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Der Rohstoffkonzern Xstrata mit Hauptsitz in Zug entlässt 400 Minenarbeiter der Kroondal-Chrom-Mine in Südafrika. Gesamthaft arbeiteten in der Mine 619 Personen. Als Folge der Massenentlassung läuft die Produktion in der Mine momentan nur noch auf Sparflamme, erklärte Xstrata-Sprecher Christopher Tsatsawane der Nachrichtenagentur Reuters.
Xstrata ist nicht die einzige Firma, die sich mit Angestellten in Südafrika heftige Scharmützel liefert: In den Platinminen von Anglo American wurden 12'000 Streikende entlassen. Danach wurde ein Gewerkschaftsführer erschossen. Die Arbeitskämpfe hatten sich ausgeweitet, nachdem die Arbeiter des Bergwerks Marikana im Norden das Landes eine Lohnerhöhung von mehr als 20 Prozent zugestanden bekommen hatten.
Der Platinminen-Betreiber Atlatsa entliess nach eigenen Angaben 2161 Bergleute in Bokoni im Norden des Landes.
Rund 100'000 Streikende
Der Minenbetreiber Gold One verkündete seinerseits die Entlassung von 1435 Bergleuten in Ezulwini im Westen von Johannesburg. Als Grund gab das Unternehmen an, viele Kumpel seien seit Anfang des Monats nicht zur Arbeit erschienen. Die Massenentlassung betrifft 75 Prozent der Beschäftigten in Ezulwini.
Im Juni hatte die von chinesischen Geldgebern kontrollierte Firma bereits mehr als die Hälfte der Arbeiter seiner grössten Goldmine im Osten von Johannesburg entlassen, die meisten davon jedoch später wieder eingestellt.
An den Streiks in südafrikanischen Bergwerken beteiligen sich nach Schätzungen rund 100'000 Beschäftigte. Bei schweren Zusammenstössen mit der Polizei sowie privaten Sicherheitskräften wurden seit August etwa etliche Menschen getötet worden. Südafrikas Präsident Jacob Zuma warnte angesichts der zahlreichen Arbeitskämpfe vor wachsender Instabilität.
(chb/tno/aho/sda/awp)
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