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Tansania ist ein Schwerpunktland der schweizerischen Entwicklungs-zusammenarbeit. Neben der humanitären Hilfe für Hunderttausende von Flüchtlingen aus den Nachbarländern Burundi und der Demokratischen Republik Kongo konzentriert sich das Schweizer Engagement auch auf die Stärkung des tansanischen Gesundheitssystems. Ziel ist, den Zugang zur Gesundheitsversorgung für von Armut betroffene Frauen und Männer zu verbessern.Bundesrätin Micheline Calmy-Rey besichtigte das von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA unterstützte Gesundheits- und Forschungsinstitut Ifakara Health Institute IHI. Es wurde in den 1940er Jahren als Feldlabor des Schweizer Tropeninstituts gegründet und 1991 an den tansanischen Staat übergeben. Die EDA-Vorsteherin besichtigte ausserdem die von der Schweiz unterstützte St. Francis-Klinik in der Provinzstadt Ifakara, die in den 1920er Jahren von den Schweizer Baldegg-Schwestern aufgebaut wurde
Mit dem Besuch von Ifakara schliesst Bundesrätin Calmy-Rey ihre Reise in Afrika ab. In den Tagen zuvor hatte sie Gespräche auf Ministerebene in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, geführt und DEZA-Projekte in der ostkongolesischen Provinz Süd Kivu besucht.
Die Schweiz unterstützt mit ihren Programmen und Projekten in Süd Kivu u. a. die Förderung der medizinischen Grundversorgung (bspw. im Bereich der Pädiatrie), die Betreuung von Gewaltopfern (Kinder, Frauen, intern Vertriebenen) sowie die Stärkung der öffentlichen Debatte durch die Förderung regionaler Medien (Radio Okapi, Radio Maendeleo). Dank der Schweizer Hilfe konnten u. a. zwei Spitäler sowie vier Gesundheitszentren wiederhergestellt und ein Zentrum für Kindermedizin aufgebaut werden. Eine von der Schweiz unterstützte Partnerorganisation betreute zahlreiche Gewaltopfer der Konflikte in Kivu: 2000 Frauen wurden medizinisch, 6000 Frauen psychologisch und sozial betreut.„In einer Situation in der sich die Mehrheit der Geberländer im Bereich humanitärer Hilfe aus dem Süd Kivu zurückziehen, wird die Hilfe der Schweiz in dieser Region zunehmend wichtig“, sagte Bundesrätin Calmy-Rey.
Der Besuch gab die Gelegenheit, verschiedene entwicklungspolitische Ansätze – direkte Projekthilfe beziehungsweise sektorielle Budgethilfe – zu vergleichen und zu beurteilen.Entwicklungszusammenarbeit mit Tansania: Tansania ist seit mehreren Jahren ein Schwerpunktland der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Mit der Eröffnung eines Kooperationsbüros in Dar Es Salaam 1981 wurde die Zusammenarbeit intensiviert und stellt heute eine der grössten bilateralen Partnerschaften in Afrika dar. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA setzt gemeinsam mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO ein Programm mit einem Budget von jährlich rund 25 Millionen CHF um. Dieses verfolgt als Hauptziele die Bekämpfung der Armut sowie die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen. Im Bereich Gesundheit unterstützt die Schweiz Gemeinschaftsinitiativen, die Reformen der medizinischen Grundversorgung sowie der Kampf gegen ansteckende Krankheiten wie Malaria und HIV/Aids. Messbare Resultate gibt es beispielsweise im Kampf gegen die Malaria: Die Kindersterblichkeit in Tansania wurde nicht zuletzt durch die von der Schweiz geförderte Verwendung von Moskitonetzen seit dem Jahr 2000 um 25 Prozent verringert.
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