Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03520.jsonl.gz/2416

Wussten Sie schon?
Das Gebäudeprogramm: Förderbeiträge zur Verbesserung der Gebäude-Energieeffizienz
- Details
- März 2017
- Zuletzt aktualisiert : Oktober 2019
Das Gebäudeprogramm wird von Bund und den Kantonen gemeinsam finanziert, um die Energieeffizienz des Gebäudebestands der Schweiz zu verbessern.
Seit dem 1. Januar 2017 wird das Gebäudeprogramm vollumfänglich durch die Kantone verwaltet, die ein harmonisiertes Modell für den Erhalt von Förderbeiträgen ausgearbeitet haben, das von allen Kantonen genutzt werden kann, jedoch jedem Kanton individuell die Möglichkeit belässt, seine eigene Energiepolitik und Förderbedingungen festzulegen. Hausbesitzer können finanzielle Unterstützung in drei Bereichen beantragen:
- Förderbeiträge für Liegenschaften, welche die Baugenehmigung vor dem Jahr 2000 erhalten haben, um die Wärmedämmung der Gebäudehüllen (Fassaden, Dach, Wände und Böden gegen Erdreich) zu verbessern und wenig umweltschonende Heizungsinstallationen (Öl-, Gas oder Elektroheizungen) durch eine Wärmepumpe, eine Holzheizung, thermische Sonnenkollektoren oder den Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz zu ersetzen.
- Förderbeiträge für hocheffiziente Neubauten, die energetisch effizienter sind, als es die gesetzlichen Vorgaben verlangen: Minergie-P und GEAK A/A.
- Förderbeiträge für die Errichtung von Nah- oder Fernwärmenetzen für die Gebäudeheizung oder die Ausweitung von vorhandenen Wärmeverteilsystemen, um weitere, bereits bestehende Gebäude daran anzuschliessen.
Berühren Sie die Nummern und Logos, um mehr über die Subventionen und ihre Bedingungen zu erfahren.
1. Dachisolation
Fördermittel können gesprochen werden, wenn die Energieeffizienz der Wärmedämmung grösser ist als vom Gesetz vorgegeben. Die Einheit, welche die Energieeffizienz der Wärmedämmung bestimmt, ist der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient): je kleiner der U-Wert, desto besser die Isolation. Um Förderbeiträge für die Dachisolation zu erhalten muss der U-Wert kleiner oder gleich 0,20 sein – wobei der gesetzliche Minimalwert für eine Sanierung bei 0,25 liegt.
2. Wärmedämmung der Aussenwände
Fördermittel können gesprochen werden, wenn die Energieeffizienz der Wärmedämmung grösser ist als vom Gesetz vorgeschrieben. Die Einheit, welche die Energieeffizienz der Wärmedämmung bestimmt, ist der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient): je kleiner der U-Wert, desto besser die Isolation. Um Förderbeiträge für die Wärmedämmung der Aussenwände zu erhalten, muss der U-Wert kleiner oder gleich 0,20 sein – wobei der gesetzliche Minimalwert für eine Sanierung bei 0,25 liegt.
3. Isolation von unteren Mauerteilen und Bodenplatten "gegen Erdreich"
"Gegen Erdreich" bedeutet, dass das wärmegedämmte Element nicht im Kontakt mit der Aussenluft steht, sondern mit dem Erdreich. Ob eine Subvention gewährt wird hängt einerseits davon ab, wie tief das Isolationsmaterial in den Boden reicht und andererseits von der Energieeffizienz, welche die Wärmedämmung bringen wird (U-Wert).
Die Isolation von Kellerböden wird bei der Vergabe für die Fördermittel berücksichtigt (denn es handelt sich um eine Isolation "gegen Erdreich"). In Regionen, wo das radioaktive Gas Radon natürlicherweise aus dem Boden austritt, muss der Dichte des Dämmmaterials besonders Sorge getragen werden.
4. Wärmedämmung der obersten Geschossdecke
Bei der Isolation der obersten Geschossdecke des Gebäudes sprechen die Techniker von einer Wärmedämmung "gegen die kalte Seite", denn die auf dem Boden im Dachraum angebrachten Dämmelemente isolieren gegen das Dachvolumen im Gebäudinnern, das ungeheizt bleibt. Diese Wärmedämmung wird nicht vom Gebäudeprogramm subventioniert, wenn sie alleine durchgeführt wird. Diese Massnahme kann nur dann mit Förderbeiträgen unterstützt werden, wenn zusätzliche Sanierungsarbeiten im Bereich der Gebäudehülle und/oder den technischen Installationen vorgenommen werden.
Unterstützungsbeiträge können hingegen für die energetische Sanierung des Dachstuhls (Auf-, Zwischen-, Untersparrendämmung) sowie der Giebelmauern gesprochen werden.
5. Isolation der Kellerdecke
Auch hier sprechen die Techniker von einer Wärmedämmung "gegen die kalte Seite", denn die Dämmelemente isolieren das Gebäude gegen den Kellerraum hin, der nicht geheizt wird. Diese Wärmedämmung wird nicht vom Gebäudeprogramm subventioniert, wenn sie alleine durchgeführt wird. Diese Massnahme kann nur dann mit Förderbeiträgen unterstützt werden, wenn zusätzliche Sanierungsarbeiten im Bereich der Gebäudehülle und/oder den technischen Installationen vorgenommen werden.
6. Fensterersatz
Das Gebäudeprogramm gewährt keine Unterstützungsmittel für den alleinigen Ersatz von Fenstern. Diese Massnahme kann nur dann mit Förderbeiträgen unterstützt werden, wenn zusätzliche Sanierungsarbeiten im Bereich der Gebäudehülle und/oder den technischen Installationen vorgenommen werden.
Beim Ersatz von Fenstern sollte man nicht nur die Dämmwirkung der Verglasung beachten (U-Wert), ein wichtiger Faktor ist auch ihre Durchlässigkeit für sichtbares Licht (Lichttransmissionsgrad) sowie für die nicht sichtbare Sonnenenergie (g-Wert oder "solare Gewinne").
