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gewalztes
Stabeisen im Gegensatz zu dem durch Schmieden in Gesenken hergestellten. Der Querschnittsform
nach unterscheidet man hauptsächlich folgendeArten: Rundeisen (von kreisrundem Querschnitt), Quadrat-
oder Vierkanteisen (von quadratischem Querschnitt), Flacheisen von rechteckigem Querschnitt und in besonders dünnen Sorten
auch als
Bandeisen bezeichnet), Sechs- und
Achtkanteisen (von sechs- oder achteckigem Querschnitt). Die genannten Sorten heißen
auch
Stabeisen; alle Sorten, deren Querschnitte hiervon abweichen, heißen zusammen Façon- oder Profileisen.
Unter diesen sind die wichtigsten Winkeleisen oder
L-Eisen (von L-förmigem Querschnitt),
T-Eisen (von
T-förmigem Querschnitt), Doppel-T-Eisen oder
H-Eisen (von H-förmigem Querschnitt),
U-Eisen (von U-förmigem Querschnitt),
C- oder
E-Eisen (von ^[img]-förmigem Querschnitt),
S-Eisen (von S-förmigem Querschnitt), Kreuzeisen oder
X-Eisen (von X-förmigem
Querschnitt),
Z-Eisen (von Z-förmigem Querschnitt),
Zores-Eisen (von ^[img]-förmigem Querschnitt), endlich die Gruben-
und Eisenbahnschienen sowie die eisernen
Schwellen (von ^[img]-förmigem Querschnitt) und die
Bandagen für Eisenbahnräder.
Für die üblichen Querschnitte sind in
Deutschland
[* 5] bestimmte
Größen (Normalien) festgestellt worden, wodurch die Normalprofile
entstanden, die von Heinzerling (s. d.) und
Intze zusammengestellt wurden. Diese Normalprofile beschränken die Anzahl der
Querschnittsformen.
In dem Heinzerlingschen Werke sind
Tabellen über Tragfähigkeit und Gewicht der einzelnen
Profile beigefügt, wodurch die Berechnung von Eisenkonstruktionen bedeutend erleichtert wird.
die
Walzen tauchen nur wenig ins Wasser
ein, die
Plattform liegt etwa 6‒7 m über dem Wasserspiegel.
Durch eine Dampfmaschine
[* 11] werden die
Walzen gedreht und laufen
auf dem Wasser wie die
Räder eines
Wagens, der in weichem
Boden teilweise einsinkt. Die
Geschwindigkeit hängt vom
Umfang der
Walzen ab, die bis 22 m Durchmesser bekommen können; 60‒70 Proz. dieses
Umfangs kommt das Schiff
[* 12] in Wirklichkeit vorwärts. Der franz.
Konteradmiral Coulombeaud hat über die Probefahrt des Modells
eines Walzenschiff (im
Bois de Vincennes, Herbst 1894) berichtet, daß es 32 Seemeilen oder 59 km
Geschwindigkeit in der
Stunde erreichte.
Gesteuert wird das Walzenschiff mit einem hydraulischen
Ruder. Auf der Werft von St.
Denis bei
Paris
[* 13] lief 1896 das
erste Versuchsschiff von
Stapel (s. Walzenschiff, Bd. 17),
das indes nicht die erhoffte praktische Brauchbarkeit bewährt haben soll.
(Solifugae), eine Ordnung der
Spinnentiere
[* 14] (s. d.). Sie sind von allen übrigen
Spinnentieren durch den
deutlich von dem dreigliedrigenBruststück getrennten
Kopf unterschieden. Sie besitzen scherenförmige
Kieferfühler und lange beinartige Kiefertaster. Ihr Hinterleib ist gegliedert und walzen- oder birnförmig. Die Walzenspinnen sind
nächtliche
Tiere von blaßgelber
Farbe und finden sich in Erdlöchern und Rissen in wüsten, steppenartigen Gegenden der wärmern
Länder. Die spinnenartige Walzenspinne
(Galeodesaraneoides Pall.,
s.
Tafel: Spinnentiere und
Tausendfüßer Ⅱ,
[* 1]
Fig. 3) wird bis 6 cm lang und bewohnt die südruss.
Steppen
bis zur Wolga; ihr schmerzhafter
Biß soll giftig wirken und kleinere
Tiere töten.
ein deutscher Tanz im ¾- oder
⅜-Takt von heiterm, fröhlichcm Charakter. Früher von mäßigerer
Bewegung,
hat er sich durch die Herrschaft der
Wiener Walzer zu größerer Lebhaftigkeit gesteigert. Um die Einförmigkeit
zu vermeiden, und den Walzer zu größern Tanzscenen geeignet zu machen, haben die
Meister der
Wiener Schule
(Strauß,
[* 18] Lanner, Gungl,
Labitzky u. a.) mehrere Melodien aufeinander folgen lassen. Der Walzer ist der populärste
Tanz der Gegenwart. Seine Beliebtheit ist auch daraus zu ersehen, daß neuere
Komponisten ihn teils national, teils sogar
gesangmäßig behandeln, wie
Brahms («Ungarischer Walzer» und «Liebesliederwalzer»).
Nur bei dem zur Herstellung von Nadreifen benutzten Kopfwalzwerk liegen die Walzen
außerhalb der Ständer.
In der Regel werden in einem Ge- rüst zwei Walzen zusammengestellt (DuoWalz- werk);
für gewisse Fälle
der Fabrikation auch drei (Triowalz werk) und mehr.
