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St. Eusebiuskirche
Im Weiler Niederwil (heute Weier genannt) stand um 1730 eine verwahrloste Kapelle, die dem St.Galler Mönch Eusebius geweiht war. Die neue Pfarrkirche übernahm die Reliquien des Kapellpatrons. Am Festtag von St.Eusebius, am 31. Januar 1733, konnte der erste Gottesdienst gefeiert werden.
Die erste Kirche für die rund 450 Pfarreiangehörigen wurde im Frondienst erbaut, hauptsächlich aus den Steinen der ehemaligen Gielen-Glattburg. Anstelle eines Turmes begnügte man sich mit einem Dachreiter für die drei Glocken zu Ehren der heiligen Gallus, Eusebius und Jakobus des Älteren.
Da wenig Kapital für den Neubau zur Verfügung stand, war die erste Kirche zu klein bemessen und es zeigten sich auch bald erhebliche Baumängel. Darum wurde die Kirche 1792 unter Leitung von Stiftsbaumeister Bruder Paul Wuocherer umfassend renoviert und vergrössert. Anstelle des «lustig wackelnden» Dachreiters wurde ein richtiger Turm mit einem barocken Zwiebelhelm gebaut.
Am 28. Juli 1873 traf ein Blitz die Scheune des benachbarten Wirtshauses "Rössli". Die Feuersbrunst griff auch auf die Pfarrkirche über und brannte sie vollständig nieder. Grosse Verdienste für den raschen Wiederaufbau erwarb sich Pfarrer Alphons Condamin. Das Kirchenschiff wurde vergrössert, während man die Chor- und Turmmauern stehen liess. Am 9. November 1875 weihte der St. Galler Bischof Karl Greith die vom Schwyzer Architekten Karl Reichlin im Stil der Neuromanik entworfene Kirche ein.
Die heutige Erscheinung der Pfarrkirche geht zurück auf die Gesamtsanierung von 1957/58 unter Leitung von Architekt Albert Bayer. 2003 wurde eine Aussensanierung vorgenommen. 2012 folgte eine umfassende Innenrenovation unter Leitung von Architekt Bruno Bossart. Diese fand am 27. Januar 2013 ihren Abschluss mit der Altarweihe durch Bischof Markus Büchel.