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Das Damen-Halbfinale zwischen Ashleigh Barty und Amanda Anisimova ist ein Beispiel für einen äusserst turbulenten Spielverlauf und für fast schon unerklärliche Ups and Downs. Nach 1h und 53min steht der Finaleinzug von Barty nach einem 6:7, 6:3 und 6:3 Erfolg über die erst 17-jährige US-Amerikanerin fest. Doch was für ein Spielverlauf...
Nach gerade mal 15 Minuten führt Barty mit 5:0 und 40:15 und hat zwei Satzbälle. Sie besticht durch ihr variables Spiel, Anisimova auf der andern Seite wirkt gehemmt und zögerlich. Nichts erinnert bis zu diesem Zeitpunkt an ihre hervorragende Partie tags zuvor gegen die Vorjahressiegerin Simona Halep, als sie mit purer Entschlossenheit agierte. Irgendwie kann Anisimova die Satzbälle abwehren und das erste Game für sich verbuchen - fortan spielt sie wie ausgewechselt auf, währenddem Barty plötzlich von der Rolle ist. Nach 6 Spielerfolgen in Serie führt der Teenager plötzlich mit 6:5, bevor Barty ausgleichen kann. Im Tie-Break führt Barty zunächst mit 4:2, muss dann aber die nächsten 5 Punkte abgeben. Anisimova reckt die Faust nach dem Gewinn des Startsatzes und nimmt den Schwung gleich mit. In Satz 2 geht sie mit 3:0 in Führung, der Finaleinzug rückt näher und näher. Insgesamt gewinnt Anisimova 16! Punkte in Folge. Doch dann der nächste Umschwung. Barty verbucht nun ihrerseits 6 Games in Serie und dreht Satz 2. Der Entscheidungssatz ist dann weniger turbulent. Barty sichert sich den Einzug ins Finale mit einem 6:3, kann jedoch erst ihren 6. Matchball verwerten.
Nach dem Spiel zeigte sich Barty erfreut und erleichtert zu gleich:
"Es war mental und physisch das härteste Match. Es war brutal da draussen (Anmerkung: die Partie wurde unter ziemlich widrigen, windigen und nasskalten Bedingungen ausgetragen). Ich spielte phasenweise richtig gutes Tennis, phasenweise ziemlich schlechtes Tennis. Ich bin stolz trotz allem weiter gekämpft zu haben und letztlich einen Weg gefunden zu haben, die Partie zu gewinnen, nachdem ich den ersten Satz weggeworfen hatte"