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Tore: Mols 0:1 (39.), Dobbie 1:1 (78.)
Im zweiten Halbfinale des CIS Insurance League Cup trafen die Hibernian of Edinburgh auf dem „neutralen“ Boden des schottischen Nationalstadions Hampden Park auf die Rangers aus Glasgow. Die Begegnung konnte durchaus als vorgezogenes Endspiel bezeichnet werden, weil der erste, bereits feststehende Pokalfinalist aus dem Städtchen Livingston grosse finanzielle Probleme hat, was wiederum ein Auflaufen der besten Equipe im Final mit ziemlicher Sicherheit verhindern wird.
Beide Mannschaften können in der laufenden Saison kaum die erhofften Erfolge aufweisen. Die Rangers kamen in den letzen Meisterschaftsrunden nur zu mühsamen Siegen über die Kellerkinder der Liga. Und die „Hibs“ dümpeln weit hinter dem Lokalrivalen Hearts FC in der unteren Tabellenhälfte herum. Dennoch sollten die Rangers gewarnt sein – immerhin besiegten die Hauptstädter in der letzen Pokalrunde das ansonsten überlegene Team von Celtic Glasgow.
Die Blau-Weissen schienen den besseren Einstieg in die Partie zu finden: Bereits in der zweiten Minute kam Michael Mols im Strafraum freistehend zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp über das gegnerische Gehäuse. Hibernian konnte sich die ersten verheissungsvollen Chancen durch Standards erarbeiten – meistens sorgten scharf getretene Eckbälle, die jedoch oftmals ohne Berührung eines Spielers ins Aus flogen, für Unruhe im Strafraum der Rangers.
Die Glasgower fanden bei ihren Angriffen des Öfteren viel Platz vor, wodurch sie einige effektive und schnelle Kombinationen aufbauen konnten. Die „Hibs“ waren hierbei jeweils einen Schritt zu spät, was unter anderem auch mit verursachend für den klaren Elfmeter war, welcher vom wieder genesenen Arteta jedoch kläglich vergeben wurde. Kurze Zeit später zappelte der Ball dennoch im Netz der Edinburgher als Mols eine ausgezeichnete Kombination eiskalt zum 1:0 abschloss.
Nach dem wärmenden Pausentee waren die beiden Teams wie ausgewechselt: Hibernian erhöhte nun seinerseits den Druck auf die Rangers und hätte fast den Ausgleich bejubeln können, als ein Freistoss nur knapp am rechten Lattenkreuz vorbei strich. Das grosse Chancenplus für die „Hi-Bees“ sollte sich jedoch erst nach 79 Minuten zu ihren Gunsten auswirken, als der soeben eingewechselte Dobbie mit einer Kopie des Rangers-Führungstreffers den Spielstand egalisierte.
Nun setzte Hibernian alles auf eine Karte – in der verbleibenden regulären Spielzeit waren die „Gäste“ mehrmals nahe am erlösenden Siegtreffer. Schlussendlich sollte jedoch eine Verlängerung folgen, in welcher die Rangers wieder die Oberhand gewannen und zweimal nur knapp scheiterten: Einmal am linken Pfosten und einmal am rettenden Verteidiger auf der Linie. Mittlerweile war jedoch allen klar, dass ein Sieger nur im Elfmeterschiessen ermittelt werden konnte!
Nachdem die „Hibs“ den ersten Elfmeter souverän verwandeln konnten, folgten vier Penalties ohne Erfolg, wobei sich vor allem die beiden Keeper auszeichnen konnten. Die restlichen obligatorischen Strafstösse wurden allesamt verwandelt, was zu einem Zwischenstand von 3:3 führte. Nun erreichte die Spannung ihren Höhepunkt: Nachdem der zuvor gefeierte Dobbie (Hibs) den Ball nur an die Latte setzte, scheiterte Khizanishvili (Rangers) mit seinem vermeintlich siegbringenden 11m am starken Torhüter! Mit dem siebten Elfmeter gingen die „Hibs“ wieder in Führung. Frank de Boer wurde zum tragischen Helden als er den entscheidenden Elfmeter an den Pfosten setzte.
Die Stimmung im Hibs-Fanblock schien nun wahrlich überzukochen – bereits während der gesamten Partie leisteten die „Hibs“-Supporter trotz ihrer zahlenmässigen Unterlegenheit den besseren Support, wobei immer der gesamte Fanblock einen Gesang anstimmte. Die Anhänger der Glasgow Rangers „glänzten“ zu meiner Enttäuschung vor allem mit (unerklärlicher) Stille.