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NEW YORK - Der New Yorker Marathon wird infolge der Auswirkungen des Wirbelsturms Sandy nicht durchgeführt. Bürgermeister Bloomberg sagte, über dem Lauf solle kein schaler Nachgeschmack hängen.
Entgegen anderlautenden Ankündigungen in dieser Woche soll der New-York-City-Marathon am kommenden Sonntag nun doch nicht stattfinden.
Die Behörden und die Organisatoren des Events hätten am Freitnachmittag entschieden, den Anlass vorerst ausfallen zu lassen, berichteten US-Medien unter Berufung auf gut informierte Quellen.
Ob der Massenlauf gänzlich aus dem diesjährigen Veranstaltungskalender der Stadt gestrichen oder nur verschoben wird, ist offenbar noch unklar. Der Marathon fand seit 1970 bislang jedes Jahr statt.
Bürgermeister Michael Bloomberg wollte den Marathon zuerst trotz den verheerenden Schäden, die Sandy verursacht hatte, durchführen lassen. Er erklärte dies auch mit der wirtschaftlichen Bedeutung des Laufes.
Nach scharfer Kritik sagte verkündete er mit Veranstaltungschefin Mary Wittenbergaber dann aber doch: «Wir möchten nicht, dass eine schaler Nachgeschmack über dem Lauf oder seinen Teilnehmern hängt.»
Bei vielen New Yorkern hat seine Ankündigung jedoch Unmut ausgelöst. Sie befürchteten, dass Helfer für den Marathon abgezogen werden könnten, die dann bei der Bekämpfung der Sandy-Folgen fehlen würden. Ausserdem sei eine solche Veranstaltung nur wenige Tage nach dem Wirbelsturm mit fast 100 Toten geschmacklos. (bau/sda)