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Zur Reduktion von Antibiotikaresistenzen werden Massnahmen getroffen, um die Übertragung und Verbreitung von resistenten Bakterien einzuschränken.
Einschleppung und Ausbreitung von resistenten Erregern verhindern
Wenn Patientinnen und Patienten, die resistente Erreger in sich tragen, bereits beim Eintritt in eine Gesundheitseinrichtung durch ein Screening identifiziert werden, kann die Ausbreitung der Resistenz leichter eingedämmt werden.
Resistente Erreger können von Patientinnen und Patienten in eine Gesundheitseinrichtung eingeschleppt werden. Beispielsweise erhöhen Auslandsreisen und der beruflich bedingte Kontakt mit Erregern das Risiko, Träger von resistenten Erregern zu sein.
2018 hat das BAG eine Studie in Auftrag gegeben, um die aktuellen Praktiken bezüglich Screening auf multiresistente Bakterien in den Schweizer Spitälern und Kliniken zu prüfen. Rund 4 von 5 Einrichtungen führen bei der Aufnahme bereits Screenings je nach Risikoprofil der Patientinnen und Patienten durch, aber die Praktiken sind je nach Einrichtung unterschiedlich. Die Studie ergab zudem eine Diskrepanz zwischen der epidemiologischen Situation der multiresistenten Bakterien und den Screeningpraktiken.
Um die Praktiken zu vereinheitlichen, die Lücken zu schliessen und so die Verbreitung resistenter Erreger im Krankenhausbereich einzudämmen, hat Swissnoso im Rahmen von StAR nationale Richtlinien zur Prävention und Kontrolle von multiresistenten Erregern (MRE) im Nicht-Ausbruch-Setting ausgearbeitet. Diese enthalten erregerspezifische Empfehlungen zum systematischen Screening und zu Isolationsmassnahmen.
Ausbrüche von resistenten Erregern gezielt bekämpfen
Wenn es in einer Gesundheitseinrichtung zu einem Ausbruch von Infektionsfällen durch einen resistenten Erreger kommt, müssen systematisierte Abläufe den Patientenschutz und die Eindämmung der Ausbreitung gewährleisten.
Wenn es in einer Gesundheitseinrichtung zum Ausbruch eines resistenten Erregers kommt, muss das Personal rasch und gemäss einem klar definierten Ablauf handeln. Zur Vereinheitlichung dieser Abläufe wurden nationale Richtlinien zum Management von Ausbrüchen mit MRE erarbeitet. Diese enthalten Empfehlungen für konkrete Massnahmen und Schritte, welche im Falle eines Ausbruchs einzuleiten sind. Sie ermöglichen so den Schutz der Risikopatientinnen und Risikopatienten sowie des Personals und verhindern eine weitere Ausbreitung.
Letzte Änderung 03.11.2023