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Ayuntamiénto
(span.), Bezeichnung der Munizipalgewalt in den spanischen Städten. Aus der hohen Bedeutung, welche die Städte Spaniens zur Zeit des Kampfes gegen die Mauren hatten, und der wertvollen Unterstützung, welche sie später dem Königtum gegen die Granden gewährten, erklärt sich die durch vielfache Begünstigungen beförderte freiheitliche Entwickelung der frühern spanischen Munizipalverfassung. Bei Annahme der neuen Charte von 1837 wurde jedoch bestimmt, daß die Organisation der Ayuntamiéntos Gegenstand eines besondern Gesetzes sein sollte.
Dies erschien 1840. Das Wahlrecht wurde darin von einem Zensus abhängig gemacht, die Wählbarkeit auf die Höchstbesteuerten beschränkt;
besoldete Staatsbeamte wurden zu Munizipalfunktionen zugelassen;
das Ayuntamiénto wurde für auflösbar, dessen Mitglieder für absetzbar erklärt;
die Verwendung der Gemeindegelder wurde von der Zustimmung der Regierung abhängig gemacht.
Dies Ayuntamiéntogesetz veranlaßte die Vertreibung der Königin-Regentin Christine und wurde zurückgenommen. Aber schon nach Suspendierung der Cortes, brachte das Ministerium Gonzalez Bravo dasselbe von neuem zur Geltung mit der einzigen Modifikation, daß die Ernennung der Alkalden oder Bürgermeister wieder von den Gemeinden ausgehen sollte. Das neue Gesetz