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Jedes Jahr absolvieren junge Auslandschweizer aus der ganzen Welt freiwillig die Rekrutenschule (RS). Die Rekrutenschule dauert 18 oder 21 Wochen und wird in der Regel im 20. Altersjahr geleistet.
Einschränkend muss allerdings festgehalten werden, dass nicht jeder Auslandschweizer, der dies will, zur RS aufgeboten werden kann. Erste Voraussetzung dafür ist nämlich, dass er nicht auch Bürger seines Wohnsitzstaates ist (allerdings kann er auch die Absicht bekunden, zu gegebener Zeit das Bürgerrecht des ausländischen Wohnsitzstaates auszuschlagen). Aufgeboten werden können Doppelbürger hingegen dann, wenn sie nicht in ihrer zweiten Heimat, sondern in einem Drittstaat wohnen.
Weiter wird vorausgesetzt, dass der künftige Rekrut eine der schweizerischen Landessprachen beherrscht und nicht wegen schweren strafbaren Handlungen im Aufenthaltsland verurteilt wurde.
Auslandschweizer, die freiwillig die RS absolvieren wollen, melden sich bei der zuständigen schweizerischen Vertretung. Die Aushebung findet grundsätzlich im 19. Altersjahr nach einem besonderen Verfahren statt. In begründeten Ausnahmefällen kann ein Gesuch um vorzeitige Aushebung eingereicht werden. Es ist in jedem Fall zu empfehlen, frühzeitig mit der zuständigen Vertretung Kontakt aufzunehmen. Das Dienstbüchlein wird durch die Behörden in der Schweiz ausgestellt.
Wenn die finanziellen Verhältnisse es einem ausgehobenen jungen Auslandschweizer nicht erlauben, die Reisekosten in die Schweiz auf sich zu nehmen, kann er unter gewissen Bedingungen bei der schweizerischen Vertretung ein Gesuch um Kostenübernahme stellen.