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Die Entscheidung im ersten Halbfinal an der WM in Australien und Neuseeland fiel in einer turbulenten Schlussphase. Zunächst glich die eingewechselte Rebecka Blomqvist in der 88. Minute für Schweden zum 1:1 aus. Nur eine Minute später traf Spaniens Captain Olga Carmona mit einem sehenswerten Weitschuss vor 43'217 Zuschauern zum siegbringenden 2:1.
Paralluelo wieder mit Joker-Tor
Der erste Finaleinzug der Spanierinnen, die im Achtelfinal die Schweizerinnen mit 5:1 eliminiert hatten, war verdient und zugleich hart erduldet. Die spielstarken Ibererinnen versuchten sofort ihren dominanten Fussball mit viel Ballbesitz aufzuziehen, konnten aber nur selten für wirkliche Torgefahr sorgen. Das änderte sich mit der Einwechslung von Salma Paralluelo in der zweiten Halbzeit.
Die 19-jährige vom FC Barcelona wäre nach ihrem Joker-Tor in der Verlängerung des Viertelfinals gegen die Niederlande beinahe wieder zur Matchwinnerin geworden. Sie traf in der 81. Minute mit einem platzierten Schuss ins untere Eck zur 1:0-Führung für Spanien und läutete damit eine turbulente letzte Viertelstunde ein.
Vor dem Turnier hatten die Spanierinnen, die an einer WM noch kein einziges K.o.-Spiel gewinnen konnten, vor allem wegen ihres Streits mit dem nach wie vor umstrittenen Trainer Jorge Vilda für Schlagzeilen gesorgt. Nun bietet sich ihnen am Sonntag im Final in Sydney die Chance, sich als fünfte Nation nach den USA, Norwegen, Deutschland und Japan in die Siegerliste eines WM-Turniers einzutragen. Die Gegnerinnen werden am Mittwoch im Duell zwischen dem euphorisierten Co-Gastgeber Australien und Europameister England ermittelt.
Schwedens langes Warten geht weiter
Die Schwedinnen, die im Achtelfinal den Titelverteidiger USA und im Viertelfinal mit Japan den Weltmeister von 2011 ausgeschaltet haben, scheiterten in ihrem fünften WM-Halbfinal zum vierten Mal in Folge denkbar knapp und müssen weiter auf den ersten Titelgewinn seit der Europameisterschaft 1984 warten. Für die Skandinavierinnen wäre es der zweite WM-Final nach 2003 gewesen. Im Herbst sind sie - wie die Spanierinnen - in der erstmals aufgetragenen Nations League Gegner der Schweiz.