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Ob Pyrrhonismus, also das Misstrauen gegenüber Worten und in seiner Extremform gegenüber der Wahrnehmung, eine Richtung sei, in die sich ein Schriftsteller bewegen solle, fragt Knausgard in Lieben. Dadurch würde ein Nullpunkt erreicht, von dem aus sich der Nullwert ausbreite. Dies sei kein toter Punkt, denn Literatur müsse mehr sein, als Form. Literatur ist das, was sie bei den Lesern auslöse.
Wenn die Bücher, die zu mir kommen, wie die Mützenfalterin in ihrem Lesetagebuch zu Alles hat seine Zeit schreibt, als eine Art Hinweisschild zu verstehen sind, dann beginne ich langsam zu verstehen, was ich von Knausgard lernen soll. Solidität, wie M es nennen würde; der Weg des Nicht-Dazugehören-Wollens, um in den Worten der Mützenfalterin zu bleiben.
Ich kannte mal einen, der sich liebevoll um seine Kinder kümmerte, Hausmann war und nebenher mit x-ten Semester studierte, währenddessen seine Frau Karriere machte. Seine Kinder waren sein Leben. Eine andere Lebensform könne er sich nicht vorstellen, sagte er.
Welch grossen Kontrast bietet Knausgard dazu, der die zeitgenössische Rollenteilung zu leben versucht und doch immer seine Männlichkeit dabei gefährdet sieht.
Das Blog, das mich in den letzten Tagen nur über das Mobiltelefon reinliess und wie die kleine Tastatur die Schreibunlust nur noch förderte. Überhaupt streikt die Technik.
Die Reaktionen der arabischen Medien auf die Anschläge in Paris sind hochgradig erfreulich.
Ich habe es tatsächlich ausgehalten, nachdem ich Sterben abgeschlossen habe, drei Tage zu warten, bevor ich mit Lieben begann. Gestern angefangen zu lesen: in einer Verfassung, als ob ich Entzugserscheinungen hätte.