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„Ich schicke Euch Fotos, damit ihr die enormen Schäden sehen könnt“, schreibt Christian Ravelonjanahary vom Spargruppenprojekt in der Sava. Am meisten betroffen ist die Region Sava im Norden der Masoala-Halbinsel, wo der Sturm mit voller Wucht auftraf und während mehrere Stunden wütete, bevor er Richtung Hauptstadt weiterzog.
Seither gibt es keine Elektrizität mehr, die Telefonnetze sind zusammengefallen, die Verbindungsstrasse zwischen Sambava und Antalaha ist an mehreren Orten unterbrochen. Projektleiter Christian Ravelonjanahary konnte daher immer noch nicht mit allen verantwortlichen Animatorinnen und Animatoren sprechen. Auch weiss man noch nicht, wie gross die Schäden sind bei den Gruppen im Landesinneren.
Man zählt im Moment drei Tote in der Region. Verheerend ist die Bilanz der Bauern: Die Verantwortlichen schätzen, dass in der Region Sava 80 Prozent der Reisfelder durch die Regenmassen zerstört sind – einen Monat vor der Ernte. Das Spargruppenprojekt an der Ostküste weiter südlich meldet vor allem Überschwemmungen, viele hundert Leute müssen vorläufig in und Schulen und Kirchen untergebracht werden.
In den nächsten Wochen und Monaten kommt viel Arbeit zu auf die Projekte von Fastenopfer in Madagaskar. Die Mitglieder der Gruppen werden ihre Häuser wieder aufbauen oder reparieren müssen, sie müssen Transportwege frei machen und ihre Schulen reparieren. In der Zwischensaison werden die Familien Maniok, Mais und andere Produkte anpflanzen müssen, um die Reisernte ein Stück weit zu ersetzen.
Mit seiner Programm- und Projektarbeit setzt Fastenopfer auf langfristige Beziehungen mit Organisationen vor Ort. Nothilfe gehört nicht zur Kernaufgabe von Fastenopfer. Diese wird jedoch dann geleistet, wenn es darum geht, bereits laufende Projekte aufrechtzuerhalten und weiterführen zu können.