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Die FCL Holding AG will Bernhard Alpstaegs Aktien erwerben. Die FCL-Aktionäre haben einstimmig beschlossen, ihn aus dem Aktionärsbindungsvertrag auszuschliessen.
Der Ausschluss löse ein Kaufrecht zum Erwerb der Aktien aus, wie es in der Mitteilung der FCL Holding AG vom Dienstagmittag hiess. Das Aktienpaket soll erworben, gemeinschaftlich gehalten und später an Persönlichkeiten aus der Innerschweiz weiterverkauft werden.
Ausschlaggebend für den Entschluss waren Alpstaegs «gravierende Pflichtverletzungen» gegenüber der FCL Holding AG, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Er sei als Aktionär «nicht mehr tragbar» und sein Verbleib im Aktionariat für die anderen Aktionäre «nicht länger zumutbar».
Die kürzlich bekannt gewordenen Ereignisse bezüglich der Übernahme der Mehrheit an der Stadion Luzern AG durch Alpstaeg hätten «das Fass zum Überlaufen gebracht». Diese würden sich in zahlreiche Handlungen einreihen, die unterstreichen, dass dem einstigen Mehrheits-Aktionär «die eigenen Interessen näher liegen als jene des FCL».
Alpstaeg hatte die Aktien der Stadion Luzern AG ungeachtet des Vorkaufsrechts der FCL Holding AG für sich persönlich erworben und damit für einen «substanziellen Vermögensschaden» bei zweiterer gesorgt, obwohl er selbst Mitglied des Verwaltungsrats sei. In der Folge versuchte er zudem «die Erteilung der Lizenz der Swiss Football League für die Saison 2023/2024 an den FCL zu verhindern, und intervenierte in dieser Absicht bei der Lizenzkommission der Swiss Football League».
Mit der Entscheidung, Alpstaeg aus dem Aktionärsbindungsvertrag auszuschliessen und ihm die Anteile an der FCL Holding AG abzukaufen, sollen die Weichen für eine Zukunft ohne Bernhard Alpstaeg gestellt werden.
Dieser reagiert über seinen Sprecher Sascha Wigdorovits jedoch deutlich: «Dieses Vorhaben leiten Sawiris, Schmid und Bieri mit einer völlig abstrusen Argumentation her, die rechtlich haltlos ist. Weder besitzen sie ein Kaufrecht an den Aktien von Bernhard Alpstaeg, noch hat Herr Alpstaeg die Absicht, ihnen seine Aktien zu verkaufen.» Die Klage von Alpstaeg, dass ihm die im letzten Dezember aberkannten Aktien wieder zugesprochen werden, sei vor dem Bezirksgericht Luzern nach wie vor hängig. «Dass Sawiris, Schmid und Bieri den Streit um die Beteiligung von Bernhard Alpstaeg am FC Luzern mit ihrer neusten, unsinnigen Forderung weiter eskalieren, ist bedauerlich», so Wigdorovits. (nih/sda)
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