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Die Frage, ob das Hochausleitbild (HHLB) um weitere Jahrzehnte verlängert werden soll, braucht gewisse Kenntnisse in Urbanismus/Stadtentwicklung. Überkomplex sind die Fragen jedoch nicht. Die Uferschutzinitiative ist mit weit über 4000 Unterschriften gestern eingereicht worden. Es ist die Angst vor Hochhauszonen mit 60 Metern Bauhöhe entlang der Limmat. Nicht viel besser sieht es (wie schon gemeldet) mit den quadratkilometergrossen Hochhauszonen aus, mit denen Wohnquartiere im Norden und Südwesten Zürichs übersät werden sollen. Immer mehr wird bewusst, dass Stadtmodelle aus Übersee – heutzutage aus West und Ost – für europäische Städte kein geeignetes Mittel zur Nachverdichtung sind. Sie bringen Unglück in die Wohnquartiere. Niemand hat bisher die Betroffenheit der Nachbarschaften thematisiert. Und niemand hat bisher auf den Schaden für die Uferpartien hingewiesen. Es ist das grosse Verdienst der Uferschutzinitiative auf die drohende Hochhauswelle hinzuweisen.
Nachdem sich die liberale Epoche mit den prächtigen Quaianlagen 1887 mit grossem Erfolg um die Seeufer kümmerte, vernachlässigt die gegenwärtige Administration die Limmatufer in der Zeit des grossen Wachstums in Zürichs Westen. Sie beschäftigt sich lieber mit Hochhäusern, die inzwischen aus klimatischen, energetischen und sozialen Gründen fragwürdig geworden sind.
Unteres Bild: Die Baustelle der städtischen Tramdepôt-Hochhäuser, die den neuen Wipkingerpark infrage stellen werden.