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Systematik
|Ordnung||Squamata|
|Familie||Iguanidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Ctenosaura|
|Art||Ctenosaura similis|
Beschreibung
Die Männchen des Gemeinem Schwarzleguans können bis zu 1.5 m Länge erreichen, während die Weibchen nicht grösser als 1 m lang werden. Sie wiegen ungefähr 1 kg. Schwarzleguane sind gräulich mit gut sichtbaren schwarzen Streifen auf dem Rücken. Ihr Schwanz macht die Hälfte der Gesamtlänge aus und ist mit Reihen von spitzen, gebogenen Dornen besetzt. Es besteht ein Geschlechtsdimorphismus zwischen Männchen und Weibchen. Die Männchen besitzen einen zackigen Rückenkamm aus Stacheln, der sich bis in die Mitte des Körpers ausdehnt. Ausserdem haben sie eine kleine Kehlwamme (ausdehnbare Haut am Kinn), welche sie auseinanderfalten bei Bedrohung, zur Verteidigung ihres Territoriums oder wenn sie um die Gunst eines Weibchens buhlen. Die Weibchen besitzen ebenfalls einen Rückenkamm, welcher aber sehr schwach ausgebildet und kaum sichtbar ist. Eine Kehlwamme besitzen sie hingegen nicht. Während der Paarungszeit färbt sich die Haut der Männchen in der Kopf- und Kehlgegend in Orangetönen mit blauen Markierungen.
Biologie
Schwarzleguane halten sich häufiger am Boden als in den Bäumen auf und sind tagaktiv. Sie sind sehr schnell, erreichen mehr als 30 km/h und können aufrecht auf den Hinterbeinen rennen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 34,6 km/h ist diese Art die schnellste Echse der Welt und steht damit im Guinness-Buch der Rekorde.
Manchmal sind sie sehr aggressiv und töten oder verletzen einen Angreifer mit den gekielten Schuppen ihres Schwanzes. Sie sind sehr territorial und haben einen starken Herdentrieb. Innerhalb der Gruppe herrscht eine strikte Hierarchie mit einem dominanten Männchen. Die anderen Männchen der Gruppe haben jeweils ihr eigenes Territorium, welches sie gegen alle ausser das Alphamännchen verteidigen. Zur Verteidigung ihres Territoriums oder zur Beeindruckung eines Partners können die Männchen ihre Farbe ändern, den Körper aufblähen und ihre Kehlwamme auseinanderfalten. Sie bewegen zudem ihren Kopf hin und her oder machen auf und ab Bewegungen, ähnlich einer „Pumpe“. Wenn dies nicht genügt, um dem Herausforderer seine Überlegenheit zu demonstrieren, kann es zum Kampf kommen.
Diese Art ist mehrheitlich ein Pflanzenfresser, frisst aber manchmal auch kleine Tiere, wie zum Beispiel Nager, Fledermäuse, Frösche und Insekten. Gelegentlich verschmäht sie auch Eier nicht, ab und zu sogar die der eigenen Artgenossen. Jungtiere ernähren sich hauptsächlich von Insekten.
Die Geschlechtsreife wird mit 3-4 Jahren erreicht. Die Paarungszeit ist im Normalfall im Frühling, aber sie kann von Population zu Population variieren. Die Männchen buhlen um die Gunst der Weibchen. Aber damit das Balzverhalten stattfinden kann, müssen die Weibchen präzise Signale senden, welche zeigen, dass sie von derselben Art und empfängnisbereit sind. Nach der Kopulation buddelt das Weibchen eine Grube, in welcher sie bis zu 30 Eier legt. Die Jungtiere schlüpfen nach 90 Tagen aus und brauchen häufig bis zu einer Woche bis es ihnen gelingt, das Nest zu verlassen. Oft tauchen sie zusammen auf und bleiben anschliessend insbesondere in der Nacht in der Gruppe, was ihnen einen gewissen Schutz vor Feinden bietet.
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet des Schwarzleguans erstreckt sich von Mexiko über ganz Zentralamerika. Man findet ihn aber auch in Florida, wo er eingeschleppt wurde.
Man findet den Gemeinen Schwarzleguan in offenen, felsigen, trockenen und sonnigen Gegenden. Er ist häufig in der Nähe von Ruinen, Steinmauern, freien Felsbröcken oder auf den Ästen grosser Bäume am Waldrand anzutreffen.
Bedrohung
Obwohl er durch die Zerstörung seines Lebensraums und die teilweise intensive Bejagung bedroht ist, wird er auf der IUCN-Liste als „nicht gefährdet“ eingestuft. Das Fleisch des Gemeinen Schwarzleguans ist beliebt bei der ländlichen Bevölkerung Mittelamerikas.
Der Schwarzleguan kommt unter anderem auch im Papiliorama-Reservat Shipstern in Belize, Zentralamerika vor (www.itcf.ch). Durch das Reservat kann das Papiliorama nebst der Zucht zur Arterhaltung in der Schweiz auch direkt im Verbreitungsgebiet zum Schutz dieser Tierart beitragen.