Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03607.jsonl.gz/825

Drehscheibe 7286 digitalisieren
Umbauarbeiten
Zunächst wird die Bühne der Drehscheibe 7682 von der Grube genommen in dem man die Schraube der Bühne vom Königsstuhl abschraubt. Anschließend lötet man die drei Stromversorgungskabel zur Antriebseinheit (gelb braun, blau, schwarz) ab. Auch die drei Gleichrichterdioden 1N4001 müssen zwingend abgelötet werden. Die Verbindungen zwischen Spule und Motor müssen getrennt sein und die kleinen roten Spulen, wenn noch vorhanden sind zwingend von der Elektrospule zu entfernen. Es dürfen keine Dioden oder ähnliches in der Elektrik der Drehscheibe vorhanden sein.
Im nächsten Arbeitsschritt müssen drei Löcher gebohrt werden.
Loch 1 kommt in den seitlichen Bühnenträger, in etwa zwischen dem Ende der Antriebseinheit und den Kontaktfedern der Bühne, genau in jenes Eck, wo auf der anderen Seite das Rad für den Spurkranz sitzt. Es muss groß genug sein, damit man dort alle benötigten Kabel hindurchziehen kann. Hierfür bietet es sich an, zuerst einen dünnen Bohrer zu wählen und erst anschließend schrittweise die Bohrung mit dickeren Bohrern aufzuweiten. So vermeidet man ein sonst mögliches Splittern des Bühnenträgers. Um die farbigen Kabel zu tarnen kann anschliessend auf diese ein Stück schwarzen Schrumpfschlauch aufgezogen werden und an der Unterseite der Bühne angeklebt werden.
Loch 2 muss neben dem Mittelleiterabgriffblech der Drehscheibenbühne mit ca.1mm durchgebohrt werden um später das rote Anschlusskabel vom Decoder hier durchzuziehen und anzulöten.
Loch 3 Wie erwähnt müssen die Antriebsattrappen im Maschinenhaus etwas verändert werden so muss am äussersten Eck ein Loch gebohrt werden, durch das die Kabel später ins Innere gezogen werden können um den Decoder mit diesen Kabeln zu verlöten.
Decoder ins Häuschen
Nun muss für den Decoder noch ein geeigneter Platz gefunden werden. Am günstigsten ist es wenn man für die Unterbringung des Decoders das Maschinenhaus wählt. Trotz gutem Einblick in das Maschinenhaus wo die Antriebsattrappen gut zu sehen sind, kann man auf das hohe“ Bedienpult“(7x7mm) verzichten und ca. 8mm von oben her mit dem Dremel einkürzen. So kann danach eine Kunstoffplatte in der Grösse vom Decoder mit einem 2K Kleber aufgeklebt werden. Anschliessend kann der ESU Decoder mit doppelseitigem Klebeband auf das neu erstellte „Bedienpult“ montiert werden. Später sieht dies aus wie ein richtiges Stellpult. Wenn man sich entscheidet keine Beleuchtung ins Maschinenhaus einzubauen so wäre auch eine Montage des ESU Decoders an der Dachunterseite denkbar.
Licht ins Maschinenhaus
Es empfiehlt sich je ein Messingdraht 0, 4mm an den Plus(+) der LED Platine zu löten und je ein Messingdraht an den Minus(-) an die LED zu löten nun können die feinen Messingdrähte genau an der hinteren Wand des Maschinenhauses an je einem Fenstersteg heruntergeführt werden. So sieht man später nichts von der Stromversorgung der Beleuchtung. ACHTUNG beim aufsetzten des Maschinenhauses achten, dass keine Kabel der Decoderanschlüsse gequetscht werden. Kurzschlussgefahr!!!!
