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Zum Saisonauftakt feierten die GT3 Cup Challenge und der Porsche Sports Cup Suisse vom 27. bis 29. April Premiere auf dem Red Bull Ring. In den verschiedenen Klassen traten fast 60 Teilnehmer gegeneinander an. Regen, leichter Schneefall und die niedrigen Temperaturen konnten den Saisonauftakt nicht trüben. Die Rennen verliefen am Samstag dann bei überwiegend trockenem und sonnigem Wetter auf der 4,318 km Kilometer langen Strecke in der Steiermark in Österreich.
Reglementänderungen und Neuzugänge sorgen für spannende Rennen am Red Bull Ring
Verschiedene Reglementänderungen sorgten vor allem in der hart umkämpften GT3 Cup Challenge für einige Zeitstrafen und somit für ein unerwartetes Ergebnis. Jean-Paul von Burg, Favorit und Gewinner der Meisterschaft 2016 musste sich im ersten Lauf mit dem zweiten Rang zufrieden geben, konnte aber beim zweiten Rennen den Sieg einfahren. In der GT4 Club Challenge sorgte der Sports Cup Neuling Dominik Fischli für eine Überraschung. Er entschied beide Rennen für sich.
Porsche GT3 Cup Challenge
Im Qualifying des Sprints der GT3 Cup Challenge startet von Burg aus Position Zwei neben Andreas Sczepansky, der die Pole innehatte, im Rennen allerdings aufgrund einer Zeitstrafe von 20 Sekunden zurückfiel und mit dem fünften Platz abschloss. Auch von Burg wurde mit zwei Mal zehn Sekunden Strafe versehen, da er die Rennstrecke mit allen vier Rädern verlassen hatte. Er sicherte sich dennoch den zweiten Rang im ersten Sprint, hinter dem Sieger Rémi Terrail. Andreas Corradina gelang eine bemerkenswerte Aufholjagd. Er musste aufgrund eines Reglementverstosses im Qualifying von der letzten Position (Rang 13) am Ende des Felds starten. Zudem erhielt er 10 Sekunden Zeitstrafe, konnte sich jedoch mit dem dritten Rang noch einen Podestplatz sichern. Als Trost blieb Ernst Keller im ersten Sprint in Spielberg nur die schnellste Rennrunde mit einer Zeit von 1:34:512 Minuten. Er fuhr als Zweiter über die Ziellinie, wurde aber durch eine 20-sekündige Zeitstrafe Vierter.
Im zweiten Sprintrennen wurden beiden Favoriten von Burg und Keller ihrer Rolle gerecht und kämpften um den ersten Rang, doch von Burg fuhr als Erster über die Ziellinie. Ernst Keller wurde auf dem zweiten Rang gewertet, Dritter wurde Andreas Corradina. Mit 1:34:185 konnte Ernst Keller auch im zweiten Lauf die schnellste Runde für sich beanspruchen und seine Zeit vom ersten Stint sogar noch verbessern. Er resümierte: „Die Reglementsänderungen sind gut umgesetzt worden und machen Sinn, allerdings sehe ich die Strafen kritisch. Natürlich muss eine Sanktion ausgesprochen werden, wenn sich jemand regelwidrig einen Vorteil verschafft. Verliert jemand aber durch den Fehler sowieso Plätze, sollte er nicht noch weiter benachteiligt werden.“ Jean-Paul von Burg ergänzt: „Das sehe ich genauso, dennoch haben die harten Strafen bewirkt, dass wir alle im zweiten Sprint verstärkt darauf geachtet haben, nie mit mehr als zwei Rädern die Strecke zu verlassen. Ich freue mich auf das nächste Rennen in Le Castellet, hoffentlich mit weniger Zeitstrafen.“
Porsche Sports Cup
Im Porsche Sports Cup Suisse traten in Spielberg mehr als 30 Fahrer gegeneinander an. Dominiert wurde das Feld von den mittlerweile 20 Fahrern auf Cayman GT4 Clubsport, die in der Gruppe 3b um den Sieg fahren. Hier sorgte Dominik Fischli für eine Überraschung. Als Neuling auf der Rennstrecke fuhr er in beiden Rennen des Porsche Sports Cup Suisse in Gruppe 3b den Sieg ein.
Im ersten Lauf startete Fischli von der Pole und fuhr einen klaren Start-Ziel Sieg ein. Hinter ihm beendete Patrick Meystre – Sieger beider Sprints beim letzten Lauf der vergangenen Saison in Misano im Oktober 2016 – das Rennen auf dem zweiten Platz. Er konnte sich von Rang Drei vorarbeiten und Eric Schmid verdrängen. Dritter wurde Marcel Zimmermann. Die schnellste Rennrunde ging an Marco Zolin-Meyer mit 1:39:598 Minuten. Im zweiten Rennen der Gruppe 3b fuhr die Spitze quasi im Formationsflug ins Ziel. Fischli gewann vor Meystre und Zimmermann. Auch begünstigt durch eine Safety Car Phase aufgrund eines kurzen Ausrutschers ins Kiesbett von Stephan Heim, der allerdings das Rennen beenden konnte und sich den zehnten Rang sicherte. Auch hier kam es zu einer Zeitstrafe aufgrund von Überholen während der Safety Car Phase. Michael Hirschmann wurde durch eine 20 Sekunden Zeitstrafe zurückgestuft und kam auf dem elften Rang ins Ziel.
Porsche Driver’s Challenge
Martin Schneider gewann zum Saisonauftakt auf 997 GT3 die Porsche Driver’s Challenge. In der Gleichmässigkeitsprüfung wird der Durchschnitt der zehn Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Schneider hatte am Ende die geringsten Abweichungen zu seiner Referenzrunde mit daraus resultierenden 4308 Strafpunkten. Zweiter wurde Christophe Gachet auf 991 GT3 RS mit 4614 Punkten. Massimo Salamanca (991 GT3) fuhr mit 4999 Strafpunkten auf den dritten Rang.
Xavier Penalba, Sportwart beim Verband Schweizer Porsche Clubs zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Saisonauftakt in Spielberg: „Absolutes Highlight waren die Rennen der GT3 Cup Challenge und die Sprints der GT4 Clubsport. Alle Rennen waren hart aber wirklich fair umkämpft. Es war spannend und ein gelungener Start in die Saison“. Seit 2017 werden alle sechs Rennen zentral vom Verband Schweizer Porsche Clubs organisiert und der Red Bull Ring ist bereits jetzt fest für den Kalender 2018 geplant.
Der nächste Lauf findet vom 15.-17. Juni im französischen Le Castellet statt. Anstelle von zwei Sprints stehen dann ein Sprint- und ein Endurance-Rennen für den Porsche Sports Cup und die GT3 Cup Challenge an.