Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/130554

<h2>SubmittedText<h2><p>In der Bundesverwaltung und in bundesnahen Betrieben sind die Frauen in Leitungsgremien klar untervertreten.</p><p>- Welche Massnahmen sieht der Bundesrat vor, um den Frauenanteil in Leitungsgremien in der Verwaltung und in bundesnahen Betrieben zu erhöhen?</p><p>- Wie beurteilt er die Einführung von Geschlechterquoten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Frage der Geschlechterquote wird seit Längerem auch gesellschaftlich kontrovers diskutiert. Unabhängig von dieser Diskussion ist sich der Bundesrat der zielführenden Wirkung von Vorgaben bewusst. Er hat daher am 21. Juni 2011 für die verschiedenen Kaderstufen der Bundesverwaltung folgende Sollwerte in Form von Zielbändern für den Frauenanteil definiert:</p><p>- mittleres Kader (Lohnklassen 24 bis 29), Zielband: 29 bis 34 Prozent; </p><p>- oberstes Kader (Lohnklassen 30 bis 38), Zielband: 16 bis 20 Prozent.</p><p>Diese Zielbänder müssen bis Ende 2015 erreicht sein. Davon ausgenommen sind der Bereich Verteidigung und das bewaffnete Grenzwachtkorps. Der Bundesrat informiert die parlamentarischen Aufsichtskommissionen in seinem jährlichen Reporting Personalmanagement über die Entwicklung.</p><p>Der Bundesrat hat verschiedene Massnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben getroffen, die den Zugang zu Kaderfunktionen für Frauen erleichtern. Darunter fallen u. a. die finanzielle Unterstützung in der familienergänzenden Kinderbetreuung, das Anbieten von flexiblen Arbeitszeitmodellen, die Möglichkeiten von Telearbeit und die Förderung des Job- und Topsharing. Weitere Massnahmen sieht der Bundesrat in seiner Personalstrategie 2011-2015 vor.</p><p>Was die obersten Leitungsorgane von bundesnahen Unternehmen betrifft, so legte der Bundesrat in Leitsatz 5 seines Corporate-Governance-Berichts das folgende Prinzip fest: "Der Bundesrat übt sein Wahlrecht auf der Grundlage des Anforderungsprofils aus und sorgt unter Berücksichtigung der besonderen Interessen des Bundes als Eigner für eine angemessene Vertretung der Geschlechter und der Sprachregionen der Schweiz." Die zuständigen Departemente verfolgen dieses Ziel und prüfen bei jedem Ersatz eines Verwaltungsratsmitglieds die Möglichkeit, eine Frau als neues Mitglied vorzuschlagen.</p>