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Das Theaterstück «Mama Love» ist eine One-Woman-Show von Lea Whitcher. Sie spielt darin die Kunstfigur «Lea Blair Whitcher», ein Name, der auf den Mockumentary «Blair Witch Project» anspielt. Wie in diesem Film auch, vermischt Lea Whitcher in ihrer Performance dokumentarisch-persönliche mit fiktiven Ebenen.
Der Untertitel des Stücks lautet: «Solo über den Mutterschaftsurlaub». In einem abgründig-humoristischen Stil dekonstruiert Whitcher die idealisierten und zugleich toxischen Mutterbilder. «Man sagt, nach der Geburt hätte man so viel Energie, weil es einfach so schön ist, ein Baby zu haben. Aber ich hatte keine Energie. Und ich schämte mich dafür.» Ziel des Theaters ist es, eine ungeschönte Schilderung der Mutterschaft an die Öffentlichkeit zu tragen: «Aus meiner Muschi läuft Blut, aus meinen Brüsten Milch und aus den Augen Wasser. Ich bin wohl nicht mehr ganz dicht.»
Im Interview erzählt Lea Whitcher, die die Show nicht nur spielt, sondern selbst konzipiert und geschrieben hat, weshalb sie den abgründig-humoristischen Stil gewählt hat, um die Absurdität rund um idealisierte Mutterbilder zu inszenieren.
Das Theaterstück «Mama Love» läuft am Freitag, 11. November 2022, um 20 Uhr in der Heiteren Fahne in Wabern. Im Frühling 2023 wird es zusätzlich im Schlachthaus Theater Bern aufgeführt.