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Wie in anderen südamerikanischen Ländern produzierten auch in Uruguay in den 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren mehrere Firmen Modellautos aus Metall oder Plastik. Einer dieser Hersteller war Plomur: In dem um 1965 gegründeten Betrieb entstanden einfache, aber sehr schwere Modelle aus Blei im Massstab 1:43, darunter ein Chevrolet Chevy SS Coupé in verschiedenen Farben und als Notarzt-, Polizei- und Militärfahrzeug, sowie ein Chevrolet Camaro. Auf den Bodenplatten sind keine Herstellerbezeichnungen zu finden. Die Firma war wahrscheinlich bis Anfang der 1980er-Jahre aktiv. Eine andere Firma aus Uruguay, Morelia, stellte in den 1970er- und 1980er-Jahren Plastikmodelle her. Neben Spielzeugautos in grösseren Massstäben hatte Morelia auch Kopien von Oldtimer-Modellen der italienischen Firmen Politoys, Dugu und Rio im angenäherten Massstab 1:43 im Programm. Die Oldtimermodelle wurden unter dem Markennamen "ArmaAuto" auch als Bausätze angeboten. Ein weiterer Hersteller aus Uruguay, Nibo, produzierte in den 1980er-Jahren Spielzeugautos aus Plastik. Ungefähr zur gleichen Zeit liess die argentinische Firma Plastirama Autos aus der Serie "T-zzzers" von Kenner aus Plastik im angenäherten Massstab 1:40 in Uruguay produzieren. Bereits in den 1950er-Jahren liess die Banco Transatlántico del Uruguay von der Firma ATMA einen Bus als Werbemodell anfertigen, dessen Vorbild in den Vororten von Montevideo als mobile Bank eingesetzt wurde. Das Modell ist aus Plastik, rund 20 cm lang und konnte auch als Spardose genutzt werden. Ein Diecast-Modell im Massstab 1:43 des Renault Mini 4S von 1970, der in Uruguay von Santa Rosa Automotores gebaut wurde, erschien 2018 in einer französischen Sammelserie von Hachette.