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News
Schweizer Filme in Polen und in der Ukraine ausgezeichnet
Zwei Schweizer Kurzfilme erhielten am Wochenende Auszeichnungen an osteuropäischen Festivals in Polen und in der Ukraine. Ein Experimentalfilm gewinnt 1'000 Euro während ein kurzer Spielfilm eine lobende Erwähnung bekommt.
Der elfminütige Kurzfilm «Das Gespenst des Glücks» von Max Philipp Schmid gewann den mit 1'000 Euro dotierten Preis des Besten Experimentalfilms am 12. New Horizons International Film Festival im polnischen Wroclaw (19. bis 29. Juli 2012). Der Film stand im Rennen der europäischen Kurzfilme zusammen mit «Romance» von Georges Schwizgebel. Sechs weitere Schweizer Filme und Koproduktionen wurden ausserdem an dieser Veranstaltung gezeigt. Das Festival New Horizons widmet sich neuen Ausdrucksformen im Film, zwischen Kino und Visual Arts. Mit 111'000 Eintritten im vergangenen Jahr ist das Festival eine der bedeutendsten Filmplattformen in Polen neben Warschau und Krakau. Es ist von der internationalen Vereinigung der Produzentenverbände FIAPF anerkannt.
Referenzen auf die Filmgeschichte
Der bereits an zehn Festivals präsentierte Film «Das Gespenst des Glücks» hat die Jury des polnischen Festivals überzeugt. Der Kurzfilm spielt gekonnt mit Referenzen auf die Filmgeschichte, sei es auf musikalische Komödien aus Hollywood, auf Tanzfilme oder die Zerlegung des bewegten Bildes in Anspielung auf die optischen Vorläufer des Kinomatographen.
Lobende Erwähnung für Rolando Colla
Der Kurzfilm «Einspruch VI» von Rolando Colla – dreifacher Gewinner des «Quartz 2012» für den langen Spielfilm «Summer Games» – erhielt am 5. International Short Film Festival in Lwiw (26. bis 29. Juli) eine lobende Erwähnung. Nachdem er letzte Woche an den 53. Ciné-Rencontres Festival de Cinéma in Prades (Frankreich) den Publikumspreis Bernard Jubard gewann, setzt der in subjektiver Perspektive gedrehte Film über einen abgewiesenen Asylbewerber seine an den Solothurner Filmtage begonnene Karriere fort.
Genf, 30. Juli 2012