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Kennen Sie diese Situationen als Sitzungsleitung? Sie stellen eine Frage - es antworten immer die Gleichen! Sie versuchen die Teilnehmenden zur Mitwirkung zu bewegen, darauf ansprechen tun aber immer dieselben! Sie möchten Projekte verteilen, es melden sich aber...
Schlau in ZweiMinuten
Was tun wenn Selbstbild und Fremdbild nicht übereinstimmen?
Kennen Sie das? Sie müssen im Geschäft ein Referat halten und sind furchtbar nervös. Ihre Hände schweissnass überspringen Sie aus lauter Nervosität ganze Teile Ihres Vortrages. Hinterher sagt Ihnen ein Kollege, Sie hätten souverän gewirkt.
Oder, Sie sind mit Ihrer Tochter beim Kundendienst und überzeugt, dass Sie Ihre Reklamation ruhig und sachlich vorgebracht haben. Ihre Tochter aber fragt hinterher: «Mami, warum hat denn deine Stimme so gezittert?»
Oft stimmt unser Selbstbild nicht mit dem Fremdbild überein. Woran liegt das?
Das Johari-Fenster und der “Blinde Fleck”
Ein Modell, das den Zusammenhang von Selbst- und Fremdbild anschaulich erklärt, ist das Johari Fenster. Es wurde 1955 von den amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham entwickelt, die dem Fenster auch den Namen gaben (Joseph und Harry – «Johari»). Das Modell zeigt die bekannten und unbekannten Seiten einer Persönlichkeit.
Öffentliche Person:
Alles, was ich von mir preisgebe, was also mir selbst und anderen bekannt ist.
Blinder Fleck:
Alles, was ich aussende und von anderen wahrgenommen wird, ohne dass ich mir dessen bewusst bin.
Mein Geheimnis:
Ales, was ich weiss und kenne – also was mir bewusst ist, ich aber anderen entweder unwissentlich nicht zugänglich mache oder bewusst vor ihnen verberge.
Unbekanntes:
Alles, was weder mir noch anderen bekannt ist. Es handelt sich um verborgenes Terrain, welches wenig Priorität in der Erkundung hat, da es sowieso niemandem auffällt.
Wie wirke ich auf andere?
Das Feedbackseminar zu Ihrem Auftreten und Ihrer Wirkung.
Wie kommen Sie denn nun Ihrer tatsächlichen Wirkung mehr auf die Spur?
2 Tipps dazu:
1. Fragen Sie nach Feedback!
Sprechen Sie vor der Präsentation eine/n Kolleg*in an und bitten um Feedback nach der Präsentation. Fragen Sie Ihre/n beste Freund*in wie Sie in einer spezifischen Situation gewirkt haben. Machen Sie sich Gedanken zum Wahrheitsgehalt wenn Sie auch ungefragt von jemandem ein Feedback erhalten.
2. Geben Sie etwas mehr preis von sich!
Getrauen Sie sich, vorhandene Emotionen anzusprechen. Sagen Sie dem Publikum vor der Präsentation dass Ihnen die Sache wichtig ist und sie etwas nervös sind dass das auch entsprechend rüberkommt. Das macht Sie authentisch, menschlich und nahbar. Ausserdem haben Sie die negative Energie angesprochen und können sich daher auf Anderes konzentrieren.
Viele weitere Tipps und Feedbacks von Referentin und den Teilnehmenden erhalten Sie im Tagesseminar “Wie wirke ich auf andere?“
Text: ZweiStunden – Wissen kurz&bündig GmbH
Grafik: Joseph Luft & Harry Ingham
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