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Der umstrittene Schweizer Islamwissenschafter Tarik Ramadan darf nicht mehr an der Universität Erasmus in Rotterdam lehren. Dies, nachdem Ramadan am iranischen Fernsehen "mit der Universität inkompatible Ansichten" geäussert hatte.Dieser Inhalt wurde am 19. August 2009 - 12:00 publiziert
In der gemeinsamen Erklärung der Stadt Rotterdam und der Universität wurde auch die Entlassung Ramadans von seinem Posten als Berater für Integrationsfragen bekannt gegeben.
Er sei auch nach den Wahlen in Iran, "die die Meinungsfreiheit im Land unterdrückten", weiter in der Sendung "Der Islam und das Leben" des Senders Iran Press TV aufgetreten. Ramadan spricht von einer "naiven und vereinfachten" Entscheidung, die er anfechten wird.
Ramadan ist einer der bekanntesten Islamwissenschafter Westeuropas. Seine Position zur Rolle der Frau in der Gesellschaft, den Rechten von Homosexuellen und gegenüber Juden und dem Staat Israel hat schon früher zu Kontroversen geführt.
Ramadan hat sich ebenfalls dafür eingesetzt, dass Muslime als Minderheit in Europa die staatlichen Verordnungen des jeweiligen Landes akzeptieren müssten. Er lehnte jegliche Art von Terroranschlägen stets ab.
Tarik Ramadan ist ein Enkel von Hassan al-Banna, dem Begründer der ägyptischen Muslimbrüderschaft. Er promovierte in Genf, lehrte an der Universität Freiburg und gehörte mehreren Kommissionen des Europaparlaments an. Die US-Regierung verhängte 2006 ein Einreiseverbot gegen ihn.
swissinfo.ch und Agenturen
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