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Der Ordnungszwang ist eine Zwangsstörung, die sich durch einen inneren Drang äussert, Gestaltungsrichtlinien (CI-Regeln) aufstellen zu wollen. Der damit einhergehende Verlust an Flexibilität führt zu starken Beeinträchtigungen im Kreativalltag (Ideenentwicklung). Die Betroffenen wehren sich gegen den Zwang, da er sinnlos erscheint, können ihm willentlich aber nichts entgegensetzen.
Zwangsgedanken
Die Befürchtung, für mögliches Unheil verantwortlich gemacht werden zu können, führt zum gedanklichen Kreisen um bestimmte Themen. Abstände: Wechselnde Positionen von Logo und Headline könnten die Marke unsichtbar machen. Bildwelt: Vielleicht quälen reine Textlösungen den Leser mit Gefühlskälte. Helligkeit: Wolken, dunkle Schatten oder schwarze Linien stürzen die Zielgruppe womöglich in tiefe Trauer.
Zwangshandlungen
Das Krankheitsbild reicht von Zwangsgedanken über Zwangshandlungen bis hin zu ausgebauten Zwangsritualen (CI-Workshop). Um Anspannungen abzubauen, verlangt der Ordnungszwang das exakte Ausführen einer ritualisierten Handlungskette.
Diagnose
Zwänge von grosser Komplexität und Bizarrheit werden schriftlich festgehalten (CI-Manual). Sich zwischenzeitlich einschleichende neue Handlungen sind als Ausnahmen in den Bericht mit aufzunehmen. Allerdings wird dessen verbindlicher Abschluss dadurch meist derart verzögert, dass parallel ein ganz neues Regelsystem wächst.
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