Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03427.jsonl.gz/1755

Maison Delamotte wurde ursprünglich in Reims vom Weinbergsbesitzer François Delamotte aus der Taufe gehoben und gilt als sechstältestes heute noch existierendes Champagnerhaus. Im Jahr 1927 folgte der Umzug zum heutigen Sitz in Le Mesnil-sur-Oger im Herzen der Côte des Blancs. Hier liegen einige der prestigeträchtigsten Grand Crus, die mit Chardonnay bestockt sind. Kein Wunder also konkurrieren hier die besten Marken um höchstes Ansehen. Delamotte besitzt fünf Hektar eigene Weingärten und wird zusätzlich von 30 vertrauenswürdigen Winzern beliefert, mit denen das Haus seit Jahrzehnten in den Gemeinden Oger und Avize zusammenarbeitet, die alle als Grand Cru klassifiziert sind. 1988 kam die prestigeträchtige Champagner Marke Salon dazu. Beide Champagner-Marken sind heute Teil der Laurent-Perrier-Familiengruppe unter der Leitung von Bernard de Nonancourt.
Die Champagne steht ausschliesslich für noble Schäumer und ist wohl die berühmteste Weinbauregion überhaupt. Das Weinanbaugebiet ist eines der nördlichsten der Welt; das kühle Klima lässt Spitzenweinbau gerade noch zu und gibt den Weinen eine lebhafte Säure, die für einen Spitzenschaumwein absolut entscheidend ist. Auf den Kalk-Kreide-Böden erreichen sie einen einzigartigen Charakter, der zur Vielschichtigkeit und Komplexität eines grossen Champagners wesentlich beiträgt. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im Tal der Marne zwischen Épernay und Château Thierry, in der Montagne de Reims zwischen Reims und Épernay, in der Côte des Blancs zwischen Épernay und Vertus sowie im Departement Aube um die beiden Orte Bar-sur-Aube und Bar-sur-Seine (Côte des Bars). Champagner ist unglaublich aufwändig in der Herstellung. Die strengen Regularien schreiben eine Handlese vor und viele weitere Arbeiten bei der Champagner-Herstellung werden noch heute von Hand gemacht. Nach der aufwändigen Herstellung der Cuvée, also des Grundweins vor der Versektung, erfolgt in der Flasche die zweite Gärung und die «Verwandlung» in den wertvollen Schaumwein.