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Griechenlands Banken hatten im Laufe der Schuldenkrise des Landes infolge eines Schuldenschnitts fast ihr gesamtes Eigenkapital verloren und mussten mit mehreren Finanzspritzen des griechischen Staates aufgefangen werden. Das Geld stammte grösstenteils aus Mitteln aus den drei EU-Rettungspaketen.
Grösstes Problem der griechischen Banken sind derzeit die Kreditrisiken. Nach Berechnungen der Zentralbank sind 45,2 Prozent aller ausgereichten Darlehen notleidend oder akut ausfallgefährdet. Die jüngst vom griechischen Parlament beschlossenen Gesetzesänderungen gäben den Banken aber ein Instrumentarium zur Konsolidierung der Problemkredite in die Hand.
"Die Banken sind nun endlich in der Lage, die notleidenden Kredite zu nutzen und Gewinne damit zu erwirtschaften", sagte Stournaras. Dies könnte etwa durch den Verkauf der Darlehen an Kreditverwerter erfolgen. Zudem seien die Banken jetzt bei Insolvenzen von Unternehmen besser gestellt. Bis Ende 2019 wolle man das Volumen der notleidenden Kredite von derzeit rund 100 auf etwa 60 Milliarden Euro abbauen, so Stournaras./nmu/zb/stb
(AWP)