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Seit Einigen Jahren werden wieder neue Strassenbahn Netzte gebaut. In vielen Städten gab es bis nach dem zweiten Weltkrieg Tram-Betriebe. In kleineren und mitelgrossen Städten wurden die Motorwagen der Strassenbahn durch Autobus ersetzt. In der Schweiz wurde meist einen Trolleybus -Betrieb eingerichtet. Der Trolleybus (in Deutschland Oberleitungsbus) ist in der Schweiz recht häufig anzutreffen obwohl er lange als Zeit als zu teuer galt und deshalb bei mancher in Finanznot Leidende Stadt einen schweren stand hatte. So stellte die Stadt Winterthur die Linie über die Breite auf Dieselbus um, so umging sie neue kleine Trolleybusse anzuschaffen. Auf den Grossen Linien verkehrten als Reserve immer häufiger Gelenk-Dieselbusse.
Zurück zur Strassenbahn
Bei recherchearbeiten bin ich auf eine “Botschaft desBundesrates an die Bundesversammlung, betreffend Kon- zession elektrischer Straßenbahnen Konstanz (Landesgrenze) – Kreuzlingen – Emmishofen – Konstanz (Landesgrenze), Kreuzlingen-Münsterlingen und Emmishofen- Ermatingen” gestossen. Es war nicht das Dokument was ich gesucht hatte, aber es es weckte mein Interesse.
Eine Grenzüberschreitende Strassenbahn für die beiden Städten Kreuzlingen und Konstanz hätte schon ihren Reitz. Doch musste der Bahnkörper von der Strasse getränt sein, sonst würden die Trams im Stau stecken bleiben.
Das Bahnprojekt von 1899 wurden Baukosten von etwas mehr als einer Million Franken veranschlagt. Die Strassenbahn hätte ihren Abgangsort In Konstanz in der Nähe der Schiffsanleger und wäre beim Bahnhof vorbei durch die Bodanstrasse, beim Schnetzertor weiter Richtung Kreuzlingen gefahren. Von Kreuzlingen wäre das Tram über Egelshofen nach Emmishofen gefahren. Am Bahnhof Emmishofen hätte die Strassenbahn die Gleise der Schweizerischen Nordostbahn gekreuzt um wieder Nach Konstanz zu gelangen. Das Depot für den Strassenbahnbetrieb wäre in Emmishofen unweit der Nordostbahn-Station entstanden.
Auf Schweizer Seite gab es noch zwei weitere Linien eine von Kreuzlingen nach Münsterlingen und die andere von Emmishofen nach Ermatingen, das ganze Trambahnnetz hätte eine Ausdehnung von 16.5 km gehabt. Auf Konstanzer Stadtgebiet wäre nur einen Streckenanteil von 1.45km entfallen. Die Strassenbahn wollte nicht nur Personen befördern, auch Güter wollte sie Befördern. Dieser Güterverkehr war wohl auf den Lokalverkehr beschränkt, da parallel die Selinie der Schweizerischen Nordostbahn verläuft.
Wie wir alle wiesen, wurde nichts verwirklicht von dieser Grenzüberschreitenden Strassenbahn. Doch die Idee an sich wäre Prüfenswert.
Bildquellen
- Bahnhof Konstanz: Leonid Andronov/Shutterstock.com