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Prävention und Gesundheitsförderung sollten durch eine staatliche Politik sowie gesetzliche Rahmenbedingungen unterstützt werden, die der Prostitution angemessen sind. Letztere können Aktionen in die Wege leiten, die in diesem Fall nach einer "Top-down"-Logik durchgeführt werden oder die Nachhaltigkeit von Massnahmen garantieren, die von Gruppierungen mithilfe ihrer Finanzierung lanciert werden (und nach einer "Bottom-up"-Logik vorgehen), oder auch die Verbreitung bewährter Praktiken in anderen Zusammenhängen sowie die Vernetzung der verschiedenen betroffenen Akteure zur Lösung von Problemen gewährleisten.
Im Allgemeinen befürworten die Autoren der verschiedenen Studien die Netzwerkarbeit, sowohl zwischen den verschiedenen assoziativen Projekten (Prävention für Sexarbeiter/innen, Reduzierung des Risikos im Zusammenhang mit Drogen usw.) als auch zwischen dem assoziativen Netzwerk und den lokalen und nationalen Behörden. Ein HIV/AIDS-Präventionsprojekt für Sexarbeiter/innen sollte in Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Gesundheitswesen systematisch funktionieren. Ebenso sollte eine Aktion zur Gewaltprävention gemeinsam mit der Polizei durchgeführt werden. Die Kriminalisierung der Prostitution, die die Gesetzgebung vieler Länder prägt, stellt folglich ein grosses Hindernis für solche Formen der Partnerschaft mit der öffentlichen Hand dar. Der Erfolg eines Projekts hängt auch von der Bandbreite der beteiligten und von diesem Projekt betroffenen Akteure ab. Nicht nur die Sexarbeiter/innen, sondern auch die Kunden, die Unternehmer des Sexmarkts, die Polizei und die Gesundheitsdienste sollten in das Szenario eingebunden werden, weil in der Sexindustrie alle auf ihre eigene Weise agieren und so potenziell die Gesundheit der Sexarbeiter/innen beeinflussen können.