Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03568.jsonl.gz/1887

Bist du eher der Typ Mensch, welcher «Butter» sagt, oder gehörst du ganz klar zu denen, bei welchen nur «Anke» infrage kommt? Sehr wahrscheinlich eher Anke, dies sagt jedenfalls eine Onlineumfrage vom kleinen Sprachatlas der deutschen Schweiz (KSDS). Die Mehrheit der Mittelländer sagt «Anke», eine Minderheit bevorzugt den Begriff «Butter». Zum Beispiel sagen in der Stadt Solothurn rund 67 Prozent der Befragten «Anke», der Rest bevorzugt lieber den Begriff «Butter».
«Butter» verdrängt immer mehr den «Anke»
Das Wort «Anke» hat gemäss dem Schweizer Idiotikon seinen Ursprung im lateinischen Wort «unguen», dies bedeutet Fett, Salbe. Durch das Schweizerhochdeutsch, welches sich durch die allgemeine Schulpflicht durchsetzte, kam jedoch immer mehr das hochdeutsche Wort «Butter» auf. Da auch in der Werbung immer von Butter gesprochen wird, gibt es viele junge Menschen, welche das Wort «Anke» gar nicht mehr kennen und dementsprechend kommt es auch immer weniger vor. In Zürich zum Beispiel sagen nur noch 30 Prozent der Menschen «Anke». Geht man ins Thurgauerische überwiegt der Begriff Butter sogar noch deutlicher.
Dialekt-Quiz
Die Gemüter scheiden sich nicht nur beim gelben Brotaufstrich. Auch bei anderen Dingen gibt es kuriose Wörter, von welchen einige nicht mal erahnen können, was sie bedeuten. Versuche dich mal in unserem Quiz, wie gut kennst du dich im Schweizer-Dialekt aus?