Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03251.jsonl.gz/1818

Die Folgen des reinen Drogenkonsums sind schon bedenklich genug, noch gefährlicher wird es, wenn die Drogen qualitativ verunreinigt oder mit anderen Mitteln gestreckt werden.
Wieso streckt man die Drogen mit anderen Mitteln?
Der Grund ist eigentlich einfach. Mit der Streckung werden weniger reine Stoffe benötigt und somit der finanzielle Gewinn im Verkauf maximiert.
Um die Qualität der Drogen beurteilen zu können, gibt es sogenannte Substanzreinheitstester. Sie erheben den Reinheitsgrad einer Droge.
Lidocain beispielsweise, wird oft zur Streckung von Kokain verwendet. Lidocain ist ein synthetischer Stoff, was zur lokalen Betäubung genutzt wird. Der Betäubungseffekt beim Lidocain ist sehr beliebt, denn er täuscht dem Konsument den Effekt von Kokain besser vor. Anders als beim reinen Kokain, hat Lidocain aber keine Rauschwirksamkeit.
Weitere bekannte Streckmittel mit denen die Drogen vermischt werden sind: Procain, Phenacetin, Ephedrin, Vitamine, Levamisol, Benzocain etc.
Man unterscheidet zwischen pharmakologisch wirksamen und pharmakologisch unwirksamen Mischstoffen. Unwirksame Stoffe werden dazu verwendet, um die Menge zu erhöhen. (Bsp. durch Zucker oder Kreatin) – Beim Kokain finden diese Art von unwirksamen Mischstoffen eher selten Anwendung. Dies aus dem Grund, weil der Geschmack, bspw. durch Zucker, mittels dem bekannten „Zungentest“ sofort erkannt würde. Kokain ist bitter und wirkt leicht betäubend, umso schwieriger wird es, wenn dem Kokain Lidocain zugefügt wird. Lidocain hat selbst einen bitteren Geschmack und wirkt ebenfalls lokal betäubend.
Heroin wird seit Jahren mittels Koffein und Paracetamol gestreckt.
Wer somit ganz sicher gehen möchte, kommt an einem Reinheitstest nicht vorbei.