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Dalai Lama erhielt Südtiroler Minderheitenpreis
Landeshauptmann Luis Durnwalder unterstrich den unermüdlichen und friedlichen Einsatz des Dalai Lama für das tibetische Volk. Südtirol bezeichnete er als "Freilichtlabor für Minderheitenprobleme". Die Autonomie sei für Südtirol nach dem 2. Weltkrieg dank der demokratischen Staaten Italien und Österreich möglich gewesen, die Minderheiten als Bereicherung und nicht als Provokation gesehen hätten.
Es sei für Führer von Minderheiten nicht immer leicht, den friedlichen Weg zu gehen und sich dennoch konsequent für die sprachliche und kulturelle Identität einer Minderheit einzusetzen. Konflikte löse man aber nicht mit Gewalt sondern mit den Waffen des Geistes und des Herzens. Dann gebe es bei der Lösung von Minderheitenproblemen nur Gewinner und keine Verlierer.
Der 14. Dalai Lama erklärte, er nehme den Preis stellvertretend für alle Tibeter an, die sich für ihr Volk einsetzten. Er sei geehrt und erfreut, den Preis von einem kleinen Volk zu erhalten, mit dem er seit Jahren freundschaftlich verbunden sei und das ihn sehr unterstütze.
Er unterstrich, dass es wichtig sei, dass eine Autonomie Wirklichkeit sei und nicht nur auf dem Papier bestehe. In der Verfassung der Volksrepublik China werde zwar eine Autonomie für fünf Regionen, darunter auch für Tibet, vorgesehen. Er versuche aber immer noch, diese Autonomie für sein Land zu erreichen.
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