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Ein Fan, der beim italienischen Pokalfinale zwischen dem AC Florenz und dem SSC Neapel lebensgefährlich verletzt wurde, liegt im Sterben. Laut seinem Onkel und übereinstimmender Medienberichten sei der Mann klinisch tot.
Der Tag des letzten italienischen WM-Vorrundenspiels in Brasilien ist von einer tragischen Nachricht aus Rom überschattet worden. Der 30 Jahre alte Fussball-Fan Ciro Esposito, der am 3. Mai bei einer Schießerei vor dem Pokal-Finale lebensgefährlich verletzt worden war, liegt im Sterben.
Der Neapolitaner fiel in der Poliklinik Gemelli von Rom in ein «irreversibles Koma», sagte sein Onkel der Nachrichtenagentur ANSA. Italienische Medien berichteten übereinstimmend, der Mann sei klinisch tot. Esposito war vor mehr als sieben Wochen vor dem Pokal-Endspiel des SSC Neapel gegen den AC Florenz niedergeschossen worden. Nach zahlreichen Operationen verschlechterte sich sein Zustand unerwartet rapide. Angehörige und Freunde kamen nach der Schreckensnachricht in die Klinik, um sich zu verabschieden.
Ein polizeibekannter Anhänger des AS Rom hatte vor dem Finale in der Nähe des römischen Olympiastadion - wo am Abend trotz der Randale das Pokal-Endspiel stattfand - auf Esposito und zwei weitere Anhänger des SSC Neapel gefeuert. Der Schütze Daniele De Santis, der zum rechtsextremen Umfeld gezählt wird, kam damals ebenfalls mit Verletzungen ins Krankenhaus und sitzt inzwischen in Haft.
Der Onkel des Opfers, Enzo Esposito, erhob vor der Klinik schwere Vorwürfe gegen die Behörden. «Mein Neffe stirbt, weil ihn dieser Faschist niedergeschossen hat, aber auch, weil er eine Stunde lang hilflos auf dem Boden lag», sagte er. (spon)