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Informationen über Mpox
Anfang Mai 2022 wurde in Grossbritannien ein Fall von Mpox diagnostiziert, der nach einer Reise nach Nigeria aufgetreten war. Im selben Zeitraum wurden im Vereinigten Königreich vereinzelte Fälle von Mpox diagnostiziert.Fünf weitere Fälle wurden in Portugal (18.05.2022) und einen Fall in den USA bestätigt. Eine Verbindung zwischen den Fällen in den verschiedenen Ländern ist nicht bekannt.
Erreger von Mpox
Mpox ist eine seltene, von Tieren, hauptsächlich von Nagetieren, auf den Menschen übertragbare Viruserkrankung. Die Mpox-Viren (Monkeypox virus) sind hauptsächlich in West- und Zentralafrika bei Nagetieren verbreitet und wurden im Menschen erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo nachgewiesen.
Übertragungswege
Die Übertragung von Mensch zu Mensch kann durch engen Kontakt mit Atemwegssekreten, Hautverletzungen einer infizierten Person oder kürzlich kontaminierten Gegenständen (bspw. Bettwäsche) erfolgen. Die Übertragung durch Tröpfcheninfektion erfordert in der Regel einen längeren persönlichen Kontakt, wodurch Gesundheitspersonal, Haushaltsmitglieder und andere enge Kontakte aktiver Fälle einem grösseren Risiko ausgesetzt sind. Während enger Körperkontakt ein bekannter Risikofaktor für die Übertragung ist, ist derzeit unklar, ob Mpox speziell über sexuelle Übertragungswege übertragen werden können (Quelle WHO).
Symptome
Zwischen einer Ansteckung mit Mpox und dem Symptomausbruch vergehen in der Regel 6-13 Tage, maximal 5 – 21 Tage (Inkubationszeit). Die ersten Symptome der Krankheit sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. 1-3 Tage nach dem Auftreten von Fieber entwickelt sich ein generalisiertes Exanthem (Hautausschlag), wobei Hautveränderungen in Form von Bläschen oder Pusteln auftreten, die den Pocken gleichen. Der Ausschlag breitet sich meist vom Kopf her auf den Rest des Körpers aus. Handflächen und Fusssohlen können mitbetroffen sein.
Bitte beachten
Beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Ansteckung mit Mpox hinweisen, ist eine ärztliche Konsultation erforderlich. Insbesondere bei Reiserückkehrenden aus (West-)Afrika, aber auch England, Portugal, USA und Kanada, die Mpox-assoziierte Symptome aufweisen, ist eine ärztliche Untersuchung zur weiteren Abklärung zwingend notwendig. WICHTIG: vorher in der medizinischen Einrichtung anrufen und über den Verdacht informieren!
Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken verläuft Mpox in der Regel deutlich milder; die meisten Menschen erholen sich innerhalb von mehreren Wochen. Insgesamt ist die Prognose daher als günstig zu bewerten, allerdings können bei einigen Betroffenen auch schwere Verläufe auftreten. Insbesondere ist bei Kindern unter 16 Jahren die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs erhöht.