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KI ist viel mehr als nur Nebeneffekt
Wie das Framework genutzt werden kann
Die Anwendung des Frameworks in einer Organisation wird nach folgendem Ansatz empfohlen:
Der erste Schritt ist, ein KI-Projekt oder ein Portfolio von Projekten zu starten. Der zweite Schritt besteht darin, das Framework und die zugeordneten Erfolgsfaktoren durchzugehen und die Erfolgsfaktoren hervorzuheben, die für die KI-Projekte relevant sind. Zu beachten ist, dass bestimmte Erfolgsfaktoren auf Projektebene, andere wiederum auf Organisationsebene liegen können und dass die Erfolgsfaktoren an die eigene Organisation angepasst oder erweitert werden müssen. Die Projektmanager müssen genau wissen, was passieren muss, damit das Vorhaben erfolgreich implementiert wird. Sobald die Erfolgsfaktoren identifiziert sind, besteht der nächste Schritt darin, die Änderungsinitiativen zu definieren, welche die Änderungen unterstützen. Dies kann der Aufbau eines Daten-Ökosystems im «Dreieck der Organisation» (Technologie etc.) oder die Einrichtung einer Daten- und KI-Akademie im «Dreieck des Menschen» sein.
In einem nächsten Schritt beginnt die Festlegung der erwünschten Ergebnisse. Dabei kann es sich um harte Ziele handeln (zum Beispiel, bis wann das Daten-Ökosystem implementiert oder 30 Prozent der Belegschaft geschult sein sollen). Es können auch weiche Ziele sein, etwa wenn es eine Kultur der Zusammenarbeit gibt, die in harte, messbare Ziele übersetzbar ist (beispielsweise die Anzahl der regelmässigen abteilungsübergreifenden Meetings wurde um 10 Prozent erhöht).
Wenn man alle Veränderungsinitiativen in einer Kampagne zusammenfassen möchte, können die verschiedenen Initiativen gestrafft werden, um gemeinsam auf das übergeordnete Ziel hinzuarbeiten: mit KI Mehrwert zu schaffen. Die Einrichtung einer Kampagne selbst zeigt das Engagement der Führungsebene für dieses Thema, das bereits als Erfolgsfaktor identifiziert wurde.
Auf dem Weg zur Akzeptanz geht es um die Durchführung der Kampagne und verschiedener Veränderungsinitiativen. Während der Durchführung lässt sich der Erfolg der Kampagne messen, indem bewertet wird, ob die Ziele erreicht wurden, um je nach Erfolg die verschiedenen Initiativen im Lauf der Zeit anzupassen.
Fazit
Das konzeptuelle Rahmenwerk von Schouten/Metzinger kombiniert die harte und die weiche Seite der Einführung von KI in einem Unternehmen. Es zeigt auch, dass die Schlüsselelemente der Einführung von KI miteinander verbunden sind und dass es nahezu unmöglich ist, in einem Unternehmen erfolgreich mit KI zu arbeiten, wenn KI nur als «Nebeneffekt» betrachtet wird. Solch eine Einführung erfordert eine Umgestaltung vieler verschiedener Aspekte der Organisation – ähnlich wie bei der Digitalisierung generell.