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Wir wissen, dass während der Steinzeit Höhlenlöwen (Panthera spelaea) in Europa lebten, doch wie sieht es mit dem modernen Löwen (Panthera leo) aus, der eng mit dem Höhlenlöwen verwandt ist?
Zahlreiche Knochenfunde sowie Hinweise in Kunst und Mythologie deuten darauf hin, dass diese Grosskatzenart bis vor wenigen 1000 Jahren in Südosteuropa umherstreifte, etwa in Bulgarien, der Ukraine und Griechenland. Dieser umfangreiche Text in Englisch, der ursprünglich in der Zeitung «The Atlantic» erschien, geht näher ins Detail.
Hier ein paar (rudimentär übersetzte) Auszüge:
In den folgenden Jahren machten Zooarchäologen in Europa weitere Löwenfunde. Neben Zähnen und Zehenknochen dokumentierten Manhart und andere auch Beckenfragmente, Beinknochen und Wirbel von Fundstellen in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der südlichen Ukraine. (…) Zu den bemerkenswertesten Funden gehörte eine Sammlung aus einer alten Jagdstätte in der Nähe des Dorfes Durankulak im Nordosten Bulgariens: 10 Löwenknochen, darunter Kiefer, Schulter und Bein. Sie stammen wahrscheinlich von zwei erwachsenen Tieren und einem Jungtier, die um 4000 v. Chr. lebten.
Im Gegensatz zu vereinzelten Funden von Klauen, Zähnen oder Fussknochen deutet die Bandbreite an Überresten darauf hin, dass es sich dabei nicht um importierte Souvenirs oder Felle handelt. Stattdessen sei die relativ gleichmässige Verteilung des gesamten Skeletts ein starker Beweis für wilde Löwenpopulationen, sagt László Bartosiewicz, Zooarchäologe an der Universität Stockholm. «Ich denke, das ist ziemlich überzeugend; ich glaube wirklich, dass es Löwen gab. So viele Knochen können nicht importiert worden sein.»