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Dutzende Länder haben die USA nach den Worten von Präsident Joe Biden um Hilfe bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gebeten. Etwa «40 Prozent» der Staats- und Regierungschefs riefen deswegen an, sagte Biden am Dienstag in einer Videokonferenz mit Gouverneuren mehrerer US-Bundesstaaten. «Sie fragen: ‹können wir helfen?› und wir werden es versuchen», versprach Biden. Die USA könnten künftig wesentlich mehr Impfstoff produzieren und diesen anderen Ländern zur Verfügung stellen, gab sich Biden zuversichtlich.
Biden betonte, die Regierung habe bereits zugestimmt, rund 60 Millionen Dosen des Impfstoffs Astrazeneca abzugeben, sobald diese die nötige Genehmigung erhalten. Ein Teil der Dosen soll an Indien abgegeben werden. Zudem hat Washington insgesamt bereits rund vier Millionen Dosen an die Nachbarn Mexiko und Kanada abgegeben. Der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca ist in den USA noch nicht zugelassen. Die US-Regierung hat sich aber ausreichend Impfstoff gesichert, um die Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen schon ab dem Sommer komplett versorgen zu können.
In den USA ist neben den Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen je zwei Dosen gespritzt werden, auch der Impfstoff von Johnson & Johnson im Einsatz. Dieser entfaltet bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung. Seit Beginn der Impfkampagne in den USA Mitte Dezember sind bereits mehr als 260 Millionen Spritzen verabreicht worden. Gut 58 Prozent aller Erwachsenen bekamen bislang mindestens eine Impfdosis, 44 Prozent sind vollständig geimpft.
Die Taxi-Konkurrenten Uber und Lyft werden in den USA kostenlose Fahrten zu Corona-Impfterminen anbieten. Das Angebot werde in den kommenden zwei Wochen beginnen und bis 4. Juli gelten, um der Impfkampagne neuen Schwung zu geben, erklärte das Weisse Haus am Dienstag. «Wir müssen es für alle Amerikaner einfacher und bequemer machen, sich impfen zu lassen», sagte Präsident Joe Biden.
Der Fahrdienstvermittlers Uber erklärte: «Impfungen sind unsere beste Hoffnung, um die Pandemie zu besiegen. Bald wird jeder in Amerika in der Lage sein, ein kostenloses Uber zu nehmen, um die Impfung zu bekommen.» Das Unternehmen nannte keine Details zu dem Angebot.
Lyft erklärte, ab 24. Mai würden Kunden für Fahrten zu Impfterminen jeweils 15 US-Dollar (12,30 Euro) gutgeschrieben. «Die Impfung ist der Schlüssel, uns alle wieder in Bewegung zu bringen, und wir sind stolz darauf, unseren Teil zu leisten, unser Land nach vorne zu bringen», erklärte Lyft-Mitgründer und Präsident John Zimmer.
Der niederländische Premier Mark Rutte hat weitere Lockerungen der Corona-Restriktionen in Aussicht gestellt. Voraussetzung sei allerdings, dass die Patientenzahlen in Krankenhäusern weiter deutlich sinken, sagte der Premier am Dienstag in Den Haag. Sollte das der Fall sein, dürfen Gaststätten draussen länger geöffnet sein und Fitnessclubs wieder öffnen. Die Regierung hält auch Sommerurlaub im Ausland für möglich.
In den Niederlanden soll es bald weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen geben. (Bild: Keystone)
Auch Prostituierte dürften dann wieder arbeiten. Die Lockerungen wurden auch für Schwimmbäder, Sporthallen, Freiluft- Kultureinrichtungen, Vergnügungsparks sowie Zoos angekündigt und sollen ab 19. Mai gelten. «Wir wollen so kurz vor dem Ziel nicht noch Fehler machen», sagte Rutte. Eine endgültige Entscheidung werde in der nächsten Woche fallen.
Frankreichs Nationalversammlung hat überraschend gegen die Einführung eines Corona-Gesundheitspasses gestimmt. Am Dienstagabend votierten 108 Abgeordnete gegen den entsprechenden Artikel des Gesetzentwurfs für einen schrittweisen Ausstieg aus dem Gesundheitsnotstand, 103 stimmten dafür. Das Nein ist den Abgeordneten der Fraktionen Mouvement Démocrate (MoDem) zu verdanken, die in der Versammlung eigentlich die Partei von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, La République en Marche (LREM), unterstützt.
«Wir hatten rote Linien vorgegeben», sagte der MoDem-Abgeordnete Philippe Latombe. Es habe aber keinen Dialog und kein Zuhören gegeben. Deshalb habe die Fraktion einstimmig gegen den Artikel gestimmt. In dem ersten Artikel des Gesetzesentwurfs, gegen den nun votiert wurde, waren auch weitere Details zu den Befugnissen des Premiers für nächtliche Ausgangssperren geregelt. Die Regierung kann nun noch eine zweite Beratung beantragen.
Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) will noch im Mai über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren entscheiden. Das teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam auf dpa-Anfrage mit. Das Verfahren könne angesichts von Fortschritten bei der Bewertung beschleunigt werden und Ende des Monats abgeschlossen sein.
EMA-Chefin Emer Cooke hatte im «Handelsblatt» gesagt, dass die Behörde Daten zur Wirkung des Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige erhalte. «Wir haben am 30. April mit der Prüfung begonnen.» Sie nannte Juni als Ziel für die Zulassung. «Wir versuchen, ob wir dies bis Ende Mai beschleunigen können.»
Die Slowakei hat vorläufig den Einsatz von AstraZeneca für Erstimpfungen gegen das Coronavirus gestoppt. Wer aber bereits eine Dosis dieses Impfstoffs erhalten habe, bekomme auch die zweite Dosis, teilte das Gesundheitsministerium in Bratislava am Dienstag mit. «Derzeit prüft das Gesundheitsministerium mehrere Alternativen, wie wir in der Slowakei in diesem Zusammenhang weiter vorgehen werden», hiess es in der Bekanntgabe auf der Ministeriums-Homepage.
Nach einem plötzlichen Todesfall stoppt die Slowakei die Erstimpfungen mit AstraZeneca. (Bild: Keystone)
Am Freitag hatte das Staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle SUKL darüber informiert, dass der plötzliche Tod einer 47 Jahre alten Frau vermutlich mit dem Impfstoff zusammenhing. Die Frau war bereits der dritte bestätigte Todesfall in Zusammenhang mit Astrazeneca in der Slowakei. Nach Angaben von Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky hatte die Frau eine genetisch bedingte Vorerkrankung gehabt, die vor der Impfung nicht bemerkt worden war.
Kurz vor den Pfingstferien soll aus der Sicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz die Alpenrepublik von der deutschen Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen werden. «Was ich hoffe ist, dass die Quarantäne-Regelungen bald aufgehoben werden», sagte Kurz am Dienstag am Rande des Ludwig-Erhard-Gipfels in München der Deutschen Presse-Agentur.
Es sei ja durchaus argumentierbar, so Kurz weiter, dass es Quarantäne-Regeln brauche, wenn auf der einen Seite der Grenze die Ansteckungen zehn oder 20 mal so hoch seien wie auf der anderen Seite. «Aber wenn die Ansteckungszahlen ungefähr gleich sind oder in einem Nachbarland sogar niedriger sind als im eigenen Land, dann ist dies schwer argumentierbar.»
Kurz betonte, er vertraue darauf, dass die Bundesregierung hier «faktenbasiert» entschiede. Die Infektionszahlen in Österreich sind landesweit mit einer Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen) von 95,1 inzwischen deutlich niedriger als in Deutschland (115,4, Stand Dienstag). Österreichs Wirtschaft ist massiv auf Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen. Das Land leidet wegen der Pandemie unter einem deutlichen Wirtschaftseinbruch.
Estland lockert wegen sinkender Corona-Neuinfektionen die geltenden Beschränkungen weiter. Die Regierung in Tallinn beschloss am Dienstag, dass Schulen und Universitäten unter strengen Sicherheitsregeln vom 17. Mai 2021 an wieder zum Präsenzunterricht übergehen dürfen. Für Schüler und Lehrer über 12 Jahre herrscht Maskenpflicht, die Klassenzimmer müssen belüftet werden und der Unterricht wenn möglich auch im Freien abgehalten werden.
Zudem sollen Theater und Kinos nach mehr als zweimonatiger Zwangspause vom 24. Mai an mit halber Auslastung wieder Zuschauer empfangen dürfen. Gleiches gilt für Innenräume von gastronomischen Betrieben, wo bis zu sechs Personen an einem Tisch sitzen dürfen. Sperrstunde ist jeweils ab 22 Uhr. Veranstaltungen in Innenräumen bleiben in dem baltischen EU-Land mit einigen strengen Ausnahmen für Sport jedoch untersagt.
Belgien will im Sommer nach und nach zur Normalität zurückkehren. Dazu stellte Ministerpräsident Alexander De Croo am Dienstag in Brüssel einen «Sommerplan» mit Etappen vor. Zunächst sollen Cafés und Restaurants ihre Gäste vom 9. Juni 2021 an auch in Innenräumen wieder bedienen dürfen.
Zeitgleich dürfen Kinos, Theater, Casinos oder Fitnessstudios wieder öffnen, wie De Croo sagte. Bereits seit Samstag sind nach mehr als sechsmonatiger Zwangspause die Aussenbereiche der Gastronomie wieder offen.
Die Entscheidung vom Dienstag sieht zudem vor, dass sich Belgier vom 9. Juni an wieder mit vier statt zwei Personen privat ohne Abstands- und Maskengebot in Innenräumen treffen dürfen. Veranstaltungen sollen im Freien mit 400, in geschlossenen Räumen mit 200 Menschen erlaubt sein.
Ab Ende Juli sollen im Freien bereits wieder Veranstaltungen mit 5’000 Menschen möglich sein, vom 13. August an sogar noch grössere Ereignisse. Die Besucher müssen dann gegen das Coronavirus geimpft oder negativ getestet sein. Bereits Anfang Juli könnte die Pflicht zum Home Office fallen. Alle Öffnungsschritte sind an die Lage auf den Intensivstationen und den Fortschritt beim Impfen geknüpft.
Die Stiftung der Arena von Verona hat sich durchgesetzt: Sie forderte, die Zahl der Zuschauerinnen zu Zuschauer bei den ab Juni geplanten Freilichtkonzerten von 1’000 auf 6’000 auszudehnen. Die Region Venetien stimmte am Dienstag zu.
Die Arena wird daher 6’000 Personen für eine am 5. Juni 2021 geplante Hommage des Tenor-Trios Il Volo an den im vergangenen Juli verstorbenen Filmmusik-Komponisten Ennio Morricone zulassen.
Das Opernfestival soll dann Star-Dirigent Riccardo Muti am 19. Juni mit Giuseppe Verdis Oper «Aida» eröffnen. Die Uraufführung des berühmten Werkes 1871 in Kairo feiert in diesem Jahr ihren 150. Jahrestag. Der 79-jährige Muti kehrt zudem nach 41 Jahren wieder an die Spielstätte nach Verona zurück.
Die SBB fahren den internationalen Bahnverkehr wieder hoch. (Bild: Keystone)
Die SBB wollen bis Ende Mai den internationalen Bahnverkehr wieder hochfahren. Viele internationale Verbindungen, darunter Nachtzüge, sind in den letzten Monaten wegen der Coronavirus-Pandemie eingestellt worden.
Die SBB bestätigten gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht des «Blick». Die Nachtzüge würden per 24./25. Mai 2021 wieder in Betrieb genommen und das Angebot dem Stand vom Dezember 2020 entsprechen, teilte ein SBB-Sprecher mit. Mehr dazu lesen Sie hier.
Grossbritannien verweigert die Auskunft über die Exporte von Corona-Impfstoff in andere Länder – unter anderem mit Verweis auf kommerzielle Interessen der beteiligten Pharmaunternehmen.
Die britische Regierung verweigert die Auskunft über Impfstoffexporte. (Bild: Keystone)
In einer Antwort der konservativen Regierung von Premierminister Boris Johnson auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur DPA heisst es, die Daten über solche Ausfuhren lägen vor. Aus Rücksicht auf kommerzielle Interessen und Fragen der nationalen Sicherheit könne jedoch keine Auskunft erteilt werden. Weitere Details lesen Sie hier.
Bei der Kulturförderstiftung Pro Helvetia sind im vergangenen Jahr 5’798 Gesuche eingegangen; 38,9 Prozent davon sind bewilligt worden. Das sind weniger Bewilligungen als in den Vorjahren, wie aus dem Geschäftsbericht für 2020 hervorgeht, den Pro Helvetia am Dienstag, 11. Mai, veröffentlicht hat.
Der Anteil bewilligter Gesuche ist demnach im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozentpunkte gesunken, während die Anzahl der Gesuche um etwa 450 gestiegen ist. Gerade der Kultursektor wurde 2020 von der Pandemie besonders hart getroffen.
Deshalb hat Pro Helvetia zusätzliche spartenübergreifende Ausschreibungen lanciert. Jedoch liege bei ausserordentlichen Ausschreibungen die Zusagequote tiefer als bei regulären, heisst es im Geschäftsbericht zur Begründung. Die meisten Gesuche sind in der Sparte Visuelle Künste eingegangen, gefolgt von Musik, Literatur, Tanz & Theater, Innovation & Gesellschaft, Design & Interaktive Medien sowie Interdisziplinäres.
Gemäss der wissenschaftlichen Covid-19-Task Force des Bundes deuten mehrere Zeichen daraufhin, dass die Corona-Epidemie rückläufig ist. Eine genaue Quantifizierung sei momentan wegen des veränderten Testverhaltens und der fortschreitenden Impfungen schwierig, schrieb die Task Force auf Twitter.
Der 7-Tagesschnitt der schweizweiten Reproduktionszahl (R-Wert) liege bei 0,89. Diese Zahl reflektiere das Infektionsgeschehen vom 24. bis 30. April, schrieb die Task Force im Lagebericht vom Dienstag, 11. Mai, weiter. Sie wies darauf hin, dass der R-Wert das Infektionsgeschehen nur verzögert widerspiegle. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Die Schweizer Seilbahnen leiden schwer unter den Folgen der Corona-Pandemie. Betriebseinschränkungen und das Fehlen internationaler Touristen haben das Wintergeschäft, im Vergleich zur «Vor-Corona-Zeit», vermiest.
Die Zahl der Ersteintritte brach in der Wintersaison 2020/21 verglichen mit 2018/19 um einen Fünftel ein, wie der Verband Seilbahnen Schweiz am 11. Mai mitteilte. Der Durchschnitt der letzten fünf Jahre sei um knapp 14 Prozent unterboten worden.
Die Umsätze im Personentransport der Seilbahnen schrumpften den Angaben zufolge gar um 24 Prozent. Im Fünfjahresvergleich betrug der Rückgang hier 17 Prozent.
Im Rechtsstreit um Lieferrückstände beim Corona-Impfstoff von AstraZeneca führt die EU-Kommission nun offiziell ein zweites Gerichtsverfahren gegen den britisch-schwedischen Hersteller. Nach dem bereits laufenden Eilverfahren gehe es in einem Hauptsacheverfahren ab 24. September um die genaue rechtliche Prüfung von Vertragspflichten und möglicher Verstösse, teilte ein Kommissionssprecher am Dienstag mit.
Zweck beider Verfahren sei jedoch derselbe: Die EU wolle bei AstraZeneca die Lieferung der vertraglich zugesagten Impfstoff-Dosen durchsetzen. Konkret gehe es zunächst um 90 Millionen Dosen Corona-Impfstoff: Das Unternehmen habe im ersten Quartal an die EU 30 Millionen Impfdosen geliefert statt der zugesicherten 120 Millionen. Letztlich seien Zwangsgelder denkbar, sagte der Sprecher. Im Eilverfahren will die Kommission aber zunächst eine einstweilige Anordnung erwirken, die ihre vertraglichen Ansprüche festhält. Darüber wird am 26. Mai vor einem Gericht in Brüssel verhandelt.
Weil er seine Ex-Frau angehustet und mit dem Coronavirus angesteckt hat, ist ein Mann in Österreich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht in Linz wertete die absichtliche Ansteckung mit dem Coronavirus als versuchte schwere Körperverletzung, erklärte Gerichtssprecher Walter Eichinger am Dienstag, 11. Mai.
Der 63-Jährige hatte die Frau demnach zudem körperlich attackiert und bekam eine neunmonatige Bewährungsstrafe. Das Urteil, das am Montag erteilt wurde, ist rechtskräftig. Alle Hintergründe lesen Sie hier.
Vom 3. Mai bis 9. Mai sind in der Schweiz 437’796 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte.
Pro Tag wurden damit durchschnittlich 62’542 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 21 Prozent. Insgesamt wurden bis Sonntag, 9. Mai 2021, 3’242’772 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 1’077’581 Personen vollständig geimpft, das heisst 12,5 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten.
Bei 1’087’610 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt. Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 521’353 Impfdosen. Zudem sind noch 72’950 Impfdosen beim Bund gelagert.
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Dienstag, 11. Mai, innerhalb von 24 Stunden 1’375 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG vier neue Todesfälle und 73 Spitaleinweisungen. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Im Rahmen der landesweiten Impfkampagne «Operation Freiheit» will Griechenland Medienberichten zufolge die Inselbewohner bis Ende Juni durchimpfen. Das Angebot gilt für alle Altersgruppen, wie griechische Medien am Dienstag, 11. Mai, berichteten.
Um Touristen willkommen zu heissen, hatte die Regierung bisher bereits den Bewohnern von rund 70 kleineren Eilanden ein Impf-Angebot gemacht. Nun sollen auch die grösseren Inseln folgen. Von den mehreren tausend griechischen Inseln sind rund 200 bewohnt – die grösste ist Kreta mit rund 600’000 Einwohnern.
Die griechische Regierung kämpft schon lange darum, die diesjährige Tourismus-Saison nicht an Corona zu verlieren. So war Premier Kyriakos Mitsotakis europaweit einer der Ersten, die einen einheitlichen EU-Impfpass forderte.
