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Wie jedes Jahr steht die erste Woche vom September ganz im Namen der Outdoor-Schweizermeisterschaften in Thun. Dort werden in vielen Disziplinen über die Distanzen 300m, 50m sowie 25m die Schweizermeister und Schweizermeisterinnen gekürt. Meinen ersten Einsatz hatte ich am 2. September, wo der Schweizermeister in der Gruppenmeisterschaft gesucht und am Ende vom Tag auch gefunden wurde. Dort stand ich mit drei weiteren Schützen am Start und wir haben zusammen unseren Verein, die Sportschützen Schmitten-Flamatt repräsentiert. Mit dem 9. Rang im Halbfinal qualifizierten wir uns für den Final der besten 10 Gruppen. Dort verbesserten wir zwar unser Gesamtresultat und somit auch unseren Rang, blieben mit dem 6. Schlussrang jedoch trotzdem unter den Erwartungen.
Am 4. September folgte dann der Wettkampf, auf dem mein Schwerpunkt lag an dieser Schweizermeisterschaft. Der C-Match, der für uns Frauen so in diesem Format eine olympische Disziplin ist und die ich auch international bestreite. Bereits die erste Hälfte vom Wettkampf, der Präzisionsteil, war eher schwierig und ich konnte nicht ganz die Leistung zeigen, die ich wollte. Verloren war jedoch noch nichts. Denn es folgte noch der Schnellfeuerteil. Dieser gelang mir jedoch noch weniger. Trotzdem reichten meine 556 Punkte für den 6. Rang und somit für die Qualifikation für den Final der besten 8 Schützinnen. Dort fing alles wieder bei null an. Ich startete gut und konnte mich immer irgendwo zwischen dem ersten und dritten Rang halten. Schlussendlich verlor ich in einem Shoot-Off nach Punktegleichstand gegen die Zweitplatzierte und klassierte mich schlussendlich auf dem dritten Rang. Damit gewann ich die Bronzemedaille an meiner ersten 25m Schweizermeisterschaft in der Kategorie der Elite.
Nochmals zwei Tage später, am 6. September, war ich das dritte und letzte Mal im Einsatz für dieses Jahr in Thun. Es fand der Wettkampf vom militärischen Schnellfeuer statt. Dort startete ich ohne wirkliche Ambitionen auf einen Podestplatz, da ich zum einen als einzige Frau am Start war und deshalb mit den Männern gewertet wurde und ausserdem schiesse ich diese Disziplin quasi nie. Da ich aber für die CISM-WM (Militärweltmeisterschaft) in Rio de Janeiro (Brasilien) aufgeboten wurde, die ende September statt finden wird, und dort nebst dem normalen 25m Wettkampf, den ich am 4. September da in Thun geschossen habe, auch das militärische Schnellfeuer geschossen wird, war dies eine sehr gute Gelegenheit doch noch einmal ein Wettkampf vor der WM zu schiessen. Meine erzielten 537 Punkte waren nicht überragend aber okay für mich und das Training das ich in diese Disziplin investiert habe. Unter 17. Männern klassierte ich mich damit auf dem 11. Rang.
Nun geht es in die Vorbereitung für die CISM-Weltmeisterschaft an der wir vom 23. bis 28. September 2023 im Einsatz stehen werden und die Schweiz sowie das schweizer Militär in Rio de Janeiro vertreten werden.