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Unwetter im Rückblick
Hurrikan verwüstet Florida
MICHAEL fordert mehrere Opfer
Hurrikan MICHAEL hat vom 10. bis 13. Oktober 2018 die Südostküste der USA großflächig verwüstet. Dabei kamen mindestens 17 Menschen ums Leben. Es war der stärkste Wirbelsturm, der je den Westen Floridas seit 1851 getroffen hat.
Mit Spitzenböen bis 250 Kilometer pro Stunde suchte Hurrikan MICHAEL zunächst den Nordwesten Floridas heim. Der Kategorie-4-Sturm knickte etliche Bäume um, zerstörte Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude und überflutete ganze Ortschaften an der Golfküste. Rund 1,5 Millionen Haushalte waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Es war der stärkste Hurrikan, der diesen Teil Floridas seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 traf. Über Land schwächte sich der Hurrikan deutlich ab und zog langsam nordostwärts weiter.
Die US-Bundesstaaten Alabama, Georgia und North Carolina überquerte er jedoch mit sintflutartigen Regenfällen, die weitere Ortschaften unter Wasser setzten. US-Präsident Donald Trump erklärte den Katastrophenfall für Florida und rief den Notstand in Georgia aus, um Bundesmittel für die Bundesstaaten freizugeben. Mehr als 1.200 Straßen waren gesperrt. Dabei bestand tagelang keine Verbindung zu einigen der am schlimmsten betroffenen Gebiete. Die Schäden gingen in den unteren zweistelligen Milliardenbereich.
Als tropisches Tief hatte sich MICHAEL schon am 2. Oktober über der südwestlichen Karibik gebildet. Knapp eine Woche später gewann MICHAEL zwischen Kuba und Mexiko unerwartet schnell an Stärke und erreichte mit Winden von 120 Kilometer pro Stunde Kategorie 1 nach der Saffir-Simpson-Skala. Florida rief für 26 Bezirke vorsorglich den Notstand aus und ordnete Evakuierungen vorgelagerter Inseln an. Kurz vor Landgang wurde MICHAEL auf die vierte von fünf Hurrikan-Kategorien hochgestuft. Er lag nur knapp unter der höchsten Kategorie.
Viele Menschen brachten sich jedoch nicht rechtzeitig in Sicherheit. Das ganze Ausmaß der Schäden zeichnete sich nur nach und nach ab, weil viele Straßen durch Trümmerteile und umgestürzte Bäume versperrt wurden. Mitte Oktober zog der ex-Hurrikan weiter auf den Atlantik. Rasch erreichte MICHAEL als außertropisches Tief Westeuropa mit kräftigen Regenfällen, Schäden gab es jedoch nicht.
(WO/dpa)