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Die Bezeichnung „wurzelnackt“ bedeutet, dass die Pflanzen ohne Erdballen um die Wurzel geliefert werden, die Wurzeln also sozusagen nackt sind.
Wurzelnackte Pflanzen sollten nach dem Kauf rasch gepflanzt werden. Ansonsten müssen die Pflanzen an einem kühlen und schattigen Ort gelagert und die Wurzeln mit einem Jutesack abgedeckt werden. Die Pflanzen an einem frostfreien Tag pflanzen und vor dem Pflanzen gut wässern.
Für Laubgehölze und Obst ohne Erdballen gelten die folgenden Pflanzregeln:
- Aus der Kulturschicht eine ausreichend weite Pflanzgrube ausheben. Den Rohboden etwa spatentief auflockern.
- Alle grösseren Wurzeln, welche Verletzungen aufweisen, bis auf gesunde Partien zurückschneiden. Dünne Faserwurzeln von weniger als 5 mm Durchmesser dürfen nicht geschnitten werden.
- Gehölz in die Pflanzgrube stellen. Alle Gehölze können so tief gesetzt werden, wie sie auch in der Baumschule standen. Dies ist an der helleren Rindenfarbe jener Partien erkennbar, die sich in der Erde befanden.
- Ausgehobene Erde einfüllen und gut andrücken, Giessmulde anlegen und Pflanze reichlich giessen.
- Über der Pflanzzone 1–2 l/m2 gut verrotteten Mist oder 2–3 l/m2 reifen Kompost ausbringen.
- Bei Gehölzen von über 150 cm Höhe einen Pfahl gegen den Wind gerichtet einschlagen.
- Hauptäste straff mit Kokosschnüren anbinden, damit jene nicht rutschen können. Regelmässig kontrollieren und darauf achten, dass die Schnüre nicht einwachsen.
Wurzelnackte Rosen pflanzen
Rosen lieben freie und sonnige, unter Umständen auch halbschattige Standorte. Extrem heisse, windgeschützte Standorte wie auch solche im Schatten von Gebäuden und unter Bäumen sind für Rosen nicht geeignet. Rosen lieben mittelschwere bis schwerere, tiefgründige, nährstoffreiche, frische und durchlässige Böden – Bedingungen, wie sie die meisten Gartenböden erfüllen.
Bodenvorbereitung
Vor der Pflanzung muss der Boden 30 bis 50 cm tief und gründlich umgestochen werden. Als Grunddüngung werden vor dem Pflanzen 50–60 g Hornspäne pro m2 ausgestreut undleicht eingehackt. Sonst ist kein weiterer Dünger auszubringen; die Rosen werden erst nach dem Austrieb mit einem handelsüblichen Rosendünger gedüngt (80–100 g/m2). Rosen dürfen nie dort gepflanzt werden, wo zuvor schon Rosen standen. Solche Böden sind «rosenmüde». Steht kein anderer Standort zur Wahl – zum Beispiel bei Lücken in einem bestehenden Beet – so ist die Erde auf eine Tiefe von 50 bis 60 cm auszuheben. Anschliessend muss der Untergrund gelockert und neue Gartenerde eingefüllt werden.
Pflanzabstände
|Teehybriden, Polyantha- und Floribundarosen||35-40 x 35-40 cm 7 bis 9 Pflanzen pro m2|
|Miniaturrosen||25 x 25 cm 16 bis 20 Pflanzen pro m2|
|Kletterrosen||je nach Wüchsigkeit 120 bis 300 cm|
|Strauchrosen||je nach Wüchsigkeit 100 bis 300 cm|
|Hochstammrosen||120 bis 180 cm|
|Hänge-Hochstammrosen (Trauerrosen)||200 bis 250 cm|
|Bodendeckerrosen, starkwüchsige||3 bis 4 Pflanzen pro m2|
|Bodendeckerrosen, schwachwüchsige||4 bis 6 Pflanzen pro m2|
Für Rosen ohne Erdballen gelten die folgenden Pflanzregeln:
- Vor der Pflanzung die Rosen während 5 bis 8 Stunden in einem Kübel oder im Brunnen ins Wasser legen.
- Pflanzgrube genügend weit und tief ausheben.
- Ausgehobene Erde gut durchmischen.
- Wurzeln um etwa 1/3 einkürzen. Abgebrochene, beschädigte und schwache Triebe entfernen. Triebe nicht einkürzen. Der definitive Schnitt erfolgt erst im Frühjahr.
- Rosen genügend tief setzen. Die Veredlungsstelle muss mindestens 3 bis 5 cm unter die Erdoberfläche zu liegen kommen.
- Erdgemisch wieder in die Pflanzgrube einfüllen und leicht andrücken.
- Ausgiebig giessen (3–5 Liter pro Pflanze).
- Zum Schutz gegen Kälte und Austrocknen rund um die Triebe Erde anhäufeln.
Wurzelnackte Edelrose im Einschlag (Zwischenlagerung)
Wichtig
Nach dem Pflanzen, besonders bei trockener Witterung, regelmässig giessen.