Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/2512

3.0 Drehen von Fullbase Position zu rutschend
Wenn wir Fullbase fahren und wieder bremsen wollen, müssen wir das Snowboard wieder in eine rutschende Position drehen können. So bremst du ab und hast wieder die volle Kontrolle über dein Snowboard. Was du hier übst, wirst du später auch für die Kurven benötigen.
Fullbase zu rutschend auf der Backside (Heelside) Kante
Starte am einfachsten direkt in der Fullbase Position und lasse dir von jemandem helfen. Der Vorteil davon ist, dass du vor dem Start noch mal in Ruhe schauen kannst, ob du richtig stehst und in welche Richtung du dich drehen willst.
Fahre nun los und drehe deinen Oberkörper so, dass du direkt den Hügel hinunterschauen kannst. Viele Wege führen nach Rom, für manche ist es einfacher, von Anfang an beide Arme auszustrecken, um eine bessere Körperspannung zu haben und für andere ist das direkte Ansteuern über die Hüfte/Knie einfacher. Finde deinen eigenen Weg, indem du versuchst zu spüren, ob das was du machst, zum gewünschten Ergebnis führt.
Sobald sich das Board zu drehen beginnt, muss der Druck auf den Fersen beizubehalten werden. Falls sich das Board nicht drehen will, gib keinen Ruck! Prüfe zuerst, ob du den vorderen Fuss genug belastest, und achte dich dann auf deine Hüfte. Falls sich diese nicht mit dreht, sondern sich nur dein Oberkörper verdreht, versuche die Hüfte mitzunehmen.
Fullbase zu rutschend auf der Frontside (Toeside) Kante
Zum Bremsen würde es theoretisch reichen, wenn wir dies nur in eine Richtung lernen. Da wir aber bald Kurven fahren wollen, muss man die Drehung zu rutschen auf die Frontside und Backside Kante üben.
Das Prinzip bleibt das gleiche. Beim Fullbase fahrend zu rutschend auf der Frontside Kante muss man sich nun so drehen, dass man den Berg hochschaut. Sobald sich das Board zu drehen beginnt, muss unbedingt der Druck auf den Zehen beibehalten werden, was vor allem am Anfang etwas Geduld benötigt. Wenn sich mit dem Eindrehen das Snowboard nicht selbst zu drehen beginnt, ist irgendwo noch ein Problem, welches aber nicht durch einen Ruck gelöst werden sollte. Achte dich also darauf, eine flüssige Bewegung zu machen und keinen Ruck zu geben. Ein entsprechendes Video wird bald zur Verfügung stehen.
Warum dreht sich das Snowboard?
Für die Drehung des Snowboards nutzen wir wieder die Torsion des Snowboards. Durch die Drehung des Oberkörpers sollte sich jeweils der Druck auf den vorderen Fuss bei den Zehen bzw. Fersen erhöhen. Dadurch gerät das Snowboard in eine Rotation. Gleichzeitig solltest du dich leicht in die Kurve lehnen, um deinen Schwerpunkt auf der Innenseite der Drehung zu haben. Falls gar nichts klappt, kann dies durchaus nicht an dir, sondern an einem zu harten Snowboard oder zu lockeren Schuhen liegen, da dann die Kraft nicht auf dein Brett übertragen werden kann.
Klappt es bereits?
Bravo! Wenn du dies kannst und alle vorherigen Module im Griff hast, bringst du alles mit für die Ersten 4.0 Basic Turn gerutscht
Je nach Unterrichtsmethode kann es auch sein, dass du vorher noch als einzelnen Schritt 3.1 Rutschen zu Fullbase anschaust oder eine Art Wechsel vom «rutschen zu fullbase zu rutschen». Für viele Personen ist dies aber eher kontraproduktiv. Wenn man dies zu intensiv übt, lernt man eher den Turn zu vermeiden, statt richtig zu commiten. Darum wird auf das Rutschen zu Fullbase nur eingegangen, wenn der Basic Turn spezifisch Probleme bereitet.
Schon wieder in einen Baum gedonnert, weil du nicht bremsen konntest? Dann wäre vielleicht privater Snowboardkurs nicht schlecht ;)