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»Niemand wusste so recht etwas anzufangen mit der Krankheit, die Octave de Saville langsam von innen heraus zerfrass. Er hütete nicht das Bett, sein Leben verlief in den gewohnten Bahnen, und obwohl nie eine Klage über seine Lippen kam, ging er doch für jedermann wahrnehmbar zugrunde.« Doch dann bekommt Octave eines Tages Besuch von einem geheimnisvollen Heiler, dem er sein Herz ausschüttet. Es entspinnt sich eine höchst unterhaltsame Geschichte, mit Körpertausch und Liebesverwirrungen, die alles in Frage stellt.
Portrait
Théophile Gautier (1811-1872) veröffentlichte ab 1830 Lyrik und Prosa, darüber hinaus arbeitete er als Kritiker. Der vollendete Stilist und aufgeklärte Romantiker entwickelte sich zum bedeutendsten Theoretiker der Literaturbewegung Le Parnasse. Zu seinen zahlreichen Bewunderern zählten Flaubert und Baudelaire, der ihm Die Blumen des Bösen widmete. Mit seiner berühmten roten Weste wurde er 1833 zur Symbolfigur der romantischen Bewegung. Er gilt als Begründer des l'art pour l'art, einer Dichtung frei aller Zwecke und Indienstnahmen. Michael Roes wurde 1960 in Rhede am Niederrhein geboren. Im Anschluss an das Studium der Psychologie, Philosophie und Germanistik arbeitete er als Regie- und Dramaturgieassistent an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Ethnologische Studien sowie längere Aufenthalte im Nahen Osten und in Amerika führten zu viel beachteten Werken. Im Jahr 2000 drehte Roes in New York und im Jemen seinen ersten Spielfilm "Someone Is Sleeping in My Pain", einen arabischen Macbeth. Derzeit ist der in Berlin lebende Michael Roes Gastprofessor am Center for Art and Culture der Central European University in Budapest. 2006 erhielt Michael Roes den ersten "Alice Salomon Poetik Preis", weil "er als Poet, Romancier, Filmemacher und als Kundiger in der Lehre ein exzellentes und provokantes Werk hervorgebracht hat". Der Preis ist mit einer Alice Salomon Poetik Dozentur verbunden. 2013 wurde ihm der "Spycher: Literaturpreis Leuk 2013" der Schweiz verliehen.