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7. März 2004
28. März 2004: Auswahl der Jury hat begonnen
Am Donnerstag begann die Auswahl der 19 Grand Jury-Geschworenen, die neben anderen Fällen auch für den Fall um Michael Jackson zuständig sein werden. Etwa 100 mögliche Geschworene sind vorgeladen worden. Der zuständige Richter verbot jedoch Fotos von oder Kommunikation mit allen möglichen Geschworenen. Es ist auch verboten, die Geschworenen beim Betreten oder Verlassen des Gerichtsgebäudes und jedes anderen Ortes, der von der Grand Jury genutzt wird, zu fotografieren. Die Anordnung von Judge Anderson verbietet den Medien nicht nur, mit den Grand Jury-Geschworenen zu sprechen, sondern auch mit denen, die vor der Grand Jury als Zeugen aussagen. Normalerweise werden die Grand Jury-Geschworenen direkt nach ihrer Wahl vom Richter vereidigt und zu Stillschweigen verpflichtet. Die Anordnung von Superior Court Judge Clifford R. Anderson verletzt jedoch laut einem Brief von Anwalt Theodore Boutrous den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung, da dies auch auf diejenigen, die nicht ausgewählt werden, ausgedehnt wird. Die ersten Aussagen im Jackson Fall sind für Montag, 29. März, vorgesehen, und es wird mit einer Dauer des Grand Jury-Verfahrens von zwei bis vier Wochen gerechnet. Zu den Zeugen, die dabei aussagen sollen, werden voraussichtlich Gavin, seine Familie, seine Freunde, sein Psychologe und andere Experten gehören. Um die Aussagen des Anklägers glaubhafter zu machen, plant Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon frühere Angestellte von der Neverland Valley Ranch zu verhören, die vor einem Jahrzehnt im Fall Chandler gegen Jackson vor einer Grand Jury gegen MJ ausgesagt hatten. Das angebliche Opfer von 1993 könnte vorgeladen werden, um diesmal auszusagen, mit dem Ziel, Verhaltensweisen von Michael darzustellen. Die Anhörung vor der Grand Jury erlaubt es Mr. Sneddon, dem Senior Deputy District Attorney Ron Zonen zur Seite steht, den Fall ohne Einwirkung der Medien und ohne Kreuzverhör der Anwälte der Verteidigung zu präsentieren. Rechts-Experten sagen jedoch, dass es ungewöhnlich ist, dieses strategische Manöver zu diesem Zeitpunkt durchzuführen, und nicht wie üblich vor Einreichen der Anklageschrift – statt vier Monate danach.
Quellen: MJ Star, IFC International
28. März 2004: Das neue Magazin ist da!
Ab sofort ist ein neues MJ Fan-Magazin namens „M-Files“ erhältlich. Die erste Ausgabe des neuen Hochglanz-Magazins umfasst 36 (farbige) Seiten, sowie vier exklusive DIN A2-MegaPoster. Außerdem gibt es ein Interview mit Earnest Valentino, und natürlich viele bislang unveröffentlichte Bilder, sowohl in Form von Postern als auch im Heft als Illustrationen zwischen den Artikeln. Neben vielen Fan-nahen Rubriken wie „FanPortrait“, „Meeting Michael“ oder die interaktive „Artworks“-Sektion berichtet „M-Files“ exklusiv auch über Michaels Geburtstagsfeier „Celebration of Love“ oder seine mehrtägige Reise nach Las Vegas im Oktober 2003. Auch die aktuellen Vorwürfe gegen Michael und den angestrebten Prozess gegen den ‚King of Pop‘ hat das große Redaktionsteam für Euch kurz aufbereitet. Am gestrigen Samstag, war das „M-Files“-Team in Berlin bei der Support-Demonstration für MJ auf dem Pariser Platz vor Ort. Dort konnte man das Magazin für 6,00€ kaufen. Alternativ kann man es auch über die offizielle Website bestellen.
Quellen: Jacksonville, IFC International
28. März 2004: Klage gegen Universal teilweise abgewiesen
Am Donnerstag wies Los Angeles Superior Court Judge Emilie Elias mehrere von Michaels Anklagepunkten gegen Universal Music zurück, mit der Begründung, er könne keine Tantiemen für Plattenverkäufe vor 1994 einklagen. Judge Emilie Elias hatte bereits vor einigen Wochen zwei Anklagepunkte abgewiesen. „Bei Jacksons Vorwürfen gibt es keine Hauptpunkte. Deshalb war es nicht überraschend, dass das Gericht heute einige der Anklagepunkte abgewiesen hat. Wir sind zuversichtlich, dass auch die übrigen schlussendlich abgewiesen werden“, sagte ein Sprecher von Universal Music. In der Klage wurde Universal beschuldigt, eine Vereinbarung von 1980 gebrochen zu haben, in der festgelegt wurde, Michael Tantiemen zu zahlen für Aufnahmen, die er mit den Jackson 5 und solo zwischen 1969 und 1976 bei Motown Records (jetzt Teil von Universal Music) gemacht hatte. Laut Anklage verwirkte Michael durch die Vereinbarung mit Motown 1980 das Recht auf Tantiemen für Songs, die zuvor veröffentlicht worden waren, allerdings sollte Motown ihm Tantiemen zahlen für die Veröffentlichung von bisher unveröffentlichtem Material und für Songs, die auf Greatest Hits-Alben enthalten sein würden. Michael wollte Tantiemen und Schadenersatz einklagen, und außerdem erreichen, dass die Einigung von 1980 für ungültig erklärt wird. Judge Emilie Elias limitierte nun also am Donnerstag die Klage wegen ausstehender Zahlungen auf die Zeit zwischen 1994 und heute.
Quellen: MJ Star, IFC International
28. März 2004: Ende der Wohltätigkeit?
Michaels Hilfs- und Wohltätigkeitsorganisationen stehen offenbar allesamt vor dem Aus, so berichtet Associated Press. Die Heal The World Foundation hat aufgehört, für wohltätige Zwecke zu spenden, und ist in Kalifornien seit 2002 eingestellt worden, da keine Jahresberichte eingereicht wurden. Sein Projekt Heal L.A., das Kindern in der Stadt helfen sollte, ist seit 2001 in Kalifornien eingestellt worden, und die Neverland Zoo Foundation, die bedrohte Tierarten schützen sollte, wurde 1998 aufgelöst.
