Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03296.jsonl.gz/1031

In der Hierarchie der europäischen Handball-Wettbewerbe stand der Challenge Cup damals nur an vierter Stelle. Dennoch war die Freude hierzulande gross, als Wacker Thun zum ersten Mal einen Europacup-Pokal in die Schweiz holte.
Als vierter Schweizer Klub standen die Berner Oberländer in einem Europacup-Final. Sie machten es besser als vor ihnen St. Otmar St. Gallen (1982 im Meistercup), Amicitia Zürich (1987 im Cupsieger-Cup) und Pfadi Winterthur (2001 im Challenge Cup). Im Jahr 2010 sollte Kadetten Schaffhausen im Final des EHF-Cups an Lemgo scheitern.
Das heisse Rückspiel in Braga
Das Team von Trainer Peter Bachmann verlor das Rückspiel in Portugal zwar 26:29, setzte sich aber dank dem 29:24-Heimsieg mit dem Gesamtskore von 55:53 gegen ABC Braga durch.
Die herausragenden Figuren hiessen Captain Martin Stettler und Martin Friedli. Der Regisseur avancierte mit 9 Treffern zum besten Werfer der Partie. Der Topskorer hatte im Hinspiel wegen einer Achillessehnenverletzung nur wenige Minuten spielen können. Für das Rückspiel liess er sich fitspritzen.
Auch Goalie Suik-Houng Lee trug viel zum Erfolg bei. Der Südkoreaner glänzte in der zweiten Halbzeit mit 9 Paraden und wehrte unter anderem zwei Siebenmeter ab. Die Thuner behielten in der über 30 Grad warmen Halle kühlen Kopf und liessen sich auch von einem zwischenzeitlichen 16:23-Rückstand nicht beirren.
Thuner Jubel-Jahr 2005
Wacker, das im Halbfinal im inner-schweizerischen Duell den TSV St. Otmar St. Gallen besiegt hatte, legte mit dem Triumph auch das Verlierer-Image ab. Es folgten 5 Cupsiege (2006, 2012, 2013, 2017 und 2019) und die ersten beiden Meistertitel (2013 und 2018). Zuvor hatte man lediglich einmal den Cup geholt (2002).