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(E37)

überarbeitet am 28.3.2015

Von Autophon wurde 1937 der Kontroll- und Messempfänger RD-2679 in Anlehnung an
das Konzept des amerikanischen Empfängers HRO entwickelt und der kriegstechnischen
Abteilung vorgestellt.

Im Jahre 1937/38 entwickelte die in Solothurn ansässige Firma Autophon einen
Allwellenempfänger für Kontroll- und Messzwecke ("OTD-Empfänger"). Das Konzept
mit steckbaren Spulensätzen und dazu gehörigen Eichkurven baute auf dem Empfänger
HRO der amerikanischen Firma National Radio Corp. auf. Das Herzstück, der
Dreifach - Drehkondensator PW-3 mit der National - typischen Feintriebskala
("Micrometer dial") wurde von National zugekauft.
Der Empfänger ist in einem truhenähnlichen Holzgehäuse untergebracht, die Spuleneinschübe für die acht Frequenzbereiche in einem Holzgestellt (das etwas formschöner ausfiel, als sein amerikanisches Pendant.
Rechts auf der Frontplatte findet sich der typische National - Abstimmknopf, die in den
kleinen Fenstern im Drehknopf erscheinenden Ziffern von 000 bis 500 erlauben es,
eine einmal gefundene Frequenz problemlos später wieder einzustellen. Allerdings
kann die Empfangsfrequenz nicht direkt abgelesen werden, sondern muss von
den dem Gerät beigelegten Eichkurven ermittelt werden - ein zur Frequenzbestimmung
einer unbekannten Station etwas mühsames Unterfangen, das allerdings sämtlichen
auf dem HRO - Prinzip basierenden Empfängern gemeinsam ist.
Bestückt ist der Empfänger mit Aussenkontakt - Röhren der roten Serie von Philips.
Von der Antenne herkommend, durchläuft das Antennensignal zunächst eine
Hochfrequenzverstärkerstufe (EF5), in der Mischstufe (EH2) wird mit dem Oszillatorsignal (EBC3)
auf eine Zwischenfrequenz umgesetzt.
In der Spannungsaufbereitung arbeiten eine AZ4 als Gleichrichterröhre und ein Glimmstabilisator STV260/40 und ein Eisenwasserstoffwiderstand H 85-255/60 zur Spannungsstabilisation.
Technisch wurde das Konzept mit der in den oberen Bereichen doppelten Mischung im E39 vereinfacht, mit dem Nachteils, dass der E39 als Einfachsuper im Bereich 1,2 - 2,86 die Zwischenfrequenz überfährt.
Zum abgebildeten Exemplar fehlt mir noch das rechteckige Instrument mit 1 mA Vollausschlag von Trüb & Teuscher sowie jemanden, der sich an die herausfordernde Restauration dieses geräts wagt.
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© Martin Bösch 30.3.2015