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Filmische Nachrichten zeigen eine bunte Menge, die sich am Strand amüsiert. Jeden Sommer erscheint jedoch ein Mann an den Stränden. Er hat ein gepflegtes Auftreten und kündigt sich durch einen Pfiff an. Er ist der Fremde. Eine beunruhigende oder vertraute Gestalt, vor der die Kinder weglaufen oder von der sie wie vom Rattenfänger von Hameln angezogen werden. Diese Märchenfigur ist eine Projektionsfläche. Die Geschichte des Mannes ist in jeder Version eine andere: man weiss nicht, ob er nach dem Verlust seiner Tochter verrückt geworden ist, ob er ein Landstreicher ist, der von der Gunst wohlhabender Familien lebt, ein Kinderschänder oder eine Art «Sommer-Weihnachtsmann». Catarina Mourão hat einige Bilder wiedergefunden, die die Existenz dieses «Mannes mit der Pfeife» bezeugen. Mit Coden des Stummfilms – in den Sand gelegte Karten, die von einer Hand umgeblättert werden – hinterfragt die Filmemacherin diesen Mythos, indem sie Ausschnitte aus mit Ton hinterlegten Amateurfilmen wie ein weiches und mehrdeutiges Echo einer dunklen Periode zusammenschneidet. Eine Periode, die noch im Bewusstsein der Menschen ist und sich in dieser für die portugiesische Küste während des Salazarismus charakteristischen Silhouette verkörpert.