Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03597.jsonl.gz/1799

Seti @ Home (Search for Extraterrestrial Intelligence) ist ein verteiltes Computernetz zur Suche nach außerirdischer Intelligenz, an der sich Privatpersonen mittels eines Bildschirmschoners beteiligen konnten. So wurde freie Rechnerkapazität zur Auswertung der Daten genutzt, die mit Radioteleskopen gesammelt wurden. Damit soll laut den Betreibern per Ende März Schluss sein, denn alle relevanten Daten sind ausgewertet. Das Projekt wird in einen „Winterschlaf“ geschickt.
Seti @ Home wurde im Mai 1999 von Universität von Kalifornien in Berkeley (UC Berkeley) gestartet und nutze im Laufe der Zeit unterschiedliche Datenquellen, darunter das Arecibo Radioteleskop in Puerto Rico und zuletzt das Allen Telescope Array (das der Microsoft-Mitbegründer Paul Allen finanziert hat). Ein Teil der Rechenleistung zur Analyse der Daten wurde von Privatpersonen zur Verfügung gestellt, die ein kleines Programm auf ihren Rechnern installierten, der mit Daten vom Server der UC Berkeley zur Analyse versorgt wurde. Der Bildschirmschoner zeigte den Fortschritt der Auswertung an.
Winterschlaf bedeutet, dass das Projekt nicht vom Erdboden verschwinden wird. Die Projektwebsite und die Foren bleiben geöffnet, und die verteilten Computerressourcen von Seti @ Home können von anderen wissenschaftlichen Forschungsprojekten verwendet werden, um sich auf Bereiche wie "Kosmologie oder Pulsarforschung" zu konzentrieren. In diesem Fall kann Seti @ Home erneut mit der Verteilung der Arbeit beginnen. Das Projektteam wird eine Ankündigung machen, wenn ein neues Forschungsprojekt gefunden wurde. Seti @ Home läuft derzeit auf rund 148.000 privaten Rechnern.