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Auf die Frage, welches von meinen Büchern das beste sei, weiß ich keine Antwort. Als Autorin bin ich tatsächlich eine der Mütter, die an ihren Kindern nur die Vorzüge sehen. Allerdings bereitete mir mein Ältester zehn Jahre lang schlaflose Nächte, während alle drei Kleinen zusammen in drei Jahren flügge wurden – fast ohne mein Zutun. Schließlich wurde Serenus auch dreimal so dick wie die anderen. Wegen seiner Kinderkrankheiten und Wachstumsstörungen, bin ich damit gescheitert, aus ihm den großen Roman aus einem Guss zu machen.
Im ersten Teil, der die Jugend und Adoleszenz erzählt, fällt es leichter, Interesse und Mitgefühl für Serenus und seine Heldinnen zu entwickeln. Im zweiten Teil kommt Serenus zwar zu beruflichem Erfolg, aber seine Seele brennt an der Unvereinbarkeit von Liebe und Sexualität aus. Eine wachsende Beklemmung verlangt vom Leser nicht wenig ab.
Am Ende scheint doch noch ein Fünkchen Hoffnung auf, als Serenus der ehemaligen Prostituierten Alba wiederbegegnet, die er nach dem Strohfeuer von damals bald vergessen hatte. Im letzten Kapitel hört er – auf der Autobahn zwischen Madrid und Ávila – Shakiras neustes Album und lässt sich von der Sentimentalität der Lyrics vereinnahmen, als er von einem Anruf aufgeschreckt wird. Er erfährt, dass eine Dame namens Alba in der Firma nach ihm gefragt habe, kann sich aber keinen Reim darauf machen. Die in die Romanhandlung eingebetteten Songtexte kündigen das bevorstehende und folgenreiche Wiedersehen mit dieser Frau an.