Die Heal The World Foundation baute Spielplätze, sorgte für Impfungen und setzte sich für Kinder in aller Welt ein. Sie half, für die lebensrettende Lebertransplantation eines ungarischen Jungen zu bezahlen und zahlte 1992 mit für den Transport von mehr als 46 Tonnen Hilfsgüter ins vom Krieg gezeichnete Bosnien-Herzegovina. Die Stiftung verteilte in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens etwa 4 Milionen Dollar, sagte Richard Fowler, der von 1995 bis 1997 Direktor war. Ende 2002 jedoch belief sich das Netto-Vermögen laut der letzten Steuererklärung auf lediglich 3.542$ und die Ausgaben auf 2.585$, davon das meiste für Verwaltungskosten. Ende 2002 hatte die Stiftung keinen Direktor, Präsidenten oder anderen Manager neben MJ, der als Vorsitzender genannt wurde. Ab Apirl 2002 wurde die Stiftung in Kalifornien gesperrt, da keine Jahresberichte eingereicht wurden, wie es für die Steuerbefreiung nötig gewesen wäre.
Heal the Kids, ein in New York ansässiger Ableger der Organisation, erdacht, um Eltern dazu zu bringen, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, hat seit drei Jahren keine Veranstaltung organisiert. Letzten Herbst wurde daher beantragt, die Organisation formell aufzulösen, wenn keine weiteren Aktivitäten geplant seien. Rabbi Shmuley Boteach, der frühere Präsident der Gruppe, der Michael dabei half, Heal the Kids zu gründen, soll dazu gesagt haben, dass Michael auf Drängen von Freunden und Beratern aufgehört habe, mit der Organisation zu arbeiten: „Ihm wurde gesagt, diese Initiative würde ihn als Superstar abwerten,“ sagte Boteach angeblich.
Quellen: MJ Star, IFC International
28. März 2004: Klage um Sammelstücke
Michael klagt nun gegen Henry Vaccaro, den Mann, der Hunderte von Gegenständen, die Michael und der Jackson-Familie gehörten, verkaufte. Die Klage, die am Montag in Los Angeles eingereicht wurde, zielt darauf, eine von Henry Vaccaro eingerichtete Pay-per-view-Web-Site zu schließen. Surfer können dort Fotos von Kostümen und anderer Memorabilia anschauen – Dinge, die der frühere Geschäftspartner der Jackson-Familie nach einem Rechtsstreit zugesprochen bekam. Michael verlangt diese Sachen nun zurück, doch wie wir berichteten hat Vaccaro die riesige Sammlung bereits an einen Käufer in Europa verkauft.
Quellen: MJ Star, IFC International
28. März 2004: Der King of Pop auf Reisen
Nachdem Michael in dieser Woche einige Tage mit seinen Kindern und einigen Vertrauten auf Hawaii verbrachte, wird nun berichtet, dass er in der nächsten Woche nach Washington D.C. zu reisen plant. Es heißt, er wolle dort an einer Sitzung des Congressional Black Caucus (CBC) teilnehmen, um über humanitäre Themen wie die AIDS-Epidemie in Afrika zu sprechen. Der Abgeordnete William Lacy Clay sagte: „Es ist gut, dass wir unsere Unterstützung für Michael Jackson zeigen. Er gibt uns so viel, finanziell und durch sein Talent.“
Quellen: MJNI, IFC International
24. März 2004: Probleme für die Anklage
NBC berichtete, dass sie Dokumente des Santa Barbara Sheriff’s Department zum Fall Jackson untersucht haben, und dass es „große potentielle Probleme“ für die Anklage gäbe. Dabei geht es z.B. darum, wieviel der Kläger über den Fall von 1993 wusste. In einem Bericht vom 14. Juni 2003 wird Dr. Katz, der Psychologe, der mit dem Jungen sprach, von den Untersuchungsbehörden zitiert: „Weißt du, du willst doch nicht, dass Jackson noch einmal Kindern so etwas antut, oder?“ Er sagte, der Junge habe darauf geantwortet: „[Er] hat ihn nicht aufgehalten“, wobei er den selten erwähnten vollen Namen des ersten Anklägers nannte. Katz antwortete: „Ich kenne diesen Fall […] an dem habe ich auch gearbeitet.“
Mike Taibbi von NBC sagte auch, dass Michaels Verteidiger der Ansicht seien, dass die Tatsache, dass viele Namen aus dem Fall 1993 in diesem wieder auftauchen, nämlich Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon, Anwalt Larry Feldman und Psychologe Dr. Stan Katz „an eine Vendetta erinnert.“
Weiterhin wurde Dr. Katz mit den Worten zitiert: „Mr. Feldman verwies diese Kids [Gavin und seine Geschwister] an mich, weil sie wegen dieser Klage zu ihm gekommen waren […] Ob das Motiv der Mutter Geld ist, kann ich nicht sagen […] Ich meine, sie sind sicherlich eine irgendwie arme Familie.“ Der Höhepunkt war, dass Dr. Katz zu dem Jungen gesagt haben soll: „Schau, wenn du diese Zivilklage durchziehst, wird deine Familie Geld bekommen, wenn ihr gewinnt.“
Quellen: MJNI, IFC International
24. März 2004: Michael erweitert Anklage
Michael hat in seiner Klage gegen die Charterfluggesellschaft XtraJet, die ihn illegalerweise auf seinem Flug zur Festnahme nach Santa Barbara gefilmt haben soll, vier weitere Angeklagte hinzugefügt. Die neuen Angeklagten, zu denen auch die Reiseveranstalterin, die den Flug gebucht hat, gehört, wurden in einer Anhörung Superior Court Judge Soussan Bruguera genannt, der den Antrag genehmigte. Ein Anwalt von XtraJet sagte, keiner der Angeklagten sei für die Aufnahmen verantwortlich. Anwalt Lloyd Kirschbaum sagte, er erwarte, dass die Verantwortlichen bald bekannt würden. Außerdem sagte er, wer auch immer die Aufnahmen gemacht habe, habe das ohne die Erlaubnis oder Kenntnis der Charterfluggesellschaft getan.
