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Jede Frau hat ein inneres Bild von Männichkeit. Dieses Bild ist stark geprägt von den Erfahrungen, welche die Frau mit Männern, insbesondere im Zusammenhang mit ihrem Körper, gemacht hat. Der innere Mann als der männliche Geist ist die Lebenskraft und der Antrieb im Körper und in der Materie. (Wenn also die Prinzessin «ohnmächtig» oder «wie tot» ist, hat sie eine negative Erfahrung gemacht und darum ist ihr positiver innerer Mann «gestorben».)
Als kollektive («göttliche») Kraft wird der Animus von mächtigen Figuren wie der «Himmelsstier» (im Gilgemesh-Epos) oder der Gott des Sturms dargestellt (mehr s. Der Animus).
Der positive Animus – der Antrieb aus Liebe
Der positive Antrieb ist in Märchen durch den Archetyp des erlösenden Helden oder Prinzen dargestellt. In religiösen Schriften und Überlieferungen erscheint er in der Figur des helfenden Gottes, des liebenden, vergebenden Vaters und des Sohnes, der sich hingibt und so das kollektive Weibliche (die Menschen, die Schöpfung) aus Leid, Krankheit und Tod erlöst.
Der negative Animus – der Antrieb aus Negativität (Ohnmacht oder Agression aus Schmerz oder Zorn)
Der negative Animus ist der Antrieb im Körper und in der Materie aus Negativität, das heisst aus Angst, Mangel, Defizitempfinden, Druck oder Schmerz. Er führt in einem ersten Schritt zu Ohnmacht und in einem zweiten Schritt zu Empörung und Auflehnung. Er ist identisch mit dem Schmerzkörper. Ein Beispiel dafür ist das Phantom der Oper. In seinem kollektiven Aspekt ist er durch Archteypen wie zum Beispiel das «Tier» oder der «Teufel» symbolisiert.