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Hier eine brutale Wahrheit: Was Sie wollen, ist alles schon da.
Sie müssen nichts addieren oder mühsam kreieren, sondern nur das entfernen, was dem, das Sie wollen, im Weg steht.
Wie meine ich das?
Nun, vielleicht kennen Sie die sinngemässe Antwort von Michelangelo auf die Frage, wie er denn die so geniale Statue von David erschaffen konnte, die in Florenz steht.
Michelangelo sagte: "Die Statue war schon immer in dem Marmorblock. Das einzige, was ich tun musste, war, das überflüssige Marmor zu entfernen."
Das zeigt eine grundsätzlich andere Denkhaltung, als wir es meistens gewohnt sind:
Es basiert auf dem Vertrauen, dass alle Lösungen, nach denen wir suchen, im Prinzip schon vorhanden sind. Wir können sie nur noch nicht sehen.
Ich finde, das nimmt enorm Druck von unseren Bemühungen. Denn wenn es schon irgendwie um uns herum existiert, müssen wir es ja "nur noch" erkennen und das, was uns trennt, entfernen.
Wie können wir diese Erkenntnis ganz konkret anwenden? Hier sind drei Grundlagen, die Sie alle bei Michelangelo wiederfinden (und die ich im Video erkläre):
- Klare Zielvorstellung.
Das Wichtigste ist die sehr klare Vorstellung davon, was Sie denn genau suchen. Denn nur dann können Sie ja das Überflüssige entfernen, was Sie am Ergebnis hindert.
Michelangelo musste eine sehr klare Vorstellung von David haben, sonst hätte er nicht gewusst, was zu entfernen sei. Wäre er schwammig in der Vorstellung gewesen, hätte er auch nur eine "schwammige" Statue erschaffen können.
Übersetzt auf das Business heisst das zum Beispiel, dass Sie gemeinsam sehr klar sein müssen, wie das Ziel Ihrer Strategie, also Ihre Vision, genau aussieht. Wenn Sie kein sehr klares gemeinsames Bild in der Geschäftsleitung haben, entfernt jeder unterschiedliche Dinge. Das Ergebnis wird sicher nicht genial sein. Leider sieht man aber genau das allzu häufig.
- Wer wollen Sie sein?
Wer genau möchten Sie als Unternehmen, als Team oder als Person sein? Und wer möchten Sie nicht sein?
Für Michelangelo hiess das: Welche Art von David wollte er darstellen? Und welche Art eben nicht? Es gab zu seiner Zeit bereits unzählige andere David-Statuen. Seine sollte sich aber unterscheiden. Und er wusste offenbar genau, wie sie anders aussehen sollte.
Für Sie als Team heisst das, dass Sie gemeinsam sehr klar darüber sein sollten, wer Sie nicht sein wollen. Was für eine Art von Team sind Sie und was für eine Art eben nicht?
- Wie konkret verhalten Sie sich? Und wie nicht?
Diese Frage leitet sich aus den zweiten Punkt ab: Wie soll sich Ihr "David" im übertragenen Sinne verhalten? Und wie nicht?
Die klare gemeinsame Definition dieser Verhaltensweisen hilft enorm, damit Sie beispielsweise Ihre Vision (siehe Punkt 1) erreichen können.
Also, wenn Sie diese drei Fragen klar gemeinsam beantworten können, haben Sie Ihren "David" genau definiert. Er ist schon da. Jetzt müssen Sie nur noch alles das, was im Weg steht entfernen.
Glauben Sie mir, das ist eine enorme Erleichterung im Denken und in den Aktionen, auch wenn Ihnen das zu Beginn ungewöhnlich vorkommen mag.
Probieren Sie es aus. Und bei Fragen melden Sie sich einfach.
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