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Der Sechstagekrieg 1967 und sein Widerhall
- Dienstag, 6. Juni 2017, 9:02 Uhr
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Erste Ausstrahlung:
- Dienstag, 6. Juni 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
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Wiederholung:
- Dienstag, 6. Juni 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Bis heute stehen die «Grenzen von vor 67» zwischen Israel und den Palästinensern zur Diskussion. Der Konflikt kulminiert allzu oft am Tempelberg. Nach dem israelischen Sieg, erhielten die Israelis und alle Juden der Welt wieder Zugang zur Tempelmauer.
«Kontext» schaut zurück auf den historischen Krieg vom 5. bis 10. Juni 1967, der mit einem grossen militärischen Triumph Israels endete.
Auf arabischer Seite mischte im Hintergrund die Sowjetunion mit. War das ein Grund für die einmalige Solidaritätswelle für Israel, die die Schweiz damals ergriff? Sie war allerdings kurz, erklärt Historiker Jonathan Kreutner.
Was die Präsenz der Israelis in Jerusalem und der Westbank für die arabische Bevölkerung bedeutet, erklärt die palästinensische Autorin Sumaya Farhat-Naser. Ferner entmythologisiert der Nahostbeobachter Volker Perthes den Sechstagekrieg und ordnet ihn ins Weltgeschehen ein.
Beiträge
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Sechs Tage Krieg
Im Frühjahr 1967 sperrte das mit der Sowjetunion verbündete Aegypten die Strasse von Tiran am südöstlichen Ende der Sinai-Halbinsel für die israelische Schifffahrt und schnitt somit den israelischen Hafen Eilat vom Roten Meer ab.
Der ägyptische Präsident Nasser zwang die auf der Sinai-Halbinsel stationierten UNO-Truppen Mitte Mai zum Abzug und liess auf dem Sinai Truppen und Panzer aufmarschieren. Vom 5. bis 10. Juni 1967 kam es zum dritten Krieg zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn. Eine kurze Chronologie der Ereignisse.
Raphael Zehnder
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Ein militärischer Sieg mit grossen Folgeproblemen
Israels Armee überraschte die Nachbarländer, im Handumdrehen eroberte sie die Golan-Höhen, den Gazastsreifen und das Westjordanland. Bis heute hält Israel noch einen Teil des vor 50 Jahren eroberten Gebietes, vor allem durch seine Siedlungspolitik.
Politisch wurde durch den Sechstagekrieg der Nahe Osten in Probleme gestürzt. Insbesondere entstand ein neue palästinensischer Nationalismus.
Ein Gespräch mit dem Nahostexperten Volker Perthes.
Hansjörg Schultz
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Kurzer Schweizer Widerhall: «6 Tage Solidarität mit Israel»
Der Historiker Jonathan Kreutner hat in seiner Doktorarbeit die Beziehungen der Schweiz mit Israel untersucht. Die Solidaritätswelle, die der Sechstagekrieg in der Schweiz auslöste, dauerte unter Nichtjuden nur sehr kurz, sagt Kreutner.
Damals sprachen sich Intellektuelle wie Friedrich Dürrenmatt an öffentlichen Kundgebungen für das Existenzrecht Israels aus. Bei den Schweizer Jüdinnen und Juden jedoch bewirkte 1967 eine Israeleuphorie. Viele reisten erstmals nach Jerusalem, und einige übersiedelten sogar ganz nach Israel.
Judith Wipfler
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Der palästinensische Blickwinkel
Für die Israelis war der Sechstagekrieg ein grosser Sieg. Anders sieht es für die palästinensische Seite aus.
Bis heute leide die palästinensische Bevölkerung unter der israelischen Besatzung, erzählt die palästinensische Autorin Sumaya Farhat-Naser.
Antonia Moser
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Friedrich Dürrenmatts historische Rede
Im Juni 1967 nahm Friedrich Dürrenmatt an einer Solidaritätskundgebung für das Existenzrecht des Staates Israel im Zürcher Schauspielhaus teil. Seine Analyse der weltpolitischen Situation war klar und weitsichtig.
Die volle Rede, aufbewahrt im Tonarchiv von Schweizer Radio SRF, können Sie hier hören.