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Das Musaeum hermeticum reformatum et amplificatum wurde 1678 in Latein in Frankfurt herausgegeben. Wie der Titel andeutet, handelt es sich um die überarbeitete Version einer früheren Ausgabe von Lucas Jennis, die 1625 erschienen war und sehr selten ist. Das Musaeum versucht in kompakter Form die jüngeren Alchemisten zu versammeln, die nicht in den grossen hermetischen Werken wie Theatrum Chemicum oder Bibliotheca Chemica Curiosa figurieren. Während viele Autoren in diesem Kompendium anonym bleiben, finden sich bekannte Namen wie Nicolas Flamel, Helvetius, Irenaeus Philalethes, Michael Maier, Michael Sendivogius und Basilius Valentinus.
„Ouroboros“ aus Nicholas Barnaud Delphinas; Das Buch Lambsprinck, Figur VI
Auffällig sind die qualitativ hochstehenden Kupferstiche in diesem Buch, darunter auch der oben abgebildete Ouroboros. Laut Wikipedia ist dieser
in der alchemistischen Symbolik […] das Bildsymbol eines in sich geschlossenen und wiederholt ablaufenden Wandlungsprozesses der Materie, der im Erhitzen, Verdampfen, Abkühlen und Kondensieren einer Flüssigkeit zur Verfeinerung von Substanzen dienen soll.
Sinngemäss lautet denn auch die Beschreibung zum Bild: „Dies ist sicherlich ein grosses Wunder. Dass in einem Drachen die grosse Medizin sei. Das Quecksilber wird ausgefällt oder sublimiert, im eigenen Wasser aufgelöst und wiederum koaguliert.“
Links:
Musaeum hermeticum online auf e-rara.ch
Ausgabe von 1678 online bei der Biblioteca Complutense Madrid: http://alfama.sim.ucm.es/dioscorides/consulta_libro.asp?ref=b19884941
Ausgabe von 1625 online bei der SLUB Dresden: http://digital.slub-dresden.de/id277285313