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Abstract: After twenty years of development, open access has become widely accepted in scholarly journal publishing. Much has been accomplished: digital standards regarding the identification of Open Access content and its authors are widely accepted; acknowledged licenses ensure that authors retain the rights to their works; new digital infrastructure is growing to facilitate frictionless availability and discoverability, and new publishing workflows have been adopted by authors, funders, publishers and libraries alike. There is also a business model that has become predominant: Author Processing Charges (APCs) have shifted the financial burden from the reader to the authors, their funders and institutions; these APCs are now at the core of ever more dominant Read & Publish contracts between libraries and publishers.
This talk offers an illustrated overview of the current state of open access publishing in scholarly journals before examining the areas where further development is most needed, namely sustainability and equity. The talk will close with proposing that Diamond Open Access and collaborative financing are the most promising models to overcome these current challenges in Open Access publishing.
Abstract: In 2022, Science Europe, cOAlition S, the ANR, and OPERAS proposed to the community to adopt an action plan to support open access diamond models, e.g. publishing models that do not charge the readers or the authors. Unlike other open access models, diamond OA is of particular interest to the scholarly community in the humanities. The presentation will try to identify the specific needs of this community, suggest specific actions that could be taken to address those needs and implement the Action Plan for Diamond Open Access in this peculiar context, and how, as a research infrastructure dedicated to open scholarly communication in the Humanities and Social Sciences, OPERAS aims at contributing to it.
Abstract: Der MDPI-Verlag entstand 1996 in Basel zuerst als digitales Projekt (Molecular Diversity Preservation International) des chinesischen Chemikers Dr. Shu-Kun Lin und wandelte sich in der Folge schnell zu einem Online-Unternehmen mit dem gleichen Akronym, aber anderer Bedeutung (Multidisciplinary Digital Publishing Institute). Heute scheint MDPI der Verlag mit der weltweit umfangreichsten Produktion von wissenschaftlichen Open Acces-Artikeln zu sein. Es sind ungefähr vierhundert Journals, bearbeitet von über fünftausend Angestellten in mehreren Erdteilen. Der Start war rein naturwissenschaftlich, später kamen einige Journals in den Humanities hinzu. 2020 lancierte MDPI mit Histories auch eine Zeitschrift für die Geschichtswissenschaft. Am 2. September erschien das erste Editorial. Vorher war ich vom Management Büro in Belgrad überzeugt worden, den Anfang als Editor-in-chief zu begleiten. In meinem Bericht werde ich einige Aspekte von dieser Geburtsphase bis in die Gegenwart ansprechen, beruhend auf persönlichen Erfahrungen.
Abstract: Seit 2020 wird die kunsthistorische Zeitschrift 21: Inquiries into Art, History, and the Visual als «Platinum» Open-Access-eJournal am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern publiziert. Pro Jahr werden vier Hefte als PDF/html veröffentlicht, mit technischer Unterstützung durch den DFG-geförderten Fachinformationsdienst arthistoricum.net (Universitätsbibliothek Heidelberg), über dessen eJournals-Plattform sämtliche Beiträge auch kostenlos abrufbar sind. Autor*innen behalten das Urheberrecht und die vollen Veröffentlichungsrechte, Author Processing Charges (APCs) werden nicht erhoben. Wenn immer möglich werden die Beiträge unter der CC-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 publiziert. Inzwischen sind neun Hefte erschienen, die Zeitschrift hat sich im Fach etabliert – wir ziehen ein Zwischenfazit, berichten aus dem redaktionellen Alltag und möchten zur Diskussion einladen:
Was sind die Vor- und Nachteile eines «scholar-led journal»? Welche praktischen und rechtlichen Probleme stellen sich neu/verschärft beim OA-Publizieren in der Kunstgeschichte (Bildrechte)? Wie lassen sich Visionen wie ein Layout mit einer eigenen Schrift, die auf dem Computer, auf Tablets und Smartphones gleichermassen gut lesbar ist, für das digitale Publizieren konkret umsetzen? Wie können Wissenschaftler*innen an der Veränderung der Publikationslandschaft in ihrem Fach partizipieren und diese aktiv mitgestalten?
Abstract: Judaica. Neue digitale Folge JNDF ist eine 2019 gegründete wissenschaftliche Zeitschrift mit Peer Review zu allen Bereichen der Jüdischen Studien von der Antike bis zur Moderne. JNDF ist die digitale Nachfolgezeitschrift der Judaica. Beiträge zum Verstehen des Judentums, die in 74 Jahrgängen als Printversion erschien. Die neue Judaica veröffentlicht Artikel und Rezensionen in deutscher, französischer und englischer Sprache. Wie ihre Vorgängerzeitschrift hat sie einen besonderen Bezug zur Judaistik der Schweizer Universitäten, steht aber als Plattform der gesamten wissenschaftlichen Community offen. Redaktionssitz ist das Institut für Judaistik der Universität Bern. JNDF verwendet seit kurzem ein kontinuierliches Publikationsmodell: Beiträge werden publiziert, sobald sie den Redaktionsprozess durchlaufen haben.
