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Die Polizei hat in der österreichischen Hauptstadt Wien einen mit Flüchtlingen beladenen Kleinlastwagen gestoppt, bei dem die Türen und Fenster zugeschweisst, beziehungsweise zugesperrt waren. Die 24 jungen Afghanen, die im Wagen eingeschlossen waren, seien wohlauf.
Dies teilte die Polizei nach einer Meldung der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Das Fahrzeug kam demnach vermutlich aus Ungarn, als es den Beamten in der Nacht auffiel. Vor gut einer Woche waren in einem Kühllastwagen in Österreich 71 erstickte Flüchtlinge entdeckt worden.
Akute Lebensgefahr für die Flüchtlinge
Der Fahrer des nun gestoppten Lastwagens konnte aber gestellt werden. Die seitliche Schiebetür des Fahrzeuges war von innen verschweisst worden. Auf der Aussenseite der Hecktür war ein Riegelschloss angebracht. Sämtliche Fenster waren von innen vergittert. Frischluft konnte nicht ins Innere gelangen.
Die Afghanen im Laderaum hätten nicht die Möglichkeit gehabt, sich selbst zu befreien. Ein Polizeisprecher sagte, die Ladefläche sei sehr klein gewesen – 3,35 Meter lang, 1,75 Meter breit und 1,80 Meter hoch. Es habe akute Lebensgefahr bestanden. Da der Gesundheitszustand der jungen Menschen gut gewesen sei, dürfte die Schlepperfahrt noch nicht lange gedauert haben.
EU im Kampf gegen Schlepper
Die EU will ihren Kampf gegen Schleuser im Mittelmeer ausweiten. Sie plant ab Oktober den Einsatz von sieben Kriegsschiffen, aber auch U-Booten, Drohnen und Flugzeugen. Diese sollten zunächst ausserhalb der libyschen Küstengewässer eingesetzt werden, wie die Zeitung «Die Welt» berichtet.