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Wie geht es Ihnen? Ein kurzes Lächeln und ein flüchtiger Blick und schon sind Sie gedanklich woanders. Versuchen Sie mal einen Tag lang, stets die Antwort abzuwarten. Sie werden beim Gegenüber Staunen auslösen, aber auch etwas Persönliches erfahren. Auf jeden Fall wird man Ihnen ein Lächeln schenken oder Sie ernten ein „Danke schön und Ihnen“?
Ab und zu werden wir in einem Laden gefragt, „Wie geht es Ihnen“. Dies ist als rein rhetorische Frage zu verstehen. Selten wird jedoch eine Person, die in der Dienstleistungsbranche arbeitet, vom Kunden gefragt, wie es ihm geht.
Ein Freund von mir hat in den USA beim Einchecken auf die Frage des Stewards vor dem Gate „How do you do today“ strahlend geantwortet „Fine. And how do YOU do?“ Der verdutzte Steward hielt ihn danach zurück und tauschte ihm das Economic Ticket in ein First Ticket um.
In vielen Ländern folgt auf die Begrüssung ein Kompliment, eine nette Geste, ein Lächeln oder Small Talk. Wenn wir dies in der Schweiz auch schaffen, können wir trotz hohem Schweizer Franken einige Touristen anlocken. Am letzten WEF haben sich ein Engländer über die unfreundlichen Schweizer geäussert. Das ist doch eigentlich schade. Kostet Freundlichkeit weder Zeit noch Geld. Warum gehen wir nicht verschwenderischer um damit?