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Tor für Tor
Wer am meisten Tore schiesst hat gewonnen – dieses einfache Grundprinzip gilt auch im Wasserball.
Zwei Teams mit jeweils sechs Spielern und einem Torwart spielen gegeneinander. Die Spieler wechseln einander auf ähnliche Weise aus, wie Hockeyspieler.
Das Spiel wird in vier Viertel geteilt wobei jedes Viertel acht Minuten lang ist.
Die Mannschaften sind durch verschiedenfarbige Badekappen zu unterscheiden. Die Tormänner tragen beide gewöhnlich rote Kappen.
Die Zeit spielt im Wasserball eine wichtige Rolle. Die im Ballbesitz befindliche Mannschaft darf den Ball 30 Sekunden führen und in dieser Zeit versuchen auf das Tor des Gegners zu werfen, um ein Tor zu erzielen. Dieser Zeitabschnitt endet sofort bei einem Wurf auf das Tor des Gegners, mit dem Wechsel des Ballbesitzes während des laufenden Spieles oder durch einen Freiwurf für die verteidigende Mannschaft, z.B. nach dem Schuss ins Seiten- oder Toraus der verteidigenden Mannschaft oder einem Foul jeglicher Art durch die Angreifer. Die angreifende Mannschaft kann auch erneut volle 30 Sekunden Angriffszeit erhalten, wenn sie nach einem Torschuss wieder in Ballbesitz kommt oder ihr ein Eckwurf, ein Freiwurf nach einem Ausschluss gegen einen Verteidiger oder ein Strafwurf zuerkannt wird.
Einfache Fehler
- Das Drücken des Balles unter Wasser, wenn man angegriffen wird.
- Das Berühren des Balles mit beiden Händen (ausser dem Torwart).
- Einen Spieler, der den Ball nicht führt, vorsätzlich in seiner freien Bewegung zu hindern.
- Einen Spieler, der den Ball nicht hält, zu stossen oder sich von ihm abzustossen.
- In den gegnerischen 2-Meter-Raum zu schwimmen, es sei denn hinter der Balllinie oder mit dem Ball.
- Den Ball zuletzt zu berühren der seitlich aus dem Spielfeld ins Aus geht.
- Innerhalb von 30 Sekunden keinen Torwurf auszuführen.
Auf einen einfachen Fehler folgt ein Freiwurf, der direkt ausgeführt werden darf. Mindestens zwei Spieler müssen den Ball berühren, bevor er ins Tor gelangt, es sei denn das Foul hat ausserhalb der 5-Meter-Linie stattgefunden und wurde ohne Verzögerung ausgeführt. Einfache Fehler kommen ziemlich häufig vor. Von Verteidigern verursacht um den Spielfluss des Gegners zu stören und von Stürmer provoziert um aus guter Stellung direkt aufs Tor zu schiessen. Das Spiel um die einfachen Fehler ist ein Grundelement des Wasserballspiels.
Ausschluss-Fehler
- Die Ausführung eines Frei-, Eck-, oder Torabwurfes zu stören.
- Ausserhalb des 5-Meter-Raumes einen Pass oder Wurf mit beiden Händen zu blockieren (innerhalb 5m gibt’s Penalty).
- Absichtlich dem Gegner ins Gesicht zu spritzen.
- Einen Gegner, der den Ball nicht hält, festzuhalten, unterzutauchen oder zurückzuziehen.
- Einen Gegner zu treten oder zu schlagen oder Bewegungen, die diese Absicht erahnen lassen.
Ausschlussfehler werden damit bestraft, dass der Spieler, der den Fehler begangen hat, zwanzig Sekunden nicht mehr am Spiel teilnehmen darf und bis zum Ablauf dieser Zeit in der Wiedereintrittszone hinter der Torlinie bleiben muss. Die eigene Mannschaft hat dann einen Feldspieler weniger und die Gefahr ist gross jetzt ein Tor zu kassieren.
Zum definitiven Ausschluss kommt es bei dreimaligem Ausschluss für 20 Sekunden und direkt bei Gebrauch nicht akzeptabler Schimpfwörter, aggressivem oder ständigem Foulspiel. Der Spieler wird für die gesamte restliche Spielzeit vom Spiel ausgeschlossen und muss ohne Kappe getrennt von der Mannschaft sitzen. Der Spieler darf dabei durch einen anderen ersetzt werden.
Kein Ersatzspieler darf ins Wasser, bei Brutalität. Die Mannschaft muss dann 4 Minuten in Unterzahl überstehen, bis der Spieler endlich ersetzt werden darf. Wie gross der dadurch entstehende Nachteil ist, lässt sich durch den Vergleich mit der Dauer einer normalen 20-Sekunden-Strafe leicht erahnen.
Die definitiven Ausschlüsse haben für die betroffenen Spieler weitergehende Folgen. Die Schiedsrichter schreiben einen Bericht und je nach Lage des Falles wird der Spieler für mindestens ein Spiel gesperrt und erhält eine Geldstrafe.