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Der Bariton Tobias Berndt, 1979 in Berlin geboren, begann seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor. Später studierte er bei Hermann Christian Polster an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy» und bei Rudolf Piernay an der Mannheimer Musikhochschule. In Meisterkursen arbeitete er mit Theo Adam, Wolfram Rieger, Norman Shetler, Irwin Gage, Julia Varady und Dietrich Fischer-Dieskau zusammen. Tobias Berndt war Preisträger beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin 2004, bei der Konkurrenz «Liedkunst» der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart 2007, bei der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg 2008 und bei «Franz Schubert und die Musik der Moderne» in Graz 2009. Als Sieger ging er im letzten Jahr aus dem Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach und aus Thomas Quasthoffs Berliner Initiative «Das Lied – International Song Competition» hervor, was ihm auch den Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL im Sommer 2010 einbrachte. Wichtige Stationen seiner Laufbahn bildeten Konzerte mit dem Leipziger Gewandhausorchester und dem Thomanerchor, mit den Ensembles The English Concert und Collegium Vocale Gent sowie mit dem Sächsischen Vocalensemble und dem MDR Rundfunkchor. Einladungen führten ihn zu den Salzburger Festspielen, dem Prager Frühling, dem Leipziger Bachfest, den Händel-Festspielen in Halle, den Dresdner Musikfestspielen und dem Europäischen Musikfest Stuttgart. Tobias Berndt gestaltet ein Repertoire, das von Monteverdi bis Britten reicht und die grossen Oratorien, Passionen sowie Werke der Chorsinfonik umfasst. Auf der Opernbühne präsentierte er Rollen von Telemann, Traetta und Händel; er übernahm aber auch die Partie des Salieri in Rimsky-Korsakows Mozart und Salieri und wagte einen Seitensprung zur Operette mit Künnekes Der Vetter aus Dingsda.
21. April 2010