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Selina Büchel (KTV Bütschwil) verpasste an den Weltmeisterschaften in London den Final über 800 m an einem globalen Grossanlass zum dritten Mal in Serie knapp. Die 26-jährige Toggenburgerin wurde in ihrer Halbfinalserie in 1:59,85 Minuten Fünfte und in der Overall-Wertung Elfte.
„Es war auf dem Servierteller angerichtet, aber ich konnte nicht zupacken“, bilanzierte eine gefasste Selina Büchel. Die Schweizerin sprach damit den aus ihrer Sicht perfekten Rennverlauf an und den Fakt, dass ihr am Schluss die Form fehlte, um sich im Endspurt durchzusetzen. Sie habe schon am Donnerstag im Vorlauf gespürt, dass wohl nicht alles beim Besten sei. „Ich war nach den Schweizer Meisterschaften zwei Tage krank. Vielleicht bin ich doch nicht ganz erholt, obwohl ich mich fit fühle“, sagte sie.
Obwohl die Ausgangslage für Büchel schwierig war – mit der Olympiasiegerin Caster Semenya aus Südafrika, der Amerikanerin Charlene Lipsey und Lynsey Sharp aus Grossbritannien waren drei Läuferinnen in ihrer Serie eingeteilt, die auf dem Papier in diesem Jahr stärker liefen als die zweifache Hallen-Europameisterin -, schien alles perfekt aufzugehen. Das Tempo war flott, Büchel lief immer kräfteschonend und ohne Behinderung auf der Innenbahn. Und auf der Zielgeraden hätte sie sogar auf der Innenbahn vorstossen können. So wie die Polin Angelika Cichocka, die Büchel überspurtete und dann innen an Lipsey und der zunächst disqualifizierten, später aber wieder rehabilitierten Sharp vorbeizog.
„Ich konnte nicht mehr zusetzen“
„Am Schluss war ich leer und habe mich auch noch verkrampft. Ich konnte nicht mehr zusetzen“, schilderte Büchel ihre letzten Meter. Sie blieb zwar nur knapp vier Zehntel über ihrer Saisonbestzeit, bei einem optimalen Rennverlauf wie nun in London hätte aber eine tieferer Wert herausschauen müssen.
So hatte Selina Büchel einmal mehr eine bittere Pille zu schlucken. Am Ende fehlten in der Endabrechnung knapp drei Zehntel zum Finaleinzug. Vor zwei Jahren in Peking hatten Büchel nur sechs Hundertstel gefehlt, um erstmals an einem Grossanlass im Freien in den Final der Top 8 einzuziehen. An den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro wurde die Läuferin des KTV Bütschwil Neunte, zum Finaleinzug fehlten damals ebenfalls drei Zehntel.
Täglich live im Schweizer Fernsehen
Das Schweizer Fernsehen (SRF, RTS und RSI) berichtet täglich live von den Weltmeisterschaften in London. Mit rund 50 Stunden Live-Leichtathletik kommen die Fans in den Genuss eines so umfassenden WM-Services wie noch nie.
Swiss Athletics wird nebst den Newsmeldungen auf der Verbands-Website auch auf Facebook und Twitter ausführlich über das Schweizer WM-Team berichten. Fotos des Schweizer Teams gibt es auf der Website von athletix.ch.
(SDA/fre)