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Wasserfassung
Das Quellwasser spielt für die Wasserversorgung Ruswil eine wichtige Rolle. 1890 wurde in der Schwerzi eine erste Quelle gefasst, die 90 Liter/Minute lieferte und via Hauptleitung ins Dorf Ruswil führte. Weitere wichtige Quellen kamen 1924 in der Goldschrüti (55 l/min.), 1950 in Weberhüsern, (220 l/min.), 1972 Diegringe (119 l/min.), 2013 Neufassungen Weberhüsern und 2015 Quelle Rüediswilerwald (50 l/min.) hinzu. Zu jeder Quellfassung gehört auch die entsprechende Schutzzone. Dies entspricht einer gesetzlichen Vorschrift und garantiert, dass möglichst keine Verschmutzungen ins Quellwasser gelangen. Auf der Schutzzone ist der jeweilige Landbesitzer in der Bewirtschaftung der Fläche stark eingeschränkt, etwa in der Verwendung von Dünger. Er erhält dafür aber eine Entschädigung.
Grundwasser
Seit 1977 ist das Grundwasserpump-Werk in Betrieb. Grundwasser wird als Ergänzung zum Quellwasser gepumpt. Die beiden Pumpen fördern Wasser aus dem 23 Metern tiefen Filterbrunnen. Die volle Leistung liegt bei 700 l/min. je Pumpe. Die beiden Pumpen werden über Funk von der Betriebswarte Sonnebergli angesteuert. Vor allem in trockenen Perioden ist die Wasserversorgung Ruswil auf das Grundwasser angewiesen. In diesen Zeiten kann es auch vorkommen, dass die konzessionierte maximale jährliche Grundwasserentnahme von 120 000 Kubikmetern überschritten wird. Die chemisch-bakteriologische Qualität dieses Grundwassers war stets einwandfrei, das Wasser wird mit 32 franz. Härtegraden als hart bezeichnet. In Ruswil wird das gepumpte Grundwasser direkt ins Leitungsnetz eingespiesen. Nicht benötigtes Wasser fliesst als Überfluss in die Reservoirs und wird dort gespeichert.
Die Pumpstation Lochbachweid
Wasserreservoirs
1890 baute die Korporation Ruswil ihr erstes Reservoir mit einem Fassungsvermögen von 150 m3 auf der Schwerzi. Die zunehmende Zahl an Wasserbezüger machte schon bald ein weiteres Reservoir «Goldschrüti» mit 300 m3 Fassung notwendig. 1941 wurde das Reservoir Sonnebergli (500 m3) im Zuge der Quellfassung «Weberhüsern» in Betrieb genommen. Die Erweiterung 1985 brachte den Einbau der ersten Pumpensteuerung für das Grundwasser, welche 2002 ersetzt wurde durch eine topmoderne, PC-unterstützte Anlage. Alle Daten gelangen heute Online zum Brunnenmeister. Störungen werden via Telealarm direkt übermittelt. 1985 fand mit dem Bau des Reservoirs «Goldschrüti 2» eine wesentliche Erneuerung im Wasserleitungsnetz der Korporation statt. Denn mit dem Hochzonenreservoir wurde die Wasserversorgung Ruswil in eine obere und untere Zone geteilt. 2007 erfolgte der Neubau des Schwerzi-Reservoirs und 2015 das Reservoir Mitlistweid, Rüediswil.
Reservoir Sonnebergli
Reservoir Schwerzi (in Hang integriert)
Reservoir Goldschrüti
Reservoir Mitlistweid