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Am vergangenen Sonntag entschied ich mich spontan, ein lokales Radquer-Rennen im Bremgartenwald bei Bern zu fahren. Obwohl ich nach meiner Trainingspause erst wieder eine Woche trainiere, wollte ich das Rennen unbedingt gewinnen, jedoch war auch mein ehemaliger Teamkollege und Eliminator-Weltcupsieger Sepp Freiburghaus am Start. Dieser fährt seit einem Jahr nicht mehr aktiv Rennen, aber ich rechnete trotzdem damit, dass er immer noch sehr stark ist.
Auf der knapp zwei Kilometer langen Runde mit insgesamt sechs Baumstämmen, welche man überspringen konnte, einem Schräghang, einer Laufpassage und einigen matschigen Abschnitten absolvierten wir insgesamt acht Runden.
Nach dem Start setzte ich mich mit Freiburghaus sofort ab und bis zum Ende der zweitletzten Runde lieferten wir uns ein enges Kopf an Kopf Rennen. Ich merkte schon früh, dass ich bei den Baumstämmen und am Schräghang immer schneller war als mein direkter Konkurrent, aber in der Laufpassage gelang es Freiburghaus immer wieder das Loch zu schliessen.
Am Ende der zweitletzten Runde gelang mir endlich der entscheidende Angriff und ich ging mit einem kleinen Vorsprung auf die letzte Runde, welchen ich auch halten konnte.
Obwohl es nur ein lokales Trainingsrennen war, freute ich mich riesig über den Sieg, vor allem auch, weil ich wirklich um den Sieg kämpfen musste.
Vor zwei Jahren stand ich schon einmal in Aigle am Start. Damals fand dort die Schweizermeisterschaft statt und ich belegte in der U19-Kategorie den undankbaren 4. Rang . Obschon die Strecke in Aigle flach ist, gefällt mir diese sehr gut, denn sie besitzt einige anspruchsvolle, kurze Schräghang-Aufstiege, coole Abfahrten, eine Sandgrube, Hürden und einen Pumptrack.
Leider hatte ich nicht den besten Start, konnte mich aber bei diesem unter den ersten 35 Fahrern positionieren und mich mit Vitzthum, einem anderen Schweizer-Fahrer, zusammenschliessen. Wir harmonierten gut und konnten so einige Fahrer überholen.
In der vierten von zwölf Runden verlor ich kurz den Kontakt zu Vitzthum, da ich in der langen Sandgrube eine falsche Spur erwischte und einen Salto über den Lenker machte.
Ich merkte jedoch bald einmal, dass ich in den technischen Passagen schneller war als Vitzthum und so attackierte ich in den letzten drei Runden einige Male, kam aber nie entscheidend weg. So stellte ich mich auf einen Zielsprint ein, doch kurz vor der letzten Runde stürzte Vitzthum in einer Kurve vor mir. Leider konnte ich nicht rechtzeitig bremsen und stürzte ebenfalls. Ich war jedoch schneller wieder auf dem Bike und kam auch noch optimal durch die Sandgrube. Diesen entscheidenden Vorsprung nahm ich auf die letzte Runde mit und konnte dadurch den 28. Rang ins Ziel fahren.
Ich bin mit dem Rennen zufrieden, denn ich hatte heute auf der Fläche sehr viel Druck auf dem Pedal und konnte technisch sauber fahren. Auch bin ich der Meinung, dass ich mit einem besseren Start mein angestrebtes Ziel -ein Top-20-Resultat- hätte erreichen können.
Bei sommerlichen Temperaturen fand mein zweites Radquerrennen der diesjährigen Saison statt. Die Strecke gefiel mir gut und ich freute mich auf das warme und staubige Rennen am Sonntag.
Ich hatte die Startnummer 27 und lag nach der Startgeraden und dem darauffolgenden Aufstieg an vierter Stelle. Ich war selber ein wenig erstaunt über meinen gelungenen Start und versuchte von dieser super Ausgangslage zu profitieren. Leider musste am nächsten Anstieg, welcher über einen steilen Absatz führte, der Fahrer vor mir absteigen und dadurch verlor ich meine gute Position. Immer noch beflügelt und ein wenig zu motiviert von meinem guten Start, versuchte ich bei der nächsten Gelegenheit wieder in die Top-10 zu fahren. Dies gelang mir auch, aber dafür büsste ich schon auf dem nächsten Streckenabschnitt, denn auf den flachen Wiesenpassagen hatte ich nicht mehr genügend Power.
Ich erholte mich jedoch und fand mich in einer Fünfergruppe, welche um eine Top-20 Rangierung kämpfte, wieder. Ich machte dort Tempo, da vor uns noch eine grosse Gruppe mit mehreren Fahrern lag. In dieser Gruppe konnte ich bis drei Runden vor Schluss mithalten, büsste aber wieder für meine Führungsarbeit. So musste ich einige Fahrer ziehen lassen und fuhr auf dem 26. Rang mein Rennen zu Ende. Es gelang mir noch die Lücke zu den vorderen Fahrern zu verkleinern, aber den Anschluss schaffte ich nicht mehr.
Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Resultat, da ich definitiv zu offensiv und kraftraubend gefahren bin, aber ich schaffte es erneut alle Runden zu fahren und bin stolz auf meinen guten Start.
Wie im letzten Jahr startete ich am vergangenen Wochenende meine Radquersaison in Baden. Nachdem ich am letzten Mittwoch zum ersten Mal auf dem Radquer-Bike trainiert hatte, fühlte ich mich am Samstag bei der Streckenbesichtigung sicher und bereit für mein erstes Rennen in der Elite-Kategorie.
Am Renntag regnete es den ganzen Tag, was für mich bei einem MTB-Rennen kein Problem gewesen wäre, da ich diese Bedingungen liebe. Da ich bei meinen zwei bisherigen Trainings mit dem Radquer-Bike nur bei trockenen Bedingungen trainiert habe, kam ich in den ersten Runden nicht so gut zurecht. Glücklicherweise durften wir aber 10 Runden fahren und so hatte ich genügend Zeit, mich an diesen Untergrund zu gewöhnen. Von Runde zu Runde fühlte ich mich sicherer auf den schmalen Reifen und wurde immer schneller und konnte Fahrer um Fahrer überholen. Dies zeigen auch die Rundenzeiten, denn in der letzten Runde bin ich meine schnellste Rundenzeit gefahren und dies war auch noch die zweiundzwanzigst beste.
