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Auf dem Höhenzug zwischen dem von Rünenberg gegen Gelterkinden hinabsteigenden Mühletal und dem von Wisen und Zeglingen herkommenden Eital liegen oberhalb Tecknau die Trümmer einer schon vor dem Erdbeben von 1356 abgegan genen Burg, von der Walther Merz vermutet, dass sie einst der Sitz der froburgischen Dienstmannen von Gelterkinden gewesen sei. Der Abgang der Burg hat so frühstattgefunden, dass ihr ursprünglicher Name nicht auf uns gekommen ist. Die ehemalige Feste tritt schon als "öde Burg" in die Geschichte ein. Ein wohl der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts angehörendes Verzeichnis von hombergischen Lehen spricht von der "öden Burg zu Tecknau". 1372 gehörte das Burgstall zur tiersteinischen Herrschaft Farnsburg. Im Urbar dieser Herrschaft tritt die abgegangene Burg zum ersten Male mit dem Namen Scheideck auf, der ihr bis zum heutigen Tage geblieben ist. Die Ausdrucksweise des Urbars lässt deutlich erkennen, dass der Name von der Lage an der Grenzscheide der Gemarkungen Gelterkinden, Tecknau und Rünenberg stammt: ,,Item ez ist och ze wissen, daz Scheideg, das burgstal ze Scheideg mins herren ledig eigen ist" Das Burgstall zu Scheideck hiess schliesslich in verkürzter Ausdrucksweise selbst Scheideck.
Die Geschichte von Scheideck ist, soweit sie erfassbar ist, sehr kurz. Die einzigen urkundlichen Nachrichten sind die beiden eben erwähnten. Nach ihrem Übergang an die Tierstein-Farnsburger teilte das Burgstall die Geschicke der Herrschaft Farnsburg und kam auch mit ihr 1461 an Basel. An der Ruine scheint gelegentlich Raubbau getrieben worden zu sein. So berichtet der Chronist Christian Wurstisen schon im 16. Jahrhundert, dass Steine von Scheideck zum Kalkbrennen verwendet worden seien.
Als sehr frühe entstandene Anlage war die Burg von nicht allzugrossem Umfange. In ihrer gesamten Längenausdehnung mass sie ungefähr 60 Meter. Das Mauerwerk erstreckte sich über eine Länge von etwa 30 Metern und eine Breite von etwa 8 bis 10 Metern. Der Bergzug, auf dem Scheideck fleht, fällt nach dem Eitale sowohl als nach dem Mühletale steil ab. Zur Sicherung der Burg in der Richtung des Höhenzuges selbst dienten zwei künstlich ausgehobene Halsgräben. Das noch vorhandene spärliche Gemäuer lässt erkennen, dass die Burg aus zwei annähernd rechteckigen zusammenhängenden Gebäuden bestand. Deren Ostfronten lagen in gleicher Flucht, die Südwestecke jedes Gebäudes hatte einen vorspringenden Rundturm. Dass von den Ostmauern kaum mehr leise Spuren erhalten sind, ist wohl auf die von Wurstisen berichtete Kalkbrennerei zurückzuführen.
Bibliographie