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Christoph Kobelt lebt im kleinen Schweizer Kanton Glarus. Er wurde da am 22. Februar 1955 geboren und wuchs als Jüngster zusammen mit drei Brüdern im Elternhaus in Mitlödi auf, das ihn auch heute mit seiner Familie beherbergt.
Dem Knabenwunsch Orgelbauer zu werden folgte in der Gymnasialzeit die Begeisterung für Geschichte und Archäologie. Doch das vorbildliche Berufsmusikerleben der Eltern und Brüder weckte seine Freude an der Musik. Mit 17 Jahren begann er kleinere Stücke für Jugendchöre zu schreiben.
Anlässlich der Schweizerischen Tonkünstlertagung 1980 in Glarus, wo Teile seiner Dreifaltigkeitsmesse zur Uraufführung gelangten, lernte er seinen späteren Mentor, den Komponisten Paul Müller-Zürich kennen. Dieser ermutigte ihn, dem eigenen künstlerischen Weg zu folgen.
Die Ausbildung als Kirchen- und Schulmusiker, der Dirigierunterricht bei Olga Géczy und die Auseinandersetzung mit Komponisten wie Bach, Mozart oder Bruckner, sowie eine ständige Praxis als Kirchenmusiker, Chor- und Orchesterleiter formten seine kompositorische Ausrichtung mit dem Schwerpunkt Geistliche Musik. 1991 erhielt Christoph Kobelt zum 700-Jahr-Jubiläum vom Kanton Glarus den Kompositionsauftrag zum «Canticum perpetuum», 1999 komponierte er zur Einweihung der renovierten Stadtkirche Glarus die «Psalmenmesse».
Weitere Schwerpunkte seines Schaffens sind
«Die Weihnachtsgeschichte»
, diverse Kantaten und Orgelwerke,
aber auch weltliche Stücke wie die
Glarner Lieder
oder die Vertonung von Wilhelm Busch's
«Max und Moritz».
Die grösseren Werke gelangten in Zürich, Winterthur und Glarus zur Aufführung. Im Jahre 2005 hat der
Regierungsrat
des Kantons Glarus Christoph Kobelt den Glarner Kulturpreis verliehen.
Als Kantor prägte Christoph Kobelt bis 2014 das Musikleben an der Stadtkirche Winterthur und
pflegte im Glarnerland mit dem Glarner Singverein und dem Glarner Kammerorchester eine rege Konzerttätigkeit. Im Dezember 2014 musste er gesundheitshalber das Dirigieren aufgeben. Seither widmet sich Christoph Kobelt einer gemächlicheren Lebensgangart.