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Sie gaben ihm den Stoff zu den lithographischen Werken: die Normandie (1852), Luxemburg (1854), der Rhein (1855) und die
Auvergne (1856). Nachher zog er nach Paris und von da nach dem bei den Landschaftsmalern beliebten Fontainebleau. Unter den
besten seiner in Stimmung und Kolorit und namentlich in den Lufttönen trefflichen Landschaften (in Öl
wie in Aquarell) werden genannt: Feldweg im
Walde, die Allee, der Abend etc. Er gab einige theoretische Werke über die Zeichenkunst,
die
Perspektive und die Aquarellmalerei heraus.
Amos, ital. Historienmaler, geb. 1838 zu Siena,
Schüler von Luigi
Mussini, machte sich zuerst einen Namen durch sein Bild: Lorenzo von Medici zeigt dem
Ludovico Sforza seine Juwelen (1868), das, von der italienischen Regierung mit einem Preis gekrönt, sich durch elegante
Zeichnung, archäologische Richtigkeit der Details und warmes Kolorit auszeichnet. Später folgten: die figurenreiche Schlacht
bei Legnano (Gallerie moderner Bilder in Florenz), Provenzano Solvani empfängt von den
Bürgern die Gaben
zur Loskaufung eines Gefangenen (Palazzo pubblico in Siena), Bianca Capello und das Atelier des Lionardo da Vinci. Er ist
Professor an der Kunstakademie in Florenz.
(spr. kastáng),Gustave, Landschaftsmaler in Genf,
geb. 1823 daselbst,
einer der besten Schüler von
Calame, der als Sohn der Schweizer
Berge die Natur in ihrem stillen Walten
belauscht und sehr poetische Stimmungslandschaften von glänzendem Kolorit malt, z. B.: Erinnerung
an die Franche-Comté,
Sturm im
Winter (Gemäldegalerie in Lille),
Wald im
Winter (Museum in Langres), aus der Umgegend von Genf
bei
Lancy, der besonders tiefpoetische Eingang in den
Wald im Spätherbst, Ostern im
Winter, Gießbach in den
Hochalpen, der Vierwaldstätter See bei hereinbrechendem Gewitter und (Münchener Ausstellung von 1879) Waldinneres im Herbst.
(spr. kastilijónĕ),Giuseppe, ein in Paris lebender Genremaler aus Neapel,
der sich auf der internationalen Ausstellung von 1878 durch zwei
Genrebilder von fein erfundenen Charakteren und scharfer,
geistvoller Ausführung hervorthat. Das eine war das Schloß Haddon
Hall (Derbyshire) in dem Augenblick,
wo der Schloßherr in dem Park mit seinen Damen durch die eindringenden Soldaten Cromwells sehr unangenehm überrascht wird,
das andre ein Kardinal, der in einem Park bei Frascati den Besuch seiner aus Rom kommenden Neffen und Nichten empfängt.
(spr. kásstr),Edouard, franz.
Genremaler, geboren zu Genf,
wurde in Paris Schüler von Zamacoïs (gest. 1871) und vonBarth.
Menn, brachte seit 1872 auf die Pariser
Ausstellungen mehrere geistvolle, technisch sehr gelungene Genrebilder, z. B.: den japanesischen
Bazar, die Rückkehr vom Markt, Kairo, den Bettelmönch, Zigeuner, die über den Simplon ziehen, Karawane bei
Kairo und die unentgeltliche Konsultation.
KarlLudwig und
Robert, Bildhauer,
Söhne und Schüler des 1867 in Kreuznach gestorbenen Bildhauers Emil C. Der
ältere, Karl, geb. 1828 zu Bonn, setzte 1846-47 seine Ausbildung unter Alb.
Wolff in Berlin fort, ging auf ein Jahr nach Rom und studierte während eines mehrmaligen Aufenthalts
in London (1851 und 1854) die Elginschen Skulpturen vom Parthenon, die ihn in seiner Neigung zum antiken Stil noch bestärkten.
Er begann daher mit antiken Stoffen und schuf zunächst einen Theseus, der das Schwert seines Vaters findet, Achilles mit
verwundeter Ferse (1854, beide in Amsterdam), einen olympischen Sieger, der den Göttern dankt
(Bronze,
im Besitz des deutschen
Kaisers), Hektors Abschied von Andromache und Astyanax, Achilles und Minerva, ging dann aber auch
zu monumentalen Porträtstatuen über und brachte aus Rom das
Modell der nachher in Erz gegossenen Statue eines jugendlichen
Schiller in Mannheim (1862 errichtet), eine Marmorstatue des
Kaisers von Österreich (1857), die Statue
des Dr. Prieger in Kreuznach (1867), eine Porträtbüste König
Friedrich Wilhelms IV., aber auch Werke idealen Inhalts, z. B.:
eine
Nymphe, Pudicitia, Kassandra, Psyche, Merkur
¶
mehr
und eine 1878 in Paris wie 1879 in München allgemein bewunderte Hexe. Die meisten dieser Arbeiten modellierte er in Rom.
Auf der Kölner Ausstellung 1861 erhielt er die einzige goldne Medaille für Plastik. - Mehr im Fach der Romantik und der
Märchenpoesie bewegt sich mit großem Glück der jüngere Bruder, Robert, geb. zu Dresden,
der, dort anfangs ebenfalls Schüler seines Vaters, in Düsseldorf unter Sohn und Schadow die Malerei betrieb, dann aber
nach Berlin ging und die Plastik ergriff.
Nachher weilte auch er eine Zeitlang in England und hat jetzt, wie sein Bruder, sowohl in Kreuz nach
wie in Rom ein Atelier. Die reizendsten seiner Schöpfungen aus dem Gebiet der Romantik, zum Teil durch Abgüsse sehr verbreitet,
sind: Paul und Virginie, Hermann und Dorothea (im Besitz des deutschen Kaisers), das besonders anmutige, mehrmals wiederholte
Dornröschen, Hänsel und Gretel, Undine, zwei sich küssende Kinder, Heideröschen, der (dreimal ausgeführte)
Blumen auf ein Grab streuende Engel. Christus mit der Dornenkrone nach dem Verscheiden, Faun mit der Rohrflöte, Lorelei, eine
Germania auf dem Friedhof in Kreuznach, die Quelle, das Mädchen mit der Muschel sowie sein neuestes Werk, eine kolossale
trauernde Muse (Marmor), von ergreifender Schönheit, für ein Grab auf dem Friedhof in Mainz, und mehrere
Medaillonporträte.