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Goldener Violinschlüssel 2001
an Ewald Muther
Für die grossen Verdienste als Komponist, Chorleiter
und Musiker sowie für seinen vorbildlichen Einsatz im
Bereich des Jodelgesangs wurde Ewald Muther am
3. November 2001 der Goldene Violinschlüssel verliehen.
Die Jugendzeit des diesjährigen Preisträgers Ewald Muther war gekennzeichnet durch die Mitarbeit auf dem
Landwirtschaftsbetrieb seiner Grosseltern. Einen grossen Teil seiner Zeit verbrachte er als Ziegen und Kuhhirt
in den Vor- und Hochalpen des Simplongebiets.
Nach dem Maturitätsabschluss 1956 absolvierte Ewald Muther ein Hochschulstudium der Veterinärmedizin
an den Universitäten von Freiburg und Bern. Nach der Promotion zum Dr. med. vet. führte er vorerst in Visp
eine Gross- und Kleintierpraxis. 1964 trat er in den Dienst des schweizerischen Verbandes für künstliche Besamung,
wo er nebst der Betreuung von Problembetrieben auch für organisatorische Fragen sowie für Aus- und Weiterbildung
zuständig war.
Ewald Muther war bis 1956 Mitglied des Musikvereins "Saflisch" Termen, wo er nebst Saxophon auch Posaune
und Bass spielte. Besonders am Herzen liegt ihm die Kirchenmusik; als Mitglied des Kirchenchors Ried-Brig war
er Sänger, später Organist und Dirigent.Für seine Verdienste wurde er 1995 mit der Medaille
"Bene merenti" ausgezeichnet.
Im Jahre 1963 entstand sein erstes Chorlied "Zer Tafernu", dem bis 1992 noch weitere folgten. Auch für Einzel
und Duett liess sich Ewald Muther zahlreiche Kompositionen einfallen; Lieder welche vor allem das bäuerliche
Leben in seiner Walliser Heimat besingen. Einige Kompositionen sind auch im Jodelsingspiel eingebaut,
welches im Jahre 1996 uraufgeführt wurde. Die Liedtexte stammen mehrheitlich aus der Feder von Ewald Muther.
Viele seiner Lieder sind auf Tonträger erschienen.
Ebenfalls im sakralen Bereich ist Ewald Muther tätig. So entstand in den Jahren 1995 bis 1999 eine Jodlermesse,
die am 1. Oktober 2000 durch die Wallise Jodlervereinigung uraufgeführt wurde.
Auch im Verbandswesen ist Ewald Muther seit vielen Jahren aktiv, unter anderem als Jurymitglied an sieben
Eidgenössischen und verschiedenen Unterverbandsfesten. Am Eidgenössischen Jodlerfest 1987 in Brig war er
Gesamtobmann. Zahlreiche Ehrungen sind der verdiente Lohn für sein Engagement im Dienste der Jodlersache.
Ewald Muther dirigiert den Jodlerklub "Zer Tafernu" Ried-Brig seit 1953 und leitete den Jodlerklub "Ahori" Brig-Glis
von 1981 bis 2000 sowie den Jodlerklub "Edelweiss" Freiburg von 1973 bis 1977. Erwähnenswert ist auch
seine Kapelle "Tafernabüobu" wo er den Kontrabass spielt.