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Herstellung homöopathischer Arzneien
Die homöopathischen Arzneimittel werden aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Auszügen hergestellt und in verschiedenen Graden verdünnt, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Paradoxerweise wirken die Mittel um so stärker, je verdünnter sie sind.
Die Herstellung der homöopathischen Mittel erfordert grösste Genauigkeit. Bei der Verwendung von löslichen Substanzen, wie etwa pflanzlichen und tierischen Ursprungs, wird zunächst das Rohmaterial in eine Wasser-Alkohol-Lösung eingelegt (meist 10 Prozent Alkohol, 90 Prozent destilliertes Wasser).
Nach einer Wartezeit von 2-4 Wochen, in der das Glas gelegentlich geschüttelt wird, presst man die Mischung aus. Die dabei gewonnene Flüssigkeit wird als Urtinktur bezeichnet.
Feste, unlösliche Substanzen wie Gold, Calciumcarbonat und Graphit müssen zunächst wiederholt fein zerstossen oder gemahlen werden, um sie löslich zu machen. Dieser Vorgang heisst Trituration oder Verreibung. Anschliessend werden sie genauso wie die original löslichen Substanzen verdünnt und weiterverarbeitet.