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Seit längerem irrt diese Frage in meinem Kopf herum und kommt aus der simplen Überlegung, dass doch einem Boden gar nicht gehören kann? Es gibt Lebewesen und Menschen aller Art auf diesem Planeten und eigentlich "gehört" doch jedem die zur Verfügung stehenden Ressourcen. Jetzt ist mir klar, dass die Abwesenheit irgendwelcher rechtlichen Regelungen zu vielen Konflikten und Kriegen führen würde. Nicht zuletzt deswegen sind wahrscheinlich auch Nationalstaaten entstanden. Nachdem ein Nationalstaat unter anderem sein Hoheitsgebiet und seine Bürgerinnen und Bürger definiert hat, könnte man sich doch innerhalb dieser Rechtsordnung überlegen, wieso der Boden privatisiert wurde. Nur weil jemand Kapital hat, dürfte dieser doch nicht eine so grundsätzliche Ressource erwerben und privatisieren können. Wir sind ja auch nicht der Meinung, dass die Wasservorkommen, ebenfalls eine überlebensnotwendige Ressource, in der Schweiz an private verkauft werden sollten, die das alleinige Nutzungs- und Veräusserungsrecht darauf besitzen.
Jetzt kommt natürlich die Frage auf, wie man sonst Menschen ermöglichen soll, Boden zu benutzen und damit wirtschaftliche Erträge zu erzielen? Eine Möglichkeit wäre doch, dass man ein Nutzungsrecht mietet mit einem langfristigen Mietvertrag mit beispielsweise 50-jähriger Lauffrist. Dieser Vorschlag bietet die Möglichkeit, dass Land nicht für immer und ewig "weggekauft" werden kann. Ein Beispiel für eine solche Sünde ist der weitläufige Verkauf der Seepromenade des Bodensees. Hat jemand schon mal versucht, zwischen Arbon und Kreuzlingen am See entlangzulaufen? Wenn ich mich richtig erinnere, ist diese grösstenteils nicht möglich und wird wohl auch nie mehr möglich sein, weil die Grundstücke an der Uferpromenade verkauft wurden und zu wertvoll sind, als dass sie wahrscheinlich jemals wieder zurück an die Gemeinden gegeben werden. Ist doch schade und irgendwie nicht richtig, oder nicht?