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Schon seit Jahrhunderten werden die Abläufe der Schwingerwettkämpfe festgelegt. Heutzutage regelt sie der Eidgenössische Schwingerverband, der für die Austragungen in der Schweiz zuständig ist.
Die lange Tradition zeigt sich direkt bei der Begrüßung. Die Schwinger müssen sich vor dem Kampf gegenseitig die Hand geben, als Versprechen, dass sie den Kampf friedlich austragen werden. Durch den Handschlag zeigen sie sich auch ihre gegenseitige Achtung.
Vor jedem Kampf, der im Fachjargon Gang genannt wird, müssen die Kampfrichter das Grifffassen überwachen. Dabei gelten folgende Regeln:
– die rechte Hand wird zuerst bis auf dem Mitte des Rückens gelegt
– der Stoff darf höchstens mit dem Daumen, dem Zeige- und Mittelfinger gefasst werden.
– mit mindestens einer Hand muss der Einschnitt am Gurt gefasst werden
– anschließend müssen beide Schwinger zurücktreten
– die linke Hand muss von unten das rechte Gestöss des Gegners fassen
– dem Gegner muss der Griff bis zur Mitte des Oberschenkels ermöglicht werden
Sobald der Kampfrichter den Griff der beiden Gegner abgenommen hat, meldet er lauthals ein “Gut”. Bis dahin dürfen die Konkurrenten die linke Hand nicht eindrehen. Auch dürfen sie nicht den rechten Arm des Gegners einklemmen und gleichzeitig den eigenen Hosengürtel festhalten. Auch Daumen-, Eindreh- und Schrumpfgriffe sollen von dem Kampfrichter sofort unterbunden werden. Daumengriffe sind während des gesamten Wettkampfs verboten.
Vor Beginn des Kampfes müssen beide Gegner einen Schritt zurücktreten und die gleiche Ausgangsstellung einnehmen. Sobald der Schiedsrichter den Stand mit einem “Gut” eröffnet, können die Kämpfe beginnen.
Der Kampfrichter kann den Gang nur unterbrechen, wenn Unfallgefahr besteht oder bereits ein Unfall eingetreten ist. Auch wenn einer der Schwinger an ein Hindernis gerät oder beide Schwinger den Griff an die Hose verloren haben.
Der angreifende Schwinger muss mindestens einen Griff an der Hose des Gegners haben und keiner der beiden darf den Rand des Sägemehls erreichen. Der Kampf muss sofort abgesagt werden, wenn einer der beiden Schwinger sich nicht mehr innerhalb des Sägemehlkreises befindet.