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SFA-Präventionstipp: Beim Baden besser trocken bleiben
Lausanne (ots) - An schönen Tagen locken die Seen und Flüsse zum Baden und zum Wassersport. Doch Baden, Tauchen, Schlauchbootfahren und Segeln bergen Gefahren, sobald Alkohol ins Spiel kommt. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) empfiehlt, bei Wassersportaktivitäten vollständig auf den Alkoholkonsum zu verzichten.
Jedes Jahr ertrinken in der Schweiz mehrere Dutzend Personen, mehrheitlich Männer. Rund 15000 Menschen verletzen sich beim Wassersport. Ein Teil dieser Unfälle ist auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen. Genaue Zahlen aus der Schweiz existieren nicht, doch deuten sämtliche ausländischen Studien auf einen starken Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und schweren Bade- oder Bootsunfällen hin.
Alkohol erhöht bereits ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,2 Promille die Risikobereitschaft und beeinträchtigt die Konzentration. Alkoholisierte Personen nehmen mögliche Gefahren weniger wahr oder unterschätzen sie. Dies kann im Wasser fatal sein: Übermut, Leichtsinn und Selbstüberschätzung - zum Beispiel die Überzeugung, eine bestimmte Distanz oder eine Stromschnelle bewältigen zu können - gehören zu den häufigsten Ursachen von Wassersportunfällen.
Folgen einer Alkohol-Intoxikation sind Sehprobleme, Störungen der Sensomotorik (automatisierte Routine-Bewegungen) und des Gleichgewichtssinnes - beim Schwimmen und auf Booten sind dies unfallfördernde Einschränkungen. Ein Boot zu führen erfordert eine ähnliche Konzentrationsfähigkeit wie das Autofahren. Das Gesetz bestraft deshalb Personen, die nach dem Konsum von Alkohol ein Boot führen, obwohl ihre Fähigkeit dazu "wesentlich beeinträchtigt" ist, mit Gefängnis oder Busse.
Studien belegen Risiko
Gemäss einer Studie aus den USA gehen Personen, die mit 0,5 Promille Boot fahren, im Vergleich zu Nüchternen ein viermal höheres Risiko ein, tödlich zu verunglücken. Bei 1,0 Promille ist das Risiko sogar zehnmal höher. Passagiere sind ebenso betroffen wie Bootsführer!
Zahlreiche weitere ausländische, vor allem US-amerikanische Untersuchungen belegen, dass Alkoholkonsum im Wassersport weit verbreitet ist. In mehreren US-Studien wurde festgestellt, dass 25 bis 50 Prozent aller Ertrunkenen Alkohol im Blut hatten; viele Opfer wiesen 0,8 Promille und mehr auf. Bei zahlreichen schweren Wirbelsäulenverletzungen nach einem Sprung ins Wasser war Alkohol im Spiel.
Die Stiftung SFA empfiehlt deshalb:
- Schwimmen oder tauchen Sie nicht alkoholisiert. - Führen Sie kein Boot, wenn Sie alkoholisiert sind. - Steigen Sie in kein Boot, dessen Führer alkoholisiert ist.
Diese Medieninformation finden Sie auch unter: http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=64&IDarticle=1179&IDcat24vis ible=1&langue=D
ots Originaltext: SFA-ISPA
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