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12.02.2020, Medienmitteilung
Ausstellung im Staatsarchiv Zug über den ersten Zuger Bundesrat Philipp Etter
Ein Vierteljahrhundert lang begleitet der katholisch-konservative Zuger Bundesrat Philipp Etter (1891–1977) die Schweizer Politik. Von seiner Wahl 1934 bis zu seinem Rücktritt 1959 leitet er das Eidgenössische Innendepartement. Etter erlebt die wirtschaftliche Krise der 1930er-Jahre und den Zweiten Weltkrieg. Er zeichnet verantwortlich für die «geistige Landesverteidigung» gegen äussere Bedrohungen. Nach 1945 durchläuft Etter die Jahre des Aufschwungs wie auch den inneren Wandel des katholischen Milieus. Zuletzt wirkt er 1959 bei der Einführung der «Zauberformel» in der Zusammensetzung des Bundesrats mit.
Ausstellung über den Zuger Bundeserat Philipp Etter
Die Ausstellung basiert auf dem umfangreichen Privatnachlass Etters, der sich im Staatsarchiv befindet und der nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird. Ein Hauptaugenmerk liegt auf Etters Selbstverständnis als konservativer Intellektueller, der sich in zahlreichen Briefen und Schriften als Zeitbeobachter äussert. Gezeigt werden Dokumente aus den Jugendjahren, aus der Zeit als Zuger Regierungsrat und Redaktor der «Zuger Nachrichten», bundesrätliche Ansprachen, bislang unveröffentlichte Erinnerungsschriften, private Korrespondenz sowie Film-, Bild- und Tondokumente.
– Freitag, 20. März, 10 Uhr