7. Ersatz von Heizkesseln mit fossilen Brennstoffen (Öl- oder Erdgas) oder Elektroheizungen durch eine Heizung mit erneuerbaren Energien
Ziel dieser Fördermittelvergabe ist es, die CO2-Emissionen der Schweiz zu begrenzen und die Effizienz der Heizungen, die Strom verbrauchen, zu steigern. Die neue Heizungsinstallation muss eine "Leistungsgarantie" aufweisen, die bestätigt, dass die Anlage auf das Gebäude zugeschnitten ist, richtig installiert und korrekt eingestellt ist.
8. Fernwärme (FW) und Fernwärmenetz
Es werden auch Förderbeiträge für die Errichtung eines Fernwärmeheizungsnetzes, für die Ausweitung eines Wärmenetzes auf bereits bestehende Gebäude und den Anschluss von neuen Gebäuden an ein bereits vorhandenes Wärmeverteilsystem gewährt. Erhält jedoch ein Wärmenetz bereits finanzielle Unstützung (zum Beispiel von der KliK-Stiftung), kann das Gebäude, das daran angeschlossen wird, keine – da in diesem Fall zusätzlichen – Fördergelder aus dem Gebäudeprogramm erhalten.
9. Wärmepumpe
Eine Heizungsanlage mit Wärmepumpe (WP) kann sehr energieeffizient sein – unter der Voraussetzung, dass die Wärmepumpe ein Qualitätsprodukt ist, dass ihre Leistung dem Gebäudebedarf entspricht und dass sie richtig installiert und korrekt eingestellt ist. Aus diesem Grund können nur Fördergelder für die Qualitätsgarantie der WP und die Leistungsgarantie der Installation gesprochen werden, was als Wärmepumpen-System Modul (WPSM) bezeichnet wird.
10. Heizen mit Holz
Holz ist ein erneuerbarer Brennstoff, wenn der Wald gut bewirtschaftet ist. Hinzu kommt, dass Holz lokal verfügbar ist, was die Transportwege verkürzt. Ein mit Holz gefeuerter Heizkessel kann jedoch die örtliche Luftverschmutzung verstärken. Deshalb ist es wichtig, dass eine Holzheizung die Luftreinhalteverordnung (LRV) einhält.
Um Förderbeiträge zu erhalten, muss die Installation vom Verein Holzenergie Schweiz anerkannt sein und über eine Leistungsgarantie EnergieSchweiz verfügen.
11. Installation von Heizungs-Rohrleitungen
Wird ein Gebäude mit elektrischen Heizkörpern oder mit einem einfachen Öl- oder Gasofen geheizt, besitzt es keine Rohrleitungen, die das warme Heizungswasser in die verschiedenen Räume und Stockwerke leiten. Ersetzt man solche Heizungsvorrichtungen (durch eine Anlage mit Wärmepumpe oder eine Holzheizung, oder schliesst man das Gebäude an ein Wärmenetz an), kann man von zusätzlichen Subventionen profitieren, um ein Rohrleitungssystem für die Heizkörper oder für die Bodenheizung zu installieren.
12. Thermische Sonnenkollektore
Thermische Sonnenkollektoren nutzen die Wärme der Sonne und produzieren damit warmes Brauchwasser; sie können auch unterstützend zur Gebäudeheizung eingesetzt werden. Ist das Gebäude mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe ausgestattet, kann mit der Sonnenwärme auch das Erdreich wieder erwärmt werden, aus dem im Winder die Energie über geothermischen Erdsonden bezogen wird.
Um in den Genuss von Subventionen zu gelangen, muss die Installation über eine validierte Leistungsgarantie Solarwärme (VLG) von Swissolar / SuisseEnergie verfügen.
13. Photovoltaik-Anlagen
Photovoltaik-Anlagen werden vom Gebäudeprogramm nicht berücksichtigt, da sie bereits anderweitig subventioniert werden (Pronovo). Informieren Sie sich beim Kanton, dem zuständigen Elektrizitätsverteiler und spezialisierten Installateuren.
14. Erweiterung und Umnutzung
In der Regel ist eine Umnutzung eines nicht geheizten Lokals in einen Wohnbereich nicht subventionsberechtigt, denn die geltenden Wärmedämm-Normen müssen eingehalten sein. Es können jedoch je nach Art und Grösse der Projekte auch Ausnahmen gewährt werden.
Klimaschutz und Schutz der nächsten Umgebung für die Bewohner
Es ist bekannt, dass ein Gebäude, das seinen Öl- oder Gasverbrauch senkt, weniger schädliche Auswirkungen auf das Klima unserer Erde hat. Dies bedeutet zugleich, dass es auch weniger Rauch (und damit weniger Schadstoffe) in die Luft entlässt, die von den Menschen in seiner unmittelbaren Nähe eingeatmet wird.
Finanzielle Aspekte
Die Sanierungsarbeiten an einem Gebäude können dessen Energieverbrauch um mehr als 50% verringern. Sie steigern deshalb seinen Wert auf dem Immobilienmarkt, sei es für den Verkauf, für ein Hypothekendarlehen oder für die Vermietung. In dieser Hinsicht darf man natürlich bei der Berechnung einer Mieterhöhung im Anschluss an die Sanierungsarbeiten die Fördergelder nicht in die zu amortisierenden Investitionen einbeziehen!
Steuerabzüge
Direkte Bundessteuer • Natürliche Personen können die normalen Unterhaltskosten sowie wertvermehrende Investitionen, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen, von den direkten Bundessteuern abziehen. Abzugsfähig sind natürlich nur die selbst getragenen Kosten: Die gewährten Fördergelder können nicht abgezogen werden.
