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Lohn
Das Bundesamt für Statistik erhebt alle zwei Jahre die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern im privaten Sektor. Die Studie basiert auf der freiwilligen Teilnahme von Unternehmen und geht mit Ergebnissen jeweils zwei Jahre zurück.
Die im Januar 2019 veröffentlichte Studie zeigt, dass die Lohndifferenz 2016 19,6% betrug. Sie ist in den vorherigen zwei Jahren minim gesunken: 2012 betrug sie 21,3%, 2014 19,5%. Die Unterschiede werden umso grösser, je höher die Führungsfunktion ist.
Ungleiche Verteilung in den Lohnklassen
Frauen sind nach wie vor stärker in niedrigen Lohnsegmenten vertreten. Stellen im privaten Sektor mit einem Vollzeit Bruttolohn von unter 4000 Franken waren zu 62,7% von Frauen besetzt. Stellen im oberen Lohnsegment, mit einem Vollzeit Bruttolohn von über 8000 Franken waren zu 71,8% von Männern und nur zu 28,2% von Frauen besetzt. Im Bereich mit monaltlichen Vollzeit Bruttolöhnen über 16'000 Franken lag der Frauenanteil 18,0%. Hier zeigte sich jedoch ein Anstieg zu 2014 von 15,2%.
Unerklärbarer Anteil bleibt
Einen Teil der Lohndifferenz lässt sich durch strukturelle Faktoren wie die Anzahl Dienstjahre, das Bildungsniveau oder eine Führungsposition erkären. Der unerklärte Anteil der Lohndifferenz ist 2016 auf 42,9% angewachsen. 2014 betrug er 40,9% und 2012 waren es noch 39,1%.
Die unerklärbaren Unterschiede sind in kleineren Unternehmen grösser. Zudem verringern sie sich bei höheren Positionen und Dienstalter. Durchschnittlich betrug die Lohndifferenz 657 Franken pro Monat. Im Jahr 2014 waren es 585 Franken.