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Es war Anfang Winter und es hatte zum ersten Mal geschneit.
Der Kojote sass auf dem kalten Boden und ruhte sich ein wenig aus. Auf einmal kam der Hase angeflitzt. Er rannte so schnell, dass der Schnee nur so aufstob.
Der Kojote schreckte hoch und fragte: «He, Hase, warum rennst du so?» Aber der Hase war so schnell vorbeigeflitzt, dass er keine Zeit hatte zu antworten.
Der Kojote überlegte, kratzte sich hinter dem Ohr und dachte: «Wenn der Hase so schnell davonrennt, ist wohl etwas Schlimmes geschehen. Oder jemand verfolgt ihn. Das könnte auch für mich gefährlich werden. Es ist besser, wenn ich ebenfalls flüchte.» Und der Kojote rannte los, dem Hasen hinterher.
Am Bach sass der Wolf und trank ein wenig vom kalten Wasser, als er plötzlich sah, wie der Kojote vorbeiflitzte. Er rannte so schnell, dass der Schnee nur so aufstob. Der Wolf schreckte hoch und rief: «He, Kojote, warum rennst du so?» Aber der Kojote war so schnell vorbeigeflitzt, dass er keine Zeit hatte zu antworten.
Der Wolf spitzte die Ohren und dachte: «Wenn der Kojote davonrennt, muss etwas Schlimmes geschehen sein. Oder jemand verfolgt ihn. Das könnte auch für mich gefährlich werden. Es ist wohl besser, wenn ich ebenfalls davonrenne.» So rannte der Wolf dem Kojoten hinterher.
Vor einer grossen Höhle sass der alte Bär.
Er wollte noch eine letzte Mahlzeit einnehmen, bevor er in Winterschlaf ging. Auf einmal sah er den Wolf vorbeiflitzen. Er rannte so schnell, dass der Schnee nur so aufstob.
Der Bär hob den Kopf und fragte: «He, Wolf, warum rennst du so?» Aber der Wolf war so schnell vorbeigeflitzt, dass er keine Antwort gab.
Der Bär schaute sich um, schnupperte in der Luft und dachte: «Wenn der Wolf so schnell davonrennt, muss etwas Schlimmes geschehen sein. Es ist wohl besser, wenn ich nach dem Rechten schaue.» Er rappelte sich auf und sprang dem Wolf hinterher.
Er rannte und rannte, bis er aus dem Wald herauskam. Dort sah er den Wolf sitzen. Die Zunge hing ihm aus dem Maul, neben ihm lag der Kojote, keuchend von der Anstrengung, und dazwischen der Hase, dessen Ohren vom Rennen noch zitterten.
Der Bär trottete auf die drei Tiere zu.
Dann fragte er: «He, Wolf, warum bist du so schnell davongerannt?»
«Ich? Ich bin nur gerannt, weil der Kojote so schnell davongeflitzt ist. Ich dachte, es wäre etwas Schlimmes geschehen.»
«Und du, Kojote, warum bist du so schnell davongeflitzt?», wollte der Bär jetzt wissen
«Also, ich bin nur gerannt, weil der Hase so schnell vorbeigeflitzt ist», meinte der Kojote.
Nun schaute der Bär den Hasen an und fragte: «Hase, was ist denn Schlimmes geschehen, dass du so davongerannt bist?»
Der Hase putzte sich die Nase, dann sagte er: «Also, das war so: Heute morgen sass ich unter einer Tanne und knabberte ein wenig an der Rinde. Da fiel auf einmal Schnee von einem Ast herab und ich habe mich so fest erschreckt, dass ich vor lauter Angst davongeflitzt bin.»
Als der Bär, der Wolf und der Kojote das hörten, sagten sie: «Dann sind wir ja wegen nichts davongerannt!», und sie begannen zu lachen. Sie lachten und lachten. Auch der Hase wackelte mit seinen Ohren und hoppelte dann fröhlich wieder nach Hause.
Zum Jahresschluss 2021 in der eher ernsten Realität habe ich nun für den Dezember ein kurzes, lustiges Märchen gewählt.
Zu diesem Märchen könnte man:
- ein Wettrennen im Schnee veranstalten (ev. sogar barfuss?)
- die Geschichte mit anderen Tieren nacherzählen