Kantonale Steuern • Die Kantone wenden nicht alle dieselben Besteuerungsgrundsätze an, auch wenn sie denen der direkten Bundessteuer oft ähnlich sind. Man muss sich deshalb bei der kantonalen Steuerbehörde seines Wohnorts und des Standortes der Liegenschaft informieren.
Oft ist es sinnvoll, grössere Unterhaltsarbeiten so zu organisieren, dass die Steuerabzüge auf zwei Jahre verteilt werden können.
Komfortsteigerung
Im Winter sind die Wände, Decken, Böden und Fenster eines gut wärmegedämmten Gebäudes nicht kalt: In den Räumen gibt es daher weniger Luftzug und auch weniger Kondensationsfeuchtigkeit auf den Fenstern und Aussenwänden (und deshalb ein kleineres Risiko für Schimmelbildung). Ferner kann eine gut durchdachte Lüftungsanlage den Wohnkomfort und die Gesundheit verbessern. Ausserdem erwärmt sich ein gut isoliertes Gebäude unter der sengenden Sonnenhitze im Sommer weniger schnell und die Wohnräume bleiben länger wohltemperiert. Auch sind Lärm und Geräusche von aussen weniger vernehmbar.
Die kleinen Wildtiere nicht vergessen
Meisen, Schwalben, Fledermäuse und Co.: Es gibt zahlreiche kleine Tiere, die im Dachgebälk, in den Mauerritzen oder unter den Ziegeln Schutz suchen. Mit den Renovationsarbeiten verschwinden diese Unterschlüpfe. Man kann aber die Baugerüste nutzen, um Nistkästen am Dach anzubringen.
Gebäudesanierungen: Vogel- und fledermausfreundlich – Bundesamt für Umwelt.
Radon
Radon ist ein gesundheitsschädliches radioaktives Gas, das natürlicherweise im Boden vorkommt und ausströmt. Dichte Fundamente und eine gute Lüftung helfen zu vermeiden, dass man es in zu grossen Konzentrationen einatmet.
Vorsicht Asbest!
In der Vergangenheit wurden Baumaterialien verwendet, die sich schliesslich als gesundheitsschädlich herausstellten: insbesondere Asbest, Polychlorbiphenyl (PCB) und Blei. Bei Renovationsarbeiten (oder Gebäudeabrissen) kann es sehr gefährlich sein, die dabei entstehenden Stäube einzuatmen, und durch die Baustelle kann auch die Umgebung kontaminiert werden. Je nach Alter des Gebäudes ist eine "Asbest-Diagnose" notwendig, bevor bestimmte Arbeiten durchgeführt werden dürfen.
Asbest, auf www.suva.ch
ConsoBat
ConsoBat ist ein Rechner (nur auf französisch), mit dem der Energieverbrauch eines Gebäudes in Bezug auf die lokalen meteorologischen Bedingungen, die seinen Heizbedarf beeinflussen (Heizgradtage und Heiztage), nachvollzogen werden kann. ConsoBat erlaubt es insbesondere, Unregelmässigkeiten beim Verbrauch aufzuspüren, die sonst unbemerkt geblieben wären.
GEAK
Der GEAK ist der GebäudeEnergieAusweis der Kantone, eine Art Energie-Etikette, die ein Gebäude anhand zweier Bewertungskategorien beurteilt: die Effizienz seiner Gebäudehülle und die Gesamtenergie- und Umwelteffizienz (CO2) seiner technischen Anlagen.
Der GEAK wird von zertifizierten GEAK-Experten ausgestellt (gebührenpflichtig). Unter der Voraussetzung, dass sich das Gebäude um mehrere GEAK-Effizienzklassen verbessert, werden Fördergelder gewährt.
Für bestimmte Subventionen wird ein GEAK®Plus verlangt: Er schlägt mögliche Szenarien für die Sanierung vor. In einigen Kantonen werden auch Fördergelder für die Erstellung eines GEAK®Plus durch einen Experten gewährt.
Minergie
Minergie schlägt eine Zertifizierung für Energieeffizienz, Umweltqualität und Komfort vor. Qualitätssiegel können auch in der Bauphase oder für die Sanierung vergeben werden. Es existieren mehrere Minergie-Zertifikate (kostenpflichtig), die vom Immobiliensektor wie auch von den Banken anerkannt werden. Fördergelder werden für neue Gebäude (Minergie-P) oder für Sanierungen (Minergie oder Minergie-P) gesprochen.
Kantonal unterschiedliche Bedingungen
Auf der Basis eines gemeinsamen, kantonsübergreifenden Fördermodells (das Harmonisierte Fördermodell HFM 2015) kann jeder Kanton individuell die spezifische Arbeiten und Installationen festlegen, die er im Rahmen des Gebäudeprogramms finanziell unterstützt und zu welchen Bedingungen er die Fördergelder vergibt. Ein Hauseigentümer, der eine Förderung beantragen möchte, muss sich an die Energiefachstelle des Kantons wenden, in welchem das Gebäude steht bzw. gebaut wird. Es versteht sich von selbst, dass Auskünfte beim Kantonspersonal auch per E-mail (oder telefonisch) erteilt werden. Die Gesuche für Förderungen aus dem Gebäudeprogramm können hingegen nur via Internet auf einer für alle Kantone gemeinsamen Web-Plattform gestellt werden.
Berühren Sie die Wappenzeichen, um zu den kantonalen Informationen für Förderbeiträge zu gelangen.
Das Fördergesuch zusammen mit Energieberatern und Gebäudefachpersonen via Internet beantragen
Ein Formular für Förderbeiträge auszufüllen ist für einen Laien nicht ganz einfach, vor allem deshalb, weil zu den Informationen über den Eigentümer und seine Liegenschaft auch technische Daten eingegeben werden müssen. Glücklicherweise kennen die meisten Unternehmen das Vorgehen, und die Web-Plattform des Gebäudeprogramms ermöglicht es ihnen, das Fördergesuchs-Formular für ihren Kunden auszufüllen. Wenn das Gesuch vollständig ist (was sich über mehrere Tage hinweg erstrecken kann), wird es ausgedruckt, unterschrieben und mit den nötigen Beilagen versehen (Plänen, Kostenvoranschlägen etc.) mit der Post an die kantonale Beratungsstelle geschickt, die damit beauftragt ist, es zu evaluieren.
