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Eine Studie der Rutgers University (New Jersey) hat sich mit den Krypto-Spekulationen von Glücksspielern beschäftigt. Hierfür wurden 876 Erwachsene befragt, die mindestens einmal im Monat dem Glücksspiel nachgehen. Und das Ergebnis ist nicht gerade schmeichelhaft für die Krypto-Trading-Community, denn die Autoren der Studie konnten einen Zusammenhang zwischen Glücksspiel und Krypto-Trading feststellen. Mehr als die Hälfte der befragten Glücksspieler sagten aus, dass sie auch mit Kryptowährungen handelten. Wenn man den Blick ausschließlich auf die Hochrisiko-Aktientrader richtet, dann steigert sich dieser Wert sogar auf mehr als 75 Prozent! Der Studie zufolge sind diejenigen, die gleichermaßen mit Hochrisiko-Aktien und Kryptowährungen handeln, anfällig für Depression und Angstzustände.
Devin Milles, der Hauptautor der Studie, betonte die Gemeinsamkeiten von Krypto-Trading und Glücksspiel. Was den Handel mit Kryptowährungen besonders gefährlich mache, sei der Umstand, dass Krypto-Trading anonym, unreguliert und rund um die Uhr möglich sei. Er erklärte zudem, dass zwischen der Art und Weise, wie sowohl das Glücksspiel als auch der Krypto-Handel betrieben würden, bei vielen Menschen kein Unterschied bestünde. Die Autoren der Studie fordern daher, dass Krypto-Trading ein Bestandteil der Protokolle zur Diagnose und Behandlung von Spielsüchtigen werden soll.
Bereits zuvor hatte die Suchtklinik Castle Craig Hospital (Schottland) von einer „Kryptowährungssucht“ gesprochen und diese als „moderne Epidemie“ bezeichnet. Eine Dokumentation auf Motherboard, die sich mit der Arbeit der Suchtklinik befasst, stieß jedoch auf heftige Kritik von Seiten der Zuschauer. Diese beklagten den Fokus auf das Krypto-Trading und erklärten, dass man sich stattdessen um dringlichere Probleme wie beispielsweise Alkohol- oder Kokainsucht kümmern solle.