Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03211.jsonl.gz/26

Bangladesch: Wohnheim für Studentinnen und Studenten aus ethnischen Minderheiten
Mit dem Hilfsprojekt «Upasshak» ermöglicht CO-OPERAID Bildungschancen für begabte Studentinnen und Studenten aus ethnischen Minderheiten im Distrikt Bandarban in Bangladesch. Da die Kinder und Jugendlichen der Minderheiten kaum Zugang zu Bildung haben, engagieren sich CO-OPERAID und die lokale Partnerorganisation Humanitarian Foundation mit Projekten zur Grundschulbildung, zur Berufsbildung und mit den «Upasshak» Wohnheimen. Rund 70 Jugendliche pro Jahr werden an den Wohnheimen (eines für Mädchen, eines für Jungen) gefördert. Sie besuchen eine öffentliche Sekundarschule in der Distrikthauptstadt Bandarban und erwerben einen Sekundarschulabschluss.
Rund 80% der Student/innen setzen ihre Ausbildung nach dem Sekundarschulabschluss fort. Viele davon berufsbegleitend, was durch die Bangladesh Open University möglich wird. Mehrere junge Frauen und Männer haben Arbeit als Lehrpersonen in ihrer Heimatregion gefunden, wo akuter Lehrermangel herrscht und darum die meisten Lehrpersonen «on the job» ausgebildet werden. Andere Abgänger/innen arbeiten heute bei NGOs.
Hilfsprojekt «Upasshak» in Bangladesch - So können Sie helfen
Ziele des Hilfsprojektes «Upasshak» für ethnische Minderheiten
Betrieb und Unterhalt der Wohnheime
Zur Bereitstellung der Wohnheime gehören Unterhalt, Reparatur und Wartung der Gebäude sowie die Ausstattung mit allen notwendigen Materialien (Möbel, Küchenmaterial, Bücher, Computer, Nähmaschinen etc). Der Betrieb wird durch ein Team mit Leitungs- und Betreuungspersonen sichergestellt, deren Löhne das Projekt deckt. Auch ein Koch und jemand für den Wachdienst gehören zum Personal.
Unterstützung des Schulbesuchs
Die Student/innen stammen aus Bauernfamilien, welche sich Bildung aus eigenen Mitteln nicht leisten können. Die Ausbildungskosten werden deshalb durch die Abgabe von Schulmaterialien, Schuluniformen, Velos sowie die Übernahme von Kost und Logis unterstützt. Eine bescheidene Gebühr von 500 Taka (rund CHF 6) pro Monat wird von den Familien als eigener Beitrag aber verlangt. Familien, welche sich diese Gebühr nicht leisten können, kann sie erlassen werden.
Zusatzförderung für die Jugendlichen
Die Jugendlichen werden mit Zusatzunterricht gefördert, z.B. Computer, Nachhilfe in Englisch und Bengali oder praktische Kurse in Nähen und Landwirtschaft. Zusätzlicher Computer- und Sprachunterricht sind notwendig, da sie eine andere Muttersprache als Bengali haben und aus abgelegenen Dörfern stammen, in denen es keine Technologie gibt. Zusatzförderung erfolgt auch mit "Life skills"-Veranstaltungen zu Themen wie Motivation, Selbstvertrauen, Gesundheit, Hygiene oder Ernährung. Die Mädchen werden mit separaten Anlässen spezifisch gestärkt, da sie in der traditionellen Gesellschaft stark benachteiligt sind. Eine eigene Aktivität gehört der Pflege und Förderung der indigenen Kultur.
Projektgebiet: Bandarban, Chittagong Hill Tracts
Eine Stimme aus dem Hilfsprojekt in Bangladesch
«Ich bin 15 Jahre alt und besuche die 10. Klasse der öffentlichen Sekundarschule in der Distrikthauptstadt Bandarban. Zusammen mit anderen Jungen aus den Bergdörfern der Chittagong Hill Tracts lebe ich im Wohnheim des Hilfsprojektes "Upasshak". Später würde ich gerne an einer guten Universität studieren und danach für die UNO arbeiten.»