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Ab dem 16. Jahrhundert versuchten einige Reformatoren, z. B. in Genf und Neuenburg, das Weihnachtsfest einzuschränken oder sogar abzuschaffen, da es als zu stark von heidnischen Bräuchen geprägt und nicht mit der ursprünglichen Überlieferung des Evangeliums vereinbar angesehen wurde. Weihnachten blieb jedoch ein Volksfest mit seinen uralten Traditionen, zu denen Bräuche aus den verschiedenen Völkern, die im Laufe der Geschichte christianisiert wurden, hinzukamen. So waren grosse Festessen fester Bestandteil des nordeuropäischen Julfests und keltische Druiden zündeten zur Wintersonnenwende Kerzen an. Die Häuser wurden mit Stechpalmen und Mistel dekoriert. Heute sind Krippenfiguren, das Christkind als Gabenbringer und der Weihnachtsbaum verbreitet. Das Christkind wurde von Martin Luther als Weihnachtsfigur erfunden, die statt des Heiligen Nikolaus die Weihnachtsgeschenke bringt. Weihnachtsbäume setzte sich während der Reformationszeit in Europa durch, obwohl die Kirchen dem Brauch der geschmückten Bäume erst kritisch gegenüber standen. Adventskränze, Nussknacker und Weihnachtsmärkte wurden in Deutschland erfunden.