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Elisabeth Kopp - die politische Karriere der ersten Bundesrätin der Schweiz begann 1970, als sie zur FDP-Gemeinderätin und vier Jahre später zur ersten Gemeindepräsidentin in der deutschen Schweiz gewählt wurde.
Nationalrätin Elisabeth Kopp mit Parteikollegin Geneviève Aubry. Kopp erinnerte sich in einem Interview mit der «Tageswoche» an einen Moment, als Aubry zu ihr sagte: «Elisabeth, hör doch mal auf mit deinem Umweltschutz, du machst die ganze Partei verrückt und schadest deiner Karriere.»
1984 der nächste Coup: Sie wurde im ersten Wahlgang mit 124 von 244 Stimmen als erste Frau in den Bundesrat gewählt.
Die Wahl Kopps wurde in Zürich gross gefeiert.
Zunächst musste diskutiert werden, wie die erste Frau im Bundesrat angesprochen werden sollte. Die Herren dachten an «Frau Bundesrat», doch Kopp bestand auf «Bundesrätin» und setzte sich schliesslich auch durch.
Rudolf Friedrich, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig von seinem Amt als Bundesrat zurücktreten musste, übergab am 24. Oktober 1984 Kopp offiziell das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement.
Vier Jahre später der Fall: Kopp trat von ihrem Amt als Bundesrätin zurück.
1990 wurde sie vom Bundesgericht vom Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung freigesprochen.
Auslöser war ein Anruf an ihren Mann, Hans W. Kopp, bei dem sie ihn dazu drängte, aus dem Verwaltungsrat einer der Geldwäscherei verdächtigen Firma zurückzutreten.
Elisabeth und Hans W. Kopp waren seit 1960 verheiratet. 2009 verstarb der Anwalt nach kurzer schwerer Krankheit.
Kurz nach dessen Tod sagte Kopp, die hier im Zug in einem Gedichtband ihres Mannes blätterte: «Ich habe noch nicht die Kraft, neue Bücher zu planen.» Tausende Gedichte würden unbearbeitet zu Hause liegen.
Fünf Jahre lebten die Kopps zusammen in dieser Wohnung in Zumikon - auf dem Buffet das letzte Foto ihres Mannes.
Hans Kopp starb am 25. Januar 2009, die antike Standuhr war sein Steckenpferd. «Nachts lasse ich die Tür zum Schlafzimmer offen, damit ich ihr Ticken höre.»