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Container fasste die Ideal X, das erste ernst zu nehmende Containerschiff der Welt, auf ihrer Jungfernfahrt im Jahre 1956 von Newark nach Houston in den USA. Die Ever Given, die sich im März dieses Jahres im Suezkanal verhakte und ihn einige Tage blockierte, kann dagegen bis zu 20 000 20-Fuss-Standardcontainer laden (zirka 6 × 2,5 × 2,5 Meter). Die Ever Given wirkt riesig. Doch es gibt Schiffe, die noch ein paar Tausend Container mehr aufnehmen können. Heute kennen alle die Metallboxen; sie sind allgegenwärtig auf Schiffen, Zügen und Lastwagen.
In der Vorcontainerzeit wurden alle Waren als Stückgut verschifft. Das Be- und Entladen von Transportmitteln war zeitraubend und verschlang bis zu zwei Drittel der Transportzeiten. Es war auch arbeitsaufwendig und die Arbeiter gingen mit den Waren wenig pfleglich um. Diebstahl war an der Tagesordnung und immer wieder nahmen Schiffe Schaden, weil die Ladung auf hoher See verrutschte. All das machte den Transport von Waren als Stückgut teuer und den Transport in Containern attraktiv, die von den USA aus ab den 1960er Jahren die Welt eroberten.
Die begleitende Infrastruktur aus angepassten Kränen, Schiffen, Lastwagen, Zügen, Häfen und Lagerstätten trug ihren Teil zu einer dramatischen Reduzierung der Transportkosten bei. Sie liess die Welt für den Warentransport zusammenschrumpfen und hat seither einen massiven positiven Einfluss auf den internationalen Handel (nach einigen Schätzungen einen deutlich stärkeren als Freihandelsabkommen).
Das gewonnene Wissen um die technischen Möglichkeiten ist beruhigend robust. Einen Rückschritt in eine Welt, in der das grösste Schiff gerade mal 58 Container auflädt, wird es auch mit der handelsfeindlichsten Handelspolitik nicht geben. Weitere Fortschritte sind hingegen naheliegend. Weil die Standardcontainer individuell identifizierbar sind, eignen sie sich vorzüglich als Begleiter der nächsten Schritte der Digitalisierung. Die Transaktionsabwicklung erfolgt in der Containerlogistik bereits heute regelmässig Blockchain-gestützt. Zukünftig könnten autonom fahrende und mit alternativen Antrieben ausgestattete Lastwagen darin eingebunden sein und Container samt ihrem Wareninhalt noch ressourcenschonender transportieren.