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Röstigraben bei der Abstimmung über die Medienförderung zu erwarten
Bei der Abstimmung über die Medienförderung in der Schweiz zeichnet sich nach Ansicht des Medienforschers Linards Udris ein Röstigraben ab. Die Westschweiz habe weniger Berührungsängste gegenüber staatlichen Massnahmen, die das Überleben der Medien sicherstellen sollen.
Der Medienmarkt in der Westschweiz reagieren sensibler, sagte Udris, der am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) in Zürich tätig ist. Der Markt in der Westschweiz sei kleiner. Es gebe nur wenige wirklich unabhängige Medien.
Das Gewicht konservativer und libertärer Repräsentanten sei in der Westschweiz weniger ausgeprägt als in der Deutschschweiz. Problematisch sei, dass die lokalen Medien von Personen mit politischen Interessen übernommen würden.
Die Präsenz lokaler Medien habe generell einen positiven Einfluss auf die Teilnahme der Bevölkerung an Wahlen und Abstimmungen. Diese Medien seien nahe bei den Leuten.
Zwar sei kein Medium perfekt. Namentlich die skandinavischen Medien, wo der Staat stark engagiert sei, zeigten, dass die Unabhängigkeit gewahrt werden könne. Die nordischen Medien seien in weltweiten Rankings über die Pressefreiheit jeweils weit oben anzutreffen.
(text:sda/bild:unsplash)
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