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ImGespräch mit der erfolgreichen Freiburger Sängerin
Danach zog sich die Freiburgerin, die ursprünglich aus Léchelles stammt, zum ersten Mal in das Privatleben zurück, denn inzwischen wurde der Wirbelwind Mutter einer Tochter. Nach ihrer Scheidung 1979 meldete sie sich wieder intensiv in das Musikbusiness zurück. Mit zehn Liedern versuchte Arlette in diesen Jahren in die Schweizer Vorausscheidung zu kommen, doch ohne Erfolg. Zwei von diesen Liedern, «Offre-moi un sourire» und «Un grand amour perdu» wurden zu grossen Hits in der Westschweiz.
«Amour on t’aime» in Harrogate
Der Höhepunkt der äusserst erfolgreichen Karriere war das Erreichen des dritten Ranges amFinale des Grand Prix 1982 in Harrogate/England. Sie wurde nur durch die deutsche Siegerin Nicole und von den Israelis geschlagen. Viele Kenner der Eurovisions-Szene sagten sogar, dass wenn Arlette Zola ihr Lied «Amour on t’aime» ein Jahr später eingereicht hätte, dass sie gewonnen hätte. Doch so oder so war ihr Auftritt amGrand Prix ein Hit. Denn das Siegerlied von 1982 aus Deutschland «Ein bisschen Frieden» war einfach zu gut und zu stark, als dass Arlette Zola gegen die deutsche Übermacht etwas ausrichten konnte.
Gefolgt von diesem Auftritt amConcours d’Eurovision folgten unzählige Fernsehshows im In- und Ausland. Besonders in Frankreich war sie ein viel und gern gesehener Gast.Erfolge konnte Arlette aber auch in Bulgarien feiern, was zuvor noch von keiner westlichen Sängerin erreicht wurde.
Der Rummel wurde zu viel
Noch einmal konnte man Arlette amSchweizer Fernsehen 1984 bewundern, als sie an der Schweizer Vorausscheidung mit dem Lied «Emporte moi» teilgenommen hat. Nicht etwa durch den Umstand, dass sie die Schweizer Vorausscheidung nicht gewann, wollte sie ihre Karriere beenden. Für Arlette waren es vor allem private Gründe, warum sie sich aus dem Showbusiness zurückgezogen hatte. Langsam, aber sicher wurde der ganze Rummel um die Person von Arlette Zola auch zu gross, und sie wollte ihrer Tochter Romy mehr Beachtung schenken. Das war wohl unter anderem ein Grund, dass sie ihre äusserst erfolgreiche Sängerkarriere beendete. Um die Ruhe zu finden, die sie in dieser Zeit gebraucht hat, zog sie nach Rechthalten um. Noch heute spricht sie nicht gerne über ihre interessante Vergangenheit. Aus diesemGrunde hat sie erst jetzt, 16 Jahre nach ihrem letzten öffentlichen Auftritt, wieder ein Interview gewährt.
Die Fans hoffen weiter
Ihre Fans können nur hoffen, dass sich Arlette wieder einmal zu einemAuftritt hinreissen lässt. Denn noch heute hat sie denselben Charme und dieselbe starke Ausstrahlung wie 1982, als sie amGrand Prix vor einem Millionen-Publikum aufgetreten ist. Dass sie nochmals den Sprung in das Musikbusiness mit Erfolg beschreiten würde, wäre ihr gewiss: Denn noch heute ist sie bei allen Grand-Prix-Clubs in der ganzen Welt gesucht und bekannt. Selbst aus Brasilien, Südafrika, Japan und Neuseeland erhält der Schweizer Eurovisions-Club Anfragen, wann einmal Arlette Zola wieder auftreten würde.
Dieser Bericht über Arlette Zola, der kommerziell erfolgreichsten Freiburger Vertreterin beim Concours Eurovision de la Chanson, beendet die FN-Serie von Freiburgerinnen amGrand Prix. In loser Folge erschienen Beiträge über Véronique Müller, Céline Dion, Daniela Simons, Géraldine Olivier und Carol Rich. Das Magazin amWochenende vom Samstag ist ebenfalls demThema Concours d’Eurovision gewidmet.
Kontaktadresse: OGAE Eurovision, Club Switzerland, Postfach 504, 1716 Plaffeien.