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25. März 2017, 13.30 Uhr: Referat von Manuel Menrath, Luzern
Dass heute ein Grossteil der Sioux-Indianer in den USA katholisch ist, geht auf Missionare aus der Zentralschweiz zurück. Der Vortrag zeigt auf, weshalb diese Kirchenleute ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Amerika auswanderten. Zudem geht er der Frage nach, warum sie sich dort im sogenannten „Wilden Westen“ der Indianermission annahmen. Im Zentrum der Ausführungen stehen zwei Weltbilder, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der konservative Katholizismus der Missionare und die spirituelle Weltanschauung der Indianer. Beide waren derart verschieden, dass ein gegenseitiges Verständnis praktisch nicht möglich war. Konkret verdeutlicht wird dies an der Beziehung und den zahlreichen Begegnungen zwischen dem in Schwyz geborenen Benediktiner Martin Marty (1834-1896) und dem berühmten Sioux-Medizinmann Sitting Bull (1831-1890). Unermüdlich setzte Marty alles daran, Sitting Bull zum katholischen Glauben zu bekehren. Wie er dabei vorging und ob er schliesslich erfolgreich war, wird im Referat geklärt.
Der Referent hat Geschichte, Philosophie und Religionswissenschaften studiert und arbeitet als Oberassistent an der Universität Luzern.
Auch Gäste sind stets gerne willkommen.
Im neuen Vortragslokal in der Universität Luzern, Beginn um 13.30 Uhr