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SYDNEY (awp international) - Die französische Versicherungsgesellschaft Axa kann ihre Pazifiksparte vorerst nicht verkaufen. Die National Australia Bank (NAB), die sich innerhalb eines Exklusiv-Abkommens seit Monaten um einen Teil der Axa-Tochter Axa Asia Pacific bemüht, zog ihr 12-Milliarden-Dollar-Gebot endgültig zurück, wie das Unternehmen am Dienstag in Sydney mitteilte. Nun kann der rivalisierende australische Versicherungskonzern AMP ein Gebot abgeben.
Die NAB war mehrfach damit gescheitert, die australische Kartellbehörde von der Übernahme zu überzeugen. Die Wettbewerbshüter befürchteten, dass die NAB durch die Übernahme der Sparte, zu der Australien und Neuseeland gehören, ihre Vormachtstellung auf dem weltweit viertgrössten Markt für Vermögensverwaltung zementieren könnte.
Eine AMP-Sprecherin sagte auf Anfrage, dass nach wie vor Interesse des Unternehmens an Teilen von Axa Asia Pacific bestehe. AMP hatte immer wieder betont, an dem Geschäft interessiert zu sein, konnte allerdings wegen der Exklusiv-Vereinbarung zwischen Axa und NAB keine Offerte vorlegen. NAB hatte für die Axa-Tochter 6,43 australische Dollar in bar pro Aktie geboten. Analysten erwarten, dass das Gebot von AMP höher ausfallen wird.
Um die Kartellbehörde milde zu stimmen, hatte die NAB zuletzt angeboten, einen Teil des Pazifikgeschäfts der Axa-Tochter abzuspalten und an den Vermögensverwalter IOOF zu verkaufen. Das ging den Wettbewerbshütern aber nicht weit genug. Sie bemängelten auch ein Internetportal von NAB, auf der Vermögensberater und Kunden zusammengebracht werden. Axa will die Asiensparte seiner Tochter komplett übernehmen, um in Asien zu wachsen, und den Pazifik-Teil abstossen./RX/al/zb/wiz
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