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Welches sind die häufigsten Folgen einer Hirnverletzung?
Migränen treten nach einer Hirnverletzung am häufigsten auf, gefolgt von Schwindel. Die Abstände zwischen den Attacken sind von Person zu Person unterschiedlich lang. Dasselbe gilt für die Stärke der Schmerzen, sie hängt von der Art der Verletzung und den betroffenen Hirnregionen ab. Oft sprechen Migränen, die in Folge einer Hirnverletzung auftreten, weniger gut auf Schmerzmittel und andere Medikamente an als „normale“ Kopfschmerzen.
Unterschiedliche Verletzung, ähnlicher Kopfschmerz?
Unter sehr heftigen Kopfschmerzen leiden eher Personen mit einem Schädel-Hirn-Trauma. Es kann aber auch nach einer TIA (transitorischen ischämischen Attacke) zu starken Kopfschmerzen kommen. Sie können die Folge von Stress, Angst und weiteren Faktoren sein, die der post-traumatische Zustand mit sich bring. Wenn die Kopfschmerzen nach einem Schlaganfall als Explosion im Kopf wahrgenommen werden, sollte man unverzüglich einen Neurologen aufsuchen. Auch wenn sie länger anhalten, empfiehlt sich der Gang zum Spezialisten.
Was tun, um die Schmerzen zu lindern?
Die Kopfschmerzen werden oft durch eine „Überstimulation“ wie lärmige Umgebung, helles Licht und Gespräche um einen herum ausgelöst. Solche Situationen ermüden und verursachen die Kopfschmerzen. Vorbeugen kann man, indem man sich genügend ausruht, Ohrstöpsel und eine Sonnenbrille trägt und sich wenn nötig zurückzieht. Um Erschöpfung zu vermeiden, empfehle ich den Patienten, ihre Gewohnheiten zu ändern und ihr Umfeld zu informieren, dass sie sich wahrscheinlich von Zeit zu Zeit ausklinken müssen. Idealerweise können die Angehörigen diesen Zustand akzeptieren und sind sich bewusst, dass hirnverletzten Menschen Grenzen gesetzt sind.
Und langfristig?
Helfen kann regelmässiger, nicht allzu intensiver Sport, wobei man sich auf allgemein gültige Trainings-Empfehlungen stützen sollte: 5-mal 30 Minuten pro Woche genügen. Resultate stellen sich nicht sofort ein, aber es scheint, dass die Kopfschmerzen nach ein paar Monaten nachlassen. Natürlich kann man auch mit 1-mal 10 Minuten beginnen und dann auf 2-mal 10 Minuten erhöhen und so weiter. Gewissen Patienten mögen 2-mal 30 Minuten genügen. Schnelles Gehen, Velo fahren, Schwimmen oder Nordic Walking sind die Sportarten, die sich am besten eignen. Man sollte eine für sich angenehme Sportart wählen und es nicht übertreiben. Wichtig ist auch, bei fehlender Motivation jemanden um Hilfe oder Begleitung zu bitten.
Herzlichen Dank an Herrn Dr. Bossy für die Beantwortung unserer Fragen.
Lesen Sie die Ratschläge von der Beraterin von FRAGILE Suisse.