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Haben homöopathische Arzeimittel Nebenwirkungen?
Homöopathische Arzneimittel bringen die Selbstheilungskräfte in Gang oder verstärken sie. Dies geschieht durch Ausübung feinster Reize auf den Organismus. Das spezielle Herstellungsverfahren (schrittweises Verdünnen und Potenzieren) bewirkt, dass homöopathische Arzneimittel auch in sehr hohen Verdünnungen eine Wirkung entfalten können. Selbst Potenzen jenseits der Avogadro-Konstante, in welchen keine Moleküle der Ausgangsubstanz mehr vorliegen, werden mit Erfolg eingesetzt. Die Wirkung solcher Hochpotenzen kann nicht auf den materiellen Gehalt an Arzneisubstanz zurückgeführt werden. Auf Basis der Erkenntnisse der Quantentheorie wird heute vermutet, dass das potenzierte homöopathische Arzneimittel dem Körper Informationen übermittelt, welche die heilenden Veränderungsprozesse im Körper anregen.
Da die Wirkung nicht durch eine definierte Menge Arzneisubstanz zustande kommt, wirken potenzierte homöopathische Arzneimittel sanft und gut verträglich.
Keine schädlichen Nebenwirkungen
Wenn bei der Anwendung homöopathischer Präparate Nebenwirkungen beobachtet werden, sind dies meistens Unverträglichkeiten gegenüber Hilfsstoffen, die zur Herstellung der galenischen Form (Globuli, Tabletten, Salben, Tropfen) benötigt werden. Oder es handelt sich um Heilreaktionen: Ein vorübergehend verstärktes Wahrnehmen, der zur Heilung notwendigen Symptome (Durchfall, Hautausschläge, Absonderungen usw.), welche von selber wieder abklingen.
Keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (Interaktionen)
Eine sehr geringe oder überhaupt nicht vorhandene Menge Arzneisubstanz kann nicht mit anderen Stoffen in Reaktion treten.
Wichtig
Falls Sie während der Einnahme homöopathischer Arzneimittel Nebenwirkungen beobachten oder wenn Sie andere Medikamente einnehmen, informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.
Weiterführende Literatur: Teut M, Dahler J, Lucae C, Koch U: Kursbuch Homöopathie. München: Elsevier/Urban & Fischer 2008