Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03447.jsonl.gz/113

„Es handelt sich immer noch um das bald 2000 jährige Problem: wie gelangt man von Drei zu Vier?“ C.A. Meier, Wolfgang Pauli und C.G. Jung, Ein Briefwechsel 1932 – 1958, Seite 129
Bis heute ist die Physik bemüht, die Psychologie von sich fern zu halten. Das Zurück- und Wegdrängen der Psyche und der Verzicht der Psychologie, sich in der Grundlagenforschung der Wissenschaften massgeblich einzubringen, sind die entscheidenden Gründe für die Stagnation.
Der Physiker Wolfgang Pauli (1900 – 1958) versuchte eine Verbindung zwischen Physik und Psychologie herzustellen, was ihm trotz grosser Bemühungen aber nicht gelang. Für dieses Nichtgelingen „seien als Beispiel bloss seine Aeusserungen zum Beobachterproblem in der Quantenmechanik genannt. Nirgendwo bei Pauli steht expressis verbis, die Quantenmechanik in ihrer bestehenden Form erfordere es, die Psyche eines Beobachter einzuschliessen – ganz im Gegenteil. Allerdings drückt er expressis verbis und wiederholt sein Unbehagen angesichts dieses Zustandes aus.“ H.Atmanspacher, H.Primas, E. Wertenschlag-Birkhäuser (Hrsg.) Der Pauli-Jung-Dialog und seine Bedeutung für die moderne Wissenschaft (Seite 3). Für Wolfgang Pauli war die Mathematik mit ihrer Beweiskraft sakrosankt und daher konnte er in seinen Vorstellungen der Psyche nur eine komplementäre Position zur Realität zugestehen.
Weiterreichende Literatur:
Naturerklärung und Psyche, W. Pauli, Der Einfluss archetypischer Vorstellungen auf die Bildung naturwissenschaftlicher Theorien bei Kepler, Rascher-Verlag, MCMLII
Ernst Peter Fischer, Brücken zum Kosmos, Wolfgang Pauli zwischen Kernphysik und Weltharmonie, Libelle
David Hilbert (1862 – 1943) bemühte sich die Vollständigkeit und die Widerspruchsfreiheit der Mathematik zu beweisen, um sie auf einem absoluten Fundament zu fixieren. Doch Kurt Gödel (1906 – 1978) „bewies“ 1931 in seiner Publikation „Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme, Monatsheft für Mathematik und Physik 38, Seite 173-198, das Gegenteil und vernichtete damit die Bemühungen von David Hilbert. Die Vollständigkeit und die Widerspruchsfreiheit der Mathematik ist daher nicht beweisbar und die Mathematik lässt sich nicht aus sich selber heraus begründen. Das bedeutet, dass die Mathematik eine exakte beschreibende Sprache ist, aber auf Grund ihrer Beweiskraft kann kein Wahrheitsanspruch gelten gemacht werden, denn sie berechnet nur die Folgerungen bestimmter Annahmen und diese werden von Menschen erdacht. Das gilt ebenso für den Gödelschen Unvollständigkeitssatz. Das Verallgemeinern der Annahmen in eine kollektive Denkweise und das Ignorieren der Herkunft derselben erzeugt keine Objektivität. Das ganze Gebäude der Mathematik hängt in der Luft und basiert auf dem linearen Zahlenstrahl. Doch mit der Erkenntnis von Max Planck im Dezember 1900 über das Wirkungsquantum sind die Grundlagen der Newtonschen Physik, die Linearität, Kontinuität, Kausalität und Objektivität überholt. Die Mathematik der Quantenphysik beruht auf Wahrscheinlichkeiten und die bescherten den Wissenschaften eine Menge ungeklärter Konstanten, die ein einheitliches Weltbild verhindern. Der Stellenwert der Mathematik in der heutigen Welt hat absolutistischen und diktatorischen Charakter. Durch ein neues geometrisches Verständnis kann die Mathematik in die Schranken gewiesen werden.
Die Positionierung der Zahl 4 als nullte Dimension
Wir existieren in der dritten Dimension. Die vierte Dimension ist eine rein abstrakte Dimension, ohne jeglichen Bezug zur realen Welt und sie lässt sich nicht konstruieren durch das Hinzufügen der ersten Dimension. Es geht um die implizierende Verknüpfung der Psyche, des Subjekts mit der äusseren Welt. Die Wissenschaften behandeln die Psyche als Folge der kognitiven Aktivität. Sie haben keine andere Möglichkeit, da die drei Dimensionen durch den materialistischen Realismus blockiert sind. Aber damit sind sie bis heute kläglich gescheitert.
