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L'animoteur 4
Die Bildarbeit für die Ausstellung 'Leichtbekömmlich' basiert auf der Bildarbeit «L'animoteur 1», die 2015 im Grossformat 130 x 190 cm für die Ausstellung 'CENTER PARTING' im Kaskadenkondensator in Basel realisiert wurde. Für «L'animoteur 4» habe ich das Format den Vorgaben des Ausstellungskonzepts von 'Leichtbekömmlich' angepasst, das eine maximale Grösse von 50cm x 50cm (x 50cm) vorschrieb.
Meine Bildarbeit
Eine Bildszene, die ich in der ATTACAMA Wüste, der trockensten Wüste auf der Erde, realisiert hatte, zeigt einen toten Tierkörper (Esel) in Seitenlage und einen menschlichen Körper in Bauchlage mit dem Kopf hin zum Tier.
Der Bildträger ist mittels einer Schraube durch den Mittelpunkt des Bildes an der Wand befestigt. Eine Öse verstärkt die Schraubenführung. Auf der Wand und hinten am Bild sind zwei identische viereckige Platten angebracht. Das Bild lässt sich im 360 Grad-Winkel endlos drehen. Die flirrende Rotationsbewegung bringt das Bild immer wieder in eine andere Lage. Es soll bei den Betrachter_innen im Kopf eine Bewegung auslösen, oder sie evtl. animieren, die Beweglichkeit und das Einpendeln des Bildes in eine Lage selber zu untersuchen. Nach dem Abebben der Drehbewegung kommen die beiden Körper in einem neuen Winkel zum Stehen und zeigen sich so immer wieder in einer anderen Konstellation im Raum.
Einerseits wollte ich die Instabilität des Bildes hervorrufen und damit auch den Blickpunkt des Betrachters in Frage stellen. Sein Eingreifen stört das Bild und verletzt es eventuell auch – die Bildfläche ist auf eine Stadurplatte, auf ein sehr leichtes und unbeständiges Material aufgezogen. Andererseits stelle ich mir die Frage, welche Identität haben diese beiden Körper, wo zerlaufen/verlaufen ihre Grenzen, die Grenzen zwischen Mensch und Tier. Zwischen dem Kopf des Tierkörpers und dem Menschenkopf könnte eine Scheitellinie, die durch das Bild hindurchgeht, gesehen werden. Das Loch in der Mitte ist sozusagen ihr Stellvertreter geworden.