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In vielen Teilen der Welt ist es eine Herausforderung für Frauen und Mädchen, zu einem Arzt zu kommen oder für die Kosten der Behandlung aufzukommen. Der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen über Telemedizin mittels Videokonferenzen und Handys kann laut einer Studie des Asian Institute of Technology helfen, diese Hindernisse für die Betroffenen zu verringern. Die Ergebnisse aus dem ländlichen Nepal dürften sich auf viele Teile der Welt anwenden lassen, wo Computer und Handys zunehmend zugänglich werden.
Vorteile für Menschen in ländlichen Gegenden
Laut Forschungsleiter Rajan Parajuli ist bei Frauen und Mädchen der Zugang zu einer Gesundheitsversorgung oft durch Geschlechterrollen und Normen beeinflusst. Frühere Studien hatten bereits nahegelegt, dass Telemedizin Vorteile für Menschen bringt, die in ländlichen Gegenden leben. Rajan Parajuli und Mit-Autor Philippe Doneys merken jedoch an, dass die Rolle der Telemedizin bei der Verringerung von geschlechtsbezogenen Barrieren beim Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen in Entwicklungsländern bisher weniger stark berücksichtigt wurde.
Gesundheitsversorgung Studie in Nepal
Für die aktuelle Studie wurde eine Mischung verschiedener Methoden eingesetzt. In einem ersten Schritt wurden Telemedizin-Aufzeichnungen von zwei Krankenhäusern in Katmandu und drei lokalen Einrichtungen im Westen Nepals bezogen. Diese lieferten eine Liste von 175 Frauen und Mädchen, die Telemedizin entweder über Videokonferenz oder Handy genutzt hatten. Rund 100 Patientinnen beantworteten Fragebögen, in denen ihr Zugang vor und nach der Einführung der Telemedizin verglichen wurden. Tiefeninterviews wurden mit einem kleineren Sample durchgeführt. Zusätzlich führten die Forscher Gespräche über den Einfluss der Telemedizin in Nepal mit lokalen Netzwerkanbietern, Leitern der Gesundheitseinrichtungen, Dorfvorstehern, Schulleitern und anderen Personen.