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Vincent Willem van Gogh, der am März in Groot-Zundert als Sohn eines Pfarrers geboren wurde, wurde nur 37 Jahre alt, bevor er sein Leben so tragisch mit einer Kugel beendete, wie er es gelebt hatte, fernab von Ruhm, Begeisterung und Reichtum, die sich heute mit seinem Namen verbinden. Schon seine Geburt stand unter einem schlechten Stern.
Mit roten Haaren und Sommersprossen alles andere als ein hübsches Kind, zog er sich gerne in die Einsamkeit zurück und war so unauffällig, dass die Kunstwissenschaft, als sie kurz nach seinem Tode ihre Aufmerksamkeit auf den Künstler lenkte, Mühe hatte, jemanden aus Vincents Schulzeit zu finden, der sich an ihn erinnerte.
Auch seine frühen Zeichnungen gingen nicht über das hinaus, was bei einem Kind seines Alters üblich gewesen war. Nachdem er nach Abschluss der Internatszeit zu seinen Eltern zurückgekehrt war, begann für den fünfzehnjährigen Vincent die lange Zeit der Suche nach seiner Identität. Es ist schwer zu glauben, aber es fehlte ihm an jeglicher Begabung, und bevor er allein durch seine unermessliche Willenskraft zu seinen zu Lebzeiten kaum anerkannten künstlerischen Höchstleistungen kam, scheint sein Leben eine lange Geschichte des Versagens in allen Bereichen zu sein.
Die Geschichte seines Leidens wird detailliert durch Vincents regen Briefwechsel mit seinem geliebten, vier fahre jüngeren Bruder Theo, der Vincent sein Leben lang finanziell unterstützte, festgehalten. Theo war es auch der seinen Bruder nach einer Reihe von Fehlschlägen im Beruf und in der Liebe zum Malen ermutigte, obwohl dieser zunächst wenig Lust und noch weniger Talent zeigte. In diesen Jahren verliebte er sich zweimal in Frauen, die ihn abwiesen, bevor er mit einer ehemaligen Prostituierten zusammenzog, von der er sich bereits nach wenigen Monaten wieder trennte.
Zwei jähre später versuchte sich die einzige Frau, die sich je in van Gogh verliebte, zu vergiften, weil ihre Familie einer Heirat mit ihm nicht zustimmte. Sein Pech in der Liebe und sein Versagen im Beruf brachten ihn vermutlich endgültig zur Kunst, da er verzweifelt nach einem Sinn in seinem Leben suchte. Bereits Ende , nachdem er seinen Posten als Evangelist aufgeben musste, begann er systematisch mit verbissener Arbeitswut und Geduld zu zeichnen, bis er dann zum Malen kam.