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Dausch,
Konstantin, Bildhauer, geb. zu Waldsee in Oberschwaben, wuchs unter bescheidenen Verhältnissen auf und wurde zunächst Steinmetz in seiner Vaterstadt. Als solcher ging er auf die Wanderschaft nach der Schweiz und nach Bayern und zeigte überall bei seinen Arbeiten eine ungewöhnliche Geschicklichkeit in der Führung des Meißels, so daß er in München eine Zeitlang bei der Plastischen Ausschmückung des neuen Rathauses verwendet wurde und die dortige Kunstschule besuchen konnte.
Mit einem württembergischen Stipendium zog er 1869 nach Rom, wo ihn die ideale Richtung der klassischen Bildwerke in wunderbarer Weise fesselte. Dort gründete er 1873 ein eignes Atelier, begann seine Thätigkeit mit Porträtbüsten und begründete seinen Ruf durch die auf die Wiener Weltausstellung gesandte Gruppe (Gips): Simson und Delila. Dann folgte eine Reihe von Marmorwerken mythologischen oder allegorischen Inhalts, die in Privatbesitz nach Deutschland, England oder Rußland kamen; z. B.: die Reliefs der vier Jahreszeiten, die Musen Kalliope und Erato, eine zweimal ausgeführte Bacchantin, Flora, die Reliefs: Tag und Nacht, die Muse Euterpe, die kolossalen Gruppen: Jugend und Alter, Siegfried mit dem Drachen, die Gruppe einer Caritas und Herkules mit dem Kentaur. In allen diesen Werken zeigt er einen entschieden antiken, klassischen Stil und eine große Feinheit der Durchführung.