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Aleks Weber, Maler und Gefangener, 1961-94
Gaby St., geb. 1961, von Aleks Weber gemalt. Sie war im Rahmen der „Winterthurer Ereignisse“ wegen eines Farbbeutels, den sie an eine Kirchenmauer geschmissen hatte, einen Monat lang in Einzelhaft und wurde in tagelangen Verhören von den Untersuchungsbehörden u. a. mit gefälschten Beweismitteln solange psychisch unter Druck gesetzt, bis sie am 18. Dezember 1984 im Bezirksgefängnis Winterthur tot aufgefunden wurde, erhängt mit dem Elektrokabel eines Tauchsieders, der ihr ein Wärter „aus Erbarmen“ gegeben haben wollte, damit sie nach ihrem letzten siebenstündigen Verhör „wenigstens noch den Tee aufwärmen konnte.“
Die Recherchen von Erich Schmid ergaben, dass der Verfasser dieses Briefs Bundespolizei-Kommissär Hans Vogt war, der sich in der Zeit von Gaby’s Untersuchungshaft mit der Dienstpistole auf dem Grab seines Schwiegervaters erschoss. Kurz bevor er Gaby festnahm, hatte er ihr diesen Brief anonym zugestellt, um sie im Gefängnis damit zu konfrontieren: Sie solle gegen ihren Freund Aleks aussagen. Er sei es nicht wert, dass sie ihn mit Aussageverweigerung decke. Dieser Brief beweise, dass ihr Freund Aleks sie betrüge. Gaby hielt diesen Druck in den stunden- und tagelangen Verhören nicht aus.
„Vor Sulzers Toren“: Aleks Weber und sein Freund Popper in Winterthur. Während seines dreijährigen Aufenthalts im Untersuchungsgefängnis Regensdorf liess Aleks die Gesichter auf seinem Bild übermalen
L’esprit de la liberté, Aleks Weber 1991