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Metabolisches Syndrom – kann CBD helfen?
Das Metabolische Syndrom beschreibt ein Muster multipler pathologischer Merkmale, also mehrere Krankheiten und Risikofaktoren, die zusammenkommen und meist ursächlich verbunden sind. Der Begriff wurde im Jahr 1981 in Umlauf gebracht und rückte in den letzten Jahren vermehrt in den Mittelpunkt, da immer mehr Menschen davon betroffen sind und somit die Prävention des Syndroms immer wichtiger wird [1]. Was genau bei einem metabolischen Syndrom im Körper geschieht, wie man es behandelt und wie Cannabidiol (CBD) dabei helfen kann, erklärt der folgende Artikel.
Einige Studien weisen darauf hin, dass Cannabidiol als eine alternative Möglichkeit zusätzlich zu weiteren Präventionsmaßnahmen eingesetzt werden kann, um einerseits präventiv tätig zu werden und andererseits eine Verbesserung des Zustandes zu unterstützen.
Was versteht man unter dem metabolischen Syndrom?
Der Begriff „metabolisch“ bezieht sich auf den Stoffwechsel und damit verbundene Probleme. Beim Metabolischen Syndrom steht, laut World Health Organisation, ein gestörter Kohlenhydratstoffwechsel im Vordergrund, welcher mit zwei weiteren Symptomen kombiniert werden muss, um als solches diagnostiziert zu werden [1]. Deshalb der Begriff Syndrom. Er beschreibt das Zusammenkommen mehrerer dieser Symptome auf einmal, von welchen aber jedes einer unterschiedlichen Ursache zugrunde gehen kann.
Nachfolgende Symptome treten oft gemeinsam und zeitgleich auf, wenn es sich um das Metabolische Syndrom handelt:
- Adipositas
- Diabetes
- Fettstoffwechselstörrungen
- Bluthochdruck [1]
Seltener sind folgende Symptome beteiligt:
- Erhöhte Harnsäure
- Niedriggradige Entzündungen
- Verstärkte Blutgerinnung
- Endotheliale Dysfunktion
Das Syndrom ist auch bekannt als Wohlstandskrankheit, da der moderne Lebensstil häufig die Entstehung fördert. Zu wenig Bewegung und eine ungesunde Ernährung fördern die Entwicklung des Syndroms, welches im Weiteren auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert. All diese Symptome zeigen, dass es ist umso wichtiger ist, das Syndrom frühzeitig zu verhindern.
In Deutschland sind bereits 30-35 % der Menschen am Metabolischen Syndrom betroffen. Die Anzahl steigt, wobei noch eine Dunkelziffer nicht erkannter Fälle hinzukommt. Am häufigsten betroffen sind über 60-Jährige – jedoch neuerdings auch immer mehr Jugendliche [2].
Wie wird das Metabolische Syndrom festgestellt?
Die Diagnose erfolgt mittels einer Anamnese sowie klinisch-chemischen und falls notwendig auch technischen Untersuchungen. Auch die Ernährungsanamnese stellt hier eine wichtige Methode dar, bei welcher die Lebensmittelauswahl und dass Essverhalten sowie Gewohnheiten hinterfragt werden [1].
Der Taillenumfang sowie der BMI sind ein wichtiger Indikator, um unter anderem Übergewicht oder gar Adipositas feststellen zu können. Laut IDF sind Männer ab einem Taillenumfang von 94 cm und höher von Adipositas betroffen, Frauen ab einem Taillenumfang von 80 cm. Des Weiteren werden Blutdruck, Blutzuckerwerte sowie die Triglyzeride und das HDL-Cholesterin erhoben. Diese können weitere Hinweise liefern.
Nach Erhebung der Daten kann eine Diagnose gestellt werden und weitere Behandlungsschritte eingeleitet. Diese laufen häufig auf eine Lebensstilmodifikation heraus [2]. Jeder kann also selbst tätig werden und dazu beitragen, die Symptome zu lindern.
