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Vor den beiden Finalrunden vom Wochenende auf dem Par-72-Platz im Augusta National Golf Club könnte die Ausgangslage nicht pikanter sein. Zwei der drei erklärten Topfavoriten liegen fast schlaggleich voraus. Der dritte Siegesanwärter, der Weltranglisten-Erste Jason Day aus Australien, würde sich mit nunmehr fünf Schlägen Rückstand auf Spieth ebenfalls noch in den Kampf um das legendäre Green Jacket und die Siegesprämie von 1,8 Millionen Dollar einschalten, falls ihm in der dritten Runde vom Samstag ein aussergewöhnliches Resultat gelingt.
Am zweiten Wettkampftag des prestigeträchtigsten Golfturniers bekamen alle 89 Spieler die Schwierigkeiten des wohl berühmtesten Golfplatzes zu spüren. Heftiger, bisweilen fast sturmartiger Wind und die besonders harten, schrägen Greens führte zu teilweise grotesk wirkenden Fehlern der bestandenen Profis. Keinem einzigen Golfer glückte eine Runde unter 70 Schlägen.
Auch Jordan Spieth musste Federn lassen. Nach einem sehr guten Auftakt mit zwei Schlägen unter Par auf den ersten Löchern büsste der junge Texaner sukzessive Schläge ein, die letzten zwei davon auf den Löchern 16 und 17. Er benötigte bei den noch schwierigeren Spielbedingungen acht Schläge mehr als in seiner glänzenden 66er-Auftaktrunde.
Der Amerikaner Bubba Watson, der das US Masters in den Jahren 2012 und 2014 gewonnen hatte, schaffte den Cut für die Finalrunden gerade noch um einen Schlag. Den Rückstand auf die Besten wird er jedoch kaum wettmachen können.
Nebst dem Südafrikaner Ernie Els ist Phil Mickelson der Prominenteste unter den Ausgeschieden. Nach einer Par-Runde zum Auftakt musste der amerikanische Linkshänder eine bittere 79 hinnehmen, sodass er den Cut um einen Schlag verpasste. Mickelson hatte das erste Major des Jahres schon dreimal gewonnen, nämlich 2004, 2006 und 2010.
(SDA)