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Der Ständerat hat eine Motion des Nationalrates bezüglich Kormoran abgeändert. In der Motion wurde gefordert, Berufsfischer für Kormoranschäden an ihren Netzen zu entschädigen, die Schonzeit der Kormorane zu verkürzen und die bestehenden Kormoranbestände zu regulieren. Wie vom Nationalrat bereits beschlossen, hat nun auch der Ständerat entschieden, die Schonzeit des Kormorans um einen Monat zu verkürzen. Zudem sollen Abschüsse an den Netzen der Berufsfischer erleichtert werden. Allfällige Schäden von Kormoranen an den Netzen der Berufsfischer sollen aber nicht entschädigt werden. Stattdessen werden mögliche Massnahmen zur Regulierung des Kormoranbestands geprüft.
Obwohl alle Brutkolonien des Kormorans an Seen liegen, sind laut einer BAFU-Statistik die Fischerträge sowohl der Berufs- wie auch der Anglerfischer an den Seen in den letzten Jahren nicht etwa zurückgegangen, sondern gestiegen. Es geht demnach bei dieser Motion eher darum, Schäden an den Netzen der Berufsfischer zu vermindern. Diese Schäden können allerdings zu den normalen Berufsrisiken gezählt werden, so die Meinung des Ständerates. Eine neue Studie der ZHAW zeigt ausserdem, dass die Schäden nicht allein dem Kormoran, sondern beispielsweise auch Raubfischen angelastet werden sollten.
Der Forderung nach einer Maximalzahl von Kormoran-Brutpaaren in der Schweiz wurde nicht nachgekommen, da dies dem eidgenössischen Jagdgesetz widersprechen würde. Einheimische Arten – und dazu gehört der Kormoran unzweifelhaft – sollen sich grundsätzlich frei entwickeln können. Maximale Bestandsobergrenzen für die Schweiz gibt es für keine der rund 40’000 Tierarten unseres Landes.