An diesem Samstag, 15. Mai 2021, soll die Saison offiziell starten. Damit die Gäste sorgenfrei reisen können, wurden bereits beliebte Urlaubsinseln, wie Naxos, Samos, Rhodos, Skopelos, Korfu und Kos mit Impfstoff für alle Einwohner versorgt. Viele, wenn auch nicht alle Insulaner nahmen das Angebot an – nicht zuletzt, weil sie vom Tourismus leben.
Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist erneut in eine Klinik gebracht worden. Das bestätigte ein Sprecher seiner Partei Forza Italia am Dienstag. Lesen Sie hier mehr.
Im März 2021 hat der Anteil von Schülerinnen und Schülern an Gymnasien mit schweren depressiven Symptomen 27 Prozent betragen. Schuldruck ist demnach der grösste Belastungsfaktor für die Jugendlichen. Lesen Sie hier mehr.
Dutzende Leichen sind am indischen Fluss Ganges angeschwemmt worden. Bei den meisten der 35 bis 40 Toten handle es sich wohl um Corona-Tote, deren Angehörige zu arm für eine Einäscherung waren und die Leichen deshalb in den Fluss gelegt hätten, sagte ein örtlicher Behördenmitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.
Die Leichen hätten wohl vier bis fünf Tage im Wasser getrieben. Einige wenige Leichen pro Tag durch Wasserbestattungen seien nicht ungewöhnlich, sagte der Behördenmitarbeiter. Im Zuge der zweiten Corona-Welle in Indien sei die Zahl jetzt jedoch so hoch.
Örtliche Medien berichteten, dass lokale Anwohnerinnen und Anwohner in Panik gerieten, sich durch die angespülten Leichen mit dem Coronavirus zu infizieren. «Wir müssen die Toten begraben», sagte etwa ein Dorfbewohner dem Fernsehsender NDTV.
Auch in sozialen Medien machten Bilder der Situation die Runde. Nutzer diskutierten über die steigenden Corona-Todeszahlen auf dem Land, wo mehr als die Hälfte der indischen Bevölkerung lebt. Dort ist es schwieriger, gute medizinische Behandlung und Testmöglichkeiten zu erlangen.
Die Fluggesellschaft Swiss hat die bestehende Umbuchungsfrist erneut verlängert und zwar von bisher Ende Mai auf Ende Juli. Die gebührenfreie Umbuchungsmöglichkeit gilt für alle Tarife, wie die Airline am Dienstag mitteilte.
Sämtliche Tarife der Swiss sind nun bei einer Ticketausstellung bis zum 31. Juli 2021 beliebig oft gebührenfrei umbuchbar, wenn die Umbuchung ebenfalls bis dahin erfolgt, wie es weiter heisst. Danach ist noch eine weitere gebührenfreie Umbuchung möglich.
Die Verlängerung gilt weltweit für alle Neubuchungen sowohl auf Kurz-, Mittel- als auch Langstrecken. Mehrkosten können anfallen, wenn auf ein anderes Datum, Reiseziel oder Buchungsklasse umgebucht wird. Die erweiterte Regelung gilt auch für alle Tickets, die bis Ende August 2020 ausgestellt wurden. Mehr dazu lesen Sie hier.
Die Verkehrskommission des Ständerats (KVF-S) hat am Dienstag zwei Motionen zum öffentlichen Verkehr beschlossen. Der Bundesrat solle die Voraussetzungen für eine zusätzliche Finanzierung schaffen. Die Reserven würden wegen der Corona-Krise knapp.
Die Corona-Pandemie und die Massnahmen zu deren Eindämmung würden den öffentlichen Verkehr auch in diesem Jahr massiv treffen, heisst es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste vom Dienstag.
Die Kommission habe deshalb mit jeweils 11 Stimmen zu 1 Stimme zwei Motionen beschlossen, die vom Bundesrat verlangen, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, um den öffentlichen Verkehr finanziell zu unterstützen. Das Ziel müsse sein, dass der öffentliche Verkehr auch im laufenden Jahr «auf hohem Niveau funktionieren kann».
Zuvor hatte bereits die Verkehrskommission des Nationalrats (KVF-N) den beiden Motionen zugestimmt.
Prekär sei die Lage aber auch im Schienengüterverkehr, heisst es weiter in der Mitteilung vom Dienstag. Die Bedürfnisse der Wirtschaft, der Regionen und der Politik stünden teilweise in einem Spannungsfeld mit der wirtschaftlichen Rentabilität.
Max Havelaar hat im vergangenen Jahr trotz Corona erneut einen Verkaufsrekord mit fair gehandelten Produkten in der Schweiz erzielt. Der Umsatz kletterte um 5,6 Prozent auf 860 Millionen Franken, wie die Stiftung am Dienstag in einem Communiqué bekannt gab.
«Ein solches Wachstum in diesen schwierigen Zeiten ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit», erklärte Renato Isella, Geschäftsleiter der Max Havelaar-Stiftung in der Mitteilung. Die Jahreszahlen von Max Havelaar seien stark geprägt von Corona. So habe die Pandemie das Einkaufsverhalten der Konsumenten verändert. Einerseits erlebten während des Lockdowns nachhaltige Produkte einen Boom. So habe die Nachfrage nach Fairtrade-Produkten insbesondere im Detailhandel sowie in Online-Shops zugenommen.
Andererseits hätten die Blumen- und Pflanzenverkäufe wegen der Schliessung der Blumenläden vor einem Jahr gelitten. Auch in der Gastronomie habe es Einbussen gegeben insbesondere beim Kaffee, Fruchtsaft und bei den Backwaren.
Diesen Rückgang konnte das Plus im Detailhandel jedoch mehr als kompensieren. Besonders gefragt gewesen seien Produkte für Vorräte wie etwa Trockenfrüchte oder Nüsse, aber auch frische Früchte und Genussprodukte wie Biskuits oder Glace, hiess es weiter.
Im Kanton Aargau sind gemäss Behördenangaben bislang 100’000 Personen vollständig gegen das Coronavirus geimpft worden. Damit ist ein Sechstel der impfberechtigten Bevölkerung vollständig geimpft.
Bei den Personen über 70 Jahren sind fast 70 Prozent der Bevölkerung bereits mindestens einmal geimpft worden, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Dienstag mitteilte.
In der vergangenen Woche erhielten im Aargau mehr als 32’000 Personen eine Erst- oder Zweitimpfung. Mehr Impfdosen vorausgesetzt, kann die Zahl der Impfungen auf über 50’000 pro Woche gesteigert werden, wie das DGS festhält.
Rund 700 Helferinnen und Helfer stehen im Einsatz, um das Impfangebot an die Bevölkerung zu gewährleisten. Die neun Impfzentren impfen mittlerweile auch an Wochenenden, an Feiertagen und weit in den Abend hinein.
Die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen haben das Coronajahr 2020 gut überstanden. Rückläufig war die Umverteilung zulasten der berufstätigen Versicherten.
Trotz pandemiebedingter Unsicherheiten präsentiere sich die Deckungssituation der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen per Ende 2020 so gut wie noch nie seit ihrer Gründung im Jahr 2012, schreibt die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) in ihrem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht.
Konkret erhöhte sich der ausgewiesenen Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtungen ohne Staatsgarantie und ohne Vollversicherungslösung per Ende Dezember 2020 im Durchschnitt auf 113,5 Prozent von 111,6 Prozent Ende 2019. Bei den Vorsorgeeinrichtungen mit Staatsgarantie belief sich der Deckungsrad auf neu 85,8 Prozent gegenüber 79,8 Prozent Ende 2019. Der Anteil der Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung reduzierte sich auf 1,0 Prozent von 1,1 Prozent.
Damit hätten sich die nach den grossen Verwerfungen an den Aktienmärkten von Februar und März 2020 die Befürchtungen, wonach bei allen wichtigen Anlagekategorien mit Einbussen gerechnet werden muss, nicht bewahrheitet, so der Bericht.
Die Schweizer Sektion von Amnesty International setzt sich für mehr Solidarität in der Corona-Pandemie ein. In einer Petition fordert sie den Bundesrat auf, sich für einen gerechten Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten einzusetzen.
Das hat Amnesty International Schweiz an ihrer virtuellen Generalversammlung beschlossen, wie die Organisation am Dienstag mitteilte.
Konkret soll der Bundesrat den Patentschutz für Covid-19-Impfstoffe, -Tests und Behandlungen temporär aufheben. Ziel davon ist, die Produktion von Mitteln gegen Covid-19 insbesondere im Globalen Süden zu erleichtern. Zudem sollen die Verträge mit Impfstoffproduzierenden veröffentlicht werden.
Es sei an der Zeit, dass die Schweiz die Gesundheit und die Menschenrechte über den Profit der Pharmakonzerne stelle, so Amnesty. Nachdem die US-Regierung ihre Unterstützung für die Aussetzung des Patentschutzes für Covid-19-Impfstoffe angekündigt habe, sei der Widerstand der Schweiz nicht länger haltbar.
