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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Universität Konstanz, Veranstaltung: Gründungsmythen im Systemvergleich. Literatur nach 1945 in Ost und West, Sprache: Deutsch, Abstract: Nicht wenige Nationalstaaten erfreuen sich legendärer, sagenumwobener, berühmt-berüchtigter Gründungsmythen, die sowohl in der eigenen Geschichte, als auch in der anderer Nationen als historische Begrifflichkeiten festzustehen scheinen. Das Nationalstaatsmodell gründet in der Auffassung, dass die Souveränität bei der Nation, dem Volk, liegt. Die Homogenität von Kultur, Ethik und Sprache wurde anfangs als Grundvoraussetzung eines Nationalstaates gesehen, ist jedoch tatsächlich nirgends verwirklicht. Einer der (west-)deutschen Nachkriegsmythen, wenn nicht der prägende deutsche Mythos der neueren Zeit überhaupt, ist der des ‚Wirtschaftswunders‘. Mit der ‚Zeit des deutschen Wirtschaftswunders‘ wird die Phase der raschen ökonomischen Erholung und des wirtschaftlichen Wachstums im Zeitraum der 1950er und 1960er Jahre im Westen des Nachkriegsdeutschlands bezeichnet. In der vorliegenden Arbeit werden einige Bereiche und Stränge der Wirkung und Auswirkungen des Zeitabschnitts von der Nachkriegszeit bis in die heutige Zeit verfolgt und beleuchtet. Herausgegriffen wird hier das System Geld und der Umgang mit dem Geldsystem, wie es Böll im Roman verarbeitet. Das Geld hat einen neuen, bis dato nicht bekannten immens hohen Stellenwert eingenommen und in Verbindung mit bestimmten gesellschaftlichen Realitäten dieser Zeit eine richtungsweisende, folgenschwere Bedeutung für die Zukunft und die heutige Zeit bekommen.