Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/148916

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, 20 Prozent aller Stellen der Bundesverwaltung bis 2020 in Teilzeitstellen für Männer umzugestalten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Instrument der Teilzeitarbeit zielt nicht ausschliesslich auf die Integration oder den Verbleib von Frauen in der Bundesverwaltung. Frauen und Männer können die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit nutzen.</p><p>Die Bundesverwaltung erlaubt deshalb sowohl den Frauen als auch den Männern, im Rahmen des Möglichen von der Flexibilisierung der Arbeitszeiten und den verschiedenen Arbeitsmodellen wie Telearbeit, Teilzeitarbeit und Jobsharing Gebrauch zu machen. Arbeitszeitformen wie Teilzeitarbeit und Jobsharing sind in Artikel 64 Absatz 4 der Bundespersonalverordnung (BPV; SR 172.220.111.3) verankert.</p><p>Der Bundesrat hat am 30. Juni 2010 beschlossen, dass jede neue Vollzeitstelle ungeachtet der Hierarchiestufe mit einem Pensum zwischen 80 und 100 Prozent ausgeschrieben wird, sofern eine solche Reduktion des Pensums realisierbar ist.</p><p>Diese Massnahmen zeigen insofern Wirkung, als 2013 durchschnittlich 23,4 Prozent des Bundespersonals Teilzeit arbeiteten, davon 30,3 Prozent Männer. Im Jahr 2013 arbeiteten bei den Männern 15 Prozent mehr Teilzeit als noch vor fünf Jahren.</p><p>Ausserdem haben Eltern seit dem 1. Juli 2013 ab der Geburt oder der Adoption eines oder mehrerer Kinder Anspruch auf eine Reduktion des Beschäftigungsgrades in ihrer Funktion um höchstens 20 Prozent. Der Beschäftigungsgrad darf dabei nicht unter 60 Prozent fallen (Art. 60a BPV).</p><p>Der Bundesrat erachtet das obenerwähnte Instrumentarium als ausreichend, um erfolgreich auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes und die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu reagieren. Eine fixe Quote, wie sie von der Motionärin gefordert wird, würde nur die Flexibilität einschränken, die für die Vereinbarkeit von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbedürfnissen unerlässlich ist.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.