Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03583.jsonl.gz/1648

Bei 9°C werden die völker kurz gestört und gereinigt
Bloss keine Panik! Bei diesen toten Bienen handelt es sich nicht um das Bienensterben, wie in den Medien viel berichtet wird. Hier handelt es sich um den natürlichen Totenfall.
Sommerbienen leben 6 Wochen - Winterbienen 6 Monate
Die Sommerbienen haben einen stressigen Job. Nach 2 Wochen Innendienst werden sie 4 Wochen lang zum Nektar und Pollen sammeln eingesetzt. Ihre Lebenserwartung beträgt nur rund 6 Wochen.
Ganz anders bei den Winterbienen. Im Gegensatz zu den Hummeln und Wespen (da überwintert nur die Königin) überwintern die Honigbienen in einem Staat mit 5'000 bis 10'000 Bienen. Diese Bienen fressen sich eine Fettreserve an und verharren bei tiefen Temperaturen in der Wintertraube. Einzelne Bienen wärmen mit dem Flugmuskel die Schwestern. Die Winterbienen überleben etwa 6 Monate und sind im Frühling für den Aufbau des neuen Volkes zuständig.
Die ältesten Bienen sterben zuerst
Die toten Bienen auf diesem Gitterboden sind die ältesten im Volk. Sie sind bereits im Juli/August geschlüpft und sind somit nicht so langlebig wie die klassischen Winterbienen die erst im September auf die Welt gekommen sind. Bei der Kontrolle wurden diese Bienen entfernt und der Boden gesäubert. Das Flugloch darf auf keinen Fall verstopfen, sonst droht der Totalausfall.
Nach 2 Monaten Pause wird nun wieder gebrütet
Nachdem die Bienen 2 Monate lang Winterpause hatten, wird nun wieder gebrütet. In der Mitte der Wintertraube heizen die Bienen auf 36°C damit die Larven nicht erfrieren. Mit dem offenen Gitterboden unterstützt der Imker die Winterruhe durch kalte Temperaturen. Sobald die Bienen jedoch wieder brüten, wird der Boden geschlossen. Das Volk wird ganz vorsichtig wieder auf den Boden gestellt.