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Omari Alois Amonde
Omari Amonde wurde 1940 in Nakapanya geboren. Er besuchte 4 Jahre lang die Missionsschule und hatte in der Kirche Arbeiten zu verrichten, die er nicht mochte. Er stritt sich mit dem Pfarrer und wurde von der Schule gewiesen. Es folgten einige Jahre Feldarbeit.
1957 folgte Omari seinen Freunden, darunter Edward S. Tingatinga, nach Tanga, um auf einer Sisalplantage zu arbeiten. Der Verdienst auf der holländischen Plantage war klein, die Arbeit hart und die Verletzungen zahlreich. Nach drei Jahren hatte er genug, fuhr nach Dar es Salaam und lebte bei Verwandten, 1964 fuhr er erneut nach Tanga und blieb 8 Jahre.
Im April 1972 schliesslich kehrte er nach Dar es Salaam zurück und schloss sich den von Tingatinga angelernten Schülern an. Sie malten zu Hause, brachten ihre Bilder zum Verkauf zum Baobabbaum bei den Morogoro-Stores. "Der Meister Tingatinga gab seinen Schülern weder Ratschläge noch Erklärungen. Er sagte nur: "Schau hin, beobachte genau und versuche dann dasselbe zu machen." Die Kunden, Expatriates genannt, kamen vor und nach den Arbeitszeiten. Tingatingas Bilder mussten wir abends nie nach Hause zurück tragen, sie wurden immer gekauft."
Einen Monat später wurde E.S.Tingatinga erschossen. Omari, noch in seinen Malanfängen, wurde von den anderen, bereits länger anwesenden Schülern -Mpata, Adeus, Tedo und January Linda- weiter unterrichtet.
Omari Amonde war einer der Begründer der Kooperative und in vielen Jahren ihr Chairman. Lange Zeit war er der einzige lebende Schüler Tingatingas. Im Februar 2015 ist er gestorben. Seine beiden Brüder Abdul Mkura und Saidi Nakoko sind ebenfalls Tingatinga-Maler.
Omari Amonde malte noch den gleichen Stil wie Tingatinga. Malte er keine typischen Tingatinga-Tierbilder, sondern Geschichten, dann haben sie oft eine erzieherische Aussage. So wie diese:
Ein dummer Junge trägt das gekaufte Huhn verkehrt herum nach Hause. Der Hahn tut dasselbe mit dem Jungen."Fühlst du dich gut dabei? Du solltest uns mit mehr Respekt begegnen."
In den Jahren 1992 und 1993 reiste Omari für je einen Monat nach Paris, wo im Musée National des Arts d'Afrique et d'Océanie Tingatinga-Ausstellungen stattfanden. Auch nach China wurde er zu Ausstellungen eingeladen. 2010 gab er im Zug der Erstellung des Ausstellungskatalogs "Tingatinga. Kitsch or Quality" in Kopenhagen der Kuratorin Hanne Thorup ein Interview.