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In der Klasse -57kg geht Emilie Amaron für die Schweiz an den Start. Die Athletin vom JC Morges ist bekannt für ihre Linksauslage und die starken Techniken wie Harai-Goshi, Uchi-Mata und Sasae-Tsuri-Komi-Ashi. Mit ihrem angriffigen Kampfstil ist sie jeder Gegnerin gewachsen und bleibt damit bis zur letzten Sekunde gefährlich.
Zahlreiche internationale Medaillen gehen auf das Konto der Westschweizerin. An Weltcup-Turnieren konnte sich Emilie bereits 4 Medaillen erkämpfen. Und sie sind noch frisch! Drei davon gewann Emilie im letzten Jahr, zwei davon waren Gold im November. Die vierte Medaille (Bronze) gewann sie erst kürzlich am African Open in Casablanca.
Die Bilanz zeigt, dass sich Emilie Amaron aktuell in ihrer besten Form seit jeher befindet. Der Durchbruch an einem Grossanlass wie der Europameisterschaft blieb bisher noch aus. Für das Olympia-Ranking – Emilie steht auf Rang 35 – würden nochmals entscheidende und enorm wichtige Punkte dazukommen. Der Zeitpunkt für einen Grosserfolg wäre also kaum passender!
Emilie Amaron hat uns im Vorfeld zur EM 2016 vier Fragen beantwortet.
Emilie, wie sah deine spezielle Vorbereitung für die diesjährige EM aus?
E: Die Vorbereitung läuft gut. Das Ziel war, ein gutes Gefühl zu bekommen und die Taktik zu festigen, die wir beschlossen haben, am Wettkampftag einzusetzen.
Wie schätzt du die europäische Konkurrenz deiner Kategorie ein?
E: Die Konkurrenz der Kategorie -57kg ist sehr anspruchsvoll. Ich habe festgestellt, dass der Sieg eines Kampfes oft von kleinen Details abhängig ist. Es gilt also, auf Tag X perfekt vorbereitet zu sein.
Mit welcher Taktik oder Technik kämpfst du dich nach vorne?
E: Ich beabsichtige, immer in Bewegung zu bleiben, um meine Gegner ins Wanken zu bringen. Dadurch, dass ich mich ständig bewege, werden meine Angriffe umso prägnanter sein.
Was würde dir persönlich eine EM-Medaille 2016 bedeuten?
E: Ich wäre sehr stolz, wenn ich eine Medaille auf diesem Wettkampfniveau erringen könnte. Aber man muss zuerst kämpfen, und nicht davor viele Gedanken an den Sieg verschwenden.