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Artistic Research; Experimental Art; Oral History; History of Art Education; Estate Conservation
Hiltbrunner Michael (2015), Serge Stauffer. Biografisches und Emanzipatorisches, in Koller Simone und Züst Mara (ed.), Scheidegger & Spiess, Zürich, 43-46.
Hiltbrunner Michael (2015), Serge Stauffer. Biographical and Emancipatory Matters, in Koller Simone and Züst Mara (ed.), Scheidegger & Spiess, Zürich, 43-46.
Stauffer Serge (2013), Kunst als Forschung, thesen, in Hedinger Johannes M. (u.a.) (ed.), Kadmos, Berlin, 546-547.
Beim vorliegenden Forschungsprojekt wird mittels Bestandesbeschrieb der Nachlass des Künstlers, Forschers und Dozenten Serge Stauffer (1929-1989) erschlossen, seine Rolle als Vorreiter des Forschungsdiskurses in der Gegenwartskunst eruiert und als Ergänzungsdokumentation werden Gespräche mit Zeitzeugen geführt. In diesem Zusammenhang auch sein künstlerisches Werk kunstwissenschaftlich kontextualisiert und die von ihm mitinitiierte Gründung der Kunstschule F+F genauer verortet. Das Projekt schliesst an eine Ausstellung im Helmhaus Zürich an, zu welcher eine Publikation erschien. Eine ebenfalls von Michael Hiltbrunner am Institut für Gegenwartskunst (IFCAR) der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) 2011 initiierte Vorstudie zeigte Stauffer als weitvernetzte und vielfältig aktive Künstlerpersönlichkeit. Er war in der damaligen Kunstszene Akteur in verschiedenen teilweise erst jetzt etablierten Zusammenhängen und engagierte sich schon seit 1968 für gestalterische Forschung. Zur Vorstudie gehörten Gespräche mit Familie und Umfeld von Stauffer und eine Sichtung des Nachlasses mit Übersichtsverzeichnis. Der Nachlass ist, ausser dem Bestand zu Marcel Duchamp in der Staatsgalerie Stuttgart, integral erhalten. Darunter finden sich eine wertvolle Korrespondenz, unveröffentlichte Künstlertexte, sowie Studien von Stauffer, Dokumentationen seiner Lehrtätigkeit, eine Bibliothek und Kunstwerke. Für die Übernahme des Nachlasses konnte die Graphische Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern gewonnen werden. Aus dieser Vorstudie resultiert das nun vorliegende Forschungsprojekt, in welchem der Nachlass archivisch erschlossen, durch Gespräche mit Zeitzeugen ergänzend dokumentiert und für die weitere Forschung zugänglich gemacht wird. Ebenfalls konnte aufgrund der Vorstudie Anfangs 2013 die Ausstellung «serge stauffer - kunst als forschung» im Helmhaus Zürich eingerichtet werden. Dazu erschien im Verlag Scheidegger & Spiess eine Publikaton mit Texten und Werkdokumentationen von Stauffer. In diesem Rahmen fand im März 2013 weiter die Tagung «Visionäres Kunstlabor» statt, an welcher erste Forschungsfragen mit Experten diskutiert wurden. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung zu Stauffer fehlt sonst bisher. Da die offenen Fragen zahlreich sind, konzentriert sich das vorliegende Projekt auf drei zentrale Aspekte: Zunächst geht es (1) um die genauere Eruierung von Stauffer als Vorreiter des Forschungsdiskurses in der Gegenwartskunst, dessen historische Einordnung und dessen Relevanz für die heutige künstlerische Forschung. Dazu soll auch (2) das künstlerische Werk von Stauffer kunstwissenschaftlich verortet werden, dies gerade auch im Zusammenhang mit seiner Forschung. Als wichtige Plattform für experimentelle und progressive Kunstausbildung wird (3) die im Nachlass gut dokumentierte Geschichte der von Stauffer mitgegründeten Kunstschule F+F genauer aufgearbeitet.