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Mädchen üben weniger körperliche Gewalt aus, das bedeutet aber nicht, dass sie keine Aggressionen haben. Sie leben diese nur anders aus.
Nur sehr wenige Mädchen werden körperlich gewalttätig. Ganz sicher erleben sie aber nicht weniger Stress- und Konfliktsituationen als Knaben. Und auch die mit solchen Situationen verbundenen Gefühle wie Anspannung, Ärger und Wut kennen sie genau so gut.
Diese Gefühle schlagen jedoch sehr selten in äussere körperliche Gewalt um, stattdessen richten Mädchen sie eher nach innen. Gefühle der Trauer werden aufgestaut und können Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen auslösen.
Mädchen richten die Gewalt auch eher gegen sich selber, zum Beispiel indem sie sich ritzen oder eine Essstörung entwickeln (Falls du dich ritzt oder jemanden kennst der unter diesem Problem leidet, wende dich an die Pro Juventute Beratung und Hilfe 147. Informationen und Hilfe zu Essstörungen findest du hier).
Ausserdem leben Mädchen ihre Aggressionen eher durch Formen der psychischen und verbalen Gewalt wie Hänseleien, falsche Anschuldigungen, Provokationen und das Ausgrenzen anderer aus.