Präventionsmaßnahmen
Liegen keine genetischen Dispositionen, Störungen oder Besonderheiten vor, kann man selbst präventiv tätig werden um Symptome wie Adipositas, Bluthochdruck oder Diabetes zu verhindern oder zu verbessern.
Folgendes wird von Experten empfohlen:
- Regelmäßige Bewegung und Sport
- Gesunde, ausgewogene Ernährung
- Ausreichend Schlaf
Bewegung und Sport
Sport und Bewegung fördern das psychische und physische Wohlbefinden. Durch die körperliche Betätigung baut der Körper Stress ab und entspannt [3]. Zusätzlich fördern Sport und Bewegung das Aufkommen von positiven Gefühlen, die mentale Leistungsfähigkeit und der Gesundheitszustand verbessern sich [4].
Die World Health Organisation (WHO) empfiehlt 150 Minuten körperliche Aktivität mit mittlerer Intensität oder 75 Minuten Bewegung mit hoher Belastung pro Woche. Muskelkräftigende Übungen fördern den allgemeinen Gesundheitszustand bei zweimaliger oder häufigerer Ausübung pro Woche [5].
Wichtig ist, dass Freude und Spaß im Mittelpunkt der körperlichen Betätigung stehen, um dauerhaft dabei zu bleiben. Nehmen Sie sich also die Zeit, um eine für Sie passende Sportart zu finden. Ziel ist nicht primär die Leistungssteigerung, sondern die Verbesserung des Gesundheitszustandes durch dir körperliche Aktivität und die damit verbundenen positiven Gefühle.
Ernährung
Auch die Ernährung kann grundlegend dazu beitragen, ein metabolisches Syndrom zu verhindern oder besser in den Griff zu bekommen. Empfohlen wird eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Diese beinhaltet ein dem Körper angepasstes Verhältnis von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten sowie die Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und ausreichend Flüssigkeit. Die österreichische Gesellschaft für Ernährung rät von einem übermäßigen Verzehr stark gesüßter und fettiger Lebensmittel und Getränke ab. Bei der Auswahl sind saisonale sowie ökologische Faktoren zu berücksichtigen [5].
In Punkto Ernährung beim Metabolischen Syndrom empfiehlt sich folgendes:
Legen Sie sich ein Ernährungstagebuch an
Dadurch bekommen Sie einen guten Überblick über Ihr tägliches Essen. Auch kleine Zwischenmahlzeiten sollten erfasst werden. Hier empfiehlt es sich auch, einen Profi zu Rat zu ziehen. Dieser kann dabei helfen, die Essgewohnheiten zu analysieren und im Weiteren zu modifizieren. Rezepte können so verbessert werden und auf den eigenen Bedarf angepasst. Snacks sollten geringgehalten werden, da diese immer wieder den Blutzuckerspiegel hochtreiben.
Essen Sie genügend Proteine
Diese fördern nicht nur den Muskelaufbau, sondern halten auch länger satt. Ergänzen Sie Ihre Mahlzeiten mit vorwiegend pflanzlichen Proteinquellen. Tierische Proteinquellen sollten in Maßen genossen werden.
Integrieren Sie gesunde Öle und Fette in Ihren Speiseplan
Hier empfehlen sich ungesättigte Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Diese können vom Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Gerade kaltgepresstes Hanföl bietet sich hier als ideale Lieferant der Omega 3 und 6 Fettsäuren an.
Achten Sie auf die richtige Auswahl der Kohlenhydrate
Weißer Zucker liefert nur kurzfristig Energie. Greifen Sie hier zu Vollkornprodukten und komplexen Kohlenhydraten: hier braucht der Körper länger, um diese zu verdauen und somit hält auch das Sättigungsgefühl länger.
Führen Sie regelmäßige, gesunde Mahlzeiten in Ihren Speiseplan ein.
Besser dreimal täglich essen als kleine Snacks zwischendurch. So kann unter anderem der Blutzuckerspiegel konstant gehalten werden. Süßigkeiten sollten als kleine Belohnung in Maßen genossen werden.
Bereiten Sie Ihre Speisen schonend zu
Garen Sie Ihre Speisen, um so die wertvollen Nährstoffe zu behalten und verfeinern Sie diese mit Gewürzen. Durch zu langem Kochen oder zu heißem Braten gehen die wertvollen Vitamine und Mikronährstoffe verloren [6].
