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Beim ersten WM-Spiel in jedem der zwölf Stadien, in denen die Fussball-Weltmeisterschaft stattfindet, wurden zirka 1 Million Telefonverbindungen getätigt und 7,6 Millionen Daten, inklusive der Versendung von E-mails, Bildern und SMS. Dieser Datenverkehr entspricht der Versendung von mehr als 7 Millionen Fotos einer Durchschnittsgrösse von 0,55 Megabytes (MB), so berichtet das “Sindicato Nacional das Empresas de Telefonia e de Serviço Móvel Celular e Pessoal (SindiTelebrasil)“.
Im Netz der mobilen Telekommunikation konzentrierte sich das grösste Volumen an versandten Daten auf die Technologie 3G. Der Datenverkehr war kurz vor Beginn der Spiele auf seinem Höhepunkt und hielt sich auf hohem Niveau bis zum Anfang der jeweiligen Zweiten Halbzeit. Innerhalb einer Periode von fünf Stunden (drei Stunden vor und zwei Stunden nach den Spielen), entsprach der Datenverkehr 3,9 Millionen Daten in der 3G-Technologie und 1,1 Millionen in der 4G-Technologie – im Gesamt aller bisher durchgeführten WM-Partien. Der Verkehr mittels des kabellosen Internet-Netzes (wi-fi) entsprach 2,6 Millionen übermittelte Daten.
Wie die SindiTelebrasil berichtet, hat das Telefonnetz bei den ersten Spielen gut funktioniert, auch zu Spitzenzeiten. “Das grösste Volumen an Telefonaten wurde vor den Spielen erreicht, und das zeigt ein typisches Verhalten der Benutzer bei grossen Events, in denen das Mobiltelefon bei Ankunft vor Ort besonders intensiv zum Sprechen benutzt wird, während die Datennutzung dann am Anfang des Spiels ansteigt“, informierte die Institution.
In den Stadien, die einen gratis wi-fi-Anschluss haben, wurde eine Abwanderung vom sprachlichen Verkehr zur schriftlichen Message beobachtet, das heisst, anstatt zu telefonieren zogen die Kunden es vor, einen kurzen Text zu versenden. Das wi-fi-Netz wurde in den Stadien Mané Garrincha, in Brasilia installiert, im Maracanã von Rio de Janeiro, in der Arena Fonte Nova, in Salvador, in der Arena Pantanal, in Cuiabá, in der Arena Amazônia, in Manaus und in Beira-Rio, in Porto Alegre. Das wi-fi-Netz hat seine Kapazität für den Datenverkehr verstärkt, der anfangs nur durch die Netze 3G und 4G bewältigt wurde.
Seit 2010, als die letzte WM durchgeführt wurde, ist die Zahl der mobilen Breitband-Anschlüsse in der Welt auf mehr als das Dreifache gestiegen – von 800 Millionen auf 2,5 Milliarden im Jahr 2013 – so die Daten der “Groupe Speciale Mobile Association (GSMA)“, einer Institution, die Provider der mobilen Telekommunikation diverser Länder vereint.
Insgesamt sind 4.738 Antennen Teil der internen Infrastruktur, die von den Telefongesellschaften in den Stadien installiert wurden, in denen die WM-Partien stattfinden. Für die Installation der telekommunikativen Infrastruktur sind die Telefongesellschaften eine Partnerschaft eingegangen, mit einer Investition von R$ 225 Millionen (25 Millionen Euro) und einer verteilten Infrastruktur.