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Schwefeldioxid-Immissionen
Höhere Belastungen von Schwefeldioxid (SO2) können insbesondere die Atemwege betreffen; Asthmatiker und Menschen mit chronischer Erkrankung der Atemwege sind speziell gefährdet. SO2 ist auch giftig für Pflanzen (phytotoxisch). Es ist zudem eine wichtige Vorläufersubstanz für die Bildung von sauren Niederschlägen. Schwefeldioxid-Emissionen entstehen bei der Verbrennung schwefelhaltiger Brenn- und Treibstoffe.
Die Schwefeldioxid-Belastung nahm zwischen 1985 und 1994 um über 80% ab. Seit dem Jahr 2000 ist sie fast unverändert, sie liegt heute an allen Messstationen auf tiefem Niveau (deutlich unter dem Immissionsgrenzwert von 30 μg/m³). Die erfreuliche Entwicklung ist eine direkte Folge der Massnahmen, die in den 1990er-Jahren ergriffen wurden. Zum Rückgang der SO2 Emissionen haben insbesondere die Herabsetzung des Schwefelgehalts im Heizöl sowie die Umstellung auf Erdgas wegen der strengen Emissionsgrenzwerte beigetragen.
- Verwandte Indikatoren
- Schwefeldioxid-Emissionen
In den EU Ländern werden auch Schwefeldioxidimmissionen erhoben und derselbe Indikator bestimmt. Die Schweiz hat eine tiefere Schwefeldioxidbelastung als die Nachbarländer, da es hier keine thermischen Kraftwerke und wenig Schifffahrt gibt und kaum Kohle und Schweröl verbrannt wird.
Der Stand und die Entwicklung der Luftbelastung im gesamtschweizerischen Rahmen werden durch das Nationale Beobachtungsnetz für Luftfremdstoffe NABEL erfasst. Das NABEL wird von BAFU und Empa betrieben und besteht aus 16 über die Schweiz verteilten Messstationen, welche die wichtigsten Belastungssituationen abdecken. Für die Beurteilung der Schwefeldioxid-Immissionen wurden die Messdaten von Stationen des NABEL für die verschiedenen Standorttypen gemittelt, wobei nur Stationen mit durchgehenden Messreihen berücksichtigt wurden.
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