Ausreichend Schlaf
Auch genügend Schlaf und Ruhephasen sind wichtig, damit der Körper die notwendige Energie tanken bzw. regenerieren kann, um die täglichen Anforderungen des Alltags zu meistern.
Führen Sie für einen erholsamen Schlaf bestimmte Schlafrituale ein. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, diese in den Abend zu integrieren und somit einen gesunden Schlaf zu fördern.
Beachten Sie, dass einige dieser Tipps bereits einen großen und wichtigen Beitrag leisten, um langfristig gesund zu bleiben.
CBD bei der Behandlung des metabolischen Syndroms
Einige Studien weisen darauf hin, dass CBD ergänzend beim metabolischen Syndrom eingenommen werden kann, um einerseits präventiv tätig zu werden und andererseits eine Verbesserung des Zustandes zu fördern [7]. Da das metabolische Syndrom eine Vielzahl von Krankheits- und Beschwerdebildern einschließt, kann CBD auf einigen Ebenen helfen. Denn Cannabidiol verfügt bekanntlich über ein breites Spektrum an Wirkmöglichkeiten welches bei der Heilung unterstützend wirken und förderlich sein kann. Nicht nur aus der Erfahrungsmedizin ist bekannt das Cannabidiol die Parameter Blutzucker und Blutdruck positiv beeinflussen kann. Zudem wird auch über appetitreduzierenden Effekt von CBD berichtet. CBD kann die metabolische Dysfunktion bei Menschen mit Diabetes verbessern, die unter einer verminderten Durchblutung des Gehirns leiden [8].
Generell kann der Cannabiskonsum mit einer signifikanten Reduzierung der Diabetes-Häufigkeit verbunden sein. So wurde bei Menschen, die jemals Cannabis konsumiert hatten, um 19%, und bei jenen, die es innerhalb der vergangenen 12 Monate verwendet hatten, um 49% reduziert. Diese Analyse wurde von Wissenschaftlern des Instituts für medizinische Wissenschaften der Universität von Toronto (Kanada) publiziert [9].
Mögliche Vorteile von CBD für Menschen mit dem metabolischen Syndrom sind:
- Blutzuckersenkung
- Entzündungshemmung
- Schmerzlinderung
- Risikoreduktion von Arterienblockaden
- Linderung der Angstzustände [10]
Des Weiteren kann Fettleibigkeit, welche beim Metabolischen Syndrom meist beteiligt ist, mit CBD gut behandelt werden, allerdings nur dann, wenn dies mit einer Ernährungsumstellung einhergeht. CBD kann das Verlangen nach Essen zügeln und den Stoffwechsel unterstützen. Fettleibige Menschen leiden in der Regel zudem meist unter Typ 2 Diabetes, einer Zuckerkrankheit. Auch hier kann CBD den Blutzuckerspiegel regulieren, was ebenfalls bereits wissenschaftlich belegt wurde [11]
Weiterhin kann CBD der Hypertonie, also dem Bluthochdruck, mit seiner blutdrucksenkenden Wirkung entgegenwirken [12].
Rauchen, ein weiterer Risikofaktor für die Entstehung von Krankheiten, die zum metabolischen Syndrom führen, dürfen ebenfalls auf die Unterstützung durch CBD hoffen, denn auch bei der Nikotinentwöhnung gibt es diverse Studien, welche belegen, dass sich das Verlangen nach Nikotin durch die Einnahme reduziert.
Orthomolekulare Methoden
Für das Wohlbefinden von Personen mit metabolischem Syndrom ist es auch bedeutend, dass bedarfsgerecht Nährstoffe zugeführt werden. So ist der Bedarf an B-Vitaminen und Magnesium häufig erhöht und kann nicht ausreichend über die Ernährung zugeführt werden. Erhöhte Werte von Homocystein, stellen einen Risikofaktor für Herze- und Gefäßkrankheiten dar. Durch die gezielte Zufuhr von Vitamin B6, Folsäure und Vitamin B12 kann der Homocystein-Abbau optimiert werden. Zudem gilt es bei Diabetikern immer auf die Zufuhr von basischen Mineralstoffen, ausreichend Antioxidantien und genügend Omega-3 Fettsäuren zu achten. Auf Arzneimittel-Mikronährstoff-Interaktionen sollte man zusätzlich eingehen, um Vitalität und Wohlbefinden hoch zu halten.
