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Jessica Francis: Thurgauer Zeitung, August 2009
Der Artikel über das Schreiben Jugendlicher in SMS und im Chat berichtet über die Forschungsergebnisse des Projekts «Schreibkompetenz und neue Medien». Christa Dürscheid wird mit der Feststellung zitiert: «Weder das Sprechen, noch das Schreiben der Jugendlichen wird durch den umgangssprachlichen Ton in SMS und Chat beeinflusst». Bei der häufigen Verwendung von Abkürzungen in SMS handle es sich um ein Stilmittel und die SMS-Kommunikation gleiche einem Gespräch.
Mehrere LinguistInnen diskutieren die Frage "Wie geht es der deutschen Sprache eigentlich?" unter den Gesichtspunkten des Sprachwandels und des Einflusses neuer Medien. Zum Vorwurf, "dass neue Kommunikationsformen wie SMS und E-Mail die Sprachfähigkeiten verkümmern lassen", entgegnet Christa Dürscheid, dass es zwar sein könne, dass die Tendenz zu «informellem Schreiben» dadurch zunehme, was in offiziellen Texten zu Schreibfehlern führen könne. "Doch dieser Einfluss ist minimal, wie ich in einem Forschungsprojekt zeigen konnte." Sibylle Reichel von der Universität Bern konstatiert: "SMS und Internet sind das Gegenteil von Sprachverarmung – sondern kreativer Sprachgebrauch".
Christa Dürscheid: Der Tagesspiegel, Juli 2009
Für viele Schweizer ist Mundart die Muttersprache – und Deutsch die erste Fremdsprache.
Bei Begegnungen mit in der Schweiz lebenden Deutschen stellt sich für
MundartsprecherInnen die prinzipilelle Frage: "Soll man mit hiesigen Deutschen
Hochdeutsch reden?". Christa Dürscheid geht dieser Frage aus der Sicht einer in
der Schweiz lebenden Deutschen nach. Sie plädiert dafür, dass die Verwendung von
Mundart durchaus vertretbar ist, da in der Schweiz lebende Deutsche nach einiger
Zeit tatsächlich vieles verstehen - auch wenn sie das zunächst nicht zu hoffen
wagten.
Die Online-Redaktion des Goethe-Instituts befasst sich in der Rubrik "Sprache
im Wandel" mit der Frage, ob die Beliebtheit der SMS-Kommunikation einen
Einfluss auf die Alltagssprache hat. Als Antwort wird angeführt, dass Studien
dies nicht belegen konnten. Zur Frage nach einem möglichen Einfluss von SMS auf
den Schulaufsatz wird Prof. Dr. Christa Dürscheid zitiert: "Einen
Deutsch-Aufsatz schreibt man unter anderen Bedingungen – nicht auf einer
Handy-Tastatur."
In der
Broschüre, die unter Mitarbeit von Prof. Dr. Christa Dürscheid
entstand, wird in Kapitel 5 unter dem Titel "Freizeit: Wie stark bestimmt das
weltweite Netz unseren Alltag?" aufgelistet, wozu die Internetdienste genutzt
werden. Dabei dominieren die Freizeitaktivitäten. Eine Online-Studie von ARD/ZDF
aus dem Jahr 2007 ergab, dass knapp die Hälfte der befragten Jugendlichen
zwischen 14 und 19 Jahren das Internet aus Unterhaltungsmotiven nutzt.
Vivianne Otto: mazblog, 9.1.2009
Mazblog, das Blog der Schweizer Journalistenschule MAZ, hat einen Beitrag über unser Projekt als Leitartikel publiziert. Der Beitrag basiert auf einem Interview von Vivianne Otto mit einem Projektmitglied. Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, ob sich in einigen neuen Kommunikationsformen neue Schreibregeln herausgebildet haben. Da die verwendeten Schreibregeln abhängig sind vom benutzten Medium, resp. von der Kommunikationsform und von der Textsorte, besteht allerdings wenig Gefahr, dass dieser Schreibstil "in die Schulaufsätze überschwappt".
