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Die Neugestaltung des Aeschenplatzes nach dem 1861 erfolgten Abbruch des Aeschentors beschäftigte die Behörden über Jahre. Die äussere Seite des Platzes, der bis 1956 die Bezeichnung St. Albananlage trug, wurde daraufhin hauptäschlich von J.J. Stehlin mit herrschaftlichen Wohnhäusern überbaut. Auch über die Errichtung eines 'monumentalen Brunnens' wurden langwierige Beratungen geführt. Von 1866 bis 1908 zog dann ein mächtiger Springbrunnen die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Zwar hatte sich der berühmte Architekt den Brunnen als ein elegantes Bassin in französischem Geschmack vorgestellt und war deshalb mit dem tatsächlich ausgeführten einfachen Werk nicht zufrieden. Es war ein von Tuffsteinen eingefasstes Becken, in deren Mitte aus einer Holzschale der Wasserstrahl emporschoss.
Als 1876 auf die geplante Verlegung des Brunnens auf den Centralbahnplatz im Zusammenhang mit Kanalisationsarbeiten verzichtet werden musste, renovierte man den Brunnen. Statt der hölzernen Einfassung wurde ein einfacher Rand in Stein erstellt, das Becken mit grünem Rasen und Efeubord umgeben und mit Trottoirsteinen eingefasst und an vier Stellen mit Gaskandelaber aufgestellt. Später wurde statt der Tuffsteineinfassung ein grobes, an einen 'Raubtierkäfig' erinnerdes Gitter ersetzt.
Der Aeschenspringbrunnen hat nie zu den Lieblingen des Volkes gehört: er hat es gleich bei seiner Geburt mit der ganzen Bevölkerung verdorben. Als er im Herbst 1866 anlässlich der Feier zur Eröffnung der Grellinger-Wasserversorgung erstmals den Strahl emporschleuderte, fiel das Wasser gar nicht in das Becken zurück, sondern überschüttete die ganze Basler Stadtkapelle, die zwar an der Seite aufgestellt war, aber so fürchterlich begossen wurde, dass das Feuer der Begeisterung vollständig ausgelöscht wurden. Später zeichnete sich der Brunnen dadurch aus, dass er jahrelang streikte, was bekanntlich auch kein Mittel ist, sich bei der Bevölkerung einzuschmeicheln. So musste auch der Aeschenspringbrunnen 1908 das Feld räumen; am St. Jakobsfest konnte die Bürgerschaft zum letzten Mal das beleuchtete Schauspiel bewundern. Bereits wenige Tage danach wurde die Fontäne eingeebnet und durch eine nützlichere Wartehalle für Trambenützer ausgetauscht.