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Neben den bekannteren Funktionen des Bodens wie Nahrungsproduktion oder Speicherung und Reinigung von Wasser, sind intakte Böden auch wichtige Kohlenstoffspeicher. Abgestorbene Teile von Pflanzen und Tieren werden im Boden abgebaut und teilweise zu Humus umgewandelt. Im Boden und ganz besonders in Moorböden werden dadurch grosse Mengen an Kohlenstoff gebunden. Nach den Ozeanen sind die Böden weltweit die wichtigsten Kohlenstoffspeicher. In den Böden ist mehr Kohlenstoff gespeichert als in der Atmosphäre und der Vegetation zusammen.
Durch menschliche Einflüsse, z.B. Umwandlung von Wald und Weiden in Ackerflächen oder Trockenlegung von Moorböden, aber auch durch das wärmere Klima wird Humus abgebaut und es werden grosse Mengen an Kohlendioxid und weiteren Treibhausgasen (Methan, Lachgas) freigesetzt.
Umgekehrt würde eine weltweite Erhöhung des Kohlenstoffgehalts der Böden um nur 4 Promille pro Jahr die gesamten, vom Menschen verursachten CO2-Emissionen kompensieren.
Die Erhaltung bestehender Böden und die Förderung des Aufbaus von organischer Substanz sind somit potente Strategien für den Klimaschutz. Dies kann unterstützt werden durch Massnahmen wie Zuführung von Biomasse, schonende Bodenbearbeitung, ständige Bodenbedeckung, vielfältige Fruchtfolge mit Zwischenfrüchten und Leguminosen, zurückhaltender Einsatz von Düngern und Pflanzenschutzmitteln.
Diese Massnahmen dienen gleichzeitig dem Klimaschutz wie auch der Verbesserung der Stabilität und Fruchtbarkeit der Böden.
Weiterführende Informationen zum Thema finden sich im nachfolgenden Faktenblatt des Cercle Sol.