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Shelcia lebt ihre Leidenschaft für die Schule aus
Shelcia wurde mit einer körperlichen und motorischen Behinderung geboren, die es ihr verunmöglicht, allein zu gehen. Sie bewegt sich im Rollstuhl fort. Shelcia ist ein sehr fröhliches und intelligentes Mädchen, das gerne in die Schule geht und mit seinen Freundinnen spielt.
Shelcia macht ihre Hauseaufgaben mit ihrem Vater | © S. Roche / HI
Shelcia ist eine begeisterte Schülerin
Shelcia besucht die dritte Klasse der Patrice-Lumumba-Primarschule in einem Vorort von Maputo in Mosambik. In dieser inklusiven Schule werden dank der individuell angepassten Begleitung durch die Lehrpersonen auch Schüler:innen mit Behinderungen aufgenommen. Filomena, die Lehrerin von Shelcia, achtet sehr auf die Bedürfnisse des Mädchens und bezieht es in alle Aktivitäten mit ein.
Der Schulbesuch hat das Leben von Shelcia komplett verändert. Sie hat einen grossen Wissensdurst und ist sehr fleissig. Sie ist sehr ehrgeizig und hat nicht vor, sich auf ihrem Weg aufhalten zu lassen. Shelcia will Ärztin werden und hat ein klares Ziel vor Augen: Sie möchte anderen Kindern helfen können.
Spezielle Begleitung beim Lernen
Früher hatte Shelcia Schwierigkeiten beim Schreiben. Ihr Rollstuhl hinderte sie daran, an einem Schreibtisch zu sitzen. Da sie keinen Tisch hatte, auf den sie sich stützen konnte, musste sie auf ihren Beinen schreiben. Im Rahmen unseres inklusiven Bildungsprojekts hat ihre Familie, die entschlossen war, eine Lösung zu finden, Unterstützung von unserem Team erhalten. Shelcias Vater, Ananias, hat ihr mit einem Holzbrett, das er an ihren Rollstuhl befestigt hat, ein individuelles Pult eingerichtet. Nun kann sie ihr Heft und ihre Bücher in der richtigen Höhe darauf platzieren und ihre Hände sind frei zum Schreiben.
Ananias bat auch um pädagogische Unterstützung für seine Tochter, um ihr zu helfen, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und ihre Schulausbildung fortzusetzen. Unser Team unterstützt die Familie gezielt und organisiert regelmässig persönliche oder telefonische Sitzungen. «Die Mitarbeitenden kommen oft zu mir nach Hause und helfen mir sehr. Sie sind mein Fels in der Brandung, weil sie mich so sehr unterstützen», erklärt Shelcias Vater.
Die inklusive Schule ist ein Ort, an dem man lernt, sich gegenseitig zu helfen
Ananias fährt fort: «In der Schule läuft alles gut und Shelcias Lehrerin ist grossartig: Sie hilft ihr sehr beim Lernen. Meine Tochter wurde von ihrer Lehrerin und ihren Mitschülern sehr gut aufgenommen. Die Tatsache, dass die Schule inklusiv ist, ist von entscheidender Bedeutung, denn sie ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Inklusion von Kindern mit Behinderungen. In einer inklusiven Schule wird den Kindern beigebracht, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Auf diese Weise lernen die anderen Kinder, dass man durch eine Behinderung nicht anders ist».