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Eierlesen
Der Eierleset soll an ein Fruchtbarkeitsritual aus dem 12. bis 13. Jahrhundert erinnern, wobei das Ei als Symbol für Naturerwachen, Wachstum und Neuanfang auch schon vorchristlichen Kulturen vertraut war. Eine andere Erklärung für seine Entstehung verweist auf die Fastenzeit. Eier – früher als Fastenspeise verboten – waren nach Ostern im Überfluss vorhanden und mussten rasch verzehrt werden.
In Pratteln ist das Eierleset ein rein sportlicher Wettkampf. Es nehmen zwei gegnerische Parteien teil, die diese beiden Jahreszeiten repräsentieren. Jede Gruppe wiederum besteht aus mehreren Läufern und einem oder zwei Fängern. Diejenige Gruppe gewinnt, die zuerst das letzte aller Eier im Auffangbehälter deponiert hat.
Nach dem Wettbewerb wird ein sogenannter „Eiertätsch“ zubereitet, der zusammen mit der Bevölkerung verzehrt wird.