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Bei der Explosionskatastrophe in der chinesischen Stadt Tianjin ist nach Schätzungen der Credit Suisse ein versicherter Schaden von bis zu 1,5 Milliarden Dollar entstanden. Es sei eine grosse Zahl von Versicherungen betroffen, erklärte der Analyst Arian van Veen am Montag unter Berufung auf chinesische Medienberichte. Zwar sei es für eine Bewertung noch sehr früh. Die Summe könnte aber zwischen einer Milliarde und eineinhalb Milliarden Dollar liegen.
Versicherungskonzerne wie Zurich oder Allianz hatten am Freitag erklärt, Schadensanzeigen von Kunden bekommen zu haben. Für eine Schätzung der Summe sei es aber noch zu früh.
Mindestens 114 Tote
Fünf Tage nach der verheerenden Explosion im Hafen der nordchinesischen Metropole ist die Zahl der Toten auf 114 gestiegen. 70 Menschen wurden am Montag noch vermisst, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete.
Die Zahl sei von zuvor 95 gefallen, da 25 Vermisste unter den Toten identifiziert worden seien. Unter den Toten und Vermissten sind Dutzende Feuerwehrleute, die zu dem Feuer in dem Gefahrgutlager gerufen worden waren, als sich die Explosionen ereigneten. Bei einem Besuch am Unglücksort erwies Premier Li Keqiang den getöteten Feuerwehrleuten am Sonntagabend seinen Respekt und beschrieb sie als «Helden».
(reuters/sda/dbe/hon)