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Tara (2022)
Im Sommer verwandelt sich das Ufer des Tara-Flusses in Taranto in einen Badespass. Die Einwohner der süditalienischen Stadt tauchen, schwimmen und reiben sich mit dem Schlamm ein, den sie auf dem Grund finden. Sie sind überzeugt, dass das Wasser des Flusses heilende Kräfte hat, dass es wundersam ist. Eine alte Legende über einen Esel, den man für halbtot erklärte, der sich aber durch das Baden im Fluss erholte, stützt diesen fast religiösen Glauben. Fragt man die Mitarbeiter des örtlichen Umweltamts, zeichnen diese ein ganz anders Bild. Sie wissen, dass die ILVA, das grosse Stahlwerk an den Toren von Taranto, Reste des Abwassers in den Fluss leitet.
Entlang des Flusses reihen sich verschiedene Lebensräume aneinander, die sich bewusst und unbewusst gegenseitig beeinflussen. Diese spürt der Film auf und bietet den Menschen, die darin vorkommen eine Plattform. Neben den Badenden sieht man deswegen eine Gruppe Jugendliche aus der grossen Wohnsiedlung «Case bianche», die sich die Zeit um die Ohren schlagen, lernt zwei Freunde kennen, die einst im Stahlwerk gearbeitet haben und jetzt ein eigenes Restaurant eröffnen wollen, oder lässt vom Wasser aus seinen Blick entlang der Silhouette der Stadt schweifen. [ter/OutNow]
Alles im FlussVisions du Réel 2022
Die einen sagen, das Wasser des Flusses sei verseucht, für die anderen hat es heilende Kräfte. Weniger bekannt als der Tara selbst ist das Stahlwerk, das Aufmerksamkeit auf die Stadt Taranto lenkt.