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Risperidon und Ondansetron beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Ondansetron wird über CYP2D6, CYP3A4 und CYP1A2 verstoffwechselt. Risperidon kann CYP2D6 inhibieren, da der Metabolismus von Ondansetron jedoch über mehrere unterschiedliche Wege verläuft, ist eine mögliche Expositionserhöhung von Ondansetron vermutlich nicht sehr stark ausgeprägt. Es kann zu einer additiven Verlängerung der QT-Zeit im EKG sowie zu einem verstärkten Auftreten zentralnervöser UAWs kommen.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Unter Ondansetron sind Bewegungsstörungen (einschliesslich extrapyramidalen Reaktionen) und Krampfanfällen als gelegentliche unerwünschte Wirkungen beschrieben, auch Kopfschmerzen und Hypotonien traten unter der Therapie auf. In Kombination mit Risperidon kann es daher verstärkt zu zentralnervösen unerwünschten Effekten und/oder Hypotonie kommen. Verstärkte Krampfschwellensenkende Effekte sind ebenfalls möglich.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit sowie eine Überwachung der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium) sollten durchgeführt werden. Zudem ist auf Hinweise für ein verstärktes Auftreten zentralnervöser unerwünschter Wirkungen zu achten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018