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Wasserversorgung Goldingen - Meilen
Die Geschichte des sogenannten "Goldingerwassers" beginnt 1905 in Stäfa, nachdem der Thalwiler Ingenieur Bosshard als Berater zur Problemlösung des dauernden Wassermangels, zugezogen wird. Da die Entnahme von Seewasser nicht in Frage kam, schlug Bosshard vor, Quellfassungen im Goldingertal (Kanton St. Gallen) zu erschliessen.
1906 sicherte er sich das Nutzungsrecht für ergiebige Quellen im Goldingertobel, womit der Grundstein für den Aufbau einer Versorgung für alle Gemeinden am rechten Zürichseeufer gelegt war. Die Meilemer Gemeindeversammlung erteilte dem Projekt 1908 jedoch eine Absage und alle übrigen, unterhalb Meilen gelegenen Seegemeinden, taten es ihr gleich.
Zwei Jahre später wurde das Projekt aufgrund einer neuen, günstigeren Offerte und einer Neubeurteilung einstimmig angenommen. Stäfa, Männedorf und Uetikon am See waren in der Gründung der Gesellschaft vorangegangen, welcher später auch Hombrechtikon noch beitrat. Baubeginn für die 28 km lange Wasserleitung war 1911, wobei ein Heer von Taglöhnern den Stollen- und Leitungsbau in reiner Handarbeit bewerkstelligte.
Die definitive Inbetriebnahme erfolgte im Januar 1912 und seither fliesst das Goldingerwasser ohne eine einzige Pumpe an den Zürichsee. Vom Quellertrag mit ca. 3'700 Minuten-Litern erhält Meilen als letzte Partnergemeinde noch ca. 500 l/min.
Weiter Informationen unter www.goldingen-meilen.ch