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Was ist Videoanalyse?
Videoüberwachungssysteme erzeugen riesige Mengen an Videodaten. Aufgrund beschränkter Zeit oder Ressourcen werden die meisten dieser Videos jedoch nie betrachtet oder geprüft. Dadurch übersieht man sicherheitsrelevante Ereignisse. Verdächtiges Verhalten entdeckt man nicht rechtzeitig, so dass diese Ereignisse dann auch nicht verhindert werden. Diese Herausforderungen spielten bei der Entwicklung der Videoanalyse eine wichtige Rolle.
Videoanalyse-Software erzeugt automatisch Beschreibungen der tatsächlichen Vorgänge in einem Video (sogenannte “Metadaten”). Diese können zum Auflisten von Personen, Fahrzeugen und anderen Objekten, die im Videostream entdeckt wurden, sowie ihres Auftretens und ihrer Bewegungen genutzt werden. Diese Informationen können dann als Handlungsgrundlage dienen, z. B. um zu entscheiden, ob Sicherheitspersonal verständigt oder eine Aufzeichnung gestartet werden sollte.
Abbildung 1: Ein Beispiel für Videoanalyse: Wenn eine Person eine virtuelle Linie überschreitet, die in der Analyseanwendung der Kamera definiert ist, werden Metadaten zu diesem Ereignis generiert und eine Nachricht an einen PC gesendet. Bildquelle: AXIS
Videoanalyse bietet viele Vorteile, wie zum Beispiel folgende:
- Kosten sparen – Wenn weniger Videodaten über das Netzwerk gesendet werden, sinken Netzwerklast und Speicherbedarf.
- Zeit sparen – Überwachung und Suchen in den Videoaufzeichnungen werden vereinfacht, so dass Bediener mehr Kameras betreuen können.
- Höhere Effizienz – Die automatische Überwachung von Videodaten auf sicherheitsrelevante Ereignisse hilft, Straftaten zu verhindern, anstatt erst nachträglich darauf zu reagieren.
- Geschäftlicher Mehrwert – Durch die Integration von Videodaten in andere Systeme, wie zum Beispiel Personenzählungen im Eingangsbereich von Geschäften, kann das Überwachungssystem Erkenntnisse vermitteln und neue Lösungen für andere Geschäftsfunktionen beitragen.