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Würden sie es gut finden, wenn ein smarter Lautsprecher ihrem Kind eine Geschichte mit der imitierten Stimme seiner verstorbenen Grossmutter vorliest? Genau mit diesem Beispiel versuchte der Amazon-Wissenschaftler und Alexa-Programmleiter Rohit Prasad an der Konferenz Re:Mars die Segnungen einer neuen Fähigkeit, die Amazons Smartspeaker Alexa bald bekommen soll, zu demonstrieren. Alexa werde, so Prasad, bald die Stimmen von beliebigen Personen nachahmen können. Und zwar nicht etwa erst nach stundenlangen Aufnahmen einer Stimme in einem Studio, sondern nach weniger als einer Minute.
Laut US-Medienberichten versuchte er diese Fähigkeit vor allem damit anzupreisen, dass man dadurch die Stimmen von Verstorbenen wieder zurückholen könne. Künstliche Intelligenz könne natürlich nicht den Schmerz eines Verlustes aus der Welt schaffen, sagte Prasad gemäss 'ZDnet',
"aber sie kann sicher dabei helfen, Erinnerungen dauerhaft zu machen."
Einen Zeitplan dafür, wann dieser neue Alexa-Skill allgemein zugänglich sein wird, nannte er nicht.
Zu allfälligen Bedenken bezüglich möglichem Missbrauch einer solchen Stimmimitationstechnologie äusserte sich Prasad anscheinend ebenfalls nicht, zumindest wird dies in den uns vorliegenden Medienberichten nicht erwähnt. Dabei liegen solche Bedenken klar auf der Hand: Deepfakes, in denen bekannte Menschen oder auch beliebige Personen Dinge sagen, die sie nie gesagt haben, könnten dadurch leichter hergestellt werden. Auch Betrugsversuche durch Anrufe, in denen die Stimme einer Person nachgeahmt wird, könnten wesentlich einfacher werden, um nur 2 Beispiele zu nennen.
Bei Microsoft hat man sich über diese Probleme Gedanken gemacht. Vor 2 Tagen hat der Softwareriese bekannt gegeben
, dass man den Zugang zu Technologien, welche die Nachahmung einer Stimme erlauben, stark einschränken wolle. Zudem will der Anbieter selbst überwachen, wie Kunden die Technologie einsetzen, und dies nur für bestimmte, von Microsoft vorgegebene Zwecke zulassen.