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Prasentismus: Unproduktivität der Mitarbeiter
Mussten sich einst die Arbeitgeber mit dem Problem des Absenteismus abfinden, besteht heute häufig das Problem, dass Mitarbeiter zwar körperlich anwesend, aber nicht produktiv sind.
Dieses Problem ist inzwischen verbreiteter; als das unentschuldigte Fernbleiben von der Arbeitsstelle. Zudem ist es schwieriger zu erkennen und zu bekämpfen. Schätzungen zufolge erbringen Arbeitnehmer durchschnittlich 65 bis 70% ihres tatsächlichen Potentials. Mitarbeiter, die an diesem Syndrom leiden, kommen typischerweise pünklich zur Arbeit, sind aber nicht produktiv, weil sie sich krank fühlen, gestresst oder abgelenkt sind. Sie sind körperlich anwesend, aber geistig abwesend. Die Produktivitätsverluste aufgrund von körperlicher Anwesenheit bei geistiger Abwesenheit fallen durchschnittlich 7,5-mal höher aus, als durch das Ferbleiben von der Arbeit.
Dieses Problem betrifft aber nicht einfach nur die Produktivität der Mitarbeiter; es hat unmittelbare Auswirkungen auf die Ertragssituation des Unternehmens. Eine kürzlich in den USA von einem der größten amerikanischen Gesundheitsanbeiter durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass die entstehenden Produktivitätsverluste jedes Jahr mit über US$ 180 Mrd. zu Buche schlagen.
Das Problem liegt darin, dass solche Mitarbeiter häufig sehr gute Gründe hätten, zu Hause zu bleiben, aber der Meinung sind, sie müssten sich „bei der Arbeit sehen lassen“. Mit ihrer Anwesenheit hoffen sie, ihre Chancen am Arbeitzplatz zu verbessern. Tatsächlich aber riskieren sie, Kollegen mit ihrer Krankheit anzustecken oder mit ihrer Einstellung und Müdigkeit zu demotivieren. Leider gibt es keine Patentrezepte für die Lösung dieses Problems. Allerdings ist es sicher ein guter Anfang, sich das Problem bewuss zu machen, um den Mitarbeitern ein ausgeglichenes und gesundes Arbeiten zu ermöglichen.
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