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Schlaganfälle im Gehirn sind neben dem Herzinfarkt einer der häufigsten Todesursachen in den Industrieländern. Ein Schlaganfall kann jeden betreffen.
Ursache
Schlaganfälle werden durch eine Mangelversorgung des Gehirns mit Blut verursacht. Häufig kommt es durch eine Ablagerung (Arteriosklerose), durch einen Blutgerinnsel (Thrombus) oder durch eine Verstopfung (Embolie), zu einer Verengung oder Verschluss eines oder mehrerer Blutgefässe. Selten kann auch ein Riss (Unfall oder Verkalkung) in einem Gefäss einen Schlaganfall auslösen. In der Folge liegt eine Minderdurchblutung des Gehirns, mit der Konsequenz eines Sauerstoffmangels der Gehirnzellen vor. Hält der Zustand länger als ein paar Minuten an, fangen die betroffenen Gehirnzellen an zu sterben. Ein Schlaganfall ist eine akute lebensbedrohliche Erkrankung und muss sofort in einem Spital mit einer Stroke Unit behandelt werden.
Risikofaktoren
Zu den Risikofaktoren gehört Nikotinkonsum, chronischer Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes mellitus, chronisch hohe Cholesterinwerte im Blut. Auch durch zunehmendes Alter und eine genetische Disposition spielt eine wichtige Rolle.
Symptome
Die wichtigsten Symptome eines Schlaganfalles im Gehirn sind plötzlich auftretende sehr starke Kopfschmerzen, auftretende Lähmungserscheinungen, Sprech- und Sehstörungen.
Stroke Units
Stroke Units sind Spezialstationen von Spitälern der Maximalversorgung. Sie verfügen über die notwendigen Gerätschaften und speziell ausgebildetes Personal. Eine sofort durchgeführte Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) bestätigt, ob es sich um einen Schlaganfall handelt oder nicht. Die frühzeitige Behandlung auf einer Stroke Unit verhindert die Wahrscheinlichkeit von bleibende Schäden und senkt die Sterblichkeit.
Therapie
Einen Schlaganfall im Gehirn, der durch einen Gefäßverschluss verursacht worden ist, erfordert therapeutisch eine unverzügliche medikamentöse Thrombolyse. Dadurch wird versucht, den Verschluss wieder zu öffnen. Dabei wird ein Medikament in die Blutbahn eingeleitet, das Enzyme enthält, die den Thrombus (Gefäßverschluss) abbauen. Ab einer bestimmten Grösse des Blutgerinnsels wird versucht es durch einen Katheder (Thrombektomie) zu entfernen.
Falls der Schlaganfall durch eine Gehirnblutung verursacht wird, wird zunächst versucht die Blutung mittels Medikamenten zu stoppen. Falls dies nicht gelingt oder sich ein zu hoher Drück im Schädel aufgebaut hat mit einer Notoperation die Schädeldecke geöffnet und der Druck entlastet werden.
Rehabilitation
Wenn die Ursachen des Schlaganfalls behoben worden sind, wird der Betroffene auf der Stroke Unit permanent überwacht. Dafür steht der Stroke Unit ein ganzes Team von Ärzten aus verschiedenen Fachrichtungen zur Verfügung.
Fazit
Je nachdem, wie schnell und gut die Erstmassnahmen getroffen worden sind und wie schnell der Betroffene in eine Stroke Unit verlegt worden ist, kann der Betroffene von geringen Beeinträchtigungen bis hin zu schweren körperlichen und geistigen Gesundheitsschäden betroffen sein.
Je früher Schlaganfälle fachgerecht behandelt werden, desto grösser sind die Chancen, dass das Ausmaß der Folgeschäden gering gehalten werden kann.