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Logopädische Therapie bei ALS ist sinnvoll bei beginnenden Atem-, Sprech- und Schluckbeschwerden
Durch die Lähmung der Muskeln im Gesichts-, Mund- und Halsbereich kommt es bei ALS-Patienten zu einer Sprechstörung (Dysarthrophonie). Die Aussprache wird verwaschen und undeutlich, ebenso verändert sich der Stimmklang. Die Einschränkung der Kommunikation wird von Direktbetroffenen und Angehörigen als sehr belastend empfunden.
Zu Beginn der Erkrankung sind Atemübungen sowie Übungen zur Mundmotorik, zur Stimme und zum Sprechen sinnvoll. Wenn dereinst das Sprechen nicht mehr möglich ist, können Hilfsmittel (Sprechtafeln, elektronische Kommunikationshilfen etc.) eingesetzt werden, um die zwischenmenschliche Verständigung zu gewährleisten.
Bei ca. 75 Prozent der ALS-Erkrankten treten Kau- und Schluckstörungen auf (Dysphagie). Bei Beginn der Störung lernen Betroffene Übungen für die am Schlucken beteiligte Muskulatur, um die bestehenden Fähigkeiten möglichst lang zu erhalten. Bei zunehmender Dysphagie ist es das Ziel, alternative Schlucktechniken zu erlernen und die Nahrungskonsistenz anzupassen (Flüssigkeiten eindicken, pürierte Kost).
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