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|Thema||Orte||Personen|

1883: Die Auswanderung nach Chile
Die mehrheitlich von Mapuche-Indianern besiedelte Region ist nach einem zwanzig Jahre dauernden Territorialkrieg erobert worden. Die Regierung bezeichnet diesen Krieg als «Befriedung».
Ein Teil der Walliser, die sich in Chile niederlassen, ist zuerst nach Argentinien ausgewandert, hat dann die Anden überquert und ist anschliessend im Nachbarland, insbesondere in der Provinz von Victoria, sesshaft geworden. Im Jahr 1900 leben 172 Walliser in Chile.
Die Auswanderung nach Chile wird hauptsächlich über die Generalagentur Rommel & Cie in Basel organisiert. Sie wird im Wallis vom Notar Joseph Brindlen aus Sitten vertreten. Wie dies auch in anderen Auswanderungsländern der Fall ist, veröffentlicht die Walliser Presse gegen Ende des Jahres 1883 eine Werbung mit dem Ziel, von der Abreise nach Chile abzuschrecken. Das Departement des Innern verfasst ein Zirkularschreiben, in dem es vor den Niederlassungsbedingungen in Chile warnt, und der Bundesrat zwingt die Agentur Rommel & Cie dazu, den Abschluss neuer Auswanderungsverträge auszusetzen.
Referenzen
Alexandre CARRON & Christophe CARRON, Nos cousins d’Amérique. Histoire de l’émigration valaisanne en Amérique du Sud au XIXe siècle (2 Bände). Siders, 1989 und 1990.