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Wie die Neue Zürcher Zeitung in ihrer Ausgabe vom 2. Juli 2012 schreibt resp. eine Leserzuschrift zum Artikel «Das Rätsel der niedrigen Arbeitsproduktivität der Schweiz» (NZZ 27.6.2012) abbildet, beschreibt die Autorin die Arbeitsproduktivität als Verhältnis von Bruttowertschöpfung zur Anzahl der Beschäftigten und schreibt den binnenorientierten Sektoren eine zu tiefe Produktivität zu. Zur Verbesserung der Arbeitsproduktivität dieser Sektoren wird eine Druckerhöhung vorgeschlagen. Unklar bleibt dabei, wie das bewirkt werden soll, da auch in den binnenorientierten Bereichen die Arbeitskräfte am Anschlag arbeiten und der Ersatz von Arbeit durch Kapital kaum in grösserem Umfang möglich ist.
Eine rasch wirksame Methode, die Arbeitsproduktivität zu verbessern, ist meiner Ansicht nach die Erhöhung der Arbeitslöhne im Binnenmarkt. Die Summe der Löhne ist Teil der Bruttowertschöpfung, und somit steigt die Produktivität mit höheren Einkommen. In Anbetracht dieser Tatsache ist es nicht verwunderlich, wenn die Exportwirtschaft bezüglich der Arbeitsproduktivität sehr gut abschneidet. Die Lohnschere hat sich dort am stärksten geöffnet, und die Lohneinkommen sind stark gestiegen. Beispielhaft zeigt das Luxemburg, wo die Produktivität durch den Finanzsektor mit überhohen Einkommen bestimmt ist. Mit Norwegen wird die Schweiz nie mithalten können, da das Land über kein Erdöl verfügt.