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Wissenswertes über die Petersilie
- Hildegard von Bingen, eine deutsche Äbtissin und Heilkundlerin des Mittelalters, setzte bereits Petersilie als Heilmittel ein. Honigwein mit Petersilie ist eines ihrer bekanntesten. Sie empfahl den Trank zur allgemeinen Entgiftung und zur Entlastung des Herzens.
- Die harntreibende Wirkung der Petersilie ist auf ihre ätherischen Öle zurückzuführen. Die Samen (botanisch gesehen handelt es sich um Früchte) weisen die höchste Konzentration auf. Die Früchte des gekrausten «Peterli» verfügen mit einer Konzentration von 6% über etwas mehr ätherische Öle als die der Gartenpetersilie.
- Die Petersilie kann unter anderem bei Gicht, rheumatischen und arthritischen Erkrankungen eingenommen werden. Zudem fördert sie die Ausscheidung von schädlichen Stoffwechsel-produkten bei entzündeten Gelenken.
- In der Pflanzenheilkunde werden die Petersilienwurzeln häufiger eingesetzt als die Blätter oder Samen. Sie lindern Blähungen, Krämpfe, Blasenentzündungen und, ebenso wie die Blätter, rheumatische Erkrankungen.
- In der volksmedizinischen Frauenheilkunde findet die Wurzel beispielsweise zum Einleiten der verzögerten Periode oder bei Periodenschmerzen Anwendung.
- Frische Petersilienblätter sind eine vitamin- und mineralstoffreiche Nahrungs-ergänzung. «Peterli» kann ab dem späten Frühjahr geerntet werden. Das Küchenkraut lässt sich tiefgefroren gut konservieren. Nachdem die Pflanze geblüht hat, sind die Blätter nicht mehr geniessbar.
Illustration: Gabi Kopp
Ein Beitrag der Berg-Apotheke by Medbase in Zürich.
(Nelly Richina)