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«Der Kampf gegen die Todesstrafe ist nicht mit mir verloren oder gewonnen […]. Wir werden gewinnen, wenn ihr nie aufhört, für die Gerechtigkeit zu kämpfen.» Das sind die Worte von Troy Davis, der am 21. September (Ortszeit) in den USA für ein Verbrechen hingerichtet wurde, das er vielleicht nie begangen hatte.
Larry Cox, der Direktor von Amnesty International USA, hatte wenige Tage zuvor noch mit ihm telefoniert. «Troy hat seine Dankbarkeit für all die Unterstützung und unseren Einsatz gegen die Todesstrafe ausgedrückt», berichtet Larry Cox. «Er hat gesagt, er hätte das Vertrauen in unsere Bewegung nie verloren und es sei wichtig, dass wir alle, die wir uns gegen die Todesstrafe einsetzen, niemals die Zuversicht verlieren.»
Troy Davis ist zu einem Symbol für die Ungerechtigkeit der Todesstrafe geworden. Seit vielen Jahren hat sich Amnesty International dafür eingesetzt, dass er nicht hingerichtet wird. In den letzten Tagen haben fast eine Million Menschen auf der ganzen Welt einen Aufruf für seine Begnadigung unterzeichnet. In der Schweiz hat Amnesty eine Aktion vor der US-Botschaft organisiert und ParlamentarierInnen haben einen Brief an den Begnadigungsausschuss geschickt.
«Das alles hat Troy Davis nicht retten können», erklärt Manon Schick, Geschäftsleiterin der Schweizer Sektion von Amnesty International. «Doch wir werden nicht aufgeben. Diese inakzeptable Hinrichtung bestärkt uns nur noch mehr in unserem Einsatz für eine Welt ohne Todesstrafe.»
Lesen Sie die Erklärung (Englisch) von Amnesty International nach der Hinrichtung von Troy Davis und nach Exekutionen im Iran, in China und Weissrussland.