Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03579.jsonl.gz/486

Geehrtester Herr,
Anknüpfend an unsere letzte Besprechung über den Sillar-ausweis theile ich Ihnen mit, daß ich mich an Consul Rapp in London gewendet habe um nähere Auskunft, in welchem Verhältnisse die Hh. Sillar & Cons. zu der Europ. Centr. Railway Company stehen, in welchem Verhältnisse diese zu der neuen Intern. Contract Company stehen; ob die Actienzeichnung (welche beigelegt wurde) als eine realle zu betrachten sei, ob den Männern, welche an ihrer Spitze stehen, Vertrauen geschenkt werden dürfe u. ob die Actionäre für die volle Einzahlung ihrer gezeichneten Actien nach engl. Gesetzen haftbar seien.
Fallen die Mittheilungen befriedigend aus, so will mir scheinen, es könne dem Ausweis die Genehmigung nicht versagt werden u. es möchte genügen, in denselben ausdrücklich der Art. 4. des Bundesbeschlusses vorzubehalten, laut welchem, wenn die Bauarbeiten nicht im Verhältnisse zu den in der Concession festgesetzten Vollendungsterminen | gefördert werden, im Nothfalle die Bundesgenehmigung für die vorliegende Concession als erloschen erklärt werden könne. Freilich ist damit die eine Handhabe, die Ausweisfrage, aus der Hand gegeben, allein so wie die Situation im BRathe ist, würde, wenn die besprochene Befürchtung sich realisiren sollte, auch eine bedingte oder vorläufige Genehmigung kaum mehr etwas nützen.
Ihr Egt.
Schenk.
Bern, 12 Mai 64.