Quellen: ABC 7, IFC International
24. März 2004: Änderungen bei „The One“
Die DVD „The One“, die in den USA und UK bereits erhältlich ist, wird tatsächlich am 29. März in Deutschland in die Läden kommen. Entgegen früherer Meldungen fällt ihr Inhalt jedoch viel geringer aus als gedacht: die Laufzeit beträgt lediglich 40 Minuten! Die offizielle Produktbeschreibung von Sony lautet: „Mit einem einstündigen CBS-Special meldete sich am 02.01.2004 Megastar Michael Jackson beim amerikanischen Fernsehpublikum zurück. 7,2 Millionen Fernsehzuschauer sahen zu und erlebten die spannende Dokumentation über die Pop-Ikone mit den wichtigsten Karrierestationen. Als kommentierende Gäste mit dabei sind Beyoncé Knowles, Mary J. Blige, Missy Elliot, Dick Clark, Carson Daly, Shaggy, Savion Glover, Pharrell Williams, Wyclef Jean und Quincy Jones. Ebenso befinden sich Sequenzen aus Videos der „Off The Wall“- und „Thriller“-Ära, Live-Aufnahmen von der HIStory-Tour sowie deutsche Untertitel auf der DVD.“ Das Ganze gibt es in Dolby Digital 5.1 Surround Sound oder PCM Stereo, im Format 4:3 und wahlweise mit deutschem Untertitel.
Quellen: Sony Music, IFC International
21. März 2004: Fan-Treffen in Deutschland
In Berlin findet am 27. März 2004 ab 14 Uhr eine Lichterkette auf dem Pariser Platz (am Brandenburgertor, auf der Seite des Hotel Adlon) statt. Sie ist bis 20 Uhr geplant, und nähere Informationen gibt es bei <email-pii>. Außer Musik und MJ-Tänzern werden bereits über 100 Fans erwartet.
20. März 2004: Lisa Marie über Michael
In einem Interview mit der Australischen TV-Show „Enough Rope“ sprach Lisa Marie Presley kürzlich auch über ihre Ehe mit Michael Jackson. Sie sagte z.B., sie habe sich „in vielerlei Hinsicht machtlos“ gefühlt, und habe „bemerkt, dass ich Teil einer Maschinerie war, und ich sah Dinge passieren, gegen die ich nichts tun konnte. Und fragen Sie mich nicht, was das für Dinge waren, denn darauf werde ich nicht antworten. Einfach Dinge.“ Seit der Ausstrahlung des Interviews hat die Presse weltweit aus diesen Aussagen geschlussfolgert, dass Lisa Marie gesehen habe, dass Michael sich Kindern gegenüber unangebracht verhielt, und es gab zahlreiche Spekulationen, dass Lisa Marie in ihrer Ehe mit dem King of Pop von 1994 bis 1996 Zeugin solcher Übergriffe geworden sein könnte. Angeblich wollte sogar die Polizei Lisa Marie Presley bezüglich dieser Aussage befragen. Nun sagte Lisa Marie, ihre Aussagen seien „völlig aus dem Zusammenhang gerissen“ und veröffentlichte ein Statement, in dem sie klarstellte: „Ich wollte in keinster Weise andeuten, dass ich unangemessene Vorgänge mit Kindern gesehen hätte. Das habe ich nie. Leider wurden meine Aussagen in diesem TV-Interview durch den großen Medienrummel um Michael Jackson völlig aus dem Zusammenhang gerissen und fehlinterpretiert. Indem ich sagte, dass ich Dinge geschehen sah, bezog ich mich auf Dinge in der Beziehung zwischen uns, die während unserer Zeit als Mann und Frau geschahen“, sagte sie.
Quellen: MJNI, MJ Online, IFC International
20. März 2004: MJ-Event in Deutschland
Am 22. Mai 2004 findet in Solingen ein Michael Jackson Dance-Event namens „Feel the Force“ statt: Tagsüber findet in zwei verschiedenen Tanzschulen ein achtstündiger Workshop mit „Ceyload“ und „Maniac“, den beiden Organisatoren des Events, statt, welcher auf 40 Teilnehmer beschränkt ist. Ab 21 Uhr wird dann im Club „hallezehn“ mit Michael Jackson-Musik, Show Performances, Special Guests und einem Dance Contest gefeiert. Der Workshop kostet für die Teilnehmer 10 Euro (inklusive Eintritt zur Party am Abend), und die Partybesucher zahlen 6 Euro Eintritt. Für weitere Informationen und die Anmeldung haben die Organisatoren eine Website eingerichtet.
Quellen: Jacksonville, IFC International
20. März 2004: „The Essential Jacksons“ nicht nach Deutschland
Die CD „The Essential Jacksons, die neben den Greatest Hits der Jacksons in Digital Surround-Sound (remastered) und MonsterCable Re-Engineered auch eine Live-Version von „Don’t Stop ‚Til You Get Enough“ enthält, wird wohl vorerst nicht auf den deutschen Markt kommen. Bei Amazon.de könnt Ihr sie jedoch derzeit als Import aus UK bestellen. Allerdings ist es auch bei vielen Plattenläden möglich, eine CD aus dem Ausland zu bestellen. Fragt also bei Interesse einfach mal im nächsten größeren Plattenladen nach. Bei Amazon.de findet Ihr aber derzeit noch ein weiteres Schmankerl: Die dritte Staffel der Simpsons ist dort als 4 DVD-Pack für 27,99€ zu haben. Für die unter Euch, die es nicht wissen: in der dritten Staffel lieh Michael Jackson in der Folge „Die Geburtstagsüberraschung“ einer der Comic-Figuren seine Stimme. Auf der DVD ist nicht nur die deutsche und original englische Tonspur vorhanden, sondern auch mehrere Audiokommentare zur Folge, in denen u.a. von der Arbeit mit MJ gesprochen wird. Ein interessantes Extra für Eure MJ-Collection also.
Wie es mit der Schweiz aussieht, kann ich Euch momentan leider nicht genau sagen, aber wahrscheinlich nicht anders als in Deutschland.
