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1992
Freud, Piaget, Wygotski und Loewald – Wie wird der Mensch ein Mensch?
von Norman Elrod
Der Mensch wird ein Mensch im Verkehr mit seinen Mitmenschen; er ist nur aus der Geschichte seines Umgangs mit anderen heraus zu verstehen, aus der Geschichte, die ihm auferlegt ist und aus der Geschichte, die er selbst macht (S. 41).»
Diese Schrift von Norman Elrod wurde im Somer 1988 verfasst, 1989 in der Zeitschrift Texte veröffentlicht und erschien 1992 im Althea Verlag. Sie nimmt die Arbeit von Wygotski in die aktuelle psychoanalytische Diskussion auf, berücksichtigt die Erkenntnisse der neuen psychoanalytischen Säuglingsforschung von Robert Emde, Daniel Stern et al. und ist Beitrag an der Entwicklung und Diskussion der psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie.
Bei Freud und Wygotski sieht Elrod «eine grosse Ähnlichkeit in ihrer Verpflichtung gegenüber dem Geist der Aufklärung, der uns den Auftrag erteilt, mittels schärfster, klarster, konsequentester Rationalität die Welt so zu entzaubern, dass möglichst viele Einzelne und die Menschheit insgesamt grössere Reife und psychische Stabilität erreichen können. … Sie setzten ihre Hoffnung auf die Karte Wissenschaft, auf die Fähigkeiten des Menschen, kraft einer humanistisch begründeten und praktizierten Wissenschaft die Gesetzmässigkeiten der Natur, der Gesellschaft und der Psyche nach und nach aufzudecken und diese so zu verstehen lernen, dass die Ergebnisse dieser Forschertätigkeit der Mehrheit der Menschheit zugute kommen. Und dieses Programm entsprach ziemlich genau dem Anliegen eines ihrer grossen Vorbilder, Baruch Spinoza» (S. 35–36).