> Energie-Förderportal der Kantone
Nützliche Informationen über Fördergelder:
- Die Fördergelder werden für Gebäude gesprochen, die im Besitz von natürlichen Personen, juristischen Personen (Gesellschaften, Kooperativen, Stiftungen etc.) oder Gemeinden sind – aber nicht für Gebäude, die im Eigentum von Bund oder den Kantonen stehen. Unternehmen, die von der CO2-Abgabe befreit sind, können keine Fördergelder erhalten.
- Die Fördergelder des Gebäudeprogramms können gewährt werden für eine Einzelmassnahme, für eine Sanierung in mehreren Etappen oder für eine umfassende Gebäudesanierung ohne Etappierung, die auf einer Baustelle durchgeführt wird.
- Die Kantone organisieren Schulungen und Informationsabende, um Hauseigentümer über das optimale Vorgehen der Gebäudesanierung zu informen; erklärt wird ebenfalls, wie Fördergelder beantragt werden.
> Clever renovieren
- Bevor Fördergelder für eine Gebäudeisolation von über CHF 10'000.- gesprochen werden verlangt der zuständige Kanton, dass das Gebäude von einem anerkannten Experten begutachtet wird, der ein GEAK®Plus erstellt: mit einem Energieberatungsbericht weist er dem Gebäude eine Energieeffizienzklasse zu und schlägt mögliche Szenarien für die Sanierung vor.
> GEAK
- In der Regel erteilt das Gebäudeprogramm keine Fördergelder für Erweiterungen oder Aufstockungen: das ist verständlich, da für solche Bauvorhaben die Gesetzgebung eingehalten und nach aktuell gültigen Energieeffizienz-Normen gebaut werden muss.
- Es werden keine Fördergelder aus dem Gebäudeprogramm gewährt für folgende Massnahmen, wenn sie allein durchgeführt werden: Fensterersatz, Wärmedämmung der obersten Geschossdecke im Dachstock, Isolation der Kellerdecke, Isolation von Innenwänden gegen nicht geheizte Räume.
- In allen Fällen muss das Födergesuch vor Beginn der Sanierungsarbeiten eingereicht werden. Einige Kantone verlangen sogar, dass die Arbeiten ohne die formelle Gewährung der Subvention nicht begonnen werden dürfen (dies trifft auch für den Materialkauf zu).
- Auf den Websites der Kantonalen Energie- und Umweltfachstellen findet man zusätzlich zum Gebäudeprogramm weitere Möglichkeiten für Finanzierungshilfen, zum Beispiel für den Ersatz eines Elektroboilers oder einer Umwälzpumpe für die Heizung.
- Einige Gemeinden gewähren auch ergänzende Finanzierungsmöglichkeiten: erkundigen Sie sich bei der Gemeinde des Gebäudestandortes.
- Photovoltaik-Anlagen (Solarmodule zur Stromerzeugung) sind nicht Bestandteil des Gebäudeprogramms, auch wenn ihre Installation von den Kantonen gefördert wird. Die finanzielle Unterstützung wird via Pronovo und/oder dem lokalen Elektrizitätsverteiler, manchmal auch von den Gemeinden gewährt. Solar-Fachpersonen wissen in der Regel wie Vorgegangen werden muss.
- Auf den ersten Blick können die Bedingungen für den Erhalt von Fördergeldern sehr streng und restriktiv erscheinen. Es gibt aber mehrere gute Gründe, die dies erklären: Eine Subvention muss förderungsberechtigt sein (es werden keine Massnahmen subventioniert, die ein Hausbesitzer obligatorisch durchführen lassen muss), sie muss energieeffizient sein (die Sanierungsarbeiten müssen Energieeinsparungen und eine Verringerung der CO2-Emissionen in der Höhe der Fördergelder erbringen), sie muss zielgerichtet sein (es muss vermieden werden, dass die selben Arbeiten zweimal subventioniert werden) und sie muss administrativ rationell zu bewältigen sein (die Kosten für die Behandlung eines Gesuchs müssen im Verhältnis zum Förderbetrag stehen).
Nützliche Links
Bei Recherchen im Internet stösst man auf mehrere Websites, die über Sanierungen und Fördergeldern informieren. Einige stammen direkt vom Bund und den Kantonen, andere werden von Fachverbänden oder Verkäufern von Baumaterial und Installationen unterhalten. Hier sind einige der unverzichtbarsten aufgelistet:
Das Gebäudeprogramm • Das Förderprogramm von Bund und den Kantonen -www.dasgebaeudeprogramm.ch
Energie-Förderportal der Kantone • Um ein Fördergesuch auszufüllen und Fördergeld zu beantragen -portal.dasgebaeudeprogramm.ch
GEAK • Informationen über den Gebäudeenergieausweis der Kantone -www.geak.ch
GEAK-Diagno • Szenarien zur energetischen Sanierung von verschiedenen Gebäudetypen -www.cecb-diagno.ch
EnergieSchweiz • Infos, Links und nützliche Dokumente zu Erneuerungsarbeiten -www.energieschweiz.ch
Pronovo • Vergütung für kleine Photovoltaik-Anlagen -www.swissgrid.ch
Stiftung KliK • Finanzielle Unterstützung für die Reduktion von CO2-Emissionen, insbesondere für die Modernisierung der Gebäudeautomation im Bereich der Regelungen von Heizung, Lüftung, Beschattung und Beleuchtung -www.klik.ch
Triple Play (Festnetz-Telefonie, Internet und Fernsehen): man kann Stromverbrauch und Elektrosmog verringern
- Details
- Januar 2017
- Zuletzt aktualisiert : April 2018
Triple‑play : So werden die Abonnements-Angebote genannt, die die Festnetz-Telefonie (IP-Telefonie), mit dem Internet und dem Fernsehen kombinieren. Manchmal durch die technologische Weiterentwicklung unumgänglich geworden, bedingen diese Abonnemente in der Regel zwei "Kästchen" in der Wohnung: ein "Modem-Router mit Wi-Fi" und ein "TV-Dekoder"; beide Funktionen sind manchmal auch in einem Gerät kombiniert. Es gibt zahlreiche Modelle dieser Triple Play-Boxen, die sich oft je nach Anbieter und dem Datum des Abonnements unterscheiden, denn dieses Material wird technologisch stetig weiterentwickelt.
