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Hunde besitzen einen hoch entwickelten Geruchssinn. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass dieser eine Million Mal besser ist als der des Menschen. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Informationen durch den Geruchsinn aufgenommen werden. Aufgrund dieser außerordentlichen Fähigkeit wurden Hunde dazu ausgebildet, Gegenstände aufzuspüren: von Trüffel unter der Erde bis hin zu bestimmten Tumoren im Körper des Menschen.
Mantrailing
Der Begriff Mantrailing stammt aus dem Amerikanischen und wird dort ganz klar einer bestimmten Sucharbeit mit dem Hund zugeordnet.
Leider wurde dieser Begriff in letzter Zeit, vor allem in Deutschland zu einem Modebegriff und wird zum Teil falsch und immer wieder in Zusammenhang mit dem Begriff Tracking verwendet.
Die Begriffe sind klar definiert
In den USA sind diese Begriffe und die damit zusammenhängende Arbeitsweise klar definiert.
Prinzipiell kennt man 3 Typen der Sucharbeit nach einer Person mit dem Hund, das Tracking, das Air Scenting und das Mantrailing.
Tracking ist die Fährtenarbeit
Tracking ist die Fährtenarbeit mit dem Hund auf Bodenverletzungen, wobei der Hund so nahe wie möglich auf der Fußspur arbeitet und auch Artikel anzeigt (entspricht in etwa der klassischen Sportfährtenarbeit).
Das Tracking wird von der AKC, der amerikanischen kynologischen Gesellschaft, als Sportart für sämtliche Rassen angeboten.
Das Air Scenting ist die Flächensuche
Das Air Scenting ist die Arbeit nach Windgeruch, welches der Flächensuch-, oder Gebirgsflächensucharbeit entspricht und das Mantrailing, der freien Suchen nach der Individualgeruchsspur der Person.
Das Mantrailing
Das Mantrailing wird als Sportart nur innerhalb dem ABC, dem Amerikanischen Bloodhound Club, ausschließlich für den Bloodhound durchgeführt (so genannte Field Trials). Es handelt sich also beim Tracking und beim Mantrailing um grundsätzlich verschiedene Begriffe und sollten nicht vermischt werden.
Beim Mantrailing verfolgt der Hund die individuelle Geruchsspur eines ganz bestimmten Menschen. Dabei steht es ihm frei, wie er dieser Geruchsspur folgt. Er kann sich dabei nahe oder sogar direkt auf der Fussspur aufhalten, oder aber mehrere hundert Meter davon entfernt arbeiten, je nach Wetterlage, Gelände und individuellen Präferenzen des Hundes.
Zusätzliche Informationen
In jedem Gelände einsetzbar Er ist fähig diese Spur auf jedem Gelände, auch in Stadtsituationen, und noch Tage, in Extremfällen sogar Wochen später zu verfolgen (dies gilt mehrheitlich für die Rasse Bloodhound).
Da er einen bestimmten Individualgeruch verfolgt und diesen durch Geruchsunterscheidung (Scent discrimination) von jedem anderen Geruch unterscheiden kann, wird er auch keine Probleme haben, dies auch in stark kontaminiertem Gelände zu tun.
KONTAKT
Hund- und Führerschule Rietlistrasse 4 9470 Buchs/SG