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Der Kaiserschnitt ist eine Routineoperation und dauert in der Regel 25 bis 40 Minuten. Ausser in extremen Notfallsituationen wird die Teilnarkose (Peridural- bzw. Spinalanästhesie) bevorzugt. Die werdende Mutter ist also wach, der Vater sitzt häufig am Kopfende des Operationstisches. Sobald das Kind geboren ist, wird es vom Kinderarzt kontrolliert und den Eltern gebracht, während die Ärzte die Operationswunde verschliessen. Dadurch versuchen wir, ein ähnlich harmonisches Geburtserlebnis wie bei der «normalen» Geburt zu schaffen.
Die Geburt von Andrin H. im Mai 2003: das Bild wurde vom werdenden Vater aufgenommen, der am Kopfende des Operationstisches stand. Links sind die Hände des Operateurs zu sehen, der das Köpfchen von Andrin entwickelt. Rechts steht der assistierende zweite Gynäkologe, der mit stumpfen Haken die Operationswunde entfaltet. Rechts oben sind die Hände der Operationsschwester sichtbar. Vor dem Mund des Kindes ragt die Nabelschnur mit ihren drei Blutgefässen aus dem Mutterleib hervor; sie war um den Hals des Kindes geschlungen.
Geplanter Kaiserschnitt
Wenn man im voraus weiss, dass ein Kaiserschnitt notwendig sein wird (zum Beispiel bei Steisslage des Kindes), so wird das Datum der Operation rechtzeitig geplant (sog. Plansectio). Der geplante Kaiserschnitt wird in der Regel sieben bis zehn Tage vor dem eigentlichen Geburtstermin vorgenommen. Bekommt die Schwangere vorher Wehen, tritt sie in die Klinik ein, und der Kaiserschnitt wird vorgezogen. Siehe auch die folgende Seite «Kaiserschnitt auf Wunsch?»
Typische Situation nach der Geburt von Lena H.: während die beiden Frauenärzte im Hintergrund die Operationswunde verschliessen, wurde das warm eingepackte Kind zur Mutter und zum sichtlich stolzen Vater gebracht.