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Wie auch bereits National- und Ständerat musste auch die Jugendsession 2006 ins Graubünden ausweichen: Aufgrund der Renovation des Bundeshauses tagten die eidgenössischen Räte in Flims, und parallel dazu die Jugendsession in Laax. Nachdem die vorherigen Jahre jeweils ein Oberthema hatten, wurde in diesem Jahr zugunsten des Slogans «jung global vernetzt» darauf verzichtet.
In Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern von Post, Swisscom und SBB wie auch von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern formulierten die Jugendlichen ihre Forderungen zu den Themen Service Public, Jugendarbeitslosigkeit und Jugendpartizipation in Europa. Im Rahmen der «Juse-direct» forderten sie eine markante Erhöhung der Minergie-Fördermittel.
Auch wenn die Forderungen der Jugendsession von Behörden und Politik nicht immer erhört werden, so dient sie neben ihrer Funktion als Partizipationsprojekt auch immer mal wieder als Ideengeberin: 2006 forderten die Jugendlichen ein «Verbot von Feuerwaffen in privaten Haushalten»; erst ein knappes Jahr später begann die Unterschriftensammlung der Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt».
Nicht nur die geographische Nähe zum Parlament wurde genutzt; mit dem Auftritt des Bündner Rapper Gimma stellte die Jugendsession auch einen kulturellen Bezug her. Abgeschlossen wurde die Jugendsession mit einem Besuch bei dem «erwachsenen» Gegenstück, wo im Rahmen eines gemeinsamen Apéros die Jugendlichen die Gelegenheit hatten, mit den Mitgliedern der eidgenössischen Räte und des Bundesrates in Kontakt zu treten.