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Die Frage ist, ob die Transporteure von Daten und Bildern, die Internet-Provider und Kabelfernseh-Anbieter auch die Produktion der Inhalte kontrollieren sollen. Der erste Versuch, aus der Vereinigung von Datentransport und Inhalteproduktion Kapital zu schlagen, ist bei der Fusion von AOL und Time Warner gescheitert. Die Kombination des grössten US Providers mit dem Medienkonzern hat den Aktionären eher Verdruss gebracht und die berühmten Synergien haben sich bisher nicht ergeben.
Nun startet der grösste nordamerikanische Kabelfernseh-Anbieter, Comcast, einen feindlichen Übernahmeversuch gegen Disney. Zum Auftakt der zu erwartenden Bieterschlacht bietet der Konzern einen Aktientausch im Wert von 48,7 Milliarden Dollar. Comcast hat heute 21 Millionen Abonnenten für das Kabelfernseh und 5,3 Millionen Breitband-Internet-Kunden - aber wenig eigene Inhalte. Dies im Gegensatz zu anderen Medienkonzernen, wie etwa Rupert Murdochs News Corporation, die (manchmal zweifelhafte) Inhalte selbst herstellt und über Satelliten weltweit verteilt. Gelänge die feindliche Übernahme, so würde ein Medien/Internet/Kabel-Konzern mit 179'000 Angestellten, einem Umsatz von 45 Milliarden Dollar und einem theoretischen Börsenwert von 125 Milliarden Dollar entstehen.