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Auf den Strassen des Kantons sind in den letzten Jahren wie überall in der Schweiz viele Radstreifen entstanden. Velofahrer und Autofahrer sind mitunter verwirrt, weil sie nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Worin unterscheiden sich Radwege und Radstreifen?
Im Gegensatz zu Radwegen, die durch eine «harte» Struktur oder eine durchgehende Linie begrenzt sind, sind Radstreifen durch unterbrochene Linien gekennzeichnet.RadstreifensindVerlängerungen der Fahrspuren für Motorfahrzeuge: Sie können daher von diesen genutzt werden, um sich gegenseitig leichter zu kreuzen, solange sich im Bereich, der durch die unterbrochene Fahrspur begrenzt wird, kein Velo befindet. Der Velofahrer hat also Vortritt. Der Radstreifen ist solange ein Radweg, solange er von Velos benutzt wird, und eine Strasse, wenn sich kein Velo darauf befindet.
In Artikel 40 Absatz 3 der Verkehrsregelnverordnung (VRV) heisst es in Bezug auf die Radstreifen: «Führer anderer Fahrzeuge dürfen auf dem mit einer unterbrochenen Linie abgegrenzten Radstreifen (6.09) fahren, sofern sie den Fahrradverkehr dadurch nicht behindern.»