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Der Ort an den Mineralquellen ist seit jeher eng mit der Entwicklung des Tourismus, der Architektur und dem sozialen Leben im Unterengadin verbunden. Die ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstandenen Bauwerke des Ensembles Nairs, auf dem Gebiet der Gemeinde Scuol, sind im Verzeichnis der 100 schützenswerten Gebäuden des Kantons Graubünden aufgeführt.
Die ehemalige Kuranlage besteht im Wesentlichen aus drei Gebäuden, dem palastartigen Hotel, dem geräumigen Badehaus und der stattlichen Trinkhalle (Büvetta). Das Hotel ist seit kurzem wieder in Betrieb und die Trinkhalle — ein architektonisches Juwel ersten Ranges — steht heute leer und ist von Verfall und Vandalismus bedroht. Die Anlage, zu der auch eine Villa, ein grosser Garten sowie Tennisplätze und zwei historische Brücken gehören, ist unmittelbar an den Ufern des Inn gelegen.
Der Fundaziun Nairs ist es ein grosses Anliegen, diese bemerkenswerte kulturhistorische Einheit aus der Anfangszeit des Unterengadiner Fremdenverkehrs auch in Zukunft zu erhalten und zu beleben. Deshalb hat die Stiftung nicht nur ihr eigenes Gebäude umfassend saniert, sondern engagiert sich auch im Verein Pro Büvetta Tarasp und in der Arbeitsgruppe Wasser.
Die Fundaziun Nairs hat ihren Sitz im ehemaligen Badehaus des historischen «Kurhaus Tarasp» in Nairs. Die Anlage aus der Frühzeit des Engadiner Tourismus mit Baujahr 1913 war seit 1976 nicht mehr in Betrieb. Nach einem Leerstand wird das Badehaus seit 1988 als Künstlerhaus genutzt. Das Gebäude ist heute als nationales Baudenkmal eingestuft.