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Der Film beginnt mit dem Versprechen eines Verliebten: ich kann mich ändern. Ein Versprechen, von dem man im Voraus weiss, dass es nicht gehalten wird. Amie-Sarah hat sich in Boby verliebt, einen jungen, crack abhängigen rumänischen Roma, der auf der Strasse lebt. Zusammen erlebten sie zwischen dem Parkplatz der Gare de Lyon und kleinen Pariser Hotels eine verrückte Liebesgeschichte, der es doch nicht gelang, Boby zu verändern. Denn er liebt die Freiheit der Strasse, wo er gross geworden ist, die einzige Art von Zuhause, die er kennt. Amie-Sarah ist eine franko-japanische Frau, die in einem kosmopolitischen Künstlermilieu aufgewachsen ist. Aus ihrem Liebeskummer macht sie eine herzzerreissende Chronik ihrer unmöglichen Beziehung. I Can Change, But Not 100% ist eine brutal persönliche Erzählung, die sich gängigen Normvorstellungen entzieht und uns einlädt, das undurchdringliche Innenleben einer Gemeinschaft vorurteilsfrei zu entdecken. Völlig hilflos durch das Scheitern ihrer Liebe, die nicht stark genug war, um Boby zu verändern, nutzt die Filmemacherin das Kino als einziges Mittel, um ihre Wunde zu heilen. Oder vielleicht, um einen aufwühlenden Liebesbrief an den zu schreiben, der nicht liest aber alle Sprachen spricht. Und wir sind die privilegierten Zuschauer.
Elena López Riera