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Robert Heinecken gehört zu den Pionieren der Westküste Amerikas, wenn es um die Verwendung von gefundenen Fotografien in künstlerischen Kontexten geht. Bereits 1964 gründete er das Fotodepartment der University of California, Los Angeles, leitete die dortige Abteilung bis 1991, und war Mentor vieler nachfolgender Generationen von Künstler_innen, die die Grenzen des Mediums erkunden. Heinecken verstand die Massenmedien, aus denen er seine Bildvorlagen abzweigte, als zwar nicht organische Natur, bezeichnete sie aber als elementares Instrument zur Verbreitung von Informationen und damit als „Quasi-Natur“. In der Werkgruppe der Periodicals experimentiert Heinecken mit Mitteln der Reproduktionstechnologie und überlagert die Bildseiten von Mode- und Lifestyle-Magazinen mit einer immer gleichen, per Offsetdruck aufgetragenen Pressefotografie des Vietnamkriegs. Seichte und politische Bildrhetorik mischen sich zu einer diffusen Kombination, in der sich die eklektisch zusammengewürfelten Bildinhalte gegenseitig neutralisieren.