Bei der Zieldurchfahrt der zweitletzten Runde pfiff und wedelte ein Kommissär wild mit den Armen und meine Mitkonkurrenten und ich hatten das Gefühl, dass wir in der nächsten Kurve durch die 80%-Regel aus dem Rennen genommen werden, aber die Spitze war noch nirgends zu sehen und einen Ausgang für uns Fahrer gab es auch nirgends. Nach einer kurzen Diskussion mit anderen Fahrern in meiner Gruppe, welche etwa eine Minute dauerte, entschied ich mich weiterzufahren, da ich nicht sicher war, ob das Rennen für uns wirklich zu Ende war. Mein Gefühl täuschte mich nicht, denn auch die Fahrer hinter mir durften weiterfahren.
So versuchte ich in meinen letzten zwei Runden eine Vierergruppe vor mir wieder einzuholen, an welche ich vor meinem unnötigen Unterbruch fast den Anschluss geschafft hätte. Ich schaffte diesen Anschluss leider nicht mehr, konnte aber den Rückstand auf die Top-30 auf weniger als 30 Sekunden verringern.
Somit beendete ich das erste Qualifikations-Rennen für die Europameisterschaft, in einem stark besetzten und internationalen Fahrerfeld, auf dem 32. Rang.
Am kommenden Wochenende findet das nächste Rennen statt und ich bin überzeugt, dass ich dort von Beginn an so fahren kann, wie ich in Baden in den letzten Runden gefahren bin.
Wenn ich auf die vergangene MTB-Saison zurückschaue, bin ich sehr stolz auf mich, da ich eine sehr konstante Saison hatte und auch, was ich alles in meiner ersten U23-Saison erreicht habe. Ich kam in das WHEELER Pro Team und konnte mich dort sehr gut integrieren.
Bei den Swiss-Cup-Rennen fuhr ich bei allen Rennen, ausser in Rivera, in die Top-10. Die Highlights waren sicherlich mein 3. Rang beim Swiss-Cup in Gränichen und der 2. Rang im Gesamtklassement, als Fahrer des jüngsten Jahrganges der U23-Kategorie.
Auch an grossen internationalen Rennen erreichte ich gute Resultate, wie zum Beispiel einen 24. Rang beim HC Rennen auf der ehemaligen Olympiastrecke in London und konnte mit einem 45. Rang am UCI MTB World Cup in Vallnord (Andorra) auch mein bestes Weltcup-Ergebnis feiern.
Ich schaffte es auch an sechs Rennen in die Weltranglisten-Punkte zu fahren und damit bin ich momentan mit 33 Punkten in den Top-800 der weltbesten Mountainbikefahrer.
Ich möchte mich hiermit auch bei allen Personen bedanken, welche mir diese tolle Saison ermöglicht haben und mir mit Material, technischem Support, Know-How und vielem mehr dabei geholfen haben, diese Resultate zu erreichen. Vielen, vielen Dank für alles!!!
Ich freue mich jetzt schon auf die kommende MTB-Saison.
Mein letztes Rennen der diesjährigen Saison fand in Obertraun (AUT) statt. Am Vortag merkte ich während des Trainings, dass meine Federgabel Luft verliert. Da ich mit den Eltern eines Freundes nach Obertraun gereist bin, hatte ich keine Ersatzgabel dabei. Ich suchte Hilfe bei einem anderen Team mit DTSwiss-Gabeln, doch leider erfolglos. Um am nächsten Tag doch noch starten zu können, blieb mir nichts anderes übrig, als am Abend vor dem Rennen noch die Gabel des Vaters meines Freundes an mein Bike zu bauen. Die Gabel hatte etwas mehr Federweg und deshalb ging ich am nächsten Morgen noch einmal auf die Strecke, um mich an diese zu gewöhnen.
Ich startete gut ins Rennen und war in der Spitzengruppe dabei. Nach der ersten Runde konnten sich zwei Fahrer von uns lösen und ich spannte mit Lauener, einem Fahrer, welcher ebenfalls aus der Schweiz stammt, zusammen. Wir harmonierten gut und konnten die Verfolger auf Distanz halten und der Vorsprung der Spitze wurde auch nicht grösser.
In der letzten Runde konnte ich dem Tempo von Lauener nicht mehr folgen und ich fuhr meinen Rhythmus weiter, um mir den 3. Rang zu sichern. Am langen Aufstieg bekam ich Krämpfe und wurde vom ehemaligen Spitzenfahrer, welcher durch einen Defekt in der Rennhälfte zurückgeworfen wurde, eingeholt und auch distanziert. Als der Aufstieg wieder flacher wurde, fand ich meinen Rhythmus wieder und konnte die Distanz zum Fahrer auf dem dritten Rang verringern. Dessen Vorsprung war aber zu gross und bis zum Ziel reichte es nicht mehr ihn einzuholen und ich beendete das Rennen, mit wenigen Sekunden Rückstand, auf dem undankbaren 4. Rang.
Ich bin mit meinem Rennen nicht unzufrieden und als Saisonabschluss war es toll, noch ein Rennen auf solch einer Strecke zu bestreiten. Am kommenden Wochenende findet schon das erste Radquerrennen statt und so werde ich noch einige Trainings auf dem Radquervelo absolvieren, um mich an das andere Fahrrad zu gewöhnen.
In diesem Jahr fand das letzte Weltcup-Rennen der Saison in Andorra statt. Nach den guten Resultaten bei den vergangenen Leistungstests setzte ich mir dort ein Top-40 Resultat als Ziel.
Die Strecke lag auf etwa 2000 Meter über Meer und bestand aus mehreren kurzen, aber sehr steilen Aufstiegen und hatte technisch anspruchsvolle Abfahrten. Somit war auch dies eine Strecke, welche mir sehr gut liegen sollte. Am Abend vor dem Rennen regnete es sehr stark und ich freute mich, denn dadurch wurden die Abfahrten noch ein wenig rutschiger und technischer.
Dieses Mal konnte ich mit der Startnummer 58 ins Rennen gehen und der Start gelang mir gut. Nach der ersten von sechs Runden überquerte ich die Ziellinie auf dem 43. Rang und nach diesem super Start wollte ich unbedingt noch weiter nach vorne fahren. Eventuell wollte ich in der zweiten Runde ein wenig zu viel und dadurch büsste ich in der dritten Runde die vorher gewonnenen Plätze leider wieder ein. Trotz der grossen Höhe und der dünnen Luft, konnte ich mich noch einmal erholen und meine Rundenzeiten wurden wieder schneller.
