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Lausanne (awp) - Die Streitigkeiten um die Spitalgruppe Genolier gehen unvermindert weiter. Wie der Verwaltungsrat der Genolier Swiss Medical Network SA am Donnerstag mitteilte, widerruft er die für den kommenden Montag, 16. August vorgesehene ausserodentlichen Generalversammlung (aoGV) "aus zwingenden Gründen". Sie soll nun am 6. September 2010 mit den gleichen Traktanden stattfinden. Der Verwaltungsrat will eine Strafanzeige gegen mindestens einen früheren Manager einreichen.
Es geht dabei um Inhalte aus dem Bericht von PricewaterhouseCoopers (PwC) zum Zustand der Gesellschaft, der als Punkt auf der Traktandenliste der aoGV aufgeführt ist. Nach Erkenntnissen aus diesem Bericht, der dem Verwaltungsrat im Entwurf vorliege, habe man durch eine strafrechtlich spezialisierte Anwaltskanzlei eine Beurteilung erster Teile dieses Berichts vornehmen lassen. Und aufgrund dieser sehe sich der Verwaltungsrat nun veranlasst, "gegen mindestens eine Person des früheren Managements der Gesellschaft Strafanzeige zu erstatten".
Da es sich bei dieser Person um eine an der aoGV zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagene Person handle und "gewisse Elemente des PwC-Berichts einer zusätzlichen Prüfung" bedürften, sei es "angezeigt und erforderlich", die Versammlung nicht am 16. August 2010 durchzuführen. Eine Verschiebung sei "Voraussetzung für eine informierte Stimmabgabe durch die Aktionäre". Zudem erhielten die zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagenen Personen die "Gelegenheit, sich mit den Erkenntnissen des PwC-Berichts rechtzeitig vor der nächsten ausserordentlichen Generalversammlung eingehend auseinanderzusetzen", heisst es.
uh/ch
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