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(S)-6-Phenyl-2,3,5,6-tetrahydroimidazo(2,1-b)(1,3)thiazole. Levamisol wurde ursprünglich als Mittel gegen Fadenwürmer (Anthelminthikum) genutzt, wird aber seit 2004 wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen nicht mehr in der Humanmedizin eingesetzt.
Erscheinungsformen:
Pulver oder Tabletten.
Levamisol wird als Streckmittel verwendet, da es die Wirkung von Kokain sowohl verstärkt als auch verlängert. Hinzu kommt, dass Levamisol ähnliche chemische Eigenschaften aufweist und bei der Umwandlung des Hydrochlorids zur Base sich nicht vom Kokain trennt (ähnlicher Schmelzpunkt).
Erbrechen, Durchfall, allergische Reaktionen (Atemnot, Hautausschläge, Anschwellen der Lippen, Zungen oder des Gesichts), Störungen des Nervensystems (Taubheitsgefühl bis zu Bewusstlosigkeit). Auf der psychischen Ebene können Blackouts, starke Müdigkeit und Artikulationsprobleme auftreten.
Langzeitrisiken:
Die gefährlichsten Nebenwirkungen sind die aplastische Anämie, die Agranulozytose, und die Vaskulitis. Erstere führt durch einen Mangel an weissen Blutkörperchen zu einer stark reduzierten Abwehr gegen schwere Infektionen. Die Agranulozytose ist eine starke Verminderung der Granulozyten einer Untergruppe der weissen Blutkörperchen. Die Vaskulitis führt durch Verschluss kleiner Blutgefässe zum Absterben (Nekrosen) von Hautarealen.
Die Wahrscheinlichkeit der Ausbildung einer Agranulozytose steigt, unbahängig von der aufgenommenen Dosis, mit der Regelmässigkeit der Levamisol-Einnahme.
Eine weitere Gefahr droht durch den Abbau von Levamisol zu Aminorex (amphetamin-ähnliche Substanz) im menschlichen Körper; Aminorex musste als Appetitzügler vom Markt zurückgezogen werden, da es zu pulmonaler Hypertonie (= lebensgefährlicher Lungenhochdruck) führte. Dieses Risiko kumuliert sich bei einer wiederholten Einnahme von Aminorex. Der Lungenhochdruck stellt sich dabei nicht akut während des Konsums ein, sondern kann sich unter Umständen erst nach einigen Monaten in zunehmend eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit, Kreislaufstörungen und Müdigkeit äussern.
Symptome wie Schüttelfrost, Infektionen in Bereichen der Atemwege, Analgegend, Hals, etc. können im Zusammenhang mit der Einnahme von Levamisol stehen. Diese müssen ärztlich begleitet und mit Antibiotika behandelt werden.
Lasse dein Kokain wenn möglich chemisch analysieren.
Verzichte auf Mischkonsum, da unbekannte und unangenehme Wechselwirkungen eintreten können.
Regelmässiger Konsum von Levamisole kann das Immunsystem schwächen, was eine höhere Anfälligkeit für Krankheiten und Entzündungen zur Folge hat.
Lege beim Kokainkonsum regelmässig Konsumpausen ein. Auch, um die Risiken von Levamisole zu minimieren.