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Die News rasen vergangenen Oktober durch die Medienwelt: Dutzende Frauen aus dem Showbusiness erheben schwere Vorwürfe wegen sexuellem Missbrauch gegen Harvey Weinstein, 66. Damit starten sie die #metoo Debatte, mit der noch viel mehr sexuelle Übergriffe ans Licht kommen. Jetzt spricht Georgina Chapman, 42, die Frau des Hollywood-Grüsels, erstmals mit der «Vogue» über die vergangenen Monate.
Das Ex-Paar hat zwei gemeinsame Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren. Chapman dachte, sie führe eine glückliche Ehe. Als die ersten Artikel über Weinstein publiziert wurden, sei sie wie benommen gewesen. «Ich konnte kein Essen bei mir behalten», erzählt sie. Die Folge: Innert fünf Tagen nahm sie fünf Kilo ab. Chapman trennt sich von ihrem Mann als ihr klar wird, dass es sich bei den Vorwürfen nicht um Einzelfälle handelt. Ganze fünf Monate traut sie sich nicht mehr aus dem Haus. «Ich war so gedemütigt und so fertig», erzählt sie im Interview. Derzeit befinden sich Chapman und Weinstein mitten im Scheidungsprozess.
Von den Übergriffen ihres Mannes habe sie nichts mit bekommen, erzählt Chapman: «Ein Teil von mir war schrecklich naiv», gesteht sie. Momente der Wut, der Verwirrung und des Misstrauens prägen die vergangenen Monate. Das Schlimmste seien jedoch die Sorgen um ihre Kinder India, 7, und Dashielle, 5. «Ich habe Momente, in denen ich wegen meiner Kinder weine und mich frage, was aus ihren Leben wird.»
Die Engländerin führt mit Keren Craig, 42, das Modelabel «Marchesa», das Promis wie Katy Perry, 33, und Halle Berry, 51, auf dem roten Teppich eingekleidet hat. Seit dem Skandal um ihren Mann verzichten die Stars auf die schönen Abendroben des Labels, weil sie nicht mit Weinstein in Verbindung gebracht werden möchten.
Georgina Chapman und Keren Craig führen das Label Marchesa, das die Stars auf dem roten Teppich einkleidet.
Georgina Chapman und Keren Craig führen das Label Marchesa, das die Stars auf dem roten Teppich einkleidet.
Das könnte sich jetzt ändern. An der Met Gala, die vergangenen Montag stattgefunden hat, setzt Scarlett Johansson, 33, ein Zeichen und trägt ein Marchesa Kleid. Auch Vogue-Chefin Anna Wintour, 65, versucht das Image des Labels aufzupolieren und schreibt in einem Brief in der aktuellen Vogue: «Ich bin absolut überzeugt davon, dass Georgina keine Ahnung vom Verhalten ihres Mannes hatte.» Ihr die Schuld zuzuschieben sei demnach falsch.
Als Opfer möchte die 42-Jährige so oder so nicht gesehen werden. «Das bin ich nicht. Ich bin eine Frau in einer beschissenen Situation, aber damit bin ich nicht allein», erklärt Chapman.
Die krassesten Outfits der Met-Gala 2018: