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Der Hund liegt dort begraben, wo der Grund einer üblen Angelegenheit zu finden ist. Und beide, Hund und Grund, sind schwierig aufzuspüren. Darüber besteht Einigkeit und dementsprechend steht, wer zu wissen vorgibt, wo der Hund begraben liegt, sofort im Mittelpunkt. Um die Herkunft dieser Redewendung ranken sich allerdings allerlei Legenden.
Eine geht auf jenen Hundekadaver zurück, der in den Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts in Berlin gefunden wurde. Er war eingemauert und soll nur entdeckt worden sein, weil sein Schwanz aus dem Gemäuer lugte. Einen solchen «Hund» zu finden, erscheint allerdings einfach – und die Begründung daher zweifelhaft.
Oder war es vielleicht eine Grabinschrift aus Winterstein in Thüringen: Nachdem ein Hund namens Stutzel auf dortigen Friedhof begraben worden war, exhumierte ihn der Pfarrer aus Pietätsgründen. Und verscharrte ihn an einem anderen Ort. «Dort ist der Hund begraben» wurde so in Winterstein zum geflügelten Wort.
Ein Aberglaube aus dem 17. Jahrhundert klingt freilich vielversprechender: Schwarze Hunde galten als Wächter von vergrabenen Schätzen, aber auch als Verkörperung des Geizhalses, der sein Vermögen mit ins Grab nimmt. Oder sogar als Symbol des Teufels, der mit dem Reichtum unter der Erde – also in der Hölle – regiert.
In diese Richtung weist auch das althochdeutsche Wort «hunda», so der Experte und Buchautor Michael Krumm. Es steht für die Zahl «Hundert», aber auch für eine Beute oder einen Schatz, die eben irgendwo vergraben sein können. So war es vielleicht die Wortverwandtschaft, der diese Redensart zu verdanken ist.