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Freier Zugang. Vor verschlossenen Türen zu stehen, ist schlimm. Wir lesen: «Beachten Sie die Öffnungszeiten» oder «Heute keine Sprechstunde». Man kommt an den Bahnhof angerannt und die Tür des Zuges geht nicht mehr auf, weil er im Begriff ist abzufahren.
Bevor Jesus das Erlösungswerk auf Golgatha vollbrachte, öffnete sich der Himmel manchmal zu einem bestimmten Anlass, um danach wieder verschlossen zu werden. Der Prophet Hesekiel sagt beispielsweise: «Als ich inmitten der Weggeführten am Fluss Kebar war, da öffneten sich die Himmel, und ich sah Gesichte Gottes» (Hes 1,1).
Dass sich der Himmel danach wieder verschloss und erneut öffnete, wird ersichtlich aus Matthäus 3,16:
«Als Jesus aber getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm aufgetan, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herniederfahren und auf ihn kommen.»
Erst nachdem Jesus aus den Toten auferstanden war, wurde der Himmel für immer und jedermann geöffnet. Das wird aus dem Eingangsvers ersichtlich. Diese Tür öffnete sich nicht, sie war bereits offen. Das Gleiche bezeugte Stephanus, als er getötet wurde: «Und er sprach: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!» (Apg 7,56).
Über Jesus haben wir freien Zugang zum himmlischen Vater. – Nutzen wir das.