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Wie heimische Medien berichteten, war Anfang Oktober im Hafen von Barcarena bei Belém am Amazonas ein Schiff, das insgesamt fast 5 000 Rinder des brasilianischen Unternehmens Minerva nach Venezuela transportieren sollte, gesunken. Fast alle Tiere seien bei dem Unglück ums Leben gekommen, die meisten von ihnen im Inneren des Schiffes. Einige hundert Rinder hätten noch das sinkende Schiff verlassen, seien dann aber mehrheitlich ebenfalls ertrunken.
Die Tausende von verwesenden Kadavern stellen laut Medienberichten die Bevölkerung und Behörden in der Region seither vor große Herausforderungen. Neben der Bergung der Kadaver, die bei den toten Tieren im Schiffswrack ab dem jetzigen Zeitpunkt wohl noch mehrere Wochen in Anspruch nehme, gehe es in erster Linie um die Belastung des Wassers mit Leichengiften. Inzwischen werde an die Bevölkerung Trinkwasser ausgegeben. Fischer erhielten Ausgleichzahlungen, weil in den Gewässern rund um den Unglücksort aktuell nicht gefischt werden könne. Die Verschiffung von Lebendvieh ist in Brasilien gängige Praxis. Das südamerikanische Land lieferte laut Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Brasília 2014 insgesamt 646'700 Rinder ins Ausland und erwirtschaftete damit 675 Mio $ (611 Mio Euro). Wichtigste Abnehmer waren Venezuela, der Libanon, Jordanien und Ägypten.