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In diesem Ort standen sechs oder sieben aufeinander folgende Kastelle.
Das erste Holz-Erde Kastell stammt ungefähr aus dem Jahr 40 n. Chr. Aufgrund der Grösse wird vermutet, dass vier Centurien und maximal zwei Turmae der Cohors III Gallorum equitata hier stationiert waren. Um das Jahr 42 wurde das Kastell für eine zusätzliche Ala Quingenaria vergrössert.
Zwischen den Jahren 47 und 69 war das Kastell auf ein Ala zugeschnitten. Nach dem Bataveraufstand (68 - 70 n. Chr.) wurde es für die Stationierung der Cohors IIII Thracum Equitata (Pia Fidelis Domitiana) ausgebaut.
Um das Jahr 180 wurde das Holzkastell durch ein Steinkastell ersetzt und vergrössert. Zu diesem Zeitpunkt scheint weiterhin die Cohors IIII Thracum Equitata anwesend gewesen zu sein.
Um das Jahr 260 wurde das Kastell vermutlich aufgegeben, jedoch wurden im 4. Jahrhundert mindestens zwei Getreidespeicher im Lager gebaut. Zu diesem Zeitpunkt wurde vermutlich die Funktion des Mündungsgebietes des Rheins als Umschlagshafen wieder hergestellt. Allerdings musste das Getreide nun geschützt gelagert werden.
Ca. 1 km südlich von Praetorium Agrippinae wurden die kleinen Siedlungen entlang des Limesweges bis zur Küste zu einem beinahe geschlossenen Reihendorf. Dieser Vicus reichte fast bis zu den Toren von Praetorium Agrippinae. Der Weg an dieser Stelle wurde um das Jahr 40 n. Chr. angelegt und infolge Überschwemmungen im Jahr 124 ersetzt. Das Militär nutzte hier auch einen Teil des Gebietes. Es bestand ein Kleinkastell für eine Centurie, Horrea und vermutlich ein Wachtturm. Dieser Komplex wurde ab dem Jahr 40 bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts genutzt.