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GAM könnte verrissen und aufgeteilt werden. Es wäre dann die schlechte Variante des noch besten Szenarios eines Gesamtverkaufs des Schweizer Assetmanagers mit Sitz im Zürcher Prime Tower.
Ein solcher kam kürzlich auf, weil die UBS von Zukäufen im Assetmanagement sprach. Es war wohl Wishful thinking.
Nun meldet sich Schroders, eine UK-Konkurrentin von GAM, mit einer Teilofferte für eines der Filetstücke der GAM. Offiziell sagt Schroders nichts zu ihrem Vorstoss, und auch GAM schweigt. Dafür schreibt eine Zeitung umso mehr.
Die Financial Times. Sie berichtet heute von einer Offerte von Schroders an GAM, die sogenannte Systematic Division zu erwerben. Dort hat GAM auch die Cantab-Fonds integriert, sie stammen aus einer Übernahme vor 2 Jahren, die zu hohen Abschreibungen geführt hat.
Die Story passt ins Bild einer belagerten Firma. Dort machen sich die Mitarbeiter keine Hoffnung mehr auf ein eigenständiges Überleben. „GAM wird es bald nicht mehr in der heutigen Form geben, soviel ist klar“, sagt einer.
Der Verwaltungsrat von GAM wiederholte zuletzt frühere Aussagen vom Sommer, als die grosse Krise mit einem einzigartigen Absturz der Aktie an der Börse ausbrach, dass er „sämtliche strategische Optionen“ prüfen würde.
Der Kauf der Cantab entpuppt sich als einer der grossen Fehler der GAM-Führung unter CEO Alex Friedman. In der Financial Times kommt ein Analyst zu Wort mit der Aussage, dass die ganze Systematic Division nach dem Abschreiber der Cantab-Akquisition diesen Sommer „ein heisses Ziel“ sei.
Der Wert habe sich gegenüber dem Preis, den GAM damals bezahlt hat, vermutlich halbiert, wird der Analyst von der FT wider gegeben.
Schroders hat eine lange Firmengeschichte und zählt zu den bekannten Marken in der Finanzindustrie. Die Engländer haben laut FT eine eigene Systematic Divison aufgebaut, genannt Schroders Systematic Investments. Dort würde Schroders 8 Milliarden Pfund an Assets verwalten. Die Cantab hatte zum Zeitpunkt des Erwerbs durch die GAM vor 2 Jahren 4 Milliarden Dollar Kundenvermögen.