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Im Dezember 2014 lag die Auszahlungspreisprognose noch bei 4,70 NZD (3,28 Fr.); in der Saison 2013/14 wurde ein Rekordpreis von 8,40 NZD (5,86 Fr.) gezahlt. Fonterra-Vorsitzender John Wilson egründete die Korrektur der Milchgeldprognose mit dem Überangebot am Weltmilchmarkt und den deshalb dort nachgebenden Preisen.
Zwar gehe man langfristig von einem Wachstum der globalen Nachfrage für Molkereierzeugnisse aus, doch wären die Preise aktuell an der Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) seit Februar um 23 % gesunken, erklärte der Fonterra-Chef. Aufgrund der erwartet schwächeren Auszahlungsleistung mussten ihm zufolge die Vorabzahlungen an die Milchlieferanten gekürzt werden.
Wilson rief die Produzenten in dieser schwierigen Situation dazu auf, die Kosten und Liquidität im Auge zu behalten. Dies dürfte jedoch für Milcherzeuger mit Zahlungsverpflichtungen wegen Krediten schwierig werden; Experten zufolge liegt die Gewinnschwelle in der neuseeländischen Milcherzeugung bei 5,40 NZD (3,77 Fr.) je Kilogramm Milchfeststoff.
Korrigiert hat Fonterra auch seine Prognose zur Milchproduktion. Ende Januar war aufgrund der Trockenheit in Teilen des Landes für die bis Ende Mai laufende Saison 2014/15 noch mit einem Rückgang des Rohstoffeingangs um 3,3% auf 1,53 Mrd. kg Milchfeststoffe gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr gerechnet worden. Nun erwartet Fonterra aufgrund der wieder verbesserten Situation auf den Weiden im Vergleich zu 2013/14 einen Anstieg des Aufkommens um 1,4% auf fast 1,61 Mrd. kg Milchfeststoff.