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Neubau an der Romstrasse
Das St.-Justinus-Werk hat die Raumplanung seines Areals grundsätzlich neu überdenken lassen
Das St.-Justinus-Werk an der Romstrasse wird einen markanten Ausbau vornehmen. Damit soll den Bedürfnissen der Studenten und der Teilnehmer an den Weiterbildungskursen entsprochen werden.
Von JEAN-LUC BRÜLHART
Der zuletzt erstellte, etwas abseits stehende Bau aus dem Jahr 1997 entlang der Schienen beinhaltet 102 Wohneinheiten. Es sollte der letzte Neubau des St.-Justinus-Werks sein, der ohne ein globales raumplanerisches Konzept des 14 334 Quadratmeter grossen Areals erstellt wurde.
Um der Forderung der Stadt nach einem Quartierplan für den betroffenen Perimeter nachzukommen, haben die Verantwortlichen einen Wettbewerb ausgeschrieben. «Es ist nötig, bei einem solchen Perimeter gewisse grundsätzliche Überlegungen anzustellen», sagte der Stadtarchitekt Jean-Marc Schaller. Das Sieger-Projekt mit dem Namen «Juste Auguste» stammt von einem Architekturbüro der Stadt Freiburg. Es ging aus dreizehn Projektvorschlägen aus der ganzen Schweiz hervor.
Ein Perimeter – Zwei Zonen
Frédéric Page, Vertreter des siegreichen Architekturbüros, bezeichnete die Berücksichtigung der grosse Fläche, die zur Verfügung stand, als Schwierigkeit. Die verantwortlichen Architekten haben den Perimeter in eine Süd- und eine Nord-Zone eingeteilt. Erstere soll öffentlich sein und mit dem Weiterbildungszentrum an der Romstrasse den wichtigsten Neubau beinhalten. Die Nord-Zone besteht aus dem bisherigen Park und Wohngebäuden. Eine zusätzliche Grünanlage und ein Parkplatz sind auf der Seite des Grenadierwegs vorgesehen.
Neue Zufahrt zum Areal
Eine weitere Neuerung bildet die Zufahrt. Diese wird in Zukunft über den Kreisel auf der Höhe der Montenachallee führen. Die kleine Strasse, die vom Kreisel auf der Seite der Joseph-Piller-Gasse zum St.-Justinus-Foyer führt, fällt dem neuen Weiterbildungszentrum zum Opfer. Weil sich die Strasse aber auf Stadtboden befindet, sind gemäss Nicolas Scherer, Direktor des St.-Justinus-Werks, noch Verhandlungen nötig.
Das Weiterbildungszentrum wird sechs Stöcke mit einer gesamten Nutzfläche von 6000 Quadratmetern aufweisen. Drei Stockwerke sind für die universitären Einführungskurse gedacht, zwei für Weiterbildungsangebote. Die Kosten für den Bau sind noch nicht bekannt. Laut Architekt kann aber von einem Preis zwischen 2000 und 3000 Franken pro Quadratmeter ausgegangen werden.
Gemäss Jury zeichnet sich das Sieger-Projekt auch durch seine Möglichkeiten aus, flexibel auf die zukünftigen Entwicklungen reagieren zu können.
Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, muss noch der neue Quartierplan aufgelegt werden. Zudem sind gemäss Scherer noch weitere Studien nötig. «Die Bauarbeiten können möglicherweise in weniger als einem Jahr beginnen», sagte Schaller.
Universität als potenzielle Käuferin
Die enge Zusammenarbeit des St.-Justinus-Werks mit der Universität wird auch in Zukunft Bestand haben. Dafür spricht die unmittelbare Nähe der beiden Institutionen zueinander. So sieht sich die Universität gar als potenzielle Käuferin des neuen Weiterbildungszentrums. «Wir suchen neben den neuen Gebäuden auf der Perollesebene zusätzliche Räumlichkeiten für unsere Angebote», sagte Urs Altermatt, Rektor der Universität Freiburg. Er hob dabei die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung eines solchen Zentrums für Freiburg hervor.
Weil die Kosten für die geplanten Gebäude des St.-Justinus-Werks nicht bekannt sind, will die Universität bezüglich eines möglichen Kaufes noch keine Verpflichtungen eingehen. Das Rektorat wird jedoch das Sieger-Projekt genau prüfen und die weiteren Phasen mit den Verantwortlichen der Vereinigung Cité St-Justin, die auch die Bauherrschaft innehat, besprechen.