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1931 – 1998
Baya (richtiger Name: Fatima Haddad, verheiratet Mahieddine) war eine der bedeutendsten algerischen Künstlerinnen. Sie gilt als eine frühe Vertreterin der Art Brut. Baya selbst bezeichnete ihre Kunst nicht als einem Stil zugehörig, diese wurde jedoch als surrealistisch, modern, primitiv und naiv klassifiziert. Fasziniert von dem Reichtum an Blumen und Vögel in dem Haus, in dem sie als Waisemkind arbeitete, begann sie aus Ton Figuren und Fabelwesen zu fertigen und Gouachen zu malen. Der Bildhauer Jean Peyrissac entdeckte ihr Talent, ihre Werke wurden an einer Ausstellung in Paris gezeigt und sie erlangte Bewunderung in Frankreich von Künstlern wie Pablo Picasso und André Breton. Mit sechzehn Jahren kam sie nach Paris, verwirklichte im Atelier Madoura in Vallauris, in dem auch Picasso arbeitete, Skulpturen und Keramiken. Danach wurde sie von ihrem Vormund verheiratet und konnte zehn Jahre lang ihrer Arbeit nicht nachgehen, bis sie nach Ende des Algerienkriegs die Malerei wiederaufnahm. Die Werke sind von aussergewöhnlichem Farbenreichtum, Frauengemeinschaften, Flora und Fauna, sowie seltsamen surreellen Wesen geprägt, die einer Traumwelt entsprungen zu sein scheinen und u.a. Georges Braque und Picasso inspirierten.