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Für den Bundesrat sei ein Impf-Obligatorium aber nie ein Thema gewesen. Berset erinnerte am Mittwoch vor den Medien in Bern daran, dass der Aufhänger für das Referendum zum Epidemiengesetz im Jahr 2013 ebenfalls das Impfen gewesen sei. Mit Blick auf die sehr hohe Impfquote in Portugal sagte er, die höhere Bereitschaft in diesem Land habe sich vielleicht aus den Erfahrungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der ehemals weitverbreiteten Kinderlähmung ergeben.
Auf eine weitere Frage, weshalb der Bundesrat von seinem einstigen Ziel abgerückt sei, wonach die Massnahmen aufgehoben würden, sobald alle, die sich impfen lassen wollten, dies gemacht hätten, sagte Berset, im Juni sei die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus noch kein Thema gewesen.
Der damals herrschende wissenschaftliche Konsens hinter den Aufhebungszielen sei dadurch überholt. «Die Situation ist heute eine völlig andere», so der Gesundheitsminister. Deshalb müsse man weiterhin versuchen, möglichst viele Menschen von einer Impfung zu überzeugen.