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Laut Medienberichten soll der Genfer Staatsrat und der frühere Bundesratspräsident Steuern hinterzogen haben. Erst vor Wochen hatte der Genfer Staatsanwalt die Ermittlung wegen ungerechtfertigter Spesen gegen Pierre Maudet eingeleitet.
GPHG Buddy Maudet
Maudet ist Buddy der GPHG, dem Grand Prix d’Horlogerie de Geneve, die jährlich die Preise für die besten Uhren der Schweizer Uhrenbranche verleiht. Auch bei der letzten GPHG Preisverleihung im Theater du Leman ist Pierre Maudet „staatstragend“ aufgetreten, als ob nichts gewesen wäre. Wie glaubwürdig sind solche Preise, mit denen sich die Uhrenbranche immer wieder schmückt, denn wirklich?
Obwohl der Vorstand der FDP Schweiz sowie das Präsidium und der Vorstand der FDP Genf ihren Staatsrat Pierre Maudet zum Rücktritt aufgefordert haben, bleibt der 40-Jährige standhaft und führt sein Amt weiter.
Dem Genfer wird längst nicht nur seine umstrittene bezahlte Reise nach Abu Dhabi zum Verhängnis, sondern auch Steuerfragen. Wie die «Tribune de Genève» am Wochenende berichtete, soll Pierre Maudet die Mandatsbeiträge an die Partei, die ein Unterstützungskomitee in seinem Namen entrichtet hatte, nachträglich von den Steuern abgezogen haben. Dies würde allenfalls den Straftatbestand der Steuerhinterziehung erfüllen.
Maudet soll es zugegeben haben
Maudet soll diesen Sachverhalt zugegeben haben, berichtete die Zeitung dann am Montag. Maudets Anwalt äusserte sich jedoch nicht zur entsprechenden Anfrage. Und wie die «Tribune de Genève» weiter schreibt, sollen Sitzungsteilnehmer diese Version dementiert haben.
Maudet habe erklärt, dass Dritte die Mandatsbeiträge bezahlt hätten, er habe aber nicht bestätigt, diese von den Steuern abgezogen zu haben.
Versammlung im Januar
Im Januar wrid die FDP Genf eine ausserordentliche Generalversammlung abhalten, an der sie eine Vertrauensabstimmung zu Pierre Maudet durchführen wird.
Mehr darüber in der nächsten Print-Ausgabe des TOURBILLON Magazin.