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Daniel Korber
Ballast Abwerfen
Alles fängt an mit einer Bananenschachtel auf der „Daniel“ steht an. Die Schachtel enthält unter anderem mehrere Plastikdinosaurier, einen Feldstecher, eine Abenteuerweste, ein aus Styroporkugeln gebautes Planetensystem. Gegenstände,mit denen Daniel sich als Kind die Welt in sein Zimmer geholt, sie erforscht und angerichtet hat. Mit seiner Saurierarmee hatte er die Ereignisse der„Tagesschau“ nachgespielt. Er war festentschlossen, ein massstabgetreues Modell des Weltalls zu bauen, musste aber nachdem die Erde fertig war feststellen,dass das Kinderzimmer für den Rest des Universums zu klein war. Ausgehend vom Familienalbum hatte er sich die Evolution vorgestellt und sich gefragt, wie es war, als wir Fische waren.
Die Welt passt inzwischen in eine Bananenschachtel. Für die Schachtel selbst ist weder in Daniels Elternhaus noch in seiner neuen WG Platz. Die alten Sachen nerven.Trotzdem kann Daniel sich nicht so einfach von den Gegenständen trennen, die in der Schachtel versammelt sind. Es bedarf eines Abschiedsrituals.
„Wie kommt es, dass unser Herz an Dingen hängt? Warum müssen uns gewisse Gegenstände erhalten bleiben und was verlieren wir, wenn wir sie nicht mehr haben? Wie definieren uns die Dinge, die wir aufbewahren? Wie bestimmen die Sachen, die wir haben, die Welt in unserem Kopf?“