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Schweizer Davis Cup-Team in Führung
Freut sich über den Auftaktsieg: Roger Federer (Keystone)
Das Schweizer Davis-Cup-Team führt nach dem ersten Tag der Partie der zweiten Runde der Europa-/Afrikazone gegen Portugal in Bern erwartungsgemäss 2:0. Stanislas Wawrinka und Roger Federer hatten in der fast ausverkauften PostFinance-Arena allerdings mehr zu kämpfen, als ihnen lieb war. Während Wawrinka gegen Frederico Gil nach Anfangsproblemen letztlich nach gut zwei Stunden doch noch souverän 7:5, 6:4, 6:3 siegte, gab Federer gegen Rui Machado sogar einen Satz ab.
Federer verliert den ersten Satz
Die 8000 Schweizer Fans, vorwiegend in rot gekleidet, trauten ihren Augen nicht, als der 16-fache Major-Sieger den ersten Durchgang gegen die Weltnummer 93 mit 5:7 verlor. Während Federer nicht sein gewohntes Level erreichte, spielte sein Gegenüber ausgezeichnet und punktete mit dem Aufschlag und seiner Vorhand immer wieder. Zudem profitierte er immer wieder von der ungewohnt hohen Fehlerquote Federers. Für Federer war es erst der zweite Satzverlust in einem Davis-Cup-Einzel seit der Niederlage im Halbfinal 2003 gegen Lleyton Hewitt.
Mit dem Break zum 3:1 im zweiten Satz leitete Federer bei seinem ersten Davis-Cup-Einsatz seit 2009 die Wende ein. Zwar boten sich dem Portugiesen immer wieder Chancen zum Rebreak, der Schweizer blieb aber in der Folge ohne Blösse. Auch im dritten und vierten Satz Durchgang reichte Federer ein früher Servicedurchbruch zum Satzgewinn. Nach knapp zweieinhalb Stunden verwertete Federer seinen ersten Matchball mit einem Ass.
Wawrinka mit Anfangsnervosität
Vor Federer hatte bereits Wawrinka lange gebraucht, bis er in der umgebauten Eishockeyhalle des SC Bern auf Touren kam. Eineinhalb Sätze lang spielte die Weltnummer 15 sehr fehlerhaft; eine gewisse Nervosität war ihm anzumerken. Nur seinem guten Aufschlag hatte es Wawrinka zu verdanken, dass er nie in grössere Not geriet. Seinen einzigen Breakball im ersten Durchgang nutzte der Schweizer mit einem Slice-Return zum Satzgewinn.
Im zweiten Durchgang gelang der Schweizer Nummer 2 im achten Game mit zwei Rückhandwinnern in Folge das Break, womit er die entscheidende Differenz schuf. Kurz darauf boten sich Gil vier Breakchancen in Folge, die einzigen während der ganzen Partie, die Wawrinka dank starken Aufschlägen aber problemlos abwehrte. (ank, si)
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