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Im französischen Überseegebiet Neukaledonien hat am Sonntag (Ortszeit) eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit begonnen.
Falls sich eine Mehrheit der knapp 175'000 Wahlberechtigten dafür entscheidet, trennt sich die Inselgruppe im Pazifik nach mehr als eineinhalb Jahrhunderten von Frankreich und wird ein eigener Staat. Die stärksten Befürworter kommen aus der Bevölkerungsgruppe der Ureinwohner, der Kanaken. Sie machen jedoch nur knapp 40 Prozent der Bevölkerung aus.
Die Umfragen lassen eine Mehrheit gegen die Unabhängigkeit erwarten. Demnach sind mehr als 60 Prozent der Neukaledonier dafür, dass die Inselgruppe bei Frankreich bleibt.
Die Wahllokale schliessen am Sonntag um 18.00 Uhr Ortszeit (08.00 MEZ) Das Ergebnis wird noch im Lauf des Sonntags (MEZ) erwartet. Am Montag ist Frankreichs Premierminister Édouard Philippe zu Besuch.
Die Nouvelle-Calédonie (wörtlich übersetzt: Neuschottland) wurde 1853 von Paris in Besitz genommen. Insgesamt sind dort heute mehr als 280'000 Menschen zu Hause. Neukaledonien gehört nicht zum Gebiet der Europäischen Union. Bezahlt wird nicht mit dem Euro, sondern mit dem Pazifik-Franc. Bei Europawahlen dürfen die Neukaledonier aber mitstimmen. Zudem gibt es von der EU auch Geld. (sda/dpa)