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Aktualisiert: 20. Sept. 2021
Was hat Wonder Woman mit Sex zu tun?! Ihr Korsett mit hochgebundenen Brüsten?! Ihre wallende Mähne? Ihre Dominanz?
Nun, ich weiss nicht, wie oft und mit wem die Marvel Comic-Heldin Sex hatte. Doch was ich interessant finde, ist ihre angebliche Entstehungsgeschichte hinter den Kulissen.
Offiziell wurde Wonder Woman in den 1940er Jahren vom bekannten Psychologe und Comic-Fan William Moulton Marston erschaffen. Er hatte zuvor erfolglos erotische Literatur herausgegeben, verdiente damit jedoch kaum Geld. Auch sein «Lügendetektor» wurde nicht ernst genommen, da dieser Fehlerhaft war. Immerhin glaubte seien Frau Elizabeth an ihn und seine erotischen Vorlieben. Denn die beiden lebten heimlich Bondage-Fetische aus, die sie mit anderen Menschen teilten.
Andere Beziehungsform
Die Marstons’ lebten mit Olive Byrne angeblich verschiedene sexuelle Praktiken aus und liessen sie bei sich als offizielles Kindermädchen wohnen und arbeiten. Da das Amerika der Vorkriegsjahre sehr prüde war, hatte William seine Ehefrau damit in der Hand, dass er ihr mit Scheidung drohte, falls sie die Dreierbeziehung nicht akzeptierte. Da eine Trennung ihren Berufliches Ende bedeutete hätte und sie ohne ihren Ehemann keine Forschungen mehr unter seinem Namen mehr hätte veröffentlichen können, musste sie dieser Lebensform zustimmen. Jahrzehnte lang wurde behauptet, dass Olive eine verwitwete Verwandte von Marston sei und die Kinder aus der früheren Ehe stammten. Erst Jahre später adoptierte William die von ihm gezeugten Kinder. Unter dem Deckmantel des Kindermädchens arbeitete und lebte Olive somit mit den Eheleuten Marston zusammen.
Die Ehefrau Elizabeth, war eine gebildete Person und störte sich daran, dass im aufstrebendem Comic-Universum ausschliesslich männlicher Figuren die Helden waren. So entwickelten die Martons’ die erste weibliche Superheldin, welche mit Attributen des realen Lebens der Dreiecksbeziehung einflossen.
Das «Lasso der Wahrheit», welche der Diana Prince (Wonder Woman’s ziviler Name) ihre Gegner zum Sprechen brachte, konnte als Anspielung auf den erfolglosen Lügendetektor angesehen werden. Die Armreifen hatte sich Marston angeblich von Olive abgeschaut, die gerne Armschmuck und lange schwarze Haare trug.
Durch das intensive studieren der Verhaltenspsychologie stellten die Marston-Leute fest, dass sich vier Grundtypen als DISG-Model herauskristallisieren liessen:
Der Dominante (Rot)
Der Initiative (Gelb)
Der Stetige (Grün)
Der Gewissenhafte (Blau)
Mit diesen vier Grundtypen arbeiten heute noch namhafte Persönlichkeiten der Coaching-, Beratungs- und Therapeutenszene.
Auch in der Sexualität lassen sich gewisse Parallelen hierzu finden. In meinem ersten Buch, welches bis Ende 2021 veröffentlicht wird, habe ich in der Nachbearbeitung enge Verwandtschaften der Persönlichkeitsanalysen entdeckt. Jedoch waren diese nicht 1:1 auf das DISG Modell übertragbar, jedoch in einer modernisierten Form nach wie vor hoch aktuell.
So schuf Marston unbeabsichtigt eine Grundlage der Verhaltensbeobachtungen im sexuellen Bereich, was nach seinem Lebenswandel zu urteilen er wohl nicht abgeneigt gewesen wäre…
So lassen authentische Sex-Typen, aufstrebende Comic-Heldinnen und gewagte polyamoröse Forscher am Ende auf einen Nenner bringen: das Interesse am Menschen und der Start einer kleinen Revolution.