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Mit einer Umfrage wollte Cash von den Lesern erfahren, ob sie ihre PK-Leistung als Kapital oder Rente oder gemischt beziehen wollen. Das Resultat: Eine Mehrheit von fast 3300 Umfrage-Teilnehmenden will entweder vollständig das Kapital beziehen (36 Prozent) oder eine Mischform aus Kapital und Rente wählen (39 Prozent). Nur 25 Prozent votieren für den ausschliesslichen Rentenbezug.
Cash
Am Forum “Nachhaltig Investieren 2018” der FuW kam bei einem Referat von Ambachtsheer auch zur Sprache, ob die berufliche Vorsorge der Schweiz aufgrund der grossen Zahl meist kleiner Pensionskassen Renditeeinbussen erleidet. Cash schreibt dazu:
Losgelöst vom Thema der Nachhaltigkeit diskutierten Keith Ambachtsheer vom International Centre for Pension Management der University Toronto und Luzius Neubert von PPCmetrics das sogenannte Kanada Modell. Ambachtsheer meint: „Die Schweiz hat circa 1’600 Pensionskassen, die etwa 900 Milliarden CHF verwalten. Kanada dagegen hat acht sehr grosse Fonds, die 1’200 Milliarden Kanadische Dollar verwalten. Diese acht Fonds übertrafen in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt ihren Vergleichsindex netto um 60 Basispunkte.“
In einer Studie über 139 Schweizer Pensionsfonds hingegen sah das Ergebnis mit minus 70 Basispunkten, also einer Differenz von 130 Basispunkten weniger erfreulich aus, meint der Experte. Er argumentierte, dies liege an Skaleneffekten und daran, dass diese kanadischen Fonds von Finanz- und Investmentprofis geführt werden.
Neubert verteidigte den Schweizer Pensionsmarkt und vertrat die Meinung, dass die kanadischen Fonds einen deutlich höheren Risikoappetit hätten und mit Leverage arbeiten würden. Ausserdem seien die Kanadier bis zu 50% in privaten Märkten investiert, sodass die Performancezahlen mit Vorsicht zu betrachten seien.
Schweizer Pensionskassen haben keinen einfachen Jahresstart hinter sich. Laut Berechnungen der UBS ergibt sich für die Monate Januar und Februar eine durchschnittliche Performance von -1,2 Prozent. Bei der gestiegenen Nervosität an den Finanzmärkten ist das auch nicht weiter erstaunlich, schreibt Cash.
Auffällig sei aber das unterschiedliche Abschneiden der einzelnen PK-Gruppen: Die kleinsten Kassen (verwaltete Vermögen unter 300 Millionen Franken) wirtschafteten mit -1,37 Prozent schlechter als die mittelgrossen Kassen (300 Millionen bis 1 Milliarde), die auf -1,22 Prozent kamen. Noch deutlicher ist der Unterschied zu den grossen Vorsorgewerken (über 1 Milliarde verwaltete Vermögen) mit bloss -1,00 Prozent. Weiterlesen »
Marc Forster behandelt in Cash die wachsende Bedeutung von Pensionskassen und Versicherungsgesellschaften auf dem Hypothekenmarkt und bringt eine Liste der aktuellen Konditionen für 10jährige Hypotheken:
Die Marktstellung der Vorsorge- und Versicherungsdienstleister basiert zum Teil auf einem Vorteil, den sie gegenüber den Banken haben. Pensionskassen unterliegen nicht der Auflage, bei der Vergabe von Hypotheken für den so genannten antizyklischen Kapitalpuffer zwei Prozent Eigenmittel unterlegen zu müssen.
Dazu kommt für sie wie auch für die Versicherer im Hypothekenmarkt – Zurich Schweiz, Swiss Life, Axa Winterthur oder Allianz Suisse, um die wichtigsten zu nennen – ein weiterer Wettbewerbsvorteil. Hypotheken werden nicht wie bei Banken mit Spargeldern, sondern langfristig angelegten Vorsorgegeldern unterlegt. Mit der Folge, dass sie anders als Banken kein Zinsänderungsrisiko für viel Geld absichern müssen. Dieser Vorteil schlägt sich in den Hypothekarzinssätzen nieder.
Dass Pensionskassen an ihre eigenen Versicherten Hypotheken vergeben, hat eine lange Tradition. Hypotheken von Versicherungen gibt es ebenfalls schon seit Jahrzehnten. Der Vorteil von Hypotheken liegt für die Anbieter in der Kapitaleffizenz und der Diversifikationsmöglichkeit, wie Paul Weibel, Leiter des Privatkundentgeschäfts der Swiss Life Schweiz, sagt.
