Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/3244

Das Kunstmuseum Basel wirft in seiner Ausstellung einen neuen Blick auf das Frühwerk des Malers Marc Chagall. Im Fokus stehen die Jahre 1911 bis 1919. In dieser Zeitspanne schaffte Chagall seinen Durchbruch als Maler.
Paris und Weissrussland
In den Gemälden aus dieser Zeit kombiniert er Erinnerungen aus seinem Leben in der weissrussischen Provinz mit Elementen aus der Metropole Paris. Hier lebte Chagall von 1910 bis 1914 und hier traf er die künstlerische Avantgarde, darunter auch Pablo Picasso und Robert Delaunay.
Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zwang ihn 1914 allerdings dazu, wieder nach Weissrussland zurückzukehren. In der Folge malte er auch einige Bilder, in denen Kriegshandlungen eine Rolle spielen.
Erste Chagall-Ausstellung
Es ist die erste Ausstellung des neuen Direktors des Basler Kunstmuseums, Josef Helfenstein. Mit der Chagall-Ausstellung gehe für ihn ein Traum in Erfüllung: «Erstaunlicherweise ist es die erste Chagall-Ausstellung, die das Kunstmuseum Basel macht. Dies, obwohl Basel eine der besten Sammlungen vor allem von Chagalls Frühwerk besitzt.»
Ein spezielles Ereignis ist die Ausstellung auch für Chagalls noch lebende Enkelin Meret Meyer: «Dass die wenigen Jahre, die das Thema der Ausstellung umfassen, so eine Fülle an Werken enthalten und stellvertretend für das ganze Werk stehen, ist eine unwahrscheinliche Sensation.»
Marc Chagall
Chagall wurde 1887 in Weissrussland in einer polnisch-jüdischen Familie geboren. 1910 zog er nach Paris, später lebte er mit seiner Familie in Russland. Während des Zweiten Weltkriegs flüchtete er nach Amerika. 1948 kehrte er nach Frankreich zurück, wo er 1985 starb.