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80 Prozent der Personen, die mit dem Rauchen aufhören, nehmen zu. Die Gründe dafür liegen unter anderem im veränderten Stoffwechsel und einer Veränderung der Darmflora.
Die durchschnittliche Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp beträgt 4,5 Kilogramm, wobei Frauen in der Regel mehr zunehmen als Männer. Eine mögliche Erklärung ist der veränderte Stoffwechsel. Dieser wird nämlich durch das Rauchen angekurbelt, weshalb Raucher am Tag 200 bis 250 Kalorien mehr verbrennen. Plausibel ist auch, dass bei einem Rauchstopp das Essen an Bedeutung gewinnt, kann doch Nikotin das Hungergefühl dämpfen. Fällt dieser Effekt weg, nimmt der Appetit zu. Zudem schmeckt alles besser, da sich die Geschmacksnerven regenerieren. Schliesslich dienen Süssigkeiten oder Snacks nicht selten als «Ersatzbelohnung». Zu diesen Erklärungsansätzen kommt eine neuere Sichtweise hinzu. Forscher der Universität Zürich vermuten, dass sich nach dem Rauchstopp die Darmflora derart verändert, dass die Nahrung besser verwertet wird. Der Körper nimmt durch die Zunahme von spezifischen Bakterienstämmen im Darm mehr Kalorien auf.
Die Angst vor einer Gewichtszunahme sollte Raucher aber keinesfalls von einem Rauchstopp abhalten. Die gesundheitlichen Vorteile wiegen die Nachteile einer Gewichtszunahme bei weitem auf. Vermehrte körperliche Aktivität nach einem Rauchstopp und eine Umstellung der Ernährung auf einen hohen Konsum von Früchten und Gemüse helfen, das Gewicht im Griff zu halten. Zudem können auch Personen, die nie geraucht haben, ihr Gewicht auf Dauer oft nicht halten. Wer sich das Rauchen abgewöhnt, nimmt zwar in der Regel 12 bis 24 Monate lang zu. Aber mit der Zeit werden die Gewichtsunterschiede zwischen Nie-Rauchern und Ex-Rauchern immer geringer.