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Daniel Loss habe massgeblich zum theoretischen Verständnis der Spindynamik und der Spinkohärenz in Quantenpunkten beigetragen, begründet die König-Faisal-Stiftung gemäss einer Medienmitteilung der Universität Basel vom Freitag die Vergabe. Loss habe damit Möglichkeiten zur praktischen Anwendung für einen Quantencomputer geschaffen. In diesen setzt die Wissenschaft grosse Hoffnungen.
Zusammen mit dem US-amerikanischen Physiker David DiVincenzo hatte Daniel Loss 1998 die Theorie zur Entwicklung des Loss-DiVincenzo-Quantencomputers veröffentlicht. Zahlreiche Forscherteams weltweit stützen sich gemäss Mitteilung auf diese theoretischen Arbeiten.
Der 58-jährige Loss ist Professor für theoretische Physik und Co-Direktor des Swiss Nanoscience Institutes an der Universität Basel. Zudem ist er Direktor des Center for Quantum Computing and Quantum Coherence in Basel. Loss hat mehr als 400 Fachpublikationen veröffentlicht und gehört zu den meistzitierten Physikern weltweit, wie es weiter heisst.
Der gebürtige Winterthurer war 2014 mit der Blaise-Pascal-Medaille in der Sparte Physik der Europäischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet worden. 2010 erhielt er den Marcel-Benoist-Preis und 2005 den Humboldt-Forschungspreis.
Der König-Faisal-Preis in der Sparte Wissenschaft wird seit 1984 jährlich von der 1976 gegründeten König-Faisal-Stiftung verliehen. Er ist nach dem saudi-arabischen König Faisal ibn Abd al-Aziz, dem Sohn des Staatsgründers, benannt. Die Preise werden im April 2017 vom saudi-arabischen König in Riad verliehen.
(sda)