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Für Frauen mit einem rezidivierten, platinresistenten Ovarialkarzinom sind die Behandlungsoptionen beschränkt. In der Studie AGO-OVAR wird geprüft, ob die Zugabe des Wirkstoffs Atezolizumab zur Standardtherapie mit Chemotherapie und Bevacizumab das Überleben der Patientinnen verlängert.
Das Ovarialkarzinom ist in der Schweiz die fünfthäufigste Krebs-Todesart bei Frauen (5,5% aller Krebs-Todesfälle bei Frauen). Bei mehr als 70% der Patientinnen wird Ovarialkrebs in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, und nur 40% können geheilt werden. Obwohl in den letzten Jahren bei der Therapie des Ovarialkarzinoms Fortschritte gemacht wurden, ist das Gesamtüberleben nur leicht angestiegen. Aus diesem Grund besteht ein grosser Bedarf an wirkungsvollen Behandlungen des fortgeschrittenen resp. rezidivierten Ovarialkarzinoms.
Studientherapie mit Zugabe von Atezolizumab
In der Studie AGO-OVAR wird untersucht, ob die Zugabe von Atezolizumab zur Standardtherapie mit Bevacizumab und Chemotherapie bei Patientinnen mit einem rezidivierten, platinresistenten Ovarialkarzinom einen Überlebensvorteil bringt. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass die Kombination eines Angiogenese-Inhibitors (Bevacizumab) und eines Immuntherapeutikums (Atezolizumab) in der Tumortherapie einen klinischen Nutzen bei akzeptabler Verträglichkeit haben könnte. Aus diesem Grund wird diese Kombination nun in AGO-OVAR geprüft. An der Studie werden rund 200 Zentren weltweit, darunter 13 Zentren in der Schweiz, teilnehmen mit dem Ziel, 664 Patientinnen einzuschliessen.
An der Studie können Patientinnen mit Ovarialkarzinom teilnehmen, bei denen nach der ersten oder zweiten platinbasierten Chemotherapie innerhalb von weniger als sechs Monaten ein Tumorrezidiv aufgetreten ist (= Definition für platinresistenten Tumor) oder die nach der dritten Chemotherapie ein Tumorrezidiv erleben.