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.</p><p>Darin soll er:</p><p>1. aufzeigen, in welchen Branchen sich die neue Ausländerpolitik im besonderen Masse auf den Fachkräftemangel auswirken wird;</p><p>2. prüfen, inwieweit die Erteilung von Ausländerkontingenten an Unternehmen an die Bereitschaft zur Ausbildung von Lernenden und Studierenden geknüpft werden könnte;</p><p>3. vorschlagen, wie der Bund im Rahmen seiner hochschulpolitischen Aktivitäten ein Schwergewicht auf die effektiven gesellschaftlichen Bedürfnisse legen kann;</p><p>4. Massnahmen vorschlagen, mit denen proaktiv junge Menschen motiviert werden können, sich für Berufe zu entscheiden, bei denen ein besonders hoher Mangel an Fachkräften besteht;</p><p>5. Massnahmen aufzeigen, wie man der Nachfrage von Medizinerinnen und Medizinern und von Fachpersonal in den Pflegeberufen gerecht werden kann;</p><p>6. ergänzende Möglichkeiten aufzeigen, wie bereits getroffene Massnahmen angepasst oder intensiviert werden können, damit Arbeitsplätze besser besetzt werden können (Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Integration älterer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen; Nachholbildung, Umschulung; Wiedereinstieg, freiwillige längere Erwerbsdauer).</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat wird bis Juni 2014 ein Konzept für die Umsetzung der Volksinitiative "gegen Masseneinwanderung" sowie bis Ende Jahr - unter Konsultation aller betroffenen Kreise - ein Gesetzesprojekt ausarbeiten.</p><p>Die Anliegen der Motion sind dem Bundesrat sehr wichtig. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung hat im Jahr 2011 die Fachkräfteinitiative (FKI) lanciert mit dem Ziel, die Fachkräftenachfrage bis 2020 vermehrt durch Personen aus der Schweiz abzudecken.</p><p>Die dabei aufgegriffenen Lösungsansätze im Bildungs- und Arbeitsmarktbereich gewinnen mit der Annahme der Volksinitiative "gegen Masseneinwanderung" zusätzlich an Bedeutung und sind mit dem für Juni 2014 geplanten Konzept des Bundesrates zu deren Umsetzung abzustimmen. Es muss daher geprüft werden, ob die vorgesehenen Massnahmen schneller, schärfer oder umfassender durchgeführt werden sollen und ob in gewissen Bereichen weitere Anstrengungen und zusätzliche Massnahmen notwendig sind. Dabei ist namentlich zu prüfen, wie und ob diese Intensivierung mittels einer Verstärkung der personellen und finanziellen Ressourcen bei den betroffenen Stellen auf nationaler und kantonaler Ebene herbeigeführt werden kann. Die Arbeiten im Rahmen der FKI decken sich mit den in der Motion vorgeschlagenen Prüfaufträgen und Massnahmen. Der Bundesrat wird die Anliegen der Motion in die weiteren Arbeiten aufnehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.