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Vor drei Wochen wurde die Untersuchung der Geschäftsprüfungskommission (GPK) zu den Covid-19-Indiskretionen vorgestellt. Sie zeigte, dass es tatsächlich zu zahlreichen Indiskretionen gekommen ist.
Im Vordergrund standen Bundesrat Alain Berset und Marc Walder, CEO der Ringier AG. Walder, so das Fazit der Untersuchung, habe «vertraulich klassifizierte Informationen» erhalten. Offen blieb die Frage, was mit den Informationen geschah. Der Ringier-CEO verweigerte sich den Hearings, indem er auf den Quellenschutz verwies.
Bislang war eigentlich nur bekannt, dass Walder Kontakt mit Bersets Kommunikationschef, Peter Lauener, hatte. Unbeachtet blieb in der bisherigen Berichterstattung ein kurzer Passus im Untersuchungsbericht: «Gemäss den Informationen der GPK hat der CEO der Ringier AG auch mit anderen Bundesräten den Kontakt gesucht.»
Also nicht nur mit Alain Berset. Welche Informationen erhielt der CEO von Ringier, wen beackerte er auch noch und welche Bundesräte ging er an?
Johanna Walser, Chief Communications Officer von Ringier, wollte nicht konkret auf die Fragen des Klein Reports eingehen: «Dass ein CEO eines international tätigen Medienunternehmens Kontakte zu Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung oder Kultur pflegt, ist ein üblicher Vorgang.»
Auch die Geschäftsprüfungskommission wollte sich nicht weiter über den Fall Walder äussern. Ursina Jud Huwiler, die Sekretärin der Geschäftsprüfungskommissionen und der Geschäftsprüfungsdelegation, antwortete auf die Fragen des Klein Reports: «Weitergehende Auskünfte sind nicht möglich.»