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Orgeln
Die traditionelle Form der Orgel sind die sogenannten Kirchenorgeln oder Pfeifenorgeln, bei denen pro Ton (mindestens) ein gestimmte Metall- oder Holzpfeife über einen Luftstrom in Schwingung versetzt wird. Solche Orgeln können aufgrund ihrer Grösse nur in Kirchen oder Konzertsälen gebaut werden.
Als kompaktere Form für kleinere Räume dient das Harmonium, bei dem der Ton allerdings nicht durch Pfeifen, sondern durch Metallzungen entsteht; das Harmonium ist somit weniger mit der Orgel als mit Akkordeons und Mundharmonikas verwandt.
Die elektronische Variante der Orgel wurde insbesondere durch die Hammond-Orgel populär: Diese von Laurens Hammond entwickelte elektromechanische Orgel ist typisch für Gospel-, Soul- und Jazzmusik; in der klassischen Musik hingegen konnte sie sich nicht etablieren.
Orgeln besitzen in der Regel zwei (oder mehr) Klaviaturen (hier Manuale genannt) sowie ein Pedal mit mindestens einer Oktave Umfang. Auf diese Weise können geübte Organisten bis zu drei verschiedene Klangfarben gleichzeitig spielen.
Einen Spezialfall stellen Drehorgeln (auch Leierkasten genannt) dar: Sie erzeugen den Klang ähnlich wie Pfeifenorgeln, allerdings werden sie nicht über Manuale und Pedale gespielt, sondern über Lochstreifen. Eine Drehorgel ist somit weniger ein Musikinstrument als vielmehr ein Musikautomat.