Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03204.jsonl.gz/1440

Im normalen Dienstmodell absolvieren die Angehörigen der Armee nach der Rekrutenschule (RS) sechs Wiederholungskurse.
Diese werden in der Regel jedes Jahr geleistet, bis die erforderte Anzahl Diensttage (245) absolviert ist. Durchdienende hingegen leisten die RS und alle WKs an einem Stück, direkt im Anschluss an die Rekrutenschule. Für Mannschaftsangehörige (Soldat, Gefreiter) sind das 300 Tage Ausbildungsdienst, für Kader entsprechend mehr. Am Ende der Dienstzeit wirst du in die Reserve eingeteilt und musst nur noch die obligatorischen Schiessübungen absolvieren. Der Vorteil am Durchdiener-Modell ist, dass deiner persönlichen und beruflichen Planung nach Ende der Dienstzeit nichts mehr im Wege steht.
Die Anzahl der Durchdienenden ist gesetzlich auf 15 % eines Rekrutenjahrgangs beschränkt. Die Zuteilung zu diesem Modell ist nur auf freiwilliger Basis möglich. Somit unterschreibst du an der Rekrutierung eine Verpflichtungserklärung. Zusätzliche Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Lehre oder eine Matura bei RS-Beginn.
Viele militärische Funktionen existieren nur im WK-Modell. Allerdings werden einige Durchdienerformationen nach der RS vertiefter ausgebildet und halten sich bereit, in kürzester Zeit im Einsatz zu stehen, zum Beispiel nach einer Naturkatastrophe. Durchdienende lernen also zum Teil Kompetenzen, die im WK-Modell nicht ausgebildet werden.