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Die Schweiz will ihr Engagement im Biodiversitätsbereich weiter vorantreiben, damit die biodiversitätsrelevanten Konventionen effektiv angewendet werden. Dazu gehört, dass Synergien gestärkt und die Umsetzung der Konventionen sowie ihrer internationalen Instrumente und der Finanzierungsmechanismus kohärent gestaltet wird.
Biodiversität ist international vernetzt und ein globales Gut, welches nicht von einem Land alleine geschützt und gefördert werden kann. Die Schweiz engagiert sich daher für internationale Regeln zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Biodiversität. Sie nimmt aktiv an den verschiedenen internationalen biodiversitäts-relevanten Prozessen, wie u.a. dem Übereinkommen für die biologische Vielfalt CBD, dem Bonner Übereinkommen zur Erhaltung wandernder, wildlebender Tierarten CMS, dem Ramsar-Übereinkommen über Feuchtgebiete, der Konvention über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen CITES sowie dem Berner Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, teil (vgl. auch Internationale Abkommen).
Die Schweiz unterstützt die 2012 gegründete zwischenstaatliche wissenschaftliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen IPBES. IPBES nimmt eine zentrale Vermittlerrolle zwischen Wissenschaft und Politik ein und informiert politische Entscheidungsträger sowie internationalen Foren über den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität und über die nötigen Reaktionen. IPBES hat bisher einen globalen Bericht («Global Assessment») und verschiedene regionale Berichte über den Zustand der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen erstellt. Zusätzlich wurden thematische Berichte über Bestäuber sowie Landdegradierung und Wiederherstellung erarbeitet. Ein methodischer Bericht ist über Modellierung und Szenarien erschienen. Die Schweiz unterstützte die an der Universität Bern angesiedelte Technische Unterstützungseinheit (TSU) für die regionale Beurteilung der Biodiversität und Ökosystemleistungen für Europa und Zentralasien. Die Berichte von IPBES sollen die wissenschaftliche Grundlage für die Verhandlung eines neuen globalen Rahmenwerks für die Biodiversität für die Zeit nach 2020 bilden.
Die Schweiz unterstützt Arbeiten, welche zu einer besseren Berücksichtigung der Biodiversität in Infrastrukturvorhaben in Entwicklungsländern führen und setzt sich in multilateralen Gremien und Fonds, insbesondere im GEF, ein für eine hinreichende Bereitstellung von finanziellen Mitteln für den Schutz der biologischen Vielfalt.
Die Schweiz fördert die Umsetzung des globalen Strategischen Plans 2011-2020 für die Biodiversität durch alle relevanten Akteure inklusive der Umsetzung des Nagoya-Protokolls. Gleichzeitig beteiligt sich die Schweiz aktiv an den Verhandlungen für ein neues globales Rahmenwerk für die Biodiversität, welches im Jahr 2021 beschlossen und den auslaufenden globalen Strategischen Plan ablösen soll. In den Verhandlungen setzt sich die Schweiz unter anderem für folgende Ziele ein: Erstens, ein klarer und prägnanter Zielrahmen mit messbaren Zielen und Indikatoren welche die wichtigsten globalen Ursachen für den Verlust an Biodiversität adressieren. Zweitens, ein Rahmenwerk, das für das ganze internationale Biodiversitätsregime gilt und Synergien zwischen verschiedenen Konventionen und Prozessen verstärkt und nutzt. Drittens, ein effektiver Umsetzungsmechanismus welcher es erlaubt, den Erfolg der Umsetzungsmassnahmen abschätzen und daraus Lehren ziehen zu können.
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Letzte Änderung 30.04.2021