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Am 4. Prozesstag sagten unter anderem die Rettungssanitäter, die am 25. Juni in Michaels Villa fuhren, aus.
Zuerst sagte Bob Johnson aus, der Hersteller des Puls-Oximeters, den Dr. Murray nachdem Alberto Alvarez den Notruf gewählt hatte, an Michaels Finger heftete. Johnson bestätigt, dass dies der falsche Apparat sei, um MJ zu überwachen. Der Puls-Oximeter hat keinen Alarm und ist mehr für den Gebrauch für z.B. Hausärzte gedacht, die damit den ungefähren Puls bzw. Herzschlag eines Patienten einschätzen können.
Dann sagte ein früherer Patient von Murray aus. Robert Russel gibt an, dass Murray ihn zwischen März und April 2009 am Herz operiert hatte und dabei Gefässprothesen installierte. Er sei mit dem Resultat zufrieden gewesen. Doch dann habe Murray im Juni zwei Arzttermine abgesagt. Murray rief ihn zuletzt am 25. Juni an und hinterliess eine Sprachnachricht um 11:49am. Etwa eine halbe Stunde bevor Alberto Alvarez den Notruf wählte. Murray teilte seinem Patient mit, dass er das Land verlassen werde (wohl in Hinsicht auf die This Is It Konzerte).
Richard Senneff, einer der Rettungssanitäter, die am 25. Juni Michael ins Spital fuhren, sagte, dass eine gute Chance bestanden hätte, Michaels Herz wieder zum schlagen zu bringen, hätte Murray früher die 911 gewählt. Murray gab ihm an, den Notruf gewählt zu haben, gerade als es passierte. Als Senneff im Schlafzimmer eintraf, sagt er, lag Michael mit offenen Augen auf dem Boden, mit einer Chirurgen-Haube (für die Haare) auf dem Kopf. Die Haut habe sich bläulich verfärbt. Senneff sagt, er habe den schwitzenden, rasenden Arzt gefragt, was der Patient habe. “Nichts, er hat nichts”, soll Murray gesagt haben. Senneff sagt, dass Murray auch die Frage, ob Michael Jackson Medikamente verabreicht bekam, verneinte. Erst später habe Murray eingeräumt, Michael eine Dosis vom Beruhigungsmittel Lorazepam gegeben zu haben. Doch da Medizin-Flaschen auf dem Nachttisch lagen, habe Senneff weiter nachgehackt. Murray habe schliesslich gesagt, er würde Michael wegen Dehydration und Entkräftung behandeln. Murray habe Propofol nie erwähnt.
Der Ansicht von Richard Senneff nach, war Michael bereits tot, als sie eintrafen. “Als ich den Patient das erste Mal bewegte, war seine Haut beim berühren sehr kühl, seine Augen waren offen, sie waren trocken und seine Pupillen waren geweitet.”
Sie hätten Michael Jackson während 42 Minuten wiederzubeleben versucht. Doch Michael sei auch nach den Versuchen mit mehreren Herz startenden Medikamenten und anderen Bemühungen leblos geblieben. Er habe nie ein Lebenszeichen ausmachen können. An einem Punkt habe Murray den Sanitätern gesagt, einen Puls zu spüren. Doch ihr Herzmonitor zeigte keinen Rhythmus an. Murray bestand darauf, dass Michael ins Ronald Reagan UCLA Medical Center gefahren wird, damit die Wiederbelebungsmassnahmen fortgesetzt werden konnten. Sennef sagte auch, dass als er von der Ambulanz zurückkehrte um seine Ausrüstung mitzunehmen, er Murray sah “Gegenstände” vom Boden aufnehmen.
Auch ein anderer Sanitäter, Martin Blount, bestätigte die Schilderung seines Kollegen, dass Murrays Aussagen und so, wie sie das Schlafzimmer vorfanden, nicht zusammen passten. Blount sagte, er habe drei offene Lidocaine Flaschen auf dem Boden gesehen. Murray habe aber nie erwähnt, das Schmerzmedikament verabreicht zu haben. Blount sagte zu den Juroren, er sah Murray die Ampullen aufnehmen und in eine schwarze Tasche stecken. Auf die Infusionsbeutel angesprochen, habe Murray gesagt, diese seien mit einer harmlosen salzhaltigen Lösung gefüllt gewesen und wegen Michaels Dehydration von den langen Proben eingesetzt worden.
Als letzte Zeugin dieser Woche trat Richelle Cooper vor die Jury. Die Ärztin, die Michael im Spital für tot erklärte. Murray habe ihr nur angegeben, 4mg Lorazepam verabreicht zu haben. Und habe ihr gesagt, dass als Reaktion auf die zweite Dosis, Michael aufgehört habe zu atmen und sein Herz nicht mehr schlug. Murray habe nie andere Medikamente erwähnt Über Michael Jacksons Zustand, als er im Ronald Reagan UCLA Medical Center ankam, sagt Cooper: „Er war klinisch tot. Er hatte keinen Puls.”
Während einer Pause, als die Juroren abwesend waren, rügte Richter Michael Pastor Murrays Anwalt Ed Chernoff, da ein Partner von ihm am Freitag ein TV Interview gab. Nur Stunden, nachdem der Richter die Beteiligten aufgefordert hatte, keine Medien-Interviews zu geben. In dem Interview kritisierte der Anwalt Matt Alford den Zeugen Alberto Alvarez. Richter Pastor sagte, er habe das Interview “mit offenem Mund” gesehen. Alford muss nun wegen dieser Missachtung am 15. November zu einer Anhörung antreten.
Quelle: jackson.ch, tmz.com, washingtonpost.com, cnn.com