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Emir Tahirovic hielt die Gemeinde St.Margrethen jahrelang auf Trab. Er weigerte sich, seine Kinder in den Schwimmunterricht oder ins Skilager zu schicken. Ausserdem sollten die Töchter immer ein Kopftuch tragen.
Laut «20 Minuten» ist der «bockige Moslem» umgezogen. Gemeindepräsident Reto Friedauer sagt gegenüber dem Gratisblatt: «Emir Tahirovic ist nicht mehr bei uns.» Wo er jetzt wohnt, will oder kann Friedauer nicht sagen. Seine Familie wohnt im Moment noch in St.Margrethen, wie Tahirovics Frau gegenüber TVO bestätigt.
Recht vor Bundesgericht
Der 42-jährige Tahirovic bezeichnet sich selbst als Salafist, sei aber gegen Terror. Der Bosnier lebte in St.Margrethen mit einer C-Bewilligung und bezog Sozialhilfe von der Gemeinde.
Als Tahirovic seine elfjährige Tochter 2013 mit Kopftuch zur Schule schickte, kam es zu einem längeren Rechtsstreit. Der Bosnier wurde angezeigt und verurteilt, er zog das Urteil jedoch durch alle Instanzen bis ans Bundesgericht, wo er schliesslich 2015 Recht bekam.
Zu wenig, um ausgeschafft zu werden
Nach dem Bundesgerichtsurteil verbot Tahirovic darauf seinen Töchtern das Skilager und den Schwimmunterricht. Deshalb wurde er 2016 wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht und Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen verurteilt und bekam eine Geldstrafe.
Weil sich Tahirovic nie integrieren wollte, forderten sogar Linke die Ausschaffung des Moslems. Das Strafmass seiner Verurteilungen war jedoch zu gering. Im April 2016, nach der Verurteilung Tahirovics, forderte die CVP eine Verschärfung des Ausländergesetzes. Die Standesinitiative wurde vom Parlament noch nicht behandelt.
(red.)