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Aus für drei japanische Kernkraftwerkseinheiten
Die Kansai Electric Power Co. beschloss, Mihama-1 und -2 endgültig stillzulegen, und die Japan Atomic Power Company (JAPC) wird Tsuruga-1 nicht mehr in Betrieb nehmen.
Die Standorte Tsuruga und Mihama liegen in der Präfektur Fukui am Japanischen Meer in der Mitte der Hauptinsel Honshu. Tsuruga-1 (BWR, 357 MW) nahm 1969 den Betrieb auf und ist die älteste Einheit Japans. Mihama-1 (324 MW) ist seit 1970 in Betrieb und ist die älteste Druckwassereinheit des Landes. Mihama-2 (PWR, 470 MW) ist seit 1972 am Netz.
Tsuruga-1 und Mihama-1 hatten 2010, also noch vor dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi die Genehmigung erhalten, über die ursprüngliche Auslegungsdauer von 40 Jahren hinaus weiter in Betrieb bleiben zu dürfen. Im Juli 2013 traten jedoch strengere Sicherheitsrichtlinien für Kernkraftwerke in Kraft, welche die aus dem Reaktorunfall gezogenen Lehren berücksichtigen. Zudem wurde verlangt, dass alle Kraftwerksbetreiber vor Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Kernkraftwerkseinheiten ausführlich dokumentierte Gesuche einreichen. Die JAPC und die Kansai verzichten jetzt darauf, solche Gesuche für Tsuruga-1 beziehungsweise Mihama-1 und 2 einzureichen. Bisher sind von 48 möglichen Gesuchen 20 unterbreitet worden. Die neue Nuclear Regulation Authority (NRA) stimmte bisher einzig der Wiederinbetriebnahme von Sendai 1- und -2 der Kyushu Electric Power Co. sowie Takamaha-3 und-4 der Kansai zu.