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Bildung ist vor allem Selbstbildung und die möglichst harmonische Entwicklung der ganzen Person, könnte man angelehnt an die klassische Bildungsphilosophie behaupten. Gegenwärtig wird von Bildung aber oft nur noch unter oberflächlicher oder gänzlich sachfremder Nutzung des Begriffs im Zusammenhang von Schule und Universität geredet. Die Anthologie versammelt Texte von Herder über Schiller, von Humboldt, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche und Adorno bis hin zu Foucault, Koselleck, Rorty und Butler zu den Themen klassischer Bildungsbegriff, Kulturkritik und Überwindung von Entfremdung, Kritik einer falschen Bildung im Namen des Lebens sowie der Problematik um Halbbildung und Unbildung – um Orientierung für eine Diskussion zu geben, was Bildung ist und was sie sein könnte.
Portrait
Heiner Hastedt lehrt Philosophie an der Universität Rostock. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen angewandte Ethik, Kulturphilosophie und Anthropologie. Seine bisher veröffentlichten Bücher beschäftigen sich unter anderem mit dem Verhältnis von Körper und Geist, der ethischen Einschätzung neuer Technologien und dem modernen Individualismus.