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04. Oktober 2022
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Pflanzen des Monats
/ Hanspeter Haller
Pflanzen des Monats Oktober 2022
Ihren Gattungsnamen haben die Colletias vom französichen Gelehrten Philibert Collet (1643-1718). Den deutschen Namen Ankerpflanze bezieht sich auf ihre spezielle Wuchsform mit den paarig angeordneten, stachelartigen "Blättern", die an einen Anker erinnern. Diese Blätter sind aber keine eigentlichen Blätter, sondern Blattstiele, die die Blattfunktion übernommen haben.
Colletia paradoxa wächst in den eher kühleren, trockenen Regionen Südamerikas. Deshalb findet man teilweise den Hinweis, dass sie bei uns durchaus den Winter im Freien überstehen würde. Problematisch könnte dabei aber die Bodennässe sein. Sicher müsste der Boden sehr durchlässig sein.
Ihren Gattungsnamen haben die Colletias vom französichen Gelehrten Philibert Collet (1643-1718). Den deutschen Namen Ankerpflanze bezieht sich auf ihre spezielle Wuchsform mit den paarig angeordneten, stachelartigen "Blättern", die an einen Anker erinnern. Diese Blätter sind aber keine eigentlichen Blätter, sondern Blattstiele, die die Blattfunktion übernommen haben.
Colletia paradoxa wächst in den eher kühleren, trockenen Regionen Südamerikas. Deshalb findet man teilweise den Hinweis, dass sie bei uns durchaus den Winter im Freien überstehen würde. Problematisch könnte dabei aber die Bodennässe sein. Sicher müsste der Boden sehr durchlässig sein. Der Name Krötenlilie ist etwas unpassend, sind die Vertreter der Gattung Tricyrtis doch alle sehr schön. Eine Quelle nennt die lila Punktierung der orchideenartigen Blüten (z.B. Tricyrtis hirta bei den Pflanzenfamilien) als Ursache für die Namensgebung. Weil die grossblütige Krötenlilie hängende Blütenglocken hat, sieht man die Punkte auf der Innenseite der Blüte nur, wenn man diese umdreht.
Die meisten Krötenlilien wachsen aufrecht in der Erde. Tricyrthis macrantha, die bei uns mit Mooshaus an den Lavafelsen hängend wächst, bildet da eine Ausnahme. Ihr natürlicher Lebensraum ist die japanische Insel Shikoku. Dort wächst sie als Endemit. Der Safran als Gewürz wird tatsächlich von dieser Krokus-Art geerntet. Deren Narben/Griffel färben die Hände sofort intensiv orange und wenn man daran schnuppert riechen sie intensiv nach Safran.
So leuchtet einem auch ein, warum der Safran so teuer ist: Um ein Kilogramm davon zu gewinnen, benötigt man etwa 150.000 bis 200.000 Blüten aus einer Anbaufläche von ca. 1 Hektar. Die Ernte ist reine Handarbeit, ein Pflücker schafft 60 bis 80 Gramm am Tag. Hinzu kommt, dass Safran nur einmal pro Jahr im Herbst blüht. Deshalb wird Safran auch als „rotes Gold“ bezeichnet.
In der Schweiz ist das kleine Bergdorf Mund im Wallis für Safran bekannt. Schon seit dem 14. Jahrhundert hat der Safrananbau hier Tradition, wird auf 1200 Metern über dem Meeresspiegel geerntet, pro Jahr etwa 2kg. Weltweit ist Iran führend im Safrananbau. Dort werden jährlich etwa 180 Tonnen geerntet. Bei uns im Garten blühen gerade mehrere verschiedene Inwerarten. Der Gattungsname Hedychium stammt von griechischen "hedys" (= süß, angenehm) und beschreibt dem Duft der Pflanzen.
Der Tibet-Ingwer stammt aus dem Himalaya (Bhutan, Indien, Nepal und Tibet), wo die Pflanzen in der Krautschicht lichter Wälder oder Gebüsche der mittleren Höhenstufen in 2.100–2.300 m über Meer wachsen. Es sind Rhizompflanzen die im Winter einziehen.
Bei uns ist er an dieser geschützen Lage und mit Laub eingepackt meistens winterhart.
Die Mexikanische Sonnenblume blüht lange bis in den Spätherbst hinein. Sie stammt ursprünglich aus Mexiko und den südlichen Staaten der USA, wo sie als Ruderalpflanze auf Schlagfluren und an sonnigen Waldrändern unterhalb 1000müM. wächst.
Ihre Strahlenblüten sind zinnoberrot, die inneren Scheibenblüten hingegen goldgelb. In ihrer Heimat kann sie sich zu einem Halbstrauch bis 4m Höhe entwickeln, hier bei uns entwickelt sie sich nur in der warmen Jahreszeit und stirbt im Winter ab.
Sie gehört wie die anderen Sonnenblumen der Gattung Helianthus, ebenfalls zur Familie der Korbblütler.
In Europa ist sie seit 1733 in Kultur. Dass unsere Araujia den Winter draussen übersteht, ist ein klarer Hinweis auf die klimatische Milde unseres Gartens. Natürlich ist sie zudem im Hinterhof hinter dem Viktoriahaus von warmen Gewächshäusern umgeben. Ihre Heimat ist ursprünlich das südliche Brasilien bzw. das nördliche Argentinien.
Der schaurige deutsche Name Folterpflanze, in Englisch moth catcher kommt daher, dass die Blüte nach dem Prinzip einer Klemmfalle funktioniert und der Saugrüssel der Schmetterlinge so eingeklemmt werden kann, dass das Insekt nicht mehr freikommt. Erst nach der Bestäubung der Blüte (meist am nächsten Morgen) lässt die Klemmwirkung nach und der Schmetterling kommt wieder frei. Auffällig sind die Baseball-artigen Balgfrüchte, die, wenn sie reif sind, aufspringen und die seidigen Samenhaare freigeben. Entsprechend gehört sie zu der Familie der Seidenpflanzengewächse. Auf Englisch heisst die indische Sommerwurz Waldgeistblume. Tatsächlich sieht sie etwas unheimlich aus. Sie lebt als Wurzelschmarotzer und blüht in den schattigen Wäldern Indiens während der Monsun-Regenzeit.
Ihre Blüten sehen wie in braunem Papier eingepackte Rosenknospen aus, was der indische Name "Gulabdani" beschreibt.
Als Schmarotzer betreibt die Sommerwurz keine Photosynthese und braucht deshalb keine grünen Blätter als Solarzellen. Sie klaut die Nährstoffe einfach von einer anderen Pflanze, deren Leitbahnen sie anzapft. Bei uns schmarotzt sie auf Ingwer. Im Schatten des Mammutbaums wächst bei uns die kalifornische Zypresse. Ihr Wuchs ist ziemlich wirr. Die Aeste gehen in beliebige Richtungen. Diese Zweigstellung ist unter den Zypressenarten Nordamerikas einzigartig. Jetzt sind die weiblichen Zapfen und männlichen Pollensäcke gut sichtbar.
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Cupressus macnabiana ist in Kalifornien. Man findet sie dort an den Westhängen der Sierra Nevada im Amador County, im Nevada County sowie im Yuba County. Häufig wächst sie auf Serpentinböden. Sie wird bis zu 12m hoch.
Um 1855 wurde Cupressus macnabiana erstmals beschrieben. Der Artname ehrt den ehemaligen Kurator des Royal Botanic Garden Edinburgh, James McNab. Die Pflanzen des Monats Oktober 2022