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Nach einem einjährigen Sprachstudium in Beijing 1946-47, wirkte P. Alfred Giger SMB fünf Jahre in der Pfarrei Hebochang im Süden Beijings. Dann studierte er in Tokio ein Jahr Japanisch. Von 1954-1970 war er Missionar in der Taidong Mission, Taiwan. In diesen 16 Jahren wirkte er bei den Ureinwohnerstämmen der Amis, Bunun und Tao. Seinen grössten Einfluss hatte er bei den Tao auf der Orchideeninsel, wo er sich für die Erhaltung der einheimischen Kultur und die Schulbildung und Förderung der Kinder und Jugendlichen einsetzte. Als er 1970 in einem Verkehrsunfall starb, wurde er von den Tao als Vater der Orchideeninsel verehrt.
Während seiner Tätigkeit dort arbeitete auf der Insel auch Frau Elisabeth Gschwind. Sie sah sich als Vermittlerin zwischen den Kulturen. Dabei erhielt sie einerseits viele Geschenke von der Bevölkerung. Im Auftrag des Steyler Missionars und Antropologen Dominik Schröder kaufte die auch viele Kulturobjekte. Da P. Schröder aber vor ihrer Rückkehr in die Schweiz starb, blieben die Exemplare in ihren Händen. 2012 veranstaltete Frau Jenik-Gschwind eine Ausstellung dieser Kulturgegenstände in ihrer Heimatgemeinde Therwil und entschloss sich, all diese Gegenstände auf die Orchideeninsel zurückzuführen.
Darüber hinaus hatte auch die Schwester von P. Giger, Frau Agnes Dinkel und Josef Züger-Haag, der damals an der Handwerkerschule Taidong tätig war, viele Kulturobjekte gesammelt. Auch sie gaben diese wertvollen Gegenstände unentgeltlich an ihren Ursprungsort zurück. Die 2013 gegründete Alfred Giger Stiftung nahm diese Schätze dankbar entgegen. Denn viele der Gegenstände können heute kaum mehr gefunden werden.
Aus Dankbarkeit wird vom 14. Febr. bis 31. Okt. 2015 im Flugplatz der Orchideeninsel eine Ausstellung gezeigt.