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Migrationskommission
Die SGB-Migrationskommission wurde am SGB-Kongress 1982, damals noch unter dem Namen "Ausländerkommission", gegründet. Seither tagt sie drei- bis viermal jährlich.
Aufgaben
Die SGB-MK unterbreitet den SGB-Organen (Vorstand, Delegiertenversammlung, Kongress) Vorschläge zur Verbesserung der rechtlichen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Situation von MigrantInnen in der Schweiz.
Der SGB-Vorstand kann seinerseits der Kommission Vorschläge unterbreiten und diese ausserdem mit der Vertretung der MigrantInnen in zwischengewerkschaftlichen Projekten innerhalb und ausserhalb des SGB beauftragen.
Die SGB-MK gewährleistet den Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der Migrationsthematik zwischen den verschiedenen Mitgliedsverbänden des SGB.
Sie kann gegenüber der Öffentlichkeit eigenständig auftreten.
Zusammensetzung
Jede SGB-Gewerkschaft hat Anrecht auf eine Vertretung in der Migrationskommission. Aktuell sind die folgenden Gewerkschaften (je nach Grösse) vertreten: Unia, syndicom, vpod, SEV, SIT.
Wichtigste Ziele
Die SGB-Migrationskommission verfolgt im Rahmen ihres Hauptauftrages, der Interessenvertretung der Personen mit Migrationshintergrund, aktuell folgende Ziele:
1. Abbau der Diskriminierungen von Migrantinnen und Migranten in der Arbeitswelt: Es braucht mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt.
Unser Weg dahin:
- Mehr antidiskriminierende Bestimmungen in den GAV
- Mehr Sprach-, Berufsbildungs- und politische Kurse
- Anerkennung der im Ausland erworbenen Diplome und der Erfahrung
- Resolute Bekämpfung jeglicher Neuauflage des Saisonnierstatuts (oder eines vergleichbaren Systems): Dieses System wies den Migrierenden bloss Warencharakter zu und reduzierte sie auf flexibel verfügbare Arbeitskräfte.
2. Eine erleichterte Integration in die Gesellschaft.
Unser Weg dahin:
- Sensibilisierungskampagne gegen Abschottung und Fremdenfeindlichkeit
- Mehr politische Beteiligung auf Ebene Kantone und Gemeinden
- Automatische oder zumindest stark erleichterte Einbürgerung für die zweite und dritte Generation
- Regularisierung der Sans-Papiers
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