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Ein Beitrag von Maja und Stefan Bühler.
In einem Schrank im zweiten Stock des Oberhauses fanden wir vor einer Weile eine ganze Reihe alter Keramikflaschen. Diese Flaschen enthielten einmal Heilwasser aus dem Emser Kränchen, einer Heilwasserquelle in Bad Ems, einem Kurort im deutschen Rheinland. Das Wasser aus dieser Quelle enthält zahlreiche Salze und gilt als heilsam bei Erkrankungen der Atemwege und Bronchien.
Die Flaschen stammen wohl aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In einer Werbebroschüre aus dem Jahr 1913 sind ganz ähnliche Flaschen wie die unseren abgebildet. In dieser Broschüre wird geraten, das Wasser vor dem Trinken zu erwärmen, entweder indem man die ganze Flasche noch unentkorkt in ein heisses Wasserbad legt oder indem man das Wasser mit heisser Milch mischt. Kalt getrunken soll es jedoch auch Wirkung zeigen, insbesondere bei Personen, «die viel an Katarrhen der Atmungs- und Verdauungswerkzeuge leiden und für alle, die stark kohlensäurehaltige Wasser vermeiden wollen».
Wie die Emser Heilwasserflaschen in so grosser Zahl nach Feldbach kamen und wer sie hier brauchte, wissen wir nicht. Die schlichten braunen Flaschen sind aber durchaus ästhetisch und machen sich gut als Vasen. Wir haben deshalb einige davon zur Dekoration im Gang des Oberhauses aufgestellt. Sie helfen nun zwar nicht mehr gegen Husten, erfreuen uns aber mit ihrem Anblick.