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Das Wirtschaftsministerium hat im Herbst rechtliche Schritte gegen den schweizerisch-französischen Zementkonzern ergriffen. Es geht um eine Fabrik von Lafarge in Syrien, die vor der Fusion mit Holcim trotz des europäischen Embargos betrieben wurde. Das Ministerium bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass bei der Pariser Staatsanwaltschaft eine entsprechende Anzeige eingereicht wurde. Laut einer Gerichtsquelle startete die Staatsanwaltschaft im Oktober eine Voruntersuchung.
Ein Sprecher des Unternehmens, das 2015 aus der Fusion des französischen Lafarge-Konzerns mit dem Schweizer Rivalen Holcim entstanden ist, wollte sich zunächst nicht dazu äussern.
Im November hatte der Konzern Vorwürfe zurückgewiesen, in Syrien die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) finanziert zu haben. Zwei Menschenrechtsorganisationen hatten in Paris eine Anzeige gegen Lafarge eingereicht. Darin werfen sie dem Unternehmen vor, Vereinbarungen mit dem IS getroffen zu haben, um den Betrieb des Werks aufrechtzuerhalten. So soll Lafarge etwa für Passierscheine bezahlt haben.
(AWP)