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Betroffen sind Bürger aus 38 Staaten, die bei einer Reise in die USA kein Visum beantragen müssen. Darunter ist auch die Schweiz, ebenso wie Deutschland, Frankreich und Grossbritannien, aber auch Australien und Japan. Wie das US-Präsidialamt am Montag mitteilte, soll das sogenannte Visa Waiver Program gestärkt werden. Demnach werden die Betroffenen über Besuche in Staaten befragt, die “ein sicherer Rückzugsort für Terroristen” sind. Zudem sollen verstärkt biometrische Daten wie Fingerabdrücke gesammelt werden.
Die Geldstrafe für Fluggesellschaften, die Passdaten ihrer Passagiere nicht ausreichend überprüfen, soll von 5000 auf 50’000 Dollar erhöht werden. Zudem verhandelt Washington mit sieben Ländern, darunter Belgien und den Niederlanden, damit Kontrollen zur Einreise bereits an dortigen Flughäfen vorgenommen werden und nicht erst nach Ankunft in den USA.
Wegen der islamistischen Anschläge in Paris ist auch in den USA die Furcht vor ähnlichen Taten gewachsen. Einige US-Politiker sind besorgt, weil viele gewaltbereite Islamisten eine europäische Staatsbürgerschaft besitzen. Taucht ihr Name nicht auf Listen mit potenziell gefährlichen Personen auf, können sie theoretisch ohne Visum in die USA reisen.
Das Visa Waiver Program ist für Touristen oder Geschäftsleute gedacht, die sich bis zu drei Monate in den USA aufhalten können. 2012 reisten mit 19,1 Millionen Menschen 40 Prozent aller ausländischen Besucher über das VWP ein, die meisten davon aus Europa und Asien.
(SDA)