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Die Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl in den USA bewegt sich weiter entlang der Erwartungen vor der Wahl. Für Hillary Clinton ist das ein gutes Zeichen, sie hatte vor der Abstimmung am Dienstag in den Umfragen knapp vorne gelegen.
In Florida allerdings sieht es für sie inzwischen etwas schlechter aus: Trump führt nach Auszählung von 91 Prozent der Stimmen mit 1.1 Prozentpunkten - oder rund 103'000 Stimmen. Donald Trump braucht den Staat und seine 29 Wahlleute dringender als Hillary Clinton. Sie hat mehrere alternative Pfade auf dem Weg zu den nötigen 270 Wahlleuten.
US-Fernsehsender haben derzeit beiden Kandidaten je acht Staaten zugesprochen. Clinton führt mit 97 zu 84 Wahlleuten. Clinton liegt bei der Auszählung der abgegebenen Stimmen derzeit 5.3 Prozentpunkte hinter Donald Trump. Das sind vergleichbare Werte mit Barack Obama 2012 zu diesem Zeitpunkt. Einige der bevölkerungsreichen Bundesstaaten, in denen die demokratische Kandidatin stark ist, folgen erst noch, darunter Kalifornien an der Westküste.
In mehr als der Hälfte der US-Bundesstaaten sind die Wahllokale nun komplett geschlossen.
Hohe Zahl an Unentschlossenen
Die meisten Befragungen im Vorfeld der Wahl deuteten auf einen Sieg der früheren Aussenministerin, Senatorin und First Lady Hillary Clinton über den Immobilienmilliardär Donald Trump hin. Allerdings gibt es in diesem Jahr eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Bundesstaaten, in denen das Rennen immer noch auf der Kippe steht.
Einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge haben 13 Prozent der Wähler sich erst in der letzten Woche des Wahlkampfs für einen Kandidaten entschieden. Im Jahr 2012 waren es neun Prozent. Wahlforscher hatten auf die hohe Zahl von Unentschlossenen verwiesen.
Märkte für Clinton
An den Märkten weisen die Kurse im frühen Handel am Mittwoch weiter daraufhin, dass Anleger mit einem Sieg Hillary Clintons bei den US-Präsidentschaftswahlen rechnen. Der Dollar gewann gegenüber dem Franken und dem japanischen Yen.
Terminkontrakte auf den Börsenindex S&P-500 legten zudem um 0.3 Prozent zu. Die Börsen setzen auf die Demokratin Clinton, die für Kontinuität steht und der auch die grösseren Siegchancen eingeräumt werden. Ihr Rivale Donald Trump von den Republikanern gilt dagegen als unberechenbar und als Investorenschreck.
Der Dollar legte am frühen Mittwochmorgen um rund 0.4 Prozent gegenüber dem Schweizer Franken zu. Zusammen mit dem japanischen Yen hatte der Franken als sicherer Hafen an Wert gewonnen, als Umfragen vergangene Woche auf einen Einbruch Clintons hindeuteten. Gegenüber dem Yen legte der Dollar um 0.1 Prozent zu. (sda/dpa/afp/reu)