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Schutzgebiete
Viele Lebensräume kommen in der Schweiz nur noch auf sehr kleinen Flächen vor. Schutzgebiete tragen dazu bei, diese zu erhalten. In der Schweiz existieren verschiedene Typen von Schutzgebieten mit je eigenen Schutzbestimmungen. So sind im Nationalpark abseits der Wege keine menschlichen Nutzungen zugelassen. Auch die Biotope von nationaler Bedeutung geniessen einen ganzflächigen Schutz und werden teilweise mit spezifischen Pflegemassnahmen erhalten. Andere Schutzgebiete wie die Wasser- und Zugvogelreservate oder die eidgenössischen Jagdbanngbiete sind auf die Bedürfnisse bestimmter Arten zugeschnitten und bleiben für bestimmte Nutzungen offen.
Die internationale Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity CBD) sieht vor, dass bis 2020 weltweit auf 17% der Landfläche Schutzgebiete eingerichtet werden. In der Schweiz sind heute auf Bundesebene insgesamt 6,21% der Landesfläche in der einen oder anderen Form geschützt. Der Nationalpark und die Biotopinventaren von nationaler Bedeutung machen insgesamt (und ohne Überlappungen) 2,25% der Landesfläche aus. Die Wasser- und Zugvogelreservate machen 0,55% aus, die Eidgenössischen Jagdbanngebiete 3,63%. Das 17-Prozent-Ziel der CBD wird in der Schweiz gegenwärtig nicht erreicht. Aus diesem Grund wird der Zustand negativ bewertet.
Die Schweiz weist gemäss weiteren internationalen Konventionen auf 1,17% der Landesfläche Smaragdgebiete und auf 0,01% der Fläche Ramsar-Gebiete aus. Gemäss Berner Konvention dient das europäische Smaragd-Netzwerk dazu, europaweit seltene und gefährdete Lebensräume und Arten zu schützen. Zum Perimeter des Smaragdgebiets zählt insbesondere im Oberaargau die gesamte Fläche der Gemeinden, die sich für die Erhaltung definierter Arten und Lebensräume engagieren. Das internationale Ramsar-Übereinkommen hat den Schutz von Feuchtgebieten insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel zum Ziel.
Die Gesamtfläche der Schutzgebiete wird ohne Überlappungen ausgewiesen, die zwischen Flächen bestehen, welche mehreren Schutzkategorien angehören. Dazu werden die Schutzgebiete nach Wichtigkeit gemäss ihres Beitrags zur Erhaltung der Biodiversität priorisiert.
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