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Eine Erhebung aus dem Jahr 2006 des Verbands Schweizerischer Elektrizitätswerke (VSE) zeigt, dass der Stromverbrauch pro Haushalt seit 1991 um über einen Viertel zugenommen hat. Geschirrspüler, Kühlschränke und Waschmaschinen sind in dieser Zeit zwar bedeutend sparsamer geworden. Gleichzeitig aber hat der Ausstattungsgrad einer Schweizer Durchschnittswohnung mit Haushaltsgeräten enorm zugenommen. Eine weitere Studie des VSE aus dem Jahr 2011 zeigt, dass viele Haushalte über einen immer grösseren Gerätepark und immer mehr Zweit- und Drittgeräte verfügen, was die Einsparungen durch eine höhere Stromeffizienz bestenfalls kompensiert. Knapp 40% des Stromverbrauchs eines Haushalts entfallen auf Kühlen und Gefrieren sowie Warmwasser. Weitere 30% werden zum Waschen und für die Beleuchtung verbraucht. Die restlichen 30% verteilen sich auf Kochen, Unterhaltung und Computer.
"Durch den Einsatz der effizientesten auf dem Markt erhältlichen Geräte und Lampen liesse sich der Stromverbrauch von Haushalten halbieren." Stromverbrauch Privathaushalte (VSE Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen)
Bevor ein neues Haushaltsgerät angeschafft wird, sollte man sich über energiesparende Modelle informieren und das für den eigenen Anwendungsbereich optimale Gerät auszuwählen. Ein etwas höherer Anschaffungspreis zahlt sich häufig schon nach ein paar Betriebsjahren in Form von eingesparten Energiekosten wieder aus. Die auf dem Gerät aufgeklebte Energieetikette informiert über den Energieverbrauch. Ein Gerät der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ spart bis zu 60% Strom gegenüber einem Gerät der Energieeffizienzklasse A.
Werden in einem Haushalt nicht benötigte Geräte komplett ausschaltet und laufen nicht im Stand-by-Modus weiter, können bis zu 300 Franken jährlich an Stromkosten eingespart werden. In der Schweiz sind Geräte im Stand-by-Modus für fast 5 Prozent des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich. Würden alle im Stand-by-Betrieb belassenen Geräte in der Schweiz ausgeschaltet, liesse sich Energie in der Grössenordnung eines Atomkraftwerks einsparen!
Grosses Stromsparpotential ist in der Küche vorhanden. Wer Wasser mit einem Wasserkocher anstatt in einer Pfanne erhitzt, spart ungefähr 60% Strom. Direkt nach dem Aufkochen kann der Strom beispielsweise für das Kochen von Teigwaren und Reis komplett abgeschaltet werden. Es genügt, wenn sie bei geschlossener Pfanne im heissen Wasser weiter garen. Kochen mit Deckel auf der Pfanne reduziert den Energieverbrauch um 10 % gegenüber Kochen ohne Deckel.
Mit der Wahl einer stromsparenden Beleuchtung kann der Stromverbrauch im Haushalt weiter reduziert werden. Glühbirnen sind in der EU seit 2009 verboten, da sie nur 5% der verbrauchten Energie in Licht umwandeln und der Rest als Wärme verlorengeht. Stromsparlampen verbrauchen bei gleicher Helligkeit nur etwa ein Fünftel des Stroms einer Glühbirne. Ideal sind aber LED, die keine unangenehmen Begleiterscheinungen haben, wie zum Beispiel die quecksilberhaltigen Sparlampen.
Würden diese Stromspartipps kombiniert angewendet, könnten Haushalte gemäss dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen bis zu 50% des Stromverbrauchs reduzieren.
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