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von H.-P. Schröder
Schuldkultgeographie Teil VI
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Kultmagie verwendet zwei Spielarten, beide benutzen künstliche Inszenierungen. Ziel ist zuerst das unterscheidungsfähige, kritische Bewußtsein auszuschalten (Spannungsminderung, Er-lösung), um dann eine widerstandslose Implementierung fremdbestimmter Inhalte, meist in Form von Zeitbomben, in den haltlos gemachten Geist, zu ermöglichen. Der orgiastische Kult und der oben abgebildete Weihekult setzen dabei auf dieselben Mechanismen. Wo der orgiastische Kult versucht, das Bewußtsein mit einer Flut von Schachteln zu paralysieren, baut der Weihekult eine versiegelte Riesenschachtel in einer Dekolandschaft auf, in die niemand hineinschauen darf und von der ihre Vorbeter suggerieren, daß jeder den Inhalt kennen würde, darüber aber selbst mit ganz, ganz leiser Stimme aus Anstand oder Pietät, oder „weil man das nicht macht“, nicht sprechen würde und es deshalb „Lästerung“ wäre, den Deckel abzunehmen.
Über die Beziehung zwischen Wissen, Intelligenz und Bewußtsein siehe die Matinée vom 7. April 2013, „Wie ein Mensch funktioniert oder auch nicht“ – “Einführung in die Betriebsanleitung“
http://julius-hensel.ch/2013/04/hensel%c2%b4s-sonntagsmatinee-wie-ein-mensch-funktioniert-oder-auch-nicht/