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Im April 1945 wurde der Theaterverein Alpenrose Rodels aus der Taufe gehoben. Die
damalige Knabengesellschaft Rodels initiierte mit Ruedi Jecklin an der Spitze die
Gründungsversammlung. Innert 5 Wochen wurde das Stück „Uli“ oder „Du sollst nicht
richten“ zur Aufführung gebracht. Der erste Vorstand setzte sich zusammen aus: Hans
Rageth Caviezel – Präsident; Rud. Jecklin – Kassier und Aktuar; den Herren Patzen
und Frigg – Beirat. Im Januar 1946 an der Generalversammlung änderte sich die Zusammensetzung
des Vorstands. Als Aktuarin kam Anna Dalbert hinzu und Ruedi Jecklin konnte sich
somit voll auf das Kassieramt konzentrieren. Im Laufe der Zeit wurden folgende Theaterstücke
gespielt:
„Um Grund und Bode“ – „Spuk ums Guggershörnli“ – „Der Schatz im Moor“ und viele mehr.
1948 wechselte die Vorstandscrew: neu Lehrer Gambon Christ, Präsident; Hans Frigg,
Aktuar/Vice und Emanuel Mark, Kassier. Im Laufe der Zeit wechselte der Vorstand immer
wieder. Gespielt wurden diverse Volkstheater und Lustspiele. Der Verein war im Dorfleben
nicht mehr wegzudenken. Die Aufführungen fanden lange Zeit im Dalbertsaal in Rodels
statt. Dann – nach dem Bau des neuen Schulhauses mit grosser Halle, entschied man
sich, die Aufführungen ab 1995 künftig in der Turnhalle über die Bretter zu bringen.
Auch Vereinsreisen fanden immer wieder grossen Anklang. Lange Zeit war Anna Riedi
sel. das einzige Ehrenmitglied des Vereins.
Im Laufe der Zeit wechselte die Vorstandscrew und auch die Spieler. Neue "Theaterverrückte"
kamen zum Verein, die ältere Garde trat ins 2. Glied zurück. Die gespielten Theaterstücke
während dieser sehr aktiven Zeit finden Sie unter “Archiv” aufgeführt. Der Verein
blieb aber auch vor Krisen nicht verschont.
Bereits in den 60er Jahren wurde der Verein arg gebeutelt, so dass der Betrieb auf
unbestimmte Zeit eingestellt werden musste. Dank Initiative von Edgar Eisenring,
Posthalter von Rodels, kam um 1977 wieder Bewegung in den “schlafenden” Verein: Toni
Riedi und Edgar fanden, dass man wieder eine Theatergruppe gründen könnte. Sie suchten
ein Thaterstück aus. Es hiess “Geld regiert d Welt”. Sie trafen sich im Rest. Dalbert,
um Leute zu suchen die sie anfragen würden. Es kamen Leute in die Beiz und siehe
da, bis zur Polizeistunde hatten sie alle Spieler zusammen.
Kurze Zeit später kam Fritz Brunold und sagte, er sei noch Kassier vom alten Theaterverein
und es habe noch etwa 1400.- in der Kasse, Um an das Geld zu kommen, müsse aber der
Name “Theaterverein Alpenrose” beibehalten werden, was natürlich gerne gemacht wurde.
Somit war der Weg frei, mit Motivation und Ausdauer den Dalbertsaal wieder mit Theateraufführungen
zu beleben. Über mehrere Jahre konnte dann wiederum jährlich ein Stück aufgeführt
werden.
Nicht zu vergessen ist die Zeit der Kindertheatergruppe, den Alpenrose-Chnöspeli.
Mit grossem Erfolg durften sie ihr Können auf der Bühne zeigen in Stücken wie: “S’Hemd
vumena Zfriedna”, “Kommissar Klotzig’s schlimmster Fall” oder “Schloss Rabenstein”.
In dieser Zeit war es für die Initiantinnen ein Leichtes, Kinder zum Theaterspielen
zu annimieren. “Freude herrschte” damals im Verein und gab die nötige Motivation!
Ab 2000 musste der Betrieb wieder auf Eis gelegt werden, denn es mangelte wiederum
an Spielern. Wahrscheinlich war und ist das Freizeitangebot derart gross, dass eine
Entscheidung zu Gunsten eines kleinen, aber feinen Dorfvereins in den Hintergrund
gerückt ist. Endlich... 2010 kam die erneute Wende für den Verein.
Neuer Atem ab 2010
Mit Albert Schaufelberger an der Spitze erlebte der Verein die erneute Auferstehung.
Bereits im 2011 wurde ein Abend mit einem Sketch und Tanz-Musik mit Walter Hungerbühler
- alias HUNGRY - organisiert. Bis es dann zur ersten Theateraufführung kam, vergingen
nochmals 2 Jahre. Dann präsentierte sich der Verein mit dem Stück "Schöön verwütscht"
im altehrwürdigen Dalbertsaal in "alter" Frische. Sicher, die Zeit bis zum Start
war mit viel Arbeit verbunden, doch mit dem neuen Vorstand und den verbliebenen Spielern
konnte "durchgestartet" werden. Klar brauchte es auch neue, motivierte Aktivmitglieder,
die sich harmonisch in den Verein integriert haben.
Aus den verbliebenen Mitgliedern der früheren Jahre "adelte" die GV 2012/2013 für
25 und mehr Jahre der Vereinstreue Gitti Blösch; Anita Schiess; Benita Nau und Marco
Lötscher zu Ehrenmitgliedern.
Die Vorstands-Crew kann „aufatmen“: Dank dem Willen aller Mitglieder konnten neue
Spielerinnen und Spieler für die Bretter, die die Welt bedeutet, gewonnen werden.
So kann der Verein jährlich mit einem Stück aufwarten, das das treue und zahlreiche
Publikum zu begeistern vermag...