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Bevor eine Blutspende einem Patienten zur Verfügung steht, wird sie umfassenden Tests unterzogen. Neben der Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors wird das Blut auf Antikörper oder Infektionserreger wie etwa Gelbsucht (Hepatitis B, C und E), HIV und Syphilis (TPHA) getestet. Die verschiedenen Untersuchungsmethoden werden aus Sicherheitsgründen laufend überprüft und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Blut mit positivem Testbefund wird unverzüglich gesperrt und der Spender wird umgehend kontaktiert.
Gleichwohl: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Grund dafür ist das sogenannte diagnostische Fenster.

Diagnostisches Fenster
|Als diagnostisches Fenster bezeichnet man den Zeitraum zwischen dem Eindringen eines Krankheitserregers in den Körper und dem Zeitpunkt, in dem der Erreger (oder die entsprechenden Antikörper) mithilfe einer geeigneten Technik nachgewiesen werden kann.

Bei Hepatitis B beispielsweise beträgt der Zeitraum zwischen erfolgter Ansteckung und der Nachweisbarkeit der Krankheit gut 15 Tage. Wenn jemand sich mit dem HBV angesteckt hat und dann in den nächsten rund 15 Tagen zur Blutspende geht, gefährdet er damit das Leben eines anderen Menschen, weil in dieser Phase alle Tests versagen. Bei HIV beträgt dieses sogenannte "diagnostische Fenster" 5 Tage.
Umfangreiche Labortests sollen verhindern, dass gefährliche Krankheiten via Bluttransfusion übertragen werden. Trotz modernster Tests gibt es aber keine hundertprozentige Sicherheit.