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Der einleitende Satz im Buch Mormon – „Ich, Nephi, stamme von guten Eltern, darum ist mir von allem Wissen meines Vaters etwas beigebracht worden“ – lässt bereits klar erkennen, welche Aufgabe und Bedeutung die Familie und Eltern im Buch Mormon und im Evangelium Jesu Christi haben. Mir hat die Beschäftigung mit den zahlreichen Beispielen rechtschaffener Eltern im Buch Mormon großartige Erkenntnisse und Einsichten beschert.
Wenn ich las, wie Lehi und Saria ihre Kinder umsorgten, lehrten und anleiteten, war ich in meiner Rolle als Vater bestrebt, die heiligen Schriften auf mich zu beziehen.1 Bei der Suche nach weiteren Beispielen für rechtschaffene Eltern im Buch Mormon sind meiner Frau und mir aber noch ein paar andere in den Sinn gekommen.
Als Enos allein im Wald war, über sein Leben nachdachte und erkannte, dass er Vergebung für seine Sünden brauchte2, fielen ihm die Worte wieder ein, die er seinen „Vater in Bezug auf das ewige Leben und die Freude der Heiligen oft hatte sprechen hören“3. Enos wusste, dass sein Vater „ein gerechter Mann“4 war. Das rechtschaffene Beispiel seines Vaters Jakob trug entscheidend dazu bei, dass Enos seine Sünden vergeben werden konnten.
Bei Mosia lesen wir, dass „viele unter der heranwachsenden Generation“ der Kirche die Worte der Propheten nicht glaubten, „sich nicht taufen lassen“ wollten und, „was ihren Glauben betraf, ein abgesondertes Volk“ wurden.5 Dies löste große Bekümmernis aus und machte dem Propheten Alma und König Mosia Sorgen – die dann noch schlimmer wurden, als einige ihrer eigenen Söhne zu Hauptgegnern der Kirche wurden. Ein großes Wunder geschah, als Alma dem Jüngeren und den Söhnen Mosias ein Engel erschien, der ihrem aufrührerischen Treiben Einhalt gebot.6 An dieser Stelle erkennt man abermals das rechtschaffene Beispiel eines Vaters. Als Almas Sohn stumm und reglos vor ihn gebracht wurde, „freute [er] sich, denn er wusste, dass es die Macht Gottes war“7. Die rechtschaffenen Eltern Almas des Jüngeren und der Söhne Mosias trugen entscheidend dazu bei, dass treue Missionare und Führer aus ihnen wurden.
Als die tapferen und treuen Söhne Helamans befragt wurden, woher sie ihren Glauben, ihren Mut und ihre Kraft nahmen, erklärten sie, „ihre Mütter hatten sie gelehrt, dass, wenn sie nicht zweifelten, Gott sie befreien werde“8. Ihre Tapferkeit ist ein wunderbares Beispiel für jedermann. Sie hegten keinerlei Zweifel an der Rechtschaffenheit und am Glauben ihrer Mütter und sagten: „Wir zweifeln nicht; unsere Mütter haben es gewusst.“9
Dies sind nur ein paar Beispiele für rechtschaffene Eltern im Buch Mormon. Ich fand es immer bemerkenswert, dass in einer Reihe von Fällen einige Kinder dieser rechtschaffenen Eltern von dem, was ihre Eltern ihnen beigebracht und wozu sie sie angehalten hatten, abgewichen waren. Vor diese Situation sieht sich heute so mancher in der Kirche gestellt.
Rechtschaffene Eltern bleiben in so einer Lage treu und gehorsam – zu Zeiten des Buches Mormon genauso wie heute. Genau wie Alma beten sie inständig für das Wohl ihrer Kinder und bewahren sich die Hoffnung, dass diese wie Enos in die Situation kommen, über die Worte und das Beispiel ihrer Eltern nachzudenken und in ihrem Leben die erforderlichen Änderungen vorzunehmen, die ihnen die Segnungen des Reiches wieder zugänglich machen.
Wie sagte Präsident Boyd K. Packer?
„Es ist nicht ungewöhnlich, dass verantwortungsbewusste Eltern eines ihrer Kinder an Einflüsse verlieren, über die sie keine Gewalt haben. Sie sorgen sich um ihre rebellischen Söhne und Töchter. Sie zerbrechen sich den Kopf, warum sie so hilflos sind, obwohl sie sich so sehr bemüht haben, ihre Aufgabe gut zu erfüllen.
Ich bin davon überzeugt, dass diese schlechten Einflüsse eines Tages überwunden sein werden. …
Wir können nicht genug betonen, wie wichtig die Eheschließung im Tempel, die bindende Kraft der Siegelung und die dafür erforderliche Würdigkeit sind. Solange die Eltern ihre am Tempelaltar geschlossenen Bündnisse einhalten, bleiben ihre Kinder für immer an sie gebunden.“10
Das Beispiel rechtschaffener Eltern wird heutzutage genauso sehr gebraucht wie eh und je. Unsere Kinder brauchen treue, gehorsame und tapfere Eltern, deren Hilfe sie sich auf ihrer Reise zurück zum Vater im Himmel immer gewiss sein können.
1. Siehe 1 Nephi 19:23
2. Siehe Enos 1:2
3. Enos1:3
4. Enos 1:1
5. Mosia 26:1-5
6. Siehe Mosia 27:8-18
7. Mosia 27:20
8. Alma 56:47
9. Alma 56:48
10. Boyd K. Packer, „Unsere moralische Umwelt“, Der Stern, Juli 1992, Seite 62f.