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Als Janiyah Lewis, 6, aus dem US-Bundesstaat Virginia mit ihrer Mutter einen Laden verlässt, sieht sie einen weinenden Mann, der auf dem Boden sitzt. «Hast du den Mann gesehen? Was ist mit ihm los?», fragt sie ihre Mutter. «Ich weiss nicht genau, vielleicht ist er traurig», entgegnet diese.
Doch diese Erklärung reicht Janiyah nicht. Sie geht zu dem Mann hin und sagt: «Hallo Sir, seien Sie glücklich! Es ist ein schöner Tag und es regnet nicht. Ist Ihnen heiss? Wieso gehen sie nicht nach Hause - der Boden ist dreckig.» Der Mann antwortet, er habe kein Zuhause, doch es werde alles OK. Die Kleine schliesst daraus: «Also das heisst, Sie sind obdachlos. Also haben Sie kein Essen, weil Sie keinen Kühlschrank haben.» Sie gibt ihm Geld aus ihrem Täschchen und meint: «Bitte gehen Sie essen. Es würde mich glücklich machen. Ich mag McDonald's - Sie sollten dorthin gehen.»
Die Mutter der Kleinen, Kenyatta Lewis, freut sich über die rücksichtsvolle Art ihrer Tochter und schreibt auf Facebook: «Ich konnte sehen, dass sie seinen Tag besser gemacht hatte.» Sie sprach kurz mit dem Mann und erfuhr, dass sein Wohnwogen niedergebrannt war, und er seine Frau und all seine Habseligkeiten verloren hatte. «Kinder sind unsere Zukunft. Sie sehen keine Hautfarbe, und das ist genau, wie es sein sollte. Das gibt mir etwas mehr Hoffnung für die Welt.»
Kenyatta und Janiyah haben jetzt eine wohltätige Organisation ins Leben gerufen, die «Together we can make a difference» heisst, und die Obdachlosen in ihrer Umgebung unterstützen soll.