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UNO-Beobachter hätten die Waffen in ihre Obhut genommen. Ausgenommen davon seien lediglich einige Waffen, mit denen die Sicherheit in den Entwaffnungszentren gewährleistet werden soll.
Für Dienstag war ein offizieller Festakt zur symbolischen Beendigung der Waffenabgabe im Beisein der FARC-Führung und von Präsident Juan Manuel Santos im zentralkolumbianischen Mesetas geplant. Santos hatte für seine Bemühungen um ein Ende des jahrzehntelangen Konflikts 2016 den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen.
Die Waffen sollen eingeschmolzen und als Baumaterial verwendet werden für Friedensmahnmale in Kolumbien, in New York am Sitz der Vereinten Nationen und in Havanna, dem Ort der fast vierjährigen Friedensverhandlungen.
Seit Februar befinden sich die Kämpfer in 26 "Friedenscamps", wo sie den Übergang in ein normales Leben und die Gründung einer Partei vorbereiten. Dieser FARC-Partei sollen in den ersten Jahren zehn Sitze im Kongress garantiert werden. Die Guerilleros sehen sich vor allem als Anwälte der armen Landbevölkerung und fordern unter anderem eine gerechtere Landverteilung.
Eigentlich hätte die Entwaffnung der Guerilla schon Ende Mai abgeschlossen sein sollen. Der Prozess verzögerte sich aber, auch weil einige der vom Staat errichteten Camps nicht rasch genug fertig waren. Sie bestehen meist aus Containersiedlungen.
Mit der kleineren ELN-Guerilla gibt es noch keinen Waffenstillstand. Sorgen bereitet zudem, dass Paramilitärs und andere Banden in bisher von der FARC kontrollierten Gebieten die Kontrolle über den Drogenhandel übernehmen könnten.
Im kolumbianischen Konflikt starben seit 1964 mehr als 220'000 Menschen.
(SDA)