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Die meisten universell ausgerichteten multilateralen Staatsverträge lassen sich direkt auf die Vereinten Nationen (UNO) zurückführen. Ein Beispiel für die herausragende Rolle der UNO sind die Menschenrechtsverträge.
Die UNO und das Völkerrecht
Zwei Kommissionen sind auf die Weiterentwicklung und die Kodifizierung des Völkerrechts spezialisiert:
- Die 6. Kommission der UNO-Generalversammlung, die sich aus allen Mitgliedstaaten der UNO-Generalversammlung zusammensetzt, widmet sich ausschliesslich juristischen Fragen.
- Die Völkerrechtskommission, die aus 34 unabhängigen Expertinnen und Experten, unter ihnen der Schweizer Lucius Caflisch, besteht, bereitet Entwürfe für völkerrechtliche Vereinbarungen vor.
Über 500 Staatsverträge sind bei der UNO hinterlegt.
Engagement der Schweiz
Die Schweiz setzt sich traditionsgemäss dafür ein, dass die internationalen Beziehungen vom Recht bestimmt werden. Innerhalb der UNO wirkt sie aktiv bei der Weiterentwicklung und Kodifizierung des Völkerrechts mit. Dieses Engagement hat der Schweiz grossen Respekt verschafft. Die Schweiz unterstützte beispielsweise die Arbeiten zur Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs massgeblich. Zudem hatten mehrere Schweizerinnen und Schweizer ein Amt in den Rechtsgremien der UNO inne: Carla Del Ponte war bis Ende 2007 Chefanklägerin beim Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag, und Nicolas Michel war von 2004 bis 2008 Rechtsberater des UNO-Generalsekretärs.