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2020: Mount Isa Mines
Der Betrieb Mount Isa Mines (MIM) fördert und verarbeitet seit fast 100 Jahren Kupfer, Zink, Blei und Silber. 2003 hat Glencore MIM übernommen. Im nördlichen Queensland beschäftigt Glencore insgesamt etwa 4500 Mitarbeitende.
Die Gesundheit und Sicherheit der Gemeinde sowie der Mitarbeitenden stehen sowohl für Glencore als auch für MIM an oberster Stelle. MIM entwickelt seine Anlagen in Orientierung an den aktuellsten Vorschriften und wissenschaftlichen Erkenntnissen kontinuierlich weiter und hat in modernste Technologien investiert, um seine Umweltleistungen zu verbessern. Dadurch konnten Emissionen und Staub, die MIMs Betriebe generiert, massgeblich reduziert werden.
Der Ansatz von MIM
MIM ist einer der grössten, ältesten und komplexesten Industriestandorte Australiens. Entsprechend gab es einige Altlasten, die nach der Übernahme angegangen werden mussten. Heute gelten für die 32’000 Hektar umfassenden Bergbaupachten über 75 separate Genehmigungen und Vorschriften, einschliesslich einer strengen und transparenten Berichterstattungspflicht über die Umweltleistungen von MIM.
Initiativen zur Verbesserung der Luftqualität
MIM ist sich der Tatsache bewusst, dass die Metalle und Mineralien, die im Gebiet von Mount Isa gefördert und verarbeitet werden, Staub und Emissionen verursachen. Die rasche Erkennung und Behebung von Risiken ist deshalb essenziell. Der Betrieb hat ein umfassendes System aus Technologien und Massnahmen entwickelt, um Emissionen abzuscheiden und Staub zu kontrollieren.
Die Umweltmanagementpläne von MIM umfassen die Bereiche Prozessemissionen, offene Flächen, Strassenhygiene und Luftqualität. Mit 13 Überwachungsstationen und über 50 individuellen Messeinheiten verfügt der Betrieb über das umfangreichste Netzwerk in Australien, um die Luftqualität zu überwachen.
Im Luftqualität-Kontrollzentrum werden die Daten zur Luftqualität und zu den Wetterbedingungen in Echtzeit beobachtet, um die Schwefeldioxidemissionen zu minimieren und zu gewährleisten, dass regulatorische Grenzwerte eingehalten werden. Überschreiten die Emissionen einen bestimmten Grenzwert, kann dies dazu führen, dass entweder Teile abgeschalten werden oder gar der Gesamtbetrieb. In diesem Kontrollzentrum wird auch die Konzentration von Metallpartikeln in der Luft beobachtet, einschliesslich Arsen, Kadmium, Blei und Zink.
Detaillierte Echtzeitinformationen über die Luftqualität in Mount Isa sind auf der Website von MIM oder über die App AQMI (Air Quality in Mount Isa) zu finden. Dort werden stündliche, tägliche und jährliche Durchschnittsergebnisse angezeigt.
Zwischen 2006 und 2018 konnten die von den MIM-Standorten ausgehenden Metallemissionen deutlich gesenkt werden.
Blei
Blei ist ein natürlich vorkommendes Mineral. Die Region Mount Isa zeichnet sich durch zahlreiche Schieferablagerungen aus, die erhöhte Werte unter anderem von Kupfer, Blei, Zink, Silber und Silizium aufweisen. Blei wird aber auch im Rahmen von Bergbauaktivitäten gefördert. Für MIM gelten hierbei die von der Umweltbehörde festgelegten Standards für Blei-Luftemissionen. Darüber hinaus hat der Betrieb umfassende Programme eingeführt, um die Blei-Belastung der Gemeinde sowie seiner Mitarbeitenden zu minimieren.
In seiner «Sauber rein, sauber raus»-Richtlinie regelt MIM die Reinigungsmassnahmen in den Betrieben. So müssen Fahrzeuge an speziell dafür eingerichteten Plätzen gewaschen und schmutzige Arbeitskleidung in designierten Umkleidebereichen gelassen werden. Damit soll sichergestellt werden, dass Material, welches an Menschen und Ausrüstung haftet, das Bergwerksgelände nicht verlässt.
