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Leserbriefe
Von Ewald Kalteiß zu Naturton und Pflanzenkommunikation in RR 2/2023
Kersten Müller, Heinz Schmeisser und ich haben Versuche an Wurzeln von Fichten mit einem hochempfindlichen Mikrofon gemacht, um Töne im hörbaren Bereich aufzuspüren. Um akustische Störungen aus dem Umfeld auszuschalten, wurde ein akustisch gedämpfter Kasten gebaut, der über die waagerechte Wurzel gestellt wurde. Die Seitenkanten wurden mit Stoffdecken abgedichtet. Das Mikrofon hing innen von der Kistendecke und war mit einem nach aussen führenden Kabel mit dem Rechner verbunden.
Es stellte sich heraus, dass nur bei absoluter Stille ein gelegentliches Knacken zu hören war. Da Windstille herrschte, konnte es also keine Baumbewegung gewesen sein.
Trotz aller Vorsicht waren leider die Aussengeräusche viel zu stark und wir konnten deshalb den Versuch auf diese Weise nicht weiter fortführen. Schon wenn einer von uns nur die Hand in die Hosentasche steckte, war dies zu hören.
Die Kammer konnten wir leider nicht optimal abdecken.
Ein anderes Verfahren: Hier ging es darum, Ultraschalltöne von Bäumen aufzuspüren. Das eingesetzte Gerät wandelt Ultraschall in den hörbaren Bereich um. Auch hier wurde nur gemessen, wenn sichergestellt war, dass die Bäume sich nicht bewegen. In unregelmässigen Abständen gab der Baum ein Rauschsignal ab: Länge etwa 1 – 2 Sekunden. Es schien, als würde der Baum atmen oder waren es die Fliessgeräusche der Flüssigkeiten, die zur Krone hinauf und zu den Wurzeln hinunter fliessen?
Dank vieler unbeantworteten Fragen bleibt die Spannung und der Drang weiter zu forschen.
Ewald Kalteiß, DE-Prien am Chiemsee <email-pii>
Von P. Hieronymi zum Leserbrief von P. Hieronymi in RR 1/2023
Auf Seite 80 ist die Erde mit den Schumann-Resonanzen abgebildet:
– 7,83 Hz: Einstellung auf der H3-Antenne 1,9 IR
– 14,1 Hz: Einstellung auf der H3-Antenne 3,8 IR
– 20,3 Hz: Einstellung auf der H3 Antenne 5,5 IR
Horst Grünfelder aus Deutschland hat gefragt, ob man diese Wellenlängen überall muten kann. Die Antwort: Ja, man kann, wenn man die Antennenspitze gegen den Himmel richtet. Einen Ausschlag erhält man aber nur, wenn man sich mit der Antenne zuerst unter ein Dach stellt und erst dann unter den freien Himmel tritt. Sonst gibt es keinen Unterschied. Nur so schlägt die Antenne aus.
P. Heronymi, CH-Unterägeri <email-pii>
Von G. Hermanns & K. Kairies: Es ist notwendig, nach innen zu schauen
Die Parteienlandschaft ist ins Rutschen geraten – nicht nur in Deutschland. In diesem Leserbrief geht es um eine grundlegende Anregung, um einen ergänzenden Aspekt, der in der modernen Gesellschaft vernachlässigt wird, aber überaus hilfreich und nützlich sein kann – auch im Rahmen des Wählerverhaltens. Handlungsbedarf jedenfalls ist kaum zu übersehen.
Der grosse Physiker Albert Einstein war auch Philosoph. Von ihm ist die folgende Aussage überliefert: «Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.»
Worin besteht das vergessene Geschenk? Eine Intuition ist eine Erkenntnis, die nicht durch Denken erworben wird, sondern durch Schauen. Wenn man seine Aufmerksamkeit darauf lenkt, wird man leicht feststellen, dass es viele Beispiele für intuitive Erkenntnisse gibt. Grosse Komponisten wie beispielsweise Johannes Brahms gehören genauso dazu wie berühmte Wissenschaftler. Auch der normale Mensch kann Eingebungen haben, die sich spontan, ohne nachzudenken einstellen und sich als sehr stimmig herausstellen. Ganz offensichtlich gibt es im Menschen – neben dem Denken und den Emotionen – eine tieferliegende geistige Ebene, die der moderne Mensch nicht auf dem Schirm hat – eben, weil er sie vergessen hat. Und doch scheint diese Ebene für die Menschheit von grösster Wichtigkeit zu sein, weil dort das entdeckt werden kann, wonach sich jeder Mensch sehnt: Liebe, Freude, Frieden, hochgradige Intelligenz, Weisheit.
Jesus Christus nannte diese Ebene Himmelreich und eine seiner zentralen Lehren bestand in dem Hinweis, dass das Himmelreich, das Reich Gottes inwendig in jedem Menschen zu finden ist – immer. Es ist also nicht möglich, es draussen irgendwo ausfindig zu machen, es ist vielmehr notwendig, nach innen zu schauen, jenseits des Denkens, beispielsweise durch meditative Übungen.
Also, welcher Partei kann ich mein Vertrauen schenken? Mit der oben erwähnten tieferen Ebene trägt jeder Mensch in sich ein Steuerungssystem, das ihm einen weitaus verlässlicheren Kurs vorgibt, als jeder ausgeklügelte Plan es könnte. Gut möglich, dass Goethe dies meinte, als er schrieb: «Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vernehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehn.» Die Liebe sorgt dafür, dass die Handlung ganzheitlich ist – im Einklang mit dem Menschen selbst, anderen Menschen und der Natur. Aufgabe der Politik und der Parteien wäre es, für Rahmenbedingungen zu sorgen, die es den Menschen erleichtern, sich ganzheitlich zu entwickeln, die Ebene der Intuition eingeschlossen, um auf dieser Grundlage eigenständige (Wahl-)Entscheidungen treffen zu können. Bis dahin kann sich natürlich jeder selbst auf den Weg machen und es sind viele, die dies bereits tun.
Gisela Hermanns-Hünecke & Dr. Klaus Kairies, DE-Bruchhausen-Vilsen <email-pii>