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- Sind moderne Motorenöle kompatibel mit den Metallen, die in den
Motoren unserer Klassiker verwendet wurden ?
Moderne Oele sind kompatibel mit Bronze, Kupfer und Messing. Sie bieten
einen besseren Schutz gegen Korrosion von Weissmetallagern als die
Oele, welche in den 20er und 30er Jahren gebraucht wurden.
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- Was bewirken Detergentien & Dispergentien in Motorenölen ?
Seit 1940 hat es in allen Oelen Detergentien. Detergine bewirken, dass der
Motor sauber bleibt, speziell dort, wo die Temperaturen sehr hoch sind, wie
Kolbenhemden, Kolbennuten und anderen Komponenten. Sie helfen auch Säuren
zu verhindern, die als Verbrennungsnebenprodukte ins Kurbelgehäuse gelangen.
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- Kann ich moderne Oele in Fahrzeugen ohne Oelfilter verwenden ?
Es ist ein gängiges Missverständnis, dass in Klassikern mit schlechten
oder gar keinen Oelfiltern kein modernes Motorenöl verwendet werden
sollte. Dies ist unbegründet. Fahrzeuge ohne Oelfilter brauchen ohne
Zweifel häufigere Oelwechsel als Fahrzeuge mit Oelfilter.
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- Ist es korrekt, dass moderne Mehrbereichsöle die Gummidichtungen
angreifen ?
Vor einigen Jahren wurden synthetische Gummidichtungen eingebaut, bei denen es
grosse Probleme mit Leckagen gab.
Heutige Gummidichtungen bestehen aus Viton und Polyacryl. Wenn sie korrekt
montiert sind erfüllen sie sicher ihren Job. Bevor Gummidichtungen verwendet
wurden waren die Dichtungen aus Kork oder Filz und davor aus Leder. Diese dicht
zu kriegen war fast ein Ding der Unmöglichkeit. Moderne Oele machen aber
keine Schäden an diesen Materialien.
Bei Fahrzeugen aus den 50er und 60er Jahren, die noch mit den originalen Dichtungen
fahren, kann es Leckagen geben, weil die Dichtungen spröde werden mit
dem Alter. Ist dies der Fall, sollten die Dichtungen erneuert werden.
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- Was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen bei Penrite Oil ?
HPR:
Shelsley:
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- Mein Fahrzeug ist ein Vorkriegsfahrzeug. Mir wurde gesagt, dass ich
ein Einbereichsöl verwenden muss, weil das die Spezifikation für
diese Fahrzeuge ist. Ist das korrekt ?
Es ist kein Problem, Produkte zu gebrauchen mit einer Technologie von 1920, wenn
Sie auch bereit sind, die Probleme zu akzeptieren, die daraus entstehen.
Eines der Probleme, das in den 20er Jahren auftrat war, dass man vor der Abfahrt
den kalten Motor warm laufen lassen musste. Das Aufwärmen war nötig,
weil das Oel im kalten Zustand zu dickflüssig war.
Ein anderes Problem, das mit Einbereichsölen auftrat, war ein rapider
Viskositätsabfall bei heisser Oeltemperatur. Das verursachte einen niedrigeren
Oeldruck und daraus ungenügenden Schutz für den Motor.
Die "SHELSLEY" Palette wurde entwickelt, um auch bei niedrigen Temperaturen
gute Pumpbarkeit des Oels zu gewähren und die Warmlaufpfhase zu reduzieren.
Auch ist der Viskositätsverlust des "Shelsley" Oels bei wärmeren
Temperaturen gegenüber ursprünglicher Oele geringer, so dass besserer
Oeldruck, geringerer Oelverbrauch und besserer Schutz im Allgemeinen gewährleistet
ist.
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- Wieso kann ich keine modernen dünnflüssigen Oele wie 0W30
oder 5W/40 in meinem Klassiker verwenden?
Es gibt viele Gründe, warum es unerlässlich ist, ein Mehrbereichsöl
mit hoher Viskosität für die Schmierung von klassischen Fahrzeugen
zu verwenden. Nachfolgend sind ein paar dieser Gründe aufgelistet:
- Bei älteren Motoren wurde werksseitig meistens ein
40er oder 50er Motorenöl empfohlen. In früheren Motoren wurde die
Schmierung von horizontalen und vertikalen Wellen folgendermassen sichergestellt:
Nachdem das Oel der vertikalen Welle entlang geflossen ist, erreichte
es das Winkelgetriebe und wurde so, quasi fliessend, auf die Horizontalwelle
weitergeleitet. Bei dünneren Oelen wird das Oel durch die Zentrifugalkraft
von der Welle und den Zahnrädern weggeschleudert bevor es seine
Wirkung als Schmiermittel erfüllen kann.
