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Eine selten zitierte Offenbarung aus dem Jahr 1838 an den Propheten Joseph Smith enthält eine für uns bedeutsame Aussage:
„Ich gedenke meines Knechtes Oliver Granger; siehe, wahrlich, ich sage ihm: Sein Name wird von Generation zu Generation in heiligem Andenken gehalten werden für immer und immer, spricht der Herr.“ (LuB 117:12)
Oliver Granger war ein ganz einfacher Mann. Er war fast blind, denn er hatte „das Augenlicht wegen der Kälte und der unwirtlichen Wetterbedingungen, denen er ausgesetzt war“, verloren. Die Erste Präsidentschaft beschrieb ihn als „einen Mann höchster Lauterkeit und sittlicher Tugend – kurz, einen Mann Gottes“.
Im Jahr 1833 zog Oliver mit seiner Familie von New York nach Kirtland, Ohio, um bei den Heiligen Gottes zu sein. In Kirtland wurde er vom Propheten Joseph Smith berufen, im Hohen Rat zu dienen und am Tempel mitzuarbeiten. Er genoss beide Aufgaben, aber seine Tage in Kirtland waren kurz. Religiöse Verfolgung zwang ihn, sich von der Gemeinde zu verabschieden.
Oliver und seine Familie reisten etwa 800 Meilen von Kirtland nach Missouri, in der Hoffnung, dort eine Heimat zu finden, die frei von Verfolgung und Schikanen war. Einen Monat, nachdem Oliver in Missouri angekommen war, erhielt der Prophet Joseph eine Offenbarung, in der ihm aufgetragen wurde, nach Kirtland zurückzukehren und die Erste Präsidentschaft bei der Regelung von Kirchenangelegenheiten und der Tilgung von Schulden zu vertreten. Der Prophet Joseph schrieb: "Da ich aus Kirtland vertrieben wurde, ohne das Privileg zu haben, meine Angelegenheiten zu regeln, habe ich ... Oberst Oliver Granger als meinen Bevollmächtigten eingesetzt, um alle meine Angelegenheiten im Osten abzuschließen. "
Ohne zu zögern oder zu fragen, wendete Oliver seinen Wagen und fuhr zurück nach Kirtland, um den Auftrag zu erfüllen, den ihm ein Prophet gegeben hatte. Seine Verhandlungen mit verärgerten Gläubigern waren nicht einfach, doch ein Gläubiger schrieb: "Oliver Grangers Management bei der Regelung der unerledigten Geschäfte von Leuten, die in den Fernen Westen gezogen sind, bei der Einlösung ihrer Pfandrechte und der damit verbundenen Aufrechterhaltung ihrer Integrität war wahrlich lobenswert und hat ihm meine höchste Wertschätzung und ein stets dankbares Andenken eingebracht. "
„Darum soll er ernstlich für die Erlösung der Ersten Präsidentschaft meiner Kirche kämpfen, spricht der Herr; und wenn er fällt, so wird er sich wieder erheben, denn sein Opfer wird mir heiliger sein als sein Zuwachs, spricht der Herr.“ (LuB 117:13.)
Was hat Oliver Granger getan, dass sein Name in heiligem Andenken gehalten werden soll? Eigentlich nicht viel. Es ging weniger um das, was er getan hat, sondern um das, was er gewesen ist. Der Herr sagt nicht: "sollte er fallen" sondern "wenn er fällt". Wir fallen alle er weiss es und es ist Teil des Plans. Trotzdem liebt er uns für unsere Anstrengung und unseren Glauben! Er vergisst uns nicht!
Und wenn Oliver in Ehren gehalten wird, dann gebührt wohl seiner Frau, Lydia Dibble Granger, ein Großteil dieser Ehre. Oliver und Lydia Granger verließen schließlich Kirtland und wollten sich den Heiligen in Far West im Bundesstaat Missouri anschließen, doch einige Meilen hinter Kirtland wurden sie vom Pöbel zurückgetrieben und konnten sich daher erst in Nauvoo den Heiligen anschließen.
Oliver starb mit 47 Jahren und Lydia musste die Kinder allein großziehen.