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Korea plant bis 2030 den Bau einer antarktischen Forschungsstation im Landesinneren. Um besser auf den Klimawandel reagieren zu können sei der Bau der neuen Station sinnvoll. Schwerpunkt sei die globale Forschung in dieser wenig bekannten Region. Dies teilte das Ministerium für Ozeane und Fischerei Ende November mit.
Im Rahmen des umfassenden Plans zur Förderung der polaren Aktivitäten des Landes beschloss die Regierung auch den Bau eines Eisbrechers der nächsten Generation, um globale Forschungsprojekte im Arktischen Ozean durchzuführen.
Korea verfügt derzeit über zwei antarktische Forschungsstationen, die 1988 errichtete King-Sejong-Station auf King-George-Island und die 2014 eingerichtete Jang-Bogo-Station in der Terra-Nova-Bay. Die Fertigstellung einer dritten Station soll bis 2030 erfolgen. Die Planer möchten bis 2027 ein Standort gefunden und ausgewählt haben.
Wenn sie gebaut wird, wäre sie die erste Binnenstation Koreas und die sechste in der Antarktis. Es gibt fünf antarktische Binnenforschungsstationen, die von den Vereinigten Staaten, Russland, Japan und China betrieben werden, sowie eine, die gemeinsam von Frankreich und Italien betrieben wird.
Neuer Eisbrecher geplant
Das Ministerium für Ozeane und Fischerei teilte ebenfalls mit, dass das Kabinett ein Budget von 205 Millionen US-Dollar für den Bau eines eisbrechenden Forschungsschiffs der 15.000-Tonnen-Klasse bis 2026 genehmigt hat, welches Korea helfen soll, gemeinsame Projekte bei der Erforschung des Nordpols zu leiten. Der Eisbrecher der nächsten Generation wird die Kapazität haben, 1,5 Meter dickes Eis mit einer Geschwindigkeit von drei Knoten zu brechen und so bis in den hohen Arktischen Ozean vorzudringen. Der neue Eisbrecher wird die 2009 in Dienst gestellt «RV Araon» ersetzen.
Satelliten zur Beobachtung der Eisschmelze
Der Plan sieht auch die Entwicklung eines Kleinstsatelliten vor, der das Abschmelzen der Gletscher in den Polarregionen beobachten und ein längerfristiges Szenario der Veränderungen des Meeresspiegels erstellen soll.
Korea werde die Zusammenarbeit mit acht arktischen Ländern, darunter die USA, Kanada und Island, durch verschiedene maßgeschneiderte Projekte verstärken und sich mit Unternehmen und Forschungsinstituten im eigenen Land zusammenschließen, fügte das Ministerium hinzu.
„Wir werden die grundlegenden Pläne umsetzen, um eine Lösung für den Klimawandel zu finden und neue fortschrittliche Technologien zu entwickeln“, sagte der Ozeanminister Cho Seung-hwan.
Website: Korea Polar Research Institute
Heiner Kubny, PolarJournal