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Der alte und neue Strassen-Weltmeister heisst Julian Alaphilippe. Der Franzose verteidigt an den Titelkämpfen in Flandern den im letzten Jahr in Imola gewonnenen Titel.
In einem animiert geführten Rennen lancierte Alaphilippe 17 km vor dem Ziel den entschiedenen Angriff. Auch weil sich hinten seine Verfolger nicht einig wurden, konnte sich der 29-Jährige schnell ein paar Sekunden von der Konkurrenz absetzen. Das Ziel in Leuven nach über 268 km erreichte Alaphilippe mit 32 Sekunden Vorsprung solo.
Den Sprint einer Vierergruppe um Silber entschied der Niederländer Dylan van Baarle vor dem Dänen Michael Valgren für sich. Die hoch gehandelten Belgier gingen beim Heimauftritt leer aus. Lokalmatador Jasper Stuyven wurde undankbarer Vierter, Topfavorit Wout van Aert enttäuschte als Elfter.
Von den sechs gestarteten Schweizern konnte keiner in die Medaillenentscheidung eingreifen. Marc Hirschi, der letztjährige Bronzemedaillengewinner, musste das Rennen nach einem Sturz bereits vor Rennhälfte aufgeben. Der Berner war abseits der Kameras nach einem Positionskampf mit zwei anderen Fahrern in einer unübersichtlichen Kurvenkombination zu Fall gekommen.
Dabei zog sich Hirschi heftige Schrammen an Knie und Ellbogen zu. Dies hinderte ihn aber nicht an der Weiterfahrt, sondern sein beschädigtes Velo. Weil weder die Rennjury noch das Begleitfahrzeug vom Sturz des Schweizer Teamleaders Kenntnis genommen hatten, musste er das Rennen entnervt aufgeben. Ihm fehlte schlicht das Ersatzrad.
Als bester Schweizer klassierte sich Stefan Küng. Der Thurgauer wurde mit gut sechseinhalb Minuten Rückstand 41. Der WM-Dritte von 2019 hatte 58 km vor dem Ziel den Anschluss an die Spitzengruppe verloren, als Alaphilippe an einem der insgesamt 42 zu befahrenden Hellingen, diese ruppigen, kurzen Rampen, einen seiner zahlreichen Angriffe lanciert hatte. (pre/sda)