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Die Analyse eines Mentoring-Programms in der Primarschule Oberglatt aus der Perspektive der beteiligten Akteure
Dauer: November 2012 bis September 2013
Das durch die AOZ initiierte Projekt Future Kids der Stadt Zürichhat zum Ziel, bei Schüler/innen aus benachteiligten familiären Kontexten bessere Zukunftschancen zu fördern. Durch die Unterstützung von Mentor/innen soll eine Verbesserung des Lern- und Arbeitsverhaltens sowie eine Verbesserung der Schulnoten in mindestens einem Fach oder einem Kompetenzbereich erreicht werden. Um dieses Ziel zu verwirklichen, sollen Mentor/innen den Schüler/innen Hilfen bei der Bewältigung von Hausaufgaben und beim Wiederholen und Lernen von Schulstoff geben sowie den Kindern Strategien vermitteln, mit denen sie ihr Lernen selbst besser organisieren können.
Ziel des Forschungsprojektes ist es, den Prozess der Einführung und die Ausgestaltung des Projektes in einer Schule (=Fall) genauer zu verstehen (Prozessanalyse) und die von den beteiligten Akteuren wahrgenommenen Wirkungen des Projektes herauszuarbeiten (Wirkungsanalyse). Im Rahmen der Prozessanalyse soll herausgefunden werden, wie die Förderpraxis konkret gestaltet ist, wie diese von den Mentor/innen, Lehrer/innen und Schüler/innen erlebt und beurteilt wird, welche Schwierigkeiten die Akteure wahrnehmen und was diese am Projekt verbessern würden. Die Wirkungsanalyse wiederumfokussiert die Frage, welche Effekte auf das Lernverhalten und die Leistungen der Schüler/innen aus Sicht der Akteure eintreten und ob aus ihrer Sicht die oben beschriebenen Projektziele erreicht werden können. Ergänzend dazu sollen aber auch Schwierigkeiten im Projekt und mögliche Verbesserungsvorschläge identifiziert werden, aus denen wiederum Ableitungen für die Weiterentwicklung des Projekts Future Kids herausgearbeitet werden können.
Zur Beantwortung der Fragen wurde zunächst ein Interview mit der Schulleitung der ausgewählten Schule, der Primarschule Oberglatt, durchgeführt, zum einen, um einen ersten Eindruck vom Projekt Future Kids in dieser Schule zu erhalten, zum anderen, um mit Hilfe der Schulleitung geeignete Interview-Partner/innen für die Fokusgruppengespräche zu identifizieren. Die Primarschule Oberglatt ist bereits lange am Projekt Future Kids beteiligt (seit Herbst 2011). In einem zweiten Schritt wurden 12 Interviews / Fokusgruppengespräche mit Lehrpersonen (N=18), Mentor/innen (N=16) und Future-Kids-Kindern (N=23) aus der ausgewählten Schule durchgeführt. Die Interviews fanden im Zeitraum von März bis April 2013 statt. Die Fokusgruppengespräche wurden protokolliert und nach dem Vorgehen der strukturierenden Inhaltsanalyse nach Mayring (2008) ausgewertet. Das Vorgehen ermöglicht, einen ersten Blick in das Projekt Future Kids an dieser Schule aus Sicht der Lehrpersonen, Mentor/innen und Future-Kids-Kinder zu erhalten. Zudem ermöglichen die Daten, das Potential des Projekts sowie dessen Stärken und Schwächen zu identifizieren. Diese Faktoren können wiederum zur Weiterentwicklung des langfristig angelegten Projektes Future Kids genutzt werden. Kritisch muss berücksichtigt werden, dass die Ergebnisse nicht generalisiert werden können, da sie sich nur auf eine Schule beziehen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass sich die Ergebnisse auf subjektive Meinungen der Befragten beziehen. Insbesondere bezüglich der Erforschung der Effekte und Wirkungen des Projektes Future Kids sind die Ergebnisse somit nur bedingt aussagekräftig.