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Beratung im Kontext von Ambivalenz, Gewalt und Trauma in familiären Beziehungen
Psychosoziale Beratung chronifiziert gewaltbetroffener Personen unter Berücksichtigung des Schutzbedarfs mitbetroffener Kinder
Vorliegende Bachelorarbeit ist Beratungen im Kontext von Ambivalenz, Gewalt und Trauma in familiären Beziehungen gewidmet und fokussiert die psychosoziale Beratung chronifiziert gewaltbetroffener Personen unter Mitberücksichtigung des Schutzbedarfs mitbetroffener Kinder. Sämtliche Fragestellungen werden auf Basis aktueller Fachliteratur bearbeitet. Die Kernfragen sind, ob Opferberatungsstellen sowohl dem Beratungsbedarf chronifiziert gewaltbetroffener Personen als auch dem Schutzbedarf mitbetroffener Kinder gerecht werden können und wenn ja, wie. Die Fragestellung reifte im Kontext von praktischen Erfahrungen auf einer Opferberatungsstelle, wonach bei häuslicher Gewalt oft Kinder mitbetroffen sind, jedoch kaum Schutzmassnahmen greifbar scheinen. Die Arbeit stellt einleitend den Auftrag von Opferberatungsstellen gegenüber von häuslicher Gewalt betroffenen Personen vor. Anschliessend werden die Fragen nach den Beratungsbedarf chronifiziert gewaltbetroffener Personen einerseits und dem Schutzbedarf mitbetroffener Kinder andererseits beantwortet. Für die Beratung gewaltbetroffener Personen wird eine deutungssensible und traumasensible, motivierende Gesprächsführung erörtert. Betreffend den Schutzbedarf der Kinder wird aufgrund der bei häuslicher Gewalt bestehenden strukturellen Kindeswohlgefährdung argumentiert, dass eine Meldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde indiziert ist. Auf Basis dieser Erkenntnisse wird ein Beratungsprozess vorgeschlagen, der Professionelle unterstützen soll, von häuslicher Gewalt Betroffene auf ihrem Veränderungsprozess zu begleiten und zugleich am Schutz der im gewalttätigen Familiensystem lebenden Kinder zu arbeiten.