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Singen erfreut des Menschen Herz
Ludwig van Beethoven sagte einmal: „Musik hat den höchsten Rang unter den Künsten, weil sie den Menschen befähigt, die Ehre Gottes würdig zu verkünden“.
Bereits in der Antike gab es Singgruppen, in griechischen Tragödien und später auch in Gottesdiensten. Meistens bestanden die Singgruppen aus Geistlichen oder Mönchen, sie standen im Chor der Kirche. So entstand der Begriff Chor für die Singgruppe. Beim frühchristlichen Gottesdienst wurden solistisch oder im Chor Psalmen vorgetragen. Später entstand der Gregorianische Choral, den wir bis heute kennen. Den mehrstimmigen Chorklang gibt es etwa seit dem 14. Jahrhundert. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden vor allem von italienischen Komponisten zahlreiche mehrstimmige (8- – 12 Stimmen) Messen geschrieben. Orazio Benevoli schrieb sogar eine 53-stimmige Messe, die zur Einweihung des Salzburger Doms erklang. Ebenfalls zu jener Zeit entstanden die ersten Motetten, Kantaten und Oratorien, meist nach Texten der Bibel, schliesslich auch Opern.
Unter vielem anderem werden Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, seine Passionen oder Georg Friedrich Händels Messias auch heute immer wieder aufgeführt.
Bis Anfang des 19. Jahrhundert waren es vor allem kirchliche Singgruppen, die den Chorgesang prägten. Zu dieser Zeit wurden die ersten weltlichen Chöre gegründet. Zuerst meistens Männerchöre, später gemischte Chöre (Frauen und Männer) und Frauenchöre. Sie alle pflegen den vierstimmigen Gesang, a cappella oder begleitet vom Orchester. Über Jahrzehnte hinweg wurde der Gesang sehr gepflegt, sei es in Schulen oder Vereinen, die auch eine soziale Funktion hatten. Heute leidet leider fast jeder Chor unter Nachwuchsproblemen obwohl Singen sogar die Gesundheit fördert. Forscher haben herausgefunden, dass der Sänger beim Singen ruhig und gleichmässig atmet. Singen sei eine Form des kontrollierten Atmens, vergleichbar mit Yoga. Singen erfreut des Menschen Herz.
Wenn wir im Chor ein neues Werk einüben ist das harte Arbeit. Man übt seine eigene Stimme, hört auf die anderen Stimmen und mit der Zeit erklingt der vierstimmige Chorklang, zuerst zaghaft, aber dann immer sicherer. Es ist ein wunderbares Erlebnis, sich plötzlich als Teil eines Ganzen zu erleben. Wenn später noch Solisten und Orchester dazukommen ist die Freude riesengross.
A cappella-Gesang, zum Beispiel in einem kleinen Vokalensemble, ist auch ein sehr beglückendes Erlebnis. Jeder einzelne muss genau auf die anderen Mitsänger hören und sich mit seiner Stimme einbringen. Das ist gar nicht so einfach, aber wunderschön wenn der gewünschte Klang erreicht wird und die Zuhörer begeistert sind. Übrigens: Singen in einer Kirche ist ein ganz besonderes Erlebnis.
Sie sehen, ich bin begeistert vom Singen im Chor und falls Sie Lust haben, etwas für Ihre Gesundheit und ihr Herz zu tun, haben Sie bei uns in Küsnacht die Möglichkeit im Evangelischen Kirchenchor mitzusingen. Er probt jeweils am Dienstag 19.45 – 21.45 Uhr im Ref. Kirchgemeindehaus. Schnuppern ist erlaubt.
Ursula Holenstein
Eine Schnupperprobe ist jederzeit möglich, ebenso ein zeitlich begrenztes, projektbezogenes Mitsingen.
Flyer: Wer hat Lust? (pdf)
Wir freuen uns auf Sie!