Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/1700

Qi Gong ist eine Form der meditativen Atemgymnastik, die in China seit fast 4000 Jahren bekannt ist. Jüngere Funde geben Hinweise darauf, dass bereits um 2000 vor Christus Qi Gong praktiziert wurde. Es sind viele verschiedene Übungsformen bekannt, die im Stehen, Sitzen oder Liegen ausgeführt werden.
Taiji Quan – früher unter Schattenboxen bekannt – ist eine Abfolge von Kampfbewegungen und wird im modernen China als Wettkampfsport trainiert; Taiji gehört zu den inneren Kampfkünsten.
Qi Gong und Taiji Quan basieren auf drei Prinzipien:
Atem, Haltung/Bewegung und achtsamem Beobachten des Geschehens.
Die Übungen des Qi Gong und die Abläufe des Taiji Quan werden langsam und in Ruhe ausgeführt, die Aufmerksamkeit folgt den Bewegungen.
„Wer Taiji/Qi Gong regelmässig übt erlangt die Geschmeidigkeit eines Kindes, die Gesundheit eines Holzfällers und die Gelassenheit eines Weisen“ (chinesisches Sprichwort)
Wirkung der Übungen
Körperlich:
- durch sanftes Dehnen und Anspannen werden Muskeln und Gelenke gestärkt
- Die Übungen unterstützen und vertiefen die Atmung, so wird der ganze Organismus verstärkt mit Sauerstoff versorgt
- Die Kombination von Atmung und Bewegung verbessert die Durchblutung der Organe, Schlacken werden abtransportiert und neue Energie zugeführt.
Psychisch:
- Verbesserung der Selbstwahrnehmung
- Erfahrung der Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Bewegungsmuster – Stärkung der Selbstakzeptanz und damit auch der Selbstfürsorge.
- Verbesserung von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeitserwartung
Mental:
- Stärkung von Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit
- Erkennen der persönlichen Bedingungen für ein wirkungsvolles Stressmanagment
- Entwicklung von innerer Distanz und Gelassenheit