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//Eine Geschichte der Fotografie
Der Vorläufer Obscura
Begonnen hat alles vor über 2000 Jahren, mit der Beobachtung eines griechischen Philosophen Namens Aristoteles. Die Geschichte erzählt, dass Aristoteles bei einer Sonnenfinsternis das Abbild der Sonne bei einem Baumschatten entdeckte. Er folgerte daraus, dass dies durch die Löcher des Blattwerkes, des Baumes, entstand. Allgemein lässt sich daraus ableiten, wenn Licht durch eine kleine Öffnung in einen dunklen Raum fällt, entsteht auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes ein auf den Kopf gestelltes Abbild der Aussenwelt. Damals wusste man noch nicht, dass man das Grundprinzip der Fotografie entdeckt hatte. Einige Bastler bauten einen Kasten mit einem Loch, der innen dunkel war. Daher kommt der Name Camera Obscura, übersetzt „Dunkle Kammer“ oder auch Lochkamera genannt.
Lange wurde die Obscura als Mal- und Zeichenvorlage genutzt. Das auf eine Leinwand projizierte Bild wurde mit einem Stift oder mit dem Pinsel abgezeichnet. Dass mit der Obscura Fotografiert werden konnte, wurde erst später entdeckt.
Die erste Fotografie
Die erste Fotografie entstand dann im Jahre 1826 von Joseph Nicéphore Niépce. Er verwendete eine Obscura, die dazumal schon etwas weiterentwickelt war. Sie war mit einer Linse bestückt, somit konnte man das Licht besser bündeln. In die Kamera legte er eine mit Asphalt beschichtete Zinnplatte ein. Durch die Lichtzufuhr härtete sich der Asphalt auf der Platte, die Belichtungszeit dauerte etwa 8 Stunden. Bei der anschließenden Entwicklung konnte man mit Lavendelöl die Partei des Asphaltes, die schwächer Belichtet wurde, auflösen. Zugleich wurde das Bild durch das Öl fixiert & wurde somit lichtbeständig. Er erhielt ein Direktpositiv oder wie Niépce es nannte „Heliographie“, was übersetzt „Sonnenzeichnung“ heißt. Die erste Fotografie war geboren.
Die Weiterentwicklung:
Da die Belichtungszeit mit der Obscura sehr Zeitaufwändig war und es durch dies fast unmöglich war, Menschen oder sich bewegende Gegenstände zu fotografieren, musste eine Lösung herbeikommen. Zusammenschluss Niépce und Daguerre Niépce schloss sich mit dem Theatermaler Louis Jaques Mandé Daguerre zusammen. Sie versuchten einen Weg zu finden, die Belichtungszeit zu verkürzen. Erst im Jahre 1837, 10 Jahre später, machte Daguerre eine neue Entdeckung. Daguerre wollte eine Fotoplatte belichten, als nach wenigen Sekunden das Wetter nicht mehr mitspielen wollte und somit zu wenig Licht vorhanden war, nahm Daguerre die Fotoplatte wieder aus der Kamera und verstaute sie in seinem Chemikalienschrank. Er dachte er könne die Platte aufsparen, um sie damit an einem anderen Tag belichten zu können.
Verfahren von Talbot
Im Jahre 1840 kam William Henry Fox Talbot ins Spiel. Er erfand ein Verfahren namens Kalotypie, ein Papier-negativ-positiv Verfahren. Talbot verwendete Jodsilberpapier, dies bestrich er mit Silberiodid und Kaliumiodid. Durch die Zusammensetzung der Chemikalien wurde das Papier hoch empfindlich vor Licht. Das nun sehr dünne Papier wurde in die Kamera eingelegt und belichtet. Er erhielt ein negatives Abbild seiner Fotografie, das er nun mit weiteren Chemikalien behandeln und fixieren musste. Durch das Fixieren wurde die Weiterentwicklung gestoppt, das Bild blieb so wie es war. Zum Schluss tränkte Talbot das Negativ in Wachs, um es transparent zu behalten. Durch diesen Vorgang konnte man nun mehrere Abzüge des Negatives herstellen.
Die Belichtungszeit wurde von Stunden oder Minuten, auf Sekunden beschränkt. Ein großer Nachteil von Talbots Verfahren war, dass die Abzüge, im Vergleich zu Daguerres, grobkörnig und von schlechter Qualität waren.
Verfahren Scott Archer
Da man die Qualität der Abzüge verbessern wollte, entwickelte Fredrick Scott Archer ein anderes Verfahren. Er verwendete eine Glasplatte, die er mit einer Lösung von Kollodiumwolle und weiteren Chemikalien übergoss. Dieser Überzug trocknet sich schnell zu einer Masse aus und musste deshalb in ein Bad mit Silbernitrat getaucht werden. Die Glasplatte wird noch feucht in die Kamera eingelegt und belichtet. Die belichtete Glasplatte wurde anschließend in der Dunkelkammer mit einer Chemikalie übergossen. Durch diese legte sich das Silbernitrat, als dunkles Pulver, auf den stärksten belichteten Stellen der Platte ab. Die Glasplatte musste noch fixiert werden, um das Bild von einer Weiterentwicklung im Licht zu schützen. Mit dem Glasnegativ konnte man nun auch mehrere Abzüge erstellen.
Weiterentwicklung, die Trockenplatte von Maddox
Richard Leach Maddox, erfand 1871 dann die Trockenplatte. Von dem profitierte vor allem die Reise Fotografie. Bis dahin trugen Fotografen immer eine Dunkelkammer mit sich, da die Nassplatten gleich nach dem Belichten entwickelt werden mussten. Dies war sehr aufwändig und anstrengend. Mit der Erfindung der Trockenplatten war man viel flexibler und die Platten konnten auch zu Hause entwickelt werden.
Der Rollfilm
Im Jahre 1889 entwickelte George Eastman, mit seinem Partner, den Zelluloid Rollfilm. Dies ersetzte das Verfahren der Platten, man musste nicht mehr für jedes Foto eine neue Platte in die Kamera einlegen. Mit dem Rollfilm konnte man nun mehrere Bilder hinterein ander machen, so wie wir es heute kennen. Eastman entwickelte eine Kamera zum Rollfilm und zog „Kodak“ auf. Dazumal konnte man die Kamera mit Rollfilm kaufen und die Kamera anschließend einsenden. Man erhielt die entwickelten Fotos und die Kamera mit einem neu aufgezogenen Rollfilm zurück. Eastman erschuf damit eine Fotografie für Jedermann.
geschrieben von N.V
//#Fotografie #Obscura