Da ich in den vorherigen Runden nicht die nötige Kraft hatte, um als erster in die Abfahrt zu fahren, musste ich dort immer warten und einigen Fahrern ausweichen, welche auf den rutschigen Wurzeln und Steinen ausgerutscht sind. In der letzten Runde gelang es mir aber doch noch als erster in die Abfahrt hineinzufahren und so konnte ich auf die Fahrer, welche sich in meiner Gruppe befanden, einen Vorsprung herausfahren. Diesen konnte ich dann auch bis ins Ziel halten.
So beendete ich das Rennen auf dem 45. Rang und schaffte es sogar, meine letzte Runde gleich schnell zu fahren, wie meine Startrunde. Mit dem 45. Rang erreichte ich mein angestrebtes Ziel knapp nicht, aber dieses Resultat ist trotzdem mein bisher bestes Weltcup-Ergebnis.
Mit dem Rennen in Vallnord geht meine erste Weltcup-Saison zu Ende. Ich konnte sehr viele Erfahrungen sammeln und mit diesen gemachten Erfahrungen freue ich mich bereits wieder auf die kommende Saison, wo ich alles unternehmen werde, um endlich die Top-40 oder sogar die Top-30 zu erreichen.
Schon seit mehreren Jahren findet in Muttenz auf der Pferderennbahn das Schlussrennen des Swiss Cups statt. Die Runde dort ist sehr flach und besitzt nur einen Aufstieg, welcher etwa zwei Minuten dauert und dadurch wird das Rennen in Muttenz immer sehr taktisch und schnell.
Für mich war dieses Rennen sehr wichtig und dementsprechend war ich am Start auch aufgeregt, denn ich wollte unbedingt im Schlussklassement der U23-Kategorie das Podest erreichen und auch noch einige UCI-Punkte für das kommende Weltcup-Rennen in Andorra sammeln.
Der Start gelang mir gut und ich konnte im vordersten Teil des Feldes die Pferderennbahn verlassen, aber am Aufstieg konnte ich der Spitze nicht folgen und fuhr etwa an neunter Position in die schnelle und flüssige Abfahrt. Ich rechnete damit, dass ich auf der langen Fläche zurück ins Ziel die Spitze wieder einholen könnte, aber die Spitze legte so ein hohes Tempo vor, dass ich keine Chance hatte, den Anschluss herzustellen. Somit musste ich mich in der riesigen Verfolgergruppe einreihen.
In den kommenden Runden konnte ich mich in dieser Gruppe halten, aber ich musste auf der Fläche immer kämpfen, damit ich den Anschluss nicht verlor. Auch die grosse Hitze, die während des Rennens herrschte, machte das Ganze nicht besser, obwohl ich normalerweise gut mit solch hohen Temperaturen zurechtkomme.
Da ich auf der Fläche stets am Limit fuhr, konnte ich am Aufstieg meine gewohnte Leistung nicht abrufen. Von Runde zu Runde fühlte ich mich jedoch besser und in der zweitletzten Runde konnten einige Gegner und ich sogar die Gruppe um den fünften Rang einholen. Ich nutzte die Chance und positionierte mich vor dem Aufstieg weit vorne, aber leider entwischten mir trotzdem drei Fahrer.
In der letzten Runde attackierte ich noch einmal am Aufstieg und konnte dadurch noch einige Fahrer in unserer Gruppe abhängen. Mit drei Fahrern kam ich auf die Zielgerade und am Ende reichte es für den 9. Rang.
Ich bin mit dem ersten Teil des Rennens nicht ganz zufrieden, aber am Ende hat sich das Kämpfen und Leiden gelohnt, denn mit meinem 9. Rang sicherte ich mir den 2. Rang in der Schlusswertung und darüber bin ich überglücklich. Dazu kommt auch noch der 3. Gesamtrang in der Teamwertung und über diese Teamleistung freue ich mich ebenfalls sehr. Hiermit möchte ich mich auch beim ganzen WHEELER Pro Team für die tolle Unterstützung bedanken.
Meine MTB-Saison ist aber noch nicht zu Ende, denn am kommenden Mittwoch werde ich nach Andorra an das letzte Weltcup-Rennen dieser Saison reisen und danach werde ich schon bald in die Radquer-Saison einsteigen.
Nach der Schweizermeisterschaft in Echallens fuhren wie mit unserem Wohnmobil direkt nach England, um dort die Ferien zu verbringen und zu trainieren. Als Abschluss der zwei Wochen in England bestritt ich das HC-Rennen auf der ehemaligen Olympiastrecke in London.
Am Start standen etwa 50 Fahrer, darunter auch Fahrer wie Schurter, Absalon, Fontana und viele weitere gute Fahrer, welche das Rennen als letzten Test vor den Olympischen Spielen in Rio nutzten. Mein Ziel war es, trotz dieses starken und prominenten Fahrerfeldes, ein Top-25-Ergebnis zu erreichen.
Von den letzten Weltcup-Rennen her war ich es gewohnt von weit hinten zu starten. Trotzdem konnte ich mich schon auf den ersten Metern in die Top-20 vorarbeiten, bevor es in die schmalen und technischen Abfahrten ging.
Auf den ersten beiden Runden hatte ich Mühe, das Tempo der Fahrer in meiner Gruppe mitzugehen, aber ich lag immer noch gut im Rennen, um mein angestrebtes Ziel erreichen zu können. Auf den weiteren 5 Runden fand ich langsam einen guten Rhythmus und auf der zweitletzten Runde hatte ich die drei Fahrer, welche um eine Top-20-Rangierung kämpften, in Sichtweite.
Etwas zu übermütig versuchte ich, diese Lücke zu schliessen, brauchte dafür aber etwas zu viel Kraft. Die Lücke zu den drei Fahrern wurde leider wieder grösser und mir blieb nichts anderes übrig, als meine 24. Position auf der letzten Runde noch zu verteidigen. Dies gelang mir auch und ich konnte mir so zwei weitere UCI-Punkte holen.
Am vergangenen Wochenende fand in Echallens die MTB-Schweizermeisterschaft statt. Dies waren meine ersten Schweizermeisterschaften in der U23-Kategorie. Die Veranstalter in Echallens haben sich sehr grosse Mühe gegeben und eine super Strecke gebaut, für meinen Geschmack hatte diese jedoch zu wenig Höhenmeter, dafür war die Strecke aber recht technisch.
