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Roger Federer erreicht in Melbourne ohne Satzverlust die 3. Runde. Im ersten Auftritt in diesem Jahr in der Night-Session besiegt er den Serben Filip Krajinovic in eineinhalb Stunden 6:1, 6:4, 6:1. Es war sein 99. Matchgewinn beim Australian Open.
Wie zum Auftakt gegen Steve Johnson zeigte Federer auch bei seinem ersten Auftritt in der Night-Session in diesem Jahr eine starke Leistung in der ausverkauften Rod Laver Arena, die wiederum geschlossen war. Nach einem über weite Strecken souveränen Auftritt entschied Federer auch das vierte Duell mit der Nummer 41 der Welt ohne Probleme für sich. Nach gut eineinhalb Stunden beendete er mit einem weiteren Winner die einseitige Partie.
Er sei sehr glücklich, dass ihm der Start in die neue Saison so gut geglückt sei, führte Federer im Sieger-Interview aus. «Schön, dass all das harte Training nicht umsonst war. Ich fühle mich sehr gut, bin entspannt.»
Als Vorbereitung auf das Turnier hatte Federer gegen den Serben vergangene Woche im Melbourne Park mehrere Trainingssätze gespielt. Auch das Duell vor 15'000 Zuschauern schien für Federer über weite Strecken eine bessere Übungseinheit zu sein. Zu dominant und souverän trat Federer auf, der dem gut zehn Jahre jüngeren Krajinovic in allen Belangen überlegen war und mit einigen herrlichen Punktgewinnen das Publikum immer wieder verzückte.
Nach einer Viertelstunde lag Federer bereits 5:0 in Front, und auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang dem Schweizer gleich ein Break. Zwei weitere Breakchancen zur 4:1-Führung liess Federer aus, ansonsten wäre das Verdikt wohl noch deutlicher ausgefallen. Krajinovic kehrte dank seinem einzigen Break der Partie, dem ersten gegen Federer an diesem Turnier, in den Satz zurück, doch dem Schweizer gelang postwendend ein neuerlicher Servicedurchbruch.
Federer erreichte damit auch bei seiner 21. Teilnahme am Australian Open zumindest die 3. Runde. Dort trifft er am Freitag auf John Millman (ATP 47), der sich gegen den Polen Hubert Hurkacz in drei Sätzen durchsetzte. «Ein harter Gegner, ich trainiere oft mit ihm und kenne ihn deshalb gut», sagte Federer über den Australier.
An Millman hat Federer schlechte Erinnerungen, am US Open 2018 setzte sich der 30-Jährige aus Brisbane in den Achtelfinals bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit im bisher einzigen Best-of-5-Duell der beiden in vier Sätzen durch. «Ich klappte beinahe zusammen und für ihn war es das normalste auf der Welt. Er ist halt ein Queenslander», sagte Federer mit einem Achselzucken und hatte damit die Lacher der Publikums auf seiner Seite. Millman stammt aus Brisbane im australischen Bundesstaat Queensland. (ram/sda)