Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03586.jsonl.gz/2665

Von Giulia und Sangita Burger, Daniela Andreoli und Sina Fassi
Jungjournalistinnen: Sandro, bist du enttäuscht über das letzte Spiel gegen den SC Bern?
Sandro Rizzi, Kapitän: Ja, sicher, wir wollten gewinnen. Nun sind wir enttäuscht.
Schonst du dich für den Spengler-Cup?
Oh nein, sich in der Meisterschaft zu schonen, ist immer schwierig. Ich schone mich sicher nicht und versuche trotzdem, am Spengler-Cup gut zu spielen.
Was denkst du, auf welchem Platz werdet ihr die Qualifikation abschliessen?
Uiii, dies ist schwierig zu beurteilen! Das Ziel ist, eine Platzierung unter den ersten vier Mannschaften. Ob uns dies gelingt, werden wir sehen.
Wir haben vom neuen HCD-Film gehört. Wer ist denn auf die Idee gekommen, einen Film zu drehen?
Reto von Arx: Buah, davon habe ich, wenn ich ehrlich bin, keine Ahnung. Ich glaube, diejenigen, die den Film verwirklichten, hatten schon mehrere solche Filme über andere Mannschaften gedreht. Wahrscheinlich haben sie den HCD für einen neuen Streifen vorgeschlagen. Ich wurde gefragt, ob ich darin etwas sagen würde, und ich habe es auch gemacht.
Denkst du, der Film wird gut?
Ich bekam ihn vor zwei, drei Tagen. Ehrlich gesagt habe ich noch keine Zeit gehabt, ihn mir anzuschauen. Ich hoffe, dass er gut herausgekommen ist. (lacht)
Enzo, wann hast du angefangen, Eishockey zu spielen?
Enzo Corvi: Mit drei Jahren habe ich in Chur angefangen. Dort habe ich den ganzen Nachwuchs durchlaufen. Seit drei Jahren bin ich nun beim HCD.
Gibt es auch ab und zu Streitereien im Team?
Nein, wir sind gute Kollegen. Das heisst, wir streiten nie untereinander. Also, Robin Grossmann nervt schon manchmal. Nein, sicher nicht, er ist «a liaba Siach!» (zeigt auf Robin Grossmann und lacht)
Wer ist dein grösster Feind auf dem Eis, also von den anderen Teams?
Ja, es hat schon ein paar dabei, die ich nicht so gern habe auf dem Eis, aber niemand Besonderen.
Arno, wie lange hast du vor, beim HCD zu bleiben?
Arno del Curto: Noch ein Jahr.
Wieso nur noch ein Jahr?
Weil ich langsam alt und «durch» bin. Jetzt kann man mich nicht mehr brauchen. (lacht)
Was machst du, wenn du nicht mehr HCD-Trainer bist?
Das weiss ich nicht. Dann kann ich viele Sachen machen. Zum Beispiel Golf spielen oder pokern.
Was hast du nach dem Spiel gegen Bern zu den Spielern gesagt?
Noch nicht viel. Nach dem Spiel fuhren wir nach Hause. Heute Morgen trainierten wir. Jetzt sind wir hier im Kantonsspital, morgen haben wir frei und übermorgen sage ich es ihnen dann.
Wieso, denkst du, hat der HCD in Bern schlechter gespielt als am Anfang der Saison?
Man muss analysieren, wieso wir jetzt in einem Tief sind. Dazu gibt es viele Gründe. Viele Verletzte sind der eine Grund, und der andere ist diese Unruhe, die wir in letzter Zeit in der Mannschaft haben, weil viele Spieler gehen und neue dazukommen. Man kann ja nicht so gut spielen und plötzlich so schlecht sein! Es gibt aber auch noch einen dritten Grund. Eigentlich bin ich froh, dass es so gekommen ist. Also, wenn wir trotzdem so gut gespielt hätten, dann hätten wir jetzt zehn oder sogar fünfzehn Punkte Vorsprung. Dann kommt man in die Playoffs hinein, und dann passiert das, was jetzt passiert ist in den Playoffs. Dann weiss man nicht, wie man reagieren soll, weil ich jetzt die neuen Spieler kennen lerne.
Ist es sicher, dass Peter Guggisberg den HCD verlässt?
Vermutlich ja.
Arno Del Curto, wir danken dir und deinen HCD-Spielern für das Gespräch.
Die DVD «HCD – Der Film» lässt sich unter www.hcdfilm.ch bestellen. Lass dir von den Helden vergangener Tage die wechselvolle Geschichte des HCD erzählen und wirf einen Blick hinter die Kulissen.
Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper
Am letzten Mittwochnachmittag besuchte der Hockey Club Davos das Kantonsspital Graubünden in Chur. Die HCD-Spieler veranstalteten mit den Kindern ein Torwandschiessen, sie spielten mit ihnen Eile-mit-Weile, und die Kinder durften ihnen Fragen stellen. Zum Schluss gab es noch Autogrammkarten für alle. Trainer Arno Del Curto steckte in einem lustigen Samichlaus-Kostüm und brachte alle zum Lachen mit seinen Witzen. Als wir das Interview mit ihm und seinem Team machten, verbot er uns, ihn zu siezen.
Von Giulia und Sangita Burger, Daniela Andreoli und Sina Fassi