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Bei den Luft/Wasser-Wärmepumpen werden zwischen drei Bauarten unterschieden:
- Innenaufgestellte Wärmepumpe (ganze Wärmepumpe wird im Haus, z.B. im Keller installiert)
- Aussenaufgestellte Wärmepumpe (ganze Wärmepumpe wird ausserhalb des Hauses installiert
- Split-Wärmepumpe (ein Teil der Wärmepumpe wird im Haus und der andere Teil wird ausserhalb des Hauses installiert)
Luft/Wasser-Wärmepumpen
Bei den Luft/Wasser-Wärmepumpen zeichnet sich bei der Auswertung kein eindeutiges Bild ab, welche Variante sich in Zukunft durchsetzen wird. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Auf der einen Seite sind die Investitionskosten, die eher für eine Split-Wärmepumpe (v.a. Klimagerät) sprechen. Auf der anderen Seite die ganze Schallproblematik, die eher der Innenaufstellung entgegen kommt. Auch kann keine der geprüften Aufbauarten bezüglich der Effizienz sich hervorheben. Da liegen die drei Varianten (Innen-, Aussenaufstellung und Splitausführung) im Schnitt gleich auf. Es zeigt sich jedoch eindeutig, dass die Invertertechnologie die konventionelle Ein/Aus-Variante ablöst. So waren in den letzten beiden Jahren rund 2/3 aller Prüflinge drehzahlreguliert.
Elektronischen Expansionsventilen
Sowohl bei Luft/Wasser- als auch bei Sole/Wasser-Wärmepumpen geht der Trend zu elektronischen Expansionsventilen. Bei der Effizienz hingegen kann nicht eindeutig gesagt werden, ob die Wärmepumpen effizienter durch dessen Einsatz geworden sind.
Luft/Wasser-Systemen: COP 3.54
Bei den Luft/Wasser-Wärmepumpen ist seit den letzten fünf Jahren im Mittel keine Effizienzsteigerung mehr zu beobachten. Zwischen 2005 und 2012 stieg jedoch die Effizienz beim Normpunkt jährlich durchschnittlich um 1.8%. Dies ist u.a. auf die längeren Heizzyklen zwischen zwei Abtauungen zurückzuführen (nicht alle Wärmepumpen werden mit einem Abtauzyklus ausgewertet). Seit den letzten drei Jahren ist jedoch die durchschnittliche Effizienz wieder etwas zurückgegangen. Der durchschnittliche COP der am WPZ gemessenen Luft/Wasser-Wärmepumpen lag im Berichtsjahr bei 3.54.
Sole/Wasser: COP 4.51
Seit der Erhöhung der Mindest-COP-Anforderung für das FWS-Gütesiegel von 4.00 auf 4.30 bei Sole/Wasser-Wärmepumpen im Jahre 2011 konnte bei den gemessenen Geräten eine Effizienzstei-gung festgestellt werden. So stieg der durchschnittliche COP durch diese erhöhte Anforderung von 4.25 auf 4.40. Seit 2011 liegt der jährliche COP-Durchschnitt oberhalb dieser Grenze von 4.30. Im 2015 wurde am WPZ ein mittlerer COP von 4.51 gemessen.
Ein eindeutiger Trend ist bestimmt bei den eingesetzten Expansionsventilen ersichtlich. Hier wurden in den letzten Jahren vermehrt elektronische Expansionsventile verbaut. Im Berichtsjahr wurden bei Luft/Wasser-Wärmepumpen nur noch elektronische Expansionsventile eingesetzt. Auch bei den Sole/Wasser-Prüfungen wurden rund 6 von 10 Wärmepumpen mit diesem Expansionsventil ausgestattet.
Brauchwarmwasser-Systeme: COP 3.36 (20°C) bzw. 2.89 (15°C)
Die Brauchwarmwasser-Wärmepumpe, auch Wärmepumpen-Boiler genannt, werden seit Januar 2012 nach der neuen Norm EN 16147 bzw. ErP-Directive geprüft. Als Folge dieser europäischen Directive werden seit Anfang 2015 die Messungen für den Schweizer Markt bei 20°C oder wie bisher bei 15°C durchgeführt. Dadurch liegen die Ergebnisse rund 10% höher als früher. Die durchschnittlichen COP-Werte lagen im Berichtsjahr bei 3.36 (20°C) bzw. 2.89 (15°C). Insgesamt wurden im 2015 16 Wärmepumpen an einem dieser beiden Prüfbedingung gemessen. Ausserdem wurden auch 8 Brauchwarmwasser-Wärmepumpen für die ErP-Directve bei 7°C gemessen. Da nach der ErP-Directive auch Sole/Wasser-Wärmepumpen für Brauchwarmwasserladung in der EU klassifiziert werden müssen, führte das WPZ insgesamt 7 solche Messungen bei B0 (Erdsondentemperatur = 0°C)durch.
Ausführlicher Bericht „Qualitätsüberwachung von Kleinwärmepumpen und statistische Auswertung 2015“ >>
Text: ee-news.ch, Quelle: BFE