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16.03.20
Neue Telefonbetrüge mit Vorwand des Corona-Virus
In der Vergangenheit kam es immer wieder zu verschiedenen Telefonbetrügen, wobei sich die Betrüger z.B. als Enkelkinder oder Polizisten ausgegeben hatten.
Gemäss den aktuellen Erkenntnissen von Interpol nutzen die Betrüger den Corona-Virus als Vorwand für ihre neuste Masche, da zum momentanen Zeitpunkt der Corona-Virus die Bevölkerung global beschäftigt.
Die Betrugsmasche
Die Betrüger kontaktieren das Opfer telefonisch und geben sich z.B. als Verwandter, Arzt, Gesundheitsbeamter, etc. aus. Während des Telefongesprächs wird versucht das Opfer zu überzeugen, entweder Bargeld für einen Vertreter bereitzulegen oder zu deponieren, oder die Bank- bzw. Zahlungsdaten weiterzugeben.
Beispiel 1:
Das Opfer wird von einem angeblichen Verwandten (z.B. Enkelkind) telefonisch kontaktiert. Dabei wird dem Opfer mitgeteilt, dass die anrufende Person aufgrund der Infektion des Corona-Virus derzeit im Krankenhaus zur medizinischen Behandlung eingewiesen wurde. In manchen Fällen wird dies durch einen zusätzlichen Anruf durch einen angeblichen Arzt oder eine sonstige medizinische Fachperson bestätigt.
Danach wird das Opfer überzeugt, für die Kosten der dringenden, medizinischen Behandlung des angeblichen Verwandten aufzukommen. In der Folge wird das Opfer angewiesen entweder Bargeld direkt der am Wohnort erscheinenden medizinischen Fachperson zu übergeben oder an einer bezeichneten Örtlichkeit zu deponieren.
Beispiel 2:
Das Opfer wird von einem angeblichen Gesundheitsbeamten telefonisch kontaktiert. Dabei erkundigt sich der angebliche Gesundheitsbeamte nach den persönlichen Verbindungen des Opfers zu anderen Personen, welche möglicherweise Kontakt zu bestätigt infizierten Personen hatten.
Während der Unterhaltung wird das Opfer nebenbei um die Bekantgabe von Bank- und Zahlungsdaten gebeten.
Wie soll ich reagieren?
- Seien Sie misstrauisch und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Gehen Sie am Telefon nie auf eine Geldforderung ein.
- Auch wenn Sie den Betrügern rechtzeitig auf die Schliche gekommen sind, ist es wichtig, die Polizei über den Vorfall zu informieren. Rufen Sie die Nummer 117 an (unbedingt Hörer auflegen, Summton abwarten und neu wählen).
Die Täterschaft hat bereits Vermögenswerte oder Bank-/Zahlungsdaten von mir erhalten. Was soll ich tun?
- Falls Sie Kreditkartendaten angegeben haben, überprüfen Sie, ob unrechtmässige Abbuchungen getätigt wurden und lassen Sie die Kreditkarte vorsorglich sperren.
- Melden Sie sich persönlich bei einer Polizeistelle und erstatten Sie Anzeige