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Im Jahr 2016 nahm die Zahl der Geburten, Todesfälle, Eheschliessungen und Scheidungen in der Schweiz ab. Gleichzeitig stiegen die Vaterschaftsanerkennungen, die Adoptionen und die eingetragenen Partnerschaften an. Die gleichen Tendenzen zeigen sich auf kantonaler Ebene. Soweit die provisorischen Ergebnisse der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Gemäss den provisorischen Ergebnissen von 2016 ging die Zahl der Lebendgeburten zurück, während der Anteil der nicht ehelichen Geburten und der Vaterschaftsanerkennungen weiter anstieg (je +2,1%).
Nicht eheliche Geburten und Vaterschaftsanerkennungen nehmen zu
Die provisorische Zahl der Lebendgeburten belief sich 2016 auf 85’600; dies sind 900 weniger als 2015 (-1,1%). Die meisten Geburten (76,4%) erfolgten im Rahmen einer Ehe. Der Anteil der nicht ehelichen Geburten lag bei 23,6 Prozent. Somit stieg die Zahl der nicht ehelichen Geburten weiter an: von 19’800 im Jahr 2015 auf 20’200 im Jahr 2016 (+2,1%). Die Zahl der Vaterschaftsanerkennungen verläuft parallel zur Kurve der nicht ehelichen Geburten und stieg auf 19’900 Fälle; das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Durchschnittsalter der Mutter bei der Geburt ihres ersten Kindes betrug 30,9 Jahre. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag bei 1,5 Kindern pro Frau im gebärfähigen Alter, was auf eine stabile Geburtenhäufigkeit in der Schweiz hindeutet.
Adoptionen haben zwar von 329 Fällen im Jahr 2015 auf 355 im Jahr 2016 zugenommen, ihre Anzahl bleibt aber gering. Dabei handelte es sich in erster Linie um Adoptionen innerhalb der Familie, d.h. um Stiefkindadoptionen.
Zahl der Todesfälle normalisiert sich
Nach der Übersterblichkeit im Jahr 2015 infolge der Grippewelle und des Hitzesommers deuten die provisorischen Zahlen zu den Todesfällen auf eine Rückkehr zu den Referenzwerten der jüngsten Vergangenheit hin. Sie gingen von 67’600 Fällen im Jahr 2015 auf 64’600 im Jahr 2016 zurück, was einem Minus von 4,5 Prozent entspricht. Ein Rückgang ist in allen Altersklassen zu verzeichnen.
Weniger Eheschliessungen und Scheidungen
Im Verlauf des Jahres 2016 wurden 40’800 Ehen geschlossen, das sind 1,5 Prozent weniger als 2015. Dieser Rückgang war sowohl bei den Eheschliessungen zwischen Schweizer Staatsangehörigen (-0,3%) als auch bei denjenigen zwischen ausländischen Staatsangehörigen (-5,4%) und bei den gemischt-nationalen Eheschliessungen (-1,4%) zu verzeichnen. Seit Mitte der 1990er-Jahre beläuft sich die Zahl der Eheschliessungen auf rund 40’000 pro Jahr, während die Bevölkerung weiter wächst. Die Heiratshäufigkeit, das heisst die Bereitschaft zu heiraten, ist somit rückläufig.
Etwas mehr als 700 gleichgeschlechtliche Paare entschieden sich im Jahr 2016 für eine eingetragene Partnerschaft, was einer Zunahme von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Männliche Paare verzeichneten 2015 einen starken Anstieg um 13,0 Prozent bzw. 57 Paare, während die Zahl bei den Frauenpaaren rückläufig war (-14,2% bzw. 37 Paare weniger).
Die Zahl der Scheidungen ging im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf 16’800 Fälle zurück. Bei Fortsetzung der 2016 beobachteten Trends kann davon ausgegangen werden, dass zwei von fünf Ehen (40,9%) eines Tages durch eine Scheidung aufgelöst werden.
Ähnliche Trends auf kantonaler Ebene
In den meisten Kantonen ging die Zahl der Geburten, Todesfälle, Eheschliessungen und Scheidungen zurück. Es gab jedoch einige Ausnahmen. Die Zahl der Geburten blieb in Uri, Obwalden und Glarus stabil, während acht Kantone einen Anstieg verzeichneten: In Schaffhausen und Zug war die Zunahme am stärksten (+5,3% bzw. +3,5%), gefolgt von Waadt, Freiburg, Thurgau, Aargau, Graubünden und Appenzell-Ausserrhoden. Bei den Todesfällen registrierten Zug, Schaffhausen, Thurgau, Jura, Glarus und Appenzell-Innerrhoden einen Anstieg. In den meisten Kantonen war ein Geburtenüberschuss zu beobachten. Einzig in den Kantonen Schaffhausen, Uri, Jura und Tessin lag die Zahl der Todesfälle über jener der Geburten.
Die Zahl der Eheschliessungen blieb in Appenzell-Ausserrhoden stabil, während sie in den Kantonen Waadt, Uri, St. Gallen, Freiburg, Basel-Landschaft, Solothurn, Schaffhausen und Nidwalden anstieg. Bei den Scheidungen war die Zahl in Glarus und Zug stabil. In Zürich, St. Gallen, Neuenburg, Thurgau, Jura, Freiburg, Schaffhausen, Solothurn, Basel-Landschaft und Appenzell-Innerrhoden nahm die Zahl der Fälle zu.