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„Seine Bewegungen waren abgeleitet, jedoch transformierte er die vielen Anleihen in eine neue, fesselnde Kunstform. Wie Gene, hatte Michael eine unheimliche Begabung, Dinge exakt zu imitieren.“ Patricia Ward Kelly schreibt, wie sehr Gene Kelly es schätzte, ein Vorbild von Michael Jackson zu sein.
Hinsichtlich der Bühnenproduktion ‚An American in Paris‘, die am 10. Dezember 2014 in Paris Premiere feiert, setzte sich Gene Kellys letzte Ehefrau Patricia Ward Kelly über Kreativität und Einfluss auseinander und mit der Frage, woher die Kunst kommt. Tänzer und Schauspieler Gene Kelly, ein grosses Vorbild von Michael Jackson, starb im Frühjahr 1996 im Alter von 83 Jahren.
Patricia Ward Kelly schreibt, dass Gene Kelly es geschätzt habe , wenn Jemand seiner Arbeit Tribut zollte. So habe Kelly zur Rolle eines Künstlers gesagt: „Wenn er einfach dem Leader folgt und akzeptiert, was zuvor getan wurde, ganz natürlich, dann kann das auf eine sehr hohe Fertigkeit gebracht werden. Aber wenn er es in irgend einer Art verändern möchte und es unterschiedlich tut, dann springt er auf die höchste Liga.“
Patricia Ward Kelly weiter: Für Gene Kelly war Michael Jackson einer, der diesen Sprung schaffte. Seine Bewegungen waren abgeleitet, jedoch transformierte er die vielen Anleihen in eine neue, fesselnde Kunstform. Wie Gene, hatte Michael eine unheimliche Begabung, Dinge exakt zu imitieren. Eines Nachts, als uns Michael zum Abendessen in sein Haus eingeladen hatte um die Möglichkeit zu diskutieren, in einer Musical-Version von ‚Frankie and Johnny‘ mitzuspielen, stand er im Wohnzimmer und führte eine exakte Darbietung von Genes ‚Ballin‘ the Jack‘ auf – nicht die Varieté-Style Nummer mit Judy Garland in ‚For Me and My Gal‘, sondern die sexy, erdige Version von Genes schwer zu findendem Pontiac Fernsehspezial von 1959. Er tat es bis ins exakteste Detail, inklusive dem von Bill Robinson inspiriertem schräggestellten Hut. Später, als wir am Speisetisch sassen, begann er mit einer fast perfekten Kopie von ‚Makin‘ Whoopee‘, und sagte er liebe Genes Harmonisierung mit Donald O’Connor bei dem alten Eddie Cantor Lied.
Ich hatte einen Eindruck wie sehr sich Gene und Michael ähnlich waren. Beide waren Schwämme, nahmen, was sie brauchten, änderten es, und fügte den Rest hinzu. Indem er sich alles ansah, das Gene tat, und seine Bewegungen imitierte, nahm er eine ganze Tanzvergangenheit auf – eine Reichweite von Einflüssen von den einfachen Holzschuh-Schritten von Bill Robinson, über das männliche Ballet vom Russen Adolph Bolm und dem modernen Einfallsreichtum von Martha Graham – und so viele mehr.
Gene schätzte, dass Michael ‚Respekt für die ältere Generation‘ hatte, und dass er ‚kein Geheimnis‘ über diejenigen machte, die ihm halfen, seinen Stil zu entwickeln. Für Gene ist Tanz eine Angelegenheit von Einflüssen und alle Tänzer ‚hatten Generationen hinter sich.‘ Wie er seinem Freund Fred Astaire vor Jahren geraten hatte, als jemand eine von Freds Routinen gestohlen hatte: ‚Du solltest dich darüber nicht aufregen. Du solltest dich geschmeichelt fühlen, dass der Typ deine Nummer gestohlen hatte. Das ist die aufrichtigste Art von einem Kompliment. Das passiert mir, und ich ärgere mich nicht. Ich bin stolz darauf.‘
Hier der komplette Artikel von Patricia Ward Kelly: Stealing from the Best