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Das Leben des 16-jährigen Lem (Stimme: Justin Long) könnte kaum perfekter sein: Soeben wurde er zum Assistenten im städtischen Observatorium ernannt, und die friedliche 50er-Jahre-Idylle soll perfekt werden, wenn er mit der süssen Nachbarstochter Neera (Stimme: Jessica Biel) zusammenkommt. Doch ausgerechnet, als er sie um ein Date bitten will, landet nebenan ein Raumschiff. Heraus steigt ein "Humaniac", ein Alien, und das Chaos bricht aus: Das Militär rollt auf und sucht nach dem angeblich hirnfressenden Monster, das sich schleunigst aus dem Staub macht.
Während Neera und ihre Freunde für eine friedliche Begegnung mit dem Alien demonstrieren, möchte Lem mit dem Ganzen nichts zu tun haben. Als das Alien - der Astronaut Charles "Chuck" Baker (Stimme: Dwayne Johnson) - im Observatorium auftaucht, wird Lem unfreiwillig zum Verbündeten des Strahlemanns von der Erde. Chuck hätte nach Plan auf einem unbewohnten Planeten landen sollen und ist nun auf dem Planeten mit den kleinen grünen Männchen gestrandet. In den Jungs Lem, Eckle (Stimme: Freddie Benedict) und Skiff (Stimme: Seann William Scott) findet er schnell gute Freunde, die ihm und dem NASA-Roboter Rover die Rückkehr zum Raumschiff ermöglichen wollen. Doch General Grawl (Stimme: Gary Oldman) und Professor Kipple (Stimme: John Cleese) sind ihnen dicht auf den Fersen und setzen alles daran, Chuck auf den Seziertisch zu bekommen.
Nur knapp 18'000 Zuschauer wollten Ende letzen Jahres bei uns eine Story über einen ver(w)irrten Astronauten und dessen Abenteuer auf einem fremden Planeten gucken. Etwas enttäuschend, zumal Planet 51 mit illustren Sprechern auffahren kann und eine, besonders für Sci-Fi-Fans, lässige Geschichte erzählt. Aber scheinbar ging diese Art von Filmfreund nicht genug ins Kino, denn auch in den USA blieb der Film hinter seinen Erwartungen zurück.
Anfänglich werden Erinnerungen an Invasionsanimationen wie Monsters vs. Aliens wach, wenn einäugige Ausserirdische zum Angriff blasen. Bald schon ist aber klar, der Film im Film ist zwar witzig, aber die Hauptgeschichte von Planet 51 spielt auf einem erdähnlichen Planeten, dessen Bewohner jedoch ein bisschen zu grün sind, um als Menschen durchgehen zu können. So einer kommt dann aber doch noch an und, für einmal ist's umgekehrt, wird als "Alien" benannt. Was nun folgt ist ein irrwitziger Ablauf an Querverweisen und Hommagen, die man immer wieder erkennt und auch entsprechend witzig findet.
Durch diese Hinweise wird auch die sehr einfach erzählte Story in den Hintergrund gedrückt, was gar nicht mal so schlecht ist. Denn die Geschichte des Astronauten und seinem Kampf um die Heimkehr hat nicht wirklich viel Fleisch am Knochen.
Glücklicherweise ist auf der DVD von Planet 51 auch die Original-Tonspur enthalten, so dass wir (im Gegensatz zum Kinorelease damals) nun Justin Long, Gary Oldman und "The Rock" Dwayne Johnson zu hören bekommen. Macht viel mehr Spass als in der Synchroversion...
Fazit: Planet 51 ist ein farbenfrohes und lustiges Space-Abenteuer, das immer wieder auf Sci-Fi-Produktionen verweist und mit dem Alien-Hund, sowie dem Wall-E-Klon zwei absolut herzige und lustige Figuren zu bieten hat. Der Film macht Spass und animationstechnisch wird solide Arbeit abgeliefert.
Wie es sich für einen Animationsfilm gehört, wird das Bonusmaterial mit einem glatten Spiel gestartet, das aber klar die Kleineren anspricht. Für die grösseren Fans sind beispielsweise das Making-of oder der Bericht über die Sprecher eher ein Thema. Da kriegen wir ein bisschen zusätzliche Infos zur Geschichte, den Hintergründen und natürlich den bekannten Stimmen geboten. Das Musikvideo mit Filmmontagen ist flott und die Entstehung der Animationen sehr interessant. In einem viergeteilten Bild bekommen wir die verschiedenen Stadien einzelner Animationsszenen zu sehen. Cool.
Technisch macht Planet 51 einen sehr sauberen Eindruck. Die Animation ist einfach gehalten, kommt aber durch das klare und saubere Bild schön zur Geltung. Auch der Ton lässt keine Wünsche offen und spielt vor allem im lauten Finale seine Stärken aus. Kein Geknacke, Geknister oder sonstige Störungen sind zu hören.
Ganz guter Film. Vor allem die Grundidee und die vielen witzigen Filmanspielungen haben es mir angetan. Dazu bietet der Film ein grosses Staraufgebot. Jedoch bleibt die Story weitgehend auf der Strecke und ist nur mässig gut.
Leider nur zu "Kindervorstellungszeiten". Da muss der Film wohl warten, bis er als DVD ins Haus darf. Diese Politik wird sich sicher negativ auf die Zuschauerzahlen auswirken.
verstehe diese politik auch nicht, schätze spassige animationsfilme sind auch beim erwachsenen publikum sehr beliebt. warum dann meist nur die ganz grossen filme wie "ice age" und jene von pixars auch abends laufen kann ich nicht recht nachvollziehen. "planet 51" hätte ich mir durchaus im kino gegeben, aber da die brötchen auch noch verdient werden müssen fällt tagsüber unter der woche das kino aus...und es sei mir verziehen, ohne eigene kinder setze ich mich mit sicherheit nicht am weekend zwischen eine horde kleiner "brüllaffen".