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Mit Heiratshäufigkeit (Nuptialität) wird die Häufigkeit von Eheschliessungen in einer Bevölkerung bezeichnet. In der Querschnitts- bzw. Periodenanalyse wird die Heiratshäufigkeit in einem bestimmten Zeitabschnitt (i.d.R. einem Kalenderjahr) untersucht.
Folgende Querschnittsindikatoren stehen zur Verfügung:
Die rohe Heiratsziffer bezieht die in einem bestimmten Kalenderjahr geschlossenen Ehen auf die mittlere ständige Wohnbevölkerung. Dieser Indikator wird als Anzahl Eheschliessungen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner ausgedrückt.
Die Erstheiratsziffern (zusammengefasste Erstheiratsziffer, Durchschnittsalter) werden nur für verschiedengeschlechtliche Paare berechnet.
Die zusammengefasste Erstheiratsziffer weist den durchschnittlichen Prozentanteil der ledigen Personen aus, die vor dem Erreichen des 50. Altersjahres zum ersten Mal heiraten. Die Altersbegrenzung auf 50 Jahre wird wegen der Auswirkungen der Heirat auf die Geburtenhäufigkeit gewählt.
Noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts konnte erwartet werden, dass fast alle ledigen Personen mindestens einmal in ihrem Leben heiraten. Gegenwärtig sind es weniger als zwei Drittel.
Dieser Indikator weist das durchschnittliche Alter der Männer und Frauen aus, die in einem bestimmten Kalenderjahr erstmals heiraten.
Zwischen 1870 und 1940 lag das durchschnittliche Erstheiratsalter der Frauen bei 26,5 Jahren und der Männer bei 28,5 Jahren. Zwischen 1940 und 1970 sank es um zwei Jahre. Die Tatsache, dass früher geheiratet wurde, hatte markante Auswirkungen auf die Geburtenhäufigkeit.
Heute heiraten die Männer und Frauen zunehmend später. Die Ehepaare sind bei der Erstheirat gut fünf Jahre älter als 1971. Der Altersunterschied zwischen den erstmals Heiratenden ist in der Schweiz seit 1950 ziemlich stabil: Die Männer sind zwischen 2,2 und 2,6 Jahre älter als die Frauen.
In der Längsschnitt- bzw. Kohortenanalyse wird die Heiratshäufigkeit verschiedener Geburtsjahrgänge (Geburtskohorten) über eine bestimmte Zeitperiode untersucht (i.d.R. bis zum Erreichen des 50. Geburtstags der betroffenen Personen). Folgender Längsschnittindikator wird präsentiert: