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Der Eisschnellläufer Livio Wenger enden die Winterspiele mit einer Enttäuschung. Der 29-jährige Luzerner muss sich im Massenstart mit Rang 7 begnügen.
Für Livio Wenger enden die Winterspiele mit einer Enttäuschung. Der 29-jährige Luzerner muss sich im Massenstart mit Rang 7 begnügen.
«Alles andere als eine Medaille wäre eine Enttäuschung», hatte Wenger seine Ambitionen unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Er wollte als erster Schweizer im Eisschnelllauf den Sprung aufs Olympia-Podest schaffen und damit hiesige Sportgeschichte schreiben. Schliesslich war er vor vier Jahren in Pyeongchang bei der olympischen Premiere des Massenstarts Vierter geworden und gewann er im Januar EM-Silber.
Der Plan von Wenger war offensichtlich, er hängte sich an den belgischen Europameister Bart Swings, versuchte in dessen Windschatten so viele Kräfte wie möglich zu sparen. Dennoch war er im Endspurt chancenlos, er passierte die Ziellinie als Sechster. Siebenter wurde er deshalb, weil der Japaner Ryosuke Tsuchiya in den Zwischensprints sechs Punkte holte, Wenger totalisierte vier Punkte – die ersten drei im Ziel holen die Medaillen.
Dass Wenger grundsätzlich eine gute Taktik wählte, unterstreicht die Tatsache, dass sich Swings die Goldmedaille sicherte. Der Olympia-Zweite von 2018 setzte sich vor den Südkoreanern Chung Jaewon und Lee Seung-Hoon durch. Letzterer war vor vier Jahren Olympiasieger geworden.
Bei den Frauen scheiterte Nadja Wenger, die Schwester von Livio, im Halbfinal, den sie als Zehnte beendete. Gold ging an die Niederländerin Irene Schouten, die in Peking schon über 3000 und 5000 m triumphiert hatte. Sie siegte vor der Kanadierin Ivanie Blondin und der Italienerin Francesca Lollobrigida.