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"Es ist nicht das letzte Mal, dass Sie auf nationaler Ebene von mir hören", sagte er vor den Journalisten. Zwar werde sich die Gelegenheit, Bundesrat zu werden, so schnell nicht mehr ergeben. Und fügte bei: "Aber sag niemals nie."
Auf die Frage, wann er sich rein theoretisch einen neuen Anlauf vorstellen könnte, sagte er augenzwinkernd: "Beispielsweise im Jahr 2048 oder 2053?"
Er liebe die Politik, sie bewege ihn, sagte der Genfer. Er habe im Wahlkampf viel gelernt - über sich selbst und die Berner Politik. "Ich musste aus der Komfortzone kommen, das war spannend." Nun werde er in sein "Genfer Biotop" zurückkehren.
Dass er über die Nicht-Wahl dennoch enttäuscht ist, verbarg er nicht. Die Enttäuschung sei so gross wie das Engagement im Wahlkampf, sagte er gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF. "Man kämpft wie ein Löwe, und dann fällt man in der Schlussphase weg" - das sei schon hart.
Sie sei als Pionierin zur Bundesratswahl angetreten, bilanzierte die unterlegene Bundesratskandidatin Isabelle Moret nach der Wahl von Ignazio Cassis am Mittwoch. Sie sei die erste Frau mit schulpflichtigen Kindern, die sich zur Wahl gestellt habe.
Mit ihrer Kampagne habe sie Frauen auffordern wollen, "ihre Chance zu packen und stolz und selbstbewusst zu politisieren", sagte Moret in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen SRF. Sie habe auch offengelegt, dass sie getrennt lebe.
Für das Parlament und vielleicht auch die FDP habe die Frauenfrage nicht an erster Stelle gestanden, sagte Moret. "Es war Zeit für den italienischsprachigen Teil der Schweiz." In den Hearings hätten viele Respekt gezeigt für ihre Politik, aber danach gesagt, dass es nun Zeit für das Tessin sei.
Angesprochen auf die Roadshow zur Kampagne oder die Kritik an ihrem Engagement für das Rüstungslobbying, sagte Moret, dass sie während ihrer Kampagne lieber über Dossiers und Politisches geredet hätte als über "Kleinigkeiten" und ihr Privatleben. Sie freue sich, sich nun wieder politischen Themen widmen zu können.
(SDA)