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Alles begann im Kopf von drei Freunden
Das Internationale Folkloretreffen Freiburg (RFI) wurde 1973 von den drei Freunden Cyrill Renz, Pierre Stempfel und Albert Bugnon ins Leben gerufen. Der erste war Mitglied einer Volkstanzgruppe, der zweite war Musiker in einem kleinen Ensemble und der dritte war damals gerade zum Verantwortlichen von Freiburg Tourismus ernannt worden.
Cyrill Renz und Pierre Stempfel hatten bereits Erfahrungen mit Künstlern aus anderen Ländern gesammelt. Albert Bugnon organisierte bereits öffentliche Anlässe in Freiburg und förderte den kulturellen Austausch. Den drei Freunden schwebte von Anfang an die Idee eines Festivals vor, obwohl diese Veranstaltungsform zu dieser Zeit nicht weit verbreitet war.
Eine Veranstaltung in ständiger Entwicklung
In der ersten Ausgabe im Jahr 1975 begrüsste das Folkloretreffen sieben Gruppen und dauerte vier Tage – von Donnerstag bis Sonntag. «Die erste Ausgabe war so erfolgreich, dass ich das Publikum am Ende der letzten Vorstellung bereits für das nächste Jahr einlud», erinnert sich Albert Bugnon, der das Organisationskomitee in den ersten sieben Jahren präsidierte.
Seitdem entwickelt das Komitee der RFI das Festival immer wieder weiter. Angesichts der Begeisterung des Publikums verlängerte es die Dauer des Festivals und lud mehr Gruppen ein. In den Rekordjahren dauerten die RFI bis zu zehn Tagen und beherbergten 14 Gruppen.
Die Kultur überwindet Grenzen
Trotz der ständigen Entwicklung blieben die RFI ihren wichtigsten Anliegen immer treu: Weltoffenheit, kultureller Austausch und Förderung der Traditionen. «Es ist uns immer gelungen, politische oder religiöse Spannungen bestimmter eingeladener Länder zu überwinden», sagt Albert Bugnon stolz. So hiessen die RFI beispielsweise Gruppen aus Nordzypern, Palästina oder aus dem Kosovo kurz nach Ereignissen willkommen, welche die Geschichte dieser Länder prägten. «Das war nicht immer einfach, doch am Ende war die Kultur immer stärker», so der Mitbegründer des Festivals.