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Micheline Calmy-Rey versuchte der traditionell zurückhaltenden Neutralitätspolitik eine neue Bedeutung zu geben. Sie prägte den Begriff der «aktiven Neutralität» neu und setzte auf «öffentliche Diplomatie».
Kritik der SVP
Micheline Calmy-Rey vertrat die Ansicht, dass die Schweiz als Hüterin der Menschenrechte und als Depositarstaat der Genfer Konventionen sich weltweit aktiv bemühen müsse, Konflikte zu verhindern oder schlichten.
Als Aussenministerin suchte sie aktiv auch die Rolle der Schweiz als Vermittlerin. Und die Genferin inszenierte Schweizer Aussenpolitik auch immer wieder mit symbolischen Handlungen. So etwa bei einem Grenzübertritt von Nord- nach Südkorea. Für ihren spürbar neuen Ton in der Aussenpolitik wurde sie innenpolitisch namentlich von der SVP scharf kritisiert.