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Nackenbeschwerden sollen immer durch einen Arzt abgeklärt werden.
Treten die Beschwerden plötzlich auf und ging den Beschwerden ein Unfall, wie ein Autounfall oder ein Sportunfall voraus, muss vor allen ein Schleudertrauma abgeklärt werden.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Anhand der Krankengeschichte, in die gezielt nach einer Überstreckung der Halswirbelsäule gesucht wird, wird grundsätzlich ein Schleudertrauma ein- oder ausgeschlossen.
Anschliessend findet eine Untersuchung statt, wo häufig auch eine Röntgenaufnahme der HWS gemacht wird, sowie eine Magnetresonanztomographie.
Die Röntgenaufnahme dient dem Ausschluss eines Knochenbruchs.
Wie wird ein Schleudertrauma behandelt?
Ein Schleudertrauma kann nur symptomatisch behandelt werden. Es geht darum die Beschwerden der überstreckten Muskulatur zu lindern.
Vor einigen Jahren wurde noch eine Schonhaltung, wie das Tragen einer Halskrause empfohlen. Mittlerweile ist man von dieser Behandlungsform abgekommen, da dies den Heilungsprozess eher verzögert.
In den ersten Tagen sollte auf längeres Sitzen verzichtet und Erschütterungen sowie das Tragen schwerer Lasten vermieden werden.
Hilfreich sind kühle Gels oder Wickel gegen Schmerzen. Im Anschluss können wärmende Wickel die Verspannungen lindern.
Als Medikamente können Schmerzmittel, Antirheumatika oder Muskelentspannungsmittel verabreicht werden.
Alternative Methoden sind physiotherapeutische Behandlungen auch als Krankengymnastik bekannt, sowie leichte Massagen, Fangopackungen, Heilgymnastik und Akupunktur.
Üblicherweise heilt ein Schleudertrauma komplikationslos nach einigen Wochen oder Monaten wieder aus.
Ca. 10 % der Betroffenen leiden unter Spätfolgen, was zu einer Einschränkung der Arbeits- und Lebensqualität führt.
Daher ist jedem anzuraten, im Falle eines Verdachtes auf Schleudertrauma, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.