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Ein Drittel des gesamten global getrunkenen Kaffees entsteht aus löslichen Kaffee. Etwa 41 Prozent des gesamten löslichen Kaffees werden im asiatischen Raum konsumiert. In Europa spielt er also keine sehr grosse Rolle. Wie sieht das in der Schweiz aus?
Die Schweizer trinken viel Kaffee, in der Westschweiz vor allem in Form von Espresso. Die Deutschschweizer bevorzugen Studien zufolge den Kaffee Crème oder einen Milchkaffee. Aromatisierte Kaffeegetränke sind dagegen nicht so beliebt. Durchschnittlich drei Tassen Kaffee am Tag dürfen es in der Schweiz sein, das ist mehr als in Österreich oder Deutschland.
Wer trinkt den ganzen Kaffee in der Schweiz? Tatsächlich liegen Männer im Schnitt bei 3.1 Tassen täglich, Frauen bei 2.7 Tassen. Aber die wahren Kaffeefans sind die Westschweizer mit täglich 3.4 Tassen Kaffee. Der Kaffee wird überwiegend zum Frühstück getrunken, aber auch im Büro.
So viel Kaffee muss man erst einmal zubereiten. Zwar erfreuen sich Kaffeevollautomaten in der Schweiz enormer Beliebtheit. Aber löslicher Kaffee ist eine gute Alternative. Und vor allem ist der lösliche Kaffee sehr viel besser als sein Ruf.
Was genau ist löslicher Kaffee eigentlich?
Er wird als Pulver oder Granulat verkauft, manchmal auch im Stick: Löslicher Kaffee ist einfach zu handhaben. Wasser erhitzen, Pulver oder Granulat in die Tasse füllen, mit heissem Wasser aufgiessen – und schon ist der Kaffeegenuss fertig. Aber was steckt eigentlich im löslichen Kaffee?
Das kommt darauf an. Einfacher Instant-Kaffee ist schwarz. Dabei handelt es sich wirklich nur um aus Kaffee-Extrakt gewonnenes Pulver, das im Wasser aufgelöst wird. Anders sieht es bei Kaffeemischgetränken aus. Da kann auch Milchpulver, Zucker, Aroma und mehr drinstecken.
Seit wann wird löslicher Kaffee hergestellt?
Der Instant-Kaffee ist keine moderne Erfindung: Schon 1881 meldete der Franzose Alphonse Allais das Patent an. 1890 wurde vom Neuseeländer David Strang ein weiterer Vorläufer des heutigen Instant-Kaffees zum Patent gemeldet. Wirklich bekannt waren diese frühen Versionen aber noch nicht.
Erst in den 1930er-Jahren wurde das Pulver zu einem echten Verkaufsschlager. Angeblich wurde in Brasilien in den 1930-Jahren so viel Kaffee produziert, dass man einen Teil der Bohnen vernichten musste.
Der Kaffeepreis sollte stabil auf einem hohen Niveau gehalten werden. An das Schweizer Unternehmen Nestlé ging der Auftrag, sich mit der Konservierung des Kaffees zu befassen. Damals war der Chemiker Max Morgenthaler für das Unternehmen tätig.
Morgenthaler suchte schon länger erfolglos nach einem geschmacklich akzeptablen löslichen Kaffee. 1938 gelang ihm der Durchbruch: Er band die Kaffeearomen mit Kohlenhydraten. Im selben Jahr kam der sogenannte Blitzkaffee auf den Markt. Die in der Schweiz stationierten US-Soldaten waren begeistert, Jugendliche griffen den Trend auf.
Wie wird löslicher Kaffee hergestellt?
Es gibt zwei mögliche Arten, löslichen Kaffee herzustellen. In der Vorbereitung unterscheiden sich die Verfahren allerdings nicht. Das sind die nötigen Schritte:
- Rösten: Der Kaffee wird im rohen Zustand gereinigt und dunkel geröstet.
- Mahlen: Die gerösteten Bohnen werden nur grob gemahlen. Die Stücke sollten etwa zwei Millimeter gross sein.
- Brühen: In Perkolatoren wird das Kaffeepulver gebrüht und gefiltert.
Und ab hier unterscheiden sich die beiden Herstellungsverfahren. Eine Möglichkeit ist, das aufgebrühte Kaffeepulver mit Heissluft zu trocknen. Das Wasser verdampft und es bleibt ein ganz feines Pulver übrig. Dieses Pulver wird anschliessend noch einmal angefeuchtet und dann zu kleinen Klümpchen geformt. Korrekt bezeichnet man dieses Vorgehen als «Agglomerieren».
Die zweite Möglichkeit ist eine Gefriertrocknung. Der flüssige Kaffee wird dabei auf etwa minus 50 Grad Celsius heruntergekühlt. Die Masse wird anschliessend zerstossen. In einem Vakuum erwärmt man dann die kleinen Körnchen wieder, bis das gefrorene Wasser vollständig verdampft ist.
