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Der IWF fordert die G20-Staaten auf, Strukturreformen rasch umzusetzen
IWF-Chefin Christine Lagarde fürchtet eine Verschlechterung der Weltwirtschaftslage. Sie plädiert für Strukturreformen in den führenden Schwellen- und Industrieländern, um die Wachstumsaussichten damit zu verbessern.
Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde rechnet offenbar mit einer weiteren Abschwächung der Weltwirtschaft. Bereits im Januar hatte der IWF seine Wachstumsprognose für dieses Jahr von 3.6% auf 3.4% zurückgenommen. Im kommenden April könnte er seine Prognose ein weiteres Mal senken, wie Lagarde am Rande einer Konferenz der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Shanghai am Freitag andeutete. Die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wird dieses Jahr von China präsidiert.
Strukturreformen müssen vorangetrieben werden
Angesichts jüngster Kurseinbrüche an den Aktienmärkten, Währungsschwankungen und Anzeichen für eine sich abkühlende Weltwirtschaft forderte Lagarde die führenden Schwellen- und Industrieländer auf, Strukturreformen vorzunehmen und damit die Wachstumsaussichten zu verbessern. Die bestehenden Strukturreformen müssten zudem beschleunigt und die mehr als 800 einzelnen Massnahmen, welche man schon 2014 definiert habe, umgesetzt werden.
G20-Staaten sollen Konjunktur koordiniert ankurbeln
Bereits im Vorfeld des G20-Treffens hatte der IWF einen Bericht veröffentlicht, wonach die G20-Staaten die Nachfrage durch koordinierte Massnahmen ankurbeln sollten. Das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsame sich und die finanzielle Lage der Schwellenländer habe sich verschärft.
Dies unter anderem deshalb, weil China den Schwellenländern wegen seiner eigenen Konjunkturflaute weniger Rohstoffe abkauft. Aber auch der Abzug von Investitionsgeldern aus den Schwellenländern wurde schon bemängelt. Diese Entwicklungen könnten das Risiko einer Weltwirtschaftskrise erhöhen.