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Unwetter im Rückblick
Extremer Kälterückfall in Kanada
Temperaturen bis minus 30 Grad
Ein extremer Kälterückfall hat den Osten Kanadas im Frost erstarren lassen. In einigen Regionen sank das Thermometer Anfang April bis zu minus 30 Grad. Selbst tagsüber herrschte oft strenger Frost.
Mit einem Temperatursturz von mehr als zwanzig Grad brach die späte Kältewelle am ersten Aprilwochenende über den Osten des Landes herein. Hinzu kamen heftige Schneefälle und ein stürmischer Wind. In den Provinzen Ontario und Quebec lagen die Temperaturen um rund fünfzehn Grad unter den Anfang April normalerweise üblichen Werten. Gebietsweise zeigte das Thermometer selbst mittags nur zweistellige Minusgrade an, nachts sank das Quecksilber vielfach unter minus 20, örtlich sogar unter minus 30 Grad.
Ursache der außergewöhnlichen Kältewelle war ein mächtiges Tief bei Neufundland. An seiner Ostseite lenkte es subtropische Luft bis nach Grönland, wo zu Wochenbeginn noch bis zu plus 11 Grad registriert wurden. An seiner Westflanke strömte dagegen extrem kalte Luft aus der Arktis auf direktem Wege über die noch gefrorene Hudson-Bay südwärts. Sie flutete nachfolgend das östliche Kanada sowie den Nordosten der USA.
Während der Nordosten des nordamerikanischen Kontinents im eisigen Frost erstarrte, gab es im Südwesten schon einen Hauch von Frühsommer: So wurden im US-Bundesstaat Oklahoma bereits Temperaturen um 30 Grad gemessen, bevor schwere Unwetter mit Tornados wieder Abkühlung brachten. Der mittlere Westen der USA ist für seine verheerenden Tornados berüchtigt. Sie sind eine direkte Folge der gerade im Frühjahr besonders extremen Temperaturgegensätze auf dem nordamerikanischen Kontinent.