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In den bevorzugten Orten des Städtebaus der letzten Jahre in Zürich, den freigewordenen Industriegeländen und Gleisfeldern, haben sich die grundlegenden städtischen Formen, der Block und die Zeile, nicht einfach anwenden lassen. Es entstand zunehmend ein Städtebau des anderen Maßstabes. Galt noch in der Tradition der Morphologie der Stadt und dessen Begründer, Saverio Muratori, daß „die Planung mit der Geschichte des Grundstückes zusammenfallen muss,“ so bedingen die riesigen Areale eigene abgeschlossene Ordnungen und Raumgestalten. Durch den bevorstehenden Abschluss dieser Entwicklung besteht in Zukunft ein gesteigertes Interesse, die Stadt auch ausserhalb dieser bevorzugten Areale, also über einzelne Gebäude, weiterzubauen.
Die Semesteraufgabe besteht aus dem Entwurf eines grossmaßstäblichen Wohngebäudes in der Stadt Zürich. Unterschiedliche, aber grosse Parzellen in der gebauten Stadt – mehrere bestehende Dienstleistungsgebäude auf alten Industriearealen mit einer erneuten Umnutzung in Wohnhäuser, die Verdichtung einer kleinteiligen Parzellierung aus Gründerzeitbauten und eine offene Wohnkomposition aus der Stadt der Siedlungen – erfordern eine erneute entwerferische Auseinandersetzung mit Fragestellungen der Verdichtung, des Maßstabes und der Stadtgestalt.
Das Semester wird von Markus Peter geleitet und beginnt mit einer Einführung am Dienstag, 20. September um 10 Uhr im Pavillon HIR C1