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Das Stimmrecht der Gesellschafter in einer GmbH
Das Stimmrecht der Gesellschafter einer GmbH bemisst sich nach dem Nennwert ihrer Stammanteile. Dabei hat jeder Gesellschafter mindestens eine Stimme.
Stimmrecht
Ein Gesellschafter übt mit dem Stimmrecht seine Wahl- und Beschlussfassungsrechte aus und leistet somit einen Beitrag zur Willensbildung der GmbH. Grundsätzlich ist dieses Recht unentziehbar, die Ausnahmen davon befinden sich in Art. 806a OR. Der vorzeitige Verzicht auf ein Stimmrecht ist nicht zulässig, die Enthaltung bei einer Abstimmung dagegen schon. Statuarisch ist eine Beschränkung des Stimmrechts auf einen maximalen Prozentsatz möglich, sofern die Stammanteile eines Gesellschafters ein bestimmtes Verhältnis zum Stammkapital überschreiten.
Abweichende Ordnung möglich
Gemäss Art. 806 Abs. 2 OR können die Statuten eine vom Nennwertstimmrecht abweichende Ordnung festlegen, was zur Folge hat, dass Stammanteile mit einem geringeren Nennwert eine erhöhte Stimmkraft erhalten. In gewissen Fällen ist ein Ausschluss vom Stimmrecht von Gesetzes wegen vorgesehen.
Rechte der Gesellschafter
Mit diesem Recht verbunden sind auch diverse Rechte der Gesellschafter. Dies beinhaltet unter anderem das Recht auf Auskunft und Einsicht; das Recht auf Einberufung, Teilnahme sowie Antragsstellung anlässlich einer Gesellschafterversammlung; das Traktandierungsrecht sowie die Möglichkeit zur Anfechtung eines Gesellschafterversammlungsbeschlusses.
Gesellschafterbindungsvertrag
Ein Gesellschafterbindungsvertrag ermöglicht die Vereinbarung von zusätzlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Ausübung des Stimmrechts. Allerdings kommt ein Gesellschafterversammlungsbeschluss auch dann gültig zu Stande, wenn sich einzelne Gesellschafter nicht an den Vertrag gehalten haben. Hier kann nicht der Versammlungsbeschluss angefochten werden sondern nur die Vertragsverletzung.