Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/488

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Beim Sport, in der Freizeit, im Strassenverkehr und im Haushalt verletzt sich nach Angaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) jedes Jahr rund eine Million Menschen, mehr als 2000 sterben an den Folgen. Die bfu sieht in seiner neuen Hochrechnung frühere Aussagen bestätigt.
90'000 Menschen verunfallten 2012 im Strassenverkehr, 400'000 beim Sport und mehr als eine halbe Million, nämlich 550'000 Menschen, im Haus und bei Freizeitaktivitäten. Im Vergleich zu früheren Hochrechnungen haben sich die Gewichte etwas verschoben, wie die bfu am Donnerstag gestützt auf ihren Statusbericht mitteilte.
Senioren-Unfallzahlen nach oben korrigiert
Die Zahl der Kinderunfälle sowie der Unfälle in Haus und Freizeit seien in den früheren Hochrechnungen anhand von Zahlen von 1991 und 1995 leicht überbewertet worden. Unterschätzt wurde die Zahl der Unfälle von Senioren sowie im Sport. Die neue Hochrechnung basiert auf einer Umfrage in 15'000 Haushalten im Jahr 2011.
Im Vergleich zu den älteren Hochrechnungen ist die Zahl der Sportunfälle um 100'000 höher, die Zahl der Unfälle in Haus und Freizeit um 50'000 tiefer. Die Zahl der Kinderunfälle musste laut bfu um 52'000 nach unten korrigiert werden, die Zahl der Unfälle von Senioren dagegen um 53'000 nach oben.
Frauen und Männer im Rentenalter seien aktiver, fitter und trieben deshalb auch mehr Sport, schrieb die bfu zur Begründung. Kaum korrigiert werden musste die Zahl der Wintersportunfälle - 91'000 pro Jahr sind es laut bfu. Von 56'000 auf 84'000 zugenommen hat aber die Zahl der Menschen, die sich beim Fussballspielen verletzten.
Programm für Fussball
Die bfu sieht sich in ihrer Strategie bestärkt, sich verstärkt für die Verhinderung von Sportunfällen zu engagieren. Namentlich erweise sich das Programm für Fussball angesichts der steigenden Zahl von Unfällen als richtig. Die Kosten der Freizeitunfällen für die Volkswirtschaft seien hoch, schreibt die bfu in ihrem Bericht.
Bestätigt hat sich nach Angaben der bfu, dass Unfälle im Strassenverkehr sehr schwer sind: Während von 10'000 beim Sport verletzten Menschen lediglich 3 sterben, sind es bei Verkehrsunfällen 35. Bei Unfällen in Haus und Freizeit - hier geht es meist um Stürze - sterben 31 von 10'000 Verletzten.
SDA-ATS