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Imkerhöck - Königinnenzucht nach Bruder Adam
Die Königinnenzucht nach Bruder Adam ist eine Methode, um hochwertige Bienenköniginnen zu züchten, die auf den Eigenschaften der Buckfast-Biene basieren. Bruder Adam war ein Benediktinermönch, der im Kloster Buckfast in England für die Imkerei verantwortlich war.
Er entwickelte die Buckfast-Biene, indem er verschiedene Bienenrassen (Basis war die DUNKLE Biene) aus verschiedenen Regionen der Welt kreuzte, um eine widerstandsfähige, produktive und sanftmütige Biene zu erhalten. Die Königinnenzucht nach Bruder Adam folgt einem strengen Schema, das auf der Selektion, der Paarungskontrolle und der Leistungsbewertung der Königinnen beruht.
Ziel ist es, die genetische Qualität der Bienenpopulation zu verbessern und die gewünschten Merkmale zu erhalten oder zu verstärken.
Im heutigen Imkerhöck führte uns Marc Schumann in die Technik von Bruder Adam ein.
Marc Schumann - Imker mit Leidenschaft.
Imkerei Schumann | Honig | Königinnen | Direktverkauf vom Imker (imkerei-schumann.ch)
- Die Zuchtlinie von Marc erfolgt nach Leistungsmerkmalen wie Krankheitsresistenz, Vitalität, Schwarmträgheit, Sanftmut und Honigertrag.
- Marc praktiziert die Königinnen-Aufzucht nach Bruder Adam seit Jahren erfolgreich für seine Imkerei!
Das Schema der Königinnenzucht nach Bruder Adam sieht folgendermaßen aus:
Die Herstellung von Königinnzellen nach Bruder Adam ist eine Methode der künstlichen Königinnenzucht, die auf den Erkenntnissen und Erfahrungen des bekannten Imkers und Züchters Bruder Adam basiert.
Dabei wir der Zuchtstoff (junge Larven) in spezielle Zellen und Zuchtrahmen umgelagert, die dann von einem anderen Volk, das als Pflegevolk dient, zu Königinnen herangezogen werden. Die Anzahl der Königinnzellen steuert der Imker, indem man die Anzahl der umgelagerten Larven festlegt. Marc stellt so in einem Zuchtrahmen bis zu 30 Königinnenzellen bereit.
Meine besten Wirtschaftsvölker werden in Dadantbeuten geführt. Die Methode funktioniert aber genauso, wenn Du mit einem anderen Beutesystem imkerst. Ein starkes Volk (Marc wählt hier sein bestes Volk) bekommt über dem Absperrgitter einen zweiten Brutraum.
Dieser wird wie folgt bestückt:
- In die Mitte kommen 10 gedeckelte Brutwaben mit aufsitzenden Bienen aus starken Spendervölkern, eingerahmt von zwei Honig-/Futterwaben, sofern dies notwendig ist. Falls keine Tracht oder nur Läppertracht herrschen sollte, wird stetig mit Honig gefüttert.
- Nach 9 Tagen müssen alle Weiselzellen im oberen Brutraum gebrochen werden. Hier ist genaues Arbeiten gefragt, denn eine übersehene Zelle macht die ganze Serie zunichte.
- Nach weiteren 2-3 Tagen schlüpfen aus dem Volk grosse Mengen Jungbienen.
Viele Bienen auf engstem Raum – das Erfolgsrezept für Pflegevölker! erwähnt Marc.
Die aufkommende Schwarmstimmung im unteren Brutraum wirkt sich zusätzlich positiv auf die Pflegebereitschaft aus.
- Die obere Brutzarge wird an die Stelle des unteren Brutraumes gestellt.
- Aus dem Volk suchst Du die Königin heraus und schlägst zusätzlich von den Brutwaben mit offener Brut die Bienen zum Pflegevolk.
- Jetzt besitzt das Pflegevolk nicht nur ausreichende Vorräte in Form von Honig und Pollen, sondern auch ein Übermass an pflegebereiten Ammenbienen.
- Das Spendervolkes, wird einfach auf einem neuen Boden an einen anderen Platz am Stand gestellt.
- Nach kurzer Wartezeit bekommt das Pflegevolk den Zuchtstoff.
Dabei gebe ich die Zellen im Zuchtrahmen zur Pflege.
Es besteht keine Gefahr, dass die kleinen Maden in den ersten Stunden vernachlässigt werden, da der Futtersaft der Ammenbienen ohne Zeitverlust an die Larven verabreicht wird.
- Nach ca. 6 Tagen sind die Zellen gedeckelt.
- Anschliessend werden die Königinnenzellen gemäss Zeitplan verschult.
- Der Schlupf der Königin erfolgt im Begattungskästchen (z.B. Apidea mit ca. 100g Bienenmasse).
- Gemäss Zeitplan werden die Kästchen mit den Jungköniginnen zur Belegstation aufgeführt, wo die Königinnen ihren Hochzeitsflug geniessen.
Mit der Bruder Adam Methode erreicht Marc Schumann eine Zucht-Erfolgsquote von über 90%, was ausgezeichnet ist.
Vielen Dank...
- An Marc, für das ausgezeichnete Referat, welches zur Zucht begeisterte.
- Allen Anwesenden, für die grosse Teilnehmerzahl sowie den vielen Gesprächen und Diskussionen, die das Vereins-Leben bereichern.
- An Bruno Pini, für die einwandfreie tolle Organisation.