Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/1566

Warenkorb
|Ihr Warenkorb ist leer.
Hallen-WM: Moser (wieder) Vierte, Fuchs sprintet in die Top Ten
Angelica Moser hat eine weitere Topleistung an einem internationalen Grossanlass erbracht: Im Final der Hallen-WM in Glasgow (GBR) springt die LCZ-Stabqueen mit 4,75 m (=PB) auf Platz vier. Über 60 m schrammt Markus Fuchs (6,58/PB) hauchdünn am Final vorbei.
Schon an der Hallen-EM 2019 in Glasgow und an der letzten Hallen-WM vor zwei Jahren in Belgrad (SRB) hatte Angelica Moser (LC Zürich) jeweils den undankbaren 4. Platz belegt. Nun landete sie in der Emirates Arena erneut knapp neben dem Podest.
Die Hallen-Europameisterin von 2021 egalisierte mit 4,75 m im dritten Versuch ihre persönliche Bestleistung und wusste danach, dass nur noch drei Gegnerinnen im Rennen um die Medaillen dabei sind. Die Britin Molly Caudery und die Neuseeländerin Eliza McCartney übersprangen beide 4,80 m und gewannen damit Gold und Silber. Moser musste auf dieser Höhe die Segel streichen und zog gegenüber der Olympiasiegerin Katie Moon (USA) nur deshalb den Kürzeren, weil diese 4,75 m schon im zweiten Versuch übersprungen hatte.
Zum Vergleich: 4,80 m entspricht dem Schweizer Hallenrekord, den Nicole Büchler an der Hallen-WM 2016 in Portland (USA) gesprungen ist. «Ich hätte nicht gedacht, dass diese Höhe für Gold reicht», sagte Moser, die verständlicherweise trotz einer Topleistung im wichtigsten Wettkampf des Winters nicht hundertprozentig zufrieden war. «Ich bin weiter als noch bei der WM in Budapest (Fünfte mit 4,75 m).»
In der zu Ende gehenden Hallensaison ist die von Adrian Rothenbühler betreute Andelfingerin in allen sieben Wettkämpfen mindestens 4,60 m gesprungen. Diese Konstanz ist beeindruckend und lässt die routinierte Athletin dem Sommer mit der EM im Juni in Rom (ITA) und den Olympischen Spielen im August in Paris (FRA) als Höhepunkten zuversichtlich entgegenblicken. «Da will ich nicht mehr Vierte werden», stellte Moser im Interview mit dem Schweizer Fernsehen klar.
Markus Fuchs so schnell wie noch nie
Der Vorlauf über 60m war für Sprinter Markus Fuchs (6,66 m) mit rekordlangem Warten auf dem «Hot Seat» verbunden. Als langsamster «Lucky Loser» rutschte der von Patrick Saile gecoachte Niederösterreicher gerade noch in den Halbfinal der besten 24. Dort wollte er bei seiner zweiten Hallen-WM nach Belgrad 2022 richtig angreifen und in Richtung PB laufen.
Das tat er dann auch, indem er seinen Hausrekord, aufgestellt an der letztjährigen Hallen-EM, um einen Hundertstel auf 6,58 Sekunden drückte und nur 2 Hundertstel über dem ÖLV-Rekord blieb. 6,56 Sekunden wären zudem gleichbedeutend gewesen mit Fuchs’ erstem globalen Finaleinzug. So reichte es zum tollen 10. Platz als drittbester Europäer.
«Natürlich ist auch ein weinendes Auge dabei, wenn man das Finale so knapp verpasst. Aber es war ein unglaubliches Rennen und ein richtig geiles Gefühl», freute sich Markus Fuchs und fügte an: «Jetzt will ich auf dieser genialen Hallensaison aufbauen und draussen mein nächstes ganz grosses Ziel angreifen und die 100 Meter unter 10 Sekunden laufen.»
(SwA/ÖLV/MAS)