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07.10.2019
Wie lassen sich der Restmetallgehalt in der aufbereiteten Schlacke weiter reduzieren und zusätzliche, wertvolle Metalle vor der Deponierung bewahren? Wie kann die Rückgewinnungsrate an Metallen weiter gesteigert werden? Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigt sich das Engineering-Team der DHZ AG.
Der gesetzliche Grenzwert für Nichteisenmetalle 2-16 mm in der aufbereiteten Schlacke liegt bei 1%. Die regelmässigen Messungen der DHZ AG zeigen, dass die Anlage in Lufingen aktuell Werte zwischen 0,3-0,6% erreicht. Das heisst, dass die gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden und bereits viele der Metalle aus der KVA-Schlacke entfernt werden. Jedoch strebt die DHZ AG an, noch mehr Metalle aus der Schlacke zurückzugewinnen, weshalb verschiedene Methoden zur zusätzlichen Metallrückgewinnung untersucht wurden.
Ziel war, nebst einer zusätzlichen Metallrückgewinnung, ein Verfahren zu finden, mit welchem ohne zusätzliche chemische Hilfsmittel oder Wasser der Restmetallgehalt verbessert werden konnte. Dazu wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Herstellern Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Die Resultate bestätigen die technische Machbarkeit, nahezu alle Metalle > 2 mm aus KVA-Schlacke zurückzugewinnen. Das Resultat der Tests ist ein Restmetallgehalt in der aufbereiteten Schlacke von unter 0,1%.
Herausforderungen bei der Umsetzung der untersuchten Verfahren ist die Integration in die bestehende Anlage. Dies bedeutet auch das Investitionsvolumen in Grenzen zu halten, um so einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagenerweiterung zu gewährleisten. Das Engineering-Team ist entsprechend weiter gefordert nach der technischen Machbarkeit, nun auch die wirtschaftliche, betriebliche und anlagentechnische Machbarkeit eines höheren Metallrückgewinnungsgrades nachzuweisen.