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In den vielen Beratungen als Lebensberaterin habe ich natürlich viele Erfahrungen gemacht, von denen ich mal eine beschreiben möchte, damit ich anderen Menschen die vieleicht selbst einmal in einer solchen Situation gewesen sind, Mut zu machen sich selbst die Treue
zu halten und auch in den seltsamsten Umständen noch Humor zu behalten.
Es handelt sich hier um einen lieben etwas "flippigen" Menschen, der sehr außergewöhnlich war und seiner Zeit weit voraus war. Dieser erzählte mir das er sich immer heimlich in Universitätsbibliotheken geschlichen hat um seinem "Erzkonservativen" Umfeld zu entkommen.
Außerdem hat ihm eh keiner eine Chance gegeben weil er kein Studium hatte und um über Wasser zu bleiben Gelegenheitsarbeiten z.B. in einer Brauerei und Kneipe arbeitete.
Da hatte er zwar sein Auskommen doch er fühlte sich in seinem Tätigkeitsbereich nicht wohl und seine Kollegen verhielten sich auch nicht kollegial. Seine Familie war auch ständig zerstritten, sodas er eines Tages beschloss Auszuwandern. Er brach von heute auf morgen alle seine Zelte ab und reiste nach Indien. Dort jobbte er in Goa u.ä. Touristengebieten als Kellner, gleichzeitig malte er Bilder und verkaufte diese, manchmal töpferte er auch und verkaufte seine Arbeiten. Er lebte eher in so einer Art "Hütte" ohne großartigen Komfort, trotzdem fand er das alles super, neue Eindrücke, andere Kultur und ein wesentlich interessanters Leben wo man mit weniger Geld, mit wesentlich netteren und interessanteren Menschen leben kann. Da sein Hobby Esoterik
war legte er auch Karten
und lernte dort bei einem Yogi Meditationen kennen und hob nun langsam in "höhere" Sphären ab. Er fand alles und jeden toll und vertraute auch jedem. Eines Tages lernte er eine Gruppe von ganz schrägen "Vögeln" kennen die ebenfalls meditierten und "rauchten" sowie "interessante" Geschäfte machten, die sich angeblich auch mit karitativen Tätigkeiten beschäftigten.
Mein Ratsuchender war vollkommen hingerissen von seinem neuen Leben.
Eines Tages bekam er einen wirklich tollen Auftrag von einem Dorfbewohner, der auf seiner Terrasse eine große Amphore getöpfert haben wollte. Mein Ratsuchender
begab sich also zu diesen, um vor Ort mit der Töpferarbeit zu beginnen. Nach einigen Stunden wurde es ih zu heiß und suchte nach einem schattigen Plätzchen. Da stand ganz romantisch eine wunderschöne Palme und er fand dann auch noch ein paar abgefallene Palmblätter die er dann als Unterlage benutzte. Weil dies nun wirklich sehr einladend war, dachte er sich das er mal ein kleines "Päuschen" macht und sich hinlegte und einschlief.
Er wachte im Krankenhaus wieder auf, wußte nicht mehr wer er ist und konnte sich an nichts mehr erinnern. Einen dicken Verband auf dem Kopf und furchtbare Schmerzen sowie ein dickes geschwollenes blaues Auge. Die Ärzte sagten ihm das ihm im Schlaf eine Kokosnuss auf dem Kopf gefallen ist, seine Auftraggeber ihn in das Krankenhaus gebracht haben, weil er wie ein schwerverletzter vollkommen verrückter geschrien hat.
Er konnte sich nicht an seinen Namen erinnern er hatte eine schlimme Gehirnerschütterung und Schock. Nach ein paar Tagen im Krankenhaus ging es ihm körperlich schon wieder viel besser, aber seinen Namen wußte er nur durch die Angaben seiner Auftraggeber, auch von seinem vorherigen Leben hatte er alles vergessen. Er zermarterte sich das Gehirn weil er sich unbedingt erinnern wollte und war meistens kraftlos und müde. Eines Tages fühlte er sich ganz gut und hatte Lust auf die Veranda im Krankenhaus zu gehen. Dort lag so ein wunderschönes Kissen Sodas er überlegte sich ein bisschen auf die Bank zu legen.
