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Juliet Brown kam 1869 in Winterthur zur Welt
als jüngstes Kind des bedeutenden englichen Erfinders Charles
Brown, dem Begründer der "Lokomotiv Fabrik Winterthur",
und Eugenie Brown, geborene Pfau, einer Winterthurerin aus der
weitbekannten Ofenbauerfamilie.
1884 übersiedelte die Familie nach Zürich und zwei
Jahre später nach Neapel. 1889 heiratete Juliet Gustav
Melms, einen amerikanischen Ingenieur. Das junge Paar zog
nach Amerika, kehrte aber bereits 1894 nach Europa zurück.
Ihre Ausbildung als Malerin bekam Juliet durch Eugen Klimsch,
Julius Exter und Peter Koch. Mit einer reichen Ernte bunter
Skizzen kamm Juliet jeweils von den gemeinsamen Reisen des
Ehepaars nach Europa zurück. Die früheste Orientreise
war 1914. Juliet Melms-Brown und Gustav Melms starben im Jahre
1943.
Warum blieb Juliet Brown so lange als Malerin unbekannt?
Zu Lebzeiten hatte sie keine Ausstellung gewollt - nach ihrem
Tod waren die Bilder und Zeichnungen verschollen, bis sie
- zufällig - 1983 in einem Lagerraum eines Antiquitätenhändlers
und Galeristen in Locarno ans Tageslicht kamen. 1986 wurden
die Bilder erstmals in der Oeffentlichkeit gezeigt: im Badener
Museum "Landvogteischloss".