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Viele Patientinnen mit einem hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom erhalten eine Therapie mit einem Aromatasehemmer (AI). Bei etwa der Hälfte dieser Patientinnen treten als Nebenwirkungen Gelenk- und Muskelschmerzen, Steifigkeit, Müdigkeit und Gewichtszunahme auf. Diese Beschwerden führen oft dazu, dass sich die Patientinnen weniger bewegen und sich ihre Lebensqualität verschlechtert.
In der Studie SAKK 95/17, entwickelt und geleitet von MSc Nicolette Hoefnagels und PD Dr. med. Friedemann Honecker, untersuchen wir, ob ein Bewegungsprogramm zu Beginn der AI-Therapie dazu führen kann, die Verträglichkeit der Behandlung zu verbessern, Nebenwirkungen zu reduzieren und die Lebensqualität der Patientinnen zu steigern. In bisherigen Studien zur körperlichen Aktivität bei AI-Therapie waren die Interventionen oft sehr komplex und nicht alltagstauglich. Deshalb planen wir in dieser Studie ein einfaches Bewegungsprogramm, das die Patientinnen in den Alltag einbauen können und das ihren Lebensstil nachhaltig ändern kann. In die Studie werden Patientinnen mit lokalisiertem Mammakarzinom nach der Tumoroperation und vor Beginn der AI-Therapie aufgenommen. Die Teilnehmerinnen tragen während 24 Wochen einen Fitnesstracker am Handgelenk, der nur in der Nacht abgelegt werden soll, und führen ein Patiententagebuch. Alle drei Wochen findet eine Kontrolle im Studienzentrum statt, wo auch die Daten vom Fitnesstracker heruntergeladen werden.