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«Das Strassennetz der Gemeinde umfasst 36 Kilometer Strasse und 9 Kilometer Trottoir. Mehr als ein Viertel dieser Gesamtstrecke befindet sich in einem kritischen oder schlechten Zustand.» Mit diesen Worten fasste Gemeinderat Erwin Scherwey an der Gemeindeversammlung vom Freitagabend in Schmitten die Resultate der jüngsten Fahrbahn-Zustandsaufnahmen zusammen. Diese hatte die Gemeinde anlässlich des neu eingeführten Pavement Management System (PMS) an die Hand genommen, um sich eine Übersicht über die anstehenden Strassensanierungen zu verschaffen.
Deutliche Zustimmung
Scherwey zählte eine ganze Reihe von Strassen auf, die in naher Zukunft saniert werden müssten. Er erklärte, dass sich für die Jahre 2017 bis 2021 Sanierungskosten von 1,3 Millionen Franken ergeben. Der fünf Etappen umfassende Rahmenkredit erlaube der Gemeinde eine einfachere Planung: «Gleichzeitig profitieren wir von besseren Preisen, wenn wir im Herbst bereits die Sanierungen vom nächsten Sommer planen können.» Eine Bürgerin befürchtete, dass die Bevölkerung damit die Kompetenz verliere, bei den einzelnen Projekten mitzureden: «Ich möchte an jeder Versammlung mitbestimmen können, welche Investitionen für die Gemeinde Priorität haben und welche nicht.» Sie stellte im Namen der SP Schmitten den Antrag, den Rahmenkredit über 1,3 Millionen Franken abzulehnen und nur den Teilkredit über 300 000 Franken für die Etappe 2017 zu genehmigen. Die Mehrheit der 90 Versammlungsteilnehmer sprach sich aber für den Antrag des Gemeinderates aus und stimmte diesem mit 65 Ja- zu 15 Nein-Stimmen zu.
Den Kredit für die Sanierung der Strasse und den Ersatz von Wasserleitungen und Kanalisation im Bereich zwischen der Kreuzung Berg und der Abzweigung Dählihubel genehmigte die Versammlung hingegen einstimmig. «Die Trinkwasserleitung und die Strasse sind auf diesem Abschnitt in einem sehr schlechten Zustand», sagte Scherwey. Gleichzeitig werde auch die Meteorwasserleitung ersetzt und die Schmutzwasserleitung im unteren Bereich saniert. Die Gesamtkosten für die Arbeiten, die im Frühsommer beginnen sollen, belaufen sich auf rund 1,54 Millionen Franken. Ebenso einstimmig sprachen sich die Schmittnerinnen und Schmittner für den Ersatz des in die Jahre gekommenen Heizkessels der Fernheizungszentrale bei den Schulanlagen aus: «Es wurden Schäden an den Schamottesteinen im Brennraum und undichte Stellen im Kühlkreislauf festgestellt», sagte Gemeinderat Elmar Berthold. Ausserdem übersteige die 1997 installierte Holzfeuerungsanlage die Emissionsgrenzwerte. Die Sanierung kostet 850 000 Franken und umfasst den Ersatz des Heizkessels (neu 700 statt 600 Kilowatt Heizleistung) sowie die Verlängerung des Kamins mit dem Einbau eines Partikelfilters.
Pius Schafer wurde für sein langjähriges Engagement im Cäcilienverein und für die Gemeinde von dieser mit dem Prix Chapeau geehrt. Zudem erklärte Syndic Hubert Schafer, dass es in Sachen Asylunterkunft keine neuen Informationen gebe: «Wir haben vom Kanton seit Sommer keine Anfrage erhalten.
Finanzen
Bei Investitionen die Verschuldung im Auge behalten
Die Gemeindeversammlung Schmitten hat den Voranschlag 2017 einstimmig angenommen. Wie Gemeinderat Urs Perler ausführte, sieht das Budget bei einem Aufwand von 18,9 Millionen Franken einen budgetierten Ertragsüberschuss von 445 000 Franken vor. Der Investitionsvoranschlag 2017 weist Nettoinvestitionen von 2,17 Millionen Franken aus. Perler erklärte, dass sich der Gesamtaufwand gegenüber dem Vorjahr um knapp drei Prozent oder 582 000 Franken erhöhe, während der Gesamtertrag um sechs Prozent oder 1,01 Millionen Franken höher ausfalle. «Hier macht sich die vor eineinhalb Jahren verabschiedete Steuererhöhung bemerkbar.» Dem Gemeinderat sei es ein Anliegen, in den nächsten Jahren immer einen Ertragsüberschuss ausweisen zu können. «Das ist die Voraussetzung, um Ersatzinvestitionen tätigen zu können, ohne sich dafür neu verschulden zu müssen.»