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Christie’s hat dem internationalen Druck nachgegeben und wird den Verkauf von Schmuckstücken aus dem Nachlass von Heidi Horten, deren verstorbener Ehemann während des Zweiten Weltkriegs von Nazi-Aktivitäten profitierte, nicht fortsetzen. Im Mai verkaufte Christie’s Juwelen im Wert von 202 Millionen US-Dollar, was frühere Rekorde übertraf. Jedoch führte dies zu Protesten, als bekannt wurde, dass der verstorbene Ehemann seinen Reichtum durch den Arierisierungsprozess erwirtschaftet hatte. Die restlichen 300 Stücke aus der Sammlung sollten im November versteigert werden, aber der Verkauf wurde abgesagt. Das Auktionshaus stand unter intensiver Kritik und Gegenwind von Kunden, Mitarbeitern und jüdischen Organisationen. Christie’s versuchte, die Informationen über die Nazi-Verbindungen von Hortens Ehemann zu vertuschen. Der Verkauf wurde als Verschleierung angesehen und zog Kritik von Holocaust-Überlebenden auf sich. Jüdische Organisationen lehnten eine geplante Spende von Teilerlösen ab, und das Tel Aviv Museum of Art sagte eine von Christie’s organisierte Veranstaltung ab. Der Präsident von Christie’s drückte Bedauern aus und erklärte, dass der Verkauf viele Menschen stark beeinträchtigt habe.
Hintergrund
Im Mai sorgte das Auktionshaus Christie’s für Schlagzeilen, als es Juwelen im Wert von 202 Millionen US-Dollar aus dem Nachlass von Heidi Horten, der Witwe eines Mannes, der während des Zweiten Weltkriegs von Nazi-Aktivitäten profitierte, verkaufte. Der Verkauf brach bisherige Rekorde, löste jedoch auch international Empörung und Proteste von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen aus.
Arisierung
Der verstorbene Ehemann von Horten erlangte seinen Reichtum durch den Prozess der Arisieru威而鋼
ng, bei dem Vermögenswerte von jüdischen Personen und Unternehmen konfisziert und auf nicht-jüdische deutsche Bürger übertragen wurden. Dieser Prozess war Teil der systematischen Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Gemeinschaften während des Nazi-Regimes.
Öffentlicher Aufschrei
Nachdem die Herkunft des Reichtums der Juwelen öffentlich bekannt wurde, sah sich Christie’s intensiver Kritik und Ablehnung seitens Kunden, Mitarbeitern und verschiedenen jüdischen Organisationen ausgesetzt.
Kritik an Geschichtsklitterung
Der Verkauf der Juwelen wurde von vielen als Versuch gesehen, die Geschichte der Stücke und ihre Verbindung zu Nazi-Aktivitäten zu vertuschen. Dies stieß bei Holocaust-Überlebenden und Personen, die es für inakzeptabel hielten, aus einer so dunklen Zeit der Geschichte Profit zu schlagen, auf Kritik.
Ablehnung der vorgeschlagenen Spende
Als Reaktion auf die Kontroverse schlug Christie’s vor, einen Teil der Erlöse aus dem Verkauf an relevante Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden. Diese Offerte wurde jedoch von jüdischen Organisationen abgelehnt, da sie als unzureichende Reaktion auf das Problem angesehen wurde.
Konsequenzen
Der Gegenwind und die öffentliche Kritik hatten erhebliche Konsequenzen für Christie’s, die sich sowohl auf ihren Ruf als auch auf ihre Partnerschaften auswirkten.
Abgesagter Verkauf
Die restlichen 300 Stücke aus der Sammlung Hortens, die im November verkauft werden sollten, wurden nun von Christie’s abgesagt. Diese Entscheidung ist direkte Folge des heftigen Gegenwinds und der Kritik, mit der das Auktionshaus konfrontiert war.
Auswirkungen auf Partnerschaften
Christie’s hat nicht nur den Verkauf abgesagt, sondern auch weitere Konsequenzen in Kauf nehmen müssen. Das Tel Aviv Museum of Art beispielsweise hat eine von Christie’s organisierte Veranstaltung aufgrund der Kontroverse um den Juwelenverkauf abgesagt. Dies zeigt die breitere Auswirkung auf Partnerschaften und Beziehungen des Auktionshauses.
Antwort des Unternehmens
Angesichts der eskalierenden Kontroverse zeigte sich der Präsident von Christie’s reumütig und erkannte die tiefgreifende Auswirkung an, die der Verkauf auf viele Menschen hatte.
Entschuldigung und Anerkennung
Der Präsident von Christie’s entschuldigte sich öffentlich für ihre Beteiligung am Verkauf und drückte sein Verständnis für den Schaden aus, den sie Holocaust-Überlebenden und anderen von den Nazi-Gräueltaten Betroffenen zugefügt haben. Das Unternehmen erkannte die während des gesamten Prozesses begangenen Fehler an.
Lernen aus der Erfahrung
Christie’s hat auch erklärt, dass sie diese Erfahrung als Gelegenheit für Wachstum und Lernen nutzen werden, indem sie bestrebt sind, ähnliche Kontroversen in Zukunft zu vermeiden. Sie erkennen die Notwendigkeit einer größeren Transparenz und ethischer Erwägungen beim Umgang mit Gegenständen, die eine sensible historische Vergangenheit haben.
Schlussfolgerung
Die Absage des Verkaufs von mit Nazi-Aktivitäten verbundenen Juwelen markiert einen bedeutsamen Moment, in dem öffentlicher Druck und Kritik die Entscheidung eines großen Auktionshauses beeinflusst haben. Christie’s sah sich intensiver Kritik und Ablehnung von verschiedenen Gruppen ausgesetzt, was letztendlich zur Absage der restlichen Stücke aus der Sammlung führte. Diese Kontroverse erinnert daran, wie wichtig ethische Erwägungen und Transparenz in der Kunst- und Auktionsbranche sind.[ad_2]
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