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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Japaner sitzt nach dem Verkauf von rund zweihundert Spielkonsolen in Haft.
- Statt sie wie vereinbart zu verkaufen, verscherbelte er diese an Second-Hand-Läden.
- Den Ertrag steckte er in seine eigene Tasche.
Die Spielkonsolen PlayStation 5 und Nintendo Switch sind auch in ihrem Heimatland Japan rare Ware. Ein 50-Jähriger profitierte davon und wurde im Anschluss verhaftet. Das ist passiert:
Von einem Bekannten erhielt der Mann den Auftrag, gegen die zweihundert Konsolen zu verkaufen. Der Gesamtwert dieser Konsolen belief sich auf rund 5,8 Millionen Yen, das sind in etwa 50'000 Franken. Statt wie in Auftrag gegeben, verkaufte der Betrüger die Konsolen jedoch für gerade mal 24'000 Franken an Secondhandläden. Dieser Betrag wandelte dann in die eigene Tasche, respektive; investierte der Mann in Pferderennen.
Nach getaner Tat hielt er sich in Internet-Cafés im ganzen Land bedeckt. Wie «T3N» berichtet, bieten diese in Japan kostenlos Getränke und Duschen, darum leben manche Menschen gar in solchen. Die Verhaftung erfolgte offenbar bereits im Oktober, wurde jedoch erst kürzlich öffentlich.
Glücksspielsucht existiert in Japan nicht – offiziell
Glücksspielsucht ist in Japan in der Öffentlichkeit selten Thema. Medial werden die Risiken kaum thematisiert, die Sucht existiert offiziell nicht. Auch höhere Altersklassen verspielen darum etwa aus Langeweile ihr Geld.
Nach westlicher Definition wären rund 700'000 Menschen in Japan spielsüchtig. Das Land hat 125,8 Millionen Einwohner, was bedeutet, dass rund 0,56 Prozent der Bevölkerung von der Spielsucht betroffen sind.