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Husten
Husten ist dabei ein typisches Symptom. Störend und hartnäckig, aber doch ein wichtiger und schützender Reflex für die Reinigung der Atemwege. Schmutz und Krankheitserreger werden dank des Hustens mit hoher Geschwindigkeit aus den Atemwegen entfernt.
Die Ursachen für Erkältungshusten sind vielfältig. Einer der häufigsten Gründe ist eine virale Infektion, sprich eine Erkältung. Beim Kontakt mit erkälteten Personen, besonders im dichten Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Schulen und am Arbeitsplatz, können wir die Aufnahme von Viren kaum vermeiden. Sie dringen über die Atemwege in die Bronchien ein, befallen dort gesunde Zellen und vermehren sich. Sie können eine Erkältung und Erkältungshusten verursachen. Von einem intakten Immunsystem werden die Viren in der Regel abgewehrt. Aber gerade in der typischen Erkältungszeit kann unser Immunsystem durch Zugluft, feuchte Kleidung oder kalte Füsse geschwächt sein. Die Viren haben dann ein leichtes Spiel um einen Erkältungshusten zu verursachen.
Die Atmungsorgane und Ihre Funktion
Die Atmungsorgane bestehen aus Nase, Mundhöhle, Luftröhre, Bronchien und Lunge – diesen Weg nimmt die Luft, wenn sie eingeatmet wird.
In der Nase wird die Atemluft erwärmt, befeuchtet und durch kleine Härchen auf der Nasenschleimhaut grob gefiltert.
Über die Luftröhre strömt die Atemluft anschliessend in die Bronchien. Die Luftröhre und auch die Bronchien sind ebenfalls mit zahlreichen Flimmerhärchen, den sogenannten Zilien, ausgestattet.
Die Zilien tragen dazu bei, dass eingeatmete Partikel aus den Atemwegen entfernt werden. Eingeatmete Fremdpartikel und Bakterien werden an der Schleimschicht, welche die Wände der zuleitenden Atemwege überzieht, abgelagert. Diese Schleimschicht wird durch die rhythmischen Bewegungen der Zilien laufend in Richtung Mund befördert und anschliessend geschluckt.
Als Bronchien bezeichnet man den Übergang von der Luftröhre zur Lunge. Am Ende der Luftröhre teilen sich die Bronchien und bilden ein feines Röhrensystem mit unzähligen, baumähnlichen Verästelungen. Die feinsten Verästelungen gehen in die Lungenbläschen über.
Die Lunge besteht aus unzähligen dieser winzigen Lungenbläschen, welche Alveolen genannt werden. Ihre Zahl wird auf ca. 300 Millionen geschätzt. Sie sind für den Austausch von Sauerstoff und das durch die Atmung entstandene Kohlendioxid verantwortlich.
Erkältungshusten
Konnte das Immunsystem die eingedrungenen Viren nicht ausreichend abwehren, kann dies zur Erkältung und Erkältungshusten führen. Der Erkältungshusten verläuft in drei Phasen. Zunächst bildet sich ein trockener Reizhusten, welcher in der Regel zwei bis drei Tage anhält. In der nächsten Phase folgt Husten mit Auswurf bzw. die vermehrte Schleimbildung in den Bronchien. In der 3. Phase folgt erneut ein Reizhusten, bis die Symptome des Erkältungshustens vollständig abgeklungen sind.
Pflanzliche Hilfe gegen Erkältungshusten
Die Natur bietet diverse Pflanzen zur Behandlung von Erkältungshusten.
Efeu war schon in der Antike eine bekannte Heilpflanze, die sich längst zur Behandlung von Erkältungshusten etabliert hat. Efeublätterextrakt löst den auf den Bronchien festsitzenden Schleim und lindert Hustenreiz, der durch den vermehrt gebildeten Schleim hervorgerufen wird. Der Schleim löst sich und verlässt mit dem Husten die Bronchien. Dank der entspannenden Wirkung auf die Bronchien werden verengte Atemwege erweitert und das Atmen befreiter. Die Wirkung von Efeublätterextrakt bei Erkältungshusten ist durch mehrere Studien belegt.
Isländisch Moos hat eine hustenreizlindernde Wirkung, aufgrund der enthaltenen Schleimstoffe, welche einen schützenden Film über die irritierten Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich legen.
Pflanzliche Hilfe gegen Erkältungen
Sonnenhut, Thuja und Indigo werden bei akuten Erkältungskrankheiten oder zur Stärkung des Immunsystems bei Anfälligkeit gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt. Sie aktivieren die Widerstandsfähigkeit des Gesamtorganismus.
Chemische Hilfe gegen Erkältungshusten
Synthetische Antitussiva sind Arzneimittel welche den Hustenreflex unterdrücken, indem sie das Hustenzentrum im Gehirn blockieren. Häufig eingesetzte Substanzen sind z.B. Codein und Dextromethorphan. Die synthetischen Mukolytika und Expektorantien sind Arzneimittel welche den zähen Schleim verflüssigen und lösen. Das Abhusten und somit der Abtransport des Schleimes wird erleichtert.
Arztbesuch notwendig
Bei akuten Hustenanfällen und hohem Fieber sowie bei gelblich-zähem Schleim, trockenem Reizhusten welcher länger als 2-3 Wochen andauert oder bei Schmerzen, Rassel- und Pfeifgeräuschen beim Atmen, empfehlen wir einen Arzt zu konsultieren. Zudem ist eine Arztkonsultation bei Verdacht auf chronische Bronchitis bei mehr als 5 Hustenperioden in den letzten 24 Monaten und bei starker Atemnot bei Belastungen empfehlenswert.
Tipps bei Erkältungshusten und Erkältung
- Ein warmes entspannendes Bad fühlt sich nicht nur wohltuend an, sondern verbessert auch die Durchblutung und damit die Immunabwehr. Ätherische Ölzusätze fördern zusätzlich die Durchblutung, so dass nicht sehr hohe Badewassertemperaturen nötig sind und das Herz-Kreislauf-System geschont wird. Ausserdem wirken diese beim Inhalieren während des Bades krampflösend und keimhemmend auf die Atemwege.
- Inhalationen mit ätherischen Ölen regen die Schleimproduktion an und helfen so, das Husten zu erleichtern. Aber auch Inhalationen mit Lindenblüten können vor allem bei Erkältungshusten mit festsitzendem Schleim und trockenen Atemwegen angenehm sein. Bei flüssigem produktivem Schleim empfiehlt sich eher Kamille als Zusatz.
- Warme Wickel mit Thymian, Quark oder Zitrone können wohltuend auf gereizte Atemwege bei hartnäckigem Reizhusten sein. Auch Brustwickel mit Kartoffeln oder Zwiebeln eignen sich vor allem auch bei Kindern und sind dank der Wärmeabgabe sehr wohltuend.
- Erkältungshusten und die Begleitsymptome wie erhöhte Temperatur und Schnupfen können anstrengend für den Körper sein. Gönnen Sie sich deshalb viel Ruhe und Schlaf.
- Achten Sie auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr. Am besten in Form von sogenannten Brust- oder Hustentees, welche mit den Pflanzenzusammen-setzungen eine hustenunterstützende Wirkung geben können.