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Im heutigen Blogeintrag möchte ich Ihnen den Schweizer Illustrator Jörg Müller und sein Werk genauer vorstellen. Jörg Müller wurde am 11.Oktober 1942 geboren und ist in Küsnacht aufgewachsen. 1959 besuchte er den Vorkurs an der Kunstgewerbeschule in Zürich und machte dann eine Ausbildung zum Werbegrafiker an der Kunstgewerbeschule in Biel.
Seine erste Bildermappe „Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder oder Die Veränderung der Landschaft“ machte ihn 1973 schlagartig bekannt. Auf sieben grossformatigen Bildern zeigt er den immer gleichen Ausschnitt einer Landschaft, die sich immer wieder verändert.
Auf dem ersten Bild (Mittwoch, 6.Mai 1953) sieht man eine rosarote Villa umgeben von Wiesen und Hügeln und mit einem kleinen Bahnhof im Hintergrund. Es wirkt sehr idyllisch.
Auf dem letzten Bild (Dienstag, 3.Oktober 1972) ist die Villa wie auch der kleine Bahnhof verschwunden. Dafür hat es eine Autobahn und viele graue Betonklötze.
Im Jahr 1974 erhielt Jörg Müller den Deutschen Jugendliteraturpreis für oben genannte Bildermappe. Ich denke, dass ein Kind mit diesem Bilderzyklus das Beobachten und Vergleichen sehr gut (unbewusst) trainieren kann. Die Bildermappe ist einmal in unserem Onlineshop verfügbar: Link
Jörg Müller malte nochmals eine Bildermappe, die 1976 herausgegeben worden ist, mit dem Titel „Hier fällt ein Haus, dort steht ein Kran und ewig droht der Baggerzahn oder Die Veränderung der Stadt“. In acht grossformatigen Bildern wird die Wandlung eines härzigen kleinen Städtchens zu einer grossen, anonymen Betonwüste dargestellt. Auch dies ist ein schöner und zugleich auch brutalter Bilderzyklus.
Die Bildermappe ist einmal in unserem Onlineshop verfügbar: Link