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Ungeachtet der Kritik an ihren geplanten «Fliessband»-Hinrichtungen haben die Behörden im US-Bundesstaat Arkansas am Montag einen weiteren Häftling exekutiert. Zuvor hatte das Oberste Gericht ein Gesuch auf Aufschub abgelehnt.
Jack Jones war wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer 34-jährigen Frau im Jahr 1995 zum Tode verurteilt worden. Jones habe seine «rechtmässige Strafe» erhalten, teilte Arkansas Generalstaatsanwältin Leslie Rutledge mit. Die Familie seines Opfers habe schon zu lange auf Gerechtigkeit gewartet und sie «bete darum, dass sie heute ihren Frieden finden wird».
Über Twitter verbreitete Julie Turkewitz, Reporterin der «New York Times», die an der Hinrichtung dabei gewesen war, den Abschiedsbrief von Jack Jones. Jones verfasste das Statement laut Turkewitz kurz vor seiner Hinrichtung.
Darin bereut er seine Tat zutiefst und beschreibt sich als geläuterte Person. «Ich habe alles getan um ein guter Mensch zu werden», schreibt Jones und «Es gibt keine Worte, die den Schmerz beschreiben könnten, den ich verursacht habe».
Turkewitz berichtete zudem über die letzten Worte, die Jones vor seiner Hinrichtung sprach. Er wandte sich an die Tochter der ermordeten 34-Jährigen und sagte: «Ich bin kein Monster. Es gibt einen Grund, warum ich diese Dinge getan habe. Es tut mir so Leid. Versuche mich zu verstehen. Ich liebe dich, als wärst du mein eigenes Kind.»
Arkansas wollte vom Ostermontag an binnen elf Tagen sieben Häftlinge hinrichten lassen. Grund dafür war der Ablauf des Haltbarkeitsdatums der noch vorhandenen Dosen Midazolam. Midazolam ist das Medikament, das in dem Giftcocktails für die Exekution enthalten ist. (ohe/sda)