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Die hier beschriebenen Änderungen erfolgen auf eigenes Risiko !
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Die Dampflok No.73 wurde im Mai 1947 von Baldwin Locomotive Works gebaut. Sie war die letzte Dampflok, die von der White Pass gekauft wurde. 1964 wurde sie ausser Betrieb genommen und 1968 in Bennet als Denkmal aufgestellt. 1982 wurde sie in Skagway restauriert und kommt heute manchmal vor Touristenzügen zum Einsatz.
Dampflok No.73 am 28.7.1999 in Skagway
Dampflok No.73 im August 2011 (Fotos: Rolf Kuhn)
Weitere Infos: Wikipedia (e)Zum Anfang
Die Dampflok 21832 wurde in einer limitierten Auflage von 600 Stück von LGB/Aster als Metallmodell hergestellt. Ich konnte das Modell 443 Mitte 2007 bei einem Deutschen LGB-Händler kaufen.
Die Verpackung der Lok ist eine schöne Holzkiste. Im Innern ruht die Lok in einem Styroporeinsatz. Meine Lok hat die Nummer 443 aus der Serie von 600 hergestellten Loks.
Zuerst ein paar Bilder des Aster/LGB-Modells 21832.
Die Eigenschaften der Lok sind:
Die folgenden Dokumente wurden mit dem Modell mitgeliefert:
LGB 21832 Bedienungsanleitung (PDF,580KB)
LGB 21832 Zertifikat (PDF,350KB)
Ich machte an meinem Modell bisher folgende Modifikationen:
Schon nach den ersten Metern auf meiner Anlage zeigten sich die folgenden Problem mit der Lok:
Nach der kurzen Testfahrt kam die Lok in mein Büro und wurde dort als Vitrinenmodell ausgestellt.Zum Anfang
Das Modell wird mit einem LGB-Onboard-Decoder ausgeliefert. Die Fahreigenschaften dieses Decoders sind nicht befriedigend und daher ersetzte ich ihn mit einem ZIMO MX69 mit Hilfe meines LGB-Adapters.
|Der Onboard-Decoder befindet sich im Dampfkessel. Öffne die Rauchkammertüre und löse die beiden Schrauben (Pfeile).|
|Löse links und rechts vorne am Dampfkessel die beiden Schrauben (Pfeile). Bei meiner Lok waren diese Schrauben sehr fest und man muss beim Lösen sehr aufpassen.|
|Ziehe den Einsatz mit der Rauchkammertüre vorsichtig nach vorne aus dem Dampfkessel.|
|Nun kann der gesamte Einsatz im Innern des Dampfkessels rausgezogen werden. Vorne sitzt der LGB-Onboard-Decoder.|
|Das Bild links zeigt die Elektronik der Lok (links LGB-Onboard-Decoder, rechts Soundplatine).|
|Auf der Rückseite des LGB-Adapters werden 3 Kunststoffdistanzhülsen angeklebt.|
|Der LGB-Onboard-Decoder wird entfernt und alle Kabel werden 1:1 in den LGB-Adapter umgesteckt. Der LGB-Adapter wird dann am Platz des LGB-Onboard-Decoders montiert.|
|Der MX69 wird vorsichtig über der Soundplatine mit einem Kabelbinder befestigt und angeschlossen.|
|Das Bild links zeigt die neue Konfiguration mit LGB-Adapter links und MX69 rechts über der Soundplatine.|
|Der Zusammenbau erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge wie die Demontage.|
Im ZIMO MX69 Decoder müssen die folgenden CVs programmiert werden:
|CV||Wert||Beschreibung|
|112||128||LGB Pulskettenerzeugung für Soundmodul (LGB-Bus) ein (Bit 7 = 1)|
Das Modell besitzt in der Originalausführung die folgenden Funktionen und Sounds:
|Funktion||Beschreibung|
|1||Pfeife Bahnübergang (2xlang, 1xkurz, 1xlang)|
|2||Bremsgeräusch|
|3||Glocke|
|4||Ansage: ”The train is about to leave. All Aboard!” (Der Zug fährt gleich ab. Einsteigen !)|
|5||Kesselfeuer ein/aus|
|6||Pfeife (1xlang)|
|7||Dampfentwickler aus/ein|
|8||Sound ein/aus|
Leider konnte ich trotz intensiver Suche im Internet zur 21832 keine Explosionszeichnung finden. Die entsprechenden Zeichnungen der LGB-Mikado-Dampfloks halfen nur sehr beschränkt weiter, weil die 21832 nur gerade das eigentliche Fahrwerk mit dieser Lokfamilie gemeinsam hat.
Die Zerlegung der 21832 gehört wohl zu den mühsamsten Aktionen, die ich je mit einer LGB-Lok gemacht habe.
