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Die alten Chinesen haben nachts kleine Sandsäcke auf die Augenlider gelegt, um die Kurzsichtigkeit zu verringern und tagsüber besser sehen zu können. Es ist ein klassischer Begriff, der zweifellos einer der ersten Versuche zur Hornhautumformung ist: die Orthokeratologie.
Orthokeratologie ist die Technik, nachts flexible Linsen zu tragen, um die Hornhaut zu glätten und dadurch die Myopie (Kurzsichtigkeit) während des Tages zu verringern oder aufzuheben. Diese Technik, die seit den 1960er Jahren von den angelsächsischen Augenoptikern vertreten wird, verdient es, untersucht zu werden.
Wir verwenden Tetracurve-Linsen mit Umkehrgeometrie, die mindestens 6 bis 8 Stunden pro Nacht getragen werden müssen, um einen refraktiven Effekt zu erzielen. Eine Reduktion oder ein Verschwinden der Myopie wird für ungefähr 24 bis 48 Stunden erreicht. Es wird empfohlen, Natriumhyaluronat zum Einsetzen der Linse zu verwenden.
Es braucht oft mehrere Versuche, bis eine zufriedenstellende Wirkung erreicht wird. Wenn mit dem nächtlichen Tragen der Linse aufgehört wird, führt dies zum Wiederauftreten der Myopie, wobei die Hornhaut in ihre ursprüngliche Form zurückkehrt. Manchmal wird die Entwicklung eines peripheren pigmentierten Hornhautrings beschrieben.
Nur ein Augenarzt kann eine medizinische Diagnose stellen und feststellen, ob es keine Kontraindikationen gibt. Jegliches Equipment ausserhalb des medizinischen Rahmens birgt natürlich bestimmte medizinisch-rechtliche Risiken und schwerwiegende Konsequenzen und verringert eventuell die Chancen für den Patienten.
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