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Geschnittener, loser Tabak wird bereits im Feeder („Zusetzer“) aufgelockert und über eine Rohrleitung zur Weiterverarbeitung in den Vorratsbehälter der Zigaretten-Maschine gesaugt. Durch das Ansaugen werden dieTabakfasern zu einem gleichmäßigen Tabakstrang vorgeformt und auf das Strangpapier gebracht. Dieses wirdanschließend verleimt und der dadurch entstandene „endlose” Tabakstrang wird in gleiche Zigaretten-Stöcke geschnitten. Je zwei Zigaretten-Stöcke und ein vorgeschnittener Filterstab werden mit Tipping Paper umwickelt, verklebt und in der Mitte durchgeschnitten – fertig ist die Filterzigarette. Elektronische Messeinheiten zwischen den Arbeitsschritten garantieren exakt gleiche Tabak-Mengen, Feuchtigkeitswerte und Zugwiderstände. Der Feeder lockert den Tabak auf und sorgt für die optimale Weiterverarbeitung in der Strangmaschine. Ein gleichmäßiger Tabakstrang wird auf das Papier gebracht (eine Rolle Strangpapier ist 6.000 m lang).
Die Filterzigaretten werden entweder in Behälter abgefüllt oder sofort in die Verpackungseinheit weitergeleitet. In vorgegebener Stückzahl werden die Zigaretten mit einer Innenfolie umwickelt. So geschützt wird der Kragen und der Zuschnitt darum gefaltet und durch Leimpunkte verklebt. Auch hier kontrollieren Messgeräte die korrekte Stückzahl und Verarbeitung. Nach dem Aufbringen des Steuerzeichens werden die Packungen cellophaniert und in Stangen á 10 Stück konfektioniert, etikettiert und in Umkartons verpackt.
Bekannt wurde der etwas "andere" Rauchgenuss im Krimkrieg von 1853-1856. Französische und englische Soldaten lernten fern der Heimat die Zigarette als völlig neue Art des Rauchens kennen. In der Türkei, aber auch in Russland war es bereits Mode, fein geschnittenen Tabak in Papier zu schlagen und als Zigarette zu rauchen. Nach Kriegsende verzichteten die englischen und französischen Truppen nur ungern auf den gewohnt guten Geschmack der Zigarette. Schnell wurde dafür gesorgt, dass Londoner und Pariser Importeure die ersten Original-Zigaretten aus Petersburg und Konstantinopel einführten.
Die Anfänge der deutschen Zigarettenindustrie fallen in das Jahr 1862. Der deutsch-russische Fabrikant Josef Huppmann, dessen Firma "Compagnie Laferme" in St. Petersburg ansässig war, gründete eine Filiale in Dresden. Mit einer aus Russland eingeführten Tabakschneidemaschine begann er in mühevoller Handarbeit Zigaretten herzustellen. Sein geschmackvolles Produkt erfreute sich bald wachsender Beliebtheit und der Name "Laferme" sollte hierzulande zu einem jahrzehntelangem Synonym für die Zigarette werden. Doch das Rauchen einer Zigarette war lange Zeit ein Privileg der feinen Gesellschaft. Kaum ein anderer konnte sich sonst diesen besonderen Genuss leisten. Erst neue Techniken bei der Produktion machten es möglich das begehrte Gut in billiger Massenproduktion herzustellen. Ein Ende des Siegeszuges der Zigarette, der durch alle Schichten der Gesellschaft führte, ist auch bis heute noch nicht abzusehen.