Quellen: Jacksonville, Amazon.de, IFC International
20. März 2004: Michael behält Sorgerecht
Michael Jackson behält vorerst das Sorgerecht für seine drei Kinder. Die Jugendbehörde von Los Angeles wies das entsprechende Gesuch der Staranwältin Gloria Allred zurück. Sie hatte aus Sorge über Michaels angeblich unberechenbares Verhalten und seinen Prozess wegen sexuellen Kindesmissbrauchs den Entzug des Sorgerechts beantragt. Ihrer Ansicht nach sind die Kinder in Gefahr, von ihrem Vater körperlich oder sexuell missbraucht zu werden. Allerdings lässt Gloria Allred noch nicht locker. Sie wandte sich nach dem abschlägigen Bescheid der Behörde jetzt an das zuständige Jugendgericht, wie sie auf einer Pressekonferenz bekannt gab. Sie ziehe privat als „besorgte Bürgerin“ gegen den King of Pop zu Felde, sagte Allred, die als prominente Vorkämpferin für Familien- und Frauenrechte und als Radio-Moderatorin in den USA bekannt ist. Sie hatte im vergangenen Jahr eine Stuntfrau vertreten, die dem Hollywood-Star und Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, sexuelle Belästigung vorgeworfen hatte. Benjamin Brafman, einer von Michaels Anwälten, gab folgendes Statement ab: „Die von Richter Melville verhängte Schweigepflicht verbietet es mir, über irgendwelche Dinge in Verbindung mit dem Prozess um Mr. Jackson zu sprechen. Dennoch möchte ich bezüglich Gloria Allreds Pressekonferenz feststellen, dass sie absolut nichts mit diesem Fall zu tun hat, und es würde der Allgemeinheit dienen, wenn sie aufhören würde, ihre Nase in Angelegenheiten zu stecken, die sie nichts angehen; und wenn sie aufhören würde, Michael Jacksons Bekanntheit als Triebwerk zu nutzen, um ihre eigene zu fördern. Ihre Position ist unverantwortlich und meiner Meinung nach jämmerlich.“
Quellen: dpa, MJ Online, IFC International
20. März 2004: Grand Jury
Der Bezirksstaatsanwalt von Santa Barbara County hat Michael Jacksons Verteidiger offiziell darüber in Kenntnis gesetzt, dass er in dem Kindesmissbrauchsfall gegen MJ eine Grand Jury vorladen wird, und bat Michael zu kommen und seine Seite der Geschichte zu erzählen. Vor einer Grand Jury wird der Angeklagte von der Person, die ihn für schuldig erklären will, befragt, ohne dass die Anwälte der Verteidigung dabei sind. Eine juristische Sachverständige von ABC News, Kimberly Guilfoyle-Newsom, früher Anwältin, sagte, sie glaube nicht, dass Michael die Chance ergreifen wird, freiwillig vor der Grand Jury auszusagen: „Es ist in jeder strafrechtlichen Verfolgung, in der der Bezirksstaatsanwalt über eine Grand Jury vorgehen will, üblich, dass die Verteidigung einen Brief erhält, in dem der Angeklagte eingeladen wird auszusagen. Wenn sie schlau sind und einen Anwalt haben, der sein Geld Wert ist, werden sie nicht dort auftauchen, um auzusagen,“ sagte sie. Laurie Levenson, Professorin an der Loyola School of Law sagte sogar: „Geragos müsste schon von Sinnen sein, um Jackson dort aussagen zu lassen, denn er hat keinen Schutz während der Grand Jury-Anhörungen. Sein Verteidiger ist nicht für ihn da. Der Richter ist nicht für ihn da. Er würde buchstäblich in die Höhle des Löwen gehen. Es passiert nur sehr selten, dass ein Angeklagter das tut.“ In jedem Fall zeigt die Einladung an MJ, dass die Verteidigung hier fair spielt, indem sie ihm zumindest eine Gelegenheit bieten, seine Seite der Geschichte zu erzählen. Sneddon bemerkte in seinem Brief außerdem, dass die Verteidigung angibt, Zeugen und Dokumente zu haben, die ihre Behauptung belegen, die Anschuldigungen gegen MJ seien nur ein Versuch der Familie des Anklägers, Geld von Michael zu bekommen. Sneddon schrieb: „Sie sind eingeladen, diese Informationen der Grand Jury zu präsentieren.“ Kimberly Guilfoyle-Newsom von ABC sagte, dass diese Einladung an Michael und sein Team nur ein Versuch sei, alle Beweise in diesem Fall kennenzulernen. „Das ist ein netter Weg des Bezirksstaasanwaltes zu sagen ‚Wir würden gern alle Beweise in diesem Fall sehen, und falls wir mit Beweisen konfrontiert werden, die entlastend sind, werden wir den Fall noch einmal untersuchen‘ – und auch dazu wird es nicht kommen,“ sagte Newsom. Laut dem Brief hat Michaels Verteidigung bis zum 7. April Zeit zu entscheiden, ob er der Einladung Folge leisten wird.
Quellen: MJ Star, IFC International
13. März 2004: The One
Achtung Fans! Während die DVD „The One“ mancherorts bereits erhältlich ist, wird sie in Deutschland entgegen früherer Angaben nun erst am 29. März 2004 auf den Markt kommen.
