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Die schweizerische Rindfleischbranche versteht unter Verwachsung der Unterspälte (VUS) einen Qualitätsmangel an einem Stotzenmuskel, dem biceps femoris (BF) oder gluteobiceps, der hauptsächlich für die Herstellung von Trockenfleisch verwendet wird. Dieses in letzter Zeit häufigere Problem ist seit Jahrzehnten bekannt. Die Ursachen dafür sind jedoch bis heute unbekannt. Aus diesem Grund hat die Fleischbranche einen Forschungsauftrag an ALP vergeben. Die Untersuchungen wurden mit einem Ultraschallgerät durchgeführt, um eine Diagnose und Weiterverfolgung am lebenden Tier, insbesondere während der Zeit der Aufzucht zu ermöglichen. Der betroffene Bereich beim lebenden und stehenden Tier wurde genau lokalisiert. Es konnten Verletzungen festgestellt und weiterbeobachtet werden. Die Entdeckung eines bis dahin negativen Falls, der durch anormale Blutwerte erhärtet wurde, ermöglichte den Ausschluss der meisten bis zu diesem Zeitpunkt aufgestellten Hypothesen. Eine neue Hypothese wurde formuliert, und zwar die einer punktuellen Verletzung in Verbindung mit einem Sturz durch Ausrutschen auf einer befestigten Oberfläche und Rotation der Hinterhand. Bei 91 % der gestürzten Tiere war das Resultat der Ultraschalluntersuchung positiv. Nach dem Einschläfern einiger dieser Tiere bestätigte die Untersuchung in allen Fällen die mit Ultraschall diagnostizierte Verwachsung. Die Zunahme der Fälle von Verwachsungen könnte also besonders damit zusammenhängen, dass immer mehr Tiere in Laufställen mit befestigten Flächen gehalten werden und damit einer höheren Sturzgefahr ausgesetzt sind.
Nutztiere sind in der Lage, Grasland und Nebenprodukte in wertvolle Lebensmittel umzuwandeln. Doch wie viele Tiere braucht die Schweiz noch, wenn die Ackerflächen statt für Futtermittel primär für die Produktion von Lebensmitteln genutzt würden?
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.