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(Eßlöffel) werden aus Metall, Holz,
[* 4] Horn, Porzellan und Glas
[* 5] gefertigt. Die Fabrikation der eisernen Löffel nach
alter Methode besteht noch im sächsischen Erzgebirge in der Umgegend von Schwarzenberg. Man verarbeitet ein geschmeidiges Stabeisen
in 4-6 mm starken Stäben. Die Plattenschmiede schmieden an dem einen Ende eines solchen Stabes zunächst eine dünne,
flache, spatenförmige Platte, hauen dann ein genügend langes Stück ab, formen den Stiel und bearbeiten hierauf 6-9 rohe
Platten auf einmal, bis die spatenförmigen Teile die richtige Gestalt angenommen haben.
nachher verzinnt, versilbert oder vergoldet. In einzelnen Fällen findet auch das Walzwerk
[* 10] zur Bildung der Larven Anwendung.
Die Prägstempel (Löffelstampfen) enthalten dann auch gewöhnlich die in Erhöhungen und Vertiefungen bestehenden Verzierungen,
soweit sie nicht graviert werden sollen. Zinnerne Löffel werden in messingenen zweiteiligen Formen gegossen. Holzlöffel werden
geschnitzt; Hornlöffel fertigt man aus Hornplatten, die man mit der Laubsäge zerschneidet. Die Platten
werden dann an den Rändern gut befeilt, erwärmt und in Formen von Holz im Schraubstock
[* 11] gepreßt. Man benutzt die Hornlöffel
für saure Speisen und solche Chemikalien, die nicht mit Metallen in Berührung gebracht werden dürfen. Da das Horn in der
Wärme
[* 12] weich wird, so dürfen die Hornlöffel nicht in heiße Speisen getaucht werden. Glas- und Porzellanlöffel benutzt man
bei Mostrich und Arzneimitteln. - Der Löffel gehört neben dem Messer
[* 13] zu den ältesten Speisegeräten der Menschen.
Die Assyrer besaßen bronzene und kupferne Löffel, die Ägypter solche aus Holz und Elfenbein mit kunstvollem
Schnitzwerk. Der Stiel wurde gewöhnlich von Figuren oder Pflanzen gebildet. Die ägyptischen Löffel, die sich erhalten haben,
sind meist keine Eßgeräte, sondern Parfümlöffel, mit welchen Wohlgerüche auf die Räucherpfanne gestreut wurden. Die
Griechen und Römer
[* 14] brauchten die Löffel anfangs nur zum Schöpfen von Wein und andern Flüssigkeiten aus größern
Gefäßen in kleinere (Schöpfkellen).