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Unklar war zunächst, ob O'Brien an der bevorstehenden Wahl des neuen Papstes teilnehmen kann. Der 74jährige ist der einzige britische Geistliche, der dem Konklave angehören sollte.
Gegen Zölibat
Am Sonntag waren Vorwürfe gegen O'Brien laut geworden. Drei Priester seiner Diözese und ein ehemaliger Priester hatten sich an den Vatikan gewandt. In einem Fall hatte es geheissen, der Erzbischof sei einem Priesteranwärter 1980 nach Abendgebeten in «unangemessener Weise» nähergekommen.
Der Zeitpunkt der Vorwürfe und des Rücktritts sind pikant. O'Brien hatte sich am Wochenende für die Aufhebung des Zölibats für katholische Priester ausgesprochen. «Ich wäre sehr froh, wenn andere die Möglichkeit hätten, in Erwägung zu ziehen, ob sie heiraten können oder sollen. Es ist eine freie Welt und mir wurde bewusst, dass viele Priester es als sehr schwierig empfunden haben, mit dem Zölibat zurechtzukommen», sagte der Kardinal.
Er sprach sich zudem dafür aus, als Nachfolger Benedikts einen Mann zu wählen, der aus einem Drittweltland kommt. Es sei die Zeit gekommen für einen jüngeren Papst, aus einem Entwicklungsland, wo der katholische Glaube in der Blüte stehe.