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"Yagoogle" statt "Microhoo"
Die Übernahme-Gespräche zwischen Microsoft und Yahoo sind definitiv geplatzt. Das riesige US-Internet-Portal Yahoo teilte gestern Abend mit, Microsoft sei nicht mal mehr an einer Übernahme zum ursprünglich gebotenen Preis von 33 Dollar interessiert. Yahoo seinerseits lehnte ein Angebot von Microsoft, nur die Suchmaschine von Yahoo zu kaufen, ab. Zuletzt hatten sich Yahoo-Boss Jerry Yang und sein Gegenpart bei Microsoft, Steve Ballmer, letzten Sonntag auf einem Privatflughafen in Kalifornien getroffen.
Die Börse reagierte ungnädig auf das Ende der Gespräche zwischen Yahoo und der reichen Microsoft: Der Kurs der Yahoo-Aktie stürzte um mehr als 10 Prozent ab.
Yahoo lehnt sich nun an den Konkurrenten Google an. Und zwar wird Yahoo in Nordamerika Textanzeigen von Google auf seinen Suchresultaten einblenden. Dies soll Yahoo einen zusätzlichen Umsatz von bis zu 800 Millionen Dollar im ersten Jahr bringen. Ähnlich dürfte es für Google aussehen. Der Suchmaschinenriese pflegt ungefähr die Hälfte des Umsatzes, den Partnersites mit Google-Textanzeigen erzielen, für sich zu behalten.
Das enge Bündnis der beiden US-Internet-Grössen Google und Yahoo wirft wettbewerbsrechtliche Fragen auf, denn es schränkt die Konkurrenz im Markt für Suchresultat-basierende Werbung ein. Dies scheint man auch in der US-Politik so zu sehen. Man werde den Deal genau anschauen, kündigt ein Mitglied des Antitrust-Unterkomitees des US-Senats an. (hc)