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Nur wenige Kilometer unterhalb des Rheinfalls liegen in einer Doppelschlaufe des Rheins die Halbinseln «Au» (Rheinau ZH) und «Schwaben» (Altenburg D), dazwischen befindet sich eine kleine Insel mit der bekannten ehemaligen Benediktinerabtei. Altenburg und Rheinau mit ihren im Gelände noch gut sichtbaren Wallanlagen, dem Kloster sowie dem mittelalterliche Städtchen faszinierten Forscher schon früh. Eine erste Nennung der archäologischen Monumente stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in und um Rheinau archäologische und historische Forschungen mit wechselnden Schwerpunkten durchgeführt, wobei im Rahmen der archäologischen Untersuchungen lange Zeit die Befestigungsanlagen und Siedlungsreste der keltischen Zeit im Vordergrund standen. Erst in jüngerer Zeit wurde der Fokus auch auf das Kloster und das Städtchen Rheinau gelegt.
Aufgrund seiner Bedeutung wurde Rheinau Anfang der 1990er-Jahre als archäologisches Schwerpunktgebiet benannt. Mittels Prospektion wird derzeit ein möglichst umfassendes Inventar aller archäologischen Fundstellen in einem geografisch definierten Kleinraum erarbeitet, um bessere Aussagen zur Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte einer ganzen Landschaft machen zu können. Dabei gelangen sowohl zerstörungsfreie Prospektionsmethoden wie Luftbildprospektion oder Begehungen zum Einsatz als auch Prospektionsmethoden, welche begrenzte Eingriffe in den Boden bedingen (Bohrungen, Sondierungen). Das grenzüberschreitende Prospektionsprojekt wird voraussichtlich um 2010 seinen Abschluss finden.
Bild: Kantonsarchäologie Zürich, Simon Vogt