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Quereinstieg
Lehrerin / Lehrer werden als Zweitausbildung
Die Hochschulen können Ausbildungen für Quereinsteigende oder Berufswechsler anbieten, die zu einem gesamtschweizerisch anerkannten Lehrdiplom für die Vorschulstufe / Primarstufe oder die Sekundarstufe I führen. Ein Quereinstieg in die Ausbildung zur Lehrperson für Maturitätsschulen ist hingegen nicht möglich.
Die Kantone und die Ausbildungsinstitutionen entscheiden, ob sie Quereinsteigende ausbilden und welche Möglichkeiten für den Quereinstieg sie anbieten (siehe unten 1.-3.). Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, Informationen direkt bei den Ausbildungsinstitutionen einzuholen.
Wer kommt für einen Quereinstieg in Frage?
Als Quereinsteigende gelten berufserfahrene Personen aus anderen Berufen. Sie sind mindestens 30 Jahre alt, verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen anderen Abschluss der Sekundarstufe II oder einen Abschluss auf der Tertiärstufe (höhere Berufsbildung oder Hochschulabschluss) und können mindestens drei Jahre Berufserfahrung vorweisen.
Welche Möglichkeiten gibt es für einen Quereinstieg?
Ein Quereinstieg in die Ausbildung zur Lehrperson der Vorschulstufe/Primarstufe oder der Sekundarstufe I ist auf drei verschiedene Weisen möglich, wobei diese drei Möglichkeiten nur eingeschränkt kombiniert werden können.
1. Besondere Zulassungsbedingungen (Zulassung ohne gymnasiale Maturität)
Quereinsteigende (über 30-jährige berufserfahrene Personen), welche über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen anderen Abschluss der Sekundarstufe II verfügen, jedoch nicht über eine gymnasiale Maturität oder ein Äquivalent, können "sur dossier" in die Studiengänge Vorschulstufe/Primarstufe oder Sekundarstufe I einsteigen.
2. Anrechnung von bereits erworbenen Fähigkeiten/Kenntnissen und entsprechende Reduktion der Studiendauer
Quereinsteigende (über 30-jährige berufserfahrene Personen), welche über eine gymnasiale Maturität oder ein Äquivalent verfügen, können sich formal und nicht formal erworbene Kompetenzen anrechnen lassen. "Formal erworben" heisst, dass man ein Bildungsangebot besucht hat. "Nicht formal erworben" heisst, dass man eine Kompetenz ausserhalb von Bildungsstrukturen erworben hat; für deren Anrechnung gibt es eigene Verfahren ("validation des acquis"). Die Ausbildung zur Primarlehrperson (3 Jahre) kann sich damit um maximal ein Jahr verkürzen, diejenige zur Sekundarlehrperson (4.5 Jahre) um etwas mehr als ein Jahr.
3. Spezielle Ausbildungsprogramme
Hochschulen können spezielle Programme für Quereinsteigende anbieten. Die mindestens 30-jährigen berufserfahrenen Personen, die an diesen Ausbildungsprogrammen teilnehmen, können frühestens nach dem ersten Studienjahr eine bezahlte Teilzeitstelle auf der Zielstufe ("formation par l'emploi") übernehmen. Diese Tätigkeit ist Teil ihres Vollzeitstudiums und wird von der Hochschule begleitet. Für die Aufnahme in ein solches Programm ist eine Überprüfung der Berufseignung notwendig.
Ansonsten gelten die gleichen Vorgaben wie für die anderen Studierenden in der Lehrerausbildung.