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Auf die Abschläge der letzten Tage folgte gestern eine deutliche Aufwärtskorrektur. Nach der Veröffentlichung der offiziellen US-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) bauten die Kurse die Gewinne weiter aus.
Hatte das American Petroleum Institute (API) am Dienstag noch einen starken Aufbau der Rohölbestände von 4.2 Mio. Fass gemeldet, zeigten die amtlichen Zahlen gestern einen leichten Rohölbestandsabbau im Vergleich zur Vorwoche. Bei den Benzinbeständen war ein leichter Aufbau erwartet worden, tatsächlich zeigte sich jedoch ein ziemlich deutlicher Bestandsabbau von über 2 Mio. Fass. Zwar hat der Hurrikan «Ian» den grossen Teil der Öl- und Gasinfrastruktur im Golf von Mexiko verschont, trotzdem sind immer noch knapp 10 Prozent der Förderung in dieser Region vorübergehend eingestellt. Auch die Lecks der an den Nord Stream-Pipelines machen die Verwundbarkeit der Energie-Infrastruktur deutlich. Die Anzeichen, dass es sich um einen Sabotageakt gehandelt haben dürfte, verunsichert auch den Ölmarkt. Es besteht die Möglichkeit, dass weitere europäische Energie-Infrastruktur, darunter vor allem der Ölsektor, zur Zielscheibe von Sabotageakten werden könnte. Durch den erhöhten Bedarf an Heizöl aufgrund der Umstellung vieler sogenannten Zweistoffanlagen ist Öl einer der wichtigsten Energiequellen im kommenden Winter.