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Auf der Seite „Gesellschaft“ der Asahi Zeitung vom 3. November standen zugleich drei Nachrichten, die über einen Nachweis radioaktiver Stoffe berichten.
Der Zementproduzent in der Präfektur Chiba, Ichihara Ecozement, stellt ihre Produkte aus dem Verbrennungsasche und Schlamm her, die aus den Verbrennungsanlagen von der eigenen Präfektur stammen. Mitte September wurden im Abwasser von der Anlage 1’054 bis 1’103 Bq/L radioaktive Stoffe nachgewiesen. Das entspricht 14.4- bis 15-fach des Grenzwertes, das die japanische Regierung vorläufig festsetzte.
Das Abwasser wurde insgesamt 44 Tage während September und Oktober in den Bucht von Tokyo abgeleitet, im Durchschnitt 300m3 pro Tag. Vom Zement wurde keine radioaktive Stoffe gefunden.
Es wurde auch bekannt, dass kurz nach dem Erdbeben vom März eine sehr geringe Menge von Strontium in einer Einrichtung im Bezirk Setagaya in Tokyo nachgewiesen worden war. Von Schwebstoffen in 1m3 Luft wurde 0.01111 Bq Strontium 90 gefunden. Die Stadt Tokyo erklärte, das Wert sei so niedrig, dass es kaum Einflüsse auf Gesundheit geben würde.
Die Halbwertzeit von Strontium 90 beträgt 29 Jahre. Dieser radioaktive Stoff hat eine ähnliche chemische Eigenschaft wie Kalzium und könnte Leukämie auslösen, wenn es in Knochen eingelagert wird.
In Tokyo wurde anfangs Novemter auch im Schulhof einer Primarschule vom Bezirk Suginami höhere Radioaktivität festgestellt. Bei einer Höhe von 1cm über einer Bedeckung, die eine Wiese auf dem Schulhof während des Winters vor dem rauen Wetter schützt, wurde eine Strahlungsdosis von 3.95 µSv gemessen. Sie blieb seit April draussen liegen.
Viele Japaner sind beunruhigt vor der unsichtbaren und sporadisch festgestellten Strahlung und messen eigenständig Radioaktivitäten im Wohnort. So fand im Bezirk Setagaya ein Japaner indirekt einen Klumpen von Radium. Dieser radioaktive Stoff befand sich in einem Reagenzglas, das ca. 40 cm tief in der Erde lag.
Ebenfalls in der Hauptstadt von Südkorea Seoul hat man herausgefunden, dass der Asphalt, der für den Strassenbau in einem Wohnquartier verwendet wurde, Cäsium 137 enthält. Die jährliche Strahlungsdosis beträgt 0,51-0,69 mSv und die koreanische Kommission für nukleare Sicherheit betont, dass die kleine Menge auf die Gesundheit der Bewohner nicht auswirken würde.