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Zum Schutz von Mooren ab 2024 keine torfhaltigen Blumenerden mehr an Hobbygärtner verkauft werden. Damit werden die Produkte nicht mehr in Gartencentern und Supermärkten zu erhalten sein, was bisher gut zwei Drittel der Verkäufe ausmacht. Aber auch für die Gartenbauindustrie soll ein Verbot eingeführt werden.
Torf aus Hochmooren ist häufig ein Bestandteil von Blumenerde, weil er Wasser gut bindet und einen hohen Säuregrad besitzt. Landbesitzer können weiterhin Torf abbauen, da noch kein Datum festgelegt wurde, aber das britische Umweltministerium glaubt, dass das Verbot zu einer deutlich geringeren Nachfrage führen wird.
Nach Angaben des Umweltministeriums sind Moore die größte Kohlenstoffsenke Großbritanniens, aber nur 13 % befinden sich aufgrund von Entwässerung für landwirtschaftliche Zwecke und Überweidung in einem naturnahen Zustand. Durch den Abbau wird der im Moor gespeicherte Kohlenstoff als Kohlendioxid freigesetzt, was zum Klimawandel beiträgt.
Auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, Moorflächen zu verwässern, wo es zu viele Blumenerden gibt, darunter auch Bio-Blumenerden, die Torf aus Hochmooren enthalten. Umweltfreundlicher ist laut Umweltbundesamt (Uba) Blumenerde mit Kompost, Holzfasern, Tonmineralien und Lavagranulat.