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Technologien wie Selective Laser Sintering (SLS) oder Selective Laser Melting (SLM) liefern mittlerweile Bauteile in hoher verlässlicher Qualität zu wirtschaftlichen Preisen. Immer häufiger werden diese Technologie für die Serienfertigung verwendet.
Wann wird die additive Technologie wirtschaftlich eingesetzt?
Diese Frage beantworten die produktivitätsbestimmenden Einflussgrössen wie z.B. die Scangeschwindigkeit des Lasers, die Schichtstärke oder das zu sinternde Teilevolumen. Sie bestimmen die Produktionszeit der Bauteile. Keinen oder zur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Prozessdauer hat die Komplexität der Teilegeometrie. Die Form der Bahnen, welche der Laser in der Ebene abfährt, wird von der Schichtinformation des geschnittenen 3D-Files vorgegeben. Ob die Bahnen nun stark gekrümmt oder gerade sind, spielt kaum eine Rolle. Das heisst: die Prozessdauer ist annähern geometrieunabhängig.
Deshalb wird die additive Fertigung bei eher komplexeren Geometrien in mittelgrossen Serien, typischerweise von mehreren hundert Bauteilen angewandt. Durch die verfahrensspezifische Designfreiheit können Leichtbaustrukturen, Hinterschnitte oder gar Hohlräume, die beim Formenbau oder auch beim Fräsen ein klares No-Go bedeuten, heute additiv produziert werden.
Natürlich kennt AM produktionstechnische Grenzen. Das vorliegende Handbuch beinhaltet AM-Richtlinien und zeigt dem Produktentwickler wie und wann er AM sinnvoll einsetzen soll.
Sobald die Stückzahl in den Bereich von 1 bis 1000 Teile zu liegen kommt oder die Bauteile eher komplex werden, heisst das Motto für den Produktentwickler: THINK ADDITIVE!