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Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga kündigte an, Trump bei ihrem Treffen auf den Klimawandel anzusprechen. Ihr Versprechen löste Sommaruga ein, nur die Reaktion des US-Präsidenten fiel wohl nicht wie erhofft aus.
Die Bundesrätin, die dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vorsteht, kam vor versammelter Presse auf die Klimafrage zu sprechen: «Die Erderwärmung betrifft alle und ich denke, es lohnt sich, darüber zu sprechen.»
Donald Trump reagierte sichtlich gelangweilt auf das Thema und reagierte einsilbig. «Sicher», entgegnete er, während er sich von Sommaruga abwandte. Doch die Bundespräsidentin fasste nach: «Als Umweltministerin ist das Thema jeden Tag auf meiner Agenda.» Doch auch darauf stiegt Trump nicht ein: «Gut», war seine Antwort.
Auf Twitter wurde das Video vom Gespräch zwischen Sommaruga und Trump von einem amerikanischen Journalisten geteilt. Trumps Desinteresse im Bezug auf das Thema «Klimawandel» sorgte für Kritik und Spott in den sozialen Medien.
Body language shouts I DON'T CARE.— CalamityJane (@ninekatz) January 21, 2020
He is soo eloquent. 🙄🤦— Cindy Kendall (@CindyKendall14) January 21, 2020
So not fair to him. She gets to listen to 45 minutes of him explaining how great he is and what a sham the impeachment hearings are, and he has to endure ten entire seconds about the environment?— Alex Stein (@GulfJacketGuy) January 21, 2020
Sommaruga wertete ihr Gespräch mit Trump dennoch als Erfolg, wie «20 Minuten» schreibt: «Es war mehr als nur ein kurzer Austausch von Floskeln. Ich würde den Austausch als Erfolg werten.» Zur Klimafrage und dem Desinteresse von Trump entgegnete sie: «Die Sichtweisen sind natürlich verschieden. Trump ist dann interessiert, wenn man Klimaschutzmassnahmen so gestalten kann, dass auch die Wirtschaft davon profitiert.»
Trump sorgte noch für einen weiteren Moment, der auf Twitter zu reden gibt. Beim Treffen mit dem Premier von Pakistan, Imran Khan, wurde er von einer Reporterin gefragt, ob er plane, Pakistan zu besuchen. Seine Antwort: «Nun, wir treffen uns ja jetzt gerade. Deshalb müssen wir nicht wirklich dort hin.»
Die Twitter-User amüsieren und empören sich derweil in zahlreichen Kommentaren über Trumps Reaktion auf die Frage:
He thinks that Davos is in Pakistan.— Jo (@JoJoFromJerz) January 21, 2020
Guessing Trump would go if he got to rename its capital "Islam-is-bad"— Marc Goldstein (@marcgoldstein_) January 21, 2020
Visiting — meeting, both mean the same thing right?— Ray Doherty (@rayd1475) January 21, 2020
Auch für Lacher sorgte Trump bei seiner Eröffnungsrede am WEF. Der Präsident, der Obama für die Nutzung von Telepromptern kritisierte, las offensichtlich selbst von einem solchen ab. Er hatte jedoch scheinbar Mühe, dem Text zu folgen, was für seltsame Pausen sorgte, während er mit zusammengekniffenen Augen in eine Richtung starrte.
Lustig ist das auch, weil Donald Trump vor seiner Präsidentschaft Folgendes zum Thema Telepromptern gesagt hatte:
"I've always said, if you run for president, you shouldn't be allowed to use teleprompters, because you don't even know if the guy is smart."— kersti (Text JOE to 30330) (@FeistyOldHag) January 21, 2020
~ Donald Trump, October 2016
Bad performance by Crooked Hillary Clinton! Reading poorly from the telepromter! She doesn't even look presidential!— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) June 2, 2016
Deshalb und weil es scheint, als ob der US-Präsident nicht wirklich weiss, von was er spricht, gibt es etliche Kommentare zur Szene:
T h e s c r o l l i n g r a t e o n t h e t e l e p r o m p t e r i s s e t. f o r a very stable genius.— MyMindPalace (@turtlemail0) January 21, 2020
okay, I speak English fluently, it's my 1st language, and I have no idea what he is saying...imagine the rest of the people in the room— HelenKP (@HelenKPDem) January 21, 2020
I love the way he inserts his own words at odd points in the text "its unbelievable" "it's hard to believe" "when you get used to it it's hard to believe" pretending that he's not reading a speech and that it's all his own off-the-cuff words. Such a phony.— Jolly Confused (@PHpolicydoc) January 21, 2020
(mim)
Ein längst vergessener Skandal holt die Schweiz erneut ein. In den 1980er Jahren wurden hunderte Kinder mit gefälschten Papieren aus Sri Lanka in die Schweiz adoptiert. Ein neuer Bericht zeigt, wie Bund und Kantone dies hätten verhindern können – stattdessen aber komplett versagten.
Gestohlen, verkauft und mit falschen Identitäten an westliche Paare zur Adoption vermittelt: In den 1980er Jahren wurden Tausende Kinder aus Sri Lanka Opfer von Kinderhandel. Der Adoptionsskandal schlug auch hierzulande hohe Wellen.
Zwischen 1973 und 1997 stellten die Schweizer Behörden insgesamt 950 Einreisebewilligungen für Kinder aus Sri Lanka aus. Bei der Mehrheit dieser Adoptionen ging es nicht mit rechten Dingen zu und her. Das zeigt ein neuer Bericht der Zürcher Hochschule für …