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Trotz der fortwährenden Anstrengungen der Klubs der SFL ist es nach wie vor ungewiss, ob die Meisterschaften der Super und Challenge League über die vorgesehenen 36 Runden ausgetragen werden können. Zudem besteht das Risiko, dass zum Zeitpunkt eines vorzeitigen Abbruchs die Klubs eine unterschiedliche Anzahl Spiele absolviert haben. Um in diesem Fall ein möglichst faires Klassement zu erhalten, erachtet es das Komitee der SFL als sinnvoll, eine Ergänzung des Spielbetriebsreglements vorzunehmen.
Punkte-Quotient soll entscheiden
Das Komitee der SFL hat daher an seiner Sitzung vom 5. Februar 2021 entschieden, den Klubs im Rahmen einer schriftlich durchgeführten, ausserordentlichen Generalversammlung am 15. Februar eine Anpassung des Spielbetriebsreglements der SFL zur Abstimmung zu unterbreiten. Diese Änderung soll im Falle der Annahme unmittelbar nach dem Votum in Kraft treten. Der neue Absatz 3 in Artikel 7bis im Reglement für den Spielbetrieb der SFL sieht vor, dass der höhere Punkte-Quotient über die Rangierung entscheidet, falls die Teams eine unterschiedliche Anzahl Spiele bestritten haben. Das heisst, der Quotient der Zahl der erzielten Punkte geteilt durch die Zahl der absolvierten Spiele ist massgebend und nicht die Anzahl erzielter Punkte.
FCL gegen Vorschlag der Liga
Der Vorschlag der Liga kommt zumindest beim FC Luzern nicht gut an. Auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1 heisst es seitens der Luzerner: «Der FC Luzern befürwortet die vor der Saison beschlossene Regelung und wird entsprechend gegen die Einführung des Quotientensystems stimmen.»
Vor der Saison haben die Clubs entschieden, dass es bei einem Abbruch zwei mögliche Szenarien gibt:
- bei weniger als 18 vollständig gespielten Runden wird die Meisterschaft nicht gewertet.
- bei 18 oder mehr vollständig gespielten Runden gilt das Klassement nach der letzten vollständig gespielten Runde.
Das würde also bedeuten, dass die Punkte nicht durch die Anzahl Spiele geteilt würde. Sondern man würde bis zur letzten vollständigen Runde zurückgehen und allfällige Spiele die «drüber» sind löschen. Dies ist auch der Vorschlag, welcher der FCL unterstützt.
Einfache Mehrheit genügt
Wie geht es nun weiter mit dem Vorschlag der Liga? In Anwendung der Covid-19-Verordnung 3 können Versammlungen von Gesellschaften weiterhin, abweichend von den Vorgaben der Gesellschaft selbst, in schriftlicher oder elektronischer Form abgehalten werden. Gemäss der erwähnten Bundesverordnung gelten für die schriftliche Beschlussfassung die gleichen Quoren wie bei einer physischen Versammlung. Das bedeutet, dass eine einfache Mehrheit der 20 SFL-Klubs genügt, um die Massnahme sofort in Kraft treten zu lassen. Voraussichtlich am 15. Februar sollen die Clubs über den Vorschlag der Liga entscheiden.
(red.)