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FridayFacts: Kaiserschnittrate und Migrationshintergrund
Die Kaiserschnittrate in den Schweizer Spitälern betrug von 2008 bis 2012 im Schnitt 32,8%. Die Schweizerinnen weisen eine leicht höhere Kaiserschnittrate auf als die Ausländerinnen.
Jedes fünfte Kind kommt per Kaiserschnitt zur Welt. Diese Rate hat sich zwischen dem Jahr 2000 mit zwölf Prozent und 2015 mit 21 Prozent fast verdoppelt. Während in zahlreichen Ländern mittleren und höheren Einkommens Kaiserschnitte häufiger als medizinisch angezeigt genutzt werden, erhalten viele Frauen in einkommensschwächeren Ländern und Regionen die teils lebensrettende Operation nicht. Bei Komplikationen können Kaiserschnitte Leben retten, weshalb ihre Zugänglichkeit in ärmeren Regionen verbessert werden müsse, so die belgische Gynäkologin Marleen Temmerman, die die Artikelreihe in "The Lancet" verantwortet hat.
Kaiserschnitte und vaginale Geburten bergen beide sowohl Chancen als auch Risiken. Während Kaiserschnitte bei Geburtskomplikationen die Überlebenschance von Mutter und Kind erhöht sowie das Risiko von Inkontinenz oder einer krankhaften Senkung der Beckenorgane nach der Geburt senkt, ist es auch mit kurz- und langfristigen Risiken verbunden. Der Heilungsprozess für die Mutter nach einem Kaiserschnitt kann kompliziert sein und Komplikationen in folgenden Schwangerschaften verursachen. Zusammenfassend biete, wenn es keine medizinische Indikation für ihn gibt, ein Kaiserschnitt keine Vorteile. Letztendlich gelte es aber auch, den Wunsch der Frau zu respektieren und zu akzeptieren.
Mehr Ergebnisse zu den kurz- und langfristigen Folgen von Kaiserschnitten auf die Gesundheit der Mutter und des Kleinkindes, gibt es auf Englisch in der Artikelserie in "The Lancet".
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