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Das Wichtigste in Kürze
- Die in Norditalien gefundenen Knochenreste konnten identifiziert werden.
- Sie gehören einem seit 2001 verschwundenen Mann aus Senegal.
Ein Knochenfund in Norditalien hat Licht in einen Jahre alten Kriminalfall gebracht. Wie die Staatsanwaltschaft in Verbania am Westufer des Lago Maggiore mitteilte, handle es sich um die Überreste eines am 16. Mai 2001 spurlos verschwundenen Mannes aus dem Senegal.
Das hätten Experten in ihren forensischen Untersuchungen herausgefunden.
Am Schädel fanden sie der Mitteilung vom Dienstag zufolge Verletzungen, die vermutlich zum Tod führten.
Die Knochen hatte ein Mann am 14. April nahe der Ortschaft Gattico gefunden. Den Ermittlungen zufolge war die Leiche des damals Ende Zwanzigjährigen mit einem Plastiksack zugedeckt und vergraben worden.
Vermeintliche Täter wurden freigesprochen
Die Justiz hatte in den Jahren nach dem Verschwinden gegen dessen Arbeitgeber und einen Angestellten ermittelt. Unter anderem wegen vorsätzlicher Tötung, ein Gericht sprach die beiden aber im Januar 2005 frei.
Der Rechtsstreit zog sich allerdings über mehrere Instanzen. Mehr als zehn Jahre später stand der Freispruch Anfang Juli 2015 definitiv fest. Trotz der neuen Erkenntnisse kann die Staatsanwaltschaft den Fall gegen die Männer deshalb nicht mehr aufrollen.
Die Zeitung «La Stampa» berichtete am Mittwoch, die beiden seien nach Kalabrien zurückgekehrt. Dort wurden sie 2017 in einer Anti-Mafia-Operation von der Polizei in der Provinz Reggio Calabria festgenommen. Bis vor wenigen Monaten unterstanden sie demnach noch Arrest-Auflagen.