Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03267.jsonl.gz/2288

Informationen zur Abstimmung
Der Schweizer Bauernverband lancierte am 8. Juli 2014 die Volksinitiative «Für Ernährungssicherheit». Das Ziel der Initiative war es, Schweizer Bevölkerung mit Lebensmitteln aus vielfältiger, nachhaltiger und einheimischer Produktion zu stärken. Dabei wurde in der Initiative der Handel nicht berücksichtigt. Es wurde ausserdem bemängelt, dass der Gesetzesentwurf der Initiative keine Gesetzesänderungen nach sich ziehen würde. Die Agrarpolitik wäre gleich geblieben.
Der Gegenvorschlag des Ständerats hat die nicht aufgeführten Punkte in den Gesetzestext aufgenommen, um die gesamte Wertschöpfungskette zu berücksichtigen. Der Gegenvorschlag sieht vor, die Ernährungssicherheit durch das Kulturland, die standortangepasste und ressourceneffiziente Lebensmittelproduktion sowie die auf den freien Markt ausgerichtete Land- und Ernährungswirtschaft zu sichern. Letzteres ist wichtig, weil die Schweiz auf die Einfuhr der Lebensmittel sowie auf die landwirtschaftlichen Produktionsmittel wie Dünger und Pflanzenschutzmittel angewiesen ist. Ausserdem sichern gute Handelsbeziehungen der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft den Export Schweizer Produkte, was zum Schweizer Wohlstand beiträgt. Der Bauernverband hat seine Initiative zugunsten des Gegenvorschlags zurückgezogen. Der Nationalrat stimmte dem Gegenvorschlag am 14. März 2017 mit 173 zu 7 Stimmen zu. Am 24. September 2017 kommt der Gegenvorschlag zur Ernährungssicherheit vor das Volk.
Bundesrat, National- und Ständerat empfehlen, die Vorlage anzunehmen.