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USA-Captain Megan Rapinoe schweigt während der amerikanischen Nationalhymne. Ähnlich wie bei NFL-Star Colin Kaepernick setzt es nun Kritik von US-Präsident Donald Trump ab.
Megan Rapinoe trifft am Montag gegen Spanien doppelt und führt das US-Nationalteam der Frauen in den Viertelfinal der Weltmeisterschaft in Frankreich. Zuvor allerdings fällt die Amerikanerin wegen etwas anderem auf – sie singt wie bei den anderen Spielen zuvor bei der US-Nationalhymne vor dem Spiel nicht mit.
Das sind keine Neuigkeiten, schliesslich kniete sich Rapinoe in der Vergangenheit – genau wie NFL-Quaterback Colin Kaepernick – während der Hymne auch schon hin. Allerdings reagierte der amerikanische Fussballverband auf diese Aktion und führte eine Regel ein, wonach alle Spielerinnen bei der Hymne stehen müssen. Seither schweigt die 33-Jährige.
Trump «liebt» Frauenfussball
Neben dem Platz ist sie allerdings alles andere als stumm. «Als Homosexuelle weiss ich, was es heisst, die Flagge anzuschauen und zu wissen, dass sie meine Freiheiten einschränkt», so Rapinoe, die nicht vorhat die Nationalhymne wieder zu singen, bevor die Rechte der Lesben und Schwulen gestärkt werden. Dementsprechend wenig hält die gebürtige Kalifornierin von US-Präsident Donald Trump und lässt dies auch immer wieder über die sozialen Medien durchsickern.
Die Missgunst ist beidseitig. Trump kritisierte die Matchwinnerin vom Montag aufgrund ihres Schweigens und meinte: «Das ist nicht angebracht.» Im Allgemeinen soll Trump aber ein grosser Fan des Frauenfussballs sein. «The Hill» zitiert den 73-Jährigen wie folgt: «Ich liebe es Frauenfussball zu schauen. Die sind richtig talentiert.» Dass Frauen dabei weniger verdienen als Männer, versteht Trump: «Ich glaube, das hat ökonomische Gründe. Grosse Spieler wie Ronaldo verdienen viel Geld, aber sie begeistern auch hunderttausende Menschen.»