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Intel ist zwar immer noch der grösste Chiphersteller, hat aber seinen technologischen Vorsprung an die Fertiger TSMC und Samsung verloren. CEO Pat Gelsinger hegt ehrgeizige Pläne und verpflichtet sich und seinen Konzern, bis 2025 wieder die besten Chips der Welt zu produzieren.
Denn TSMC arbeitet derzeit mit 5 Nanometern und wechselt zu 3 Nanometern. Intel arbeitet mit 10 und geht zu 7 Nanometern über. Allerdings verzögert sich die Einführung
der 7-Nanometer-Technologie bei Intel.
Aber der Konzern ist ohnehin der Meinung, dass diese Namensgebungen nicht relevant seien, da sie die relativen Fähigkeiten des Unternehmens nicht widerspiegeln würden. Somit ändert Intel die Terminologie: Was bisher bei Intel als fortschrittliche Version der 10-Nanometer-Technologie bezeichnet wurde, wird zu "Intel 7". Und was das Unternehmen 7-Nanometer-Technologie nannte, wird neu als "Intel 4" bezeichnet.
Was nach einem Marketing-Trick klinge, sei nicht unbedingt einer, kommentiert 'The Verge'.
Aus technischer Sicht seien die 10nm-Chips von Intel im Grossen und Ganzen gleichwertig mit 7nm-Chips von Konkurrenten wie TSMC oder Samsung, die ähnliche Produktionstechnologien verwenden und eine vergleichbare Transistordichte aufweisen würden.
Auf 2024 kündigt Intel einen Prozessor namens 20A an. Das "A" steht hierbei für die Masseinheit Angström. Dies soll den Übergang der Branche von der Nanometer-Ära zu Messungen in Angström – oder zehnmillionstel Millimeter – repräsentieren. Intel betont zwei Besonderheiten: Zum einen ist der Halbleiter rundum mit der Schaltschicht ummantelt, was die Transistoren im Chip reaktionsschneller und effizienter machen soll. Zum anderen gelang es Intel nach eigenen Angaben zum ersten Mal, die Transistoren von der Rückseite mit Strom zu versorgen. Das senke die Komplexität beim Verlegen der Leitungen zwischen den Transistoren, die sich bisher den Platz mit der Stromzufuhr teilen müssen.
Qualcomm und AWS lassen von Intel fertigen
Mit Qualcomm gibt es dafür bereits einen namhaften Kunden für den 20A. Der grösste Hersteller von Smartphone-Chips hat in der Vergangenheit TSMC und Samsung für die Herstellung seiner Produkte genutzt.
Mit AWS gibt Intel einen zweiten prominenten Kunden für die Auftragsfertigung bekannt. Der Cloud-Marktführer will bei Server-Prozessoren aus eigener Entwicklung auf Intels Technik zum Montieren von Elementen des Chipsystems setzen.