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News
Therapien bei fortgeschrittenem Parkinson
Informationstagung in Tschugg vom 30. März
Rund 180 Personen haben sich am 30. März in Tschugg zur Informationstagung an der Klinik Bethesda eingefunden. Thema waren die eskalierenden Therapien.
Dr. Helene Lisitchkina, Leitende Oberärztin der Klinik, führte ins Thema ‹Eskalationstherapien bei Morbus Parkinson› ein: «Im Frühstadium der Krankheit kann der Mangel an Dopamin im Gehirn gut mit Tabletten ausgeglichen werden, um die Beweglichkeit zu erhalten.» Mit fortschreitender Krankheit nehme die Speicherfähigkeit für Dopamin im Gehirn jedoch ab. Zudem könne die Wirkung der Tabletten aufgrund einer durch Parkinson verursachten verzögerten Magenentleerung entsprechend verzögert eintreten. «Dadurch kommt es zu Wirkungsfluktuationen, was eine Anpassung der Behandlung notwendig macht.» Die Dosierung müsse zunehmend erhöht werden. Damit könnten Dyskinesien (unkontrollierte Überbewegungen) oder Impulskontrollstörungen als Nebenwirkungen auftreten. «Eine optimale Einstellung zu erreichen, wird immer schwieriger.»
Ab der fortgeschrittenen Phase gibt es andere Behandlungsmöglichkeiten. Dr. Helene Lisitchkina nannte die Tiefe Hirnstimulation (THS) oder den fokussierten Ultraschall (FUS) sowie die Apomorphin- oder die Duodopa-Medikamentenpumpe. Mit diesen Behandlungen könne eine Besserung der Beschwerden erreicht werden sowie eine Reduktion oder gar das Absetzen der Tabletten. (Bilder: Reto Schneider)