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Die Form der Ohrmuschelmuschel wird vom Ohrmuschelknorpel bestimmt. Durch angeborene Formveränderungen des Knorpels kann es zu einem kosmetisch unvorteilhaften "Abstehen" der Ohrmuscheln kommen. Abstehohren lassen sich nur mit einer Operation korrigieren. Andere Massnahmen, wie "Zurückkleben" der Ohrmuscheln sind wirkungslos, da der Knorpel ein Gedächtnis seiner ursprünglichen Form besitzt und kurz nach Entfernen der Klebeverbände das frühere Aussehen wieder einnimmt. Bei der Ohrmuscheloperation (Ohrmuschelplastik) wird von einem Hautschnitt auf der Rückseite der Ohrmuschel die Form des Knorpels durch eine spezielle Bearbeitung und/oder Entfernen von Knorpelstückchen dauerhaft verändert. Operationen an den Ohrmuscheln erfolgen bei Kindern in Narkose und bei Erwachsenen in der Regel in Lokalanästhesie. Eine erste ambulante Nachkontrolle findet ca. 7 Tage nach Spitalaustritt statt. Die Kosten für den Eingriff werden von den Krankenkassen - je nach Versicherungsstatus - nicht oder nur teilweise übernommen.
Die Operation erfolgt ambulant.
Arbeitsunfähigkeit während ca. 2 Wochen nach Spitalaustritt. Kein Schul-/Kindergartenbesuch: ca. 1 Woche nach Spitalaustritt. Kein Turnen: ca. 3 Wochen nach Spitalaustritt.
Auch nach einer Ohrmuschelplastik kann eine leichte Seitendifferenz der Ohrmuschelform bestehen bleiben. In seltenen Fällen kann später wieder ein Abstehohr auftreten. Der Hautschnitt hinter der Ohrmuschel führt zu einer vorübergehenden Verminderung der Sensibilität (Gefühl) der Ohmuschelhaut, die während einiger Wochen bis Monate anhalten kann. Je nach Operationstechnik kann vorübergehend eine bläuliche Verfärbung der Ohrmuschelhaut auftreten. Bei Patienten mit entsprechender Veranlagung, kann sich eine verstärkte Narbenbildung (Keloidbildung) im Bereich des Hautschnittes entwickeln. Diese lässt sich durch eine zweite Operation oder durch Medikamenteninjektionen behandeln. Liegt eine Unverträglichkeit auf chirurgisches Nahtmaterial vor, kann - meist im Bereich der Hautnaht - eine lokale Entzündung (Fadenfistel) entstehen. Sollte es nach der Operation zu einer Infektion oder zu einer stärkeren Blutung zwischen Haut und Knorpel kommen, kann dies zu einer teilweisen Zerstörung des Knorpels mit entsprechend schlechtem kosmetischem Ergebnis führen.
Nach der Operation im Spital und auch nach der Spitalentlassung ist es besser die Schmerzmittel in regelmässigen Zeitabständen und nicht nur bei stärkeren Schmerzen einzunehmen. Die Medikamente wirken bei regelmässiger Einnahme besser. Die Gesamtmenge der Medikamente lässt sich dadurch reduzieren. Um Komplikationen (Blutungen, Infektionen) zu vermeiden ist folgendes zu beachten :