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Die Wasserkraft bildet in der Schweiz bereits einen wesentlichen Teil der Stromgrundversorgung. Diese ermöglicht mit Hilfe von Wasserkraftwerken die Stromerzeugung: Die kinetische Energie (Bewegungsenergie) des Wassers wird in mechanische Energie umgewandelt und treibt so Stromgeneratoren an. All dies verdanken wir der Schwerkraft, die das Wasser bergab fließen lässt, und der Sonnenenergie, die den Wasserkreislauf gewährleistet.
Das Energiepotential, welches in der Wasserkraft enthalten ist, ist dabei von einigen Faktoren abhängig: Die Fließgeschwindigkeit des Wassers, die vom Gefälle bzw. von einem Niveauunterschied (Höhenunterschied) abhängig ist, stellt zusammen mit der Wassermenge das Hauptkriterium dar – sie entscheiden darüber, wie schnell eine Kraftwerksturbine angetrieben wird (Drehmoment: je höher, desto besser). Leider geht auch hier ein Teil der Gesamtenergie über Reibungswärme am Untergrund verloren. Aufgrund des Wasserkreislaufes (Verdunstung, Transport, Niederschlag) zählt diese Energiequelle zu den erneuerbaren Energien. Eine Studie aus dem Jahr 2008 unterstreicht die Wichtigkeit der Wasserkraft: Weltweit wurden 15,7 Prozent des Gesamtstrombedarfs durch Wasserkraftwerke produziert, in Europa kam man auf einen Anteil von 14,9 Prozent. Zum Vergleich: Der weltweite Anteil an Kernenergie betrug 13,6 Prozent, europaweit lag dieser etwas höher, mit 22,8 Prozent. Wenn man alle anderen erneuerbaren Energien zusammenfasst, konnten diese nur 2,1 Prozent der weltweiten Stromerzeugung für sich beanspruchen. Die Schweiz nimmt dabei, zusammen mit Österreich, innerhalb von Europa eine Vormachtstellung ein und kann auf knapp 60 Prozent verweisen. Dies liegt natürlich auch an den geographischen Gegebenheiten (Alpen), ebenso wie an den vorhandenen Wasserressourcen. Trotzdem ist dieser hohe Anteil an der Stromerzeugung durch Wasserkraft keine Selbstverständlichkeit. Eine rücksichtsvolle Integration der Wasserkraftwerke in die Landschaft ist unumgänglich, da sich sonst gravierende soziale und ökologische Probleme ergeben können. Nicht selten kann ein solcher Eingriff ganze Ökosysteme zerstören. Wird aber mit Bedacht und Rücksicht vorgegangen, erhält man eine umweltfreundliche und nahezu zeit- und wetterunabhängige Stromquelle, die zudem auch als Hochwasserschutz dienen kann (Speicherkraftwerk).
Die Schweiz wird auch in Zukunft auf diesen „sauberen Strom“ nicht verzichten und das Versorgungsnetz noch weiter ausbauen. Genauso wie Österreich zählt man zu jenen glücklichen Ländern, die über ein riesiges Potential an Wasserkraft und somit Energie verfügen können.