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In 99 % der untersuchten Mittelwandproben aus dem Jahr 2021 wurden keine Fremdwachse nachgewiesen. Diese Ergebnisse zusammen mit den im folgenden Artikel beschriebenen Rückstandsuntersuchungen zeigen, dass in Schweizer Imkereibetrieben mit einer guten Wachsqualität gearbeitet wird.
Auf dem internationalen Markt wurde in den letzten Jahren teilweise Bienenwachs für die Imkerei angeboten, welches mit Fremdwachsen versetzt war.
Einfluss von Bienenwachsverfälschungen auf Wabenstabilität und Bienenbrut
So sind Wachse aus der Kerzenherstellung, wie Paraffin und Stearin, viel preiswerter als reines Bienenwachs. Es ist deshalb finanziell interessant, wertvolles Bienenwachs mit billigen Ersatzprodukten zu strecken. Fremdwachse in Mittelwänden stellen ein Problem dar. Der Schmelzpunkt der Paraffine ist oft tiefer als der Schmelzpunkt des reinen Bienenwachses. Dies kann dazu führen, dass im Sommer bei heissen Temperaturen die Waben unter dem Gewicht der Bienen und des Honigs in sich zusammenfallen.1 Höhere Stearinkonzentrationen im Bienenwachs können die Brutmortalität erhöhen. Studien haben gezeigt, dass Mittelwände mit einer Zugabe von 7,5 % Stearin oder mehr die Larvensterblichkeit erhöhen und zu einem löchrigen Brutnest führen (Foto unten).2,3
Überprüfung der Schweizer Mittelwandproduktion auf Verfälschungen
Im Rahmen des Schweizer Wachsmonitorings wird der allgemeine Wachskreislauf regelmässig überprüft, in dem die Mittelwandproduktion von verschiedenen Betrieben auf Rückstände aus der Imkerei untersucht wird (siehe nachfolgenden Artikel). Die Verarbeiter (zehn Betriebe) sammelten im Jahr 2021 Muster von jeder Produktionscharge. Diese 280 Mittelwandproben wurden in Zusammenarbeit mit dem Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf (LIB) dann auf Verfälschungen mit Paraffin, Stearin, Talg, Carnauba*- und Candelillawachs* untersucht.
Verfälschungen mit Fremdwachsen sind selten im Schweizer Bienenwachs
Drei der 280 untersuchten Mittelwandproben enthielten geringe und damit unproblematische Zusätze von Paraffin von ca. 2 % bis 4 % (unterhalb des Quantifizierungslimits von 6,8 %) und keine weiteren Fremdwachse. Das bedeutet, dass in 99 % der Wachsproben keine Verfälschungen nachgewiesen werden konnten. Diese Ergebnisse attestieren eine sehr gute Qualität des Schweizer Bienenwachses