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Die Geschichte vom Rütihof... (Quelle: Wikipedia)
Rütihof ist ein Dorf im Kanton Aargau in der Schweiz. Es liegt im Reusstal, zählt rund 2400 Einwohner und bildet eine Exklave der Stadt Baden, zu der es seit 1962 gehört. Im Süden grenzt Rütihof an Mellingen, im Osten an Fislisbach, im Norden und Westen an Birmenstorf. Unmittelbar an der westlichen Grenze liegen die zu Birmenstorf gehörenden Weiler Müslen und Muntwil. Das Stadtzentrum Badens liegt knapp fünf Kilometer nordöstlich.
Die erste urkundliche Erwähnung Rütihofs erfolgte im Jahr 1144, als Gräfin Udelhild von Kyburg die niedere Gerichtsbarkeit über das Dorf dem Kloster Schänis schenkte. Die hohe Gerichtsbarkeit lag bei den jeweiligen Landesherren; es waren dies zunächst die Grafen von Lenzburg, ab 1172 die Kyburger und ab 1264 die Habsburger. Im Jahr 1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau und Rütihof lag fortan in der Grafschaft Baden, einer Gemeinen Herrschaft.
Ursprünglich bestand Rüti, welches kurz nach der Jahrtausendwende entstanden sein dürfte, aus einem einzigen Hof. Zwei Höfe sind seit 1653 nachweislich. Nach der Zuwanderung der Familien Meier von Münzlishausen (1664) und Busslinger vom Petersberg (1735) wuchs der Weiler langsam aber stetig. Die Rütihofer Bauern gehörten keiner Gemeinde an, waren aber dem Untervogt in Birmenstorf und dem Meier in Dättwil unterstellt. Sie besassen kein Bürgerrecht und hatten keinen Anspruch auf Armenfürsorge.
Bei Entstehung der Helvetischen Republik im Jahre 1798 wurden aus Dättwil, Rütihof, Segelhof und Münzlishausen die Munizipalität Dättwil gebildet, die aus vier nicht miteinander verbundenen Gebieten bestand. Daraus entstand 1805, zwei Jahre nach der Gründung des Kantons Aargau, die Einwohnergemeinde Dättwil. Für die Landesausstellung 1939 wurde das Dorfwappen mit dem weissen "Meierhut" geschaffen.
In Rütihof bestand ab 1778 während 4 Jahren die erste konfessionell gemischte Schule der Schweiz. Kirchlich gehörte das Dorf immer zu Baden. Ein eigener Friedhof und die Kapelle entstanden 1897 dank grossem Einsatz der Einwohner.
Seit 1962 (315 Einwohner) gehört Rütihof mit den andern Teilen der ehemaligen Gemeinde Dättwil zur Stadt Baden. Die Eingemeidung hatte ein hektisches Wachstum zur Folge verbunden mit dem Ausbau der Infrastruktur. 1981 war die Zahl von 1000 Einwohnern erreicht, im Jahr 2000 zählte Rütihof 2000 Einwohner und ist inzwischen auf 2500 Einwohner angewachsen.
Verkehr
Rütihof wird durch zwei Buslinien erschlossen: Die Linie 6 der RVBW führt von Rütihof über Dättwil, Baden und Obersiggenthal nach Untersiggenthal, die Postautolinie 362 von Brugg über Birmenstorf und Rütihof zum Bahnhof Mellingen-Heitersberg. Der Anschluss Baden West der Autobahn A1 liegt rund zwei Kilometer nördlich des Dorfes beim Westportal des Bareggtunnels.