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ein Versfuß, der aus einer kurzen und einer darauf folgenden langen Silbe (^ -) besteht und,
im Gegensatz zum Trochäus (- ^), einen energischen, vorstrebenden und drängenden Gang
[* 4] hat. Als Erfinder desselben gilt Archilochos
(s. d.), der Begründer der sogen. iambischen Poesie bei den Griechen, mit ihren polemischen und satirischen Tendenzen (daher
I. auch s. v. w. Schmähgedicht). Der I. spielt namentlich im Deutschen in allen Zweigen der Dichtkunst
eine Hauptrolle. Die einfachste metrische Verbindung, in welcher er auftritt, ist die iambische Dipodie (s. d.). Von vielseitigerer
Verwendung ist der drei- und vierfüßige I., katalektisch und hyperkatalektisch:
Durch die erlaubte Beimischung von Anapästen wird ihm ein bewegterer Charakter erteilt. Am schlagendsten
tritt das Charakteristische des iambischen Metrums hervor im fünffüßigen I., der für das lyrisch-didaktische Gedicht, das
Epos und das Drama gleichmäßig geeignet und geradezu als das wichtigste von allen deutschen Versmaßen zu bezeichnen ist.
Lebendigkeit, Spannung und Energie, dazu bei richtiger Behandlung
hinlängliche Elastizität, um nicht durch
Einförmigkeit zu ermüden, zeichnen ihn aus und befähigen ihn vorzugsweise zum Ausdruck des dramatischen Affekts.
der aus drei Doppeliamben, welche mit Anapästen und Spondeen wechseln können, besteht und je nach der
Cäsur in zwei verschiedene Verse zerfällt: den Trimeter (s. d.), den Vers der griechischen Tragiker, und den französischen
Sechsfüßler oder Alexandriner (s. d.);
endlich der achtfüßige I. oder Tetrameter (s. d.).