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Indoor Schiessanlage auf dem Areal der Kaserne Sitten - Unterzeichnung einer Vereinbarung
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), der Kanton Wallis und die Stadt Sion haben eine Vereinbarung für die Ansiedlung einer Schiess-Indoor-Halle auf dem Gelände der Kaserne Sion unterzeichnet. Damit können Armee und Kantonspolizei die Ausbildung und das Training für das Schiessen auf kurze Distanz in geschlossenen Räumen durchführen. Damit wird auch die Lärmbelastung auf dem Platz Pra-Bardy deutlich reduziert.
Seit Dezember 2017 und der Rückkehr der Rekrutenschulen nach Sitten wird der Schiessplatz Pra Bardy in seiner vollen Kapazität genutzt. Jährlich werden rund 1.5 Millionen Schuss abgefeuert, was zu Lärmbelastungen führt, die über den in der Lärmschutz-Verordnung (LSV) festgelegten Belastungsgrenzwerten der militärischen Waffen-, Schiess- und Übungsplätze liegen. Zudem grenzt der Schiessplatz Pra Bardy an die Wohnquartiere von Aproz-Sion und Aproz-Nendaz sowie an das Erholungsgebiet „Les Îles“, wodurch die Bewohner und Nutzer starken Lärmbelastungen ausgesetzt sind.
Mehrere Lösungen werden untersucht
Um den Schiessplatz Pra Bardy mit den gesetzlichen Belastungsgrenzwerten in Einklang zu bringen, wurde eine tripartite Arbeitsgruppe mit Vertretern des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), des Kantons Wallis und der Stadt Sion eingesetzt. Dabei wurden verschiedene Möglichkeiten untersucht, wie organisatorische Massnahmen, die teilweise Abdeckung der Schiesskorridore und schliesslich die Abschaffung des Schiessens auf kurze Distanz auf dem Schiessplatz Pra Bardy und deren Verlegung in eine Indoor-Schiesshalle. Letzteres wurde schliesslich als die zweckmässigste Option ausgewählt. Im Juli 2020 unterzeichneten das VBS, der Kanton Wallis und die Stadt Sion eine entsprechende Absichtserklärung, die heute mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung finalisiert werden konnte.
Halle für das Schiessen auf kurze Distanz der Armee und der Polizei
In dieser Vereinbarung verpflichten sich die Partner, auf dem Gelände der Kaserne Sion im Quartier Champsec eine Indoor-Schiessanlage einzurichten. Die Halle dient zur Ausbildung und zum Training für Schiessen auf kurze Distanz für die Armee und die Kantonspolizei. Sie umfasst sieben Schiess-Couloirs für das VBS und drei Couloirs für die Kantonspolizei. Diese kann sie je nach Bedarf auch Gemeinde- und Regional-Polizeien zur Verfügung stellen. Die Umgebung der Anlage soll so ausgestaltet werden, dass für die Umgebung keine Belastung entsteht. Der Staat Wallis und das VBS werden die Anlage in Miteigentum errichten. Die Baufinanzierung wird auf 30 Millionen Franken geschätzt und von Bund und Kanton gemeinsam finanziert. Der Kanton hat dafür bereits 12 Millionen Franken im Rahmen der Investitionsprioritäten des FIGI-Fonds für die Jahre 2021-2024 vorgesehen. Dem Walliser Grossen Rat wird zu gegebener Zeit eine entsprechende Verpflichtungsermächtigung vorgelegt. Die Betriebs- und Unterhaltskosten werden nach einem noch festzulegenden Verteilschlüssel finanziert. Die Baustelle soll Anfang 2022 in Betrieb genommen werden, damit die Schiesshalle ab 2023 in Betrieb genommen werden kann.
Umgestaltung des Schiessplatzes Pra Bardy
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Mit der Realisierung dieser Anlage wird die Lärmbelastung durch Schiessen auf kurze Distanz, welches rund 75 Prozent der Schiessaktivitäten in Pra Bardy ausmacht, beseitigt. Sofern im Mittelwallis kein geeigneter Alternativstandort gefunden werden kann, wird das Langdistanz-Schiessen auf dem Schiessplatz Pra Bardy mit Ausbauten des Standorts aufrechterhalten. Das VBS verpflichtet sich, die Schiessen auf den Schiessplatz Pra Bardy bis zur Inbetriebnahme der Indoor-Anlage im Rahmen des Möglichen organisatorisch zu regeln. Auf das Projekt der Schallabdichtung der heutigen Schiessstände wird verzichtet.