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Gregor Weisser 1 February 2021 12:21:46Letzthin wurde ich gefragt: "Wie würdest Du die Impfaktion von allen Impfwilligen organisieren? Zum Beispiel im Kanton Zürich oder in sonst einer Region auf diesem Globus."
Ich würde eine Software bereitstellen, bei der sich jeder zuerst mal anmelden kann. Zu Beginn würde diese Software die Kriterien abfragen: Alter, Vorerkrankungen (z.B. Werte des Blutdrucks), Diabetes-Level, Grösse und Gewicht etc. Dann müsste man seine Personalien und seine E-Mail-Adresse angeben. Die Software ist so ausgestaltet, dass man mehrere Personen pro Haushalt bequem erfassen kann mit derselben oder mit unterschiedlichen Mail-Adressen. Ebenso kann man seine Eltern oder Grosseltern etc. erfassen. Damit hat man sich zuerst als Impfinteressent erfasst. Es wurde noch kein Impftermin gebucht.
Nachher erhält man regelmässig Infos, wann ungefähr die Impfung stattfinden kann (Woche resp. Monat). Ebenso eine Liste mit möglichen Orten (z.B. „In der Stadt X“ oder „in der Nähe Ihres Wohnortes“).
Die eigentlichen Impftermine werden zu Beginn - aufgrund der Knappheit der Impfdosen - verlost. Die Reihenfolge der Anmeldung spielt keine Rolle, aber die Anmeldung definiert die Risiko-Gruppen. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, können die Kriterien verfeinert, ergänzt (z.B. "ich muss in vier Wochen eine beruflich notwendige Auslandsreise machen" oder "ich werde in eine WG einziehen, wo eine Risiko-Person lebt") oder schlussendlich ganz abgeschafft werden.
Die Impfwilligen erhalten einen möglichen Termin per E-Mail. Sie können ihn akzeptieren und im eigenen Kalender eintragen oder ablehnen. Falls sie ablehnen, landen sie im Pool der Impfwilligen und innert kurzer Zeit (z.B. innert Sekunden oder Minuten) wird ein neuer Termin vorgeschlagen.
Wenn der vorgeschlagene Termin akzeptiert worden ist, erhalten sie einen Reminder per E-Mail und/oder SMS einen Tag vorher sowie zwei Stunden vor dem Termin (zwei Stunden ist genug, um sich anzuziehen und hinzureisen).
Die Termine sind auf 5 Minuten genau einzuhalten, damit Warteschlangen-Bildung so weit wie möglich vermieden wird: Im Idealfall kommt man hin, läuft hinein, wird geimpft und verlässt die Lokalität nach wenigen Minuten. Wer zu spät kommt, muss wieder nach Hause und einen neuen Termin verlangen. Dies wird natürlich bereits bei den E-Mail-Remindern erklärt und hervorgehoben. Die Leute wissen es also, wenn Sie bei der Impf-Lokalität eintreffen.
Wer am Impftermine krank ist, kann im E-Mail auf einen Link „ich muss mich leider wegen Krankheit abmelden“ klicken und muss dort noch den Grund angeben (z.B. Habe Fieber). Die Person kann eine Karenzfrist angeben, z.B. "ich würde gerne in 6 Tagen wieder einen Terminvorschlag erhalten".
Die Grundprinzipien sind
a) frühe Anmeldung und Information der Impfwilligen (dies wäre schon ab Herbst 2020 möglich gewesen)
b) frühzeitige Triage in Risikogruppen via Web: Selbstbeurteilung und ggf. Überprüfung durch medizinisches Fachpersonal via Telefon
c) gerechte Verlosung der Termine
d) Verteilung des Ansturms auf verschiedene Termine
e) Vermeidung von Warteschlangen
f) einfache Kommunikation mit den Impfwilligen via E-Mail und Weblinks.
Interessanterweise hat eine Software für den Verkauf von Tickets an ein Konzert mit 30‘000 Teilnehmern bereits gewisse Eigenschaften, die hier nötig wären. Auch die Anmeldung an das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker hat einen Verlosungsalgorithmus drin.
So wie ich die eingesetzte Software verstanden habe, hat sie nur wenige der verlangten Qualitäten.
Meine Empfehlung: Wer solche und ähnliche Aktionen organisieren muss, sollte frühzeitig auch die notwendige Software planen. Bei einer Impfaktion sind nicht nur Lokalitäten, Personal und Impfstoff sondern auch die Software essenziell.
ATEGRA hat Fachleute, die wissen, wie man solche Software bereitstellt...
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