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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>Ist es richtig, dass es für die Haltung geschützter Tierarten gemäss Natur- und Heimatschutzgesetz eine Bewilligung des zuständigen Kantons braucht, unabhängig davon, ob es um Tiere aus der Natur oder um Nachzuchten handelt? </p><p>Wenn nein, welche Massnahmen gedenkt er zu ergreifen, um das Risiko illegaler Fänge und illegaler Aussetzungen geschützter Tiere zu reduzieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Jagdgesetz vom 20. Juni 1986 (JSG, SR 922.0; Art. 7) und das Natur- und Heimatschutzgesetz vom 1. Juli 1966 (NHG, SR 451; Art. 20) in Verbindung mit der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz vom 16. Januar 1991 (NHV, SR 451.1; Anhang 3) umschreiben die in der Schweiz wild vorkommenden landlebenden Tierarten, die geschützt sind. Der Fang von Exemplaren geschützter Tierarten ist nach beiden Rechtsgrundlagen grundsätzlich verboten (Art. 17 Abs. 1 JSG und Art. 20 Abs. 2 Bst. a NHV). Kantonale Ausnahmebewilligungen sind möglich.</p><p>Das JSG verlangt auch für die Haltung geschützter Tiere eine kantonale Bewilligung (Art. 10 Abs. 1 JSG). Die Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TschV, SR 455.1; Art. 89) enthält ebenfalls eine Auflistung von (meist nichteinheimischen) Wildtieren, deren private Haltung bewilligungspflichtig ist. Das NHG dagegen bietet keine rechtliche Grundlage für die Regulierung der Haltung von geschützten Tierarten. Der Bundesrat wird im Rahmen der Erarbeitung der Biodiversitätsstrategie einen allfälligen Änderungsbedarf in diesem Bereich prüfen.</p><p>Bei Hinweisen auf den illegalen Fang von einheimischen Reptilien hat die zuständige kantonale Behörde dem Fall nachzugehen und unter Umständen ein Strafverfahren einzuleiten. Der Bundesrat sieht hier keinen weiteren Handlungsbedarf.</p>  Antwort des Bundesrates.