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Das Wichtigste in Kürze
- Von vier Spielerinnen von Kamerun fehlt bei der Handball-WM in Spanien jede Spur.
- Sie werden seit dem 9. Dezember gesucht.
- Es wird vermutet, dass die Frauen untergetaucht sind, um Asyl zu beantragen.
Der Chef der Delegation des afrikanischen Landes habe in Begleitung des Turnierdirektors eine Anzeige bei der Polizei aufgegeben. Das berichteten die Digitalzeitung «El Español» und andere spanische Medien unter Berufung auf die Organisatoren der WM.
Die Polizei in Valencia bestätigte auf Anfrage diese Berichte. Eine Entführung werde nach bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen.
Die vier Frauen würden bereits seit 9. Dezember vermisst. Sie seien an dem Tag im Spiel gegen Angola in Llíria in der Provinz Valencia auch nicht zum Einsatz gekommen.
Am 11. Dezember war ihr Aufenthaltsort weiterhin unbekannt. Unter Berufung auf die Delegation von Kamerun berichtete «El Español», es handele sich Amelie Cevanie Mvoua (24), Appoline Michele Abena Ekobena (26), Jodelle Clarisse Madjoufang (28) und Yasmine Yotchoum (27).
Es wird vermutet, dass die Frauen möglicherweise untergetaucht sind, um in Spanien oder einem anderen Land Europas Asyl zu beantragen. Es könne eine Flucht vor der Gewalt daheim sein.
In Kamerun tobt seit etwa fünf Jahren ein Bürgerkrieg. Separatisten kämpfen für einen eigenen Staat. Erst am Freitag wurde bekannt, dass mindestens 30'000 Menschen vor gewaltsamen Auseinandersetzungen im Norden des Landes geflüchtet sind. Bei 80 Prozent dieser Menschen handelte es sich nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) um Frauen und Kinder.