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Konkursamtliche Nachlassliquidation
Wann wird über einen Nachlass die konkursamtliche Liquidation angeordnet?
Wenn alle Erben die Erbschaft ausschlagen und die Konkurseröffnung beantragen, ordnet das Konkursgericht die konkursamtliche Nachlassliquidation an.
Wer haftet in einer konkursamtlichen Nachlassliquidation für die Konkurskosten?
Diese Konkurskosten werden ausschliesslich von der Konkursmasse bezogen und dürfen den Erben nicht in Rechnung gestellt werden.
Was müssen die Erben beachten, wenn sie die Erbschaft ausschlagen wollen?
Die Frist für die Erbausschlagung beträgt 3 Monate ab Bekanntwerden des Todes. Hat sich ein Erbe in die Erbschaft eingemischt, d.h. Handlungen vorgenommen, die über die blosse Verwaltung der Erbschaft hinausgehen, so hat er das Recht zur Erbausschlagung verloren. Die Erben sollen deshalb auf keinen Fall aus dem Vermögen des Erblassers offene Rechnungen bezahlen, auch nicht solche für Todesfallkosten etc.
Welche Vermögenswerte fallen in die Konkursmasse?
Grundsätzlich fällt in die Konkursmasse, was auch in die Erbschaft fallen würde. Wie jede andere Person haben auch die ausschlagenden Erben die Möglichkeit, der Konkursverwaltung Kaufsangebote für Gegenstände des Massavermögens zu unterbreiten. Für die Auszahlung von Lebensversicherungen, für BVG-Auszahlungen und für Anlagen der gebundenen Vorsorge bestehen häufig direkte Begünstigungsklauseln zu Gunsten bestimmter Personen. Diese Guthaben fallen dann nicht in die Konkursmasse, allerdings vorbehältlich der paulianischen Anfechtungsklage.
Weiter haben Familienangehörige der verstorbenen Person, die mit dieser im gleichen Haushalt gelebt haben, Anspruch auf gewisse Kompetenzgegenstände.
Wer erhält einen allf. Verwertungsüberschuss über die Konkursforderungen?
Ist der Verwertungserlös höher als die Konkurskosten und die anerkannten Konkursforderungen, so wird der Mehrbetrag den Erben überlassen.