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10.05.16 Schlussbericht zur Evaluation des Englischunterrichts publiziert
Im Frühjahr 2013 wurden im 6. und 8. Schuljahr verschiedene Erhebungen bei Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen durchgeführt (s. PHTG Forschungsbericht Nr. 12). Zwei Jahre später wurden bei den Schülerinnen und Schülern der damaligen 6. Klassen sowie bei ihren Lehrpersonen erneut die Leistungen und Einstellungen erhoben.
Im Vergleich zu 2013 erzielten die Schülerinnen und Schüler 2015 in allen Sprachkompetenzbereichen (Hör- und Leseverstehen, Sprechen, Schreiben) bessere Ergebnisse. Durchgehend höher lag vor allem der Anteil an Schülerinnen und Schülern, welche Minimalziele deutlich übertrafen. Bezüglich Einstellungen zum Englischunterricht finden sich zwischen 2013 und 2015 keine Unterschiede. Der frühere Beginn und die längere Dauer des Englischunterrichts zeigten keine negativen Auswirkungen auf Motivation sowie Selbst- und Unterrichtswahrnehmung der Schülerinnen und Schüler.
Die Mehrheit der Lehrpersonen unterstützt den Systemwechsel und das neue Sprachlernparadigma. Umstellungen des Unterrichts hinsichtlich der neuen Ziele und Kriterien sind angelaufen, werden aber, wie jeder Paradigmenwechsel, noch Zeit und Arbeit erfordern. Dieser Prozess sollte über entsprechende Weiterbildungsangebote weiterhin unterstützt werden. Das Lehrmittel «Open World» wird von den Lehrpersonen grundsätzlich positiv bewertet, gilt aber für das Niveau g als deutlich zu schwierig. Der auf der Primarstufe initiierte Paradigmenwechsel im Fach Englisch findet auf der Sekundarstufe I eine erfolgreiche Fortsetzung. Offen bleibt, ob und wie dieser Paradigmenwechsel auch auf Sekundarstufe II erfolgreich weitergeführt werden kann.
Schlussbericht zur Evaluation des Englischunterrichts