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Uwe Wittwer (*1954, Zürich) ist einer der bedeutendsten Maler innerhalb der Schweizer Gegenwartskunst. Sein figuratives Werk kreist um die grundlegenden Fragen nach dem Wesen des Bildes und nach dem Zusammenhang von Bild und Erinnerung. Dafür greift er meist auf bestehende Bildbestände zurück, die er nach seinen Vorstellungen neu interpretiert. Aktuelle oder historische Fotos aus dem Internet können dabei genauso als Vorlage dienen wie Bilder aus dem Familienalbum oder bekannte Werke aus dem Kanon der Kunstgeschichte. Es entstehen meist grossformatige Gemälde, Aquarelle und Inkjetprints, in denen sich die Motivwelt aufzulösen scheint wie in einem schwer fassbaren Bild einer vagen Erinnerung. Die Werke verführen durch eine sinnlich aufgeladene Handschrift und wirken in ihrer Mischung von Mehrdeutigkeit und Rätselhaftigkeit sowohl äusserst anziehend als auch irritierend. Nach zahlreichen Ausstellungen in Europa ist die Einzelausstellung im Kunsthaus Grenchen seit zehn Jahren die erste Museumspräsentation von Uwe Wittwer in der Schweiz. Es werden Werke aus den letzten Jahren zu sehen sein, die bisher erst im Ausland gezeigt worden sind sowie eine Werkgruppe, die zum ersten Mal überhaupt der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in Form eines Lesebuches, ca. 96 Seiten, ein Poster als Umschlag mit elf farbigen Abbildungen. Das Buch enthält acht mit der Ausstellung korrespondierende Texte, davon zwei Erstübersetzungen aus dem Englischen sowie einen eigens für die Publikation abgefassten Beitrag der mehrfach ausgezeichneten, österreichischen Schriftstellerin Anna Kim.