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Alle zwei Minuten stirbt eine Frau während der Schwangerschaft oder bei der Geburt, so die neuesten Schätzungen, die Ende Februar in einem Bericht der Vereinten Nationen veröffentlicht wurden. Der Bericht mit dem Titel «Trends in maternal mortality» (Trends in der Müttersterblichkeit) zeigt alarmierende Rückschläge für die Gesundheit von Frauen in den letzten Jahren auf; die Zahl der Todesfälle bei Müttern hat in fast allen Regionen der Welt entweder zugenommen oder stagniert.
In Europa und Nordamerika stieg die Müttersterblichkeitsrate von 2016 bis 2020 um 17 % bzw. 15 %. Hingegen können Australien und Neuseeland mit 35 % und ein Teil Asiens mit 16 % wie rund 30 andere Länder auf einen deutlichen Rückgang dieser Rate zurückblicken. In anderen Regionen stagnierte die Rate. Im Jahr 2020 fanden rund 70 % aller Müttersterblichkeit in Afrika südlich der Sahara statt. In neun von schweren humanitären Krisen betroffenen Ländern erreichten die Raten mehr als das Doppelte des weltweiten Durchschnitts von rund 230 pro 100.000 Entbindungen. Die Gesamtzahl der Todesfälle unter Müttern konzentriert sich nach wie vor weitgehend auf die ärmsten Teile der Welt und auf Länder, die von Konflikten betroffen sind. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Welt ihre Fortschritte bei der Erreichung der globalen Ziele zur Verringerung der Müttersterblichkeit erheblich beschleunigen muss, da sonst bis 2030 das Leben von über 1 Million weiterer Frauen gefährdet ist.
Quelle: Medienmitteilung World Health Organization, 23. Februar
Zum Bericht «Trends in maternal mortality 2000 to 2020»