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Spitzenreiter Kris Meeke (Citroën) hätte den Sieg gut einen Kilometer vor dem Ziel fast noch weggeworfen. In einer schnellen Rechtskurve flog er über eine Hecke und ein parkendes Auto und hatte ein Riesenglück, dass er nirgendwo einschlug. Nach einem Slalom über einen Parkplatz fand er den Weg auf die Strecke zurück und fuhr ins Ziel. Dort hatte er noch 13.8 Sekunden Vorsprung auf Sébastien Ogier (Ford) und feierte so einen verdienten, glücklichen Sieg. Das war auch Meeke selbst bewusst. «Das ist ein Weg, eine Rallye zu beenden, aber das hätten wir nicht gebraucht. Da hatten wir richtig Glück», so Meeke. Um ein Haar hätte sich der Nordire mit seiner «Spezialeinlage» selbst um den Lohn seiner Arbeit gebracht. Und das nach einem bis dahin überzeugenden Wochenende. Meeke und sein Citroën C3 wirkten in Mexiko wie neu. Nachdem das Duo und Beifahrer Paul Nagle in Monte Carlo und Schweden eine Reihe von Fehlern produzierten, gab Meeke in Mexiko von Anfang an die «Pace» vor.
Ogier nun WM-Leader
Mit einer souveränen Bestzeit bei der vierten Wertungsprüfung übernahm er die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Meeke profitierte auch davon, dass sein Auto im Gegensatz zu den Boliden der Konkurrenz in der dünnen Höhenluft Mexikos nicht überhitzte. Quer durch alle Hersteller trat dieses Problem am ersten Tag auf. Bei kühleren und teils regnerischen Bedingungen an den Folgetagen waren Temperaturprobleme dann kein Thema mehr.
Ogier war in Mexiko nicht in der Lage, um den Sieg mitzukämpfen. Beim ersten Schotterlauf des Jahres wurde offensichtlich, dass sich der Weltmeister in seinem Ford Fiesta WRC noch nicht hundertprozentig wohlfühlt. Ogier leistete sich einige Fahrfehler, unter anderem einen Dreher bei der 14. Wertungsprüfung. Am Ende konzentrierte sich der Franzose darauf, Rang zwei abzusichern, durch den er die Gesamtführung in der WM übernahm. «Wir haben getan, was wir konnten. Das ist ein wichtiges Resultat», sagt Ogier.
Neuville auf dem Podest
Nachdem Thierry Neuville in Monte Carlo und Schweden das Tempo vorgelegt hatte, spielte Hyundai in Mexiko im Kampf um den Sieg keine Rolle. Dazu trugen auch technische Probleme bei. Am ersten Tag kam es bei allen drei i20 Coupé WRC zu Fehlzündungen, die erst nach einem Wechsel der Benzinfilter verschwanden. Durch die Probleme hatte sich Neuville zu Beginn des zweiten Tages schon eine Minute Rückstand eingehandelt. Diese holte der Belgier nicht mehr auf, kam aber auf Rang drei ins Ziel. Nach zwei Unfällen bei den ersten beiden Rallyes des Jahres durfte er sich immerhin über das erste Podium der Saison freuen. Zudem gewann Neuville die Powerstage und kassierte somit fünf Zusatzpunkte.
Auf nach Korsika
In der WM-Fahrerwertung führt nach 3 von 13 Saisonläufen Ogier. Der Franzose hat 66 Punkte auf dem Konto, Latvala kommt als erster Verfolger auf 57 Zähler. Dritter ist Ott Tänak mit 48 Punkten. In der Herstellerwertung liegt M-Sport mit 103 Punkten klar in Führung, gefolgt von Toyota mit 67 und Hyundai mit 65 Punkten. Weiter geht es mit der Rallye-WM vom 7. bis 9. April. Dann steht mit der Rallye Frankreich auf Korsika die erste Asphaltrallye des Jahres auf dem Programm.