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Die Zürcher Kantonalbank hat den Abschluss der Übernahme der Credit Suisse in das Finanzmodell der UBS eingearbeitet und kommt zum Schluss, dass das Wertpapier der grössten Schweizer Bank unter Wert beurteilt wird. Die Aktie werde mit 0.6mal Buchwert für 2024 gehandelt, was die ZKB "als zu günstig" erachtet, wie sie in einer Studie am Montag schreibt.
Die Pro-forma-Zahlen der UBS für das kombinierte Unternehmen würden bereits Anpassungen bei der Credit Suisse von 28 Milliarden Dollar enthalten. Das Basisszenario der ZKB geht von einem materiellen Buchwert je Aktie von 28.75 Dollar für 2023 aus. "Wir erwarten aber, dass dieser Wert durch die Vorwegnahme potenzieller Kosten in einem Negativszenario auf 20,2 Dollar sinken würde, was über dem aktuellen Aktienkursniveau liegt."
Die Aktie der UBS handelt am Montag zum Preis von 17,50 Franken. Sie hat seit der Übernahme der Credit Suisse etwa 4 Prozent dazugewonnen. Die nächsten beiden Jahre würden Übergangsjahre sein mit einem grossen Gewinnsprung aufgrund des Badwills 2023 und hoher verbleibender Restrukturierungskosten 2024, schreibt die ZKB.
Nicht alle Experten sehen die mittelfristige Zukunft der Bank-Aktie so rosig. Die Rating-Agentur S&P Global beliess kürzlich ihre Ratings der UBS nach dem Vollzug der CS-Akquisition auf “negativ” mit Verweis auf die Ausführungsrisiken der Integration und Restrukturierung der Credit Suisse. Insbesondere erwähnt wurde dabei der geplante Abbau eines grossen Teils der Investmentbanking-Aktivitäten der Credit Suisse.
Der Bankenanalyst von Barclays kürzte am Montag zudem das Kursziel für die UBS-Aktie auf 16 von zuvor 16,50 Franken, die Empfehlung lautet "Underweight". Synergien im Umfang von 10 bis 30 Prozent des für 2025 erwarteten Vorsteuergewinns hält der Barclays-Analyst für eingepreist, wie er in einer Studie schreibt.
(cash)