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Speedski ist die älteste alpine Disziplin. Vor über 100 Jahren wurde es in den Bergen der Rocky Mountains von Goldsuchern und Holzfällern ausgeübt. Das erste offizielle Rennen wurde 1930 in St. Moritz ausgetragen und es gewann der Österreicher Léo Gasperl mit einer Geschwindigkeit von 139 km/h.
In den 60igern war Cervinia (IT) das Mekka der Speedskier. Daher kommt auch die Abkürzung KL (Kilometra Lanciato, fliegender Kilometer). Der Italiener Luigi di Marco erreichte 1964 die Rekordmarke 174.75 km/h
Mit dem technischen Fortschritt und mit neuen Strecken explodierten die Rekorde förmlich.
Der Amerikaner Steve Mc Kinney übertraf 1978 in Portillo, Chile als erster Mensch die mystische Schallmauer von 200 km/h. Diese Schallmauer gilt auch heute noch unter Speedskifahrern als Eintritt in die Gilde der Topfahrer.
1992, anlässlich der Olympischen Spiele in Albertville wurde der Disziplin Speedski eine einmalige Plattform geboten. Der Sport stiess unter olympischem Feuer auf grosses Interesse. Leider konnte sich die Faszination trotz des Topspeeds von 229.299 km/h durch den Franzosen Michel Prufer, nicht auf alle Mitglieder des Olympischen Komitees übertragen.
Die Jahre 2005 und 2006 gingen in die Analen des Speedskisportes ein. In beiden Jahren wurden die Profiweltmeisterschaften auf der Olympiastrecke bei optimalsten Bedingungen ausgetragen. Jegliche Art von Rekorden wurde gebrochen.
Daraus resultieren im Jahr 2006 auch die Weltrekorde bei den Frauen mit 242.59 km/h durch die Schwedin Sanna Tidstrand und bei den Männern mit 251.40 km/h durch den Italiener Simone Origone. Beide sind die amtierenden Weltrekordhalter.
Simone Origone konnte 2014 in Vars seinen Weltrekord auf 252.454 km/h verbessern.