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Kiew, Ukraine, August 30, 2010 (ots/PRNewswire) - Der Präsident der
Ukraine Viktor Yanukovych bot der deutschen Bundeskanzlerin Angela
Merkel heute die Zusammenarbeit mit Deutschland beim Aufbau der
ukrainischen Gas-Pipelines an.
"Wir sehen Deutschland als wichtigen Partner für die
Modernisierung des Gastransitsystems, daher habe ich ein
entsprechendes Angebot gemacht", erklärte Yanukovych nach dem Treffen
mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Angela Merkel bestätigte ihrerseits, Deutschland sei bereit, in
die Modernisierung des ukrainischen Gasmarkts zu investieren.
Die Gasverbraucher der Europäischen Union wurden über den Zustand
der ukrainischen Gas-Pipelines informiert, die dringend einer
Modernisierung bedürfen. Am 23. März 2009 unterzeichneten die Ukraine
und die Europäische Union die Erklärung zur Modernisierung des
ukrainischen Gastransitsystems. Die Erklärung wurde ausserdem von
Repräsentanten einiger europäischer Banken unterzeichnet, wodurch die
Verhandlungen über Kredite an die Ukraine zur Finanzierung der
Modernisierung in Schwung kamen.
Ergebnis des jüngsten Treffens zwischen dem ukrainischen
Ministerpräsidenten Minister Mykola Azarov und der Vizepräsidentin
der EU-Kommission Catherine Ashton am 15. Juni dieses Jahres war ein
Übereinkommen, das die Erarbeitung eines gemeinsamen Plans zur
Modernisierung des ukrainischen Gastransitsystems bis Herbst 2010
vorsieht.
Gleichzeitig verhandelt die Ukraine auch über ähnliche Pläne mit
Russland. Auch Russland ist bereit zu Investitionen in das Projekt,
macht jedoch die Zusammenlegung der Öl- und Gasproduktion der beiden
Länder in ein Unternehmen zur Bedingung für die Mitfinanzierung der
Modernisierung des ukrainischen Gastransitsystems.
Das Gastransitsystem der Ukraine ist das zweitgrösste in Europa
und eines der grössten der Welt. Es erreicht eine Gesamtlänge von
37.600 Kilometern. Es beinhaltet Hauptfernleitungen, Hausanschlüsse,
Gasspeicher, Kompressorstationen und Messstationen für Gas. Die
Transitkapazität beträgt 288 Milliarden Kubikmeter an der Grenze zur
Russischen Föderation, und 178,5 Milliarden Kubikmeter an den Grenzen
zu Polen, Rumänien, Weissrussland und Moldawien, davon 142,5
Milliarden Kubikmeter an der Grenze zur EU.
ots Originaltext: Press Office of the President of Ukraine
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