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In einer Stellungnahme an der heutigen Generalversammlung von LafargeHolcim fordert Ethos-Direktor Vincent Kaufmann den Verwaltungsrat auf, zusätzliche Massnahmen zur Verbesserung der Corporate Governance sowie der Umwelt- und Sozialverantwortung zu ergreifen. Drei Jahre nach der Fusion zwischen Lafarge und Holcim lässt die versprochene zusätzliche Wertschöpfung noch immer auf sich warten.
Credit Suisse: Ethos erwartet Verbesserungen bei Corporate Governance und Umwelt- und Sozialverantwortung
In einer Stellungnahme von Direktor Vincent Kaufmann an der heutigen Credit Suisse-Generalversammlung empfiehlt Ethos den Aktionärinnen und Aktionären, die verschiedenen Vorschläge des Verwaltungsrats in Bezug auf die Vergütungen der Führungsinstanzen abzulehnen und gegen die Wiederwahl des Verwaltungsratspräsidenten zu stimmen. Zudem verlangt Ethos, dass die Bank ihre Umwelt- und Sozialverantwortung verbessert.
Im Rahmen der «Climate Action 100» Initiative meldet sich Ethos heute an der Nestlé-Generalverammlung zu Wort, um den Verwaltungsrat zur Ergreifung zusätzlicher Massnahmen gegen klimabedingte Risiken anzuhalten. Ausserdem fordert Ethos den Verwaltungsrat auf, alles zu unternehmen, um die derzeitigen Spannungen mit verschiedenen Stakeholdern des Unternehmens abzubauen.
Die Ethos Stiftung veröffentlicht die 17. Ausgabe ihrer Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte und Grundsätze zur Corporate Governance. Die Ausgabe 2018 verdeutlicht insbesondere die Erwartungen von Ethos in Bezug auf die Genehmigung der Vergütungsberichte bei börsenkotierten Unternehmen. Ethos erwartet von den Unternehmen vor allem mehr Transparenz über die variablen Vergütungen, welche mehrere Jahre nach ihrer Zuteilung am Ende der Leistungsbemessungsperiode ausbezahlt wurden.
Der Widerstand der Aktionäre ist 2017 gestiegen, dies zeigt die jährliche Ethos Studie über die Generalversammlungen, Vergütungen und Corporate Governance der in der Schweiz kotierten Unternehmen. Insgesamt wurden 14% der Anträge mit weniger als 90% Ja-Stimmen von den Aktionären angenommen, im Vergleich zu 12% im vergangenen Jahr. Bei den Abstimmungen über die Vergütungen der Führungsinstanzen zeigten sich die Aktionäre besonders kritisch. Parallel zur Veröffentlichung ihrer Studie gibt Ethos auch ihre Erwartungen an den zurzeit im Parlament beratenen Entwurf zur Revision des Aktienrechts bekannt.
Ethos hat die Entscheidung der Credit Suisse, freiwillig die variable Vergütung der Geschäftsleitung um 40% zu reduzieren und die Honorare des Verwaltungsrats auf dem gleichen Niveau wie letztes Jahr zu halten, aufmerksam zur Kenntnis genommen. In Anbetracht des Verlusts von CHF 2.7 Milliarden, welchen die Credit Suisse im Geschäftsjahr 2016 auswies, stuft Ethos die Vergütungen jedoch noch immer als zu hoch ein.
Im Rahmen ihrer Abstimmungsempfehlungen für die Generalversammlung der Credit Suisse am 28. April 2017 widersetzt sich Ethos der Wiederwahl mehrerer Mitglieder sowie der Decharge des Verwaltungsrats. Zudem lehnt Ethos angesichts der schlechten Resultate und der besorgniserregenden Eigenkapitalsituation die Vergütungen der Führungsinstanzen und die vom Verwaltungsrat beantragte Dividende ab.
Sika-Generalversammlung: Ethos erneuert ihre Unterstützung der Verwaltungsratsmitglieder ohne Verbindung zur Familie Burkard
An der Generalversammlung der Sika vom 11.4.2017 wird die Ethos Stiftung die Wiederwahl der sechs Verwaltungsratsmitglieder ohne Verbindung zur Familie Burkard empfehlen. Diese setzen sich seit mehr als zwei Jahren zum Erhalt der Unabhängigkeit von Sika gegen die feindliche Übernahme durch Saint-Gobain ein. Ethos empfiehlt dahingegen, die Entlastung sowie die Wiederwahl der drei die Familie Burkard vertretenden Verwaltungsratsmitglieder (Urs Burkard, Willi Leimer, Jürgen Tinggren) abzulehnen. Weiterhin empfiehlt Ethos, die Wahl von Prof. Jacques Bischoff, einem Vertreter der SWH, abzulehnen, der von der Familie Burkard nach Ablauf der Traktandierungsfrist zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen wurde.
Ethos-Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte 2017: neue Anforderungen der Good Corporate Governance
Die Ethos Stiftung veröffentlicht die 16. Ausgabe ihrer Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte und Grundsätze zur Corporate Governance. Die Ausgabe 2017 sieht namentlich vor, den Einsitz von Mitgliedern der Geschäftsleitung im Verwaltungsrat von kotierten Unternehmen nicht mehr zu akzeptieren. Zudem ist vorgesehen, die maximale Mandatsdauer für die Revisionsstelle auf 20 Jahre festzulegen, gemäss der von der EU adoptierten Praxis. In Bezug auf die Genehmigungen, Kapital für allgemeine Zwecke ohne Bezugsrecht auszugeben, darf der genehmigte Betrag 15% des ausgegebenen Kapitals nicht übersteigen, anstelle der 20% bis anhin. Schliesslich wird den Führungsinstanzen im Fall von Kapitalverlust oder Überschuldung die Entlastung nicht erteilt.
Die Generalversammlungen der kotierten Schweizer Unternehmen sind seit zwei Jahren von der Umsetzung der Minder-Initiative geprägt, welche bindende Abstimmungen zur Vergütung der Führungsinstanzen und die jährliche Wahl der Verwaltungsratsmitglieder vorsieht. Diese Bestimmungen haben den Druck auf die Verwaltungsräte stark erhöht. Wie die Ethos Studie über die 204 Unternehmen des SPI zeigt, haben sich die Transparenz und Struktur der Vergütungssysteme markant verbessert. Vincent Kaufmann, Direktor von Ethos: „Der Gesamtbetrag der Vergütungen ist 2015 jedoch um durchschnittlich 2% gestiegen und bleibt angesichts der erzielten Ergebnisse oft besonders hoch.“