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|Informationen zu Iran|

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Geographie
Ein paar überraschende Tatsachen
Viele Leute stellen sich den Iran als grosse Sandwüste - ähnlich
der Sahara - vor. Der Iran verfügt zwar über grosse und ausgedehnte Salz- und
Sandwüsten, doch müsste man ihn eher als ein Bergland charakterisieren. Abgesehen von
der Küste am persischen Golf und dem schmalen Küstenstreifen am Kaspischen Meer liegt
der grösste Teil im Gebirge bzw. im Hochland. Grossstädte wie Teheran, Isfahan oder
Shiraz liegen alle auf ca. 1'500 Meter über Meer.
Der Iran ist mit seinen 1,6 Mio. Quadratkilometern etwa 40 Mal grösser als die Schweiz, und ca. 4 Mal grösser als das wiedervereinigte Deutschland.
Geographische Aufteilung
Der Iran wird von zwei Gebirgszügen dominiert. Das Alborsgebirge erstreckt sich von der Türkei entlang der Südküste des Kaspischen Meeres Richtung Afghanistan. Das Zagrosgebirge erstreckt sich von der Türkei, entlang der Grenze zum Irak und entlang des persischen Golfes in Richtung Pakistan. Südlich des Albors und östlich des Zagros befinden sich die beiden grossen Wüsten Kavir und Lut.
Die Nachbarstaaten sind die Türkei und der Irak im Westen, Aserbeidschan und Turkmenistan im Norden und Afghanistan und Pakistan im Osten.
Bevölkerungszahlen
Der Iran verfügt über eine Einwohnerzahl von ca. 65 Millionen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 20 Jahre.
Die grössten Städte sind:
Teheran: ca. 12 Mio. EW
Bevölkerungsgruppen und Sprachen
Perser (Indoeuropäer): 51%
Zu beachten: Perser sind keine Araber sondern mit Europäern und Indern verwandt.
Neben der Amtssprache Farsi (Persisch) wird in gewissen Regionen auch türkisch, kurdisch, arabisch, lorisch, gilakisch und belutschisch gesprochen.
Distanzen und Verkehrswege
Der Iran ist ein grosses Land und die wichtigsten Reiseziele liegen alle ca. 500 - 1000 km auseinander. Zwischen diesen Orten liegen meist nur kleine Dörfer allenfalls Kleinstädte. Die Strassen zwischen den grossen Zentren sind meist sehr gut ausgebaut. Die Versorgung mit Benzin und Lebensmitteln ist auch unterwegs sichergestellt.
Klima und Reisezeit
Haben Sie gewusst?
Hätten Sie gedacht, dass es im Iran Orte mit 2000mm Niederschlag pro Jahr gibt (CH: ca. 1000mm)? In der Grossstadt Tabriz beträgt die Mitteltemperatur im Winter unter Null Grad. Dafür ist der Juli in Ahvaz durchschnittlich über 37 Grad Celsius.
Das Klima im Iran kann also je nach Ort und Jahreszeit sehr unterschiedlich sein. Zu Zeiten, wo in der Nähe der Türkei bereits Schnee liegt, schwitzt man am persischen Golf immer noch.
Klimaregionen
Um das Klima im Iran zu verstehen, muss man sich die geographische Situation vor Augen halten.
Der grösste Teil des Landes, d.h. das iranische Hochland ist im Westen und Norden durch hohe Gebirgszüge begrenzt. Diese Barriere führt zu einem niederschlagsarmen, trockenen, sehr kontinentalen Klima. Es bestehen grosse klimatische Unterschiede zwischen Sommer und Winter.
Der schmale Küstenstreifen am Kaspischen Meer ist gegen Süden durch das über 5000 Meter hohe Alborsgebirge begrenzt. Die Nordwestwinde, welche über dem Kaspischen Meer Feuchtigkeit aufnehmen, geben diese an den Hängen des Albors wieder ab. Dies führt zu einem für Iran untypischen sehr feuchten Klima, welches auch intensive Landwirtschaft ermöglicht. Es wird sogar Reis angepflanzt.
Am Persischen Golf sind die Sommer sehr heiss und feucht und die Winter angenehm mild.
Im Bergland des Nordwestens gegen die Grenze zur Türkei sind die Winter sehr kalt und der Sommer kühl und angenehm.
Reisezeit
Eine typische Iranreise bewegt sich grösstenteils im zentralen Hochland. Abstecher an das Kaspische Meer und/oder an den persischen Golf sind jedoch nichts Ungewöhnliches. Dies bedeutet, dass Frühling (Ende März bis Anfang Juni) und Herbst (Ende September bis Mitte November) ideale Reisezeiten sind.
Folgende Dinge sollten zusätzlich beachtet werden:
In der Zeit des iranischen Neujahrs (Nou Ruz) am 21. März und in den darauffolgenden zwei Wochen sind sehr viele Iranerinnen und Iraner unterwegs. Hotels, Flüge und Überlandbusse sind dann ziemlich ausgebucht.
Der Fastenmonat "Ramadan" liegt in den kommenden Jahren mitten im Winter.
Im Herbst ist zu beachten, dass es sehr früh dunkel wird. Im Oktober ist es um 18:00 dunkel. Das frühe Eindunkeln ist ein Problem, da das öffentliche Leben - bedingt durch die Nachmittagshitze - erst um 16:00 wieder beginnt. Machen Sie es wie die Iranerinnen und Iraner: stehen Sie früh auf! Im Frühling besteht dieses Problem weniger, da einem durch die Sommerzeit eine Stunde geschenkt wird.
Literaturhinweise
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