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Klemens Fischer
Inhaltsverzeichnis
Lebensdaten
Primiz: 20. Juli 1879
Ämter
Lektor in Gries: 1879–1883
Lehrer für Musik in Sarnen: 1883–1885
Kooperator in Afing: 1885–1887
Kooperator in Jenesien: 1887–1890
Kapellmeister in Gries: 1893–1894
Bibliothekar in Gries: 1893–1894
Pfarrer in Unsere Liebe Frau im Walde, Senale: 1894–1875
Beziehungsnetz
Verwandtschaft
Eltern: Karl Anton Fischer, Arzt und Chirurg, und der Katharina Pfyffer von Heidegg aus Luzern.
Bekanntschaft
Taufpate war der Frater conscriptus Josef Weibel in Luzern.
Lebensbeschreibung
P. Klemens besuchte das Gymnasium in Mariastein, kam in die Syntax nach Sarnen und zog nach absolvierter Rhetorik als Schüler der Philosophie nach Einsiedeln. 1874 trat er in Gries ein und legte am 12. Dezember 1875 die einfachen Gelübde ab und erhielt am 13. Juli 1879 die Priesterweihe. Er wurde Lektor der lateinischen und griechischen Sprache und betrieb nebenbei Musik, worin er sehr begabt war. Er war von 1883 bis 1885 als Lehrer in Sarnen, wo er auch Musikunterricht erteilte. 1885–1887 arbeitete er als Kooperator in Afing, wo er eine gute Musikkapelle heranbildete. Im Herbst 1887 kam er als Kooperator nach Jenesien und im Januar 1890 als Musikdirektor nach Disentis, wo er später auch Lehrer wurde. P. Klemens war ein sehr tüchtiger Musiker und auch Tonsetzer. 1892 kehrte er nach Gries zurück, wurde Kapellmeister, 1893 Bibliothekar.[1] Im Mai 1894 kam er zur Aushilfe nach Senale und wurde im September gleichen Jahres Pfarrprovisor dort selbst bis 20. März 1895. Von dort kam er in das Stift zurück, schrieb 1897 im „Tiroler Volksblatt“ eine längere Biographie des Abtes Augustin Grüniger, den „Immortellenkranz“, und die „Populäre Glockenkunde“. Er dichtete und komponierte 1902 eine Festhymne auf P. Subprior P. Martin Kiem für den 13. Mai 1902 zur Verleihung des Ritterkreuzes des Franz Josef-Ordens. P. Klemens sei ein hochbegabter aber unruhiger und unbefriedigter Mann gewesen. Am 24. Oktober 1904 nachmittags während der Vesper verließ er heimlich das Kloster und zog nach Bern an die altkatholische Universität. Er war mit dem altkatholischen Bischof Eduard Herzog heimlich in Korrespondenz getreten und es war ihm die Stelle eines Vikars an der altkatholischen Kirche in Bern zugesichert worden. Dann war er eine Zeit lang altkatholischer Pfarrer in Kaiseraugst. Später trat er in den Schoss der römisch- katholischen Kirche zurück und starb im Priesterheim Zizers, Graubünden Schweiz am 7. Dezember 1920 eines fast plötzlichen Todes. Er ist in Zizers begraben worden.[2]
Werke
Schriften
- Fischer, Klemens, Festgabe zur Einweihung des neuen grossen Geläutes in der Stiftskirche zu Gries bei Bozen, in: Tiroler Volksblatt, Feuilleton III 1898.
Kompositionen
- Requiem für 4 Singstimmen [3]
Bibliographie
- Simmerle, Hans, Kirchenchöre Südtirols. Notizen, Berichte und Geschichten aus 125 Jahren, Bozen 1998.
- Professbuch: Nr. 676
- Nachlass P. Klemens Fischer, StiAMG Gries, N.701.
Einzelnachweise
- AC Gries II, S. 16.
- Unterlagen Professbuch P. Adelhelm Rast und Abt Dominikus Bucher, Zettelkatalog P. Adelhelm Rast im StiAMG Sarnen sowie digitalisierte und erweiterte Ausgabe des Professbuchs von P. Vinzenz Gasser im StiAMG Gries (Transkript P. Plazidus Hungerbühler).
- Simmerle, Hans, Kirchenchöre Südtirols. Notizen, Berichte und Geschichten aus 125 Jahren, Bozen 1998, 126-127.
|Personendaten|
|NAME||Fischer, Klemens|
|ALTERNATIVNAMEN||Kiem, Matthias|
|KURZBESCHREIBUNG||Mönch des Klosters Muri-Gries|
|GEBURTSDATUM||25. Juli 1856|
|GEBURTSORT||Dagmarsellen|
|STERBEDATUM||7. Dezember 1920|
|STERBEORT||Zizers|