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Die vatikanische Fussballmannschaft lässt sich künftig vom norditalienischen Weingut Sankt Peter sponsern. Wie das Unternehmen in San Colombano al Lambro am Samstag bestätigte, schlossen die «Poderi di San Pietro» einen zunächst dreijährigen Vertrag mit dem päpstlichen Amateurclub. Demnach erhält der Weinproduzent das Recht, sein Logo auf den Trikots abzubilden. Ferner soll er einzelne Weineditionen mit vatikanischen Emblemen bewerben dürfen.
Insgesamt acht vatikanische Einrichtungen wie die Schweizergarde oder die Vatikanischen Museen stellen eigene Fussballteams, die regelmässig gegeneinander antreten. Aktueller Tabellenführer ist das Team der Kinderklinik Bambino Gesu. Zum Vatikanauswahl, die Auswärtsspiele bestreitet, gehörten auch immer wieder Geistliche wie der heutige Erzbischof Gabriele Giordano Caccia, Papstbotschafter auf den Philippinen. Die Fussballtradition im Vatikan reicht in das Jahr 1521 zurück, als erstmals ein Vorläufer des heutigen Spiels, eher eine Art Rugby, im Beisein von Papst Leo X. im Belvedere-Hof stattfand. Das älteste noch bestehende vatikanische Fussballteam ist die 1966 gegründete Elf der Vatikanischen Museen. 1968 folgten die Schweizergarde, 1969 die Dombauhütte Sankt Peter, die Güterverwaltung und die Päpstliche Bibliothek mit eigenen Mannschaften. Der Vatikan ermittelt seinen Fussball-Meister in einer eigenen, aus 16 Mannschaften bestehenden Liga und trägt unterschiedliche Pokalwettbewerbe aus. International gehört der Vatikan zu den wenigen Staaten, die nicht im Fussballverband FIFA organisiert sind. Dies, weil die Vatikanstadt keinen Fussballplatz vorweisen kann, der den FIFA-Normen entspricht. Dennoch gibt es eine Nationalmannschaft.