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Detail
BURGER, Francis
* Freienwil, 12.09.1922; Piano
Aufgewachsen in Luzern, Mittelschule in St. Gallen. Dort bringt ihn Hans Moeckel, damals Leiter der Bigband "Swing Pulis", zum Jazz. Studium in Nationalökonomie und Staatsrecht in St. Gallen und dann Basel. In Basel gründet er eine Band mit "Cheese" Burckhardt, Body Buser, René Stammbach, Willi Bosshardt und seinem Bruder Walter Burger. Mit ihr . einer der ersten Gruppen, die auch Bebop-Themen spielt . vertritt er die Schweiz am 1. Int. Jazzfestival 1948 in Nizza und kann dort auch mit Lucky Thompson auftreten. 1949 geht er zum "Hazy Osterwald Sextett" und tritt mit ihm und u. a. Franco Ambrosetti 1949 am Jazzfestival in Paris auf. Nach einem Jahr entschliesst er sich doch zum Weiterstudium und schliesst in Basel mit dem Doktorat ab. Er erhält ein Stipendium für einen Sommeraufenthalt an der Hochschule Stockholm. Am Wochenende spielt er jeweils mit schwedischen Musikern u. a. Simon Brehm. Mit einem Trio (Pierre Cavalli an der Gitarre und einem amerikanischer Bassisten) spielt er anschliessend in einem Hotel in Oslo und macht eine Tournée durch Norwegen. Im folgenden Jahr ist er nochmals in Oslo mit dem Bassisten-Sänger Joe Häfliger und einem französischen Gitarristen. 1957 spielt er auf einem Schiff der Norwegian American Line und kommt so nach New York. Dann schliesst er seine Karriere als Berufsmusiker ab und arbeitet an mehreren Orten in der Markt- und Motivforschung, später bis zu seiner Pensionierung als Verbandssekretär für verschiedene Industrieverbände. Als Amateur spielt er noch einige Zeit, vor allem mit den "Five Blazers" (Freivogel, Staub, Rogner, Bänninger) und macht in Basel und Zürich Radioaufnahmen.
1951 bis 1973 wirkt er (mit kleinen Unterbrüchen während seinen Auslandengagements) in der Jury des Amateur-Jazzfestivals Zürich mit. 1959 gründet er Jazzschulen in Zürich und Basel. Die Kurse, vor allem für Amateurmusiker, finden grossen Anklang. Burger selber gibt Klavierunterricht und Harmonielehre. Die Schulen können sich fast 10 Jahre lang halten, dann müssen sie mangels eines geeigneten Sekretariates aufgelöst werden. Burger schreibt einen Fernkurs in Jazz-Harmonielehre, der noch bis in die Neunzigerjahre durch den Verlag Paul Bräker vertrieben wird.
[Bruno Spoerri]