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Kilchberg: «Chilchbrg», Bezirk Sissach, 580m ü.M., Bauerndorf über dem Eital, bevölkerungsmässig kleinste Gemeinde des Kantons.
Wappen: Seit 1944. Durch einen schwarzen Faden schräg geteilt. Oben Silber, unten viermal schräg geteilt von Silber und Schwarz. Das Wappen entspricht dem Siegel der Herren von Kilchberg. Flagge: weissschwarz.
Ortsgeschichte: Funde aus der Steinzeit und der Römerzeit. Im frühen Mittelalter wurde eine St.-Martins-Kirche gebaut. Sie war die Mutterkirche für Kilchberg, Rünenberg und Zeglingen. Nach ihr wurde die Siedlung Chilperch (1226) genannt. Vermutlich gehörte der Ort dem Bischof von Basel und gelangte später an die Grafen von Froburg. Diese gaben ihn an ein Geschlecht weiter, das sich nach Kilchberg nannte und wahrscheinlich eine Burg an der Stelle des heutigen Pfarrhauses bewohnte. 1376 werden die Grafen von Thierstein als Besitzer des Dorfes genannt. Das Patronatsrecht von St. Martin, d.h. das Recht, den Pfarrer zu bestimmen und den Zehnten zu beziehen, hatte von 1400 bis 1870 das Chorherrenstift St. Martin in Rheinfelden inne. Erst dann ging es an die Stadt Basel über, der das Dorf seit 1461 gehörte. Kilchberg bildet mit Zeglingen zusammen eine Schulgemeinde. Das Schulhaus befindet sich in Zeglingen.
Sehenswürdigkeiten: Kirche, 1867 Neubau in neugotischem Stil mit sehenswertem Glasgemälde im Chor. Bei der Restaurierung der Kirche im Jahre 1975 wurden eine Glockengiessgrube gefunden und eine vierte Glocke aufgezogen. Wasserfall Giessen.