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DAS KINDERHEIM
Heim vs. Direkthilfe
Vor fast 30 Jahren hat die Geschichte von «Silvia’s Kinderhilfe» mit einem eigenen Waisenhaus begonnen. Anfänglich ein Heim für Buben und Mädchen, hat man sich später bewusst für Mädchen entschieden, da diese in der Sri lankischen Kultur immer noch benachteiligt sind. Der Einsatz von Silvias Kinderhilfe entwickelte sich aber schon nach ein paar Jahren weiter in Richtung Direkthilfe an verwitwete Frauen mit Kindern, dies immer parallel zum Heimbetrieb.
Silvia Sommer, die Gründerin realisierte nämlich schnell einmal, dass die von den Behörden gebrachten Waisen* zum grössten Teil Mütter hatten, die es einfach finanziell nicht schafften, ihre Kinder aufzuziehen und sich oft verschuldeten. In ihrer Not wurden ihnen die Kinder von den Behörden weggenommen oder sie brachten sie selbst schweren Herzens in ein Heim.
Der Heimbetrieb wurde 2016 offiziell eingestellt, nachdem der Stiftungsrat in der Schweiz sich entschloss, die Bemühungen in Richtung Deinstitutionalisierung zu verstärken und in Zukunft Heimeinweisungen wo immer möglich zu verhindern.
* Laut der britischen Organisation «Hope and Homes for Children» gibt es rund 8 Millionen Kinder auf der ganzen Welt, die in Institutionen untergebracht sind. Davon sind über 80% keine Waisenkinder! Waisenhäuser tragen aktiv zur Familientrennung bei, indem sie eine einheitliche Lösung für Probleme bieten, die unbehandelt bleiben. Sie sind Symptombekämpfung für gesellschaftliche Probleme.
Ab Februar 2016 wurden die zwei Gebäude nur noch als Schulungsräume genutzt. (Schulungszentrum)