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das der
Cholsäure (s. d.) der Ochsen- und Menschengalle entsprechende Spaltungsprodukt
der Säuren der Schweinsgalle, das in der Hyoglykocholsäure mit
Glykokoll, in der Hyotaurocholsäure mit
Taurin verbunden
ist.
ein sehr giftiges mit
Atropin (s. d.) isomeres
Alkaloid, das sich neben
Hyoscyamin (s. d.) im
Bilsenkraut findet. Es bildet kleine gelbliche Prismen und wird als beruhigendes
Mittel, hauptsächlich bei Geisteskranken,
angewendet.
L.,Bilsenkraut, Pflanzengattung aus der Familie der
Solanaceen (s. d.) mit nur wenigen
Arten in der nördl.
gemäßigten Zone. Der hervorstechendste Charakter ist die in dem Kelchrohr eingewachsene, zweifächerige
Kapsel, deren oberster
Teil deckelartig ringsherum abspringt.
Ihre Fächer
[* 4] enthalten viele Samen.
[* 5] Die
Blüten, welche einen
röhrigen, fünfzähnigen
Kelch und eine trichterförmige
Blumenkrone haben, stehen in den
Achseln grüner
Deckblätter alle
nach einer Seite gewendet und bilden deshalb beblätterte
Ähren.
Könige, die
Alexander d. Gr. bedeutend vermehrte. Im Gegensatze zu der schwerfälligen Phalanx
waren sie ein beweglicher
Teil des schweren Fußvolks, den
Alexander vorzugsweise verwendete.
Wie die Phalangiten waren sie
mit einem ledernen
Helm, einem Schwert und einem erzbeschlagenen Lederkoller bewehrt, trugen aber wahrscheinlich
etwas leichtere Schilde als jene und statt der unbehilflichen Stoßlanze einen kurzen
Spieß.
aus
Alexandria, Tochter des Mathematikers Theon, ebenso berühmt wegen ihrer Schönheit und Sittenreinheit
wie wegen ihrer Gelehrsamkeit, widmete sich dem
Studium der Mathematik und neuplatonischen
Philosophie und trat in ihrer Vaterstadt
als Lehrerin auf. Durch das hohe Ansehen, in welchem sie auch bei dem
Präfekten von
Ägypten
[* 16] stand, geriet
sie in den
Verdacht, denselben zu den Maßregeln, welche er dem herrschsüchtigen
PatriarchenCyrillus (s. d.) gegenüber traf,
bewogen zu haben, und wurde von einem fanatisierten Volkshaufen aus
Anlaß der von Cyrill veranlaßten Vertreibung der
Juden, 415 n. Chr.,
ermordet. Das
Schicksal der Hypatia wurde von Kingsley in einem kulturhistor.
Roman (deutsch, 5. Aufl., 2 Bde.,
Lpz. 1890) behandelt, ebenso von
Mauthner (Stuttg. 1892). -
(grch.), die Überfüllung der
Gefäße des Körpers mit
Blut. Sind sämtliche
Gefäße mit
Blut überfüllt,
so handelt es sich um
¶
mehr
allgemeine Hyperämie (Plethora, Vollblütigkeit), findet sich aber die Hyperämie nur an einzelnen Körperstellen, so nennt man sie eine
örtliche. Bei den örtlichen Hyperämie sind nur die Haargefäße mit den angrenzenden kleinen Arterien und Venen beteiligt, und zwar
in zweierlei Art, entweder durch Erschlaffung der Gefäßwände (aktive Hyperämie) oder durch Wachsen der Widerstände
in den Venen (passive Hyperämie). Die aktive Hyperämie heißt auch, weil sie durch einen Lähmungszustand der
Arterien zu stande kommt, Lähmungshyperämie (paralytische, atonische, relaxative), und weil sie am häufigsten die Arterien
betrifft, arterielle Hyperämie. Früher nannte man sie Blutwallung (Fluxion) oder Kongestion.
Aus ähnlichen Gründen wird die passive auch mechanische oder venöse Hyperämie, Blutstauung, Blutstockung genannt.
Die arterielle oder kongestive Hyperämie entsteht entweder durch allgemeine oder örtliche Steigerung des Blutdruckes, wie z. B.
bei erhöhter Herzthätigkeit, bei der sog. kollateralen Fluxion, bei welcher das Blut durch gewisse, in die Blutbahn eingeschaltete
Hindernisse gezwungen wird, nach den benachbarten Gefäßen hin auszuweichen und diese zu überfüllen,
oder durch Abnahme des Widerstandes, welchen der Blutstrom unter normalen Verhältnissen seitens der Gefäßwände erfährt,
wie z. B. nach Entfernung des Luftdruckes bei der Anwendung des Schröpftopfes oder des Junodschen
Schröpfstiefels, nach der Ausschälung großer Geschwülste aus gefäßreichen Gegenden, bei gewissen Gefäßkrankheiten,
welche die Elasticität der Gefäßwand vermindern u. s. w. Hierher
gehören auch die durch Lähmung oder Erschlaffung der Gefäßmuskulatur entstehenden Blutwallungen, wie sie am ausgesprochensten
nach der Durchschneidung gewisser Gefäßnerven und auf reflektorischem Wege durch Reizung sensibler Nerven
[* 18] (Schmerz) sowie
durch psychische Vorgänge (Schamröte u. dgl.) beobachtet werden.
Die passiven oder Stauungshyperämien (Blutstockungen) entstehen dagegen umgekehrt durch Abnahme des Blutdruckes
und Zunahme der Widerstände, welche sich dem strömenden Blute seitens der Gefäßwände entgegenstellen; hierher gehören
mechan. Druck, Wirkung der Schwerkraft bei der Senkungshyperämie oder Hypostase, bei der es infolge lang anhaltender Rückenlage
und geschwächter Herzthätigkeit zu Verlangsamung des Blutstroms und hochgradiger Blutstauung in den Lungen
kommt, weiterhin Verschluß der Venen durch Geschwülste und Gerinnsel, erschwerter Abfluß des Venenblutes in das rechte Herz,
wie bei den meisten Lungen- und Herzkrankheiten.
Die Hyperämie kann entweder kurze Zeit anhalten (akut) oder lange dauern (chronisch sein), eine Krankheitserscheinung
oder einen normalen Zustand bilden. Die Magenschleimhaut z. B. wird während der Verdauung regelmäßig
hyperämisch. In ihren Erscheinungen sind die aktive und die passive Hyperämie wesentlich voneinander verschieden.
Bei der arteriellen Hyperämie röten sich die befallenen Teile, werden heißer,
schwellen an, klopfen, Schmerz ist gering oder fehlt
ganz, es kommt zu Ausschwitzungen und Blutungen.
Die venöse Hyperämie dagegen verursacht eine dunkle, bläuliche Färbung des Körperteils (s.
Blausucht), seine Temperatur wird niedriger, Blutungen, Ausschwitzungen, Anschwellungen kommen gleichfalls zu stande. Bei beiden
Hyperämie wird die Thätigkeit der erkrankten Organe gestört, jedoch nach der Art der und je nach dem Organ in eigentümlicher
Weise. Die aktive Hyperämie veranlaßt vorzugsweise Entzündungserscheinungen (erhöhten Stoffwechsel), die passive
dagegen Erscheinungen der Wassersucht (darniederliegenden Stoffwechsel), auf Schleimhäuten chronische Katarrhe. Bei der Behandlung
sind vorerst die der Hyperämie zu Grunde liegenden Ursachen zu erforschen und zu beseitigen. (S. Entzündung und Wassersucht.)