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Wir gehen zurück ins Jahr 1250. Damals errichteten die Franziskaner-Mönche auf dem heutigen Barfüsserplatz ihr erstes Kloster. «Aufgrund der spärlichen Bekleidung wurden die Franziskaner auch Barfüsser genannt», erklärt Andrea Hagendorn, Leiterin Vermittlung der archäologischen Bodenforschung Basel-Stadt. «Ihnen verdankt der Platz heute seinen Namen.» Das erste Kloster musste aber nur 50 Jahren wieder abgerissen werden. Die Forscher vermuteten stets eine Feuerbrunst. Mit den neuerlichen Ausgrabungen unter dem Stadtcasino wurde aber klar, der Grund für den frühen Abriss lag ganz woanders.
«Der Birsig, der damals noch offen durch die Stadt floss, beeinflusste die Beschaffenheit des Bodens. Aufgrund von Problemen mit der Statik musste das Kloster abgerissen werden», erklärt Hagendorn. Darauf entstand dann die Barfüsserkirche, wie wir sie heute kennen. Das Gebiet des Kreuzgangs des Klosters wurde nach der Reformation im Jahr 1529 als Spital und Irrenanstalt genutzt. Aus dieser Zeit müssen Schädel stammen, die die Forscher gefunden haben, und die im HMB ausgestellt sind. Auffallend sind die Löcher in der Schädeldecke. «Wir gehen davon aus, dass dort anatomische Untersuchungen gemacht wurden, um die Krankheitsbilder zu verstehen», so Hagendorn.