Den Mitarbeitenden wird empfohlen, einfache Hygienemassnahmen bei der Arbeit und Zuhause zu beachten. Dazu gehören das Händewaschen vor dem Essen und eine ausgewogene Ernährung. Zudem sind alle Mitarbeitenden verpflichtet, regelmässig den Bleigehalt in ihrem Blut testen zu lassen.
2006 hat MIM die unabhängige Studienreihe Lead Pathways Study in Auftrag gegeben. Sie erfolgte unter der Leitung der University of Queensland und sollte die Verbreitungswege und potenziellen Gesundheitsrisiken von Blei im Boden, im Wasser und in der Luft eruieren. Alle drei Gutachten kamen zu dem Ergebnis, dass ein allfälliges Gesundheitsrisiko durch eine Kontamination von Blei in Boden, Wasser und Luft für den überwiegenden Teil der Bevölkerung von Mount Isa relativ gering ist. Ausführlichere Informationen sind erhältlich unter .
In den vergangenen zwei Jahren konnte MIM an seinen Überwachungsstandorten nahe der Mine einige der besten Ergebnisse in Bezug auf die Luftqualität verzeichnen.
Die nachstehende Grafik zeigt die Gesamtmenge an Schwebstoffen für Blei in der Luft (PMTPb) seit der neuen Umweltlizenz von MIM. Die Ergebnisse stammen von den Messstationen in der Gemeinde, die in unmittelbarer Nähe der Betriebe liegen.
In den letzten sieben Jahren hat MIM sowohl die Positionen der Messstationen verändert als auch deren Anzahl erhöht. Dadurch soll sichergestellt werden, dass alle Überwachungsstandorte die Standards für die Abnahme von Luftqualitätsproben erfüllen und für die Gemeinde flächendeckend zur Verfügung stehen.
Seit Erhalt der neuen Umweltlizenz hat MIM den maximalen Bleigehalt in der Luft deutlich reduziert. Alle Ergebnisse liegen deutlich unter dem allgemein üblichen Grenzwert von 0,5µg/m3. MIM bleibt dennoch bestrebt, die Emissionen weiter zu senken.
Lead Alliance
MIM ist ein Gründungsmitglied der Lead Alliance. Die Lead Alliance informiert die lokale Bevölkerung darüber, wie die Belastung durch natürliche und industrielle Bleiquellen in der Region verringert werden und welche Auswirkungen die Absorption von Blei haben kann. Die Organisation verbreitet ausserdem Empfehlungen zu wissenschaftlich fundierten Verhaltensweisen, um den Kontakt mit Blei zu minimieren. Am meisten gefährdet sind Kinder bis zum Alter von fünf Jahren, da sie viele Gegenständie mit Mund und Händen erkunden.
Familien werden bestärkt, eine Reihe von Vorsorgemassnahmen zu treffen. Dazu gehören ein sauberes Zuhause, persönliche Hygiene und eine ausgewogene Ernährung.
Glencore, respektive MIM, bietet allen Einwohnern von Mount Isa kostenlose und vertrauliche Tests zur Kontrolle des Bleigehalts im Blut an. Die Tests werden von einem unabhängigen Institut durchgeführt.
2018 wurde die App LEADSmart eingeführt. Sie verfolgt das Ziel, durch Tipps, Erinnerungen und dem Dokumentieren des Bleigehalts im Blut das Verhalten der Bevölkerung positiv zu beeinflussen. Seit Generationen ist Mount Isa ein Ort, an dem Eltern ihre Kinder gerne aufziehen. Es ist und bleibt ein sicherer Ort zum Leben.
Engagement in den Bereichen Transparenz und Gemeinwesen
MIM ist der Gemeinde gegenüber sehr offen, indem es auf ihre Anliegen eingeht und die lokalen Gesetze, Bräuche und Kultur respektiert. Das ganze Jahr über finden Informationsveranstaltungen für die Gemeinde statt. Darüber hinaus werden die Mitglieder dazu ermutigt, die 24-Stunden-Hotline von MIM anzurufen, wenn sie Bedenken bezüglich seiner Aktivitäten haben.
