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Ausgangslage
Jährlich sind rund 53'000 Berufsunfälle auch auf Schlafprobleme zurückzuführen, wobei die dadurch entstehenden Kosten von der SUVA auf 283 Millionen Franken pro Jahr geschätzt werden. Dazu kommen Unfallkosten von jährlich 512 Millionen Franken für Freizeitunfälle aufgrund von Schlafproblemen.
Hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Schlafproblemen und Unfällen ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch das Ausgehverhalten – insbesondere der Substanzkonsum – relevant. So kann der Substanzkonsum zum einen das Unfallrisiko während dem Ausgehen erhöhen. Zum anderen können stimulierende Substanzen der Müdigkeit entgegenwirken, so dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen länger im Ausgang bleiben. Kann dies nicht angemessen durch Ausschlafen kompensiert werden, so steigt das Unfallrisiko am Folgetag. Auch der übermässige Alkoholkonsum und der Konsum von eher sedierenden Substanzen, die auch den Schlaf negativ beeinflussen können, erhöhen die Unfallrisiken während des Ausgangs und am Folgetag.
Neben dem Substanzkonsum im Ausgang kann auch der Konsum während der Arbeit oder in der Arbeitspause das Unfallrisiko erhöhen. Noch wenig untersucht ist dieser Zusammenhang für den Konsum von CBD-haltigen Raucherwaren und Verdampfungsmitteln, die aufgrund des tiefen THC-Gehaltes nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.
Zielsetzung
Die Hauptziele der Studie bestehen zum einen in der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Suchtmittelkonsum beziehungsweise dem Konsum von anderen den Schlaf negativ beeinflussenden Substanzen/ Medikamenten und Tagesmüdigkeit. Zum anderen soll untersucht werden, inwiefern der Substanzkonsum und die Tagesmüdigkeit mit Unfällen zusammenhängen.
Methodik
Im Auftrag des ISGF führt das Markt- und Sozialforschungsinstitut gfs zürich die Befragung durch. Mittels Random Digital Dialing (RDD) soll eine repräsentative Stichprobe von insgesamt 2000 15-34-Jährigen erreicht werden (alle Sprachregionen). Die computerunterstützten Telefoninterviews (computer assisted telephone interviews; CATI) dauern ungefähr 10-15 Minuten und werden in Deutsch, Französisch oder Italienisch durchgeführt. Neben soziodemografischen Fragen werden unter anderem auch Fragen zur Tagesmüdigkeit, zu Unfällen in den vergangenen 12 Monaten und zum Konsum von Suchtmitteln (z.B. Alkohol, illegale Drogen) und Subtanzen/ Medikamenten (z.B. Energydrinks, Beruhigungs- oder Schlafmittel) gestellt. Die Umfrage ist so konzipiert, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden kann.
Bedeutung
Aufbauend auf den Ergebnissen können Massnahmen ergriffen werden, um Unfällen vorzubeugen. Durch eine erneute Durchführung der Umfrage zu einem späteren Zeitpunkt kann überprüft werden, ob diese Massnahmen wirksam sind.