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Das ursprüngliche Territorium « Vitis vinifera » ist ein Gebiet, dass sich von der Atlantikküste bis hin nach Westeuropa zum Kaspischen Meer erstreckt. Die ersten Spuren der Weinkultur sowie der Weinherstellung liegen über 7000 Jahre zurück. Zwischen 3000 und 2000 vor unserer Zeitrechnung, hat sich die Weinbereitung erheblich weiterentwickelt, vor allem in den Regionen um Kleinasien, Griechenland, auf den Cycladen und um das ägäische Meer und wurde zu einer der wichtigsten Komponenten der Wirtschaft und des lokalen Handels.
Die Ausdehnung des Römischen Reiches nach Westeuropa hat auch die Weinkultur mit sich gebracht, Regionen die heute einige der berühmtesten Weinanbaugebiete der Welt beherbergen: La Rioja in Spanien, die Mosel in Deutschland und Bordeaux, Burgund und das Rhônetal in Frankreich.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts verbreitet sich die Weinkultur in Südafrika und dann breitet sie sich in Richtung Amerika, Australien und Neuseeland aus. Weinreben erweisen sich als sehr anpassungsfähig aus und mutiert um nach Einführung in eine neue Umgebung widerstandsfähig. Daher findet man die Weinkultur heutzutage auf allen Kontinenten abgesehen der Antarktis.
Wein wird in der Schweiz seit dem römischen Zeitalter angebaut. Auch wenn einige Spuren noch weiter zurückliegen, so tragen doch die ursprünglichen Rebsorten Namen lateinischer Herkunft. Das Christentum und die Bedürfnisse der Kirche haben für den Fortbestand dieser Kulturen seit dem Mittelalter gesorgt.
Auf den Welterbestätten des Lavaux und im Wallis erschliessen Mönche in dieser Zeit Neuland und errichten Terrassen mit Hilfe von kilometerlangen Mauern, die die verschiedenen Parzellen in den Weinbergen voneinander abgrenzen. Die Weinberge wurden dann von den Winzern in Stand gehalten. Dank dieser Mauern sind die Parzellen weniger steil und leichter zu kultivieren. Gleichzeitig wird Erosion bei starken Regenfällen verhindert.
Damals wurde Wein nur während der Messe getrunken und die Weinkultur, trotz Höhen und Tiefen konnte bis heute bestehen bleiben und sich weiterentwickeln. Jahr für Jahr kämpfen die Winzer darum das Beste aus einem sehr vielseitigen Boden zu gewinnen.
Die Schweiz bleibt ein kleines Land, auch wenn geographisch und wirtschaftlich gesehen die Weinkultur im Inland eine grosse Rolle spielt, so ist sie doch im Ausland kaum bekannt, da wenig exportiert wird. Nur 2% der Schweizer Gesamtproduktion wird ins Ausland exportiert, obwohl die Qualität von Experten anerkannt wird.
Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen und vier Sprachzonen (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch): eine Vielfalt die sich in der Lebensart und in den Essens- sowie Trinkgewohnheiten widerspiegelt.
Die Schweiz kann in sechs Weinregionen aufgeteilt werden. Die 3-Länder-Region (Neuenburg, Biel und Morat) befindet sich im Westen, am Fusse des Jura-Gebirges. Das Tessin befindet sich an der Südseite der Alpen, Richtung Italien. Die Westschweiz vereinigt mehrere kleinere Weinanbaugebiete dem Rhein folgend. Die drei letzten Weinanbaugebiete Wallis, Waadtland und Genf befinden sich entlang der Rhône zwischen Brig und Genf. Das Wallis ist das Grösste Weinanbaugebiet der Schweiz und weist geographische Besonderheiten auf (besonderes Klima und besonderer Boden, von den Alpen umgeben). Das Waadtland zieht sich an Genfersee entlang: dort befindet sich das Weinanbaugebiet Lavaux, welches zum Weltkulturerbe zählt. Das Weinanbaugebiet Genf befindet sich im Süd-Westen der Schweiz.
Fünfzehn verschiedene Rebsorten bestimmen 90% der Schweizer Weine. Jede Region kultiviert mit Erfolg die Rebsorten, die am besten auf den Boden abgestimmt sind. Jedoch folgende originelle Rebsorten finden Beachtung von jedem Amateur: Cornalin, Humagne rouge, Amigne, Arvine und selbstreden der weisse Gutedel (Chasselas).