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Di, 3. Oktober 2017, 19:30 Uhr
Programm
17.30 Uhr: Begegnung mit dem Orgelbauer
19.30 Uhr: Konzert im Konzertsaal
Charles-Marie Widor
Orgelsymphonie Nr. 6 (1878), 1. Satz: AllegroDaniel Roth
"Joie, Douleur et Gloire de Marie“ (1990)Olivier Messiaen
aus dem „Livre du Saint-Sacrement“ (1984) Offrande et Alleluia finalFranz Liszt
„Ad nos, ad salutarem undam“ (1850) Fantasie und Fuge
Als Franz Liszt 1878 in Paris war, erhielt Widor die Möglichkeit, ihn ausgiebig spielen zu hören und dabei wichtige Werke der deutschen Klavierliteratur kennenzulernen. Die Position als „Titulaire“ an der bedeutenden Cavaillé-Coll-Orgel in Saint-Sulpice hatte Charles-Marie Widor 64 Jahre lang inne. Das Instrument mit seinen 100 Registern bot Möglichkeiten für einen orchestralen Klangreichtum, der Widor zu seinen Orgelsinfonien inspirierte. Daniel Roth wurde 1963 Stellvertreter seiner Lehrerin Rolande Falcinelli an der Basilique du Sacré-Coeur in Paris, 10 Jahre danach „Titulaire“. 1985 wurde er zum Nachfolger von Widor, Dupré und Grunenwald nach Saint-Sulpice berufen. Daniel Roth wurde zum „Chevalier de la Légion d’Honneur“ und „Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ ernannt, ausserdem mit dem „Honorary Fellow of the Royal College of Organists“ und dem „Preis der Europäischen Kirchenmusik“ ausgezeichnet. Olivier Messiaen zählt zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. In seiner Musik erlangt der Kosmos des christlichen Glaubens eine einmalige Musiksprache. Ornithologie und Synästhesie beschäftigten Messiaen in seinem Leben ebenso wie das Studium der Zahlenmystik, indische Rhythmen und die Gregorianik. 60 Jahre lang war er Organist an der Trinité in Paris. Als ein Höhepunkt seines Schaffens gilt sein letztes Orgelwerk, das „Livre du Saint-Sacrement“, das als kompositorische Annäherung an das Mysterium der Eucharistie zu deuten ist. Franz Liszt wurde beauftragt für die Einweihung der neuen Orgel im Dom von Merseburg eine Fantasie über das Motiv B-A-C-H zu verfassen. Liszt schaffte es jedoch nicht, das Werk rechtzeitig fertig zu stellen und setzte als Ersatz seine Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam“ (aus der Oper „Der Prophet“ von Giacomo Meyerbeer) auf das Programm. Diese Propheten-Fuge, wie Liszt sie nannte, gehört zu den beeindruckendsten Werken der Orgelliteratur weltlichen Charakters.
Zum Künstler:
Der 1976 geborene Musiker Christian Schmitt studierte Kirchenmusik und Konzertreife an der Musikhochschule Saarbrücken sowie Orgel bei James David Christie (Boston) und Daniel Roth (Paris). Außerdem studierte er an der Universität des Saarlandes Musikwissenschaft und Katholische Theologie. Der Organist errang Preise bei mehr als zehn nationalen und internationalen Orgel- und Musikwettbewerben, u.a. in Brügge und Tokio sowie 2001 beim Deutschen Musikwettbewerb. ECHO-Preisträger Christian Schmitt ist einer der virtuosesten und charismatischsten Konzertorganisten seiner Generation und als Solist sowie als Begleiter international gefragt. Er konzertiert weltweit mit führenden Rundfunkorchestern und weiteren renommierten Klangkörpern. Dabei arbeitet er mit Künstlern wie Juliane Banse, Sibylla Rubens, Martin Grubinger, Wen-Sinn Yang, Sir Simon Rattle, Cornelius Meister, Manfred Honeck, Reinhard Goebel, Sir Roger Norrington oder Marek Janowski zusammen.
Im April 2017 spielte Christian Schmitt die Uraufführung des Orgelkonzerts von Toshio Hokosawa in der Kölner Philharmonie, gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern und ihrem neuen Chefdirigenten Jakub Hruša. Bei diesem Orchester wirkt Schmitt seit September 2014 als Principal Organist und kuratiert in dieser Funktion auch die dortige Orgelreihe. In der Saison 2016/17 musiziert der Organist außerdem erstmals mit Kent Nagano in der Hamburger Elbphilharmonie, im Maison Symphonique Montréal sowie im Leipziger Gewandhaus unter Kristjan Järvi. Christian Schmitt ist auch als Pädagoge sehr aktiv, so an der Musikhochschule Stuttgart (Vertretungsprofessur im Lehrauftrag, Klasse Prof. Essl), der Hochschule für Musik Saar und an Musikhochschulen in Boston, Cremona, Oslo, Mexiko, Moskau, Seoul, Taschkent und Bogotá. Er gehört außerdem mehreren Jurys an. Seine Diskographie umfasst über 35 solistische CD-Aufnahmen, darunter das Album „Prayer“ mit Magdalena Kožená (Deutsche Grammophon), sowie Mitschnitte für sämtliche Rundfunkanstalten der ARD. Für das Label cpo arbeitet er an Gesamteinspielungen von Koechlin, Widor, Gubaidu-lina und Pachelbel. Schmitts Aufnahme der Widor-Orgelsinfonien op. 42,3 und 69 erhielt den ECHO Klassik 2013.
Kombi-Angebot CHF 70
Vor dem Konzert empfangen wir Sie zu einer Begegnung mit dem Orgelbauer und anschliessendem Apéro im Orchesterfoyer hinter der Konzertsaal-Bühne. Kombi-Tickets inkl. Besichtigung und Apéro: CHF 70.-. Telefonische Reservation: KKL Kartenverkauf, 041 226 77 77 (Mo-Fr, 13-18.30 Uhr).
So wird Ihr Besuch zum Gesamterlebnis: Geniessen Sie unser Intermezzo-Pausenpackage vor dem Konzert oder in der Konzertpause. Oder reservieren Sie einen Tisch im Restaurant RED oder in der Seebar. Bewerten Sie Ihren Besuch im KKL Luzern auf Tripadvisor.