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Impfung
Die Impfung gegen COVID-19 ist eine technologische Leistung mit einer erwarteten Wirksamkeit von circa 95 %. Die mRNA-Technologie wird zum ersten Mal in großem Mass eingesetzt. Das kurzfristige Sicherheitsprofil ist sehr gut. Lokale Reaktionen werden bei ca. 70 % der Geimpften gefunden und dauern im Durchschnitt einen Tag. Etwa 50 % der Geimpften beklagen sich über zeitlich begrenzte Kopfschmerzen und Müdigkeit. Man vermutet seltene allergische Reaktionen bei einer geschätzten Prävalenz von 1/100'000 Fällen und sehr seltenen Immunreaktionen (z.B. Fazialisparese) mit einer Häufigkeit, welche wahrscheinlich unter 1/100'000 liegt. Allerdings ist der Rückblick nicht genügend, um langfristige unerwünschte Nebenwirkungen zu beurteilen. Die genaue Schutzdauer des Impfstoffs bleibt noch unklar. RNA-Impfstoffe sind kontraindiziert bei Patienten mit schweren allergischen Reaktionen in der Vorgeschichte (siehe Dokument Empfehlungen zu COVID-19-Impfungen bei Personen mit allergischen Erkrankungen).
Für Kinder sind sie noch nicht zugelassen, da die Studien noch andauern. Für schwangere Frauen sollte die Impfung in Betracht gezogen werden, wenn sie eine chronische Krankheit haben, sowie für diejenigen, die einem erhöhten Risiko einer Infektion mit COVID-19 ausgesetzt sind (insbesondere Mitarbeiter im Gesundheitswesen). Sie finden unten einen Link zu diesem Thema auf der BAG-Website. Der Impfstoff sollte möglichst nicht während des ersten Trimesters der Schwangerschaft verabreicht werden.
Informationen über das Ausmass des derzeitigen Wissens über den Impfstoff sollten den Patientinnen und Patienten transparent vermittelt werden.
Derzeit sind in der Schweiz 2 Impfstoffe gegen Covid-19 zugelassen. Dies sind der Cominarty-Impfstoff (Pfizer-BioNtech) und der Moderna-Impfstoff. Die Einbindung von Hausärzten in den Impfprozess ist nach wie vor gering, was vor allem an den Zwängen des Impfstoffeinsatzes liegt (Siehe Dokument Steckbrief zu den Covid-19-Impfstoffen). Die meisten Patienten werden an die verschiedenen Impfzentren überwiesen.
Personen mit normalem Risiko (unter 65 Jahren und nicht an einer chronischen Hochrisikokrankheit leidend), die eine bestätigte COVID-19-Erkrankung (PCR/Antigen-Test) hatten, sollten 6 Monate warten, bevor sie geimpft werden. Dies gilt nicht für Patienten der Risikogruppen, die bereits mit 3 Monaten nach der Infektion geimpft werden sollten. In diesen Fällen wird eine Einzeldosis empfohlen, außer bei immungeschwächten Personen, die 2 Dosen erhalten sollten.
Das FRIHAM empfiehlt Hausärzten, sich über den Fortschritt der Impfung auf dem Laufenden zu halten. Hier finden Sie einige nützliche Ressourcen, die Sie dabei unterstützen.
Webseiten
Kanton Freiburg: Informationen zum lokalen Impfprozess
Infovac: Ausführliche Informationen, insbesondere zur Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen, von der offiziellen schweizerischen Informationsplattform über Impfungen
BAG: Antworten auf häufig gestellte Fragen von Gesundheitsfachpersonen
BAG: Antworten auf häufig gestellte Fragen aus der Bevölkerung
BAG: Coronavirus: Dokumente für Gesundheitsfachpersonen ( 10.05.2021)
BAG: Schwangere, Neugeborene und Migrationsbevölkerung ( 27.05.2021)
New England Journal of medicine: Ausführliche Antworten auf häufig gestellte Fragen von Fachleuten der offiziellen Website der Zeitschrift ( 21.01.2021)
Covid vaccine tracker : Verfolgung der Impfrate in der Schweiz und weltweit ( 10.05.2021)
Videos
Mehr Videos auf die französiche Sektion : Vaccination
Publikationen
FDA (US Food and Drug Administration): Merkblatt für Gesundheitsdienstleister, die den Impfstoff von Pfizer verabreichenFDA (US Food and Drug Administration): Merkblatt für medizinisches Fachpersonal, das an der Verabreichung des Moderna®-Impfstoffs beteiligt ist