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Die Ravana Falls auch als Ravana Ella Falls bekannt, befinden sich 6 km östlich von Ella auf der Strasse nach Wellawaya. Die Ravana Wasserfälle stürzen ungefähr 25 m in mehreren Etappen nach unten. Da es in der kürzlichen Vergangenheit viel geregnet hat, sind sie ganz nett anzusehen.
Wir sind schon zwei Mal daran vorbeigefahren ohne Zeit gehabt zu haben, um anzuhalten. Jetzt am Nachmittag wimmelt es vor allem von indischen Touristen, da diese Wasserfälle und die gleichnamige Höhle Ravana Cave im indischen Nationalepos Ramayana eine grosse Rolle spielen.
Der Legende nach soll Ravana, König von Sri Lanka die Prinzessin Sita entführt haben und sie in den Höhlen hinter diesem Wasserfall versteckt haben, die heute einfach Ravana Ella-Höhle genannt werden.
Die Legende um die Ravana Falls
Doch wie kam eine indische Prinzessin nach Sri Lanka? Einst gab es in Indien einen König, der keine Kinder bekommen konnte. Voller Verzweiflung bat er seine Priester, die Götter um einen Erben zu bitten. Die Götter segneten ihn und jede seiner vier Frauen wurde schwanger und sie brachten schliesslich vier gesunde Jungen zur Welt, von denen der älteste Rama war.
Rama wird als schön, mutig, talentiert und freundlich beschrieben. Er gilt als Reinkarnation des Hindu-Gottes Krishna. Er heiratete die ebenso schöne und sanfte Prinzessin Sita und wurde zum Erben ernannt. Das Glück war jedoch nicht von Dauer, denn eine der anderen Ehefrauen des Königs war eifersüchtig auf Ramas Erfolg. Sie wollte ihren eigenen Sohn gekrönt sehen.
Mit Hilfe von dunklen Mächten schaffte sie es, dass Rama verbannt wurde. Er zog mit seiner Frau Sita und seinem treuen Bruder Lakmanan in den Wald. Wahrscheinlich sah der über magische Kräfte verfügende König Ravana Sita zufällig beim Baden und war von ihrer Schönheit beeindruckt. Sita wurde entführt und soll in der Höhle gefangen gehalten worden sein. Ob sie immer noch dort auf Befreiung wartet oder sie von Rama mit seinen göttlichen Kräften gerettet wurde, darüber gehen die Geschichten, die wir gehört haben, auseinander.
Nach einem kurzen Blick auf den Wasserfall beobachten wir die Affenbande, die die Touristen genau im Blick hat. Manche Touristen haben zufälligerweise Bananen dabei und füttern die Affen. Uns fällt auf, dass die Affen vor asiatisch aussehenden Männern jeweils mehrere Meter zurückweichen.
Der späte Nachmittag ist nicht zum Fotografieren geeignet. Am Fusse des Wasserfalls ist es schon recht dunkel, während die Sonne knapp oberhalb des Wasserfalls die Berge anstrahlt.
Irrungen und Wirrungen über den weiteren Fortgang der Reise
Zurück auf der Amba Teeplantage fangen plötzlich Fahrer und Guide an, fürchterlich Stress wegen des Tagesprogramms des nächsten Tages zu machen. Eigentlich ist vorgesehen, dass wir endlich mal einen Tag in Ruhe beginnen und die nähere Umgebung erkunden können. 11 Uhr wollen wir dann an der täglichen Führung und Teeverkostung teilnehmen. Anschliessend steht auf dem Weg nach Tissamaharama noch ein Besuch des Buduruwagala Tempel auf dem Programm.
Sie erzählen uns jedoch, dass dieses Programm zeitlich nicht möglich wäre. Angeblich würden wir 3 Stunden nach Tissamaharama fahren. Der Abzweig zum Buduruwagala Tempel würde weitere 2 Stunden dauern und das Safari Camp bei Tissamaharama könnte man nicht im Dunkeln erreichen. Auch wäre eine Safari am Abend schöner als am Morgen. Wir sollten unbedingt die Tee Tour, wenn es denn sein muss, jetzt gleich machen.
Natürlich ist die Tee Tour nicht spontan möglich. Man kommt uns aber entgegen und bietet uns für einen Aufpreis von 4.000 Rupien (ca. 22 Sfr) eine Privatführung 7.30 Uhr an. Das heisst dann 7.00 Uhr Frühstück, 7.30 Uhr Teeführung, 9.00 Uhr Abreise.
Als wir wenig später unsere Lösung den beiden unterbreiten, werden sie kreidebleich. Nun versuchen sie zurückzurudern. Sie fragen, ob wir schon bezahlt haben oder das noch ändern können? Vielleicht dauert die Fahrt doch nicht so lange und ob wir die Safari noch am Nachmittag machen können, da müssen sie erst einmal mit dem Camp telefonieren. Erst da wird uns bewusst, dass sie uns wieder einmal angelogen haben. Was immer sie damit bezweckt hatten, damit hatten sie nicht gerechnet.
Natürlich ging im Safari Camp keiner ans Telefon. Damit war für den nächsten Tag erst einmal alles offen. Aber lest selbst, was am nächsten Tag alles möglich ist.