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Die nächste Zukunft
Die Bürgersägerei ist Bestandteil des "parco naturale della Piumogna e della Pineta", ein Naturpark mit dem Wasserfall Piumogna und mit dem umgebenden, artentypischen Wald des Mittel-Leventina Tales. Es geht darum, dass eine sehr reizvolle Umgebung mit einer natürlichen Park-Anlage dar für die Naherholung darans entsteht und dies unmittelbar beim Zentrum von Faido. Dies ist wichtig für die Bevölkerung, aber auch für den Tourismus. Ausserdem ist noch ein attraktiver Waldlehrpfad geplant. Genau in dieser Umgebung hatten die ersten Industrieunternehmer von Faido dank des Wasserfalls Piumogna ihren Ursprung genommen. So entstand hier das erste Wasserkraftwerk des Kantons Tessin (1889), von dem die Cooperativa Elettrica von Faido, CEF, noch heute als Stromgenossenschaft die Geschäftinhaberin ist und hier wurde sowohl "il Maglio" (die Hammerschmitte) der Familie Cattaneo, gegen 1870 Vorläufer der Ferriere Cattaneo von Giubiasco gebaut, als auch gegen die allererste Anlage der Sägerei der Bürgergemeinde Faido.
Von den oben erwähnten Industriebetrieben verbleiben heute nur noch die Ruinen, ausser eben die Sägerei der Bürger. Es darf aber auch gesagt werden, dass die Bürgermeinde vor einigen Jahren, mit der Unterstützung der CEF (der heutigen Stromgenossenschaft von Faido) die Ruinen der alten, wasserbetriebenen elektrischen Zentrale vor dem Zerfall gerettet hat. Die Ruinen wurden konserviert und als Erinnerung wurde an diesem Ort eine Gedenktafel aufgestellt mit einem Schaufenster, wo die Geschichte des ersten Wasserkraftwerkes von Faido erzählt wird. Ein Jahr später danach die mittelalterliche Brücke über der Piumogna mit Hilfe der Bürger von Faido vollständig restauriert. Mit allen diesen Restaurationen und Eingriffen ist heute ein wunderschöner touristischer, aber auch kultureller Rundgang erreicht worden. Der Start liegt im Gebiet Gera (beim Zentrum von Faido), man läuft an der Bürgersägerei, am Wasserfall Piumogna vorbei bis zum Kiefernwald. Die Strecke geht weiter zu den Ruinen der alten Wasserkraftwerk-Zentrale CEF, und zurück über die mittelalterliche Brücke, durch das Gegend Malpensata. Der Rundgang endet wieder bei der Sägerei der Bürger. Dieser Rundgang verläuft im Wald, wo man alle des mittleren Leventina-Tals typischen Baumarten vorfindet.
In Anbetracht dieser Überlegungen hat sich Bürgergemeinde beschlossen, das Projekt zu überarbeiten und mit neuen Ideen in eine neue Phase der Umsetzung einzusteigen.
Erste Etappe
Bereits erledigte Arbeiten:
- Sicherungseingriffe zu Gunsten des Gebäudes,
- Wiederinbetriebsetzung der alten, ursprünglichen Säge.
Zurzeit ist die Maschine wieder betriebsbereit; der Grundstein ist gelegt. Die Sägerei der Bürgergemeinde lässt schon jetzt das Besondere erahnen, wenn sie eines Tages ein zweites Mal wiedergeboren und in neuem Glanz erstrahlen. So gibt sie schon heute die notwendige Motivation für die Anstrengungen zum weiteren Wiederaufbau.
Zweite Etappe
Instandstellung des Untergeschosses, Einbau einer armierten Betonsohle zur Bildung eines Magazins.
Bau eines sogenannten "aula del bosco", eines "Waldlehrzimmers". Dieses Lokal wird aus Holz gebaut, mit Balken, Brettern und Latten aus dem eigenen Wald und der wieder in Marsch gesetzten alten Sägerei.
Einbau einer weiteren armierten Betonsohle zur Bildung einer WC-Anlage und einer kleinen Küche.
Wie vorher bereits schon erwähnt, bildet die Bürgersägerei den Startpunkt zum Waldlehrpfad und das Waldlehrzimmer vermittelt den Teilnehmern die notwendigen didaktischen Voraussetzungen und Informationen zum erfolgreichen Besuch des Waldes.
Die Ausrüstung des Waldlehrzimmers wird beinhalten:
- eine Darstellung aller sich im Wald befindlichen Baumarten,
- Bilder und Präparate aller Tiere und Insekten der Region,
- eine Bibliothek.
WC-Anlage und kleine Küche
In Berücksichtigung der bereits erfolgten, zahlreichen Besuche und Anlässe und aller noch möglichen weiteren Veranstaltungen in der Zukunft, scheinen uns diese Anlagen als unverzichtbar.
Biologische Anlage
Die grosse Nähe zum Wasserfall der Piumogna und der Lauf des Tessins verunmöglichen die Anbindung an die kommunale Kanalisation und zwingen uns zum Bau einer besonderen, biologischen Anlage zur Reinigung des Abwassers.
Dritte Etappe
Die dritte und letzte Etappe beinhaltet:
Ausführung aller im Voranschlag aufgeführten Arbeiten, bzw. aller Tätigkeiten, die in den beiden ersten Etappen noch nicht ausgeführt wurden.
Besondere Aufmerksamkeit wird folgenden Aktivitäten geschenkt:
- Wegnahme des alten Verputzes und Anbringen eines neuen Verputzes auf allen Wänden
- Überholung des ganzen Steindaches
- Anbringen einer neuen Dachrinne
- Säuberung des ganzen Umgeländes und der Anlage der Bürger-Sägerei.