Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03116.jsonl.gz/17

Kritische Fragen an den Bundesrat und die Behörden in Zusammenhang mit der Corona-Bewältigung
1. Disaster Management:
Weshalb wird ein offener und breiter Diskurs über andere Optionen und Expertenmeinungen zur Überwindung der aktuellen Corona-Epidemie systematisch vom Bundesrat vernachlässigt? Wieso wird die Bevölkerung nicht besser und aktiver eingebunden? Mit wem und mit welchem Benchmark vergleicht sich unsere Regierung (vgl. alternative Optionen der Niederlande, Grossbritanniens, Singapurs, Südkoreas, Taiwans, etc.)?
2. Krisenkommunikation:
Wie kann eine Bevölkerung ruhig bleiben, wenn der Bundesrat laufend im Zickzackkurs Entscheide ändert bzw. genau das Gegenteil tut, was kurz zuvor noch Gültigkeit hatte (z.B. Schulen schliessen, Medikamente rationieren, etc.)? Ist sich der Bundesrat im Klaren, was er mit seinen Massnahmen für Signale setzt? Wie bereitet sich der Bundesrat strategisch vor, um die immensen und unabsehbaren Kostenfolgen der aktuellen staatlichen Massnahmen langfristig tragen zu können? Wie wird das kommuniziert und was für Massnahmen sind für die Phase nach dem 19. April 2020 geplant?
3. Totalausfall:
Ist es solidarisch, wenn der Bundesrat die ganze Bevölkerung mit seinen Massnahmen unnötigerweise in «Sippenhaft» nimmt und damit provoziert, dass die Wirtschaft kollabiert und viele Unternehmen, gerade kleinere, schon bald Konkurs anmelden müssen? Weshalb werden in den öffentlich kommunizierten Statistiken die aktuell positiv getesteten Personen in einen Topf geworfen und nicht stattdessen nach Schweregrad unterschieden: geheilt, asymptomatisch, leichte Symptome, mittelschwere Symptome, schwerwiegende Symptome, die eine Beatmung voraussetzen? Weshalb wird bei den Todesfällen nicht klarer auf Alter und Komorbiditäten hingewiesen und auch nicht die Kausalität des Ablebens berücksichtigt? Weshalb werden diese Todesfälle nicht anderen täglichen Todesursachen gegenübergestellt? Es fehlt der nüchterne Blick.
4. Statistiken:
Es kann nicht sein, dass einschneidende Entscheide des Bundesrates auf der Basis von äusserst wackligen Statistiken gefällt werden. Wäre es nicht ehrlicher zuzugeben, dass die Erhebung von korrekten statistischen Daten in einem dynamischen Prozess kaum möglich ist? Wird die hohe Dunkelziffer bedingt durch den selbstlimitierenden Charakter beim grössten Teil der Bevölkerung bzw. aufgrund der relativ kleinen Anzahl von Tests miteinbezogen und, wenn ja, wie?
5. Digitalisierung:
Die aktuelle Notlage zeigt massive Lücken in der Digitalisierung der Gesundheitsbranche aber auch in der Volksschulbildung. Werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen? Konkret: Wieso müssen Corona-Daten von Hand ausgefüllt via Fax nach Bern geschickt werden? Ist dies im Zeitalter der Digitalisierung akzeptabel? Wie kann der Bundesrat ohne den Besitz aktualisierter Daten Entscheide von grösster Tragweite fällen?