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Im Curriculum von Scientific Visualization bildet das Konzept von «Science2Science» den Gegenpol zu «Scientainment», der populärwissenschaftlichen Darstellung für ein breites Publikum. Science2Science setzt das Scientific Visualization in einen Wissenschaftskontext, wobei sich drei Schwerpunkte definieren lassen:
- Bildproduktion für den Austausch zwischen Wissenschaftler:innen
- Das Konzept des epistemischen Bildes, das die Erzeugung von neuem Wissen während der Bildproduktion anstrebt und sich dadurch in den wissenschaftlichen Forschungsprozess eingliedert
- Positionierung von Scientific Visualization als eigene Wissenschaft («Science»), die anhand von Design-Forschungsmethoden die eigenen Prozesse entwickelt und verifiziert.
In dieser Durchführung von Science2Science durften die Studierenden mit Julian Altrichter von der Universität Innsbruck kooperieren, der an der Problematik der invasiven Quagga-Muschel am Bodensee forscht. Ausgehend vom naturwissenschaftlichen Inhalt haben die Studierenden eigene – gestalterische – Fragestellungen entwickelt, um ein selbst gewähltes Thema anhand von Experimenten zu behandeln. So enstanden z. B. Bildstrategien, um Neobiota neutral und nicht als «Täter» darzustellen; Methoden zur Visualisierung von Mengenverhältnissen im ökologischen Ausbreitungsprozess; oder Gestaltungsmerkmale von geografischen Karten untersucht. Die Studierenden konnten im sehr kleinen Rahmen eines Unterrichtsmoduls anhand von Umfragen und Vergleichen bereits eigene Forschungsergebnisse generieren, die sie in der Gruppe und der Fachrichtung austauschen konnten.