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Do 05.07.2018, 21:44
afp – Agence France Presse
D/USA/Nato/Polen/Streitkräfte
Weißes Haus dementiert erneut Pläne für Truppenabzug aus Deutschland – Thema soll beim Nato-Gipfel keine Rolle spielen
Washington (AFP) – Das Weiße Haus hat erneut bestritten, dass ein Abzug der in Deutschland stationierten US-Soldaten geplant sei. Auch werde dies beim Nato-Gipfel in der kommenden Woche kein Thema sein, sagte am Donnerstag in Washington ein hochrangiger Mitarbeiter der US-Regierungszentrale, der anonym bleiben wollte.
Nach seinen Angaben wird innerhalb der US-Regierung derzeit auch nicht über eine mögliche Verringerung der Truppenpräsenz in Deutschland diskutiert, die bei etwa 32.000 Soldaten liegt.
Bereits am Wochenende hatten das US-Verteidigungsministerium sowie ein Sprecher des im Weißen Haus angesiedelten Nationalen Sicherheitsrats einen Zeitungsbericht zufolge über mögliche Überlegungen zur Reduktion oder zum Abzug der in Deutschland stationierten Truppen widersprochen.
Die “Washington Post” hatte berichtet, zu den möglichen Optionen gehöre eine Rückkehr eines Großteils der in Deutschland stationierten Soldaten in die USA oder die Verlegung des gesamten oder eines Teils des Kontingents nach Polen. Dem Bericht zufolge soll Präsident Donald Trump die Idee eines Truppenabzugs bei einem Treffen mit Militärberatern und Vertretern des Weißen Hauses aufgebracht haben.
In Deutschland sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs US-Soldaten stationiert. Es handelt sich um das größte Kontingent außerhalb der USA.