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Die öffentlichen Schulen leiden unter übergrossen
Klassen (50 und mehr Schüler pro Klasse). Kinder lernen hier wenig. Die Infrastruktur ist schlecht. Die Löhne für
die Lehrer werden unregelmässige bezahlt. Die Ausbildung in Privatschulen ist besser, aber für viele zu teuer.
Das Collegio evangelico jireh ist eine Privatschule,
die aufgrund günstigerer Schulgelder auch für ärmere Kinder zugänglich ist. Die globale Finanzkrise 2008 traf
die Dominikanische Republik besonders stark. Eltern konnten das Schulgeld nicht mehr bezahlen und viele Privatschulen mussten schliessen. Auch das völlig überschuldete collegio evangelico jireh stand im September 2013 vor der Schliessung.
Der Kompass entschloss sich nach einer Analyse zu einem zinslosen Darlehen. Im Gegenzug war die Schulleitung bereit, die Buchhaltung zu reorganisieren und sich vom Kompass beraten zu lassen. Bis
Dezember 2013 konnte die Rückzahlung sämtlicher Schulden sichergestellt werden.
Die Schule ist seither schuldenfrei und die Lehrpersonen, die monatelang auf ihre Löhne verzichten mussten, erhalten ihre Löhne pünktlich. Dennoch ist das collegio evangelico jireh weiter auf Spendengelder angewiesen, auch wenn mittlerweile rund zwei Drittel des laufenden Betriebes selbst finanziert werden können.
Die Schule hat sich dank der Reorganisation und Betreuung erfolgreich entwickelt. Das Schulangebot sowie der Lehrkörper konnten ausgebaut werden. Die Schülerzahlen stiegen von 125 auf aktuell 204 Schüler. Der Ruf der Schule - bzw. deren Schulabgänger - ist so gut, dass andere Schulen der Region Konzepte des Collegios übernehmen möchten.
Der dominikanische Staat schreibt ab dem Schuljahr 2017/2018 auch Privatschulen vor, dass sie einen Tagesschul-Betrieb mit Mahlzeiten sicherstellen müssen. Das ist in den aktuellen Räumen nicht
möglich.
Die Erweiterung der Schule um ein direkt angrenzendes Gebäude, steht in Aussicht, zieht sich aber hin. Mit
diesem Gebäude könnte ein Tagesbetrieb sichergestellt werden und gleichzeitig die Anzahl Schüler erweitert werden.