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Beim Unfall erlitt Nikolaj schwerste Verbrennungen. Am schlimmsten hat es seine rechte Körperhälfte erwischt. Die Kleidung, die er getragen hat, war wegen der Hitze komplett geschmolzen. Nikolaj wurde operiert und brauchte teure Antibiotika sowie verschiedene unterstützende Medikamente. Seine Familie konnte die langwierige und kostspielige Behandlung selbstständig nicht bezahlen. Familie Muntjan wohnt in einem alten, abbruchreifen Haus im ukrainischen Dorf Lidijewka. Vater Anatolij ist vor einem Jahr an Leberzirrhose gestorben und hat seine Frau Walentina (55) mit sechs Kindern alleine zurückgelassen. Ausser Nikolaj sind da noch Ludmila (16), Lidija (17), Anatolij (20), Olga (21) und Sergej (33). Obwohl es auf dem Land sehr schwer ist, Arbeit zu finden, versuchten Nikolaj und Sergej trotz allem etwas für die Familie zu verdienen. Zusammen gruben die Brüder Gemüsegärten um, hüteten Kühe oder Schafe, brachten das Heu ein usw. Ludmila und Lidija sind Schülerinnen, Anatolij und Olga studieren an einer technischen Fachhochschule.
Dank barmzerzigen Menschen aus der Schweiz erhielt Nikolaj die lebensrettende Unterstützung. Er ist bereits wieder zu Hause und fühlt sich wesentlich besser. Seine Brandwunden sind verheilt. Nur eines beunruhigt den jungen Mann: Seine rechte Hand lässt sich noch immer nicht bewegen. Wahrscheinlich wurden beim Unfall einige Sehnen der Hand verletzt. Die Ärzte sagen, dass stetes Spezialtraining sie mit der Zeit wieder zum Funktionieren bringen soll. Bis dahin versucht Nikolaj alles mit der linken Hand zu erledigen.