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Monographische Neuerscheinungen von Mitarbeitenden und Studierenden des IAW:
April 2022
Stephan Wyss / Annina Wyss Schildknecht: Der römische Gebäudekomplex von Kaiseraugst-Schmidmatt
In den Jahren 1982–1987 wurden auf der Flur Kaiseraugst-Schmidmatt die Ruinen eines kaiserzeitlichen Gebäudes mit Innenhof (Schmidmatt 1) sowie ein Hallenbau (Schmidmatt 2) freigelegt. Der Fundplatz Kaiseraugst-Schmidmatt zwischen Ober- und Unterstadt von Augusta Raurica ist einer der am besten erhaltenen nichtöffentlichen römischen Gebäudekomplexe nördlich der Alpen. Es handelt sich mutmasslich um eine Gaststätte und einen gewerblichen Betrieb, wohl eine Fullonica. Ein Schadensfeuer im ausgehenden 3. Jahrhundert zerstörte die Anlage. Im 4. Jahrhundert kommt es zu einer temporären Wiederbesiedlung des Areals. Prägend bleibt die ganze Zeit hindurch die Lage an der Fernstrasse Gallien – Raetien.
Cold Case, Fall II
Christa Ebnöther, Myriam Camenzind, Anaïs Corti, Michel Franz, Marc-André Haldimann, Markus Peter und Jonas von Felten:
Das spätkaiserzeitliche Gebäude von Kallnach, Bergweg
Nach der Publikation der Kulthöhle in Zillis GR im vergangenen Jahr, Cold Case Fall I, hat das ARP-Team – Mitarbeitende und Studierende – nun einen weiteren Fall zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht: jenen des in den späten 1980er Jahren untersuchten, spätkaiserzeitlichen Gebäudes in Kallnach BE.
Die Publikation umfasst neben der Befundvorlage eine ausführliche Diskussion des Fundmaterials, zu welchem u.a. ein etwa 4200 Buntmetallprägungen umfassender Hort gehört, sowie eine chronologische und regionale Kontextualisierung des Gebäudekomplexes, der zweifellos eine ökonomische und/oder organisatorische Funktion im Rahmen der spätkaiserzeitlichen Verwaltung innehatte. Die Auswertungen, in welche die Resultate mehrerer Seminar- und Bachelorarbeiten eingeflossen sind, konnten dank der seit 2019 bestehenden Forschungsvereinbarung zwischen dem Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern, Abteilung Archäologie der Römischen Provinzen, und dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern abgeschlossen und publiziert werden.
März 2022
Annick Payne / Šárka Velhartická / Jorit Wintjes (eds): Beyond All Boundaries, Anatolia in the 1st Millennium BC
This book contains the proceedings of an international conference with a focus on Anatolia in the 1st millennium BC which took place on Monte Verità, Ascona in Switzerland, in 2018. The volume contains recent and thought-provoking research from diverse academic fields, bringing together historical, linguistic and archaeological lines of enquiry. The aim of the conference, to stimulate interdisciplinary debate and to close ever widening gaps between related fields, also motivates this volume. Thirty-one chapters in three languages address Anatolian matters “Beyond All Boundaries” and present an essential contribution to the study of historical developments not only in Anatolia, but also in the neighbouring regions and the whole Mediterranean area in the 1st millennium BC.
Februrar 2022
Gabriel, Gösta – Overmann, Karenleigh – Payne, Annick (Hg.): Signs – Sounds – Semantics ––– Nature and Transformation of Writing Systems in the Ancient Near East. (WOO 13)
This volume presents eight essays that emerged form talks given at two workshops during the 64zh RAI, which was held 16-20 July 2018 at the University of Innsbruck, Austria.
