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Hans Barlach hat sein Geld vor allem mit Investitionen in Medienprojekte verdient. Der Enkel des bedeutenden expressionistischen Bildhauers Ernst Barlach, 1955 in Ratzeburg geboren, brach mit 17 die Schule ab und machte zunächst eine Lehre als chemotechnischer Assistent.
Kaum 20, übernahm er in einer hochherrschaftlichen Hamburger Villa die Verwaltung des umfangreichen künstlerischen Nachlasses seines Grossvaters. Mit der Gründung mehrerer Galerien betätigte er sich fast 20 Jahre lang im Kunsthandel, daneben auch in Immobilienprojekten.
Von der Kunst über Immobilien zum Verlag
Nach einem gescheiterten Rettungsversuch der traditionsreichen «Hamburger Rundschau» kaufte er von 1999 an nach und nach die angeschlagene «Hamburger Morgenpost», die er zeitweise auch redaktionell leitete. 2004 übernahm als Eigentümer und Herausgeber auch die Fernsehzeitschrift «TV Today». Beide Blätter verkaufte er 2006 wieder - angeblich für zweistellige Millionenbeträge.
Noch im selben Jahr erwarb er gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Hamburger Investmentbanker Claus Grossner die Anteile des langjährigen Schweizer Miteigentümers am Suhrkamp Verlag – gegen den erklärten Willen von Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz. Sie liess umgehend die Rechtmässigkeit der Beteiligung prüfen, er warf ihr Unfähigkeit vor - ein jahrelanger Rechtsstreit beider Seiten begann.
Inzwischen gehören dem heute 57-jährigen Barlach 39 Prozent am Unternehmen. Er hat angeboten, auch die restlichen 61 Prozent von Unseld-Berkéwicz zu übernehmen. Verleger hätten heute vor allem mit Finanzmanagement und Risikokapital zu tun, sagte er kürzlich. «Dazu bin ich in der Lage.»