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Portugal führte in Kasan, dem östlichsten Spielort beim Confederations Cup, dank der Tore von Flügel Ricardo Quaresma (34.) nach einem genialen Zuspiel Cristiano Ronaldos sowie von Aussenverteidiger Cédric Soares (86.) nach einem leicht abgefälschten Schuss zweimal, musste aber jeweils kurz darauf den Ausgleich hinnehmen. Nach einem Fehler von Dortmunds Abwehrspieler Raphael Guerreiro traf Javier Hernandez mit dem Kopf zum 1:1 (42.), und in der Nachspielzeit gelang dem Abwehrchef Hector Moreno, der auf die kommenden Saison hin zur AS Roma wechselt, das 2:2.
Der Punkt war am Ende ein guter Lohn für die Mexikaner, welche zwar stark begannen, aber nach der Pause kaum noch Akzente setzen konnten. So stand Europameister Portugal nicht nur aufgrund der zweimaligen Führung dem Sieg näher. Quaresma und der eingewechselte Gelson Martins vergaben jeweils Chancen, die Führung zu erhöhen.
Portugals Captain Cristiano Ronaldo zeigte vor allem in der ersten Halbzeit eine gute Leistung – trotz Steueraffäre in Spanien und den Wechselgerüchten, die er selbst in den letzten Tagen alimentiert hat. Er wolle jeden Titel gewinnen und der Pokal des Confederations Cup fehle ihm in der Sammlung noch, hatte Ronaldo vor dem Turnier erklärt. Entsprechend motiviert legte der Weltfussballer los. Ausnahmslos jede gefährliche Aktion der Portugiesen trug den Stempel von Ronaldo – entweder mit einem Steilpass, einem Seitenwechsel oder mit einem Absatzkick.
Oder mit dem Lattenschuss in der 20. Minute, in dessen Folge Verteidiger Pepe zum vermeintlichen 1:0 traf. Der argentinische Schiedsrichter Nestor Pitana anerkannte den Treffer zunächst, wurde dann aber von den erstmals bei einem grossen FIFA-Turnier eingesetzten Video-Schiedsrichtern zurückgepfiffen. Sie hatten auf ihren Monitoren eine Offside-Position von Nani gesehen und liessen das Tor vom Referee nach einer einminütigen Diskussion annullieren.
Der Video-Beweis gab auch im zweiten Spiel vom Sonntag zu reden. Schiedsrichter Damir Skomina konsultierte zunächst die TV-Richter, bevor er das 2:0 von Chiles Edoardo Vargas in der 91. Minute gegen Kamerun anerkannte. Der Slowene hatte aber auch ohne die neue technische Unterstützung richtig gesehen, dass zuvor Alexis Sanchez nicht im Offside gestanden hatte. Die Chilenen hatten zum Auftakt der Gruppe B in einer enttäuschenden Partie auf dem Weg zum 2:0-Sieg gegen den Afrika-Cup-Sieger das wegweisende Führungstor durch Arturo Vidal erst neun Minuten vor dem Ende erzielt.
(SDA)