Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03196.jsonl.gz/1157

Die Revision des Tierseuchengesetzes, über das am 25. November abgestimmt wird ist unnötig. Das neue Gesetz beschneidet die Mitsprache der Kantone und die Eigenverantwortung der Bauern, Tierärzte und Tierhalter. Einmal mehr soll unser föderalistisches System durch eine zentralistische Machtkonzentration in der Verwaltung ersetzt werden. Prävention und Pflege der Gesundheit der Tiere müssen bei den Kantonen bleiben. Dort sind die lokalen Verhältnisse bekannt, die Zusammenarbeit gut eingespielt und die fundierte Erfahrung kann vor Ort genutzt werden. Die einseitig auf Impfen setzende Bekämpfung von Infektionskrankheiten bevorzugt die Produkte der Pharmaindustrie, und vernachlässigt die Möglichkeiten von natürlichen, präventiv wirkenden Methoden, um die Gesundheit der Tiere zu erhalten. Stossend ist auch Artikel 53b des geplanten Tierseuchengesetzes, wonach der Bundesrat ohne Kontrolle durch Parlament und Volk internationale Verträge im Bereich der Tiergesundheit abschliessen könnte. Das heisst: Fremdbestimmung unseres Landes durch internationale Organisationen oder Firmen. Aus diesen Überlegungen werde ich, auch wenn ich keine Tiere halte, am 25. November ein überzeugtes Nein in die Urne legen.
Kommentare
Elisabeth Calcagnini, Buchen