SP-Gesundheitsminister Alain Berset (49) plant für Ende Mai die Öffnung der Innenbereiche der Restaurants. Das berichtet der Blick am Dienstag. Demnach soll Berset dem Gesamtbundesrat am Mittwoch einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Danach sollen noch die Kantone befragt werden.
An welchem Tag genau die Restaurants ihre Innenräume öffnen dürfen, sei noch offen. Eine definitive Entscheidung werde erst am 26. Mai erwartet. Die vollständige Beizenöffnung dürfte laut der Zeitung in den Tagen darauf folgen – am ehesten per 31. Mai.
Die Bundesrätin Karin Keller-Sutter kündigte in der Sendung «TalkTäglich» am Montagabend weitere Öffnungsschritte für den Mittwoch an: «Ich möchte jetzt den Bürgerinnen und Bürgern schon gerne so viele Freiheiten als möglich zurückgeben», so die Justizministerin. Sie zeige sich zuversichtlich und hoffe auch, dass man jetzt einen weiteren Schritt machen könne: «Ich denke, die Leute haben es auch verdient, dass sie wieder die Normalität in ihrem Leben zurückerhalten.»
Weiter sagte sie: «Alle hatten gesagt, diese Öffnungen seien ein Risiko. Dabei waren sie ein kontrolliertes Risiko – und jetzt hat sich vielleicht ein wenig bestätigt, dass alles was Draussen stattfindet, weniger gefährlich ist».
Ein Jahr nach dem Ende der ersten Welle der Corona-Massnahmen bereitet die Krise einem Drittel der Bevölkerung einer Umfrage zufolge weiterhin Sorgen. Lesen Sie hier mehr.
Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet, dass die Coronavirus-Pandemie auch zu mehr Fettleibigkeit unter Kindern führen wird.
Das in Kopenhagen ansässige Regionalbüro geht davon aus, dass die Schliessung von Schulen und Lockdowns negative Folgen für Ernährung und Bewegung von Kindern haben könnten, etwa durch den fehlenden Zugang zu Schulmahlzeiten und mangelnde körperliche Aktivität. Vorbeugemassnahmen müssten deshalb Priorität haben, forderte das Büro.
«Covid-19 könnte unter Umständen einen der am stärksten beunruhigenden Trends in der WHO-Region Europa verstärken – zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern», erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Übergewicht und Fettleibigkeit stünden in direkter Verbindung mit lebensbedrohlichen Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs.
Um den kommenden Generationen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, müssten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Daten basierende Massnahmen ergriffen werden, die eine gesündere Ernährung und körperliche Betätigung förderten und dabei helfen könnten, Fettleibigkeit bei Kindern zu verringern.
Wie aus einem am Dienstag veröffentlichten WHO-Bericht hervorging, lebt in manchen Ländern der Region jedes dritte Kind im Alter von sechs bis neun Jahren mit Übergewicht oder Fettleibigkeit.
Cafés, Bars und Restaurants dürfen in Frankreich ab dem 19. Mai wieder ihren Aussenbetrieb öffnen. Die Gastronomie dürfe auf Terrassen Tische anbieten, an denen bis zu sechs Gäste sitzen können, erklärt die französische Regierung.
«Wir sind endlich dabei, nachhaltig aus der Gesundheitskrise herauszukommen», sagt Premierminister Jean Castex der Tageszeitung «Le Parisien». Am 9. Juni sollen dann auch wieder die Innenräume der Gastronomie geöffnet werden – mit der Hälfte der maximal zulässigen Gäste, so der Regierungschef.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Die bereits bestehende Notfallzulassung zur Verabreichung ab 16 Jahren sei entsprechend angepasst und erweitert worden, teilte die FDA am Montag mit. Anfang April hatten Biontech und Pfizer einen entsprechenden Antrag bei der Behörde eingereicht.
FDA-Chefin Janet Woodcock sprach von einem wichtigen Schritt im Kampf gegen die Pandemie. «Die heutige Aktion ermöglicht es, eine jüngere Bevölkerung vor Covid-19 zu schützen, was uns der Rückkehr zu einem Gefühl der Normalität und der Beendigung der Pandemie näher bringt.» Eltern und Erziehungsberechtigte könnten sicher sein, dass die Behörde alle verfügbaren Daten streng und gründlich geprüft habe.
US-Präsident Joe Biden sprach von «einer vielversprechenden Entwicklung in unserem Kampf gegen das Virus». Eltern, die ihre Kinder schützen wollten, seien diesem Ziel mit der Notfallzulassung des Präparats einen Schritt näher gekommen. Biden fügte mit Blick auf die Fortschritte bei den Impfungen hinzu: «Das Licht am Ende des Tunnels wächst, und heute wurde es ein wenig heller.»
Vor den USA hatten schon Kanada und andere Länder den Impfstoff auch für 12- bis 15-Jährige freigegeben. Bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA liegt ebenfalls ein entsprechendes Gesuch, die Prüfung könnte noch bis Anfang oder Mitte Juni dauern. In der EU darf das Mittel von Biontech/Pfizer bislang nur Menschen ab 16 Jahren gespritzt werden.
Viele Japaner protestieren gegen die Olympischen Sommerspiele in Tokio. (Bild: Keystone)
Fast 60 Prozent der Japaner wollen die Olympischen Sommerspiele absagen. Dies wegen den hohenn Fallzahlen und der schleppenden Impfkampagne im Land, wie «Watson» berichtet.
Rund 5000 Neuansteckungen werden in Japan täglich verzeichnet. Im Vergleich zur Schweiz sind das mit 126 EinwohnerInnen im ostasiatischen Land zwar wenige, für Japan sind das aber Rekordwerte. Zudem steigt die Zahl der Todesfälle seit mehreren Wochen. In Tokio und drei weiteren Regionen des Landes gilt bis Ende Mai der Ausnahmezustand: Dazu zählt die Schliessung von Restaurants und Bars.
An den Olympischen Spielen werden über 11’000 AthletInnen erwartet. In drei Monaten sollen sie in Tokio eintreffen. Viele Japaner halten das für unverantwortlich und haben nun eine Petition gestartet: 315’000 Unterschriften wurden für die Absage der Spiele gesammelt. Alles dazu lesen Sie hier.
In Deutschland wächst die Hoffnung auf eine einkehrende Normalität im Sommer. «Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland», erklärt Star-Virologe Christian Drosten im «heute journal» von ZDF. «Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmals Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind.
Das könnte zu Lockerungen führen: Drosten geht aus, dass vor allem im Aussenbereich vieles wieder zugelassen wird. So könnte bald wieder grilliert werden und Biergärten sowie weitere Restaurant-Terrassen öffnen. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Frankreichs Premier Jean Castex hat die Regeln für die geplanten Corona-Lockerungen Mitte Mai präzisiert. In den Aussenbereichen der Restaurants und Cafés werde es eine Begrenzung auf 50 Prozent der Kapazität geben, kündigte er in einem Interview mit der Zeitung «Le Parisien» an, das Montagabend online veröffentlicht wurde. Es seien maximal sechs Personen pro Tisch erlaubt. Im Kino oder bei einer Live-Veranstaltung dürfe nur jeder dritte Platz besetzt werden, pro Saal gelte eine Obergrenze von 800 Menschen.
«Ich sage es in aller Deutlichkeit: Wir sind endlich dabei, diese Gesundheitskrise dauerhaft zu überwinden», sagte Castex. Die Lockerungen müssten nun schrittweise erfolgen und alle müssten sich weiter an die Spielregeln halten. «Ich möchte klarstellen, dass ich mir diese Regeln nicht aus dem Hut gezogen habe, sie sind das Ergebnis zahlreicher Beratungen und stützen sich auf die Einschätzung des Hohen Rates für Gesundheit», reagierte Castex auf die Frage nach Kritik an den Lockerungen.
In englischen Stadien dürfen bei grösseren Sportveranstaltungen vom 17. Mai an wieder mehrere tausend Zuschauer teilnehmen. Premierminister Boris Johnson bestätigte die geplanten Öffnungsschritte, die neben gelockerten Kontaktbeschränkungen Neustarts in vielen Bereichen umfassen. Die Infektionslage in Grossbritannien hat sich in den vergangenen Monaten deutlich entspannt.
Johnsons Weg aus dem Lockdown sieht für diese Lockerungsphase in den grössten Outdoor-Sportstätten, in denen Abstandhalten möglich ist, bis zu 10’000 Zuschauer vor. Die letzten beiden Spieltage der Premier League können somit nach langer Zeit wieder vor einem grossen Publikum stattfinden.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die in Indien aufgetretene Mutante des Coronavirus als «besorgniserregende Variante» eingestuft. Das gab die leitende WHO-Wissenschaftlerin Maria Van Kerkhove am Montagabend bekannt. Bislang hatte die UN-Behörde in Genf nur die sogenannten britischen, südafrikanischen und brasilianischen Varianten so bezeichnet.
Die WHO stuft die Mutation in Indien als besorgniserregend ein. (Bild: Keystone)
In Indien stecken sich täglich Hunderttausende mit dem Virus an. Seit Beginn der Pandemie sind in dem Land gut 22,6 Millionen Infektionen gezählt worden. «Vorliegende Informationen weisen auf eine erhöhte Übertragbarkeit» der indischen Variante mit der Bezeichnung B.1.617 hin, sagte Van Kerkhove. Nach vorläufigen Studienergebnissen könnte zudem das menschliche Immunsystem weniger stark auf diese Variante reagieren, sagte sie. Weitere Hintergründe gibt es hier.
In England dürfen die Menschen dank einer zunehmend entspannten Corona-Lage ab der kommenden Woche wieder ihren Liebsten wieder näher kommen. Man dürfe dann wieder selbst entscheiden, ob man mit engeren Freunden und Familie auf Abstand bleibe oder nicht, kündigte Premier Boris Johnson am Montag in London an. «Das heisst nicht, dass wir unsere Vorsicht in den Wind schlagen können.» Jeder Einzelne solle bedenken, wie gefährdet die eigenen Angehörigen seien und ob sie bereits gegen das Virus geimpft worden seien.
In Grossbritannien dürfen sich die Menschen bald wieder umarmen. (Bild: Keystone)
Ab dem 17. Mai werden in England die Kontaktbeschränkungen deutlich gelockert: Seit Monaten dürfen sich erstmals Menschen auch wieder drinnen mit bis zu sechs Personen aus zwei Haushalten treffen. Draussen sind sogar Gruppen von bis zu 30 Personen erlaubt. Zudem dürfen Restaurants und Cafés auch in Innenräumen wieder Gäste bewirten, auch Theater, Kinos und Museen öffnen wieder ihre Türen. Alle Hintergründe gibt es hier.
Der Kanton Bern kann das Impftempo weiter erhöhen. In der Bernexpo hat er am Montag sein zehntes und grösstes Impfzentrum offiziell eröffnet. Bis zu 5000 Impfungen können hier täglich verabreicht werden.
(Video: Keystone-SDA)
Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen sollen in der Ostschweiz ab Juni generell wieder zugelassen werden, sofern Schutzkonzepte bestehen. Dass fordern die Kantone St. Gallen, Thurgau und beide Appenzell vom Bund. Auf Pilotversuche wollen sie verzichten.
Mit Schutzkonzepten sollen in der Ostschweiz ab Juni wieder Veranstaltungen mit 300 Personen stattfinden. (Bild: Keystone)
Die vier Kantone unterstützen die Vorschläge des Bundes für die Zulassung von Grossveranstaltungen grundsätzlich, wie sie am Montag mitteilten. Der Plan, ab Juli Veranstaltungen mit bis zu 3000 Personen und ab September solche mit bis zu 10’000 Personen zu ermöglichen, stösst auf Zustimmung. Alles zum Thema gibt es hier.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat seine Landsleute einmal mehr dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen. Ausserdem müsse ausreichend getestet werden, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge am Montag.
«Das sind zwei sehr wichtige Komponenten, um die Pandemie und ihre Folgen zu überwinden.» Vor dem Hintergrund, dass Russland bereits im vergangenen Dezember mit Massenimpfungen begonnen hat, ist die Impfquote im flächenmässig grössten Land der Welt weiter verhältnismässig gering.
Bei einem Spieler von Schalke 04 ist am Montag ein Corona-Schnelltest positiv ausgefallen. Der betroffene und nicht genannte Profi habe sich umgehend in häusliche Isolation begeben, teilte der Revierclub mit. Ob der positive Test Auswirkungen auf das Nachholspiel gegen Hertha Berlin am Mittwoch haben werde, könne der Verein aktuell nicht beantworten, hiess es weiter.
Alle anderen Mitglieder der Mannschaft seien negativ getestet worden. Dennoch sei das Training am Montag vorsichtshalber abgesagt worden. Auch seien PCR-Tests durchgeführt worden, deren Ergebnisse am Dienstag vorliegen sollen. Danach werde entschieden, ob wieder trainiert werden könne.
Der Nationale Kulturdialog zeigt sich zufrieden mit dem Tempo, in dem Gesuche von Kulturschaffenden um Covid-19-Unterstützung behandelt werden.
Über mehr als 60 Prozent all jener Unterstützungsgesuche, die Kulturschaffende seit letzten Herbst eingereicht haben, sei entschieden worden. Das erachtete der Nationale Kulturdialog an seiner Sitzung von Montag als «guten Arbeitsfortschritt», wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) gleichentags mitteilte. Alles zum Thema gibt es hier.
In der pakistanischen Hafenstadt Karachi ist ein riesiges Corona-Impfzentrum eröffnet worden. Es habe die Kapazität, 100’000 Menschen täglich zu impfen, sagte der Informationsminister der Regionalregierung von Sindh am Montag zu Journalisten.
Die Einrichtung im Expo-Zentrum der Stadt soll 24 Stunden geöffnet sein. Mehr als 3000 Gesundheitsmitarbeiter sollen hier in drei Schichten arbeiten.
Bisher war die Impfkampagne in dem südasiatischen Land schleppend verlaufen. Von rund 220 Millionen Einwohnern sind bisher lediglich rund 3,5 Millionen Menschen geimpft worden. Die Impfstoffe kommen vor allem aus China, viele Menschen haben diesen gegenüber Vorbehalte. Zuletzt bekam Islamabad auch 1,2 Millionen Astrazeneca-Impfdosen über das internationale Impfprogramm Covax. Weitere 17 Millionen Impfdosen sollen bis Ende Juni importiert werden.
Im Kanton Tessin können sich seit Montag über 45-Jährige für die Covid-19-Impfung anmelden. Im Unterschied zu anderen Kantonen bleibe der Südkanton bei der Strategie, die Altersgruppen Schritt für Schritt durchzuimpfen, erklärte Gesundheitsdirektor Raffaele De Rosa am Montag vor den Medien.
Ab Juni sollten sich im Tessin alle Personen über 16 Jahre impfen lassen können, erklärte der Vorsteher des Departements für Gesundheit und Soziales weiter.
Der Sozialdienst der Armee hat im vergangenen Jahr 1,18 Millionen Franken an Angehörige der Armee, des Zivilschutzes und des Rotkreuzdienstes sowie an Militärpatientinnen und Militärpatienten und Hinterbliebene ausbezahlt. Dies sind 80’000 Franken mehr als 2019.
Zudem führte der Sozialdienst aufgrund des Coronavirus deutlich mehr Beratungen durch, wie dem Jahresbericht 2020 zu entnehmen ist, der am Montag veröffentlicht wurde. Weitere Details erfahren Sie hier.
Dank weiter fallender Corona-Fallzahlen und der fortgeschrittenen Impfkampagne hat Grossbritannien seine Corona-Alarmstufe herabgestuft.
Auf der fünfstufigen Skala senkte das Land die Gefährdungsstufe von vier auf drei, wie die britische Regierung am Montag mitteilte. Das bedeutet, dass die Epidemie zwar weiterhin im Land zirkuliert, aber nicht mehr exponentiell wächst oder eine Überlastung des Gesundheitssystems droht.
Der Kanton Solothurn baut sein Angebot für Covid-19-Impfungen weiter aus. In Grenchen, Zuchwil und Lostorf gehen ab Anfang Juni Drive-in-Zentren in Betrieb. Ab Ende Mai bieten erste Apotheken Impfungen an.
Impfen in Drive-ins und in Apotheken: Der Kanton Solothurn baut die Angebote für Impfwillige aus (Symbolbild: Keystone)
In den Drive-ins müssten die Impfwilligen das Auto nicht verlassen, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Montag mit. Die Formalitäten und die Befragung sowie die Impfung selbst würden durch das Fahrzeugfenster vorgenommen. Alles zum Thema gibt es hier.
Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech erwartet aktuell einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro mit seinem Covid-19-Impfstoff. Die Umsatzprognose basiere auf den derzeit unterzeichneten Lieferverträgen über rund 1,8 Milliarden Impfdosen für 2021.
Im Zusammenhang mit weiteren Verträgen für Lieferungen im Jahr 2021 würden zusätzliche Umsätze erwartet, teilte Biontech am Montag mit. Zudem seien erste Verträge für 2022 und darüber hinaus geschlossen worden. Insgesamt rechnet Biontech nun bis Ende des Jahres mit einer Produktionskapazität von drei Milliarden Dosen sowie mehr als drei Milliarden Dosen im Jahr 2022. Mehr zum Thema gibt es hier.
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 3’683 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 89 Spitaleinweisungen. Alle Hintergründe gibt es hier.
Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfizierten ist im derzeit besonders von der Pandemie heimgesuchten Indien erstmals seit mehreren Tagen wieder unter die Marke von 400 000 gefallen.
Für Sonntag meldete das Gesundheitsministerium am Montag 366 161 neue Fälle – allerdings wurde nach Angaben von Experten am Wochenende auch weniger getestet. Auch die Zahl der Todesfälle blieb im selben Zeitraum von 24 Stunden mit 3754 unter den mehr als 4000, die an den beiden Vortagen gemeldet worden waren.
Ab heute Montag vergibt der Kanton Luzern Impftermine in den kantonalen Impfzentren an die breite Bevölkerung. Die Terminvergabe erfolgt neu gemäss der Reihenfolge der Anmeldungen und ungeachtet des Alters oder eines besonderen Risikos für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung.
