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17.02.2015
Als Supergroup wird eine Band bezeichnet, deren Mitglieder zuvor in anderen, oft sehr bekannten Bands waren. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch und viele sind gescheitert. Nicht so Crosby, Stills, Nash & Young. Ihr Album "Déjà-Vu" ist unser Klassiker der Woche.
Wie ensteht eine Supergroup? Im Fall von "Crosby, Stills, Nash & Young" ganz einfach. David Crosby wurde bei "The Byrds" raus geworfen. Auch Graham Nash ist von "The Hollies" gefeuert worden. Stephen Stills und Neil Young spielten beide bei "Buffalo Springfield". Diese löste sich 1968 auf. So kommen wir zu vier talentierten Musikern ohne Band. Crosby, Stills & Nash (damals noch ohne Young) wird gegründet und sorgt mit ihrem Debütalbum für Aufregung.
Das zweite Album wird erwartet und ihr Management schlägt vor, Verstärkung zu holen. Neil Young soll es sein, welcher die Band definitiv zur Supergroup machen soll. Doch nicht alle waren davon begeistert. Stephen Stills, der mit Young bei Buffalo Springfield gespielt hatte, hatte nicht nur gute Erinnerungen an ihn. Er sei egoistisch und sehe Bands nur als Sprungbrett für seine eigene Karriere. Man wusste nie, ob er zu Konzerten oder Proben erscheint. Er machte, was er wollte und wenn ihm was nicht passte sagte er einfach: "F*** you, i'm leaving". Nash mochte diese Geschichten gar nicht und sträubte sich lange dagegen. Es kam trotzdem zu einem Treffen und Young überzeugte nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Aus Crosby, Stills & Nash wird also Crosby, Stills, Nash & Young.
Im Studio und an Proben übernahm Young schnell das Zepter. Aus einer Demokratie wurde eine Monarchie. Doch die anderen drei störte das nicht gross und machten mit. Einerseits, weil sie nicht wollten das Young einfach abhaut, aber auch, weil die Band so richtig gut funktionierte. Die Musik welche entstand, war gut. Sehr gut sogar. 1970 wird das Album "Déjà-Vu" veröffentlicht und erreicht die Spitze der Charts. 800 Stunden waren sie im Studio. Der Song "Almost Cut My Hair" wird schnell zu einem Klassiker der Hippie Bewegung. "Carry On" hingegen zeigt mit vierstimmigem Satzgesang die wahre Qualität der Band.