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Einige Extremereignisse im Sommer 2023
Vom 19. bis 22. Juni entluden sich vielerorts Gewitter, besonders nördlich der Alpen und im Westen des Landes. Eine Gewitterfront am 22. Juni brachte zudem starke Windböen. Am Messstandort St-Prex am Genfersee wurde mit 135 km/h ein neuer lokaler Windrekord erreicht. In Basel gab es innerhalb von zehn Minuten 18,2 mm Regen, ebenfalls ein neuer Rekord für diesen Messstandort. Vergleichbar hoch lag der bisherige Rekord vom 11. September 1991 mit 18,1 mm.
Am Abend des 29. Juni und in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni entluden sich lokal heftige Gewitter, zum Teil auch mit Hagel. In Genf-Cointrin fielen innerhalb von zehn Minuten 22,4 mm Regen. Das ist an diesem Mess-standort der höchste 10-Minuten-Wert seit Beginn der automatischen Messungen im Jahr 1981. Der bisherige Rekord datiert vom 2. Juli 1998 mit 21,9 mm.
Am Abend des 11. Juli führte der Durchzug einer ausgedehnten Gewitterzone lokal zu starken Windböen. In der Nordwestschweiz wurden in Fahy 108 km/h und in Delémont 93 km/h gemessen. Noch heftiger fielen die höchsten Gewitterböen in einem Streifen von der Zentralschweiz bis zum Bodensee aus. Luzern registrierte 120 km/h, Wädenswil 125 km/h und Steckborn 125 km/h. An mehreren Standorten war es ein neuer Windrekord für die Sommermonate (Juni bis August).
Am 24. Juli gegen 11.25 Uhr wurden während des Durchzugs eines extrem starken Gewitters in La Chaux-de-Fonds extreme Windgeschwindigkeiten gemessen. An der Messstation von MeteoSchweiz in der Nähe des Flugplatzes erreichte eine maximale Böe über eine Sekunde 217 km/h. Der Sturm, vermutlich ein sogenannter «Down-Burst», forderte ein Menschenleben und 40 Verletzte. Zahlreihe Gebäude wurde beschädigt, einige auch massiv. Bäume brachen oder wurden entwurzelt. An vielen Fahrzeuge gab es Schäden durch umstürzende Bäume oder herunterfallende Gebäudeteile. Der Sturm warf einen Baukran um und knickte den Masten einer Hochspannungsleitung. Schwer getroffen wurde auch die Bahn-Infrastruktur. Der Zugsverkehr war auf einigen Strecken mehrere Tage unterbrochen.