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In Bugesera warten viele Frauen und Mädchen bis nach Sonnenuntergang, bevor sie duschen – oder sie stehen vor dem Morgengrauen auf, um sich zu waschen. In diesem Bezirk Ruandas haben die meisten Häuser keine eigenen Badezimmer oder Toiletten. Die lokale Kirche in Rango realisierte in Zusammenarbeit mit Compassion den Bau von Waschräumen für die Familien der Patenkinder.
„Ich fühle mich nun sicher, wenn ich die Tür zu meinem Waschraum abschliessen kann“, sagt die 17-jährige Gloria und freut sich darüber, dass neben ihrem Haus eine Toilette und ein Waschraum gebaut wurden.
“Wenn wir uns früher waschen wollten, mussten wir bis nach Einbruch der Dunkelheit warten oder im Morgengrauen gehen, um hinter dem Haus zu duschen, aus Angst, dass die Leute uns nackt sehen könnten. Aber heute ist das anders, wir haben einen schönen Waschraum und eine Toilette mit Türen und Schlössern.” Gloria ist seit 2009 eines der Kinder im Patenschaftsprogramm von Compassion.
Eine 2019 durchgeführte Umfrage unter den Patenkindern dieser Region und ihren Familien ergab, dass in fast jedem fünften Haushalt die Toilette in schlechtem Zustand war, und dass fast 5% der Haushalte überhaupt keine Toilette hatten. Die Kinder und ihre Familien in diesen rund 3’000 Haushalten mussten Büsche benutzen oder die Toiletten mit Nachbarn teilen.
„Der Mangel an Privatsphäre, der Verlust der Würde und die Risiken für den Schutz der Kinder sind hier nicht die einzigen Probleme.” Damien, der Leiter des Kinderzentrums, erklärt, dass unhygienische Sanitäranlagen verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit, den Zugang zu Bildung und die Entwicklung von Kindern haben können: „Der fehlende Zugang zu sicheren Wasser- und Sanitäranlagen und schlechte Hygiene erhöhen die Sterblichkeit und Krankheitsrate“, sagt er.
Die von Compassion durchgeführte Untersuchung führte zu einer Mobilisierung, um Grubenlatrinen, Toiletten und Handwaschgelegenheiten für die 440 am stärksten gefährdeten Haushalte bereitzustellen.
„Unsere Toiletten waren in einem sehr schlechten Zustand, und wir waren es gewohnt, unsere Nachbarn zu fragen, ob wir ihre Toiletten benutzen dürfen“, erklärte Gloria. „Aber das ist jetzt nicht mehr der Fall. Es ist uns auch nicht mehr peinlich, Besuch in unserem Haus zu empfangen.“
Glorias Mutter Francine erzählt, dass sie und ihre Familie nach dem Bau der Latrinen und Toiletten geschult wurden, um ansteckende Krankheiten zu vermeiden, die durch schlechte Hygiene und veraltete Einrichtungen verursacht werden. „Uns wurde beigebracht, wie man die Latrinen pflegt. Wir halten sie sauber und werfen keine Dinge hinein, die sie verstopfen könnten.“
Während des Baus der Latrinen und Toiletten halfen alle Eltern bei der Herstellung der Ziegelsteine, die für den Bau verwendet wurden. “Wir haben nicht nur Mauern und Toiletten, sondern auch starke Beziehungen innerhalb der Gemeinde aufgebaut“, sagt Francine.
Auch ausserhalb von Ruanda gibt es konkrete Beispiele:
In Kolumbien wurden in einem Kinderzentrum die Toiletten renoviert und vergrössert, und ein grösserer Wassertank wurde installiert. Dadurch konnte der Anteil kranker Kinder von 35% auf 12% reduziert werden, und das in nur wenigen Monaten.
Ein weiteres Beispiel: In Tansania erhielten letztes Jahr mehr als 88’000 Kinder, Jugendliche und Eltern eine Hygieneschulung. Diese Projekte sind von Spenderinnen und Spendern in der Schweiz finanziert worden.
MIT CHF 30.- ERMÖGLICHST DU EINEM KIND DEN ZUGANG ZU SICHEREN TOILETTEN.
Compassion baut und saniert Toiletten, schult Kinder in Hygiene und versorgt sie mit medizinischer Betreuung. Der Spendenbetrag wird ohne Abzüge zu 100% für Toilettenbauprojekte verwendet.
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