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von Thierry Meyssan
Die Herstellung von Gütern bietet im Westen keine Existenzgrundlage mehr, während China zur „Werkstatt der Welt“ geworden ist. Nur die Kapitalbesitzer verdienen Geld und zwar viel Geld. Das System steht am Rande des Zusammenbruchs. Können die Großkapitalisten noch ihr Vermögen gemeinsam retten?
Bereits im achtzehnten Jahrhundert stellten sich die britischen Ökonomen um David Ricardo während des aufkommenden Kapitalismus‘ Fragen bezüglich der Nachhaltigkeit dieses Systems. Was anfangs sehr viel einbrachte, sollte schließlich Normalität werden und seinen Mann nicht mehr reich machen. Der Konsum würde die Massenproduktion nicht ewig rechtfertigen können. Später sagten die Sozialisten, um Karl Marx [1], das unvermeidliche Ende des kapitalistischen Systems voraus.
Dieses System hätte 1929 zu Grunde gehen sollen, aber zur Überraschung aller überlebte es. Wir nähern uns einem ähnlichen Moment: Die Produktion zahlt sich nicht mehr aus, nur die Finanzwirtschaft macht jetzt noch Profit. Überall im Westen sehen wir, wie der Lebensstandard der Masse der Menschen sinkt, während der Reichtum einiger weniger Individuen in die Höhe schnellt. Das System droht erneut zusammenzubrechen, um nicht wieder auf die Beine zu kommen. Können die Superkapitalisten noch ihr Vermögen retten oder wird es eine zufällige Umverteilung des Reichtums als Ergebnis einer allgemeinen Konfrontation geben?