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Dorfjuden
Heinrich Kurtzigs Novellen beschreiben das geistige, wirtschaftliche und soziale Milieu der deutsch-jüdischen Bevölkerung der ehemaligen Provinz Posen. Die Titelgeschichte »Dorfjuden« erzählt von Aron, einem jungen begabten Mann, der sich in die Tochter des Lehrers aus dem Nachbarort verliebt. Eines Tages rettet er ihr bei einem Bootsunfall sogar das Leben. Doch ihre Eltern widersetzen sich der Verbindung, weil Aron Jude ist. Er sieht sich vor die Entscheidung gestellt, entweder seinen Glauben oder seine Liebe aufzugeben.
»Derbe, an Till Eulenspiegel erinnernde Geschichten wechseln mit ernsten, menschlich rührsamen Erzählungen ab.« Berliner Tageblatt
In der edition phoenix erscheinen Bücher, die 1933 den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind und seither in Deutschland nicht wieder gedruckt wurden. Durch eine Neuauflage werden diese Werke nun nach mehr als 80 Jahren Vergessenheit wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Heinrich Kurtzig
Heinrich Kurtzig (1865-1946) wurde in Inowraclaw als Sohn eines
Industriellen geboren. Im Alter von vierzig Jahren ging er nach
Berlin, wo er eine Verlagsbuchhandlung gründete. Zwischen 1928
und 1939 leitete er das Generalsekretariat des Verbandes Jüdischer Heimatvereine und die Redaktion der Posener Heimatblätter. 1939 emigrierte Kurtzig aus Deutschland und zog zur Familie seiner Tochter nach Marokko.