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Der Entscheid bewegte die Bevölkerung, als zum Fahrplanwechsel im Dezember 2005 die Raucherabteile aus den meisten Zügen und den grössten Bahnhöfen verschwanden. Mit der Einführung des Rauchverbotes im öffentlichen Verkehr am 11. Dezember 2005 gaben der Verband öffentlicher Verkehr und die SBB ein starkes Signal, das schliesslich zum Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen führte.
«Die rauchfreien Züge und Bahnhöfe entsprachen dem Zeitgeist und setzten sich ohne grössere Probleme durch», erinnert sich Toni Häne, Leiter Fernverkehr bei den SBB. «Die Gesellschaft war bereit für diesen Schritt. Was heute undenkbar ist, nämlich das Rauchen in Zügen, Restaurants und Büros, war bis Ende des 20. Jahrhunderts selbstverständlich. Dann setzte eine Bewusstseinsveränderung ein, und ich war erstaunt, wie schnell das Nichtrauchen zu einer Selbstverständlichkeit wurde.»
Mehrere Kantone folgten dem Beispiel der SBB. Als erster Kanton führte das Tessin im April 2007 ein Rauchverbot an öffentlichen Orten sowie in Restaurants, Cafés und Bars ein. Im Mai 2010 wurde mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen ein allgemeines Rauchverbot in der Schweiz eingeführt. Heute findet dieses Gesetz bei fast 90% der Bevölkerung Zustimmung. Die Passivrauchexposition ist seither beständig gesunken. 2006 waren noch 27% der Nichtrauchenden mindestens eine Stunde pro Tag dem Passivrauchen ausgesetzt. Dieser Anteil fiel 2013 auf 6%.
Quelle: Medienmitteilung Bundesamt für Gesundheit BAG/ SBB