Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03455.jsonl.gz/159

Ich plädieren hier dafür, dass das Management von Arques den Kurs nicht mehr über ausgewiesene Gewinne und die Erfüllung anderer operativer Kennzahlen zu gestalten versucht, sondern den NAV (net asset value) pro Aktie als wesentliches Kriterium propagiert und die Maximierung dieses Werten als Kernziel ansetzt, um Mittelfristig zu einer rationaleren, weniger volatilen Bewertung zu gelangen. Dazu sollten auch Aktienrückkäufe eingesetzt werden. Der NAV von Arques liegt zurzeit irgendwo zwischen 15 Euro und 20 Euro pro Aktie.
Arques ist eine Beteiligungsgesellschaft, deren Wert sich in erster Linie aus dem Wert der Beteiligungen ergibt (+/- Net Cash Position bei der Mutter). Man könnte auch der Mutter noch einen immateriellen Wert zubilligen, der aber schwer zu beziffern ist. Der Wert der Beteiligungen wird näherungsweise über ihre NAV definiert. Der NAV einer nicht börsennotierten Beteiligung wird von Arques nach anerkannten CAPM Prinzipien kalkuliert (abdiskontierte erwartete Cashflows), wobei beim Diskontsatz branchenspezifisches einfließt. Die erwarteten Cashflows können sich natürlich mit der Marktlage ändern und in die Diskontsätze fließen Börsenstimmungen ein, sodass, unabhängig von Sanierungsfortschritten bei den Beteiligungen, der NAV von Arques bei einem gut gestreuten Portfolio bis zu einem gewissen Maße den Börsenindexen folgen kann.
Ausgewiesene Gewinne entstehen, eher zufällig und schlecht vorhersehbar, in erster Linie durch Käufe und Verkäufe von Beteiligungen. Da ständig gesundete Beteiligungen durch kranke ersetzt werden, ist bei den konsolidierten operativen Daten nicht mit einer dauerhaften positiven Entwicklung zu rechnen. Auf der Basis von Operativen Ergebnisse lässt sich die Aktie also nicht vernünftig bewerten.
In den letzten Jahren hat das Management versucht, durch eine positive Entwicklung ausgewiesener Gewinne, steigende Umsatz- und ebitda- Prognosen, eine Börsenbewertung auf der Basis dieser steigenden Ergebnisse herbeizuführen. Damit wurden letztes Jahr Kurse weit über dem inneren Wert der Aktie, der nie deutlich über 25 Euro lag, erreicht. Manche ignorante Analysten haben das Spiel mitgespielt. Jetzt wo Exits und Käufe selten sind, und damit auch ausgewiesene Gewinne fraglich werden, wird die Aktie, wie früher nach oben, nun genauso gnadenlos weit unter ihren inneren Wert heruntergeprügelt. Wie ich dem Bericht über die HV von Herrn Lohrke entnehme, dem ich im Übrigen weitgehend zustimme, hat sich die Attitüde des Managements leider noch nicht grundlegend weiterentwickelt.
Das Management müsste den Markt stärker auf den inneren Wert der Aktie – den NAV - fokussieren, und aufhören, sich mit angekündigten operativen Zielen, ebitda und Umsatzwerten selbst unter Druck zu setzten und kaum zu erfüllende Erwartungen zu wecken. Ist der NAV einer Beteiligung korrekt kalkuliert worden, sollte der Exit-Erlös diesem NAV näherungsweise entsprechen (und die Gültigkeit des Konzepts bestätigen), was in der Vergangenheit im Mittel der Fall war. Ein Exit sollte dann, auch wenn er einen ausgewiesenen Gewinn bewirkt, den Wert von Arques nicht signifikant beeinflussen. Lediglich die Liquiditätslage verändert sich dann. Dann würde man von diesen wahnsinnigen Kursschwankungen, die das image eines Zockerpapiers erzeugen, wegkommen. Wie gut das gehen kann, sieht man an Warren Buffets legendärer BRK. Deren ausgewiesenen Quartals- und Jahresgewinne sind seit jeher sehr erratisch, den Kurs beeinflussen diese Ergebnisse kaum. Buffet hat schon vor Jahrzehnten die Börse und die Analysten darauf geprägt, den inneren Wert der Aktie zu betrachten (gegenwärtig m.E. mit einer erheblichen Buffet Prämie).
