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24 Stunden nach Karsten Warholm und Co. pulverisieren auch die Frauen den Weltrekord über 400 Meter Hürden.
Die Amerikanerin Sydney McLaughlin siegte im Olympiastadion von Tokio in 51,46 Sekunden. Sie verbesserte ihren eigenen Weltrekord vom Juni um 44 Hundertstel. Wie bei den Männern blieb auch die Zweite des Rennens, die Amerikanerin Dalilah Muhammad, unter dem alten Weltrekord (51,58 Sekunden).
Bronze holte sich die Niederländerin Femke Bol. Die Trainingspartnerin von Lea Sprunger stiess mit dem Europarekord von 52,03 Sekunden in eine Dimension vor, die zu Saisonbeginn kaum einer für möglich gehalten hätte.
Sydney McLaughlin ist eine begnadete Läuferin und ein wahres Phänomen der Frühreife. Gerade erst 17 Jahre alt, startete sie bereits bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Die Athletin aus dem Bundesstaat New Jersey stammt aus einer Läuferfamilie: Ihr Bruder Taylor wurde 2016 WM-Zweiter über 400 Meter Hürden bei den Junioren und ihr Vater war Halbfinalist über 400 Meter bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles.
Nach Rio stand McLaughlin eine Zeit lang im Schatten ihrer Landsfrau Dalilah Muhammad, die 2019 in Doha in der Rekordzeit von 52,16 Weltmeisterin wurde. Nun hat Sydney McLaughlin den Spiess umgedreht und bereits bei den US-Trials ein erstes Mal den Weltrekord verbessert. Die Ära von Sydney McLaughlin hat in Tokio wahrscheinlich gerade erst begonnen.