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Der Ex-Börsenhändler Jérôme Kerviel scheitert vor einem Pariser Berufungsgericht. Es bestätigt das unglaubliche Strafmass.
Ein Berufungsgericht in Paris hat den früheren Börsenhändler Jérôme Kerviel (35) zur Rückzahlung von rund fünf Milliarden Euro verurteilt. Dem Urteilsspruch vom Mittwoch zufolge muss der 35-Jährige in Haft bleiben.
Im Juni rollte das Gericht in Paris den Fall neu auf. Kerviel hatte bei der Grossbank Société Générale ohne Legitimation Positionen im Volumen von 50 Milliarden Euro aufgebaut – mehr als der Börsenwert der Bank. Es kostete 4,9 Milliarden Euro, um diese wieder aufzulösen. Den Verlust soll Kerviel seinem Arbeitgeber zurückzahlen.
In erster Instanz wurde er bereits 2010 wegen Fälschung, Veruntreuung und betrügerische Eingabe von Daten in das Computersystem der zweitgrössten französischen Bank verurteilt.
Kerviel hatte laut dem Gericht genau gewusst, was er tat, und dies zu vertuschen versucht. Als Händler durfte er maximal 125 Mio. Euro einsetzen, spekulierte aber mit Summen bis zu 50 Mrd. Euro. 2008 flogen seine ungedeckten Handelsgeschäfte auf. (alp/SDA)