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Astronomen von der University of California in Berkeley haben Staubteilchen untersucht, die vermutlich aus dem interstellaren Raum stammen. Die Analyse der insgesamt sieben Partikel zeigt, dass der Staub ausserhalb unseres Sonnensystems vielfältiger ist als angenommen.
Die Proben hatte die 1999 gestartete Sonde «Stardust» 2006 zur Erde gebracht. Dazu trug sie einen Partikelsammler in Form eines runden Gitters. Dessen Streben waren mit Aluminiumfolie umwickelt; in den Zwischenräumen befand sich ein spezieller Glasschaum. Bislang fanden die Forscher vier Partikel in der Alufolie und drei im Glasschaum.
Unerwartete Eigenheiten
Überraschend ist, dass drei der sieben Körnchen Schwefel enthielten. Das war zuvor von manchen Astronomen bezweifelt worden. Zudem seien die meisten Partikel leichter als erwartet.
Die beiden grössten Partikel enthalten ausserdem das Mineral Olivin, ein Magnesium-Eisen-Silikat. Das könne bedeuten, so die Fachleute im Fachmagazin «Science», «dass diese Partikel von einer Scheibe um andere Sterne stammen und im interstellaren Raum verändert wurden».
30‘000 Helfer online
Weil die grössten Partikel nur 2 Tausendstelmillimeter gross sind, starteten die Forscher das Projekt «Stardust@home». Via Internet suchten weltweit über 30‘000 Freiwillige mehr als 1'000'000 Bilder systematisch nach kleinsten Spuren von Einschlägen ab.