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Isabella Leonarda (1620-1704) war eine der produktivsten Komponistinnen des italienischen Frühbarock. In der relativen Abgeschiedenheit eines Frauen-Klosters mit Mädchenschule „Sant’Orsola“ in Novara entstanden herrliche Vokalwerke. Später wechselte Isabella Leonarda, die neben ihrer Tätigkeit als Musiklehrerin und Komponistin auch eine Zeit lang Äbtissin des Klosters war, verstärkt in die Instrumentalmusik und gilt als Pionierin der italienischen Sonaten, die dann mit Arcangelo Corelli (1653–1713) so richtig bekannt wurden.. Ohne Protektion von Fürsten und Bischöfen mit dicker Geldbörse musste sie sich auf die limitierten Ressourcen der Klosterschule stützen. An talentierten Sängerinnen und Musikerinnen mangelte es im Kloster zwar sicher nicht. Aber bereits für den Druck von Noten musste Isabella Leonarda zuerst mühsam in Novara Sponsoren suchen.
Samstag, 30. November 2013, 20.00 Uhr
Kirche Kilchberg BL
Sonntag, 1. Dezember 2013, 17.15 Uhr
reformierte Kirche Sissach
Soli: Beatrice Voellmy, Sergio Iglesias, Eduardo Pérez Orenes, Christian Villiger.
Zwei Violinen und Basso continuo.
Weitere Informationen zur Musik von Isabella Leonarda:
Der Frauenkopf auf dem Plakat stammt übrigens aus dem Gemälde „Madonna mit Kind und zwei Engeln“ des 200 Jahre älteren italienischen Renaissance-Meisters und Mönchs Fra Filippo Lippi (ca. 1406-1469).