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Schon wieder sind Textilarbeiterinnen in Bangladesch im Feuer umgekommen. Sieben Frauen, vier davon unter siebzehn Jahre alt, starben, als am Samstag in der Fabrik Smart Export Garments in Mohammadpur Feuer ausbrach, fünfzig weitere wurden verletzt. Die Firma, die für europäische Billigdiscounter wie den deutschen Kik produziert, verfügte über keinerlei Sicherheitsvorkehrungen wie Notausgänge oder Feuerlöscher. Der Feuerpolizei war die erst vor kurzem eröffnete Produktionsstätte für 360 Arbeiterinnen nie vorgeführt worden.
Die internationale Clean-Clothes-Kampagne fordert seit langem, dass sich westliche Kleidermarken verpflichten, mit ihren Zulieferbetrieben Brandschutzabkommen abzuschliessen. Bisher jedoch mit wenig Erfolg. Schon vor zwei Monaten waren in Bangladesch 112 ArbeiterInnen in der Textilfabrik Tazreen Fashions bei einem Brand ums Leben gekommen, 500 wurden verletzt. Bislang haben es die AbnehmerInnen dieser Fabrik, darunter Walmart, Sears und C & A, unterlassen, den verletzten Opfern und Angehörigen Entschädigungen zu zahlen. Bangladesch ist mit rund 4500 Textilfabriken der weltweit zweitgrösste Kleiderproduzent. Die Branche ist der wichtigste Industriezweig des Landes. Eine Textilarbeiterin verdient rund 35 Franken pro Monat.