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Salgar - die KaffeeregionSalgar ist eine Kleinstadt Südwestern der Region Antioquia in der kolumbianischen Zona Cafétera (Kaffeezone), etwas weniger als 100 km südwestlich von Medellín entfernt. Die Stadt hat etwa 17.500 Einwohner und liegt in den mittleren Höhengebieten der kolumbianischen Anden. Zur Kooperative gehören außerdem Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus den Ortschaften Urrao, Caicedo, Ánza, Betulia, Altamira und Concordia.
Die KooperativeDie Cooperativa de Caficultores de Salgar vereint ungefähr 2500 aktiv produzierende Mitglieder, davon rund 2150 Männer und etwa 360 Frauen. Auf über 393.400 Hektar Anbaufläche werden jährlich rund 21.000 Tonnen Kaffee - das entspricht mehr als einer halben Millionen Säcke - für den Export produziert.
Im Juli 1965 mit 34 Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern gegründet, ist die Kooperative stetig gewachsen und hat ihre Kaffeequalität immer wieder verbessert. Schließlich folgte in den 1990er Jahren die Zertifizierung durch Fairtrade. Die Kooperative ist ein Vorbild für Nachhaltigkeit im Kaffeeanbau und hat sich in Kolumbien durch einige gewonnene Preise profiliert. 2018 wurde etwa der "Café El Plateado" bei der Second Cup Competition Coffee Brands zum besten Kaffee gekürt. Die Kaffeekirschen gedeihen hoch oben in den kolumbianischen Anden. Neun Monate nach der ersten Blüte beginnt auf 1.400 bis 2.000 Metern Höhe die Ernte auf den Kaffeefeldern. Anschließend werden die reifen Kaffeekirschen gewaschen und getrocknet, bevor sie exportiert werden.
Mehrwert für Mitarbeiter*innenUnter ihrem Motto: "Generado valor para el Asociado", übersetzt "Mehrwert für Mitarbeiter*innen", engagiert sich die Kooperative für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder. Dank der Fairtrade-Prämie werden technische Ausrüstung und das Know-how der Kaffeeproduktion stetig verbessert. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern können neue Geräte und Maschinen anschaffen und sich im Umgang mit diesen schulen lassen. Ein Teil der Prämie wurde etwa in spezielle Schulungen investiert, welche die Bäuerinnen und Bauern in guten Landwirtschaftspraktiken, Verarbeitung und Trocknung von Kaffee sowie Registerführung ausbilden, jährlich werden außerdem einige Mitglieder als Mechaniker*innen ausgebildet. Diese unterstützen die Kooperativen-Mitglieder bei komplizierteren Reparaturen.
Der Einsatz der Fairtrade-PrämieUm den Bildungsstandard zu erhöhen, investiert die Kooperative einen Teil der Fairtrade-Prämie in Stipendien für Jugendliche, damit diese an einer Universität studieren können. Die Transportkosten zu den Universitäten werden ebenfalls mit Hilfe von Prämien-Geldern finanziert. Die Kooperative hat zudem entschieden, mit dem Kauf von Schutzbekleidung für die Ausbringung von Agrochemikalien die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Zusätzlich wurden mit einem Teil der Kooperativen-Mitglieder Schulungen durchgeführt, welche den sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln (Aufbewahrung, Anwendung, Reinigung, Sicherheitsvorschriften, verbotene Substanzen) gewährleisten.