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MONET – Phosphorgehalt im Seewasser
Bedeutung des Indikators
Aus Sicht der Nachhaltigen Entwicklung ist es wichtig, dass die Belastung der Umwelt durch abbaubare Schadstoffe minimiert wird und die Verschmutzung die Absorptionsfähigkeit der Ökosysteme keinesfalls übersteigt (Prinzip 17a). Seen sind solchen Belastungen besonders ausgesetzt, da sich in ihnen Einträge aus Landwirtschaft, Industrie und Haushalten sammeln. Der Phosphorgehalt im Wasser beeinflusst die Bioproduktion in einem See massgebend und ist deshalb ein wichtiger Indikator für den Zustand eines Sees. Je mehr Phosphor im Wasser ist, desto mehr pflanzliche Biomasse (Plankton Algen usw.) wird produziert, die irgendwann einmal abstirbt und in tiefere Wasserschichten absinkt. Dort kann der Abbau der abgestorbenen Biomasse zu einem Sauerstoffmangel führen, der die Existenz von Fischen und anderen Lebewesen gefährdet. Um die Nachhaltige Entwicklung zu fördern, muss der Phosphorgehalt in den Gewässern verringert werden.
Der Indikator zeigt den jährlichen Phosphorgehalt in vier Schweizer Seen.
Relevante Prinzipien der Nachhaltigen Entwicklung: 17a Begrenzung abbaubarer Abfälle und Schadstoffe.
Kommentar
Ab Ende der 70er-Jahre war ein Rückgang des Phosphorgehalts in Gewässern festzustellen. Durch die technische Weiterentwicklung von Kläranlagen, das seit 1986 geltende Phosphatverbot in Textilwaschmitteln und die Ökologisierung der Landwirtschaft in den 1990er-Jahren hat die Belastung seither weiter abgenommen. Allerdings werden in einigen Seen des Mittellandes aufgrund intensiver Nutztierproduktion (Schweine, Geflügel) noch immer hohe Phosphorwerte gemessen. Phosphor aus Gülle und Mist gelangt durch Oberflächenabfluss oder über Drainagen in das Seewasser. Die Landwirtschaft hat zwar die Phosphorüberschüsse durch einen verminderten Mineraldüngereinsatz reduziert, aber die Anreicherung von Phosphor in Böden ist nach wie vor ein Problem.
Bemerkung:Synthese der beobachteten Entwicklungen für die vier Seen: Zugersee (Z), Hallwilersee (H), Genfersee (G), Bodensee (B).
Die Veränderung in Prozent von jeder Variable wird in einen Einzelwert zusammengefasst (-1 für eine negative Entwicklung, 0 für keine wesentliche Veränderung, +1 für eine positive Entwicklung). Die Einzelwerte werden anschliessend addiert und das Resultat ergibt die gesamte Entwicklungsrichtung des Indikators.