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2021 waren 16- bis 64-jährige Personen mit Behinderungen stärker armutsgefährdet als die übrige Bevölkerung, so das Bundesamt für Statistik in einer Mitteilung. 16 Prozent von ihnen lebten demnach in einem Haushalt, dessen verfügbares Einkommen unter 60 Prozent des Schweizer Medianeinkommens lag. In der übrigen Bevölkerung belief sich dieser Anteil auf 10 Prozent.
Armutsgefährdete Personen verfügen laut Statistik über ein signifikant tieferes Einkommen als die Gesamtbevölkerung, was zu einem erhöhten Risiko der sozialen Ausgrenzung führt. Dies, obwohl nahezu drei Viertel der Menschen mit Behinderungen im Jahr 2021 erwerbstätig waren.
Die Armutsgefährdung steige mit zunehmendem Grad der Behinderung, so das Bundesamt weiter. So seien Personen, die bei ihren Alltagsaktivitäten stark eingeschränkt sind, mit 26 Prozent noch stärker armutsgefährdet als Menschen ohne Behinderung mit 10 Prozent.
Menschen mit Behinderung gaben laut Statistik auch häufiger an, verschiedene Arten der externen finanziellen Unterstützung in Anspruch zu nehmen: 14 Prozent von ihnen erhielten demnach Ergänzungsleistungen, 18 Prozent Sozialhilfe und 3 Prozent andere öffentliche oder private Mittel.
Ein guter Gesundheitszustand sei für die Lebensqualität und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben grundlegend, so das Bundesamt. Eine Behinderung könne zwar auf gesundheitliche Probleme zurückzuführen sein oder solche hervorrufen, aber je nach Art der Behinderung bestehe nicht zwingend ein Zusammenhang.
Während mit 94 Prozent die meisten Menschen ohne Behinderung ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut einstufen, sei dies bei den Personen mit Behinderungen nur bei knapp der Hälfte der Fall. Bei Letzteren bezeichneten 17 Prozent ihre Gesundheit als schlecht oder sehr schlecht, bei den stark eingeschränkten Menschen mit Behinderungen liege dieser Wert sogar bei 47 Prozent.
Der Zugang zur medizinischen Versorgung sei folglich für viele Menschen mit Behinderungen wesentlich. Dennoch gäben Menschen mit Behinderungen mit 4 Prozent häufiger an, dass sie in den zwölf Monaten vor der Erhebung auf notwendige medizinische Behandlungen verzichten mussten, als Menschen ohne Behinderung mit 1 Prozent. Bei Personen, die durch ihre Behinderung stark eingeschränkt seien, betrage dieser Anteil 5 Prozent.