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Das Institut
Das Institut ist ein national und international anerkanntes, politisch unabhängiges Kompetenzzentrum in Fragen der Staatsführung. Als solches liefert es wissenschaftliche Grundlagen zu den Aufgaben, die ein Staat zu erfüllen hat und zu den Interessenkonflikten, denen er dabei ausgesetzt ist: Staatsaufgaben bedarfsgerecht und wirtschaftlich zu erfüllen, demokratisch legitimiert zu handeln, den Unterschieden in der Gesellschaft Rechnung zu tragen und die Rechte des Individuums und der Minderheiten zu wahren.
Mit Forschung, Dienstleistung und Weiterbildung leistet das Institut für Föderalismus der Universität Freiburg wissenschaftlich fundierte und praxistaugliche Beiträge zur Konkretisierung und Weiterentwicklung der guten Staatsorganisation.
Im Einzelnen beschäftigt sich das Institut mit folgenden Themenfeldern:
- Allgemeine Theorie der föderalen und dezentralen Staatsorganisation
- Grundlagen und Weiterentwicklung des Schweizerischen Bundesstaats
- Vergleichender Föderalismus
- Demokratie
- Grund- und Menschenrechte
- Minderheitenschutz
- Konfliktprävention und -bewältigung
- Legistik
- Verwaltungsrecht
- Öffentliches Verfahrensrecht
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Geschichte
Im Jahr 1983 übergab die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit das frühere Forschungsinstitut für Föderalismus und Regionalstrukturen der Universität Freiburg. Dieses wurde fortan als «Institut für Föderalismus» in die damalige Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät integriert. Mit der Aufteilung dieser Fakultät wurde das Institut der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zugewiesen.
In den ersten Jahren konzentrierte sich das Institut in erster Linie auf die Erforschung der Grundfragen des Föderalismus und die Dokumentation des kantonalen und liechtensteinischen Rechts sowie der kantonalen Rechtsprechung. Dabei stand es insbesondere Bund und Kantonen für rechtsvergleichende Analysen des kantonalen Rechts zur Verfügung.
Später entwickelte das Institut in Zusammenarbeit mit der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) das elektronische Erlassportal «LexFind».
In den 1990er Jahren begann das Institut, vermehrt auch im internationalen Bereich tätig zu sein. In Zusammenarbeit mit der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) und anderen nationalen und internationalen Akteuren erbringt es Dienstleistungen im Bereich der Verfassungsgebung, der vergleichenden Föderalismus- und Dezentralisierungsforschung und der Demokratisierung. Es engagiert sich in der Weiterbildung, namentlich durch die Summer University, empfängt Delegationen aus Staaten, die Föderalisierungs- und Transitionsprozesse durchlaufen und unterstützt durch zahlreiche Projekte im In- und Ausland die Stärkung der Staatlichkeit in Regionen, die durch Konflikte, Fragilität und sprachliche, religiöse oder ethnische Konflikte geprägt sind.