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Der Erfinder der Methode, Moshé Feldenkrais geht davon aus, dass sich jede menschliche Handlung aus den Komponenten Bewegung, Wahrnehmung, Fühlen und Denken zusammensetzt. Diese vier existieren gleichzeitig und durchdringen sich gegenseitig. Verändert sich eine der Komponenten, führt das zwangsläufig zu Veränderungen in den anderen drei, und das Handeln des ganzen Menschen ändert sich.
Feldenkrais entschied sich für die Veränderung der Bewegung, weil dieser eine ganz besondere Rolle zukommt: Erstens ist Bewegung eine Grundvoraussetzung allen Lebens, zweitens lässt sie sich weitgehend objektiv beurteilen und drittens findet jede Bewegung immer in der Schwerkraft statt.
In der Feldenkrais-Methode gibt es zwei gleichberechtigte und sich ergänzende Unterrichtsformen. Die eine heisst «Bewusstheit durch Bewegung» (ATM = «Awereness through movement») und geschieht in der Gruppe, die andere «Funktionale Integration» (FI) findet als Einzellektion statt.
In der Gruppenstunde (ATM) führt die Feldenkrais-Lehrperson verbal durch die Bewegungsabläufe. Durch ihre Fragen wird die Aufmerksamkeit auf das Wahrnehmen gelenkt.
In der Einzelstunde (FI) stehen individuelle Fragen im Vordergrund. Mit sanften und klaren Berührungen führt die Feldenkrais-Lehrperson hier durch Bewegungen und deren Variationen und kann Wege für Verbesserungen aufzeigen.
Bei dieser Beschäftigung mit der eigenen Bewegung ist es möglich, nach und nach selbst feinste Unterschiede auszumachen und dabei herauszufinden, wie Bewegung leichter und vielfältiger werden kann.
Die Stunden erfolgen im Liegen (am Boden, bzw. auf der Liege), im Sitzen oder im Stehen. Die Lernenden tragen dabei bequeme Alltagskleidung.