Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/118287

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Massnahmen gegen die negativen Auswirkungen des überbewerteten Schweizerfrankens sind zweifellos dringlich. Unserer Exportindustrie, besonders den KMU, geht es schlecht - sie müssen zusehen, wie ihre Margen von Tag zu Tag schrumpfen. Unter den Instrumenten mit einer mittel- bis langfristigen Gegenwirkung möchte der Bundesrat richtigerweise die KTI mit mehr Mitteln unterstützen. Dieses Vorhaben wird erschwert durch bürokratische Hürden, noch unzureichende Beziehungen zwischen Forschungsinstituten und KMU sowie durch eine ungenügende Zusammenarbeit der am Transfer von Wissen, Innovation und Technologie beteiligten Partner.</p><p>Mit welchen Massnahmen will der Bundesrat diese Schwachstellen korrigieren, um die Effizienz des Systems zu optimieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die KTI unterstützt den Wissens- und Technologietransfer (WTT) zwischen Unternehmen und öffentlicher Forschung durch die Mitfinanzierung von F&amp;E-Projekten und ebenso über das Coaching von Start-up-Unternehmen. Damit Projekte und Start-up-Ideen überhaupt zustande kommen, fördert die KTI - in Abstimmung mit den anderen Akteuren von Bund und Kantonen - darüber hinaus den "WTT-Support" (Begegnungs- und Beratungsmöglichkeiten für Hochschulen, Firmen und öffentliche Organisationen, vielfältige Informationen).</p><p>Im Rahmen der von Bundesrat und Parlament beschlossenen Sondermassnahmen gegen den starken Franken hat die KTI umgehend gehandelt und zusätzliche Massnahmen getroffen, die insbesondere den exportorientierten KMU zugutekommen. Zusätzliche Innovationsmentoren unterstützen die KMU darin, geeignete Forschungspartner zu finden; während der Sondermassnahmen eingeführte Workshops an den Hochschulen für KMU dienen dem Troubleshooting und der Ideengenerierung; Innovationsvorhaben können administrativ leicht und beschleunigt aufsetzen. Die hohen Qualitätsansprüche an die Gesuche bleiben hingegen bestehen.</p><p>Die KTI hat bereits im Jahr 2010 und Anfang 2011 ihren WTT-Support einer externen Evaluation und einem externen Audit unterzogen. Die Förderung des WTT-Supports der KTI wurde auf ihre Notwendigkeit, Wirkung und Effizienz überprüft. Die KTI hat Wert darauf gelegt, dass insbesondere die Perspektive der KMU stark gewichtet wird, dass die Anliegen der verschiedenen Hochschulen als Partnerinnen angemessen berücksichtigt werden und schliesslich dass sie aus den Erfahrungen bestmöglich lernen kann. </p><p>Die Überprüfung kam zum Schluss, dass die Förderung des WTT für Schweizer KMU wertvoll und nützlich ist, jedoch zwingend einer Bereinigung und Vereinfachung bedarf. Der 2011 erschienene OECD-Bericht kommt zu einem ähnlichen Schluss und empfiehlt der KTI, den Fokus im WTT auf die nationale, thematische Unterstützung zu legen.</p><p>Für die mittelfristige Verbesserung des WTT-Supports hat die KTI im Sommer 2011 auf der Basis der Überprüfungen eine strategische Neuausrichtung beschlossen. Sie wird mit Beginn der neuen Förderungsperiode 2013-2016 die strategische Neuausrichtung des WTT-Supports umsetzen. Um den Bedürfnissen der KMU nach Transparenz, Übersichtlichkeit und raschem Zugang zu den relevanten Informationen im WTT-Support noch besser Rechnung zu tragen, werden die von ihr geförderten WTT-Support-Netzwerke (WTT- und F&amp;E-Konsortien) auf der Basis von Ausschreibungen in einen einzigen Typus nationaler, thematischer Netzwerke zusammengeführt. Die personengebundene Erstberatung zu Innovationsmöglichkeiten und Förderinstrumenten wird über Innovationsmentoren verstärkt. Die Durchführung von thematischen Veranstaltungen sowie die übersichtliche Aufbereitung von Erstinformationen auf dem Web ergänzen das Angebot.</p><p>Für Zukunftsfelder wie die Energieversorgung und die Verbesserung der Ressourceneffizienz setzt sich die KTI insbesondere für einen verbesserten Zugang von Umsetzungspartnern zu den Forschungskompetenzen und für das Entstehen qualitativ hochstehender Projektvorhaben mit Innovationspotenzial ein.</p><p>Zusammen mit den kantonalen und interkantonalen Bestrebungen zur Förderung des WTT setzt die KTI neben dem Dialog mit der Konferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VdK) vor allem auf eine weiterhin intensive Koordination mit der Regionalpolitik des Bundes, die in der Verantwortung des Seco liegt.</p><p>Mit der Neuausrichtung des WTT-Supports wird eine wichtige Weichenstellung vorgenommen mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, insbesondere den KMU, und der Forschung in der Schweiz zu verbessern, die Effizienz dieser Zusammenarbeit zu erhöhen und so die Transparenz im Angebot für KMU zu verbessern. Durch einfachere Instrumente werden die administrativen Hürden für die Unternehmen abgebaut, und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Volkswirtschaft wird über den Wissens- und Technologietransfer erhalten und gestärkt. </p>  Antwort des Bundesrates.