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Publiziert: 22 März 2015
Zur Colomba gehört ein üppiger Teig aus Eigelb, Butter, Milch, Zucker, etwas Salz, Mehl und Hefe. Das süsse Gebäck wird mit Orangeat verfeinert und mit Mandeln und Puderzucker gekrönt.
An Weihnachten gibt es in Italien Panettone, zum Osterfest die Colomba. Beide haben ihren Ursprung in der lombardischen Hauptstadt Mailand. Und um beide ranken sich zahlreiche Erzählungen und Legenden.
So soll zum Beispiel die Idee zur süssen Friedenstaube (Colomba) während der Schlacht von Legnano im Jahre 1176 entstanden sein. Auf dem Schlachtfeld rund 30 Kilometer nordwestlich von Mailand sollen den Soldaten im Lombardenbund, der vereinten norditalienischen Kommunen, zwei Tauben erschienen sein. Als Zeichen des Himmels, wie es die Kämpfenden deuteten. Die Tauben verliehen den Männern der "Lega Lombarda" Flügel: Das Heer von Kaiser Friedrich I. Barbarossas musste den Rückzug antreten. Noch heute werden deshalb während der alljährlichen Gedenkmesse in Mailand zwei Tauben freigelassen.
Die süsse Friedenstaube ist während der Osterzeit ein beliebtes Mitbringsel für Familienangehörige, Freunde und Bekannte. Sie wird aus einem reichhaltigen Hefeteig und in verschiedenen Grössen hergestellt. Grössere Tauben können eine Flügelspanne von bis zu 50 Zentimeter aufweisen. Zur klassischen Colomba gehören Orangeat, Mandelsplitter und Puderzucker. Das Gebäck kann je nach Tradition und Geschmack aber auch mit Zitronat, getrockneten Früchten, Nüssen oder Schokolade angereichert werden. Viele Konditoreien und Bäckereien im Tessin bieten verschiedene Sorten des Gebäcks an.
Auch auf Sizilien wird Ostern mit einem Gebäck in Taubenform gefeiert. Diese Colombe sind etwas kleiner und werden palummeddi oder pastifuorti genannt.