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Diese Aufforderung verweist uns auf die Quelle, aus der wir die nötige Kraft für unseren Alltag schöpfen können. Das ist nicht das Gebet an und für sich, sondern der Herr, den wir im Gebet anrufen. Bekanntlich tun wir uns damit aber sehr schwer; denken wir nur an die Worte, die der Meister an die drei schlaftrunkenen Jünger in Matthäus 26,40 richtete: «Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?» Ein bewährtes Mittel, um unser Gebetsleben zu mobilisieren, ist das regelmässige Bibellesen. Daniel zum Beispiel las im Propheten Jeremia über die 70 Jahre, die sein Volk im babylonischen Exil verbringen musste. Daraufhin betete er für Israel, indem er stellvertretend Busse tat. Gott gab ihm dann die wunderbare Zukunftsschau der 70 Jahrwochen. Von Nehemia können wir lernen, wie man schlechte Nachrichten durch anhaltendes Gebet in Sieg verwandeln kann. Als Folge seines Gebetes wurde die zerstörte Mauer Jerusalems in gemeinsamer Arbeit in nur 52 Tagen wieder aufgebaut. Vielleicht hören Sie schlechte Nachrichten über Glaubensgeschwister, Gemeinden oder Missionswerke. Machen Sie es dann wie Nehemia und beten Sie so lange, bis der Herr Seinen Sieg wieder offenbaren kann. Ausserdem wollen wir uns daran erinnern, dass wir einen Hohenpriester beim Vater haben, der uns vertritt: «Simon, Simon Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre» (Lk 22,31-32). Ebenso haben wir den Tröster, den Heiligen Geist, von dem es heisst: «Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sichs gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen» (Röm 8,26). Darum lassen Sie uns zuversichtlich anhalten im Gebet! D.S.
«Betet ohne Unterlass.»
1. Thessalonicher 5,17