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Über eine mögliche Rückkehr des jemenitischen Staatschefs Ali Abdullah Saleh sind am Freitag widersprüchliche Angaben zirkuliert. Saleh befindet sich derzeit in Saudi-Arabien, wo er medizinisch behandelt wird.
Ein saudi-arabischer Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP in Riad, Saleh "wird nicht in sein Land zurückkehren. Ob es sich dabei um Salehs eigene Entscheidung oder die des Königreichs handelt, wollte der Regierungsvertreter nicht sagen.
Die Nachrichtenagentur dpa zitierte ebenfalls einen hochrangigen Regierungsbeamten in Riad, der aber sagte, "ich lehne es ab, zu bestätigen, dass er nicht zurückkehren wird". Im Prinzip habe Saleh eingewilligt, den Vorschlag des Golfkooperationsrates für einen friedlichen Machtwechsel zu unterzeichnen.
Dieser sieht seinen Rücktritt innerhalb von 30 Tagen, die Einsetzung einer Übergangsregierung unter Einbeziehung der Opposition und Neuwahlen vor. Doch Saleh hatte in den vergangenen Wochen mehrfach angekündigt, den Plan zu unterschreiben, um sich dann im letzten Moment mit einem Rückzieher aus der Affäre zu ziehen.
Der stellvertretende jemenitische Informationsminister sagte der Nachrichtenagentur Reuters denn auch, Saleh werde "innerhalb der kommenden Tage" in den Jemen zurückkehren. Ein genaues Datum nannte der Minister nicht, der sich auf Informationen des Präsidialamtes berief. Er fügte aber hinzu, Saleh gehe es besser.
Anschlag Anfangs Juni
Gegen Saleh gibt es im Jemen seit Monaten landesweite Proteste, bei denen der Rücktritt des seit 33 Jahren regierenden Präsidenten gefordert wird. Anfangs Juni war er zur medizinischen Behandlung nach Saudi-Arabien geflogen worden, nachdem er bei einem Angriff auf den Präsidentenpalast in Jemens Hauptstadt Sanaa verletzt worden war.
Seitdem wurde der 69-Jährige nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi übernahm vorübergehend die Amtsgeschäfte.