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Am letzten Donnerstag musste Novak Djokovic seine Teilnahme am Masters-1000-Turnier in Montreal endgültig absagen. Wie schon im März in Indian Wells hatte der serbische Wimbledon-Sieger, der sich weiterhin nicht gegen das Coronavirus impfen lassen will und deshalb nicht nach Kanada einreisen darf, auf eine Ausnahmebewilligung gehofft, diese aber nicht gekriegt.
Dass Djokovic, der als Topspieler automatisch für die grossen Turniere gemeldet ist, sich nicht früher abmeldete, sorgt in der Tennis-Szene derweil für Kopfschütteln. «Keine Ahnung, warum der Typ für Turniere gemeldet ist, in der Hoffnung, dass sie die Regeln für ihn ändern», äusserte das New Yorker Tennismagazin «Racquet» auf Twitter beispielsweise sein Unverständnis.
Das warf Djokovics Frau Jelena auf den Plan, die sich mit dem Magazin anlegte und gar deren Seriosität infrage stellte. «Ist das ein echtes, internationales Tennismagazin @atptour? Wow!», antwortete Novaks Gattin auf den Tweet.
Später begründete die 36-Jährige ihre Reaktion damit, dass Novak durch seine Platzierung in der Weltrangliste und die geltenden Tennisregeln automatisch für die grossen Turniere angemeldet sei, und wollte wissen, was die Logik hinter dem Ausgangstweet gewesen sei.
«Racquet» retournierte die Aussage Djokovics sofort: «Momentan ist Novak auch automatisch für das Turnier in Cincinnati und für die US Open gemeldet. Wird er sich nun abmelden, da er die Regeln nicht befolgen will, oder wartet er bis zur letzten Minute wie in Montreal? Oder vielleicht bis nach der Auslosung wie in Indian Wells?»
Dabei liess es das Magazin nicht bewenden und richtete noch einen Appell in Richtung Jelena Djokovic: «Es wäre grossartig, wenn Sie ihn dazu bringen, Stellung zu beziehen und sich von diesen Events zurückzuziehen, sodass nicht die ganze Tenniswelt die nächsten Wochen darüber spricht, dass er sich nicht impfen lässt.»
Not trying to disrupt your Friday night, but since you came our way, it’d be great to get him to take his stand by withdrawing from those events now so the whole tennis world isn’t talking about him not getting a shot for weeks to come. A stand is only a stand if one takes it.— Racquet (@racquetmagazine) August 5, 2022
Daraufhin erwiderte die Serbin, dass es «für Novak das Wichtigste sei, ein Tennis-Champion zu sein». Dies habe er nicht zuletzt mit seinem Sieg in Wimbledon bewiesen. Zudem forderte sie «Racquet» dazu auf, «das zu sein, was sie sein sollen: ein Tennismagazin, welches über Tennis schreibt».
Es ist nicht das erste Mal, dass Jelena Djokovic auf Twitter in Aktion tritt. Im Juli lieferte sie sich eine öffentliche Auseinandersetzung mit «Racquet»-Chefredaktor Ben Rothenberg, welcher Novak als Anti-Impf-Posterboy betitelte. Novak wähle «einfach das Beste für seinen Körper». Wenn er wegen dieser Entscheidung nicht spielen dürfe, dann könne er damit leben, schrieb Djokovics Gattin damals.
Der Ausrüster von Dänemarks Fussball-Nationalmannschaft will während der Weltmeisterschaft in Katar mit den WM-Trikots auch als Zeichen gegen den Gastgeber «eine doppelte Botschaft» senden. «Sie lassen sich nicht nur von der Europameisterschaft 92 inspirieren, die den grössten Fussballerfolg Dänemarks Tribut zollen, sondern auch einen Protest gegen Katar und seine Menschenrechtslage sein», schrieb der dänische Sportartikel-Hersteller Hummel auf Instagram zu den Fotos der komplett in Rot, Weiss oder Schwarz gehaltenen Trikots. Die Symbole des Ausrüsters und des dänischen Fussball-Verbands DBU sind zwar aufgedruckt, sie heben sich farblich aber nicht ab.