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Cigarrenkunde
Wie schneidet man eine Cigarre richtig an?
Bevor die Cigarre angezündet wird, muss sie am Kopf beschnitten werden, damit ein Rauchkanal durch die Cigarre in Ihren Mund ermöglicht wird. Optimal für den Beschnitt sind Guillotinen-Cutter, Round-Cutter oder Cigarren-Bohrer. Zuerst sollte man den Kopf leicht mit den Lippen befeuchten, um einen Riss im Deckblatt zu verhindern. Danach wir ein gerader Einschnitt über die gesamte Fläche der Cigarre ausgeführt. Beachten sollte man, dass man nicht zu viel abschneidet, da die Cigarre ansonsten ungeniessbar wird. Idealerweise werden ca. 3mm bis maximal 5mm des Kopfs beschnitten.
Wie zündet man eine Cigarre richtig an?
Priorität hat beim Anzünden vor allem die Eigenschaft der Flamme, da eine falsche Flamme das gesamte Geschmackserlebnis einer Cigarre ruinieren könnte. Die geruchslose Flamme eines Gasfeuerzeugs oder eines Streichholzes eignet sich perfekt dafür, jedoch sollte nie ein Benzinfeuerzeug oder Wachsstreichholz verwendet werden! Das Rauchen einer Cigarre benötigt viel Zeit, gleichermassen sollte man sich auch beim Anzünden genügend Zeit lassen und nicht hektisch, wie bei einer Zigarette, mit dem Ziehen beginnen. Der Fuss der Cigarre wird anfangs gleichmässig über der Flamme angewärmt, anschliessend wird die Cigarre langsam über der Flamme (nicht in der Flamme) zwischen den Fingern hin und her gerollt, bis sie gleichmässig glüht. Nun kann der erste Zug vorgenommen werden.
Was macht man, wenn eine Cigarre nicht mehr brennt?
Eine ausgegangene Cigarre stellt kein Problem dar. Zuerst wird die Asche vorsichtig abgeklopft oder abgestreift. Anschliessend wird der Vorgang des Anzündens wiederholt. Manche raten, vor dem erneuten Ziehen erst leicht in die Cigarre zu blasen, um allfälligen, ungeniessbaren, schalen Rauch zu entfernen, der sich noch in der Cigarre befinden könnte.
Wie löscht man richtig eine Cigarre?
Eine Cigarre benötigt in allen Bereichen viel Zeit, beim Anzünden, beim Rauchen und auch beim Auslöschen. Eine Cigarre wird nicht einfach ausgedrückt, sie stirbt in Würde! Der Cigarrenstummel wird schlicht in den Aschenbecher gelegt und erlöscht nach einigen Minuten von alleine. Dadurch wird der Cigarre ermöglicht, in Würde dahinzuscheiden.
Der Cigarrenring
An sich sollte man sich keiner Cigarre schämen und den Cigarrenring ruhig an der Cigarre lassen, wenn man sie raucht. Wenn man jedoch nicht darstellen möchte, wieviel Geld man in Rauch aufgehen lässt, kann man ihn auch entfernen. Beim Abnehmen muss man lediglich darauf achten, dass das Deckblatt nicht beschädigt wird, was einfacher ist, wenn die Cigarre vom Rauchen schon wärmer ist.
Wie erkennt man den Zustand der Cigarre?
Um den Zustand einer Cigarre zu prüfen gibt es einen einfachen Weg. Man nimmt die Cigarre zwischen zwei Finger und drückt leicht zu. Gut ist die Cigarre, wenn sie dabei nicht knistert und leicht nachgibt. Das Deckblatt sollte sich ausserdem seidig anfühlen und durch die vorhandenen Öle leicht glänzen.
Wie lagert man eine Cigarre richtig?
Am besten werden Cigarren in einem Humidor gelagert, der im Innern vorzugsweise aus Zedernholz besteht. Zedernholz beeinflusst das Aroma und den Reifeprozess positiv. Sehr wichtig sind die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Humidor, bei denen folgende Eckdaten als optimal gelten: relative Luftfeuchtigkeit 73% bei ca. 19° C.
Was macht einen guten Humidor aus?
Ein ausreichendes Befeuchtungssystem und ein luftdichter Zustand bei geschlossenem Humidor sind essenziell. Optimal ist eine innere Auskleidung aus Zedernholz und ein eingebautes Hygrometer, was das Aroma der Cigarre positiv beeinflusst und die Kontrolle der Lagerungsbedingungen erleichtert, jedoch nicht notwendig ist. Wichtig ist ausserdem, beim Kauf darauf zu achten, dass der Innenraum des Humidors nicht nach Leim riecht. Sinnvoll ist auch eine oder mehrere verschiebbare Trennwände, um einzelne Formate oder Aromen voneinander zu trennen.
Worauf sollte man beim Kauf einer Cigarre achten?
Gute Händler erlauben jede Überprüfung. Priorität haben die richtigen Lagerbedingungen im Laden (begehbarer Humidor). Anschliessend sollte jede Kiste begutachtet werden, die gekauft wird. Die Cigarren sollten genau in die Kiste passen und sortiert sein (hellste links, dunkelste rechts), ansonsten besteht der Verdacht einer Manipulation an der Kiste. Die Kiste sollte ausserdem das Qualitätssiegel des Herstellungslandes tragen. Kontrollieren sie auch den Zustand der Cigarre, wie bereits gelernt und testen sie deren Aroma, indem sie am Fuss (abgeschnittenes Ende) der Cigarre riechen.
Achten sie zum Schluss noch auf einen guten Sitz des Cigarrenrings und auf deren sauberen Druck.
Was bedeuten kleine Löcher in den Cigarren?
Sollten ihre Cigarren kleine Löcher haben, so könnte es sich um einen Befall von Tabakkäfern (Lasiderma) handeln. Erkennen kann man sie durch kleine runde Löcher mit Tabakstaub in den Deckblättern. Ist dies der Fall, müssen die befallenen Cigarren schleunigst entsorgt werden, um eine Verbreitung der Käfer zu verhindern.