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Nach langwierigen Diskussionen ein neues Projekt für das Hotel in Maloja. (Foto: Peter de Jong)
Die Fantasie des Conte Camille de Renesse, der Ende des 19. Jahrhunderts das «Maloja Palace» erbaut hatte, das wie eine Talsperre zwischen dem Engadin und dem Bergell liegt, soll eine Renaissance erleben. Der Graf übernahm sich mit dem Projekt und verspielte das Vermögen seiner Frau mit dem Bau. Danach war das Haus jahrelang im Besitz einer belgischen Versicherungsgesellschaft, die das Haus für die Unterbringung von Kranken benutze. Letztlich landete der Palast im Besitz des italienischen Investors Amedeo Clavarino, der dem Haus wieder neuen Atem einhauchen will. Dies geht aber nur unter gewissen Bedingungen: Das Hotel als ganzes zu betreiben, macht wirtschaftlich keinen Sinn, eine Umstrukturierung zu einem Aparthotel mit Zweitwohnungsbesitzern ist angedacht. Dabei sind aber denkmalschützerische ebenso wie landschaftsschützerische Aspekte zu beachten. Denn das gesamte Gelände gehört zum Bundesinventar der schützenswerten Landschaften. Nachdem bereits ein Teil des Hauses wieder als Hotel betrieben wird, liegt nun ein Gesamtkonzept vor, das mit der Gemeinde Bregaglia, dem Bündner Heimatschutz und der Kommission für Natur- und Heimatschutz abgesprochen ist. Das Projekt ist auf rund 45 Millionen Franken veranschlagt – wann es realisiert wird, ist noch ungewiss.