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Die häufigste Krebsneuerkrankung bei Männern ist Prostatakrebs (28% aller Neuerkrankungen), gefolgt von Lungenkrebs (12%) und Dickdarm-/Enddarmkrebs (11%). Frauen erkranken am häufigsten an Brustkrebs (32%), Dickdarm-/Enddarmkrebs (10%) und Lungenkrebs (9%). Im Vergleich zum Vorjahr nahm bei den Frauen 2016 die Sterblichkeit bei Brust- und Dickdarmkrebs leicht ab, bei Lungen- und Magenkrebs hingegen zu. Bei den Männern hat die Sterblichkeit bei Magenkrebs leicht zugenommen, bei Prostata-, Lungen- und Dickdarmkrebs kam es zu einer Abnahme.
Für einige Krebsarten stehen Früherkennungsmethoden zur Verfügung, bei denen die Evidenz gesichert ist. Die Wirksamkeit des Darmkrebsscreenings oder von qualitätsgesicherter Mammografie zur Erkennung von Brustkrebs ist nachgewiesen. Die Prognose bei einer Darmkrebsdiagnose ist wesentlich abhängig vom Stadium der Tumorentwicklung bei der Erstdiagnose. Eine frühe Erkennung erhöht die Überlebenschancen beträchtlich. Ebenfalls zeigt sich, dass u.a. die Screenings auf Gebärmutterhalskrebs die Mortalitätsraten fortdauernd senken konnten. In der Schweiz wurden das Mammografie- sowie das Haut- und Darmkrebsscreening (für definierte Risikogruppen) in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung aufgenommen.
In den letzten Jahren sind mehrere neue Medikamente und Therapien auf den Markt gekommen, die – allein oder in Kombination mit anderen Präparaten – bei vielen Krebsarten schrittweise zu einer deutlichen Lebensverlängerung geführt und die Lebensqualität der Betroffenen markant gesteigert haben.