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28 Mitglieder der burundischen Folkloregruppe hatten sich für die Auftritte in Freiburg angemeldet. Für die Eröffnung des Festivals kamen jedoch nur deren 14, bei der Schlussvorstellung waren es nur noch drei. Danach tauchten auch sie unter.
Gegenüber den Organisatoren des Festivals erklärten die Artisten aus Burundi, dass sie sich in ihrem Heimatland bedroht fühlten und deswegen diese Möglichkeit zur Flucht nutzten.
Hilfsangebot ausgeschlagen
«Wir boten ihnen unsere Hilfe an, empfahlen ihnen, sich bei den Behörden zu melden, um zum Beispiel ein Asylgesuch zu stellen. Doch davon wollten sie nichts wissen», erklärt Jean-Pierre Gauch, der Präsident des Folkloretreffens.
Die Freiburger Polizei wurde von den Festival-Organisatoren über das plötzliche Verschwinden der burundischen Folkloregruppe informiert. Weil das Visum der Artisten noch gültig ist, sind der Polizei vorerst die Hände gebunden. Am 5. September läuft dieses Visum jedoch aus. Um sich weiterhin legal in Europa aufhalten zu können, müssten die burundischen Artisten vor Ablauf der Frist ein Asylgesuch einreichen.
Die Organisatoren befürchten, dieser Vorfall könnte es ihnen in Zukunft erschweren, Artisten aus aller Welt nach Freiburg einzuladen. Die Behörden könnten bei der Erteilung von Visas für Gruppen aus gewissen Ländern bedeutend zurückhaltender sein.
Das Internationale Folkloretreffen fand vom 12. bis 19. August 2018 in Freiburg statt.
(SRF 1, Schweiz aktuell, 19:00 Uhr)