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The Times zufolge heisst der Kläger John Cawood. Er ist 72 Jahre alt und ihm wurde nach eigener Aussage die Mitgliedschaft beim Sunningdale Golf Club entzogen, weil er mehr als 30 Mal pro Jahr dort spielte.
Die Einschreibegebühr im exklusiven Club kostet etwa 60 000 Pfund – als pensionierter Anwalt aus bezahlte der Australier Cawood einen reduzierten Überseebetrag bei seiner Mitgliedschaft. Laut The Times wurden 2011 Rufe anderer Mitglieder laut, dass Cawood zu oft spiele, weshalb der Club seine Jahresmitgliedschaft zu den normalen 3 750 Pfund anhob. Dies war etwa dreimal mehr, als er zuvor bezahlte. Als ein paar Jahre später das gleiche Problem wieder auftrat, entzog der Sunningdale Golf Club dem Australier 2015 seine Mitgliedschaft.
«Der Club ist der Ansicht, dass ich regelmässig mehr als 30 Mal im Jahr spiele, aber das stimmt nicht», äussert sich Cawood selbst bei der Gerichtsverhandlung vom vergangenen Dienstag. Er ergänzt: «Das letzte Mal, als ich über 30 Runden spielte war 2006 und ich habe damals eine Gebühr pro Runde bezahlt.»
Cawood, der Berichten zufolge Sunningdale 1997 beitrat und seither etwa drei Monate pro Jahr in Grossbritannien verbrachte, klagt auf Schadensersatz und möchte seine Mitgliedschaft zurückerhalten. Die Verhandlungen halten an.
30 000 Dollar Schadensersatzklage für Handtasche
Beim Alpine Country Club in New Jersey verschüttete ein Kellner Wein über die Hermès Kelly Tasche von Maryana Beyder, die infolge dessen Ende Oktober den Golfclub auf Schadensersatz verklagte. Der Golfclub wiederrum verklagt nun seinen Angestellten, der den Wein verschütterte. Der geforderte Schadensersatz beläuft sich auf 30 000 Dollar. Eine solche Anschlussklage ist nicht selten, wie Alexandra Errico, Beyders Anwältin erklärt: «Der Golfclub verlangt nun von ihrem Angestellten, für den Schaden meiner Mandantin aufzukommen.»
Der verhängnisvolle Vorfall ereignete sich am 7. September 2018, als der Kellner Rotwein über die pinke, seltene Tasche schüttete. Da die Produktion der Tasche eingestellt wurde, ist sie so gut wie unersetzlich, heisst es in der Anklage von Beyder. Über ein Jahr lang habe Beyder versucht, die Angelegenheit direkt mit dem Golfclub zu klären, doch habe der Golfclub die Diskussion immer weiter herausgezögert und sich schliesslich gar nicht mehr zum Thema geäussert.
«Allgemein können Kellner nicht für Schäden die während ihrer Arbeit im Restaurant passieren belangt werden», erklärt Louis Pechman, ein Anwalt für Angestelltenrecht.