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Kriterien für ausserordentliche Forschungsprojekte
Es bestehen drei Hauptgruppen von Kriterien, welche ein Forschungsprojekt als ausserordentlich qualifizieren und damit dessen Fortführung erlauben:
- Das Forschungsprojekt leistet einen wesentlichen Beitrag (s. nachfolgende Präzisierung) zur Überwindung der Pandemie, welche durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wurde.
- Der Abbruch einer langfristigen Versuchsreihe (s. nachfolgende Präzisierung) ist nicht vertretbar.
- Langzeitmessungen und Unterhalt langer Messreihen ausserhalb der Universität, sofern die Zugänglichkeit gewährleistet ist.
1. Wesentlicher Beitrag zur Überwindung der Pandemie
Die Wesentlichkeit des Beitrages eines Forschungsprojekts zur Überwindung der Pandemie, welche durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wurde, wird an folgenden Kriterien beurteilt:
- Einschränkung der Verbreitung des Coronavirus
- Bekämpfung der gesundheitlichen Folgen der Infektion
- Schutz vor einer Infektion durch das Coronavirus
- Wirkung von Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus
- Verhinderung von nicht-umkehrbaren Schäden durch die Pandemie
- Nachvollziehbarkeit der Entstehung, Ausbreitung und zukünftige Entwicklung des Coronavirus
- Entwicklung von vorbeugenden sowie neuen, zukünftigen Massnahmen
2. Abbruch ist nicht vertretbar
Für die Bewilligung der Fortführung von Langzeitversuchen, insbesondere von Tierversuchen, werden im Sinne einer Härtefallregelung die verschiedenen Konsequenzen einer Weiterführung und eines Abbruchs der Studie abgewogen. Je nach Sachlage wird ein Fachgremium für die Abwägung zugezogen. Wichtige Kriterien sind:
- Gewährleistung der Aufarbeitung bzw. Lagerung der Proben zu den festgelegten Messzeiten
- Tierwohl
- Der zeitliche Aufwand, um alle geplanten Proben zu erhalten, ist mindestens dreimal geringer als die Zeit, um die Versuchsreihe erneut durchzuführen.
- Die zeitliche Länge vom Neustart der Versuchsreihe bis zur Durchführung der Messungen.
3. Langzeitmessungen und Unterhalt langer Messreihen
Sollte die Messung von bereits vorhandenen Proben oder deren Aufarbeitung nicht aufschiebbar aber länger als bis am 25.3.20 dauern, nehmen Sie bitte umgehend per E-Mail oder per Telefon mit Thomas Trüb, Verantwortlicher für die Triage, Kontakt auf.
Vorgehen für die Bewilligung
Anträge um die Bewilligung eines Ausserordentlichen Forschungsprojektes müssen im vorgegebenen Format (Vorlage (DOCX, 52 KB)) per E-Mail (<email-pii>) an die Triage-Stelle im Prorektorat Forschung eingereicht werden. Verantwortlich für die Triage ist Thomas Trüb, Leiter Strategische Forschungsplattformen (<email-pii>; +41 44 635 41 31).
Anträge umfassen zwingend
- Beschrieb und Begründung für das Forschungsprojekt
- Benötigte Zeit für die Zielerreichung
- Benötigte eigene, personelle Ressourcen (Namen, Zeitbedarf)
- Benötigte Ressourcen Dritter / Abhängigkeiten (z.B. LASC, Technologieplattformen)
- Zustimmung durch die Institutsdirektorin / den Institutsdirektor
Die Anträge werden abschliessend durch ein kleines Gremium beurteilt. Dabei sind in jedem Fall die Abteilung Forschungsförderung, zwei Dekane oder Prodekane, sowie die Triage-Stelle in der Beurteilung involviert.
Die Triagestelle teilt den Entscheid mit, es können keine Rekurse gemacht werden.