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Verhilft Licht zu grösserer sportlicher Leistung? Ja, wenn der Sportler im richtigen Moment vor der richtigen Lampe sitzt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Sportmedizinern der Universität Basel.
Die Forscher teilten 72 Leistungssportler per Los in drei Gruppen ein: Eine Gruppe wurde 60 Minuten lang mit blauem Licht bestrahlt, die zweite mit extrem hellem Licht (circa 4400 Lux) und die dritte Gruppe mit normalem Kunstlicht.
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Blaues und sehr helles Licht bewirken, dass im Gehirn weniger Melatonin ausgeschüttet wird. Dieses Hormon macht müde und begünstigt das Einschlafen. Sind die Melatoninspiegel durch die Lichtbestrahlung tiefer, könnten die Sportler abends wacher sein und mehr leisten, so die Überlegung. Viele Wettkämpfe finden nämlich erst am späten Abend statt, zu einem Zeitpunkt, an dem die meisten Sportler ihren täglichen Leistungshöhepunkt bereits überschritten haben. Die meisten Athleten sind am späten Nachmittag am ausdauerndsten.
In dem Basler Experiment sassen die Sportler zu einem auf ihren Biorhythmus abgestimmten Zeitpunkt (etwa um 21 Uhr) vor einer Lampe. Danach mussten sie zwölf Minuten lang auf einem Velo-Ergometer zeitfahren. Um mögliche Störfaktoren auszuschliessen, durften die Athleten an den Tagen vorher nichts machen, was den Melatoninspiegel beeinflussen könnte, also zum Beispiel keine Bananen essen.
Im Leistungstest schnitten die Sportler, die mit sehr hellem Licht bestrahlt worden waren, tendenziell etwas besser ab, insbesondere in der zweiten Hälfte des Zeitfahrens. Auf einer Velostrecke von 8,2 Kilometern wären sie 5,2 Sekunden schneller ins Ziel gekommen als ihre Kollegen, die mit normalem Licht bestrahlt wurden, errechneten die Forscher.
Die grösste Überraschung aber boten jene Sportler, die blaues Licht erhalten hatten. Sie legten im Endspurt am stärksten zu. Offen ist jedoch, ob sich das «Blaulicht-Doping» auch in echten Wettkämpfen bewähren würde.
Quelle: Universität Basel "Licht am Abend verbessert Leistung im Endspurt"
Originalstudie in "Frontiers in Physiology" (engl.)