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Das Gipfeli zum Kaffee am Morgen könnte teurer werden. Die Weizenfutures in Chicago sind schneller gestiegen als der Brent-Rohölpreis und haben sich am Montag einem Rekordhoch genähert.
Russland und die Ukraine sind die zweit- und viertgrösste Weizenlieferanten. Die Besorgnis über daraus resultierende Engpässe wegen des Krieges in der Ukraine ist so gross, dass die Käufer versuchen, australischen Weizen bereits für das dritte Quartal zu sichern.
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Weizen ist eines der wichtigsten Elemente in der weltweiten Lebensmittelversorgung. Der Krieg stört diese Lieferkette massiv. Das ist wahrscheinlich mehr als nur ein kurzfristiger Trend.
Um die landwirtschaftliche Produktion und die Lieferketten nach dem Krieg wiederherzustellen, braucht es Zeit. Experten schätzen, dass die Erholung beim Weizen länger dauern könnte als bei Öl und Gas.
Weil es lange dauert, bleiben die globalen Agrarmärkte anfällig für neue Schocks, selbst wenn andere Teile der Welt ihre Produktion steigern. Dazu kommt, dass die Weizenversorgung bereits länger problematisch ist: Schlechte Ernten sorgten dafür, dass die Lager leerer sind als üblich, wegen Corona waren die Lieferketten gestört und die steigenden Energiepreise haben die Frachtpreise teurer gemacht.
Für Länder in Afrika, Nordafrika und Westasien hat der Weizenimport eine grosse Bedeutung. So waren die Kosten für Lebensmittel ein wichtiger Faktor im Arabischen Frühling. Es kam zu Massenprotesten, Umstürzen, jahrelanger Instabilität.
Kurzfristig kann eine mögliche Versorgungslücke laut Agrarexperten von den europäischen Ländern nicht geschlossen werden. Die EU sei zwar lange ein wichtiger Lieferant von Weizen für diese Länder gewesen, aber schliesslich von der Ukraine und Russland aus dem Markt gedrängt worden.
(Bloomberg/AWP/brb)