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Der ursprünglich keltische, später römische Ort Beaune erhielt im Jahre 1203 von Odo III., Herzog von Burgund, die Stadtrechte. Seit dem 14. Jahrhundert war Beaune neben Dijon Wohnsitz der Herzöge von Burgund. Im 15. Jahrhundert begann man die Stadtmauer zu errichten, von der noch größere Teile erhalten sind. Sie dienen heute teilweise als Weinlager der großen Weinhandelshäuser. Als im Jahre 1477 Karl der Kühne, der letzte Herzog von Burgund, gestorben war, wurde die Stadt von Ludwig XI. von Frankreich nach fünf Wochen Belagerung annektiert. Viele Gebäude aus Spätmittelalter, Renaissance und Barock zeugen von der Vergangenheit.
Das Hôtel-Dieu ist ein ehemaliges Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert. Es repräsentiert die Architektur der Spätgotik in seiner vollen Pracht.
In dem großen Armensaal stehen mit Vorhängen ausgestattete Krankenbetten, die in zwei Reihen angeordnet sind. Der Raum verfügt nur über wenige Fenster, da man früher der Ansicht war, dass die von außen eindringende Luft die Krankheiten verschlimmere. In der Küche befindet sich noch die alte Apotheke mit Steingut- und Zinnsammlungen. Der komplette Aufbau der Anlage verdeutlicht, wie die Abläufe während der Hospitalzeit ausgesehen haben dürften. Das aussen schlichte Hospital zeigt im Innenhof sein farbenfrohes Dach.
Im Museum des Hospiz befindet sich der berühmte Flügelaltar des Jüngsten Gerichts des flämischen Malers Rogier van der Wayden und gotische Wandteppiche.
Nach der Führung im Hôtel-Dieu und einem Stadtrundgang erlebten wir eine Trachtengruppe beim Tanz vor dem Tourismusbüro.