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Virginia Roberts Giuffre (38) hat das Original des berühmten Fotos von ihr und Prinz Andrew (61) angeblich verloren. Das könnte dem Sohn von Queen Elizabeth II. (95) im Kampf gegen Giuffres Missbrauchsklage in die Karten spielen. Der Royal behauptete zuvor bereits, dass das Bild manipuliert worden sein könnte. Das Foto war durch die Presse gegangen. Auf dem Schnappschuss scheint es, als lege Andrew Giuffre einen Arm um die Taille.
«Das Bild ist nicht in Virginias Besitz», erklärte eine Quelle, die Giuffre nahestehen soll, laut «The Daily Beast». Gemacht wurde das Foto angeblich vom verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019). Dessen Vertraute Ghislaine Maxwell (60) ist auf dem Schnappschuss hinter Prinz Andrew und Virginia Giuffre zu sehen. Maxwell ist im Dezember in den USA wegen Sexhandels mit Minderjährigen schuldig gesprochen worden.
Beim Umzug verloren gegangen?
Ein weiterer Insider erklärte dem Bericht zufolge über das Bild, sie seien sich nicht einmal sicher, ob das Original «noch existiert». Es sei in einer von mehreren Kisten gewesen, die von Giuffres ehemaligem Zuhause in Colorado nach Sydney, Australien, gebracht wurden. An ihrem neuen Wohnort könnte sie es verlegt haben.
Prinz Andrews juristisches Team hat das Originalfoto Medienberichten zufolge im November 2021 angefordert. Es wurde seinen Anwälten jedoch offenbar nicht zur Verfügung gestellt. Das Bild stammt angeblich aus dem März 2001 - Giuffre war damals 17 Jahre alt - und soll in Ghislaine Maxwells Londoner Haus aufgenommen worden sein.
Ein Fotograf soll das Bild später abfotografiert haben, diese Reproduktion erschien erstmals 2011 in der «Mail on Sunday». Seitdem wurde diese Kopie gezeigt. Das FBI soll das Foto zuvor als potenzielles Beweismittel gegen Jeffrey Epstein untersucht haben.
Ist das Bild entscheidend?
Giuffre hatte im August 2021 in New York eine Zivilklage gegen Prinz Andrew eingereicht. Sie beschuldigt den Royal, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben. Andrew weist sämtliche Anschuldigungen vehement zurück. Die Anwälte des 61-Jährigen hoffen Medienberichten zufolge, dass Sachverständige Zweifel an der Echtheit des Fotos aufkommen lassen. Prinz Andrew selbst bestreitet, Giuffre jemals getroffen zu haben, und erklärte, dass das Bild manipuliert worden sein könnte. Ohne das Original sei es nicht möglich zu beweisen, dass es keine Fälschung sei, behaupten die royalen Anwälte angeblich. Giuffres Anwälte hingegen verweisen laut «Daily Beast» darauf, dass der Fall nicht von dem Foto abhängig sei.
Prinz Andrew hatte Ende 2019 in einem BBC-Interview zum Epstein-Skandal über das Foto gesagt: «Aus den Untersuchungen, die wir durchgeführt haben, lässt sich nicht beweisen, ob dieses Foto gefälscht ist oder nicht, weil es ein Foto von einem Foto von einem Foto ist... Niemand kann beweisen, ob das Foto manipuliert wurde oder nicht, aber ich kann mich nicht erinnern, dass dieses Foto jemals aufgenommen wurde.»
Nach dem BBC-Interview, das für ihn zum PR-Desaster wurde, trat Andrew von seinen öffentlichen Aufgaben zurück. Nachdem er die Zivilklage in den USA nicht stoppen konnte, musste er im Januar zudem alle militärischen Titel abgeben. Er müsse sich in dem Fall als «Privatmann» verteidigen, hiess es aus dem Palast. Ein möglicher Prozess könnte noch 2022 beginnen.