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Gesetz gegen vertikale Integration bei Bierkonzernen
USA: Produktion, Vertrieb und Handel müssen klar getrennt sein
Der Senat des US-amerikanischen Bundesstaates Illinois hat mit 52 zu null einstimmig einen bereits zuvor vom Repräsentantenhaus angenommenen Gesetzesentwurf verabschiedet, der er Brauern untersagt, direkt oder indirekt Beteiligungen an Getränkehändlern zu halten. Die meisten amerikanischen Bundesstaaten kennen ähnliche Regelungen.
Für den demokratischen Senator Tony Munoz aus Chicago, der den Vorstoss lancierte, bekräftigt der Entscheid die bisherige Politik in Illinois, welche die vertikale Integration von Konzernen erschwert.
Eigentlich durften Brauereien schon bisher nicht im Besitz von Bier-Vertriebsfirmen sein, doch die Regelung war nicht klar genug und erlaubte es WEDCO, einer Tochtergesellschaft von Anheuser-Busch InBev, eine 30-prozentige Beteiligung am Getränkegrossisten City Beverage zu halten. Unterzeichnet der Gouverneur das neue Gesetz, hat Anheuser-Busch InBev bis 1. Januar 2015 Zeit, diese Beteiligung zu verkaufen.
Die neue Formulierung des Gesetzes stellt nun eindeutig klar, dass es Brauereien, deren Tochterfirmen und verbündeten Unternehmen strikte verboten ist, irgendein Interesse an einer Vertriebsgesellschaft für Bier zu halten. Somit ist jegliche vertikale Integration verunmöglicht.
Erfreut zeigt sich die Branchenvereinigung Associated Beer Distributors of Illinois. "Wenn es Brauern erlaubt wird, Vertriebsgesellschaften zu kontrollieren, so begrenzt dies die Möglichkeiten, neue Produkte von kleineren Herstellern im Markt einzuführen", sagt Präsident Bill Olson. Von Braukonzernen kontrollierte Grossisten hätten keinen Anreiz, Marken anderer Anbieter zu fördern.
Die meisten amerikanischen Bundesstaaten verlangen, dass die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von Alkoholika getrennt sind. Gerade hat Ohio beschlossen, die Integration der nachgelagerten Handelsstufen zu verunmöglichen. Anheuser-Busch InBev will deshalb noch rasch den Grosshändler C&G Distributing übernehmen, bevor das neue Gesetz in Kraft tritt.
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