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Schäfflertanz,
ein in München [* 2] früher alle sieben Jahre in der Faschingszeit stattfindender feierlicher Auszug der Böttcher (Schäffler) angeblich zum Andenken an die Seuche von 1517, wo die Angehörigen der Böttcherzunft zur allgemeinen Ermutigung einen öffentlichen Aufzug [* 3] mit Musik veranstalteten, wahrscheinlich aber gleich den Schwerttänzen der Messerschmiede aus den zur Osterzeit stattfindenden Umzügen und Tänzen der alten Germanen entstanden.
Der Tanz fand beim Umzug vor den fürstlichen und sonst zu ehrenden Häusern um ein Faß [* 4] statt, auf welchem die Meister den Takt schlugen, während einer der Vortänzer auf dasselbe stieg und auf demselben tanzend ein oder mehrere gefüllte Weingläser in der Rundung eines Reifens schwang, ohne dieselben zu vergießen, und sie dann auf das Wohl der zu ehrenden Personen leerte. Den Schluß bildete eine durch grüne Blumenreifen verbundene Gruppe, die sogen. Krone. Vgl. Zunftgebräuche. Eine ähnliche Zeremonie war auch in Frankfurt [* 5] a. M. üblich. Die analogen Schwerttänze hatten früher eine weite Verbreitung.