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Jede zehnte Frau leidet darunter: starke Schmerzen vor und während der Periode, häufig verbunden mit Schwindel und Übelkeit. Die typische Patientin hat zahlreiche Besuche beim Frauenarzt hinter sich, ohne dass die Ursache für ihr Leiden erkannt worden ist. Im Schnitt dauert es sechs Jahre, bis die Diagnose gestellt wird: Endometriose.
Eingeschränkte Lebensqualität
In der Gebärmutter befindet sich eine Schleimhaut, die während des weiblichen Zyklus wächst und während der Periode abgestossen wird. Bei der sogenannten Endometriose befindet sich Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter, zum Beispiel im freien Bauchraum, an der Blasenwand oder am Darm. Die Schleimhaut an der falschen Stelle reagiert aber genauso wie die Schleimhaut in der Gebärmutter: Sie wächst und wird abgestossen. Das verursacht starke Schmerzen vor und während der Regel.
Zu den häufigsten Leiden zählen anhaltende Unterbauchschmerzen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Es können sich auch Zysten an den Eierstöcken bilden, die Unfruchtbarkeit verursachen können. Oft sind die Beschwerden so stark, dass die Frauen extrem eingeschränkt sind. Die Lebensqualität nimmt ab. Sportliche Aktivitäten, ein längerer Einkaufsbummel oder Treffen mit Freunden sind häufig unmöglich. Das ganze Gesellschaftsleben kann dadurch eingeschränkt werden. Die Betroffenen leiden meist auch psychisch.
Diverse Behandlungsarten
Leider gibt es keine Therapie, mit der die Endometriose vollständig geheilt werden kann. Aber die Beschwerden können gelindert, die Lebensqualität verbessert werden. Deshalb können nur alle Frauen ermutigt werden, sich rechtzeitig professionelle Hilfe zu suchen.
Ein Besuch beim Frauenarzt ist der erste Schritt für ein ausführliches Gespräch und eine Untersuchung. Anschliessend werden auf die Patientin abgestimmte Massnahmen besprochen. Die Behandlungen reichen von der Abgabe spezieller Schmerzmittel oder Hormone bis zu operativen Eingriffen.
In Zusammenheit mit Medbase