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8. Evolution und Schöpfung
Hutersche Erklärung über die Herkunft des Menschen
In der Naturwissenschaft wird die Höherentwicklung der Lebewesen, insbesondere des Menschen, damit erklärt, dass
- die Lebewesen in einem Wettstreit um ihre Existenz stehen;
- die Zahl der Nachkommen, die selbst wieder Nachkommen haben, statisch betrachtet, umso höher ist je besser das einzelne Individuum an die Lebensverhältnisse angepasst ist, je gesünder und kräftiger es ist. Der Grund liegt nach Darwin darin, dass diese Eigenschaften
(a) den Erfolg der Eltern bei der Partnerwahl erhöhen;
(b) dazu führen, dass sie gesunde, kräftige, gut angepasste Nachkommen haben und
(c) und diese wiederum bei der Partnerwahl mehr tendenziell mehr Erfolg haben.
Die Höherentwicklung der Lebewesen und des Menschen ereignen sich in Zeiträumen ab, die viel länger als ein Menschenleben sind. Der Mensch ist daher kaum in der Lage zu überprüfen, ob die Höherentwicklung tatsächlich genau entsprechend diesen Annahmen erfolgt. Es ist nicht auszuschliessen, dass die obige Erklärung der Naturwissenschaft über die Höherentwicklung nicht vollständig ist.
Es gibt immer wieder Kritik an diesen Erklärungen. Eine grosse Anzahl von Nachkommen ist z.B. nicht ohne weiteres ein sicheres Zeichen dafür, dass diese Nachkommen tatsächlich höher entwickelt oder besser angepasst sind.
In den vorhergehenden Rubriken5. Empfindungs-Element; Helioda; Korrespondenzgesetze und6. Neue Physik
wurde dargelegt, dass das Empfindungsvermögen als Grundelement unserer Welt anzusehen ist, zusammen mit Kraft und Stoff.
Carl Huter vertritt die Ansicht, dass das Empfindungsvermögen nicht ausser Acht gelassen werden darf bei der Entwicklung einer Theorie über
- die Entstehung des Lebens;
- die Höherentwicklung der Lebewesen;
- die Herkunft des Menschen.
Anmerkungen
1. Beachtung und Verbreitung der Huterschen Erkenntnisse
Carl Huter hat in seinen Vorträgen sowie in den Kursen und Monatskursen kaum je über Evolution und Schöpfung gesprochen. Dies dürfte ein wesentlicher Grund sein, weshalb die Huterschen Erkenntnisse über die Evolution und Schöpfung bisher so geringe Beachtung beachten gefunden haben, obwohl Huter zahlreiche Texte darüber hinterlassen hat. - Andere Gründe liegen wohl in kleineren Ungenauigkeiten Huters, siehe z.B. unten, Ziffer 4, welche die Verständlichkeit erschweren, und in der Komplexität des Themas.
Den Vertretern der Naturwissenschaft blieben die Huterschen Texte offensichtlich völlig unbekannt. In den naturwissenschaftlichen Fachzeitschriften findet man keine Erwähnung der Huterschen Erkenntnisse resp. der entsprechenden Huterschen Schriften.
Die wohl wichtigste Schrift über dieses Thema - Irma Fleischhacker: Carl Huter und seine Wissenschaft - war seit 1912 kaum noch erhältlich und ab ca. 1939 vollständig vergriffen. Sie ist seit ca. 1984 ungefähr 2-mal nachgedruckt worden. Eine Kommentierung oder ein Hinweis auf die hier dargelegten fundamental neue Sichtweise fehlte.
Zwischen 2014 und 2017 erschien in der Zeitschrift "Physiognomische Psychologie" eine Reihe von Artikeln, in denen die Huterschen Erkenntnisse über die Schöpfung und Evolution erstmals vorgestellt und diskutiert worden sind. Die folgenden Internetseiten sind als eine erweiterte Fassung dieser Artikelserie zu betrachten.
2. Bedeutung der Huterschen Erkenntnisse
Die Huterschen Lehren über Evolution und Schöpfung erweisen sich als äusserst wertvoll für das Verständnis der Huterschen Welt- und Menschenkenntnis, also seines Gesamtwerks:
- Sie lassen die heutigen mangelhaften Ansichten über das Leben, über unsere Welt, etc. deutlich erkennen.
- Man gewinnt neue Erkenntnisse über das Leben, über unsere Welt, über unseren Menschen. Man wird sie ohne weiteres als besser, richtiger, natürlicher, befriedigender, etc. empfinden.
