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Während Real Madrid auswärts bei Sporting Lissabon den letzten Schritt mit einem Punktgewinn machen kann, ist für Monaco (gegen Tottenham Hotspur), Leicester City (gegen FC Brügge) und den FC Sevilla (gegen Juventus Turin) die Ausgangslage sogar noch etwas verlockender. Ihnen genügt ein Remis im eigenen Stadion, um vorzeitig in die Runde der letzten 16 vorzustossen. Dagegen brauchen Juventus Turin (in Sevilla) und der FC Porto (in Kopenhagen) Auswärtssiege, um die Achtelfinals aus eigener Kraft zu erreichen. Bayern Leverkusen (bei ZSKA Moskau) braucht die fremde Hilfe von Monaco.
2009 hatte Real Madrid letztmals bis im letzten Spiel um die Qualifikation für die Achtelfinals bangen müssen. Dies kann sich der Titelverteidiger zum siebten Mal in Folge ersparen, wenn er bei Sporting Lissabon mindestens ein Unentschieden holt. Doch die in allen Wettbewerben in dieser Saison noch ungeschlagenen Spanier sind in einer gar nicht mal so komfortablen Situation. Das Hinspiel in Madrid hätten sie beinahe verloren; bis zur 89. Minute lagen sie zurück, ehe mit zwei Toren die Wende gelang. Eine Niederlage in Lissabon ist daher nicht unwahrscheinlich – und sie hätte einen unangenehm heiklen Schlussakt zur Folge. Real müsste dann das Heimspiel am 7. Dezember gegen Borussia Dortmund wohl gewinnen, um von Sporting nicht noch abgefangen zu werden.
Real Madrid und Superstar Cristiano Ronaldo haben natürlich andere Planspiele aufgestellt. Zum Einen wollen sie in Lissabon gewinnen, um dann mit einem Heimsieg gegen Dortmund noch Gruppenerster zu werden. Und zum Anderen strebt Ronaldo im Duell mit dem Klub, der ihn zwischen 1997 und 2003 ausgebildet hat, eine weitere Wegmarke seiner Karriere an. Noch zwei Tore fehlen dem Europameister bis zum 100. Treffer im Europacup (95 Tore in der Champions League, 1 Tor in der Champions-League-Qualifikation, 2 Tore im UEFA-Cup).
Mit dem FC Sevilla könnte sich ein weiterer spanischer Verein (Atletico Madrid ist bereits weiter) für die Achtelfinals qualifizieren. Die Andalusier empfangen Juventus Turin und brauchen einen Punkt, streben aber den Sieg und damit den gesicherten Platz 1 in der Gruppe H an. Mit welcher Taktik der argentinische Trainer Jorge Sampaoli sein Team auf den Platz schickt, ist eine spannende Frage. In der Primera Division rennt und stürmt Sevilla unaufhörlich, egal ob der Gegner FC Barcelona, Atletico Madrid oder La Coruña heisst. Am Wochenende gab es eben gegen La Coruña in einem wilden Spiel dank zwei späten Toren einen 3:2-Sieg.
In der Champions League dagegen agiert der Europa-League-Sieger FC Sevilla vorsichtiger. Zwei von vier Spielen endeten 1:0, in Turin verteidigten die Spanier mit Mann und Maus und holten in bester italienischer Catenaccio-Tradition ein 0:0. So kommt es, dass der FC Sevilla in der Champions League als einziges Team neben Leicester City noch ohne Gegentor ist, während in der Primera Division fast die halbe Liga weniger Treffer zugelassen hat als das Team von Sampaoli.
(SDA)