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Geschichte
Der Ursprung des Gasthauses geht ins frühe 15. Jahrhundert als Pilgerherberge zurück. Der heutige Riegelbau wurde dagegen erst in den Jahren 1812 bis 1814 anstelle eines noch aus waagrechten Balken, zusammengefügten Blockhaus mit niedrigem Tatschdach erstellt. Sein Erbauer war der Gastwirt und Bäcker Johannes Friedinger, dessen Vorfahren schon Engelwirte waren, als noch der in Meersburg residierende Bischof von Konstanz die grosse, sich bis ins Toggenburg erstreckende Hinterthurgauische Gerichtsherrschaft des Tanneggeramts besass und sie durch einen Ammann aus der Sirnacher Familie der Baumgartner verwalten liess. 1892 wurde der Gasthof dem Seiler und Bezirksgerichtsweibel Emil Thalmann – Gamper überlassen. Die Thalmanns führten den Betrieb über 3 Generationen. Die Bürgergemeinde Sirnach erwarb das Haus im Jahr 2000 und ist seitdem stets bemüht, das denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten. So erhielt Sirnach an markanter Stelle, der Katholischen Kirche gegenüber, wieder einen prächtigen Riegelbau. Im heutigen halbstädtischen Industrieort Sirnach sind erhaltenswürdige Baudenkmäler rar geworden. Darum gebührt Dank und öffentliche Anerkennung denen, die sich um ihre Erhaltung bemühen.