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WEST SACRAMENTO (awp international) - Volkswagen muss sich in der Affäre um manipulierte Abgaswerte mit einem weiteren grossen Gegenspieler auseinandersetzen. Der kalifornische Pensionsfonds CalSTRS (California State Teachers' Retirement System) kündigte am Freitag an, wegen im Zuge des Diesel-Skandals erlittener Aktien-Verluste in Millionenhöhe in Deutschland klagen zu wollen.
Es gehe darum, VW und der ganzen Autobranche ein klares Zeichen zu setzen, dass illegale Praktiken nicht toleriert würden. "Volkswagens Gebaren ist besonders ruchlos, weil sich das Unternehmen als fortschrittlicher Vertreter des Umweltschutzes vermarktet hat", teilte CalSTRS-Chef Jack Ehnes mit.
Sein Pensionsonds, der zu den grössten Amerikas zählt und sich um die Renten Hunderttausender Lehrer und Angehöriger in Kalifornien kümmert, hielt zum Jahreswechsel VW-Aktien im Wert von 52 Millionen Dollar (47 Mio Euro). Die Papiere haben seit Bekanntwerden des Abgas-Skandals im September erheblich an Wert verloren.
Der Fonds habe die Kanzlei Quinn Emanuel und den Prozessfinanzierer Bentham Europe verpflichtet, um vor deutschen Gerichten zu klagen. VW hatte Aktionärs-Klagen allerdings erst am Mittwoch als "unbegründet" zurückgewiesen. Das Unternehmen ist der Auffassung, alle Informationspflichten befolgt zu haben.
Den Skandal hatte am 18. September das US-Umweltamt publik gemacht. VW gab erst zwei Tage später zu, bereits seit 2009 in grossem Stil Abgaswerte mit einer speziellen Betrugs-Software gefälscht zu haben. Zahlreiche Investoren klagen mit der Begründung, der Konzern habe zu spät informiert und somit seine kapitalmarktrechtliche Publizitätspflicht verletzt./hbr/DP/he
(AWP)