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Kolumbien
In Kolumbien berät die FSD die nationale Antiminenbehörde OACP bei der Umsetzung einer effektiven Strategie im Kampf gegen Sprengkörper.
Kolumbien: Minenräumung mit Hunden.
Situation
Fast sechs Jahrzehnte Bürgerkrieg zwischen Guerilla, Paramilitärs und Regierungstruppen in einem von Drogenhandel geprägten Land haben dazu geführt, dass Kolumbien mit Landminen und nicht explodierten Sprengkörpern übersät ist. Im Jahr 2015 erzielten die Regierung und die nicht-staatliche bewaffnete Gruppe FARC im Rahmen der Friedensverhandlungen ein Waffenstillstandsabkommen; welches gleichzeitig zur nationalen Strategie zur Räumung von Landminen beitrug. Seitdem wurden erhebliche Anstrengungen unternommen und mehrere tausend Minenräumerinnen und Minenräumer eingesetzt, was zu beachtlichen Fortschritten führte. Ziel ist es nun, dass das Land bis 2025 vollständig minenfrei zu erklären.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssen noch viele Herausforderungen bewältigt werden, insbesondere in Bezug auf die Topografie und die Vegetation in kontaminierten Gebieten aber auch aufgrund der anhaltenden Unsicherheit. Improvisierte Sprengsätze werden noch immer von den verbleibenden bewaffneten Gruppen zum Schutz der Kokaplantagen eingesetzt. Im Jahr 2019 wurden 111 Opfer gezählt, im Jahr 2020 ist diese Zahl auf über 140 angestiegen.
«Der Einsatz von Minensuchhunden schien anfangs eine enorme Herausforderung zu sein, aber indem wir von der FSD lernten, konnten wir unser technisches Wissen stärken.»
Kolumbien
Kapazitätsaufbau
Seit 2016 schult ein Team von FSD-Experten die kolumbianische Antiminenbehörde in verschiedenen technischen Bereichen. Dazu gehört die Beratung zum Gesamtprozess der Landfreigabe, zur Priorisierung der Räumung, zu technischen Standards und Verfahren, zum Informationsmanagement und zum Schutz der Umwelt in den kolumbianischen Nationalparks.
Kolumbien
Verteilung von Lebensmitteln
Seit 2014 sind mehr als vier Millionen Venezolaner aus ihrem Land geflohen und geschätzte 1,8 Millionen sind als Vertriebene nach Kolumbien gekommen. Viele von ihnen sind von Armut betroffen, und die Covid-19-Pandemie hat die Arbeits- und Obdachlosigkeit in Kolumbien weiter verschärft.
Dies wird nirgendwo deutlicher als auf den Strassen von Bogota. Hier arbeitet die FSD zusammen mit einer lokalen NGO, um Tausende von Mahlzeiten auszuliefern und Hunderten von gefährdeten Kindern und Obdachlosen einen Moment der Freude zu schenken.
Die FSD in Kolumbien
Angesichts der komplexen politischen und konfliktreichen Geschichte Kolumbiens ist die Bedeutung der Minenräumung immens. Ein großer Teil dieses Prozesses besteht darin, das Land von Landminen und explosiven Gefahren zu befreien, die der jahrzehntelange Konflikt hinterlassen hat.
Seit 2016 stellt die FSD technische Experten zur Verfügung, die ihre Kollegen in der kolumbianischen Minenräumungsbehörde beraten und betreuen. Das Spektrum umfasst Experten in den Bereichen Kampfmittelbeseitigung, Minenräumungsmanagement, Minensuchhunde, mechanische Räumung und auch Spezialisten für Informationsmanagement und Gefahrenkartierung. Das Team der FSD liefert darüber hinaus wichtige Anregungen und Ratschläge für die Entwicklung nationaler Standards, um den Austausch und die Zusammenarbeit internationaler und kolumbianischer Minenräumteams zu harmonieren.
Nicht zuletzt hilft die FSD auch den Amazonas-Regenwald vor den schädlichen Auswirkungen der Minenräumung zu schützen. Sie trug zur Entwicklung und Verabschiedung eines Gesetzes im Jahr 2017 bei, das darauf abzielt, die Umweltauswirkungen humanitärer Minenräumungen, insbesondere in Naturparks, zu reduzieren.
Zentimeter für Zentimeter
Im Jahr 2020 haben unsere Minenräumer 3,2 km² gesichert, ein Gebiet, das dem Stadtgebiet von London entspricht. Diese Arbeit erfordert trotz der manchmal extremen Arbeitsbedingungen Feinfühligkeit und Ausdauer.
WIR EMPFANGEN SIE MIT OFFENEN ARMEN
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