Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/159708

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine zusätzliche Studie zu seinem erläuternden Bericht vom 11. Februar 2015 über die Umsetzung von Artikel 121a der Bundesverfassung durchzuführen. In der Studie sind sämtliche (direkten und indirekten) Regulierungskosten zu ermitteln, die den Unternehmen entstehen, wenn Kontingente eingeführt werden, wie es der vom Volk am 9. Februar 2014 angenommene neue Artikel 121a der Bundesverfassung verlangt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im erläuternden Bericht vom Februar 2015 zum Vorentwurf zur Änderung des Ausländergesetzes hat der Bundesrat die finanziellen Auswirkungen der Umsetzung von Artikel 121a der Bundesverfassung auf die Unternehmen geprüft. Er schätzte, dass die direkten Regulierungskosten für die Rekrutierung ausländischer Arbeitskräfte von 20 auf 100 Millionen Franken pro Jahr ansteigen könnten.</p><p>Bei dieser Schätzung stützte er sich auf eine Studie der BSS Volkswirtschaftliche Beratung AG (Schätzung der Kosten und Vereinfachung der Regulierungen im Bereich der Zulassung von ausländischen Erwerbstätigen zum schweizerischen Arbeitsmarkt, 31. August 2013), welche die durchschnittlichen Kosten pro Fall und Jahr ermittelt hatte. Der Bundesrat hat dabei unter anderem die Kosten aufgrund der Behandlung der Dossiers, des Gangs zu den Verwaltungsstellen und der Suche nach einheimischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits berücksichtigt.</p><p>Es ist nicht möglich, die indirekten Regulierungskosten wie beispielsweise jene für potenzielle Aufträge zu beziffern, die wegen der Dauer des Zulassungsverfahrens entgangen sind. Die Berechnung der Kosten im Zusammenhang mit der Umsetzung von Artikel 121a der Bundesverfassung hängt darüber hinaus im Wesentlichen davon ab, welche Entscheide bei der Festlegung der Kontingente und der praktischen Modalitäten für das Bewilligungsverfahren getroffen werden. Diese Fragen werden in der Botschaft des Bundesrates zur Umsetzung von Artikel 121a der Bundesverfassung behandelt.</p><p>Es ist daher weder inhaltlich möglich noch erforderlich, eine zusätzliche Studie zu sämtlichen (direkten und indirekten) Regulierungskosten zu erstellen, die den Unternehmen bei der Anwendung des neuen Artikels 121a der Bundesverfassung entstehen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.