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August 2013: Wegen Verstössen gegen die Umweltvorschriften suspendiert der Tschad die Verträge mit der chinesischen Firma CNPC und beschliesst, alle übrigen Vereinbarungen mit ausländischen Ölfirmen zu überprüfen.
Oktober 2012: Der Tschad publiziert die ersten drei Berichte über die Öleinnahmen gemäss dem Standard der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI). Daraus geht hervor, dass der Tschad pro Jahr gegen 700 Millionen Dollar aus dem Ölgeschäft einnimmt.
Februar 2011: Eine Delegation von Schweizer ParlamentarierInnen besucht mit SWISSAID das Olfördergebiet. Die Zahl der Ölförderanlagen hat stark zugenommen, doch die Lebensbedingungen der Bevölkerung in der Förderregion sind schlechter als vor Beginn des Ölbooms.
April 2010: Der Tschad tritt der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) bei, die mehr Transparenz in die Zahlungsströme aus dem Ölgeschäft bringen soll.
Februar 2010: Aussöhnung zwischen Tschad und Sudan mit einem Treffen der beiden Präsidenten, Idriss Déby und Omar al-Bashir.
Juli 2009: Die chinesische Ölgesellschaft CNPC beginnt eine neue Pipeline zu bauen, die Öl aus der Region Bongor zu einer Raffinerie nördlich der Hauptstadt N'Djaména transportieren soll. Die Pipeline soll 2013 fertig gestellt sein.
Januar 2009: Die Zahlungen aus dem Ölgeschäft an Tschads Regierung erreichen insgesamt 4,3 Milliarden Dollar; die Ölförderung beträgt rund 120 000 Fass pro Tag. Die Verwendung der Einnahmen ist nach Auflösung der Verträge mit der Weltbank jedoch kaum mehr nachvollziehbar.
September 2008: Die Weltbank zieht sich aus dem Projekt zurück, Tschads Zivilgesellschaft verliert damit ihren wichtigsten Partner.
Februar 2008: Regierungstruppen schlagen einen Rebellenagriff auf die Hauptstadt N’Djamena zurück, immer mehr Ölgeld fliesst in die Rüstung.
Juli 2006: Der Tschad und die Weltbank schliessen eine neue Vereinbarung ab (Gesetz 002). Nun können Öleinnahmen auch für die „innere Sicherheit“ ausgegeben werden.
Januar 2006: Tschads Präsident Idriss Déby bricht die Vereinbarungen mit der Weltbank und schafft den „Fonds für die zukünftigen Generationen" ab.
Oktober 2003: Das Projekt wird eingeweiht, das Öl beginnt zu fliessen.
Juni 2000: Die Weltbank genehmigt das Tschad-Kamerun-Pipeline-Projekt. Bestandteil des Projekts ist auch das „Gesetz 001“, das die Verteilung der Einnahmen aus der Ölförderung regelt. Der grösste Teil sollte für die Bekämpfung der Armut eingesetzt werden.
1997-99: Ein Erdöl-Konsortium (ExxonMobile, USA, Chevron, USA, Petronas, Malaysia) arbeitet Finanzierungs- und Umweltstudien aus. Tschads Nicht-Regierungs-Organisationen fordern die Verzögerung des Projekts einer Pipeline an Kameruns Küste, bis Regierung und Gesellschaft besser auf den „Geldsegen“ vorbereitet sind.
1993: Im Doba-Becken im Süden Tschads wird die Existenz von wichtigen Erdölvorkommen bestätigt.