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«Rosa kam in Argentinien zur Welt. Dort lebt sie schon ihr ganzes Leben. Rosas Mutter ist gestorben. Rosa kennt ihren Vater nicht. Das einzige, was sie von ihm besitzt, sind ein paar Dias. Wahrscheinlich ist er Deutscher. Rosa erwägt die Möglichkeit, diesen Mann zu suchen, um ihn kennenzulernen. Rosa war noch nie in Europa. Bárbara, Evangelina und Raquel auch nicht. All das, was sie von der Ersten Welt wissen, haben sie irgendwo gehört, gesehen oder gelesen. Nun haben sie die Absicht, Rosa Ratschläge zu geben. Gibt es so etwas wie Zugehörigkeit? Hat man Wurzeln und ein Erbe? Gibt es eine ältere und stabilere Erste Welt? In keinem Fall aber kann es einen diskursfreien Raum geben. Und wenn die Erde dem Vater gehört (Vaterland), gehört die Sprache der Mutter.» (Romina Paula)
«Es geht um Bilder und Vorstellungen, die wir von uns und vom Fremden haben. Ersehnte und befürchtete, traum- und alptraumhafte. Doch was wissen wir von uns und dem Fremden? Wieweit verweisen diese Bilder und Vorstellungen auf eine Wahrheit, die sich hinter ihnen verbirgt, und wieweit erzeugen sie diese? In einer Art Laborsituation begeben sich vier Frauen auf eine Forschungsreise, die sie mit Bildern und Geschichten konfrontiert. Im Zentrum steht dabei Rosa Tureo, eine junge Argentinierin auf der Suche nach ihrem deutschen Vater, den sie noch nie gesehen hat.» (Gerhard Meister)
Das Stück entstand im Rahmen von DRAMATURGIAS CRUZADAS (Leitung Erik Altorfer und Hartmut Becher), mit der Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und dem Goethe Institut in Buenos Aires.