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Harrison war um einen Hundertstel schneller als die Bulgarin Yordanka Donkova im Jahr 1988. Bereits im Vorlauf hatte das US-Girl in 12,40 Sekunden angedeutet, dass es ihr Abend werden könnte. Harrison hatte zu Beginn der Saison für Aussehen gesorgt, als sie in Eugene 12,24 Sekunden erreicht hatte. An den US-Trials wurde sie allerdings nur Sechste und verpasst somit die Olympischen Spiele in Rio.
“Ich lief mit der Wut im Bauch und wollte den anderen Mädchen zeigen, was ich drauf habe”, sagte sie in Anspielung auf den Saisonhöhepunkt, den sie verpassen wird. “Die 12,40 im Vorlauf gaben mir das Vertrauen zurück. Ich wusste, dass ich es drauf habe und rannte so schnell ich konnte”, sagte Harrison.
Usain Bolt glückte die Hauptprobe für die Olympischen Spiele. Der Sprintstar gewann den 200-m-Lauf bei leichtem Gegenwind in 19,89 Sekunden. Bolt bewies somit seinem Verband, dass er für den Saisonhöhepunkt fit ist.
Der sechsfache Olympiasieger hatte bei den jamaikanischen Leichtathletik-Meisterschaften aufgrund einer Verletzung seine direkte Qualifikation für die Spiele in Rio verpasst. Wegen einer leichten Zerrung im linken Oberschenkel verzichtete der 29-Jährige nach seinem Halbfinalsieg über die 100 Meter in 10,04 Sekunden auf den anschliessenden Endlauf. Nur wegen eines Sonderpassus bedeutete der Verzicht an den Trials nicht das vorzeitige Out.
Bolt macht sich trotz seiner Verletzungsprobleme keine Sorgen um seinen Olympia-Start. “Ich fühle mich gut. Mein Arzt hat einen guten Job gemacht. Mein Oberschenkel macht keine Probleme mehr”, sagte der Weltmeister und Olympiasieger über 100 und 200 Meter am Vortag des Meetings in London.
Jahresweltbestleistungen gingen im Olympia-Stadion der Spiele 2012 auf das Konto der 400-m-Läuferin Schaunae Miller (BAH, 49,55), der Sprintstaffel der Britinnen (41,81) und des Dreispringers Christian Taylor (USA/17,78).
Das Meeting in London wird am Samstag fortgesetzt.
(SDA)