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Diese Arme durchziehen die sanft geneigten Hänge der
Alpen von
Sagens und Nagiens und konvergieren alle gegen O., worauf der Laaxerbach nach S. abbiegt, das wilde und grossartige
LaaxerTobel durchbraust und nach 13 km langem
Lauf 6 km unterhalb
Ilanz und gegenüber
Valendas von links in den
Vorderrhein mündet.
Laaxerbach und
Flimserbach
(Flem) bildeten einst ohne Zweifel ein gemeinsames hydrographisches System, bis der mächtige
FlimserBergsturz den einen nach S. und den andern nach O. ablenkte, worauf der Laaxerbach im Sturzschutt das
LaaxerTobel ausgewaschen
hat.
entspringt an
der Felswand der Bellacrètaz (über
Arbignon sur
Collonges), durchschneidet zuerst der Reihe nach jurassische, triasische
und karbonische Schichten, tritt dann ins Gebiet der krystallinen Gesteine ein und mündet nach 4 km langem
Lauf gegenüber
Évionnaz in 456 m von rechts in die
Rhone, nachdem er in deren Thal einen grossen Schuttkegel abgelagert
hat.
(Kt. Schwyz,
Bez. March).
412 m. Gem. und Pfarrdorf, Hauptort des Bezirkes; am S.-Ufer des
ObernZürichsees und 1,5 km s. der Mündung
der
WäggithalerAa. Station der Linie
Zürich-Wädenswil-Ziegelbrücke und Dampfschiffstation. Postbureau,
Telegraph, Telephon. 250
Häuser, 1971 kathol. Ew. Der das Dorf durchziehende
Spreitenbach ist jetzt kanalisiert. Eine grosse
Seidenfabrik, 2 mechanische Schreinereien, 2
Sägen, 2
Mühlen, 2 Gerbereien. Stickerei. Käserei. Seilerei. 2 Buchdruckereien, 3 Bildhauerwerkstätten,
ein Steinhauerwerkplatz und ein Zementwarengeschäft. Holzhandel.
Drei Geldinstitute. Eidgenössisches
Zeughaus. Grosse
Kirche mit 2 Türmen, 1900 restauriert. Geräumiges Rathaus.
Fonds zur Errichtung eines Gemeindeasyles, in dem junge Handwerker
herangebildet werden sollen. Einige Familien leben von Schiffahrt und Fischerei. An der Mündung der
Aa steht eine Dampfbaggermaschine.
Schöne und fruchtbare Gegend: zahlreiche Gemüse- und Baumgärten,
Wiesen und
Weiden. Anbau des zur Herstellung
von
Glarner Kräuterkäse verwendeten Schabziegerkrautes (Trigonella cœrulea).
Wasserversorgung in den
Häusern. Neues
Schützenhaus. Eines guten
Rufes erfreut sich auch das Theater von Lachen, in dem volkstümliche
Schauspiele aufgeführt werden. Lachen war in Bezug auf Industrie, Gewerbe und Politik stets das geistige
Haupt des Bezirkes
March. 1415 erhielt der
Ort von Kaiser Sigismund das Recht, jede Woche einen
Markt zu halten; 1520 trennte
er sich von der Gemeinde
Altendorf und bildet seither eine eigene Kirchgemeinde; seit 1386 gehört er zu Schwyz,
und 1798 wurde er
zum Hauptort des neugegründeten Bezirkes
March erhoben.