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Seit die Sturzaktivitäten in den letzten Jahren zugenommen haben, kam die Frage auf ob das Dorf Brienz bergsturzgefährdet ist. Der Zusammenhang zwischen der Rutschung von Brienz und den Sturzaktivitäten war unklar. Anhand von geomorphologischen Aufnahmen über ein Gebiet von 10 km², welches wir anfänglich im Rahmen eines Forschungsprojektes starteten sowie der Auswertung aller vorhandener, geodätischer Vermessungen, konnte sowohl die Rutschung, wie auch das oberhalb folgende Felsgebiet in verschiedene Schollen unterteilt werden.
Dieses geologische Modell der gesamten Massenbewegung wurde ohne vorhandene Sondierungen erstellt. Brienz ist eine vor Jahrtausenden niedergegangene Felssackung. Die 500 m oberhalb des Dorfes liegenden Felsen des Sturzgebietes bilden den überhöhten, verstürzenden Sackungsrand (Auftraggeber Amt für Wald und Naturgefahren und Tiefbauamt Graubünden).
Bis in das Jahr 2020 wird das Modell mit einem ausgedehnten Sondier- und Untersuchungsprogramm überprüft.