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Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat den Kantonen seine Asylprognose für das Jahr 2023 mitgeteilt, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag schrieb. Der Bund mit Unterstützung des SEM durch die Armee, den Zivildienst und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit sowie Kantone, Städte und Gemeinden würden auch weiterhin eng zusammenarbeiten.
Das SEM rechnet mit einer weiterhin überdurchschnittlich hohen Zahl neuer Asylgesuche. Im wahrscheinlichsten Szenario "mittel" wären es 27'000 neue Gesuche, im annähernd so wahrscheinlichen Szenario "hoch" 35'000 bis 40'000.
Gegenüber 2021 nahm die Zahl der Asylgesuche im vergangenen Jahr um rund 64 Prozent zu. Wie hoch die Zahl Ende 2023 sein werde, hänge vor allem davon ab, wie sich die Migration aus der Türkei über die Balkanroute und die Migration nach Italien entwickle, so das SEM. Die wichtigsten Herkunftsländer der Asylsuchenden waren Afghanistan und die Türkei.
Eine längerfristige Prognose in Bezug auf die Schutzsuchenden aus der Ukraine hält das SEM für schwierig. Im wahrscheinlichsten Szenario geht die Behörde davon aus, dass bis Ende März dieses Jahres monatlich 2500 bis 5000 Anträge für einen Status S gestellt werden. Danach dürfte die Zahl kontinuierlich zurückgehen und im Herbst bei etwa 1000 bis 1500 Anträgen pro Monat liegen, so das Staatssekretariat.
Diese Annahme setze voraus, dass der Krieg in der Ukraine in seiner derzeitigen Intensität anhält. Am 24. Februar vergangenen Jahres hatte die russische Armee auf Befehl von Präsident Wladimir Putin die Ukraine überfallen und seither vier Regionen teilweise besetzt und formell vollständig annektiert.
Bislang sind mehr als 14 Millionen Menschen in der Ukraine wegen der Kampfhandlungen vertrieben worden, rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Nach Schätzungen der Uno sind zwischen sieben und acht Millionen Menschen aus der Ukraine in europäische Länder geflüchtet.
(sda)