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Iouri Podladtchikov gewinnt an der Snowboard-WM in der Sierra Nevada Silber in der Halfpipe, sein Teamkollege Pat Burgener erringt Bronze. Stärker war nur der Australier Scotty James .
Podladtchikov erlebte innert einer guten halben Stunde die volle Bandbreite der Gefühle. Nach dem zweiten Lauf lachte er ungläubig über die Tricks, die er soeben gestanden hatte. Die Zauberformel lautete: DoubleMcTwist, Frontside 1080 Double Cork, Cab 1080 Double Cork, Double Alley Oop Backside Rodeo, alles sauber gedreht und gestanden. Die Marke von 93,25 Punkten reichte aber nicht, um James als Leader abzulösen.
Das volle Risiko im letzten, mit den gleichen Rotationen geplanten Run zahlte sich nicht aus. Podladtchikov knallte bei der Landung des letzten Sprunges heftig auf das rechte Bein und seitlich auf den Kopf. "Obwohl ich mich freue, dass die Olympia-Qualifikation mit der WM-Medaille geschafft ist: 1. bin ich gestürzt, das tue ich wirklich nicht gerne, und 2. tut es weh. Das muss ich leider mit dieser Medaille mitnehmen", kommentierte Podladtchikov seinen dritten WM-Podestplatz nach Silber 2011 und Gold 2013.
Bei Burgener wirkte sich im Skore aus, dass er erstmals in einem Wettkampf einen "Frontside 1260" (dreieinhalb Rotationen über die vordere Brettkante gedreht) stand. Dadurch rückte der Waadtländer nach dem zweiten von drei Durchgängen in den 3. Rang vor - und hielt diese Position. Entsprechend erleichtert zeigte er sich nach dem wichtigsten Erfolg seiner Karriere, die in den letzten Jahren in heftigen Wellenbewegungen verlaufen war.
Hablützel und Scherrer nicht belohnt
Die anderen beiden Schweizer Finalisten - Swiss Snowboard stellte vier der zehn Fahrer - wurden für ihr Risiko nicht belohnt. Der siebtklassierte David Hablützel brachte nur einen guten Lauf, den zweiten, in die Wertung, Jan Scherrer knallte bei der Landung des ersten Sprunges im ersten Lauf zünftig auf die linke Schulter. Der Toggenburger musste sich wie vor zwei Jahren in Kreischberg mit dem 10. und letzten Rang bescheiden.
Am Weltmeister gab es keinen Zweifel. Scotty James verteidigte seinen Titel von 2015 darum erfolgreich, weil er es schaffte, die ohnehin schon hohe Punktezahl aus dem ersten Lauf (95,75) nochmals zu verbessern (auf 97,50). Damit kam der aktuelle Weltcup-Gesamtsieger zum Abschluss des Winters zum nächsten wichtigen Erfolg nach Gold bei den X-Games und bei der Olympia-Hauptprobe in Pyeongchang.
Zweiter WM-Titel in Folge für Cai
Bei den Frauen schaffte es Cai Xuetong, als erste Athletin seit der Französin Doriane Vidal (Weltmeisterin 2001, 2003 und 2005), den Titel zu verteidigen. Die Chinesin legte im ersten von drei Läufen mit 90,75 Punkten eine Marke vor, an der sich die übrigen fünf Finalistinnen in der Folge vergeblich versuchten. Silber ging an die Japanerin Haruna Matsumoto, Bronze wie vor zwei Jahren in Kreischberg und trotz eines üblen Sturzes in der Qualifikation an die Französin Clémence Grimal.
SDA-ATS