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Frankreich leitet wie die USA den Truppenabzug aus Afghanistan ein. Angesichts der erzielten Fortschritte werde man mit einem schrittweisen Abzug der Kräfte beginnen, liess Präsident Nicolas Sarkozy am Donnerstag mitteilen. Hamid Karsai freuts.
Der Abzug solle nach einem ähnlichen Zeitplan wie der der Amerikaner erfolgen und diesem auch von der Grössenordnung prozentual entsprechen. "Frankreich wird mit seinen Verbündeten weiter voll engagiert bleiben, um an der Seite des afghanischen Volkes den Übergangsprozess zu Ende zu bringen", bekräftigte Sarkozy. Frankreich hat derzeit rund 4000 Soldaten im Afghanistaneinsatz.
"Frankreich teilt die Analyse und die amerikanischen Ziele", kommentierte Sarkozy. Er habe mit Obama vor dessen Rede zum Afghanistan-Einsatz telefoniert.
Obama gibt Zeitplan für Abzug bekannt
In seiner Rede an die Nation hatte US-Präsident Barack Obama zuvor angekündigt, bis spätestens zum Sommer nächsten Jahres 33'000 Soldaten aus Afghanistan abziehen zu wollen. Bereits in diesem Jahr soll der Truppenumfang am Hindukusch um 10'000 schrumpfen.
Seine Entscheidung stützte Obama insbesondere auf deutliche Fortschritte im Kampf gegen die Al-Kaida-Terroristen, die Afghanistan lange Jahre als Operationsbasis benutzt hatten.
Totalabzug bis 2014
Zur Zeit sind knapp 100'000 US-Soldaten am Hindukusch im Einsatz. Der Abzug von 33'000 Soldaten entspricht der Zahl, um die Obama die US-Truppen in Afghanistan im September 2009 aufgestockt hatte, um die wachsende Gewalt im Land einzudämmen.
Der Präsident will den Abbau dann stufenweise fortsetzen. Bis 2014 wollen die USA und ihre Verbündeten die Verantwortung für die Sicherheitslage an die afghanischen Sicherheitskräfte übertragen.
Karsai begrüsst Ankündigung
Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat die Ankündigung der US-Regierung begrüsst. "Das ist ein bedeutender Schritt zum Nutzen sowohl der Vereinigten Staaten als auch des afghanischen Volkes", sagte Karsai am Donnerstag in Kabul.
"Wir unterstützen diese Entscheidung." Die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama sei ein Schritt dahin, dass die Afghanen selber "den afghanischen Boden mit den starken Armen unserer eigenen Jugend beschützen".
Karsai hatte in den vergangenen Monaten zunehmend Kritik an den ausländischen Truppen in Afghanistan geübt und damit besonders das Verhältnis zu den USA belastet.
SDA-ATS