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4. Die praktischen Bedingungen für einen ernst zu nehmenden Philosophieunterricht
Philosophieunterricht ist nur als eigenständiger Unterricht ernst zu nehmen.
Ohne mehrjährige Arbeit, die sich als kontinuierliche in den übrigen Unterricht systemgerecht einfügt, ist das Ziel nicht erreichbar.
Ohne Lehrer, die sich nicht durch ein angemessenes Studium auf den Philosophieunterricht vorbereitet haben, ist ein Philosophieunterricht unmöglich
In den heutigen Verhältnissen heißt das:
Der Philosophieunterricht muss während mindestens 2 Jahren mit einer den Mindestansprüchen eines Maturafaches genügenden Stundenzahl dotiert werden.
Grundkurse (im Sinne von 4.1) sollten wo immer möglich durch zusätzliche Wahlfachkurse ergänzt werden.
Der Unterricht ist durch Lehrer mit abgeschlossenem Philosophiestudium (Hauptfach oder erstrangiges Nebenfach) und wenn immer möglich mit Unterrichtsverpflichtungen, welche den Philosophieunterricht nicht notgedrungen zur Randbeschäftigung werden lassen, zu erteilen.
Das Unterrichtsprogramm (Curriculum) muss den Lehrer auf die Philosophie verpflichten, aber auf jeden, das Ziel gefährdenden Stoffzwang verzichten.