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Vorkommen und Wichtigkeit
Die Mehrzahl aller Protisten lebt im Meer (schwebend im Wasser, auf dem Grund kriechend, an Steinen, Pflanzen festsitzend). Sie kommen aber auch in grosser Anzahl im Süsswasser und an Land vor. So können beispielsweise in einem Quadratmeter Boden weit über 1'000 Milliarden Protisten leben. Wie die Nematoden spielen sie eine essentielle Rolle in den Nährstoffkreisläufen und bei der Herstellung von einem gesunden mikrobiellen Gleichgewicht im Boden.
Bekannte im Boden lebende Protisten: Amöben, Geisseltierchen, Wimperntierchen
Amöben brauchen für ihre Fortbewegung und zum Nahrungserwerb sogenannte «Scheinfüsschen». Sie bilden eine Zellausstülpung, die dann wie ein «Füsschen» aussieht.
Die Geisseltierchen wiederum bewegen sich mit einer (oder mehreren) Geissel fort und die Wimperntierchen mit Flimmerhärchen, welche ihre gesamte Zelloberfläche säumen. Als Nahrung erwerben sie beispielsweise Bakterien, Pilze, Algen und Fäkalien. Amöben können vereinzelt auch räuberisch andere Einzeller auffressen.
Wo im Boden findet man Protisten?
Anders als beispielsweise Regenwürmer oder Pseudoskorpione, welche sich in den luftgefüllten Räumen im Boden fortbewegen, brauchen Protisten Wasser. Man findet sie im Boden deshalb im Wasserfilm um die Bodenpartikel oder in wassergefüllten Bodenporen, hauptsächlich in den obersten 10-20cm des Bodens.
Weitere im Boden lebende Protisten
Dazu gehören einige Pilze (z.B. Schleimpilze) oder Algen (z.B. Kieselalgen, Rotalgen, Braunalgen und Grünalgen).