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Credit Suisse legen am Montag gegen 9.40 Uhr 0,1% auf 15,91 CHF zu - in einem ebenfalls kaum bewegten Gesamtmarkt (SMI: -0,02%). In der vergangenen Woche legte die Aktie knapp 3% zu und war damit grösste Gewinnerin im SMI. Im bisherigen Jahresverlauf ist sie 19% im Plus. Im Sommer 2016 war der Kurs noch bis auf unter 10 CHF eingesackt.
Anfang der vergangenen Woche wurde bekannt, dass RBR mit einem einen Anteil im Umfang von rund 100 Mio CHF bei der Grossbank eingestiegen ist. Dies entspricht laut eigenen Angaben in etwa einem Anteil von 0,2 bis 0,3%.
Bohli fordert - wie bereits von verschiedenen Medien berichtet - die Aufspaltung in drei Einheiten. Als "SKA 2.0" soll die Vermögensverwaltung und Schweizer Universalbank bestehen bleiben. Eine unabhängige Investmentbank mit Domizil in London oder New York ("First Boston 2.0") soll abgetrennt und in New York an die Börse gebracht werden, und für das Schweizer Asset Management wird ein IPO in der Schweiz vorgesehen. So könne sich der Wert der Credit Suisse innert 18 bis 24 Monaten verdoppeln, heisst es.
Aus der Präsentation vom Freitag geht ausserdem hervor, dass RBR das IT-System der Credit Suisse als "veraltet und nicht auf die Kunden ausgerichtet" kritisiert. Die SKA 2.0 solle ein neues IT-System entwickeln, und die Credit Suisse solle "richtig" digitalisiert werden. Das derzeitige Management müsse jedoch nicht ausgewechselt werden. Mit CEO und VRP stehe man seit Anfang September in Kontakt.
In einem Interview mit der "Schweiz am Wochenende" sagte Bohli zudem, die Chance, dass das Management sich "in irgendeiner Weise" bewegen wird, sei "extrem hoch". Er liess ausserdem verlauten, dass er seinen Anteil auf 1 Mrd CHF vergrössern möchte.
Im Handel wird dem aktivistisches Hedgefonds RBR um den Investor Rudolf Bohli mit seinen Plänen derweil keine Erfolgsaussichten eingeräumt. Zu fest würden Grossaktionäre wie Harris Associates im Sattel sitzen, heisst es.
Jüngstes Beispiel für die Aktionen Bohlis ist der Asset Manager GAM. Dort war er mit der Forderung, den Verwaltungsrat nach seinen Vorschlägen neu zu besetzen sowie CEO Alexander Friedman zu entlassen, an der Generalversammlung im April gescheitet. Durchsetzen konnte er jedoch, die Ablehnung der variablen Management-Vergütungen für 2017, und auch der Vergütungsbericht 2016 wurde konsultativ abgelehnt.
Der Hegdefonds stieg daraufhin im Juni bereits wieder aus. "Ich habe einen guten Gewinn gemacht und bin zufrieden", sagte Bohli damals.
ys/rw
(AWP)