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Biokunststoffe umfassen Kunststoffe, welche aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werde und auch diejenigen, welche biologisch abbaubar sind. Die kompostierbaren Kunststoffe können auch von fossilen Rohstoffen gewonnen werden. Im Biokunststoff «PLA» sind beide Eigenschaften vorhanden. PLA wurde also aus einem nachwachsenden Rohstoff gewonnen und ist kompostierbar nach DIN EN 13432.
PLA steht für «Polymilchsäuren». Die Polymilchsäuren werden mit Stärke aus Mais, Kartoffeln oder Rüben gebildet. Die Pflanzen entwickeln die Stärke durch die Photosynthese. Die Grundlage für PLA bildet hauptsächlich Industriemais. Dieser Mais wird auf Boden angepflanzt, welcher für Lebensmittelmais nicht geeignet ist. Derzeit wird 0.02% des weltweiten Maisanbaus für PLA genutzt.
PLA ist in grossen Mengen verfügbar und lässt sich gut verarbeiten. Er zeichnet sich mit seiner hohen Transparenz, Festigkeit und Wasserdampfdurchlässigkeit aus. Bereits in der Herstellung punktet PLA durch den geringen Kohlenstoffdioxid Ausstoss mit einer guten CO2-Bilanz. Sobald PLA verbrannt wird, gelangt nur die Menge CO2 in die Atmosphäre, welche die Pflanze beim Wachstum aufgenommen hat.
PLA ist nach DIN EN 13432 kompostierbar. Dies bedeutet, dass PLA sich in einer Industriekompostierungsanlage in 90 Tagen bis zu 90% zersetzt hat. Die Zertifizierung DIN EN 13432 bedeutet nicht, dass sich der Biokunststoff im hauseigenen Kompost oder in der Natur abbaut. Die nachhaltigste Entsorgung ist die Verbrennung, bei der ein Teil der Energie weiter genutzt werden kann.