Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/83111

<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich die folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Das Schweizerische Strafgesetzbuch (StGB) ist folgendermassen zu ändern respektive zu präzisieren:</p><p>1. Die ungetreue Geschäftsbesorgung gemäss Artikel 158 Ziffer 1 erster Satz StGB ist auch strafbar, wenn der Täter nicht vorsätzlich, sondern grobfahrlässig handelt, das heisst, die ihm in seiner Tätigkeit als Geschäftsführer obliegenden Sorgfaltspflichten in grober Weise verletzt oder vernachlässigt. Eventuell ist die Strafbarkeit der fahrlässigen ungetreuen Geschäftsbesorgung einzugrenzen auf Publikumsgesellschaften oder auf Gesellschaften von einer gewissen Mindestgrösse des Aktionariats (oder der Bilanzsumme).</p><p>2. Als ungetreue Geschäftsbesorgung gemäss Artikel 158 Ziffer 1 erster Satz StGB explizit einzustufen sind Entschädigungen, die an leitende Angestellte und an Mitglieder des Verwaltungsrates einer Publikumsgesellschaft oder von Gesellschaften von einer gewissen Mindestgrösse des Aktionariates (oder der Bilanzsumme) ausgerichtet werden, die zum Wert der Arbeitsleistung oder der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft in einem Missverständnis stehen.</p>