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1461
Als Stahlbad dient die Heilquelle Bad Knutwil für Trink- und Badekuren. Die Kurgäste trinken das Wasser gegen verschiedene Übel oder legen sich zu Schwitzkuren in hölzerne Badekästen.
1484
Der Name «Bad Knutwil» wird zum ersten Mal im Luzerner Ratsprotokoll erwähnt. Das Chorherrenstift Zofingen kauft das Gut von einem gewissen Ritter Jakob v. Rüssegg und veräussert es an die Stadt Luzern. Diese besitzt bis in die Zeit vor der französischen Revolution gewisse Rechte. Die Stadt Luzern verpachtet die Liegenschaft meistens zusammen mit dem Wilihof weiter. Der Wirts- und Badebetrieb leidet unter den Bauernpächtern zusehends, so dass das Bad fast in Vergessenheit gerät.
1786
Die Gebrüder Mahler von Luzern erwerben das Gut mit allen Rechten und erbauen 1787 ein stattliches Badehaus mit Wirtschaft und Stallungen. Der Badebetrieb ist sehr modern gestaltet und das Kurhaus mit seinen 60 Fremdenzimmern wird international bekannt. Die Gäste geniessen Fangokuren, die bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden. Das Knutwiler Wasser führt viel Eisen und Mangan. Sobald diese zwei Mineralstoffe mit Sauerstoff in Verbindung kommen, oxydieren sie, was zu einem rötlichen Depot führt. Dieses Depot wird Fango genannt. Bis 1947 wird die Fangomasse aus der Fassung und dem Reservoir aufgenommen und im Kantonsspital Luzern für Fangopackungen verwendet.
1926
Nach einer bewegten Geschichte geht die ganze Liegenschaft in den Besitz des Jugenddorfes St. Georg über, zu dessen Gunsten die Mineralquelle jahrelang genutzt wird.
1947
Die Lieferung von Fangomasse an das Kantonsspital wird eingestellt und der Kurzname Knutwiler entsteht für das Quellwasser.
1986
Das Jugenddorf verpachtet die Quelle an die Mineralquelle Bad Knutwil AG. Diese entlockt der St. Georgsquelle das Knutwiler-Mineralwasser, welches wegen seines geringen Nitrat- und Atrazingehaltes bekannt ist. Knutwiler ist bis heute das einzige Mineralwasser der Zentralschweiz.
Quelle: www.knutwiler.ch