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Was wäre wenn die Götter des Olymps unter uns weilen würden und Hades nach einer würdigen Nachfolgerin für seine geliebte Persephone sucht?
Katherine Winters verbringt ihren 18. Geburtstag damit, mit ihrer todkranken Mutter Diana nach Eden, Michigan zu fahren.
In einer brenzligen Situation sieht Kate einen geheimnisvollen Jungen mit einem schwarzen Mantel auf der Straße stehen, der sogleich wieder verschwindet.
Freunde hatte Kate noch nie und sie hatte auch nicht vor dies zu ändern, doch das Schicksal hat andere Pläne.
Von Eifersucht getrieben lockt Kates Bekannte Ava diese in eine Falle.
Ihr zu Liebe muss sich Kate ihrer größten Angst stellen.
Unglücklicherweise ist Ava schon tot und Kate fleht um Hilfe.
Da erscheint der Junge und bietet ihr einen Handel an.
Er wird Ava das Leben wieder schenken, wenn Kate jedes Jahr sechs Monate an seiner Seite verbringt.
Kate willigt ein und tut den Handel zunächst als Schwachsinn ab.
Doch dann als die Herbst-Tagundnachtgleiche naht erscheint Henry, um Kates Teil des Handels einzufordern.
Ist sie es wert, die neue Königin der Unterwelt zu sein oder wird sie bei den bevorstehenden Prüfungen versagen?
Henry ist sich sicher, dass Kates Vorgängerinnen keines natürlichen Todes gestorben sind und dass auch Kate in Gefahr ist.
Wer trachtet Kate nach dem Leben?
Das göttliche Mädchen ist ein unterhaltsames Jugendbuch, welches frischen Wind in die griechische Mythologie bringt, sich aber wenig am eigentlichen Mythos um Hades und Persephone orientiert.
Die düstere, melancholische Stimmung im Buch, welche durch die dazu passende Jahreszeit stimmig untermalt wird, passt meiner Meinung sehr gut zum Mythos.
Kates Charakter entwickelt sich im Buch wenig weiter. Bleibt zu hoffen, dass sich dies in den Folgebänden ändert.
Was mich an ihrem Charakter jedoch fasziniert hat, ist ihre selbstlose, aufopfernde Art.
Kates Handeln wirkt stellenweise etwas naiv.
Zunächst einmal ist sie mit der Situation überfordert, doch als sie schließlich Gefühle für Henry entwickelt, erwacht in ihr plötzlich die Kämpferin.
Mir gefiel es, wie das Anwesen und seine Bewohner beschrieben wurden.
Jeder einzelne Charakter des Buches hatte eine gewisse Rolle zu spielen und so mancher Nebencharakter übernahm plötzlich eine tragende Rolle.
Den Mythos von Persephone aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten empfand ich als sehr erfrischend und die Vorstellung dass Hades nun auf der Suche nach einer Nachfolgerin für Persephone war, hatte ihren Reiz.
Kate musste nicht nur dem Rat der Götter beweisen, dass sie der Rolle der Königin der Unterwelt würdig war, sondern auch Henry überzeugen, dass es sich zu kämpfen lohnt.
In dem Buch ist niemand der, der er zu sein scheint.
Für mich war es eine ziemliche Überraschung, wer sich hinter den Mitgliedern des Rats verbirgt und wer hinter den Morden steckt.
Bei der Beschreibung und Ausgestaltung der Charaktere der Götter hätte ich mir mehr Details gewünscht, die auf ihr Ich schließen lassen.
Ein wenig habe ich den Tiefgang und den mythologischen Hintergrund vermisst.
Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne komplizierte, düstere Liebesgeschichten mit mythologischem Hintergrund lesen und die es nicht stört, dass der Persephone-Mythos in dem Buch ziemlich modernisiert wurde.
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