Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03215.jsonl.gz/1684

Italienische und spanische Einwanderung
Durch die Industrialisierung und Bauprojekte wie den Bau des Gotthard-Tunnels begann im späten 19. Jahrhundert eine Immigrationswelle aus Italien. Anfangs bis Mitte 20. Jahrhundert flohen viele Italiener vor dem Faschismus oder vom damaligen Ministerpräsidenten und Diktator Benito Mussolini.
Nach dem zweiten Weltkrieg zählte Italien zwei Millionen Arbeitslose und grosse Teile des Landes lagen in Trümmern. Die Industrie in der Schweiz hingegen war intakt und man benötigte Arbeitskräfte. 1945 gab es eine Auflockerung der Einwanderungsgesetzt, da die Schweiz selbst die Ankunft von ausländischen Arbeitern förderte. In den 70-er Jahren wanderte eine Million Menschen in die Schweiz ein, davon waren mehr als die Hälfte aus Italien. Nicht alle italienische Einwanderer dieser Zeit sind in der Schweiz geblieben, doch einige schon.
Die spanische Einwanderung in die Schweiz hatte hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, da es in der Schweiz nach dem zweiten Weltkrieg einen Wirtschaftsboom gab. Laut der offiziellen Statistik vom 2018 leben momentan 8651 Italiener und 3844 Spanier im Kanton Basel-Stadt.
«Italienisch und spanisch klingt fast gleich»
Diesen Satz müssen sich italienisch und spanisch sprechende Personen oft anhören. Die zwei südländischen Sprachen scheinen bei Menschen, die die Sprachen nicht beherrschen, ähnlich zu tönen. Was steckt wirklich dahinter?
Auch wenn italienisch und spanisch zwei komplett verschiedene Sprachen sind, kann man doch einige gemeinsame Charakteristiken erkennen. Wenn man sich die Evolution der Sprachen genauer anschaut, gibt es dafür eine einfache Erklärung: Beide Sprachen haben den Ursprung im Latein, was sich später zu verschiedenen Sprachfamilien unterteilte. Eine davon ist die Familie der romanischen Sprachen: Italienisch, Spanisch aber auch Portugiesisch, Französisch und Rumänisch sind Teil dieser Sprachfamilie.
Multilingualismus bei Mash
Multilingualismus ist die Fähigkeit, in mehreren Sprachen zu kommunizieren. Die Reporterinnen Carolina Espejo und Dania Capra sind dreisprachig aufgewachsen und sprechen schon seit ihrer Kindheit spanisch, italienisch und deutsch. In ihrer Schulzeit haben sie noch zusätzlich französisch und englisch gelernt. Somit beherrschen sie heute ganze fünf Sprachen.
Mash hat nun in einem Sprachenquiz das sprachliche Können der beiden Südländerinnen auf die Probe gestellt.