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«Der Druck verteilt sich nun auf mehrere Schwimmer», freut sich Markus Buck, Chef Spitzensport des Verbandes.
«Vor nicht allzu langer Zeit ruhten unsere Medaillenhoffnungen auf einem einzigen Namen», erinnert der deutsche Techniker und meint damit den Vizeweltmeister 2019 und olympischen Bronzemedaillengewinner 2021 über 200 m Lagen, Jérémy Desplanches. «Jetzt haben wir vier Männer, die glänzen können. Wenn der eine oder andere nicht trifft, glänzt ein anderer», führt er weiter aus.
«Leider haben wir immer noch nur eine einzige Frau in der Weltspitze», schränkt Markus Buck ein, der jedoch vor allem Roman Mityukovs Leistung hervorheben möchte: «Diese Medaille freut mich sehr. Vor allem nach seinen drei vierten Plätzen bei den Europameisterschaften 2022».
Ponti wusste zu reagieren
Markus Buck vergisst natürlich auch die Misserfolge nicht: «Noè Ponti wurde Siebter über 100 m Delfin, was natürlich nicht katastrophal ist. Er hat bestätigt, dass er zu den Besten der Welt gehört, in einer Disziplin, in der die Konkurrenz riesig und die Margen winzig sind. Aber wir hatten uns zwangsläufig mehr erhofft», gibt der Deutsche zu bedenken.
«Noè hatte vor allem selbst hohe Ambitionen. Aber er musste mit einem für ihn neuen Druck umgehen. Er stand hier wirklich im Rampenlicht», betonte er. «Er hat über 50 und 200 m Delfin nicht geliefert», wo der Bronzemedaillengewinner über 100 m delfin bei den Olympischen Spielen 2021 jeweils im Halbfinale ausschied.
«Dafür hat er während dieser Weltmeisterschaften perfekt reagiert und sich zusammengerissen. Und er war über 100 m Delfin wieder nahe an seiner Bestleistung», wo der Tessiner in den Vorläufen seine drittbeste Zeit (51,00) erzielte: «Das ist extrem positiv für ihn, vor allem im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Paris 2024.»
Die Olympischen Spiele in allen Köpfen
Die Olympischen Spiele 2024 sind bereits in aller Munde, insbesondere in dem von Jérémy Desplanches. Auch wenn der bald 29-Jährige die Qualifikation noch nicht geschafft hat, dürfte er Roman Mityukov, Noè Ponti und Antonio Djakovic (6. Platz über 400 m Freistil in Fukuoka) im Sommer 2024 nach Paris begleiten.
Markus Buck freut sich über die drei qualifizierten Athleten, die noch ein Jahr bis zu den Spielen haben. «Das gab es noch nie», sagt er und hofft, dass er bei den Spielen auch zwei Männerstaffeln (4x200 m Crawl und 4x100 m Lagen) aufstellen kann. Und er träumt davon, dass Lisa Mamié bald nicht mehr die einzige Frau sein wird, die auf der internationalen Bühne glänzt.