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Definition
Alexander Technik ist die Bezeichnung einer pädagogischen Methode. Sie dient dazu, ungesunde unbewusste Gewohnheiten zu durchschauen und zu ändern. Die Technik wird hauptsächlich von Menschen angewendet, die ihren Körper und ihre Stimme aus beruflichen Gründen täglich einsetzen müssen (Sportler, Tänzer, Sänger, Schauspieler). In den USA und Grossbritannien ist die Methode Bestandteil des Musik- und Schauspielunterrichts.
Herkunft
Erfinder der Alexander-Technik ist der Schauspieler Frederick Matthias Alexander (1869 bis 1955). Er hatte bereits zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn erhebliche Probleme mit seiner Stimme. Weil es keine medizinische Ursache dafür gab und er um seine Existenz fürchtete, musste er seinen Stimmverlust anderweitig beheben. Ihm kam der Gedanke, dass sein Problem durch den falschen Gebrauch seiner Stimme verursacht sein könnte.
Er beobachtete sich selbst längere Zeit beim Sprechen im Spiegel. Und stellte fest, dass er vor und während des Sprechvorgangs bestimmte Bewegungen machte. Daraus schloss er, dass unbewusstes Verhalten die Fähigkeit zur neuromuskulären Koordination, das Atmen und letztlich die Stimmbildung negativ beeinflussen können. Anschliessend führte er Versuche durch, um die störenden Verhaltensmuster zu identifizieren und zu verhindern.
Dabei entwickelte er die nach ihm benannte Methode, mit deren Hilfe er wieder mühelos rezitieren konnte. In der Folgezeit verfeinerte er sie so, dass sie sämtliche Arten von Bewegungen und Handlungen verbesserte. In speziellen Lehrgängen half er nach 1931 anderen Menschen, ihre körperliche und mentale Leistungsfähigkeit zu steigern. Und machte sie zu Lehrern, die die Alexander-Technik weitergaben.
Grundlagen
Die Alexander-Technik beruht auf der Vorstellung, dass beim Menschen alle körperlichen, seelischen und geistigen Vorgänge untrennbar miteinander verknüpft sind. Im Laufe des Lebens können jedoch psychosoziale und kulturelle Einflüsse Verhaltensmuster erzeugen, die die naturgegebene Körper-Seele-Geist-Koordination stören.
Erlernt der Betroffene die Alexander-Technik, durchschaut er die unbewussten schädigenden Gewohnheiten und lernt, sie durch neue Bewegungsabläufe zu ersetzen. Er erkennt, wann er überflüssigerweise die Schultern hochzieht oder zu viel Kraft aufwendet, was oft Schmerzen und Mobilitätseinschränkungen zur Folge hat. Mithilfe der Technik lassen sich diese schon im Vorfeld verhindern. Auf der mentalen Ebene verbessert die Methode Konzentration und Fokussierung und beugt Erschöpfungszuständen vor.
Im emotionalen Bereich reduziert sie Nervosität und verhindert stressbedingte Beschwerden. Anstatt spezielle Übungen anzuwenden, lernt der Schüler, Alltagstätigkeiten wie Liegen, Sitzen, Stehen und Gehen bewusster und richtig umzusetzen. Auch andere Aktivitäten wie Musizieren können im Unterricht ganzheitlich erlernt werden. Anschliessend müssen die Schüler die Lösungen im Selbststudium erproben.