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Maschinelles Lernen – die wichtigsten Begriffe
Deep Learning und (Chat-)Bot
Deep Learning
Deep Learning ist eine Teil-Disziplin des Machine Learnings und wird aktuell am häufigsten im Zusammenhang mit dem Begriff KI verwendet. Hinter Deep Learning steckt eine spezielle Methode der Informationsverarbeitung, Basis ist eine statistische Datenanalyse. Zum Einsatz kommen künstliche neuronale Netze, die sich an biologischen neuronalen Netzen orientieren. Sie sind in mehrere Schichten eingeteilt und arbeiten wie ein Filter. Sie simulieren dazu ein dicht verwobenes Netz aus einfachen Nervenzellen.
Mit ihnen schafft es die Maschine, Strukturen zu erkennen, Informationen zu sortieren und zu evaluieren. Dabei vollzieht sich ein permanenter Prozess, das Gelernte wird immer wieder mit neuen Inhalten verknüpft und erweitert. Das wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein richtiges Ergebnis erkannt und ausgegeben wird.
Deep Learning kommt dann zum Einsatz, wenn andere maschinelle Lernverfahren an Grenzen stossen und keine klaren Regeln vorhanden oder bekannt sind. Deep-Learning-Systeme können beispielsweise in der Medizin zu diagnostischen Zwecken zum Einsatz kommen, etwa der Einstufung von Hautkrebserkrankungen oder Bildauswertungen im Zusammenhang mit Netzhauterkrankungen.
(Chat-)Bot
Die Bezeichnung Bot ist die Verkürzung des englischen Begriffes Robot. Hinter einem Bot verbirgt sich ein Computerprogramm, das nahezu automatisch bestimmte, sich wiederholende Aufgaben abarbeitet. Dabei ist es auf eine Interaktion mit einem menschlichen Benutzer nicht angewiesen. Er handelt «intelligent» insofern, als dass er in der Lage ist, die Entscheidung zur Aktion nach vorbestimmten Parametern selbständig zu fällen.
Am häufigsten begegnet uns vermutlich der Chat-Bot. In der Schweiz verwenden ihn immer mehr Firmen auf ihren Webseiten, beispielsweise Krankenkassen. Oder auch bei Firmen des öffentlichen Verkehrs, welche diese unter anderem in Chatprogrammen nutzen, wie der VBZ-Störungsinformations-Bot (via WhatsApp oder Telegram; PCtipp berichtete).
Die Chat-Bots begrüssen i.d.R. die Kunden und können eine relativ authentische Unterhaltung mit ihnen führen sowie standardisierte, eher einfache Fragen beantworten.
Tipp: Für Laien kann ich das Sachbuch «Wie Maschinen lernen. Künstliche Intelligenz verständlich erklärt» (Spinger-Verlag) empfehlen. Die deutschen Herausgeber haben das Buch gemeinsam mit angehenden Expertinnen und Experten für künstliche Intelligenz geschrieben und wollten dieses Thema für jedermann verständlich aufbereiten.
Quellen: «Computerworld», Heft 3/2019; Wie Maschinen lernen. Künstliche Intelligenz verständlich erklärt. Kristian Kersting, Christoph Lampert, Constantin Rothkopf (Hrsg.), Spinger Fachmedien; Buxmann und Schmidt, «Künstliche Intelligenz», Springer-Gabler, 2019
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