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Der «Süddeutschen Zeitung» sagte Sörgel: «Die Gefahr, in den Bereich des Missbrauchs zu kommen, ist da sehr schnell sehr gross.»Besorgniserregend für Sörgel ist, dass für einige Sportler Ausnahmen für vier Jahre ausgestellt worden seien. «Wenn ein Sportler seinen Sport nur noch ausüben kann, wenn er Schmerzmittel nimmt, muss man die Frage stellen, ob man das nicht im Bereich des Dopings ansiedelt», sagte er. «Das ist schon ein gewisser Freifahrtschein.» Das müsse dann anders bewertet werden, als wenn jemand ein Cortison haltiges Schmerzmittel nehme, um kurzfristig eine Entzündung zu hemmen wie nach seinem Hexenschuss.
Der Wissenschaftler bemängelte zudem, dass es zwischen den Fachverbänden – beispielsweise der Schwimmer und der Leichtathleten – keine Vergleichbarkeit gebe. «Ich halte die Kriterien auch nicht für ausreichend», sagte der Leiter des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in Heroldsberg bei Nürnberg.
Sörgel äusserte sich in der «Süddeutschen Zeitung» im Zusammenhang mit Angriffen russischer Hacker auf Sportlerkonten bei der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Die Hackergruppe hatte Ausnahmegenehmigungen mehrerer Dutzend internationaler Spitzensportler ins Internet gestellt.
(SDA)