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Emil Frey importierte ab 1979 die «Allradmarke» und machte sie dadurch quasi zum Schweizer Allgemeingut. Eine interessante Sonderausstellung im Classic Center Safenwil zeigt einige Meilensteine.
Dem Subaru 1600 4WD war der Erfolg 1979 nicht in die Wiege gelegt, entsprach er doch nicht wirklich dem hierzulande vorherrschenden automobilen Schönheitsideal. Dafür war er robust, praktisch und preisgünstig: Dank viel Bodenfreiheit und zuschaltbarem Vierradantrieb blieb er weder auf Schnee und Eis, noch auf Waldwegen oder nassen Wiesen stecken.
Bernhard Russi als Identifikationsfigur
Firmenpatron Walter Frey heuerte Bernhard Russi als Markenbotschafter an. Der populäre Abfahrtsweltmeister und Olympiasieger aus Andermatt präsentierte das Fahrzeug am 9. Februar 1979 in einem dreiminütigen (!) TV-Spot. Offenbar äusserst glaubwürdig: Bereits zwei Jahre später war der 1600 4WD der meistverkaufte Kombi.
Am Anfang stand das erschwingliche Allzweckauto vor allem bei der Bevölkerung in den Voralpen, dem Jura und im Berggebiet hoch im Kurs. Erleichterte es ihnen doch die Transporte von Material, Kind und Hund in die abgelegenen Gebiete auch bei misslichen und schwierigen Strassenverhältnissen. Dass der Subaru auch einen Ruf als ideales Fortbewegungsmittel für Förster und Landwirte entwickelte, war nicht in Abrede zu stellen, entsprach allerdings nicht wirklich der Wahrheit. Schliesslich wurden – und werden bis heute – die diversen Subaru-Versionen genauso von Familien oder Gewerbetreibenden und Menschen mit Hobby gekauft.
Rallye-Engagement für mehr Bekanntheit
Die Versuche von Subaru, 1984 mit dem XT oder 1991 mit dem SVX auch sportlich-elegante Fahrzeuge anzubieten, zumindest hierzulande nicht von Erfolg gekrönt. Um das Image des Allradantriebs trotzdem einer breiteren Masse bekannt zu machen, entschied man sich in den 1990er-Jahren, in den Rallye-Sport einzusteigen. Mit dem Impreza GT Turbo bot Subaru erstmals ein emotionales Auto an. Dieser war von den Rallye-Boliden abgeleitet, mit denen Subaru 1995, 2001 und 2003 die Fahrerwertung der WRC-Weltmeisterschaft gewann. Später beglückten die Japaner ihre sportliche Fangemeinde mit dem kürzlich eingestellten WRX STI, einer Fahrmaschine, die zuletzt von einem 2,5-Liter-Boxerturbo mit 300 PS befeuert wurde. Subaru gewann 1996, 1997 und 1998 auch noch die WRC Marken-Weltmeisterschaft.
Der Motorsport bildet denn auch einen wichtigen Schwerpunkt in der Sonderausstellung zu 40 Jahre Subaru in der Schweiz im Museum Emil Frey Classics in Safenwil. Zu sehen gibt es verschiedene Subaru-Modelle der letzten 40 Jahre, darunter die Rallye-Autos von Weltmeister Colin McRae und Richard Burns.
Geöffnet bis 4. Mai 2019
Natürlich fehlt auch Bernhard Russis erster Subaru mit dem Kontrollschild «UR 5000» nicht. Allerdings handelt es sich nicht mehr um das originale Auto, sondern um ein identisches, sehr schönes Exemplar, und selbstverständlich ist auch das berühmte Nummernschild eine Replik. Das wohl interessanteste Exponat der Ausstellung, die auch mit zeitgenössischer Werbung und Videos aufgelockert wird, ist zweifellos der 360 von 1958, das erste Grossserienauto der Marke, welches aber nie in die Schweiz importiert wurde.
Die Sonderausstellung dauert bis zum 4. Mai 2019. Öffnungszeiten und Eintrittspreise sind unter www.emilfreyclassics.ch ersichtlich.
Text: Stefan Fritschi