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Die Schweizer Architektin Regina Gonthier wurde an der 29. Generalversammlung der Union Internationale des Architectes UIA in Kopenhagen zur Präsidentin gewählt – im Jubiläumsjahr, in dem die UIA ihren 75. Geburtstag feiert. Regina Gonthier ist die dritte Frau überhaupt an der Spitze des Weltverbands der Architektinnen und Architekten.
Grosse Ehre für die Schweiz: Die Delegierten aus aller Welt wählten am Samstag an ihrer Generalversammlung in Kopenhagen die Berner Architektin Regina Gonthier zur Präsidentin der Union Internationale des Architectes UIA, der internationalen Organisation der Architektinnen und Architekten. Die Wahl krönt ihr beispielloses Engagement über drei Jahrzehnte in- und ausserhalb der UIA.
Regina Gonthier war 1993 zusammen mit anderen Kollegen Gründungsmitglied der Conférence Suisse des Architectes CSA, die im Namen der Berufsverbände BSA, FSAI und SIA die Interessen der Schweizer Architektinnen und Architekten bei den zwei internationalen Architekten-Organisationen ACE (Architect's Council of Europe) und UIA (Union Internationale des Architectes) vertritt. Seit 1994 ist sie bei der UIA engagiert. Sie wurde vier Mal als Ratsmitglied gewählt und prägte mit nie nachlassendem Einsatz die International Competitions Commission ICC, der sie seit 1999 angehört und die sie seit 2015 als Co-Direktorin leitet. Sie brachte in der ICC ihr umfassendes Wissen über das Wettbewerbs- und Vergabewesen im Allgemeinen und die international bewunderte Schweizer Wettbewerbskultur im Besonderen ein. Darüber hinaus engagierte sie sich in der UIA aktiv an einer tiefgreifenden Reorganisation.
Regina Gonthier wird in der UIA und darüber hinaus als vertrauenswürdige und äusserst kompetente Fachperson geschätzt. Ihre Wahl zur Präsidentin im Jubiläumsjahr der UIA widerspiegelt die grosse Anerkennung, die sie auf dem internationalen Parkett geniesst.
Die Union Internationale des Architectes UIA wurde 1948 in Lausanne gegründet. Ihr Hauptsitz befindet sich in Paris. Bisher einziger Schweizer Präsident war Jean Tschumi von 1953 bis 1957. UIA-Präsident:innen werden jeweils für eine Dreijahresperiode gewählt.