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Zwei verschiedene Störungen in der Höhe sorgten heute für eine erhöhte Schauer- und Gewitteraktivität. Ausnahmsweise gab es am Morgen im Flachland der Alpennordseite einzelne Schauer.
Wetter
Zwei verschiedene Störungen in der Höhe sorgten heute für eine erhöhte Schauer- und Gewitteraktivität. Ausnahmsweise gab es am Morgen im Flachland der Alpennordseite einzelne Schauer.
Grosswetterlage
Im Bodendruckfeld dominiert weiterhin das grossräumige Hochdruckgebiet mit Zentrum bei den Britischen Inseln. Wie im gestrigen Blog beschrieben, führt die Bise trockene Luft zur Alpennordseite. In den Alpen und auf der Alpensüdseite liegt eine feuchtere Luftmasse.
Im Höhenfeld ist das Hochdruckgebiet nicht zu erkennen. Obige Karte zeigt die Geopotentielle Höhe (schwarze Linien), den Wind (Fiedern) und die Temperatur (Farbflächen, je intensiver das Violett, desto kälter) auf 500 hPa, was ungefähr einer Höhe von 5.7 km über Meer entspricht. Über dem Löwengolf befindet sich ein Höhentief (geschlossene schwarze Linie), nordöstlich der Schweiz ein Trog (zyklonal gekrümmte Schwarze Linie). Beide Störungen haben Höhenkaltluft im Gepäck und näherten sich heute der Schweiz an. Die Labilität wurde im Vergleich zu den vergangenen Tagen etwas erhöht.
Morgenkonvektion
Auf der Alpensüdseite war es diese Tage gang und gäbe, dass es jeweils auch am Morgen Schauer gab. Bei uns im Norden war diese sogenannte «Morgenkonvektion» heute eine Ausnahme. Von Schaffhausen bis ins Freiamt sowie über dem Südende des Neuenburgersees «ploppten» am Morgen einzelne Schauer auf. Diese brachten kurz und lokal Regen, bevor sie wieder in sich zusammenfielen. Aufgrund der in allen Höhenlagen windschwachen Verhältnissen verlagerten sich die Zellen kaum.
Tagesgang
Im Laufe des Vormittags beruhigte sich diese Morgenkonvektion. Gleichzeitig startete jedoch die Bildung von Quellwolken, vor allem über den Bergen. Bereits vor dem Mittag ging es über dem Jura mit Gewittern los, danach auch in den Voralpen und Alpen. Auch blieben die Zellen mangels Strömung meist stationär, so dass punktuell grössere Niederschlagsmengen zusammenkamen.
Der heutige Tag kann meteorologisch etwa so zusammengefasst werden: Morgenkonvektion gefolgt von Tagesgangwetter, welches durch die Störungen in der Höhe begünstigt war.