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Rezension
"Als der frisch gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, Bruce Jansen, zum zweiten Mal seine Frau durch einen Anschlag mit Schusswaffen verliert - diesmal sogar zusammen mit ihrem ungeborenen Kind - sieht er rot. Kraft seiner weitreichenden Macht will er eine Gesellschaftsveränderung erzwingen, in der alle Bürger ohne Furcht leben können. Er erlässt das sogenannte Washington Dekret, was unter anderem die Konfiszierung aller privaten Waffen und Munition vorsieht. Ein Affront, der tief in die Seele der waffenvernarrten Amerikaner zielt, und landesweite Unruhen nach sich zieht.
Soweit die recht grob skizzierte Ausgangslage und Thema des Romans, der nach dem Anschlag auf das World Trade Center verfasst wurde. Als Leser folgen wir nun Doggie Rogers, die in nahen Umfeld des Präsidenten arbeitet, und deren Vater als verurteilter Strippenzieher des Attentats auf die Präsidenten-Familie in der Todeszelle sitzt. Oder ist er eventuell doch unschuldig, und ein mörderischer Komplott sieht noch Schlimmeres vor? Doggie gerät ins Fadenkreuz ...
Naja. Die über 600 Seiten habe ich flott durchgelesen, vom Hocker gehauen wie die Mørck -Reihe hat es mich allerdings nicht. Man merkt dem Roman an, dass es ein frühes Werk des Autors ist, und er sein Können in den folgenden Jahren deutlich gesteigert hat. Adler-Olsen-Fans kommen vermutlich dennoch an den Roman nicht vorbei, und nette Lektüre für Zwischendurch ist es allemal. Warum nicht."
(Kai Lohnert, Sortimentsmanager Belletristik)