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Andropause: Das Klimakterium der Männer
Die männliche Mid-Life-Crisis (die Mitte-Lebens-Krise) geht bei vielen Männern mit ähnlichen Symptomen einher, wie sie bei Frauen in der Menopause beobachtet werden können.
Wissenschaftler suchen nun eine medizinische Ursache für das Klimakterium der Männer.
Männer können keine Menopause bekommen. Aber in der sogenannten Andropause, wenn die Androgenwerte sinken, können die Männer ähnliche Symptome erleben, wie die Frauen in der Menopause: Leichte Reizbarkeit, Schweissausbrüche, Wetterfühligkeit, depressive Verstimmungen, gesteigertes Schmerzempfinden, allgemeiner Verlust der Lebensfreude.
Verantwortlich für die Andropause ist eine Abnahme der Produktion mehrerer Hormone, besonders der Sexualhormone des Mannes (Androgene) und der Wachstumshormone (STH).
Anders als bei den Frauen bricht die Produktion der männlichen Hormone, der Androgene nicht einfach ab. Ab ca. dem 40. Lebensjahr sinkt die Produktion beim „normalen" Mann um jährlich etwa ein bis zwei Prozent.
Ein 70jähriger hat durchschnittlich 2/3 niedrigere Testosteronwerte, als ein junger Mann. Das Hormontief entwickelt sich langsam. Wie bei den Frauen gibt es starke Unterschiede, ob und wie stark ein Mann von den Auswirkungen der Andropause betroffen ist.
Ob die bisher als Mid-Life-Crisis bezeichnete Phase des Mannes durch diese hormonellen Schwankungen ausgelöst wird oder eher psychischen Ursprung hat, darüber wird zur Zeit in Fachkreisen diskutiert.
Die Andropause äussert sich durch physische und emotionale Symptome wie Erschöpfungszustände, vermehrte Müdigkeit, Haarverlust, Bewusstwerdung des Alterungsprozesses, sexuelle Unlust und der Veränderung des Körpers durch den Verlust von Muskelgewebe bei gleichzeitiger Zunahme unvorteilhafter Rundungen. Hinzu können kommen leichte Reizbarkeit, Schweissausbrüche, Wetterfühligkeit, depressive Verstimmungen, gesteigertes Schmerzempfinden.
Ob diese Symptome durch das langsame Abnehmen der Geschlechtshormone oder eher auf Grund von Veränderungen in der späteren Lebensphase des Mannes auftreten, darüber sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Aktuell wird angenommen, dass eher psychologische Veränderungen ausschlaggebend sind.
Die Erkenntnis des Älter werden, Ängste vor Verlust der Attraktivität (ev. bedingt durch Haarausfall oder Gewichtzunahme, Faltenbildung), Ängste vor Verlust des Arbeitsplatzes kann bei Männern in den mittleren Jahren zu Orientierungslosigkeit bis hin zu depressiven Verstimmungen führen. Finanzielle Probleme oder Unzufriedenheit am Arbeitsplatz können weitere massgebliche Faktoren sein.
Falls der Auslöser dieser Veränderungen wirklich in der Andropause liegen würde, was noch nicht wissenschaftlich gesichert ist, wäre dies ein Ansatz für eine Behandlung mit einer hormonellen Ersatztherapie mit Testosteron.
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31.05.2005 - dzu