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Dabei kommen Menschen mit hohen Einkommen in urbanen Gebieten weit besser weg als Geringverdienende in ländlichen Gegenden, wie eine Untersuchung der Universität Basel zeigt.
Mitarbeiter der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel haben untersucht, welche Bevölkerungs- und Berufsgruppen in welchen Wirtschaftssektoren und Arbeitsmarktregionen ihre Arbeit besser von zuhause aus erledigen können. Dieser Home Office-Index wirkt sich auf die Betroffenheit anlässlich des Lockdowns aus, wie zwei am Dienstag veröffentlichten Analysen zeigen.
So sind Berufe mit strategischen, administrativen oder kreativen Aufgaben für das Home Office «erwartungsgemäss», wie es in einer der Studien heisst, besser geeignet als Berufe mit viel Kundenkontakt oder mit technischen oder handwerklichen Aufgaben.
Weil die verschiedenen Regionen der Schweiz durch unterschiedliche Wirtschaftsregionen geprägt sind, hat dies geografisch gesehen unterschiedliche Auswirkungen.
Stadt-Land-Graben
Die Wirtschaftswissenschaftler orten hier einen Stadt-Land-Graben. Home Office ist in den Dienstleistungszentren wie dem Grossraum Zürich, der Region Zug und im Kanton Basel-Stadt weit verbreitet. Am untersten Ende orten die Studien ländliche Gebiete, zum Beispiel im Engadin oder im bernischen Emmen- und Simmental. Im kantonalen Vergleich weist Basel-Stadt mit 67 Prozent den höchsten, der Kanton Kanton Appenzell Innerrhoden mit 27 Prozent den geringsten Wert im Home Office-Index aus.
Wegen der Unterschiede zwischen den Branchen und Regionen ist Home Office auch in den verschiedenen soziodemografischen Gruppen ungleich verbreitet. Faktoren wie Ausbildung, Herkunft und Geschlecht beeinflussten die Berufswahl und damit auch die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, heisst es in einer der Studien.
Je weniger Lohn, desto weniger Home Office
Die markantesten Unterschiede zeigen sich in den Einkommensklassen. Für über 70 Prozent der Personen mit einem jährlichen Einkommen von über 130’000 Franken scheine Home Office gut möglich zu sein, heisst es. Dieser Wert nimmt mit sinkenden Einkommen stetig ab. Lediglich rund 30 Prozent der Menschen mit einem Einkommen von unter 65’000 Franken hätten die Möglichkeit, ihre Arbeit im Home Office zu erledigen.
Die Analyse der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel stützt sich auf eine entsprechende US-Studie. Mit einem sogenannten «Random-Forest»-Algorithmus seien die amerikanischen Berufsbeschreibungen auf schweizerische Verhältnisse übertragen worden, schreiben die Analysten in ihrem Beitrag.