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Feuerwerker,
im gewöhnlichen Leben Personen, die die Anfertigung von Lustfeuerwerken und das Abbrennen solcher als Gewerbe betreiben. In der ältern Artillerie waren die Feuerwerker zur Bedienung der Wurfgeschütze (Böller, Mörser) bestimmt und bildeten mit den Büchsenmeistern die erste Rangklasse der Artilleristen. Außerdem lag ihnen die Anfertigung der Kunstfeuer ob. Im 18. Jahrh. wurden die Feuerwerker den Artilleriekorps als Unteroffiziere einverleibt. Seitdem ist Feuerwerker lediglich die Bezeichnung einer höhern Unteroffizierscharge der Artillerie, oder die Feuerwerker sind Mitglieder eines besonders mit der Anfertigung und dem Gebrauche der Feuerwerkskörper betrauten Artilleriezweiges, welche als Feuerwerkerkorps oder -Personal bezeichnet wird und den Artillerieregimentern unterstellt ist.
Man unterscheidet Oberfeuerwerker und Feuerwerker, erstere haben Feldwebel-, letztere Sergeantenrang. Das gesamte Feuerwerkerpersonal stand in Preußen früherhin in technischer Hinsicht unter einem Artilleriehauptmann als Feuerwerksmeister. Seit 1868 werden im deutschen Heere geeignete Oberfeuerwerker nach Ablegung einer besondern Prüfung zu Feuerwerkslieutenants und später -Premierlieutenants und -Hauptleuten befördert. Zur Ausbildung der Feuerwerker dient die Oberfeuerwerkerschule (s. d.) in Berlin. Truppenteile, die lediglich zur Anfertigung von Gegenständen der Pyrotechnik bestimmt sind, heißen Feuerwerkscompagnien.