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Mexiko-Stadt/La Paz - Waldbrände haben in vier der neun Provinzen Boliviens mindestens 1,5 Millionen Hektar Wald zerstört. Das teilte am Dienstag Cliver Rojas von der Kontrollbehörde für Wälder und Land in Bolivien mit.
In dem am stärksten betroffenen Departement Pando im Norden des Landes wurde inzwischen der Notstand ausgerufen. Über 25'000 Kleinbrände machte die Behörde den Angaben zufolge aus.
Verantwortlich für die Feuer seien vor allem Brandrodungen durch Kleinbauern, sogenannte "chaqueos", sagte Rojas. Anhaltende Trockenheit und starker Wind führten zur Ausbreitung der Feuer.
Inzwischen erreichten mehrere Brände Siedlungen. In dem Dorf Cachuela im Zentrum Boliviens seien 40 Häuser abgebrannt, berichten Medien. In den Regionen Cochabamba, Beni, Santa Cruz und Pando musste wegen der Rauchentwicklung der Flugverkehr weitgehend eingestellt werden.
Von den Bränden seien auch rund 60 Hektar des Nationalparks "Tonari" betroffen. Die bolivianischen Behörden beraten über Massnahmen, um zu verhindern, dass sich die Feuer wie bei den verheerenden Waldbränden 2004 weiter ausbreiten.
SDA-ATS