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1781 gründete Heinrich Rebmann eine Schlauchweberei am Krähbach, welche Haushaltungen und Feuerwehr mit ihren Produkten versorgte. 1864 liess der neue Eigentümer Georg Benninger im «Weisshut» an der Zugerstrasse ein neues Wohn- und Fabrikgebäude bauen. 1873 wurde Johann Ehrsam-Hafner (1817–1887) Besitzer der Schlauchweberei. Auf sechs Webstühlen und einer handgetriebenen Zwirn- und einer Spulmaschine konnten täglich dreissig Meter Schlauch produziert werden. Bald nach der Geschäftsübernahme baute Johann Ehrsam seinen Betrieb aus, u.a. 1876 mit einem Hochkamin. 1885 erweiterte man das Wohnhaus um einen Fabrikationsanbau.
1898 wurde Emil Ehrsam-Denzler Inhaber der Schlauchweberei. Unter seiner Leitung erfolgte die Mechanisierung: 1903 wurden in England neue Webstühle gekauft, welche die alten Handwebstühle ersetzten. 1912 wurde ein neues Webereigebäude erstellt, in dem bis zu zwölf Webstühle liefen, mit einer Tagesleistung von 25 Metern Schlauch pro Webstuhl. 1913 konnte ein Wagnereigebäude mit Schmiede für die Herstellung von Schiebeleitern und Hydrantenwagen eingeweiht werden, und 1914 baute die Firma Ehrsam
erste fahrbare mechanische Leitern. Ins Jahr 1948 fiel die Konstruktion der ersten elektrohydraulischen Autodrehleiter mit einer Auszugslänge von 22 Metern. Ab 1952 führten die Söhne Emil und Rudolf Ehrsam die in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Firma, bauten sie aus und brachten Neuerungen auf den Markt. 1978 gab die Ehrsam AG die Schlauchweberei auf und konzentrierte sich fortan auf die Konstruktion von Leitern und Feuerwehrfahrzeugen. 1984 wurde die Aktienmehrheit an die Rolba AG in Zürich verkauft. Ab 1988 gehörte die Ehrsam AG zur Heinz Egolf Holding AG in Wetzikon. Das Unternehmen zog 1991 nach Reichenburg und wurde 2005 liquidiert. Auf dem Areal in Wädenswil entstanden Wohnbauten. [pzi]