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Kanton Jura gibt Strom aus Geothermie neue Chance
Die jurassische Regierung will das Geothermieprojekt Haute-Sorne wieder aufnehmen. Sie sieht dafür zusätzliche Sicherheitsauflagen und eine verstärkte Kommunikation vor. Das geplante Kraftwerk soll Strom für 6000 Haushalte erzeugen.
Die Erzeugung von Strom aus tiefer Geothermie in der Schweiz erhält eine weitere Chance. Wie die jurassische Regierung mitteilt, will sie mit der Geo-Energie Suisse SA über eine schrittweise Wiederaufnahme des Projekts verhandeln. Dabei sollen zusätzliche Sicherheitsauflagen festgesetzt werden. Ausserdem soll eine Begleitkommission aus unabhängigen Experten die Transparenz des Projekts sicherstellen. Wenn die Sicherheit gewährleistet sei, sehe die Regierung viele Vorteile in der Entwicklung erneuerbarer Energien, heisst es in einer Mitteilung des Kantons.
Der Kanton hatte das Projekt der Geo-Energie Suisse SA 2015 genehmigt. Es sieht die Produktion von Strom aus tiefer Erdwärme für 6000 Haushalte vor. Ein Erdbeben der Stärke 5,4, das durch ein ähnliches Projekt im südkoreanischen Pohang im November 2017 ausgelöst worden ist, löste Ängste auch in der Region um Haute-Sorne aus. Zwar kam eine Analyse der Geo-Energie Suisse SA zum Schluss, dass ein solches Szenario wie in Pohang im Jura aufgrund der Sicherheitsauflagen „undenkbar“ sei. Aber dennoch kam es zu einem faktischen Stopp des Projekts.
Ähnliche Projekte zur Stromproduktion aus tiefer Erdwärme hatten zuvor bereits in Basel und St.Gallen zu leichten Erdbeben geführt. Die betroffenen Projekte waren daraufhin gestoppt worden.