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Da Bewegungen einer geologischen Verwerfung eine Gefahr für einen strategisch wichtigen Anlagenkomplex darstellten, wurde der Zuleitungsstollen in la Tine renoviert. Gemeinsam mit seinen Kunden/Partnern CIMO und Micotti SA hat HYDRO Exploitation SA eine innovative und nachhaltige Lösung vorgeschlagen, erforscht und umgesetzt.
Der CIMO Stollen in la Tine befördert für die Turbinierung benötigtes Wasser aus dem Fluss Vièze de Morgins in Monthey. Der mit einer Stahlleitung ausgestattete Stollen verläuft durch eine geologische Verwerfung und unterliegt seit seiner Errichtung ungleichmässigen Verschiebungen mit einer durchschnittlichen Amplitude von 15 mm pro Jahr. Dadurch werden die Verkleidungen beschädigt und die Leitung stösst gegen die Stollenwände.
Stabilität für die nächsten 35 Jahre
Eine nichtlineare 3D Finite-Elemente-Analyse (materielle und geometrische Nichtlinearität) machte deutlich, dass das neue Stützwerk den unterschiedlichen Bewegungen des Felsmassivs mehr als 35 Jahre, d.h. über den Konzessionsheimfall hinaus, standhalten können wird. Sobald diese unkonventionelle Lösung validiert wird, kann sie auch in anderen Bauwerken eingesetzt werden.
Angesichts des Einsturzrisikos musste das Stützwerk seit 1961 bereits zwei Mal über eine Länge von etwa 12 Metern wieder aufgebaut werden. HYDRO Exploitation SA wurde aufgrund seiner Expertise in diesem Bereich mit der Ausarbeitung eines Konzepts beauftragt, das von längerer Dauer als der bereits an seine Grenzen stossende Stahlbeton sein soll. Daraufhin entstand eine innovative Lösung: eine flexible, netzartige Struktur aus vier quer verlaufenden, kreisförmigen Bögen aus Metall, zehn Längskabeln aus hochfestem Stahl mit einer freien Länge von 12 m und einer Fasermembran aus Polyethersulfon.
Arbeitszeit von 3 Monaten
Eine Herausforderung für HYDRO Exploitation SA, die auch die Bauleitung übernahm: arbeiten auf engstem Raum, was den Einsatz schwerer Maschinen ausschliesst, während gleichzeitig darauf geachtet werden musste, die Arbeitszeit und somit die Betriebsunterbrechungen so gering wie möglich zu halten. Die Arbeiten dauerten von Sommer bis Herbst 2021.