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ComCom-Präsident Furrer will einen zweiten Runden Tisch zum Thema Glasfasernetze einberufen. Schaffen es die Akteure, den schweizweiten Netzausbau zu koordinieren?
ECO, das Wirtschaftsmagazin des Schweizer Fernsehens, wollte gestern Montag ursprünglich einen Beitrag über den Bau der Glasfasernetze in der Schweiz bringen. Aus Aktualitätsgründen wurde dieser Beitrag verschoben, auf der SF-Website
ist nun aber das Interview mit Marc Furrer von der ComCom abrufbar. Der Präsident der Kommunikationskommission sagt darin, dass für November ein zweiter Runder Tisch zu diesem Thema geplant ist.
Die grössten Telekom-Infrastruktur-Anbieter des Landes hatten sich bereits Anfang Juni getroffen
. Es geht dabei im Wesentlichen darum, zu vermeiden, dass unkoordiniert gebaut wird. Derzeit bauen verschiedene Elektrizitätswerke (EW) in der Schweiz ihre eigenen Glasfasernetze bis in die Haushalte (FTTH) und vermieten sie dann Providern wie Orange und Sunrise, die wiederum entsprechende Breitband-Angebote (Internet, Telefonie, TV etc.) für Endkunden lancieren. Swisscom konkurrenziert diese Pläne mit dem Bau eines eigenen Glasfasernetzes, betont aber, dass Partnerschaften mit EWs durchaus gewünscht wären. Im Juni konnten sich die Unternehmen und die EWs aber offenbar nicht über eine Koordination der Arbeiten einigen.
Was der Regulator mit den Gesprächen unbedingt vermeiden will, ist ein neues Monopol. Befürchtet wird zudem auch, dass die Randregionen benachteiligt werden, während in den grossen Zentren heftig gebaut wird. Sollten sich die Akteure nicht einigen, wäre als "Ultima Ratio" eine langwierige Gesetzesänderung angebracht, doch weder die Telekom-Unternehmen noch der Bund haben Interesse an diesem Weg. (Maurizio Minetti)