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Die Diagnose von Prostatakrebs könnte künftig noch sicherer werden: Ein Forscherteam der Universität Witten/Herdecke hat ein Verfahren entwickelt, bei dem der Tumor über eine Urinprobe nachgewiesen werden kann. Ermöglicht wird das durch die sogenannte Mikro-RNA. Dabei handelt es sich um Teile der Erbinformation, die für die Umwandlung von Geninformationen in Proteine (und damit Zellbausteine) verantwortlich sind. Bestimmte Muster der RNA zeigen einen Prostatatumor an.
Bisher wird Prostatakrebs durch den PSA-Test und eine Biopsie nachgewiesen, bevor bildgebende Verfahren hinzukommen. Der PSA-Test ist ein Bluttest und zeigt die Aktivität der Prostata an. Tumorzellen in der Drüse sind übermässig aktiv, sodass der Prostata-spezifische Antigen-Wert erhöht ist. Dieser steigt aber auch bei einer gutartigen Prostatavergrösserung, die im Alter häufig auftritt. Aus diesem Grund kann durch diesen Test allein nicht zwischen Tumor und harmloser Vergrösserung unterschieden werden. Ein Urin-Test könnte die Diagnose frühzeitig absichern.