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Erste Bauphase für die Strassenerschliessung von Kandersteg erfolgreich am Entstehen.
Der Bundesrat hat im Dezember 2020 beschlossen, dass die Munitionsrückstände aus dem ehemaligen Munitionslager Mitholz geräumt werden sollen. Die Räumung geschieht unter Federführung des VBS. Das Bundesamt für Strassen ASTRA ist von dieser Räumung ebenfalls betroffen, da es seit 1. Januar 2020 Eigentümerin der Kandertalstrasse ist. Falls es zu einem Ereignis käme, würde eine Notumfahrung auf der anderen Talseite in Betrieb genommen. Diese dient zur Erschliessung von Kandersteg.
Die Notumfahrung wurde von der Gemeinde Kandergrund und vom Kanton Bern geplant und im Februar 2020 genehmigt. Die Notumfahrung wird in zwei Bauphasen durch das ASTRA im Auftrag des VBS realisiert. Der Bau der ersten Bauphase erfolgt im 2021 (Vorsorgliche Baumassnahmen). Dank diesen Vorbereitungsarbeiten könnte die Notumfahrung im Ereignisfall rascher fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Die vorsorglichen Baumassnahmen beinhalten primär die Verbreiterung des bestehenden Flurwegs inkl. einem Ausbau bis und mit Planie (kein Einbau Belag). Weiter wird die Brücke «Müllerli» über den Stegenbach verbreitert, die Furt über den Hundsprunggrabe durch einen Durchlass ersetzt und die Brücke über den Loueinigrabe komplett neu gebaut.
Am 12. Juli 2021 begannen die ersten Vorbereitungen und ab dem 19. Juli 2021 wurde schliesslich gebaut. Dank dem guten Wetter und vorallem einer speditiven Unternehmung können die Arbeiten ca. Ende September 2021 abgeschlossen werden (ca. einen Monat schneller als geplant).
Im Ereignisfall könnte dann in der zweiten Bauphase die Notumfahrung innerhalb von vier bis sieben Tagen fertiggestellt und asphaltiert werden, so dass die Verbindung von und nach Kandersteg sichergestellt wäre. Ob diese zweite Bauphase je ausgelöst wird, ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht klar. Klar ist aber, dass die Notumfahrung nach der Sanierung des Munitionslagers teilweise wieder zurückgebaut werden muss (ca. im Jahr 2040).