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Die Schweiz ist zu rund einem Drittel mit Wald bedeckt. Der Wald ist aber nicht überall gleich verteilt. Zum Beispiel ist im Mittelland nur ein Viertel der Fläche bewaldet. Besonders waldreich sind der Jura mit 41% und die Alpensüdseite mit 54%. Ob auch die drei grössten Wälder der Schweiz in diesen Gebieten liegen?
Um die Schüler-Frage über den grössten Wald der Schweiz zu beantworten, haben Forschende der WSL die Walddaten des Landesforstinventars (LFI) abgefragt. Sie haben auch noch die Waldrandlänge (mit Innenrändern!) berechnet.
Die drei grössten Wälder der Schweiz liegen tatsächlich auf der Alpensüdseite sowie im Jura:
- Kanton Tessin, westlich des Flusses Ticino: Fläche 726 km2, Waldrandlänge 3772 km
- Kantone Tessin und Graubünden, östlich des Flusses Ticino: Fläche 497 km2, Waldrandlänge 2477 km
- Kantone Neuenburg, Bern, Jura und Solothurn: Fläche 479 km2, Waldrandlänge 3009 km
Der grösste Wald ist über dreimal so gross wie der Neuenburgersee, der grösste Binnensee der Schweiz. Er hat zufälligerweise auch den längsten Waldrand. Der zweitgrösste Wald dagegen weist nicht auch den zweitlängsten Waldrand auf.
Um allen Waldrändern des grössten Waldes entlang zu wandern, würde man etwa 100 Tage benötigen, wenn man pro Tag 8 Stunden wandert und etwa 5 km pro Stunde zurücklegt.
Die Rangliste könnte sich ändern
In der Schweiz nimmt die Waldfläche zu. Am stärksten ist die Zunahme in den Alpen und auf der Alpensüdseite. Ob die Wälder 2 und 3 bei der nächsten Überprüfung ihre Plätze vielleicht trotzdem tauschen?