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Das Leben von Henry Dunant
Geboren am 8. Mai 1828 in Genf als ältester Sohn gut bürgerlicher Eltern erlebte Henry Dunant eine sorgenfreie Jugend. Durch das soziale Engagement seiner Mutter begegnete der junge Henry der Armut und dem Elend der Unterschicht der Stadt Genf. Diese Begegnungen haben aus dem jungen Henry einen sozial engagierten Menschen gemacht, den er sein Leben lang geblieben ist.
Nach einer Banklehre in Genf versuchte sich Henry Dunant als Unternehmer in Nordafrika. Die Sorge um seine Firma brachten ihn im Jahre 1859 nach Norditalien, wo er das Leid und Elend verwundeter Soldaten nach der Schlacht von Solferino miterlebte und aus tiefer Betroffenheit darüber sein Buch “Un souvenir de Solferino” verfasste.
Dieses Buch bildete den Grundstein für die Entstehung des Roten Kreuzes im Jahr 1864. Nach dem Konkurs seiner Firma in Algerien musste Dunant nach Jahren des Glanzes und Ruhms zwanzig Jahre der Armut, Einsamkeit und Krankheit durchleben. Durch seine Stuttgarter Freunde kam er ins Appenzellerland. Die letzten 18 Jahre seines Lebens, bis zu seinem Tod am 30. Oktober 1910, verbringt er in Heiden.