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Wer meint, die Schweizer Armee hätte nebst dem jährlichen Verbraten von Milliarden von Franken nichts zu tun, der irrt sich. Unsere Soldaten werden gebraucht!
Beispielsweise letzten Juni, während dreier Tage am Jodlerfest in Interlaken: Bühne aufbauen, Bühne abbauen. Darauf folgen ebenso gewichtige Bühnen-Einsätze am eidgenössischen Schützenfest in Aargau und natürlich an derTour de Suisse: Geländer aufbauen, Geländer abbauen. Im August das Trachtenfest - der Zirkus fängt von neuem an. Nach kurzer Verschnaufpause folgt für die Soldaten der Auf- und Abbau des Schwing- und Älperfest. Die Armee im Einsatz: 11'000 geleistete Diensttage. Dutzende weitere Anlässe folgen.
Dann kommen die besonders harten Wintermonate. Neben dem zum Alltag gewordenen Bühnen-Auf-und-Abbau, sorgt die Armee an Skirennen für die bestpräparierten Pisten der Welt. Die Rennen werden nur noch durch den WEF-Grosseinsatz getoppt, bei dem es sich die Armee zur Staatsaufgabe gemacht hat, die Reichen und Mächtigen mit 3000 Soldaten zu beschützen. Während des WEF meinte Mario Cantieni, Chef der Bodentruppen, dass die besonderen Herausforderungen in den Unmengen von Schnee liegen. Der Auf- und Abbau von Bühnen und Gittern, das präparieren von Schnee - die Armee würde gerne noch mehr machen und schreibt auf ihrer Internetseite, dass sie leider aus ressourcentechnischen Gründen nicht alle Anlässe von «nationaler Bedeutung» unterstützen könne.
Dass die Armee durch den Einsatz an privaten Anlässen an ihre Grenzen stösst, zeigt sich wohl am besten darin, dass die Soldaten nicht mal mehr Zeit finden, sich selber und ihre Logistik zu schützen. Dafür stellt das Militär dann private Sicherheitsfirmen an.
Wer meint, die Schweizer Armee hätte nebst dem jährlichen Verbraten von Milliarden von Franken nichts zu tun, der irrt sich. Unsere Soldaten werden gebraucht!