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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00791 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger Urteil vom 4. März 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Evalotta Samuelsson ADVOMED Bahnhofstrasse 12, 8001 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Der 1975 geborene X.___, ohne Berufsausbildung und Vater dreier 201 2, 2017 und 2019 geborener Kinder, reiste im Juni 2012 in die Schweiz ein und war bis zum Firmenk onkurs 2017 Geschäftsführer/Gesellschafter der Y.___ GmbH (vgl. Handelsregister des Kantons Zürich) ; seither arbeitete er als Chauffeur für Kurierdienste (50%) bei der Z.___ GmbH ( Urk. 8/74/41, Urk. 8/74/81 ). Am 4. November 2016 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen im Juni 2016 erlittenen Bandschei benvorfall bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stell e, zum Leistungsbezug an (Urk. 8 /1). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8 /18 /1-40 ) bei. Im April 2017 teilte sie dem Versicherten mit, zurzeit seien keine beruflichen Eing liederungsmassnahmen nötig, da er als Geschäftsführer in der eigene n Unternehmung tätig sei (Urk. 8 /29). Mit Verfügung vom 1 4. Septem ber 2017 verneinte die IV-Stelle einen Rent enanspruch des Versicherten (Urk. 8/ 40 ). Die am 5. Oktober 2017 ( Urk. 8/46/3 ff.) dagegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2017.01087 vom 9. Oktober 2018 in dem Sinne gut, dass es die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die IV-Stelle zurückwies ( Urk. 8/48). 1.2 In Nachachtung des vorgenannten Gerichtsentscheids veranlasste die IV-Stelle das polydisziplinäre (Allgemeine Medizin/Neurologie/Psychiatrie/Rheumatologie) Gutachten des Zentrums A.___ vom 2 8. November 2019 ( Urk. 8/74 /1-88, mit ergänzender Stellu ngnahme vom 3 1. Juli 2020, Urk. 8/84; vgl. auch Urk. 3 ). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/75, Urk. 8/77, Urk. 7/81) wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des Ver sicherten mit Verfügung vom 1 2. Oktober 2020 ab ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 1 1. November 2020 Beschwerde und beantragte, es sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2020 zwecks Durchführung einer externen Expertise an die IV-Stelle zurückzu weisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7 ), was dem Beschwer deführer am 1 4. Januar 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teils des Sozialver sicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). 1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi zinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Den von Versicherung strägern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom 11. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Inhaber und Geschäftsführer seit dem 1. Januar 2017 zu 80 % arbeitsfähig. Für leichte bis mittelschwere Verweistätigkeiten ohne repetitive Überkopfarbeiten bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die vermin derte Leis tungsfähigkeit von 20 % entspreche dem rentenausschli essenden IV-Grad ( Urk. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer wandte ein, auf das A.___ -Gutachten könne nicht abge stellt werden. Zunächst sei die psychiatrische Untersuchung von gerade mal 50 Minuten zu kurz ausgefallen. Dies gelte umso mehr, als dass eine somatoforme Schmerzstörung nicht ausgeschlossen werden könne. Der orthopädische Gutach ter habe dies denn auch impliziert, indem er festgehalten habe, die Schmerzsymp tomatik werde vom Beschwerdeführer subjektiv stark wahrgenommen. Der psy chiatrische Facharzt habe sich nicht mit einer möglichen Erkrankung aus dem Kreis der somatoformen Störungen auseinandergesetzt. Zudem fehle eine Ausei nandersetzung mit den divergierenden Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der behan delnden Ärzte. Mithin sei das A.___ -Gutachten unvollständig und lägen kon krete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit vor. Die Sache sei deshalb zur erneu ten polydisziplinären Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1). In der als integraler Bestandteil der Beschwerde erklärten Einsprache monierte der Beschwerdeführer zudem, das neurologische und das orthopädi sche A.___ -Teilgutachten bestünden überwiegend aus Querverw ei sen ; auf den Anlass und di e Umstände der Begutachtung sei in den Teilgutachten überhaupt nicht eingegangen worden. Das mache wenig Sinn. Zur Beurteilung der Arbeits fähigkeit hätte n die Gutachter zudem ein en Arbeitgeberbericht einholen müssen. Aufgrund der ausgeprägten Schmerzstörung sei eine vollschichtige Arbeitsfähig keit mit einem verminderten Rendement von 20 % unrealistisch. Das internisti sche Teilgutachten erschöpfe sich in formellen Ausführungen, sage nichts aus, sondern verweise ebenfalls auf das Gesamtgutachten. Als Zusatzdiagnostik sei einzig eine Venenpunktion durchgeführt und auf die Colitis ulcerosa nicht ein gegangen worden. Schliesslich habe das Bundesgericht seine Praxis im Zusam menhang mit den somatoformen Schmerzstörungen geändert. Seither bedürfe es im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung einer ergebnisoffenen Ressourcen prüfung. Eine solche durchzuführen hätten die A.___ -Gutachter versäumt ( Urk. 8/81 S. 5 ff. ) 3. Im polydisziplinären A.___ -Gutachten vom 2 8. November 2019 hielten die begutachtenden Fachärzte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest ( Urk. 8/74/13): - Zervikobrachialgie rechts - Diskushernie C5/6 rechts mediolateral - s ensibles Ausfallsyndrom C6 - z urzeit kein Nachweis eines radikulären Reizsyndroms - Lumboischialgie rechts - Mediane Diskushernie L4/5 - fragliches leichtes sensibles Syndrom L5 rechts - zurzeit kein Nachweis eines lumboradikulären Reizsyndroms Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie (1) eine Colitis ulcerosa, (2) einen Status nach OSG-Distorsion links am 7. Dezember 2019 (kon servativ behandelt) und (3) spezifische Phobien möglich (ICD-10: F40.2, Urk. 8/74/14). Gegenüber dem begutachtenden Allgemeinmediziner habe der Beschwerdeführer Kopf- und Nackenschmerzen sowie Sensibilitätsstörungen in den Händen berich tet ( Urk. 8/74/25). Bei unauffälligen Untersuchungsbefunden ( Urk. 8/74/ 9 ) ergab sich aus allgemeinmedizinischer Sicht weder eine Diagnose noch eine Arbeitsun fähigkeit ( Urk. 8/74/ 30). Im Rahmen der orthopädischen Explorat ion habe der Beschwerdeführer LWS-B lockaden sowie Blockaden im linken Schlüsselbein und Taubheitsgefühle in ver einzelten Fingern in beiden Händen geschildert. Gegen Schmerzen nehme er regelmässig Dafalgan, gelegentlich ein warmes Bad. Manchmal müsse er sich auch bewegen. Auf entsprechende Nachfrage berichtete er zudem nächtliche Nackenschmerzen. Seitens der OSG-Verletzung von Dezember 2019 gehe es ihm gut, er trage noch eine OSG-Bandage ( Urk. 8/74/39 f.). In objektiver Hinsicht hielt der begutachtende Orthopäde fest, i m Spontanverhalten habe die LWS keinerlei Auffälligkeite n oder Einschränkungen gezeigt. Klinisch finde sich eine moderate Einschränkung der LWS-Beweglichkeit bei Inklinati on; b ildgebend (MRI) bestün den lediglich diskrete degenerative Veränderungen im Bereich der LWS. Seitens der HWS habe sich – abgesehen von einer leichten Bewegungseinschränkung bei der Reklination – keine relevante Pathologie ergeben. Die OSG-Distorsion links sei ausgeheilt. Es bestehe weder eine Instabilität noch Schwellung oder Druc kdo lenz ; die Fussuntersuchung sei bland. Am Ende der Untersuchung habe der Beschwerdeführer die OSG-Bandage gar rechts montiert. Nachdem er darauf auf merksam gemacht worden sei, habe der Beschwerdeführer auf die Bandage ver zichtet und diese in der Hand getragen ( Urk. 8/74/47). Aufgrund der bildmorpho logischen Veränderungen der HWS und LWS bestünden für das Achsenskelett ständig belastende Tätigke iten und Überkopfarbeiten Einschränkungen (Urk. 8/74/48). In der psychiatrischen Exploration habe der Beschwerdeführer ein Erlebnis i n der Türkei erwähnt, bei dem er unter Waffengewalt gezwungen worden sei, Geld her auszugeben. Dies habe ihm ein halbes Jahr zu schaffen gemacht. Von der Familie werde er teilweise unter Druck gesetzt. Er habe Angst vor der Dunkelheit; zum Schlafen benötige er Licht. Er habe auch Höhenangst und dadurch Mühe beim Fliegen; b ei MRI-Untersuchungen habe er auch Mühe in der Röhre. Er ertrage es nicht, eingeschnürt zu sein, weshalb er auch keine Uhr trage und k einen Gips am Arm tragen würde ( Urk. 8/74/54). Im Rahmen der allgemeinen, sozialen und familiären Anamnese habe der Beschwerdeführer zudem aus geführt, er sei drei fach geschieden und habe drei Kinder aus zwei Ehen. Seine Firma sei Ende 2017 Konkurs gegangen. Seither sei er hochverschuldet. Es bestünden Verlustschei ne in Höhe von etwa Fr. 65'000.-- und weitere Schulden in Höhe von Fr. 20'000.--. Aktuell arbeite er zu 50 % im Bereich Transport. Davon lebe er und die Schul dentilgung bereite ihm Mühe ( Urk. 8/74/56 f.). In klinisch er Hinsicht ergaben sich keine Auffälligkeiten ( Urk. 8/74/58). Der psy chiatrische Gutachter hielt fest, der Beschwerdeführer befinde sich in einer psy chosozial belastenden Situation mit hoher Verschuldung, Trennung von Ehefrau und Kindern sowie beruflicher Ungewissheit. Die psychosoziale Belastung stehe im Vordergrund ( Urk. 8/74/14). Hinweise auf eine relevante psychiatrische Prob lematik bestü nden dagegen nicht. Namentlich bestehe weder eine affektive Stö rung noch bestünden reaktive Beschwerden. Soweit spezifische Phobien mög licherweise vorlägen, ergäben sich daraus keine relevanten Ei nschränkungen. Insbesondere sei der Beschwerdeführer in der Lage, alltägliche T ermine wahrzu nehmen, Aufgaben zu strukturieren und sich verschiedenen Begebenheiten anzupassen. Er könne seine fachliche Kompetenz anwenden, sich ein Urteil bilden und Entscheide fällen. Zudem seien Durchhalte- und Gruppenfähigkeit uneinge schränkt; der Beschw erdeführer könne sich behaupten und soziale Kontakte pfle gen, auch die familiären. Weiter sei letzterer in der Lage, Aktivitäten durchzu führen. Die Selbstpflege-, Verkehrs- und Wegefähigkeit sei en intakt. Bei alle dem ergebe sich aus psychiatrischer Sicht keine Beeinträchtigung und könne der Beschwerdeführer auf vorhandene Ressourcen und Fähigkeiten zurückgreifen. Damit ergaben sich aus psychiatrischer Hinsicht keine Diagnosen mit Auswirkun gen auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/74/59 f.). Im Rahmen der neurologischen Exploration habe der Beschwerdeführer an gege ben, die lumbalen Rückenschmerzen seien permanent vorhanden, akzentuiert bei längerem Sitzen und generell belastungsunabhängig. Weiter bestünden Ausstrah lungen bis in den rechten Oberschenkel. Die Intensität der Schmerzen skalierte der Beschwerdeführer im Bereich von 7.5 bis 9. 5, durchschnittlich 9 VAS. Die S chmerzen habe er auch schon physiotherapeutisch sowie mittels Massagen und MTT behandelt; dadurch sei es vorübergehend zu einer Beschwerdelinderung gekommen. Eine anhaltende Besserung habe nicht erzielt werden können. Sen somotorische Funktionseinschränkungen der unteren Extremitäten habe der Beschwerdeführ zunächst verneint. Später habe er angegeben, intermittierend und bei längerem Sitzen träten ebensolche am rechten Oberschenkel dorsalseitig auf. Die Kraft in den Beinen sei indes gut. Die Nackenschmerzen strahlten in den Hinterkopf sowie in beide Schultern aus, manchmal auch in den rechten Arm bis auf Höhe des Handgelenks. Das Kribbeln in der rechten Hand sei permanent vor handen; be lastungsabhängig nehme es zu, etwa bei Überkopfarbeiten oder beim Autofahren. Diesfalls verspüre er manchmal auch eine Kraftlosigkeit in den Armen, ansonsten sei die Kraft der oberen Extremitäten gut, abgesehen von einem abgeschwächten Faustschluss. Die Intensität der Nackenschmerzen sei nicht «so grossartig»; sie figurierten im Bereich zwischen 4.5 und 8.5, durch schnittlich bei 6 VAS. Der Beschwerdeführer habe im Nackenbereich einen Band scheibenvorfall erlitten. Er habe sich mittels Physiotherapie, Massage, MTT und Chiropraktik behandeln lassen. Eine anhaltende Besserung sei nicht eingetreten. Vor mehr als 15 bis 16 Jahren sei eine Colitis ulcerosa diagnostiziert und behan delt worden. Gegenwärtig erfolgten dies bezüglich keine Kontrollen ( Urk. 8/74/69 ff.). In objektiver Hinsicht hielt d er neurologische Gutachter fest, bei den spontanen Bewegungsabläufe n habe sich seitens der HWS und LWS keine relevante Bewe gungseinschränkung gezeigt. Klinisch habe sich ein leichtes zervikospondyloge nes und lumbospondylogenes Schmerzsyndrom ergeben, ohne wesentliche Funk tionseinschrän k ungen der HWS und LWS. Bildgebe nd sei 2016 eine Diskushernie auf H öhe L4/5 sow ie C5/6 dargestellt worden. Elektroneurographisch hätten sich im Bereich der oberen Extremitäten rechts Normalbefunde ergeben ( Urk. 8/74/76 ff.). Zusammenfassend bestehe aufgrund der Diskopathien im Bereich der HWS und LWS eine reduzierte Belastbarkeit des Achsenskeletts; körperlich schwere und gehäuft mittelschwere Verrichtungen seien daher ungeeignet ( Urk. 8/74/80 ff.). Im Rahmen der interdisziplinären Konsensbeurteilung kamen die begutachten den Fachärzte zum Schluss, in der angestammten Tätigkeit als Inha ber/Geschäftsführer eines Restaurationsbetriebes sei der Beschwerdeführer seit 2017 vollschichtig arbeitsfähig, jedoch mit einem verminderten Rendement von 20% aufgrund der limitierten Belastbarkeit für schwere Hebe- und Tragebelas tungen. Hinsichtlich einer leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit ohne Zwangshaltungen und ohne repetitive Überkopfarbeiten bestehe eine uneinge schränkte Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/74/11, Urk. 8/74/15 ff.). Auf entsprechende Rückfragen seitens der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 3) bestätigten die A.___ -Gutachter am 3 1. Juli 2020, dass unter Berücksichtigung der Mini-ICF-Kriterien sowie Kriterien gemäss AMDP keine psychopathologi schen Befunde bestünden und sich aufgrund der Colitis ulcerosa keine funktio nellen Einschränkungen ergäben ( Urk. 8/84). 4. 4.1 Das polydisziplinäre A.___ - Gutachten vom 2 8. November 2019 erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten und klinischen Untersu chungen vom 1 8. Dezember 2019, 8., 1 0. und 2 7. Januar 2020. Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein und liefert nachvollziehbare Schlussfolgerungen. Das Gutachten erfüllt damit die an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage gestellten Anforderungen (vgl. E. 1.5). 4.2 D er Expertin oder dem Experten kommt bezüglich der Wahl der Untersuchungs methoden ein weiter Ermessensspielraum zu; es ist nicht zwingend notwendig, dass Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Insbesondere wenn sich – wie vor liegend - weder aufgrund der erhobenen Befunde noch subjektiven Beschwerde schilderungen Anlass für irgendwie geartete Weiterungen ergibt. Welche Zusat zuntersuchungen die Gutachter z u Unrecht unterlassen haben sollten, gab der Beschwerdeführer denn auch nicht konkret an. Die Colitis ulcerosa wurde nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers vor Jahrzehnten diagnostiziert und behandelt (vgl. Urk. 8/74/69; vgl. auch Urk. 8/45, wonach die Erstdiagnose 2008 erfolgte). Akute Darmbeschwerden gab der Beschwerdeführer nicht an; entspre chend fanden im Zeitpunkt der Begutachtung diesbezüglich weder ärztliche Kon trollen noch Behandlungen statt. Weshalb und inwiefern sich aufgrund der Colitis ulcerosa medizinische Weiterungen und/oder arbeitsrelevante Einschränkungen ergeben sollten, erschliesst sich dem Gericht vor diesem Hintergrund nicht und hat der Beschwerdeführer ebenso wenig plausibilisiert. 4.3 Für den Aussagegehalt eines medizinischen Berichts kommt es auch nicht in ers ter Linie auf die Dauer der Untersuchung an. Massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Der für eine psychi atrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand hängt stets von der Fra gestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie ab (vgl. Urteil des Bundes gericht s 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 ). Der – nicht begründete – be - schwerdeweise Einwand, die psychiatrische Exploration sei mit nur 50 Minuten zu kurz aufgefallen, geht ins Leere ( Urk. 1). Im Einklang mit den medizinischen Vorakten (vgl. etwa Urk. 8/18/30, Urk. 8/18/33 f., Urk. 8/60/1) diagnostizierten die A.___ —Gutachter eine Zervikobrachialgie rechts und Lumboischialgie rechts (vgl. Urk. 8/74/13). Für die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung resp. Notwendigkeit, eine solche überhaupt zu prüfen, vermögen subjektiv stark wahr genommene Schmerzen nicht zu genügen (vgl. Urk. 1 S. 6). Vielmehr bedarf es hierfür zusätzlicher, krankheitsspezifischer Merkmale nach Massgabe des ICD- Klassifikationssystems. Solche ergaben sich weder aufgrund der aktuellen Unter suchung noch gestützt auf die Vorakten. Im Gegenteil hat der psychiatrische A.___ -Gutachter irgendwie geartete psychopathologische Auffälligkeiten und Befunde – mit Ausnahm e etwaiger spezifischer Phobien ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. Urk. 8/74/14) - ausdrücklich verneint (vg l. Urk. 8/74/59 f., Urk. 8/84). Beim Fehlen relevanter psycho pathologischer Befunde und Diag nosen bestand denn auch weder Raum noch Anlass für eine eingehende Ressour cenprüfung im Sinne der höchstrichterlichen Praxis bei Vorliegen p sychische r Leiden (BGE 141 V 281; BGE 143 V 418 E. 7). Im Übrigen findet sich eine solche – entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers – sowohl im psychiatrischen Teil- wie auch im Hauptgutachten ( Urk. 8/74/14 f. und Urk. 8/74/60 f.). Bleibt schliesslich darauf hinzuweisen, dass ein IV-relevanter Gesundheitsschaden von Vornherein ausser Betracht fällt, wo belastende psychosoziale Faktoren i m Vor dergrund stehen ( vgl. ausdrücklich in Urk. 8/74/14; BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2 ). 4.4 Das beschwerdeweise Vorbringen, die medizinischen Teilgutachten bestünden weitestgehend aus Querverweisen ( Urk. 1, Urk. 8/81/5 ff.), erweist sich als ebenso unzutreffend wie unbehelflich. In den Teilgutachten wurde die Situation fach ärztlich beleuchtet und es wurden die fachspezifischen Fragen aufschlussreich und nachvollziehbar beantwortet. Inwiefern sich der Verzicht auf die vierfache Wiedergabe allgemeiner Inhalte, etwa zum Anlass und Auftrag des Gutachtens (vgl. Urk. 8/74/66), negativ auf die Qualität und den Beweiswert des Gutachtens auswirken sollte, ist nicht einzusehen. 4.5 Soweit der Beschwerdeführer sodann einwandte, aufgrund der ausgeprägten Schmerzen sei eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit einem verminderten Ren dement von 20 % unrealistisch ( Urk. 1, Urk. 8/81/7), widerspricht er damit seinen eigenen Angaben gegenüber dem internistischen Gutachter, wonach er eine 80%-Stelle nicht ablehnen würde (vgl. Urk. 8/74/28). Als zumindest fraglich erweist es sich ausserdem, wenn der Beschwerdeführer einerseits Rückens chmerzen im Aus mass von durchschnittlich 9/10 VAS angibt (vgl. Urk. 8/74/70) und andererseits zu r Schmerzbewältigung lediglich Dafalgan ein- und darüber hinaus keinerlei therapeutische Massnahmen wahrnimmt ( Urk. 8/74/42; vgl. allerdings Urk. 8/74/88, wonach der im Blutserum gemessene Wirkstoff von Dafalgan deut lich unterhalb des Referenzbereichs, Ibuprofen indes innert desselben lag ). Bemerkenswert ist auch, dass sich anlässlich der gutachterlichen Untersuchung – ungeachtet der angegebenen Schmerzintensität von aktuell 7.5 VAS ( Urk. 8/74/70) – in den spontanen Bewegungsabläufen keine relevanten Ein schränkungen ergaben und sich das An- und Auskleiden seitens der HWS und LWS problemlos gestaltete ( Urk. 8/74/75). 4.6 Der Einwand, die Gutachter hätten es im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurtei lung versäumt, einen Arbeitgeberbericht inkl. Belastungsprofil einzuholen (vgl. Urk. 1, Urk. 8/ 81/6), geht ebenfalls ins Leere. In der angestammten Tätigkeit war der Beschwerdeführer faktisch selbständigerwerbend. Damit genügten auch s eine eigenen Angaben, wonach er als Geschäftsführer der Y.___ GmbH als Kurier (gehend, 10 % ) und Koch (stehend, 50 % ) f ungiert habe, die restlichen 40 % auf sitzende Tätigkeiten (Administration/ Autofahrten für Kurierdienste) entf allen seien und er zum Teil auch Lasten von 20-30 kg habe tragen müssen ( Einkäufe/ Lagerarbeiten, Urk. 8/74/11, Urk. 8/74/25 ; vgl. Urk. 8/12/1 ). Dieses Tätigkeitsprofil hat der Beschwerdeführer bes chwerdeweise bestätigt ( Urk. 1 S. 4). Soweit er gleichzeitig geltend machte, die angestammte Tätigkeit sei als körper lich schwer zu taxieren, kann ihm beim geschilderten Tätigkeits- und Belastungs profil offensichtlich nicht gefolgt werden. Die fachärztlich und nachvollziehbar begründete Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im A.___ -Gutachten erging unter Berücksichtigung der relevanten Vorakten. Eine explizite Auseinandersetzung mit der davon abweichenden Einschätzung der behandelnden Hausärztin war – entgegen dem Beschwerdeführer ( Urk. 1 S. 8) - weder nötig noch möglich. Insbesondere liess diese die postulierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit gänzlich unbegründet und bezog sie sich damit offensichtlich auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers als Cha uffeur (Urk. 8/60/2). 4.7 Zusammenfassend ergibt sich gestützt auf das beweiskräftige A.___ -Gutachten vom 2 8. November 2019, dass der Beschwerd eführer seit 2017 in der angestamm ten Tätigkeit vollschichtig, jedoch mit einem verminderten Rendement von 20 % arbeitsfähig war. Hinsichtlich einer – näher umschriebenen (vgl. Urk. 8/74/17) – optimal angepassten Verweist ätigkeit bestand eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Damit besteht kein weiterer Abklärungsbedarf (antizi pierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen). 5. Da das Validen- und Invalideneinkommen unter Hinweis auf die fehlende Berufs ausbildung des Beschwerdeführers sowie auf das medizinische Belastungsprofil ausgehend vom gleichen Tabellenlohn (für einfache und repetitive Hilfsarbeiten) zu berechnen wäre, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad im Sinne einer rechnerischen Vereinfachung dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabel lenlohn (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 mit weiteren Hinweisen). Da der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundes gerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2 ) und auch sonst keine abzu gsfähigen Merkmale ersichtlich sind, ist vorliegend kein leidensbedingter oder sonst wie begründeter Abzug vom Tabel lenlohn vorzunehmen. Dem Beschwerdeführer wurde in seiner angestammten Tätigkeit eine 80%ige und in einer optimal adaptierten Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Daraus resultiert ein rentenausschliessender IV-Grad von maximal 20 %. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6. Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 7 00.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Evalotta Samuelsson - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstHediger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00791 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger Urteil vom 4. März 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Evalotta Samuelsson ADVOMED Bahnhofstrasse 12, 8001 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Der 1975 geborene X.___, ohne Berufsausbildung und Vater dreier 201 2, 2017 und 2019 geborener Kinder, reiste im Juni 2012 in die Schweiz ein und war bis zum Firmenk onkurs 2017 Geschäftsführer/Gesellschafter der Y.___ GmbH (vgl. Handelsregister des Kantons Zürich) ; seither arbeitete er als Chauffeur für Kurierdienste (50%) bei der Z.___ GmbH ( Urk. 8/74/41, Urk. 8/74/81 ). Am 4. November 2016 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen im Juni 2016 erlittenen Bandschei benvorfall bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stell e, zum Leistungsbezug an (Urk. 8 /1). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8 /18 /1-40 ) bei. Im April 2017 teilte sie dem Versicherten mit, zurzeit seien keine beruflichen Eing liederungsmassnahmen nötig, da er als Geschäftsführer in der eigene n Unternehmung tätig sei (Urk. 8 /29). Mit Verfügung vom 1 4. Septem ber 2017 verneinte die IV-Stelle einen Rent enanspruch des Versicherten (Urk. 8/ 40 ). Die am 5. Oktober 2017 ( Urk. 8/46/3 ff.) dagegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2017.01087 vom 9. Oktober 2018 in dem Sinne gut, dass es die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die IV-Stelle zurückwies ( Urk. 8/48). 1.2 In Nachachtung des vorgenannten Gerichtsentscheids veranlasste die IV-Stelle das polydisziplinäre (Allgemeine Medizin/Neurologie/Psychiatrie/Rheumatologie) Gutachten des Zentrums A.___ vom 2 8. November 2019 ( Urk. 8/74 /1-88, mit ergänzender Stellu ngnahme vom 3 1. Juli 2020, Urk. 8/84; vgl. auch Urk. 3 ). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/75, Urk. 8/77, Urk. 7/81) wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des Ver sicherten mit Verfügung vom 1 2. Oktober 2020 ab ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 1 1. November 2020 Beschwerde und beantragte, es sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2020 zwecks Durchführung einer externen Expertise an die IV-Stelle zurückzu weisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7 ), was dem Beschwer deführer am 1 4. Januar 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teils des Sozialver sicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). 1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi zinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Den von Versicherung strägern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom 11. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Inhaber und Geschäftsführer seit dem 1. Januar 2017 zu 80 % arbeitsfähig. Für leichte bis mittelschwere Verweistätigkeiten ohne repetitive Überkopfarbeiten bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die vermin derte Leis tungsfähigkeit von 20 % entspreche dem rentenausschli essenden IV-Grad ( Urk. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer wandte ein, auf das A.___ -Gutachten könne nicht abge stellt werden. Zunächst sei die psychiatrische Untersuchung von gerade mal 50 Minuten zu kurz ausgefallen. Dies gelte umso mehr, als dass eine somatoforme Schmerzstörung nicht ausgeschlossen werden könne. Der orthopädische Gutach ter habe dies denn auch impliziert, indem er festgehalten habe, die Schmerzsymp tomatik werde vom Beschwerdeführer subjektiv stark wahrgenommen. Der psy chiatrische Facharzt habe sich nicht mit einer möglichen Erkrankung aus dem Kreis der somatoformen Störungen auseinandergesetzt. Zudem fehle eine Ausei nandersetzung mit den divergierenden Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der behan delnden Ärzte. Mithin sei das A.___ -Gutachten unvollständig und lägen kon krete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit vor. Die Sache sei deshalb zur erneu ten polydisziplinären Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1). In der als integraler Bestandteil der Beschwerde erklärten Einsprache monierte der Beschwerdeführer zudem, das neurologische und das orthopädi sche A.___ -Teilgutachten bestünden überwiegend aus Querverw ei sen ; auf den Anlass und di e Umstände der Begutachtung sei in den Teilgutachten überhaupt nicht eingegangen worden. Das mache wenig Sinn. Zur Beurteilung der Arbeits fähigkeit hätte n die Gutachter zudem ein en Arbeitgeberbericht einholen müssen. Aufgrund der ausgeprägten Schmerzstörung sei eine vollschichtige Arbeitsfähig keit mit einem verminderten Rendement von 20 % unrealistisch. Das internisti sche Teilgutachten erschöpfe sich in formellen Ausführungen, sage nichts aus, sondern verweise ebenfalls auf das Gesamtgutachten. Als Zusatzdiagnostik sei einzig eine Venenpunktion durchgeführt und auf die Colitis ulcerosa nicht ein gegangen worden. Schliesslich habe das Bundesgericht seine Praxis im Zusam menhang mit den somatoformen Schmerzstörungen geändert. Seither bedürfe es im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung einer ergebnisoffenen Ressourcen prüfung. Eine solche durchzuführen hätten die A.___ -Gutachter versäumt ( Urk. 8/81 S. 5 ff. ) 3. Im polydisziplinären A.___ -Gutachten vom 2 8. November 2019 hielten die begutachtenden Fachärzte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest ( Urk. 8/74/13): - Zervikobrachialgie rechts - Diskushernie C5/6 rechts mediolateral - s ensibles Ausfallsyndrom C6 - z urzeit kein Nachweis eines radikulären Reizsyndroms - Lumboischialgie rechts - Mediane Diskushernie L4/5 - fragliches leichtes sensibles Syndrom L5 rechts - zurzeit kein Nachweis eines lumboradikulären Reizsyndroms Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie (1) eine Colitis ulcerosa, (2) einen Status nach OSG-Distorsion links am 7. Dezember 2019 (kon servativ behandelt) und (3) spezifische Phobien möglich (ICD-10: F40.2, Urk. 8/74/14). Gegenüber dem begutachtenden Allgemeinmediziner habe der Beschwerdeführer Kopf- und Nackenschmerzen sowie Sensibilitätsstörungen in den Händen berich tet ( Urk. 8/74/25). Bei unauffälligen Untersuchungsbefunden ( Urk. 8/74/ 9 ) ergab sich aus allgemeinmedizinischer Sicht weder eine Diagnose noch eine Arbeitsun fähigkeit ( Urk. 8/74/ 30). Im Rahmen der orthopädischen Explorat ion habe der Beschwerdeführer LWS-B lockaden sowie Blockaden im linken Schlüsselbein und Taubheitsgefühle in ver einzelten Fingern in beiden Händen geschildert. Gegen Schmerzen nehme er regelmässig Dafalgan, gelegentlich ein warmes Bad. Manchmal müsse er sich auch bewegen. Auf entsprechende Nachfrage berichtete er zudem nächtliche Nackenschmerzen. Seitens der OSG-Verletzung von Dezember 2019 gehe es ihm gut, er trage noch eine OSG-Bandage ( Urk. 8/74/39 f.). In objektiver Hinsicht hielt der begutachtende Orthopäde fest, i m Spontanverhalten habe die LWS keinerlei Auffälligkeite n oder Einschränkungen gezeigt. Klinisch finde sich eine moderate Einschränkung der LWS-Beweglichkeit bei Inklinati on; b ildgebend (MRI) bestün den lediglich diskrete degenerative Veränderungen im Bereich der LWS. Seitens der HWS habe sich – abgesehen von einer leichten Bewegungseinschränkung bei der Reklination – keine relevante Pathologie ergeben. Die OSG-Distorsion links sei ausgeheilt. Es bestehe weder eine Instabilität noch Schwellung oder Druc kdo lenz ; die Fussuntersuchung sei bland. Am Ende der Untersuchung habe der Beschwerdeführer die OSG-Bandage gar rechts montiert. Nachdem er darauf auf merksam gemacht worden sei, habe der Beschwerdeführer auf die Bandage ver zichtet und diese in der Hand getragen ( Urk. 8/74/47). Aufgrund der bildmorpho logischen Veränderungen der HWS und LWS bestünden für das Achsenskelett ständig belastende Tätigke iten und Überkopfarbeiten Einschränkungen (Urk. 8/74/48). In der psychiatrischen Exploration habe der Beschwerdeführer ein Erlebnis i n der Türkei erwähnt, bei dem er unter Waffengewalt gezwungen worden sei, Geld her auszugeben. Dies habe ihm ein halbes Jahr zu schaffen gemacht. Von der Familie werde er teilweise unter Druck gesetzt. Er habe Angst vor der Dunkelheit; zum Schlafen benötige er Licht. Er habe auch Höhenangst und dadurch Mühe beim Fliegen; b ei MRI-Untersuchungen habe er auch Mühe in der Röhre. Er ertrage es nicht, eingeschnürt zu sein, weshalb er auch keine Uhr trage und k einen Gips am Arm tragen würde ( Urk. 8/74/54). Im Rahmen der allgemeinen, sozialen und familiären Anamnese habe der Beschwerdeführer zudem aus geführt, er sei drei fach geschieden und habe drei Kinder aus zwei Ehen. Seine Firma sei Ende 2017 Konkurs gegangen. Seither sei er hochverschuldet. Es bestünden Verlustschei ne in Höhe von etwa Fr. 65'000.