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Das Städtchen Montepulciano liegt 60 Kilometer südöstlich von Siena. Sein Wein zählt zu den bekanntesten und traditionsreichsten Italiens. Die älteste bekannte Quelle stammt aus dem Jahr 1787: eine Bestellung von 28 Fiaschi Vino Nobile. Heute stehen etwas mehr als 2500 Hektaren unter Ertrag. Rund die Hälfte entfällt auf die Produktion des Vino Nobile di Montepulciano, den Rest teilen sich der Rosso di Montepulciano und der Chianti Colli Senesi. Es gibt etwas mehr als 70 Abfüller. Die Weine müssen zu mindestens 70 Prozent aus Sangiovese gekeltert sein. Im Anbaugebiet wird für diese Sorte oft auch der Name Prugnolo Gentile verwendet. Der Vino Nobile di Montepulciano erhielt 1980 zusammen mit dem Brunello di Montalcino als erster Wein den DOCG-Status. Der Maximalertrag liegt bei 8000 Kilogramm pro Hektare. Die Annata muss mindestens zwei Jahre ausgebaut werden, davon mindestens die Hälfte im Holzfass. Für die Riserva braucht es einen minimalen Ausbau von drei Jahren, davon mindestens ein halbes Jahr in der Flasche. Beim Rosso liegen die Maximalerträge bei 10 000 Kilogramm pro Hektare. Der Wein darf nicht vor dem 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres verkauft werden.
Jährlich gelangen rund 7,5 Millionen Flaschen Vino Nobile und 2,5 Millionen Flaschen Rosso in den Verkauf. Zwei Drittel davon gehen in den Export.