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Das Wichtigste in Kürze
- Der US-Chiphersteller Intel ruderte betreffend des Boykotts der Region Xinjiang zurück.
- Es ging um den Vorwurf einer Zwangsarbeit der muslimischen Minderheit der Uiguren.
Nach der Kritik Chinas am Boykott der Region Xinjiang ist der US-Chiphersteller Intel zurückgerudert. Hintergrund ist der Vorwurf der Zwangsarbeit von Uiguren in der Region. Keine Produkte oder Arbeitskräfte aus der Region zu beziehen, sei lediglich eine Folge der verhängten Sanktionen verschiedener Regierungen gewesen. Dies hiess es in einer Erklärung des Konzerns auf seiner Internetseite.
«Wir entschuldigen uns für die Schwierigkeiten, die unseren angesehenen chinesischen Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit entstanden sind.» Intel verpflichte sich, ein vertrauenswürdiger Technologiepartner zu werden und die gemeinsame Entwicklung mit China zu beschleunigen.
Intel hatte zuvor wegen des Boykotts des Produktionsstandorts den Zorn Chinas auf sich gezogen. Die von der regierenden Kommunistischen Partei herausgegebene «Global Times» bezeichnete Intels Vorgehen als «absurd». Sie fügte hinzu, dass das Unternehmen «die Hand beisst, die es füttert».
Auf Chinas Twitter-ähnlichem Weibo erklärte Sänger Karry Wang, er werde nicht länger als Markenbotschafter für Intel fungieren. Viele Weibo-Benutzer verspotteten Intels Entschuldigung als Versuch, die Verkäufe in China zu schützen.
Einer sagte: «Ein Fehler ist ein Fehler! Zieh die Aussage über Xinjiang zurück!» Der Hashtag «Ist Intels Entschuldigung aufrichtig?» war am Donnerstagnachmittag auf Weibo angesagt.
Hintergrund ist der seit Jahren erhobene Vorwurf, dass sie die muslimische Minderheit der Uiguren zur Zwangsarbeit heranziehe. Die EU, USA, Grossbritannien und Kanada haben inzwischen Sanktionen verhängt. Vor Intel waren bereits unter anderem Nike, Adidas und H&M in den Sanktionsstreit geraten. Intel erzielte in China mit 10'000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr 26 Prozent seiner Gesamteinnahmen.