Anschlüsse von Motor, Spule und Decoder
Diese Anschlüsse der Elektrospule wird im folgenden Arbeitsschritt einzeln verdrahtet, wobei man jetzt eine andere Anschlussreihenfolge nimmt gelb der Spule (oben), schwarz vom Motoranschluss (Mitte), Braun von der Spule unten. Die Kabelfarben vom Antrieb können abweichen jedoch nicht vom Decoder wählt. Die alten Lötpunkte können hierzu weitergenutzt werden. Diese dienen als Lötkontakte, schließlich soll an sie ja auch der Decoder angeschlossen werden. ESU hat für ihre MFX -Decoder ein eigenes Anschluss-Farbschema entwickelt. In unserem Falle heißt das: Das orange Kabel vom Decoder wird direkt zum Schaltkontakt des Antriebs gelötet und das graue Kabel wird an dem linken Motoranschluss gelötet, während blaues und grünes Kabel für die Funktion F 1 mit der Spule verbunden werden. Letztere erfüllt im Falle der Drehscheibe zwei Funktionen auf einmal, nämlich das mechanische Ver- und Entriegeln der Bühne sowie das Aus- und Einschalten des Motors. Das schwarze(braune)Kabel wird an den Schleifkontakt der Schiene angelötet. Das Rote Kabel wird durch das gebohrte Loch zum Mittelleiterabgriffblech geführt und mit diesem verlötet. Zum Schluss wird die Beleuchtung des Maschinenhauses angeschlossen dort wird der violette Draht (F2) des Decoders an den Minus und der Blaue Draht des Dekoders an den Plus des LED Bausteins gelötet. Nun kann diese Funktion mit F2 ein und ausgeschaltet werden. Nun müssen noch die Anschlussdrähte von der Drehbühne durch das gebohrte Loch gezogen werden und mit dem Decoder verlötet werden. Jede Verbindung wird mit einem Schrumpfschlauch gegen Kurzschlüsse gesichert. Zum Schluss mit dem Ohmmeter prüfen ob alle Anschlüsse potentialfrei sind das heisst dass keinerlei Verbindungen mit den anderen Ausgängen bestehen.
Schlussarbeiten
Der Umbau ist abgeschlossen und die Drehbühne kann wieder auf ihren Platz über der Grube montiert werden. Ein Funktionstest sorgt dafür, dass auch alles richtiggemacht wurde. Zum Anschluss der Drehscheibe (Unterseite vom Drehteller) werden nur noch die beiden Anschlüsse ROT und BRAUN benötigt. Diese führen wie gehabt an die Ringleitung b.z.w. an die Digitalzentrale.
Da ein MFX Decoder eingebaut ist, sollte sich dieser jetzt auch automatisch an der Central Station oder ECOs anmelden. Das der Decoder dies auch kann, muss die Drehscheibe zunächst überlistet werden, indem sie von Hand mittels des Handhebels auf eine Position zwischen zwei Gleisstutzen gestellt wird. Denn nur wenn der Motor auch mit dem Decoder verbunden ist was nur in einer Zwischenposition der Fall ist kann sich der Decoder im System anmelden. Nun wird zunächst die F1 Taste an der Digitalzentrale gedrückt die Spule sollte nun hörbar schalten. Danach kann der Fahrtregler aufgedreht werden. ACHTUNG sollte der Motor nur kurz drehen oder allenfalls brummen oder Sie haben das Gefühl der Antrieb klemme so müssen Sie keine Zweifel an ihrem Umbau haben denn erst wenn die Parameter des Motors richtig eingestellt sind (CV 53, CV54,CV55 zwingend beachten siehe erstes Bild)wird die Drehbühne richtig funktionieren und schalten. Denn ein Glockenankermotor braucht andere Motoreinstellungen wie die üblichen 5-Pol Motoren in Märklin Loks. Wenn diese Drehscheibe richtig dreht können sie mit dem wiederholtem drücken der F1 Taste die Drehscheibe an einem beliebigen Gleisabgang zum Stoppen bringen. Sie werden merken, dass es sich gelohnt hat den relativ günstigen Umbau zu erledigen.