Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03260.jsonl.gz/11

Ziel der Forschungsarbeit war es, arbeitsassoziierte Belastungen in Krankenhausorganisationen in Bezug auf die Berufsgruppen Oberärzte/innen, Turnus- bzw. Assistenzärzte/innen sowie Pflegepersonal zu identifizieren und die entsprechenden Stressbewältigungsmaßnahmen, den Attribuierungsstil, das Kontrollerleben sowie die Lebensqualität der einzelnen Gruppe zu analysieren. Dem zu Grunde lag das transaktionale Stressmodell von Lazarus. Die Hypothesen, denen zu Folge Arbeitszeit der Hauptverursacher von Belastung sei und die Belastung, welche die Lebensqualität, die Stressbewältigung, das Kontrollerleben sowie den Attribuierungsstil negativ beeinflusse, konnten verifiziert werden. Des Weiteren wurde die Risikogruppe der jungen, männlichen Turnusärzte identifiziert. Dem Hauptstressor "Arbeitszeit" können keine adäquaten Ressourcen entgegen gesetzt werden. Durch negative Stressbewältigungsmaßnahmen, einen internen Attrubierungsstil sowie durch das geringe Kontrollerleben zeigt die Risikogruppe schlechte Lebensqualität. Somit ist eine Vorhersage für die Auswirkungen von stressassoziierten Belastungen am Arbeitsplatz möglich geworden.