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Unser «Bugsy» ist benannt nach Benjamin oder Benny «Bugsy» Siegel (eigentlich: Siegelbaum), dem vielleicht legendärsten Begründer des modernen Las Vegas.
Siegel kam 1906 als Sohn von jüdischen Einwanderern aus Russland im heruntergekommenen New Yorker Stadtteil Williamsburg zur Welt. Aufstiegschancen eröffneten sich dem jungen Benny nur in der organisierten Kriminalität. Zusammen mit seinem Jugendfreund Meyer Landsky war er Kopf des «Bugs and Meyer Mob», der vor allem im Alkoholschmuggel tätig war und zur «Kosher Nostra» gezählt wurde, dem jüdischen Pendant zur italienischen Mafia «Cosa Nostra».
Mitte der 40er Jahre entwickelte Bugsy die Idee für das «Flamingo Hotel», welches das erste grosse Casino in Las Vegas und von seinen Mafia-Freunden finanziert werden sollte. Bugsy, zeitlebens nie ein wirklicher Geschäftsmann, sondern ein von grossen Ideen Beseelter, überschritt die veranschlagten Investitionskosten von einer Million Dollar um das sechsfache. Als dann auch noch zwei Millionen Dollar verschwanden und auf einem Schweizer Bankkonto landeten, das auf den Namen von Bugsys Freundin Virginia Hill lautete, besiegelte die Mafia sein Schicksal. Am 20. Juni 1947 wurde Bugsy Siegel in seinem Haus in Beverly Hills erschossen.
Der Täter wurde nie gefasst, das Flamingo existiert noch immer. Den Investoren hat das Casino unterdessen Einnahmen beschwert von weit über 100 Milliarden US-Dollars.
Die Figur von Bugsy Siegel ist Gegenstand von zahlreichen Verfilmungen. Im Spielfilm «Bugsy» aus dem Jahr 1991 wird die Hauptfigur von Warren Beatty verkörpert.