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Als Ursache von Schmerzen im Bewegungsapparat wurde in den letzten hundert Jahren vieles in Betracht gezogen. Die Muskulatur als Schmerzursache wurde oft übersehen und sie wird es auch heute noch. Erst in den letzten zehn Jahren ist vieles klarer geworden und erst vor wenigen Jahren hat man den myofaszialen Schmerz von der Fibromyalgie abzugrenzen gelernt.
Die klinischen Diagnose-Kriterien von myofaszialen (muskulären) Triggerpunkten sind:
- eine sehr lokalisierte und sehr ausgeprägte Druckdolenz(schmerz) in einem Hartspannstrang eines Skelettmuskels
- bei mechanischer Reizung (Druck des Therapeuten) zeigt sich eine Kontraktion von Muskelfasern innerhalb des Hartspannstrangs (als lokale Zuckungsantwort zu interpretieren)
- die Beschwerden resp. Schmerzen des Patienten können reproduziert werden
- die Beweglichkeit ist deutlich eingeschränkt
- es besteht eine Muskelschwäche, oder eine rasche Ermüdung
Triggerpunkte können durch akute oder chronische Überlastung, durch akute Überdehnung oder ein direktes Trauma entstehen. Zusätzlich sind Faktoren wie Belastung in verkürzter Stellung, Fehlhaltung, Kälte, Nässe, Durchzug, sowie Stress und Angst als Auslöser in Betracht zu ziehen.
Die therapeutische Behandlung besteht aus verschiedenen Teilen:
- als erstes wird mit einem gewissen Druck der Triggerpunkt im Muskel aufgesucht (ischämische Kompression)
- danach erfolgt eine Dehnung der Triggerpunktregion (evt. mit Kälteapplikation)
- manuelle Dehnung und/oder Lösen der oberflächlichen Faszie, d.h. die Gleitfläche des Muskels wird verbessert und Verklebungen gelöst
- eine selektive therapeutische Dehnung sollte nicht fehlen, genauso wie
- Dehnungen als Hausaufgabe, Verbesserung der Ergonomie +Trainingsempfehlung.