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|Auftraggeber:||Naef Partner AG, Architekten und Planer|
|Bericht:||080624, 24. Juni 2008|
|Publikationen:||keine|
In einer Überbauung in Stäfa hatten sich Bewohner über das Auftreten von lauten Knallgeräuschen beklagt. Eine Beurteilung der Lage ergab, dass als Quelle am ehesten die Querkraftdorne in Frage kamen, die in der Decke über dem Untergeschoss zwischen der Unterniveaugarage und den Gebäuden vorhanden waren.
Im Bereich dieser Dorne an der Decke über UG und auch in einem Zimmer im Erdgeschoss wurden acht Beschleunigungssensoren PCB 393A03 installiert. Zusätzlich wurden im Zimmer zwei Mikrophone angebracht, von denen eines an das auch für die Beschleunigungssensoren benützte Pimento-Frontend angeschlossen wurde und das andere an einen Umweltanalysator Norsonic N 121. Für die akustischen Messungen konnten wir auf die Unterstützung der Abteilung Akustik der EMPA zählen.
Instrumentierung im Untergeschoss (Garage) (oben).
Instrumentierung im Erdgeschoss (oben).
Während rund 100 Stunden wurden diese Messstellen kontinuierlich überwacht. Da die Abtastrate mit s = 25 kHz sehr hoch gewählt werden musste, wurde mittels Triggerung gearbeitet : 5 Sekunden Pre-Trigger, 30 Sekunden Fensterlänge. Nach dem ersten Messtag wurde diese Triggerschwelle von a = 0.05 m/s2 auf a = 0.5 m/s2 erhöht.
Insgesamt wurden während der vier Messtage 42 relevante Events registriert. Da tagsüber in der Wohnung niemand anwesend war, konnten diese nicht mit persönlichen Beobachtungen verglichen werden. Offenbar witterungsbedingt traten nur am Abend des ersten Messtages von einem Bewohner identifizierte Knallgeräusche auf. Diese konnten jedoch eindeutig mit den vom Pimento aufgezeichneten Events korreliert werden.
Ein genaueres Studium der aufgezeichneten Events ergab, dass oft mehrere kurz aufeinander folgende Spitzen registriert wurden. Im Erdgeschoss wurden zwar deutliche Knallgeräusche aber nur sehr kleine Beschleunigungen gemessen. Als plausibelste Erklärung für die Ursache der Geräusche ergaben sich deshalb die Querkraftdorne.