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Das Wichtigste in Kürze
- Der Atmosphärenüberwachungsdienst stellte Rekordwerte bei der CO2-Freisetzung fest.
- Schuld sind die vielen Waldbrände auf der nördlichen Erdhemisphäre.
- Die Intensität und Dauer der Brände sei aussergewöhnlich gewesen.
Die verheerenden Waldbrände in verschiedenen Regionen der nördlichen Hemisphäre haben in diesem Jahr Kohlenstoff-Emissionen in Rekordhöhe verursacht.
Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2003 lag der Kohlenstoff-Ausstoss noch nie so hoch wie im Juli und August 2021. Dies laut dem Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienst der EU.
Laut den Schätzungen wurden im Juli weltweit infolge von Bränden 1258,8 Megatonnen CO2 freigesetzt. Im August waren es sogar 1384,6 Megatonnen. Auch die Intensität und Dauer der Brände seien aussergewöhnlich gewesen.
Vor allem der Hochsommer erzielte Spitzenwerte
Mehr als die Hälfte des emittierten Kohlenstoffs im Juli und August wurde demnach durch Brände in Nordamerika und Sibirien freigesetzt. Allein in Russland wurden von Juni bis August 970 Megatonnen CO2 freigesetzt. Der grösste Teil davon entfiel auf das Gebiet Jakutien und den Autonomen Bezirk der Tschuktschen. Doch auch in der Arktis und in der Mittelmeerregion wüteten heftige Feuer.
Für ihre Schätzungen werten die Wissenschaftler des Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienstes Satellitenbilder von aktiven Bränden aus. Dabei wird der Hitzeausstoss gemessen, aus dem man Rückschlüsse auf die Emissionen ziehen kann.