Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03499.jsonl.gz/1321

Hydrologie: Die Plessur entspringt bei Arosa am Älpli beim Parpaner Weisshorn, durchfliesst das steile Schanfigg und mündet nach 33 km bei Chur in den Rhein. Ihr Einzugsgebiet ist 267 km² gross und die Wasserführung beträgt 8 m³ pro Sekunde.
1. Studer geht von einem rätischen Namen aus, der auf pleise = Runse zurückgeht. Solche Runsen gibt es im Schanfigg in grosser Zahl. Aufgrund der Endung '-ura' kann geschlossen werden, dass Studers Annahme, dass die Plessur einen rätischen Namen haben könnte, richtig ist. Über die Rätier und ihre Sprache ist nur wenig erhalten geblieben, meist als Namenswurzeln in rätoromanischen Wörtern, erkannbar daran, dass es keine ähnlich klingende Wurzeln in den entsprechenden lateinischen Wörtern gibt.
2. Greule erwähnt ein idg. *plaud-/*pleud- = 'fliessen' und schliesst eine keltische Abkunft aus, mehr siehe dort. Fazit: Dann wäre Rätisch keine keltische Sprache.
Flussnamentyp: Sie gehört zum Typ der rätischen Namen, idg. *plaud-/*pleud-/*plud-.