Der Start aus der zweiten Reihe gelang mir nicht optimal, aber auch nicht schlecht und somit lag ich nach der Startrunde etwa auf der 17. Position. Trotz dieser Position versuchte ich nicht nervös zu werden und einen konstanten Rhythmus zu fahren. Trotzdem gelang es mir auf den ersten vier Runden nur wenig Plätze gut zu machen und ich lag etwa auf dem 13. Rang.
Auf den letzten beiden Runden des Rennens konnte ich das Tempo verschärfen und noch einige Fahrer überholen, welche durch die lange Rennzeit „eingegangen“ sind. Schlussendlich reichte es mir noch für den 10. Rang und ich kam als zweitbester Fahrer des jüngsten Jahrganges ins Ziel. Damit bin ich sehr zufrieden.
Mein Minimalziel ein Top-10-Ergebnis zu erzielen, habe ich erreicht, aber wahrscheinlich bin ich auf den ersten Runden ein wenig zu verhalten und kräftesparend gefahren.
Schon seit Saisonbeginn freute ich mich riesig auf den Weltcup auf der Lenzerheide vor heimischem Publikum. Eines meiner grossen Ziele war es, dort mein Top-50-Resultat vom letzten Weltcup in La Bresse zu verbessern. Da ich auch einen Sprung in der Weltrangliste gemacht habe, konnte ich mit der Nummer 68 starten, welches eine weitere Voraussetzung für ein gutes Resultat bedeutete.
Ich bin bereits eine Woche vor dem Rennen angereist, um mich an die Höhe zu gewöhnen und die Strecke besser kennenzulernen. Leider erlaubte man uns erst am Donnerstag die Strecke zu besichtigen. Glücklicherweise gibt es aber auf der Lenzerheide noch viele andere coole Trails.
Wir wohnten die ganze Woche über in der wunderschönen „Privà Alpine Lodge Lenzerheide“ und konnten uns optimal auf das Rennen vorbereiten. So stand also nichts mehr im Weg, am Sonntag ein gutes Rennen zu zeigen.
Am Start konnte ich meine Position gut verteidigen. Wegen eines kleinen Sturzes in der Startrunde verlor ich einige Positionen, aber ich kam trotzdem auf Position 70 von der Startrunde zurück. Wie in La Bresse wollte ich auf den kommenden sechs Runden konstant nach vorne fahren. Da die Strecke recht flach war und aus vielen Wiesen- und verblockten Wurzelpassagen bestand, gestaltete sich das Überholen jedoch als sehr schwierig. Ich hielt mich das ganze Rennen so um den 70. Rang auf und fuhr mein Rennen mit konstanten Rundenzeiten fertig.
Da der spätere Sieger Titouan Carod extrem schnelle Rundenzeiten fuhr, welche gar gleich schnell waren, wie jene der Elite-Kategorie, wurde ich auf meiner zweitletzten Runde von ihm überrundet und durfte die letzte Runde nicht mehr fahren.
Somit beendete ich das Rennen mit einer Runde Rückstand auf dem 73. Rang. Ich hatte mir für das Rennen eigentlich mehr erhofft und konnte mein hochgestecktes Ziel, eine Top-40-Platzierung zu erzielen, leider nicht erreichen. Positiv am Rennen war aber, dass ich am Start gut mithalten konnte, meine Rundenzeiten konstant waren und ich mit der Höhe gut zurecht kam.
Am vergangenen Wochenende war ich am C1-Rennen in Lostorf am Start. Ich fuhr in den vergangenen Jahren schon zwei Mal auf dieser Strecke und sie gefiel mir bisher immer sehr gut. Sie bestand aus einem langen Teeranstieg, welcher in den Wald führt. Mit vielen Kurven, einigen steilen Abfahrten und auch Aufstiegen befindet sich im Wald der beste und schönste Teil der Strecke.
Auch in diesem Jahr hat es geregnet und die Strecke war an einigen Stellen sehr tief und auch schlammig. Da ich erst am Nachmittag Rennen hatte, trocknete die Strecke an einigen Stellen sehr gut ab, aber ich wusste bis kurz vor dem Start immer noch nicht, ob ich mit den Matschreifen fahren sollte. Am Ende entschied ich mich jedoch gegen diese.
Der Start gelang mir gut und ich konnte am Startaufstieg vorne mitfahren. Im Verlauf der ersten Runde konnten sich zwei Fahrer absetzen und somit lag ich alleine auf Position drei. In den kommenden zwei Runden versuchte ich die entstandene Lücke alleine zu schliessen, was mir aber nicht gelang. Da ich in den ersten zwei Runden recht am Limit gefahren bin und ich so nicht noch vier weitere Runden schaffen würde, nahm ich ein wenig Tempo heraus und ein Fahrer konnte zu mir aufschliessen.
Wir zwei harmonierten gut zusammen und konnten, bevor wir auf die letzte Runde gingen, den Fahrer auf Rang zwei einholen. Am langen Teeranstieg attackierten die beiden anderen Fahrer und ich konnte dem Tempo nicht mehr folgen. Ich versuchte nun einen guten Rhythmus zu fahren und gegen Ende des Anstieges konnte ich die aufgegangene Lücke wieder verkleinern. Bis ins Ziel reichte es mir nicht mehr diese zu schliessen und ich beendete das Rennen auf dem 4. Rang und bekam auch noch einige UCI-Punkte.
Im Gegensatz zum Rennen von letzter Woche in Heubach, hat es sich heute wieder wie „Rennen fahren“ angefühlt und das stimmt mich zuversichtlich für den Heimweltcup auf der Lenzerheide in zwei Wochen. Leider habe ich heute sehr viele Fehler in den technischen Passagen gemacht, was wahrscheinlich daran lag, dass ich das ganze Rennen voll am Limit fahren musste und mich dadurch praktisch nie erholen konnte.
Endlich habe ich die anstrengenden Abschlussprüfungen hinter mir und die Zeit am Gymnasium ist nun erfolgreich abgeschlossen.
Leider ist das HC U23-Rennen in Heubach für mich nicht wie geplant verlaufen. Schon am Samstag hatte ich leichte Halsschmerzen und war erkältet. Diese Symptome bekam ich mit viel Tee, Wasser und genügend Schlaf bis zum Renntag mehrheitlich in den Griff und ich versuchte einfach mein Bestes zu geben.