Damit bei Arques die errechneten NAV nachvollziehbarer werden, sollte die Kalkulation transparenter gestaltet werden und es regelmäßige updates zur Lage bei den Beteiligungen geben. Blödsinnigen Kommentaren mancher Analysten muss auch offensiv entgegengetreten werden.
Viele Analysten sind immer noch nicht in der Lage, abzuschätzen was Arques Wert ist. Da empfehlen sie dann mal lieber einen Verkauf, wie z.B. jüngst der Herr von HSBC, der mit den niedrigen - eigentlich wenig relevanten - Gewinnerwartungen argumentiert, oder neulich der Herr von der Lampe Bank, der mit der konsolidierten Nettoverschuldung argumentiert. Gerade mal 6 Monate zuvor hatte der gleiche Herr die Aktie bei etwa 25 Euro mehrmals zu Kauf mit Kursziel 39 Euro empfohlen. Die Nettoverschuldung war da sogar noch etwas höher. Wenn man den Empfehlungen dieser Herrschaften folgt, wird man sein Kapital nachhaltig vernichten.
Manche haben Arques zum Verkauf gestellt, da ein Verkauf von Actebis, der die angestrebten, beim Verkauf realisierbaren Gewinne ausweisen würde, dieses Jahr eher unwahrscheinlich scheint. Arques wird aber im Prinzip nicht wertvoller durch den Verkauf von Actebis. Ein Verkauf von Actebis zu einem Schnäppchenpreis, nur um ein paar Gewinnzahlen zu zeigen, wäre eher von Nachteil für den inneren Wert von Arques. Die Actebis Gruppe ist schuldenfrei, gut gemanagt und profitabel (2007: 24M Euro Gewinn- also 1 Euro/Arques Aktie), mit steigender Tendenz. Sie würde ihren Kaufpreis in gut 4 Jahren verdient haben. Sie ist also kein schlimmer Klotz am Bein, abgesehen davon dass weniger Liquidität, z.B. für größere andere Käufe, zur Verfügung steht. Herr Schumann bezeichnet den Kauf von Actebis als einen Fehler, da dies bei den Anlegern zu Fehlinterpretationen des zugehörigen Risikos geführt habe. Ich denke, der Fehler lag in erster Linie in einer unzureichenden Kommunikationspolitik von Seiten des Managements. Dass man für Actebis aber jetzt wieder einen Wert von 300M Euro in den Raum stellt, der wahrscheinlich nur bei bester Börsenlage oder bei einem strategischen Käufer aus der Branche (mit möglichen Kartellproblemen) erzielbar ist, halte ich für nicht sehr klug.
Die Actebis Gruppe wurde letztes Jahr zu etwa 50% ihres NAV gekauft (KP gesamt etwa 130M Euro, einschließlich gut 30M Euro verwertbarer Immobilien) und der Kauf wurde mit diesem Abschlag begründet. Arques selber notiert zurzeit bei 30% oder weniger seines unterliegenden NAV. Das Gebot der Stunde wäre also ein Aktienrückkauf. Ich halte das für sinnvoller als eine Dividendenausschüttung. Da das Management aber abenteuerliche ebitda Prognosen gemacht hat, für die man wahrscheinlich nicht ohne einige noch zu tätigende "bargain purchases" auskommt (in die dann aber erst mal wieder etwas Liquidität gepumpt werden muss), möchte man sich jetzt das zur Zeit eigentlich sinnvollste, nämlich den Aktienrückkauf, nicht leisten.