Reihe + Nummer: WOO 13
ISBN: 978-3-86835-318-1
Erscheinungsdatum: 10.02.2022
Seitenanzahl: xiv + 23
März 2021
Archäologischer Dienst Graubünden, Christa Ebnöther, Anna Flückiger, Markus Peter
Zillis – Von der spätantiken Kulthöhle zum frühmittelalterlichen Bestattungsplatz
Die durch den Archäologischen Dienst Graubünden ausgegrabene Höhle in Zillis-Reischen ist europaweit ein herausragendes Zeugnis zur spätrömischen und frühchristlichen Glaubenswelt. Ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftler*innen der Archäologie, Zoologie und Bodenkunde hat nun die Geschichte dieser Höhle umfassend ausgeleuchtet und neu geschrieben. Zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert n. Chr. stand die Höhle, verschlossen mit einer Holzwand, nur einer kleinen heidnischen Kultgemeinschaft offen, der sie als Versammlungs- und Kultlokal nutzte und hier einer Gottheit wohl orientalischen Ursprungs huldigte. Ein mit plastischen Schlangen dekoriertes Kultgefäss, zahlreiches Geschirr aus Keramik, Glas und Speckstein sowie etwa 13'000 Tierknochen lassen auf geheimnisvolle Rituale und üppige Kultmahlzeiten schliessen. Hinzu kommen zahlreiche, von Kultteilnehmern deponierte Votivgaben, darunter fast 650 Münzen. Wie ein als Kreuz geschnitzter Knochen annehmen lässt, wird die Höhle spätestens ab dem 6. Jahrhundert möglicherweise zur Wirkungsstätte einer christlichen Gemeinschaft oder eines Eremiten. Nur wenig später diente sie als Gruft von drei ausgewählten Gläubigen. Für die im 7. und 8 Jahrhundert Verstorbenen wurde auf dem Gelände vor der Höhle ein Friedhof angelegt, von dem aber nur eine Gruppe von sieben Gräbern untersucht ist. Mit dem Ende der Bestattungen fällt die Höhle in einen Dornröschenschlaf, aus dem sie erst wieder mit der Entdeckung durch Kinder in den 1990er Jahren und den folgenden Ausgrabungen geweckt worden ist.
ISBN: 978-3-907095-34-8
Umfang: 204 Seiten
Format: 30 x 21 cm
Einband: Paperback
Erschienen: April 2021
Reihe: Archäologie Graubünden, Band / Sonderheft 10
November 2020
Wyss Schildknecht, Annina: Die mittel- und spätkaiserzeitliche Kleinstadt Zürich/Turicum. Eine Hafenstadt und Zollstation zwischen Alpen und Rheinprovinzen (Dissertationsschrift). Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 54
Mit Beiträgen von David Brönnimann, Eva Carlevaro, Benjamin Hartmann, Vera Hubert, Stefanos Karampelas, Jacqueline Lauper, Mirja Lehmann, Tiziana Lombardo, Stefanie Martin-Kilcher, Louise Pillet, André Rehazek, Christian Weiss, Marie Wörle
Zürich und Egg 2020, 389 Seiten, 327 Abbildungen, 58 Tfeln, 5 Beilagen, ISBN 978-3-906299-26-6 / Hardcover, ISBN 978-3-906299-27-3 / E-Book, Open access folgt im März 2021.
Mönninghoff, Hannah: Der Palast in Nuzi. Studien zur formalen Struktur des Palastgebäudes und den Funktionen der Palastinstitution (Dissertationsschrift) erschienen beim Verlag Harrassowitz in der Reihe Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie.
Oktober 2020
Kilchör, Fabienne: Archäologie visualisieren. Entwicklung einer standardisierten Zeichenschrift zur Analyse und Vermittlung archäologischer Funde und Befunde (Dissertationsschrift) erschienen beim Verlag Harrassowitz in der Reihe Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie.
September 2020
Rutishauser, Susanne: Siedlungskammer Kilikien. Studien zur Kultur- und Landschaftsgeschichte des Ebenen Kilikien (Dissertationsschrift) erschienen beim Verlag Harrassowitz in der Reihe Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie.
