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Es war ein ungewöhnliches Bild, das sich am Donnerstagabend unmittelbar vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Europa League im Sinobo-Stadion in Prag bot. Während die Slavia-Spieler vor der Partie Arm in Arm auf dem Mittelkreis standen, knieten sich die Arsenal-Akteure – und der Schiedsrichter – hin. Ein starkes Zeichen gegen Rassismus, mit dem Franzosen Alexandre Lacazette an vorderster Front.
Arsenal-Coach Mikel Arteta sagte nach dem 4:0-Sieg seiner Equipe, bei dem Lacazette einen Doppelpack geschnürt hatte: «Die Spieler kamen zu mir. Sie wollten diese Initiative ergreifen. Wir haben mit dem Klub gesprochen, um sicherzugehen, dass wir die Regeln der Uefa einhalten.»
Uefa greift gegen Kudela durch
Zufall war es nicht, dass sich Arsenal ausgerechnet gegen die tschechische Equipe zur symbolträchtigen Geste entschlossen hatte. Slavia-Spieler Ondrej Kudela war im Europa-League-Achtelfinal gegen die Glasgow Rangers und Spieler Glen Kamara in einen Rassismus-Eklat verwickelt, wofür er von der Uefa eine 10-Spiel-Sperre kassierte.
Daraufhin meldete sich sogar die tschechische Regierung zu Wort. Vratislav Mynar, Leiter des tschechischen Präsidialamtes, teilte mit, dass die Vorwürfe gegen Kudela «nicht bewiesen» und das Urteil ein «Höhepunkt der Heuchelei, der positiven Diskriminierung und des Anbiederns an dumme Trends» sei.