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Nach der Kurve steigt der Weg mitten durch die Bergahornweiden der Alp Breitenboden, allmählich Richtung Brochhütte an. Bergahorne haben wertvolles, vielseitig verwendbares Holz. Abgesehen von der Nutzung als Brennholz ist es für die Herstellung von Instrumenten, Möbeln und beim Innenausbau sehr gefragt. Auch Hornschlitten wurden, aufgrund der Elastizität des Holzes, oft daraus hergestellt. Daneben verarbeiten es Drechsler, Schnitzer und Bildhauer zu Gebrauchsgegenständen und Kunstwerken. Wirtschaftlich bedeutend war im Reichenbachtal vor allem das Laub der Bäume. Da durch die Föhnlage der Getreideanbau im Tal nur sehr beschränkt möglich war, gab es kaum Stroh als Einstreu für die Stallungen. Als Ersatz diente das Laub der Bergahorne. Im Herbst sind die intensiv goldgelb belaubten Bäume eine Augenweide in der Landschaft. Ihr Laub wurde zusammengerecht und ins Tal gebracht. Die Nutzung des Laubes war durch die jeweilige Alpverordnung streng geregelt. Auf der Alp Breitenboden wurde das Nutzungsrecht für jeden einzelnen Baum jährlich versteigert. Abgesehen von der Hauptnutzung als Streue fand das Bergahornlaub auch als «Bettenlaub» in Schlafsäcken und Matratzen Verwendung. Ab den 1960er-Jahren verlor, mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Stroh, die Laubnutzung zunehmend an Bedeutung. Vom Mittelalter bis zum Ersten Weltkrieg spielte der Bergahorn in Europa auch eine Rolle als Zuckerlieferant. Die Stämme wurden angebohrt und aus dem gewonnenen Saft Sirup hergestellt.
Die gesamte Broschüre zum Bergahornweg kann hier heruntergeladen werden.