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Aus Texas erreichte uns eine Meldung, dass es überproportional viele Todesfälle aufgrund von Methadonüberdosen im Vergleich zur Anzahl Verschreibungen gibt.
Eine nationale Review der American Academy of Pain Medicine über unbeabsichtige Todesfälle aufgrund Überdosierungen von Opioiden zeigte, dass eine überproportionale Anzahl dieser Todesfälle verbunden ist mit Methadongebrauch.
Bei dieser Review waren 30% der Todesfälle auf Methadongebrauch zurückzuführen, obwohl nur 5% der Opioidrezepte für Methadon geschrieben werden. Die Forscher vermerkten, dass dieses Problem dort auftrat, wo Methadon zur Schmerztherapie und nicht in jenen Zentren, wo es zur Suchtmitteltherapie verschrieben wurde.
Die Lösung des Problems müsste multifaktoral sein und sowohl die möglichen Schäden und Nachteile von Methadon und anderen Opioiden ansprechen, als auch aufgenommen werden in einige Risiko- und Evaluatiosprogramme.
Anstieg der Todesfälle
Intoxikationstodesfälle aufgrund von Opioiden stiegen vom Jahr 2001 bis 2005 um 260% an. Um herauszufinden, was dahinter steckt, beschäftigte sich ein Ausschuss von Experten der Schmerzmedizin und Politik mit den Gründen und Risikofaktoren der Todesfälle aufgrund Methadonüberdosen. Sie erarbeiteten Empfehlungen, um die Anzahl Todesfälle zu reduzieren.
Dr. Webster und seine Kollegen studierten Fälle von ärztlichen Kunstfehlern, die sie von Anwälten bekamen und suchten bei PubMed und anderen Quellen nach relevanten Informationen. Obwohl die Daten von Staat zu Staat variieren, konnten die Forscher einige Punkte erkennen, die das Problem begründen. Der wohl bedeutendste Grund ist, dass in den Umrechnungstabellen, welche von Ärzten für den Übergang von einem Opioid zu einem anderen gebraucht werden, für die meisten Patienten zu viel Methadon vorschreiben. So verschrieb im Jahr 2006 z.B. die FDA (Arzneimittelzulassungsbehörde der USA) eine Startdosis von 80mg pro Tag. Diese Dosis wurde bereits auf eine Tagesdosis von 30mg reduziert. Dr. Webster sagte: „Für die meisten Personen könnte eine Starttagesdosis von 80mg tödlich sein.“
Unterschiedlicher Stoffwechsel
Um die Problematik einschätzen zu können, muss auch beachtet werden, dass die Reichweite der Patienten in Bezug auf die Geschwindigkeit ihres Stoffwechsels sehr variiert. Leider gibt es keine preiswerte Methode, um im Vornherein zu bestimmen, wie ein Patient auf das Methadon ansprechen wird.
Experten wiesen die Methadonbeziehenden auf Bestimmungen hin, die verlangen, dass Methadon oder ein Morphingenerikum vor einem Morphin mit Markennamen verwendet werden soll.
Dr. Webster meinte: „Wenn ein Versorger sich dazu entscheidet Methadon zu verwenden und der Patient einen langsamen Metabolismus und starke Schmerzen hat, besteht ein signifikantes Risiko.“ Über 70% der Patienten in seiner Praxis für chronische Schmerzen, an Schlafapnoe litten.
Zum Schluss muss noch an die Faktoren gedacht werden, die bei der Methadonaufnahme ebenfalls eine Rolle spielen können, wie z.B. psychiatrische Komorbidität, Präsenz von anderen Medikamenten, die ebenfalls das zentrale Nervensystem dämpfen wie z.B. Alkohol oder Benzodiazepine.
Vorstellung nicht Kausalität
Dr. Wasan äusserte, dass es schwierig sei, die Signifikanz der Anzahl und den Einfluss des Rezeptes oder Verschreibung einzuschätzen. Dies sei so, weil auf den Strassen der Methadonmissbrauch auftrete. Deshalb werde oft interpretiert, je mehr Methadon man verordne, desto mehr Todesfälle gäbe es. Dies sei jedoch so nicht richtig, weil man alle involvierten Faktoren berücksichtigen müsse. Deshalb könne man hier nicht von einer Kausalität sprechen, sondern eher von einer bestehenden Vorstellung, warum es so sei.
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