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Im August 1967 haben die beiden zweimal Ja gesagt: Am 12. August zueinander, am 21. August zum Weiterführen des «Adler» an der Landstrasse in Gipf-Oberfrick, den Ruedis Grossvater einst gekauft hatte. Am Sonntag wird das doppelte Jubiläum mit einem Fest für alle gefeiert.
Von Simone Rufli
«Die Zeiten, als die Männer am Feierabend in die Beiz gingen, um mit den Arbeitskollegen ein Bier zu trinken, sind vorbei.» Ruedi Rickenbach sitzt zusammen mit seiner Frau Annerös in der Gaststube im «Adler» und was er sagt, ist eine Feststellung, ohne Wehmut. Der Wirt erfreut sich an der Gegenwart. «Heute kommen dafür bereits am Morgen Gäste zu uns, um zu frühstücken, einen Kaffee zu trinken oder zum Znüni. Das war früher unvorstellbar. Man hatte auch das Geld nicht dazu.» Seit dem 21. August 1967, als Ruedi und Annerös Rickenbach neun Tage nach der Hochzeit den «Adler» von Ruedis Vater übernahmen, haben die beiden viele Veränderungen erlebt. Auf dem Tisch liegt ein Bild vom «Adler» wie er aussah, als das junge Ehepaar zu wirten begann. Links und rechts der Wirtschaft war damals noch das Vieh untergebracht.
Ein leidenschaftlicher Bauer
Der junge Ruedi war ein leidenschaftlicher Bauer. Weil aber der landwirtschaftliche Betrieb zu klein war die Existenz der Familie zu sichern, wurde das zweite Standbein, der Gasthof immer wichtiger. Viele Jahre lang haben die Rickenbachs beides nebeneinander gemacht. Er kümmerte sich um die Landwirtschaft, sie bekochte die Gäste. Bis sie anno 1989 ihr letztes Vieh verkauften.
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