Quelle: IFC International
13. März 2004: Neue Enthüllungen
Wie Ihr sicherlich wisst, beschäftigte sich die Familienbehörde von Los Angeles, das Department of Children & Family Services, nach der Ausstrahlung des Martin Bashir-Interviews mit der Frage, ob Gavin und seine Geschwister von Michael belästigt und/oder missbraucht worden seien. Dies geschah genau in dem Zeitraum, in dem Michael den Jungen laut der aktuellen Anklage missbraucht haben soll. Die Behörde kam jedoch zu dem Ergebnis, dass dieser Verdacht „unfounded“, also grundlos sei, und schloss den Fall. Als dies bekannt wurde, sagte Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon, diesen Vorgang als Untersuchung der Anschuldigungen zu bezeichnen, sei übertrieben – es habe sich lediglich um Interviews mit der Familie gehandelt, weiter nichts. Er wollte damit offenbar sagen, dass die Tatsache, dass die Familienbehörde genau im angeblichen Tatzeitraum zu dem Schluss kam, es liege kein Missbrauch vor, nur darauf zurückzuführen sei, dass es keine ordentliche Untersuchung, sondern „nur Interviews“ gegeben hat. NBC berichtete nun aber, dass das Santa Barbara County Sheriff’s Department, unabhängig vom Department of Children & Family Services ebenfalls eine Untersuchung startete. In Gesprächen mit Sozialarbeitern berichtete die gesamte Familie auch diesmal nur Positives über Michael: er sei wie ein Vater für die Kinder, er würde ihnen nie etwas antun, sie seien auch nie ganz allein gewesen, es sei nie etwas passiert usw. Nach zwei Monaten schloss das Sheriff’s Department den Fall am 16. April mit der Bemerkung, es sei keine kriminelle Handlung festzustellen, und es sei kein weiteres Handeln nötig. Am 13. Juni hörten die Behörden dann erstmals die zweite, neue Version der Geschichte, die die Familie dem Psychologen Dr. Stan Katz erzählt hatte. Der befand, die Kinder seien absolut glaubwürdig, wenn es auch sein könnte, dass die Mutter einiges verzerre. Zu ihren früheren Aussagen sei die Familie gezwungen worden, hieß es plötzlich, und die Untersuchung wurde neu aufgerollt. Die Tatsache, dass also zwei Behörden bei einer Untersuchung in dem Zeitraum, in dem die sexuellen Übergriffe stattgefunden haben sollen, zu dem Schluss kamen, dass es keine Belästigung oder Misshandlung gäbe, dürften der Verteidigung in einem eventuellen Prozess ebenso hilfreich sein wie die widersprüchlichen Aussagen der Familie. Durch beides wird die Anklage in Zweifel gezogen – gut für Michael also!
Quellen: NBC News, IFC International
13. März 2004: Informationen über Redemption
Wer Informationen zu „Redemption“ oder dessen Autorin Geraldine Hughes sucht, kann diese auf Eves (= The Musiclady) Fan-Seite finden.
13. März 2004: Das nicht zu veröffentlichende Jackson-Band
Das ist eine Aufnahme, bei der Michael Jackson wahrscheinlich froh ist, dass sie nicht veröffentlicht wird.
Über ein Tonband, das anscheinend ein Interview mit Gavin enthält, wurde entschieden, dass es der Anklage versagt bleibt.
Das Interview soll von Jacksons Anwalt Mark Geragos in den Monaten vor der Klageerhebung gegen den Entertainer geführt worden sein. Das Band wurde am 18. November zusammen mit anderen Ton- und Videobändern in einem Beverly Hills-PR-Büro komfisziert – am selben Tag, an dem die Behörden die Razzia auf Jacksons berühmter Neverland Ranch durchführten.
Am Donnerstag entschied ein Richter, dass alle Bänder – bis auf das eine Tonband – an die Ermittler des Santa Barbara County Sheriff’s Department übergeben werden können. Letzten Monat beantragte Geragos, dass alle Bänder aus den 90210-Büros des Privatdetektives Bradley Miller unter Verschluss gehalten werden.
Geragos argumentierte, deren Veröffentlichung gebe der Anklage einen unfairen Einblick in den Schlachtplan der Verteidigung, und sagte, die Bänder enthielten seine „Eindrücke, Schlussfolgerungen, Meinungen und Theorien bezüglich des Falles“, zitierte die Santa Barbara News-Press.
Der oberste Richter von Santa Barbara County, Rodney S. Melville, schluckte das Argument, bis zu einem gewissen Punkt. Er entschied, dass alle Bänder bis auf das oben erwähnte „unschädlich“ seien und veröffentlicht werden können.
Quelle: E!Online
10. März 2004: Durcheinander wegen versteigerter Sammlung
Wie wir berichteten wurde vor wenigen Tagen die wahrscheinlich größte Sammlung an MJ-Memorabilia verkauft. Nun heißt es, Michael wolle die Sammlung zurück kaufen. Er sei entsetzt gewesen, als er erfahren habe, dass sich in der Sammlung persönliche Dinge von ihm befinden, hieß es. Der bisherige Besitzer, Henry V. Vaccaro Sr., hatte die Sammlung nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit der Jackson-Familie erhalten, nachdem ihm gerichtlich 1,4 Millionen Dollar zugesprochen worden waren, die die Jacksons angeblich nicht zahlen konnten. Übrigens hatte Michael mit diesem Fall und auch den Zahlungen nichts zu tun. Er erfuhr offenbar erst jetzt, dass die Sammlung, die die Familie offenbar in den 90ern zusammengetragen hatte, um eine Jacksons-Restaurant-Kette zu eröffnen, nun in fremden Händen ist. Viele Gegenstände hatte er jedoch nur für den Zweck der Ausstellung in der bewussten Restaurant-Kette zur Verfügung gestellt. Wir werden Euch berichten, wie es weitergeht.
