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Die Engländer vertrauen nicht nur den Fähigkeiten ihres Trainers Roy Hodgson, um nach 1966 endlich zum zweiten Mal Weltmeister zu werden. Sie baten einen der intelligentesten Männer der Welt um Hilfe – der zudem auch das Penaltyproblem der «Three Lions» lösen soll.
Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Physiker der Welt. Der im Rollstuhl sitzende Forscher ist mittlerweile eine Figur der Populärkultur, die oft in Filmen und Serien zu sehen ist. So ist er beispielsweise regelmässig Thema oder Gast in der Nerd-Serie «The Big Bang Theory».
Auf die grosse Intelligenz des 72-Jährigen darf neuerdings auch die englische Fussballnationalmannschaft zählen. Ein Sponsor beauftragte den Kenner der Schwarzen Löcher im Weltraum, das schwarze Loch in Englands Fussballhistorie seit 1966 zu erforschen.
Also warf der Astrophysiker sein Hirn an, liess es mächtig rotieren und durfte nun die Formel vorstellen, wie England in Brasilien triumphiert. Er habe das Modell der logistischen Regression angewandt, erklärt Hawking seine Methode, mittels derer er die 45 englischen WM-Spiele seit 1966 unter die Lupe nahm.
Die Ergebnisse:
Einige Punkte sprechen in Brasilien dafür, dass England zumindest die Gruppenphase überstehen kann. Seine Spiele sind um 18 Uhr (gegen Italien), 16 Uhr (gegen Uruguay) und 13 Uhr (gegen Costa Rica). Die Stadien in Manaus, Sao Paulo und Belo Horizonte liegen allesamt auf unter 1000 Meter über Meer. Gemässigte Temperaturen herrschen jedoch nicht, besonders nicht im Dschungel von Manaus.
Legendär ist die Angst der Engländer vor Elfmeterschiessen. Kommt es an einem Turnier zu dieser ultimativen Entscheidung, ist eines gewiss: Der Gegner siegt. Hat Stephen Hawking die Lösung für dieses Problem?
Es ist eine Herkules-Aufgabe. «Die würden nicht mal mit einem Banjo den Arsch einer Kuh treffen», wendet der Forscher, der mittels Sprachsteuerung kommuniziert, eine saloppe britische Redewendung an.
Selbstverständlich gibt sich der Physiker dennoch Mühe, Wayne Rooney und seinen Kumpanen zu helfen. «Ein harter Schuss ist der Schlüssel zum Erfolg», analysiert Hawking. «Aber er muss gleichzeitig platziert sein, sonst bringt es nichts.» Traurig erinnert er sich an die WM 1990, als Chris Waddle den Ball im Halbfinal gegen Deutschland über die Latte drosch. «Hätte ich meine Theorie nur in Waddles Ohr flüstern können, bevor er den Ball in den Orbit schickte», bedauert der Astrophysiker.
Weitere Aussagen, die Hawking nach seinen Forschungen feststellt: Den meisten Erfolg verspricht ein Elfmeter, der in eine der beiden oberen Ecken getreten wird. Stürmer treffen eher als Mittelfeldspieler oder Verteidiger. Ob man mit dem linken oder dem rechten Fuss schiesst, spielt keine Rolle.