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Aus dem Erstgespräch mit der Kundin erfuhr ich, dass sie seit zwei bis drei Jahren Probleme mit dem Fuss und dem Nacken hatte. Die Nackenschmerzen und Halskehren hatte sie schon sehr lange, d.h. es handelte sich hier um chronische Beschwerden. Die Fussprobleme rührten von einem Fussunfall her, bei dem die Sehnen voneinander geschnitten wurden. Diese wurden in einer Operation zusammengenäht. In der Folge trug sie einen Schuh, der bis zum Knie reichte. 3 Monate nach dem Fussunfall wurde Morbus Böck – eine Entzündung zwischen Magen und Dünndarm und der Leber – diagnostiziert. Etwa zur selben Zeit nahmen die Probleme der Nackenbeschwerden zu, und die Kundin litt unter Nackenverspannung. Die medizinische Untersuchung ergab, dass der 4. und 5. Halswirbel zu wenig stabil waren. Sie fühlte sich insgesamt unter Spannung und hatte in der Folge auch Schlafstörungen.
Sobald sie sich es von der Genesungszeit des operierten Fusses erlauben konnte, wandte sie sich dem Tennissport zu. Nach einiger Zeit litt sie unter Symptomen eines Tennisarms.
Der Arzt verschrieb der Kundin ein Psychopharmaka zur Behandlung des Memorie-Effektes – Schmerzerinnerung – im Hirn.
Ein Unfall mit allen Folgeerscheinungen verändert, beeinflusst den gewohnten Lebensrhythmus und fliesst in der Verlauf des Beschwerdebildes mit ein. Auch darüber hat mir die Kundin berichtet.
Für mich ist es immer gut zu wissen, dass von der schulmedizinischen Seite her die zur Verfügung stehenden Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden. So gehe ich mit meinem Wissen und den Techniken aus der westlich- und chinesischmedinischen Seite für die Anamnese und die Hypothesen an die Arbeit.
Zuerst einmal kümmerte ich mich um die Zusammenhänge der Symptomgebiete Nacken, Arm sowie Magen, Dünndarm und Leber (Morbus Böck).
Dabei interessierten mich die Gebiete Magen, Dünndarm und Leber und zwar aus der Sicht der Meridiane, der Hautzonen (Dermatome), die einen Bezug zur Organenergie haben, sowie aus der Sicht der entsprechenden Nervenaustritte des Rückenmarks und den dazu gehörenden Muskeln. Bei den Nervenaustritten handelt es sich um die Halswirbel 3 bis 4 und Brustwirbel 2 bis 11. Diese haben einen Bezug zu den Problemen in den Organbereichen sowie zum Tennisarm und von den Meridianen und den strukturellen Zusammenhängen (Bewegungsapparat) her auch zum Fuss.
Von der chinesischen Medizin her bedeuten „Schmerzen“ Energiestau. Wenn an einem Ort Stau ist, ist an einem anderen Ort Leere. Zum einen gilt es also Stau zu lösen und die Leere zu „füllen“. Nun nutze ich meine Möglichkeiten über die Muskeltests zu überprüfen, wo Leere und wo Fülle ist.
Von den kinesiologischen Tests her war in der Basis- bzw. Wurzel-Energie (Funktionskreis Niere) Leere und in der Mitte-Energie (Funktionskreise Magen und Milz) Fülle bzw. Stau. Einige Muskeln im Hals-Nackenbreich sowie oberen Brustbereich gehören zur Mitte-Energie.
Entsprechend diesen Tests arbeitete ich zuerst mit der chinesischen Massage Tuina an Rücken, Nacken und Arm. Ich gab der Kundin zusätzlich Anweisungen zur Selbstbehandlung zu Hause mit Tuina. Zudem sprachen wir auch über therapieunterstützende Ernährung und deren Umsetzung.
Von der kinesiologischen Seite her machte ich die Einstiege (Set ups) vor allem über die Kopfdrehbewegung sowie über die Ruhestellung, Greifbewegung, Ausstrecken und Kraftanwendung des Armes. Ich präzisierte diese Set ups mit dem entprechenden Muskeltests und dem Nervensystem und vertiefte dann die Arbeit mit weiteren Tests und Korrekturen. Hier spielte als erstes die Energie des Lebermeridians (Funktionskreises) eine zentrale Rolle. Diese Energie sorgt für einen elastischen Energieflus in Bezug auf Muskeln, Sehnen und Gefühle.
Rückmeldungen der Kundin-Verlauf:
Unmittelbar nach der ersten Sitzung fühlte sich die Kundin leicht und beschwingt. Am Abend nach der Sitzung schmerzte der Tennisarm für 3 bis 4 Stunden. Danach waren die Schmerzen für 4 Tage weg. Auch der Rücken / Nacken zeigte eine Schmerzreaktion nach der Behandlung. Hier trat nach 2 Tagen eine Verbesserung bzw. eine Veränderung der Schmerzen ein. Gegenüber dem vorherigen giftigen Schmerz war ein dumpfer. Der Schmerz am Arm war auch dumpfer und nicht mehr brennend. Nach der 5. Behandlung trat eine markante Verbesserung ein. Ein ganz grosser Fortschritte betraf den Arm. Die Kundin vergass, dass er ihr weh getan hatte. Auch der Rücken / Nacken war sehr viel besser. Nach der 6. Sitzung empfand sie eine allgemeine Leichtigkeit, vor dem Zubettgehen eine entspannende Müdigkeit und hatte einen guten Schlaf. Nach der 7. Sitzung hatte sie nach der Behandlung wurde die Kraft im Arm besser. Die nochmalige Verbesserung des Schlafes fuhr sie die Dosis der Psychopharmaka in Bezug auf die Schmerzerinnerung herunter und hatte keine nachteiligen Reaktionen. Die Bewegungsfähigkeit des Armes war zu dieser Zeit immer noch eingeschränkt. Die nachfolgenden Behandlungen verbesserten diese nach und nach sowie auch die Drehbewegung des Kopfes. Nach der 24. Sitzung fühlte sie sich sehr locker im oberen Rücken und auch in der Schulter. Die Bewegungsfähigkeit des Armes und Kopfes verbesserten sich weiter und die schmerzfreie Zeit erhöhte sich nochmals. An dieser Stelle schlossen wir die Behandlungen ab.
Ich veröffentliche ausschliesslich Blogtexte, für die ich die Zustimmung der jeweiligen Kundinnen / Kunden habe. Die Darstellungen sollen informativ sein und gleichzeitig die Persönlichkeitssphäre / Intimsphäre schützen.