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Unterstrass
Unterstrass
Die untere Strasse, welche der früheren Gemeinde den Namen gab, verband schon zu Zeiten der Römer die Altstadt mit dem hinter dem Milchbuck liegenden Glattal. Mit den Rotfärbereien der Familie Zeller begann sich das Bauerndorf schon im 18. Jahrhundert zu einem Industrie- und Gewerbestandort zu entwickeln, der dann im 19. Jahrhundert vor allem von den Maschinenfabriken der Escher Wyss & Cie geprägt war. Hier wurden neben Textilmaschinen und Turbinen zum Beispiel auch Schiffe produziert.
Oberhalb des Stampfenbachquartiers an der Limmat lagen die eher kleingewerblich geprägten Siedlungskerne bei den Drei Stuben an der Beckenhofstrasse sowie der Krone und dem Schaffhauserplatz an der Schaffhauserstrasse. Dazwischen erwarben wohlhabende Stadtzürcher ihre Sommersitze wie den Beckenhof und das Schindlergut oder errichteten entlang der Nordstrasse und der gegen Ende des 19. Jahrhunderts gebauten Weinbergstrasse ihre Villen.
Nach der Vereinigung mit der Stadt Zürich prägten vor allem die Strassenbahn Zürich-Oerlikon-Seebach und die städtische Weinberglinie, die ab 1930 über die neue Hofwiesenstrasse und den Bucheggplatz nach Oerlikon verlängert wurde, das Quartier. Die Überbauungen oberhalb des Schaffhauserplatzes sind reich an Wohnbaugenossenschaften und kommunalen Wohnbauten. Sie gruppieren sich um einen Grüngürtel auf dem Milchbuck zwischen Zürich- und Käferberg, dessen Verlängerung bis zum Freibad Allenmoos und der Sportanlage in der Steinkluppe. In den 1980er Jahren konnte im Irchel zudem ein naturnaher Landschaftspark geschaffen werden, welcher die gravierenden Folgen des Fernstrassenbaues über den Milchbucktunnel und die Buchegg- und Rosengartenstrasse wenigstens teilweise etwas abmildert.