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Ausstellungen | Beschreibung
Hans Krüsi: "Ein Original mit eigener Welt"
Der 1920 in Zürich geborene Hans Krüsi war kein Künstler, wie wir ihn aus anderen Biographien kennen. Er wurde als unerwünschtes Kind in eine ohnehin schwierige Zeit hineingeboren. Schon im Alter von zwei Jahren kam er deshalb zu Pflegeeltern nach Speicher, die ihm zwar Kleidung, Nahrung und Obdach gewährten, es aber an elterlicher Zuwendung fehlen liessen. So war Hans Krüsi froh, als er mit zehn Jahren ins Speicherer Waisenhaus umzog, in dem er zum ersten Mal ein Stück Geborgenheit in einer festen Gemeinschaft fand. Sein Wunsch, nach der obligatorischen Volksschule eine Gärtnerlehre zu machen, blieb auf Grund seiner Herkunft ein Traum. So verdiente er sich in den Jahren bis 1948 als Knecht, Gärtnergehilfe und Waldarbeiter, bis er sich im Alter von 28 Jahren selbstständig machte und täglich von St. Gallen nach Zürich fuhr, um dort an der Bahnhofstrasse Blumen zu verkaufen. Eingeleitet wurde die Wende um die Mitte der Siebziger Jahre, als Krüsi ohne ersichtlichen Grund zu malen begann. Postkartengrosse Bildchen zunächst, Zeichnungen auch, die er mit Filzstift auf zusammengefaltete Papierservietten schrieb.
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