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In dieser Studie soll die Bedeutung der drei zentralen Integrationsdimensionen – kulturelle, soziale und strukturelle Dimension – für die Beurteilung des Integrationsgrades von MigrantInnen aus Perspektive der schweizerischen Mehrheitsgesellschaft untersucht werden.
Integration wird hier nach Esser (2001) als „Sozialintegration“ d.h., als soziale Einbettung von MigrantInnen und ethnischen Minderheiten durch soziale Interaktionen mit der Mehrheitsgesellschaft, definiert. Dabei wird Integration als multidimensionales Phänomen betrachtet und davon ausgegangen, dass sie in verschiedene gesellschaftliche Teilbereiche mit unterschiedlichem Grad erfolgen kann. Ableitend aus der wissenschaftlichen Literatur werden für die Studie folgende drei Dimensionen von Integration unterschieden: 1) kulturelle Integration, 2) soziale Integration, 3) strukturelle Integration.
Im Fokus wissenschaftlicher Erklärungen für den unterschiedlichen Grad an sozialer Einbettung in den jeweiligen Dimensionen stehen einerseits die Merkmale der MigrantInnen und andererseits die Opportunitäten, welche Integration fördern oder erschweren. So zeigen beispielsweise Ländervergleichende Studien, dass MigrantInnen in unterschiedlichen Ländern anderen Gelegenheitsstrukturen ausgesetzt sind, welche den Grad ihrer Integration wesentlich mitbestimmen. Diese Opportunitäten werden zudem von den Einstellungen und Vorstellungen der Mehrheitsgesellschaft determiniert, was eine genauere Betrachtung dieser begründet.
Bisher wurde die Perspektive der Mehrheitsgesellschaft zur Integrationsthematik vor allem mittels Sekundär- und Makrodaten zu spezifischen politische Programmen und Entscheidungen (z.B. Einbürgerungsentscheidungen) untersucht. Daher möchte die vorliegende Studie die Relevanz der drei zentralen Integrationsdimensionen mittels Vignettenstudie ermitteln. Diese experimentelle Umfragemethode ermöglicht es die interessierenden Variablen relational und unter Ausschluss von allfälligen Störvariablen zu untersuchen.
Auf den Vignetten werden fiktive MigrantInnen mit unterschiedlichen Ausprägungen bezüglich ihrer kulturellen, sozialen und strukturellen Integration beschrieben und den Befragten zur Bewertung vorgelegt. Diese sollen die beschriebenen MigrantInnen nach dem Grad ihrer Integration bewerten, womit die relative Bedeutung der kulturellen, sozialen und strukturellen Dimensionen von Integration bestimmt werden kann.
Ziel ist es, einen Beitrag zum Verständnis der Wahrnehmung von Integration aus Perspektive der Mehrheitsgesellschaft zu leisten, mit Fokus auf die zentralen Integrationsdimensionen.