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Zwischenkriegszeit
Bellerive Plage
Die Sport- und Badeanlage Bellerive-Plage ist eine der beliebtesten Freizeitstätten Lausannes und zugleich ein Juwel der funktionalistischen Architektur. Neben den Schwimmbecken umfasst sie einen Rundbau, in dem Eingangsbereich und Restaurant untergebracht sind, sowie Umkleideräume in Form einer lang gezogenen Kurve. Die Architektur, die vor allem auf die Verwendung von Glas setzt, ist gewollt leicht. Die Unterteilung der Umkleideräume erfolgt nach Geschossen: eines für die Frauen, eines für die Männer.
Der Komplex wurde 1936 und 1937 während der Wirtschaftskrise erbaut, als sich zugleich die Freizeitgesellschaft zu entwickeln begann. Die Bauarbeiten erfolgten im Rahmen eines Plans zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit; um möglichst viele Menschen zu beschäftigen, wurden keine Maschinen zugelassen.
Architekt war der Lausanner Marc Piccard. 1962 wurde er mit dem Ausbau der Anlage beauftragt. 1993 nahmen die Architekten Inès Lamunière und Patrick Devanthéry unter der Aufsicht der Denkmalpflege eine sorgfältige Renovation vor.