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Die Geschichte der berühmten Bezeichnung Vinho Verde ist Teil der Geschichte der portugiesischen Weine. Dass die Weinrebe in Portugal ihren Ursprung hat, ist historisch gesehen zwar nicht ganz korrekt, jedoch wurde der Vinho Verde bereits 1549 zum ersten Mal in den Schriften des Arztes João das Regras erwähnt. Dennoch dauerte es fast vier weitere Jahrhunderte, bis die Produktion dieser einzigartigen Weine konsequent zunahm, insbesondere dank der Einführung eines gesetzlichen Rahmens. Die Bezeichnung DOC Vinho Verde begründete den Ruf der uralten Weinbauregion Minho.
Diese Region im Nordwesten Portugals erstreckt sich über mehr als 35.000 Hektar Weinberge und macht damit fast 15 % der gesamten portugiesischen Weinbaufläche aus. Minho ist in neun Unterregionen unterteilt, die nach Flüssen oder Städten benannt sind: Monção und Melgaço, Lima, Cávado, Ave, Basto, Sousa, Baião, Paiva und Amarante. Die Erzeuger können diese Unterregionen auf dem Etikett ihrer Weine erwähnen, um die Typizität ihres Landes zu verdeutlichen.
Die Weine mit der DOC-Bezeichnung Vinho Verde stammen genauer gesagt aus dem Gebiet zwischen Douro und Minho, einem Teil Portugals, der sich durch die Vielfalt seiner Böden auszeichnet. Das Weinbaugebiet erstreckt sich vom Atlantik bis in die Berge und variiert zwischen Granit- und Schieferböden. So prägen Flüsse, Küsten und Gipfel die Landschaft und bieten ideale Bedingungen für die Herstellung junger, ausdrucksstarker Weißweine. Das Klima ist mild und ozeanisch, ohne große Temperaturschwankungen, aber mit verhältnismäßig hohen Niederschlagsmengen.
Traditionell werden die Weinstöcke hier in Pergolen erzogen und wachsen gelegentlich entlang von Bäumen. Heute wird ein Großteil der Weinberge moderner bewirtschaftet, um von der optimalen Sonneneinstrahlung zu profitieren.
Aus diesem Anbaugebiet, nördlich von Porto gelegen, kommen Weißweine hervor, die weltweit für ihre Qualität und ihren einzigartigen Stil bekannt sind, insbesondere für die aus der Alvarinho-Rebe gewonnenen. Der weiße Vinho Verde ist am Gaumen sehr lebhaft und enthüllt leicht zitronige Noten sowie blumige und zitrusfruchtige Aromen mit unwiderstehlicher Frische und einer schönen Mineralität. Doch der renommierte grüne Wein (bezieht sich auf sein Anbaugebiet im Norden) zeigt seinen einzigartigen aromatischen Ausdruck auch in Rot- und Roséweinen, auch wenn diese weniger berühmt sind als die Weißweine, sind sie dennoch sehr interessant und bei Kennern begehrt.