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Die Schweizer Behörden online
Ist die Mutter im Zeitpunkt der Geburt verheiratet, so wird automatisch der Ehemann als Vater des Kindes vermutet, ohne dass er es ausdrücklich anerkennen muss. Selbst wenn ein anderer Mann behauptet, der leibliche Vater des Kindes zu sein, geht die Vaterschaft des Ehemannes (rechtlicher Vater) vor. Wer diesen Sachverhalt ändern will, muss die Vaterschaft vor Gericht anfechten.
Wird das Kindesverhältnis zwischen Kind und Vater durch eine Kindesanerkennung begründet, so kann es durch Anfechtung dieser Anerkennung bestritten werden.
Zur Klage berechtigt sind:
Für die Klage zuständig ist das Gericht am Wohnsitz einer der beteiligten Parteien, das heisst des Kindes, der Mutter oder des vermuteten Vaters (bzw. seiner Verwandten, falls er verstorben ist).
Für die beiden hier genannten Fälle gelten folgende Klagefristen: Eine Anfechtungsklage ist innert Jahresfrist einzureichen, nachdem der Kläger oder die Klägerin von der Anerkennung sowie von der Tatsache Kenntnis erhalten hat, dass der Anerkennende nicht der Vater ist oder ein Dritter der Vater sein könnte. Sie muss in jedem Fall innerhalb von fünf Jahren nach der Anerkennung des Kindes eingereicht werden.
Das Kind kann seinerseits die Anerkennung bis zum Ablauf eines Jahres nach Erreichen der Volljährigkeit anfechten.
Für die Klage zuständig ist das Gericht am Wohnsitz einer der beteiligten Parteien.
Entscheidet das Gericht zugunsten des Klägers oder der Klägerin, so erlischt das Kindesverhältnis mitsamt allen Wirkungen, die es namentlich auf den Namen, das Bürgerrecht und die elterliche Sorge hatte. Das Gericht teilt seine Entscheidung den Zivilstandsbehörden mit, damit die Daten im Personenstandsregister angepasst werden.