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Der Yeti-Club Zermatt, ein nicht gewinn-orientierter Verein, dessen Ziel es ist, die Familien verunglückter oder invalider Bergführer zu unterstützen, feierte im Jahr 2010 sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wollte der Club der Gemeinde Zermatt ein Geschenk übergeben: ein System von Lichtern, die an drei Orten am Horizont angebracht werden (an Endstationen der Bergbahnen). Die Farbausstrahlung dieser Lichter soll mit den Tasten 1-9 eines Telefons geändert werden können. Der Erlös der Anrufe geht in einen paritätisch verwalteten Fonds für Härtefälle in Bergführerfamilien.
Technik
Um das Lumorama zu realisieren haben wir verschiedene Bausteine verwendet:
- Asterisk: Diese OpenSource Telefonzentrale (PBX) emfängt die Anrufe und nimmt die Tastentöne (DTMF) entgegen.
- Server (Asterisk, Apache, PHP): Der Server erhält vom Asterisk Web-Requests (PHP) und schickt entsprechende Kommandi in Richtung Lampen.
- IP-to-DMX-Konverter: Diese konvertieren die Kommandi des Webservers in für die LED-Lampen verständliches DMX.
- LED-Lampen: Die Lampen werden über das Protokoll DMX angesteuert und können so verschiedene Farben anzeigen.
Komponenten
Das Lumorama System besteht aus einer Reihe von Komponenten, die an verschiedenen Standorten plaziert werden. Die Projektoren werden mit einigen Zusatzgeräten an bzw. in den Bergstationen untergebracht, während die Steuerung zentral von einem Server und der entsprechenden Telefonanlage in der Talstation geschieht. Das System ist dabei so ausgelegt, dass möglichst viele Komponenten zentral untergebracht werden um die Wartung und Konfiguration zu erleichtern. Darüber hinaus ist vorgesehen einen vorhandenen Internetzugang zur Wartung und Überwachung des Systems zu nutzen. Die einzelnen Komponenten des Systems sind:
- Zwei ISDN Zugänge (4 B-Kanäle) werden benötigt um drei "Gespräche" parallel abwickeln zu können. Statt zweier ISDN Zugänge können auch analoge Anschlüsse verwendet werden. Wir empfehlen jedoch den Einsatz von ISDN Anschlüssen.
- Die VoIP Bridge (Vegastream) nimmt die per ISDN (oder analog) eingehenden Telefonanrufe entgegen und ist per Netzwerk mit dem Server und dem Internetzugang verbunden.
- Der Internetzugang (wird als vorhanden angenommen) ermöglicht es per Internet auf die Systeme (VoIP Bridge, PBX/Server) von Lumorama zuzugreifen. Für die erste Phase dient dies lediglich zur Wartung bzw. zur Kommunikation mit der externen Lumorama Website. In der Zukunft können hierüber auch weitere Dienste aufgeschaltet werden.
- Der PBX/Server verarbeitet die über die VoIP Bridge eingehenden Anrufe und steuert über die IP-DMX Konverter die Projektoren. Darüber hinaus bietet er über eine geeignete Schnittstelle Statusinformationen zur Wartung und Überwachung an.
- Die drei IP-DMX Konverter empfangen die IP basierten Steuersignale vom Server und steuern über das DMX Protokoll die angeschlossenen Projektoren.
- Der Server bietet über den Internetzugang eine per Webbrowser zu bedienende Wartungsschnittstelle an. Dies dient vor allem um Statusinformationen abzuholen und Wartungsarbeiten zu erledigen, ohne vor Ort sein zu müssen.
- Auf der Lumorama Website soll auf einen Panoramabild von Zermatt drei farbige Punkte den aktuellen Zustand der drei Projekte in Echtzeit darstellen. Über den Internetzugang kann der PBX/Server entsprechende Informationen an den Webserver schicken.
Projektoren: Varianten und Leistung
Bei den Strahlern gibt es noch eine Reihe von Varianten. Der ursprüngliche Lieferant (BeGa) hat sich dabei als recht teuer herausgestellt. Als mögliche Varianten kommen entweder professionelle Gebäudebeleuchtungssysteme in Frage (Firma Sill, BeGa) oder System aus dem Eventbereich (ShowTec).
Bei LED Strahlern plant man mit 25% - 30% der Leistung von herkömmlichen (nicht LED) Strahlern, was in unserem Fall ca. 60 - 80 Watt LED ergäbe. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die maximale Leistung von RGBW Strahlern bei weissem Licht gemessen wird, da dann alle Farbelemente aktiv sind. Soll dagegen z.B. nur rein rotes Licht abgestrahlt werden, sind nur die roten LEDs aktiv. Aus diesem Grund empfehlen wir eher Strahler im oberen Leistungssegment zu verwenden und diese gegebenenfalls - automatisch und zentral gesteuert - zu dimmen. Damit kann sichergestellt werden, dass auch bei nicht-weissem Licht genug Helligkeit vorhanden ist. Abgesehen von der gewonnenen Flexibilität, erhöht es auch die Lebensdauer der LED Projektoren, wenn diese nicht immer bei voller Leistung betrieben werden müssen.
Geräte
Wir empfehlen den Einsatz eines professionellen Systems der Firma Sill, die sich ganz klar auf Systeme zur Gebäudeaussenbeleuchtung spezialisiert hat. Das gewählte System bietet mit 80 Watt maximaler Leistung und entsprechender DMX512 Ansteuereinheit eine sehr gute Lösung.
Die benötigte VoIP Bridge ist in unserer Aufstellung als ISDN Version aufgeführt, als zentraler Server empfehlen wir ein Modell der Firma Dell.
Neben dieser empfohlenen Variante, gibt es - speziell bei den Strahlern - natürlich eine Reihe von Alternativen.
Vorteile für den Kunden
- Lösung aus einer Hand: Der Kunde muss sich nicht um die Details kümmern, sondern hat eine Ansprechperson.
- Breites Portfolio an Kompetenzen: SIP, DMX, Network, Web, Elektronik, Softwareentwicklung.
- Innovative Lösung: Der Kunde bekommt eine Lösung, die vorher so noch nicht käuflich erhältlich war.
- Schnelle Umsetzung: Der Kunde sieht erste Resultate wenige Tage nach Projektstart – und innert weniger Wochen hat er die fertige Lösung.