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Viele Sprachen benutzen räumliche Metaphern, um Zeitkonzepte auszudrücken (vor-gestern, über-morgen, nach vorne schauen). Zukünftige Ereignisse liegen vor uns, vergangene hinter uns. Dieser Logik folgt auch die DSGS.
In DSGS existieren drei Hauptarten, Zeit auszudrücken: Manuell per lexikalisierte Gebärden, durch nicht-manuelle Markierung wie Mimik und Oberkörper und durch spezifische Nutzung des Gebärdenraums.
Die Vergangenheit wird im Gebärdenraum posterior der Körperlängsachse ausgedrückt. Die Zukunft auf derselben Körperachse wie die Vergangenheit, aber anterior. Die Gegenwart wird im Gebärdenraum unmittelbar vor der gebärdenden Person ausgedrückt.
Es gibt aber auch Gebärdensprachen, bei denen sich dies – entsprechend der regionalen Kultur und der dort benutzten Lautsprache – genau umgekehrt verhält (die Vergangenheit ist bekannt, liegt also sichtbar vor uns, die unbekannte Zukunft liegt hinter uns).
Im Folgenden werden die verschiedenen Möglichkeiten, Zeit auszudrücken, dargestellt.