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Wurdest du in ein Land und in eine Familie hineingeboren, wo es genug Essen, Wohnraum sowie Geld für Medizin und Schulen gibt? Dann bist du bereits mit einem gewissen Reichtum beschenkt. Im umgekehrten Fall gilt man als arm. Nicht alle Kinder treffen also die gleichen Voraussetzungen an. Auch kommt es drauf an, wie sich dein Leben entwickelt: Menschen, die ihre Arbeit verlieren, können arm werden. Alleinerziehende riskieren das auch. Elend kann sich auch dort ausbreiten, wo Überbevölkerung herrscht oder Naturkatastrophen gewütet haben. Ebenso führen Niederlagen in Kriegen zu mehr Armut.
Demgegenüber bereichern sich Siegermächte an ihrer Beute. Wer Menschen, Tiere oder die Natur ausbeutet, erzielt auch höhere Gewinne. Wenn man arbeitet, ein Vermögen erbt oder ein Unternehmen gründet, kann man zu mehr Geld kommen. In der Schweiz werden die Reichen derzeit reicher und die Armen ärmer. Die in der Mitte verlieren auch, aber wenig. Weltweit gilt jeder fünfte Mensch als extrem arm.
Wer Armut lindern will, unterstützt Hilfswerke oder trifft politische und wirtschaftliche Massnahmen. Das ist dir als Kind nur begrenzt möglich. Du hast aber das beste Mittel in der Hand, mit dem du dich selbst gegen Armut wappnen kannst: die Schule. Bildung geschieht zunächst im Kopf. Idealerweise aber auch im Herzen. Dort rüstest du dich gegen ein weiteres Leid: die innere Armut.
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