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Als Folge des Gletscherschwundes verschiebt sich die Schweizer Landesgrenze. Das Territorium der Schweiz wird insgesamt grösser, wie der Tages-Anzeiger berichtet. So mussten die Zermatter Bergbahnen 2003 beim Bau einer Sesselbahn auf dem Furggsattel noch ein Baugesuch in Italien einreichen, da die Bergstation auf italienischem Boden lag. Zudem habe Rom 160.000 Euro Mehrwertsteuer von den Bergbahnen kassiert. Wegen des Gletscherschwunds hat sich die Landesgrenze Richtung Süden verschoben und die Bergstation liegt plötzlich wieder auf Schweizer Boden.
Daniel Gutknecht vom Bundesamt für Landestopografie erklärt das Phänomen dem Tages-Anzeiger: „Als man die Grenze zu Italien während des Zweiten Weltkriegs mit Worten beschrieb, galt auf Gletschern die Wasserscheide als Demarkationslinie. Die Gletscher verändern sich jedoch, weshalb die Grenze wandert“. Davon betroffen ist die 578 Kilometer lange Grenze zu Italien. Davon liegen 40 Kilometer auf Schneefeldern oder Gletschern. Schmilzt ein Gletscher, verschiebt sich dessen höchster Punkt. Dadurch kann sich der Grenzverlauf um bis zu 150 Meter verändern, wie das oberhalb Zermatt der Fall ist. Die alpinen Grenzen zu Frankreich und Österreich verlaufen hingegen auf festem Boden. Weil der Gebietszuwachs weniger als 1 Quadratkilometer betrage, werde die offizielle Fläche der Schweiz weiterhin 41’285 Quadratkilometer ausmachen. «Die Schulbücher müssen nicht umgeschrieben werden», sagt Gutknecht.