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Hummeln sind eine zu den Echten Bienen gehörende Gattung staatenbildender Insekten. Ein Hummelvolk besteht je nach Art aus etwa 50 – 600 Tieren und einer Königin. Die meisten Tiere sind Arbeiterinnen, es gehören aber auch Männchen dazu, welche wie bei den Bienen Drohnen genannt werden. Während bei den Honigbienen das Bienenvolk mit seiner Königin überwintert, überlebt ein Hummelvolk nur den Sommer und stirbt im September ab. Einzig die begattete Jungkönigin übersteht den Winter und erreicht ein Alter von bis zu 12 Monaten. Im Frühjahr sucht sie einen geeigneten Platz für das Nest und beginnt mit dem Aufbau ihres Hummelstaates. Hat sie eine geeignete Nistmöglichkeit gefunden, baut sie sich ein Nest, legt ihr erste Brutwabe an und beginnt Eier zu legen. Um die ersten Eier und Larven kümmert sich die Königin noch selber, später übernehmen Arbeiterinnen diese Aufgaben und die Hummelkönigin konzentriert sich auf das Eierlegen und die Brutpflege.
Die Hummeln sammeln wie die Honigbienen Nektar und Pollen. Der Nektar wird in einem kleinen, von der Königin gebauten Nektartopf eingelagert. Er dient der Königin als Nahrungsvorrat während der Brutpflege. Der Pollen wird ebenfalls im Nest gespeichert, je nach Art in „Pollentöpfen“ oder in „Taschen“. Damit werden die Jungtiere gefuttert. Das Hummelvolk ist wie das Bienenvolk sehr gut organisiert. Hummeln können auch miteinander kommunizieren, sie verfügen aber im Unterschied zu den Honigbienen nicht über eine Tanzsprache.
Die Königin entscheidet, ob Arbeiterinnen oder Drohnen gezogen werden. Aus befruchteten Eiern entstehen Arbeiterinnen (oder Königinnen), aus unbefruchteten Drohnen. Einziges Lebensziel der Drohnen ist die Befruchtung von Jungköniginnen. Sie sterben bei der Begattung.
Königinnen werden reichlich mit Pollen und Nektar versorgt und ihre Entwicklung zum Vollinsekt dauert länger. Am Ende der Hummelsaison wird die alte Königin aus dem Nest vertrieben oder getötet. Auch die Arbeiterinnen sterben, übrig bleiben einzig die Jungköniginnen. Diese fressen sich noch einen Wintervorrat an und graben sich im Spätherbst in lockere Erde ein. Dort verbleiben die begatteten Jungköniginnen bis zum Frühjahr und es beginnt ein neues Hummeljahr.