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Inhaltsverzeichnis
Grundsätze
Die SIA-Empfehlung 431 «Entwässerung von Baustellen» beschreibt die Arbeiten und Massnahmen, welche bei der Planung und Ausführung von Baustellenentwässerungen zum Schutz der ober- und unterirdischen Gewässer notwendig sind.
Bei der Entwässerung von Baustellen und dem Transport, Lagern und Umschlag von wassergefährdenden Flüssigkeiten dürfen weder Boden, noch ober- und unterirdische Gewässer oder Abwasserreinigungsanlagen (ARA) geschädigt werden.
Kontrolle
Die Baustellenentwässerung ist vom örtlichen Bauamt oder dem Gemeindeingenieur vor Inbetriebnahme zu kontrollieren. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme durch den Bauherrn mit dem Kontrollorgan der Gemeinde wird empfohlen. Während der Bauphase sind durch das örtliche Bauamt oder durch den Gemeindeingenieur periodische Kontrollen durchzuführen.
Abwasservorbehandlung
Neutralisation
Mit Neutralisationsanlagen können saure und alkalische Abwässer neutralisiert werden, so dass der pH-Wert zwischen 6.5 und 9.0 liegt. Die Neutralisation mit Kohlensäure kann Trübungen verursachen. Für eine Einleitung in ein Gewässer ist eine Flockungsstufe nötig. Die Neutralisation mit Salz- oder Schwefelsäure entspricht nicht dem Stand der Technik.
Flockung
Oft entstehen bei einer Fällung nur feinflockige oder feindisperse Stoffe, die lediglich Trübungen verursachen. Eine Abtrennung dieser Fällprodukte durch Sedimentation oder Filtration erweist sich dann als sehr aufwendig oder undurchführbar. Um solche negativen Effekte auszuschliessen, wird nach dem Fällvorgang dem Abwasser ein Flockungshilfsmittel (FHM) zudosiert. Die Wirkung der FHM beruht darauf, daß sie freie Valenzen besitzen, die auf die Schwebstoffe wirken und sie zusammenbringen. Dadurch bilden sich grössere Flocken, die sich beschleunigt absetzen. So ergeben sich geringere Absetzzeiten und kleinere Absetzbehälter
Flockungshilfsmittel
Flockungshilfsmittel (Abk. FHM, Sedimentationsbeschleuniger). Sammelbezeichnung für linear makromolische Verbindungen, die das Zusammenballen der Mikro-Flocken bewirken sollen, wodurch ihre Abscheidbarkeit durch Sedimentation u./od. Filtration wesentlich verbessert wird. Weil ein Verbleib von FHM-Resten im behandelten Wasser möglichst vermieden werden muss, ist die eingesetzte Menge besonders sorgfältig zu bemessen.
Sedimentation
Die Dichte der zu sedimentierenden Stoffe muss grösser sein als die des Wassers, damit sie in diesem nach unten sinken. Zur Abscheidung der Feststoffe im Druchlaufverfahren benutzt man Schlammabscheidungsbecken, deren Nutzvolumina dem Abwasser eine bestimmte mittlere theoretische Verweilzeit bieten. Bei dem zur Sedimentation eingesetzten Schlammabscheidungsbecken muss dem Abwasser, während es dieses durchströmmt, genügend Zeit gegeben werden, damit sich die Feststoffpartikel absetzen können.
Weiterführende Informationen
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.