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Die Kirche hat das Dogma der „jungfräulichen Geburt“ aufgestellt, an die man «glauben» muss, um ein guter Christ / eine gute Christin zu sein.
Um mit diesem Thema weiterzukommen, kann man die provokative Frage stellen: Wer entjungferte Maria, die Verlobte des Josef?
Das Dogma selber bietet dazu eine klare Antwort: Die Entjungferung geschah durch das Kind, das geboren wurde, durch den Sohn, Jesus Christus. (Denn spätestens bei der Geburt muss das Hymen, das anatomische Zeichen der Jungfräulichkeit, durchbrochen worden sein.)
Mit anderen Worten: Der «Sohn» entjungferte die Jungfrau und machte sie zur Mutter.
Betrachtet man den SOHN als Symbol, dann macht dies durchaus Sinn.
Denn der «Sohn» hat zwei bildhafte, übertragene Bedeutungen:
- Der Sohn symbolisiert den Phallus des Mannes, denn in diesem ist die Potenz, in der Frau einen leibhaftigen Sohn zu zeugen. Damit steht er für das Glied des Mannes, durch welches er in den Schoss der Frau eingeht. (Jesus gilt übrigens – auch in den Augen der Kirche – unverkennbar als der leibliche Sohn des Josef, denn dessen Stammbaum wird auch als der Stammbaum von Jesus angeführt.)
- Der «erstgeborene» Sohn symbolisiert auch die Beziehung der Frau zum Mann als ihr Das Kind steht in Überlieferungen immer wieder auch stellvertretend für die erste Frucht der Liebe zwischen Mann und Frau, welche eben die Beziehung selber ist.
(Für weitere Ausführungen zu diesen Gedanken s. Die Weihnachtsgeschichte und ihre Symbole).