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Suite à l’arrivée des travailleurs sociaux dans les cycles d’orientation, les autorités scolaires du canton de Fribourg ont redéfini et précisé le rôle des divers professionnels de l’école. Cet article explore la pratique des travailleurs sociaux en milieu scolaire (TSS) ainsi que leur collaboration avec les autres acteurs de l’école, ceci à travers les regards croisés des TSS et des directeurs d’établissement. Les entretiens mettent en évidence la polyvalence du métier de TSS ainsi que la division du travail, les dynamiques relationnelles et les champs de tension qui apparaissent entre TSS, enseignants et directeurs.
Mots-clés : Travailleurs sociaux en milieu scolaire, enseignants, directions, cycles d’orientation, division du travail, collaboration
Collaboration between school social workers, teachers and principals in the lower-secondary education in Fribourg: insights and issues
Following the arrival of social workers in the lower-secondary education, the school authorities of the canton of Fribourg have redefined and clarified the role of the various professionals in the school. This article analyses the discourses used by school principals and school social workers (SSWs), concerning the practice of SSWs and their collaboration with other school actors. The interviews highlight the versatility of the SSWs profession as well as the division of labour, relational dynamics and areas of tension that arise between SSWs, teachers and school principals.
Keywords: School social workers, teachers, school principals, lower-secondary level, division of labour, collaboration
Author(s): Alida Gulfi, Pierre-François Coen
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Die Unterbringung und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter stellt die zuständigen Institutionen und Fachkräfte in der Schweiz vor grosse Herausforderungen, u. a. weil es an einer systematischen Sammlung und Auswertung von Erfahrungen und Wissen zur Arbeit mit dieser Zielgruppe fehlt. Im vorliegenden Beitrag werden auf der Grundlage einer Befragung von Expert*innen die Erfahrungen und Einschätzungen von Fachpersonen, die mit dieser Zielgruppe arbeiten, vorgestellt. Darüber hinaus wird untersucht, inwieweit diese Fachpersonen sich auf die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien beziehen.
Schlüsselwörter: UMA (unbegleitete minderjährige Asylsuchende), Unterbringung, Betreuung, Fachpersonen
Placement and Care of Unaccompanied Minor Refugees in Switzerland from a Professional Perspective
Lacement and care of unaccompanied minor refugees represent great challenges for the institutions and professionals in charge in Switzerland since a systematic collection and evaluation of experiences and knowledge regarding work with this target group, among other things, is missing. In the contribution at hand, the experiences and assessments of professionals that are working with this target group are presented on the basis of interviews with experts. In addition, it is examined to what extent these professionals refer to results of scientific studies.
Keywords: UMR (unaccompanied minor refugees), placement, care, professionals
Author(s): Peter Rieker, Ellen Höhne, Rebecca Mörgen
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Unter Bedingungen von Beschleunigung wird die Anforderung an Wissenschaft, Innovationen in und mit der Praxis Sozialer Arbeit zu erzeugen, (noch) stärker. Das Projekt «Wissenslandschaft Fremdplatzierung» (WiF.swiss) hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe so zu begegnen, dass die professionellen Ansprüche sowie die jungen Menschen im Fokus der Qualitätsdiskussion bleiben. Hierfür soll der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis interaktiv und somit auch durchlässiger werden. In diesem Beitrag wird diskutiert, inwieweit WiF.swiss diesen Ansprüchen gerecht werden kann – theoretisch wie auch konkret am Beispiel der gelingenden Zusammenarbeit von Fachpersonen.
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Under the conditions of acceleration, requirements for science to generate innovations in and with the practice of social work becomes (even) stronger. The pro- ject «Wissenslandschaft Fremdplatzierung» (WiF.swiss) aims to meet these challenges in child and youth care by putting both professional demands and young people’s needs in the centre of quality discussion. For this purpose, the dialogue between science and practice shall become more innovative, interactive and thus more permeable. This article discusses the extent to which WiF.swiss can meet these demands – both theoretically and concretely, using the example of successful cooperation between professionals.
Author(s): Stefan Eberitzsch, Samuel Keller
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Seit einigen Jahren ist in der deutschsprachigen Schweiz – ähnlich wie in Deutschland – ein Ausbau von (schulischen) Freizeitangeboten zu beobachten, die Kinder und Jugendliche nach dem Unterricht über Mittag und am Nachmittag in Tagesschulen besuchen können. Mit der Verzahnung von Unterricht und Freizeit verändert sich das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit im Kontext Schule. Mit Tagesschulen sind, neben Chancen für die Soziale Arbeit, zentrale Herausforderungen verbunden, welche in diesem Beitrag anhand von in der Schweiz und Deutschland durchgeführten Forschungsprojekten vorgestellt werden. Die diskutierten Befunde dieser Projekte können als Reflexionsangebote für Soziale Arbeit fungieren und für die Weiterentwicklung ihres Handlungsfelds in der Tagesschule als auch im Kontext Schule insgesamt dienen.
Author(s): Emanuela Chiapparini, Nina Thieme, Markus Sauerwein
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Mit dem totalrevidierten Kinder- und Jugendförderungsgesetz von 2011/2013 verfolgt der Bund eine möglichst breitflächige Förderung von Kinder- und Jugendpartizipation. Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Frage, welche Partizipationsvorstellungen in die Strategie der Kinder- und Jugendpolitik eingeflossen sind und wie sich diese direkt oder indirekt in der Offenen Jugendarbeit manifestieren. Auf Grundlage einer kritischen Diskursanalyse von Schlüsseltexten der nationalen Jugendpolitik werden zentrale Partizipationsvorstellungen herausgearbeitet. In einem zweiten Teil werden entlang von Expertinnen und Experten-Interviews das Selbstverständnis und die Praxis der Offenen Jugendarbeit am Beispiel der Stadt Zürich beleuchtet. Abschliessend wird der Zusammenhang zwischen dem jugendpolitischen Diskurs und dem professionellen Selbstverständnis hergestellt.
Author(s): Christian Reutlinger, Annegret Wigger, Julia Reiner
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Seit Ende der Neunzigerjahre erfährt die Schulsozialarbeit eine zunehmende Verbreitung an Schweizer Schulen. Die Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und Schulsozialarbeit istjedoch oft schwierig und wenig ausgeprägt. Anhand von zusammengeführten Befragungsdaten aus 25 Berner Gemeinden wurde mittels einer logistischen Regression geprüft, welche Faktoren die Nutzung von Schulsozialarbeit begünstigen oder hemmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung von den zur Verfügung stehenden Ressourcen, vom vorhandenen Versorgungsmodell, vom Sozialbelastungs- index und vom Grad der Kenntnisse über das Angebot abhängig ist (p
The concept of early intervention emerged into everyday Finnish language of media and politics at the turn of the Millennium. The invasion of early intervention occurred through extensive political and organizational support, accompanied by vigorous media discussion. The rationale, shared by the key agents of early intervention, was formed according to this distinguished project and public discourse. At the turn of the Millennium, the idea of early intervention seemed compatible with many reformations of the public government relying on the New Public Management. Early intervention, and applying it, quickly spread to daycare, schools and child protection, among other things. This article aims at analyzing what early intervention was in this particular empirical case. It analyzes the Finnish practices of preventive child protection in social work with children and young people from the point of view of governing, and as practices that target children, young people and their parents suspected to belong to a risk group.
Author(s): Mirja Satka
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Die geringe Rezeption des aus dem englischen Sprachraum stammenden Konzeptes der «Multiproblemfamilie» im deutschsprachigen Raum ist aus internationaler Perspektive auffallend. In dem anschließenden Beitrag werden vor dem Hintergrund der komplexen Zusammenhänge zwischen sozioökonomischen und psychosozialen Problemlagen von Familien, sowie der spezifischen Schwierigkeiten, die diese Familien innerhalb des Kinder- und Jugendhilfesystems häufig aufweisen, internationaleForschungsergebnisse und praktische Erfahrungen der niederländischen Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt. Aus ihnen können durchaus interessante Erkenntnisse, Perspektiven und Inspirationen für die Kinder- und Jugendhilfe gewonnen werden. Ebenfalls wird der aktuelle Stand der fachlichen Methodendiskussion in den Niederlanden vorgestellt.
Author(s): Tim Tausenfreund, Jana Knot-Dicksheit, Erik J. Knorth
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Dieser Aufsatz gibt Inhalt und Befunde einer qualitativen Studie über die biografische Erfahrung von Menschen wieder, die als Heranwachsende in der Schweiz der 1930er- bis 1950er-Jahre «verdingt» wurden. Der Begriff der «Verdingung» bezeichnet die Fremdplatzierung von Kindern, die für ihre Arbeitsleistung Kost und Logis erhielten, während die Pflegefamilie für die Aufnahme des fremden Kindes finanziell entschädigt wurde. Welche Bedeutung die Verdingung für die Betroffenen hatte und wie sie ihr ganzes Leben geprägt hat, war die zentrale Frage der nachfolgend in zusammen- gefasster Form vorgestellten Studie. Darin wurden fünf Lebensgeschichten kontrastiv verglichen und analysiert, die in narrativen Interviews erfasst und mit biografischen Methoden rekonstruiert wurden. Die Studie zeigt, wie Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend verdingt wurden, zeitlebens auf der Suche nach «Normalität» waren – nach elementarer sozialer Achtung, Zugehörigkeit und emotionaler Sicherheit. Das Selbstverständliche des gelebten Alltags, das unter normalen Umständen in der primären Sozialisation vermittelt wird, blieb diesen Kindern vorenthalten und liess sie lebenslang danach suchen.
Author(s): Daniela Freisler-Mühlemann
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