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Speicheldrüsenerkrankung
Speicheldrüse:
Zu den grossen Speicheldrüsen zählen die Ohrspeicheldrüsen sowie die Unterkieferspeicheldrüsen.
Die Ohrspeicheldrüse liegt bds. im Wangenbereich vor und unterhalb der Ohren und besteht aus einem oberflächlichen und einem tiefen Lappen, zwischen denen sich der Gesichtsnerv auffächert. Der in der Drüse gebildete Speichel wird über ein Gangsystem in die Mundhöhle abgegeben. Der Ausführungsgang (Stenon’scher Gang) mündet im Wangenbereich vis-a-vis des zweiten Oberkieferbackenzahns.
Die Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) liegt unterhalb des horizontalen Unterkieferknochens. Ihr Ausführungsgang (Wharton’scher Gang) mündet unterhalb der Zunge Solange die Speicheldrüsen normal funktionieren, nimmt man sie kaum wahr. Erst bei Funktionsstörungen und Formveränderungen wird man auf sie aufmerksam.
Erkrankungen:
Grundsätzlich unterscheidet man bei den Speicheldrüsen zwischen Entzündungen (Sialadenitis), Steinbildung (Sialithiasis) und Geschwülsten (Speicheldrüsentumoren). Häufig geben schon die Symptome Hinweise, um welche Erkrankung es sich am ehesten handelt. Speicheldrüsenentzündungen können bakteriell oder viral (Mumps!) sein und selten auch durch autoimmune Vorgänge ausgelöst oder stoffwechselbedingt sein.
Indikation (Gründe):
Die Ursache der Steinbildung im Bereich der Speicheldrüsen ist unklar. Falls ein Stein den Ausführungsgang der jeweiligen Speicheldrüse versperrt, kommt es zu einem Sekretrückstau, was mit schmerzhaftem Anschwellen der Drüse – vor allem nach den Mahlzeiten – verbunden ist. Unter den Speicheldrüsengeschwülsten gibt es vor allem gutartige, aber auch ein paar wenige bösartige. Zur Abklärung von Speicheldrüsenerkrankungen bietet sich neben der klinischen Untersuchung auch der Ultraschall – gegebenenfalls in Kombination mit einer Feinnadelpunktion – an.