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Remo Leupin (52) nimmt bewusst keine Medikamente gegen Heuschnupfen. Wie ergeht es ihm dabei?
«Ich hatte schon als Teenager eine Allergie gegen Pollen, aber mit Unterbrüchen: Sowohl zwischen 20 und 30 als auch zwischen 40 und 50 machten sich keinerlei Symptome bemerkbar.
Dass Heuschnupfen phasenweise verläuft, ist nicht unüblich. Ich war aber von Anfang an abgeneigt, Medikamente einzunehmen. Das hat keinerlei ideologische Gründe. Ich bin einfach der Ansicht, dass wir viel zu schnell immer alles mit Medikamenten bekämpfen wollen.
Natürlich kann ich mir eine solche Haltung nur erlauben, weil ich eine leichte Form des Heuschnupfens habe und weil ich nicht krank bin. Vor allem zwischen März und Juni läuft die Nase, juckt es manchmal in den Augen und habe ich Niesattacken.
Es fühlt sich an, als wäre ich permanent erkältet. Das ist aber nicht weiter schlimm, und so sitze ich diese akute Phase einfach aus.
Vom meinem Arzt wurde ich auf das Risiko eines allergischen Asthmas hingewiesen, das sich aus einem unbehandelten Heuschnupfen ergeben kann (Anmerkung der Redaktion: Aus einem unbehandelten Asthma kann sich in bis zu 40 Prozent der Fälle ein allergisches Asthma entwickeln.)
Ich hatte aber noch nie Probleme in dieser Hinsicht. Solange sich mein Heuschnupfen nicht verschlimmert, sehe ich keinen Grund, Medikamente einzunehmen.
Ich habe mich nie eingeschränkt gefühlt und habe lediglich immer Taschentücher dabei. In südlichen Ländern wie Spanien und Italien, aber auch in asiatischen Ländern verschwindet mein Heuschnupfen sogar jeweils ganz.
Mittlerweile denke ich nicht mehr über meinen Heuschnupfen nach. Ich will mich nicht von dieser Allergie verrückt machen lassen.»