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Natürlich! Der Geologe meint mit «Afrika» nämlich die Überreste eines Südkontinentes, welcher bei der Alpenfaltung über einen Nordkontinent («Europa») hochgeschoben wurden. Am Matterhorn kann man einen Teil Afrikas bewundern, welcher vom Abtrag der Alpen bisher verschont blieb.
Der Geologe erkennt am Farbwechsel von eher dunkleren und tiefer liegenden Schichten (im Bild rot) zu eher helleren (im Bild orange), das «Hore» aufbauenden Gesteinen, dass es sich beim Matterhorn um einen von der Erosion verschonten Überrest einer gewaltigen Schubmasse von Gesteinen handelt, welche Teile «Afrikas» sind. Mit «Afrika» beizeichnet der Fachjargon des Geologen einen Südkontinent, welcher neben Afrika auch Italien umfasst, und welcher im Gefolge der Alpenfaltung nordwärts über einen anderen Kontinent («Europa») geschoben wurde. Bei den dunkleren Schichten unterhalb der Hörnihütte handelt es sich um Grüngesteine (Ophiolite), die einem ursprünglich zwischen Afrika und Europa liegenden Ozean entstammen, welcher den Namen Tethys trägt. Erst unterhalb von Zermatt, bei Randa, erkennt man wieder hellere Felswände, die der Geologe zum unterliegenden europäischen Kontinent zählt.
Stefan M. Schmid, Geologisch-Paläontologisches Institut, Basel