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überarbeitet am 28.9.2010

Dreifachsuper
ZF 45 MHz, 2 - 3 MHz, 455 kHz
Digitalanzeige, 1 kHz
AM, USB/LSB

Sensitivität
AM < 2 uV, SSB <0,7 uV
Selektivität -6 dB/ -50 dB
3 / 6 kHz
Abschwächer, Noise limiter, Preselektor
Uhr, Timer
Er ist schon ein älteres Möbel, das nach
einigen, im folgenden beschriebenen Änderungen und sorgfältigem
Neuabgleich seinem Besitzer noch lange Freude bereiten können wird.
1 ) R6 (68 Ohm) beim Antenneneingang
ersatzlos entfernen, um Verkoppelungen zwischen MW (dem BC Eingang) und
den anderen Bereichen zu verhindern. Beachten Sie, daß etwaige
Langwellenantennen an den Kurzwellenantenneneingang anzuschliessen sind -
der BC Eingang dient nur für MW.
2) C 101 an der HF-Platine von 10nF auf 1nF ändern, um die Selektivität
des Preselektors zu erhöhen.
3) C 112 auf der HF Platine von 10 nF auf 470pF ändern, um Mischerrückwirkungen
zu reduzieren.
4) R 107 (100 Ohm) und / oder den weiss/grauen Draht zwischen HF-Platine
und Schalter S1(e) ersatzlos entfernen, um Empfindlichkeit in Band C zu
erhöhen.
5) C 117 auf der HF-Platine von 33pF auf 4pF ändern, um Empfindlichkeit
in den Bändern A und B zu erhöhen. C 117 ist mit Schalter S1 (e) durch
einen abgeschirmten grauen Draht verbunden.
6) C 127(10nF) auf der HF-Platine auf 120pF ändern, um Einstreuungen in
die 2. ZF zu verhindern.
7) C 401 auf der ZF-NF Platine von 10nF auf 470pF ändern, um
Einstreuungen in die 2. ZF zu verhindern.
8) C 406 auf der ZF-NF Platine von 10nF auf 120pF ändern, um Mischerrückwirkungen
des 3. Mischers zu reduzieren.
9) Die beiden Keramikfilter, ein LFC-3 für schmal, und ein LFC-6 für
breit habe ich gegen ein LFC-2A (NTK) in Stellung schmal und ein CFS 4551
(MURATA) ausgetauscht, so daß nun die Bandbreiten von 2,2 und 4 kHz zur
Verfügung stehen. Für erhöhte Anforderungen läßt sich auch das FL-44A
von ICOM als schmales Filter verwenden, es muß allerdings wegen seiner Größe,
wie das CFS4551 auch, an der Folienseite der ZF-NF Platine angelötet
welden, und ist ziemlich teuer. Daher lohnt es sich nur dann, wenn
vorwiegend CW, SSB, oder RTTY empfangen wird, oder das Gerät vorwiegend für
DX im Tropenband verwendet wird.
10) C 418 auf der ZF-NF Platine, der zwischen T 404 und dem Platinenrand
liegt, habe ich von 10 nF auf 1 nF geändert, um die Güte des mit T 404
abgestimmten Kreises, der für die Trennschärfe wesentlich ist, zu erhöhen.
Man sollte auch noch kleinere Werte versuchen, dann besteht aber die
Gefahr, daß dieser Kreis zu schwlngen beginnt. Da dies bei verschiedenen
Geräten bei verschiedenen Kondensatorwerten eintritt, empfehle ich, mit
470pF zu beginnen, und den Kondensator einen Schritt in der Normenreihe größer
zu dimensionieren, als jenen, bei dem die Stufe zu schwingen beginnt -
etwas Experimentieren zahlt sich hier aus.
11) Um in AM zwei Bandbreiten zur Verfügung zu haben, habe ich am
Schaltersegment S2e, durch das CF 02 mittels einer weiss/orangen und CF 01
mittels einer weiß/blauen Steuerleitung aktiviert wird, die Verbindung
zwischen den Anschlüssen AM und AM ANL aufgetrennt und den Anschluß AM
ANL mit der weiß/orangen Steuerleitung verbunden, wodurch nun in AM ANL
zusätzlich zum Störbegrenzer das schmale Filter geschaltet ist. Wenn man
auch für die breite Stellung den Störbegrenzer aktivieren will, sind
lediglich auf S2a die Punkte AM ANL und AM zu verbinden.
