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(06.12.2017) Für die KMU in der Maschinenindustrie bleibt der starke Franken die grösste Sorge. In einer Studie des Dachverbands der KMU in der MEM-Industrie, Swissmechanic, und der Gewerkschaft Unia verzeichnet knapp die Hälfte der Unternehmen nach eigenen Angaben um 5% kleinere Margen.
Damit seien sie langfristig nicht lebensfähig, betonen die Autoren der Studie, die von der Universität St. Gallen durchgeführt wurde. Rund 10% der befragten Unternehmen erlitten sogar Verluste. Insgesamt verschlechterten sich die Gewinnmargen aufgrund des starken Franken zwischen 2014 und 2016 bei mehr als der Hälfte der KMU in der Maschinenindustrie. Die Umsätze waren bei der Hälfte der Unternehmen seit 2014 rückläufig.
Diese KMU haben auch Probleme bei der Bewilligung von Krediten: 2015 erhielt jedes fünfte eine Absage. Für den Gesamtzeitraum 2014 bis 2016 beläuft sich dieser Anteil auf eines von acht Gesuchen. Die meisten Unternehmen wenden sich für ihre Investitions- und Dispokredite an die Kantonalbanken und die Grossbanken.
Nach der Aufhebung der Kursuntergrenze haben 40% der KMU in der Maschinenindustrie Stellen abgebaut und ein Viertel hat die Arbeitszeit erhöht. Im Durchschnitt hat sich die Zahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten bei den Mitgliedern von Swissmechanic zwischen 2014 und 2016 verringert. In der MEM-Branche arbeiten zwei Drittel der Arbeitnehmenden in einem KMU, wie die Analysten mitteilen.
Ausgehend von diesen Ergebnissen sind die Autoren der Studie der Ansicht, dass die SNB einen strategischen Wechselkurs zwischen CHF 1,18 und 1,20 für einen Euro anstreben sollte. Im Hinblick auf die Probleme bei der Kreditvergabe empfehlen sie, nach Alternativen zum Bankdarlehen zu suchen und das Bürgschaftswesen für KMU zu stärken.
Letzte Änderung 06.12.2017