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Gedanken zum Advent: In die Finsternis wird Christus, das Licht, geboren
Bevor Hippolytus und Sextus den 25. Dezember als Tag von Jesu Geburt erwähnten, legten sie den Tag der Empfängnis auf den 25. März fest, so ergibt sich neun Monate später der 25. Dezember als Geburtstag. Warum aber wird der 25. März als Tag der Empfängnis bestimmt? Die Denkstrukturen der Menschen der Antike unterschieden sich von denen unserer Zeit. Für sie war nicht der Tag der Geburt Christi wichtig, sondern der Tag unserer Erlösung, also Ostern. Der Todestag Jesu ist im Neuen Testament erwähnt: der 14. Nisan nach dem jüdischen Kalender, dieser lässt sich auf den 25. März des römischen Kalenders übertragen. Das Erwachen der Natur und die Tag- und Nachtgleiche, die damals auf den 25. März festgelegt war, symbolisieren das Erwachen des Lebens als einen Spiegel der vollkommenen Ordnung Gottes in Seiner Schöpfung. Es war also naheliegend auch den Tag, an dem das Wort Fleisch wurde, nämlich den Tag der Empfängnis, auf diesen Termin zu legen. Der Gedanke an Weihnachten war völlig nachrangig. Jedoch ist auch der 25. Dezember, damals der Tag der Wintersonnenwende, symbolträchtig: in die Finsternis der langen Nächte wird Christus, das Licht, geboren.