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Alexandre Calame - Gebirgsbach bei Handeck, 19. Jh.
Öl auf Leinwand
69,5 x 96,5 cm
Die Malerei von Alexandre Calame (*28.5.1810 Vevey - 19.3.1864 Menton) steht in der Tradition der Romantik, welche die Natur als überwältigende Kraft und mit Pathos darstellt. Der Künstler fand seine Sujets in den hochalpinen Gebirgslandschaften, er malte aber auch Darstellungen des tiefer gelegenen Gebirges, die häufig Wasserfälle, dunkle Wolken oder vom Wetter gezeichnete Tannen wiedergeben. Dabei ging es ihm weniger um die exakte Wiedergabe der Realität, sondern vielmehr um dramatische Ansichten der Naturgewalten, denen der Mensch schutzlos ausgeliefert ist. In den Alpen machte Calame Skizzen nach der Natur, die ihm dann im Genfer Atelier als Vorlagen für die Ölgemälde dienten. Ab 1835 stellte er seine schweizerischen Alpen- und Waldlandschaften in Paris und Berlin aus.
Die Wildheit der Natur wird immer wieder in Calames Werken thematisiert. So zum Beispiel durch den stürmischen Gebirgsbach und durch einen verdunkelten Himmel im Gemälde Gebirgsbach bei Handeck. Im Mittelpunkt seiner Auseinandersetzung steht jeweils die Begegnung mit der bedrohlichen, unbarmherzigen Natur. Indem er den Betrachter in diese wilden Landschaften hineinversetzt, wird das Verhältnis zwischen Mensch und Natur spürbar.
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