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Ursachen für Obdachlosigkeit gibt es viele. Sie kann strukturelle, individuelle oder systematische Gründe haben.
Strukturelle Gründe sind wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren, die sich auf die Betroffenen auswirken, wie z. B. bezahlbarer Wohnraum. Veränderungen in der Wirtschaft – wie in Zeiten von Corona – stellen manche Menschen vor existenzielle Probleme. Durch Arbeitslosigkeit oder ein zu geringes Einkommen können die Lebenshaltungskosten nicht mehr gedeckt werden.
Individuelle Gründe betreffen die persönlichen Umstände einer Person. Erkrankungen, eine Trennung, der Tod eines nahestehenden Menschen sowie familiäre Probleme lassen das Leben aus den Fugen geraten. Die veränderten Umstände führen oftmals zu Depressionen, zum Verlust der Arbeit und in schlimmen Fällen der Wohnung. Zunehmende psychische Belastung sowie Suchterkrankungen erschweren häufig den Weg zurück in die Gesellschaft und können in Obdachlosigkeit enden.
Systematische Gründe treten dann auf, wenn soziale Hilfen oder öffentliche Institutionen versagen oder gänzlich ausfallen. So können Menschen ohne Zugang zu Sozialleistungen oder Unterstützung in Armut und damit auch Obdachlosigkeit abrutschen. Einwanderer ohne Identitätsnachweis sind zudem oft einer Sprachbarriere ausgeliefert und durch die damit verbundene Hilflosigkeit oftmals nicht in der Lage, einen Zugang zu sozialen Hilfen zu finden.
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