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Die zweitgrösste Euro-Wirtschaft Frankreich hat sich auf den Finanzmärkten problemlos frisches Kapital besorgt. Mit drei neuen Anleihen - deren Laufzeit zwischen zwei und fünf Jahren liegt - nahm der französische Staat insgesamt 8,45 Milliarden Euro ein. Das teilt die nationale Schuldenagentur in Paris mit. Die Kapitalaufnahme lag damit am oberen Ende der angestrebten Spanne von 7,0 bis 8,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage war robust, die Refinanzierungskosten gingen - soweit vergleichbar - zurück.
Bei einer zweijährigen Anleihe mit Fälligkeit im Jahr 2014 sank die zu zahlenden Rendite von 1,05 Prozent, welche bei einer ähnlichen Auktion Mitte Januar erzielt wurde, auf 0,89 Prozent. Die Nachfrage war mit einer Überzeichnung von 2,36 mehr als doppelt so hoch wie das Angebot.
Ratingagentur stufte Frankreich herab
Darüber hinaus versteigerte Frankreich zwei weitere Anleihen mit Fälligkeit 2015 und 2017. Auch hier war die Nachfrage mit Überzeichnungsquoten von 3,3 und 1,99 robust. Die Renditen lagen bei 1,09 Prozent (2015) und 1,93 Prozent (2017). Ein Vergleich mit vorherigen Auktionen ist hier aufgrund des grossen zeitlichen Abstands wenig sinnvoll.
Der französische Staat gilt zwar immer noch als zuverlässiger Schuldner. Allerdings wurde die Reputation in den letzten Wochen beschädigt. Der Grund: Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte dem Land Mitte Januar seine Top-Bonität entzogen, bevor die zweitgrösste Ratingagentur Moody's vor wenigen Tagen den Ausblick für Frankreich auf «negativ» senkte.
(muv/rcv/sda/awp)