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«Die Verleihung erfolgte in Anerkennung seines Beitrages an die Synthese des Vitamins B12 und der von ihm erschlossenen neuen Wege für den Aufbau der organischen Verbindungen.»
Das hochkompliziert gebaute Vitamin B12 wurde als letztes Vitamin 1948 isoliert; seine Strukturaufklärung gelang mittels röntgenographischer Analyse erst rund zwanzig Jahre später (D.M.C. Hodgkin). Anfangs der 1960er-Jahre begannen zwei Forschergruppen fast gleichzeitig mit den Arbeiten zur Synthese: die Gruppe um R. B. Woodward, Univ. Harvard, und jene um E. an der ETH Zürich. Eine erste grosse Herausforderung war dabei die Synthese des sogenannten Corrins, eines neuartigen makrozyklischen Ligandsystems, welches das Grundgerüst des B12 darstellt. Diese Synthese gelang der ETH-Gruppe bereits 1964, die Synthese des ganzen Vitamins – über rund 60 Stufen hinweg – nach weiteren acht Jahren war eine Leistung beider Forscherteams. Die Bedeutung dieser Leistung lag nicht in deren möglichen medizinischen Verwertung: Das Vitamin B12 kann leicht und auf viel weniger kostspielige Art auf natürlichem Weg aus Kulturen bestimmter Mikroorganismen gewonnen werden. Die Gutachter waren jedoch einhellig der Meinung, dass die organische Chemie durch die jahrelangen Bemühungen Zugang zu vielen neuen Synthesemethoden gefunden habe, wofür in hohem Masse E.s Originalität, seine konstruktive Phantasie und subtile Synthesekunst verantwortlich zeichnen würden.