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Farne
“Man muss nicht das Licht des anderen ausblasen, um das eigene leuchten zu lassen.”
Kaum eine Pflanzengruppe ist so alt wie die der Farne. Im Karbon (vor etwa 360–300 Millionen Jahren) bildeten Farne (in größerer Form als heute, meist Baumfarne genannt) zusammen mit Schachtelhalmen und Bärlapppflanzen riesige Wälder und schufen die Basis für die meisten heutigen Steinkohle-Vorkommen. Die ältesten fossilen Funde stammen aus dem unteren Devon (vor etwa 400 Millionen Jahren). Farne sind somit wahrscheinlich älter als die Samenpflanzen, die erstmals im oberen Devon (vor ca. 380 Millionen Jahren) auftraten.
Ebenfalls sind die Farne im Gegensatz zu vielen Samenpflanzen weltweit verbreitet. Sie kommen bis auf wenige lichtliebende Arten fast ausschließlich an schattigen und feuchten Plätzen im Wald, in Mauerritzen, Felsspalten und Schluchten, an Bachufern oder ähnlichem vor. Den Verbreitungsschwerpunkt haben die Farne in den Tropen. So findet man im tropischen Regenwald zum Beispiel die größten Farnpflanzen, die Baumfarne. Doch auch in kühleren Gefilden fühlen sich Farne wohl und präsentieren sich als echte Stars im Schattenbeet.
Farne wachsen krautig. Die meisten Exemplare entwickeln ein äußerst ausdauerndes Rhizom, das viele Jahrzehnte überdauern kann. Die charakteristischen Farnwedel bestechen durch ihre filigrane Form. Von der Mittelrippe zweigen seitlich Fiedern ab. Im Jugendstadium sind diese Fiedern eingerollt und entfalten sich im Frühjahr langsam. Zwar sitzen die Farnwedel nicht wie die Blätter der Blütenpflanzen an einem Stiel, Zweig oder Stamm, ansonsten haben sie aber alle Merkmale eines richtigen Blattes: Vom Stiel geht eine Mittelrippe aus, von der nahezu symmetrisch die sogenannten Fiedern seitwärts abzweigen.
Besonders faszinierend sind die Farne während des Austriebs im Frühjahr. Die Wedel für das nächste Jahr werden bereits im Herbst ausgebildet. Aufgerollt und geschützt von sogenannten Spreuschuppen, vom Herbstlaub und von alten Wedeln überdauern sie den Winter. Mit Beginn der Vegetationszeit entrollen sich die Farnwedel nach und nach und erinnern im Aussehen dabei an einen Bischofsstab oder Geigenkopf.
Im Unterschied zu den Blütenpflanzen bilden Farne keine Blüten und Samen, sondern Sporen aus. Die Sporen befinden und entwickeln sich in Sporenbehältern, den sogenannten Sporangien. Diese sitzen auf der Unterseite der Farnwedel und sind als Punkte, Striche oder Tüpfelchen zu erkennen.
Farne sind die perfekte Wahl für schattige Gartenpartien. Sie stehen gerne in locker-humosem Boden, so wie er natürlicherweise im Wald vorkommt. Im Garten können Sie diesen Effekt der Streuschicht imitieren, indem Sie Herbstlaub liegen lassen. Als zusätzliche Mulchschicht bietet das Laub außerdem einen natürlichen Winterschutz und verbessert den Boden.
Am wohlsten fühlen sich die meisten Farne in Gartenbereichen, in die die Sonne nicht direkt vordringt, am liebsten im lichten Schatten von Gehölzen und Sträuchern.
Haben auch Sie einen schattigen Bereich im Garten welchen Sie begrünt haben möchten? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.
Quellen: wikipedia.org; mein-schoener-garten.de; garten-treffpunkt.de; zulaufquelle.ch