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Woher hat der Davidsboden seinen Namen?
Davidsboden ist der alte Flurname für das ausgedehnte Feld westlich vom St. Johann-Tor, nach einem früheren Landbesitzer so geheissen. Das Geschlecht der David in Basel dürfte bis 1400 zurückgehen. Zum Beweis dient eine Grabinschrift im Münster zum Andenken des Kaplan Johannes David. Aus der David-Dynastie gingen berühmte Persönlichkeiten hervor, wie Zunftbrüder, Metzger, Professoren und Prediger, sowie Mitglieder des Rats.
Basel 1615 (Variante Merian-Plan).
Das heutige St. Johanns-Quartier lag bis ins 19. Jahrhundert vor der eigentlichen Stadt und war nicht bebaut. Im Mittelalter war die Umgebung Basels vielfach noch wildes Waldgebiet: Im Norden der gewaltigen Forst der Elsässer oder Unteren Hard, mit der Fortsetzung in der Basler Hard gegen Muttenz. Dieser Wald wurde zusehends gerodet und in fruchtbares Ackerfeld und Mattland umgewandelt. Im 17. Jahrhundert war die westliche Gegend von Basel dann waldfrei und diente vor allem als Weideland. Der grosse Wandel begann mit dem Eisenbahnbau. Die Bahnlinie von Mülhausen her erreichte 1840 St. Louis. Hier blieb vorerst der Bahnbau stecken, weil man in Basel über die Einführung der Linie in die mit Mauern und Gräben umgebene Stadt nicht einig war. 1843 wurde schliesslich ein Projekt verabschiedet, das einen Bahnhof innerhalb der Stadtmauern vorsah. Um das nötige Areal zu gewinnen wurde die vorhandene Stadtmauer erweitert bis zur heutigen Klingelberg- und Pestalozzistrasse. Die Bahnlinie selbst verlief entlang der heutigen Vogesenstrasse.
Basel 1862 (die Bahnlinie ist hier bereits wieder verlegt).
Die Stadtmauer wurde durchbrochen und die Öffnung mit einem Eisenbahntor versehen und nachts geschlossen. Damit erhielt am 15. Juni 1844 Basel seine erste Bahnlinie von 1,8 km Streckenlänge in der Schweiz. Das 1859 angenommene Gesetz über die Erweiterung der Stadt sowie 1874 die Bebauungspläne für das St. Johanns-Quartier ermöglichten dann die Überbauung des ehemals vorstädtischen Gebiets.
Übersichtplan 1905.