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Carbonate Mounds sind wichtige, bislang unterschätzte Karbonatproduzenten am mittleren bis tieferen Kontinentalhang. Die primäre Architektur dieser Carbonate Mounds besteht aus Kaltwasserkorallenskeletten eingebettet in hemipelagischer Sedimentmatrix. Jedoch überprägen die Aragonitlösung und die Ausfällung von stabilen, sekundären Mineralphasen das primäre Umweltsignal. Des weiteren sind die räumlichen und zeitlichen Veränderungen der Frühdiagenese sowie die biogeochemischen Prozesse, die den finalen, petro-physikalischen Charakter der Carbonate Mounds ihre endgültige Form geben, bislang nicht vollständig verstanden. Dieses Verständnis der Funktionsweise der Carbonate Mounds als biogeochemische Reaktoren ist nötig, um eine verlässliche Prognose potentieller, spätdiagenetischer Prozesse machen zu können, aber auch um fossile Mud Mound Systeme besser zu erfassen.
Das Projekt 4D-DIAGENESIS@MOUND möchte die zeitliche und räumliche Variabilität der (mikrobiell-herbeigeführten) Frühdiagenese in Sedimenten der Carbonate Mounds, die von einer flachen SMTZ beeinflusst sind, verstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen folgende Punkte umgesetzt werden: 1) Charakterisierung und Quantifizierung der (mikrobiell-herbeigeführten) Frühdiagenese in Sedimentkernen von Kaltwasserkorallen-Mounds sowie der einhergehenden, petro-physikalischen Modifizierung zum Verständnis der räumlichen Veränderung der Mound-Diagenese, und 2) Durchführung von in-vitro fluid flow Laborexperimenten an ausgewählten Kernsektionen zur Identifizierung diagenetischer Veränderungen in Carbonate Mound Sedimenten über die Zeit.
Vor dem Hintergrund einer großen Vielfalt an Untersuchungen, wurden Carbonate Mounds vom Pen Duick Escarpment im Golf von Cadiz vor Marokko und vom Melilla Mound Field in der Alboran See ausgewählt, um den Einfluss der Diagenese und potentiell einhergehender petro-physikalischer Veränderungen durch Zeit und Raum zu verstehen.