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Heute vor 55 Jahren gewann Muhammad Ali – damals 22-jährig – seinen ersten Weltmeistertitel im Schwergewichtsboxen. Damals noch unter seinem Geburtsnamen Cassius Clay. Der als übermütig und vorlaut geltende junge Boxer mit dem Kampfnamen «The Greatest» setzte sich trotz seiner Aussenseiterposition in der siebten Runde gegen den amtierenden Weltmeister Sonny Liston durch. 2014 wurden seine damals getragenen Boxhandschuhe für 836’500 US-Dollar versteigert.
Dieser Titel sollte nur der Beginn seiner sportlichen und auch politischen Laufbahn sein. Der 2016 verstorbene Ali gab am Tag nach seinem Sieg bekannt, seinen Namen zu Muhammad Ali zu ändern und zum Islam konvertiert zu sein. Er setzte sich fortan für die Rechte der Afroamerikaner*innen ein. Als er sich 1967 weigerte ins Militär eingezogen zu werden und den Vietnamkrieg öffentlich kritisierte, wurde er mit einer Sperre belegt und ihm sein achtfach verteidigte Titel aberkannt.