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Von Jachten auf dem Mittelmeer über Berghütten in der Schweiz bis zum Buckingham-Palast - Michael Harwood hat in seiner 20-jährigen Karriere als Koch schon an vielen Orten für die Reichen und Schönen Essen zubereitet. Dabei hat er so allerlei Schauriges erlebt, wie er in der britischen Zeitung «The Telegraph» erzählt.
PÜRIERTES WAGYU-BEEF:
In Monaco kochte Harwood für einen russischen Multimillionär, der nur «Babynahrung» zu sich nahm. «Er sprach nicht mit mir, schaute mich nicht mal an, aber sein persönlicher Übersetzer erklärte mir, dass er nicht gerne kaut», so der Gourmetkoch. Doch irgendein Billig-Frass durfte natürlich nicht auf dem Teller landen. «Er wollte, dass ich das beste Wagyu-Beef kaufe und es püriere.»
KAVIAR UND GSCHWELLTI:
Je teurer das Essen, desto besser schmeckt es, so die Devise vieler wohlhabender Menschen. Eine Zeit lang arbeitete Michael Harwood für ein reiches Ehepaar in St. Moritz. Für die beiden musste er regelmässig Abendessen im Wert von knapp 1500 Schweizer Franken zubereiten. Das Gericht nahmen sie dann jeweils vor dem Fernseher ein. «Ihr liebstes TV-Znacht war Gschwellti mit 200 Gramm Beluga-Kaviar», erzählt er.
GRAPHISCHE DARSTELLUNG:
Einer der Klienten des Kochs konnte seine Arbeitswut nicht einmal während des Essens ablegen. Ein bekannter Innenarchitekt verlangte vor jeder Mahlzeit exakte Pläne davon, wie das Essen auf dem Teller präsentiert wird. Der Millionär nahm den Spruch «Das Auge isst mit» wohl etwas zu wörtlich, denn er habe die Pläne mehrmals neu zeichnen lassen, bevor er mit dem Entwurf zufrieden war.
SPEZIELLES DESSERT:
Weibliche Hollywood-Stars wollen um keinen Preis zunehmen, deshalb haben sie mitunter sehr schräge Essgewohnheiten. Eine Dame, bei der Harwood angestellt war, wollte als Dessert eine einzige Erdbeere. Doch damit nicht genug. Um auf Nummer sicher zu gehen, wollte sie wissen, wie viele Kalorien in einer Erdbeere enthalten sind. «Ich habe die Antwort einfach erfunden. Niemand will, dass du zögerst», so der Küchenchef.
DIE PURE DEKADENZ:
Eine seiner Klientinnen wollte zwar Gewicht verlieren, kleinere Portionen zu servieren, kam für sie aber nicht infrage. So habe sie zu jeder Mahlzeit einen Extra-Teller verlangt, ihre Portionen am Tisch vor den anwesenden Gästen halbiert und die eine Hälfte wieder in die Küche bringen lassen. Was danach mit dem übrig gebliebenen Essen passierte, verrät Harwood der britischen Zeitung nicht.
Nicht nur Michael Harwood weiss über die verrückten Essenswünsche der Superreichen Bescheid, auch Privat-Koch Yuda Galis kennt die Macken der Millionäre sowie Stars und Sternchen. «Einmal kochte ich für eine Frau, die nur grüne Nahrungsmittel zu sich nimmt. Nur die Farbe grün. Ich musste sehr erfinderisch sein», so Galis zu Dailymail.co.uk. Als Privat-Koch muss man rund um die Uhr zur Verfügung stehen und sich dem Rhythmus seiner Klienten anpassen. «Einer hatte ein sehr merkwürdiges Schlafverhalten. Er wachte um Mitternacht auf und verlangte von seinem Küchenchef, dass er mit dem Kochen für den ganzen Tag beginnt.»