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Romanshorn
Stadtenwicklung
Gleisquerung und
Zentrumsentwicklung
neue Ideen zur Diskussion
Das vorgestellte Projekt der Passerelle über die Geleise von der
Alleestrasse bis direkt zum Sportboothafen der SBS ist ca. 330 Meter lang. Es
soll dort mit einer Ziehbrücke ausgerüstet sein, damit Boote am Hafen
verschoben werden könnten. Es endet in der Alleestrasse knapp in den
Häuserzeilen vis a vie altem Coop. Hier wird man den „Einstieg“ zum Steg nicht
vermuten. Die Auffahrt für Velos erfolgt von der Friedrichshafenstrasse. Die
Linienführung des Seeradwegs will der Kanton vom Egnacherweg weg, zur Seeseite
der Bahnlinie verlegen. Darauf will die Stadt mit dem Projekt reagieren.
·
Veloverkehr: Die
Absicht, den Seeradweg von der Friedrichshafenstrasse über eine neue Brücke in
die Alleestrasse und dann weiter vom See entfernt durch das Zentrum zu führen,
entspricht den Wünschen der Velotouristen nicht.
Benutzer des Seeradwegs sind Touristen, die am See entlang fahren möchten.
Sie würden gerne in Restaurants am Seeufer und Hafen einkehren oder einen
Zwischenhalt machen. Die Velotouristen werden kaum Interesse haben, in der
Alleestrasse einzukaufen.
Das Projekt soll aber den grossen Teil der Velofahrer vom neu seeseitig
geführten Radweg abnehmen, wegen Engpässen am Hafen.
·
Eine Verbindung über
die Geleise zur Seeseite soll auf beiden Seiten - an den Endpunkten - urbane Nutzungen mit
interessanten Angeboten verbinden und soll an das Konzept der Plätze im Zentrum
direkt anschliessen. Eine Investition ist gerechtfertigt, wenn damit dichte
urbane Nutzungen vernetzt werden.
Andere Ideen:
Die alternativen Projektideen basieren darauf, dass mit einer Brücke möglichst
direkt „Angelpunkte“ von interessanten städtischen Nutzungsgebieten auf kurzem
Weg verbunden werden. Nur so wird ein solcher Infrastrukturbau breit genutzt.
Der von der Stadt präsentierte Vorschlag erschliesst seeseitig
ein Gebiet, das dieser Forderung nur langfristig gerecht werden kann (keine
konkrete, bauliche Entwicklungen in absehbarer Zeit). Mit dem Restaurant
„Hafen“ und den weiteren Angeboten im Gebäude der Schifffahrt und dem Projekt
im Lagerhaus ist eine Anbindung im Bereich des neuen Stellwerks schon heute
interessant. Mit diversen touristisch, gewerblichen Nutzungen an diesem
Standort - z.B. auch einem Hotel - kann die Nutzung noch verdichtet werden.
·
1. Variante:
Verbindung aus der Berglistrasse mit überqueren der Neustrasse und Geleise bis
zum neuen Stellwerkgebäude. Seeseitig vom Stellwerk ein multifunktionales
Gebäude planen als Attraktion am Endpunkt der Verbindung.
(Ein Gebäude zur Seeseite könnte neben
Hotelnutzung auch Läden in touristischer Richtung oder Gastronomie ergänzend
zum Restaurant Hafen enthalten. Es müsste hier eine Parkierung vorgesehen
werden als Ersatz bestehender Plätze und ergänzt mit zusätzlichen. Der Bau kann
mit einer zur Brücke hoch führenden Rampe für Velofahrer kombiniert werden)
Vorteile: Die Verbindung beginnt am Coop-Platz dem südlichen Ende der
„Spange“ Alleestrasse bis „Stadtplatz
Das Brückenbauwerk ist in dieser Variante um mehr als die Hälfte kürzer als das
Projekt der Stadt.
·
2. Variante: Eine
Verbindung bestehend aus dem Aufgang auf der Parzelle 208, öffentlicher
Parkplatz an der Ecke Rislen- / Neustrasse und dem Ende in einem analogen
Gebäude wie in Variante 1. beim neuen Stellwerk SBB. Eine Baute auf Parzelle
208 muss nicht nur Aufgang sein, sondern kann auch weitere Funktionen wie
bessere Veloparkierung, anderer Kiosk etc. beinhalten.
Diese Verbindung führt über die Rislenstrasse auch direkt zum Coop-Platz und
ergänzt so auch das urbane Netz.
Die Vorteile dieser
beiden Linienführungen liegen im Verbinden von Zonen, die genügend Publikumsverkehr
haben. Damit wird eine ergänzende Infrastruktur ermöglicht, die angenommen
wird, weil sie auf Interesse stösst.
Ein neues Gebäude
südlich des ehemaligen Lagerhaus 1 (Riegelbau) könnte grosszügig in die Höhe
entwickelt werden. Es würde als Gegenüber zum bestehenden Silo wirken und die
Silhouette auf der Hafensüdseite in der 2. Reihe als schlanker hoher Bau
positiv ergänzen.
Ausschnitt aus
Studienbeschrieb Romanshorn 30. März 2017
Werner Widmer, Dieter
Bötschi, Alp Özozan, Andreas Zech