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Hintergrund
Etwa 80% unseres Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser, das zudem während Trockenperioden die Mindestabflüsse in den Flüssen sichert. Grundwasser wird durch Niederschlag und durch den Untergrund sickerndes Flusswasser gebildet. In Zukunft werden im Sommer weniger, im Winter dafür aber mehr Niederschläge erwartet. Zudem werden einige Flüsse aufgrund des Gletscherrückgangs in Zukunft im Sommer weniger Schmelzwasser führen.
Ziele
Wir wollen verstehen wie sich diese Veränderungen auf unterschiedliche Grundwasservorkommen in der Schweiz auswirken. Ein besonderes Augenmerk wird auf mögliche längere Trockenperioden gelegt. In trockenen Sommermonaten dürfte die verfügbare Wassermenge abnehmen. Da in dieser Zeit der Wasserbedarf am höchsten ist, kann dies lokal zu Wasserknappheit führen. Insbesondere kleinere Grundwasservorkommen könnten rasch versiegen. Grössere Grundwasservorkommen können dagegen als Speicher wirken: Sie nehmen den Niederschlag, der zukünftig im Winter in grösseren Mengen fällt, auf. In den darauf folgenden Trockenzeiten speist dieses Grundwasser dann einerseits die Flüsse, andererseits kann es für die Wasserversorgung genutzt werden. Um diese Zusammenhänge besser zu verstehen, werden Klimaprognosen und Modelle des Wasserhaushaltes miteinander verknüpft.
Bedeutung
Grundwasser ist die wichtigste Trinkwasserquelle in der Schweiz. Um die Wasserversorgung langfristig zu sichern, benötigen wir fundierte Entscheidungsgrundlagen und Kenntnisse wie sich der globale Wandel auswirken wird. Diese Studie ermöglicht es, Standorte mit geringen verfügbaren Wassermengen zu identifizieren, so dass rechtzeitig Massnahmen getroffen werden können.