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Drei Gruppen mit je 11 Milchkühen erhielten dieselbe Ration, bestehend aus Dürrfutter ad libitum, 15 kg Futterrüben und Kraftfutter. Während der Versuchsphase wurden zusätzlich 500 g Fett in Form von Sonnenblumenkernen, Leinsamen unbehandelt oder extrudiert verabreicht.Die Dürrfutter- und Gesamtfutteraufnahmen wiesen je nach Variante keine Unterschiede auf. Keine signifikanten Unterschiede wurden auch bei den durchschnittlichen Milchleistungen und -gehalten festgestellt. Mit der Zufütterung von Sonnenblumenkernen, Leinsamen unbehandelt und extrudiert verbesserte sich die Milchfettzusammensetzung in technologischer (C18:1 zu C16:0 > 0,8) und in ernährungsphysiologischer Hinsicht: Abnahme an kurz- bzw. mittellangkettigen und gesättigten Fettsäuren; Zunahme an langkettigen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Linol- und Linolensäure. Mit extrudierten Leinsamen wurden im Vergleich zu unbehandelten Leinsamen höhere Gehalte an Linol- und Linolensäure (+11 % bzw. +52 %) in der Milch beobachtet. Obwohl der Gehalt an Linolensäure mit der Zufütterung von extrudierten Leinsamen in der Milch mehr als verdoppelt wurde, lag die berechnete Übertrittsrate der Linolensäure vom Futter in die Milch bei nur 6.8 %. Die Suche nach einem noch effizienteren Schutz vor der mikrobiellen Hydrierung im Pansen könnte sinnvoll sein.Im frischen Käse sind im Vergleich zur Milch die Anteile an interessanten Fettsäuren CLA, Omega-3 und -6 sowie die ungesättigten Fettsäuren leicht tiefer. Die Käsereifung sowie die Verarbeitung zu Butter beeinflussen den Anteil dieser Fettsäuren kaum. Aus der Milch der Variante mit extrudierten Leinsamen gingen die Modellkäse (Tilsiter und Emmentaler) mit den besten Teigeigenschaften hervor.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.