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Columbus war nach der Entdeckung Amerikas ein gefragter Mann. Viele verehrten und beneideten ihn. Der spanische Kardinal Mendoza veranstalte ihm zu Ehren ein grosses Festmahl und versuchte seinen Gast vor den Anwesenden zu diskreditieren, indem er ihm vorhielt, die Neue Welt hätte auch problemlos von andern entdeckt werden können.
„Das könnte jeder“
Columbus verlangte daraufhin nach einem Ei und stellte die Anwesenden vor das Rätsel, es so auf die Spitze zu stellen, dass es nicht umfalle. Selbstverständlich gelang das niemandem. Als man Columbus aufforderte, die Lösung zu präsentieren, drückte dieser die Spitze des Eies kurzerhand auf der Tischplatte ein und das Ei blieb stehen. Die Anwesenden murrten und waren mit dieser Lösung des Rätsels nicht einverstanden. Columbus erwiderte daraufhin: „Aber ich habe es gemacht!“
„Aber ich habe es gemacht!“
So entstand das geflügelte Wort „Ei des Columbus“ – stellvertretend für die einfache Lösung einer scheinbar unmöglich lösbaren Aufgabe.
Ei, Ostern, Osterei – wir feiern ein paar sehr symbolträchtige Tage. Neben all den bekannten Interpretationen um Leben, Tod, Auferstehung und Neuanfang finde ich jene um die Verwirklichung des schlummernden Potenzials sehr interessant. Das Ei als Symbol für nicht verwirklichte Chancen und natürliche Fähigkeiten:
- Wo liegen meine wirklichen Stärken?
- Wie kann ich sie entwickeln?
- Wie soll ich sie für mich und andere umsetzen?
Vielleicht ist Ostern eine gute Gelegenheit, den Fokus mehr auf die eigenen Fähigkeiten zu richten statt andere zu beneiden?
Man muss ja nicht gleich einen ganzen Kontinent entdecken. Es reicht schon, wenn man ihn wiederentdeckt 🙂
In diesem Sinne: Eier und frohe Ostern!
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