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Die Retinopathia centralis serosa (RCS) ist eine erworbene Netzhauterkrankung, bei der Flüssigkeit aus ungeklärten Gründen aus der Aderhaut unter die Netzhaut gelangt und zu einer Schwellung der Netzhautmitte führt. Typische Symptome der Retinopathia centralis serosa sind Bildverzerrungen in Form von Wellensehen (Metamorphopsie), ein Ausfall im zentralen Gesichtsfeld (Skotom), eine Weitsichtigkeit und Farbsinnstörungen.
Meist ist die Erkrankung selbst-limitierend, d.h. die Symptome bilden sich innerhalb von 2 bis 5 Monaten zurück. So lange sollte man abwarten. Wenn sich die Symptome nicht zurückbilden, kommen je nach Verlauf und Schwere der Störungen verschiedene Therapie-Möglichkeiten in Frage. Es kann versucht werden, das Ödem mit Tabletten auszuschwemmen. Sofern die zur Wasseransammlung führende Schädigung ausserhalb der Netzhautzentrums (Fovea, gelber Fleck) liegt, ist eine Lasertherapie möglich. Meistens liegt die Ursache für das Ödem jedoch im Netzhautzentrum. Dann ist eine klassische Lasertherapie nicht möglich, da die Laserbehandlung im Zentrum der Netzhaut zu Narben und einem irreparablen Funktionsverlust führen würde (Verlust der Lesefähigkeit). In diesen Fällen ist eine Therapie mit einer so genannten half dose PDT (Photodynamischen Therapie) möglich.
Bei der Photodynamischen Therapie mit Visudyne handelt es sich um eine seit etlichen Jahren erprobte Behandlungsmethode, die mit dem lichtaktiven Wirkstoff Verteporfin (Visudyne) und einem speziellen Laser durchgeführt wird. Visudyne ist ein in der Schweiz zugelassenes Medikament. Bei dem „speziellen“ Laser handelt es sich nicht um einen klassischen Netzhautlaser, mit dem Narben auf der Netzhaut erzeugt werden, sondern um einen Infrarot-Laser. Dieser Infrarot-Laser kann nur in Kombination mit dem Medikament Visudyne eine photochemische Reaktion auslösen. Im Gegensatz zum klassischen Laser, entsteht bei der PDT keine Vernarbung. Daher kann PDT-Behandlung auch im Netzhautzentrum durchgeführt werden. Des Weiteren ist eine Wiederholung der Behandlung im gleichen Netzhautareal möglich.