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Vor einem Gericht in der Stadt Batman setzten die Behörden laut ECA-Watch Zwangsentschädigungen für mehrere Familien durch, die ihr Land am Tigris nicht verkaufen wollten. Das Gericht habe am 6. Mai auf eine Klage der Behörden hin entschieden, die Grundstücke von mindestens 30 Familien in dem Dorf Kesmeköprü nahe der antiken Stadt Hasankeyf zu enteignen.
Das Bauprojekt ist nicht nur in der Türkei, sondern auch in der Schweiz, Deutschland und Österreich umstritten. Die Schweiz hatte mehreren Firmen, die an dem Bauprojekt beteiligt sind, Exportrisikogarantien von insgesamt 225 Millionen Franken in Aussicht zugesichert.
Hasankeyf ist durch den Ilisu Staudamm bedroht. /
Auch Deutschland und Österreich stellten ihren Firmen Bürgschaften aus. Im Dezember stoppten die drei Staaten die Kreditbürgschaften vorerst und gaben der Türkei eine Frist, um die Auflagen für das Kreditgeschäft zu erfüllen. Diese Frist läuft am 6. Juli ab.
Durch den 300 Quadratkilometer grossen See, der oberhalb der Ilisu-Staumauer entstehen würde, würde nicht nur Hasankeyf überflutet, sondern auch die Wohnorte von mehr als 10'000 Menschen. Die türkische Regierung verspricht sich von dem Staudamm neben der Energiegewinnung eine Entwicklung der Landwirtschaft durch mehr Bewässerungsmöglichkeiten.