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Mehr zu diesem Thema siehe "Lichter in der Nacht - die Offenbarung des Johannes entdecken" www.lichter-nacht.ch
Könnte es sein, dass wir von Endzeit reden, aber gar nicht verstehen, was Endzeit ist – insbesondere, was die Bibel über Endzeit sagt.
Suchen wir den Begriff Endzeit in der Bibel, kommt er darin gar nicht vor. Auch das Suchen nach Endzeit mit einer Bibelkonkordanz führt uns zu keinen klärenden Bibeltexten über die Endzeit.
Aber ich liste nun einige Bibeltexte auf, welche über Endzeit reden, ohne das Wort Endzeit zu verwenden:
Hebr 1,1: «Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet durch den Sohn (Jesus Christus), den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat». «Am Ende dieser Tage» ist somit ein Synonym für Endzeit. Aber Endzeit begann gemäss diesem Bibeltext mit dem ersten Kommen von Jesus Christus. Jesus Christus war sozusagen das Reden Gottes zum Beginn und während der Endzeit, wobei diese Endzeit bis heute andauert. Anders gesagt: Endzeit begann schon vor rund 2000 Jahren und dauert bis heute an.
Endzeit wird in 1. Kor 10,10–12 mit den Worten «Ende der Zeitalter» beschrieben. Paulus schreibt in diesem Text an die Korinther, dass über sie, die damals lebten (!), dieses Ende der Zeitalter «gekommen ist».
Endzeit wird von verschiedenen Propheten im AT auch im engeren Sinn auf die letzte Phase der Zeit verstanden. Sie benutzen dazu für Endzeit die Formulierung «die letzten Tage». Beispiele: Jes 2,2 / Jer 23,20 / Hes 38,16/ Hos 3,5 / Mich 4,1.
Endzeit wird von Petrus in Apg 2,17 mit den Worten «in den letzten Tagen» beschrieben und er identifiziert damit das Geschehen zurzeit des ersten Ausgiessens des Heiligen Geistes an Pfingsten.
Endzeit wird von Petrus in 1. Petr 1,20 mit den Worten «am Ende der Zeiten» beschrieben. Er identifiziert in diesem Text diese Zeit mit dem ersten Kommen von Jesus (Weihnachten).
Endzeit wird von Judas in Jud 1,18 mit den Worten «am Ende der Zeit» beschrieben und er bezieht diese Zeit auf die damals gegenwärtige Zeit.
Endzeit dauert gemäss diesen Bibeltexten schon rund 2000 Jahre. Dass die Endzeit lange dauert, war schon für die Christen im 1. Jh. ein Problem. Petrus spricht von «Spöttern», die die Gläubigen mit den Worten provozierten: «Er, Jesus Christus, hat doch versprochen wiederzukommen! Wo bleibt er denn? Inzwischen sind die Generationen unserer Väter verstorben; aber alles ist noch so, wie es seit der Erschaffung der Welt war!» (2. Petr 3,4).
Petrus erklärt in diesem Zusammenhang, dass diese Spötter drei Fakten ignorieren:
Sie vergessen, dass Endzeit im engeren Sinn, obwohl sie lange dauert, trotzdem und unaufhaltsam zu ihrem Ziel kommen wird (2. Petr 3,5–7).
Sie vergessen, dass Gott ein anderes Zeitmaß hat als wir Menschen und dass sich das Ende der Endzeit deshalb «in die Länge zieht»: «Ein Tag ist für Gott wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein einziger Tag» (2. Petr 3,8 / Ps 90,4). Die menschliche Zeit ist begrenzt. Die göttliche nicht.
Sie vergessen, dass die Verzögerung der Wiederkunft Jesu und damit das Ende der Endzeit damit zu erklären ist, dass Gott extrem geduldig mit uns Menschen ist. Die Endzeit und ihre zeitliche Dehnung ist somit für uns Menschen eine gigantische Chance zu Gott umzukehren (2. Peter 3,9). Trotz Endzeit und dem Ende der Endzeit ist bis heute die Tür zu Gott durch Jesus Christus breit offen. Auf der Außenseite dieser Tür ist das Wort Endzeit zu lesen. Auf der Innenseite lesen wir von Gottes Geduld.
Mit dem Hinweis in 2. Per 3,10, dass Jesus wie ein Dieb kommen wird, und mit diesem Kommen «die Himmel mit gewaltigem Krachen vergehen und die Element im Brand ausgelöscht und die Erde und ihre Werke gerichtet werden» mahnt Jesus zur Wachsamkeit bezüglich der Endzeit: Diese Verzögerung der Wiederkunft Jesu, die nun schon rund 2000 Jahre auf sich warten lässt, darf die Wachsamkeit der Jesusbekenner nicht beeinträchtigen. Christen sollen jederzeit für die Wiederkunft Jesu bereit sein – egal, wann diese stattfinden wird.
