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Autor: Antoine Rüf/La Liberté
FreiburgDas Strafgericht des Saanebezirks ging in dieser Woche weit zurück in der Geschichte. Es behandelte eine Affäre um Falschgeld, die im Jahr 1997 begann. Eine Bande war damals aufgeflogen, nachdem ihr Anführer im Freiburger Schönbergquartier ermordet wurde. Ein Mitglied wurde 1999 in Abwesenheit zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt – er sass in einem türkischen Gefängnis, weil er beim Versuch, das Falschgeld zu wechseln, erwischt wurde.
Deshalb war er völlig ahnungslos, was die Verurteilung betraf. Das wurde ihm erst klar, als er kürzlich versuchte, in die Schweiz einzureisen, und dabei verhaftet wurde. Der Prozess wurde deshalb neu aufgenommen. Der Verteidiger des Angeschuldigten, der ehemalige Neuenburger Staatsrat Frédéric Hainard, verwies auf die lange Dauer des Verfahrens und verlangte einen Freispruch. Das Strafgericht unter dem Vorsitz von Alain Gautschi folgte der Version von Staatsanwalt Jean-Luc Mooser. Dieser hielt den Türken für einen der Anführer der Gang. Die Strafe wurde vom Gericht allerdings auf neun Monate Gefängnis auf Bewährung reduziert. bearbeitet von pj/FN