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Das DeCarbCH-Projekt zielt auf die Dekarbonisierung von Heizen und Kühlen in der Schweiz innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte, und bereitet weiter den Weg hin zu negativen CO2-Emissionen. Das übergeordnete Projektziel (mit dem letztendlichen Ziel von Netto-Null-Emissionen) besteht darin, die Umsetzung von erneuerbaren Energien für Heizen und Kühlen im Wohnungssektor (verschiedener Grössen und Urbanisierungsgrade) sowie im Dienstleistungs- und im Industriesektor zu befördern, zu beschleunigen und die damit verbundenen Risiken zu minimieren. Dieses Ziel soll wie folgt erreicht werden:
- Bereitstellung von Handlungsempfehlungen, wo, in welchem Ausmass und wann welche Technologien miteinander kombiniert werden sollen
- Entwicklung, Pilot- und Demonstrationsprojekte von Kombinationen wirtschaftlich realisierbarer Technologien, was zur Senkung der Kosten für erneuerbares Heizen und Kühlen in allen Sektoren beitragen wird
- Durchführung modellbasierter Analysen zur Unterstützung der Planung, unter anderem durch die Entwicklung von Szenarien zu Angebot, Verteilung und Nachfrage von erneuerbarem Heizen und Kühlen
- Quantifizierung des Wertes von erneuerbarem Heizen und Kühlen sowie von negativen CO2-Emissionen
- Bereitstellung evidenzbasierter Handlungsempfehlungen zur Umsetzung erneuerbaren Heizens und Kühlens durch Politikmassnahmen und gesetzliche Regelungen sowie Einbeziehung einschlägiger Akteure mit dem Ziel, das erforderliche Akzeptanzniveau zu erreichen.
Das DeCarbCH-Projekt konzentriert sich auf drei Hauptkomponenten: i) innovative erneuerbare Energiebereitstellungs- und Umwandlungstechnologien, ii) Fernwärme- und Fernkältenetze und iii) Energiespeicherung. Für diese Komponenten ermitteln wir optimale Kombinationen (in Bezug auf Technik, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit) sowie die erforderlichen und anzustrebenden Bedingungen für ihre Umsetzung.
Ein lösungsorientierter interdisziplinärer Ansatz wird für das Projekt als Ganzes sowie innerhalb jedes einzelnen Arbeitspaketes angewandt. Die Arbeitspakete (AP) befassen sich mit Subsystemen (z. B. AP3 mit Netzwerken in Kombination mit erneuerbaren Energien und Energiespeicherung, AP4/AP10 mit dem Industriesektor und AP5/AP11 mit Lösungen hauptsächlich für eigenständige Systeme unter Nutzung erneuerbarer Energien), sie beinhalten Fallstudien (AP6 in Zürich und AP7 in der Romandie), oder sie wenden spezifische Ansätze an (AP2/AP9: gesetzliche und sozioökonomische Integration, und AP1/AP8: Energiesystemmodellierung). Alle Arbeitspakete münden in Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und für andere Akteure.