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Nach der desaströsen Vorstellung vor zwei Wochen trafen die 88er bereits zum zweiten Mal in dieser Saison auf den HC Zugerland II. Wir erinnern uns: Das erste Saisonspiel konnte zwar mit 7:3 zu Gunsten des HC 88 entschieden werden, doch war er bereits da nicht über alle Zweifel erhaben. Die Quittung folgte dann eine Woche später gegen HMH, als man mit 3:16 sang- und klanglos unterging. Nun durften die 88er das erste "Heimspiel" in der Bossard Arena austragen.
Ein Novum war der Team Player Award, der auf dieses Spiel hin eingeführt wurde. Der Award ist vergleichbar mit der Lady Byng Memorial Trophy aus der NHL, die jeweils jährlich an den Spieler verliehen wird, "who exihibited the best type of sportmanship and gentlemanly conduct combined with a high standard of playing ability" - oder auf Deutsch: An denjenigen Spieler, der sowohl spielerisch auf dem Eis überzeugte als auch sich bezüglich fairer Spielweise hervorgetan hat. Bei uns liegt der Fokus zudem noch etwas mehr auf dem mannschaftsdienlichen Verhalten, ansonsten sind die beiden Trophäen und der Grund der Auszeichnung stark vergleichbar. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, unseren Präsidenten dazu zu zitieren: "Dieser Pokal (er ist also grösser als erwartet) geht nicht etwa an den Holzkopf der am längsten vor dem gegnerischen Tor gewartet hat und dann eingeschoben hat, sondern an den Spieler der nach Einschätzung der Coaches/des Captains den grössten Einsatz und Kampfgeist für das Team gezeigt hat. Dieser Spieler darf dann sein Bierchen aus dem Pokal schlürfen und von mir aus auch seiner Belinda ein Bild davon schicken." Der erstmalige Gewinner der Trophäe war übrigens Lucca Loretz, der mit seinem vorbildlichem Einsatz auf und neben dem Eis den Pokal verdient hatte (auch andere waren jedoch nahe dran). Bereits nächsten Sonntag gibt es für alle anderen die Möglichkeit, die Trophäe ebenfalls das erste Mal zu gewinnen (und für Lucca natürlich die Möglichkeit, sie zu verteidigen).
Zurück zum Spiel: Den Match lenkten die Baarer schon früh in die für sie richtigen Bahnen. Nach einem Drittel stand es bereits 4:1, nach zwei Dritteln 8:2 für das "Heimteam". Trotz mahnenden Worten in der Pause liess man im letzten Drittel noch etwas den Schlendrian raushängen und damit für kurze Zeit gar noch etwas Spannung aufkommen, als Zugerland mit drei Powerplaytoren bis zur 52. Minute auf 5:8 herankam. Auch wenn vielleicht eine dieser damit zusammenhängenden Strafen etwas kleinlich gepfiffen war, hätte man den HC Zugerland nicht so frei gewähren lassen dürfen. Symptomatisch dafür war eine offensive 2:1-Aktion während man mit zwei Mann weniger (!) auf dem Eis war. Am Ende kam dank des früher im Spiel erarbeiteten Vorsprungs jedoch alles gut und man konnte den zweiten Sieg im dritten Saisonspiel einfahren.
Nächsten Sonntag treffen die Baarer nun auf Shocking Blue. Hoffentlich fällt es dann den Spielertrainern und dem Captain verdammt schwer sich zu entscheiden, wer den Team Player Award verdient, weil es einfach zu viele Anwärter dafür geben wird. Apropos Team Player: An dieser Stelle sollte ein grosses Dankeschön an Lukas Seeholzer und Fränzi Schindler (die Belinda von Lukas), die im Kabäuschen einen super Job gemacht haben, nicht fehlen!