Die Boxen dienen zunächst dazu, den Nutzer mit dem Anbieter der Dienstleistungen über eine einzige Leitung zu verbinden: über den Telefonanschluss (1), den Netzanschluss des Fernsehers (2), den Anschluss des Glasfaserkabels (3) oder direkt über eine RJ45-Ethernet-Steckdose (4). Dann sind sie natürlich auch da, um – via Kabel, Mikrowellen oder sogar über das 230-Volt-Stromnetz (sic!) – die elektronischen Apparate im Haushalt miteinander zu verbinden: ein oder mehrere Fernseher, ein oder mehrere Festnetztelefone, die Computer, Tabletcomputer, Smartphones, den Drucker – und auch die Stereoanlage, wenn sie über das Internet erhältliche Musik- und Radiosendungen empfangen kann. Je nachdem kann man auch Haus- und Heimelektronik daran anschliessen: Funksteckdosen und Funkschalter mit Fernbedienung, Überwachungskamera, Heizungsregelung etc.
Viele Geräte angeschlossen
Installiert man Triple Play bei sich zu Hause ist man gezwungenermassen mit dem Problem der Anschlüsse konfrontiert. Man muss zuerst den geeigneten Platz für die Boxen finden sowie freie Steckdosen, um sie einzustecken. Anschliessend muss man seine Geräte an diese Boxen anschliessen, was nicht immer einfach ist, wenn die Räume sehr grossflächig sind oder sich auf mehreren Etagen befinden. Man neigt dann dazu, auf die Kabel zu verzichten und den Mikrowellen den Vorrang zu geben (Wi-Fi und DECT) sowie diese ganze Technologie permanent eingeschaltet zu lassen, um sich das Leben zu erleichtern. Aber das hat nicht nur Stromverschwendung zur Folge, sondern bedeutet auch eine unnötige, persönliche Elektrosmog-Exposition. Damit man sich ein Bild über die verschiedenen Verbindungs-Möglichkeiten machen kann, zeigt das nachstehende Schema für eine Vielzahl von Geräten was ausgesteckt, abgeschaltet oder verkabelt werden kann. Denken Sie daran: Kabel sind die beste Lösung, um Strom zu sparen, um die Verbindungsgeschwindigkeit aufrechtzuerhalten, um die Datensicherheit zu wahren und um das Vorsorgeprinzip für die eigene Gesundheit anzuwenden.
Berühren Sie die Icons oben links im Bild
Triple Play : Festnetz-Telefonie, Internet und Fernsehen
Hier ein Standard-Set an Apparaten, die untereinander vernetzt werden sollen (es können natürlich auch andere Geräte sein). In diesem Beispiel läuft die Verbindung zum Anbieter über die Telefonsteckerbuchse (in Grün). Das andere grüne Kabel ist das HDMI-Kabel, das die Ferseh-Box mit dem Fernseher verbindet. Diese zwei Verbindungen sind in den meisten Fällen mit Kabel bewerkstelligt. In Rot sind hier die Stromkabel eingezeichnet.
Berühren Sie die Icons oben links im Bild
Verbindungen über Wi-Fi und DECT
Tagsüber sind alle Apparate eingeschaltet und betriebsbereit. Sie stehen über Mikrowellen miteinander in Verbindung (DECT für das schnurlose Telefon und Wi-Fi für die anderen Geräte). Um ein bisschen Strom zu sparen kann man das Ladekabel von Smartphone und Notebook oder Tablet-PC ausstecken, wenn sie nicht benutzt werden (ein modernes Ladekabel verbraucht weniger als 1 Watt, wenn es unnötigerweise in der Steckdose eingesteckt bleibt). Die Verbindungen über Mikrowellen verbrauchen mehr Strom als die Verbindungen mit Kabel, und sie erhöhen den Elektrosmog in ihrer Umgebung.
Verbindungen über Wi-Fi und DECT
In der Nacht bleibt das Schnurlos-Telefon in Betrieb. Mit der IP-Telefonie muss der Modem-Router eingeschaltet bleiben, damit das Telefon Anrufe empfangen kann. Hier kommuniziert der Modem-Router über Mikrowellen (DECT-Protokoll) mit der Basis des Schnurlos-Telefons. Alle anderen Apparate sind ausgeschaltet und vom elektrischen Stromnetz getrennt (was ganz einfach mit einer Mehrfachsteckdose mit Kippschalter gemacht werden kann).
Verbindung mit Kabeln
Tagsüber sind alle Apparate eingeschaltet und betriebsbereit. Die Apparate kommunizieren miteinander über Kabel: Das ist die beste Lösung was den Stromverbrauch, die Übertragungsgeschwindigkeit, die Netzsicherheit und die persönliche Elektrosmog-Exposition betrifft. Um ein bisschen Strom zu sparen kann man das Ladekabel von Smartphone und Notebook oder Tablet-PC ausstecken, wenn sie nicht benutzt werden (ein modernes Ladekabel verbraucht weniger als 1 Watt wenn es unnötigerweise in der Steckdose eingesteckt bleibt).
