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Ausgehend von einem grossen Interesse an den Neurowissenschaften und einer experimentellen Doktorarbeit im Bereich der Schmerzphysiologie beschäftige sich Herr Dr. Dorn nach seinem Medizinstudium zunächst mit den neurophysiologischen Grundlagen der Epilepsien im Forschungslabor an der Universität Düsseldorf, bevor er sich beginnend mit einer einjährigen Tätigkeit am Epilepsiezentrum Bielefeld/Bethel (1990-1991) der klinischen Epileptologie zuwandte. Diese bildete auch während der weiteren Facharztausbildung an der Neurologischen Klinik der Universität Würzburg (1991 – 1996) und seiner fachärztlichen Tätigkeit am Schweizerischen Epilepsiezentrum Zürich (1997 – 1999 und 2001 – 2016) sowie auch an der Neurologischen Klinik am Universitätsspital Zürich (1999- 2000) den Schwerpunkt seiner klinischen Tätigkeit. Innerhalb der Epileptologie interessierten Herrn Dr. Dorn vor allem die differenzierte Pharmakotherapie therapieschwieriger Epilepsien und die einer Epilepsie zugrundeliegenden, nicht selten genetisch bedingten oder autoimmunogenen Hirnerkrankungen. Bezüglich der genetischen Ursachen ist Herr Dr. Dorn auch Koautor mehrerer internationaler wissenschaftlicher Publikationen, die u.a. seltene genetische Erkrankungen erstmals beschreiben. Er befasste sich so auch vertieft mit der Organisation der komplexen medizinischen bzw. multidisziplinären und multiprofessionellen Betreuung der häufig mehrfach behinderten und polymorbiden Patienten und Patientinnen mit solchen seltenen Erkrankungen und deren Angehörigen. Ausserdem widmete er sich an den verschiedenen beruflichen Stationen der epileptologischen und rehabilitativen Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren. Im Rahmen der von ihm als wichtig erachteten umfassenden Patientenbetreuung interessierten ihn schliesslich auch sozialmedizinische Belange, insbesondere die berufliche Reintegration von Epilepsiebetroffenen, wobei komorbide neuropsychologische und neuropsychiatrische Störungsbilder sowie psychologische Aspekte oft eine grössere Rolle spielen als die Anfälle selbst.
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten während seiner Facharztausbildung und zuletzt wieder während der Tätigkeit an der Berner Klinik Montana (2017 – 2021) die Multiple Sklerose und verwandte Krankheitsbilder sowie Polyneuropathien, wobei v.a. die Optimierung symptomatischer Pharmakotherapien im Verlauf von stationären Rehabilitationsbehandlungen nebst Fragen der beruflichen Reintegration im Vordergrund standen.
Schliesslich begegneten ihm während seiner gesamten beruflichen Tätigkeit immer wieder Patientinnen und Patienten mit dissoziativen («funktionellen») Störungsbildern im Form von anfallsartigen und Bewegungsstörungen bzw. Lähmungen, für deren Therapie gegenwärtig (noch) keine Evidenz-basierten Verfahren angeboten werden können, zu deren Pathogenese inzwischen aber neurobiologisch begründete Hypothesen formuliert wurden. So verfolgt Herr Dr. Dorn die Entwicklungen auf diesem Gebiet und ist sehr interessiert an Kooperationen in puncto Evaluation von auf neuen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauenden Therapieverfahren im Rahmen einer stationären Rehabilitation.