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In der Schweiz gibt es starke regionale Unterschiede im Häufigkeitsverhältnis und der Vertikalverbreitung von Teichmolch zu Fadenmolch: Im Osten des Landes (z. B. Zürich, Toggenburg, Appenzell) kommen die Arten fast nie gemeinsam vor und der Fadenmolch ist hier im wesentlichen auf hügelige Gegenden beschränkt, der Teichmolch auf tiefere Lagen. Dagegen ist in den tieferen Lagen der West- und Zentralschweiz der Teichmolch seltener ohne Fadenmolch zu finden, wobei der Fadenmolch generell deutlich häufiger als der Teichmolch vorkommt. Die ökologischen Unterschiede zwischen den Arten und die Gründe für diese unterschiedlichen Verbreitungsmuster sind nicht gut erforscht.
Im Verlauf des Märzes wandern die Teichmolche von den Winterquartieren her an. Dies können frostfreie Nischen unter Stein- oder Asthaufen sein, Mausgänge, unterhöhlte Wurzelstrünke und ähnliches. Die Winterquartiere liegen in der Regel nicht weit vom Laichplatz entfernt.
Mitte April dürften bei uns die meisten Teichmolche ihr Laichgewässer erreicht haben. Teichmolch-Männchen suchen das Gewässer deutlich vor den Weibchen auf und verlassen es auch wieder früher. Erst Mitte Mai ist der Höhepunkt des Paarungsgeschehens. Der Ablauf der Paarung ist ähnlich wie bei den anderen heimischen Molcharten, im einzelnen zeigen sich aber deutliche Unterschiede: Das Männchen balzt mit auffälligem Verhalten (z. B. Schwanzpeitschen, Schwanzfächeln, Katzenbuckel) um das Weibchen, wobei vor allem mit dem Schwanz verschiedene genau festgelegte Bewegungen ausgeführt werden. Dabei treibt es mit einem Wasserstrom auch Duftstoffe aus seiner Kloake zum Weibchen.
Anschliessend setzt es ein Spermienpaket auf dem Gewässerboden ab, das vom Weibchen aufgenommen wird. Das Weibchen kann sich im Verlauf der Fortpflanzungssaison mit mehreren Männchen paaren. Nach der Paarung setzt es über mehrere Tage oder Wochen rund 100 bis 300 Eier einzeln an Wasserpflanzen ab.
Nach dem Schlüpfen zehren die Larven zuerst noch vom Dottervorrat. In dieser Phase sind sie leichte Beute vieler Fressfeinde. Beobachtungen zeigten, dass kaum 5 % der Eier auch einen Jungmolch ergeben. Die Larven des Teichmolchs sind von denen des Fadenmolchs nicht unterscheidbar. Im Verlauf des Sommers metamorphosieren sie und gehen an Land. Da die Larven entsprechend der Eiablage verschieden alt sind, findet man frisch umgewandelte Jungmolche bis in den Herbst.
Ab Mitte Juni verlassen die erwachsenen Molche zunehmend das Laichgewässer. Ihre Landlebensräume sind nicht weit vom Laichgewässer entfernt, oft weniger als 100 m. Doch können sich Teichmolche auch einige hundert Meter vom Gewässer aufhalten: Bei einer Untersuchung wurden Teichmolche in einer Distanz vom 200 m bis 1 km von den mutmaßlichen Ausgangspopulationen entfernt festgestellt. Während des Landlebens finden größere Ortswechsel bei adulten Tieren aber offenbar nur sehr begrenzt statt. Die Tagesverstecke werden anscheinend zuweilen über längere Zeiträume genutzt und häufig werden einzelne Exemplare bis zu mehrere Wochen lang in ein und demselben Tagesversteck wiedergefunden. Bedingt durch die anscheinend eher geringe Wandertendenz der Adulten, scheinen Ausbreitungswanderungen wohl vor allem durch Jungtiere zu erfolgen. Die Winterruhe dürfte bereits im Oktober beginnen.
Über die Lebensdauer von Teichmolchen ist wenig bekannt. Beobachtungen deuten darauf hin, dass die jährliche Überlebensrate der Adulten etwa 50 % beträgt. Doch kann sie auch sehr viel tiefer liegen, so etwa, wenn Fressfeinde wie Ringelnatter und Kammmolch vorhanden sind. Teichmolche sind mit frühestens zwei Jahren geschlechtsreif.
In den Weihern kann man meist nur wenige Individuen beobachten. Wenn an einem Abend in einem Gewässer zwanzig Tiere gezählt werden können, so ist dies aussergewöhnlich. Die Populationen sind aber meist grösser als die Zahl der sichtbaren Tiere: Zählungen an Amphibienzäunen oder durch Abfischen mit Keschern ergaben in Deutschland meist Zahlen zwischen 100 und einigen Hundert. In der Schweiz dürften die Populationen kleiner sein. Eine Ausnahme bildete das Südufer des Neuenburgersees, wo früher eine riesige Population mit mehreren Tausend Teichmolchen lebte.