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<h2>SubmittedText<h2><p>Da der Bund und die Kantone die Schweizer Forstwirtschaft kontrollieren und stark beeinflussen und fast 70 Prozent der Wälder in öffentlichem Besitz sind, spielen die Forstdienste in der Frage der Holzressourcen eine Schlüsselrolle. Der Bund muss nun ein Zeichen setzen. Ich möchte den Bundesrat anfragen, ob er bereit ist:</p><p>1. so schnell wie möglich die tatsächlich nutzbaren Holzvorräte pro Kanton und Holzbestand bekanntzugeben, unter Berücksichtigung der Zugänglichkeit und der Abholzungs- und Transportkosten;</p><p>2. seine Forstpolitik und seine Unterstützungsmassnahmen so anzupassen, dass sie tatsächlich die Nutzung der Holzreserven fördern;</p><p>3. die Förster als Vertrauenspersonen betreffend die Nutzung der Holzreserven einzusetzen, anstatt einzig subventionierte Parallelstrukturen für den Verkauf zu entwickeln;</p><p>4. die Dynamik der Holzverwertung und der Holzenergie durch eine intensivere Nutzung der Wälder zu unterstützen, anstatt den Einfluss des Staates zu verstärken und angeblich die Ökologie voranzutreiben (wie dies die Initiative Franz Weber will).</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Nachfrage nach Holz als Rohstoff und Energieträger ist seit Herbst 2005  gestiegen. Einerseits ist die Verwendung von Holz zu Energiezwecken infolge gestiegener Heizölpreise wieder konkurrenzfähig geworden, andererseits meldet die holzverarbeitende Industrie erhöhten Bedarf an Holz an. Insbesondere die Sägereiindustrie realisiert oder plant grosse Neu- bzw. Erweiterungsinvestitionen, sodass mit einer weiterhin zunehmenden Nachfrage nach Rundholz zu rechnen ist. Der Bundesrat begrüsst diese Entwicklung, denn Holz ist eine wichtige natürliche Ressource. Die Holzvorräte in der Schweiz können im Rahmen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung noch stärker genutzt werden, ohne die übrigen Waldfunktionen zu beeinträchtigen.</p><p>Vor diesem Hintergrund beantwortet der Bundesrat die einzelnen Fragen wie folgt:</p><p>1. Die Berechnung von regional vorhandenen und effektiv nutzbaren Vorräten ist eine zentrale Aufgabe der angewandten Holznutzungsforschung an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. Diese Zahlen werden jeweils im Rahmen des Landesforstinventars ermittelt. Im Frühjahr 2007 werden die ersten Roh-Ergebnisse zum dritten Landesforstinventar vorliegen. Schlüsselgrössen der Erhebungen sind unter anderem Holzvorrat und Holzzuwachs differenziert nach Regionen und Baumarten. Auf dieser Basis wird in den Folgejahren eine aktuelle Übersicht über die nutzbaren Holzvorräte unter Berücksichtigung der Holzerntekosten und Holzerlöse erstellt werden. </p><p>2. Holzernte und  Holzvermarktung sind grundsätzlich Sache der Waldbesitzer. Entscheidend für die Entwicklung des Angebotes wird der auf dem Markt zu erzielende Holzpreis sein. Der Bund setzt zur Holzförderung auf zwei Strategien: Einerseits unterstützt er Projekte zur Effizienzsteigerung der Waldbewirtschaftung und der Holzlogistik, andererseits unterstützt er, z. B. im Rahmen des Förderprogramms "Holz 21", Massnahmen zur Erhöhung der Verwendung von Holz.</p><p>3. Die Forstorganisation liegt im Kompetenzbereich der Kantone (Art. 51 Waldgesetz). Die Förster sind wichtige Ansprechpartner der Waldbesitzer bei Fragen rund um Waldbewirtschaftung, Holznutzung und Holzverkauf. Um die Nachteile der kleinflächigen Besitzesstrukturen auszugleichen und das Holzangebot zu bündeln, haben die Waldbesitzer die Möglichkeit, die Dienstleistungen von überregional tätigen Holzverkaufsorganisationen in Anspruch zu nehmen oder aber bei Bedarf selber solche Dienstleistungen aufzubauen und zu betreiben. Die öffentliche Hand kann den Aufbau entsprechender Organisationen in begrenztem Mass finanziell unterstützen. </p><p>4. Nachhaltige Waldbewirtschaftung heisst, die ökonomischen, ökologischen und sozialen Anliegen an den Wald ausgewogen zu berücksichtigen. Der Bundesrat wird als Antwort auf die Volksinitiative "Rettet den Schweizer Wald" dem Parlament die Teilrevision des Waldgesetzes als indirekten Gegenentwurf zur Beratung vorlegen. Der Entwurf sieht die Stärkung des Rohstoffes und Energieträgers Holz vor. Dabei sind bei der Waldbewirtschaftung minimale ökologische Anforderungen einzuhalten.</p>  Antwort des Bundesrates.