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Peter Raemy wurde am 8. Mai 1932 als jüngster Sohn der Familie Eduard und Alfonsine Raemy im Telmoos geboren. Mit seinen fünf Geschwistern verbrachte er eine glückliche Kindheit, obwohl er in den Kriegsjahren, wie so viele andere, auf manches verzichten musste. Er besuchte die Primarschule in Plaffeien und die Sekundarschule in Tafers. Nach der Schulzeit verbrachte er sechs Monate in einer Bäckerei in Grolley, dies wäre eigentlich sein Traumberuf gewesen. Er begann die Lehre als Bäcker-Konditor in Freiburg, was aber dann nicht seinen Vorstellungen entsprach. Er entschied sich, Automechaniker zu werden und machte die Lehre bei der Garage Spicher AG in Freiburg. Dort blieb er nach der Lehre noch ein Jahr und wechselte dann zur damaligen GFM als Mechaniker-Chauffeur, wo er fünf Jahre lang blieb.
1959 heiratete er Elisabeth Lauper aus Freiburg. Drei Jahre wohnten sie in Freiburg. Ihnen wurden ein Sohn und zwei Töchter geschenkt, die mit viel Liebe, aber auch mit einer gewissen Strenge erzogen wurden.
Im März 1962 wurde er Chefmechaniker bei der Garage Boschung in Plaffeien, alsdann zügelte die Familie ins Elternhaus von Peter im Telmoos. 1969 übernahm Peter die Garage im Bifang. Er arbeitete jeden Tag bis spät am Abend, um seine Kunden zufriedenstellen zu können. Er hatte immer ein gutes Herz. Einem armen Kunden, der wirklich auf sein Auto angewiesen war, verlangte er nie den nötigen Rechnungsbetrag. Er war immer ein rechtschaffener und ehrlicher Mensch.1993 übergab er sein Geschäft seinem Sohn Erich. Eigentlich hatte er gehofft, dass er ihm auch nach der Übergabe mit Rat und Tat zur Seite stehen könnte. Doch seine Gesundheit erlaubte es ihm nicht mehr.
Die sechs Enkelkinder waren seine grosse Freude, und er liebte sie innig. Peter Raemy mochte die Geselligkeit. 61 Jahre lang war er Aktivmitglied des Jodlerklubs «Alphüttli» Plaffeien sowie jahrelang Mitglied des Pistolenklubs Zollhaus-Plaffeien. Er war überhaupt ein fröhlicher und aufgestellter Mann – bis sein Sohn Erich am 23. November 2003 einen tödlichen Autounfall erlitt. Dieser Schicksalsschlag hat ihn tief getroffen. Er war gesundheitlich recht angeschlagen und baute von Jahr zu Jahr mehr ab. Jahrelang wurde er von den Ärzten Bruno Gruber und später Paul Mülhauser sehr gut betreut.
Am Samstag, dem 10. September 2011, waren seine Schmerzen so unerträglich, dass er per Ambulanz ins Spital Tafers eingeliefert werden musste. Er wurde liebevoll vom Pflegepersonal und den Ärzten betreut. Am Mittwochvormittag, dem 14. September 2011, wurde er von seinen Beschwerden erlöst.
Möge er in Frieden ruhen. In den Herzen seiner Familie wird er weiterleben. Eing.