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Magnetfeldtherapie 113
Bei der Magnetfeldtherapie (MFT) werden die Patienten mit Hilfe eines speziellen Geräts einem permanenten oder pulsierenden Magnetfeld ausgesetzt, um Beschwerden zu lindern.
Das Phänomen des Magnetismus war bereits bei den frühen Kulturvölkern bekannt. So wurden im alten China eiserne Dauermagneten zu Heilzwecken benutzt, und auch die Ägypter, Griechen und Römer setzten Magnete zur Behandlung von Krankheiten ein. Im 16. Jahrhundert empfahl Paracelsus den Einsatz von Magneten bei einer Vielzahl von Erkrankungen.
Ende des 19. Jahrhunderts gelang es erstmals, künstliche Magnetfelder zu erzeugen. Dazu liess man elektrischen Strom durch eine Spule fliessen. Der zweifache amerikanische Nobelpreisträger Linus C. Pauling (1901-1994) entwickelte die Methode weiter und wies unter anderem die magnetischen Eigenschaften des eisenhaltigen roten Blutfarbstoffs Hämoglobin nach.
Die moderne Magnetfeldtherapie geht vor allem auf den deutschen Arzt Oskar Gleichmann (geboren 1893) zurück. Gleichmann erforschte während der 1960er Jahre die therapeutischen Wirkungen von Magnetfeldern und entwickelte eine Induktionsspule, die ein pulsierendes Magnetfeld erzeugte. Damit behandelte er vor allem Knochenbrüche. Gleichmanns Gerät war der Vorläufer aller aktuell gebräuchlichen Magnetfeldapparate. Die Magnetfeldtherapie kann heute auch mittels magnetischer Gegenstände wie zum Beispiel Ketten und Amulette, die am Körper getragen werden, individuell durchgeführt werden.
Die Lehre von den Magnetfeldern wird als Magnetismus bezeichnet. Magnetfelder entstehen in der Umgebung von Magneten und elektrischen Strömen. Es ist nicht genau bekannt, welche Auswirkungen Magnetfelder auf den Organismus haben, allerdings weiss man, dass das Verhalten mancher Tiere durch das Magnetfeld der Erde beeinflusst wird (zum Beispiel die Flugrichtung verschiedener Zugvögel).
Laut der Theorie der Magnetfeldtherapie schwingen die verschiedenen Zellen des Organismus und die einzelnen Organe mit bestimmten, unterschiedlichen elektromagnetischen Schwingungen. Wenn die Zellen geschädigt sind oder ein Organ erkrankt, verändert sich das Muster dieser Schwingungen.
Bei der Magnetfeldtherapie werden dem Patienten von aussen pulsierende oder statische Schwingungen zugeführt. Die Magnetfelder wirken über Nervenbahnen und erzeugen im Körper Ströme, die den körpereigenen Schwingungen gleichen. Der kranke Organismus wird in die Lage versetzt, mit den empfangenen Schwingungen in Resonanz zu gehen.
In der Folge werden geschwächte Zellen gestärkt, die Sauerstoffaufnahme des Körpers verbessert sich und Schlackenstoffe werden vermehrt aus den Zellen abtransportiert. Insgesamt aktiviert eine Magnetfeldtherapie die Selbstheilungskräfte des Körpers.
Quelle: EMR Schweiz
Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:
Methodenausbildung: 150
Schulmedizinische Ausbildung: Heilpraktiker oder Arzt
EMR-Methode Nr. 113