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In der nächsten Generation werden Intel-Chips verwendet. Der Chipriese soll als Partner die Computerbrille bei Unternehmen promoten.
Wie das normalerweise gut unterrichtete 'Wall Street Journal'
berichtet, wird Google in der nächsten Generation von Google Glass, die nächstes Jahr erscheinen soll, CPUs von Intel einsetzen. Bisher stammten die Google-Glass-Prozessoren von Texas Instruments und basierten auf der ARM-Architektur.
Intel "verkauft" Chips an Hersteller von Smartphones und Tablets seit einiger Zeit gratis, um Marktanteile zu erobern. Die "Mobile and Communications Group" des Chipriesen schrieb daher im letzten Quartal bei einem Umsatz von lediglich einer Million Dollar mehr als eine Milliarde Dollar Verlust. Gut möglich, dass auch Google die Chips von Intel kostenlos erhält. Wichtiger aber könnte es sein, Intel als Marketing-Partner einspannen zu können. Laut dem 'Wall Street Journal' plant Intel, die Computerbrillen vor allem im Unternehmenskundenbereich zu bewerben, und gleichzeitig auch selbst neue Anwendungen für Unternehmen zu entwicklen.
Bei Google selbst scheint man Glass immer noch vorwiegend als Consumerprodukt zu betrachten. Laut 'WSJ' arbeiten bei Google rund 300 Leute an Glass. Aber nur fünf Prozent davon konzentrieren sich auf "Glass at Work". Glass at Work ist das Partnerprogramm für Softwareunternehmen, die Unternehmensapps für Google Glass entwickeln
.
Frischen Wind scheint das einst gehypte Gadget dringend nötig zu haben. Google-Mitarbeitende testen es schon seit 2012. Ab April 2013 durften einige Tausend Betatester ein Google Glass für 1500 Dollar erwerben. Seit dem Mai dieses Jahres dürfen nun theoretisch alle US-Bürger an der "Open beta"-Testphase teilnehmen
. Über Verkaufszahlen schweigt sich Google aber aus. Ein Termin für einen offiziellen Marktstart steht weiterhin in den Sternen.
Viele "Glass Explorer" der ersten Stunde scheinen die Geräte laut US-Medienberichten mittlerweile wieder im Schrank verstauben zu lassen. Gründe dafür sind der verschwundene Reiz des Neuen, der Mangel an Apps sowie das schlechte Image, dass allzu unsensible "Glassholes"
den Glass-Trägern allgemein verschafft haben. (Hans Jörg Maron)