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84 % der Wirtschaftsunternehmen räumen angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen kommerziellen Zielen Vorrang vor Nachhaltigkeit ein. Dabei waren jedoch fast alle (95%) Führungskräfte der Meinung, dass Nachhaltigkeit entweder eine oberste oder hohe Priorität hat. Eine ähnliche Anzahl (97%) stimmt zu, dass die Nachhaltigkeitsreferenzen anderer Unternehmen für ihre eigenen Kaufentscheidungen entweder wesentlich oder wichtig sind. Dies sind die Ergebnisse einer globalen Umfrage unter über 2000 leitenden IT-Entscheidungsträgern aus den USA, Kanada, Grossbritannien, Deutschland und Frankreich, die die Software AG durchgeführt hat. Dieser jährliche „Reality Check“ untersucht, wie sowohl Nachhaltigkeit als auch kommerzielle Ziele durch kluge Technologieinitiativen gleichzeitig erreicht werden können.
87% der Unternehmen fürchten, dass sie Investoren verlieren, wenn sie keine klare Nachhaltigkeitsstrategie haben. In fast einem Drittel (32%) der Fälle ist die erforderliche Technologie, um Nachhaltigkeit zu fördern und Emissionen zu messen, nicht einmal vorhanden. Und selbst wenn sie existiert, wird sie von fast der Hälfte (47%) der Unternehmen nur unzureichend genutzt. Und es gibt weitere Schwierigkeiten: 36% geben an, dass sie nicht in der Lage sind, den Fortschritt von Nachhaltigkeitsinitiativen effektiv zu verfolgen, um festzustellen, ob sie wirksam sind.
Die Mehrheit (87%) der Unternehmen geht Nachhaltigkeit und digitale Transformation getrennt an. Der Reality Check der Software AG zeigt, wie ein integrierter Ansatz mehrere Herausforderungen lösen kann. Vielversprechend ist, dass ein Drittel (33%) der Unternehmen bereits Nachhaltigkeitspläne in ihre Technologie-Roadmap integriert hat.
Sanjay Brahmawar, CEO der Software AG, kommentiert: „In der gegenwärtigen Situation ist es keine Überraschung, dass wirtschaftliche Ziele oberste Priorität haben – das müssen sie auch, sonst können Unternehmen nicht weiterarbeiten.“
Technologiegestützte Nachhaltigkeit
Die digitale Transformation hat Priorität für Organisationen. Tatsächlich planen mehr als zwei Drittel (69%) der CEOs sogar, Ressourcen aus anderen Bereichen in die digitale Transformation umzuleiten und damit auch ein Stück nachhaltiger zu werden.
Den Unternehmensentscheidern zufolge sind die Technologien, die sich am positivsten auf die Nachhaltigkeit auswirken, Cloud (45%), Datenintegration (28%) und Edge-Computing (27%). Zusammen ermöglichen sie es Unternehmen, ihren Impakt auf die Umwelt sichtbar zu machen und somit Emissionen und Abfälle sowie Kosten und Prozessineffizienzen zu reduzieren.
Verbesserungen in diesen Bereichen werden auch kommerzielle Vorteile bringen. Beispielsweise ermöglichen API-fähige, hybride Cloud-Umgebungen Unternehmen, effizienter zu arbeiten und innovative Services für Kunden zu entwickeln. Die Datenintegration hilft Unternehmen, mehrere Datenströme zu kombinieren, um erweiterte Analysen zu fahren und Entscheidungen auf einer soliden Datenbasis zu fällen. Edge Computing bietet Transparenz über Abläufe im Internet der Dinge mit Hilfe von Sensoren und Geräten, die in der Lage sind, Entscheidungen über die von ihnen erfassten Daten „on the edge“ zu treffen. Damit werden die Organisationen wettbewerbsfähiger und ihre Prozesse effizienter.
Neben den Vorteilen, die durch die Verbesserungen entstehen, müssen auch die Kosten der Untätigkeit in Betracht gezogen werden. 82% der Unternehmen geben freimütig zu, dass sie Strafen in Kauf nehmen würden, um Nachhaltigkeitsinitiativen zu vermeiden. Dies ist wahrscheinlich auf die Kosten und Schwierigkeiten bei der Durchführung solcher Projekte zurückzuführen. Abgesehen von den Kosten für die Nichteinhaltung der Vorschriften ist die Mehrheit (84%) jedoch der Ansicht, dass sie ohne eine klare Nachhaltigkeitsstrategie wahrscheinlich auch Mitarbeiter verlieren. Dieses Risiko ist real, denn 82% der Unternehmen räumen ein, dass den Mitarbeitern die klaren Nachhaltigkeitsziele, -anreize oder -berichte fehlen, die sie bei kommerziellen Initiativen gewohnt sind.