Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03522.jsonl.gz/2908

Krimis können Leben retten
- Dienstag, 15. September 2015, 14:38 Uhr
Heute vor 125 Jahren wurde die «Duchess of Death» geboren, auf deren Konto zahllose raffinierte Morde gehen – wenigstens auf dem Papier. Damit begeisterte die Schriftstellerin Agatha Christie nicht nur ein Millionenpublikum, sondern rettete sogar reale Leben.
Agatha Christies Morde – Pflichtlektüre für Ärzte und Ermittler
Agatha Christie
Am 15. September 1890 kam Agatha Mary Clarissa Miller im britischen Torquay zu Welt. Berühmt wurde sie unter dem Namen ihres ersten Mannes – Christie. Ihre Kriminalromane, Kurzgeschichten und Bühnenstücke machten sie zu einer der erfolgreichsten Autorinnen der Literaturgeschichte. Agatha Christie starb am 12. Januar 1976 in Wallingford.
In nicht weniger als 41 Agatha-Christie-Krimis spielt Gift eine entscheidende Rolle. Haargenau werden dabei jeweils die Eigenheiten der Substanz und ihre Wirkung beschrieben. So genau und einprägsam, dass es 1977 einem Kind im realen Leben das Leben retten sollte.
Damals wurde ein 19 Monate altes Baby in den Notfall eines englischen Spitals eingeliefert. Die eigenartigen Grippe-Symptome konnte niemand so recht deuten, sie waren aber eindeutig lebensgefährlicher Natur waren. Während die Ärzte noch am Rätseln waren, fiel einer Krankenschwester auf, dass das Kind dieselben Vergiftungssymptome zeigte wie das Opfer im Krimi «das fahle Pferd» von Agatha Christie. Und tatsächlich: Thallium, eine hochgiftige Chemikalie, die seinerzeit noch in Rattengift und Insektiziden enthalten war, wäre dem Kind beinahe zum Verhängnis geworden.
Lehrreiche Literatur
Chlor, Arsen, Nikotin, Morphin, Strychnin, Salz-, Blau- und Oxalsäure... was sich wie das Inhaltsverzeichnis eines toxikologischen Wörterbuchs liest, sind nur einige der Substanzen, die in den Krimis der «Duchess of Death» zum Einsatz kommen.
Gift sei raffiniert, sauber und wirklich aufregend, hat Agatha Christie gesagt. Und mit Gift hat sie sich wirklich ausgekannt: Während des ersten Weltkriegs hatte sie in einer Spitalapotheke gedient und dabei sorgfältig Buch geführt welches Gift in welcher Dosierung wie wirkt. Was selbst Wissenschaftlern Respekt abnötigt. Zwei Berliner Toxikologen attestierten den Giftpassagen in den Romanen jedenfalls Lehrbuchniveau: Speziell jene Szenen, in denen der Arzt jeweils eine Fehldiagnose stelle, seien besonders wertvoll für Ärzte und Ermittler.
Sendungen zu diesem Artikel
-
14.09.2015 10:03
14.09.2015 10:03
Die schrullige, aber liebenswürdige Miss Marple und der exzentrische Detektiv Hercule Poirot: Mit diesen zwei Krimi-Figuren ist die britische Autorin Agatha Christie weltberühmt geworden. Der «Treffpunkt» spürt ihr Erfolgsrezept auf.
-
01.05.2010 21:00
01.05.2010 21:00
In der eingeschneiten und von der Umwelt abgeschlossenen Pension «Monkswell Manor» wird ein Gast ermordet. Im Haus verbleiben das Gastgeberehepaar, drei gebuchte Gäste, ein Fremder und ein Sergeant - wer war der Mörder?
Kommentare
Kommentieren
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu erfassen.
Ihre E-Mail-Adresse ist nicht bestätigt.
Wir haben Ihnen eine E-Mail zugestellt an:
Bitte verifizieren Sie Ihre E-Mail-Adresse über den darin enthaltenen Link.
In Ihrem Benutzerprofil können Sie Sich den Link erneut zusenden lassen.Benutzerprofil bearbeiten
Ihre Telefonnummer ist nicht bestätigt.
Bitte bestätigen Sie ihre Telefonnummer in dem Sie hier den Code eingeben, welchen Sie via SMS erhalten haben. Danke.