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Das Bestattungszubehör ist ein wichtiger Kostenfaktor bei der Organisation einer Bestattung. Diese Kosten können dank der Bestattungsvorsorge bereits zu Lebzeiten vorweggenommen werden.
Inhaltsübersicht
Die ersten Hinweise auf die Verwendung von Kremationsurnen gehen auf das Bronzezeitalter zurück, wo sie zur Aufbewahrung von Knochenresten genutzt wurde. Später in der Antike, als die Kremation ein integraler Bestandteil der Bestattungszeremonien der Griechen und Römer war, dienten Kremationsurnen ausschliesslich als Behälter für die Asche der Verstorbenen. Die Römer verwendeten gebrannten Ton und Glas, um die Urnen herzustellen, die sie anschliessend entweder begruben oder auf fein gemeisselten Grabdenkmälern versiegelten. Zu dieser Zeit wurden die Urnen in kleinen Nischen von Kolumbarien platziert, die selbst für den ärmsten Bürger zugänglich waren.
Nach dem Fall des Römischen Reiches nahm der Gebrauch der Urne drastisch ab. Beeinflusst durch das Aufkommen des Christentums und die symbolische Beerdigung Christi, entwickelten sich die Bestattungsriten weiter und die Kremation wich der Bestattung. Von Karl dem Grossen verboten, blieb die Kremation ein Privileg von Häretikern oder dunklen heidnischen Riten. Tatsächlich wurden aus dieser Zeit stammende Kremationsurnen mit Tierresten gefunden. Obwohl sich die Friedhöfe aufgrund Pandemien wie der Pest füllten und es für die Kirche immer schwieriger wurde, ihre Toten zu beerdigen, blieb die Kremation verboten und damit auch die Verwendung der Kremationsurne. Seine Renaissance erlebte die Urne erst im 19. Jahrhundert, als die Kremation in den meisten europäischen Ländern, einschliesslich der Schweiz, wieder zugelassen wurde.
Bereits im 16. Jahrhundert hoben Ärzte und Hygieniker die Vorzüge der Kremation hervor, um Epidemien einzudämmen. Ende des 18. Jahrhunderts schliesslich entstand eine regelrechte Kremation-Bewegung. Doch erst mit Napoleons Gesetzbuch änderte sich die Gesetzgebung grundlegend. Verstorbene erhielten einen juristischen Status, was das Kirchenmonopol bei Beerdigungen schwächte. Gleichzeitig bekamen Familien mehr Freiheit bei der Organisation von Trauerfeiern.
Die grossen Typhusepidemien im 19. Jahrhundert brachten die Kremation wieder ins Gespräch. Erst gegen Ende dieses Jahrhunderts fanden sowohl in der Schweiz als auch im Rest Europas wieder die ersten Kremationen statt.
In der Schweiz, wo die Kremationsrate bei 90 Prozent liegt, erfreut sich der Verkauf von Urnen grosser Beliebtheit. Heute gibt es sie in vielen Formen, von rund und oval bis quaderförmig oder individuell gestaltet. Die zahlreichen Modelle auf dem Markt bestehen aus unterschiedlichsten Materialien wie Granit, Glas, Marmor, Holz, Keramik und sogar Karton oder biologisch abbaubaren Verbundstoffen, ideal für Naturbestattungen oder Seebestattungen. Eine Kremationsurne kann:
- in einer Grabkammer, einem Urnengrab oder in einem Kolumbarium aufbewahrt werden.
- auf einem bestehenden Grab versiegelt werden.
Wenn die Asche verstreut werden soll, kann die Urne in der freien Natur, im Meer oder in Gedenkgärten entleert werden. In der öffentlichen Wahrnehmung geniesst die Beisetzung in einer Urne heutzutage den gleichen Stand wie die Einsargung.
Bei der Auswahl einer Urne sollten Sie Folgendes beachten:
- Stellen Sie sicher, dass die Urne gross genug ist, um alle Asche aufzunehmen (durchschnittlich 3 Liter).
- Wählen Sie ein Modell, das dem Verstorbenen entspricht und seine Persönlichkeit widerspiegelt.
- Entscheiden Sie sich je nach Verbleib der Asche für ein langlebiges oder weniger dauerhaftes Modell.
Der Preis einer Urne hängt vom gewählten Modell ab und fällt entsprechend unterschiedlich hoch aus. Sowohl die Optik als auch die Materialien, aus denen die Urne besteht, unterliegen einem ständigen Wandel, der mit der Entwicklung der Mentalität und den Bedürfnissen der Trauerfamilien einhergeht. So ist es möglich, eine biologisch abbaubare Aschenurne zu wählen, die den Samen eines vom Verstorbenen oder seiner Familie ausgewählten Baumes enthält. Da die Schweizer Gesetzgebung die technischen Merkmale der Aschenurne nicht regelt, kann man sie auch selbst herstellen.
Mit steigender Anzahl an Haushalten mit Haustieren öffnen in der Schweiz immer mehr Tierkrematorien für Hunde, Katzen und sogar für exotische Haustiere ihre Türen. Manche Bestattungsunternehmen haben daraufhin ihre Angebote erweitert und bieten nun speziell für unsere tierischen Begleiter angepasste Urnen an. Ähnlich wie für Paare, die nach dem Tod zusammenbleiben möchten, gibt es Doppelurnen, die sowohl Platz für die Asche des Besitzers als auch die seines Haustieres bietet.