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8.0 km
Publiziert: 28 November 2021
Auf das fünfte Jahrhundert zurückgehend, mit einem achteckigen Grundriss und wahrscheinlich auf einer Konstruktion aus römischer Zeit basierend, ist das Baptisterium in Riva San Vitale das älteste gemauerte christliche Bauwerk in der Schweiz.
Baptisterium meint im heutigen Sprachgebrauch eine christliche Taufkapelle. Ursprünglich war mit Baptisterium das Becken eines römischen Kaltwasserbads gemeint, was als Begriff von den Christen fürs Taufbecken und später auch für das Taufhaus übernommen wurde. Im Baptisterium von Riva San Vitale dominiert denn auch das riesige, ebenfalls achteckige Taufbecken.
Dieses Becken mit seinen fast zwei Metern Durchmesser, zum Untertauchen geeignet, ist noch komplett erhalten, mit den dazugehörigen Stufen und dem Abfluss, den man unter dem oberen Becken mit seiner monolithischen Abdeckung aus dem neunten Jahrhundert noch sehen kann. Die Taufe durch Untertauchen wurde im zehnten Jahrhundert abgeschafft.
Ein weiteres Taufbecken, aus Marmor von Arzo in der Nische links vom Nordeingang, ist das letzte, das für dieses Ritual benutzt wurde.
In den halbrunden Nischen der Wände und an den Säulen sind zahlreiche Spuren wertvoller romanischer Fresken aus dem zwölften Jahrhundert zu erkennen. Der Fussboden ist mit den schwarzen und weissen Marmorstreifen und den Intarsien mit geometrischen Mustern teilweise noch in seinem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben.
Das Baptisterium ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr offen.