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Im Trinkwasser von Wünnewil wurde eine Verschmutzung entdeckt. Die Bevölkerung ist angehalten, das Wasser vor der Verwendung oder dem Konsum abzukochen.
In der Gemeinde Wünnewil-Flamatt ist das Trinkwasser verschmutzt, es muss deshalb vor dem Gebrauch abgekocht werden. Wie auf einem Flugblatt der Wasserversorgungsgenossenschaft steht, das auf der Website der Gemeinde aufgeschaltet ist, wurde die Verschmutzung bereits am Mittwoch festgestellt. Am Freitagabend verordnete das kantonale Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen dann das Abkochen des Trinkwassers. Zudem verfügte es, dass die Verschmutzung mit kontinuierlicher Zugabe von Chlor beseitigt wird.
Auf dem Flugblatt steht, wann das Abkochen des Wassers besonders wichtig ist. Dies ist etwa bei der Zubereitung von Speisen und Getränken oder beim Zähneputzen der Fall, aber auch dann, wenn Geschirr von Hand abgewaschen wird oder wenn Wasser zu medizinischen Zwecken gebraucht wird, also zum Beispiel um eine Wunde zu reinigen. Kein Abkochen ist nötig, wenn beim Geschirrspüler die höchste Temperaturstufe gewählt wird, für die allgemeine Reinigung, die Toilettenspülung, fürs Duschen oder das Wäschewaschen mit Maschine.
Wer bereits verschmutztes Wasser konsumiert hat, sollte wachsam sein: Wenn innerhalb von zwei Tagen hohes Fieber, Durchfall oder Erbrechen auftreten, empfiehlt die Wasserversorgungsgesellschaft, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Die Bevölkerung wird über die weitere Entwicklung laufend informiert.
Kommentare (3)
Das Kantonale Labor des LSVW hat bereits die Trinkwasserproben der Wasserversorgung Wünnewil vom 28.07.2021 beanstandet. Ich habe bei der Gemeinde und beim LSVW den entsprechenden Analyse-Bericht 21-FR-27619 verlangt und hoffe, dass ich ihn auch erhalte! Am 31.07.2021 wurde ich sehr krank (Erbrechen, Herzrasen, Muskel- und Gelenkschmerzen, konnte einige Tage gar nicht mehr verdauen, war extrem schwach und musste mich eine Woche wegen des Magen-Darm-Infekts krank schreiben lassen). Die Bewohner wurden erst am Abend des 13.07.21 per Briefkastenflyer informiert und das nur, weil Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen sind. Hier ging also gewaltig etwas schief! Egal von welcher Stelle sich die Gemeinde beraten lässt und welche Massnahmen sie trifft, sie ist Entscheidungsorgan, ob, wie zu welchem Zeitpunkt die Einwohner informiert werden. Die Gemeinde entzieht sich jedoch jeglicher Verantwortung und informiert, dass sie angemessen gehandelt habe. Das ist grob fahrlässig! Auch wenn eine massive Chlorung des Trinkwassers vorgenommen wird, müssen die Einwohner doch informiert werden. Offenbar stuft die Gemeinde den Konsum von hoch konzentriertem Chlorwasser ebenfalls als unbedenklich für die Bevölkerung ein. An die Redaktion: Sie können mich bei Bedarf gerne kontaktieren.
Informationen kamen zu spät. Wegen des anhaltenden Durchfalls fiel unser Urlaub ins Wasser.
Weiter möchte ich erwähnen, dass wir in den letzten 3 Jahren mehrfach Probleme mit dem Trinkwasser hatten. Ich war längere Zeit in Drittwelt Ländern unterwegs. Da hat der Wasserversorgung sofort reagiert und Trinkwasser in Flaschen zur Verfügung gestellt. Und bei uns schaffen es die Behörden nicht mal rechtzeitig zu informieren.
Auch jetzt ist auf der Gemeinde Webseite nichts zu finden. Ein einfach lausiger Public service.
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