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... verlangten nicht wenige, als am 9. Oktober das Referendum gegen den Gripen ausgerufen wurde. Sonst würde die Gripen-Frage wieder mal zur Gretchenfrage der Schweizer Armee. Dass die gesamte schweizerische Linke vor Jahren die Abschaffung der Armee im Parteiprogramm festgeschrieben hatte, war nicht so wichtig; Parteiprogramme sind wie die Wahlversprechen Christoph Darbellays: sehr unverbindlich. Die GSoA hatte keine Zeit sich auf diese Diskussion einzulassen. Sie war zu beschäftigt fast die Hälfte aller Referendums-Unterschriften zu sammeln. Die unterschreibenden SchweizerInnen schienen dankbar für die vorerst zurückgehaltene Zurückhaltung der GSoA. Gleichzeitig beglaubigte die GSoA im Alleingang alle Unterschriften des Bündnisses, ein bisschen nach dem Motto «für Alle statt für Wenige». Nach der Sammelphase zog sich die GSoA von der Strasse ins Büro zurück und koordinierte die Abstimmungskampagne für das Bündnis. Die GSoA hielt sich dabei sehr zurück: Sie schrieb das Argumentarium und leistete entscheidende Recherchearbeit, sie gestalte die Plakate, organisierte den Druck der Flyer, schrieb unzählige Leserbriefe und erledigte alle Bestellungen von Flyern und Plakaten. Alle Schweiz schien zu wissen, dass sich die GSoA derzeit im Hintergrund hielt. Kein Zeitungsartikel über die Gripen-Abstimmung liess aus, dies zu betonen. Während des Abstimmungskampfes hatten besonders Ueli Maurer und sein schwedischer Kumpel aus der Botschaft mit Zurückhaltung (und Heraushaltung) zu kämpfen. Sie pflasterten jedes Skirennen mit Gripen-Propaganda zu, veranstalteten Schaufliegen des Gripen C und Ueli Maurer machte à la Globi eine Reise durch die Schweiz, mit Chalet und Giesskanne von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen. Vielleicht fordern ähnliche Rufe bei der nächsten Abstimmung die Zurückhaltung Ueli Maurers. Ein passendes Versteck ist schon gefunden: Im Keller André Blattmans lässt es sich bestimmt einige Monate komfortabel zurückhalten, zumindest Mineralwasser scheint genügend vorhanden zu sein.