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Der Jüngste geht nach Wohlen
Gründer Robert Duschén stammte ursprünglich aus dem Engadin. Dort lernte er den Beruf des Sattlers und Tapeziers – genauso wie seine sechs Brüder. Für den jüngsten der Familie war kein Platz in der Region neben so viel familieninterner Konkurrenz. Deshalb zog es ihn nach Wohlen.
Wieso Duschén?
Der Nachname war für viele Menschen im Freiamt verwirrend. Sie haben unter dem Wort «Duschen» einen Laden für Sanitärartikel verstanden. Was sollte Robert Duschén tun, damit die Leute keine Duschartikel im Laden suchen, die er nicht im Angebot hat? Sein ältester Bruder brachte ihn auf die Idee seinen Nachnamen mit einem Akzent auf der letzten Silbe zu schreiben – so entstand aus «Duschen» »Duschén». Der Akzent, der nach oben zeigt, sollte symbolisch dafür stehen, dass es auch mit dem Unternehmen aufwärts gehen soll.
Glück im Unglück
Robert Duschén hat bei den Versicherungen für sein Unternehmen gespart. Das hätte ihn fast ruiniert, als ihm die Firma abgebrannt ist. Komplett, bis auf den Sekretär. Da dieser erhalten blieb, hatte er noch seinen Kundenstamm und konnte weiterarbeiten, was ihn gerettet hat.
Die zweite und dritte Generation
1978 übergab er die Firma an seinen Sohn Andrea. Immer noch als Einzelunternehmen. Dieser hat es auf ein Acht-Mann-Geschäft ausgebaut, das er 2014 an seinen Sohn Marco Duschén übergeben hat. Andrea Duschén hat das Unternehmen immer mehr in Richtung Bodenbeläge entwickelt.
Eine schöne Bescherung
Einmal sollte er kurz vor Weihnachten ein Parkett in einem Einfamilienhaus verlegen, das neben einem zweiten, identisch aussehenden Haus stand. Andrea Duschén war stolz, dass er drei Wochen vor Weihnachten fertig war. Zwei Wochen vor Weihnachten rief jedoch der Architekt an und fragte, wann der Einbau des Parketts starten würde. Es hat sich herausgestellt, dass er den Bodenbelag ins falsche der beiden Häuser eingebaut hatte.
Gut verhandelt, ist halb gewonnen
Mit geschickten Verhandlungen konnte er die Käufer, die ursprünglich einen Plattenboden wollten, davon überzeugen, ebenfalls ein Parkett zu nehmen. So konnte er den bereits verlegten Bodenbelag im Haus lassen und musste nur noch im zweiten Haus ebenfalls ein Parkett verlegen. Verdient hat er allerdings nur an einem der beiden Parkettböden…
Zweimal umgezogen – und seither von weiteren Anekdoten verschont
Ursprünglich befand sich das Unternehmen am Sportweg, dann lange Zeit am Bankweg. Dort hat Andrea Duschén mit seinem älteren Bruder das Haus ausgebaut, in dem sich die Firma befunden hat. 2001 fand der Umzug an die Zentralstrasse statt. Mittlerweile zählt Duschén Wohnbedarf 17 Mitarbeiter. Marco Duschén sagt lächelnd: «Zum Glück ist mir bisher nichts Derartiges passiert, wie es mein Vater und Grossvater erlebt haben.»