Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03136.jsonl.gz/3223

Ist Fechten gefährlich?
Nein, Fechten ist nicht gefährlich!
Mehrere sportmedizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass Fechten eine Sportart mit äußerst niedrigem Verletzungsrisiko ist. Das Verletzungsrisiko im Fechtsport ist z.B. geringer als im alpinen Skisport, Fußball, Handball, Judo oder Ringen. Allerdings darf natürlich nur mit Maske und Fechtanzug trainiert werden!
Der Laie befürchtet natürlich Verletzungen durch die Waffen selbst. Das ist aber bei Benutzung der vorgeschriebenen Ausrüstung nahezu ausgeschlossen. Natürlich sind die Sportwaffen stumpf. Sie bestehen aus einer speziellen Stahllegierung, dem sogenannten Maraging-Stahl. Durch die Molekül-Struktur dieses Stahls können die Klingen nicht scharfkantig brechen.
Die modernen Fechtanzüge und Masken sind so sicher, dass sie sogar schwere Stöße mit scharfen Waffen zuverlässig aufhalten. Das Textilgewebe von Jacke, Hose und Unterweste muss jeweils eine Stoßfestigkeit 800 Newton pro Quadratzentimeter aufweisen. Das ist so fest, dass man nur mit sehr viel Kraft eine Nähnadel durch das Textilgewebe stechen kann. Das Visiergitter der Maske hält sogar 3000 Newton pro Quadratzentimeter aus. Um einen 1600-Newton-Schutz im Brustbereich zu erreichen, muss man eine Unterweste unter der Jacke tragen. Es gibt zwar bereits ein Textilgewebe, das auch alleine den geforderten 1600 Newton standhält, aber leider gibt es keine Nähmaschine, die da noch eine Nadel durchbringt.
Trotz dieser beeindruckenden Sicherheit ist ein Fechtanzug genauso leicht und bequem wie ein normaler Trainingsanzug.