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Oder der Kaffee ist nicht mehr der Feind unserer Gesundheit…
Bis vor kurzem hat man ihn immer als Feind unserer Gesundheit betrachtet – aber der Kaffee wurde inzwischen durch eine Reihe von Untersuchungen rehabilitiert, die beweisen, dass dieses allseits so beliebte Getränk, unter gewissen Umständen, unserer Gesundheit sogar förderlich sein kann. Neueste Studien haben ergeben, dass der Kaffeegenuss die Bildung von Leberkrebs verhindert. Aber es gibt auch Analysen, die auf gewisse negative Effekte hindeuten – zum Beispiel auf den Blutdruck. Hier ist eine Aufstellung der positiven Kaffee-Auswirkungen: Diabetes
Die Harvard-Universität in den USA demonstrierte, dass der Kaffee das Risiko der Diabetes vom Typ 2 mindert. An Personen, die pro Tag sechs Tassen koffeinfreien Kaffee tranken, stellte man fest, dass die Krankheit auf ein Drittel ihrer Quote zurückging. Noch weiss man allerdings nicht genau, welche Substanz die Sensibilität der Zellen auf Insulin korrigiert.
Parkinson
Nach amerikanischen Untersuchungen verringert der regelmässige Konsum von Kaffee die Wahrscheinlichkeit der Krankheitsentwicklung um mindestens 20%. Der Kaffee reduziert den Verlust von “Dopamin“, eines Neurotransmitters, der von der Krankheit angegriffen wird.
Krebs
Der Kaffee scheint eine Hilfe bei seiner Verhütung zu sein. In Harvard hat man seine positiven Eigenschaften bei Dickdarm- und Mastdarmkrebs festgestellt. Japanische Wissenschaftler glauben ausserdem, dass der Kaffee ein Risiko des Leberkrebses um 50% reduziert. Im Getränk vorhandene antioxydnative Substanzen blockieren die Entwicklung der Krebszellen.
Depression
Die “Universidade Federal de Rio de Janeiro“ hat 100.000 Jugendliche während 10 Jahren begleitet und festgestellt, dass die Zahl der Depressions-Fälle und der chemischen Abhängigkeit unter jenen deutlich geringer war, die regelmässig Kaffee tranken. “Eine von der Chlorigen-Säure produzierte Substanz, die in der Kaffeebohne vorkommt, verhindert Stimmungsschwankungen“, sagt der Neurologe Darcy Lima, Koordinator der Untersuchung.
Gedächtnis
Das Koffein und andere Substanzen im Kaffee aktivieren das Gehirn, was zu erhöhter Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und der Gedächtnisbildung bei Kindern wie Erwachsenen führt. Bei Personen über 60 helfen zwei Tassen Kaffee pro Tag, um die Informationen im Gehirn zu festigen – das sagt die Universität von Arizona, USA. In Brasilien gibt es sogar Befürworter einer Tasse Kaffee innerhalb der Schulspeisung.
Fruchtbarkeit
Wissenschaftler der Universität von São Paulo, Brasilien, bewiesen, dass der Kaffee die Mobilität der Spermatozoiden anregt, und damit die Chancen einer Befruchtung steigen.
Verdauung
Ganz im Gegenteil zur öffentlichen Meinung verursacht der Kaffeegenuss weder Magengeschwüre noch Gastritis. Er kann jedoch diese Probleme verstärken, weil er die Produktion von Magensäure anregt. Einige Substanzen des Kaffees erzeugen Flecken auf dem Zahnschmelz. Dieser Effekt kann durch regelmässige Zahnreinigung durch den Zahnarzt bekämpft werden.
Die Wirkung des Kaffees auf das Herz
Untersuchungen, welche den Kaffee mit Herzproblemen in Verbindung bringen, sind unvollständig. Unterschiedliche Versuche, welche eine Verbindung zwischen häufigem Kaffeegenuss und einem erhöhten Blutdruck nachweisen wollten, scheiterten. Eine Untersuchung der John Hopkins Universität (USA) begleitete Ex-Studenten während einer Periode von zwanzig Jahren und stellte lediglich eine leichte Erhöhung des Blutdrucks nach sehr langer Zeit fest.
Andere Untersuchungen konzentrierten sich auf andere Wirkungen. Zum Beispiel fand die “British Cardeological Foundation“ heraus, dass das Koffein Herzrhythmusstörungen bewirken kann – aber nur bei Personen mit einer Prädisposition zu diesem Problem. Eine Universität in Athen brachte den Kaffeekonsum mit einer Verschlimmerung von Entzündungen im kardio-vaskularen System in Verbindung.
Die Schwierigkeit, Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen zu finden, hat ihren Grund in der unterschiedlichen Wirkung des Getränks von einer Person zur anderen. “Es gibt Personen, die reagieren besonders empfindlich hinsichtlich ihres Blutdrucks, wenn sie Kaffee trinken“, sagt der Herzspezialist Luiz Antônio Machado César, vom Herz-Institut in São Paulo, “andere entwickeln eine gute Toleranz“.