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|Die Stadtsatzung von 1427

Die Stadtsatzung von 1427
In den 22 Artikeln der Stadtsatzung von 1427 stehen an erster Stelle gleich 8 Vorschriften über die Feuerbekämpfung. Demnach haben die Bewohner des in Brand geratenen Hauses als erste den Brand zu beschreien. Wer den Brand ebenfalls bemerkte, sollte nicht zuerst die Hauseigentümer warnen, sondern sofort mit lauter Stimme das Feuer ausrufen, bis Hilfe eintrifft. Alle Einwohner waren verpflichtet, zum Feuer zu laufen und bei der Brandbekämpfung zu helfen, bis Schultheiss, Weibel oder der Rat sie entliessen. Den Bäckern war es verboten, vor Mitternacht Feuer zu entfachen, allgemein war es untersagt, Kohle oder Asche in Lagerräume von Holz zu tragen oder Feuer aus einem Haus in das andere zu bringen. Das Betreten von Stall und Scheune mit offenem Licht wurde ebenfalls untersagt. In einer Feuerpolizeiordnung von 1804 sind diese Artikel praktisch im Wortlaut immer noch zu finden.