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41% der heutigen Fliessgewässer zeigen eine stark reduzierte natürliche Geschiebeführung.
Quelle: BAFU
Ziel bei einer Sanierung ist es eine gewässertypische morphologische Struktur wiederherzustellen, wobei nicht einzelne Gewässerabschnitte, sondern das gesamte Gewässersystem in die Planung mit einbezogen werden soll. Die Kantone müssen ihre strategische Planung bis Ende 2014 einreichen.
Autor: Schälchli, Abegg + Hunzinger, Quelle: BAFU
Anhand ausgewählter Fliessgewässer in der Schweiz wurde untersucht, welche flussbaulichen Massnahmen den Geschiebehaushalt beeinflussen und ob eine Sanierung durchgeführt werden muss. Bei 26% der Fliessgewässer ist der Geschiebehaushalt sehr stark beeinträchtigt.
Autor: Kantone AI, AR, SG, TG, ZH, BAFU
Die Thur hat ihr Einzugsgebiet in fünf Kantonen, weshalb die Ziele und Massnahmen koordiniert werden müssen. Im oberen Einzugsgebiet wird Geschiebe entnommen, was zu einem Defizit im unteren Teil führt. Dort wurde die Fliessgeschwindigkeit und somit die Erosion durch Korrektion erhöht.
Autor: Bryner Andri, Quelle: aqua viva Zeitschrift
Der Hochrhein wird von 11 Kraftwerken in seinem natürlichen Abflussgeschehen beeinträchtigt. Bei den meisten Wehren wird der Geschiebehaushalt gestoppt, das Geschiebe dem Rhein entzogen. Die Diskussion um den Geschiebehaushalt brachte Teilerfolge aber noch keine Lösung.
Quelle: aqua viva Zeitschrift, Seite 23
Im Masterplan werden technisch machbare Massnahmen zur Geschiebe- Reaktivierung im Hochrhein vorgestellt. Mit Modellansätzen werden verschiedene Möglichkeiten ausgewertet, damit nach der Umsetzung eine ökologische Aufwertung resultiert.
Quelle: Dönni Werner, Natur + Mensch Seite 10- 12
Geschiebe spielt eine grosse Rolle für die natürliche Gestaltung des Fliessgewässers, für kieslaichende Fische oder auch für die Bildung von Grundwasser. Wird der Geschiebetrieb beispielsweise durch ein Stauwerk unterbrochen, kann es zu „aufgehängten“ Bachmündungen oder zu Kolmation kommen.
Anlagen dürfen laut Gewässerschutzgesetz die Funktionen des Gewässers nicht beeinträchtigen (Art. 43a). Die Entnahme von Kies, Sand und anderem (Art. 44) und die Planung der Sanierung des Geschiebehaushaltes (Art. 62c) sind ebenfalls geregelt.
In der Auenverordnung steht, dass das Schutzziel der Auen durch Erhaltung oder Wiederherstellung der natürlichen Dynamik des Geschiebehaushalts erreicht werden kann (Art4).
Quelle: Bundesgericht
Im Ausgleichsbecken Rempen sammelt sich Sediment und Geschiebe an. Es wurden verschiedene Spülverfahren untersucht und schlussendlich fiel die Entscheidung auf ein neues Verfahren. Bei diesem wird das Ausgleichsbecken bei Hochwasser gespült und die Schwebstoffkonzentration wird durch Verdünnen niedrig gehalten.
Autor: Schälchli, Abegg + Hunzinger, Quelle: Schälchli, Abegg + Hunzinger Fluss- und Wasserbau, Studie im Auftrag des BAFU
Der Geschiebehaushalt wird durch zahlreiche menschliche Beeinflussungen verändert. Bei einer Sanierung muss immer das gesamte Gewässersystem betrachtet werden, zudem sollte anschliessend ein regelmässiger Geschiebehaushalt vorherrschen damit die Wirkungen langfristig ökologisch sind.
Geschiebesammler an kleineren Fliessgewässern im Mittelland und Jura - Problematik und Möglichkeiten der ökologischen Aufwertung (2003)
URL: http://www.geomatik.ch/index.php?id=44&L=0&seite=&detail=7 Stand: 29.10.2013
Autor: Bertiller René, Quelle: Vermessung, Photogrammetrie, Kulturtechnik 2/2003
Geschiebesammler sind ein Schutz bei Hochwasser, indem sie dafür sorgen, dass das Geschiebe kontrolliert abgelagert wird. Jedoch verändern sie die Bachdynamik und die Durchgängigkeit enorm. Deshalb sollten bestehende Objekte durch bauliche Massnahmen aufgewertet werden.
Kiesschüttungen zur Reaktivierung des Geschiebehaushalts der Aare – die kieslaichenden Fische freut’s (2010)
URL: http://www.flussbau.ch/d/pub/index.htm Stand: 29.10.2013
Autor: Schälchli U., Breitenstein M., Kirchhofer A., Quelle: Wasser Energie Luft 3/2010
Mittels zwei Kiesschüttungen wurde der Geschiebehaushalt der Aare wieder reaktiviert. Die aufgeschütteten Kiesinseln werden erodiert und das Kies flussabwärts an geeigneten Stellen wieder abgelagert. Als Indikator für die Wirkung dieser Massnahmen wurden kieslaichende Fischarten gewählt.