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Patty Schnyder ist beim WTA-Sandplatz-Turnier in Charleston dank eines 2:6, 6:4, 7:5-Erfolges gegen Serena Williams sensationell in die Halbfinals eingezogen.
Für die Baselbieterin Schnyder war der erste Sieg im sechsten Duell gegen die Key-Biscayne-Siegerin gleichzeitig der mit Abstand bedeutendste Einzel-Matchgewinn der letzten Jahre. Sie holte im dritten Satz einen 0:3-Rückstand auf und schaffte dann nach dem abgewehrten Matchball bei 5:5 das matchentscheidende Break.
Sie beendete damit die Siegesserie von Serena Williams, die zuletzt zwölf Partien in Folge gewonnen hatte. Verloren hatte die jüngere der Williams-Schwestern letztmals im Januar in Sydney, als sie gegen Meghann Shaughnessy aufgeben musste.
In Topform
Schnyder hat nun in Charleston hintereinander mit der Melbourne-Finalistin von 1999 Amélie Mauresmo sowie den Grand-Slam-Siegerinnen Mary Pierce und Serena Williams drei Topshots bezwungen. Ihre Leistungssteigerung auf Sand, wo sie nun eine 7:2- Bilanz aufweist, ist beinahe unerklärlich.
Noch vor vier Wochen auf Key Biscayne hatte sie die Anlage nach der 4:6, 0:6-Schlappe in der Startrunde gegen Samantha Reeves wie ein Häufchen Elend verlassen.
Gegen Pierce hatte sie 7:6, 6:2 gewonnen. Für die 23-jährige Baselbieterin war es der zweite Sieg in Folge im fünften Spiel gegen Pierce. Letztmals hatte sie Pierce im Final in Brisbane im Januar 1999 besiegt. Die 27-jährige Pierce, die im Jahre 2000 in Roland Garros gewann, hatte die vergangene Saison wegen einer Rückenverletzung im Mai beenden müssen.
Auch Myriam Casanova im Hoch
Auch Myriam Casanova (WTA 348) ist nicht zu bremsen. Nach dem 3:6, 6:1 und 6:1 gegen Lubomira Batscheva (Bul/WTA 129) trifft sie im Halbfinal auf die als Nummer 4 gesetzte Griechin Eleni Daniilidou (WTA 63), die ebenfalls erstmals die Runde der letzten vier erreicht hat.
Wie in der Runde zuvor gegen die Slowakin Lubomira Kurhajcova liess sich die knapp 17-jährige Altstätterin trotz Verlusts des Startsatzes auch gegen die gross gewachsene Batscheva nicht entmutigen. Je länger das Spiel dauerte, desto besser konnte die Schweizerin ihre Return- und Nervenstärke ausspielen.
"Das Training mit Martina Hingis in den vergangenen Wochen hat sich voll ausgzahlt", kommentierte die Ostschweizerin ihre überragende Form. "Sie wird von den anderen Spielerinnen und Trainern mehr beachtet", hat ihr Trainer und Vater Leo Casanova bereits festgestellt.
Myriam Casanova wird dank ihren Erfolgen in Ungarns Hauptstadt in der Weltrangliste einen grossen Sprung nach vorne tun. Schon jetzt hat sie rund 100 Positionen gut gemacht und wird sich in der Region um Platz 250 einreihen.
swissinfo und Agenturen