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Maß halten – Leben gestalten
Oder schrecken Sie Verzicht, Entsagung, Selbstbeschränkung, Abstinenz, Askese oder vielleicht gar eine gewisse Opferhaltung eher ab? Denken Sie bei «mäßig» an gemäßigt, angemessen, maßvoll, ausgewogen oder eher an mittelmäßig, durchschnittlich, gewöhnlich oder eventuell gar dürftig, schwach oder ungenügend? Trägt Mäßigkeit wirklich zu Ihrer Gesundheit, Ihrem Glück und Wohlbefinden bei oder ist nicht eher das Gegenteil der Fall? Führt Mäßigkeit nicht zu einer Nivellierung der Höhen und Tiefen des Lebens und steht somit der Lebensfreude, dem Genuss bis aufs Letzte, dem vollen Auskosten des Lebens, im Weg?
Seit der Antike
Mäßigkeit ist tatsächlich ein Begriff mit verschiedenen Bedeutungen. Im Zusammenhang mit den Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Lebensqualität tun wir gut daran, bewusst zu klären, was wir darunter verstehen wollen. Mäßigkeit oder Mäßigung wird seit der Antike zusammen mit Gerechtigkeit, Tapferkeit und Frömmigkeit (später ersetzt durch Weisheit oder Klugheit) zu den vier Kardinaltugenden gerechnet. Die griechischen Philosophen nannten sie Sophrosyne (von sophros, verständig, einsichtig) und verstanden darunter die Tugend der Selbstbeherrschung und weisen Mäßigung. Leider gibt es kein einzelnes deutsches Wort, welches die ganze Bedeutungsvielfalt des griechischen Ausdrucks wiedergibt. Temperantia, die bereits früh verwendete lateinische Übersetzung, welche über das Englische teilweise auch Eingang in die deutsche Sprache (Temperenz) gefunden hat, kommt von temperare, das auch so verstanden werden kann: «aus verschiedenartigen Teilen ein einiges geordnetes Ganzes fügen». Damit wird bereits angedeutet, dass es bei Mäßigkeit auch darum gehen kann, einen Ausgleich von unterschiedlichen Interessen und Motivationen zu schaffen.
Worum geht es?
Als Piktogramm für Mäßigkeit steht eine Waage. Mäßigkeit hat mit einem ausgewogenen Gleichgewicht, mit Maßhalten und damit mit Messen zu tun. Dabei geht es nicht nur um das Halten eines guten Körpergewichts ...
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Dr. med. Ruedi Brodbeck, Alchenflüh, CH, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, Psychosomatische und Psychosoziale Medizin SAPPM, Diplom für Biblische Theologie und Pastoralarbeit
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Bern und Lausanne/Schweiz, 14.10.2016/APD Die Evangelische Volkspartei der Schweiz EVP begrüsst laut einer Medienmitteilung den Entscheid der
Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) vom 13. Oktober ausdrücklich, das Tabakproduktegesetz nicht an den Bundesrat zurückzuweisen. Dieser will darin Tabakwerbung auf Plakaten, in Print- und Onlinemedien sowie im Kino schweizweit verbieten. Die EVP sei überzeugt, dass die Debatte um den Zielkonflikt zwischen unbegrenzter Wirtschafts-freiheit und wirksamem Jugendschutz keinen Aufschub mehr dulde. Die Jugendlichen seien die Hauptzielgruppe der Tabakwerbung, schreibt Sucht
Schweiz in einer Medienmitteilung. Nach einer Studie der Fachstelle Tabak-prävention CIPRET sind Jugendliche an einem Samstag mit Ausgang im Schnitt 68 Werbereizen der Tabakindustrie ausgesetzt.
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Zu der Beziehung zwischen abendlichem Alkholkonsum und Schlafqualität gibt es zahlreiche Untersuchungen. Gut belegt ist, dass Alkohol zwar das Einschlafen verbessern kann, aber den normalen Schlafrhythmus beeinträchtigt. Ein „Schlummertrunk“ führt in der zweiten Nachthälfte zu Unruhe mit flachem Schlaf und vermehrten Weckreaktionen.
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