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Herausforderungen und Ziele
Wir verpflichten uns gegenüber der Walliser Bevölkerung, Massnahmen zur Primärprävention und zur Risikominderung von Suchtkrankheiten umzusetzen.
Der Konsum von psychoaktiven Substanzen wie Tabak und anderen nikotinhaltigen Produkten, Alkohol, Cannabis, bestimmten Medikamenten und illegalen Drogen wie Kokain, Heroin oder Ecstasy kann problematisch werden und zu einer Sucht führen, d. h. ihr Gebrauch macht abhängig, er wird nicht mehr kontrolliert und erzeugt ein Entzugsphänomen, wenn die Substanz nicht mehr verfügbar ist. Es gibt auch süchtig machende Verhaltensweisen wie die Nutzung des Internets und sozialer Netzwerke sowie Glücksspiele. Süchte bergen Risiken für den Einzelnen und die Gesellschaft. Suchtprobleme können sich auf die Gesundheit und die soziale Situation der Betroffenen auswirken und ihr Umfeld stark belasten. Suchtprävention zielt darauf ab, die schädlichen Folgen von Substanzmissbrauch oder süchtigem Verhalten zu verhindern, um eine Abhängigkeit zu vermeiden.
Rauchen ist eine der wichtigsten vermeidbaren Todesursachen. Mit dem Aufkommen neuer Tabak- und Nikotinprodukte, von denen einige speziell auf Jugendliche abzielen, ist das Risiko einer Abhängigkeit groß, vor allem wenn der Konsum vor dem Alter von 18 Jahren beginnt. Die Vermeidung des Einstiegs in den Konsum ist daher vorrangig. Tertiäres Rauchen hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere auf die von Kleinkindern.
In der Schweiz trinken vier von fünf Personen Wein, Bier, Spirituosen oder Cocktails in Maßen. Fast jede fünfte Person übertreibt es jedoch gelegentlich oder regelmässig und schadet damit sowohl ihrer Gesundheit als auch ihrem sozialen Umfeld. Darüber hinaus beeinträchtigt übermäßiger Alkoholkonsum die Entwicklung junger Menschen. Er ist auch eine Gefahrenquelle im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz.
Die am häufigsten konsumierte illegale psychotrope Substanz in der Schweiz ist Cannabis. Je nach Häufigkeit und Menge des Konsums kann es die Gesundheit vor allem von Jugendlichen gefährden. Die Risiken sind größer, wenn der Konsum in einem frühen Alter begonnen hat und über einen längeren Zeitraum fortgesetzt wird. Die Wirkung von THC kann die Motivation beeinträchtigen und die Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Lernfähigkeit beeinträchtigen. Ein starker und wiederholter Konsum kann sich daher negativ auf die schulischen Leistungen oder die Arbeitsleistung auswirken.
Glücksspiele können eine unterhaltsame Beschäftigung sein, wenn man seine Einsätze und die Zeit, die man dafür aufwendet, unter Kontrolle hat. Das Ziel des Glücksspiels bleibt jedoch, Geld zu gewinnen. Die Erfolgsaussichten sind jedoch kurzfristig sehr gering und langfristig gleich null. Daher weist diese Tätigkeit auch Merkmale auf, die sich als sehr gefährlich erweisen können. Der Verlust der Kontrolle über das Glücksspiel kann dazu führen, dass die Betroffenen mehr ausgeben, als sie sollten, und sich verschulden.
Ziele
- Die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen stärken.
- Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern über neue nikotinhaltige Produkte informieren.
- Die Bevölkerung für das Tertiärrauchen sensibilisieren.
- Den riskanten punktuellen Alkoholkonsum reduzieren.
- Politiker, Jugendliche und Eltern für Lootboxen und Online-Glücksspiele sensibilisieren.
Rolle von PSV
Einführung einer Primärprävention in Bezug auf Alkohol, Drogen, Tabak und Glücksspiele sowie eines Raucherentwöhnungsdienstes für bestimmte Zielgruppen.
Zielgruppen
- Prioritäre Zielgruppen: Kinder und Jugendliche, gefährdete Bevölkerungsgruppen
- Weitere Zielgruppen: Erwachsene, Migrantinnen und Migranten, Eltern, Fachpersonen, Seniorinnen und Senioren