Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03623.jsonl.gz/307

Herrliberger (18. Jahrhundert)
Wenn Schloss Schauensee erbaut wurde, ist heute nicht mehr festzustellen. Sicher hat die Feste bereits im 13. Jahrhundert bestanden und mit den Burgen Obernau und Griesigen, den Landweg in die Länder und über den Brünig kontrolliert. Ins Licht der Urkunden tritt erstmals ein Ritter Rudolf von Schauensee (1257 - 1317). Man weiss aber, dass bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts die Burg als Ruine dastand. Um diese Zeit starb auch die Familie der "von Schauensee" aus. Erst am Ende des 16. Jahrhunderts kehrte neues Leben in die Ruinen zurück.
Johannes von Mettenwyl erwarb die Anlage und baute sie mit Zustimmung des Rates zu Luzern wieder auf. Nach verschiedenen Besitzern gelangte das Schloss an die Familie Meyer, die sich fortan "Meyer von Schauensee" nannte. Unter ihr entstand um 1750 die Burganlage in ihrer heutigen Form. Als die Überbauung des Berghügels drohte, bildete sich im Jahre 1963 ein Aktionskomitee "Pro Schauensee" unter Dr. Alexander Wili, mit dem Ziel, das Schlössli der Krienser Bevölkerung zu erhalten. Nach einem denkwürdigen "Marsch nach Luzern" billigten die Krienser Stimmbürger am 28. April 1963 den erforderlichen Kredit von 1,5 Millionen Franken zum Kauf der Burganlage. Seither gehört das Wahrzeichen des Kriensertales den Kriensern.
Bibliographie