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25.03.2024
Viele Menschen verstehen Texte in Leichter Sprache besser.
Auf dieser Webseite gibt es darum neu:
Informationen über Erd-Beben in Leichter Sprache.
Diese Themen gibt es in Leichter Sprache:
Alle Menschen sollen Zugang haben zu wichtigen Themen.
Ein wichtiges Thema ist zum Beispiel:
Gefahren aus der Natur.
Erd-Beben sind eine Gefahr aus der Natur.
Erd-Beben können gefährlich sein.
Informieren Sie sich deshalb über Erd-Beben.
So kommen Sie zu den Themen in Leichter Sprache:
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Oder klicken Sie auf diesen Link:
Informationen über Erd-Beben in Leichter Sprache.
Menschen mit Lernschwierigkeiten, kognitiven Beeinträchtigungen, einer anderen Muttersprache, oder einer Krankheit wie Demenz haben oft Mühe, Texte zu verstehen. Die Leichte Sprache ist ein Hilfsmittel, damit auch sie sich eigenständig informieren und entsprechend handeln können. Besonders relevant ist dies für Themen wie Erdbeben, welche die gesamte Bevölkerung betreffen. Zusammen mit dem Büro für Leichte Sprache Pro Infirmis hat der Schweizerische Erdbebendienst deshalb Informationen über Erdbeben in der Schweiz sowie zum empfohlenen Verhalten in die Leichte Sprache überführt und mit der Zielgruppe getestet. Die Texte sind auf Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch verfügbar.
18.03.2024
Am Montag, den 18. März, hat sich am späten Nachmittag um 16:52 Uhr (Lokalzeit) ein Erdbeben der Magnitude 3.4 mit einer Tiefe von etwa 7 km im Val Bavona ereignet. Das Beben wurde in einem Umkreis von bis zu 50 km, in Leventina, Maggia- und Verzascatal, vereinzelt auch bis ins Wallis, leicht verspürt. Bei einem Beben dieser Magnitude sind im Allgemeinen keine Schäden zu erwarten.
Kleinere Beben sind in dieser Region keine Seltenheit, dieses Beben ist das bisher stärkste aufgezeichnete in der näheren Umgebung des Bavona-Tals, gefolgt von vier Beben mit Magnituden von 2.5 bis 2.8, die sich zwischen 2008 und 2020 ereignet haben.
27.02.2024
In der Nacht von Montag auf Dienstag, den 27. Februar hat sich um 02:21 Uhr (Lokalzeit) unweit der französisch-schweizerischen Grenze zwischen Saignelégier und Porrentruy in der Haute-Ajoie im Kanton Jura ein Erdbeben der Magnitude 3.4 in einer Tiefe von etwa 5 km ereignet. Das Beben wurde in der näheren Umgebung deutlich verspürt, trotz der nächtlichen Stunde gingen etwa 20 Verspürtmeldungen beim Schweizerischen Erdbebendienst ein. An Orten nordöstlich des Bebens wurden die Erschütterungen zum Teil in grösserer Distanz verspürt. Bei einem Erdbeben dieser Stärke sind normalerweise keine Schäden zu erwarten.
In der Haute-Ajoie wurden seit Dezember 2021 vermehrt Beben gemessen. Das aktuelle Beben ist dabei schwächer als mehrere der vorangegangenen Beben vom Dezember 2021 (Magnitude 4.1), März 2023 (Magnitude 4.3) und Mai 2023 (Magnitude 3.8), die ebenfalls verspürt wurden.
22.02.2024
Nach einem grösseren Erdbeben wären es vielerorts die Feuerwehren, die als erste Hilfe leisten. Im Rahmen einer regulären Weiterbildung der Feuerwehren des Kantons Zürich, setzten sich diejenigen mit dem Spezialfall Erdbeben auseinander, welche die Einsätze leiten und Mitglieder der Feuerwehren ausbilden. Angeleitet durch Fachpersonen des Erdbebendienstes spielten sie mögliche Auswirkungen und Herausforderungen eines grossen Erdbebens durch. Ein Erdbeben der Magnitude 6 bei Winterthur diente dabei aus Ausgangslage. Das zu erwartende Schadensgebiets wäre weiträumig und würde insbesondere die Kantone Zürich, Thurgau, St. Gallen und Aargau betreffen. Die Erschütterungen des Bebens wären in der ganzen Schweiz zu spüren. Ein solches Ereignis würde die Feuerwehren nicht nur in ihrem Kerngebiet der Brandbekämpfung fordern, sondern auch in der Bergung von Personen. Die Schulung zielte darauf ab, das Bewusstsein für die Auswirkungen von Erdbeben zu schärfen und sich mit den vorhandenen Grundlagen vertraut zu machen, welche die Ereignisbewältigung unterstützen können.
