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Geschichte
Die Bezeichnung Peumus ist abgeleitet von peumo, einem Namen, der wahrscheinlich auf die Mapuche-Indianer Chiles zurückgeht.
Mit der Artbezeichnung boldus wurde der spanische Botaniker Boldo geehrt.
Die Monimiaceae sind von ganz besonderem phylogenetischem Interesse, da sie eine sehr alte Pflanzenfamilie sind, deren Reste sich vielfach auf lange isolierten Reliktinseln mit besonderen Endemismen erhalten haben.
Sie zeichnen sich durch eine ausser-ordentliche Mannigfaltigkeit in der Ausbildung ihrer vegetativen und Blütenorgane aus.
Botanische Merkmale
Der Boldobaum ist ein immergrüner, bis 6 m hoch werdender Baum oder Strauch aus der Familie der Trommelbaumgewächse, die botanisch eng mit den Lorbeergewächsen verwandt ist. Er ist zweihäusig.
Seine ledrigen Blätter mit den hellen Höckerchen auf der Oberfläche sind elliptisch-eiförmig, ganzrandig und von blassgrauer bis grüner Farbe. Sie haben einen eigenartigen Geruch und einen brennend würzigen, leicht bitteren Geschmack.
Die stark duftenden Blüten sind radiär, weiss oder gelblich und in Blütenständen angeordnet. Die eiförmigen, aromatischen Steinfrüchte sind essbar.
Der Baum blüht während des ganzen Jahres.
Vorkommen
Der Boldobaum ist die charakteristische Pflanze der chilenischen und peruanischen Trockengebiete. Er bildet zusammen mit anderen Sträuchern dichte Buschsavannen.
Die Blätter werden während des ganzen Jahres gesammelt.
Verarbeitung
A.Vogel verwendet die getrockneten und zerkleinerten Blätter zur Herstellung eines alkoholischen Auszugs.
Üblich ist auch die Zubereitung der getrockneten und geschnittenen Blätter als Infus.
In Chile wird auch die Rinde medizinisch genutzt; sie gilt dort als wirkungsvoller als die Blätter, die ausserdem als Küchengewürz verwendet werden. Das ätherische Öl findet in der Parfümindustrie Anwendung.
Ferner liefert der Boldobaum einen Rindenfarbstoff und ein Hartholz, das unter dem Namen Boldo bekannt ist.