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Indian Shuffle
Zusätzlich zu den drei Grundgangarten, Schritt, Trab und Galopp, findet man beim „ursprünglichen/Original“ Foundation Appaloosa eine weitere Gangart, „Indian Shuffle“ genannt.
Es handelt sich dabei um eine Gangart, die ausserordentlich weich und komfortabel zu sitzen ist, insbesondere auf weiten Strecken.
Der „Indian Shuffle“ kann folgendermassen definiert werden:
Eine unregelmässige Viertakt-Zwischengangart, entweder diagonal (foxtrot), oder lateral (stepping pace, running walk). Es ist dies eine schnelle Gangart, in der für Reiter und Pferd gleichermassen bequem weite Strecken zurückgelegt werden können.
„Indian Shuffler“ ist ein Überbegriff für einen Appaloosa mit Gangeigenschaft, egal welcher oben beschriebener Art.
Der „Indian Shuffle“ ist keine einheitliche Gangart, sondern eher ein Verbund von mehreren verschiedenen Gangarten. Ein Pferd kann eine einzige dieser Gangarten zeigen, oder aber auch mehrere Zwischen-Gangarten ausführen.
Weitaus am Häufigsten kann der „Indian Shuffle“ als eine Viertakt-Gangart, wie der Beinablauf im Schritt, definiert werden, aber in einem sehr viel schnelleren Tempo. Deshalb wird diese Gangart manchmal auch der „running walk“ (rennender Schritt) genannt.
Diese Gangart ist sehr flach, das im Trab typische diagonale, symmetrische Auffussen erfolgt leicht zeitversetzt – also im Viertakt.
Die Bewegung ist rollend aus den Schultern und Hüften heraus und wird vom Pferderücken und seiner Lendenpartie absorbiert, sodass die Gangart gleitend und sehr komfortabel für Pferd und Reiter ist.
Die Mehrheit unserer Foundation Appaloosa, insbesondere unser Zuchthengst Pataha, besitzt den „Indian Shuffle“.
Eine ähnliche, oder beinah gleiche Gangart kann man bei sehr vielen ganz jungen Fohlen aller Rassen beobachten. Diese Fortbewegungsart verliert sich aber in den der Geburt folgenden Wochen. Deshalb ist diese Fortbewegungsart der Fohlen nicht zu verwechseln mit den genetisch bedingten zusätzlichen Gangarten der Gangpferde im Allgemeinen (Rocky Mountain Horse, Paso Fino, Isländer, Tennessee Walker, Paso Peruvian u.A.) und dem altstämmigen Foundation Appaloosa im Speziellen.
Ob die Indianer diese Gangart „nur“ sehr geschätzt hatten, oder ob sie diese gezielt in ihrer Zucht weitervererbt hatten, ist heute nicht bekannt. Tatsache ist, dass viele der Indianer-Appaloosa der Nez Percé diese äusserst komfortable Gangart besassen. Als die Pferde der Nez Percé später die Pferde der „Rancher“ wurden und diese die spezielle Gangart bemerkten, nannten sie sie den „Indian Shuffle“. Man sagte, dass ein Cowboy für ein Pferd mit dem „Shuffle“ damals mindestens 50 Dollar mehr bezahlte, weil ihnen diese viel „Schweiss und Tränen erspart“ hätten…
Bei der Gründung des Appaloosa Horse Club (ApHC USA) durch Claude Thomson und Dr. Francis Haines im Jahre 1938, besassen noch viele der Gründer-Appaloosa/Foundation Appaloosa diese speziell komfortable Gangart wie ihre Ahnen vor ihnen bei den Nez Percé.
Der authentische Foundation Appaloosa ist also signifikant häufig ein Gangpferd und gibt diese Eigenschaft in direktem Erbgang weiter. Der heutiger Stand des genetischen Wissens zeigt auf, dass diese Eigenschaft dominant vererbt wird; das heisst insbesondere, dass bei der Verpaarung zweier Pferde, die den Indian Shuffle nicht haben, können ihre Nachkommen diesen auch nicht vererbt bekommen
→ die Konsequenz daraus ist folglich, dass durch die massiven, im Stutbuch erlaubten Einkreuzungen von Fremdrassen ohne Gangeigenschaft, wie z.B. dem Quarter Horse, diese Gangart, die die Indianer so schätzten, bei den meisten heutigen „modernen“ Appaloosa verloren gegangen ist.
Nur bei den echten, „old lined“ Foundation Appaloosa findet man diese noch vermehrt, sowie auch in neuester Zeit wieder bei den Walkaloosa.