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RUSSISCHE SEEKRIEGSFLOTTE
Die Seekriegsflotte der Russischen Föderation (russisch Военно-Морской Флот Российской Федерации – ВМФ России ist eine der sechs Teilstreitkräfte der seit 1992 bestehenden russischen Streitkräfte. Die internationale Bezeichnung für ein Schiff der russischen Seekriegsflotte ist "RFS"-"Russian Federation Ship" (Schiff der Russischen Föderation). Die russische Seekriegsflotte entstand, als am Ende des Kalten Krieges nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 die sowjetische Seekriegsflotte geteilt wurde – in jene Russlands und in die ukrainische Marine. Die russische Seekriegsflotte besteht im Wesentlichen aus Teilen der früheren sowjetischen Seestreitkräften. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und den raschen Kürzungen im Wehretat geriet die neue russische Seekriegsflotte in eine schwere Finanzkrise, unter der die gesamte Einsatzbereitschaft litt. Zwar wurden noch bis 1997 U-Boote und vereinzelt Überwasserschiffe in Dienst gestellt, doch der Sold für die Besatzungen blieb häufig aus. Schiffe gingen teils zur Instandsetzung ins Dock und blieben dort. Ab 1992 unterstützen die USA personell wie auch finanziell Russland beim Abwracken von ehemals sowjetischen Atom-U-Booten: einem U-Boot von Projekt 667A und sechs vom Projekt 667B. Nachdem Wladimir Putin im Jahr 2000 als Präsident vereidigt wurde, besserte sich die Lage. Nach dem Unglück von K-141 "KURSK" im August 2000 wurden erhebliche Summen in Krisentraining und Modernisierung investiert. Die Zahl der einsatzfähigen Einheiten ging währenddessen weiter zurück. Seit 2006 verfolgt Russland einen Ausbau vor allem seiner strategischen und technischen Fähigkeiten. Bis 2026 soll die zweitgrößte Flugzeugträgerflotte der Welt mit sechs Flugzeugträgerkampfgruppen entstehen. Zudem befanden sich ab 2007 zunehmend Detachments auf offener See im Atlantik, Pazifik und im Mittelmeer; weiterhin werden zunehmend Seemanöver abgehalten. 2008 operierte die russische Seekriegsflotte mehrmals in den Weltmeeren. So nahm sie in der Karibik an einer gemeinsamen Übung mit der venezolanischen Marine teil und passierte erstmals seit 1944 wieder den Panamakanal. Weitere Flottenbesuche fanden in Nicaragua und Kuba statt. Die bereits stark reduzierte Marinebasis Cam Ranh Bay in Vietnam wurde 2002 aufgegeben. Als letzter russischer Seestützpunkt im Ausland besteht in Syrien die Marinebasis Tartus. Am 19. August 2016 wurden im Rahmen des Militäreinsatzes in Syrien von den Korvetten der BUYAN-MOD KLASSE "ZELENNIY DOL" und "SERPUKHOV" im östlichen Mittelmeer Kalibr-Marschflugkörper auf Kommandoposten, Munitionsdepots und Waffenfabriken der Al-Nusra-Front bei Dar Taaza abgefeuert. Die STEREGUSHCHYY-KLASSE, die neuen strategischen U-Boote der BOREI-KLASSE, die konventionellen U-Boote der LADA-KLASSE und die Mehrzweckkampfschiffe der ADMIRAL SERGEY GORSHKOV-KLASSE sowie die Stealth-Kanonenboote der BUYAN-KLASSE sind die wichtigsten Programme des russischen Militärschiffbaus und bedeuten einen deutlichen Technologiesprung. Auch sollen stillgelegte Einheiten der Flotte zukünftig modernisiert und wieder in den aktiven Dienst zurückgeholt werden. Im September 2009 meldete die russische Presse, dass geplant sei, die "ADMIRAL LAZAREV" und die "ADMIRAL NAKHIMOV" wieder in Dienst zu stellen. Im September 2011 wurden weitere Details der geplanten Modernisierung bekannt. Demnach sollten alle vier Kreuzer überholt und auch die drei eingemotteten Einheiten wieder in Dienst gestellt werden. Im Zuge der Überholung solle eine deutliche Kampfwertsteigerung erfolgen, die neben dem Austausch der Bordelektronik und der Waffenleitsysteme auch eine Neuarmierung mit modernen Lenk- und Abwehrwaffen umfassen sollte. Als erste Einheit sollte die "ADMIRAL NAKHIMOV" bereits 2015 wieder in Dienst gestellt werden. Was bis heute nach dieversen Verzügerungen noch nicht erfolgt ist. Insgesamt sollen 44 U-Boote, 36 Fregatten, 28 Korvetten, 18 Kreuzer, 24 Zerstörer und 7 Flugzeugträger bis 2020 in Dienst gestellt werden. Bis 2017 soll auch das aufgelegte K-239 - "KARP" der SIERRA I-KLASSE modernisiert und wieder in aktiven Dienst gestellt werden.