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"Einige sagen, ich bin zu weit gegangen", sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) vor tausenden Anhängern in Phoenix im Bundesstaat Arizona. "Es war nicht stark genug", fügte er an. Nicht nur beginne Nordkoreas Herrscher Kim die USA zu respektieren. "Und vielleicht, eher nicht, aber vielleicht kann daraus etwas Positives werden", sagte Trump weiter.
US-Aussenminister Rex Tillerson hatte kurz zuvor die "Zurückhaltung" Pjöngjangs in jüngster Zeit gewürdigt. Er sei froh zu sehen, dass Nordkorea "ein gewisses Mass an Zurückhaltung" geübt habe, welches es so zuletzt nicht gegeben habe, sagte Tillerson vor den Medien in Washington.
Er verwies darauf, dass Nordkorea seit der Verhängung neuer UNO-Sanktionen keine Atom- oder Raketentests vorgenommen habe. Es müssten noch mehr solche Schritte von Nordkorea zum Vorschein kommen, "aber ich will die Schritte anerkennen, die sie bislang unternommen haben", sagte der US-Aussenminister.
Tillerson äusserte zugleich die Hoffnung, dass es "irgendwann in der nahen Zukunft" möglicherweise Gespräche zwischen Pjöngjang und Washington geben könne, die zur Abrüstung und einer friedlichen Lösung führten.
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un ordnete derweil offenbar den Bau weiterer Raketenteile an. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete am Mittwoch, Kim habe bei einem Institut unter anderem Raketenantriebe in Auftrag gegeben.
Die Ausweitung der Produktionskapazität sei mit Hilfe von Kohlefasermaterialien möglich, hiess es. Von verbalen Angriffen gegen die USA wie in den vergangenen Wochen war jedoch keine Rede.
Im Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm hatte sich der Ton zwischen Washington und Pjöngjang zuvor deutlich verschärft. Nordkorea hatte Ende Juli trotz internationaler Verbote erneut eine Interkontinentalrakete getestet, die Experten zufolge auch die USA hätte erreichen können. US-Präsident Donald Trump drohte daraufhin mit "Feuer und Wut", sollte das isolierte Land die Vereinigten Staaten bedrohen.
Die USA hatten gemeinsam mit China, Russland, Japan und Südkorea in den sogenannten Sechs-Parteien-Gesprächen bereits mit Nordkorea verhandelt. Angedacht war, dass die Führung in Pjöngjang ihr Atomprogramm einstellt und dafür diplomatische Erleichterungen und Hilfe bei der Energieerzeugung bekommt. Die Verhandlungen wurden jedoch im Jahr 2008 abgebrochen.
Zuletzt trieb Nordkorea sein Rüstungsprogramm voran: Seit Anfang 2016 führte es zwei Atomtests durch und erprobte Dutzende Raketen. Am Dienstag bekräftigte ein nordkoreanischer Diplomat auf einer Abrüstungskonferenz in Genf die Haltung seines Landes. So lange sich die USA feindlich verhielten und mit Atomwaffen drohten, werde man über die eigene nukleare Abschreckung nicht verhandeln.
(SDA)