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Mit dem Sieg bei der 117. Austragung von Paris-Roubaix hat Philippe Gilbert nun seinen 5. Monuments-Triumph im Trophäenschrank. Nach der Lombardei-Rundfahrt (2009/2010), Lüttich-Bastogne-Lüttich (2011) sowie der Flandern-Rundfahrt (2017) setzte sich der Quick-Step-Fahrer erstmals auch in der «Hölle des Norden» durch.
Einzig Rang 1 bei Mailand-Sanremo fehlt dem Weltmeister von 2012 noch. Auch bescherte der 36-jährige Routinier Belgien den Premieren-Saisonsieg bei einem Klassiker.
Sagan: Erst aktiv, dann machtlos
Wie vor einem Jahr, als Peter Sagan vor Silvan Dillier das Ziel erreicht hatte, gab es am Schluss einen Zweier-Sprint. Gilbert liess nach 257 km bei der Entscheidung auf der legendären offenen Rennbahn von Roubaix dem 25-jährigen Deutschen Nils Politt keine Chance. Dritter wurde mit Yves Lampaert ein weiterer Belgier.
Die vorentscheidende Szene ereignete sich 14 Kilometer vor dem Ziel, als der erstaunliche Politt aus einer 5-köpfigen Spitzengruppe heraus angriff. Kapitulieren musste dabei unter anderen Peter Sagan. Der Vorjahressieger hatte zuvor das Rennen kontrolliert, gut 50 Kilometer vor dem Ziel das Finale lanciert und in der Folge zahlreiche Angriffe seiner Gegner gekontert. Doch der der Slowake verpuffte offenbar zu viele Kräfte, am Ende blieb ihm Platz 5.
Küng: Ein achtbarer 11. Rang
Stefan Küng hinterliess durchaus einen guten Eindruck, obschon er sein angestrebtes Ziel – die Top 10 – verfehlte. Der Thurgauer gehörte der ersten grösseren Verfolgergruppe an und erreichte das Ziel als Elfter. Wie die Mitfavoriten Greg van Avermaet und John Degenkolb hatte Küng den Anschluss bei Sagans Tempoverschärfung 50 Kilometer vor dem Ziel verpasst.
Kein Rennglück hatte Silvan Dillier, der im Vorjahr mit Platz 2 geglänzt hatte. Der Aargauer hatte schon früh einen Defekt zu beklagen und spielte in diesem Jahr keine Rolle.