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Die zunehmende Internationalisierung der Schweizer Wirtschaft geht nicht auf Kosten des Wirtschafts-Standortes Schweiz. Im Gegenteil: Das Konjunkturwachstum hierzulande wird vielmehr durch eine intensivere Präsenz im Ausland gestärkt
Dies geht aus einer Untersuchung der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) hervor, die am Freitag (02.03.) in der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" des Staatsekretariates für Wirtschaft (seco) veröffentlicht wurde.
Die Internationalisierung sei in den Neunzigerjahren in rasantem Tempo verlaufen: Von 1989 bis 1998 habe sich der Anteil von Unternehmen mit Auslandsaktivitäten verdoppelt, hiess es weiter. Noch stärker sei die Zunahme im Sektor Bau/Dienstleistungen und bei Kleinfirmen gewesen.
Besonders häufig seien Auslandsengagements im EU-Raum. Mit einigem Abstand folgen Nordamerika, Ost-Mitteleuropa und Teile von Asien. Die Präsenz konzentriere sich also auf "reiche Länder", deren Voraussetzungen sich von jenen der Schweiz wenig unterscheiden.
Kostengründe bei wenigen ausschlaggebend
Dort sind Wissen und Bildung ebenso wie hierzulande reichlich vorhanden, während unqualifizierte Arbeit relativ knapp ist. Unter diesen Umständen seien die Anreize für Unternehmen nicht sehr hoch, aus Kostengründen Aktivitäten ins Ausland zu verlagern, hiess es.
Es zeige sich, dass diejenigen Branchen vor allem jenseits der Landesgrenze tätig seien, die besonders innovativ seien und viele gebildete Angestellte einsetzten. Dagegen seien tiefe Lohnkosten nur bei wenigen Firmen ein Motiv für ein Auslandsengagement. In der Regel liessen sich die Märkte in fremden Ländern nur durch eine Präsenz vor Ort erschliessen, hiess es.
Die Internationalisierung der Wirtschaft habe zur Folge, dass die Nachfrage nach höher qualifizierten Mitarbeitern grösser werde. Niedrige Qualifikationen würden immer weniger gesucht.
swissinfo und Agenturen