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Erstmals ist die Grösse der Luchspopulation in der westlichen Zentralschweiz mit einem Fotofallen-Monitoring präzis erfasst worden. Das Resultat: Im rund 950 Quadratkilometer grossen Gebiet sind insgesamt 15 selbständige Luchse unterwegs.
Im Referenzgebiet der Kantone Luzern, Bern, Obwalden und Nidwalden sind während 60 Nächten insgesamt zwölf selbständige Luchse und fünf Junge auf Wechseln fotografiert worden. Da jeweils nicht alle vorhandenen Luchse mit Fotofallen nachgewiesen werden können, wird mit einer speziellen Methode die Anzahl der weiteren Tiere ermittelt. Demnach sind insgesamt 15 selbständige Luchse in dem 951 Quadratkilometer grossen Gebiet unterwegs, das vom Vierwaldstättersee (Nordosten), den Obwaldner Seen und dem Brünig (Osten), dem Brienzersee und dem Thunersee (Süden) sowie der Linie Thun-Schangnau-Kleine Emme (Westen) begrenzt ist.
Die ermittelte Dichte von 1,8 selbständigen Luchsen pro 100 Quadratkilometer geeignetem Habitat entspricht ungefähr den Werten anderer Referenzgebiete. Einzig im südlichen Jura ist mit 3,6 Tieren eine signifikant höhere Dichte ermittelt worden.
Das Fotofallen-Monitoring gehört zu den Standard-Methoden, um Tiere wie den Luchs zu zählen. An der Erhebung in der Zentralschweiz nahmen zahlreiche Wildhüter, Jäger und Freiwillige teil. Das Monitoring wurde durch das BAFU (Bundesamt für Umwelt) und die KORA (Raubtierökologie und Wildtiermanagement) namhaft unterstützt.