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Die moderne Welt der Formel E ist das Baby des Motorrennsports. Kann sie die Formel 1 schlagen? Doch lassen Sie uns einen Schritt zurück gehen…
Faszination Motorsport
Für jeden Motorsportliebhaber stellt der röhrende Klang eines laufenden Motors ein absolutes Hochgefühl dar. Der Reiz, ein Fahrzeug an das Limit seiner Leistungen zu bringen, ist mit sehr kraftvollen, geradezu mächtigen Emotionen verbunden.
Alle, die im Rahmen dessen selbst nicht fahren können, lieben es dennoch, den speziell ausgebildeten Rennfahrer bei diesem Spektakel zuzuschauen. Neben verschiedenen Rennklassen, wie beispielsweise dem Motorradrennsport (2 Räder), besteht vor allem großes Interesse an Rennen, an denen Autos beteiligt sind, die von insgesamt vier Rädern betrieben werden.
Die unvergleichbar hohe Geschwindigkeit der Autos verleiht ihren Fahrer einen regelrechten Rausch. Diverse Könige des Motorsports, wie Niki Lauda, Ayrton Senna, Michael Schumacher, Sebastian Vettel oder Lewis Hamilton, verschafften beispielsweise der Formel 1 eine weltweite Berühmtheit innerhalb der letzten Jahre und Jahrzehnte.
Vor drei Jahren entwickelte sich dann eine Alternative zur Formel 1, nämlich die sogenannte Formel E.
Was ist die Formel E?
Bei der Formel E wird auf den Einsatz alternativer Energien zum Betreiben der Rennwagen gesetzt.
Sie wurde von Jean Todt gegründet und unterliegt, wie auch die Formel 1, der FIA (Fédération Internationale de l’Automobile), einer Organisation. Sie hat sich der Förderung des Automobilsports verschrieben hat.
Die erste Saison in dieser Serie wurde im Jahr 2014/2015 ausgetragen. Das erste Rennen fand am 13. September 2014 in Peking statt. Anstelle eines normalen Verbrennungsmotors werden Elektromotoren eingesetzt.
Welche Autos fahren in der Formel E?
Wie bereits erwähnt verfügen die Formel E-Rennwagen über einen Elektromotor.
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Außerdem handelt es sich dabei um sogenannte «Single-Seater», auch Monoposto (Einsitzer) genannt. Der französische Reifenhersteller Michelin fungiert als Lieferant für alle Teams dieser Rennserie.
Dadurch wird garantiert, dass jedes Team die gleichwertigen Materialien zur Verfügung hat. Somit sollen lediglich die einzelnen Teams selbst im Rahmen der Erarbeitung und Konzipierung ihrer Autos den Unterschied machen können.
Eine Tatsache, die auch in der Herkunft der Chassis zu bestätigen ist. Diese stammen allesamt vom italienischen Automobilhersteller Dallara.
Bei der ersten Saison, 2014/2015, benutzten alle Rennfahrer den Fahrzeugtyp Spark-Renault SRT_01E. Rr besaß insgesamt 272 PS und erreichte dadurch eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h.
Die verwendeten Batterien, die den Motor zum Laufen brachten, waren ganze 200 kg schwer und konnten eine Gesamtenergie von 28 Kilowattstunden bereitstellen.
Diese relative Vereinheitlichung der Rennwagen änderte sich in der darauffolgenden Saison 2015/2015 jedoch.
Dabei standen vor allem Weiterentwicklungen im Bereich des Motors im Vordergrund. Im Gegensatz dazu sollten die Möglichkeiten hinsichtlich der Weiterentwicklung in punkto Aerodynamik, Batterien und Chassis weiterhin eingegrenzt sein.
In der Saison 2016/2017 sollte zunächst die auch Möglichkeit bestehen, ausführliche Arbeiten in der Entwicklung der Batterien zu tätigen.
Diese Grundidee wurde jedoch wieder verworfen, bevor sie überhaupt umgesetzt werden konnte. Allerdings erfolgte dennoch eine Erhöhung der Gesamtenergie von ursprünglich 28 auf nun 33 Kilowattstunden.
Parallel zur Steigerung der Batterieleistung wurde auch die Leistungsfähigkeit der Motoren erweitert.
In Anbetracht der letztens Formel E-Saison ist deutlich zu erkennen, dass eine Menge innovativer Ideen hinsichtlich der Entwicklungsarbeit dieser Serie bestehen und auch zukünftig noch einige Änderungen und Verbesserungen in diversen technischen und rennsportlichen Bereichen zu erwarten ist.
