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© Modellflugverband SMV
Mit einer geeigneten Standortwahl von Modellflugplätzen können Konflikte zwischen den Interessen des Modellfluges und des Naturschutzes vermieden werden.
Empfindliche Vogelarten können durch den Modellflugbetrieb gestört werden. Das kann soweit führen, dass die Fortpflanzung der Arten beeinträchtigt wird oder dass geeignete Lebensräume von den Arten verlassen werden. Um Konflikte zwischen Modellflug und störungsempfindlichen Vogelarten im Voraus zu entschärfen, erarbeitete die Schweizerische Vogelwarte zusammen mit dem Schweizerischen Modellflugverband SMV in Absprache mit dem Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz Empfehlungen zur Standortwahl von neuen Modellflugplätzen in Bezug auf Natur- und Vogelschutz. Die Empfehlungen richten sich an Bewilligungsbehörden, Interessensvertreter des Modellflugs und an Vertreter des Natur- und Vogelschutzes.
Mit dem empfohlenen Vorgehen können Konflikte zwischen Modellflug und schützenswerten Arten und Lebensräumen früh erkannt und vermieden werden. Für einen Modellflugplatz braucht es oft eine Baubewilligung mit einem Verfahren, in welchem auch mögliche Konflikte geprüft werden. Das empfohlenen Vorgehen beugt zeitraubenden Einsprachen vor.
Bereits in einer frühen Phase der Planung eines Modellflugplatzes sollte mit der kantonalen Naturschutzverwaltung, den kommunalen Behörden und Vertretern des Natur- und Vogelschutzes Kontakt aufgenommen werden. In den Empfehlungen werden Gebiete aufgezeigt, in welchen in der Regel keine Konflikte zu erwarten sind. Gleichzeitig werden jene Gebiete mit Vorkommen besonders schützenswerter und störungsempfindlicher Arten oder Lebensräume beschrieben, bei denen entweder vertiefte spezifische Abklärungen notwendig sind oder auf einen Modellflugplatz verzichtet werden sollte.