Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03399.jsonl.gz/1416

Duo Programm
Duo Programm
Die beiden Musiker, welche sich in der Kammerphilharmonie Graubünden kennengelernt haben, spielen verschiedene Werke der Romantik und Klassik. Die Besetzung Violine/Cello im Duo wird eher selten gehört, obwohl sie wunderbare Literatur bietet, welche sich lohnt, einem grösseren Publikum näherzubringen.
Zoltán Kodály (1882-1967) ist neben Bela Bartok die bekannteste Figur der wissenschaftlichen Erforschung und Sammlung ungarischer Volkslieder. Seine Musik ist stark beeinflusst von Zigeunermusik und Volksmelodien im Fünf-Tonraum (Pentatonik). Das Duo op.7 für Violine und Violoncello entstand 1914 und bringt Elemente von ungarischer Folklore und französischem Impressionismus zum Ausdruck.
Johan Halvorsen (1864-1935) war ein norwegischer Komponist und Dirigent. Seine musikalischen Vorbilder waren Johan Svendsen und Edvard Grieg, dessen Nichte er heiratete. Seine Passacaglia mit Variationen über ein Thema von G.F.Händel zählt zu den Perlen der Kammermusik.
Reinhold Glière Moritzevitsj (1875-1956) ( Rejngold Moritsevitsj Glier ) war ein russischer Komponist und Musikpädagoge. Er erhielt Geigenunterricht von Otakar Ševčík und war ein Schüler vom Komponisten Nikolay Rimsky-Korsakov. Einer Seiner Schüler war Sergej Prokofiew. Glières Stil orientierte sich vor allem an der russischen nationalen Bewegung. Seine Melodieführung und Harmonie präsentieren sich als folkloristisch russisch. Auch sind aber impressionistische Klangfarben in seinen Werken zu erkennen. Das aufgeführte Duo op.39 entstand in etwa um 1908.
Weiters erklingt ein Duo op.27 von L.v.Beethoven (1770-1827), ursprünglich für Klarinette und Fagott komponiert, erscheint es nun mit den facettenreichen Klangfarben der Streichinstrumente. Während andere Komponisten ihre Werke oft schnell zu Papier brachten, rang Beethoven um jede Note. Immer wieder wurde nachgearbeitet und verbessert. Sein grosser Name gehört zur Klassik in der Musikgeschichte, befasste sich, bezugnehmend auf das Programm, oft auch mit folkloristischen Themen.