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In der Steven Spielberg Verfilmung «AI» (Artificial Intelligence, Künstliche Intelligenz) zitiert die von Robin Williams gespielte Figur das Gedicht «Das gestohlene Kind» von dem irischen Dichter William Butler Yeats:
«O Menschenkind, komm nun mit mir
ins Wasser und ins wilde Land.
Geh mit einer Elfe Hand in Hand,
denn tränenvoll und wirr ist diese Erde hier.»
Im wahren Leben wusste Robin Williams, dass die Welt tatsächlich voller Leid ist. Durch seine Kunst und sein Eintreten für die Menschenrechte versuchte er, die Welt zu verbessern.
Viele Komikerinnen und Komiker haben Amnesty International in den letzten Jahren unterstützt. Wir haben nicht nur sie, sondern auch ihre Sketche schätzen gelernt. Besonders erwähnenswert sind die Sketche von Robin Williams aus dem Jahr 1986, mit denen er die von Jack Healey, dem Direktor von Amnesty International in den USA, initiierte «Conspiracy of Hope»-Tour unterstütze.
In diesen Sketchen spielte Robin Williams einen unmännlichen, lateinamerikanischen Diktator, der sich verärgert zeigt über die unzähligen Briefe, die er von Amnesty erhält und darüber, dass die Organisation sich einmischt, «obwohl er nur seinen eigenen Angelegenheiten nachgeht und sein eigenes Volk foltert » (dabei ist er noch nicht einmal in der Lage, den Namen der Organisation auszusprechen):
Robin Williams führte im Rahmen der Tour auf dem Konzert in Chicago ein Stand-up-Programm auf, das den anderen Darbietungen beinahe die Show stahl. Wie alle grossen Künstler erkannte Robin Williams nicht nur, dass Künstler Freiraum brauchen, um ihre Kunst auszudrücken, sondern auch, dass sie Verantwortung dafür tragen, mit ihrer Kunst etwas zu bewirken, um eine Welt herbeizuführen, in der Menschenrechte und Mitmenschlichkeit geachtet werden.
Robin Williams hat mit seinen unzähligen Rollen die Auffassung von Yeats, dass grosse Dramen sowohl «die Gegenwart dominieren als auch in der Erinnerung weiterleben», erfüllt und sogar übertroffen.
Wir trauern um ihn, aber seine Kunst wird fortbestehen. Sein Eintreten für die Menschenrechte vergessen wir ihm nie.