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Hitzeschutz in der WüsteMeister ihres Fachs sind Kamele, wenn es um Hitzeschutz geht. Sie sind ausgezeichnet an ein Leben in der Wüste angepasst. Lesen Sie ein paar interessante Eigenschaften.
Die Paarungszeit des Kamels ist in der Mitte des Winters.
Die Tragezeit dauert zwischen 12 und 14 Monaten. Daher fällt die erste Säugeperiode in den Frühling, wenn die frischen Weiden und Wasserquellen noch verfügbar sind.
Die Kamele werden ein Jahr lang gesäugt, aber die Milchproduktion ist flexibel, d.h. Milch wird nur produziert, wenn auch gesäugt wird. Daher wird eine Flüssigkeitsverschwendung vermieden.
Der Kamelurin ist extrem konzentriert. Seine Tropfen sind sehr trocken. Auch hier wird eine Flüssigkeitsverschwendung vermieden.
Die Haut des Kamels ist mit Wolle bedeckt und gibt so Schutz vor Hitze und Kälte.
Im Sommer verliert das Kamel Haare, das dann von den Beduinen gesammelt wird. Kamele werden nicht geschoren, da es sein Fell benötigt.
Die Beine des Kamels sind lang, um seinen Körper vom heissen Wüstenboden fern zu halten.
Eine dicke Haut bedeckt die Gelenke der Beine und den Bauch und schützt das sitzende Kamel vor der Bodenhitze und der steinigen Oberfläche.
Wenn das Kamel sitzt, dann so, dass nur seine engste Körperstelle - der Kopf - der Sonne ausgesetzt ist. Dadurch wird weniger Hitze absorbiert.
Der Mund und die Lippen des Kamels sind hart, um die dornigen Pflanzen, die seine Hauptnahrung ausmachen, fressen zu können. Weiche Pflanzen werden jedoch nicht verschmäht, wenn sie zur Verfügung stehen.
Mit Hilfe seines langen Halses erreicht das Kamel leicht die Blätter der Wüstenakazie oder kann trotz seiner langen Beine leicht Pflanzen vom Boden aufnehmen.
In Zeiten der Fülle frisst das Kamel und speichert den Überschuss an Futter als Fett im Höcker.
Der Magen des Kamels ist mit speziellen Blasen zur Speicherung von Wasser ausgerüstet. Diese Blasen werden von Muskeln geschlossen gehalten.
Kamele können ohne zu ermüden eine Woche ohne Futter und Wasser auskommen. In dieser Zeit schrumpft der Höcker und das Fett wird in Energie und Wasser verwandelt.
Wenn das Kamel eine Quelle oder ein Wasserloch erreicht, trinkt es hundert Liter auf einmal und füllt so seinen Flüssigkeitsvorrat wieder auf.
Eine Fluktuation von ungefähr sechs Grad in der Körpertemperatur des Kamels ist ein Mittel der Anpassung an die Temperaturunterschiede in der Wüste. Es ist nicht nötig, Energie zu verschwenden, um den Körper zu wärmen oder Flüssigkeit, um ihn zu kühlen.
Die Augen des Kamels haben eine doppelte Bedeckung. Die Ohren sind mit Fell bedeckt, um sie während der Sandstürme in der Wüste zu schützen.
Das Kamel besitzt Hufe, deren unterer Teil mit einer schwammigen Schicht gepolstert ist, um den Druck beim Gehen zu absorbieren. Diese Schicht erweitert auch die Oberfläche der Füsse, um ein Versinken im Sand zu verhindern.