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«Es ist einfacher, Politiker vom Bau eines Gefängnisses zu überzeugen als vom Bau einer Schule. Die Wahrscheinlichkeit ist grösser, dass sie einmal im Gefängnis landen, als dass sie nochmals die Schulbank drücken»–augenzwinkernd begann Gilles Schorderet (SVP, Zénauva) gestern seine Intervention im Grossen Rat, als dieser über einen Studienkredit für den Ausbau der Strafanstalten Bellechasse debattierte. Schorderet behielt recht: Einstimmig sprach das Kantonsparlament 1,55 Millionen Franken für die Planung der Erweiterung.
Konkret soll der bestehende Pavillon ausgebaut werden, was 40 zusätzliche Haftplätze bringt und die strikte Trennung von Gefangenen im geschlossenen und jenen im offenen Strafvollzug erlaubt. «Das verbessert die Sicherheit», hiess Roland Mesot (SVP, Châtel-St-Denis) diesen Schritt gut.
Der zweite Teil des Projekts stellt den Bau einer gesicherten Werkstätte für die Insassen des geschlossenen Strafvollzuges dar. «Auch sie haben das Recht und die Pflicht zu arbeiten», sagte Justizdirektor Erwin Jutzet (SP). Der dritte Teil schliesslich ist der Bau eines Gesundheitszentrums. «Das ist ein erster Schritt, Einrichtungen mit Angeboten für psychisch Kranke müssen folgen», betonte Bernadette Hänni (SP). Andere Grossräte wiesen darauf hin, dass sie mit der Zustimmung zu dieser Erweiterung nicht automatisch weitere Ausbaupläne guthiessen.
Verschiedene Grossräte stellten Fragen zum künftigen Personalbedarf sowie zu den Betriebskosten der Strafanstalt. Erwin Jutzet versprach, die Antworten dazu mit dem Dekret für den Verpflichtungskredit zu liefern. Über diesen soll das Parlament im Herbst befinden–zurzeit werden die Gesamtkosten für den Ausbau auf 19,8 Millionen Franken geschätzt. mir