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Dafür versucht der Sportwagenhersteller, sich Ankerinvestitionen von einigen der grössten Staatsfonds des Nahen Ostens zu sichern, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Abu Dhabis Mubadala Investment und ADQ gehören zu den Interessenten, die erwägen, sich an der Börsennotierung der Volkswagen-Tochter zu beteiligen, sagten die Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten. Staatliche Unternehmen in anderen Golfstaaten, einschliesslich Saudi-Arabien, prüften ebenfalls einen Einstieg, hiess es.
Die Berater für den Börsengang haben sich auch an grosse kanadische und malaysische Fonds sowie an den norwegischen Staatsfonds gewandt, sagte eine der Personen. Wie zu hören ist, erwägt Volkswagen, Ankerinvestoren mehr als 5 Prozent der Porsche-Vorzugsaktien anzubieten. Der bestehende VW-Aktionär Qatar Investment Authority hat bereits entschieden, als strategischer Investor bei Porsche einzusteigen.
Das Engagement weiterer Fonds wäre ein Vertrauensbeweis angesichts des Umstands, dass der Autobauer auf eine Premiumbewertung aus ist. Das Bundesland Niedersachsen, ein weiterer VW-Aktionär, und die Familien Porsche-Piech streben eine Bewertung von wenigstens 60 Milliarden Euro an, so die Personen.
In frühen Gesprächen mit Portfoliomanagern wurde der Börsengang als Chance angepriesen, in ein Unternehmen zu investieren, das das Beste von Konkurrenten im Automobilbau wie Ferrari und Luxusmarken wie Louis Vuitton in sich vereint. Einige Investoren sind jedoch besorgt über die Struktur der Börsennotierung, die Porsche nicht unabhängiger von der Muttergesellschaft macht, sowie über den Gegenwind auf dem IPO-Markt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet hatten.
Nachteilige Doppelrolle
Die IPO-Vorbereitungen finden inmitten von Kritik an der Entscheidung vom letzten Monat statt, Porsche-Chef Oliver Blume auch an die Spitze der Muttergesellschaft Volkswagen zu setzen. In einer Umfrage von Bernstein unter 58 Fondsmanagern gaben 71 Prozent an, dass Blumes Doppelrolle ein klarer Nachteil für den Börsengang sei.
Die Beratungen sind noch im Gange und es ist informierten Kreisen zufolge nicht sicher, dass die Fonds feste Zusagen machen werden. Ein Sprecher von Porsche und Volkswagen sagte, weitere Informationen über den Fortschritt des Börsengangs seien für den Spätsommer zu erwarten. Vertreter von ADQ, Norges Bank Investment Management und QIA lehnten Stellungnahmen ab. Ein Sprecher von Mubadala äusserte sich nicht.
Fonds aus dem Nahen Osten kontrollieren Billionen von Dollar und haben von den steigenden Energiepreise in diesem Jahr profitiert. Sie haben Geld in globale Märkte gesteckt, um von den fallenden Bewertungen zu profitieren. Dabei investierten sie in vielerlei Assets von Fussballvereinen bis hin zu Luxus-Startups für Elektrofahrzeuge.
(Bloomberg)