Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03146.jsonl.gz/1346

Die Analyse basiert auf einem neuen wissenschaftlichen Ansatz, bei dem die Stärke jedes Patents weltweit bewertet wird. Dadurch ist es möglich, die Qualität individueller Patentfamilien im Vergleich zu allen anderen Patentfamilien weltweit gewichtet und normiert zu bewerten. In dieser Studie werden die Begriffe Patente und Patentfamilien synonym verwendet. Technisch gesehen ist der Begriff „einfache Patentfamilie“ oder „simple family“ korrekt. Eine „simple family“ ist eine Gruppe von Patentdokumenten, die eine einzige Erfindung mit identischem technischem Inhalt abdecken. Die Patente einer „simple family“ haben alle genau die gleiche Priorität. Die Prioritätsfrist beginnt mit der ersten Anmeldung einer Erfindung in einem beliebigen Land. Innerhalb der folgenden zwölf Monate ist der Anmelder berechtigt, die gleiche Erfindung in anderen Ländern zu patentieren. Für diese Folgeanmeldungen kann der Anmelder das Prioritätsdatum der ersten Anmeldung in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass für diese weiteren Anmeldungen dieses Prioritätsdatum bei der Beurteilung der Neuheit der Erfindung beachtet wird.
Um die Qualität der einzelnen Patente zu bestimmen, wird die Marktabdeckung und die technologische Relevanz ermittelt. Die Marktabdeckung berechnet die weltweite gesetzliche Abdeckung des Patentschutzes. Entscheidend ist, für wie viele Länder Schutzrechte gelten (Größe und Ausdehnung der Patentfamilie). Sie zeigt, wie Unternehmen und staatliche Forschungseinrichtungen die Bedeutung ihrer eigenen Erfindung bewerten. Je größer die Zahl der Länder, in denen das Patent angemeldet wird, desto teurer wird der Patentschutz. Eine breitere internationale Marktabdeckung signalisiert also, dass derPatentanmelder sein Patent für vielversprechend hält (Eigeneinschätzung).