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Bevor man einen Termin mit einem Anwalt/einer Anwältin vereinbart, ist es empfehlenswert, dessen/deren Homepage zu konsultieren. So erfährt man mehr über seinen/ihren Werdegang und seine/ihre Interessen.
Persönliche Empfehlungen eines Freundes oder Bekannten sind oft das erste Kriterium, um einen Anwalt zu orten und auszuwählen.
Aber letztendlich ist es anlässlich des ersten Zusammentreffens mit dem Anwalt, dass Sie sich besser entschliessen und entscheiden können, ihn zu beauftragen. Neben den persönlichen Empfehlungen von Freunden und Bekannten sind folgende Aspekte für die Wahl des Anwalts entscheidend:
- Verfügbarkeit: Mussten Sie viermal anrufen, um endlich mit dem Rechtsanwalt sprechen zu können? Mussten Sie eine halbe Stunde im Wartezimmer ausharren? Unterbricht der Rechtsanwalt die Unterredung, um Anrufe entgegenzunehmen, oder um seine Korrespondenz zu unterschreiben ? Macht er andere Dinge nebenbei, während er Ihnen zuhört? Wenn dies der Fall ist, vergessen Sie ihn oder sie. Er/sie ist offensichtlich zu beschäftigt und steht Ihnen nicht genügend zur Verfügung.
- Umgang: Wichtig ist, dass der Funke überspringt und dass Sie sich bei Ihrem Anwalt/Ihrer Anwältin wohl fühlen. Eine gute Tuchfühlung ist zwangsweise subjektiv. Die Einschätzung, ob „der Funke überspringt”, liegt an Ihnen. Sollte dies nicht der Fall sein, beharren Sie nicht darauf, und suchen Sie eine/n andere/n Rechtsanwalt/Rechtsanwältin.
- Erfahrung: Ein/e erfahrene/r Anwältin/Anwalt hört zu und gibt auf präzise Fragen klare Antworten. Wenn Sie lediglich vage Antworten erhalten oder diese nicht verstehen, so ist es besser, eine/n zugänglichere/n Anwältin/Anwalt zu bestimmen.
- Der Stundentarif, die Rechnungsstellung und deren Häufigkeit: Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie diese Fragen beim ersten Gespräch offen ansprechen.
Der Schweizerische Anwaltsverband (SVA) verfügt über eine online Suchmaschine, die es erlaubt, Anwälte in Bezug auf Ort und Fachgebiet zu wählen.
Der SVA bereitet ein spezielles Programm vor, das Anwälten ermöglicht, sich in einem bestimmten Fachgebiet weiterzubilden und zertifizieren zu lassen. Was die Spezialisten in Mediation anbelangt, ist das Programm bereits operativ.
Zögern Sie nicht, mehrere Rechtsanwälte zu treffen, bevor Sie jene/n auswählen, die/der Ihnen am besten passt. Sollte sich Ihre Wahl in der Folge als unbefriedigend herausstellen, können Sie das Mandat jederzeit beenden.