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Eine bös-witzige Inszenierung in einem langen Spiegelsaal zwischen Schein und Sein.
Mit Edgar Selge, Franziska Walser, Joachim Meyerhoff, Joachim Meyerhoff, Mike Müller, Oliver Masucci, Cathérine Seifert, Tomas Flachs Nóbrega, Michael Ransburg
Regie: Jan Bosse
Prinz Hamlet muss von seinem Studium in Wittenberg – dem Ort der «neuen Zeit» – in die Festung Helsingör zurückkehren, wo das Leben im Staate Dänemark durch den mysteriösen Tod des alten Königs in Unordnung geraten ist; gleich nach dem Begräbnis seines Vaters heiratet dessen Bruder Claudius Hamlets Mutter und wird Thronfolger. Dass hier etwas faul ist, zeigt das Erscheinen des Geistes des alten Königs, der Hamlet beauftragt, seinen Tod zu rächen. Im Zweifel über die Richtigkeit dieser geforderten Tat steht Hamlet beobachtend am Rand der Gesellschaft, in der er keinen Platz für sich findet. Ohne Perspektive für sich wird er seine Liebe zu Ophelia opfern und einen mörderischen Strudel auslösen, der fast alle mitreissen wird.In seiner wohl berühmtesten und längsten Tragödie schuf Shakespeare mit Prinz Hamlet eine moderne, mythische Figur: ein Mensch gefangen im Zustand des ewigen Zweifelns; zwar erkennt er durch seine Reflektionen die Konsequenzen hemmungsloser Tat – doch was ist es, das Hamlet dennoch zum Mörder werden lässt?
Premiere am Schauspielhaus Zürich, Schiffbauhalle, am 3. März 2007
eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2008