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Igor Kalyapin gründete die Joint Mobile Group in Russland, nachdem mehrere MenschenrechtsaktivistInnen in Tschetschenien ermordet worden waren. Die Organisation schickt ErmittlerInnen nach Tschetschenien, welche. Menschenrechtsverletzungen dokumentieren. Die recherchierten Informationen werden anschliessend verwendet, um die Vergehen öffentlich zu machen und gerichtliche Wiedergutmachung zu fordern. Igor Kalyapin sagt: «Wenn uns die internationale Gemeinschaft beobachtet, ist es für die Behörden schwieriger, gegen uns vorzugehen.»
Die Vorsitzende der Martin-Ennals-Stiftung, Micheline Calmy-Rey, erklärt: «Die Wahl der Jury hat einmal gezeigt, dass Menschenrechtsverteidiger äusserst wichtige Akteure sind und wirklich etwas bewegen können.»
Die Jury vergibt ausserdem die neu eingeführten Martin-Ennals-Auszeichnungen an diese beiden Menschen:
Mona Seif: Sie ist Gründerin der Organisation «No To Military Trials for Civilians» (Keine Militärgerichtsverfahren für ZivilistInnen) in Ägypten. Mona Seif hat Aktivistinnen, Anwälte, Angehörige von Opfern und lokale Interessenvertreter zusammengebracht und so eine landesweite Bewegung gegen Militärgerichtsverfahren gestartet.
Mario Joseph: Er wird als Haitis wichtigster Menschenrechtsanwalt bezeichnet. Mario Joseph hat an den gewichtigsten Fällen des Landes mitgearbeitet, darunter das aktuelle Verfahren gegen den früheren Diktator Jean-Claude «Baby Doc» Duvalier.
Der bekannteste Preis der Menschenrechtsbewegung
Der Martin-Ennals-Preis für MenschenrechtsverteidigerInnen wird von zehn führenden Menschenrechtsorganisationen vergeben. Der Preis geht an Menschen, die sich unter grossem persönlichem Risiko für die Menschenrechte engagieren.
Die Jury besteht aus den folgenden Organisationen: Amnesty International, Human Rights Watch, Human Rights First, International Federation for Human Rights, World Organisation Against Torture, Front Line Defenders, International Commission of Jurists, German Diakonie, International Service for Human Rights und HURIDOCS.