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Ausserirdisch
Roboter im Weltall
Von Johann von Neumann (1903–1957), einem genialen Mathematiker, stammt die Idee der «Von-Neumann-Sonde». Was ist das? Auf der Suche nach bewohnbaren Planeten wird eine kleine Sonde ins Weltall geschickt. Am Ziel angekommen, stellt die Sonde zwei exakte Kopien ihrer selbst her. Sie reproduziert sich – wie dies Zellen tun. Die neuen Sonden starten, und jeder der Mini-Roboter stellt wieder Kopien her. So entsteht ein Schneeballsystem. irgendwann fliegen Millionen «Von-Neumann-Sonden» in einer Galaxie herum. Ist auch unser Sonnensystem mit so einer Sonde infiziert?
1991 entdeckte der Astronom Jim Scotti ein kleines Objekt im Weltall. Es erhielt die Bezeichnung «1991 VG». Man dachte an einen Mini-Asteroiden und richtete grosse Teleskope darauf. Doch das seltsame Objekt reflektierte das Sonnenlicht in unterschiedlichen Farben. Also musste es etwas Künstliches sein, wahrscheinlich eine ausgebrannte Rakete. Exakte Bahnberechnungen ergaben, dass der Gegenstand schon 1958 und 1972 in Erdnähe gewesen war. Also vor dem Beginn unserer Raumfahrt. Der Astronom Duncan Steel spekulierte schon 1995, vielleicht handle es sich um eine fremde «Von-Neumann-Sonde». Im Juli 2016 wissen wir mehr. Dann kurvt das Objekt erneut um die Erde.