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Nun setzten sie noch einen drauf. In der K.o.-Phase setzten sich die als Nummer 5 gesetzten Schweizerinnen zuerst gegen drei deutsche Duos durch, danach fertigten sie die routinierten Österreicherinnen Barbara Hansel/Stefanie Schwaiger mit einem 21:17, 21:14-Finalsieg in nur 31 Minuten deutlich ab.
Mit ihrem ersten Turniersieg machten Forrer/Vergé-Dépré nicht nur einen weiteren Schritt in Richtung der Olympischen Spiele in Rio, sie feierten auch den grössten Erfolg ihrer Karriere. Ihr bisheriges Bestresultat war ein 2. Rang, erreicht im letzten Sommer im russischen Sotschi.
Die Ostschweizer Verteidigungsspezialistin Forrer (34) und die Berner Blockerin Vergé-Dépré (24) standen in den vergangenen Jahren oft im Schatten von Joana Heidrich und Nadine Zumkehr. In diesem Frühling aber haben die Schweizer Meisterinnen, die seit 2011 ein Duo bilden, ihre Kolleginnen aus dem Nationalteam überflügelt.
An den vier bisherigen Turnieren spielten sich Forrer/Vergé-Dépré stets in die Top 10. Und bereits am Grand Slam in Rio, der Hauptprobe für das Olympiaturnier, qualifizierten sie sich für die Halbfinals (4.). Der Event in Xiamen gehört zwar nur der zweithöchsten Kategorie hinter den Grand Slams an, zumindest in der finalen Phase setzten sich Forrer/Vergé-Dépré aber gegen namhafte Konkurrenz durch.
Beinahe hätten die Halbfinals für Forrer/Vergé-Dépré Endstation bedeutet. Gegen Chantal Laboureur/Julia Sude setzten sich die Schweizerinnen knapp in drei Sätzen (21:18, 16:21, 15:13) durch.
Schweizer Siege auf der World Tour haben Seltenheitswert. Bei den Frauen ertönte erst viermal überhaupt die Schweizer Hymne. Der letzte Erfolg gelang Heidrich/Zumkehr, im vergangenen Herbst in… Xiamen. Bei der Rückkehr an die Stätte ihres bisher einzigen Sieges schieden Heidrich/Zumkehr in den Viertelfinals aus. Nach aktuellem Stand wären aber auch sie wie Forrer/Vergé-Dépré für die Olympischen Spiele qualifiziert.
(SDA)