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Ähnlich wie die Akupunktur geriet die Moxibustion im Westen im 19. Jahrhundert zunächst in Vergessenheit, um dann in den 1970er Jahren wieder „neu“ entdeckt zu werden. Heute ist das Verfahren ebenso verbreitet wie Akupunktur und wird von vielen Heilpraktikern, Akupunkteuren und Therapeuten der Traditionellen Chinesischen Medizin angewendet.
Ebenso wie die Akupunktur gehört die Moxibustion zu den ältesten Therapieformen der TCM. Eine systematische Erfassung des Wissens über Akupunktur und Moxibustion findet sich in einem der Standardwerke der TCM, dem „ABC der Akupunktur und Moxibustion“, das etwa um das Jahr 260 n. Chr. von dem Arzt Huang-Fu Mi verfasst wurde. Auch in Korea und Japan war die Moxabehandlung bekannt, zum Beispiel berichteten jesuitische Mönche Ende des 16. Jahrhunderts aus Japan über „das Brennen“ von Akupunkturpunkten. In Europa wurde Moxa im 17. Jahrhundert durch ein Buch des niederländischen Pfarrers Hermann Buschoff bekannt. Während seiner Tätigkeit in Taiwan und Indonesien litt er unter schweren Gichtanfällen, die die europäischen Ärzte nicht behandeln konnten. Erst eine Moxabehandlung durch eine vietnamesische Ärztin führte zu einer Besserung der Beschwerden. Daraufhin begann Buschoff die ihm unbekannte Heilmethode genauer zu erforschen. Seine Schrift aus dem Jahr 1675, die erst nach seinem Tod in die Niederlande gelangte, hatte einen grossen Einfluss auf die europäischen Ärzte, die die Moxibustion vor allem als Heilmittel gegen Gicht verwendeten. Eine Beschreibung von 60 Moxibustionspunkten aus der japanischen Medizin veröffentlichte der deutsche Arzt Engelbert Kaempfer (1651-1716) im Jahr 1712 in seinem Werk „Amoenitates Exoticae“.