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Republikanischer Hoffnungsträger Rick Perry muss vor Gericht
- Samstag, 16. August 2014, 11:53 Uhr
Der Gouverneur von Texas, Rick Perry, soll seine Macht missbraucht haben, um eine Staatsanwältin zum Rücktritt zu zwingen. Seine Präsidentschaftskandidatur für die Wahlen 2016 droht damit zu wackeln.
Der Gouverneur des US-Bundesstaats Texas, Rick Perry, muss sich vor Gericht verantworten. Eine sogenannte Grand Jury klagte den Republikaner am Freitag an. Der Vorwurf lautet auf Machtmissbrauch und Nötigung der texanischen Staatsanwältin Rosemary Lehmberg.
Laut der Anklage wollte der ehemalige Präsidentschaftskandidat Perry erreichen, dass Lehmberg zurücktritt. Dies, nachdem Lehmberg wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt worden war. Perry soll gedroht haben, 7,5 Millionen Dollar an Staatsgeldern zurückzuhalten, welche an eine von der Demokratin Lehmberg geleitete Anti-Korruptions-Einheit hätten gehen sollen. Dieses Geld war vom Parlament in Texas bereits gutgeheissen worden. Doch weil Lehmberg nicht abtrat, hielt Perry das Geld laut Anklage zurück.
Hohe Gefängnisstrafen drohen
Sollte Perry wegen Machtmissbrauchs verurteilt werden, drohen ihm zwischen 5 und 99 Jahre Gefängnis. Und sollte die Grand Jury zum Schluss kommen, dass sich der Republikaner der Nötigung schuldig gemacht hat, wären bis zu 10 Jahre Gefängnis möglich.
Perry hatte sich 2012 vergeblich um eine Kandidatur bei den Republikanern im US-Präsidentschaftswahlkampf bemüht. Für die Wahl 2016 wird er als möglicher Kandidat gehandelt – die jetzige Anklage könnte diese Pläne gefährden. Demokratische Gegner Perrys forderten nach der Anklage dessen Rücktritt vom Gouverneursposten.
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