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Was ist Tinnitus
Definition und erste Schritte
Tinnitus (Ohrensausen) ist eine akustische Wahrnehmung. Diese Geräusche werden oft als Klingeln, Summen, Heulen, Pfeifen oder Zischen beschrieben. Man unterscheidet zwischen dem selten auftretenden „objektiven Tinnitus“ (die Schallquelle ist auch von Dritten hörbar) und dem verbreiteten „subjektiven Tinnitus“ (nur der Betroffene kann die Ohrgeräusche wahrnehmen). Die Geräusche treten oft nur in einem Ohr auf, können jedoch seltener auch in beiden Ohren erscheinen. Die Geräusche können lediglich störend sein oder aber so laut, dass die Lebensqualität stark beeinträchtigt wird.
Wie viele haben Tinnitus schon erlebt?
Einer neuen Studie zufolge hat fast ein Viertel der Bevölkerung schon einmal „Ohrensausen“ erlebt. Fast 10% hören diese Ohrgeräusche ununterbrochen. Bei 3% spricht man schon von chronischem Tinnitus.
Wie entsteht ein Klang im Ohr?
Im Innenohr halten Tausende von Hörzellen ein elektrisches Signal aufrecht. Mikroskopisch kleine Sinneshaare bilden einen Haarsaum auf der Oberfläche jeder Hörzelle. Wenn sie intakt sind, werden diese Haare von den Schallwellen, die das Ohr wahrnimmt, bewegt. Durch die Bewegung der Härchen wird ein elektrisches Signal ausgelöst, das von den Hörzellen auf die Nervenfasern, die jede Zelle umgeben, übertragen wird. Das Gehirn interpretiert diese Signale als Geräusch.
Was sind die Ursachen für Tinnitus?
Tinnitus kann durch ständige oder plötzliche Lärmeinwirkung, durch einen Hörsturz, Viruserkrankungen, Morbus Ménière (Schwindel) ausgelöst werden. Verstärkende Ursachen für einen Tinnitus sind häufig auch Stress, Probleme mit der Halswirbelsäule oder im Zahn-Kiefer-Bereich.
Was ist zu tun bei akutem Tinnitus?
Bewahren Sie Ruhe und schlafen Sie erst einmal aus. Ist der Tinnitus am nächsten Morgen noch vorhanden, sollten Sie sich so schnell wie möglich bei einer sachkundigen Person informieren. Je früher mit einer Behandlung begonnen wird, desto grösser sind die Erfolgschancen auf Heilung.
Was ist zu tun bei chronischem Tinnitus?
Bildet sich der akute Tinnitus nicht zurück, spricht man von chronischem Tinnitus. Wenn das Ohrgeräusch die Lebensqualität erheblich beeinträchtig, ist eine Behandlung im Sinne einer individuellen Tinnitus-Bewältigung notwendig. Durch Aufklärung und Selbsthilfe verliert der Tinnitus oft an Wirkung.
Welche Behandlung ist die Richtige?
Kein Tinnitus ist gleich wie der andere. Darum gibt es keine schematische Behandlung oder ein generell Tinnitus wirksames Medikament. Keine Behandlungsmethode darf für sich in Anspruch nehmen, für alle Tinnitus-Betroffenen wirksam zu sein. Es bedarf somit einer fachgerechten Analyse seines persönlichen Tinnitus, um das richtige Therapiekonzept zu ermitteln.
Therapiekonzept – Wie gehen wir vor?
Anmeldung
Sie melden sich bei uns zu einem kostenlosen Tinnitus Check-up an. Danach erhalten Sie die Diagnose mit einem für Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Behandlungskonzept. Auf Wunsch starten wir anschliessend gleich mit der ersten Behandlungsreihe. Planen Sie somit für den ersten Besuch mindestens eine Stunde ein.
Kosten
Die Therapiekosten belaufen sich je nach Diagnose auf CHF 300.- bis CHF 600.-. Die Massnahmen bestehen aus diversen Behandlungen im Center und einem Therapieplan zur Selbstbehandlung zuhause. Der Therapieplan kann aus diversen Verfahrensanweisungen, täglichen Übungen und Behandlungen bestehen. Dafür erhalten Sie die nötige Apparatur und Medikation mit nach Hause.
Aufwand
Die Therapie dauert durchschnittlich 3 Monate. Die Tinnitusbehandlung ist nur effektiv, wenn die Behandlung regelmässig und konsequent durchgeführt wird. Das Ziel dieser Verfahrensart ist es daher, die Behandlung in Ihren gewohnten Tagesablauf zu integrieren, ohne diesen wesentlich verändern zu müssen.
Verfahren
Durch Interview, Tests und Übungen wird ausführlich der Ursprung Ihres Tinnitus analysiert. Danach erhalten Sie die Diagnose mit einem für Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Behandlungskonzept. Es werden Verfahren berücksichtigt wie: Neurostimulation, Softlaser, Akupunktur, Klangtherapie, Maskierung, pharm. Nährstoffkonzept, autogenes Training, Stressbewältigung, Körperstatus sowie diverse weitere individuelle Therapien. Bei Bedarf, werden zusätzlich Fachkräfte hinzugezogen, wie HNO-Ärzte, Zahnärzte u.v.m.