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Die Wirtschaftskrise schlägt bis in die Wörterbücher durch: Bei der Wahl des Schweizer Worts des Jahres 2008 setzte sich "Rettungspaket" durch gegen Anwärter aus dem gleichen Umfeld wie "Boni", "Finanzspritze" oder "Liquiditätsengpass".
Weitere Begriffe, die es bis in den Final geschafft haben, waren der allgegenwärtige "Raser", das im Sommer aus Spanien importiere Massen-Trinkereignis "Botellón" und die vom Bund eingerichtete "Task Force Cervelat" zur Rettung der Nationalwurst.
Durch die Fussball-Europameisterschaft kam die Schweiz zum Unwort des Jahres: "Europhorie". Der Werbespruch habe den Sprung in die Umgangssprache aber nicht geschafft, schreibt der Jury. Das zeige, dass sich die Schweiz nicht unter Zwang begeistern lasse.
Den Satz des Jahres prägte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück: Mit der Aussage "Wir müssen nicht nur das Zuckerbrot benutzen, sondern auch die Peitsche" erfüllte er das Klischee des hässlichen Deutschen und erwies gemäss der Jury der deutschen Bevölkerung in der Schweiz einen Bärendienst.
Wie seit 2003 hat sich die Bevölkerung mit über 2000 Wortvorschlägen beteiligt. In der siebenköpfigen Jury sitzen Medienschaffende sowie Autorinnen und Autoren aus der Deutschschweiz und Liechtenstein.