Schon am Start merkte ich, dass ich einfach nicht schnell fahren konnte und auch nicht an mein Limit gehen konnte. Eigentlich musste ich das ganze Rennen auf „Sparflamme“ fahren und konnte bei den Attacken meiner Gegner nur zuschauen. Wegen diesen Problemen versuchte ich einfach konstante Runden zu fahren, welches mir auch sehr gut gelang. Wenigstens beinhaltete die Strecke eine sehr lange, schnelle und teilweise auch technische Abfahrt, wo ich mit meinem vollgefederten Bike von WHEELER immer wieder einige Fahrer einholen und überholen konnte. Somit kam ich am Ende trotzdem nur mit einem Rückstand von etwa sieben Minuten auf den Sieger Andri Frischknecht ins Ziel.
Die Strecke und die matschigen Bedingungen in Heubach wären mir eigentlich entgegengekommen, aber leider war ich nicht 100% fit. Ich denke, ich werde im nächsten Jahr wieder nach Heubach reisen, denn die Strecke und die Stimmung waren super.
In den letzten Jahren, wenn in Gränichen jeweils das Swiss Cup Rennen stattfand, schien dort immer die Sonne und es war sehr heiss. In diesem Jahr war es anders. Es regnete das ganze Wochenende über immer wieder und am Renntag war die Strecke matschig und rutschig. Aus genau diesen Gründen jedoch freute ich mich noch mehr auf das Rennen, denn mit solchen Bedingungen komme ich, dank meiner Radquererfahrungen, super zurecht.
Der Start gelang mir sehr gut und ich konnte am Anfang des langen Aufstieges das Feld anführen. Als der spätere Sieger Andri Frischknecht das Tempo anzog, konnte ich nicht mehr ganz mithalten und kam etwa an 7. Stelle in den ersten Trail hinein. Nach der ersten Runde lag ich mit vier weiteren Fahrern in der Gruppe um Rang 3, die zwei führenden Fahrer konnten wir aber noch sehen. Ich hielt das Tempo so hoch wie möglich, um einige der Fahrer abzuhängen.
In der dritten Runde gelang es mir endlich, mich von den anderen Fahrern am langen Anstieg zu lösen und in den rutschigen Abfahrten konnte ich meinen Vorsprung noch ausbauen. Ich kam dem Fahrer auf dem zweiten Rang immer näher. Als mein Rückstand nur noch etwa 10 Sekunden betrug, fiel mir die Kette vom Kettenblatt, da ich wegen dem Matsch und Gras die Kettenführung abmontiert hatte, damit meine Kette nicht verklemmt. Trotz dieses einen Problems bereue ich es nicht, diese entfernt zu haben, denn andere Fahrer, welche mit einer Kettenführung gefahren sind, hatten grosse Probleme damit. Wegen dem klebrigen Matsch investierte ich jeweils auch viel Zeit, um meine Kette und den Wechsler mit Wasser zu reinigen. Meine Schaltung sollte trotz des misslichen Wetters immer gut funktionieren, denn ich wollte unter keinen Umständen einen Defekt provozieren.
In den letzten beiden Runden konnte ich den Fahrer auf dem 2. Zwischenrang immer wieder vor mir sehen und ich gab alles, diesen doch noch einzuholen. Mein Rückstand blieb aber immer etwa gleich und ich beendete das Rennen auf dem 3. Rang.
Mit diesem 3. Platz konnte ich mir auch noch 15 wichtige UCI-Punkte holen. Nun kann ich beim Heimweltcup in der Lenzerheide wieder etwas weiter vorne starten.
Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen und es hat mir auch sehr viel Spass gemacht, ein solches Schlammrennen zu fahren. Weiter bin ich auch der Meinung, dass dieses Rennen in Gränichen eines meiner bisher besten Rennen war. Ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, dass ich vor genau einem Jahr noch mit Krücken als Zuschauer in Gränichen mit dabei war und jetzt, ein Jahr später, konnte ich dort mein bestes Ergebnis an einem internationalen Rennen erzielen.
Ein grosses Merci an dieser Stelle auch an alle Betreuer und Fans, welche den ganzen Tag für uns Fahrer im Regen und Matsch gestanden und die Bikes wieder rennbereit gemacht haben.
Schon vor drei Wochen war ich für einige Tage in La Bresse, um die Weltcupstrecke zu besichtigen und einige harte Trainings zu absolvieren. Schon damals gefiel mir diese Strecke sehr gut und ich freute mich auf das bevorstehende Rennen. Das Streckenprofil kam mir sehr entgegen, da die Strecke einen langen Aufstieg und anschliessend eine sehr technische Abfahrt mit einigen kurzen Zwischenanstiegen enthielt.
Wegen meinen Abschlussprüfungen reiste ich erst am Freitagabend an und freute mich, endlich ohne Prüfungsstress und Lernen in La Bresse starten zu können.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag regnete es und dementsprechend wurde die Strecke mit den vielen Steinen noch technischer, was für mich aber überhaupt kein Problem darstellte.
Ich startete mit der Startnummer 94 und legte wie bereits in Albstadt einen nicht absolut optimalen Start hin. Den langen Singletrail-Aufstieg musste ich deshalb zum grössten Teil laufen. Ich versuchte aber, dabei nicht allzuviel Kraft zu verbrauchen, damit ich meine Energie in den noch kommenden Runden gezielt einsetzen konnte. Von der ersten Runde kam ich auf Rang 83 zurück. Auch in der nächsten Runde gab es am Aufstieg und vor den technischen Stellen immer wieder Stau. Doch endlich war auch diese zweite Runde geschafft und das Fahrerfeld war nun genügend weit auseinandergezogen, um flüssige und schnelle Runden fahren zu können.
Mir blieben also noch drei Runden Zeit, um meinen jetzigen 72. Rang zu verbessern. Am Aufstieg konnte ich wie geplant viele Fahrer überholen und in den Abfahrten zu weiteren Fahrern aufschliessen.
Schlussendlich beendete ich das Rennen nach insgesamt fünf Runden auf dem 46. Schlussrang. In der letzten Runde realisierte ich gar noch die zweiundzwanzigst beste Zeit und auch die Zeiten der dritten und vierten Runde waren so um die Top-30.
