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Polyzystisches Ovar, rezidivierende Torsionen vs. Mittelschmerzen
Links im Bild: Es handelt sich um ein polyzystisches Ovar, das zu wiederholten Torsionen geführt hat mit jeweils spontaner Retorsion. Wegen der starken Beschwerden besteht ein Handlungsbedarf (Ovaropexie). Dank der Sonographie und allenfalls dank einer diagnostischen Laparoskopie kann heute bei diesen Fällen auf eine offene Revision zum Ausschluss einer chronischen Appendizitis mit akutem Schub verzichtet werden. Rechts im Bild: Es handelt sich um Bauchschmerzen, die in Zusammenhang mit physiologischen Vorgängen am reifen Ovar stehen (Follikelsprung beziehungsweise Mittelschmerz oder prämenstruelles Syndrom). Bei einem Teil der Teenager werden die Beschwerden so stark wahrgenommen, dass sie zunächst als akutes Abdomen imponieren. Eine genaue Anamnese, Kenntnis des Standes der geschlechlichen Entwicklung bei der jeweiligen Patientin und eine sorgfältige Untersuchung des Abdomens erlauben eine Abgrenzung von operativen Ursachen des in Erscheinung tretenden Zustandsbildes, wenn nötig ergänzt durch einen Ultraschall, und bei aussergewöhnlich starken Beschwerden / zur morphologischen Kategorisierung der Ovarialveränderungen eine diagnostische Laparoskopie.
Links im Bild: (Bitte Ausschnitt, der nur das grosse Ovar links und dessen Umgebung erkennen lässt) Mädchen im Schulalter mit rezidivierenden Unterbauchschmerzen, die als akutes Abdomen in Erscheinung treten. Im linken Unterbauch sieht man eine 5 Zentimeter grosse, längliche Masse mit unregelmässiger Textur. Rechts im Bild: Teenager mit regelmässig wiederkehrenden Unterbauchschmerzen, die zu wiederholten Notfall-Konsultationen geführt haben. Im rechten Unterbauch sieht man ein höchstens 2 cm grosses, ovales Gebilde mit vereinzelten Unebenheiten der Oberfläche.