Wo auch immer wir tätig sind, wollen wir als Glencore-Gruppe den Gemeinden, in denen wir tätig sind, etwas zurückzugeben. Mit einem umfassenden Investitionsprogramm finanzieren wir, beziehungsweise MIM, eine Reihe von Initiativen, welche die Bereiche Gesundheit, Bildung, Kultur und den Ausbau von Kapazitäten in Mount Isa umfassen.
Das Wohlergehen der Gemeinde steht hierbei im Vordergrund. Denn die Einwohner, ihre Familien und nicht zuletzt die Mitarbeitenden von MIM nennen Mount Isa ihr Zuhause.
Die Stadt Mount Isa hat sich während fast 100 Jahren parallel zum Bergbau entwickelt. Die Region ist stark mineralisiert und zeichnet sich durch zahlreiche Schieferablagerungen aus, die erhöhte Werte unter anderem von Kupfer, Blei, Zink, Silber und Silizium aufweisen. Darüber hinaus wird auch im Rahmen von Bergbauaktivitäten Blei produziert.
2006 hat MIM die unabhängige Studienreihe Lead Pathways Study in Auftrag gegeben. Sie untersuchte die natürlichen und industriellen Verbreitungswege von Blei und anderen Schwermetallen in der Gemeinde Mount Isa und bewertete die potenziellen Risiken für die Umwelt und die Gesundheit der lokalen Bevölkerung.
Blei kann auf verschiedenen Wegen in den Körper gelangen: durch Einatmen, Verschlucken und über Kontakt mit der Haut (Absorption). In hohen Dosen ist Blei für Mensch und Tier giftig. Es wurden deshalb Vorkehrungen getroffen, um die Bleibelastung der Gemeinde sowie der Mitarbeitenden von MIM zu minimieren.
Über die Lead Pathways Study
Die unabhängige Studienreihe Lead Pathways Study wurde vom Centre for Mined Land Rehabilitation der Universität von Queensland in Zusammenarbeit mit dem National Research Centre for Environmental Toxicology durchgeführt. Sie ist eine der umfassendsten Studien in diesem Bereich und in drei Teilberichte gegliedert: Boden, Wasser und Luft. Alle drei Berichte der Lead Pathways Study kamen zum Schluss, dass das Gesundheitsrisiko durch eine Kontamination von Blei in Boden, Wasser und Luft für den überwiegenden Teil der Bevölkerung von Mount Isa relativ gering ist.
- Mehrjährige unabhängige Forschungs- und Analysearbeit
- Untersuchung der Verbreitungswege und Auswirkungen von Blei im Boden, Wasser und in der Luft
- Wegweisende Studie für die Region Mount Isa
Der Bodenbericht
Der Bodenbericht der Lead Pathways Study wurde 2009 veröffentlicht und kam zum Schluss, dass das Gesundheitsrisiko durch vorhandene Minenablagerungen gering ist.
Dennoch führte der Bodenbericht zu einer Reihe von wichtigen Umweltinitiativen, darunter das Leichhardt River Remediation Project zur Sanierung des Leichhardt Rivers.
Der Fluss Leichhardt River enthält altes Bergbau-Sedimentmaterial. MIM hat mehr als 2,7 Millionen Dollar investiert, um etwa 160’000 Tonnen Boden aus dem Leichhardt River auf seinem Bergwerksgelände zu verlagern. Die Bodenproben, welche von 2008 bis 2011 jedes Jahr nach der Regenzeit entnommen wurden, bestätigen hierbei den Erfolg des Sanierungsprojekts.
Die Sedimentqualität am Leichhardt River wird durch MIM weiterhin genau überwacht, um sicherzustellen, dass seine Umweltauflagen nicht verletzt werden.
Eine englische Zusammenfassung des Bodenberichts der Lead Pathways Study finden Sie hier.
