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Nouvelle galerie à Jogne (NE)
Bereits zum dritten Mal können wir im Felssplitter über den Bau des Rohrleitungsstollens berichten, welcher künftig die Trinkwasserversorgung von La Chaux-de-Fonds gewährleistet. Unsere ersten Arbeiten innerhalb der ARGE begannen im September 2015, nun stehen wir kurz vor dem Abschluss.
Der Vortrieb in Jogne blieb bis zum Schluss eine Herausforderung. Auf fast der Hälfte der Vortriebsstrecke waren wir gezwungen, zur Sicherung des Gewölbes Stahlbögen einzubauen. Im August war es dann so weit: Wir erreichten das Vortriebssoll, und auch das aufwendige Bogenstellen war somit beendet. Nach dem Ausbau der Schotternischen konnten die Arbeiten für das Portalbauwerk im Süden in Angriff genommen werden.
Portalerschliessung via Stollen
Das Südportal liegt in einem Waldstück auf der Seite des Val de Travers und ist nur über eine überwachsene Forststrasse erschlossen. So suchten wir nach einer Lösung, um diese Strasse möglichst wenig zu beanspruchen und die Versorgung des Portalbereichs primär über den Tunnel zu bewerkstelligen. Diese wurde darin gefunden, dass wir den Tunnel bis zur Solllänge ausbrachen und dann die Ortsbrust sicherten. Von der Aussenseite erstellten wir anschliessend einen Graben, um einen Zugang zum Tunnel zu erhalten. Über diesen konnte dann die komplette Versorgung für die Bauarbeiten am Voreinschnitt erfolgen. Das anfallende Aushubmaterial wurde in der Nähe des Voreinschnittes zwischengelagert. Ein Teil dieses Materials wird später für die Hinterfüllung und die Überdeckung des Portalbauwerkes benötigt. Der restliche Aushub muss abgeführt werden.
Diffizile Betonarbeiten
Nachdem der Voreinschnitt nun erstellt war, konnte mit dem Einbau der endgültigen Sohle begonnen werden, denn während den Vortriebsarbeiten wurde nur eine provisorische Sohle erstellt. Zeitlich leicht versetzt zum Sohleeinbau begann unser ARGE-Partner F. Bernasconi & Cie SA mit dem Bau des Portalbauwerks. Aufgrund der schlechten Erschliessung erfolgte auch der Sohleeinbau von Süden nach Norden. Das bedeutet, dass die Sohle bei 11 % Steigung von unten nach oben eingebaut werden musste. Weiter weist diese ein Quergefälle von 4 % auf und verfügt über eine seitliche Rigole, in welcher das Wasser abgeleitet wird. Da der Tunnel zu klein ist, um direkt mit einem Fahrmischer den Beton zur Einbaustelle zu fahren, musste dieser vor dem Portal auf unseren Tunnelmischer umgeladen werden. Der eigentliche Einbau des Betons erfolgte dann mit konventionellen Mitteln. Nach Abschluss des Sohleeinbaus wird unser Teil der Arbeiten auf dieser Baustelle beendet sein. Die restlichen Bauvorhaben werden dann von der F. Bernasconi & Cie SA realisiert.
Technische Daten
Tunnellänge 768 m
Gefälle 11 %
Stahlbögen 362 Stk.
Beton 2’962 m3
Andreas Keiser