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Die Idee, künstliche Wesen herzustellen, die sich selbständig bewegen und vielleicht sogar für den Menschen arbeiten, ist sehr alt. Die Geschichte dieser Automaten ist das Thema von Herbert Heckmanns Buch Die andere Schöpfung.
Sobald man die Vorgänge im menschlichen oder tierischen Körper mechanisch erklären konnte, lag die Frage nahe, ob man so etwas nicht vielleicht auch künstlich herstellen könnte. Schon im alten Griechenland wurde an solche Apparate gedacht; Dädalus soll welche konstruiert haben, auch Homer berichtet davon. In 1001 Nacht kommen Automaten vor. Später gab es dann unter Anderem Musikautomaten und Spieluhren. Zur Zeit des Barock wurden die im ewig gleichen Hofzeremoniell à la Versailles gefangenen Höflinge oft und gern als „Automaten“ verspottet. Jacques de Vaucanson verblüffte im 18. Jahrhundert die Leute durch seine mechanische Ente, die sogar Körner frass – und sie wieder ausschied! Wolfgang von Kempelens Schachtürke hingegen, der erste Schachcomputer der Welt, mit dem angeblich zum allerersten Mal eine Maschine die menschliche Intelligenz besiegte, war ein Schwindel.
Im weiteren Sinn gehören auch der Golem, Frankensteins Monster, der Homunculus in Goethes Faust und Pinocchio zu diesem Thema – nämlich dem Thema der künstlich hergestellten Lebewesen, immer wieder eine heikle und umstrittene Sache. Heute müsste man wohl auch selbstfahrende Autos und dergleichen hinzuzählen.