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Im Jahr 1735 startete im Auftrag von König Philip V von Anjou eine Expedition in die Paramos-Region in Südamerika. Mit von der Partie waren die beiden Wissenschaftler Jorge Juan (1713 – 1773) und Antoine de Ulloa (1716-1795). Sie hatten in erster Linie den Auftrag, die Länge eines Breitengrades in der Peruanischen Äquatorialregion zu bestimmen. Ihr zweibändiger Reisebericht enthält dementsprechend astronomische und geografische Beobachtungen. Im zweiten Band steht die Kultur der Inkas im Vordergrund.
Band 1, Planche XV, Fig. 1: Schneeberg Cotopaxi […] als er sich im Jahre 1743 spaltete; Fig. 2: Lufterscheinung von den drey Regenbogen; Fig. 3: Lufterscheinung von dem Kreise um den Mond
Von den Anhöhen des Pampamarca herab beobachteten die Forscher verschiedene Naturphänomene, die in einem aussergewöhnlichen Kupferstich dargestellt sind. Es handelt sich um den Ausbruch des Vulkans Cotopaxi, die Erscheinung dreier Regenbogen und eine weitere bis dahin unbekannte atmosphärische Lichterscheinung. Obwohl die drei Phänomene wohl kaum gleichzeitig wahrgenommen werden konnten, wurden sie (wohl um Kosten zu sparen?) auf einer einzigen Platte nebeneinander dargestellt. Diese Gleichzeitigkeit vermag wohl die Faszination auszumachen, die von dieser Abbildung ausgeht.
Links:
Der Druck wurde von Google digitalisiert. Leider sind die zahlreichen Falttafeln nicht ausgefaltet, was das Digitalisat praktisch wertlos macht: http://books.google.ch/books?id=ai8VAAAAQAAJ
Eine detaillierte Untersuchung der oben dargestellten Phänomene findet sich auf: http://www.hep.princeton.edu/~mcdonald/examples/optics/lynch_ao_30_3538_91.pdf