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Geschichte
Seit 1209
Die zentralle Rolle des Walliser Roggenbrotes in der täglichen Ernährung der Walliser/innen ist historisch belegt.
Roggen wird im Wallis seit Jahrhunderten angebaut. Er hat hier günstige Bedingungen vorgefunden: ein gebirgiges Gelände, die Höhenlage und extreme Temperaturen. Roggen ist tatsächlich die einzige Getreideart, die sich solchen Bedingungen anpassen kann.
Der Gemeindebackofen wurde in den Walliser Dörfern nur zwei bis drei Mal pro Jahr eingefeuert. Folglich musste ein Brot gebacken werden, welches sich über mehrere Monate aufbewahren hiess: das Walliser Roggenbrot.
In älterer Zeit galt das Roggenbrot als Brot der eher ärmeren Bevölkerungsschichten. Dank seines eigenwilligen Charakters jedoch hat sich das Walliser Roggenbrot seinen Platz auf dem Speisezettel breitester Schichten erkämpft und behauptet diesen seither erfolgreich.
Dank der Walliser Landwirtschaftskammer, Müllern und Bäckern, trägt das Walliser Roggenbrot sein AOC-Label.
Das AOC-Gesuch an das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) wurde am 27. August 1997 von der Vereinigung "Walliser Roggenbrot" eingereicht und am 24. Mai 2000 im Schweizer Handelsamtsblatt veröffentlicht.
Innerhalb der gesetzlichen Frist wurden fünf Einsprachen eingereicht. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat diese Einsprachen im 2002 abgewiesen.
Nur mehr ein Gegner hat sich zum Weiterzug des Verfahrens entschlossen. Diese hat den Rekurs im Dezember 2003 abgewiesen.
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat die Bezeichnung „Walliser Roggenbrot“ ins Register der Ursprungsbezeichnungen (GUB/AOC) und geografischen Angaben (GGA/IGP) im Februar 2004 eingetragen. 60 Bäckereien sind bereits zertifiziert.