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Ich weiss nicht, warum man sich so wundert. Die Nachfrage nach mehr Eigenheim und Wohnfläche nimmt mit diesen tiefen Zinsen massiv zu. Dass eine solche Entwicklung den Markt anheizt, ist normal. Kommt dazu noch staatliche Förderung, kann es oft unangenehme und unerwartete Auswirkungen haben. In den USA wollte man Wohneigentum über Fannie Mae und Freddie Mac staatlich fördern und der Crash mit der Finanzkrise war die Folge.
Die Schweiz kennt dieses Problem sogar aus eigener Erfahrung. Um 1986 startete ein riesiger Immobilien-Boom. Wir hatten fast keine Leerwohnungen mehr: http://bit.ly/ejfoRc. Verschiedene politische Forderungen führten zu noch mehr Wohnfläche, zu noch mehr Hypovergaben und endeten schliesslich im grössten Immobilien-Crash der Schweiz.
44 Milliarden Franken mussten die Schweizer Banken zwischen 1992 und 1995 abschreiben und das Land stürzte in eine jahrelange Rezession (aus der wir mit der Öffnung der Wirtschaft wieder herauskamen). Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die UBS aus dieser Krise entstand und später wieder einen Schuh aus einem Immobiliencrash zog.
Bei allen politischen Forderungen ist aus meiner Sicht Vorsicht geboten. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Der Schweizer Bevölkerung ist durch zu viel Aktivismus, der zum nächsten Immobiliencrash führt ein Bärendienst getan.