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Grundsätzliche Einschätzung
Das Parlament Kosovos hat am 17. Februar 2008 die Unabhängigkeit erklärt. Die von der Europäischen Union geführte Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX (European Union Rule of Law Mission) unterstützt seit 2008 die lokalen Behörden in den Bereichen Polizei, Justiz und Zoll.
Die Sicherheit wird in erster Linie durch die kosovarische Polizei gewährleistet. Die EULEX und die internationalen Truppenverbände der KFOR (Kosovo Force) stehen bei Bedarf unterstützend zur Seite. Nach wie vor haben die kosovarischen Behörden aber nur wenig Kontrolle über den fast ausschliesslich von Kosovo-Serben bewohnten Norden des Landes.
Obwohl vor allem die ländlichen Gebiete stark vom Kosovo-Konflikt in den Jahren 1998 und 1999 mit teils massiven Zerstörungen betroffen waren, sind die Kriegsfolgen heute nur noch vereinzelt sichtbar. Ethnisch motivierten Spannungen haben im Alltag zwar deutlich abgenommen. Dennoch können sie sich ohne oder nur mit kurzer Vorwarnung in Form von Unruhen oder von einzelnen, gezielten Gewaltakten entladen.
Es ist sporadisch mit Demonstrationen und teils gewaltsamen Aktionen zu rechnen. Dies betrifft vor allem das Stadtzentrum von Pristina (Nene Tereza-Boulevard, Skanderbeg-Platz, Gebiet rund um das Parlament und das Regierungsgebäude), kann aber auch in anderen Teilen des Landes vorkommen.
Es besteht das Risiko von Terroranschlägen.
Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien oder bei lokalen Kontaktpersonen über die Entwicklung der Lage.Meiden Sie grosse Menschenansammlungen, Massenveranstaltungen und Demonstrationen jeder Art, und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.
Spezifische regionale Risiken
- Kosovo-serbische Siedlungsgebiete: Trotz einer gewissen Beruhigung bleibt die Lage im Norden Kosovos gespannt. In den Gemeinden Leposavic, Mitrovica, Zubin Potok und Zvecan kann es nach wie vor auch zu Einschränkungen der Bewegungsfreiheit kommen. Kurzfristige Schliessungen der beiden an der Grenze zu Serbien gelegenen Grenzübergänge Brnjak und Jarinje können nicht ausgeschlossen werden.
- Minen: Obwohl die meisten bekannten Minenfelder und Einschlaggebiete von Streubomben geräumt wurden, besteht in Kosovo nach wie vor ein ernst zu nehmendes Minenproblem. Halten Sie sich deshalb konsequent an Strassen und Wege, die klar als häufig benutzt zu erkennen sind.
Auszug aus: Reisehinweise EDA
Gesundheitsinfrastruktur
Die medizinische Versorgung ist in Pristina und in grossen Städten gewährleistet, das Niveau ist aber niedrig. Ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen müssen in der Schweiz behandelt werden.
Impfungen
- Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
- In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Hepatitis A, Hepatitis B, FSME (auch RSSE).
Gesundheitslage
Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.
Grundsätzliche Einschätzung
Beachten Sie die üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen die Kleinkriminalität; sie hat vor allem gegenüber Ausländern zugenommen.
Auszug aus: Reisehinweise EDA
Weitere nützliche Reisehinweise
In den letzten Jahren waren wiederholt kleinere Erdbeben zu verzeichnen.
Auszug aus: Reisehinweise EDA