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Der frühere Pop-Superstar R. Kelly (54, «I Believe I Can Fly») steht seit Mittwoch in New York vor Gericht. Ihm werden unter anderem sexuelle Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung vorgeworfen.
Bei einer Verurteilung in allen Punkten droht dem Sänger eine Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstagabend. Im Gerichtssaal waren keine Kameras zugelassen. Zunächst bestätigten US-Medien nicht, ob Kelly wie angekündigt persönlich anwesend war.
Gemeinsam mit einem Team von Angestellten soll Kelly jahrelang Mädchen und Frauen zum Sex gezwungen haben. Der seit seiner Festnahme im Sommer 2019 im Gefängnis sitzende Musiker hat alle Vorwürfe immer wieder zurückgewiesen und seinen Kritikern eine Rufmord-Kampagne vorgeworfen. Einige US-Medien hatten die Vorwürfe gegen Kelly als «Sexkult» zusammengefasst, in dem der Sänger seine Berühmtheit für den sexuellen Missbrauch Minderjähriger ausnutzte.
Unabhängig vom Ausgang des New Yorker Verfahrens muss Kelly sich auch in weiteren Verfahren zu ähnlichen Anklagepunkten verantworten. In Chicago untersuchen ebenfalls Bundesermittler seinen Fall.
Erste Anschuldigungen gegen den 1967 in Chicago geborenen Robert Sylvester Kelly waren bereits vor rund 25 Jahren bekannt geworden. 2008 hatte er dort wegen des Besitzes von Bildern schweren sexuellen Kindesmissbrauchs schon einmal vor Gericht gestanden und war freigesprochen worden. (sda/dpa)
Das Wichtigste in Kürze: Nach Bedenken von Konkurrenten und europäischen Wettbewerbshütern wächst auch der Widerstand bei US-Behörden gegen die Übernahme der britischen Firma Arm durch das US-Unternehmen Nvidia. Die geplante Übernahme des Chipdesigners durch den Grafikkarten-Spezialisten könne Innovationen bremsen und den Wettbewerb beeinträchtigen, begründet die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) ihre Klage.