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Der Urvorfahre des Grauviehs ist das Torfrind, das bereits in vorchristlicher Zeit im Gebiet der Zentralalpen lebte. Nachfahren dieser Tiere wurden mit grossrahmigen, silbergrauen, aus Italien stammenden Rindern gekreuzt. Durch die verschiedenartigen Zuchtgebiete und die Abgeschiedenheit der Täler entwickelten sich lokale Schläge. So unterschied man zwischen dem kleineren und leichteren Albula-Grauvieh und dem grösseren Oberländer-Schlag.
Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts war die Nachfrage nach diesen Tieren sehr gross. Ab 1920 wurde das Grauvieh durch das milchleistungsbetontere Braunvieh verdrängt. Im Tirol blieb das Grauvieh jedoch erhalten. Aus diesen Beständen konnten zusammen mit engagierten Züchtern 1985 einige kleine, dem Albula-Schlag ähnliche Tiere in die Schweiz zurückimportiert werden. Sie wurden in ihrer Heimat, dem Graubünden angesiedelt. Mit dem leichten Rätischen Grauvieh konnte der Berglandwirtschaft eine Rasse gesichert werden, die an wenig ertragreiche Böden und extreme Lagen optimal angepasst ist.
Das Fleisch vom rätischen Grauvieh hat es in sich - es bietet beste Schmackhaftigkeit, eine feine und zarte Struktur sowie eine regelmässige Marmorierung. Eine ideale Voraussetzung und die Gelegenheit mal etwas neues zu probieren!
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