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Lugano - Sechs Jahre lang soll ein Händler Lebensmittel und alkoholische Getränke ins Tessin geschmuggelt und den Bund um Abgaben in der Höhe von 80'000 Franken geprellt haben. Zum Schmuggelgut gehörten rund 1,5 Tonnen Fleisch und Wurstwaren und 5,5 Tonnen Käse.
Der Mann wurde im April 2009 in der Nähe der Grenze mit 60 Kilogramm Fleisch und anderen Lebensmitteln im Auto erwischt, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Donnerstag mitteilte. Weil die Ware offensichtlich für den Handel bestimmt gewesen sei, sei ein zollrechtliches Strafverfahren eingeleitet worden.
Die Ermittlungen brachten zutage, dass der Händler seit 2004 regelmässig Lebensmittel über unbesetzte Grenzübergänge von Italien ins Mendrisiotto geschmuggelt hatte.
Die Lebensmittel verkaufte er im Tessin weiter, unter anderen an einen Wirt und einen Metzger. Einige Male überprüfte ein Komplize vor den Fahrten, ob Grenzwächter Kontrollen durchführten. Dank Amtshilfe aus Rom konnten die Fahnder zusammenzählen, was alles der verdächtige Händler in Italien eingekauft und geschmuggelt hatte.
Der Verdächtige und drei weitere Personen müssen wegen der Schmuggelei mit hohen Bussen rechnen und darüber hinaus die hinterzogenen Abgaben bezahlen. Die Zollfahndung Lugano hat alle vier des Schmuggels angeschuldigt.
SDA-ATS