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Das Bezirksgericht Bülach stammt aus den 1920er Jahren. Ursprünglich waren hier sämtliche Amtsstellen der Bezirksbehörde Bülach untergebracht, steigende Raumbedürfnisse hatten jedoch zu Auslagerungen geführt. Nach der Schliessung des Bezirksgefängnisses und dem Auszug der Bezirksanwaltschaft Bülach nach Winterthur stand das Bezirksgebäude dem Gericht wiederum zur alleinigen Nutzung zur Verfügung. Indem das bestehende Gebäude mit dem ehemaligen Bezirksgefängnis umgebaut und in Hinsicht auf Haustechnik, Energie, Sicherheit und Brandschutz saniert, sowie mit einem Erweiterungsbau ergänzt wurde, ist das Gericht unter optimalen, zeitgemässen Bedingungen am traditionellen Standort konzentriert.
Der Anbau entwickelt sich aus der inneren Logik des bestehenden Gebäudes. Die publikumsintensiven Nutzungen mit Empfang, Gerichtssälen und Kasse verbleiben im repräsentativen Altbau. Der interne Bereich mit den Büroräumen wurde in dem, in seiner Höhe niedriger ausgebildeten, Anbau rund um den ehemaligen Gefängnishof organisiert. Der Neubau erfüllt die Minergie Anforderungen, während für den Altbau in Zusammenarbeit mit der Stabsabteilung des Hochbauamts (Ökologie) und der Denkmalpflege ein Energiekonzept realisiert werden konnte, das den Energieverbrauch um die Hälfte reduzierte.