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Der Bausektor hat eine besonders hohe Relevanz für den Klimaschutz: Ineffiziente Heizsysteme und schlechte Gebäudehüllen machen den Bausektor zu einer zentralen Quelle für Treibhausgasemissionen. Der Schweizer Gebäudesektor beansprucht knapp 50% des Primärenergieverbrauchs und ist für 27% der Treibhausgasemissionen verantwortlich.Der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser kann bei bestehenden Gebäuden durch eine energetische Sanierung um rund 50% und bei einer Sanierung nach Minergie-P-Standard sogar um rund 75% reduziert werden. Aufgrund fehlenden geeigneten Methoden, die es Anlegern erlauben, die Zusatznutzen einer energetischen Sanierung zu identifizieren, einheitlich zu quantifizieren und in einem Geldwert auszudrücken liegt die derzeitige Sanierungsrate unter 1% pro Jahr.
An der Hochschule Luzern werden in laufenden nationalen und internationalen Projekten Methoden zur Identifikation, Quantifizierung, Monetisierung und Kommunikation von Zusatznutzen industrieller Energieeffizienz-Massnahmen entwickelt und in Pilotprojekten mit Industriepartnern validiert. Diese sollen als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines entsprechenden Tools für den Gebäudebereich verwendet werden.
Im Workshop ‘Zusatznutzen der Energieeffizienz’ lernen die Teilnehmer eine Methode zur ganzheitlichen Beurteilung von Energieeffizienzmassnahmen kennen. In Teams arbeiten die Teilnehmer gemeinsam an einer Fallstudie, sie identifizieren und quantifizieren die Zusatznutzen einzelner Massnahmen. Die Analyse schliesst mit einer Investitionsrechnung ab, die energiebezogene und nicht-energiebezogene Nutzen berücksichtigt.
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