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Patienten mit Nierensteinen sind in eine Niedrig- und Hochrisikogruppe hinsichtlich Rezidivrate einzuteilen. Basisabklärung und Steinanalyse dienen als Grundlage. Hochrisikopatienten sollten erweitert metabolisch abgeklärt und spezifisch behandelt werden.
Die Nephroprotektion umfasst Interventionen, die den GFR-Abfall über die Zeit verlangsamen und somit das Endstadium-Nierenversagen hinauszögern. Die neueste Intervention besteht im Einsatz von SGLT2-Hemmern bei Patienten mit diabetischer Nephropathie.
Eine frühe Therapie ist bei prinzipiell reversiblem akutem Nierenversagen entscheidend. Daneben gehören Prävention und die adäquate Nachkontrolle nach Hospitalisation zu den Grundpfeilern eines guten Managements in der Praxis.
Bei klinisch lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom kommen radikale Prostatektomie und externe Radiotherapie in Frage. Beim metastasierten Prostatakarzinom sind ADT, ADT plus Docetaxel sowie ADT plus Abirateron und Prednison denkbar.
Die aktive Überwachung ist postoperativ die präferierte Option beim Seminom im Stadium I. Beim Nicht-Seminom im Stadium I ist hingegen die adjuvante Chemotherapie mit einem Zyklus BEP empfohlen (bei Risikofaktor einer lymphovaskulären Invasion). In der Nachsorge werden risikobasierte Nachsorgepläne angewendet.
Bei Tumor-Erstdiagnose in der Schwangerschaft gibt es etablierte Therapieverfahren für das zweite und dritte Trimenon. Tritt eine Schwangerschaft nach Tumortherapie ein, ist eine sorgfältige Überwachung erforderlich. Drohende Frühgeburten und fetale Wachstumsretardierungen lassen sich so frühzeitig erkennen.
Die Früherkennungsmöglichkeiten des Prostatakarzinoms (PCa) wurden mit Einführung des PSA (Prostata-spezifisches Antigen) revolutioniert. Seit der Einführung fiel allerdings auf, dass eine grosse Zahl Männer mit einem Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom mit anstatt an ihrem Karzinom versterben. Um diese sogenannten Überdiagnosen nicht zusätzlich einer Übertherapie auszusetzen, wurde in...
Genitalwarzen (Condylomata acuminata) werden durch das humane Papillomavirus (HPV) hervorgerufen und sind die weltweit am häufigsten auftretende Geschlechtskrankheit. Zu ca. 90% werden sie durch die low-risk HPV Typen 6 und 11 verursacht. Bei Risikogruppen besteht z.T. eine Dysplasierate von 18–60%. Neben therapeutischen Optionen stellt v.a. die Impfung einen wichtigen Beitrag zur...
Die Fallzahlen der Syphilis sind stetig zunehmend. Obwohl eine Syphilis gut heilbar ist, stellt sie eine schwere, ausgesprochen vielgestaltige Infektion dar, die potenziell alle Organsysteme betreffen kann. Eine frühe Diagnose ist jedoch nicht immer einfach.
Die Anzahl operationsbedürftiger Senioren nimmt ständig zu. Gleichzeitig steigt aber auch das perioperative Risiko mit dem Alter markant an. Der Operationsentscheid und die begleitenden Massnahmen werden dadurch deutlich komplexer.
Am ASCO-Kongress 2017 gab es grosse Neuigkeiten. Zum einen drängt Abirateron beim metastasierenden Prostatakarzinom in die Erstlinie. Zum anderen gibt es einen neuen Standard in der adjuvanten Therapie von Tumoren des biliären Systems. Die Daten sollen die klinische Praxis nun sozusagen «über Nacht» verändern.
Viele Patientinnen und Patienten, die unter einer Urininkontinenz leiden, erwähnen diese Beschwerden beim Hausarzt aus Scham nur nebensächlich – oder überhaupt nicht. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, die Inkontinenz zu behandeln oder zumindest zu verbessern. Eine Übersicht über Abklärungen und Therapieoptionen bei betagten Patienten gab am KHM Dr. med. Cristina Mitrache,...
Lässt sich die multiparametrische MRT in der Triage nutzen, um bei einem Teil der Betroffenen unnötige Prostata-Biopsien zu vermeiden und beim anderen in der Biopsie gezielter vorzugehen? Gemäss den Resultaten einer britischen Studie aus dem Lancet lautet die Antwort «Ja». Die Autoren sehen verschiedene Vorteile einer solchen Vorauswahl.
Mit der Einführung der PDE5-Hemmer in den späten 90er Jahren erlebte die Behandlung der erektilen Dysfunktion einen Durchbruch. Die ED ist aber kein isoliertes Phänomen. Sie kann Manifestation einer tieferliegenden Gefässerkrankung sein.