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Eine Verstauchung (Distorsion) gehört zu den typischen und häufigen Sportverletzungen. Sie entsteht, wenn eine Überbewegung zu einer Schädigung der Kapseln und Bänder eines Gelenks führt.
Das von der Verstauchung betroffene Gelenk ist zwar noch belastbar, schmerzt jedoch und ist in seiner Funktionsfähigkeit meist stark eingeschränkt. Das Gelenk schwillt bei einer Distorsion ausserdem auffallend an und es bildet sich ein Bluterguss (Hämatom).
Liegen neben der Verstauchung keine Begleitverletzungen des Knochens vor, reichen zur Behandlung der Distorsion in der Regel konservative Massnahmen aus, es ist also keine Operation nötig. Bei jungen und aktiven Leistungssportlern sowie bei einem instabilen Gelenk kommt unter Umständen eine Operation infrage.
Meistens ist eine Verstauchung unkompliziert, sodass eine gute Prognose zu erwarten ist. Spätestens drei Monate, nachdem es zu der Distorsion kam, ist in der Regel die vollständige Sporttauglichkeit wiederhergestellt.
Eine Verstauchung (Distorsion) ist eine Gelenkverletzung, die entsteht, wenn der normale Bewegungsspielraum des Gelenks durch Umknicken oder Verdrehen (lat. distortio = Verdrehung) überschritten ist. Dabei kommt es zu einer Zerrung beziehungsweise Überdehnung der Muskeln, Bänder und/oder Sehnen, die das Gelenk umgeben. Auch kleine Gewebseinrisse können bei Verstauchungen auftreten. Ein verstauchtes Gelenk bleibt jedoch weiterhin stabil.
Die Verstauchung (Distorsion) ist eine typische Sportverletzung. Sie zählt zu den mit grösster Häufigkeit entstehenden Verletzungen. In den meisten Fällen ist das Sprunggelenk (Verbindung zwischen Fuss und Unterschenkel) von einer Verstauchung betroffen, oft auch das Knie oder das Handgelenk.
Einer Verstauchung (Distorsion) liegen als Ursachen bestimmte Gewalteinwirkungen auf ein Gelenk zugrunde: Ein verstauchtes Gelenk ist die Folge einer meist unerwarteten, erzwungenen Bewegung, die den normalen Bewegungsspielraum des Gelenks überschreitet. Dies schädigt den Kapsel- und Bandapparat des Gelenks.
In welchem Ausmass das von der Verstauchung betroffene Gelenk geschädigt ist, hängt ganz entscheidend davon ab, wie stark die einwirkende Gewalt ist. So sind bei leichteren Verstauchungen die Faserstrukturen der Gewebe lediglich überdehnt, während stärkere Gewalteinwirkungen ein Einreissen der Gelenkkapsel oder der Bänder verursachen können.
Meist ist ein Sportunfall die Ursache für eine Verstauchung – durch Umknicken mit dem Fuss oder durch Stürze. Entsprechend oft sind Sprunggelenk (Gelenk zwischen Fuss und Unterschenkel), Knie und auch Hand von einer Verstauchung betroffen. Grund für die Entstehung von Verstauchungen können auch durch häufige Verletzungen ausgeleierte Bänder sein.
Die bei einer Verstauchung (Distorsion) sofort auftretenden Symptome sind Schmerzen. Sie entstehen besonders dann, wenn das verletzte Gelenk entsprechend bewegt wird.
Weitere Symptome einer Verstauchung sind eine auffällige Schwellung des verstauchten Gelenks und ein sich dort bildender Bluterguss (Hämatom). Das von der Verstauchung betroffene Gelenk ist zwar noch belastbar, seine Funktionsfähigkeit ist aber meist stark eingeschränkt.
In schweren Fällen, bei denen zusätzlich zur Verstauchung die knöchernen Gelenkanteile verletzt sind (Bruch), lässt sich das verstauchte Gelenk aufgrund der starken Schmerzsymptome überhaupt nicht mehr belasten.
Bei einer Verstauchung (Distorsion) gelingt die Diagnose meistens anhand der typischen Symptome: Das betroffene Gelenk schmerzt, es ist stark angeschwollen und blau verfärbt. Die genaue Beschreibung des ursächlichen Unfallhergangs ist bei der Diagnose ebenfalls hilfreich.
