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Als
wir gemeinsam durch Indien reisten, wusste ich anfangs nicht,
dass er ein reinkarnierter Lama war. Er war intelligent –
sehr sogar – aber er rauchte auch, soff und schlief
mit Frauen. Ich wusste wirklich nicht, dass er ein so grosser
Gelehrter war.
Golok Jigme,
85, Reisegefährte: stammt aus derselben Gegend wie Gendun
Choephel. In den frühen 1940er-Jahren reiste er mit ihm
als Pilger durch Indien. Kurze Zeit nach dem Interview verstarb
er in Kathmandu.
Damals
wollten die Tibeter nur das Alte. Zum Beispiel verboten sie
das Fussballspielen. Sie behaupteten die Fussballer würden
den Kopf des heiligen Buddhas treten. Tat jemand etwas Neues,
wurde es verboten. Aber eine Gesellschaft muss doch Fortschritte
machen, sie kann nicht einfach stehen bleiben.
Thubten Wangpo,
75, Lehrer: mit 17 Jahren traf er Gendun Choephel ein einziges
Mal. Diese Begegnung beeinflusste sein ganzes Leben. Er lebt
als pensionierter Lehrer in Lhasa.