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Filmkritik: Ein Lied von Einsamkeit und Ungerechtigkeit2. OutNow Film Festival 2021
Georgina (Pamela Mendoza) ist eine indigene Peruanerin. Sie lebt mit ihrem Mann in den Anden ein bescheidenes Leben. Ihr Geld verdienen sie mit dem Verkauf von Gemüse, doch es reicht nicht, damit Georgina in einer normalen Klinik entbinden kann. So kommt das Angebot einer alternativen Einrichtung, die eine kostenlose Behandlung garantiert, gerade richtig. Doch sobald das Kind auf der Welt ist, verschwindet es, und auch die verantwortlichen Ärzte sind nicht mehr zu finden. Auf der Suche nach Antworten begingt für Georgina eine kafkaeske Reise.
Von einer Institutionen nach der anderen wird Georgina abgewiesen. Ihr Anliegen findet kein Gehör bei den offiziellen Stellen. Erst als sie einen Journalisten einer grossen Zeitung für ihren Fall interessieren kann, schöpft sie ein bisschen Hoffnung. Was dieser herausfindet, lässt aber keine besonders zuversichtlichen Aussichten zu. Dass Georgina nicht die einzige Frau ist, deren Neugeborenes auf dieselbe Weise verschwindet, macht die Situation auch nicht besser - im Grund nur noch desolater.