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Wohnbebauung Gartenstrasse
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Wohnbebauung Gartenstrasse
Adresse
5400 Baden
AG
Architektur
Das innerstädtische Badener Quartier, in dem die Wohnbebauung Gartenstrasse steht, wurde modernisiert, verdichtet und zunehmend autofrei gestaltet. Dabei überzeugt der Ersatzneubau von Meier Leder Architekten durch eine sorgsame Materialisierung und wertvolle Aussenräume.
Chronologie
Die Wohnbebauung Gartenstrasse, ein Ersatzneubau, wurde nach einem Entwurf von Meier Leder Architekten erbaut. Das Büro konnte den Wettbewerb im Jahr 2013 für sich entscheiden und vollendete die Überbauung knapp vier Jahre später.
Lage
Die Wohnbebauung befindet sich in der Badener Innenstadt an der Gartenstrasse, gegenüber des Merker-Areals. Das aus kleineren Mehrfamilienhäusern aus der Zeit um 1900 bestehende Quartier wurde mit dem Neubau verdichtet, er ersetzt vier Häuser. Im Unterschied zu den mit Vorgärten abgesetzten, bestehenden Wohnhäusern wurde der Neubau nahe der Strasse positioniert. Der so gewonnene Platz ermöglichte die Ausbildung eines begrünten Hofs auf der Rückseite. Die Erschliessung erfolgt über die beiden Treppenkerne an der Ost- und Nordseite des Gebäudes sowie über Laubengänge auf der Hofseite. Eine Einstellhalle sucht man an der Gartenstrasse 14 vergebens: Es handelt sich um ein autofreies Wohngebäude ohne Tiefgarage.
Beschreibung
Der in die Länge gezogene, fünfgeschossige Baukörper verjüngt sich hofseitig im Attikageschoss und schliesst mit einem Flachdach ab. Das Dach ragt im Osten über das offene Treppenhaus hinaus. Der Treppenaufgang an der Nordseite ist hingegen nicht überdeckt. Die Fassaden werden durch die Betondecken horizontal gegliedert. Dazwischen ist eine beige gestrichene, gestufte Holzschalung gespannt. Die strassenseitige Südfassade ist mit raumhohen Fenstern versehen, die mit hölzernen Schiebeläden geschlossen werden können und so Teil der Fassadenhaut werden. In geschlossenem Zustand sind die Fenster nur durch die rotbraunen Geländer zu identifizieren.
Die Wohnbebauung umfasst 19 Wohnungen, deren Grundrisse dem Prinzip der Raumfolge entsprechen: Die Räume gehen ineinander über, auf extra Erschliessungsflächen wurde verzichtet. Das nach Süden orientierte zentrale «Jahreszeitenzimmer» der Wohnungen lässt sich auf der gesamten Breite öffnen und wird so im Sommer eine Loggia. Mithilfe raumhoher Glaselemente auch in den Wohnungen wurde versucht, viel Licht in den innerstädtischen Bau zu bringen. Die Laubengänge erzeugen als Kommunikationsbereiche Gemeinschaft unter den Bewohnern. Im Dachgeschoss befindet sich zudem eine gemeinschaftliche Terrasse und die Waschküche.
Literatur