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Als im Herbst 2016 die Einladung der Gebietspräsidentschaft an die Gemeinden der drei Schweizer Pfähle ausgesprochen wurde, den Film „Meet the Mormons“ entweder im Gemeindehaus oder in einem Kinosaal zu präsentieren, kam die Gemeinde Bonstetten, Pfahl St. Gallen, dieser Aufforderung nach. Die Bischofschaft mietete einen Kinosaal, warf dafür einen bedeutenden Teil des Gemeindebudgets auf, Mitglieder des Gemeinderats kamen für die wöchentlich erscheinende Werbung in der Zeitung auf, Missionare und Mitglieder warben an Standaktionen gemeinsam für diese Filmvorführung, hunderte von Flyern wurden verteilt und die Schwestern der FHV bereiteten einen Snack vor.
Leider kamen an diesem Abend nur gerade mal 30 Personen. Die meisten davon waren Mitglieder, die miteinander einen schönen und inspirierenden Abend verbrachten. Aber die Enttäuschung über den geringen Erfolg des gross angelegten Unterfangens war deutlich spürbar.
Am darauffolgenden Wochenende war die Herbstgeneralkonferenz 2016. Die Führer der Kirche fordern die Mitglieder immer wieder dazu auf, mit einer bestimmten Frage im Sinn die Generalkonferenz zu besuchen und die Frage, die der Bischof von Bonstetten im Herzen hatte lautete: “Soll die Gemeinde trotz des Misserfolgs wieder einen Kinoabend durchführen?“
Die Hoffnung auf eine Antwort in einer solch spezifischen Frage schien klein und doch nahm der Bischof gebetserfüllt und demütig Platz, um den Worten der Apostel und Propheten zu lauschen.
Bereits in der ersten Ansprache der Priestertumsversammlung sprach Präsident Thomas S. Monson davon, wie er im Juli 1964 als junger Apostel die Ausstellung des Mormonen-Pavillons an der Weltausstellung besucht habe: „Ich kam dort direkt vor einer Vorführung des von der Kirche produzierten Films „Des Menschen Suche nach Glück“ an. Der Film stellt den Erlösungsplan vor und ist mittlerweile in der Kirche ein Klassiker geworden. Ich sass neben einem jungen Mann von vielleicht 35 Jahren. Wir sprachen kurz miteinander. Er gehörte nicht der Kirche an. Dann wurde das Licht gedimmt, und der Film fing an.“ Am Ende der Vorführung fragte Elder Monson den jungen Mann, „ob ihm die Vorführung gefallen habe. Er antwortete mit Nachdruck: ‚Das ist die Wahrheit!‘.“ („Der vollkommene Weg zum Glück“, GK Herbst 2016).
Da war sie, die Antwort! Es sollte ein weiterer Filmabend stattfinden!
Diesmal sollten die Missionserlebnisse von Elder John H. Groberg auf Tonga gezeigt werden, die unter dem Titel „The Other Side of Heaven“ verfilmt worden waren. Wie schon im Vorjahr wurden die intensiven Vorbereitungen für diesen besonderen Abend wiederum in Angriff genommen.
Und tatsächlich, schon als sich die Besucher dem Kino näherten, bemerkten sie freudig die vielen weiteren Kinogänger, die dem Gebäude entgegen strömten.
Als der Bischof den Abend mit ein paar kurzen einleitenden Worten eröffnete, war der Kinosaal bis auf ein paar wenige freie Sitze voll belegt.
In der Pause entstanden im Foyer viele interessante Gespräche über die Kirche und es herrschte eine gute Stimmung unter den Kinobesuchern.
Der gelungene Abend stärkte das Zeugnis derjenigen, die sich für diesen Filmabend eingesetzt hatten. Sie alle gaben Zeugnis von der Liebe des Herrn, der die Fragen seiner Kinder kennt und der darauf antwortet, wenn sie ihn darum bitten.