Der Marktanteil dieser Anbieter am Hypothekenmarkt werde den einstelligen Prozentbereich nicht so schnell verlassen; Wachstum aber habe man schon beobachtet und werde sich auch fortsetzen, sagt Weibel im cash-Video-Interview.
Pensionskasse ist nicht gleich Pensionskasse. Eine effiziente Vorsorgeeinrichtung bringt meist eine bessere Rente. cash.ch zeigt, anhand welcher Punkte man abchecken kann, wie gut die eigene Pensionskasse ist.
Die Situation bei den Voraussagen zum Abstimmungsresultat am 24.9. wird zunehmend unübersichtlich bis verwirrend. Neuerdings sieht Cash wieder einen Vorsprung der Gegner.
Zwei Wochen vor der GV kürzen sich Top-Manager der Credit Suisse die Boni. Ethos-Direktor Vincent Kaufmann erklärt im cash-Interview, warum die Stiftung gegen eine Wiederwahl von VR-Präsident Urs Rohner ist.
Cash führt aktuell auf seiner Website eine Kurz-Umfrage zur Abstimmung über die AV2020 im September durch. Wir wollen hier nicht das Zwischenergebnis verraten, bloss soviel: für die Befürworter der Reform wird es in der Tat kein Spaziergang, wie schon BR Berset vermutet hat.
Die Umwandlungssätze der zweiten Säule sinken massiv. Wie hoch dadurch die künftige Renteneinbusse sein wird und wie diese abgefedert werden kann, sagt Vorsorgeexperte Stefan Thurnherr vom Vermögenszentrum im cash-Talk.
Die «Altersvorsorge 2020» droht gemäss Politgeograf Michael Hermann zu scheitern. Im Cash-Interview erklärt er , was am AHV-Zuschlag problematisch ist und welche Partei bei der Reform das Zünglein an der Waage spielt. Auszüge:
Wie sehen Sie die Chancen, dass die Reform durchkommt?
Ich war schon immer sehr skeptisch, dass es eine Mehrheit geben würde. Und jetzt nach dem USR-III-Nein, wo auch die Komplexität ein Problem war, bin ich noch skeptischer. Die Frage ist, ob die Reform mit diesen 70 Franken AHV-Zuschlag wirklich zu retten ist. Fraglich ist auch, ob Bundesrat Alain Berset mit dem Superpaket wirklich den richtigen Weg gewählt hat.
Was wären die Konsequenzen eines Neins?
Je länger man nichts tut, umso mehr gibt es eine Verschiebung von der zweiten in die erste Säule. Die erste Säule kann immer aufgestockt werden, bei der zweiten ist das Problem akuter. Tut man nichts, geht das immer mehr Richtung Verstaatlichung der Vorsorge. Die Linke hat daher ein latentes Interesse, möglichst lange zu blockieren. Denn je länger gewartet wird, umso mehr passiert das, was sie ohnehin möchte. Die Löcher in der Vorsorge würden dann über AHV und Steuern gestopft werden. Gleichzeitig würde die zweite Säule immer mehr ausgehöhlt.
Müssten bei einem Nein die Bestandteile der Reform einzeln, statt im grossen Paket durchgesetzt werden?
Einzelne Bestandteile alleine kämen ebenfalls nicht durch. Weil dann etwas weggenommen würde, ohne entsprechend zu kompensieren. Das deutliche Nein bei der Abstimmung über die Senkung des Umwandlungssatzes im Jahr 2010 hat dies gezeigt.
Wie müsste man künftig eine solche Vorlage denn aufsetzen?
Solche Vorlagen könnten funktionieren, wenn man jeweils nur zwei Sachen miteinander verknüpft. Zum Beispiel das Rentenalter der Frauen erhöhen und gleichzeitig den Frauen eine Kompensation gewähren, etwa durch eine bessere Versicherung von Teilzeitlöhnen. Es muss klar ersichtlich sein, was der zu bezahlende Preis ist und wo es eine Verbesserung gibt.
Ein vorzeitiger Rückzug aus dem Erwerbsleben will gut überlegt sein. Die wichtigsten Fragen zur Planung der Frühpensionierung.