Ich bin sehr zufrieden mit meinem Resultat und dass ich nach den ersten beiden Runden Top-30 Rundenzeiten fahren konnte, motiviert mich zusätzlich und zeigt mir auch, dass ich mit einem besseren Startplatz womöglich auch eine Top-25-Rangierung erzielen könnte. Ich werde alles geben, um meinen jetzigen Startplatz verbessern und so von der ersten Runde an voll angreifen zu können.
Am Weltcup-Rennen in Albstadt war ich schon zwei Mal als Zuschauer mit dabei. In diesem Jahr freute ich mich riesig, endlich auch die Strecke im „Bullentäle“ bei meinem ersten MTB-Weltcup-Rennen selber fahren zu können. Ich startete im jüngsten Jahrgang in der U23-Kategorie. Da ich auch eine Einladung erhalten hatte, um mit der Nationalmannschaft zu fahren, entschied ich mich für einen Start mit der Nati, da ich so für kommende Europa- und Weltmeisterschaften Erfahrungen sammeln konnte, wie es dort abläuft.
Ins Rennen startete ich mit der Startnummer 104 von etwa 160 Fahrern, da ich als Neo-U23-Fahrer noch fast keine UCI-Punkte besass. Ich nahm mir vor, einen möglichst guten Start hinzulegen und schon dort einige Plätze gut zu machen, was mir aber leider nicht ganz wunschgemäss gelang. Nach der Startrunde hatte ich schon einen Rückstand von mehr als zwei Minuten auf die Spitze. Von Runde zu Runde konnte ich einige Plätze gutmachen, bis ich nach 6 von 7 Runden wegen der 80% Regel aus dem Rennen genommen wurde. Somit beendete ich mein erstes Weltcup-Rennen auf dem 78. Rang.
Der 78. Platz mit einer Runde Rückstand auf den Sieger ist nicht ganz das Resultat, welches ich mir vorgestellt hatte, aber ich konnte trotzdem einige Plätze gutmachen. Ich bin der Meinung, dass es kein super Rennen, aber doch ein einigermassen solides Rennen war.
Am nächsten Wochenende findet schon mein zweites Weltcup-Rennen im französischen La Bresse statt. Ich werde erst am Freitagabend nach La Bresse reisen können, da ich die ganze Woche noch Maturaprüfungen habe. Ich bin überzeugt davon, dass ich mit einem befreiten Kopf und mit den gesammelten Erfahrungen aus Albstadt in La Bresse ein gutes Rennen fahren kann.
Ich möchte mich hiermit auch noch bei den Betreuern und dem Mechaniker der Schweizer Nationalmannschaft für die tolle und lehrreiche Zeit in Albstadt bedanken.
Das Rennen in Buchs besteht eigentlich aus einem langen Aufstieg und einer schnellen Abfahrt, welche zurück in Ziel führt. Die Strecke ist nicht besonders technisch, aber durch den Dauerregen am Renntag wurden sowohl die Aufstiege als auch die Abfahrten etwas anspruchsvoller. Obwohl ich technische Strecken, wie zum Beispiel diese in Rivera oder Bad Säckingen, mag, liegt mir diese Strecke auch sehr gut.
Wir U23-Fahrer starteten 10 Minuten nach der Elite. Der Start gelang mir nicht ganz optimal und ich war sehr erstaunt, als ich nach der ersten Runde trotzdem als dritter Fahrer über die Ziellinie fuhr. In der zweiten Runde konnte ich mich auf den zweiten Rang vorkämpfen und realisierte die schnellste Rundenzeit. Bei der Zieldurchfahrt betrug mein Rückstand auf den Führenden nur noch elf Sekunden. Ich versuchte alles, um zum Führenden aufzuschliessen. Kurz vor dem „Hundschopf“ konnte ich ihn direkt vor mir sehen. Dann passierte es: Mein Vorderrad rutschte weg, ich stürzte und der Führende war wieder weg. Den Rhythmus fand ich schnell wieder und ich machte mich weiter auf die Verfolgung, es gelang mir aber nicht mehr ihn einzuholen.
Auf der drittletzten Runde schlossen drei weitere Fahrer wieder zu mir auf und in der zweitletzten Runde konnten sich zwei dieser Fahrer erfolgreich absetzen. In der schnellen Abfahrt konnte ich den Rückstand zu den beiden Fahrern wieder leicht verringern und ich gab die Hoffnung nicht auf, diese Fahrer wieder einzuholen.
Schlussendlich beendete ich das Rennen auf dem 4. Rang mit 1min 26 sec hinter dem Sieger Filippo Colombo. Dieses Resultat ist mein zweites Top-5 Resultat an einem Swiss Cup und dementsprechend bin ich mit dem Rennen auch zufrieden. Ich bin der Meinung, es wäre aber mehr drin gelegen, wenn ich in der Rennhälfte nicht gestürzt wäre.
Nachdem ich eine Woche mit dem WHEELER Pro Team in der Toskana trainiert hatte, wusste ich nicht, wie frisch meine Beine in Bad Säckingen sein werden. Ich startete dort in der dritten Reihe, da noch viele Fahrer mit mehr UCI-Punkten am Start standen. Das Fahrerfeld der U23-Kategorie war noch besser besetzt als vor einer Woche in Rivera.
Am langen Startaufstieg konnte ich einige Fahrer überholen und mich in den Top-20 einreihen. Nach der ersten Runde lag ich an 16. Stelle, denn auf der technischen Strecke kam ich mit meinem vollgefederten Bike von WHEELER super zurecht. Bei der dritten Zieldurchfahrt schloss eine weitere Gruppe mit 5 Fahrern zu mir und meinen direkten Konkurrenten auf. Immer wieder attackierten Fahrer und ich versuchte, mit möglichst geringem Kraftaufwand, den vor mir liegenden Fahrern zu folgen.
Als ich auf die letzte von sechs zu absolvierenden Runden ging, lag ich etwa auf dem 18. Rang. Ich versuchte noch einmal alles zu geben, um in die Top-15 vorzustossen, da es nur für diese Fahrer UCI-Punkte gibt. Auf dieser letzten Runde konnte ich bei der technischen Abfahrt im „Labyrinth“ noch 2 Gegner überholen und auch beim letzten kurzen Aufstieg vor dem Ziel gelang es mir noch zwei weitere Fahrer abzuhängen. So kam ich auf dem 14. Rang ins Ziel und sicherte mir dadurch noch zwei wertvolle UCI-Punkte.
