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Kaum ein Star vermarktet sich medial so geschickt wie John Legend. Nun kommt er mit seiner Tour nach Zürich – Zeit, den Legendenstatus zu ergründen.
Die Entstehung der Legende: Eigentlich heisst er ja Stephens. John Stephens (38). Erfinder seines Künstlernamens ist der amerikanische Poet J. Ivy. Er sagte zu John: «Du klingst wie eine der Legenden.» J. Ivy meinte die berühmten Soul-Interpreten der 60er- und 70er-Jahre. Und so wurde aus John Stephens John Legend. Mittlerweile klingt er nicht nur wie eine Legende, er ist selbst zu einer geworden.
Auszeichnungen
John Legend sammelt Edelmetall. Ein Oscar, zehn Grammys, 30 Goldene sowie
86 Platin Schallplatten. Und diese Liste ist nicht mal vollständig. Legends Legendenstatus beschränkt sich allerdings nicht nur auf seine Musik, er produziert mittlerweile auch Filme. So war er Co-Produzent von «La La Land», das sieben Golden Globes und sechs Oscars gewann.
Die Frau
Legend ist in den sozialen Netzwerken omnipräsent. Gemeinsam mit seiner Frau Chrissy Teigen (31), einem US-amerikanischen Supermodel, füttert er die Welt zuverlässig mit Bildern aus dem Privatleben. Schon drei Tage nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Luna Simone Stephens (1) gab es die ersten Informationen auf Twitter, direkt aus dem Spital, inklusive Gewichtsangaben. Auch über die «Entstehung» von Luna sprach das Paar offen: Teigen und Legend hatten sich ihren Kinderwunsch mittels künstlicher Befruchtung erfüllt.
Die Freunde
An einflussreichen Freunden hat es Legend nie gemangelt. Schon im College lernt er über einen Freund Lauryn Hill (42) kennen. Sie engagiert ihn, um Klavier-Elemente für den Hit «Everything is Everything» einzuspielen. Nach dem College begegnet er Kanye West (40), der ihn später auch unter Vertrag nimmt.
Die Politik
Legend macht nicht unbedingt politische Musik, ist aber ein hochpolitischer Künstler. Er äussert sich dezidiert zu Rassismus, Ungleichheit und zu Donald Trump (71). Legend, der für Präsident Barack Obama (56) Wahlkampf machte, sagt über sein politisches Engagement: «Wer mit mir politisch nicht einverstanden ist, soll mir nicht auf Twitter folgen.»
Der Kopf
Legend hat was auf dem Kasten. Er studierte afroamerikanische Literatur an der Universität von Pennsylvania, leitete Schulbands, Schulchöre und war Mitglied einer exklusiven Studentenverbindung namens Sphinx Senior Honor Society. Bevor er als Musiker durchstartete, arbeitete er für das globale Beratungsunternehmen Boston Consulting Group. Ach ja, korrekt wäre: Dr. John Legend – die Howard-Universität in Washington D.C. hat ihm 2012 den Ehrendoktor verliehen.
Dieser Artikel erschien zuerst im Sonntagsblick Magazin.