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Der Dialog »Gorgias« gilt unter Philosophen und Philologen als eines der wichtigsten Werke Platons. Die Vielfalt der darin behandelten Themen – es geht u. a. um öffentliche Rhetorik und Dialektik, um Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, um Unrechttun und Unrechtleiden, um das Nützliche und Schädliche, um das Gute und Angenehme, um Gesetz und Natur – darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Frage nach den ethischen Prinzipen den Kern des Ganzen bildet. Beigegeben ist ein ausführlicher Kommentar, der die rhetorischen und philosophischen Dimensionen des Textes erschliesst.
Portrait
Platon, 427-347 v. Chr., stammte aus adeligem Geschlecht und zählt zu den bedeutendsten griechischen Philosophen. Er war entscheidend von seinem Lehrer Sokrates geprägt. Nach dessen Tod begab er sich auf Reisen, doch scheiterten seine Hoffnungen, in Syrakus sein Staatsideal zu verwirklichen. Nach seiner Rückkehr gründete er in Athen seine Philosophenschule, die Akademie. Michael Erler, geboren 1953, Studium der Klassischen Philologie und Philosophie ab 1973 in Köln und London. Seit 1992 ordentlicher Professor für Klassische Philologie in Würzburg.