-- und weitere Schulden in Höhe von Fr. 20'000.--. Aktuell arbeite er zu 50 % im Bereich Transport. Davon lebe er und die Schul dentilgung bereite ihm Mühe ( Urk. 8/74/56 f.). In klinisch er Hinsicht ergaben sich keine Auffälligkeiten ( Urk. 8/74/58). Der psy chiatrische Gutachter hielt fest, der Beschwerdeführer befinde sich in einer psy chosozial belastenden Situation mit hoher Verschuldung, Trennung von Ehefrau und Kindern sowie beruflicher Ungewissheit. Die psychosoziale Belastung stehe im Vordergrund ( Urk. 8/74/14). Hinweise auf eine relevante psychiatrische Prob lematik bestü nden dagegen nicht. Namentlich bestehe weder eine affektive Stö rung noch bestünden reaktive Beschwerden. Soweit spezifische Phobien mög licherweise vorlägen, ergäben sich daraus keine relevanten Ei nschränkungen. Insbesondere sei der Beschwerdeführer in der Lage, alltägliche T ermine wahrzu nehmen, Aufgaben zu strukturieren und sich verschiedenen Begebenheiten anzupassen. Er könne seine fachliche Kompetenz anwenden, sich ein Urteil bilden und Entscheide fällen. Zudem seien Durchhalte- und Gruppenfähigkeit uneinge schränkt; der Beschw erdeführer könne sich behaupten und soziale Kontakte pfle gen, auch die familiären. Weiter sei letzterer in der Lage, Aktivitäten durchzu führen. Die Selbstpflege-, Verkehrs- und Wegefähigkeit sei en intakt. Bei alle dem ergebe sich aus psychiatrischer Sicht keine Beeinträchtigung und könne der Beschwerdeführer auf vorhandene Ressourcen und Fähigkeiten zurückgreifen. Damit ergaben sich aus psychiatrischer Hinsicht keine Diagnosen mit Auswirkun gen auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/74/59 f.). Im Rahmen der neurologischen Exploration habe der Beschwerdeführer an gege ben, die lumbalen Rückenschmerzen seien permanent vorhanden, akzentuiert bei längerem Sitzen und generell belastungsunabhängig. Weiter bestünden Ausstrah lungen bis in den rechten Oberschenkel. Die Intensität der Schmerzen skalierte der Beschwerdeführer im Bereich von 7.5 bis 9. 5, durchschnittlich 9 VAS. Die S chmerzen habe er auch schon physiotherapeutisch sowie mittels Massagen und MTT behandelt; dadurch sei es vorübergehend zu einer Beschwerdelinderung gekommen. Eine anhaltende Besserung habe nicht erzielt werden können. Sen somotorische Funktionseinschränkungen der unteren Extremitäten habe der Beschwerdeführ zunächst verneint. Später habe er angegeben, intermittierend und bei längerem Sitzen träten ebensolche am rechten Oberschenkel dorsalseitig auf. Die Kraft in den Beinen sei indes gut. Die Nackenschmerzen strahlten in den Hinterkopf sowie in beide Schultern aus, manchmal auch in den rechten Arm bis auf Höhe des Handgelenks. Das Kribbeln in der rechten Hand sei permanent vor handen; be lastungsabhängig nehme es zu, etwa bei Überkopfarbeiten oder beim Autofahren. Diesfalls verspüre er manchmal auch eine Kraftlosigkeit in den Armen, ansonsten sei die Kraft der oberen Extremitäten gut, abgesehen von einem abgeschwächten Faustschluss. Die Intensität der Nackenschmerzen sei nicht «so grossartig»; sie figurierten im Bereich zwischen 4.5 und 8.5, durch schnittlich bei 6 VAS. Der Beschwerdeführer habe im Nackenbereich einen Band scheibenvorfall erlitten. Er habe sich mittels Physiotherapie, Massage, MTT und Chiropraktik behandeln lassen. Eine anhaltende Besserung sei nicht eingetreten. Vor mehr als 15 bis 16 Jahren sei eine Colitis ulcerosa diagnostiziert und behan delt worden. Gegenwärtig erfolgten dies bezüglich keine Kontrollen ( Urk. 8/74/69 ff.). In objektiver Hinsicht hielt d er neurologische Gutachter fest, bei den spontanen Bewegungsabläufe n habe sich seitens der HWS und LWS keine relevante Bewe gungseinschränkung gezeigt. Klinisch habe sich ein leichtes zervikospondyloge nes und lumbospondylogenes Schmerzsyndrom ergeben, ohne wesentliche Funk tionseinschrän k ungen der HWS und LWS. Bildgebe nd sei 2016 eine Diskushernie auf H öhe L4/5 sow ie C5/6 dargestellt worden. Elektroneurographisch hätten sich im Bereich der oberen Extremitäten rechts Normalbefunde ergeben ( Urk. 8/74/76 ff.). Zusammenfassend bestehe aufgrund der Diskopathien im Bereich der HWS und LWS eine reduzierte Belastbarkeit des Achsenskeletts; körperlich schwere und gehäuft mittelschwere Verrichtungen seien daher ungeeignet ( Urk. 8/74/80 ff.). Im Rahmen der interdisziplinären Konsensbeurteilung kamen die begutachten den Fachärzte zum Schluss, in der angestammten Tätigkeit als Inha ber/Geschäftsführer eines Restaurationsbetriebes sei der Beschwerdeführer seit 2017 vollschichtig arbeitsfähig, jedoch mit einem verminderten Rendement von 20% aufgrund der limitierten Belastbarkeit für schwere Hebe- und Tragebelas tungen. Hinsichtlich einer leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit ohne Zwangshaltungen und ohne repetitive Überkopfarbeiten bestehe eine uneinge schränkte Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/74/11, Urk. 8/74/15 ff.). Auf entsprechende Rückfragen seitens der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 3) bestätigten die A.___ -Gutachter am 3 1. Juli 2020, dass unter Berücksichtigung der Mini-ICF-Kriterien sowie Kriterien gemäss AMDP keine psychopathologi schen Befunde bestünden und sich aufgrund der Colitis ulcerosa keine funktio nellen Einschränkungen ergäben ( Urk. 8/84). 4. 4.1 Das polydisziplinäre A.___ - Gutachten vom 2 8. November 2019 erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten und klinischen Untersu chungen vom 1 8. Dezember 2019, 8., 1 0. und 2 7. Januar 2020. Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein und liefert nachvollziehbare Schlussfolgerungen. Das Gutachten erfüllt damit die an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage gestellten Anforderungen (vgl. E. 1.5). 4.2 D er Expertin oder dem Experten kommt bezüglich der Wahl der Untersuchungs methoden ein weiter Ermessensspielraum zu; es ist nicht zwingend notwendig, dass Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Insbesondere wenn sich – wie vor liegend - weder aufgrund der erhobenen Befunde noch subjektiven Beschwerde schilderungen Anlass für irgendwie geartete Weiterungen ergibt. Welche Zusat zuntersuchungen die Gutachter z u Unrecht unterlassen haben sollten, gab der Beschwerdeführer denn auch nicht konkret an. Die Colitis ulcerosa wurde nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers vor Jahrzehnten diagnostiziert und behandelt (vgl. Urk. 8/74/69; vgl. auch Urk. 8/45, wonach die Erstdiagnose 2008 erfolgte). Akute Darmbeschwerden gab der Beschwerdeführer nicht an; entspre chend fanden im Zeitpunkt der Begutachtung diesbezüglich weder ärztliche Kon trollen noch Behandlungen statt. Weshalb und inwiefern sich aufgrund der Colitis ulcerosa medizinische Weiterungen und/oder arbeitsrelevante Einschränkungen ergeben sollten, erschliesst sich dem Gericht vor diesem Hintergrund nicht und hat der Beschwerdeführer ebenso wenig plausibilisiert. 4.3 Für den Aussagegehalt eines medizinischen Berichts kommt es auch nicht in ers ter Linie auf die Dauer der Untersuchung an. Massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Der für eine psychi atrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand hängt stets von der Fra gestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie ab (vgl. Urteil des Bundes gericht s 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 ). Der – nicht begründete – be - schwerdeweise Einwand, die psychiatrische Exploration sei mit nur 50 Minuten zu kurz aufgefallen, geht ins Leere ( Urk. 1). Im Einklang mit den medizinischen Vorakten (vgl. etwa Urk. 8/18/30, Urk. 8/18/33 f., Urk. 8/60/1) diagnostizierten die A.___ —Gutachter eine Zervikobrachialgie rechts und Lumboischialgie rechts (vgl. Urk. 8/74/13). Für die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung resp. Notwendigkeit, eine solche überhaupt zu prüfen, vermögen subjektiv stark wahr genommene Schmerzen nicht zu genügen (vgl. Urk. 1 S. 6). Vielmehr bedarf es hierfür zusätzlicher, krankheitsspezifischer Merkmale nach Massgabe des ICD- Klassifikationssystems. Solche ergaben sich weder aufgrund der aktuellen Unter suchung noch gestützt auf die Vorakten. Im Gegenteil hat der psychiatrische A.___ -Gutachter irgendwie geartete psychopathologische Auffälligkeiten und Befunde – mit Ausnahm e etwaiger spezifischer Phobien ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. Urk. 8/74/14) - ausdrücklich verneint (vg l. Urk. 8/74/59 f., Urk. 8/84). Beim Fehlen relevanter psycho pathologischer Befunde und Diag nosen bestand denn auch weder Raum noch Anlass für eine eingehende Ressour cenprüfung im Sinne der höchstrichterlichen Praxis bei Vorliegen p sychische r Leiden (BGE 141 V 281; BGE 143 V 418 E. 7). Im Übrigen findet sich eine solche – entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers – sowohl im psychiatrischen Teil- wie auch im Hauptgutachten ( Urk. 8/74/14 f. und Urk. 8/74/60 f.). Bleibt schliesslich darauf hinzuweisen, dass ein IV-relevanter Gesundheitsschaden von Vornherein ausser Betracht fällt, wo belastende psychosoziale Faktoren i m Vor dergrund stehen ( vgl. ausdrücklich in Urk. 8/74/14; BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2 ). 4.4 Das beschwerdeweise Vorbringen, die medizinischen Teilgutachten bestünden weitestgehend aus Querverweisen ( Urk. 1, Urk. 8/81/5 ff.), erweist sich als ebenso unzutreffend wie unbehelflich. In den Teilgutachten wurde die Situation fach ärztlich beleuchtet und es wurden die fachspezifischen Fragen aufschlussreich und nachvollziehbar beantwortet. Inwiefern sich der Verzicht auf die vierfache Wiedergabe allgemeiner Inhalte, etwa zum Anlass und Auftrag des Gutachtens (vgl. Urk. 8/74/66), negativ auf die Qualität und den Beweiswert des Gutachtens auswirken sollte, ist nicht einzusehen. 4.5 Soweit der Beschwerdeführer sodann einwandte, aufgrund der ausgeprägten Schmerzen sei eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit einem verminderten Ren dement von 20 % unrealistisch ( Urk. 1, Urk. 8/81/7), widerspricht er damit seinen eigenen Angaben gegenüber dem internistischen Gutachter, wonach er eine 80%-Stelle nicht ablehnen würde (vgl. Urk. 8/74/28). Als zumindest fraglich erweist es sich ausserdem, wenn der Beschwerdeführer einerseits Rückens chmerzen im Aus mass von durchschnittlich 9/10 VAS angibt (vgl. Urk. 8/74/70) und andererseits zu r Schmerzbewältigung lediglich Dafalgan ein- und darüber hinaus keinerlei therapeutische Massnahmen wahrnimmt ( Urk. 8/74/42; vgl. allerdings Urk. 8/74/88, wonach der im Blutserum gemessene Wirkstoff von Dafalgan deut lich unterhalb des Referenzbereichs, Ibuprofen indes innert desselben lag ). Bemerkenswert ist auch, dass sich anlässlich der gutachterlichen Untersuchung – ungeachtet der angegebenen Schmerzintensität von aktuell 7.5 VAS ( Urk. 8/74/70) – in den spontanen Bewegungsabläufen keine relevanten Ein schränkungen ergaben und sich das An- und Auskleiden seitens der HWS und LWS problemlos gestaltete ( Urk. 8/74/75). 4.6 Der Einwand, die Gutachter hätten es im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurtei lung versäumt, einen Arbeitgeberbericht inkl. Belastungsprofil einzuholen (vgl. Urk. 1, Urk. 8/ 81/6), geht ebenfalls ins Leere. In der angestammten Tätigkeit war der Beschwerdeführer faktisch selbständigerwerbend. Damit genügten auch s eine eigenen Angaben, wonach er als Geschäftsführer der Y.___ GmbH als Kurier (gehend, 10 % ) und Koch (stehend, 50 % ) f ungiert habe, die restlichen 40 % auf sitzende Tätigkeiten (Administration/ Autofahrten für Kurierdienste) entf allen seien und er zum Teil auch Lasten von 20-30 kg habe tragen müssen ( Einkäufe/ Lagerarbeiten, Urk. 8/74/11, Urk. 8/74/25 ; vgl. Urk. 8/12/1 ). Dieses Tätigkeitsprofil hat der Beschwerdeführer bes chwerdeweise bestätigt ( Urk. 1 S. 4). Soweit er gleichzeitig geltend machte, die angestammte Tätigkeit sei als körper lich schwer zu taxieren, kann ihm beim geschilderten Tätigkeits- und Belastungs profil offensichtlich nicht gefolgt werden. Die fachärztlich und nachvollziehbar begründete Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im A.___ -Gutachten erging unter Berücksichtigung der relevanten Vorakten. Eine explizite Auseinandersetzung mit der davon abweichenden Einschätzung der behandelnden Hausärztin war – entgegen dem Beschwerdeführer ( Urk. 1 S. 8) - weder nötig noch möglich. Insbesondere liess diese die postulierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit gänzlich unbegründet und bezog sie sich damit offensichtlich auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers als Cha uffeur (Urk. 8/60/2). 4.7 Zusammenfassend ergibt sich gestützt auf das beweiskräftige A.___ -Gutachten vom 2 8. November 2019, dass der Beschwerd eführer seit 2017 in der angestamm ten Tätigkeit vollschichtig, jedoch mit einem verminderten Rendement von 20 % arbeitsfähig war. Hinsichtlich einer – näher umschriebenen (vgl. Urk. 8/74/17) – optimal angepassten Verweist ätigkeit bestand eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Damit besteht kein weiterer Abklärungsbedarf (antizi pierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen). 5. Da das Validen- und Invalideneinkommen unter Hinweis auf die fehlende Berufs ausbildung des Beschwerdeführers sowie auf das medizinische Belastungsprofil ausgehend vom gleichen Tabellenlohn (für einfache und repetitive Hilfsarbeiten) zu berechnen wäre, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad im Sinne einer rechnerischen Vereinfachung dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabel lenlohn (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 mit weiteren Hinweisen). Da der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundes gerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2 ) und auch sonst keine abzu gsfähigen Merkmale ersichtlich sind, ist vorliegend kein leidensbedingter oder sonst wie begründeter Abzug vom Tabel lenlohn vorzunehmen. Dem Beschwerdeführer wurde in seiner angestammten Tätigkeit eine 80%ige und in einer optimal adaptierten Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Daraus resultiert ein rentenausschliessender IV-Grad von maximal 20 %. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6. Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 7 00.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Evalotta Samuelsson - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstHediger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2020.00791 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger Urteil vom 4. März 2021