Ich bin sehr glücklich mit meinem gezeigten Rennen, denn ich habe mein Ziel erreicht und mit einem 14. Rang in solch einem guten Starterfeld darf ich sicherlich zufrieden sein.
Am kommenden Wochenende findet in Buchs das zweite Rennen des Swiss Cups statt, wo ich wieder in der U23-Kategorie starten werde.
Auf der technischen und anspruchsvollen Strecke in Rivera konnte ich vor zwei Jahren mein erstes nationales MTB-Rennen in der Juniorenkategorie gewinnen. In diesem Jahr startete ich dort zu meinem ersten Rennen in der U23-Kategorie. Es waren sehr gute Fahrer am Start, aber vom Rennen in Milano wusste ich, dass meine Form stimmt.
Ich startete aus der zweiten Startreihe und kam relativ gut weg. In der Abfahrt konnte ich schon mehrere Fahrer überholen und kam in den Top-15 aus der ersten Runde. Am steilen Aufstieg nach dem Ziel konnte ich in die Lücke zu den Top-10-Fahrern schliessen. Bis zwei Runden vor Schluss befand ich mich bei diesen Fahrern. In der zweitletzten Runde versteuerte ich mich in einer Abfahrt und rutschte mit dem Vorderrad auf der Teerstrasse weg. Nachdem ich meinen Lenker und die Bremsen gerade gebogen hatte, konnte ich weiterfahren. Auf der letzten Runde musste ich mich noch einmal wehren, um nicht vom britischen Meister überholt zu werden. Es gelang mir jedoch, ihn auf Distanz zu halten und ich kam komplett erschöpft und mit einigen Schürfungen als 12ter im Ziel an.
Grundsätzlich bin ich mit dem Rennen zufrieden, obwohl ich mein Ziel eine Top-10- Platzierung zu erzielen, knapp nicht erreicht habe. Ich kam zudem als viertbester Schweizer ins Ziel und verlor auf den Sieger, welcher auch sehr erfolgreich am Weltcup fährt, weniger als 5 Minuten.
Jetzt werde ich einige Tage mit dem WHEELER Pro Team in der Toskana verbringen, bevor ich nach Bad Säckingen fahren werde, um dort ein Rennen der HC-Kategorie zu bestreiten.
Bei meinem dritten Rennen in der Elite-Kategorie startete ich in einem Feld von mehr als 130 Fahrern, mit der Startnummer 53. Im Gegensatz zu meinen ersten beiden Rennen in der Elite-Kategorie war das Fahrerfeld viel besser besetzt und ich musste unter anderem gegen den amtierenden Weltmeister Nino Schurter und andere Weltklasseathleten wie Marco Aurelio Fontana und Florian Vogel starten. Da ich noch nie gegen solch gute Fahrer gefahren bin, wusste ich nicht, wo ich mich positionieren kann.
Am Start kam ich sehr gut weg und konnte mich unter den ersten vierzig Fahrern einreihen. Von Runde zu Runde konnte ich Fahrer überholen und somit fuhr ich zwischenzeitlich sogar in der Gruppe um den 30. Rang mit. Die extrem steilen Aufstiege waren auf meine Stärken zugeschnitten, aber von Runde zu Runde brauchten diese auch sehr viel Kraft. Auf dem letzten Drittel des Rennens musste ich noch einige Fahrer ziehen lassen, da ich mich an diese längere Renndauer noch etwas gewöhnen muss.
Leider konnte ich knapp nicht mehr auf die letzte Runde, denn ich wurde als einer der ersten Fahrer -aufgrund der 80%-Regel- aus dem Rennen genommen. So beendete ich das Rennen auf einem guten 39. Rang.
Ich bin damit recht zufrieden und freue mich auf mein nächstes Rennen am kommenden Sonntag in Rivera (Tessin), bei welchem ich in der separaten U23-Kategorie starten werde und mich so mit etwa Gleichaltrigen messen kann.
Ich startete meine MTB-Saison 2016 in Griechenland auf Salamina Island, einer Insel in der Nähe von Athen. Das Rennen in Griechenland war mein erstes Rennen in der Elitekategorie und dementsprechend war ich auch ein wenig aufgeregt. Ich flog mit meiner Familie am Freitag vor dem Rennen nach Athen und wir mieteten dort ein Auto, um auf die Insel zu gelangen. Auf Salamina Island wohnten wir in einem sehr schönen Haus auf einem Berg mit einer tollen Aussicht aufs Meer.
Ich erhoffte mir bei den beiden internationalen Rennen, welche am Wochenende stattfanden, einige Weltranglistenpunkte zu holen, um an den kommenden Rennen weiter vorne starten und auch wichtige Erfahrungen sammeln zu können.
Am Samstag fand das Rennen der Kategorie C1 statt und die Strecke gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Sie hatte alles, was eine gute XC-Strecke besitzen musste. Steile Aufstiege, technische Abfahrten und viele Singletrails. Ich hatte aber beim Rennen vom Samstag einen sehr schlechten Start und meine Beine waren von der Reise noch müde, deshalb konnte ich der Spitzengruppe nicht folgen. Somit fuhr ich das ganze Rennen mit einem griechischen Fahrer zusammen und kämpfte mit ihm um Platz 10. In der sechsten von sieben Runden hatte ich leider einen kleinen Einbruch, da ich bisher noch nie über eine Rennzeit von 1.5h gefahren bin. Ich beendete dieses Rennen auf dem 11. Rang und holte meine ersten Weltranglistenpunkte. Obwohl das Rennen nicht ganz nach meinen Vorstellungen verlaufen ist, bin ich damit doch recht glücklich.
Nach dem Rennen vom Samstag hatte ich einen stark verspannten Rücken, da die Strecke sehr holprig war und ich auf meinem Hardtail extrem durchgeschüttelt wurde. Ich war mir nicht sicher, wie sich mein Rücken im Rennen vom Sonntag verhalten wird.
Der Start am Sonntag gelang mir aber erfreulicherweise sehr gut und ich konnte mich mit vier anderen Fahrern absetzen und fühlte mich super. Wegen meinem Rücken entschied ich mich, mit weniger Luft in meinen Reifen zu fahren. Deswegen hatte ich vermutlich in der ersten Runde einen Platten und musste in der Tech-Zone mein Hinterrad wechseln lassen. Dadurch verlor ich die Spitzengruppe aus den Augen und musste mich alleine auf die Aufholjagd machen. Ich gab alles und versuchte, mich noch auf einen Top-5 Rang vorzukämpfen, um wenigstens noch einen Weltranglistenpunkt holen zu können. Dies gelang mir ganz knapp nicht und ich beendete das Rennen auf dem 6. Rang.
