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IBM will das Geschäft mit Standard-Servern abstossen. Laut Informanten des amerikanischen Channel-Magazins CRN sei Lenovo der bisher einzige mögliche Kaufpartner, mit dem IBM bezüglich Verkauf der x86-Geschäftssparte rede.
Lenovo sei derzeit die einzige Unternehmen, das sich in Verhandlungen für die IBM System-X-Sparte befinde. IBM verlange 5 bis 6 Milliarden Dollar. Dies sagte eine hohe Führungsperson gegenüber CRN, die anonym bleiben wollte. Das chinesische Unternehmen hat derzeit keine eigene Speicher- und Netzwerk-Sparte und keine Wurzeln im Rechenzentrum. Der IBM-System-X-Bereich umfasst Tower-, Rack- und Blade-Server mit Standard-Prozessoren von Intel und AMD. Sie basieren auf der x86-Mikroprozessor-Architektur.
Lenovo kaufte 2004 IBM-PC-Sparte
Der chinesische Computerhersteller Lenovo hat in einer Eingabe an die Börse Hongkong mitgeteilt, mit einer dritten Partei im Zusammenhang mit einer potenziellen Akquisition zu verhandeln. Namen wurden keine genannt. Die Analysten von Morgan Stanley gehen davon aus, dass die x86-Server vergangenes Jahr mit 4,9 Milliarden Dollar knapp ein Drittel des IBM-Server-Umsatzes von 15,4 Milliarden Dollar ausgemacht haben. IBM hat 2004 das PC-Geschäft an Lenovo verkauft. Der Verkauf der x86-Server passt in die kommunizierte Strategie von IBM der letzten Jahre und weil dieser Bereich die niedrigsten Renditen abwirft. IBMs Angebot ist mehr auf die eigenen Chips der “Power-Serie” konzentriert. Die Hardware erhält immer mehr Zusatzfunktionen und Coprozessoren, um spezifische, sich wiederholende Aufgaben zu optimieren.
Einnahmen aus x86-Hardware sinken
IBM war 2012 drittgrössster Anbieter hinter Hewlett-Packard und Dell. Das einst grosse Geschäft mit Standard-Servern während des ersten Internet-Booms lohnt sich aber immer weniger, da einstige Grosskunden wie Google, Amazon und Facebook verstärkt auf eigene Lösungen setzen. Beispielsweise baut Google seit Jahren eigene Server, um Strom zu sparen. Facebook hat mit dem Open Compute Project in die gleiche Richtung gestossen, aber betreibt die Weiterentwicklung öffentlich als Open Source mit Industriepartnern wie Intel und AMD, Rack-Herstellern und andern Grosskunden wie Amazon.
(Marco Rohner)
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