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Nachdem es Gini im vergangenen Winter nicht gelungen war, im FIS-Ranking die Schwelle der Top 30 zu durchbrechen, entschloss er sich zum Rücktritt. «Ich hatte mir vorgenommen, so lange zu fahren, wie ich mir zutraute, noch einmal ein Rennen zu gewinnen. Aus dieser Ausgangslage wäre das schwierig geworden.» Gini wird nun sein schon vor zwei Jahren begonnenes Physiotherapie-Studium fortsetzen und will in diesem Bereich seine Erfahrung aus 14 Weltcup-Jahren einfliessen lassen.
Den Höhepunkt von Ginis Karriere bildete der Weltcup-Sieg im November 2007 auf der Reiteralm vor dem Finnen Kalle Palander und dem Italiener Manfred Mölgg. Dazu gewann der Bündner viermal im Europacup und errang er sechs nationale Meistertitel. Insgesamt bestritt Gini 124 Weltcup-Rennen, davon 101 im Slalom. Sein Debüt gab er im Januar 2003 in Kranjska Gora, seinen letzten internationalen Auftritt hatte er ebenfalls dort. Zehnmal fuhr er in die Top Ten.
Wiederholt hinderten ihn Verletzungen an der Entfaltung seiner Qualitäten und warfen ihn zurück. Über den Europacup hatte er sich mit bewundernswertem Engagement in die erweiterte Weltspitze zurückgekämpft. Drei Klassierungen in den Punkterängen (u.a. ein 16. Rang in Levi) reichten aber nicht aus, um sein selbst gesetztes Zwischenziel von einem Vorstoss in die Top 20 in der Weltrangliste zu realisieren.
(SDA)