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Am Tag seines 70. Geburtstag ist der Kommandant der Generalstabslehrgänge der Jahre 1997-2000 nach schwerer Krankheit verstorben.
Alain Rickenbacher trat nach seinem Studium der Physik und Mathematik 1973 dem Instruktionskorps der Infanterie bei und kommandierte in der Folge die Mot Inf RS in Bière, anschliessend die Infanterieschule in Colombier sowie die Infanterie-Offiziersschule in Chamblon. Als Milizoffizier kommandierte Rickenbacher das Genfer Füsilierbataillon 10 sowie später das Infanterieregiment 3.
1993 wurde er zum Stabschef des Feldarmeekorps 1 ernannt, jenem Armeekorps also, welchem er von 2001 bis zu dessen Auflösung Ende 2003 auch als Kommandant vorstand. Von 1997 bis 2000 kommandierte er die Generalstabsschule. Brigadier (a D) Rolf Oehri, während dieser Zeit sein Stabschef erinnert sich: „Korpskommandant Rickenbacher war Ende 80er und anfangs 90er Jahre mehrere Jahre als Gruppenchef im Kommando Generalstabskurse tätig. Er hat damals mehrere Generationen von Generalstabsoffizieren mit seinen ausserordentlichen generalstäblichen Kenntnissen und Fähigkeiten, und insbesondere auch durch seine hohe Begabung als Erzieher und Ausbilder tief beeindruckt. Der Lehrkörper des Kommandos Generalstabsschule freute sich deshalb sehr über die Ernennung ihres ehemaligen Lehrers zum Kommandant Generalstabskurse im Jahre 1997.“
Das Hauptanliegen des neuen Kommandanten war die optimale Vorbereitung und Betreuung seiner Gruppenchefs. Nicht nur in den Kadervorkursen, sondern auch während den laufenden Generalstabskursen war Brigadier Rickenbacher rund um die Uhr präsent. Er eröffnete die Referate und Präsentationen frühmorgens, stand den Gruppenchefs während seiner Besuche in den Arbeitsgruppen tagtäglich mit Rat und Tat zur Seite und beschloss mit ihnen gemeinsam die langen Arbeitstage jeweils um Mitternacht bei einem Glas Wein oder Bier.
Zu den Höhepunkten während der Generalstabskurse zählten seine Besprechungen anlässlich der verschiedenen Präsentationen im Plenum. Hier benutzte er die Möglichkeit, die angehenden Generalstabsoffiziere direkt auszubilden. Im Zentrum stand die Präzision im generalstäblichen Handwerk, welche er kompromisslos einforderte. Streng und unnachgiebig, aber nie verletzend und immer mit Wohlwollen gepaart, beurteilte er die Leistungen seiner Schüler. Die dabei bewiesene hohe Fachkompetenz, aber auch die feine Art und Weise des Auftretens brachten ihm höchste Anerkennung und Respekt bei den Teilnehmern und im Lehrkörper.
Die Gesellschaft für Generalstabsoffiziere (GGstOf) entbietet den Hinterbliebenen in Dankbarkeit ihr aufrichtiges Beileid.