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Urangewinnung
Uran ist ein schwachradioaktives Schwermetall, das in zahlreichen Mineralien enthalten ist und etwa 500-mal häufiger vorkommt als Gold. Uranerze, die als Rohstoffe für die Herstellung von Brennelementen dienen, werden u. a. bergmännisch gewonnen. Die produktivsten Uranminen liegen in Kanada, Australien, Kasachstan, Niger, Namibia und Russland. Die grössten Uranvorkommen wurden in Australien, Kasachstan, Kanada, Russland und Südafrika gefunden.
Das Uranerz wird in einer Erzverarbeitungsanlage gebrochen und gemahlen. Durch ein mehrstufiges chemisches Auslaugverfahren wird aus dem Trägergestein ein Urankonzentrat gewonnen (U3O8, auch «Yellow Cake» genannt). Dieses wird durch Konversion in einem weiteren Schritt zu Uranhexafluorid (UF6) verarbeitet, dessen Eigenschaften sich für den anschliessenden Prozess der Anreicherung eignen.
Das KKG beschaffte in den 70er-Jahren bis Ende der 90er-Jahre Natururan auf dem internationalen Markt und aus Partnerschaften mit einer Bergbaufirma in den USA. Danach und bis 2016 stützt sich die Brennstoffversorgung auf die Wiederaufarbeitung von bestrahlten Brennelementen bzw. auf die Nutzung des daraus zurückgewonnenen Urans und Plutoniums. Für die Periode von 2017 bis 2021 wurde die Brennstoffversorgung neu geregelt. Die Brennelementfertigung wird von der Brennstoffbeschaffung getrennt. Für die Brennstoffversorgung nutzt das KKG sowohl eigene Brennstoffreserven als auch angereichertes Uran, das von Urenco bezogen wird. Dabei wird Natururan aus kanadischen Minen verwendet.