Der Wasserbericht
Der Wasserbericht erschien 2012 und verfolgte zwei Ziele:
- Mögliche Quellen und Übertragungswege von Blei sowie anderen Schwermetallen und Metalloiden im Wasser erforschen. Hierbei wurden eine Reihe von Nebenflüssen untersucht, die in das Einzugsgebiet des Leichhardt River führen – insbesondere solche, die entweder bei oder unterhalb der Stadt Mount Isa und dem Bergbaugelände liegen.
- Das Risiko von Blei sowie anderen Schwermetallen und Metalloiden im Wasser evaluieren, damit die Gesundheit der lokalen Bevölkerung, das Weideland und die Umwelt nicht gefährdet werden.
Im Rahmen der Studie wurden folgende Wasser- und Sedimentproben entnommen und untersucht: an Standorten flussaufwärts von Mount Isa City bis zum Rifle Creek-Damm, um Mount Isa City selbst sowie flussabwärts bis zum Lake Moondarra.
Dabei wurden mehrere potenzielle Schadstoffquellen geprüft, darunter die Bergbaubetriebe von MIM, kommunale Aktivitäten und Abwassereinleitungen, natürliche Mineralisierung und alte Minenablagerungen.
Der Wasserbericht ergab, dass die Schwermetalle und andere Metalloide im Leichhardt-Delta einschliesslich des Lake Moondarra nur ein geringes Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen.
Die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation hat den Bericht von Experten prüfen lassen, um die wissenschaftliche Gültigkeit und die Ergebnisse zu bestätigen.
Eine englische Zusammenfassung des Wasserberichts der Lead Pathways Study finden Sie hier.
Der Luftbericht
Die potenziellen Gesundheitsrisiken durch Blei in der Gemeinde von Mount Isa wurden über viele Jahre hinweg erforscht und analysiert. Der am 9. Februar 2017 publizierte Luftbericht brachte diese Forschungsarbeit zu einem Abschluss.
Der Luftbericht ist der dritte und letzte Bericht der Lead Pathways Study und basiert auf den erzielten Forschungsergebnissen in den Bereichen Boden und Wasser.
Die Untersuchungen zum Luftbericht fanden zwischen 2006 und 2013 unter der Leitung von Ausserordentlichen Professor Barry Noller und Dr. Jack Ng statt. Im Fokus standen hierbei die Bewertung der Gesundheitsrisiken, insbesondere für Kinder unter fünf Jahren.
Dabei wurde festgestellt, dass Kinder nicht in erster Linie durch das Einatmen von Bleistaub einem erhöhten Expositionsrisiko ausgesetzt sind, sondern dadurch, dass sie oft ihre Hände in den Mund nehmen.
Die Studie machte deutlich, wie wichtig es ist, dass die Einwohner von Mount Isa sich darum bemühen, den Kontakt zu Blei zu minimieren und regelmässig den Bleigehalt im Blut testen zu lassen, insbesondere bei kleinen Kindern. Eine englische Zusammenfassung des Luftberichts der Lead Pathways Study finden Sie hier.
MIM hat alle Empfehlungen der drei Berichte umgesetzt. Die Sanierungsarbeiten am Leichhardt River, in denen Minenablagerungen aus dem Flussbett entferntwurden, sind abgeschlossen. Im Rahmen seines Umweltüberwachungsplans führt es routinemässig drei verschiedene Untersuchungen von Wasser- und Flusssedimenten durch.
Ausserdem hat MIM seine Programme zur Überwachung der Wasserqualität und Ablagerungen erweitert. Die Programme umfassen nun häufigere Kontrollen sowie eine Ergebnisdatenbank. Zudem hat MIM rund 40 Millionen australische Dollar in ein Projekt zur Verbesserung des Wassermanagements investiert.
Die Messung, Kontrolle und Verringerung von Staub am Standort konnten massiv verbessert werden. Erreicht wurde dies unter anderem durch eine Vorrichtung zur Bleiabschirmung, indem mehr als 40% der Erzzerkleinerungsarbeiten in die 20 Kilometer nördlich gelegene George Fisher Mine verlagert wurden. Zudem hat MIM ein System eingerichtet, welches die Schadstoffquellen vor Ort erfasst und beseitigt.