Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03361.jsonl.gz/1787

Unkraut behindert die Kulturpflanzen am Wachstum oder kann Pilze und Krankheiten übertragen. Mit Unkrautbekämpfungsmitteln (Herbiziden) entledigen sich die Bauern diesem Problem schnell und wirkungsvoll.
Es wird unterschieden zwischen selektiven Herbiziden, die gegen bestimmte Pflanzen wirken und Totalherbiziden, die gegen alle Pflanzen wirken. Die in der Schweiz zugelassenen Totalherbizide werden über die grünen Pflanzenteile und nicht über die Wurzel aufgenommen und haben keine chemische Dauerwirkung. Die Keimung und der Wuchs werden selbst kurz nach der Spritzung nicht negativ beeinflusst.
Selektiv wirkende Herbizide nutzen beispielsweise die unterschiedlichen Formen und Strukturen von Pflanzen, spezielle Stoffwechseleigenschaften, unterschiedliche Wurzeltypen wie Flach- oder Tiefwurzler oder das Alter der Pflanzen, beispielsweise keimendes Unkraut.
Unkrautbekämpfungsmittel werden in Blattherbizide und Bodenherbizide eingeteilt. Erstere dringen über das Blatt ein und schädigen das Unkraut dort, wo es mit der Spritzmittelbrühe in Kontakt gekommen ist, sie werden vor allem gegen einjährige Unkräuter eingesetzt. Andere Blattherbizide wirken systemisch und verteilen sich über die Leitbündel in der ganzen Pflanze.
Bodenherbizide werden über die Wurzel aufgenommen und verteilen sich in der ganzen Pflanze, sie kommen vor allem vor der Saat oder im Vorauflauf zum Einsatz.
lid
Bei diesem Dossier handelt es sich um eine aktualisierte und überarbeitete Version des LID-Dossiers 457 vom Juli 2013. Weitere Beiträge folgen.