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In einer Deflation geht im Gegensatz zur Inflation das allgemeine Preisniveau über mehrere Jahre zurück. Es werden mehr Güter und Dienstleistungen angeboten, als nachgefragt werden. Die Nationalbanken steuern einer Deflation für gewöhnlich mit einer Erhöhung der Geldmenge entgegen. Die letzte grosse Deflationsperiode war die Weltwirtschaftskrise von 1929 bis ca. 1933.
Heutzutage werden die Begriffe "Deflation" und "Inflation" zumeist als Rückgang bzw. Anstieg eines über einen Warenkorb gemessenen Preisniveaus definiert. Das inhaltliche Problem dieser formal korrekten Definition liegt auf der Hand: Hier wird lediglich ein Symptom beschrieben, nämlich Preisveränderungen eines beliebig manipulierbaren Warenkorbs. Die Ursache dieser Preisveränderungen bleibt - bewusst - im Dunkeln. Und die Zusammensetzung des Warenkorbs sowie die Messmethoden der Preisveränderungen lassen extrem grosse Spielräume, um gegebenenfalls ein wunschgemässes Ergebnis zu erhalten. Die klassische Definition der Begriffe, die früher allgemein akzeptiert wurde, heute aber weitgehend in Vergessenheit geraten ist, setzt bei der Ursache an. Sie lautet: Deflation (Inflation) ist ein Rückgang (Anstieg) der Geld- und Kreditmenge.