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Die PIIGS Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) brauchen in den nächsten drei Jahren schätzungsweise die horrende Summe von etwa 2000 Milliarden Euro. Die Bank of America/Merrill Lynch schätzt, dass die Staatsschulden dieser Euroländer mittelfristig in dieser Höhe refinanziert werden müssen.
Auf Italien alleine entfallen mehr als die Hälfte – nämlich 1065 Milliarden Euro. Im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt weist Italien eine höhere Staatsschuld als Griechenland aus. Allerdings liegt die Neuverschuldung mit rund 5 Prozent etwas tiefer.
- Italien 1065 Mrd. Euro
- Spanien 546 Mrd. Euro
- Griechenland 153 Mrd. Euro
- Portugal 88 Mrd. Euro
- Irland 80 Mrd. Euro
Der IMF (International Monetary Fund) hat derzeit eine Kriegskasse für Länder in Zahlungsschwierigkeiten von 248 Mrd. Euro zur Verfügung. Im Worst-Case-Szenario müsste dem Währungsfonds also von den IMF-Mitgliedern weitere 150 Mrd. Euro an Mitteln zufliessen. Auch aus der Staatskasse der Schweiz.
Schweiz
Solange die Sweizerische National Bank bereit war, die Nachfrage nach Franken zu bedienen und die Euros dieser Marktakteure abzukaufen, veränderte sich der Wechselkurs kaum. Am Mittwochmittag dürfte die Nachfrage nach Schweizer Franken allerdings zu gross geworden sein und das Halten der Verteidigungslinie von 1.43 für die SNB zu teuer. Daraufhin stürzte die Euro förmlich ab.
Mit einer Schuldenquote – das ist das Verhältnis von Schulden zum Bruttoinlandsprodukt – von rund 41,4 % lag die Schweiz 2009 im internationalen Vergleich gut. Ihre Nachbarländer Österreich mit 70 %, Deutschland 75 %, Frankreich 78 % und Italien mit 114 % sind weit stärker verschuldet.