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Förderung der psychischen Gesundheit von älteren Menschen in der interdisziplinären Gemeinschaftspraxis durch die Soziale Arbeit
Diese Thesis beschäftigt sich damit, welchen Beitrag die Soziale Arbeit im Bereich der Förderung der psychischen Gesundheit leisten kann. Bei der psychischen Gesundheit handelt es sich gemäss Definition der WHO um «einen Zustand des Wohlbefindens, in dem eine Person ihre Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft leisten kann.»
Gesundheitsförderung ist als Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit noch eher unbekannt. Ein besonderes Potential für die Förderung der psychischen Gesundheit sehen die Autorinnen in der Implementierung der Sozialen Arbeit innerhalb von interdisziplinären Gemeinschaftspraxen in der medizinischen Grundversorgung.
Konkret beschäftigten sich die Autorinnen in einer theoretischen Auseinandersetzung damit, wie Sozialarbeitende im Rahmen von interdisziplinären Gemeinschaftspraxen die psychische Gesundheit im Alter fördern können. Dieser Frage wird in drei Teilschritten nachgegangen: Zunächst werden Bedingungen für eine gelingende interdisziplinäre Zusammenarbeit erarbeitet. Im Weiteren werden Schutz- und Risikofaktoren der psychischen Gesundheit im Alter identifiziert. Darauf aufbauend werden konkrete Arbeitsprinzipien für Sozialarbeitende in Gemeinschaftspraxen erarbeitet, welche die psychische Gesundheit älterer Menschen positiv beeinflussen können.
Als Voraussetzung für eine gelingende interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen einer Gemeinschaftspraxis müssen alle beteiligten Professionen eine gemeinsame Grundhaltung teilen, welche von einem bio-psycho-sozialen Verständnis von Gesundheit ausgeht. Das bedeutet anzuerkennen, dass die psychische Gesundheit auch von sozialen Faktoren beeinflusst wird. Anhand eines Ungleichgewichts der Schutz- und Risikofaktoren können vulnerable ältere Personen, die einer Gefährdung der psychischen Gesundheit ausgesetzt sind, erkannt werden. Durch die Anwendung von Arbeitsprinzipien, welche die Schutzfaktoren fördern, kann die Soziale Arbeit die psychische Gesundheit von betroffenen Personen positiv beeinflussen. Der Einbezug der Sozialen Arbeit in interdisziplinäre Gemeinschafspraxen kann einen wichtigen Beitrag leisten, die psychische Gesundheit von älteren Menschen zu bewahren und zu fördern. Damit können negative psycho-soziale Entwicklungen verhindert werden.