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Es ist mein letzter Aufbaulauf vor der Berglaufsaison. Die Kurzstrecke in Tafers ist 6,2km lang und coupiert. Geteerte Strassen und vom Regen aufgeweichte Feldwege wechseln sich ab. Die Strecke gefällt mir. Wegen leichten Magenbeschwerden kann ich jedoch nicht aus dem Vollen schöpfen. Trotzdem bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden. Mit einer Zeit von 25min 27sek laufe ich als zweite Frau ins Ziel, dicht gefolgt von Nicole Bürgisser. Alina Pochon gewinnt mit 25:03 das Rennen. Sie ist die aktuelle U20 Schweizermeisterin in der Disziplin 10km Strasse.
Die Wettkampf-Winterpause ist vorbei – endlich! Der Frühling ist da und ich freue mich riesig auf die neue Laufsaison!
Wie im letzten Jahr bestreite ich zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Bergläufe ein paar kurze Läufe. Dadurch erhöhe ich mein Grundtempo, was mich schließlich zu einer guten Form bringt.
So nehme ich heute die Kurzstrecke von 6,2km in Heitenried unter die Füsse. Die Strecke ist anspruchsvoll, es geht immer auf und ab, und der Untergrund wechselt ständig von asphaltierten Strassen zu Feld- und Waldwegen. Mit der Zeit von 25 Minuten und 18 Sekunden beende ich als erste Frau das schnelle, kurze Rennen und bin damit mehr als zufrieden!
Ich freue mich, als ich heute Görel Bieri wieder sehe. Sie ist passionierte Bergläuferin. Wir haben uns an einem der Jura Top Tour Bergläufe kennengelernt, vor etwa 12 Jahren, als ich damit angefangen habe (wie lange das schon her ist…)! Sie macht den Hauptlauf, welcher 10,2km lang ist.
Görel Bieri nahm unter ihrem Mädchennamen Partapuoli als Skilangläuferin an den Weltmeisterschaften 1974 im schwedischen Falun und an den Olympischen Spielen 1976 im österreichischen Innsbruck teil. An der Olympiade erreichte sie mit der schwedischen Staffel über 4 x 5 Kilometer den vierten Platz. Im Einzel wurde sie 16. auf der 10-Kilometer-Strecke und 22. auf der 5-Kilometer-Strecke. 1974 wurde sie Schwedische Meisterin über 5 Kilometer. Sie ist verheiratet mit dem ehemaligen Schweizer Langläufer Urs Bieri und lebt im Kanton Fribourg. In ihrer Altersklasse (Frauen 60) gehört sie heute zu den besten Bergläuferinnen in der Schweiz.
Podest am 8,4km langen Lueg Lauf: Als zweite Frau passiere ich die Ziellinie auf der Lueg mit meiner persönlichen Bestzeit von 38min 14sek. Es gewinnt das Supertalent Delia Sclabas mit der schnellen Zeit von 36:21. Dritte wird Céline Aebi mit 38:32.
Ungewöhnlich warm ist es heute am Lueg-Lauf. Die Sonne scheint bei ca. 18°C und ich entscheide mich kleidungstechnisch für oben kurz/unten kurz. Der Lauf beginnt in Heimiswil und führt nach einer Startschlaufe durchs Dorf über einen mehrheitlich asphaltierten Weg auf die Lueg. Die Strecke ist wegen häufigen Rhythmuswechseln (immer wieder Auf- und Abstiege) anspruchsvoll. Der Höhenunterschied vom Start- zum Zielort beträgt nur 240 Meter. Mit den Abstiegen (100m) kommt man jedoch auf 340 Meter (soviel muss man ja wieder hoch).
Mein Ziel war es, meine persönliche Bestzeit von 38:55 von 2011 (damals war ich Tagessiegerin) zu unterbieten. Da ich im ganz steilen Gelände zu Hause bin, ist der nicht gerade steile Lueg-Lauf für mich eine echte Herausforderung. Bisher war meine Devise jeweils: Locker starten, Rhythmus finden, dann voll aufdrehen! Die habe ich aber bereits beim Einlaufen gleich über den Haufen geworfen, schliesslich ist Saisonende und ich habe nichts zu verlieren!
Wie gesagt, laufe ich heute mit Risiko. Nach superschnellen 3 Kilometern überhole ich Céline Aebi und bin 2. hinter Delia Sclabas. Das hohe Tempo rächt sich später. Auf dem 5. Kilometer werden meine Beine ungewohnt schwer. Auch wenn ich nun weiss – ab jetzt wird’s hart! – versuche ich, einen guten Rhythmus zu laufen.
Ich quäle mich die letzte Steigung hoch, schliesslich will ich meinen 2. Rang ins Ziel bringen! Es gelingt mir tatsächlich. Als ich auf meine Stoppuhr blicke, stelle ich fest: persönliche Bestzeit!! Ich hab’s geschafft!
