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Bevor eine Klage eingereicht werden kann, muss eine Schlichtung erfolgen. Dazu schlägt die eine Partei zunächst einen Schlichter vor. Die andere Partei kann diesen akzeptieren oder einen Gegenvorschlag machen. Können sich die Parteien nicht auf einen Schlichter einigen, kann jede Partei das Piratengericht zur Ernennung eines Schlichters anrufen.
Die Schlichtung geschieht formlos, d.h. ohne feste Regeln. Die konkrete Ausgestaltung obliegt dem Schlichter.
Die Schlichtung ist unabhängig vom Piratengericht. Die während der Schlichtung gemachten Aussagen oder Zugeständnisse sind im Schiedsverfahren nicht verwertbar. Deshalb ist auch das Piratengericht bzw. dessen Richter nicht in die Kommunikation mit dem Schlichter und der Gegenpartei einzubeziehen.
Die Schlichtung ist als gescheitert zu betrachten, wenn
- sich eine Partei ernsthaft und dauerthaft weigert, an der Schlichtung teilzunehmen;
- eine Partei auf Kommunikationsversuche nicht innert angemessener Frist reagiert;
- der Schlichter den Versuch, eine gütliche Einigung zu erziehlen, für gescheitert erklärt.