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Drei Junge Männer konnten sich in einer Sache nicht einigen. Deshalb suchten sie gemeinsam einen weisen Mann auf und fragten ihn um Rat. Der Weise lud sie ein, auf dem fliegenden Teppich einen Ausflug zu machen.
Der Teppich flog über das Land. Über einem Wald verlor er an Höhe, so dass er fast die Baumwipfel berührte. Die drei Männer sollten die Tiere im Wald beobachten. Sie sahen ein junges Reh, das in einem Versteck auf die Rückkehr seiner Mutter wartete. Und unweit davon konnten sie einen Tiger beobachten, der auf der Suche nach Futter für seine Jungen war. Er nahm Witterung auf, entdeckte das Rehkitz, schlug mit seiner Pranke zu und verschwand mit der Beute in Richtung seiner Jungen.
Der Weise fragte die drei Männer: War das Recht oder Unrecht?
Der Erste antwortete gleich: Es war Unrecht. Darauf flog er vom Teppich.
Der Zweite sagte schnell: Es war Recht. Auch ihn lud der Teppich aus.
Und was meinst du, fragte der Weise den Dritten: Ich weiss es nicht. Er blieb sitzen.
Es ist das Ego, das Recht haben will. Das gehört zu seinem Überlebensmechanismus.
Es will Recht haben und andere ins Unrecht setzen.
Es will dominieren oder die Dominanz anderer abwehren.
Es wird sein Tun immer rechtfertigen.
Und es kommentiert und beurteilt andere und ihr Tun.
Es kann nicht anders.
Wenn wir das sehen und einfach nur beobachten, kann sich das Ego beruhigen und etwas weniger vorlaut sein.
Verurteilen wir uns selbst, weil unser Ego verurteilt, machen wir die Sache nur schlimmer.
Achtsamkeit und bewusst sein ist alles. Mehr können wir nicht tun.
Und schon das ist eine Kunst!
Wir urteilen und verurteilen auf Grund unserer Überzeugungen, Einstellungen und Erfahrungen, ohne Hintergründe zu kennen und die Komplexität der Dinge zu durchschauen. Wir müssten wohl öfter sagen: Ich weiss es nicht. Oder still sein.