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Nachhaltige Entwicklung und Gesundheitsförderung
Die Vereinten Nationen verabschiedeten im ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert zwei visionäre Leitkonzepte für die globale gesellschaftliche Entwicklung: die Ottawa-Charta und die Agenda 21. In der Charta der internationalen WHO-Konferenz zur Gesundheitsförderung in Ottawa von 1986 geht es zentral um die Gestaltung von gesundheitsförderlichen Lebenswelten sowie die Beeinflussung der Gesundheitsdeterminanten. Die an der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro verabschiedeten Agenda 21 verlangt eine Gestaltung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung, die die Lebensqualität aller Menschen und auch für künftige Generationen gewährleistet.
Zwei Leitkonzepte – viele Gemeinsamkeiten
Zwischen den beiden Leitkonzepten der Gesundheitsförderung und der Nachhaltigen Entwicklung bestehen viele Gemeinsamkeiten wie beispielsweise die Grundprinzipien Chancengleichheit, Bürgerbeteiligung, unterstützende Umwelten und sektorenübergreifende Vernetzungen. Beides sind normative Konzepte, welche ressourcenorientiert sind und die Schnittstellen zwischen den sozialen, biologischen, ökologischen und ökonomischen Systemen neu definieren. Sowohl die Ottawa-Charta als auch die Agenda 21 stellen das Wohlbefinden und die Lebensqualität aller Menschen sowie die soziale Gerechtigkeit ins Zentrum.