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Bogu anziehen
Bogu anziehen
Ins Seiza gehen
Aus einer geraden, stehenden Position mit dem linken Bein zuerst runtergehen und das linke Knie abstellen. (Aus dieser Position kann im Falle eines Überraschungsangriffes das Schwert gezogen werden.) Danach das rechte Knie hinstellen, die Füsse flach hinstellen und auf die Fersen sitzen. Bei der ganzen Aktion einen geraden Oberkörper beibehalten.
Beim Aufstehen aus der Seiza Position die gleiche Sequenz rückwärts abspulen, das heisst mit dem rechten Fuss zuerst aufstehen.
Bogu hinstellen
Aus einer stehenden Position mit dem Shinai in der linken und dem Bogu in der rechten Hand ins Seiza gehen. Die Knie aller sollten in einer Reihe sein. Jeder sollte seine Knie auf derselben Höhe haben, wie der nächst höher gradierte. Zuerst das Shinai langsam hinstellen (Tsuru nach oben) und darauf achten, dass die Tsuba auf Kniehöhe ist und das gesamte Shinai im rechten Winkel zu einem liegt. Dann Tare und Do schräg vor dem rechten Knie hinstellen, dahinter beide Kote hinlegen und den Men mit dem Gitter auf die Kote legen. Der Men sollte so liegen, dass er nicht von den Kote runterfällt. Das Tenugui kann gefaltet im Men gelassen werden. Am Ende darauf achten, dass alle Rüstungen auf einer Linie sind, das heisst, man soll
seine Rüstung an der Rüstung des nächst höher gradierten in der Reihe ausrichten.
Je nach Dojo kann dieser Ablauf variieren. Zum Beispiel ziehen einige Dojos Tare und Do vor dem Aufreihen an (siehe Bild oben). Man sollte immer die Abläufe des Dojos befolgen, in dem man gerade trainiert und zu Gast ist.
Beim Mokuso sollten die Augen leicht geschlossen sein und die Hände vor dem Bauchnabe ineinander gelegt werden (rechts unten). Beide Daumen berühren sich kaum oder nur ganz schwach. Die Atmung sollte ruhig und aus dem Unterbauch kommen.
Rei im Seiza
Den Oberkörper nach vorne beugen, ohne den Hintern von den Fersen zu heben.
Zuerst mit der rechten Hand, dann mit der linken den Boden vor sich berühren und dabei ein Dreieck bilden. Mit geradem Rücken den Kopf richtung Hände senken und diese Position einen kurzen Augenblick halten. Dann die Sequenz in umgekehrter
Reihenfolge abwickeln bis man wieder im Seiza sitzt.
Wichtige Punkte beim Anziehen der Tare und des Dos
- Tare-Gurt satt an sich ziehen, damit die Tare-Flügel vollständig auf den Oberschenkeln liegen. Dabei einen aufrechten Oberkörper haben, andernfalls liegt die Tare nicht richtig auf.
- Falls die Schlaufen des Tare-Knotens lang sind, diese unter den Tare-Flügeln verstecken.
- Die zu langen Bändel nach dem Knoten der vorderen Do-Himo hinter der Do-Mune verstecken.
- Der Hintere Do-Himo Knoten muss waagrecht sein (Schlaufen waagrecht)
Wichtige Punkte beim Anziehen des Tenuguis
- Das Tenugui straff binden, damit es nicht verrutscht.
- Am Ende die über den Kopf gezogenen Teile falten, damit sie nicht hinten aus dem Men herausragen wie eine Fahne.
- Das Tenugui nicht zu tief auf die Stirn binden. Wenn der Men angezogen ist, sollte man idealerweise von Vorne nur einen dünnen Streifen des Tenuguis sehen.
Wichtige Punkte beim Anziehen des Mens
- Der Men sollte satt gebunden sein, damit er nicht während dem Training abfällt oder sich bewegt.
- Die Stirn und das Kinn sollten vollständig in die dafür vorgesehenen Zonen eingebettet sein. Nur so ist der Kopf optimal vor Schlägen geschützt. Ist das Kinn gut eingebettet der Men jedoch bei der Stirn und beim Scheitel noch zu gross ist, sollte ein Men-Pad eingesetzt werden.
- Der Knoten der Men-Himo sollte auf dem unteren Ende des Schädels liegen. Ist er höher ist der Men nicht ausreichend gesichert, liegt er tiefer kann der Knoten bei einem Sturz auf den Hinterkopf gefährlich auf die Wirbelsäule drücken.
- Die Men-Himo sollten seitlich am Men parallel verlaufen und nicht verdreht sein. Zudem sollten die gebundenen Himo (Bändel und Schlaufen) gleich lang sein.
- Am Ende sollte man mit beiden Händen die Mendare (Menflügel) etwas nach vorne ziehen um die Ohren frei zu machen. Man sollte jedoch nicht zu stark ziehen, da man sonst den Knoten der Himo nach oben drückt.
Wichtige Punkte beim Anziehen der Kote
- Man sollte den Kote beim Anziehen nicht zu fest am unteren Ende ziehen, da man so das Mittelstück zwischen Trefferzone und Faustbereich auseinanderzieht und beschädigt.
- Beim Ausziehen sollte man nicht am Faustbereich ziehen, da ebenfalls der Mittelteil beschädigt wird.
- Die Kote-Himo sollten immer gekürzt sein, damit die Bändelenden nicht herumflattern. Gegebenenfalls die Himoenden einflechten.
Wichtige Punkte beim Ausziehen des Bogus
- Grundsätzlich wird die Anziehsequenz in umgekehrter Reihenfolge vollzogen.
- Wischt man sich nach dem Ausziehen des Mens und des Tenuguis das Gesicht ab, sollte man diese Aktion mit dem Men abdecken. Dabei hält man den Men in der linken Hand vor dem Gesicht und wischt sich dahinter ab.
- An- wie auch Ausziehen sollten zügig gemacht werden, ohne dabei zu hetzen und die Form zu verlieren.
Reinigen des Bogus nach dem Training
- Nach dem Training kann mit einem feuchten Tuch der innere Stoffring im Men abgewischt werden. Man verhindert damit eine Salzkruste vom Schweiss.
- Das Leder der Handfläche des Kotes sollte von Hand nach unten gedehnt werden, da sich das Leder mit der Zeit zusammenzieht und den unteren Teil der Handfläche so nicht mehr bedeckt.
- Von Zeit zu Zeit kann man die Rüstung (vor allem die Teile, die besonders dem Schweiss ausgesetzt sind) mit einem leichten Desinfektionsmittel ein sprühen. Dabei sollte immer getestet werden, ob das Material gut auf das Mittel reagiert. Ansonsten kann etwas Essig in Wasser aufgelöst auch reinigend sein (riecht unter Umständen halt etwas, Bogu nachher gut lüften). Dabei einen weichen Schwamm benutzen und eher tupfen als reiben.