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Die Hohltaube kann in den Thurauen immer häufiger angetroffen werden. Dieser unauffällige Vogel benötigt dicke Höhlenbäume in Altholzbeständen und eine ausreichende Wildkrautflora als Nahrung. Beides hat sich im Schutzgebiet in letzter Zeit sehr positiv entwickelt.
Zurzeit kann die Hohltaube in den Thurauen sehr gut beobachtet werden. Sie sitzt oft exponiert auf schütteren bis kahlen Bäumen und fliegt regelmässig einzeln oder in kleinen Trupps auf die ausgedehnten Kiesbänke, wo sie Wildkräuter pickt, Wasser trinkt oder auch einmal ein Bad nimmt.
Die Hohltaube ist deutlich kleiner wie die viel häufigere Ringeltaube. Sie ist fast einheitlich dunkelgrau gefärbt und hat im Gegensatz zur Strassentaube nie Weiss im Gefieder. Von letzterer kann sie vor allem in der Nähe von Siedlungen verwechselt werden. Bei genauerem Betrachten fallen ihr glänzendes Grün an den Halsseiten und das Purpurrot an der Brust auf. Sie ruft zweisilbig dumpf und klagend „uu-o“, schnell wiederholt, das mitunter bis in den August hinein zu hören ist.
Die Hohltaube brütet in lichten Laub- und Mischwäldern mit dicken, alten Bäumen. Sie ist auf verlassene Höhlen vom Schwarzspecht angewiesen. In den neuen Naturwald-Reservaten findet sie zunehmend ideale Bedingungen vor. Sie brütet von April bis September bis zu viermal im Jahr – in einem Gelege von jeweils zwei Eiern.
Im Balzflug kreist die Hohltaube in der Nähe des Brutplatzes und gleitet mit schwach V-förmiger Flügelstellung. Zum Auftakt erzeugen die weit ausholenden Flügelschläge oft ein klatschendes Geräusch.
Die Vögel sind gesellig und oft in kleinen Gruppen anzutreffen. Sie verlassen die Schweiz im September oder Oktober und ziehen in den Mittelmeerraum.
Die Stimme der Hohltaube ist dumpf und klagend: