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I Die Philosophie, welche Anmassung, sie sprechen zu lassen, ihr überhaupt eine Form zu geben und sie darzustellen! Sie muss sich selbst darstellen, sich entfalten bei denen, die sich mit ihr beschäftigen.
I Ihr Wesen ist verknüpft mit dem Generalverdacht, mit dem Brandanschlag auf das Haus des Milon zu Kroton.
I Seit einigen Tagen wohnt eine Dichterin bei uns. Sie arbeitet an einem Stil, der nicht faschistisch ist. Das darf nicht verwechselt werden mit „sachte“. Kann sachtes Handeln wirken?
I Milon aus Kroton galt als Kraftprotz. Können wir uns ihn sachte vorstellen, als Mensch mit sachten Bewegungen? In seinem Haus in Kroton fielen Pythagoreer einem Brandanschlag zum Opfer. Das war eine Gruppe von Menschen, die Musen opferten und ihr Handeln in Harmonie mit der göttlichen Ordnung und in Respekt gegenüber den Vorfahren organsieren wollten, so wie ein Toter denen dankbar ist, die ihn wiederauferstehen lassen (Pythagoras “said these things, however, for the sake of proving by induction, that children should very much esteem their parents, to whom he asserted they owed as many thanks as a dead man would owe him who should be able to bring him back into light”, (Iamblichus‘ Life of Pythagoras (Translated by Thomas Taylor, London; John M. Watkins, 1965), p.18).
I Wir haben davon gesprochen, dass die Philosophie nach dem Wesen fragt.
I Sorry, nach dem Wesentlichen fragt sie.
I Für mich ist relevant, dass es möglich ist, ein Dorf wie Tharnelac unter Generalverdacht zu stellen.
I … dass es möglich ist, Menschen mit anderer – philosophischer Einstellung – zu verbrennen.
I Ich warte, dass die Worte kommen. Ob sie überhaupt kommen, wenn ich hier schreibe und an Aleppo denke, die Seife aus Aleppo, die in Zürich gekauft werden konnte.
I Du bist kein Fremder mit einem Buch unter dem Arm.
I Ich bin nicht gefoltert worden.
I Du kannst nicht sprechen, nur schreiben und an Bücher denken.
I Nur die Sprache weiss.
I Ein Buch ist ein Stapel Felder.
I Meine Hand ist nicht deine.
I Deine zwei Hände teilen nicht meiner Hände Abmessungen. Mit deiner Hand, mein Sein zu erfassen, ist nicht recht, so wie ich auch nicht gerecht sein kann, ich taumle, schreie nach einem Gefäss, das erfasst, was fehlt: Das Sein von uns und allem anderen.
I Stülpst du deine Hand in meinen Handschuh, so passt die linke Hand nicht in den rechten Handschuh und auch die rechte in den linken nicht, weder bei deinen Händen noch bei meinen.