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Zwei neue Arbeiten verwenden Proxybeweise von Baumringen, die darauf hindeuten, dass moderne europäische Temperaturen weder ungewöhnlich noch höher sind als während der mittelalterlichen Wärmeperiode.
Esper et al. (2020) haben eine neue Temperaturrekonstruktion für Südeuropa erstellt, die frühere Rekonstruktionen für Nord- und Mitteleuropa ergänzt.
Sie stellen fest, dass "die wärmste 30-Jahres-Periode seit 730 n.Chr. im Hochmittelalter stattfand (876-905 n.Chr.=+0,78 °C w.r.t. 1961-1990) und etwas wärmer war als die jüngste Periode von 1985-2014 (+0,71 °C)".
Die Proxy-Evidenz und die instrumentellen Aufzeichnungen zeigen auch, dass es in Südeuropa seit den 1940er Jahren keine offensichtliche Nettoerwärmung gegeben hat.
Frühere Rekonstruktionen für Nord- und Mitteleuropa zeigen ebenfalls, dass es im letzten Jahrhundert keine ungewöhnliche Erwärmung gegeben hat, wobei die Temperaturen in den 1940er Jahren so warm oder wärmer waren.
Ljungqvist et al., 2020 zitieren Studien zur Jahrringtemperatur aus Skandinavien, Schottland, Kontinentaleuropa und den Pyrenäen, die ebenfalls zeigen, dass die 1930er und 1940er Jahre wärmer oder wärmer waren als die letzten Jahrzehnte.