Die Walzenachsen liegen mit wenig Ausnahmen horizontal
überein- ander, ragen über die Gerüste nach außen vor und erhalten hier quadratischen oder sternförmigen Quer- schnitt,
um die Walzen nebeneinander stehender Ge- rüste unter Einschaltung kurzer Wellenstücke mit Hilfe übergeschobcner Htuffen
zusammenschließen (kuppeln) zu können.
Eine Anzahl solcher im Ver- band stebeuder Einzelwalzwerke bilden eine W
alzen -
[* 22]
strahe(s.nachstehendeFig.i).
Die von einem Dampf- odcr Wassermotor ausgehende Betriebsarbeit wird Nig. 1. unter Vermittelung
von Zahnrädern a (Kräu- seln), die in einem besondern Gerüst d gelagert sind, und einer ausrückbaren Klauen- oder Reibungs-
kuppelung o dem ersten Walzenpaar I der Straße zugeleitet und von diesem aus mittels der Walzen- kuppelungen
ä ans die übrigen II u. s. w. über- tragen.
Indem die Querschnittsabmessungen der Kuppelnngswellen so gewählt werden,
daß die Festigkeit
[* 23] dieser geringer ist als die der Walzen- körper und Walzenzapfen, sichern dieselben die Wal- zen bei zu
starkem Anwachsendes Arbeitswiderstan- des vor Bruch (Vrech tuppclnngcn).
Die untere Walze der Duowalzwerke
ist unverrückbar gelagert; die Lager
[* 24] der obern Walze gleiten in den rahmen- artig gestalteten Gerüsten und können mittels
Gegen- gewichten n. dgl. gehoben, mittels Schrauben- spindeln oder hydraulischen
Druckwerken gesenkt werden.
In der tiefsten Stellung berühren sich die Walzen in der sog. Walzlinie.
auf der Austrittseite lösen Abstreifmeißel das Werkstück von den Walzen- flachen ab.
Für wiederholtes Auswalzen
des Ar- beitsstückes muß dieses nach jedem Durchgang auf die Einzugseite über die Oberwalze zurückgeführt werden.
Bei
großen, für die Bearbeitung schwerer Stücke bestimmten Walzwerk werden zur Erleichterung des Nberhebens an der
Ein- und Austragseite der Wal- zen Walzentische angeordnet, die in der Höhenrich- tung verstellbar sind.
Nicht selten sind
die Stutz- flächen dieser aus einer größern Anzahl neben- einander liegender Transportwalzen gebildet, die zuweilen zur
Erleichterung des Transportes selb- ständige Drehung erhalten.
Zur Vermeidung des mit dem Überheben verbundenen
Zeitaufwandes tann durch Einschaltung eines Wendegetriebes zwi- schen Motor und Krauselgerüst nach jedem Durch- gang des Werkstückes
dieNmlaufrichtung der Walzen gewechselt werden (Kehr- oder Reversierwalz- werke).
Bei den Triowalzwerken findet die Rück führung
des Werkstückes zwischen der Mittel- un^ Oberwalze, also unter Leistung von Walzarbeil statt.
Die bisher
erwähnten Walzwerk heiszen auch Schub oder Langwalz werke.
Liegen jedoch die Acksei der Walzen geneigt zueinander im Gerüst, so
erhäl das Werkstück neben der fortschreitenden auch einl Drehbewegung, wodurch derartige Walzwerk zur Her stellung von Rundstäben
und Röhren geeignet wer den (Schrägwalzwerk; s. auch Mannesmann sches Röhrenwalzverfahren).
Die Verminderung des Querschnittes eines Werk stückes ist stets mit einer Lüngenzunahme, dei Strecknng, des letztern verbunden.
Die Quer schnittsabnadmc in der Richtung normal zur Walz linie wird die Stauchung, diejenige parallel zi dieser Linie die Breit
ung genannt.
Zur Herstel lung plattenförmiger Körper (Bleche, Panzerplatten) wer den Walzen von kreiscylin
drischer Gestalt benutzt, de ren Länge der Breite
[* 25] de^ Arbeitsstückes entspricht.
Dei Abstand der Walzen in dci Walzlinie
bedingt die Dickt des herznstellenden Arbeits stückes und wird für jeder nenenDnrchgang verkleinert Die Breitung ist hierbei
ir der Regel nicht begrenzt, die Werkstücke erhalten daher rauhe Ränder.
Für Platten mit genar rechteckigem
Querschnitt werden den Walzen nock zwei kurze stehende Cylinderwalzen vorgelagert, du selbständig angetrieben werden und
deren gegew seitiger Abstand, der Breite des Werkstückes ent sprechend, geregelt wird (Universalwalzwerke), oder es werden
in die Oberfläche der einen odel anch der beiden Walzen rundumlaufende Nuten (Kaliber) geschnitten, deren
Querschnitt dem bcr zustellenden Stabquerschnitt gleicht.
Diese Kalibei sind für die Herstellung beliebiger Stabformen ge
eignet. Man unterscheidet offene und gcschlosscm Kaliber.
Auch im Kaliber kann die Verminderung und Umgestaltung des Querschnitts
eines Werk stückes nur allmählich erfolgen.
Sie erfordert bei Walzen mit offenen Kalibern, ebenso wie bei Platten-
Walzwerken, die Veränderung des gegenseitigen Ad
[* 22]
Fig. 2. standes der beiden in einem Gerüst vereinten Wal zen, bei geschlossenen
Kalibern das Durchlaufe! mehrerer derselben, deren Querschnitte allmählick kleiner werden und so gestaltet sind, daß der
Quer schnitt des Walzstückes sich allmählich der verlangter Endform nähert.
Die Ermittelung des Abnahme- verhältnisses
der Kaliber erfordert eine genam
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