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Informierten Kreisen zufolge spielten die Schweizer in den vergangenen Monaten mit dem Gedanken, die Consumer-Health-Sparte der GSK zu übernehmen. Es wäre der grösste Zukauf in der Konzerngeschichte gewesen.
Wie zu hören ist, bekundete Nestle sein Interesse auf informeller Basis etwa zur Zeit der 50 Milliarden Pfund (59 Milliarden Euro) schweren Offerte der Unilever für das Geschäft, die im Januar scheiterte.
Nestle erwog in Hinblick auf die GSK-Sparte, sich mit der Reckitt Benckiser oder einem ähnlichen strategischen Partner zusammenzutun, wie darüber informierte Personen berichteten. Aufgrund der Komplexität eines Deals und der Präferenz des GSK-Managements für eine separate Börsennotierung des Geschäftsbereichs habe Nestle diese Überlegungen jedoch schnell fallen gelassen, hiess es.
Sprecher von Nestle, Reckitt und GSK lehnten Stellungnahmen ab.
Nestle-Chef Mark Schneider, der 2017 ins Amt kam, tätigte gezielte Akquisitionen und stiess mehrere Geschäftsbereiche mit unterdurchschnittlicher Entwicklung ab. Europas nach Marktwert grösstes börsennotiertes Unternehmen hat seine Präsenz im Bereich der schneller wachsenden Gesundheits- und Wellnessprodukte ausgebaut. Nestle übernahm den Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller Bountiful ebenso wie den Elektrolyt-Spezialisten Nuun.
Schneider sagte im Februar, Nestle sei im Hinblick auf Übernahmen eher an kleinen und mittelgrossen Geschäften interessiert, schliesse aber auch grössere Deals nicht aus.
(Bloomberg)