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Im Juni 2013 enthüllten die 'Washington Post' und der 'Guardian' erste NSA-Programme, die das Ausmass der weltweiten Überwachung deutlich machten. Den Medien die Dokumente zugesteckt hatte Edward Snowden, der zu dieser Zeit noch als externer IT-Mitarbeiter für die NSA arbeitete.
NSA und FBI sammelten Daten von Apple, Google und Co.
Im Rahmen dieser Tätigkeit hatte er Zugang zu geheimen Daten des Nachrichtendienstes: Unter anderem auch zu Dokumenten, die sich auf bis dahin unbekannte Programme zur Überwachung der weltweiten Internetkommunikation bezogen. Angeblich soll er Millionen Daten auf SD-Karten kopiert und diese mit sich nach Hause genommen haben. Im Mai 2013 meldete er sich krank und flog nach Hongkong, von wo aus er die Dateien zunächst an die 'Washington Post' und schliesslich an den 'Guardian' schickte. Es ging dabei unter anderem um das Lauschprogramm "Prism".
Die NSA und das FBI sammelten demnach Kundendaten von Internetkonzernen wie Apple, AOL, Google, Facebook, Microsoft, Yahoo oder Skype. Sie verschafften sich damit Zugang, etwa zu Videos, Fotos, E-Mails, Dokumenten und Kontaktdaten. Sie konnten also umfangreiche Profile über Nutzerinnen und Nutzer erstellen.
'Der Guardian' wurde nach der Veröffentlichung mehrfach aus Regierungskreisen kontaktiert, um weitere Enthüllungen zu verhindern. Chefredaktor Alan Rusbridger berichtete von Einschüchterungen und Forderungen zu einem Artikel vom 19. August 2013.
In einem Videointerview mit der britischen Zeitung erklärte Snowden, dass er mit seinen Enthüllungen nicht in erster Linie der amerikanischen Regierung schaden wollte. Er erkannte, dass er "Teil von etwas geworden war, das viel mehr Schaden anrichtete als Nutzen brachte".
So sieht es 10 Jahre später aus
Am 20. Juni 2013 wurde schliesslich bekannt, dass das FBI eine Strafanzeige gegen den Whistleblower erstattet hatte. Er war sich des Risikos von Beginn an bewusst, sagte er damals. In insgesamt 21 Ländern suchte er Asyl – doch niemand wollte ihn aufnehmen, weshalb er im russischen Exil verbleiben musste.
10 Jahre später spürt man die Auswirkungen der Enthüllungen noch immer. Zwar sammeln die US-Geheimndienste auch heute grosse Mengen an privaten Daten. Trotzdem konnte der Schutz der Privatsphäre deutlich verbessert werden, zum Beispiel mit dem Einsatz von Verschlüsselung. "In fast allen westlichen Demokratien gab es eine historische Debatte über das Verhältnis zwischen den Bürgern und den staatlichen Massenüberwachungsprogrammen", sagte Ben Wizner, einer von Edward Snowdens Anwälten und Mitarbeiter bei der US-Bürgerrechtsorganisation ACLU. Er meint, dass seine Arbeit "die bürgerliche Freiheit" gestärkt habe.