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Drei Detektiv-Geschichten, mit einem Nachwort von Steven Marcus. Der Continental Op beginnt auf gut Glück einen Gangster zu beschatten, den er vor Jahren schon einmal gesehen hatte, und der als das Dingsbums Küken bekannt ist. Und plötzlich wird auf das Küken geschossen. Außerdem: Der Main-Tod / Der Farewell-Mord.
Dashiell Hammett – der einzige Kriminalschriftsteller von Rang, der wirklich ›dabei‹ war: Acht Jahre lang arbeitete er in der berühmten Pinkerton National Detective Agency, die mit dem Slogan »Wir schlafen nie« um Kunden warb. Im Ersten Weltkrieg wurde er freiwillig Soldat, im Feldlager erkrankte er an Tuberkulose. Die Krankheit zwang ihn, den Beruf aufzugeben, und so setzte er seine Erfahrungen in Literatur um. Im Rahmen der Werkausgabe wurden drei Bände mit Detektivstories neu aufgelegt, als Vorlagen der Bände dienten die amerikanische Ausgaben ›The Big Knockover‹ und ›The Continental Op‹. Die Stories stehen ganz in der Tradition des amerikanischen Realismus: Wie Raymond Chandler vermerkte, schrieb Hammett für Leute, »die eine harte, aggressive Einstellung zum Leben haben. Sie hatten keine Angst vor der Schattenseite des Daseins; sie lebten dort.« Dennoch liegt der Schwerpunkt der Stories nicht auf der kruden Mordtat und ihrer Aufklärung, sondern auf der präzisen, häufig leicht amüsierten Schilderung der sozialen, geistigen und auch geographischen Umfelder des Vorfalls.
»Ich bezweifle, dass Hammett irgendwelche bewußten künstlerischen Ziele verfolgte. Er gab den Mord den Leuten zurück, die Grund haben, zu morden, und nicht nur da sind, um eine Leiche zu beschaffen.«Raymond Chandler
»Wie sehr er den meisten seiner Schüler noch heute überlegen ist, zeigen noch einmal seine Short-Stories, ergänzt um ein Nachwort von Steven Marcus, das zeigt, daß die Wirkung Hammetts auch von jenem Zwischenzeiligen ausgeht, das man als den philosophischen Hintergrund oder als Hammetts Welt-, Lebens-, oder Todesgefühl bezeichnen mag, jenen Humphrey-Bogart-Touch, der uns aus der Verfilmung von Hammetts ›Malteser Falken‹ in Erinnerung geblieben ist.«Luzerner Tagblatt