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- Die Wettbewerbskommission (Weko) eröffnete laut eigenen Angaben eine neue Untersuchung zu allfälligen Submissionsabreden im Baubereich in der Region Moesa (Kanton Graubünden).
- Der Kanton Graubünden hat der Weko entsprechende Hinweise gegeben.
- In der Untersuchung soll geprüft werden, ob tatsächlich kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen.
Wie die Weko in einem Communiqué mitteilt, hat sie Hausdurchsuchungen durchgeführt.
Stimmen Firmen bei der Vergabe von öffentlichen oder privaten Beschaffungen ihr Angebotsverhalten aufeinander ab, treffen sie sogenannte Submissionsabreden.
Die elfte Untersuchung im Bündnerland
Typischerweise koordinieren die Unternehmen dann ihre Angebote mit dem Ziel, einem Unternehmen den Auftrag zu einem bestimmten Preis zuzuschanzen.
Die Weko hat bereits zehn Untersuchungen zu Submissionsabreden im Kanton Graubünden durchgeführt und dazu im 2019 ihren letzten Entscheid erlassen.
Notorische Täter
Bündner Baufirmen sind notorisch im Visier der Weko. Die Kartellwächter haben bereits zehn Untersuchungen zu Submissionsabsprachen im Kanton Graubünden durchgeführt.
Erst Ende Mai zahlte der grösste Schweizer Baukonzern Implenia dem Kanton Graubünden in einem Vergleich 1 Million Franken wegen illegalen Preisabsprachen auf dem Bau.
Insgesamt beliefen sich die Vergleichszahlungen von mehreren Baufirmen mit dem Kanton Graubünden nach Abschluss der Implenia-Vereinbarung auf total 9 Millionen Franken. Untersuchungen der Wettbewerbskommission brachten die in den Jahren 2004 bis 2012 begangenen Kartellverstösse ans Tageslicht.