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Vor der Saison 18/19 wurden drei Teams als Meisterschaftsfavoriten gehandelt: Amriswil, Lausanne und Schönenwerd. Die Experten hatten Recht, die drei Teams setzten sich in der über 21 Runden gehenden Qualifikation klar und deutlich vom Rest des Teilnehmerfeldes ab.
(Bernhard Windler) Nach dem ersten Meisterschaftsdrittel lag Amriswil mit 21 Punkten aus 7 Spielen an der Spitze. Es folgte Schönenwerd, während Lausanne 9 Punkte Rückstand zu verzeichnen hatte. Nach der zweiten Qualifikationsrunde führte Amriswil mit 16 Punkten Vorsprung auf das drittklassierte Lausanne.
Und dann ging’s in die letzte Phase. Diese dominierte LUC mit 21 Punkten, während Amriswil schwächelte und 8 Punkte seines Vorsprungs einbüsste.
Wie kann diese Kehrtwende von LUC erklärt werden?
Titelverteidiger LUC schien sich auf diese Saison nochmals verstärkt zu haben. Aus der zweiten französischen Liga war der beste afrikanische Volleyballer, der 205 cm grosse Diagonalangreifer David Feughouo, zu den Waadtländern gestossen. Der langjährige Stammpasseur Julien Carrel war durch den etwa gleich starken Sébastien Chevallier ersetzt worden, und in der Mitte war Radisa Stevanovic ins Team zurückgekehrt. Doch die Zusammensetzung der Mannschaft passte nicht. Mitte Februar stellte Coach Massimiliano Giaccardi sein Team um. Er setzte Feughouo auf die Bank und beorderte seinen Aussen Jonas Kvalen neu auf Dia, wo der norwegische Linkshänder in der Meistersaison 17/18 brilliert hatte. Neben Adrien Prével stand neu der Deutsche Björn Höhne als Aussen in der Startformation. Und siehe da: Das veränderte Team war erfolgreich! In den letzten 11 Meisterschaftspartien haben die Romands gerade noch zwei Sätze abgegeben. Wäre da nicht dieser verflixte 3. Februar gewesen! Im Cup-Viertelsfinal empfing LUC ein verunsichertes Näfels, das tags zuvor im Glarnerland klar mit 3:0 bezwungen worden war. Hochmut kommt vor dem Fall, ist man geneigt zu sagen, denn in einem heroischen 5-Sätzer verlor der grosse Favorit gegen ein über sich hinauswachsendes Näfels mit 15:17 im 5. Satz.
Amriswil ist wieder in Form
Während Amriswil in der dritten Qualifikationsrunde teilweise weit unter seinen Möglichkeiten spielte, scheint der Qualifikationssieger auf Beginn des Playoff-Finals so richtig wieder in Form zu kommen. Die beiden Halbfinalspiele gegen Luzern jedenfalls endeten beide mit 3:0. Dabei überzeugten die Thurgauer vor allem in der zweiten Begegnung in Luzern mit einer tadellosen Leistung.
Ausgangslage wie vor drei Jahren
Die Ausgangslage vor dem Final ähnelt derjenigen vor drei Jahren, als sich Amriswil und Lausanne letztmals im Playoff-Final gegenüberstanden. Auch damals konnte vor Beginn der Serie kein klarer Favorit benannt werden. Beide Teams gewannen je zwei Heimspiele, und dann kam es am 24. April 2016 zur «Belle». Vor einer begeistert mitgehenden, riesigen Zuschauerkulisse holte sich Volley Amriswil im Tellenfeld mit 15:12 im fünften Satz den Titel. Das fünfte Finalspiel würde am 28. April 2019 stattfinden: Josh Howatson, Aleks Ljubicic und Thomas Brändli, die beim 16er-Titel schon dabei waren, würden nur zu gerne an diesem Tag die Meistertrophäe in die Luft stemmen! Es darf aber ohne weiteres auch schon nach dem dritten oder vierten Spiel sein …
Spieltage und Anspielzeiten
Spieltage und Anspielzeiten sind vom Fernsehen SRF mit Swiss Volley vereinbart worden, die Finalspiele werden jeweils auf srf.ch live gestreamt.
Freitag, 12.04.19, 19.30 Uhr, LINDAREN Volley Amriswil – Lausanne UC, Tellenfeld | Sonntag, 14.04.19, 14.00 Uhr, Lausanne UC – LINDAREN Volley Amriswil, Dorigny | Dienstag, 23.04.19, 19.30 Uhr, LINDAREN Volley Amriswil – Lausanne UC, Tellenfeld |
Donnerstag, 25.04.19, 19.30 Uhr, Lausanne UC – LINDAREN Volley Amriswil, Dorigny | Sonntag, 28.04.19, 14.00 Uhr, LINDAREN Volley Amriswil – Lausanne UC, Tellenfeld
-> Spiele 4 und 5 nur wenn nötig (best-of-5)