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Antikonvulsivum
Ein Antikonvulsivum ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung oder Verhinderung von epileptischen, z. B. tonisch-klonischen Anfällen eingesetzt wird.
Geeigneter ist der Begriff Antiepileptikum, da er die mit den Arzneimitteln zubehandelnden epileptische Anfälle nicht auf das konvulsive Element reduziert, da dieses bei vielen Anfallsformen nicht vorkommt (z. B. bei einer Absence oder einem komplex-fokalen (dyskognitiven) Anfall).
Ataxie
Ataxie ist in der Medizin ein Oberbegriff für verschiedene Störungen der Bewegungskoordination. Eine Ataxie kann auftreten, auch wenn keine Lähmung (Parese) vorliegt, also bei normaler Muskelkraft.
Elektroenzephalografie
Die Elektroenzephalografie (EEG, von griechisch encephalon Gehirn, gráphein schreiben) ist eine Methode der medizinischen Diagnostik und derneurologischen Forschung zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. Das Elektroenzephalogramm (ebenfalls EEG abgekürzt) ist die grafische Darstellung dieser Schwankungen. Das EEG ist neben der Elektroneurografie (ENG) und der Elektromyografie (EMG) eine standardmässige Untersuchungsmethode in der Neurologie.
Ketogene Diät
Die ketogene Diät ist eine kohlenhydratlimitierte, protein- und kalorienbilanzierte und deshalb fettreiche Form der diätetischen Ernährung, die den Hungerstoffwechsel in bestimmten Aspekten imitiert. In dieser Ernährungsform bezieht der Körper seinen Energiebedarf nicht mehr aus Fett undGlukose, sondern nur noch aus Fett und daraus im Körper aufgebautem Glukoseersatz, den namensgebenden Ketonkörpern. Eine ketogene Diät wird als Therapieverfahren vor allem bei Kindern mit pharmakoresistenter Epilepsie, Glukosetransporterstörung (beispielsweise GLUT1-Defizit-Syndrom) und Pyruvatdehydrogenasemangel eingesetzt.
MRT
Die Magnetresonanztomographie ist einbildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. Es basiert physikalisch auf den Prinzipien der Kernspinresonanz (NMR), insbesondere der Feldgradienten-NMR, und wird daher auch als Kernspintomographie bezeichnet (umgangssprachlich gelegentlich zu Kernspin verkürzt). Die ebenfalls zu findende Abkürzung MRI stammt von der englischen Bezeichnung Magnetic Resonance Imaging.
Myoklonie
Myoklonien sind rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, die häufig als Begleitsymptom bei einer Vielzahl neurologischer Erkrankungen vorkommen. Sie werden kortikal (Grosshirnrinde), subkortikal (andere Regionen des Gehirns) oder spinal (Rückenmark) generiert.
Status epilepticus
Als Status epilepticus (in der Neurologie oft kurz Status genannt) werden ein aussergewöhnlich lange andauernder epileptischer Anfall oder eine Serie von Anfällen bezeichnet, wenn das Intervall zwischen den einzelnen Anfällen so kurz ist, dass der Ausgangszustand bei der Bewusstseinslage und anderen Körperfunktionen nicht mehr erreicht wird.
SUDEP
SUDEP (engl. sudden unexpected death in epilepsy) ist ein plötzlich auftretender, ungeklärter Tod bei Epilepsie ohne Anhalt für ein relevantes Trauma oder Ertrinken, mit oder ohne Anhalt für einen vorangegangenen epileptischen Anfall, aber ohne Anhalt für einen vorangegangenen Status epilepticus. Für Menschen mit Epilepsie besteht ein erhöhtes Risiko, plötzlich und unerwartet zu sterben.
Vagusnervstimulator
Die Vagusnervstimulation ist eine Möglichkeit der Epilepsiebehandlung und selten auch der Behandlung von Depressionen. Die Behandlung erfolgt durch die Stimulation des Vagusnervs. Der Nervus vagus ist der Zehnte von insgesamt zwölf Hirnnerven. Er ist an der Regulation nahezu aller inneren Organe beteiligt.
Ersteller: ASDS
Letzte Änderung: 02.04.2014
Quellen: Wikipedia