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Die Weinsteuer ist eine grundsätzlich notwendige Ergänzung von Bier- und Branntweinsteuer. Dieselbe ist leicht
auf dem Weg der Verzollung in Ländern zu erheben, welche keinen Wein bauen. Dagegen ist die Besteuerung
der heimischen Erzeugung deswegen mit großen Schwierigkeiten verbunden, weil der Wein ein Produkt zahlreicher landwirtschaftlicher
Kleinbetriebe und auch der Handel kein zentralisierter, meist vielmehr ein unmittelbarer zwischen Produzent und Konsument ist.
Vereinfacht wird die Weinsteuer, wenn sie sich auf den in Städte eingehenden Wein beschränkt; doch widerspricht eine solche (für
Kommunalsteuern brauchbare) Eingangssteuer dem Grundsatz der Allgemeinheit der Besteuerung. Ferner tritt die Weinsteuer auf in der Form
der Handelsbesteuerung vom Kleinverkauf besonders in Wirtshäusern, während Großhandel und Privatbezug steuerfrei gelassen
werden. Die Besteuerung kann dann in der Art erfolgen, daß jeweilig der Kellerbestand sowie Zu- und Abgang unter Kellerkontrolle
ermittelt werden.
Die Bezüge von Privaten im großen unterliegen der Zirkulationssteuer; dieselbe wird durch die Detailsteuer ergänzt, welche
die kleinen Bezüge und den Kleinverkauf im Wirtshaus trifft. Dazu kommt eine Eingangssteuer in verschiedenen Stufen in Städten
von 4000 und mehr Einwohnern. In Orten bis 10,000 Einw. kann auf Verlangen Eingangs- und Detailsteuer durch eine taxe unique,
in größern muß sie durch eine solche ersetzt werden. Eine besondere Besteuerung besteht noch in der Ersatzsteuer (taxe
de remplacement) für Lyon
[* 8] und Paris.
[* 9]