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Rolfing und Faszien
Im Laufe des Lebens verlieren die Faszien bei den meisten Menschen an Elastizität. Sie verkleben und verfilzen an verschiedenen Stellen.
Wenn das Gewebe wieder bewässert und weicher geworden ist, können die Faszienschichten wieder besser aufeinander gleiten, und die Gelenke sind entlastet.
Wissenschaftler erklären das so: Durch die besonders langsame Art der Faszienbehandlung beim Rolfing wird aus dem Gewebe vorübergehend – wie aus einem Schwamm – Flüssigkeit herauspresst.
So kann das Gewebe neue frische Flüssigkeit aus dem Blutplasma der kleinen Blutgefäße aufnehmen.
„Diese langsame Flüssigkeitsverschiebung hat zur Folge, dass Zellen in den Faszien vermehrt ein bestimmtes Enzym produzieren. Dieses Enzym trägt dann dazu bei, dass überschüssiges Kollagen in einem harten, verklebten Bindegewebe abgebaut wird“, erklärt der Rolfer und Humanbiologe Dr. Robert Schleip, der mit seinen Kollegen an der Universität Ulm die Faszienforschung in Deutschland vorantreibt.