Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03549.jsonl.gz/522

Gut ein Drittel der 226 Tagfalter- und Widderchenarten in der Schweiz ist gefährdet. Viele für Falter geeignete Lebensräume gingen durch die Intensivierung der Landwirtschaft verloren. Die biologische Landwirtschaft will dazu beitragen, die Artenvielfalt im Kulturland zu erhalten. In dieser Fallstudie wurde die Wirkung der biologischen Landwirtschaft auf die Faltervielfalt und -häufigkeit untersucht. Das Fallstudiengebiet umfasste Wiesen, Weiden und Hecken der unteren Bergregion. Mit durchschnittlich fünf Falterarten pro Fläche erwiesen sich die untersuchten Flächen als sehr artenarm. Die Anzahl Falterarten und -individuen unterschied sich nicht signifikant zwischen biologischer und nicht biologischer Bewirtschaftung. Mit zunehmender Nutzungsintensität nahm die Anzahl Falterarten ab. Zwischen den untersuchten Habitattypen variierte die Anzahl Falterarten stark. Auf nährstoffärmeren, eher trockenen Wiesen konnten deutlich mehr Tagfalter- und Widderchenarten gezählt werden als auf nährstoffreichen Wiesen oder bei Hecken. Von den nachgewiesenen 40 Arten scheint einzig der Braune Feuerfalter (Lycaena tityrus) von der biologischen Bewirtschaftung zu profitieren; er war auf deutlich mehr biologischen als nicht biologischen Flächen anzutreffen.
Wer Biodiversität in der Landwirtschaft mittels ergebnisorientierter Programme fördern will, braucht aussagekräftige Indikatoren. Ein Überblick über vorgeschlagene und verwendete Indikatoren zeigt Entwicklungen und Herausforderungen auf.
Sind tierische Lebensmittel Freund oder Feind? Dies hängt von den Bedürfnissen der Konsumierenden und von den lokalen Produktionsbedingungen ab, wie eine grosse Übersichtsstudie mit Beteiligung von Agroscope aufzeigt.
Im Gemüsebau ist es üblich, Ernterückstände auf dem Feld zu belassen. Werden sie entfernt, so sinkt die Stickstoffauswaschung deutlich. Dies zeigen Messungen von Agroscope.