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Kalkhaltiger Boden, hohe Luftfeuchtigkeit und kühles Klima – das sind ideale Bedingungen für die Hirschzunge (Phyllitis scolopendrium). Die Art ist eine ausgesprochene Schattenpflanze, welche auch an dunklen Stellen wachsen kann, an denen viele andere Pflanzen keine Chance mehr haben. Ihren Namen erhielt die in der ganzen Schweiz geschützte Hirschzunge wegen ihren langen und zungenförmigen Blättern.
Eine urtümliche Pflanze
Die Hirschzunge ist ein immergrüner Farn. Durch ihre ganzrandigen Blattwedel ist er leicht von allen anderen europäischen Farnen zu unterscheiden, deren Blätter ein- bis mehrfach gefiedert sind. Auf der Unterseite des Blattes befinden sich linienförmig angeordnete Sporenbehälter, die der Verbreitung des Farns dienen. Jeweils zwischen Juni und August reifen die Sporen heran, welche durch den Wind verstreut werden. Die Anordnung der Blattnerven weist die Hirschzunge als einen urtümlichen Farn aus. Der Hirschzungenfarn wurde früher auch in der Heilkunde verwendet – er hilft bei Milz- und Leberbeschwerden.