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Das Wichtigste in Kürze
- Unter anderem sequenzierte Pääbo als erster Forscher das Neandertaler-Genom.
- Für dies erhält der schwedische Forscher nun den Nobelpreis für Medizin.
- Heute Mittwoch folgt die Bekanntgabe des Gewinners des Chemie-Nobelpreises.
Svante Pääbo erhält den diesjährigen Nobelpreis für Medizin für seine Erkenntnisse zur menschlichen Evolution. Dies gab das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm bekannt.
Pääbo forscht momentan in Leipzig, kommt aber ursprünglich aus Schweden. Der 67-Jährige ist Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in München. Der Schwede sequenzierte unter anderem als erster Forscher das Neandertaler-Genom.
Dieser Nobelpreis gilt als wichtigste Auszeichnung für Mediziner. Dieses Jahr erhält der Gewinner zehn Millionen schwedische Kronen (rund 886'556 Franken). Seit 121 Jahren wird der Preis verliehen, bisher gewannen ihn 224 Menschen, darunter 12 Frauen.
Emil Adolf von Behring erhielt den ersten Preis für seine Entdeckung einer Therapie gegen Diphtherie. Als erste deutsche Frau erhielt ihn 1995 Christiane Nüsslein-Volhard.
Im vergangenen Jahr bekamen David Julius (USA) und der im Libanon geborene Forscher Ardem Patapoutian den Preis. Die beiden haben Zellrezeptoren entdeckt, über die Menschen Temperaturen und Berührungen wahrnehmen.
Svante Pääbo erhält Gesellschaft
Mit dem Medizin-Preis startete der Nobelpreis-Reigen. Gestern Dienstag reihten sich Alain Aspect, John F. Clauser und Anton Zeilinger zu Svante Pääbo in die Reihe der diesjährigen Nobelpreis-Gewinner. Sie erhielten den Preis für Physik für ihre DForschungen im Bereich der Quantenphysik.
Heute Mittwoch wird der Nobelpreis für Chemie verliehen. Am Donnerstag und Freitag folgen die Bekanntgaben für den Literatur- und den Friedensnobelpreis. Die Reihe endet am folgenden Montag, 11. Oktober, mit dem von der schwedischen Reichsbank gestifteten sogenannten Wirtschafts-Nobelpreis.
Die feierliche Vergabe aller Auszeichnungen findet traditionsgemäss am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel. Bereits am vergangenen Donnerstag waren die Träger der diesjährigen Alternativen Nobelpreise von der Right Livelihood Stiftung bekanntgegeben worden.