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Quelle: SRF
Das Diplom bei der olympischen Premiere ihrer Sportart war für Elena Quirici ein schwacher Trost. Sie war in Tokio angetreten, um zu siegen und für die Schweiz eine Medaille zu gewinnen. Am Ende schied die Aargauerin in der Gruppenphase trotz Punktgleichheit mit Feryal Abdelaziz und Gong Li aus, weil sie die Direktbegegnung gegen die spätere Olympiasiegerin aus Ägypten knapp verlor und insgesamt weniger Wertungspunkte als die Chinesin aufwies. Der Kampf gegen Gong hatte 1:1 geendet.
So blieb Quirici mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage in der Fünferpoule anstatt dem Halbfinal-Einzug und einer sicheren Medaille nur der undankbare 5. Gesamtrang. «Es ist sehr bitter und schwierig zu akzeptieren», sagte die 27-jährige aus Schinznach Dorf mit Tränen in den Augen. «Mir wäre es lieber gewesen, wenn ich klar verloren hätte.»
Kein Wettkampfglück
Der Auftakt in den Wettkampf war Quirici mit einem 2:1 gegen die Algerierin Lamya Matoub geglückt. Danach bezog sie gegen Abdelaziz die einzige, letztlich aber entscheidende Niederlage. Und dies nur, weil der Ägypterin die erste Wertung im ausgeglichenen Kampf (3:3) gelang. Auch beim Sieg gegen die Iranerin Hamideh Abbasali und dem Unterschieden gegen Gong zeigte Quirici gute Leistungen.
Danach musste sie von der Tribüne aus auf fremde Hilfe hoffen, wurde aber bitter enttäuscht. Das Wettkampfglück war nicht auf ihrer Seite. Nach dem 0:0 nach einem Nichtangriffspakt zwischen den beiden Nordafrikanerinnen, das Abdelaziz zum sicheren Weiterkommen verhalf, gewann die Chinesin Gong ihren letzten Kampf gegen die Iranerin mit 8:4, womit die Gesamtzahl an Wertungspunkten gegen die Schweizerin entschied.
Premiere und Derniere
Trotz der grossen Enttäuschung darf sich Quirici aber über ein gelungenes Turnier freuen. Allein schon die Qualifikation für Tokio war ein grosser Erfolg, qualifizierten sich doch nur die besten zehn aus zwei Gewichtsklassen für die Olympischen Spiele. Für das Karate wird es allerdings ein einmaliger Auftritt auf der olympischen Bühne bleiben. Bereits 2024 in Paris und damit nur drei Jahre nach der Premiere steht die Sportart nicht mehr im Programm.