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Am 2. November hatte die Luxushotelkette Kempinski gegenüber ihrem ehemaligen Präsidenten und Konzernchef happige Vorwürfe geäussert. Reto Wittwer habe sich des Betrugs schuldig gemacht, die Rede war von sechs Millionen Franken, die er unterschlagen haben soll.
Einige Tage später reagierte Reto Wittwer mit einer Gegenklage. Er bezichtigte seinen vormaligen Arbeitgeber der Verleumdung und üblen Nachrede. Seine Klage richtete sich gegen den Präsidenten der Hotelgruppe, Michael David Selby, und gegen deren Chef Alejandro Bernabe.
Heute krebst nun Kempinski zurück. Mit Reto Wittwer sei eine aussergerichtliche Einigung erzielt worden, teilt die Hotelkette mit und erklärt, dass die in der Pressemitteilung vom 2. November 2015 "bedauerlicherweise gemachten Vorwürfe unglücklich waren und nicht hätten veröffentlicht werden sollen". Da nun alle Fakten geklärt wurden, hätten beide Parteien beschlossen, den gegenseitigen Anschuldigungen ein Ende zu setzen und auch von jeglichen weiteren Schritten gegen einander abzusehen.
Die Kempinski-Gruppe besteht heute aus 73 Fünfsterne-Häusern in 31 Ländern. Sie hat ihren Sitz in Genf. Mit dem Grand Hotel des Bains in St. Moritz, dem Grand Hôtel Kempinski und dem Le Mirador in Mont-Pèlerin VD ist Kempinski auch in der Schweiz vertreten.