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Das Klaviertrio ist eine Übung, die einer Gratwanderung ähnelt, denn es geht dabei um die « Sprachorganisation » zwischen drei sehr unterschiedlichen Instrumenten. Einander zuzuhören ist von grösster Bedeutung, um gemeinsam das delikate Gleichgewicht zu finden, welches die grösste Harmonie ermöglicht. Die Kandidatinnen und Kandidaten dieses ersten Finalabends müssen neben ihrer technischen Beherrschung auch ein ausgeprägtes Gehör beweisen und die Schärfe ihrer kollektiven Intelligenz und letztlich ihre Musikalität unter Beweis stellen. Dies verlangt Qualitäten, die sicher weniger demonstrativ sind als der virtuose Glanz der ersten Runden, die aber dennoch für jede Geigerin/jeden Geiger absolut notwendig sind.
Mendelssohns 1840 komponiertes D-Moll-Trio wurde schnell als eines der besten Kammermusikwerke des Komponisten angesehen. Viele Zeitgenossen, allen voran Schumann, feierten seine formale Ausgewogenheit, seinen Ideenreichtum und seine Ausdruckskraft. Der dritte Satz des Stücks, ein prägnantes und leuchtendes Scherzo, wird das Pflichtstück dieser ersten Runde sein. Es folgt ein zweites Trio, diesmal in seiner Gesamtheit, das zuvor aus einer stilistisch breit gefächerten Liste ausgewählt wurde, und von der Wiener Klassik (Haydn, Beethoven) über die deutsche Romantik (Schubert, Brahms) bis hin zum 20. Jahrhundert reicht, mit Schostakowitschs zweitem Trio, Frank Martins Trio über irische Volksmelodien oder dem Trio von Ravel. Diese abwechslungsreiche Palette ermöglicht es jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer, ihren/seinen persönlichen Geschmack, ihre/seine Sensibilität und ihr/sein Gespür für instrumentelle Farben hervorzuheben. Marc Coppey und Konstantin Lifschitz, zwei grossartige Musiker, werden zur Freude des Wettbewerbskomitee, die Kandidatinnen und Kandidaten betreuen.
Kammermusik mit zwei Jurymitgliedern für den Klavier- und Cellopart
A.
B.
Ein Trio nach freier Wahl gemäss der untenstehenden Liste:
Ferme-Asile
Promenade des Pêcheurs 10
1950 Sion
Schweiz