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- Bei der Explosion eines verunfallten Tanklastwagens sind in Tansania mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen.
- Zudem seien mehr als 70 Verletzte in ein Spital gebracht worden, sagte Gouverneur Stephen Kebwe.
Zur Unglücksursache gibt es zwei unterschiedliche Darstellungen: Nach den Angaben von Gouverneur Stephen Kebwe ereignete sich die Explosion, als ein Mann versuchte, die Batterie aus dem Lastwagen zu reissen.
Augenzeugen berichteten, dass von den Menschen, die den Treibstoff aus dem Tank abfüllten, einer eine Zigarette rauchte.
Auf einem Video vom Unglücksort ist zu sehen, wie dutzende Anwohner und Fahrer von Motorrad-Taxis, die dort unterwegs waren, den Treibstoff in gelbe Kanister abfüllten, bevor der Lastwagen in Flammen aufging. Gouverneur Kebwe sagte, möglicherweise werde die Zahl der Todesopfer noch steigen, weil unter dem Wrack noch Leichen liegen könnten.
Alle Ärzte im Einsatz
In der Region habe es «noch nie ein Unglück dieser Tragweite gegeben», sagte Kebwe. Im Spital der Stadt Morogoro seien alle Ärzte im Einsatz. Der Unglücksort liegt rund 200 Kilometer westlich der Küstenmetropole Daressalam.
Die Patienten mit weniger schweren Erkrankungen, die dort bislang behandelt worden seien, würden in andere Gesundheitszentren verlegt.
Bereits ähnliche Unglücke
Auf dem afrikanischen Kontinent ereigneten sich in den vergangenen Jahren wiederholt vergleichbare Unglücke. Anfang Juli kamen im Zentrum Nigerias 45 Menschen ums Leben, als ein verunglückter Tanklastwagen geplündert wurde; es gab mehr als 100 Verletzte.
Anfang Mai starben in der westafrikanischen Republik Niger bei einer ähnlichen Katastrophe fast 80 Menschen. 2015 waren es im Südsudan 203 Menschen, die beim Abfüllen von Treibstoff aus einem Tanklastwagen bei einer Explosion starben. 2010 kamen in der Demokratischen Republik Kongo 292 Personen unter ähnlichen Umständen ums Leben.