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Flugbegleiter haben am Sonntagabend die Entführung eines Linienflugs der italienischen Fluggesellschaft Alitalia nach Libyen vereitelt. Nach Angaben von italienischen Medien konnten die Crew-Mitglieder einen verstört wirkenden Mann überwältigen.
Der 48-jährige Mann soll Kasache sein und zur Delegation seines Landes bei der UNO-Kulturorganisation UNESCO in Paris gehören. Auf dem Weg von Paris nach Rom griff er eine Stewardess mit einem kleinen Messer an. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa war der Flug AZ 329 um 20.24 Uhr in Frankreich gestartet.
Der Mann verlangte, die Flugroute umgehend zu ändern und statt Rom die libysche Hauptstadt Tripolis anzufliegen. Nachdem der Mann überwältigt worden war, verabreichte ihm ein Arzt, der zufällig an Bord war, ein Beruhigungsmittel. Die Polizei berichtete, der Kasache sei bisher nicht auffällig geworden.
Die Maschine landete planmässig in Rom, wie es hiess. Keiner der 131 Passagiere an Bord wurde verletzt. Der Mann sei der Flughafenpolizei übergeben worden. Die angegriffene Stewardess wurde zur Untersuchung in ein Spital gebracht. Ihr Zustand sei jedoch nicht besorgniserregend.
Einzelheiten über die Motive der Tat wurden zunächst nicht bekannt. Eine Verbindung des Mannes zum internationalen Terrorismus wurde jedoch ausgeschlossen.
SDA-ATS