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Was ist eine Zecke?
- Die Zecke ist ein Spinnentier.
- Die Zecke kommt in verschiedenen Arten in der ganzen Schweiz vor. Der Holzbock («Ixodes ricinus») ist die in der Schweiz am häufigsten auftretende Zeckenart.
- Die Zecke ist besonders im Frühling und Herbst aktiv. Um aktiv zu werden, benötigen Zecken Wärme und Feuchtigkeit.
- Die Zecke lebt vor allem im Unterholz und an Wald- und Wegrändern. Sie steigt von der Bodenschicht auf Pflanzen bis ca. 1,5 m über Boden.
- Der Lebenszyklus der Zecke wird in drei Stadien unterteilt: Larve (sechs Beine), Nymphe (acht Beine) und erwachsene Zecke (acht Beine).
- Um sich entwickeln zu können, benötigen Zecken in allen drei Stadien einmal Blut.
- Die Zecke befällt vorbeistreifende Tiere und Menschen; sie sucht sich dabei eine geeignete Körperstelle.
- Der Stich der Zecke erfolgt schmerzlos. Ist die Zecke fest mit der Haut verbunden, saugt sie während mehrerer Tage Blut.
- Zecken können u. a. die Erreger der Lyme-Borreliose oder/und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen.
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Sind Zeckenstiche gefährlich?
Zecken sind Überträger von verschiedenen Erregern, welche unterschiedliche Krankheiten hervorrufen können. Die zwei wichtigsten sind die Lyme-Borreliose und die Zeckenenzephalitis (Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME). Vorbeugende Massnahmen wie geschlossene Kleidung und Schuhe sowie Repellents (Zeckenschutzmittel) reduzieren das Risiko eines Zeckenstichs und damit das Infektionsrisiko. Die Lyme-Borreliose wird durch ein Bakterium übertragen, die FSME durch einen Virus. Die Lyme-Borreliose kann sofern frühzeitig erkannt mit Antibiotika behandelt werden, dagegen existiert für die FSME keine spezifische Behandlung. Die Impfung ist die einzige zuverlässige Methode, das Risiko in den Endemiegebieten vorsorglich zu minimieren.
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Was genau ist FSME?
- Auch Zeckenenzephalitis oder Frühsommer-Meningoenzephalitis genannt.
- Meningoenzephalitis bedeutet die Entzündung von Hirnhaut und Gehirn.
- Durch ein Virus verursacht (in bestimmten Regionen der Schweiz sind Zecken von diesem Virus befallen).
- Mittels Blutuntersuchung diagnostizierbar.
- Schwerer Krankheitsverlauf möglich.
- Schutzimpfung vorhanden.
- Keine Behandlung mit Antibiotika möglich, da viraler Erreger.
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Was genau ist die Lyme-Borreliose?
- Auch Lyme-Krankheit oder kurz Borreliose genannt.
- Durch das Bakterium «Borrelia burgdorferi» verursacht.
- Je nach Gegend sind 5 bis 50 Prozent der Zecken von diesem Erreger befallen.
- Infektion verläuft oftmals unbemerkt, da die Krankheit ganz unterschiedliche Verläufe aufweisen kann.
- Auch nach einer Infektion ohne Beschwerden können Antikörper im Blut nachgewiesen werden.
- Keine Impfung gegen Borreliose vorhanden.
- Behandlung mit Antibiotika sofern frühzeitig erkannt möglich.
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Wie schütze ich mich vor Zeckenstichen?
- Meide Orte mit potenziellem Zeckenkontakt: Wald- und Wegränder, Gestrüpp, Unterholz, Gräser und Farne bis 1,5 m Wuchshöhe und in Höhenlagen bis 2’000 m über Meer.
- Sei achtsam: Zecken sind im Frühling und Herbst besonders aktiv.
- Benutze ein Zeckenschutzmittel (Repellent) für Haut und Kleider.
- Trage geschlossene, bedeckende und helle Kleider. Zecken sind auf hellen Kleidern besser erkennbar und können so noch vor einem möglichen Stich entfernt werden.
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Gegen was kann ich mich impfen lassen?
Zecken können in der Schweiz verschiedene Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Die zwei wichtigsten sind das Bakterium Borrelia burgdorferi, der Erreger der Lyme-Borreliose, und ein Virus, welches die Frühsommer-Meningoenzephalitis (auch Zeckenenzephalitis oder kurz FSME genannt) verursacht.
Während FSME durch ein Virus ausgelöst wird, wird die Lyme-Borreliose durch ein Bakterium verursacht. Gegen FSME existiert eine Schutzimpfung. Hingegen kann man sich nicht mit einer Impfung vor Borreliose und anderen durch Zecken übertragenen Krankheiten schützen.
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Wie entferne ich eine Zecke richtig?
Je länger eine Zecke Blut saugt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Borreliose-Erreger übertragen wird. Die Zecke ist möglichst schnell mit einer feinen Pinzette zu entfernen. Fass die Zecke mittels Pinzette direkt über der Haut und entferne die Zecke durch kontinuierliches Ziehen. Desinfiziere anschliessend die Stichstelle. Verwende niemals Öl, Nagellack, Alkohol oder Klebstoff, um die Zecke zu entfernen. Diese Mittel können die Übertragung von Erregern begünstigen.
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Was soll ich tun, wenn ich von einer Zecke gestochen worden bin?
Sollten nach einem Zeckenstich Symptome auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen. Im Falle einer Infektion mit dem Borreliose-Erreger kann es typischerweise zu einer sogenannten Wanderröte kommen, einer sich kreisförmig ausbreitenden Hautrötung. Nach genauer Abklärung verschreibt der Arzt eine Antibiotika-Behandlung, um den Erreger zu bekämpfen und den Befall anderer Organe zu verhindern. Nicht zu empfehlen ist hingegen eine vorbeugende Behandlung mit Antibiotika nach einem Zeckenstich, ohne dass Symptome bestehen. Kontaktiere unbedingt einen Arzt, wenn nach einem Zeckenstich Symptome auftreten, die an eine Borreliose oder eine FSME erinnern. Ein Zeckenstich gilt gemäss geltendem Recht als Unfall. Melde den Zeckenstich der Unfallversicherung, falls ein Arzt aufgesucht wird.
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Wann sind Zecken aktiv?
Die Zecke ist besonders im Frühling und Herbst aktiv. Um aktiv zu werden, benötigen Zecken Wärme und Feuchtigkeit. Das Risiko, von Zecken befallen zu werden, ist im Winter wesentlich kleiner als in den übrigen Monaten (März bis Oktober). Die Zeiten, in denen Zecken aktiv sind, können von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit von der klimatischen Lage ändern.
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Stellen Zecken in der ganzen Schweiz eine Gefahr dar?
In der Karte des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) werden die Daten des obligatorischen Meldesystems seit 1984 und die Resultate von Studien zu infizierten Zecken berücksichtigt. Die Gebiete mit Impfempfehlung für die FSME sind rot dargestellt. Die interaktive Karte erlaubt die Suche nach Gemeinde oder Postleitzahl.