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Weit über unseren Köpfen, in der Stratosphäre, ab einer Höhe von ungefähr 10 bis 17 Kilometern, vollzieht sich ein Ozon-Sauerstoff-Kreislauf, in dessen Rahmen ein Teil der UVB-Strahlung der Sonne absorbiert wird. Die Ozonschicht über der Erde schützt deren Lebewesen vor der schädlichen Wirkung ultravioletter Sonnenbestrahlung. Als gasförmige, unsichtbare Hülle ist die Ozonschicht für das ökologisch-natürliche Gleichgewicht und für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen von entscheidender Bedeutung.
Vor einigen Jahrzehnten bemerkten Forscher das Schwinden der Ozonschicht. Der Grad der Zerstörung des Ozons in der Stratosphäre war und ist über dem Erdball unterschiedlich fortgeschritten. Am stärksten ist die Region über der Antarktis betroffen, wo die Ozonschicht derart dünn geworden ist, dass von einem „Ozonloch“ zu sprechen ist. Als wesentliche Ursache für die Zerstörung des für die Erde wichtigen Schutzmantels ist die Verwendung ozonschichtschädigender Gase erkannt worden, insbesondere der Einsatz von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), die beispielswiese in alten Kühlschränken, Spraydosen oder Klimaanlagen eingesetzt wurden.
Mit dem Protokoll von Montreal verpflichteten sich die unterzeichnenden Staaten seit 1987, die Produktion einzustellen und die Nutzung von ozonschädlichen Produkten schrittweise zu reduzieren. Zwar hat dies mittlerweile zu einer Verbesserung der Situation geführt, wie die Weltorganisation für Meteorologie zum 25. Jahrestag des Abkommens verkündete, aber das Problem ist längst noch nicht gelöst. Einerseits sind FCKW noch in vielen Ländern im Einsatz, andererseits gilt es zu bedenken, dass einmal ausgestossene Gase äusserst langlebig sind. Im Durchschnitt dauert es zwischen 50 und 100 Jahren, bis freigesetzte FCKW in der Stratosphäre wieder abgebaut sind. Hinzu kommt, dass Nachfolgechemikalien der verbotenen FCKW mit geringerer, aber ebenfalls schädlicher Wirkung für die Ozonschicht weiterhin Verwendung finden. Wenn auch eine Verbesserung der Situation sehr erfreulich ist, sollte die Nachricht nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ozonschicht nach wie vor in einem schlechten Zustand ist.