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Mit dem Standard-Analysemodell können systematische Lohndiskriminierungen in einem Unternehmen identifiziert werden. Das anerkannte und bewährte Modell wird zur Überprüfung der Lohngleichheit im öffentlichen Beschaffungswesen des Bundes angewendet.
Der Bund verwendet für seine Kontrollen der Einhaltung der Lohngleichheit im Rahmen des öffentlichen Beschaffungswesens ein Standard-Analysemodell, das auf der wissenschaftlich anerkannten Regressionsanalyse basiert und vom Bundesgericht zugelassen wurde. Auch im sozialpartnerschaftlichen "Engagement Lohngleichheit ELEP" wurde vereinbart, das Standard-Analysemodell des Bundes zu verwenden.
Feststellen einer systematischen Diskriminierug
Mit dem Standard-Analysemodell können systematische Lohndiskriminierungen in einem Unternehmen identifiziert werden. Es besteht aus zwei Komponenten: zum einen aus einer statistischen Methode, der semi-logarithmischen OLS-Regressionsanalyse basierend auf dem Mittelwert, und zum anderen aus einer Reihe von persönlichen Qualifikationsmerkmalen (Ausbildung, Dienstalter und potenzielle Erwerbserfahrung) und arbeitsplatzbezogenen Faktoren (Kompetenzniveau und berufliche Stellung). Unter ansonsten gleichen Bedingungen kann mit diesem Modell ermittelt werden, welcher Teil der Lohndifferenz nicht durch lohnrelevante, objektiv-nichtdiskriminierende Faktoren erklärt werden kann.
Mit dieser Methode ist es möglich zu bestimmen, ob Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern in einem Unternehmen bei vergleichbaren persönlichen und berufsbezogenen Merkmalen und ob gestützt darauf systematische geschlechtsspezifische Lohndiskriminierung zu vermuten ist.
Ein anerkanntes und bewährtes Modell
Die im Rahmen der Regulierungsfolgenabschätzung befragten Unternehmen beurteilten das Standard-Analysemodell des Bundes sowie das Instrument Logib mehrheitlich als geeignet. Diverse europäische Länder (z.B. Deutschland, Finnland, Frankreich, Luxemburg, Grossbritannien, Polen, Portugal und Tschechien) haben das Standard-Analysemodell des Bundes übernommen. Die Europäische Union hat mit Equal Pace ein Webtool entwickelt, welches ebenfalls auf dem Instrument Logib basiert.
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