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Die Rotwein-Sorten kommen nicht aus der Gegend um die Stadt Shiraz im heutigen Iran, wie lange Zeit vermutet worden war.Richtig ist dagegen, dass die Traube in der Neuen Welt, also in Ländern wie Australien, USA oder Südafrika, auf den Namen Shiraz hört. Genetisch sind Syrah und Shiraz zwar absolut identisch, aber die ungleichen Zwillinge stellen zwei völlig unterschiedliche Weinausbau-Stile dar.Beginnen wir im Heimat- und mit 70'000 Hektaren auch grössten Anbauland. Syrah-Weine aus Frankeich zeichnen sich durch einen würzigen, stoffigen, eleganten Stil aus. Der Name der Sorte erscheint dabei nicht auf der Etikette, denn die edlen Tropfen werden unter ihrer Herkunftsbezeichnungen vermarktet, also etwa unter Hermitage oder Côte-Rôtie, um die beiden bedeutendsten Appellationen im Rhônetal zu erwähnen. Es ist gar erlaubt, kleine Anteile von Weisswein, oftmals Viognier, beizufügen, um den Gewächsen mehr Frische und Eleganz zu verleihen. In Cornas ist dies jedoch nicht möglich. Völlig anders kommen die Weine aus der Neuen Welt daher. Unter einem Shiraz versteht man einen fruchtigen, tanninbetonten, konzentrierten, zugänglichen Wein. Die Gerbstoffe sind indes milder als bei den europäischen Beispielen. Das macht die Weine bereits in der Jugend zugänglich. Beiden (qualitativ hochwertigen) Syrah-Typen ist gemeinsam, dass sie sehr gut reifen können.