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Beste Ruderbedingungen am BaselHead
Artikel - Beste Ruderbedingungen am BaselHead
Mit dabei war der Deutschland-Achter als Titelverteidiger bei der Männer-Elite und bei den Frauen das favorisierte Kaderboot aus Grossbritannien. Die heimischen Ruder-Clubs verfehlten das Podest zum Teil hauchdünn. So fehlte den Juniorinnen des Basler Ruderclub nur knapp eine Sekunde für das Podest. Erfolgreicher waren die Schweizer Boote in den Master-Kategorien, wo sowohl bei den Männern wie Frauen jeweils der zweite und dritte Platz gefeiert werden konnten.
Ein „Head“ ist eine Regatta, bei der die Ruderboote nicht wie sonst üblich gemeinsam auf einer Höhe starten. Der „Head“, das ist das jeweilige Siegerboot aus dem Vorjahr, das zuerst auf die 6,4 Kilometer lange Strecke geschickt wird. Im Abstand von 20 Sekunden folgen dann einzeln die Verfolger auf der Jagd nach der neuen Bestzeit. Dieses Regattaformat hat in Basel inzwischen Tradition. Und erneut wurde in diesem Jahr ein neuer Teilnehmerrekord erzielt, denn 139 Achtermannschaften hatten sich für den „Sprint des Rois“ und die Langstrecke „Mirabaud Classic“ eingeschrieben.
Favoriten aus Deutschland und Grossbritannien setzten sich durch
Die prominentesten Teilnehmer kamen dieses Jahr aus Grossbritannien und Deutschland. Beide Mannschaften beendeten den Tag mit einem Doppelsieg, denn sie waren sowohl beim „Sprint des Rois“ über 350 Meter als auch bei der „Mirabaud Classic“ über 6.4 Kilometer am schnellsten. Der britische Nationalachter der Frauen kam zum ersten Mal nach Basel, sah und siegte in überzeugender Art und Weise. Mit einer Zeit von 21:04.52 stellten die Britinnen einen neuen Streckenrekord auf und verwiesen die Vorjahressiegerinnen des VK Slavia Prag mit einem Vorsprung von über 19 Sekunden auf den zweiten Rang. Dritte wurden die Frauen des A.S.R. Neureus Amsterdam mit einem Rückstand von über 55 Sekunden auf die Zweitplatzierten.
Bei den Herren stellte der Deutschland-Achter erneut seine Extraklasse unter Beweis und beherrschte die Konkurrenz deutlich. Zwar konnte das Paradeboot des Leistungszentrums in Dortmund keinen neuen Streckenrekord aufstellen, distanzierte das zweitplatzierte Team von Dukla Prag aus der Tschechischen Republik mit einem Vorsprung von über 20 Sekunden jedoch deutlich. Dritte wurde der Deutschland-Achter 2 mit 20 Sekunden Rückstand auf die Zweitplatzierten.
Gute vierte Ränge für die heimischen Ruderinnen und Ruderer
Bei den Juniorinnen und Junioren gingen die Goldmedaillen an die Teams aus der Tschechischen Republik. Es siegte bei den Juniorinnen die Renngemeinschaft aus Hamr, Pardubice und Blesk in der Zeit von 22:27,05. Nur wenige Sekunden länger benötigte die Renngemeinschaft aus Prag, Smichov und Vaigar, ebenfalls aus der Tschechischen Republik. Dritte wurden hier die Ruderinnen von Lysa nad Labem und Melnik. Mit nur einer Sekunde Rückstand verpassten die Ruderinnen des heimischen Basler Ruder-Club das Podest nur hauchdünn.
Bei den Junioren gab es mit der Renngemeinschaftschaft von Prag, Prerov, Hodonin, Otrokovice, Smichov und Lysa nad Labem und einer Zeit von 20:09.87 ebenfalls einen tschechischen Sieg. Dahinter platzierte sich die tschechische Juniorenauswahl auf Platz zwei und auf den dritten Rang ruderte der Achter von VK Slavia Prag. Wie bei den Juniorinnen belegte auch hier der Basler Ruder-Club den vierten Rang. Die U19-Schweizermeister verpassten das Podest mit einer Zeit von 21:01.67 um rund 23 Sekunden.
Vier Schweizer Podestplätze bei den Masters
In den Startlisten der Masters fand man einige Ruderinnen und Ruderer, die nach Beendigung ihrer aktiven Sportkarriere dem Rudersport treu geblieben sind und nun in der Altersklasse der Masters (ab 27 Jahren) an den Start gehen. Bei den Masters der Männer siegte der Achter von Pole Aviron Nancy in der Zeit von 21:42,16 überlegen. Eine halbe Minute länger war der zweitplatzierte Achter der Renngemeinschaft aus Thalwil und Wädenswil unterwegs. Knapp dahinter wurde der Rowing Club Bern Dritter, womit gleich zwei Schweizer Boote den Sprung auf das Podest schafften. In der Kategorie Masters Frauen gab es den engsten Entscheid des Tages. Letztlich siegte die deutsche Renngemeinschaft aus Hamburg, Hannover, Neuss, und Lübeck mit 4 Zehnteln Vorsprung vor dem Schweizer Team aus Zürich, Küsnacht, Baden, Ceresio und Biel. Dahinter ruderte die Luzerner Mannschaft auf den dritten Rang. Damit blieben weitere zwei Medaillensätze in der Schweiz.
Im nächsten Jahr feiert der BaselHead sein erstes Jubiläum: Der 10. BaselHead findet am 16. November 2019 statt.
Für Auskünfte:
Martin Steiger, OK-Co-Präsident BaselHead, Telefon 079 415 90 44
Sabine Horvath, OK-Co-Präsidentin BaselHead, Telefon 079 623 30 14
(Bild: Detlev Seyb)