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Die Schweiz verfügt über ca. 1 Million Hektaren an Kulturland. Auf dieser Fläche wird ungefähr die Hälfte der in der Schweiz verbrauchten Agrargüter und Lebensmittel hergestellt. Die andere Hälfte stammt aus Importen. Die Importe von Agrarprodukten haben in den letzten 30 Jahren um 80% zugenommen. Eine weitere signifikante Zunahme dieser Importe lehnen wir ab: Es ist aus Gründen der Nachhaltigkeit, des Schutzes von Tier und Umwelt, aber auch zum Erhalt einer minimalen Versorgungssicherheit nötig, dass die Schweiz einen wesentlichen Teil ihrer Grundnahrungsmittel im eigenen Land herstellen kann, sowohl in der Urproduktion, als auch auf Stufe der Verarbeitung. Eine weitere Öffnung unseres Marktes zu Gunsten von noch mehr Importen will deshalb wohlüberlegt sein.
Gerade im Bereich der Grundnahrungsmittel braucht es gute Rahmenbedingungen für die produzierende Lebensmittelindustrie in der Schweiz. Hier ist eine Differenzierung zu importierten Produkten schwierig, der Erhalt von Anbau und Verarbeitung in der Schweiz wegen kurzer Transportwege und allgemein guter Ökobilanz aber sinnvoll. Die SCFA unterstützt deshalb einen wirkungsvollen Grenzschutz in denjenigen Bereichen, wo er nötig und verantwortbar ist.
Als Paradebeispiel für eine sinnvolle Grenzbewirtschaftung kann das Handelsabkommen mit Indonesien stehen, wo erträgliche Konzessionen und zudem Vorschriften im Bereich der Nachhaltigkeit gemacht wurden, wenn ausländische Rohstoffe mit Zollpräferenz importiert werden sollen. Das muss das Modell für die Zukunft sein.