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Tsuruga-Störungszone inaktiv
Seit dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi hat die japanische Nuclear Regulation Authority (NRA) strengere Richtlinien für die nukleare Sicherheit erlassen. Unter anderem müssen die Kernkraftwerksbetreiber aufzeigen, dass die bekannten geologischen Störungszonen in der Nähe ihrer Kernkraftwerke seit 120’000–130’000 Jahren nicht mehr aktiv sind.
Die Besitzerin und Betreiberin von Tsuruga, die Japan Atomic Power Company (Japco), liess die zwei Störungszonen beim Kernkraftwerk untersuchen. Die beauftragte internationale Expertengruppe kam jetzt in einem zweiten Bericht erneut um Schluss, es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Störungszonen in der Nähe Tsurugas aktiv seien. Diese Zonen seien von mehreren Sedimentschichten und einer Ascheschicht überlagert und seit ihrer letzten Bewegung vor über 127’000 Jahren ungestört verblieben. Die Experten wiesen darauf hin, dass ihre Schlussfolgerung dieselbe sei wie im ersten Bericht, den sie im August 2013 der NRA vorgestellt hatten. Die von der NRA verlangten zusätzlichen Untersuchungen hätten den Nachweis verstärkt, dass die Störungszonen nicht aktiv seien.
Die Experten wiederholten zudem ihre Empfehlung aus dem August-Bericht, die Japco solle ihre Kommunikation mit der NRA verbessern. Es bestehe eindeutig ein Bedarf nach einem verbesserten Dialog.