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Unsichtbarkeit, Arbeitsaneignung, mangelnde Repräsentativität, Ungleichheit, Machtmissbrauch, psychologischer Druck, Ungerechtigkeiten, administratives Ausspielen, despektierliche Bemerkungen, Erniedrigungen… Zahlreiche französische Drehbuchautorinnen und -autoren fühlen sich bei der Ausübung ihres Berufs diskriminiert.
Um gängige Praktiken ans Licht zu bringen, haben sie sich entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie haben auch eine Facebookgruppe gegründet, in der sie solche Erfahrungen teilen.
Beispiele mitgeteilter Erfahrungen:
«[…] Ich versuche, ihm klarzumachen, dass es keinen Sinn macht, den nächsten Vertrag zu besprechen, solang der vorherige nicht erfüllt wurde. Mein Agent ruft mehrmals an. Es dauert und dauert… Mein Bankkonto gerät ins Minus. Ich verliere die Nerven. Rufe meinen Produzenten an, weine am Telefon, schreie, dass ich kein Geld mehr habe. Schlussendlich zahlt er mir meinen Hungerlohn mit anderthalb Monaten Verspätung. Ich schäme mich, er sich nicht.»
«[…] Beim Durchgehen der Dialoge läuft alles super. Ein paar Tage später jedoch erfahren wir über unsere Agenten, dass er Co-Autor der Dialoge sein will. Mein Agent informiert mich, dass es mit ihm « immer so ist », sprich: Das gehört zum Produktionsdeal, das ist sein Weg, sich persönlich mehr Lohn zuzuschanzen. Und kaum haben wir dies abgelehnt, läuft es plötzlich gar nicht mehr super […]»
Die SSA ihrerseits ist stets darum besorgt, Drehbuchautorinnen und -autoren, die im Rahmen Ihrer Berufstätigkeit solche Anomalien erleben, zu unterstützen und deren Interessen zu verteidigen. Sie erstellt Musterverträge, die die Position der Urheberinnen und Urheber stärken, interveniert bei Drittpersonen und berät ihre Genossenschafterinnen und Genossenschafter, wenn deren Arbeitspartner/innen ihren vertraglichen Verpflichtungen im Rahmen von Werkaufträgen nicht nachkommen.