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Beim Low Flight Network (LFN) handelt es sich um ein Schweizer Flugrouten-Netz, das auch bei schlechtem Wetter Rettungs- und Einsatzflüge von Helikoptern ermöglicht. Das LFN entstand ursprünglich auf Initiative der Rega und der Luftwaffe. Das BAZL ist gemeinsam mit den zuständigen Partnern daran, ein solches System auszubauen.
Mitte 2016 erteilte das UVEK dem BAZL den Auftrag, den Schweizer Luftraum, sowie die Aviatikinfrastruktur (Flugsicherungsinfrastruktur und Flugplätze) neu zu gestalten. Dieses Vorhaben wird vom BAZL mittels eines Programms umgesetzt, welches «Luftraum- und Aviatikinfrastruktur-Strategie Schweiz» oder kurz AVISTRAT-CH heisst. Die Strategie wurde im Frühjahr 2022 veröffentlicht. Das Projekt befindet sich aktuell in der Umsetzungsphase.
Das BAZL koordiniert die Bereitstellung einer digitalen Infrastruktur für den sicheren Betrieb von Drohnen im Schweizer Luftraum. Zu diesem Zweck legt das Amt bestimmte Gebiete des Luftraums fest, die als U-space-Lufträume bezeichnet werden. In diesen Gebieten nutzen Pilotinnen und Piloten von Drohnen eine Sammlung von Diensten, die den Betrieb von Drohnen erleichtern, eine sichere Co-Existenz mit der traditionellen Luftfahrt gewährleisten und weitergreifende öffentliche Interessen wie der Schutz der Privatsphäre oder Umwelt berücksichtigen.
Alternative Flugtreibstoffe haben zur Erreichung von Netto-Null bis 2050 das grösste Potenzial, da sie bereits in den aktuellen Flotten mit der bestehenden Flughafeninfrastruktur vertankt werden können. Der Bundesrat hat Mitte September 2022 die Botschaft zum totalrevidierten CO2-Gesetz ab 2025 verabschiedet. Darin enthalten ist für den Luftfahrtsektor eine Beimischpflicht für erneuerbare biogene und synthetische Flugtreibstoffe, so wie sie auf Stufe EU aktuell ebenfalls diskutiert wird. Die Vorlage wird im 2023 im Parlament diskutiert.
Die Initiative zum einheitlichen europäischen Luftraum (Single European Sky; SES) zielt darauf ab, das Flugverkehrsmanagement in Europa zu reformieren, um das anhaltende Wachstum des Flugverkehrs zu bewältigen und den Flugsicherungsbetrieb unter möglichst sicheren, kostenoptimierten sowie umweltfreundlichen Bedingungen durchzuführen. Auf der Grundlage des Luftverkehrsabkommens zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) beteiligt sich Schweiz seit dem 1. Dezember 2006 am SES.
Cybersecurity
Das Thema Cyber Security ist auch in der Luftfahrt kein Neues. Seit 2012 bestehen im nationalen Sicherheitsprogramm Luftfahrt (NASP) erste Informationssicherheitvorgaben. Wo immer möglich, wird das Thema auf bestehende Prozesse, Managementsysteme, internationale Standards und Best Practices aus dem Bereich der Luft- und Informationssicherheit aufgebaut. Eine Herausforderung ist dabei, die vielfältigen bestehenden Vorgaben aufeinander abzustimmen und wo nötig zu erweitern. So soll die Belastung für die Organisationen nicht unnötig erhöht und trotzdem ein effektiver Schutz des Systems Luftfahrt vor Cyberrisiken geschafft werden. Damit diese internationale und nationale Harmonisierung erreicht werden kann, engagiert sich das BAZL in diversen nationalen, europäischen und globalen Gremien.
Finanzierung Flugsicherung Flugplätze Kategorie ll (Umsetzung Motion Würth)
Der Bund subventioniert den Aufwand für Flugsicherungsleistungen auf den Flugplätzen der Kategorie ll derzeit zu mehr als 80%. Die Mittel stammen aus der Spezialfinanzierung Luftverkehr. Bei den Kategorie ll Flugplätzen handelt es sich um die Regionalflugplätze Bern, Lugano, Samedan, St. Gallen-Altenrhein, Sion, Grenchen und La Chaux-de-Fonds sowie den Flugplatz Buochs. Mit Annahme der Motion Würth im 2021 hat das Parlament dem Bundesrat den Auftrag gegeben, die erwähnte finanzielle Unterstützung der Flugsicherung auf diesen Flugplätzen dauerhaft weiterzuführen und damit das Netz der öffentlichen Flugplätze der Schweiz zu stärken. Das BAZL ist aktuell daran die dafür notwendig Anpassung der gesetzlichen Grundlagen vorzubereiten.