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Proseminar: Newton vs. Goethe
Newtons Opticks (1704) ist ein bahnbrechendes Buch auf dem Gebiet der Optik und Farbenlehre. Newton argumentiert hier u.a. dafür, dass Sonnenlicht aus Strahlen unterschiedlicher Brechbarkeit und das Weiss des Sonnenlichtes aus den Spektralfarben zusammengesetzt ist. Während Newtons Auffassungen in der Optik unter seinen Zeitgenossen heftig umstritten waren, bilden sie im 18. und 19. Jahrhundert den Grundstein für viele Problemstellung und Untersuchungen. Gegen die Vormachtstellung der Theorie Newtons Ende des 18. Jahrhunderts wendet sich Goethe in seiner Farbenlehre. Er beanspruchte, „unter Millionen der einzige“ gewesen zu sein, der den „entscheidenden Irrtum Newtons“ erkannt habe. Wir werden Newtons und Goethes Farbenlehre in ihrem jeweiligen historischen Kontext kennen lernen und insbesondere die Methodologien, die ihren Experimenten und Argumentationen zugrunde liegen, einander gegenüberstellen.
Testatbedingung ist neben der aktiven Teilnahme das Halten sowie die schriftliche Ausarbeitung eines Referates.
Literatur:
- I. Newton, Opticks or A Treatise of the Reflections, Refractions, Inflections & Colours of Light, New York 1952, basierend auf der 4. Auflage von 1730.
- J. W. Goethe, Zur Farbenlehre, didaktischer, polemischer und historischer Teil. Die Schriften zur Naturwissenschaft 4.1, 5.1 und 6.1, Weimar 1955, 1958 und 1957.