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Der Armutsindikator NFA ist einer von mehreren Indikatoren, die im Rahmen des nationalen Finanzausgleichs zur Ermittlung des Lastenausgleichs (SLA) herangezogen werden. Auf Basis der Zahlen des Armutsindikators, der Anzahl Personen in sehr hohem Alter sowie der Anzahl Ausländerinnen und Ausländer entrichtet der Bund 2019 im Rahmen der Ausgleichszahlungen für Sonderlasten der Bevölkerungsstruktur (SLA, A–C) insgesamt 241 Millionen Franken an zwölf Kantone.
Berechnungsgrundlage für den Armutsindikator NFA (auch ARMIN genannt) ist die Empfängerquote der Sozialhilfe im weiteren Sinn.
Die Finanzausgleichszahlungen für das Jahr 2020 richten sich nach dem Armutsindikator 2017. Die Kantone werden anhand ihres Armutsindikators NFA von links nach rechts klassiert. Basel-Stadt weist den höchsten Indikatorwert auf, gefolgt von den Kantonen Genf, Neuenburg und Waadt. In den Zentral- und Ostschweizer Kantonen liegt die Empfängerquote der Sozialhilfe im weiteren Sinn unter dem Durchschnitt.
Seit der ersten Berechnung des Armutsindikators NFA im Jahr 2005 hat sich die Reihenfolge der Kantone nur wenig verändert. Die ersten fünf Positionen wurden stets von den Kantonen Genf, Basel-Stadt, Neuenburg, Tessin und Waadt besetzt. Am hinteren Ende waren zehn der elf Kantone, die 2005 die tiefsten Armutsindikatoren verzeichneten, 2017 noch immer im hintersten Bereich anzutreffen. Dass der Kanton Wallis aus den letzten elf Kantonen verschwunden ist, liegt an methodischen Anpassungen, die im Jahr 2014 erfolgt sind.