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Beschreibung
Der neue Realismus unterscheidet sich sowohl von metaphysischen wie von konstruktivistischen Positionen. Die Metaphysik postuliert, dass die eigentliche Welt eine Welt ohne Zuschauer ist. Der Konstruktivismus behauptet, dass die Welt immer nur eine von Zuschauern ist. Der neue Realismus nimmt ernst, dass es sowohl Tatsachen gibt, Gedanken über Tatsachen und Fantasien.
Zur Welt gehören also beispielsweise Dinge, Staaten, Träume, Tiere, Gefühle und Möglichkeiten. Es gibt auch das, was es nicht gibt. Man muss nur klären, wo. Halluzinationen gibt es im Gehirn von Psychotikern, Elfen im Märchen und Röntgenapparate in Spitälern. „Wohnzimmer sind Gegenstandsbereiche; es ist zu erwarten, dass bestimmte Gegenstände in ihnen vorkommen … Galaxien sind ebenfalls Gegenstandsbereiche; doch in ihnen erwarten wir keine Leselampen oder Kaffeeflecken vorzufinden, sondern Sterne, Planeten, Dunkle Materie, Schwarze Löcher und vieles mehr.“ Markus Gabriel
Referenten
Markus Huber
Markus Huber, Philosoph und Mathematiker. Er unterrichtet die beiden Fächer an einem Zürcher Gymnasium. Im übrigen freie Tätigkeit als Philosoph.
Martin Kunz
Martin Kunz, Philosoph, Psychologe und Musiker. Ehemals psychotherapeutisch tätig, später als Dozent an der PHZH. Auftritte als Musiker, Künstler, Autor