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auf der Webseite von der Gemeinde Susch im Unterengadin.
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Von Wäldern umschlossen, vom Inn durchflossen, in zentraler Lage des Engadins, am Aufgang zum Flüelapass", so kann Susch in einem Ferienprospekt einleitend beschrieben werden.
Tatsächlich liegt Susch in der Mitte des Engadins, auf 1426 m über Meer, am südlichen Fusse des Flüelapasses und in der Nähe des südlichen Eingangs zum Vereinatunnel der Rhätischen Bahn mit rollender Strasse.
Das ganze Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 94 Quadratkilometer und grenzt nicht nur an die eigentlichen Nachbarsgemeinden im Tal, Zernez und Lavin, sondern auch an das Gemeindegebiet von Davos, Klosters und S-chanf. Der grösste Teil, nämlich mehr als 80 Prozent der Fläche, liegt auf der linken Talseite, im Gebiet des Flüelapasses, wo die Grenze vom Piz Sarsura über den Flüela-Schwarzhorn und den Flüela-Wisshorn zum berühmten Piz Linard verläuft. Auf der Flüelapasshöhe verläuft die Wasserscheide zwischen den beiden auf Gebiet der Gemeinde Susch liegenden Seen hindurch. Der Lai Nair entleert sich als Susasca nach Süden, erreicht den Inn und später das Schwarze Meer; der Lai da la Scotta entleert sich als Flüelabach nach Norden und gelangt schliesslich mit dem Rhein in die Nordsee. Durch den Inn (romanisch: En) und die vom Flüelapass herunterfliessende Susasca wird das im Talgrund liegende Dorf in mehrere Teile gegliedert. Susch ist die niederschlagsärmste Gemeinde der Ostschweiz.
Die Gemeinde Susch zählt ca. 200 ständige Einwohner mit einer gesunden Altersstruktur und ca. 80 Haushaltungen. Die seit 1950 recht konstante Einwohnerzahl ist in Folge der Grossbaustelle "Vereinatunnel Süd" von 1991 bis 1999 zeitweise bis 25% gestiegen. Nun hat sich die Einwohnerzahl wieder bei ca. 200 eingestellt. Handel und Gewerbe, sowie Landwirtschaft sind eher spärlich vertreten; es gibt unter anderem eine Gärtnerei, eine Autowerkstätte mit Tankstelle, ein Malergeschäft, eine Schreinerei, ein Lebensmittelladen sowie drei hauptberuflich und zwei nebenberuflich geführte Landwirtschaftsbetriebe. Etliche Einwohner arbeiten im Dienstleistungssektor, manche haben eine Arbeitsstelle in einer anderen Talgemeinde gefunden. Der Tourismus ist stark saisonabhängig, doch die Kapazität ist mit vier Hotels, einem Ferienlager und wenige Ferienwohnungen im Verhältnis zu den bescheidenen 11’000 Logiernächten, recht gross. Auf Gebiet der Gemeinde Susch liegt übrigens auch das Passhotel Flüela-Hospiz (2383 M.ü.M.)
Ungefähr zwei Drittel der Einwohner gehören der evangelischen und ein Drittel der römisch katholischen Konfession an. Rätoromanisch (ladin) ist Alltagssprache, Schulsprache und auch Amtssprache. Gemeindeversammlungen und Gemeinderatsitzungen sowie Versammlungen der Dorfvereine werden in romanischer Sprache abgehalten und die Protokolle in romanischer Sprache geschrieben.
Die politisch selbständige Gemeinde Susch gehört zum Kreis Sur Tasna und zum Bezirk En. Das Gemeindewappen – drei gezinnte schwarze Türme auf grünen Dreiberg und silbrigen Hintergrund – weist auf die eigenartige Hügellandschaft im Südosten des Dorfes hin, wo man bronze- und eisenzeitliche Siedlungen feststellte. Heute sieht man auf dem höchsten dieser Hügel eine noch gut erhaltene französische Sternfeste (Fortezza Rohan) aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Endstanden ist diese also während der Zeit der "Bündner Wirren" im Auftrag des Duc de Rohan und unter der Regie von Jürg Jenatsch.