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Klärschlamm
Ein erneuerbarer Energieträger
Klärschlamm verfügt, unabhängig vom Entsorgungsweg, über chemisch gespeicherte Energie. Um die Energiebilanzen für die verschiedenen Entsorgungsvarianten berechnen zu können, wurde ein EDV-Tool entwickelt. Das Rechenmodell erlaubt die Überprüfung von neuen Entsorgungswegen und vergleicht die verschiedenen Varianten an konkreten Projekten.
- Autor: Elija Kind
- Herausgeber: Gas Wasser Abwasser (GWA)
- Jahr: 2009
- Seitenzahl: 7
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Die Untersuchungen zeigen die Energiebilanzen von drei Verwertungsarten von Klärschlamm (Verbrennung in KVA, Verbrennung in KVA nach Faulung, Verbrennung in Zementwerk nach Faulung und Trocknung). Die Berechnungen zeigen, dass die zwei Entsorgungswege mit Schlammfaulung eine zweimal bessere Energiebilanz aufweisen als die Variante ohne Faulung. Für die Faulung muss zwar Energie aufgewendet werden, welche aber durch die Klärgasverstromung und Abwärmenutzung wieder gedeckt wird. Weil der Klärschlamm für die Verbrennung im Zementwerk zuerst getrocknet werden muss, schneidet die Variante KVA nach Faulung besser ab als die Verbrennung im Zementwerk. Die Variante Zementwerke schneidet nur besser ab, falls die Trocknung mit Abwärme oder Solarenergie vollzogen wird.
Bei einer Monoverbrennung des Schlamms ist eine Rückgewinnung des Phosphors aus der Schlammasche möglich. Phosphor ist wiederum ein wertvoller und endlicher Rohstoff für Dünger und Trocknungsmittel. Optimierungspotenzial für die energetische Nutzung von Klärschlamm besteht in grossräumigen Lösungen. Der Transport von entwässertem Schlamm fällt laut Studie in der Energiebilanz wenig ins Gewicht und die Wärme kann da produziert werden, wo sie benötigt wird.
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Letzte Änderung 16.09.2015
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