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In Nordisrael sind drei antike Steinsärge auf einem Privatgrundstück sichergestellt worden. Dabei nahm die Polizei mehrere mutmaßliche Grabräuber fest, wie die Zeitung “Jerusalem Post” (Dienstag) unter Berufung auf die israelische Antikenbehörde berichtet.
Sie stehen unter Verdacht, Altertümer beschädigt sowie den Fund von Altertümern nicht den zuständigen Behörden gemeldet zu haben. Bei dem Fund handelt es sich um sogenannte Ossuarien, kleine, reich verzierte Kalksteingefäße aus der Zeit des Bar-Kochba-Aufstands (132-135 n.Chr.).
Laut Bericht war bei Infrastrukturarbeiten in der Gegend nördlich von Nazareth eine antike Grabhöhle zerstört worden. Von ursprünglich neun Grabanlagen sei nur eine einzige erhalten geblieben. Die drei Ossuarien wurden demnach leer am Eingang der Höhle gefunden, was den Verdacht der Grabräuberei aufkommen ließ.
Bei dem Fund handelt es sich um rechteckige, mit Deckeln versehene Behältnisse zur Bestattung. Verziert sind sie mit Symbolen, die typisch seien für die jüdische Bevölkerung Galiläas in der mittleren römischen Zeit, erklärte Eitan Klein von der Abteilung zur Verhinderung von Raubüberfällen bei der Antikenbehörde. In der archäologischen Forschung Israels sei man sich einig, dass Stein-Ossuarien ein exklusives Merkmal der Bestattung der jüdischen Bevölkerung vor allem zwischen dem 1. Jahrhundert vor Christus bis zum 2. Jahrhundert nach Christus seien.
KNA/akr/cen/sky