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Eigenkapital ist das Kapital, das von den Unternehmenseignern zur Finanzierung in eine Gesellschaft eingebracht wird oder als Gewinn einer Periode in der Gesellschaft verbleiben soll (Selbstfinanzierung). Das Gegenteil: Fremdkapital.
In der Ökonomie gibt es zwar keine einheitliche Definition von Eigenkapital, jedoch eine klare Abgrenzung zum Fremdkapital, den sogenannten fremden Mitteln bzw. Schulden. So wird das Eigenkapital unabhängig von der rechtlichen Unternehmensform auf der Passivseite der Bilanz, ohne Rückzahlungsansprüche Dritter, gebucht. Auf der Passivseite, der Mittelherkunft des Unternehmens, wird neben dem Eigenkapital (den eigenen Mitteln) auch das Fremdkapital (Schulden) geführt. Wogegen auf der Aktivseite das Anlage- und Umlaufvermögen, die Mittelverwendung, verbucht wird. Somit steht in der Bilanz die Mittelherkunft der Mittelverwendung gegenüber.
Informationen zur wirtschaftlichen Situation und zum Wachstum eines Unternehmens liefern betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie der Cashflow oder die Kennzahlen über das Eigenkapital. So gibt die Eigenkapitalquote Auskunft über die Höhe des Anteils des Eigenkapitals am Gesamtkapital. Die Formal lautet: Eigenkapital mal 100 durch Gesamtkapital. Fällt die Eigenkapitalquote hoch aus, kann daraus geschlossen werden, dass sich das Unternehmen hauptsächlich aus eigener Kraft finanziert. Es muss daher nur bei grösseren Investitionen auf Fremdkapital zurückgreifen. Die Kennzahl der Eigenkapitalrentabilität besagt, ob eine Investition in das Unternehmen im Vergleich zu einer Anlage am Kapitalmarkt rentabel war. Die Formal lautet: Gewinn mal 100 durch Eigenkapital. Ergibt diese Rechnung, dass sich der aktuelle Zinssatz am Kapitalmarkt unterhalb der Eigenkapitalrentabilität ansiedelt, hat sich die Investition ins Unternehmen gelohnt.
Eine hohe Eigenkapitalquote ist grundsätzlich als sehr positiv zu werten. Das Unternehmen meidet Schulden bzw. Verpflichtungen, und mit steigendem Eigenkapital erhöht sich auch die Bonität bei Banken. Zudem kann das Unternehmen eigenmächtig Investitionen tätigen und ist unabhängig von fremden Investoren und Gläubigern. Eine hohe Eigenkapitalfinanzierung kann auch bedeuten, dass mehrere Gesellschafter an der Willensbildung beteiligt sind und Mitbestimmungsrechte einfordern.