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Im dritten Frühling
Leben im Tal der Achttausender
16 Sherpas kamen am 18. April 2014 am Mount Everest ums Leben, als sie beim Installieren von Fixseilen von einer Lawine verschüttet wurden. Es war die jüngste in einer langen Reihe von Tragödien. Fast jeden Frühling zahlen die Sherpas am Everest einen hohen Preis: Wie das amerikanische Magazin «Outside» nach dem Unfall berechnete, ist das Risiko, im Einsatz ums Leben zu kommen, bei Sherpas am Everest rund zehn Mal höher als bei amerikanischen Soldaten im Irak während der Kriegsjahre 2003 bis 2007.
Als die Situation in Nepal in den Medien breit diskutiert wurde, kamen die Betroffenen nur selten zu Wort. Unsere Autorin Jemima Diki Sherpa beschreibt in ihrem Text «Three Springs», wie die Bevölkerung des Bergdorfs Thamo mit dem jährlichen Sterben im Frühling umgeht. Der Text wurde ursprünglich auf ihrem Blog whathasgood.com publiziert und erscheint hier erstmals auf Deutsch.