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Winter ohne Ende - Schnee sogar in Holland.
In der Eredivisie traf Cambuur gestern auf Vitesse Arnheim. Das Spiel endete mit einem 2:0-Sieg der Gäste.
Heute ist in Leeuwarden erneut Schnee angesagt.
Kurzarbeit in Holland.
Nach 29 Sekunden sah sich der PSV Eindhoven gestern bei NAC Breda schon in Unterzahl: Verteidiger Jetro Willems flog nach dieser Szene vom Platz. Zu Unrecht, wie Sie hier sehen können.
Leader Eindhoven siegte trotzdem (mit 2:0). Und Willems ist nun stolzer Rekordhalter: Nie zuvor flog ein Spieler in der Eredivisie schneller vom Platz.
Die Rekord in der Super League hält weiterhin die YB-Legende Ljubo Milicevic, der am 20. August 2006 in Aarau nach 52 Sekunden vom Platz flog. YB gewann das Spiel zu neunt mit 1:0.
Den Weltrekord hält seit dem Jahr 2000 der Waliser Lee Todd. Er reagierte auf den Anpfiff des Schiedsrichters mit den Worten "Fuck me, that was loud" und wurde wegen "foul language" bereits nach zwei Sekunden vom Platz gestellt.
Demy de Zeeuw sucht einen neuen Verein - via Linkedin.
Der 31-jährige Mittelfeldstratege gehörte zu Hollands WM-Mannschaft, die 2010 Vizeweltmeister wurde. Er spielte für Alkmaar und Ajax Amsterdam, zuletzt stand er bei Spartak Moskau unter Vertrag und hat auch Erfahrungen in der Champions League gesammelt: In 18 Spielen schoss er 3 Tore.
Seit diesem Sommer ist er vertragslos. In seiner Verzweiflung platzierte de Zeeuw nun ein "Stelleninserat" auf Linkedin, dem Facebook für Business-Streber.
"Ich suche einen neuen Verein in Europa, im Nahen Osten oder in der US-Profiliga MLS", berichtete de Zeeuw. Das Gehalt macht er von der Stadt, vom Verein und vom Land abhängig.
Interessiert? Demy de Zeeuws Daten können Sie in aller Ruhe im Internet konsultieren.
Sie sind Fussballprofi und leiden eventuell unter einem Karrieknick?
Absolvieren Sie unentgeltlich unseren grossen Selbstcheck. Ab 5 Punkten: Alarm!
• In der Startformation stand ich zuletzt im zweitletzten Saison-Vorbreitungsspiel. (1 Punkt)
• Der Captain unseres Teams siezt mich, da er mich offensichtlich nicht kennt. (2 Punkte)
• Mein Sportchef hat gesagt, dass ein Leihgeschäft mit dem FC Aarau auf jeden Fall eine Win-Win-Situation wäre. (3 Punkte)
• Im "Blick" kam ich neulich bei den "Tops & Flops", aber nicht direkt bei den Tops. (4 Punkte)
• Linkedin ist meine letzte berufliche Hoffnung. (5 Punkte)
• Meine Freundin verschweigt bei neuen Bekannten wenn irgend möglich, was ich von Beruf bin. (6 Punkte)
• Mein Trainer hat mir versichert, dass er in der Rückrunde hundertprozentig auf mich zählt. (7 Punkte)
• Mein Sportchef hat gesagt, dass der FC Thun interessiert an mir ist. (8 Punkte)
• Ich habe beim FC Thun soeben einen Dreijahresvertrag unterschrieben und freue mich riesig auf die neue Herausforderung. (9 Punkte)
• Ich bin ob der ganzen Polemik um meine Person so verunsichert, dass ich auf obskuren Fussball-Foren so komische Selbstchecks mache. (10 Punkte)
Angeblich wollen Fussballprofis nichts weniger als eine Verletzung ihrer Berufskollegen. Zu diesem Thema blättert unser Hollandbeauftragter heute in der Biographie von Andy van der Meijde, Seite 51f.
Das 324 Seiten dicke Werk enthält ein Vorwort von van der Meijdes Kumpel Zlatan Ibrahimovic und trägt den nicht völlig unpassenden Titel "Geen Genade", zu deutsch "gnadenlos".
Vor seinen dekadenten Wanderjahren bei Inter Mailand und Everton spielte der Flügelflitzer bei Ajax Amsterdam.
An einem Jugendturnier brach er dem Torwart von Newcastle United das Bein.
Später habe ich auch einem Verteidiger von Go Ahead Eagles das Bein gebrochen. Wir spielten mit einem Oranje-Jugendteam in Zeist gegen die Eagles. Bei denen spielte so eine Eiterbeule (galbak), die wir schon aus der Meisterschaft kannten. Auch in diesem Spiel fuhr er stets absichtlich in die Beine. Ich sagte meinen Teamkollegen in der Pause, dass ich mich revanchieren würde. Bei der erstbesten Gelegenheit ging ich mit gestrecktem Bein auf ihn los. Ich hörte den Knochen brechen. Wer dieses Geräusch je gehört hat, weiss was ich meine. Der Beinbruch war nicht das Ziel, aber der Tritt war sehr bewusst."
Van der Meijde wurde vom fuchsteufelswilden Trainer Co Adriaanse clubintern für eine Woche gesperrt. Ein rechtliches Nachpsiel hatte der Vorfall nicht.
