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Er habe nicht genug Geld, um seine Truppen mit dem Nötigsten zu versorgen, beklagte sich Bundesrat Ueli Maurer in den letzten Tagen lauthals. Da müsste er sich eigentlich freuen, dass er in Zukunft weniger Truppen versorgen muss. Die Zahl der Militärdienstleistenden nimmt nämlich aufgrund der vielen Zivildienstleistenden und "Untauglichen", aber auch wegen der demographischen Entwicklung stetig ab. Doch weit gefehlt: Um die auf dem Papier bestehenden Truppen zu erhalten, will Maurer jetzt auch noch die Dienstzeit verlängern, wie die Sonntagszeitung berichtet.
Mit realen Bedrohungsszenarien hat das alles herzlich wenig zu tun. Dafür viel mit Prestige. Nichts weniger als "die beste Armee der Welt" hat Maurer seinen Militärfreunden versprochen. Jetzt ist er unter Zugzwang. Und verlangt deshalb, dass in anderen Bereichen wie Bildung, Gesundheit oder Sozialwesen gespart wird, damit er sein Versprechen einlösen kann.
Die Abstimmung über die GSoA-Initiative gegen neue Kampfjets, welche bereits im nächsten Jahr stattfinden könnte, wird immer mehr zum Richtungsentscheid: Wollen wir noch mehr Milliarden und wertvolle Lebenszeit von Dienstpflichtigen für eine Armee ohne klare Aufgabe aufwenden? Oder wollen wir unsere knappen Ressourcen für die Bekämpfung echter Probleme wie Armut und Klimawandel aufwenden?