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Heidi Nobs wurde am 5. Dezember 1940 in Delémont geboren.
Sie wurde an der Ecole Normale in Delémont zur Lehrerin ausgebildet, dabei erhielt sie ihren ersten Klavier- und Geigenunterricht.
Anschliessend begann sie ein berufsbegleitendes Geigenstudium an der Musik-Akademie Basel bei Rodolfo Felicani. Wegen einer chronischen Entzündung des rechten Arms musste sie das Geigenspiel aufgeben, daher konzentrierte sie sich auf das Kompositionsstudium bei Robert Suter und Jacques Wildberger.
Mit ihrem Lehrer und Förderer Jacques Wildberger blieb sie bis zu seinem Tod in enger Freundschaft verbunden.
«Wenn man das Glück hatte, zu den Menschen zu gehören, die Jacques Wildberger geschätzt und gemocht hat, konnte man seine volle Unterstützung, seine grenzenlose Hilfsbereitschaft und seine unbedingte Freundschaft erleben, und das lebenslänglich. Ohne seine Anregungen hätte ich wahrscheinlich nicht versucht, selbst zu komponieren.»
Zwischen 1966 und 1970 entstanden serielle Werke, die sie im Rückblick als ‚epigonal‘ kritisiert:
Man kann nicht nach einem vorgegebenen Rezept komponieren.
Nach der Heirat mit Claudius Baader und der Geburt ihrer Kinder Manon (1971), Manuel (1973) und Sébastien (1978) reduzierte sie ihre kompositorische Tätigkeit schrittweise, um sich ganz der Familie zu widmen:
Die Kinder sind meine besten Werke.
Nach einem mehrjährigen Unterbruch gibt sie 1980 dem hartnäckigen Drängen ihrer Freunde nach und beginnt wieder zu komponieren. Mehrere Werke entstehen auf Wunsch von Interpreten. Sie distanziert sich vom seriellen System und entwickelt eine sehr persönliche Musiksprache. Ihre Werke werden vor allem durch die graphische Form bestimmt, es sind akustische Verwirklichungen graphischer Vorstellungen.
Zwei befreundete Künstler vermerken:
«Polyphonie im Sinne eines Nebeneinanders unterschiedlichster Geschwindigkeiten und Bewegungsabläufe stellt ein Charakteristikum der musikalischen Sprache von Heidi Baader-Nobs dar.»
«Ihr Denken ist eher geometrisch orientiert, wobei sie deduktiv vom Grossen ins Kleine arbeitet und so Proportionen auf allen Ebenen kontrolliert: Tonhöhen, Rhythmen, Dynamik. Dieses starke Form- und Flussbewusstsein bestimmen den Tonraum und Zeiteinteilung.»