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Generell kann jeder Mensch in jedem Alter an einer Uveitis erkranken.
Am häufigsten tritt die Augenentzündung zwischen dem 20. und dem 65.
Lebensjahr auf. Aber auch Kinder können eine Uveitis bekommen. Bei
ihnen tritt sie häufig in Kombination mit einer juvenilen
idiopathischen Arthritis (JIA) auf.
Uveitis ist der Oberbegriff für verschiedene Entzündungen des Auges,
bei denen die mittlere Augenhaut (lat.: uvea) betroffen ist. Auch
andere Teile des Auges, wie die Netzhaut oder der Glaskörper, können
in Mitleidenschaft gezogen werden. Die häufigste Form ist die vordere
Uveitis (anteriore Uveitis). Darunter fallen Entzündungen der
Regenbogenhaut, des Strahlenkörpers oder beider Bereiche. Zudem gibt
es noch die mittlere (intermediäre) und hintere (posteriore) Uveitis.
Sind mehrere Bereiche betroffen, spricht man von einer Panuveitis.
Während einige Formen akut verlaufen und von begrenzter Dauer sind,
können andere Uveitis-Formen einen chronischen Verlauf nehmen.
Man kann die Uveitis grundsätzlich in zwei Formen unterteilen. Eine
infektiöse Uveitis kann durch Erreger wie Viren, Bakterien, Pilze oder
Parasiten ausgelöst werden. Ursachen sind durch die Infektion
entstehende entzündliche Prozesse, die auch die Augenhäute betreffen
können. Manchmal entsteht die Uveitis auch dadurch, dass sich das
Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. In diesem Fall spricht
man von der sogenannten nicht-infektiösen Uveitis. Bei über der Hälfte
der Patienten entsteht die nicht-infektiöse Uveitis im Zuge von
rheumatischen Grunderkrankungen.
Die Symptome einer Uveitis hängen von der jeweiligen Krankheitsform
ab. Dazu kann neben einer verschwommenen Sicht auch das Sehen von
Schlieren oder Flocken gehören. Oft kann eine eingeschränkte
Sehschärfe ein erstes Zeichen einer Uveitis sein.
Die Therapie der Uveitis ist abhängig von der Schwere der Erkrankung
und davon, welcher Bereich des Auges betroffen ist. Auch ob eines oder
beide Augen betroffen sind, ist hier von Bedeutung. Ausserdem muss bei
der Therapieentscheidung auch immer beachtet werden, ob eine
infektiöse oder eine nicht-infektiöse Uveitis vorliegt. Auf Basis all
dieser Punkte wird entschieden, welche Medikamente eingesetzt werden
können – Kortikosteroidpräparate und Immunsuppressiva sind mögliche
Optionen bei der nicht-infektiösen Uveitis. Auch Operationen können
vereinzelt notwendig sein. Unzureichend behandelt, kann die Erkrankung
mit der Zeit zu einer dauerhaften Schädigung des Auges bis hin zur
Erblindung führen.