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Der Schallabsorptionskoeffizient α
beschreibt das Verhältnis von geschluckter zu auftreffender Schallenergie und hat deshalb keine Masseinheit, sondern wird als Zahl zwischen 0 und 1, respektive 0..100% angegeben. Der Wert kann grundsätzlich auf zwei unterschiedliche Arten bestimmt werden.
- Mit dem Hallraumverfahren (EN ISO-354) wird das Absorptionsvermögen durch die Ermittlung der äquivalenten Absorptionsfläche im diffusen Schallfeld bestimmt. Wir haben bei Sonotronex AG keinen Hallraum, können für Sie jedoch die Messung bei einer akkreditierten Prüfstelle (z.B. EMPA Dübendorf) durchführen lassen.
- Mit dem Impedanzmessrohr (EN ISO-10534-2) wie von Sonotronex AG verwendet kann das Verhältnis aus hinlaufendem und reflektiertem Schall ermittelt werden. Der Absorptionskoeffizient kann dann direkt aus diesen Grössen berechnet werden und beschreibt das Verhalten für ausnahmslos frontalen Schalleinfall.
Welches Verfahren ist das Bessere ? Die Frage ist nicht ganz eindeutig zu beantworten. Beim Hallraumverfahren kann bei hochwertigen Absorbern der α-Wert ohne Probleme >1 werden. Das scheint auf den ersten Blick paradox, weil ja der Absorber nicht mehr Schall schlucken kann als auf ihn auftrifft. Die Erklärung liegt darin, dass im diffusen Schallfeld die scheinbare Wirkfläche grösser sein kann als die tatsächliche Fläche des Absorbers. Der effektive α-Wert in einem normalen Raum (wo kein ideal diffuses Schallfeld vorhanden ist) wird folglich kleiner sein als der im Hallraum ermittelte. In Räumen mit geringem Hallanteil oder wenn gerichtete Schallquellen im Spiel sind, wird es definitiv etwas heikel, wenn Diffusfeld-Absorptionswerte benutzt werden. Man rechnet zu optimistisch, plant also zu wenig Material ein. Bei der Verwendung von Impedanzrohrwerten passiert das Gegenteil. Weil nur mit frontal gerichtetem Schall gemessen wird, misst man nur die minimal mögliche Absorption. Gegenüber einem realen Schallfeld, das weder rein diffus noch ausschliesslich frontal gerichtet ist, rechnet man also zu pessimistisch.
Es hat sich mehr oder weniger „eingebürgert“, dass im Hochbau für die Raumakustik Hallraumwerte nachgefragt werden und für den industriellen Schallschutz, die Haustechnik und die Fahrzeugakustik Impedanzrohrwerte.