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WAVES
für Flöte und Altflöte
Jedes musikalische Vorhaben weckt im Komponisten bestimmte Assoziationen.
Allein der Gedanke an die Flöte generiert in mir Klänge, die mich an meine „filiation musicale“ erinnern.
Von Debussy höre ich die Syrinx und das Prélude, von Stravinsky die Three songs from William Shakespeare und Epitaphium, von Edison Denisov das Flötenquartett, und von Boulez Mémoriale, ein kleines Requiem für den jung verstorbenen Laurence Beauregard, dem ersten Flötisten des Ensembles Intercontemporain.
Wellen (Waves) entstehen physikalisch durch Verdichtung und Verdünnung von Materie, ein Phänomen, das in der Natur vor allem im Zusammenhang mit Wasser eine weitgespannte Palette an optischen und akustischen Erscheinungsformen annehmen kann.
Die kurzen Stücke sind wesensmässig kleine „hommages“ sowohl an jene Komponisten, die mich geprägt haben, als auch an das Duo Wa(echter) – We(inzierl).
J-L. D.