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Das BAFU vergleicht die Stickstoffflüsse in der Schweiz zwischen 1994 und 2005. Der Ausstoss von Stickstoffverbindungen aus Feuerungen und Verkehr konnte in diesem Zeitraum um 38% reduziert werden. Zudem wurde 11% weniger Hofdünger auf Landwirtschaftsböden ausgebracht und 21% weniger Mineraldünger verwendet. Die Emissionen aus der Tierhaltung in die Atmosphäre haben um 10% abgenommen. Auch der Ausstoss von Stickstoff der Kläranlagen ist infolge eines gezielten Reduktionsprogramms um 13% zurückgegangen. Allerdings hat der Import von Stickstoff in Futtermitteln von 1994 bis 2005 um 52% zugenommen.
In den Städten und entlang der Hauptverkehrsachsen sind die gemessenen Konzentrationen von Stickstoff in der Luft (Immissionen) noch immer zu hoch. Der Jahresdurchschnitt übersteigt dort noch klar den Grenzwert.
Auch in den empfindlichen Ökosystemen übersteigen die Stickstoffeinträge aus der Luft (hauptsächlich in Form von Ammoniak und Ammonium) die Toleranzwerte. Diese Verschmutzung bleibt ein schwerwiegendes Problem, das weite Teile der Schweiz betrifft. Auch im Grundwasser werden an zahlreichen Orten nach wie vor zu hohe Nitratgehalte festgestellt
Im Rahmen internationaler Abkommen hat sich die Schweiz verpflichtet, Massnahmen zu ergreifen, um die Stickstoffüberschüsse zu vermindern. Um diese Verpflichtungen zu erfüllen, reguliert die Schweiz den Stickstoffhaushalt mit Bestimmungen im Umweltschutz-, Gewässerschutz- und Landwirtschaftsrecht.