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Quelle: PilatusToday
Die wichtigste Regel beim Retten von Ertrinkenden: «Sich selbst nicht in Gefahr bringen.» Dies predigt auch Marc Audeoud, Fachperson Rettung von der SLRG. Es nütze nämlich nichts, wenn danach zwei Personen im Wasser sind, die gerettet werden müssen. Wenn man eine Person vor dem Ertrinken retten will, muss man sich immer fragen, ob man sich dies zutrauen kann.
«Wenn die zu rettende Person noch beim Bewusstsein ist, sollte man ihr ein Auftriebsmittel wie etwa einen Rettungsring zuwerfen», erklärt Marc Audeoud. So bringt man sich selbst auch nicht in Gefahr. Sobald man die Person aus dem Wasser geborgen hat, alarmiert man unverzüglich den Rettungsdienst. Anschliessend überprüft man, ob die Person bewusstlos ist, eine fehlende oder abnormale Atmung und/oder keinen Puls hat. Wenn dies zutrifft, beginnt man unverzüglich mit der Wiederbelebung des Opfers.
Eine Pause vom Reanimieren gibt es nicht. «Wenn man an der Reanimation dran ist, macht man dies so lange weiter, bis professionelle Hilfe eintrifft und übernimmt. Sie entscheidet, ob man die Reanimation weiterführt oder abbricht», so Audeoud. Wenn während der Reanimation das Opfer wieder atmet und der Puls anfängt zu schlagen, bringt man die Person in die Seitenlagerung. Dabei ist die Betreuung des Opfers weiterhin wichtig.
Das Flussdiagramm der SLRG gibt eine kurze Übersicht über den Ablauf der Reanimation (Anm. der Redaktion: AED= Rettungsdienst / Defibrillator):
Fluss ist nur für geübte Schwimmer
Für Flussschwimmer gilt: In einem Fluss muss man weit vorausschauen wegen möglichen Gefahren. Wenn man von weitem ein Hindernis sieht, müsse man dieses von Anfang an weiträumig umschwimmen, so Audeoud. Zudem gehören nur gut geübte Schwimmer in den Fluss. Ebenso habe das Konsumieren von Alkohol und Drogen allgemein im Wasser nichts verloren, da es die Sinne trübt. Zudem sollte man nicht allein einen Fluss runterschwimmen. Dabei verweist Marc Audeoud auf die Flussregeln der SLRG. (mja)