Grundsätzlich hätten alle angemeldeten Personen über 55 Jahre inzwischen einen Impftermin erhalten, informiert die Gesundheitsdirektion via Medienmitteilung.
Ob eine Covid-19-Welle lediglich drei oder gleich 50 Prozent der Bevölkerung erfasst, kann einer neuen Analyse zufolge von kleinen Unterschieden abhängen. Als besonders kritisch identifizierten Forscher in Modellsimulationen die Kapazitäten beim Contact-Tracing und Testen. Werden diese nur knapp überschritten, droht ein «superexponentieller» Infektionsanstieg, der sich kaum einfangen lässt.
Die Erkenntnisse stellte das Team um Björn Hof vom Institute of Science and Technology Austria (IST) im Fachmagazin «Nature Communications» vor.
Demnach zeigte sich, dass das Infektionsgeschehen an einen Umschlagpunkt gelangt, von dem ausgehend die Zahlen rasch fast gegen null gehen. Dies, wenn das Contact-Tracing nicht überlastet wird und Kontaktpersonen von Infizierten ausreichend getestet werden konnten. Unter diesen Annahmen erkrankten immer rund drei Prozent der Bevölkerung in den Simulationen.
Kam das Infektionsgeschehen in den Simulationen aber an einen Punkt, wo die Kontaktnachverfolgung auch nur leicht überfordert war, schnellten die Zahlen hinauf. Zur Überraschung der Forscher taten sie das immer in die Richtung, dass um die 50 Prozent der Menschen infiziert waren.
Während der ersten Corona-Welle ging die Anzahl der behandelten Hirnschlagpatienten im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich sieben Prozent zurück. Lesen Sie hier mehr.
In den USA ist die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter gesunken. Landesweit wurden am Sonntag 21 283 Ansteckungen erfasst, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montagmorgen (MESZ) hervorging.
Vor genau einer Woche zählten die Wissenschaftler 29 367 Neuinfektionen. Gut ein Drittel der Bevölkerung ist nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bisher vollständig geimpft.
Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion sank laut JHU im Wochenvergleich um 85 auf 240. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300 310 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4475 Toten verzeichnet.
Eine breite Allianz von Branchenverbänden setzt sich im Wirtschaftskomitee «Ja zum Covid-19-Gesetz» gemeinsam für eine Annahme der Vorlage am 13. Juni ein. Das Gesetz rette unzählige Unternehmen und Arbeitsplätze.
Das Covid-19-Gesetz ermögliche es dem Staat, KMU und Gewerbe in der «grössten wirtschaftlichen Krise seit fünfzig Jahren» zu helfen, heisst es in einer Mitteilung des Komitees vom Montag.
Ein Expertenausschuss der norwegischen Regierung sowie die führende Gesundheitsbehörde des Landes empfehlen, die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht zu nutzen.
Der Ausschuss kam in einem am Montag vorgelegten Bericht nach näheren Untersuchungen zu dem Schluss, dass die beiden Mittel bei der laufenden Impfkampagne nicht berücksichtigt werden sollten. Er empfahl jedoch, die Impfstoffe ausserhalb der Kampagne zur Verfügung zu stellen. Über die Bedingungen dafür war sich der Ausschuss uneins.
Irland hat nach mehreren Monaten im Lockdown mit weitreichenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen einige Corona-Massnahmen gelockert. Nicht lebensnotwendige Geschäfte dürfen nun Terminkunden empfangen sowie Click & Collect anbieten. Friseure und Schönheitssalons dürfen ebenfalls Kunden mit einer Reservierung empfangen. Auch Museen, Büchereien und andere kulturelle Einrichtungen öffnen wieder.
Die Stadt Baden AG richtet an 23 Künstlerinnen und Künstler ein «Arbeitsstipendium Covid-19» von insgesamt 140’000 Franken aus. Mit dem Geld sollen die Künstler gemäss Stadtrat in der schwierigen Zeit in ihrem Schaffen gefördert werden.
Das Stipendium sei verknüpft mit einem künstlerischen Vorhaben oder einem Vorhaben im Zusammenhang mit der Auslotung von neuen Begegnungsmöglichkeiten mit dem Publikum, teilte die Stadtkanzlei am Montag mit. Pro Monat gebe es einen Betrag von 2000 Franken, und das in einem Zeitraum von mindestens zwei bis höchstens vier Monaten.
Eingereicht wurden 26 Gesuche; davon lehnte die Kulturkommission drei Gesuche ab. Die Kulturförderung und die Kulturkommission zeigen sich in einer Medienmitteilung überzeugt, dass die professionellen Künstlerinnen und Künstler mit dem befristeten Förderinstrument gezielt und wirkungsvoll in ihrer Arbeit unterstützt werden könnten. Für viele Künstler sei die Arbeitssituation wegen der Pandemie belastend und mit grossen Unsicherheiten behaftet.
Der Sportmarkt Schweiz hat 2020 der Corona-Pandemie getrotzt und einen Umsatz auf Vorjahresniveau erzielt. Wegen des neuerlichen Lockdowns ist er zwar schwach ins 2021 gestartet. Dank der guten Verkäufe im März hat er sich aber wieder «gut erholt», wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Montag mitteilte.
Der Sportmarkt Schweiz (ohne Velos) habe sich 2020 «eindrücklich» entwickelt, heisst es in der Meldung weiter. Ende April sei er umsatzmässig zwar noch rund 30 Prozent unter dem Vorjahr gelegen. Dank einem eindrücklichen Rally mit fast monatlich zweistelligen Zuwachsraten wurde gegen Ende des Jahres 2020 trotzdem eine schwarze Null erreicht.
Dabei lief es jedoch nicht in allen Geschäften gut. Selten sei die Schere zwischen den einzelnen Bereichen grösser als im Jahr 2020 gewesen, so das GfK weiter.
Biontech expandiert in Asien: Das Mainzer Biotechunternehmen will in Singapur den Hauptsitz für das Geschäft in Südostasien bauen und dort zudem eine mRNA-Produktionsstätte errichten, wie der Covid-19-Impfstoffhersteller am Montag mitteilte.
Dadurch würden neue Herstellungskapazitäten für die wachsende Pipeline an mRNA-basierten Impfstoffkandidaten gegen Infektionskrankheiten und Krebs geschaffen. Das Werk soll mehrere hundert Millionen Dosen im Jahr produzieren können. Der Betrieb soll 2023 starten.
Für Biontech ist es der nächste bedeutende Schritt bei der Expansion im Ausland nach der Eröffnung eines US-Hauptsitzes in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts im vergangenen Jahr. In Asien arbeiten die Mainzer bereits seit mehr als einem Jahr mit der chinesischen Fosun Pharma bei der Entwicklung ihres Covid-19-Impfstoffs in China zusammen. Fosun hatte am Wochenende angekündigt, eine Anlage bereitstellen zu wollen, in der jährlich bis zu eine Milliarde Impfdosen hergestellt werden könnten. Die Zulassung des Vakzins in China erwarten die beiden Partner bis spätestens Juli.
Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden.
Die Priorisierung für diesen Impfstoff wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten zugleich aufgehoben. So verfahren wird bereits ab diesem Montag. Wie es in dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz heisst, nehmen die Ministerinnen und Minister «die berichteten Fälle von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson» ernst. Ähnlich wie bei dem Impfstoff von Astrazeneca war es sehr selten zu solchen schweren Nebenwirkungen gekommen.
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6’922 Corona-Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 9’160 Neuansteckungen.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner lag laut RKI am Montag bundesweit bei 119,1 (Vortag: 118,6; Vorwoche: 146,9). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 54 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 84 Tote gewesen.
Der Mainzer Corona-Impfstoffhersteller BioNTech legt am 10. Mai 2021 seine Zahlen für das erste Quartal vor. Die weltweit grosse Nachfrage nach dem von BioNTech und seinem US-Partner Pfizer produzierten Vakzin hatte in den vergangenen Monaten angefangen, sich positiv auf die Geschäftszahlen des Mainzer Unternehmens auszuwirken. So lag im vierten Quartal der Nettogewinn bei 366,9 Millionen Euro, verglichen mit einem Nettoverlust von 58,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Die Engländer dürfen nach Monaten der Corona-Kontaktbeschränkungen wieder auf Tuchfühlung gehen. Die Regierung will «vertraute Kontakte» wie Umarmungen und Küssen bei Begrüssungen und Abschieden wieder erlauben, wie Staatsminister Michael Gove am Sonntag, 9. Mai, ankündigte.
Die Lockerung soll am 17. Mai in Kraft treten, wenn auch weitere Corona-Restriktionen aufgehoben werden. Johnson werde den Schritt an diesem Montag bestätigen. Die Regierung wolle «freundschaftliche, vertraute Kontakte zwischen Freunden und Familie (…) wiederherstellen», sagte Gove der BBC.
