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Pietro da (eigentlich Berrettini), ital. Maler, geb. zu Cortona, hielt sich meist in Rom
[* 6] auf und starb daselbst.
Er schuf eine große Anzahl Werke für Rom, Florenz u. a. O. in Öl und in Fresko. Das kolossale Deckengemälde im PalazzoBarberini,
die Fresken in der GalleriaPamfili zu Rom und die im PalazzoPitti zu Florenz gehören zu seinen bedeutendsten Werken. Die Leichtigkeit
seiner Erfindung, seine gewandte Hand
[* 7] und die pompöse, heitere und festliche
Farbe seiner Fresken sind
zu bewundern; tiefern Ausdruck, gediegenes Kolorit und durchgebildete Form darf man freilich nicht bei ihm suchen. Seine Ölbilder
befriedigen am wenigsten. Er übte einen großen, aber ungünstigen Einfluß auf die italienische Kunst aus; seine Nachahmer,
die sogen. Cortonisten, lernten wohl von ihm, große Räume mit rascher Hand auszumalen, aber keine Gründlichkeit.
Er verstand sich auch auf die Baukunst;
[* 8] die nach seinen Rissen ausgeführten Gebäude in Rom fanden aber keinen großen Beifall.