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Kurt Ahrens, ein Rennfahrer der alten Garde. Er kann heute seinen 80. Geburtstag feiern. Happy Birthday Kurt, alles Gute, Gesundheit und weiterhin viel Spass und Freude am Leben.
Kurt Ahrens wurde am 19. April 1940 in Braunschweig geboren. Schon sein Vater Kurt war Rennfahrer, das Geburtstagskind ist also Kurt Ahrens jun. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, auch Kurt jun. wurde Rennfahrer und bestritt im zarten Alter von 18 Jahren sein erstes Rennen in der Formel 3. In der Folge gewann er dreimal den deutschen Meistertitel in der Formel Junior, 1961, 1963 und 1965. 1967 mit wurde er auf dem Hockenheimring Formel-3-Nationen-Cup-Sieger und Sieger des internationalen ADAC-Avus-Rennens mit einem Formel-3-Brabham BT21. Inzwischen fuhr er auch bereits in der Formel 2 und startete unter anderem beim Eifelrennen. 1968 wurde er auf einem Brabham BT23 Zweiter im Formel-2-Lauf des Eifelrennens auf der Südschleife des Nürburgrings. Er fuhr die 30 Runden bzw. 232,410 km in 1:25:35,2 Stunden und kam 25,4 Sekunden nach dem Sieger Chris Irwin ins Ziel. Kurt Ahrens war auch für Porsche aktiv. Er wurde Werksfahrer und nahm zwei Mal am Rennen in Le Mans teil, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Erfolgreicher war er hingegen auf der Rennstrecke im österreichischen Zeltweg, hier konnte er im 1000 Kilometer Rennen, gemeinsam mit dem Schweizer Jo Siffert, den Sieg erringen. Ebenso erfolgreich war er beim 1000 Kilometer Rennen auf dem Nürburgring. Er gewann das Rennen gemeinsam mit Vic Elford. Bevor er Werksfahrer bei Porsche wurde startete er auf Cooper, sein Vater war auf Lotus am Start. Deshalb auch die Unterscheidung Junior und Senior, so gab es keine Verwechslungen. Kurt Karl-Heinrich Ahrens, geboren am 19. April 1940 in Braunschweig, ist ein ehemaliger Rennfahrer. Im Rennsport ist er seit 1963 als Kurt Ahrens jun. bekannt. Sein Vater, Kurt Ahrens sen. wurde der Sieger der deutschen Speedwayrennen und fuhr 5 Jahre gegen seinen Sohn.
Unterwegs war Kurt Ahrens in seiner 12-jährigen Laufbahn als Rennfahrer in vielen verschiedenen Fahrzeugen. Als Werksfahrer hatte man es gut, die Fahrzeuge wurden mit dem gesamten Support zur Verfügung gestellt. Ahrens nahm in den Jahren 1966, 1967, 1968 und 1969 auf Brabham und Protos-F2 an den WM-Läufen teil, konnte sich jedoch in keinem dieser Rennen in den Punkterängen platzieren. 1969 wurde er mit einer Runde Rückstand Siebter im Gesamtklassement und Dritter der Formel-2-Wertung. Wenn man kein Werk im Rücken hatte, musste man sich selber ein geeignetes Rennfahrzeug beschaffen, was schon damals kostspielig war. Es gab zwar oftmals die Möglichkeit, einen Werkswagen zu kaufen, für den Betrieb und den Support musste man aber selber besorgt sein. Zu Beginn seiner Karriere, im Jahre 1960, kaufte Kurt Ahrens einen Stanguellini in Modena. Vermittelt hatte dieses Fahrzeug Wolfgang Graf Berghe von Trips, der ein Jahr später, am 10. September 1961, in Monza tödlich verunglückte. Die Firma Stanguellini mit Sitz in Modena war eine Fiat-Vertretung. Am Firmensitz besteht noch heute das schöne Museum, in welchem eine breite Palette an Fahrzeugen gezeigt wird, wir haben darüber berichtet. Mit dem Stanguellini ging Kurt Ahrens 1960 in Linz am Flugplatzrennen an der Start und konnte das Rennen vor Kurt Bardi-Barry gewinnen. Dritter wurde Kurt Ahrens sen. auf Cooper, es standen also 3 Kurt auf dem Stockerl und auch der viertplatzierte war ein Kurt, der Deutsche Kurt Kuhnke, ebenfalls auf Cooper. Die schnellste Runde bis 1’300ccm fuhr Karl Foitek in einem Alfa Romeo.
Das nächste Flugplatzrennen fand 1960 in Klagenfurt statt. Ahrens war mit einem Lola Formel Junior am Start, sein Vater mit einem Cooper. Kurt Ahrens jun. erzielte einen guten 3. Platz, vor dem Sieger Henri Grandsire aus der Schweiz auf Stanguellini und Lorenzo Bandini, ebenfalls auf Stanguellini. Ahrens Cooper wurde modifiziert, d.h. sie bauten den Fiat-Motor des Stanguellini ein, was eine deutlich bessere Strassenlage ergab. Das Flugplatzrennen in Klagenfurt war international sehr gut besetzt, neben Vater und Sohn Ahrens war Hans Stuck, Peter Monteverdi, Jo Siffert, Karl Foitek, Sepp Greger, Lodovico Scarfiotti, Charles Vögele, Heinrich Maltz jun., Lorenzo Bandini u.a. am Start. Hier ein Auszug aus dem Programmheft.
Kurt Ahrens blieb während seiner aktiven Karriere als Rennfahrer von gravierenden Verletzungen verschont. Schwere Unfälle, mit oft tödlichem Ausgang, waren zu Ahrens‘ Zeiten leider allzu oft die Regel, in jeder Saison mussten Todesopfer beklagt werden. Bis auf einen schweren Unfall, den er glücklicherweise unverletzt überstand. Vermutlich war es im sehr wohl bewusst, welchem Risiko er sich bei jedem Rennen von neuem aussetzte. Dies könnte auch seine Entscheidung, seine Kariere als Rennfahrer in jungen Jahren zu beenden, beeinflusst haben. Als er 30 Jahre alt war, entschied sich Kurt Ahrens schweren Herzens, Abschied vom aktiven Rennsport zu nehmen, um sich zukünftig mehr um seine Frau, seine beiden Söhne und den beiden Töchtern zu kümmern. Die Familie war alles andere als Unglücklich über diese Entscheidung. Sein Verhältnis zu seinem Vater war so eng, dass er nach seiner Karriere den Entschluss fasste, den väterlichen Betrieb zu übernehmen, in dem er schon in den Jahren zuvor und auch während seiner Zeit als aktiver Rennfahrer, tätig war. Ein kluge Entscheidung. Nochmals herzliche Glückwünsche Kurt zu Deinem Wiegenfest und wir freuen uns schon jetzt auf ein nächstes Wiedersehen, es ist ja immer lustig und unterhaltsam mit Dir. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website von Kurt Ahrens.