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Die Pfyner Spinnerei ist nicht mehr in Betrieb. Sie hat früher natürlich gefärbtes Garn hergestellt. Vigogne ist ein Naturstoff. Die Zusammensetzung bestand aus 3 % Schafwolle und aus 97 % Baumwolle. Die Spinnerei ging vor 13 Jahren Konkurs, weil Vigogne zu teuer wurde und es immer mehr Kunststoffe gab. Die Vigogne ist eine Imitation der Stoffe aus der Wolle der Vikunja-Schafe welche in Südamerika hergestellt wurde. Die Vigogne wurde nur in Europa hergestellt. Die Vigogne wurde billiger hergestellt, als das teure Vikunja Garn. Als aber die noch billigeren Kunststoffe der Chinesen auf den Markt kamen, wurde die Vigogne Herstellung gestoppt. „Vigogne Spinnerei“ weiterlesen
Uns hat Frau Sidler Auskunft über die Alterssiedlung gegeben, weil sie die Präsidentin ist.
Der Unterschied zwischen einem Altersheim und einer Alterssiedlung ist:
In einem Altersheim wird man betreut und in einer Alterssiedlung muss man für sich selbst sorgen und wohnt in kleinen Wohnungen. Man hat kein Altersheim gegründet, weil zu wenig Platz und zu wenig Geld vorhanden war.
Denn eine kleine Gemeinde hat zu wenig Geld, um ein Altersheim bauen zu lassen und viele Leute zur Betreuung anstellen zu können.
Herr Siegwart erzählte uns, wie man früher bauerte.
Damals hatte man nur 2-3 Kühe zu Hause, denn die meisten Bauern arbeiteten auswärts. Früher molk man von Hand. Man nahm die Zitzen in die Hand und strich abwechslungsweise mit den Fingern über die Zitzen. Einige Bauern hatten angestellte Melker. Früher gab eine Kuh weniger Milch als heute. Wenn eine Kuh 20 Liter am Tag gab, war sie eine sehr gute Kuh. Früher hatte man länger beim Melken für eine Kuh als heute. Pferde und Kühe sind manchmal bei der Arbeit durchgebrannt. Um sie wieder einzufangen liess man sie laufen, denn sie gingen meistens von alleine zurück in den Stall. Wenn das nicht der Fall war, wartete man, bis die Tiere sich beruhigt hatten, dann konnte man die Tiere halten und wieder an die Arbeit gehen.
Früher säte man mit einem Säsack, das Getreide wurde mit einer Sense geschnitten. Auf dem Bild sieht man eine der ersten Mähmaschine. Diese Mähmaschine war in der Zeit schon High-Tech. Davor hat man die Weizenhalme mit der Sense geschnitten. Anschliessend band man sie zu Garben zusammen wie auf dem Bild unten und stellte sie zum Trocknen aufs Feld. Man hat früher die Körner von dem Getreide mit dem Dreschflegel entfernt. Ein Dreschflegel ist eine Art Schlagstock, er ist rund und man muss auf das Getreide hauen, damit die Kerne rausspicken. Damals war die Arbeit auf dem Feld sicher viel mühsamer als heute. Heute rattert ein Mähdrescher über das Feld und erledigt alle Arbeiten auf einmal.
Herr Ernst Läderach wollte im Jahre 2006 im Juli seinen Holzschopf umbauen lassen. Dabei sind die Arbeiter auf einen alten Sandstein gestossen. Der Sandstein ist sicher zum Schleifen von scharfen Gegenständen gebraucht worden. Der Sandstein ist wahrscheinlich aus dem Mittelalter. Der Durchmesser des Sandsteines ist etwa 75 cm und er ist etwa 15 cm dick.
Es begann so: Als wir die Pfostenlöcher gruben, stiessen wir gerade an diesen Sandsteine. Wir mussten sehr lange graben, bis wir in ausgegraben hatten. Wir wollten den Stein hinter das Haus tragen, aber er war auch sehr schwer. Dann mussten wir den Stein auf den kleinen Traktor tragen, dann fuhren wir mit dem Traktor hinter das Haus.
Wir können nicht viel über die alten Gegenstände sagen, da sie Iris Reisch nur gefunden hat. Wir kennen auch niemanden, der mehr über die Gegenstände weiss.
Früher hat man noch alles von Hand gemäht. Ende Juli bis anfangs August war das Getreide reif. Die Schulferien hatten genau auf die Ernte gepasst. Die Kinder mussten dann nicht in die Schule und konnten zu Hause mithelfen.
Wenn das Wetter schön war, packten sie alle Werkzeuge zusammen. Sense, Gabeln und Rechen wurden auf den Wagen geladen. Manchmal war der Acker weit vom Haus entfernt. Dann nahmen sie sogar das Mittagessen mit. Mutter, Vater und die Kinder durften sich auf den Wagen setzen. Zwei Pferde zogen den Wagen. Ein Angestellter führte die Pferde und den Wagen.
Im Jahre 1862 war optisch noch vieles in Pfyn nicht so wie heute. Ein gutes Beispiel wäre der Fahradweg, der früher im Jahre 1862 eine enge Hauptstrasse war. Heute brauchen diesen Weg die Oberstufenschüler um in das Oberstufenschulhaus zu fahren. Der ganze Verkehr ging früher auf dieser Strasse nach Mülheim an der Ziegelhütte vorbei. Sie müssen sich mal vorstellen, was das für einen Lärm gab, bei den alten, lauten und klapprigen Autos. Es war sicher ungemütlich dort an der Strasse zu wohnen. Mit der Zeit gab es nun immer mehr Autofahrer und das kam zu einem ungeheuerlichen Stau. Im Jahre 1990 baute man auch noch in der Nähe von Pfyn einen Autobahnanschluss. Doch heute geht ein grosser Teil des Verkehrs über die Autobahn, die es dazumal noch nicht gab. Die Leute, die von Frauenfeld nach Weinfelden oder noch weiter wollten, konnten nun die Autobahn gebrauchen, jedoch die, die von Pfyn ausgehen wollten, mussten die neue Hauptstrasse nehmen.
Waldhofgarage
Wir waren in der Waldhofgarage und fragten Herrn Füchslin, und der hat uns nett geantwortet.
Herr Füchslin sammelt die Oldtimer schon ganze 40 Jahre lang. Das älteste Auto wurde vor 52 Jahren gebaut. Die meisten Autos, die Herr Füchslin hat, kommen aus den USA (Amerika).
Namen der Haustüren:
Wir wissen Häuser haben Namen, auch Türen haben Namen. An der Poststrasse hat es viele alte Türen mit Namen. Zum Beispiel Haustür Höfli oder Haustür Schöntal. Meistens wurde die Tür nach dem Nachnamen des ersten Einwohners benannt. Gewöhnlich hiess das Haus wie die Türe. Oben an der Türe hatte man meistens ein Schild mit dem Namen des Hauses oder der Tür. Man wollte gut aussehen, darum hatte man gewöhnlich auf teure Marmorschilder den Namen des Hauses geschrieben.