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Unsere Charta
An der Gründungsversammlung im März 1982 wurde eine „Charta“ verabschiedet, in der die Grundanliegen der AWG zusammengefasst und ihre zeitbedingten politischen Schwerpunkte dargestellt wurden. Die Charta wurde 1992, 2002 und zuletzt 2008 überarbeitet.
Kernthesen der AWG-Charta sind:
- Wirtschaft ist nicht Selbstzweck, sondern ausschliesslich Voraussetzung bzw. Mittel zur Förderung der allgemeinen Wohlfahrt (Gemeinwohlprinzip). Damit unterscheidet sich die Denkweise der AWG grundlegend vom dogmatisch zelebrierten Neoliberalismus und kapitalistisch geprägten Shareholder Value-Denken.
- Die Verwirklichung des Gemeinwohlprinzips ist nicht Aufgabe staatlicher Lenkung (z.B. durch Wirtschaftspläne oder -programme) oder gar staatlicher Eigenwirtschaft. Der Staat hat jedoch jene Rahmenbedingungen zu setzen, die gewährleisten, dass die Wirtschaft dem Gemeinwohl dient. Der Vorrang kommt stets der Privatinitiative zu.
- Ohne prosperierende Wirtschaft kann die Verwirklichung des Gemeinwohls nur ungenügend oder gar nicht finanziert werden.
- Eine Wirtschaftsordnung muss auf Leistung und sozialer Gerechtigkeit, auf Wettbewerb und sozialer Sicherheit, auf Eigenverantwortung und Solidarität gründen.
- Der gegenwärtige und künftige soziale Standard in unserem Land beruht auf dem durch Arbeit erzielten Wachstum der Wirtschaft. Trotz allem technischen Fortschritt der Mensch, der Innovation und Leistung trägt. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Unternehmer.
- Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes ist Protektionismus die falsche Lösung. Wir stehen für offene Märkte ein. Unsere Wirtschaft muss sich in diesen offenen Märkten bewähren, damit wir ein starkes und unabhängiges Land bleiben.