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Als besonders wichtig erachtet der Bund das Abkommen vor dem Hintergrund, dass die EU ebenfalls ein Abkommen mit den Mercosur-Staaten abgeschlossen hat. Allerdings drohen aufgrund der verheerenden Feuer im Amazonas-Gebiet derzeit mehrere EU-Staaten, das Abkommen zu stoppen.
Das Mercosur-Abkommen wäre nach den Abkommen mit der EU und mit China dasjenige mit dem grössten Zolleinsparungspotenzial. Der Bund schätzt es auf maximal 180 Millionen Franken pro Jahr.
Mittelfristig würden mit dem Abkommen knapp 95 Prozent der Schweizer Exporte in die Mercosur-Staaten vollständig zollbefreit. Im Agrarbereich soll die Schweiz unter anderem Konzessionen für Käse, Kaffee, Zuckerwaren, Schokolade, Biskuits, Energy Drinks und Tabakprodukte erhalten.
Die Schweiz gewährt Mercosur im Gegenzug zollfreien Marktzugang für Industrieprodukte inkl. Fischereiprodukte. Im Agrarbereich erlaubt die Schweiz jährliche Konzessionen für Fleisch (3'000 Tonnen Rind-, 1'000 Tonnen Poulet-, 200 Tonnen Schweinefleisch), Käse, Speiseöle (2'000 Tonnen für Soja- und Erdnussöl), Weizen zur menschlichen Ernährung (1'500 Tonnen), gewisse Früchte und Gemüse, Honig, Futtergetreide, Rotwein (35'000 Hektoliter) sowie verarbeitete Produkte.
Zudem soll das Abkommen einen Mechanismus enthalten, sollte das Abkommen "schwere Verwerfungen" auf den Schweizer Agrarmärkten verursachen. Die Konzessionen könnten im Notfall temporär ausgesetzt werden.