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Das Beobachten von wiederkehrenden Naturphänomenen ist das früheste Mittel für den Menschen, sich einen Begriff von Zeit anzueignen. Ein einfaches Instrument ist ihm dabei behilflich: die Sonnenuhr. Mit der Klepsydra, die in Ägypten ab dem 16. Jahrhundert v. Chr. belegt ist, kann eine präzise Dauer gemessen werden. Nach dem gleichen Prinzip, dem Auslaufen von Teilchen von einem Behälter in den nächsten, funktioniert die ab dem Mittelaltalter auftretende Sanduhr.
Die Erfindung der Uhrmacherei ist von grosser Bedeutung für die Geschichte der Zeitmessung. Innerhalb des Uhrmacherhandwerks, das seinen Ursprung in den europäischen Städten des 13. Jahrhunderts hat, nimmt der Schwingbalken als zentrale Komponente des ersten Hemmungs-Systems, eine wichtige Stellung ein. Seine Schwingungsweite kann durch das Verschieben von Richtgewichten entlang der Achse verändert werden, wodurch der Gang der Uhr reguliert wird. Stille Revolution: Zum ersten Mal wird mit dem Schwingbalken Zeit mittels einer Pendelbewegung ermessen. Dank der Antriebsfeder werden Uhren zu Beginn des 15. Jahrhunderts kleiner und schliesslich portabel.
Im 18. Jahrhundert wird die Suche nach Präzision zur geostrategischen Herausforderung für die Seemächte. Die stete Verbesserung der Präzision von Uhren führt zur Festlegung der durchschnittlichen Tagesdauer von 24 Stunden, die ab dem Ende des 18. Jahrhunderts von den meisten Ländern übernommen wird. Zugunsten der Entwicklung von Eisenbahn und Telegraphie wird ein Jahrhundert später weltweit ein einheitliches Zeitsystem eingeführt, beruhend auf dem Prinzip der Zeitzonen. Im Oktober 1884 bestimmt die Internationale Meridian-Konferenz eine universelle Zeit von 24 Stunden, die um Mitternacht in Greenwich beginnt.
In Anbetracht der Mittel, die der Mensch für die Zeitmessung entwickelt hat, erscheint die mechanische Uhrmacherei als moderne Technik. Seit ihrer Erfindung beherrscht sie die Geschichte der Zeitmessung und dank ihrer Perfektionierung entwickelten sich Wissenschaft, Kommunikation, Handel und Industrie.
Bild: Collection du Musée international de l'horlogerie, La-Chaux-de-Fonds
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