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Ein als «Cotutelle de thèse» durchgeführtes Dissertationsprojekt wird im Rahmen einer formalisierten Zusammenarbeit zwischen zwei Universitäten (Schweiz, Ausland) erarbeitet. Dies bedeutet insbesondere: Vorbereitung der Dissertation unter der gemeinsamen Leitung zweier Dissertationsbetreuenden, ausgewogene Verteilung der Arbeitsaufenthalte des/der Doktorierenden auf die beiden Partnerinstitutionen, gemeinsames Promotionsexamen sowie Vergabe eines gemeinsamen Diploms oder je eines Doktoratsdiploms mit Hinweis auf das «Cotutelle de thèse»-Verfahren mit der Partneruniversität.
Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI gewährt im Rahmen des Programms «Cotutelle de thèse» jährlich finanzielle Zuschüsse für solche Projekte, die auf einem Kooperationsvertrag zwischen einer Schweizer Universität und einer Partneruniversität im Ausland basieren. Der Zuschuss im Höchstbetrag von je CHF 10'000 dient der Deckung der Reise- und Aufenthaltsspesen des/der Doktorierenden und des/der Dissertationsbetreuenden. swissuniversities ist für die Verwaltung des Programms «Cotutelles de thèse» zuständig.
Ein Gesuch um einen Beitrag können Doktorierende aller Fächer stellen, die ihr Dissertationsprojekt als Cotutelle planen und durchführen und die
- an einer Schweizer universitären Hochschule immatrikuliert sind,
- Schweizer Bürger/innen oder Inhaber/innen einer Aufenthaltsbewilligung B, C oder G sind,
- mindestens ein Jahr an einer Schweizer Universität studiert haben (auf den Stufen Bachelor/Master oder auf Stufe Doktorat, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Immatrikulation zum Doktorat) und
- höchstens 35 Jahre alt sind.
Die Ausschreibung 2016 mit Frist bis 31. März 2016
Die Ausschreibung 2016 stand Gesuchen für «Cotutelle de thèse»-Projekte zwischen einer Schweizer Universität und einer Partneruniversität in ganz Europa und Israel offen.
Das Evaluationskomitee wird im Mai/Juni 2016 eine Auswahl treffen. Die zugesprochenen Beiträge werden anschliessend der jeweiligen Schweizer Universität zur Verwaltung ausbezahlt.
Gesuchsverfahren und Dokumente
Für die Bewilligung eines «Cotutelle de thèse»-Projekts sind die beiden betroffenen Universitäten zuständig – diese regeln insbesondere die Modalitäten der Durchführung der «Cotutelle de thèse» (Termine, Verantwortlichkeiten etc.) in einem Kooperationsvertrag. Das Gesuch um einen finanziellen Zuschuss zuhanden des Generalsekretariats von swissuniversities muss durch die (Schweizer) Universität eingereicht werden - in der Regel durch die für internationale Beziehungen zuständige Stelle.
Ansprechpersonen in den teilnehmenden Universitäten
Rechtliche Grundlagen
Rechtliche Grundlage für «Cotutelles de thèse» mit französischen und italienischen Universitäten ist das jeweilige auf Ebene der Rektorenkonferenzen abgeschlossenen Rahmenabkommen sowie der für jedes einzelne Projekt ausgearbeitete Kooperationsvertrag (siehe Mustervertrag).
- Für Frankreich: Französisch-Schweizerisches Rahmenabkommen vom 10. September 2008 zwischen der Conférence des Présidents d'Université (CPU) und der Conférence des Recteurs des Universités suisses (CRUS) über die Anerkennung von Diplomen und Studienleistungen;
- Für Italien: Es gelten das Rahmenabkommen vom 26. Februar 2003 zwischen der Conferenza dei Rettori delle Università Italiane (CRUI) und der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) betreffend ein Cotutelle-Programm für Angebote im Bereich des Forschungsdoktorates und das zugehörige Reglement (Reglement zum Rahmenabkommen)
Für die übrigen Länder gibt es keine entsprechenden Abkommen auf Ebene der Rektorenkonferenzen. Die CRUS hatte dazu festgehalten, dass der jeweils für jedes einzelne Projekt ausgearbeitete Kooperationsvertrag als Grundlage für «Cotutelle de thèse»-Projekte ausreicht, sofern die im Mustervertrag enthaltenen Bedingungen (bspw. hinsichtlich der Versicherung der Doktorierenden oder der Diplomvergabe) eingehalten werden.
Selektionskriterien und Zusprachemodell
Gesuchsevaluation: Sie finden die Kriterien für die Gesuchsevaluation durch die Expertenkommission, das Zuspracheschema sowie Angaben zur Kommunikation der Entscheide und zur Mittelverwaltung im Dokument Kriterien und Zuspracheschema.