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Stéphane Mallarmé : Sämtliche Dichtungen . Französisch und deutsch
Belletristik > Lesereihe zweisprachig
S. Mallarmé: Sämtliche Dichtungen F/D
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Online-Publikation: Dezember 2014 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
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dtv 12878: Mit einer Auswahl poetologischer Schriften . Übersetzt von Carl Fischer und Rolf Stabel
344 Seiten, ISBN 978-3-423-12878-0; 16,90 € [D]
Deutscher Taschenbuch Verlag, München; http://www.dtv.de
Charakteristika
- Mit einer Auswahl poetologischer Schriften
- Übersetzt von Carl Fischer und Rolf Stabel
Inhalt
Die poetischen Texte des französischen Symbolisten Stéphane Mallarmé sind sehr vielschichtig gewebt: Sprache, Musik und Bilder erscheinen als komplexe Einheit, als Silbenmusik. Respekt vor der Sprache war sein Credo: Sie galt ihm als Instrument und er verteidigte das Geheimnis der Poesie. Mallarmé verfasste ein relativ schmales, aber bedeutendes Werk: er gilt als der symbolistische Dichter schlechthin. In seinem Werk spitzen sich Rationalität und Emotionalität extrem zu.
Die vorliegende zweisprachige Ausgabe enthält sämtliche Vers- und Prosagedichte sowie eine Auswahl aus den poetologischen Schriftenin in Carl Fischers brillanter Übersetzung .
Stéphane Mallarmé wurde 1842 in Paris geboren und starb 1898 in Valvins. Seit 1862 veröffentlichte er Gedichte in verschiedenen Zeitschriften und verdiente sich seinen Lebensunterhalt zunächst als Englischlehrer. 1874 gründete er die Zeitschrift La derniére mode, 1880 zusammen mit Paul Verlaine und Paul Valéry einen literarischen Club. Mallarmé gilt als der Begründer des Hermetismus der modernen europäischen Lyrik und zählt zu den bedeutendsten Dichtern des Symbolismus.
Autor
I
Stéphane Mallarmé wurde am 18. März 1842 in Paris geboren. Der französische Schriftsteller starb am 9. September 1898 in Valvins, Frankreich.
II
Stéphane Mallarmé (* 18. März 1842 in Paris als Étienne Mallarmé; † 9. September 1898 in Valvins, Vulaines-sur-Seine, Département Seine-et-Marne, nahe Fontainebleau) war ein französischer Schriftsteller.
Seine Gedichte gelten als Hauptwerke des Symbolismus. Zusammen mit Charles Baudelaire, Paul Verlaine und Arthur Rimbaud gilt er als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Lyrik
https://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A9phane_Mallarm%C3%A9
Stimme im Gegensatz zum Realismus und Naturalismus durch idealistische Züge gekennzeichnet ist, sich gegen den Positivismus richtet und neue Entfaltungsmöglichkeiten anstrebt.
»Carl Fischers deutsche Fassung ist eine der größten Übersetzungsleistungen unseres Jahrhunderts.« Die Zeit
Fazit
In einer zweisprachigen, französisch-deutschen Ausgabe liegen die sämtlichen Dichtungen von
Stéphane Mallarmé, seine sämtlichen "Sämtliche Dichtungen", vor.
Darin werden Gedichte / -in Prosa, Igitur*(Der Wahn der Elbehnon), ein Würfelwurf, und Schriften präsentiert.
'Igitur' weist paradigmatisch auf die Kernabsichten von Mallarmé hin.
Es ist sein Symbolismus, der aus beinahe seine allen Aussagen, dieser ist gekennzeichnet -
durch den Gegensatz zum Realismus und Naturalismus, mit seinen idealistischen Züge und richten gegen den Positivismus richtet und neue Entfaltungsmöglichkeiten anstrebt.
Mallarmé lässt Lesende über die Schulter seines Werkes blicken, das die ‚zufällig‘ gereihten Topoi Mitternacht, Treppe, Würfelwurf und Schlaf auf der Asche, nachdem die Kerze ausgeblasen ist, realiter umzusetzen vermag. Aber mit welchen Impetus ?.
Beispielhaft in 'Igitur, noch ‚ein Kind, liest seinen Ahnen seine Aufgaben vor! Diese poetische Zeitreise zwingt er ins Rückwärts, dieses zugleich ins Vorwärts - in das kindhaft- wachsende Alltagsleben, in die Unmittelbarkeit des Realen – Symbolismus? Nicht nur – in pure Poesie. m+w.p17-1
*Igitur = sinngemäss: Lasst uns sein...
Gaudeamus igitur (lateinisch für ‚Lasst uns also fröhlich sein!‘),
https://de.wikipedia.org/wiki/Gaudeamus_igitur
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Eigenart und Bedeutung
Durch die Lektüre Hegels kam Mallarmé zur Auffassung, dass, wenn „der Himmel tot“ sei, das Nichts der Ausgangspunkt des Schönen und Idealen sein müsse. Zu dieser Philosophie gehörte seiner Meinung nach eine in Rhythmus, Satzbau und Wortschatz neuartige Poesie. Über das L’art pour l’art der Dichter um Gautier hinausgehend sieht er in der poetischen Sprache einer poésie pure (reinen Dichtung) die einzige Möglichkeit, zu reinen Ideen vorzudringen. Die wirklichkeitsnahe beschreibende Lyrik des Realismus lehnte Mallarmé ab, vielmehr betrachtete er die Suggestion als Grundlage der neuen Poesie.
Als Symbolismus bezeichnet, ähnelte seine Auffassung von Literatur dem Impressionismus in der bildenden Kunst
Aufgrund der extremen Ausprägung der suggestiven Sprache in Mallarmés Werk wurde er auch als „der Symbolistischste der Symbolisten“ bezeichnet. Als Erneuerer der französischen Lyrik hält Mallarmés Einfluss bis heute an. Seine Zweifel an der herkömmlichen Funktion von Sprache machten ihn zum Wegbereiter der modernen Lyrik. Viele seiner Ideen wurden später von Vertretern des Dadaismus, Surrealismus, Futurismus und Dekonstruktivismus (etwa Jacques Derrida) wieder aufgegriffen.
Durch den oft absichtlich unklaren Stil und die subtile Beziehung von Schrift, Klang und Bedeutung gilt sein Werk als schwer übersetzbar. Beim lauten Lesen werden Assoziationen und Bedeutungen hörbar, die in der Schriftform nicht offensichtlich sind, zum Beispiel können die Worte „ses purs ongles“ („ihre reinen Nägel“) beim Hören als „c’est pur son“ („das ist reiner Klang“) aufgefasst werden.
Nicht zuletzt die klangliche, musikalische Qualität der Sprache Mallarmés inspirierte bedeutende Komponisten zu Vertonungen seiner Werke. Ein Hauptwerk des musikalischen Impressionismus ist Claude Debussys frei nach Mallarmé komponiertes Prélude à l’après-midi d’un faune für Orchester (1894), von dem Mallarmé begeistert war und das 1912 auch Vaslav Nijinsky als Grundlage seines für die Ballets Russes choreografierten Balletts L’Après-midi d’un faune diente. Claude Debussy, Maurice Ravel, Darius Milhaud, Pierre Boulez und weitere Komponisten vertonten Gedichte Mallarmés als Lieder. Zu späten Werken, wie dem als eine Wortpartitur angelegten Poem Un coup de dés und dem Fragment gebliebenen Igitur, gibt es musikalische Annäherungen von Michael Denhoff.