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Eine Hängematte zwischen zwei Palmen aufgespannt erweckt bei Vielen Urlaubsgefühle. Dass das Schlafen in Hängematten durchaus gesund ist, versuchen nun brasilianische Forscher mit einer Studie zu belegen. Erste Ergebnisse zeigen bereits, dass sie den Rücken entlasten.
Seit langem schon wird darüber diskutiert, ob Hängematten gut oder schlecht für den Rücken sind. An der Universität des Bundesstaates Pará (Uepa) haben sich die Wissenschaftler ebenso mit der Frage beschäftigt. Unter der Leitung des Professors Jean Klayn von der orthopädischen Abteilung des Krankenhauses „Hospital Porto Dias“ haben sie eine Gruppe von über 500 Frauen zwischen 30 und 60 Jahren für die Studie analysiert. Ausgewählt wurden Hausfrauen, deren Rücken durch die tägliche Arbeit ähnlich beansprucht werden.
Die Frauen wurden in zwei Gruppen eingeteilt, eine schlief in Hängematten und eine in Betten. Die Analysen haben dabei gezeigt, dass die Frauen der Hängemattengruppe weniger Rückenprobleme oder Schmerzen hatten. Laut Klayn fördern Hängematten das Schlafen in der Embryo-Stellung. Vermutet wird, dass sich dadurch die Muskeln besser entspannen und die Follikel der Wirbelsäulennerven sich stärker öffnen.
Noch müssen die Ergebnisse der Studie nach statistischen Kriterien analysiert werden. Erst dann lassen sich genauere Aussagen treffen. Eventuell werden jedoch weitere Untersuchungen mit einer größeren Gruppe notwendig sein, wie es heißt.
Vor allem in den ländlichen Regionen des Nordens und Nordostens Brasilien ist es durchaus noch üblich, in Hängematten zu nächtigen. Geschlafen wird allerdings nicht längs in der Hängematte, sondern diagonal. Übernommen wurde diese Form des “schwebenden Bettes“ von den Indios Brasiliens und Südamerikas.