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Bestätigte Krebsfälle haben in Fukushima zugenommen. Von 174’000 Jugendlichen und Kinder, die beim Atomunfall vom AKW Fukushima I unter 18 Jahre alt waren, wurde bei 12 Schilddrüsenkrebs diagnostiziert. Bei weiteren 16 besteht ein Verdacht.
Das heisst, einer von 15’000 ist davon betroffen, einschliesslich des Verdachts sogar einer von 6’000. In den benachbarten Präfekturen betrug die Inzidenz gemäss Untersuchung vom Jahre 2007 1.7 pro 100’000 Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren. Die Behörde der Präfektur sucht den Grund der sehr hohen Häufigkeitsrate in Fukushima darin, dass „sehr präzise Untersuchungen umfassend durchgeführt werden“.
Professor Shin-ichi Suzuki an der medizinischen Hochschule Fukushima, der Verantwortliche der Untersuchung, behauptet noch dazu, dass die Fälle keine Zusammenhang mit der radioaktiven Strahlung hätten. Er bezieht dabei ausschliesslich auf das Beispiel von Tschernobyl und klingt eher merkwürdig.
„Dort erkrankten vor allem Säuglinge und Kleinkinder erst vier oder fünf Jahre später nach dem Unfall. Die Fälle in Fukushima brachen bereits zwei Jahre nach dem Unfall aus und der Krebs wurde bei Kindern über neun Jahre festgestellt.“