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Im Jahr 2016 stellten 27'207 Personen in der Schweiz ein Asylgesuch, 12'316 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Gesuche um fast ein Drittel (31,2 Prozent) ist in erster Linie auf den Unterbruch der sogenannten Balkanroute im März 2016 zurückzuführen, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Montag mitteilt.
Die letzten vier Monate des Jahres 2015 waren vor allem vom Eintreffen von Migrantinnen und Migranten über diese Migrationsroute geprägt. Seit der weitgehenden Schliessung erreichen nur noch relativ wenige Asylsuchende die Schweiz via die Staaten des Balkans.
Im Dezember 2016 wurden in der Schweiz 1766 Asylgesuche gestellt, 197 Gesuche weniger als im November. Die Zahl der Gesuche liegt damit deutlich unter dem Wert vom Dezember 2015 (−64 Prozent). Insbesondere die Zahl von Gesuchen afghanischer Migrantinnen und Migranten hat im Dezember gegenüber dem Vorjahr abgenommen.
Wichtigstes Herkunftsland von Asylsuchenden war 2016 Eritrea, die Gesuchszahlen aus diesem Land waren jedoch rückläufig. Die Zahl der Eritreerinnen und Eritreer, die in Süditalien ankamen, ging gegenüber dem Vorjahr um etwa die Hälfte zurück, was sich auch auf die Asylgesuche in der Schweiz auswirkte: 5178 Personen aus Eritrea reichten ein Gesuch ein, 4788 weniger als 2015.
Die weiteren wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden im Jahr 2016 waren Afghanistan (3229 Gesuche), Syrien (2144 Gesuche), Somalia (1581 Gesuche), Sri Lanka (1373 Gesuche) und Irak (1312 Gesuche). Der deutliche Rückgang der Asylgesuche afghanischer, syrischer und irakischer Staatsangehöriger steht in engem Zusammenhang mit dem Unterbruch der Balkanroute im März 2016. Rund 90 Prozent der Personen, die 2016 auf diesem Weg nach Europa gelangten, stammten aus den genannten Staaten. (whr)