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Der Fotograf René Burri, dessen Porträts von Che Guevara Weltruhm erlangten, ist tot. Er war seit längerer Zeit krank. Burri verstarb 81-jährig in Zürich, wie seine Fotoagentur Magnum gegenüber SRF bestätigt. Zahlreiche ehemalige und aktuelle Weggefährten drückten über Twitter ihr Beileid aus.
Burri, am 9. April 1933 in Zürich geboren, war Mitglied der Fotoagentur Magnum. Für die Agentur reiste er um die Welt und publizierte seine Reportagen über die grossen politischen Geschehnisse des 20. Jahrhunderts in zahlreichen Magazinen.
Ikone Che Guevara
Den grössten seiner Coups landete Burri 1963 in Havanna, als er vom kubanischen Industrieminister Ernesto Che Guevara empfangen wurde. Bei diesem Besuch entstanden zahlreiche Porträts; eines davon mit dem bärtigen, Zigarre rauchenden Revolutionär hat unverzüglich die Reise um die Welt angetreten.
Weltbekannt waren aber auch Burris Porträts von Pablo Picasso, Alberto Giacometti oder Le Corbusier. Sein erstes Bild einer prominenten Person schoss er aber schon im Alter von 13 Jahren, als er Winston Churchill in Zürich ablichtete.
Burri besuchte die Kunstgewerbeschule in Zürich. 1955 reichte Burri seine Fotoreportage über die Arbeit der Zürcher Musikpädagogin Mimi Scheiblauer mit taubstummen Kindern bei der Fotoagentur Magnum ein und erhielt den Zuschlag.
Zu Burris Werk gehören auch Fotobücher. 1959 bis 1961 bereiste er Deutschland. Die Aufnahmen, unter anderem über den Mauerbau, erschienen 1962 im Band «Die Deutschen».
Sein Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert – unter anderem in seiner Heimatstadt Zürich. 2013 zeigte das Museum für Gestaltung Burris Bilder.
Sein Oeuvre ist auch mehrfach ausgezeichnet worden. Zuletzt erhielt der Fotograf 2011 den mit 20'000 Franken dotierten «Swiss Press Photo Life Time Achievement Award» der Fondation Reinhardt von Graffenried.