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Die Armbrust gehört wohl zu den faszinierendsten Waffen, die
die Menschheit je entwickelt hat. Obwohl sie schon viele Jahrhunderte alt ist, begeistert sie nach wie vor zahlreiche Anhänger. Diese
nutzen sie etwa zu sportlichen Zwecken oder zur Jagd. Willst auch Du eine Armbrust kaufen? Dann schau Dich gerne im Angebot von Meister Messer
um.
Wie eine Armbrust
funktioniert
Technisch ist die Armbrust eine Weiterentwicklung des Bogens. Dieser ist bei der Armbrust horizontal am Ende einer Mittelsäule abgebracht. Der Nutzer zieht die Sehne in seine Richtung, wo sie einrastet. Dann legt er das Geschoss ein. Je nach Modell können mit einer Armbrust Pfeile, Bolzen oder Kugeln geschossen werden.
Ein grosser Vorteil der Armbrust gegenüber einem Bogen ist, dass der Schütze die Sehne nicht gespannt halten muss. Dadurch hat er die Gelegenheit, präzise zu zielen. Zudem muss er zum Schiessen nicht seine Muskelkraft nutzen. Aufgrund ihrer Konstruktion entwickelt die Armbrust eine erhebliche Beschleunigungskraft.
Daher können damit keine Pfeile aus Holz verschossen werden, weil diese zerbrechen würden. Stattdessen bestehen die verwendeten Pfeile meist aus Aluminium oder Karbon. Diese Materialien sind widerstandsfähig und werden deshalb beim Schiessen nicht beschädigt. Wenn Du bei Meister Messer auch gleich Pfeile für Deine Armbrust kaufen willst, findest Du hier Exemplare aus Aluminium und Carbon.
Eine kurze Geschichte der Armbrust
Es ist erwiesen, dass bereits im antiken Griechenland eine Waffe existierte, die der heutigen Armbrust sehr ähnlich war. Sie wurde als Gastraphetes bezeichnet, was sich als «Bauch-Schleuderer» übersetzen lässt. Sie wurde etwa ab dem fünften Jahrhundert vor Christus verwendet. Es gab sogar Modelle, mit denen zwei Pfeile gleichzeitig abgeschossen werden konnten.
Allerdings war die Gastraphetes so schwer, dass sie nicht freihändig genutzt werden konnte. Stattdessen benötigte der Schütze eine Art Stativ, wie etwa einen Pfahl, den er in die Erde steckte. Daher wurde die Waffe wahrscheinlich eher selten von griechischen Soldaten verwendet. Sinnvoll war einzig der Einsatz bei Belagerungen, bei denen die Soldaten den Bogen permanent gespannt lassen mussten.
Auch in China wurden schon früh Vorläufer moderner Armbrüste entwickelt. So wurden Tonfiguren gefunden, die um 210 vor Christus entstanden sind und mit Armbrüsten ausgestattet waren. Unter anderem verwendeten Bauern sie, um die Chinesische Mauer gegen mongolische Reiter zu verteidigen.
Im Mittelalter erlebte die Armbrust einen erheblichen Aufschwung. Es waren die Normannen, die die Waffe derart umgestalteten, dass sie auch mobil verwendet werden konnte. So kam sie nachweislich in der Schlacht von Hastings im Jahr 1066 zum Einsatz. Die Durchschlagskraft der Armbrust war so stark, dass sie sogar die Rüstungen von Rittern durchdringen konnte.
Deshalb wurde sie sogar 1139 im Zweiten Lateranischen Konzil verboten. Die katholische Kirche empfand sie nämlich als unritterlich und drohte jedem mit Kirchenausschluss, der sie gegen Christen einsetzte. Dessen ungeachtet setzte die Armbrust ihren Siegeszug fort. Vor allem in Verteidigungssituationen erfreute sie sich grosser Beliebtheit.
Dass die Waffe nicht auch für schnelle Angriffe verwendet wurde, lag an ihrer geringen Feuergeschwindigkeit. Mit einer damaligen Armbrust konnten lediglich zwei Pfeile pro Minute verschossen werden. Mit einem Bogen konnte ein geübter Schütze hingegen bis zu zwölf Pfeile in der Minute verschiessen. Vorteilhaft war hingegen neben ihrer Durchschlagskraft die einfache Ausbildung an der Waffe.
Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Arkebuse entwickelt. Dies war eine Feuerwaffe, die Pfeile mit Hilfe von Schiesspulver verschoss. Sie verbreitete sich ab dem 16. Jahrhundert rasant und löste schnell die Armbrust ab. Diese wurde fortan vor allem in adeligen Kreisen zur Jagd verwendet. Die Popularität, derer sie sich im Mittelalter erfreute, erreichte sie jedoch nie mehr.
