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Das Basismessnetz der Abteilung Hydrologie des Bundesamts für Umwelt umfasst heute rund 260 Messstationen an Oberflächengewässern. Neben dem Wasserstand an Seen wird an den Flüssen an 200 Stellen der Abfluss bestimmt.
Die systematische Registrierung der Grundparameter Wasserstand und Abfluss geht zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Die langen Messreihen dienen als Grundlage für verschiedenste Anwendungen so zum Beispiel für den Hochwasserschutz oder zur Untersuchung der Auswirkungen von Klimaänderungen.
Da die Daten heute rasch zur Verfügung stehen, können sie in ausserordentlichen Situationen für Entscheidungsträger von grösster Bedeutung sein. Um die Verfügbarkeit zu gewährleisten wird heute moderne Mess-Übermittlungstechnik eingesetzt und auf eine hochwassersichere Bauart geachtet.
Das Verzeichnis umfasst alle eidgenössischen hydrometrischen Stationen an Oberflächengewässern, für welche digitale Daten zum Wasserstand, Abfluss oder weiteren Parametern (z.B. Wassertemperatur, chemische Beschaffenheit des Wassers oder Trübung) verfügbar sind. Die Spalte «Betriebsstatus» gibt an, ob eine Station aktuell in Betrieb steht oder aufgehoben wurde. Über die Spalte «Gewässertyp» kann nach Stationen an Seen bzw. an Fliessgewässern gefiltert werden.
Die Angaben zur Fläche, mittleren Höhe und Vergletscherung beziehen sich jeweils auf das topographische Einzugsgebiet. Sie wurden anhand des Geobasisdatensatzes «topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer» berechnet. Bei aufgehobenen Stationen wurden die Angaben, soweit vorhanden, aus alten Jahrbüchern übernommen. Sie basieren daher auf unterschiedlichen Quellen.
Stationen können im Verlaufe der Zeit verlegt worden sein. Die Angaben zu der Station beziehen sich immer auf den letzten Standort. Bei grösseren Verlegungen wurde meist die alte Station aufgehoben und eine neue Station unter einer neuen Nummer in Betrieb genommen. Wo die Differenz zwischen den Einzugsgebieten der alten und neuen Station dies erlaubt, wurden die Daten der Vorgängerstation der Zeitreihe der neuen Station vorangehängt (bei Abfluss-Messstationen nur die Zeitreihen des Abflusses). Im Stationsverzeichnis sind in einem solchen Fall beide Stationen aufgeführt.
Eine Besonderheit sind zusammengesetzte Stationen (Totalstationen): Der Abfluss dieser Stationen wird an zwei (oder mehr) Stationen erhoben. An einer Hauptstation sowie an einer oder mehreren Nebenstationen, die nicht am gleichen Standort liegen (z.B. Kanal eines Kraftwerks, Seitenarm eines grösseren Flusses, o.a.). In den Stationsverzeichnissen sind diese Stationen einzeln aufgeführt.
Die Angaben zur Datenverfügbarkeit beziehen sich auf den Zeitraum, für welchen Daten mindestens in einer zeitlichen Auflösung von Tagesmittelwerten digital vorliegen. Die eidgenössischen hydrometrischen Stationen für welche nur Aufzeichnungen auf Papier vorliegen sind im "Verzeichnis der eidgenössischen hydrometrischen Stationen ohne
digital verfügbare Daten" zu finden.
Die Abflussstationen werden jährlich durch fünf bis sechs Abflussmessungen geeicht. Damit ein einwandfreier Betrieb gewährleistet werden kann, wird jede Station wöchentlich von einem ortsansässigen Stationsbeobachter geprüft.
Mehr Informationen zu den Methoden der Abflussmessung
Die WMO hat die BAFU-Messstationen Thur-Andelfingen, Birs-Münchenstein und Sitter-Appenzell im Mai 2023 als hundertjährige Beobachtungsstationen (Centennial Observing Stations) ausgezeichnet.
Weiterführende Informationen
Links
Dokumente
Niedrigwasser: Auswertung und Messung (PDF, 28 MB, 07.05.2018)Im Auftrag des BAFU
Strömungsverhältnisse Abflussmessstation Dischmabach (PDF, 7 MB, 21.03.2023)Im Auftrag des BAFU
Daten
Letzte Änderung 26.09.2023