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Im Spannungsfeld der Großmächte beziehungsweise heute in der Peripherie des Imperiums EU liegt Transsilvanien oder Siebenbürgen, wie es bei der deutschsprachigen Minderheit im heutigen Rumänien heißt.
Romans und Hofbauers Buch zu dieser Region ist in die drei Abschnitte Theorie, Geschichte und Gegenwart aufgeteilt. Im Theorieteil legen die Autoren ihre kritische Position sowohl gegenüber dem Kapitalismus und den Institutionen EU und NATO als auch gegenüber dem Staatssozialismus und der Sowjetunion dar.
Der geschichtliche Teil beginnt mit der Zeit des antiken Rom über die osmanische und habsburgische bis zur rumänischen Epoche Mitte der 1990er Jahre. Der Abschnitt zur Gegenwart geht auf die ökonomischen Bedingungen und gesellschaftlichen Verhältnisse wie beispielsweise Religionen und Kirchenstreit, Prostitution und Stadtflucht sowie die ethnischen Spannungen zwischen UngarInnen, RumänInnen und Roma ein. Die Beschreibung der ökonomischen und sozialen Verhältnisse ist geprägt von eigenen Reisen und Erfahrungen der Autoren. Auf deutscher Sprache ist eine derartige Nähe zur Lebenswelt der Menschen in Transsilvanien wohl kaum anderswo zu finden. Leider bietet das Buch zwar eine umfangreiche Bibliographie, aber kaum Quellenangaben im Text. Der Übersicht in den historischen Zeitspannen dienen dafür Landkarten und eine Zeittafel.