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Benjamin Trotter ist nach der Beerdigung seiner Mutter mit seinem Vater im Auto unterwegs nach Hause. Dieser ist sehr still, doch plötzlich sagt er: „Sie konnte Politiker nicht ausstehen, für sie war einer schlimmer als der andere. Alles nur Betrüger und Lügner, quer durch die Bank“. Benjamin nickt, aber er weiss, dass nicht nur sein Vater so denkt. Colin Trotter versteht die Welt nicht mehr, und jetzt ist auch noch seine Frau tot. Benjamin macht sich Sorgen um ihn und fragt sich, ob der Vater allein in seiner Wohnung zurechtkommen wird.
Er selbst wohnt seit seiner Scheidung in einer alten Mühle, um seinen Roman, an dem er schon seit 30 Jahren arbeitet, zu beenden. Sein Freund Doug ist ein linksliberaler Journalist, der sich ein wenig schämt, mit seiner steinreichen Frau im noblen Chelsea zu leben. Benjamins Nichte Sophie, eine Kunsthistorikerin, hat genug von den akademischen Schnöseln in ihrem Londoner Freundeskreis. Sie heiratet einen Fahrlehrer und zieht mit ihm in die Provinz in die Nähe seiner erzkonservativen Mutter.
In seinem Roman verbindet der Autor geschickt und humorvoll die Lebensweisen seiner Figuren mit den politischen und gesellschaftlichen Ereignissen im England der 2010er Jahre. So kann ich als Leserin die Befindlichkeit eines Landes nachvollziehen, das gespalten und verunsichert ist und das schlussendlich in den Brexit führt.
Veronika Scheuermeier