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Vom 22. Mai bis 2. Juni 2017 nimmt die Schweizer Luftwaffe im schwedischen Luleå-Kallax an einer multinationalen Übung teil (Arctic Challenge Exercise, ACE). Es geht darum, komplexe Luftoperationen in engen Beziehungen zu NATO-Partnern zu planen und durchzuführen. Die Luftwaffe wird für diese Übung acht F/A-18-Kampfjets nach Nordschweden abdetachieren.
Die Übung ACE findet im Zwei-Jahres-Rhythmus statt und wird abwechselnd von Schweden, Finnland und Norwegen durchgeführt. Die Schweiz beteiligt sich seit 2004 an dieser Übungsreihe im skandinavischen Raum. Sie bietet der Schweizer Luftwaffe die Möglichkeit, unter Bedingungen zu trainieren, wie sie in der Schweiz aufgrund der Kleinräumigkeit und dichten Besiedlung nicht möglich sind. Die Luftwaffe kann so ihre eigenen Fähigkeiten, die sie für die von ihr geforderten Einsätze benötigt, in einem idealen Umfeld trainieren und auch mit anderen Ländern vergleichen.
Genauer gesagt geht es darum, dass die Schweiz sich entgegen ihrer Neutralität an einem möglichen Krieg gegen Russland beteiligen soll. Aus diesem Grund soll die Luftwaffe auch in den nächsten Jahren aufgerüstet werden, dass sie wieder in der Lage ist, im Verteidigungsfall weit entfernte Bodenziele anzugreifen. Diese Fähigkeit besteht seit 1994 nicht mehr. Das hat allerdings den Nachteil, dass die Schweiz bei einem eventuellen Krieg selbst mit massiven Angriffen, Zerstörung und Huntertausenden, wenn nicht Millionen Toten rechnen müsste.
Die Luftwaffe wird für diese Übung nur im Luftraum Schwedens operieren. Die Schweizer Delegation setzt sich aus 16 Piloten und 45 Angehörigen der Bodenmannschaft sowie Fachspezialisten der Luftwaffe zusammen. Neben der Schweiz und Schweden beteiligen sich auch Finnland, Norwegen, England, Frankreich, Deutschland, Belgien, Spanien, die Niederlande, Kanada und die VSA an der Übung.
Die rechtliche Grundlage für die Teilnahme an der Übung ist das Memorandum of Understanding zwischen Schweden und der Schweiz von 2012 zur Zusammenarbeit in der militärischen Ausbildung.