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Vor genau einem Jahr überraschte die Schweiz in Trier mit einem 3:2-Auswärtssieg über Deutschland. Marc-Andrea Hüsler entpuppte sich damals als Held, als er beim Stand von 1:2 den deutschen Teamleader Alexander Zverev besiegte. Es blieb Hüslers bester Sieg im ganzen 2023.
Hüsler hätte auch in Groningen zum Helden werden können. Im entscheidenden Einzel gegen den in der Weltrangliste um 136 Plätze besser klassierten Botic van de Zandschulp (ATP 63) fehlten Hüsler beim Stand von 7:5, 6:6 und 5:5 im Tiebreak bloss noch zwei Punkte zum Sieg und zum Schweizer Überraschungs-Coup. Jedoch gewann van de Zandschulp die nächsten zwei Punkte, und im Entscheidungssatz behielt der Holländer nach mehr als zweieinhalb Stunden mit .:. die Oberhand.
Damit endete die Davis-Cup-Partie frustrierend, nachdem der zweite Teil nach dem 1:1 vom Freitag am Samstagmittag für die Schweizer hervorragend begonnen hatte. Denn im Doppel gelang den Schweizern eine Sensation: Marc-Andrea Hüsler und Leandro Riedi, die Einzelspieler, besiegten das Weltklasse-Doppel Wesley Koolhof/Jean-Julien Rojer in zwei Stunden und fünf Minuten 7:6 (7:5), 7:6 (7:2). Koolhof gehört im Doppel zum exklusiven Kreis der Top-10-Spieler (als Nummer 7); Rojer rangiert ebenfalls unter den besten 20 (als Nummer 19).
Ein Sieg fehlte noch zur Überraschung und zur zweiten Qualifikation für die Gruppenphase im Herbst. Aber nicht nur Hüsler scheiterte knapp, auch Leandro Riedi musste sich im dritten Einzel im Duell der Teamleader knapp geschlagen geben. Riedi, die Nummer 175 der Welt, unterlag Tallon Griekspoor, der Nummer 29, in 106 Minuten 6:7 (6:8), 6:7 (3:7). Im ersten Satz führte er vor dem Tiebreak immer. Im Tiebreak lag er 1:0, 3:2 und 5:4 vorne. Zu einem Satzball schaffte er es indessen nicht. Im zweiten Satz gab es von neuem weder Breaks noch Breakmöglichkeiten. Diesmal gelang Griekspoor die Kurzentscheidung souverän mit 7:3.
Nach der knappen Niederlage muss die Schweiz im Herbst um den Verbleib in der Weltgruppe spielen.