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Darf’s etwas mehr sein als Mord, Rache und Entführung?
Um der Drogengeschichte etwas mehr als Mord, Rache und Entführung abzugewinnen, lasse ich die Jugendlichen einschneidende Lebensereignisse erzählen. Ein Schüler berichtet, dass er Fussballer werden wollte, täglich dafür trainierte und nichts anderes im Kopf hatte als das. Es lief ihm gut, er war auf dem Weg, seinen Traum zu verwirklichen. Eines Tages hat er sich im Training verletzt, Miniskus. Man operierte, vergewisserte ihm, dass er wieder spielen wird, aber das traf nicht ein. Die Verletzung heilte nicht, er konnte nicht zurückkehren. Es folgte eine lange Zeit der Hoffnungslosigkeit und Leere, wurde psychologisch betreut, er hatte überhaupt keine Idee, was er sonst noch hätte machen können etc. Ausserdem war er schon zu lange von der Schule weg. Erst sechs Jahre später konnte er sich aufraffen und nochmals eine Lehre beginnen.
Die anderen waren bewegt. Infolge dieser Erzählung sammelten wir mögliche Schicksalsschläge und konnten etwas in die Tiefe gehen, das hat gut funktioniert.
Eine Jugendliche schlug vor, die Vergangenheit der Chefin zu thematisieren.
Man müsste die Chefin mit einem Ereignis in eine Notsituation manövrieren. Dieses Ereignis würde die Chefin in ihre Vergangenheit zurückwerfen, in der sie mit Drogen zu tun hatte. Die Verlockung, in der Not wieder ins Drogengeschäft einzusteigen und schnell Geld zu verdienen, um das Restaurant wiederaufzubauen, um sich die Operation für das kranke Kind leisten zu können etc., ist gross.
Wir fanden in die Geschichte.