IV.2020.00791

IV.2020.00791

IV.2020.00791 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger

Urteil vom 4. März 2021

Urteil vom 4. März 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Evalotta Samuelsson

vertreten durch Rechtsanwältin Evalotta Samuelsson ADVOMED

ADVOMED Bahnhofstrasse 12, 8001 Zürich

Bahnhofstrasse 12, 8001 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Der 1975 geborene X.___, ohne Berufsausbildung und Vater dreier 201 2, 2017 und 2019 geborener Kinder, reiste im Juni 2012 in die Schweiz ein und war bis zum Firmenk onkurs 2017 Geschäftsführer/Gesellschafter der Y.___ GmbH (vgl. Handelsregister des Kantons Zürich) ; seither arbeitete er als Chauffeur für Kurierdienste (50%) bei der Z.___ GmbH ( Urk. 8/74/41, Urk. 8/74/81 ). Am 4. November 2016 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen im Juni 2016 erlittenen Bandschei benvorfall bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stell e, zum Leistungsbezug an (Urk. 8 /1). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8 /18 /1-40 ) bei. Im April 2017 teilte sie dem Versicherten mit, zurzeit seien keine beruflichen Eing liederungsmassnahmen nötig, da er als Geschäftsführer in der eigene n Unternehmung tätig sei (Urk. 8 /29). Mit Verfügung vom 1 4. Septem ber 2017 verneinte die IV-Stelle einen Rent enanspruch des Versicherten (Urk. 8/ 40 ). Die am 5. Oktober 2017 ( Urk. 8/46/3 ff.) dagegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2017.01087 vom 9. Oktober 2018 in dem Sinne gut, dass es die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die IV-Stelle zurückwies ( Urk. 8/48).

