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Karges, oft überschwemmtes mit üppigem Untergehölz bewachsenes Land zwischen den südlich gelegenen bewaldeten Anhöhen und dem Aarelauf prägten das Landschaftsbild. Zwischen Aarberg und Büren führten noch keine Brücken über die Aare. In Busswil konnte man sich einer Fähre bedienen, um das jenseitige Ufer zu erreichen.
In der Tène-Zeit, also rund vor 2000 Jahren, war die Gegend bereits bewohnt. Hinweise auf Grabstätten, die man am "Bärgli" gefunden hat, deuten auf Siedlungen in dieser Gegend hin. Ausgrabungen (Tempelanlage und Mauerreste von Siedlungen und Befestigungen) der Römer können am "Jäissberg" (Petinesca) besichtigt werden. Nach dem Untergang der römischen Herrschaft wurde die Gegend Bestandteil des burgundischen Reiches mit seinen vielfältig gegliederten Verwandschaften der herrschenden Familien. So gründeten im 13. Jahrhundert die Grafen von Neuenburg die Niederlassungen von Aarberg und Nidau. Das Dorf Busswil gehörte zur Herrschaft Aarberg. Nach verschiedenen Käufen und Wiederkäufen erwarb Bern im Jahre 1367 alle Rechte von Aarberg und deren näheren Landschaft. Busswil ist somit dasjenige Dorf des ehemaligen Bürenamtes, das sich der längsten Zugehörigkeit zu Bern rühmen kann.
Im Mittelalter herrschten zum Teil verworrene Verhältnisse. Durch Vergabungen und Tauschrechte hatten verschiedene Besitzer Landrechte. Im Jahre 1371 vergabte zum Beispiel Adelheid Ruslina dem Frauenkloster Kappelen (heute Frauenkappelen) 7 Schupposen zu Busswyl. Mit Lyss bildete Busswil ein Gericht. Kirchlich gehörte es zur Kilchhöri Diessbach, welches einerseits den Herren von Strassberg (Büren) gehörte. Die Zugehörigkeit zur Landvogtei Aarberg dauerte bis zur Einrichtung der Helvetik durch die Franzosen im Jahr 1798 (Abschaffung des Patriziates).
Die Schule mussten die Kinder von Busswil vorerst in Büetigen besuchen, welches dem Kloster von Frienisberg unterstellt war. Ab 1802 unterhält Busswil eine eigene Schule, den Zehnten (Steuern) entrichtete die Dorfbevölkerung Busswil dem "unteren Spital" zu Bern. Im Jahre 1806 zählte das Dorf 110 Einwohner und es besuchten damals 32 Kinder die Schule. Der damalige Lehrer erhielt eine Jahresentschädigung von 16 Kronen und eine Jucharte Land vom Kanton sowie von der Gemeinde eine halbe Jucharte Land und eine freie Wohnung.
Im Jahr 1860 begann, angeregt vom bedeutenden Seeländer Politiker und Arzt Dr. J. Schneider, die Realisierung der ersten Juragewässerkorrektion. Mit der Umleitung der Aare in den Bielersee konnte das in der Ebene gelegene Land von Busswil landwirtschaftlich genutzt werden. Am 7. Dezember 1907 beleuchteten zum ersten Mal die Strassenlampen die Bahnhof- und die Büetigenstrasse mit elektrischer Energie. Diese, damals für viele rätselhafte Kraft, welche mit Drehschalter ein- und ausgeschaltet werden konnte, läutete in Busswil eine neue Ära ein.
Rasch nach dem ersten Weltkrieg wurden in Busswil die ersten Unternehmungen gegründet. So wurde in der Nähe des Bahnhofes zuerst eine Kaminhutfabrik, später eine Möbelfabrik, die dann ihrerseits von der heute an der Fabrikstrasse stehenden Essigfabrik abgelöst wurde, gegründet. In die gleiche Epoche fällt auch der Bau der "Seeländischen Mosterei" und der Fensterfabrik. Neben diesen grösseren Betrieben gab es eine beachtliche Anzahl Kleinstbetriebe, die vor allem Teile und Halbfabrikate für die Uhrenindustrie herstellten. Nach 1945 entwickelten sich die Gewerbe- und Industrieunternehmungen kontinuierlich weiter. So entstand in kurzer Folge die Uhrenschalenfabrik "Werthana", die Reissverschlussfabrik "Brero" und die Konstruktionswerkstätte "Alpanalp", welche insgesamt an die hundert Arbeitsplätze anboten.
Heute werden in Busswil über 50 Unternehmungen vor allem mit gewerblicher Ausrichtung betrieben.
Busswil ist erschlossen durch den öffentlichen Verkehr. Im Netz der S-Bahn Bern ist Busswil Umsteigebahnhof für die Linien S3 und S36, Bern-Biel und Kerzers-Büren a. A.