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Lagarde steht seit Juli 2011 an der Spitze der mächtigen Organisation, der 188 Mitgliedsstaaten angehören und die sich vor allem für die finanzielle Stützung notleidender Staaten einsetzt. Im Januar hatte sie ihre Bereitschaft für eine zweite Amtszeit erklärt, nachdem der Währungsfonds das Rennen um den Topjob eröffnet hatte. Die ehemalige französische Finanzministerin war einzige Kandidatin.
Lagarde hatte in den vergangenen Wochen die Unterstützung der USA sowie einer Reihe von Regierungen aus Europa und Lateinamerika erhalten.
Den ungeschriebenen Regeln zufolge stellen die Europäer den Chef des IWF und die USA den der Weltbank – auch wenn dieses System vor allem seitens der Schwellenländer zunehmend in die Kritik gerät. Bei Lagardes erster Kandidatur vor fünf Jahren hatte sich auch der Zentralbankchef von Mexiko, Agustín Carstens, beworben.
Lagardes zweite Amtszeit beginnt im Juli. Getrübt werden könnte diese indes durch einen möglichen Prozess in ihrer Heimat wegen einer acht Jahre zurückliegenden Finanzaffäre in ihrer Zeit als Ministerin. Dabei geht es um eine umstrittene Millionen-Entschädigungszahlung an den Geschäftsmann Bernard Tapie. Die Ermittler werfen ihr Nachlässigkeit im Umgang mit öffentlichen Geldern vor.
(SDA)