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Unter dem Eindruck der aufsehenerregenden Vorführungen des Habicht in Deutschland begann Ernö Rubik (der Vater des Erfinders des Rubik-Würfels) in Ungarn 1937 mit dem Entwurf eines eigenen Kunstflugseglers. Dabei orientierte er sich an der generellen Auslegung des Habicht, aber die so entstandene R-17 Móka war keineswegs eine Habicht-Kopie. Rubik wählte ein für einen konventionell aufgebauten Holzflügel relativ dünnes (12%) Profil. Um Gewicht zu sparen, führte Rubik die Flächen der Móka einteilig aus. Auch hatte die Móka ein festes Rad hinter dem Schwerpunkt, um das Handling am Boden und den Start zu erleichtern. Als Landehilfe wählte Rubik Schempp-Hirth-Bremsklappen, die nach oben und unten ausfuhren.
Die Móka flog erstmals 1944. Die einzige Beanstandung bei der Erprobung waren die zu grossen Handkräfte im Querruder. Das einzige Exemplar der Móka (HA-7001) wurde im Frühjahr 1945 bei den Kämpfen um Budapest zerstört.
Nach dem Krieg wurde Rubik von der neu gebildeten Ungarischen Flugsportorganisation OMRE aufgefordert, die Bauunterlagen der Móka zu rekonstruieren und das Flugzeug nach den Erkenntnissen der bisherigen Erprobung neu zu bauen. Dabei bekam die Móka einen neuen Rumpf mit geschlossenem Cockit (der Gleiche wie beim R-22S Junius 18). Die neue Version trug die Bezeichnung R-17b und flog im Herbst 1950. Die Frise-Querruder der R-17b waren im Gegensatz zum Ursprungsmuster zweiteilig als stoffbespanntes Metallgerüst ausgeführt.
Bei der Erprobung des neuen Flugzeugs kam es mehrfach zu Querruderflattern, was es bei der ursprünglichen Konstruktion nicht gegeben hatte. Nachdem das zweite Exemplar der R-17b beim Abfangen aus dem Sturzflug durch Flattern zerstört wurde, wobei der Pilot ums Leben kam, stellte man die weitere Entwicklung der Móka ein und die OMRE beschaffte für den Segelkunstflug einige LF-107 Luňák aus der CSSR.
Technische Daten
|Spannweite||13,0 m|
|Flügelfläche||16,0 m²|
|Profil||NACA 23012|
|Länge||6,50 m|
|Rüstmasse||280 kg|
|Flugmasse||370 kg|
|Höchstgeschwindigkeit (ruh. Wetter)||400 km/h|
|beste Gleitzahl||22,4 bei 93 km/h|
|geringstes Sinken||0,88 m/s bei 74 km/h|
|Mindestgeschwindigkeit VS||65 km/h|
Quellen:
Website "Hungarian Gliders 1933-2000"
The World's Sailplanes, Vol.1; 1958
Persönliche Erinnerungen von Sándor Katona
Stand, 12-2012