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In der Oper von Jules Massenet ist Manon eine junge Frau, die ins Kloster muss. Auf dem Weg dorthin verliebt sich Manon aber in einen reichen Pariser. Sie lebt mit ihm in Saus und Braus zusammen - bis sie einen anderen kennenlernt und flieht. Später kommt sie zurück, da lernt sie die wahre Liebe kennen. Nur: Da ist es schon zu spät. Eine kitschige Geschichte, angelehnt an den Roman «Manon Lescaut» von Abbé Prévost.
In der Inszenierung von Elmar Goerden am Theater Basel, spielt «Manon» in der kühlen Atmosphäre eines Flughafens. Der Opernkitsch, schmilzt dahin. Manon muss auch nicht ins Kloster. Sie ist ein Fotomodell, welches vor sich selber fliehen will. Was ihr nicht gelingt.
Gelungen ist die Inszenierung, wo keine Moral aus dem 19. Jahrhundert stört, in dieser Welt, wo es Snackautomaten, statt Bistros gibt. Maya Boog berührt als Manon, sie ist sehr präsent und fügt sich doch ins Ensemble ein.