Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/135400

<h2>SubmittedText<h2><p>In den Ausschreibungen des EDA für die Stelle als "Chef/in Finanzen &amp; Administration (CFA)" und die Stelle als "Finanz-Administrator/in (FA)" (bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) werden u. a. "gute Sprachkenntnisse (Deutsch, Englisch, Französisch)" verlangt.</p><p>1. Welche Aufgaben dieser Positionen erfordern es, dass diese zwei Amtssprachen - aber nicht die dritte - und das Englische beherrscht werden?</p><p>2. Ist der Bundesrat der Auffassung, dass diese Stellenausschreibungen dem Buchstaben und dem Geist des Sprachengesetzes und der Sprachenverordnung sowie den Weisungen des Bundesrates zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung und den "Leitlinien zu Personalfragen - Leitfaden Förderung Mehrsprachigkeit" des EPA entsprechen?</p><p>3. Gemäss den Weisungen des Bundesrates zur Förderung der Mehrsprachigkeit können die Ämter Mehrsprachigkeitsbeauftragte einsetzen, welche die Führungskräfte in praktischen Fragen der Mehrsprachigkeit unterstützen. Gibt es in der Direktion der Verwaltungseinheit, die diese Stellenausschreibungen veröffentlicht hat, eine solche Person? Wird sie bei der Formulierung von Stellenausschreibungen zu Aspekten der Mehrsprachigkeit konsultiert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Förderung der Mehrsprachigkeit, die angemessene Vertretung der Sprachgemeinschaften und die Integration der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt innerhalb des EDA sind wichtige Anliegen.</p><p>1. Viele Mitarbeitende der Deza wechseln regelmässig ihre Funktionen und werden ebenfalls im Ausland eingesetzt. Im Rahmen der Jahresausschreibung wurden die Inserate für die Besetzung der Stelle "Chef/in Finanzen und Administration (CFA)" bei der Deza veröffentlicht. In den letzten zwei Jahren wurden insgesamt 18 Stellen für diese Aufgabe ausgeschrieben. Die Stelle "Finanz-Administrator/in (FA)" gibt es in der Deza nicht, hingegen sind 12 Stellen an der Zentrale der Deza in der Schweiz von Finanzbeauftragten besetzt. </p><p>Dienstorte der CFA sind Auslandvertretungen der Schweiz (Botschaften bzw. Kooperationsbüros der Deza). Die dort eingesetzten Personen übernehmen Aufgaben im Bereich Finanzmanagement, Verwaltung, Logistik und Personalführung. Für die Erfüllung dieser Aufgaben sind gute Kenntnisse in zwei Amtssprachen, gleich welche beiden, und in der Arbeitssprache erforderlich. Die Bereitschaft zum Erlernen oder Kenntnisse einer Landessprache des Einsatzlandes - wenn diese von der Arbeitssprache abweicht - sind in der Regel erwünscht. Es gibt hingegen keine Aufgaben der ausgeschriebenen Position, welche die Beherrschung der beiden genannten Amtssprachen erfordern. Somit gibt es keinen Grund, warum in der Ausschreibung nur Französisch und Deutsch als Sprachen verlangt werden, Italienisch als dritte Landessprache jedoch nicht erwähnt wird.</p><p>2. Bei der Formulierung einzelner Inserate für die CFA-Stellen wurde nicht korrekt vorgegangen. Zentral bei Anstellungen im Ausland sind gute Kenntnisse der Arbeitssprache. Aus diesem Grund können Englischkenntnisse erforderlich sein. Bei den Ausschreibungen für die CFA-Stellen im französischen Sprachraum (Westafrika, Haiti) haben Kenntnisse der französischen Arbeitssprache besonderes Gewicht.</p><p>3. Die Funktion der Mehrsprachigkeitsdelegierten wird im EDA seit 2009 von der Fachstelle Chancengleichheit EDA wahrgenommen. Die Fachstelle ist zuständig für die Sensibilisierung der personalrekrutierenden Stellen im Departement, die strategische Umsetzung des Sprachengesetzes, der Sprachenverordnung und der Weisungen des Bundesrates zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung sowie für die Anwendung des "Leitfadens zur Förderung der Mehrsprachigkeit". Dem EDA ist es ein wichtiges Anliegen, die Publikation der Stellenausschreibungen so zu formulieren, dass keine Sprachminderheit diskriminiert wird und die amtssprachlichen Anforderungen gemäss den Artikeln 6a und 6b der Sprachenverordnung klar kommuniziert werden. Zur Frage der Mehrsprachigkeit bei der Formulierung von Stellenausschreibungen braucht die Fachstelle Chancengleichheit EDA nicht systematisch konsultiert zu werden. Die HR-Beratungen des EDA und die Mehrsprachigkeitsdelegierte streben hingegen gemeinsam mit den Linienvorgesetzten das Ziel an, die Kriterien der Personalauswahl nach den Weisungen des Bundesrates und des Leitfadens EPA zu erfüllen.</p>  Antwort des Bundesrates.