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In Chile beginnen 1900 die Schweizer Anna und Samuel mit ihrem Baby Enrique ein neues Leben. Zusammen mit Enriques britischer Patentante Victoria
wohnen sie in einem Haus auf dem von Immigranten bewohnten Cerro alegre in
der pulsierenden Hafenstadt Valparaíso. Mit achtzehn verlässt der abenteuerlustige Enrique seine gewohnte Umgebung und macht sich auf in ein mysteriöses
Salpeterwerk in der chilenischen Atacamawüste, das auf keiner Karte verzeichnet
ist: die Flor de nieve, Edelweiß. Dort setzt er sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Da er sein Wort gegeben hat, niemandem zu verraten, wo
dieses liegt, meldet er sich jahrelang nicht bei seiner Familie. Seine Eltern und die
Patentante entscheiden sich voller Sorge, nach ihm zu suchen.
In der Schweiz wird Margrit 1940 in die Psychiatrie gebracht mit der Diagnose
paranoide Schizophrenie. Ohne einen jungen Arzt und seine Frau wäre sie dort
für immer in einem Dämmerzustand versunken. Aber die beiden sind davon
überzeugt, dass Margrits Äußerungen, ihre Wut und auch die Stimmen, die sie
hört, eine Bedeutung haben.
Als sie das letzte Puzzle ihres Traumas entdecken, können die Geschichten von
Enrique und Margrit zusammenfinden.