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SRK Rainmattstrasse
Bauherrschaft: Schweizerisches Rotes Kreuz
Studienauftrag – 1. Rang
Die Hauptgeschäftsstelle des Schweizerischen Roten Kreuzes in Bern, die grundlegend saniert werden sollte, befindet sich in einem gewachsenen, im Wesentlichen durch die Dreifaltigkeitskirche geprägten Geviert und ist umgeben von historisch wertvollen Villen. Errichtet wurde das Verwaltungsgebäude 1977; im Jahr 2010 wurde es mit einem Dachaufbau erweitert, der durch die anstehenden Massnahmen nicht angetastet werden sollte.
Im Inneren wurden die früher kleinteiligen Bürozonen in eine transparente, lichtdurchflutete und hochflexible Arbeitswelt überführt. Dabei wurden die vom Auftraggeber gewünschten Zellenbüros an den Fassaden durch den Wechsel von zwei auf drei Stützenraster vergrössert, ohne dabei in die Grundstruktur des Bestands eingreifen zu müssen. Gleichzeitig wurde durch eine Optimierung der Bürotiefen aus dem Mittelbereich eine Begegnungszone mit Sitzungszimmern und Infrastrukturräumen.
Diese neue räumliche Disposition wurde auch durch einen Raumgewinn von 60 cm ermöglicht. Die Fassadenebene wurde neu aussenseitig vor die vorhandenen Stützen gelegt. Auf diese Weise konnten die bestehenden Kältebrücken eliminiert werden. Zudem konnte im Verbund mit einer Erneuerung der Gebäudetechnik der Minergie Standard erzielt werden.
Eine plastisch ausformulierte, hinterlüftete Fassade aus Faserzementplatten ersetzt die strukturelle Bestandsfassade, stellt gleichzeitig eine Eigenständigkeit her und vermittelt zu den überwiegend verputzten, mineralischen Gebäuden der Nachbarschaft. Grössere Fenster mit klassischen Aussstellstoren sorgen für eine bessere Tageslichtausnutzung und einen wohnlichen Ausdruck des Verwaltungsgebäudes im Wohnquartier.