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Analysemethoden, Labor
Gemäss Welt-Anti-Doping-Code (Code) kann einem Athleten ein Verstoss gegen die Anti-Doping-Bestimmungen unter anderem durch:
- das Vorhandensein einer verbotenen Substanz in der Urin- oder Blut-Probe;
- die (versuchte) Anwendung einer verbotenen Substanz oder Methode;
- die (versuchte) Verfälschung der Kontrolle;
nachgewiesen werden.
Der direkte Nachweis über das Vorhandensein einer verbotenen Substanz erfolgt in speziell von der Welt-Anti-Doping-Agentur akkreditierten Labors, von denen es weltweit rund 30 gibt. Dazu werden Urin- und / oder Blutproben von Sporttreibenden analysiert.
Athleten haben folgende Rechte bei der Analyse von Dopingproben:
- über das Resultat der Analyse unterrichtet zu werden;
- bei einer positiven A-Probe innert der vorgegebenen Frist die Analyse der B-Probe zu verlangen;
- bei der Öffnung und Analyse der B-Probe anwesend zu sein;
- zur allfälligen Analyse der B-Probe im Labor eine Fachperson der eigenen Wahl beizuziehen.
Indirekter Nachweis (Athlete Biological Passport)
Nebst dem direkten Nachweis in Urin oder Blut, kann auch indirekt Doping belegt werden. Hierzu werden definierte Daten einer Person über längere Zeit gesammelt (Athlete Biological Passport), um Auffälligkeiten im biologischen Profil dieser Person sichtbar zu machen, die vom Dopingmissbrauch herrühren.
Dopende Sporttreibende können auch auf Grund von Hinweisen aus anderen Untersuchungen wie z. B. Razzien, Beschlagnahmungen oder Zeugenaussagen wegen «Anwendung oder versuchter Anwendung» sanktioniert werden.
Analytik
Mehr Informationen über die verschiedenen Analyseverfahren, mit denen Urin- und Blutproben auf dopingrelevante Substanzen getestet werden, sind im Modul «Analytik» der Mobile Lesson zu finden:
Im oder ausserhalb des Wettkampfes müssen Sportler Urin- oder/und Blutproben abgeben. Diese Proben werden in speziellen Anti-Doping-Labors mit unterschiedlichen Analysemethoden auf verbotene Substanzen getestet.
FAQ
Können auch Speichel- oder Haarproben analysiert werden?
Andere Körperproben wie z.B. Speichel oder Körperhaare sind heute nicht zugelassen, können aber unter Umständen bei der Abklärung von Begleitumständen zugezogen werden (z.B. Haaranalytik bei der Abklärung, ob über längere Zeit Drogen konsumiert wurden).