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Das Winterbild im Domain metradar.ch unterscheidet Regen und Schneefall, zeigt die Höhe der Schneefallgrenze, die Bewölkung nachts, und weist auf Gefriergefahr am Boden hin. Hierzu werden die Radardaten mit Bodenmessdaten der MeteoSchweiz kombiniert. Im 5-min Takt werden die Messdaten im Umkreis bis zu 40 km um Zürich ausgewertet und auf einer hochaufgelösten Karte dargestellt.
Die Schneefallgrenze wird in Blocks von je drei 4-stelligen Zahlen angezeigt. Die mittlere der drei Zahlen ist die berechnete Höhe der Schneefallgrenze. Die obere und untere Zahl geben die erwartete Schwankungsbreite dieser Höhe an. Die Schneefallgrenze wird aus den Temperatur- und Feuchtedaten der Boden-Messstationen berechnet. Die Regionen nödlich der Alpen werden in 6 Teilregionen aufgeteilt. Dazu kommt das Tessin als 7. Region. Für jede Region wird die Schneefallgrenze individuell berechnet. Es wird angenommen, dass diese Höhe für die Mitte der Region zutrifft. Dazwischen wird interpoliert, so dass eine räumlich stark geglättete Darstellung resultiert. Aus diesem Grund sind die Angaben in der Mitte und den Ecken des Winterbildes meistens fast gleich.
Die Bewölkung nachts wird aus der Lufttemperatur, der Bodentemperatur und dem Wind berechnet. Dass dies funktioniert, hat Tobias Grimbacher in seiner ETH-Dissertation festgestellt. Dabei wird ausgenützt, dass die genannten Grössen eine Aussage über die Strahlungsbilanz am Boden und damit indirekt über die Bewölkung erlauben. Interessant ist es vor allem nachts bei Aufklaren nach Regenfällen nahe null Grad. Der Boden strahlt Wärme ab, kühlt rasch aus, die Bodentemperatur sinkt unter Null Grad, und das Regenwasser auf dem Boden gefriert - eine für Autofahrer heimtückische und schwer erkennbare Gefahr.
Zuletzt geändert von Willi
am Mi 20. Mai 2009, 15:46, insgesamt 1-mal geändert.