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Die vier Wasserversorgungen Melchtal, Turrenbach, Kloster und Hugschwendi seien in schlechten Zustand und daher sanierungsbedürftig, heisst es im Bericht der Regierung. Die Versorgungssicherheit sei im Melchtal nur ungenügend gewährleistet.
Künftig soll das Gebiet der Talschaft Melchtal durch die Quellen Blüemlistalden und Fomatt versorgt werden. Die Quellfassung Fomatt soll saniert werden. Weiter soll in Unterst Gschwent ein Reservoir mit zwei Kammern für Trink- und Löschwasserreserven gebaut werden.
Vom Reservoir aus werden neue Leitungen Richtung Melchtal und Stöckalp eingesetzt. Ebenfalls vorgesehen ist, die Alpen Oberst, Mittlist Gschwent und Turren an die Wasserversorgung anzuschliessen. Ein neues Leitungsnetz ist für die Alpen Schwandholz, Rütialp, Blegi, Or und Riedgarten vorgesehen.
Die Umsetzung soll von 2024 bis 2029 dauern und in drei Etappen erfolgen. Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf rund 9,3 Millionen Franken. Der Bund stellte dem Projekt aufgrund seiner Bedeutung für die Landwirtschaft Bundesbeiträge in Aussicht. Bei den beantragten Finanzhilfen handle es sich um Beiträge à fonds perdu, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht.
Der Kanton sieht vor, der Gemeinde Kerns einen Beitrag von 90 Prozent des Bundesbeitrags - höchstens aber 610'482 Franken - für das Projekt zuzusichern. Das Vorhaben stiess im Kantonsparlament auf keine Gegenwehr und wurde mit 42 Ja-Stimmen gutgeheissen.