Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03163.jsonl.gz/2297

|Die Suche nach neuen Wegen - 1% Eingebung|
|Die Eingebung

Der Tunneleffekt ist eine physikalische Besonderheit. Danach ist es möglich, dass ein Elektron eine Barriere überwinden kann, obwohl es eigentlich nicht ausreichend Energie besitzt, um dies zu schaffen (das Elektron "tunnelt" durch diese Barriere).
Elektrischer Strom besteht aus fliessenden Elektronen. Wenn zwei Strom leitende Körper einander sehr nahe kommen, beginnt schon ein Tunnelstrom zu fliessen, bevor sie sich wirklich berühren. Die Elektronen finden einen Weg, wo es eigentlich keinen gibt.
1978 begann der Schweizer Physiker Heinrich Rohrer, der im IBM-Labor in Rüschlikon bei Zürich arbeitete, mit dem Tunneleffekt zu experimentieren und heuerte zur Verstärkung den Frankfurter Physiker Gerd Binnig an.
“Könnte man nicht ein Messinstrument bauen, das dicht über eine Oberfläche fährt und mit den Veränderungen des “Tunnelstroms” etwas über die Oberfläche verrät?” fragten sich Rohrer und Binnig und begannen zu forschen.

Heinrich Rohrer