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MANNHEIM (awp international) - Der zur Merckle-Gruppe gehörende Pharmagrosshändler Phoenix hat seine Finanzierung endgültig gesichert und braucht keinen Treuhänder mehr. Die Berufung des Treuhänders sei beendet, nachdem alle Massnahmen des Refinanzierungspaktes erfolgreich abgeschlossen seien, teilte Phoenix am Donnerstag mit. Wirtschaftsprüfer Harald Wiedmann war 2009 während der Krise des Merckle-Imperiums berufen worden, um den Pharmagrosshändler auf Kurs zu bringen.
Das Unternehmen erhielt von seinen Gesellschaftern eine Finanzspritze von 500 Millionen Euro in Form einer Kapitalerhöhung. Zudem beglich die Dachgesellschaft des Merckle-Imperiums, die VEM Vermögensverwaltung, 410 Millionen Euro Schulden bei Phoenix. Zuvor hatte sich das Unternehmen bereits einen Kredit über 2,6 Milliarden Euro bei Banken gesichert und eine Anleihe von 500 Millionen Euro erfolgreich platziert. Die Gruppe stehe damit langfristig auf einer soliden finanziellen Basis, erklärte Phoenix.
Die Merckle-Gruppe war in der Finanzkrise in eine finanzielle Schieflage geraten. Firmenmogul Adolf Merckle nahm sich das Leben. Sein Erbe Ludwig Merckle verkaufte zur Entschuldung der Gruppe den Ulmer Generikahersteller Ratiopharm und verringerte den Anteil am Baustoffhersteller HeidelbergCement deutlich./mar/DP/she
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