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Der Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB weitet sich aus: Die Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen die Tessiner Bank BSI eröffnet. In Singapur gibts zudem weiteren Ärger.
Die Bundesanwaltschaft (BA) hat ein Strafverfahren gegen die Tessiner Bank BSI eröffnet. Hintergrund ist der Finanzskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB, wie die BA mitteilte. Der CEO der Bank, Stefano Coduri, ist per sofort zurückgetreten.
Für die Bank BSI kommt auch in Singapur Ärger zu: Laut dem «Wall Street Journal» hat die Zentralbank Singapurs ihr den Status einer Geschäftsbank entzogen.
Verdacht: Mangelhafte Organisation der Bank
Es gebe den Verdacht auf Mängel in der internen Organisation der Bank, aufgrund derer diese mögliche Straftaten nicht verhindern konnte, welche momentan im Rahmen des Strafverfahrens der Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit 1MDB untersucht werden. Elemente des Finma-Entscheids legten den Verdacht nahe, dass die Straftaten der Geldwäscherei sowie der Bestechung fremder Amtsträger durch eine adäquate Organisation hätten verhindert werden können, heisst es.
Das Schweizer Recht erlaubt die strafrechtliche Verfolgung, wenn dem Unternehmen vorzuwerfen ist, dass es nicht alle erforderlichen und zumutbaren organisatorischen Vorkehren getroffen hat, um Straftaten zu verhindern. Darunter fallen unter anderem Straftaten in Bezug auf Geldwäscherei oder Korruption und Straftaten von Dritten.
Die Unschuldsvermutung gilt sowohl für alle natürlichen als auch für alle juristischen Personen, wird in der Mitteilung betont.
(sda/awp/chb)