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Süd- und Nordkorea haben sich nach monatelangem Streit auf die Anhebung des Mindestlohns für Zehntausende nordkoreanische Arbeiter in ihrem gemeinsamen Industriekomplex Kaesong geeinigt.
Beide Seiten unterzeichneten ein Abkommen, wonach der Monatslohn um fünf Prozent auf 73.87 Dollar erhöht wird. Dies teilte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul am Dienstag mit. Es gebe aber noch ungelöste Probleme, etwa bei den Sozialversicherungsbeiträgen.
Der 2004 geöffnete Fabrikpark in einer Sonderzone der grenznahen nordkoreanischen Stadt Kaesong ist das einzige grössere Wirtschaftsprojekt, das beide Staaten noch gemeinsam betreiben. Mehr als 50'000 Nordkoreaner arbeiten dort für etwa 120 südkoreanische Unternehmen, die von den niedrigen Löhnen im weithin abgeschotteten Nachbarland profitieren. Für das kommunistische Regime in Nordkorea ist die Wirtschaftszone auch eine wichtige Devisen-Einnahmequelle.
Der Streit war durch die Forderung Nordkoreas nach Anhebung der Löhne für seine Arbeiter um 5.18 Prozent ausgelöst worden. Bei der Inbetriebnahme des Komplexes hatten sich beide koreanischen Staaten geeinigt, dass die Löhne pro Jahr nicht mehr als fünf Prozent ansteigen sollen. (sda/dpa)