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Hermann Suter, Präsident der Gruppe Giardino, sagte kürzlich einem WOZ-Reporter, er wolle sechs Bundesräte «mit heissem Käse verschiessen». Die Befürworter der Armee und der allgemeinen Wehrpflicht gingen auf Distanz. So weit nichts Neues. Suter erklärte dem WOZ-Reporter im bierseligen Zelt auch: «Ich habe nichts gegen die WOZ.» Eine bemerkenswerte Aussage, denn die WOZ ist Suters Schicksal, sie begleitet ihn seit ihren allerersten Anfängen.
Bereits in ihrer vierten Nummer Ende Oktober 1981 veröffentlichte diese Zeitung auf Seite 3 eine Recherche von Jürg Frischknecht, überschrieben mit: «Wie Dr. Hermann Suter FDP-Nationalrat werden sollte». Frischknecht wies nach, wie Suter, «dessen Ehrgeiz zumindest stadtbekannt» sei, seine Kampagne minutiös plante. Suter war damals Zentralpräsident der Schweizerischen Staatsbürgerlichen Gesellschaft (SSG), eines rechtsbürgerlichen Vereins. Er sollte sein Ziel nicht nur mit eigenem Engagement erreichen, sondern auch mit einem Beitrag von 70 000 bis 100 000 Franken aus der SSG-Vereinskasse. Dies ging aus einem dreiseitigen Papier hervor, «streng vertraulich in einer Ausgabe angefertigt», das die WOZ veröffentlichte.
Mit der Schreibmaschine getippt hatte das Papier SSG-«Zentralsekretär» Rudolf Frehner, der später wegen Auflagenschwindel bei der Zeitschrift «Dialog» seinen Hut nehmen musste. Hermann Suter sollte als «liberal» positioniert werden, «mit klar antikommunistischer Stossrichtung, kein Parteibüffel, jedoch parteiloyal». Heute marschiert der FDPler Suter stramm auf SVP-Linie. Die SSG gehörte damals zu den antikommunistischen Organisationen, die zu Beginn der achtziger Jahre eine neue politische Ausrichtung suchten und bald ihre Bedeutung verloren.
Der WOZ-Primeur von 1981 beendete Suters nationale Politkarriere vor ihrem Beginn.