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Die Fischersfamilie von Padma Garappathi muss hungern, weil ihr See für ein Regierungsprojekt ausgetrocknet wurde. Entschädigung gibt es bis jetzt keine.
„Ich werde mein Land niemals verlassen und bis zum Tod darum kämpfen“, sagt Padma Garappathi und blickt entschlossen in die Kamera. Sie und ihre Familie leben im Süden Sri Lankas am Handapagnala-See. Bis vor kurzem verkaufte Padma den Fisch, den ihr Mann regelmässig fing. Doch seit der See im April dieses Jahres für das Uma Oya-Infrastrukturprojekt der Regierung vorübergehend ausgetrocknet wurde, sitzt die Familie buchstäblich auf dem Trockenen. „Früher konnten wir uns selbst ernähren und dreimal am Tag essen“, erzählt Padma Garappathi. „Heute können wir die Elektrizitätsrechnungen nicht mehr bezahlen und haben höchstens eine Mahlzeit pro Tag.“ Padma Garappathi ist wütend und traurig, denn die von der Regierung versprochene Entschädigung ist bisher ausgeblieben. Und die Familie lebt zudem in der Angst, dass man ihnen auch noch das Land am Seeufer wegnimmt, um Hotels darauf zu bauen.
Die Familie von Padma Garappathi ist nicht allein: Das Uma Oya-Infrastrukturprojekt bringt viele Fischer um ihre Lebensgrundlage. Mit dem Projekt plant die Regierung unter anderem, in einer Pipeline Wasser in die 40 Kilometer entfernte Region Hambantota zu bringen. Davon werden Padma Garappathi und die Menschen am See nichts haben. Und auch wenn der See wieder mit Wasser gefüllt und als Reservoir vergrössert wird, so ist unklar, ob es je wieder Fische darin geben wird.