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Jehovah
(hebr., »der da ist, war und sein wird«),
moderne Aussprache des hebräischen Gottesnamens, aufgebracht durch den um 1500 lebenden Franziskaner Galatin, an welchen sich Luther anschloß. Die Juden hielten nämlich den im Alten Testament mit den vier Konsonanten J h v h bezeichneten Gottesnamen, welcher die Idee der absoluten Beständigkeit Gottes verkörpert, so heilig, daß sie mit Ausnahme des Hohenpriesters, der ihn einmal im Jahr beim Gottesdienst am Versöhnungstag über die Lippen brachte, ihn nie aussprachen. Daher las man stets, wo in den heiligen Schriften der Name J. vorkommt, entweder das Wort adonai (der Herr) oder, wenn er neben adonai stand, elohim (s. d.) und sprach später die Konsonanten Jhvh mit den Vokalen des erstern Wortes aus, wodurch der Name J. entstand; denn die etymologisch richtigere Form ist, wie Ewald und Hengstenberg festgestellt haben, Jahveh, was man gewöhnlich mit Berufung auf 2. Mos. 3, 14. als »den Seienden« erklärt.