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Eingrasen (Zufütterung von frischem Wiesenfutter im Stall) hat in der Schweizer Milchproduktion einen hohen Stellenwert. Von 2014 bis 2016 wurden drei Produktionssysteme «Eingrasen mit durchschnittlich 418 kg Kraftfutter» (EGKF), «Eingrasen mit durchschnittlich 1161 kg Kraftfutter» (EGKFplus) und das System «Vollweide mit durchschnittlich 93 kg Kraftfutter» (VW) auf 36 Pilotbetrieben im Schweizer Mittelland untersucht und verglichen. Die EGKF-Betriebe erreichten durchschnittlich 7218 kg energiekorrigierte Milch (ECM), diejenigen der EGKFplus 8457 kg ECM und die VW-Betriebe 6268 kg ECM pro Kuh und Jahr. Bei vergleichbaren Tagesmilchleistungen war die Höhe des Kraftfuttereinsatzes zwischen den drei Produktionssystemen sehr unterschiedlich. Die EGKF- und EGKFplus-Betriebe produzierten pro kg eingesetztem Kraftfutter 1,0 kg mehr ECM. EGKFplus-Betriebe waren hinsichtlich der Energieverwertung mit 2,15 kg ECM pro 10 MJ Nettoenergie Laktation (NEL) effizienter als die anderen Systeme (EGKF: 2,00; VW: 1,90). Bei den Milchinhaltsstoffen und den Fruchtbarkeitskennzahlen zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den untersuchten Systemen. Mit hohen Rationsanteilen an frischem Wiesenfutter sind hohe Milchleistungen mit einem im schweizerischen Vergleich moderaten Kraftfuttereinsatz möglich.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.