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Mireille Fleury
Pressesprecherin des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) in Bern
Mein Studium an der Universität Genf fällt auf das Ende der Neunzigerjahre. Als erstes Nebenfach wählte ich die Germanistik. Das Departement für deutsche Sprache und Literatur bot eine breitgefächerte Palette an Themen, die vom Mittelalter über die moderne Literatur bis hin zu der Linguistik reichten. Als nicht zweisprachige Frankophone fiel mir das Lesen der älteren Literatur oder auch das Verfassen von Textanalysen nicht immer leicht. Trotzdem fand ich mich gut im Departement zurecht, was sicherlich auch daher rührte, dass ich in der commission mixte, der Studentenvertretung des Departments tätig war.
Diese Ausbildung hat dazu geführt, dass ich während eines Austauschjahres in Göttingen nicht nur Deutschland kennen lernte, sondern ich mir durch das Beherrschen der deutschen Sprache einen entscheidenden/unleugbaren Vorteil im Hinblick auf meine berufliche Karriere verschaffen konnte. Was ich damals im Departement lernte, ist mir heute noch in meiner täglichen Arbeit im Bundesamt dienlich. Obgleich mein Deutsch auch (von Tag zu Tag) immer mehr von der Schriftsprache abweicht, bin ich heute kaum noch befangen, wenn ich in dieser Sprache kommuniziere. Es kommt gar vor, dass ich Fallfehler bei meinen schweizerdeutschen Kollegen ausmachen kann, insbesondere was den Genitiv betrifft. Das Erlernen der deutschen Sprache hat ausserdem auch mein Sesshaftwerden in Bern, einer Stadt, die ich sehr schätze, erleichtert.