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Ein allen zugängliches, qualitativ hochstehendes Gesundheitssystem
In angeregter Diskussion über die Rolle der Versicherer in unserem Gesundheitssystem, mit Claude Ruey und Felix Schneuwly, jeweils Präsident und Verantwortlicher der öffentlichen Angelegenheiten von santé suisse.
Ein qualitativ
hochstehendes Gesundheitssystem, welches allen zugänglich ist, soll
gewährleistet werden.
Das Angebot an häuslicher Pflege soll weiterentwickelt werden.
Die Entkernung der Leistung der öffentlichen Versicherung soll gestoppt werden, die sich immer mehr nach den Bedürfnissen der privaten Versicherer ausrichtet.
Das Gesundheitssystem leidet im gesamten Land unter zu vielen Personen, die probieren, es zu steuern, wobei den Krankenkassen eine immer grössere Macht zukommt. Die grossen Krankenkassen vertreten heutzutage, unter anderem auch durch ihre Lobby im Parlament, eine Entkernung der Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung und ein Zwei-Klassen-System, mit immer mehr Leistungen, die denjenigen Personen vorbehalten bleiben, die sich kostspielige Zusatzversicherungen leisten können. Die Initiative für eine öffentliche Krankenkasse, die von einer breiten Koalition sowohl politischer und professioneller als auch Konsumentenschutzorganisationen vertreten wird, ist keine Lösung aller Übel, würde es aber erlauben, das heutige, undurchsichtige System transparenter zu machen, welches heute von ungefähr hundert Krankenkassen bestimmt wird, und würde die grossen gesellschaftspolitischen Entscheidungen im Gesundheitsbereich einer demokratischen Kontrolle im allgemeinen Interesse unterwerfen.
Meine Prioritäten
- Eine öffentliche Krankenkasse einführen, um eine Transparenz des Systems und ein Ende der Jagd nach den ?guten Risiken? mit perversen Auswirkungen auf die Konkurrenz zwischen den Versicherern herbeizuführen, welche uns jährlich zwischen 300 und 500 Millionen Franken kostet. Die öffentliche Krankenkasse würde ein Machtgleichgewicht zwischen den Beteiligten bewirken, um allen den Zugang zu qualitativ hochstehenden Leistungen zu garantieren.
- Die obligatorische Krankenversicherung soll gerechter finanziert werden ? mit einer Prämienhöhe, die die Marge von 8% des Haushaltsbudgets nicht übersteigen darf, so wie dies im Rahmen der Abstimmung über das geltende Krankenversicherungsgesetz versprochen, allerdings niemals eingehalten wurde. Dieses Ziel soll erreicht werden durch eine Erhöhung der Subventionen von Bund und Kantonen sowie durch spezifische Erleichterungen zugunsten der Familien.
- Massnahmen zur Gewährleistung der medizinischen Versorgung und der Pflegeversorgung sollen getroffen werden, unter anderem durch die Öffnung der Ausbildungen (Erhöhung der Studienplätze und Abschaffung des numerus clausus) und durch die Verbesserung der Löhne und der Arbeitsbedingungen, was die Berufe, wo ein schlimme Personalmangel herrscht, attraktiver machen würde.
- Die häusliche Pflege und die Übergangslösungen (Tages-, Nacht- und Wochenendbetreuung, begleitete Ferien) sollen gestärkt werden, um es den chronisch kranken Personen zu erlauben, länger zu Hause zu bleiben und um ihre Angehörigen zu entlasten.
- Die Vorbeugung und Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz soll verbessert werden, unter anderem durch Reduzierung des Stresses am Arbeitsplatz.
- Die Pflegenetzwerke, die Zusammenarbeit sowie die Öffnung der Therapiemöglichen sollen gefördert werden; diese Pflegenetzwerke sollen von den Versicherern unabhängig sein und ihre Förderung, so wie sie in der aktuellen Revision des Krankenversicherungsgesetzes vorgesehen wird, soll ohne Zusatzkosten in der Höhe von 300 Millionen Franken, die der Patient bezahlen müsste (so wie dies gegenwärtig die Mehrheit des Nationalrates vorsieht), ablaufen.
- Eine überkantonale Spitalplanung soll geschaffen werden, um dem Aufrüstungsrennen zwischen den Spitälern ein Ende zu setzen und eine bessere regionale Versorgung zu gewährleisten.
- Eine Erwerbsersatzversicherung für alle Arbeitnehmer soll eingeführt werden, im Gegensatz zur heutigen Situation, wo nur diejenigen 70-80% der Arbeitnehmer versichert sind, die von einer Tarifvereinbarung ihres Arbeitsbereichs profitieren.
Persönliches Engagement
- parlamentarische Interventionen:
o dafür, dass der Zugang zu und die Rückerstattung von Medikamenten unabhängig vom Wohnsitz des Patienten, ihres Versicherers oder anderen persönlichen Faktoren geschieht (angenommen durch den Nationalrat am 22. März 2013),
o für die Steuerbefreiung der Pauschalentschädigung für häusliche Pflege,
o für eine Beschränkung der Vorbehalte der Krankenversicherer (angenommen durch den Bundesrat und eingeführt in das neue Gesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen),
o für eine landesweite Strategie zu Demenzerkrankungen (Alzheimer und weitere), von welchen heutzutage 100'000 Personen in der Schweiz betroffen sind (fast einstimmig angenommen durch den Nationalrat entgegen der Position des Bundesrates); die sich heute in Umsetzung durch einen landesweiten Alzheimerplan in Zusammenarbeit mit Bund und Kantonen befindet,
o für die Erleichterung des Versicherungswechsels,
o für die Abschaffung des numerus clausus im Medizinstudium und für eine Erhöhung der Studienplätze,
o usw. (siehe auch unter ?Parlament?)
- Einsatz als Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Gesundheitspolitik, Vize-Präsident der Patientenvereinigung Schweiz (?Fédération suisse des patients?) und Präsident deren Dienststelle Freiburg / Westschweiz, Mitglied der Schweizerischen Alzheimervereinigung, Präsident der freiburgischen Krebsliga.