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Nachdem der grösste Sturm vorbei ist, können die ersten Lehren aus der Corona-Krise gezogen werden. Klar ist, dass die „Lohngarantien“ über die Kurzarbeit und die EO viele Stellen erhalten und einen katastrophalen Anstieg der Arbeitslosigkeit wie in den USA verhindert haben. Die Krise hat auch gezeigt, dass in solchen Notsituationen mit bestehenden Strukturen wie der Arbeitslosenversicherung (Kurzarbeit) oder die EO mit den AHV-Ausgleichskassen gearbeitet werden muss. Neue Strukturen wie neu geschaffene Notfall-Fonds oder andere Instrumente sind zu träge, u.a. weil weder das Personal, noch die IT-Systeme für die Auszahlung von Leistungen vorhanden sind.
In der Krise wurden endlich auch die Schwächen bei der Arbeitsmarktaufsicht für alle erkennbar. Die Kontrolle der Hygienevorschriften an den Arbeitsplätzen erfolgte erst mit einer erheblichen Verspätung. Weil die Kantone viel zu wenig Personal hatten. Der Kontrolle des Gesundheitsschutzes wurde in der Vergangenheit vernachlässigt. Erst als die Suva oder die Lohnkontrolleure (Paritätische Kommissionen) in der Corona-Krise für diese Kontrollen zusätzlich eingesetzt wurden, begann es zu bessern. Die Abstimmung zwischen den verschiedenen Akteuren war aber nicht optimal. Da und dort gab es Konflikte über die Zuständigkeiten und die Qualität der Kontrollen.