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Eine kürzlich im Wissenschaftsmagazin «Nature» publizierte Studie legt dar, dass der Schlüssel in einer vielseitigen Diät liege, wobei Fisch eine zentrale Rolle spiele, sowohl für tierische Proteine wie auch für Spurenelemente (Eisen, Zink, Kalzium usw.).
Doch vor allem Kinder in Ländern des Weltsüdens sind gefährdet, weil der Fisch aus ihrer Region nicht auf ihren Tellern landet, sondern auf denen einer zahlungskräftigerer Kundschaft in den Industrieländern. Rund zwei Milliarden Menschen, so die Studie, leiden unter Mangel an Spurenelementen, was zu höherer Geburtensterblichkeit, Wachstumsstörungen und anderen Folge führe.
Dabei, so die Autoren weiter, würde heute bereits genügend Fisch angelandet, um das Problem zu lösen. Rund die Hälfte aller Menschen lebe zwar höchstens 100 km von einer Küste entfernt; aber jeder zweite von ihnen leide unter Mangelerscheinungen, weil – so der Titel eines Artikels über die Studie – der lokal gefangene Fisch ihren Hände entgleite.
Binnenfischerei als Chance?
Eine andere jüngst publizierte Studie enthüllt den meist vernachlässigten Beitrag der Binnenfischerei zur nachhaltigen Sicherung von Nahrung und Einkommen armer Bevölkerungen.
Forscher der Michigan State University (USA) und der Uno-Organionisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) haben weltweit Daten zusammengetragen, die zeigen, wie die Süsswasserfischerei einen erheblichen Beitrag an die Versorgung ländlicher Gebiete mit tierischem Protein und Spurenelementen leisten kann. Die Binnenfischerei in Flüssen, Überschwemmungsgebieten, Seen, Kanälen, Stauseen oder Reisfeldern sei die vergessene Schwester der besser dokumentierten Meeresfischerei.
Laut der Studie liefert Binnenfischerei wichtige Spurenelemente und tierisches Eiweiss für etwa 159 Millionen Menschen, von denen viele sich keine andere tierische Nahrung leisten könnten. Obwohl die Binnenfischerei laut FAO nur knapp 13 Prozent des weltweiten Fangertrags liefern, sei sie in bestimmten Regionen absolut entscheidend für die lokale Bevölkerung. Der Ertrag dieser Fischerei liegt laut Studie um 21 und 51 Prozent höher als bisher geschätzt; offenbar erreichen Süsswasserfische im Durchschnitt einen höheren Anlandepreis als Meeresfische, weil sie für die lokale Bevölkerung so wichtig sind.