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Berufsbildung
Dank einer grossen Spende aus Liechtenstein Ende 2001 für Kinderhilfe konnte die Stiftung ab 2002 in der Berufsbildung mitmachen. Nachdem mit Igarassu bereits gute Kontakte bestanden, war das Wo schnell gelöst. Es fragte sich Wie?
Hans Haller legte seine Ideen den Verantwortlichen der Stadt vor: Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren sollten zu Elektrikern, Schreinern oder Mechanikern ausgebildet werden. Die Teilnehmer sollten aus einfachen Verhältnissen stammen und eine öffentliche Schule besucht haben. Die Stiftung wollte sich nicht am eigentlichen Schulbetrieb beteiligen, sondern eher eine Prämie bei erfolgreichem Abschluss bezahlen.
Mit dieser Ausgangslage begannen an der Schule Paulo Freire ab dem 13.5. 18 Jugendliche einen 6 monatigen Kurs als Hauselektriker. Die Stadt wählte die Teilnehmer nach obigen Kriterien aus. Sie stellte das Lokal, die Lehrkräfte, das Schulmaterial, den Transport und die Verpflegung. Die Stiftung kaufte das Werkzeug sowie das Material für den Kurs. Ausserdem erhielt jeder der 13 erfolgreichen Teilnehmer am Ende des Kurses einen Werkzeugsatz, damit er seinem Beruf nachgehen konnte. Haller sprach mit den ‚frischgebackenen‘ Elektrikern. Sie regten ein anschliessendes Praktikum an. Sonst waren sie mit dem Kurs zufrieden.
Weitere Kurse kamen bis 2006 nicht zustande. Von der Stadtseite kamen keine konkreten Vorschläge. Haller insistierte auch nicht, stellte er doch bei späteren Treffen mit den Elektrikern fest, dass die wenigsten eine Anstellung in ihrem Beruf gefunden hatten.
2006 unternahm die Stiftung einen weiteren Versuch im Bereich der Berufsbildung: Zusammen mit dem Verein Agua-Viva (Christoph Steiner) bildet sie in Maria Farinha arme Jugendliche zu Berufsfischern auf. Mit dem Erlös des Sponsorenlaufes der Schule Hunzenschwil kauften die Verantwortlichen ein Fischerboot. Erste Resultate und Erfahrungen folgen in den nächsten Monaten.