Tipp: Ich habe die Teile und ihre zugehörigen Schrauben jeweils zusammen in kleine Plastikbeutel verpackt und beschriftet, damit ich für die Montage wusste, was zusammengehört.
|Das Fahrwerk der 21832 ist als sogenannter Knickrahmen konstruiert und wird nur an 2 Punkten (Pfeile) mit dem Maschinenrahmen verbunden. Dies ist wichtig zu wissen für die nun folgende Zerlegung der Lok.|
|Das Bild links zeigt den Knickrahmen der Lok von unten.|
|Als ersten Schritt entfernte ich das Blech am Ende des Führerstandes durch Lösen der beiden kleinen Schrauben darunter (Pfeile).|
|Das Bild links zeigt den Führerstand ohne Übergangsblech.|
|Als nächsten Schritt demontierte ich den Führerstand. Hierfür muss rechts vor dem Führerstand die Schraube (Pfeil) gelöst werden.|
|Dann muss links vor dem Führerstand die Schraube (Pfeil) gelöst werden. Jetzt kann der Führerstand vorsichtig nach oben abgezogen werden.|
|Die Abdeckung mit den Armaturen wird mit Hilfe der 6 Schrauben gelöst und vorsichtig aus dem Kessel nach hinten gezogen. An diesem Teil sind Kabel befestigt - also vorsichtig rausziehen.|
|Das Bild links zeigt den geöffneten Dampfkessel. Die kleine Platine mit dem Hauptschalter wird abgeschraubt und das Kabel an die Glühlampe oben wird abgelötet. Nun kann die Abdeckung zur Seite gelegt werden.|
|Nun muss der Dampfkessel vorne geöffnet werden. Öffne die Rauchkammertüre und löse die beiden Schrauben (Pfeile), die die Platine im Dampfkessel fixieren.|
|Löse links und rechts vorne am Dampfkessel die beiden Schrauben (Pfeile). Bei meiner Lok waren diese Schrauben sehr fest und man muss beim Lösen sehr aufpassen.|
|Ziehe den Einsatz mit der Rauchkammertüre vorsichtig nach vorne aus dem Dampfkessel. Das Bild zeigt die Platine im Innern des Deampfkessels.|
|Nun kann der gesamte Einsatz im Innern des Dampfkessels rausgezogen werden. Vorne sitzt der LGB-Onboard-Decoder.|
|Das Bild links zeigt die Elektronik der Lok (links LGB-Onboard-Decoder, rechts Soundplatine). Trenne alle Kabel von den Platinen und beschrifte diese mit Nummern, damit der Zusammenbau später keine Probleme macht.|
|Das Gewicht am Ende des Dampfkessels im Führerhaus wird mit 2 Schrauben (Pfeil) vom Lokrahmen gelöst. 2 Kabel gehen durch die Öffnung und die zugehörigen Stecker müssen zuerst auf der Elektronik vorne ausgesteckt und durch den Dampfkessel zurückgezogen werden. Dann kann das Gewicht entfernt werden.|
|Im Inneren wird nun der Nocken (Pfeil) sichtbar, der das Fahrwerk hinten mit dem Lokrahmen verbindet.|
|In Fahrtrichtung rechts befindet sich auf der Unterseite des Umlaufbleches die Lichtmaschine. Diese muss nun unbedingt vom Umlaufblech gelöst werden (2 Schrauben - Pfeile). Die Lichtmaschine trennte ich später vom Gestänge, damit keine Schäden auftreten konnten.|
|Ich lege die Lok vorsichtig verkehrt herum auf eine Schaumstoffliege und entferne die Vor- und Rücklaufachse (Pfeile).|
|Der Halter für die Vorlaufachse muss nun entfernt werden. Mit einem schmalen Schraubenschlüssel muss die Mutter auf der Rückseite fixiert werden.|
|Nun wird der Sicherungsring des Bolzens (Pfeil) entfernt und der Bolzen im Dampfkessel nach oben rausgezogen.|
|Am Fahrwerk sind noch mehrere Kabel befestigt. Die Stecker werden auf den Platinen gelöst und die Kabel durch den Dampfkessel
zurückgezogen.

Das Fahrwerk wird nun vorsichtig auf der Seite des Führerstandes aus dem Lokrahmen angehoben. Dann wird der Rahmen mit Kessel nach vorne gestossen und vorsichtig vom Fahrwerk vorne getrennt. Das Bild links zeigt das ausgebaute Fahrwerk.
|In der 21832 treibt der Motor über einen Zahnriehmen die Lok an. In der normalen LGB-Mikado ist der Motor direkt im Fahrwerk integriert.|
|Die Platte am Ende wird mit 4 Schrauben entfernt (Pfeil).|
|Nun entferne ich die beiden Kabel vom Motor und das Halteblech auf der Anschlussseite (2 Schrauben jede Seite - Pfeile).|
|Am Ende des Fahrwerkes befindet sich ein Messingblock für das Kugellager der Antriebswelle. Zuerst wird das Abdeckblech entfernt und dann der Messingblock (2 Schrauben jede Seite - Pfeile).|
|Blick von hinten auf Motor, Zahnriemen und Antriebswelle.|
|Die 3 Schrauben vom Motor werden entfernt. Nun wird der Zahnriemen vorsichtig über das Ritzel am Motor gezogen und der Motor entfernt.

