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Die in der Krise steckende französische Tageszeitung «Libération» will jede dritte Stelle streichen. Von den insgesamt 250 Stellen sollen 93 wegfallen, die Zahl der Journalisten soll von 180 auf 130 sinken, wie die Leitung der Zeitung am Montag mitteilte.
Es ist die grösste Stellenkürzung in der Geschichte des vom Philosophen Jean-Paul Sartre gegründeten Blattes. «Libération»-Direktor Laurent Joffrin sprach von einer «unumgänglichen Entscheidung, um die Zeitung zu retten».
Die vor der Pleite stehende «Libération» hatte erst Ende Juli eine Finanzspritze von 18 Mio. Euro (rund 22 Mio. Fr.) bekommen. Das Geld kam grösstenteils vom Telekommunikations-Milliardär Patrick Drahi.
«Die journalistische Produktion muss rationalisiert werden», sagte Vize-Redaktionschef Johan Hufnagel. Unter anderem sollen die Redaktionen der Print- und der Online-Ausgabe zusammengelegt werden. Schon ab dem kommenden Jahr soll «Libération» als Multimedia-Gruppe wieder Gewinne einfahren.
Im Zuge des Sparkurses sollen die Angestellten, die nicht von den Stellenkürzungen betroffen sind, im kommenden Jahr neue Arbeitsverträge bekommen - oder ihren Job verlieren, wenn sie nicht unterzeichnen wollen. Die Zeitung wird zudem 2015 ihre Redaktionsräume in der Pariser Innenstadt aufgeben und in eine der Pariser Vorstädte ziehen.
Die «Libération»-Journalisten, die am Montag über die Pläne informiert wurden, reagierten niedergeschlagen auf die Neuigkeiten, aber auch nicht überrascht - eine tiefgehende Umstrukturierung hatte sich schon seit geraumer Zeit abgezeichnet. «Libération, wie ich sie kannte, wird nicht mehr existieren», sagte ein Journalist.
Auch die französische Traditionszeitung «Le Monde» steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Auch hier sollen Print- und Online-Redaktionen enger zusammengeführt werden, dem Internet soll mehr Bedeutung beigemessen werden. Stellenstreichungen soll es bei «Le Monde» aber nicht geben. (sda/afp)
In einem offenen Brief appellierte die deutsche Publizistin Alice Schwarzer an den Bundeskanzler Olaf Scholz. Darin warnt sie vor einem dritten Weltkrieg infolge der Waffenhilfe für die Ukraine. Der Brief sorgte in den vergangenen Tagen für heftige Kritik. Schwarzer wiederum verteidigte sich in einem bizarren Interview. Doch von Anfang an.