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Ward dominant
09.09.2012 - WBC-, WBA-Supermittelgewichts-Weltmeister Andre Ward (26-0, 14 K.o.’s) hat in der Nacht auf heute wieder einmal auf eindrucksvolle Weise gezeigt, warum er derzeit als einer der besten Boxer Pound for Pound gilt. Der 28-jährige Amerikaner dominierte den Kampf gegen den amtierenden WBC-Halbschwergewichts-Champion Chad Dawson (31-2, 17 K.o.’s) von Beginn an und konnte am Ende sogar einen Abbruch erzwingen.
Dawson suchte in für in untypischer Manier in der ersten Runde den Weg nach vorne, Ward neutralisierte aber die meisten Angriffe und traf seinerseits im Infight. In der zweiten Runde traf Dawson ein Mal recht gut mit seinem linken Haken, bekam aber durch einen Kopfstoß im Infight ein Cut über dem rechten Auge ab.
In der dritten Runde wurde Dawson voll von einem linken Haken Wards erwischt und musste zum ersten Mal im Kampf zu Boden. Zu Beginn der vierten Runde wurde Dawson ein weiteres Mal vom selben Schlag erwischt und wurde ein weiteres Mal angezählt. Ward suchte die Entscheidung, Dawson rettete sich aber über die Zeit.
In der fünften Runde fing sich Dawson wieder, Ward war ab diesem Zeitpunkt total dominant. Dawsons Jab, üblicherweise seine beste Waffe, kam heute gar nicht zur Geltung, so konnte sich Ward aussuchen, ob er im Infight oder aus der Distanz treffen wollte. Dawson schlug in weiterer Folge kaum noch und geriet auf den Punktezetteln immer weiter in Rückstand.
In der neunten Runde suchte Ward die Entscheidung, Dawson kam aber gegen Ende mit einigen guten Treffern zurück. In der zehnten Runde konnte Ward mit einem linken Haken jedoch ein weiteres Mal Schlagwirkung erzielen und sofort nachsetzen. Dawson wurde angezählt und schien, nachdem er wieder aufgestanden war, nicht mehr weitermachen zu wollen. Referee Steve Smoger beendete daher an dieser Stelle den Kampf. Kaum jemand hatte Ward vor dem Kampf einen vorzeitigen Sieg zugetraut, Gerüchte besagen jedoch, dass Dawson im Sparring gegen Edison Miranda schwer K.o. ging. Das soll jedoch nicht Wards Leistung schmälern, der einen weiteren Weltklasse-Gegner scheinbar mühelos bezwingen konnte.
“In einem Kampf wie diesem muss man ein Risiko eingehen”, sagte Ward im HBO-Interview. “Ich liebe es zu gewinnen. Vorzeitig zu gewinnen war der letzte Teil des Puzzels. Gegen bessere Gegner steigere ich mich immer noch. Es sah vielleicht einfach aus, war es aber nicht. Ich weiß nicht, was als nächstes kommt. Ein Wechsel ins Halbschwergewicht ist nicht ausgeschlossen.”
“Ich habe alles, bin ins Supermittelgewicht gewechselt und habe in seiner Heimatstadt gekämpft”, sagte ein niedergeschlagener Dawson. “Ward ist ein großer Champion, er ist der Beste. Ich habe mich im Supermittelgewicht wohl gefühlt, ich konnte aber nicht loslegen. Ich gehe jetzt zurück ins Halbschwergewicht, um meine Regentschaft fortzuführen.” - © adrivo Sportpresse GmbH
Supervisior seitens der WBC war bei diesem Kampf Peter Stucki, Mitglied des Direktoriums des WBC und Präsident der Berufsboxkommission von SwissBoxing
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