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Seit zwei Jahren herrscht in Jemen Bürgerkrieg. Die staatlichen Infrastrukturen stehen am Rand des Zusammenbruchs, rund drei Millionen Menschen sind auf der Flucht, und alle zehn Minuten stirbt ein kleines Kind an einer vermeidbaren Krankheit.
Von der Weltöffentlichkeit nahezu ignoriert, herrscht in Jemen seit zwei Jahren Bürgerkrieg. Täglich werden Luftangriffe auf Wohnhäuser oder zivile Einrichtungen wie Schulen und Spitäler gemeldet. Tausende Zivilisten wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht. Die Versorgungslage ist katastrophal, staatliche Infrastrukturen wie das Gesundheitswesen stehen am Rand des Zusammenbruchs.
Mittlerweile sind nahezu 20 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – das sind über 70 Prozent der Bevölkerung. 3 Millionen leben als Vertriebene im eigenen Land. Die Ernährungssituation verschlechtert sich laufend: Bald eine halbe Million Kinder unter fünf Jahren sind schwer akut mangelernährt und kämpfen ums Überleben. Luft- und Seeblockaden erschweren Hilfslieferungen, Kampfhandlungen behindern die Verteilung der Güter.
Jemen ist das ärmste Land des Nahen Ostens. Schon bevor der Konflikt im März 2015 eskalierte, litt ein Grossteil der Bevölkerung unter Armut, Ernährungsunsicherheit und ungenügender medizinischer Versorgung. Heute stirbt in Jemen alle zehn Minuten ein Kind aus vermeidbaren Gründen – an Unterernährung, Durchfallerkrankungen oder Atemwegsinfekten.
Trotz Finanzierungslücken und extrem schwierigen Bedingungen ist es UNICEF im vergangenen Jahr gelungen, den Kindern in Jemen entscheidend zu helfen. So erhielten zum Beispiel 3 Millionen Menschen einen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser, und 237 000 Kinder wurden wegen schwerer akuter Mangelernährung behandelt.
- UNICEF stellt Benzin für öffentliche Wasserpumpen zur Verfügung und sorgt für sanitäre Einrichtungen.
- Mangelernährte Kinder werden mit therapeutischer Nahrung und Vitaminen versorgt.
- Mobile Teams bringen Nahrungsmittel, Medikamente und Hygieneartikel in schwer zugängliche Regionen.
- UNICEF unterstützt die Aufklärung der Bevölkerung über Blindgänger. Besonders Kinder sind gefährdet, sich beim Spielen zu verletzen.
- Gemeinsam mit dem Bildungsministerium versucht UNICEF möglichst vielen Kindern den Zugang zum Schulunterricht zu ermöglichen.
- Um Krankheiten und Seuchen vorzubeugen, unterstützt UNICEF die Müllentsorgung in der Hauptstadt Sanaa.
Der Konflikt in Jemen findet abseits der grossen Medienaufmerksamkeit statt. Lassen Sie uns diese Kinder nicht vergessen. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung.