Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03519.jsonl.gz/1040

Kraftzentrale der Sidi
Im Geiselweid-Quartier gab es früher drei Textilfabriken und frühe Arbeiterwohnhäuser. In der ehemaligen Seidenweberei befinden sich noch heute die ältesten stationären Sulzer-Dampfkessel. Das Kesselhaus und das Hochkamin sind historische Elemente, die erhalten wurden und in die Neuüberbauung integriert sind.
Fabriken, Hochkamine und Arbeiterhäuser
Mit Sulzer und der Loki gehörte die Sidi zu den ersten grossen Fabriken mit Dampfantrieb. Anders die Rieter und die Schliffi. Die Töss und die Eulach sorgten dort für Wasserkraftantrieb. Die Sidi erstellt 1872 ein eigenes Kesselhaus. Kohle war die wichtige Energiequelle. Im erhaltenen Kesselhaus stehen noch heute zwei Flammrohrkessel. Beide stammen von Sulzer, der ältere aus den Jahren 1872/1891, der jüngere von 1908.
Sie sind ummauert und zu einer Front gestaltet. In den Lancashire-Kesseln wird in zwei Flammrohren die Hitze erzeugt. Der ältere Kessel wurde mit Kohle betrieben währen der jüngere mit Heizöl (Ölbrenner) befeuert wurde. Das Wasser umgibt die Flammrohre und verdampft.
Im Raum hinter den Kesseln, heute als Versammlungsraum mietbar: https://industriekultur-winterthur.ch/site/seidenweberei-sidi/, befanden sich die Dampfmaschinen. Sie wirkten ab 1872 direkt auf die Transmission. 1899 führte die Sidi eine eigene Stromversorgung ein. Die Dampfmaschinen wurden mit Gleichstrom-Dynamos und Generatoren gekoppelt und erzeugten so Elektrizität für die Beleuchtung und den Antrieb der Webmaschinen.