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Filmkritik: Drama mit Lama
Virginio (José Calcina) und Sisa (Luisa Quispe) leben in der bolivianischen Hochebene Altiplano. Das alte Paar lebt nach traditionellen Rollenbildern. Er hütet eine stattliche Lama-Herde. Sie schält zuhause die Kartoffeln. So war es schon immer - und so könnte es bleiben. Wären da nicht, die immer länger werdenden Dürreperioden, die nicht nur den beiden zu schaffen machen. Das ganze Dorf merkt, dass das Wasser immer knapper wird.
Ein weiteres Problem, das sich im beschwerlichen Alltag stellt, ist ein übler Keuchhusten, der sich bei Virginio vorerst in der Nacht bemerkbar macht. Er möchte das Gebrechen zwar so gut es geht vor seiner Frau verheimlichen. Doch die anstrengenden Tage als Hirte zollen ihren Tribut. Als der Enkel Clever (Santos Choque) zu Besuch kommt, möchte dieser seinen Opa zum Spitalbesuch in der Stadt bewegen. Doch die Heimat zu verlassen kommt für Virginio nicht in Frage.