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Risiken bei der Maiszünsler-Bekämpfung mit Schlupfwespen
Die aus Moldavien stammende Schlupfwespe Trichogramma brassicae wird in der Schweiz seit 1978 erfolgreich in der biologischen Bekämpfung des Maiszünslers im Mais eingesetzt. In einem vierjährigen Projekt untersuchte die FAL, ob Massenfreilassungen dieses Eiparasitoiden ein Risiko für einheimische Tagfalter und Nützlinge darstellt. Wir haben untersucht, ob sich die exotische Schlupfwespe in der Schweiz ansiedeln kann, in welchem Umfang sie sich ausserhalb des Mais ausbreitet und ob sie Nicht-Zielinsekten gefährdet. Unsere Resultate ergaben, dass T. brassicae sowohl nördlich als auch südlich der Alpen überwintern kann und sich zumindest im Tessin angesiedelt hat. In Feldversuchen wurden nur geringe Zahlen der im Vorjahr freigelassenen T. brassicae festgestellt. Ein Teil der freigelassenen Individuen hat die Maisfelder verlassen, ausserhalb dieser jedoch nur über einen kurzen Zeitraum die Trichogramma-Population dominiert. Unter Feldbedingungen waren die Parasitierungsraten in extensiven Wiesen, Buntbrachen und Hecken nur gering. Die Eier anderer Nützlinge im Mais wurden entweder gar nicht oder nur zu einem kleinen Teil parasitiert. Die Frühjahrswirte der einheimischen Raupenfliege, Lydella thompsoni, ein Feind des Maiszünslers, werden von T. brassicae nicht parasitiert. Somit besteht zwischen der Raupenfliege und der Schlupfwespe keine Konkurrenz. Das Risiko für Nicht-Zielorganismen durch die Massenfreilassungen von T. brassicae erachten wir als gering.
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Risiken bei der Maiszünsler-Bekämpfung mit Schlupfwespen