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Die Reblaus
Die Gründung des Pfropfhüsli hat mit dem Auftauchen eines kleinen Schädlings mit grosser Wirkung zu tun: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ereignete sich im europäischen Weinbau eine wahre Katastrophe.
Aus Amerika wurde die Reblaus eingeschleppt, von Südwesten her eroberte dieser Schädling innert weniger Jahrzehnte Rebberg um Rebberg. Auch am Bielersee hiess es bald: „Oh Graus, die Laus!“ In allen Weingebieten wurde eifrig geforscht, wie man dem Übel begegnen könnte. Auf einem Kongress in Beaune schlug der Weinbauer Gaston Bazille die Methode vor, die Oberteile (Edelreiser) von Europäer-Reben auf die Unterteile (Wurzelstöcke) von reblausresistenten Amerikaner-Reben aufzupfropfen. Das lag eigentlich nahe, denn aus Amerika war die Laus gekommen, und dort ging es den Reben nach wir vor gut.