Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/593

Stellen Sie bei einem Angehörigen regelmässige Erinnerungslücken und ein verändertes Verhalten fest? Fragen Sie sich, was los ist, und befürchten Sie, dass Ihr Familienmitglied an Alzheimer leidet? In diesem Beitrag sind die Symptome zusammengestellt, an denen sich diese Krankheit erkennen lässt.
Die Alzheimerkrankheit besser verstehen
Alzheimer ist eine fortschreitende, tödlich verlaufende Krankheit, die das Erinnerungsvermögen und die geistige Leistungsfähigkeit der betroffenen Personen beeinträchtigt. Meist wird diese Erkrankung mit einem Gedächtnisverlust in Verbindung gebracht. Doch dabei handelt es sich nicht um das einzige erkennbare Symptom. Zudem ist ein Gedächtnisverlust nicht immer auf die Alzheimerkrankheit zurückzuführen. Deshalb sollte für die Diagnose eine Fachperson beigezogen werden. Einige Symptome können Ihnen jedoch bereits einen Hinweis geben:
Die häufigsten Symptome
- Gedächtnisstörungen: Die betroffene Person vergisst wichtige Daten und Ereignisse und kann sich neue Informationen nicht mehr merken.
- Häufiges Verlieren von Gegenständen: Sie verliert regelmässig Dinge oder verlegt sie an den unmöglichsten Orten (zum Beispiel Brille im Tiefkühler).
- Schwierigkeiten beim Ausführen alltäglicher Aufgaben: Die Erledigung von Alltagsaufgaben wie Reinigen der Wohnung, Zubereiten der Mahlzeiten, Autofahren oder auch Einkaufen im Supermarkt fällt immer schwerer.
- Sprachstörungen: Die betroffene Person sucht nach Worten oder verwendet das falsche Wort, um einen Gegenstand zu benennen. Unter Umständen hat sie auch Mühe beim Schreiben.
- Unsicherheit bei der Verwaltung der eigenen Finanzen: Der Person gelingt es nicht mehr, ihre Bankkonten zu verwalten, und sie kennt den Wert des Geldes nicht mehr. Sie wird zum Opfer skrupelloser Verkäufer.
- Mangelnde Hygiene: Ihr Familienmitglied vernachlässigt seine Körperpflege und zieht immer wieder die gleichen Kleider an, ohne sie zu waschen.
- Fehlende Sozialkontakte: Da Menschen mit Alzheimer Schwierigkeiten haben, Beziehungen zu anderen Menschen zu pflegen, ziehen sie sich nach und nach von ihrem Umfeld zurück und geben ihre Aktivitäten und Freizeitbeschäftigungen auf. Dadurch vereinsamen sie zusehends.
- Stimmungsstörungen: Die Stimmung und die Persönlichkeit Ihres Familienmitglieds verändern sich rasch. Die Person ist auch rasch verängstigt und deprimiert, wenn sie sich an einem Ort befindet, der ihr unbekannt oder nicht vertraut ist. Es ist für sie sehr schwierig, ihre Komfortzone zu verlassen.
- Offensichtliche Desorientierung: Menschen mit Alzheimer sind häufig örtlich und zeitlich desorientiert.
- Mangelnder Antrieb: Möglicherweise verliert die betroffene Person jegliche Motivation, vor allem wenn die Rede davon ist, Aktivitäten zu unternehmen, für die sie sich früher begeistert hat.
Bestehen bei Ihrem Familienmitglied eines oder mehrere dieser Symptome? Dann sollten Sie nicht zuwarten: Suchen Sie seine Hausärztin oder seinen Hausarzt auf, die eine Diagnose stellen können. Wird tatsächlich Alzheimer festgestellt, kann die Ärztin oder der Arzt Sie beraten, wie Sie Ihren Angehörigen im Alltag unterstützen können. Ausserdem können Ihnen spezialisierte Fachpersonen und Einrichtungen angegeben werden.
Von der Krankheit einer nahestehenden Person zu erfahren ist ein schwieriger Moment. Sorgen Sie dafür, dass Sie sich aussprechen und Ihren Stress abbauen können, und nehmen Sie psychologische Unterstützung in Anspruch.
Das Schweizerische Rote Kreuz steht Ihnen zur Seite: Es bietet Kurse an, die Ihnen helfen werden, Ihre Angehörigen zu begleiten und zugleich sich selbst Sorge zu tragen.