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Liebe in Zeiten der Revolution
Die Geschichte der jungen Pariser Arbeiterin Jeanne, die sich von einer Anstellung im Hutladen bis hin zur Liebhaberin des Königs kokettiert, spielt unmittelbar vor dem Ausbruch der Französischen Revolution und wurde mitten in einer deutschen Umbruchszeit produziert. Während die Versailler Szenen aus Madame Dubarry im Schloss Sanssouci in Potsdam gedreht wurden, besetzten die Franzosen das Rheinland, nahmen das deutsche Militär auseinander und forderten gnadenlos Reparaturzahlungen ein.
Nicht zuletzt aufgrund dieses Filmes wurde Hollywood aufmerksam auf den Star Pola Negri und den Regisseur Ernst Lubitsch, die dann auch Anfang der 20er-Jahre in die USA emigrierten. Zeitgenössisches Lob erhielt die Grossproduktion mit über 1000 Statisten insbesondere auch für die Orchestrierung der Massenszenen, die als die aufsehenerregendsten Special Effects der frühen Stummfilmzeit gelten.
Vertont wird das zuerst noch humorvolle und dann immer tragischere Kostümdrama von der aufstrebenden Jazz-Formation District Five Quartet. Die vier jungen Zürcher, die sich hiermit zum ersten Mal einen Stummfilm vornehmen, gehören einer neuen Generation von Musikern an, die bewusst die Jazz-Tradition mit moderner Komposition kombinieren.
Vertonung: District Five Quartet
Tapiwa Svosve (Altsaxophon), Vojko Hutter (Gitarre), Xaver Rüegg (Bass) & Paul Amereller (Schlagzeug)
www.districtfivequartet.com
Drehbuch: Hanns Kräly
Kamera: Theodor Sparkuhl
Musik: Hans Jönsson, Alexander Schirmann
Mit: Pola Negri (Jeanne Vaubemier/Mme Dubarry), Emil Jannings (Louis XV.), Reinhold Schünzel (Herzog von Choiseul), Eduard von Winterstein (Graf Jean Dubarry), Harry Liedtke (Armand de Foix), Else Berna (Gräfin Garmont), Fred Immler (Richelieu), Gustav Czimeg (Aiguillon), Karl Platen (Guillaume Dubarry), Bernhard Goetzke (Revolutionär)
100 Min., tinted, DCP, Stummfilm, dt. Zw'titel