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Das hier vorgestellte Analyseraster dient der einheitlichen Beschreibung von Wasserprojekten und –organisationen. Diese Methodik erlaubt die Darstellung des Ist- und des Sollzustandes eines projektbezogenen, integrierten Wassermanagement (Integrated Water Management, IWM) als Tabelle oder als Spinnendiagramm.
Durch eine einheitliche Darstellung können die Projekte und Organisationen in Bezug auf verschiedene Bereiche („Dimensionen“) systematisch charakterisiert und verglichen werden. Die beurteilende Person stellt nicht nur den Ist-Zustand dar, sondern auch den Soll-Zustand, also den optimalen Zustand aus ihrer Sicht. Es wird davon ausgegangen, dass diese subjektive Einschätzung des optimalen Zustands durch das strukturierte Vorgehen nahe an der Wirklichkeit liegt und dass aus dieser Einschätzung Impulse für die zukünftige Verbesserung gewonnen werden können. Dabei gilt es zu beachten, dass es nicht darum geht, in jeder Dimension „das Maximum“ zu erreichen. Es gilt nicht „je integraler, desto besser“, vielmehr gibt es für jede Situation und jede Dimension ein individuelles Optimum.
Die Dimensionen stellen die verschiedenen Perspektiven oder Bereiche dar, unter denen ein Fallbeispiel analysiert werden kann. Sie dienen als Analyseraster. Mit einer Ausprägungsvariablen wird ein Fallbeispiel in einer Dimension beschrieben und auf einer Skala eingestuft (abgestufte qualitative Abschätzung entlang einer Dimension). Es gibt auch rein beschreibende Dimensionen ohne Ausprägungsvariable. Das Analyseraster besteht aus den untenstehenden Dimensionen:
Vorgehen IWM-Spinne (Vgl. Arbeitsschritte und Vorgehen IWM-Spinne für Erklärungen)
Der hier illustrierte Ansatz eines Analyserasters für Wasserprojekte und –organisationen könnte, z.B. im Rahmen von Projektplanungen und –evaluationen angewendet werden. Als mögliche Zielgruppe für die Anwendung stehen Einzugsgebietsträgerschaften im Vordergrund. Weiterführende Informationen enthält der Bericht BG (2011), „Auf dem Weg zu einem integrierten Wassermanagement – Schweizer IWM-Beispiele“ (Methodik S. 20ff; Ergebnisse S. 24ff).