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Septemberausgabe 2016
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Danke Schweiz
Einblicke in das bisherige Leben von Kulasekaram Santhagumar
Das Thema Asyl ist aktueller denn je. Man liest und hört viele negative Schlagzeilen. Doch es gibt auch Positives in dieser Hinsicht. Kulasekaram Santhagumar lebt seit 30 Jahren in der Schweiz und ist seit 20 Jahren Schweizer. Ebenfalls ein Jubiläum durfte er am 15. Juni feiern: An diesem Tag wurde er 50 Jahre alt. Diese runden Zahlen sind für Herr Sanhtagumar ein Grund Danke zu sagen für die grosse Unterstützung, die er erfahren durfte
3dp: Wo sind Sie aufgewachsen?
SK: Aufgewachsen bin ich in in Sri Lanka. Bis zu meinem 20. Lebensjahr lebte ich dort.
3dp: Wie war Ihre Kind- und Jugendzeit?
SK: Als Kind lebte ich in Armut. Als ich 12 Jahre alt wurde, hat sich mein Vater selbstständig gemacht. Ab dieser Zeit führten wir ein „Standartleben“ aber ohne jeglichen Luxus. Ich habe einen jüngeren und einen älteren Bruder, mit denen ich meine Kindheit verbrachte.
3dp: Aus welchem Grund haben Sie Ihr Land verlassen und wie lange waren Sie unterwegs?
SK: 1984 brach bei uns der Bürgerkrieg aus. Es gab Verhaftungen und überall war das Militär. Für mich war dies eine schlimme Zeit
3dp: Wie lange dauerte Ihre Flucht?
SK: An das Datum erinnere ich mich noch genau. Am 17. September 1986 flüchtete ich daheim, wo ich aufgewachsen bin. Ich flüchtete alleine, also ohne Eltern, meine Brüder und Freunde. Ein „Händler“ half mir dabei. So kam ich via Italien in die Schweiz. Am 4. Dezember 1986 habe ich das erste Mal Schweizer Boden betreten.
3dp: Können Sie sich noch an Ihre Ankunft in der Schweiz erinnern? Was ging in Ihnen vor?
SK: Erinnerungen an die Ankunft sind keine mehr vorhanden, ich kann mich also an nichts mehr erinnern. Nur an den Namen des Fremdenpolizisten: Herr Amstad. Dieser Person verdanke ich viel. Er hat mir die Adresse von einem Hotel „Steghof“ (in der Nähe vom Capitol-Kino, Luzern) gegeben. Da ich nichts verstand und mit der Situation überfordert war, begleitete Herr Amstad mich bis zu diesem Hotel.
3dp: Wie lange wohnten Sie in diesem Hotel?
SK: Ich wohnte noch zirka drei Monate in diesem Hotel, anschliessend wohnte ich in Knutwil und Emmenbrücke in Asylheimen. Danach kam ich zur Familie Herbert Bürli nach Zell.
Dort durfte ich wohnen und fand auch Familienanschluss. Dieser Familie verdanke ich auch meine erste Arbeitsstelle.
3dp: Was war das für eine Arbeit und für welche Firmen durften Sie anschliessend arbeiten?
SK: Meine erste Arbeit war bei der Velofabrik Impalu in Zell. Als die Firma infolge Konkurenz schliessen musste, arbeitete ich zehn Jahre für die Firma Müller Martini AG in Hasle. Infolge eines schweren Autounfalls konnte ich dieser Arbeit in Hasle nicht mehr nachgehen. Über das Stellenvermittlungsbüro „Manpower“ fand ich dann zwei Tätigkeiten in Buttisholz bei der Tschopp AG und in Ebikon bei der Schindler AG. Heute darf ich für die Firma Swiss Krono AG arbeiten.
3dp: Haben Sie spezielle Erinnerungen an damals und die Stellensuche?
SK: Ich hatte viele Bewerbungen geschrieben und durfte mich dann bei der Swiss Krono AG (damals Kronospan) vorstellen. Die Verantwortlichen waren zu Beginn nicht begeistert über mich, weil ich eine andere Hautfarbe habe. Ich musste dreimal zu einem Gespräch. Ebenfalls dauerte die Probezeit nicht drei sondern sechs Monate. Sie wollten sichergehen, dass es zu keinen Konflikten zwischen den Angestellten kommt. Ich bin die erste asiatische Person, welche die Swiss Krono AG ansgestellt hat. Das macht mich schon ein wenig stolz. Dafür danke ich Mauro Capozzo und Franz Galliker.
Ich schätze es sehr, dass ich diese Chance bei der Swiss Krono AG bekam. Ich fühlte und fühle mich sehr gut aufgehoben. Die Arbeit sagt mir viel und bereitet mir Freude.
3dp: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
SK: Ich spiele Theater in der Theatergruppe „Maralam“ in Zürich. Mein erstes Theater war am Nationalfeiertag 1991 (700 Jahre Schweiz), wobei ich in einen Kurzauftritt hatte. Ebenfalls war ich einer Tamilischen Musikgruppe in Luzern. Wir spielten in vielen Schweizer Städten.