Mirjam Hauck:
Süddeutsche Zeitung, 4.12.2008
Zerstören
SMS-Tipper wie Angela Merkel oder Boris Becker unsere Sprache? Auf diese
provokative Frage folgt die Entwarnung in Form der neusten
Untersuchungsergebnisse des britischen Linguisten David Crystal und der
deutschen Sprachwissenschaftler Jürgen Dittmann, Hedy Siebert und Yvonne
Staiger-Anlauf. Die Ergebnisse belegen, dass Abkürzungen in SMS-Texten wie
z. B. lg (liebe Grüße) zum größten Teil in Grußformeln zu finden
sind. Der übrige Teil der SMS-Texte wird überwiegend normkonform verfasst.
Brigitte Blöchlinger:
unipublic, 21.11.2008
Anlässlich der Tagung
«Web 2.0, Web 3.0 – Wo steht die Schule?» wurde der
Referent der Universität Zürich, Privatdozent Dr. Daniel Süss, zum Einsatz der
neuen Medien in den Schulen interviewt.
Annette Müller: Tagesanzeiger, 15. Oktober 2008
In einem Interview mit Isabel Paar und Christoph Rytz, zwei Mitarbeitern der
Swisscom, die das Nutzerverhalten der Kunden untersuchen, diskutierte Annette
Müller darüber, wie SMS, E-Mail und Social-Networking-Plattformen im Beruf
und privat genutzt werden.
Futura TV, 29. September 2008
"AKLA? CU! Mit solchen Kürzeln unterhalten sich Jugendliche via SMS. Prof. Dr.
Christa Dürscheid hat untersucht, inwiefern SMS und E-Mail die Schreibkompetenz
beeinflussen".
Unter dem Titel "SMS Sprache" sendet Futura TV ein Interview mit Prof. Dr. Christa Dürscheid von Montag 29. September bis Sonntag 5. Oktober 2008 auf TeleZüri, TeleBärn, TeleTop, TeleTell, TeleM1, TeleBasel, TeleOstschweiz und TeleSüdostschweiz
Theo von Däniken: unipublic, 29. September 2008
Unipublic, das Newsportal der Universität Zürich, berichtete unter dem Titel "In die Welt von Morgen flanieren" über die Nacht der Forschung am 26. September 2008 in Zürich. Dem Stand unseres Projekts war mit "Schwebende Sprechblasen" ein eigener Abschnitt gewidmet. Darin wurde über unser Quiz zum Sprachwissen und über die Chat-Performance des Berliner Künstlers Aram Bartholl berichtet.
Roland Portmann :
Radio24, 9. Juli 2008
Zur Frage, ob das SMS-Schreiben einen Einfluss auf unsere Sprache hat, sendete Radio24 einen Beitrag mit Ausschnitten aus Interviews mit Prof. Dr. Christa Dürscheid und Prof. Dr. Peter Schlobinski.
Irena Jurinak:
Aargauer Zeitung, 24. Juli 2008
Unter dem Motto "Kulturpessimisten können aufatmen: Jugendliche unterscheiden beim Schreiben zwischen SMS und Schulaufsatz" veröffentlichte die Aargauer Zeitung einen kurzen Bericht über die ersten Ergebnisse unseres Projekts.
Andreas Weidman: Der Bund, 10. Juli 2008
Der Berner Bund verfasste nach einem Interview mit dem Projektteam einen kurzen Bericht mit folgendem Lead: "Sprachverluderung und geistiger Zerfall waren bisher die Prognose vieler Eltern und Pädagogen zur «Unkultur» von SMS und Chat-Foren. Nun gibt eine Studie zumindest teilweise Entwarnung."
Cyrille Walser: Neue Zuger Zeitung, 8. Mai 2008
Die Zuger Zeitung veröffentlichte einen Bericht über Gastlektionen von Saskia Waibel in zwei Klassen der Kantonsschule Zug. Gegenstand der Lektionen waren die sprachlichen Merkmale von Texten in SMS, E-Mails und Chats sowie Zeitungsberichte zum "Sprachverfall" durch neue Medien.
