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Über Kapitalismus lässt sich im Singular und im Plural nachdenken. Dieser Band wählt den zweiten Weg und vertritt die These, dass es den Kapitalismus nicht gibt, sondern vielmehr zahlreiche Kapitalismustypen: »Koordinierten« Kapitalismus (in Deutschland und Kontinentaleuropa), »Liberalen« (in Nordamerika), »Abhängigen« (in Osteuropa), »Konglomerat-Kapitalismus« (in Lateinamerika), »Netzwerk-Kapitalismus« (in Japan und Ostasien) und »Staatskapitalismus« (u.a. in China). Zunächst geht es darum, was Kapitalismus (im Singular!) überhaupt ist, wann und warum er entstanden ist und was kapitalistische Systeme von anderen Wirtschaftssystemen unterscheidet. Anschließend stellt der Band die unterschiedlichen Kapitalismustypen (im Plural) vor und erklärt ihre inneren Wirkweisen, politischen Ursachen und Konsequenzen - z.B. für Ungleichheit und die Lebenswirklichkeit der Menschen. Im letzten Kapitel diskutiert der Band Herausforderungen des und Alternativen zum Kapitalismus.
Die Artefakte der Menschheit, sofern sie (auch) nach ästhetischen Gesichtspunkten gestaltet wurden, ihre historischen Funktionen und Kontexte sowie die sie begleitenden Ideen und Theorien sind Gegenstand der Kunstgeschichte. Die Disziplin untersucht also alle Arten von Architekturen, Bildern, Skulpturen, aber auch Design, Foto, Film, Mode, digitale Bilder, ephemere Inszenierungen. Zentrale und aktuelle Herausforderungen des Fachs ergeben sich unter anderem aus der Frage, wie sich historische Konzepte mit einem überzeitlichen Kunstbegriff verbinden lassen, wie europäisch-westliche Vorstellungen und die weltweiten Formen der Kunstproduktion zusammengehen können, und nicht zuletzt daraus, in welcher Weise ästhetische Entscheidungen und >Bilder< in allen Bereichen des menschlichen Lebens und Wissens wirksam sind.
Die Soziale Marktwirtschaft ist zweifelsohne das wirkmächtigste Konzept der deutschen Wirtschaftspolitik. Der in den 1940er Jahren eingeführte Begriff entwickelte sich vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Aufschwungs Westdeutschlands und angesichts seiner vielfältigen Anschlussfähigkeit zu einem Containerwort, auf das sich heute quasi alle politischen Kräfte positiv beziehen können. Aber wofür steht die Soziale Marktwirtschaft konzeptionell, welche theoretischen Wurzeln liegen ihr zugrunde? Die Ursprünge führen zurück in die späten 1920er Jahre, in denen sich ein neuer Liberalismus formierte, der seit den 1950er Jahren in seiner deutschen Variante als Ordoliberalismus firmiert. Dieser Band zeigt auf, wie sich diese Konzeption bis in die Gegenwart entwickelt hat und warum sie auf nationaler und sogar auf europäischer Ebene so einflussreich werden konnte.