Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03275.jsonl.gz/3304

Leopold Mandic der Freund Gottes

Er wurde am 12. Mai 1866 in Castelnovo, dem heutigen Herzegovina in der Bucht von Kotor in Dalmatien geboren.
Leopold Manic, acht Tage vor seinem Tod
Leopold Mandics Beichtzelle
In Padua verbrachte er sein Leben, 33 Jahre lang die kurze Strecke überquerend, die ihn von seiner kargen Klosterzelle
zum ebenso kahlen Beichtraum führte.
Der Tagesablauf war stets derselbe. Früh morgens feierte er mit anrührender
Hingabe die hl. Messe, unterstützt vom Messdiener und einigen Gläubigen. Dann schloß er sich in den Beichtstuhl ein,
wo ihn die Büßer schon erwarteten. Zu Mittag aß er einige Bissen. Von drei Uhr nachmittags bis zum Abend wieder
im Beichtstuhl. Eine kleine Stärkung und dann, bis tief in die Nacht, ausdauerndes und tiefes Gebet.
Der Raum, in dem er Beichte hörte, war eine Zelle ohne Licht und Luft. Eisig im Winter, ein Backofen im Sommer.
Die Einrichtung war äußerst karg: ein alter und abgewetzter Sessel, ein Betpult für die Büßer, ein Kreuz, das mit
seiner einfachen Gebärde herrscht und die Liebe Gottes ausdrückt und preist, eine kleine Bibliothek mit den
Pater Leopold liebsten Büchern, ein kleiner Tisch. Nichts mehr.
Dort feierte Pater Leopold für 30 Jahre jeden Tag still das Sakrament der Wiederaussöhnung des sündigen Menschen
mit Gott.
Fortsetzung: Während dem zweiten Weltkrieg