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Ausschnitt aus der Jubiläumsschrift 1979
Parallel mit der zunehmenden Frequenz auf dem Gebiete des Skisportes auf der Seebodenalp, entwickelte sich ebenfalls das nicht unwichtige Rettungswesen. Es wäre jedoch äusserst vage und sehr zeitraubend, wollte man für diesen Dienst eine genaue Geburtsstunde ermitteln.
Als Bestätigung der Existenz einer solchen Organisation vor 1955 gilt ein Schreiben des damaligen Rettungschef des SSV W. Hänggeli vom 1. März 1955, in welchem die Aufnahme in den schweizerischen Skiverband dokumentiert wurde. Ebenso weist ein Protokoll von der GV 1955/56 des Skiclubs auf das Bestehen eines Rettungsdienstes hin. Daraus ging hervor, dass die Skiriege des TV, des Samariterverein und der Skiclub zusammen den ersten Obmann wählten in der Person von Klemenz Räber, Hürtelstrasse.
Ältere Semester mögen sich noch lebhaft erinnern an die damaligen Rettungsdienstler. Mit einer schmalen Armbinde waren sie nur mühsam zu erkennen, jedoch an den grossen Rucksäcken mit den langen Beinbruchschienen ahnte man ihre Zweckbestimmung.
Im Zuge der Reorganisation entstand im Jahre 1957 unter dem Patronat Skiclub - SAC Ortsgruppe Rigi, ein neuer Rettungsdienst unter Obmann Karl Sidler, der im November des gleichen Jahres das noch heute gültige Reglement schuf. Ab diesem Zeitpunkt wurden alljährlich unter fachkundiger Leitung des Samariterlehrers Walter Lussy einschlägige Kurse durchgeführt, wozu der Samariterverein in verdankenswerter Weise Lehr- und Verbandsmaterial zur Verfügung stellte.
Diese zusätzlichen Leistungen gaben dem Rettungsdienst gewaltigen Auftrieb, stärkten das Ansehen und dienten zweckmässig jedem Einsatz.
Im Jahre 1964 übernahm Albert Sidler den Posten eines Obmannes. Das war denn auch die Zeit des Aufbruches im Skisport der Jugend und hier begannen auch die Slogans: Das ganze Volk fährt Ski!
Mit dieser Ankurbelung stiegen natürlich auch die Unfallzahlen, was bewirkte, dass der Rettungsdienst an Bedeutung gewann und deshalb auch zu den regionalen Weiterbildungskursen aufgeboten wurde.
Die nachstehende Tabelle unterstreicht nicht nur die Notwendigkeit eines wirkungsvollen Rettungsdienstes, sondern zeigt auch deutlich die variablen Einsätze in schneearmen und schneereichen Wintern.
Die letzten sechs Jahre weisen ebenfalls auf eine deutlich verbesserte Ausrüstung, auf intensivere Grundschulung der Jugend, sowie einer vorzüglichen Pistenpräparierung durch die Luftseilbahn hin.
1964/65 > 13 Unfälle
1965/66 > 1 Unfall
1966/67 > 11 Unfälle
1967/68 > 7 Unfälle
1968/69 > 20 Unfälle1970/71 > 15 Unfälle
1971/72 > 4 Unfälle
1972/73 > 21 Unfall
1973/74 > 5 Unfälle
1974/75 > 1 Unfall1975/76 > 5 Unfälle
1976/77 > 4 Unfälle
1977/78 > 5 Unfälle
1978/79 > kein Unfall
In die Saison 1971/72 fiel auch die Ausstaffierung des Teams mit einer neuen Jacke, die weniger in der Farbe, als durch massivere Qualität auffiel.
Der oft uneigennützige und aufopfernde Einsatz, meistens an schulfreien Tagen und vorallem an Samstagen und Sonntagen wäre nie zu bewältigen gewesen, ohne die flotte, aufmunternde, treue Kameradschaft, die bis heutigentags beispiellos gepflegt und noch erhalten ist.
Es mag keineswegs selbstverständlich sein, dass ein Rettungsmann viele Jahre in seinem Dienst ausharrt und immer wieder neu in das Team berufen wird. Deshalb sei zu erwähnen und zu würdigen die treue Verbundenheit seit den frühesten Anfängen, von Kamerad Albert Sidler, sowie das mitwirken seit der Reorganisation der Kollegen Trutmann Hans, Sidler Alois und Ehrler Hugo.
Im Bewusstsein, dem Skiclub zu nützen, ihn zu unterstützen und sein Ansehen zu fördern, gratuliert der Rettungsdienst dem Jubilar zur stiebenden Fahrt in das zweite Jahrhundert hinein!
Albert Sidler
Obmann Rettungsdienst