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Weichteiltumoren umfassen eine Vielzahl verschiedener Geschwülste, die aus dem Weichteilgewebe wie z.B. Binde-, Fett- und Muskelgewebe entstehen. Weichteil-tumoren können auch von peripheren Nerven und Gefässen abstammen. Gutartige Weichteiltumoren kommen relativ häufig vor und entstehen u.a. aus dem Fettgewebe (Lipom) oder dem Bindegewebe (Fibrom).
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Wie entsteht ein Weichteiltumor
Durch abnormale Wucherung von bestimmten Zellen der Weichteile kann es zu einer Tumorbildung kommen. Die häufigsten Tumoren sind nachfolgend aufgelistet:
- Lipom (Fettgewebe)
- Fibrom (Bindewebe)
- Leiomyom (Glatte Muskulatur z.B. im Darm)
- Rhabdomyom (Skelettmuskulatur)
- Hämangiom (Blutgefässe)
- Neurofibrom, Schwannom (Nervenscheiden)
- Verschiedene seltene Tumoren aus Knochen, Knorpel u.a.
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Wie stellt man die Diagnose
Häufig sieht man bei der klinischen Untersuchung eine Schwellung und Erhebung der Haut, was auf einen Weichteiltumor hindeuten kann. Mit etwas Erfahrung kann der behandelnde Arzt ein Lipom problemlos diagnostizieren. Gelegentlich muss die Abgrenzung zu einem Atherom, d.h. eine Talgretention im Bereich der Hautanhangsdrüsen abgegrenzt werden. Bei unklarem Befund hilft am ehesten eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Handelt es sich um eine Zyste oder um ein Gelenksganglion oder sogar um eine Erweiterung eines Blutgefässes (Aneurysma), sind je nach Ausprägung oft keine weiteren Massnahmen indiziert.
Bei einem grösseren Tumor ist eine Röntgenaufnahme sinnvoll. Hierbei geht es vor allem um die Erkennung von Tumoren ausgehend vom Knochen- oder vom Knorpelgewebe. Gelegentlich hilft auch eine Computertomographie weiter. Die beste Untersuchung für einen unklaren Weichteiltumor ist die Magnetresonanzuntersuchung (MRT). Bei unklarem Befund kann auch eine Gewebeprobe (Biopsie) zur Diagnose führen.
Die bösartigen Weichteiltumore werden zusammenfassend als Weichteilsarkome bezeichnet. Man unterscheidet über 100 verschiedene Typen von Weichteilsarkomen, die sich hinsichtlich ihres Wachstumsverhaltens und ihrer Heilungsaussichten deutlich unterscheiden. Für die genaue Diagnosestellung ist oft eine Gewebeprobe notwendig. Die häufigsten Weichteilsarkome sind Fibrosarkome, Liposarkome und Leiomyosarkome.
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Welches sind die Therapiemöglichkeiten
Bei kleineren Tumoren kann man beobachtend zuwarten. Bei grösseren und vor allem bei Beschwerden bereitenden Tumoren drängt sich die Weiterabklärung oder sogar die operative Entfernung (Exstirpation) des Tumors auf.
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Was passiert ohne Therapie
Wie gesagt können kleinere Tumore wie z.B. Lipome belassen werden. Bei Grösserwerden des Befundes oder Auftreten von Beschwerden ist die operative Entfernung des Weichteiltumors jedenfalls sinnvoll.
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Welches sind die operativen Möglichkeiten
Der Weichteiltumor ist häufig von aussen sichtbar. Bei der Operation wird eine Hautinzision über dem gut spürbaren Tumor angelegt und je nach Tiefe werden die verschiedenen Gewebeschichten durchtrennt. Wenn immer möglich wird versucht, den Tumor als Ganzes zu entfernen, so dass nicht mit einem Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv) gerechnet werden muss.
Bei bösartigen Tumoren gelten besondere Richtlinien, die Entfernung von grösseren bösartigen Weichteiltumoren wird in dafür spezialisierten Zentren durchgeführt.
Kleinere Tumore werden meist in Lokalanästhesie entfernt. Je nach Untersuchung durch den Pathologen (histopathologische Untersuchung) kann eine Nachoperation nötig werden. Dies ist insbesondere bei bösartigen Tumoren der Fall. Bei grösseren Tumoren wird oft zur Regional- oder Vollnarkose geraten.