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Jürgen Klopp, der Trainer des FC Liverpool, war am Boden zerstört, nachdem sein Team eine bittere Niederlage gegen Tottenham Hotspur erlitten hatte. Die Reds waren aufgrund von zwei Platzverweisen in Unterzahl und kämpften hart, um das Spiel zu halten. Doch in der Nachspielzeit erzielte Joel Matip ein Eigentor, das Tottenham den Sieg brachte.
Trotz des tragischen Endes des Spiels war Klopp voller Lob für seine Mannschaft. Er betonte, dass sie den Punkt verdient hätten und dass er noch nie so stolz auf sie gewesen sei wie an diesem Abend. Doch der Videobeweis und Schiedsrichter Simon Hooper sorgten für Aufregung und Unverständnis bei Klopp und den Liverpool-Fans. Klopp bezeichnete die Entscheidungen als verrückt und unfaire Umstände.
Übeltäter Jones: Klopp sieht „kein böses Tackle“
In der 24. Minute des Spiels gegen Tottenham Hotspur sorgte Curtis Jones für Aufregung, als er mit vollem Gewicht ins Sprunggelenk von Yves Bissouma grätschte und daraufhin von Schiedsrichter Hooper die Rote Karte erhielt. Doch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp verteidigte seinen Spieler und betonte, dass es sich nicht um ein böses Foul gehandelt habe.
Klopp erklärte, dass Jones auf den Ball gestiegen sei und unglücklicherweise darüber hinaus gerutscht sei. Er betonte, dass die Zeitlupe die Situation anders aussehen lasse, als sie tatsächlich passiert sei. Der ehemalige Spieler von Manchester United und heutige „Sky“-Experte Gary Neville pflichtete Klopp bei und kritisierte die Entscheidung des Schiedsrichters sowie des VAR.
Neville bemängelte die zur Verfügung gestellten Bilder des VAR und betonte, dass Jones‘ Fuß vom Ball abgerutscht sei. Er kommentierte, dass es sich nicht um ein böses Foul gehandelt habe und dass Jones die Rote Karte nicht verdient habe. Trotzdem behielt Neville mit seiner Prognose Recht und Jones musste das Feld verlassen.
Obwohl Liverpool in Unterzahl weiterspielen musste, raffte sich das Team auf und erzielte nur wenige Minuten später die vermeintliche Führung. Doch anstelle des 1:0 stand der nächste Aufreger des Abends auf dem Plan.
Carragher: „Dann weiß man, dass Mist gebaut wurde!“
Jamie Carragher, ehemaliger Mittelfeldmotor von Liverpool, hat seine Meinung zum umstrittenen Abseitspfiff geäußert. Carragher ging mit den Unparteiischen etwas härter ins Gericht und schrieb noch während der Partie auf „X/Twitter“: „Wenn man so lange auf eine Antwort nach einer umstrittenen Entscheidung warten muss, dann weiß man, dass jemand Mist gebaut hat“.
Carragher ist der Ansicht, dass die lange Wartezeit auf eine Antwort des Schiedsrichtergespanns ein Indiz dafür ist, dass ein Fehler gemacht wurde. Er kritisiert damit die Entscheidung des VAR, der sich trotz der knappen Verhältnisse nicht meldete und das Spiel nur wenige Augenblicke später fortsetzte.
Im Gegensatz zu Jürgen Klopp, der den VAR in die Pflicht nahm, wollte Carragher jedoch keine Schuldzuweisungen vornehmen. Er äußerte sich lediglich zu der Wartezeit auf eine Antwort und betonte damit, dass es seiner Meinung nach einen Fehler gegeben haben muss.
Es bleibt abzuwarten, ob sich die Schiedsrichter zu dem Vorfall äußern werden und ob es in Zukunft Änderungen bei der VAR-Entscheidung geben wird.
PGMOL gesteht Fehler ein – Klopp winkt ab
Die Professional Game Match Officials Limited (PGMOL) hat in einem Statement einen Fehler bei der Abseitsentscheidung im Spiel zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool eingestanden. Das Tor von Diaz wurde vom On-Field-Team wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben, obwohl es ein klarer und sachlicher Fehler war, der durch den Einsatz des VAR hätte rückgängig gemacht werden sollen. Der VAR hat jedoch nicht eingegriffen.
Der Verband wird die Umstände, die zu diesem Fehler geführt haben, umfassend untersuchen und Liverpool unmittelbar nach dem Spiel kontaktieren, um den Fehler zu bestätigen. Klopp hat die Entschuldigung des Verbands angenommen, aber betont, dass sie Liverpool nicht die verlorenen Punkte zurückgeben wird.
Auf der Pressekonferenz fragte Klopp: „Wem hilft das jetzt? Haben sie dafür Punkte bekommen? Das hilft einfach nicht.“ Er betonte auch, dass niemand erwartet, dass die Entscheidungen auf dem Rasen zu 100 Prozent richtig sind, aber dass der VAR die Dinge einfacher machen sollte. Klopp winkte jedoch ab und sagte: „Wir werden dafür keine Punkte bekommen.“
Die PGMOL hat den Fehler eingestanden und wird die Umstände untersuchen, die zu diesem Fehler geführt haben. Klopp hat die Entschuldigung angenommen, aber betont, dass sie Liverpool nicht die verlorenen Punkte zurückgeben wird.