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Die Partie startete auf Seiten der Bernerinnen mit einer gewissen Nervosität. Man war zu wenig entschlossen in allen Bereichen, die letzte Konsequenz fehlte den Zauberinnen zu Beginn. Dem ging voraus, dass die Churerinnen schon nach 16 Sekunden die 1:0 Führung erzielt hatten. Die Wizards reagierten aber drei Minuten später mit dem Ausgleich durch Joss auf Pass von Läng. Die zu Anfang des Spiels gespürte Nervosität verflog langsam aber sicher. Die Bernerinnen spielten nun ruhiger und routinierter, die Auslösungen waren sicherer und erfolgreicher. In der 17. Minute mussten die Wizards ein weiteres Gegentor hinnehmen, ein zwei gegen eins Angriff der Churerinnen führte zum 3:1.
Für das zweite Drittel wurden einige personelle Änderungen auf Seiten der Bernerinnen vorgenommen. Mutiger, schneller und mit mehr Kampfgeist begannen die Wizards diesen Abschnitt des Spieles, in der 23. Minute überraschte Steiger die gegnerische Torhüterin mit einem Weitschuss nach einem Freistoss auf Pass von Wüthrich und verkürzte auf 3:2. Von da an dominierten die Bernerinnen das Spiel deutlich. Die Piranhas hatten Mühe, auszulösen und mussten viele Angriffe der Bernerinnen abfangen, allerdings liessen diese auch zahlreiche gute Chancen ungenutzt. Trotzdem gelang es den Piranhas nicht, alle Angriffe zu stoppen, denn in der 36. Minute versenkte Küffer den Abpraller von Kolly und glich somit aus, und der bisher enge Kampf zwischen den beiden Teams war nun endgültig lanciert.
Voller Motivation und Siegeswille stürzten sich die Bernerinnen in das letzte Drittel. Auf beiden Seiten gab es Chance um Chance, und das Spiel war deutlich ausgeglichener, beide Mannschaften kämpften und wollten die Partie für sich entscheiden. In der 48. Minute mussten die Wizards eine unnötige Strafe wegen Spielverzögerung hinnehmen, doch das Boxplay machte seinen Job hervorragend und die Churerinnen konnten keinen gefährlichen Abschluss aufs Tor bringen. Kaum war die Strafe überstanden, gab es bereits die nächste, diesmal aber für die Bündnerinnen: In der 53. Minute musste eine Bündnerin auf der Strafbank Platz nehmen wegen überharten Körpereinsatzes. Das Powerplay hatte zwar viele Abschlüsse, davon aber nur wenige auf dem Tor. Somit kam Piranha immer wieder zu Freistössen und konnte Zeit schinden, die Strafe ging ungenutzt vorbei. In der 56. Minute schoss sich Chur nach einem Freistoss wieder in Führung, 30 Sekunden später glichen die Wizards aber durch Steiger wieder zum 4:4 aus. Die letzten vier Minuten der Partie waren geprägt von hartem Körpereinsatz und gefährlichen Chancen auf beiden Seiten, Tore fielen aber keinen mehr und somit war Verlängerung angesagt.
Die Verlängerung begann, wie das dritte Drittel aufgehört hatte. Das Spiel war ausgeglichene, auf beiden Seiten wurde hart, aber auch geduldiger gespielt. Die ersten fünf Minuten der Overtime dominierten die Wizards, sie kamen zu vielen Abschlüssen, davon landete aber keiner im Tor. Die restlichen fünf Minuten der Verlängerung waren ausgeglichener und die Churerinnen kamen vermehrt zu Abschlüssen. Die Bernerinnen gaben aber alles, verteidigten hartnäckig, um kein Gegentor mehr zu kassieren und konnten die Partie schlussendlich ins Penaltyschiessen weiterziehen.
Es war das erste Mal in dieser Saison, dass die Bernerinnen zu einem Penaltyschiessen antraten. Von den ersten fünf Schützinnen bezwangen lediglich eine Churerin und Zumstein für die Wizards die Torhüterinnen. In der nächsten Runde trat die Churerin an, aber Snijders wehrte den Ball souverän ab! Nun war es an Penaltyspezialistin Siegenthaler, die überlistete! Die Freude war riesig, die Partie mit einem 4:5 nach Penatlyschiessen gewonnen zu haben. In der Serie steht es nun 1:2 für die Bernerinnen.