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Riegelhaus – Schulstrasse 11
Der Riegelbau wurde 1794 im Stil der Zürcher Weinbauernhäuser erstellt. Das stattliche Gebäude ist überdacht von einem mächtigen Satteldach mit kleinem Walm an der Giebelseite. Auf Traufhöhe ist an der Vorderseite ein Klebedach angebracht. Der rein konstruktive Fachwerkbau liegt über einem mächtigen Keller und einem gemauerten Untergeschoss. Das Holz der Fachwerke wurde früher mit Ochsenblut «imprägniert». Daher rührt auch die bis heute übliche rote Farbe. Einige Fenster sind noch in der alten Butzenverglasung erhalten. Die zwei Schlepp-Dachgauben sind neueren Datums.
Die Vorgeschichte dieses Gebäudes ist seit 1640 dokumentiert, damals als Augustinergut, das zum Zürcher Augustinerkloster gehörte.1793 brannte es in Unter- und Ober-Berikon. Auch dieses Haus war betroffen. Untervogt Ulrich Koch schreibt in seinem Kassenbuch: Am 10. April 1794 haben die Hohen Kelleramts Obervögte v. Zürich die neuen und abgebrannten Häuser in beiden Berkhen besichtigt. Der Wiederaufbau erfolgte mit Geldern von Zürich, daher die stattliche Grösse des Gebäudes und im Baustil eines Zürcher Weinbauernhauses. Von 1809 bis 1819 war hier die erste Pinte im Dorf. Im Dorf war es noch lange das «Vogtehus», denn bis zur Franzosenzeit 1798 wohnten in diesem Haus immer wieder die Untervögte Koch.