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Die Polizei sprach von 4000 Teilnehmern, Journalisten vor Ort gingen hingegen von mindestens doppelt so vielen Demonstranten aus. Die Demonstranten riefen an die Adresse der Behörden “Wir werden nicht übergangen werden” und “Diebe”.
Die Kundgebung richtete sich gegen ein 2,7 Milliarden Euro schweres Vorhaben des in Abu Dhabi ansässigen Projektentwicklers Eagle Hills, der das beliebte Belgrader Ausgeh- und Künstlerviertel Savamala und seine Umgebung in eine schicke Wohn- und Shoppinggegend verwandeln will.
Auf fast zwei Millionen Quadratmetern sollen Einkaufszentren, Bürogebäude und Wohnhäuser entstehen. Kernstück des Projekts ist ein 200 Meter hoher Wolkenkratzer.
Insbesondere ein Vorfall in Savamala Ende April hatte die Bürger aufgebracht. Maskierte Männer hatten in einer nächtlichen Aktion mehrere Gebäude demoliert. Der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vucic, der das Bauprojekt im Jahr 2014 verkündet hatte, bezeichnete die Maskierten daraufhin als “Idioten”. Es sei allerdings richtig, dass die betroffenen Gebäude zum Abriss bestimmt seien.
Die Projektgegner kritisieren mangelnde Transparenz und fehlende Einbeziehung der betroffenen Bürger. Unterstützer machen geltend, mit dem Bauvorhaben werde einer heruntergekommenen Gegend neuer Glanz verliehen.
(SDA)