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Cadūcum
(lat., d. h. hinfällig), bei den Römern ein Erbteil oder Vermächtnis, welches zwar gültig zugewendet, aber von dem Bedachten, z. B. wegen Ausfalls der Bedingung oder weil derselbe erbunfähig wurde, nicht erworben ward. Dasselbe fiel (im Interesse der vom Gesetz begünstigten Volksvermehrung), wenn kein Substitut ernannt und nicht das Anwachsungsrecht von Kindern oder Eltern des Testators in Frage stand, als Prämie an solche im Testament genannte Personen, welche Kinder hatten; waren solche nicht vorhanden, an den Fiskus. Dies Institut wurde von Justinian beseitigt und das Anwachsungsrecht (s. d.) wiederhergestellt.
Von
Caducum stammt der
Ausdruck Kaduzieren (s. d.).