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Börsengehandelte Fonds (ETF), die mit einem Bündel verschiedener Anleihen unterlegt sind, seien die Alternative zu konventionellen Anleihe-Instrumenten, sagte Bill Ahmuty, Leiter der ETF Fixed-Income-Gruppe bei State Street auf einer Konferenz am Sitz von Bloomberg in New York.
"Hier sehen wir zunehmendes Wachstum und grosses Interesse", erklärte Ahmuty mit Bezug auf die Anleihe-ETF. Den Investoren gefielen "die niedrigen Kosten, die Transparenz und die einfache Verwendung dieser Produkte".
Der institutionelle Handel mit Bond-ETF ist schrittweise angestiegen, wie aus einer Studie von Greenwich Associates hervorgeht, die im September vorgelegt wurde. Demnach gaben 68 Prozent der Befragten an, sie hätten den Einsatz von Bond-ETF in den vorhergegangenen drei Jahren verstärkt. Liquidität und niedrige Handelsgebühren waren der Studie zufolge die wichtigsten Gründe für die Wahl von ETF, da der Kauf von festverzinslichen Wertpapieren schwieriger geworden ist.
Ein Wendepunkt im Obligationenmarkt
Auf Anleihen fokussierte ETF sind im Gegensatz zum Kauf festverzinslicher Wertpapiere explodiert: Das Anlagevolumen kletterte von 21 Mrd. Dollar vor einem Jahrzehnt auf rund 450 Mrd. Dollar. In diesem Jahr sind mehr als 30 neue Bond-ETF aufgelegt worden - 18 Prozent der neuen ETF in den USA.
Für Kathryn Sweeney, globale ETF-Produktmanagerin bei Goldman Sachs in New York, ist das nur der Anfang. "Ich denke, wir sind an einem Wendepunkt angelangt", sagte sie. "Festverzinslichen-ETF lösen das Liquiditätsproblem." Die Liquidität aus den zugrundeliegenden Anleihen vereinige sich mit den ETF.
Fondsanbieter sehen auch mehr sogenannte Inventory Trades, bei denen Investoren ein ETF einsetzen, um in ein grosses Bond-Portfolio ein- oder auszusteigen, wie Ahmuty von State Street berichtete.
Während jedermann Anleihe-ETF im Sekundärmarkt kaufen kann, werden grosse Order oftmals erfüllt, indem der Fonds neue Anteile ausgibt, im Gegenzug für einen Korb an Anleihen. Diese Anteilsscheine können vom Kunden dann gehalten oder verkauft werden - wie andere Aktien auch - oder letztendlich gegen die zugrundeliegenden Wertpapiere zurückgegeben werden.
(Bloomberg)