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Maja Hürst - DICHOTIKA: Münstergasse 62, Bern
Aufgewachsen in Kairo und Köln lebt Maja Hürst (*1978) heute in Zürich und Berlin, wo sie im letzten Jahr ihr Atelier, eine 100m2 grosse Holzkonstruktion, im Eigenbau errichtete.
In den letzten fünfzehn Jahren reiste Hürst intensiv um den Globus um unzählige grossformatige Wandbilder zu malen, Ausstellungen aufzubauen und für mehrere längere Atelierstipendien. Ihre Arbeiten wurden in den Bundeskunsthallen Bonn und im Wiener Museumsquartier gezeigt und sind in verschiedenen Sammlungen vertreten. Am Siam Square bemalte Hürst die vier Säulen des Bangkok Art and Culture Center. Ihr bisher grösstes Wandbild misst 110 x 20 m und befindet sich seit 2012 an der Music Hall in Atlanta GA.
Bereits im Alter von zehn Jahren klebte Hürst selbst gemalte Plakate in die Strassen um sich Ende der 90er dem Graffiti zuzuwenden. Nach einigen Jahren der Stilsuche expandiert sie seit 2003 erfolgreich ihr visuelles Universum TIKA, welches mit geometrischen Formen die Essenz der Abstraktion des Figurativen auslotet. Experimentierfreudig und konsequent adaptiert sie ihre unverwechselbare Bildsprache auf unzählige Techniken und Materialien. Inhaltlich sind ihre Themen so facettenreich wie die Interessen der Künstlerin. Hürst katalysiert alltäglich-kulturbedingtes mit globalem Weltgeschehen und geschichtlich-mythologischem. Ihre Arbeiten entblättern Schichten von inhaltlichen, symbolischen und historischen Referenzen und komplexen formalen Verstrickungen von Rastern und Flächen.
Der Titel ihrer Einzelausstellung «DICHOTIKA» setzt sich zusammen aus dem Wort «Dichotomie» (zwei sich ergänzende oder gegenüberstehende Teile oder Gruppen) und «TIKA» (Hürst's visuelles Universum). Sie zeigt ihre neusten Arbeiten aus 2018 auf einem raumumgreifenden Wandbild und übersetzt Begriffsgruppen wie oben / unten, vorne / hinten, laut / leise, dunkel / hell und figurativ / abstrakt.