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Europäische Pensionskassen investieren zunehmend in nicht-traditionelle Anlageklassen. Damit ist das Ziel verbunden, die Portfolios stärker zu diversifizieren und auf diese Weise die Risiken besser steuern und kontrollieren zu können. 35 Prozent der Pensionskassen in Grossbritannien und 60 Prozent der Pensionskassen im übrigen Europa wollen neue Anlageklassen in ihre Portfolios aufnehmen, um die Anlagerisiken in Zukunft erfolgreicher zu kontrollieren. Dies sind die wichtigsten Resultate der aktuellen Asset Allocation-Studie des Beratungsunternehmens Mercer. Im Rahmen der Studie wurden über 1.000 europäische Pensionskassen mit einem Vermögen von insgesamt 400 Mrd. Euro berücksichtigt.
Die Bankenkrise und der Kollaps von Lehman Brothers haben das operative Risiko, das mit der Anlage von institutionellen Geldern verbunden ist, deutlich gemacht. Institutionelle Anleger schauen nun nach Wegen, um die Risiken, die ihren Plänen innewohnen, in den Griff zu bekommen. Dies soll in erster Linie durch eine weitere Diversifizierung ihrer Anlagen gelingen", erläutert Sven Ebeling, Leiter des Bereichs Investment Consulting bei Mercer in der Schweiz.
Über zwei Drittel der Befragten haben bereits Überprüfungen der Anlagestrategie im Jahr 2008 durchgeführt oder planen diese für 2009. Fast 70 Prozent haben ihre Exposition gegenüber Gegenparteirisiken 2008 genauer unter die Lupe genommen, über 50 Prozent ihr Cash Management. Mehr als 70 Prozent wollen in diesem Jahr ihre Programme bei der Wertpapierleihe und 46 Prozent ihre Transaktionskosten überprüfen. "Viele Pensionskassen waren sich der zusätzlichen Risiken, die mit ihren Securities Lending-Programmen verbunden sind, nicht bewusst" sagt Ebeling. "Sie werden diese Programme in Zukunft genauer beobachten, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden."