Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03533.jsonl.gz/3047

Historisches

|herzlich grüßt Familie Willi und Sandra Sauerhering|
Bereits 1394 gibt es die erste Nennung des Kürnachtales im Steuerbuch des Fürststifts Kempten in der Abteilung zu Pfarrei Buchenberg. Das Kloster wusste die natürlichen Gegebenheiten der zerklüfteten und tief wild verwachsenen Tobel zu nutzen: Jagd, Holz für Glashütten, Köhlerei, Wasser für Mühlen und Fischerei, Wiesen … wurden als Lehen vergeben. Das Jagdrecht lag bis 1803 beim Fürstabt zu Kempten. Im Kürnachtal habe man sogar Gold gewaschen, heißt es, eine Goldmühle gab es allerdings nicht.
Bereits 1619 wurde ein Abtshaus und der Ort „Kirnach“ in eine Landkarte vom Illerstrom ins Kürnachtal eingetragen. 1642 wurde erstmals das „Gutshaus“ genannt.
Den wohl stärksten Einfluss auf die Geschichte hatte Fürstabt Rupert von Bodman (1678-1728), der 1709 das „Herrenhaus“ erbaute. Er benutzte das Anwesen als Jagd- und Sommerresidenz. Die Figur des Heiligen Johann Nepomuk (von 1728) kann man an der Einfahrt zum Hofgut bewundern. Kurz danach kam Fürstabt Anselm Reichlin von Meldegg (1728- 1747). Die schöne Hochzeitskapelle jedoch verdanken wir Fürstabt Honorius Roth von Schreckenstein, der sie 1780 errichtete.
Mit der Säkularisation 1803 übernahm der Bayrische Staat das Hofgut und verkaufte die Höfe in der Kürnach für 13.348 Gulden, samt allem Inventar an Johann Michael Krumbacher, ehemaliger Jäger des letzten Fürstabtes.
Bis 1920 war das Hofgut in landwirtschaftlicher Benutzung. In den 20er Jahren gab es „nebenbei“ eine Wirtschaft. Zu dieser Zeit umgaben das Hofgut noch 110 Tagwerk Land und Waldgebiete. Anfang der 70er Jahre wurde das Hofgut Kürnach – erstmals renoviert und als Hotel aus- und umgebaut. Danach waren verschiedenen Privatleute und Konzerne als Eigentümer eingetragen. Familie Willi Sauerhering ist seit 1989 auf dem Anwesen. Unter ihrer Führung wurde das Hofgut permanent als Kinder- und Familienhotel aus- und umgebaut.