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Der Name des letzten Tages im Jahr hat eine komplizierte Geschichte. Sie beginnt am 24. Februar 1582, als Papst Gregor XIII. den ungenauen Julianischen Kalender durch eine modifizierte Kalenderberechnung ersetzt. Ein Jahr im Julianischen Kalender dauerte zu lange, so dass man sich im 16. Jahrhundert bereits einen Rückstand von zehn Tagen auf den Sonnenlauf eingehandelt hatte. So mussten mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders auf einen Schlag zehn Tage übersprungen werden: Dem Donnerstag, den 4. Oktober 1582, ließ man unmittelbar den Freitag, den 15. Oktober 1582, folgen. Parallel dazu wurde der Jahresbeginn, der zuvor auf verschiedene Tage fallen konnte, verbindlich auf den 1. Januar festgesetzt. Damit war der letzte Tag des Jahres immer der 31. Dezember. Und das war eben der Namenstag des Papstes Silvester I., der am 31. Dezember 335 in Rom gestorben war. Der Name Silvester wiederum stammt von lateinisch silva und bedeutet eigentlich der Waldmensch. – Die Einführung des neuen Kalenders und die Auslassung mehrerer Tage ging nicht reibungslos vonstatten. So erklärt es sich, dass in vielen Regionen noch lange, z.T. bis Mitte 20. Jahrhundert, am alten Kalender festgehalten wurde. Der »alte Silvester« wird entsprechend noch heute verschiedentlich gefeiert, so im Appenzellerland in der Schweiz.
E: New Year’s Eve | F: Saint-Sylvestre (w.) | I: San Silvestro (m.) | S: día de Nochevieja (m.)