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Das Team von Trainer Guillaume Gille setzte sich in Köln in einem packenden Final gegen Weltmeister Dänemark 33:31 nach Verlängerung durch.
Dieses Endspiel verdiente eine Verlängerung. Die maximale Differenz betrug drei Treffer, die Dänen lagen 9:6 (17.) und 17:14 (35.) in Führung. Nach dem 22:23 der Franzosen (51.) vermochte sich keines der beiden Teams bis zur zweiten Hälfte der zehnminütigen Verlängerung mit mehr als einem Tor abzusetzen. Nach dem Ende der regulären Spielzeit stand es 27:27, nach 65 Minuten 29:29.
In der Folge zogen die Franzosen auf 31:29 davon. Beide Treffer schoss Dika Mem vom FC Barcelona, der zuvor in dieser Partie kein Tor geschossen hatte, was mehr als ungewöhnlich war. Das letztendlich entscheidende 32:30 schoss Elohim Prandi 31 Sekunden vor Schluss. Das passte, denn dank eben diesem Prandi stand die Equipe Tricolore überhaupt im Final. Der 25-jährige Aufbauer schaffte im Halbfinal gegen Schweden das Kunststück, nach dem Ende der 60 Minuten beim Stand von 26:27 gegen eine Sechs-Mann-Mauer einen Freiwurf zu verwandeln. Damit rettete er sein Team in die Overtime.
Die Franzosen wahrten mit dem Sieg gegen Dänemark ihre weisse Weste in EM-Finals und revanchierten sich für die 29:34-Niederlage im Endspiel der letztjährigen WM. Sie haben an diesem Turnier nur ein Spiel nicht gewonnen - beim 26:26 in der Vorrunde gegen die Schweiz.
Für den 39-jährigen Nikola Karabatic, der nach den Olympischen Spielen in Paris in diesem Sommer aufhört, war es die elfte Goldmedaille an einem Grossanlass! Neben den vier EM-Titel wurde er dreimal Olympiasieger und viermal Weltmeister. «Ich kann es noch nicht glauben, dass wir Gold geholt haben», sagte Karabatic. Zum MVP des Turniers wurde der französische Rückraumspieler Nedim Remili gekürt.
Deutschland verpasst EM-Bronze
Im Spiel um Rang 3 unterlag Deutschland den Schweden 31:34. Die als Titelverteidiger angetretenen Skandinavier lösten damit das direkte Ticket für die Olympischen Spiele in Paris.
Die Deutschen verloren die Partie in der ersten Halbzeit, zur Pause lagen sie 12:18 zurück. Danach drehten sie zwar auf und kamen in der 54. Minute bis auf ein Tor (29:30) heran, letztendlich wog die Hypothek aber zu schwer. Matchwinner der Schweden war Torhüter Andreas Palicka, der mit 19 Paraden eine Abwehrquote von sensationellen 45 Prozent erreichte. Felix Claar war ebenso achtmal erfolgreich wie der Deutsche Renars Uscins.