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2003 feierte der Kanton Aargau das Jubiläum "200 Jahre Aargau". Im Mittelpunkt der vielfältigen Aktivitäten des Jubiläumsjahrs stand die Schaffung von Gemeinsamkeiten durch Begegnungen und Ereignisse. Mit dem Kantonsjubiläum sollte eine Plattform geschaffen werden, die möglichst viele Aargauerinnen und Aargauer zur Auseinandersetzung mit der Zukunft einlud.
Die Schaffung eines aargauischen Grosskantons als Gegengewicht zu Bern und Zürich war vor allem ein Anliegen der helvetischen Führungsgruppen, entsprach aber auch den Interessen Napoleons. Mit der Mediationsakte von 1803 wurden die helvetischen Kantone Aargau, Baden und Fricktal zusammengeschlossen. Gleichzeitig kam im Tausch mit dem Amt Hitzkirch das bisher luzernische Amt Merenschwand hinzu. Die Gemeinden Schlieren, Dietikon, Hüttikon und Oetwil an der Limmat wurden an Zürich abgetreten. So erhielt der Kanton Aargau seine heutige Gestalt. Die unter Respektierung der historischen und konfessionellen Grenzen vorgenommene Einteilung in elf Bezirke ist seither nur geringfügig verändert worden.
Kantonsjubliäum
Das Kantonsjubiläum 2003 beeindruckte mit über 100 Projekten, den über 3500 Mitwirkenden und den mehr als 1500 Anlässen. Man wollte keine historisierende Nabelschau betreiben. Die Jubiläumsaktivitäten sollten das Potential an Freiwilligen und den Ideenreichtum der Aargauer Bevölkerung freisetzen und nutzbar machen. Ein gelungenes Beispiel dafür stellte das Projekt SuperAargau dar, das Filme aus privatem Besitz sammelte und präsentierte.
Schreiben des Ersten Konsuls der Französischen Republik an den Grossen und Kleinen Rat des Kantons Aargau vom 27. Juni 1803, unterzeichnet mit den eigenhändigen Unterschriften "Bonaparte", des Aussenministers Talleyrand und des Staatssekretärs Marte.
Literatur
Galliker, Joseph Melchior; Giger, Marcel: Gemeindewappen Kanton Aargau. Gemeinde- und Bezirkswappen, Wappen des Kantons Aargau. Herausgegeben zum Jubiläum "200 Jahre Kanton Aargau" 1803–2003. Buchs 2003