Als negativ wird auch gelegentlich der konsolidierte Nettoverschuldungsgrad angeführt. Abgesehen von Darlehen der Actebis Verkäufer, die wegen der Actebis-Gewinne leicht zu stemmen sind, liegt die weit überwiegende Nettoverschuldung bei den Beteiligungen, für deren Schulden Arques in der Regel nicht haftet. Sollte eine Beteiligung Pleite gehen, schreibt Arques den (eher geringen) Kaufpreis und die Liquidität, die es der Beteiligung zur Verfügung gestellt hat, ab. Gegebenenfalls auch die beim Kauf ausgewiesenen "bargain purchase" Gewinne, sofern sie nicht rausgelöst wurden. Mit der nachfolgenden Entkonsolidierung verschwinden auch die zugehörigen Schulden aus der konsolidierten Bilanz von Arques. Mehr wäre da nicht. Die Pleite einer Beteiligung hat keine Auswirkungen auf die anderen Beteiligungen.
Ich könnte mir vorstellen dass die Reduzierung des Anteils von Aurelius als Notverkauf qualifiziert werden kann, nachdem es Markus nicht geschafft hat, über die relative Unterbewertung von Arques zum Discount and den cashflow von Actebis zu gelangen.
Bei Aurelius kracht es ganz schön im Gebälk und die Liquidität wird knapp. Berentzen und eine engl. Beteiligung entwickeln sich zu schwarzen Löchern. Zwei andere Beteiligungen in der Insolvenz. Sieht so aus als hätte Aurelius aktuell relativ mehr Schrott im Bestand als Arques Ende 2007. Das sorgfältig gepflegte Image von Markus kriegt erhebliche Kratzer.
Da ist es verständlich dass man bei Aurelius den Eindruck zu erwecken versucht, als hätte man selbst und nicht Arques die Gespräche abgebrochen. Die nachgeschobene Begründung, dass man Zahlungsverpflichtungen bei Arques "entdeckt" hätte, scheint jedenfalls reichlich dünn. Die Fristigkeit des Actebis Kredits hatte Arques bereits beim Kauf mitgeteilt und da dürfte mittlerweile Vorsorge getroffen worden sein. Der Kaufpreis von Gigaset, den Siemens übrigens kompensiert mit einer gleich hohen Sonderliquiditätsausstattung für Gigaset, war auch wohl bekannt. Dass der Gigaset Kaufpreis auch noch in Tranchen über einen längeren Zeitraum zu zahlen ist, darf man als positiv betrachten. Die Unterstellung, dass Arques den möglicherweise nicht zeitgerecht bezahlen könnte und Siemens deshalb mehr fordern würde, entbehrt jeder Grundlage. Da darf man dem Arques Management ruhig glauben, das das alles durchfinanziert ist. Finanziell war Arques nie ein hasardeur.
Im Übrigen hoffe ich auch, dass der neue Vorstand seinem Versprechen einer besseren Informationspolitik bald Taten folgen lässt.
Heute hat der "Aktionär" zum Verkauf geraten. Wieder mal mit der Begründung, dass Aurelius verkauft habe und dann auch noch Stephan Schubert.
Das Aurelius verkauft hat, weil dort dringend Liquidität benötigt werden könnte, wird erst gar nicht gefragt. Und dass es sich bei der Schubert Meldung um das identische Paket handelt, scheint man auch nicht begreifen zu können. Dabei müsste man sich nur mal die Meldung vom 25.9.2008 ansehen.
Wer da den Zusammenhang nicht sieht, muss wirklich auf den Kopf gefallen sein.
Und dann immer dieses Liquiditätsgemunkel. Die Liquidität von Arques dürfte sich nach dem 3 Quartal weiter verbessert haben. Zuletzt noch durch den Verkauf einiger Beteiligungen an Bluo. Unter Einbezug der factorierten Actebis Forderungen müsste man in der Lage sein, den vergleichsweise niedrigen Actebis Kaufkredit abzulösen und auch Gigaset cash zu bezahlen. Wenngleich eine Verlängerung des Actebis Kredits (20% des Actebis Werts, ca 2 Actebis Jahresgewinne) wegen der besseren Liquiditätsreserve vorzuziehen wäre.
Wie schon öfters erwähnt, bei einer schuldenfreien AG (da gibt es zurzeit nur den relativ kleinen Actebis Kredit) wäre Arques alleine durch Actebis 7-8 Euro/ Aktie wert.
