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"Per Rangliste Mai liegt die Deutsche Bank auf Platz 74 im Stoxx", sagte Streich. Damit bliebe sie noch drin. Aber die als Folge der Finanzmarktturbulenzen im Jahr 2008 eingeführten "Fast-Exit"-Regeln für die Indizes der Stoxx-Familie könnten dem Papier zum Verhängnis werden. Sie besagen, dass ein Index-Mitglied herausgenommen werden muss, sobald es in zwei aufeinander folgenden Monaten Platz 75 oder schlechter einnimmt. "Sollte die Deutsche Bank also per Ende Juni und auch per Ende Juli bestenfalls Platz 75 einnehmen, ist sie im August schon draussen", sagte Streich.
Erholt sich die Aktie des deutschen Branchenprimus und fällt in nur einem der zwei Monate unter die Grenze, ist sie zumindest für einen weiteren Monat gerettet. Dann aber wird regulär überprüft, so dass ein Rauswurf zu Herbstbeginn weiterhin wahrscheinlich bleibt. Denn während zu ausserordentlichen Überprüfungen für Index-Mitglieder die Regeln für einen Rauswurf weniger streng sind, sind sie zur einmal jährlich stattfindenden regulären Prüfung Ende August dagegen strenger.
Ersetzt werden könnten die Aktien der Deutschen Bank im Stoxx 50 nach aktuellem Stand entweder vom Baukonzern und Dienstleister Vinci oder vom Versorger Iberdrola . Solche Änderungen sind vor allem für Fonds interessant, die Indizes nachbilden, da diese ihre Portfolios entsprechend anpassen müssen./ck/stb
(AWP)