Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03380.jsonl.gz/1262

Ziel der Testplanung war die Auslotung der städtebaulichen Rahmenbedingungen für die anschliessende planungsrechtliche Bereinigung, sowie die Festlegung der Vorgaben für einen Bebauungsplan.
Die Gemeinde Birsfelden wird, topographisch zwischen zwei zusammenfliessenden Flüssen (Birs und Rhein) gelegen, klar gerahmt und zusammengefasst.
Beim näheren Betrachten entlarvt sich jedoch die sehr heterogene und unstädtische innere Struktur.
Um aus der Heterogenität des Bestandes die Charakteristiken, die das neue Dorfzentrum aufweisen soll zu eruieren, wird der Beobachtungsperimeter von der Birs bis zum Rhein gestreckt, in sechs Sequenzen aufgeteilt und analysiert.
Der Ansatz wäre, mit der Planung des Arealzentrums einen Transformationsprozess zu initiieren, der als Ziel hat, die heute zufällige und gesichtslose Durchlässigkeit in einen wertvollen, ortspezifischen, urbanen Raum umzuwandeln.
Ein grosser Solitär, der als vertrautes Bild eines Zentrums dekodierbar ist, in die Mitte des Areals gesetzt, definiert drei klare Aussenräume und begleitet die Achse Rhein-Birs räumlich. Dabei nimmt das blockartige Volumen kontextuellen Bezug zu seiner Umgebung und reagiert auf die Gegebenheiten mit seiner Formung und Höhenentwicklung.
Ein grosszügiger Platz wird von der höheren Blockseite bis zur Hauptstrasse aufgespannt. Er dient als Marktplatz, Dorffestplatz oder schlicht als alltäglicher Begegnungsort. Die platzorientierte Blockseite beherbergt die Gemeindeverwaltung und den Gemeindesaal.
Weitere Büroräume sind in zwei kleineren Volumen auf dem Platz untergebracht. Die übrigen Wohnungen finden ihren Ort in einem Neubau, der die leerstehende Turnhalle ersetzt. Diese städtebaulich wichtigen Satellitengebäude präzisieren die Aussenräume und stärken die Front der Schulstrasse.
Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel