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Beim sogenannten Priming – zu deutsch Bahnung – handelt es sich um eine wichtige Technik, welche in der Hypnose Ausbildung vermittelt wird. Mit diesem Begriff wird das Beeinflussen eines Reizes beschrieben, nachdem zuvor durch einen anderen Reiz Gedächtnisinhalte aktiviert wurden. Ein wichtiges Element in der Hypnose Ausbildung ist das Priming, weil die Aktivierung von speziellen Assoziationen fast ausschließlich im Unterbewusstsein geschieht. Der angehende Therapeut lernt in der Hypnosetherapie Ausbildung also wie er die entsprechenden Reize setzen muss. Die Reize können dabei von völlig unterschiedlicher Natur sein, beispielsweise bestimmte Gesten, Worte oder Bilder.
Priming und ähnliche Effekte
Experimentalpsychologen sprechen in diesem Zusammenhang von „Hinweisreizen“, welche den Versuchspersonen einen demnächst folgenden Zielreiz anzeigen. In diesem Fall sollte also ein neutraler Hinweisreiz gewählt werden. Sofern der Hinweisreiz, also der Prime, ausreichend lange präsentiert wird, dringt dieser Reiz aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein der Betroffenen. Aber auch unterschwellige Primes, also jene, die nicht ins Bewusstsein dringen, zeigen eine Wirkung bei den Betroffenen. Eng verwandt mit dem Priming ist ferner der sogenannte Framing-Effekt. Dieser besagt, dass Botschaften gleichen Inhalts bei anderslautenden Formulierungen das Verhalten des Betroffenen auf verschiedene Art beeinflussen.
Die verschiedenen Ausprägungen des Priming Effekts
In der Hypnose Ausbildung werden auch die verschiedenen Ausprägungen des Priming Effekts vermittelt. Diese lassen sich folgendermaßen unterscheiden: Positives und negatives Priming
Unterschieden wird unter anderem danach, ob der auf den Prime folgende Reiz langsamer oder schneller verarbeitet wird, aber auch ob die Wahrnehmung und Identifizierung des Reizes besser oder schlechter erfolgt. Letzteres ist das negative Priming:
Das affektive Priming:
Werden durch den Prime Gefühlszustände erzeugt, welche die Wahrnehmung des nachfolgenden Reizes beeinflussen, spricht man von affektivem Priming.
Das semantische Priming:
Diese Art des Primings erfolgt dadurch, dass Assoziationen durch Begriffe erzeugt werden. Möglich ist das unter anderem über Wortfelder.
Das Response Priming:
Hierbei folgen die Reize sehr schnell aufeinander und sind mit motorischen Alternativen für die Antwort verknüpft. Diese Form des Primings wird in der Therapie sehr gerne genutzt, wenn untersucht werden soll, welchen Einfluss Reize haben, die nicht oder kaum bewusst wahrgenommen werden.
Experimente zum Priming Sowohl Wahrnehmungs- als auch Sozialpsychologen haben diverse Experimente gemacht, in welchen sie die Probanden durch Priming beeinflussten, ohne dass diese das bemerkt hatten. So führte beispielsweise Steven Palmer 1975 ein Experiment durch, in welchen er den Teilnehmern kurzzeitig ein Objekt zeigte. Dazu gehörten etwa Bilder von einem Brotlaib, einer Trommel und eines Briefkastens. Diese Bilder wurden von 40 Prozent der Teilnehmer richtig erkannt. Zeigte er zuvor das Bild einer Küche, konnten hingegen 80 Prozent der Teilnehmer den Brotlaib richtig identifizieren, küchenfremde Objekte jedoch nicht.