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Zürich, 05.06.2017
Das Emirat Katar im Osten der arabischen Halbinsel ist geografisch klein, gewinnt international aber sowohl politisch als auch wirtschaftlich immer mehr an Bedeutung. Grosse Vorkommen an Erdöl und Erdgas machten Katar zu einem der reichsten Länder der Erde.
Das Land ist 2022 Gastgeber der Fussballweltmeisterschaft. Rund 2,2 Millionen Menschen leben in Katar, von denen der Grossteil aus dem Ausland kommt und als Gastarbeiter beschäftigt ist.
Das Land hat zahlreiche Beteiligungen an europäischen Unternehmen, darunter etwa Anteile am VW-Konzern und an der Baufirma Hochtief. Auch die Schweizer Grossbank Credit Suisse profitierte schon von der Hilfe des Staatsfonds von Katar. Der arabische Nachrichtensender al-Dschasira hat seinen Sitz in Katar.
Katar ist Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und hat unter anderem zusammen mit Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten den Golfkooperationsrat mitgegründet, der eine gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik in der Region als Ziel hat. Südlich der Hauptstadt Doha befindet sich der grösste Stützpunkt der US-Armee in der arabischen Welt.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert Katar für die Ausbeutung von Gastarbeitern und eingeschränkte Meinungsfreiheit. Katars Fläche entspricht etwa einem Viertel der Schweiz.