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Wie der Verwaltungsratspräsident der Cybernet-Mutter Viatel in einem bei der US-Börsenaufsicht SEC hinterlegten Brief an die Aktionäre
bis zu 15 Millionen Franken in Bar.
Den vollen Verkaufspreis muss Swisscom Fixnet gemäss diesem Brief nur dann nicht bezahlen, wenn der extrapolierte Jahresumsatz zwischen der Unterschrift unter den Verkaufsvertrag und dem tatsächlichen Abschluss des Deals um mehr als eine Million Franken sinken würde.
Als Swisscom Fixnet und Viatel ihre Übereinkunft am 20. Oktober bekannt gaben, verrieten sie den Verkaufspreis noch nicht. Den auf den 1. November datierten Brief hat nun der Chef des Cybernet-Konkurrenten Init7 Fredy Künzler entdeckt, der gestern in seinem Blog
dazu einen Kommentar abgab.
Die Führung von Cybernet Schweiz hatte in den letzten Jahren einige Male erklärt, Cybernet operiere in den schwarzen Zahlen. Im erwähnten Aktionärsbrief ist allerdings eine Bilanz von Cybernet enthalten, die einen "operativen Verlust" von 217'000 für 2003 respektive 1,24 Millionen Franken für 2004 ausweist. Dass dies, wie Fredy Künzler meint, den früheren Aussagen von Cybernet widerspreche und dass Cybernet "stark defizitär" gewesen sei, ist aber ein Fehlschluss.
Im etwas missverständlichen Begriff "operative Loss", der in der Bilanz ausgewiesen wird, sind nämlich zum Beispiel auch Abschreibungen und Amortisationen enthalten, insgesamt rund 1 Million Franken für 2003 und 1,8 Millionen Franken für 2004. Dazu kommt noch der Kostenpunkt "General&Administrative" in der Höhe von rund 900'000 Franken (2003) und 1,1 Millionen Franken (2004). Dies ist Geld, das Cybernet für nicht näher spezifizierte Services an die Konzernzentrale abliefern musste. Rechnet man alle diese Beträge ab, dann hätte Cybernet Betriebsgewinne von rund 1,65 Millionen Franken für 2003 und 1,67 Millionen Franken 2004 erzielt. Bei Cybernet war heute niemand für einen Kommentar zu erreichen. (Hans Jörg Maron)
(Interessenbindung: Cybernet ist Marketing-Kunde unseres Verlags und betreut unseren Server.)