Als ich dann eine Familie gründete und die Kinder klein waren, gab ich das Vereinsleben auf. Während dieser Zeit führte ich Kochkurse (unter anderem mit dem Frauenbund Menznau) durch. Diese Abwechslung tat mir gut und bereitete mir grosse Freude. Nun sind die Kinder erwachsen und ich gehe wieder aktiv dem Theaterspielen nach. Es sind Projekte in London und Paris geplant.
3dp: Fühlen Sie sich in Menznau wohl und integriert?
SK: Auf jeden Fall! Mein Herz schlägt nicht nur für die Schweiz, sonder auch für Menznau. Wie schon erwähnt, durfte ich Kochabende durchführen. Auch in Wolhusen habe ich mit dem Jugendverein ein Kochbuch mit Rezepten realisiert.
Während meiner Arbeit in Hasle bei Müller Martini AG wohnte ich für einige Zeit in Hasle. Aber ich fühlte mich dort nicht „daheim“. Es zog mich wieder nach Menznau zurück. Hier ist mein Zuhause, ich gehöre hierher.
3dp: Wann haben Sie Sri Lanka das letzte mal besucht und haben Sie noch Kontakt zu Ihrer Familie?
SK: Ich besuche mein Heimatland nicht oft, das letzte Mal war ich 2002 dort. Mein Vater lebt nicht mehr. Mit meiner Mutter und den Brüdern habe ich noch Kontakt. Der ältere Bruder wohnt in Deutschland, der Jüngere in Norwegen.
Zur Person und Dankesworte
Herr Santhagumar ist geschieden und Vater von drei erwachsenen Kindern. Seine älteste Tochter Sandra ist 25 Jahre alt und arbeitet als Bäckerin-Konditorin. Sein Sohn David arbeitet als CNC-Mechaniker und ist 22 Jahre alt. Das jüngste Kind ist Sabrina, sie ist 18 Jahre alt und absolviert aktuell eine Lehre als Servicefachangestellte.
Kulasekaram Santhagumar ist es ein grosses Anliegen an dieser Stelle ein grosses Dankeschön auszusprechen. Er wurde immer vorbildlich betreut. Er fand immer eine grosse Unterstützung bei der Gemeinde Menznau. Er ist glücklich und stolz, dass er in Menznau leben darf und bei der Swiss Krono AG einen sehr guten Arbeitgeber gefunden hat. Kulasekaram Santhagumar dankt der Gemeindehörde für die Hilfe. Er fühlt sich als Schweizer und werde diesbezüglich bei seinen Arbeitskollegen auch mal auf die „Schippe“ genommen.
Wir von der Redaktion der 3örferpost bedanken uns bei Herr Santhagumar für das interessante Gespräch und wünschen ihm auf seinem weiteren Lebensweg alles Gute und weiterhin viel Lebensfreude.
Andrea Vonmoos
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Danke Schweiz
Einblicke in das bisherige Leben von Kulasekaram Santhagumar
Das Thema Asyl ist aktueller denn je. Man liest und hört viele negative Schlagzeilen. Doch es gibt auch Positives in dieser Hinsicht. Kulasekaram Santhagumar lebt seit 30 Jahren in der Schweiz und ist seit 20 Jahren Schweizer. Ebenfalls ein Jubiläum durfte er am 15. Juni feiern: An diesem Tag wurde er 50 Jahre alt. Diese runden Zahlen sind für Herr Sanhtagumar ein Grund Danke zu sagen für die grosse Unterstützung, die er erfahren durfte
Kulasekaram Santhagumar, auch bekannt als Santha.
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Kolumne
Der Knigge für Pendler
Besonders angebracht ist auch ein dominanter Klingelton Ihres Handys, wenn Sie eifrig auf Whatsapp im Gruppenchat am Mitschreiben sind. Auf diese Weise können Sie Ihren Sitznachbarn unter die Nase reiben, dass Ihr soziales Leben rosig läuft. Bei Ihrem Beliebtheitsstatus erhalten Sie schliesslich alle 20 Sekunden eine neue Nachricht.
Nr. 5: Der Mini-Mülleimer in jedem Zugabteil ist nicht nur aus Dekorationsgründen angebracht. Am besten nützen Sie dessen volle Kapazität schon am Morgen aus und stopfen alles, was sich in ihrem Rucksack in den letzten Wochen angesammelt hat, noch hinein. Soziales Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen wird im Allgemeinen eher überbewertet.
Nr. 6: Wenn Sie zu Hause noch keine Zeit für ihre Morgenhygiene hatten, können Sie dies ohne Problem im Zug nachholen. Ein Abteil bietet genügend Platz für einen 4-stöckigen Schminkkoffer, Parfümfläschchen, Haarspray und Deo. Schon die Leute der Barockzeit wussten, dass die Französische Dusche der effizienteste Weg ist, jeglichen Geruch zu überdecken. Je mehr Schichten, desto besser! Lassen Sie Ihre Mitfahrerinnen und Mitfahrer riechen, dass sie das Alpha-Tier im Wagon sind.
