Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03266.jsonl.gz/676

Zwei Drittel der Schweizer Aktionäre finden laut einer Umfrage, dass aktuell Umweltziele oder soziale Ziele wie Lohngleichheit in der Bemessung der Managergehälter zu wenig berücksichtigt werden. Immerhin knapp die Hälfte gibt ausserdem an, dass umgekehrt finanzielle Ziele in den bestehenden Vergütungssystemen nach wie vor zu viel Gewicht erhielten.
Daneben wurde auch abgefragt, ob an den ursprünglichen Zielvorgaben für die Boni für das Jahr 2020 - trotz Coronakrise - festgehalten werden soll. 44 Prozent der Nicht-Schweizer Aktionäre sind laut der Umfrage der Meinung, dass an den ursprünglichen Zielvorgaben festgehalten werden soll. Nur 17 Prozent der Aktionäre aus der Schweiz teilen diese Ansicht.
Effekte von Corona
Was die Coronakrise anbelangt, seien die realen Effekte der Pandemie auf die Unternehmensstrategien bisher jedoch beschränkt. Die Mehrheit der Unternehmen (60%) sähen keinen oder nur einen geringen Einfluss. 51 Prozent der Firmen seien aber der Meinung, Liquiditäts- und Kapitalmanagement würden wichtiger. 27 Prozent sagten in der Umfrage, die Pandemie verstärke die Integration der sogenannten (Corporate Social Responsibility - CSR) in die Unternehmensstrategie.
Die Studie von Swipra entstand den Angaben nach in Zusammenarbeit mit dem Institut für Banking und Finance der Universität Zürich. Befragt wurden Unternehmen die an der Schweizer Börse SIX gelistet sind sowie institutionelle Investoren aus dem In- und Ausland.
(awp/tdr)