Mit meinem Rennen war ich aber sehr zufrieden, denn ich konnte, nachdem ich den Reifendefekt hatte, konstante Runden fahren und ich erlitt keinen Einbruch. Es wäre sehr spannend zu wissen, wo ich ohne diesen Defekt rangiert gewesen wäre.
Mit meinen ersten beiden Rennen in der Elitekategorie bin ich nicht 100% zufrieden, aber es war eine Supererfahrung, in Griechenland zu starten und meine ersten Weltranglistenpunkte zu holen. Auch meine Form stimmt und ich freue mich riesig auf die kommenden Rennen.
Nach dem Rennen blieb ich noch einige Tage auf Salamina Island, um in der Wärme noch einige Trainingseinheiten absolvieren und die Sonne geniessen zu können.
Ich freute mich riesig auf mein erstes Weltcuprennen, welches in Frankreich, in Lignières-en-Berry, stattfand. Die Strecke war sehr technisch und verwinkelt und dies gefiel mir auf Anhieb sehr gut.
Da ich an der Schweizermeisterschaft noch 30 UCI-Punkte geholt hatte, konnte ich in der dritten Startreihe starten. Der Start gelang mir sehr gut und ich konnte auf der Zielgeraden viele Fahrer überholen. Bei den ersten Kurven kurz nach dem Start war ich leider zu wenig frech und ich musste auch noch zwei unmittelbar vor mir gestürzten Fahrern ausweichen und wurde deshalb von einigen Konkurrenten wieder überholt. Da der Start bei einem Rennen sehr wichtig ist, investierte ich in der ersten Runde sehr viel Energie. Nach der ersten von insgesamt 6 Runden lag ich etwa auf Platz 22. Da ich bis dorthin bereits sehr viel Kraft verbraucht hatte, musste ich die Gruppe auf der langen flachen Wiesenpartie leider fahren lassen.
Auch auf den letzten Runden musste ich auf der flachen Wiesenpassage immer um den Anschluss kämpfen, konnte hingegen auf den vielen technischen Teilen der Strecke mehrmals einige Fahrer überholen und abhängen.
Am Ende reichte es knapp nicht für ein Top-25 Ergebnis. Schade, denn mein kurzfristiges Ziel war, mich für die Teilnahme an der kommenden Radquer-Weltmeisterschaft in Belgien zu empfehlen. Nichts desto trotz bin ich sehr glücklich und stolz über meinen 27. Rang an meinem allerersten Weltcup-Rennen, mit circa 3 Minuten Rückstand auf den Sieger.
Dieser erste Weltcup war auch eine super Erfahrung und ich kann davon sicherlich auch für die kommenden Mountainbike-Weltcuprennen profitieren. Die tolle Stimmung durch die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer am Streckenrand war der absolute Hammer! Jeder Fahrer, egal welcher Nationalität er war, wurde mit riesiger Begeisterung angefeuert und bejubelt.
In diesem Jahr fand die Radquer-Schweizermeisterschaft im luzernischen Dagmersellen statt. Ich startete zum ersten Mal in der U23-Kategorie und dies im jüngsten Jahrgang. Mein Ziel für dieses Rennen war klar: Ich wollte in diesem Jahr unbedingt aufs Podest fahren und eine Medaille holen.
Der Start gelang mir sehr gut und ich konnte mich mit einer vierköpfigen Spitzengruppe absetzen. In der zweiten Runde stürzte ich in der Abfahrt und musste darauf meinen Lenker gerade biegen, somit verlor ich die ersten drei Fahrer. Auf den letzten Runden versuchte ich wenigstens noch einen der Fahrer vor mir einzuholen, doch dies gelang mir trotz konstanten Rundenzeiten nicht.
Nach dem Rennen war ich sehr enttäuscht über meinen 4. Rang an der Schweizermeisterschaft. Im Nachhinein und nach den Auswertungen mit meinem Trainer musste ich zum Schluss kommen, dass das Ganze doch eine gute Leistung von mir war.
Ich habe mich für den Weltcup am nächsten Wochenende in Lignières-en -Berry (Frankreich) qualifiziert und ich hoffe nun, dass ich dort ein gutes Rennen zeigen kann.
Endlich konnte ich zum ersten Mal in den Kleidern des WHEELER Pro Teams starten und dementsprechend war die Vorfreude auf das Rennen riesig. Auch die Strecke in Meilen war perfekt für mich, denn sie hatte einen langen und steilen Aufstieg und danach eine sehr technische Abfahrt. Die technische Abfahrt wurde durch den Regen am Renntag noch rutschiger und immer schwieriger zu fahren.
Gleich von Beginn an konnte ich mich mit dem Leader der EKZ Cross Tour, Kevin Kuhn, absetzen. Auf die dritte von fünf Runden gingen Kuhn und ich schon mit einem guten Vorsprung. Ich merkte bald, dass ich beim zweiten Teil des Aufstieges und in der Abfahrt immer schneller war als Kuhn und deshalb versuchte ich immer, dort am Aufstieg zu attackieren. Leider konnte aber Kuhn auf dem flachen Teil Richtung Ziel die aufgegangene Lücke immer wieder schliessen.
In der letzten Runde konnte sich Kuhn beim ersten Teil des Aufstieges, welcher weniger steil war, einen kleinen Vorsprung erarbeiten und auch mit meinen letzten Kraft-reserven und viel Risiko konnte ich Kuhn beim zweiten Teil des Aufstieges und in der Abfahrt nicht mehr einholen.
Somit beendete ich das letzte Rennen der EKZ Cross Tour auf einem sehr guten 2. Rang und durch dieses Resultat konnte ich mich sogar noch auf den 3. Schlussrang der Gesamtrangliste vorarbeiten.
Ich bin sehr glücklich und stolz darauf, dass ich in meinem ersten Rennen in den Farben des WHEELER Pro Teams ein sehr gutes Rennen zeigen konnte und freue mich auf die kommenden Rennen.
Am nächsten Wochenende findet in Dagmersellen die Radquer-Schweizermeisterschaft statt und mit meiner steigenden Form bin ich sehr zuversichtlich, dass ich auch dort ein gutes Rennen zeigen kann.