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Seit 2016 öffnet die Villa Ferrette in Sankt Blasien ihre Türen für ein innovatives Format. International renommierte Musiker arbeiten und spielen mit Nachwuchstalenten in Meisterklassen und geben Ihnen mit dieser Konzertreihe einen öffentlichen Raum. Durch die Kooperation mit den Meisterkursen sind die Konzerte jetzt auch auf der Goetheanum-Bühne erlebbar.
Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Stücken des kammermusikalischen Werkes und
bewegt sich zwischen Tschaikowskys "Souvenir de Florence" und Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“.
Das Taurida-Orchestra selbst blickt auf eine lange Tradition bis zur Zeit Katharinas der Großen
zurück. Im Jahre 1790 gründete Grigori Potjomkin, ein enger Vertrauter der Zarin, sein
international besetztes Orchester. Dieses war so erfolgreich, dass es namhafte Solisten
verpflichten konnte. Sogar Wolfgang Amadeus Mozart spielte dort als Cembalist.
Nach dem Zerfall der UdSSR wurde das heutige Taurida Orchestra durch eine Initiative der GUSLänder
in St. Petersburg in der Tradition seines Gründers neu organisiert. Es steht unter der
Leitung seines Chefdirigenten Mikhail Golikov und ist auf vielen Bühnen der Welt zu Gast.
Die Geigenlegende Viktor Tretjakov präsentiert zusammen mit seinen Meisterstudenten ein buntes
Programm. Bereits 1966 wurde sein virtuoses Spiel mit dem ersten Preis des Internationalen
Tschaikowski-Wettbewerbs geehrt und seither musizierte er gemeinsam mit fast allen großen
Orchestern und in verschiedenen Kammermusik-Ensembles der Welt. Als Chefdirigenten des
Moskauer Kammerorchesters, mit dem er über eine Dekade lang zusammenarbeitete, als Juror
verschiedener Wettbewerbe und durch seine Professur an der Kölner Musikhochschule gestaltete
er entscheidend die Musikwelt mit und gilt heute als einer der bekanntesten Vertreter der
russischen Geigenschule.