Verbindung mit Kabeln
In der Nacht bleibt das Schnurlos-Telefon in Betrieb. Mit der IP-Telefonie muss der Modem-Router eingeschaltet bleiben, damit man telefonieren kann bzw. das Telefon Anrufe empfangen kann. Hier kommuniziert der Modem-Router über ein Kabel mit der Basis des Schnurlos-Telefons – ganz ohne Mikrowellen-Emissionen. Besitzt das Telefon einen Eco-Modus, sendet es keine Mikrowellen aus, wenn auf seiner Basis steht. Alle anderen Apparate sind ausgeschaltet und vom elektrischen Stromnetz getrennt (was ganz einfach mit einer Mehrfachsteckdose mit Kippschalter gemacht werden kann).
Das IP-Festnetz-Telefon
Triple Play bedingt, dass das Festnetz-Telefon nur noch über Internet läuft (voice over IP oder VoIP). Es ist deshalb nicht mehr direkt in der Telefonsteckerbuchse eingesteckt, sondern im "Modem-Router". Schaltet man den "Modem-Router" ab, kann man nicht mehr telefonieren, keine Anrufe empfangen und auch keine Nachrichten mehr auf dem Beantworter erhalten. Wer Sie anruft hört die Nachricht "dieser Anschluss ist nicht mehr in Betrieb". Auf diese Weise zwingt Triple Play den Nutzer, sein Modem-Router rund um die Uhr eingeschaltet zu lassen, was je nach Modell einen ständigen Stromverbrauch von 7 bis 15 Watt zur Folge hat. Aber wenn man nicht befürchtet, seine Freunde zu beunruhigen oder eventuelle Einbrecher über seine Abwesenheit in Kenntnis zu setzen, kann man den Modem-Router selbstverständlich während der Ferien ausschalten...
Es können mehrere Arten von Festnetz-Telefonen verwendet werden:
• Ein schnurgebundenes Festnetz-Telefon, bei dem der Hörer mit der Schnur an der Basisstation verbunden ist (oder anders gesagt: ein schnurgebundenes Telefon ohne DECT-Funktion). Es kann einfach mit einem Kabel mit dem Modem-Router verbunden werden. So vermeidet man jegliche Mikrowellen-Strahlung.
• Ein Schnurloses Telefon, das mit Mikrowellen (DECT) mit seiner Basis kommuniziert. Bestimmte Modelle müssen mit einem Telefonkabel mit dem Modem-Router verbunden werden, andere können auch über Mikrowellen verbunden werden (die Basis dient lediglich als Ladestation für die Batterie des Telefons). Möchte man den Elektrosmog bei sich zu Hause vermindern, ist es besser, ein Telefon mit Schnur zu benutzen, und im Menu des Telefons nachzusehen, ob es einen "Eco-Modus" besitzt, der alle Mikrowellenemissionen unterbricht, wenn es auf seiner Basisstation steht.
Der Computer
Ethernet-Kabel: Das ist nicht nur die schnellste und sicherste Verbindung, sondern auch diejenige, die am wenigsten Strom verbraucht und am wenigsten Elektrosmog verursacht.
Wi-Fi (Mikrowellen): Das ist die Verbindung, die am einfachsten eingerichtet werden kann. Aber sie erhöht den Stromverbrauch von Router und Computer um einige Watt. Sie erhöht auch den Elektrosmog in der Umgebung (auch für die Nachbarn).
PowerLAN (dLAN, directLAN, Powerline Communication PCL): Das 230V-Stromnetz wird als lokales Netzwerk benutzt. Diese Lösung erfordert für jeden Apparat einen Powerline-Adapter, an den ein Ethernet-Kabel angeschlossen ist. Der links im Bild gezeigte Powerline-Adapter benutzt die Steckdose einerseits zum Übermitteln der Modem-Daten, während der in ihm eingesteckte Modem-Router (in Rot) gleichzeitig den für seinen Betrieb notwendigen Strom beziehen kann. Diese Verbindung erhöht den Stromverbrauch um ungefähr 4-5 Watt pro Powerline-Adapter (~1 Watt im Stand-by-Modus). Das System fügt auch eine hohe Frequenz in den gesamten Stromkreislauf ein, der nicht geschützt ist: die Emission von Kurzwellen, die daraus entsteht, kann den Radioempfang (Kurzwellen) stören, und wenn man in einem Mietshaus wohnt, auch denjenigen der Nachbarn. Die Sicherheit der übertragenen Daten hängt von den Geräten und der Grösse des elektrischen Netzwerkes ab (in einem Einfamilienhaus ist die Sicherheit grösser).
Powerline-Adapter und Wi-Fi: diese Verbindung ist eine Mischung aus PowerLAN und Wi-Fi. Sie kumuliert die Nachteile beider Systeme.
Bleibt der Computer immer am selben Platz, ist es eine gute Entscheidung, ihn mit einem Ethernet-Kabel am Modem-Router anzuschliessen, anstatt das Wi-Fi zu benutzen (nachprüfen, dass das Wi-Fi auf dem Computer sicher ausgeschaltet ist). Auf diese Weise verringert man nicht nur die eigene Elektrosmog-Exposition, sondern verfügt auch über eine schnellere und sicherere Internet-Verbindung. Benötigt man Wi-Fi nicht für andere Geräte, kann man das Wi-Fi auf dem Modem-Router auch abschalten, was seinen Stromverbrauch um einige Watt verringert.
Laptops und Notebook, die keinen Ethernet-Eingang haben, können in der Regel mit einem speziellen Adapterstecker mini-USB-RJ45 mit Kabel verbunden werden (manchmal muss man noch eine kleine Software installieren).
