Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03417.jsonl.gz/3185

Eine Suche nach Forth und Arduino bringt einige Antworten, die sich aber bei näherem Hinsehen eher als experimentell erweisen. Drei Systeme habe ich gefunden, die ich näher auf deren Eignung hin untersuchen werde. Wohlgemerkt, ich möchte Forth auf dem Arduino nutzen, nicht ein System dahin bringen, dass es irgendwie funktioniert.
Chen-Hanson Ting entwicklte ceForth_328 eine eForth Implementierung für Atmel's ATmega328P in Form eines Sketches ceForth_328.pde für Arduino 0022. Arduino 0022 ist eine recht alte Version. Die Compilierung mit einer IDE v1.0.6 und v1.5.8 BETA blieb erfolglos. Gemäss Aussage des Entwicklers sollte dieser Weg nicht weiter verfolgt werden, sondern das native Forth für dem ATmega328P eingesetzt werden. Hier werden neue Kommados direkt ins Flash Memory compiliert und es stehen 32 KByte Flash und 2 KByte RAM zur Verfügung.
Weitere Informationen und die Option zum Kauf des 328eForth für US$25 (einschliesslich Assembler Source Code, Demo Code, und Dokumentation) sind unter 328eForth for Arduino Uno Board zu finden.
AmForth ist ein leicht erweiterbarer Kommandointerpreter für die Atmel AVR8 Atmega Mikrocontroller-Familie. AmForth läuft vollständig auf dem Controller. Es wird keine zusätzliche Hardware benötigt und es gibt keine Einschränkungen für Hardware-Erweiterungen. Amforth wird von von Matthias Trute gepflegt und auf SourceForge.net gehostet.
Man kann sein amForth System durch Anpassung eine Template Files, Assemblierung des Gesamtpaket mit Hilfe des AVRStudios und der Programmierung des Mikrocontrollers mit dem erzeugten Objectfile erzeugen. AmForth ist im Flash Memory abgelegt und verwendet selbst nur sehr wenig RAM und EEPROM.
AmForth ist interaktiv und kann beispielsweise über eine serielle Schnittstelle mit einem Terminalprogramm auf einem Host-PC o.ä. kommunizieren. Jedes Wort, das interaktiv erstellt wird, wird im Flash Memory gespeichert und ist nach Reset verfügbar. Interrupt-Service-Routinen (ISR) für den Umgang mit zeitkritische Ereignissen können in amForth geschrieben werden..
FlashForth ist ein standalone native Forth für Microchip PIC18F/PIC24, 30, 33 und Atmel ATmega Mikrocontroller. FlashForth unterstützt auch Arduino Boards. FlashForth wird ausschliesslich auf dem Mikrocontroller ausgeführt. FlashForth beinhaltet einen Forth Interpreter, Compiler, Assembler, Multitasker und Interrupt Support.
Die Kommunikation erfolgt von einem Terminalemulator über ein serielle Interface oder USB-Serial. Forth Source Code wird zum Mikrocontroller heruntergeladen und dort compiliert. Eine in Python geschriebene FF-Shell ermöglicht Command Line Editing, History- und Filetransfer. Alle Register des Mikrocontroller sind von der Kommandozeile aus zugängig. FlashForth ist lizenziert gemäss GPL v3.
Das FlashForth Image wird auch mit Hilfe des AVRStudios erstellt nachdem das Konfigurationfile avr/src/config.inc entsprechend dem Target konfiguriert wurde. FlashForth wurde auf ATmega2560, 128 und 328 getestet und sollte auch auf ATmega168 und 644 arbeiten. Ausserdem wurde FlashForth auf Arduino Duemilanove, Mega 2560 R3 und Uno R3 getestet.
Für den Arduino Uno R3 bietet der Entwickler Mikael Nordman vorprogrammierte ATmega328 Chips zum Preis von € 10 (incl. Porto) an (Anfrage).
Für eine rasche Evaluierung habe ich den vorprogrammierten ATmega328 bestellt und werden mit diesem den Mikrocontroller auf einem Arduino Uno R3 ersetzen.
Meine Erfahrungen bei der Inbetriebnahme von FlashForth auf dem Arduino werde ich hier mitteilen.
asFORTH ist eine Weiterentwicklung auf Grundlage von amForth, FlashForth, AVRForth, CamelForth, TurboForth, eForth und FigForth. Arduino Duemilanove und Uno auf Basis ATMega328p können mit diesem Forth geflasht werden.