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Unter Augenringen versteht man im Allgemeinen verfärbte Hautbereiche in der Augenregion, vor allem unterhalb der Augen. Die Tränenfurche ist die Einkerbung am unteren Rand der Augenhöhle, die waagrecht verläuft und das Augenlid nach unten abgrenzt. Die Haut unterhalb der Augen ist besonders dünn, sie wird mit dem Älterwerden fortwährend dünner und nimmt dann eine zunehmend pergamentartige Beschaffenheit an. Weil die Haut hier so dünn ist, wird sie durchscheinend. Das sich in der Unterhaut befindende Geflecht der venösen Blutgefässe kann dann durchschimmern und diesen Bereich bläulich oder schattig verfärben. Je weniger gut durchblutet dieses Areal ist, umso weniger Sauerstoff enthält das Blut in den kapillaren Venen und umso dunkler erscheinen diese dann. So erklärt es sich auch, dass dunkle Augenringe infolge von Schlafmangel auftreten können, wenn das Blut sauerstoffärmer und dadurch dunkler als normalerweise ist. Augenringe können aber auch andere Ursachen haben. So entstehen sie zuweilen durch eine Überpigmentierung in der Haut. Meistens werden sie jedoch eher ein Zeichen von Flüssigkeitsmangel oder einer Mangelernährung sein. Ebenso können sie sich bei Allergien oder als Überempfindlichkeitsreaktion auf Umweltgifte ausbilden. Gegen dunkle Augenringe gibt es einfache, aber wirksame Gegenmittel, die oftmals gute Wirkung zeigen. Ist man gut ausgeruht, sorgt man auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie auf nicht zu salzhaltige Kost, kühlt man den Bereich im Bedarfsfall mit einem kalten Gegenstand (z.B. einem Kühlbeutel) oder legt man Gurkenscheiben drauf, so kann man die dunklen Augenränder schon recht gut eindämmen. Eine zusätzliche und sehr effektive Massnahme, den Augenbereich zu verschönern, ist die Unterspritzung der Tränenfurche sowie der unteren Augenränder mit Hyaluronsäurepräparaten, vorgenommen durch den Kosmetischen Dermatologen.
Wofür ist das Unterspritzen gut?
Auch im Bereich unter den Augen vollziehen sich im Zuge des allmählichen Alterns fortlaufende Veränderungen. Zum einen wird die Haut dünner, was sich hier besonders bemerkbar macht, weil sie in dieser Region bereits in jungen Jahren recht dünn ist. Zum anderen sackt das Unterhautfettgewebe infolge der Schwerkraft (und auch durch die nachlassende Festigkeit des Kollagengeflechtes in der Lederhaut) nach unten ab. Es bilden sich die sogenannten Tränensäcke. Diese Ansammlungen bestehen zum überwiegenden Teil aus Unterhautfettgewebe, das sich ursprünglich in weiter oben liegenden Bereichen befand, und das sich nun unten angehäuft hat. Dieser Vorgang trägt zusätzlich zur Ausdünnung der Haut bei, so dass das venöse Gefässgeflecht immer besser durchscheinen kann. Unterhalb des Augenlids prägt sich zudem die waagerecht verlaufende Tränenfurche mehr und mehr aus. Diese Entwicklungen haben zur Folge, dass das Gesicht dadurch müde und gealtert erscheint. Das Aussehen dieses Gesichtsareals kann nun durch Unterspritzung wesentlich verschönert werden. Die Tränenfurche lässt sich mit einem geeigneten Filler gut unterspritzen, und sie wird dadurch praktisch nicht mehr sichtbar. Den Bereich unterhalb der Tränenfurche wiederum kann man durch ein volumengebendes Hyaluronsäurepräparat so auffüllen, dass der Übergang zum Tränensack verlaufender aussieht. Der Niveauunterschied zwischen der Gewebeanhäufung des Tränensacks und dem Bereich, wo zu wenig Volumen existiert, wird somit durch Zugabe des stark vernetzten Fillergels ausgeglichen und abgeschwächt.
Wie läuft die Behandlung ab?
Die Einspritzung erfolgt unter Lokalanästhesie. Gearbeitet wird mit einer sehr feinen Kanüle. Das eingespritzte Hyaluronsäure-Gel wird im Bereich der Augenringe vorsichtig verteilt. Der volumengebende Filler wird sich hier gut halten, d.h. er wird in aller Regel nicht verrutschen. Die Tränenfurche unterspritzt man mit einem weniger viskösen Filler. Das Ergebnis der Behandlung zeigt sich ansatzweise schon unmittelbar danach, doch wird das Endresultat erst nach mehreren Tagen erreicht. Bei Bedarf wird nach einigen Monaten zur Korrektur nachgespritzt. Der behandelte Bereich wird nach Unterspritzung gelegentlich Farbveränderungen aufweisen, die aber nur vorübergehend sind. Auch können kleine Unebenheiten entstehen, die jedoch bald wieder verschwinden. Ausserdem ist mit den üblichen Begleiterscheinungen wie kleinen Einblutungen an den Einstichstellen sowie mit Schwellungen und Rötungen zu rechnen, die ebenfalls schnell abklingen. Gleich nach Behandlung wird für eine Zeit ein Kühlkissen auf die unterspritzten Stellen gelegt, um Schwellungen und Hämatombildungen möglichst gering zu halten. Bald lässt sich der Bereich unter den Augen schon überschminken, so dass man sich praktisch unmittelbar danach bereits in der in der Öffentlichkeit blicken lassen kann. Je nach verwendetem Filler hält das Resultat der Verschönerung von Augenringen und Tränenfurchen unterschiedlich lange an, doch kann die Anwendung bei Nachlassen der Wirkung wiederholt werden. Voraussetzung für eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure ist allerdings der individuelle Hutzustand: Ist die Haut bereits so weit gealtert, dass sie sehr dünn und unelastisch geworden ist, wird eine Fillerbehandlung schwierig. Dann wäre ein operativer Eingriff zur Straffung das geeignetere Mittel.