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Das schlechte Wetter im Frühling schmälert die Aprikosenernte im Wallis. Erwartet wird eine dreimal kleinere Ernte als im Vorjahr. Die Aprikosen-Preise werden dementsprechend steigen. Immerhin ein Trost bleibt: Die Qualität der Aprikosen dürfte gut sein.Dieser Inhalt wurde am 08. Juli 2001 - 21:07 publiziert
Im Wallis, dem einzigen grossen Aprikosen-Anbaugebiet der Schweiz, waren im letzten Jahr 3'300 Tonnen geerntet worden. Dieses Jahr sind die Bäume schlecht behangen, und Pannatier rechnet mit einer Ernte von bloss 1'200 Tonnen. Werden die für die Brennereien und die Marmelade-Produktion bestimmten Früchte miteingerechnet, ist eine Ernte von 2'200 Tonnen zu erwarten. In einem der besten Jahre der jüngeren Zeit waren 1989 13'500 Aprikosen geerntet worden.
Schlechtes Frühlingswetter
Pannatier führt die schwache Ernte auf die Witterungs-Verhältnisse im Frühling zurück. Zwar habe es keine eigentlichen Frostschäden gegeben. Doch sei das kalte Wetter vor und nach der Blütezeit für die vergleichsweise geringe Menge von Aprikosen verantwortlich. Die häufigen Niederschläge hätten zudem die Bestäubung behindert. Schliesslich habe sich der milde Winter negativ auf die Bäume ausgewirkt. Dennoch sind die Aprikosen gemäss dem Experten von guter Qualität und dank der schwach behangenen Bäume grösser als letztes Jahr.
Die Ernte hat rund eine Woche später als im vergangenen Jahr begonnen. "Die ersten Aprikosen wurden vor einigen Tagen geerntet", sagte Pannatier. Die Haupterntezeit beginnt Mitte Juli und dauert bis Mitte August.
Leicht höhrere Preise
Die Preise sind etwas teurer als im letzten Jahr. Der Richtpreis für kleine Aprikosen der Sorte Luiset liegt bei 3,70 Franken pro Kilo, verglichen mit 3,30 Franken im Vorjahr. Die grossen Luiset-Aprikosen kosten rund vier Franken - 20 Rappen mehr als 2000.
Die Richtpreise werden von einer paritätisch zusammengesetzten Kommission auf Bundesebene festgelegt. Erst am Ende der Ernte werden die Produzenten-Preise fixiert.
Wallis als Aprikosen-Anbaugebiet
Im Wallis werden auf rund 575 Hektaren Aprikosen angebaut. Auch im Waadtland gibt es Aprikosenbauern, jedoch nur auf einer begrenzten Fläche. Der Löwenanteil der Walliser Produktion entfällt mit 365 Hektaren nach wie vor auf die Sorte Luiset. Auf der restlichen Fläche werden neue Varianten angebaut, die immer beliebter werden, und die eine Ausdehnung der Ernte auf mehrere Wochen ermöglichen.
swissinfo und Agenturen
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