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Film-Tipp des Tages: «Gladiator»
Ein zum Tode verurteilter Feldherr kehrt als Sklave nach Rom in die Arena des Circus Maximus zurück. Hier kämpft er sich zum beliebtesten Gladiator hoch, getrieben vom Willen nach Vergeltung. Er will sich am Kaiser rächen, der seine Familie hat umbringen lassen.
Der römische General Maximus (Russell Crowe) führt in einer letzten grossen Schlacht die Legionäre gegen die Germanen zu einem blutigen Sieg. Doch statt wie erhofft mit dem Segen des väterlichen Kaisers Marcus Aurelius (Richard Harris) zu seiner Familie zurückzukehren, sieht sich Maximus plötzlich einer teuflischen Intrige gegenüber. Marcus Aurelius' eifersüchtiger Sohn Commodus (Joaquin Phoenix) ermordet den Kaiser und schwingt sich zum Thronfolger auf. So kann er endlich seinen Rivalen Maximus ausschalten und im gleichen Zug noch dessen Familie auslöschen.
Während Maximus seinen Henkern entrinnen kann, kommt für seine Frau und ihr Kind jede Hilfe zu spät. Des Lebens müde, wird der einstige Feldherr gefangen genommen und als Sklave verkauft. Unter der kundigen Führung des Ausbildners Proximo (Oliver Reed) wird Maximus zum Gladiator geschliffen. Als Kämpfer kehrt er nach Rom zurück. Die Qualen der Arena nimmt er in Kauf, denn noch nie war er seinem Ziel so nah: Commodus für seine Untaten zu richten.
Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Beste visuelle Effekte, Bester Sound und Beste Kostüme - fünf Oscars gewann Ridley Scotts Epos «Gladiator». Für Regisseur Scott bedeutete der Sandalenfilm die fulminante Rückkehr in Hollywoods Topliga. Frauenschwarm Crowe überraschte das Kinopublikum als schwitzender Gladiator und gewann einen Oscar. Scott und Crowe haben danach gemeinsam «A Good Year», «American Gangster» und «Body of Lies» gedreht sowie zuletzt «Robin Hood», wofür Crowe wieder auf das Schlachtross steigen durfte. Für den oscarnominierten Filmschnitt von «Gladiator» sorgte der Schweizer Pietro Scalia, der ebenfalls unter der Regie von Ridley Scotts für seine Arbeit an «Black Hawk Down» einen Oscar mit nach Hause nehmen durfte.
Für Special-Effects-Fans bietet der letzte Auftritt von Oliver Reed in «Gladiator» etwas Besonderes. Reed verstarb während der Dreharbeiten. Um eine für den Film wichtige Dialogszene fertigzustellen, halfen Spezialisten für Computeranimation aus. Sie kopierten das Gesicht der britischen Schauspielerlegende auf sein Stunt-Double. So konnte Reed den Film auch postum noch vollenden.
Sendeplatz
Samstagnacht um 00:00 Uhr auf SRF zwei.