Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03500.jsonl.gz/300

March 17, 1984 / erstellt am: October 14, 2008

Musik, Synthesizer / Bewertung: 7
Die Liebe meiner Jugendzeit - Howard Jones
Vielleicht liegt es daran, dass der englische Sänger, Pianist, Keyboarder und Songwriter Howard Jones am selben Tag wie ich Geburtstag hat (jedoch mit einem Altersunterschied von fünfzehn Jahren!). Natürlich lag es an seiner Synthie-Pop-Musik und seiner charakteristischen Stimme, dass mir seine immer etwas leicht melancholischen Lieder in den 80er-Jahren aufgefallen sind. Seine erste LP «Human's Lib» kam in den englischen Charts sogar auf Platz eins. Durch seinen Welt-Hit «What is love» wurde ich auf seine Musik aufmerksam. Auch die zweite LP «Dream into action» war erfolgreich. Am 13. Juli 1985 trat Jones beim Live-Aid Konzert (organisiert von Bob Geldof) auf. Danach konnte er nicht mehr an die ersten Erfolge anknüpfen und es wurde ruhiger um Howard Jones jedenfalls im deutschsprachigen Raum.
In den Herbstferien in London hatte ich die Gelegenheit Howard Jones am 8. Oktober 1986 im BBC-Fernsehstudio während den Aufzeichnungen zu «top of the pops» in der Garderobe zu besuchen. Allerdings war ich so nervös, dass ich keine schlauen Fragen stellen konnte. Einen Fotoapparat hatte ich auch nicht dabei, so fehlt also jegliches Beweismaterial, für diese eher etwas peinliche Begegnung und der Auftritt danach, war sowieso nur Play-Back. Aber trotzdem war es ein eindrückliches Erlebnis. Im bekannten Kaufhaus «Harrods» habe ich mir dann noch die Hefte mit den Musiknoten zu «Human's Lib» und «Dream into Action» gekauft, welche ich dann zu Hause auf dem Klavier nachspielte.
Ein zweites mal habe ich ihn dann aber live singen gehört. Dafür bin ich extra am 6. Dezember 1993 zusammen mit Vinnie Albani nach St. Gallen ins «Albani» gefahren. Zu dieser Zeit war seine Popularität nicht mehr allzu gross und so wurde das Konzert mit den wenigen Besuchern eine eher intime Angelegenheit.
Obwohl während meiner pubertierenden New-Wave-Zeit die Musik und sein positives Charisma nicht mehr wirklich passten, stand ich immer dazu die Musik von Howard Jones gut zu finden. Meine Lieblingslieder von Howard Jones sind vor allem die Balladen «Hide and Seek», «No one is to blame», «little bit of snow» aber auch viele andere Stücke. Seine Musik wird mich immer an meine Jugendzeit erinnern. Sentimentale Gefühle hin oder her - mit seiner Musik bin ich aufgewachsen.