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Amiodaron und Donepezil beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Amiodaron ist ein Inhibitor von CYP3A4, so dass erhöhte Konzentrationen von CYP3A4-Substraten wie Donepezil auftreten können. Beide Arzneistoffe können das QT-Intervall im EKG verlängern, so dass es zu additiven Effekten und einem erhöhten Risiko für kardiale Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes kommen kann.
Effekt
Gemäss Schweizer Fachinformation ist die Kombination von Amiodaron mit Arzneistoffen, die TdP verursachen können, kontraindiziert. Unter beiden Arzneistoffen sind Verlängerungen des QTc-Intervalls im EKG beschrieben, auch existieren Fallberichte zu Torsades de pointes-Ereignissen unter der jeweiligen Medikation. In Kombination kann das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien wie TdP bis hin zum plötzlichen Herztod additiv erhöht sein. Insbesondere unter erhöhten Konzentrationen durch Hemmung des Metabolismus kann das Risiko zusätzlich ansteigen.
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Ist die Kombination unumgänglich, sind eine sorgfältige Monitorisierung der QTc-Zeit im EKG und Kontrollen der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) notwendig. Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit um 60ms im Vergleich zur Baseline oder übersteigt die QTc-Zeit 500ms, ist die Therapie umzustellen. Die Interaktion kann auch nach Absetzen von Amiodaron - bedingt durch dessen lange Halbwertszeit - noch auftreten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018