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Trotz eines hohen Anteils an erwerbstätigen Müttern ist die Bevölkerung gegenüber der Berufstätigkeit von Frauen eher skeptisch eingestellt: Rund die Hälfte der Männer und knapp vier von zehn Frauen finden, dass ein Kind im Vorschulalter darunter leidet, wenn seine Mutter berufstätig ist. Noch höher ist die Zustimmung zur Aussage „damit ein Kind glücklich ist, muss es zusammen mit seinem Vater und seiner Mutter aufwachsen. Knapp die Hälfte der Frauen und rund ein Drittel der Männer finden, ein Kind könne auch glücklich sein und sich entfalten, wenn es bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachse.
Organisation des Familienlebens
Bei der Frage, ob ein Kind im Vorschulalter darunter leidet, wenn seine Mutter erwerbstätig ist, hat seit den 1990er Jahren allerdings ein starker Wertewandel stattgefunden.
Die effektive Aufteilung der Erwerbsarbeit weicht auch deutlich von den Vorstellungen bezüglich dem „besten Erwerbsmodell“ ab. Bei den Idealvorstellungen dominiert das Modell „beide Eltern Teilzeit“ in der Realität teilt sich hingegen nur rund ein Zehntel der Paare die Erwerbsarbeit nach diesem Modell auf.
Generationensolidarität
Die Mehrheit der Bevölkerung spricht sich dafür aus, dass Eltern ihren erwachsenen Kinder und erwachsene Kinder ihren Eltern bei finanziellen Schwierigkeiten helfen sollten. Deutlich geringer ist die Zustimmung bei der Frage, ob erwachsene Kinder ihre Eltern bei sich aufnehmen sollen, wenn diese nicht mehr in der Lage sind, alleine zu leben. Die Einstellungen zur Generationensolidarität variieren zwischen den Sprachregionen: Am höchsten ist die Zustimmung in der italienischen Schweiz, am geringsten ist sie in der Deutschschweiz. Die Romandie liegt bei allen drei Aussagen zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin.
Weiterführende Informationen
Grundlagen und Erhebungen