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Es war einmal, da waren gleichgeschlechtliche Ehen legalisiert, Trans*personen konnten offen in der Armee dienen, ein bekennender Schwuler war Aussenminister, diskriminierende Gesetze wurden abgeschafft und es war eine einfache administrative Angelegenheit den eigenen Geschlechtseintrag bei offiziellen Dokumenten ändern zu lassen. Wo war er, dieser wundersame Ort? Wann wurden solche Gesetze, die weiter gingen, als alles, was moderne Staaten je im Bereich von LGBTQI*-Rechten erlassen haben, in Kraft? Viel wichtiger ist jedoch die Frage, warum solche Gesetze heute nicht überall bestehen. Für Marxist*innen wenig überraschend handelte es sich beim fraglichen Land um Sowjetrussland und die angesprochenen Gesetze wurden in der Phase direkt nach der Revolution, also von 1917 bis 1926, während der Zeiten Lenins und Trotzkis, erlassen. Ebenso wenig überraschend wurden diese Gesetze anschliessend von der stalinistischen Konterrevolution – ebenso wie alle sozialen und politischen Fortschritte der Bolschewiki – nichtig gemacht.
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