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Verbreitung
Welche Katzen sind am häufigsten betroffen?
Grundsätzlich kann die Krankheit jede Katze treffen. Insbesondere Katzen, die ein schwaches Immunsystem haben und junge Katzen bis zum Alter von ca. 12 Monaten, erkranken häufiger, weil sie noch kein ausgereiftes Immunsystem haben und sich noch im Wachstum befinden. Danach kommt die Gruppe der älteren Tiere, deren Immunsystem bereits wieder nachlässt.
FIP Impfung Ja / Nein?
Von der FIP Impfung wird dringlich abgeraten (LMU München, S. 138):
Die wichtigste Massnahme besteht in der Reduktion des Infektionsdruckes in Mehrkatzenhaushalten, durch Haltung der Katzen in Kleingruppen von höchstens 2 – 3 Tieren und regelmässige Reinigung der Katzentoilette. In Deutschland steht ein lokaler, intranasaler Impfstoff zur Verfügung. Die Wirksamkeit der Impfung wird von vielen Expertengremien angezweifelt bzw. kontrovers diskutiert. Eine Impfung gegen FIP wird daher nicht empfohlen. Das attenuierte, temperatursensitive Virus des verfügbaren Impfstoffes kann sich nur bei einer Temperatur von 31°C (die im oberen Respirationstrakt herrscht), nicht aber bei 39 °C im übrigen Körper vermehren. Es werden zwar geringe Mengen an systemischen Antikörpern gebildet, die bei einem Antikörpernachweis eine positive Reaktion verursachen können; diese führen aber nicht zu antibody dependent enhancement (ADE). Experimentelle Studien zur Wirksamkeit der Impfung brachten sehr unterschiedliche Ergebnisse (Wirksamkeit zwischen 0 – 80 %). Die Effektivität der Impfung ist daher als fraglich anzusehen. Der Impfstoff ist bei Katzen, die irgendwann bereits Kontakt zu Coronaviren hatten, unwirksam. Bei FCoV-Antikörper-negativen Katzen kann die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von FIP möglicherweise zu einem gewissen Prozentsatz reduziert werden. Es ist nicht sinnvoll, Katzen in einem Haushalt zu impfen, in dem FCoV endemisch ist oder in dem kurz vorher ein Tier an FIP erkrankt war. Quelle/ weiterführende Literatur Tiermedizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre; Herausgegeben von H.J. S
Wie weit ist das FCoV verbreitet?
Feline Coronaviren kommen weltweit nicht nur bei unseren Hauskatzen vor, sondern auch bei Wildkatzen wie Geparden, Löwen, Leoparden und anderen kleineren Katzenarten. Besonders häufig ist das Virus vor allem dort, wo viele Tiere auf engem Raum gehalten werden.
In der Schweiz und in Deutschland geht man davon aus, dass mindestens 50 % aller Einzelkatzen mit Freigang und 80 % aller Tiere aus Katzenzuchten, Tierheimen und Mehrkatzenhaushalten schon einmal Kontakt mit dem Coronavirus hatten. In Mehrkatzenhaushalten entwickeln aber nur etwa 5 % aller mit FCoV infizierten Katzen eine FIP, in Einzelhaushalten noch weniger.
Obwohl das FCoV weltweit vorkommt, und die Katzen das Virus in sich tragen, kommt es nur bei 5-10% der Katzen Tage oder aber auch Jahre nach der Infektion zur Mutation des Virus zum FIP-Virus. Bezogen auf die gesamte Katzenpopulation hat die FIP eine Vorkommenshäufigkeit von nur 1 bis 2 %.
FIP tritt sporadisch auf, da die Mutationen zufällig im Individuum stattfinden und nur das Einzeltier betreffen.