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Tischuhr
Die Tischuhr mit vier Füssen besteht aus einem quadratischen Gehäuse mit getriebenem Übermantel (mit Blumen und Akanthusranken verziert, einem Federhaus-Schlagwerk, einem Kronrad-Vorderschwenker und aus gebläuten Eisenteilen. Auf der Oberfläche liegt der Zifferring mit den römischen Zahlen und den zwei Zeigern. Ausserdem ist die Uhr mit einem Pendel versehen, welches die Höhe der Füsse bestimmt. Die Uhr ist vom Uhrmacher zweimal signiert mit «Thoa Leonti. BrandenBerg. A. Tugiensis».
Solche Tischuhren waren normalerweise mit einer Unruhe als Taktgeber ausgerüstet und dementsprechend leicht versetzbar. In diesem Fall aber wurde ein Pendel als Taktgeber eingebaut, was die Uhr selten macht. Uhren in dieser Form wurden seit der Renaissance gebaut und waren in der Entstehungszeit des oben beschriebenen Objekts ein Auslaufmodell. Der Zuger Uhrmacher Thomas Leonz Brandenberg (Lebensdaten unbekannt) verliess 1678 wegen Insolvenz seine Heimatstadt Zug und kam in Colmar wieder zu Ansehen. Er war dort von 1711 bis 1716 als Stadtuhrmacher tätig.