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Malbec - Geschichte & Hintergrund
Einst war diese Rotweinsorte unter dem Namen «Côt» bekannt und hauptsächlich in Frankreich, ihrem Ursprungsland, vertreten. Dann aber begann ein regelrechter Siegeszug durch Südamerika, wo sich der Name «Malbec» durchsetzte.
Erst im Jahr 2009 wurde aufgedeckt, dass der Malbec aus einer natürlichen Kreuzung zwischen «Magdeleine Noire des Charentes» und «Prunelart» entstand - zwei französischen Rebsorten, die heute nahezu ausgestorben sind. Argentinien ist mit Abstand das wichtigste Anbauland. Dort nimmt die Rebsorte 40'000 Hektar bzw. knapp 18% der gesamten Rebfläche ein. Dahinter folgen Frankreich und Chile sowie die USA. In Australien und Südafrika bestehen ebenfalls grössere Anpflanzungen.
In
der argentinischen Region Mendoza trifft der Malbec auf ideale Bedingungen. Das
warme, trockene und sonnenscheinreiche Klima in den Hochlagen am Rande der
Anden lässt die dickschaligen Beeren vollständig ausreifen, während die täglich
starken Temperaturschwankungen für ein volles Aroma sorgen. Ausfälle aufgrund
von Spätfrösten stellen kein Risiko dar. Für den sortenreinen Ausbau ist der
Malbec prädestiniert, allerdings lassen sich auch einige Cuvées vorfinden. Die
Malbec-Weine aus Mendoza werden weitestgehend exportiert und dienen als
Aushängeschild für den argentinischen Weinbau.
Nach Argentinien eingeführt wurde der Malbec zusammen mit anderen französischen Rebsorten im Jahr 1853 durch einen Agrarwissenschaftler. Ziel war es, die nationale Weinindustrie voranzutreiben - und dieser Plan ist bestens aufgegangen.
Geschätzt werden Malbec-Weine für ihre dunkle, lila-schwarze Farbe und die fruchtige Würze mit Anklängen von Pflaumen, Blaubeeren, Lorbeer, Wacholder, Gewürzen, Tabak, Kirschen und Bitterschokolade. Die Weine sind ausgezeichnete Begleiter zu dunklem Fleisch und Gegrilltem.