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Der Redmonder Software-Gigant Microsoft will künftig verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI) setzen, umd die News für die für die Nachrichtenplattformen Microsoft Network (MSN) und Microsoft News auszuwählen und zu bearbeiten. Dies geht zulasten von zuliefernden Journalisten-Teams, die parallel dazu ausgedünnt werden.
Hintergrund dazu ist, dass Microsoft mit verschiedenen Medien und Portalen zusammenarbeitet und deren Meldungen für MSN und in Nachrichten-Apps verwendet. Die Artikel erscheinen unter anderem auf der Startseite des Browsers Edge. Aufgabe der Journalisten ist es, Texte auszuwählen, passende Überschriften zu verfassen und die Texte mit Bildern zu illustrieren. Wobei es bei der Auswahl darum geht, relevante Geschichten auch in weniger bekannten Medien zu finden, sowie darum, Unglaubwürdiges herauszufiltern. Diese Aufgaben soll in Zukunft eine KI erledigen. Eigene Texte schreiben die Journalisten nicht.
Das Vorhaben kostet rund 80 Journalisten den Job, nach Angaben der US-Tageszeitung "Seattle Times" etwa 50 allein in den USA. Zusätzlich verlieren laut einem Bericht der britischen Tageszeitung "The Guardian" 27 Personen in Grossbritannien ihre Arbeit. Die Betroffenen arbeiteten nicht bei Microsoft selbst. Die britischen Mitarbeiter etwa waren bei der Nachrichtenagentur PA Media angestellt. Microsoft hat ein eigenes Journalismusteam, das nicht von den Entlassungen betroffen sei.
Dass KI im Journalismus eingesetzt wird, ist eigentlich nichts Neues. So werden etwa bereits seit längerem Algorithmen eingesetzt, um Sport- und Finanzberichte zu verfassen.
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