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Das sieht eine am ersten Weihnachtstag veröffentlichte Regierungsverordnung vor. Drei Tage zuvor hatte Ministerpräsident Dmitrij Medwedew eine administrative Beschränkung der Getreideausfuhren angekündigt. Medwedew hatte dabei auf die zuletzt verzeichnete Beschleunigung des Getreideexports hingewiesen. Unter diesen Umständen müsse die Regierung für die Sicherung einer Reserve sorgen, um eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Brot und anderen Getreideprodukten sowie der Veredlungswirtschaft zu gewährleisten.
Medwedews Stellvertreter Arkadij Dworkowitsch bezifferte das gesamte Getreideexportpotential für 2014/15 auf 28 Mio t und wies darauf hin, dass in der laufenden Saison bereits etwa 21 Mio t Getreide ausgeführt worden seien. Dworkowitsch beklagte in dem Zusammenhang falsche Mengenangaben zu den Getreideexporten. Bereits Mitte Dezember hatte die nationale Eisenbahngesellschaft die Beförderung von Getreide zu den Seehäfen mit Hinweis auf die verspätete Rückgabe von Waggons eingeschränkt und den Tarifrabatt von 11,8 % für Transporte von Exportgetreide ausgesetzt.
Der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) hatte gleichzeitig die Ausstellung von Exportzertifikaten für Getreide eingeschränkt. Betroffen hiervon sind laut Angaben der Nationalen Assoziation der Agrarexporteure (NAESP) alle Destinationen mit Ausnahme von Ägypten, der Türkei, Indien und Armenien. Die Russische Getreideunion stellte fest, dass dadurch die Ausführung von Exportverträgen für gut 2 Mio t Getreide blockiert sei.