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«Die verschwundenen Formen» ist eine Geschichte über die Vielfalt der Formen. Songül Ruepp erzählt die Geschichte des Autorenduos Shobha Viswanath und Christine Kastl für uns in Türkisch. (Dauer 5:06)
Es war einmal vor langer Zeit, da verlor die Erde ihre Formen. Die Dreiecke, die Rechtecke, die Linien, die Ovale, die Quadrate und die Kreise: alle waren verschwunden. Niemand wusste was passiert war. Die Erde sah nun aus wie ein grosser Klumpen.
Die Orange war ausgepresst, die Zeitung zerrissen und der Stock war krumm. Es war schwierig die Dinge zu erkennen. Die Menschen waren verwirrt. Nur eine Form ging nicht verloren, das waren die kleinen Punkte. Ein kleiner roter Punkt suchte nach anderen kleinen farbigen Punkten und fand ganz viele von ihnen.
Eines Tages blies ein starker Wind und alle Punkte wirbelten in der Luft herum. Die Punkte hielten sich aneinander fest. Plötzlich wurde aus den vielen Punkten eine Linie. Die Linie drehte sich und krümmte sich hin und her, bis aus der Linie alle verlorenen Formen wiederauftauchten. Jetzt konnte man die Dinge wieder auseinanderhalten. Die Orange wurde wieder rund und auch die Erde bekam wieder ihre ursprüngliche Form.
Die verschwundenen Formen von Shobha Viswanath, Christine Kastl ist 2012 in der zweisprachigen Reihe bi:libri (Hueber Verlag) erschienen.