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Zwischen 1840 und 1842 brachte der Pariser Verleger Henri-Léon Curmer (1801-1870) die umfangreiche Sammlung Les Français peints par eux-mêmes heraus. Sie umfasst neun Bände, fünf über Paris und drei über die Provinz. Komplettiert wird sie durch das Prisme, das 1841 als Erstdruck an die Subskribenten verteilt wurde. Das mehrbändige Werk vereinigt sind eine Vielzahl von Autoren wie beispielsweise Honoré de Balzac, Théophile Gautier, Jules Janin und Gérard de Nerval. Unter den ebenso zahlreichen Illustratoren finden sich renommierte Namen wie Honoré Daumier, Paul Gavarni und Grandville.
Homme de Lettres, Tome III p. 221
Les Français peints par eux-mêmes zeigt ein Abbild der französischen Gesellschaft des neunzehnten Jahrhunderts und nimmt einen gewichtigen Platz in der physiologischen Literatur der Zeit ein. Porträtiert werden etwa dreihundert verschiedene Französinnen und Franzosen wie beispielsweise Hausfrau, Modistin, Lehrerin, Arzt, Gemüsehändler, Spekulant, Tourist und Rentner. Diese Figuren erscheinen in den Texten und Illustrationen als „Typen“, wie man sie in den 1840er Jahren in den Strassen von Paris tatsächlich angetroffen haben könnte. Je nach Autor und Zeichner sind diese Typen auch satirisch überhöht dargestellt. So etwa der oben abgebildete „Homme de Lettres“ von Grandville, der sich selbst Lorbeeren aufsetzt und als Denkmal posiert. Trotz oder vielleicht gerade dank diesen Überhöhungen ergibt sich ein soziales Panorama, das für Historiker und Soziologen äusserst reichhaltig ist.
Links:
Les Français peints par eux-mêmes im Bibliothekskatalog NEBIS
Les Français peints par eux-mêmes ist online bei Gallica.