Cash hat die politische Chancen-Einschätzung der Altersvorsorge 2020 durch die SDA publiziert. Im Artikel heisst es u.a:
Die roten Linien sind gezogen. Den dicksten Strich markiert der AHV-Zuschlag von 70 Franken. Damit wollen SP und CVP die Rentenausfälle kompensieren, die bei der Senkung des Umwandlungssatzes entstehen. Im Ständerat haben sich die beiden Parteien durchgesetzt, im Nationalrat beissen sie auf Granit.
Immer deutlicher zeichnet sich nun ab, dass der Ausgleich der ganzen Vorlage den Todesstoss versetzen könnte. Für die SVP ist der Zuschlag ohnehin unverdaulich. Auf Anfrage geben sich ihre Vertreter zwar zurückhaltend und verweisen auf die Schlussrunde der Debatte in der Frühlingssession. Doch die Fraktion liess bisher keinen Zweifel daran, dass sie den Zuschlag unter keinen Umständen akzeptieren würde.
Damit kommt es auf die Mitte-Parteien an. FDP-Vertreter sehen im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda keinen Spielraum. Für den Zürcher FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler sind die 70 Franken eine rote Linie. Gleich äussert sich die St. Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter: „Der Preis für eine solche Reform wäre zu hoch“, erklärte sie.
CVP-Nationalrätin Ruth Humbel (AG) macht eine politische Rechnung: Ohne die 70 Franken sei für die Linke offenbar keine Reform möglich, sagte sie. „Und ich bin überzeugt, dass man gegen die geballte Linke keine Reform der Altersvorsorge durchbringen kann.“
Diese am AHV-Zuschlag scheitern zu lassen, wäre laut Humbel verantwortungslos. „Das teuerste, was passieren kann, ist gar keine Reform.“ Doch die Stimmen von SP und CVP reichen nicht, um den Absturz zu verhindern. Im Nationalrat würden wohl wenige Stimmen den Unterschied machen und damit über das Schicksal der ganzen Reform entscheiden. Humbel glaubt, dass einzelne Enthaltungen den Ausschlag geben könnten. Die Bauern beispielsweise hätten sehr wohl Interesse an einem AHV-Zuschlag.
Gerade zu Jahresbeginn herrscht bei unseren Schweizer Pensionskassen jeweils besonders grosser Anlagenotstand. Das gilt zumindest für die Kassen aus dem öffentlichen Bereich und für alle diejenigen, bei welchen die jeweilige Arbeitgeberfirma die Beiträge nur einmal im Jahr vorschüssig überweist.
Davon fliessen geschätzte 30 bis 35 Prozent in Aktien und etwas mehr als die Hälfte in den Heimmarkt. Allerdings hat unser Schweizer Aktienmarkt in diesem Jahr einen entscheidenden Nachteil: Gerade bei den mächtigen Grossinvestoren aus dem angelsächsischen Raum sind die defensiven Qualitäten von Nestlé, Roche und Novartis alles andere als gefragt. Blöd nur, sind diese drei Indexschwergewichte hierzulande für knapp 60 Prozent der gesamten Börsenkapitalisierung verantwortlich.
Folglich bleibt ausländischen Grossinvestoren hierzulande nichts anderes übrig, als auf Aktien von Unternehmen aus der zweiten Linie auszuweichen. Nach dem Höhenflug der letzten Jahre lassen sich in diesem Titelsegment jedoch kaum noch Schnäppchen finden.
Werner Vontobel hält nicht viel von der 2. Säule. In einem Beitrag in Cash kommt er mit seiner finanzwirtschaftlichen Analyse zu einem total verheerenden Ergebnis:
Was bleibt unter dem Strich? Es bleibt der gut begründete Verdacht, dass die 2. Säule erstens eine Umverteilung in zweistelliger Milliardenhöhe von den Mietern zu den Rentnern und Immobilienbesitzer bewirkt. Und zweitens, dass sie eine teure Kaste von Finanzverwaltern herangezüchtet hat. Die von Rudolf Strahm erwähnten 4,2 Milliarden Franken sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Das Obligatorium der 2. Säule hat wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Wirtschaft heute von überdimensionierten, überdotierten, aber ökonomisch unterbelichteten Finanzmärkten gesteuert wird. Eine ganze Generation hat gelernt, dass man mit einer Finanzblase viel mehr Geld abschöpfen kann, als mit echter Wertschöpfung. Die Folgen davon müssen (fast) alle ausbaden, nicht nur die Mieter.