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Dass wir die Zeit im Herbst zurück stellen, weiss beinahe jedes Kind. Letztes Wochenende durften wir also mit gutem Gewissen eine Stunde länger im kuschlig warmen Bett verbringen. Ausgeschlafen interessiert uns dann doch noch: Wie kam es zu der Zeitumstellung und welche Begleiterscheinungen gehen damit einher?
„Mitschuldig“ für die Zeitumstellung ist unter anderem der Erfinder Benjamin Franklin. 1784, erwähnte er in einem Bericht, dass das ausgedehnte Nachtleben Energie durch künstliches Licht vergeude. Er schlug vor, die Leute früher zu wecken, um abends das Kerzenlicht zu sparen. Seine Idee wurde jedoch erst am Anfang vom 20. Jahrhundert umgesetzt und die Zeit im Sommer um eine Stunde vorgestellt. Das Ziel: Mit der Zeitumstellung soll das Tageslicht effizienter genutzt und somit Energie gespart werden.
- Grossbritannien: Während in grossen Teilen Europas die Zeitumstellung zwischenzeitlich wieder abgesetzt wurde, hielt Grossbritannien daran fest.
- Kanada und Vereinigte Staaten: In den beiden Nordamerikanischen Ländern waren die Zeiten sogar nur regional und lokal geregelt. Dies führte zu unterschiedlichen Zeitzonen innerhalb einer Stadt.
- Schweiz : Die Sommerzeit wurde zu Integrations- und Harmonisierungszwecken 1977 europaweit eingeführt. 1980 schaffte die Schweiz die Sommerzeit ab und wird damit zur „Zeitinsel“. Nur ein Jahr später schloss sich die Schweiz als letztes mitteleuropäisches Land der Regelung an.
- Russland: Nach 3-Jähriger Dauersommerzeit kehrt Russland vor drei Jahren zur durchgehenden Winterzeit zurück.
- Island: Durch die Lage im hohen Norden geniesst Island in den Sommermonaten viel Sonnenschein und verzichtet daher auf die Umstellung der Uhren.
Die Sommerzeit bezeichnet man als „Mitteleuropäische Sommerzeit“, sie ist eine Abweichung der Normalzeit – inoffiziell auch „Winterzeit“ genannt. Die Umstellung erfolgt jeweils am letzten Sonntag im März bzw. im Oktober.
Die Auswirkung der Zeitumstellung auf den menschlichen Organismus kann mit einem Mini-Jet-Lag verglichen werden. Die Anpassung an die neue Zeit erfolgt in der Regel mehr oder weniger problemlos in wenigen Tagen. Kühe scheinen mehr Probleme mit der Zeitumstellung zu haben. So geben diese während der ersten Wochen rund 10% weniger Milch, bis sie sich an die frühere Melkzeit gewöhnt haben. Ausserdem steigt die Gefahr von Wildunfällen im Strassenverkehr. Die Wildtiere suchen ihre Nahrung normalerweise in der Morgendämmerung – mit der Zeitumstellung sind während dieser Tageszeit mehr Autos auf den Strassen unterwegs.
Na was denn nun? Die Zeitumstellung sorgt bei vielen für Verwirrung; wird die Zeit jetzt vor- oder zurückgestellt? Hier einige Eselsbrücken, um für die nächste Zeitumstellung gewappnet zu sein: Die Zeit wird immer Richtung Sommer gestellt: im Frühjahr vor und im Herbst zurück. Auch herrschen im Frühling eher Plustemperaturen (vor) und im Winter Minustemperaturen (zurück), deswegen stellen wir die Gartenmöbel im Sommer vor das Haus und zu guter Letzt wird die Zeit im Herbst nach hinten gestellt und im Frühling vorgerückt. Wenngleich diese Eselsbrücke grammatikalisch nicht ganz korrekt ist :-).
Ein Wundermittel gegen den Zeitumstellungs-Jet-Lag gibt es leider nicht. Mit folgenden einfachen Tricks helfen Sie Ihrem Körper, sich schnell an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Am besten nehmen Sie die Mahlzeiten etwas später resp. früher ein und verschieben die Schlafenszeit nach hinten oder vorne. Gegen die Müdigkeit nach der Umstellung hilft ein Spaziergang an der frischen Luft.
Vorsicht, viele Uhren stellen sich mittlerweile von selbst ein, Küchen-, Auto- oder analoge Uhren müssen jedoch manuell angepasst werden. Dies kann für Verwirrung oder auch für lustige oder nervige Erlebnisse sorgen. Etwa wenn die Autouhr noch die Winterzeit anzeigt und man eine Stunde zu spät auf dem Fussballplatz erscheint… Kennen auch Sie solche Situationen? Wir freuen uns auf Ihre Geschichten.
Fazit: In den Wintermonaten bleibt man am besten dauerhaft eine Stunde länger liegen und lässt es sich in einem Traumbett von roviva gut gehen:-)