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Die Schweiz bringt im ständigen politischen Dialog mit den multilateralen Organisationen ihre Fachkompetenz ein und gewährt technische Unterstützung sowie finanzielle Beiträge.
Unser Land ist seit über 25 Jahren Mitglied der Bretton-Woods-Institutionen (Weltbank und Internationaler Währungsfonds) und seit 2002 Mitglied der Vereinten Nationen (UNO). Seitdem spielt die Schweiz in den Leitungsgremien der multilateralen Organisationen eine aktive Rolle. Die Höhe der Schweizer Beiträge an die internationalen Finanzierungsinstitutionen richtet sich nach einem Verteilschlüssel zwischen den Teilhaberstaaten (Burden Sharing). Die finanziellen Beiträge an die UNO-Organisationen sind freiwillig; die Schweiz kann diese somit nutzen, um ihre entwicklungspolitischen Prioritäten zu verfolgen.
Die Schweiz arbeitet auf drei verschiedene Arten mit internationalen Organisationen zusammen:
Finanzbeiträge
Die Schweiz unterstützt die Umsetzung des Mandats der multilateralen Organisationen mit allgemeinen Finanzbeiträgen (Kernbeiträgen) an ihre prioritären UNO-Organisationen und an die multilateralen Entwicklungsbanken. Die Kernbeiträge der Schweiz werden begleitet durch einen Dialog über die strategische Ausrichtung und die Ergebnisse dieser Organisationen. Zudem spielt die Schweiz eine aktive Rolle in den Leitungsgremien, wo die grundlegenden Entscheidungen zu strategischen Plänen, Politiken und Evaluationen getroffen werden.
Die Schweiz finanziert – bisweilen zusammen mit anderen Gebern – die Durchführung von spezifischen Projekten der multilateralen Organisationen (multi-bilaterale Zusammenarbeit). Diese Projekte tragen zur Verwirklichung der Strategie und Ziele der bilateralen Zusammenarbeit der Schweiz bei.
Technische Unterstützung
Die Schweiz leistet thematisch konzentrierte Hilfe mit dem Ziel, die Funktionsweise des internationalen Entwicklungs- und humanitären Systems zu verbessern. Zudem engagiert sie sich – in Form von Finanzierung oder Wissenstransfer – für den Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren der internationalen Zusammenarbeit.
Die Schweiz ermutigt die multilateralen Organisationen, innovative Lösungen, die sich aus der bilateralen schweizerischen Zusammenarbeit ergeben, zu replizieren. Multilaterale Organisationen können solche Konzepte hochskalieren und dafür sorgen, dass sie in nationale Politiken und Strategien eingebunden werden. Im Gegenzug erhält die bilaterale Zusammenarbeit der Schweiz Zugang zu Erkenntnissen und Erfahrungen der multilateralen Organisationen.
Politikdialog
Dank ihrer Mitgliedschaft in den wichtigsten multilateralen Organisationen und der Mitwirkung in zwischenstaatlichen Foren kann die Schweiz die globale Entwicklungsagenda beeinflussen, innovative Lösungen vorschlagen und eine Rolle als Brückenbauerin spielen. So unterstützte die Schweiz 2016 als Fazilitatorin die Verhandlungen zu den allgemeinen Leitlinien und verbindlichen Reformzielen der operativen Tätigkeiten der UNO im Entwicklungsbereich. Dies führte zu der von UNO-Generalsekretär António Guterres im Jahr 2018 lancierten Reform des UNO-Entwicklungssystems. Die Schweiz übernimmt bei der umfassenden Durchführung der Reform auf Länderebene im Interesse der hilfsbedürftigen Bevölkerung eine führende Rolle.
Zugang zu qualifiziertem Personal
Die Schweiz bringt wesentliches technisches und thematisches Know-how in die multilateralen Partnerorganisationen ein – durch den Zugang zu hochqualifizierten Schweizer Expertinnen und Experten und durch die Förderung von Chancen für Geschäftspartnerschaften mit dem Schweizer Privatsektor.