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1500 Jahre Abtei Saint-Maurice
Mauritius und seine Thebäische Legion wurden der Legende nach um das Jahr 300 in Acaunum wegen ihres christlichen Glaubens hingerichtet. Acaunum lag an einer Stelle, die bereits in keltischer Zeit strategische Bedeutung erlangt hatte, und entwickelte sich in der Folge zu einem bekannten Pilgerort zur Verehrung dieser Märtyrer. 515 gründete der spätere Burgunderkönig Sigismund dort das Kloster Saint-Maurice, das am 22. September desselben Jahres geweiht wurde. Anfang des 11. Jahrhunderts übernahm Acaunum den Namen der Abtei und hiess fortan Saint-Maurice. Der Kult um den heiligen Mauritius und seine Gefährten erfreute sich weit über das Wallis hinaus einer immensen Popularität. Die Abtei erhielt reiche Gaben, dank deren sie heute über einen aussergewöhnlichen Kirchenschatz mit wertvollen merowingischen und karolingischen Objekten verfügt. Seit 1128 wird die Abtei von Augustiner Chorherren bewohnt. Sie spielte in der Geschichte der Region eine wichtige Rolle und ist heute noch weitherum bekannt. Mit seiner während 1500 Jahren ununterbrochenen Existenz ist Saint-Maurice das älteste Kloster des christlichen Abendlandes.
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