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Schutzalter
Im Strafgesetzbuch sind auch die sexuellen Beziehungen geregelt. In der Schweiz gilt das Schutzalter 16. Das Schutzalter soll die sexuellen Bedürfnisse junger Menschen vor den sexuellen Bedürfnissen älterer Menschen schützen.
Der Artikel im Strafgesetzbuch zum Schutzalter lautet:
Schutzalter (Art. 187)
Wer mit einem Kind unter 16 Jahren eine sexuelle Handlung vornimmt, es zu einer solchen Handlung verleitet oder es in eine sexuelle Handlung einbezieht, wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis bestraft. Die Handlung ist nicht strafbar, wenn der Altersunterschied zwischen den Beteiligten nicht mehr als drei Jahre beträgt.
Das heisst zum Beispiel:
- Bei sexuellen Handlungen darf dann der Altersunterschied nicht mehr als 3 Jahre betragen, wenn eine der beteiligten Personen unter 16Jahre alt ist.
- Die ältere Person (egal ob über oder unter 16jährig) ist verantwortlich dafür, dieses Gesetz ein zu halten und macht sich strafbar, wenn sie sich nicht daran hält. Die jüngere Person wird nicht bestraft.
Als sexuelle Handlungen gelten zum Beispiel:
- Zungenküssen, sich nackt auszuziehen, onanieren oder vor der Person mit jemand anderem Sex zu machen.
Strafbar ist zudem, mit einer Person unter 16 Jahren sexuelle Medieninhalte zu teilen - gedruckt oder via MMS, E-Mail, Filesharing oder andere elektronische Formen.
Sex ist ebenfalls verboten, wenn eine Jugendliche unter 18 Jahren zu einem Erwachsenen in einem Abhängigkeitsverhältnis steht, das heisst wenn sie zum Beispiel seine Schülerin, Lehrtochter oder Angestellte ist. Dieses Gesetz will verhindern, dass die Macht, die der Erwachsene durch seine höhere Stellung hat, ausgenützt wird.
Verstösse gegen das Schutzalter sind ein Offizialdelikt. Das heisst, wenn jemand der Polizei einen Hinweis gibt oder eine Meldung an die Polizei macht, muss diese dem Fall nachgehen. Es bedarf keiner Anzeige.