"In SMS-Texten und Chat-Dialogen von Jugendlichen herrscht die sprachliche
Anarchie". Unter diesem Titel resp. Untertitel findet sich in der Ausgabe 2/08 der Zeitschrift
der Universität Zürich "Unimagazin" ein kurzer Bericht von Roger Nickl
über unser Projekt.
http://www.unicom.uzh.ch/publications/unimagazin/unimagazin-08-2/unimagazin-2008-2.pdf
Die Post bietet auf ihren Webseiten eine Schreibwerkstatt für "Kids und
Jugendliche" an, um diese dabei zu unterstützen, "coole Briefe" und "coole
Flyer" zu verfassen und natürlich darin, diese auszudrucken und zu
verschicken. Das Angebot umfasst neben der individuellen Gestaltung von
Briefpapier und Kuverts auch "Mustertexte für alles, vom Liebesbrief bis zur
Lehrstellenbewerbung".
www.post.ch/schreibfabrik
Niedliche Katzenfotos, absurde Sprüche, möglichst viele Grammatikfehler: Nach diesem Schema hat ein arbeitsloser US-Programmierer binnen eines Jahres eine sehr lukrative Webseite aufgebaut - und die Websprache verändert. Das Katzen-Kauderwelsch dominiert US-Blogs.http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,529455,00.html
Inzwischen verfügen rund 90 Prozent der Jugendlichen über ein Handy. Als
Kommunikations- und Medienzentrale strukturiert es den mobilen Alltag und
dient als Werkzeug zur Gestaltung und Organisation der Peergroup.
Gleichzeitig trägt es durch individualisierte Nutzung zur Identitätsfindung
bei. In mediensprache.net ist zu diesem Thema der folgende Beitrag
zu lesen:
http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/tully_zehrle_handys/tully_zerle_handys.pdf
Autoren: Tully, Claus J. / Zerle, Claudia.
Titel: Handys und jugendliche Alltagswelt.
Quelle: merz. medien + erziehung. 49. Jahrgang, Heft 3/05. München 2005. S. 11-16.
Verlag: kopaed verlagsgmbh
Die tagesthemen sendeten am 27.10. einen Beitrag über die
Entwicklung des Wortschatzes der deutschen Sprache mit dem Fazit, dass sich
der Wortschatz im Vergleich zu früher stark erweitert hat. Als Beispiel wird
der Fachwortschatz angeführt, der Eingang in den Alltag gefunden hat und
täglich genutzt wird. Ein kurzes Statement von Prof. Peter Eisenberg ergänzt
den Beitrag.
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video225712.html
Am 19. September 1982 hat Scott Fahlman einen Doppelpunkt, ein Minus und eine geschlossene Klammer als Markierung für ironische Postings vorgeschlagen - das elektronische Smiley war geboren. http://futurezone.orf.at/it/stories/222622/
Alles zu seiner Echtzeit: Mobiles Telefonieren, dazu Chatten, Instant
Messaging und permanenter Informationsfluss - der Computer wird zur
Ablenkungs- und Zerstreuungsmaschine.
Ein kritischer Blick auf das Motto "allzeit bereit" und die Vorgabe "immer alles sofort gleichzeitig".
Süddeutsche online 10. August 2007
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/749/127545/
Alexandra Siegrist-Tsakanakis
Neben dem schulischen Wissen sollen Mittelschülerinnen und Mittelschüler im
Hinblick auf ein Studium und den Berufseinstieg auch sogenannte über-
fachliche Kompetenzen entwickeln. Was sind das für Kompetenzen, und wie
werden sie auch ausserhalb des konventionellen Unterrichts vermittelt?
In dem Bericht wird zur Förderung der Kompetenzen der Einsatz von neuen Medien im Unterricht thematisiert.
NZZ online 23. April 2007
http://www.nzz.ch/2007/04/23/se/articleF3BPJ.html
Nicola Holzapfel
"Uv got 2 b joking!"
Schüler in Neuseeland dürfen lieb gewonnene SMS-Abkürzungen jetzt auch in Schularbeiten benutzen, ohne dafür einen Fehler angekreidet zu bekommen. Kürzer formuliert: "NZQA sez OK 2 SMS-txting in xms" - eine Entscheidung, die für Sprachalarm im Parlament sorgte.
SPIEGEL ONLINE - 11. November 2006, 10:56
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,447458,00.html
Frank Patalong