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Kobes Gala reicht in Houston nicht zum Sieg. Oklahoma lässt es in Brooklyn krachen, und Phoenix gerät in die Klauen der Grizzlies
Bryant (l.) erzielte in den letzten zwei Spielen 36,5 Punkte im Schnitt
Von Florian Pertsch
München - Die Los Angeles Lakers haben in der NBA trotz einer erneut starken Leistung von Superstar Kobe Bryant mit 105:107 (45:58) bei den Houston Rockets verloren.
Bryant erzielte bei der zweiten Niederlage in Folge 39 Punkte und sechs Rebounds, musste aber ohne die verletzten Kollegen Pau Gasol und Steve Nash auskommen .
"Natürlich vermissen wir Pau. Er ist ein exzellenter Passgeber, Post-Spieler und Schütze", erklärte Bryant und relativierte damit die Kritik am Spanier nach der letzten Niederlage, als er ihm empfahl, "endlich die Hosen für echte Männer anzuziehen", nachdem sich der Forward über seine Rolle im Team der Lakers beschwert hatte.
Komfortables Polster verspielt
Besonders bitter wog die Niederlage der Lakers, da Los Angeles bis zweieinhalb Minuten vor Ende der Partie durchgehend in Führung gelegen hatte und Anfang des Schlussabschnitts mit 13 Punkten ein komfortables Polster vorweisen konnte.
Die Chance eines Rockets-Erfolgs stand bei 1,5 Prozent, denn seit Bryants Rookie-Saison verloren die Lakers nur neun von 606 Partien, wenn die Führung acht Minuten vor dem Ende bei zehn oder mehr Punkten lag.
"Hack-a-Howard" funktioniert
Dwight Howard lieferte 16 Punkte und zwölf Rebounds ab, zeigte aber erneut eine schwache Leistung von der Freiwurflinie. Nur jeder zweite Wurf (8/16) traf gegen die Rockets sein Ziel.
Für Trainer Mike D'Antoni aber kein Grund ihn deswegen in den entscheidenden Phasen vom Feld zu nehmen: "Wenn ich das mache, dann nehme ich den zukünftigen Stützpfeiler des Klubs vom Feld. Wir sollte uns über andere Dinge Sorgen machen. Dwight arbeitet unheimlich hart und macht einen tollen Job."
Houstons Bankspieler springen ein
Durch die Pleite in Houston und einer Bilanz von acht Siegen bei bereits zehn Niederlagen rutschte Los Angeles auf Platz zwölf der Western Conference ab.
Für die Hausherren um Anführer James Harden (15 Punkte, 10 Rebounds und 6 Assists) waren es vor allem die Bankspieler Toney Douglas und Greg Smith, die Houston zum Sieg führten.
"Toney, Greg und Carlos (Delfino, Anm. d. Red) sind drei beeindruckende Spieler. Gerade wenn die Starter keinen guten Tag haben, springen sie für uns in die Bresche", freute sich Assistenz-Trainer Kelvin Sampson.
Guard Douglas kam auf 22 Zähler, Forward Smith erzielte 21 Punkte und griff sich zusätzlich noch neun Rebounds. Mit dem Sieg über L.A steht Houston aktuell bei neun Siegen und acht Niederlagen.
SPORT1 fasst weitere Partien aus der NBA zusammen:
* Brooklyn Nets - Oklahoma City Thunder 111:117
Im Top-Spiel zwischen den Thunder und den Nets behielt der Vizemeister aus Oklahoma City die Oberhand .
Das Team von Kevin Durant und Russell Westbrook siegte in Brooklyn mit 117:111 (61:48) und fuhr seinen sechsten Sieg in Folge ein.
"Durantula" lieferte 32 Punkte, sechs Assists und fünf Rebounds ab, Aufbauspieler Westbrook kam auf 25 Punkte und neun Assists.
Westbrook von Nets beeindruckt
"Das war en echter Härtetest für uns. Wir hätten mit der Führung besser umgehen müssen, aber die Nets sind ein starkes Team", zollte Westbrook dem Gegner Respekt.
Bei den Nets trumpfte Point Guard Deron Williams gross auf, der mit 33 Punkten und sieben Assists bester Spieler seines Teams war.
Andre Blatche nutzte seinen Platz in der Startformation erneut gut und ersetzte den verletzten Brook Lope mit 19 Punkte und elf Rebounds ordentlich. Kris Humphries lieferte mit zwölf Punkten und zwölf Rebounds ebenfalls ein Double-Double.
* Memphis Grizzlies - Phoenix Suns 108:98 n.V.
Die Memphis Grizzlies behaupten auch weiterhin ihre Spitzenposition in der Western Conference.
Mit einem 108:98 (45:52, 94:94)-Sieg nach Verlängerung bezwang die Nummer eins des Westens die Phoenix Suns.
Bester Werfer der Grizz war Zach Randolph, der bärenstarke 38 Punkte und 22 Rebounds ablieferte. In der Overtime feierte das Publikum "Z-Bo" frenetisch, und auch seine Teamkollegen zeigten sich von der Leistung tief beeindruckt:
"Das war mein altes Ich"
"Das war der Zach, der vor zwei Jahren die Spiele dominierte. Genau so will ihn sehen", freute sich Mike Conely über das Randolph-Revival.
Der beste Grizzlie des Abends fühlte sich ebenfalls an die alten Heldentaten erinnert: "Ich wusste, ich kann so spielen, und es hat sich unheimlich gut angefühlt. Das war mein altes Ich", schwärmte Randolph.
Bei Phoenix überzeugte lediglich Aufbauspieler Goran Dragic, der 19 Punkte und sieben Assists erzielte und Luis Scola, der auf 16 Punkte und acht Rebounds kam.
SPORT1