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Andri Ragettli – Freestyle-Skifahrer
Gravity what? Die Gesetze der Schwerkraft scheinen für Andri Ragettli nicht zu gelten – oder sie sind ihm schlicht egal.
Andri Ragettli (21. August 1998) ist ein Schweizer Freestyle-Skifahrer aus Flims, Graubünden. Geboren direkt neben dem Freestyle-Resort Laax ist er quasi mit den Ski an den Füssen zur Welt gekommen. Als er zehn wurde, war Andri schon an Wettkämpfen in den berühmtesten Ski-Destinationen Europas angetreten, darunter an den Junior X-Games in Tignes. Nur zwei Tage nach seinem 15. Geburtstag feierte Andri im August 2013 sein Weltcup-Debut in Neuseeland.
Schon im Frühling desselben Jahres sorgte der damals Vierzehnjährige dafür, dass sein Name in der Freestyle-Szene nicht so schnell vergessen gehen würde: An den Nine Knights in Livigno gelang ihm sein erster Triple! Im März 2015 errang er seinen ersten Weltcup-Podestplatz in Silvaplana. Andri verbesserte sich stetig, bis er 2016 Geschichte schrieb: An den X-Games gelang ihm als erster Freestyle-Skier überhaupt, während eines Wettkampfs ein Back-to-Back-Triple hinzulegen. Im Jahr 2016 waren nicht nur die X-Games ein Highlight – auch in Andorra, Boston, Neuseeland und Silvaplana holte Andri Medaillen. Und es kam noch besser: Im Alter von nur 17 Jahren gewann Andri Ragettli die Gesamtweltcup-Wertung im Slopestyle und nahm die begehrte Kristallkugel mit nach Hause. In der Saison 2017 legte Andri die Messlatte wieder ein gutes Stück höher und schaffte als erster Skifahrer der Geschichte – und mit erst 18 Jahren – den «Quad Cork 1800», einen Vierfach-Salto mit fünf Drehungen um die eigene Achse.
Die 2018er Saison war aber Andri's bisher erfolgreichste. Er konnte von jedem Weltcup Rennen, an welchem er teilnahm, Medaillen mit nach Hause nehmen. Nachdem er auch noch als erster Schweizer überhaupt eine Slopestyle Medaille an den X-Games gewinnen konnte, krönte er seine Saison mit dem erneuten Gewinn des FIS Slopestyle Gesamtweltcups. An den olympischen Winterspielen in Pyeongchang konnte sich Andri für das Finale qualifizieren, in welchem er dann mit dem siebten Rang ein olympisches Diplom in Empfang nehmen durfte.
An den Audi Nines 2019 in Sölden begeisterte er die Zuschauer mit dem ersten «Quad Cork 1980» und gewann die dritte Weltcup Gesamtwertung, zum ersten Mal in der Disziplin Big Air.
Auch neben der Piste macht Andri von sich reden: Seine abgefahrenen Indoor-Trainings-Videos gehen regelmässig viral – sein berühmtester Clip machte ihn als Swiss Ninja Warrior berühmt und wurde mit über 40 Millionen Views zum Internet-Hit. Die grössten Facebook-und Nachrichtenseiten teilten den Beitrag, darunter Sportbible, People are Awesome und sogar CNN und BBC.