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Trauma
Der Begriff Trauma bezieht sich auf alle bedrohlichen und erschütternden Erfahrungen, die wir nicht einordnen können …
… Manchmal sind unsere Bezugspersonen die Gefahrenquelle – und damit entsteht der Konflikt zwischen dem Wunsch, bei ihnen Rückhalt und Unterstützung zu suchen, wie wir das mit allen Bezugspersonen tun, und der Notwendigkeit, uns vor ihnen zu schützen.
Ein Beziehungstrauma kann auch durch Fremde ausgelöst werden – Vergewaltigung, Mobbing, Hassverbrechen sowie körperliche Misshandlung oder sexueller Missbrauch sind Beispiele von Beziehungstraumata. Bei manchen Traumata, wie z.B. bei Unfällen oder Katastrophen, sind keine anderen Personen beteiligt, doch trotzdem sind sie traumatisch. Traumata können durch Einzelereignisse ausgelöst werden (Unfälle, Vergewaltigung, Verbrechen etc.) oder durch sich wiederholende Ereignisse. Ein Trauma kann auch auf einem chronischen Zustand beruhen (z.B. Kindesmissbrauch, Kampfeinsätze, permanente Gewalt, Vernichtungslager). Wenn traumatische Ereignisse in der Kindheit und Jugend wiederholt vorkommen (Entwicklungstrauma) – vor allem, wenn es keine „sichere“ Person gibt, an die man sich wenden kann oder wenn eine Bezugsperson der Täter ist –, sind die Folgen schwer zu beheben.
Hervorzuheben hierbei ist, dass jedes Erlebnis, die ausreichend belastend ist, bei uns ein Gefühl der Hilflosigkeit, der Angst, der Erschütterung bzw. der tiefen Unsicherheit zu hinterlassen, als Trauma angesehen wird. Was zurückbleibt nach derartigen Erlebnissen ist, dass unser Gefühl der Sicherheit im Kontakt mit anderen und der Welt herabgesetzt ist und wir uns in unserer eigenen Haut unsicher fühlen. Dr. Pat Ogden & Janina Fischer „Sensorymotor Psychotherapy Interventions for Trauma and Attachment”.