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Etappe 5
Wasserführung im Stollen
Um das Wasser von der Morobbia und der Valmaggina bis zur Speicherkammer zu leiten, wurde 1903 ein 4'022 Meter langer Stollen ins Gestein getrieben, wo das Wasser mit freier Oberfläche floss.
Wegen eines Erdrutsches musste zwischen 1949 und 1951 das ein Kilometer lange Endstück zwischen dem Val Verona und dem Piano die Cavalli neugebaut werden. Es wurde bergwärts in eine geologisch sicherere Zone versetzt.
Gleichzeitig zum Bau der neuen Talabsperrung begann 1968 die Errichtung eines 2'920 Meter langen Druckstollens mit einem Querschnitt von 4.9 Metern, der von der Staumauer von Carmena bis zum Val Verona in den Berg getrieben wurde. Von dort aus konnte dann der 1951 gebaute Stollen mit einem Querschnitt von 3.9 Metern wiederverwendet werden.
Planimetrie einer Ablassöffnung im alten Stollen. Der Eingang ist noch links von dieser Hinweistafel sichtbar. Diese Nebenstollen dienten einerseits zur Wegräumung des Aushubmaterials und andererseits zur Lüftung und zur Ableitung von Wasserinfiltrationen. Später wurden sie zur Inspektion des Hauptstollens und zur Regulierung des Wasserabflusses genutzt.
Einige Momente des Baus des neuen Druckstollens. Die Arbeiten begannen im August 1968, und mit einem durchschnittlichen Fortkommen von 12,7 Metern pro Tag erreichte man die Kammer im Val Verona am 30. Juni 1969. Dank der guten, stabilen Beschaffenheit des Gesteins mussten nur wenige Teile mit Beton überzogen werden.