Michelle Schmidiger
Der Ehrenkodex der Pendler war schon immer ein gut gehütetes Geheimnis, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Heute möchte ich den Pendlernovizen unter Ihnen helfen, sich den Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln anzupassen. So garantieren Sie Ihren Mitpendlern und sich das optimale Reiseerlebnis.
Nr. 1: Sprechen Sie Ihre Sitznachbarn auf keinen Fall an, das fällt in die Kategorie „Ruhestörung“. Wenn Sie fragen, ob der leere Sitz noch frei ist, machen Sie sich mit dieser rhetorischen Frage bloss über Ihr Gegenüber lustig.
Nr. 2: Schliessen Sie Ihre Beine auf keinen Fall beim Sitzen. Je breiter Sie Ihre Knie spreizen, desto männlicher wirken Sie. Dies ist eine besonders gute Strategie, um sich Freunde zu machen.
Nr. 3: Deponieren Sie Ihre Tasche und andere Gepäckstücke auf dem freien Sitz neben sich. Sie benötigen dazu schliesslich kein zweites, gültiges Billett. Möchte jemand den „freien“ Platz neben Ihnen beanspruchen, schnauzen Sie die Person ruhig an. Der zweite und dritte Fahrsitz neben Ihnen ist selbstverständlich im Ticket mitinbegriffen.
Nr. 4: Das Gesetz der heiligen Morgenruhe im ÖV ist bloss ein Mythos, glauben Sie den Schauergeschichten nicht. Hitzige Diskussionen und lautstarke Telefongespräche können auch noch am Montagmorgen im Zug geführt werden.
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Kolumne
Der Knigge für Pendler
Der Ehrenkodex der Pendler war schon immer ein gut gehütetes Geheimnis, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Heute möchte ich den Pendlernovizen unter Ihnen helfen, sich den Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln anzupassen. So garantieren Sie Ihren Mitpendlern und sich das optimale Reiseerlebnis.
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Sporadisch werden wir neu unter dem Rubrik meine Oase unser 3dörferpost-Team vorstellen. Jedes Mitglied wird persönlich ihr Lieblingsort vorstellen. In der Septemberausgabe zeigt unser Redaktionsmitglied Lea Vogel Ihnen liebe 3dörferpost Leserinnen und Leser ihren Lieblingsort.
Wenn ich an meinen Lieblingsort denke, so kommen mir da einige Plätze in den Sinn. Ich bezeichne einen Ort als „meine Oase“, wenn ich in der Natur bin und eine herrliche Bergaussicht habe. Ich geniesse es an einem Ort zu sein, wo es sehr still ist und ich bei schönem Wetter die herrliche Aussicht in die Bergwelt geniessen kann oder den Vögeln beim Zwitschern zuhören kann. Auf dem Menzberg bieten sich natürlich einige solche Plätze an, doch mein momentaner Lieblingsort liegt etwas weiter von der Gemeinde Menznau entfernt. Es klingt vielleicht merkwürdig, wenn ich sagen kann, dass mein aktueller Lieblingsort mein Arbeitsplatz ist…. Nun, es ist aber tatsächlich so. Ich bin momentan im Kanton Wallis in einem Bergrestaurant am Arbeiten.
Meine Oase
Lea Vogel
Ich arbeite während einem Monat als Allrounderin am Abend und am frühen Morgen auf dem Hohsaas. Das Hohsaas liegt über der Gemeinde Saas Grund auf 3142 m.ü.M gelegen. Bestimmt kennen viele das Feriendorf Saas Fee – Saas Grund liegt direkt vor dem Ski- und Wanderort Saas Fee. Die Aussicht vom Bergrestaurant Hohsaas bietet mir praktisch jeden Abend die Möglichkeit, einen herrlichen Sonnenuntergang zu bestaunen und am Morgen jeweils einen ebenso schönen Sonnenaufgang. Zudem kann ich vom Bergrestaurant aus mein Hobby: Wandern grosszügig ausüben. Des Weiteren ist die Stille auf dem Hohsaas sehr erholsam. Ich kann dort oben ideal abschalten und vergesse ab und zu, dass ich am Arbeiten bin. Umso mehr geniesse ich die restliche Zeit bis anfangs September. Bestimmt werde ich ab und zu wieder einmal einen Besuch im Wallis machen und mit der Gondel „embrüüf“ ins Hohsaas fahren um wieder in „meiner Oase“ verweilen zu dürfen.
Lea Vogel
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Meine Oase
Lea Vogel
Sporadisch werden wir neu unter dem Rubrik meine Oase unser 3dörferpost-Team vorstellen. Jedes Mitglied wird persönlich ihr Lieblingsort vorstellen. In der Septemberausgabe zeigt unser Redaktionsmitglied Lea Vogel Ihnen liebe 3dörferpost Leserinnen und Leser ihren Lieblingsort.
Herrlicher Sonnenuntergang auf dem Hohsaas.