Quellen: MJ Star, IFC International
10. März 2004: Geragos telefonierte mit Rivera
Michaels Anwalt Mark Geragos sprach am Samstag in der Show FOX’s At Large With Geraldo live am Telefon mit Geraldo Rivera. Er wollte einige Gerüchte, die in den vergangenen Wochen herumgingen, richtig stellen, so weit seine Schweigepflicht dies zulässt. Er sagte zu Beginn: „So viele der Gerüchte, die berichtet wurden, sind ganz einfach falsch. Wie Sie wissen, Geraldo, gab es Gerüchte, dass […] Michael in einer Entzugsklinik ist, und ich möchte Ihnen heute sagen, dass Michael nicht in einer solchen Klinik ist – ich meine, es ist nichts Falsches daran, in eine solche Klinik zu gehen – aber Michael fuhr nach Colorado, damit die Kinder den Schnee sehen konnten […]. Er hat […] buchstäblich alle Bereiche seines Lebens in die Hand genommen. Ich meine, es war unglaublich anzuschauen; ich bin seit ca. einem Jahr dabei, und habe gesehen, wie er sich in diesem Jahr von Leuten befreit hat, von denen er denkt, dass sie einen negativen Einfluss hatten, und er hat die Dinge in die Hand genommen, tatsächlich in allen Bereichen […]. Raymone Bain, die er an Bord gebracht hat, ist seine einzige Sprecherin, und ich möchte heute sagen, dass wenn Sie irgendjemand anderen da draußen sehen, der behauptet Michaels Sprecher zu sein oder für ihn zu sprechen, dann können Sie den direkt abschreiben […].“ Geragos sagte außerdem, Michael sei nicht von Schmerzmitteln und/oder Alkohol abhängig und habe keine Entziehungskur oder andere Behandlung durch einen mittelamerikanischen Heiler/Medizinmann in Colorado durchführen lassen. Er bestätigte, dass es eine Familienangelegenheit zwischen Michael und Debbie Rowe gibt, die von einem Familienrichter außergerichtlich verhandelt wird, wollte aber nicht weiter ins Detail gehen: „Es wurde ein Beschluss erlassen, der es erlaubt, die Sache außergerichtlich zu regeln, und das ist alles an Kommentaren dazu, und ich denke Michael hat den höchsten Respekt für Debbie und hat keinerlei bösen Willen ihr gegenüber, und ich denke, das ist umgekehrt genau so.“ Als er nach der Rolle der Nation of Islam gefragt wurde, antwortete Geragos: „Also, wissen Sie, Raymone hat das neulich treffend formuliert, also werde ich es so wiederholen: Sie sagte, dass er viele Leute kennt und viele um sich hat, ich bin Armenisch, Ben ist Jüdisch, ich glaube Raymone gehört der Episcopalkirche und Leonard Muhammad ist Mitglied der Nation. Er verlässt sich auf Menschen um ihn herum, was nicht heißt, dass er das alles aufnimmt. Er ist nicht Armenisch geworden, er ist nicht zum Judentum konvertiert, nicht zur Nation, er ist nicht zur Episcopalkirche übergetreten. Er ist jemand, der sich mit vielen unterschiedlichen Leuten umgibt, […] er spricht für keine Gruppe, er ist Michael Jackson, er ist jemand, der jedem die Hand reicht, jedem Glaubensbekenntnis, jeder Rasse, usw..“ Geragos schloss die Unterhaltung mit den Worten: „Er ist stark, so wie ich ihn im vergangenen Jahr gesehen habe, hat die Dinge in der Hand und unter Kontrolle, und es ist erfrischend; wissen Sie, es ist eine furchtbare Sache, durch die er durch muss, und ich denke er wird äußerst gut damit fertig.“
Quellen: MJNI, IFC International
10. März 2004: Bain über Gerüchte
Am Freitag, den 5. März, trat Michaels neue Sprecherin Raymone Bain in den Shows Good Morning America bei ABC, The Today Show bei NBC und Access Hollywood auf, um über Gerüchte zu sprechen, die über MJ im Umlauf waren. Hier sind einige der Dinge, die sie in den drei Interviews sagte. Bei ABC begann sie mit dem Statement: „Michael geht es gut. Und eine der Sachen, über die wir besorgt sind, sind die Berichte über ihn da draußen. Aber ich wollte nur klarstellen, dass es ihm gut geht, dass er die Kontrolle hat, er war nicht auf Entzug, er war nicht in der Reha, und verschiedene Dinge sind aufgebauscht worden, aber er ist nicht verhaftet worden, weil er mit einer Maske durch einen Wal Mart lief.“ Sie sagte auch, dass er nicht von einem berüchtigten Heiler behandelt werde. Auf eine Frage nach dem Vorfall bei Wal Mart sagte sie: „Also, es war vier Grad [Fahrenheit] kalt, wissen Sie, es ist sehr kalt in Aspen, und er ging einfach in das Geschäft, er kam heraus, er war im Wagen, und was dann passierte war, dass – nach dem was ich von den Sheriffs weiß – ein Wagen neben seinem hielt, ihn bat, das Fenster herunter zu kurbeln: „Können wir bitte sehen, wer hinter der Maske ist?“, er nahm sie ab, „Oh, Mr. Jackson, danke, schön sie kennen zu lernen“. Und das war’s!“ Sie wollte eine Frage nach einem möglichen Sorgerechtsstreit zwischen Michael und Debbie Rowe nicht so recht beantworten: „Also, ich spreche eigentlich nicht über rechtliche Angelegenheiten. Ich überlasse das dem zuständigen Team, Ben Brafman, Mark Geragos, ich denke, sie machen einen wundervollen Job. Und ich kann nicht über Rechtliches sprechen, einfach weil Michaels rechtliche Angelegenheiten erstens einer Schweigepflicht unterliegen, und zweitens weil ich denke, dass sie absolut in der Lage sind, diese Art von Fragen zu beantworten.“ Über die Nation of Islam erzählte Raymone Bain NBC: „Also, es gibt in dem Sinne keine Rolle der Nation of Islam als Gruppe. Michael kennt Minister Farrakhan schon seit er sechs Jahre alt war, er vertraut ihm und mag ihn. Leonard Muhammad kennt er schon sehr lange, er vertraut ihm und sieht ihn als Berater. Er nimmt nicht eine Religion oder Gedanken an wegen seiner Freundschaft mit den beiden.“ Und schließlich erzählte sie Access Hollywood auf eine Frage nach Michaels finanzieller Situation: „Ich denke es gibt viele Spekulationen über Michaels Finanzen, aber lassen Sie mich sagen, dass ich 13, 14 Jahre lang viele Sänger vertreten habe, und Michael Jacksons Finanzen sind nicht so schlecht wie die Leute sagen. Ich meine, er hat 60 Millionen Exemplare von Thriller verkauft, von dem er die meisten Songs selbst geschrieben hat – allein von Thriller könnte er den Rest seines Lebens leben.“
Quellen: MJNI, IFC International
09. März 2004: Interview mit Janet
In der April-Ausgabe von Ebony ist ein Interview mit Janet Jackson enthalten, in dem sie nicht nur über ihre aktuellen Projekte und den Auftritt beim Superbowl spricht, sondern auch über den Prozess gegen ihren Bruder. Sie erzählte u.a. davon, wie sie und ihre Familie am 16. Januar das Gerichtsgebäude in Santa Maria verließen: „Mein Bruder und meine Mutter sahen, wie Polizisten mit Hunden ein Mädchen an den Haaren packten und zu Boden rissen. Zur gleichen Zeit sah ich, wie ein Polizist ein Mädchen nahm und gegen den Hals stieß, und sie fiel. Wir streckten die Köpfe aus dem Fenster und schrieen die Polizisten an. Aber die Fernsehkameras zeigten nicht, was die Polizisten taten. Und die Kids taten nichts Falsches. Sie waren nur aus dem Häuschen. Wissen Sie, woran ich sofort dachte? An die Bürgerrechtsproteste, als sie auch Hunde dabei hatten. Für den Bruchteil einer Sekunde fielen mir all die Bilder wieder ein, die ich gesehen habe. Leute wurden gestoßen und herumgerissen, aber die Medien zeigten diese Seite nicht.“ Im weiteren Verlauf des Interviews sagte sie auf die Frage, ob sie glaube, dass so mit der Familie umgegangen wird, weil sie Jacksons sind: „Ja. Ich war gestern morgen mit meinen Brüdern Mike und Randy zusammen. Und ich dachte darüber nach. Ich denke oft, dass es sehr gut daran liegen könnte, wer wir sind. Es ist viel schwerer. Oft denke ich, es liegt daran, wer die Familie ist.“
