Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03642.jsonl.gz/1798

|Enzyklopädie|
|Wissensdatenbank|
|Fensterblatt (Monstera sp.)|
Bestimmungsmerkmale:
Das Fensterblatt fällt durch seine großen und stark eingeschnittenen Blätter auf. Sie werden 40 - 120 cm lang und haben lange Stiele. Es blühen nur ältere Pflanzen. Die Blüte besteht aus einem weißen Hüllblatt (Spatha) und einem gelben Blütenkolben.
Das Fensterblatt stammt aus Mexico.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Das Fensterblatt enthält Scharfstoffe, ähnlich dem Aronstab und Kalziumoxalat-Nadeln. Wie bei der Dieffenbachie können die Nadeln und die Giftstoffe beim Berühren der Pflanze herausschießen und so zu Verletzungen der Haut führen.
Äußerlich kommt es zu Hautentzündungen und zu Entzündungen der Augen. Innerlich bewirken die Stoffe Reizungen der Schleimhäute und der Zunge in Form von Anschwellen und Brennen. Dies kann Schluckbeschwerden und Sprachbehinderung zur Folge haben. Die weiteren Symptome zeigen sich in Übelkeit, Erbrechen und Magen- und Darmbeschwerden.
Name:
Den Gattungsname Monstera erhielt die Pflanze vermutlich ihrer großen Blätter wegen. Vielfach wird die Pflanze auch Zimmer-Philodendron genannt und mit Pflanzen dieser Gattung verwechselt.
|Flamingoblume (Anthurium sp.)|
|Beschreibung und Herkunft:

Die Blüten der Flamingoblumen bestehen, wie die der anderen Aronstabgewächse auch, aus einem Hüllblatt, der Spatha und einem Blütenkolben. Die Hüllblätter sind entsprechend der Art rot, rosa, gelb oder weiß und die Kolben rot oder orange, gelb oder auch weiß und teilweise wie eine Spirale gedreht. Die Blüten sind wachsartig überzogen und sitzen an langen Stengeln. Die Laubblätter haben eine ovale, längliche Form. Flamingoblumen stammen aus dem tropischen Amerika.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die gesamten Pflanzen enthalten den Scharfstoff Aroin sowie Kalziumoxalat-Nadeln, die bei Berührung herausschießen können und so zu Verletzungen der Haut führen. Äußerlich kommt es zu Entzündungen der betroffenen Stellen und der Augen (siehe auch Dieffenbachie). Innerlich aufgenommen bewirken die Giftstoffe Brennen und Anschwellen der Zunge sowie der Mundschleimhäute. So hat der Patient auch Schluckbeschwerden und Sprachstörungen. Die weiteren Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Magen- Darmbeschwerden mit Durchfällen und Krämpfen, auch Erregungen und Lähmungen sind möglich.
Name:
Der Gattungsname Anthurium setzt sich aus den griechischen Worten anthos für Blume und oura für Schwanz zusammen, also Schwanzblume. Er bezieht sich damit auf Blüte, die wie ein Schwanz an einem langen Stengel sitzt. Weitere deutsche Namen sind Blütenschweif und Schwefelblume.