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Was sind eigentlich Liköre?
Liköre werden gerne nach dem Essen getrunken, denn weit verbreitet ist die Annahme, dass zum Beispiel ein Kräuterlikör die Verdauung fördert. Wissenschaftlich erwiesen ist das nicht, aber ein schönes Ritual alle Male.
Likör leitet sich vom lateinischen Begriff Liqueur ab und heisst übersetzt „Flüssigkeit“. Es handelt sich um aromatische Spirituosen mit hohem Zuckergehalt. In der EU hergestellter Likör weist mindestens 100 g Zucker pro Liter auf und der Alkoholgehalt liegt in der Regel bei 15 bis 35 % vol. Der Chartreuse verte ist mit ca. 55 % ein Beispiel für einen stärkeren Likör. Der Aperol hingegen, mit einem Alkoholgehalt zwischen 11 und 15% gehört zur Gruppe der leichteren Liköre. Sogenannte Crèmes wie Baileys sind Liköre mit einem Zuckergehalt von mindestens 250 g pro Liter. Der Likör ist eine sehr komplexe Spirituose, weshalb es sein kann, dass bis zu 100 Ingredienzen verarbeitet werden. Dadurch wird offensichtlich, dass jede Destillerie mindestens ein Geheimrezept für Likör im persönlichen Repertoire hat.
Wie der Likör zum Likör wurde
Vorläufer des heutigen Likörs war aromatisierter Wein aus der Zeit der römischen und griechischen Antike. Ursprünglich wurde der Kräuterlikör für den medizinischen Zweck verwendet und schmeckte sehr bitter. Kräuter wurden destilliert oder mazeriert und der sogenannte Magenbitter wurde dem Patienten gegeben. Da die Medizin so bitter war, wollte sie nicht eingenommen werden. Als dann Zucker dazugegeben wurde, entstand bereits im Mittelalter eine Art des heutigen Kräuterlikörs und das Ergebnis galt als geschmackliche Verführung. Diese süsse Medizin wurde sehr beliebt und viele wollten dieses Getränk unabhängig einer Krankheit trinken. Durch den Kolonialismus wurde Zucker einfacher zugänglich und Liköre wurden mit den unterschiedlichsten Früchten und Kräutern hergestellt. Bis heute sind die langjährigsten Hersteller die niederländischen Unternehmen Bols (seit 1575) und De Kuyper (seit 1695) und Marie Brizard (seit 1755) aus Frankreich. Marie Brizard gab ihr umfangreiches Wissen über Liköre an die Unternehmensgründer der Distillerie Studer weiter.
Verschiedene Sorten von Likör
Inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Liköre wie Frucht-, Kräuter- oder Sahnelikör. Fruchtliköre sind vollmundig im Geschmack und haben einen Saftanteil von mindestens 20%. Sie werden oft mit Prosecco oder Sekt gemischt und bieten damit einen leckeren und einfach zubereiteten Drink. Sehr beliebte Fruchtliköre sind der Kirschlikör, Nusslikör, Erdbeerlikör, Pfirsichlikör und der Zitronenlikör (Limoncello). Kräuterlikör, auch Halbbitter genannt, ist ein Likör, der mit Kräutern oder Gewürzen aromatisiert wird und etwas bitter schmeckt. Dieser Likör wird meist pur als Digestif getrunken. Im Gegensatz zu klaren Bränden ist Likör gesüsst mit einem Zuckergehalt von mindestens 100 g pro Liter. Sahniger Likör, wie Eierlikör trinkt man meist pur oder auf Eis, da sie sehr süss sind. Milch und Sahne werden bei der Herstellung verwendet, weshalb sie gekühlt werden sollten. Günstiger Sahnelikör wird mit Neutralalkohol hergestellt und qualitativ hochwertige Sahneliköre mit Whiskey oder Vodka.
In der Distillerie Studer gibt es seit 1883 die unterschiedlichsten Liköre. Der Likör wird hier nur mit den feinsten Zutaten hergestellt und ist von hochrangiger Qualität. Das Wissen über Pflanzen und Rezepte wurde von Generation zu Generation weitergegeben, weshalb die Spirituosen einzigartig im Geschmack sind. Der Apfel-Likör schmeckt zum Beispiel gekühlt pur, mit Prosecco als Cocktail oder als eine Dessert-Kreation. Auch der Haselnuss-Likör ist pur, zum Kaffee oder als Begleiter zu Desserts ein absoluter Geheimtipp. In der Distillerie Studer gibt es nicht nur hervorragenden Likör, sondern auch Whiskey, Wodka, Rum oder Gin und weiteren hochwertigen Alkohol. Die schönen Flaschen können direkt im Online-Shop mit grosser Auswahl bestellt werden.
Erstellt: 11.09.2020 07:00 Uhr