Bernische kantonale Berglaufmeisterschaft: Strecke 7,837km und 500m Steigung. Mit 40:17 Minuten mein 7. Saisonsieg und zum ersten Mal Berner Kantonalmeisterin im Berglauf! 2. wird Karin Jaun mit 42:39 und 3. Alizée Schnegg mit 43:11 Minuten.
Wir starten bei Nebel und kühlen Temperaturen auf der Neuenburgstrasse. Wie immer laufe ich nicht zu schnell los. Die ersten 800 Meter auf der Hauptstrasse am Bielersee sind flach, dann biegen wir in eine steile Quartierstrasse ein, welche bald in den Wald mündet. Wie schon am Jeiziberglauf laufe ich als 6. Frau in die Steigung und bin nach etwa 1,5km an der Spitze.
Ich laufe regelmässig und überhole immer wieder einzelne Läufer und Läufergruppen. Die Strecke führt über einen breiten Waldweg zum höchsten Punkt. Bei Kilometer 7 verlassen wir den breiten Wanderweg und zweigen in einen mit feuchtem Laub bedeckten Pfad ab, der 800 Meter lang ist und steil abwärts führt. Nach einem Schlussspurt laufe ich mit einer persönlichen Bestzeit ins Ziel.
Mein zweiter Sieg am Walliser Berglauf von Gampel nach Jeizinen mit einer persönlichen Bestzeit von 44:11. 6,15km und 885m Höhendifferenz.
Im Gegensatz zum Sieg 2011, den ich im Endspurt gegen die schnelle Läuferin Stephanie Heuerding geholt habe, bin ich dieses Mal mit einem komfortablen Vorsprung von 2:50 ins Ziel gelaufen. 2. Frau wurde Corinne Wenger und 3. Emilie Bonnet.
Nach einer kurzen Zugfahrt vom Berner Oberland ins Walliser Rhonetal steige ich in Gampel-Steg aus und das Thermometer zeigt gerade mal 3°C an. Das Dorf Gampel liegt morgens noch im Schatten, was sich bis zum Start um 11:00 ändert, denn der Himmel ist blau.
Die Bedingungen für den Berglauf sind heute ideal: Der Untergrund ist trocken, die Sonne scheint und es ist kühl (für mich jedenfalls). Der Start ist wegen einer Baustelle etwas verschoben. Ich bin ca. in drittvorderster Reihe positioniert. Als der Startschuss fällt, laufe ich locker los, um meinen Rhythmus zu finden. Dabei sehe ich eine ganze Schar Läuferinnen und Läufer an mir vorbeiziehen. Es kommt kurzfristig zu einem Gedränge auf den ersten 600 Metern durch Gampel. Ich zähle 5 Frauen vor mir. Als ich nach dem Dorfdurchlauf in den steilen und steinigen Bergweg einbiege, hat sich das Läuferfeld etwas auseinandergezogen, sodass man angenehm Platz hat.
Auf dem schönen Bergpfad finde ich mein Tempo und fange an zu überholen. Die bergige Strecke und das Profil mit durchschnittlich um die 15 Steigungsprozenten kommen mir sehr entgegen und ich bin sofort im Element. Das ist mit ein Grund, weshalb der „Jeizibärg Louf“ einer meiner absoluten Lieblingsläufe ist, nebst der schönen Landschaft und tollen Atmosphäre.
Die Steigung ist mehr oder weniger gleichmässig. Nach etwa einem Viertel der Strecke überhole ich die letzte Frau resp. die gerade erst noch erste… Der obere Streckenabschnitt ist etwas weniger steil. Mir läuft es sehr gut, ich bin immer noch auf ‚Überholkurs‘. Nach 32 Minuten blicke ich auf meine Stoppuhr und beschliesse, ab jetzt noch einen „Zwölfminüteler“ zu machen, indem ich versuche, mein Tempo so gut es geht bis ins Ziel noch etwas zu steigern.
Auf dem letzten Kilometer hat es zahlreiche Zuschauer, die mich motivieren. Von einem „schnellen“, also nicht extrem steilen Wiesenweg, biegt man in den sehr, sehr steilen Kiesweg ein, der ins idyllische Bergdorf Jeizinen führt. Es sind nur noch ca. 250 Meter bis zum Ziel. Doch diese kurze „Rampe“ kommt mir nach meiner vorherigen Temposteigerung wie eine Wand vor, in der ich gefühlsmässig fast still stehe. Aber nach der letzten Kurve durchs Dorf wird’s etwas flacher und ich bin schneller im Ziel als ich denken kann – Sieg!!! – ich hab’s geschafft! Und damit habe ich mein Saisonziel 2015 erreicht, yesssss!
Nachbemerkung: Am Jeiziberglauf sind immer Walliser Spitzenläuferinnen und -läufer dabei, was die Qualität des Berglaufs untermauert – wenn man dort startet, begibt man sich so zu sagen „in die Höhle des Löwen“, und um so schöner ein Sieg…
Da mit Werner Marti aus Grindelwald ebenfalls ein Berner den Tagessieg geholt hat, kommentiert ein Walliser Zuschauer während der Siegerehrung: „Von wegen – die Berner sind langsam…!“ 😉
Mein 5. Saisonsieg und mit 46:36 meine persönliche Bestzeit. 2. wird die Vorjahressiegerin Edith Steinmann mit 48:04 und 3. Alexandra Wallimann mit 50:37, Siegerin 2013.
