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Ein aus Papier gefaltetes Objekt liegt auf einem schwarzweissen Bild. Dieser seriellen Arbeit liegt eine Fotografie zugrunde, die die Künstlerin Maia Gusberti auf einer Reise im nächtlichen Johannesburg in Südafrika gemacht hat. In einem mehrstufigen Verfahren entwickelt Gusberti das Abbild analog weiter, faltet die Druckvorlage, legt sie auf das gedruckte Bild und fotografiert die Anordnung erneut ab. Daraus entsteht eine Verschachtelung von Landschaften und Räumen, die an topografische Darstellungen erinnert, wobei das Endergebnis stets auf seine Vorlage referenziert. Mit dem Titel «Terrain vague» – zu Deutsch «Brachland» – fügt die Künstlerin eine weitere Ebene hinzu, die den Interpretationsspielraum erweitert. Das Werk widerspiegelt das Interesse von Gusberti, Bildmaterial zu verarbeiten und zu dekonstruieren. Der städtische Raum als soziales und architektonisches, sich stets veränderndes Gebilde, ist ein wiederkehrendes Motiv in ihrem Werk. Trotz konzeptueller Herangehensweise arbeitet die Künstlerin innerhalb des Arbeitsprozesses auch intuitiv.
Katrin Sperry
Zuerst legt die Künstlerin ein Foto auf den Tisch.
Dann legt sie einen gefalteten Gegen-stand auf das Foto.
Zum Schluss fotografiert sie beides ab.
Der Gegen-stand wirft einen Schatten auf das Foto.
Der Gegen-stand ist aus Papier.
Auf das Papier hat die Künstlerin
ein Foto gedruckt.
Es ist das gleiche Foto
wie das Foto auf dem Tisch.