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Tropenholz nein danke!
Tropenholz nein danke!
Sarawaks aggressive Abholzungspolitik hat die Regenwälder drastisch schrumpfen lassen. Nun setzen die Holzfirmen und die Regierung auf das Nachhaltigkeitslabel PEFC – ein Etikettenschwindel gegen den sich die betroffenen Indigenen mit Unterstützung des Bruno Manser Fonds wehren.
Sarawak hat über Jahrzehnte die Liste der Regionen mit den höchsten Holzexporten angeführt. Während der Regenwald in den 1960er Jahren Sarawak noch fast vollständig bedeckte, macht er heute nur noch 10 Prozent der Fläche aus. Die Abholzungsstrassen haben eine Länge von über 88’000 km, das entspricht zwei Mal dem Umfang der Erde.
Die weltweite Akzeptanz von Tropenholz ist angesichts dieser Zerstörung der Wälder immer schlechter geworden. Um den Absatz von Tropenholz anzukurbeln, setzen die Regierung von Sarawak und die Holzfirmen nun auf das Nachhaltigkeitslabel PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Doch die PEFC-Zertifizierung ist ein Etikettenschwindel und hält nicht, was sie verspricht. Der Standard verlangt das Einverständnis der betroffenen Dörfer für die Abholzung. Dies wird aber kaum eingehalten. Die Erfahrungen zeigen, dass unsere Partnerdörfer in Sarawak nicht über die Nachhaltigkeitszertifizierung der Holzfirmen informiert, geschweige denn konsultiert werden.
Die Abholzungsfirma Samling lässt im Moment ihre Holzkonzessionen im Kerngebiet der Penan zertifizieren, sogar im Urwaldpark Baram Peace Park. Die Protestbriefe der betroffenen Indigenen laufen ins Leere. Weder die die Behörden noch die Zertifizierungsstellen fühlen sich verantwortlich, die Einhaltung des Standards durchzusetzen.
PEFC-zertifiziertes Holz aus Sarawak schaffte es auch an die Olympischen Spiele in Japan: Es diente dort als Betonverschalung für die neuen Bauten für die Olympischen Sommerspiele. Dieses Holz stammte von der Firma Shin Yang. Shin Yang ist bekannt für ihre besonders aggressive Abholzugspraxis und die systematische Verletzung der Rechte der lokalen Bevölkerung. Mehrere Penan-Gemeinden zogen gegen Shin Yang wegen illegaler Abholzung und Landnahme vor Gericht, bisher ohne Erfolg.
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