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(03.08.2022) Die Schweizer Exporte dürften auch im zweiten Halbjahr 2022 weiter wachsen. Der Index Switzerland Global Enterprise (S-GE), der die Exporterwartungen der Schweizer KMU wiedergibt, liegt bei 66,6 Punkten und das Exportbarometer der Credit Suisse bei 1,49.
Die Perspektiven sind jedoch nicht so erfreulich wie 2021, als der Index von S-GE die Marke von 75 überschritten hatte und das Exportbarometer einen Wert von mehr als 3 aufwies. Seitdem ging es mit beiden Werten kontinuierlich abwärts. Diese Verlangsamung liegt nicht an einem Rückgang der Nachfrage, die weiterhin kräftig bleibt, sondern vor allem an Lieferschwierigkeiten aufgrund des Krieges in der Ukraine und der sogenannten "Zero Covid"-Politik in China.
Von den befragten Unternehmen erwarten nur 17% für das zweite Halbjahr einen Rückgang ihrer Exporte, was eine leichte Verbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr bedeutet. Allerdings rechnet knapp ein Drittel von ihnen mit einer Stagnation.
Im ersten Halbjahr gingen 66% der Unternehmen von einem Exportwachstum aus, aber nur bei 56% hat sich diese Erwartung tatsächlich erfüllt. Ein Drittel der Firmen (33%) erreichte am Ende einen relativ schwachen Exportanstieg zwischen 1% und 10%, ein Sechstel erzielte eine Steigerung um 10% bis 25% und jedes zwölfte Unternehmen konnte die Marke von 25% übertreffen. Dagegen blieb das Exportniveau im ersten Halbjahr 2022 bei 22% der Unternehmen konstant und ebenfalls 22% verbuchten einen Rückgang.
2021 waren die USA der wichtigste Handelspartner der Schweiz: Die Höhe der Schweizer Exporte in die grösste Volkswirtschaft der Welt betrug CHF 47 Milliarden. Deutschland bleibt jedoch bei den Exportunternehmen in der Schweiz der beliebteste Markt. In den kommenden sechs Monaten wollen 76% von ihnen ihre Waren in das Nachbarland ausführen.
Letzte Änderung 03.08.2022