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Tampa Bay fehlt ein Sieg zur erfolgreichen Titelverteidigung
Den Tampa Bay Lightning fehlt im Stanley-Cup-Final noch ein Sieg zur erfolgreichen Titelverteidigung.
Das Team aus Florida gewinnt mit 6:3 auch das erste Auswärtsspiel gegen die Montreal Canadiens und führt in der Best-of-7-Serie 3:0.
Seit Einführung der Gehaltsobergrenze in der National Hockey League im Jahr 2005 haben einzig die Pittsburgh Penguins (2016 und 2017) zweimal in Folge den Titel geholt. Jan Rutta brachte die Gäste nach 112 Sekunden in Führung, nach 217 Sekunden stand es bereits 2:0. Tyler Johnson zeichnete sich bei den Lightning als Doppel-Torschütze aus. Nikita Kutscherow steuerte wie Verteidiger Victor Hedman je ein Tor und Assist zum Sieg bei, womit der Russe nun 32 Skorerpunkte in den laufenden Playoffs erzielt hat.
Den Canadiens half auch nichts, dass der positiv auf das Coronavirus getestete Trainer Dominique Ducharme erstmals nach sechs Partien wieder an der Bande stand. Der Rekord-Champion benötigt nun ein kleines Wunder, um erstmals seit 1993 und zum 25. Mal insgesamt den Stanley Cup in die Höhe zu stemmen. In der NHL-Geschichte gelang es einzig den Toronto Maple Leafs im Jahr 1942, nach einem 0:3 in der Serie noch zu triumphieren. 26 Mal siegte jenes Team, das die ersten drei Spiele zu seinen Gunsten entschieden hatte.
Allerdings ist es schon eine Überraschung, dass Montreal überhaupt im Final steht. Die Canadiens gewannen in der Qualifikation lediglich 24 der 56 Begegnungen und holten so wenig Punkte wie kein anderer Playoff-Teilnehmer. In der ersten Runde gegen die Toronto Maple Leafs drehten sie ein 1:3 nach Siegen. Die vierte Finalpartie findet in der Nacht auf Dienstag erneut in Montreal statt.