Quellen: MJNI, IFC International
09. März 2004: Neue Durchsuchungsbefehle?
Laut Celebrity Justice (allerdings nicht die glaubwürdigste aller Quellen) hat das Santa Barbara Sheriff’s Department zwei Durchsuchungsbefehle in Zusammenhang mit dem Michael Jackson-Fall ausgestellt: einen für die Zentrale der Charter-Fluggesellschaft Xtra Jet in Santa Monica, und einen weiteren für Michaels bevorzugtes Reisebüro Air Apparent in Los Angeles. Wie Ihr Euch vielleicht erinnert klagt Michael derzeit gegen Xtra jet, weil die Firma ihn und seinen Anwalt auf seinem Flug von Las Vegas nach Santa Barbara vergangenen November ohne Erlaubnis gefilmt hatte. Xtra Jet soll nun zugestimmt haben, den Behörden Flugprotokolle und ein Passagier-Profil von Michael Jackson auszuhändigen, welches Michaels Vorlieben auf den Flügen mit Xtra Jet beschreibt, z.B. dass er KFC mag. Die Behörden interessieren sich angeblich speziell für die Unterlagen zu einer Reise nach Florida, die Gavin und seine Familie etwa zur Zeit der Ausstrahlung des Martin Bashir-Interviews letztes Jahr machten. Der Flug wurde von Schauspieler Chris Tucker gechartert. Bei dem Reiseveranstalter Air Apparent wurden laut Celebrity Justice Flugunterlagen beschlagnahmt. Sie beziehen sich auf einen Flug, von dem sie glauben, dass mit ihm im Januar 2003 ein Vertrauter von Michael und ein Privatdetektiv nach Brasilien geflogen sind. Die Behörden glauben angeblich, dass Michaels Vertraute versucht haben könnten, den Jungen und seine Familie außer Landes zu schaffen, um Michael Schwierigkeiten zu ersparen.
Quellen: Jacksonville, IFC International
08. März 2004: Nachricht von Karen Faye
„Hallo meine Freunde. Ich möchte Euch so sehr danken für all die unglaubliche Unterstützung, die ihr Michael gesendet habt, persönlich, durch Eure unglaublichen Banner und Eure unzerbrechliche innere Kraft. Ich habe hier an Lichterketten teilgenommen, und es war eine wundervolle Erfahrung, umgeben zu sein von all diesen Herzen, die die Wahrheit WISSEN, und die Kraft und die Liebe zu spüren, die zusammen kommt, wenn dieses Wissen mit der Welt geteilt wird, mit jedem Passant und den Medien.
Ich wünschte ich könnte an allen Lichterketten auf der Welt teilnehmen. Meine Teilnahme mit Euch allen zusammen hat einen heilenden Effekt auf mein Herz. Ich erzähle es Michael und filme, was ich kann, um es ihm zu geben. Ihr alle zeigt ihm, wer seine wahren Freunde sind, und unsere Anstrengungen geben ihm all die Kraft und Liebe zurück, die er uns im Laufe seines Lebens in für uns schwierigen Zeiten gegeben hat. Viele von euch senden Briefe und Emails an mich, die ich ihm geben soll. Es sind leider einfach zu viele, um das zu tun, aber ich sage ihm jedes Mal, wenn ich ihn sehe, dass Ihr ihn liebt, unterstützt und für ihn und seine Familie betet. Er bittet mich immer, jedem von euch zu danken, und Euch zu sagen, dass er Euch mehr liebt.
Ich bin vielleicht nicht in der Lage, all Eure Post persönlich zu beantworten, aber Ihr sollt wissen, dass ich jede Botschaft, die Ihr sendet, lese. Ich bitte Euch noch einmal, kauft bitte nicht die negativen Berichte in der Presse, die sie uns aufzwingen wollen. Das sind Lügen, die nur benutzt werden, um Auflagen zu pushen und Geld zu verdienen. Ich weiß, dass dies eine schwierige Zeit für uns alle ist, aber es wird ein Beweis unserer Stärke und Liebe sein, und wir werden unbesiegbar sein!
Love, Karen Faye“
Quellen: MJ Star, IFC International
08. März 2004: And the winner is … Martin Bashir?!
Kaum zu glauben, aber wahr: Martin Bashirs Interview „Living With Michael Jackson“ ist beim Journalism Award 2004 als „Programme of the Year“ ausgezeichnet worden! Die Begründung lautete, es sei „fesselndes Fernsehen mit ernsthaften Enthüllungen, die dem Test harscher Reaktionen standhielten“. Dass nun ausgerechnet diese Sendung, für die es aus allen Ecken Kritik regnete und mit der sich Martin Bashir viele Feinde machte und das Vertrauen der meisten anderen Prominenten gleich mit verspielte, mit einem solchen Preis ausgezeichnet wurde, ist mehr als überraschend.
