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Algerien: Eine Woche Haft wegen vier Neuen Testamenten
Er wurde am 7. Dezember freigelassen, nachdem er eine Woche in Haft verbracht hatte. Die Polizei hatte im Auto dieses algerischen Christen vier Neue Testamente gefunden, was zu seiner Festnahme geführt hatte.
Der 40-Jährige wurde am 30. November bei einer Polizeikontrolle in der im Nordosten des Landes gelegenen Hafenstadt Mostaganem verhaftet. Nach einer Woche in Untersuchungshaft und der Einvernahme durch den Staatsanwalt am 7. Dezember wurde er am gleichen Tag entlassen. Alle Anklagepunkte gegen ihn wurden fallen gelassen.
Von offizieller Seite wurde die Verhaftung damit begründet, dass er sich im Besitz eines Messers befand, für das er keine Bewilligung hatte. Tatsächlich stiess die Polizei beim Durchsuchen seines Wagens auf eine kleine Werkzeugkiste, die ein kleines Messer enthielt. Allerdings diente dieser Fund nur als Vorwand.
Nach Einschätzung von Mahmoud Haddad, dem Präsidenten der Protestantischen Kirche Algeriens (EPA), steht diese Verhaftung in direktem Zusammenhang mit einer juristischen Auseinandersetzung zwischen der EPA und den Lokalbehörden, in der es um ein christliches Gebäude in Mostaganem geht.
Diese Festnahme ereignete sich kurze Zeit nachdem Algerien einmal mehr wegen Verletzung der Religionsfreiheit kritisiert wurde. Der amerikanische Staatssekretär hatte Algerien in seinem diesjährigen Bericht zur Religionsfreiheit in der Welt vorgeworfen, «seine administrative Bürokratie dazu zu nutzen, die freie Religionsausübung auf seinem Staatsgebiet einzuschränken.»
Er erwähnt unter anderem den Fall der kabylischen Kirchgemeinde von Akbou, die Schwierigkeiten hat, von den algerischen Behörden eine Baubewilligung für ihre Kirche zu erhalten. Auf dem diesjährigen Weltverfolgungsindex rangiert Algerien auf Platz 34.