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Engstirnig zu sein ist kein Vorzug. Diskussionen mit solchen Leuten verlaufen für gewöhnlich fruchtlos, da sie bereits mit einer vorgefassten Meinung (statt offen zu sein für anderen Argumente) in eine Unterhaltung gehen. Aber diese mangelnde Offenheit zieht sich durch sämtliche Bereiche:
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Das Hauptproblem liegt allerdings darin, dass viele Menschen es als Angriff auf ihre eigene Persönlichkeit sehen, wenn sich jemand ihrer Argumente verweigert. Das eigene Ego ist gekränkt, dass das Wissen auf diesem Gebiet nicht anerkannt wird, und zwar umso stärker, je mehr Sie sich mit Ihrem Standpunkt identifizieren. Sie können stattdessen mit zwei Tricks arbeiten:
Dieser Trick geht auf den amerikanischen Psychologen Wayne Dyer zurück und funktioniert, indem Sie Ihrem engstirnigen Gegenüber einräumen, dass etwas an seiner Position dran sein könnte: "Sie könnten recht haben." Sie lassen los, was Ihre Position anbelangt. Auf der anderen Seite führt dieser Ausspruch dazu, dass sich Ihr Kollege mit seiner Meinung akzeptiert fühlt.
Gleichzeitig lassen Sie sich eine Art Hintertür offen, denn Sie verwenden den Konjunktiv.
Benjamin Franklin beherrschte die Kunst, andere Menschen für seine Argumente zugänglicher zu machen, indem er seine Meinung als die Meinung Dritter präsentierte. Dazu wählen Sie beispielsweise Formulierungen wie "Ich habe von einer Person gehört, dass..." oder "Wie würden Sie reagieren, wenn jemand behauptet, dass..." oder "Manche sehen es so, dass..." oder "Es gibt das Gerücht, dass...". Sie nehmen so eher eine Haltung des neugierig Fragenden an, anstatt die der Verteidigung Ihrer eigenen Positionen.
Nachfolgend haben wir in neun Schaubildern typische Verhaltensweisen dargestellt, die engstirnige Menschen im Vergleich zu weitsichtigen haben.
Hier geht es zwar um Karrieren, die auch davon abhängen, ob jemand eben engstirnig ist oder weitblick hat. Das wiederum hängt sicher auch damit zusammen, ob jemand gelernt hat, in die Weite zu sehen oder ob er lieber in seiner eigenen Welt geblieben ist, die ihm sicher und angstfrei vorkommt.
Aber auch im Privatleben oder im Forenleben kann Engstirnigkeit schwierig werden, und zwar immer dann, wenn eine Meinung hartnäckig vertreten wird, ohne auf Argumente aus anderer Sicht einzugehen. Das macht es letzten Endes unmöglich zu diskutieren und ein Thema von verschiedenen Aspekten her zu sehen. Das finde ich schade, weil dadurch ein Thema immer enger wird und Interessierte das Interesse verlieren können.
Um es mit Gerald Hüther zu sagen:
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Das Gehirn wird so, wie und wofür man es mit Freude und Begeisterung benutzt. Das ist die wohl wichtigste Erkenntnis, die die Hirnforscher in dem letzten Jahrhundert zutage gefördert haben.
Statt uns gegenseitig ständig mit Abwertungen und Hinweisen, was alles nicht geht zu entgeistern, müssten wir also versuchen einander einzuladen, zu ermutigen und zu begeistern, immer wieder neue, günstigere Erfahrungen mit uns selbst, mit anderen Menschen und mit all dem, was uns umgibt, zu machen....
Einen schönen Sonntag !
Grüsse,
Oregano
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Interessieren Sie sich für die Gedanken und Meinungen Ihres Gegenübers ohne sie zu bewerten.