Heutzutage kommt die Armbrust hauptsächlich im Sport- und Freizeitbereich zum Einsatz. Auch für die Jagd ist sie eine häufig genutzte Waffe, allerdings vor allem in den USA und Kanada. In den meisten Ländern Europas – so auch in der Schweiz – ist die Jagd mit Armbrust hingegen verboten.
Somit dient die Armbrust hierzulande mehrheitlich als Sportgerät. So gibt es rund 120 Schweizer Vereine, in denen die Mitglieder das Schiessen auf feste oder bewegliche Ziele trainieren. Es gibt verschiedene Disziplinen, bei denen sich die Distanzen und die Grössen der Ziele unterscheiden. Im Rahmen von Wettbewerben wird ermittelt, welcher Schütze der Beste ist.
Wer das Schiessen mit der Armbrust privat üben möchte, kann dies auf einem Privatgelände tun. Allerdings muss dabei unbedingt darauf geachtet werden, dass die Pfeile nur innerhalb dieses Grundstücks fliegen. Zudem dürfen sich keine Menschen im Schussbereich aufhalten. Ideal ist etwa das Zielen in Richtung eines Hügels, in den die Pfeile einschlagen, die das Ziel verfehlt haben.
Recurve oder Compound: Diese Armbrust-Arten gibt es
Je nach Bauart wird zwischen Compound- und Recurve-Armbrüsten unterschieden. In der Verwendung ergeben sich gewisse Unterschiede. Welche Armbrust Du kaufen solltest, hängt von einigen Faktoren ab. Dazu gehören die geplante Nutzung und Deine Kenntnis von der Funktionsweise der Armbrust.
Diese Art der Armbrust geht auf die historischen Modelle zurück. Ihr Aufbau ist daher eher klassisch und recht simpel. Eine Recurve-Armbrust ist auf den ersten Blick daran zu erkennen, dass die Enden des Bogens vom Schützen weg weisen. Zudem ist der Bogen oft kürzer als bei einer Compound-Armbrust. Dadurch ist ein Recurve-Modell leichter zu bedienen.
Zu bedenken ist jedoch, dass das Spannen einer Recurve-Armbrust eine gewisse Kraft erfordert. Das Zurückziehen der Sehne ist nicht gerade leicht und daher für körperlich schwächere Personen wie Jugendliche eher anstrengend. Ideal ist es daher, wenn sich eine Spannhilfe im Lieferumfang der Armbrust befindet.
Es ist durchaus empfehlenswert, sich für ein Recurve-Modell zu entscheiden, wenn Du Deine erste Armbrust kaufen willst. Denn dann kannst Du gleich damit schiessen, ohne viele Einstellungen vornehmen zu müssen. Ausserdem ist sie dank ihrer übersichtlichen Konstruktion einfacher zu pflegen und kostet weniger Geld als eine Compound-Armbrust.
Solltest Du hingegen schon einige Erfahrungen mit der Armbrust gesammelt haben, könnte sich der Umstieg auf ein Compound-Exemplar lohnen. Charakteristisch für diese Art von Armbrust sind die Umlenkrollen an den Enden des Bogens. Diese werden auch als Camwheels oder CAM bezeichnet. Ihr Zweck ist es, das Geschoss zusätzlich zu beschleunigen.
Dadurch erreicht der Pfeil oder der Bolzen höhere Geschwindigkeiten und Distanzen. Die Rollen sorgen zudem dafür, dass die Compound-Armbrust beim Schiessen weniger vibriert als ein Recurve-Modell. Somit sind präzise Schüsse leichter möglich. Ein weiterer Vorteil der Rollen ist, dass sie das Spannen der Sehne von Hand vereinfachen.
Weil die Compound-Armbrust recht komplex aufgebaut ist, ist die Wartung allerdings nicht so einfach wie bei einem Recurve-Exemplar. Auch das Justieren des Schiesssystems ist alles andere als leicht. Man muss sich also einigermassen mit der zugrundeliegenden Technik auskennen, wenn man diese Art von Armbrust kaufen will. Allerdings ist auch ihr Preis höher als der einer Recurve-Armbrust.
Sportschützen verwenden generell Compound-Armbrüste, um auch über höhere Distanzen präzise schiessen zu können. Ist dies also Deine Intention, dann lohnt es sich für Dich, diese Art von Armbrust zu kaufen. Allerdings gibt es inzwischen auch Recurve-Modelle, die in Sachen Geschwindigkeit und Reichweite ähnliche Resultate erzielen wie Compound-Armbrüste.
Was Du beachten solltest, wenn Du eine Armbrust kaufen willst
Es gibt einige Faktoren, die eine Rolle spielen, wenn Du
eine Armbrust kaufen möchtest. Dazu zählen die Geschwindigkeit der Pfeile, das Gewicht der Armbrust und das im Lieferumfang
enthaltene Zubehör. Wichtig ist selbstverständlich auch der Geldbetrag, den Du maximal für das Produkt ausgeben
möchtest.
