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Zahlreiche Aussagen der Studie des Öko-Instituts können von den schweizerischen Fachleuten, insbesondere von der Kommission Nukleare Entsorgung (KNE) nicht geteilt werden. Aufgrund der durchgeführten Aussprachen stellt die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) fest, dass es der Studie an Sorgfalt und wissenschaftlicher Qualität mangelt. Sie enthält Fehler und berücksichtigt wichtige vorhandene Unterlagen nicht. So wird zum Beispiel die 1991/1992 durchgeführte regionale 2D-Seismik mit der 1997 realisierten lokalen 3D-Seismik verwechselt; die 2001 veröffentlichten Ergebnisse der 3D-Seismik sind in der Studie nicht erwähnt. Interpretationen, die auf solchen fehler- und lückenhaften Grundlagen beruhen, sind nicht begründet. Deshalb geriet die Studie unter massive Kritik. Die Studie des Öko-Instituts wurde im Frühjahr 2003 an mehreren Veranstaltungen der Öffentlichkeit präsentiert. Dadurch wurde eine ungerechtfertigte Verwirrung und Verunsicherung in breiten Medien- und Bevölkerungskreisen gestiftet. Die HSK stellt sich gegen solche Falschaussagen; sie ist aber offen für fundierte sachliche Anregungen und Kritik. In dieser Hinsicht wird im Rahmen der jetzt laufenden Überprüfung des von der Nagra im Dezember 2002 eingereichten Entsorgungsnachweises ein technisches Forum etabliert, das von der HSK organisiert wird.
An den beiden Aussprachen vom 7. Mai und vom 27. Juni 2003 nahmen Experten der beteiligten Organisationen, nämlich der Koordinationskommission der Sondierbohrung Benken, der Kantone Zürich und Schaffhausen, der Bürgerinitiative "Bedenken", des deutschen Öko-Instituts Darmstadt, der KNE und der Nagra auf Einladung der HSKteil. Die Fachleute diskutierten dabei Fragen zu elf erdwissenschaftlichen Themen. Die HSK hat gestützt auf die Ergebnisse dieser Aussprachen einen Kurzbericht verfasst. Dieser wurde am 6. August 2003 veröffentlicht.
Quelle
H.K. nach HSK-Mitteilung, 6. August 2003