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Die Stadt Winterthur muss die alte Deponie im Aussenquartier Dättnau sanieren. Dort lagen immer noch Abfälle aus den Jahren zwischen 1940 und 1955 – und diese stossen immer noch Kohlendioxid und Methan aus. Die Sanierung dürfte 2,7 Millionen Franken kosten.
Bevor es Kehrichtverbrennungsanlagen gab, war es üblich, die Abfälle einfach am Rande der Siedlungsgebiete zu deponieren. In Dättnau wurden dafür zwischen 1940 und 1955 die nicht mehr genutzten Lehmgruben der Ziegelei verwendet.
Damit die Deponie nicht zum Himmel stank, wurden die Abfälle laufend mit mineralischen Bauabfällen und Aushubmaterial überdeckt. Diese hemmten zwar den Gestank, hatten aber den unerwünschten Effekt, dass die Abfälle nicht mehr gut abgebaut wurden.
Wie die Stadt am Montag mitteilte, produziert diese Deponie deshalb immer noch Gase. Sie würden keine Gefahr für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeuten, müssten aber verhindert werden. Die Gase sind vor allem in den Kellern der umliegenden Häuser messbar.
Die Deponie auszuheben, wäre jedoch unverhältnismässig, stellte die Stadt bereits zu einem früheren Zeitpunkt fest. In Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) ist das städtische Tiefbauamt deshalb seit mehreren Jahren daran, Sanierungsmöglichkeiten zu evaluieren.
Nun liegt das Konzept vor. Es beinhaltet unter anderem Gasschutzmassnahmen für die umliegenden Häuser und “Gasfenster”, durch welche die Deponiegase gezielt aus dem Untergrund ausströmen können. Der Stadtrat hat für dieses Sanierungskonzept 2,7 Millionen Franken als gebunden erklärt.
Das Tiefbauamt wird im kommenden Jahr die Detailprojektierung ausarbeiten und erste Massnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2018 umsetzen. Die Bevölkerung wird informiert, sobald die detaillierten Pläne vorliegen.