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Der Kampf um einen massvollen Flugverkehr
Das geht so lange gut, als die Wachstumseuphorie der fünfziger und sechziger Jahre anhält und der Fluglärm gewisse Grenzen nicht überschreitet. Doch bereits 1967 gründen sechs Gemeinden den Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich SBFZ, der in den späteren Kämpfen der Anwohner gegen den Ausbau des Flughafens eine wichtige Rolle spielt. Auch Wallisellen ist Mitglied.
Ab Mitte der sechziger Jahre wächst die Mobilität und damit auch der Flugverkehr. 1984 verzeichnet der Flughafen erstmals eine Frequenz von sechs Millionen Passagieren. Bereits 1992 präsentiert der Zürcher Regierungsrat einen Masterplan für den Flughafen, der eine jährliche Kapazität von 250'000 Flugbewegungen, 23 Millionen Passagieren und 750'000 Tonnen Fracht vorsieht. Interessensgruppen aus den Flughafengemeinden lancieren darauf mit Unterstützung des Schutzverbandes eine Initiative für einen massvollen Flugverkehr. Ein Jahr später wird die Initiative an der Urne jedoch abgelehnt.
Der 5. Ausbauetappe für den Airport 2000 erwächst kaum mehr Widerstand, der Kredit dafür wird im Juni 1995 bewilligt. Mit der Verlegung der Swissair-Langstreckenflüge von Genf nach Zürich und der Geburt des Hub-Konzepts im Jahr 1997 formiert sich die Opposition aber neu. Denn die Zahl der Flugbewegungen steigt überproportional an und macht die Einführung der so genannten vierten Welle mit vermehrten Starts über die Piste 16 nach Süden, also auch über Wallisellen, nötig. Im September 1997 gründen sechs Gemeinden im Südosten des Flughafens – Bassersdorf, Brüttisellen, Dietlikon, Dübendorf, Opfikon und Wallisellen – die Task-Force Fluglärm TFF, um gemeinsam gegen die zunehmenden Südstarts mit Linkskurve (Left-Turns) zu kämpfen.
Bild: Der Flughafen Unique Zürich-Kloten. (Bild: Unique, Ralf Bensberg)