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Herzinfarkt
Infolge von unterbrochener Durchblutung der Herzkranzgefässe auftretendes Absterben von Teilen des Herzmuskels mit nachfolgender Narbenbildung. Lebensbedrohlich wegen des Risikos von Herzrhythmus-Störungen (Kammerflimmern) sowie - je nach Ausmass des Infarkts - einer evt. starken Einschränkung der Pumpfunktion des Herzens.
Bei verschlossenem Herzkranzgefäss (s. Ausschnitt mit Blutgerinnsel bei vorbestehender Verkalkung) wird der gesamte Anteil des dahinter liegenden (von diesem Gefäss versorgten) Herzmuskels nicht mehr durchblutet (weisse Fläche), was in diesem Bereich zu einem Absterben der Herzmuskelzellen (Herzinfarkt) führt.
Schematisch sieht der zeitliche Ablauf folgendermassen aus:
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In einem Herzkranzgefäss bilden sich über einen längeren Zeitraum Ablagerungen, welche schliesslich durch ein aufgelagertes Blutgerinnsel zu einem (plötzlichen) vollständigen Verschluss des Gefässes führen. Der dadurch versorgte – kleinere oder (in diesem Fall) grössere – Herzmuskel-Abschnitt (violett und schliesslich schwarz dargestellt) vernarbt und trägt nicht mehr zum Zusammenziehen und damit zur Pumpleistung des Herzmuskels bei.
Diagnose
Querschnitt eines durch ein Blutgerinnsel verschlossenes Gefässes (*) bei Patient mit akutem Herzinfarkt
Ursachen/Risikofaktoren
Meist vorbestehende Verengung der Kranzgefässe aufgrund einer Arteriosklerose, akut verschlossen durch zusätzliches Blutgerinnsel in der Engstelle; zum Teil aber auch Verstopfung durch plötzliches Einreissen der Gefässinnenhaut an einer zuvor nicht relevant verengten Stelle.
Vorbeugung
Bekämpfung der Risikofaktoren, evt. Ballondilatation/Stent-Implantation oder Bypass-Operation.
Behandlung
Medikamentös, Ballondilatation/Stent-Implantation, evt. Bypass-Operation. Zeitfaktor überaus wichtig, um einen optimalen Erfolg zu erreichen.