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Gut fünfeinhalb Jahre nach dem Absturz der AirFrance-Maschine 447 über den Atlantik am 31. März 2009 wurde die Blackbox des Absturzflugzeugs nun in den tiefen des Ozeans gefunden. Veröffentlicht im «Vanity Fair»-Magazin, werfen die Ermittlungsergebnisse Fragen zur Sicherheit an Bord zivilen Passagierjets und der «Kultur» der AirFrance-Piloten auf.
Auszüge aus den aufgezeichneten Gesprächen zwischen den drei Piloten an Bord zeigen auf, dass zwei von ihnen während des Flugs schliefen, als das Flugzeug in einen Tropensturm flog. Captain der Maschine, der 58-jährige Marc Dubois, sagte vor seinem Schlaf: «Ich hatte nicht genug Schlaf letzte Nacht. Eine Stunde – es ist nicht genug». Er habe die Nacht davor mit seiner Freundin verbracht.
Grund für den Absturz ist nach Ermittlungsergebnissen ein Auftriebsverlust und die Störung der Geschwindigkeitssensoren. Anstatt jedoch die Nase des Flugzeugs zu senken, wie es die normale Prozedur vorsieht, hoben die Piloten sie an. Als Dubois eine Minute und 38 Sekunden nach der Fehlfunktion ins Cockpit zurückkehrte, herrschte jedoch bereits Panik. Einer der wachen Piloten sagte: «Fuck, wir werden abstürzen! (...) Fuck, wir sind tot!» Wenige Minuten später stürzte das Flugzeug ab.
AirFrance hat stets bestritten, dass die Piloten «inkompetent» seien. Infolge des Absturzes verbesserte die französische Fluggesellschaft die Ausbildung insbesondere für den Manuellflug. (pma)