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Klavier
Das Klavier ist ein sehr vielseitiges Instrument, was vielleicht auch seine grosse Beliebtheit erklärt. Man spielt Tasten an - doch im Inneren verlängern sich diese zu Hammerköpfen, die Saiten anschlagen. Durch die Stärke des Anschlags der Tasten kann man von ganz leise (auf italienisch: piano) bis ganz laut (auf italienisch: forte) spielen. Diese Eigenschaft erklärt auch den Namen des Instruments: In vielen Sprachen heisst das Klavier Pianoforte oder Piano. Das Klavier ist also zwar ein Tasteninstrument, doch zugleich auch ein wenig Schlag- und Saiteninstrument. Denn im Inneren bringt man die Saiten zum Klingen: durch Hämmern, Zupfen, Anreissen.
Das Klavier hat 88 Tasten und umfasst den eindrucksvoll grossen Tonumfang von 7 1/3 Oktaven. Damit ist es in der Lage, manchmal wie ein ganzes Orchester zu klingen. Auch deshalb tritt das Klavier ebenso oft als Soloinstrument wie als Teil einer grösseren Instrumentengruppe auf.
Seit der «Erfindung» des Klaviers (Entwicklung der Hammermechanik) zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Italien hat das Instrument in allen musikalischen Stilen, Gattungen und Formationen seinen Platz: vom Barock bis zur Moderne, von der Klassik bis zum Jazz. Der unerschöpfliche Klangreichtum macht das Klavier ausserdem zu einem wunderbaren Instrument zum Improvisieren und freien Spielen.