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Der Golf-Kooperationsrat (GCC), der Zusammenschluss der Golfstaaten, hat im Rahmen seiner Bemühungen für eine Beilegung des blutigen Konflikts im Jemen einen Kompromissvorschlag vorgelegt.
Diesem zufolge soll der umstrittene Langzeit-Präsident Ali Abdullah Saleh innerhalb von 30 Tagen zurücktreten, die Amtsgeschäfte an seinen Vizepräsidenten Abdu Rabo abgeben und damit den Weg zu Präsidentschafts- und Parlamentswahlen freimachen, verlautete am Donnerstag aus Regierungskreisen in Sanaa.
Zunächst war nicht klar, wie die beiden Seiten auf den Vorschlag reagieren würden. Die Opposition, die seit mehr als zwei Monaten gegen Saleh demonstriert, verlangt den sofortigen Rücktritt des Präsidenten.
Dieser wiederum will bis zu den nächsten turnusmässigen Wahlen im Jahr 2013 im Amt bleiben. Zwischenzeitlich hatte er aber auch schon seine Bereitschaft zur Abhaltung vorgezogener Wahlen am Ende dieses Jahres durchblicken lassen.
Bei der Unterdrückung der Proteste gegen Saleh wurden bislang mehr als 100 Menschen getötet. Weitere Tausende wurden verletzt. An diesem Freitag werden im ganzen Jemen neue Kundgebungen von Saleh-Gegnern und -Anhängern erwartet. Der Jemen hat im Golf-Kooperationsrat eine Art Kandidatenstatus.