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Der optimale Mähzeitpunkt im Frühling wird unter Produzenten kontrovers diskutiert. Ist mit einem frühen Schnitt die Qualität des Futters höher zu gewichten oder mit einer späteren Ernte die Menge des Futters? Im Rahmen der Projekte «Progrès-herbe» und «Vorbereitung der Futterproduktion auf den Klimawandel» wurden zwischen 2014 und 2016 Versuche mit Mähwiesen durchgeführt. Die Frage der Ernteeinbussen bei trockenen Bedingungen wurde insbesondere unter dem Aspekt des Zeitpunkts des ersten Schnitts und der Dauer des Ruheintervalls im Sommer untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Trockensubstanzproduktion und die Phänologie des Knaulgrases gut mit der Wärmesumme im Frühling korrelieren. Für den ersten Aufwuchs der Wiesen werden folgende Referenzwerte vorgeschlagen: ab 200 Gradtagen = Vegetationsbeginn; ab 500 Gradtagen = Rückgang des Nährwerts des Grases; von 600 bis 750 Gradtagen = Rispenschieben des Knaulgrases. Um die jährliche Produktion mit fünf Nutzungen pro Jahr zu optimieren, erfolgt der erste Schnitt bei einer Wärmesumme von 640 bis 740 Gradtagen, d.h. zum Zeitpunkt des Rispenschiebens des Knaulgrases. Es wird davon abgeraten, die Wiesen im Sommer bei hohen Temperaturen und trockenen Bedingungen zu mähen. Ein Aufschub um zwei Wochen im Juli und August hat keine negativen Auswirkungen auf den Ertrag am Ende des Vegetationszeitraums.
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Wann sollten intensiv genutzte Wiesen gemäht werden?