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Umsatz und Gewinn - wo ist der Unterschied?
In der Betriebswirtschaftslehre gibt es viele Begriffe, bei denen es nicht immer leicht fällt sie voneinander abzugrenzen. Um ein Unternehmen erfolgreich zu führen, ist es aber wichtig zu wissen, wo beispielsweise der Unterschied zwischen dem Umsatz und dem Gewinn ist. Denn: Der Umsatz (auch "Erlös" genannt) entspricht nicht dem Betrag, mit dem ein Betrieb weiter kalkulieren kann. Nur der Gewinn gibt an, ob ein Produkt wirklich so erfolgreich ist, wie gehofft. Wenn nämlich Personal- und Produktionskosten hoch sind, minimiert das den Gewinn, auch wenn der Umsatz vielleicht sehr hoch ist. Diese Aspekte dürfen also nicht ausser Acht gelassen werden, wenn ein Unternehmen keine roten Zahlen schreiben will.
Vom Umsatz müssen noch die Kosten angezogen werden
Der Umsatz ist die Summe, die ein Unternehmen innerhalb eines festgelegten Zeitraumes, zum Beispiel innerhalb eines Jahres, eingenommen hat. Dabei werden alle verkauften Produkte oder von den Kunden in Anspruch genommenen Dienstleistung zusammen gerechnet. Dazu gibt es eine Formel, welche zur Berechnung des Umsatzes dient. Der Umsatz wird berechnet, indem Sie die Absatzmenge mit dem jeweiligen Preis multiplizieren. So können Sie den Umsatz einzelner Produkte berechnen oder aber den Gesamtumsatz eines Betriebes. Sie erhalten einen Überblick über alle Einnahmen. Um zu erfahren, ob auch ein Gewinn erzielt wurde, müssen aber auch die Kosten in die Rechnung mit einbezogen werden. Diese zieht man vom Umsatz ab.
Die Formel zur Berechnung des Gewinns lautet also Gewinn = Umsatz - Kosten. Der Gewinn fällt umso höher aus, desto niedriger die Kosten gehalten werden. Wenn die Produktion eines Produktes sehr teuer ist, beispielsweise deshalb, weil teure Maschinen angeschafft und instand gehalten werden müssen, dann muss dieses schon sehr oft zu einem hohen Preis verkauft werden, damit ein Gewinn erzielt wird.
Viele Faktoren können die Produktionskosten explodieren lassen
Es gilt also, die Produktionskosten möglichst niedrig zu halten. Aber: Nicht nur Maschinen, die zur Produktion nötig sind, verursachen Kosten die den Gewinn verringern. Es kommen in der Regel nicht weitere Ausgaben hinzu, beispielsweise für Personal, für die Anmietung von Räumen, für Strom, Wasser usw. Unternehmen, die Dienstleistungen anbieten, haben oft hohe Personalkosten. Bevor ein neues Produkt auf den Markt gebracht werden, sollte daher eine genaue Berechnung der Produktionskosten erfolgen. Häufig wird zu diesem Zweck ein sogenannter "Prototyp" hergestellt. Wichtig ist auch herauszufinden, ob für ein Produkt oder eine Dienstleistung überhaupt eine Nachfrage besteht. Ist das nicht der Fall, wird auch niemand dieses Produkt kaufen oder die Dienstleistung in Anspruch nehmen. Dann übersteigen die Kosten den Gewinn, was aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll ist. Es lohnt sich daher genaue Analysen anzustellen, für welche Produkte und Dienstleistungen ein Bedarf besteht. Werbung kann natürlich helfen, ein Produkt besser zu verkaufen und den Umsatz zu steigern. Aber: Werbung kostet Geld und diese Kosten schmälern dann natürlich wieder den Gewinn.
Bildquelle: 3dman_eu / pixabay.com