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Bei der dritten Säule wird der Bezug des Vorsorgevermögens besteuert. Da die Besteuerung progressiv ausfällt, steigt der prozentuale Steuersatz mit steigendem Vorsorgekapital. Aus diesem Grund lohnt es sich, das Vorsorgevermögen auf bis zu fünf Konten zu verteilen und das Vermögen im Alter gestaffelt zu beziehen.
Frühestmöglicher Bezug von Säule 3a Guthaben ist fünf Jahre vor Erreichen des ordentlichen Pensionsalters. Wer also mehrere 3a Beziehungen hat, kann bis zur Pensionierung jedes Jahr eine einzelne Beziehung separat auflösen. Anstatt einmal ein grosses Guthaben kann man so bspw. vier Mal einen Viertel beziehen und so von tieferen Steuersätzen profitieren. Das folgende Beispiel soll diesen Effekt veranschaulichen:
Im Beispiel zahlt der Vorsorgenehmer also 10 Jahre den Maximalbetrag von CHF 6’826 auf Konto A und wiederholt das Ganze dann für die Konten B, C und D. Nach 40 Jahren hat er vier Konten mit je CHF 68’260 bzw. ein Total von CHF 273’040 (ohne Verzinsung). Wird das ganze Vermögen in einem Jahr bezogen, beträgt die Besteuerung im Beispiel CHF 21’103. Wird das Vermögen hingegen gestaffelt über vier Jahre bezogen, beträgt die Besteuerung in der Summe nur noch CHF 13’280 (Annahme: nicht verheirateter, kinderloser und reformierter Mann wohnhaft im Kanton Zürich). Durch das simple Aufteilen auf vier Konten entsteht also ein Steuervorteil von rund CHF 7’823.
Diese Differenz fällt umso grösser aus, je grösser das angesparte Vorsorgekapital ist. Unterstellen wir im gleichen Beispiel eine durchschnittliche Rendite von 5% pro Jahr, ergibt sich folgender Vergleich:
Die Einzahlungen erfolgen analog nacheinander auf die vier Konten. Durch die Rendite und den Zinseszinseffekt wächst das angesparte Vermögen jetzt aber auf insgesamt CHF 865’808, wobei das erste Konto durch den längeren Anlagehorizont und die entsprechend grössere Rendite und den stärkeren Zinseszinseffekt am stärksten wächst! Der Steuervorteil durch den gestaffelten Bezug über vier Jahre beträgt neu sogar CHF 68’433!
Wer noch weiter optimieren möchten, kann die Einzahlungen direkt von Beginn weg gleichmässig auf die vier Konten verteilen. Dies hat den Vorteil, dass die einzelnen Konten den gleichen Anlagehorizont und somit auch die gleiche Wertentwicklung haben. Beim Bezug und bei der Besteuerung sind dann alle Konten gleich (resp. ähnlich) gross, womit der progressiven Besteuerung bestmöglich begegnet werden kann.
Bei gleichmässiger Verteilung steigt der Steuervorteil so auf insgesamt CHF 82’019!
Fazit
Das obige Beispiel zeigt also zwei Dinge. Erstens ist es sinnvoll die Einzahlungen auf verschiedene Portfolios zu verteilen, um den gestaffelten Bezug im Alter zu ermöglichen. Zweitens sollte man sich aber gerade bei aktienlastigen Strategien überlegen, ob man die Zahlungen direkt von Beginn an gleichmässig auf verschiedene Portfolios verteilt, um im Alter aufgrund der langen Spardauer effektiv auch gleich grosse Töpfe zu beziehen. Das grösste Optimierungspotential hat also, wer seine Einzahlungen direkt von Beginn an gleichmässig auf fünf unterschiedliche Portfolios aufteilt.
Bei VIAC ist dies problemlos möglich. Man kann direkt in der App und innert kürzester Zeit bis zu fünf Portfolios eröffnen. Diese gelten als eigenständige 3a Beziehungen und können im Alter gestaffelt bezogen werden.