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Der Kauf und die Herstellung von Software und Datenbanken bilden den grössten Teil der IKT-Investitionen. Diese Investitions-Kategorie macht mit Aufwendungen in Höhe von mehr als 15 Milliarden Franken pro Jahr zu laufenden Preisen mehr als die Hälfte der Gesamtinvestitionen aus. Mit Ausnahme von Reaktionen auf konjunkturelle Ereignisse (das Platzen der «Dotcom- Blase» 2003, die weltweite Finanzkrise 2009) nehmen die Aufwendungen für IKT-Investitionen kontinuierlich zu.
Da der rasante technologische Fortschritt im IKT-Bereich zu starken Preisschwankungen führt, muss die Wachstumsrate der Investitionen ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung berechnet werden. Die Grafik stellt die Wachstumsrate zu Preisen des Vorjahres dar.
Mit Ausnahme der Konjunktureinbrüche verläuft die Entwicklung der IKT-Investitionen positiv. Seit einigen Jahren ist jedoch eine Verlangsamung zu beobachten. Die Wachstumsraten liegen generell unter 10% und sind damit deutlich schwächer als noch Ende der 1990er-Jahre.
Weitere Daten zu den IKT-Investitionen stehen im internationalen Vergleich unter dem Reiter «Tabellen» zur Verfügung. Ein Legislaturindikator über die Investitionen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien findet sich unter «Links».
Methodologie
Ausrüstungsinvestitionen
Die Ausrüstungsinvestitionen in den Bereichen Informatik, Kommunikation und Informatikdienstleistungen (Software und Datenbanken) sowie für Mess- und Kontrollinstrumente (ausserhalb des IKT-Sektors) werden im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) mit der Güterstrom-Methode (Commodity Flow Method, CFM) ermittelt. Dabei werden einerseits das Aufkommen an Ausrüstungsgütern im Wirtschaftsgebiet eines Landes (Produktion und Import) und andererseits die entsprechende Verwendung (Export, Vorratsveränderungen und Konsum) bewertet. Der Saldo zwischen Aufkommen und Verwendung entspricht den Bruttoanlageinvestitionen (BAI), die während des Beobachtungsjahrs in der gesamten Schweizer Wirtschaft vorgenommen wurden.
Die Ausrüstungsinvestitionen im Bereich Informatik entsprechen der Abteilung 262 der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA 2008; Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten), diejenigen im Bereich Kommunikation den Abteilungen 263 und 264 (Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik sowie Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik). Die Investitionen in Informatikdienstleistungen entsprechen den Abteilungen 62 (Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie) und 5829 (Verlegen von sonstiger Software). Die Investitionen in Messinstrumente fallen unter Abteilung 2651.