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Les Parapluies de Cherbourg
Regie: Jacques Demy
Darst.: Catherine Deneuve, Nino Castelnuovo, Anne Vernon, Marc Michel, Ellen Farner, Mireille Perrey, Jean Champion, Jane Carat, Harald Wolff, Jean-Pierre Dorat u.a.
Die schöne 17-jährige Geneviève und ihre Mutter, Madame Émery, betreiben in der grauen nordfranzösischen Küstenstadt Cherbourg einen Laden für Regenschirme. Als sich Geneviève unsterblich in den Automechaniker Guy verliebt und ihn heiraten möchte, ist Madame Émery strikt dagegen. Sie hält ihre Tochter für viel zu jung für eine Ehe und deren Auserwählten für ganz und gar nicht angemessen. Umso erleichterter ist sie, als Guy für zwei Jahre zum Kriegseinsatz nach Algerien eingezogen wird. In der Nacht vor Guys Abreise schlafen die beiden Liebenden ein einziges Mal miteinander und Geneviève bemerkt bald darauf, dass sie schwanger ist. Doch als sie von Guy kein Lebenszeichen erhält, lässt sie sich von ihrer Mutter zu einer Ehe mit dem reichen Juwelier Roland überreden … Jacques Demys Musicalfilm in Eastman Color mit der Musik von Michel Legrand vereint Elemente des klassischen Hollywood-Musicals mit der Nouvelle Vague, wurde angepriesen als «erster französischer Farbfilm, in dem ausschliesslich gesungen wird» und avancierte weltweit zu einem grossen Hit. Roger Ebert, der 2013 verstorbene Starkritiker der Chicago Sun Times, schrieb 2004, als anlässlich des 40-jährigen Jubiläums eine restaurierte Kopie des Films erschien: «Hat es jemals eine Schauspielerin in der Geschichte des Films gegeben, die sich so wenig verändert hat und so langsam gealtert ist wie Catherine Deneuve? Hier ist sie zwanzigjährig in ihrem ersten grossen Film – und ich hatte in all den Jahren, seit ich ihn zum ersten Mal gesehen hatte, viele Details der Geschichte vergessen. Meine geistigen Bilder waren die von lächelnden Automechanikern und einer Catherine Deneuve, die glücklich mit ihrem Liebhaber sang. Dabei ist ‹Les Parapluies de Cherbourg› aber unvergleichlich reicher und bewegender. Und obwohl die Vorstellung, dass die Schauspieler jede einzelne Zeile singen (oder genauer gesagt: lippensynchron singen lassen), abschreckend klingen mag, ist es überraschend, wie schnell wir sie akzeptieren. Und auch wenn der Film keinen neuen Stil einleitete: Er bleibt als ein kühnes und originelles Experiment in Erinnerung, überraschend, berührend und – wie Deneuve – alterslos.»