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Ghost Rider von Auf dem Feuerstuhl
Die Angst, dass die Digitaltechnik dereinst Schauspieler überflüssig machen wird, ist vorläufig unbegründet. Wahr ist vielmehr, dass sie ihnen das Leben erleichtern kann, zumal wenn die Hauptfigur – wie es in Ghost Rider der Fall ist – während der Hälfte des Films als brennendes Skelett auf einem feurigen Motorrad unterwegs ist. So musste Nicolas Cage nur für Szenen bei Sonnenlicht vor die Kamera treten, denn dann hat seine Figur noch all ihr Fleisch an den Knochen und betätigt sich unter dem Namen Johnny Blaze als waghalsiger Stunt-Motorradfahrer.
Um seinen krebskranken Vater zu retten, hat Johnny seine Seele an den Leibhaftigen verkauft, der von Fonda verkörpert wird – der einstige Easy Rider als Chef des Ghost Rider. Da es der Teufel nicht gern sieht, wenn seine Investitionen flöten gehen, wacht er des Tages über Johnny, in der Nacht aber muss dieser als grausiger Ghost Rider seine Runden drehen.
Ein Plot der kruden Sorte, den Regisseur Mark Steven Johnson ohne jegliches Gefühl für Stimmungen und Rhythmus inszeniert. Grosse Schauspieler wie Fonda kommen gar nicht dazu, ihre Qualitäten auszuspielen, sondern werden vom permanenten Effektgewitter einfach übertönt.
Ghost Rider in der Internet Movie Database