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Intensive und lang anhaltende Niederschläge können zu Hochwasser führen. Bei der Entstehung von Hochwasser spielen aber auch andere Faktoren wie die Schneeschmelze eine grosse Rolle. Wenn hohe Schneeschmelzraten kombiniert mit starken Niederschlägen auftreten, können kritische Hochwassersituationen entstehen.
Von einem Hochwasser spricht man, wenn der Wasserstand oder der Wasserabfluss in einem Gewässer einen bestimmten Schwellenwert erreicht oder überschritten hat. Wildbäche, Flüsse und Seen können die Wassermenge nicht mehr aufnehmen und treten über die Ufer. Wenn kritische Pegel erreicht sind, bestimmen u.a. Geländeform sowie verfügbare permanente und temporäre Schutzmassnahmen über die Ausmasse eines Hochwassers.
Wir untersuchen den Schnee bezüglich seiner Funktion im Wasserkreislauf und betreiben einen operationellen schneehydrologischen Dienst (OSHD). Eine zentrale Fragestellung der Schneehydrologie ist, wieviel Schnee in einem Untersuchungsgebiet vorhanden ist und wann welcher Anteil davon als Schmelzwasser abfliesst. Im Verlaufe der Schneeschmelze verändert sich die Ausdehnung, Höhe und Dichte der Schneedecke. Der OSHD analysiert laufend die räumliche und zeitliche Verteilung der Schneewasserressourcen in der Schweiz und trägt damit zu einer verbesserten hydrologischen Vorhersage und vorausschauenden Gewässerregulierung bei.