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Was?
Corona Reduit ist eine private, freiwillige und temporäre Selbstisolierung von Covid-19-Risikopatienten in leerstehenden Hotels und Ferienwohnungen der Schweizer Alpen als nationale Anstrengung. Dies ähnelt den militärischen Reduits der Vergangenheit. Zweck ist es, den unsichtbaren Feind von den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft fernzuhalten, bis das Schlimmste vorbei ist. Es geht darum, Zeit zu gewinnen.
Wieso?
Die Isolierung von Risikogruppen in Agglomerationen mit hoher Bevölkerungsdichte ist eine große Herausforderung und bringt eine Menge unerwünschter Nebenwirkungen mit sich. Die risikoarme Mehrheit der Bevölkerung opfert viel für die Risikogruppen. Eine freiwillige temporäre Selbstisolierung von Risikogruppen mildert das Problem für alle und reduziert den Druck auf das Gesundheitssystem, da das Infektionsrisiko der teilnehmenden Risikopersonen deutlich reduziert wird. Aus wirtschaftlicher Sicht gleicht das Projekt einen Teil der verlorenen Nachfrage in der Hotellerie und in den vom Tourismus abhängigen Bergregionen aus. Zudem können Personen mit geringem Risiko allmählich wieder in ein normales Leben zurückkehren, was soziale und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt.
Wer?
Gemäss schweizerischen und internationalen offiziellen Daten ist die Gruppe der Hochrisikopatienten klar identifizierbar. Es handelt sich um Personen im Rentenalter mit >95% schweren Vorerkrankungen (Adipositas, Herz, Bluthochdruck, Atemwegserkrankungen, Diabetes). Das mittlere Sterbealter liegt bei über 80 Jahren. Männer machen 60% der Schweizer Todesopfer aus. Einige dieser Personen sind pflegebedürftig, andere sind unabhängig. Das Angebot kann auf beide Gruppen ausgedehnt werden. Unabhängige Personen sind jedoch leichter zu integrieren. Die Gruppe der Risikopatienten kann durch Antikörpertests bei bereits immunen Personen eingegrenzt werden.
Wie?
Gesunde, negativ getestete Risikopersonen oder deren Angehörige können sich freiwillig bei Hotels auf einer Website registrieren lassen, für die ein Prototyp existiert. Eine analoge Anmeldung ist ebenfalls möglich, z.B. per Telefon oder Papierformular. Die Teilnahmebedingungen werden in einem Reduitvertrag privat vereinbart. Im Vergleich zu normalen Verhältnissen im Hotelbetrieb sind erhöhte Hygienevorkehrungen notwendig, für die Best Practices vorgesehen sind. Die Rolle der Regierung sollte subsidiär und zumeist dezentralisiert auf Gemeindeebne sein, um eine schnelle Entscheidungsfindung und Flexibilität zu fördern.
Wo?
In den Schweizer Alpen gibt es mindestens 65’000 Hotelzimmer. Einige Standorte sind besser geeignet als andere (Höhe, Infrastruktur, Betten). Hotels mit Gärten und robuster Infrastruktur werden bevorzugt. Auch die Teilnahme von Hotels ist freiwillig. Besitzer von Ferienwohnungen können sich ebenfalls beteiligen.
Wann?
Die Umsetzung braucht etwas Zeit. Kurzfristig wird sie meist individuell erfolgen. Mit Blick auf die Zukunft wird wahrscheinlich eine zweite Infektionswelle im Herbst/Winter 2020/21 oder sogar schon dann auftreten, wenn der Shutdown gelockert wird. Auf diese Weise kann ein detaillierterer und koordinierter Plan aufgestellt werden. Die Dauer ist abhängig vom epidemiologischen Verlauf (Herdenimmunität) und von Verbesserungen bei der Behandlung der Krankheit sowie der öffentlichen Hygiene. Der freiwillige Ansatz erlaubt jedoch eine jederzeitige individuelle Beendigung der Teilnahme.
Wieviel?
Eine Stelle in einem Pflegeheim kostet maximal 8’000 CHF pro Monat und Person, was als Indikation verwendet wird. Diese Kosten sollten vom Bund finanziert werden. Er schützt damit das Leben, entlastet die gesunde Bevölkerungsmehrheit und unterstützt die stark belastete Hotellerie und Bergregionen.
Kontakt: <email-pii>
Corona Reduit ist eine ehrenamtliche und kostenfreie Initiative.