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Invokana Filmtabletten 100mg Dose 100 Stück
215.00 Fr.
Was ist Invokana und wann wird es angewendet?
Invokana enthält den Wirkstoff Canagliflozin, der zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die «orale Antidiabetika» genannt werden. Orale Antidiabetika sind Arzneimittel zur Senkung der Blutzuckerspiegel bei Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 2.
Invokana wurde Ihnen verschrieben, da Ihr Blutzucker durch Diät und körperliche Betätigung nicht ausreichend gesenkt werden kann. In Kombination mit einer Diät und ausreichender Bewegung kann Invokana alleine oder in Kombination mit bestimmten anderen Arzneimitteln, die den Blutzucker senken, eingenommen werden.
Dieses Arzneimittel erhöht die Menge des mit dem Harn ausgeschiedenen Zuckers, was zu einer Senkung der Zuckerspiegel im Blut führt.
Invokana darf nur auf ärztliche Verschreibung eingenommen werden.
Was sollte dazu beachtet werden?
Was ist Typ‑2-Diabetes?
Typ‑2-Diabetes ist eine Erkrankung, bei der Ihr Körper nicht genügend Insulin herstellt und das von Ihrem Körper hergestellte Insulin nicht ausreichend wirkt. Möglicherweise produziert Ihr Körper auch zu viel Zucker. In diesen Fällen sammelt sich Zucker (Glukose) im Blut an. Dies kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen wie Erkrankungen des Herzens und der Nieren, Erblindung und Amputationen führen.
Es ist wichtig, dass Sie weiterhin die Empfehlungen zur Ernährung und körperlichen Betätigung, die Sie von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erhalten haben, befolgen.
Harnzucker
Aufgrund der Wirkungsweise von Canagliflozin ist in Ihrem Urin Zucker nachweisbar, solange Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
Wann darf Invokana nicht eingenommen werden?
Nehmen Sie Invokana nicht ein, wenn Sie auf Canagliflozin oder einen der anderen Inhaltsstoffe dieses Arzneimittels allergisch sind (siehe «Was ist in Invokana enthalten?»).
Wann ist bei der Einnahme von Invokana Vorsicht geboten?
Informieren Sie vor der Einnahme von Invokana Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie:
- einen Diabetes mellitus Typ 1 (Ihr Körper produziert kein eigenes Insulin) haben.
- eine diabetische Ketoazidose (eine Komplikation des Diabetes mit hohen Blutzuckerwerten, raschem Gewichtsverlust, Übelkeit oder Erbrechen) haben.
- andere Arzneimittel gegen Ihre Zuckerkrankheit einnehmen.
- an Nierenproblemen leiden oder an der Dialyse sind.
- an schwerwiegenden Lebererkrankungen leiden.
- eine schwerwiegende Herzerkrankung haben oder hatten oder einen Schlaganfall hatten.
- Arzneimittel zur Senkung Ihres Blutdrucks einnehmen oder einen niedrigen Blutdruck (Hypotonie) haben oder hatten.
- an Krampfanfällen leiden.
- Arzneimittel gegen HIV-Infektionen oder Tuberkulose einnehmen.
Invokana enthält Laktose (Milchzucker). Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen gesagt hat, dass Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckerarten leiden, informieren Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
Nach der Anwendung von Invokana können Schwindel oder Benommenheit auftreten, wodurch Ihre Fahrtüchtigkeit und Ihre Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt werden kann.
In sehr seltenen Fällen kann eine Ketoazidose (Übersäuerung durch Ketonkörper) auftreten, eine schwerwiegende Stoffwechselentgleisung, die auch tödlich verlaufen kann. Beim Auftreten von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, übermässigem Durst, Atemschwierigkeiten, Verwirrtheit, ungewöhnliche Erschöpfung oder Müdigkeit setzen Sie sich umgehend mit einem Arzt oder einer Ärztin oder dem nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung und beenden Sie die Einnahme von Invokana.
