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|Beitragstitel||Beidseitiger Hörsturz - ist das möglich? Ein Case Report.|
|Beitragscode||P16|
|Autor:innen|
|Präsentationsform||Poster|
|Themengebiete||

|Abstract-Text||
Fallpräsentation:

Eine 61-jährige Patientin stellte sich mit einer plötzlich eingetretenen einseitigen Hörminderung, begleitet von Tinnitus, bei uns vor. Trotz einer Steroidtherapie kam es über 6 Tage zu keiner Besserung der Hörminderung. Stattdessen stellte sich auch auf der Gegenseite eine Hörverschlechterung ein. Zudem berichtete die Patientin über starke Kopfschmerzen, die verstärkt in aufrechter Position und vermindert im Liegen aufträten. Auf Nachfrage wurde diese Dynamik auch für die Hörminderung angegeben.
Die klinischen otorhinolaryngo- und neurologischen Untersuchungen waren unauffällig. Das Reintonaudiogramm zeigte einen beidseitigen, mittelgradigen, tieftonbetonten Hörsturz. Im cMRI stellte sich ein Kontrastmittel-Enhancement der Meningen dar, passend zu einem Hypoliquorrhoesyndrom. Nun erfolgte zur ätiologischen Klärung ein MRI der Wirbelsäule, worin eine Flüssigkeitskollektion im Bereich der Brustwirbelsäule nachgewiesen wurde.
Die konservative Therapie mit Koffein und Bettruhe führte zu keiner Besserung, so dass eine Deckung des Liquorlecks durch die spinale Chirugie erfolgte. Daraufhin kam es tonaudiometrisch zu einer Restitutio ad integrum des Gehörs und zum Verschwinden der Kopfschmerzen.
Diskussion:
Es ist bekannt, dass eine Hypoliquorrhoe Einfluss auf das auditorische System haben kann. Wir präsentieren hierzu einen Fall sowie eine Gegenüberstellung mit der Literatur.