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PPA wird häufig als Alzheimer diagnostiziert. - Alex Proimos (CC BY-NC-2.0)
Die seltene Hirnleistungsstörung "Primary Progressive Aphasia" (PPA) sorgt bei Patienten für Sprachlosigkeit und wird von Medizinern häufig mit Alzheimer verwechselt. Forscher der John Hopkins University und anderen Einrichtungen arbeiten daher an neuen Methoden, um das Syndrom zu erkennen. Hilfreiche Neurologie Nur wenige Ärzte kennen PPA, eine seltene Form der Aphasie, die meistens nicht diagnostiziert wird. Oft wird angenommen, dass Patienten an einer frühen Form von Alzheimer leiden. Das ist eine grundlegend falsche Einschätzung, denn PPA beeinflusst nicht das Gedächtnis der Betroffenen, sondern ausschliesslich das Sprachvermögen. "Familien holen sich nicht sehr oft Hilfe, weil sie glauben, dass dies mit einer altersbedingten Demenz zu tun hat", erklärt Argye Elizabeth Willis von der John Hopkins University. In vielen Fällen werde der Unterschied zwischen Alzheimer und PPA erst durch einen Neurologen erkannt. Die Patienten mit PPA vergessen Instruktionen nicht und wiederholen auch keine Fragen. Das ist ein eindeutiges Indiz, dass das Gedächtnis in diesem Fall nicht für die Sprachlosigkeit verantwortlich ist. Elektrische Therapie Patienten mit Gehirnverletzungen oder einem Schlaganfall leiden zwar oft auch an Problemen mit der Sprache, jedoch nicht an PPA. Die Aphasie wird durch die Erkrankung und der deshalb ausgelösten Kommunikationsschwierigkeiten im Sprachzentrum des Gehirns ausgelöst. MRI-Scans können den Unterschied sichtbar machen. Forscher testen derzeit eine Form der Therapie, bei der elektrische Signale durch den Kopf geleitet werden. Bei den ersten Probanden zeigte sich dadurch bereits eine Verbesserung der Sprachfähigkeit.