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Die Mobiliar verfügt über 15 Arbeiten von Balthasar Burkhard. Sie umspannen die Jahre 1988 bis 2009 und bieten einen hervorragenden Einblick in verschiedene Werkphasen und Themenschwerpunkte des Künstlers, der überwiegend Schwarz-Weiss-Fotografien anfertigte. Die früheste hier vertretene Aufnahme, die Orchidee, kombinierte Burkhard mit einer monochromen Farbfläche. Dieser in den späten 1980er-Jahren mehrfach von ihm angewandte Kunstgriff spiegelt nur eine der Strategien wider, mit denen er seine Fotos in Bildobjekte verwandelte und zugleich eine Brücke zur modernen Malerei schlug. Einen experimentellen Zugang zur Fotografie hatte er bereits bei seiner Ausbildung in Bern gewonnen: Sein Lehrer Kurt Blum (1922–2005) war einer der bedeutendsten Porträt- und Experimentalfotografen seiner Zeit.
Für die 1994 entstandenen, malerischen Wiedergaben mächtiger Bergmassive griff Burkhard auf die erste fotografische Technik überhaupt zurück, die im frühen 19. Jahrhundert erfundene Heliografie. Ab Mitte der 1990er-Jahre arbeitete Burkhard an einer Serie lebensgrosser Tieraufnahmen, wenig später folgten eindrucksvolle Landschaftsbilder aus Namibia und Brasilien sowie eine Serie nächtlicher Stadtaufnahmen.
Burkhard hatte seine Karriere in den 1960er-Jahren als Dokumentarfotograf der Kunsthalle Bern begonnen und lebte dann – zeitweilig als Dozent – in den USA und Frankreich, fand aber immer wieder in die Schweiz zurück. Er war ein Bewunderer des Malers Gustave Courbet (1819–1877) und wurde seinerseits mit grosser Anerkennung in die Tradition des französischen Realismus gestellt. So etwa war er in der bedeutenden Courbet-Ausstellung im Grand Palais in Paris 2007 mit Werken vertreten.
Balthasar Burkhard wurde 1944 in Bern (CHE) geboren und ist dort 2010 verstorben.
Tätigkeitsbereiche: Fotografie, Fotoinstallationen