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Geschichte
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Die Anfänge der geologisch-mineralogischen Sammlung
Die ältesten Exponate der Sammlung (Mineralien, Gesteine und Fossilien) stammen aus dem Naturalien-Cabinett der Stadt Zürich. Sie wurden zum Teil von frühen Naturwissenschaftlern wie Conrad Gessner (1516 bis 1565) und Johann Jakob Scheuchzer (1672 bis 1733) zusammengestellt. 1746 begann zudem die Naturforschende Gesellschaft in Zürich Material von naturwissenschaftlichem Interesse zu sammeln. Im Jahre 1838 wurden die Sammlungen dann an den Kanton Zürich verkauft und gingen anschliessend in den Besitz der Universität Zürich über.
Arnold Escher (1807 bis 1872), der erste Geologieprofessor in Zürich, zeigte ein grosses Interesse an der Erweiterung der Sammlung. Nach der Gründung des Polytechnikums schloss der Kanton Zürich im Jahre 1859 einen ersten Vertrag mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft ab mit dem Ziel einer gemeinsamen Verwaltung der Sammlungen. Aufgrund eines zweiten Vertrags aus dem Jahre 1905 gingen die Bestände der geologisch-mineralogischen Sammlungen in den Besitz der ETH Zürich über. Durch eine zusätzliche Vereinbarung (1909) ging schliesslich ein Teil des paläontologischen Sammlungsguts (hauptsächlich die Wirbeltiere) in den Besitz der Universität Zürich über.
Das Gebäude des Departements Erdwissenschaften
1912 bis 1916 errichtet der Zürcher Architekt Gustav Gull das neue Gebäude der Erdwissenschaften der ETH Zürich. Das Gebäude wurde von einer grosszügigen, viergeschossigen Lichthofhalle geprägt und beherbergte bereits kurz nach seiner Eröffnung die Sammlung der ETH. Lange Reihen von Pultvitrinen aus dunklem Holz besetzten den gesamten Lichthof, wo ein Grossteil der Sammlung gelagert und ausgestellt werden konnte.
Erhöhter Platzbedarf in den 1960er Jahren führte zu fundamentalen Umbauten unter der Regie von Alfred Roth. Ein großer Hörsaal, Auditorien und eine zweigeschossige Aufstockung verwischten weitestgehend die Charakteristika der ursprünglichen Architektur. Während des Umbaus wurde die Sammlung vorübergehend ausgelagert. Erst 1980 fand eine Neuaufstellung statt, diesmal in einem Einbau im Lichthof des E-Geschosses und seinen Umgängen. Der Lichthof selbst wurde für Sonderausstellungen genutzt.
Errichtung der Dauerausstellung focusTerra
Ziel der letzten umfassenden Sanierungsmassnahmen (2005 bis 2009) durch die Architektur- und Generalplanerunternehmung Itten-Brechbühl war eine formale Stärkung der kontrastierenden Bauphasen und Gestaltungswelten von Gull und Roth. Zugleich bot sich den Erdwissenschaftlern die einmalige Chance, eine neue Ausstellung zu planen und umzusetzen. Die inhaltliche Konzeption und die Gestaltung der Ausstellung wurde von Holzer Kobler Architekturen übernommen.
Das Herzstück der Ausstellung bildet der Ausstellungskörper im neu gestalteten Innenhof des Hauses; er setzt sich selbstbewusst in Gestalt und Form von dem bestehenden Gebäude ab. Gleichzeitig verbindet er sich jedoch auch mit dem Gebäude, da auf jeder der drei Ebenen an zwei Stellen der ungehinderte Blick an den Vitrinen vorbei zu den umliegenden Gängen des Gebäudes freigegeben ist.
Auf seinem Rundgang durch die übrigen Ausstellungsbereiche begegnet der Besucher weiteren faszinierenden Exponaten: Einer einzigartige Sammlung von Bergmodellen und geologisch bemalter Landschaftsreliefs, einem zwei Meter grossen Projektionsglobus, auf dem die Erde und ihre Prozesse dreidimensional und interaktiv dargestellt werden können, sowie einer Vielzahl von Videostationen, die einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte des Departements Erdwissenschaften ermöglichen.