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Corona-Impfung in der Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft ist ein freudiges Ereignis, doch wird die schöne Zeit momentan durch Corona getrübt. Neu wird eine Impfung allen Schwangeren empfohlen. Hier liest du mehr zum Thema.
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Warum gehören Schwangere zur Risikogruppe?
Wenn du schwanger bist, hast du laut einer Studie des Bundesamts für Gesundheit, die gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe durchgeführt wurde, ein erhöhtes Risiko an Corona zu erkranken. Du gehörst damit zu den Personen, die als speziell gefährdet angesehen werden. Der Grund für diese Einstufung sind aktuelle Studien, die einen Hinweis darauf geben, dass Frauen, die ein Kind erwarten, im Vergleich zu gleichaltrigen Frauen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben.
Auch das Risiko für eine Frühgeburt kann steigen. Doch das erhöhte Vorkommen einer schweren Erkrankung betrifft nicht alle werdenden Mütter. Frauen, die schwanger und zugleich älter waren, erkrankten zum Beispiel schwerer. Auch Übergewicht oder chronische Vorerkrankungen sind gefährlicher für Schwangere.
Impfkriterien für Schwangere
Anfänglich hat das BAG schwangere Frauen von der SARS-CoV-2 Impfung ausgeschlossen, dann nur für Schwangere mit Vorerkrankungen oder besonderen Risiken (z.B. Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes, sowie Berufe mit erhöhter Ansteckungsgefahr) empfohlen. Seit dem 14. September wird nun allen Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel die Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs gegen COVID-19 empfohlen.
Wann sollte die Impfung für Schwangere erfolgen?
Die Impfung gegen COVID-19 soll nicht im 1. Trimester der Schwangerschaft erfolgen. Wenn eine mRNA Impfungen gegen COVID-19 unbeabsichtigt in der Frühschwangerschaft verabreicht wurde, besteht kein Grund für die Erwägung eines Abbruchs der Schwangerschaft. Es sind weder in Tierversuchen noch bei den bisher bekannten Fällen von Impfungen in der Frühschwangerschaft (über 1000 publizierte Fälle in der oben erwähnten Studie) Schädigungen des Embryos bekannt, und die Abortrate ist nicht erhöht.
Ist die Impfung bei Kinderwunsch sinnvoll?
Die mRNA-Impfungen gegen COVID-19 haben keinen negativen Einfluss auf die Fertilität von Mann oder Frau. Nach einer mRNA-Impfung kann eine Schwangerschaft ohne Wartezeit angestrebt werden. Frauen, welche eine Schwangerschaft planen, wird die Impfung ausdrücklich empfohlen.
Kann eine Impfung während der Stillzeit erfolgen?
Die mRNA-Impfungen gegen COVID-19 können in der Stillzeit ohne Einschränkungen verabreicht werden. Es wurde nachgewiesen, dass nach einer Impfung die Antikörper mit der Muttermilch zum Kind übergehen. Ob der Säugling damit einen gewissen Schutz vor einer COVID-19 Erkrankung hat, ist noch offen.
Quelle: gynécologie suisse SGGG, Bern
Schwangere und die Corona-Impfung: sicher oder riskant?
Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Impfung für schwangere Frauen besonders riskant sein könnte. Zwar wurden werdende Mütter bisher nicht in klinischen Studien getestet, aber Tierversuche zeigten kein erhöhtes Risiko für trächtige Tiere.
Stillende Mütter übertragen dieselben Antikörper über die Muttermilch. Dein Baby bekommt auf passive Art und Weise die gleiche Immunität wie du. Wie effektiv die Impfung wirkt, wird gerade noch erforscht.
Wenn du ein Baby erwartest und eine normale Schwangerschaft durchlebst, musst du zwar aufpassen nicht zu erkranken, aber nicht in Panik verfallen. Wichtig ist, dass du die Hygienevorschriften strikt einhältst, Risikobegegnungen vermeidest und deine Kontakte einschränkst. Gehörst du ohnehin zu einer Risikogruppe, zum Beispiel bei unterschiedlichen chronischen Erkrankungen oder Beschwerden wie Bluthochdruck, sprich mit deinem Arzt des Vertrauens über mögliche Schritte.
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