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Die Bergregionen der Erde werden oft als Wasserschlösser bezeichnet. Doch welche Bedeutung haben Gebirge für die Wasserressourcen der Tiefländer, und wie verändert sich diese Bedeutung unter sich wandelnden klimatischen, demografischen, wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Bedingungen?
Der Vortrag beleuchtet anhand einer globalen Übersicht, dass Mitte dieses Jahrhunderts etwa ein Viertel der gesamten Tieflandbevölkerung stark von Abflüssen aus den Gebirgen abhängig sein könnte. Eine wichtige Verbindung zeigt sich zudem zur Nahrungsmittelproduktion, wo gegenwärtig etwa ein Drittel der Bewässerungsflächen in den Tiefländern stark von Gebirgsabflüssen abhängig sind und gleichzeitig unter Übernutzung der lokal vorhandenen Wasserressourcen betrieben werden.
Vortragender: PD Dr. Daniel Viviroli, Hydrologie und Klima, Geographisches Institut der Universität Zürich
Dazu gehört
Wasserknappheit im Wasserschloss: Mehrzweckspeicher als Lösung?
Die Alpen sorgen auch in Zukunft für ausreichend Niederschläge. Klimaszenarien verdeutlichen jedoch, dass selbst die Schweiz zukünftig vermehrt mit Trockenperioden rechnen muss. Verringern sich dazu noch die Abflüsse der Gletscher- und Schneeschmelze, kann es lokal zu Wasserknappheit kommen. Insbesondere wenn die Nachfrage zunimmt, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Was tun?
Landwirtschaft und Wasserqualität – auf dem Weg zur Nachhaltigkeit?
Zur Optimierung der landwirtschaftliche Produktion wird in vielfältiger Weise in den natürlichen Wasser- und Stoffhaushalt von Landschaften eingegriffen. Vielfach wird dadurch die Qualität von Grund- und Oberflächengewässern beeinträchtigt. Dieser Beitrag beleuchtet die entsprechenden Prozesse in den Einzugsgebieten, um daraus Möglichkeiten für Gegenmassnahmen herzuleiten und zu diskutieren.