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1996 veröffentlichte George R. R. Martin den ersten Band seiner Romanreihe „A Song of Ice and Fire“ mit dem Titel „A Game of Thrones“. Es folgten „A Clash of Kings“, „A Storm of Swords“, „A Feast of Crows“ und „A Dance with Dragons“. Zwei weitere Bände, „The Winds of Winter“ und „A Dream of Spring“, stehen noch aus. Martin verweigerte Hollywoodstudios wiederholt die Filmrechte, da er mit den mit einer Filmadaption einhergehenden Kürzungen nicht einverstanden war. Er selbst schlug dann eine Adaption als TV-Serie vor und wählte die Autoren der Serie und HBO als Sender selbst aus.
Martins Epos um Macht, Intrigen und viel Sex wurde so als eben die Mischung aus machiavellistischem Ränkespiel und Fantasysaga im Stile Tolkiens umgesetzt, die der Romanvorlage angemessen war, denn ein grundlegender Unterschied zu anderen Fantasyepen liegt bei „Game of Thrones“ in der Ambivalenz der Charaktere. Fast alle anderen Autoren, die auf Tolkiens Spuren wandeln, vollziehen eine klare Trennung zwischen Gut und Böse. Martin hingegen ist bemüht, eine glaubhafte Parallelwelt mit allen Aspekten einer mittelalterlichen Gesellschaft zu erschaffen. Deshalb ist die Serie äußerst schonungslos, wenn es um die Darstellung der niedersten Instinkte des Menschen geht. Neben grausamen Tötungen wird man mit dekadentem Sadismus, Folter, Verstümmelungen, Vergewaltigungen und allen Arten menschlichen Elends konfrontiert, die nicht mit gewaltverherrlichender Hollywoodästhetik inszeniert werden, sondern den Zuschauer tatsächlich an seine Grenzen bringen.
Games of Thrones – Trailer
Ein Großteil der Handlung spielt auf dem fiktiven Kontinent Westeros, auf dem die Sommer und Winter Jahre dauern. Einst wurde Westeros von sieben Königen beherrscht, ehe Aegon dem Eroberer aus dem Hause Targaryen auf einem Drachen reitend alle sieben Königslande unterwarf und aus den Schwertern seiner Feinde den Eisernen Thron schmiedete.
Die Serie setzt 17 Jahre nach der Rebellion Robert Baratheons (Mark Addy) gegen den letzten König der Targaryen-Dynastie ein und lässt sich im Wesentlichen in zwei Haupthandlungsfäden aufteilen: den Krieg der Fünf Könige und den Kampf gegen die Weißen Wanderer.
Krieg der Fünf Könige
Eine Vielzahl von Menschen will auf dem Eisernen Thron sitzen und als Robert infolge eines Jagdunfalls stirbt und seine Hand, Ned Stark (Sean Bean), die Legitimität der Kinder von Robert und seiner Gemahlin Cersei (Lena Headey) anzweifelt, erheben sogleich vier Fürsten von Westeros Anspruch auf den Thron: Cerseis Sohn Joffrey (Jack Gleeson), Roberts Brüder Stannis (Stephen Dillane) und Renly (Gethin Anthony) und Daenerys Targaryen (Emilia Clarke), die letzte Nachfahrin von Aegon Targaryen, die sich im Exil befindet, aber dabei ist, eine schlagkräftige Armee aufzubauen. Ned Starks Sohn Robb (Richard Madden) will sich hingegen als König des Nordens vom Rest des Reiches lossagen.
Kampf gegen die Weißen Wanderer
Im äußersten Norden von Westeros trennt eine gigantische Mauer die Sieben Königslande von der eisigen Wildnis. Bewacht wird die Mauer von den Brüdern der Nachtwache, zu denen auch Ned Starks Bastardsohn Jon Schnee (Kit Harrington) gehört. Doch bahnt sich nun ein Winter an, der länger werden dürfte als alle Winter der letzten Jahrtausende. Jenseits der Mauer regt sich ein uraltes Böses im ewigen Eis: Die Weißen Wanderer und ihr Heer der Untoten marschieren gen Süden.