Doch es gibt einen anderen Weg. Alle drei Dimensionen sind bereits eine Entfaltung aus der nullten Dimension, – der Singularität. Jetzt haben wir vier Dimensionen: die nullte, die erste, die zweite und die dritte Dimension. Die nullte Dimension ist eine Singularität mit unendlichem Potenzial (0=∞). Sie kann auch als unendliche Nichtlokalität ohne jegliche Formatierung betrachtet werden (∞=0). (Bei der korrekten Darstellung ist das Unendlichkeits-Symbol in die liegende Null eingebettet.) In dieser Nichtlokalität gibt es nichts. In ihr existiert das Nichts, aber dieses Nichts ist nicht nichts, sondern eine latente unendliche Potentialität, die darauf wartet durch den kreativen und schöpferischen Geist/Psyche des Menschen in Schwingung versetzt zu werden. Die Psyche ist in die nullte Dimension, in der Nichtlokalität zu verorten. Der physische Mensch in der dritten Dimension erregt mit seinen Vorstellungen, Erwartungen, Annahmen und Überzeugungen die Potentialität in der Nichtlokalität, welche sich stetig repetitiv bis in die Erfahrungsebene der dritten Dimension entfaltet.
Das schöpferische Prinzip und die strukturelle Entwicklung aus der Nichtlokalität, aus der nullten bis in die dritte Dimension lässt sich veranschaulichen durch die Musikkomposition von Maurice Ravel, dem BOLERO. Die kleine Trommel gibt den Takt vor, welcher sich durch das ganze Stück 169 mal wiederholt. Der Rhythmus dieses einfachen Motivs ist die Basis und entfaltet eine hypnotische Wirkung. Diese sich wiederholende Musik bildet Schleifen und immer mehr Instrumente gesellen sich dazu. Die dimensionale repetitive Entfaltung, bis zur Explosion am Ende in die dritte Dimension, ist von einer schlichten elementaren Einfachheit. Der Zuhörer wird zu Beginn sogartig in die Tiefe gerissen, dann in spiralförmigen Schleifen vom Orchester mitgetragen und am Ende mit einer radikalen Dissonanz in die Realität der dritten Dimension ausgeworfen.
Für die Entfaltung der nullten Dimension in die erste Dimension eignet sich die Formel von Leonhard Euler e iπ +1 = 0 welche das Imaginäre mit dem realen zusammenkoppelt.
Für die Entfaltung der ersten in die zweite Dimension ist π 3,1415 verantwortlich. π ist die Beziehungsgrösse zwischen Linearität und Fläche.
Für die Entfaltung der zweiten in die dritte Dimension ist die Feinstrukturkonstante h verantwortlich. Mit Max Planck trat das Quantum in Erscheinung.
Die Werte e, π und h sind irrational und dimensionslos. Nur dimensionslose Zahlen sind brauchbare Bausteine zur Dimensionsbildung.
Die Zahl 4 finden wir auch in der Periodentabelle der 92 natürlichen Elemente . Es gibt 4 Aggregatzustände: plasmatisch, gasförmig, flüssig und fest. Es ist leicht zu sehen wie die 4 Dimensionen mit den 4 Aggregatzuständen zu verknüpfen sind.
- nullte Dimension / Aggregatzustand: plasmatisch
- erste Dimension / Aggregatzustand: gasförmig
- zweite Dimension / Aggregatzustand: flüssig
- dritte Dimension / Aggregatzustand: fest
Auch die vier Kräfte lassen sich verknüpfen:
- Gravitation / nullte Dimension / Aggregatzustand: plasmatisch
- elektromagnetische Wechselwirkung / erste Dimension / Aggregatzustand: gasförmig
- schwache Kernkraft / zweite Dimension / Aggregatzustand: flüssig
- starke Kernkraft / dritte Dimension / Aggregatzustand: fest
Bezugnehmend auf die Sinne des Menschen lassen sich die Verknüpfungen wie folgt darstellen:
- sehen: nullte Dimension / Aggregatzustand: plasmatisch (Photon)
- riechen: erste Dimension / Aggregatzustand: gasförmig (duftend, wolkig)
- hören: zweite Dimension / Aggregatzustand: flüssig (wellenförmig)
- tasten + schmecken: dritte Dimension / Aggregatzustand: fest (direkter Kontakt, Partikel trifft auf Partikel)
Auch die Aktivitäten des Menschen sind vierdimensional, so zum Beispiel die Informationsentwicklung:
- Idee: nullte Dimension / Aggregatzustand: plasmatisch
- Gedankensplitter: erste Dimension / Aggregatzustand: gasformig
- Konzept/Entwurf: zweite Dimension / Aggregatzustand: flüssig
- endgültige Fassung: dritte Dimension / Aggregatzustand: fest
Bei den natürlichen Zahlen ergeben sich folgende Bilder:
die vier Qualitäten der natürlichen Zahlen:
- Primzahlen sind unteilbar und daher maximal stabil. Sie sind chaotisch verteilt: nullte Dimension / Aggregatzustand: plasmatisch
- ungerade Zahlen sind teilbar, 1/2tel stabil: erste Dimension / Aggregatzustand: gasförmig
- gerade Zahlen sind teilbar und maximal instabil: zweite Dimension / Aggregatzustand: flüssig
- Klettverschluss- oder Synapsen-Zahlen 0 und 5: dritte Dimension / Aggregatzustand: fest
Die 4 ungeraden Zahlen: 1, 3, 7, 9 bilden mit der Klettverschluss-Zahl 5 die linke Hand (Feldstruktur).
