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Über das offene Kunstwerk von Umberto Eco
'Das „offene“ Kunstwerk hingegen ist nicht eindeutig, es ist mehrdeutig. Es ist nicht fertig, wenn es den Künstler verlässt. Es fordert den Rezipienten zum Auswählen und Neukombinieren von Bedeutung auf. Erst in der Rezeption vollendet sich das Werk des Künstlers.'
Das neue Gebäudevolumen fügt sich präzis in die räumliche Ordnung des Areals ein, das aufgrund der Planungen an der Nordspitze und dem Walkeweg künftig eine deutlich urbanere Prägung erfahren wird. Die Hauptausrichtung der neuen Hochschule erfolgt auf den Bordeaux-Platz. Das Gebäude selbst versteht sich als eine unhierarchische Plattform für Lehre und Forschung. Auf diesem Hintergrund steht das Verbindende und nicht das trennend-hierarchische im Mittelpunkt, was sich zunächst in der räumlichen Disposition niederschlägt. Herzstück des ECONOMARIUM® ist die über vier Geschosse entwickelte, über alle Unterrichtsgeschosse durchgehende lichtdurchflutete Halle. Diese Halle schafft Transparenz in alle Ebenen und versteht sich als städtischer Boulevard. Hier begegnen sich die Schulöffentlichkeit mit den Studierenden, Dozierenden und Forschenden. Hier findet Austausch des Wissens statt, hier ist der Ort für Informelles, die Halle ist auf jedem Geschoss beidseitig mit einer Terrasse verbunden, die wiederum über die Geschosse begehbar sein wird, das Herz des Gebäudes, mit festen Arbeitsplätzen an den Fassaden die Studierenden, hier kann sich das Leben einer Hochschule exemplarisch manifestieren.