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„Gewisse Vintage Uhren verkaufen sich weiterhin zu astronomischen Preisen“, so Aurel Bacs euphorisch zu TICK-TALK. Am 13. November 2017 wurde auf der Phillips Bacs & Russo Auktion No. 6 in Genf für ein Omega Tourbillon Cal. 30 I in Stahlversion ein Rekordpreis von $ 1,433,330 (CHF 1’428’500) bezahlt.
Es ist der höchste Betrag, der jemals für eine Omega bei einer Auktion bezahlt wurde. Vielleicht wurde von Omega – vom Omega Museum – ein bisschen nachgeholfen, was unter Markenpflege abgeschrieben werden kann. Omega war zwar als Bieter im Saal anwesend, ist aber bald ausgestiegen. Aus gut informierten Kreisen ging die Uhr an einen Sammler in Asien, der sich ein Bietergefecht mit einem Italiener und Amerikaner lieferte.
Der Herren-Chronometer in Edelstahlausführung ist mit einem 7 1/2 Minuten-Tourbillon mit durchbrochener Platine ausgestattet und ist extrem selten und sehr bedeutend.
Die Uhr, ein Prototyp, das Omega Museum spricht von Vor-Serie, wurde 1947 ausschliesslich für Präzisions-Tests hergestellt und ist die einzige bekannte Tourbillon-Omega-Armbanduhr.
Der Prototyp des Kal. 30 I wurde von Jean-Pierre Matthey-Claudet gemäss den Plänen von Marcel Vuilleumier, Direktor der Uhrmacherschule des Vallée de Joux hergestellt und ist eines von bislang 12 bekannten Tourbillon-Uhrwerken, die ausschliesslich zum Einsatz bei Genfer Neuchatel- und Kew-Teddington-Observatoriums-Wettbewerben entwickelt und in ein 30 mm Gehäuse eingeschalt wurden, um die Uhren auf ihre Genauigkeit und Leistung hin beurteilen. Ausreguliert vom bekannten Alfred Jaccard haben einige dieser Werke zwischen 1947 und 1952 ausserordentliche Resultate in Kew-Teddington, Neuenburg und in Genf erzielt.
Bei Genauigkeitsprüfungen des Genfer Observatorium zum Beispiel erzielte die Uhr im Jahre 1948 806 Punkte und 735 Punkte im Jahre 1952. Der Schätzwert dieser Uhr lag zwischen 100.000 und 200.000 CHF. Die Uhr ist eine der bisher 7 vom Omega Museum vorgefundenen Uhren.
Im Jahre 1987 sind die wenigen in den Archiven wiedergefundenen Werke komplett überholt, rhodiniert, angliert, poliert mit Genferstreifen dekoriert, in Silber- oder in 18-Karat Goldgehäusen mit vollem oder durchsichtigem Boden und geschützten Drückern bei 4-Uhr eingebaut worden.