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03.
Das Ende einer Ära
In Finnland wird es bei den Männern erstmals seit 2016 wieder einen neuen Meister geben. Classic Tampere, das die letzten Jahre nach Belieben dominierte, wurde von den Oilers mit 4:0 aus dem Viertelfinal gefegt.
2016 holte Classic seinen ersten Meistertitel. Was danach folgte, war eine Ära, in der das Team aus Tampere das finnische Unihockey wie nie zuvor dominierte. Sechs Meistertitel in Serie (2020 wurde die Meisterschaft abgebrochen), dazu unzählige gebrochene Rekorde und ein Sieg am Champions Cup (2019) waren das Resultat. Es schien, als würde Classic seiner Konkurrenz meilenweit enteilen. Doch die Dominanz nahm in dieser Saison unter dem neuen Trainer Juha Kivilehto leicht ab, die Konkurrenten Happee, Nokian, und TPS legten zu - was zu einer breiteren Spitze führte. Am letzten Spieltag hatten diese vier Vereine allesamt die Möglichkeit, die Qualifikation auf dem ersten Rang abzuschliessen.
Kainulainen überragend
Und genau diese letzte Runde sollte Classic in der Nachbetrachtung zum Verhängnis werden. Mit 3:4 ging diese zu Hause gegen Nokian verloren. Dadurch rutschte Classic auf den vierten Rang ab und traf im Viertelfinal auf die Esport Oilers. Diese wiederum wurden in der Quali trotz ihrem grossen Offensivpotential etwas unter Wert geschlagen. Da auch Classic über eine der stärksten Linien verfügt, avancierte die Serie zum Kampf der Starspieler. Wobei die Top-Formation der Oilers mit Justus Kainulainen, Aaro Astala, Heikki Iiskola, Matias Veikkola und Antti Suominen dieses Duell deutlich für sich entschied. Ja, sie spielte Classics Star-Linie um Sami Johansson, Nico Salo und Emeli Salin sogar in Grund und Boden. Während Kainulainen in vier Spielen zehn Tore erzielte und nach drei Partien eine Plus-15-Bilanz aufwies, stand beim zukünftigen Zuger Johansson Minus 11 in der Statistik. Erst im vierten Vergleich schien Classic ein Mittel gegen Esports erste Linie gefunden zu haben. Doch das reichte nicht, weil Suomela in der Overtime das 8:7 gelang und damit die eindrückliche Serie Classics beendete.
Die Oilers marschierten mit einem Sweep in den Halbfinal und treffen nun dort auf Qualifikationssieger Nokian, das sich ebenfalls zu Null gegen OLS durchsetzte. Das andere Duell bestreiten TPS Turku und Happe Jyväskylä, das im Viertelfinal SPV mit Peter Kotilainen beseitigte. Der WM-MVP wechselte erst auf diese Saison hin die Seiten und gewann in der Qualifikation die Skorerwertung mit 71 Punkten (27+44).
F-Liiga Männer, Playoff-Viertelfinal:
Nokian (1.) - OLS (8.) 4:0
TPS (2.) - Indians (7.) 4:1
Happee (3.) - SPV (6.) 4:1
Classic (4.) - Oilers (5.) 0:4
Güngerich Etienne
29. 03. 2023
Tscheier Lou <ip-pii>
29. 03. 2023