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In Hongkong und London finden sich die teuersten Wohnlagen der Welt – doch die Genfer Rue Bellot holt mächtig auf.
Wer in der Genfer Rue Bellot wohnt, gehört zur Weltspitze, jedenfalls punkto Wohnkosten: 45 000 Dollar beträgt der Quadratmeterpreis in der eher unscheinbaren Strasse beim Kunsthistorischen Museum. Damit liegt sie auf Rang sechs der zehn teuersten Wohnlagen weltweit und hat erstmals in dieser elitären Gruppe Eingang gefunden. Das britische Wirtschaftsblatt «Financial News» stellt sie anhand von Bewertungen mehrerer internationaler Immobilienexperten zusammen.
Auch an der Spitze des Rankings gab es einen bemerkenswerten Wechsel: Die Avenue Princesse Grace im Fürstentum Monaco verlor so viel Wert, dass sie auf den vierten Rang abrutschte, und neu steht ein Wohngebiet einer Metropole des aufstrebenden Fernen Ostens oben: Die Severn Road windet sich um den Victoria Peak, das Wahrzeichen Hongkongs. Die starke chinesische Währung Renminbi hat offenbar viele reiche Festlandchinesen dazu bewogen, in der Sonderverwaltungszone Hongkong Apartments an bester Lage zu kaufen.
Während die Londoner Kensington Palace Gardens, bekannt als «Strasse der Milliardäre» (unter anderem hat der indische Stahltycoon Lakshmi Mittal dort eine Residenz), ihr Preisniveau halten konnte, verlor die Fifth Avenue in New York etwas an Boden, die Pariser Avenue Montaigne büsste deutlich an Wert ein. Im Schnitt sind die teuersten Wohnlagen der Welt letztes Jahr um 15 Prozent günstiger geworden.