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In diesem Zusammenhang wird sein neuester Film «Marx kann warten» (2021) erstmals in der Schweiz zu sehen sein, wie das Festival am Montag mitteilte. Mit der Hommage als Ehrengast ist eine Retrospektive von Bellocchios Schaffen verbunden, der Ehrenpreis des Festivals sowie eine Masterclass.
Bellocchio hat bei über fünfzig Filmen Regie geführt, wobei er zwischen Fiktion und dokumentarischer Form wechselt. Der politische und antifaschistische Filmemacher gilt als italienische Antwort auf die Nouvelle Vague. Am Filmfestival in Cannes ist er seit 1980 immer wieder Gast und wurde dort 2021 mit der Ehrenpalme für ein essenzielles Werk des zeitgenössischen Kinos ausgezeichnet.
Gleichzeitig wurde sein bisher letzter Film «Marx può aspettare» (dt.: «Marx kann warten») uraufgeführt. In dem Dokumentarfilm setzt sich Bellocchio mit dem Suizid seines Zwillingsbruders im Jahr 1967 auseinander.
Das Festival Visions du Réel begründet seine Ehrung des Italieners mit der «eindrucksvollen Freiheit und Modernität», mit der dieser «Ästhetik und Genres» verbinde. Zu seinem Werk lässt sich die künstlerische Leiterin Emilie Bujès zitieren: «Es zeichnet sich seit seinen ersten Filmen durch eine verblüffende Modernität aus, dunkel, subversiv, ungeschliffen und herrlich eklektisch.»
Im letzten Dezember hatte das Visions du Réel mitgeteilt, dass auch die US-amerikanische Filmemacherin Kirsten Johnson am Festival anwesend sein werde. Das vollständige Programm soll am 15. März bekannt gegeben werden.