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|Projektbeschrieb||

Erfassung der Stickstoff- und Element-Deposition 2008 an diversen Standorten im OSTLUFT-Gebiet. Vergleich mit früheren Messungen (2001-2003), NABEL-Messungen sowie mit Depositions-Modellresultaten.
|Aktualisierung:|
Projektbeginn
Januar 2008
Projektende
Herbst 2009
Problemstellung
Um die Entwicklung der Element-Belastung weiter zu beobachten, werden an ausgewählten Standorten periodisch Messungen der Gas- und Depostionsphase vorgenommen. Damit bisherige und künftige Daten besser zugänglich sind, werden sie analog der NH3- und NO2-Messwerte in die OSTLUFT-Datenbanken überführt.
Ziele
1. Erfassung der Stickstoff- und Element-Depositionen 2008 an den OSTLUFT-Standorten Bachtel, Tänikon, Häggenschwil, Steinegg sowie in Wiedikon in der Stadt Zürich.
Vorgehen
- Während eines Jahres wurde mit Bulk-Sammlern die Element-Deposition von NOx, NHy, Anionen, Kationen und Schwermetallen (Cd, Pb, Zn, Cu) gemessen (als Ergänzung zu den laufenden Passivsammler-Gasmessungen von NH3- und NO2 im Standardmessnetz).
- Die Messresultate wurden mit den Gasmessungen (NH3- und NO2), mit früheren Depositionsmessungen im Gebiet und mit Modellrechnungen verglichen.
Ergebnisse
Stickstoffeintrag
Die "Critical Loads" für Gesamtstickstoff und empfindliche Ökosysteme sind in grossen Teilen des OSTLUFT-Gebietes überschritten. ("Critical Load" ist ein Mass für Empfindlichkeit eines Ökosystemes auf bestimmte Schadstoffe).
Im Jahr 2008 waren die Gesamtstickstoffeinträge und die Anteile aus Ferntransport an einem ländlichen, sehr intensiv bewirtschafteten Standort und einem städtischen, verkehrsbelasteten Standort ähnlich hoch. Die Verteilung der quellennahen Bestandteile unterscheidet sich aber deutlich. Der landwirtschaftliche Standort war besonders durch Ammoniak, der verkehrsbelastete stärker durch Stickstoffdioxid belastet.
Seit 2000 sind bei den Stickstoffkomponenten kaum Veränderungen in den Konzentrationen und Frachten zu beobachten. Die Gesamtbelastung am Standort Bachtel bleibt trotz den Massnahmen zur Minderung der Ammoniakverluste beim Gülleaustrag über die Jahre zu hoch.
Elementeinträge
Im Gegensatz zur Ablagerung von Stickstoffverbindungen aus der Luft ist die Belastung durch andere luftgetragene Fremdelemente in den letzten 25 Jahren stark zurückgegangen.
Die Chloridbelastung im Niederschlag ist zum Beispiel am Bachtel (Hinwil, ZH) zwischen 1988 bis 1993 um zwei Drittel zurückgegangen, nachdem die weitergehende Rauchgasreinigung in der Kehrichtverbrennungsanlage Zürich Oberland in Betrieb genommen wurde. Auch der Schwefeleintrag nahm als Folge der Einführung von schwefelarmen Treib- und Brennstoffen im gleichen Ausmass ab. Bei den von natürlichen Quellen dominierten Elementen Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium waren im gleichen Zeitraum keine Änderungen zu beobachten.
Sehr hohe Natriumchloridwerte im Niederschlag wurden im Winter bei einer strassennahen Station gemessen, aber auch an den verkehrsfernen Standorten wird im Winter mehr Natrium und Chlorid eingetragen als im Sommer.
Die vielfältigen Minderungsmassnahmen in Industrie und Gewerbe sowie bei der Abfallverwertung haben auch bei der Ablagerung der Schwermetalle Cadmium, Blei und Zink nach 1986 zu einer starken Abnahme geführt. Die Frachten sind heute weit unter den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung. Eine Ausnahme bildet Zink am Messstandort Zürich Schimmelstrasse, wo der Grenzwert für Zink 2008 überschritten wurde. Der Eintrag ist an stark verkehrsbeeinflussten Standorten auf lokale Quellen wie Reifenabrieb und Korrosion von metallischen Oberflächen zurückzuführen.(Auszug aus dem OSTLUFT Jahresbericht 2009, Seite 30)
Kontakt
Projektleiter: Fritz Zürcher
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