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Martin Stucki (51) ist Pilot und antwortet:
«Probier mal Folgendes aus: Wenn du im Auto sitzst, halte bei niedriger Geschwindigkeit vorsichtig die Hand flach aus dem Fenster, und zwar mit dem Handrücken nach oben. Dabei merkst du, wie der Luftwiderstand die Hand leicht nach hinten drückt.
Jetzt kippst du die Hand so, dass der Daumen etwas höher liegt als der kleine Finger. Du merkst, dass die Hand nun zusätzlich nach oben gedrückt wird. Je nachdem, wie stark du die Hand kippst, wird sie stärker oder schwächer nach oben gedrückt. Das passiert, weil sich die Luft wie ein Keil unter die Hand schiebt. Die Hand funktioniert dabei wie der Flügel eines Flugzeugs.
Beim Helikopter drehen sich die Flügel, sie werden von einem Motor angetrieben, und man nennt sie Rotorblätter. Wie bei der Hand, die du aus dem Auto streckst, werden die Rotorblätter nach oben gedrückt, wenn man sie kippt. Dadurch beginnt der Helikopter zu steigen. Mit einem Steuer kann der Pilot den Winkel der Rotorblätter verstellen. Je steiler sie stehen, desto schneller steigt der Helikopter und umgekehrt.
Wenn der Helikopter die gewünschte Höhe erreicht hat, stellt der Pilot die Rotorblätter so flach, dass der Helikopter gar nicht mehr steigt. Jetzt steht er in der Luft.»