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80 Minuten lang lief für Dominic Stricker im TC Weissenhof alles perfekt. Wie in den ersten beiden Runden gegen Radu Albot (7:6, 7:6) und Hubert Hurkacz (7:6, 7:6) bewies Stricker Nervenstärke. Der Schweizer gewann auch den fünften Satz im Turnier mit einem gewonnenen Tiebreak.
Auch danach ging es weiter wie vorher. Auch gegen Sam Querrey, den Rasenspezialisten, drehte Stricker auf, nachdem dem Amerikaner zu Beginn des zweiten Satzes ein Break gelungen war. Der Berner machte aus einem 2:4 ein 5:4 und kam bei diesem Spielstand zum Matchball. Querrey wehrte diese Chance des Schweizers mit dem Aufschlag aber ab. Insgesamt gelangen Querrey 32 Asse, Stricker immerhin auch 17.
Sturz zur Unzeit
Das Blatt wandte sich in Stuttgart ausgerechnet in einem Tiebreak gegen Dominic Stricker. Der Schweizer führte mit einem Mini-Break mit 4:3. Beim Stand von 4:4 umlief er dreimal in Folge die Backhand, bis er schliesslich in der Platzecke wegrutschte und sich eine leichte Zerrung im Leisten-/Adduktorenbereich zuzog. Stricker gewann im Tiebreak keinen weiteren Punkt mehr, wurde beim Seitenwechsel während fünf Minuten gepflegt und spielte schliesslich mit einbandagiertem linkem Oberschenkel weiter.
Chancen erspielte sich Stricker im Entscheidungssatz nicht mehr viele. In seinen ersten vier Aufschlagspielen im dritten Satz gab Querrey bloss einen Punkt ab. Stricker kassierte zum 3:5 ein zweites Break. Danach kämpfte der Schweizer zwar verbissen um seine letzte Chance, wehrte zwei Matchbälle noch brillant ab, musste sich letztlich aber geschlagen geben.
Stricker laut Querrey «massiv unterklassiert»
Dennoch wird der Linkshänder, der im vergangenen Oktober das French Open der Junioren gewann, Stuttgart mehr als zufrieden verlassen. Gegen Hurkacz besiegte er einen ersten Top-20-Spieler; im Ranking verbessert er sich weiter von Position 335 in den Bereich von Platz 289. «Aber Stricker ist weiterhin massiv unterklassiert. Er spielt jetzt schon wie einer aus den Top 100», urteilte Sam Querrey.