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Sekundarschule
Übertritt in die Sekundarstufe I
Der Übertritt in die Sekundarstufe I erfolgt nach der 6. Primarklasse oder nach dem 6. Schuljahr der Kleinklasse, und zwar je nach Eignung und Neigung in die Sekundarschule, in die Realschule oder – vor allem aus der Kleinklasse – in die Werkschule.
Selektionsverfahren
Während des 6. Schuljahres auf der Primarstufe werden die schulischen Fähigkeiten und das Verhalten im Hinblick auf die weitere Schullaufbahn von der Lehrperson und den Eltern beobachtet und beurteilt. Die Lehrpersonen führen je Kind ein Beobachtungsjournal und einen Beurteilungsbogen. Auch die Eltern können auf einem «Beobachtungsbogen für Eltern» ihre Notizen schreiben. Alle Beobachtungen und Feststellungen sowie die schulischen Leistungen in den Promotionsfächern beeinflussen den Selektionsentscheid.
Die im Laufe der Primarschulzeit gewonnenen Erfahrungen werden gegenseitig offengelegt. Sie sollen der Lehrperson und den Eltern helfen, das Kind jener Schulart der Sekundarstufe I zuzuweisen, in der es am besten gefördert wird.
Zuweisungskriterien
- Allgemeine Entwicklung und Leistungen in allen Fächern im Laufe des letzten Schuljahres
- Ganzheitliches Persönlichkeitsbild des Schülers/der Schülerin
- Neigungen und Interessen des Schülers/der Schülerin.
Zuweisungsentscheid
- In eindeutigen Fällen kann die Lehrperson ihren Vorschlag betreffend Zuweisung den Eltern schriftlich zustellen. Wenn diese ihr Einverständnis geben, wird der Vorschlag mit der Unterschrift des Schulpräsidiums verbindlich.
- Sind die Eltern mit dem schriftlichen Vorschlag der Lehrperson nicht einverstanden, können sie ein Zuweisungsgespräch verlangen, das in Anwesenheit von Lehrperson, Eltern und Kind stattfindet. Durch die Unterschrift von Eltern, Lehrperson und Schulpräsidium wird die Zuweisung verbindlich.
Sekundarstufe I
Überblick
Die Sekundarstufe I umfasst die drei der Primarschule folgenden Schuljahre der Orientierungsschule und an zwei Standorten die Berufsvorbereitungsschule. Die Orientierungsschule wird von den Bezirken als Mittelpunktschule (MPS) geführt, wo in der Regel Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Gemeinden unterrichtet werden. Falls nötig, finanzieren die Bezirke Transport und Verpflegung. Eine dreiteilige Orientierungsschule entspricht mit Sekundar-, Real- und Werkschule dem traditionellen Modell.
Aufgaben und Ziele
Ohne Rücksicht auf Geschlecht, Konfession oder soziale Herkunft wird auf der Sekundarstufe I versucht, die unterschiedlichen Fähigkeiten der Primarschülerinnen und Primarschüler zu berücksichtigen und ihnen die entsprechend fortschreitende Bildung zu vermitteln.
Die Sekundarstufe I strebt folgende Ziele an:
- Förderung und Unterstützung der individuellen Entfaltung und Persönlichkeitsentwicklung des jungen Menschen
- Festigung, Erweiterung und Vertiefung der Bildung und des Wissen in sprachlichen, mathematischen, musischgestalterischen und lebenskundlichen Bereichen sowie in weiteren Fächern wie Naturlehre, Geografie, Geschichte, Sport und Informatik
- Unterstützung und Steigerung der Leistungsfähigkeit und des Lerntempos der einzelnen Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung von Begabung und Neigung
- Unterstützung des Prozesses der Berufsfindung
- Schaffung günstiger Voraussetzungen für den Eintritt ins Berufsleben und/oder in weiterführende Schulen
- Anleitung zu einer sinnvollen Lebensgestaltung und Stärkung des Selbstwertgefühles.
Lehrkräfte
Für jede Abteilung ist eine Lehrperson als Klassenlehrerin/Klassenlehrer zuständig, welche die Ausbildung als Sekundar-, Real- oder Werkschullehrer an einer Pädagogischen Hochschule oder Universität abgeschlossen hat oder sich über eine andere Fachausbildung ausweisen kann. In der Regel unterrichten in den Klassen zusätzlich verschiedene Fachlehrer. Die Lehrpersonen bilden sich ständig weiter und arbeiten mit dem Rektorat und der Schulleitung sowie ihren Kolleginnen und Kollegen gemeinsam an der Weiterentwicklung der Schule.
Charakter der Sekundarschule
Die Sekundarschule bereitet die Schülerinnen und Schüler auf den Übertritt in weiterbildende Schulen (Mittelschule) und auf den Eintritt in eine anspruchsvolle Berufslehre (auch mit Berufsmatura) vor.
Der Bildungsauftrag der Sekundarschule stellt an die Schülerinnen und Schüler höhere Anforderungen. Neben geistiger Regsamkeit und guter Denkfähigkeit wird von ihnen bei allen schulischen Tätigkeiten Lernbereitschaft, Selbständigkeit, Ausdauer und ein gutes Arbeitstempo erwartet.
Das umfassende Bildungsangebot wird durch Fachgruppen-Lehrpersonen sprachlich-historischer und mathematisch-naturwissenschaftlicher Richtung abgedeckt. Für gewisse Spezialgebiete werden Fachlehrkräfte eingesetzt.