Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03578.jsonl.gz/1248

Ich bin...
- Betroffene Person: Erwachsene/r /Jugendliche/r / Senior/in
- Angehörige/r
- Fachperson
Alkohol in Kürze
Obwohl Alkoholkonsum zur Kultur unseres Landes gehört, ist Alkohol kein gewöhnliches Konsumgut. Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Schäden in Verbindung mit problematischem Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit sind beträchtlich.
Der problematische Alkoholkonsum umfasst folgende Trinkmuster:
- Rauschtrinken: Konsum einer grossen Menge Alkohol in einem kurzen Zeitraum. Die internationalen Standards definieren dieses Trinkmuster als mindestens vier Gläser bei Frauen bzw. fünf bei Männern.
- Chronischer Konsum: regelmässiger Konsum, der wegen der Häufigkeit und Menge nicht mehr als risikoarm eingestuft werden kann, da er ein Gesundheitsrisiko darstellt (mittel oder hoch). Aktuell empfiehlt die Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen, dass gesunde erwachsene Männer nicht mehr als zwei Gläser alkoholische Getränke pro Tag zu sich nehmen sollten, gesunde erwachsene Frauen nicht mehr als ein Glas pro Tag.
- Situationsunangepasster Konsum: Alkoholkonsum in spezifischen Situationen, in denen schon kleine Mengen mit erheblichen Risiken für die eigene Gesundheit oder für die Gesundheit anderer verbunden sind. Damit ist beispielsweise Alkohol am Steuer, Alkohol im Berufsleben, Alkohol und Medikamente oder Alkohol während Schwangerschaft und Stillzeit gemeint.
Gewisse Personen leiden unter Alkoholabhängigkeit. Von Alkoholabhängigkeit im medizinischen Sinne wird gesprochen, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: starkes Verlangen nach Alkohol, verminderte Kontrolle über den Alkoholkonsum, körperliche Entzugssymptome bei Reduzieren oder Absetzen des Alkohols, Toleranzentwicklung gegenüber den Wirkungen des Alkohols, Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Alkohols, anhaltender Konsum trotz eindeutig schädlicher Folgeerscheinungen.
Um diesem Problem der öffentlichen Gesundheit zu begegnen, hat die Direktion für Gesundheit und Soziales dem Amt für Gesundheit und dem Kantonsarztamt die Ausarbeitung eines kantonalen Alkoholaktionsplans anvertraut.