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Feuerbrand- bekämpfung im Thurgau
Frauenfeld. Eine Arbeitsgruppe soll im Thurgau klären, wie im Obstbau Hoch- und Niederstammkulturen besser getrennt werden können.
Damit nimmt die Kantonsregierung eine langfristig wirksame Massnahme zur Feuerbrandbekämpfung in Angriff.
Der gesamte Wert der landwirtschaftlichen Obstproduktion dürfte im Thurgau rund 80 Millionen Franken betragen, teilt die Regierung am Donnerstag mit. Seit zwölf Jahren bedroht der Feuerbrand die Obstproduktion massiv.
Der Regierungsrat will zur dauerhaften Bekämpfung der Obstbaumkrankheit Hoch- und Niederstammkulturen räumlich trennen. Vor allem im Oberthurgau sind diese eng verflochten.
Idee aus Holland und Belgien
Die Idee der Entflechtung der beiden Kulturarten stamme aus Holland und Belgien, so die Regierung. Dort habe die Entflechtung von Streuobstbau und Niederstammkulturen die Feuerbrandgefahr stark reduziert, beziehungsweise sogar den Krankheitsausbruch verhindert.
Nach dem massiven Feuerbrandausbruch im Jahr 2007 habe man diese Idee für den Thurgau wieder aufgenommen. Aufgrund der diesjährigen Feuerbrandsituation sollen die Arbeiten zur Entflechtung möglichst schnell an die Hand genommen werden.
Vorschläge bis Ende März 2009
Die neu eingesetzte Arbeitsgruppe soll bis Ende März 2009 einen Bericht abliefern. Darin sollen Aussagen gemacht werden, nach welchen Kriterien Zonen für den Hoch- beziehungsweise Niederstammobstbau ausgeschieden werden sollen.
Im weiteren soll der Bericht Vorschläge zu konkreten Umsetzungsschritten machen, Pilotregionen bezeichnen, die Finanzierung aufzeigen sowie Aussagen zur Umsetzung der Massnahmen inklusive einem Zeitplan dazu machen. Die Arbeitsgruppe wird von Markus Harder, Chef des Landwirtschaftsamtes, geleitet.