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Clubapfel als Produktions- und Vermarktungskonzept
Ende der 90er Jahre kamen bei den Äpfeln die sogenannten Clubäpfel bzw. Clubsorten auf. Das sind Äpfel, deren Handelsname markenrechtlich geschützt ist. Der Club legt die Produktions- und Vermarktungsregeln fest, beispielsweise wie viele Äpfel produziert werden, wie gross sie sein und wie sie farblich aussehen müssen oder wie die Äpfel verpackt und beworben werden. Nur Produzenten, die eine Lizenz erwerben, dürfen diese Apfelsorten unter dem Markennamen vertreiben. Mit der Lizenzgebühr werden Forschung und Marketing der entsprechenden Clubäpfel finanziert.
Clubäpfel weisen meist vorteilhafte Eigenschaften für den Verkauf auf. Beispielsweise sehen sie farblich ansprechend aus, werden weniger schnell braun oder haben ein gefragtes Geschmacksmuster. Sie sind aufgrund der Exklusivität und des Marketingaufwands teurer als klassische Sorten. So kosteten Clubäpfel im Detailhandel in den letzten drei Jahren durchschnittlich 4.43 CHF/kg und waren damit 29 % teurer als die klassischen Sorten Gala, Braeburn und Golden Delicious, die durchschnittlich 3.44 CHF/kg kosteten.
Jeder siebte Apfel ist heute ein Clubapfel