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Auf der Fahrt zum Canyon de Chelly via die I-491 beim Window Rock, Navajo Tribunal Park Halt gemacht. Es ist eindrücklich, durch einen Felsen wie durch ein Fenster hindurchsehen zu können.
Auf demselben Gelände steht ein Kriegerdenkmal. 29 Navajos wurden dank ihrer nicht entschlüsselbaren Sprache im Krieg gegen die Japaner eingesetzt, was massgebend zum Sieg der USA beitrug.
Die Loops um den Canyon de Chelly haben wir zwei Mal absolviert. Sie bezauberten uns einfach mit den wunderbaren Formen und Farben der roten Felsen und dem Grünzeug drum herum. Derzeit blühen im Canyon die Bäume. Ihr Blütenstaub fliegt wie Schneefall durch die Luft.
An den strategisch guten Stellen stehen überall Navajos und versuchen, selbst gemachten Schmuck und geritzte und bemalte Steinplatten zu verkaufen. Unsere Beute: 2 Türkissteinketten, davon eine echt. 2 Tontiere, die wie Nasenbären aussehen und in dieser Art schon früher so gemacht wurden, 1 bemalte Steintafel die Schutz bringen soll.
Am 22.5. leisten wir uns eine Jeepfahrt durch den Canyon de Chelly. Wir waren zahlender Gast einer symphatischen und kompetenten Navajo-Dame, welche uns per Jeep durch den Canyon chauffierte. Wir erfuhren u.a., dass der Canyon heutzutags nicht mehr bewohnt wird. Die jungen Leute wollen heute nicht mehr auf die Errungenschaften der Zivilisation verzichten, wie z.B. Handy, Strom, TV. Die Meisten wohnen daher in Town in Chinel.
Der Canyon ist voller Geschichte. Als die Spanier ins Land kamen, vermuteten sie Gold im Canyon. Im Nordcanyon, dem s.g. Canyon de Muerte, metzelten sie Frauen, Kinder und Alte nieder, die sich in den Klippen versteckt hatten. Später brachen Yankees den letzten Widerstand der in die Canyons geflohenen Navajos durch Aushungerung. Die Navajos die noch lebten, mussten 1863 im "The Long Walk" 300 Meilen zum Fort Sumner in New Mexiko ziehen, wo sie ebenfalls Hunger und Elend erlitten. Ursprünglich stammten die Javajos von den Inuit im hohen Norden ab, von wo sie einwanderten.
Noch heute wachsen im Canyon Obstbäume mit Äpfeln, Pfirsichen und Pflaumen. Es gibt zuchettiähnliche Gemüse, Kürbisse und die Hauptnahrung: Bohnen. An wilden Tieren leben Mountain Lion, Wilder Truthahn, Wildkatze u.a. im Canyon. Unsere Navajo-Dame: "Man sieht sie nicht, aber sie sehen uns". Sie selbst hat noch keinen Mountain Lion gesehen.
Von den roten Felsen hat es uns besonders der Spider Rock angetan, dessen schmale hohe Form in der Mitte eines grossen Platzes in den Canyonhimmel ragt. Früher wurde unartigen Kindern eingeschüchtert, indem man ihnen bedeutete, dass oben auf dem Spider die Gebeine der unartigen Kinder liegen.
Von den Felswohnungen hat uns die White House Ruin besonders imponiert. Die Eingänge liegen übrigens wegen des stetigen Windes um die Ecke der Gebäude. Der Komplex wurde übrigens noch von den Pueblos erbaut, die von 750 - 1300 im Canyon lebten