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De Gendt hatte zu einer ursprünglich vierköpfigen Ausreissergruppe gehört. Der 32-Jährige, der als Spezialist für lange Fluchten gilt, vermochte als Einziger des Quartetts den Verfolgern zu widerstehen.
Er feierte seinen zweiten Etappensieg im Rahmen der Tour, nachdem er bereits 2016 einmal auf dem Mont Ventoux ein Teilstück als Ausreisser gewonnen hatte.
Für das wellige Teilstück mit sieben Bergpreisen der zweiten und dritten Kategorie hatte Alaphilippe zu den Favoriten gezählt. Den Tagessieg verpasste der Franzose zwar, beim aus seiner Sicht wichtigeren Ziel, der Rückeroberung des Gelben Trikots, war er dagegen erfolgreich.
Alaphilippe löste den Italiener Giulio Ciccone als Leader ab, der im Finale zwar mit der Gruppe der Favoriten, nicht aber mit Alaphilippe mithalten konnte.
Zwölf Kilometer vor dem Ziel, kurz vor dem letzten Bergpreis, löste sich Alaphilippe zusammen mit Thibaut Pinot aus dem Feld. Zusammen machte das Duo Jagd auf de Gendt. Am Ende rettete de Gendt sechs Sekunden auf die zeitgleichen Franzosen - Pinot sicherte sich Platz 2 - ins Ziel. Das Feld folgte 26 Sekunden nach de Gendt.
In der Gesamtwertung liegt Alaphilippe, der Sieger der 3. Etappe, nun 23 Sekunden vor Ciccone und 53 Sekunden vor Pinot, der als einziger der Favoriten Zeit gut machte. Alaphilippe hatte das Trikot am Donnerstag nach drei Tagen an Ciccone verloren. Nun übernahm der 27-Jährige rechtzeitig zum französischen Nationalfeiertag vom Sonntag das «Maillot jaune» wieder.
In einem hektischen und spannenden Finale fiel mit dem Italiener Vincenzo Nibali nicht nur einer der Topfahrer zurück, ein Sturz mehrerer Fahrer löste primär beim Team Ineos Hektik aus. Denn zu Boden musste auch Geraint Thomas. Der Vorjahressieger aus Grossbritannien kam allerdings mit dem Schrecken davon und schaffte (auf dem Rad eines Teamkollegen) den Anschluss ins Feld wieder ohne Probleme.
Am Sonntag steht erneut eine hügelige Etappe im Programm. Zu absolvieren haben die Profis von Saint-Etienne nach Brioude 170,5 Kilometer.