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Der Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen
Gemäss Weltgesundheitsorganisation beträgt der minimale Trinkwasserbedarf pro Person und Tag 20 Liter. Damit wird aber nur das unmittelbare Überleben gesichert. Der Grundbedarf liegt bei 50 Liter. Der Wasserbedarf kann je nach Klima, Arbeit, Gesundheit und anderen Faktoren stark variieren.
Mit Trinkwasser ist das Wasser zum Trinken und Kochen, zur Zubereitung von Speisen und Getränken gemeint. Weiter gehört das Wasser zur Körperpflege und -reinigung sowie zur Reinigung von Geschirr und Wäsche dazu.
Über 660 Mio. Menschen haben heute weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Etwa 1,2 Milliarden Menschen leben in Gebieten mit ungenügender Wasserversorgung. Pro Jahr sterben etwa 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten, die durch kontaminiertes Wasser ausgelöst wurden. Krankheiten, die mit schlechtem Wasser in Zusammenhang stehen sind Typhus, Cholera und Ruhr.
Besonders in Entwicklungsländern fehlt es an einer funktionierenden Wasser- und Abwasserinfrastruktur, die für eine ausreichende Aufbereitung, Versorgung und Entsorgung von Wasser notwendig wäre. Sauberes Wasser und sanitäre Anlagen hängen zusammen, weil Trinkwasser häufig durch Fäkalien verschmutzt wird. Deshalb sind die Themengebiete auch im Recht auf Trinkwasser und sanitäre Anlagen der UNO gemeinsam als Menschenrechte definiert.