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die nach einem Sanskritausdruck in die Wissenschaft übergegangene Bezeichnung für eine in Belutschistan,
im nördlichen und südlichen Indien, dem sogen. Dekhan samt den gebirgigen Teilen des Innern sowie in Ceylon
[* 5] wohnenden Völkerrasse,
welche vom ethnologischen Standpunkt in drei voneinander grundverschiedene Stämme zerfällt: den Munda- oder Windhyastamm,
den Drawidastamm im engern Sinn und die Singhalesen. Zu den erstern gehören mehrere unkultivierte Gebirgsstämme des Hochlandes
von Tschota Nagpur, südwestlich von Kalkutta,
[* 6] die im allgemeinen mit dem NamenKol (Kolh) bezeichnet werden, welche wieder in
zahlreiche Stämme zerfallen, von denen die meisten noch ihre eigne Sprache sprechen.
Der eigentliche Drawidastamm zerfällt in zehn sprachlich geschiedene Abteilungen. Die Urbevölkerung von Ceylon, als deren
ziemlich unvermischte Überreste die Wedda gelten können, gehört entschieden der Drawidarasse an. Am
reinsten erscheint der Drawidatypus bei dem Hirtenstamm der Toda in den Nilgiri, großen, muskulösen Gestalten mit Römernasen,
schönen Augen und üppigem, schwarzem, gelocktem Haar.
[* 7] Dagegen sind andre Stämme weit weniger gut gebildet, die Wedda klein,
die Gond und Kol haben dicke Lippen, alle sind von dunkler, oft beinahe schwarzer Hautfarbe.