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Vreni Kneubühl kam am 19. Mai 1920 in Herzogenbuchsee auf die Welt. Ihre Leidenschaft fürs Jodeln entdeckte sie schon während der Schulzeit. Sie sang an Familientreffen und auf Ausflügen und lernte das Handorgeln.
Zusammenarbeit mit Jakob Ummel
Bereits vor der Lehre als Damenschneiderin hatte sie öffentliche Auftritte. Mit der Zeit wurden zahlreiche Jodlerklubs auf das grosse Jodlertalent aufmerksam, bei denen sie ohne feste Bindung auftrat. 1943 trat Vreni in den Bernisch-Kantonalen Jodlerverband BKJV ein. Im selben Jahr lernte sie an ihrem ersten Jodlerfest in Huttwil ihr 25 Jahre älteres Vorbild Jakob Ummel kennen. Ihre ersten Worte waren ihr im Nachhinein etwas peinlich.
Dank der Zusammenarbeit mit dem bekannten Jodellieder-Komponist Ummel entstanden bis 1975 über 100 Plattenaufnahmen und zahlreiche Aufnahmen für Radio und Fernsehen.
Bekannte Lieder und viele Konzerte
In den 1950er-Jahren ist Vreni Kneubühl auch mit dem Ämmitaler-Chörli aus Burgdorf aufgetreten. Aus dieser Zeit stammt die Aufnahme vom «Sunnhaldejödeli». Der Titel «Sunnhaldejödeli» entstammt dem Original Notenblatt, heute ist er als «Sunnhalde Jutz» bekannt.
Das Repertoire von Vreni Kneubühl umfasste in ihrer Jodelkarriere von 1937 bis ins Jahr 2000 über 250 Lieder und Naturjodel für Solo und Duett. Viele davon sind auf über 200 Schallplatten und CD’s verewigt. Ab 1970 trat sie oft im Duett mit ihrem Sohn Urs auf. Später sangen die beiden zudem mit Urs Kneubühls Frau Paula im Terzett. Auch im Ausland konnte Vreni grosse Erfolge feiern. Folkloretourneen führten sie nach Holland, nach Japan und in die USA.
Am Neujahrstag 2007 verstarb die grosse Solojodlerin Vreni Kneubühl im Alter von 87 Jahren.