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Tibeter wegen Pilgerfahrt nach Indien zu zwei Jahren Haft verurteilt
während derer er an Belehrungen des Dalai Lama teilnahm, zu seiner Festnahme geführt hat. Chime gehörte zu einer Gruppe von Tibetern, die 2005 verhaftet wurden, als sie versuchten über Nepal nach Indien zu fliehen. Alle 51 Personen dieser Gruppe wurden in Solukhumbhu, der nepalesischen Grenzregion zu Tibet, festgenommen und dann vier Monate lang in Haftanstalten in Dhingri und Shigatse eingesperrt, wo sie harte Arbeit leisten mußten. Danach wurden sie dem jeweiligen, für ihren Heimatort zuständigen Public Security Bureau überstellt.
Die 30 Tibeter aus Driru mußten dem Public Security Bureau des Bezirks 4000 Yuan pro Person Lösegeld zahlen. Dieses versprach ihnen, die Kaution nach fünf Jahren zurückzugeben, vorausgesetzt, sie ließen sich in dieser Zeit keine „illegalen“ Tätigkeiten mehr zu Schulden kommen.
Chime jedoch ging 2008 erneut zu religiösen Zwecken nach Indien. In Bodhgaya und Varanasi empfing er Lehren und Initiationen vom Dalai Lama, von dem die chinesische Regierung behauptet, er sei ein „Separatist“. Unklar ist, ob Chime auf dieser Reise im Besitz der erforderlichen chinesischen Reisedokumente war oder ob er ohne Erlaubnis und „illegal“ reiste.
Nach dem Besuch in Indien kehrte er nach Tibet zurück. Derzeit wird er in einer Hafteinrichtung in Toelung in der Nähe von Lhasa festgehalten, was darauf schließen läßt, daß es sich bei ihm um eine Administrativstrafe und keine gerichtliche Verurteilung handelt.
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