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Mit nur 21 Jahren war der Sohn von Tessiner Emigranten bei Paris Match, einem angesehenen französischen Blatt, untergekommen. Schon bald fotografierte er Stars wie Charlie Chaplin, Edith Piaf, Brigitte Bardot, Marlene Dietrich oder Grace Kelly.
1956 wurde er nach Budapest geschickt, um den Volksaufstand zu dokumentieren. Seine Bilder der ungarischen Revolution sorgten international für Aufsehen. Gerade mal 29 Jahre alt war Jean-Pierre Pedrazzini, als er am 30.Oktober 1956 von 14 Kugeln an Brust und Beinen getroffen wurde. Über die genauen Umstände kursieren bis heute unterschiedliche Versionen. Wahrscheinlich stammten sie von sowjetischen Soldaten.
In Ungarn ist Pedrazzini als einer der Helden des Aufstandes in Erinnerung geblieben. Posthum wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Anlässlich der Gedenkfeiern an den Aufstand des ungarischen Volkes enthüllten am 23. Oktober 2006 der Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger und die französische delegierte Ministerin für Europäische Fragen, Catherine Colonna, in Budapest am II. János Pál pápa tér eine Büste Pedrazzinis.