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Luc Ferry, als Philosoph und Kulturminister Frankreichs (2002-2004) bekannt, hat 2006 das Werk «Leben lernen» verfasst. Für ihn ist die Philosophie ein Versuch, sich ohne Religion von seinen existentiellen Ängsten zu befreien, das «Heil» zu finden. Er folgt hierbei dem Weg von der Lebensweisheit der Stoiker über die Dekonstruktion aller Werte im 19. und 20. Jahrhundert zu einer Neubegründung von Werten, in deren Zentrum die Liebe zum anderen Menschen steht. Anhand ausgewählter Textausschnitte setzen wir uns mit seiner Philosophie auseinander und fragen uns, ob die Liebe zum anderen einen «neuen» Humanismus begründen kann?