Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03550.jsonl.gz/3180

Fogo – die Feuerinsel
Im malerischen São Filipe leben die meisten der 35.000 Bewohner, die überwiegend von Fischfang und Landwirtschaft leben. Er gilt als schönstes Städtchen auf den Kapverden. Die alten Kolonialbauten und Sobrados (Herrschaftshäuser) sowie der kilometerlange schwarze Lavastrand Fonte Bila geben diesem Ort sein besonderes Flair.
Fogo
Fogo ist als reine Vulkaninsel geprägt durch wilde Mondlandschaften aus Basalt- und Magmaströmen. Dunkle Lavastrände und Grotten einerseits, tropische Vegetation mit Weideland, Weinreben, Bananen- und Kaffeeplantagen im Nordosten andererseits. Auf etwa 1500 m befindet sich der große besiedelte Krater (die Caldeira), aus dem ein neuer Vulkankegel emporragt.
Der höchste Gipfel, Wein und Kolonialbauten
Der 2829 m hohe Bilderbuchvulkan Pico de Fogo, der als Parque Natural unter besonderem Schutz steht, scheint mit der Spitze die Wolken zu teilen. Der letzte Ausbruch liegt noch nicht lange zurück - 1995 brach der kleine Nebenkrater Pico Pequeno aus und begrub mit seinem Lavastrom 50ha Land unter sich. Die ca. 700 Menschen, die in der Cha das Caldeiras leben, wurden evakuiert. Allerdings kehrten alle nach einigen Monaten wieder zurück in ihre Dörfer.
Neben dem Hauptort São Filipe gibt es viele kleine Dörfer und den Ort Mosteiros. Eine Straße, teils nah entlang der Küste, führt um den konischen Vulkankegel herum (50 km). Fogo ist mit seinen 476 km2 annähernd kreisrund und gilt darüber hinaus als heisseste Insel des Archipels.
Der Pico de Fogo (Gipfel des Feuers) ist die höchste Erhebung der kapverdischen Inseln. Zudem ist er mit einer Höhe von 2829 m der höchste aktive Vulkan im Atlantik. Er baut sich als Innenkegel in der Chã das Caldeiras auf. Ein gewaltiger Ausbruch aus dem Hauptkrater des Pico im Jahr 1680 gab der damals „São Filipe“ genannten Insel den Namen Fogo. In den Jahren 1785, 1799, 1847, 1852, 1857, 1951 und 1995 folgten weitere Ausbrüche. Der Pico ist Teil eines Naturschutzgebietes. In den Randzonen werden Wein und Kaffee angebaut und nur die Höhen und Hänge an der Nord-Ostseite der Insel sind ganzjährig grün.