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<h2>SubmittedText<h2><p>Mit dem Auslaufen des spezifischen Förderprogramms Do Research (Dore) zugunsten der Forschung an den Fachhochschulen (FH), namentlich in den GSK-Bereichen (Gesundheit, soziale Arbeit und Kunst), per Ende 2011 verschärft sich die Finanzierungsproblematik für die Forschung der sozialen Arbeit. Davon sind auch die Bereiche Kunst, Gesundheit, angewandte Psychologie und angewandte Linguistik sowie die pädagogische Hochschule betroffen, die kaum in den Genuss finanzieller Unterstützung durch die KTI kommen können. Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass die Integration des spezifischen Förderprogramms Dore zugunsten der Forschung an den FH in die allgemeine Projektförderung des SNF die Finanzierungsproblematik für die Forschung in den Bereichen der sozialen Arbeit, der Kunst, Gesundheit, angewandten Psychologie und angewandten Linguistik sowie der pädagogischen Hochschulen verschärft?</p><p>2. Ist er bereit, die Problematik der Unterfinanzierung von Forschung an den FH insbesondere in den Bereichen GSK im Rahmen der BFI-Botschaft zu thematisieren und dafür Lösungen vorzuschlagen?</p><p>3. Ist er bereit, sich dafür einzusetzen, dass auch die Kantone als Träger der FH ihre Verantwortung für die finanzielle Unterstützung der Forschung an den FH verstärkt wahrnehmen?</p><p>4. Ist er bereit, sich dafür einzusetzen, dass für den FH-Mittelbau verbesserte Möglichkeiten zur Promotion bestehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Das seit 2004 beim SNF angesiedelte Förderungsinstrument Dore für praxisorientierte Forschung an den Fachhochschulen (GSK-Bereiche) und den pädagogischen Hochschulen, welches bereits seit 2000 den Kompetenzaufbau in anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung der damals noch in kantonaler Zuständigkeit stehenden GSK-Bereiche fördert, wird ab 2012 in die normale Projektförderung integriert. Die meisten dieser Bereiche brauchen nach abgeschlossener Aufbauphase und der Überführung in die Bundeskompetenz gegenüber den klassischen Disziplinen der Grundlagenforschung kein spezielles Förderprogramm mehr. Für sie bestehen bei der Evaluation keine abweichenden Kriterien bezüglich der wissenschaftlichen Exzellenz der Projekte. Zudem wird der SNF vorsehen, dass Gesuche mit Anwendungskomponenten ergänzend ein spezielles Label erhalten, damit diese bei der Evaluation berücksichtigt und die Gesuche/Projekte gesondert beobachtet werden können. Sie können deshalb ab 2012 im Rahmen der normalen Projektförderung gefördert werden. Der Bundesrat sieht vor diesem Hintergrund keine Verschärfung der Finanzierungsproblematik für die Forschung in den Bereichen GSK.</p><p>2. Gemäss Fachhochschulgesetz und dem zwischen dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) und der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren verabschiedeten Master-Plan Fachhochschulen 2008-2011 ist der Einsatz der staatlichen Mittel auf die Ausbildung und die Forschung konzentriert. Insbesondere in den Bereichen GSK kann festgestellt werden, dass sich die Forschung in den letzten zwei Jahren überdurchschnittlich entwickelt hat. Von 41 Millionen Franken im Jahr 2007 haben sich die Aufwendungen auf 67 Millionen Franken im Jahr 2009 erhöht, was eine Steigerung von über 63 Prozent bedeutet. Im Durchschnitt über alle Fachbereiche beträgt der Anteil der Forschung berechnet am Total der Betriebsaufwendungen 20 Prozent. Die Entwicklung der einzelnen Fachbereiche ist dabei unterschiedlich. Der entsprechende Anteil der Forschung im Fachbereich soziale Arbeit betrug im Jahr 2009 bereits über 15 Prozent. Die Forschung im Fachbereich Musik, Theater und andere Künste wird als eine der Massnahmen im Rahmen der Master-Planung Fachhochschulen in den Jahren 2010/2011 noch spezifisch gefördert. Bereits in der BFI-Botschaft 2008-2011 sowie in der BFI-Botschaft 2012 ist weiterhin ein Ausbau der Forschung an den Fachhochschulen vorgesehen.</p><p>3. Die Kantone als Träger der Fachhochschulen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und nehmen diese insbesondere auch in der finanziellen Unterstützung der Forschung wahr. Im Bereich GSK haben sie im Jahr 2009 einen Beitrag von 45 Millionen Franken geleistet, was einem Anteil von 67 Prozent der Forschungsaufwendungen entspricht.</p><p>4. Zum spezifischen Profil einer Fachhochschule gehört das Angebot von praxisorientierten und berufsqualifizierenden Bachelor-Studiengängen. Zudem führen die Fachhochschulen eine begrenzte Anzahl von Master-Studiengängen. Die Doktoratsstufe wird an den Fachhochschulen nicht angeboten. Diese wird an den universitären Hochschulen angeboten. Der Bundesrat setzt sich für einen durchlässigen und transparenten Hochschulraum ein und begrüsst daher die Zusammenarbeit zwischen den Fachhochschulen, den Universitäten und den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen, welche es auch Assistierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitenden mit einem Fachhochschul-Master-Abschluss erlaubt, bei ausreichender wissenschaftlicher Qualifikation zum Doktoratsstudium zugelassen zu werden.</p>  Antwort des Bundesrates.