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Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein sehr interessantes und neues Konzept. Aber ganz so einfach dürfte es in der Praxis nicht werden. Darum bin ich für das Grundeinkommen, aber nur, wenn es nicht ganz bedingungslos ist: Die Randbedingungen müssen klug gesetzt werden.
Vorteile:
1. Der bedürftige Bürger ist kein Bittsteller mehr.
2. Keine Bürokratie, kein Sozialmissbrauch, keine Kontrollen.
3. Jeder zusätzlich verdiente Franken geht in die eigene Tasche
(bei Sozialhilfe kann es sein, dass sich Arbeit nicht lohnt)
4. Mehr Flexibilität und Freiheit.
5. ...
Problem: Dann arbeitet ja niemand mehr ...
Mögliche Lösung: Das Grundeinkommen soll so tief sein, dass man zwar damit leben kann, es aber trotzdem weh tut, wenn man nichts dazu verdient.
Problem: Zuwanderung von Personen, die vom bedingungslosen Grundeinkommen profitieren wollen.
Mögliche Lösung: Eintrittshürden in das System. Man könnte zur Bedingung machen, dass man eine gewisse Zeit ununterbrochen in der Schweiz gelebt haben muss, bevor man das Grundeinkommen beziehen kann. (z.B. 10 Jahre)
Problem: Woher soll das Geld kommen?
Lösung: Erstens ist es eine Art Umverteilung, die so angesetzt werden soll dass die Steuerbilanz gegenüber heute (wenigstens für die Meisten) ein Nullsummenspiel ist: Die Steuern werden um so viel erhöht, wie daraus der gleichen Betrag als Grundeinkommen zurückbezahlt wird. Wichtige Unterschiede: Steuern für das Grundeinkommen sind nicht progressiv, jeder zahlt gleichviel (sonst wäre es eine Änderung an den bestehenden Umverteilungen, die viel Diskussionen auslösen würde), und wer bisher Sozialhilfe oder Arbeitslosen Geld gekriegt hat, kriegt das ab sofort nicht mehr, dafür aber das entsprechende Grundeinkommen.
Lösung: Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, AHV wird alles gestrichen, das Geld fliesst ins Grundeinkommen. (Pensionskassen und dritte Säule sind eh separat und können bleiben.)
IV muss wohl bleiben, denn Unfälle verursachen massive Zusatzkosten, die durch das Grundeinkommen nicht gedeckt sind.