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Nahrungsmittelallergien sind immunologisch ausgelöste Unverträglichkeitsreaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel, resp. Nahrungsmittelkomponenten. Dabei handelt es sich vorwiegend um Proteine. Lebensmittelallergien werden nur durch bestimmte Bereiche im Protein verursacht. Diese Aminosäuresequenz im Protein, gegenüber der Antikörper gebildet werden, wird „Epitop“ oder antigene Determinante genannt. Sämtliche Milchproteine weisen eine allergene Wirkung auf, doch ist diese ganz unterschiedlich hoch. β-Laktoglobulin, das in Muttermilch nicht vorkommt, scheint das Hauptallergen der Milch zu sein.
Im Säuglings- und Kleinkinderalter ist die Kuhmilchallergie mit einer Häufigkeit zwischen 0,5 und 7,0 % die häufigste Nahrungsmittelallergie. Bei Säuglingen und Kleinkindern mit einer Milchallergie handelt es sich oft um eine vorübergehende Erscheinung wobei die Symptome wieder verschwinden können. Bei Erwachsenen gehört Kuhmilch nicht zu den häufigsten Allergiequellen; sie kommt eher selten vor.
Die Symptome einer Nahrungsmittelallergie sind sehr vielfältig und deshalb zum Teil schwierig zu interpretieren. Sie reichen von gastrointestinalen Störungen über Hautausschläge und – ekzeme, Atemwegssymptomen bis zum anaphylaktischen Schock.
Eine allergenfreie Diät ist einschneidend und sollte deshalb nicht empfohlen werden, bevor die entsprechende Allergie von einem Allergologen bestätigt ist.