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Die endgültige Rechnung des Bundes bestätigt, dass die Schweiz im vergangenen Jahr einen hohen Überschuss erwirtschaftet hat. Die Erfolgsrechnung 2010 schliesst mit einem Gewinn von 4,2 Milliarden Franken ab. In der Rechnung vom Februar hatte der Bund noch mit einem Überschuss von 4,1 Milliarden Franken gerechnet. Budgetiert war ein Defizit von 2 Milliarden Franken. Die grosse Differenz resultiert daraus, dass sich die Schweizer Wirtschaft 2010 deutlich besser als erwartet entwickelt hat.
Operativ erzielte der Bund nach der konsolidierten Rechnung einen Gewinn von 5,5 Milliarden Franken. Zudem steigerte sich der Wert seiner Beteiligungen an Unternehmen wie der Post oder Swisscom um 1,7 Milliarden. Diesen Positivposten stand eine Belastung von 3 Milliarden aus dem Finanzergebnis gegenüber, in dem vor allem die Schuldzinsen enthalten sind.
Im Vergleich zum Vorjahr liegt der konsolidierte Überschuss zwar mit minus 42,1 Prozent deutlich tiefer. Für den Überschuss 2009 von 7,3 Milliarden Franken war aber vor allem der Verkauf der UBS-Pflichtwandelanleihe verantwortlich.
Wiederum konnte die Eidgenossenschaft im vergangenen Jahr Schulden abbauen: Die Nettoverschuldung sank um 2,9 auf 89,1 Milliarden. Insgesamt beschäftigte der Bund in seinen zentralen und dezentralen Einheiten mit 49'591 Mitarbeitenden 758 mehr als im Vorjahr.
Die konsolidierte Rechnung präsentiert die Finanzen der Bundesverwaltung als wäre sie ein Konzern. Sie enthält unter anderem auch die Rechnungen der ETH, des FinöV-Fonds und des Infrastrukturfonds.
(laf/rcv/sda/awp)