Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03314.jsonl.gz/1522

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Roger Federer zeigt sich nach dem Halbfinal-Einzug am Australian Open erfreut, gesteht aber ein, vor der Partie gegen Tomas Berdych nervös gewesen zu sein. Seinen Halbfinal-Gegner kennt er nicht gut.
Dass Roger Federer nervös ist, gibt es nicht oft. Und wenn, dann meistens zu Beginn eines Turniers, wenn er gegen einen ihm wenig bekannten Gegner spielt. In seinem 52. Grand-Slam-Viertelfinal gegen Berdych, gegen den er bereits zum 26. Mal antrat, wurde aber auch Federer wieder einmal vom Lampenfieber befallen, welches er als Grund für seinen schwachen Start in die Partie anführte. Die Nervosität sei plötzlich dagewesen, aber sie habe auch etwas Gutes. "Sie zeigt, dass du lebst."
Nach den Anfangsschwierigkeiten legte sich die Nervosität bei Federer schnell, spätestens nach der Abwehr der beiden Satzbälle im ersten Durchgang war er der klar bessere Spieler. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung." Er bevorzuge die Siege, die er sich erkämpfen müsse, "wenn sich die Dinge als kompliziert erweisen und ich Lösungen finden muss". Ab dem Tiebreak fand er diese, gewann die Kurzentscheidung klar mit 7:1 und legte damit den Grundstein zu seiner 43. Halbfinal-Qualifikation an einem Grand-Slam-Turnier.
Angesprochen auf diese Zahl, sagte Federer: "Wenn ich sehe, dass Edmund oder Chung das erste Mal in einem Halbfinal sind und ich bereits zum 43. Mal, ist das natürlich schon unglaublich." Er habe vor dem Turnier gehofft, den Halbfinal zu erreichen, eine Party mache er deswegen aber nicht, schliesslich soll der Weg ja dort noch nicht zu Ende sein. "Aber Freude macht mir die Halbfinal-Qualifikation schon, denn ich weiss noch, wie schwierig es für mich war, meine erste 2003 in Wimbledon zu schaffen."
Dass er bereits wieder ohne Satzverlust in den Halbfinals steht, erinnert ihn vom Gefühl her an das Turnier in Wimbledon im letzten Sommer, als er ebenfalls ohne Satzverlust die Runde der letzten vier erreichte. "Ich bin bereits im Halbfinal und noch topfit", so Federer. "Es ist das beste Gefühl, wenn man das Ziel bereits vor Augen, aber immer noch Reserven hat."
Seinen nächsten Gegner am Freitag, den Südkoreaner Chung Hyeon, kennt er nicht gut, hat er doch gegen die Nummer 58 der Welt noch nie gespielt. "Er hat grossartige Qualitäten, vor allem in der Defensive. Ähnlich wie Novak." Die Achtelfinal-Partie des 21-Jährigen gegen Djokovic hatte Federer im TV verfolgt. "Novak auf diesem Platz zu schlagen, ist etwas vom schwierigsten in unserem Sport." Dass Djokovic nicht topfit gewesen sei, schmälere die Leistung Chungs nicht. "Wie er das Spiel beendet hat, war sehr beeindruckend."
SDA-ATS