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Immer die gleiche Mondseite Unser Mond dreht sich während eines Umlaufs um die Erde auch einmal um die eigene Achse. Deshalb wendet er uns im Prinzip immer dieselbe Seite zu. Nahezu alle grösseren Monde unseres Sonnensystems befinden sich in einer sogenannten gebundenen Rotation um ihren Zentralplaneten. Die beiden Mondbilder zeigen unterschiedliche Ansichten, die durch die Libration verursacht werden. Auf dem Bild links ist das Mare Crisium das «Meer der Gefahren» (im Bild dunkler Fleck im oberen Drittel rechts) deutlich weiter vom Mondrand entfernt als im rechten Bild. Ebenso ist der Krater «Tycho Brahe» mit seinem Strahlensystem (im Bild unten) im linken Bild näher am Mondrand als im rechten Bild. Dies bedeutet, dass sie sich während eines Umlaufs um den Planeten auch genau einmal um ihre eigene Achse drehen. Da sich der Mond nicht auf einem Kreis um die Erde bewegt, sondern auf einer Ellipse, verändert sich laufend seine Umlaufgeschwindigkeit. Nach dem zweiten Keplerschen Gesetz ist sie in Erdnähe grösser als in Erdferne. Diese Variation bewirkt, dass der Mond in Erdnähe vor dem Fixsternhimmel pro Tag rund 15 Grad zurücklegt, in Erdferne jedoch nur etwa 12 Grad. Da er sich sehr gleichmässig um seine eigene Achse dreht, nämlich genau einmal pro Erdumlauf, geraten dabei Umlaufbewegung und Rotation etwas aus dem Takt. Dies bewirkt, dass wir tatsächlich ein bisschen mehr sehen als nur eine Mondhälfte. Die Libration des Mondes Einmal sehen wir östlich, ein anderes Mal westlich ein bisschen «hinter den Mond». Für den Beobachter auf der Erde sieht es so aus, als würde sich der Mond ein wenig hin und her bewegen. Da ausserdem die Rotationsachse des Mondes nicht senkrecht auf seiner Bahnebene steht, können wir auch einmal über den Nordpol und einmal über den Südpol unseres 54 Schweizer Hausapotheke 6-2018 Trabanten schauen. Es scheint also für den Erdbeobachter, als ob der Mond auch in Nord-Süd- Richtung ein wenig hin und her pendelt. Diese Phänomene werden als Libration des Mondes bezeichnet und haben zur Folge, dass wir im Laufe der Zeit etwa 59 Prozent der Mondoberfläche zu Gesicht bekommen, obwohl wir bei Vollmond immer nur genau 50 Prozent sehen können. Die Rückseite des Mondes bleibt von der Erde aus gesehen immer unsichtbar. Wir kennen sie erst seit den Aufnahmen der sowjetischen Mondsonde Lunik 3 im Oktober 1959. Dabei zeigte sich, dass auf der erdabgewandten Seite des Mondes die hellen Hochländer mit vielen Kratern die Oberfläche prägen, während die grossflächigen «Meere» fehlen. Ein Tag, eine Nacht – ein Monat Die gebundene Rotation des Mondes hat für die Dauer der Sonneneinstrahlung auf die Mondoberfläche folgende Konsequenzen: Da sich der Mond pro Erdumlauf genau einmal um seine eigene Achse dreht, dauern Mond-Tag und Mond-Nacht jeweils rund 15 Erdentage. Weil der Mond ausserdem keine Atmosphäre besitzt, kann auch kein Temperaturausgleich zwischen Tag- und Nachtseite stattfinden. Dies führt zu extremen Oberflächentemperaturen. So herrscht auf der Tagseite des Mondes eine Temperatur von etwa 120 Grad am «Mittag», während sie auf der Nachtseite bis auf –130 Grad fällt. Wegen der fehlenden Atmosphäre kommt es ausserdem zu krassen Temperaturstürzen. Besonders rasche Temperaturveränderungen wurden bei Mondfinsternissen gemessen. Sobald der Mond in den Erdschatten eintaucht, breitet sich eine arktische Kälte aus. Umgekehrt steigt die Temperatur sehr rasch wieder an, sobald der Austritt aus dem Kernschatten erfolgt ist. Sollten die Menschen einmal eine Mondbasis errichten, so wären die Gebiete ideal dafür, in denen die Sonnenstrahlen in einem flachen Winkel auftreffen und damit ein «erträgliches Mondklima» erzeugen. Dr. Andreas Walker ist Wissenschaftsjournalist, Buchautor und Naturfotograf.
FACHSEMINAR HORMONSYSTEM & Schilddrüse Jo Marty ist international ausgewiesener Autor, Referent und Experte in Komplementärmedizin, Biochemie und Gemmotherapie. Was macht das Hormonsystem zu einem Hochleistungsapparat? Warum verdient die Schilddrüse den Namen «Mutter aller Drüsen»? Wie kann die Schilddrüse mit Ernährung und Naturheilkunde gezielt unterstützt werden? Dienstag, 13. November 2018 9.00 – 17.00 Uhr Novotel Zürich West Schiffbaustrasse 13 8005 Zürich Wie kann das Hormonsystem schonend zurück in die Balance gebracht werden? Seminarpauschale: Fr. 120.– Anmeldeschluss ist der 2.11.2018. Das Seminar richtet sich ausschliesslich an Fachpersonen. Weitere Infos und unverbindliche Anmeldeunterlagen erhalten Sie unter: <email-pii>
Nr. 6 September/Oktober 2018 90. Ja