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Emma Ueltschi-Hadorn
von Därstetten, in Weissenburg, Thal
geb. 14.5.1925; gest. 7.11.2020; best. 25.11.2020
Emmi war das vierte Kind von Eduard Hadorn und Ida Knutti und wurde am 14. Mai 1925 im Oberhaus auf der Schattseite in Därstetten geboren. Sie hatte noch vier Geschwister, drei Brüder und eine Schwester. Alle hatten trotz Entbehrungen eine schöne Kindheit und sind geborgen aufgewachsen.
Die Schule besuchten alle in Därstetten. Nach der Konfirmation ging Emmi nach Basel in eine Hauswirtschaftsschule und lernte dort viel für das spätere Leben. Nach einem Jahr zog sie wieder nach Hause in den Bodenacker, um ihrem "Muetti" zu helfen. Der Vater und die Brüder waren zu dieser Zeit viel im Militärdienst. Es herrschte ja der zweite Weltkrieg. Nach ein paar Monaten zog es Emmi wieder in die Ferne und zwar dieses Mal ins Welschland, um französisch zu lernen. In Nyon am Genfersee fand sie eine gute Stelle und blieb dort fünfzehn Monate. Auch absolvierte sie eine Saison in Sass Fee im Wallis.
Als Emmi wieder nach Hause ins Simmental kam, lernte sie einen strammen Burschen kennen und lieben, nämlich Ueltschi Hans vom Argel in Därstetten. Das junge Paar heiratete am 11. Mai 1946. Die ersten acht Jahre ihrer Ehe arbeiteten und lebten sie auf dem Heimwesen von Hans am Argel. Arbeit gab es für alle genug. In dieser Zeit kamen ihre ersten zwei Kinder auf die Welt: 1947 Margrith und 1951 Elsbeth. Als der Schwager von Emmi, Karl Ueltschi heiratete, zog die Familie auf den Bauernbetrieb von Hans seinem Grossvater ins Thal. Im selben Jahr, 1953 erblickte Res das Licht der Welt. Man möchte meinen, dass die Familie nun komplett war, aber dem war nicht so. 1966 kam noch der kleine Ursli auf die Welt. Nun war die Familienplanung aber definitiv abgeschlossen.
Die beiden Töchter sind auswärts im Welschland und im Graubünden verheiratet. Res blieb im Thal und hatte zur Freude der Eltern im Jahr 1980 den Bauernbetrieb übernommen. Urs lebt mit seiner zweiten Frau Annelies in Oberwil.
Im 1985 und 1987 musste Emmis Ehemann Hans zwei schwere Operationen über sich ergehen lassen. 1991 verstarb ihr geliebter Gatte mit 74 Jahren. Diesen Schicksalsschlag hat Emmi bis zu ihrem Tod nie ganz überwunden. Hans war die Liebe ihres Lebens.
Von nun an lebte sie allein in ihrer Wohnung im Thal. Ihr Sohn Res und seine Frau Rosmarie, die im Erdgeschoss des Thalhauses wohnten, halfen Emmi, wenn sie etwas brauchte. Im Jahr 2017 verstarb Rosmarie ganz überraschend an einem Herzinfarkt. Von nun an Hatte Emmi wieder eine Herzensaufgabe in ihrem Leben gefunden und sagte oft: "I cha itz no nid stärbe. I mues itz zu Res gugge!"
Im Ganzen hatte Emmi sechs Grosskinder und vier Urgrosskinder. An allen hatte sie bis zuletzt immer grosse Freude.
Mit zunehmendem Alter wurden für Emmi immer öfters kurze Spitalaufenthalte und Phasen der Erholung im Ferienzimmer des Altersheims in Erlenbach nötig. Sie hatte immer einen eisernen Willen und so raffte sie sich immer wieder auf, um nach Hause in ihr geliebtes Thalhaus gehen zu können. Anfangs wenige, später immer mehr Aufgaben des täglichen Lebens, musste die Spitex übernehmen. Nach einer Lungenembolie und einem Spital- aufenthalt in Zweisimmen, wurde unser "Müetti" immer schwächer. Von nun an tauschte sie mit ihrem Sohn die Rollen, und Res kochte ab dieser zeit das Menü für sie beide, besorgte die Einkäufe und machte die Wäsche.
Trotz, vom langen Leben gezeichnet, unternahm Emmi immer noch gerne Ausflüge. So war sie im Sommer 2019 ganze fünf Mal mit ihrem Sohn Res am Seeberg bei Abbühl's.
Noch in diesem Sommer war bei warmen Wetter unser "Müetti" auf ihrem Balkon anzutreffen. Ab dem August dieses Jahres verschlechterte sich der Gesundheitszustand zusehends. Dank der grossen Hilfe der Spitex und der ganzen Familiie konnten wir ihren Wunsch erfüllen, dass sie nicht mehr ins Spital musste. Am 7. November konnte sie im Beisein ihrer Familie in ihrem Zuhause für immer einschlafen. "Bhüet di Gott, liebs Müeti."
Von hangeschriebenen Lebenslauf von unserem Müeti übernommen und ergänzt. Urs Ueltschi.