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Tageszeitung im Kt. Freiburg, die 1871 als kath.-konservatives Blatt mit dem Untertitel "Journal catholique quotidien" von Chorherr Joseph Schorderet gegründet wurde. Ziel des Blattes war es, die Politik der kath. Kirche im damaligen Kulturkampf gegen die liberalen Tendenzen und die radikale Presse zu verteidigen. La L. wird bis heute vom eigens zum Zweck des Presseapostolats gegr. Pauluswerk der Paulusschwestern (Œuvre de Saint-Paul) in Freiburg gedruckt und produziert. Die Redaktion bestand bis um 1965 auch aus Priestern, später nur noch aus Laien. Bis nach dem 2. Weltkrieg vertrat die Zeitung einen streng kath. Kurs und galt als Sprachrohr der französischsprachigen Katholiken. Ab 1970 wechselte sie unter Chefredaktor François Gross auf einen liberaleren, krit. Kurs und entwickelte sich zu einem auch ausserhalb des Kantons angesehenen, unabhängigen Blatt. Als einzige Tageszeitung des französischsprachigen Teils Freiburgs erreicht sie den Grossteil der Bevölkerung. Die Auflage betrug 2006 38'600 Exemplare.
Literatur
– Blaser, Bibl., 615
– R. Pochon et al., La Liberté en son premier siècle, 1871-1971, 1975
Autorin/Autor: Ernst Bollinger