Quellen: MJ Star, Jacksonville, IFC International
08. März 2004: Urlaubs-Geschichte
Während seines Urlaubs im Schnee in Aspen, Colorado, wurde Michael, der darum gebeten hatte, ihn dort nicht zu kontaktieren und seine Privatsphäre zu achten, nun schon einige Male beim Shopping gesehen, z.B. in einem Geschäft namens Curious George und dem Aspen Sharper Image Store. Folgende nette Anekdote wurde nun über Associated Press bekannt: Wie so oft vermummte sich Michael, als er in die Öffentlichkeit ging, und trug eine Skimaske, die sein Gesicht bedeckte, während er durch einen Wal Mart spazierte. Ein besorgter Angestellter rief die Polizei, die Michael kurz darauf in seinem Wagen anhielt und ihn bat, sich zu identifizieren. Michael nahm die Skimaske ab und gab sich zu erkennen. Das genügte den Polizisten auch schon und er durfte ohne Probleme direkt weiter fahren.
08. März 2004: Neue Zahlungsforderung
James Shafer, der die letzten beiden offiziellen MJ-Web-Sites, die jetzt zu Gunsten von MJJsource.com geschlossen wurden, erstellt hatte, erzählte Entertainment Tonight, dass er für seine Arbeit noch immer nicht bezahlt worden sei. Für die beiden Web-Sites seien noch Rechnungen im Wert von 75.000$ offen. Michaels Team habe ihm gesagt, die Rechnungen würden in der vorliegenden Form nicht bezahlt werden, da die erstellten Web-Sites über das vertraglich vereinbarte hinaus gingen. Shafer sagt jedoch, alle Arbeiten und gestalterischen Maßnahmen seien mit Michaels Management abgestimmt worden.
Quellen: MJ Star, IFC International
08. März 2004: Beschlagnahmtes
Am 01. März wurde eine weitere Liste von Dingen veröffentlicht, die bei einer Hausdurchsuchung im Fall Jackson von der Polizei beschlagnahmt wurden. Es handelt sich vermutlich um die Durchsuchung bei Marc Schaffel, der mit Michael zusammengearbeitet hatte, denn der in den Gerichtsdokumenten veröffentlichte Zeitraum stimmt mit der Durchsuchung bei Schaffel überein. Zu den beschlagnahmten Gegenständen gehören sechs PC-Festplatten, Dutzende Videokassetten und vier Schwarz/Weiße Fotodrucke. Außerdem wurde eine DVD von einer „Neverland Party“ gefunden, sowie weitere nicht spezifizierte Dokumente, die sich auf Michael beziehen. Es wurden außerdem 100 Seiten Telefonrechnungen beschlagnahmt, es ist jedoch unklar, was sie beweisen sollten.
Quellen: MJ Online, IFC International
08. März 2004: Sammlerstücke versteigert
Eine enorme Sammlung an MJ-Memorabilia wurde an einen nicht namentlich bekannten Käufer in Europa verkauft. Zu der Sammlung, die bisher eine über 500m² große Halle in New Jersey füllte, gehören zahlreiche Bühnenkostüme, Fotos, Dokumente usw. Der Verkäufer Henry V. Vaccaro Sr. aus Interlaken sagte, der Käufer plane, die Sammlung in Europa und Japan auszustellen. Außerdem sagte er, dass in den nächsten Tagen die Web-Site Jacksonvault.com starten soll, auf der man sich die Sammlung gegen Gebühr anschauen kann.
Quellen: MJ Star, IFC International
08. März 2004: Robinsons Ansichten
Christian Robinson, der nach der Ausstrahlung des Martin Bashir Interviews im Februar 2003 selbst ein anderthalbstündiges Interview mit Gavin, seinen Geschwistern und seiner Mutter aufzeichnete, berichtete kürzlich in ABC News über das, was ihm die Familie erzählte. Auf die Frage, ob er die Familie gefragt habe, ob Michael sich irgendwie unangemessen benommen habe, antwortete er: „Ja. Ich fragte sie. Und sie antworteten, und sie waren sehr offen, und sie sagten – natürlich – absolut nicht. Alle, jeder einzelne von ihnen. Und nur um das noch etwas klarer zu machen: während dieses Interviews sagte ich ihnen wahrscheinlich mehr als 30 mal, dass sie die Wahrheit erzählen sollten. Ich erinnerte sie ständig daran, ich sagte: ‚Ich will dass ihr die Wahrheit sagt. Wisst ihr, ich weiß, wie passioniert ihr in dieser Sache seid. Ich will einfach, ich will dass ihr eure Geschichte erzählt.‘ Und sie erzählten sie.“
Robinson erzählte ABC außerdem: „Sie waren sehr bestimmt in ihren Antworten. Ich fragte sie etwas, und es war fast, als würden sie sauer auf mich werden, ‚Warum fragst du uns das, Michael ist unschuldig‘.“ Robinson glaubt auch nicht, dass die Familie angewiesen oder gar eingeschüchtert wurde, dies zu sagen. „Die Familie wurde nicht angewiesen. Die Familie war unglaublich passioniert […]. Es gab Tränen, sie hielten sich an den Händen, und sie redeten über Jesus, Gott und Michael als die ultimative Vaterfigur.“ Robinson berichtete auch darüber, wie er Michael mit seinen Kindern sah: „Sie funktionieren praktisch wie jede andere Familie. Die Leute sehen die Kinder und denken, sie müssten total verkorkst sein, wegen dieser Dinger [Tücher] über ihren Gesichtern. Aber wenn du mit ihnen in einem Raum bist, und sie nehmen die Dinger ab, und sie spielen mit all den anderen Kindern und rennen herum und kippen Sachen um – sie sind genau wie andere Kinder.“ Im weiteren Verlauf des Interviews zeigt Robinson auch ein Bild aus dem im November in Las Vegas gedrehten „One More Chance“-Video, auf dem zu sehen ist, wie Michael in einem leeren Restaurant auf einem Tisch tanzt.
Quellen: MJNI, Jacksonville, IFC International