Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/119082

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den zuständigen Institutionen in einem Bericht darzustellen, wie die medizinisch-therapeutische und pflegerische Versorgung in der Schweiz sichergestellt werden können. Der Bericht soll einen Massnahmenplan beinhalten, der konkret aufzeigt, wer welche Aufgaben zu erfüllen hat, damit die medizinische Versorgung in der Schweiz auf künftig funktioniert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Bericht des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD) "Bildung Pflegeberufe" (März 2010) und im nationalen Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe 2009 der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren und der Nationalen Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit werden die im Postulat aufgegriffenen Themen für die pflegerische und die medizinisch-therapeutische Versorgung analysiert und der Handlungsbedarf aufgezeigt (siehe für die beiden Berichte <a href="http://www.bbt.admin.ch/themen/berufsbildung/01247/01248/index.html?lang=de">http://www.bbt.admin.ch/themen/berufsbildung/01247/01248/index.html?lang=de</a>).</p><p>Der Bereich der Pflege ist quantitativ bei Weitem der grösste. Deshalb wurden im Rahmen des Masterplans "Bildung Pflegeberufe" eine Reihe von Massnahmen verabschiedet. Diese werden zurzeit auf verschiedenen Ebenen in mehreren Projekten verbundpartnerschaftlich umgesetzt. In dieser Hinsicht sind auch kantonale Arbeitsmarktbehörden aktiv und haben das Rekrutierungspotenzial von Stellensuchenden für das Gesundheitswesen analysiert (siehe Amosa-Bericht von 2011 zum Rekrutierungspotenzial von Stellensuchenden für das Gesundheitswesen, <a href="http://www.amosa.net/webautor-data/168/AMOSA-Studie_Gesundheitswesen.pdf">http://www.amosa.net/webautor-data/168/AMOSA-Studie_Gesundheitswesen.pdf</a>).</p><p>Parallel dazu hat das EVD eine Fachkräfteinitiative mit klaren Zielsetzungen verabschiedet (Fachkräfte für die Schweiz, Eine Initiative des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes, siehe den Bericht unter <a href="http://www.evd.admin.ch/themen/00533/01791/index.html?lang=de">http://www.evd.admin.ch/themen/00533/01791/index.html?lang=de</a>). Gemäss dieser Initiative soll die Schweiz ihren Fachkräftebedarf in Zukunft vermehrt durch Personen aus der Schweiz decken. Freie Potenziale der Schweizer Erwerbsbevölkerung sollen gezielt besser ausgeschöpft werden.</p><p>Die Steigerung des Fachkräftepotenzials, namentlich auch im Bereich der pflegerischen und der medizinisch-therapeutischen Gesundheitsberufe, stellt eine gemeinsame Aufgabe und Herausforderung von Bund, Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt dar. Es ist zu riskant, die zunehmende Fachkräftenachfrage weitgehend durch Zuwanderung befriedigen zu wollen, umso mehr unsere wichtigsten Handelspartner in Europa ebenfalls mit dem Problem der alternden Gesellschaft kämpfen und Massnahmen ergreifen, ihre Fachkräfte im eigenen Land zu behalten.</p><p>Das Problem ist erkannt, und gezielte bildungspolitische sowie arbeitsmarktliche Vorkehren sind eingeleitet. Aufgabe der öffentlichen Hand ist es, den Wettbewerb um die Talente mit günstigen Rahmenbedingungen und koordinierten Massnahmen zu begleiten und damit ein gemeinsames Verständnis der Zusammenhänge und Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln. Weitergehende Massnahmen für die im Postulat angesprochene Sicherung der medizinisch-therapeutischen und pflegerischen Versorgung drängen sich im jetzigen Zeitpunkt nicht auf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.