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Im Gespräch mit RTS im Jahr 1940 erklärt der Adjutant Louis Dayer von der Kantonspolizei, dass er an der Jagd auf den Mann teilgenommen habe. Seiner Aussage nach sah der Gendarm Rey, der ihn begleitete, Farinet plötzlich am Rande der Schlucht. Der Polizist zog seine Waffe, während er sich an einem Grasbüschel festhielt. Als das Gras nachgab, kam der Gendarm zu Fall. Er wurde jedoch von einer Tanne aufgefangen, so dass er nicht in den Abgrund stürzte. Farinet hingegen stürzte in der Schlucht in den Tod. Adjutant Dayer behauptet nun, dass Farinet durch einen Unfall ums Leben gekommen sei.
Der damalige Journalist befragte anschliessend den Kantonsrichter Camille Desfayes. Farinets Leiche war in einen Saal des Gemeindehauses von Saillon gebracht worden. Zu einem bestimmten Zeitpunkt war der Richter allein mit den sterblichen Überresten. Er sagte, er habe ein Haarbüschel hochgehoben, das Farinet auf der Stirn hatte. Er stellte dort eine Wunde fest. Der Richter erklärt, er habe einen Bleistift genommen, ihn in die Wunde gesteckt und „dass der Bleistift hinten wieder herauskam“. Es habe den Weg einer Kugel (!) demonstriert.
Die heutigen Techniken – mit Blick auf die akribische Arbeit unserer kriminalistischen Identität und der Gerichtsmedizin – hätten von Anfang an Licht auf die genauen Fakten geworfen. Die Salentze-Schlucht wird für immer das Grab der Wahrheit bleiben.