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Der Föhn ist hauptsächlich vom Oktober bis Mai häufig
Kräftige Tiefdruckgebiete, welche von Westen her sich den Alpen annähern, sind hauptsächlich ein Phänomen der Wintermonate. Der sich auf der Vorderseite dieser Tiefdruckgebiete oft einstellende Föhn tritt infolgedessen ebenfalls hauptsächlich zu dieser Zeit auf. Dabei ist aber auffallend, dass sich der Föhn besonders im Oktober und November und ganz besonders im April und Mai sehr häufig zeigt, während die Wintermonate Dezember bis Februar und der März etwas weniger häufig Föhn aufweisen.
Für diesen Sachverhalt gibt es mehrere Gründe. Das etwas weniger häufige Auftreten des Föhns im Winter hängt damit zusammen, dass zu dieser Jahreszeit die Höhenwinde im Mittel aus West- bis Nordwest wehen, während südwestliche Winde weniger häufig sind.
Im Frühling und Herbst hingegen treten südwestliche Höhenwinde, welche oft Föhn auslösen, deutlich öfter auf als im Winter. Dies zeigt sich auch noch in einem anderen Wetterphänomen, nämlich dem Südstau auf der Alpensüdseite, welcher häufig gleichzeitig mit dem Föhn auf der Alpennordseite auftritt. Während nämlich der Winter auf der Alpensüdseite die eigentliche Trockenperiode des Jahres darstellt, weisen die Monate Oktober und November sowie April und Mai sehr häufig grosse Niederschlagsmengen auf, dies wegen der vielen Fälle mit Südstau.