Bei dieser zweiten Variante bleibt das Kaffee-Aroma besser erhalten, daher ist sie die weitaus häufigere Vorgehensweise. Damit ist die Herstellung abgeschlossen. Löslicher Kaffee wird als Pulver zum Portionieren verkauft, in Schachteln mit einzelnen Portionen (Sticks) oder als Granulat. Das ist die deutlich ältere Form.
Kaffee und Nachhaltigkeit: Ist löslicher Kaffee vertretbar?
Instant-Kaffee ist sehr aufwendig in der Herstellung. Der Bedarf an Strom und Wasser ist höher als bei einem Filterkaffee oder einem Espresso. Das ist also nicht besonders nachhaltig. Bei löslichem Kaffee können Sie zudem oft nicht nachvollziehen, woher die Kaffeebohnen kommen.
Aber Sie können auf die bekannten Bio- und Fairtrade-Siegel achten. Die Kaffees von Bertschi-Café stammen alle aus fairer und biologischer Produktion. Ausserdem ist das lösliche Pulver sehr ergiebig. So benötigen Sie für die Zubereitung einer einzigen Tasse Kaffee weniger Kaffee als beim Filterkaffee.
Der Wasserkocher reicht für die Zubereitung aus. Damit ersparen Sie sich und der Umwelt die Produktion und spätere Entsorgung des Kaffeevollautomaten. Der Wasserkocher arbeitet mit viel weniger Strom als der Kaffeevollautomat oder die Kaffeemaschine. Und ausser Dose oder Glas fällt kein Müll an. Denn Sie benötigen weder Kapseln noch Pads oder Kaffeefilter.
Wirklich umweltschonend und nachhaltig ist Kaffeegenuss nie, denn der Kaffee muss weit reisen. Im europäischen Klima und insbesondere in der Schweiz wächst kein Kaffee. Insgesamt fällt die Bilanz bei löslichem Kaffee also fast genauso aus wie beim Filterkaffee oder jeder anderen Kaffeespezialität.
Ist löslicher Kaffee gesund?
Das Getränk aus dem löslichen Pulver schmeckt nicht ganz so intensiv und aromatisch wie Filterkaffee. Es ist ein bisschen dünner, erscheint fader. Aber es wird aus den gleichen Kaffeebohnen hergestellt.
Meist kommen übrigens Bohnen der Sorte Robusta zum Einsatz. Diese sind deutlich preiswerter als die Arabica-Bohnen, die von kleineren Herstellern und Röstereien verwendet werden. Bei Bertschi-Café erhalten Sie löslichen Kaffee aus Arabica-Bohnen. Aber wie ist das nun mit der Gesundheit? Immerhin ist Instant-Kaffee ein stark verarbeitetes Produkt.
Löslicher Kaffee enthält weniger Koffein als anders zubereiteter Kaffee. Als reines Produkt ohne Milch- und Zuckerzusätze enthält er keine Kalorien. Das gilt aber nur für den schwarzen Kaffee. Schwarzer Filterkaffee enthält ebenfalls keine Kalorien.
In löslichem Kaffee sind weniger Antioxidantien enthalten als im Filterkaffee. Auch das Chinin fehlt, das eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels verhindern und Krämpfe lösen soll. Andere Kaffeesorten enthalten zudem mehr Magnesium. Fassen wir das alles zusammen, ist löslicher Kaffee nicht ungesund. Er ist der Gesundheit nur nicht im gleichen Masse zuträglich wie andere Kaffeesorten.
Löslicher Kaffee als schnelle und leckere Alternative
Löslicher Kaffee ist schnell aufgebrüht und damit im stressigen Alltag eine echte Alternative zu Filterkaffee. Viele Kaffeepulver sind auch in kaltem Wasser löslich. Das macht die Herstellung von kalten oder geeisten Kaffeespezialitäten im Sommer deutlich einfacher.
Im Geschmack reicht der lösliche Kaffee nicht ganz an einen traditionell aufgebrühten Kaffee heran. Dabei müssen Sie aber auch bedenken, dass jedes Land seine eigenen Zubereitungsarten hat. Der Kaffee schmeckt in jeder Tradition anders. Verstehen wir löslichen Kaffee als eine dem Zeitgeist entsprechende Interpretation von Kaffeegenuss, dann werden wir ihm gerecht.
Wir von Bertschi-Café glauben an guten Kaffee. Wir glauben an Kaffee, der sowohl der Umwelt als auch den Menschen, die ihn produzieren und geniessen, guttut. Deshalb sind alle unsere Kaffeespezialitäten schonend produziert. Unsere Rohstoffe stammen aus sozialverträglichem, fairem und vor allem umweltfreundlichen Anbau und Handel. Fair und biologisch – das sind unsere Schlagwörter.
Sie wollen mehr über unsere Kaffees erfahren? Kontaktieren Sie uns doch einfach! Wir freuen uns auf Ihre Fragen.