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Die Ausstellung, die bis zum 27. März 2016 dauert, ist die erste des Westschweizer Künstlers in der Deutschschweiz, wie das Kunstmuseum Appenzell (ehemals Museum Liner) mitteilte. Strawinskys Werk sei “still und poetisch, subtil und mythisch”. Gezeigt werden rund 100 Bilder.
1907 in St. Petersburg geboren, wuchs Théodore Strawinsky teilweise in der Schweiz auf. Schon als Kind entwickelte er ein besonderes Talent im Zeichnen. Neben Strassenszenen schuf er fantasievolle Schlachtenbilder und hielt Bühnenbilder der Musik-Aufführungen seines Vaters fest.
Nach 1920 lernte er in Paris Künstler wie Georges Braque, Pablo Picasso und André Derain kennen, und von 1930 bis 1932 besuchte er die Académie Lhote. Der Maler Lhote, Vertreter eines naturalistisch-dekorativen Kubismus, prägte Strawinskys künstlerische Entwicklung.
Strawinsky arbeitete für Bühnen und Schriftsteller, hauptsächlich aber zeichnete und malte er seine unmittelbare Umgebung: Familienmitglieder, Freunde, Interieurs, Landschaften. Ganze Werkreihen widmete er Motiven wie dem Zirkus oder dem Akt. Von 1942 bis zu seinem Tod lebte Strawinsky in der Schweiz.
Er arbeitete als freier Künstler. Ab 1948 konnte er einige Grossaufträge für Kirchen ausführen. 1987 erblindete Strawinsky, zwei Jahre später starb er in Genf. Die Ausstellung in Appenzell wird unterstützt von der Fondation Théodore Strawinsky Genf.
(SDA)