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Wagyu Mutterkühe stammen ursprünglich aus der Region Kobe in Japan.
Der Name bedeutet nichts anderes als „japanisches Rind“. Die genaue Übersetzung ist Wa = Japan-/japanisch und Gyu = Rind.
Das Fleisch des Kobe-Rindes gilt weltweit als das zarteste und geschmackvollste Rindfleisch mit der besten Fettmarmorierung.
Das Original Kobe Rind darf nicht aus Japan exportiert werden. Mit den wenigen Tieren die dennoch den Weg nach Australien und in die USA gefunden haben, wurde die neue Rasse Wagyu gegründet und
weiter gezüchtet.
Je nach Abstammung sind das 100% reine Kobe-Tiere.
In Japan wurden die Wagyu-Rinder über Jahrhunderte hinweg ausschliesslich als Arbeitstiere eingesetzt. In ihrer langen Geschichte wurden sie kaum mit anderen Rassen gekreuzt.
Der Verzehr der Tiere war nach dem Gesetz des Buddhismus in Japan verboten.
Erst mit der Öffnung von Japan 1868 wurde die Rasse als Fleischrind entdeckt und als solches auch vermarktet.
Es gibt heute drei häufig auftretende Wagyu-Rassen. Japanese Black (Kuroge Wagyu), Japanese Shorthorn (Tankaku Wagyu) und Japanese Brown (Akage Wagyu).
Auf dem Markt dominieren ganz klar die schwarzen Tiere. Sie sind mittelgroß (Bullen: 800–1000 kg, Kühe: 450–600 kg) mit einer gut ausgebildeten Schulter und kräftiger, deutlich gewinkelter Hinterhand.
Vor der Schlachtung erhalten sie teilweise ein besonderes Kraftfutter auf Basis von Getreide, Rüben und Kartoffeln.
Alkohol (etwa Bier) wird in den japanischen Zuchtbetrieben nicht verwendet, die genaue Futtermischung wird von jedem Züchter geheim gehalten. Es werden keine künstlichen Wachstumshormone verwendet, und zur Vorbeugung gegen Krankheiten kommen keine Antibiotika zum Einsatz. Das Wagyū-Rind benötigt bis zur Schlachtreife im Schnitt mindestens doppelt so viel Zeit wie ein herkömmliches Rind.
Anders als bei anderen Rindern ist das Fett im Fleischder Wagyū-Rinder nicht punktuell, sondern gleichmäßig in sehr feiner Marmorierung im Muskelfleisch verteilt. Wagyū-Fleisch hat im Vergleich
zu anderen Rinderrassen einen bis zu 50% höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren.
In Kombination mit dem seltenen Vorkommen und ihrem langsamen Wachstum ist das Fleisch der Wagyū-Rinder nicht nur eine Delikatesse, sondern darüber hinaus ein gefragtes Luxusprodukt.