Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03267.jsonl.gz/2874

Die Begriffe Klimakterium und Wechseljahre sind geläufig im Zusammenhang mit den Alterungsprozessen der Frau. Erst in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich diese Bezeichnung auch für den Mann eingebürgert, man spricht vom Klimakterium des Mannes oder vom Klimakterium virile. Genauer definiert wird der Zustand durch das Kürzel LOH (late onset hypogonadism) oder PADAM, das für partielles Androgendefizit des alternden Mannes steht. (Androgen: männliches Hormon).
Ab dem 40. bis 50. Lebensjahr lassen bei vielen Männern körperliche Spannkraft und sexuelles Bedürfnis nach, was mit der altersbedingt verminderten Produktion von Geschlechtshormonen in Zusammenhang steht. Ab dem 40. Lebensjahr sinkt das Serumtestosteron jährlich um etwa 1%. Der Alterungsvorgang hängt jedoch nicht ausschliesslich von Hormonen ab.
Die Wechseljahre des Mannes unterscheiden sich von jenen der Frau, indem die Symptome bei ihm langsamer, eher schleichend auftreten. Bei der Frau sinkt der Hormonspiegel wesentlich schneller und Auswirkungen sind leichter erkennbar.
Eine wesentliche Ursache des Klimakterium virile ist ein sich über Jahre hin ziehender Rückgang der Produktion von männlichen Geschlechtshormonen (Testosteron und andere Androgene) in den Hoden und Nebennieren.
Auf die Abnahme des Testosteronspiegels können neben dem Alter auch genetische Faktoren, Übergewicht, Alkohol, Drogen, manche chronische Krankheiten und Medikamente einen Einfluss haben.
Die hauptsächlich durch den Rückgang der Hormonproduktion aber auch durch den normalen Alterungsvorgang beeinflussten Störungen werden unter dem Kürzel PADAM (partielles Androgendefizit des alternden Mannes), als Altershypogonadismus oder als Andropause bezeichnet. Es handelt sich um:
Die Selbsthilfe nimmt einen hohen Stellenwert ein, man kann also viel selbst tun.
Ärztliche Hilfe ist nur vereinzelt nötig, etwa in Fällen einer schweren Depression und bei krankhaften körperlichen Abbauprozessen wie Osteoporose. Die Verwendung von nachstehend angeführten Medikamenten setzt allerdings eine ärztliche Kontrolle voraus und sie sind rezeptpflichtig.
Ein günstiger Effekt der Hormonzufuhr ist nachgewiesen bezüglich Muskel- und Knochenmasse, Vitalität und Libido sowie bezüglich der Blutfette (HDL/LDL). Erektionsstörungen werden durch Testosteron allerdings nur selten gebessert.
Dem Gewinn an Lebensqualität steht gegenüber, dass die Zufuhr von männlichen Hormonen (Androgenen) das Fortschreiten eines Prostatakarzinoms begünstigen kann. Beim Vorliegen eines solchen Tumors ist die Gabe von männlichen Sexualhormonen nicht angezeigt.
Vorsicht ist geboten bei älteren Männern und besonders beim Vorliegen von Herz- Kreislauferkrankungen, Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Fälle von tödlichem Blutdruckabfall und von Herzrhythmusstörungen nach Einnahme potenzsteigernder Medikamente sind bekannt geworden.
Es muss dringend gewarnt werden vor der Einnahme schwarz importierter, im Internet angebotenen Medikamentenimitaten zur Potenzsteigerung. Es existieren nachgeahmte, mit Schadstoffen verunreinigte Produkte und solche ohne Wirksubstanz oder mit falscher Dosierung derselben.