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Artikel MAZ
1887 eröffnete die damalige «Dachpappi», die C. F. Weber AG, an der Bahnlinie östlich des Bahnhofes ihren Betrieb. 1907 folgte in deren Nachbarschaft die Firma Th. Haass AG. Damit begann in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs das «Industriezeitalter» in Muttenz.
|Dienstag, den 14. November 1905:

Abends ca. 1/2 8 Uhr ertönte das Sturmgeläute. In der Dachpappefabrik war Feuer ausgebrochen. Dasselbe konnte dank der raschen Hülfe der Feuerwehr wenigstens so eingedämmt werden, dass die benachbarten Gebäude verschont blieben. Glücklicherweise herrschte Windstille. Der Brand war entstanden durch Übersieden des Schwefelkessels.
Pfarrer Johann Jakob Obrecht, Chronik von Muttenz 1904-1912, Muttenzer Schriften 4, S. 47
Gegründet wurde die Firma C. F. Weber für die Verarbeitung von Teerprodukten aus der Chemie- und Gasindustrie. 1934 wurde sie in Chemisch-Technische Werke überführt. Mit der Zunahme der Bedeutung des Automobils begann die Verarbeitung des Erdölproduktes Bitumen. 1968 wurde die Firma von der Sika übernommen. Nach der Ausgliederung 1998 gründete die Firma Prodo in Muttenz die CTW Strassenbaustoffe AG. Heute ist die Firma schweizweit das führende Unternehmen für die Herstellung bituminöser Strassenbaustoffe.
Eindrucksvoll ist das zum Werk gehörende Hochkamin. Architektonisch wertvoll ist das von den Burckhardt-Architekten entworfene und unter Schutz stehende ehemalige Verwaltungsgebäude von 1957 (heute EOTEC).
Helen Liebendörfer und Hanspeter Meier in Zusammenarbeit mit den Museen Muttenz
Weitere Einzelheiten findet man unter
Dachpappi - Chemisch-Technischen Werke Muttenz (CTW)