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Boykotte der Buchmessen in Paris und Turin
Categories: Kultureller Boykott
Die Stände von Algerien, Ägypten, Iran, Yemen, Saudi-Arabien, Tunesien, Marokko und dem Libanon blieben an der Buchmesse vom 13.-19. März in Paris leer. Sie folgten dem Boykottaufruf des palästinensischen und der ägyptische SchriftstellerInnenverbände sowie des panislamischen Verbandes für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (ISECO). Die Buchmesse hatte Israel anlässlich seiner 60. Jahre Staatsgründung als Ehrengast eingeladen. Auch verschiedene israelische SchriftstellerInnen kritisierten die „Propagandaveranstaltung der israelischen Regierung“, zu der nur hebräische publizierende AutorInnen für den israelischen Stand eingeladen waren.
Arabisch oder in anderen Sprachen schreibende israelische AutorInnen waren in der offiziellen Präsentation nicht vorgesehen. Auch der israelische Historiker Ilan Pappe schloss hat sich kurzfristig dem Boykott an. Solidaritätsgruppen haben mit Aktionen an der Messe (Transparente gegen die Blockade des Gazastreifens, Protestversammlung gegen den Auftritt von Shimon Peres) und Veranstaltungen den Protest unterstützt. Auch für die Buchmesse im Mai in Turin ist Israel als Ehrengast eingeladen, um seine seine 60. Jahre Staatsgründung feiern zu können. Verschiedene linke Parteien und AutorInnen (wie Tariq Ali) fordern die Ausladung Israels, das seine Staatsfeier auch an dieser Buchmesse zelebrieren möchte, und fordern zum Boykott auf.