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Vor kurzem behauptete 20min.ch, dass sich ein «russischer Spionage-Wal» in den Gewässern Norwegens herumtreiben würde. Offenbar kann man jetzt auch diese Strory von Tamedia jetzt unter der Rubrik «anti-russische-Hass-Propaganda» ablegen.
Der zahme weisse Wal, der in Norwegen von Fischern gerettet wurde, ist weder ein Spion noch ein geheimer Bombenangriff. «Hvaldimir» heisst wahrscheinlich «Semion» und ist ein Wal zur Therapie von Kindern.
20min.ch, eine weitere obskure Publikation von Tamedia hatte reisserisch verkündet: «Der russische Spionage-Wal ist nicht das erste Tier, das von einer Armee für ihre Zwecke genutzt wird». Jetzt wird vermutet, dass der Belugawal«Semion» in Russland zur Therapie von Kindern eingesetzt wurde. Die norwegische Webseite Fiskeribladet hatte schon am 29. September 2008 darüber berichtet.
«Die Wale in der Finnmark sind wahrscheinlich aus einer russischen Therapieeinrichtung in der Nähe der norwegischen Grenze entwischt», sagt Morten Vikeby, ehemaliger Fiskeribladet-Journalist und Ex-Konsul in Murmansk. Bereits 2008 schrieb er über solche Wale für das Fischereimagazin.
Der Inspektor der Fischereidirektion, Jørgen Ree Wiig, hält dies für eine fantastische Nachricht.«Wir haben an Spionage und Krieg gedacht, aber dann ist es nur ein Wal, der uns Menschen nur Gutes will. Es wird sogar verwendet, um mit uns zu kuscheln. Absolut erstaunlich», sagte Wiig gegenüber dem «Fiskeribladet».