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Nicht einmal eine Woche nach ihrer Vorgängerin ist die laut Guinness Buch der Rekorde älteste Frau der Welt, die US-Bürgerin Gertrude Weaver, gestorben. Sie hätte am 4. Juli ihren 117. Geburtstag gefeiert.
Nach Berichten der US-Medien erlag die 116-Jährige am Montag in einem Rehabilitationszentrum des US-Bundesstaats Arkansas den Folgen einer Lungenentzündung.
Erst am 1. April war die Japanerin Misao Okawa – der bis dato älteste bekannte Mensch der Welt – gestorben, knapp einen Monat nach ihrem 117. Geburtstag.
Weaver habe gewusst, dass sie nun die älteste Person auf dem Planeten sei, und das sehr genossen, sagte die Leiterin des Rehabilitationszentrums, Kathy Langley, der «Washington Post».
Dem Bericht zufolge hatte die alte Dame einer Lokalzeitung einmal das Rezept für ihre Langlebigkeit verraten: «Behandle jeden gut.» Die noch im 19. Jahrhundert geborene Bauerstochter hatte demnach vier Kinder, von denen ein Sohn noch lebt. Er werde am Dienstag 94, berichtete die «Post».
Einen Tag vor Weaver starb in Peru eine Frau, die nach Angaben der peruanischen Behörden 117 Jahre alt wurde, aber nicht im Guinness Buch registriert war.
Nach Angaben des peruanischen Ministeriums für soziale Entwicklung starb Filomena Taipe am Sonntag in einem kleinen Dorf in den peruanischen Kordilleren. In ihrem Personalausweis ist demnach der 20. Dezember 1897 als Geburtstermin notiert – damit war sie noch drei Monate älter als Okawa.
Obwohl Taipe nach eigenen Angaben stets hart arbeiten musste, um als Witwe ihre Kinder grosszuziehen, bezog sie erst seit dem vergangenen Jahr eine kleine Rente. Dass sie so alt wurde, führte sie auf ihre natürliche Ernährung zurück: «Alles, was ich koche, stammt aus meinem Garten, Konserven gab es bei mir nicht», sagte sie einmal. Ihr auf 3774 Metern Höhe gelegenes Dorf Pocuto in der Provinz Huanvacelica hat sie Zeit ihres Lebens nie verlassen.
Nach Angaben der Gerontology Research Group, einer internationalen Forschervereinigung, die das Alter sogenannter Supercentanarians verifiziert, leben weltweit nur noch drei Menschen, die noch im 19. Jahrhundert geboren wurden: Die beiden US-Bürgerinnen Jeralean Talley (23. Mai 1899) und Susannah Mushatt Jones (06. Juli 1899) sowie die Italienerin Emma Morano-Martinuzzi (29. November 1899). (sda/afp)