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Der republikanische US-Senator Lindsay Graham hat erhebliche Zweifel an der Darstellung Saudi-Arabiens zum Tod des Journalisten Jamal Khashoggi angemeldet. «Es wäre eine Untertreibung zu sagen, dass ich der neuen saudischen Schilderung zum Tod Herrn Khashoggis skeptisch gegenüberstehe», teilte Graham am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter mit.
«Erst haben wir erzählt bekommen, dass Herr Khashoggi das Konsulat angeblich verlassen hat, und es gab ein pauschales Dementi jeglicher saudischer Verstrickung», schrieb Graham. «Jetzt bricht ein Streit aus und er wird im Konsulat getötet, alles ohne Wissen des Kronprinzen.»
Die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA hatte berichtet, Khashoggi sei in Folge eines Streits und eines Faustkampfes im saudischen Konsulat in Istanbul gestorben. Zuvor hatte die saudische Führung vehement und wiederholt dementiert, dass der Journalist und Regimekritiker im Konsulat getötet wurde.
Der US-Kongressabgeordnete Eric Swalwell hat Saudi-Arabien aufgefordert, den Verbleib der Leiche des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi aufzuklären.
«Wo ist die Leiche?», schrieb der demokratische Abgeordnete, der im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses sitzt, am Freitagabend auf Twitter.
Khashoggis Familie stehe es zu, sofort die sterblichen Überreste des Regimekritikers in ihre Obhut nehmen zu können. Saudi-Arabien hatte den Tod Khashoggis im Konsulat des Königreichs in Istanbul kurz zuvor eingeräumt, aber keine Angaben zum Verbleib der Leiche gemacht.(sda/dpa)