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Der Informatikdirektor des USZ soll jahrelang einen falschen Doktortitel geführt haben. Nun tritt er zurück.
Ungemach für das Zürcher Universitätsspital: Der 'Tages-Anzeiger'
Jürgen Müller seinen Doktortitel nicht an der renommierten Universität UC Berkeley gemacht hat, sondern an einer "University of Berkley", die reihenweise falsche Diplome und Titel verkauft haben soll und als "Titelmühle" gilt, wie der 'Tagi' minutiös nachrecherchiert hat. In einigen US-Bundesstaaten wie etwa Texas ist es gar strafbar, den Titel zu führen.
Müller soll zwar an der "echten" UC Berkeley eingeschrieben gewesen sein, schloss dort aber nicht ab. Das Unispital hat nun dem 'Tagi' geschrieben, dass Müller seinen Doktortitel per sofort niederlegen wird und das Unispital per Ende November "auf eigenen Wunsch" verlässt.
Müller selbst schreibt der Zeitung, er habe seine Doktorarbeit in Deutschland geschrieben. Um diese abzuschliessen, hätte er seinen Job für ein Jahr unterbrechen müssen, was er aber nicht konnte. Deshalb habe er seine Doktorarbeit an der "University of Berkley" zur Anerkennung vorgelegt und den Titel für rund 3000 Dollar schliesslich erhalten. "Ich bedaure, dass ich es an der notwendigen Sorgfalt bei der Auswahl der Universität zur Erlangung und bei der Führung des Titels habe missen lassen. Ich entschuldige mich beim USZ und allen Mitarbeitenden für die Unannehmlichkeiten, die damit verbunden sind", lässt er sich im 'Tagi' zitieren.
Laut dem Zeitungsbericht soll es innerhalb des Spitals klar gewesen sein, dass Müller nicht an der Eliteuni UC Berkeley promoviert habe, denn im Lebenslauf habe Müller korrekt "Berkley" angegeben. Der Verfasser der damaligen Medienmitteilung habe aber die beiden Hochschulen verwechselt und geschrieben, dass Müller einen Abschluss der "richtigen" UC Berkeley besitze. Das Unispital sagte, es prüfe Doktortitel nur bei jenen Angestellten, für deren Job ein Abschluss obligatorisch sei. (mim)