Van der Meyde ist mittlerweile Schiedsrichter, wenn auch nur am Lingerie World Cup.
Fremdsprachen lernen mit Fussballern!
Gut, mit Louis van Gaal besser nicht. Dessen Englisch ist in seiner Heimat Holland inzwischen dermassen berüchtigt, dass ein Gymnasium in Woerden (in der Nähe von Utrecht) seinen Schülern nun mit Interviews und Aufnahmen des Manchester United-Trainers beibringt, in welche Fettnäpfchen der Aussprache zu treten es unbedingt zu vermeiden gilt. Van Gaal eigne sich dafür nämlich geradezu exemplarisch, da er wirklich keinen klassischen Aussprachefehler auslasse. Bram Van Welie, Lehrer an ebendiesem Institut, hat sogar Bilder der holländischen Trainerlegende an die Wand gehängt, damit seine Schützlinge ständig an die Wichtigkeit einer sauberen Aussprache ermahnt werden. Selbst das niederländische TV hat Van Gaals holpriges Englisch in einem Sketch parodiert.
So, und jetzt geniessen wir zusammen noch einmal die erste Pressekonferenz von Louis Van Gaal bei seinem aktuellen Arbeitgeber. Viel Spass und bitte: nicht nachsprechen!
Aus unserer neuen Serie "Fehlender Durchblick beim Kick" präsentieren wir heute den bemerkenswerten Fall von Daley Blind (Manchester United).
Tosender Applaus in der Amsterdam ArenA: Daley Blind wird endlich ausgewechselt. So geschehen am 12. August 2012, in der 80. Minute des Heimspiels gegen AZ Alkmaar.
Ausser Trainer de Boer sah kaum einer Qualitäten bei Blind. Vor zwei Jahren gehörte das Auspfeifen des eigenen Linksverteidigers zu den Lieblingsbeschäftigungen der sachkundigen Ajax-Anhängerschaft. Eine Mehrheit (der Verfasser dieses Beitrags nimmt sich nicht zwingend aus) hätte zufrieden geklatscht, wäre er wieder einmal gratis nach Groningen ausgeliehen worden. Oder verkauft für ein Trinkgeld.
Nach einer starken Weltmeisterschaft wurde Blind heute nach Manchester verkauft. Für 17,5 Millionen Euro.
Nur noch zweimal schlafen, dann spielt wieder Holland.
Auch Google freut sich, besonders natürlich auf Superstar Arjen Robben.
Der "Elftal"winkt eine ganz besondere Prämie.
Nur noch vier Mal gewinnen, dann hebt Oranje 103 Kilometer ab! Die niederländische Firma SXC arbeitet daran, Passagierflüge ins Weltall anzubieten. Im Falle eines holländischen WM-Titels will sie die ganze Mannschaft in den Weltraum schiessen. Gratis und franko, versteht sich. "Als Firma mit niederländischer Herkunft sind wir mega-stolz auf die Erfolge von Oranje in Brasilien. Eine ausserirdische Leistung verdient eine ausserirdische Belohnung!"
Gut, so richtig innovativ ist das jetzt auch wieder nicht. Dieses Fachblog hier hat schon vor Jahren damit angefangen, alle möglichen Menschen und Materialien ins weite All zu befördern.
Wer marschiert regelmässig durch die Qualifikation, produziert Tore am Laufmeter und versetzt (nicht nur) ganz Europa in Angst und Schrecken? Wer startet gerne mit einem veritablen Höhenflug in Form von Kantersiegen in Grossturniere - um nicht selten gleich nach den Gruppenspielen eine glatte Bauchlandung hinzulegen?
Richtig: Der Niederländer aka the Flying Dutchman.
Dieser sich wiederholende Prozess wurde am vergangenen Freitag durch Robin van Persies Flugkopfball perfekt versinnbildlicht. Davon kursieren nicht wenige Bilder und Videos im Netz. Die schönste Version wurde uns von Yune Social in Form eines Daumenkinos präsentiert:
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Aber gut, heute ist ja noch Gruppenspiel. Daher: Warm anziehen, liebe Socceroos.
Heute hofft Holland auf ein blaues Wunder.
Der früher furchteinflössende holländische Löwe hat sich heute als junger Underdog verkleidet und ein blaues Mäntelchen übergestreift. Mangels eigener Stärke dominiert im Tulpenland für einmal der Pessisimus: Den blauen Oranje-Greenhörnern (mit total renovierter Verteidigung) geben die meisten keine Chance. Das Turnier kommt zu früh.
Aber Holland hofft. Auf die bekannten Startstörungen spanischer Turniermannschaften, auf hitzfeldhafte Fortuna und auf Louis. Denn dieser stellte (wie einst U. Forte) nach der Auswärtsschlappe gegen
GC Frankreich auf ein 5-3-2 um. Seither spielt Holland zwar nicht wirklich gut, aber hinten immerhin halbwegs solid. Und vor der Abwehr sorgt Nigel de Jong bei jedem Gegner für blaue Flecken oder Wunden.
Ältere Konsumenten des niederländischen Farbfernsehens erinnern sich übrigens, wie van Gaal 2010 als Experte im Studio nach dem Finale das ruppige Einsteigen der stets einen Schritt zu spät kommenden Niederländer kritisiert hatte. Nun klingt es so:
Ik vind niet dat het Nederlands elftal toen een grens heeft overschreven. Voetbal is een fysieke sport.