Zusammenfassend:
Endzeit existiert schon lange – seit der Geburt von Jesus Christus in Bethlehem ist Endzeit.
Endzeit begann – und Endzeit endet.
Endzeit ist eine lange Zeit – aber keine endlose Zeit.
Endzeit ist eine lange Zeit – in ihrer Länge aber von Gott genau bemessen.
Endzeit ist eine gegenwärtige Realität – hier und jetzt.
Endzeit ist keine dem Herrgott entglittene Zeit – sondern spiegelt uns in ihrer Länge die gewaltige Geduld Gottes mit uns Menschen.
Endzeit ist kein Punkt, sondern ein Doppelpunkt.
Endzeit ist nicht das Ende aller Zeiten, sondern mündet in eine völlig neue Zeit.
Endzeit ist die kurze Zeit vor einer großartigen, ewigen neuen Zeit.
Endzeit ist eine kurze Zeit, auch wenn sie sich für uns Menschen lange anfühlt.
Biblisch gesehen müssen wir nach all dem bisher Entdeckten sagen: Endzeit begann mit dem ersten Kommen von Jesus Christus. Matth 24,8, Mark 13,8 und 1. Thess 5,3 bietet uns aber einen noch genaueren Blick in den Verlauf dieser Endzeit. Sie wird sich zu ihrem Ende hin wellenförmig, wie Wehen, in ihrer Häufigkeit und Heftigkeit steigern. Danach kommt das eigentliche Ende der Endzeit. Jesus Christus kommt wieder. Nach den Wehen wird eine neue Zeit geboren. Und irgendwo in einem verdichteten Wehenschmerz leiden wir uns global noch vorne durch diese Zeit hindurch – und warten auf Jesus Christus.
Endzeit als Worthülse wird gemäß meinen Beobachtungen sehr oft missbraucht. Bücher und Vorträge über die Endzeit sind oft sehr spekulativ. Sie glorifizieren die Endzeit im Sinne von «Halleluja, es ist Endzeit». Sie reden viel über Endzeit und viel zu wenig über das Tausendjahr-Reich, das endlich realisierte Reiche Gottes im vollen Umfang und über den neuen Himmel und die neue Erde danach. Stattdessen wird viel zu viel über einige Phänomene der Endzeit gesprochen und kaum über das eigentliche Anliegen der biblischen Endzeit. Anders gesagt: über das Zeil der Endzeit. Nicht das Gericht in und nach der Endzeit ist Gottes großes Anliegen, sondern das, was nach der Endzeit kommt.
Die «Endzeitrede» von Jesus in Matth 24,1–51, Mark 13,1–37 und Luk 21,5–36 bietet uns einen Fahrplan mit exakten Orts- und Zeitangeben über den Verlauf der Endzeit – wie wir das z.B. vom Bus oder der Bahn kennen. Auch nicht die Texte von Paulus über die Endzeit noch die umfassenden Texte der Offenbarung des Johannes über die Endzeit. Trotzdem fragten die Jünger in den obigen Texten nach so einem Fahrplan. Sie wollten es genau wissen. Jesus schimpfte deswegen nicht, sondern erklärte ihnen eine grobe «Routenbeschreibung» über die Endzeit – ohne Zeitangaben und ohne viele Zwischenhalte. Man könnte auch von «Ordnungen» oder «Phasen» der Endzeit reden, welche uns die Bibel bietet. Insbesondere über die letzten Phasen (die letzten Wehen) der Endzeit haben wir verhältnismassig viele Texte in der Bibel. Auf dieser Routenbeschreibung markierte Jesus den Jüngern einige markante Kennzeichen. Wir nennen sie heute «Endzeitzeichen». Der seelsorgerliche Wert dieser Endzeitzeichen ist nicht wilde Spekulation über die Endzeit, sondern das Wissen, dass Gott all das Zukünftige der Endzeit jetzt schon weiß, sieht, durchschaut. Und das ist die wirksamste Medizin gegen Zukunftsangst.
Nebenbei bemerkt: Wie Wikipedia sehr schön zeigt, ist das Phänomen Endzeit nicht ein exklusiv christlich-biblisches Thema. Deshalb gliedert Wikipedia den Beitrag in …
Endzeit im Christentum
Endzeit im Judentum
Endzeit im Islam
Manchmal hilft es, ein Thema ungewohnt zugänglich zu machen. Deshalb schliesse ich diesen Beitrag über Endzeit mit Spoken-Words ab:
Endzeit ist nicht das Ende der Zeit.
Endzeit ist bloß der Durchgang von einer Zeit zu einer anderen.
Endzeit ist das Ende unserer Jetzt-Zeit.
Danach kommt eine neue Zeit.
Endzeit ist Wendezeit.
Endzeit beendet die alte Zeit.
Endzeit stellt die Zeiger auf Null.
Danach kommt die unendlich neue Zeit.
Endzeit ist Wendezeit.
