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Parietale Osteopathie
Parietale Osteopathie (lat. für Wand, bzw. die außen gelegenen Teile) fasst in der Osteopathie alles zusammen, das nicht unter Viszerale Osteopathie (Osteopathie der Inneren Organe) oder Kraniosakrale Osteopathie (Osteopathie des Schädels, des Rückenmarks und der Rückenmarkshäute) fällt.
Hauptsächlich handelt sich um Behandlungen, die das Bewegungssystem betreffen. Allerdings bedingen sich Osteopathische Behandlungen immer wechselseitig. Sehr selten wendet sich der Therapeut nur einem der drei genannten Systeme zu.
Andrew Taylor Still, der Begründer der Osteopathie war usprünglich ein „Bonesetter“, zu. deutsch „Knochenrenker“. Allerdings legen seine Schrifte nahe, dass es ihm dabei nicht vorrangig um das mechanische Beheben von Fehlstellungen ging. Vielmehr wollte er durch seine Behandlung Störungen im Körper beseitigen, so dass dieser sich in der Folge selbst heilen konnte.
Fred Mitchell gilt als Erfinder der Muskel-Energie Techniken. Hier spannt der Patient einen Muskel in einer genau bestimmten Körperhaltung an. Aus osteopathischer Sicht wird hierdurch die betroffene Struktur, z.B. ein Knochen oder ein Gelenk in eine „bessere“ Position bewegt. Aus Sicht der Myoreflextherapie wird andersherum ein Schuh daraus. Der bestroffene Muskel spannt gegen einen Widerstand an, die hieraus entstehende isometrische („ohne Bewegung“) Dehnung entspannt den Muskel nachhaltig. Durch diese Muskelenstpannung kann sich der Zustand des angrenzenden Gelenkes ändern. Die Behandlung ist die Gleiche, nut steht bei der Osteopathie der Knochen im Zentrum des Interesses, bei der Myoreflextherapie der Muskel.
Lawrence H. Jones entdeckte zufällig in seiner Praxis, dass ein Schmerz allein dadurch verschwinden kann, dass ein Körperteil für eine bestimmte Zeitdauer, zumeist 90 Sekunden, in einer vollständig entspannten Postion gehalten wird. Die draus entwickelten Jones-Techniken nennt man heute auch Strain-Counterstrain. Sie sind die Grundlage der von Leon Chaitow in seinen Büchern als „Positional Release Techniken“ bezeichneten Methoden. All diesen Techniken liegt die Entdeckung von Dr. Jones zugrunde.
Ebenfalls eher zufällig entdeckte der Begründer des Fasziendistorsionsmodells (FDM), der Anästhesist Stephen Typaldos, dass Menschen aus verschiedensten Kulturkreisen Schmerzen auf eine immer gleiche Weise an ihrem Körper zeigen. Typaldos verallgemeinerte seine Beobachtungen auf sechs sogenannte Fasziendistorsionen (Faszienverdrehungen), die jeweils mit einer spezifischen Behandlung schnell und dauerhaft behoben werden können.