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Die Schweiz hat noch einen WM-Platz offen. Sven Bärtschi (22) wäre ein Kandidat. Aber er wird auch dann nicht nach Prag fliegen, wenn er in den AHL-Playoffs ausscheiden sollte.
Verteidiger Dean Kukan fällt für die Partie gegen Frankreich aus. Nationaltrainer Glen Hanlon liess es nach dem 3:4 n.P. gegen Österreich offen, ob er für den noch nicht registrierten Tristan Scherwey einen Spieler nachnominieren wird. Aber seine Antwort «Ich sage dazu nichts, so lange Bärtschi noch in den Playoffs spielt», liess eigentlich nur einen Schluss zu: Ja, er wird den NHL-Erstrundendraft im Falle eines Falles nach Prag holen.
Dazu wird es nicht kommen. Sein Agent sagt, Sven Bärtschi werde in keinem Fall zur WM kommen. Mit einer einfachen Begründung: Glen Hanlon habe sich bisher nie für seinen Klienten interessiert und deshalb sei die WM so oder so kein Thema mehr.
Sven Bärtschi hat diese Saison in 51 AHL-Partien 15 Tore und 23 Assists für Adirondack und Utica, die Farmteams von Calgary und Vancouver, erzielt. In der NHL kam er in 18 Partien auf 3 Tore. Sein WM-Verzicht macht Sinn. Sein Dreijahresvertrag läuft aus. Im Laufe dieses Kontraktes ist er diese Saison in einem Tauschgeschäft für ein Zweitrunden-Draftrecht von Calgary nach Vancouver transferiert worden. Für Sven Bärtschi steht jetzt die NHL-Karriere auf dem Spiel. Er braucht einen neuen NHL-Vertrag, im Idealfall in Vancouver. Die NHL-Zukunft mit einem WM-Einsatz aufs Spiel zu setzen wäre fahrlässig.
Auch Yannick Weber hat aus dem gleichen Grund (sein Vertrag in Vancouver läuft aus) auf die WM verzichtet. Vor einem Jahr ist Sven Bärtschi bei seinem bisher ersten WM-Einsatz in Minsk gleich im ersten Spiel gegen Russland (0:5) verletzt worden.
Verteidiger Dean Kukan hat im WM-Startspiel gegen Österreich (3:4 n.P) im zweiten Drittel eine Schulterverletzung erlitten. Er kann gegen Frankreich nicht eingesetzt werden. Ob er im Laufe des Turniers noch zum Einsatz kommt, wird am Dienstag entschieden. (kza)
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