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Eine Kammertachykardie ist ein Herzrasen aus den Hauptkammern.
Kammertachykardien sind potenziell lebensbedrohlich, da sie in Kammerflimmern und damit in den plötzlichen Herztod übergehen können.
Warnzeichen können Ohnmachtsanfälle, Schwindel, Leistungseinbrüche oder Atemnot sein.
Ursachen für Kammertachykardien können Herzinfarkte, Herzmuskelerkrankungen (sogenannte «Kardio-Myopathien»), angeborene Erkrankungen (wie das Brugada-Syndrom und das Lange-QT-Syndrom) oder auch bestimmte Medikamente sein.
Der Herzinfarkt führt zu einer Narbe eines Teils der linken Hauptkammer (selten auch der rechten Hauptkammer). Im Randbereich der Narbe können einzelne Muskelfasern überleben.
In einem solchen Geflecht aus überlebenden Herzmuskelfasern im Infarkt-Randbereich kann es zu Kammertachykardien auf der Grundlage kreisender Erregungen kommen.
Kammertachykardien auf dem Boden eines früheren Herzinfarktes treten teilweise direkt beim Infarkt, teilweise aber auch noch Jahre bis Jahrzehnte später auf und sind immer als bedrohlich einzuschätzen. Dies insbesondere dann, wenn es zu einer erheblichen Schädigung des Pumpmuskels durch den Infarkt gekommen ist.
Kammertachykardien können Frequenzen von 140 bis 280 Schlägen pro Minute haben.