Jetzt kann das schwarze Halteblech des Motor entfernt werden.
|Der Motorhalter wird mit 2 Schrauben auf dem Antrieb befestigt (Pfeile). Dieser kann jetzt entfernt werden.|
|Blick auf das Fahrwerk mit der Antriebswelle. Alle Kabel werden entfernt.|
|Blick in das offene hintere Fahrwerk von oben. Auf der letzten Achse sitzt der Geber für die Dampfstosserzeugung. Dieses Fahrwerk ist identisch mit dem LGB-Mikado-Fahrwerk.|
|Blick in das offene hintere Fahrwerk von unten. Neben der letzten Achse sitzt ein kleiner Print (Pfeil).|
|Auf der Platine (ME013361) sind 3 Hall-Sensoren für Dampfstosserzeugung, Horn und Glocke zu finden. Die Pinbelegung kann meinem Schema für den Umbau der Lok entnommen werden.|
Die Lok ist im Original mit einem Bühler-Motor ausgerüstet. Mit diesem Motor fährt die Lok deutlich zu langsam und hat überhaupt keine Zugkraft. Bei MAXON fand ich einen passenden Motor mit höherer Drehzahl und höherem Drehmoment. Dieser Motor ist aber leider als Einzelstück nicht ganz günstig zu bekommen.
Das Bild zeigt oben den MAXON- und unten den Bühler-Motor.
|Hersteller:||Bühler||MAXON DC Motor 310007|
|Spannung:||24 VDC||24 VDC|
|Strom:||0.6 A||0.165 A|
|Geschwindigkeit:||3000 U/min||8810 U/min|
|Drehmoment:||3.2 Ncm||8.5 Ncm|
|Durchmesser Gehäuse:||31 mm||30 mm|
|Durchmesser Welle:||3 mm||5 mm|
|Länge Gehäuse:||75 mm||68 mm|
Der Umbau wird hier beschrieben.Zum Anfang
Ich modifzierte die Lok wie folgt:
Das Schema gibt einen Überblick:
Schema als PDF (1.5MB)Zum Anfang
Der Motorumbau ist die wichtigste Änderung an dieser Lok. Mit der höheren Drehzahl und dem höheren Drehmoment des MAXON-Motors konnten die Fahreigenschaften massiv verbessert werden. Der Vergleich der beiden Motoren ist hier zu finden.
|Die Lok muss gemäss der Anleitung oben bis zum Bild links demontiert werden.|
|Auf der Motorwelle des Bühler-Motors sitzt die Nabe für den Zahnriemen. Diese Nabe ist aufgeklebt und muss
vorsichtig mit dem Heissluftföhn von der Welle abgezogen werden. Der Durchmesser der MAXON-Motorwelle beträgt 5mm.
Somit muss die Nabe sehr vorsichtig von 3mm auf 5mm aufgebohrt werden.

Die Nabe wird dann mit einem Loctite-Kleber festgeklebt. Die Motorwelle am MAXON-Motor wird dann gekürzt bis knapp zur Nabe.
|Der neue MAXON-Motor ist etwas kürzer als der Original-Bühler-Motor. Aus diesem Grund muss am Blech links die Befestigung für den Motor versetzt werden. Hierzu müssen 4 neue Löcher ins Blech gemacht werden (Pfeile).|
|Der Motorhalter muss mit einem zusätzliche Loch versehen werden (Pfeil).|
|Die 3 Löcher in der hintere Motorhalter für die Befestigung des Motors müssen ev. etwas angepasst werden. Dann kann der hintere Motorhalter auf dem Lokrahmen wieder befestigt werden. Alle Kabel/Stecker müssen jetzt wieder auf dem Rahmen befestigt und nach vorne gelegt werden.|
|Im nächsten Schritt wird das Blech unter dem Motor wieder befestigt.|
|Der Zahnriemen wird eingelegt und der Motor am hinteren Halter mit 3 Schrauben befestigt.|
|Nun kann auch die vordere Motorhalterung eingesetzt und befestigt werden. Am Motor werden die beiden Kabel angelötet und mit Schrumpfschlauch geschützt. Die Kabel werden dann entlang dem Motor geführt und mit einem Kabelbinder befestigt.|
|Zuletzt wird die Platte mit dem Führungsbolzen wieder angeschraubt.|
Im Laufe der Zeit wurden von LGB diverse Ausführungen der Mikado hergestellt. Die WP&YR Nr.73 (21832) besitzt das Mikado-Fahrwerk - dieses wurde von Aster aber in einigen Details abgeändert.
|Artikelnummer||Bild||Bahngesellschaft||Herstellungsjahr||Sound||Decoder|
|20872||Santa Fe||??||ja||onboard|
|21832||White Pass & Yukon Route||2002||ja||onboard|
|21872||Pennsylvania Railroad||2001-2004||ja||onboard|
|22871||SNCF||??||nein||onboard|
|22872||SNCF||2002||ja||onboard|
|23872||Union Pacific Railroad||??||ja||DCC-Schnittstelle|
|24872||Baltimore & Ohio||??||ja||onboard|
|25872||Southern Railway||??||ja||onboard|
|26872||Southern Pacific Daylight||??||ja||onboard|
|27872||New York Central||ab 2012||ja||onboard|