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Bischöfliche Reformversuche
Bereits der Einbau der Kanzel 1486 markiert den liturgischen Wandel hin zum Wort. Der letzte in Basel wohnhafte Bischof Christoph von Utenheim versuchte vergeblich, die Geistlichkeit zu reformieren. 1503 lud er zu einer Synode ins Münster ein, wo er für liturgische Reformen und mehr Bildung warb und die Reduktion der Bordellbesuche durch Prediger anmahnte. Seine Visionen stiessen auf taube Ohren bei der Priesterklasse, die ihn verhöhnte und sich an der Fasnacht über ihn lustig machte. Er versuchte nun als Kanzler der Universität die allgemeine und die theologische Bildung zu heben. Seine grösste Tat war es, den Humanisten Erasmus von Rotterdam (um 1465–1536) nach Basel zu berufen, der hier 1516 sein griechisches Neues Testament drucken liess.
Hörprobe
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