Wo finden überall Formel E-Rennen statt?
Die einzelnen Rennen der Formel E finden ausschließlich auf internationalen Stadtkursen statt.
Sie werden nicht Grand Prix (GP), wie bei der Formel 1, sondern ePrix genannt. Eine Runde auf den Kursen umfasst eine Gesamtlänge von etwa 2,5 – 3 Kilometer.
Der Rennkalender der ersten Saison bestand summa summarum aus 10 Kursen. Für die nachfolgenden Saisons war jeweils eine Erweiterung dieser Anzahl in Planung.
Mit dem Berlin ePrix 2015 fand zum ersten mal ein Wandel des Stadtkurskonzepts statt. Dieses Rennen wurde nämlich auf dem Gebiet des früheren Berliner Flughafens in Tempelhof ausgetragen.
Der 2016er Mexiko-Stadt ePrix stellte eine weitere Abweichung von den Stadtkursen dar. Hierbei wurde auf einer permanenten Rennstrecke gefahren. Auf dieser Rennstrecke gastiert auch die Formel 1, jedoch erfolgte im Rahmen des Formel E-Events eine Anpassung der Streckenführung.
Dadurch, dass die Formel E in vielen großen Ständen weltweit gastiert, sollen ein besonders hohes Interesse und eine Exklusivität der Strecken garantiert werden.
Wie viele Teams sind beteiligt?
Für die Rennen sind insgesamt zehn Teams zugelassen, die je zwei Fahrer engagieren. Dabei stehen den Sportlern vier Autos pro Event zur Verfügung, da jeder Wagen während des Rennen ausgetauscht werden muss.
Der Grund hierfür ist die Leistungsfähigkeit der Batterien, die ein komplettes Rennen bisher noch nicht durchhalten.
Die Mitarbeiteranzahl eines jeden Teams ist fest vorgeschrieben. Es dürfen nur ein Teamchef, zwei Renningenieure, ein Dateningenieur und vier Mechaniker eingesetzt werden.
Die Einhaltung dieser Vorgaben wird strengstens kontrolliert. Eine Erweiterung des Starterfelds auf insgesamt zwölf Teams ist für die Saison 2018/2019 in Planung.
Wie läuft ein Renntag der Formel E ab?
Ein Renntag der Formel E läuft nach einem der Formel 1 relativ ähnlichem Prinzip ab.
Zunächst fahren die Piloten zwei freie Trainings-Sessions, die zum Testen und zur Festlegung der Feinabstimmung der Fahrzeuge fungiert.
Ein großer Unterschied liegt jedoch in der Austragung des Qualifyings. Hierbei werden vier Gruppen separiert, in denen insgesamt jeweils fünf Fahrzeugen teilnehmen. Per Auslosung wird diese Zuteilung ermittelt. Ziel dabei ist es, die schnellste Rundenzeit zu erfahren.
Danach folgt das sogenannte Superpole-Verfahren, wobei die schnellsten fünf Fahrer der vier Gruppen erneut aufeinandertreffen und gegeneinander die ersten fünf Startplätze ausfahren.
Danach erfolgt dann das eigentliche Rennen, das insgesamt eine Stunde umfasst. Während des Rennens muss das Rennauto gewechselt werden, da die Batterie nicht komplett durchhält.
Zu bemerken hierbei ist, dass das gesamte Rennen nur an einem Tag stattfindet und nicht wie bei der Formel 1, ein ganzes Wochenende lang.
Kann die Formel E die Formel 1 schlagen?
Ob die Formel E wirklich eine langfristige Alternative zur Formel 1 darstellen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Dank der Beteiligung diverser Hersteller an der Formel E, wurde natürlich auch ein allgemein großes Interesse auf diese Rennserie gelenkt.
Jedoch sprechen die Tatsache, dass die Formel E-Boliden eine deutliche niedrigere Höchstgeschwindigkeit erreichen und die relativ kurze Geschichte des Elektromotorsports auf keinen Fall für eine Ablösung der Formel 1 durch die Formel E.
Echte Motorsportfans sind weniger an zwar umfreundlicheren, aber dafür langsameren Boliden interessiert und werden der Formel 1 sicherlich weiterhin treu bleiben.
Dennoch stellt die Formel E ein gutes, innovatives Angebot zur Ergänzung der internationalen Motorsport-Events dar.