Er schlief sofort ein und wurde ziemlich unsanft und schmerzhaft geweckt.
Zwei Soldaten hielten ihm zwei Gewehre auf den Bauch und brüllten ihn an. Krankenschwester und Ärzte kamen hinzu und erklärten das mein Ratsuchender
ein Patient ist der vor ein paar Tagen mit einer starken Kopfverletzung und Gehirnerschütterung eingeliefert worden ist. Mein Ratsuchender brach in brüllendes Gelächter aus und wußte auf einmal wieder wer er ist. Die Soldaten gaben ihm seinen Paß, daraufhin mußte er schon wieder so lachen das ihm schon die Tränen liefen. Die Ärzte sagten dies wäre ein Schockzustand.
Die Soldaten forderten meinen Ratsuchenden auf mit ihnen zu gehen, weil man ihn verhören wolle. Schon wieder mußte er lachen, die Soldaten fanden das aber nicht besonders komisch. Er wurde also festgenommen und haben ihn zu ihrem Revier gebracht. Mein Ratsuchender wollte wissen was er den getan hätte. Man beschuldigte ihn mit gesuchten Untergrundkämpfern zu arbeiten. Mein Ratsuchender fiel aus allen Wolken und sagte das er noch nie im Leben Kontakte zu solchen hatte. Daraufhin zeigten die Soldaten ihm Fotos von den Untergrundkämpfern. Mein Ratsuchender war geschockt, den die Fotos zeigten die netten mildtätigen neuen Bekannten von ihm. Die Soldaten sagten, das man bei diesen, seinen Paß gefunden hat, als man eine Hausdurchsuchung bei denen gemacht hat. Meinem Ratsuchenden ist es garnicht aufgefallen das dieser weg war. Die Soldaten forderten ihn auf Angaben über den Verbleib seiner Bekannten zu machen. Mein Ratsuchender erklärte wie diese Bekanntschaft zustande kam und wie sich das freundschaftliche Verhältnis zu diesen entwickelte. Es kamen dann noch mehr Soldaten in den Raum um ihn zu befragen.
Schließlich glaubten sie ihm so einigermaßen, wollten aber trotzdem immer wieder wissen wo diese sich den Aufhalten würden. Mein Ratsuchender sagte er wüßte es wirklich nicht und er hätte nur eine Möglichkeit diese Fragen eventuell beantworten zu können, nämlich wenn er Karten
legen würde. Die Soldaten fragten ihn daraufhin ob er sich lustig über sie machen wollte, denn sie sind ja nicht im Kindergarten.
Mein Ratsuchender erzählte daraufhin über Erkenntnisse die man im "esoterischen" gewinnen könne, z.B. durch Kartenlegen
, wo man schon sehen kann wo jemand ist. Außerdem wären seine Karten in seiner Unterkunft. Der Gesichtsausdruck der Soldaten kann hier nicht weiter beschrieben werden. Aber nach
langen hin und her haben sie doch tatsächlich meinen Ratsuchenden in seine Behausung gefahren.
Mein Ratsuchender fand schon das dies eine Bereicherung für jeden Esoteriker ist.
Die Soldaten haben sich tatsächlich die Karten
auf den Verbleib der Untergrundkämpfer legen lassen. Mein Ratsuchender
beschrieb den Aufenthaltsort wie folgt: die gesuchten sind in der Öffentlichkeit auf einem Fest. Ja Toll und Wo? Tja, Indien ist groß, die Soldaten waren über soviel Kartenlegen
nicht überzeugt, weil sie ja keine Adresse erhalten haben. Mein Ratsuchender sagte es gäbe noch eine Möglichkeit. Die Soldaten fragten welche das wäre. Mein Ratsuchender sagte er kenne eine Kartenlegerin
in Deutschland die man Kostenpflichtig anrufen kann und vieleicht sehen kann wo genau die Untergrundkämpfer in Indien wären.
Daraufhin verabschiedeten sich die Soldaten recht bald, nicht ohne ihm einen weiteren Arztbesuch zu empfehlen. Als der Ausgewanderte mal wieder in seinem Heimatland war rief er bei mir an und erzählte mir diese Geschichte und fragte warum er immer wieder in solche Situationen geriet.
Herzlichst,
Ihr AngeloRechtliche Hinweise