Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03113.jsonl.gz/828

Der Volksmund nennt sie auch: leiteiro-preto; abiu-preto.
Wissenschaftlicher Name: Pouteria ramiflora (Mart.) Radlk.
Botanische Familie: Sapotaceae
Herkunft: Brasilien – Amazonas-Region
Charakteristische Eigenschaften der Pflanze
Ein Baum von bis zu 30 Metern Höhe, mit einem geradlinigen Stamm, der einen milchigen Latex absondert. Blätter in Form und Grösse unterschiedlich, hellgrün. Kleine Blüten, cremefarben bis grünlich, sie erscheinen zwischen August und Oktober.
Die Frucht
Eiförmig, grüne Färbung, mit weisslichem Fruchtfleisch, enthält einen Kern von kastanienbrauner Färbung. Reift zwischen Januar und Februar.
Der Anbau
Die Pflanze bevorzugt sandigen Boden, die reproduziert sich mittels Samen und entwickelt sich nicht besonders schnell.
”Maçaranduba” oder “Maçarandiba”, vielleicht entstanden aus “Moçarandiba“ – einem ”Baum, von dem man abrutscht“ – so sieht es der Professor Pirajá da Silva in seinem Kommentar über einen Text von Gabriel Soares de Sousa.
Es scheint, dass die Maçarandubas, von denen es besonders viele auf dem amerikanischen Kontinent gibt, besonders in Brasilien, den Indios schon seit langer Zeit bekannt sind. Man nimmt an, dass sie als Spezies aus Südamerika stammen.
Unter demselben Namen finden sich diverse Arten im Bundesstaat Pará und in der gesamten Amazonas-Region, aber auch in den Wäldern des zentralen Südens und im gesamten Atlantischen Regenwald. Der grösste Teil von ihnen gehört der Sapotaceae-Familie an, derselben wie der ”Abiu“, der ”Caimito“ und der ”Sapoti“.
Maçarandubas sind grosse Bäume des Waldes – manche erreichen sogar mehr als 40 Meter Höhe. Eine ihrer besonderen Eigenschaften ist die Produktion wohlschmeckender Früchte und eines Latex, den man ebenfalls essen kann. Ausserdem liefert dieser Baum ein qualitativ hochwertiges Holz.
Das einzige Problem des Maçaranduba ist seine enorme Höhe und die Tatsache, dass er ausschliesslich innerhalb der Wälder vorkommt. Deshalb, um an seine Früchte zu gelangen, so sagt Paulo Cavalcante, ist ein Unterfangen, dem kaum Erfolg beschieden ist, denn ”wenn die Früchte reif sind, erscheinen zuerst die wilden Tiere zum Bankett“ – besonders die Fledermäuse – ”die in Wirklichkeit die legalen Besitzer dieser Früchte sind“.