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"Für mich ist Musik etwas Klärendes; ich versuche zu klären, zu verfeinern, zu sensibilisieren...
Meine Technik besteht darin, alles Überflüssige fortzunehmen; absolute Klarheit des Ausdrucks zu erreichen, das ist mein Ziel." — Benjamin Britten
In unserem diesjährigen Adventskonzert bringen wir als erstes den Zyklus Ceremony of carols von Benjamin Britten (1913 - 1976) zur Aufführung.
Der britische Komponist ist u.a. auch mit Basel verbunden: als Auftragswerk von Paul Sacher hat er für das 500. Jubiläum der Universität Basel die Cantata Academica geschrieben (uraufgeführt 1960).
Seine Ceremony of carols op. 28 wurde am 4.12.1943 in der Wigmore Hall in London uraufgeführt.
Im Jahr 1942 hat sich Britten durch einen Auftrag für ein Harfenkonzert aus kompositorischer Sicht mit der Harfe und deren Spezifika (u.a. 7 Pedale, Grundstimmung Ces-Dur) befasst. Bei einer Schiffsreise aus den USA nach England hat er sich bei einem Schiffsreparaturhalt in Halifax die auf Mittelenglisch geschriebene Gedichtsammlung The English Galaxy of Shorter Poems von Gerald Bullett angeschafft und gleich noch während der Fahrt einige Gedichte davon vertont.
Dieser Zyklus enthält 11 Lieder, die teilweise den Gregorianischen Choral als den Ursprung der europäischen Kirchenmusik reflektieren und mit moderner, Britten eigener Musiksprache verschmelzen lassen. Die in Latein und einstimmig gesungenen Rahmensätze bilden eine Art Prozession, Eingang und Abgang.
Die Originalbesetzung lautet für Knabenchor, Soli und Harfe. Wir bringen jedoch das vom Verlag Boosey & Hawkes beauftragte Arrangement (Julius Harrison, 1955) für vierstimmigen gemischten Chor zur Aufführung.
In der englischen Chortradition fest verankert, mit Britten als Vorbild in Verbindung, erscheint der Pianist, Dirigent und Komponist John Rutter (*1945) als einer der Nachfolger von Benjamin Britten. Eng verbunden mit dem Choir of King’s College schrieb er einige Werke für sie sowie für diverse feierliche Anlässe der britischen Königsfamilie. Da seine Werke von hohem kompositorischem Können wie von leichter Hörerzugänglichkeit zeugen, erreichten sie im Laufe der Jahre hohe Popularität bei den Aufführenden wie beim Publikum.
Im Juni haben wir sein Magnificat für Chor und Orchester aufgeführt, nun singen wir zwei einzelne Werke: All Bells in Paradise (Auftragswerk des Choir of King’s College in Cambridge, Uraufführung 2012) und For the Beauty of the Earth aus dem Jahr 1978.
Im letzten Teil des Konzertes sprudeln bei einigen ausgewählten Gospelsongs Freude, Vorfreude, Rhythmus, Zuversicht und Leidenschaft aus uns.
Aus grossem Respekt zur Kultur des Gospelgesangs, aus Bewunderung und Nachempfindung der darin tief empfundenen Gefühle singen wir eine Reihe von wunderschönen wie fesselnden Songs. Einige darunter wurden von Christer Løvold arrangiert, dem Leiter der Swiss Gospel Singers, der uns am Klavier begleitet.
Viel Spass beim Zuhören!