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Im Rahmen der Berichterstattung der ARD und der Sunday Times zur angeblichen Unterschlagung von verdächtigen Blutwerten durch den internationalen Leichtathletikverband (IAAF) hatte Antidoping Schweiz die IAAF um die Gesamtheit der Daten von Schweizer Athleten gebeten.
Ziel war es, unabhängig von der IAAF beurteilen zu können, ob verdächtige Werte vorliegen. Die IAAF hat die erbetenen Daten mit Verweis auf die Arbeit der Independent Commission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nicht zur Verfügung gestellt. Eine entsprechende Anfrage an die WADA wurde nicht an die Kommission weitergeleitet, sondern lediglich durch die Geschäftsstelle und ohne inhaltliche Begründung abgelehnt. Zahlreichen weiteren nationalen Anti-Doping-Agenturen erging es ebenso.
Antidoping Schweiz nimmt die Positionen der IAAF und der WADA mit Ernüchterung zur Kenntnis. Einerseits fehlen somit vollständige Datensätze, dies es Antidoping Schweiz erlauben würden, Schweizer Athleten gegebenenfalls zu entlasten. Andererseits zeigt sich erneut, dass die nationalen Anti-Doping-Agenturen weder durch die WADA, noch durch die internationalen Verbände als vollwertige Akteure angesehen werden.