Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03271.jsonl.gz/1234

Der Schach-Wettkampf als Sport und Kunst
«Zum ersten Mal saß ich Michail Moissejewitsch Botwinnik im Jahre 1940 im Finale der 12. UdSSR-Meisterschaft am Brett gegenüber. Später lieferten wir uns viele weitere Schlachten, deren bedeutendste die Match-Turniere in den Jahren 1941 und 1948 waren. Der Höhepunkt unserer Auseinandersetzungen war zweifelsohne die Match-Serie zwischen 1954 und 1958. Die Schachwelt hatte damals ein gut durchdachtes System, denn die Zweikämpfe um die Schach-Weltmeisterschaft wurden alle drei Jahre ausgetragen. An dieser Stelle sei einmal angemerkt, dass wir beide das Schach – trotz unterschiedlicher Ansichten über das Schach – nicht nur als Sportwettkampf, sondern als Kunst verstanden und uns bemühten, vollendete Kunstwerke auf das Schachbrett zu zaubern.
Dieses Buch enthält die Partien aller drei Titelkämpfe mit Kommentaren. Damit wurde eine historische Lücke geschlossen, denn ein Buch über das Match im Jahre 1957 ist bisher nicht erschienen. Jetzt erhält der Leser die Partien aller drei Weltmeisterschafts-Wettkämpfe Botwinnik–Smyslow in einem Band und kann sich ein umfassendes Bild über unsere Rivalität verschaffen.» (Smyslow in seinem Vorwort)
Igor Botwinnik/Hrsg., WM-Wettkämpfe Botwinnik-Smyslow 1954/1957/1958, Techalbo/SchachNiggemann, 326 Seiten, ISBN 978-3-00-018691-2