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Eindrücke unserer Hochlandrinder auf den Weiden
Tierbestand auf dem Niesberghof
Im Moment variiert unsere Herde zwischen 35 – 45 Hochlandrinder.
Das Tier
Die Vorfahren der Hochlandrinder, sowie aller anderen Rindergattungen, stammen wahrscheinlich vom Vieh der indoeuropäischen, vorkeltischen Erdbevölkerung Vorderasiens und Europas ab. Welches Urrind (Auerochse) oder bos primigenius genannt wird.
Bei der Ankunft der Briten in Britannien (900-300v.Chr) haben sie wahrscheinlich dort lebende Rinder mit ihren eigenen gekreuzt und somit zur Entwicklung des Hochlandrindes beigetragen. So endet der Einfluss der Kelten. Deshalb ist es nicht richtig das Hochlandrind, schottisches Hochlandrind oder Keltenrind zu nennen. In der Abgeschiedenheit des schottischen Hochlandes und der westlichen Vorgelagerten Inseln, einem typischen Rückzugsgebiet, konnte sich im Laufe der vielen Jahrhunderten aus der Keltenzeugung das heutige Hochlandrind entwickeln.
Da der Mensch nicht viel an der Entwicklung Einfluss nahm, behielt es bis heute die ursprünglichen Merkmale und Eigenschaften. Es wird daher den Robustrinderrassen zugeordnet. Früher dürfte es eine Vielzahl starker, unterschiedlicher Arten gegeben haben. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine Rasse.
In geschichtlicher Zeit war unbestritten das schottische Hochland, nebst den im Westen Vorgelagerten Inseln, die Heimat des Hochlandrindes. Deshalb wird es bei uns oft das schottische Hochlandrind genannt. Obwohl es Highland cattle heisst übersetzt Hochlandrind oder Hochlandvieh. Auch die Schotten nennen es so. Bemerkenswert ist, dass seit 120 Jahren in Schottland die Hochlandtiere gezielt und erfolgreich auf Gutmütigkeit gezüchtet werden.
Vorteile eines HLR:
Ihr grösster Vorteil ist, sie sind viel leichter als eine Kuh. Die Hochlandrinder können an Steilhängen und Hecken gehalten werden. Sie sind anspruchslose Fresser und benötigen kein Mastfutter. Sie können in verschiedenen Klimazonen gehalten werden.
Erdmerkmale:
- Herdentiere
- Misstrauisch, mutig und freiheitsliebend
- Körperstruktur ist kleinrahmig und robust
- Fressgewohnheit ist genügsam bis anspruchslos
- Männchen nimmt 0.6 kg und weibchen 0.5 kg pro Tag zu bis 30 Monate danach nur sehr geringe Gewichtszunahme
- Geburtsgewicht zwischen 22 und 30 kg
- Schlachtgewicht zwischen 700 und 900 kg
- Mit drei Jahren ist das Hochlandrind schlachtreif
- Erstkalberung mit 33-39 Monaten
- Lebensleistung 14-16 Kälber das heisst 18Jahre
- Geschlechtsreife der Stiere ist 22 Monate
- Die Milch ist sehr wichtig für die Entwicklung der Kälber
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