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Sie heissen Superblocks – oder, auf katalanisch, Superilles. Und sie sollen Barcelona zu einer besseren Stadt machen. Es handelst sich um einen der gründlichsten Umbauten einer europäischen Grossstadt in diesem Jahrhundert.
Autos beanspruchen 60 Prozent der Verkehrsfläche in Barcelona, bewältigen aber nur 20 Prozent der Mobilität. 350'000 Autos fahren täglich durch den Bezirk hindurch, die Grenzwerte für Stickstoffdioxid- oder Feinstaubbelastung werden praktisch zu jeder Zeit überschritten.
Diese Annexion von öffentlichem Raum durch das Automobil soll nun rückgängig gemacht werden. Autos von Anwohnern und Lieferverkehr sind in den Superilles gestattet, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h. Strassenkreuzungen werden zu öffentlichen Plätzen umgestaltet, jede dritte Strasse wird begrünt. 80 Prozent der Strassenfläche soll von Bäumen beschattet werden, 20 Prozent des Belags sollen durchlässig sein, um Niederschläge und Hochwasser besser abzuleiten.
Im Stadtteil Poblenou wurde eine solche Superille bereits realisiert. Nach dem Umbau wurde festgestellt, dass der Autoverkehr innerhalb der Superblocks um 85 Prozent zurückging, während er sich auf den wenigen Hauptverkehrsachsen verdoppelte. Ausserhalb der Superblocks änderte sich: praktisch nichts. Es entstand kein Mehr- oder Ausweichverkehr in den umliegenden Quartieren. Der Verkehr bricht wegen einer Superilla nicht zusammen, die Auswirkungen sind gering.
?: «Die Stadt der Zukunft ist grün. Und wir streiten uns noch über Velowege.»