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CITES-Konferenz: Handel mit Giraffen soll eingeschränkt werden
Die durch Jagd und Verlust ihres Lebensraums stark dezimierten Giraffen sollen besser geschützt werden.
Der internationale Handel mit Fleisch, Leder und Jagdtrophäen oder die Verschiffung der Tiere an Zoos und Zirkusse soll künftig nur noch möglich sein, wenn das Exportland nachweist, dass die Bestände dadurch nicht weiter gefährdet werden.
Das beschlossen Vertreter der 183 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) am Donnerstag in Genf gegen den Protest von Ländern im südlichen Afrika. 106 Länder waren dafür, 21 dagegen. Der Beschluss muss zum Ende der Konferenz kommende Woche im Plenum noch bestätigt werden.
Die Giraffen-Bestände sind nach Schätzungen in den vergangenen 30 Jahren um bis zu 40 Prozent auf rund 100'000 Tiere eingebrochen. Länder im südlichen Afrika sagen aber, ihre Bestände seien stabil. Probleme gebe es nur weiter nördlich. Sambia, Südafrika und sechs weitere Länder kritisierten die Entscheidung scharf. In ihren Ländern leben nach ihren Angaben 70 Prozent der Giraffen.
"Ein wichtiger Schritt", sagte Ralf Sonntag vom International Fund for Animal Welfare (IFAW) in Genf. "Die Giraffen sind stark gefährdet. Wenn ein Bedrohungsaspekt wie der Handel wegfällt, besteht die Chance, dass die Giraffenpopulationen sich erholen."
Der Deutsche Jagdverband (DJV) war gegen den stärkeren Schutz. Die Jagd könne einen positiven Beitrag zum Einkommen vor Ort oder im Kampf gegen die Wilderei leisten, sagte ein Sprecher. Jäger aus dem Ausland zahlen beispielsweise hohe Summen für Abschusslizenzen.