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Stress ist eine Reaktion unseres Körpers auf verschiedene belastende Situationen, die von innen oder aussen kommen können. Diese Situationen werden als "Stressoren" bezeichnet und können alles sein, von physischen Anforderungen bis hin zu emotionalen Herausforderungen. Unser Körper reagiert auf Stress, indem er eine bestimmte physiologische Antwort auslöst, die uns hilft, mit der Situation umzugehen. Dabei spielt das Hormon Cortisol eine wichtige Rolle, das vom Gehirn ausgeschüttet wird, wenn es eine Gefahr wahrnimmt. Stress ist also eine Art, wie unser Körper sich anpasst und reagiert, um mit schwierigen Situationen umzugehen. Die Intensität und Dauer des Stresses können jedoch negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.
Die Wirkung von Gedanken und Gefühlen auf unseren Körper
Jüngste Studien zeigen, dass unsere Gedanken und Gefühle eine starke Wirkung auf unseren Körper haben können. Gedanken und Emotionen können das Gehirn, das Hormon- und Immunsystem beeinflussen, indem sie bestimmte chemische Botenstoffe freisetzen, die als Neuropeptide bekannt sind. Positive Emotionen wie Liebe, Freude und Enthusiasmus können das Gehirn sowie das Immun- und Hormonsystem positiv beeinflussen. Sie erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und tragen insgesamt zu einer besseren Gesundheit bei. Auf der anderen Seite können negative Emotionen wie Angst, Wut und Trauer die gleichen Systeme beeinträchtigen, indem sie die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten verringern und die Gesundheit beeinträchtigen.
Auf diese Weise kann das Gefühl von Stress eine Veränderung in unserer körperlichen Verfassung bewirken und zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen. Dazu gehören Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Verdauungsprobleme, Hautprobleme sowie Angst und Depressionen.
Emotionaler Stress
Emotionale Stressoren sind Ereignisse oder Situationen, die von uns als negativ wahrgenommen werden. Laut dem Kanadischen Stressforschungszentrum CESH der Universität Montreal können diese Stressoren psychische Belastungen verursachen. Nach Beck, einem Pionier der kognitiven Verhaltenstherapie, entstehen viele unserer individuellen Probleme, einschliesslich emotionaler Störungen, oft durch verzerrte Wahrnehmungen der Realität, die auf falschen Annahmen beruhen. Diese falschen Annahmen basieren oft auf unseren persönlichen Lebenserfahrungen. Physiologisch betrachtet hängt die Reaktion auf Stress davon ab, wie der Betroffene den Stressor interpretiert. Jede Situation, die als Bedrohung interpretiert wird, kann eine Reihe von körperlichen Reaktionen auslösen, ähnlich wie bei einer tatsächlichen Gefahr.
Tipps zur Unterscheidung zwischen rationalen und irrationalen Gedanken
Um festzustellen, ob sich jemand von irrationalen Gedanken beeinflussen lässt, die emotionale Störungen und Stress verursachen können, sind die folgenden Fragen hilfreich. Die fünf Kriterien von Beck, dienen dazu zu überprüfen, ob ein Gedanke rational ist oder nicht:
Basiert der Gedanke auf objektiven Tatsachen?
Hilft mir der Gedanke, mein Leben und meine Gesundheit zu schützen?
Unterstützt der Gedanke mich dabei, meine kurz- und langfristigen Ziele zu erreichen?
Hilft mir der Gedanke, unerwünschte Konflikte mit anderen zu vermeiden?
Hilft mir der Gedanke, Emotionen zu spüren, die ich in vergleichbaren Situationen spüren möchte?
Wenn mehr als zwei dieser Fragen mit Nein beantwortet werden, deutet dies auf einen irrationalen Gedanken hin, der den Körper in einen Stresszustand versetzen kann. Es ist wichtig, einen Gedanken zu finden, auf den dreimal mit Ja geantwortet werden kann, um einen rationalen Gedanken zu objektivieren.
Die Vier Versprechen der Tolteken sind allgemeine Verhaltens- und Einstellungsrichtlinien, die sich in allen Lebenssituationen als sehr nützlich erwiesen haben und dabei helfen können, den emotionalen Verzerrungen und Belastungen zu begegnen.
Sei tadellos mit deinen Worten.
Nehme nichts persönlich.
Triff keine Annahmen.
Gib stets dein Bestes.
"Diese Versprechen zielen darauf ab, ein Leben der Freiheit, Liebe und Erfüllung zu führen." (Weitere Informationen; Ruiz. M. Die Vier Versprechen: Ein Weg zur Freiheit und Würde)
Relevanz für die Craniosacral Therapie
Emotionen, besonders diejenigen, die wir vielleicht nicht bewusst spüren oder ausdrücken können, hinterlassen im Körper ihre Spuren. Bei Stress kann es zu Spannungen und Dysfunktionen im Craniosacralen System kommen, was sich auf den gesamten Körper auswirken kann. Durch sanfte Berührungen und spezifische osteopathische Techniken werden diese Spannungen gelöst und das natürliche Gleichgewicht im Craniosacralen System wiederhergestellt.
Wenn wir diese Spannungen während der Craniosacral Therapie lösen, helfen wir dabei, diese "gespeicherten Emotionen" aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu bringen. Dadurch kann der Patient sich der Spannungen bewusst werden und sie ausdrücken.