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Im 19. Jahrhundert führt der Raubbau am Wald in der Schweiz zu Überschwemmungen mit katastrophalen Folgen. Grund sind die enorme Nachfrage nach Brennholz und die Nutzung des Waldes für Ackerbau und Weidewirtschaft.
1876 wird das erste Forstpolizeigesetz erlassen; fortan darf im Hochgebirge nicht mehr gerodet werden.
Bis 1965 wird die Waldpolitik ausgebaut. Schutzwald wird erhalten und gefördert und die Wirkung des Waldes auf Wasserhaushalt und Klima herausgestellt.
Ab den 60er Jahren führt der steigende Siedlungsdruck zur Verschärfung des Rodungsverbots; der Wald wird als Naherholungsgebiet aufgewertet.
Mitte der 80er Jahre dominiert das Waldsterben die gesellschaftliche Debatte. Waldpflege wird neuer Bestandteil der Forstpolitik.
1991 erfolgt die Totalrevision des Waldgesetzes. Die Punkte Walderhaltung, Infrastrukturförderung und Waldpflege werden ergänzt durch den ökologischen Schutz und die Förderung der Waldwirtschaft.