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Geht es um die Zukunft des eigenen Landes oder diejenige Europas nimmt die Schweiz die Rolle der Sendepause ein.
Im Oberwallis lebt Thor („Der Hammer“) Kunkel; er hat die neue politische Kampagne der deutschen AfD entworfen, ein Verein streitsüchtiger alter Herren und ehrgeiziger jüngerer Frauen. In Biel lebt eine ihrer Vizepräsidentinnen.
Die im Zürcher Unterland ansässige Agentur Segert-GOAL, ebenfalls deutscher Herkunft, betätigt sich in die gleiche politische Richtung, sei es für die AfD oder Haiders Nachfolger in Österreich. Das Zürcher Unter- oder Weinland war seit Jahrzehnten ein Hort nationalen Selbstbewusstseins; jetzt haben sich die SVP-Intellektuellen vom Land in die Städte verlagert.
Warum ziehen sich derlei Menschen gerne in die „heile Schweiz“ zurück? Erstens ist es zwischen Bodensee und Lago Maggiore schöner als in den deutschen Städten, zweitens verdient und lebt sich besser im Süden Deutschlands.
Wie der mit Millionen von Steuergeldern geförderte Schweizer Film nirgendwo in der Welt auch nur zur Kenntnis genommen wird, schickt Pro Helvetia Schweizer Schriftsteller und andere Künstler rund um den Globus, nur um auch dort keinerlei Eindrücke zu hinterlassen.
In der Europapolitik sind wir ohnehin eine glatte Null. Weltpolitisch sind wir bedeutungslos geworden, es sei denn als Betreiber von Hotels zwischen Genf und Crans Montana, wo wir den ausländischen Diplomaten die Betten machen.
Gibt es noch fortschrittliche Schweizer, die sich mit Europas oder der Weltelite messen können? Empfehlungen sind willkommen.