- Die Huterschen Lehren über das Empfindungsvermögen und über die Helioda erhalten durch die Huterschen Erklärungen über die Evolution und die Schöpfung eine neue Rechtfertigung. Man erkennt, dass es damit gelingt, die Welt und das Leben in einer besseren, befriedigeren Weise zu erklären!
Es ist bedauerlich, dass sich die Huter-Freunde und die Wissenschaft bisher kaum resp. gar nicht mit den Huterschen Lehren über die Evolution und die Schöpfung befasst haben!
3. Der Entwicklungsgang von Carl Huter, 1900 bis 1910
Carl Huter behandelt das Thema "Evolution und Schöpfung" in zahlreichen Schriften und Artikeln, z.B. im Hauptwerk, III. Lehrbrief, 1905, und im "Illustrierten Handbuch der Menschenkenntnis", 1910.
Vergleicht man diese Texte miteinander so erkennt man, dass Carl Huter eine Entwicklung durchgemacht haben muss. Der Artikel 15. September 1910 mit dem Titel "Meine Schöpfungsentwickelungslehre als Grundlage der neuen Welt- und Lebensreligion, der Kallisophie. Das Heiligkeitsgefühl und das Ideale" erklärt er die Schöpfung und Evolution erstmals mit fünf Prinzipien. Erst jetzt hat Carl Huter das Thema völlig durchgearbeitet. Erst jetzt vermag er dies alles in kurzen Worten und beruhend auf fünf Prinzipien zu erklären. Er war von Anfang an auf dem richtigen Weg: die früheren Texte enthalten viel Richtiges und Wahres, aber sind nicht gleich informativ, vollständig, etc. wie der obgenannte Text.
4. Ungenaue Kenntnisse über Lamarck und Darwin
Weder von Lamarck noch von Darwin gibt es eine kurze Schrift, in welcher sie die Hauptergebnisse ihrer Erkenntnisse und Vermutungen darlegen. In den nachstehenden Rubriken 8A und 8B werden die Leistungen dieser beiden Forscher in wenigen Sätzen dargelegt.
5. Quellenverzeichnis
Die Huterschen Erklärungen über Schöpfung und Entwicklung sind hauptsächlich in folgenden Schriften enthalten:
a. Carl Huter: Meine Weltanschauung und die 16 Weltursachen, 1901. Fachartikel, erschienen in Amandus Kupfer: Physiognomik und Mimik, 1926-1928.
b. Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, III. Lehrbrief, 1905.
Huter stellt die bisherigen Erklärungen dar: Cuvier, Lamarck, Darwin, Klaatsch, etc. Er ergänzt sie mit seinen damaligen eigenen Ansichten.
c. Carl Huter: Überzeugungsgelübde oder der neue Welt- und Lebensglaube, 1908. Fachartikel, erschienen in der Broschüre Carl Huter: Die neue Weltanschauung, 1908. Der Artikel enthält 36 Thesen über die wichtigsten Kernfragen der Welt- und Lebenslehre von Carl Huter.
d. Carl Huter: Katechismus der Huterschen Wissenschaft, 1909;
e. Carl Huter: Führer durch das Carl Huter-Museum, 1910, in Bezug auf Aspekte der Höherentwicklung;
f. Carl Huter: Meine Schöpfungsentwickelungslehre als Grundlage der neuen Welt- und Lebensreligion, der Kallisophie. Das Heiligkeitsgefühl und das Ideale. Fachartikel, erschienen in Irma Fleischhacker: Carl Huter und seine Wissenschaft, 1910.
Die beste Darstellung des Themas.
Der Artikel ist datiert mit Dresden, 16. September 1910, d.h. zwei Tage vor der Eröffnung des Carl-Huter-Museums in Leipzig
g. "Illustriertes Handbuch der Menschenkenntnis", 1911, IV. Teil;
h. Carl Huter: Grundlegende Thesen der Huterlehre, 1910. Fachartikel, erschienen in Freunde der Huterschen Wissenschaft: Aus eigener Kraft, 1911.
i. Carl Huter: Meine zwölf wichtigsten Entdeckungen, 1912. Fachartikel, erschienen in Amandus Kupfer: Physiognomik und Mimik, 1926-1928.
Die in diesen Schriften enthaltenen Erläuterungen über Evolution und Schöpfung werden auf den folgenden Seiten dargestellt.
History
Diese Seite wurde in der Woche vom 5. Februar 2018 erstellt und am Freitag, 23. Februar 2018 erweitert. Diese Seite wird regelmässig geprüft und angepasst, letztmals am 6. Januar 2019, am 10. und 11. August 2019, vom 28. Oktober 2020 bis 7. November 2020 und am 17. Februar 2021.
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