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- Nordkorea ist von einem Erdbeben der Stärke 3,4 erschüttert worden.
- Dies löste die Befürchtung aus, dass Nordkorea einen neuen Kernsprengsatz erprobt haben könnte. Die chinesische Erdbebenwarte erklärte, Grund des Bebens könne eine Explosion gewesen sein.
- Meteorologen in Südkorea und Japan gehen hingegen davon aus, dass die Erschütterungen eher eine natürliche Ursache hatten.
«Eine Schallwelle, die gewöhnlich im Falle eines künstlichen Erdbebens entsteht, wurde nicht gemessen», zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap einen Meteorologen.
Auch andere Experten gingen eher von einer natürlichen Ursache aus. Die Atomtestbeobachter der Organisationen CTBTO in Wien registrierten nach eigenen Angaben zwei seismische Aktivitäten, die «wahrscheinlich nicht menschengemacht» gewesen seien. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Aus Nordkorea selbst gibt es bislang keine Reaktion.
Epizentrum nahe Atomtestgelände
Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Angaben chinesischer und US-amerikanischer Seismologen in der Nähe eines Atomtestgeländes – dort, wo schon nach dem letzten Atomtest am 3. September ein Erdbeben gemessen worden war. Damals hatten chinesische Seismologen die These geäussert, in dem von Atomtests zerrütteten Gestein sei es zu einem unterirdischen Einsturz gekommen.
Bei dem Test Anfang September will Nordkorea nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe getestet haben, die eine um ein Vielfaches höhere Sprengkraft hat als klassische Atombomben. Einen unabhängigen Nachweis dafür gibt es nicht – Untersuchungen dazu werden derzeit in einem Berner Labor geführt.
Erst am Freitag hatte Nordkorea mit dem Test einer Wasserstoffbombe gedroht – als Reaktion auf erneute Verbalattacken von US-Präsident Donald Trump in einer Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen.