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|Abt Werinher (1133-1167)

Abt Werinher
Werinher, 1133-1167. Werinher war Custos und wurde nach dem 1.5.1133 Abt. Die Wahl verlief friedlich, was der Chronist eigens hervorhob. Trotz des Widerstands der Mönche versuchte er die alte Klosterzucht wieder herzustellen und verklagte schließlich seine Mönche bei Kardinal Dietwin, der 1134 als päpstlicher Legat für Innozenz II. unter Kaiser Lothar nach Deutschland kam. Dies brachte die Mönche in große Erregung, doch konnten der Propst und einige andere Brüder den klösterlichen Frieden wieder herstellen. Im März 1134 ist er urkundlich zum ersten Mal genannt. Am 12.4.1139 erhielt er von Papst Innozenz II. die Privilegien- und Besitzbestätigung. 1145 erneuerte er die Gebetsverbrüderung mit dem Kloster Reichenau. Er errichtete die Kirchen St. Leonhard und St. Egidius, die Papst Eugen III. am 13.2.1152 in seinen Schutz nimmt. Im Jahre 1162 erwarb er von Herzog Welf von Ravensburg das Kloster Ittingen mit allem Zubehör. Während seiner Regierungszeit starb der Schirmvogt, Graf Udalrich von Gamertingen, ohne Nachkommen, weshalb die Vogtei ans Kloster zurückfiel. Abt Werinher verkaufte sie um 300 Mark Silber an Graf Rudolf von Pfullendorf und konnte mit diesem Erlös einige Schulden begleichen. Abt Werinher starb am 6.7.1167.
(Duft, Johannes; Die Abtei St.Gallen, St. Gallen 1986)