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Wenn eine versicherte Person stirbt, finanziert die Pensionskasse die Hinterbliebenenrente, die dem Ehepartner oder eingetragenen Partner zusteht, in der Regel aus dem vorhandenen Altersguthaben – sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Kinder des Verstorbenen erhalten eine Waisenrente, und zwar bis zum 18. Altersjahr oder bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens bis zum 25. Geburtstag. Unter Umständen kann auch der Ex-Ehegatte oder der Konkubinatspartner eine Hinterbliebenenrente beanspruchen.
Was aber geschieht mit dem angesparten Guthaben, wenn die versicherte Person keine rentenberechtigten Personen hinterlässt? Pensionskassen sind gesetzlich nicht verpflichtet, das Geld in so einem Fall den übrigen Hinterbliebenen auszuzahlen. Viele Pensionskassen sehen aber freiwillig vor, dass beim Tod der versicherten Person ein einmaliges Kapital ausbezahlt wird. Dieses Todesfallkapital entspricht normalerweise dem vorhandenen Altersguthaben.
Wer die Summe erhält, ist im Reglement der Pensionskasse festgehalten. Stirbt zum Beispiel eine alleinstehende und kinderlose Person, zahlt die Vorsorgeeinrichtung das Geld in der Regel den Eltern aus. Sind die Eltern bereits verstorben, erhalten es die Geschwister. Das Todesfallkapital kann auch zusätzlich zu einer Rente beispielsweise an den hinterbliebenen Partner ausbezahlt werden.
Soll die reglementarische Begünstigtenordnung nicht zum Tragen kommen, kann man die Reihenfolge der Berechtigten ändern. Es ist auch möglich, das Todesfallkapital auf mehrere Anspruchsberechtigte zu verteilen. In einer schriftlichen Begünstigungserklärung lässt sich zum Beispiel bestimmen, dass die Mutter und der älteste Bruder je die Hälfte des Kapitals erhalten. Oder, dass die Eltern übergangen werden und alles dem Bruder zufallen soll.
Wer freiwillig in die Pensionskasse einzahlt, sollte prüfen, wem dieses Geld nach dem Todesfall zusteht. Die meisten Versicherten gehen davon aus, dass freiwillige Einkäufe dem Ehe- oder langjährigen Lebenspartner gehören. Viele Pensionskassen zahlen dieses Geld aber weder aus, noch erhöht sich durch den Einkauf die Rente für die Hinterbliebenen. Die Pensionskassen finanzieren damit nur die Hinterbliebenenrente, die dem überlebenden Partner ohnehin zusteht.
Das gesamte Guthaben inklusive aller Einkaufsbeiträge wird den Hinterbliebenen nur in zwei Fällen ausbezahlt: wenn keine Renten fällig sind oder wenn das Altersguthaben den Finanzierungsbedarf für die Renten übersteigt. Hinterlässt man niemanden, der von Hinterbliebenenleistungen profitiert, verfällt das Pensionskassen- Guthaben zusammen mit den Einkäufen nach dem Tod unter Umständen zugunsten der Pensionskasse. Einen Hinweis auf diese Bestimmung der jeweiligen Pensionskasse findet man im Reglement der Vorsorgeeinrichtung und oft auch im Vorsorgeausweis.
Lässt sich die gewünschte Begünstigung nicht erreichen, muss man sich überlegen, ob die steuerlichen Vorteile eines Einkaufs diesen Nachteil aufwiegen.