- Oelpumpen aus früheren Epochen verlangen zwingend ein relativ
dickes Oel, weil deren Pumpenspaltmasse so gross sind, dass bei dünneren
oder ganz dünnen Oelen kein oder zu wenig Druck aufgebaut werden kann
und so die Schmierung des Motors nur ungenügend erfüllt werden
kann.
- Die Oeldichtungen waren noch etwas rudimentär, darum würde
bei Verwendung von dünnflüssigem Motorenöl sicherlich ein
Oelverlust auftreten.
- Oelverbrauch und Rauchentwicklung ist viel höher bei Verwendung
eines dünnflüssigen Oels wegen der Konstruktionseigenschaften von
Kolbenringen und Ventilschaftdichtungen in älteren Motoren.
Aus oben erwähnten Gründen ist es wichtig, das richtige Motorenöl
zu verwenden.
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- Ich habe kürzlich einen Oldtimer gekauft, weiss aber nicht
welches Oel verwendet wurde. Was kann ich tun ?
Wenn das Fahrzeug eingelöst ist und regelmässig gefahren wird,
ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass der Vorbesitzer das Fahrzeug mit lösungsmittelhaltigem
Motorenöl gefahren hat. Es ist wichtig, beim Kauf den Verkäufer
zu fragen, mit welchen Oelen und mit welcher Viskosität das Fahrzeug
betrieben worden ist.
Wenn Sie nicht sicher sind, in welchem Zustand sich der Motor befindet,
sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Lassen Sie das Motorenöl ab. Reinigen Sie dann die Oelwanne von
Oelschlamm, der sich über die Jahre angesammelt hat.
- Wenn die Oelwanne demontiert ist, kontrollieren Sie den Zustand des Lagerspiels,
der Lager, usw.
- Montieren Sie die Oelwanne mit einer neuen Dichtung und füllen Sie neues
Oel, wie ein Penrite "Shelsley" ein.
- Verwenden Sie kein Reinigungsspülöl und auch kein lösungsmittelhaltiges
Oel
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- Mein Fahrzeug hat einen Schiebermotor. Welches Oel soll ich verwenden
?
Die von Charles Knight entworfenen Schiebermotoren , verwendet in grossen
Vorkriegswagen, wie Minerva oder Daimler, haben immer den Ruf gehabt, grosse
Mengen von Oel zu konsumieren. Dies vorallem wegen schlechter Dichtung
der Drehschieber.
Heute ist dieses Problem nicht mehr aktuell, weil die exakter bearbeitet
werden kann und viel bessere Schmiermittel erhältlich sind, so dass
der Oelverbrauch deutlich reduziert ist.
Heute sollte man für Drehschiebermotoren ein dickeres Oel aus der "Shelsley" Palette
brauchen. Diese Oele bleiben auch bei höheren Temperaturen hochviskos
und gewähren geringen Oelverbrauch, gute Dichtung der Drehschieber
und hohen Oeldruck.
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- Gibt es Vorteile, wenn ich synthetische Oele in meinem Klassiker verwende
?
Verbunden mit dem Ausdruck "synthetisch" erscheinen meist auch
Bezeichnungen wie "voll", "teil" und "halb".
Diese sagen dem Verbraucher aber wenig über die Qualität oder
die Verwendung des Produktes oder über die Vorteile der Verwendung
von synthetischen Oelen gegenüber von Mineraloelen. Nur für den
Classic Car Fahrer, der an Rundstreckenrennen teil nimmt bestehen gewisse
Vorteile beim Einsatz von systhetischen Oelen, wie grössere Laufleistung
bis zum nächsten Oelwechsel, dünnflüssigeres Oel und daher
marginal höhere Leistung.
Weil aber die heutigen synthetischen Oele ziemlich dünnflüssig
sind, raten wir davon ab, in Motoren vor 1970 diese zu verwenden, ausser
wenn die Motoren speziell für den Einsatz mit solch modernem Oel
aufgebaut worden sind.
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- Information über Rizinus Oel
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