1.1 Der 1975 geborene X.___, ohne Berufsausbildung und Vater dreier 201 2, 2017 und 2019 geborener Kinder, reiste im Juni 2012 in die Schweiz ein und war bis zum Firmenk onkurs 2017 Geschäftsführer/Gesellschafter der Y.___ GmbH (vgl. Handelsregister des Kantons Zürich) ; seither arbeitete er als Chauffeur für Kurierdienste (50%) bei der Z.___ GmbH ( Urk. 8/74/41, Urk. 8/74/81 ). Am 4. November 2016 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen im Juni 2016 erlittenen Bandschei benvorfall bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stell e, zum Leistungsbezug an (Urk. 8 /1). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8 /18 /1-40 ) bei. Im April 2017 teilte sie dem Versicherten mit, zurzeit seien keine beruflichen Eing liederungsmassnahmen nötig, da er als Geschäftsführer in der eigene n Unternehmung tätig sei (Urk. 8 /29). Mit Verfügung vom 1 4. Septem ber 2017 verneinte die IV-Stelle einen Rent enanspruch des Versicherten (Urk. 8/ 40 ). Die am 5. Oktober 2017 ( Urk. 8/46/3 ff.) dagegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2017.01087 vom 9. Oktober 2018 in dem Sinne gut, dass es die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die IV-Stelle zurückwies ( Urk. 8/48). 1.2 In Nachachtung des vorgenannten Gerichtsentscheids veranlasste die IV-Stelle das polydisziplinäre (Allgemeine Medizin/Neurologie/Psychiatrie/Rheumatologie) Gutachten des Zentrums A.___ vom 2 8. November 2019 ( Urk. 8/74 /1-88, mit ergänzender Stellu ngnahme vom 3 1. Juli 2020, Urk. 8/84; vgl. auch Urk. 3 ). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/75, Urk. 8/77, Urk. 7/81) wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des Ver sicherten mit Verfügung vom 1 2. Oktober 2020 ab ( Urk. 2).

1.2 In Nachachtung des vorgenannten Gerichtsentscheids veranlasste die IV-Stelle das polydisziplinäre (Allgemeine Medizin/Neurologie/Psychiatrie/Rheumatologie) Gutachten des Zentrums A.___ vom 2 8. November 2019 ( Urk. 8/74 /1-88, mit ergänzender Stellu ngnahme vom 3 1. Juli 2020, Urk. 8/84; vgl. auch Urk. 3 ). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/75, Urk. 8/77, Urk. 7/81) wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des Ver sicherten mit Verfügung vom 1 2. Oktober 2020 ab ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 1 1. November 2020 Beschwerde und beantragte, es sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2020 zwecks Durchführung einer externen Expertise an die IV-Stelle zurückzu weisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7 ), was dem Beschwer deführer am 1 4. Januar 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9 ).

2. Dagegen erhob X.___ am 1 1. November 2020 Beschwerde und beantragte, es sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2020 zwecks Durchführung einer externen Expertise an die IV-Stelle zurückzu weisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7 ), was dem Beschwer deführer am 1 4. Januar 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9 ). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teils des Sozialver sicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teils des Sozialver sicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG).

1.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). 1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.

1.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi zinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi zinischen Zusam menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Den von Versicherung strägern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom 11. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen).

Den von Versicherung strägern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom 11. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen). 2.

2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Inhaber und Geschäftsführer seit dem 1. Januar 2017 zu 80 % arbeitsfähig. Für leichte bis mittelschwere Verweistätigkeiten ohne repetitive Überkopfarbeiten bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die vermin derte Leis tungsfähigkeit von 20 % entspreche dem rentenausschli essenden IV-Grad ( Urk. 2).

2.1 In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Inhaber und Geschäftsführer seit dem 1. Januar 2017 zu 80 % arbeitsfähig. Für leichte bis mittelschwere Verweistätigkeiten ohne repetitive Überkopfarbeiten bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die vermin derte Leis tungsfähigkeit von 20 % entspreche dem rentenausschli essenden IV-Grad ( Urk. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer wandte ein, auf das A.___ -Gutachten könne nicht abge stellt werden. Zunächst sei die psychiatrische Untersuchung von gerade mal 50 Minuten zu kurz ausgefallen. Dies gelte umso mehr, als dass eine somatoforme Schmerzstörung nicht ausgeschlossen werden könne. Der orthopädische Gutach ter habe dies denn auch impliziert, indem er festgehalten habe, die Schmerzsymp tomatik werde vom Beschwerdeführer subjektiv stark wahrgenommen. Der psy chiatrische Facharzt habe sich nicht mit einer möglichen Erkrankung aus dem Kreis der somatoformen Störungen auseinandergesetzt. Zudem fehle eine Ausei nandersetzung mit den divergierenden Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der behan delnden Ärzte. Mithin sei das A.___ -Gutachten unvollständig und lägen kon krete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit vor. Die Sache sei deshalb zur erneu ten polydisziplinären Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1). In der als integraler Bestandteil der Beschwerde erklärten Einsprache monierte der Beschwerdeführer zudem, das neurologische und das orthopädi sche A.___ -Teilgutachten bestünden überwiegend aus Querverw ei sen ; auf den Anlass und di e Umstände der Begutachtung sei in den Teilgutachten überhaupt nicht eingegangen worden. Das mache wenig Sinn. Zur Beurteilung der Arbeits fähigkeit hätte n die Gutachter zudem ein en Arbeitgeberbericht einholen müssen. Aufgrund der ausgeprägten Schmerzstörung sei eine vollschichtige Arbeitsfähig keit mit einem verminderten Rendement von 20 % unrealistisch. Das internisti sche Teilgutachten erschöpfe sich in formellen Ausführungen, sage nichts aus, sondern verweise ebenfalls auf das Gesamtgutachten. Als Zusatzdiagnostik sei einzig eine Venenpunktion durchgeführt und auf die Colitis ulcerosa nicht ein gegangen worden. Schliesslich habe das Bundesgericht seine Praxis im Zusam menhang mit den somatoformen Schmerzstörungen geändert. Seither bedürfe es im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung einer ergebnisoffenen Ressourcen prüfung. Eine solche durchzuführen hätten die A.___ -Gutachter versäumt ( Urk. 8/81 S. 5 ff. )

2.2 Der Beschwerdeführer wandte ein, auf das A.___ -Gutachten könne nicht abge stellt werden. Zunächst sei die psychiatrische Untersuchung von gerade mal 50 Minuten zu kurz ausgefallen. Dies gelte umso mehr, als dass eine somatoforme Schmerzstörung nicht ausgeschlossen werden könne. Der orthopädische Gutach ter habe dies denn auch impliziert, indem er festgehalten habe, die Schmerzsymp tomatik werde vom Beschwerdeführer subjektiv stark wahrgenommen. Der psy chiatrische Facharzt habe sich nicht mit einer möglichen Erkrankung aus dem Kreis der somatoformen Störungen auseinandergesetzt. Zudem fehle eine Ausei nandersetzung mit den divergierenden Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der behan delnden Ärzte. Mithin sei das A.___ -Gutachten unvollständig und lägen kon krete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit vor. Die Sache sei deshalb zur erneu ten polydisziplinären Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1). In der als integraler Bestandteil der Beschwerde erklärten Einsprache monierte der Beschwerdeführer zudem, das neurologische und das orthopädi sche A.___ -Teilgutachten bestünden überwiegend aus Querverw ei sen ; auf den Anlass und di e Umstände der Begutachtung sei in den Teilgutachten überhaupt nicht eingegangen worden. Das mache wenig Sinn. Zur Beurteilung der Arbeits fähigkeit hätte n die Gutachter zudem ein en Arbeitgeberbericht einholen müssen. Aufgrund der ausgeprägten Schmerzstörung sei eine vollschichtige Arbeitsfähig keit mit einem verminderten Rendement von 20 % unrealistisch. Das internisti sche Teilgutachten erschöpfe sich in formellen Ausführungen, sage nichts aus, sondern verweise ebenfalls auf das Gesamtgutachten. Als Zusatzdiagnostik sei einzig eine Venenpunktion durchgeführt und auf die Colitis ulcerosa nicht ein gegangen worden. Schliesslich habe das Bundesgericht seine Praxis im Zusam menhang mit den somatoformen Schmerzstörungen geändert. Seither bedürfe es im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung einer ergebnisoffenen Ressourcen prüfung. Eine solche durchzuführen hätten die A.___ -Gutachter versäumt ( Urk. 8/81 S. 5 ff. ) 3. Im polydisziplinären A.___ -Gutachten vom 2 8. November 2019 hielten die begutachtenden Fachärzte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest ( Urk. 8/74/13):

3. Im polydisziplinären A.___ -Gutachten vom 2 8. November 2019 hielten die begutachtenden Fachärzte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest ( Urk. 8/74/13): - Zervikobrachialgie rechts

Zervikobrachialgie rechts - Diskushernie C5/6 rechts mediolateral

Diskushernie C5/6 rechts mediolateral - s ensibles Ausfallsyndrom C6

s ensibles Ausfallsyndrom C6 - z urzeit kein Nachweis eines radikulären Reizsyndroms

z urzeit kein Nachweis eines radikulären Reizsyndroms - Lumboischialgie rechts

Lumboischialgie rechts - Mediane Diskushernie L4/5

Mediane Diskushernie L4/5 - fragliches leichtes sensibles Syndrom L5 rechts

fragliches leichtes sensibles Syndrom L5 rechts - zurzeit kein Nachweis eines lumboradikulären Reizsyndroms

zurzeit kein Nachweis eines lumboradikulären Reizsyndroms Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie (1) eine Colitis ulcerosa, (2) einen Status nach OSG-Distorsion links am 7. Dezember 2019 (kon servativ behandelt) und (3) spezifische Phobien möglich (ICD-10: F40.2, Urk. 8/74/14).

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie (1) eine Colitis ulcerosa, (2) einen Status nach OSG-Distorsion links am 7. Dezember 2019 (kon servativ behandelt) und (3) spezifische Phobien möglich (ICD-10: F40.2, Urk. 8/74/14). Gegenüber dem begutachtenden Allgemeinmediziner habe der Beschwerdeführer Kopf- und Nackenschmerzen sowie Sensibilitätsstörungen in den Händen berich tet ( Urk. 8/74/25). Bei unauffälligen Untersuchungsbefunden ( Urk. 8/74/ 9 ) ergab sich aus allgemeinmedizinischer Sicht weder eine Diagnose noch eine Arbeitsun fähigkeit ( Urk. 8/74/ 30).

