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So viel kostet es, reich zu sein
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- Donnerstag, 21. August 2014 14:14
Je mehr Geld man besitzt, desto mehr gibt man aus. Das ist so etwas wie ein Naturgesetz, das selbst dann gilt, wenn man eigentlich nicht reich ist. Was der Lifestyle der Superreichen kostet, lesen Sie hier.
Was kostet es, reich zu sein? Theoretisch nichts. Geld zu haben, bedeutet nicht automatisch, es auch ausgeben zu müssen. In der Praxis bedeutet es aber genau das: Wer reich ist, dreht ein grösseres Rad. Die Häuser sind weitläufiger, die Autos luxuriöser, die Privatschulen für die Kinder kosten mehr, die Reisekosten sind enorm.
Nicht zu vergessen die täglichen Ausgaben, um die aufgebaute Welt um sich herum zu hegen und zu pflegen. Der «Millionaire Corner», eine Website für Reiche und ihren Lifestyle, hat diese Kosten einmal aufgerechnet.
Haushalt: Eine Haushaltshilfe kann sehr nützlich sein, um das Haus während langer Abwesenheiten der vielbeschäftigten Bewohner in Ordnung zu halten und die Kinder in Empfang zu nehmen, wenn sie von der Privatschule nach Hause kommen. Selber kann man das nicht machen. Auch Reiche müssen arbeiten, um beispielsweise die Hypothek auf dem schönen Haus abzuzahlen.
Gemäss «Quinntessentially People» einem Personalvermittler für Reiche, kostet eine Haushaltshilfe bis zu 20'000 Dollar im Jahr, wenn sie jeden Tag ein paar Stunden präsent ist. Kommt der Gärtner dazu, der den Umschwung pflegen muss: Je nach Grösse des Gartens sind dies nochmals 18'000 bis 36'000 Dollar im Jahr.
Schulen: Öffentliche Schulen sind bei Reichen eher verpönt. Die Klassen sind dort grösser und durchmischter, die Resourcen knapper. Die Wahl heisst darum vielfach: Privatschulen. Die Kosten dafür pro Kind: zwischen 11'000 und 40'000 Dollar jährlich, je nach Region und Schule.
Unterhalt, Strom, Wasser: Je grösser das Haus, desto höher die Stromrechnung. Sonja Morgan, eine Society-Dame aus New York, sagte zu «CNN Money», sie habe Kosten von 1'400 Dollar monatlich für ihr 500-Quadratmeter-Appartement in der Upper East Side. «Ist das viel?», fragte sie den Journalisten. Vergleichsweise schon: Der Unterhalt in einem 50-Quadratmeter-Studio kostet weniger als 50 Dollar.
Autos: Während ein Service an einem Mercedes S-Klasse einen vierstelligen Betrag kostet, kommt man mit einem Golf in der Regel mit einem dreistelligen Betrag durch. Die Kosten für Treibstoff und Versicherungen mal beiseite gelassen: Wirklich teuer ist ein Garagenplatz. 30'000 Dollar gehen dafür in New York im Jahr schon drauf.
Reichsein ist schon mal teuer, aber Superreiche spielen nochmals in einer anderen Liga. Sie haben mehrere Häuser, einen ganzen Fuhrpark von Luxuskarossen, eine Privatflugzeug, eine Yacht. Ein weiterer Kostenfaktor: Personal für den Unterhalt dieses Etats.
Persönlicher Assistent: Diesen braucht man als Superreicher, um den Überblick zu behalten. Kosten: 100'000 Dollar im Jahr.
Koch: Auch diesen braucht es, da jedermann in der Familie so beschäftigt ist, dass selber kochen ausser Frage steht. Kosten: nochmals 100'000 Dollar im Jahr gemäss «Quintessentially People».
Pilot: Festangestellt kostet er bis zu 300'000 Dollar jährlich. Die Flugbegleiterin, die fürs leibliche Wohl in der Kabine sorgen soll, etwa die Hälfte.
Yacht-Crew: Fürs ganze Jahr muss man mit Kosten von über einer Viertel Million Dollar rechnen. Meistens sind die Yachten der Superreichen aber nur ein paar Monate im Jahr besetzt. Kostenpunkt pro Monat: rund 22'000 Dollar.
Nun heisst es bloss noch, zusammenzurechnen, was man wirklich nicht entbehren kann oder will, und schon weiss man, wie teuer oder eben günstig es ist, reich zu sein.
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