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Die Freiburger Kantonalbank hatte ihren Hauptsitz ursprünglich an der Reichengasse 26, im Gebäude der ehemaligen Tilgungskasse. Aus Platzgründen beschloss der Verwaltungsrat 1904, das Zunfthaus zu Krämern (Hôtel des Merciers) am Liebfrauenplatz zu erwerben, abzureissen und ein neues Gebäude für den Hauptsitz zu errichten. Im Jahre 1907 konnte die FKB ins neue Gebäude einziehen.
Der Architekt Léon Hertling zeichnete dessen Pläne. Er wählte hierfür den eleganten Stil der Renaissance des 16. Jahrhunderts, wie der Botschaft des Staatsrates zu entnehmen ist. Ausserdem entschied er sich für Baustoffe, «die sich harmonisch in die Umgebung einfügen»: Marmor aus Saint-Tryphon für den Sockel, Kalkstein aus Arvel für das Erdgeschoss und grünlich-graue Molasse für die oberen Stockwerke. Grossen Wert legte er auf den Innenausbau sowie die effiziente Anordnung der Büros und Schalter. «Von einer 120 Quadratmeter grossen Halle aus hat die Kundschaft Zugang zu allen Büros, mit der sie am häufigsten zu tun hat», zitiert der Staatsrat weiter aus einer Festschrift der FKB. Um die Gefahr eines Brandes zu bannen, seien alle Mauern, Säulen, Böden und Träger aus bewährtem Beton.
Als der Platz in diesem Gebäude wieder knapp wurde, baute die FKB in den 80er-Jahren ihren neuen Hauptsitz eingangs Perolles mit dem Tessiner Stararchitekten Mario Botta. az