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Danny- The Dog
Story:
Als dem skrupellosen Gangster-Boss Bart (Bob Hoskins) ein chinesisches Kind in die Arme rennt, sieht er seine Chance. Er zieht Danny (Jet Li) gross, aber wie einen Hund, der zum Töten abgerichtet ist. Er spricht kaum, hat keine Ahnung von Gefühlen, weiss nicht, was mit seinen Eltern ist, und lebt in einem Käfig. Danny kennt das Leben nicht anders, er verdient für sein "Herrchen" viel Geld mit illegalen Kämpfen. Doch bei einem Unfall kann Danny entkommen, er denkt, dass Bart tot sei. So trifft er auf den Musiker Sam (Morgan Freeman) und dessen Tochter Victoria (Kerry Condon), welche ihm beibringen zu fühlen. Doch aufgepasst, denn Herrchen ist nicht tot...
Meine Meinung:
Gespannt habe ich auf den neusten Jet Li (Born 2 Die, Hero, Kiss Of The Dragon, The One, Romeo Must Die, Lethal Weapon 4, Black Mask, Schrift des Todes, Fist Of Legend, Claws Of Steel, Evil Cult, Tai Chi Master, Once Upon A Time In China 1-3) Film gewartet, denn nach seinem letzten, eher durchschnittlichen Film (eben Born 2 Die), erhoffte ich doch eine Steigerung im Stile eines Kiss Of The Dragon, der einfach besser als alle US-Filme von Jet Li war. Ohne Rapper, ohne Scheissfresse DMX und den ganzen Kram. Und ich mache es kurz: Danny- The Dog, der wesentlich bessere Titel als Unleashed, ist besser als Kiss Of The Dragon und seit Black Mask das Betse, was mit Jet Li gekommen ist. Mir war auch klar, dass dieser französische Film alle US-Filme schlagen würde. Interessant war hierbei nur die Tatsache, ob er besser oder schlechter als Kiss Of The Dragon sein würde, und da versprüht Danny- The Dog doch leichte Vorteile. Nur schon die emotionelle Geschichte ist besser. Gewöhnungsbedürftig, aber besser. Im Mittelteil gibt es so gut wie keine Action. Dort geht es um das Trio Jet Li, Morgan Freeman (Sieben, Dreamcatcher, Batman Begins) und Kerry Condon. Dennoch: Die Geschichte ist spannend und unterhält! Negativ ist nur, dass man am Ende nicht erfährt,
SPOILER
was mit dem Bösewicht passiert.
SPOILER ENDE
Mir wurde nie langweilig, denn der Film beginnt mit viel Action und endet auch mit viel Action! Zwischendurch gibt es noch einen sehr langen Kampf in einem illegalen "Fight Club" zu sehen (Fight Club und Ong-Bak lassen grüssen), der einfach unglaublich ist. Das gilt für alle Kampfszenen, die nicht ganz so schnell sind, dafür aber sehr schön und auch realistisch rüberkommen. Man hat es hier mit den Drahtseilen auch nicht so übertrieben, wie z.B. ein Herr Bartkowiak. Es gibt nur wenige Szenen, wo man Drahtseile nicht ausschliessen kann, aber was soll's. Jet Li ist auch nicht mehr der jüngste, dennoch gab er bei den Kampfszenen einfach alles, um so Yuen Wong-ping, den Actionchoreograph, zufrieden zu stellen. Auch sein darstellerisches Können zeigte Jet Li hier sehr gut, seine Figur ist eine ganz tragische, was er hier perfekt wiederzugeben versteht. Sicher eine seiner besten Rollen. Neben ihm brilliert noch Bab Hoskins, der lange von der Bildfläche verschwunden war. Zwar kommt er nicht ganz so fies rüber wie ein "Richard" in Kiss Of The Dragon, dennoch bleibt seine Präsenz lange in Erinnerung. Auch das europäische, dreckige Flair und der Sound (ohne Rap) können überzeugen, das sind halt die Unterschiede von den eher laschen US-Jet Li Filmen und dem französischen Action-Kino eines Luc Besson (Léon- Der Profi, Das 5. Element, Ong-Bak) bzw. eines Louis Leterrier, der ja schon mit dem französischen Actionfilm The Transporter zeigte (Teil 2 ist von Louis Leterrier in Planung) , was er drauf hat, soweit er gute Rückendeckung von Luc Besson bekommt, der nicht nur Kiss Of The Dragon oder The Transporter produzierte, sondern auch Danny- The Dog, wobei Leterrier die Regie übernahm. Die Mischung aus Luc Besson, Jet Li und Debüt-Regisseur gelang nun schon zum zweiten mal, und so darf man sich über weitere Actionperlen aus Frankreich freuen, die den US-Actionfilmen in den letzten Jahren immer mehr den Rang abgelaufen haben.
F / UK / HK / USA 2005
R: Louis Leterrier
Produziert von: Luc Besson / Jet Li u.a.
D: Jet Li, Morgen Freeman, Bob Hoskins, Kerry Condon
Laufzeit der Kinofassung: Ca. 100 Min.
Fassungen: Die franz. DVD im Schuber kommt nett daher und ist vom Bild her leicht besser als die HK DVD, bietet eine geschnittene Szene mehr und hat im Gegensatz zur dt. DVD das richtige Bildformat und eine klasse DTS Tonspur. Als Extras gibt es geschnittene Szenen bzw. längere Kampfszenen, Trailer, Making of etc. Die HK DVD hat, eben mit Ausnahme der einen geschnittenen Szene, alle Extras der Franz. DVD. Ebenso die dt. Scheibe, dafür mit falschem Bildformat. In den USA erschien eine R- und Unrated Version. ANGEBLICH soll bei der Unrated die längeren Kampfszenen hinein geschnitten worden sein.
Geschrieben von: MPAA
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