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Wirken Stoffmasken?
Die kurze Antwort: JA. Dabei geht es allerdings um Fremdschutz: Das Risiko, eine andere Person durch Sprechen, Husten oder Niesen anzustecken, wird verringert. Das Tragen einer Stoffmaske dient nicht zum Selbstschutz.
Die ausführliche Antwort:
Das Robert-Koch-Institut in Berlin sagt:
Übertragungswege
In der Allgemeinbevölkerung (gesellschaftlicher Umgang)
Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Theoretisch möglich ist auch eine Kontaktübertragung.
Tröpfcheninfektion: Die hauptsächliche Übertragung erfolgt über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges aufgenommen werden (1, 2).
Kontaktübertragung: Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung des Infizierten nicht auszuschließen (7), da vermehrungsfähige SARS-CoV-2-Viren unter bestimmten Umständen in der Umwelt nachgewiesen werden können
Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zum Schutz vor SARS-CoV-2 sinnvoll?
Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Leben kann dazu beitragen, die Ausbreitung von COVID-19 in der Bevölkerung zu verlangsamen und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen. Das gilt insbesondere für Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenen Räumen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten (z.B. Arbeitsplatz) oder der Mindestabstand von mindestens
2 m zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann (z.B. in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln). Voraussetzung dafür ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig mit der Mund-Nasen-Bedeckung umgehen: Die Bedeckung muss durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden; sie darf während des Tragens nicht (auch nicht unbewusst) zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden.
Weitere Infos beim Robert Koch Institut: www.rki.de
Die Zeitschrift BEOBACHTER hat zu diesem Thema anfang April einen Artikel veröffentlicht:
Darin verweist der Virologe Alexander Kekulé auf die vielen unentdeckten Covid-19-Erkrankten – im Moment geht man von 80 Prozent aus, die keine oder kaum Symptome haben. «Wenn jeder eine Maske aufhätte, könnte niemand angesteckt werden, weil dann auch jeder Infizierte eine Maske trüge», sagt Kekulé.
Auch eine andere Studie aus der Zeit der Sars-Epidemie bekräftigt die Wirksamkeit von einfachen Masken. Dabei wurde nicht nur medizinisches Personal, sondern vor allem die Normalbevölkerung getestet. Sars-Patienten und eine Kontrollgruppe in Peking wurden nach ihren Gewohnheiten gefragt. Träger einfacher Chirurgenmasken hatten ein um 70 Prozent geringeres Risiko, sich mit Sars zu infizieren, als jene, die sich nicht schützten.
Mehr Infos im BEOBACHTER Artikel: Der Masken Mythos