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Text: Claudia Hottiger / Illustration: Dieter Stocker / Foto: Alamy
Irgendwie passt der Song nicht wirklich zu Justin Bieber, haben sich einige Fans gedacht. «Love Yourself» klingt tatsächlich nach einem anderen Künstler. Kommst du drauf? Genau, Ed Sheeran. Das macht Sinn, schliesslich hat der Brite das Lied geschrieben. Und er hatte auch bei einem weiteren Bieber-Banger seine Finger im Spiel: «Cold Water», mit dem er mit Major Lazer und MØ die Charts erklomm. Und weil Ed Sheeran ein Hit-Garant ist, verhalf er auch Liam Payne nach One Direction (für die Sheeran ebenso das ein oder andere Mal komponierte) mit «Strip That Down» zum Solodurchbruch – und Rita Ora mit «Your Song» zum Comeback.
14 Minuten! So schnell ging es, dann hatte Sia den Song im Kasten, der für Rihanna zum Welthit wurde. Deshalb war die australische Sängerin auch so verwundert, dass sich Rihanna bei ihrer Aufnahme genau an das Original-Demo von «Diamonds» hielt, wie sie in einem Interview erzählte. Für «Riri» hat es sich ausgezahlt. Bei einem anderen Sia-Song hatte sie dafür mehr Pech. «Pretty Hurts» schnappte ihr nämlich Beyoncé vor der Nase weg. Und das, nachdem Sia das Lied als Erstes Katy Perry schickte, welche die Nachricht übersah. Rihannas Lager, bei dem der Song dann landete, war zwar begeistert, verschlampte es aber, sich die Rechte zu sichern. Da hatten andere mehr Glück: Rita Oras «Radioactive», Britney Spears’ «Perfume» und Jessie Js «Breathe» stammen unter anderem aus Sias Feder.
Heute gehört Miley Cyrus zu den Provokativen im Pop-Zirkus. Doch bevor sie sich blutt auf einer Abrissbirne räkelte, hatte sie das Image als «America’s Sweetheart». Und was passte da besser als «Party in the U.S.A»? Geschrieben wurde der Song jedoch von der Britin Jessie J, der das Lied für ihr eigenes Album nicht edgy genug war. Also machten sich ihre Co-Writer auf den Weg nach Georgia, wo Miley Cyrus gerade «Hannah Montana: The Movie» drehte. Dort nahmen sie den Song in einem provisorischen Studio auf – das die Köchin Paula Deen für die Aufnahmen ihres Audio-Kochbuchs nutzte. The rest is history.
Kennst du OneRepublic? Wenn nicht, ist das nicht schlimm. Doch den Namen des Sängers der Band – Ryan Tedder – solltest du dir hinter die Ohren schreiben. Denn der Mann ist eine Hit-Maschine. Deshalb bat Beyoncé ihn auch, einen Song für sie zu komponieren. Das Ergebnis: «Halo», den der Musiker schrieb, als er mit gerissener Achillessehne zu Hause sass. Und Beyoncé ist nicht das einzige Stimmwunder, für das Tedder komponierte. So schrieb er etwa «Turning Tables» und «Rumour Has It» für Adele oder «Bleeding Love» für Leona Lewis. Du willst mehr? Auch bei «That’s What I Want» von Lil Nas X, «Happier» von Ed Sheeran und Ellie Gouldings «Burn» mischte Tedder mit.
Avril Lavignes Debüt «Let Go» (2002) ist das meistverkaufte Album eines kanadischen Künstlers beziehungsweise einer kanadischen Künstlerin im 21. Jahrhundert. Und genau auf dieser Scheibe hätte auch der Song «Breakaway» landen sollen. Doch irgendwie passte er für die Pop-Punk-Queen nicht so richtig zu «Complicated», «Sk8er Boi» und Co. Also gab Lavigne ihren Song für den Soundtrack des Films «The Princess Diaries 2: Royal Engagement» an Kelly Clarkson weiter. Diese landete damit einen Riesenhit. Und auch Leona Lewis konnte von Lavignes Songwriting-Talent profitieren. «I Will Be» stammt ebenfalls aus der Feder der Kanadierin.
In unserer Spotify-Playlist kannst du in die Songs reinhören.
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