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Pulmicort Turbuhaler enthält den Wirkstoff Budesonid, der zur Gruppe der sogenannten Kortikosteroide gehört. Budesonid hat eine entzündungshemmende Wirkung und dient zur inhalativen Behandlung von entzündlichen Atemwegserkrankungen wie Asthma und chronische Bronchitis.
Pulmicort Turbuhaler darf nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle des Arztes bzw. der Ärztin verwendet werden.
Sie können die Wirksamkeit von Pulmicort unterstützen, indem Sie auf das Rauchen verzichten! Das gilt vor allem, wenn Sie bereits an Lungenblähung (Emphysem) leiden.
Pulmicort Turbuhaler darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Budesonid nicht angewendet werden.
Die Wirkung von Pulmicort Turbuhaler tritt erst mit einer Verzögerung von mehreren Stunden ein. Die maximale Wirkung wird erst nach 1-2 Wochen erreicht. Aus diesen Gründen ist Pulmicort zur Behandlung akuter Asthmaanfälle oder einer akuten Verschlimmerung von chronischer Bronchitis nicht geeignet. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.
Die Verwendung von Wirkstoffen vom Typ der Kortikosteroide verringert die Körperabwehr gegenüber Infektionskrankheiten. Das Risiko einer Infektionskrankheit ist zwar bei der inhalativen Anwendung von Pulmicort Turbuhaler geringer als bei einer oralen Behandlung mit anderen Kortikosteroiden (z.B. Tabletten). Trotzdem sollten Sie darauf achten, während der Behandlung mit Pulmicort mögliche Quellen von Infektionskrankheiten zu vermeiden.
Bei infektiösen Lungenkrankheiten, einschliesslich Lungentuberkulose und Pilzinfektion der Lunge (Lungenmykose), sollte der Pulmicort Turbuhaler nur eingesetzt werden, wenn gleichzeitig eine gezielte antibiotische Behandlung durchgeführt wird resp. Arzneimittel gegen Pilzinfektionen verabreicht werden.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich, wenn im Laufe der Behandlung mit Pulmicort Turbuhaler eine Infektionskrankheit auftritt. Insbesondere Windpocken und Masern können eine schwere Verlaufsform annehmen, die vom Arzt bzw. von der Ärztin entsprechend behandelt werden muss.
Bei übermässigem Gebrauch oder Langzeitanwendung bei Kindern kann die Möglichkeit einer Wachstumsverzögerung nicht ausgeschlossen werden. Der Arzt bzw. die Ärztin wird deshalb die Wachstumsentwicklung von Kindern, welche über längere Zeit mit Pulmicort Turbuhaler behandelt werden, sorgfältig beobachten.
Bei der gleichzeitigen Einnahme gewisser Arzneimittel über eine längere Zeit zur Behandlung von Pilzerkrankungen (z.B. Ketoconazol) ist Vorsicht geboten.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin wenn Sie
Auf Grund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin um Rat fragen.
Der Arzt bzw. die Ärztin wird aufgrund regelmässiger Untersuchungen die für Sie zutreffende Dosierung festlegen.
Üblicherweise sollen Kinder von 4-6 Jahren 2× täglich 100 µg (200 µg pro Tag) inhalieren. Bei Bedarf kann die Dosis auf 2× täglich 200 µg (400 µg pro Tag) erhöht werden.
Kinder ab 6 Jahren: 2× täglich 100-200 µg (200-400 µg pro Tag). Bei Bedarf kann die Dosis auf 2x täglich 400 µg (800 µg pro Tag) erhöht werden. Bei mildem Asthma bei Neubeginn der Behandlung: 2× täglich 100-200 µg oder 1× täglich 200-400 µg morgens oder abends.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker bzw. Ihrer Apothekerin.
Der Turbuhaler ist ein Mehrdosenpulverinhalator, mit welchem pro Inhalation nur sehr wenig Wirkstoffpulver freigesetzt wird (Abbildung 1). Mit der Einatmung durch den Turbuhaler gelangt das Pulver in die Lunge. Es ist wichtig, dass Sie kräftig und tief durch das Mundstück einatmen.
Wird mehr als eine Inhalation pro Anwendung benötigt, müssen die Schritte 2/3/4/5/6 entsprechend wiederholt werden.
Nie durch das Mundstück ausatmen, und die Schutzkappe nach jeder Anwendung wieder gut schliessen. Es ist möglich, dass Sie bei der Inhalation den Wirkstoff weder spüren noch einen Geschmack wahrnehmen, da nur sehr wenig Wirkstoff freigesetzt wird.
Kinder dürfen nur unter Aufsicht von Erwachsenen mit Pulmicort behandelt werden.
Verwenden Sie den Turbuhaler nicht mehr, falls er beschädigt ist oder sich das Mundstück gelöst hat.
Das Mundstück sollte wöchentlich mit einem trockenen Tuch aussen abgerieben werden. Zur Reinigung des Mundstückes darf nie Wasser verwendet werden.
Beim Erscheinen einer roten Markierung im «Fenster», welches direkt unter dem Mundstück angebracht ist, sind noch ca. 20 Inhalationen möglich (Abbildung 4). Wenn die rote Markierung das untere Ende des Fensters erreicht hat (Abbildung 5), darf der Turbuhaler nicht mehr verwendet werden.
Das Geräusch, das beim Schütteln des Turbuhalers auftritt, wird durch das Trocknungsmittel verursacht. Es ist auch dann noch zu hören, wenn sämtliche Dosen aufgebraucht sind.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Pulmicort auftreten:
Vereinzelt tritt bei der Anwendung ein leicht bitterer Geschmack auf.
Gelegentlich können leichte Reizungen der Rachenschleimhaut mit Schluckbeschwerden, Husten und Heiserkeit auftreten.
In seltenen Fällen kann die Behandlung zu einer örtlichen Pilzbesiedlung (Soor) der Mund- und Rachenschleimhaut führen, welche sich als weisser Belag zeigt. Hier empfiehlt sich, sofort den behandelnden Arzt bzw. die behandelnde Ärztin um Rat zu fragen.
Durch das Spülen des Mundes mit Wasser oder durch Zähneputzen nach der Anwendung ist das Auftreten eines Pilzbefalls erfahrungsgemäss seltener.
Nervosität, Unruhe, Depression, Verhaltensstörungen und Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautirritationen konnten beobachtet werden. Selten kann es zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen kommen.
In seltenen Fällen können Arzneimittel zur Inhalation Krämpfe in den Atemwegen (Bronchospasmen) auslösen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt oder Ihre Apothekerin bzw. Ihren Apotheker informieren.
Der Pulmicort Turbuhaler ist nicht über 30 °C und für Kinder unerreichbar aufzubewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung resp. dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Falls Sie im Besitz eines verfallenen oder aufgebrauchten Pulmicort Turbuhalers sind, bringen Sie diesen zur Entsorgung in die Apotheke zurück.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin oder Ihr Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, die über die ausführliche Fachinformation verfügen.
1 Inhalation des Pulmicort Turbuhaler enthält 100, 200 oder 400 µg Budesonid. Im Turbuhaler sind keine weiteren Zusätze enthalten.
50192 (Swissmedic).
Pulmicort Turbuhaler erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Es gibt Packungen zu je 200 Inhalationen (100, 200, 400 µg) bzw. 50 Inhalationen (400 µg).
AstraZeneca AG, 6301 Zug.
Diese Packungsbeilage wurde im April 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.