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Ein 4-jähriges Kind und eine Bahnangestellte haben sich wegen einer ausgelaufenen Säure in einem Zug der Sihltal-Zürich-Uetlibergbahn Verätzungen zugezogen. Beide mussten sich im Spital behandeln lassen, wie die Kantonspolizei Zürich am Freitag mitteilte.
Ein Vater hatte um 17.34 in Begleitung seiner 4-jährigen Tochter im Zürcher Hauptbahnhof die S4 bestiegen. Während der Fahrt kletterte das Mädchen auf einen anderen Sitz, begann sofort zu schreien und klagte über starke Schmerzen an einem Knie.
Am Bahnhof Langnau wurde das Kind von einer Bahnangestellten verarztet. Da die Frau danach ebenfalls Schmerzen an den Händen verspürte, wurden beide umgehend ins Spital gebracht.
Der in der Zwischenzeit im Bahnhof Giesshübel stillgelegte Zug wurde von einem Chemiefachmann des Forensischen Instituts Zürich untersucht. Nach ersten Abklärungen waren die beiden Personen mit einer Säure in Kontakt gekommen, die auf einem Sitz ausgelaufen war. Wie die Säure in den Zug kam, ist noch nicht bekannt.
Die beiden Verletzten konnten das Spital noch in der gleichen Nacht verlassen. Die Kantonspolizei geht davon aus, dass sich die Person, welche die Flüssigkeit transportiert hat, ebenfalls Verätzungen zugezogen hat und bittet diese, sich bei der Polizei zu melden. (whr/sda)