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Stellen Sie sich vor, Sie recherchieren einen Fachbegriff in der weltweit grössten Suchmaschine. Und die Suchmaschine fragt Sie im Gegenzug, ob Sie bereit wären, eine Challenge anzutreten, welche schlussendlich in einem Job bei Google endet. So erging es einem angehenden Informatiker in den USA.
Wie Max Rosett in diesem Beitrag erläutert, war er zum Zeitpunkt des Geschehens gerade dabei, sich vom Management Berater zum Informatiker umschulen zu lassen. Er war mitten in seinem Master-Studium und hatte sich bereits einige Skills angeeignet, fühlte sich jedoch noch nicht bereit dazu, sich für einen Informatiker-Job zu bewerben. Eines Tages gab er im Rahmen einer Projektarbeit bei Google den Suchbegriff „python lambda function list comprehension” ein und erhielt die gewünschten Suchresultate – und noch etwas mehr.
Sind Sie bereit für eine Herausforderung?
Während Rosett die Suchergebnisse anschaute, splitteten sich diese plötzlich auf und auf dem Screen erschien die Nachricht „Sie sprechen unsere Sprache – Lust auf eine Challenge?“. Rosett entschied, die Herausforderung anzunehmen und klickte sich durch. Er landete auf einer Oberfläche, die sich Foo.bar nannte. Er tippte den Befehl ein, um die Liste der Files auf der Oberfläche zu sehen und erhielt die Aufforderung, einen weiteren Befehl einzugeben, um mit der Challenge zu beginnen. Nach der zweiten Befehlseingabe wurde er mit einem Programmierungs-Problem konfrontiert, welches es zu lösen galt. Dafür hatte er 48 Stunden Zeit und der Countdown-Timer begann unverzüglich zu ticken.
Rosett begann, sich an die Lösung des Problems zu machen, welches ein gewisses Grundwissen im Bereich von Algorhythmen voraussetzte. Anschliessend übermittelte er die Lösung an Google, welche diese überprüfte. In den 2 darauf folgenden Wochen löste der angehende Informatiker 5 weitere Probleme und wurde im Anschluss gebeten, seine Kontaktdaten einzugeben. Kurz darauf wurde er von einem Google-Recruiter kontaktiert, der Interesse an Rosett als Arbeitskraft bezeugte und wurde angefragt, ob er bereit wäre, seinen CV zu übermitteln. Nach einem anschliessenden Telefongespräch wurde Rosett zu einem Interview im Google Headquarter eingeladen, um weitere Aufgaben vor Ort zu lösen. Zwei Wochen später offerierte Google ihm einen Job.
Fazit: Brillante Rekrutierungstaktik mit sehr persönlicher Ansprache
Rosett zog ein durchwegs positives Fazit, wie er den Rekrutierungsprozess bei Google erlebt hat. Er fühlte sich gefordert und schätzte, dass man ihm auf Augenhöhe begegnete. Ebenso erwähnte er lobend, dass Google seine Privatsphäre respektierte und erst mit ihm aktiv Kontakt aufnahm, nachdem er seine Koordinaten freiwillig mitgeteilt hatte. Ebenso betonte er, dass die Aufgaben, welche er zu lösen hatte, sehr spannend fand und sich auf seinen neuen Job beim Suchmaschinen-Riesen freut.
Natürlich hat nicht jede Firma die technischen Möglichkeiten von Google, um neues Personal anzusprechen. Trotzdem zeigt dieses Beispiel deutlich, wie mit einer kreativen Idee mit vergleichsweise wenig Aufwand eine sehr persönliche und erfolgreiche Zielgruppen-Ansprache stattfinden und funktionieren kann.