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I. Sachverhalt
Der Arbeitnehmer war während rund 37 Jahren ohne schriftlichen Arbeitsvertrag bei der Arbeitgeberin angestellt. Dabei gehörte er zuletzt dem Verwaltungsrat der Arbeitgeberin an und war Vorsitzender der Geschäftsleitung. Weiter war er Minderheitsaktionär der C. AG, in deren Besitz sich sämtliche Aktien der Arbeitgeberin befinden. Am 25. August 2016 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mittels ordentlicher Kündigung. Das Arbeitsverhältnis endete schliesslich am 31. Mai 2017. Der Arbeitnehmer klagte gegen die Arbeitgeberin und forderte u.a. eine Entschädigung von sechs Monatslöhnen wegen missbräuchlicher Kündigung.
II. Erwägungen der Vorinstanz
Der Arbeitnehmer hatte im Verfahren nie geltend gemacht, ihm sei aufgrund seines Alters gekündigt worden. Eine Alterskündigung gemäss Art. 336 Abs. 1 lit. a OR lag deshalb nicht vor. Vielmehr beanstandete der Arbeitnehmer die Art und Weise der Kündigung. Das Obergericht führte aus, dass bei der Frage, ob die Art und Weise einer Kündigung missbräuchlich sei, dem Alter des Arbeitnehmers eine grosse Bedeutung zukomme. Die Rechtsprechung habe, so das Obergericht weiter, die privatrechtliche Kündigungsfreiheit in Bezug auf ältere Mitarbeitende dahingehend eingeschränkt, als dass diese Arbeitnehmerkategorie von einer erhöhten Fürsorgepflicht des Arbeitgebers profitiere. Ein älterer Arbeitnehmer sei somit vorab über die beabsichtigte Kündigung zu informieren und anzuhören, um alternativen Lösungen zu ermöglichen. Der Arbeitnehmer sei zum Zeitpunkt der Kündigung 60 Jahre alt gewesen und habe während rund 37 Jahren für die Arbeitgeberin gearbeitet. Er gehöre damit zweifellos in die besonders geschützte Arbeitnehmerkategorie. Die Arbeitgeberin mache nicht geltend, sie habe den Arbeitnehmer vorgängig informiert oder angehört...
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