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«Der Mond ist aufgegangen» oder «Schlaf, Kindlein schlaf»: Das Vorsingen von Schlafliedern soll bei Kleinkindern das Sprachvermögen fördern. Ein internationales Forschungsteam unter anderem von der Universität Wien hat dazu eine Studie publiziert.
Die Forschenden liessen Eltern ihren sieben Monate alten Kindern zwei Lieder vorsingen. Ein Schlaflied und ein Lied, welches die Kinder zum Spielen animiert. Während dem Vorsingen wurde bei den Babys die Gehirnaktivität gemessen. Zusätzlich wurde untersucht, wie sie sich zur Musik bewegen, ob sie beispielsweise dazu wippen oder strampeln. Rund ein Jahr nach der Untersuchung wurden die Eltern anhand eines Fragebogens zur Sprachentwicklung ihrer Kinder befragt.
Die Resultate zeigen, dass die Kinder unterschiedlich auf die Lieder reagierten. Beim Schlaflied spiegelten die Gehirnwellen den Klang des Gesangs der Eltern wider. Während dem Spiellied zeigten die Säuglinge mehr rhythmische Bewegungen, was an der komplexen musikalischen Struktur liegen könnte. Die Studie zeigt weiter, dass ein Vorsingen die Gehirnstrukturen generell aktiviert.
Die Studie legt nahe, dass die Art und Weise, wie die Kinder auf verschiedene Lieder reagieren, auch mit der späteren Entwicklung ihres Sprachvermögens zusammenhängt. Die erste Phase der Studie ist abgeschlossen. Im Weiteren wird nun unter anderem untersucht, inwiefern die Elemente der Musik bei kleinen Kindern die Gehirnaktivitäten verstärken. Also wie sich Tonhöhe, Tempo oder auch Klangfarbe in den Messungen zeigen.