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Hommage an Jacob Müller
Jacob Müller (1905-1998) gehörte mit seinen zusammenlegbaren Typenmöbeln zu den Schweizer Designpionieren. Sein Enkel Severin Müller ehrt seinen Grossvater mit zehn Hockern, die einen Prototyp aus den Zwanzigerjahren aufgreifen.
Jacob Müller (1905-1998) gehörte mit seinen vielfältig zusammenlegbaren Typenmöbeln aus Holz zu den Schweizer Designpionieren. Sein Enkel Severin Müller, Holzbildhauer, ehrt seinen Grossvater mit zehn Hockern, die einen Prototyp aus den Zwanzigerjahren aufgreifen. Die einzelnen Stücke sägt Severin Müller aus rohen Fichtenbrettern von Hand und mit gutem Augenmass, hobelt sie und setzt sie zusammen.
Anlass für die Hommage bietet die Ausstellung «Jacob Müller» im Architekturforum Zürich, die im Rahmen der Messe Design+Design ausgerichtet wird. Arthur Rüegg kuratierte die Ausstallung und zeigt die besten Stücke aus dem von der Familie gehüteten Nachlass. Darunter die «Paketmöbel», Stücke aus der Klappmöbelserie «Plio» und zahlreiche Dokumente. Ein weiterer Teil thematisiert sein Engagement während der Kriegs- und Nachkriegsjahre bei der «Werkgenossenschaft Wohnhilfe», die er als gelernter Schreiner mitbegründete. Müller betätigte sich als Architekt und verfasste zahlreiche Publikationen. Den Traditionen seines Handwerks verpflichtet, entwarf er Möbel, die Vielfachnutzungen ermöglichten. Bemerkenswert ist sein sparsamer Umgang mit dem Werkstoff Holz.
Das Möbelprogramm «Plio» wird von der Vintagemesse Design+Design in einer auf 15 Stück limitierten Edition aufgelegt wird. Zudem widmet sich der Messekatalog dem Schaffen Jacob Müllers.