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Die 1963 gegründete Künstlergruppe "Gran Ballet Argentino" mit Sitz in Córdoba widmet sich der Verbreitung traditioneller argentinischer Musik und Tanz. Von den schwindelerregenden Gletschern der Anden bis zu den endlosen Ebenen der Pampa präsentiert die Truppe das Repertoire zahlreicher Regionen und hebt dabei die einzigartigen Merkmale jeder Region hervor.
Im Argentinien der Anden findet man die hüpfenden und farbenfrohen Karnevalitos der indigenen Bevölkerung. In der Pampa wird die Kultur der Gauchos durch den Malambo repräsentiert, einen Männertanz, der von einer Trommel namens Bombo begleitet wird. Chacarera und Zamba stammen aus den nördlichen Provinzen und werden in den Peñas, den auch heute noch sehr beliebten Volksfesten, zu den Klängen des Charango, eines kleinen Zupfinstruments, getanzt. Der Gato und der Chamamé, die auch in Uruguay, Brasilien oder Paraguay getanzt werden, vereinen kulturelle Elemente der Guarani-Indianer, der spanischen Konquistadoren und der italienischen und deutschen Emigranten.
In Buenos Aires überträgt sich die seltsame Melancholie der Porteños, der Bewohner der Hauptstadt, auf den Tango, der von dem berühmten Bandoneon begleitet wird. Diese klagende Musik, die all die Dinge vermisst, die man geliebt hat, hat ihren Ursprung in den Spelunken des Hafens. Hier hat sich eine Emigrantenbevölkerung aus den Mittelmeerländern angesiedelt, die abgewiesen wurde. Und so kam es, dass sich diese Seelenlosigkeit einstellte, von der man heute sagt, dass sie untrennbar mit Argentinien verbunden ist.