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Der Name Aconitum ist abgeleitet vom griechischen akónitos, nach akóne für «Wetzstein» aus ak, was «spitz» oder «scharf» bedeutet, und kônos für «Kegel» und bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die spitzen Blätter. Die antike Volksetymologie stellte den Namen teils zum Adjektiv akonitós, was «unbesiegbar» heisst, teils zum Namen des Hügels Akonitos in Pontos, wo der Unterwelt holte und die Pflanze, nach Ovid, aus dem Geifer des Tieres entstanden sein soll. Der lateinische Artname napellus ist abgeleitet von napus, was «Rübe» bedeutet und Bezug nimmt auf die rübenförmigen Wurzeln.
Aconitum war im Altertum wohl bekannt. Medea soll damit ihren Sohn umgebracht haben. Auch wird berichtet, dass Aristoteles durch den Eisenhut den Tod gefunden habe. Dioskurides erwähnt, dass die Wurzel den Skorpion töte. Früher wurde Aconitum als Pfeilgift und zur Vergiftung von Wölfen benutzt. Erst Avicenna beschreibt die Anwendung bei Nasenbluten, Lungenbluten, Schwindel, Kreislaufkollaps, Lähmungen sowie bei Lungenschwindsucht und Epilepsie. Die Chinesen verwenden seit Jahrhunderten ein Narkotikum, das aus Arum, Hyos cyamus, Datura und Aconitum besteht. Der Eisenhut hat eine grosse Anzahl echter Volksnamen, die sich fast alle auf die auffällige Blütengestalt beziehen. So kommt die Bezeichnung Blauer Eisenhut einerseits von der stahlblauen Farbe der Blüte, andererseits von deren helmartiger Gestaltung.
Der Blaue Eisenhut ist eine stattliche, bis 1,5 m hohe Pflanze mit schwärzlichen, knollig-rübenartig verdickten, fleischigen Wurzeln. Der aufrechte, kräftige Stängel ist mit fünf- bis siebenspaltigen, tief eingeschnittenen, nach oben kleiner werdenden, dunkelgrünen Blättern besetzt.
Die violettblauen Blüten mit dem obersten helmförmig gewölbten Blütenhüllblatt sind in einer dichten Traube angeordnet. Der so genannte Helm umschliesst zwei langstielige Honigblätter (Nektarien), die auch «Tauben des Venuswagens» genannt werden. Als Früchte bilden sich drei Balgkapseln mit glänzend schwarzen, dreikantigen, an den Kanten geflügelten Samen aus.
Zur Blütezeit entwickelt sich aus der stängeltragenden Knolle eine Tochterknolle, aus der im darauf folgenden Jahr die aus der Knospe hervorgehende Pflanze die nötigen Nährstoffe entnimmt.
Die Blütezeit ist von Juni bis August.
Der Eisenhut ist in ganz Europa, von England bis zu den Karpaten und von Portugal bis nach Schweden, in gebirgigen Lagen bis 3000 m Höhe anzutreffen. Er bevorzugt fette, feuchte und überdüngte Böden, Viehweiden und Schutthalden.
A.Vogel verarbeitet die homöopathische Urtinktur gemäss aktuellem HAB. Verwendet werden die frischen, ganzen Pflanzen von Aconitum napellus L. zu Beginn der Blütezeit. Die Potenzierung der Dilutionen erfolgt durch Handverschüttelung.
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