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oder SANGLA (La) (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
3702, 3695 und 3690 m. Gipfelreihe hinten über dem Bagnesthal, links über
dem Otemmagletscher und auf der Landesgrenze gegen Italien. Die Siegfriedkarte gibt den Gipfeln keinen
Namen und z. T. auch keine Höhenkote, legt die Bezeichnung La Sangla aber irrtümlicherweise dem Mont
Ouille Secca (3550
m) bei.
Die Nomenklatur dieses Gebietes ist überhaupt noch sehr unvollständig und ungenügend;
E. Canzio, Fel.
Mondini und
N. Vigna haben sie in ihrem 1899 in
Turin erschienenen und vom Italienischen Alpenklub herausgegebenen
BuchIn Valpellina;
escursioni e studi zum Teil richtigzustellen gesucht.
Der N.-Gipfel (3702 m) und Mittelgipfel (3695 m)
sind 1867 von
Chanrion her und der S.-Gipfel (3690 m) 1898 von
Prarayer aus zum erstenmal bestiegen worden.
Dazwischen finden sich noch verschiedene
unbenannte Gipfel und Zacken.
Der ganze
Stock stellt wie kaum ein anderer eine wildzerrüttete, gewaltige Ruine aus Bündnerschiefer
dar, deren Ausgestaltung die von W. eindringende, fast endlose Verzweigung des
Rieinertobels bewirkt hat.
Der ganze Gebirgsstock
ist speziell und ausschliesslich das Verzweigungsgebiet dieses
Tobels.
Die
O.-Seite der Gruppe zeigt zwar
bedeutende, ebenfalls arg verwitterte Schieferwände, ist aber doch bei weitem nicht so sehr von immer mehr sich zerteilenden
Runsen durchfressen wie die W.-Seite, und die Besteigungen erfolgen darum auch meist von der
O.-Seite her.
Speziell der
PizSanina scheint noch unbestiegen und jedenfalls nicht leicht zu sein.
Noch schwieriger zu erklettern ist
aber eine ebenfalls noch unbetretene Felsnadel zwischen ihm und dem
Piz Fess.
Oefters ist eine
Kapelle aus irgend einem
Grund in Abgang gekommen, der Name selbst aber geblieben, woraus
sich die den Namen eines Heiligen tragenden Flurnamen erklären. So gibt es bei Sursee
ein St. Wendelinsbifang geheissenes Landstück,
auf dem urkundlich vor Zeiten eine
Kapelle des h. Wendelin sich befand. Sodann ist im Volksmund die Bezeichnung
«Sankt» häufig
verloren gegangen, wie inMariahalden,
Mariaberg etc. In diesem Fall ist man ohne urkundliche Belege nicht
sicher, ob der Name eines Heiligen darin steckt.
Landwirtschaft.
Der hier in den
See mündende
Rufibach^[Berichtigung:Rüfibach] hat zu wiederholten Malen Verheerungen angerichtet, so neuestens
noch am wo dem Hochwasser drei Menschenleben zum Opfer fielen. 1315 stieg an dieser Stelle eine
Letzi vom Seeufer bis zu
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