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Die NZZ hat den Historiker Christopher Clark zum Ausbruch des 1. Weltkriegs befragt.
Was war das für eine Zeit, als dieser Krieg ausbrach?
Ein Teil der Tragik dieses Kriegs besteht darin, dass Europa damals kulturell aufblühte. In den Bildern des russischen Avantgardisten Kasimir Malewitsch zum Beispiel sieht man, dass das alte Russland eine Versuchsstation der Moderne war. Oder denken Sie an die Werke von Franz Kafka oder Arthur Schnitzler: In Europa herrschte eine unglaubliche Zeit. Sigmund Freud übrigens war über die Kriegserklärung an Serbien hocherfreut und sagte: «Meine ganze Libido gehört Österreich-Ungarn.» Er wolle es noch einmal mit diesem wenig hoffnungsvollen Reich versuchen.