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Mürren–Allmendhubel
|Kürzel||SMA|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1912-12-16|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die im Dezember 1912 eröffnete und von Anfang an elektrifizierte (Drehstrom; ab 1963 Wechselstrom) SMA war Eigentum einer Aktiengesellschaft. Ausgehend von dem auch für den Wintersport sehr beliebten Fremdenort Mürren im Berner Oberland erschloss sie den fast 2000 Meter hohen Aussichtsberg Allmendhubel. Federführend beim Bau war die Firma Von Roll AG Bern. Mit einer mittleren Neigung von 550 Promille gehörte die SMA zu den steilsten Standseilbahnen der Schweiz.
Die Erfolgschancen der SMA standen aufgrund der kurz bevorstehenden Kriegsereignisse jedoch unter keinen guten Vorzeichen. Schon 1915 stellte sie den Betrieb gänzlich ein, danach lief er auf teils kleinster Sparflamme. Angesichts der Ergebnisse aus dem Transportgeschäft konnte die SMA ihren beachtlichen Zinspflichten nicht nachkommen. Die Zunahme des Passivsaldos entsprach etwa den (nicht bezahlten) Anleihezinsen. Dazu kamen existenzgefährdende schwebende Schulden, die bis 1920 auf fast 141'000 Franken anstiegen. Allerdings bezahlte die SMA für diese Ausstände im Jahr 1920 nur gerade 478 Franken Zins. Dieses Fremdkapital war also de facto zinsfrei. Reserven hatte die SMA praktisch keine.
Die sehr hohen Baukosten der zweischienigen SMA bezifferten sich pro Bahnkilometer auf 1.01 Mio. Franken. Mit grossem Abstand wichtigster Kostenfaktor war der Unterbau, der fast 64 Prozent des Gesamtaufwands auf sich vereinigte. 182 Meter der SMA-Strecke verliefen in Tunnels, 141 Meter auf einem grossen Viadukt, der Rest auf Dämmen. Von den Ausgaben für das Rollmaterial entfielen 3450 Franken auf die beiden Güterwagen.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.