Gegenüber dem begutachtenden Allgemeinmediziner habe der Beschwerdeführer Kopf- und Nackenschmerzen sowie Sensibilitätsstörungen in den Händen berich tet ( Urk. 8/74/25). Bei unauffälligen Untersuchungsbefunden ( Urk. 8/74/ 9 ) ergab sich aus allgemeinmedizinischer Sicht weder eine Diagnose noch eine Arbeitsun fähigkeit ( Urk. 8/74/ 30). Im Rahmen der orthopädischen Explorat ion habe der Beschwerdeführer LWS-B lockaden sowie Blockaden im linken Schlüsselbein und Taubheitsgefühle in ver einzelten Fingern in beiden Händen geschildert. Gegen Schmerzen nehme er regelmässig Dafalgan, gelegentlich ein warmes Bad. Manchmal müsse er sich auch bewegen. Auf entsprechende Nachfrage berichtete er zudem nächtliche Nackenschmerzen. Seitens der OSG-Verletzung von Dezember 2019 gehe es ihm gut, er trage noch eine OSG-Bandage ( Urk. 8/74/39 f.). In objektiver Hinsicht hielt der begutachtende Orthopäde fest, i m Spontanverhalten habe die LWS keinerlei Auffälligkeite n oder Einschränkungen gezeigt. Klinisch finde sich eine moderate Einschränkung der LWS-Beweglichkeit bei Inklinati on; b ildgebend (MRI) bestün den lediglich diskrete degenerative Veränderungen im Bereich der LWS. Seitens der HWS habe sich – abgesehen von einer leichten Bewegungseinschränkung bei der Reklination – keine relevante Pathologie ergeben. Die OSG-Distorsion links sei ausgeheilt. Es bestehe weder eine Instabilität noch Schwellung oder Druc kdo lenz ; die Fussuntersuchung sei bland. Am Ende der Untersuchung habe der Beschwerdeführer die OSG-Bandage gar rechts montiert. Nachdem er darauf auf merksam gemacht worden sei, habe der Beschwerdeführer auf die Bandage ver zichtet und diese in der Hand getragen ( Urk. 8/74/47). Aufgrund der bildmorpho logischen Veränderungen der HWS und LWS bestünden für das Achsenskelett ständig belastende Tätigke iten und Überkopfarbeiten Einschränkungen (Urk. 8/74/48).

Im Rahmen der orthopädischen Explorat ion habe der Beschwerdeführer LWS-B lockaden sowie Blockaden im linken Schlüsselbein und Taubheitsgefühle in ver einzelten Fingern in beiden Händen geschildert. Gegen Schmerzen nehme er regelmässig Dafalgan, gelegentlich ein warmes Bad. Manchmal müsse er sich auch bewegen. Auf entsprechende Nachfrage berichtete er zudem nächtliche Nackenschmerzen. Seitens der OSG-Verletzung von Dezember 2019 gehe es ihm gut, er trage noch eine OSG-Bandage ( Urk. 8/74/39 f.). In objektiver Hinsicht hielt der begutachtende Orthopäde fest, i m Spontanverhalten habe die LWS keinerlei Auffälligkeite n oder Einschränkungen gezeigt. Klinisch finde sich eine moderate Einschränkung der LWS-Beweglichkeit bei Inklinati on; b ildgebend (MRI) bestün den lediglich diskrete degenerative Veränderungen im Bereich der LWS. Seitens der HWS habe sich – abgesehen von einer leichten Bewegungseinschränkung bei der Reklination – keine relevante Pathologie ergeben. Die OSG-Distorsion links sei ausgeheilt. Es bestehe weder eine Instabilität noch Schwellung oder Druc kdo lenz ; die Fussuntersuchung sei bland. Am Ende der Untersuchung habe der Beschwerdeführer die OSG-Bandage gar rechts montiert. Nachdem er darauf auf merksam gemacht worden sei, habe der Beschwerdeführer auf die Bandage ver zichtet und diese in der Hand getragen ( Urk. 8/74/47). Aufgrund der bildmorpho logischen Veränderungen der HWS und LWS bestünden für das Achsenskelett ständig belastende Tätigke iten und Überkopfarbeiten Einschränkungen (Urk. 8/74/48). In der psychiatrischen Exploration habe der Beschwerdeführer ein Erlebnis i n der Türkei erwähnt, bei dem er unter Waffengewalt gezwungen worden sei, Geld her auszugeben. Dies habe ihm ein halbes Jahr zu schaffen gemacht. Von der Familie werde er teilweise unter Druck gesetzt. Er habe Angst vor der Dunkelheit; zum Schlafen benötige er Licht. Er habe auch Höhenangst und dadurch Mühe beim Fliegen; b ei MRI-Untersuchungen habe er auch Mühe in der Röhre. Er ertrage es nicht, eingeschnürt zu sein, weshalb er auch keine Uhr trage und k einen Gips am Arm tragen würde ( Urk. 8/74/54). Im Rahmen der allgemeinen, sozialen und familiären Anamnese habe der Beschwerdeführer zudem aus geführt, er sei drei fach geschieden und habe drei Kinder aus zwei Ehen. Seine Firma sei Ende 2017 Konkurs gegangen. Seither sei er hochverschuldet. Es bestünden Verlustschei ne in Höhe von etwa Fr. 65'000.-- und weitere Schulden in Höhe von Fr. 20'000.--. Aktuell arbeite er zu 50 % im Bereich Transport. Davon lebe er und die Schul dentilgung bereite ihm Mühe ( Urk. 8/74/56 f.). In klinisch er Hinsicht ergaben sich keine Auffälligkeiten ( Urk. 8/74/58). Der psy chiatrische Gutachter hielt fest, der Beschwerdeführer befinde sich in einer psy chosozial belastenden Situation mit hoher Verschuldung, Trennung von Ehefrau und Kindern sowie beruflicher Ungewissheit. Die psychosoziale Belastung stehe im Vordergrund ( Urk. 8/74/14). Hinweise auf eine relevante psychiatrische Prob lematik bestü nden dagegen nicht. Namentlich bestehe weder eine affektive Stö rung noch bestünden reaktive Beschwerden. Soweit spezifische Phobien mög licherweise vorlägen, ergäben sich daraus keine relevanten Ei nschränkungen. Insbesondere sei der Beschwerdeführer in der Lage, alltägliche T ermine wahrzu nehmen, Aufgaben zu strukturieren und sich verschiedenen Begebenheiten anzupassen. Er könne seine fachliche Kompetenz anwenden, sich ein Urteil bilden und Entscheide fällen. Zudem seien Durchhalte- und Gruppenfähigkeit uneinge schränkt; der Beschw erdeführer könne sich behaupten und soziale Kontakte pfle gen, auch die familiären. Weiter sei letzterer in der Lage, Aktivitäten durchzu führen. Die Selbstpflege-, Verkehrs- und Wegefähigkeit sei en intakt. Bei alle dem ergebe sich aus psychiatrischer Sicht keine Beeinträchtigung und könne der Beschwerdeführer auf vorhandene Ressourcen und Fähigkeiten zurückgreifen. Damit ergaben sich aus psychiatrischer Hinsicht keine Diagnosen mit Auswirkun gen auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/74/59 f.).

In der psychiatrischen Exploration habe der Beschwerdeführer ein Erlebnis i n der Türkei erwähnt, bei dem er unter Waffengewalt gezwungen worden sei, Geld her auszugeben. Dies habe ihm ein halbes Jahr zu schaffen gemacht. Von der Familie werde er teilweise unter Druck gesetzt. Er habe Angst vor der Dunkelheit; zum Schlafen benötige er Licht. Er habe auch Höhenangst und dadurch Mühe beim Fliegen; b ei MRI-Untersuchungen habe er auch Mühe in der Röhre. Er ertrage es nicht, eingeschnürt zu sein, weshalb er auch keine Uhr trage und k einen Gips am Arm tragen würde ( Urk. 8/74/54). Im Rahmen der allgemeinen, sozialen und familiären Anamnese habe der Beschwerdeführer zudem aus geführt, er sei drei fach geschieden und habe drei Kinder aus zwei Ehen. Seine Firma sei Ende 2017 Konkurs gegangen. Seither sei er hochverschuldet. Es bestünden Verlustschei ne in Höhe von etwa Fr. 65'000.-- und weitere Schulden in Höhe von Fr. 20'000.--. Aktuell arbeite er zu 50 % im Bereich Transport. Davon lebe er und die Schul dentilgung bereite ihm Mühe ( Urk. 8/74/56 f.). In klinisch er Hinsicht ergaben sich keine Auffälligkeiten ( Urk. 8/74/58). Der psy chiatrische Gutachter hielt fest, der Beschwerdeführer befinde sich in einer psy chosozial belastenden Situation mit hoher Verschuldung, Trennung von Ehefrau und Kindern sowie beruflicher Ungewissheit. Die psychosoziale Belastung stehe im Vordergrund ( Urk. 8/74/14). Hinweise auf eine relevante psychiatrische Prob lematik bestü nden dagegen nicht. Namentlich bestehe weder eine affektive Stö rung noch bestünden reaktive Beschwerden. Soweit spezifische Phobien mög licherweise vorlägen, ergäben sich daraus keine relevanten Ei nschränkungen. Insbesondere sei der Beschwerdeführer in der Lage, alltägliche T ermine wahrzu nehmen, Aufgaben zu strukturieren und sich verschiedenen Begebenheiten anzupassen. Er könne seine fachliche Kompetenz anwenden, sich ein Urteil bilden und Entscheide fällen. Zudem seien Durchhalte- und Gruppenfähigkeit uneinge schränkt; der Beschw erdeführer könne sich behaupten und soziale Kontakte pfle gen, auch die familiären. Weiter sei letzterer in der Lage, Aktivitäten durchzu führen. Die Selbstpflege-, Verkehrs- und Wegefähigkeit sei en intakt. Bei alle dem ergebe sich aus psychiatrischer Sicht keine Beeinträchtigung und könne der Beschwerdeführer auf vorhandene Ressourcen und Fähigkeiten zurückgreifen. Damit ergaben sich aus psychiatrischer Hinsicht keine Diagnosen mit Auswirkun gen auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/74/59 f.). Im Rahmen der neurologischen Exploration habe der Beschwerdeführer an gege ben, die lumbalen Rückenschmerzen seien permanent vorhanden, akzentuiert bei längerem Sitzen und generell belastungsunabhängig. Weiter bestünden Ausstrah lungen bis in den rechten Oberschenkel. Die Intensität der Schmerzen skalierte der Beschwerdeführer im Bereich von 7.5 bis 9. 5, durchschnittlich 9 VAS. Die S chmerzen habe er auch schon physiotherapeutisch sowie mittels Massagen und MTT behandelt; dadurch sei es vorübergehend zu einer Beschwerdelinderung gekommen. Eine anhaltende Besserung habe nicht erzielt werden können. Sen somotorische Funktionseinschränkungen der unteren Extremitäten habe der Beschwerdeführ zunächst verneint. Später habe er angegeben, intermittierend und bei längerem Sitzen träten ebensolche am rechten Oberschenkel dorsalseitig auf. Die Kraft in den Beinen sei indes gut. Die Nackenschmerzen strahlten in den Hinterkopf sowie in beide Schultern aus, manchmal auch in den rechten Arm bis auf Höhe des Handgelenks. Das Kribbeln in der rechten Hand sei permanent vor handen; be lastungsabhängig nehme es zu, etwa bei Überkopfarbeiten oder beim Autofahren. Diesfalls verspüre er manchmal auch eine Kraftlosigkeit in den Armen, ansonsten sei die Kraft der oberen Extremitäten gut, abgesehen von einem abgeschwächten Faustschluss. Die Intensität der Nackenschmerzen sei nicht «so grossartig»; sie figurierten im Bereich zwischen 4.5 und 8.5, durch schnittlich bei 6 VAS. Der Beschwerdeführer habe im Nackenbereich einen Band scheibenvorfall erlitten. Er habe sich mittels Physiotherapie, Massage, MTT und Chiropraktik behandeln lassen. Eine anhaltende Besserung sei nicht eingetreten. Vor mehr als 15 bis 16 Jahren sei eine Colitis ulcerosa diagnostiziert und behan delt worden. Gegenwärtig erfolgten dies bezüglich keine Kontrollen ( Urk. 8/74/69 ff.). In objektiver Hinsicht hielt d er neurologische Gutachter fest, bei den spontanen Bewegungsabläufe n habe sich seitens der HWS und LWS keine relevante Bewe gungseinschränkung gezeigt. Klinisch habe sich ein leichtes zervikospondyloge nes und lumbospondylogenes Schmerzsyndrom ergeben, ohne wesentliche Funk tionseinschrän k ungen der HWS und LWS. Bildgebe nd sei 2016 eine Diskushernie auf H öhe L4/5 sow ie C5/6 dargestellt worden. Elektroneurographisch hätten sich im Bereich der oberen Extremitäten rechts Normalbefunde ergeben ( Urk. 8/74/76 ff.). Zusammenfassend bestehe aufgrund der Diskopathien im Bereich der HWS und LWS eine reduzierte Belastbarkeit des Achsenskeletts; körperlich schwere und gehäuft mittelschwere Verrichtungen seien daher ungeeignet ( Urk. 8/74/80 ff.).

