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Die Geschichte des MDR-Rundfunkchors reicht bis in das Jahr 1924 zurück, als die damalige Leipziger Oratorienvereinigung in einer Sendung der Mitteldeutschen Rundfunk AG auftrat. Damit ist er der traditionsreichste Chor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland und heute mit 73 Sängerinnen und Sängern der grösste dazu. Nach dem Zweiten Weltkrieg firmierte er zunächst als Leipziger Rundfunkchor, seit 1992 trägt er seinen heutigen Namen. Künstlerischer Leiter ist seit 2020 der deutsche Dirigent Philipp Ahmann. Das Ensemble konzertiert mit bedeutenden Orchestern und trat unter Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Bernard Haitink, Herbert von Karajan, Kurt Masur und Sir Simon Rattle auf. Regelmässige Partner sind das MDR-Sinfonieorchester und sein Chef Dennis Russell Davies; in der Saison 2022/23 standen ausserdem Konzerte mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Andris Nelsons, der Dresdner Philharmonie unter Marek Janowski und dem hr-Sinfonieorchester mit Alain Altinoglu auf dem Programm. Doch nicht nur in Orchesterkonzerten, auch mit A-cappella-Projekten tritt der MDR-Rundfunkchor hervor. Sein Repertoire umspannt fast ein Jahrtausend Musikgeschichte, von mittelalterlichen Gesängen bis zu Uraufführungen, und enthält ebenso geistliche wie weltliche Werke. Nahezu 250 Schallplatten und CDs, viele davon preisgekrönt, hat der Chor bisher eingespielt. Zuletzt erschien 2021 eine Aufnahme mit Motetten von Anton Bruckner und Michael Haydn unter der Leitung von Philipp Ahmann. 2013 wurde der MDR-Rundfunkchor mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet.
Debut bei Lucerne Festsival am 13. September 2006 bei einer Aufführung von Schönbergs Gurre-Liedern unter Michael Gielen.
März 2023