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Wien, 11. Mai (Reuters) - Der Wiener Baukonzern Strabag will den Anteil des russischen Aktionärs Rasperia Trading am Unternehmen verringern. Das Aktienpaket des vom Oligarchen Oleg Deripaska kontrollierten Unternehmens soll durch eine Abfolge von Kapitalmaßnahmen von derzeit 27,8 Prozent auf unter 25 Prozent verringert werden, teilte Strabag am Donnerstag mit. Der Strabag-Vorstand werde die Maßnahme bei der Hauptversammlung am 16. Juni vorschlagen, hieß es.
Durch die geplanten Kapitalveränderungen sollen Risiken und Nachteile für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft reduziert werden, die sich aufgrund der Sanktionierung von Deripaska ergeben, erklärte der Konzern. Der russische Oligarch wurde nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine auf die Sanktionsliste gesetzt und seine Vermögenswerte wurden eingefroren. Die Strabag schüttet daher keine Gewinne mehr an den russischen Aktionär aus. Zudem wurde das von Rasperia entsandte Aufsichtsratsmitglied abberufen, was von Deripaska juristisch bekämpft wird.
Die Umsetzung der Maßnahme soll in mehreren von der Aktionärsversammlung zu beschließenden Schritten erfolgen. Über den Weg einer Kapitalherabsetzung sollen 9,05 Euro je Stückaktie in bar oder in neue Aktien der Gesellschaft an jeden Aktionär gezahlt werden - mit Ausnahme der sanktionierte Rasperia. Die österreichischen Kernaktionäre, die zusammen einen Anteil von rund 57,78 Prozent an der Strabag halten, würden diese Maßnahmen unterstützen. Sie hätten zugesichert, die Ausschüttungen in Form neuer Aktien zu wählen, während Rasperia wegen der Sanktionen kein Wahlrecht auf neue Aktien habe. Damit werde der Rasperia-Anteil auf unter 25 Prozent verwässert. (Bericht von Alexandra Schwarz-Goerlich. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter <email-pii> (für Politik und Konjunktur) oder <email-pii> (für Unternehmen und Märkte).)