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Auch diese Bäche entstanden vor etwa 15'000 Jahren. Das Buchholzbachsystem umfasst den Buchholzbach und alle oben erwähnten Bäche, die in ihn münden. Der Bach ist heute weitgehend aus dem Gedächtnis der Seebacher verschwunden.
Nur noch die älteste Generation kann sich an die letzten Überbleibsel dieses Bachsystems erinnern. Vor 1919 entsprang der Bach einer sehr kleinen Quelle im Norden des Buchholzes (heute Schönauring). Von da an floss das Bächlein durch ein sumpfiges Gebiet, welches am heutigen Heugabelweg am Fusse des Buchwiesen-Schlittelhangs im Buchholzweiher endete. Ebenda vereinigte es sich mit dem Köschenrütibach, der ein vielfaches an Wasser führte. Der Köschenrütibach sammelte früher das Meteorwasser der unteren Käshaldenstrasse ab dem Käshaldengraben und das Quellwasser des Köscherütibrunnens, ausserdem die Frischknechtquelle unter dem Haus, die ganz ordentlich Wasser lieferte. Ferner gab es damals im Asphölzli mehrere weitere Quellen, die manchmal so ergiebig waren, dass sie die Stallungen von Bauer Schnellmann überschwemmen konnten.
Der Köschenrütibach floss entlang dem Heugabelweg zum Weiher und sorgte mit seinem frischen Wasser dafür, dass sich nicht nur Schwalen, sondern auch Forellen wohl fühlten. Diese lebten im Buchholzweiher ebenso wie im Buchwiesenweiher, der sich näher beim Katzenbach befand. Die beiden Weiher waren durch den nun munter fliessenden Buchholzbach verbunden. Auf der Westseite, anschliessend an den Sumpf, blühten in der warmen Jahreszeit blaue und gelbe Lilien. Vor allem die gelben waren so zahlreich, dass diese Wiese Lilienwiese hiess.
Im Zuge der Melioration der Buchwiesen hat man den Buchholzbach um 1933 eingedolt. Das Wasser des Köschenrütibrunnens wurde der Kanalisation zugeführt, ebenso die Frischknechtquelle. Die Asphölzliquellen sind ohne weiteres Zutun von selber versiegt. Gelegentlich kann man aber beim ehemaligen Bauernhaus Schnellmann noch eine morastige Stelle ausmachen, je nach Regenfällen. Durch diese Massnahmen war der Köschenrütibach praktisch trockengelegt. Nur noch bei längerem Regen gelangte Wasser vom Käshaldenstrassengraben bis an den ehemaligen Weiher, der nun immer mehr austrocknete. Doch noch in den frühen 1950er Jahren gab es hier etwas Sumpf. Als dann die Käshaldenstrasse geteert wurde, hob man auch den Strassengraben auf. Seither floss kein Wasser mehr zum Sumpf, welcher danach völlig austrocknete.
Die Eindolung des Buchholzbaches war völlig unnötig. Das Bächlein führte nie richtiges Hochwasser und hatte auch kein tiefes Bachbett. Der Landgewinn war daher sehr geringfügig gewesen. Als letzter Zufluss muss noch kurz vor der Einmündung in den Katzenbach der Binzenbach erwähnt werden. Dieser Bach hatte seine Quelle im Ess auf dem Asp und floss entlang der Rümlangstrasse. Seine Wassermenge reichte aus, um den Fischweiher von Sartori mit Frischwasser zu versorgen, ferner wurden die Brunnen der beiden Bauernhöfe Zollinger und Minder mit Wasser von der Quelle dieses Bachs versorgt. Das Abwasser gelangte wieder zum Binzenbach, der kurz nach dem Haus der Glasschleiferei Wettstein in einem grossen Bogen zum Buchholzbach führte.
In diesem Bogen mündete noch der Leimgrübelbach von der Leimgrübelstrasse her in den Bach. Da aber diese Quelle für die Speisung der Ausserdorf-Brunnen benutzt wurde, ist der Bach schon um 1750 eingetrocknet. Kurz danach mündete auch noch der Grabenackerbach in den Buchholzbach. Dieses Bächlein hatte seine Quelle im Laatzwisli. Das ist jener Abhang mit den Reiheneinfamilienhäuser der Siedlung Grabenacker. Dieser Bach ist identisch mit dem Graben, der in diesem Flurnamen enthalten ist. Schon seit einiger Zeit wurde das aus verschiedenen Quellen am Ausserdorfhögerli (Eichbühl) abfliessende Wasser in einem Graben gefasst, weil er vorher das Gebiet versumpfte. 1933 hat man auch den Binzenbach im unteren Abschnitt und den ganzen Grabenackerbach eingedolt.
Quellen: - Ernst Benninger - Albert Bader - Alfred Wettstein - Heinrich Zollinger - Werner Schnellmann - Ernst Minder