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Muttermilch abpumpen
"Wenn ich Milch abpumpe fühle ich mich wie eine Kuh."
Natürlich mag es zunächst ein seltsames Gefühl sein, Deine Muttermilch manuell oder mithilfe einer Maschine abzupumpen. Es kann jedoch immer Gründe geben, warum Du Dein Kind nicht selbst oder sofort stillen kannst oder willst.
Vor allem berufstätige Mütter müssen kreative Lösungen finden, wenn sie arbeiten möchten und gleichzeitig ihr Baby aber weiterhin mit Muttermilch versorgen wollen. Auch Babys, die zu früh geboren wurden haben oft noch nicht genügend Kraft um an der mütterlichen Brust zu trinken. Dann ist es häufig sinnvoll, die Muttermilch mit der Flasche zu füttern. Oft spielt auch der Vater des Kindes eine Rolle wenn Frauen sich dafür entscheiden Milch abzupumpen. Väter möchten ebenfalls eine aktive Rolle beim Füttern übernehmen, um die Bindung zwischen ihnen und ihrem Kind zu stärken. Das geht aber nur dann, wenn Du als stillende Mutter Deine Milch abpumpst damit sie später in Flaschen abgefüllt werden kann. Das kann auch für Dich eine Erleichterung sein, denn wenn Du Dich mit Deinem Partner beim Füttern abwechselst hast Du zwischendurch mehr Zeit für Dich selbst. Es gilt jedoch einige Dinge zu beachten, damit das Abpumpen hygienisch und reibungslos verläuft.
Das Abpumpen funktioniert manuell oder mithilfe einer Pumpe
Es gibt mehrere Möglichkeiten Muttermilch abzupumpen. Welche für Dich die richtige ist hängt davon ab, wie häufig und in welcher Menge Du Deine Milch abpumpen möchtest. Wenn Du nur gelegentlich und nur geringe Mengen Muttermilch abpumpen möchtest, so kannst Du dies manuell tun. Wasche Dir zunächst die Hände und besorge Dir ein sauberes Gefäss mit einer etwas grösseren Öffnung. Damit die Milch fliesst, legst Du den Daumen einige Zentimeter über die Brustwarze und bildest mit den anderen Fingern ein "C". Dann drückst Du leicht zu und bewegst die Finger in Richtung des Brustkorbes. Elektrische oder mechanische Milchpumpen arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Mit ihrer Hilfe geht das Abpumpen jedoch deutlich schneller, es dauert etwa 15 bis 40 Minuten bis die Brüste entleert sind. Moderne Pumpen ahmen die Saugbewegungen des Kindes nach und ihre Nutzung sollte Dir keine Schmerzen verursachen. Wenn Du Milch für einen ganzen Zag abpumpen möchtest, beispielsweise weil Du in Vollzeit berufstätig bist, solltest Du eine elektrische Pumpe verwenden.
Abgepumpte Muttermilch kann auch eingefroren werden
Die Muttermilch sollte in Glas- oder Plastikflaschen aufbewahrt werden, die sich luftdicht verschliessen lassen. In einem normalen Kühlschrank, in dem eine Temperatur von weniger als vier Grad herrscht, kannst Du die abgepumpte Milch bis zu fünf Tage lang aufbewahren. Im Gefrierfach bleibt die Milch sogar zwei Wochen lang frisch und in der Gefriertruhe bei - 18 Grad bis zu sechs Monate. Damit Du den Überblick über die Haltbarkeit der eingefrorenen Milchrationen behältst, solltest Du die Flaschen mit dem Abpumpdatum versehen.
Natürlich gilt: Je frischer die Milch ist, desto mehr der wertvollen Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Doch auch eingefrorene Muttermilch gilt als gesünder und hochwertiger als industriell hergestellte Säuglingsnahrung.
Tipp: Keine Mikrowelle zum Auftauen oder Erwärmen verwenden
Wenn Du Muttermilch auftaust, solltest Du dies in warmem Wasser tun oder den Behälter mit der Milch über Nacht in den Kühlschrank stellen - Das Auftauen in der Mikrowelle zerstört die wertvollen Nährstoffe in der Muttermilch. Einmal aufgetaute Milchreste solltest Du aus hygienischen Gründen nicht erneut einfrieren sondern entsorgen.
Bildquelle: www.medela.ch