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Die erwartete Energieproduktion legte gegenüber dem Vorjahr um 144 Gigawattstunden pro Jahr auf 36'175 zu, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Montag mitteilte. Diese Zunahme ist grösser als im Schnitt der letzten zehn Jahre.
Die Wasserkraft steht derzeit wegen historisch tiefer Strompreise unter Druck. Der Energiekonzern Alpiq will deshalb bis zu 49% seines Wasserkraftportfolios verkaufen. Energieministerin Doris Leuthard sagte Anfang Jahr am Stromkongress, 70% der bestehenden Anlagen seien nicht konkurrenzfähig.
Der Bundesrat setzt bei der Energiewende jedoch auch auf einen Ausbau der Wasserkraft. Er will im Rahmen der Energiestrategie 2050 die mittlere Jahresproduktion von Elektrizität aus Wasserkraft bis 2035 auf 37'400 Gigawattstunden steigern. Die Vorlage ist derzeit im Parlament hängig.
Mit Wasserkraft werden rund 56% des Stroms der Schweiz erzeugt. Rund zwei Drittel der Wasserkraftanlagen entfallen - gemessen an der erwarteten jährlichen Energieproduktion - auf die vier Kantone Wallis, Graubünden, Tessin und Bern.
(AWP)