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Stromproduktion
Als Kombination von miteinander verbundenen Werken zur Produktion von Lauf- und Speicherenergie sowie zur Saisonspeicherung gehören die Anlagen der KHR zu den grössten Hochdruckspeicherkraftwerken hierzulande. Genutzt wird die Wasserkraft aus einem der grössten Einzugsgebiete der Schweiz, das den Hinterrhein und dessen wichtigsten Zufluss, den Averserrhein, umfasst. Die Anlagen der KHR lassen sich in drei Gefällsstufen unterteilen: Die oberste Stufe Valle di Lei–Innerferrera berührt durch den Einbezug des Speicherraums im Valle di Lei teilweise italienisches Gebiet, während die beiden unteren Stufen, Innerferrera/Sufers–Andeer und Andeer–Sils, ganz auf Schweizer Boden liegen.
Da elektrische Energie nicht in grösseren Mengen gespeichert werden kann, weicht man auf die Speicherung von Wasser in grosser Höhe aus: Mit einem Pumpspeicherkraftwerk kann während der Niederlastzeiten über Nacht Wasser hochgepumpt und – bei grosser Nachfrage in den Spitzenlaststunden – wieder turbiniert werden. Die Pumpspeicherung ist sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll, weil solche Anlagen im Gegensatz zu Kernkraftwerken und Flusskraftwerken kurzfristig zugeschaltet und auch wieder gestoppt werden können.
Im Tages- und Jahresverlauf schwankt der Stromverbrauch erheblich. Die Grundlast wird durch sogenannte Bandenergie gedeckt – Strom aus Laufkraftwerken an grossen Flüssen sowie Strom aus Kernkraftwerken, die rund um die Uhr in Betrieb sind. Zur Deckung der Spitzenlast über Mittag und am Abend werden kurzfristig einsetzbare Speicherkraftwerke zugeschaltet. Pumpspeicherwerke werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen, da sie auch als Netzregulatoren genutzt werden können, um die von Wind- und Solaranlagen verursachten Leistungsschwankungen auszugleichen.