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Der Johannisbrotbaum, an dem das gesunde Fruchtfleisch wächst, wird der Familie der Hülsenfrüchtler zugeordnet und ist mit Bohnen und Erbsen verwandt. Nach Keimung dauert es ganze 6 Jahre bis der Johannisbrotbaum erblüht. Das Fruchtfleisch, welches aus den Früchten des Johannisbrotbaumes gewonnen wird, trägt den Namen Carob. Die begehrten Früchte sind Schoten die bohnenähnlich an dem Baum wachsen. Der Reifungsprozess benötigt ungefähr 1 Jahr. Aus den zuerst grünen Hülsenfrüchten werden mit der Zeit schokoladenbraune, gebogene oder gerade Hülsen. Typisch ist die glänzende, lederartige Schale und der wulstige Rand. Nach Abschluss des Reifungsprozesses enthält jede Frucht 10-15 harte Samen. Der Geschmack des Fruchtfleisches wird als aromatisch und süss bezeichnet. Im weiteren Verlauf ändert sich die Konsistenz – die Frucht wird hart und trocken. Die Schoten werden genutzt, um daraus Pulver herzustellen.
Beheimatet sind die Bäume hauptsächlich in Vorderasien und im Mittelmeerraum. Auch in Mittel- und Südamerika können die 10-30 Meter hohen, immergrünen Riesen gefunden werden. Kennzeichen des Johannisbrotbaumes sind der ausgeprägte Stamm und die üppige Krone, die von Tieren gerne als Schattenspender und Nahrungsquelle genutzt wird. Johannisbrotbäume zeigen sich sehr resistent gegen Hitze sowie Trockenheit und sind nur auf wenig Wasser angewiesen. Das macht sie zu wahren Überlebenskünstlern, selbst auf kargen Böden. Das ist einer der Gründe, warum diese Baumart auch für den biologischen Anbau geeignet ist. Wie bereits erwähnt, wird Carob auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Carubin ist besser bekannt unter dem Namen Johannisbrotkernmehl. Es stellt ein sogenanntes Polysaccharid dar. Dem menschlichen Organismus gelingt es nur ein Teil von dem Mehrfachzucker zu verdauen, daher gilt er als Ballaststoff. Etwa 6% Eiweissstoffe und wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe sowie Mieneralstoffspuren sind im Johannisbrotkernmehl enthalten. Besonders herausragend ist die Quellfähigkeit von Johannisbrotkernmehl. Es quillt im Vergleich zu Stärke 5-mal so stark auf. Gekennzeichnet wird Johannisbrotkernmehl in der EU als Lebensmittelzusatzstoff E410 und kommt auch in Bio-Produkten zum Einsatz wie z. B. bei glutenfreiem Brot.
Zu was eignet sich Carob? Beliebt ist die Zutat für leidenschaftliche Bäcker, denn aufgrund des karamellligen Geschmacks dient Carob-Pulver als optimaler Ersatz für Kakao. Auch in Form eines Brotaufstrichs oder in Nachspeisen kann Carob zum Einsatz kommen. Menschen mit einer Unverträglichkeit gegenüber Laktose und Gluten nutzen Carob-Pulver gerne, da es nicht über die betreffenden Allergene verfügt.
- Wie viel Kalorien hat Carob? 100 Gramm Carob enthalten nur etwa 222 kcal, das macht Carob zu einem kalorienarmen Begleiter. Die Nährwerte von 100 g Carob setzen sich folgendermassen zusammen:
- 1 g Fett (hier sind vor allem ungesättigte Fettsäuren enthalten)
- 7 g Eiweiss
- 90 g Kohlenhydrate (50 g natürlicher Zucker und 40 g Ballaststoffe, für Diabetiker geeignet)
- viele Mineralstoffe
- Vitamine (A, B6 und C)
Allgemein wird Carob nachgesagt, dass es unter anderem …
- … die Stimmungslage hebt.
- … basisch wirkt.
- … die Fettverbrennung stimuliert.
- … bei Problemen mit der Libido hilft.
- … einen trägen Darm unterstützt.
- … sogar die Bildung von Tumoren hemmen soll.
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