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Was wir vom griechischen Helden Milon lernen können
Milon war ein griechischer Ringkämpfer und gehörte zu den bekanntesten Athleten der Antike. Er hat gesagt, dass er einen ausgewachsenen Stier auf seine Schultern heben könnte und alle lachten ihn aus, weil sie es nicht für möglich hielten… Also kaufte Milon sich ein neugeborenes Kalb und trug es jeden Tag für eine bestimmte Strecke auf seinen Schultern. Jeden Tag stemmte er es hoch. Das Kalb wuchs und wurde schwerer aber Milon wurde von Tag zu Tag stärker. Also eines Tages konnte er einen Stier stemmen und niemand lachte mehr…
Was hat das mit uns heute und hier zu tun? Was können wir von Milon lernen?
Eines der bekanntesten Trainingsprinzipien geht auf Milon von Korton zurück – nämlich das Prinzip der progressiven Belastung auch progressive Überlastung oder engl. progressiv overload genannt.
Milon, wie ich schon erwähnte, trug jeden Tag ein Kalb auf seinen Schultern um das Anwesen seiner Eltern. Das Kalb wuchs und wurde mit der Zeit immer schwerer. Milon wurde durch die steigende Belastung immer stärker, bis er irgendwann einen ausgewachsenen Stier stemmen konnte.
Das Prinzip der progressiven Belastung wird durch diese Geschichte schön veranschaulicht und ist auch heute noch eines der wichtigsten Trainingsprinzipien. Es bedeutet, dass die Belastungsintensität steigen muss, um weitere Anpassungen in unserem Körper hervorzurufen.
Steigerungen müssen nicht in jeder Trainingseinheit erzielt werden, aber auf längere Frist sollte man immer eine Progression anstreben.
Heutezutage fangen viele Leute mit dem Sport an – sei es im Fitnesstudio mit den Geräten, mit dem eigenen Körpergewicht oder draussen beim Joggen, Laufen, Radfahren – und versuchen gleich den Stier zu stemmen – sind enttäuscht, eventuell auch verletzt oder überlastet und verstehen nicht wieso sie nicht weiterkommen oder sogar schlechter werden. Doch die Antwort ist einfach –
FANG IMMER MIT DEM KALB AN!!!
Dein Körper braucht Zeit, um anzupassen – nicht nur deine Muskulatur muss stärker werden, auch deine Sehnen und Gelenke brauchen Zeit (und das dauert deutlich läner als bei der Muskulatur). Und nicht zu vergessen ist auch dein Nervensystem.