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SDG 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen
Ein erfolgreiches Programm für nachhaltige Entwicklung setzt wirkungsvolle Partnerschaften zwischen Regierungen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft voraus. Diese inklusiven Partnerschaften bauen auf Prinzipien und Werten, einer gemeinsamen Vision und gemeinsamen Zielen auf, die Völker und den Planeten ins Zentrum stellen, und sind auf globaler, regionaler, nationaler und lokaler Ebene unverzichtbar. In den Schlüsselsektoren braucht es insbesondere in den Entwicklungsländern langfristige Investitionen wie ausländische Direktinvestitionen. Zu diesen Sektoren gehören nachhaltige Energie, Infrastrukturen und Verkehr sowie Informations- und Kommunikationstechnologien. […]
Auszug aus dem Schweizer Unterziel 17.2: Der Bund anerkennt grundsätzlich die Zielsetzung von 0.7% des Bruttonationaleinkommens […] als ein langfristiges Ziel für die Höhe der öffentlichen Entwicklungshilfe
Bedeutung des Indikators
Der Indikator zeigt, wie viel Geld die Schweiz für die Entwicklungszusammenarbeit ausgibt. Die Hilfeleistungen werden dabei ins Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (BNE) der Schweiz gesetzt. Die öffentliche Entwicklungshilfe dient zur Unterstützung der Entwicklungs- und Transitionsländer und soll zu einer Armutsbekämpfung in diesen Ländern beitragen. Demzufolge ist eine Zunahme der öffentlichen Entwicklungshilfe im Sinne der Nachhaltigen Entwicklung.
Internationaler Vergleich
Die Werte werden gemäss den von der OECD festgelegten Standards berechnet und sind international vergleichbar.
Tabellen
Methodologie
Dieser Indikator zeigt den Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfe am Bruttonationaleinkommen zu Marktpreisen. Als Bezugsgrösse wird anstelle des Bruttoinlandprodukts das Bruttonationaleinkommen verwendet, um internationale Vergleiche zu ermöglichen.
Die öffentliche Entwicklungshilfe (Aide publique au développement, APD) der Schweiz umfasst im Wesentlichen die Ausgaben der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), der zwei Bundesstellen, die mit der Ausführung des Bundesgesetzes über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe beauftragt sind. Weitere Bundesämter sowie 24 Kantone und rund 200 Gemeinden beteiligen sich ebenfalls an der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz. Das Bruttonationaleinkommen (BNE) wird vom Bundesamt für Statistik (BFS) im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung berechnet. Der Indikator wird jährlich von der DEZA publiziert.
Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung wurde 2014 und 2020 gemäss dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 2010) revidiert. 2022 fand ausserdem eine ausserordentliche Teilrevision statt. Aufgrund dieser Revisionen wurde die ganze Zeitreihe des Indikators neu berechnet. Die revidierten Werte des Indikators sind im Durchschnitt um 0,02 Prozentpunkte tiefer, da die Revisionen einen Anstieg des BNE zur Folge hatten.
Der Entwicklungshilfeausschuss der OECD (DAC), nach dessen Richtlinien die Berechnung der öffentlichen Entwicklungshilfe erfolgt, hat nach den Revisionen entschieden, dass die Zahlen nicht mehr rückwirkend angepasst werden. Die DEZA hat deshalb die Zeitreihe nicht zurückgerechnet. Bis und mit dem Jahr 2012 verwendet die DEZA das BNE gemäss ESVG 1995. Ab 2013 stützt sich die DEZA auf das BNE gemäss ESVG 2010. Für den Zeitraum 2013-2016 gilt der Stand vom 27.08.2019. Für 2017-2020 verwendet die DEZA das BNE nach der Revision 2020 der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, Stand 26.08.2021. Ab 2021 gilt das BNE mit dem jeweiligen Stand zum Zeitpunkt der Berichterstattung an die OECD. Die hier vom BFS publizierten Daten für die Jahre 1990-2020 weichen daher leicht von jenen der DEZA ab. Die Zeitreihe der DEZA gilt für die offizielle Berichterstattung.
Definitionen
Entwicklungshilfe
Die OECD definiert die öffentliche Entwicklungshilfe (APD) als Leistungen, die 1. von öffentlichen Organen (Bund, Kantone, Gemeinden) stammen; 2. vorrangig auf die Erleichterung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Empfängerländer abzielen, 3. zu Vorzugskonditionen gewährt werden (Schenkungen und Darlehen zu günstigen Konditionen); 4. bestimmt sind für Entwicklungsländer und -regionen sowie multilaterale Organisationen, die auf der OECD-Liste aufgeführt sind. Bilaterale Hilfe ist die Hilfe von einem Partner zu einem anderen, unabhängig davon, ob der Geber oder Empfänger ein Staat, eine national oder international koordinierte Gruppe von Hilfswerken ist. Multilaterale Hilfe meint die gemeinsamen Anstrengungen internationaler Institutionen wie der Weltbank oder der UNO zugunsten eines oder mehrerer Staaten. Die private Entwicklungshilfe in der Schweiz besteht aus Spenden schweizerischer Hilfswerke und anderer gemeinnütziger Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen für Projekte und Programme in Entwicklungsländern.
Bruttonationaleinkommen
Das Bruttonationaleinkommen (BNE) setzt sich zusammen aus den Primäreinkommen (Einkommen aus Arbeit und Kapital), welches die gebietsansässigen Einheiten erhalten. Das BNE entspricht der Summe des BIP und des Saldos der vom Ausland erhaltenen und ans Ausland bezahlten Primäreinkommen.
Quellen
Unterziele
Schweizer Unterziel 17.2: Der Bund anerkennt grundsätzlich die Zielsetzung von 0.7% des Bruttonationaleinkommens sowie die Ziele von 0.15% und 0.2% des Bruttonationaleinkommens für die ärmsten Entwicklungsländer als ein langfristiges Ziel für die Höhe der öffentlichen Entwicklungshilfe.
Internationales Unterziel 17.2: Sicherstellen, dass die entwickelten Länder ihre Zusagen im Bereich der öffentlichen Entwicklungshilfe voll einhalten, einschliesslich der von vielen entwickelten Ländern eingegangenen Verpflichtung, die Zielvorgabe von 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungshilfe zugunsten der Entwicklungsländer und 0,15 bis 0,20 Prozent zugunsten der am wenigsten entwickelten Länder zu erreichen; den Gebern öffentlicher Entwicklungshilfe wird nahegelegt, die Bereitstellung von mindestens 0,20 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens zugunsten der am wenigsten entwickelten Länder als Zielsetzung zu erwägen.
KontaktBundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
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Schweiz
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