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Volksinitiative «Tagesschule für mehr Chancengleichheit» vom 13. Februar 2011
Informationen zur Abstimmung
Die unformulierte Volksinitiative «Tagesschule für mehr Chancengleichheit» (Tagesschulinitiative 2), die vor den Schulgesetzänderungen vom 19. Mai 2010 eingereicht wurde, fordert, innert fünf Jahren alle Volksschulen ganz oder teilweise als Tagesschulen zu führen. Als Teil der Volksschule soll der Besuch der Tagesschulen – abgesehen von einer allfälligen Beteiligung an den Verpflegungskosten – für die Eltern unentgeltlich sein. Die Initiative hat folgenden Wortlaut:
- Die Volksschulen sind ganz oder teilweise als Tagesschulen zu führen.
- In Tagesschulen wird für die Schülerinnen und Schüler über den normalen Unterricht hinaus ein zusätzliches Betreuungs- und Förderangebot bereitgestellt (inkl. Verpflegung), das täglich mindestens sechs Stunden umfasst.
- Die Tagesschulen werden nach pädagogischen Grundsätzen mit qualifiziertem Personal geführt und verbinden Betreuung und Förderung (Nachholförderung, Begabungsförderung). Die Kinder werden auch ausserhalb des Unterrichts in möglichst konstanten Gruppen gefördert und betreut.
- Die Tagesschulformen richten sich nach den Bedürfnissen der Eltern und Kinder und haben eine gute soziale Durchmischung zum Ziel.
- Da Tagesschulen Teil der Volksschulen sind, ist ihr Besuch unentgeltlich; eine allfällige Kostenbeteiligung an der Verpflegung hat die finanziellen Möglichkeiten der Eltern zu berücksichtigen.
- Spätestens fünf Jahre nach Annahme dieser Initiative müssen deren Forderungen umgesetzt sein.
Regierungsrat und Grosser Rat empfehlen die Tageschulinitiative 2 abzulehnen.