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Der Ehename – viele Möglichkeiten für Paare
Den Mädchennamen behalten? Den Namen des Bräutigams annehmen? Oder einfach beide? Das Schweizer Namensrecht lässt Brautpaaren eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie man nach der Trauung heißen könnte. Bereits vor der eigentlichen Trauung müssen Schweizer Paare ihre Namenswünsche auf dem Zivilstandsamt benennen. Man sollte sich also rechtzeitig die Zeit nehmen zu überlegen, wie man denn später einmal heißen möchte. Grundsätzlich gibt es in der Schweiz vier Möglichkeiten:
- Der Name des Mannes wird auch Name der Frau
Das ist wohl die traditionellste Lösung. Wer gar nichts zur Namenswahl angibt, erhält automatisch den Namen des männlichen Ehegatten. Das gilt auch für die Kinder des Paares.
- Der Name des Mannes wird Familienname
Das klingt erst einmal wie die oben genannte Alternative, allerdings kommt es hier auf die Details an. Bei dieser Lösung bekommen zwar die Kinder den Namen ihres Vaters – die Braut aber behält ihren Geburtsnamen und stellt ihn dem Familiennamen voran. Aus Frau Schmidt würde bei der Hochzeit mit Herrn Müller also Frau Schmidt Müller.
- Wenn die Braut schon einen Doppelnamen hat
Möchte die Braut ihren Namen wie im zweiten Beispiel dem Familiennamen voran stellen, wird es bei einem Doppelnamen etwas schwieriger. Heißt sie zum Beispiel Schmidt Berg, wird der Berg gestrichen und bei einer Hochzeit mit Herrn Müller wird wieder Frau Schmidt Müller aus der Braut. Die Kinder tragen wie gehabt nur den Namen des Vaters.
- Der Name der Braut wird Familienname
Natürlich geht es auch anders herum und nicht der Name des Mannes, sondern der der Frau wird der Name der Familie. Bei dieser Lösung muss man allerdings ein begründetes Gesuch einreichen, weshalb die Familie Schmidt heißen soll und nicht Müller. Wird das Gesuch bewilligt, tragen auch die Kinder den Namen ihrer Mutter. Der Bräutigam kann auf Wunsch seinen Geburtsnamen voran stellen und hieße dann Müller Schmidt. Trägt er einen Doppelnamen, darf auch er nur den ersten Teil des Namens mit in die Ehe nehmen.
Achtung! Ab 2013 gelten neue Regelungen für das Namensrecht in der Schweiz.