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Was ist eine Loge und welche Tätigkeit entfaltet sie?
Im Sinne des Gesetzes ist die Freimaurerloge ein Verein. Die Mitglieder einer Loge treffen sich regelmäßig, meist wöchentlich. Anlässlich dieser Zusammenkünfte werden von einem Mitglied oder einem Gastreferenten Vorträge gehalten, sei es über freimaurerische, philosophische, künstlerische oder dem praktischen Leben entnommene Themen. Anschließend findet eine rege Diskussion über das Gehörte statt. Die Pflege der Geselligkeit rundet solche Abende ab.
Der schweizerische Freimaurerbund umfasst Mitglieder aus allen Berufen, sozialen Schichten und aller Glaubensrichtungen. Jedes Mitglied einer Loge hat das Recht andere Logen zu besuchen. Wer sich im nahen oder fernen Ausland aufhält, wird in den dortigen Logen mit Freude empfangen.
Unserem Arbeitskalender ist zu entnehmen, dass das Logenleben nicht nur aus Vorträgen besteht. Aufnahmen werden nach einem alten, feierlichen Ritual vollzogen; der Lehrling, als solcher wird der Aufgenommene bezeichnet, wird nach einiger Zeit zum Gesellen und später zum Meister. Zu jedem dieser Grade gehört ein spezielles, feierliches Ritual.
Im Ritual werden die Anliegen des Menschen auf einen kurzen Zeitabschnitt konzentriert. Das heisst mit anderen Worten: Was sonst ein ganzes Leben benötigt, wird dem Freimaurer gerafft in Gleichnissen, verdeutlicht durch Symbole, in anschaulicher Handlung dargeboten.
Der Begriff „Freimauer“ ist mit Symbolen verknüpft. So ist zum Beispiel der rohe Stein das Sinnbild für den Menschen selbst. Der Mensch soll den Stein behauen, damit dieser Form annimmt, kubisch wird und in die Mauer des Tempels der Humanität eingefügt werden kann. Der Zirkel bedeutet vollkommene Harmonie in der Beziehung zu allen Menschen; das Winkelmass steht für Recht und Pflicht.