Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03210.jsonl.gz/2101

Neben Erdbeben gehören auch Hochwasser zu den Naturereignissen, die massgeblich zum Gesamtrisiko der Kernkraftwerke beitragen. Die Anlagen in der Schweiz müssen auch Hochwasser beherrschen, die sich einmal in 10‘000 Jahren ereignen können.
Nach dem Reaktor-Unfall in Fukushima mussten die Schweizer Kernkraftwerke nachweisen, ob sie ein 10‘000-jährliches Hochwasser beherrschen. Das ENSI hatte dies gefordert. Dieser Nachweis wurde im Herbst 2011 von sämtlichen Anlagen erbracht.
Das ENSI fordert neue Untersuchungen zum Schutz der Kernanlagen vor Extremhochwasser. Ausgangspunkt für die Verfügungen ist die Studie zur Gefährdung durch Hochwasser an der Aare, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde.
Das Bundesamt für Umwelt BAFU veröffentlichte heute die Studie «Extremhochwasser an der Aare». Deren Ergebnisse umfassen auch eine Neubeurteilung der Hochwassergefährdung für die Kernanlagen an der Aare.
Zwei Anwohner wollten die rechtliche Grundsatzfrage klären, ob mobile Ausrüstung unter bestimmten Umständen zur Beherrschung von Auslegungsstörfällen kreditiert werden darf. Das ENSI wird nun eine neue Verfügung erlassen.
Kernkraftwerke in der Schweiz dürfen auch bei sehr schweren und seltenen Naturereignissen nur eine gewisse Menge an radioaktiven Stoffen an die Umwelt abgeben. Die Betreiber der Kernkraftwerke müssen nachweisen, dass sie die gesetzlichen Limiten einhalten.
Das Kernkraftwerk Beznau beherrscht nicht nur ein 10‘000-jährliches Hochwasser, sondern auch die zusätzliche Verklausung – die mögliche Verstopfung– einer Brücke oder eines Wehres und verfügt über Sicherheitsmargen.