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Der wohl berühmteste Leuchtturm Grossbritanniens steht auf dem Eddystone Rock, einem kleinen, für Schiffe sehr gefährlichen Felsen ungefähr 20 Kilometer südwestlich von Plymouth. Im Lauf der Zeit wurden hier nacheinander vier Leuchttürme gebaut: Winstanley’s Tower (1698-1703), Rudyerd’s Tower (1709-1755), Smeaton’s Tower (1759-1882) und Douglass’s Tower (1882-heute). Von Smeaton’s Tower steht heute nur noch der Stumpf – der obere Teil wurde abgebaut und auf dem Festland in Plymouth Hoe als Denkmal zu Ehren des Erbauers wieder errichtet.
Titelblatt mit Titelvignette: The Morning after a Storm
Tafel No. 8: South Elevation of the Stone Lighthouse completetd on the Edystone in 1759
Tafel No. 9: Section of the Edystone Lighthouse upon the E & W Line, as relative to No. 8
Der britische Ingenieur John Smeaton (1724-1792) basierte seine Konstruktion auf der Form eines Eichenstammes. Gebaut wurde der Turm aus Stein, wobei für das Fundament und die Verkleidung ein lokaler Granitstein verwendet wurde. Als Mörtel setzte Smeaton einen neuartigen schnell bindenden Zement ein, der den nassen Bedingungen standhielt und noch heute Verwendung findet. Neu war auch eine revolutionäre Technik von Verzahnungen und Steindübeln, mittels denen die Granitblöcke verbunden wurden. Nach drei Jahren Bauzeit und der Inbetriebnahme im Jahr 1759 trotzte der Leuchtturm der rauen See über ein Jahrhundert, bis sich in den 1870er-Jahren Risse im Fels zeigten. Sobald eine hohe Welle den 18 Meter hohen Turm traf, geriet dieser ins Wanken und musste deshalb schliesslich abgebrochen werden. Der untere Teil erwies sich dabei als dermassen solide, dass man ihn stehen liess.
Links:
The construction of the Edystone Lighthouse (Rar 1788 GF) im Bibliothekskatalog NEBIS
Hochaufgelöste Bilder zu Smeaton’s Tower sind in E-Pics zu finden.