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aus dem Kunstmuseum Hamburg
ABSCHNITT I
GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK
Schon in den Chroniken längst vergangener Zeiten findet man Aufzeichnungen über den Seehandel mit den an der Weichselmündung gelegenen Gebieten. Bereits vom Jahre 1000 ab wird in alten Urkunden Danzig erwähnt. In den Urkunden aus dem Anfang des XIII. Jahrhunderts findet man schon genauere Angaben über den damals über Danzig betriebenen seewärtigen Ein- und Ausfuhrhandel. Dank seiner Lage an der Mündung eines großen Stromes entwickelte sich dann Danzig verhältnismäßig schnell zu einem wichtigen Handelspunkt, über den der Handel des natürlichen geographischen Hinterlandes und vor allem der polnischen Lande seinen Weg suchte.
Danzigs bedeutender Aufschwung als Hafenstadt fiel in die zweite Hälfte des XIV. Jahrhunderts und das folgende Jahrhundert. Von dieser Zeit an erfuhren die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Ueberseeländern eine schnelle Ausdehnung, insbesondere der Handel mit Dänemark, Schweden, Flandern, Frankreich, England, Spanien und Portugal. Zu Ausgang des XVI. Jahrhunderts gelangten Danziger Schiffe sogar bis Italien. Die Einwohnerzahl Danzigs im XVII. Jahrhundert betrug 75.000, das ist mehr als diejenige Hamburgs und Nürnbergs zur gleichen Zeit.
aus dem Kunstmuseum Hamburg