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07.09.2021
von Jonas Albrecht
Angel-Ho. Guter Name. Beschreibt sich selber als "Sex worker for the ears". Guter Beschrieb. Sie sagt auch: "Musik ist dazu da, sich auszudrücken, und nicht, um aktuelle Trends und Geschmäcker zu kuratieren." Guter Satz. Letzten Freitag veröffentlichte Angel-Ho ihr neustes Album "A Time To Die". Es ist ein gutes Album, aber wir sind hier in der Kategorie des "Besten Stücks" und das Adjektiv "gut" bzw. "besser" oder "beste" ist spätestens jetzt zu Tode gelutscht und sollte sowieso aus unserem Sprachgebrauch verbannt werden.
Angel-Ho, based in Kapstadt, ist eine Schwarze Trans-Frau, Sängerin, Produzentin und Aktivistin. Mit ihrem politischen Debut Album "Death Becomes Her" kritisiert Angel-Ho unsere heteronormative Gesellschaft und strebt gleichzeitig danach, Geschlechterbinäritäten und Machthierarchien aufzulösen. Auf dem neuen Album treiben sie dies noch weiter, ausserdem wird die Gelegenheit der depressiven Lockdown Zeit genutzt, um über die eigene abstrakte Auffassung von Pop- und Clubmusik zu lachen. Angel-Ho zeigt uns Träume, die Wirklichkeit werden können. Sie ist ein Beispiel für diejenigen, die noch kommen werden, sowohl für diejenigen, die "tonight" schon da sind, um das Unbekannte zu umarmen und ihren mentalen Saboteur zu besiegen.
Tonight erschien am 03. September 2021 als Teil des Albums "A Time To Die" via das Label N.A.A.F.I (Mexico). NAAFI steht hier übrigens für "No Ambition And Fuck-all Interest".
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