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Die Hunderasse Tschechoslowakischer Wolfhund
Rassebeschreibung Tschechoslowakischer Wolfhund
Die Rasse ist eine Kreuzung von Karpatenwölfen und Deutsche Schäferhunden, im Ursprung gezüchtet um die Grenze mit der Armee zu bewachen und zu schützen. Allerdings zeigten sie sich für den Job in einer Wehrdienstarmee als ungeeignet, da sie sich zu eng an einen einzigen Hundeführer banden. Dort wurden im Schnitt alle 2 Jahre die Hundeführer ersetzt und dies hatte auch Auswirkungen auf die Hunde. Trotz dieses Nachteils war die Rasse sehr intelligent, hatte einen ausgezeichneten Geruchsinn, gute Augen und hatte im Gegensatz zu anderen Rassen die Kraft, Ausdauer und Fähigkeiten um in jeder Disziplin zu arbeiten (Sport, Anzeigen, Nasenarbeit, Fährte, Rettungshundearbeit). Heute sind sie loyaler Partner und Begleiter für uns; manchmal, aber nicht selten auch als Arbeitshund.
Der TWH hat eine Lebensspanne von 13 Jahren und mehr, wiegt etwa 30-40kg und hat von 62 bis 70cm Schulterhöhe. Er ist sehr wolfsähnlich und ein Laie würde den Unterschied zwischen TWH und Wolf wohl nicht erkennen. Neben der Verwechslung mit dem Wolf, erkennen manche auch einen Husky, einem Malamute oder einen Fehlfarben-Schäferhund in der Rasse. Manchmal wird er auch mit den weniger bekannten Saarloos Wolfhunden verwechselt, die ebenfalls eine Kreuzung aus Europäischem Wolf mit Schäferhund sind.
Ihre grazile Bewegung, der elegante Körper, die wölfische Optik, die bernsteinfarbenen Augen sind sicherlich beeindruckend, können aber genau so Angst in manchen Menschen auslösen. Sie sind lebhaft, hartnäckig, hoch intelligent, gelehrig und brauchen einen komplett anderen Umgang und Trainingsansatz als andere Hunderassen. Der Drill in der Ausbildung eines Schäferhundes wird hier nicht funktionieren. Aber der TWH braucht eine klare Führung und keinesfalls kein Leben ohne Grenzen.
Der TWH ist sehr besitzerorientiert, der Besitzer ist "seine Welt", das kann manchmal zu Problemen führen. Für seine Familie wird er trainieren und Prüfungen bestehen, wenn er entsprechend motiviert wird, auch wenn die meisten Leute sagen, dass er kein guter Arbeitshund ist (oder nicht in der Lage ist Kommandos auszuführen). Es wird nicht einfach sein, aber auch nicht unmöglich. Mit Wolfhunden ist der Weg das Ziel, nicht das Ergebnis selbst.
Es bedarf keiner besonderen Herausforderungen an das Lebensumfeld, er kann in einer Etagenwohnung leben oder in einem Haus mit Garten, das wichtigste ist der Kontakt mit "seinen" Menschen. Manche können in Wohnungen besser leben, manche schlechter. Der TWH muss in Kontakt zu seiner Familie haben, sonst wird er Sachen zerstören oder ausbrechen und weglaufen. Er braucht mehrere Stunden Auslastung täglich, sie sind keine Couchpotatoes. Manche haben Probleme mit Jagdtrieb, der Abneigung gegenüber gleichgeschlechtlichen Hunden und vor allem mit dem Alleinbleiben. Sie neigen zu heulen. Sie sind Ausbruchskünstler und nutzen ihre Intelligenz gerne zu ihrem eigenen Vorteil. Wenn sie nicht gut aufgezogen werden, können sie Scheue, Aggression oder Dominanzverhalten entwickeln - in jedem Alter, egal ob als Welpe oder erst als erwachsenes Tier.
Sie passen zu aktiven Besitzern, die mit ihnen arbeiten und ihnen die Liebe und Geduld entgegenbringen und vor allem die gemeinsame Zeit zusammen, die sie ihr ganzes Leben brauchen.
Quelle: Der Tschechoslowakische Wolfhund - Ein Rasseporträt
Mit freundlicher Genehmigung von Mgr. Petra Hercegová (<email-pii>)