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Es werde sicher nicht einfach sein, in der derzeitigen Situation von der Europäischen Kommission Slots zu bekommen, um Lösungsansätze zu präsentieren und zu diskutieren. "Wir haben früh im Jahr über Termine geredet", sagte Schneider-Ammann. Aber damit die Schweizer Anliegen nicht noch zu einem Argument werden könnten im britischen Abstimmungskampf, habe man ausdrücklich gesagt, die Schweiz halte sich zurück.
Aber die Schweiz habe auch gesagt, dass - wenn die Brexit-Abstimmung einmal vorbei sei - die Gespräche intensiv werden müssten. Die EU müsse der Schweiz Zeit widmen, damit Vorentscheidungen gefällt und Diskussionen geführt werden könnten. "Ich gehe davon aus, dass das immer noch möglich ist", sagte Schneider-Ammann. "Aber wir werden sehen, ob sie tatsächlich zur Verfügung stehen, oder ob sie neu priorisieren müssen", sagte der Bundespräsident weiter.
Er bekräftigte seine Überzeugung, dass eine einvernehmliche Lösung gefunden werden müsse. Es gebe aus Schweizer Sicht auch Möglichkeiten, mit der die Einvernehmlichkeit herbeigeführt werden könne. Als Beispiel verwies er auf die Tessiner Initiative mit dem Grenzgängermodell. Da sei etwas Kleines vorhanden, das zu einer grösseren Dimension anwachsen könne. "Ich kann mir vorstellen, dass man mit diesem Konzept in Brüssel erfolgreich sein kann", sagte Schneider-Ammann.
Es brauche jetzt sicher einen pragmatischen Weg, einen Dialog, irgendeinen Kompromiss. Denn jede Konzession, die die EU gegenüber der Schweiz mache, sei ein gewisses Präjudiz gegenüber ihren eigenen Mitgliedern und eine gewisse Provokation gegenüber Grossbritannien.
Aus seiner persönlichen Sicht sei die RASA-Initiative, mit der der Verfassungsartikel zur Masseneinwanderungsinitiative wieder gestrichen werden soll, keine Lösung. Denn er glaube nicht, dass das Schweizer Volk zur selben Frage anders urteilen würde als im Februar 2014. Zu einem allfälligen Gegenvorschlag wollte er sich nicht äussern. Der Bundesrat werde sich im August/September damit befassen.
(AWP)