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Eine von der BICOM beauftragte neue Studie hat herausgefunden, dass israelisch-palästinensische Grassroots-Projekte zur Friedensstiftung funktionieren und ein wichtiger fehlender Bestandteil im israelisch-palästinischen Friedensprozess sind. Autor der Studie ist Ned Lazarus, Professor an der George Washington Universität und Experte in Friedensstiftung in Israel und im Westjordanland.
Der Bericht enthält klare Empfehlungen für Praktiker und Förderer, die beabsichtigen, bei der Aufstellung der Bedingungen bezüglich des Friedens zwischen den Israelis und den Palästinensern, mitzuwirken.
Nach der umfassendsten Untersuchung, die je in diesem Bereich durchgeführt wurde und die auf den Auswertungsdaten von 20 Jahren und ausführlicher Feldarbeit basiert, beweist der Bericht, dass Programme zur Friedensstiftung funktionieren. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören:
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- Politische Entscheidungsträger sollten eine Lehre aus dem nordirischen Friedensprozess ziehen. Finanziell gut abgesicherte Projekte zur Friedensstiftung, die die beiden Gemeinschaften zusammengebracht haben, gab es bereits 12 Jahre bevor das Karfreitagsabkommen getroffen wurde und halfen dabei, dieses zu ermöglichen. Sie bleiben weiterhin bestehen, um das Abkommen zu schützen und um zu zeigen, dass Langzeitinvestitionen in Friedensstiftung durchaus anhaltende Änderungen in den Intergruppenbeziehungen in einem Konfliktumfeld bewirken können.
- Friedensstiftung schafft Friedensstifter und Unterstützer für Friedensstiftung. So widmeten beispielsweise, 17,5 % der Teilnehmer eines Programms, welches von der NGO Seeds of Peace geleitet wurde, ihre Karrieren auch weiterhin der Friedensstiftung.
- Friedensstiftung verändert Grundhaltungen. Friedenstiftungsprogramme verbessern die gegenseitige Grundhaltung der israelischen und palästinensischen Teilnehmern zueinander erheblich. 90 % der Teilnehmer in einem Projekt, welches von der Near East Foundation geleitet wurde, sagten, dass sie der anderen Gemeinde mehr vertrauten, nachdem sie Teil des Programms waren.
- Friedensstiftung schafft Vertrauen und Empathie zwischen den beiden Völkern. Ein von dem Parents Circle Family Forum geleitetes Programm ergab, dass 80 % der Teilnehmer eine grössere Bereitschaft zeigten für den Frieden zu arbeiten und 71 % empfanden mehr Vertrauen und Empathie gegenüber der anderen Gemeinschaft.
- Friedensstiftungsprojekte verändern die Politik. Zum Beispiel hat Eco-Peace, eine israelisch-palästinensisch-jordanische Umwelt-NGO, dazu beigetragen, dass Israel seine Wasserversorgung an die Palästinensische Autonomiebehörde verdoppelt hat.
- Anhaltende Nachbereitung ist massgebend für Erfolg. Einmalige Zusammentreffen erwiesen sich als weniger erfolgreich als solche, die Folgetreffen beinhalteten. Das Seeds of Peace Programm fand heraus, dass bei den Ehemaligen, die an Folgetreffen teilnahmen, die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch war, dass sie auf langzeitlicher Ebene weiterhin aktiv bleiben, als diejenigen, die nicht darin teilnahmen.
- Trotz der Erfahrung mit Nordirland und des Beweises von erfolgreicher Friedensstiftung in Israel und Westjordanien, investiert das Vereinigte Königreich nur sehr kleine Beträge in Friedensstiftungsprojekte. Lediglich 0,2 %, von den 68,5 Millionen Pfund, gibt das Entwicklungshilfeministerium für Friedens- und Koexistenzprojekte in palästinensischen Gebieten aus.
- Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass das Vereinigte Königreich einem internationalem Fond für den israelisch-palästinensischen Frieden beitreten und erheblich dazu beisteuern und somit dem erfolgreichen Beispiel des Internationalen Fonds für Irland (IFI) folgen sollte.
Die vollständige englische Studie ist hier als PDF erhältlich.