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Banken, Versicherungen und bestimmte Finanzmarktstrukturen können so gross, in ihrer Geschäftstätigkeit so komplex und mit anderen Marktteilnehmern derart vernetzt sein, dass eine ungeordnete Abwicklung die Finanzstabilität beeinträchtigen und die Volkswirtschaft insgesamt schädigen könnte. Die Massnahmen zur Beseitigung dieser Too-big-to-fail-Problematik sollen diese Risiken minimieren und die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Finanzkrisen und deren Kosten nachhaltig begrenzen.
Diese Massnahmen bezwecken die Stärkung der Resilienz der einzelnen Institute. Sie umfassen die Erhöhung der Verlusttragfähigkeit, die Schaffung umfassender nationaler Abwicklungsregime und die Verbesserung der Abwicklungsfähigkeit. Der Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board, FSB) koordiniert die Massnahmen international.
In der globalen Finanzkrise von 2007 und 2008 sahen sich mehrere Staaten und Regierungen gezwungen, in Not geratene Banken zu retten. Ein ungeordneter Ausfall dieser Banken hätte zu erheblichen Verwerfungen im Finanzsystem und einer Schädigung der jeweiligen Volkswirtschaften geführt. "Too big to fail" charakterisiert Finanzinstitute, die aufgrund ihrer Grösse sowie Vernetzung mit dem Finanzsystem und der Volkswirtschaft vom Staat nicht fallen gelassen werden können. Staatliche Rettungen (auf Englisch "Bail-out" genannt) sind jedoch sehr problematisch, weil sie zulasten der Steuerzahler gehen. Zudem führt die Annahme, dass der Staat im Krisenfall Banken ab einer gewissen Grösse retten wird, zu unbeabsichtigten Wettbewerbsverzerrungen und potentiellen Fehlanreizen.