Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/0

Die Gebärmutter (Uterus) ist im Normalfall nach vorne geneigt und weist auch in sich eine Beugung nach vorne auf (Abbildung a).
Unter verschiedenen Formvarianten ist die Abknickung des Uterus nach hinten (Retroflexion) am bedeutungsvollsten (Abbildung b) Ein nach hinten abgebogener Uterus kann voll beweglich bleiben und keinerlei Probleme verursachen. Es kommt jedoch vor, dass die Gebärmutter hinten, in Richtung Kreuzbein und Enddarm, verwachsen und fixiert ist (Abbildung c), was keine Lageveränderungen zulässt.
Für das Entstehen einer Retroflexion gilt Ähnliches wie für die Senkungsvorgänge. Gewebslockerung durch Schwangerschaft und körperliche Überbelastung im Wochenbett sind begünstigende Faktoren. Weitere mögliche Ursachen sind entzündliche Verwachsungen im Beckenbereich (Abbildung c), wie sie nach Adnexitis, Eileiterschwangerschaft, und Endometriose entstehen, ferner schwere Allgemeinerkrankungen mit Bettlägerigkeit und Abmagerung. Oft bleibt die Ursache unklar.
Es ist naheliegend, dass die Retroflexion bei frei beweglichem Uterus keine oder geringere Beschwerden verursacht, als wenn Verwachsungen in der Tiefe des Beckens bestehen. Kommt es zu gesundheitlichen Störungen, sind diese von der betroffenen Frau oft nicht eindeutig zuzuordnen und werden auch unterschiedlich empfunden.
Eine beschwerdefreie Retroflexion führt nicht zum Arzt.
Sind Symptome spürbar, sollte ein gynäkologisch ausgebildeter Arzt die Diagnose sichern, wobei neben der klinischen Untersuchung als bildgebende Verfahren Ultraschall und Computertomographie (CT) Anwendung finden können.
Eine störende Fixierung der Gebärmutter nach hinten wird operativ behandelt.