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Buddhistischer 88-Tempelweg auf Shikoku
Der buddhistische 88-Tempelweg oder auch Henro– oder Ohenro-michi genannt, führt auf einer ca. 1‘300 km langen Fussstrecke auf der kleinsten der vier japanischen Hauptinseln, Shikoku entlang. Die Insel ist 250 km lang, zwischen 50 – 150 km breit und zählt ca. 4,5 Mio. Einwohner. Der Name der Insel „Shikoku“ bedeutet „vier Länder“ und leitet sich aus den ehemaligen vier Provinzen welche ursprünglich auf der Insel vertreten waren, ab.
Die 88 Tempel sind dem Mönch Kobo Daishi (Kukai) von der einheimischen Bevölkerung auch respektvoll o-henro-san genannt, gewidmet. Kobo Daishi erblickte am 27. Juli 774 als Sohn einer aristokratischen Familie auf Shikoku das Licht der Welt. Mit 26 Jahren wurde er Mönch und bekam den Namen Kukai, was "Meer der Leere" bedeutet. Zu seiner Lebzeit bereiste er immer wieder seine Heimatinsel Shikoku und gründete dort viele Tempel. Ob er auch den Pilgerweg gründete ist unbekannt bzw. wissenschaftlich nicht erwiesen.
Die Pilgerreise erfolgt traditionell zu Fuss. Bisweilen werden jedoch von modernen Pilgern auch Bahnen, Busse und Autos als „Hilfsmittel“ eingesetzt.
Alle 88 Tempel abgebildet
Tempel 38 Kongōfuku-ji
Die Distanz zwischen dem Tempel 37 Iwamoto-ji in Kubokawa und dem Tempel 38 Kongōfuku-ji in Tosashimizu beträgt 87 km und ist somit die längste Wegstrecke zwischen zwei Tempeln auf dem Pilgerweg.
Ca. 15 Gehminuten entfernt befindet sich das Kap Ashizuri-misaki welches sich an der südlichsten Spitze der Halbinsel Ashizuri auf Shikoku befindet und für seinen sagenhaften Nachthimmel bei klarem Wetter sehr bekannt ist. Auch die Tojindaba Ruinen aus der Jomon Zeit (~5000 v. Chr.) sind einen Besuch wert.