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Die Ausräumung der Meunière, eines künstlich angelegten Kanals, welcher früher der Ableitung der Abwässer des Chemiestandorts und des Wassers der Stadt Monthey diente, ist abgeschlossen, ebenso wie die Ausräumung des Mangettes-Kanals. Für Kosten von rund 2.6 Millionen Franken hat die Cimo als Bauherrin knapp 5600 m3 belastetes Erd- und Sedimentmaterial, sowie Schlamm aus früheren Kanalbett-Räumungen, ausgehoben und be-handelt.
Die im Januar 2014 aufgenommenen Ausräumungs- und Sanierungsarbeiten am offen liegenden Abschnitt des Meunière-Kanals (auf einer Länge von 750 m) und am Mangettes-Kanals (auf einer Länge von rund 1500 m) sind nun abgeschlossen.
In einer ersten, im vergangenen Juni abgeschlossenen Phase wurden knapp 5600 m3 belastetes Material (Sedimente, Schlamm aus früheren Kanalbett-Ausräumungen, Erdreich) ausgebaggert und dann auf vorschriftsmässigen Wegen entsorgt, d.h. in akkreditierte Aufbereitungsanlagen in Deutschland und der Niederlande bzw. in eine Inert-stoff-Deponie verbracht, wie dies im Sanie- rungsprojekt vorgesehen war, welches die Dienst-stelle für Umweltschutz (DUS) im November 2013 gutgeheissen hatte. Vor diesen Arbeiten hatte des städtische Bau-, Verkehrs- und Umweltamt von Monthey 2013 eine Ausräumung des Schlamms vorgenommen, der sich im Entwässerungsnetz der Stadt (d.h. im gedeckten Abschnitt des Meunière-Kanals oberhalb des Chemiestandorts) angesammelt hatte.
Neugestaltung zugunsten der Biodiversität
In einer zweiten Phase nahm das von der Cimo beauftragte Unternehmen dann eine Sanierung und wasserbauliche Neugestaltung der Kanäle vor. «In erster Linie wurden im Bett des Mangettes-Kanals unterschiedliche Kiessorten ausgelegt. Es wurden Fischnischen eingerichtet, um die Biodiversität und die Fortpflanzung der Fische zu fördern», wie Projektleiter Gilles Fasel erklärt.
Knapp vier Jahre für die Beseitigung einer Verschmutzung von vor 90 Jahren
«Es ist erfreulich», so Staatsrat und Vorsteher des Departements für Verkehr, Bau und Umwelt (DVBU), Jacques Melly, «dass es von der Entdeckung der Verschmutzung bis zu deren Beseitigung und Sanierung nicht einmal 4 Jahre dauerte.» Möglich wurde diese schnelle Behebung dank einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen des Chemiestandorts Monthey, der Stadt Monthey und dem Kanton.
Rückblick
Bei Analysen, die der Kanton Anfangs 2011 an Fischen ausführte, die aus dem Mangettes-Kanal entnommen worden waren, wurde festgestellt, dass diese mit dioxinähnlichen PCB und in einem geringeren Ausmass mit Quecksilber kontaminiert waren. In den darauf folgenden Untersuchungen bestätigte sich, dass die Kontaminierung der Fische von Schadstoffen herrührte, die in den Sedimenten des Mangettes-Kanals zu finden waren. Daraufhin verhängte der Kanton Wallis ein Fischereiverbot über den Kanal und forderte die Cimo dazu auf, die erforderlichen Untersuchungen zu realisieren und anhand dieser ein Sanierungsprojekt auszuarbeiten.
Dabei erwies sich der Meunière-Kanal als wahrscheinlichste Verschmutzungsquelle, flossen doch die Abwässer der chemischen Betriebe seit 1920 durch den Meunière-Kanal ab. Von 1934 bis 1972, dem Jahr der Inbetriebnahme der Kläranlage, erfolgte dann die Beseitigung der Industrie-Abwässer und der kommunalen Abwässer durch diesen Kanal bis in den ehemaligen Klärteich, der sich am Rhoneufer befand.
So kam es, dass sich die Schadstoffe in den Sedimenten des Meunière-Kanals ansammelten, und zwar unterhalb des Chemiestandorts (auf dem offen liegenden Kanalabschnitt) und in einem geringeren Ausmass im Entwässerungsnetz für Oberflächenwasser der Stadt (auf dem gedeckten Kanal-Abschnitt). Ein Teil der verschmutzten Sedimente wurde dann in den Mangettes-Kanal verschleppt, nachdem dieser 1990 mit dem Meunière-Kanal verbunden worden war.
Weiteres Vorgehen
Zuerst muss die Cimo der DUS den abschliessenden Sanierungsbericht vorlegen. Auf dessen Grundlage wird der Kanton dann eine Bewertung der Sanierungszielerreichung abgeben. Entlang dem Meunière- und dem Mangettes-Kanal werden zudem noch während fünf Jahren jährliche Kontrollen durchgeführt, mit einer Analyse der zwischenzeitlich angesammelten Sedimente.
Und ausserdem wird anhand einer in den nächsten drei Jahren stattfindenden Kontrolle der Fisch-fauna zu bestätigen sein, dass keine Fische mehr kontaminiert sind. Auf dieser Grundlage wird sodann die kantonale Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere über die Aufhebung des Fischereiverbots befinden.