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Bis ins 17. Jahrhundert dominierte in der Schweiz die Kirchenmusik. Während der Reformation war das Singen in protestantischen Bezirken stark reglementiert. Im 19. Jahrhundert entstand eine blühende Musikkultur. 1835 eröffnete Genf ein Konservatorium, und bei mehreren Feierlichkeiten wurde Chormusik gespielt, darunter das Winzerfest (Fête des Vignerons), das heute etwa alle 25 Jahre in Vevey gefeiert wird. Obwohl die Schweiz nicht an der Spitze der Komposition steht, hat sie eine Reihe bekannter Komponisten hervorgebracht, darunter Koryphäen des 20. Jahrhunderts wie Arthur Honegger, Othmar Schoeck und Frank Martin.
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Das Swiss French Orchestra (Orchestre de la Suisse Romande) unter der Leitung von Ernest Ansermet war ein Pionier bei der Einführung zeitgenössischer Musik in die Schweiz. Heute treten bedeutende Orchester in Zürich, Genf, Lausanne, Biel, Bern, Basel, Luzern, Lugano, Winterthur und Sankt Gallen auf.
In der Schweiz finden mehrere große Festivals statt. Ein bedeutendes klassisches Festival ist das Worldwide Festival of Music, das im Spätsommer in Luzern stattfindet, während das jährliche Montreux Jazz Festival ein beträchtliches Publikum aus der ganzen Welt anzieht.
Während des Jahres gibt es auch eine Tonne amerikanischer Country- und Western-, Blues- und Popkonzerte, und eine Tonne Clubs und Konzertsäle bieten Rockmusik, zusammen mit einer boomenden landessprachlichen Szene. Jeden Sommer lockt ein weiteres der größten Techno-Events der Welt, die Street Parade, Dutzende Tausend Fans elektronischer Musik nach Zürich.
Sehenswürdigkeiten in Zürich/Theater Caroline Minjolle
Religiöse Themen haben das Schweizer Theater seit jeher beeinflusst, wie das barocke Luzerner Osterspiel zeigt. Die Musikinstrumente wurden im 18. Jahrhundert von der Regierung verboten, aber im 19. Jahrhundert begannen nationalistische Stücke zu erscheinen, wie jene, die den mythischen Schweizer Helden Wilhelm Tell (Tellspiele) lobten. Diese Stücke inspirierten den Bau beträchtlicher Stadttheater im ganzen Land. Das Zürcher Schauspielhaus war während der Nazizeit in Deutschland (1933–1945) in der Tat ein bedeutender Theaterort, als zahlreiche exilierte Dramatiker, Komponisten und Darsteller Shows spielten oder produzierten. Das Schauspielhaus war Schauplatz der Weltpremieren der beiden prominentesten Dramatiker der Nachkriegszeit der Nation, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt, sowie moderner Schriftsteller wie Maja Beutler, Thomas Hürlimann und Matthias Zschokke.
Theaterproduktionen werden in der Westschweiz häufig in Klassenzimmern und anderen „Backstage“-Locations aufgeführt. Parallel dazu beherbergen die italienisch- und romanischsprachigen Städte und Dörfer des Landes, denen bedeutende staatliche Bühnen fehlen, eine Reihe privater Theaterensembles. Es gibt Opernhäuser in Lausanne, Genf und Zürich. Diese Städte und Basel haben neben den professionellen Ballerinagruppen eine Vielzahl moderner Tanzkompanien.