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Bei einer Morton-Neuralgie handelt es sich um eine schmerzhafte Erkrankung des Vorfussbereichs, hervorgerufen durch eine Verdickung der Plantarnerven zwischen den Köpfchen der Mittelfussknochen. Überwiegend sind Frauen im Alter zwischen 40 und 50 betroffen. Der Schmerz kann durch die Druckpalpation der Interdigitalräume von plantar provoziert werden.
Betroffene Patienten klagen über brennende, meist anfallartig einsetzende Schmerzen, die als „elektrischer Schlag“ beschrieben werden. Die typische Lokalisation ist der Interdigitalraum zwischen dritter und vierter oder zwischen zweiter und dritter Zehe. Im Verlauf der Krankheit nehmen die Schmerzen in ihrer Intensität zu, sie können in den Unterschenkel, sogar bis zum Oberschenkel ausstrahlen.
Begünstigend für die Entstehung eines solchen Pseudoneuroms ist vor allem das Vorliegen anderer Fussdeformitäten wie ein Spreizfuss oder Hallux valgus. Auch das Tragen ungeeigneter Schuhe (z.B. mit hohem Absatz) kann zur Entwicklung eines Morton-Syndroms führen. Eine Bindegewebsschwäche bzw. schwache Bänder im Vorfuss können ebenfalls ein Morton-Neurom hervorrufen.
Aufgrund der ungünstigen Druckverteilung im Vorfuss, empfehlen wir, diese mittels einer dynamischen (in Bewegung) Fussdruckmessung bei Heusser-Orthopädie zu analysieren um anschliessend eine optimale Versorgung vornehmen zu können. Da es vor allem darum geht, den Druck auf die Nerven zu verringern, steht die Behandlung des Spreizfusses im Vordergrund. Die Unterstützung des Quergewölbes ist häufig bereits hinreichend um die kompressionsbedingte Schwellung der Morton-Neuralgie abheilen zu lassen. Um den Bereich, wo die Schmerzen am grössten sind, zu entlasten, wird dort eine Weichbettung angebracht und unter dem grossen Ballen eine Abrollhilfe eingebaut.
Unserer Meinung nach sollte man immer zuerst konservative Massnahme ausschöpfen, bevor man sich einer Operation unterzieht.
- Solange eine Entzündung der Nerven vorliegt, kann versucht werden, diese
Entzündung zu behandeln. Die beste Möglichkeit hierfür sind KortisonLokalanästhetikum-Infiltrationen direkt an den schmerzenden Nerven.
- Zur Druckentlastung des Vorfusses sollten weiche, breite Schuhe getragen
werden. Auf das Tragen von hohen Absätzen und spitzverlaufenden Schuhen
sollte verzichtet werden.
- Lokale Kältetherapie (Eismassage)
- Wenn bereits eine Vernarbung oder Verdickung des Nervengewebes vorliegt, helfen die konservativen Therapiemassnahmen teilweise ungenügend und der Nerv muss durch eine Operation entfernt werden.