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Die Regierung genehmigt ein Projekt zur Korrektion der Oberalpstrasse in Laax. Auf dem rund 840 Meter langen Abschnitt zwischen den Anschlüssen Marcau und Seehof ist die Strasse schmal und entspricht nicht dem Regelquerschnitt gemäss Strassenbauprogramm. Für Radfahrende ist der bestehende Querschnitt gefährlich.
Die Ausdehnung des Strassenbereichs mit einseitigem Radstreifen in Richtung Flims erfolgt hauptsächlich talseitig, wie die Standeskanzlei des Kantons Graubünden am Donnerstag mitteilte. Dies ist aufgrund der topografischen Verhältnisse und der bergseitigen Bebauung nötig. Durch die Verbreiterung entstehen neue Stützkonstruktionen. Teil des Projekts bildet auch der Bau von neuen Gehweganlagen durch die Gemeinde Laax. Im Bereich des Anschlusses Marcau ist ein neuer bergseitiger Gehweg entlang der Hauptstrasse vorgesehen. Der Gehweg zwischen den Anschlüssen Marcau und Seehof wird durchgehend talseitig entlang der Kantonsstrasse geführt. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 14 Millionen Franken. Der Anteil der Gemeinde Laax beträgt rund eine Million Franken. Darin enthalten sind die Kosten für den Linksabbiegestreifen, die Gehwege, die Bushaltestelle und den Schneeabladeplatz.
Im Auftrag des Tiefbauamts wurde, koordiniert mit dieser Strassenkorrektion, auch ein Lärmsanierungsprojekt für die Oberalpstrasse und die Falerastrasse (beides Kantonsstrassen) sowie für verschiedene Gemeindestrassen in der Gemeinde Laax ausgearbeitet. Dieses separate Projekt wird ebenfalls von der Regierung genehmigt. Unter anderem erteilt sie damit die Bewilligung zur Herabsetzung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit auf der Oberalpstrasse zwischen dem Kreisel Lag Isla und der Kreuzung Via Runs auf Tempo 50. Ausserdem wird auf der Via Murschetg ab dem Kreisel beim Lag Isla bis zum Hotel Signina die Höchstgeschwindigkeit künftig auf Tempo 60 reduziert. Im Weiteren werden im Rahmen des Projekts punktuell vorhandene Strassenbeläge durch lärmmindernde Beläge ersetzt und bei einigen Objekten Schallschutzfenster eingebaut. Die Gesamtkosten dieses Lärmsanierungsprojekts sind mit rund 92 500 Franken veranschlagt.
Im aktuellen Zustand liegen entlang der beiden Kantonsstrassen im Gebiet der Gemeinde Laax 54 Überschreitungen des sogenannten Immissionsgrenzwertes (IGW) vor (888 Personen betroffen). In 27 Fällen wird der Alarmwert (AW) erreicht oder überschritten (454 Personen betroffen). Entlang der untersuchten Gemeindestrassen liegen keine Übertretungen des IGW vor.
(Bild: zVg)