Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03427.jsonl.gz/3148

Die Überlagerung der heutigen Gebäudestrukturen mit den historischen Plandokumenten lässt eine Reihe von Gärten unterschiedlicher Stile erahnen. Über die gesamte Nordzone erstreckt sich ein einzigartier romantischer Landschaftsgarten, vom Leonhardgraben bis zum Steinenengraben. Dabei zeigt die aktuelle Anlayse der Musikschule zwei deutlich voneinader getrennte Aussenräume: den Haupteingang von der Leonhardstrasse, der als Vorplatz den symbolischen Eingang zum Campus markiert und auf einer Ebene die Gebäudeeinheiten erschliesst. Der zweite Aussenraum, der druch den Steinen- und Leonhardgraben erschlossen ist, wird durch die letzten Bauten in mehreren Ebenen gegliedert.
Neben dem Hof Nord und Süd bewaart der Garten an der Leonhardstrasse 2 seinen Charakter und seine Eigenständigkeit. Das Konzept der Aussenräumes basiert auf dem Kontrast der beiden Höfen. Auf der einen Seite der Eingang von der Leonhardstrasse, die mehr eine Konfiguration vom Piazzale hat. Mit einer niedrigen Grünfläche akzentuiert durch einige grosskronigen Bäume und eine Gestaltungssprache, welche die Einheit entlang der Zugangsachse formuliert. Auf der anderen Seite der Hof Nord, welcher an den ursprünglichen romantischen Garten erinnert. Eine naturnahe Gestaltung mit extensiver Unterhaltspflege und einer dichten Baumstruktur, die mit dem bestehenden Vegetationsbild auf dem Grundstück der Helvetia verschmilzt und eine atmosphärische Einheit ausstrahlt. Ein dritter, kleinstrukturierter Garten offeriert im Bezug zur Cafeteria eine attraktive Terrasse. Umspielt von einer artenreichen Vegetation bietet hier einen wohltuenden Rückzugsort unter wohltuendem Schatten. Sie bietet einen bewussten Kontrast zum grösseren Rasenfläche auf der gegenüberleigenden Seite des Caffes.
HOF SÜD. Die Zentralität der Eingangsachse des Hofes wird durch eine grosszügige Rasenfläche klar lesbar gemacht. Diese Fläche ermöglicht es, die sonnigen Wintertage zu geniessen. Sie steht als Kontrastpunkt zum eher kühlen Garten im Hof Nord.
Eine neue Linde (Tilia Cordata) wird zentral gepflanzt und trägt zur Zonierung des Raumes bei. Der mächtige Baum nimmt Bezug zur historischen Gestaltungs und offeriert einen attraktiven Platz unter welchem kommuniziert und musiziert werden kann. Ähnlich einer Bühne dient eine hölzerne Platte unter der Baumkrone als Schauplatz und als Sitzplatz während den Sommermonaten. Von der besagten Bühne aus wird die Musik den Aussensitzplatz des Cafés beleben, welches sich zum Hof Süd hin orientiert. Die Winterlinde wird ihre zentrale Position auf der Achse halten, indem sie mit einer Rundbank zurückhaltende begleitet wird. Dadurch erhält der Baum mehr Raum und die Baumscheibe wird erweitert.
HOF NORD. Ein pflegeleichter und ökologisch wertvoller Naturgarten erstreckt sich über den gesamten Hof Nord, der den Neubau über der bestehenden Bibliothek umfasst. Das neue Gebäude steht über dem Garten als Tempel in der Natur. Eine Stufe an der Kontur markiert die erhöhte Position des Objekts, um die Einstiegsquote zu erreichen, die sich über dem vorhandenen Bibliotheksdeckel befindet. Ein überdachter Raum ermöglicht durch das neue Volumen die flexible Organisation von Veranstaltungen im Freien, umrahmt von einem üppigen Vegetationsbild. An drei Stellen wird die Treppe zum «Podium des Tempels» unterbrochen: Das Eingangsvolumen, um die hindernissfreie Erschliessung zu gewährleisten, die Anlieferung sowie der Zenit-Lichteingang der Bibliothek, welche als «Grotte» angelegt ist.
Der Hof zwischen der Vera-Oeri Bibliothek und dem Haus Nr. 5 wird seinen jetzigen Stand beibehalten, indem er die erste UG mit Licht beleuchtet. Das Oberlicht der Bibliothek wird in Form der Grotte vergrössert. Der gesamte Hof wird intensiv bepflanzt, die versiegelte Flächen beseitigen. Lehmwände formulieren das Erscheinungsgild der Grotta. Die Feuchtigkeit wird diese mit einer Moosschicht bekleiden, welche von den Lesebereichen der Bibliothek eingesehen werden kann. Im Hintergrund der Grotta befindet sich eine kleine Retentionsfläche zur Versickerung des anfallenden Regenwassers.
Zwischen dem Neubau und dem Haus 6 wird ein kleiner abgestufter Hof den Höhenunterschied zwischen den beiden Eingängen überbrücken. Ein neuer Gingko (Ginkgo biloba, männlich) wird den bestehenden weiblichen Baum ersetzen, um bestehende Geruchsprobleme zu vermeiden. Veolparkierung an den drei Eingängen des Hofes Nord ergänzen die Schleier der Leonhardstrasse.
GARTEN HAUS 2. Hinter dem Durchgang zwischen den Häusern 2 und 7 befindet sich ein kleiner, feiner Garten. Definiert durch die Fassaden entsteht ein geschätzter Rückzugsort. Ein Ziergarten als Kontrast zum grossmasstäblichen Design des Hofes Süd wird hier ein kleingliedriger Hortus conclusus geschaffen, welcher durch die Cafeteria genutzt werden kann. Der bestehende Baumbestand sowie die an den Garten angebauten Bauten werden beibehalten. Die Mauer, die Haus Nummer 2 vom Garten trennt, wird zurückgebaut.