Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03481.jsonl.gz/2043

Geschichte
Über den Ursprung des Jakobschafes gibt es unterschiedliche Theorien
Der Name leitet sich aus der biblischen Geschichte ab, in der sich Jakob als Lohn für geleistete Dienste aus der Herde von Laban alle gescheckten Tiere aussuchen durfte (1. Mose 30,Verse 25-43).
Ihren Ursprung haben die Jakobschafe vermutlich im Nahen/Mittleren Osten. Im Laufe der Zeit gelangten die Schafe dann mit Nomaden nach Nordafrika und später mit den Mauren nach Spanien. Wegen ihrer Genügsamkeit und Friedfertigkeit wurden sie als "lebender Nahrungsvorrat" auf den Schiffen der spanischen Kriegsflotte gehalten. Als dann im Jahre 1588 die spanische Armada vor der Küste Englands vernichtet wurde, konnten sich einige Tiere ans Ufer retten und wurden von den dort ansässigen Lords wegen ihres aparten Aussehens und den beeindruckenden Hörnern fortan in den Parks des englischen Adels gehalten - so die Legende...
Im Nahen/Mittleren Osten, in Nordfrika und auf dem europäischen Festland starb diese Rasse aus. Mitte der 1960er Jahre war sie auch in England akut gefährdet. Glücklicherweise fanden sich einige Jakobschafhalter und gründeten 1969 die Jacob Sheep Society, welche sich zum Ziel setzte, diese Rasse zu erhalten und weiterzuzüchten, so dass heute in Grossbritannien wieder eine solide Population von gegen 8000 Tieren vorhanden ist. Bald fanden sich auch Liebhaber dieser Rasse auf dem Festland, vorab in Holland und Deutschland. In die Schweiz gelangten die ersten Tiere in den frühen 1980er Jahren, als einzelne Züchter für sich einige Tiere importierten.
Auf den Nordamerikanischen Kontinent gelangten die ersten Jakobschafe um ca. 1900. Dort wurden sie wegen ihrer 4 Hörner vorallem an Jahrmärkten als Attraktion zur Schau gestellt oder wurden als "wilde Tiere" in den unzähligen Zirkussen, die durchs Land zogen, vorgeführt. In den USA und Kanada hat sich das Jakobschaf in einer ursprünglicheren Form weiterverbreitet und der Bestand dort beträgt heute ca. 6000 Tiere.