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Wolf Barth war führender Vertreter einer freien konstruktiven Malerei. Mit ihren energiegeladenen Farbfeldern und schwingenden Farbräumen haben seine Bilder eine hohe Intensität und eine starke Ausstrahlung. Sie haben gleichzeitig Verwandtschaften zur wuchtigen Farbkraft afrikanischer Tribal Art genau so wie zum amerikanischen Colour Field Painting der 60-er Jahre.
Barth spielt mit dem Simultankontrast und damit mit unseren Sinnen: Sehen wir Grün sucht das Auge unweigerlich die Komplementärfarbe Magenta. Fehlt diese, verändert das Auge spontan die nächstliegende Farbe, was zu einer Vibration des Farbtons führt (Sukzessivkontrast). Barth, in der Schweiz aufgewachsen und humanistisch erzogen, siedelt 1953 nach Paris über, wo er fortan lebt und arbeitet. 1958 im Schweizer Pavillon der Biennale von Venedig. Regelmässige Ausstellungen folgen, vor allem in Paris und in der Schweiz. Ab 1978 bereist Barth die Karibik, Guadeloupe und Martinique.