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In der Zwischenkriegszeit verdrängten die Benzinmotoren die Pferde immer mehr aus dem Settelen-Betrieb. Nach überstandener Weltwirtschaftskrise standen gegen Ende der 1930er-Jahre noch rund ein Dutzend Pferde im Stall. Der Fuhrpark umfasste jetzt etwa zehn Traktoren, zehn Last- und Möbelwagen sowie 30 Taxis. Mit dem Zweiten Weltkrieg folgte für das Schweizer Transportgewerbe die nächste schwere Prüfung: Pferde und Fahrzeuge werden requiriert, Ersatzteile für ausländische Autos und Traktoren waren bald nicht mehr erhältlich, Pneus und Treibstoffe wurden rationiert, die restlichen Fahrzeuge auf Karbidgeneratoren und Holzvergaser umgebaut. Immerhin sorgte die Armee auch für ein paar Aufträge. So durfte Settelen knapp drei Monate nach der Generalmobilmachung Ende November 1939 mit einem Traktor eine 3,15 m breite Panzerplatte von Pratteln nach Giebenach transportieren – ein einfacher Auftrag mit komplexen Folgen.
Hans Erny erledigte für Settelen den Auftrag und liess den Traktor im heftigen Regen auf der steilen, nassen Strasse in der militärisch gesperrten Befestigungszone stehen. Nach einer halben Stunde geriet der Traktor ins Rutschen, rollte über den Strassenrand und kam erst auf einem vom Militär ausgehobenen Schützengraben zum Stehen. «Es entstand Sachschaden im Betrage von zirka Fr. 739.35.». Wie konnte das passieren? Hans Settelen, der zufälligerweise vor Ort im Stab des verantwortlichen Oberstbrigadiers seinen Dienst leistete, gelangte unmittelbar nach dem Vorfall für einen Augenschein zum Unfallort. Für ihn war schnell klar, wer für den Unfall verantwortlich ist. Offensichtlich hatte ein Soldat unter dem Verdeck des Traktors Schutz vor dem Regen gesucht. Möglicherweise hatte er den Traktor bestiegen und dabei den Schalthebel berührt, was den Traktor ins Schlittern gebracht hatte. In diesem Punkt widersprachen sich die Zeugenaussagen. Die juristische Aufarbeitung des Falles, für die das Polizeikorps des Kantons Baselland, ein amtlicher Automobilexperte mit einem Gutachten, ein Advokaturbüro und zum Schluss die Rekurskommission der Eidgenössischen Militärverwaltung verantwortlich zeichneten, brachte keinen eindeutigen Aufschluss. Ein Fehlverhalten konnte dem Soldaten nicht lückenlos nachgewiesen werden. So musste Settelen die Kosten für den Schaden übernehmen. Auf den Eintrag über Hans Erny im Personalbuch der Firma hatte dieser Vorfall aber keinen Einfluss: «Ein ausgezeichneter Chauffeur; guter Charakter; trägt Sorge zum Traktor».