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Man geht allgemein davon aus, dass der Name "Spaniel" für die vielen unterschiedlichen Typen in Grossbritannien durch die Römer von Spanien auf die Insel kamen. Spezielle Geschichtsbücher geben an, dass der Name "Springing Spaniel" anfangs nicht für nur eine bestimmte Rasse benutzt wurde, sondern wurde einfach für die Arbeitsweise des "Wildes sprengen" für alle Spaniels verwendet. Einige von diesen sind heute unter dem Namen Clumber, Cocker, Sussex, Field, Englisch und Welsh Springer Spaniel bekannt.
Liebhaber des Englisch Springer Spaniels schulden der Familie Boughey aus Shropshire Dank. Ungefähr um 1800 entwickelten sie eine bestimmte Linie des Englisch Springer Spaniels, die sie ausgesucht züchteten und ab 1813 führten sie ausführliche Zuchtbücher, um sicher zu gehen, dass die Information Züchtern helfen würde, die Rasse rein zu halten. Unterlagen bestätigen, dass diese Linie seit über 100 Jahren von der Familie Boughey gezüchtet wurde
Um 1902 kannte der Kennel Club den Englisch und Welsh Springer Spaniel als eigenständige Rasse an. Hunde wurden dem Rassestandard zugeordnet und registriert. Registrieren war nicht Pflicht und einige Züchter fuhren fort, mit den nicht registrierten Hunden zu züchten und auszustellen - was heute nicht mehr erlaubt ist. Der Kennel Club gab der Rasse auf Hundeaustellungen ihre eigenen Klasen und einige Jahre später, 1906 wurde der erste Champion Englisch Springer Spaniel gekört- ein leberfarbener Rüde mit dem Namen Beechgrove Will.
1913 wurde der Englisch Springer Spaniel Rüde Rivington sam der erste "Field Trail Champion". Obwohl dies lange her ist, geht man davon aus, dass die meisten unserer heutigen Hunde von ihm abstammen.
Nachdem sich die Rasse etabliert hatte, erkannte man schnell, dass diese Hunde auch für viele andere Arbeiten einzusetzen waren, als nur "Wild zu sprengen". Der Englisch Springer Spaniel konnte ebenso gut die Arbeit aller anderen Jagdhunderassen ausführen, indem er jagte, Wild anzeigte, es sprengte und apportierte, wobei er sich durch dichte Brombeeren und tiefes Wasser nicht abhalten liess. Er wurde als vielseitiger Alleskönner bekannt, sowohl erfolgreich im Showring (Zuchtschauen) als auch im Feld (Jagd). Seine Popularität war nicht mehr aufzuhalten. 1921 genehmigte der Kennel Club die Gründung und Registrierung des "The English Springer Spaniel Club" mit einem Komitee aus beiden Lagern, Show und Field (Feld =Jagd) Trial (=Prüfung) Besitzer. Dieser Club spielt auch heute noch eine grosse Rolle und ist in Show und Field Trail Kreisen tätig.
(Abschrift: Engl. Springer Spaniel Billows/ Courtney
Allgemeines Erscheinungsbild
Symmetrisch gebaut, kompakt, kräftig, fröhlich, lebhaft. Von allen britischen Landspaniels am höchsten auf den Läufen und am rassigsten im Körperbau.
Wesen
Freundlich, unbekümmert und gehorsam, Ängstlichkeit oder Aggressivität höchst unerwünscht.
Charakteristika
Die Rasse ist alten und reinen Ursprungs, die älteste der Jagdhunderassen. Der ursprüngliche Zweck war das Finden und Aufjagen des Wildes bei der Netzjagd, der Jagd mit dem Falken oder dem Gryhound. Wird jetzt gebraucht, um Wild zu finden, hochzumachen und nach dem Schuss zu apportieren.
Gebäude
Kräftig, weder lang noch zu kurz. Tiefer Brustkorb, gut entwickelt. Gute Rippenwölbung. Lende muskulös, kräftig, leicht gewölbt und kurz.
