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Kooperationsstrategie 2018 - 2021
Redaktionell
Seit 50 Jahren unterstützt die Schweiz Menschen, die in Bolivien in Armut leben. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Armut im Land aufgrund positiver wirtschaftlicher Faktoren, großer Rohstoffreserven - insbesondere Erdgas - sowie von Entscheidungen auf der Ebene der Entwicklungspolitik und umfassender Sozialreformen deutlich verringert. Die Schweiz hat auch zu ihrem Programm beigetragen, durch ein langjähriges Engagement für die Gemeinden und im Bereich der Wasserwirtschaft; fortwährend den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Akteuren und denen der Zivilgesellschaft fördern; und treibende wirtschaftliche Entwicklung. Trotzdem leben immer noch 40% der Bevölkerung in extremer und gemäßigter Armut. Vor allem Frauen und indigene Bevölkerungsgruppen sind in Wirtschaft und Gesellschaft benachteiligt. Die Schweiz möchte die laufenden Reformprozesse mit einem konkreten Beitrag unterstützen und konzentriert sich dabei auf drei Themenbereiche, die für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung und für die Bekämpfung der Armut von grundlegender Bedeutung sind. Diese Bereiche wurden mit der bolivianischen Regierung und lokalen Partnern diskutiert. Daher wird die Schweiz in den kommenden Jahren weiterhin zur Entwicklung Boliviens beitragen, indem sie ihre Arbeit vor allem auf Maßnahmen zur Förderung von Governance, wirtschaftlicher Entwicklung, Anpassung an den Klimawandel und Umweltschutz konzentriert. In all diesen Bereichen werden die am stärksten benachteiligten und schutzbedürftigen Gruppen Vorrang haben, vor allem Jugendliche und Frauen. Die umfangreiche Erfahrung der Schweiz in der Entwicklungszusammenarbeit mit Bolivien bietet eine solide Grundlage für eine angemessene Programmplanung und -durchführung.
Manuel Sager
DEZA-Direktor