Die Geschwindigkeit, mit der eine Armbrust einen Pfeil oder einen Bolzen abschiesst, wird von vielen Herstellern als Kaufargument verwendet. Allerdings ist ein besonders schnelles Geschoss nicht jedem Nutzer zu empfehlen. Zwar beschreibt ein Pfeil eine umso geringe Flugkurve, je schneller er ist. Allerdings muss der Schütze recht geübt sein, um den rasanten Pfeil ins Ziel zu bringen.
Jeder Fehler am Abzug kann zu einem unpräzisen Schuss führen. Daher ist vor allem Anfängern zu empfehlen, eine Armbrust mit einer eher moderaten Pfeilgeschwindigkeit zu wählen. So machen sie sich zunächst mit der Technik vertraut und verfeinern später mit einer schnelleren Armbrust ihre Zielgenauigkeit.
Eine weitere wichtige Angabe im Zusammenhang mit einer Armbrust ist das Zuggewicht. Es bezeichnet die Kraft, die beim Spannen der Armbrust aufgewandt werden muss. Je höher der Wert ist, desto schwerer ist es, die Sehne von Hand nach hinten zu ziehen. Gleichzeitig bringt ein höheres Zuggewicht aber auch einen schnelleren und weiteren Schuss mit sich.
Das Zuggewicht wird üblicherweise in lbs (pound) angegeben, wobei ein Kilogramm 2,2 lbs entspricht. Anfänger sollten am besten eine Armbrust kaufen, die ein eher geringes Zuggewicht aufweist. Ein Wert bis maximal 175 lbs ist hierbei vollkommen ausreichend. Später kann es auch gerne ein Modell mit einem höheren Zuggewicht sein, um höhere Pfeilgeschwindigkeiten zu erreichen.
Eine Armbrust bringt mehrere Kilogramm auf die Waage. Leichte Modelle wiegen lediglich etwas mehr als zwei Kilogramm. Bei schweren Produkte können es hingegen bis zu neun Kilogramm sein. Der Unterschied macht sich in der praktischen Nutzung bemerkbar. Beim Schiessen muss die Armbrust stabil gehalten werden, um das Ziel zu treffen.
Je schwerer sie ist, desto schwieriger ist es, länger damit zu zielen. Auf Dauer macht sich ein höheres Gewicht in den Armen bemerkbar. Allerdings bringt ein höheres Gewicht eine gewisse Stabilität mit sich, auch weil der Rückstoss weniger stark ist. Es kommt also auf die persönliche Präferenz und die Muskelkraft an, welches Gewicht man bevorzugt. Übrigens sind Recurve-Armbrüste generell leichter als Compound-Exemplare.
Eine Armbrust wird normalerweise mit einigem Zubehör ausgeliefert. Woraus dieses besteht, hängt vom Modell ab. Üblich ist, dass einige Geschosse, also Pfeile, Bolzen oder Kugeln, zum Lieferumfang gehören. Solltest Du mehr benötigen, findest Du im Sortiment von Meister Messer für die angebotenen Armbrüste auch die passenden Geschosse.
Zum Zubehör gehören zuweilen auch eine Spannhilfe und Wachs für die Sehne. Manche Armbrüste werden zudem mit einem Köcher für die Pfeile und einem Tragegurt geliefert. Bevor Du eine Armbrust kaufen willst, lohnt es sich also, einen Blick auf das Zubehör zu werfen. Eventuell bleiben Dir damit zusätzliche Ausgaben erspart.
Die Sicherheit hat oberste Priorität
Es kam bereits zur Sprache, dass Du die Armbrust nur in dafür ausgelegten Sportanlagen oder auf sicheren Grundstücken verwenden solltest. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Pfeile erreichen eine erhebliche Geschwindigkeit. Sie können bis zu 300 Kilometer pro Stunde schnell werden. Schwere oder gar tödliche Verletzungen sind also sehr wahrscheinlich, wenn ein Mensch davon getroffen wird.
Aufgrund der Kraft, die von einer Armbrust ausgeht, ist stets höchste Vorsicht geboten. So sollte sie niemals im gespannten oder geladenen Zustand transportiert werden. Der Abzug sollte erst dann berührt werden, wenn der Schuss unmittelbar bevorsteht und die Finger sollten sich niemals im gespannten Bogen befinden. Wenn Du diese Hinweise berücksichtigst, kannst Du das Risiko auf ein Minimum reduzieren. Nimm gerne Kontakt zu Meister Messer auf, wenn Du weitere Informationen zu Armbrust benötigst.