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Elisabeth Niederberger-Schmutz erblickte am 28. September 1928 als Tochter von Maria und Ludwig Schmutz-Käser in der Tuftera bei Bösingen das Licht der Welt, wo sie auch zur Schule ging. Nach der Schule war sie für eineinhalb Jahre im Welschland. 1946 fand sie im Dorfladen von «Christins Anni» in Plaffeien eine Stelle als Haushaltshilfe. Dies war für Elisabeth eine unvergessliche und prägende Zeitspanne. In Plaffeien lernte sie Alfons Niederberger kennen, den sie am 17. Oktober 1949 in der Pfarrkirche Plaffeien heiratete.
Der Ehe von Elisabeth und Alfons Niederberger entsprossen fünf Buben und ein Mädchen. Die Familie wohnte auf dem Hof in der Fuhra, wo auch die Schwiegereltern und die zwei jüngsten Geschwister von Alfons wohnten. Das Wohl ihrer Familie lag ihr sehr am Herzen, und keine Arbeit war ihr zu viel. Mit fast 30 Jahren lernte sie Velo fahren, von da an war dies ihr geliebtes Fortbewegungsmittel, um ihre Einkäufe und Besuche zu tätigen.
Das Haus in der Fuhra und sie waren während mehr als 60 Jahren der Mittelpunkt für die Verwandtschaft. «Lisi», oder Tante «Lisi», wie sie genannt wurde, hatte für alle immer eine offene Türe, und niemand musste hungrig aus dem Haus. Ihre grosse Leidenschaft war der Gemüsegarten und der Blumenschmuck ums Haus. Lisi konnte hervorragend nähen. Waren die Risse noch so gross im Schwingerhemd, sie konnte es stopfen. Besonders gern strickte sie «Pingus», die sie in grosser Menge den Enkelkindern und dem Mütterverein verschenkte.
Im Mütterverein fand sie Abwechslung vom strengen Alltag. Leidenschaftlich besorgte sie den Blumenschmuck an den Jahreskonzerten der Musikgesellschaft Plaffeien. Als ihr Mann Alfons gesundheitshalber den Hof aufgeben musste, hatten sie mehr Zeit füreinander, und es folgten viele gemeinsame Spaziergänge an die Sense.
2002 musste sie sich einer Knieoperation unterziehen. Noch während sie in Erholung am Thunersee weilte, verstarb überraschend ihr Ehemann Alfons. Schweren Herzens entschied sie sich im Jahr 2010, ins Pflegeheim zu ziehen. Dank der wunderbaren Betreuung fühlte sie sich sehr wohl, glücklich und zufrieden. Nach dem letzten Spitalaufenthalt wollte sie dort bleiben. Dort konnte sie die letzten Tage im Kreise ihrer Familie verweilen und am 7. Mai 2014 friedlich einschlafen. Ihrer Familie wird sie immer im Herzen sein. Eing.