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Inhaltsverzeichnis
Widerristhöhe: Rüden bis ca. 30 cm / Hündinnen bis ca. 28 cm
Gewicht: Rüden bis 10 kg / Hündinnen bis 7 kg
Lebenserwartung: 12 – 16 Jahre
Herkunft: Schottland
Art: Jagdhund
Charakter: der West Highland White Terrier ist mutig, wachsam, ausdauernd, lernfreudig, intelligent, selbstbewusst
Farbe: weiß
Verhalten und Wesen vom West Highland White Terrier
Der West Highland White Terrier ist ein sehr freundlicher und verschmuster Hund, welcher viel Bewegung im Alltag fordert. Er versteht sich gut mit seinen Artgenossen und ist aufgrund seines starken Bechützer-Instinktes ein hervorragender Familienhund.
Die Bedeutung von „Terrier“
Nicht nur nurbeim Westie ist das Wort „Terrier“ im Namen vertreten. Der Begriff Terrier bezeichnet nicht etwa den Typ als Hund, sondern viel mehr seine Arbeitsweise.
Der Begriff gilt vorwiegend kleinen bis mittelgroßen Hunderassen, die man ursprünglich als Jagdhunde züchtete. Deren Aufgabe war es, Füchse und Dachse aus deren Bauten zu jagen. Viele dieser sogenannten „Terrier“ beweisen auch heute noch ein sehr ausgeprägtes Jagdverhalten.
Ursprung und Geschichte
Früher kam es bei der Jagd ab und zu vor, dass ein Hund aufgrund der dunklen Fellfarbe mit der eigentlichen Beute verwechselt wurde und deshalb vom eigenen Herrchen erschossen worden ist. Dies passierte auch Colonel Malcom von Poltalloch mit seinem Cairn-Terrier.
Nach diesem Vorfall begann er, weiße Terrier zu züchten, da diese bei der Jagd im schottischen Hochgebirge, wo oftmals dicker Nebel die Sicht verschleierte, gut erkennbar sind.
Weitere Kriterien bei der Zucht waren Ausdauer, Wachsamkeit und eine geringe Größe, sodass die Hunde problemlos in Tierbauten eindringen konnten.
Colonel Malcom hat für die Verpaarung drei verschiedene Hunderassen gekreuzt:
- Ein weißer Cairn Terrier,
- ein weißer Skyle Terrier
- und ein weisser Scottisch Terrier.
Um den Charakter des Westies zu stärken, kreuzte man die Diandie Dinmont Terrier sowie Bedlington Terrier ein. 1904 wurde der West Highland White Terrier offiziell anerkannt.
Haltungsempfehlung
Wie bereits beschrieben, ist der Westie heutzutage ein sehr beliebter Familienhund. Aufgrund seines Wesens braucht er aber bereits im Welpenalter eine konsequente Erziehung. Ansonsten kommt es häufig dazu, dass der weiße Vierbeiner zu einem Kläffer wird.
Der West Highland White Terrier ist ein sehr aktiver Hund, welcher nicht nur geistlich, sondern auch körperlich gefördert werden möchte.
Der Besitzer sollte deshalb unbedingt naturbezogen und sportlich sein, um den Anforderungen gerecht zu werden. Lange Spaziergänge, Joggingrunden sowie verschiedene sportliche Aktivitäten und Geschicklichkeitsspiele bereiten dem Terrier große Freude.
Fellpflege
Der West Highland Terrier sollte aufgrund seines dichten Felles täglich gebürstet und regelmäßig getrimmt werden. Ansonsten kommt es schnell zu Verfilzungen.
Beschäftigungsmöglichkeiten
Jeder Hund hat einen eigenen Charakter. Dasselbe gilt auch für uns Menschen. Wichtig bei der Wahl der Aktivitäten ist daher, dass sie beiden Parteien zusagt und Freude bereitet.
Krankheiten
Atopische Dermatitis (Atopie)
Leidet der Hund an einer sogenannten Atopie, reagiert sein Körper auf harmlose Substanzen wie zum Beispiel Pflanzen, Pollen oder Gräsern mittels einer allergischen Reaktion.
Dadurch leidet der Hund an starkem Juckreiz, welcher sich durch starkes Kratzen, Lecken und Beißen vor allem in der Bauchregion zeigt. Es kommt zu Hautrötungen und Haarverlust.
Chronische Niereninsuffizienz (CNI)
Bei einer chronischen Niereninsuffizienz lässt die Funktion der Niere nach. Dieses Organ hat die Aufgabe, Giftstoffe aus dem Blut zu filtern und Wasser zu speichern.
Arbeitet die Niere nicht mehr richtig, gelangen Giftstoffe in den Körper und es kommt zu einer Harnvergiftung. Weiterhin trocknet der Hund aufgrund des Wasserverlustes aus.
Das geschädigte Gewebe regeneriert sich nicht mehr. Die Niereninsuffizienz kann aber mittels Infusionen und einer Futterumstellung gestoppt werden. Hier erfährst du mehr über die Chronische Niereninsuffienz bei Hunden.
Cranio-mandibulärer Osteopathie (CMOP)
Bei CMOP handelt es sich um eine sehr seltene Knochenerkrankung des Schädels und Unterkiefers. Sie wird meist im Alter von 4-7 Monaten festgestellt.
Betroffene Hunde haben Schwierigkeiten beim Fressen, weshalb sie oftmals das Futter verweigern. Weiterhin akzeptieren betroffene Hunde aufgrund der starken Schmerzen keine Berührungen in der Kiefer- und Kopfgegend.
Legg-Calvé-Perthes
Bei Legg-Clavé-Perthes handelt es sich um eine Wachstumsstörung des Oberschenkelkopfes.
Sie entsteht durch eine Durchblutungsstörung, wobei ein Teil des Oberschenkelkopfes nicht ausreichend mit Blut versorgt wird und dadurch abstirbt. Es entstehen Arthrosen und Knochenbrüche. Der Hund leidet an starken Schmerzen und läuft deshalb oftmals nur auf drei Beinen.
Patellaluxation
Von Patellaluxation sind vor allem kleinere Hunderassen wie
betroffen. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung im Kniegelenk. Diese kann dann am Ende bis zur Lähmung führen. Auslöser ist die Kniescheibe, die dann nicht korrekt im Kniegelenk liegt und so zu Schmerzen führt.
Ureterektopie (Harnleiterektopie)
Hierbei handelt es sich um eine Erbkrankheit, wobei der Harnleiter aufgrund einer Fehlstellung nicht wie gewohnt in der Blase endet. Der Harn fließt direkt in die Harnröhre, sondern bei Hündinnen in die Scheide oder in die Gebärmutter. Bei Rüden fließt er dann in die Prostata oder in den Samenleiter.
Dieses Vorgehen führt von ständigem Harnträufeln bis hin zu akutem Nierenversagen. Hier erfährst du mehr über die Krankheit Ureterektropie.