Grösse
Ungefähre Höhe: 51 cm (20 inches)
Rute
Niedrig angesetzt, niemals über der Rückenlinie getragen. Gut "befedert", lebhaft bewegt.
Hinterhand
Hinterläufe gut herabgelassen. Knie- und Sprunggelenk gut, aber nicht übertrieben gewinkelt. Oberschenkel breit, muskulös und gut entwickelt. Plumpe Sprunggelenke unerwünscht.
Vorhand
Vorderläufe gerade, von guter Knochenstärke, Ellbogen gut am gebäude anliegend. Starker biegsamer Vordermittelfuss.
Gangwerk/Bewegung
Von völlig eigener Art. Vorderläufe schwingen gerade aus der Schulter heraus, wobei die Pfoten in einer feinen Art gut nach vorne geworfen werden. Sprunggelenke schwingen gut unter das Gebaüde, der Vorderhand in einer Linie folgend. Bei langsamer Gangart kann er den für diese Rasse typischen Passgang zeigen.
Pfoten
Geschlossen, kompakt, gut gerundet, mit stark gepolsterten Ballen.
Augen
Mittlere Grösse, mandelförmig, nicht hervorstehend oder tiefliegend, gut eingesetzt (keine Nickhaut zeigend), wachsamer, freundlicher Ausdruck, dunkelhaselnussbraun. Helle Augen unerwünscht.
Gebiss
Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmässigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Kopf und Schädel
Schädel von mittlerer Länge, verhältnismässig breit, leicht gerundet, vom Fang ansteigend, Augenbrauenwülste oder ein Stop bildend, geteilt durch eine Furche zwischen den Augen, vom Vorkopf zum Hinterhauptbein auslaufend, dieses darf nicht hervortreten. Backenpartie flach. Fang im richtigen Längenverhältnis zum Schädel, verhältnismässig breit und tief, gut gemeisselt unter den Augen, Leftzen mässig tief und quadratisch, Nasenlöcher gut entwickelt.
Hals
Gute Länge, kräftig und muskulös, keine lose Kehlhaut, leicht gebogen, sich zum Kopf verjüngend.
Behang (Ohren)
Lappig, gute Länge und Breite, ziemlich gut am Kopf anliegend, in Augenhöhe angesetzt. Schön befedert.
Haarkleid
dicht, glatt und wetterresistent, niemals grob. Mässige Befederung an Behang, Vorderläufe, Gebäude und Hinterhand.
Farbe
Leberbraun/weiss, Schwarz/weiss oder jede dieser Farben mit Lohabzeichen.
Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Heute gibt es den Springer Spaniel in schwarz/weiss oder braun/weiss. Beide Farbschläge können auch attraktive lohfarbene Abzeichen tragen. Das Haarkleid des Springers soll laut Standard «dicht, glatt und wetterfest, niemals grob» sein und eine «mässige Befederung an Behang, Vorderläufen, Gebäude und Hinterhand» aufweisen. Verglichen mit dem Cocker Spaniel hat der Springer relativ wenig Haar und ist somit recht pflegeleicht. Trotzdem sollte der Springer täglich gebürstet werden, um den seidigen Glanz des Haares noch besser zur Geltung zu bringen. Generell sind Hunde mit Hängeohren anfällig für Entzündungen der Gehörgänge. Deshalb versteht es sich von selbst, Ohrmuscheln und Gehörgänge regelmässig zu kontrollieren und zu säubern.
Ein aufwendiges Trimmen des Springer-Haars ist nicht nötig. Lediglich das Ausschneiden des Haares um die Ohrmuscheln und an den Pfoten ist angebracht. Totes, stumpfes Haar sollte per Hand ausgezupft werden. Es kann allerdings auch mit einem engzahnigen Kamm (einbinden eines Gummibandes) ausgekämmt werden.