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Die Testbrennstäbe waren im Frühjahr 2019 erstmals in den Reaktorkern des Kernkraftwerks Byron in den USA geladen und nach Ende des Betriebszyklus während einer geplanten Revision im Herbst 2020 wieder entfernt worden. Sie wurden im Juni 2021 zum ORNL transportiert, teilte das DOE mit.
Das ORNL wird Nachbestrahlungsexperimente an den Testbrennstäben durchführen, um die Zulassungsbemühungen der Westinghouse bei der Nuclear Regulatory Commission (NRC) zu unterstützen. Bei den ersten visuellen Beobachtungen nach der Entnahme des Brennstoffs aus dem Reaktorkern waren laut Westinghouse keine Degradationsanzeichen festgestellt worden.
Die Testbrennstäbe bestehen aus mit kleinen Mengen mit Chrom(III)-Oxid (Cr2O3) und Aluminium(III)-Oxid (Al2O3) dotierten Urandioxidpellets, die von einem Hüllrohr aus chrombeschichteter Zirkoniumlegierung umgeben sind. Dieser sogenannte EnCore-Brennstoff haben laut Westinghouse einen höheren Abbrand, verbessern die Wirtschaftlichkeit des Brennstoffkreislaufs, ermöglichen längere Betriebszyklen und erhöhen die Unfalltoleranz. Das Unternehmen entwickelt zudem Uran-Nitrid-Pellets mit einem Hüllrohr auf Siliziumkarbidbasis.
Das DOE unterstützt seit 2012 die Entwicklung von unfalltolerantem Brennstoff über das Enhanced Accident Tolerant Fuel Program. Dieses Programm hat zum Ziel, neue Materialien für Brennstabhüllen und Brennstoffe zu entwickeln, die sich im Vergleich zu den heutigen Materialien bei schweren Unfallszenarien toleranter verhalten, aber gleichzeitig im Normalbetrieb gute, wenn nicht sogar bessere Eigenschaften aufweisen.
Quelle
M.A. nach Westinghouse, Medienmitteilung, 2. August 2021, und DOE, Medienmitteilung, 3. August 2021