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Bei einem Erdrutsch nahe einem Jade-Bergwerk im Norden Myanmars sind möglicherweise bis zu 200 Menschen umgekommen. 99 Leichen seien geborgen worden, berichteten Rettungskräfte am Sonntag. Etwa 100 Menschen würden noch vermisst. Was das Unglück in Hpakant auslöste, war zunächst unklar. Die Bergwerke und Abraumhalden in der betroffenen Region Kachin gelten jedoch als sehr gefährlich, es kommt dort häufiger zu Erdrutschen. Eine staatliche Zeitung berichtete, viele der Bergarbeiter hätten in ihren Hütten geschlafen, als sich das Unglück ereignete. Für Ausländer ist die Region praktisch unzugänglich.
Das Jade-Geschäft in Myanmar gilt als höchst undurchsichtig. Ein Grossteil der in Hpakant geförderten Schmucksteine wird angeblich ins benachbarte China geschmuggelt, wo das Mineral sehr begehrt ist.
Enge Verbindung zur Regierung
Nach Angaben der Umweltorganisation Global Witness wurde in Myanmar 2014 Jade im Wert von etwa 29 Milliarden Euro produziert. Viele der Minen stehen danach in enger Verbindung zu Regierungsangehörigen und Mitgliedern von Milizen, die mit der bisherigen Militärregierung verknüpft sind. Sicherheitsvorkehrungen in den Bergwerken und bei den Abraumhalden gebe es kaum.
(sda/me)