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Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde arbeitet in drei politischen Gemeinden. Gottesdienste, Religionsunterricht, Bildungsangebote und vieles mehr finden in allen drei Kirchen statt – auch in ökumenischer Zusammenarbeit. Das ist ein Zeichen der Zeit. Die Anzahl der Mitglieder in der Kirchgemeinde sinkt, die Kräfte werden gebündelt.
Die heutige Situation erinnert an die Christianisierung unserer Gegend. Ab dem 4. Jahrhundert bestand im benachbarten Vindonissa ein Bischofssitz und der Missionarsmönch Gallus passierte rund zweihundert Jahre später das Wasserschloss. Im Laufe der Zeit entstanden in Birmenstorf und Gebenstorf christliche Gemeinden mit eigenen Pfarreien. Die Reformation spaltete diese, sodass seit dem 16. Jahrhundert der reformierte Prädikant von Gebenstorf aus beide Dörfer betreute. Die Kirchen von Birmenstorf und Gebenstorf, die eidgenössische Obrigkeit wollte es so, wurden paritätisch von beiden Konfessionen benützt. Seit die Gemeinde Turgi 1884 eigenständig wurde, erstreckt sich die Kirchgemeinde über drei Gemeinden rund um das Gebenstorfer Horn.
Im Zuge der Industrialisierung und im Nachkriegsboom wuchsen die Ortschaften, so dass in jedem Dorf eine eigene reformierte Kirche gebaut wurde: 1891 in Gebenstorf, 1936 in Birmenstorf und 1960 in Turgi.