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Bayer-Chef Werner Baumann hatte bei Vorlage der Quartalsbilanz erst am vergangenen Donnerstag erklärt: "Wir machen Fortschritte in der Diskussion mit den Regulierungsbehörden und liegen im Zeitplan." Ende Juni hatte Bayer bei der EU-Wettbewerbsbehörde einen Zulassungsantrag gestellt. Baumann hatte zuletzt signalisiert, dass er dort mit einer vertieften Prüfung rechnet.
Die 66 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme würde Bayer auf einen Schlag zur Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen. Es ist der grösste Zukauf eines Konzerns aus Deutschland. Zahlreiche Behörden rund um den Globus müssen aber noch zustimmen. Bis Ende 2017 soll der Deal abgeschlossen sein. Experten rechnen dabei mit Auflagen, etwa dem Verkauf von bestimmten Saatgut-Geschäften.
Anfang Mai hatte die südafrikanische Wettbewerbsbehörde den Kauf des US-Saatgutkonzerns durch den deutschen Rivalen nur unter Auflagen genehmigt. Bayer muss einen Teil seines eigenen Geschäfts abgeben. Die Competition Commission South Africa fordert von Bayer, sich weltweit von der Saatgut-Marke LibertyLink und dem dazugehörigen Unkrautvernichter Liberty zu trennen. Die Behörde begründete dies mit der Sorge, dass durch den Zusammenschluss der beiden Konzerne der Wettbewerb im Saatgut-Geschäft leiden könnte. Bayer stimmte diesen Auflagen zu./jha/tav/stb
(AWP)