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Bereits zum zweiten Mal ist ein ANIMARIS Team nach Mallorca gereist, um zu helfen, Katzen zu kastrieren. Dafür haben wir zusammen mit der Schweizerischen Katzenhilfe vor Ort einen Sponsorenlauf durchgeführt (siehe Blogbeitrag) und haben Unterstützung von dem Verein NetAp-Network for Animal Protection erhalten.
Ich war zum ersten Mal auf "Malle" und so sehr ich die Landschaft, die Sprache und alles drumherum mag, muss ich sagen: Mallorca, du hast ein grosses Problem! Es hat unglaublich viele Katzen, überall sind sie und sie sind sehr oft unkastriert. Ich masse mir kein Urteil an, was, wo falsch läuft, aber es ist ganz klar: Hier läuft g***%%%nomol etwas falsch. Mich macht das traurig und wütend zu gleich. Und gleichzeitig gibt es bei den ortsansässigen Tierschützern viele Streitereien und mich dünkt, zusammen reden und vorallem zusammen anpacken und persönliche Anliegen mal beiseite lassen, ist für einige schwierig... eine etwas herausfordernde Konstellation.
Doch zuerst zum Einsatz. Darüber kann ich sagen: Es war sehr anstrengend. Respekt an dieser Stelle an Sandra, die alles organisiert hat. Aus der Schweiz Material und Orte, sowie Leute zu finden, die helfen, Katzen einzufangen. Das ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Zum einen gibt es da die Sprachbarriere (Porque mucha gente solo habla español) und zum anderen ist es schwierig, so viele Interessen und Leute zu koordinieren. Darum: Chapeau! (Oder besser: Sombrero! :-))
Wir haben das Ganze folgendermassen geplant: Zwei ANIMARIS Teams und mehrere ortsansässige Helfer waren unterwegs, um Katzen zu fangen. An verschiedenen Orten auf der Insel wurden die Katzen dann kastriert. Die Aktion lief eine ganze Woche, wobei wir selber nicht ganz bis zum Schluss bleiben konnten. Zu planen, wann, wie viele Katzen gefangen werden, war die grösste Herausforderung. Ausserdem waren Transportboxen und Katzenfallen ein rares Gut. Und genaue Angaben, wo, wie viele (unkastrierte) Katzen sind, sowieso.
Wir waren vorallem auf Ortsansässige angewiesen, die uns Orte gezeigt haben, wo sich Katzenkolonien befinden. Dankbar bin ich für die Einheimischen, die sich für die Katzen einsetzen und mithelfen, Verantwortung zu übernehmen. Leider teilen nicht alle die gleiche Meinung. So gelten Katzen auf Mallorca oft als Plage. Einige Mallorciner haben uns misstrauisch beobachtet, andere auch angesprochen und verdächtigt, dass wir noch mehr Katzen aussetzen. Schade...
Katzen fängt man am Besten, wenn sie hungrig sind. Ausserdem in der Nacht und morgens. Soweit, so einfach. Wenn nun aber Kolonien von verschiedenen Leuten gefüttert werden und denen nicht klar ist, dass wir kommen, haben wir satte Katzen. Und die lassen sich schwer in die Falle locken. Das kann frustrieren. Meistens gingen wir zu Orten, wo, laut Aussagen, unzählige Katzen rum streunen. Gesehen haben wir aber manchmal nur wenige und gefangen noch weniger. Auch das gehört dazu und ist doppelt schwierig, wenn man weit fährt und irgendwie unter Zeitdruck ist. Ich kann euch sagen: Geduld ist gefragt!
Nun denn, unser Ziel war es, Katzen zu kastrieren und das haben wir, trotz einiger Widrigkeiten, geschafft. Netap hat 219 Kastrationen übernommen, wir haben weitere 324 Kastrationen bezahlt, was ein TOTAL VON 543 Kastrationen ergibt.... Olé!!!! :-)
Wichtig ist uns, dass Kolonien, wo wir angefangen haben zu kastrieren, von den lokalen Helfern noch komplett fertig kastriert werden können. Deswegen bezahlen wir weitere Kastrationen. Ist zwar ein teures Unterfangen, aber nur so geht's.
Danke an dieser Stelle an all die Tierärzte und die Helfer, die wirklich versuchen, etwas Positives zu bewirken. Danke an alle, die uns unterstützt und erkannt haben, dass wir nur zusammen etwas erreichen können. DANKE!
Kastrieren, kastrieren, kastrieren lautet die Antwort auf das augenfällige Katzenproblem Mallorcas.
Hasta luego!