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Energie und Umwelt: Umweltschutz
Von der Textilproduktion ist insbesondere das Umweltgut Wasser betroffen. Wasser findet in vielen Bereichen des textilen Produktionsprozesses Anwendung und wird oft in grossen Mengen gebraucht. Haupteinsatzgebiete sind einerseits die Textilveredlung, wie zum Beispiel das Färben, das Appretieren, das Mercerisieren usw., und andererseits die meisten Nassreinigungsprozesse wie das Waschen von Textilien (z.B. Auswaschen chemischer Rückstände) sowie die Reinigung von Anlagen bei einem Chargenwechsel (z.B. Chemikalienbadwechsel). Der schonende Einsatz der Ressource Wasser und die umweltgerechte Entsorgung von Abwässern sind deshalb wichtige Anliegen der Textil- und Bekleidungsindustrie.
Chemikalien spielen bei der Textilveredlung, also der Erzeugung von spezifischen Eigenschaften wie «schmutzabweisend», «bügelfrei», «antimikrobiell» usw., eine wichtige Rolle. Europaweit stehen rund 15'000 chemische Substanzen zur Veredlung von Textilien für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung. Wie in vielen anderen Bereichen lehnt sich die Schweiz in Bezug auf die Chemikaliengesetzgebung vorwiegend an die EU, dem wichtigsten Absatzmarkt. Deshalb verfolgt der Verband auch die europäischen Entwicklungen im Rahmen von REACH. Dabei liegt das Augenmerk in erster Linie auf den besorgniserregendsten Stoffen, die in einem ersten Schritt in der Kandidatenliste und später im Anhang XIV der REACH-Verordnung erfasst werden. Für solche Stoffe gilt es, frühzeitig Ersatz zu finden, um die Qualität der textilen Produkte zu gewährleisten.