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Welche Gemeinden sollen sich im Zentrum Freiburgs zusammenschliessen? Am heutigen Sonntag sagen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der beteiligten Gemeinden erstmals, was sie sich wünschen.
Die neun Gemeinden Avry, Belfaux, Corminboeuf, Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne diskutieren seit Jahren über eine Fusion. Ihre Einwohnerinnen und Einwohner können am 26. September an der Urne sagen, ob sie damit einverstanden sind, dass sich ihre Gemeinde weiterhin am Fusionsprozess beteiligt. An der Konsultativabstimmung nehmen auch die Beobachtergemeinden Grolley und Pierrafortscha teil; La Sonnaz und Neyruz verzichten darauf.
Nicht bindendes Resultat
Nach der nicht bindenden Abstimmung vom heutigen Sonntag haben die Gemeinden einen Monat Zeit – falls erwünscht –, um ihr Austrittsgesuch aus dem Fusionsperimeter zu deponieren. Die konstituierende Versammlung befindet darüber am 25. November. Beim Festlegen des definitiven Perimeters schaut sie nicht nur auf das Abstimmungsergebnis, sondern auch auf die Stimmbeteiligung, die Argumente in den Debatten und auf die Einstellung der Gemeinderäte.
Neuntgrösste Gemeinde
Mit knapp 75’000 Einwohnerinnen und Einwohnern wäre Fribourg-Freiburg die neuntgrösste Schweizer Gemeinde. Der prognostizierte Steuerfuss soll zwischen 72 und 75 Rappen pro Franken Kantonssteuer betragen. Der Gemeinderat der fusionierten Gemeinde ist als Gremium mit sieben Mitgliedern im Vollzeitpensum geplant.
Um die Gemeinderatsmitglieder zu bestimmen, schlägt die konstituierende Versammlung die Bildung von fünf Wahlkreisen vor: Freiburg (drei Sitze); Villars-sur-Glâne, Marly; Wahlkreis Nord (Belfaux, Givisiez und Granges-Paccot) und Wahlkreis West (Avry, Corminboeuf und Matran) (je ein Sitz). Im Generalrat sollen 80 Mitglieder sein. Jede bisherige Gemeinde erhält einen Sitz pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dabei wird die Zahl so eingeschränkt, dass keine Gemeinde 50 Prozent oder mehr der Sitze haben kann.
Die definitive Abstimmung über die Fusion ist Ende 2022 geplant.