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- Hauchdünne Entscheidung: Michelle Heimberg qualifiziert sich mit einer winzigen Reserve für den 3-m-Final im Wasserspringen.
- Windsurfer Mateo Sanz Lanz sichert mit dem 8. Schlussrang ein olympisches Diplom.
- Mirco Gerson und Adrian Heidrich scheiden im olympischen Beachvolleyball-Turnier aus.
- Im Achtelfinal des Beachvolleyball-Turniers der Frauen kommt es zum Schweizer Duell Hüberli/Betschart - Vergé-Dépré/Heidrich.
- BMX-Fahrerin Nikita Ducarroz kommt in der Freestyle-Sparte gut aus den Startlöchern und deutet in der Olympia-Platzierungsrunde ihr Potenzial an.
Wasserspringen: Heimberg im Final
Michelle Heimberg steht im Wasserspringen über 3 m im Final vom Sonntag. Die 21-jährige Aargauerin qualifizierte sich als 12. mit der winzigen Reserve von 0,95 Punkten. Nach Platz 11 in der Qualifikation wurde der Halbfinal für die erste Schweizer Olympia-Teilnehmerin im Wasserspringen seit 17 Jahren zur Zitterpartie. Nach dem ersten von 5 Sprüngen lag Heimberg lediglich auf dem 17. Rang, den letzten nahm sie von der 15. Position aus in Angriff. Während ihr ein formidabler letzter Sprung glückte, profitierte sie in der Endabrechnung auch davon, dass die Kanadierin Pamela Ware zum Abschluss einen Nuller einzog. Diese hatte nach 3 Sprüngen noch an 3. Stelle gelegen.
Segeln: Olympisches Diplom für Mateo Sanz Lanz
Mit einem taktisch hervorragend gefahrenen Medal Race, welches er souverän auf dem 3. Platz beendete, sicherte sich der RS:X-Windsurfer Mateo Sanz Lanz den 8. Platz im Schlussklassement. Bei seiner zweiten Teilnahme an Olympischen Spielen zeigte der spanisch-schweizerische Doppelbürger über die ganze Regattaserie eine starke Leistung und belohnte sich mit einem olympischen Diplom. Olympiasieger wurde der grosse Favorit Kiran Badloe. Der Niederländer tritt damit in die Fussstapfen seines Landsmanns Dorian van Rijsselberge, der sowohl 2012 als auch 2016 die Goldmedaille bei den Windsurfern geholt hatte.
Schon zu Ende sind die olympischen Segelwettkämpfe für die 49er-Segler Sébastien Schneiter und Lucien Cujean. Die beiden Genfer kamen auch am letzten Tag nicht auf Touren und verpassten mit dem 14. Schlussrang das angestrebte Medal Race der besten zehn klar.
Beachvolleyball, Männer: Gerson/Heidrich ausgeschieden
Für Mirco Gerson und Adrian Heidrich ist das olympische Beachvolleyball-Turnier zu Ende. Das Duo scheitert in den Achtelfinal-Playoffs an zwei Chilenen mit 17:21, 18:21 und klassiert sich damit auf dem 17. Schlussrang. Auf dem Papier wären Gerson/Heidrich gegen die chilenischen Cousins Marco Grimalt/Esteban Grimalt eigentlich favorisiert gewesen. Denn in der Weltrangliste sind die Schweizer neun Positionen vor den Südamerikanern klassiert. Doch auf dem Feld waren die Rollen anders verteilt. Im 1. Satz gerieten die Schweizer 1:5 in Rückstand und vermochten diesen nicht mehr wettzumachen. Und auch im zweiten, deutlich ausgeglicheneren Durchgang verloren sie meist die entscheidenden Punkte.
Beachvolleyball, Frauen: Ein Schweizer Duo fix im Viertelfinal
Die Auslosung der Achtelfinal-Paarungen im Beachvolleyball-Turnier der Frauen hat es mit den Schweizerinnen nicht gut gemeint. Es kommt nämlich zum Direktduell zwischen den Duos Tanja Hüberli/Nina Betschart und Anouk Vergé-Dépré/Joana Heidrich. Damit ist wenigstens die Schweizer Präsenz im Viertelfinal garantiert. Betschart/Hüberli waren als Gruppensiegerinnen nach der Vorrunde für die erste K.o.-Phase gesetzt. Die Europameisterinnen Heidrich/Vergé-Dépré kamen als Gruppenzweite weiter. Der Sieger dieses Duells, das am Sonntag auf 11:00 Uhr Schweizer Zeit angesetzt ist, bekommt es in den Viertelfinals entweder mit den Brasilianerinnen Ana Patricia/Rebecca oder den Chinesinnen Wang Fan/Xia Xinyi zu tun.
BMX, Freestyle: Ducarroz hat eine solide Basis gelegt
Nikita Ducarroz machte in der Vorrunde mit dem drittbesten Durchschnittswert aus 2 Läufen auf sich aufmerksam. Im Final vom Sonntag (ab 3:10 Uhr Schweizer Zeit live bei SRF) profitiert die Nummer 2 der Weltrangliste und WM-Zweite damit im Ariake Urban Sports Park von einem späten Startplatz. Für die BMX-Freestyle-Spezialistinnen ging es in der Qualifikation noch nicht um allzu viel: Ein Ausscheiden war unmöglich, einzig die Reihenfolge der Startposition für den Final wurde ausgemarcht.
Ducarroz musste in der Platzierungsrunde nur der amerikanischen Phalanx um Topfavoritin Hanna Roberts und Perris Benegas den Vortritt lassen. Die 24-jährige Genferin erhielt für ihre beiden Auftritte jeweils etwas über 83 Zähler. In der Endabrechnung fehlten der Schweizerin 4 Punkte auf den Topwert von Roberts. Für den Kampf um eine Medaille ist die Schweizerin damit in einer ausgezeichneten Ausgangslage.
Reiten, Concours Complet: Vogg auf Zwischenrang 8
Das Schweizer Eventing-Team (Concours Complet) ist insbesondere in Person von Felix Vogg auf Colero weiterhin gut im Rennen. Der 31-Jährige liegt nach der Dressurprüfung auf Zwischenrang 8. Mélody Johner auf Toubleu de Rueire findet sich auf Rang 44 wieder, Robin Godel auf Jet Set folgt als 47. knapp dahinter. In der Teamwertung belegt die Schweiz mit 99,20 Strafpunkten den 10. Platz. Weiter geht es in der Nacht auf Sonntag mit dem Geländeritt. Entschieden wird der Concours Complet am Montag mit dem abschliessenden Springen.