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Warum zeigen viele Hunde aggressives Verhalten in Begegnungssituationen? Und wie können wir Hundebegegnungen trainieren ?
Hunde sammeln täglich Lernerfahrungen und handeln nicht grundlos. Verhaltensweisen, die sie als erfolgreich und erleichternd empfinden, werden verstärkt und häufiger gezeigt. Dadurch entsteht schnell ein generalisiertes Verhalten. Der Hund handelt nicht mehr bewusst, sondern reagiert sofort.
Aggressives Verhalten ist Teil des normalen Hundeverhaltens und an sich nichts Schlechtes. In Begegnungssituationen dient es dazu, räumliche Distanz zu schaffen. Das Gegenüber soll verschwinden oder nicht zumindest nicht näher kommen. Der Hund signalisiert deutlich, dass er mehr Zeit und Abstand benötigt. Wenn sich das Gegenüber dennoch weiter annähert, kann sich das aggressive Verhalten weiter steigern.
Hunde zeigen jedoch ungern aggressives Verhalten. Sie erleben in jeder Situation, in der sie an der Leine aggressiv reagieren Stress und Aufregung, was sich langfristig negativ auf ihr körperliches Wohlbefinden auswirkt.
Aber wie kommt es überhaupt dazu ?
Um das zu verstehen, müssen wir betrachten, wie Hunde in Konfliktsituationen reagieren können. In der Regel zeigen Hunde bereits früh in der Geschichte einer Leinenaggression verschiedene Konfliktstrategien. Leider werden diese subtilen Beschwichtigungssignale oft vom anderen Ende der Leine übersehen und Übersprungshandlungen falsch interpretiert.
Zu den gezeigten Beschwichtigungs-und Konfliktsignalen gehören zum Beispiel blinzeln, wegschauen, den Kopf abwenden, den Körper drehen, eine Pfote heben, über die Nase lecken, gähnen, schnüffeln, urinieren, verzögern, stehen bleiben, buddeln, in die Leine beissen usw.
Wenn Hunde feststellen, das diese freundliche und subtile Kommunikation nicht den gewünschten Erfolg bringt und ein Ausweichen oder Flüchten an der Leine unmöglich ist, gehen sie relativ schnell zum Angriff über, um die Distanz aufrechtzuerhalten. Zeigt sich der Hund in Begegnungssituationen sehr aufgeregt, begünstigt dies ausserdem aggressives Verhalten.
Das Begegnungstraining ist daher komplex, da viele Faktoren eine Rolle spielen. Hierbei spricht man von Antezedenzien. Antezedenzien sind alle Umstände und Umweltbedingungen, die das Verhalten des Hundes verursachen.
Durch gezielte Anpassung und Optimierung kann man mit idealen Trainingsbedingungen den gewünschten Erfolg erzielen.
Das Begegnungstraining besteht aus folgenden Elementen, die alle zusammenhängend sind:
ein Alternativverhalten beim Anblick eines Auslösers
Strategien und Notlösungen in schwierigen Situationen
Entspannung und Erregungsabbau
Einwirkung und Kontrolle im Freilauf
Selbstwirksamkeit und achtsames Führen
Social Walks
Hast du Lust darauf, Begegnungen entspannt zu meistern ? Dann melde dich für den Intensivkurs Begegnungstraining an oder schreibe mir eine E-Mail <email-pii>