Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/136729

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen bestehender Förderinstrumente und Partnerschaften den Dienstleistungsinnovationen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dies könnte zum Beispiel über einen Preis geschehen, der an einem der vom Bund unterstützten Innovationsanlässe vergeben wird. Ein solcher Preis kann Doodle, Mobility, Swatch oder Swissquote von morgen erkennen und würdigen. Er ist Basis zum Dialog zur Bewertung der Schweizer Innovationspolitik in diesem Bereich.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aus Sicht des Bundesrates kommt der Innovationsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft grösste Bedeutung zu. Deshalb begrüsst er Initiativen zu deren Stärkung. Zudem teilt der Bundesrat die Meinung der Motionärin, dass der Dienstleistungssektor unbestrittenermassen einen wesentlichen Anteil zur Wertschöpfung und damit zum Wohlstand in der Schweiz beiträgt.</p><p>Die Innovationspolitik des Bundes will primär optimale Rahmenbedingungen schaffen, damit Unternehmen, Forschungsstätten und Hochschulen die Initiative ergreifen und ihre Verantwortung wahrnehmen können. Das Prinzip der Subsidiarität hat sich in der Schweiz seit Jahren hervorragend bewährt.</p><p>Über die Förderagentur für Innovation KTI unterstützt der Bund Innovation explizit. Die Förderung von Dienstleistungsinnovationen ist dabei für die KTI aus volkswirtschaftlicher und politischer Sicht eine wichtige Aufgabe. Das Potenzial dieses weiten Feldes wurde seit Längerem erkannt, und Projekte im Dienstleistungssektor bilden einen substanziellen Bestandteil der Innovationsförderung der KTI. Zu erwähnen sind beispielsweise Dienstleistungsprojekte aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), Tourismus oder Public Management, aber auch Netzwerke im Dienstleistungsbereich (z. B. Netzwerk Verein Logistik), welche im Rahmen des Wissens- und Technologietransfers in ihren Aktivitäten unterstützt werden.</p><p>Gegenüber einem staatlichen Innovationspreis hat der Bundesrat jedoch Vorbehalte. Es existieren bereits Preise im Dienstleistungsbereich. Besonders hervorzuheben ist der Swiss ICT Award, eine Auszeichnung, die an innovative Unternehmen insbesondere aus dem Dienstleistungssektor vergeben wird. So stellt sich die Frage, ob ein weiterer Preis das geeignete Instrument darstellt, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Der Bund erachtet es als sinnvoller, in seinem Engagement auf bewährte Partnerschaften zu setzen und etablierte Plattformen zu nutzen, anstatt bestehende Initiativen mit einem zusätzlichen, staatlichen Innovationspreis zu konkurrenzieren.</p><p>Darüber hinaus ist der Bund bereit, die Thematik verstärkt aufzugreifen und sein Engagement im Rahmen von bestehenden Partnerschaften zu vertiefen. Beispielsweise ist der Dialog zwischen der KTI und dem Swiss Innovation Forum hinsichtlich einer stärkeren Gewichtung von Dienstleistungsinnovationen bereits angelaufen.</p><p>Auch wenn der Bundesrat dem Anliegen wohlwollend gegenübersteht, beantragt er die Ablehnung der Motion.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.