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Derzeit wird ein Datenschutz-technisch zweifelhaftes Feature auf Googles Gmail-Plattform rege kritisiert: Wie "CNBC"-Journalist Todd Haselton herausfinden
konnte, trackt Google auf Gmail alle Einkäufe des Benutzers, unabhängig davon, ob diese über Google getätigt wurden oder nicht. Aufgelistet werden diese unter "Einkäufe" im Gmail-Konto. So wurden in Haseltons Gmail-Konto auch Käufe genannt, die er über Amazon oder Macy's unter Nutzung der Gmail-Adresse getätigt hatte. Google nimmt sich die Informationen damit offensichtlich aus dem Text der Emails und sammelt die Einkäufe ungefragt in besagter Liste.
Auf Anfrage kommentiert Google
, dass die Einträge für den Komfort des Nutzers erstellt werden würden und versicherte, dass man die Daten nicht zu Werbezwecken verwende. Die Löschung der Einträge sei einfach, man solle bloss die betreffende E-Mail löschen, denn Löschungen aus der "Einkäufe"-Liste sind ohne das Löschen der betreffenden Email nicht möglich. Google steht im Bereich Datenschutz zuletzt regelmässig in der Kritik, die französische Datenschutzbehörde CNIL forderte unlängst eine 50-Milliarden Busse gegen den Internet-Giganten ("Swiss IT Magazine" berichtete
). Wie "Der Standard" zum Fall anmerkt
, ist der Fehler grundsätzlich als Feature angedacht und läuft unter der thematischen Sortierung der Gmail-Inbox, wo etwa auch Flugbuchungen gesammelt eingesehen werden können. Die Umsetzung der Liste und die Kommunikation zu solch aussagekräftigen Datensammlungen lässt jedoch etwas zu wünschen übrig.
(win)