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Die Grippeimpfung: eine wichtige Präventionsmassnahme im Alter
In einer gross angelegten Studie wurde der positive Nutzen der Grippeimpfung bei älteren Patienten nachgewiesen. Die einfach durchzuführende Impfung hat nicht nur einen Nutzen bei Patienten mit bekannten Erkrankungen, sondern auch bei gesunden älteren Patienten.
Schon längere Zeit gibt es Hinweise darauf, dass die Grippeimpfung nicht nur bei älteren Personen mit einer bekannten Erkrankung (Diabetes, Herzkrankheit u.a.), sondern auch bei gesunden älteren Personen eine grossen Nutzen hat. Nun wurden in den USA insgesamt 286″383 ältere Personen über 65 Jahren während zwei aufeinander folgenden Grippesaisonen untersucht. 55 – 60 % dieser Personen waren vor der Grippesaison geimpft worden. Mit zunehmendem Alter und bei bekannten Vorerkrankungen nahm die Durchimpfungsrate zu.
In der Studie konnte gezeigt werden, dass in der geimpften Population – obwohl in dieser signifikant häufiger Patienten mit einer bekannten Herzkrankheit, Lungenerkrankung oder Diabetes vertreten waren – die Anzahl der Lungenentzündungen, Herzversagen und Herzinfarkte, sowie der zerebrovaskulären Insulte deutlich abnahm. Ebenso wurden in dieser Gruppe signifikant weniger Todesfälle beobachtet. Um einen Todesfall oder eine Spitaleinweisung zu verhindern, mussten etwa 60 – 70 Personen geimpft worden sein.
Warum die Anzahl der ischämischen kardialen und zerebralen Ereignisse unter den gegen die Grippe geimpften Personen abnimmt, ist noch nicht im Detail geklärt. Es deutet vieles darauf hin, dass körpereigene Botenstoffe, welche bei einer Infektion mit dem Influenzavirus zu dessen Abwehr freigesetzt werden, Veränderungen des Blutgerinnungssystems verursachen.
Aufgrund dieser Daten ist es allen älteren Personen über 64 Jahren – ob krank oder gesund – zu empfehlen, sich jährlich gegen die Grippe impfen zu lassen.