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Die in freier Wildbahn lebende Wachtel (Coturnix, coturnix, L.)
Die wildlebende Wachtel (Coturnix, coturnix, L.) gehört zur Ordnung der Hühnervögel, in die Familie der Feldhühner und in die Unterfamilie der Glattfusshühner. Sie wird auch Schlagwachtel, oder gemeine Wachtel genannt. Der Hahn erreicht eine Länge von 20 - 21 cm, die Henne ca 17 cm. Das Gewicht der ausgewachsenen Wachtel ist um die 100 g. Die Wachtel ist in freier Wildbahn auch der einzige Zugvogel unter den Hühnervögel.
Die Wachtel ist in der Schweiz geschützt und wird nicht bejagd.
Foto Rebhuhn
(Quelle: wikipedia)
Aussehen
Die Wachtel sieht dem Rebhuhn sehr ähnlich, ist aber wesentlich kleiner. Die vorherrschende Farbe ist bräunlich, der schwarz-braune Oberkopf ist mit rostbraunen Flecken und grauen Säumen durchsetzt. Die Oberseite ist überwiegend weisslich gelb mit schwarzen Quer- und hellen Längsstreiffen. Die Unterseite ist rahmfarben, an den Flanken helle und dunkle Längsstreiffen. Der kurze Stoss ist rötlichgelb mit schwarzen Querbinden und Flecken. Der Schnabel ist fast schwarz, die Augen sind dunkelbraun. Beide Geschlechter sind nahezu gleich gefärbt, der Hahn jedoch mit dunkelbrauner, die Henne mit heller Kehle. Die Jungvögel ähneln der Henne.
Vorkommen und Lebensweise
In Europa mit Ausnahme Skandinaviens, Islands und des äussersten Nordostens beheimatet. Die Wachtel ist überwiegend in Ebenen mit grossen Getreideschlägen, in Brandschlägen mit vielen Unkräutern, sowie im feuchten Wiesengelände anzutreffen. Bereits ende September, wenn die letzten Getreidefelder geleert sind, findet sie sich zu grösseren Flügen zusammen und zieht in den Süden (Steppengebiete südlich der Sahara), aus dem sie erst spät im April oder Mai zurückkommt. Während der Balz - sie beginnt bald nach der Rückkehr aus dem Süden -. sind die Hähne sehr kampflustig und bleiben in dieser Zeit bei den Hennen. Im April/ Mai sind der anheimende Balzruf des Hahnes, der sogenannte Wachtelschlag, und der Ruf der Henne Tag und Nacht zu hören. Die übrige Zeit leben die wachteln Polygam.
Durch zunehmend schlechtere Lebensbedingungen in unserer Heimat, (Einsatz von Kunstdünger und intensive Bewirtschaftung mit Maschinen der Kulturlandschaft) durch übermässigen Fang und Abschuss auf ihrer Reise in den Süden, ist das Vorkommen bei uns merklich zurück gegangen.
Fakten: (Quelle: schweizerische Vogelwarte Sempach)
Bestand in der Schweiz (Paare):
1500-2000 (Jahr 2004) Rote Liste CH
Fortpflanzung
Das Nest ist eine gescharrte Mulde, die notdürftig mit trockenen Halmen ausgelegt wird. Das Gelege ist im Juni vollzählig und besteht aus 8 bis 15 gelbbraunen Eiern, die mit grossen schwarzbraunen Flecken und Punkten versehen sind (Tarnung). Die Eier sind 30x23 mm gross und 8-9 g schwer. Die Brutdauer beträgt ca 18 Tage; es brütet nur die Henne. Die Jungen sind Nestflüchter, werden aber noch ca 7 Wochen durch die Henne geführt. Wachteln brüten 1x im Jahr (Mai/ Juni). Bei einer zweiten Brut, meist im Juli, dürfte es sich um ein Nachgelege handeln.
Nahrung
Die Nahrung besteht vorwiegend aus Weizenkörner und Sämereien, Grasspitzen, grünen Teilen von Kräutern, daneben auch aus Insekten, Würmern und Schnecken.