Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/100

Mit der Erneuerung der Parkgeschosse ist die Gestaltung des neuen Auftrittes des Parkhaus Urania abgeschlossen. Seit 2003 wurden in zwei Phasen bereits der Zugang von der Uraniastrasse bis zum Eingangsraum bei den Liften, die Ein- und die Ausfahrt, das Restaurant und die Toilettenanlagen erneuert.
Anstelle der früheren nüchternen Interpretation der Anlage als nützliche Nebensache wurde davon ausgegangen, dass ein Parkhaus im Interesse der Besucher als attraktiver Teil der Stadt behandelt werden muss, als die Station auf dem Weg in die Innenstadt, wo die Besucher aus dem privaten Raum ihres Fahrzeuges in den öffentlichen Raum der Stadt wechseln.
Dieser Raum liegt hier unterirdisch im Hügel des Lindenhofes. Er bildet eine Art Höhle zur Uraniastrasse hin. Sie birgt die Fahrzeuge und stellt zur Verfügung, was die Besucher an Unterstützung für ihren Auftritt in der Stadt brauchen: Toilettenräume, ein Restaurant und die immer mit Personal besetzte Betriebszentrale.
Die gute Übersicht und und die leichte Orientierung in den unterirdischen Räumen vermitteln den Besuchern das Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden.
Beim Eingriff wurde zwischen den Orientierungssystemen zugunsten der Fussgänger und denen für die Autofahrer unterschieden.
Für die Fussgänger:
. Die Beleuchtung ermöglicht zusammen mit der Farbgebung das Erfassen des Raumes. Sie betont die Wände und die Fussgängerwege am Boden. Sie unterstützt die Führung auf dem Weg nach aussen, indem sie zu den Liften und dem Treppenhaus hin zunehmend heller wird.
. Die visuellen Signale führen zu den Liften und dem Treppenhaus mit zunehmender Intensität der wegbezeichnenden gelben Flächen. Mit der Parkplatznummerierung und den als Anamorphosen behandelten, auf Wand und Boden perspektivisch zerlegten grossen Geschosszahlen, ist gewährleistet, dass die abgestellten Autos auf einfache Art wieder gefunden werden können.
. Die ausgeleuchteten gelben Flächen auf dem Boden ermöglichen die gleichzeitige, gleichberechtigte und sichere Nutzung der Verkehrsflächen durch Fussgänger und Autofahrer.
. Der Raum vor den Liften und dem Treppenhaus ist durch die intensiv beleuchtete rote Wandfläche hervorgehoben als Ziel- und Ausgangsort der Fussgänger in den Geschossen.
. Das Treppenhaus wurde mit Fenstern und verglasten Türen zu den Parkgeschossen hin geöffnet und neu beleuchtet.
Für die Autofahrer:
. Die gewohnten offiziellen Strassenverkehrssignale und Schriften führen durch das Parkhaus.
. Das Parkleitsystem unterstützt das rasche Auffinden von freien Plätzen und minimiert unnötige Suchfahrten.
Die Anlagen für die in solchen Räumen üblichen Werbeplakate werden mit den Orientierungssystemen für Automobilisten und Fussgänger sowie mit der Beleuchtung und der Farbgebung zu einer Art Netz gesponnen, das sich über die festen Bauteile legt.
Der neue Auftritt des Parkhauses im Raum der Uraniastrasse macht den Grünzug erfahrbar, der sich vom Lindenhof bis zum Waisenhaus erstreckt und die steinerne Innenstadt unterbricht. Damit tragen die innere und die äussere Erscheinung des Parkhauses dazu bei, den öffentlichen Raum der Stadt sowohl für die Gäste als auch die Bewohner attraktiv zu machen.
Erneuerung in drei Ausführungsphasen:
2002-2003 Umbau/Erneuerung des Aussen- und Eingangsbereichs des
Parkhauses auf der Passantenebene
2004-2005 Totalumbau des Gastronomielokals und der WC Anlage
> siehe Projekt ‚Café Parkhaus Urania’
2005-2006 Erneuerung aller Liftvorplätze, des Orientierungssystems
und der Farben/Beleuchtung auf allen Parkgeschossen
Objekt:
Parkhaus Urania, Zürich
Bauherrschaft:
Parkhaus Urania AG, Zürich
Architekten:
Schäublin Architekten ETH SIA
Spezialisten Phase 1:
Visuelle Gestaltung und Visualisierungen,
WeberHinderSchlatterFeuz Grafik, Zürich
Landschaftsarchitektur, Andreas Geser, Zürich
Beleuchtungsplanung, art light GmbH, St. Gallen
Elektroplanung, Tognella GmbH, Zürich
Spezialisten Phasen 2 + 3:
Visuelle Gestaltung und Visualisierungen,
WeberHinderSchlatterFeuz Grafik, Zürich
Elektro- und Beleuchtungsplanung,
Schneider Engineering, Zürich
Statik, Hans Frei + Co. AG, Zürich
Fotografie, Visus GmbH, Zürich