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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat diesen neuen globalen Standard im Juli 2014 verabschiedet. Der AIA sieht vor, dass die Steuerbehörden der teilnehmenden Länder Informationen über Einkommen und Vermögenswerte von Steuerpflichtigen an andere Länder weitergeben. Damit soll die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung verhindert werden. Das Schweizer Parlament hat zwei Vorlagen verabschiedet, die den AIA bilateral mit anderen Staaten ermöglichen. Demnach werden ab 2017 - wenn der AIA in Kraft tritt - Informationen gesammelt und jeweils im Folgejahr mit Partnerstaaten ausgetauscht.
Gestützt auf den OECD Standard müssen Versicherungen von Steuerpflichtigen, die ihr Konto in einem anderen Land als ihrem Steuerdomizilland haben, folgende Informationen übermitteln:
Vom AIA sind sowohl natürliche wie auch juristische Personen betroffen, deren Steuerdomizil nicht ausschliesslich in der Schweiz liegt. Das Finanzinstitut muss deshalb in jedem Fall bei allen Kunden abklären, wo diese ihr Steuerdomizil haben.
Zudem sind bei juristischen Personen die beherrschenden Personen ebenfalls von AIA betroffen und müssen ebenfalls betreffend ihrer Steuerpflicht abgeklärt werden.
Die AXA Leben AG plant, die betroffenen Kunden jährlich über die gelieferten Daten zu informieren.
Bei der Entscheidung, in welchem Land ein Arbeitnehmer steuerlich ansässig ist, und wo damit das Welteinkommen versteuert werden muss, werden folgende Kriterien herangezogen:
Weitere Informationen zur steuerlichen Ansässigkeit in Bezug auf Ihren Wohnsitzstaat finden Sie unter nachfolgendem Link: Automatic Exchange Portal
Die Schweiz hat bis anhin (Stand Januar 2017) mit den folgenden Partnerstaaten eine Vereinbarung zur Einführung des automatischen Informationsaustauschs unterzeichnet:
* Das AIA-Abkommen mit der EU gilt für alle 28 EU-Mitgliedstaaten und ist auch für Gibraltar anwendbar
Mit den nachfolgenden Staaten ist die Einführung per 01.01.2018 geplant:
Andorra, Antigua und Barbuda, Argentinien, Aruba, Barbados, Belize, Bermuda-Inseln, Brasilien, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Curaçao, Färöer-Inseln, Grenada, Grönland, Indien, Indonesien, Israel, Kolumbien, Mauritius, Mexiko, Monaco, Montserrat, Neuseeland, Russland, San Marino, Seychellen, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Saudi-Arabien, Südafrika, Turks und Caicos Inseln, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate
Der aktuelle Status betreffend die Einführung ist auf der Webseite des Staatsekretariats für internationale Finanzfragen (SIF): Link
Die Informationen des Steuerpflichtigen werden an die nationale Steuerbehörde übermittelt, die dann die Daten automatisch an die Steuerbehörden des Steuerpflichtigen weiterleitet.
Der automatische Informationsaustausch wird in der Schweiz per 1.1.2017 mit den ersten Partnerstaaten eingeführt. Weitere Partnerstaaten folgen per 1.1.2018 und später. Die Meldungen erfolgen jeweils spätestens sechs Monate (Ende Juni) nach Ende des Berichtsjahres.