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Mehr Hitzetage, trockene Sommer und schneearme Winter: Dies sind laut den Klimaszenarien CH2018 des Bundes die Folgen für die Schweiz, wenn der Klimawandel ungebremst fortschreitet. Wasser könnte also knapp werden, vor allem im Sommer. Lässt sich dieser Knappheit begegnen, indem bestehende Wasserspeicher die ausfallenden Niederschläge und Abflüsse ersetzen?
Im Auftrag des BAFU untersuchte die Hydrologin Manuela Brunner diese Frage zusammen mit der Hochschule Rapperswil. Für 307 Einzugsgebiete der Schweiz schätzten die Forschenden die heutige und zukünftige Wasserknappheit im Sommer ab und verglichen sie mit dem Speichervolumen von natürlichen Seen und künstlichen Reservoiren.
Das Ergebnis: Schweizweit reicht das Volumen der vorhandenen Speicher aus, um einer Wasserknappheit entgegenzuwirken. Doch aufgrund von Reglementen ist nur ein kleiner Teil der Seevolumen tatsächlich nutzbar, und das Wasser in Stauseen dient vorwiegend der Wasserkraftproduktion. Um das Potenzial der Stauseen auszuschöpfen, müssten die Nutzungskonzessionen neu verhandelt werden. Ausserdem liegen die Speicher oft nicht im Mittelland, wo das Wasser vorwiegend gebraucht wird. In einem Folgeprojekt soll nun untersucht werden, wie die Rahmenbedingungen geändert werden müssen, damit eine Mehrfachnutzung der vorhandenen Speicher möglich wird.
(Lisa Bose, Diagonal 2/19)