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Reaktordruckbehälter
Der Reaktordruckbehälter, in welchem der Reaktorkern untergebracht ist, ist aus niedrig legiertem Feinkornstahl gefertigt, der gute Schweissqualität mit hoher Zähigkeit und geringer Versprödungsneigung unter Neutronenbestrahlung vereinigt. Der abnehmbare Deckel ist mit 52 vorgespannten Schrauben befestigt. Die Stutzen der Steuerelementantriebe und der Kerninstrumentierung befinden sich oben auf dem Deckel. Ein aus Unter- und Oberteil bestehendes Kerngerüst fixiert den Reaktorkern im Druckbehälter. Das untere Kerngerüst legt mit Tragrost und Kernumfassung die Anordnung des Reaktorkerns derart fest, dass der gesamte Kern gleichmässig vom Kühlmittel durchströmt wird. Der in den Reaktordruckbehälter eingehängte Mantelteil des unteren Kerngerüsts wirkt gleichzeitig als Schild zum Schutz des Reaktordruckbehälters gegen Neutronenbestrahlung.
Das Kühlmittel tritt durch drei Einlassstutzen mit einer Temperatur von 292 °C in den Reaktor ein und strömt im Ringspalt zwischen Kernbehälter und Druckbehälter abwärts. Am halbkugelförmigen Boden des Reaktorkessels wird die Strömung um 180 Grad umgelenkt. Beim Aufwärtsströmen durch den Reaktorkern erwärmt sich das Kühlwasser auf 325 °C. Durch die drei Auslassstutzen führt es die Wärme zu den drei Dampferzeugern ab. Der gesamte Kühlmitteldurchsatz durch den Kern beträgt 57 500 Tonnen pro Stunde. Er verteilt sich gleichmässig auf die drei Kühlkreisläufe.