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Seltenheit
Der Begriff Seltenheit ist in unserem Sprachbegriff gleichzusezten mit einer kleinen Anzahl vorhander Stücke, oder so. man versteht darunter das Vorhandensein einer bestimmten Menge, eher wenige, ein und derselben Sache. Wenn von etwas nur wenige Stücke bekannt sind, darf man durchaus dazu selten sagen.
zB: Gold ist selten, so meinen wir und dennoch trägt in Europa beinahe jeder der Ehepartnern dies am Ringfinger.
Der Sammler verbindet den Begriff Seltenheit, resp. Rarität eher mit einer Wertvorstellung. Wird doch der Wert einer Ware nach Angebot und Nachfrage bestimmt. So muss also nur zugeschaut werden, dass das Angebot klein bleibt und die Nachfrage gross wird, dann wird automatisch auch der Wert des Obejektes steigen. Hat nicht der Diamantenhändler DeBeers bewiesen wie das geht. Er bunkert ein milliarden Vermögen an Diamanten und würden diese auf den Markt kommen, würde der Diamantenpreis ins bodenlose fallen.
Wertigkeiten von Seltenheiten
Verschiedentlich haben sich Philatelisten gedanken über die Wertigkeit von seltene Stücken gemacht. Es sind damit auch verschiedene Wertigkeitstabellen entstanden.
- nach Schäfer: Tabelle von seltenheiten Ordnet diese nach 13 Typen - nach Dvoracek ( Artikel Ausstellungskatalog der PRAGA 1978 Ordnet diese nach 7 Typen. - nach Hermann (Katalog Strubeli). Ordnet diese mit R = selten; RR=seltener; und RRR=am seltensten
Die Dvoracek Wertung wird heute meistens bei Internationalen Austellungen für die Bewertung von Sammlungen im Punkt effektieve Seltenheit, angewendet.
Effektive Seltenheit
Betrachten wir die Seltenheit einer Baslertaube, von dieser sind einige 1000 Stück erhalten geblieben und mehrere 100 Brieffrankaturen existieren. Selten ist daran gar nichts, denn selten ist etwas, egal welches Sytem man anwendet, wenn lediglich 35-50 Stück existieren. Daher kann eine Baslertaube in einer Sammlung nichts seltenes sein. Stellt sich die Frage, ob die Juroren dies auch so sehen, oder ob sich diese durch den hohen Preis einer Baslertaube Frankatur blenden lassen und daher die Seltenheit wieder zur Wertvorstellung wird.
Um Baslertaube Briefe selten zu machen, hat man diese dann unterteilt, in Stadtbriefe, 2 Rayon Briefe (meinst Doppelfrankaturen), Auslandbriefe, und gar Forwardetbriefe. Da lässt sich dann wenigstens der Bergriff selten einbringen, dass hört sich dann etwa so an wie "Einer von 6 bekannten Forwardet Frankaturen der Baslertaube,ein Rares und seltenes Stück Philateliegeschichte........", so macht man Standartware zu Seltenheiten. Es hat demnach alles immer etwas mit Glauben zu tun. Dies ist übrigens einer der Gründe warum die Webseite Philaworld entstanden ist. Ich wollte nicht glauben dass etwas selten ist, ich wollte wissen wann etwas selten ist.

Die Seltenheitsbestimmung beruht auf der Anzahl bekannter Stücke. Es gibt natürlich auch noch Seltenheiten bei den Frankaturen, so z.B die Buntfrankaturen oder gar die Mischfrankaturen. Somit liegt es an jedem einzelnen Philatelisten, aus einer scheinbar normalen Frankatur etwas besonderes zu finden und dieses entsprechend hervorzuheben.
Können wir da den Händlern Böse sein, sind diese doch genau darauf spezialisiert, und wir kaufen dies um unsere Sammlungen noch spezieller und herausragender zu machen.
Seltenheiten werden heute folgendermassen Kategorisiert - Destination - Kontinent, Land - Leitweg - Abstempelung - Entwertungs-Stempel oder Handentwertung - Routenstempel - Altertümlich, Historisch relevant - aus der Zeit von..., vor 1780, kann als selten bezeichnet werden - zB. Expeditionen, Polarexpeditionen - Sepz. Beförderungsarten, zB. Zinnkugelpost - Briefmarken - Es gibt Briefmarken da ist nur ein Stück bekannt = Unikat. - Frankaturkombination - Mischfrankaturen diese waren teils nur wenige Tage möglich, oder Buntfrankaturen gleicher Farben oder Werte. - Einzelfrankaturen von Marken mit grossen Wertstufen als Brief befördert. - Tarife - Muster ohne Wert - Armensache oder Portofreiheit - Rayon Limite / Grenztarif - Zusatzdienste wie Charge und oder Express - Sehr hohe Porti bei Briefbeförderungen