Ist es kompliziert, ein Ethernet-Kabel zu installieren, und möchte man das Wi-Fi nicht benutzen (oder ist der Empfang zu schlecht), kann man auch das normale Stromnetz im Haus benutzen – das ist die PowerLAN-Technik. Ein spezieller Adapter mit einer Ethernet-Schnittstelle ermöglicht es dem Modem-Router, die Internet-Datensignale auf das Stromnetz zu modulieren und zu demodulieren. Mit einem zweiten, ähnlichen Adapter kann man seinen Computer mit jeder beliebigen Steckdose im Haus an das Internet anschliessen. Das System funktioniert im Allgemeinen, wenn die Steckdosen auf der gleichen elektrischen Phase sind – was bei Wohnungen oder Einfamilienhäusern sehr oft der Fall ist. Ein PowerLAN-Adapter verbraucht in aktivem Zustand etwa 4-5 Watt. Sind die Computer ausgeschaltet, fällt der Adapter in den Stand-by-Modus und verbraucht weniger als 1 Watt (falls es ein neueres Modell ist). Fährt man über’s Wochenende weg oder in die Ferien, ist es besser, den Stecker zu ziehen, um den Verbrauch auf Null zu senken. Aber vorher empfiehlt es sich, sich beim Leistungsanbieter zu versichern, dass dies keine Schwierigkeiten mit der Verbindung und der Konfiguration verursacht.
Sollte das Wi-Fi nicht in allen Räumen erhältlich sein, kann man einen Wi-Fi-Verstärker installieren, der die Reichweite des Netzwerks entweder verlängert oder ein zweites Netzwerk generiert. Dieses Gerät kann ebenfalls an eine Strom-Steckdose angeschlossen werden: Nicht vergessen, den Stecker zu ziehen, wenn der Verstärker nicht benutzt wird.
Aber egal, ob man einen PowerLAN-Adapter oder einen Wi-Fi-Verstärker kaufen möchte, am besten ist es, sich bei seinem Triple Play-Anbieter zu informieren, denn es gibt zahlreiche Modelle mit unterschiedlichen Kapazitäten, besonders was die Datenübertragungsgeschwindigkeit und die Datensicherheit betrifft.
Tablet-PC und Smartphone
Tabletcomputer (oder kurz Tablet-PC) und Smartphones sind in der Regel mit Wi-Fi an das Internet angeschlossen. Einige Modelle können jedoch auch mit einem Kabel und einem speziellen mini-USB-RJ45-Adapter angeschlossen werden. Manchmal muss auch eine kleine Software installiert werden. Mit Kabel-Verbindung wird die Batterie geschont.
Fernseher und TV-Decoder (TV-Box)
Beim Triple Play ist der Fernseher mit einem HDMI-Kabel an die TV-Box angeschlossen. Man kann den Fernseher ohne weiteres mit dem Geräte-Schalter ausschalten, wenn man ihn nicht benutzt, statt ihn lange im Stand-by-Modus zu lassen (das kleine rote LED-Lämpchen leuchtet). Bevor man allerdings den TV-Decoder (TV-Box) ausschaltet, sollte man besser die Angaben des Anbieters zu den Energieeinsparungen lesen (siehe weiter unten).
Der Modem-Router (Internet Box)
Wie bereits weiter oben erwähnt, muss der Modem-Router dauernd eingeschaltet bleiben, damit das Festnetztelefon funktioniert. Er verbraucht durchschnittlich 10 bis 15 Watt, egal ob man ihn braucht oder nicht. Schaltet man das Wi-Fi ab, wenn man es nicht benutzt, kann man 2 bis 3 Watt Strom sparen. Viele Router haben einen speziellen Schalter und zeigen mit einem Lämpchen an, ob das Wi-Fi eingeschaltet ist (optimal). Bei anderen ist diese Anzeige nicht gut ersichtlich, weshalb man in den Einstellungen nachsehen muss. Bestimmte Modelle sind über den Computer konfigurierbar, entweder indem man sich direkt an den Modem-Router anschliesst oder dann über die Web-Site des Providers: so kann man die Zeitfenster festlegen, in welchen das Wi-Fi automatisch ausgeschaltet ist, zum Beispiel zwischen 23h und 7h. Auf dieselbe Weise kann man auch Funktionen desaktivieren, die nicht benötigt werden, wie beispielsweise die Datenspeicherung, womit man wiederum einige Watt einsparen kann.
Informieren Sie sich über möglichen Energieeinsparungen
Auf Grund der grossen Verschiedenheit der Triple Play-Anbieter und ihrer unterschiedlichen Geräte gibt es leider keine Patentlösung zum Stromsparen. Man sollte sich an die Gebrauchsanleitung der Geräte und – falls vorhanden – an die mit dem Abo-Abschluss erhaltenen Angaben halten. Hier einige Links, wo sie diese Informationen finden können:
Swisscom, auf dieser Web-Site findet man alle Angaben zum Verringern des Stromverbrauchs der Internet-Box und der TV-Box. Alle verfügbaren Geräte sind berücksichtigt.
UPC Cablecom (und Naxoo), Site wo man für einige Geräte Angaben zum Stromsparen findet.
Elektrosmog, Informations-Site des Bundesamt für Umwelt.
Flickern der Beleuchtung: mit einem Smartphone kann man das Flackern (oder auch Flimmern) der Glühbirnen und Lampen feststellen
- Details
- Februar 2016
- Zuletzt aktualisiert : Februar 2019
Herkömmliche Glühbirnen, Halogenlampen, Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) und Leuchtstoffröhren (Neonröhren) emittieren im Allgemeinen kein regelmässiges Licht. Sie funktionieren alle mit Wechselstrom aus dem Stromnetz (230V/50Hz), und sie flimmern alle, obwohl wir dies gar nicht bemerken. Die Helligkeitschwankungen reichen in der Regel von 5 bis 45% je nach Lampentyp (mehr dazu).
