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Gleich- und Wechselspannung
Man unterscheidet zwischen Gleich- und Wechselspannung. Gleichspannung bedeutet, dass eine konstante Spannung am Stromkreis anliegt. Dies entspricht i.W. dem oben genannten Bild mit dem vom Berg herabfließenden Wasser. Wechselspannung hingegen bedeutet, dass sich die Richtung der Spannung regelmäßig umkehrt. Beim 230 V-Haushaltsstrom wechselt die Spannung z.B. alle 10 Millisekunden die Richtung, entsprechend einer Netzfrequenz von 50 Hertz. Dass auf diese Weise die Spannung 100 mal pro Sekunde durch Null geht, ist z.B. die Ursache für das Flimmern von Leuchtstoffröhren.
Wechselspannungen verursachen generell auch einen Wechselstrom, d.h. die Ladungsträger fließen nicht durch den ganzen Stromkreis, sondern "wackeln" nur ein wenig hin und her. Man kann dies vergleichen mit einem Rohr-Wasserkreis mit einer Pumpe, die das Wasser andauernd einige Zentimeter hin- und herpumpt. Obwohl das Wasser nicht von der Stelle kommt, wird die Energie auf den gesamten Wasserkreislauf übertragen (das Wasser fließt im ganzen Rohrsystem hin und her).
Wechselspannung hat u.a. den Vorteil, dass sie sich sehr leicht durch Transformatoren umsetzen (erhöhen oder verringern) kann. Dabei wird die Stromstärke (wenn man Energieverluste im Transformator vernachlässigt) umgekehrt proportional verändert, so dass die aus dem Transformator entnommene Energie gleich der in den Transformator hineinfließende Energie ist, wie es die Energieerhaltung verlangt.