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Zentralschweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Samstag, 24. März 2018, 13.30 Uhr: Referat von Josef Lang, Bern
Die Innerschweiz ist nicht eine Schöpfung der Geographie, sondern der Geschichte. Geschaffen wurde sie im 16. und 17. Jahrhundert durch die Gegenreformation, deren Barock-Kultur, aber auch das Söldnerwesen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde sie zusätzlich geprägt durch die Gegenaufklärung, den Sonderbundskrieg und die Bildung des katholischen Milieus.
Diese zwei Hauptthesen sind durch zwei Gegenthesen zu relativieren: Die Frage nach dem Grund, warum die Innerschweiz katholisch blieb, weist darauf hin, dass es bereits vor der Reformation gewisse Gemeinsamkeiten gab. Zu den wichtigsten gehörte eine starke Eigenständigkeit der Kirchgemeinden und damit verbunden eine grössere Distanz zu Hierarchie und Klöstern.
Während der Protestantismus in den V Orten, wie die erste gemeinsame Bezeichnung lautete, nirgendwo grösseren Einfluss gewann, bildeten die Aufklärung und der Liberalismus eine starke Minderheit, nicht zuletzt im Klerus. Deren Hochburgen waren die Städte, allen voran Luzern und Zug, andere Ortschaften, die an Seen lagen, und der Norden des Kantons Luzerns. Während der Zuger Liberalismus eine frühe Industrialisierung erleichterte, geschah diese in Luzern und der Urschweiz mit starker Verspätung.
Auch Gäste sind stets gerne willkommen.
Im Vortragslokal in der Universität Luzern, Beginn um 13.30 Uhr
Samstag, 28. April 2018, 13.30 Uhr: Referat von Heinz Nauer, Einsiedeln
Der Benziger Verlag Einsiedeln war einst ein Weltverlag. Die Familie Benziger baute ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert von Einsiedeln aus einen regelrechten katholischen Medienkonzern auf. Seine hauptsächlichen Pfeiler waren Gebetbücher, Andachtsbilder und Devotionalien, die er in ganz Europa, den USA und Lateinamerika absetzte. Die Gründerfamilie Benziger besass und führte die Firma während fünf Generationen. Im 20. Jahrhundert übernahm die Familie Bettschart, die im Unternehmen aufgestiegen war, die Kontrolle.
Das Referat behandelt verschiedene Aspekte der Geschichte des Benziger Verlags als Familienunternehmen in einem breiteren historischen Kontext. Wie hingen Familie und Unternehmen eigentlich zusammen? Und wie wandelte sich dieses Verhältnis über die Zeit? Besonders im Fokus stehen zwei Punkte: erstens die Heiratspraxis der Verlegerdynastie Benziger im 19. Jahrhundert; und zweitens die Umstände des Aufstieg der Familie Bettschart von einfachen Angestellten zur erweiterten Schweizer Wirtschaftselite des 20. Jahrhunderts.
Gäste sind bei unseren Vorträgen immer freundlich willkommen.
Im Vortragslokal in der Universität Luzern, Beginn um 13.30 Uhr
Unser Ausflug findet am Samstag, 26. Mai 2018 statt.
Details folgen
|Dauer||10 Lektionen zu 2 Stunden|
|Daten||

Nächster Kurs: 12., 19. und 26. April; 17. und 24. Mai; 7., 14., 21. und 28. Juni; 5. Juli 2018;
|Ort||Staatsarchiv Luzern, Schützenstr. 9, Luzern, Konferenzraum|
|Leiter||Dr. Stefan Jäggi, Staatsarchiv Luzern|
|Kosten||CHF 300.- (inkl. Unterlagen)|
|Anmeldeschluss||31. März 2018|
Das Stadtarchiv Luzern bietet wiederum einen Lesekurs an:
Kursort
Stadtarchiv Luzern, Ruopigenstrasse 38, 6015 Luzern
Kursdaten
Der Kurs wird nun neu durch Pia Gemperle, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Stadtarchivs, durchgeführt.
Kursdaten: Freitag 4./18./25. Mai 2018, jeweils vormittags.
Kosten
150.-
Tel. 041 208 73 80
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Samstag, 27. Oktober 2018, 13.30 Uhr: Referat
Details folgen
Samstag, 24. November 2018, 13.30 Uhr: Referat von Olivier Felber, Sursee
Eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Familienforschung ist es, die Daten und Namen mit Leben zu füllen. Hierfür können rechtliche Quellen aufschlussreich sein, was in diesem Referat am Beispiel der Familie Kugler von Pfaffnau gezeigt werden soll. Anhand verschiedener rechtlicher Quellen wird unter anderem deutlich, dass die drei Weibel Kugler im 17. Jahrhundert trotz ihrer Ämter nicht gerade selten gegen das Gesetz verstossen haben oder dass zwei Brüder Kugler laut Eigenaussage nur widerwillig am zweiten Freischarenzug 1845 teilgenommen haben. Am Ende des Vortrags wird in einem Fazit noch allgemein auf die rechtlichen Quellen eingegangen, um deren Vor- und Nachteile sowie Chancen und Einschränkungen für die Genealogie zu erörtern.
Auch Gäste sind stets gerne willkommen.
Im Vortragslokal in der Universität Luzern, Beginn um 13.30 Uhr