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Dem Entwurf ging eine Studie der typischen Bündner Wohnbauten voran. Auffällig an diesen Häusern ist die monolithische Erscheinung, die sie wie aus dem Boden gewachsen aussehen lassen. Die Häuser werden auf mehreren Ebenen erschlossen, die Eingänge heben sich von den geschlossenen Fassaden als dunkle Flächen ab. Um bei möglichst geringer Fassadenöffnung viel Licht in das Gebäude zu bekommen, gehen die Laibungen der Fenstern im Winkel nach aussen.
Auf dem 2585 m2 grossen Grundstück in Bergün-Latsch waren laut Gestaltungsplan ursprünglich drei bis vier Wohnhäuser vorgesehen. Im Entwurf fiel der Entscheid jedoch auf zwei grosse Bauten, die an den Rändern des Hanglagengrundstücks mit Südwestausrichtung stehen und die mögliche Bebauungsdichte maximal ausnutzen. Oberhalb des Areals schliesst die Strasse von Latsch an, hier befinden sich auch die mit einem Betondach gedeckten Parkplätze mit darunter liegenden Abstellräumen für die zwei Mehrfamilienhäuser. Um den Minergiestandard zu erreichen, sind die Warmräume des Gebäudes als einfaches Rechteck gebaut, der Balkon schliesst sich im Südwesten, das Treppenhaus im Nordosten an. Die genaue Orientierung an der Baugrenze, die leichte Abwinkelung des Balkons in Richtung Südwesten und der vollflächige Verputz über all diese Elemente lassen das Gebäude als gewachsenen Monolithen wirken. Der vordere Bereich der Gebäude ist unterkellert, hier befinden sich die Sauna, die Waschküche und der Schutzraum. Die Wohnbauten sind so konzipiert, dass sie in den beiden unteren Geschossen jeweils eine 2- und eine 3.5-Zimmer-Wohnung aufnehmen, im Obergeschoss befindet sich eine weitere 3.5-Zimmer-Wohnung. Die tragenden Wände und die Kernzonen für Bad, Küche und Haustechnik sind so gesetzt, dass auch die geschossweise Kombination der Wohnungen möglich ist und im Mieterausbau umgesetzt werden kann.Die Wohnungen in den oberen Geschossen sind über Rampen und Stege hindernisfrei erschlossen.