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Drei Monate im Holzfass
Jean-Jacques Savins orangefarbenes Fass ist drei Meter lang und rund zwei Meter breit. Nur mithilfe günstiger Winde und der Strömung soll es ihn über den Atlantik tragen. Kurz nach Weihnachten ist der 71-jährige Franzose mit seiner Tonne von der Kanaren-Insel El Hierro gestartet. Wenn alles klappt, kommt er rund drei Monate später in der Karibik an.
Hergestellt wurde die Tonne von einer französischen Küferei, die sonst im klassischen Verfahren Eichenfässer produziert. Das Fass besteht aus Multiplexplatten. Damit es den Wellen und allfälligen Stössen sicher standhält, wurde es mit einer orangen Polyesterschicht versehen. Es gibt vier Bullaugen, eines davon an der Unterseite. Ein beschwerter Kiel soll das Gefährt auch bei hohem Wellengang ausbalancieren.
Das Fass – es erinnert eher an eine Raumkapsel – ist häuslich eingerichtet: Es gibt einen Schlafplatz, eine Sitzecke, eine Küchenzeile, einen Kartentisch und etwas Stauraum. Ausser seinem Passagier muss die Tonne auch noch etwa 300 kg Ausrüstung transportieren - Batterien, Sonnenkollektoren, Rettungsinsel, gefriergetrocknete Lebensmittel, Angelausrüstung und Kommunikationsgeräte.
Dem französischen Rentner stehen noch gefährliche und entbehrungsreiche Monate bevor. Dass man es in einem vergleichbaren Gefährt auf dem Wasser auch gemütlich und komfortabel haben kann, beweist das «Exbury Egg» des Briten Stephen Turner.