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Noch in den 1970-er Jahren waren sie kaum von einem Studienplatz oder einem Arbeitsplatz für Ingenieure, Mathematiker, Physker, …, allgemein für Wissenschaftler wegzudenken: Die Logarithmentafel und der Rechenschieber.
Der Rechenschieber ist ein Gerät mit dem sich Multiplikationen und Divisionen durch Addieren bzw. Subtrahieren berechnen lassen. »Grössere« – umfassender aufgebaute – Rechenschieber bieten jedoch auch die Möglichkeit weit mehr Rechenoperationen durch manuelle Verschiebungen einzelner Geräte-Teile durchzuführen. Die Rechenschieber waren ein unerlässliches Hilfsmittel in Schule, Technik und Wissenschaft, so lange, bis sie durch die Taschenrechner, welche Ende der 1960-er anfangs der 1970-er Jahren erfunden und auf den Markt gekommen sind, abgelöst wurden. Heute gehört das Gerät in »Vergangene Zeiten«; junge Menschen können mit diesem Rechengerät kaum mehr umgehen. Mehr über das analoge Rechenhilfsmittel ist unter http://de.wikipedia.org/wiki/Rechenschieber zu erfahren.
Am 26. September 1802 ist Georg Freiherr von Vega in seinem 49. Lebensjahr bei Nussdorf in der Donau tot aufgefunden worden. Erst viele Jahre später stellte sich heraus, dass Georg Freiherr von Vega in Spitz an der Donau ermordet und in die Donau geworfen wurde.
Geboren wurde Georg Vega am 23. März 1754 in Sagoritza im damaligen Herzogtum Krain, welches zu Österreich gehörte. In Laibach studierte Vega Philosophie, im Jahr 1780 begann er die Offiziersausbildung und wurde als Mathematiklehrer in der Artellerie zum Hauptmanns und zum Professor befördert. Seine militärische Karriere hielt weiter an; im Jahr 1800 wurde Vega zum Oberstleutnant ernannt und für seine Verdienste in den Adelsstand erhoben.
Georg Vega war zwar nicht der erste Gelehrte, der sich mit Logarithmen befasste, aber er war jener, der sie in seinem Werk auf sieben Stellen genau errechnet hat; dies zusammen mit seinen Artellerie-Studenten. Bereits viel früher entwickelten voneinander unabhängig der schottische Mathematiker John Napier und der Schweizer Uhrmacher Jost Bürgi aus dem Städtchen Lichtensteig die ersten Logarithmenberechnung und erstellten die Logarithmentafeln. Henry Briggs, ein englischer Mathematiker entwickelte diese Tafeln weiter und errechnete die Logarithmen in gewählten Zahlen-Bereichen bis auf 14 Stellen genau. Doch noch vor Christi Geburt rechneten indische Mathematiker mit Logarithmen und im 8. Jahrhundert berechneten ebenfalls indische Mathematiker logarithmische Tabellenwerke.
Bild-Quellen:
Bild A: www.travelnotes.de
Bild B: Wikipedia