Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03586.jsonl.gz/2322

Die Walnussfruchtfliege Rhagoletis completa befällt verschiedene Walnussarten und stammt ursprünglich aus den USA. Seit den 80er-Jahren hat sie sich auch in Europa verbreitet. In der Schweiz und EU ist R. completa als Quarantäneorganismus geregelt. Schäden verursachen vor allem die Larven, die sich vom Fruchtfleisch der Walnuss ernähren.
Die Walnussfruchtfliege Rhagoletis completa stammt ursprünglich aus Nordamerika und befällt verschiedene Walnussarten (Juglans spp.). In Europa wurde sie erstmals 1986 in der Schweiz im Tessin beobachtet, hat sich aber mittlerweile praktisch in der ganzen Schweiz, in Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich, den Niederlanden, in Ungarn, Slowenien und Kroatien angesiedelt. Rhagoletis completa ist in der Pflanzenschutzverordnung (PSV SR 916.20) aufgeführt.
Die Walnussfruchtfliege gleicht der Kirschfruchtfliege Rhagoletis cerasi, beide Arten haben einen gelben Punkt auf dem Rücken des Thorax. Charakteristisch für die Walnussfruchtfliege sind die drei schwarzen Balken auf den Flügeln. Die Larven sind Maden und haben entsprechend keine Beine. Die Puppen befinden sich in der Erde, sind tönnchenförmig, gelb-bräunlich und etwa 3-4 mm lang.
Die Walnussfruchtfliege entwickelt sich innerhalb eines Jahres vom Ei zur adulten Fliege. Die Hauptflugzeit ist von Ende Juli bis Anfang August. Die Maden ernähren sich vom Fruchtfleisch (äussere Fruchtwand), das sich durch den Frass schwarz verfärbt sowie weich und schleimig wird. Das zerfallene Fruchtfleisch verschmutzt die Schale der Nüsse, dadurch können diese schlechter vermarktet werden. Für die Verpuppung lassen sich die Larven zu Boden fallen und graben sich in die Erde ein. Rhagoletis completa überwintert als Puppe im Boden.
Als Bekämpfungsmassnahme sollen befallene Früchte sofort entfernt werden. Weiter kann der Boden unter den Nussbäumen abgedeckt werden, damit sich die geschlüpften Adulten Fliegen nicht ausbreiten und die Larven sich nicht im Boden eingraben können. Bei der Prävention spielt die richtige Sortenwahl eine wichtige Rolle.