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Es ist angerichtet: Auf dem Tisch ist ein Fisch zu erkennen, eine Schüssel und wohl eine halbierte Zitrone. Die zwei abgebildeten Frauen sind sommerlich gekleidet, Tücher schmücken ihr Haupt, ob sie wohl das Arrangement auf dem Tisch erstellt haben? Auffallend ist der dominierende Farbton Blau. Der Maler Roman Tschabold ist fasziniert von der Region Nordafrikas. Seine Reise nach Marokko und in das Saharagebiet um 1948 hat prägenden Einfluss auf sein Werk: Vermehrt rückt der Mensch als Sujet in den Fokus und klare Farben dominieren die Bilder. Zudem sammelt der Künstler etliche Gegenstände aus dem afrikanischen Kontinent, seien dies Masken, Dolche oder Wandteppiche. Tschabold malt zudem mehrere Frauenbildnisse. Die in den 1930er-Jahren hergestellten Mädchenköpfe aus Keramik, die auf seine ursprüngliche Ausbildung in der Töpferschule hinweisen, können als Vorläufer der späteren Mädchenbilder betrachtet werden.
Katrin Sperry
Wir sehen ein Still-leben* in Blau.
Licht fällt auf einen Tisch.
Darauf liegen ein Fisch, eine Schüssel und 2 Zitronen.
2 Mädchen schauen uns an.
Ein Mädchen sitzt im Licht.
Das andere Mädchen ist im Schatten
Roman Tschabold hat das Bild gemalt.
Er hat nur drei Farbtöne verwendet:
Blau, Grün und Weiss.
* Still-leben