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28. Mai – 25. September 2022
Für Friedrich Dürrenmatt, dessen Vorstellungskraft eine sehr visuelle war, führte der Weg zum Wort meist über das Bild. Das Theater war für ihn eine bevorzugte Kunstform, da das Drama auf der Bühne eine konkrete, sichtbare Gestalt annimmt. In seinem dramatischen Werk spiegelte er nicht nur das mögliche Schicksal der Welt; er entwarf zugleich eine Vielzahl an Bühnenszenen und Figurenzeichnungen. Er sagte, er müsse eine Figur erst « sehen », bevor er von ihr schreiben könne. Manchmal brauchte es mehrere Entwürfe, bis eine Figur ihre endgültige Gestalt fand. Der Schriftsteller und Maler spielte mit den Möglichkeiten, und schuf über seine variantenreichen Bilder die Grundlage für seine literarischen Stoffe. Unter Verwendung von Bildern, Zeichnungen, Fotos und Videos erkundet die Ausstellung die Entstehung des dramatischen Oeuvres und zeigt auf, wie eng der Schreibprozess Dürrenmatts mit seiner Leidenschaft für die Malerei verknüpft war.
Im Rahmen der Ausstellung finden verschiedene Veranstaltungen statt:
Die Ausstellung wird von einer Publikation in der Reihe « Cahiers des CDN » begleitet (Cahier Nr. 30). Das Cahier widmet sich der Grossen Collage zum Theater, die Friedrich Dürrenmatt 1967 in seinem Arbeitszimmer anfertigte.