Die 4 geraden Zahlen: 2, 4, 6, 8 bilden mit der Klettverschluss-Zahl 0 die rechte Hand (Teilchenebene).
Der Aufbau der Natur basiert auf diesen zwei unterschiedlichen Fünfersystemen.
In der Beschreibung eines Zustandes werden alle Informationen in nur einer Dimension, der dritten Dimension zusammengefasst, beziehungsweise zusammengequetscht. Damit wird die psychisch-geistige nullte Dimension, ausgeblendet und eine künstliche Objektivität erzwungen. Dadurch entgeistigt sich das kreative und schöpferische Subjekt und fungiert nur noch als Ich-Objekt und verkommt zu einer Handelsware.
In der Beschreibung einer Entfaltung dagegen dürfen sich Dimensionen und oder Aggregatzustände nicht überlagern. Das Ausschliessungsprinzip im Sinne von Wolfgang Pauli ist hier zu beachten. Zur Beschreibung der nullten Dimension und ihrer Entfaltung bis in die dritte Dimension ist eine nicht griechische Geometrie ohne Spiegeldrehachse erforderlich. Die nullte Dimension ist eine nicht lokale Singularität. In ihr gibt es kein Raum-Zeit-Gefüge und folglich auch kein Vorne und Hinten, kein Links und Rechts und kein Oben und Unten. Es gibt nur eine einzige Geometrie, die diesen Anforderungen entspricht. Das ist die Möbius-Schleife. Sie verfügt über keine Spiegeldrehachse und daher ist in ihr noch keine Orientierung möglich. Diese entwickelt sich stufenförmig über Synapsen von der nullten bis in die dritte Dimension. Da aber nur eine einzige geometrische Form dieser Entfaltung zu Grunde liegt, findet diese Entwicklung bis in die dritte Dimension nur innerhalb der nullten Dimension statt.
Die nullte Dimension mit ihrem unendlichen Potential entfaltet sich indem die singuläre möbische Schleife in der Längsrichtung gespalten wird. Ihr Umfang verdoppelt sich. Die erste Orientierung erfolgt indem sich das Hinten nach Vorne spiegelt in die erste Dimension.
Sie ist eine Pseudolinearität, da diese eine Schleife ist und bleibt. Sowohl im Mikro- wie im Makrouniversum verläuft alles auf Schleifen. Diese Pseudolinearität besteht aus unendlich vielen nulldimensionalen Singularitäten und zwischen den einzelnen Singularitäten liegt eine Synapse. Das Prinzip der Wechselwirkung beruht auf der Überwindung der Synapsen durch Quanten.
Die zweite Dimension bildet sich in dem sich die möbischen Schleifen der Pseudolinearität erneut in der Längsrichtung teilen. Dadurch hat sich ein elektromagnetisches Feld gebildet und das Links und das Rechts entsteht.
Die dritte Dimension entsteht in dem sich das Feld positiv krümmt, dadurch einen Horizont bildet, was zur maximalen Paritätsverletzung führt. Das Oben spiegelt sich nach unten. Dadurch erkennt unsere Wahrnehmung im Mikrokosmos Partikel und im Makrokosmos kugelförmige Gebilde. Die menschliche Wahrnehmung endet beim Schwarzlicht. Diese von der Natur aufgezwungene Einengung nötigt uns Masse und Gravitation, Raum und Zeit als Pseudorealität wahrzunehmen. Die erste, die zweite und die dritte Dimension sind Pseudodimensionen und existieren nur innerhalb der unendlichen Nichtlokalität der nullten Dimension, der psychischen Ebene.
Die zweite Dimension hat eine Wellenstruktur und die dritte Dimension weist eine partikulare Struktur auf. Dazwischen liegen Synapsen, die einen linearen Übergang verhindert. Dadurch ist mit der komplementären Sichtweise von Teilchen und Welle kein Fortschritt in der Grundlagenforschung möglich. Dasselbe gilt auch für die Dualität Psyche/Geist und Materie. Die Zahl 4, die nullte Dimension als Ausgangspunkt bietet hingegen unendliche Möglichkeiten.
Das Ich-Bewusstsein in der dritten Dimension bestimmt im Dialog mit seiner Psyche individuell und kollektiv was erfahren werden soll. Verzögert durch die Überwindung der unzähligen Synapsen, sie sind die Ursache für Zeit und Raum in unserer Wahrnehmung, baut sich das zu erfahrende Ereignis Atom für Atom auf.
Schlussfolgerung: Die erste, zweite und dritte Dimension sind möbisch verschleifte tautologische Strukturen innerhalb der nullten Dimension.
26.06.2020