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Ein Beitrag von Rainer Werning zur Erinnerung an die Gefangennahme der Besatzung der „USS Pueblo“ durch Nordkorea – der Vorgang ist immer noch aktuell. Denn die damit verbundenen Emotionen sind bis heute wirksam. Albrecht Müller.
Von Rainer Werning
Vor 50 Jahren, im Januar 1968, geriet die Besatzung der »USS Pueblo« in annähernd einjährige nordkoreanische Gefangenschaft, während in Vietnam die sogenannte Tet-Offensive den Beginn des US-amerikanischen Militärdebakels in Südostasien markierte. Beide Ereignisse wirken bis heute nach und lassen manisch-repressive Militärstrategen und »Falken« im politischen Washington vor allem mit Blick auf die schmachvolle »Pueblo-Affäre« gegenüber Nordkoreas Nomenklatur noch immer auf Revanche sinnen. Was den endlich reaktivierten innerkoreanischen Dialog im Zeichen der am 9. Februar beginnenden Olympischen Winterspiele nicht gerade fördert.
Am 16. Januar trafen sich im kanadischen Vancouver die Außenminister von 20 Staaten zu einer Nordkorea-Konferenz, auf der vor allem US-Außenminister Rex Tillerson und sein japanischer Kollege Taro Kono einen unnachgiebigen Kurs versus Pjöngjang steuerten und dessen Part während der laufenden Gespräche mit Seoul als «Charmeoffensive» abtaten. China und Russland waren zu der Tagung nicht eingeladen. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums beklagte eine «Mentalität wie im Kalten Krieg», die nur Unstimmigkeiten schüre und gemeinsame Bemühungen für eine friedliche Lösung auf der Koreanischen Halbinsel untergrabe.
Seit dem Ende des Koreakrieges (1953) ist Nordkorea für die Vereinigten Staaten…..