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Materielle und immaterielle Güter
Nach der Beschaffenheit kann zwischen materiellen und immateriellen Gütern unterschieden werden.
Materielle Güter werden auch als Sachgüter bezeichnet. Sie sind körperlich vorhanden: Fahrzeuge, Maschinen, Nahrungsmittel sind Beispiele für materielle Güter. Solche Produkte werden typischerweise hergestellt, ohne den Leistungsempfänger im Produktionsprozess einzubeziehen. Auch bei individualisierten Sachgüter, wie z.B. Gebäude, auftragsspezifische Spezialmaschinen, massgeschneiderte Kleider ist der Integrationsgrad des Leistungsempfängers im Allgemeinen nur zum Zeitpunkt der Leistungsdefinition, nicht aber während des Prozesses der Leistungserstellung gegeben.
Immaterielle Güter sind nicht gegenständlich. Die wichtigste Gruppe innerhalb der immateriellen Güter bilden die Dienstleistungen. Zu ihnen gehören z.B. Leistungen von Versicherungen, Banken, Transportanstalten, Krankenhäuser usw. Dienstleistungen sind u.a. dadurch charakterisiert, dass Produktion und Verbrauch zeitlich und örtlich zusammenfallen. Sie sind nicht lagerfähig. Nur Vorleistungen, die in Dienstleistungen eingehen, lassen sich auf Vorrat erstellen. Anstelle der Lagerung tritt die Bereitstellung von Leistungsmöglichkeiten, z.B. ein Coiffeursalon, eine Arztpraxis, ein Hotel. Dienstleistungen werden erst durch ein enges Zusammenwirken des Leistungsempfängers mit dem Leistungserbringer möglich. Im Gegensatz zu Sachgütern besteht hier eine hohe Integration.
Eine andere wichtige Gruppe von immateriellen Gütern sind die Informationen. Es sind Nachrichten über einen Sachverhalt (z.B. über ein Ereignis, über einen Entscheid, einen Zustand usw.), die für den Empfänger neu und nützlich sind. Eine weitere Gruppe bilden die Rechte, z.B. Patente, das Copyright bei Büchern, bei Musik usw., das Recht an Marken wie "Persil", "Toblerone", "Lacoste" etc.