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Cheetah - zwischen schön und aussergewöhnlich
Mit dem Cheetah schicken wir den nächsten Kandidaten in den Wettbewerb um den schönsten aller Rennwagen. Oder gehört er eher zu den «Aussergewöhnlichen»? Haben Sie noch weitere Vorschläge?
Es war sicher auch Pech dabei. Doch dann kam noch das Unglück dazu. William «Bill» P. Thomas war er kein studierter Ingenieur, doch er begann in den 50er Jahren damit, Chevrolet schneller zu machen. Damals nannte man das noch nicht Tuning, das war noch ehrliche, saubere Arbeit. Und Thomas gehörte bald zu den Besten, erhielt den Übernamen «Mr. Corvette».
Als die ersten Cobra von Carroll Shelby auf den Rennstrecken auftauchten und die Corvette sehr bald nichts anderes als demütigten, hatte Bill Thomas sofort einen Plan: Kleiner musste der Wagen sein, leichter – und noch stärker. Es entstand der Cheetah, eines der extremsten Fahrzeuge aller Zeiten.
Es war alles gut bei der Cheetah - fast
Mit dem Cheetah war ja eigentlich alles gut. Thomas erhielt Unterstützung von General Motors, den schärfsten 327-ci-Rennmotor (mit bis zu 500 PS), Getriebe von Muncie, die Hinterachse aus der Corvette. Don Edmunds entwarf nach den Vorgaben von Thomas ein Chassis und die extreme Form. Es war eigentlich ein Mittelmotor-Fahrzeug, bei der Fahrer hinter der Maschine sass; wohl noch gar nie war der hintere Überhang bei einem Automobil kürzer.
Man arbeitete zuerst mit Alu, dann mit Fiberglas, doch irgendwie war das Glück nicht auf der Seite von Thomas, der erste Cheetah verunfallte zwei Tage vor der Präsentation, der zweite Cheetah hatte in der ersten Runde seines ersten Rennens einen Crash, der dritte wurde vom Besitzer sofort in einen Roadster umgebaut und kam auch nicht vom Fleck.
Cheetah mit Problemen
Irgendwann hatte man bei der Cheetah die Temperatur-Probleme dann endlich im Griff hatte (man hatte bei den ersten Fahrzeugen schlicht und einfach vergessen, den Motor zu entlüften). Auch das am Anfang zu schwache Chassis war irgendwann stabil genug. Und das Fahrverhalten – endlich – so einigermassen ausrechenbar. Als also der knapp 800 Kilo schwere Wagen endlich fahrbar war, da änderte die FIA das Reglement. Es waren nicht mehr 100 Fahrzeuge für die Homologation notwendig, sondern: 1000.
Das war Chevrolet zu viel, man hatte ja selber schon genug Probleme. Man kippte die Unterstützung für Thomas. Nach nur elf Exemplaren war damit: Ende. Was man aber weiss: auf die Viertelmeile waren die Cheetah schneller als die 427er Cobra.
Gerne nehmen wir weitere Vorschläge für die schönsten oder aussergewöhnlichsten Rennwagen aller Zeiten entgegen - die bisherigen Kandidaten finden Sie: hier. Und wenn Sie mehr Bilder vom Cheetah sehen wollen, dann empfehlen wir: dies.