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Der schwedische Eisschnellläufer Nils van der Poel gewann in Peking über 5000 sowie 10'000 Meter die Goldmedaille. Das ist jedoch kein Grund für ihn, die Spiele nicht zu hinterfragen und sogar einen extremen Vergleich zu wagen. «Die Olympischen Spiele sind grossartig, sie sind ein fantastisches Sportereignis, weil sie die Welt vereinen und weil die Nationen sich treffen», so der 25-Jährige zur schwedischen Sportzeitung Sportbladet, der dann richtig ausholte: «Aber das tat auch Hitler, bevor er Polen überfiel, und auch Russland, bevor es in die Ukraine einmarschierte.»
Ein Zitat, das aufhorchen lässt. Der Schwede hatte aber auch eine Erklärung parat. «Ich halte es für äusserst unverantwortlich, die Spiele einem Land zu geben, das die Menschenrechte so eklatant verletzt, wie es das chinesische Regime tut.» Zumindest mit dieser zuletzt geäusserten Meinung steht er nicht allein da, wie die vielen kritischen Stimmen zur Vergabe der Spiele nach Peking zeigen.
Mittlerweile ist van der Poel nach seinen Olympiasiegen aus China abgereist. Das sei auch der Grund, weshalb er erst jetzt mit der heftigen Kritik rausrückt. «Ich weiss nicht, ob es schlau gewesen wäre, vorher China zu kritisieren, wenn ich da erst noch hin muss», spielte er auf die nicht vorhandene Meinungsfreiheit in der Volksrepublik an.
Der zweifache Olympiasieger wollte auch klarstellen, dass sich seine Kritik nicht gegen die Einwohner Chinas richtet: «Die Chinesen, die ich getroffen habe, waren absolut fantastisch. Ich habe sehr schöne Erfahrungen gemacht.» Mehr wollte er nicht sagen, «denn wir haben ja noch die Mannschaft in China». Sein Fazit lautet aber, dass es «absolut schrecklich» war.
Der schwedische Eisschnell-Superstar war ansonsten aber nie einer, der gerne aufs Maul sitzt. Vor seinem Weltrekord über 10'000 Meter warf van der Poel beispielsweise den Verantwortlichen des niederländischen Teams Korruption vor. Er sprach gar vom «grössten Skandal im Eisschnelllaufen».
Gemäss dem Schweden hatte das «TeamNL» versucht, den kanadischen Eismeister Mark Messer zu beeinflussen, damit dieser das Eis härter präparieren liess. Die Aufregung um manipuliertes Eis war letztlich aber vor allem eines: ein gelungenes Ablenkungsmanöver. (mey/pre)
Die AC Milan marschiert in Richtung Meistertitel. Am zweitletzten Spieltag gewinnen die «Rossoneri» das schwierige Spiel gegen Atalanta Bergamo mit 2:0 und liegen damit weiterhin zwei Punkte vor Inter (3:1 gegen Cagliari) an der Tabellenspitze.