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Die Fluggesellschaft Canadian North und Air Greenland haben am 09. Oktober 2020 eine Absichtserklärung unterzeichneten, in der sie sich verpflichten, die Möglichkeit einer Partnerschaft der beiden Fluggesellschaften für Flugleistungen und eine nachhaltige Tourismusentwicklung zwischen Grönland und Kanada zu prüfen. Dies meldete letzte Woche Canadian North in einer Pressemitteilung.
Die Absichtserklärung wurde bereits am 27. Januar 2020 in Ilulissat vom kanadischen Vorstandsvorsitzenden Johnny N. Adams, dem Canadian North CEO Chris Avery, dem Vorstandsvorsitzenden von Air Greenland, Kjeld Zacho Jørgensen, und dem CEO von Air Greenland, Jacob Nitter Sørensen, unterzeichnet.
In einer Videopräsentation auf der Grönland-Konferenz 2020, die am 9. Dezember 2020 vom dänischen Industrieverband in Dänemark veranstaltet wurde, informierte der Canadian North-Exekutivvorsitzende Johnny N. Adams über die Auswirkungen von COVID-19 auf geplante nächste Schritte. „Wir wollten die Absichtserklärung im März 2020 bekannt geben, aber unsere beiden Fluggesellschaften waren damit beschäftigt, während der nachfolgenden Zeit unsere Kunden sicher zu transportieren, um die Verbreitung von COVID zu verhindern.“
„Jetzt, da ein Impfstoff verfügbar ist, ist es an der Zeit über Flüge Ottawa-Iqaluit-Nuuk und Ottawa-Iqaluit-Ilulissat nachzudenken. Wir möchten Grönland auch direkt mit Südkanada verbinden. Möglicherweise in der Tourismus-Saison von März bis Oktober schon ab Toronto“.
„Im Jahr 2021 werden wir unsere Flotte um zwei Boeing 737-700-Flugzeuge erweitern, die von Toronto direkt nach Nuuk oder Ilulissat fliegen könnten“, erläuterte Chris Avery, Präsident und CEO von Canadian North. „Obwohl wir noch nicht in die Planungsphase für die Bereitstellung dieser Verbindung eingetreten sind, spiegelt die Absichtserklärung unser gemeinsames Ziel wieder, die weiten Entfernungen zwischen Kanada und Grönland zu überbrücken. Inuit haben seit jeher die Arktis durchquert, um zu sammeln, zu jagen und zu handeln. Direktflüge zwischen den beiden Ländern würden diese Beziehung wiederbeleben, die kulturellen Bindungen stärken und wirtschaftliche Chancen in Tourismus und Handel bieten.“
Im Sommer 2012 startete Air Greenland während 3 Monaten mit der Flugverbindung zwischen Iqaluit und Nuuk. Von Juni bis September wurden die beiden Städte zweimal wöchentlich angeflogen. Die Flugverbindung wurde aber wegen zu geringem Interesse und schwachen Buchungen von Passagieren wieder gestrichen.
Eine Wiederaufnahme der Flugverbindung war bereits im Oktober 2019 wieder ein Thema. Die grönländische Regierung lehnt eine Wiederaufnahme der Flugverbindung mit Nunavut wieder ab. Der grönländische Minister für Infrastruktur, Karl Frederik Danielsen, meinte, dass die derzeitige Priorität seiner Regierung der Neubau eines Flughafens sei und nicht eine Flugverbindung nach Nunavut.
Avery lässt sich trotz der Vorgeschichte nicht entmutigen. „Ich denke, dies ist der richtige Zeitpunkt dafür“, sagte Avery in einem Interview mit Nunatsiaq News.
Heiner Kubny, PolarJournal