Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03571.jsonl.gz/3439

Es steht einzig fest, dass Neymar nicht eins zu eins ersetzt werden kann. Scolari liess sich bisher nicht in die Karten schauen und lässt offen, wen er für den 22-Jährigen bringen wird. Folgende Alternativen sind möglich:
Willian: Der schnelle und trickreiche Flügelspieler von Chelsea kann auch im offensiven Mittelfeld spielen. Bei seinen bisherigen drei Kurzeinsätzen (39 Minuten) spielte er aber unauffällig. Gegen Willian spricht zudem dessen Fehlschuss im Achtelfinal-Elfmeterschiessen gegen Chile.
Bernard: Der 1,66 m kleine Dribbelkünstler kann mit seiner überragenden Technik ein Spiel allein entscheiden, körperlich hat er jedoch deutliche Defizite. Das könnte gegen die robusten deutschen Defensivspieler schwer werden. Ausserdem kam der Ukraine-Legionär von Schachtjor Donezk bislang nur auf 66 WM-Minuten.
Luiz Gustavo: Dass er nach abgesessener Sperre gegen Deutschland zurück in die Startelf kehrt, scheint sicher. Da aber in seiner Abwesenheit Fernandinho und Paulinho ihre Aufgaben gegen Kolumbien souverän gelöst haben, könnte sich Scolari auch für ein defensives Dreier-Mittelfeld entscheiden. Dann würden die offensiven Hulk und Oscar als Flügelstürmer auflaufen, um die zentrale Spitze Fred zu unterstützen.
Ramires: Den robusten Chelsea-Akteur könnte Scolari auf einer der Aussenpositionen bringen. Oscar würde dann die Neymar-Position als hängende Spitze übernehmen. Ramires hat immerhin in allen bisherigen fünf WM-Partien gespielt (130 Minuten). Vom 27-Jährigen wurde im Vorfeld aber viel mehr erwartet.
Jo: Der 1,91 m grosse Stürmer wäre die offensive Lösung. Scolari hält viel vom 27-Jährigen. Jo könnte Stürmer Fred in der Spitze entlasten und auch die weiten Wege gehen.
Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM live, 04.07.2014 22:00 Uhr