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Per Ende September 2017 verwaltete GAM Vermögen von 148,4 Mrd CHF, was einen Anstieg von 13% im Vergleich per Jahresmitte bedeutet. Die Nettozuflüsse erreichten im dritten Quartal 11,8 Mrd CHF. Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit Assets under Management (AuM) im Umfang von 136,0 Mrd CHF und mit Netto-Neugeldern von 1,9 Mrd gerechnet.
75% der im Investment Management verwalteten Vermögen in Fonds hätten sich besser entwickelt als der jeweilige Benchmark, teilt GAM am Donnerstag mit. In der Division stiegen die verwalteten Vermögen im dritten Quartal um 9% auf 78,7 Mrd CHF. Von starken Nettozuflüssen sowie positiven Anlageergebnissen und Wechselkursentwicklungen ist die Rede.
NEUGELD WENIGER WERTIG
Die Nettozuflüsse lagen im Investment Management bei 3,5 Mrd, wobei das Fixed-Income-Geschäft mit 4,1 Mrd CHF Hauptperformer war. Die "GAM Star Credit Opportunities Strategie", die vorwiegend in Schuldtitel von Investment-Grade- oder erstklassigen Emittenten investiere, habe starke Zuflüsse verzeichnet. Auch beim "GAM Local Emerging Bond Fonds", der in Schwellenländeranleihen investiert, die auf die jeweilige Landeswährung lauten oder an diese gekoppelt sind, sowie beim "GAM Star MBS Total Return Fonds" waren die Zuflüsse "gut". Leichte Zuflüsse von jeweils 0,1 Mrd CHF gab es zudem im Aktiensegment und bei den Systematischen Strategien.
Nettoabflüsse von 0,6 Mrd CHF erlitten hingegen die Absolute-Return-Strategien. Weitere - wenn auch geringere - Abflüsse gab es bei den Multi-Asset-Strategien (Rücknahmen im Privatkundengeschäft) sowie den alternativen Anlagen (Rücknahmen im Dach-Hedgefonds-Geschäft) von jeweils 0,1 Mrd CHF.
Im Private-Labelling-Geschäft, wo GAM Fondslösungen für Dritte anbietet, legten die verwalteten Vermögen indes um 18% auf 69,7 Mrd zu. Nettozuflüsse von 8,3 Mrd stammten zum grössten Teil von einem bestehenden Kunden, der eine unterdurchschnittliche Management-Fee-Marge aufweist, wie es heisst.
Damit dürfte sich die Zunahme proportional auch geringer bei den Ergebnissen auswirken. Grundsätzlich sind die Margen im Private Labelling geringer als im Investment Management. Im Halbjahr 2017 lag die Management-Fee-Marge im Private Labelling bei 7 Basispunkten gegenüber einer solchen von 62,5 Basispunkten. Im Private Labelling seien sehr unterschiedliche Dienstleistungen möglich, weshalb auch die Gebühren entsprechend abweichen könnten, so eine GAM-Sprecherin zu AWP.
TEMPO WIRD SICH NICHT FORTSETZEN
CEO Alexander Friedman zeigt sich laut Mitteilung "sehr zufrieden mit der anhaltend positiven Entwicklung im dritten Quartal". Die Anlageergebnisse seien bei den meisten Fonds stark, und die Nettozuflüsse "waren sehr gut". Auch weiterhin sehe man bei GAM grosses Interesse für die Produkte, "dennoch erwarten wir nicht, dass die Zuflüsse sich im Tempo des dritten Quartals fortsetzen", so Friedman mit Blick in die Zukunft.
Das mehrjährige Umstrukturierungsprogramm schreite derweil gut voran, so der Asset Manager weiter. So sei etwa ein Anbieter für eine einheitliche Datenarchitektur beauftragt worden, deren Implementierung derzeit laufe. Die Vertriebskapazitäten würden zudem weiter gestärkt, was sich auch in Zukunft unterstützend auf die Nettozuflüsse auswirken dürfte, heisst es. Denn die operative Effizienz und das Erreichen der Ziele über einen Konjunkturzyklus hinweg seien nach wie vor die wichtigsten Prioritäten.
Ausserdem mache der Verwaltungsrat bei der Überprüfung der Vergütungsrichtlinien und -strukturen "gute Fortschritte" und werde dazu voraussichtlich vor der Veröffentlichung der Jahresergebnisse Informationen veröffentlichen. Die Generalversammlung hatte die variablen Management-Vergütungen für 2017 abgelehnt und auch der Vergütungsbericht 2016 wurde konsultativ abgelehnt.
GAM habe zudem beschlossen, ab Januar 2018 im Zuge der Umsetzung der neuen Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) alle Research-Kosten für die Kunden zu übernehmen. Es werde mit jährlichen Kosten in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags gerechnet.
ys/tp
(AWP)