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Unterwegs begegnete das kleine Dampfboot, das als ein zentraler Zeitzeuge für die moderne und industrialisierte Schweiz um das Jahr 1900 gilt, ein letztes Mal seinen jüngeren, aber umso grösseren Dampfgeschwistern der Schifffahrtsgesellschaft Luzern, den beiden Seitenraddampfern.
Ab Herbst wird das kleine Dampfboot in der Schifffahrtshalle des Verkehrshauses in Luzern ausgestellt sein. Das Besitzerpaar Kurt und Charlotte Bolt Kunz hatte das Boot 2001 gekauft und schenkt es nun dem Museum.
Das Dampfboot Charlotte ist laut Medienmitteilung des Verkehrshauses mit einem petrolbetriebenen Kessel versehen. Es verbraucht 10 Liter Petrol pro Fahrstunde, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt zwischen 10 und 15 km/h. Technikgeschichtlich stehe das Schiff aber auch am Beginn der maschinengetriebenen Freizeitschifffahrt, die heute einen Hauptteil am Verkehrsaufkommen auf den Seen darstelle.
Der Name des Dampfboots stammt übrigens nicht etwa von der Schenkenden. Es wurde nach der Ehefrau des damaligen Betriebsleiters von Escher Wyss, Gustav Naville, genannt, die ebenfalls Charlotte hiess. Escher Wyss importierte das Dampfboot 1895 aus England sozusagen als Technologietransfer und baute in der Folge selber Dampfboote. Mit grossem Erfolg: Seine Dampfboote eroberten sämtliche Kontinente.