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Die «Financial Times» will mehr Frauen ansprechen.
Bei Frauenmangel schlägt Software Alarm
Ein Pop-up-Fenster warnt Journalisten der «Financial Times», wenn sie in einem Artikel zu viele Männer zitieren.
Das Tool soll die Journalisten sensibilisieren und das Wirtschaftsblatt für Leserinnen attraktiver machen. Dies geht aus einer internen E-Mail der stellvertretenden Chefredaktorin Roula Khalaf hervor, aus welcher der «Guardian» zitierte. Der Frauenanteil bei der Leserschaft der «Financial Times» beträgt zurzeit nur knapp 20 Prozent. Die Zeitung gehört heute zur japanischen Nikkei-Mediengruppe.
Mehr Zitate von Frauen
Laut der stellvertretenden Chefredaktorin Roula Khalaf ist nur jede fünfte im Blatt zitierte Person eine Frau. Eine spezielle Software analysiert nun Pronomen und Vornamen, um festzustellen, ob eine Frau oder ein Mann zitiert wird. Wenn in einem Artikel nur wenige Frauen zitiert werden, schlägt das Programm Alarm. Das Tool soll dafür sorgen, dass die Journalisten mehr Expertinnen und Meinungen von Frauen zitieren.
Mehr Bilder
Laut Roula Khalaf haben Artikel mit Zitaten von Frauen und Bilder von Frauen mehr Leserinnen. «Frauen klicken einen Artikel eher an, wenn auf dem Bild eine Frau ist.» Inhaltlich interessierten sich Frauen eher für Themen wie Gesundheit, Migration und Tech-Regulierung und weniger für Handel und die Öl- und Bankindustrie.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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