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Denke bei jedem Schritt deiner Präsentationsvorbereitung an die Zuhörer!
Eine Präsentation, die keinen interessiert oder der keiner folgen kann, wird zum Monolog. Und ein Monolog dient allzu oft nur der eigenen Ego-Pflege. Somit ist es unerlässlich, dich schon bei der Präsentationsvorbereitung auf dein Publikum zu konzentrieren. Wer hört dir zu? Wie ist der Wissenstand des Publikums? Was erwarten die Zuhörer von deiner Präsentation? Wer sich schon bei der Präsentations-Vorbereitung mit seinem Publikum auseinandersetzt, kann den Wert seines Vortrags vermitteln und das Ziel der Präsentation umsetzen.
Mach dir ein Bild von deinem Publikum
Und zwar noch bevor du mit der eigentlichen Vorbereitung deiner Präsentation beginnst. Denn all die Zeit, die Mühe und die Kreativität, die du in deine Präsentation investierst, haben nur ein Ziel: Du willst dein Publikum erreichen! Es gilt also zunächst, dir drei «W-Fragen» zu deiner Zuhörerschaft zu stellen. Und zwar: Wer, was und warum.
1. Wer ist mein Publikum?
Die Frage, wen du bei deiner Präsentation vor dir sitzen hast, ist essentiell für den Erfolg des Vortrags. Schliesslich stellen verschiedene Zielgruppen unterschiedliche Anforderungen an dich als Redner. Und sie haben unterschiedliche Erwartungshaltungen bezüglich des Inhalts deiner Präsentation. Stell dir also folgende Fragen:
Besteht dein Publikum aus Kollegen deines Betriebs, beziehungsweise aus deiner Abteilung? Haben diese mehr oder weniger das gleiche Fachwissen wie du selbst?
Oder sind es Betriebskollegen aus einer anderen Abteilung? Ist ein Grundwissen über das Thema vorhanden oder musst du quasi von Null anfangen?
Redest du vor Fachleuten aus anderen Firmen? Welche Interna darfst, sollst oder möchtest du in deiner Präsentation preisgeben?
Hast du es vielleicht mit absoluten Laien zu tun, für die du dein Fachwissen so leicht verdaulich wie möglich präsentieren musst?
Oder ist dein Publikum sogar bunt gemischt? Du musst also den Inhalt der Präsentation so zusammenstellen, dass er für denen einen Teil verständlich bleibt, ohne den anderen Teil zu langweilen.
2. Was wird von deiner Präsentation erwartet?
Wenn du die Erwartungshaltung des Publikums schon von vorne hinein einschätzen kannst, fällt es deutliche leichter, mit deiner Präsentation die richtigen Knöpfe bei den Zuhörern zu drücken. Sobald du deiner Zuhörerschaft das bietest, was sie sich erhofft, kannst du dich auf ein aufmerksames, interessiertes und – eventuell – kaufwütiges Publikum freuen.
Was ist der Grund, aus dem das Publikum heute vor dir sitzt?
Was soll deine Präsentation bewirken? Ist dein Vortrag eher ein Sales-Event, möchtest du Interesse wecken oder Fachwissen vermitteln?
Was sind die Probleme, vor denen dein Publikum in Bezug auf die Thematik deines Vortrags steht? Welche Lösungen kannst du bieten?
Was motiviert dein Publikum?
Was soll auf keinen Fall angesprochen werden, um vorhersehbare Konflikte zu vermeiden. Und wie können diese wichtigen Punkte doch zur Sprache kommen, ohne jemanden auf die Füsse zu treten?
3. Warum ist dein Publikum anwesend?
Einer pubertierenden Mittelschulklasse die Vorzüge eines hochtechnischen Abwasser-Analysegeräts schmackhaft zu machen, ist eine Husarenleistung! Diese aber einem Expertenteam des Umweltschutzbundes zu präsentieren, sollte sich dagegen ein Selbstläufer sein. Logisch, denn der Hauptteil der ersten Gruppe erwartet eine der wohl langweiligsten Stunden ihres Daseins – die andere Gruppe freut sich auf neue Erkenntnisse und Fachwissen vom Experten. Und genau deshalb musst du dich schon bei der Vorbereitung der Präsentation fragen:
Ist meine Präsentation eine Pflicht-Veranstaltung? Sind meine Zuhörer da, weil sie dazu 'verdonnert' wurden? Sollte das der Fall sein, musst du dir etwas einfallen lassen! Sei witzig, provozierend, überraschend und/oder unkonventionell.
Sind meine Zuhörer aus eigenem Interesse anwesend? Dann kannst du mit gut nachvollziehbaren Details punkten, um deiner Präsentation einen noch grösseren Mehrwert für dein Publikum zu verleihen.
Ganz wichtig: Deine Rolle als Redner richtig wahrnehmen
Der Wunsch nach Anerkennung ist unermesslich!
Viele Redner fallen diesem Wunsche leider allzu oft zum Opfer. Man steht im Scheinwerferlicht, fühlt sich grossartig; wenn nicht sogar mächtig. Du hast es in der Hand, mit deiner Expertise zu dominieren oder dein Fachwissen zu teilen. Halte dir immer vor Augen, dass du für dein Publikum da bist und nicht umgekehrt. Denn Menschen, die sich selbst am aller liebsten zuhören, stossen beim Publikum im Handumdrehen auf taube Ohren.
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