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Weil er Frauen dazu brachte, ihm Geld für seinen Lebensstil zu leihen, ist im Berner "Casanova-Prozess" ein Arzt zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt worden. 12 Monate davon muss der Mann absitzen.
Das Regionalgericht Bern-Mittelland sprach ihn am Freitag des gewerbsmässigen Betrugs und der Veruntreuung schuldig.
Der Mann hatte zwischen 2008 und 2012 insgesamt sieben Freundinnen. Mehrere Beziehungen liefen gleichzeitig. Unter verschiedenen Vorwänden brachte er die Frauen dazu, ihm Geld zu leihen. Mit den insgesamt 440'000 Franken finanzierte er seinen Lebensstil.
Arzt ist der 57-jährige Mann tatsächlich. Ob er in den letzten Jahren gearbeitet hat, ist aber unklar. Seine Praxis wurde schon 2004 zwangsversteigert.
Sorglose Frauen?
Das Gericht folgte mit seinem Urteil der Staatsanwaltschaft. Dem Mann wurde auch eine Geldstrafe von 14'400 Franken auferlegt.
Der Pflichtverteidiger hatte auf Veruntreuung plädiert und geltend gemacht, die geschädigten Frauen hätten das Geld allzu sorglos ausgeliehen.
SDA-ATS