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Über 300 Musikfreunde folgten auch dieses Jahr der Einladung des Handharmonikaclubs Elsau. Das Programm stand ganz im Zeichen der vier Jahreszeiten. So wurde mit Begleitung von Keyboard, Gitarre und Schlagzeug die Blumenpracht des Frühlings bespielt oder trotz mittlerweile eher winterlich anmutenden Temperaturen an den Sommer gedacht. Und manch einer träumte beim Samba „Holiday in Rio“ oder dem rassigen Stück
„Tico Tico“ von südlichen Ländern und palmendurchsetzten Sandstränden.
Für die ehrgeizige Teilnahme am diesjähr igen kantonalen Handharmonikamusikfest studierte das Ensemble unter der Leitung von Alois Weibel „Amerikanische Impressionen“ ein und vermittelte am vergangenen Samstag auch dem Elsauer Publikum ein Hauch von Farm und Folk. Erstmals war der HC Elsau in der zweithöchsten Kategorie angetreten und hatte mit dem Prädikat „vorzüglich“ abgeschlossen – die höchste erreichbare Auszeichnung.
Eine Rangliste der insgesamt 18 angetretenen Formationen wurde allerdings nicht erstellt. Die amerikanische Stimmung wurde mit einem Tribut an den Filmmusikkomponisten Ennio Morricone aufrechterhalten. Mit einer kurzen theatralischen Einlage wurden die Klänge aus dem Inbegriff des Western-Films der 60er und 70er Jahre angekündigt – Morricones „Spiel mir das Lied vom Tod“. Weitere bekannte Titel des gestern 74jährig gewordenen Komponisten wie „Once upon a time“ oder „Farewell to Cheyenne“ wurden zum Besten gegeben. Es folgte zum Schluss der Jahreszeiten der Winter mit einer „Petersburger Schlittenfahrt“ und dem „Schneewalzer“.
Zur Tradition der alljährlichen Unterhaltung, deren Proben bereits im Sommer beginnen, gehört ein Theater. Diesmal trafen sich im Schwank „Millionär und aarmi Schlucker“ zwei alte Schulfreundinnen, um ihrer unbeliebten Kollegin Dagmar von Stetten einen Denkzettel zu verpassen. Diese prahlte nämlich damit herum, die Witwe eines mittlerweile verstorbenen Millionärs zu sein und nun einen neuen Reichen zu suchen. Die beiden Frauen priesen ihr einen vermeintlichen Waldarbeiter als Millionären an, der sich aber in eine von ihnen und nicht in die Schwindlerin verliebte. Am Schluss stellte sich heraus, dass dieser Waldarbeiter ein reicher Banker aus der Stadt war. Dagmar von Stetten war nun bereits in den Händen eines ihr ebenbürtigen Heiratsschwindlers, der sich gar als Milliardär ausgab.