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Arch
Das Gebiet „jenseits“ der Eulach neben dem heutigen Bahnhofplatz war einst der Standort für die vom Wasser abhängigen Gewerbe. Die baulichen Veränderungen auf dem Archplatz wiederspiegeln die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen der Stadt.
Mühlen, Gerbereien und Bleichen waren die Gewerbebetriebe die sich ennet der Eulach am heutigen Bahnhofplatz niedergelassen hatten. An der Stelle, wo die Fabrikationsgebäude des Milchverbandes waren und heute die Archbar (vormals Restaurant Chässtube) sich befindet, stand der prächtige Fachwerkbau der Blumenbleiche. Trotz Opposition konnte der Rieglbau nicht vor dem Abbruch bewahrt werden (1918). Nördlich davon stand der Ziegelhof, der während Jahrhunderten den Rohstoff für die bekannten Winterthurer Öfen lieferte. An seiner Stelle errichtete die Wirtschaftsgenossenschaft des Grütlivereins in der zweiten Hälfte des 19. Jhdt. die "Helvetia", das Versammlungslokal der sich damals formierenden Arbeiterbewegung. 1919 musste das überholungsbedürftige Gebäude wegen der schweren Wirtschaftskrise nach dem ersten Weltkrieg verkauft werden. Der Nordostschweizerische Milchverband baute dort 1940 (Architekt Franz Scheibler) mit der "Chässtube" einen "bodenständigen Bau für bodenständige Besitzer".