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Mehr als ein Jahr nach der schweren Ölkatastrophe in Brasilien müssen die US-Firmen Chevron und Transocean zumindest keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr fürchten.
Wie die Konzerne in der Nacht zum Donnerstag mitteilten, liess ein brasilianisches Gericht eine entsprechende Klage gegen die Unternehmen und 17 ihrer Mitarbeiter fallen. Jedoch könne noch eine Zivilklage auf die Konzerne zukommen. So könnten noch Schadenersatz-Zahlungen in Höhe von 20 Milliarden Dollar geltend gemacht werden.
In dem Strafprozess hätten Haftstrafen von bis zu 31 Jahren verhängt werden können. Die in Brasilien bisher grösste Öl-Katastrophe ereignete sich im November 2011. Gegen Chevron und seinen Partner Transocean wurden in der Folge zeitweise Betriebsverbote verhängt. Das Leck war am Öl-Feld Frade nordöstlich von Rio de Janeiro aufgetreten und gab rund 3600 Barrel Öl ins offene Meer frei.
Menschen kamen nicht zu Schaden, sodass die Folgen damit weniger dramatisch waren als beispielsweise der Untergang der BP-Plattform “Deepwater Horizon“ 2010 vor der US-Küste.