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Was ist DPI überhaupt? Und wie kann man Deep Packet Inspection umgehen?
Deep Packet Inspection (DPI) steht für ein Verfahren in der Netzwerktechnik, Datenpakete zu überwachen und zu filtern. Dabei werden gleichzeitig der Datenteil und der Headerteil des Datenpaketes auf bestimmte Merkmale wie Protokollverletzungen und weitere Inhalte untersucht.
DPI wird derzeit meist in Enterprise-Anwendungen bei Providern, oft im Auftrag von Regierungen, in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen eingesetzt. Es ermöglicht eine erhebliche Absicherung des Informationsflusses, wird aber auch zur Vorratsdatenspeicherung, zum Abhören und Sammeln von Informationen und zur Zensur im Internet eingesetzt. Kritiker befürchten auch, dass die DPI-Technik in Zukunft dahingehend genutzt werden könnte, die Netzneutralität des Internets einzuschränken. In der Türkei wird DPI von Providern eingesetzt um beim Download von bekannter Software wie zum Beispiel VLC, WinRAR, 7-Zip und Opera die offiziellen Downloadseiten umzuleiten und mit Spyware infizierter Software zu bedienen.
Eine Technik gegen DPI ist der Einsatz von HTTPS anstatt HTTP zu verwenden. Der Proxy, der DPI ausführt, kann eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung nicht einfach aufbrechen und die Inhalte analysieren. Hierfür müsste der Client-PC mit Zertifikaten „manipuliert“ werden, die den Proxy als vertrauenswürdig einstufen.
Und falls Sie sich nun fragen, ob Sie DPI mit einer Firewall wie zum Beispiel pfSense umgehen können. Nein das geht nicht so einfach.
Wieso sollte ich DPI umgehen?
Deep Packet Inspection zu umgehen ist sinnvoll, wenn Ihr ISP (Provider wie zB. Swisscom oder Telekom) gewisse Inhalte zensiert.