Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03394.jsonl.gz/1752

Trocken und zu warm
In den Bächen und Flüssen im Kanton fliesst weniger Wasser als durchschnittlich in dieser Jahreszeit. Die Grundwasserstände liegen deutlich tiefer als im Sommer üblich. Die Pegelstände der Seen befinden sich auf einem saisonalen Minimum. Grund dafür sind die geringen Schneemengen im Winter und zu wenig Regen im Frühling. Die Versorgung mit Trinkwasser ist sichergestellt. Die Bevölkerung ist dennoch aufgerufen, sorgsam mit dem Wasser umzugehen und sich vor der Hitze zu schützen.
Die Trockenheit wirkt sich in allen Regionen des Kantons aus. Das Sarganserland, das Seeztal und das Linthgebiet können nicht wie sonst üblich von der Schneeschmelze profitieren. Zudem sind die Temperaturen seit mehreren Wochen überdurchschnittlich hoch. Damit sich die Lage normalisiert, müsste es mehrere Tage anhaltend regnen. Schauer und Gewitter lindern die Trockenheit nur kurz und lokal.
Trinkwasserversorgung ist sichergestellt
Bei den grösseren öffentlichen Trinkwasserversorgungen sind derzeit keine Engpässe bekannt. Der Bodensee erfüllt seine Funktion als Trinkwasserspeicher trotz tiefer Wasserstände. Kritischer ist die Nutzung kleinerer Quellen in Hang- und Berggebieten. Um die Wasserversorgung in den nächsten Wochen zu gewährleisten und die Wasserlebewesen in den natürlichen Gewässern zu schützen, sollte mit dem Trink- und Brauchwasser sorgsam umgegangen werden.
Wasserentnahmen bleiben vorerst möglich
Wer über eine Bewilligung verfügt, Wasser aus Grundwasser, Bächen, Flüssen oder Seen zu nutzen, ist über die zu ergreifenden Massnahmen bei Trockenheit informiert. Es wird empfohlen, landwirtschaftliche Kulturen nur morgens oder nachts in der verdunstungsarmen Zeit zu bewässern. Die Gemeinden üben die Aufsicht über die Wassernutzungen aus. Derzeit sind die bewilligten Nutzungen weiterhin möglich, wobei die Mindestwassermengen in den Bächen und Flüssen zu beachten sind.
Vor Hitze schützen
Die hohen Wassertemperaturen setzen den Wasserlebewesen zu. Wo nötig werden Fische in kühlere Gewässerabschnitte umgesiedelt. Die Bevölkerung sollte sich ebenfalls vor der Hitze schützen. Körperliche Anstrengungen sind zu vermeiden. Es wird empfohlen, den Körper zu kühlen und sich während der wärmsten Tageszeit in kühlen Räumen aufzuhalten. Zudem sollte man ausreichend trinken und sich mit leichter Kost verpflegen.
Fachstab überwacht Situation
Im kantonalen Fachstab Trockenheit verfolgen mehrere Stellen laufend die Entwicklung und Auswirkungen der Trockenheit. Aktuelle Informationen zur Situation und zu Massnahmen werden regelmässig in einem Bulletin veröffentlicht. Das Bulletin und weitere Informationen zur Trockenheit sind auf der Internetseite www.wasser.sg.ch > Trockenheit aufgeschaltet.