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Sarkozy: «Fessenheim zu schliessen, wäre ein Skandal»
Sarkozy betonte während seiner Rede im Kernkraftwerk Fessenheim, dass die unabhängige Autorité de sûreté nucléaire (ASN) alle französischen Kernkraftwerke als sicher befunden habe. Die Sicherheit der Kernkraftwerke sei in Frankreich schon immer an oberster Stelle gestanden, erklärte Sarkozy. Wenn auch nur der kleinste Zweifel an der Sicherheit von Fessenheim bestünde, würde er keine Sekunde zögern, die Anlage schliessen zu lassen, stellte er klar.
Die Stellungnahme Sarkozys bestätigt, dass eine Regierung unter seiner konservativen Union pour un Mouvement Populaire (UMP) der Betreiberin Electricité de France (EDF) erlauben würde, die von der ASN verlangten Investitionen zu tätigen, um Fessenheim weitere zehn Jahre am Netz zu lassen. Die ASN hatte die alle zehn Betriebsjahre stattfindende umfassende Sicherheitsüberprüfung von Fessenheim-1 im März 2010 abgeschlossen und unter Vorbehalt des EU-Stresstests und weiterer Auflagen der Regierung im Sommer 2011 empfohlen, grünes Licht für den Weiterbetrieb zu geben.
Im Bericht vom Januar 2012 zur Sicherheitsüberprüfung aller französischen Kernkraftwerke im Nachgang zum Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi kam die ASN zum Schluss, dass alle Einheiten sicher betrieben werden können, verlangte aber Nachrüstmassnahmen im Bereich Naturkatastrophenschutz.
Sofortige Schliessung gefordert
Der Trinationale Atomschutzverband (Tras), Umweltorganisationen sowie mehrere französische, schweizerische und deutsche Lokalbehörden fordern seit längerem von der französischen Regierung die Schliessung von Fessenheim aus Sicherheitsgründen.
Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande will im Fall eines Sieges an den Wahlen vom 22. April 2012 Fessenheim schliessen und bis 2025 schrittweise den Kernenergieanteil an der Energieversorgung von heute 75 auf 50% verringern.