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"Nach unserer Auffassung ist es möglich, Empfindungen wie Schmerz und Jucken einem Ort zuzuordnen. Der Ort eines Schmerzes ist dort, wo der Leidende hinzeigt - in dem Glied, das er verarztet, in dem Körperteil, von dem er sagt, er schmerze -, denn diese Verhaltensweisen liefern die Kriterien für den Ort der Schmerzen." S. 205
"Ein Schmerz ist keine Substanz. Wenn ich im Fuß Schmerzen habe, stehe ich in keiner Beziehung zu diesen Schmerzen. Vielmehr ist es so, daß mein Fuß dort weh tut; und auf die schmerzende Stelle, die wir den "Ort der Schmerzen" nennen, kann ich zeigen. Im Fall der Phantomschmerzen fühlt es sich für den Leidenden so a, als habe er das amputierte Glied nach wie vor, und er behauptet, in dem eingebildeten Körperteil Schmerzen zu haben." S. 209.
"Daß die Schmerzen des Amputierten echt sind, während der empfundene Ort eingebildet ist (denn da ihm das Bein fehlt, tut es nicht weh), zeigt nicht, daß auch der empfundene Ort von Schmerzen eingebildet ist, die ein Nichtamputierter in seinem Bein spürt. Es ist wirklich das Bein, das weh tut! Wir unsererseits glauben nicht, daß es im Gehirn Körperbilder gibt, ...
Es ist jedoch völlig unklar, was Searle meint, wenn er sagt, "daß die Phantomschmerzen im Phantomfuß [...] einen Ort haben, und dieser Ort ist im Körperbild, das sich seinerseits im Gehirn befindet". Man kann zwar tatsächlich Schmerzen im Kopf haben, und üblicherweise werden sie als Kopfschmerzen bezeichnet; doch im Gehirn kann man weder Rücken- noch Magen- noch sonst irgendwelche Schmerzen haben." S. 209f.
Bennett 2010, diverse Seiten