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Die erwartete kroatische Delegation ist dieser Tage in der Schweiz eingetroffen und hat bereits mit Herrn Dr. Ebrard wegen Verhandlungen Fühlung genommen. Sie wurde von der kroatischen Regierung beauftragt, das bei der Schweizerischen Nationalbank deponierte Gold nach Kroatien zu bringen,
sowie das Giroguthaben abzuheben. Die Delegierten Hessen durchblicken, dass ihnen aus folgenden Gründen am besten gedient wäre, wenn die schweizerische Regierung eine Sperre verfügen würde.
Um sicher zu sein, dass die Delegation nach Kroatien zurückkehre, wurden die Familien der Mitglieder vorsorglicherweise verhaftet oder konfiniert.
Kommt die Delegation ohne Gold zurück, befürchtet sie, erschossen zu werden. Liefert sie das Gold der jetzigen kroatischen Regierung aus, so werden die Delegierten offenbar von den Partisanen umgebracht, wie die Anhänger Titos ihnen bereits ankündigten.
Generalkonsul Kaestli wurde ersucht, dringlichst auf unser Telegramm vom 10. Dezember2 betreffend Rückkehr der Schweizer und allfällige Folgen einer Blockierung zu antworten. Dr. Ebrard glaubt vorläufig die Verhandlungen mit der kroatischen Delegation noch etwas hinauszögern zu können3.