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Gebärmutterhalskrebs: Löst der HPV-Test bald den Krebsabstrich ab?
Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs gibt es zwei Möglichkeiten: den Test auf das Humane Papilloma Virus (HPV-Test) und den Krebsabstrich (Pap-Test). In einer grossen europäischen Studie wurden die beiden Vorsorgetests miteinander verglichen.

Das Humane Papilloma
Virus

Insgesamt nahmen 176'464 Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren an der Studie teil, die in Schweden, den Niederlanden, England und Italien durchgeführt wurde.
Zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung wurden entweder regelmässige HPV-Tests oder herkömmliche Krebsabstrich-Untersuchungen (Pap-Tests) durchgeführt.
Während der sechseinhalb jährigen Beobachtungszeit wurden insgesamt 107 Gebärmutterhalskrebse entdeckt. In den ersten zweieinhalb Studienjahren entdeckten die Forscher mit beiden Methoden etwa gleich viele Fälle. Später traten in der Gruppe mit HPV-Tests deutlich weniger Fälle von Gebärmutterhalskrebs auf. Mit dem HPV-Test wurden demnach mehr Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs frühzeitig entdeckt und in der Folge traten weniger Krebserkrankungen auf.
Fazit der Autoren: Krebsvorstufen für Gebärmutterhalskrebs werden mittels HPV-Tests deutlich früher entdeckt als mittels herkömmlichem Krebsabstrich. Sie empfehlen deshalb insbesondere Frauen ab 30 Jahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs fünfjährliche HPV-Tests.
Anmerkung der Redaktion: Bestimmte Untergruppen des Humanen Papilloma Virus (HPV) werden für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sowie für Genitalwarzen verantwortlich gemacht. Mittels Vorsorgetests können Krebsvorstufen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Und: Je früher ein Gebärmutterhalskrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
The Lancet 2013
27.11.2013 - dzu