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Patrik Linggi Architekten
Hirsgarten Cham, 2009
Der Pavillon am Uferbereich Hirsgarten in Cham genügt sich selbst und spielt mit den Elementen. Er erscheint leicht wie ein angespültes Papierschiffchen, das von seiner weiten Reise erzählt und mit den Gezeiten geht... Vielleicht ist es morgen schon nicht mehr da.
Das Objekt kann in den Alltag integriert und angeeignet werden. Es steht offen und sucht den Kontakt zu Flanierenden, Joggenden, Badenden, Reisenden etc. Feierliche Veranstaltungen im und um den Pavillon strahlen in die nahe Umgebung aus.
Das Dach schützt vor der gleissenden Mittagssonne wie ein Sonnenschirm. Es öffnet sich zu Morgen- und Abendsonne um diese einzufangen. Die Flächen reflektieren und brechen das Licht. Bei Regen glänzen die Oberflächen seidenmatt. Das Wasser wird in den Falten des Daches in kleinen, geometrischen Pfützen zurückgehalten. Sie reflektieren den Himmel in Ausschnitten. Langsam verdunstet das Wasser oder wird über die Flanke abgeleitet.
Die gestaffelten steigenden und fallenden Linien der Seitenwände gehen ein Spiel mit den topographischen Linien der nahen Berge im Hintergrund ein. Der Abstellraum im Rücken des Pavillons schirmt den Bahnlärm und die Bise ab.