Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/1627

Derzeit sind weltweit rund 44 Mio. Menschen an einer Demenz erkrankt. Dieser Wert soll sich laut Schätzungen bis 2050 verdreifachen. Die Krankheit greift das Gehirn bereits mehr als ein Jahrzehnt vor dem Auftreten der ersten Symptome an. Experten gehen davon aus, dass Medikamententests scheitern, da die Patienten ganz einfach zu spät behandelt werden. Aus diesem Grund ist die Entwicklung eines Tests, der ein Alzheimerrisiko vorhersagen kann, für die Wissenschaft von grösster Wichtigkeit. Für die aktuelle Studie wurden Blutproben von 525 Personen über 70 als Teil einer Erhebung mit einer Laufzeit von fünf Jahren untersucht. Die Blutproben von 53 Personen, die an Alzheimer erkrankten oder an einer leichten kognitiven Beeinträchtigung litten, wurden mit jenen von 53 Studienteilnehmern verglichen, die geistig agil blieben. Es liessen sich Unterschiede bei den Werten von zehn Lipiden zwischen den beiden Gruppen nachweisen. Als die Wissenschaftler die restlichen Blutproben untersuchten, konnten diese zehn Marker vorhersagen, wer wahrscheinlich in den nächsten Jahren betroffen sein würde. Laut Federoff sind weitere Tests mit mehr Teilnehmern erforderlich, bevor der Test in der klinischen Praxis eingesetzt werden kann. Zusätzlich müssen die Einsatzmöglichkeiten des Tests näher erforscht werden. Derzeit kann eine Demenzdiagnose drei Jahre vorher festgestellt werden. Es wird daher überprüft, ob der Test auch schon früher eingesetzt werden könnte. Es ist noch nicht erforscht, was genau die Veränderung der Fette im Blut verursacht.
Neuer Bluttest soll Alzheimer voraussagen
Ein neuer Bluttest soll den Beginn einer Alzheimererkrankung vorhersagen können. Das Team um Howard Federoff von der Georgetown University (USA) hat nachgewiesen, dass das Testen von zehn Fetten im Blut mit einer Genauigkeit von 90 Prozent vorhersagen konnte, wie hoch das Risiko einer Demenz-Erkrankung in den nächsten drei Jahren sein wird. Die in Nature Medicine veröffentlichten Ergebnisse werden jetzt in grösseren klinischen Studien überprüft.