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Die Coronavirus-Pandemie hat die Rechnung des Genfer Flughafens tief in die roten Zahlen gedrückt. Für das Jahr 2020 werde der Flughafen Genf einen Verlust von rund CHF 130 Mio. machen, teilte die Betreibergesellschaft mit. Nach einer Belebung des Verkehrs im Juli und August ging die Zahl der Passagiere im Herbst stark zurück. Im November erreichte der Rückgang der Passagierzahlen 90,9%. Die Generaldirektion schätzt, dass die Zahl der Passagiere im gesamten Jahr um mindestens 68 % niedriger sein wird als im Jahr 2019, was weniger als 6 Millionen Passagieren entspricht.
Für das Jahr 2021 erwartet der Flughafen Genf auf der Grundlage eines Szenarios, dessen Annahmen eine Wintersaison mit begrenztem Passagieraufkommen und eine stärkere Wiederaufnahme der Aktivitäten im Sommer beinhalten, einen Gesamtrückgang der Passagierzahlen um 40 bis 50% gegenüber dem Referenzverkehr von 2019. Insofern wird das Verkehrsniveau von 2019 voraussichtlich erst im Jahr 2024 wieder erreicht werden.
Trotz aller verbleibenden Unwägbarkeiten und dank aller bereits getroffenen Massnahmen hat die Geschäftsleitung den Mitarbeitern heute die Entscheidung mitgeteilt, zum jetzigen Zeitpunkt kein Massenentlassungsverfahren mit Sozialplan einzuleiten. Alle Bemühungen zielen darauf ab, die Kosten so weit wie möglich zu reduzieren, während die Mitarbeiter so weit wie möglich vor den Auswirkungen der Krise geschützt werden und sichergestellt wird, dass die Fähigkeit des Flughafens Genf, den Wiederaufschwung zu bewältigen, sobald er beginnt, erhalten bleibt. (TI)