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Ja, das darf er.
Schnee, Glatteis, Überschwemmungen, Streik – gewisse aussergewöhnliche Umstände können Arbeitnehmende daran hindern, arbeiten zu gehen. Sie können dafür zwar nicht bestraft werden, aber der Arbeitgeber kann verlangen, dass sie diese Abwesenheitstage kompensieren, indem sie sie als Ferien beziehen.
Der Arbeitgeber hat in diesem Fall auch die Möglichkeit, den Lohn zurückzubehalten. Die Lohnzahlung bei Verhinderung des Arbeitnehmers ist in Artikel 324a OR geregelt. Damit der Lohn gezahlt wird, müssen die betroffenen Arbeitnehmenden aus Gründen, die in ihrer Person liegen (z.B. wegen Krankheit oder Unfall), und ohne eigenes Verschulden an der Arbeitsleistung verhindert sein. Sind sie an der Arbeitsleistung verhindert, weil wegen Lawinenniedergangs die Strasse zwischen dem Ferienort und dem Wohnort blockiert ist und sie deshalb nicht heimkehren können, so ist dies zwar nicht selbst verschuldet, die Verhinderung ist aber auch nicht auf Gründe zurückzuführen, die in ihrer Person liegen. Deshalb wird für diese Verhinderung an der Arbeitsleistung kein Lohn gezahlt.