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Gewitter und Stürme im Mittelmeerraum
Bewegt sich im Spätsommer oder Herbst Kaltluft über das warme Mittelmeer, löst dies regelmässig Gewitterstürme, Starkregen, Tornados und in einigen Fällen sogenannte Medicanes aus.
Meeresoberflächentemperatur steigen
Langjährige Messungen des National Centers for Enviroment Predicton (NCEP) zeigen, die Temperaturen im westlichen Mittelmeer steigen von Jahr zu Jahr. Im Mediterranen sea surface temperature portal (CEAM), Link öffnet in einem neuen Fenster sind die aktuellen Daten abrufbar.
Über dem wärmeren Wasser kann sich die Luft mit mehr Feuchtigkeit aufladen. Zudem erhöht sich auch die Temperaturdifferenz zwischen der kalten Luft in der Höhe und der feuchtwarmen Luft in Bodennähe. Diese labileren Bedingungen fördern die Entwicklung von massiven Gewitterlinien, Tornados oder Medicanes.
Turbulentes Wetter
Zurzeit dreht sich über dem westlichen Mittelmeer und der Iberischen Halbinsel ein Tiefdruckwirbel. Er löste zunächst an der Côte d’Azur und danach im Bereich der Balearen Unwetter aus. In der Folge werden auch die Küstenregionen zwischen Barcelona, Valencia, Murcia und Almeria betroffen.
Innerhalb kurzer Zeit könnten lokal 30 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Auch der algerische Mittelmeerstreifen könnte davon betroffen sein.
Am Samstag lassen die Starkniederschläge, Gewitter und Stürme nach.