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Versicherungsstreit um SchneeballschlachtSchreiben Sie einen Kommentar
Ein junger Thurgauer hatte sich bei einer Schneeballschalcht die Schulter ausgekugelt. Dies geschah nicht zum ersten Mal. Bereits ein Jahr zuvor hatte er sich die selbe Verletzung beim Sport im Militär zugezogen. Er meldete den Fall der Helsana, bei der er über seinen Arbeitgeber versichert ist, und der Suva-Militärversicherung. Dies schreibt das «St.Galler Tagblatt».
Der Vorfall landete vor Bundesgericht, weil sich die Versicherungen uneins waren. Die Helsana verneinte die Leistungspflicht, da kein Unfall vorliege und die diagnostizierte Verletzung auf Abnützung und Erkrankung zurückgehe. Eine Einsprache der Suva wies die Versicherung ab, weshalb sich die Suva mit einer Beschwerde ans Thurgauer Verwaltungsgericht wandte.
Seither wird darum gestritten, ob die Beschwerde rechtzeitig eingereicht wurde. Die Frist lief am 9. April 2018 ab, die Beschwerde der Suva trug den Poststempel vom 10. April. Die Suva plädierte darauf, dass die Beschwerde zu spät eingetroffen sei. Die Suva hingegen reichte vor dem Verwaltungsgericht eine Bestätigung der Post ein, wonach der Stempel beweise, dass die Sendung am 9. April der Post übergeben worden war. Das Thurgauer Verwaltungsgericht erachtete die beschwerde als rechtzeitig,hiess sie gut und wies den Fall an die Helsana zurück.
Diese zog den Fall weiter ans Bundesgericht. Mit Erfolg: Es gab der Helsana recht. Denn das Bestätigungsmail der Post weise lediglich auf den normalen Ablauf hin, nicht aber auf den konkreten Brief. Eine «überwiegende Wahrscheinlichkeit» reiche laut Bundesgericht nicht aus.
Damit dürfte der Entscheid der Helsana, nicht leistungspflichtig zu sein, bestehen bleiben. Was dies für den Verletzten bedeutet, sei dem Urteil nicht zu entnehmen.