Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03366.jsonl.gz/2845

Nach dem Tod von August Forrer wurde die «Harmonie» Lichtensteig von Paul Schöbi junior geleitet, dem eine Beteiligung an nationalen Wettbewerben ebenso wichtig war. 1981 spielten die Lichtensteiger am «Eidgenössischen» in Lausanne in der zweiten Klasse, konnten aber nicht wie in früheren Zeiten grossen Erfolg feiern, was wohl mit den zahlreichen personellen Wechseln zu tun hatte.
Partnerschaften im Ausland
Im Juni 1981 wurde Lichtensteig vom Werksblasorchester der «Voest Alpine» Linz besucht, welches von der Musikgesellschaft empfangen wurde und im «Kronen»-Saal ein Galakonzert gab. Im selben Jahr besuchte die «Harmonie» die Partnergemeinde von Lichtensteig: Adelberg in Baden-Württemberg. Dorthin brachten die Lichtensteiger einen musikalischen Gruss und erfreuten die Adelberger mit einer gelungenen Darbietung.
1982 folgte ein Gegenbesuch der «Harmonie» Lichtensteig in Linz, mit einem Konzert im Stadtzentrum. 1983 war die «Schurwald-Trachtenkapelle» aus Adelberg in Lichtensteig eingeladen und beteiligte sich am Einweihungsfest der Umfahrungsstrasse. Das Fest und der grosse Festumzug vom 18. Juni 1983 war der letzte Anlass dieser Art, der von allen Lichtensteigern mit viel Enthusiasmus getragen wurde. Am 19. Juni stand das Festzelt im «Flooz» ganz der «Harmonie» zur Verfügung. Die Adelberger gaben zusammen mit der Musikgesellschaft Lichtensteig ein Frühschoppenkonzert mit anschliessendem Mittagessen, dessen Erlös einer Neuuniformierung diente.
Dirigent mit Doktorwürde
Paul Schöbi erhielt Ende 1983 die Doktorwürde und verliess Lichtensteig aus beruflichen Gründen. Deshalb trat er als Dirigent zurück und leitete zum Abschied das Neujahrskonzert 1984. In jenem Konzert konnte Paul Schöbi sein ganzes Können unter Beweis stellen und überraschte das Publikum mit aussergewöhnlicher und moderner Musik. Als Nachfolger wählte die Harmonie Peter Lenz, der aber nur bis zur Neuuniformierung am 1. September 1984 im Amt blieb.
Uniformenweihe
Die Blockfabrik feierte am 31. August 1984 ihr 100-jähriges Bestehen. Dieses Fest konnte durch mehrere Auftritte der Musikgesellschaft bereichert werden. Am 1. September durfte die «Harmonie» im gleichen Festzelt eine neue Uniform entgegennehmen. Dank grosszügiger Unterstützung von Industrie, öffentlicher Hand, Musikfreunden und Gönnern, waren die nötigen Finanzen für die teure Massarbeit erbracht worden. Die Uniformenweihe wurde durch die «Harmonie» Ebnat-Kappel musikalisch umrahmt.
Erneute Erfolge
Am 6. Januar 1985 leitete Urs Lenherr aus Wattwil sein erstes Kirchenkonzert. Schon das Konzertprogramm allein war verheissungsvoll und anspruchsvoll zugleich. Es enthielt mehrere klassierte Werke, eines davon sogar in der ersten Klasse. Der gesteigerte Leistungswille motivierte die Vereinsmitglieder zu einer erneuten Teilnahme an einem Eidgenössischen Musikfest. 1986 fanden sich die Lichtensteiger in Winterthur im ersten Drittel der Schlussrangliste in der zweiten Klasse.
Unterhaltungskonzerte
Urs Lenherr dirigierte die «Harmonie» Lichtensteig bis Anfang 1989 und übergab die Stabführung an den passionierten Bassisten Jörg Blättler. Unter seiner Leitung besuchten die Lichtensteiger 1989 das Kantonal Musikfest in Gossau. Da der gewünschte Erfolg in der zweiten Klasse ausblieb, konkurriert die «Harmonie» Lichtensteig seither in der dritten Klasse. Mit Jörg Blättler feierten die Lichtensteiger grosse Erfolge mit ihren schwungvollen Unterhaltungskonzerten.
♦ 1981 Eidgenössisches Musikfest in Lausanne ♦ 1984 Abschied von Paul Schöbi ♦ 1984 Neuuniformierung ♦ 1985 Urs Lenherr leitet die «Harmonie» erstmals ♦ 1986 Othmar Koller wird zum Ehrenpräsident ernannt ♦ 1986 Eidgenössisches Musikfest in Winterthur ♦ 1989 Kantonal Musikfest in Gossau