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Mr. Suzuki tritt mit 91 Jahren ab
Osamu Suzuki, der jahrzehntelang als Patriarch hinter dem japanischen Auto-, Motorrad- und Bootsmotorenhersteller stand, tritt im Alter von 91 Jahren zurück. Suzuki heisst mit richtigem Namen Matsuda. Er heiratete die Enkelin des Firmengründers Michio Suzuki und nahm deren berühmten Familiennamen an.
Mit 91 Jahren wird es so langsam Zeit, kürzer zu treten, dachte sich Osamu Suzuki und kündigte seinen Rückzug ins Rentnerdasein für den Juni 2021 an. Suzuki war der bisher am längsten aktiv in der Autoindustrie tätige Manger.
Osamu Suzuki kam am 30. Januar 1930 als Osamu Matsuda zur Welt. Er war zuerst Bankangestellter. Doch als er die Shoko, die Enkelin von Suzuki-Gründer Michio Suzuki heiratete, nahm er deren Namen an und trat 1958 in die grossväterliche Firma ein.
Osamu Suzuki machte aus dem Kleinhersteller ein international erfolreiches Unternehmen im Bereich von kleinen Fahrzeugen, Motorräder und Motoren für verschiedenste Einsatzbereiche, unter anderem Aussenbordmotoren für Boote.
Sämtliche Übernahmeangebote grösserer Hersteller lehnte er ab. Zwei Kooperationen mit GM und mit Volkswagen waren nicht erfolgreich. Erst die Kooperation und der spätere Aktientausch mit Toyota war von Erfolg gekrönt.
Konsequenter Sparfuchs
Suzukis Verdienst war sein eiserner Sparwille, der es ermöglichte, auch mit preisgünstigen Fahrzeugen Gewinne zu machen. So soll er bei einem Rundgang im Werk 1900 unnötig brennende Lampen entdeckt haben. Die Glübirnen mussten umgehend rausgedreht werden. In einer internen Mitteilung forderte er seine Mitarbeiter auf, nicht die teuren direkten Zugsverbindungen, sondern billigere Bummelzüge zu nehmen.
Bereits 2015 hat sein Sohn Toshihro die Rolle des operativen Präsidenten übernommen, zudem gibt es einen mittelfristigen Management-Plan bis 2026.
Text: Stefan Fritschi
Fotos: Suzuki, Toyota, CNBC