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Unweit von der berühmten Kreuzung von Shibuya in Tokio befindet sich ein turmartiges Hochhaus ohne Fenster. Wie ein futuristischer urbaner Silo wirkt es. Davor ist ein kleiner Platz und eine Kreuzung. Der Name des Gebäudes ist «109» oder ganz offiziell «Shibuya 109». «Ichi maru kyū» nennt man es auf Japanisch. Besitzer ist die Tōkyū-Gruppe, die zahlreiche Bahnstrecken und Kaufhäuser betreibt. 109 ist denn auch eine Anspielung an diesen Konzern. So kann man die Schriftzeichen für 10 und 9 auch als «tō-kyū» aussprechen.
1979 wurde dieses postmoderne Gebäude vom Architekten Minoru Takeyama entworfen, als ein Modepalast für die jungen Tokioterinnen. Seither hat sich das Hochhaus zu einem etablierten Wahrzeichen von Shibuya entwickelt. Einzig der Scramble Crossing oder das davor stehende Qfront-Haus mit dem gigantischen Display und dem Starbucks mögen dem internationalen Publikum noch bekannter sein.
Ein neues Logo muss her
Auch wenn die Kundschaft im 109 stets jung geblieben ist: Im nächsten Jahr wird dieser Modepalast sein bereits 40-jähriges Jubiläum feiern. Aus diesem Grund haben sich die Betreiber von 109 entschieden, das Image etwas aufzufrischen — mit einem Designwettbewerb, der im April dieses Jahres startete. Ein neues Logo musste her. Denn das aktuelle, das ganz oben am Hochhaus zu sehen ist, existiert seit dem Jahr 1989. «SHIBUYA 109» steht dort in roter Farbe geschrieben.
9537 Vorschläge wurden eingereicht. Nun wurde der Sieger bekannt gegeben (siehe Logo unten). Es ist ein farbig-leuchtendes Design, das zugleich die Zylinderform des Gebäudes wiedergibt. Das Logo wird ab April 2019 auf dem Hochhaus zu sehen sein. Für den Grafiker des neuen Logos gibt es natürlich eine Belohnung. Es sind exakt 1,09 Millionen Yen (rund 8400 Euro).