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Eine Rückkehr zum alten Leben– Sieben Jünger unseres Herrn trafen die Entscheidung, zum Meer zurückzukehren, um zu finden, was sie brauchten. Sie waren in Galiläa, weil Jesus ihnen gesagt hatte, dass er ihnen dort begegnen würde (Mt 28:10). Galiläa war der Ort, wo sie herkamen und wo sie einen Großteil ihrer Zeit damit verbracht hatten, vom Herrn gelehrt zu werden.
Sie waren am richtigen Ort, aber sie benutzten die falschen Methoden. Anstatt darauf zu warten, dass der Herr kommt und ihnen eine Orientierung gibt, begannen sie, die Dinge auf ihre Weise zu tun, basierend auf ihre bisherigen Kenntnissen.
Misserfolg an der Arbeit – Sie haben die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen! Das muss für Andreas, Petrus, Jakobus und Johannes schrecklich gewesen sein. Diese Männer waren Profis. Sie wussten, wo die Fische waren, und sie wussten, wie sie sie fangen konnten. Nun sagen wir einfach, dass sich die Dinge geändert haben! Sehen Sie, als diese Männer aufgerufen wurden, Jesus nachzufolgen, verließen sie ihre Schiffe und ihre Netze und folgten Jesus nach. Sie sind berufen worden, “Menschenfischer” zu sein (Mk 1:17). Es war nichts Falsches am Fischen, es war nur nicht das Unternehmen, das Jesus mit ihnen vorhatte. Sie hätten versuchen sollen, Menschen zu fangen statt Fische.
Ein Morgen von wunderbarer Fülle – als Jesus auftauchte, begannen sich die Dinge zu ändern! Der Tag war schon gekommen und Jesus stand am Strand, doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Kinder, habt ihr etwas zu essen?“ (Joh 21:5). Diese Frage sollte die Realität ihres Scheiterns deutlich machen. Sie antworteten ihm: „Nein.” Er sagte zu ihnen: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen“
Denken Sie daran, dass zumindest Petrus, Jakobus und Johannes Berufsfischer waren. Sie hatten die ganze Nacht gefischt. Sie waren wahrscheinlich müde und hungrig und jetzt taucht dieser Mann auf und fragt sie, ob sie etwas zu essen hätten. Ihre kurze Antwort ist ein Hinweis auf die Realität. In diesem Moment fühlten sie besonderes ihre Misserfolge.
Ein Befehl des Meisters – Jesus sagte zu ihnen, sie sollten ihre Netze auf der rechten Seite des Bootes auswerfen. Die Jünger waren trotz ihrer Müdigkeit bereit, Jesus beim Wort zu nehmen und ihre Netze noch einmal auszuwerfen. Als sie das taten, wurden sie mit einem riesigen Fischfang belohnt. Sie versuchten, wahrscheinlich ein paar Fische zu fangen, um ihren Hunger zu stillen. Jesus gab ihnen ein Netz, das mit Fischen gefüllt war. Was sie mit ihren Fähigkeiten, ihrem Wissen und ihrer Kraft nicht erreicht hatten, wurde durch ihren Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes in einem einzigen Augenblick vollbracht.
„Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: „Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See” (21:7). Es ist bemerkenswert: Warum hat Petrus den ausgezogenen Mantel wieder angezogen, um ins Meer zu tauchen? In seinem Kommentar zu Johannesevangelium schlägt Raymond Brown vor, dies symbolisch zu lesen: Als Petrus den am Ufer stehenden Herrn erkannte, legte er seinen Mantel der Verantwortung als Jünger Jesu Christi wieder an und tauchte wieder in das Wasser seiner Taufe ein. Eine Art der spirituellen neuen Geburt in Christus.
Die Zahl der Fische – Der Evangelist beschreibt, dass das Netz mit 153 groβen Fischen gefüllt war. Viele Theologen haben die Zahl der Fische und das unzerrissene Netz als Symbol dafür benutzt, dass die Kirche eine große Zahl von Menschen aller Art halten kann, ohne ihre Einheit zu verlieren. Der heilige Hieronymus liefert die einfachste Erklärung. Er behauptet, dass es 153 verschiedene Meeresfische gäbe. Also sei diese Zahl ein Symbol dafür, dass eines Tages alle Völker, so verschieden sie auch sind, für Jesus eingebracht würden. Daher könnten sie als die Mission symbolisiert werden, die der Kirche übertragen wurde – in die ganze Welt zu gehen, um Menschen aller Nationen zu fischen, sie alle in der Familie Gottes willkommen zu heißen.
Die Fähigkeit des Meisters – Eine Nacht vergeblichen Fischfangs hinterlässt leere Netze und leere Herzen. Jesus ergreift die Initiative und begegnet ihnen im frühen Morgenlicht. Er lädt sie zum Essen ein: „Kommt her und esst“ (Joh 21:12). Es steht ein reichhaltiger Tisch bereit – mit Fisch, Essen, Liebe, Wärme und großer Freude. Sie waren müde und hatten kalt von einer Nacht auf dem See, Jesus hatte ein Feuer vorbereitet, um sie zu wärmen und zu trösten. Hier werden zerbrochene Beziehungen geheilt. Jesus wusste, dass die Jünger hungrig waren. Nicht nur, weil sie die ganze Nacht gefischt hatten, sondern weil sie schon lange nicht mehr das Brot des Lebens gekostet hatten. Er ist in der Lage, die Bedürfnisse seines Volkes zu erfüllen. „Mein Gott aber wird euch durch Christus Jesus alles, was ihr nötig habt, aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit schenken“ (Phil 4:19).
Brot und Fisch zu einem Symbol für die Heilige Kommunion – Natürlich, für den Evangelisten Johannes war Brot und Fisch ein sehr wichtiges Symbol. Im sechsten Kapitel dieses Evangeliums bezeichnete sich Jesus, nachdem er die Fünftausend – ebenfalls mit Fisch und Brot – gespeist hatte, selbst als das Brot des Lebens, das vom Himmel herabkam. In der frühchristlichen Kunst wurden Brot und Fisch zu einem Symbol für das heilige Abendmahl.
Das Frühstück in Tiberias wird durch die Episode des wundersamen Fischfangs eingeleitet. Das Frühstück, das Jesus zubereitet und seinen Jüngern serviert, hat einen eucharistischen Bedeutung. Es gibt hier alle Elemente einer Eucharistie. Der Evangelist erzählt: „Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch“. Hier sehen wir, wie Jesus und die Jünger teilen, was sie haben, und in Einheit und Gemeinschaft essen – eine so einfache Szene, die ein schönes Bild der Kirche ist.
Liebe Schwestern und Brüder, bis heute, wenn wir das Brot brechen und den Kelch der Heiligen Kommunion teilen, feiern wir die Gute Nachricht, dass der auferstandene Christus unter uns ist. Er ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden, in der Tat! Amen.