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Ein Free Cash Flow (freier Geldstrom) bzw. Freier Cash Flow sind erarbeitete Mittel innerhalb einer Periode, die nach Abzug aller Ausgaben und Investitionen frei zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl kann vor allem durch die zur Verfügung stehenden Gestaltungsmöglichkeiten der Bilanzierung nicht beeinflusst werden.
Da sich die Grundsätze einer sogenannten „wertorientierten Unternehmensführung (Shareholder Value)“ in den letzten Jahrzehnten immer mehr durchsetzen konnten, nahm ebenfalls die Bedeutung des Free Cash Flows zu. Diese Grundsätze stammen aus dem angelsächsischen Raum und sind von der dort dominierenden Kultur der Kapitalmärkte bestimmt, die Unternehmen hauptsächlich aus der Perspektive einer Finanzanlage sehen. Denn der Wert einer solchen Anlage errechnet sich aus den Dividenden, die das Unternehmen ausschütten kann und dem Verkaufswert (Kurs) der jeweiligen Anteile. Für beide Perspektiven bildet der Free Cash Flow eine wichtige Grundlage. Im ersten Fall limitiert er das ausschüttbare Geldvolumen und im zweiten Fall liefert er die Basis für den Erwartungswert, zu dem die Anteile in Zukunft verkauft werden können.
Der Free Cash Flow ist der frei verfügbare Cash Flow und entspricht der Summe, die zum Beispiel für den Kapitaldienst (Zinsen und Tilgung von Darlehen) sowie für Ausschüttungen an Aktionäre eines Unternehmens bereit steht. Die Höhe eines nachhaltigen Free Cash Flows ist für Finanzierungsinstitute eine wichtige Messgröße für die Liquidität eines Unternehmens bzw. die Rückzahlungsfähigkeit von Fremdkapital und wird deshalb oft als Basis der Finanzierungskapazität angesetzt. So zeigt der Free Cash Flow vor allem über mehrere Jahre, ob sich ein Unternehmen in seiner „finanziellen Balance“ befindet. Die Kennziffer ist daher eine wichtige Größe zur Bewertung eines Unternehmens. Der Free Cash Flow errechnet sich aus der Differenz des Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit und den Netto-Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (Capital Expenditure).