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Ausreichend und gesunder Schlaf ist für unsere Gesundheit von grosser Wichtigkeit. Dabei dient der Schlaf nicht nur der Erholung und Regeneration. Während wir schlafen, bekämpft das Immunsystem schädliche Viren und Bakterien, beschädigte Zellen werden repariert und es werden Hormone ausgeschüttet, die für unser Wachstum und unsere Entwicklung wichtig sind. Längere Zeit zu wenig Schlaf kann viele negative Effekte auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben. Zu wenig Schlaf kann aber auch dazu führen, dass wir mehr und oft auch fettreicher essen. Im Mai 2022 wurde auf Examine.com die folgende Studie zu diesem Thema veröffentlicht:
Zusammenfassung
Hintergrund
Die Studie
In dieser 14-tägigen randomisierten Crossover-Studie, die in einer Forschungseinrichtung durchgeführt wurde, wurden 12 gesunde Erwachsene (9 Männer und 3 Frauen) im Alter von 19 bis 39 Jahren mit einem durchschnittlichen BMI von 24,6 (d. h. gesundes Körpergewicht) einer der folgenden Interventionen zugewiesen:
Schlafeinschränkung: Die Teilnehmer unterzogen sich 14 Tage lang einer Schlafrestriktion, bei der die Zeit im Bett auf 4 Stunden pro Nacht (00:30-04:30 Uhr) begrenzt wurde.
Normaler Schlaf (Kontrolle): Die Teilnehmer durften 9 Stunden pro Nacht im Bett liegen (22:00-07:00 Uhr).
Nach einer Auswaschphase von mindestens 3 Monaten wechselten die Teilnehmer zur anderen Intervention und wiederholten das Experiment. Die Einhaltung der Schlafvorschriften wurde durch Echtzeit-Polysomnographie (auch als “Schlafstudie” bezeichnet) und direkte Beobachtung durch das Studienpersonal sichergestellt. Die Teilnehmer wurden in einer sitzenden Umgebung mit unbegrenztem Zugang zu Nahrungsmitteln untersucht.
Das primäre Ergebnis war die Kalorienaufnahme. Die sekundären Ergebnisse betrafen die Makronährstoffe in der Nahrung, den Energieverbrauch in Ruhe und nach einer Mahlzeit (gemessen mit indirekter Kalorimetrie), den Energieverbrauch bei körperlicher Aktivität, die körperliche Aktivität (gemessen mit Beschleunigungsmessung), das Körpergewicht, die Körperzusammensetzung (gemessen mit DXA), die Verteilung des Bauchfetts, die Schlafdauer und Biomarker für die Appetitregulation.
Die Ergebnisse
Abschliessend noch ein paar persönliche Worte:
Es handelt sich bei dieser Studie um eine sehr kleine Studie mit wenigen Teilnehmern, weshalb sie sicher mit Vorsicht zu geniessen ist. Es wäre grossartig eine Studie zu haben, an der mehr Personen beteiligt gewesen wären, und bei der auch der Energieverbrauch und der Biomarker für die Appetitregulation angeschaut worden wäre. Trotzdem bestätigt diese Studie, dass wir tendenziell mehr essen, wenn wir weniger schlafen. Beobachten Sie sich doch einmal selber, wenn Sie das nächste Mal schlecht geschlafen haben. Welche Nahrungsmittel bevorzugen Sie? Wie hungrig sind Sie im Gegensatz zu anderen Tagen? Ich bin sicher, dass die meisten von Ihnen diese Studie absolut bestätigen können. Als Ernährungsberaterin würde ich dem Drang nach mehr Essen in einer solchen Situation nachgehen, aber würde sehr darauf achten, was ich an diesen Tagen esse. Solche Tage können ja auch eine optimale Gelegenheit sein, um mehr Gemüse, Früchte, hochwertige Eiweisse und gesunde Fette in die Ernährung einzubauen.
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