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Wenn Tote die Geschichte ihres Ablebens erzählen: Joe Gillis, soviel sei vorweg genommen, liegt am Ende beziehungsweise gleich zu Beginn des Films tot im Swimmingpool. Er ist es, der mittels Rückblende und Voice Over erzählt, wie es zu seinem Tod gekommen ist. Auf der Flucht vor Gläubigern gerät der erfolglose Drehbuchautor Joe aus Los Angeles zufällig in die Villa von Norma Desmond, einem vergessenen Filmstar aus Zeiten des Stummfilms. Dort kommt der unerwartete Gast gerade recht: Er soll der Diva zum Comeback verhelfen. Doch Gillis verstrickt sich immer mehr in den Fängen der zwar alten, doch umso ausstrahlungskräftigeren Femme fatale und ihres übereifrigen Dieners Max.
Billy Wilder, der 1944 mit «Double Indemnity» einen der wichtigsten Films noirs schuf, überzeichnet nur sechs Jahre später die zu Stereotypen des Film noir gewordenen stilistischen Elementen des Voiceover und der Femme fatale für ein sarkastisches Filmdrama über die vermeintliche Traumfabrik Hollywood.
«Der meisterhaft inszenierte und fotografierte, glänzend gespielte Film kratzt ironisch am Glamour-Mythos Hollywoods und ist doch zugleich ein Teil davon.» (Lexikon des Internationalen Films)
«‹Sunset Boulevard› ist diese seltene Mischung aus einem aufregenden Drehbruch, grossartigen Darstellungen, einer meisterhaften Regie und einer unaufdringlichen Kameraführung, die das Publikum sofort in ihren Bann zieht und bis zum erschütternden Höhepunkt in Atem hält.» (The New York Times, 1950)