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Das Ziel besteht darin, dass die Bevölkerung im Kreis Kita ihre Ernährungssituation langfristig selbst sichern kann. Da Mais viele Vorteile bietet, fokussiert sich das Projekt auf diese Wertschöpfungskette. Das Projekt unterstützt Bäuerinnen und Bauern dabei, bessere Ernteerträge durch angepasste Produktionstechniken zu erzielen. Die ökologische Verträglichkeit steht dabei im Vordergrund. Darüber hinaus werden sie gefördert, um für ihre Produkte einen besseren Zugang zum Markt zu erhalten. Das vorliegende Projekt knüpft an die Erfolge des Vorgängerprojekts an.
Die verbesserte Produktion erfordert angepasste Anbaumethoden, eine bestimmte technische Ausrüstung sowie die Nutzung von bestimmten Düngern. In der ersten Projektphase wurden ökologisch verträgliche Anbaumethoden entwickelt und mit den Zielgruppen getestet. Im vorliegenden Projekt werden die Erfahrungen besprochen, um häufige Probleme zu erkennen und geeignete Techniken zur Bearbeitung zu finden. Die in der ersten Phase ausgebildeten Landwirtschaftsberater werden zu den Themen Kompostierung und Einsatz von Düngemitteln weitergebildet. Es werden Materialien in lokalen Sprachen entwickelt, die die Landwirtschaftsberater bei der Ausbildung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern anwenden können. Die in der ersten Projektphase besonders aktiven und dynamischen Bäuerinnen und Bauern werden nun im Rahmen von Produzentenvereinigungen mit technischem Gerät und Saatgut ausgestattet.
Um die Nutzung natürlicher Ressourcen besser zu organisieren, werden die Gemeinden dabei unterstützt, kommunale Abkommen zum Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie Aktionspläne zu erarbeiten. Die kommunalen Komitees werden zu ihren Rollen und Verantwortlichkeiten ausgebildet. Sie erhalten auch Trainings zu Vermittlungsansätzen in Konfliktsituationen, um betroffene Akteure bei der Erarbeitung friedlicher Lösungen zu unterstützen.
Zu einem verbesserten Marktzugang gehört der Zugang zu Krediten, die Vernetzung mit Händlern und anderen wichtigen Akteuren sowie Einhaltung von Qualitätsstandards. Der Zugang zu Krediten wird durch ein sogenanntes warrantage-System verbessert. Die Bauern erhalten einen Kredit zu fair ausgehandelten Bedingungen, um Produktionsmittel zu kaufen. Als Sicherheitspfand für die Bank lagern sie ihre Ernte in einem Lagerhaus. Wenn die Marktpreise steigen, verkaufen sie ihre Produkte und zahlen der Bank den Kredit zurück. Auf diese Weise erzielen sie bessere Preise und können Rücklagen für Investitionen bilden. Ausgewählte Mitglieder der Verwaltungskomitees von Maiskooperativen werden zu diesem Kreditsystem ausgebildet. Zudem erhalten die Kooperativen ein Startkapital, um die notwendigen Lagerhäuser zu bauen und mit einem Anfangsbestand an Mais auszustatten. Ergänzend zum Kreditsystem werden die Produzentenverbände gestärkt, sodass sie Beziehungen zu agrarindustriellen Unternehmen und Händlern aufbauen. Durch den gemeinsamen Verkauf der Produkte der Kooperativen können sie dann Vorzugspreise verhandeln. Um ihre Produkte für Grosshändler und Exporteure interessant zu machen, erhalten die Kooperativen Trainings zu Qualitätsstandards für die Lagerung, Verarbeitung und Verpackung von Produkten.
Das vorliegende Projekt wird in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation ACORD Mali (Association de Coopération et de Recherche pour le Développement) umgesetzt. ACORD ist eine panafrikanische Nichtregierungsorganisation, die sich seit 1976 in verschiedenen Ländern Afrikas in den Bereichen Armutsbekämpfung und der sozialen Gerechtigkeit engagiert. Sie verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Durchführung von Ernährungssicherungsprojekten im Interventionsgebiet und geniesst grosses Vertrauen der Bevölkerung.