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Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, sind nicht selten Verwachsungen im Eileiter der Frau die Ursache. Forscher der Universitäten Rostock und Greifswald haben für dieses Problem einen speziellen Stent entwickelt – ähnlich, wie er bereits seit langem bei Gefässverengungen eingesetzt wird. Dieser Stent könnte bei betroffenen Frauen den Transport der befruchteten Eizelle durch den Eileiter ermöglichen und eine aufwändige Behandlung oder Operation ersparen.
Der Tuben-Stent hat einen Durchmesser von etwa einem Millimeter bei zwei Zentimeter Länge und besteht aus einem Polymer, einem für Medizinprodukte zugelassenen Kunststoff, der sich aus Makromolekülen zusammensetzt. Ein sehr offenes Design des Stents – die einzelnen Zellen des Stents sind offenporig – macht es möglich, dass sich die Flimmerhärchen, die Bestandteil des Eileiters sind, auf dem Stent ansiedeln, um so einen Transport der befruchteten Eizelle durch den Stent im Eileiter zu gewährleisten.
Das Polymer löst sich binnen eines Zeitraums von ein bis zwei Jahren von selbst auf. Eingesetzt werden könne der Eileiter-Stent unter Ultraschallsicht während einer Gebärmutterspiegelung.