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Stühle.
Über die S. der
Alten s.
Sella.
[* 2] Im frühern
Mittelalter kommt der
Stuhl noch selten vor
und dann nur als Thronstuhl für hohe Würdenträger oder als Ehrensitz für das Familienhaupt. Die übrigen Familienmitglieder
setzten sich auf Schemel,
Bänke,
Truhen, Klapp
stühle,
Sessel. Am Ende des 11. Jahrh. findet man Schemel mit Rückenlehnen
im täglichen
Gebrauch, doch immer nur noch bei Vornehmen. Im 13. Jahrh. wird die
Sitzplatte sechs- bis achteckig, und das Gerät hat die entsprechende gleiche Zahl von
Beinen oder
Stützen; für den Richterstuhl
besteht aus jener Zeit die Vorschrift, daß er vierbeinig sein soll.
Ebenfalls im 13. Jahrh. fertigte man auch schon S. aus dünnen Eisenstäben, deren Sitze aus
Riemen oder
Gurten bereitet und mit
Kissen belegt wurden. Sehr kostbar waren und blieben das ganze
Mittelalter
hindurch die byzantinischen und römischen Pracht
stühle, die besonders hohe und mit Schnitzereien gezierte Rücklehnen sowie
geschweifte oder gedrechselte
Säulen
[* 3] und
Füße hatten. Ein solcher Prachtstuhl, der in der
Regel mit einem gestickten oder
gewirkten Überzug bedeckt war, stand nie frei, sondern meist
vor der Mitte einer Wand.