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Wie beurteilt man Expertise: Das Dreyfus Modell
Wir verwenden seit einiger Zeit das Dreyfus Modell für die Einschätzung der professionellen Entwicklungs und der Kompetenz unserer Ingenieure. Ich werde öfters danach gefragt, was dieses Modell denn sei. Hier die Geschichte, wie wir auf das Modell kamen und die Version, welche wir verwenden:
Wie beurteilt man die Fähigkeiten einer Fachperson?
Dies ist die eigentliche Frage die ich mir stellte, als sich der Bedarf für Mitarbeiterbeurteilungen ergab. Nicht, damit wir Ende Jahr eine Rangliste aufstellen können, sondern vor allem, um unsere Projekte mit der richtigen Mischung von Fähigkeiten auszustatten. Der Ingenieur sollte nicht über- und möglichst auch nicht unterfordert sein.
Meine Frau arbeitet in der Pflege und unterrichtete das Benner Modell. Dieses beschreibt, wie Pflegende ihre beruflichen Kompetenzen entwickeln. Amüsanterweise basiert dieses auf einem Modell für technische Fachpersonen, welches die Gebrüder Dreyfus 1980 für die US Air Force erstellt und später weiter entwickelt haben. Es definiert fünf Kompetenzstufen, welche jede Fachperson in ihrer persönlichen Entwicklung durchläuft, nicht alle bis zum Experten:
Novize - Anfänger - Kompetent - Erfahren - Experte.
Das war genau das, was ich brauchte. Die wissenschaftlichen Abhandlungen waren jedoch etwas sehr abstrakt für die praktische Anwendung. Bis ich nach einiger Suche auf dem Netz eine Version des Modells von S. Lester fand.
Wir haben sein Modell übersetzt und für unseren Gebrauch adaptiert, es sieht nun so aus: