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Die Aare als Reiseroute
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Flüsse und Seen waren bis ins 18., oft noch bis ins 19. Jahrhundert die wichtigesten Verkehrswege für den Warentransport. Auf den Flüssen wurden üblicherweise Weidlinge verwendet. Neben dem Frachtgut gab es auf den Schiffen auch Platz für mitreisende Personen. Reine Personentransporte waren die Ausnahme, so etwa im Fall von Glaubensflüchtlingen (Täufer, Hugenotten, Waldenser). Dabei waren die Passagiere in den oft überfüllten Schiffen erheblichen Gefahren ausgesetzt. Schlechter Zustand der Schiffe, Überladung und Trunkenheit der Schiffsleute waren häufige Phänomen.
Bis zur Juragewässerkorrektion (1868–1888) floss die Aare von Aarberg in mehreren Armen bis zur Zihlmündung bei Meienried. Bei Hochwasser trat sie über die Ufer und suchte sich einen neuen Weg durch das abgelagerte Geschiebe. Die ganze Landschaft war geprägt vom ungezähmten Fluss und seinem Schwemmland.
Auf ihren Weg durch die Schweiz nutzten die Flüchtlinge wenn immer möglich den Wasserweg. Doch reichten zur Zeit der grössten Flüchtlingsströme die vorhandenen Schiffe bei weitem nicht aus. Sehr viele mussten den Weg zu Fuss zurücklegen.
Die Aare bei Aarberg vor der Juargewässerkorrektion