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Joseph Haydn gilt als Meister des Streichquartetts: er schrieb 68 Werke für diese Besetzung und schuf damit die Referenz für Werke dieser Besetzung aus Klassik und Romantik. Dass sich die Gattung Streichquartett etablieren konnte, ist den Wegbereitern der Mannheimer Schule zu verdanken, die im Schatten des Ruhmes ihrer Nachfolger zu Unrecht in Vergessenheit gerieten. Am Mannheimer Hof entstand in der Vorklassik eines der besten Orchester Europas: die Hofkapelle Mannheim, die besonders für ihr effektvolles Spiel berühmt wurde. Dieses war schwungvoll, natürlich, melodiebetont und kontrastreich. Die Mannheimer Schule, repräsentiert vor allem durch die Musikerfamilie Stamitz, übte einen starken Einfluss auf die künftigen Klassiker aus und machte Mannheim zum Mittelpunkt des europäischen Musiklebens. Aus ganz Europa kamen jedes Jahr tausende Besucher, um bei den Hofkonzerten und Opernaufführungen das berühmte Orchester zu erleben. Aufgrund der bayerischen Erbfolgeregelung verlegte Kurfürst Carl Theodor im Jahre 1778 seine Residenz nach München und nahm auch die meisten Musiker seiner Hofkapelle mit. Damit endete Mannheims Ära als eine der führenden Musikmetropolen Europas. Ihr Einfluss auf Komponisten der Wiener Klassik wie Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven und darüber hinaus auf die Orchestermusik bis hin zur Romantik blieb aber ungebrochen. In der Kirche Laax sind drei Generationen von Streichquartetten zu hören: Das ausdrucksstarke Quartett von Richter, ein von Leichtigkeit geprägtes Werk seines Schülers Stamitz und zum Schluss ein frühes Quartett von Haydn. Das «ensemble le phénix» spielt auf historischen Instrumenten. Kommen Sie mit auf eine Reise in die Frühklassik!