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Man dürfte meinen, dass der Wasserzugang in einem der grössten Deltas der Welt eine Selbstverständlichkeit ist, zumal die Region hohe Niederschlagsmengen aufweist und jedes Jahr vom Monsun heimgesucht wird. Leider hat aber der Klimawandel negative Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung. Die Versalzung des Mekong ist für die ländliche Bevölkerung zu einem schwerwiegenden Problem geworden.
Die Khmer-Minderheit besonders gefährdet
In der Gemeinde von Binh Phu, die an einem der Flussarme des Mekong liegt, sind 60 % der Bevölkerung nicht an das Trinkwassernetz angeschlossen und müssen sich das Wasser auf andere Weise besorgen. Bestenfalls haben sie Zugang zu einem Brunnen, andernfalls müssen sie das Regenwasser sammeln oder das oft verschmutzte Flusswasser benutzen. Besonders schlimm ist die Situation in den drei Khmer-Dörfern, den drei ärmsten Dörfern der Gemeinde. Tatsächlich bestehen in Bezug auf den Trinkwasserzugang schreiende Ungleichheiten zwischen der vietnamesischen Mehrheit und den ethnischen Minderheiten.
Weitreichende Wasserrisiken
Verschmutztes Wasser kann dramatische Folgen haben. Wird dreckiges Wasser getrunken oder in der Küche verwendet, führt dies zusammen mit mangelnder Hygiene zu zahlreichen Krankheiten. Dies wiederum hat beträchtliche Auswirkungen auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene. Die bei Krankheit anfallenden Kosten für die Pflege, die Medikamente und den Transport zu einem Pflegezentrum können das Budget eines Haushalts arg belasten. Ausserdem braucht es meist viel Zeit, sich das Wasser zu beschaffen – Zeit, die anderweitig für einkommensgenerierende Aktivitäten oder für den Schulbesuch genutzt werden könnte. Oft sind es die Mädchen oder die Frauen, die das Wasser beschaffen müssen.
13 km Kanalisation
Das Projekt verfolgt zwei Ziele: Erstens sollen alle EinwohnerInnen der drei Dörfer einen Trinkwasserzugang erhalten. Zu diesem Zweck ist der Bau von 13 220 m Kanalisation, fünf neuen Brunnen und 90 Wasserreservoire geplant. Zweitens sollen die Hygienebedingungen durch den Bau von 100 Toiletten mit Klärgruben verbessert werden. Dieses Projekt wird die sanitären Bedingungen von insgesamt 1350 EinwohnerInnen beträchtlich verbessern. Die Entwicklung der ethnischen Gemeinschaften in Vietnam ist eng an ihren Trinkwasserzugang gekoppelt.
Mit CHF 45.– können Sie einer ganzen Khmer-Familie zu einem Trinkwasserzugang verhelfen.
Damit Ihre Spende diesem Projekt zugutekommt, schreiben Sie einfach „Wasser Vietnam“ auf Ihren Einzahlungsschein.
Ein herzliches Dankeschön für Ihre Hilfe!
Olivier Dumont