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Auf dem Thuner Mühleplatz erhebt sich eine rund 15 Meter hohe Stahlplastik. Auffallend sind die vier abstrakten, miteinander verbundenen Ausläufer, die in ihrer Formgebung an ein Mühlenrad erinnern. Auch das gleichfarbige Kanalgitter auf dem Boden, das wellenförmig auf die Skulptur zuläuft, weckt Assoziationen zum fliessenden Gewässer und spielt damit auf die ehemalige Funktion der heutigen Begegnungszone an: Bis in die 1980er-Jahre stand auf dem Platz ein mächtiger Gebäudekomplex mit Industriemühle, der vor seinem Abbruch als lebendiger und alternativer Kunst- und Kulturort in die Geschichte Thuns einging. Dem Aufbau des rund drei Tonnen schweren Werks von Schang Hutter gingen aufwendige statische Berechnungen voraus. Mit dem Titel «Aufhalten in Berlinen» verweist der Solothurner Bildhauer auf den für ihn unerträglichen Zustand der bis 1989 geteilten Stadt Berlin, wo er von 1985 bis 1991 arbeitete. Dank zweier grosszügiger privater Schenkungen konnte der Direktauftrag an den Künstler realisiert werden.
Katrin Sperry
Die riesige Figur auf dem Mühle-platz erinnert an früher.
Vor über 30 Jahren stand hier eine Mühle.
Die Skulptur besteht aus 2 Teilen.
1. Lange dünne Arme aus Stahl formen ein halbes Mühl-rad.
2. Das türkise Gitter auf dem Boden hat Wellen wie Wasser.
Der Titel Aufhalten in Berlinen hat mit dem Leben von Schang Hutter zu tun.
Der Künstler lebte mal in Berlin.
Damals war die Stadt noch geteilt in Ost und West.
Es waren also 2 Berlinen.
Sara Smidt