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Sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern sehen die Wachstumschancen nicht rosig aus. Der Internationale Währungsfonds nimmt die Staaten in die Pflicht.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von spürbar verminderten Wachstumschancen sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern aus. Das mögliche Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften dürfte sich in den kommenden Jahren zwar leicht erhöhen, allerdings hinter der Entwicklung vor der Finanzkrise zurückbleiben, teilte der IWF in Washington mit. Hauptgründe seien die alternde Bevölkerung sowie das magere Wachstum der Unternehmensinvestitionen und der Produktion.
In den Schwellenländern dürfte sich das Potenzialwachstum sogar weiter verringern, schätzt der IWF. Auch hier machten sich die älter werdende Bevölkerung, schwache Investitionen und darüber hinaus das geringe Produktivitätswachstum bemerkbar. «Die schlechteren Aussichten für das potenzielle Wachstum erzeugen neue politische Herausforderungen etwa für die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen.» Zudem spräche die Entwicklung für niedrigere gleichgewichtige Realzinsen.
Nachfrage stützen
Um die Wachstumschancen zu erhöhen, empfiehlt der IWF den Industrieländern, die Nachfrage zu stützen. Zur Stärkung des Angebots seien zudem Strukturreformen sowie grössere Anstrengungen in der Forschung und Entwicklung nötig. Den aufstrebenden Ländern werden höhere Infrastrukturausgaben und ebenfalls wirtschaftliche Strukturreformen empfohlen.
(awp/dbe/ama)