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Unteraargletscher
(Kt. Bern, Amtsbez. Ober Hasle). 2471-1879 m. 7,5 km langer und im Maximum 1,5 km breiter Thalgletscher, der aus der Vereinigung von Finsteraar- und Lauteraargletscher entstellt. Seinem Zungenende entspringt der Hauptquellarm der Aare, dem sofort von rechts her der Schmelzwasserbach des Oberaargletschers zufliesst. Die Gletscherzunge verschwindet zum Teil vollständig unter den enormen Trümmer- und Schuttmassen der Mittel- und Randmoränen. Am obern W.-Ende und vor dem Fuss des Abschwung befand sich bei dem mit 2471 m kotierten Punkt um die Mitte des 19. Jahrhunderts das sog. Hôtel des Neuchâtelois (s. diesen Art.), eine Schutzhütte, die einer ganzen Reihe von gelehrten Erforschern des Gletscherphänomens längere und kürzere Gastfreundschaft geboten hat.
Auf der Eisoberfläche kann man prachtvoll ausgebildete Gletschertische beobachten. Der
Unteraargletscher wird getrennt:
vom
Oberaargletscher durch die das
Scheuchzerhorn, den
Thierberg, das
Escherhorn, den
Desorstock und die
Zinkenstöcke tragende
Kette vom
Bächligletscher durch den mächtigen
Kamm mit
Bächlistock,
Brandlammhorn,
Brunberg und
Juchlistock;
vom Hühnerthäligletscher durch die Gruppe der Hühnerstöcke und vom Grünbergligletscher durch den vom Hubelhorn zum Ewigschneehorn ziehenden Kamm.
Passübergänge sind: der Thierbergpass (oder Scheuchzerjoch) zum Oberaargletscher, die Fellenberglücke (oder Brandlammlücke) zum Bächligletscher, der doppelte Hühnerthälipass zum Hühnerthäligletscher, sowie endlich die Hühnerlücke und die Hubellücke zum Grünbergligletscher hinüber. Ausgangspunkt für Berg-, Pass- oder Gletschertouren ist für gewöhnlich der in den Felsen links über dem Gletscher stehende Pavillon Dollfus (2393 m), der das ganze Eisfeld beherrscht. Die Gletscherzunge liegt bloss 1½ Stunden wsw. vom Grimselhospiz.