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Clive Staples Lewis kam 1898 in Belfast, Nordirland auf die Welt und wuchs gemeinsam mit seinem drei Jahre älteren Bruder Warren auf. Seine Eltern waren sehr belesen – sein Vater, Albert James Lewis, war Rechtsanwalt, und seine Mutter, Florence Augusta, hatte Mathematik und Logik studiert und gab dem kleinen Clive seinen ersten Unterricht.
Clive Staples Lewis war unter Freunden als Jack Lewis bekannt, da er sich als Kind den Namen «Jacksie» gab und sich von diesem Zeitpunkt an weigerte, auf andere Namen zu reagieren.
C S Lewis' Kindheit war nicht nur von Spiel und Phantasie geprägt. Mit 9 Jahren verliert er seine Mutter an einer Krebserkrankung, was einen großen Einschnitt in sein Leben bedeutete. Die Stabilität im Elternhaus war am Wanken und die Beziehung zu seinem Bruder wuchs an Intensität.
Mit dem Tod seiner Mutter startete C S Lewis seine Internats-Laufbahn. Im September 1908 schickte ihn sein Vater auf die Wynyard School in Watford. 1910 wechselte Lewis auf das Campbell College in Belfast. Wegen schwerer Atemprobleme musste er das College nach wenigen Monaten wieder verlassen. Das veranlasste den Wechsel in den Kurort Malvern ans Malvern College. Dort traf er auf einen Jungen namens Arthur Greeves, der sein bester Freund wurde. Von 1914–1917 genoss Lewis den Privatunterricht von William Thompson Kirkpatrick, der ihn in seinem Denken herausforderte und prägte. Anschließend erhielt er ein Stipendium für die Oxford University.
Sein angefangenes Studium musste C S Lewis schnell wieder unterbrechen. Im ersten Weltkrieg wurde Lewis von der Armee eingezogen und nimmt aktiv am Wehrdienst teil. Sein Zimmergenosse Paddy Moore stirbt an der Front in Frankreich, wo Lewis durch eine fehlgeleitete englische Granate verwundet wird und zur Genesung zurück nach England geschickt wird.
Nach Kriegsende nahm C S Lewis sein Studium in Oxford wieder auf und studierte Griechisch, Latein, Philosophie, antike Geschichte und Englisch. Nach seinem Abschluss war Lewis Philosophiedozent am University College bis 1925. Anschließend erhielt er ein Fellowship für englische Sprache am Magdalen College in Oxford. Dort traf er auch J. R. R. Tolkien zum ersten Mal, der später zu seinen wichtigsten Freunden wurde.
Immer wieder kam C S Lewis mit überzeugten Christen in Berührung. Sein Freundeskreis waren bekennende Christen, und auch geschätzte Schriftsteller, wie George MacDonald, Chesterton, Johnson, Spenser oder Milton, waren ebenfalls Christen. Der seit dem 16. Lebensjahr bekennende Atheist entschied sich nach längerer Auseinandersetzung mit dem Christentum zum Theismus, und nach Diskussion u. a. mit Tolkien im September 1931 wird er Christ.
In den 1930ern bildeten C S Lewis und seine Freunde, die selbst Dozenten und Literaten in Oxford waren, einen Diskussionskreis. Es wurden in einem Pub oder im Magdalen College unfertige Bücher und Geschichten vorgestellt. Die bekanntesten Mitglieder und Autoren waren J. R. R. Tolkien, sein Sohn Christopher Tolkien , Charles Williams, Lewis' Bruder Warren, Owen Barfield und Hugo Dyson. Später übernahm Lewis einen weiteren Club, der sich über intellektuelle Schwierigkeiten um Religion und Christentum beschäftigte.
1954 ging C S Lewis aufgrund einer neuen Anstellung nach Cambridge. In diesen Jahren wurde er über mehrere Veröffentlichungen in Medien, u. a. durch seine Radioansprachen von der BBC bekannt.
1948 wurde C S Lewis zum Mitglied der Royal Society of Literature gewählt. In den darauffolgenden Jahren erhielt er drei Ehrendoktorwürden für Theologie und Literatur. 1958 wurde er Ehrenmitglied des University College Oxfords.
Durch einen Briefwechsel lernt C S Lewis die amerikanische Schriftstellerin Joy Davidman kennen. 1952 besuchte sie England. 1956 heirateten sie standesamtlich, damit weder sie noch ihre zwei Söhne aus dem Land ausgewiesen werden können. Der schon vor der Hochzeit bei Joy diagnostizierte Krebs wurde schlimmer, was mit Grund dafür war, dass sich die Beziehung zwischen ihnen intensivierte. Also heirateten sie 1957 kirchlich, und das direkt am Krankenhausbett. Wie ein Wunder ging der Tumor zurück und Joy Davidman erfuhr nochmals Genesung, bevor sie im Jahr 1960 im Alter von 45 Jahren an Knochenmarkkrebs starb. Ihr Tod stürzte C S Lewis in eine Glaubens- und Lebenskrise, die er literarisch im Werk «A Brief Observed» (deutsch: Über die menschliche Trauer) verarbeitete. Die Liebesgeschichte über Joy und C S Lewis ist im Roman «Mrs. Lewis» nieder geschrieben.
Nach dem Tod seiner Frau nimmt Lewis seine Stellung in Cambridge erneut auf. Er unterrichtete Englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance. Außerdem wurde er zum Ehrenmitglied des Magdalene Colleges in Cambridge gewählt. 1963 verschlechterte sich sein Zustand und so stirbt Lewis kurz vor seinem 65. Geburtstag an Nierenversagen.
C S Lewis war nicht nur Literaturwissenschaftler an der Universität, sondern auch großartiger Autor verschiedener populärer Bücher. Neben den bekannten Science-Fiction und Fantasy-Werken (wie z. B. «Die Chroniken von Narnia») gilt Lewis als einer der einflussreichsten und meistgelesenen Autoren christlicher Apologetik.
Der Klassiker der apologetischen Schriften von Lewis ist das Buch «Mere Christianity» (auf deutsch «Pardon, ich bin Christ») – eine Sammlung seiner damaligen Radiosendungen während dem Krieg. Auch bekannt sind die während dem 2. Weltkrieg entstandenen fiktiven Briefe, die «Screwtape Letters», die später gesammelt herausgegeben wurden unter dem Titel «Dienstanweisung für einen Unterteufel».
Lewis' Glauben an Gott wird auch im bekanntesten Werk von ihm deutlich – die 7-teilige Kinderbuchserie «Die Chroniken von Narnia», in der Lewis christliche Themen und Aussagen verarbeitet. Der Löwe Aslan ist beispielsweise ein Symbol für Jesus, der als Befreier kommt und stellvertretend hingerichtet wird, jedoch wieder aufersteht.
The Allegory of Love: A Study in Medieval Tradition
A Preface to Paradise Lost
C. S. Lewis. Prophetischer Denker. Exzentrisches Genie. – Alister McGrath
C. S. Lewis: Überrascht von Freude (Autobiografie)
C. S. Lewis: Überrascht von Gott – Norbert Feinendegen (erscheint im April 23)
C. S. Lewis. Ein Leben in Briefen (Hg. Titus Müller)
The World's Last Night and Other Essays