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St-Imier–Mont Soleil
|Kürzel||SMtS|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1903-08-10|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1903 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte (Drehstrom; ab 1967 Gleichstrom) SMtS war eine reine Aktiengesellschaft ohne feste Anleihen. Am Anlagekapital änderte sich im ganzen beobachteten Zeitraum nichts. Die SMtS erschloss im Berner Jura von St. Imier aus, das ein bedeutender Standort der Uhrenindustrie war, das Hochplateau des Mont Soleil, wo sich Hotels und Pensionen befanden. Federführend bei der Realisierung der SMtS waren die beiden Firmen Von Roll AG Bern und Brown, Boveri & Cie. Baden.
Nach recht viel versprechenden Anfangsjahren, in welchen die ganzjährig verkehrende SMtS eine Dividende von 3 Prozent des Aktienkapitalwerts ausrichten konnte, trübte sich die Lage aufgrund sinkender Passagierzahlen ab 1909. In wirklich ernsthafte Gefahr geriet die SMtS indessen nie, auch nicht in der Kriegszeit. Ganz im Gegenteil zog der Reiseverkehr nach 1915 sprunghaft an, was sich entsprechend auf die Einnahmen auswirkte. Die Betriebsüberschüsse wurden teilweise als Aktivsaldo verbucht, teilweise in Reserven angelegt, die sich bis 1920 auf insgesamt 63'000 Franken summierten, wovon 15'000 Franken für den Umbau der Talstation vorgesehen waren. Die geringfügigen schwebenden Schulden der SMtS betrugen 1920 7500 Franken.
Die Baukosten der zweischienigen, hauptsächlich auf Dämmen und in Einschnitten errichteten SMtS lagen mit 378'400 Franken pro Bahnkilometer vergleichsweise tief. Grösster Kostenfaktor war der Unterbau, der knapp 36 Prozent des Gesamtaufwands ausmachte, gefolgt vom Hochbau mit 21 Prozent. Neuinvestitionen wurden in die SMtS im beobachteten Zeitraum praktisch keine getätigt. Die Rollmaterialkosten berechnete die SMtS ab 1911 anders als zuvor, indem von nun an die Aufwendungen für das Drahtseil (3000 Franken) und die Seiltragrollen (6500 Franken) gesondert vermerkt wurden. Unter Berücksichtigung dieser rein bilanztechnischen Mutation blieben somit die Rollmaterialkosten nahezu konstant.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.