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Ludwig van Beethoven
Coriolan-Ouvertüre op. 62
Grosse Messe in C-Dur op.86
Chorfantasie op.80
Der Konzertchor Luzern mit seinen rund 120 Sängerinnen und Sängern bringt 3-mal Beethoven: Coriolan-Ouvertüre (1807), Messe in C-Dur (1808) und Chorfantasie (1808). Begleitet wird der Chor vom Orchester Camerata Musica Luzern.
Coriolanus, ein römischer Feldherr, wird aus Rom verbannt und macht gemeinsame Sache mit dem Feind. Seine Mutter hindert ihn mit Überredungskunst an einem Angriff auf Rom. Beethoven stellt diesen ethischen Konflikt in den Mittelpunkt seiner Komposition. Hier der Stolz und die kriegerische Entschlossenheit des Helden in den mächtigen Tönen der Streicher, dort das Flehen und Bitten seiner Mutter. Coriolanus wählt schliesslich den Tod, das Werk endet mit einem Unruhemotiv und drei leisen Pizzicato tönen.
Um 1800 besteht sakrale Musik vor allem aus streng vorgegebenen Affekt- und Gestaltungsmustern. In der Messe in C-Dur geht Beethoven neue Wege. Die Tongestaltung ist subjektiv und bekenntnishaft. Der Komponist setzt seinen ganz persönlichen Glauben in Musik um. Mit der C-Dur-Messe setzt Beethoven neue Massstäbe für die gesamte spätere Musikwelt.
Die Fantasie für Klavier, Chor und Orchester in c-moll vereint Merkmale einer Klavierfantasie, eines Klavierkonzerts und einer Kantate. Die Melodie „Ode an die Freude“ findet sich später im Finale der Neunten wieder. Die sogenannte „kleine Neunte“ ist wenig bekannt. Das liegt vor allem an der unkonventionellen Besetzung mit Chor, Orchester, Gesangssolisten und Klavier.
1500 Z.
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