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18% Prozent weniger Treibhausgase wurden in Liechtenstein im Jahr 2019 verglichen mit 1990 ausgestossen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle «National Inventory Report», den das Fürstentum als Mitglied der UN-Klimakonvention jährlich erstellen muss.
Zwischen 1990 und 2019 ist der jährliche Treibhausgasausstoss in Liechtenstein um rund 18 Prozent gesunken – trotz eines Bevölkerungswachstums von rund 30 Prozent im gleichen Zeitraum. Am stärksten sind die Treibhausgasemissionen im Energiesektor zurückgegangen. Gründe für diese Entwicklung sind der wirtschaftliche Strukturwandel, Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, Fahrzeugen und in der Industrie sowie ein rückläufiger Treibstoffabsatz bedingt durch abnehmenden grenzüberschreitenden Tanktourismus.
Erreicht Liechtenstein die Ziele des Kyoto-Protokolls?
Die Veränderung der Treibhausgasemissionen gegenüber dem Referenzjahr 1990 ist insbesondere in Hinblick auf die Erreichung der Ziele des Kyoto-Protokolls relevant. Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich Liechtenstein verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Ob Liechtenstein dieses Ziel erreicht, wird das nächste Treibhausgasinventar im Frühjahr 2022 zeigen.
Bericht umfasst Entwicklungen der Treibhausgasemissionen in fünf Bereichen
Liechtenstein ist als Mitglied der UN-Klimakonvention dazu verpflichtet, jährlich zu rapportieren, wie hoch der Treibhausgasausstoss ist. Im Auftrag des Liechtensteiner Amts für Umwelt hat INFRAS an dem «National Inventory Report» als Lead-Autorin mitgearbeitet. Der Bericht umfasst unter anderem detaillierte Angaben zu den Entwicklungen der Treibausgasemissionen des Fürstentums in fünf Bereichen: Energie, Industrie, Landwirtschaft, Landnutzung und Abfall.
INFRAS unterstützt das Amt für Umwelt Liechtenstein seit 2006 bei der Erarbeitung des Treibhausgasinventars.
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