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Quo vadis Vernunft?
Woher, das ist die erste Frage, die geklärt werden muss, ist sie gekommen, die Vernunft?
Vermutlich ist sie als Insel, unscheinbar und anfangs noch wenig beachtet, aus dem Ozean der Unvernunft aufgetaucht. Sie wuchs und gedieh, nahm zu und wusste um die Grenzen, die ihr gesetzt waren, um die Ränder, die sie von der Unvernunft trennten.
Sie, die Vernunft, machte sich bemerkbar; sie rief und ihr Ruf, als wäre er dem Lächeln der Fluten, dem Geraune der Welten entstiegen, erreichte jeden Empfänger. Von allen Orten sind sie aufgebrochen. Von allen. Bepackt mit ihren sieben Sachen, ihren Weltsichten, ihren Horizonten, ihren Balken, Rahmen und Geländern, ihren vagen Plänen und der Hoffnung, dass die Zeit den Ort auf alle Zeiten erhielte. Alle eilten. Alle strömten auf den Punkt, die Insel zu. Nicht jeder erreichte diese; manche fielen über die Ränder, überschritten die Grenzen, verfielen der Unvernunft, dem Wahn.
Davon abgesehen war das Gerangel auf der Insel um eine Krume, um ein Brösel, um einen Brocken Vernunft so gross, dass den um Vernunft Ringenden weder das stete Nagen der Unvernunft noch die Sturmfluten, welche von der Unvernunft über die Insel gejagt wurden, auffielen.
Eines Tages aber - das kann gestern, vor acht, zehn oder viel mehr Jahren gewesen sein - war die Vernunft ausgelaugt, der Rand getilgt, die Grenze aufgehoben...
Aus den Ausführungen Schlüsse ziehen können Sie selber, aber ich bin gerne bereit, Sie die Fortsetzung dieser Geschichte lesen zu lassen. - Sofern sich diese schreiben lässt :-)