Psychische Krankheiten werden häufig begleitend mit dem metabolischen Syndrom diagnostiziert und es ist nicht selten, dass seelische Leiden zu Depressionen oder Schlafstörungen führen. CBD enthält gewisse Botenstoffen, bzw. kann diese im Körper anregen, welche die psychischen Leiden abschwächen können. Da die Psyche eng in Verbindung mit dem körperlichen Empfinden steht, sollte auch das psychische Wohlbefinden gefördert werden. Bei Ratten mit Diabetes bewirkten bereits geringe Dosen von CBD einen leicht antidepressiven Effekt was eine Studie zeigte [13].
Für die zielgerichtete Anwendung empfehlen sich CBD Öle mit vollem Pflanzenstoffspektrum, einem angenehm milden Geschmack und mit vollem Terpen-Entourage Effekt.
Es ist dringend anzuraten, erste Anzeichen und gewisse Symptome, welche später zu einem metabolischen Syndrom führen können, ernst zu nehmen und zu behandeln. CBD kann in gewissen Aspekten des Lebens unterstützen, dient jedoch nicht als Ersatz für einen gesunden Lebensstil.
Quellen und Studien
[1] Hahn, S. (2009). Das Metabolische Syndrom. Download vom 23. Jänner 2020, von [Quellenlink - PDF]
[2] Albert, J. (o.J.). Metabolisches Syndrom – Symptome, Behandlung und Spezialistensuche. Download vom 31. Jänner 2020, von [Quellenlink]
[3] Fuchs, R. & Klaperski, S. (2017). Stressregulation durch Sport und Bewegung. (205-226). In Handbuch Stressregulation und Sport. (205-226). Fuchs, R. & Gerber, M. (Hsg.). Wiesbaden: Springer Verlag.
[4] Wagner-Link, A. (2008). Der Stress. Stressoren erkennen – Belastungen vermeiden – Stress bewältigen. (18. Aufl.). Hamburg: Techniker Krankenkasse.
[5] Allgemeine Empfehlungen. (2014). 10 Ernährungsregeln der ÖGE. Download vom 08. April 2017, von [Quellenlink]
[6] Riedl, M., Fleck, A. & Klasen, J. (2019). Die Ernährungs Docs. Supergesund mit Superfood. München: ZS Verlag.
[7] Di Marzo, V., Piscitelli, F., Mechoulam, R. (2011). Cannabinoids and endocannabinoids in metabolic disorders with focus on diabetes. Doi: 10.1007/978-3-642-17214-4_4. Download vom 23. Jänner 2020, von [Quellenlink]
[8] Zorzenom MRT (2019) Cannabidiol improves metabolic dysfunction. Download vom 29. Jänner 2020
[9] Imtiaz S. (2018) The relationship between cannabis use and diabetes. Download vom 29. Jänner 2020 [Quellenlink]
[10] Pleyer, I., Hlatky, M., Hlatky, P. (2019) Cannabidiol – ein natürliches Heilmittel des Hanfs. Wien: Verlagshaus der Ärzte.
[11] Wanitschek, A., Vigl, S. (2018)- Cannabis und Cannabidiol richtig anwenden. Wirkungsweisen und Behandlungsmethoden verständlich erklärt. Humboldt Verlag: Hannover.
[12] Khalid, A., Tan, G., Saoirse, E. & O’Sullivan (2017). A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in helathy volunteers in a randomized crossover study. Download vom 23. Jänner 2020, von [Quellenlink]
[13] de Morais H. (2018) Sub-chronic treatment with cannabidiol but not with URB597 induced a mild antidepressant-like effect in diabetic rats.. Download vom 29. Jänner 2020 von [Quellenlink]