Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03459.jsonl.gz/718

Crowley-Tarot - die Konstellation des Hohepriesters
Immer mehr Menschen suchen im Aussen nach Antworten auf ihre Fragen oder erhoffen sich eine Entscheidungshilfe. Häufig wird hier das Kartenlegen genutzt, dabei gilt das Tarot allgemein als Klassiker unter den Wahrsagekarten. Es gibt verschiedene Kartendecks und Legesysteme. So können uns auch die Crowley-Tarotkarten auf ganz unterschiedliche Art und Weise auf unserem Weg unterstützen. Wenn wir für uns wichtige Botschaften erkennen, haben wir ein Hilfsmittel in den Händen, dass uns beispielsweise durch schwierige Situationen geleitet oder auch unsere Sichtweise auf uns und unser Leben erweitert. Heute beschäftigen wir uns mit der Konstellation des Hohepriesters als eine weitere der neun archetypischen Konstellationen im Crowley-Tarot. Der Hohepriester ist die 5. Karte der Grossen Arkana und wird auch als Hierophant bezeichnet. Diese Karte ist eine der drei Schutzkarten im Tarot. Was können wir uns aus dieser Konstellation lesen?
Die Konstellation des Hohepriesters
Diese der neun archetypischen Konstellationen steht für die Weisheit des inneren Lehrers und die vier Herausforderungen, die den Zugang dazu einschränken. Es geht um die Qualitäten dieses Lehrers im Hinblick auf Lebensherausforderungen und grosse Prüfungen sowie die Fähigkeit, sich dem damit verbundenen Wissen zu stellen und es danach zu integrieren. Der Archetyp des Hohepriesters steht somit für die menschliche Innenwelt und den Begegnungen mit den vier wichtigsten Weisheitslehren.
Die Konstellation des Hohepriesters (des Hierophanten) basiert auf der archetypischen Matrix des Stabes. Dieser steht für die Übermittlung von Weisheit und Lehren. Er ist ein abendländisches Symbol für das "singende Rohr" im Osten und den "sprechenden Stock" in indianischen Traditionen.
Der Archetyp des Hohepriesters
Die 5 der Schwerter steht für die Überwindung der Gedanken von Angst und Scheitern.
Die 5 der Kelche steht für die Bewältigung der Emotionalität, die mit Enttäuschungen einhergeht.
Die 5 der Stäbe steht für den Zugang zur eigenen Intuition und das Vertrauen in sie, um krampfhaftes Streben, Desillusion oder Sorgen abzuschwächen.
Die 5 der Scheiben steht für das Leben in der Gegenwart und die damit verbundene, notwendige Klarheit. So können auch Sorgen aufgelöst werden, wenn nicht in die Vergangenheit oder Zukunft entflohen wird.
Innere und auch äussere Konflikte können durch den Prozess der Weisheit besänftigt werden. Dabei geht es um Synergie, Integration, Mässigung und Kunst, die Herausforderung des Lernens und Lehrens ehrlich anzugehen. Ein grosses ganzes kann geschaffen werden, wenn Gegensätze und Widersprüche in der Kunst vereint werden. Hierbei geht es um die höchste Kunstform von uns Menschen, nämlich Konflikte zu lösen, denn das ist wahre kreative Macht.
Karten können wegweisend sein
Ganz gleich, ob nun Tageskarte, ein bestimmtes Legesystem oder die verschiedenen archetypischen Konstellationen der Crowley Tarotkarten, wie zum Beispiel die Konstellation des Hohepriesters; aus einer jeden Variante können wir einen Nutzen ziehen. So lassen sich Tendenzen und Potenziale erkennen. Aber auch Dinge können sich uns offenbaren, die getan werden oder bei welchen wir uns vielleicht neu orientieren müssen.
Die Botschaften der Karten können so wertvolle Begleiter sein, wenn wir unsere Zukunft selbst gestalten möchten oder vielleicht einmal mit Unsicherheiten oder Problemen zu kämpfen haben. Manchmal sind es schon kleine Details, die den Stein ins Rollen bringen.