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Nachdem ihre Moschee Brandstiftern zum Opfer fiel, waren die Muslime in Peterborough ohne Gebetshaus. Dann streckte die lokale Synagoge eine helfende Hand aus.
Nach den Anschlägen in Paris wurde am 14. November die Masjid-al-Salaam-Moschee in Peterborough, Kanada, in Brand gesetzt. Die Täter warfen eine Brandbombe durch das Fenster, berichtet «CBC». Die Moschee trug heftige Schäden im Wert von 80'000 Dollar davon, die muslimische Gemeinde in Peterborough wurde ihres Gebetshauses beraubt.
Als dies Larry Gillman, Präsident der Beth Israel Synagoge, erfuhr, rief er gleich den Synagogen-Vorstand zusammen. Sie stimmten einstimmig dafür, die Muslime bei sich beten zu lassen. «Ich hoffe, wir können damit ein gutes Vorbild für andere sein», sagt Gillman.
In Zusammenarbeit mit Kenzu Abdella, dem Präsident der Kawartha Muslim Religious Association, wurden diesen Freitag zwei Gebetsrunden und ein gemeinsames Abendessen organisiert. «Am Anfang war es ein Schock, hier zu sein», sagt Abdella. Er und Gillman hatten sich vorhin noch nie getroffen. Inzwischen arbeiten sie zusammen, ihre beiden Religionen einander näherzubringen und syrischen Flüchtlingen zu helfen, nach Kanada zu kommen.
Obwohl es politische Differenzen zwischen Juden und Muslimen gibt, seien die zwei Religionen nicht so unterschiedlich. «Wir haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Wie wir beten und unsere Zeremonien. Sogar die Geschichten sind ähnlich. Schlussendlich sind beides Häuser Gottes», sagt Abdella.