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MÜNCHEN (awp international) - Die irische Regierung ist Befürchtungen entgegengetreten, das Land könnte in eine ähnlich prekäre finanzielle Situation geraten wie Griechenland. "Ich glaube nicht, dass Spekulanten Irland attackieren werden", sagte die stellvertretende Premierministerin Mary Coughlan der "Süddeutschen Zeitung". Die Regierung habe entschlossen auf die Krise reagiert und die Bevölkerung habe sich sehr flexibel gezeigt und harte Entscheidungen akzeptiert. "Das hilft uns, die öffentlichen Finanzen wieder in Ordnung zu bringen und die Banken zu stabilisieren", sagte Coughlan, Ministerin für Wirtschaft, Handel und Beschäftigung.
Irland zählt zu den von Investoren als PIGS (Portugal, Irland, Griechenland, Spanien) bezeichneten Mitgliedern der Eurozone, die wegen ihrer hohen Haushaltsdefizite als anfällig angesehen werden. Irland leidet besonders schwer unter der Finanzkrise, weil die Bau- und Finanzwirtschaft grosse Bedeutung für die kleine Volkswirtschaft hatten. Seit Ausbruch der Krise sind die Immobilienpreise um 30 Prozent gefallen, das grösste Kreditinstitut Anglo Irish Bank wurde verstaatlicht. Das Haushaltsdefizit schwoll im vergangenen Jahr auf 11,5 Prozent an./fi/DP/stw
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