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Die Brücke besteht aus zwei 230m langen und mit den Brückenpfeilern monolithisch verbundenen Durchlaufträgern mit Feldspannweiten von 34m und einer Randspannweite von 26m. Die Brücke weist nur einen einzigen Fahrbahnübergang in Brückenmitte auf. Bei den Widerlagern sind die Durchlaufträger in Längsrichtung verschieblich gelagert. Dort können anstelle von Fahrbahnübergängen flexible Beläge (Thorma Joints) eingebaut werden. Dies ergibt eine unterhaltsarme Lösung.
Die Widerlager und Brückenpfeiler sind auf Rammpfählen fundiert. Jeder Brückenpfeiler besteht aus vier Stahlbetonscheiben 2.40m x 0.50m, welche in Längsrichtung die für die Längenänderungen des Überbaus notwendige Flexibilität aufweisen. Durch die vier Stahlbetonscheiben (QUARTETT) werden die Kräfte aus dem Überbau schon oberhalb der Fundamentplatte (Pfahlbankett) auf einen grösseren Fundationsbereich verteilt.
Wegen des geringeren Gewichtes und der damit verbundenen Einsparungen bei den Fundationen wird der Überbau als Verbundkonstruktion ausgeführt. Die Stahlkonstruktion des Überbaus besteht pro Feld aus vier handelsüblichen Walzprofilen HL1100 aus wetterfestem Stahl. Die Durchlaufwirkung wird durch Zugbewehrung in der Fahrbahnplatte und durch Druckplatten an den unteren Flanschen hergestellt. Es sind keine Montageschweissungen erforderlich, und die Bautoleranzen sind so einfach auszugleichen. Der Verbund mit den Querträgern und der Stahlbeton-Fahrbahnplatte erfolgt über Kopfbolzendübel. Die 30cm starke Fahrbahnplatte zwischen den vier Stahlträgern wird auf vorfabrizierten Schalungselementen betoniert und für die Konsolen mit Randborden kommt ein Schalungswagen zum Einsatz.
Die gewählte Konstruktion ist robust, modern und sehr wirtschaftlich. Sie weist einen hohen Vorfertigungsgrad auf und kann in kurzer Bauzeit erstellt werden
Die Proportion des Steinbach-Viaduktes resultiert aus dem Verhältnis der zu überspannenden Verbindung und der Fläche des variierenden Wasserspiegels. Die Spannweite steht in einem variablen Verhältnis zur sichtbaren Stützenlänge. Es entsteht ein flaches, die Horizontale betonendes Bauwerk, dessen Stützen sich als rhythmisierendes, quer gerichtetes Quartett anordnen. Um ein hohe Transparenz in Längsrichtung des Sees zu erlauben, ist die Stütze in Form einer schlanken Scheibe ausgebildet. Aus der Ferne ist die Brücke kaum wahrnehmbar – je näher man jedoch kommt und sich der Winkel der Betrachtung ändert, desto höher wird die optische Dichte.
Die Stützenscheibe und das Verbundtragwerk sind ohne Vor- und Rücksprünge angeordnet. Die damit erreichte lineare und schnörkellose Form unterstreicht die Dynamik der Brücke.
|Bauherrschaft||

Gemeinde Einsiedeln
|Aufgabe||

Wettbewerb, Neubau
|Zusammenarbeit|
|Bereich||

Entwurfskonzept, Architektonische Gestaltung
|Jahr||

2006