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Der Mann und das Pferd.
Es lebte einmal vor langer Zeit in einem kleinen Dorf ein Mann. Er lebte ein einfaches und bescheidenes Leben. Sein einziger Besitz war ein Pferd. Eines Tages lief das Pferd weg und er konnte es nirgends finden. Da kamen die Leute des Dorfes zu dem Mann und sagten: “Du Armer, du tust uns so leid. Dein einziges Pferd, alles was du hattest, ist weggelaufen. Das Schicksal meint es nicht gut mit dir.“ Der Mann hörte den Leuten zu und sagte zuletzt nur: “Wer weiß?“
Nach Wochen kam das Pferd zurück, aber es kam nicht allein. Fünf Wildpferde hatte es unterwegs getroffen und es brachte diese mit nach Hause. Nun hatte der Mann sechs Pferde und war in diesem Dorf ein reicher Mann. Die Leute kamen und sagten: “Du bist ein Glückspilz! Nun hast du sechs Pferde, du bist reich. Freu dich!” Der Mann sagte nur: “Wer weiß?“
Der Mann hatte einen einzigen Sohn und dieser freute sich ebenfalls über die Wildpferde. Er begann damit, sie zuzureiten. Eines Tages jedoch warf ihn eines der Pferde ab, er stürzte zu Boden und verletzte sich so schwer, dass er nie mehr richtig gehen konnte.
Da kamen die Leute des Dorfes und sagten: “Du armer, armer Mann. Wie schlimm, dass dein Pferd diese Wildpferde mitgebracht hat. Nun ist dein Sohn für immer behindert. Du hast es wirklich schwer im Leben.” Der Mann jedoch sagte nur: “Wer weiß?“
Ein anderes Land erklärte dem Land, in dem der Mann wohnte, den Krieg und alle jungen Männer des Dorfes mussten Soldaten werden. Sie zogen fort und keiner kam je wieder zurück. Der einzige junge Mann, der im Dorf bleiben musste und so den Krieg überlebte, war der Behinderte. Da kamen die Leute zu dem Mann und weinten über ihre Söhne und sagten: “Du hast es gut, dein Sohn lebt. Wie gut, dass er damals vom Pferd gefallen ist. Doch der Mann sagte nur: “Wer weiß?”