Da es bei einer Verstauchung in einzelnen Fällen schwierig ist, durch eine körperliche Untersuchung eine ernsthafte von einer leichten Verletzung zu unterscheiden, erfolgen zur Diagnose zusätzlich Röntgenaufnahmen und gegebenenfalls eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT). Durch diese Untersuchungen lassen sich Begleitverletzungen des Knochens ausschliessen.
Bei einer Verstauchung (Distorsion) hängt die Therapie von verschiedenen Faktoren wie dem Ausmass der Verletzung und der Aktivität (Leistungssportler?) beziehungsweise dem Alter ab. In der Regel lassen sich Verstauchungen ohne Operation erfolgreich behandeln, wenn die knöchernen Gelenkanteile des verstauchten Gelenks nicht verletzt sind.
Bei einer Verstauchung (Distorsion) sollten Sie sofort handeln. Zur Erstversorgung können Sie nach der sogenannten PECH-Regel vorgehen:
Bei einer Verstauchung (Distorsion) erfolgt meist eine konservative (= nicht-operative) Therapie. In diesen Fällen besteht die Behandlung darin, das betroffene Gelenk zunächst zu kühlen, ein bis zwei Wochen lang zu stabilisieren (und somit zu schonen) und hoch zu lagern. In der Regel reicht ein Verband mit elastischen Binden oder ein Tape-Verband aus. Eine abschwellende und kühlende Salbe (Sportsalbe) kann die Heilung der Verstauchung beschleunigen.
Nur wenn die Verletzung über eine einfache Verstauchung hinausgeht und das Gelenk instabil ist, reichen konservative Massnahmen zur Therapie häufig nicht aus. Dann ist eine operative Behandlung erforderlich: Die Operation zielt darauf ab, den Kapsel-Band-Apparat wiederherzustellen. Vor allem bei jüngeren und aktiven Leistungssportlern kommt diese Methode oft infrage. In jedem Fall ist es empfehlenswert, das Gelenk bei einer Instabilität für die Dauer von vier bis sechs Wochen ruhig zu stellen.
Bei einer Verstauchung (Distorsion) folgt im Anschluss an die Therapie die Phase der Rehabilitation: Nach der Schonzeit kann das von der Verstauchung betroffene Gelenk allmählich wieder belastet werden. Dabei sollte man die Belastung zunächst gering halten und dann abhängig von eventuellen Schmerzen steigern. In den ersten vier bis sechs Monaten sollte vor allem beim Sport ein geeigneter Gelenkschutz – beispielsweise ein Tape-Verband – getragen werden. Wenn die Verstauchung abgeheilt ist, sollte man die Muskulatur unbedingt vor der ersten sportlichen Betätigung wieder so weit aufbauen, dass sie eine ausreichende Stabilität des Gelenks gewährleistet.
Eine einfache Verstauchung (Distorsion) nimmt in der Regel einen günstigen Verlauf und heilt innerhalb von ein bis zwei Wochen aus. Je nachdem, welches Gelenk von der Verstauchung betroffen ist, können jedoch noch längere Zeit Beschwerden bestehen.
Verläuft die Verstauchung ohne Komplikationen, ist die Sporttauglichkeit meist nach einer Dauer von höchstens drei Monaten wieder vollständig gegeben.
Sind zusätzlich zur Verstauchung Kapselbänder gerissen, können diese bei einer konservativen Therapie im Verlauf der Heilung narbig zusammenwachsen. Meist stabilisiert dieses Narbengewebe das Gelenk ausreichend. Ist das verheilte Band aber zu schlaff (sogenannte Bandinsuffizienz), ist häufig eine Operation notwendig.
Das Risiko einer Verstauchung (Distorsion) lässt sich erheblich minimieren, indem man vor sportlichen Betätigungen geeignete Massnahmen zum Vorbeugen von Sportverletzungen ergreift. Hierzu gehören ein guter Trainingszustand und ein sorgfältiges Aufwärmprogramm. Stretching und Dehnprogramm sollten deswegen bei allen Sportlern sowohl in der Vorbereitungs- als auch in der Abkühlphase zum Standardprogramm gehören.
Auch durch eine geeignete Ausrüstung kann man einer Verstauchung vorbeugen. So schützen beispielsweise Schuhe, die bis über den Knöchel reichen, das Sprunggelenk vor einer Verstauchung. Vorbeugend kann man gefährdete Gelenke bei entsprechenden Sportarten (zum Beispiel die Gelenke der Finger beim Volleyball) bandagieren oder mit einem Tape-Verband schützen.