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Anke Caroline Burger übersetzt Romane aus dem Englischen, u.a. von Jon McGregor, Mark Haddon und Adam Johnson. Sie lebt in Berlin und Montreal, Kanada.
Miranda Beverly-Whittemore, geboren 1976, verbrachte als Tochter eines Anthropologen einen Teil ihrer Kindheit in Senegal. Die Familie liess sich in Vermont nieder, wo ihr Roman Bittersweet verortet ist. 2007 wurde sie mit dem Janet Heidinger Kafka Prize ausgezeichnet. Miranda Beverly-Whittemore lebt mit ihrer Familie in Brooklyn.
Ev, von allen bewundert, reich, schön, witzig, das blühende Leben. Mabel ist überglücklich als Ev Sie einlädt den Sommer mit ihr auf dem Landsitz ihrer Familie zu verbringen. Mabel kommt aus eher bescheidenen Verhältnissen und fühlt sich daher ganz besonders beachtet als Ev ihr dieses Angebot macht. Nie in ihren kühnsten... Ev, von allen bewundert, reich, schön, witzig, das blühende Leben. Mabel ist überglücklich als Ev Sie einlädt den Sommer mit ihr auf dem Landsitz ihrer Familie zu verbringen. Mabel kommt aus eher bescheidenen Verhältnissen und fühlt sich daher ganz besonders beachtet als Ev ihr dieses Angebot macht. Nie in ihren kühnsten Träumen hätte sie damit gerechnet. Denn sie ist genau das Gegenteil von dieser strahlenden Freundin. Alles, wirklich beinahe alles würde sie tun um endlich dazu zu gehören. Sie merkt gar nicht, wie sehr Ev sie für ihre Zwecke einspannt, wie sehr sie versucht ihr gerecht zu werden, wie sie immer mehr in den Hintergrund tritt und am Ende gar nicht mehr weiß wer sie wirklich ist. Konfrontiert mit dunklen Geheimnissen der Familie muss sie sich entscheiden wie sie sich verhält. Großartig wie die Autorin die Unsicherheit junger Mädchen beschreibt, Mädchen die sich selbst erst finden müssen, zu einer Identität und während dieser Entwicklung zum eigenen Selbst oftmals den falschen und oberflächlichen Idealen nacheifern. Interessant auch wie Ev , verwöhnt, gewohnt alles zu bekommen was sie will, es schafft Mabel so zu manipulieren und zu beeinflussen. Ein Entwicklungsroman, gut geschrieben, der sich auch für Jugendliche eignet.
Mabel Dagmar wird von Genevra Katherine Winslow, genannt Ev, zu einem glamourösen Empfang der Collegepräsidenten anlässlich des 18. Geburtstags von Ev eingeladen. Sie kann es kaum glauben. Ev kommt aus einer wohlhabenden Familie, während Mabel quasi ein Nichts ist. Für Mabel wird mit der Einladung ein Traum war. Ev,... Mabel Dagmar wird von Genevra Katherine Winslow, genannt Ev, zu einem glamourösen Empfang der Collegepräsidenten anlässlich des 18. Geburtstags von Ev eingeladen. Sie kann es kaum glauben. Ev kommt aus einer wohlhabenden Familie, während Mabel quasi ein Nichts ist. Für Mabel wird mit der Einladung ein Traum war. Ev, die mitunter auch sehr großzügig sein kann, lässt sogar extra ein Kleid für Mabel anfertigen. Aber es kommt noch besser. Ev bietet ihr an den Sommer mit ihr in Winloch, dem Ferienort der Familie in Vermont zu verbringen. Dort gibt es für sie beide sogar ein eigenes Haus - Bittersweet, wo sie gemeinsam den ganzen Sommer allein sein können. Dort wird Mabel mit der gesamten riesigen Familie Winslow und deren Traditionen im Ferienort konfrontiert. Es scheint ihr so erstrebenswert und sie würde so gerne dazu gehören. Darum hat sie auch ständig Angst zurück geschickt zu werden. Sie lernt einige Familienangehörige besser kennen und wird geschickt von ihnen manipuliert. Sie soll die dunklen Geheimnisse der Winslows herausfinden. Dann würde sie das Haus von Indo - Evs Tante - erben. Auch wenn da der Gedanke ist, dass es bestimmt nicht klappt mit dem Haus, lässt sie sich trotz allem auf das Aufspüren der Geheimnisse ein. Ev, die eigentlich Zeit mit ihr verbringen will, hat selbst plötzlich ganz andere, eigene Pläne und lässt Mabel im Stich. Im Gegenteil sie benutzt Mabel als Alibi und trifft sich lieber heimlich mit ihrem Freund. Da Mabel also sowieso den Tag über allein ist, lässt sie sich auf die Spurensuche ein. Hilfe und Unterstützung erhält sie von Galway, dem Bruder von Ev. Gemeinsam versuchen beide hinter die Geheimnisse der Familie zu gelangen und kommen sich dabei auch noch näher. Und da ist so einiges an Ungereimtheiten, was ihnen auffällt. Es ist wie beim Stochern ins Wespennest, sie setzen mit der Suche Ereignisse in Gang, die wahrscheinlich nie passiert wären. Und auch in dieser Familie ist vielmehr im Argen, als man am Anfang gedacht hätte. Je tiefer man eindringt, umso größer wird das Entsetzen. Vielmehr will ich gar nicht erzählen. Ich glaube, da sollte sich jeder selbst ein Bild machen. Mich hat das Buch absolut begeistert. Es ist der Autorin gelungen auf eine sanfte Art und Weise viel Spannung zu erzeugen. Man ahnt beim Lesen ja nicht, wo es hingeht. Im Nachhinein hatte ich während des Lesens auch beim mir das Gefühl, irgendwie manipuliert zu werden. Die Spannung und die eigene Lust auf die Lösung der Geheimnisse wurden beim Lesen derart gesteigert, dass ich eigentlich keine Lust hatte, das Buch aus der Hand zu legen. Umso erstaunlicher dann das Ende. Die Spannung, die sich während des Lesens fortwährend steigerte, fand ihren Höhepunkt. Das Ende war dann trotzdem anders als erwartet - obwohl, was hatte ich denn erwartet? Letztlich hat mir das Ende gefallen und ich war sehr zufrieden. Eine klare Empfehlung an alle - dieses Buch lohnt sich zu lesen. Es ist anders als andere Familiengeschichten, weil hier die Rätsel und Familiengeheimnisse von einer völlig unbeteiligten Person gelöst werden. Darum macht es vielleicht noch viel mehr Spaß das Buch zu lesen.
Mabel will um jeden Preis zu den reichen und schönen Winslows dazu gehören und akzeptiert auch die schrecklichen Geheimnisse der Familie. Packend und verstörend.