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Geht es nach den amerikanischen Anwälten der Gläubiger, könnte der 2008 in die Insolvenz geschlidderte chinesische Monitorhersteller Proview Technology Shenzhen von Apple zwei Milliarden US-Dollar für das Recht zur Nutzung des Markennamens "iPad" verlangen, welches das Unternehmen für China weiter beansprucht. Das wäre eine neue Wendung in dem Fall. Denn am Freitag hatte Gründer und Chairman Yang Rongshan noch indirekt geäussert, dass es Proview bei dem Namensdisput nicht darum gehe, sich an Apple zu bereichern.
"IPAD" steht bei Proview seit 1998 für "Internet Personal Access Device". Das Recht am Namen "IPAD" beansprucht Proview in China seit 2001. In zehn anderen Ländern wurde das Nutzungsrecht 2009 für 55'494 Dollar an Apple verkauft. Seit 1998 will Proview, ursprünglich in Taiwan gegründet, 10'000 bis 20'000 "IPAD"-Geräte verkauft haben, um die Produktion dann mit Rücksicht auf Apple 2009 einzustellen.
Den Gläubigerbanken, die Proview vor dem Bankrott gerettet haben, gehe es darum, dass schon verschiedene chinesische Hersteller an Proview herangetreten seien, um den Namen "IPAD" für ihre Produkte zu lizensieren, erklärte am Freitag Li Su, der Präsident der Hejun Vanguard Group, welche die Interessen der Gläubiger vertritt. In einer Pressekonferenz soll der von vielen deutschsprachigen Medien als Chefin titulierte Li gesagt haben, dass die acht Gläubigerbanken sich auch mit einer einmaligen Kompensationszahlung in Höhe von 400 Millionen Dollar zufrieden geben würden. (kh)