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Christa Mutter (Grüne, Freiburg), die mit einem Vorstoss vor fünf Jahren den Bericht des Staatsrates angestossen hatte, fasste dessen Hauptaussage mit den Worten zusammen: «Wärmerückgewinnung hat ein grosses Potenzial.» Sie würdigte, dass der Bericht in seiner Analyse weiter ging als eigentlich ursprünglich angenommen (die FN berichteten). Unter anderem wies eine Studie darauf hin, dass es sich lohne, die Gemeinden zur Nutzung dieses Potenzials aus Abwärme zu animieren. «Das ist Wärme, die nichts kostet und die verschwendet wird, wenn man nichts macht», so Mutter.
Besonders gut geeignet
Der Kanton Freiburg ist gemäss der Studie besonders geeignet für diese Form der Energiegewinnung–wegen seiner starken Lebensmittelindustrie, welche Wärme braucht und damit ein hohes Potenzial aufweist, diese über Fernwärmenetze wieder abzugeben.
David Bonny (SP, Prez-vers-Noréaz) zeigte sich irritiert. Im Bericht stehe, dass die Nutzung dieser sanften Energie eigentlich recht einfach sei. «Ich verstehe nicht, weshalb diese Ressourcen nicht schon in grossem Ausmass verwendet werden.» Er sehe vor allem dort einen Bedarf, wo andere erneuerbare Energien wie Solarzellen zu wenig effizient sind. Michel Losey (SVP, Sévaz) anerkannte die Möglichkeiten, welche die Wärme aus Kläranlagen für die Energiegewinnung der Zukunft eröffnet, stellte für die Nutzung jedoch die Bedingung, dass sie ökonomisch und rentabel sein müsse. Laurent Dietrich (CVP, Freiburg) zieht es vor, der Wirtschaft finanzielle Anreize für den Einstieg in diese Energieproduktion zu geben, statt in Sensibilisierungsmassnahmen zu investieren. Markus Bapst (CVP, Düdingen), Mitglied des Vorstandes der ARA Sensetal, ist sich des Potenzials bewusst. «Aber wenn sie dem Abwasser zu viel Wärme entziehen, werden sie früher oder später Probleme bei der Reinigung haben.» Die biologischen Systeme in den Kläranlagen zeigten zum Beispiel im Winter eine geringere Effektivität bei der Abwasserreinigung. fca