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Paris - Streiks von Fluglotsen und Piloten der Air France beeinträchtigen den Luftverkehr in Frankreich weiterhin: Am vierten Tag des Arbeitskonflikts der Lotsen fiel am Pariser Flughafen Orly erneut etwa die Hälfte der Flüge aus.
Am Flughafen Charles de Gaulle nördlich der Hauptstadt war die Lage besser: Dort wurde laut Flughafengesellschaft ADP nur noch jeder siebte Flug gestrichen.
Hinzu kam ein Streik von Piloten bei der staatlichen Gesellschaft Air France. Dort riefen vier kleinere Pilotengesellschaften zu einem Streik auf, der bis Montag dauern soll. Nach Angaben des Unternehmens beeinträchtigt dieser Ausstand den Verkehr aber kaum zusätzlich.
Die Fluglotsen protestieren gegen ein Vorhaben der Regierung, die Luftfahrt-Aufsichtsbehörde DGAC mit den Behörden in Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern zu verschmelzen. Dies sieht die EU-Richtlinie "Single Sky" zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Luftraums vor.
Die Lotsen fürchten, dass ihr Arbeitgeber dadurch über kurz oder lang aufgelöst würde und sie nicht länger im Öffentlichen Dienst arbeiten würden. Die Air-France-Piloten wehren sich wiederum gegen geplante Umstrukturierungen bei kurzen und mittleren Flugstrecken.
SDA-ATS