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Die SBB haben laut einer Mitteilung ihr Ausbildungszentrum Centre Loewenberg in Murten im sogenannten «Sale and rent back»-Verfahren verkauft. Das heisst konkret, dass die SBB das Zentrum einem Immobilienunternehmen verkaufen und es dann anschliessend gleich wieder für 15 Jahre mieten. Nach einem Auswahlverfahren haben sich die SBB für das Zürcher Unternehmen Novavest Real Estate AG als Käuferin entschieden. Für die Mitarbeitenden der SBB und die Angestellten im Centre Loewenberg hat der Verkauf keine Auswirkungen, schreiben die SBB. Der Betrieb als Seminar- und Tagungszentrum gehe weiter wie bisher.
Der Grund für den Verkauf liege in der veränderten Immobilienstrategie, so die SBB weiter. Das Bahnunternehmen habe entschieden, die Bindung von Kapital in eigengenutzten Büro- und Verwaltungsgebäuden zu reduzieren. Die SBB überprüfen die Liste ihrer Immobilien. Aufgrund der Evaluation trennten sie sich von Objekten, die für den Bahnbetrieb im engeren Sinne nicht mehr benötigt werden und nicht an strategisch wichtigen Lagen stehen. Die Einnahmen der Verkäufe finanzierten einen Teil der zusätzlichen Investitionen für strategisch wichtige Projekte. Im Vordergrund stünden zum Beispiel Bahnhöfe, so die Mitteilung.
Die Novavest habe der SBB für das Centre Loewenberg für die ganze Anlage 34 Millionen Franken bezahlt. Die Miete beträgt laut einer Mitteilung der Novavest 2,75 Millionen Franken netto. Sie werde bis voraussichtlich Ende 2020 Investitionen in der Höhe von 20 Millionen Franken tätigen, um beispielsweise die Gebäudehüllen zu sanieren und die Energiezentrale zu ersetzen. Das Zentrum wurde 1983 eröffnet und gilt als eines der wichtigsten Werke des Solothurner Architekten Fritz Haller.