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Leuk–Leukerbad-Bahn
|Kürzel||LLB|
|Bahntyp||Gemischte Zahnradbahn|
|Betriebseröffnung||1915-07-05|
|Betriebseinstellung||1967-05-27|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1915 eröffnete, von Anfang an elektrisch (Gleichstrom) betriebene LLB gehörte einer reinen Aktiengesellschaft und hatte keine festen Anleihen. Ungewöhnlich hoch waren jedoch ihre schwebenden Schulden, die anstelle von Anleihen die Finanzierung sicherten und jährlich Zinsen von rund 18'000 Franken kosteten. Unklar ist, woher 1915 die Reserven von 110'000 Franken stammten. 4.9 Kilometer der LLB-Strecke waren mit Zahnstange ausgerüstet (System Abt, Maximalsteigung 160 Promille). Die Betriebsaufnahme stand angesichts der Kriegsereignisse unter keinem glücklichen Stern, zumal davon touristisch orientierte Bahnen wie die LLB besonders betroffen waren. Leukerbad war ein beliebter Kur- und Bäderort. Das teils bis 50 Grad warme Wasser spendeten über 20 Quellen.
Einen wesentlichen Posten sowohl in der Bilanz wie auch in der Gewinn- und Verlustrechnung der LLB stellte das ihr gehörende Elektrizitätswerk in Dala mit einem Anlagewert von über 1.8 Mio. Franken dar (Stand 1920). Das Werk ist in den Baukosten nicht enthalten. Die Einnahmen aus diesem «Nebengeschäft» beliefen sich um 1920 auf rund 90'000 Franken und stützten die Liquidität des Unternehmens entscheidend, denn die Ergebnisse aus dem Transportgeschäft waren mehrheitlich negativ. Trotz der Zuschüsse des Elektrizitätswerks stieg der Passivsaldo jedoch schnell und stark an. 1927 musste der Aktienkapitalwert zur Bereinigung der Bilanz um einen Drittel reduziert werden.
Die LLB stellte 1967 den Betrieb ein (Busersatz).
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.