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Die Schweizer Software-Industrie lebt.
"Wir sind alle ganz stolz," so Microsoft-Sprecherin Barabara Josef heute abend zu inside-it.ch. Grund für die Freude in Wallisellen sind für einmal nicht besonders hohe Gewinnablieferungen nach Redmond, sondern, dass der "Release 2" von "Office Communications Server 2007" zu ungefähr zwei Dritteln in der Schweiz, genauer im Zürcher Entwicklungszentrum, programmiert wurde. Das Entwicklungszentrum entstand aus der im November 2005 von Microsoft übernommenen Firma Media-Streams.
"Office Communication Server 2007" (OCS 2007) ist für Microsoft ein sehr strategisches Produkt, will man sich mit dem Kommunikationsserver doch noch tiefer in die Infrastrukturen von Unternehmen einnisten. Das Serverprodukt kann Telefonzentralen ersetzen und die Kommunikation über Sprache, Mail, Chat und Video bündeln. Dazu gibt es moderne Funktionen, wie beispielsweise die Verknüpfung mit Kalenderdaten, so dass die Zentrale jederzeit sieht, wo sich jemand befindet (oder befinden sollte) und wie die Person erreichbar ist.
Im "Release 2" von OCS 2007 gibt es verbesserte Möglichkeiten für die Organisation von Telefonkonferenzen. So kann man nun an einer Telefonkonferenz PC-Bildschirminhalte austauschen, man kann Telefonkonferenzen einleiten und auch Leute auf irgendwelchen Computern über ein Browser-Interface einbeziehen. Zudem sind die Sprachfunktionen vereinfacht worden und es gibt nun Clients für verschiedene Mobiltelefone von Nokia, Motorola, Blackberry und (natürlich) Geräte mit Windows Mobile.
Zu guter Letzt sind gemäss Microsoft die Entwicklungswerkzeuge für Dritte verbessert worden, so dass es leichter geworden, die IP-Kommunikationszentrale in andere Anwendungen, beispielsweise CRM-Applikationen, einzubinden.
Der neue Release von Office Communications Server 2007 sollte im Dezember in die Produktion gehen und im Februar 2009 auf den Markt kommen. (Christoph Hugenschmidt)