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Ein internationales Forscher-Team unter Beteiligung des deutschen Forschungszentrums Jülich hat mit "Raser-MRT" eine grundlegend neue Methode für die MRT-Bildgebung entdeckt. Bei der bisherigen MRT werden die Protonen des Gewebes mit passender externer Radiofrequenz angeregt. Anschliessend wird das emittierte Radiosignal der Protonen in Anwesenheit eines inhomogenen Magnetfeldes gemessen. Aus dem Antwortsignal wird dann ein Bild rekonstruiert.
Laut Jülich-Forscher Stephan Appelt ist entscheidend, dass jeder Bildpunkt - jedes Voxel - völlig unabhängig von allen anderen Voxeln ist. "Das heisst, der Kontrast des MRT-Bildes hängt nur von den lokalen Eigenschaften des Voxels, wie etwa der lokalen Dichte oder den Relaxationszeiten der Protonen ab", so der Wissenschaftler.
In den vergangenen Jahren konnten Raser-Experimente erfolgreich bei verschiedensten Magnetfeldstärken demonstriert werden; anders als normale MRT benötigt Raser-MRT also nicht unbedingt supraleitende Hochfeldmagneten, sondern ist auch mit kostengünstigen Niederfeldmagneten möglich, erklärt Appelt.
Neueste Erkenntnisse zeigen, dass Synchronismus als klassisches Analogon zur Quantenverschränkung aufgefasst werden kann. Letzteres ist für das Verständnis von Quantencomputern fundamental wichtig. Laut Appelt ist daher absehbar, dass in naher Zukunft die Physik der Raser-MRT nicht nur in der Medizintechnik, sondern auch für die Quantensensorik und der Quanteninformationstechnologie von grosser Bedeutung sein wird.