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Auf dem Brüel liess Abt Embrich 1030 die Gangulfskapelle erbauen. Sie ist in ihren Mauern das älteste erhaltene Gebäude im Hochtal und besitzt im wesentlichen die Masse, wie man sie bei der St. Martinskapelle auf der Ufenau findet oder wie sie einst die Gnadenkapelle hatte.
In alter Zeit – man kann das auf Bilderchroniken nachlesen – führte der Pilgerweg vom Etzel her durch die Kapelle. Das Vorzeichen stammt aus dem Jahre 1814. Bei der Renovation während des Zweiten Weltkrieges erhielt die Kapelle Glasmalereien von Albert Hinter, wobei die Heiligen im Chorfenster besondere Beachtung verdienen. In die Seitenfenster sind die Wappen der Waldleute-Geschlechter eingefügt. Über dem Chorbogen hängt ein Kruzifixus aus der Kapelle in Rickenbach / SZ. Zwei vornehme Skulpturen zieren den Aufgang ins Chörlein: eine Würzburger Madonna und eine Pietà, die einst in einer Wegkapelle zu Feusisberg gestanden hatte.
1967 erhielt in der Gangulfskapelle Prof. Dr. Linus Birchler (1893 – 1967) sein Grab.
Archäologische Grabungen haben im Sommer 1993 Überreste einiger Wallfahrtskapellen zu Tage gebracht, die auf dem Brüel entlang des alten Pilgerweges standen. ©