Als "Aktionär" würde ich mal eher nach der Liquidität von Aurelius fragen.
Für mich ist das spätestens seit dem Weggang von Schumann eine glasklare Geschichte mit und um Arelius:
Alle ehemaligen Vorstände von Arques finden sich über kurz oder lang bei Aurelius oder Blue O wieder zusammen. Hier wird ganz klar versucht mit dem Insiderwissen und der Illoyalitä, sprich der Gier von ehemaligen Vorständen Arques nieder zu machen.
Angeführt wird die Riege von Markus auf der einen und auf der anderen Seite von Löw, die sich schon bei ihren Ausscheiden ihre Nasen vergolden liessen. Dazu kommen als echte "Hochkaräter" unsere "allseits geliebten" Vorderwühlbecke und Zöllner.............., tja also die gesamte Breitseite der Mittdreissiger - Endvierziger, die jetzt schon mit ihren "Geschäftchen" sowieso schon all ihre Schäfchen im Trockenen haben.
Die können offenbar ihren Hals nicht voll genug bekommen......und wollen partout Arques schädigen. Mal sehen, wann Schumann dort aufschlägt..........
Dennoch bin ich sicher, dass Arques nicht nur die Kurve wieder kriegt, sondern sich dahin positiv entwickelt, wo der Kurs angemessen ist: > 10€
----------- Ich pushe weder nach Himmelsrichtung noch nach Stimmung ! Alles wird gut und wenn's erst in 5 Jahren ist
Ich hatte ja mal überlegt da einzusteigen wenn ich denke der Kurs ist am Boden. Aber seit dem Verkauf der Beteiligungen an Blue O stinkt mir das Meilenweit gen Himmel... also die können ja gerne etwas "klüngeln" aber ohne meine Kohle.
die die Aktie stark nach unten treiben. Jetzt hat Lincoln Vale etwa 1 Mio Aktien verkauft, da braucht man sich über die Südbewegung keine Gedanken mehr machen. Die Aktie bleibt m. E. nach wie vor sehr interessant.
----------- Ich pushe weder nach Himmelsrichtung noch nach Stimmung ! Alles wird gut und wenn's erst in 5 Jahren ist
Bin mit einem Schnitt von 11,30 dabei und versuche Daten und Infos über das Unternehmen zu bekommen, dann Bodenbildung abwarten und verbilligen, oder 11 K in den Mülleimer treten. Man ist immer versucht zu glauben.
liegt bei 10. bin leider gottes vor meinem urlaub eingestiegen. da man in der wüste schlecht traden kann, habe ich den ausstieg verpasst, wollte ja eigentlich nur mal ein paar tage drin bleiben. naja. bei 90% verlust bleibt nicht mehr viel übrig. den einsatz habe ich abgeschrieben, wie auch den letzten scheiß (porsche,pfleiderer, k+s,metro, q-cells, praktiker,arcandor....) es wäre ja auch naiv zu glauben, dass in zukunft die menschheit einen porsche kauft, küchen bestellt, bei praktiker und co. einkaufen geht. auch die solarenergie wird nicht mehr gebraucht, weil ab morgen die sonne untergeht. ich könnte einfach nur noch kotzen!!!!!!!!!!!!!!!!
gegen stoploss ist prinzipiell nichts einzuwenden. anfang 2008 hatte ich bei allen titeln noch mit stoploss gearbeitet aber quasi im stundentakt geld real verloren (so um die 5-10% jedesmal). ein paar tage später hatte sich der kurs wieder erholt und ich hätte statt verluste sogar gewinne realisieren können. aus diesem grund wollte ich die titel wenigstens 1 woche halten, was leider ein fehler war. der mega hammer war bei flatex (billig-trader). dort bin ich bei k+s zu 93 eingestiegen und wollte 1 stunde später mit 5% wieder raus (war der absolute höchststand). stundenlang wurde meine verkaufsorder nicht ausgeführt und dann fing´s an zu bröckeln.