Vom 17. Mai an sollen die meisten Kontaktbeschränkungen im Freien beendet werden. Dann sind Treffen mit bis zu 30 Menschen erlaubt. In geschlossenen Räumen dürfen sich bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalte treffen – das gilt auch für Restaurants und Pubs, die ihre Innenräume wieder öffnen können. Auch Kinos, Hotels und Hallensport können dann aufmachen. Auslandsreisen ohne Quarantänepflicht sind ebenfalls wieder gestattet, wenn auch vorerst nur in wenige Länder, darunter Israel und Portugal.
Im Kampf gegen das Coronavirus hat Grossbritannien einen symbolischen Meilenstein erreicht. Ein Drittel der Erwachsenen sei nun vollständig geimpft, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag, 9. Mai, mit.
Etwa 17,7 Millionen Menschen erhielten die für den vollen Schutz als notwendig erachteten zwei Spritzen. Die vier Landesteile England, Schottland, Wales und Nordirland liegen dabei etwa gleichauf. Eine erste Impfung bekamen bisher 35,4 Millionen.
Der brasilianische Bundesstaat São Paulo hat die Marke von 100’000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben dort 100’649 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, wie am 9. Mai aus Behördendaten hervorging.
Damit zählt der reichste Bundesstaat Brasiliens rund ein Viertel aller Toten im Zusammenhang mit Covid-19 in dem von der Pandemie schwer getroffenen Land. Wäre er ein Land, würde der Bundesstaat mit mehr als 40 Millionen Einwohnern weltweit den neunten Rang hinter Frankreich und vor Deutschland unter den Ländern mit den meisten Corona-Toten einnehmen.
Erstmals seit März 2020 gibt es in Israel nach Angaben des Gesundheitsministers weniger als 1’000 aktive Corona-Fälle. Auf dem Höhepunkt der Pandemie seien es noch mehr als 70’000 gewesen, teilte Minister Juli Edelstein am 9. Mai via Twitter mit. Seit einer Woche betrage die Zahl der Schwerkranken ausserdem weniger als 100. Ende Januar gab es noch rund 1’200 schwerkranke Covid-Patienten in Israel.
Die Corona-Lage in Indien spitzt sich trotz internationaler Hilfe weiter zu. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Neu Delhi mitteilte, wurden zum zweiten Mal hintereinander mehr als 4’000 Tote binnen 24 Stunden gezählt. Zudem gab es wieder mehr als 400’000 Neuinfektionen.
Die Gesamtzahl der Toten nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 stieg auf rund 242’300. Inzwischen haben sich bereits mehr als 22 Millionen Inder mit dem Corona-Virus angesteckt. Vermutet wird, dass die Zahlen noch viel höher liegen.
Tausende junge Leute haben in Brüssel das Ende der nächtlichen Corona-Ausgangssperre gefeiert – bis die Polizei in der Nacht zum Sonntag einschritt und zwei Plätze räumte. Wie belgische Medien berichteten, war in sozialen Netzwerken zu einem Flashmob auf dem beliebten Platz Flagey im Viertel Ixelles aufgerufen worden. Die Menschen kamen am Samstagabend in Massen zum Flagey und dem nahen Platz Sainte-Croix. Sie feierten dicht gedrängt, viele ohne Masken.
Italien will zur Ankurbelung des Tourismus noch im Mai Einreisen ohne die bisherige Kurz-Quarantäne erlauben. Schon ab Mitte Mai sollten Reisende aus Europa, die voll geimpft seien, leichter einreisen können, kündigte Italiens Aussenminister Luigi Di Maio auf Facebook an.
Zusammen mit dem Gesundheitsminister arbeite er ausserdem daran, die «Mini-Quarantäne» für EU-Bürger, Briten und Reisende aus Israel abzuschaffen, die negativ getestet, geimpft oder von Covid-19 genesen seien. Bisher benötigen Besucher aus der EU in der Regel einen negativen Test vor der Reise. Sie müssen zudem im Land fünf Tage in Quarantäne und dann einen zweiten Test machen.
Der zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgerufene Notstand in Spanien ist nach sechseinhalb Monaten zu Ende gegangen. Die meisten der teils sehr strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens liefen im einstigen Infektions-Hotspot der EU am Samstag um Mitternacht aus. Dazu gehörte zum Beispiel die Abriegelung zahlreicher Regionen, in denen bisher Ein- oder Ausreisen ohne triftigen Grund verboten waren. Die Bewohner der Hauptstadt Madrid dürfen zum Beispiel seit Sonntag wieder ans Meer nach Andalusien, Valencia oder Katalonien.
Zigtausende Menschen haben in Spanien die Nacht zum Tag gemacht, um das Ende des Corona-Notstandes nach sechseinhalb Monaten gebührend zu feiern. Mehr zum Thema finden Sie hier.
In der Schweiz wird der Spielraum für Lockerungen der Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus grösser. Das stellt Martin Ackermann, der Chef der wissenschaftlichen Covid-19-Task-Force des Bundes, im Interview mit der «NZZ am Sonntag» fest. Allerdings bestehe das Risiko eines erneuten Anstiegs der Fallzahlen nach wie vor, sagte Ackermann. Werde zu früh zu stark geöffnet, würden Menschen, die sich noch nicht hätten impfen lassen können, unnötig gefährdet. Mehr zum Thema finden Sie hier.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach dem EU-Gipfel klar gegen eine Freigabe von Patenten auf Corona-Impfstoffe ausgesprochen. Das sei nicht die Lösung, um mehr Menschen Impfstoff zur Verfügung zu stellen, sagte die CDU-Politikerin am Samstag. «Ich glaube, dass wir die Kreativität und die Innovationskraft der Unternehmen brauchen.» Dazu gehöre Patentschutz. Damit wandte sie sich gegen einen Vorstoss von US-Präsident Joe Biden.
Die EU insgesamt sieht darin keine «Wunderlösung», wie Ratschef Charles Michel sagte. Wichtig sei, Impfstoff-Exporte zuzulassen. Gemeint sind mit diesem Hinweis auch die USA, die ihren heimischen Impfstoff vorrangig selbst behalten. Biden hatte Ende April bekräftigt, dass zunächst jeder Amerikaner Zugang haben solle.
SP-Co-Präsident Cédric Wermuth hat dem Rahmenabkommen (InstA) Schweiz-EU in der derzeitigen Form eine klare Absage erteilt. Aus Sicht der Sozialdemokraten ist der Lohnschutz in dem Vertragswerk mangelhaft. Europa-freundlich bleibt die SP laut Wermuth aber trotzdem.
Das Rahmenabkommen gebe den Lohnschutz zum Abschluss frei und riskiere die Schwächung des Service public. Und dabei gehe es nicht um «Peanuts», sagte Wermuth.
Der Aargauer Wermuth schoss direkt auf den Bundesrat: «Vielleicht hätte das InstA eine Chance sein können, aber dann haben es die freisinnige Hors-Sol-Diplomatie und ihre Bundesräte richtig verkackt, wie man dort sagt, wo ich herkomme.»
Das Grüne Impfzertifikat zum vereinfachten Reisen in Europa kann nach Erwartung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen pünktlich im Juni starten. Die technischen und rechtlichen Vorbereitungen lägen im Plan, sagte von der Leyen am Samstag nach dem EU-Gipfel in Porto. Geplant sei ein fälschungssicherer Nachweis einer Corona-Impfung, einer überstandenen Covid-Erkrankung oder eines negativen Tests.
Die Kommissionschefin bekräftigte zudem, dass bis Juli genug Impfstoff zur Verfügung stehen werde, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu immunisieren. Bisher hätten fast 160 Millionen Europäer eine erste Impfdosis bekommen, sagte sie. Um im Sommer auch den Tourismus wieder zu ermöglichen, sei die Impfung der Schlüssel.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich optimistisch gezeigt, dass Sommerurlaub in Europa auch für Ungeimpfte möglich sein wird. Wenn man sehe, welch› niedrige Inzidenzen einige europäische Partnerländer wie Portugal jetzt schon hätten, «dann bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir auch insgesamt uns das leisten können, was auch im vergangenen Sommer möglich war», sagte Merkel am Samstag nach dem EU-Gipfel in Porto, zu dem sie sich wegen der Corona-Pandemie von Berlin aus hatte zuschalten lassen. «Von wann an das der Fall ist, das kann ich noch nicht sagen, den Tag benennen.»
Mehr dazu hier.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach dem EU-Gipfel klar gegen eine Aufweichung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe ausgesprochen. «Ich habe hier noch einmal deutlich gemacht, dass ich nicht glaube, dass die Freigabe von Patenten die Lösung ist, um mehr Menschen Impfstoff zur Verfügung zu stellen», sagte sie am Samstag in Berlin. «Ich glaube, dass wir die Kreativität und die Innovationskraft der Unternehmen brauchen.» Dazu gehöre der Patentschutz. «Für mich ist sozusagen die Infragestellung des Patentschutzes hier nicht der Weg, der uns zu mehr Impfstoff und besserem Impfstoff führt.»
