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In einem Bericht des JISC (Joint Information Systems Committee) wurden kürzlich Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die das digitale Lernerlebnis von Schülern & Schülerinnen und Studierenden behandelt. Die Umfrage wurde zwischen Oktober 2019 und Mai 2020 durchgeführt, wobei die Mehrheit (90%) der Befragten die Umfrage vor dem Lockdown im Vereinigten Königreich ausgefüllt hat. Insgesamt haben 39.712 Studierende aus 64 Organisationen (sowohl weiterführende als auch höhere Bildungseinrichtungen) an dieser Umfrage teilgenommen. Die Website Media & Learning hat mehrere Tipps für die Einbindung von Videos in die Lehre aus dem Bericht zusammengefasst, die wir im Folgenden verkürzt darstellen.
Tipp 1: Vorlesungsaufzeichnungen zur Verfügung stellen
Es ist wahrscheinlich wichtiger denn je, Vorlesungsaufzeichnungen zur Verfügung zu stellen, um Studierende ideal zu unterstützten. Die Befragten äußerten sich besonders lautstark über die Bedeutung von Videomaterial für die Wiederholung von Vorlesungen, und dies nicht nur in diesen besonderen Zeiten. Studierende erklärten (Zitate von Befragten sind im Bericht enthalten), dass aufgezeichnete Vorlesungen sich besonders gut für die Vorbereitung auf Examen eignen, um alle Sinne (hören, sehen) zu bedienen und schon Bekanntes aus der Vorlesung erneut zu wiederholen.
Tipp 2: Kursbezogene Videos zur Unterstützung des Lernens zur Verfügung stellen
Die Schülerinnen und Schüler wurden gebeten, aus folgenden Optionen eine auszuwählen, die für sie als Lernende am nützlichsten ist: interaktive Umfragen oder Quizfragen im Unterricht, Online-Arbeit mit anderen Schülerinnen und Schülern, online verfügbare Übungsfragen, Literaturhinweise, sowie kursbezogene Videos. 1 von 4 Befragten gab an, dass Online-Videos und -Ressourcen sie am meisten unterstützen.
Tipp 3: Zunehmende Relevanz von Youtube für das Lernen erkennen
Als die Befragten gebeten wurden, ein digitales Tool oder eine App zu nominieren, die die Studierenden als wirklich nützlich für das Lernen empfinden, nannten 15,3 % der Studierenden Youtube. Im letzten Jahr haben nur 3 % der Studierenden diese Plattform nominiert. Dieser drastische Anstieg unterstreicht die zunehmende Nützlichkeit von Youtube im Lernkontext. Wie unsere Kolumne von September aufgezeigt, gibt es ganz einfache Techniken, um mit dem Smartphone Lernvideos für Youtube zu drehen.
Tipp 4: Online-Zusammenarbeit fördern
Obwohl Social-Media-Plattformen wie Facebook, WhatsApp und Snapchat die bevorzugten Plattformen für die Sofortkommunikation sind, gab 1 von 10 Studierenden im Hochschulbereich an, dass sie Videokonferenz- Tools für die Zusammenarbeit und Diskussion von Kursarbeiten mit Gruppenmitgliedern nutzen, im Vergleich zu 1 von 5 Studierenden in der Weiterbildung. Es ist ziemlich alarmierend, dass eine bedeutende Anzahl von Studierenden angab, noch nie online mit anderen Lernenden zusammengearbeitet zu haben, nämlich 33% in der Weiterbildung und 44% in der Hochschulbildung (obwohl diese Zahlen anders ausfallen könnten, wenn diese Umfrage während der Sperrzeit durchgeführt worden wäre). Der Bericht deutet darauf hin, dass nur sehr wenige Lernende online mit anderen Lernenden zusammenarbeiten. Auch wenn sich eine physische Zusammenarbeit nicht durch eine Video-Konferenz ersetzten lässt, glauben wir, dass Studierende in der jetzigen Situation diese Lösungen nutzen sollten, um die Motivation zum Studium aufrechtzuerhalten und das Gefühl der Isolation zu mildern. In diesem vergangenen Blog-Beitrag haben wir aufgezeigt, wie das Tool Miro auch wunderbar für die interaktive Zusammenarbeit in einem digitalen Lernumfeld genutzt werden kann.
Autor: Lena-Marie Paetzmann