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möchte ich nochmals aufgreifen. In den letzten Tagen habe ich mich mit dem Presto aus der Violinsonate Nr. 1 G-Moll mehrfach beschäftigt. erst nachdem ich das Stück von Hilary Hahn gehört hatte wurde mir klar, welche herausragende Stellung dieses Stück einnimmt:
Dieses Presto trennt die wahren Geiger/innen von der Spreu, von dem Rest. Das Stück ist in vielen Versionen in YouTube zu hören, unter anderem auch von Yehudi Menuhin. Es bleibt aber solange in einem "Na ja, ein Presto", bis es Hilary Hahn spielt, denn es verlangt eine wirklich virtuose Behandlung der Geige, bis zum Äußersten.
Dabei habe ich mir einige Fragen gestellt. Bach hat das komponiert, aber hat er das auch gespielt? Sicher, da die Geige sein erstes Instrument war, kann man annehmen er hat die Geige (auch Bratsche) beherrscht. Andererseits hat er sich selbst gegen Virtuosentum gewandt mir seiner Bemerkung zu "Klavierhusaren". Bach wird als der führende Orgelvirtuose in der damaligen Zeit geführt und auch auf anderen Tasteninstrumenten. Ist überliefert, dass er auch Geigenvirtuose war? Ja, er war Kapellmeister und somit 1. Geiger. Nur, das Presto verlangt, wenn es Wirkung entfalten soll, mehr als einen Kapellmeister. Hört euch den Unterschied zwischen Hahn und Menuhin an. Menuhin ist hervorragend, aber kein Paganini.
Noch eine Bemerkung:
Natürlich, ist das wichtigste Stück für Geiger aus diesem Zyklus die Chaconne. Für mich war der Anlass die G-Moll Fuge, die Bach später für Laute gesetzt hat.
Liebe Grüße
Klaus Schaaff
Letzte Änderung: 23 Feb 2016 07:34 von Klaus Schaaff .