12) Zur Anpassung des NF-Frequenzganges habe ich C 467 (1OO uF), der sich
an der rechten hinteren Ecke der ZF-NF Platine befindet, auf 47 uF geändert,
um die Bässe abzusenken. Dem Kondensator C1 (1OO nF), der direkt an den
Klangregler V1 angelötet ist, habe ich 470uF parallel geschaltet, um den
Klangregelbereich zu erweitern. Vor der Zweitlautsprecherbuchse J5 habe
ich einen 47uF Elko gegen Masse gelegt, um das Rauschen zu reduzieren. Aus
dem gleichen Grund ist der von C467 an der Folienseite der ZF-NF Platine
abgehende weiße Draht mit 1u5 gegen Masse gelegt worden, um auch im Kopfhörer
eine Rauschverminderung zu erzielen.
13) Besonders Benutzer schmalbandiger Betriebsarten werden folgenden
Vorschlag zur Erhöhung der Stabilität schätzen, indem der VFO dauernd
versorgt wird, und sich daher nach einiger Zeit thermisch selbst
stabilisiert. Die Oszillatorstromversorgung erfolgt über einen orangen
Draht, der an der Folienseite der ZF-NF Platine angelötet ist. Durch Einfügen
zweier Si-Universaldioden und Herstellen einer Verbindung mit TP10 auf der
Regelplatine PB - 1704A, sowie Verwendung eines Elkos zur zusätzlichen
Siebung (jeder Wert zwischen 100 uF/ 10 V und 10uF/ 10V ) ist möglich,
wird nun bei abgeschaltetem Gerät der VFO über TP 10 weiter versorgt. In
abgeschaltetem Zustand liegen nun 7,5V, bei eingeschaltetem Gerät 8,4V am
VFO an.
14) Einige Exemplare des FRG-7000 haben die Eigenschaft, daß sich der
Hauptabstimmknopf nach dem Auslassen selbst noch geringfügig dreht, was
offensichtlich auf etwas zu starke Federn, mit denen die Zahnsegmente des
Abstimmkondensators gegeneinander verspannt sind, zurückzuführen ist.
Abhilfe schafft eine unter den Abstimmknopf gelegte Filzscheibe als
Bremse, die durch Verstellen des Abstandes zwischen Abstimmknopf und
Frontplatte so einzustellen ist, daß sie beim Durchdrehen nicht allzusehr
hindert, Eigenbewegungen aber ausgeschaltet werden.
15) Um HF-Probleme zu vermeiden, habe ich die Dioden D01 und D02 an der
Reglerplatine PB-1704A mit je einem Kondensator von 10 nF, aufgelötet auf
TP03 und der Kathode von D01, sowie TP04 und der Kathode von D02, überbrückt.
16) Zwecks Abschirmung habe ich auch die Gehäuse der drei Quarze (zwei
auf der ZF-NF Platine, und einer in der BPF UNIT) auf Masse gelötet, und
den Deckel der OSC UNIT, der nur mit Klebeband befestigt ist, an zwei
gegenüberliegenden Eckpunkten an das Gehäuse gelötet.
17) Ich empfehle auch, ein Netzfilter nachzurüsten, für das in der Nähe
der Netzkabeleinführung genügend Platz zur Verfügung steht,so daß
keine Einschränkung hinsichtlich einer speziellen Type besteht.
18) Wie immer nach einem gemäß den Angaben im - leider ungenauen und
unvollständigen - Betriebshandbuch sorgfältig durchgeführten
Neuabgleich ist noch das Metallgehäuse mittels einem am umgebörtelten
hinteren Rand angelöteten Drahtstückes mit der Masseklemme zu verbinden,
um abschirmend wirken zu können.
© Georg Lechner, wwh 11 / 1986