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- Neue ETH-Forschungen zur Ozonschicht widerlegen bisherige Erkenntnisse.
- Die Ozonschicht erholt sich nur an den Polen.
- Über den dicht besiedelten mittleren Breiten und den Tropen nimmt die Ozonschicht weiter ab.
«Um die Jahrtausendwende schien der Abbau des stratosphärischen Ozons gestoppt», schreibt die ETH in einer Mitteilung. Nun zeige sich jedoch Unerfreuliches. Trotz FCKW-Banns dünne die Ozonschicht aus, wie ein internationales Forscherteam im Fachjournal «Atmospheric Chemistry and Physics» dokumentiert.
Warum die Ozonschicht sich an den Polen zwar erholt, ansonsten aber ausdünnt, sei noch unklar, so die Forscher. Sie haben aber zwei mögliche Erklärungen:
Zum einen verändere der Klimawandel das Muster der atmosphärischen Zirkulation. Die Luft aus den Tropen werde schneller und tiefer polwärts transportiert, sodass weniger Ozon gebildet werde.
Zum anderen würden sehr kurzlebige, chlor- und bromhaltige Chemikalien (sogenannte VSLS) zunehmen. Durch Gewitter gelangten sie in die untere Stratosphäre. Ozonzerstörende VSLS seien teils natürlichen, teils grossindustriellen Ursprungs.
Einige VSLS sind Ersatzstoffe für FCKW, zwar weniger ozonschädlich, aber nicht neutral.