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Ehemalige Direktoren von Thomas Cook werden nach einer mehr als zwei Jahre dauernden Untersuchung von der staatlichen Konkursaufsichtsbehörde, des britischen Insolvency Service, formell vom Fehlverhalten freigesprochen.
Das Reiseunternehmen wurde im September 2019 nach dem Scheitern der Rettungsgespräche in letzter Minute zwangsliquidiert. Die Insolvenzbehörde hat nun ihre Untersuchungen bezüglich des Zusammenbruchs von Thomas Cook abgeschlossen und festgestellt, dass es wohl keine Grundlage für weitere Massnahmen gegen die Chefs des Veranstalters gebe.
In einem Brief an die Insolvenzbehörde am Tag des Zusammenbruchs von Thomas Cook forderte die damalige britische Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom die Behörde auf, die Untersuchungen im Zusammenhang mit der Insolvenz vorrangig zu behandeln: «Ich bitte darum, dass die Untersuchung durch den Official Receiver nicht nur das Verhalten der Direktoren unmittelbar vor und während der Insolvenz untersucht, sondern auch, ob irgendwelche Handlungen der Direktoren den Gläubigern oder den Rentensystemen Schaden zugefügt haben.»
Den Mitgliedern des Verwaltungsrates des Unternehmens inklusive CEO Peter Fankhauser wird kein Fehlverhalten bei dem Zusammenbruch des Unternehmens vorgeworfen. Das Unternehmen konnte am Ende rund GBP 32 Mio. vorweisen, hatte jedoch GBP 500 Mio. Schulden bei Gläubigern. Neben den Mitarbeitenden wurden auch zahlreiche Geschäftspartner geschädigt, etwa Hoteliers und Reisebüros mit offenen Forderungen.
Der chinesische Konzern Fosun, übernahm nach der Pleite die Markenrechte von Thomas Cook und der Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook. Die Firma war zuvor der grösste Aktionär von Thomas Cook gewesen. (TI)