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Schulischer Doppelauftrag
Erziehung zum Sport: Erschliessung der Sport- und Bewegungskultur
Erziehung durch Sport: Persönlichkeitsentwicklung, soz. Kompetenzen
6 Sinnrichtungen des Sportunterrichts
- sich wohl und gesund fühlen
- erfahren und entdecken
- gestalten und darstellen
- üben und leisten
- herausfordern und wetteifern
- dabei sein und dazugehören
Unter welchen 3 Aspekten kann jede körperliche Aktivität betrachtet werden?
1. Aspekt des Bewegungsapparates
2. der Energie
3. der Steuerung
Erkläre: der Bewegungsapparat
Verrichtet die Arbeit- besteht aus aktiven Strukturen (Muskulatur) und passiven Strukturen (Knochen, Sehnen und Bänder)
Erkläre: der Energiestoffwechsel
Der Stoffwechsel liefert Energie. Wenn sich die Muskelfasern kontrahieren, wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt.
Erklären: die Steuerung
Nervensystem leitet
- Zentrales Nervensystem ZNS (Gehirn und Rückenmark)
- peripheres NS --> steuert und kontrolliert jede Bewegung. Dabei gibt es afferente (zum ZNS führende) und efferente (vom ZNS wegführende) Nervenfasern.
--> Muskeln mit ihren Sehnen, Gelenke mit Bändern --> mit Sensoren ausgerüstet.
-Neuromuskuläres System = Nerven, Muskeln, Bewegungssensoren
Muskelaufbau grob erklärt
- Skelettmuskel wird von einer Bindegewebshülle begrenzt --> Schutz des Muskels und gibt seine Form
-Muskel besteht aus zahlreichen Muskelfaserbündeln, diese enthalten die Muskelfaserzellen.
-Kontraktionsarbeit wird von innerhalb dieser Muskelfaserzellen von den Myofibrillen erbracht.
-Myofibrillen verlaufen parallel zur Längsachse der Muskelfaser, bestehen aus einer Kette von Sarkomeren.
Sarkomere
sind kontraktil (fähig, sich zusammen zu ziehen) Einheiten der Myofibrillen. Sie werden von Z-Scheiben begrenzt. Zwischen den Z-Scheiben erkennt man die kantraktilen Proteine, die Myofilamente. Aktin- und Myosinfilamente schieben sich bei einer aktivierten Muskulatur ineinanderm so dass sich die Sarkomere verkürzen.
Muskelkontraktion
Myosinfilament wird biochemisch angeregt, hakt sich bei der Perlenkette des Aktinfilaments ein und zieht das Aktinfilament heran. Die Sarkomere werden so verkürzt.
Muskelentspannung:
die Myosinfilamente lösen sich vom Aktin und gleiten in die Ausganslage zurück, wobei sich die Sarkomere wieder verlängern.
Myosinköpfchen:
brauchen ATP für Kontraktion, ATP wird umgewandelt, wenn Myosin mit Aktin in Berührung kommt.
Muskelkater
Folge von Überbeanspruchung bei ungewohnter und intensiver Bremsarbeit. Der Muskel wird ja durch Anspannen kontrahiert, beim Entspannen schnellt er zurück in die gedehnte Position. (Bergabwärts gehen, Niedersprünge)
kleinste Schädigungen der Muskelzellen (Aktin- und Myosinfilamente sind zerstört)
- gutes Aufwärmen, abgestufte Belastungssteigerung an eigene Leistungsfähigkeit angepasst
Muskelfasertypen: Typ I / Slow-Twitch
Langsame Muskelfasern:
langsam kontrahierende Fasern, die sehr ermüdungsresistent sind. Haben v. a. statische Haltefunktionen am Bewegungsapparat. Werden für Alltagsbewegungen mit geringem Krafteinsatz gebraucht (gehen, bücken, ect.)
--> Bei regelmässigen Ausdauertraining können sich Typ II - Fasern (schnelle) in Typ I - Fasern (langsame) umwandeln. Umgekehrt geht dies nicht.
Muskelfasertypen: Typ II / Fast Twitch
schnell kontrahierende Fasern, die rasch ermüden. Bei 'grossen' Muskeln, die dynamische Aufgaben hanen. Werden gebraucht für schnelle Bewegungen un hohen Krafteinsatz.
Energiegewinnung im Muskel
Siehe Blatt
Anpassungsfähigkeit des Körpers als Grundlage der Leistungsentwicklung: zwei Unterschiede
strukturelle und funktionelle Anpassungen
strukturelle Anpassungen bedeuten:
Zunahme an Grösse und Masse:
Muskelfaserquerschnitt nimmt zu --> Sehnen und Bänder massiver --> Knochenmasse dichter --> Herzvolumen wird grösser --> Kapillaren werden gebilden (bessere Durchblutung) --> Blut verfügt über Sauerstofftransport-Kapazität
funktionelle Anpassungen führen zu:
optimierung bestimmter Funktionen:
Organfunktionen werden Bedürfnissen des Organs angepasst --> Erholung/Regeneration erfolgen schneller --> Stoffwechselprozesse reibungsloser Ablauf --> Nervensignale schneller transporter und übertragen --> Informationen effizienter verarbeitet, gespeichert und abgerufen --> Muskelaktivität koordinierter (Bewegungsabläufe fliessender)
Aufwärmen
Umstellung des Körpers von Ruhe auf Aktivität
- Muskulatur
-Herz/Kreislauf
-Nervensystem
-Gelenke und Sehnen
Aufwärmen bezogen auf die Muskulatur:
-Dehn- und belastbarer
-bessere Versogung durch Sauerstoff
-Stoffwechselendprodukte schneller abgebaut
-Reflex-, Kontraktions- und Koordinationsleistung verbessert
Aufwämen bezogen auf Herz / Kreislauf
-Optimiert Blutverteilung im Organismus
-Verbessert Sauerstoffvertreilung in Arbeitsmuskulatur