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Die klagenden Mieter hatten unter anderem ins Feld geführt, das Verhalten des Vermieters sei treuwidrig: Er habe bei den Vertragsverhandlungen nicht darauf hingewiesen, dass die Akontobeträge nur einen Teil der effektiv geschuldeten Nebenkosten decken würden. Allerhöchstens, so die Argumentation der Kläger, dürften die Nachzahlungen 15 bis 20 Prozent von den bereits geleisteten Beträgen abweichen.
Die höchsten Richter befanden allerdings, dass es sich bei Akontozahlungen bloss um vorläufige Zahlungen handle, die bei der jährlichen Abrechnung anzurechnen seien. Die Nebenkosten würden aufgrund der Instabilität der Kosten und des unterschiedlichen Verbrauchs der Mieter variieren. Ohne besondere Zusicherung des Vermieters könne ein Mieter deshalb nicht annehmen, dass die geleisteten Akontozahlungen zur Tilgung der tatsächlichen Schuld ausreichten. Ins Gewicht falle zudem, dass die Kläger die hohen Nachzahlungsforderungen jahrelang anstandslos beglichen hätten. Der Vermieter habe daraus auf Genehmigung schliessen dürfen.
Bundesgericht, Urteil vom 31. August 2005 (4C.177/2005)