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Das Dorf steht auf einem langen und schmalen Nagelfluhkamm zwischen dem
Kaiserstock (1400 m) und
Morgarten
(1245 m). Die Bahnstation liegt 1 km sw. vom Dorf.
Wiesen- und Obstbau, Viehzucht. Holzhandel. Seidenweberei.
Bruch auf Nagelfluh.
Das Gebiet gehörte ursprünglich den Habsburgern und wurde 1269 von Schwyz
angekauft, worauf es das vierte
«Viertel» des alten Landes
Schwyz
ward. Sattel gehörte zuerst zur Pfarrei
Steinen, erhielt 1400 seine erste Kirche und wurde 1598 zur eigenen
Kirchgemeinde erhoben.
«Auf der
Schornen» an der Gemeindegrenze erstellten die
Schwyzer vor 1315 die
Letzi, die dann in der Schlacht am
Morgarten eine
wichtige
Rolle spielte. 1798 wurden die Franzosen von Sattel bis nach
Aegeri zurückgedrängt, und 1799 hatte
das
Dorf unter dem Durchmarsch französischer und österreichischer Truppen stark zu leiden. Der Schulmeister von Sattel,
der den Aufständigen von
Einsiedeln Dienste geleistet, wurde 1764 von den Schwyzern ergriffen und enthauptet. Sattel ist
die Heimat der adeligen Familie von Schorno, deren Angehörige sich vielfach ausgezeichnet
haben. Martin Schorno
wurde von König Rudolf I. nach dem
Sieg auf dem Marchfelde bei Wien seiner Tapferkeit wegen zum Ritter geschlagen und in den
erblichen Adelsstand erhoben. In Schorno und
Ecce Homo stehen je eine zur Pfarrei Sattel gehörende
Kapelle, deren letztere
drei Altäre enthält.
Hier macht man in den nach S., d. h. zur
Sonne exponierten
Felsen gewöhnlich eine Rast, um
dann das schwierige letzte Stück der Besteigung, das je nach den Umständen 1-4 Stunden erfordert, in
Angriff zu nehmen.
Prachtvolle Aussicht, besonders auf den
Lyskamm, der sich hier prachtvoll dem Blick darbietet.
Das Eisthälchen
unter dem Sattel heisst die Satteldohle.