Als ich am Morgen in Hasle ankomme, regnet es in Strömen und es ist kalt. Beim Lösen der Startnummer versichert mir der Kassier, das sei absolut kein Problem, er habe auf 10:30 (Startzeit) trockenes Wetter bestellt. Und in der Tat: Die dunkelgrauen Wolken verflüchtigen sich und der schöne, hellblaue Himmel kommt zum Vorschein. Nun blendet mich die Sonne beinahe, so dass ich mir Regen schon gar nicht mehr vorstellen kann. Und der Speaker meint, die Organisatoren hätten ‚einen guten Draht zu Petrus‘.
Bei Sonnenschein nehme ich die 8km und 710 Steigungsmeter in Angriff. Ich bin vorne mit dabei, auch wenn ich nicht allzu schnell starte. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich; Wiesen, geteerte Strassen, Kies- und Waldwege wechseln sich ab. Verteilt am Streckenrand stehen Zuschauer und feuern uns Läufer an, was mir jedes Mal einen zusätzlichen Energieschub gibt. Ich bin gut drin, ich überhole immer wieder Läufer.
Mit Schwung passiere ich das Dorf Heiligkreuz. Danach kommen die letzten drei Kilometer, auf denen ich nochmals aufs Tempo drücke, denn es ist ‚mein Abschnitt‘ – ein steiler, bergiger Weg, der am Schluss über die Matte bis ins Ziel auf die First führt. Mit einem Endspurt überquere ich die Ziellinie und bin total happy – first woman on First! = )
Bildquelle:
Fotos 2015 von der Homepage des Skiclubs Hasle – Veranstalter des Berglaufs Hasle-Heiligkreuz-First.
Tatiana von Allmen gewann den zum 33. Mal ausgetragenen Berglauf-Klassiker von Lenk auf die Iffigenalp mit dem Vorsprung von 4:52 Minuten auf Edith Zurbrügg. Für die 8,5 Kilometer lange Strecke mit einer Höhendifferenz von 500 Metern benötigte Tatiana 46:08 Minuten. Damit war sie deutlich schneller als die Siegerinnen der letzten Jahre: 2010 hatte Susanne Habegger in 46:59 Minuten gewonnen, 2011 Karin Jaun in 46:59 Minuten, 2012 Karin Jaun in 46:49 Minuten, 2013 Céline Aebi in 49:07 Minuten und 2014 Corinne Zeller in 48:15 Minuten.
Gesamthaft war es der 15. Tagessieg im 151. Rennen ihrer Karriere. Bei Lenk – Iffigenalp startete sie zum 4. Mal: 2004 war sie (als erste Juniorin) mit einer Zeit von 56:26 Minuten 6. geworden, 2006 mit 49:48 Minuten 2. und 2008 mit 49:04 Minuten 4.
(hb.)
Es war ein toller Tag für Tatiana von Allmen: Sie feierte ihren 30. Geburtstag, bestritt ihr 150. Rennen und kam beim vierten Start am Wildspitzlauf zum vierten Mal aufs Podest – und das nach einer hervorragenden Leistung mit deutlicher persönlicher Bestzeit. Die bisherigen Ränge (Overall) auf dem Wildspitz: 2. im Jahr 2011, 1. im Jahr 2012, 2. im Jahr 2013 und 2. im Jahr 2015.
(hb.)
Nach dem Sieg vom letzten Samstag (la Grimpette des Bedjuis) war es mein Ziel, am Wildspitzlauf unabhängig von der Rangierung meine persönliche Bestzeit von 2012 (Tagessieg) deutlich zu unterbieten – das ist mir mit der gelaufenen Zeit von 51:28 absolut gelungen. Ich war 2:06 schneller, worin sich meine gute Form bestätigte.
Mit der schnellen Zeit von 49:05 hat sich die Spitzenläuferin Angela Haldimann, Läuferin des Nationalkaders, den Tagessieg bei den Frauen geholt. Dritte Frau wurde Jutta Brod mit 54:51.
Die Laufbedingungen waren nicht schlecht, aber auch nicht ganz optimal: Während des Laufs hat es nicht geregnet und es war kühl, jedoch war der vom Regen aufgeweichte Untergrund im oberen Bereich der Strecke mit teilweise sumpfigen Stellen etwas schwierig zu laufen.
Der Wildspitzlauf ist einer meiner bevorzugten Bergläufe. Die zu bewältigenden 970 Steigungsmeter auf 7,75km Streckenlänge kommen mir sehr entgegen – ich liebe das steile Gelände (je steiler, desto besser)!
Wenn nichts dazwischenkommt, bin ich nächstes Jahr wieder am sympathischen Schwyzer Berglauf dabei!