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In den vergangenen Tagen zierten sie oftmals den blauen Himmel - die Kondensstreifen. Auf Englisch heissen sie Contrails (condensation trails). Ihre offizielle Bezeichnung lautet Cirrus Homogenitus, also menschengemachte Eiswolke. Sie sind seit längerem Gegenstand teils abstruser Verschwörungstheorien. Für ihre Entstehung gibt es aber eine simple Erklärung.
So entstehen sie
Damit sich eine Wolke bildet, braucht es zweierlei: Die Luft muss genügend feucht – also gesättigt – sein und es braucht Kondensationskeime. Kondensationskeime sind winzige Partikel, an denen das Wasser in der Luft kondensieren kann. In grosser Höhe kommen sie nur in geringer Anzahl vor. Damit herkömmliche Eiswolken trotzdem entstehen können, muss die Luft stark übersättigt sein. Das heisst, in der Luft befindet sich im Verhältnis zu viel Wasserdampf. Hier kommen die Flugzeuge ins Spiel, die in diesen Höhen unterwegs sind.
Beim Verbrennungsprozess in den Flugzeugdüsen werden neben Wasser unter anderem auch kleine Russpartikel ausgestossen. Diese Russpartikel können als Kondensationskeime dienen, an denen das Wasser aus der Luft und den Flugzeugdüsen kondensieren kann. Ist die Luft genügend feucht, entstehen Eiswolken - die Kondensstreifen.
Ihr Einfluss auf das Klima
Wie alle Wolken beeinflussen auch Kondensstreifen unser Klima. Einerseits reflektieren sie einen Teil des Sonnenlichts, was einen kühlenden Effekt zur Folge hat. Andererseits nehmen sie einen Teil der von der Erde abgestrahlten Wärme auf und strahlen sie zurück zum Erdboden. Dies hat einen wärmenden Effekt. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass die menschengemachten Wolken insgesamt einen erwärmenden Einfluss auf unser Klima haben. Wie gross ihr Anteil ist, ist nach wie vor Bestandteil aktueller Forschung.