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Der Begriff «Talent» wird im Volksmund sehr unterschiedlich aufgefasst und ist deshalb oft unklar. Deshalb wird der Talentbegriff in den folgenden Erläuterungen klar definiert und abgegrenzt.
In der einschlägigen Literatur werden der «statische Talentbegriff» und der «dynamische Talentbegriff» unterschieden.
Der statische Talentbegriff
Der «statische Talentbegriff» stützt sich auf einen umfassenden Kriterienkatalog und beurteilt das Talent auf Grund der folgenden Kriterien bezüglich seines Potentials auf Erfolg im Elitealter:
- Anthropometrische Faktoren
- Konditionelle Faktoren
- Koordinative Faktoren
- Kognitive Faktoren
- Psychische Faktoren
- Umfeldfaktoren
Zusammengefasst ergeben sich vier Bereiche, welche den «statischen Talentbegriff» definieren:
- Dispositionen, die das Können betonen
- Bereitschaft, die das Wollen hervorheben
- Soziales Umfeld, das die Möglichkeiten bestimmt
- Resultate, die das wirklich erreichte (Leistungs-)Ergebnis dokumentieren.
Der dynamische Talentbegriff
Der «dynamische Talentbegriff» stellt den Entwicklungsprozess des Talents in den Mittelpunkt. Nicht die Momentaufnahme sondern die Reaktion des Jugendlichen auf die zielgerichteten Talentförderungsmassnahmen und die Adaption auf die sich stetig verändernden Anforderungen definieren das Talent.
In der aktuellen Talentdiskussion wird sowohl der statische als auch der dynamischen Begriff berücksichtigt. So werden einerseits die Disposition, die Bereitschaft, das soziale Umfeld und die erzielten Resultate einer Kandidatin oder eines Kandidaten in Bezug zur nationalen und internationalen Konkurrenz gesetzt. Anderseits gilt es die Gesamtsituation und insbesondere die Fortschritte der vermeintlichen Talente auf ihrem Entwicklungsweg zum Spitzensportler regelmässig zu überprüfen und in Relation zur Idealentwicklung wiederholt zu beurteilen.