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Sind Waldameisen durch den Klimawandel gefährdet?
Waldameisen bauen grosse Haufen. Damit haben sie anderen Ameisenarten gegenüber einen Vorteil. Wird es aber so bleiben, wenn unser Klima sich weiter erwärmt?
"Waldameisen" sind eine Gruppe von haufenbildenden
Ameisen, die zweifarbig (schwarz
und rötlich) und relativ gross (bis zu einem Zentimeter) sind. Sie sind ein wichtiger Teil des Ökosystems Wald: Sie melken Blattläuse und fressen Schädlinge (z.B.
Borkenkäfer) von
Waldbäumen, sind aber auch Nahrung für Tiere wie der Grünspecht.
Waldameisen spielen bei der Verbreitung von Samen eine wichtige Rolle. Sie sind besonders auffällig, weil sie grosse Hügel aus Nadelstreu bauen. Der unterirdische Teil ist in der Regel sogar grösser als der oberirdische.
Waldameisen und Klimawandel
Es ist noch nichts darüber bekannt, ob der Klimawandel den Waldameisen schaden könnte. Die haufenbildenden Ameisen haben aber einen Vorteil gegenüber anderen Ameisenarten, die keine Hügel bauen, sondern ihre Nester unter Steinen oder nur im Boden bauen. Sie können bereits früh im Jahr mit dem Aufbau des Staates beginnen, weil im Haufen rasch Temperaturen von 25°C oder mehr entstehen können.
Eine Folge des Klimawandels könnten wärmere Winter und frühere Frühlinge sein. Somit wäre es möglich, dass der Klimawandel diejenigen Ameisenarten bevorteilen könnte, die keine Haufen bilden und diese daher gegenüber Waldameisen konkurrenzfähiger werden.