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Professor Dr. Joel D. Cooper
Die Medizinische Fakultät der Universität Zürich verleiht die Würde eines Doktors ehrenhalber an Herrn Prof. Dr. Joel D. Cooper für seine herausragenden experimentellen und klinisch-chirurgischen Leistungen in der Thoraxchirurgie sowie für seine Unterstützung beim Aufbau des Lungentransplantationsprogramms am Universitätsspital der Universität Zürich und seine engen Beziehungen zur Klinik für Thoraxchirurgie im Rahmen wissenschaftlicher Kooperation.
Professor Cooper wurde in Charleston, West Virginia geboren. Er erhielt seine „undergraduate“ Ausbildung vom Harvard College. Er schloss dort mit summa cum laude ab.
1964 schloss er an der Harvard Medical School sein Medizinstudium mit cum laude ab. Die „postgraduate“ Weiterbildung in Chirurgie beendete er 1972 als „Chief surgical resident“. In dieser Zeit war er zur Ausbildung auch als „Senior Registrar“ in Thoraxchirurgie an der „Southwest Thoracic Unit in Bristol, England unter Mr. Roland Besley tätig. Anschliessend war er „Resarch Fellow“ in Pulmonaler Physiologie am Hammersmith Hospital London, England, unter der Direktion von Dr. John West. Seine Residency führte ihn nach Toronto, Kanada, wo er von 1974 – 1988 zuerst als Assistant Professor, Associate Professor, Full Professor und schliesslich (1982–1988) als Departement-Chair tätig war. 1988 wurde er zum Professor für Chirurgie und Chief of the General Thoracic surgery an die Washington University, School of Medicine, St. Louis, MO, USA berufen. Seit 1997 ist er Evarts A. Graham Professor für Chirurgie.
Professor Cooper ist einer der bedeutendsten Thoraxchirurgen der letzten drei Jahrzehnte. Er hat als eigentlicher Pionier diesem Fach bedeutende und richtungsweisende Impulse gegeben. Seine früheren experimentellen Arbeiten befassen sich mit tropischen Veränderungen der Trachea nach Intubation, der Beeinträchtigung des pulmonalen Gasaustausches und der Weiterentwicklung der Membran-Oxygenierung. Nach umfassenden tierexperimentellen Vorarbeiten führte Joel Cooper 1993 die erste erfolgreiche Lungentransplantation durch. Unter seiner Leitung hat die „Toronto Lung Transplant Group“ der Lungentransplantation zum eigentlichen Durchbruch verholfen. Die in San Louis fortgesetzten Arbeiten hatten zum Ziel, die Lungenkonservierung zu verbessern, mehr Einsicht in die Pathophysiologie des Reperfusionsschadens zu gewinnen sowie die Anastomisierung der Bronchien zu optimieren. Daneben leistete er wichtige Beiträge in klassischen Bereichen der Thoraxchirurgie wie in der Chirurgie thorakaler Malignome, der Metastasen-Chirurgie und in der chirurgischen Behandlung pleuropulmonaler Infekte.
Professor Cooper ist dem Universitätsspital Zürich seit vielen Jahren verbunden. Er hat Professor Weder, der vor Jahren bei ihm in San Louis arbeitete, beim Aufbau des Lungentransplantationsprogramms unterstützt. Zudem war er ein wichtiger Partner in der Entwicklung des international anerkannten Programms der chirurgischen Volumenreduktion am Universitätsspital Zürich.