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21.05.2003, 00:00 Uhr
Harsche OSI-Kritik an SCO
In einem Positionspapier schaltete sich nun die Open Source Initiative (OSI) in den Rechtsstreit zwischen SCO und IBM ein übt ihrerseits scharfe Kritik am Vorgehen von SCO.
SCO verklagte IBM im März dieses Jahres, weil Big Blue urheberrechtlich SCO gehörende Unix-Quelldaten an die Linuxgemeinde weitergegeben haben soll. Die Open Source Initiative legt in ihrem Papier nun auseinander, SCO sei entgegen der eigenen Darstellung keineswegs der einzige Anbieter von Unix für x86-Prozessoren gewesen. Auch verbreite SCO falsche Angaben über die eigenen Rechte am Betriebssystem Unix. SCO behaupte in der Klageschrift, im Jahr 1995 von Novell alle Rechte an Unix und den zugrunde liegenden Quelltexten, die von den damals noch zu AT&T gehörenden Bell Labs geschrieben wurden, erhalten zu haben. Dabei verschweige SCO aber, dass schon 1992/93 ein Gerichtsstreit zwischen den Unix Systems Laboratories (USL) und Novell auf der einen sowie der Universität Kalifornien und Berkeley Systems auf der anderen Seite über den Verrat von Geschäftsgeheimnissen in Bezug auf die Veröffentlichung des Betriebssystems 4.4BSD als Open Source stattgefunden habe. Als die Chancen für Berkeley stiegen, den Prozess gegen AT&T zu gewinnen, habe AT&T die Klage zurückgezogen.