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Die alte Brücke ohne Wasser in Coria
Die Stadt Coria
Coria ist ein malerisches Bischofsstädtchen, das auf einem Hügel rechts des Río Alagón liegt. Kelten, Römer, Westgoten und Mauren haben hier gesiedelt. Alphons VIII. hat es 1209 zurückerobert. Heute wohnen hier rund 12 000 Menschen. Die Alt-stadt weist verschiedene hübsche Gassen und Plätze auf.
Blick auf Coria
Stadtmauer und Castillo
Die «Muralla Romana», die zwanzig quadratische Türme und vier Tore (Puerta de San Francisco, Puerta de la Ciudad, Puerta de Nueva, Puerta del Sol) umfasst, gehört in Spanien zu den besterhaltenen Beispielen römischer Verteidigungsarchi-tektur. Sie stammt aus dem 2. und 4. Jahrhundert und weist verschiedene, in die Mauern eingearbeitete Grabstelen auf. Von der ursprünglichen Burg des Templer-Ordens an der Nordwestecke der Stadtbefestigung stehen heute noch der Haupt-turm «Torre del Homenaje» und der angrenzende Verteidigungsbau, das so ge-nannte "Castillejo".
Teil der römischen Stadtmauern
Die Kathedrale
Mit dem Bau der Kathedrale von Coria wurde 1498 zu Zeiten des Bischofs Pedro Ximénez de Préxamo begonnen. Doch hat man fast 300 Jahre in ihr und an ihr gebaut, bis sie das heutige Aussehen erreicht hat. Von der Vorgängerkirche aus dem 14. Jahrhundert haben sich einzig der gotische Kreuzgang und liturgische Goldschmiedearbeiten erhalten.
Die Kathedrale von Coria
Die Kathedrale, der Himmelfahrt Mariens geweiht, zeigt sich als ein sehr hohes, einschiffiges Bauwerk. Ihr Grundriss bildet ein Rechteck, ohne Querschiff und Apsis. Was äusserlich auffällt, sind die recht kleinen Fensteröffnungen. Aber auch sonst zeigt die Kirche eine ziemlich kompakte Bauweise. Der Turm allerdings stammt aus dem 18. Jahrhundert und spricht deutlich eine barocke Formen-sprache. Das Seitenportal am seinem Fusse besteht aus einer Mischung von spätgotischen und plateresken Elementen. Es ist das Werk von Martín von Solór-zano.
Fassade der Kathedrale mit dem Haupteingang
Recht eigenwillig ist das platoreske Hauptportal aus dem 16. Jahrhundert mit sei-nen Bögen, Giebeldreiecken und Säulen komponiert, das Pedro de Ybarra ge-schaffen hat. In Reliefen und Feldern werden verschiedene biblische Szenen aus dem Marienleben dargestellt, so etwa die Geburt Jesu sowie die Anbetung der Hirten und der Könige. In die Portalornamentik eingebunden wird auch das spät-gotische Frontfenster mit seiner Renaissance-Rahmung.
Storchenaussicht vom Turm der Kathedrale
Die Decke im Innern der Kirche ist, wie dies in der Spätgotik üblich war, als for-menreiches Kreuzrippengewölbe ausgebildet. Der so genannte Coro besitzt ein reich geschnitztes Chorgestühl (mit 45 hohen sowie 28 niederen Sitzen und hübschem Täfelwerk). Seine Aussenwände (Trascoro) zeigen Skulpturen von Miguel Villareal. Ein spätgotisches Gitter schliesst den Chor ab, der wie oft in Spanien vor der Capilla Mayor mit dem Hochaltar situiert ist.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Coria besitzt noch weitere Sehenswürdigkeiten, unter anderen den «Palacio de los Duques de Alba» (neben der Kathedrale), den «Convento de la Madre de Dios» (bekannt auch wegen der exzellenten Süssigkeiten, welche die Schwestern des dritten Ordens des hl. Franziskus herstellen), dem Ayuntamiento Nuevo» und der «Cárcel Réal» (heute ein Museum).