Nach drei Jahren bietet sich ein erster Rückblick an: Welche Vorteile und Nachteile ergeben sich aus dem digitalen Publizieren? Worin liegen administrative und finanzielle Herausforderungen? Wie könnte die Zukunft der JNDF ausschauen?
Abstract: This talk will present the different types of data and the archiving and visualisation work carried out within the framework of Dr. Melanie Würth Villaclara's PhD thesis, funded by the SNF project “La ciudad como constructo geosocial. Percepción, representación y actitud frente a las variedades lingüísticas de la Región Metropolitana de Buenos Aires”, directed by Prof. Yvette Bürki. These data are currently freely available to the public on Boris' website (https://doi.org/10.48620/5). Providing all the material as a single unit through this platform gives the corpus much more visibility.
The corpus is relatively large and complex, visualising quantitative and qualitative data from 60 interviews with residents of different neighbourhoods/parties of Buenos Aires: Recoleta, Caballito, Villa Urquiza, La Boca/San Telmo, Avellaneda and Olivos/San Isidro. Given the scarcity of digitized sociolinguistic information on perceptual and attitudinal aspects in the city of Buenos Aires, thanks to Boris, this corpus provides researchers with valuable and rich material that is easily accessible.
Abstract: Neben seinen Büchern veröffentlichte Alexander von Humboldt (1769–1859) in sieben Jahrzehnten rund 750 Aufsätze, Artikel und Essays in Zeitschriften und Zeitungen. Mit insgesamt 3600 Drucken, die in 15 Sprachen in 1240 Periodika an rund 430 Orten der ganzen Welt erschienen, stellen Humboldts Journalveröffentlichungen einen publizistischen Extremfall außergewöhnlichen Umfangs und großer internationaler Verbreitung dar. Die Edition von Humboldts Sämtlichen Schriften hat dieses Corpus erschlossen und im Druck (2019 in 10 Bänden) und elektronisch (2021 open access als Digitaledition) zur Verfügung gestellt: www.humboldt.unibe.ch/text. Neben den umfangreichen XML-Volltexten der Humboldt-Veröffentlichungen (rund 33 Millionen Zeichen) umfasst die Digitalausgabe editorische Paratexte (Kommentare, Glossare, Einführungen) sowie Analyse- und Erschliessungswerkzeuge (lemmatisierte Suche, bibliographische Datenbank, Datenvisualisierung). In meinem Input-Referat möchte ich vorstellen, durch welche Massnahmen die Edition die Offenheit und Zugänglichkeit ihrer Daten gewährleistet und die die OA- und FAIR-Prinzipien umsetzt.
Abstract: Die Telefonbücher der Schweiz gehörten während Jahrzehnten zum Inventar jeder Schweizer Wohnung. Darin verzeichnet waren nicht nur alle Anschlüsse, sondern auch Adressen, Berufe und vieles mehr. Damit sind die Telefonbücher eine zentrale schweizerische Quellenserie für die historische Forschung und sprachwissenschaftliche Auswertungen. In einem Kooperationsprojekt entlocken die Digital Humanities und das PTT-Archiv den Büchern ihre Informationen als strukturierte Daten.
Im Vortrag wird einen Einblick gegeben in die Werkstatt: Vom Scannen der Bücher über die Auswertung und das labeling mittels Computer Vision und weiteren machine learning Verfahren. Das Resultat ist eine Datensammlung, die von den Anfängen der Schweizer Telefonie bis in die 1950er Jahre zugänglich gemacht werden kann.
Abstract: «Der Weg zu offenen Geisteswissenschaften ist nicht gradlinig und vorgezeichnet, sondern Teil eines langwierigen Aushandlungsprozesses», heisst es im Abstract dieser Tagung. So zutreffend das ist, so wichtig ist es doch, daran zu erinnern, dass das Teilen von Forschungsdaten immer schon zur Praxis in den Geistes- und Kulturwissenschaften gehörte und gehört. Im digitalen Zeitalter bringt die Praxis des Datenteilens jedoch besondere Herausforderungen mit sich, aber auch Leitlinien, die dabei helfen, Daten verständlich und be- bzw. nachnutzbar zu machen, namentlich in Gestalt der FAIR-Data-Prinzipien. Diese Prinzipien, übersetzt in je spezifische Fachkontexte, helfen dabei, aus einer blossen «Datengrundlage» Forschungsprodukte eigenen Werts zu machen, die der Wissenschaft neue Wege eröffnen.