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Rezept 1 (aus Kochbuch von 1958):
Die Fallfrüchte werden gewaschen, nach Entfernung der schlechten Stellen zerschnitten und im Dampf weichgekocht. Besitzt man keinen eigentlichen Dämpfer, so bringt man die Früchte auf einem Sieb in einen gewöhnlichen Kochtopf, auf dessen Boden ein Brett mit 3-5 cm hohen Füssli steht. Das Wasser darf nicht über den Einsatz hinauf reichen. Stellt man den gut verschlossenen Topf auf starkes Feuer, so sind die Schnitze in wenigen Minuten weich. Man treibt die Masse durch ein groblöcheriges Sieb und kocht sie ohne Beigabe von Zucker, unter fleissigem Rühren zu einem steifen „Mues“. Dieses wird in heiss ausgebrühte Töpfe angerichtet und kurze Zeit in den warmen Backofen gestellt. Sobald sich obenauf eine harte Kruste bildet, streut man reichlich Griesszucker darüber und bindet mit Pergamentpapier zu.
Zum Gebrauch wird das Mues mit dem nötigen Zucker und Wasser, oder auch mit Süssmost, oder Milch zu einem Brei aufgekocht. Obstmues ergibt auch einen billigen Brotaufstrich. Haltbarkeit bis zum nächsten Frühjahr.