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Geschichte
Vereinsgeschichte des Rad- und Mountainbikevereins Chur
Graubünden ist keine Radsporthochburg. Trotzdem haben in der Vergangenheit einige junge und talentierte Radballer und Radrennfahrer (Strasse und Mountainbike) aus dem Bündnerland den Durchbruch geschafft. Oft stand der heute unter dem Namen RMV Chur bekannte Rad- und Mountainbikeverein Chur Pate.
1. Gründung und Namensänderungen
Der Rad- und Mountainbikeverein Chur, besser bekannt unter dem Kürzel RMV Chur, hat seinen Namen seit seiner Gründung dreimal geändert. Den Anfang machten einige Radfahrer von Chur, die den Verein im Jahre 1907 „Veloclub Rätia Chur“ nannten. Die erste Namensänderung wurde an der Generalversammlung 1950 vorgenommen. Radfahrerverein Chur sollte man in Zukunft heissen. Diesen Namen änderte man nach nur sechs Jahren in Rad- und Motorfahrerverein. 46 Jahre dauerte es, bis man an der Generalversammlung 2002 das Wort „Motor“ durch „Mountainbike“ ersetzte und den Verein fortan in RAD- UND MOUNTAINBIKEVEREIN CHUR „umtaufte“.
2. Der RMV Chur und seine Geschichte
Die ersten Erfolge des RMV Chur gehen in die Vierziger Jahre zurück. Damals gelang es einigen Fahrern, regelmässig gute Resultate herauszufahren. Hitsch Hartmann gewann rund 30 nationale und internationale Kriterien und Strassenrennen. Weder hohen Siegesprämien noch bequeme Transportmöglichkeiten lockten damals die Fahrer an die Rennen. So kam es damals vor, dass viele Naturalpreise wie Uhren, Kleider, Lampen, Möbel, Pokale und ähnliches, welche gewonnen wurden, von den Fahrern an Ort und Stelle verkauft werden mussten, weil sie anschliessend mit dem Rad die Heimreise antreten mussten.
In Chur wurden in den Sechzigerjahren gar internationale Kriterien ausgetragen. 1962 sank nach einem heftigen Krach die Mitgliederzahl auf 20. Es war gar die Zeit, als die Radballer vom RMV Chur mit den besten aus der Schweizerliga mithalten konnten. Den Beweis erbrachten sie 1962 mit dem Gewinn des Meistertitels in der Kategorie B.
Nach dem Veloboom in den Siebzigerjahren hat sich die Mitgliederzahl bei 230 Mitgliedern eingependelt. Für Furore sorgte n in den Sechziger- und Siebzigerjahren die Gebrüder Foi mit dem Vize-Schweizermeister und vielen weiteren Auszeichnungen in den damaligen Kategorie n des Radballes. 1982, rechtzeitig zum 75 jährigen Bestehen des RMV Chur krönten sie ihre Karriere mit dem Gewinn des Schweizer Meistertitels und dem Gewinn der Bronzemedaille an den Weltmeisterschaften in Wiesbaden/Deutschland.
3. Chur-Arosa von internationaler Bedeutung
Nicht nur die Radballer des RMV Chur sorgten in den Achtzigerjahren für Schlagzeilen. 1981 trug der Verein zum ersten Mal das nationale Bergrennen Chur-Arosa aus. Grössen wie Beat Breu, Alex Zülle, Toni Rominger, Mauro Gianetti, Arno Küttel, Florian Ludi, Barbara Heeb, Jean-Marie Grezet, Niki Rüttimann und andere trugen sich im Verlaufe der letzten Austragungen ins Siegesbuch oder auf vorderste Plätzen ein. Jedes Jahr, am ersten Sonntag des Monats September, fahren rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die kurvenreiche 30 km lange Strecke von Chur durchs Schanfigg hinauf nach Arosa, in einer Zeit von etwas mehr als einer Stunde.
Viele Radfahrer aus dem Kanton Graubünden, die einst die Qualifikation zum Elite- Amateur schafften, fuhren vorher als Junioren im RMV Chur. Dazu gehören Patrik Bieler, Ralph Gartmann, Cornel Furrer, Riccardo Dasoli, Martin Schierle, Gerd Schierle, Silvio Walder und Marcel Cottiati, alle auf dem Strassen-Rennrad. Auch Silvio Bundi, Vizeweltmeister im Team-Relay MTB und Lukas Buchli, Schweizer Bike-Marathonmeister trugen einst die Farben des RMV Chur. In jüngster Zeit vertraten auch Stefan Roffler, Norbert und Simon Wyss den RMV Chur als Elitefahrer.
Durch die vorbildliche Vereinsführung und durch das Mitwirken der Mitglieder konnten schon einige Male Zielankünfte oder Starts zu einer Tour de Suisse–Etappe organisiert werden. 2007 wurde die Schlussetappe des GP Tells von Chur nach Arosa durchgeführt. .