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Aber die Tür für weitere Verhandlungen wird offengehalten.
Nun antwortet die Fachstelle mit einem vom Direktor Robert Koller unterzeichneten offenen Brief, der wiederum von der "Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit" veröffentlicht wurde
. Eine Richtigstellung, wie von Microsoft verlangt, findet man darin nicht. Die wichtigste Botschaft findet sich aber im Schlusssatz: Das Angebot von letzter Woche, mit Microsoft über den Abschluss einer Rahmenvereinbarung für schweizweit einheitliche Schullizenzen zu verhandeln, bleibe weiterhin aufrecht. In der Empfehlung an die Schulen hatte die Fachstelle diese Verhandlungen noch als gescheitert bezeichnet.
Das Hauptthema dieser Verhandlungen wäre wohl der Rabatt auf im Rahmen eines "School Agreements" eingekaufte Software, den Microsoft Schulen gewähren will, die auch den Online-Service "[email protected]
" einführen. Microsoft sieht darin einen Zustupf an die für solchen Schulen enstehenden zusätzlichen Projektkosten, educa.FSIB einen Versuch des Softwareriesen, sich noch tiefer in den Schulen zu verankern – nicht nur mit "Werkzeugen" für den PC sondern nun auch in der Organisation und bei der Durchführung des Unterrichts. Die Erklärungen Microsofts dazu findet man hier
(Als Zip-Datei mit mehreren Files).
Eine der weiteren Hauptdifferenzen zwischen den beiden Parteien über die Datenschutzbestimmungen zu "[email protected]
" könnte mit dem Brief wenigstens in der Sache aus der Welt geschafft werden. Zumindest wenn sich die beiden Parteien in Zukunft darauf einigen, die "Schuldfrage" diplomatisch einfach ausser Acht zu lassen. Robert Koller fordert im offenen Brief Microsoft auf, der Fachstelle die tatsächlichen zukünftigen Datenschutzbestimmungen und Vertraulichkeitserklärungen zum [email protected]
zukommen zu lassen. Falls danach Anlass dazu bestehe, werde man "unverzüglich" eine zweite Version der Empfehlung ausarbeiten.
Klar ist, dass educa.SFIB wohl die falsche "Vetraulichkeitserklärung"
geprüft hat, nämlich die Bestimmungen für Lehrer, die sich auf der Seite "Liveatedu.ch" für einen Testaccount anmelden wollen, und nicht für Schüler, die den "[email protected]
"-Service später einmal real nützen. Während Microsoft als Grund dafür zumindest Unsorgfalt vermutet, sieht Koller den Grund für die Verwirrung auf der Gegenseite. Bisher seien die Begriffe "[email protected]
" und "liveatedu" beziehungsweise "liveatedu.ch" synonym verwendet worde. Nun freue man sich, heisst es im Brief, dass "die 'Empfehlungen in Sachen Microsoft School Agreement und [email protected]
' der SFIB vom 1. März 2010 bereits Früchte tragen und Microsoft sich am 19. März 2010 entschieden hat, den Gültigkeitsbereich der bemängelten Vertraulichkeitserklärung einzuschränken." (Der klare Hinweis auf den Gültigkeitsbereich prangt erst seit dem letzten Freitag auf der Seite mit der Vetraulichkeitserklärung. (Hans Jörg Maron)