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Kriegstagebuch einer Vierzehnjährigen, Bozen, 1943. Dtsch.-Italien.
„Was sollen wir tun? Was können wir hoffen? Auf den Sieg oder auf die Niederlage?“ Das Tagebuch der 1929 geborenen Silvana hält ihre unmittelbaren Eindrücke des Jahres 1943 fest. Neugierig, voller Hoffnungen, aber auch mit den Zukunfts-ängsten und Selbstzweifeln einer Vierzehnjährigen, schreibt Silvana über die Schule, ihre Familie, ihre Verehrung für den Duce, den Einmarsch der „verhassten“ Deutschen, die Luftangriffe auf Bozen. Das Tagebuch endet mit dem 9. September 1943, einen Tag nach der Verkündung des Waffenstillstands durch Badoglio, der nur von kurzer Dauer war. Auf der Flucht mit ihrem Vater trifft sie auf vorüber ziehende gefangene Alpinisoldaten, die von einem deutschen Soldaten begleitet werden, der nicht das schmähende Gesicht seiner Kameraden hat. Hoffnung blitzt auf. Teile des Tagebuches sind in einem von der Autorin selbst erfundenen Französisch geschrieben – zum Schutz des Geschriebenen: „Ich weiss sehr wohl, dass ich eingesperrt werde, sollte dieses Tagebuch gefunden werden.“ Das Buch erscheint in einer deutsch-italienischen Ausgabe. Einführungen in diesen auch für die Schule interessanten Text stammen von Hans Drumbl, Carlo Romeo und Ferruccio Cumer.
Portrait
Silvana Cumer geboren 1929 in Bozen, wo sie das Klassische Lyzeum mit Matura abschloss und im selben Jahr auch die Maturaprüfung der Lehrerbildungsanstalt ablegte. Nach Abschluss der Matura, studierte Cumer in Mailand Medizin und spezialisierte sich in Pädiatrie und Neuropsychiatrie. In Mailand heiratete sie Antonio Bruno und arbeitet fortan am "Staatlichen Neurologischen Institut Carlo Besta". Im Juli 1981 starb Cumer an den Folgen eines Gehirntumors. Vom Frühjahr bis September 1943 hat die damals Vierzehnjährige ein Tagebuch geführt, das erst 1995 im Haus der Familie in Bozen entdeckt wurde.