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Man kann nicht alle Menschen – oder in unserem Fall, alle Mitglieder der Society – zu jeder Zeit glücklich machen, aber wir geben immer unser Bestes. Das bedeutet, dass wir eine möglichst grosse Auswahl an Whiskys anbieten und sie in verschiedenen Arten von Fässern reifen lassen. Bei der letzten Zählung beherbergte das Lager der Society Whiskys aus über 130 Brennereien. Diese reifen in 65 verschiedenen Arten von Fässern, die sich nach Art der Eiche, dem Grad des Toastings oder darin unterscheiden, welcher Wein oder welche Spirituose zuvor darin gelagert war – damit steht den leidenschaftlichen und experimentierfreudigen Mitgliedern der Society eine schier unendliche Auswahl und Vielfalt zur Verfügung.
Falls die Society eine grosse Anzahl ähnlicher Fässer aus einer bestimmten Brennerei bekommt, und alle treffen in ehemaligen Bourbon-Hogsheads im Lager ein, macht es Sinn, einen Teil davon für Experimente zu nutzen – einige werden in Sherryfässer umgefüllt, andere in Portweinfässer und wieder andere bleiben in ihren «Refill-Hoggies». Auf diese Weise kann man mit dem Lagerbestand arbeiten und gleichzeitig eine grosse Auswahl und Vielfalt gewährleisten.
Jede weitere Reifung wird sorgfältig überwacht und die Fässer werden in regelmässigen Abständen verkostet, um den Einfluss des Fasses auf den Whisky beurteilen und sicherstellen zu können, dass sich der Whisky in die richtige Richtung entwickelt. Selbstverständlich wird nichts abgefüllt, was nicht zuvor vom Tasting Panel endgültig für gut befunden wurde.
In diesem Monat stellen wir Ihnen das Fass Nr. 37.117: Königlicher Obstkuchen vor. Dieser Whisky hat den grössten Teil seiner Reifezeit in einem ehemaligen Bourbon-Hogshead verbracht, ehe er in ein Pedro Ximenez First-Fill-Hogshead umgefüllt wurde.
Wenn Sie eher vom experimentierfreudigen Typ sind, können wir Ihnen zwei verschiedene Optionen anbieten: etwa mit Fass Nr. 138.1: Alles im Spiel eine Reise nach Taiwan. Dieser getorfte Whisky wird Sie mit dem Bouquet von Seegras und tangbedeckten Stränden überraschen, bevor er sich mit den Aromen von Jod, salzhaltigen Antiseptika und geräucherten Erdnüssen weiter in karbolische Gefilde entwickelt. Nach Wasserzugabe treten Noten von altem Mobiliar, rissigen Ledersesseln, Sportwagenpolsterung und vielleicht sogar etwas Maschinenöl zutage. Gross, süss, Holzasche und Umami.
Option zwei versetzt Sie mit Fass Nr. R13.1: Tief, dunkel und grüblerisch in die Karibik. Dieser Rum wurde von einer im Jahr 2002 geschlossenen, legendären Brennerei in Trinidad hergestellt. Eine solch alte Abfüllung zu finden, kommt einem kleinen Wunder gleich. Dunkle Aromen wie Melasse, Teer, Russ, schwarze Oliven, Zwetschgenmarmelade, brauner Zucker und schwarzer Pfeffer erscheinen zuerst am Gaumen, gefolgt von gegrilltem Rindfleisch mit schwarzem Knoblauch und Chili sowie gebratenen Artischocken und im Abklang schliesslich starkem süssen Mokka.
Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir nur jeweils 12 Flaschen von 138.1 und R13.1 haben – es ist also Eile geboten, denn wir verkaufen nach dem Prinzip «First come, first served».
Wenn Ihnen dieses Experiment zu weit geht, können Sie sich darauf verlassen, dass auch eine Menge traditioneller Refill-Hoggies im Angebot sind, die etwas mehr vom Charakter der Brennerei durchscheinen lassen. Das ist das Schöne am Whisky – und am Konzept der Society für die Reifung. Sie werden sehen, es ist für jeden etwas dabei.
Zum Wohl
Patric Lutz
SMWS Switzerland llc