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Der Grüne gegen den Rechtspopulisten: Österreich wählt zwischen Alexander van der Bellen und Nobert Hofer als Bundespräsidenten. Es ist Anlauf Nummer vier für die Entscheidung.
Österreich wählt heute einen neuen Bundespräsidenten. In einer Stichwahl treten der Kandidat der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer, und der ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen gegeneinander an. Letzte Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus.
Gewinnt Hofer, wird erstmals ein Rechtspopulist Staatsoberhaupt eines EU-Landes. Insgesamt sind 6,4 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen. Die erste Hochrechnung wird nach Schließung der letzten Wahllokale um kurz nach 17 Uhr veröffentlicht. Das Endergebnis wird erst nach Auszählung der Briefwahlstimmen vorliegen, wahrscheinlich am Montagabend. Nach Angaben des Innenministeriums ging die Zahl der Briefwähler im Vergleich zur Stichwahl von Mai um rund ein Fünftel zurück.
Annullierte Entscheidung
Es ist der vierte Anlauf in diesem Jahr, einen neuen Bundespräsidenten zu wählen. Da nach dem ersten Wahlgang im April kein Kandidat die notwendige Mehrheit erreichte, traten Mitte Mai Hofer und Van der Bellen in einer Stichwahl gegeneinander an. Aus dieser Abstimmung ging der Ex-Grünen-Chef mit einem Vorsprung von 31'000 Stimmen als Sieger hervor. Die Wahl wurde aber von der FPÖ angefochten und anschließend vom Verfassungsgerichtshof annulliert.
Grund waren Verfahrensfehler bei der Auszählung der Briefwahlstimmen, wodurch Manipulationen möglich gewesen wären. Konkrete Anzeichen dafür gab es aber nicht. Der Wahltermin im Oktober musste dann wegen einer technischen Panne bei den Briefwahlumschlägen auf Dezember verschoben werden.
(reuters/me)