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Der Tisch behält auch im Barock seine Funktion als Gebrauchsmöbel. Er ist nicht in vergleichbarer Weise Gegenstand der Umsetzung technischer Fortschritte, sowie der künstlerischen Entwicklung und Ausdrucksfähigkeit, wie bei den Behältnismöbeln. Im Mittelalter lediglich als aufgelegte Platte über frei stehenden Böcken und damit mobil, setzt die Schaffung einer starren Konstruktion in der ausgehenden Gotik ein. Die Frühformen sind leicht schräg gestellte Wandgestelle, die sich in Italien herausbilden, und allmählich in entsprechender Weise die deutschsprachigen Gebiete überziehen.
Beim Tisch ist die deutsche Umsetzung der konstruktiven Elemente eher massig. Stabilität und Haltbarkeit haben Vorrang vor formalen Überlegungen. Die Plattenstärken, selbst für die Zeit verhältnissmässig kleiner Tische, sind vergleichbar mit den langgestreckten oberitalienischen Refktoriumstischen. Kein früher Tisch verzichtet auf den umlaufenden Fusssteg, der zuerst die Wangen und später die aufkommenden Pfostengestelle stabilisiert.
Charakteristisch für frühe Wangentische nördlich der Alpen ist die zusätzliche, über Kniehöhe angebrachte, beidseitig die Wangen verbindende und stabilisierende Profilsprosse, aus der sich dann bei Pfostengestellen die Zargenbretter entwickeln. Gedrungene, häufig quadratische Wangentische besitzen oft einen fest gefügten Zargenkasten mit Boden und seitlich verschiebbarer Platte. Diese so genannten Zahltische oder Kastentische sind die Vorläufer der Brettzargentische mit später eingearbeiteten Schubkästen. Man findet auch an diesen Kastentischen ins Gestell eingehängte, nach beiden Seiten herausziehbare Schubkästen mit schräggestellten Vorderstücken.
Ähnliche Konstruktionen, wie runde Bibliothekstische, finden sich bereits im 15. Jh. im süddeutschen Raum. Hierbei besitzen diese frühen, prächtigen Arbeitstische, Lese- oder Pulttische statt des umlaufenden Fusssteges häufig eine geschlossene, durch profilierte Platten abgedeckte Sockelkonstruktion. Die Platte befindet sich auf einer rechteckigen Kastenstütze oder architektonisch gestalteten Bogenstellungen. Der eigentliche Pfostentisch nimmt seine Entwicklung über den sich weit verbreitenden Kastentisch, der zunehmend auch auf seitlich ausgestellten Pfostenbeinen ruht.
Antike Tische sind häufig auch Ziertische. Diese Bezeichnung umfasst sämtliche Tische, die lediglich als dekorative Ergänzung bestehender Einrichtungen zu verstehen sind. Ausserdem war es auch ein Schmuckmöbel. Einen Schreibtisch hatten damals die wenigsten Leute, gebräuchlicher waren Pulttische oder Bibliothekstische. Ein Schreibtisch aus dem Biedermeier ist sicherlich ein Unikat. Die Biedermeier Zeit steht für den Rückzug ins Private. Kaufen Sie auf unserer interessanten Homepage aus der Schweiz einen Biedermeier Schreibtisch oder andere antike Möbel zu günstigen Preisen online.