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10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790
Gartenstrasse 19
3007 Bern
Klavier und Keyboard
Jazz, Pop, Blues, Funk, Rock und Freie Improvisation
Fortgeschrittene und Master
Deutsch, Englisch und Französisch
Improvisation in verschiedenen Stilistiken, Songwriting, Komposition, Klaviertechnik, Repertoire erweitern, Gehörbildung, wie/was spiel ich in Bands, Studiovorbereitung...
HKB – Bachelor in Arts of Music (Jazz) Hauptfach: Klavier bei Thierry Lang und Philipp Henzi
HKB – Master in Performance (Jazz) Major: Klavier bei Colin Vallon, Minor: Komposition bei Django Bates
Beatles, Grizzly Bear, Nirvana, Elliott Smith, Nora Jones, James Blake, The Doors, Fink, Imogen Heap, Joni Mitchell, Little Dragon, Michael Jackson, Nick Drake, PJ Harvey, Nick Cave, Radiohead, Red Hot Chili Peppers, Tom Waits, Wilco, Bob Marley & The Wailers, Leonard Cohen, Jamiroquai, Stevie Wonder, Björk, Herbie Hancock, Keith Jarrett, Miles Davis, Bill Evans, Bud Powell, Chick Corea, Thelonious Monk, Lennie Tristano, John Coltrane, Duke Ellington, Aaron Parks, Brad Mehldau, Paul Motian, Bobo Stenson, Ornette Coleman, Dizzy Gillespie, Louis Armstrong, Charlie Parker, Wayne Shorter, Joshua Redman, Tom Harrell, Canonball Adderly, Joe Zawinul, The Bad Plus, Bobby Timmons, Bugge Wesseltoft, Cedar Walton, Monty Alexander, Nat King Cole, Oliver Nelson, Oscar Peterson, Robert Glasper, Screaming Headless Torsos, Skuli Sverissson, Sonny Rollins, Cole Porter, Johnny Mercer, Antonio Carlos Jobim, George Benson, Mc Coy Tyner, Charles Mingus, Clifford Brown und Richie Beirach. Horace Silver...uvm
Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Das Album “Standarts in Norway” vom amerikanischen Pianisten Keith Jarrett war einer meiner ersten Einblicke in den Jazz und gehört bis heute zu meiner Lieblingsplatte. Ich war total baff ob diesem Pianisten. Die Melodik, das Phrasing, dieser Wahnsinnssound und vor allem diese Energie. Neben all den anderen Inspirationsquellen aus ganz verschiedenen musikalischen Ecken, fühlt sich`s bei Keith Jarrett irgendwie immer noch so an wie damals, als ich noch gar nichts von Musik verstand.
Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Bei mir kannst du deine eigene Handschrift entwickeln und verfeinern. Ich verfolge keine strenge Doktrin die nach Schablone verfährt, sondern setze auf Spontanität, was im Moment entstehen kann, sowie auf die Maxime, dass Fehler meist keine Schädlinge sind, sondern Nützlinge. Und konkret: Ich fühle mich kompetent in folgenden spezifischen Gebieten: Improvisation, Harmonische Fragen, Rhytmik/Metrik (Odd-Meter), Grooves, Begleitung (Jazz/Pop), klaviertechnische Aspekte, Komposition/Arrangement/Songwriting, elektronische Tasteninstrumente.
Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Das war ziemlich banal. Bei uns in der Familie war`s irgendwie klar, dass ich auch ein Instrument spielen sollte. Da der Nachbarsjunge Klavier spielte, war das dann irgendwie auch klar für mich. Ich hab diese Entscheidung nur dann kurz in Frage gestellt, als ich anfing Jimmy Hendrix zu hören.
Auf welchem Equipment spielst du heute?
Neben dem Klavier spiele und besitze ich eine Reihe elektronischer Tasteninstrumente. Im Verlauf der letzen Jahre ist mir mein Fender Rhodes Mark I ziemlich ans Herz gewachsen. Ich mag den warmen, glockenartigen mit der richtigen Spielweise aber auch knackigen, leicht angezerrten Klang. Das Schöne beim Rhodes ist, dass man seinen individuellen Sound entwickeln kann, wie das E-Gitarristen tun. So habe ich ziemlich lange mit verschiedenen Amps und Effekt-Geräten getüftelt, bis ich mein Ding gefunden habe. Neben dem Rhodes stehen noch einige analoge Synthies, Orgeln, Toy-Pianos im Bandraum.
Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Das Einbeziehen von Songs oder Standarts in jede Übesituation - der natürliche Spielfluss dabei. Ich finde es extrem wichtig, dass man sich nicht zu fest in einen künstlichen Übe-Modus manövriert und so ins Detail geht, dass man Gesamtzusammenhänge verliert. Genauigkeit und in gewissen Situationen eine drastische Reduktion aufs Wesentliche sind unabdingbar. Für mich war Üben aber immer dann am effezientesten und auch am kurzweilgsten wenn ich technische und musikalische Problemstellungen miteinander kombinierte. Eigens dazu komponierte Etuden und Songs helfen mir dabei.
Spiele am besten immer so, als wärst du auf der Bühne!
Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Mit dem Klavier sitzt du an der Schnittstelle, wo Rhythmus und Groove, sowie Harmonie und Melodie zusammen kommen. Du kannst alle Elemente bedienen und bist dein eigenes Orchester mit unzähligen Klangfarben und Registern.
Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Für mich ist eine lockere Unterrichts-Atmosphäre das A und O. Lehrer und Schüler begegnen sich auf der selben Ebene, respektieren einander und begeistern sich zusammen für die Musik, die entsteht. Dies erlaubt eventuelle Missverständnisse möglichst schnell aufzudecken und zu klären. Ich versuche theoretische Abhandlungen meist kurz zu halten und diese so schnell wie möglich praktisch umzusetzen.
Wie baust du deine Musikstunden auf?
Zu Beginn einer Stunde versuche immer möglichst schnell zu erkennen, wo der Schüler gerade steckt. Ob ihn etwas brennend interessiert, wo man anknüpfen kann. Einen Song, einen Musiker oder ein technisches Problem. Gründlichkeit und Routine nehme ich sehr ernst, und finde Lernziele und Zwischenbilanzen, trotz dem Schulmeisterlichen Klang der Worte, eine gute Sache. Wichtig ist aber nach wie vor, viel zusammen zu spielen und jammen.
Wie gehst du bei Kindern vor?
Bei Kindern hängt die Lernwilligkeit und Konzentration sehr von der Stimmung ab, die sie in die Stunde mitbringen. So sensibel sollte man als Musiklehrer sein, um das mitzubekommen und muss dementsprechend die Lektion gestalten. Je nach Laune kann man fokussierter arbeiten oder muss halt die Zügel etwas hängen lassen. Ich bin aber immer wieder fasziniert von der Begeisterungsfähigkeit der jüngeren Schüler.
Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Es gab bis jetzt unzählige tolle Erlebnisse. Die Erlebnisse, die entstehen, wenn ich mit Musikern, die ich noch nie getroffen habe auf einer Bühne zusammenkomme und mit ihnen jamme, gehören aber nach wie vor zu meinen liebsten.
Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Das weiss ich jetzt nicht ganz genau. Das war glaubs bei so nem Musical in Thun, wo ich Keyboards spielte...
Mit welchem Musiker würdest du gerne einmal spielen?
Da gibt es ziemlich viele. Wenn ich einen nennen würde, fühlt sich das komisch an. Ich bin nicht so fixiert auf bestimmte Musikerpersonen.
Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Das ändert zum Glück stetig, manchmal von Tag zu Tag. Im Moment höre ich sehr oft “Roman Candle” von Elliott Smith. Nächste Woche ist`s wahrscheinlich eine andere.
In welchem Club würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Royal Albert Hall in...? Nein, keine Ahnung. Wenn die Musik und das Publikum stimmen, spiele ich überall gerne.
Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Bewegung, Kochen, Essen, die Aare, Freunde & Familie
Im Alter von gegen 70 Jahren und nach über 30 Jahren bin ich wieder ins Klavierspielen eingestiegen. Mit viel Geduld und
Einfühlungsvermögen hat mich Luzius während mehreren Jahren dabei begleitet. Er ist auf meine Vorstellungen eingegangen und hat mich immer wieder motiviert. Aufgrund seines Auslandaufenthaltes haben wir den Unterricht unterbrochen. Ich bin nun daran
das Gelernte zu festigen und beabsichtige wieder bei ihm einzusteigen. Ich empfehle Luzius sehr gerne weiter, neben seiner Professionalität hat er viele menschliche Qualitäten.
Freundliche Grüsse
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