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Prinzipiell wird bei Wintergärten eine warme und eine kalte Variante unterschieden. Der Warmwintergarten ist ein verglastes Zimmer der Wohnung, das ebenso wie die anderen Räume geheizt wird. Oft ist die Nutzung als Esszimmer oder auch Wohnzimmer üblich.
Bei einem Kaltwintergarten wird keine Heizung installiert. Er heizt sich durch das Sonnenlicht auf und bleibt ansonsten kalt. Zumeist fallen die Temperaturen hier aber auch nicht unter die Null Grad, sodass empfindliche Pflanzen ihr Winterquartier haben.
Bei einem Kaltwintergarten kann man davon ausgehen, dass sich die Saison in der man „draussen“ sitzen kann, um mehrere Wochen vor dem Sommer und nach dem Sommer verlängert, aber nicht das ganze Jahr andauert. Es handelt sich vielmehr um eine Terrasse, die durch Dach und Wände geschützt wird.
Demzufolge sind auch die baulichen Anforderungen nicht so hoch; es muss nicht gedämmt und keine Heizung verlegt werden, und auch die Fenster werden nicht isoliert.
Die sogenannte Kaltverglasung oder auch Einfachverglasung sind einfache Glasscheiben, die nicht wärmegedämmt sind. Sie sind in klassischen Fenstern, die zu Wohnraumzwecken eingebaut werden, heute nicht mehr üblich. Hier wird Iso-Glas verwendet, also solche Scheiben, die aus 2 oder sogar 3 Glasschichten bestehen, und dazwischen eine Luftschicht für Wärmedämmung sorgt.
Da eine solche Isolierung nicht nötig ist, wenn ein Kaltwintergarten errichtet wird, lässt sich hier erheblich Geld sparen. Die Einfachverglasung kann in Form von Scheiben erfolgen, die in die Streben der Wintergartenwand eingesetzt werden, oder auch als Fenster, die als feste Flügel oder dreh- und kippbare Flügel ausgestattet sind. Möglich sind auch Faltwandfenster, die sich wie eine Ziehharmonika öffnen und schliessen lassen.
Diese Einfachverglasungen schirmen natürlich auch weniger Lautstärke ab. Doch geht der Wintergarten zum eigenen Grundstück, ist das meist kein Problem. Allerdings kann eine solche Einfachverglasung nicht auf dem Dach verwendet werden, da diese Wetterunbilden wie Hagel nicht standhalten würde. Hier muss auf die mehrfachverglasten Dachfenster zurückgegriffen werden, oder das Dach wird klassisch eingedeckt, wodurch der Wintergarten auch im Hochsommer nicht gar so sehr überhitzt.
Üblicherweise gibt es in der Schweiz in puncto Baugenehmigung und Grenzgesetzlichkeiten zum Nachbarn keine Unterschiede, ob der Wintergarten ein Warm- oder Kaltwintergarten ist. Hier geht es einzig und allein um die Fläche, auf die der Wintergarten gestellt wird, und welche Höhe er erreicht.