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«Flugfisch» kann tauchen und fliegen
Roboter, die von Wasser in Luft übergehen können, sind in bestimmten Situationen wünschenswert. Der Start erfordert jedoch viel Energie, was bei kleinen Robotern bislang schwer zu erreichen war. Jetzt haben Forscher des Imperial College, London, ein System erfunden, das nur 0,2 Gramm Calciumcarbidpulver in einer Brennkammer benötigt. Der einzige bewegliche Teil ist eine kleine Pumpe, die Wasser aus der Umgebung einsaugt, in der sich der Roboter befindet.
Das Wasser wird dann in einer Reaktionskammer mit dem Calciumcarbidpulver zusammengebracht und erzeugt brennbares Acetylengas. Während sich das Gas entzündet und ausdehnt, drückt das Wasser als Antriebsstrahl heraus, der wiederum den Roboter aus dem Wasser «schiessen» lässt und diesen zu einem Gleitflug von bis zu 26 Metern antreibt.
Reichlich Schub
Der Roboter wurde im Labor, in einem See und in einem Wellentank getestet, Dabei zeigte sich, dass er auch unter eher rauen Bedingungen von der Wasseroberfläche abheben kann. Während ähnliche Roboter oft ruhige Bedingungen benötigen, um aus dem Wasser abzuheben, erzeugt die Neuentwicklung des Teams eine Kraft, die dem 25-Fachen seines Gewichts entspricht. Deshalb steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Roboter die Wellen überwinden und tatsächlich abheben kann.
Der nur 160 Gramm leichte Roboter kann nach dem Nachfüllen seines Wassertanks mehrfach «hüpfen». Das könnte es ihm ermöglichen, ohne zusätzliche Energieversorgung auf dem Wasser zu schwimmen und an mehreren Stellen Proben zu entnehmen, was im Vergleich zu einem elektrisch angetriebenen Roboter über grössere Entfernungen erheblich Energie spart.
empa.ch