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Genf - In 22 Ländern Schwarzafrikas ist die Zahl neuer Infektionen mit dem Aidserreger HIV seit 2001 um einen Viertel gesunken. Damit gebe es für die von den Vereinten Nationen gesteckten Millenniumsziele zumindest Hoffnung, urteilte das UNO-Aidsprogramm UNAIDS.
Nach diesen Vorgaben soll die Aids-Ausbreitung bis 2015 gestoppt und dann schrittweise zurückgedrängt werden. Die jüngsten Daten zeigen laut UNAIDS, dass die Infektionsrate zwischen 2001 und 2009 besonders in den am meisten betroffenen Ländern Elfenbeinküste, Äthiopien, Nigeria, Südafrika, Sambia und Simbabwe zurückgegangen ist.
"Wir sehen einen echten Fortschritt", urteilte UNAIDS-Chef Michel Sidibé am Freitag in Genf. "Zum ersten Mal ändert sich etwas im Zentrum der Epidemie." Die Zahl neuer HIV-Infektionen sinke beständig oder stabilisiere sich in den meisten Teilen der Erde.
Rund 5,2 Millionen Menschen werden derzeit gegen ihre HIV-Infektion behandelt, was im Laufe von sechs Jahren einer zwölffachen Steigerung entspricht. Die Zahl der Aids-Todesfälle sank um 200'000 zwischen 2004 und 2008. Dabei sind es vor allem junge Menschen, die sich besser vor dem Virus schützen, erläuterte UNAIDS auch in früheren Studien.
Rückschläge gibt es allerdings in Osteuropa und Zentralasien, wo die Zahl der neuen Infektionen weiterhin steigt. Nach UNAIDS-Studien könnten rund zehn Millionen Todesfälle und eine Million Neuinfektionen verhindert werden, wenn alle Länder eine adäquate Behandlung einführten.
Die UNO-Organisation schätzt die Zahl der HIV-Infizierten weltweit auf insgesamt rund 33,4 Millionen. Zwei Millionen Infizierte sterben jedes Jahr an der Immunschwäche Aids. Es gibt 2,7 Neuinfektionen jährlich.
SDA-ATS