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Obstmaden,
kleine Schmetterlingsraupen, die während ihrer Entwicklung in den Früchten verschiedener Obstarten leben und sich vom Obstfleisch oder von den unreifen Samen [* 3] nähren. Sie stammen von Wicklern (s. d.), die ihre Eier [* 4] einzeln an die unreifen Früchte oder in die Blüten legen, in die sich die ausschlüpfenden Raupen einbohren. Hauptsächlich sind es die Raupen des Apfelwicklers (Tortrix pomonana L.) und des Pflaumenwicklers (Tortrix funebrana Tr.), erstere an Kernobstfrüchten (Äpfeln, Birnen), letztere an Aprikosen und Pflaumen.
Ende Juli verlassen die ausgewachsenen Raupen die Früchte, um sich ein Winterquartier zu suchen; die des Apfelwicklers verkriechen sich hinter die Rindenschuppen des Stammes, die der andern Art bohren sich in die Erde, um sich beide im Frühjahr zu verpuppen. Sofortiges Sammeln und Vernichten des herabgefallenen wurmstichigen Obstes, das Abkratzen der Baumrinde und Umgraben der Baumscheiben im Winter oder Frühjahr schützt vor Überhandnahme der Insekten. [* 5]