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Der US-Investor Allen Stanford ist wegen milliardenschweren Anlagebetrugs schuldig gesprochen worden. Eine Jury in Houston im US-Bundesstaat Texas sah es als erwiesen an, dass Stanford Anleger um 7 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Franken) betrogen hat.
Der Texaner, der mit seiner auf der Karibikinsel Antigua angesiedelten Firma mehr als 30'000 Investoren aus über einhundert Ländern um ihr Geld gebracht haben soll, hatte auf nicht schuldig plädiert. Seine Verteidigung kündigte an, den Schuldspruch anzufechten.
Der 61-Jährige war im Februar 2009 festgenommen worden und verbrachte wegen Fluchtgefahr die vergangenen drei Jahre im Gefängnis. Die Geschworenen erklärten Stanford nun in 13 von 14 Anklagepunkten für schuldig, darunter Betrug, Verschwörung, Geldwäsche und Behinderung der Justiz.
Auf jeden der Anklagepunkte stehen Höchststrafen von bis zu 20 Jahren Haft. Der Fall ähnelt dem 50-Milliarden-Dollar-Betrug des New Yorker Finanzjongleurs Bernard Madoff, der im Sommer 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt worden war.
(tno/sda)