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Betrachtet man den Screenshot einer nach fotografischer Vorlage erstellten Vektordatei, sind daran die beiden Möglichkeiten des Computers abzulesen: Einerseits die Einteilung der Sichtbarkeit in eindimensionale Bits (also Pixel via digitale Fotografie) und der Computation von Informationen zu neuen Formen und Figuren (Diagramme). Man könnte sagen, es zeige sich in diesen Darstellungen wie im biologischen Kreislauf, jedoch auf der Ebene des Computers, die Zersetzung und Synthetisierung der Welt.
Digitalen Bildern liegen mathematische Axiome zugrunde. Solange sie als Lichtbild auf dem Bildschirm erscheinen, stehen sie in Abhängigkeit von der Maschine, die sie projiziert. Fehler im Code rufen auch Fehler in der Bildoberfläche hervor, vergleichbar mit den durch genetische Defekte entstandenen Missgestaltungen des Körpers.
Urheberrechtshinweis
Menzi Joëlle, Hochschule Luzern – Departement Design & Kunst