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Wieso trägt sie diesen Namen und was bedeuten ihre steinernen Figuren?
Tatsächlich trägt die Osterinsel ihren Namen aufgrund des Feiertages. Der Holländer Jacob van Roggeven hat das mysteriöse Eiland am Ostersonntag 1722 entdeckt. Von den Einheimischen wird sie «Rapa Nui» genannt, was auf Polynesisch «Grosser Stein» bedeutet.
Oft wird die Osterinsel als «einsamste Insel der Welt» bezeichnet. Das chilenische Festland, zu dem die abgelegene Insel politisch gehört, ist rund 3526 Kilometer entfernt. Bis zur nächsten bewohnten Insel sind es 2078 Kilometer in Richtung Westen. Dort liegt Pitcairn. 2012 lebten 5806 Menschen auf der Osterinsel. Die abgelegenste Insel der Welt ist jedoch Tristan da Cunha, die sich mitten in den Weiten des Atlantischen Ozean befindet.
Bis heute ist der Sinn und Zweck der riesigen Steinfiguren, genannt Moai, unklar. Über 1000 Moai sollen einst über die Insel gewacht haben. Sie sind fünf bis neun Meter hoch und haben eine charakteristische länglich Kopfform, lange Ohrläppchen und grosse Nasen. Wie die Moai, die Kilometer entfernt in einem Lavasteinbruch von Hand geschaffen wurden, den Weg an die Küste fanden, bleibt ebenfalls ein Rätsel.
Beim Untersuchen der Moai haben Archäologen entdeckt, dass in den Steinplattformen auch Tote bestattet wurden. Deshalb glauben die Experten, dass die Kolosse Abbilder von Göttern oder Ahnen sein könnten. Sie haben jedoch keine Antwort darauf, warum die Steinfiguren nebeneinander mit dem Rücken zum Meer aufgestellt wurden.
Bei der Entdeckung der Insel, schätze van Roggeven die Zahl der Bewohner auf 20'000. Als 52 Jahre später der berühmte Seefahrer James Cook ankam, lebten dort nur noch wenige, verängstigte Menschen und die meisten steinernen Kolosse lagen zerbrochen auf ihren Gesichtern. Was geschah, ist unbekannt. Eine Legende besagt, dass ein Krieg zwischen den beiden Volksstämmen, den «Langohren» und den «Kurzohren», ausbrach, Letztere ihre Rivalen töteten und zum Zeichen des Sieges die Moai umstiessen. Die Wahrheit werden wir nie erfahren.