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Am 5. August 1988 ist der Be 4/4 455 in der St. Jakobs-Strasse in Richtung Denkmal unterwegs. Bis 2001 teilte sich die Linie 15 den Abschnitt Aeschenplatz–Münchensteinerstrasse mit den Vorortslinien 10 und 11.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 2.218)
Am 16. Dezember 1910 konnte die neue Strassenbahnstrecke nach Hüningen feierlich eingeweiht werden. Tags darauf nahm die Linie 15 zwischen dem St. Johanns-Tor und dem Hüninger Bahnhof ihren Betrieb auf. Noch vor Weihnachten desselben Jahres wurde der Ausganspunkt zum Barfüsserplatz verlegt. Am 1. Mai 1911 verbanden die Basler Strassenbahnen (B.St. B.) die Hüninger-Linie am Barfüsserplatz mit der Allschwiler-Linie, womit fortan Wagen mit dem Kopfschild «6» ins Elsass fuhren und die Liniennummer 15 hinfällig wurde.
Am 1. Juli 1915 erklommen die grünen Tramwagen erstmals das Bruderholz auf 346 m ü. M. Der Ausgangspunkt für die neue Linie 15 durchs äussere Gundeldingerquartier und via Jakobsberg auf die «Basler Alp» lag wiederum beim Barfüsserplatz. Von dort benötigten die Wagen zwanzig Minuten aufs Bruderholz, wobei die Endhaltestelle in der Nähe der heutigen Haltestelle Lerchenstrasse lag. Dort hatte die Actienbrauerei eine provisorsiche Sommerwirtschaft eingerichtet und bis zur Eröffnung des Restaurants Bruderholz betrieben.
Dem Bruderholz blieb die Linie 15 bis heute ununterbrochen treu. Allerdings war der Betrieb wegen rückläufigen Frequenzen während des Zweiten Weltkriegs über längere Zeit eingestellt. Umso erfreulicher entwickelten sich die Fahrgastzahlen in den Nachkriegsjahren, als sich auf dem Bruderholz die in den Zwischenkriegsjahren begonnene Bautätigkeit rege fortsetzte.
Seit der Wiederaufnahme des Betriebs am 7. Mai 1945 fährt die Linie 15 jedoch auf der 1930 erstellten Strecke durch die Wolfschlucht und gab die Bedienung der Jakobsberger-Seite an die Linien 5 und 26 ab. Mit dem Auftauchen der ersten Grossraumwagen anno 1968 wurde das Liniensystem vereinfacht. Seither wechselt der 15er auf dem Bruderholz für die Talfahrt via Jakobsberg die Liniennummer auf 16. Umgekehrt gehen die Wagen des 16ers auf die Linie 15 über.
Schon 1927 verlegte man das nördliche Linienende vom Barfüsserplatz zur Landesgrenze Saint-Louis. Damit kehrte der 15er ins St. Johann-Quartier zurück und wurde von dort erst 1994 wieder verdrängt. Als das Fassungsvermögen der Grossraumwagen-Züge der Nachfrage definitiv nicht mehr genügte, übernahm die Linie 11 mit bedeutend längeren Zügen. Der 15er verstärkte fortan die Linie 2 über die Wettsteinbrücke bis zum Messeplatz.
Seit dem Fahrplanwechsel im Sommer 2001 fährt der 15er einen Rundkurs, da die Wendeschlaufe beim Messeplatz aufgehoben worden war. Die neue Linienführung mit Hinfahrt via Wettsteinbrücke und Rückfahrt via Mittlere Brücke passiert derart viele Sehenswürdigkeiten, dass die Linie 15 (im Verbund mit dem 16er) BaselTourismus als «Panoramalinie» propagiert wird.