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Die 24 Spezialistinnen und Spezialisten reisen aus Guatemala, Mexiko, den USA, aus Australien oder Grossbritannien, wie das Museum der Kulturen am Freitag mitteilte. Sie alle wollten ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse austauschen, die aus ihrer Beschäftigung mit den Tikal-Tafeln des Museums gewonnen hätten.
Die hölzernen Basler Tafeln stammen aus der antiken Maya-Metropole Tikal im heutigen Guatemala, die im 7. und 8. Jahrhunderts den Höhepunkt ihrer Kultur erlebt hatte. Aufgrund ihrer vielschichtigen Reliefbilder und hieroglyphischen Inschriften spielten die ehemaligen Türstürze von Tempelbauten eine zentrale Rolle bei der Entschlüsselung der komplexen Zusammenhänge von Religion, Politik und Gesellschaft der spätklassischen Maya-Periode, hiess es.
Die Tikal-Tafeln sind 1878 nach Basel gelangt. Aufgefunden und in seine Heimatstadt verschifft hatte sie der Basler Forscher und Arzt Gustav Bernoulli. Die Tafeln sind von grossem kulturellen und wissenschaftlichem Wert, weil nur noch wenige solcher Relikte existieren. Die Eroberer und Missionare aus Spanien hatten zerstört, was ihnen an Schrifterzeugnissen in die Finger geriet.