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Der Bestsellerautor starb am Neujahrstag im Alter von 84 Jahren in einer Privatklinik in Luzern. Er soll in Zug bestattet werden, wo er seit 1983 wohnte.Dieser Inhalt wurde am 02. Januar 2009 - 23:40 publiziert
Die Bücher des österreichischen Schriftstellers Johannes Mario Simmel erschienen in 35 Ländern in einer Gesamtauflage von 70 Millionen. Alle zwei bis drei Jahre veröffentlichte er einen Roman.
Lange Zeit wurde ihm vorgeworfen, Trivialliteratur zu schaffen. Erst in den letzten Jahren versöhnte sich auch die Literaturkritik mit ihm.
Nazi-Zeit und der Rechtsextremismus waren zentrale Themen in Simmels Büchern, dessen Familie väterlicherseits fast vollständig dem Holocaust zum Opfer fiel.
Sein Romandebüt hatte der am 7. April 1924 in Wien geborene Autor 1949 mit "Mich wundert, dass ich so fröhlich bin".
Sein schriftstellerischer Durchbruch kam 1960. Sein Roman "Es muss nicht immer Kaviar sein" wurde ein Weltbestseller, der auch mehrmals verfilmt wurde.
Bis zuletzt engagierte er sich gegen Rassenhass und Ausländerfeindlichkeit. Viel Aufsehen erregte 1996 ein Rechtsstreit mit dem österreichischen Politiker Jörg Haider, dem er "skrupellose und mörderische Hetze" gegen Ausländer vorwarf.
Simmel stand politisch links. Seine Hoffnung auf eine gerechte, eine soziale Welt habe sich nicht erfüllt, sagte er einmal. Die Utopie habe er aber immer noch.
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