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Universität Bern • HS 2007
Der Marsch auf Rom
Proseminar (2-stündig)
Das primäre konstitutive Element für die Revolutionsmythologie des italienischen Faschismus war der «Marsch auf Rom» vom 28. Oktober 1922. Eigentlich fand dieser aber gar nicht statt. Ausgehend von einer Rekonstruktion der Ereignisse um den vermeintlichen «Marsch auf Rom», werden in der Veranstaltung die Entwicklungen exemplarisch untersucht, welche eine Regierungsbildung unter Benito Mussolini überhaupt ermöglichten. Nebst der Bearbeitung von Fragestellungen zur Untersuchung der Entstehungsphase des italienischen Faschismus, werden in einem zweiten Schritt die propagandistischen Mechanismen beispielhaft untersucht, die den «Marsch auf Rom» zum zentralsten lieux de mémoire des Regimes zu konstruieren vermochten. Pflichtlektüre: Hans Woller, Rom, 28. Oktober 1922. Die faschistische Herausforderung, München 1999.