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Sagittaria ist Hüter des Atlantik-Urwaldes und der Indigenen Mbyá
Über 90 Prozent des subtropischen Regenwaldes sind verschwunden. Einer der ältesten Wälder der Welt und damit ein grosser ökologischer Reichtum wurde für exzessive Landwirtschaft achtlos niedergeholzt. Riesige Monokulturen prägen heute die Landschaft, genauso wie die Bodenerosion.
Mit dem Urwald verschwanden viele seltene Pflanzen und Tiere. Es können bis zu 450 verschiedene Baumarten pro Hektare sein. Weitere Arten, die mit ihnen in Symbiose lebten, sind ebenfalls gefährdet. Auch das Urvolk Mbyá leidet unter der masslosen Abholzung. Sie werden gewaltsam vertrieben, deportiert und ihre Dörfer barbarisch zerstört.
Sagittaria setzt sich dafür ein, dass dieses brutale Vorgehen gestoppt wird.
Unser Vorgehen
In der Nähe der weltberühmten Iguazú-Wasserfälle befindet sich einer der letzten Atlantik-Urwalde. Er gehört zu den artenreichsten und ältesten Wäldern der Welt. Zum Schutz des Regenwaldes und der Mbyá kauft Sagittaria mit Hilfe von Spenden in der Provinz Misiones – im nord-östlichen Zipfel Argentiniens – Regenwaldflächen, um sie der Abholzung zu entziehen. Den wertvollen subtropischen Regenwald gibt Sagittaria anschliessend den einstigen Waldnomaden Mbyá zurück. Das über Jahrtausende alte Volk versteht sich als Teil der Urwaldorganismen und lebt sorgsam mit ihnen im Einklang: «Wir sind Teil des Waldes und der Wald ein Teil von uns.» Das indigene Volk erhält so nicht nur ihre Existenzgrundlage zurück, sondern lebt als Teil des Urwaldes und schützt das Gebiet vor Abholzung sowie die einmalige biologische Vielfalt.
Mit der Rückgabe der Atlantik-Urwaldflächen an die Mbyá ist der subtropische Regenwald auf lange Zeit geschützt. Indigene-Gruppen, welche als juristische Person in Argentinien Land besitzen, dürfen die Flächen nicht verkaufen und nur für ihre traditionelle Lebensweise nutzen.
Für das aktuelle Projekt fehlen nur noch 250’000 Franken!
Sagittaria hat die Möglichkeit, 313 Hektaren Regenwald zu erwerben. Diese an den Cuña Pirú Provinzpark angrenzende Fläche würde auch ein geplantes trinationales Schutzgebiet vergrössern und den Lebensraum des Jaguars sichern.
313 Hektaren für die Gemeinschaft Tapé Mirí
Zum Preis von CHF 350’000
Aufgrund unserer Erfahrung und unserem Engagement, sind wir überzeugt, dass wir den Restbetrag sicherstellen können.
Von Sagittaria bereits abgeschlossene Projekte
36 Hektaren für die Gemeinschaft Ñamandú
Zum Preis von CHF 43’500
Vertragsabschluss 2022
Das 36 Hektaren grosse Waldgebiet im Cuña Pirú Tal und der angrenzenden Provinzpark haben für die Mbyá ausreichend Wildfruchtbäume und Tiere. Zudem befindet sich in der Nähe eine zweisprachige Schule, welche den Indigenen eine adäquate Ausbildung ermöglicht.
Aktuell ist die Gemeinschaft Ñamandú dabei, eine juristische Person zu gründen. Sobald dieser Schritt abgeschlossen ist, geht das Grundstück an das Waldnomadenvolk über. Das Land befindet sich bis dahin im Schutz der argentinischen Stiftung Federico Wildermuth.
50 Hektaren für die Gemeinschaft Santo Pipó
Zum Preis von CHF 66’082
Vertragsabschluss 2020
Sagittaria konnte zusammen mit der lokalen Asociación Impulso Solidario (AIS) 50 Hektaren subtropischer Regenwald erwerben. Die beiden Non-Profit-Organisationen übergaben den uralten Wald mit Quelle an die Gemeinschaft Santo Pipó. Diese fand neu zusammen.
Die Gemeinschaft Santo Pipó ist dabei, eine juristische Person zu gründen, um Eigentümer des Waldes werden zu können. Bis dahin hält das Oberhaupt der Gemeinschaft den Urwald für die Gemeinschaft in Kommission.
20 Hektaren für die Gemeinschaft Amba’y Poty
Zum Preis von CHR 27’834
Vertragsabschluss 2020
Die Gemeinschaft Amba’y Poty lebte einst in einem Waldteil in privatem Besitz. Der Eigentümer wollte sie vertreiben. Stattdessen konnte er dazu überredet werden, den Grund günstig abzutreten. Heute ist die Mbyá -Gemeinschaft Eigentümerin des 20 Hektaren grossen Urwaldstückes.
56 Hektaren für die Gemeinschaft Tupamba’é
Zum Preis von CHF 104’000
Vertragsabschluss 2012
Für die junge Gemeinschaft Tupamba’é erwarb Sagittaria 56 Hektaren atlantischer Urwald. Ein Grossteil dieser Fläche wurde bis dahin für den Anbau von Tee und Mate sowie als Weideland und für Tungwälder genutzt. Die Mbyá-Gemeinschaft Tupamba’é sorgte sich um die Regeneration des Regenwaldes. Unter rasch wachsende Lichtbaumarten pflanzten und säten sie Medizinal- und Fruchtbäume. Das Grundstück grenzt zudem an zwei Flüsse, wo der Wald wenig beeinträchtigt war.
6 Hektaren für die Gemeinschaft Takuapí
Zum Preis von CHF 7’000
Vertragsabschluss 2009
Die Gemeinschaft Takuapí lebt auf einer bewaldeten Fläche, welche von einer religiösen, Schweizer Organisation den Mbyá überlassen wurde. Die Indigenen bauten Zivilisationsbauten und Kulturstätten zurück und renaturierten den Wald.
Mit der Zeit besiedelte die wachsende Gemeinschaft auch sechs Hektaren eines privaten, angrenzenden Grundstückes. Der Besitzer wollte das Urvolk vertreiben und ihre Hütten abreissen. Sagittaria konnte das verhindern. Der Verein kaufte die Waldfläche und übergab sie an die Mbyá-Gemeinschaft.