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«Gesundheit ist die Basis»
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30. Juni 2020
09:15
Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat zehn Anpassungen am aargauischen Kantonsstrassennetz, zwei davon betreffen die Region Brugg. Es handelt sich um ein 192 Meter langes, neues Teilstück der Kantonsstrasse K287 zwischen Lauffohr und Rüfenach/Remigen, im Umfeld des Soldatendenkmals auf dem Villigerfeld, sowie um eine Verlegung der Kantonsstrasse K398 aus dem Ortsbereich von Birr und Lupfig an den Rand des Siedlungsgebiets. Sie soll als neue Verbindung zwischen den Industriestandorten der beiden Gemeinden dienen.
Entlastung von Birr und Lupfig
Derzeit verläuft die Kantonsstrasse K398 vom Kreisel Zentralstrasse / Eigenämterstrasse K395 bei der Schulanlage Niedermatt in Birr zum Kreisel Bahnhofstrasse K399 bei der Garage Siegler in Lupfig. Sie durchquert das Siedlungsgebiet und führt unter anderem am Altersheim Eigenamt vorbei. Zudem verbindet sie die Industriestandorte der beiden Gemeinden. Das Verkehrsaufkommen ist erheblich. Der 650 Meter lange Kantonsstrassenabschnitt soll nun in eine Gemeindestrasse umgewandelt und durch ein rund 800 Meter langes, neues Kantonsstrassenteilstück – sozusagen eine Ortsumfahrung – ersetzt werden. Birr und Lupfig sind mit dem Vorhaben einverstanden.
Die neue K398 führt von der Zentralstrasse Birr an der Wohnsiedlung Wyden vorbei zur Wydenstrasse und weiter zur Drahtseilfabrik Brugg Lifting, wo sie auf einen auszubauenden Flurweg nach Norden schwenkt und zum heutigen provisorischen Kreisel Industriestrasse / Bahnhofstrasse Lupfig verläuft. Die Trassierung ist durch zwei scharfe Richtungswechsel gekennzeichnet. Durch diese Linienführung wird die bedeutende Industrielandreserve der Drahtseilfabrik nicht zerstückelt und zudem Lupfiger Industriegebiet entlang der Bahnlinie erschlossen. Hier ist gegenüber dem Huckepack-Terminal Bärtschi-Birrfeld eine Anlage für den Bahnfreiverlad vorgesehen, die den heutigen Freiverlad in Brugg ersetzen soll, der im Zuge der geplanten Zentrumsentlastung (Oase) aufgehoben wird.
Strassenverlegung bei Stilli
Oberhalb der «Steirenni» bei Lauffohr zweigt von der Kantonsstrasse K112 Brugg–Stilli die K287 ab. Sie führt heute noch am 2018 restaurierten Soldatendenkmal vorbei nach Rüfenach und Remigen und verläuft nach der Gedenkstätte als K442 auch geradeaus nach Villigen. Die K287 mündet in einem spitzen 45-Grad-Winkel mit schlechter Verkehrsübersicht in die vielbefahrene K122 ein. Ein zweiter K287-Ast zweit etwas nördlich, am Ortsrand von Stilli, ebenfalls von der K112 nach Rüfenach-Remigen ab. Diese beiden Strassenteilstücke sollen nun aufgehoben und durch eine 292 Meter lange Verbindung dazwischen ersetzt werden. Die neue Strasse würde rechtwinklig in die K112 einmünden. Der neue Knoten K112/K287 läge an einer übersichtlicheren Stelle und könnte noch mit einer Abbiegespur sicherer gemacht werden.
Aber beim vorgesehenen Rückbau des bei Stilli gelegenen nördlichen K287-Astes stellt sich die Frage, was mit den heutigen Einmündungen der Steigstrasse und des Josenbodenwegs in den aufzuhebenden Strassenabschnitt geschieht. Werden die beiden Quartierzufahrten ebenfalls gekappt? Anderseits wird bei der Aufhebung des östlichen K287-Astes der künftige Zugang zum Soldatendenkmal zu lösen sein. Vielleicht könnte ein kleines Teilstück der heutigen Strassenfläche vor dem Denkmal für zwei, drei Parkplätze verwendet werden.
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