Seit Tagen tobt eine politische Debatte um die Lockerung der Rechte am geistigen Eigentum, die ärmere Länder seit langem fordern und die US-Präsident Joe Biden diese Woche überraschend unterstützte. Anders als in vielen Industriestaaten wie den USA oder Deutschland sind dort erst sehr wenige Menschen gegen Covid-19 geimpft. Bei einer Freigabe der Patente könnten auch andere Hersteller ohne Lizenzgebühren produzieren. Dagegen stemmen sich die Pharmafirmen, die die Rechte besitzen.
Hunderte Personen haben am Samstagnachmittag in Aarau an einer unbewilligten Demonstration gegen die Massnahmen der Behörden im Kampf gegen die Corona-Pandemie teilgenommen. Sie marschierten durch die Altstadt und skandierten «Liberté», viele schwenkten Kuhglocken.
Praktisch keiner der Demonstrierenden trug eine Maske, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete. Die Polizei liess sie vorerst gewähren, war aber mit einem Grossaufgebot präsent. Zuvor hatte sie nach eigenen Angaben wichtige Exponenten der Bewegung kontrolliert und weggewiesen.
Mehr zur Demonstration in Aarau hier.
In der Debatte um die Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe hat sich Papst Franziskus für die vorübergehende Aussetzung der Rechte am geistigen Eigentum ausgesprochen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche äusserte sich in einer Videobotschaft, die der Vatikan am Samstag in Rom veröffentlichte. Darin warnt der 84-jährige vor zu viel Nationalismus in der Corona-Krise: «Es ist ein geschlossener Nationalismus, der zum Beispiel einen Internationalismus der Impfstoffe verhindert.»
Franziskus äusserte sich in dem aufzeichneten Video für ein Benefizkonzert «Vax Live» bei Los Angeles, das bereits vor einigen Tagen stattfand. Mit seinem Appell unterstützte er die Position von US-Präsident Joe Biden. Die Bundesregierung sieht eine Freigabe von Impfstoffpatenten hingegen skeptisch.
Der Impfstoffhersteller Biontech hält eine Patentfreigabe für nicht zielführend, will armen Ländern aber beim Preis entgegenkommen. Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen», teilte das Unternehmen am Samstag in Mainz mit.
Man sei überzeugt, dass der kontinuierliche Ausbau der Produktionskapazitäten dazu beitragen werde, diese Pandemie zu beenden. «Um dies zu erreichen, müssen Regierungen, Hersteller sowie internationale und nationale Organisationen gemeinsam die Versorgung von Ländern mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen aus den bereits bestehenden Produktionsstätten unterstützen und helfen, neue zertifizierte Standorte zu identifizieren.»
Die Polizei hat mit einem Grossaufgebot eine Demonstration gegen die Corona-Massnahmen der Behörden in Aarau verhindern wollen. Demonstrationen in Aarau und Wettingen AG waren zuvor von den Behörden verboten worden.
In Wettingen konnte ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA keine Demonstrierenden beobachten. In Aarau wies die Polizei Demonstrationswillige weg. Die Kantonspolizei Aargau war, unterstützt durch Mitarbeitende des Polizeikonkordats Nordwestschweiz, mit einem grossen Aufgebot im Einsatz. Wichtige Exponenten der Bewegung seien kontrolliert und weggewiesen worden, teilte die Kantonspolizei mit.
Mehr dazu hier.
Im Kanton Aargau rüstet sich die Polizei gegen illegale Demonstrationen von Gegnern der Corona-Massnahmen. Erste Personen seien am Vormittag in Aarau weggewiesen worden, berichtet «20 Minuten».
Rund um Aarau staue sich zudem auf mehreren Zufahrtsstrassen der Verkehr, heisst es weiter.
Der EU-Vertrag zum Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist unter Dach und Fach. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Samstag auf Twitter mit. Die Menge soll bis 2023 geliefert werden. 900 Millionen Dosen sollen fest bestellt werden, weitere 900 Millionen Dosen sind eine Option.
Damit sollen Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt und die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen das Coronavirus immunisiert werden. Der Vertrag hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Volumen von bis zu 35 Milliarden Euro und bedeutet weitere Investitionen in Deutschland und Belgien.
Mehr zu Brüssels Grossbestellung bei Biontech/Pfizer hier.
Die EU sieht in dem US-Vorschlag zur Freigabe von Patenten keine schnelle Lösung für den weltweiten Mangel an Corona-Impfstoffen, will sich einer Diskussion darüber aber nicht verschliessen. «Wir denken nicht, dass das kurzfristig eine Wunderlösung ist», sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Samstag nach Beratungen der Staats- und Regierungschefs in der portugiesischen Küstenstadt Porto. Man sei aber bereit, über das Thema zu diskutieren, sobald ein konkreter Vorschlag auf dem Tisch liege. Gleichzeitig sollte man die internationalen Partner dazu ermuntern, den Export von Corona-Impfstoffen zu erleichtern.
US-Präsident Joe Biden hatte sich zuvor überraschend hinter Forderungen ärmerer Länder zur Aussetzung des Patentschutzes für Covid-19-Impfstoffe gestellt. Dann könnten Hersteller in aller Welt die Impfstoffe ohne Lizenzgebühren produzieren. Kritiker wenden ein, nicht die Patente seien das Hindernis, sondern Produktionskapazitäten, Kenntnisse und Rohstoffnachschub.
In Indien sind erstmals mehr als 4’000 Corona-Tote binnen 24 Stunden gezählt worden. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Neu Delhi mitteilte, wurden 4187 Todesopfer im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet, so viele wie noch nie an einem einzigen Tag. Zudem wurden bereits zum vierten Mal in einer Woche mehr als 400’000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert.
Die Gesamtzahl der Toten nach einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 stieg auf fast 238’300. Die Gesamtzahl der Infektionen nähert sich nun der 22-Millionen-Grenze. In absoluten Zahlen ist Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen. Die Dunkelziffer in Indien dürfte allerdings deutlich höher liegen: In Teilen des riesigen Landes ist es schwer, getestet zu werden, und besonders in ländlichen Regionen sterben viele Opfer zu Hause und tauchen nicht immer in der Statistik auf.
Nach Angaben örtlicher Behörden haben inzwischen mehr als 40 Länder Hilfslieferungen nach Indien gebracht. Deutschland schickte eine grosse Sauerstoffgewinnungsanlage sowie 120 Beatmungsgeräte. Das Thema dürfte am Samstag auch bei einem Gipfel von EU und Indien eine Rolle spielen.
Eigentlich ist es aufgrund von Corona nicht die Zeit zu feiern. Die Zuger Fans kommen dennoch in Scharen und lassen ihre Helden hochleben.
Ganze 23 Jahre musste der EVZ auf den zweiten Meistertitel warten. Von daher ist es nichts als logisch, dass die Euphorie nach dem Triumph gross und der Platz vor der Arena trotz der Corona-Restriktionen sehr gut besetzt war – die Polizei liess die Leute gewähren. Es wurden Feuerwerkskörper gezündet, und die Spieler liessen es sich nicht nehmen, den Meisterpokal vom Balkon aus zu präsentieren und sich feiern zu lassen. Danach ging es zurück in die Garderobe.
Mehr zur Zuger Meisterfeier in Corona-Zeiten lesen Sie hier.
Der US-Vorschlag zur Freigabe von Patenten ist aus EU-Sicht keine rasche Lösung für den weltweiten Mangel an Corona-Impfstoffen. Dies hätten viele Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen in Porto deutlich gemacht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am späten Freitagabend aus EU-Kreisen. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich klar gegen die Patentfreigabe gewandt.
Dabei habe die CDU-Politikerin auch das Argument angeführt, dass Fachwissen über die neuartigen mRNA-Impfstoffe an China abfliessen könnte, hiess es. Die Volksrepublik könne dieses Knowhow leichter nutzen als Entwicklungsländer. Mehr dazu hier.
Fast drei von vier Menschen in der Schweiz, nämlich 73 Prozent, wollen sich gegen Covid-19 impfen lassen. Das zeigt eine am Samstag in der Zeitung «Schweiz am Wochenende» veröffentlichte Umfrage.
«Die Impfbereitschaft wächst rasant», liess sich Co-Projektleiter Marcel Zbinden von der Hochschule Luzern von der Zeitung zitieren. Die Quote der 73 Prozent Impfwilligen liege über den ursprünglich anvisierten 60 Prozent. Mehr dazu hier.
Mexiko-Stadt hebt weitere Corona-Beschränkungen im öffentlichen Leben auf, obwohl nur wenige Bewohner bisher gegen das Virus geimpft sind. Die Stadt – eine der grössten der Welt, mit rund neun Millionen Einwohnern im Kerngebiet und etwa 22 Millionen im Grossraum – geht ab kommender Woche zum ersten Mal in der Pandemie nach dem dort geltenden Ampelsystem von orange auf gelb über, wie Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum am Freitag mitteilte.
Auslastung bis 40 Prozent
Unter anderem dürfen somit ab Montag Geschäfte und Kinos bis zu 40 Prozent ausgelastet werden. Ab der Woche darauf sollen Unterhaltungsveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen in geschlossenen Räumen wieder möglich sein, eine Woche später auch Kinderfeiern mit höchstens 50 Teilnehmern – sofern es für jeden mindestens neun Quadratmeter Platz gibt.
Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.