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Anlässlich der Eröffnung der
3. Teilsession 2018 der
Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PVER) fand die Neuwahl eines Präsidenten oder einer Präsidentin der PVER statt. Dabei wurde die Genfer Ständerätin Liliane Maury Pasquier zu deren neuen Präsidentin gewählt. Frau Maury Pasquier ist, nach dem ehemaligen Genfer National- und Ständerat
Olivier Reverdin (LDP), der von 1969 bis 1972 Präsident der PVER war, die zweite Vertreterin der Schweiz und die vierte Frau seit der Gründung der PVER vor fast 70 Jahren, welche das Amt als Präsidentin ausüben wird. Die ausserordentliche Neubesetzung des Präsidiums wurde notwendig, da der amtierende Präsident
Michele Nicoletti im März dieses Jahres die Wiederwahl in die Abgeordnetenkammer Italiens verpasste und somit auch seinen Anspruch auf einen Sitz in der PVER verlor.
Liliane Maury Pasquier ist seit 2007 Vertreterin des Kantons Genf im Ständerat. Zuvor sass sie während zwölf Jahren im Nationalrat, den sie im Jahr 2002 präsidierte. Seit 2008 ist Ständerätin Maury Pasquier Mitglied der
Schweizer Delegation bei der PVER. Während dieser Zeit leitete sie die Delegation als Präsidentin von 2011 bis 2013.
Vor ihrer Wahl zur Präsidentin der PVER war Liliane Maury Pasquier bereits in den wichtigsten Gremien der parlamentarischen Versammlung vertreten, namentlich im
Büro, im
Präsidialkomitee, im
gemischten Ausschuss und in der
ständigen Kommission. Darüber hinaus präsidierte sie in den Jahren 2012 und 2013 die
Kommission für soziale Fragen, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung und in den Jahren 2016 und 2017 die
Kommission für das Reglement, Immunitäts- und institutionelle Fragen der Versammlung. Insbesondere mit letzterem Amt schuf sie sich einen Namen und grosses Ansehen im Rahmen der Aufarbeitung der Korruptionsvorwürfe, welche die Versammlung im vergangenen Jahr stark beschäftigt haben. Liliane Maury Pasquier wird ihr Amt als Präsidentin der PVER per sofort antreten und heute Montag erstmals die Sitzungen der parlamentarischen Versammlung präsidieren.