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Burnout in städtischen Sozialdiensten
Eine Analyse möglicher Massnahmen zur Burnout-Prävention
Burnout gehört zu den bedeutendsten psychischen Erkrankungsformen in der heutigen Arbeitswelt. Die vorliegende Forschungsarbeit befasst sich mit Burnout-Präventionsmassnahmen in städtischen Sozialdiensten. Das Ziel ist es, mögliche Burnout-Präventionsmassnahmen für Führungskräfte in Sozialdiensten aufzuzeigen. Theoretisch beleuchtet werden die Themen Burnout-Definition, Einflussfaktoren eines Burnouts sowie Burnout-Prävention. Die daraus gewonnen Erkenntnisse bildeten die Basis für die qualitative Sozialforschung. Anhand von Experteninterviews wurde der Umgang mit Burnout in Sozialdiensten untersucht. Dafür stellten sich sechs Sozialdienstleitende aus der Deutschschweiz zur Verfügung. Anhand des sechsstufigen Auswertungsverfahren von Claus Mühlefeld, Paul Windolf, Norbert Lampert und Heidi Krüger wurden die Interviewdaten ausgewertet und in Bezug gesetzt zur verwendeten Fachliteratur. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass die Befragten über kein Burnout-Präventionskonzept verfügen. Dies lässt vermuten, dass trotz Aufkommen von mehreren Burnout-Fällen in den untersuchten Sozialdiensten, noch kein Bedarf an einem expliziten Präventionskonzept besteht. Dennoch fanden sich in allen befragten Organisationen Massnahmen zur Burnout-Prävention. Auffallend dabei war, dass diese nicht in erster Linie mit dem Ziel installiert wurden, das Burnout-Risiko der Sozialarbeitenden zu verringern, obwohl die Befragten solchen Massnahmen und dem Thema Burnout eine hohe Relevanz einräumten. Dies könnte eine wachsende Offenheit für die bewusste Installierung weiterer Massnahmen zur Burnout-Prävention darstellen.