Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03161.jsonl.gz/2741

Nachdem unser Radprofi Silvan Dillier in der ersten Saisonhälfte etwas häufig vom Pech verfolgt war, lachte ihm am 20. Juni an der Schweizermeisterschaft im luzernischen Knutwil wieder einmal das Glück. Dillier gewann den Spurt einer Viererspitze und holte sich vor Simon Pellaud (Martigny) und Johan Jacobs (Steinmaur) zum zweiten Male nach 2017 das Meistertrikot.
Silvan Dillier, der im April an der Flandern-Rundfahrt gestürzt war und erst an der Tour de Suisse wieder ins Renngeschehen eingriff, meisterte im Spurt eine Fünfergruppe. Im Endspurt vermochte sich Silvan Dillier vor dem Walliser Simon Pellaud, dem Zürcher Unterländer Johan Jacobs und dem Waadtländer Cyrill Thierry durchzusetzen. Nachdem Silvan Dillier bereits 2017 in Affoltern a/Albis den Meistertitel bei der Elite/Profi gewonnen hatte, holte er sich nun in Knutwil zum zweiten Male das Meistertrikot. Für Silvan Dillier, der seit diesem Frühjahr wieder in Schneisingen wohnt, wo er aufgewachsen ist, ging damit eine lange Durststrecke zu Ende.
Im Spurt durchgesetzt
Unser Radprofi hatte letztmals in der Saison 2018 ein grösseres Rennen, die «Route d’Adelie de Vitre» in Frankreich gewonnen. Nach Stürzen, die auch den Bruch des Schlüsselbeins zur Folge hatten, und dem Wechsel ins Team «Alpecin-Fenix» des holländischen Superstars Matthieu van der Poel war Silvan Dillier erst im Verlaufe der in Andermatt zu Ende gegangenen Tour de Suisse wieder in Fahrt gekommen. Die Schweizer Rundfahrt beendete Silvan Dillier als zweitbester Schweizer auf dem 34. Schlussrang. «Es stimmt, seit der Tour de Suisse geht es mit mir wieder aufwärts». Silvan Dillier versuchte in Knutwil schon früh in der Spitzengruppe unterzukommen: «Meisterschaften laufen immer besonders ab. Ich wusste, dass ich früh in der Spitzengruppe sein musste, wenn ich am Ende vorne sein wollte. Ich fand in dieser Spitzengruppe Unterschlupf. Diese wurde von Runde zu Runde kleiner und am Schluss waren wir nur noch zu fünft». Im Spurt vermochte sich Silvan Dillier dann durch zu setzen. Im Moment des Erfolges wollte Silvan Dillier von den Rückschlägen der letzten Zeit nichts mehr wissen: «Es ist immer besser, man richtet sich an den Erfolgen und nicht an den Niederlagen auf».
An der Tour de France im Einsatz
Silvan Dillier blieb nicht viel Zeit, um seinen zweiten Schweizermeistertitel zu feiern. Schon drei Tage nach dem Meistertitel ging es an die Tour de France. Dort steht Silvan Dillier nicht nur als einer von zahlreichen Landesmeistern im Einsatz. Silvan Dillier ist bisher auch das einzige Mitglied des Velo-Club Alperose Schneisingen, der die Frankreich-Rundfahrt bestritt. Er nimmt zum zweiten Mal an der Tour de France teil. Vor drei Jahren, im Jahre 2018 nahm Silvan Dillier erstmals an der Tour de France teil und beendete sie auf dem 83. Rang. Erstmals fährt Silvan Dillier nun die Tour de France im Trikot des Schweizermeister. Er fährt die Tour de France im Team von Mathieu van der Poel. Der Holländer trägt auch nach der siebten Etappe weiterhin das gelbe Leadertrikot. Silvan Dillier hat im Team «Alpecin-Fenix» zwar Helferaufgaben zu erfüllen. Unser Vereinsmitglied hat jedoch grossen Anteil daran, dass sein Kapitän van der Poel nach der ersten Tour-Woche weiterhin in Gelb fährt.
Der erste Schneisinger, und erst der dritte Zurzibieter
Obwohl aus unserer Region immer wieder gute Radsportler kommen, sind in der obersten Radkategorie Schweizermeistertitel von Rennfahrern aus dem Bezirk Zurzach Raritäten. In der Geschichte der seit über 100 Jahren, nämlich seit 1919 ausgetragenen Schweizermeisterschaften auf der Strasse bei den Profis sind es gerade einmal drei Fahrer aus dem Zurzibiet, die zu Meisterehren kamen. 1932 holte sich August Erne (Leibstadt) als erster Zurzibieter den Titel. 1970 kam Kurt Rub (Kleindöttingen) zum Erfolg. 2017 gewann, wie bereits erwähnt, Silvan Dillier in Affoltern a/Albis erstmals den Titel. Mit dem erneuten Titelgewinn ist Silvan Dillier nun der erste Zurzibieter, der zweimal das Meistertrikot der Elite/Profi gewonnen hat.
Gutes Rennen auch von Michelle Stark
Im Rennen der Frauen-Elite war auch Michelle Stark, die seit dieser Saison ebenfalls dem VC Schneisingen angehört, am Start. Sie fuhr in dem von Marlen Reusser gewonnen Rennen auf den guten 17. Platz.