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Der Name Rätoromanisch bürgerte sich erst um Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Er geht auf den Namen der römischen Provinz Raetia zurück, die jedoch ein weit grösseres Gebiet umfasste, als den Lebensraum der unterworfenen Räter, welche, gemäss heutigem Forschungsstand, nur ganz im Osten des heutigen Graubündens, nämlich im Unterengadin und im Münstertal, lebten.
Im Mittelalter nannten Deutschsprachige das Bündnerromanische noch Churwalsch, -welsch, d. h. «von den Einwohnern von Chur gesprochene welsche Sprache». Martin Luther bezog im 16. Jahrhundert das Wort «Kauderwelsch» explizit auf das Churwelsche. Die gelegentlich gehörte Bezeichnung «Geröllhaldenlatein» (für den geologischen Hintergrund siehe Bündnerschiefer) ist neueren Datums (Mitte des 20. Jahrhunderts) und weniger verächtlich, sondern eher freundschaftlich oder neckisch gemeint.