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Eine technische Meisterleistung
Eine Volkssternwarte dient im Gegensatz zu den Universitätssternwarten nicht der wissenschaftlichen Erforschung des Alls, sondern bringt dem interessierten Laien die Erkenntnisse der Astronomie näher und bietet ihm die Möglichkeit, selbst durch ein Fernrohr zu blicken. Deshalb konnten sich die Uranien in der Regel mit kleineren, technisch weniger anspruchsvollen Fernrohren begnügen.
Was die technische Ausrüstung betrifft, stellte die Zürcher Urania innerhalb der europäischen Volkssternwarten allerdings eine Ausnahme dar. Das Herz des Gebäudes bildet der Refraktor im Kuppelraum des Turmes.
Das 12 Tonnen schwere Teleskop mit einem farbkorrigierenden, Fraunhoferschen Zweilinsensystem von 30cm Durchmesser und einer Brennweite von 5,05 m wurde 1907 von der optischen Werkstätte Carl Zeiss in Jena, dem damals führenden Hersteller, entwickelt. Es ermöglicht bis zu 600fache Vergrösserungen. Der Urania-Refraktor war eine technische Meisterleistung, wie eine zeitgenössische Quelle berichtet: «Dieses Instrument stellt das Vollkommenste dar, was nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, Präzisionsmechanik und Optik hergestellt werden kann. Spezielle mit Bezug auf seine besondere Konstruktion und mit Rücksicht auf die populären Zwecke, denen es zu dienen hat, findet es nicht seinesgleichen».
2006 wurde der Refraktor ausgebaut, nach Jena transportiert und umfassend renoviert. Siehe Renovationsbericht.
2009 überschrieb die Hauseigentümerin PSP, für einen symbolischen Betrag von 35'000 Franken, das Teleskop an die Urania-Sternwarte.

© 2008 Urania-Sternwarte Zürich AG