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Frankreich, im Sommer 1942. Als die Deportationen beginnen, retten sich der jüdische Autor Felix Stössinger, seine Frau Charlotte und deren Sohn Hans in die Schweiz. Auf die geglückte Flucht folgt bald die Ernüchterung: Militärbürokratie und antisemitisches Personal prägen den Alltag in den Flüchtlingslagern. Stössinger wirft einen kritischen Blick auf die Schweizer Flüchtlingspolitik und gibt Einblick in die zeitgenössischen Befindlichkeiten. Seine Aufzeichnungen sind ein einzigartiges Zeitdokument, dessen Unmittelbarkeit beeindruckt.
Der in Prag geborene Literat und Publizist Felix Stössinger (1889-1954) schrieb über Literatur, Theater, Kunst und religiöse Fragen. Er war unter anderem für die Sozialistischen Monatshefte, die Weltbühne und die Jüdische Rundschau tätig. In Nizza arbeitete er bis 1942 als Korrespondent für Schweizer Tageszeitungen, später in Zürich für die Neue Schweizer Rundschau sowie den New Yorker Aufbau. Seine Heine-Anthologie "Mein wertvollstes Vermächtnis" erschien 1950 im Manesse-Verlag. Felix Stössinger starb 1954 in Zürich.
"Ein erschütterndes Tagebuch aus einem Schweizer Internierungslager und ein einmalige Zeitdokument aus einer düsteren Zeit der Schweiz." [Quelle: Sonntagsblick, Magazin]
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