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Mistel
Gegen Bluthochdruck
Mistel ist eine Halbschmarotzerpflanze, die auf den Ästen und in Astgabeln fremder Bäume wächst. Im Gegensatz zu den echten Schmarotzern baut die Mistel ihre Kohlenhydrate selber auf, lediglich das Wasser wird von der Wirtspflanze abgezapft. Die Blätter sind immergrün, daher sind sie im Winter sehr gut auf den Bäumen sichtbar. Die beerenartigen Scheinfrüchte (für den menschlichen Verzehr nicht geeignet) werden von Vögeln gefressen und die Samen mit dem Kot auf neue Bäume getragen. Hieronymus Bock gebrauchte es bei „allerley geschwulst“ und Hippokrates schätzte die Heilwirkung der Mistelblätter gegen Epilepsie und Schwindel. Das hängt mit der blutdrucksenkenden Wirkung zusammen. Die Stoffe Querecetin, Urson, Viscotoxin, Cholin, Bitterstoffe, Inosit, Viscin, Pyridin und Magnesium wirken gefäßerweiternd, blutdrucksenkend, herzstärkend, stoffwechselanregend, blutstillend, krampflösend (auch bei Asthma) und stärken die Abwehrkräfte. Dies kann zu einer Entlastung des Herzens führen. Sie verbessern auch die Begleiterscheinungen von Arteriosklerose und Blutdruckbeschwerden. Die anthroposophische Heilrichtung hat den Einfluß auf das Tumorwachstum untersucht und festgestellt, daß die Mistel bei bestimmten Krebsarten hemmend wirken kann. Mistelblätter dürfen weder gekocht noch überbrüht werden.
Anwendungsgebiete
Bluthochdruck, Schwindel, Ohrensausen, Kopfweh im Alter, Blutandrang im Kopf, zu starke Menstruationsblutungen, vorbeugend bei Arteriosklerose.
© SANAMIN-Verlag Fachinformation