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"Ich wollte hier meine langjährige Leidenschaft für dieses reiche Repertoire zum Ausdruck bringen - ich hoffe, dass diese Aufnahme bei all jenen Anklang findet, die sich für das Studium dieses Repertoires interessieren oder es einfach entdecken wollen."
Adrien Pièce, Lausanne, September 2022
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FRESCOBALDI'S MANUSCRIPTS
“Il signor Girolamo ha fatto infiniti altri volumi & continuamente ne va formando di nuovi, perché è cosi eminente in comporre che alla sprovista, come vede continuamente Roma, fa cose meravigliose; ma la fatica & spesa delle stampe non permette che si vedono in luce.”
Bartolomeo Grassi, preface to the Canzoni da Sonare by Girolamo Frescobaldi, Rome, 1628
Girolamo Frescobaldi (1583-1643) war zweifelsohne einer der berühmtesten Organisten des 17. Jahrhunderts. Jahrhunderts. 1583 in Ferrara geboren, wurde er 1608 zum Organisten des Petersdoms in Rom ernannt. Diese prestigeträchtige Position war mit einem bedeutenden Netzwerk von Mäzenen verbunden, dem Frescobaldi bis zu seinem Lebensende treu blieb. In diesem Rahmen wurde auch seine Musik veröffentlicht, die größtenteils für Tasteninstrumente bestimmt war: die beiden Bücher Toccate (1615 und 1617), die Capricci (1624) und die Ricercari e Canzoni (1615), um nur einige zu nennen. Frescobaldi leistete Pionierarbeit für eine neue Virtuosität: Während er die Formen weiterentwickelte, die bereits von seinen Vorgängern aufgegriffen worden waren, schuf er eine persönliche Sprache, eine nuova maniera di suonare, voll von ornamentalen Figuren, rhythmischen Kontrasten und kontrapunktischer Raffinesse.
Die hier eingespielten Stücke offenbaren einen Teil seines Schaffens, der noch weitgehend im Schatten steht und aus den in Manuskriptform erhaltenen Klavierstücken besteht. [..]
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ADRIEN PIÈCE Orgel und Cembalo
Adrien Pièce, geboren in der Schweiz, schloss sein Studium an der Schola Cantorum Basiliensis in den Fächern Cembalo und Orgel (MA in Music Performance) bei Andrea Marcon, Rudolf Lutz, Lorenzo Ghielmi und Jörg-Andreas Bötticher mit "cum laude" ab. Er besuchte zahlreiche Meisterkurse bei Wolfgang Zerer, Jan Willem Jansen, Michel Bignens, Luigi Ferdinando Tagliavini und spezialisierte sich auf Cembalounterricht (MA in Musikpädagogik) bei Kenneth Weiss an der Haute École de Musique de Genève.
Er ist Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe wie dem Paul Hofhaimer Wettbewerb Innsbruck, Concorso Internazionale di Clavicembalo di Pesaro, Concorso Organistico Internazionale di Fano Adriano.
Seit 2010 konzertiert er in vielen europäischen Ländern an Orgel und Cembalo als Solist sowie mit verschiedenen Ensembles. Er war an verschiedenen Aufnahmeprojekten beteiligt, darunter eine Live-Aufführung der Goldberg-Variationen von J.S. Bach für das Festival für Alte Musik Resonanzen in Wien, Wiener Konzerthaus, 2016.
Seine musikalischen Interessen umfassen ein breites Repertoire auf verschiedenen Tasteninstrumenten (Cembalo, Orgel, Clavichord und Hammerklavier), Forschungsimprovisation und Basso continuo. Im Jahr 2016 begann er ein Forschungsprojekt für das europäische Doktorandenprogramm Docartes (Universität Leyden) über die Tastenimprovisation im barocken Rom.
Derzeit lebt er in Lausanne (Schweiz) und arbeitet als Interpret, Forscher, Lehrer und Organist der Kirche von Chavannes-près-Renens.
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