Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03640.jsonl.gz/618

Preisindex konstant bleibt, aber der REALLOHN markant sinkt, heisst das nicht anderes wie oben... der Preisindex drückt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Markt inkorrekt aus... sorry.. ich vergass die Erläuterung...
man könnte es auch nicht markttechnisch betrachten... Wenn der Bruttolohn annähernd konstant bleibt und der Reallohn markant sinkt - fiskaltechnisch - dann sind böse Abzocker am Werk... Steuern, Abgaben... jaja..
----------- a) Vertraue niemals irgendwelcher Hardware b) Ändere niemals irgendetwas am Computer
kiiwii
: "Fachkräftemangel in Deutschland entsteht meist
dort", wo die Wirtschaft boomt...
Die Löhne im Süden D's sind eh deutlich höher als anderswo... Aber man behilft sich jetzt mit Anwerbungen in Spanien und Norditalien, und für etwas weniger "fachliche Fachkräfte" gibt es Nachschub aus Russland und der Ukraine.
zeigst Du mir nochmal wo in #32 das Aussenhandelsdefizit vorkommt?
Hab ich in meinem vorherigen Beitrag erklärt, dass das Außenhandelsdefizit mit rein spielt.
U.a. ist es logisch, wenn man Produkte aus dem Ausland einkauft, dass dann Geld abfließt und man dies entweder durch Export von Produkten ODER eben neuen Schulden ausgleicht. Andernfalls würde der Geldkreislauf nicht funktionieren bzw. die importierenden Länder kein Geld mehr im Lande haben, da dies wiegesagt durch Importe ja ins Ausland gewandert ist.
Der Investitionsboom, den Du nun als Begründung anbringst, ist die Folge der Niedrigzinspolitik der Fed, wie ich in #31 geschrieben habe. Da liegen wir doch sehr nah beieinander.
Nö, 1995 bis 2000 war genau das Gegenteil der Fall, die Zinsen waren besonders hoch. Man kann hier eher das Gegenteil behaupten, nämlich dass die hohen Zinsen in Verbindung mit der massiv steigenden Verschuldung im privaten Sektor ihren Tribut einforderten, vor allem als die Nachfrage stagnierte und der Gipfel des Booms erreicht war, somit den stark gewachsenen Schulden nicht mehr ein entsprechender Gegenwert entgegen stand.
zeig mir bitte nochmal, wie das Aussenhandelsdefizit mit in den Investitionsboom "reinspielt."
Die Zinsen von 1995 - 2000 waren aus Sicht von heute relativ hoch, aber niedriger als in den drei vorhergegegangenen Konjunkturzyklen. Ausser Dir zweifelt heute kaum jemand daran, daß neben der Innovation, die ja tatsächlich gegeben war, Greenspan der Haupttreiber der Internetbubble war.
Ich rate Dir, da Du ja wirklich interessiert an der Materie bist, die Lektüre eines Lehrbuchs, um zumindest die Grundzusammenhänge mal komplett durchdacht zu bekommen. Keine Angst, in einem guten Lehrbuch wie z.B. dem Mankiw werden alle Strömungen relativ gleichberechtig gegenübergestellt. Ansonsten sind die Diskussionen mit einem Ingenieur relativ unfruchtbar.
ist ja auch die vorstellung, unser land würde weniger mit anderen in wettbewerb treten, wenn die binnennachfrage stärker wäre - da ist schlicht blödsinn-ganz abgesehen davon, dass diese real heftig steigt, wird in dieser diskussion völlig ausgeblendet dass wir fast alle basisstoffe aus anderen ländern importieren müssen - anteilig weitaus mehr als die usa - bevor wir diese verarbeiten. ganz besonders falsch ist dies im b2b-sektor - ein gutteil unserer exporte - anlagen und ausrüstung nämlich - wird von unserer industrie genauso gebraucht, bzw. nachgefragt, ergo kann eine general electric, caterpillar oder dowchem jederzeit im deutschen markt gegen siemens, basf oder andere antreten.
Nunja, das Ergebnis sieht man dann bei den Softwareentwicklungen. Da verdienen sich vor allem diverse Manager eine goldene Nase, indem sie Softwareprojekte billig nach Indien auslagern. Dass danach die Software teils ergonomisch richtig beschissen ist und dann ständige Nachbesserungen notwendig sind, interessiert den Kunden aber nicht den Manager.
Und da ich ja selbst in dem Bereich aktiv tätig bin, spreche ich da aus Erfahrung.
Dabei ist es nicht unbedingt so, dass die Inder schlechte Programmierer sind, nur ist der Inder eben kein Entwickler, der aktiv mitdenkt, der entwickelt etwas so wie der Kunde dies ihm aufgeschrieben hat, u.a. auch bedingt verschiedener kulturellen Gegebenheiten. So sind die Anforderungen in Dtl. eben anders als in Indien. So muss eine Software für den indischen Markt teils anders aussehen als Software für den deutschen Markt.
die Binnenachfrage steigt momentan nicht heftig, dies ist schlichtweg eine falsche Aussage. Die Binnennachfrage ist seit 1995 nicht mehr gestiegen, sondern seither stagniert, teils gefallen.
Daher finde ich, sollte man dies mal belegen, wenn man solch widersinnigen Aussagen trifft. Gern lass ich da mit mir sprechen, denn ich lerne stets gern dazu, wenn man mir die Argumente , Zahlen, Fakten, Belege liefert.
Aber wer macht sich schon die Arbeit, die Meisten diskutieren hier aus dem Bauchgefühl heraus und tun so, als würden sie die Zahlen selbst geschrieben haben. So funktioniert eine fundierte Analyse eben nicht, denn nicht ohne Grund heißt es "fundiert".
aber das ist doch gar nicht der alleinige Punkt in 65. Selbst wenn die Binnennachfrage steigen würde, was würde das ändern...ausser wir essen nur noch bei Mcdoof & kaufen uns das 2. Macbook und fahren Opel.