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1983 Auch im zweiten Jahrzehnt war die Band gefragt wie eh und je. Durch seine beruflichen Aktivitäten hatte der Klarinettist Urs Heinimann noch immer mit Schweden zutun. Was lag also näher, als die gesamte Band im Sommer '83 ins Flugzeug zu verfrachten, nach Schweden zu fliegen und dort einmal so ganz nebenher in der ältesten Universität der Welt - in Uppsala - ein Konzert zu geben.
Im Dezember spielte die Band wiederum ein Konzert im Stadttheater, und wieder waren alle Plätze restlos ausverkauft. Der Erfolg vom letzten Jahr sollte sich wiederholen.
1985 – Im April nahmen die neun Musiker im New Sound Studio, Pfäffikon, ihr fünftes Album auf. Die zehn Nummern, davon vier Medleys, präsentieren einen Querschnitt durch die vergangenen 13 Jahre. Die LP, von der auch eine CD gepresst wurde, erschien im Herbst desselben Jahres.
1986 – Im Jahr 1986 unternahm das Schweizer Fernsehen einen Versuch, Dixieland im Abendprogramm zu integrieren. In Zusammenarbeit mit dem Trompeter und Sänger der bekannten PS. Corporation, Alex Felix, welcher die Sendung auch moderierte, wurde ein Konzept ausgearbeitet. Nach einer Ausgabe wurde die Sendung aber schon wieder aus dem Programm geworfen. An der Riverside konnte es wohl nicht liegen.
Sehen Sie selbst:
1987 – Unter dem Titel «Wie Schaffhausen zu einer Dixieland-Hochburg wurde» schrieben die Schaffhauser Nachrichten am 18. Dezember einen ganzseitigen Bericht über die Geschichte «der» Schaffhauser Jazzband. Im Dezember fand im alten Tramdepot in Schaffhausen im Beiseihen von 1500(!) Fans ein grandioses Jubiläumskonzert statt. Zum 15jährigen spielten neben der Riverside auch das Metronome Quintett und die Old Rivertown Jazzband als Gäste.
1988 – Nach drei Jahren entschied sich die Band, nochmals Tonaufnahmen zu machen, diesmal im Studio des bekannten Musikers Phil Carmen in Stein am Rhein. Es entstanden gleich zwei CDs, Volume 6 und Volume 7. Es waren die letzten Tonträger der Band vor deren Auflösung 2002.
1990 – Nach neun Jahren gab es gleich zwei grosse Wechsel in der Band. Charly Speichinger entschied sich, in der Toskana eine Ferienpension zu eröffnen und sein Leben fortan in Italien zu verbringen. Die Band spielte ab dem Zeitpunkt wieder in ihrer altbewährten Achtmann-Besetzung. Nach 16 Jahren gab es auch einen Wechsel am Piano. Für Peter Brandenberger rückte der bekannte schottische Pianist Ian Armit nach. Die neue Besetzung: Herbie Saurer (Trompete, Bandleader), Urs Heinimann (Klarinette, Saxophon), Leo Nart (Saxophone), Reto Grundbacher (Posaune), Gery Meier (Banjo), Ian Armit (Piano), Albert Gabriel (Sousaphon), Flavio Ferrari (Schlagzeug, Gesang).
1991 – Nach den diversen Weihnachtskonzerten im Stadttheater war es Zeit für etwas Neues. Die Band wollte wieder näher zu ihren Fans. So entschloss man sich, die legendären Dezemberkonzerte von nun an im Casino Schaffhausen durchzuführen. Und die Rechnung ging auf.
1992 – Im Februar verstarb nach kurzer schwerer Krankheit der erst zwei Jahre zuvor eingestiegene Pianist Ian Armit, ein schwerer Schlag für die Band. Und so musste man im Jubiläumsjahr bereits wieder einen neuen Pianisten suchen. Man erinnerte sich an einen Mann, dessen Bruder der Band vor allem als Aushilfe an Klarinette und Saxophon bekannt war. Robert Bosshard war kein Dixieland-Pianist im eigentlichen Sinn, sondern ein sensationeller Swingmusiker, sowohl am Piano als auch auf dem seltener gehörten Vibraphon. Dies brachte neue Klänge in die altbewährten Melodien, was vom Publikum und auch den übrigen Bandmitgliedern durchwegs positiv aufgenommen wurde.
Im Dezember wurde das zwanzigjährige Jubiläum gefeiert. In der Presse war dazu zu lesen: «Es gibt denn auch hierzulande, die legendären Tremble Kids mit ihrer bereits vierzigjährigen Bühnenpräsenz eingeschlossen, keine einzige andere Jazzband, die bezüglich ihres Beliebtheitsgrades 650 begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer aller Altersstufen zu mobilisieren vermag.» Besetzung: Herbie Saurer (Trompete, Bandleader), Urs Heinimann (Klarinette, Saxophon), Leo Nart (Saxophone), Reto Grundbacher (Posaune), Gery Meier (Banjo), Robert Bosshard (Piano, Vibraphon), Albert Gabriel (Sousaphon), Flavio Ferrari (Schlagzeug, Gesang).