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Visp ist in den ersten beiden Cup-Austragungen der Neuzeit mit zwei Viertelfinal-Vorstössen das erfolgreichste NLB-Team. Die Walliser, 1962 stolzer Schweizer Meister, hatten Ende Oktober 2014 in den Achtelfinals gar den HC Davos ausgeschaltet (4:2-Heimsieg). Im Vorjahr zogen sie in den Viertelfinals gegen den SC Bern erst mit 2:3 nach Penaltyschiessen den Kürzeren.
Beim Duell gegen die SCL Tigers kommt es nun zu einem Wiedersehen von Visps neuem Trainer John Fust mit seinem früheren Arbeitgeber. Der kanadisch-schweizerische Doppelbürger, vor einem Jahr am Deutschland Cup noch Interims-Trainer des Schweizer Eishockey-Nationalteams, hatte die SCL Tigers 2011 zum bislang einzigen Mal in die NLA-Playoff-Viertelfinals geführt. An diesen Erfolg vermochten die Emmentaler seither nicht mehr anzuknüpfen. Nach acht NLA-Runden ist Langnau noch sieglos.
Aber auch andere Partien zum Cup-Auftakt versprechen Brisanz: Red Ice Martigny empfängt den erstmals von Larry Huras gecoachten HC Fribourg-Gottéron. Winterthur, das unerwartet gut in die NLB-Saison gestartet ist, empfängt die Rapperswil-Jona Lakers, die sich in den ersten Wochen schwer taten. In Reinach kommt es zum Derby zwischen den Argovia Stars und dem EHC Olten.
Erstligist Wetzikon empfängt den HC Davos, der bei den ersten beiden Austragungen nach dem Re-Launch mit Niederlagen in Visp (2014) und Dübendorf (2015) negativ überrascht hat. Die Davoser wirken gehemmt und wenig motiviert, wenn sie in Trikots mit Werbung für Österreichs Ötztal antreten müssen, zumal die Davoser über einen eigenen Tourismus-Partner (Davos/Klosters) verfügen.
Dübendorf, das vor einem Jahr den HCD eliminierte, trifft diesmal auf seinen «grossen Bruder» die ZSC Lions, den Titelverteidiger. Dübendorf ist als Partnerteam in der Nachwuchsarbeit Teil der Lions-Organisation.
Mit einer grossen Versicherungsgesellschaft als Presenting Sponsor und vier offiziellen Partnern ist der Schweizer Cup im dritten Jahr nach der Wiederbelebung schon breit abgestützt. Dem Cup half, dass die grossen NLA-Klubs mit Ausnahme des HC Davos den neuen Wettbewerb nicht auf die leichte Schulter nahmen. Die Finals gewannen der SC Bern (Saison 2014/15) und die ZSC Lions (Saison 2015/16). Die befürchteten Steinzeitresultate blieben aus: Vor einem Jahr feierten Biel bei Wiki-Münsingen (12:1) und Servette in Neuenburg (10:2) die klarsten Siege.
(SDA)