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Der in Israel lebende Palästinenser Amin Jaafari (Ali Suliman) wird für seine Leistungen als Arzt mit einem Preis ausgezeichnet. Sein israelisches Umfeld schätzt und bewundert ihn für seine Errungenschaften in der Traumachirurgie. Seit 41 Jahren ist er der erste arabische Arzt, der diiesen Preis erhielt. Es scheint, als ob er die Differenzen zwischen den beiden Völkern überbrücken könnte.
Doch am nächsten Tag kommt seine Ehefrau Siham (Reymond Amsalem) bei einem Selbstmordattentat in Tel Aviv ums Leben.
Amin hilft allen Opfern, so gut er kann - doch viele wollen nicht von einem Palästinenser behandelt werden. Seine Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben beginnt zu bröckeln. Als er erfährt, dass seine Frau wahrscheinlich die Bombe zündete, scheint der Schrecken kein Ende mehr zu nehmen.
Polierter Look auf den Schrecken des Krieges
Amin kann nicht glauben, dass seine Frau den Anschlag verübt hat. Erst nachdem er von der israelischen Polizei brutal verhört wurde, entschliesst er sich, nach Nablus zu reisen. Dort nimmt er die Spur seiner Frau auf und versucht, ihr Motiv zu ergründen. Nach und nach entdeckt er, dass Siham ein Doppelleben geführt hat.
Regisseur Ziad Doueiri zeigt den Palästinakonflikt durch die Augen der Hauptfigur, die sich durch die Ermittlungen nach und nach verändert. Doueiris zurückhaltendes Erzähltempo lässt dem Publikum viel Zeit, die Schrecken des Krieges und des Terrors zu beobachten und zu reflektieren. Er bezieht keine klare Stellung und gibt keine einfachen Antworten auf die Probleme des Konfliktes.
Dem Film ist Doueiris Arbeit als Kameraassistent auf den Sets von Quentin Tarantino anzumerken. Nicht durch die Gewaltdarstellung, wie das Genre des Kriegsfilmes vermuten lassen könnte, sondern durch den polierten Look der Bilder. Diese Bilder, gepaart mit den starken Leistungen der Schauspielerinnen und Schauspieler, ergeben einen Film, der sich einbrennt. Gerade weil er nicht eindeutig Stellung bezieht, sondern viele Seiten des Konflikts aufzeigt, vermag er zu überzeugen. Aus diesem Grund wurde «The Attack» an der letztjährigen Frankfurter Buchmesse als Beste internationale Literaturverfilmung ausgezeichnet.
SRF 1 zeigt «The Attack» als exklusive Free-TV-Premiere in Zweikanalton deutsch/arabisch-hebräisch.
Sendeplatz
Donnerstagnacht um 00:15 Uhr auf SRF 1