Im Rahmen der neurologischen Exploration habe der Beschwerdeführer an gege ben, die lumbalen Rückenschmerzen seien permanent vorhanden, akzentuiert bei längerem Sitzen und generell belastungsunabhängig. Weiter bestünden Ausstrah lungen bis in den rechten Oberschenkel. Die Intensität der Schmerzen skalierte der Beschwerdeführer im Bereich von 7.5 bis 9. 5, durchschnittlich 9 VAS. Die S chmerzen habe er auch schon physiotherapeutisch sowie mittels Massagen und MTT behandelt; dadurch sei es vorübergehend zu einer Beschwerdelinderung gekommen. Eine anhaltende Besserung habe nicht erzielt werden können. Sen somotorische Funktionseinschränkungen der unteren Extremitäten habe der Beschwerdeführ zunächst verneint. Später habe er angegeben, intermittierend und bei längerem Sitzen träten ebensolche am rechten Oberschenkel dorsalseitig auf. Die Kraft in den Beinen sei indes gut. Die Nackenschmerzen strahlten in den Hinterkopf sowie in beide Schultern aus, manchmal auch in den rechten Arm bis auf Höhe des Handgelenks. Das Kribbeln in der rechten Hand sei permanent vor handen; be lastungsabhängig nehme es zu, etwa bei Überkopfarbeiten oder beim Autofahren. Diesfalls verspüre er manchmal auch eine Kraftlosigkeit in den Armen, ansonsten sei die Kraft der oberen Extremitäten gut, abgesehen von einem abgeschwächten Faustschluss. Die Intensität der Nackenschmerzen sei nicht «so grossartig»; sie figurierten im Bereich zwischen 4.5 und 8.5, durch schnittlich bei 6 VAS. Der Beschwerdeführer habe im Nackenbereich einen Band scheibenvorfall erlitten. Er habe sich mittels Physiotherapie, Massage, MTT und Chiropraktik behandeln lassen. Eine anhaltende Besserung sei nicht eingetreten. Vor mehr als 15 bis 16 Jahren sei eine Colitis ulcerosa diagnostiziert und behan delt worden. Gegenwärtig erfolgten dies bezüglich keine Kontrollen ( Urk. 8/74/69 ff.). In objektiver Hinsicht hielt d er neurologische Gutachter fest, bei den spontanen Bewegungsabläufe n habe sich seitens der HWS und LWS keine relevante Bewe gungseinschränkung gezeigt. Klinisch habe sich ein leichtes zervikospondyloge nes und lumbospondylogenes Schmerzsyndrom ergeben, ohne wesentliche Funk tionseinschrän k ungen der HWS und LWS. Bildgebe nd sei 2016 eine Diskushernie auf H öhe L4/5 sow ie C5/6 dargestellt worden. Elektroneurographisch hätten sich im Bereich der oberen Extremitäten rechts Normalbefunde ergeben ( Urk. 8/74/76 ff.). Zusammenfassend bestehe aufgrund der Diskopathien im Bereich der HWS und LWS eine reduzierte Belastbarkeit des Achsenskeletts; körperlich schwere und gehäuft mittelschwere Verrichtungen seien daher ungeeignet ( Urk. 8/74/80 ff.). Im Rahmen der interdisziplinären Konsensbeurteilung kamen die begutachten den Fachärzte zum Schluss, in der angestammten Tätigkeit als Inha ber/Geschäftsführer eines Restaurationsbetriebes sei der Beschwerdeführer seit 2017 vollschichtig arbeitsfähig, jedoch mit einem verminderten Rendement von 20% aufgrund der limitierten Belastbarkeit für schwere Hebe- und Tragebelas tungen. Hinsichtlich einer leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit ohne Zwangshaltungen und ohne repetitive Überkopfarbeiten bestehe eine uneinge schränkte Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/74/11, Urk. 8/74/15 ff.).

Im Rahmen der interdisziplinären Konsensbeurteilung kamen die begutachten den Fachärzte zum Schluss, in der angestammten Tätigkeit als Inha ber/Geschäftsführer eines Restaurationsbetriebes sei der Beschwerdeführer seit 2017 vollschichtig arbeitsfähig, jedoch mit einem verminderten Rendement von 20% aufgrund der limitierten Belastbarkeit für schwere Hebe- und Tragebelas tungen. Hinsichtlich einer leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit ohne Zwangshaltungen und ohne repetitive Überkopfarbeiten bestehe eine uneinge schränkte Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/74/11, Urk. 8/74/15 ff.). Auf entsprechende Rückfragen seitens der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 3) bestätigten die A.___ -Gutachter am 3 1. Juli 2020, dass unter Berücksichtigung der Mini-ICF-Kriterien sowie Kriterien gemäss AMDP keine psychopathologi schen Befunde bestünden und sich aufgrund der Colitis ulcerosa keine funktio nellen Einschränkungen ergäben ( Urk. 8/84).

Auf entsprechende Rückfragen seitens der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 3) bestätigten die A.___ -Gutachter am 3 1. Juli 2020, dass unter Berücksichtigung der Mini-ICF-Kriterien sowie Kriterien gemäss AMDP keine psychopathologi schen Befunde bestünden und sich aufgrund der Colitis ulcerosa keine funktio nellen Einschränkungen ergäben ( Urk. 8/84). 4.

4. 4.1 Das polydisziplinäre A.___ - Gutachten vom 2 8. November 2019 erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten und klinischen Untersu chungen vom 1 8. Dezember 2019, 8., 1 0. und 2 7. Januar 2020. Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein und liefert nachvollziehbare Schlussfolgerungen. Das Gutachten erfüllt damit die an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage gestellten Anforderungen (vgl. E. 1.5).

4.1 Das polydisziplinäre A.___ Gutachten vom 2 8. November 2019 erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten und klinischen Untersu chungen vom 1 8. Dezember 2019, 8., 1 0. und 2 7. Januar 2020. Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein und liefert nachvollziehbare Schlussfolgerungen. Das Gutachten erfüllt damit die an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage gestellten Anforderungen (vgl. E. 1.5). 4.2 D er Expertin oder dem Experten kommt bezüglich der Wahl der Untersuchungs methoden ein weiter Ermessensspielraum zu; es ist nicht zwingend notwendig, dass Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Insbesondere wenn sich – wie vor liegend - weder aufgrund der erhobenen Befunde noch subjektiven Beschwerde schilderungen Anlass für irgendwie geartete Weiterungen ergibt. Welche Zusat zuntersuchungen die Gutachter z u Unrecht unterlassen haben sollten, gab der Beschwerdeführer denn auch nicht konkret an. Die Colitis ulcerosa wurde nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers vor Jahrzehnten diagnostiziert und behandelt (vgl. Urk. 8/74/69; vgl. auch Urk. 8/45, wonach die Erstdiagnose 2008 erfolgte). Akute Darmbeschwerden gab der Beschwerdeführer nicht an; entspre chend fanden im Zeitpunkt der Begutachtung diesbezüglich weder ärztliche Kon trollen noch Behandlungen statt. Weshalb und inwiefern sich aufgrund der Colitis ulcerosa medizinische Weiterungen und/oder arbeitsrelevante Einschränkungen ergeben sollten, erschliesst sich dem Gericht vor diesem Hintergrund nicht und hat der Beschwerdeführer ebenso wenig plausibilisiert.

4.2 D er Expertin oder dem Experten kommt bezüglich der Wahl der Untersuchungs methoden ein weiter Ermessensspielraum zu; es ist nicht zwingend notwendig, dass Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Insbesondere wenn sich – wie vor liegend - weder aufgrund der erhobenen Befunde noch subjektiven Beschwerde schilderungen Anlass für irgendwie geartete Weiterungen ergibt. Welche Zusat zuntersuchungen die Gutachter z u Unrecht unterlassen haben sollten, gab der Beschwerdeführer denn auch nicht konkret an. Die Colitis ulcerosa wurde nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers vor Jahrzehnten diagnostiziert und behandelt (vgl. Urk. 8/74/69; vgl. auch Urk. 8/45, wonach die Erstdiagnose 2008 erfolgte). Akute Darmbeschwerden gab der Beschwerdeführer nicht an; entspre chend fanden im Zeitpunkt der Begutachtung diesbezüglich weder ärztliche Kon trollen noch Behandlungen statt. Weshalb und inwiefern sich aufgrund der Colitis ulcerosa medizinische Weiterungen und/oder arbeitsrelevante Einschränkungen ergeben sollten, erschliesst sich dem Gericht vor diesem Hintergrund nicht und hat der Beschwerdeführer ebenso wenig plausibilisiert. 4.3 Für den Aussagegehalt eines medizinischen Berichts kommt es auch nicht in ers ter Linie auf die Dauer der Untersuchung an. Massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Der für eine psychi atrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand hängt stets von der Fra gestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie ab (vgl. Urteil des Bundes gericht s 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 ). Der – nicht begründete – be - schwerdeweise Einwand, die psychiatrische Exploration sei mit nur 50 Minuten zu kurz aufgefallen, geht ins Leere ( Urk. 1). Im Einklang mit den medizinischen Vorakten (vgl. etwa Urk. 8/18/30, Urk. 8/18/33 f., Urk. 8/60/1) diagnostizierten die A.___ —Gutachter eine Zervikobrachialgie rechts und Lumboischialgie rechts (vgl. Urk. 8/74/13). Für die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung resp. Notwendigkeit, eine solche überhaupt zu prüfen, vermögen subjektiv stark wahr genommene Schmerzen nicht zu genügen (vgl. Urk. 1 S. 6). Vielmehr bedarf es hierfür zusätzlicher, krankheitsspezifischer Merkmale nach Massgabe des ICD- Klassifikationssystems. Solche ergaben sich weder aufgrund der aktuellen Unter suchung noch gestützt auf die Vorakten. Im Gegenteil hat der psychiatrische A.___ -Gutachter irgendwie geartete psychopathologische Auffälligkeiten und Befunde – mit Ausnahm e etwaiger spezifischer Phobien ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. Urk. 8/74/14) - ausdrücklich verneint (vg l. Urk. 8/74/59 f., Urk. 8/84). Beim Fehlen relevanter psycho pathologischer Befunde und Diag nosen bestand denn auch weder Raum noch Anlass für eine eingehende Ressour cenprüfung im Sinne der höchstrichterlichen Praxis bei Vorliegen p sychische r Leiden (BGE 141 V 281; BGE 143 V 418 E. 7). Im Übrigen findet sich eine solche – entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers – sowohl im psychiatrischen Teil- wie auch im Hauptgutachten ( Urk. 8/74/14 f. und Urk. 8/74/60 f.). Bleibt schliesslich darauf hinzuweisen, dass ein IV-relevanter Gesundheitsschaden von Vornherein ausser Betracht fällt, wo belastende psychosoziale Faktoren i m Vor dergrund stehen ( vgl. ausdrücklich in Urk. 8/74/14; BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2 ).

