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Jack Warner war nie an korrupten Machenschaften der FIFA beteiligt – sagt Jack Warner. Doch die USA ermitteln gegen den ehemaligen Vizepräsidenten des Fussball-Weltverbandes. Nun ersuchen sie um seine Auslieferung aus Trinidad und Tobago.
Jack Warner gilt im FIFA-Korruptionsskandal als eine der Schlüsselfiguren – auch wenn der 72-Jährige alle Verstrickungen in die unlauteren Machenschaften des Fussball-Weltverbandes bestreitet. Nun haben die USA offiziell um Auslieferung des ehemaligen FIFA-Vizepräsidenten aus Trinidad und Tobago ersucht. Das bestätigte der Staatsanwalt des Landes, Garvon Nicholas.
Demnach sei der schon länger angekündigte Antrag eingegangen, seine Behörde werde die Unterlagen des US-Justizministeriums prüfen und dann entscheiden, ob sie einem Richter zur Entscheidung vorgelegt werden.
Warner ist in seinem Heimatland derzeit gegen eine Kaution von 2.5 Millionen Dollar auf freiem Fuss und wird am Montag vor Gericht erwartet. Er widersetzt sich seiner Auslieferung an die USA, das Verfahren könnte sich daher mehrere Jahre lang hinziehen.
Warner gehörte von 1983 bis 2011 der Exekutive des Fussball-Weltverbandes an und war auch Präsident des Verbandes von Nord- und Mittelamerika (Concacaf).
Er hat alle Anschuldigungen gegen sich zurückgewiesen, so auch, dass ihm das deutsche Bewerbungskomitee für die WM 2006 Geld angeboten habe, damit er sich für die Vergabe nach Deutschland einsetze. «Ich habe mich nie bestechen lassen», sagte Warner dem «Spiegel». «Es hat mir nie jemand Geld angeboten, auch nicht die Deutschen.» (luk/dpa)