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Viele MNA träumen von Europa, schaffen es aber nicht, die letzte Grenze zum europäischen Kontinent zu überwinden. Sie bleiben in Marokko und überleben ohne staatliche Unterstützung und Schutz. Ihre Zahl ist schwer einzuschätzen, aber man weiss, dass Tausende von Kindern über einen langen Zeitraum in Marokko bleiben.
Im März reisten Rolf Widmer, Präsident des Stiftungsrates, und Laura Montarsolo, Projektassistentin, für eine Woche nach Rabat, Marokko, um sich ein Bild über die Situation der MNA in diesem Land zu machen.
Im Auftrag der IOM verfolgte der SSI Schweiz während diesem Einsatz zwei Ziele:
• Entwicklung von Standards hinsichtlich der Unterbringung von MNA, um ihnen eine Aufnahme zu gewährleisten, die den Anforderungen der Kinderrechtskonvention gerecht wird
• Aufbau eines Systems zur Aufnahme und Begleitung von MNA, damit die betroffenen Kinder und Jugendlichen in Sicherheit, mit verlässlichen Beziehungen und in einem Rahmen aufwachsen können, der es ihnen ermöglicht, Perspektiven für ihre Zukunft zu schaffen.
Der SSI möchte zur nachhaltigen Betreuung der MNA in Marokko beitragen und plant, das Modell des Westafrika Netzwerkes zum Schutz von Kindern (WAN) auch in Marokko einzuführen. Wir hoffen, diesbezüglich Partnerschaften mit staatlichen Akteuren und NGOs aufbauen und ein regionales Pilotprojekt starten zu können.