4.3 Für den Aussagegehalt eines medizinischen Berichts kommt es auch nicht in ers ter Linie auf die Dauer der Untersuchung an. Massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Der für eine psychi atrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand hängt stets von der Fra gestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie ab (vgl. Urteil des Bundes gericht s 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 ). Der – nicht begründete – be schwerdeweise Einwand, die psychiatrische Exploration sei mit nur 50 Minuten zu kurz aufgefallen, geht ins Leere ( Urk. 1). Im Einklang mit den medizinischen Vorakten (vgl. etwa Urk. 8/18/30, Urk. 8/18/33 f., Urk. 8/60/1) diagnostizierten die A.___ —Gutachter eine Zervikobrachialgie rechts und Lumboischialgie rechts (vgl. Urk. 8/74/13). Für die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung resp. Notwendigkeit, eine solche überhaupt zu prüfen, vermögen subjektiv stark wahr genommene Schmerzen nicht zu genügen (vgl. Urk. 1 S. 6). Vielmehr bedarf es hierfür zusätzlicher, krankheitsspezifischer Merkmale nach Massgabe des ICD- Klassifikationssystems. Solche ergaben sich weder aufgrund der aktuellen Unter suchung noch gestützt auf die Vorakten. Im Gegenteil hat der psychiatrische A.___ -Gutachter irgendwie geartete psychopathologische Auffälligkeiten und Befunde – mit Ausnahm e etwaiger spezifischer Phobien ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. Urk. 8/74/14) - ausdrücklich verneint (vg l. Urk. 8/74/59 f., Urk. 8/84). Beim Fehlen relevanter psycho pathologischer Befunde und Diag nosen bestand denn auch weder Raum noch Anlass für eine eingehende Ressour cenprüfung im Sinne der höchstrichterlichen Praxis bei Vorliegen p sychische r Leiden (BGE 141 V 281; BGE 143 V 418 E. 7). Im Übrigen findet sich eine solche – entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers – sowohl im psychiatrischen Teil- wie auch im Hauptgutachten ( Urk. 8/74/14 f. und Urk. 8/74/60 f.). Bleibt schliesslich darauf hinzuweisen, dass ein IV-relevanter Gesundheitsschaden von Vornherein ausser Betracht fällt, wo belastende psychosoziale Faktoren i m Vor dergrund stehen ( vgl. ausdrücklich in Urk. 8/74/14; BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2 ). 4.4 Das beschwerdeweise Vorbringen, die medizinischen Teilgutachten bestünden weitestgehend aus Querverweisen ( Urk. 1, Urk. 8/81/5 ff.), erweist sich als ebenso unzutreffend wie unbehelflich. In den Teilgutachten wurde die Situation fach ärztlich beleuchtet und es wurden die fachspezifischen Fragen aufschlussreich und nachvollziehbar beantwortet. Inwiefern sich der Verzicht auf die vierfache Wiedergabe allgemeiner Inhalte, etwa zum Anlass und Auftrag des Gutachtens (vgl. Urk. 8/74/66), negativ auf die Qualität und den Beweiswert des Gutachtens auswirken sollte, ist nicht einzusehen.

4.4 Das beschwerdeweise Vorbringen, die medizinischen Teilgutachten bestünden weitestgehend aus Querverweisen ( Urk. 1, Urk. 8/81/5 ff.), erweist sich als ebenso unzutreffend wie unbehelflich. In den Teilgutachten wurde die Situation fach ärztlich beleuchtet und es wurden die fachspezifischen Fragen aufschlussreich und nachvollziehbar beantwortet. Inwiefern sich der Verzicht auf die vierfache Wiedergabe allgemeiner Inhalte, etwa zum Anlass und Auftrag des Gutachtens (vgl. Urk. 8/74/66), negativ auf die Qualität und den Beweiswert des Gutachtens auswirken sollte, ist nicht einzusehen. 4.5 Soweit der Beschwerdeführer sodann einwandte, aufgrund der ausgeprägten Schmerzen sei eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit einem verminderten Ren dement von 20 % unrealistisch ( Urk. 1, Urk. 8/81/7), widerspricht er damit seinen eigenen Angaben gegenüber dem internistischen Gutachter, wonach er eine 80%-Stelle nicht ablehnen würde (vgl. Urk. 8/74/28). Als zumindest fraglich erweist es sich ausserdem, wenn der Beschwerdeführer einerseits Rückens chmerzen im Aus mass von durchschnittlich 9/10 VAS angibt (vgl. Urk. 8/74/70) und andererseits zu r Schmerzbewältigung lediglich Dafalgan ein- und darüber hinaus keinerlei therapeutische Massnahmen wahrnimmt ( Urk. 8/74/42; vgl. allerdings Urk. 8/74/88, wonach der im Blutserum gemessene Wirkstoff von Dafalgan deut lich unterhalb des Referenzbereichs, Ibuprofen indes innert desselben lag ). Bemerkenswert ist auch, dass sich anlässlich der gutachterlichen Untersuchung – ungeachtet der angegebenen Schmerzintensität von aktuell 7.5 VAS ( Urk. 8/74/70) – in den spontanen Bewegungsabläufen keine relevanten Ein schränkungen ergaben und sich das An- und Auskleiden seitens der HWS und LWS problemlos gestaltete ( Urk. 8/74/75).

4.5 Soweit der Beschwerdeführer sodann einwandte, aufgrund der ausgeprägten Schmerzen sei eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit einem verminderten Ren dement von 20 % unrealistisch ( Urk. 1, Urk. 8/81/7), widerspricht er damit seinen eigenen Angaben gegenüber dem internistischen Gutachter, wonach er eine 80%-Stelle nicht ablehnen würde (vgl. Urk. 8/74/28). Als zumindest fraglich erweist es sich ausserdem, wenn der Beschwerdeführer einerseits Rückens chmerzen im Aus mass von durchschnittlich 9/10 VAS angibt (vgl. Urk. 8/74/70) und andererseits zu r Schmerzbewältigung lediglich Dafalgan ein- und darüber hinaus keinerlei therapeutische Massnahmen wahrnimmt ( Urk. 8/74/42; vgl. allerdings Urk. 8/74/88, wonach der im Blutserum gemessene Wirkstoff von Dafalgan deut lich unterhalb des Referenzbereichs, Ibuprofen indes innert desselben lag ). Bemerkenswert ist auch, dass sich anlässlich der gutachterlichen Untersuchung – ungeachtet der angegebenen Schmerzintensität von aktuell 7.5 VAS ( Urk. 8/74/70) – in den spontanen Bewegungsabläufen keine relevanten Ein schränkungen ergaben und sich das An- und Auskleiden seitens der HWS und LWS problemlos gestaltete ( Urk. 8/74/75). 4.6 Der Einwand, die Gutachter hätten es im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurtei lung versäumt, einen Arbeitgeberbericht inkl. Belastungsprofil einzuholen (vgl. Urk. 1, Urk. 8/ 81/6), geht ebenfalls ins Leere. In der angestammten Tätigkeit war der Beschwerdeführer faktisch selbständigerwerbend. Damit genügten auch s eine eigenen Angaben, wonach er als Geschäftsführer der Y.___ GmbH als Kurier (gehend, 10 % ) und Koch (stehend, 50 % ) f ungiert habe, die restlichen 40 % auf sitzende Tätigkeiten (Administration/ Autofahrten für Kurierdienste) entf allen seien und er zum Teil auch Lasten von 20-30 kg habe tragen müssen ( Einkäufe/ Lagerarbeiten, Urk. 8/74/11, Urk. 8/74/25 ; vgl. Urk. 8/12/1 ). Dieses Tätigkeitsprofil hat der Beschwerdeführer bes chwerdeweise bestätigt ( Urk. 1 S. 4). Soweit er gleichzeitig geltend machte, die angestammte Tätigkeit sei als körper lich schwer zu taxieren, kann ihm beim geschilderten Tätigkeits- und Belastungs profil offensichtlich nicht gefolgt werden.

4.6 Der Einwand, die Gutachter hätten es im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurtei lung versäumt, einen Arbeitgeberbericht inkl. Belastungsprofil einzuholen (vgl. Urk. 1, Urk. 8/ 81/6), geht ebenfalls ins Leere. In der angestammten Tätigkeit war der Beschwerdeführer faktisch selbständigerwerbend. Damit genügten auch s eine eigenen Angaben, wonach er als Geschäftsführer der Y.___ GmbH als Kurier (gehend, 10 % ) und Koch (stehend, 50 % ) f ungiert habe, die restlichen 40 % auf sitzende Tätigkeiten (Administration/ Autofahrten für Kurierdienste) entf allen seien und er zum Teil auch Lasten von 20-30 kg habe tragen müssen ( Einkäufe/ Lagerarbeiten, Urk. 8/74/11, Urk. 8/74/25 ; vgl. Urk. 8/12/1 ). Dieses Tätigkeitsprofil hat der Beschwerdeführer bes chwerdeweise bestätigt ( Urk. 1 S. 4). Soweit er gleichzeitig geltend machte, die angestammte Tätigkeit sei als körper lich schwer zu taxieren, kann ihm beim geschilderten Tätigkeits- und Belastungs profil offensichtlich nicht gefolgt werden. Die fachärztlich und nachvollziehbar begründete Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im A.___ -Gutachten erging unter Berücksichtigung der relevanten Vorakten. Eine explizite Auseinandersetzung mit der davon abweichenden Einschätzung der behandelnden Hausärztin war – entgegen dem Beschwerdeführer ( Urk. 1 S. 8) - weder nötig noch möglich. Insbesondere liess diese die postulierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit gänzlich unbegründet und bezog sie sich damit offensichtlich auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers als Cha uffeur (Urk. 8/60/2).

Die fachärztlich und nachvollziehbar begründete Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im A.___ -Gutachten erging unter Berücksichtigung der relevanten Vorakten. Eine explizite Auseinandersetzung mit der davon abweichenden Einschätzung der behandelnden Hausärztin war – entgegen dem Beschwerdeführer ( Urk. 1 S. 8) - weder nötig noch möglich. Insbesondere liess diese die postulierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit gänzlich unbegründet und bezog sie sich damit offensichtlich auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers als Cha uffeur (Urk. 8/60/2). 4.7 Zusammenfassend ergibt sich gestützt auf das beweiskräftige A.___ -Gutachten vom 2 8. November 2019, dass der Beschwerd eführer seit 2017 in der angestamm ten Tätigkeit vollschichtig, jedoch mit einem verminderten Rendement von 20 % arbeitsfähig war. Hinsichtlich einer – näher umschriebenen (vgl. Urk. 8/74/17) – optimal angepassten Verweist ätigkeit bestand eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Damit besteht kein weiterer Abklärungsbedarf (antizi pierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).

4.7 Zusammenfassend ergibt sich gestützt auf das beweiskräftige A.___ -Gutachten vom 2 8. November 2019, dass der Beschwerd eführer seit 2017 in der angestamm ten Tätigkeit vollschichtig, jedoch mit einem verminderten Rendement von 20 % arbeitsfähig war. Hinsichtlich einer – näher umschriebenen (vgl. Urk. 8/74/17) – optimal angepassten Verweist ätigkeit bestand eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Damit besteht kein weiterer Abklärungsbedarf (antizi pierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen). 5. Da das Validen- und Invalideneinkommen unter Hinweis auf die fehlende Berufs ausbildung des Beschwerdeführers sowie auf das medizinische Belastungsprofil ausgehend vom gleichen Tabellenlohn (für einfache und repetitive Hilfsarbeiten) zu berechnen wäre, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad im Sinne einer rechnerischen Vereinfachung dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabel lenlohn (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 mit weiteren Hinweisen). Da der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundes gerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2 ) und auch sonst keine abzu gsfähigen Merkmale ersichtlich sind, ist vorliegend kein leidensbedingter oder sonst wie begründeter Abzug vom Tabel lenlohn vorzunehmen.

5. Da das Validen- und Invalideneinkommen unter Hinweis auf die fehlende Berufs ausbildung des Beschwerdeführers sowie auf das medizinische Belastungsprofil ausgehend vom gleichen Tabellenlohn (für einfache und repetitive Hilfsarbeiten) zu berechnen wäre, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad im Sinne einer rechnerischen Vereinfachung dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabel lenlohn (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 mit weiteren Hinweisen). Da der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundes gerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2 ) und auch sonst keine abzu gsfähigen Merkmale ersichtlich sind, ist vorliegend kein leidensbedingter oder sonst wie begründeter Abzug vom Tabel lenlohn vorzunehmen. Dem Beschwerdeführer wurde in seiner angestammten Tätigkeit eine 80%ige und in einer optimal adaptierten Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Daraus resultiert ein rentenausschliessender IV-Grad von maximal 20 %.

Dem Beschwerdeführer wurde in seiner angestammten Tätigkeit eine 80%ige und in einer optimal adaptierten Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Daraus resultiert ein rentenausschliessender IV-Grad von maximal 20 %. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6. Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 7 00.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG).

6. Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 7 00.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Evalotta Samuelsson

Rechtsanwältin Evalotta Samuelsson - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

HurstHediger