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Elektromagnetische Umweltverträglichkeit und Elektrosensibilität
Die elektromagnetische Umweltverträglichkeit (auch elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt, EMVU) bezeichnet die Verträglichkeit der Immissionen elektromagnetischer Felder auf die Umwelt, insbesondere den Menschen, und legt Grenzwerte zur Gewährleistung der Gewährleistung der Sicherheit und Verhinderung möglicher gesundheitlicher Schäden fest.
Umgangssprachlich bezeichnet man dies als Elektrosmog. Dies ist ein eher populärwissenschaftlicher Begriff, der für die Gesamtheit der einwirkenden nieder- und hochfrequenten Felder benutzt wird.
Die EMVU ist nicht mit der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) zu verwechseln, welche ein zentrales Thema in der Elektrotechnik ist, und sich mit der Wechselwirkung (Störung) zwischen elektronischen Geräten beschäftigt.
Elektrosensibilität ist ein Sammelbegriff für alle Formen körperlicher Reaktionen auf elektromagnetische Felder(EMF). Die medizinisch korrekte Bezeichnung lautet: Syndrom, hervorgerufen durch Exposition mit elektromagnetischen Feldern oder kurz EMF-Syndrom, auch Elektrohypersensibilität(EHS) genannt. Betroffene erleben massive Einschränkungen durch die Krankheit; Experten hingegen diskutieren, ob es sich überhaupt um eine Krankheit handelt.
Grundsätzlich muss man zwischen Elektrosensibilitätund Elektrosensitivitätunterscheiden. Elektrosensibilität spricht die unmittelbare Wahrnehmung elektromagnetischer Felderan, während Elektrosensitivität die Reaktion auf Einwirkungen von EMFbezeichnet, die auch ohnedirekte Wahrnehmung auftreten kann. Allein die Fähigkeit mancher Menschen, EMF physisch wahrzunehmen, ist jedoch nicht als Krankheitzu bezeichnen.
Bei der Elektrohypersensitivität (EHS)geht es nicht um die Wahrnehmungvon EMF, sondern darum, dass Betroffene angeben, unter den Auswirkungen von EMF körperlich zu leiden haben. Ob diese Symptome “real” sind, wird von Experten unterschiedlich beurteilt:
- Laut einer Arbeitsgruppe der WHO ist Elektrohypersensibilität kein medizinisches Krankheitsbild, sondern eine Erscheinung, die nicht durch Mobilfunkstrahlung, sondern durch die unbegründete Angst davor zu Symptomen führen kann.
- Die Europäische Akademie für Umweltmedizin (EUROPAEM) klassifiziert EHS dagegen als chronische Multisystemerkrankung in Zusammenhang mit Umwelteinflüssen, vergleichbar mit multipler Chemikalien-Sensitivität (MCS).
Auch wenn die Ursachen unterschiedlich bewertet werden, so sind sich doch beide Institutionen darüber einig, dass die Symptome von EHS real sind und eine massive Einschränkung für die Betroffenen bedeuten, die oftmals sogar bis zur Arbeitsunfähigkeit führen kann.
Die meisten Elektrosensiblen reagieren empfindlicher auf HF- Strahlung als auf NF-Felder. Bezüglich Langzeitwirkungen auf die Gesundheit sind alle Frequenzen von vergleichbarer Bedeutung.
Zahlreiche seriöse Studien belegen einen klaren Zusammenhang zwischen Bestrahlung und physiologischen Reaktionen: unter anderem sind mehr Mastzellen in den oberen Hautschichten feststellbar, bestimmte Hirnregionen werden nicht richtig durchblutet, der Hormonspiegel ist gestört, der Hautwiderstand verändert sich, die kapillare Mikrozirkula on sowie die Herztätigkeit sind beeinträchtigt.