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Die Legasthenie ist eine umschriebene Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) bei durchschnittlicher oder überdurchschnittlicher Intelligenz.
Beim Lesen werden Wörter oder Wortteile ausgelassen, Buchstaben werden vertauscht (b - d, p - q), und die Lesegeschwindigkeit ist verlangsamt.
Ursache ist eine Störung im Hör-, Sprach- und Sehzentrum des Gehirns.
4-5% der Schulkinder sind betroffen, davon ¾ Knaben.
Ist oft vererbt.
Kann zu Minderwertigkeitsgefühlen, Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Störungen führen.
Wichtig: Abklärung durch Kinderarzt und evtl. Spezialisten, Information der Eltern und des Kindes über die Störung, Kontakt zum Schulpsychologen, schulische Fördermassnahmen, geeignete Berufswahl.
Abklärung auch beim Augenarztzum Ausschluss einer augenbedingten Lese- und Rechtschreibschwäche.
Fehlsichtigkeiten, Schielen oder eine verminderte Akkommodation (jugendliche "Alterssichtigkeit") können gleichzeitig mit der Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) vorkommen oder diese vortäuschen.
Evtl. Brillenverordnung mit Nahzusatz oder selten Prismen bei Beschwerden infolge eines versteckten Schielens.
Dies ist nicht gleichzusetzen mit der Prismenkorrektur bei Winkelfehlsichtigkeit, welche durch einige Optiker von sich aus gemacht wird. Es besteht dabei die Gefahr, dass Kinder zu schielen beginnen, doppelt sehen und evtl. eine unnötige Schieloperation brauchen. Starke Prismengläser reduzieren zudem das Sehen, sind dick, hässlich und teuer.
Wichtig daher: Prismenverordnung nur nach eingehender Untersuchung beim Augenarzt und seiner Orthoptistin!!!!
AD(H)S ist eine ab dem Kindesalter zu beobachtende Störung mit den Merkmalen Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität und Impulsivität.
Im Kindesalter ist ADHS oft kombiniert mit Störungen des Sozialverhaltens, Depressionen, Angststörungen und Lernstörungen.
Auch Augenprobleme mit Sehbeeinträchtigung können das Lernverhalten und die Konzentration negativ beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, bei jedem Kind mit Verdacht auf ADHS auch eine augenärztliche Untersuchung durchzuführen.
Gutes Sehen ist die Voraussetzung für eine optimale Bildaufnahme und -verarbeitung im Gehirn mit positiver Auswirkung auf das ganze kindliche Verhalten und die schulische Entwicklung.