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FDM
Das Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Stephen Typaldos, D.O.
Das Fasziendistorsionsmodell (FDM) ist eine medizinische Sichtweise, die von Stephen Typaldos (1957-2006), einem amerikanischen Osteopathen und Notfallmediziner entwickelt wurde. Typaldos empfand seine Arbeit häufig als unbefriedigend. Trotz seines umfangreichen schulmedizinischen Wissens konnte er seine Patienten nach den Konsultationen selten mit einem Behandlungserfolg nach Hause schicken. Eine Wende und somit der Anfang zum FDM brachte das Jahr 1991, als Typaldos während einer Behandlung die genauen Anweisungen einer Patientin mit Nackenbeschwerden befolgte. Diese forderte ihn auf, seinen Daumen mit grosser Kraft einer ihr gezeigten Linie (vom mittleren Rücken bis zum Ohr) entlang zu führen. Durch diese Art der Manipulation liessen die Beschwerden bei der Patientin sofort deutlich nach. So kam Typaldos auf die Idee, den Aussagen und insbesondere der Beschwerdegestik jedes einzelnen seiner Patienten mehr Beachtung zu schenken und zu interpretieren, denn jeder Mensch drückt körperliche Beschwerden auch durch unbewusste und spontane Gesten aus.
Typaldos war überzeugt, dass die Ursache vieler Beschwerden und Schmerzen im Bindegewebe (Faszien) zu finden ist. Durch das Lösen der verklebten, verdrehten und verhedderten Faszien und deren Rückformung in ihre ursprüngliche, natürliche Position können Beschwerden gelindert, die Beweglichkeit gesteigert und die Belastbarkeit erhöht werden.
Durch den bewussten Austausch mit seinen Patienten erkannte Typaldos bei ihnen bald immer wiederkehrende Beschwerdemuster. Er teilte diese Beschwerdemuster in 6 verschiedene Beschwerdebilder (Fasziendistorsionen) ein und entwickelte gezielte manuelle Techniken (Handgriffe), um diese verschiedenen Distorsionen zu therapieren und so das Bindegewebe zu lösen. Dies ermöglichte ihm eine individuell angepasste Behandlung für jeden einzelnen Patienten.
Informationsfilm FDM