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(Ezechia), König von
Juda, Sohn des
Ahas, folgte demselben 728
v. Chr. auf dem
Thron und blieb anfangs, auch
während der Empörung
Israels, der assyrischen Oberherrschaft getreu, indem er nur den assyrischen
Götzendienst
abschaffte. Erst als 704
Babylonien sich empörte, versuchte er, nachdem er in der langen Friedenszeit seinen
Schatz gefüllt
und die
BefestigungenJerusalems verstärkt hatte, im
Bund mit andern syrischen
Fürsten und im Vertrauen auf ägyptische
Hilfe
das assyrische
Joch abzuschütteln.
wahrscheinlich der älteste
Name der
Pyrenäischen Halbinsel, von Wilh. v.
Humboldt aus dem Baskischen (ezpaña,
»Rand, Uferland«) erklärt, ebenso wie das bei den Griechen gebräuchliche Iberia
¶
mehr
(ibarra, »Thalschlucht«, anfangs auf das Thal
[* 23] des Ebro angewendet und später weiter ausgedehnt). Das römische Hispanien umfaßte
das ganze heutige Spanien nebst Portugal und wurde durch die Pyrenäen von Gallien geschieden. Daran schließt sich gegen W.
das Kantabrische Gebirge (bei Strabon und Florus Vindius oder Vinnius »weißes Gebirge«, wegen der weißen
Kalkfelsen, genannt), mit dem vier Ketten in westöstlicher Richtung parallel laufen, deren je zwei immer ein mächtiges Flußthal
einschließen.
Nur von einer, der heutigen Sierra Nevada, ist uns der alte Name Ilipula (baskisch »vielspitzig«) erhalten. Die Stromthäler
waren, wie noch heute, von sehr verschiedener Natur: Das Gebiet des Iberus (Ebro), des einzigen großen
Flusses der Ostküste, öde, wüst und fast steppenhaft, ebenso die seiner tief in den Boden eingeschnittenen Zuflüsse. Weit
fruchtbarer war die Westhälfte, deren Flußthäler an der Mündung meistens vorgelagerte Ebenen besitzen, wie das des Durius
(Duero), des Tagus (Tajo) und namentlich des Bätis (Guadalquivir), dessen Thal schon damals bei weitem das
gesegnetste der Halbinsel war. Zu nennen sind außerdem der Anas (Guadiana), Bätica von Lusitania scheidend, und der Galläcien
durchfließende Minius (Minho).
Olisipo,
Bäsippo, Ostippo, Acinippo u. a. Als Hamilkar 235 v. Chr. Südspanien eroberte, diente das Land zum zweitenmal semitischen
Herren und romanisierte sich später mit gleicher Leichtigkeit in kurzer Zeit. An der Ostküste Hispaniens finden sich
einige griechische Niederlassungen (Alonä, Dianium, Rhodä, Emporiä etc.), und das unfruchtbare Innere
hatten die Keltiberer (s. d.) inne. Wie man aus der Bedeutung ihrer Ortsnamen und ihrer
Sitze schließt, sind sie als Eroberer aus Gallien eingewandert, aber von den Iberern auf die unfruchtbarsten Striche zurückgedrängt
worden.
Sonst finden sich noch an Kelten die Keltiker in Lusitanien und die vielleicht über See eingewanderten
Artabrer in Galläcien. Während die Iberer klein waren, von dunklem Haar
[* 29] und brauner Hautfarbe, waren die Kelten groß, von
hellem Haar und Teint; letztere trugen mannshohe Schilde und lange Schwerter
[* 30] für den Nahkampf, den sie liebten, die aus der
Ferne kämpfenden Iberer Wurfspieße und Schleudern, mit denen sie ihre Bergfesten, wie z. B. Numantia, aufs
hartnäckigste verteidigten.
Die kriegerischen unter ihnen waren die Carpetaner, welche Hannibal erst nach schweren Verlusten und langen Kämpfen unterwarf.
Man rühmt ihre Mäßigkeit, tadelt aber ihre übertriebene Neigung zu Kleiderputz, Tanz, Raub und Krieg. Neben Freiheitsliebe
werden ihnen auch Stolz, Verschlagenheit
und unbeugsame Hartnäckigkeit beigelegt. Als die gebildetsten
unter allen alten Volksstämmen Hispaniens gelten die Turdetaner und Turduler (in der ProvinzBätica), die von ihren phönikischen
Herren neben andrer Kultur die Schreibekunst erlernten, dabei aber unkriegerisch wurden.
Nachdem die Römer
[* 31] 24 v. Chr. zum ruhigen Besitz des ganzen Landes gelangt waren, von welchem sie schon 205 den
Osten und Süden erobert hatten, wußten sie sich denselben durch große Heerstraßen nach allen vorzüglichern Städten sowie
durch Anlegung zahlreicher Veteranen- und andrer Kolonien zu sichern, so daß schon unter Augustus und dessen nächsten Nachfolgern
das Land mehr und mehr ein römisches Ansehen gewann und zwar in weit höherm Grad als viele andre von
den Römern ungleich früher eroberte Länder.