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Index für wirtschaftliche Freiheit 2011
Der Respekt vor individuellen Wahlentscheidungen ist mächtiger als Umverteilung.
Die Schweiz bleibt auch 2011 das Land mit der europaweit höchsten und weltweit vierthöchsten wirtschaftlichen Freiheit. Das zeigt der Jahresbericht 2011 des Index für wirtschaftliche Freiheit, der in Zusammenarbeit mit dem Liberalen Institut herausgegeben wird. Weltweit sank der Index von 6,67 auf 6,64 (von 10 möglichen Punkten). Dieser Trend ist vor allem auf die kontraproduktiven budgetären, regulatorischen und monetären Reaktionen der Regierungen auf die aktuelle Überschuldungskrise zurückzuführen. Die USA rutschen aufgrund ihrer Politik vom 6. auf den 10. Platz des Rankings ab. Hong Kong erweist sich einmal mehr als das Land mit der weltweit höchsten ökonomischen Freiheit, gefolgt von Singapur und Neuseeland.
Erstmals untersuchte der internationale Index wirtschaftlicher Freiheit 2011 die Auswirkungen wirtschaftlicher Freiheit relativ zu den Folgen sozialstaatlicher Intervention. Eine Stärkung der wirtschaftlichen Freiheit weist demnach einen deutlichen Zusammenhang nicht nur mit einem steigendem Pro-Kopf-Einkommen und Wirtschaftswachstum auf, sie korreliert auch positiv mit der Lebenserwartung, dem durchschnittlichen Bildungsgrad und der Gesundheitsversorgung der Bürger. Dagegen konnte international kein positiver Zusammenhang zwischen einem Ausbau sozialstaatlicher Ansprüche und der ökonomischen Entwicklung eines Landes festgestellt werden.
Die Autoren betonen, dass die Prioritäten sowohl in der Entwicklungszusammenarbeit als auch in der Wirtschaftspolitik des Westens an diesen Ergebnissen ausgerichtet werden sollten. Die Entwicklungsziele der UNO (Millenium Development Goals) könnten nur erreicht werden, wenn die betroffenen Staaten einen Weg zu freiheitlichen Rahmenbedingungen fänden. Auch 2011 bilden vor allem die unterdrückten Länder Afrikas die Schlusslichter des internationalen Rankings. Nicht zuletzt verlieren auch China und Indien an Boden.
«Der aktuelle Index wirtschaftlicher Freiheit zeichnet ein bedrohliches Bild. Die blinden Staatsausweitungen der letzten Jahre müssen beendet werden, wenn die weltweite Entwicklung nicht gefährdet werden soll. Nur eine Rückkehr zu tiefen Staatsausgaben und damit eine Verstärkung des Privatsektors kann wieder Wohlstand schaffen», so Pierre Bessard, Direktor des Liberalen Instituts.
Download Bericht:
Economic Freedom of the World (234 Seiten, PDF)
September 20, 2011