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Es gibt eine Vielzahl an Zeckenarten, wobei die Ixodes ricinus bei Wiederkäuern am häufigsten vorkommt. Diese überträgt die in der Tabelle (Seite 8) erwähnten Krankheiten. Sämtliche Zeckenarten durchlaufen drei Entwicklungsstadien mit jeweils einer Blutmahlzeit: Larve, Nymphe und ausgewachsene Zecke. Die Larven parasitieren überwiegend kleine Säugetiere, die Nymphen mittelgrosse wie Hasen, Eichhörnchen oder Füchse. Die adulten Zecken befallen schliesslich die Wiederkäuer, seien es Wildtiere (Rehe) oder Nutztiere (Rinder, Kleinwiederkäuer).
Menschen sind auf Grund der dünnen Haut in jedem Entwicklungsstadium ein idealer Wirt. Am Ende des Wachstums klettern die Zecken auf einen Grashalm und warten auf ein vorbeilaufendes Tier, um sich an diesem festzuhalten. Die weiblichen Zecken saugen sich voll und legen nach der Befruchtung ihre Eier auf den Boden. Nach der Eiablage sterben sie.
© Ryan Song
Um diese Krankheiten verlässlich zu erkennen, muss eine Blutanalyse unter dem Mikroskop oder eine PCR (Nachweismethode der Erreger) des Blutes im Labor gemacht werden. Die Analyse kann vom Blut der Kuh, vom Abort oder mittels eines Gebärmutterhalsabstriches der abortierenden Kuh (Abstrich der Schleimhaut der Gebärmutter) gemacht werden.
Es existiert eine Impfung gegen die Babesiose, welche jedoch in der Schweiz nicht registriert ist. Ausserdem wird diese nicht empfohlen, da es zahlreiche Arten von Babesien gibt, wodurch die Effizienz der Impfung deutlich eingeschränkt wird.
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