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In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind 3000 Menschen auf der Flucht ertrunkenen oder sonst wie verschwunden – vor allem im Mittelmeer.
Axel Amweg
In den ersten acht Monaten dieses Jahres kamen auf den weltweiten Migrationsrouten mehr als 3000 Menschen ums Leben oder werden vermisst. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM), eine Agentur der Vereinten Nationen (UNO), starben oder verschwanden allein im April 2022 täglich zehn Menschen im Mittelmeer. Diese Zahl betrifft Frauen, Männer und Minderjährige, die auf der Suche nach einem besseren Leben schwere Risiken in Kauf nehmen. Obwohl die Zahl der Toten und Vermissten entlang der Migrationsrouten im Vergleich zu den Jahren der Krise von 2015 bis 2017 zurückgegangen ist, gibt es immer noch Tausende von Menschen, die jeden Tag auf der Flucht ihr Leben riskieren. Zwischen 2015 und 2017 wurden weltweit 21 082 Menschen entlang der Migrationsrouten als tot oder vermisst registriert. In den Krisenjahren sollen nach Schätzungen des Projekts Missing Migrants der Internationalen Organisation für Migration mehr als 20 000 Menschen ums Leben gekommen sein. Von Januar bis August 2022 starben oder verschwanden 3044 Menschen, darunter mehr als 1000 auf der Route von Nordafrika über das Mittelmeer nach Europa oder in den Nahen Osten. Nach Angaben der UNO-Agentur ist dies die gefährlichste Migrationsroute der Welt.