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Hormonelle Einflüsse auf das Essverhalten
Adipositas ist eine weltweit
zunehmende Epidemie mit schwerwiegenden gesundheitlichen
Folgeerscheinungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2.
Übermäßiges Essen ist eine der Hauptursachen dieser Entwicklung. Frühere
Studien an Tieren und Menschen deuten darauf hin, dass
Fortpflanzungshormone an der Regulation des normalen und gestörten
Essverhaltens sowie des Körpergewichts beteiligt sind. Dies zeigt auch
die höhere Prävalenz der Adipositas bei Frauen gegenüber Männern in den
USA, der Schweiz und weiteren Ländern. Ein besseres Verständnis der
hormonellen Einflüsse auf die zentrale neuronale Regulation des
Essverhaltens, die Ausschüttung gastrointestinaler Verdauungshormone,
die Essensportions-größen und die Gelüste auf spezielle Nahrungsmittel,
bietet die Möglichkeit die bestehenden, derzeit recht unbefriedigenden
therapeutischen Optionen zur Reduktion einer Adipositas erweitern.
Sättigung
ist ein Prozess im Gehirn, welcher dazu führt, dass eine Mahlzeit
beendet wird, wobei die aufgenommene Nahrung einen reflexartigen
negativen Rückkopplungsmechanismus auslöst. Dieser Mechanismus wird
stark durch unterschiedliche Essensgelüste, aktuelle soziale
Rahmenbedingungen und den persönlichen Bezug zum Essen beeinflusst.
Neben dem akuten Ess-verhalten bestimmen längerfristige subjektive
Parameter und sozio-kulturelle Faktoren die Mahlzeitengröße und die
Gesamtnahrungsaufnahme.
Die vorliegende Studie untersucht den
Zusammenhang zwischen Steroidhormonen, gastrointestinalen Peptidhormonen
und der Sättigungsaktivität im Gehirn. Frühere funktionelle
Magnetresonanztomographie (fMRT) Studien geben erste Einblicke in
zentrale Aktivierungsmuster, andere Studien in Sättigungseffekte von
Cholecystokinin (CCK) und Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1), welche in dem
vorliegenden Projekt parallel untersucht werden.
Weitere Informationen über die Studie und Teilnahme (PDF)