Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03539.jsonl.gz/489

Sicherheit ist ein subjektiver, von jeder Person individuell empfundener Zustand. Während sich der eine in einer Menschenmenge wohlfühlt, löst dies beim anderen ein Angstgefühl aus.
So unterschiedlich, wie jeder Einzelne von uns ist, genauso unterschiedlich ausgeprägt ist das Sicherheitsempfinden innerhalb verschiedener Gruppen, Regionen oder Kulturen.
Während in allen europäischen Ländern beispielsweise eine Helmpflicht für Motorradfahrer besteht, ist dies in manchen Staaten der USA nicht der Fall. Sicherheit kann also mit dem gesellschaftlich akzeptierten „Risiko“ in Verbindung gebracht werden. Risiko wird durch die Formel „Schadenausmass x Eintrittswahrscheinlichkeit“ definiert. Um eine grösstmögliche Sicherheit zu erreichen, ist es nötig, die Gefährdungen zu kennen. Für die Erstellung eines Sicherheitskonzeptes ist es zunächst wichtig, das angestrebte Sicherheitslevel in Form von Schutzzielen zu definieren. Denn nur wer weiss, wo er hinmöchte, kann geeignete Massnahmen ergreifen.
Aus dem Titel „Sicherheitskonzept“ könnte der Schluss gezogen werden, dass mit der Erstellung und Umsetzung desselbigen absolute Sicherheit für eine Veranstaltung einhergeht. Dies ist ein Irrtum, denn die absolute Sicherheit gibt es nicht. Es bleiben die Parameter Schadenausmass und Eintrittswahrscheinlichkeit, die uns generell die Möglichkeit geben, Risiken auf ein für uns akzeptables Mass zu reduzieren.
TA 2015