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Seit seinem Tod 1924 ruht der russische Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, einbalsamiert in einem Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau. Nun hat die russische Regierung die Kosten enthüllt, die für den Erhalt des Körpers benötigt werden. Sie belaufen sich in diesem Jahr gemäss BBC auf rund 13 Millionen Rubel oder 200'000 Franken.
Lenins Leichnam wird in einem gläsernen Sarg zur Schau gestellt. Ein Labor ist damit beschäftigt, ihn in einem «lebensähnlichen Zustand» zu bewahren. Eine Aufgabe, die mehr als 90 Jahre nach seinem Tod mit einigem Aufwand verbunden ist.
Viele Russinnen und Russen sehen dies kritisch. Seit dem Ende der Sowjetunion vor 25 Jahren gab es immer wieder Forderungen, Lenin zu beerdigen. Erst kürzlich sprachen sich in einer Online-Umfrage 62 Prozent der rund 8000 Teilnehmer dafür aus, Lenin aus dem Mausoleum zu holen. Der Kreml scheut jedoch bislang davor zurück, wohl auch wegen des Widerstands der in Russland noch immer starken Kommunisten.
Zu Sowjetzeiten gehörte der Besuch des Mausoleums zum Pflichtprogramm aller Moskau-Besucher. Täglich bildete sich vor dem rötlichen Bauwerk eine lange Warteschlange. Heute ist es noch drei Stunden pro Tag geöffnet, und anstehen muss man kaum (pbl).