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Filmkritik: Wie ein Mann jeder noch so grossen Katastrophe ohne Kratzer entgeht
1959 vergräbt eine Schulklasse anlässlich des Jahrestages ihrer Schule eine Zeitkapsel, die von den Schülern gemalte Visionen der Zukunft enthält. Fünfzig Jahre später wird der Inhalt der Kapsel bei einer Jubiläumsfeier an die jetzigen Schüler verteilt. Caleb (Chandler Canterbury), der Sohn des Physikprofessors John Koestler (Nicolas Cage), erhält ein Blatt mit einer scheinbar willkürlichen Aneinanderreihung von Zahlen.
John entdeckt hinter den Zahlenreihen bald einen Code, der für Katastrophen und Unfälle der letzten 50 Jahre steht und präzise Datum und Anzahl der Opfer wiedergibt. Am Ende des Blattes weisen drei offene Daten auf noch ausstehende Ereignisse in den nächsten Wochen hin. Nachdem ihm zunächst niemand Glauben schenken mag, trifft er auf Diane Wayland (Rose Byrne), die Tochter des Mädchens, die einst die Prophezeiungen aufschrieb. Gemeinsam versuchen John und Diane, die letzten Codes zu entschlüsseln. Die grösste Frage die John plagt ist jedoch, warum beim letzten prophezeiten Unglück bei der Zahl der Opfer nur "alle Anderen" steht.
Filme mit apokalyptischem Ausgang tauchen in den letzten Jahren immer wieder im Kino auf. Regisseur Alex Proyas, der seinen Durchbruch mit dem Science-Fiction-Thriller Dark City machte, steht quasi für eine düstere Grundthematik Pate. Zu seinen weiteren Werken in den letzten Jahren zählen The Crow und I,Robot, allesamt Filme mit dem Hang zum Übernatürlichen. Knowing knüpft von der Grundidee an seine Vorgänger an, arbeitet aber zudem mit religiösen Elementen und wirft philosophische Fragen nach dem Schicksal auf.
Schon früh führt die Handlung eine Gruppe bleicher Männer ein, die sowohl in Verbindung mit der Verfasserin der Zahlenreihen als auch mit Caleb zu stehen scheinen. Mit der Mystik ist es damit aber erstmal genug und für die nächste Zeit passiert nicht viel. So wenig wie John seinem Sohn die bleichen Gestalten abnehmen will, so wenig findet Johns Entschlüsselung der Codes Glauben in seiner Umgebung. Erst ab den ersten beiden Katastrophen kommt Schwung und die vermisste Action in die Handlung. Nach und nach wird deutlich, dass alle bisherigen Prophezeiungen zu einem lange vorherbestimmten Schicksal der Erde führen werden. Das letzte Drittel des Films beantwortet dem Zuschauer dann endlich die Frage, was es mit den bleichen Gestalten, die nie einen Ton von sich geben, tatsächlich auf sich hat. Hier kann Proyas durchaus überraschen, wenngleich das Ende nicht zufrieden stellen kann. Das halbe Happy End und die finale Katastrophe sind recht vorhersehbar und hätten der ganzen langatmigen Geschichte vorne weg nicht bedurft.
Ein grosses Manko des Films ist die Besetzung der Hauptrolle. Nicolas Cage wird schauspielerisch kaum gefordert und trabt lediglich mit überraschtem Dackelblick durch die Handlung. Aus jedem Unglück geht er ohne Kratzer und scheinbare psychische Verletzungen hervor, ein Wunder, wenn man die Ausmasse des Geschehens betrachtet. Ein kleines Highlight sind dagegen die Special Effects. Die plötzlichen und äusserst drastischen Darstellungen der zwei Unglücke und des finalen Ausgangs sind ordentlich gemacht und können für eine gewisse Spannung und Beklemmung sorgen.
Fazit: Knowing ist ein durchschnittlicher Mystery-Thriller, der lange braucht, um in Fahrt zu kommen, einige gute Effekte aufweist, aber viel zu wenig Mystik beinhaltet. Die gute Grundidee hätte wesentlich interessanter aufbereitet werden können und verkümmert an dem vorhersehbaren Ausgang. So bleibt Proyas diesmal weit hinter den Erwartungen zurück.
Naaaja, lief grad im free-tv, es konnte jedenfalls so stimmung erzeugen, dass man dabei hängen bleibt... Leider etwas zu Bibel-mässig aufgebaut, dafür sieht das "Event" am Schluss sehr geil aus, das muss man dem strifen lassen! ansnsten recht mau, die auflösung des ganzen, ich weiss nicht recht... leider hat man die asugangslage so oder so ähnlich schon zig mal gesehen... cage hingegen finde ich schon irgendwie geil! krass wie ernsthaft und verbissen er sich in aller ernst durch seine streifen quält, das verlangt schon ein bisschen respekt von soviel hingabe
ok, fangen wir mal bei den positiven aspekten an: - stimmige bilder - gute / dichte und z.t. erdrückende atmosphäre - trotz vorsehbarer story guter spannungsbogen - wenige, aber gelungene effekte (das flugzeug fand ich jetzt nicht soooo schlimm; es ging ja um den überraschungseffekt)
aber... die vielerorts immer wieder angedeuteten religiösen ansätze empfand ich grösstenteils deplaziert. der ganze mischmasch aus christentum, nordischer mythologie, hinduismus und aliens ging definitiv auch mir zu weit. die ansätze wären zwar wirklich da, doch im endeffekt erleidet der film dort bruchlandung, wo man die religiösen elemente (und das betrifft das christentum nur ansatzweise!) mit aliens ersetzt / verbindet - wie auch immer man das interpretieren mag. diesbezüglich kann ich pps zustimmen.
irgendwie hinterlässt der film den eindruck, dass er schlichtweg nicht zu ende gedacht wurde. schade, denn die erste hälfte war wirklich vielversprechend...
Jojo mittelmässiger Sciene-Fiction Spass der Proyas uns aufbietet. Die Story hatte potenzial und der Streifen vermag zwischendurch die Geschichte spannend zu halten. Dennoch verliert Knowing seine Glaubwürdigkeit bei lächerlichen Logikfehlern, sackschlechten Effekten und vorhersehbaren Szenen.