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Zahlen und Fakten zur Demenz
Die Schweizerische Alzheimervereinigung ist ein Kompetenzzentrum für das Leben mit Demenz in der Schweiz. In den letzten zehn Jahren hat sie relevante Zahlen und Fakten zur Demenz zusammengetragen und zahlreiche wissenschaftliche Dokumentationen erarbeitet oder in Auftrag gegeben. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen.
Demenz in der Schweiz: Aktuell sind 119'000 Menschen an Demenz erkrankt
Es wird geschätzt, dass 8% der über 65-jährigen Menschen und mehr als 30% der über 90-Jährigen von der Alzheimerkrankheit oder einer anderen Demenzform betroffen sind. Auf Grund der demographischen Entwicklung werden im Jahr 2030 in der Schweiz bereits geschätzte 200‘000 Menschen mit Demenz leben, im Jahr 2050 rund 300‘000. Dannzumal wird jede achte Person über 65 Jahren an Demenz erkrankt sein, sofern keine klaren Fortschritte bei Prävention oder Heilung gemacht werden (was heute nicht absehbar ist).
Demenz ist bereits heute der häufigste Grund für Pflegebedürftigkeit im Alter, und Demenzerkrankungen sind in der Schweiz die dritthäufigste Todesursache nach Herz-Kreislaufleiden und Krebs (Bundesamt für Statistik, Zahlen für das Jahr 2009).
Die Publikation 116'000 Menschen mit Demenz in der Schweiz (Basis 2014) informiert zur Anzahl von Menschen mit Demenz in der Schweiz.
Kosten der Demenz in der Schweiz: Heute rund 7 Milliarden Franken
Demenz verursachte im Jahr 2007 volkswirtschaftliche Kosten in der Höhe von 6,3 Milliarden Franken, wie das Institut Ecoplan im Auftrag der Alzheimervereinigung berechnet hat. Die Aktualisierung der Zahlen für das Jahr 2009 hat gezeigt, dass die durch Demenzkrankheiten verursachten Kosten innert zwei Jahren auf 6,94 Milliarden Franken angestiegen sind. Rund die Hälfte des Wachstums ist auf die Zunahme der Anzahl Menschen mit Demenz zurückzuführen, der Rest resultiert aus der generellen Kostensteigerung im Gesundheitswesen.
Die Kosten für die medizinische Behandlung von Menschen mit Demenz sind bislang gering. Kostenrelevant ist hingegen die Betreuung. Von den direkten Kosten, die von den Betroffenen, der Öffentlichkeit und den Prämienzahlern getragen werden müssen, sind 48% Heimkosten oder 3,3 Milliarden Franken. Die Betreuung von Menschen mit Demenz zu Hause ist im frühen und mittleren Stadium kostengünstiger als in einer Institution, da die von Angehörigen erbrachten Leistungen nicht bezahlt werden. Im späten Stadium ist die Betreuung zu Hause aber teurer als im Heim.
Wenn nichts unternommen wird, droht diese günstigere Pflege zu Hause in den kommenden Jahren aber zurückzugehen. Dies würde zusätzliche Gesundheitskosten generieren.
Infolge der demographischen Entwicklung wird die Anzahl Menschen mit Demenz weiter kontinuierlich ansteigen.
Quellen: Bevölkerungsstatistik 2014 des Bundesamtes für Statistik (BFS), europäische Prävalenzraten (s. Alzheimer Europe) und Eckdaten der Schweizerischen Alzheimervereinigung.
Oktober 2015