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Die Menschen in Riehen waren während des zweiten Weltkriegs oft konfrontiert mit dem Elend der Flüchtlinge.
Riehen und Bettingen, die beiden Landgemeinden des Kantons Basel-Stadt, liegen exponiert und weit vorgeschoben auf rechtsrheinischem Gebiet. Wie erlebte die Bevölkerung der beiden Dörfer während des Zweiten Weltkrieges ihre Lage direkt an der deutschen Grenze? Wie weit beschäftigte sie sich mit dem Schicksal jener Menschen, die versuchten, die Grenze ihrer Gemeinden zu überschreiten und in die Schweiz zu flüchten? Bewohnerinnen und Bewohner der Sperrzonen und des Dorfes Bettingen wurden häufig mit Flüchtlingen konfrontiert. Sie begegneten gehetzten Menschen, die in ihren Häusern Hilfe suchten. Und sie mussten mit ansehen, wie viele dieser Flüchtlinge wieder über die Grenze zurückgestellt wurden. Basler Behörden versuchten oft, die unmenschlichen Bestimmungen aus Bern zu umgehen und Flüchtlinge entgegen dem Willen der eidgenössischen Fremdenpolizei in Basel aufzunehmen.
(aus «Fast täglich kamen Flüchtlinge» von Lukrezia Seiler und Jean-Claude Wacker, Merian Verlag, 2014, Seiten 9-10).
Hierunter wird auf eine Seminararbeit von 2011 der Historikerin Thea Fleischhauer verwiesen, die leider nicht publiziert ist. Diese Arbeit kann aber in der Dokumentationsstelle der Gemeinde Riehen eingesehen werden.
Schliessung der deutsch-schweizerischen Grenze im Bereich der Städte Weil, Lörrach und Riehen durch die Reichsarbeitsdienst-abteilungen 1942
Die digitalisierten Bilder des Bildarchivs von Rudolf Vetter wurden der Dokumentationsstelle der Gemeinde Riehen vom Archiv Rudolf Vetter zur freien Verfügung gestellt. Diese Fotodokumente belegen den Umfang der drastischen Massnahme der Grenzschliessung in der Region. Zwei Reichsarbeitsdienstabteilungen aus Nordrhein-Westfalen waren an die Grenze beordert worden, um im Spätsommer 1942 einen unüberwindlichen Stacheldrahtverhau entlang des gesamten Grenzverlaufs von Weil bis Riehen anzulegen.
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