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Die Marktkontrolle von Pflanzenschutzmitteln, die in der Schweiz verkauft werden, wird in enger Zusammenarbeit zwischen den kantonalen Laboratorien, der Zulassungsstelle für Pflanzenschutzmittel und der Forschungsanstalt Agroscope durchgeführt. In den Jahren 2008 bis 2012 wurden in fünf Kampagnen 106 Pflanzenschutzmittel bezüglich Gehalt und Qualität des Wirkstoffs sowie ihrer wichtigsten physikalisch-chemischen Eigenschaften im Labor untersucht. Dabei wurden verschiedene Mängel aufgedeckt. In einem Fall enthielt ein Produkt nicht den deklarierten Wirkstoff. Hingegen haben die Kontrollen keine zu hohen Gehalte an toxikologisch relevanten Verunreinigungen gezeigt. Bei den physikalisch-chemischen Eigenschaften ergaben sich in rund 10 % der Fälle Abweichungen von den Anforderungen. In einem Fall wurde ein weisses Pulver anstelle des Granulates verkauft. Unvollständige oder falsche Angaben auf der Etikette oder in der Gebrauchsanweisung wurden bei über 40 % der Produkte beanstandet. Insgesamt tragen die Marktkontrollen dazu bei, sicher zu stellen, dass für die Landwirtschaft qualitativ hochwertige und sichere Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.