Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03583.jsonl.gz/3666

Figurative Schweizer Kunst 1850–1950
Dieser bedeutende Teil der Sammlung gibt einen Einblick in die Entwicklung der Schweizer Malerei von der Mitte des 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Mit wichtigen Werkgruppen, die neben Gemälden oft auch Bestände an Zeichnungen und Grafiken umfassen, sind unter anderen folgende Künstler vertreten:
Ferdinand Hodler, Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Augusto Giacometti und weitere herausragende Vertreter der beginnenden Moderne um 1900 in der Schweiz
René Auberjonois der bekannte Waadtländer Maler, zu dem Werner Coninx eine enge persönliche Beziehung hatte
Alexandre Blanchet, François Barraud, Maurice Barraud und weitere Künstler der Westschweiz, die den Maler Werner Coninx teilweise beeinflussten
Ignaz Epper, Eduard Gubler, Otto Morach, Johann Robert Schürch und andere Schweizer Expressionisten, für die sich Werner Coninx besonders engagierte
Der massgebliche Bestand dieses Teils der Sammlung von Werner Coninx ist im vorliegenden Online-Sammlungsverzeichnis dokumentiert: SIKART. Das Verzeichnis ist eingebunden in die Datenbank des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) und eröffnet die Möglichkeit, die Bestände nach unterschiedlichen Kriterien zu recherchieren. Die in der Sammlung vertretenen Kunstschaffenden sind überdies mit den Einträgen in SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz verbunden.
Grafik der «Brücke» und von Schweizer Expressionisten
Ein Interessensgebiet, auf dem sich Werner Coninx besondere Kennerschaft erwarb, war das zeichnerische und grafische Schaffen der Mitglieder der Künstlergruppe «Die Brücke». Die Sammlung enthält seltene Blätter von Künstlern wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Emil Nolde, darüber hinaus auch Grafiken weiterer deutscher Künstler des frühen 20. Jahrhunderts wie Max Beckmann und Paula Modersohn-Becker. Die Aufmerksamkeit, die Werner Coninx den bedeutenden Exponenten des Expressionismus in der Schweiz schenkte, ist es zu verdanken, dass auch deren grafisches Werk mit wichtigen Konvoluten in seiner Sammlung vertreten ist.
Französische Grafik und Zeichnungen und Grafik von Pablo Picasso
Die Bestände an Druckgrafik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aus Frankreich folgen im Wesentlichen der Geschichte der frühen Moderne seit dem Impressionismus. Mit grösseren Werkgruppen vertreten sind Künstler wie Edgar Degas, Auguste Renoir und Henri de Toulouse-Lautrec, ferner die Künstler der «Nabis»-Gruppe, Pierre Bonnard und Edouard Vuillard. Die Sammlung umfasst ausserdem eine beträchtliche Anzahl Arbeiten von Pablo Picasso.
Antike und aussereuropäische Kunst
Im Bereich der Kunst und des Kunsthandwerks aus der griechisch-römischen Antike sind Werner Coninx sowohl ästhetisch wie wissenschaftlich interessante Erwerbungen gelungen. Zu diesen zählen ein attischer Behälter für Salböl, eine sogenannte Lekythos, aus der Zeit um 580 v. Chr. und ein weibliches Terrakotta-Idol aus Böotien, das zur Mitte des 6. Jahrhunderts als Grabbeigabe Verwendung fand.
Das Interesse des Sammlers richtete sich auch auf die Kunst der aussereuropäischen Kulturen und hier im Besonderen auf Kunstwerke aus Süd- und Südostasien. So beherbergt die Sammlung unter anderem bedeutende buddhistische Steinskulpturen aus Gandhara, einer Region im heutigen Afghanistan/Pakistan, hinduistische Holzschnitzereien sowie japanische Holzschnitte und Zeichnungen.