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Bei Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) oder Pleuramesotheliom (MPM) sind die Behandlungsoptionen begrenzt. In der Studie SAKK 17/18 wird die Kombination von Gemcitabin und Atezolizumab geprüft, die in präklinischen Studien eine gute Wirksamkeit gezeigt hat.
Die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Lungenkrebs hat sich dank zielgerichteten Therapien und Immuntherapien in den letzten Jahren deutlich verbessert. Tritt jedoch trotz dieser Therapien ein Tumorrezidiv auf, sind die Behandlungsoptionen nach wie vor eingeschränkt. Auch beim malignen Pleuramesotheliom (MPM) scheint die Immuntherapie eine vielversprechende Therapieoption zu sein, die momentan in Studien untersucht wird. Problematisch ist bei beiden Tumorarten, dass es bei den meisten Patienten nach einer gewissen Dauer der Immuntherapie zu einer Resistenz kommt.
Kombination von Immun- und Chemotherapie
Präklinische In-vitro-Studien haben gezeigt, dass die Kombination einer Immuntherapie mit Chemotherapie positive Effekte haben kann. Deshalb wird in der Studie SAKK 17/18 die gleichzeitige Gabe von Atezolizumab und Gemcitabin untersucht. Beide Wirkstoffe sind in der Schweiz unter anderem zur Therapie des NSCLC zugelassen.
An der Studie können Patienten teilnehmen, die entweder an einem fortgeschrittenen NSCLC oder einem inoperablen MPM erkrankt sind und bei denen nach einer Immun- resp. Immun-Chemotherapie im fortgeschrittenen Stadium ein Tumorrezidiv oder eine Tumorprogression aufgetreten ist. Es werden 37 Patienten mit NSCLC und 30 Patienten mit MPM in die Studie eingeschlossen. Die Studientherapie wird während maximal zwei Jahren durchgeführt. Sollte sich nach Ablauf der zwei Jahre herausstellen, dass der Patient weiterhin einen Nutzen von der Therapie haben könnte, kann diese allenfalls ausserhalb der Studie weitergeführt werden.