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Ministerpräsident Dmitrij Medwedew stellte bei einem Treffen mit Mitgliedern seiner Partei Einiges Russland in der Provinzhauptstadt Rjasan vergangene Woche klar, dass derartige Massnahmen derzeit unangebracht seien.
Einige Gouverneure in den südlichen Landesteilen hatten sich zuvor besorgt über die unverhältnismässige Grösse mancher privaten Hofwirtschaften geäussert. Sie monierten, dass dadurch die Veterinärkontrollen erschwert würden. Zudem sei es ungerecht, dass Produzenten mit Beständen von bis zu 15'000 Schafen als private Tierhalter aufträten und deshalb keine Steuern zahlen müssten.
Auch das Moskauer Landwirtschaftsministerium hatte Absichten geäussert, die Bestandsgrösse in der privaten Tierhaltung in Einklang mit der tatsächlich zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Fläche bringen zu wollen. Der Exekutivdirektor der Nationalen Fleischassoziation, Sergej Juschin, gab kürzlich in einem Presseinterview zu, dass sich mehrere grössere Markterzeuger hinter der „Produktion für den Eigenbedarf“ versteckten.
Dabei hielten die privaten Tierhalter oft technische und veterinärrechtliche Vorschriften sowie Lebensmittelsicherheitsund Umweltgesetze nicht ein. Dadurch hätten sie Wettbewerbsvorteile gegenüber den amtlich als selbständige Landwirte oder Unternehmer registrierten Produzenten. In Bezug auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) oder andere gefährliche Tierkrankheiten, die auch auf den Menschen übertragen werden könnten, seien derartige Umstände eine „tickende Zeitbombe“.