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Corona trifft auch die Modewelt: Der international erfolgreiche Designer Kenzo Takada ist im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer COVID-19-Infektion gestorben.
Ein Mann, der Mode machen wollte
Takada wurde 1939 in einem Dorf nahe Himeji geboren. Entgegen dem Willen seiner Eltern studierte als erster männlicher Student an einer der besten Modeschulen Tokios.
Kenzo schuf sein Modereich quasi aus dem Nichts. Als 25-Jähriger war er Mitte der 1960er-Jahre nach Frankreich gekommen. Er landete mit einem Frachtschiff in Marseille und reiste dann nach Paris weiter. Eigentlich wollte er nur einige Wochen in Frankreich bleiben, doch die Pariser Modewelt zog ihn in ihren Bann.
Die erste Boutique in Paris eröffnet er 1970. Noch trägt sie den Namen «Jungle Jap», bald läuft sie aber unter seinem Vornamen. Kenzo mischt japanische Materialien und Schnitte mit europäischer Mode, lässt sich auch von anderen Kulturen beeinflussen.
1993 verkauft Kenzo seine Marke an den französischen Luxusgüterkonzern LVMH. Einige Jahre später gab Kenzo seinen Rückzug in den Ruhestand bekannt. Er war der erste japanische Modedesigner, der sich in Paris niederliess und dort Erfolg hatte.