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Charakteristisch sind Schmerzen im Oberbauch, Verdauungsstörungen und Symptome einer Zuckerkrankheit. Sowohl die akute als auch die chronische Entzündung sind in schweren Fällen lebensbedrohlich. Hauptursachen sind Gallensteine und Alkoholmissbrauch.
Die Bauchspeicheldrüse liegt in der Tiefe des Oberbauchs, hinter dem Magen und Dickdarm. Ihre Funktion besteht in der Produktion von Verdauungsenzymen, Insulin und weiteren stoffwechselaktiven Substanzen. Verdauungsenzyme gelangen direkt in den Darm; sie sind an der Aufnahme von Nährstoffen beteiligt. Das Hormon Insulin, das in die Blutbahn abgegeben wird, ist insbesondere für den Zuckerstoffwechsel unerlässlich.
die Bauchspeicheldrüse.
Zysten sind durch eine Zellmembran abgegrenzte, sackartige Gebilde. Der Inhalt des Hohlraums ist flüssig.
Kammern mit zerfallenem, abgestorbenem Gewebe im Körperinnern, unscharf abgegrenzt von vital gebliebenen Organteilen und Bindegewebe.
Pathologischer (krankhafter) Verbindungsgang zwischen inneren Organen oder von einem inneren Organ (Darm, Blase, Niere) zur Körperoberfläche. Das Wort ist abgeleitet vom lateinischen „fistula“, was Röhre oder Pfeife bedeutet.
befristeter Verzicht auf die Einnahme von Nahrung.
Die wichtigsten Symptome sind starke Schmerzen im Oberbauch, oft gürtelförmig und in den Rücken ausstrahlend. Dazu kommen Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Fieber, bisweilen ein unnatürlich gerötetes Gesicht. In der unmittelbaren Vorgeschichte wird nicht selten ein Trinkexzess angegeben (Pankreatitis nach einem „feuchten Abend“).
Bei einer durch Gallensteine ausgelösten Entzündung beobachtet man häufig eine leichte Gelbfärbung der Haut und bräunliche Verfärbung des Urins, die Stuhlfarbe ist ungewöhnlich hell. Der Pankreatitis geht dann oft eine Gallenblasenentzündung oder Gallensteinkolik voraus, deren Symptome sich nicht klar von Pankreasschmerzen abgrenzen lassen.
Unterschieden wird eine milde (ca. 80% der Fälle) von einer schweren Form.
Eine chronische Entzündung führt zum allmählichen Umbau von Drüsengewebe in funktionsunfähiges Narbengewebe (Fibrose). Wegen der reduzierten Produktion von Verdauungsenzymen, Insulin und anderen Hormonen kommt es zu Mangelernährung durch ungenügende Verdauung, zu Muskelschwund, Schwäche und Gewichtsverlust sowie zu Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Die Symptome sind anfangs meist nicht dramatisch. Es bestehen unbestimmte Missempfindungen im Oberbauch, Fettunverträglichkeit, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall. Die Situation spitzt sich allerdings zu, wenn Schübe und Symptome einer akuten Pankreatitis auftreten – wie nach Alkoholexzess. Mit fortschreitender Krankheit kommt es zu heftigen Oberbauchschmerzen, die andauern können und vielfach in den Rücken ausstrahlen. Schwillt das Pankreasgewebe aufgrund der Entzündung an, ist eine Gelbsucht möglich.
Die Ursache von akutem starkem Oberbauchschmerz muss der Arzt abklären. Die Untersuchung des tief im Oberbauch gelegenen Pankreas erfordert apparative Methoden: Labortests (Blut, Stuhl, Urin) und bildgebende Verfahren, welche die Bauchspeicheldrüse darzustellen vermögen. Mit einer speziellen Art der Endoskopie (Spiegelung, ERCP) lässt sich das Gallen- und Pankreasgangsystems untersuchen und gegebenenfalls wieder durchgängig machen.
Grundlagen der Therapie sind:
Sie benötigt einen Spitalaufenthalt, weil sich nicht sicher voraussagen lässt, ob der Verlauf mild oder schwer sein wird.