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Die Klassengrösse ist eine der Rahmenbedingungen für den Unterricht. Kleinere Klassen ermöglichen dem Lehrpersonal, sich stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zu konzentrieren. Ob sie einen Einfluss auf die Schülerleistungen hat, ist wissenschaftlich zwar umstritten, es gibt aber Hinweise darauf, dass sich kleinere Klassen auf bestimmte Schülergruppen, wie benachteiligt Schüler/innen, positiv auswirken können.
Hauptergebnisse
- Seit dem Jahr 2000 variiert die mittlere Klassengrösse sowohl auf der Primarstufe als auch auf der Sekundarstufe I zwischen 19 und 20 Schüler/innen pro Klasse
- Auf der Primarstufe beträgt die Differenz der durchschnittlichen Klassengrösse zwischen den Kantonen mit wenigen Ausnahmen maximal 3 Personen. Auf der Sekundarstufe I sind die Unterschiede etwas grösser.
Seit dem Jahr 2000 ist die mittlere Klassengrösse sowohl auf der Primarstufe als auch auf der Sekundarstufe I sehr stabil und variiert zwischen 19 und 20 Schüler/innen. Zu Beginn der 1990er Jahre, war die Abteilungsgrösse auf der Sekundarstufe I niedriger als auf der Primarstufe. Diese Differenz hat sich seither verkleinert (siehe Daten des Indikators).
Auf der Primarstufe haben alle Kantonen eine mittlere Klassengrösse zwischen 17 und 20 Schüler/innen pro Klasse. Auf der Sekundarstufe I ist das Spektrum der Klassengrössen mit Werten zwischen 16 und 21 etwas grösser. Auf allen untersuchten Stufen weist der Kanton Graubünden die tiefsten Werte aus.
Tabellen
Methodologie
Berechnungsmethode
Mittlere Anzahl Schüler/innen pro Klasse in der obligatorischen Schule.
Die Klassengrösse wird ermittelt, in dem die Anzahl eingeschriebener Schüler/innen durch die Anzahl Klassen an der obligatorischen Schule (Primarstufe 1-2, Primarstufe 3-8 und Sekundarstufe I) dividiert wird. Für die Schweiz beschränkt sich die Berechnung auf öffentliche Bildungsinstitutionen. Die Sonderpädagogik wird nicht berücksichtigt.
Definitionen
Dimensionen
Entwicklung
Bis 1998 werden bildungsstufenübergreifende Klassen der Primarstufe zugeordnet. Ab 1999 werden sie der Bildungsstufe zugeteilt, auf welcher sich die Mehrheit der Lernenden befindet. Diese Änderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Resultate.
Kanton
Das Kriterium für den kantonalen Vergleich ist der Schulkanton,
d.h. der Kanton, in dem sich der von Schüler/innen und Studierenden besuchte Bildungsort befindet.
Andere Eingenschaften des Indikators
Die Beurteilung des Einflusses der Klassengrösse auf die Schülerleistungen ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht unumstritten. Von der Perspektive der Chancengleichheit aus betrachtet, wird aber ein positiver Effekt von kleinen Klassen auf die Leistung von spezifischen Schülergruppen erwartet. Schwache und benachteiligte Schüler/innen würden von einem Unterricht profitieren, der spezifisch auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist.
In der Schweiz, wird die Anzahl Schüler/innen pro Schulabteilung für die obligatorische Schule durch die Kantone festgelegt. Die meisten definieren legal die minimale und maximale Schulabteilungsgrösse oder geben Richtwerte vor. Diese Grösse hängt unter anderem von demographischen Faktoren, finanziellen Rahmenbedingungen und der Schul- und Unterrichtsorganisation ab. Diese Bandbreite erlaubt es im Prinzip die Fluktuation der Lernenden zu absorbieren. Abteilungsgrössen werden erst angepasst, wenn die Grenzwerte über-, respektive unterschritten werden. Entsprechend entwickelt sich die Anzahl Schüler/innen pro Klasse zwischen den vorgegebenen Minima und Maxima mit einer leichten Verzögerung zu den Schwankungen der Schülerbestände.
Brüche der Zeitreihen
- Ab 1999: Bildungsstufenübergreifende Klassen werden der Bildungsstufe zugeteilt, auf welcher sich die Mehrheit der Lernenden befindet.
- 2010-2013: Die von einigen Kantonen gelieferten Angaben erlauben es nicht, die Daten nach Klassen auszuwerten. Für diese Schuljahre stehen daher keine Informationen zur Anzahl der Klassen und zu den Klassengrössen zur Verfügung.
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
März 2021
Links
Quellen
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