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Ramírez überträgt die über 150-jährige Geschichte in die 1960er-Jahre. Aus der von einem Adeligen umworbenen Bauerntochter Giselle wird bei ihm eine Journalistin, die sich in den künftigen Chefredaktor verliebt - ohne zu wissen, dass dieser bereits mit der Tochter des Geschäftsleiters verlobt ist.
Die tänzerische Umsetzung des hektischen Büroalltags und des Anfangs der Liebesgeschichte funktioniert sehr gut. Die Inszenierung ist temporeich und von Humor durchzogen, der einen an Stummfilme erinnert. Dazu passen auch das schlichte Bühnenbild mit mobilen Büropulten und die Untermalung durch das Luzerner Sinfonieorchester, welches die Komposition von Adolphe Adam gefühlvoll widergibt.
Besonders nach der Pause aber fällt das Stück ab. Dass sich die urbane, moderne Giselle in ein Kloster zurückzieht, ist kaum nachvollziehbar - zumal das Kloster in der Choreographie des Luzerner Theaters als lächerliche, frömmlerische Gemeinschaft dargestellt wird. Hier verliert die Handlung ihre Kohärenz und übrig bleibt nicht viel mehr als blosser Klamauk.
(Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr)