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In den ersten beiden Sätzen leistete Troicki exzellent Widerstand, verteidigte stark und konnte sich auf einen guten ersten Service verlassen. Der um 20 Position in der Weltrangliste besser klassierte Wawrinka benötigte acht Satzbälle, um den ersten Umgang schliesslich für sich zu entscheiden. Im zweiten behielt Troicki im Tiebreak die Oberhand, nachdem Wawrinka im Verlauf des Satzes einen Break-Rückstand wettgemacht hatte.
Der Waadtländer musste für seine Punkte viel arbeiten. Lange Zeit kamen Bälle zurück, die gegen andere Gegner Winner gewesen wären. Wawrinka musste Risiken eingehen, die sie nicht immer auszahlten, die Fehlerquote war im zweiten Satz hoch. Troicki konnte das Tempo aber nicht durchziehen. Bald nach dem Satzausgleich musste er den Physio verlangen, etwas später kam der Arzt. Beschwerden im rechten Oberschenkel machten dem Serben zu schaffen.
Wawrinka hatte gegen den physisch eingeschränkten Troicki dann eher leichtes Spiel, ging im dritten und vierten Satz rasch 4:1 in Führung. Breakchancen musste er nur noch abwehren, als die Partie schon entschieden war. Die ersten beiden Sätze hatten fast zwei Stunden gedauert, die letzten beiden konnte der Weltranglisten-Vierte in 65 Minuten für sich entscheiden.
Im Viertelfinal bekommt es Wawrinka nicht wie erwartet mit Milos Raonic (ATP 9) zu tun, sondern mit dem spanischen Weltranglisten-55. Albert Ramos-Viñolas. Der 28-jährige Linkshänder setzte sich sicher gegen Raonic mit 6:2, 6:4, 6:4 durch und feierte den erst zweiten Sieg gegen einen Top-10-Spieler. Der erste war ihm im letzten Jahr in Schanghai gegen Roger Federer gelungen. Gegen Wawrinka spielte und verlor er bislang sechsmal, zuletzt in Genf mit 1:6, 1:6.
(SDA)