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Marie Fasel-Gross wurde am 10. Oktober 1918 in Aeschlenberg als zweites von drei Kindern geboren. Dort verbrachte sie auch ihre Kindheit. Die Schule besuchte sie in Alterswil, sie war jedoch häufig krank und musste deshalb oft zu Hause bleiben.
1940 heiratete sie den Jungbauern Josef Fasel von Aeschlenberg. Sie bewirtschafteten mit Klaus und Lisi den Hof in Chrommen bei Alterswil, wo Marie vier Kindern das Leben schenkte. 1947 konnten sie das Heimwesen in Aeschlenberg übernehmen. Dort kamen fünf weitere Kinder zur Welt. Mit viel Hingabe und Liebe umsorgte sie die grosse Familie. Mit dem Gemüse aus ihrem Garten, den sie mit viel Freude bepflanzte, zauberte sie manch gutes Essen auf den Tisch. In der spärlichen Freizeit strickte sie gerne Socken, Pullis und vieles mehr. Gestickte Goblins, selbst geknüpfte Teppiche und gehäkelte Decken zierten nach und nach ihr Zuhause. 1978 musste sie Abschied nehmen von ihrem geliebten Mann Josef. Zwei Jahre später bezog sie eine gemütliche Wohnung im Mehrfamilienhaus in Aeschlenberg. Sie freute sich über die Besuche der Familie und war stolz auf die 22 Gross- und 23 Urgrosskinder.
Gerne unternahm sie Reisen an Marienwallfahrtsorte wie Fatima, Lourdes und Rom. Aktiv beteiligte sie sich im Frauen- und Mütterverein sowie im Landfrauenverein, im Vinzenzverein und im Altersturnen.
Sie wurde in ihrem Leben von schweren Schicksalsschlägen nicht verschont: Nach ihrem Mann starb 1995 ihre Tochter Helene und 2012 ihre Tochter Lydia. Nach und nach verschlechterte sich ihre Sehkraft, dadurch fiel ihr das Lesen und Handarbeiten immer schwerer. Trotzdem konnte sie lange ihren Alltag selbstständig meistern. Dank der Hilfe ihrer Kinder konnte sie bis zum 96. Lebensjahr zu Hause in Aeschlenberg bleiben. Sie schätzte es sehr, das Mittagessen im Bauernhaus bei Paul und Cecile einnehmen zu dürfen.
Am 6. November 2014 zog Marie Fasel-Gross ins Pflegeheim Giffers, wo sie liebevoll gepflegt wurde. Nach einem Sturz und einem kurzen Spitalaufenthalt liessen ihre Kräfte nach. Nun ist ihr Wunsch erfüllt worden: Sie konnte in der Nacht auf Sonntag, den 15. Februar, in Frieden sterben. Sie war zeitlebens eine einfache, dankbare und zufriedene Persönlichkeit. Ihre Familie ist ihr dankbar für alles, was sie für sie gemacht hat. Eing.