Die Einnahme von Invokana zusammen mit bestimmten anderen Diabetesarzneimitteln kann das Risiko für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) erhöhen. Die Anzeichen hierfür umfassen verschwommene Sicht, Kribbeln in den Lippen, Zittern, Schwitzen, Blässe, Stimmungsveränderung, Angstgefühl oder Verwirrtheitsgefühl. Dies kann Ihre Fähigkeit, Auto oder Fahrrad zu fahren sowie Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.
Invokana ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin auch, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.
Darf Invokana während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, schwanger zu sein, oder wenn Sie planen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin vor der Einnahme dieses Arzneimittels um Rat. Es ist nicht bekannt, ob Invokana in die Muttermilch übergeht, deshalb sollte das Arzneimittel währende der Stillzeit nicht eingenommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt resp. Ärztin, wenn Sie beabsichtigen zu stillen.
Wie verwenden Sie Invokana?
Die Dosierung von Invokana ist eine Tablette täglich.
Nehmen Sie Invokana vor der ersten Mahlzeit des Tages ein. Schlucken Sie die Tablette ganz, zusammen mit einem halben Glas Wasser.
Wenn Sie eine grössere Menge von Invokana eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie mehr Invokana einnehmen, als Sie sollten, informieren Sie unverzüglich einen Arzt bzw. eine Ärztin.
Wenn Sie eine Einnahme von Invokana vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Dosis von Invokana vergessen, holen Sie die Einnahme nach, sobald Sie sich erinnern. Wenn es jedoch fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis einfach ausfallen. Nehmen Sie keine doppelte Dosis (zwei Dosen am selben Tag), um die versäumte Dosis nachzuholen.
Wenn Sie die Einnahme von Invokana abbrechen
Ihre Blutzuckerspiegel können ansteigen, wenn Sie die Einnahme von Invokana beenden. Beenden Sie die Einnahme von Invokana nicht, ohne vorher mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin gesprochen zu haben.
Invokana ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Wenn Sie zur Anwendung dieses Arzneimittels weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Invokana haben?
Brechen Sie die Einnahme von Invokana ab und suchen Sie baldmöglichst einen Arzt bzw. eine Ärztin auf, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
- Ohnmachtsanfälle oder Schwindelgefühl oder Benommenheit beim Aufstehen
- sehr trockener oder klebriger Mund, starker Durst
- sehr starkes Schwäche- oder Müdigkeitsgefühl
- stark verminderte Urinmenge oder Versiegen der Urinproduktion
- schneller Herzschlag.
Dies könnten Anzeichen eines zu hohen Flüssigkeitsverlusts sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin darüber, was Sie tun können, um Dehydrierung zu verhindern.
Wenden Sie sich schnellstmöglich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) bei Einnahme dieses Arzneimittels zusammen mit einem Sulfonylharnstoff (z.B. Gliclazid, Glimepirid) oder Insulin. Die Anzeichen für einen niedrigen Blutzuckerspiegel sind:
- verschwommene Sicht,
- Kribbeln in den Lippen,
- Zittern, Schwitzen, Blässe,
- Stimmungsveränderung oder Angstgefühl.
Dies können Anzeichen eines niedrigen Blutzuckerspiegels sein und tritt sehr häufig auf, wenn Sie Invokana zusammen mit Insulin oder mit einem Arzneimittel vom Typ Sulfonylharnstoff einnehmen.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen erklären, wie Sie niedrige Blutzuckerspiegel behandeln und was Sie tun sollten, wenn Sie eines der oben genannten Anzeichen bemerken.
