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Die Zeiten, in denen Radek Stepanek für Stan Wawrinka ein Angstgegner und ein rotes Tuch war, scheinen endgültig der Vergangenheit anzugehören. Der 37-jährige Tscheche, der älteste Spieler seit 38 Jahren, der am Australian Open die zweite Runde erreichte (nach Bob Carmichel und Kes Rosewall 1978), gewann gegen Wawrinka die ersten fünf Direktbegegnungen, zuletzt verlor er nun aber dreimal in Folge. Und Wawrinka liess am Donnerstagabend in Melbourne auf dem drittgrössten Court der Anlage (Hisense Arena) nie Zweifel über den Sieger aufkommen.
Stan Wawrinka lag permanent klar in Führung. Radek Stepaneks Angriffstennis vermochte ihn nicht zu beunruhigen, zumal Stepanek seit den Rückenproblemen vor einem Jahr noch nicht wieder zu ehemaliger Stärke zurückgefunden hat. In der Weltrangliste belegt der Tscheche bloss noch Platz 188. Wawrinka besass schon im zweiten Game die ersten zwei Breakmöglichkeiten. Der erste Aufschlagdurchbruch gelang ihm da noch nicht. Dafür nahm Wawrinka seinem Gegner drei der nächsten vier Servicegames ab. Und auch zu Beginn des dritten Satzes ging der Weltranglistenvierte aus Lausanne früh mit 3:1 in Führung.
Stepaneks beste Phase folgte, als beim Stand von 2:6, 3:6, 1:3 die Partie bereits mehr als vorentschieden schien. Im sechsten Spiel des dritten Satzes nahm er Wawrinka mit seinem fünften Breakball zum 3:3-Ausgleich den Aufschlag ab. Wawrinka kassierte erstmals im Turnier ein Break. Die Freude Stepaneks war von kurzer Dauer. Wawrinka gelang gleich im folgenden Aufschlagspiel das fünfte Break. Diesen neuerlichen Vorsprung brachte Wawrinka nur mit grösster Mühe ins Ziel. Stepanek erspielte sich nochmals je drei Breakmöglichkeiten zum 4:4 und 5:5. Nach zwei Stunde und einer Minuten verwertete Wawrinka den Matchball zum sechsten Sieg der Saison. Vor Melbourne hat Wawrinka bereits das Turnier von Chennai in Indien gewonnen.
In der dritten Runde trifft Wawrinka auf einen weiteren Tschechen, den Weltranglisten-51. Lukas Rosol, gegen welchen er die bisherigen zwei Partien (2013 im Davis Cup in Genf und 2015 beim Turnier in Genf) gewonnen hat.
(SDA)