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Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der durchschnittliche Kontokorrentsaldo um 4'500 Euro. Der Tiefpunkt war im vergangenen Jahr der Universität zufolge im November mit minus 27'000 Euro (-29'300 Fr.) verzeichnet worden.
Als wichtigsten Grund für die positive Entwicklung des Cashflows nennen die Wissenschaftler den gestiegenen Produzentenpreis für Rohmilch. Dadurch seien im ersten Quartal 2017 im Durchschnitt 119 000 Euro (129'000 Fr.) an die einzelnen Betriebe geflossen, nach nur 105'000 Euro (114'000 Fr.) im Vorjahreszeitraum. Ausserdem hätten viele Milchviehhalter Geld aus Zahlungsansprüchen erhalten. Zudem hätten die staatlichen Regeln zur Verringerung der Phosphatemissionen die Landwirte zum Verkauf von Vieh veranlasst, was ihre Einnahmen weiter erhöht habe.
Wie die Universität mit Blick auf die Verteilung der Liquidität ausführte, verfügten zum Ende des ersten Quartals 2017 gut 37% der Milchbetriebe über ein Kontokorrentsaldo von 0 Euro bis 25 000 Euro (27'130 Fr.), was in etwa der Grössenordnung im Vorjahreszeitraum entsprach. Mehr als 25 000 Euro erreichten 19,8% der Höfe. Derweil bewegten sich 17,4% der Betriebe in der Bandbreite von minus 25 000 Euro bis 0 Euro und 9,3% im Bereich von minus 50 000 Euro bis minus 25'000 Euro. Geringer als 50'000 Euro war das Saldo für immerhin 16,4 % der Betriebe.
Unterdessen zeigte sich die niederländische Bank ABN Amro erfreut über die insgesamt eingetretene Erholung. Zum ersten Mal seit langer Zeit sei damit ein Niveau über dem mehrjährigen Durchschnitt erreicht worden, stellte das Finanzinstitut fest. Nach der Prognose der Banker dürfte der Produzentenpreis für Rohmilch in den kommenden Monaten weiter steigen. Dennoch müssen viele Betriebe nach Einschätzung der Analysten noch mit einer etwas angespannten Liquiditätslage rechnen.