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So ganz genau ist man sich darüber gar nicht einig und der Begriff Moderne in der Kunst wird auch immer mal wieder hinterfragt. Aber im allgemeinen bezeichnen die Kunsthistoriker, die Galerien und die Sammler Werke dann als Moderne Kunst, wenn sie zwischen etwa 1870 und 1970 entstanden sind. Alles, was danach kam, zählt zur Postmoderne.
Was zeichnet die Moderne Kunst aus?
Zu Beginn und bis über die Mitte des 19.Jahrhunderts wurden Bilder hauptsächlich als Auftragsarbeiten gemalt und die Künstler versuchten mehrheitlich, so realistisch wie möglich zu malen. Mode waren damals Bilder, die durch Perspektive, Licht und Schatten räumlich, fast dreidimensional wirkten. Der Malstil wird als Illusionismus bezeichnet. Nach 1860/1870 entstanden erste Werke, die mit dieser Kunstform und Malweise brachen. Maler wie Monet, Manet, Pissarro, Degas oder Renoir malten in einem völlig neuem Stil, einem ganz anderen Bildaufbau und in anderen Farben. Bei ihnen ging es nicht mehr um eine realistische detailgetreue Abbildung der Realität sondern um das Darstellen von subjektiv empfundener Wirklichkeit, von einer bestimmten Stimmung. Dieser Malstil wird Impressionismus genannt und mit ihm beginnt die Moderne Kunst in der Malerei. Natürlich entwickelte sich die Moderne Kunst in den nächsten Jahrzehnten ständig weiter. Mit van Gogh, Cezanne, Toulouce-Lutrec und Picasso entstand eine künstlerische Avandgarde, die mit immer neuen Darstellungsarten und Materialien spielte. Damals entstand unter anderem der Kubismus und der Fauvismus, bei denen die Natur und die Technik in die Gemälde Einzug hielt. Die damals entstandenen Werke werden zum Teil schon dem Post-Impressionismus zugerechnet. Mit dem beginnenden 20.Jahrhundert beginnt die Ära der Expressionisten, Der Expressionismus gilt als "Kunst des gesteigerten Ausdrucks". Jetzt dominieren starke leuchtende Farben, kräftige Strukturen und eine Vereinfachung des Gegenständlichen. Wassili Kandinsky, Robert Delaunay, August Macke und Franz Marc, um nur einige zu nennen, sind Vertreter des Expressionismus. In Deutschland bilden sich Künstlergemeinschaften wie "Die Brücke" und "Der blaue Reiter". Ein Ziel dieser Gruppen bestand darin, die Grenzen des künstlerischen Ausdrucksvermögens zu erweitern. Die Grundlage der abstrakten Malerei war geschaffen.
Die Moderne Malerei bricht mit der Tradition
In den Zwanzigern und Dreißigern des letzten Jahrhunderts kamen gerade in der Malerei viele neue Kunstströmungen auf. Es gab den Dadaismus "die Kunst des Nonsens", wie ihre Vertreter sie selbst nannten. Zu ihnen gehörten zum Beispiel Otto Dix, Franz Arp, Marcel Duchamp. Im Dadaismus wurde die Collagetechnik erstmals als künstlerisches Stilmittel verwendet. Der Surrealismus, dessen bekanntester Vertreter Salvador Dali gewesen sein dürfte, spielte mit dem Unbewussten, mit Träumen und Albträumen, mit dem Rausch als Quelle der künstlerischen Eingebung. Der Futurismus, der von Italien ausging, wollte "die Schönheit der Geschwindigkeit" einfangen. Neben Umberto Boccioni und Giacomo Balla war der deutsche Maler Alfred Döblin ein bekannter Futurist. Er wandte in seinen Werken häufig die Montagetechnik an. Zur Modernen Kunst gehören aber auch das Color Field Painting (die Farbfeldmalerei), die Op Art, die Minimal Art und die Video Art, die in den frühen 1960er Jahren entstand.
Ganz früher mussten die Menschen in einen Kasten starren und durften sich dabei kaum bewegen. Das Ergebnis waren geisterartige Familineportraits. Heute sind manche Handykameras besser, als die Profiausstattung von Fotografen vor noch gerade mal 20 Jahren. Die moderne Fotografie entwickelt sich zu einer Mischung aus Beleuchtungs- und Equipmentprofis und geschickten Hobbyknipsern mit einfachen Bearbeitungsprogrammen. Der Kunststatus und die Wirkung eines Bildes geraten immer mehr in den Fokus.
Braucht es noch Profis für gute Fotos?
Ein Foto besteht aus einem Zusammenspiel aus Licht, Objekt und Inszenierung. Wenn das Licht nicht richtig fällt, muss künstlich nachgeholfen werden. Ein professioneller Fotograf kann alles so perfekt setzen, dass nur noch wenig Nachbearbeitung nötig ist. Aber auch die Retusche eines Bildes wird vom Profi ganz anders ausfallen, als vom Laien. Die passenden Programme sind teuer, genauso wie die Beherrschung aller benötigten Tools. Der Zeitaufwand kann übrigens auch enorm sein.
Menschen, Mode und mehr
Die sozialen Medien bestehen zu einem großen Teil aus Fotos der User. Dabei spielt es keine Rolle, ob es professionell erstellte Bilder oder schnelle Schnappschüsse sind, alle haben die Chance auf viele Likes und positives Feedback. Daran lässt sich sehr gut erkennen, dass die moderne Fotografie andere Ansprüche hat als noch vor wenigen Jahren. Das Foto soll einfach wirken und dient tatsächlich als Kommunikationsmittel. Wozu sein Outfit oder den Urlaubsort beschreiben, wenn es direkt hochgeladen werden kann? Der Mensch inszeniert sich selbst mit Hilfe von Selfies, die Mode lebt von den Influencern, die ihre selbst geschossenen Fotografien zur Verfügung stellen und aktuelle Nachrichten werden bildlich transportiert.