07.02.2024
Rund 1’500 Erdbeben hat der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich in der Schweiz und dem grenznahen Ausland im vergangenen Jahr aufgezeichnet. Dies ist die zweithöchste Anzahl nach 2019. Die meisten der registrierten Erdbeben im Jahr 2023 (Animation) stammen von Erdbebensequenzen nahe der Schweizer Grenze bei Singen (D), Sierentz (F) und Courmayeur (I). Ebenfalls im Zuge einer Sequenz in der Haute Ajoie bei Réclère (JU) ereignete sich das stärkste Beben des letzten Jahres mit einer Magnitude von 4.3. Weitere lokal spürbare Beben gab es bei Rossens (FR), Tiefencastel (GR), Vaduz (FL) und Mollis (GL).Weiterlesen...
Das vergangene Jahr war seismisch durch mehrere Erdbebensequenzen geprägt, bei denen über einige Tage oder gar Monate lokal begrenzt zahlreiche Beben auftraten. Aus ihnen resultierten die drei stärksten Beben des letzten Jahres. An erster Stelle steht das Erdbeben in der Haute Ajoie bei Réclère (JU) mit einer Magnitude von 4.3, das sich am 22. März ereignete. Es handelt sich dabei gleichzeitig um das stärkste Beben, das in den letzten 100 Jahren in dieser Region aufgezeichnet wurde. Die Erschütterungen des Bebens waren im Jura und dem gesamten westlichen Mittelland deutlich zu spüren. Vereinzelte Berichte gab es ebenfalls aus Lausanne, Bern, Luzern sowie aus Zürich. Auch das zweitgrösste Beben im Jahr 2023 mit einer Magnitude von 3.8 (29. Mai) ereignete sich als Teil dieser Sequenz. Bereits an Weihnachten 2021 kam es in diesem Gebiet zu einem Erdbeben mit einer Magnitude von 4.1, worauf mehrere Nachbeben folgten.
Das drittgrösste Beben des vergangenen Jahres fand ausserhalb der Schweiz im Elsass bei Sierentz (F) statt und war bis in die Region Basel und den westlichen Aargau verbreitet spürbar. Das Erdbeben hatte eine Magnitude von 3.6 und steht in Zusammenhang mit dem Magnitude-4.7-Beben, das sich dort im September 2022 ereignete. Diese Beben liegen in dem seismisch aktiven Oberrheingraben, der sich von den Vogesen bis zum Schwarzwald erstreckt. Für weitere kleinere, ebenfalls spürbare Beben in der Schweiz sorgte ein Erdbebensequenz im Hegau-Bodensee-Graben bei Singen (D). Seit Juni 2023 gab es dort insgesamt zehn Beben mit einer Magnitude von 2.5 und mehr. Die bisher stärksten Beben dieser Sequenz ereigneten sich am 27. Juni (Magnitude 3.1), am 29. Juni (Magnitude 3.2) und am 25. August (Magnitude 3.4). Alle drei wurden in der Schweiz vereinzelt verspürt, insbesondere in der Region Schaffhausen.
Die meisten der rund 1’500 registrierten Erdbeben waren zu schwach, um von der Bevölkerung verspürt zu werden. 28 Erdbeben und somit gleich viel wie im Jahr 2022, und leicht mehr als im langjährigen Durchschnitt, hatten eine Magnitude von 2.5 und grösser. Ab dieser Stärke werden Erdbeben in der Regel nahe dem Epizentrum verspürt, wie die Erdbeben im März bei Tiefencastel (GR) mit einer Magnitude von 2.6 und Rossens (FR) mit Magnituden von 2.7 und 3.0.
