Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03128.jsonl.gz/524

Beim Heimtriumph von Johaug in Oslo erinnerte vieles an das letztjährige WM-Rennen über 30 km, das ebenfalls im Klassisch-Stil ausgetragen worden war. Wiederum zeigte die Tour-de-Ski-Siegerin eine Gala-Vorstellung, ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Teamkollegin Ingvild Flugstad Östberg war am Sonntag jedoch mehr als viermal so gross wie vor elf Monaten an den Titelkämpfen in Mittelschweden.
Johaug gewann das bedeutendste Einzelrennen einer Weltcupsaison zum dritten Mal nach 2011 und 2013, erstmals allerdings in der klassischen Technik. Die grosse Favoritin schlug sofort ein horrendes Tempo an und war für die Verfolgerinnen nicht nur wegen des dichten Nebels schon nach einem Zehntel der Distanz ausser Sichtweite. Einen norwegischen Dreifacherfolg verhinderte Anne Kyllönen. Die 28-jährige Finnin schaffte es erstmals in dieser Weltcupsaison aufs Podest und verwies Heidi Weng dabei um 25 Sekunden auf Platz 4.
Nathalie von Siebenthal erreichte bei ihrem dritten internationalen 30-km-Rennen Platz 15. Während der ersten Rennhälfte, als sie sich mühelos in der ersten Verfolgergruppe halten konnte, verfügte die 22-jährige Berner Oberländerin über hervorragendes Material an den Füssen. Nach dem Wechsel konnte das zweite Paar Ski mit der Qualität des ersten nicht mithalten. Gleichwohl erreichte Von Siebenthal im Weltcup die fünfte Top-15-Klassierung in Folge.
Sie war die einzige Schweizerin im Feld gewesen. Seraina Boner, die als Klassisch-Spezialistin für eine Teilnahme in Oslo prädestiniert gewesen wäre, gab einem Volkslauf in Seefeld den Vorzug. Ihr Entscheid erwies sich als richtig: Im Rahmen der Ski Classics gewann sie das Rennen über 65 km klassisch in Tirol.
(SDA)