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Living History oder Reenactment sind zwei Begriffe, die eine Darstellung von gewissen historischen Ereignissen1 z.B. Schlachten, von bestimmten historischen Persönlichkeiten oder von nicht näher spezifischen Personen, die eine Personengruppe zu einer bestimmten Zeit repräsentieren, umfassen.
Grundsätzlich wird darauf geachtet, dass alle Realien – alle Objekte, Materialien und deren Verarbeitungen – möglichst authentisch reproduziert und präsentiert werden, soweit dies möglich ist. Im besten Falle orientieren sich die Darstellenden an archäologischen Funden, schriftlichen (z.B. dokumentierten Nachlässen, Inventaren, etc.) oder bildlichen Quellen
(Bilder oder Skulpturen).
Es wird versucht das Leben von damals so detailgetreu wie möglich darzustellen nun so einen sehr direkten Eindruck einer bestimmten Zeit zu vermitteln. Dabei ist klar, dass keine Zeit in ihrer Gesamtheit gezeigt werden kann. Aber der Besucher einer Reenactment-Veranstaltung gewinnt so ein erweitertes Bild von einer bestimmten Region zu einer bestimmten Zeit unter einem gewissen Aspekt.
Grösstenteils wird Reenactment als Hobby von den betreffenden Personen betrieben. Nur die wenigsten Handwerker können von ihren Darstellungen leben. Die Darstellenden sind meist bestimmten Gruppen zugeordnet, die sich einer bestimmten Zeit verschrieben haben: Z.B. Burgundische Artillerie aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert, wie die Company of St. George oder ein Hospitaliter-Heerlager mit weltlichem Gefolge um 1180, wie die Comthurey Alpinum.