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Bei fast schon sommerlichen Temperaturen und perfektem Footballwetter reisten die Tigers früh morgens nach Genf. Sie hatten ihr erstes Spiel die Woche zuvor gegen Basel gewonnen und waren hochmotiviert, auch die Seahaws zu schlagen, zumal man in den Jahren zuvor immer wieder gegen das Team aus Genf gewonnen hatte. Die Seahawks ihrerseits hatten aber Lausanne und Luzern geschlagen und schienen in Hochform zu sein. Wie erwartet werden konnte, entwickelte sich das Spiel zu einem hochspannenden Kopf-an-Kopfrennen, welches die Seahawks schlussendlich mit 29:21 für sich entscheiden konnten.
Um 11 Uhr traten die beiden Juniorenteams gegeneinander an. Die Tigers Junioren hatten eine Woche zuvor die Junioren aus Basel deklassiert. Die Juniorenmannschaft aus Genf erwies sich aber als schlagkräftige und gut eingespielte Truppe. Den Tigers gelang es nicht, die Defense der Seahawks zu überwinden und einen Touchdown erzielen. Die Genfer ihrerseits konnten drei Touchdowns verbuchen und konnten das Spiel mit 21:0 für sich entscheiden.
Das Spiel der ersten Mannschaft wurde mit dem Kickoff der Tigers, welcher leider out of Bounds gekickt wurde, röffnet. Die Seahawks eröffneten ihr Angriffsspiel mit verschiedenen Laufspielzügen. Die Tigers Defense, welche heute ohne ihren Middle Linebacker und Leader Killian Brunner antreten musste, hatte sich aber gut auf das Running-Game der Genfer eingestellt und konnte sie zum Punt zwingen.
Die Tigers versuchten einige verschiedene Laufspielzüge, um die Defense der Seahawks auszutesten. Leider mischten sich immer wieder kleine Fehler und Unstimmigkeiten im Timing der Offense in die Spielzüge ein. Nach nur 3 Spielzügen mussten die Tigers den Ball punten. Nun kam es zum ersten matchentscheidenden unglücklichen Fehler: Der Ball wurde über den Punter gesnappt und kullerte Richtung Endzone. Er konnte zwar vom Punter Niklaus Rhyner aufgelesen werden, dieser wurde jedoch sogleich nur 1 Yard vor der eigenen Endzone getackelt. Das fehlende Yard überwanden die Genfer mit dem ersten Run. Nach dem erfolgreichen PAT führten die Seahawks mit 7:0.
Anstatt die Köpfe hängen zu lassen, kämpften sich die Tigers mit einigen Runs und einem Pass, welcher vom WR Adrian Jüsy mit viel Einsatz gefangen wurde, bis kurz vor die Endzone. RB Ruedi Bohren konnte den Ball nur noch in die Endzone tragen. Nach dem erfolgreichen PAT stand es nun 7:7.
Zu Beginn des 2. Viertels waren nun wieder die Seahawks auf der eigenen 30-Yard-Linie am Ball. Die Gastgeber starteten wieder mit ihren wohlbekannten Outsideruns. Dank der aufmerksamen OLB konnten die Genfer damit aber keine Yards gutmachen. Die Seahawks warfen nun einen weiten Pass. Trotz guter Deckung konnte der WR den Ball fangen. Nun folgte der zweite unglückliche Fehler: Ein DB der Tigers versuchte, dem WD den Ball zu entreissen, statt aber den Ball zu verlieren, riss er sich los und trug den Ball in die Endzone (PAT good – 14:7)
Obwohl die Tigers Offense auf der eigenen 10 Yard-Linie starten musste, machte sie ihrem Namen alle Ehre und kämpfte sich dank eines Puntfakes bis tief in die gegnerische Hälfte. Dort wurde sie aber von der heimischen Defense gestoppt. Den Seahawks gelang es aber nicht, den Turnover zu nutzen. Im Gegenteil, die Tigers drängten die Genfer auf ihre eigene 10 Yard-Linie zurück. Dadurch wurden die Genfer zum Punt gezwungen. Die Tigers ihrerseits mussten nach 5 Spielzügen ebenfalls punten.
Kurz vor Ende der 1. Hälfte gelang den Tigers eine Interception, welche bis auf die gegnerische 20-Yard-Linie zurückgetragen werden konnte. Im dritten Versuch und mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr warf der QB Rolf Zybach den Ball in Endzone, wo er von einem WR gefangen. So stand es zur Pause 14:14.
Nach der Pause starteten die Thuner mit dem Ballrecht. Dach drei Spielzügen mussten sie den Ball jedoch punten. Trotz der guten Feldposition erzielten die Genfer kein Firstown und mussten das Ballrecht wieder an die Tigers abgeben. Nachdem die Thuner das Ballrecht wieder an die Seahawks zurückgeben mussten, marschierten diese mit verschiedenen Laufspielzügen und einem TD-Pass auf den TE in die Endzone der Tigers (21:14).
Die Offense konnte diesmal nicht auf den TD der Genfer reagieren und verlor den Ball wieder. Nachdem auch die Seahawks nicht mehr punkten konnten, kamen wieder die Tigers in Ballbesitz. Nach einem Fumble und einer Strafe wegen Reklamierens konnten die Genfer auf der gegnerischen 15-Yard-Linie starten. Die Tigers rammten ihre Krallen in den Boden und zwangen die Gegner zum Feldgoalversuch. Das Fieldgoal wurde geblockt und der Ball konnte von den Tigers gesichert werden. Leider kassierte die D-Line der Tigers ein Strafe, wodurch die Genfer ein neues Firstdown erhielten. Diesmal konnten die Seahawks den Ball in die Endzone tragen. Mit einem weiteren Spielzug erzielten sie 2 weitere Punkte (29:14).
Nun begann die Aufholjagd der Tigers. Die Tigerdefense liess die Seahawks nicht mehr gewähren und die Offense konnte mit beherztem Einsatz und gutem Pass und Laufspiel den Anschlusstouchdown erzielen. Dabei fiel erneut WR Adrian Jüsy auf, welcher sich den Ball immer wieder aus der Luft holte und dadurch die Tigers übers Feld marschieren liess. Da nun nicht mehr viel Zeit bis zum Spielende blieb, entschieden sich die Tigers für einen Onsidekick. Sie gewannen das Angriffsrecht zurück und starteten ihren Wettlauf gegen die Zeit. Trotz gutem Spiel gelang es ihnen jedoch nicht, noch einmal zu punkten.
So endete das sehr spannende Spiel mit 29:21 für die Seahawks aus Genf. Bereits in 3 Wochen, am 5.5., treffen die beiden Teams wieder aufeinander.
Bericht von Mario Wyssen