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Die heute 167. Ausgabe des «Derbi madrileño» wird das wichtigste in der Geschichte der beiden grossen Vereine aus der Hauptstadt Spaniens werden. Hier gibt's eine kleine Auswahl der bisher besten Momente der beiden Teams zu sehen.
Heute kommt es zum ersten Stadtderby in einem europäischen Finale überhaupt. Für Statistiker kein Zufall, dass es wieder das «Derbi Madrileño» ist: Bereits am 3. Mai 1959 kam es im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister zum ersten innerstädtischen Derby in einem europäischen Fussballwettbewerb.
Da beide Teams ihre jeweiligen Heimspiele gewonnen hatten, musste ein Entscheidungsspiel auf fremden Terrain her. Im Stadion von Saragossa erzielte schliesslich der Ungare Ferenc Puskás den 2:1-Siegestreffer. Damit ebnete Puskás den «Königlichen» den Weg zum fünften Titelgewinn in Folge.
Die Ehrfurcht auf Seiten der Rot-Weissen war gross vor dem Pokalfinal am 26. Juni 1960. Schliesslich spielten damals die besten Spieler beim Stadtrivalen und feierten die letzten fünf Jahre in Europa den Titelgewinn. Beim ersten Copa del Rey zwischen den beiden Vereinen aus der Hauptstadt brachte Puskás den Favorit standesgemäss vor Heimpublikum in Führung. Nach der Pause konnten die Aussenseiter aufdrehen und machten durch drei Tore die Riesen-Sensation perfekt.
Bernd Schuster wechselte 1990 die Seiten und heuerte bei den «rojiblancos» an. Gut zwei Jahre später schenkte der Mittelfeldregiesseur seinem ehemaligen Arbeitgeber nach sieben Minuten einen Freistoss aus rund 25 Meter ins Lattenkreuz ein. Der Portugiese Futre besiegelte in der 28. Minute den 2:0-Endstand.
Die Real-Legende Raúl González Blanco spielte als Jugendlicher zwei Jahre für Atlético Madrid. Deren damaliger Präsident Jesús Gil y Gil löste aus Kostengründen die Nachwuchsabteilung auf, Raúl wechselte 1992 die Seiten. Am 5. November 1994 gab der damals 17-Jährige Raúl seinem ehemaligen Präsidenten Gil y Gil die Antwort für dessen «Sparmassnahmen» auf dem Platz.
Der Techniker mit dem starken linken Fuss erzielte bei seinem erst zweiten Liga-Spiel sein erstes Tor beim 4:2-Sieg der «Königlichen». Neben dem Tor holte er noch einen Elfmeter raus und gab ein Assist. Bei den «rojiblancos» erzielte der heutige Trainer Diego Simeone per Elfmeter ein Tor. Durch die «Kostenersparnis» ihres berüchtigten Präsidenten gingen «Atleti» gerade mal 228 Tore durch die Lappen; sovielmal traf Raúl in 550 Ligaspielen – im Real-Trikot .
Zwar hat der Portugiese Cristiano Ronaldo für einmal nicht den Rekord für die meisten Derbytore – diesen hält Santillana mit 13 Treffern – aber der aktuelle Superstar in den Reihen der «los blancos» steht mit seinen zwölf Treffern kurz bevor. Drei davon erzielte «CR7» am 11. April 2012. Mit einem Freistosstor aus 30 Metern, einem Weitschuss ins Lattenkreuz sowie einem souverän verwandelten Penalty machte der aktuelle Weltfussballer das Spiel zu seiner persönlichen Show.
Die letztjährige Ausgabe des Copa-del-Rey-Finals im Santiago Bernabeu hatte es in sich. Nachdem Cristiano Ronaldo sein Team nach 13 Minuten per Kopf in Führung bringt, kann Diego Costa per Flachschuss in der 35. Minute ausgleichen. Danach geht es drunter und drüber: Zwölf Gelbe Karten, eine Gelb-Rote (Gabi), einmal direkt Rot (Ronaldo). Dazu wird noch Real-Trainer José Mourinho auf die Tribüne geschickt. Fussball wird auch noch gespielt: In der Verlängerung gelingt dem brasilianischen Verteidiger Miranda in der 98. Minute das entscheidende Tor zum 2:1-Erfolg.
Am 28. September 2013 erlöste der eingebürgerte Diego Costa die «Colchoneros». Nach einem Traumpass von Koke schiebt der Knipser in der elften Minute eiskalt an Diego López vorbei. Es blieb das einzige Tor der Partie. Damit erlöste der bullige Stürmer die Fans der Rot-Weissen: Diese hatten sage und schreibe fast 14 Jahre oder 23 Mal vergebens auf einen Sieg ihrer Lieblinge in einem Meisterschaftsspiel im «Derbi madrileño» gehofft.
Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Champions League-Finalisten war beim Meisterschaftsspiel am 2. März 2014. Bereits nach drei Minuten brachte Karim Benzema in Führung, Koke und Gabi drehten das Spiel noch in der ersten Halbzeit. Sieben Minuten vor dem regulären Spielende gelang dem Porugiesen Cristiano Ronaldo per Drehschuss den Ausgleich. Die äusserst intensive Partie bot puren Nervenkitzel. Ob es heute auch so spannend wird?