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Adrian Michael
Am westlichen Ende des Dorfes Valendas sind auf einem bewaldeten Hügel noch Mauern des ehemaligen Schlosses Valendas zu sehen. Es handelte sich nicht nur um eine grosse Burganlage aus gemauerten Werken, sondern es wurden beim Burgbau auch gewaltige Erdaushebungen gemacht, um die Burg auf der Seite des Abhanges des Hügels sturmfrei zu gestalten Die Burg war ein grosser Bau in Form eines länglichen Fünfeckes und dürfte vier bis fünf Stockwerke hoch gewesen sein. Die Erbauung dürfte ins 13. Jahrhundert fallen. Der Platz, auf dem die Burg stand, war ein wichtiger Punkt. Hier führte die Strasse von Rhäzüns nach Ilanz vorbei, hier zweigte ein Weg nach Sagens-Laax ab und bei der Burg mündete ein Saumweg von Cleven her in die Rhäzünserstrasse. Valendas stand mit vielen Burgen in Wartlinie.
Adrian Michael
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die Burg noch von den Edeln gleichen Namens bewohnt. Am 1. Januar 1529 gelangte sie samt dem Burghügel durch Kauf in den Besitz der Gemeinde Valendas. Nun setzte der Zerfall rasch ein, zumal die Burg als Steinbruch diente. Stumpf und Campell (1548 und 1570) berichten über den beginnenden Zerfall der Burg.
Die Edeln von Valendas waren ritterbürtige Ministerialen der Bischöfe von Chur. Sie besassen grundherrliche Rechte in der Herrschaft Valendas und waren sonst auch reich begütert. Die Familie starb im 16. Jahrhundert aus.
Die Burg Valendas ist sagenumwoben. Es wird von Zwingherren und unermesslichen Schätzen erzählt.
Adrian Michael
Bibliographie