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Kein Verfahren vor dem Einzelrichter nach dem Spielfeldprotest des EV Zug.
Folgend die Stellungnahme der Swiss Ice Hockey Federation zum Spielfeldprotest des EVZ beim 2. Playoff-Halbfinalspiel am 28. März gegen Lausanne HC:
Der EV Zug verzichtet darauf, den Spielfeldprotest der gestrigen Partie gegen Lausanne offiziell beim Einzelrichter einzureichen.
Im Rahmen der Playoff-Halbfinalpartie Lausanne – Zug von gestern Abend reichte der EV Zug in der 40. Spielminute einen Spielfeldprotest ein. Grund dafür war die Szene rund um das 4:2 durch Lausannes Cory Emmerton. Zug begründete den Protest damit, dass der Treffer irregulär sei, weil das Spiel zu jenem Zeitpunkt, als die Scheibe die Torlinie überquerte, bereits unterbrochen gewesen sein soll. Nach Spielende bestätigte der EVZ den Spielfeldprotest direkt vor Ort.
Am Freitagvormittag informierten die Verantwortlichen des EV Zug Swiss Ice Hockey darüber, dass sie den Spielfeldprotest nicht offiziell beim Einzelrichter einreichen. Die Klubführung begründet dies wie folgt: «Wir anerkennen, dass der HC Lausanne vor Abpfiff durch die Schiedsrichter dieses Tor erzielt hat und in der Folge das Spiel gewonnen hat.» Der Fall kommt somit nicht vor den Einzelrichter und es wird kein ordentliches Verfahren eingeleitet. Gleichzeitig monierte Zug aber, die Schiedsrichter hätten bei dieser Szene die Videobilder konsultiert, ohne zuvor einen «On-Ice»-Entscheid getroffen zu haben - das Tor wurde nach der Videokonsultation gutgeheissen. Der EVZ beruft sich hierbei auf den Artikel 2.8 («On-Ice»-Entscheid) des Video-Reglements von Swiss Ice Hockey, welcher besagt, dass vor Videokonsultation ein «On-Ice»-Entscheid getroffen werden muss.
Swiss Ice Hockey kommt nach eingehender Analyse zum Schluss, dass – unter Berücksichtigung der Regel 99.2. («Nutzen des Video-Torrichters zur Feststellung von Toren») des offiziellen Regelbuchs der IIHF und gemäss Artikel 2.8 des Video-Reglements von Swiss Ice Hockey – die Kommunikation auf dem Eis von den Schiedsrichtern in dieser Szene nicht optimal war. Swiss Ice Hockey bedauert dies, weist aber darauf hin, dass sowohl die Entscheidung, in dieser Situation die Video-Bilder zu konsultieren, wie auch der Entscheid auf Tor richtig waren.
Sowohl der EV Zug als auch Swiss Ice Hockey fokussieren sich nun auf die ordentliche Fortsetzung der Playoffs und auf faire Spiele.