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Nach drei Tagen verliessen wir den Big Bend Nationalpark in nördlicher Richtung. Wir passierten Alpine, ein Dorf das an Schnee denken lässt, das aber in Texas liegt. Eine Tagesreise später verliessen wir Texas und fuhren in New Mexico ein. Hier erwartete uns ein weiterer Leckerbissen: der Carlsbad Caverns Nationalpark. Dieses Höhlensystem soll etwas vom Besten sein, was man in Sachen Höhlen zu sehen bekommen kann!
Na ja, wir haben in der Schweiz ja auch Höhlen, dachte ich mir. Zum Beispiel das Höllloch oder die Beatus-Höhlen. Was wir jedoch dann zu sehen bekamen, war einfach spektakulär. Die geologische Geschichte der Carlsbad Höhlen begann vor 265 Millionen Jahren, als diese Gegend hier noch unter Wasser lag. Vor 15 bis 20 Mio. Jahren waren es dann tektonische Verschiebungen, die zum Entstehen dieses Höhlensystems beitrugen. (Die Carlsbad-Höhlen sind das grösste Höhlensystem auf der nördlichen Halbkugel.)
Es gibt Hinweise, dass die Indianer, die vor über 1’000 Jahren hier lebten, von der Existenz der Höhle wussten. Davon wissen auch eine halbe Million Fledermäuse, die in einem (abgesperrten) Teil der Höhle wohnen, wenn sie nicht gerade in Mexiko sind, wo sie den Winter verbringen.
Heute ist dieses Höhlensystem Teil eines Nationalparks und seit 1995 auch Bestandteil der World Heritage Site. Per Lift geht es 230 Meter in die Tiefe. Steigt man unten aus, ist man in einer Wunderwelt. Um sie zu durchwandern ist man mehr als eine Stunde unterwegs! Und immer noch werden weitere Höhlen entdeckt! Wie auch immer: die Carlsbad-Höhlen sind einen Besuch wert. Brigitta machte gleich zwei!