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Olympiastadion in Tokio: Zaha Hadid hört auf
Stararchitektin Zaha Hadid hat sich aus dem prestigeträchtigen Projekt für ein Olympiastadion in Tokio komplett zurückgezogen. Für die Neuvergabe war keine Baufirma zu finden.
Es ist noch gar nicht lange her, da hat das Architekturbüro Zaha Hadid eine Zusammenarbeit mit den Architekten von Nikken Sekkei bekanntgegeben, um sich für die Neuvergabe des Bauprojekts für ein Olympiastadion in Tokio zu bewerben. Jetzt hat sie sich komplett zurückgezogen. Wie es in einer Mitteilung auf ihrer Website heisst, konnte für den zweiten Versuch keine Baufirma gefunden werden. Dies sei aber eine Bedingung für die Bewerbung gewesen. „Es ist enttäuschend, dass die zwei Jahre Arbeit und Investment in den Entwurf für das neue Olympiastadion in Japan nicht fortgeführt werden können“, so die Stararchitektin.
Hadids Entwurf für das Stadion sorgte von Anfang an für Ärger. Unschmeichelhaft als Fahrradhelm oder Raumschiff betitelt, hatte es einen schweren Stand. Nicht nur wegen seiner Ausmasse (Kapazität für 68‘000 Zuschauer), sondern auch, weil die Kosten immer mehr aus dem Ruder gelaufen sind. Ursprünglich hätte das Stadion 130 Milliarden Yen (rund eine Milliarde Franken) kosten sollen. Inzwischen sind es über 250 Milliarden Yen. Deshalb stoppte Ministerpräsident Shinzo Abe vor einiger Zeit die Planungen.
Nun soll ein neuer Entwurf her. Die japanische Regierung will in den nächsten Monaten über die Vorschläge beraten und im Januar 2016 eine Entscheidung über Architekten und Baufirma fällen. (mt/pd)