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Eine besondere Mensch – Tierbeziehung
Dieser Tage ist ein Buch mit dem Titel „Meine Odyssee mit Lourd und Matz“ im Stift Verlag, Bern, erschienen. Autor ist der Bulgare Slavo. Akteure sind eine Katze und ein Hund.
In den Gassen der Stadt Bern sieht man ihn oft, am Boden sitzend mit seiner weissen achtjährigen Katze auf der Schulter, „Matz“ und dem siebenjährigen Hund „Lourd“.
Auf 190 Seiten, vierfarbig illustriert, schildert Slavo seine spannenden Erlebnisse mit den beiden Tieren. Sie beginnt in Lourdes, wo er seinen Hund als Welpe adoptierte von einem Freund. Dem war ein Wurf seiner Hündin zu gross. Lourd und Matz waren „Liebe auf den ersten Blick“. Später kam die weisse Katze Matz dazu, Slavo rettete sie auf einer Baustelle vor dem sicheren Tod. Schon bald wurden die drei eine Familie. Eine spannende Reise durch Europa begann für sie, von Cannes über Nizza und Spanien bis hinauf in den Norden bis nach Schweden und Finnland und am Schluss nach Bern.
Doch, wer ist Slavo? Er wurde im Februar 1970 in einer Kleinstadt in Bulgarien geboren. Zuerst lebte er dort mit seiner Mutter und seinem Bruder bis zum Schulbeginn. Sein Vater starb als Slavo vier Jahre alt war. Mit seinem Schuleintritt zog er zu seinen Grosseltern in ein Dorf. Seine Schule war ein Internat zur Förderung sportlich begabter Kinder. Slavo lernte dort Ringen.
Nach Abschluss der Mittelschule begann Slavo als Flachmaler zu arbeiten. Er heiratete früh, mit knapp 19 Jahren. Seine Frau und er bekamen zwei Kinder. Als die Kinder sechs und vier Jahre alt waren starb seine Frau an Krebs. Slavo lebte in der Folge zusammen mit seiner Mutter in der Nähe der Hauptstadt Sofia. Seinen linken Unterarm verlor Slavo bei einem Autounfall. Mit dem Ende des kommunistischen Regimes verloren sehr viele Menschen in Bulgarien ihre Arbeit, auch Slavo. Eine staatliche Unterstützung für seine Invalidität gab es nicht. Er migrierte 2005 wie eine Million Bulgaren in den Westen von Europa um Arbeit zu finden. Er ging zuerst nach Italien, dann nach Deutschland und dann auf seine Reisen. Sein Einkommen bestritt er mit Gelegenheitsarbeiten und mit dem Verkauf seiner Souvenirs, bemalte Steine und kleine Malereien auf Leinwand. Seine inzwischen 16 und 14 Jahre alten Kinder lebten bei seiner Mutter. Er finanzierte seine Familie mit seinem Einkommen.
Das Buch kostet 15 Franken und ist in jeder Buchhandlung erhältlich. Oder Sie bestellen es direkt bei <email-pii>. Mehr dazu auf stiftverlag.com