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Biasca–Acquarossa
|Kürzel||BA|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1911-07-06|
|Betriebseinstellung||1973-09-29|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1911 eröffnete und von Anfang an elektrisch (Gleichstrom) betriebene BA war Eigentum einer Aktiengesellschaft. Eine Verlängerung der Linie nach Olivone oder gar über den Lukmanier mit Anschluss an die Rhätische Bahn (RhB) stand zwar immer wieder zur Diskussion, kam aber nie zur Ausführung. Ab Ende der 1830er-Jahre galt die Lukmanierroute lange Zeit als Favoritin für eine alpenquerende Nord-Süd-Schienenverbindung. Unzählige Projekte wurden zu diesem Zweck entworfen, doch das Rennen machte der Gotthard.
Die Finanzzahlen der BA werfen einige Fragen auf, doch äusserte sich die Statistik dazu nicht näher. Wie respektive in welchem Umfang die BA angesichts der Betriebsergebnisse die Zinsen aufbringen und zusätzlich noch Reserven bilden konnte, ist unklar. Die Einzahlungen auf das Reservekonto (Variable «Rückstellungen Einlagen») wurden in der Statistik nur beschränkt oder überhaupt nicht ausgewiesen. Auch die Ursachen des unvermittelten Anstiegs der schwebenden Schulden 1913 auf fast 380'000 Franken sind aus den vorhandenen Angaben nicht nachvollziehbar, zumal die BA diese Verbindlichkeiten 1914 durch die Auflösung flüssiger Mittel umgehend wieder abbaute. Laut der Statistik von 1912 besass die BA zu diesem Zeitpunkt «verfügbare Mittel» von 70'000 Franken, ein Jahr später waren es indessen 421'000 Franken (eingestellt in der Bilanz bei den Aktiven). Woher dieser Betrag plötzlich stammte, wurde nicht erläutert, doch sank er analog den kurzfristigen Verbindlichkeiten schon 1914 auf nur mehr 44'000 Franken ab. Möglicherweise nahm die BA Geld auf, um Investitionen zu tätigen, unterliess dies dann aber wegen des Kriegsausbruchs und zahlte den Kredit zurück.
Der Beginn des Weltkriegs beeinträchtigte den Geschäftsgang der BA nur schwach. Auffällig ist die sprunghafte Zunahme des Reiseverkehrs der BA nach 1918. Die Zahl von knapp 120'000 Fahrgästen anno 1920 wurde erst in den 1940er-Jahren wieder übertroffen. Acquarossa («rotes Wasser») mit Kurhaus und Thermalbad war bekannt für seine eisenhaltigen Quellen. Gemäss der Gewinn- und Verlustrechnung von 1918 verkaufte die BA in diesem Jahr übrigens angesichts des Kohlenmangels Holz im Wert von fast 17‘000 Franken – nahezu halb so viel wie der gesamte Güterverkehr einbrachte.
Die BA stellte 1973 den Betrieb ein (Busersatz).
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.