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Der Bau der Glasfaser-Kommunikationsleitung von Murmansk nach Wladiwostok soll Ende Mai – Anfang Juni in Angriff genommen werden. Dies wurde am 20. April auf einer Pressekonferenz vom stellvertretenden Verkehrsminister der Russischen Föderation, Alexander Poshivay, bekannt gegeben. Es wurde auch beschlossen, dass das Projekt im Medienbereich unter dem Namen «Polar Express» beworben werden soll.
Mit der Erteilung einer Baugenehmigung sollen die Arbeiten Ende Mai 2021 zum Verlegen des Glasfaserkabels beginnen, welches entlang der gesamten arktischen Küste Russlands von Murmansk bis nach Wladiwostok verlaufen soll.
Neun Schiffe werden bei der Verlegung eingesetzt, darunter sind zwei Kabelverlegungsschiffe. Verlegt werden auf einer Strecke von 12’650 Kilometer ein 6-faches Glasfaserkabel für den Datenverkehr von 100 Terabit pro Sekunde, das zwischen dem europäischen Russland und Asien Daten übermitteln soll.
Es ist geplant, dass das Glasfaserkabel 1,5 m in den Meeresboden eingegraben wird, um seine Sicherheit zu gewährleisten. Wenn dies aus geologischen und anderen Gründen nicht möglich ist, wird es in eine Panzerung ummantelt, welche einer Zugfestigkeit von bis zu 50 Tonnen standhält.
Die Unterwasserverlegung beginnt nördlich von Murmansk und führt über die Barentssee in die Karasee und weiter der Nordostpassage entlang bis zur Beringstrasse. Verbindungen werden nach Dikson, Tiksi, Pevek und Anadyr hergestellt. Weitere Landstationen werden in Petropawlowsk-Kamtschatski und weiter südlich in Juschno-Sachalinsk, Nachododka aufgebaut, bevor das Glasfaserkabel in Wladiwostok endet.
Bis 2026 soll das transarktische Glasfaserkabel in Betrieb sein. Die Verlegearbeiten werden in zwei Zeitabschnitte unterteilt. Der westliche Abschnitt mit Start in Teriberka bei Murmansk in Richtung Osten ist für 2021 bis 2024 vorgesehen, während der weitere Abschnitt über die Beringstrasse zum Endziel in der Zeit bis 2026 verlegt wird.
Das Projekt wird unter der Schirmherrschaft des Verkehrsministeriums und der dieser Agentur unterstellten FSUE „Rosmorport“ und FSUE „Morsvyazsputnik“ durchgeführt.
Heiner Kubny, PolarJournal