Flickern = Flimmern
Das Flimmern bei Leuchtmitteln und Lampen wird von den Berufsfachleuten für Beleuchtungskörper mit dem englischen Wort "Flickern" bezeichnet. Wir können dieses Flickern in der Regel nicht bewusst sehen, da für unseren Augen beim Sehen ein Nachbild auf der Netzhaut bestehen bleibt, das von einem neuen Bild überlagert wird. Man nennt dieses Phänomen "Bildwiederholfrequenz". Wird eine Lampe immer schneller ein- und ausgeschaltet, wird irgendwann eine Wahrnehmungsschwelle erreicht, wo wir das Gefühl haben, die Lampe bleibt ununterbrochen eingeschaltet. Für die meisten Menschen wird diese Illusion erlebbar - also diejenige der Wahrnehmung von kontinuierlichen Licht -, wenn das Licht etwa 60-mal pro Sekunde ein- und ausgeschaltet wird, oder anders formuliert: wenn das Flickern eine Frequenz von 60 Hertz erreicht. Es gibt aber auch Leute, die vom Flickern einer Lampe von nahezu 100 Hertz gestört werden. Ausserdem zeigen Studien, dass unser Organismus die Helligkeitsschwankungen einer Lampe bis etwa 200 Hertz spüren kann – auch wenn dies für unsere Augen nicht sichtbar ist – und zwar umso stärker, wenn die Helligkeitsschwankungen eine grosse Amplitude aufweisen. Andererseits kann sich Flickern in der Grössenordnung von 1000 Hertz auch störend auswirken, wenn sich die Lichtquelle schnell bewegt oder wenn sich der Betrachter bewegt.
Flickern kann sehr störend sein, auch wenn wir es nicht sehen
Auch wenn man das Flickern nicht direkt sehen kann, so kann es dennoch ein Unbehagen hervorrufen, Leistungsverminderung bei der Arbeit bewirken sowie zur Ermüdung von Augen führen oder Migräne auslösen. Bei einigen Personen kann Flickern sogar Epilepsieanfälle verursachen. Wie stark dieses Unbehagen empfunden wird hängt insbesondere von der Frequenz des Flickerns ab, von der Amplitude der Helligkeitsschwankung und der Intensität der Beleuchtung. Flickern ist ganz besonders störend beim Lesen und bei Arbeiten, welche schnelle Bewegungen erfordern.
Flickern bei LEDs: die guten treffen auf die ganz schlechten
Gute LED-Lampen sind praktisch flickerfrei. Aber einige fehlerhafte Modelle oder solche minderwertiger Qualität können ein 100%-iges Flickern aufweisen, das viel stärker ist als dasjenige von allen anderen Beleuchtungskörpern. So gibt es LED-Lampen und LED-Girlanden, die sich 100-mal pro Sekunde ein- und aussschalten, da ihr elektrischer Adapter den Wechselstrom aus der Steckdose nur ungenügend in Gleichstrom umwandelt. Probleme mit dem Flickern können auch auftauchen mit einem Dämmerungsschalter (Dimmer), der schlecht an die neuen LED-Lampen angepasst ist. In einigen Fällen verstärkt sich das Flickern nach und nach, wenn das Licht gefiltert wird. Auch können zwischen zwei vermeintlich gleichartigen LED-Lampen desselben Herstellers grosse Unterschiede bestehen, die auf die unterschiedliche Qualität ihrer elektronischen Bauteile zurückzuführen sind.
Die Verpackung der LED-Leuchtmittel tragen keinen Hinweis auf das Flickern
Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Hersteller nicht dazu angehalten, das Flickern ihrer Beleuchtungsmittel anzugeben. Und die Messverfahren werden zudem immer noch auf internationaler Ebene diskutiert. Für eine Privatperson ist es deshalb schwierig festzustellen, ob eine Lampe ein störendes Flickern aufweist, ausser wenn das Flimmern mit blossem Auge erkennbar ist. Zum Glück kann man sich auch mit einem einfachen Smartphone behelfen, um die störendsten Flicker (bis ungefähr 200-mal blinken pro Sekunde = 200 Hertz) indirekt aufzudecken. Das Verfahren ist denkbar einfach: Man wählt den Modus "Foto/Kamera" und hält es ganz nahe an die zu testende Lampe. Flickert das Licht, wird das Bild auf dem Bildschirm des Smartphones in helle und dunkle Bänder unterteilt. Das Phänomen ist auf die Interferenz zwischen den Lichtschwingungen und der Anzeigefrequenz der Bilder auf dem Bildschirm zurückzuführen (das Bild wird 30-mal pro Sekunde "aufgefrischt"). Je stärker der Kontrast zwischen den hellen und dunklen Streifen, umso grösser sind die Helligkeitsschwankungen der Lampe – und umso mehr stört das Flickern gleich von Anfang an. Sehr schnelles Flickern – in der Grössenordnung von 1000 Hertz – kann nicht immer mit einem Smartphone festgestellt werden, ausser wenn das Phänomen sehr deutlich auftritt.
Leuchtmittel testen: zu Hause, im Büro oder im Geschäft
Mit einem Smartphone kann man die verschiedenen Lampen in der eigenen Wohnung oder im Büro untersuchen – und sogar Lampen im Verkaufsgeschäft vor dem Kauf testen. Sind die Leuchtmittel an einen Dimmer angeschlossen, sollte man die Lampen von der höchsten bis zur schwächsten Beleuchtungsstärke prüfen. Man kann auch Leuchtstoffröhren (Neonröhren) kontrollieren: sind sie mit einem magnetischen Vorschaltgerät ausgerüstet, ist ihr Flickern sehr viel stärker als bei einem elektronischen Vorschaltgerät. Die heute verkauften Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) haben ein elektronisches Vorschaltgerät: ihr Flickern ist sehr viel weniger störend als dasjenige der ersten Generationen der Kompaktleuchtstofflampen, die mit einem magnetischem Vorschaltgerät ausgerüstet waren.
Links: Foto einer Glühbirne mit einem Smartphone aufgenommen.
Rechts: die gleiche Glühbirne mit einem Flickermeter betrachtet. Die Lichtintensität der Leuchtquelle verändert sich stark – mehr als 60% Lichtschwankung – bei einer Frequenz von 100 Hertz (100-mal pro Sekunde).
LED Lampen, Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Dimmen von LED – Gewusst wie, EnergieSchweiz