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Seit 30 Jahren sinkend
Die ersten Erhebungen über den Wasserverbrauch in der Schweiz gehen auf das Jahr 1900 zurück. Der durchschnittliche Wasserkonsum betrug damals 204 Liter pro Tag und Einwohner. Komfortverbesserungen und Änderungen in der Industrie und im Gewerbe liessen den Wasserverbrauch in der Folge stetig ansteigen - bis auf 500 Liter pro Tag und Einwohner im Jahr 1981. Danach folgte eine Stagnationsphase, die von einer leichten aber stetigen Verringerung des Konsums abgelöst wurde. Der Spitzenverbrauch von 1976 ist eine Folge des extrem warmen und trockenen Sommers.
Seither sank der Wasserverbrauch um mehr als 100 Liter auf knapp 400 Liter pro Einwohner und Tag. Allein im Haushalt hat sich der Trinkwasserverbrauch in den letzten 30 Jahren um 40 Liter verringert und beträgt heute im Durchschnitt 142 Liter pro Einwohner und Tag. Neuere Produktionsverfahren und Strukturänderungen führten auch in der Industrie und im Gewerbe zu einem markant kleineren Wasserverbrauch als früher.
Der seit Jahren rückläufige Wasserkonsum ist grundsätzlich eine erfreuliche Tendenz, stellt die Wasserversorgungen jedoch vor Ertragsprobleme. Denn einerseits bleiben die Infrastrukturkosten weiterhin dieselben, verteilen sich allerdings auf eine geringere Wassermenge, und andererseits stellt die neue Gesetzgebung höhere Ansprüche an den Betrieb und die Qualitätssicherung einer Wasserversorgung.