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Wagen 701 im Ablieferungszustand.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 126.5)
Der «Volksentscheid» vom 17. Juni 2007 für die Abschaffung des Trolleybusbetriebes war für die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) gleichzeitig ein «Ja » für die Beschaffung von weiteren Autobussen. Aufgrund der Möglichkeit, aus organischen Abfällen lokal produziertes Biogas nutzen zu können, stand die Beschaffung von gasbetriebenen Fahrzeugen wieder im Vordergrund. Ersetzt werden mussten sieben Gelenktrolleybusse, eine gleiche Anzahl Gelenkautobusse sowie 16 Normalbusse. Zusätzliche Gelenkbusse waren für die Flughafenlinie 50 nötig, so dass insgesamt 20 Gelenk-Autobusse und 10 Normalbusse ausgeschrieben worden sind.
Aus drei Bewerbern, welche ein gültiges Angebot abgaben, schwang das Produkt von Mercedes-Benz/EvoBus obenauf. Der Gelenkbus «Citaro FL» war ein ausgereiftes und vielerorts bewährtes Fahrzeug, welches hinsichtlich Qualität und Komfort höchsten Ansprüchen zu genügen vermochte. Die durchgehend niederflurigen und vollklimatisierten Fahrzeuge waren mit modernsten Fahrgastinformationseinrichtungen versehen. Die Türen 2 bis 4 waren als schnelle und raumsparende Schwenkschiebetüren ausgebildet, die Türe 1 als herkömmliche Innenschwenktüre. Eine mauelle Klapprampe befand sich bei der Türe 2. Im Gegensatz etwa zu den vergleichbaren Gelenkwagen 54 und 55 der Baselland Transport AG wählte die BVB die schönere Stadtfront, bei welcher sich die Liniennummer- und Endzielanazeige über der Frontscheibe in einem auskragenden Kasten mit senkrecht stehender Scheibe befindet und somit um einiges besser lesbar war.
Der wie bei allen Schubgelenkbussen im Heck angeordnete 6-Zylinder-Motor schöpfte aus sechs Zylindern eine Leistung von 240 kW bzw. 326 PS. Der liegende Unterflurmotor war für den Gasbetrieb optimiert und wurde mit einem Gemisch aus Erd- und Biogas betrieben, wobei der Biogasanteil in Basel höchstens fünf Prozent ausgemacht haben dürfte.
Der erste Gelenkwagen dieser Bauart konnte am 3. Juni 2008 dem Linienbetrieb übergeben werden. Einer ersten Lieferserie von zwanzig Bussen mit den Nummern 701–720 folgte eine Nachserie von acht praktisch baugleichen Exemplaren. Mit den Nummern 721 bis 728 versehen kamen diese ab Ende Juni 2010 in Betrieb.