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Südkorea: Bau zweier Einheiten zurückgestellt
Anlässlich der endgültigen Abschaltung der Kernkraftwerkseinheit Kori-1 am 18. Juni 2017 hatte der neue südkoreanische Präsident Moon seine Atomausstiegsstrategie skizziert: Neubaupläne seien zu streichen und die laufenden Einheiten nicht über ihre Auslegungsdauer hinaus zu betreiben. Damals erklärte Moon, dass er sobald wie möglich einen «sozialen Konsens» erreichen wolle, ob an den Einheiten Shin-Kori-5 und -6 weitergebaut werden solle.
Nach der Vorstandssitzung vom 14. Juli 2017 erklärte die KHNP, dass die vorbereitenden Bauarbeiten an den beiden APR-1400-Einheiten für einen Zeitraum von drei Monaten ausgesetzt würden, sobald der von der Regierung ernannte Ausschuss gebildet sei, der die südkoreanische Kernenergiepolitik erörtern werde. Sollte der Ausschuss innerhalb dieser Zeit keinen Entscheid treffen, so werde sich der Vorstand erneut treffen, um die Aussetzung der Bauarbeiten neu zu beurteilen, so die KHNP.
Das Unternehmen geht davon aus, dass die vorübergehende Suspendierung rund KRW 100 Mrd. (CHF 90 Mio.) kosten werden. Die Summe stelle die Wartung der Ausrüstungen und der Baustelle sicher. Die südkoreanische Nuclear Safety and Security Commission (NSSC) hatte den Bau von Shin-Kori-5 und -6 im Juni 2016 bewilligt. Das Giessen des Betons war für dieses Jahr und die Inbetriebnahme für im März 2021 und 2022 geplant.
Ende Mai hatte die KHNP angekündigt, dass die Vorbereitungsarbeiten für die geplanten APR-1400-Einheiten Shin-Hanul-3 und -4 unterbrochen werden, bis die neue Regierung ihre Neubaustrategie bekannt gibt.
In Südkorea sind derzeit 24 Blöcke in Betrieb mit einer gesamten elektrischen Leistung von rund 22’000 MW. Der Kernenergieanteil des Landes beträgt einen Drittel.