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Tennis - Das Männer-Turnier von Wimbledon hat seinen Traumfinal. Der Weltranglisten-Erste und Wimbledonsieger von 2011 Novak Djokovic trifft auf den Vorjahresfinalisten Andy Murray aus Schottland.
Djokovic hatte sich am frühen Nachmittag im längsten Halbfinal in der Geschichte Wimbledons nach 4:44 Stunden gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro (ATP 8) 7:5, 4:6, 7:6 (7:2), 6:7 (6:8), 6:3 durchgesetzt, Murray bezwang am Abend den Polen Jerzy Janowicz (ATP 22) 6:7 (2:7), 6:4, 6:4, 6:3.
Die Nummern 1 und 2 des Rankings, die sieben Tage auseinander geboren sind, stehen sich zum dritten Mal innerhalb von zehn Monaten in einem Grand-Slam-Final gegenüber. Im letzten September hatte Murray am US Open in fünf Sätzen gesiegt und seinen ersten Major-Titel gewonnen, Anfang Jahr nahm Djokovic am Australian Open in Melbourne erfolgreich Revanche.
Djokovic und Del Potro, die beide ohne Satzverlust die Halbfinals erreicht hatten, lieferten sich bei strahlendem Sonnenschein einen hochstehenden und phasenweise dramatischen Schlagabtausch. Nach 4:44 Stunden hatte Djokovic letztlich das bessere Ende für sich, nachdem er im finalen Durchgang noch einmal einen Breakball zum 4:5 abgewehrt hatte. Es war vor allem Del Potro, der mit einigen spektakulären Schlägen unter den knapp 15'000 Zuschauern auf dem Centre Court Begeisterungsstürme auslöste. Die diagonal geschlagenen krachenden Vorhandschläge des Weltranglisten-Achten aus Tandil sorgten jeweils für ein Raunen im Publikum.
Der Serbe hätte die Partie schon früher zu seinen Gunsten entscheiden können. Nachdem Djokovic den dritten Satz trotz dreier Breakchancen für Del Potro für sich entschieden hatte, lag er im vierten Durchgang zwischenzeitlich mit einem Break in Führung. Und im Tiebreak des vierten Satzes boten sich ihm beim Stand von 6:4 zwei Matchbälle, die Del Potro jedoch abzuwehren vermochte.
Im zweiten Halbfinal wurde Andy Murray zwar seiner Favoritenrolle gerecht, im dritten Duell mit dem 2,03 m grossen Janowicz tat sich der Schotte allerdings lange Zeit schwer. Janowicz liess sich in seinem ersten Grand-Slam-Halbfinal von der Atmosphäre auf dem Centre Court nicht beeindrucken, hielt dagegen und entschied den ersten Satz nach drei abgewehrten Breakbällen und einem starken Tiebreak für sich.
Dank einem frühen Break im zweiten Durchgang, das durch zwei Doppelfehler von Janowicz begünstigt wurde, schaffte Murray den Satzausgleich. Die Entscheidung fiel im dritten Durchgang, als der 22-Jährige aus Lodz eine 4:1-Führung nicht verteidigen konnte. Mit fünf Games in Serie gelang Murray die Wende, worauf das Dach wegen der einbrechenden Dunkelheit geschlossen wurde.
Nach dem Unterbruch fand Murray, der insgesamt 20 Asse schlug, schneller wieder seinen Rhythmus. Er breakte Janowicz früh, blieb bei eigenem Service unangetastet und beendete nach 2:51 Stunden mit einem starken Return die Partie.
SDA-ATS