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In ihrer Schriftenreihe “Horizonte” behandelt Libera den technischen Zins und seine Bedeutung für die Pensionskassen. Als einfache Faustregel ergibt eine Reduktion des technischen Zinssatzes um 0,5 Prozentpunkte eine Erhöhung des Vorsorgekapitals Rentner um rund 5 Prozent und eine Reduktion des Umwandlungssatzes um rund 0,35 Prozentpunkte. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen des technischen Zinssatzes auf die Höhe des Umwandlungssatzes. Die Aussicht auf anhaltend tiefe Zinsen verweisen damit auf unausweichlichen Handlungsbedarf.
Die Schweizerische Kammer der Pensionskassen-Experten hat eine Fachrichtlinie (FRP 4) zum technischen Zinssatz erlassen, welche seit dem 1. Januar 2012 gültig ist. Die FRP 4 definiert den technischen Referenzzinssatz, auf dessen Grundlage der Experte für berufliche Vorsorge dem obersten Organ der Pensionskasse seine Empfehlung zum technischen Zinssatz für die Bewertung der Verpflichtungen der Rentenbezüger und gegebenenfalls für die technischen Rückstellungen abgibt. Im Weiteren muss der technische Zinssatz an die Struktur und die Merkmale der Pensionskasse angepasst sein und mit einer angemessenen Marge unterhalb der erwarteten Rendite der Anlagestrategie liegen. Der technische Referenzzinssatz wird gemäss FRP 4 wie folgt festgelegt:
Das so erhaltene Ergebnis wird auf 0,25 Prozent abgerundet.
Es darf jedoch weder unter der Rendite für 10-jährige Bundesanleihen
liegen noch 4,5 Prozent übersteigen.
Der aktuelle Wert des technischen Referenzzinssatzes per 30. September 2012 beträgt unverändert 3,5 Prozent und ist für die Jahresabschlüsse 2012 massgebend. Horizonte kann bei Libera bestellt oder als pdf heruntergeladen werden.