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erschienen bei RT
Übersetzung John Schacher
Die Entdeckung einer von Monsanto geschaffenen, genetisch modifizierten Weizen-Züchtung in den USA – die niemals vom US-Landwirtschaftsministerium zugelassen wurde – gefährdet die US-Exporte sowie die Lebensmittelsicherheit der ganzen Welt.
Japanische Behörden haben bereits Ausschreibungen für den Kauf amerikanischen Weizens zurückgezogen und einen Importstopp sowohl bei Futterweizen wie auch für Weizen für die Lebensmittelindustrie verhängt, berichtete Reuters am Donnerstag.
„Wir verzichten derzeit auf den Kauf von west-Weizen und Futterweizen“ erklärte Toru Hisadome, ein Beamter des japanischen Farm-Ministeriums, der für den Weizenhandelcharge verantwortlich ist, meldet die Agentur.
Japan, der größte Käufer von US-Weizen nach Mexico, will weiterhin den harten roten Winter- und Frühjahrsweizen aus den USA wie auch kanadisches Getreide abnehmen, um es für die Herstellung von Brot und Nudeln zu verwenden.
Hisadome berichtete, daß seine Regierung die US-Behörden auch darum ersucht hätte, mehr Details ihrer anhaltenden Untersuchungen zur Verfügung zu stellen und daß Japan seinen Kaufstopp solange fortführen werde, bis ein Testverfahren entwickelt worden ist, mit dem man genetisch veränderte Produkte schnell und sicher identifizieren kann.
Es gibt gegenwärtig kein von den USA anerkanntes Test-Kit für die Erkennung gentechnisch veränderten Weizens. Das US-Landwirtschaftsministerium sagt, ein Schnelltest werde gerade entwickelt.
Andere asiatische Großimporteure wie Korea, China und die Philippinen geben an, die Situation aufmerksamst zu verfolgen, während die europäische Union zu testen jede eintreffende Schiffsladung testen will, mit dem Versprechen jede Lieferung, die genmanipulierte Anteile enthält, zu blockieren.
Nach der Veröffentlichung dieser Fakten fiel der Preis für Juli-Weizen um 8.25 Cents auf $6.945 für das bushel an der Börse in Chicago.
Der Weizen, erschaffen von Monsanto Co., tauchte auf einer 80-Acre-Farm in Oregon im April auf. Am Mittwoch meldete das US-Landwirtschaftsministerium (USDA), daß es eine Reihe von Tests an dem Weizen durchgeführt habe und es sich dabei herausgestellt hat, daß es sich um einen Experimentalweizentyp des US-Agrobusiness-Giganten handelt, der nie zum Verkauf zugelassen worden sei.
Kurz nach der Entdeckung des GMO-Weizens erklärte Michael Scuse, ein hoher Beamter des USDA, daß die Landwirtschaftsminister in Oregon, Washington und Idaho gegenwärtig eine staatenübergreifende Nachforschung betreiben und die Aussenhandels-Repräsentanten in Kanada, Mexico und Asien über alle Ergebnisse informiert würden.
Das USDA hat bisher noch keine GMO-Weizenzüchtung für den US-Anbau genehmigt, aber Monsanto führte den Feldtest einer genetisch veränderten Art von 1998 bis 2005 durch. Dieser wurde wegen der weltweiten Ablehnung genetisch modifizierter Getreide nie in industriellen Gebrauch genommen. Weizen bleibt hier eine Ausnahme, da bisher schon mehr als 60 genetisch modifizierte Getreide und Futtermittel genehmigt wurden. Die Top 3 der GMO-Erzeugnisse in den USA sind laut USDA Soja, Mais und Baumwolle. In den USA sind etwa 8 Prozent bei Mais und 93 Prozent bei Sojabohnen genetisch modfiziert.
Obwohl die Vereinigten Staaten weltweit nur 10 Prozent des Weizens erzeugen, ist das Land der größte Weizen-Exporteur. Mit einem Weizen-Handelsvolumen größer als alle anderen Getreidesorten zusammen, können die Entdeckungen vom Mittwoch die US-Aussichten stark verdunkeln – und dies zu einer Zeit, wo das USDA eine weltweite Rekordproduktion abzufedern hat, angesichts einer 48 Prozent Erntesteigerung in Russland und einem 40 Prozent Anstieg in der Ukraine.
Quelle: RT