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Von Büstenhaltern und Pussy-Problemen! 11 Fun Facts zu "Goldfinger"
Der Film von Guy Hamilton gehört zu den ganz grossen Klassikern der James-Bond-Reihe. Doch der Weg zum fertigen Film war ein steiniger, wie unser Blick hinter die Kulissen offenbart.
Verletzt? - Dann gibt's mehr Geld
Bei einer Kampfszene wurde Sean Connery am Nacken verwundet. Er nahm sich daraufhin eine Pause von ein paar Tagen. Anschliessend setzte er sich mit den Produzenten Broccoli und Saltzman zusammen und handelte erfolgreich fünf Prozent Gewinnbeteiligung zum Film zuzüglich seiner Gage aus.
Fort Knox - Die neue Touristenattraktion?
Für 30'000 Pfund erschuf Produktionsdesigner Ken Adam das Innere von Fort Knox in den Pinewood-Studios in England. Als der Film in die US-Kinos kann, waren die Amerikaner von den Fort-Knox-Szenen so beeindruckt, dass sie glaubten, in Fort Knox würde es tatsächlich so aussehen. Die Goldbarren im Film waren übrigens keine echten, sondern nur mit Gold-Farbe überzogene Aluminiumbarren.
Wenn Gold atemlos macht
Shirley Eaton spielte die Rolle von Jill Masterson, die im Film einen "goldigen" Tod erlitt. Für diese Szenen waren Ärzte am Set und gaben der Crew nur eine Stunde Drehzeit, als Eatons gesamter Körper komplett mit Gold überzogen wurde. Wie es bereits Bond im Film erklärt hat, musste zum Überleben eine Stelle am Rücken unbedeckt sein, damit die Haut noch atmen kann. Eine freie Nase und ein freier Mund wären da nicht ausreichend. Den Dreh schaffte man zur vorgegebenen Zeit.
Wo wurde in der Schweiz gedreht?
Auch Goldfinger hatte Szenen, die in der Schweiz spielen. Gedreht wurde ausserhalb des heutigen Pilatus-Werks in Stans (im Film ist es die Auric Goldfingers Produktionsstätte) sowie am Furkapass (Verfolgungsjagdszenen) und in Andermatt. Die berühmte Tankstelle in Andermatt, wie sie im Film zu sehen war, ist heute leider inexistent. Sean Connery residierte während den Dreharbeiten im Hotel Bergidyll in Andermatt.
Es ist nicht nur der Ton, der die Musik macht
Als der Song ‚Goldfinger‘ aufgenommen wurde, stand Sängerin Shirley Bassey vor einer Leinwand und sang den Text vor der laufenden Eröffnungssequenz. Doch bei ihrer finalen hohen Note waren die Credits noch nicht durch und sie wurde gezwungen den Ton zu halten, wobei sie beinahe ohnmächtig geworden wäre. Sie selbst erzählte später, dass ihr das Halten des hohen Tons nur möglich war, nachdem sie ihren engen Büstenhalter ausgezogen hatte.
Never been in the USA for that
Sean Connery musste für die Dreharbeiten nie in die USA reisen. Für die Sequenzen in Miami machte man einzig mit dem Schauspieler Cec Linder in der Rolle des Felix Leiter Aufnahmen. Die Szenen mit Connery, die sich in den USA abspielen, wurden in den Pinewood-Studios gedreht. Dabei kamen auch Rückprojektoren zum Einsatz.
Cheap Thrills
Die Produzenten entdeckten Gert Fröbe im Krimi-Klassiker Es geschah am helllichten Tag, der dort einen Psychokiller spielte. Saltzman und Broccoli sahen in ihm die ideale (Zweit-)Besetzung für Auric Goldfinger. Ursprünglich wollten sie Orson Welles engagieren. Der allerdings verlangte eine zu hohe Gage. Auch Fröbe klagte wegen seiner Gage und verlangte eine zehnprozentige Gewinnbeteiligung. Im Nachhinein wäre Welles billiger gewesen.
Gert Fröbe und seine Sprachbarriere
Gert Fröbe sprach nur sehr wenig Englisch. Und das bisschen Englisch, das er konnte, verstand man nicht. Also wurde er für die Originalversion synchronisiert. Regisseur Guy Hamilton wollte von Fröbe, dass er seine Zeilen in Deutsch sprach, und zwar eher schnell, damit es für die Übersetzung fast lippensynchron war. In der deutschen Fassung spricht Fröbe sich selbst.
What to do if 'Pussy' gets censored
Die Produzenten befürchteten Probleme mit der US-Zensurbehörde wegen des Namen ‚Pussy Galore‘ (gespielt von Honor Blackman). Doch Saltzman, Broccoli und Regisseur Guy Hamilton luden den Verantwortlichen und seine Frau zu einer Party ein, schmierten ihm Honig ums Maul und behaupteten, die Republikanische Partei zu unterstützen. Das ‚Pussy‘-Problem wurde dabei gelöst.
Kurz und schmerzvoll
Oddjob war die allererste Rolle für den Schauspieler Harold Sakata. Seine Figur wurde so berühmt, dass Sakata weitere Auftritte in Filmen, TV-Serien und in der Werbung verbuchen konnte. Für seine Todesszene in Goldfinger verbrannte er sich mehrere Male die Hand, als er nach seinem Hut greifen wollte. Sakata wollte es unbedingt richtig machen und hielt so lange, bis Hamilton "Cut" rief.
Ein Cameo und das etwas andere Feierabendbier
Michael G. Wilson, der spätere Koproduzent der Bond-Filme, hatte hier seinen ersten Auftritt als koreanischer Soldat. Des Weiteren war er als Produktionsassistent für die Filmcrew in den USA tätig. Für die Einschläferungsszene versorgte er die US-Truppen mit Bier.