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Trabold, Rudolf
Rudolf Trabold (* 26. Juli 1873 in Bern; † 5. Februar 1948 in Bern) war ein Schweizer Schriftsteller.
Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).
Leben
"In Bern am 26. Juli 1873 geboren, wo er aufwuchs und die Schulen besuchte, verliess Rudolf Trabold diese Stadt bald, um nur gelegentlich und erst im hohen Alter ganz in sie zurückzukehren. Er studierte am zahnärztlichen Institut in Genf, an der Universität Strassburg und an der Ecole Dentaire de Paris, wo er das zahnärztliche Diplom erwarb. Er arbeitete dann als Assistent in Graz, in Toulouse, Strassburg, wieder in Graz, dann in Wien und beim Hofzahnarzt Fauconier in Brüssel. Dazwischen schoben sich kürzere Aufenthalte in Berlin und Bern. Von 1905 bis 1913 führte er eine eigene Praxis in Strassburg und war dann bis 1941 mit einem Kollegen in Chambéry in Savoyen assoziert. Schliesslich kehrte er in seine Vaterstadt zurück. Hier starb er am 5. Februar 1948.
Rudolf Trabold war immer künstlerischen Dingen zugeneigt, beschäftigte sich in Graz und Strassburg viel mit Musik, am ersten Orte übte er sich auch in einer Privatakademie im Aktzeichnen, liebte die Landschaftsmalerei, stellte selbst aus, in Graz, Chambéry, Bern und Göttingen, diletierte als Schauspieler in Bern mit Rudolf von Tavel, dann in Glarus und Olten, hatte ernstlich die Absicht, die Bühnenlaufbahn zu ergreifen, gab sie aber, kaum begonnen, wieder auf. Der Landschaftsmalerei hingegen blieb er treu, wovon eine Unmenge Skizzen Zeugnis ablegen, die er auf seinen vielen Reisen in Nordafrika, Ägypten, Korsika, in Dalmatien, Italien, Spanien, Griechenland, Frankreich und auf Bergtouren in den Alpen, den Vogesen und im Schwarzwald ausführte.
Schriftstellerisch hat sich Rudolf Trabold schon in der Knabenzeit zu beschäftigen begonnen, ernsthafter aber erst in Strassburg, wo er Mitarbeiter der 'Strassburger Post’ und der 'Kölnischen Zeitung’ war. Entscheidend für die Entwicklung der bernischen Mundartbühne wirkte sein Lustspiel 'D’Spraach', das 1914 an der Landesausstellung uraufgeführt wurde und insbesondere dem Berner Heimatschutztheater wichtige Impulse gab.
Neben berndeutschen Lustspielen und Komödien verfasste er schriftdeutsche Romane und Novellen. In der Savoyer-Zeit ruhte seine schriftstellerische Tätigkeit allerdings lange und erst in Bern lebte sie wieder auf." (Quelle: Berner Schrifttum 1925-1950, Francke 1949, S. 159-160)
Trabold, Rudolf im HLS