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Bern (ots) - Unter dem Motto «Für Arbeit und Solidarität, Nein zu sozialen Ungleichheiten» machen die Gewerkschaften in den Ländern Europas am 14. November mobil. Streiks, Demonstrationen und Sensibilisierungsaktionen sollen einen Kurswechsel herbeiführen, damit wieder Wachstum und Beschäftigung im Zentrum stehen. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation von 170'000 Arbeitnehmenden, bekundet bei dieser Gelegenheit ihre Solidarität mit den Arbeitnehmenden, die unter der Krise leiden.
Der europäische Aktionstag wird vom Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) koordiniert, dem auch Travail.Suisse angehört, und verurteilt die brutalen Sparmassnahmen, die ein Wachstum verunmöglichen und die Arbeitslosigkeit weiter steigen lassen. Beenden lässt sich die Rezession nur durch eine Lockerung der Haushaltsvorgaben. Sowohl die Europäische Kommission als auch der Internationale Währungsfonds (IWF) räumen heute ein, dass die Budgetkonsolidierung einen negativeren Einfluss hatte als erwartet. Am stärksten zu spüren bekommen diese Massnahmen die Arbeitnehmenden zahlreicher Länder Europas, vor allem im Mittelmeerraum.
Travail.Suisse bekundet im Rahmen der europäischen Gewerkschaftsbewegung ihre Solidarität mit den Arbeitnehmenden, die unter der Krise leiden, insbesondere in Griechenland, Portugal, Spanien und Italien, aber auch in mehreren osteuropäischen Ländern. Die Arbeitnehmenden sind nicht für die schwierige finanzielle und wirtschaftliche Lage dieser Länder verantwortlich, sie tragen aber die Folgen davon mit Arbeitslosenquoten, die insbesondere bei den Jugendlichen inakzeptabel sind.
Beitrag Südeuropas zum Wohlstand in der Schweiz
Während die Mittelmeerländer heute besonders stark von der Krise betroffen sind, sollten wir nicht vergessen, dass Arbeitnehmende dieser Länder in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich Anteil am Wohlstand der Schweiz hatten, indem sie hier zu Hunderttausenden vorwiegend unattraktive Arbeitsplätze übernahmen. Sie leisteten damit einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Schweiz. Gleichzeitig beteiligten sich die Schweizer Unternehmen am Ausbau der Infrastruktur in den südeuropäischen Ländern, was die Schaffung und den Erhalt von Stellen in der Schweiz ermöglichte. Heute, wo die Mittelmeerländer häufig für den Zustand ihrer Staatshaushalte kritisiert werden, sollten wir uns daran erinnern, dass auch viele Schweizer Unternehmen und damit auch viele Arbeitnehmende in der Schweiz von den Investitionen der öffentlichen Hand in den Mittelmeerländern profitiert haben.
Kontakt:
Denis Torche, Leiter Aussenpolitik, Tel. 031/370'21'11