Endzeit beendet die alte Zeit.
Endzeit stellt die Zeiger auf Null.
Danach kommt die unendlich neue Zeit.
Endzeit ist nicht nur hässlich und beängstigend.
Endzeit ist eine Chance.
Endzeit ist Durchgangszeit.
Danach kommt Herrlichkeit.
Endzeit ist keine Sackgasse.
Endzeit ist eine Brücke.
Endzeit führt von da dorthin.
Danach werden wir sein «wie die Träumenden».
Endzeit ist kein Fass ohne Boden.
Endzeit ist aber auch kein Boden ohne Fass.
Endzeit ist der volle Inhalt von der Geburt Jesu bis zu seiner Wiederkunft.
Danach werden wir in der Fülle baden wie in einem Fass voll frischem Wasser.
Endzeit ist kein statischer Zustand.
Endzeit ist eine dynamische Entwicklung.
Endzeit entwickelt sich wie Wehen zu ihrem schmerzvollen und blutigen Ende hin.
Danach wird etwas völlig Neues geboren.
Endzeit schmerzt. Aber mitten Im Schmerz leuchtet Hoffnung auf.
Endzeit weckt Sehnsucht nach dieser Hoffnung.
Endzeit zwingt zum Aufgeben der alten menschlichen Illusionen.
Danach setzt sich neue, göttliche Hoffnung durch.
Endzeit macht Angst.
Endzeit nährt die Angst vor der Angst.
Endzeit zeigt mir meine Ohnmacht gegenüber der Angst.
Danach bricht die Angst in sich zusammen.
Endzeit ist kein göttliches Entgleiten.
Endzeit ist ein menschliches Entlarven.
Endzeit entlarvt das, was wir als gefallene Menschheit sind.
Danach folgt die Enthüllung des göttlich Neuen.
Endzeit zerstört.
Endzeit ist eine gestörte Zeit.
Endzeit bringt alles durcheinander.
Danach wird alles neu.
Endzeit ist nicht Hängematte.
Endzeit schüttelt.
Endzeit rüttelt.
Danach wartet die herrliche Ruhezeit.
Endzeit ist kein lokales Problem.
Endzeit ist global.
Endzeit begegnet uns allen.
Danach wird sich Gottes Friedensreich global durchsetzen.
Endzeit ist kein Modewort in düsteren Zeiten.
Endzeit ist Realität.
Endzeit wird zeigen, dass alles Geschaffene ein Verfalldatum hat.
Danach kommt das Ewige, das Unvergängliche, das Unbeschreibliche, das Herrliche.
Endzeit ist kein Thema, um sich darüber zu streiten.
Endzeit ist ein Thema, um darüber zu forschen, zu lehren, zu diskutieren.
Endzeit ist jedoch ein Thema, das wir nicht in allen Feinheiten verstehen.
Danach kommt aber die Zeit, wo wir alles exakt sehen, staunen und verstehen wie es ist.
Endzeit ist kein kompliziertes Thema.
Endzeit sagt bloß, dass etwas schlicht und ergreifend ein Ende haben wird.
Endzeit sagt, dass Altes vergehen wird.
Danach folgt das unkompliziert Neue.
Endzeit ist nicht da, um wild zu spekulieren.
Endzeit ist da, um nach vorne zu schauen.
Endzeit ist da, um nach oben zu blicken.
Danach hielten alle Propheten und Lehrer der Bibel Ausschau.
Endzeit ist kein wild flimmernder Bildschirm.
Endzeit ist aber auch kein eindeutig klares Bild.
Endzeit ist ein Bild, auf dem wir nur die Umrisse sehen.
Danach aber wird alles klar: Die Striche, der Inhalt, die Farben.
Endzeit ist kein unbekanntes Loch.
Endzeit wird in der Bibel von fast allen Autoren erwähnt.
Endzeit ist ein großes Thema in der Bibel.
Danach kommt aber das, wovon noch mehr in der Bibel geschrieben steht: ein neuer Himmel und eine neue Erde.
Endzeit ist kein Leeres Blatt.
Endzeit ist aber auch nicht das dickste Buch der Welt.
Endzeit besteht bloß aus den Worten, die wir als Menschen einigermaßen verstehen können.
Danach aber werden wir vor lauter hören und staunen vergessen, den Mund zu schließen.
Endzeit ist der Bibel nicht fremd.
Endzeit wird in fast allen Texten der Bibel beschrieben.
Endzeit ist die letzte Müllhalde der menschlichen Geschichte.
Danach wird sich die Erlösung durch Jesus Christus und seinem Reich durchsetzen.
Endzeit ist biblisch.
Endzeit ist ein großes Thema der Bibel.
Endzeit ist ein großes Thema der Bibel, denn fast alle Teile der Bibel greifen das Thema auf.
Danach aber – nach der Endzeit – werden wir erst umfassend verstehen, was uns die Bibel über die Endzeit sagen wollte.