Ein weiterer Begriff
Ist Fotografie nun Kunst, Handwerk oder nur Mittel zum Zweck? Eine Mischung aus Allem! Durch analoge und digitale Fotografie ergeben sich unendlich viele Möglichkeiten, die jedes Herz befriedigen können. Technikfans kommen ganz auf ihre Kosten, Modefotografen können von den vielfältigen Bearbeitungsprogrammen profitieren und echte Künstler können sich voll und ganz austoben. Am Ende entscheidet der Betrachter und der Konsument über das Ergebnis. Fast wagt man zu behaupten, dass das Gebiet der modernen Fotografie ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden ist. Wir verschicken, betrachten und knipsen täglich, denn das Gebiet hat sich für jeden geöffnet und ist bezahlbar. Wer jedoch das Besondere im Bild wünscht, der wird an den Profis und Künstlern der Welt nicht vorbei kommen. Wir sind nämlich zu Fotografen, Betrachtern und Kritikern zugleich geworden.
Das lautstarke "Klack" beim Anfahren verrät es: Klickpedalen haben sich seit ihrer Einführung zu einem Standard entwickelt. Doch das Blatt hat sich wieder etwas gewendet. Während Tourenfahrer und Racer aus klaren Gründen auf die beste Bindung setzen, hat die Spaßfraktion der Freerider und Enduro-Liebhaber das Flatpedal wieder stark in Mode gebracht. Vorteile des Flatpedals: Schnelles Absetzen des "Sicherheitsfußes" und mehr Bewegungsfreiheit. Die bösen Zahnkrallen alter Bärentatzen sind passé, so genannte Pins sorgen nun in Verbindung mit fast klebrigen Gummisohlen der Freeride-Schuhe für einen neuen extrem guten Halt des Fußes auf dem Pedal.
Für die sogenannten Step-in oder Klickpedalen war der Rennrad-Sektor Quelle der Inspiration. Offroad-Fans lehnten die feste Bindung ans Bike zunächst ab. "Bei Dreck und Matsch funktioniert das doch nicht", lautete die Expertenmeinung. Vorreiter spielte wieder einmal Shimano, der die ersten Klickies mit einem neuen Schuhplatten-Standard im Jahr 1990 vorstellte und damit den Straßenpedalfirmen Look und Time die Butter vom Mountainbike-Brot nahm. Die zwei größten Probleme lösten die Japaner schon relativ gut. Zum einen muss das Pedal sicher und schnell einrasten, auch bei stark verschmutzten Schuhsohlen. Zum anderen darf die Schuhplatte zum Einklicken beim Gehen nicht stören.
Wie immer gab Shimano seiner Erfindung ein Kürzel: SPD nennt sich das am weitesten verbreitete Pedalsystem und steht für "Shimano Pedaling Dynamics", also eine verbesserte Tretwirkung. Durch die feste Verbindung gehen im Übrigen keine Kräfte mehr verloren, weil der Fuß immer optimal auf dem Pedal steht und nicht umherrutschen kann. Die optimale Kraftübertragung, übrigens auch bei normalen, nicht fixierten Schuhen, erzielt man, wenn der Fußballen genau über der Pedalachse steht. Medizinisch heißt dieser Bereich auch Großzehnengrundgelenk. Dort konzentriert sich der Druck des Fußes. Wenn man seine Klickpedale einstellt, sollte man darauf achten, dass die Cleats genau hier sitzen. Zum Zweiten kann man mit Klickpedalen auch "ziehen", wie es im Radlerjargon heißt. Während man mit einem Fuß nach unten tritt, zieht man mit dem gegenüberliegenden nach oben. So entsteht der runde Tritt, bei dem die Krafteinwirkung optimal auf die komplette Kreisbahn der Kurbelbewegung verteilt wird. Den oberen und unteren Totpunkt, also wenn eine Kurbel senkrecht steht, überwindet man damit leichter und schneller und Kurbel effizienter. Durch das Ziehen werden zudem noch andere Muskelgruppen um Ober- und Unterschenkelbereich beansprucht als beim Treten, so dass man mehr Kraft entwickelt und länger durchhalten kann. Gerade bei steilen Bergauf-Strecken hilft diese Technik auch Einsteigern ungemein.Auch Sprünge wie der "falsche" Bunny Hop gelingen mit Klickpedalen leichter. Vorsicht: Füße nicht verdrehen, ein "Klack" während der Luftfahrt prophezeit eine unsanfte Landung. Mit sehr harten Schuhsohlen, teils auch Carbon, die die Kraft des Bikers am besten auf Pedal und Kurbel übertragen, ist das Laufen beschwerlich und oft unsicher, vor allem auf steinigem oder nassen Untergrund. Daher bleiben die Mountainbike-Schuhe mit steifer Sohle und der Möglichkeit, Stollen einzuschrauben, Rennfahrern oder sehr sportlichen Marathonfahrern überlassen. Touren- und Freizeitfahrer bevorzugen Schuhe mit weicher Sohle und kräftigem Profil, die noch eine sichere Fortbewegung per pedes erlauben. Die Wahl der Schuhmarke oder des Modells hängt, wie bei anderen Spezialschuhen, von den individuellen Gegebenheiten und Vorlieben ab. Am wichtigsten ist dabei die optimale Passform. Mountainbike-Schuhe sollen fest sitzen ohne zu drücken. Da der Fuß beim Radfahren relativ schlecht durchblutet wird, wie man bei Fahrten im Winter und bei kalter Witterung leicht selbst feststellen kann, darf der Bike-Schuh im Grunde genommen nichts abdrücken oder quetschen.