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Schon seit dem Jahr 1620 ist in Tafers eine Jakobsbruderschaft schriftlich bezeugt. Damals wurden von Papst Paul V. die neuen Statuten genehmigt und es wurde ein vollkommener Ablass gewährt. Ziel der Bruderschaft war es, die Verehrung des hl. Jakobus zu fördern und die Jakobspilger zu unterstützen. Im Jakobsbuch befindet sich ein Mitgliederverzeichnis, darin aufgezeichnet ist, wer wieviel gespendet hat, wer aus der Pfarrei nach Santiago aufgebrochen und wie es den Pilgern dabei ergangen ist. Die letzte Aufzeichnung im Buch datiert aus dem Jahr 1842. Danach scheint die Bruderschaft „eingeschlafen“ zu sein.
Erst im Jahr 2005 wurde ein Neuanfang gewagt, nun unter der neuen Bezeichnung Gruppe Santiago. Ihre Ziele sind noch dieselben wie vor 400 Jahren: die Betreuung der Pilger, das Bereitstellen von Übernachtungsmöglichkeiten, die Information der Pilger. Die Gruppe Santiago feiert jeweils das Jakobsfest am 25. Juli, jeden Pfingstmontag wandert eine schöne Schar auf einem Stück des Pilgerweges in der Schweiz und jedes Jahr findet ein Anlass statt in Form eines Vortrags oder einer szenischen Aufführung zum Thema Pilgern.