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Es gibt in der gesamten Literatur über luzides Träumen keinen einzigen dokumentierten Fall, in welchem erwünschtes und gezielt kontrolliertes luzides Träumen zu einer psychischen Störung führte. Das Gegenteil scheint eher der Fall zu sein: Klarträumen geht meist mit einer bewussteren Lebensführung und einer aktiven, konstruktiven Verarbeitung von Problemen einher und muss daher als Ausdruck einer gesunden psychischen Befindlichkeit gedeutet werden.
Derealisationsstörungen oder psychotische Zustände im Wachzustand, wie sie bei Konsumenten von halluzinogenen Drogen auftreten können, also die Unfähigkeit unterscheiden zu können, ob man halluziniert oder nicht, sind bei luziden Träumern noch nie festgestellt worden.
Luzidität geht mit einem Zustand erhöhter innerer Aufmerksamkeit einher. Ein aktives Traumerleben führt dazu, dass Gefühle bewusster wahrgenommen und verarbeitet werden, und führt somit zu mehr Selbsterkenntnis und emotionaler Stabilität. Aus Gackenbach und Bosveld: Luzide Träumer haben Persönlichkeitszüge, die sie zur Gesundheit förmlich prädisponieren. Z.B. prüfen sie ihre Gefühle und Gedanken eingehender als Leute, die nicht luzide träumen". Fasst man die Forschungsergebnisse zusammen, so muss man festhalten, dass Klarträumer Persönlichkeitsmerkmale haben, die sie weniger anfällig für stress-induzierte Krankheiten und psychosomatische Störungen machen als nicht-luzide Träumer.