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Vom 7. bis 9. Juni fand der zweite Lauf der Porsche GT3 Cup Challenge Suisse und des Porsche Sports Cup Suisse auf dem „Circuit Paul Ricard“, nahe Le Castellet, statt. An den freien Trainings am Donnerstag und Freitag nahmen mehr als 100 Fahrer teil. Am Samstag starteten über 70 Fahrer bei Sonne und Temperaturen um 25 Grad Celsius in den verschiedenen Rennen. Auf der 5,81 Kilometer langen Strecke in der Provence wurde das erste Endurance-Rennen der Saison gefahren, das eines der beiden Sprintrennen der GT3 Cup Challenge, als auch eines des Porsche Sports Cup ersetzt.
Jean-Paul von Burg gewann das erste Mal in dieser Saison ein Rennen der GT3 Cup Challenge. Im Sprintrennen setzte er sich gegen Oliver Ditzler und Ernst Keller durch. Im Feld der Cayman GT4 Clubsport im Porsche Sports Cup fuhr Stephan Heim im Sprintrennen einen Start-Ziel-Sieg ein. Im anschliessenden Endurance-Rennen ging ein Rekordfeld von insgesamt 56 Fahrzeugen an den Start. In der GT3 Cup Challenge dieses Rennens gewann das Fahrerduo Kasper/van Lagen vor Keller und von Burg. Unter den Cayman GT4 Clubsport siegte das Duo Franceschetti/Metzger. Das Gleichmässigkeitsrennen Porsche Driver’s Challenge entschied Peter Gafner für sich.
Porsche GT3 Cup Challenge
Oliver Ditzler sicherte sich im Qualifiying mit einer schnellsten Rennrunde von 2:09.195 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 162.229 Kilometern pro Stunde die Pole im Sprint. Jean-Paul von Burg ging von Position Zwei, Keller von Rang Drei ins Rennen. Im Start schaffte es Keller an von Burg vorbei, lag in der zweiten Runde jedoch bereits wieder hinter ihm. Von Burg absolvierte in dieser Runde mit 2:10.889 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 160.129 Kilometern pro Stunde die schnellste Runde des Rennens. Von Burg überholte in Runde Drei zudem den führenden Ditzler und setzte sich an die Spitze des Feldes. Zwei Runden später zog auch Keller an Ditzler vorbei. In den folgenden sieben Rennrunden gab es keine Veränderungen unter den drei Führenden: Von Burg fuhr als Erster über die Ziellinie, gefolgt von Keller und Ditzler.
Beim 100-Meilen-Rennen starteten in Le Castellet 56 Fahrzeuge aus den Klassen Porsche GT3 Cup Challenge und Porsche Sports Cup Suisse zusammen. Zu Beginn des Rennens wurde eine Safety Car Phase über vier Runden gefahren, wodurch es zu einem zweiten fliegenden Start kam. Im separat gefahrenen Qualifying am Morgen, sicherte sich Sina Sara mit Profi Fredy Barth die Pole des GT3 Cup Challenge Feldes für das Endurance Rennen. Das Fahrerduo konnte seine Führung im Rennen jedoch nicht halten und wurde Zehnter.
Paul Kasper, zusammen mit dem Profifahrer Iaap van Lagen, ging von Position 13 des GT3 Cup Challenge Feldes ins Rennen. Sie erhielten eine Zeitstrafe aufgrund zu kurzer Standzeit und gewannen dennoch das Endurance Rennen der GT3 Cup Challenge. Von Burg ging vom zweiten Platz des GT3 Cup Challenge Feldes ins Rennen, schloss jedoch nur auf dem dritten Rang ab. Zeitstrafen trafen unter anderem Schmalz, Nicolaidis, Sacchet und Terrail sowie auch von Burg. Ernst Keller war vom siebten Rang gestartet, erhielt keine Zeitstrafe und wurde Zweiter.
Jean-Paul von Burg resümierte: „Wir konnten in den Trainings keine Runde auf trockener Strecke fahren, wurden dann aber am Samstag mit gutem Wetter belohnt. Der Sprint war super, im Endurance hat mich die Zeitstrafe zurückgeworfen. Ich fuhr als Zweiter ins Ziel, wurde dann aber aufgrund der Strafe Dritter. Mit dem grossen Starterfeld im Endurance-Rennen hat es aber super viel Spass gemacht.“
Porsche Sports Cup
Im Porsche Sports Cup Suisse traten 32 Fahrer gegeneinander an. Das Feld der 22 Cayman GT4 Clubsport (Gruppe 3b) dominiert seit letzter Saison das Feld des Sports Cup. Im Qualifying holte sich Stephan Heim mit einer schnellsten Rennrunde von 2:18.067 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 149.477 Kilometern pro Stunde die Pole Position für das Sprintrennen. Neben ihm, von Rang Zwei startete Patrick Meystre. Stefano Monaco ging von dritter Position ins Rennen. Heim fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein, während seine Verfolger ihre Plätze nicht halten konnten und Meystre das Rennen nicht beendete. Laurent Misbach startete von Rang Vier und wurde Zweiter. Patrick Schetty und Leonard Rendulic lieferten sich einen Kampf um den dritten Rang. Rendulic hielt den Vorsprung ab Runde Fünf bis ins Ziel und fuhr als Dritter über die Zielgerade. Schetty beendete das Rennen auf Rang 19.
Im Endurance-Rennen siegte das Duo Franceschetti/Metzger durch einen Start-Ziel-Sieg in der Gruppe 3b auf Cayman GT4 Clubsport. Das Duo Cantuseno/Busnelli startete vom zweiten Rang unter den Cayman GT4 Clubsport, wurde jedoch durch eine Zeitstrafe aufgrund eines Überholmanövers und Nichtbeachtung der Streckengeschwindigkeiten nur Fünfter. Patrick Meystre, vom fünften Rang des Feldes gestartet, fuhr als Zweiter über die Zielgerade. Laurent Misbach hielt seine Startposition bei und schloss als Dritter ab.
Porsche Driver’s Challenge
Peter Gafner auf 991 GT3 sicherte sich den ersten Platz in der Gleichmässigkeitsprüfung. In der Porsche Driver’s Challenge wird der Durchschnitt der zehn Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Gafner überzeugte mit den geringsten Abweichungen zu seiner Referenzrunde, mit daraus resultierenden 3980 Strafpunkten. Zweiter wurde Tommy Eriksson auf 997 GT3 RS mit 5055 Punkten. Rolf Fröhlich, ebenso wie Gafner auf 991 GT3, fuhr mit 5226 Strafpunkten auf den dritten Rang.
Richard Feller, Verband Schweizer Porsche Clubs, war überaus zufrieden mit dem zweiten Rennen der Saison: „Die Rekordteilnehmerzahl im Endurance-Rennen ist ein toller Erfolg und zeigt wie sehr die Strecke in der Provence von unseren Fahrern geschätzt wird. Mit 56 Startern hatten wir mehr Teilnehmer als die Blancpain Serie.“
Der nächste Lauf findet vom 6. bis 8. Juli im italienischen Imola statt. Dort werden ebenfalls ein Sprint- und ein Endurance-Rennen gefahren.