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«Richtig erleichtert» waren die Laciga-Brüder nach ihrem Weiterkommen. Gegen die Russen Roman Arkajew/Dimitri Barsuk, die Nummer 40 der Welt, benötigten die WM-Zweiten von 1999 wesentlich mehr Aufwand als erwartet. Die Lacigas verloren den zweiten Satz, setzten sich aber im entscheidenden Durchgang nach 52 Minuten Spielzeit mit 15:13 durch. Die nicht als Exzentriker bekannten Lacigas zeigten nach dem hart umkämpften Einzug in den Achtelfinal, in dem sie auf die klar schwächer eingestuften Puertoricaner Hernandez/Papaleo treffen, so etwas wie Emotionen. Paul klopfte seinem jüngeren Bruder Martin anerkennend auf die Schulter …
Die Europameister geschlagen
Patrick Heuscher und Stefan Kobel erwischten gegen die österreichischen Europameister Nik Berger/Clemens Doppler einen optimalen Start. Den ersten Satz gewannen sie mit 21:11. Beim Stand von 3:3 im zweiten Set sah sich Berger veranlasst, ein «medizinisches Timeout» zu nehmen. Der Tiroler kühlte zuerst mitten auf dem Feld seinen linken Fuss in einer Wanne mit Eis, um ihn dann dick einbinden zu lassen. Für Kobel war dies eher eine taktische Verletzung: «Sie wollten unseren Rhythmus brechen, was ihnen leider auch gelungen ist.» Zum Ende des Satzes nahm die Partie minütlich an Dramatik zu. Heuscher wehrte bei 19:20 einen Satzball mit einem «Netzroller-Ass» ab, den zweiten Matchball entschieden die beiden Schweizer mit einem Doppelblock (!) – im Beachvolleyball eine absolute Rarität.
Heyer/Egger gescheitert
Für Heyer/Egger wäre an der WM wesentlich mehr möglich gewesen. Gegen die zähen Norweger Jörre Andre Kjemperud/Vegard Hoidalen, die an der Titelkämpfen 2001 in Klagenfurt im Viertelfinal bereits die Laciga-Brüder in zwei umstrittenen Sätzen eliminiert hatten, verlor das Schweizer Duo in 44 Minuten mit 21:23, 23:25. 10000 Dollar Preisgeld dürften Heyer/Egger wenig über das frühe Ausscheiden trösten. Dabei hatten die Europameister von 2001 im zweiten Satz 11:4 geführt und beim Stand von 20:19 einen Satzball vergeben. «Die Norweger haben heute regelmässig stark serviert, das war der Unterschied zu den letzten Aufeinandertreffen», sagte Abwehrspieler Markus Egger. «Ausserdem waren wir im Block und in der Verteidigung zu wenig aggressiv.»