August 2020
Sollee, Alexander E. »Bergesgleich baute ich hoch« Untersuchungen zur Architektur, Funktion und Bedeutung neuassyrischer Befestigungsanlagen (Dissertationsschrift) erschienen beim Verlag Harrassowitz in der Reihe Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie.
Dezember 2019
Tudeau, Johanna: Building in Assyria, A Philological Perspective (Dissertationsschrift) erschienen beim Verlag Harrassowitz in der Reihe Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie.
Die Endpublikation der Ausgrabungen auf dem Sirkeli Höyük von 2006 bis 2015 ist bei Harrassowitz in der Reihe Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie, Band 13 erschienen!
April 2019
Der von Mirko Novák und Christoph Baumer herausgegebene Tagungsband "Urban Cultures of Central Asia from the Bronze Age to the Karakhanids" ist bei Harrassowitz in der Reihe Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie erschienen. Der Band enthält Beiträge der ersten internationalen Tagung zur Archäologie Zentralasiens, die im Februar 2016 in Bern veranstaltet worden ist.
November 2018
Bei Oberhallau im Kanton Schaffhausen wurde 1991 eine neue archäologische Fundstelle entdeckt und ein Bauprojekt löste im Jahr 2000 eine erste Rettungsgrabung aus. Die Kantonsarchäologie Schaffhausen und das Institut für archäologische Wissenschaften führten 2009-2011 weitere Untersuchungen gemeinsam durch. Unter der Leitung von Dr. Othmar Wey nahmen daran zahlreiche Studierende des IAW teil und legten neolithische, bronzezeitliche und eisenzeitliche Befunde und Funde frei.
Die Publikation «Oberhallau-Überhürst - Zwei Siedlungen mit Grabenwerk aus dem Mittelneolithikum und der jüngeren Latènezeit. Beiträge zur Schaffhauser Archäologie 6, Schaffhausen 2018. Herausgegeben vom Baudepartement des Kantons Schaffhausen, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Kantonsarchäologie.» liegt seit kurzem vor. Die MA Arbeit von Johannes Wimmer sowie die BA Arbeiten von Sebastian Salzmann und Angela Minnig werden damit publiziert.
Juni 2018
Die Publikation "Text and Image. Proceedings of the 61e Rencontre Assyriologique Internationale, Geneva and Bern, 22-26 June 2015" der im Juni 2015 in Bern und Genf durchgeführten Tagung 61e Rencontre Assyriologique Internationale mit dem Thema "Text and Image" ist bei Peeters erschienen. Das Anliegen der Tagung war, die Zusammenarbeit und den Dialog zwischen den Dispziplinen Vorderasiatische Archäologie und Altorientalische Philologie anzuregen.
Open Access: download ZORA
Herausgeber: Attinger P., Cavigneaux A., Mittermayer C., Novak M., Ahrens, A.; Michel, P. M.; Nicolet, G.; Rutishauser, S.; Sollee, A. E.; Suter, C. E.; Tudeau, J.
Januar 2018
Die von Caroline Heitz und Regine Stapfer bei Sidestone Press Leiden herausgegebene Publikation «Mobilty und Pottery Production. Archaeological and Anthropolical Perspectives» entstand im Rahmen des SNF Projekts «Mobilities, entanglements and transformations in Neolithic societies on the Swiss Plateau (3900-3500 BC)» und liegt nun in gedruckter Form vor!
Ein Team des Instituts für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern hat im ägyptischen Syene (Assuan) im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte geschrieben: Die Forscherinnen und Forscher haben über mehrere Jahre hinweg tausende Keramikscherben aus römischer Zeit bestimmt, eingeordnet und datiert. Mit der Publikation von Professorin Stefanie Martin-Kilcher wird nun eine Lücke in der Handels- und Kulturgeschichte Oberägyptens geschlossen. Der Band ist beim Pewe-Verlag erschienen.
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