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Schutz der Böden
1991 waren laut einer Studie von GLASOD (2008) 15 Prozent der Böden weltweit von Degradation betroffen. 2008 stieg die Quote um weitere 24 Prozent. Über 250 Millionen Menschen, meist in Entwicklungsländern, sind von der Verschlechterung der Böden direkt betroffen. Eine weitere Milliarde Menschen lebt in gefährdeten Gebieten (UNCCD, 2008). Da ein Grossteil der Bevölkerung in Entwicklungsländern von Landwirtschaft lebt, gefährdet die zunehmende Degradierung ihre Lebensgrundlage.
Funktion von Böden im Ökosystem
Böden sind gleichzeitig Lebensraum und Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Gesunde Böden bilden die Basis für ertragreiche Land- und Forstwirtschaft, für Gartenbau und Rohstoffgewinnung. Sie speichern und filtern Wasser, bauen Stoffe um und ab und tragen zur Zersetzung von Schadstoffen bei.
Ursachen für schädliche Bodenveränderung
Die natürlichen Bodenfunktionen gehen durch Bodennutzungen weitgehend verloren. Schädliche Bodenveränderung und Erosion entsteht vor allem durch Entwaldung, Überweidung und nicht-nachhaltige Landwirtschaft. Die unsachgemässe Nutzung von industriellen Düngemitteln und Pestiziden führt zu Nährstoffverlust, Versalzung, Vergiftung und Versauerung.
Ziel des Bodenschutzes
Ziel des Bodenschutzes ist in erster Linie der Erhalt der natürlichen Bodenfunktionen. Dies wird vor allem durch den Schutz vor Schadstoffen, Erosion, Verdichtung und Flächeninanspruchnahme gewährleistet.
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