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Der englische Dirigent Stefan Asbury studierte in Oxford sowie am Royal College of Music in London und konnte durch ein Leonard-Bernstein-Stipendium seine Ausbildung am Tanglewood Music Center in den USA fortsetzen. Dort wurde er 1995 als Dozent verpflichtet und von 1999 bis 2002 mit der Leitung des Bereichs «Neue Musik» betraut. Parallel dazu übernahm er für fünf Jahre die Verantwortung beim neu gegründeten Remix Ensemble Casa Musica Porto; seit 2007/08 ist er der Tapiola Sinfonietta als «Artist in Association» verbunden und gestaltet jährlich mit dem Orchester vier Programme. Stefan Asbury gilt als einer der führenden Dirigenten der zeitgenössischen Musik und arbeitet regelmässig mit den Sinfonieorchestern des Norddeutschen, des Hessischen und des Westdeutschen Rundfunks, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie dem RSO Wien zusammen. Kürzlich erfolgten seine Debuts am Pult des Koninklijk Concertgebouw Orkest, der Dresdner Philharmonie und beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Operndirigent brachte er u. a. Johannes Maria Stauds Berenice bei der Münchener Biennale 2004 und Jan Van Vlijmens Thyeste am Théâtre Royal de la Monnaie (2006) zur Uraufführung; beim Tanglewood Festival dirigierte er Brittens A Midsummer Night’s Dream, bei den Wiener Festwochen Rihms Jakob Lenz und im australischen Perth A Flowering Tree von John Adams. Nachdrücklich engagiert er sich für das Schaffen von Steve Reich, Wolfgang Rihm, Rebecca Saunders, Unsuk Chin und Mark Anthony Turnage – dies in Kooperation mit dem Ensemble Modern, dem Klangforum Wien, der musikFabrik und der London Sinfonietta. Gemeinsam mit dem Ensemble intercontemporain nahm Stefan Asbury Kompositionen von Jonathan Harvey auf und erhielt dafür den «Choc» der Zeitschrift Le Monde de la Musique; seine Einspielung von Griseys Espaces acoustiques wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
29. April 2009