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Der Kalk im Wasser
Wer kennt die lästigen Kalkspuren in der Dusche und im Wasserkocher nicht? Stundenlanges Schrubben haben wir ihm zu verdanken. Doch ist der Kalk eigentlich genau so schädlich für unseren Körper wie für die Wasserrohre der Spülmaschine? Hat die Zivilisationskrankheit Arterienverkalkung mit dem Kalk zu tun, den wir mit dem Trinkwasser aufnehmen?
Wie kommt der Kalk ins Wasser?
Wenn es regnet und das Wasser durch die oberen Erdschichten fliesst, löst die im Regenwasser enthaltene Kohlensäure Kalk aus dem Kalkgestein. Nun ist Kalk oder in Fachkreisen - Kalziumhydrogencarbonat im Wasser gelöst. Stark kalkhaltiges Wasser wird auch hartes Wasser genannt. In der Nordwestschweiz ist der Kalkgehalt im Wasser höher als in den Alpen.
Im Haushalt löst sich Kalk, wenn das Wasser über 60 Grad erhitzt wird oder wenn Seife zum Einsatz kommt. In unserem Körper gibt es aber keine Seife, und es wird auch nicht so warm. Im Verdauungstrakt wird das Kalziumhydrogencarbonat in Kalzium aufgelöst und teils von unserem Körper aufgenommen und als Kalzium verwertet. Die Aufnahmefähigkeit des Darms von Kalzium aus Wasser liegt bei 80 bis 90 Prozent.
Der schweizerische Mittelwert für Kalzium im Trinkwasser liegt bei 7mg pro 100ml. Im Vergleich zu einem kalziumreichen Mineralwasser, wie zum Beispiel:
- Eptinger 56mg Kalzium
- Valser 44mg Kalzium oder
- Aproz 37mg Kalzium,
ist der Wert tief und eine Versorgung von Kalzium über Trinkwasser unbedeutend. Wenn Sie wenig Kalzium mit der Ernährung zuführen, können Sie darauf achten, Ihren Flüssigkeitsbedarf mit einem kalziumreichen Mineralwasser zu decken. Das betrifft vor allem diejenigen, die Milchprodukte wie Milch, Käse und Joghurt meiden. Der Tagesbedarf an Kalzium liegt bei 1000mg.
Entscheidend ist, dass das Leitungswasser nicht enthärtet wird, da sonst die Kalzium-Ionen entfernt werden und das Wasser beinahe kalziumfrei wird.
Der Kalk im Wasser ist gesund
Kalk im Wasser hat also nicht das Geringste mit der Zivilisationskrankheit Arterienverkalkung zu tun. Im Gegenteil: Kalzium ist das am meisten vorkommende Mineral im menschlichen Körper. Es wird für gesunde Knochen und Zähne verwendet. Das ist ein Grund, weshalb hartes Wasser für uns gesund ist und nicht wie für die Spülmaschine giftig.
Im Haushalt hilft übrigens ein Spritzer Essig oder Zitronensäure, um lästige Kalkablagerungen zu bekämpfen. Um vorzubeugen, können Dusche und Lavabo nach Gebrauch trockengewischt werden.