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Der Klimawandel lässt nicht nur unsere Gletscher, sondern auch jene in der Antarktis schmelzen. Wissenschaftler der Universität Grenoble berichten nun über die Abnahme des Pine-Island-Gletschers im Westen der Antarktis. Seit Anfang des Jahrtausends sei der riesige Gletscher um 10 Kilometer kürzer geworden.
In 20 Jahren könnte diese Schmelze den Meeresspiegel um bis zu einen Zentimeter ansteigen lassen. Bereits zwischen 1992 und 2011 sind pro Jahr durchschnittlich 20 Milliarden Tonnen Eis geschmolzen. Dieser Wert könnte aber auf bis zu 100 Milliarden Tonnen pro Jahr steigen. Insgesamt hat die Eisdecke der westlichen Antarktis dadurch um 20 Prozent abgenommen.
Immer wieder lösen sich zudem grosse Eisberge von dem Gletscher. Besonders eindrücklich war dies ab dem Jahr 2011 zu beobachten, als sich ein riesiger Riss von mehreren Kilometern Länge bildete (siehe Bild). Der Eisberg von etwa 720 Quadratkilometern Grösse brach schliesslich letztes Jahr ab und trieb in die Amundsen-See.
Bild: NASA [Public domain], via Wikimedia Commons