Im vergangenen Jahr gab es zudem einige Erdbeben, die trotz kleinerer Magnitude deutlich verspürt wurden. Dies ist meist auf eine Kombination aus geringer Tiefe, Verstärkungseffekten des lokalen Untergrunds und anderen topografischen Einflüssen sowie dem Zeitpunkt des Bebens zurückzuführen. Am Morgen des 31. Mai, kurz vor 6 Uhr, nahmen über 50 Personen nahe von Vaduz (FL) leichte Erschütterungen aufgrund eins Bebens mit einer Magnitude von 1.8 wahr. Mit einer Magnitude von 1.6 nochmals kleiner war das Beben vom 14. Dezember, das sich kurz nach Mitternacht bei Mollis (GL) ereignete. Der Erdbebenherd befand sich mit wenigen hundert Metern Tiefe sehr nahe an der Oberfläche, was ausreichte, um mehrere Personen in Mollis und Näfels zu wecken.
Obwohl jedes Jahr mehrere Tausend Menschen die Erschütterungen von Erdbeben bemerken, sind die Erinnerungen an grössere Schadensbeben in der Schweiz verblasst. Das im Jahr 2023 erstmals veröffentlichte Erdbebenrisikomodell der Schweiz zeigt allerdings, dass die Folgen von Erdbeben auf Gebäude sowie die damit verbundenen finanziellen und menschlichen Verluste sehr hoch ausfallen können. Insbesondere städtische Gebiete sind aufgrund ihrer Bevölkerungsdichte und Anzahl Gebäude von einem grossen Erdbebenrisiko betroffen. Der SED hat das Erdbebenrisikomodell im Auftrag des Bundesrates zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU), dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS), der EPFL und weiteren Partnern aus der Industrie entwickelt. Es dient als wertvolle Grundlage für Bevölkerung, Behörden und Wirtschaft, um sich auf Erdbeben vorzubereiten und das nächste Schadensbeben besser zu bewältigen.
18.01.2024
Am Donnerstag, 18. Januar 2024 um 15:10 Uhr (Lokalzeit) hat sich beim Aroser Rothorn (GR) ein Erdbeben mit einer Stärke von 3.0 in einer Tiefe von etwa 6.4 km ereignet. Innerhalb der ersten Stunde nach dem Erdbeben sind beim Schweizerischen Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ca. 50 Verspürtmeldungen eingegangen. Die Berichte über Erschütterungen stammen überwiegend aus dem Gebiet um Arosa, Lenzerheide, Valbella, Chur und Davos. Bei einem Erdbeben dieser Stärke ist in der Regel nicht mit Schäden zu rechnen.
Schon am Vormittag gab es um 10:03 Uhr (Lokalzeit) ein Beben der Stärke 2.5 ungefähr am selben Ort, das in der Nähe vereinzelt verspürt wurde. Die Beben ereigneten sich ungefähr je 15 Kilometer südlich von Chur und südwestlich von Davos.Weiterlesen...
04.01.2024
Heute Morgen, am 4. Januar 2024, wurde ab 7:37 Uhr (Ortszeit) in der Region Sörenberg (LU) eine Erdbebensequenz mit bisher rund einem Dutzend Beben mit Magnituden zwischen 1.5 und 3.0 gemessen. Die bis jetzt stärksten Beben mit Magnituden von 2.8, 3.0 und 2.9 fanden dabei innerhalb der ersten Minute statt und wurden von der Bevölkerung im Umkreis von rund 15 km auch teilweise verspürt. Schäden sind bei Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.
Seit Beginn der modernen Erdbebenüberwachung in der Schweiz vor etwa 40 Jahren haben sich in der Region Sörenberg bisher kaum Erdbeben ereignet. Wie sich diese Erdbebensequenz nun weiter entwickeln wird, kann nicht detailliert vorausgesagt werden. Es ist aber zu erwarten, dass sich in den nächsten Stunden und Tagen noch weitere kleine Erdbeben ereignen werden.Weiterlesen...
Solche Sequenzen mit mehreren Beben vergleichbarer Stärke kommen in der Schweiz häufig vor. Momentan gibt es sie zum Beispiel auch bei Réclère (JU) in der Ajoie, oberhalb von Sion (VS) und zwischen Courmayeur (I) und der Schweizer Grenze.