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In mehreren Grabungen zu beiden Seiten der Mittelstrasse erforscht die Kantonsarchäologie seit 2010 ein Eisengewerbeviertel des 5.-10. Jahrhunderts n.Chr. In dieser rund 2000 m2 grossen Handwerkersiedlung wurde vor allem Eisen verarbeitet. Von der Eisenerzverhüttung zeugen mehrere Tonnen Schlacken und die Reste von zwei Verhüttungsofen. Zwei weitere Rennöfen sind aufgrund der Schlackenzusammensetzung ausserhalb der Grabungsfläche zu vermuten. Zwei Schmiedeesse und verschiedene Eisenobjekte, wie Meissel, Messer und Ahlen, deuten darauf hin, dass das Eisen vor Ort zu fertigen Werkzeugen weiterverarbeitet wurde.
Ausserdem kamen ein grosses Wohnhaus, Hinweise auf weitere Pfostenbauten und mehrere Feuerstellen sowie 34 sogenannte Grubenhäuser zum Vorschein. Die in den Boden eingetieften Grubenhäuser dienten als Werkstätten oder als Vorratskeller. Webgewichte aus gebranntem Ton und aus Stein deuten darauf hin, dass in einzelnen Grubenhäusern Webstühle standen. In mehreren Grubenhäusern wurden zudem grössere Fragmente von Keramikgefässen gefunden.
Insgesamt geben uns die archäologischen Funde und Befunde einen einmaligen Einblick in die Entwicklung des frühen Eisenhandwerks im Solothurner Jura.