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Was wie eine alte Lokomotive oder eine konstruktivistische Maschine klingt, ist in Wirklichkeit das denkmalgeschützte Areal der ehemaligen Druckmaschinenfabrik Rotaprint im «roten» Bezirk Berlin-Wedding. Organisch sind die unterschiedlichen Gebäude aneinandergebaut, wobei die prägnantesten Gebäude des Areals in den fünfziger Jahren durch den Berliner Architekten Klaus Kirsten ausgeführt wurden, der auch im legendären Hansaviertel baute. Das Gelände, das im September 2007 von der Stiftung trias, Hattingen, und der Stiftung Edith Maryon, Basel, erworben wurde, steht zu je einem Drittel für soziale Projekte, Kunst und Kultur sowie lokales Gewerbe zur Verfügung. Nach langen, aber produktiven Auseinandersetzungen in der Berliner Politik konnte sich ExRotaprint durchsetzen, und mit dem Kauf durch die Stiftungen trias und Edith Maryon wurde die Zukunft des Areals gesichert. Die rechtliche Aufteilung zwischen der gemeinnützigen Erbpachtnehmerin ExRotaprint gGmbH und den beiden Stiftungen als Grundbesitzer schliesst einen spekulativen Umgang mit der Liegenschaft für alle Zeiten aus. Zahlreiche Gebäude werden in den nächsten Jahren durch die Betreiber eine Renovation erfahren, um die desolate Bausubstanz, eine Hypothek aus den Verwaltungszeiten durch die Stadt Berlin, zu sanieren. Mit ihrem Engagement haben die Stiftungen und ExRotaprint ein bedeutendes baugeschichtliches Areal erhalten, das eine soziale Vorreiterrolle in einem Bezirk spielt, der unter Kriminalität, Prostitution und Alkoholismus leidet. Hier wird ein Miteinander von zeitgenössischen Lebensformen aufgezeigt.