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Tagesbericht vom 30.10.2010
Unser Campingplatz am Rande von Muang Sing ist doch nicht alles. Wir sind früh schlafen gegangen (was soll man sonst tun in Laos, wenn es um 18:00 Uhr dunkel wird ). Ein paar Motorradfahrer wecken uns um 21:00 Uhr. Sie betrachten unseren Sit James. Ich höre – wir sind im Bauch von Sir James -, wie sie sagen „Es-Tschi“. Ich nehme an, es handelt sich um das Autokennzeichen 'SG'. Dann trotteln sie wieder ab. Eine Stunde später kommt ein Auto und beleuchtet mit seinen Scheinwerfern Sir James. Die Leute im Auto steigen aus und umringen unseren Sir James. „Where are you come from?“, ist die Frage. Unsere Frage „Where are you?“, beantworten sie mit „Police“. Wir antworten mit „Switzerland“. Sie sind befriedigt und zotteln ab.
Am Morgen nach 07:00 Uhr erscheint erneut ein Motorrad. Es scheint wieder ein Polizist zu sein. Er will die Papiere sehen. Liseli zeigt ihm ihren Pass. Er notiert mit viel Mühe 'Schneidinger' und zottelt erneut ab. Wir geniessen unser Morgenessen. Der Spuk scheint vorbei zu sein. Wir fahren nach Luang Namtha.
In Luang Namtha gehen wir auf den Markt. Eier, Gurken und Fleisch müssen ergänzt werden. Wir entschliessen uns ein Stück Schweinefleisch zu kaufen. Die Fleischverkäuferin zeigt uns 28'000 Kip. Ich nehme an, dass dies der Preis für das Stück Fleisch ist und gebe ihr 28'000 Kip. Sie ist zufrieden. Neben dem Markt gibt es eine Bäckerei. Endlich können wir wieder ein ungesüsstes Brot kaufen. Dies sind nicht die einzigen Vorzüge von Laos gegenüber China. Es ist so ruhig in Laos. Die ewige Huperei auf chinesischen Strassen hat endlich ein Ende..
Wir fahren über Pässe hinweg dem Mekong zu. Wenn man diese Wälder sieht, dann kann man begreifen, dass ein Krieg, wie der Vietnamkrieg, ein erfolgloses Unternehmen ist. Die Pfade sind unübersichtlich und das Dickicht gross. Man hat sogar Schwierigkeiten einen Platz zum 'Wasser lassen' zu finden.
Wir finden aber einen Platz zum Übernachten. An Position Nord 20° 22' 36.9'' und Ost 100° 36' 16.7'' ist es soweit. Wir stellen Sir James auf einer Fläche ab, die wahrscheinlich einmal dem Strassenbau gedient hat.
Ein Arbeiter hat noch seine Hütte hier. Sein Motorrad ist unter der Hütte.