Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/256202

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine verbindliche und harmonisierte Rechtsgrundlage zu schaffen, um die an Kinder gerichtete Werbung für zu süsse, zu fettige und zu salzige Lebensmittel zu beschränken. Er soll dabei alle möglichen Werbeplattformen einbeziehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Eine Ernährungsweise, die aus übermässig viel Zucker, Fett und Salz besteht, erhöht das Risiko für Übergewicht und Adipositas und trägt zur Entwicklung von nichtübertragbaren Krankheiten bei. Ernährungsgewohnheiten werden schon sehr früh entwickelt und Kinder sind sehr empfänglich für Marketing.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat hat bis anhin mit der Industrie eine Politik der freiwilligen Massnahmen verfolgt. Die seit beinahe einem Jahrzehnt laufenden Gespräche mit der Lebensmittelindustrie zu Lebensmittelmarketing bei Kindern haben jedoch zu keiner Einigung über die Kriterien geführt, obwohl es sich dabei um einen sehr sensiblen und besonderen Marketingbereich handelt.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Derzeit ist eine Revision des Lebensmittelgesetzes (LMG; SR&nbsp;817.0) in Vorbereitung. In diesem Zusammenhang wird gerade eine Regulierungsfolgeabschätzung (RFA) zu auf Kinder ausgerichteter Vermarktung und Werbung für zu süsse, zu fettige und zu salzige Produkte durchgeführt. Die RFA beinhaltet auch eine Analyse der Kosten und Nutzen einer solchen Regulierung. Zudem wird sie zeigen, ob das angestrebte Ziel auch mit anderen Massnahmen zu erreichen ist.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Sobald die Ergebnisse der RFA vorliegen, wird der Bundesrat über das weitere Vorgehen entscheiden und ob ein entsprechendes Regulierungsprojekt einer öffentlichen Konsultation unterzogen werden soll.</p>