Weitere Nebenwirkungen, die bei Einnahme von Invokana auftreten können:
Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Menschen betreffen)
- Pilzinfektion der Scheide (vaginaler Geruch, weisser oder gelblicher vaginaler Ausfluss und/oder vaginaler Juckreiz)
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Menschen betreffen)
- Pilzinfektion beim Mann: des Glieds oder der Vorhaut (Ausschlag oder Rötung)
- Harnwegsinfektionen (Brennen beim Wasserlassen, trüber Urin und/oder Abgabe häufiger kleiner Urinmengen, starker Geruch)
- Veränderungen beim Wasserlösen (inklusive häufigeres Wasserlösen, grössere Mengen an Urin, Harndrang, nächtlicher Harndrang)
- Verstopfung
- Übelkeit
- Durstgefühl
- Änderungen der Blutfettwerte (Cholesterin) und Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen (Hämatokrit) in Ihrem Blut
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Menschen betreffen)
- Hautausschlag
- Nesselsucht
- Einschränkung der Nierenfunktion
- unregelmässiger Herzschlag und Muskellähmungen, dies deutet auf erhöhtes Kalium in Ihrem Blut hin
- Knochenbrüche
- Amputationen an den unteren Gliedmassen (in erster Linie der Zehen), insbesondere, wenn bei Ihnen ein hohes Risiko für Herzerkrankungen vorliegt. Es wird eine sorgfältige Fusspflege empfohlen.
Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1000 Menschen betreffen)
- Diabetische Ketoazidose (ein seltener, aber ernster medizinischer Zustand bei Patienten mit Diabetes), die sich durch Symptome wie Atmungsbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Unterleibsschmerzen, Verwirrtheit, obstartig riechender Atem und starke Müdigkeit oder Schläfrigkeit äussert.
Während die meisten Patienten, bei denen eine diabetische Ketoazidose diagnostiziert wird, Blutzuckerspiegel von 13,9 mmol/l [250 mg/dl] und höher aufweisen, können auch Patienten betroffen sein, deren Blutzuckerspiegel unter 13,9 mmol/l [250 mg/dl] liegt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie eines dieser Symptome an sich feststellen, auch wenn Ihr Blutzuckerspiegel nicht hoch ist.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie wegen einer grösseren Operation oder einer schwerwiegenden medizinischen Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden.
- Starke allergische Reaktion (möglicherweise mit Schwellung des Gesichts, der Lippen, des Mundes, der Zunge oder des Rachens, die zu Atmungs- oder Schluckbeschwerden führen).
- Nierenversagen (infolge eines übermässigen Flüssigkeitsverlustes aus Ihrem Körper), Nierenbeckeninfektion, schwere Infektion (Sepsis), die sich von den Harnwegen ausgehend im ganzen Körper ausbreitet.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken (auch solche, die hier nicht beschrieben sind) sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
In der Originalverpackung bei 15-30 °C lagern.
Verwenden Sie Invokana nicht, wenn die Packung beschädigt ist oder Anzeichen einer Manipulation aufweist.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Invokana enthalten?
Eine 100 mg Filmtablette Invokana enthält als Wirkstoff 100 mg Canagliflozin (als Canagliflozin-Hemihydrat); Croscarmellose-Natrium (kann aus gentechnisch veränderten Baumwollsamenkapseln hergestellt sein), Laktose und weitere Hilfsstoffe. Die Filmtablette ist gelb, kapselförmig und ist mit «CFZ» auf einer Seite und «100» auf der anderen Seite beschriftet.
Eine 300 mg Filmtablette Invokana enthält als Wirkstoff 300 mg Canagliflozin (als Canagliflozin-Hemihydrat); Croscarmellose-Natrium (kann aus gentechnisch veränderten Baumwollsamenkapseln hergestellt sein), Laktose und weitere Hilfsstoffe. Die Filmtablette ist weiss, kapselförmig und mit «CFZ» auf einer Seite und mit «300» auf der anderen Seite beschriftet.
Zulassungsnummer
62956 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Invokana? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Invokana ist in perforierten PVC/Aluminium Einzeldosisblistern mit 10 Filmtabletten in jedem Streifen erhältlich.
Die Packungsgrössen sind: 10 (1 Blisterstreifen), 30 (3 Blisterstreifen), 90 (9 Blisterstreifen) oder 100 Filmtabletten (10 Blisterstreifen).
Zulassungsinhaberin
Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.
Diese Packungsbeilage wurde im August 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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