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Glarner Alpen

8.5.2020 - Wädenswil (Grüental, Gartenanlagen der ZHAW, 509 m)

N1032203

Körper und Schild der Schnecke weisen eine wahrnehmbare Fleckenzeichnung auf.
Informationen zum Tier:
Art: Deroceras spec.
Zuordnung unsicher, vermutete Art auf Grundlage äusserer Merkmale: Mittelmeer-Ackerschnecke (Deroceras invadens).
Verbreitung: Das einheimische Verbreitungsgebiet ist der südliche und vielleicht der zentrale Teil Italiens. Die Tiere wurden inzwischen aber in weiten Teilen Europas, Australiens sowie Nord- und Südamerikas eingeschleppt. Aus Asien und Afrika liegen erst wenige Sichtungen vor.
Regionale Verbreitung Alpen: Zur vertikalen Verbreitung sind keine Fakten verfügbar.
Lebensräume: Gärten, Gewächshäuser, Ruderalflächen, inzwischen aber auch natürliche Lebensräume wie Wald und Grünland. Bevorzugt werden Gebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Merkmale: Die Körperlänge beträgt 20 –35 mm. Der Körper ist wässrig und ziemlich transparent. Die Hautfarbe variiert zwischen hellgraubraun bis fast schwarz. Bei genauer Betrachtung zeigen sich oft feine dunkle Flecken, in der Regel am ganzen Körper. Die Atemöffnung ist oft blass und ohne Flecken. Der Schwanz dringt in der Regel vertikal von der Sohle nach oben oder biegt sich sogar nach hinten. Der Schleim ist farblos.
Lebensweise: Die Art kann zu jeder Jahreszeit gefunden werden, am häufigsten im späten Frühling. Auf landwirtschaftlichen Feldern Norditaliens tritt sie von November bis Mai auf, während des Sommers hingegen nicht. Laborexperimente deuten darauf hin, dass die Tiere einen Tagesrhythmus der aktiven Fortbewegung und Fütterung in der Nacht zeigen, tagsüber dann Inaktivität in oder unter der Wurfschicht.
Nahrung: Pflanzen mit Weichteilen, alle Arten von Sämlingen. Sie sind in der Lage, in 2 - 3 Tagen ihr Körpergewicht in Salat zu fressen. Die Art ist regional ein bedeutender Agrarschädling.
Paarung: Die Paarung beginnt, wenn ein Tier dem Schwanz des anderen genau folgt. Typischerweise dreht sich der Verfolgte nach einigen Minuten um und fährt sein Sarcobelum (ein verjüngender fingerähnlicher Teil des Penis) aus, ebenso wie sein Partner kurz darauf. Die Partner bilden oft einen Kreis von Kopf zu Schwanz. Der frühe Teil des Vorspiels beinhaltet heftige Bisse, das Einsetzen des Sarcobelum gegen den Partner sowie das Schlagen mit dem Schwanz. Dies wird nach und nach durch sanfteres Streicheln des Sarcobelums über den Partner ersetzt. Während des Vorspiels sammelt sich Sperma im penialen Caecum an. Nach etwa 90 Minuten orientieren sich die Partner von Angesicht zu Angesicht, knabbern an der Basis des erhöhten Sarcobelums des Partners und fahren plötzlich ihre Penisse gleichzeitig aus. Der fingerartige peniale Caecum krümmt sich um die Rückseite des Sarcobelums des Partners und überträgt Spermien darauf. Die Penes verbleiben in der Regel einige Minuten vor dem Peniallappen. Dann wird die Penialdrüse auch evertiert. Diese überträgt eine Sekretion auf den Partner. Dann folgt das Zurückziehen des Penis, wodurch jeder Partner die übertragenen Spermien aufnimmt, sowie die Trennung.
Ei: Zum Eistadium fehlen Hinweise.
Schnecke: Zur Entwicklung der Schnecke fehlen Hinweise.
Lebenserwartung: Sie haben einen jährlichen Lebenszyklus, reproduzieren sich aber das ganze Jahr über.
Feinde: Käfer, parasitäre Nematoden wie Phasmarhabditis hermaphrodita.
Anmerkung: Eine zweifelsfreie Abgrenzung von im Aussehen ähnlichen Arten der Gattung Deroceras ist nur über die Anatomie der Geschlechtsorgane möglich.

Körperlänge bis 35 mm.
Die Körperlänge des abgebildeten Tieres beträgt 20 mm.
Fundort: Gartenanlagen, im Gras kriechend.