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1. Highland-Games
«Die spinnen, die Briten», sagte Obelix, und hatte recht. Zumindest, was die Schotten angeht, die an den Highland-Games Baumstämme umherwerfen. Zu den weiteren Disziplinen zählen etwa Steinstossen und Hammerwerfen. Die berühmtesten Spiele finden jeden September in Braemar statt, das 150 Kilometer nördlich von Edinburgh liegt. Wem das zu weit ist und wer trotzdem den traditionellen Festspielen beiwohnen will, reist in den Kanton Freiburg nach St. Ursen. Dort werden jährlich die Schweizer Meisterschaften durchgeführt.
2. Para-Ski
Auf einem schneebedeckten Hang liegt eine schwarze Sprungmatte mit einer Zielscheibe in der Mitte. Para-Skifahrer schnallen sich einen Gleitschirm auf den Rücken, springen aus rund 1000 Metern in die Tiefe und öffnen diesen nach etwa zehn Sekunden freiem Fall. Etwa 200 bis 300 Meter über dem Boden prüfen die Springer Richtung und Stärke des Windes und visieren das Ziel an. Zur «gelandeten» Entfernung wird der Rückstand auf den Schnellsten des zweiten Wettbewerbsteils (Riesenslalom mit zwei Läufen) hinzugerechnet: Pro Sekunde drei Zentimeter.
3. Schach-Boxen
Es geht nicht um den stärksten Mann der Welt, und es geht nicht um den intelligentesten Mann der Welt. Beim Schachboxen gehts darum, den stärksten und gleichzeitig intelligentesten Mann der Welt zu finden. Aus der ursprünglich von einem Aktionskünstler initiierten Idee entstand vor genau zehn Jahren die «World Chessboxing Organisation» , die bis heute die einzige ihrer Art ist. Sie hat letzten November die ersten offiziellen Schachbox-Weltmeisterschaften in Moskau durchgeführt, bei der in vier Gewichtsklassen je ein Weltmeister gekürt wird. Ein Duell wird in elf alternierenden Runden ausgetragen: drei Minuten Schach, eine Minute Pause, drei Minuten Boxen, eine Minute Pause, drei Minuten Schach... bis ein Sportler seinen Gegner im Ring ausnockt, ihn schachmatt setzt oder vom Schiedsrichter nach elf Runden zum Sieger gekürt wird.
4. Abenteuerrennen
Die Organisatoren der sogenannten Adventure-Races behaupten, das anstrengendste Rennen der Welt zu veranstalten. Mannschaften mit vier Athleten absolvieren Strecken von bis zu 800 Kilometern, und zwar nonstop Tag und Nacht per Mountainbike, Kanu, Kajak, zu Fuss oder zu Pferd – je nach Topografie. Für die Orientierung in der Wildnis sind keine elektronischen Hilfsmittel erlaubt, die Teilnehmenden dürfen nur gedruckte Karten und Kompasse zur Hand nehmen. Das nächste Rennen findet Mitte September in Frankreich statt: Die Siegerzeit wird etwa 120 Stunden betragen.
5. Quadrathlon
Jeder kennt Duathlon, die Kombination aus Laufen und Radfahren. Wasserratten schwimmen zuvor gerne noch eine Runde und absolvieren den ebenfalls bekannten Triathlon. Nur wenige wissen hingegen, dass beim Quadrathlon mit Kajakfahren eine vierte Sportart dazukommt, die meistens zwischen Velofahren und der Laufstrecke absolviert wird, da dies die beste Balance bezüglich der Körperbelastung der einzelnen Disziplinen ermöglicht. Die Länge der Strecken ist nicht immer gleich und vom Veranstaltungsort abhängig.
Autor: Reto Vogt