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Dieser von der EU empfohlene Indikator zeigt den Anteil Jugendlicher, die frühzeitig das Bildungssystem verlassen (vor dem Erreichen eines Abschlusses auf der Sekundarstufe II) und liefert Informationen zu Bildungsverläufen. Er kann für die Effektivität des Bildungssystems angesehen werden, die Jugendlichen bis zur Vermittlung der Mindestanforderungen an eine erfolgreiche berufliche und persönliche Verwirklichung zu halten, zu bilden und bei ihnen eine Lernkultur (das Lernen lernen) zu vermitteln. Ohne postobligatorischen Abschluss verringern sich die Chancen auf eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt erheblich, weil damit eine Reihe von Folgeproblemen (Arbeitslosigkeit, Armutsgefährdung) verbunden sind, die sich negativ auf den Integrationsprozess auswirken.
Im Jahr 2019 hatten knapp 12% der 18- bis 24-jährigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund der ersten Generation und 5% derjenigen der zweiten oder höhere Generationen frühzeitig die Schule verlassen. Diese letzte Quote ist nicht signifikant höher als diejenige der Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund, deren Anteil sich auf weniger als 4% belief.
Die Betrachtung des Anteils der frühzeitigen Schulabgänger/innen nach Staatsangehörigkeit und Geburtsort oder nach Migrationsstatus zeigt, dass sich die Werte der verschiedenen Bevölkerungsgruppen zwischen 2011 und 2014 bzw. zwischen 2013 und 2019 angleichen. Der Anteil bei den in der Schweiz geborenen Schweizer/innen und Ausländer/innen und bei den im Ausland geborenen Schweizer/innen ist konstant geblieben, während der Anteil bei den im Ausland geborenen ausländischen Staatsangehörigen von 8,9 Prozentpunkten gesunken ist. Der Anteil der frühzeitigen Schulabgänger/innen bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und der zweiten oder höheren Generationen ist zwischen 2013 und 2019 ebenfalls stabil geblieben. Derjenigen der ersten Generation ist zwischen 2013 und 2019 um 6,2 Prozentpunkte abgenommen.
Tabellen
Definitionen
Jugendliche im Alter von 18 bis 24 Jahren ohne nachobligatorische Ausbildung, die angaben, im Jahr vor der Erhebung keine formelle Ausbildung mehr zu absolvieren, an allen Personen dieser Altersgruppe der ständigen Wohnbevölkerung (in Prozent). In das Niveau «ohne nachobligatorische Ausbildung» fallen alle Personen, die mindestens die obligatorische Schulzeit oder eine maximal einjährige Ausbildung in einer Diplommittelschule abgeschlossen oder aber einen Sprachaufenthalt oder ein Haushaltslehrjahr absolviert haben.