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Die Schilddrüse (Thyreoidea) ist ein hormonproduzierendes Organ. Beim Hund paarig angelegt, befindet sie sich beidseits der Luftröhre und ist normalerweise nicht tastbar. Ihre Funktion besteht v.a. aus der Produktion, Speicherung und Ausscheidung der verschiedenen Stufen der Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und hauptsächlich T4 (Thyroxin). Sie beeinflussen das Wachstum, die Organentwicklung und Teile des Nervensystems und sind essentiell für den ganzen Metabolismus.
Die Schilddrüsenfunktion unterliegt der Regulation zweier übergeordneter Zentren im Gehirn, dem Hypothalamus und der Hirnanhangsdrüse, der Hypophyse. Die Hirnanhangsdrüse schüttet das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) aus. Je weniger Schilddrüsenhormon im Blut vorhanden ist, desto mehr TSH wird ausgeschüttet, um die Hormonproduktion in der Schilddrüse anzukurbeln. Der Hypothalamus, das andere übergeordnete Zentrum im Gehirn, ist seinerseits für die Stimulation der Hypophyse verantwortlich, indem er TRH, das Thyreotropin-releasing-hormon absondert. Die Schilddrüsenhormone werden nach Bedarf des Organismus in die Blutbahn abgegeben. Sind sie in genügender Menge vorhanden, bremsen sie die TRH- und TSH-Ausschüttung im Gehirn (negative Rückkopplung) und bewirken so eine Selbstregulierung.