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Im Jahr 1745 scheitert die geheime Lieferung einer von Frankreich entsendeten Truhe an der schottischen Küste. Vierzig Jahre später tritt in Florenz die junge Serena in den Dienst des mysteriösen Duke of Albany und seiner Tochter. 1826 wird auf der Fairy Fay während der Überfahrt von Amerika nach England die blinde Passagerin Brighid entdeckt. Wie hängen all diese Ereignisse zusammen? Und wie sind sie mit dem Verschwinden von Sir Walter Scott verknüpft?
Diese Fragen und mehr werden in Michael Peinkofers neuem historischen Roman beantwortet.
Die Fortsetzung von "Die Bruderschaft der Runen" spielt vier Jahre nach dem Geschehen im ersten Band. Quentin und Mary Hay leben in New York und stecken in einer erheblichen Ehekrise, während Sir Walter Scotts Verlag aufgrund einer schweren Finanzkrise in Schottland kurz vor dem Ruin steht. Die Hays kehren in die alte Heimat zurück, nachdem Quentin testamentarisch zu Sir Walters Nachlassverwalter bestimmt wurde. Auf der Überfahrt lernen sie die blinde Passagerin Brighid kennen und bürgen für sie bei der Einreise in Schottland. Nun nehmen die Dinge unaufhörlich ihren Lauf.
Michael Peinkofer versteht es meisterhaft die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten. Durch geschickt eingestreute Hinweise lädt er den Leser zu einer aufregenden Schnitzeljagd ein. Die Charakterisierung aller Personen ist vielschichtig und gekonnt gezeichnet. Es finden sich allerlei Abstufungen von Grautönen, niemand ist nur schwarz oder weiß. Positiv ist auch, dass die Kenntnis des Vorgängerbandes nicht notwendig ist.
Der Roman ist uneingeschränkt empfehlenswert. Er ist ein Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite.
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