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Jeder hat eine dominante Seite. - PublicDomainPictures (CC0 Public Domain)
Präferenzen für Personen oder Heisshunger auf Snacks hängen davon ab, auf welcher Seite sie neben einem Menschen positioniert sind und ob dieser ein Rechts- oder Linkshänder ist. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der University of Chicago in ihrer aktuellen Untersuchung. Job-Bewerber pokern Snacks, die auf der Seite der dominanten Hand einer Person stehen, werden häufiger gewählt, als wenn sie neben der anderen Hand positioniert sind. Dabei bevorzugen Rechtshänder logischerweise eher ihre rechte Hand, während die dominantere Hand von Linkshändern ihre Linke ist. Die psychische Beeinflussung findet jedoch nicht nur in Bezug auf Snacks statt. Menschen präferieren auch andere Individuen nach der Seite, auf der sie sich gerade befinden. Das funktioniert im Sitzen als auch im Stehen. Die Forscher erklären dies mit dem Beispiel zweier, nebeneinander stehender Job-Bewerber. "Wenn man Menschen fragt, welche der beiden Personen man als Chef einstellen würde, würden Rechtshänder häufiger den Bewerber auf der rechten Seite wählen, während Linkshänder den anderen lieber nähmen", unterstreicht Forscher Daniel Casasanto von der der University of Chicago. Auch Wahlen betroffen Bei politischen Wahlen hat der erforschte Effekt ebenfalls ein Einfluss: "Das Verhalten tritt womöglich auch auf, wenn es ums Wählen von Politikern geht und wir Namen, die links und rechts auf dem Wahlzettel stehen, ankreuzen sollen", verdeutlichen die Experten. Es sei dann wahrscheinlicher, dass Rechtshänder eher zu den rechts platzierten Namen tendieren als zu jenen auf der linken Seite des Stimmzettels.