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Eine Indexoption ist ein Finanzderivat, mit dem das Recht, aber nicht die Verpflichtung verliehen wird, den Wert eines zugrunde liegenden Index zu kaufen oder zu verkaufen. Indexoptionen haben immer einen Basispreis, ein Ablaufdatum und einen zugrunde liegenden Index, dem die Optionen folgen. Alle Indexoptionen werden bar abgewickelt.
Der Basispreis einer Indexoption wird auch als Ausübungspreis bezeichnet und ist der Kurs, mit dem der Abrechnungspreis verglichen wird, um den Barausgleich zu berechnen, den der Anleger erhält.
Derivate wie Indexoptionen haben ein Ablaufdatum. Dies ist der letzte Tag, an dem der Optionskontrakt an der Börse gehandelt wird. Der Inhaber kann wählen, ob er die Position schließt oder den Kontrakt verfallen lässt. Da Indexoptionen bar abgewickelt werden, erhält oder zahlt der Anleger Bargeld, je nachdem, ob die Option bei Fälligkeit noch Wert hat oder nicht. Bei Fälligkeit stellt die ausgebende Börse fest, ob ein Restwert vorhanden ist. Wenn ein Restwert vorhanden ist, wird dieser an den Anleger ausgezahlt.
In der Finanzwelt haben Derivate einen zugrunde liegenden Wert. Dies kann ein Index, ein (Korb von) Anlagewerten oder sogar ein anderes Derivat sein. Es versteht sich von selbst, dass der zugrunde liegende Wert einer Indexoption ein Index ist.
Der Preis einer Option wird von mehreren Variablen beeinflusst. Diese sind der aktuelle Aktienkurs, der Eigenwert, die implizite Volatilität, die Zinssätze, die gezahlten Bardividenden, die Art der Option und die Zeit bis zur Fälligkeit oder der Zeitwert. Je näher die Option der Fälligkeit kommt, desto niedriger ist der Zeitwert.
Wenn Sie eine Option kaufen, eröffnen Sie eine Long-Position. Für diese Position zahlen Sie eine Prämie. Die Anzahl der Einheiten des Basiswerts, die durch einen einzelnen Optionskontrakt abgedeckt sind, wird normalerweise durch einen Multiplikator festgelegt. Je nach Optionsserie kann es tägliche, wöchentliche, monatliche und vierteljährliche Optionen geben. Die Kontraktgröße ist der Wert, mit dem der Basiswert multipliziert wird, um die Prämie zu ermitteln.
Zusätzlich zur Prämie müssen Sie möglicherweise auch Broker-Gebühren zahlen. Diese hängen vom Broker ab und sind meist in der Gebührenordnung oder auf der Website des Brokers zu finden. In der Regel erhebt der Broker auch Transaktionskosten für Indexoptionen, die ebenfalls in der Gebührenordnung des Brokers zu finden sind.
Wie bereits erwähnt, werden Indexoptionen bar abgewickelt, da der Basiswert (der Index) nicht physisch geliefert werden kann. Anleger, die Long-Positionen in einer Index-Kaufoption haben, die am Fälligkeitsdatum noch Wert hat, erhalten automatisch einen Barausgleich. Anleger, die Short-Positionen in einer Index-Kaufoption haben, die am Fälligkeitsdatum noch Wert hat, müssen dann diesen Barbetrag bezahlen.
Wenn die Indexoption bei Fälligkeit keinen Wert hat, wird sie automatisch mit einem Wert von Null aus Ihrem Portfolio ausgebucht. In diesem Fall findet kein Barausgleich statt.
Indexoptionen eignen sich generell für Anleger, die den Verlust von Kapital tragen können und über ausreichende Kenntnisse mit (ähnlichen) Finanzinstrumenten verfügen. Im Allgemeinen haben Anleger, die in diese Produkte anlegen, einen relativ kurzen Anlagehorizont (kürzer als fünf Jahre). Einige Indexoptionen gelten als riskanter als andere. Den Risikoindikator eines bestimmten Produkts finden Sie im Key Investor Document (KID). Es muss für jede Indexoption ein KID geben. Dieses dreiseitige Dokument beschreibt die Eigenschaften des Produkts und die mit dem Produkt verbundenen Risiken. Außer im KID finden Sie Informationen über die Kontraktspezifikationen und den Basiswert in der Regel auch auf der Website der Börse. Das Symbol einer Option bezieht sich auf den Basiswert der Option.
Anlegen kann gewinnbringend sein, ist aber nicht ohne Risiko. Wie bei allen anderen Finanzprodukten birgt auch die Anlage in Indexoptionen das Risiko von Verlusten. Bei einer Long-Position in einer Verkaufs- oder Kaufoption ist der maximale Verlust die Prämie, die Sie bezahlt haben. Wenn Sie eine Short-Position in einer Option haben, ist der maximale Gewinn die Prämie, die Sie beim Verkauf (Schreiben) der Option erhalten haben. Egal, ob es sich um eine Verkaufs- oder eine Kaufoption handelt. Der maximale Verlust hingegen ist unterschiedlich. Eine Short-Position in einer Kaufoption hat ein unbegrenztes Verlustpotenzial. Bei einer Short-Position in einer Verkaufsoption ist der maximale Verlust der Ausübungspreis abzüglich der erhaltenen Prämie.
Bei DEGIRO sind wir offen und transparent über die Risiken, die mit dem Anlegen verbunden sind. Bevor Sie anfangen anzulegen, gibt es eine Reihe von wichtigen Faktoren zu beachten. Es hilft, zu bestimmen, wie viel Risiko Sie bereit sind einzugehen und welche Produkte am besten zu Ihrem Wissen passen. Es ist auch nicht ratsam, Geld anzulegen, das Sie möglicherweise kurzfristig benötigen, oder Positionen einzugehen, die zu finanziellen Schwierigkeiten führen könnten. Alles beginnt mit der Überlegung, welche Art von Anleger Sie sein wollen. Mehr Informationen zu den Risiken des Anlegens finden Sie in unseren Informationsschreiben für Anleger oder auf unserer speziellen Seite zu Risiken.
Die Informationen in diesem Artikel wurden nicht zu Beratungszwecken verfasst, noch mit der Absicht, jegliche Anlagen zu empfehlen. Anlegen ist mit Risiken verbunden. Sie können Ihre Einlage (vollständig oder teilweise) verlieren. Wir raten Ihnen, nur in Finanzprodukte anzulegen, die Sie kennen und mit denen Sie Erfahrung haben.