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Lehm
Allgemein:
Lehm gilt als Hinweis auf eine unsichere Lebensbasis, die Mißerfolge und andere Schwierigkeiten begünstigt. Wer sich mit Lehm ein Haus baut, will im Wachleben schädliche Einflüsse von sich fernhalten und als unnahbare Persönlichkeit auf seine Umwelt wirken. Für den, der im Lehm steckenbleibt, hat das Unbewußte den Hinweis parat, er soll ruhig einmal ichbezogen reagieren und versuchen, aus eigener Kraft weiterzukommen. Da Lehm in der Medizin auch für Wickel und Verbände verwandt wird, kann daraus vielleicht gedeutet werden, daß uns jemand einwickeln möchte, der möglicherweise keine ehrlichen Absichten hat. An Füßen oder Schuhen deutet er an, daß man nur langsam vorankommt. Formt man den Lehm, kommen darin die eigenen Ideale zum Vorschein.
Psychologisch:
Wer im Traum mit Lehm zu tun hat, erfährt (psychische) 'Heilung durch Erdung' - was gar nicht so abstrakt gemeint ist, wie es auf den ersten Blick wirkt: Schließlich gibt es auch 'im realen Leben' Kurbehandlungen mit Schlammpackungen, Fangobädern und Heilerde. Wer davon träumt, sehnt sich nach einer ursprünglichen, 'erdverbundenen' Art, Probleme zu lösen, an denen sein Lebensgefühl bereits 'krankt'.
Artemidoros:
Der Lehm bedeutet Krankheit und Beleidigung,- Krankheit, weil er weder aus reinem Wasser noch aus reiner Erde besteht, sondern aus beiden gemischt und weder das eine noch das andere ist. Er weist also ganz natürlich auf eine schlechte Zusammensetzung des Körpers hin, d.h. auf eine Krankheit,- eine Beleidigung aber, weil er beschmutzt,- ferner bezeichnet er wegen seiner Feuchtigkeit und Schwammigkeit einen Menschen, der sich widernatürlichen Trieben hingibt. Glück bringt er nur Leuten, die mit Lehm ihr tägliches Brot verdienen. Träumt man, zu Lehm oder Ton geworden zu sein, so droht jedermann der Tod, ausgenommen Leute, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen.
Volkstümlich:
(arab. ) :
- sehen: ein langsames, mühevolles Fortgehen deiner Geschäfte,- du hast keinen Erfolg für deine Mühe. auch: finanzieller Gewinn,-
- an den Füßen haben: du kannst einen Plan nicht ausführen,-
- darin stecken bleiben: man wird in Liebesdingen Kontaktschwierigkeiten haben, aber auch die Kraft besitzen diese zu überwinden, was den Erfolg noch schöner macht,- auch: man ist in der Durchführung bestimmter Vorhaben sehr behindert,-
- etwas daraus formen: Gewinn.
(europ.) :
- gilt für Treue im Haus und ein glückliches Familienleben,- man kommt in seinem Bemühen nicht weiter,- auch: steht für Einzelgängertum und drohende Zahlungsunfähigkeit,-
- sehen: eine schwere, aber erfolgreiche Aufgabe steht einem bevor,- wenn man arbeitsam ist, wird man sich ein gutes finanzielles Polster zulegen, daß in der Zukunft von großem Nutzen sein wird.
- in einem Lehmhügel graben: man wird sich den ungewöhnlichen Forderungen der Feinde unterwerfen,-
- in einem Aschehügel auf Lehm stoßen: böse Überraschungen werden laufende oder neue Unternehmungen behindern,- Bemühungen werden umsonst sein,-
- darin stecken bleiben: verkündet ein Hindernis, dessen Überwindung dauerhaften Erfolg verspricht,-
- damit hantieren: Befestigung der äußeren beruflichen Position,-
- damit ein Haus bauen: Gründung oder Vergrößerung des eigenen Haushalts steht in Aussicht,-
- Frauen bringt dieser Traum Rückschläge in Sachen Liebe, Gesellschaft und Geschäft. Falsche Darstellungen werden sie überwältigen.
(ind. ) :
(Siehe auch 'Haus')
- Träumt einer, er stampfe durch Lehm, werden Sorgen und Kummer ihn bedrücken, der Menge Lehm gleich, durch die er stampfte,- ist der Lehm von üblem Geruch, wird er noch drückendere Not und üble Nachrede zu ertragen haben wegen des widerlichen Geruchs.
- Töpfert einer mit reiner Erde, wird er sein Geld in Sorgen und Not schlecht verwalten.
- Dünkt es einen, daß eines seiner Kleidungsstücke von Lehm schmutzig geworden sei, wird er durch jemanden in Bedrückung kommen entsprechend der obigen Deutung, nach der jedes Kleidungsstück auf eine Person bezogen ist,- dieselbe Auslegung gilt für die Körperteile, von denen jeder eine bestimmte Person bedeutet, wie wir oben gesagt haben.
- sehen: man will dich nicht befördern,-
- nasser: du wirst erkennen, daß deine Vorgesetzten dich nicht lieben, weil du zu jähzornig bist,-
- an den Füßen: dein Vorhaben wird auf Widerstand stoßen,-
- formen: du hast schöne Ideale.