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Auch RHEL, OpenShift und Ansible retten Big Blue (noch) nicht.
IBM hat die Ergebnisse für das dritte Quartal 2019 bekannt gegeben und die Erwartungen von Wall Street verfehlt. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um vier Prozent auf 18,0 Milliarden Dollar zurück. Der Gewinn brach um 38 Prozent auf noch 1,7 Milliarden Dollar ein, wie IBM mitteilt. Nachbörslich gab die Aktie zeitweise um bis zu sechs Prozent nach.
Erstmals weis IBM die Ergebnisse inklusive des für 34 Milliarden Dollar übernommenen Open-Source-Spezialisten
Red Hat aus. Die Übernahme wurde im Juli 2019 abgeschlossen, geht aus der Mitteilung hervor. Die Red-Hat-Einnahmen fliessen bei IBM in die Sparte "Cloud & Cognitive Software", in der der Umsatz um 6,4 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar stieg.
Zum Jahresvergleich: Red Hat wies für die drei Monate bis Ende August 2018 einen Umsatz von 823 Millionen Dollar aus und für die drei Monate bis Ende November 2018 einen Umsatz von 847 Millionen Dollar.
Wie Big Blue mitteilt, verzeichnete Red Hat im dritten Quartal 2019 ein Umsatzwachstum von 19 Prozent. Angetrieben von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) sei der Infrastrukturbereich zweistellig gewachsen und auch bei OpenShift und Ansible habe es "starkes Wachstum" gegeben, so die Mitteilung.
In der IBM-Sparte "Global Business Services", die Beratung und Application-Management umfasst, stieg der Umsatz um ein Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar. Insbesondere der Consulting-Bereich habe zum Wachstum beigetragen.
An Umsatz eingebüsst hat IBM hingegen im Bereich "Global Technology Services". Hierzu zählen die Einnahmen, die IBM mit grossen RZ-Kunden erzielt. Der Umsatz der Sparte fiel um 5,6 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Eine schwächere Nachfrage in Grossbritannien und Deutschland habe die Ergebnisse belastet, erklärte CFO Jim Kavanaugh.
Und auch im Mainframe-Business, der "Systems"-Sparte, gingen die Einnahmen zurück, was aber mit dem Produktzyklus zu tun habe. Das Unternehmen erwartet, dass das Geschäft im vierten Quartal wieder anziehe. In der letzten Woche des dritten Quartals habe der Absatz der z15-Generation begonnen
. Es habe sich um einen "soliden Start gehandelt", wie Kavanaugh weiter sagt.
Der CFO betont in der Mitteilung, dass neue Geschäftsbereiche wie Cloud, Analytics und KI starkes Wachstum verzeichnen würden. Noch aber, kann Big Blue die Rückgänge in der klassischen Hardware-Sparte mit Servern und Grossrechnern damit nicht kompensieren. (kjo)