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Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat heute einen Bericht zu Adoptionen von Kindern aus Sri Lanka im Zeitraum von 1973 bis 1997 veröffentlicht. Dieser zeigt, dass die überwiegende Mehrzahl der untersuchten Adoptionen durch eine unseriöse oder gar illegale Vermittlung zu Stande gekommen ist. Private Vermittlungsstellen haben systematisch gesetzliche Vorgaben missachtet, die zuständigen Behörden haben ungenügend kontrolliert und eindeutige Hinweise ignoriert.
Der Bericht wurde vom Bundesamt für Justiz in Auftrag gegeben, nachdem dieser durch ein Postulat der ehemaligen waadtländer Nationalrätin Rebecca Ana Ruiz angestossen worden war. Untersucht wurden die Praxis in den Kantonen Bern, Genf und St. Gallen. Die Vorgänge im Kanton Solothurn waren nicht Gegenstand der Untersuchung, es ist jedoch anzunehmen, dass es auch hier Fälle gegeben hat.
Der Regierungsrat hat den Bericht mit Betroffenheit zur Kenntnis genommen. Personen, die im genannten Zeitraum aus Sri Lanka adoptiert wurden, erhalten bei der Aufarbeitung ihrer Herkunft unbürokratische Unterstützung. Sie können sich an das Amt für soziale Sicherheit, Abteilung Soziale Förderung und Generationen wenden: <email-pii>. Das Verfahren ist kostenlos.
Zudem können Betroffene mit dem Verein "back to the roots" Kontakt aufnehmen. Dieser übernimmt Interessenvertretungen für Adoptierte aus Sri Lanka und bietet eine Plattform, damit sich Betroffene austauschen und gegenseitig helfen können. Der Regierungsrat unterstützte das Engagement von "back to the roots" 2019 mit einem Beitrag von rund 7'000 Franken aus dem Lotteriefonds.