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Max Stirners Der Einzige und sein Eigentum
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Max Stirner ist philosophiegeschichtlich eine vielgelesene Randfigur. Sein (einziges) Buch Der Einzige und sein Eigentum ist 1845 erschienen und wurde sogleich "ein heimlicher Hit". Stirner nimmt Ideen des liberalen und sozialistischen Debattierzirkels der sog. "Freien" in Berlin auf und versucht, sie energisch, zeitweise polemisch, zu widerlegen.
Feuerbach Engels, Marx und Nietzsche sollen sich - zum Teil ohne ihn zu erwähnen - auf ihn gestützt, ja ihn plagiert haben. Die akademische Rezeption blieb stets zurückhaltend. Stirner wurde dem extremen Anarchismus und Nihilismus zugeordnet, zum nicht ernst zu nehmenden Solipsisten erklärt, aber auch als Apologet des Bösen angeprangert. Eine Ausnahme bildet Jean-Claude Wolf, Professor für Ethik und politische Philosophie in Freiburt (Schweiz), der Stirner rehabilitieren wollte. In seinem 2007 erschienenen Buch Egoismus von unten gegen Bevormundung von oben: Max Stirner neu gelesen ordnet er dessen Gedanken einem "konstruktiven Egoismus" zu.
Anhand von Textstellen (Handout) soll Stirners Bestimmung des Menschen als "Einziger" vorgestellt und diskutiert werden. Im Hintergrund steht die Frage, inwiefern diese extreme Position zur derzeitigen Narzissmus-Debatte etwas beiträgt.