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Modelle erstellen
Simulink® enthält eine Reihe von vordefinierten Blöcken, die Sie kombinieren können, um ein detailliertes Blockdiagramm Ihres Systems zu erstellen. Werkzeuge für hierarchisches Modellieren, Dateiverwaltung und Anpassung von Subsystemen erlauben Ihnen, auch hochkomplexe Systeme präzise und aussagekräftig abzubilden.
Blöcke auswählen
Der Simulink Library Browser enthält eine Blockbibliothek mit Elementen, die häufig für die Systemmodellierung verwendet werden. Dazu gehören:
- Kontinuierliche und diskrete dynamische Blöcke, wie z. B. „Integration“ und „Unit Delay“
- Algorithmische Blöcke, wie z. B. „Sum“, „Product“ und „Lookup Table“
- Strukturelle Blöcke wie „Mux“, „Switch“ und „Bus Selector“
Der Simulink Library Browser.
Sie können benutzerdefinierte Funktionen erstellen, indem Sie diese Blöcke verwenden oder indem Sie manuell geschriebenen, in MATLAB®, C, Fortran oder Ada programmierten Code in Ihr Modell einbeziehen.
Sie können Ihre benutzerdefinierten Blöcke in eigens dafür erstellen Bibliotheken im Simulink Library Browser speichern.
Mit Add-On-Produkten für Simulink können Sie speziell angelegte Komponenten für Luft- und Raumfahrt, Kommunikationslösungen, PID-Steuerung, Steuerungslogik, Signalverarbeitung, Video- und Bildverarbeitung und andere Anwendungen in Ihre Simulationsumgebung integrieren. Add-On-Produkte stehen auch für die Modellierung von physikalischen Systemen mit mechanischen, elektrischen und hydraulischen Komponenten zur Verfügung.
Modelle erstellen und bearbeiten
Sie können ein Modell erstellen, indem Sie Blöcke aus dem Simulink Library Browser in den Simulink Editor ziehen. Anschließend werden diese Blöcke mit Signalleitungen verbunden, um die mathematischen Beziehungen zwischen Systemkomponenten festzulegen. Grafische Formatierungswerkzeuge wie z. B. die intelligente Positionierungshilfe mit Führungslinien und die intelligente Führung von Signalleitungen unterstützen Sie dabei, das Layout Ihres Modells direkt während der Erstellung übersichtlich zu gestallten. Sie können Hierarchien hinzufügen, indem Sie eine Blockgruppe samt Signalleitungen als Subsystem in einem einzigen Block zusammenfassen.
Im Simulink Editor können Sie genau festlegen, welche Modellkomponenten sichtbar und und somit zugänglich sein sollen. Sie können z. B. dem Editor und den Kontextmenüs Befehle und Untermenüs hinzufügen. Sie können auch einem Subsystem oder einem Modell eine benutzerdefinierte Schnittstelle hinzufügen, indem Sie ein Maske verwenden, die den Inhalt des Subsystems ausblendet und das Subsystem mit einem eigens dafür erstellen Symbol und Parameterdialogfeld ausstattet.
Navigieren durch die Modellhierarchie
Die Explorer-Leiste und der Model Browser in Simulink unterstützen Sie dabei, durch Ihr Modell zu navigieren. Die Explorer-Leiste stellt die Hierarchiestufe dar, die der Editor gerade anzeigt und Sie können sich innerhalb der Hierarchie nach oben und nach unten bewegen. Der Model Browser zeigt eine vollständige, hierarische Strukturansicht Ihres Modells an, und kann ebenso wie die Explorer-Leiste dazu verwendet werden, zwischen einzelnen Hierarchiestufen zu wechseln.
Signale und Parameter verwalten
Simulink-Modelle können sowohl Signale als auch Parameter enthalten. Signale sind zeitabhängige Daten, die durch die Linien zwischen den Blöcken weitergeleitet werden. Parameter sind Koeffizienten, die die Dynamik und das Verhalten des Systems definieren.
Mithilfe von Simulink können Sie folgenden Signal- und Parametereigenschaften definieren:
- Datentypen: single, double, signed oder unsigned, – 8-, 16- oder 32-Bit-Integer, Boolean, enumeration oder Fixed Point. Dimensionen – Skalar, Vektor, Matrix, N-D oder Arrays mit variabler Größe
- Komplexitätreale oder komplexe Werte
- Minimaler und maximaler Wertebereich, Anfangswerte und physikalische Einheiten
Wenn Sie keine Eigenschaften festlegen wollen, definiert Simulink diese automatisch mithilfe von Propagations-Algorithmen und führt eine Konsistenzprüfung durch, um die Datenintegrität zu gewährleisten.
Dialogfeld „Block“ mit Registerkarte „Signal Attributes“.
Diese Signal- und Parameterattribute können entweder im Modell oder in einem separaten „Data Dictionary“ definiert werden. Mit dem Model Explorer können Sie Daten organisieren, anzeigen, bearbeiten und hinzufügen – das Navigieren durch das gesamte Modell ist nicht notwendig.
Weiter: Modelle simulieren
Der Simulink Model Explorer.