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Am Schluss des Wettkampfs legte sich Giulia Steingruber ausgepumpt auf eine Matte und lächelte. Die St. Gallerin konnte zufrieden sein mit ihrem Mehrkampf, den sie mit 53,850 Punkten hoch überlegen vor Lou Steffen und Lilli Habisreutinger für sich entschied. Steingruber sicherte sich nicht nur überlegen die Meistertitel 34 bis 37, sondern erlangte auch die Gewissheit, dass der Fahrplan Richtung Tokio stimmt.
Ein Muskelfaserriss im Oberschenkel, den sie kurz vor den Europameisterschaften in Basel erlitten hat, macht Steingruber in der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt noch immer zu schaffen. Erst in dieser Woche hatte sie sich im Training wieder an den Sprung gewagt. An ihrem Paradegerät hatte sie in Basel den EM-Titel gewonnen, in Kirchberg verzichtete sie auf den Tschussowitina und einen zweiten Sprung.
Wesentlich spannender verlief der Wettkampf der Männer. Am Ende setzte sich Eddy Yusof mit 82,665 Punkten vor Benjamin Gischard (81,649) und Taha Serhani (81,031) durch. Für Yusof, der zwei der drei internen Qualifikationswettkämpfe für die Sommerspiele in Tokio für sich entschieden hatte, war es der dritte Titel im Mehrkampf nach 2014 und 2017.
Nicht nach Wunsch verlief der Wettkampf für Christian Baumann und Pablo Brägger, die zusammen mit Yusof und Gischard die Schweiz in Tokio vertreten werden. Baumann vergab mit einem Fehler am Reck zum Abschluss des Wettkampfs eine Medaille, Brägger misslangen gleich mehrere Übungen und wurde nur Fünfter.