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Anfang August war das Goms, ein Bezirk im Herzen der Schweiz, Gastgeber des nationalen Pfadfinder-Jamborees. Das ruhige Tal füllte sich plötzlich mit 30.000 Pfadis im Alter von 8 bis 20 Jahren, die die Natur erkunden, aber auch über globale Herausforderungen lernen wollten. Neben anderen Organisationen war auch UNHCR mit einem eigenen Stand bei der Rallye vertreten, um das Bewusstsein für das Ziel der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goal 4) und die Bedeutung einer guten Bildung für vertriebene Jugendliche zu stärken.
Bei dieser Veranstaltung konnte unsere UNHCR-Kollegin Rayan Deeb Hunderte von Pfadis aus der Schweiz, aber auch aus Belgien, der Tschechischen Republik, Italien, Serbien, den USA, dem Vereinigten Königreich und anderen Ländern treffen. Sie wies darauf hin, dass es weltweit 100 Millionen gewaltsam vertriebene Menschen gibt und dass 48 % aller Flüchtlingskinder nicht zur Schule gehen.
Die Pfadis, die sich von ähnlichen Werten wie UNHCR leiten lassen, wie z. B. Respekt und Gleichberechtigung, wollten mehr über die Situation der Zwangsvertreibungen erfahren.
Flüchtlinge leben in ähnlichen Lagern wie das, in dem wir uns befinden. Allerdings haben sie möglicherweise keinen Zugang zu den Aktivitäten, Ressourcen und Dienstleistungen, die uns zur Verfügung stehen, wie Zelte, Lebensmittel, Wasser und Bildung. Wir bleiben zwei Wochen in diesem Lager, aber Flüchtlinge können fünf Jahre, zehn Jahre oder sogar länger in Lagern leben.
sagte Jeanne, eine 13-jährige Pfadi aus Genf. Einige ältere Teilnehmer, wie Salome, die seit ihrem 8. Lebensjahr bei den Pfadis ist, helfen jetzt freiwillig Flüchtlingen:
Bei den Pfadis lernen wir, alle willkommen zu heissen, zu respektieren und alle gleich zu behandeln, egal woher wir kommen, wie wir aussehen oder was wir mögen. All das hat mir die Kraft gegeben, mich für die Menschenrechte einzusetzen und in einem Flüchtlingscamp in Nordgriechenland zu arbeiten.
Nach dem Ansehen von Informationsvideos und Diskussionen schrieben die Pfadis Botschaften an Flüchtlinge auf eine Solidaritätswand. Solidaritätsbotschaften wie "Wir stehen zu dir", "Du bist nicht allein" und "Bildung für alle" verdeutlichten das Engagement der Pfadis zur Unterstützung von Flüchtlingen.
Die Pfadis sprachen auch darüber, wie sie Flüchtlinge an ihren Schulen und Universitäten willkommen heissen können. Zu den Ideen gehörten die Einrichtung von Buddy-Systemen, die Organisation von sozialen Veranstaltungen und das Eintreten für Stipendien. Durch solche wirkungsvollen Massnahmen können junge Unterstützer eine grosse Rolle bei der Verbesserung des Zugangs von Flüchtlingen zu Bildung spielen.
Für UNHCR ist es von entscheidender Bedeutung, dass junge Menschen eine einladendere Welt für Menschen schaffen, die zur Flucht gezwungen sind. Die UN-Flüchtlingsorganisation baut auf allen Kontinenten ein Netzwerk von Young Champions auf - eine Gemeinschaft von jungen Unterstützern und Flüchtlingen, die sich in ihren Gemeinden, Schulen und Universitäten für Menschen auf der Flucht einsetzen, sich ehrenamtlich engagieren, Inhalte erstellen, Spenden sammeln und Innovationen entwickeln können. Wenn Sie daran interessiert sind, ein Young Champion zu werden, kontaktieren Sie uns!