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Die Scheidhalde in Tomils ist ein Trockenstandort von nationaler Bedeutung. Durch ihre speziellen Eigenschaften wie Südexposition, rund vierzig Grad Neigung und hohe Wasserdurchlässigkeit leben dort zahlreiche seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Einige davon sind Echtes Federgras, Französischer Tragant und Enzianbläuling. Das Gebiet wird durch Pro Natura Graubünden offen gehalten und gepflegt.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Gebiet mit Ziegen beweidet, um ca. 1900 wurde dort noch geheut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Nutzung der Fläche aufgegeben und erst 1998 wieder aufgenommen. Bis 2011 weideten wieder Ziegen, und im letzten Jahr entschloss sich Pro Natura, erneut zu mähen. Die Zivildiensleistenden des Naturnetzes Graubünden schnitten Sträucher und Bäume bodennah ab, um das Mähen zu vereinfachen. Haselsträucher mit grossen Wurzelstrünken wurden mit Hilfe eines „Habeggers“ (Gerät, mit dem man mit vielfacher Hebelwirkung grosse Lasten ziehen kann) kurzerhand mit Stumpf und Stiel ausgerissen. Ausserdem wurde der alte, am Hangfuss verlaufende Weg freigelegt, um das anfallende Heu abtransportieren zu können.
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