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Das Münzgeld nahm im vorindustriellen Wirtschaftsleben einen wichtigen Platz ein. Gerade in der politisch und ökonomisch besonders schwach integrierten Eidgenossenschaft des Ancien Régime schien jedoch beim Münzwesen ein heilloses Durcheinander zu herrschen: Vielzahl der Münzherren, Komplexität der Landeswährungen, stetes Kursieren fremder Sorten, verschiedenste Wertschwankungen der Geldeinheiten.
Mit einer systematischen, auf die wirtschaftlichen Aspekte beschränkten Darstellung trägt das Buch zum besseren Verständnis der Materie bei. Ausgehend von den grundlegenden Merkmalen des spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Münzgeldes werden dessen konstanten und variablen Elemente auf dem Gebiet der Schweiz zwischen 1500 und 1800 untersucht. So interessiert etwa, inwieweit Münzen missbraucht, abgenutzt oder verfälscht wurden. Dann kommen Fragen der Mobilität, Identität und Liquidität sowie die Quantität und Qualität der Münzen zur Sprache. Schliesslich wird ihre Wertdimension (Sachwert, Wechselwerte, Kaufkraft, Realwert) behandelt.
Dem dichten, aber für ein breiteres Publikum bestimmten Text ist umfangreiches Zahlen- und Quellenmaterial beigefügt.