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Die Entstehung der Alpen und die Erdbebenaktivität in der Schweiz sind eng miteinander verknüpft und auf dieselben Prozesse im Untergrund zurückzuführen. Die Erdbeben, die wir in der Schweiz beobachten, sind in erster Näherung die Folge des Aufeinanderprallens der europäischen und der afrikanischen Lithosphärenplatten und spiegeln die zugrundeliegende Mechanik dieses Prozesses wider.
Seismische Wellen durchleuchten den Untergrund und erlauben es uns, die abgetauchten Plattenteile auch unter den Alpen zu sehen. Ein wichtiges Detail ist dabei in den letzten Jahren gefunden worden: Nach der vollständigen Subduktion der ozeanischen Lithosphäre und der anschliessenden Kollision der beiden Kontinente haftet heute noch ein Rest der ursprünglichen Mantellithosphäre an der europäischen Platte (der sogenannte „Mantel-Slab“). Dieser „Slab“ biegt die Lithosphäre im nördlichen Alpenvorland nach unten und bewirkt dadurch indirekt die weiträumig verteilte Seismizität im Mittelland. Da sich plattentektonische Prozesse in geologischen Zeiträumen abspielen, ist davon auszugehen, dass die derzeitige Seismizität im Alpenraum wohl weitere Millionen von Jahren Bestand haben wird. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Snapshot „Erdbeben und die Alpen“.
Hintergründe zu einzelnen Regionen in der Schweiz sind im Menü unter „Erdbeben regional“ aufgeführt.
Eine weitere Ursache für Erdbeben sind menschliche Aktivitäten, beispielsweise der Tunnelbau, das Befüllen von Stauseen und Geothermieprojekte (siehe Seite „Induzierte Beben“).