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Glossar Natur im Wandel der Zeit
A
Seitlicher Bereich natürlicher Flüsse, der in regelmässigen oder sporadischen Zeitabständen überschwemmt wird. Auen sind extrem artenreiche und von einer hohen Strukturvielfalt geprägte Lebensräume.
B
Querbauwerke, die in Fliessgewässern errichtet werden, um zu verhindern, dass sich ein korrigiertes Gewässer eintieft. Im Gegensatz zu Schwellen und Abstürzen können Blockrampen auch von bodenbewohnende Fischarten und Jungfischen überwunden werden.
D
Eine Drainage bedeutet im technischen Sinn immer eine Entwässerung bzw. Trockenlegung. Dabei wird das Wasser erfasst und zielgerichtet abgeleitet, um so einer Vernässung z.B. in landwirtschaftlichen Kulturen entgegen zu wirken.
Die Dreifelderwirtschaft war seit dem Mittelalter bis ins 19. Jh. die dominante Bewirtschaftungsform in der Landwirtschaft. Die Abfolge Wintergetreide–Sommergetreide–Brache ermöglichte eine möglichst schonende und doch optimale Nutzung sowie Erholung des Bodens. 1. Jahr: Saat Wintergetreide im Herbst des Vorjahres, Ernte im Spätsommer2. Jahr: Saat Sommergetreide im Frühling, Ernte im Spätsommer3. Jahr: Brache, und dann Saat Wintergetreide im Herbst
E
Natürliche Abtragung von Gestein und Boden durch Wasser, Eis und Wind. Bodenerosion kann auch durch die Landbewirtschaftung durch den Menschen erfolgen.
G
Massnahme, mit der die ökologischen Funktionen von (meist) Fliessgewässern wieder hergestellt werden. Es kommen verschiedene Massnahmen umgesetzt werden: Die Durchgängigkeit des Gewässers wird mit dem Ersatz von Wehren durch Blockrampen wieder hergestellt. Die Lebensgemeinschaften der Ufer wird gefördert durch den Rückbau von harten Uferverbauungen. Mit einer Verbreiterung der Sohle kann die Vielfalt der Strukturen und Lebensräume auf der Gewässersohle vergrößert werden.
H
Sammelbegriff für mehrjährige, hochwüchsige Pflanzen, die meist auch relativ nährstoffreichen Standorten vorkommen. Beispiele: Adlerfarn, Stechender Hohlzahn, Purpurlattich.
K
Die Korrektion der Flüsse wurde seit dem Beginn des 19. Jh. vor allem in stark besiedelten Regionen des Tieflands durchgeführt, um Kulturland und Platz für Siedlungen und Verkehrswege zu gewinnen. Die breiten, verzweigten Wasserläufe wurden auf ein schmales Gerinne reduziert. Durch die erhöhte Erosionskraft des Wassers haben sich die Flüsse eingetieft. Gleichzeitig sank der Grundwasserspiegel im Umland und dadurch wurde die früher sumpfige Talsohle ist trockengefallen.
L
Untergrund, welchen Tiere bei ihrer Eiablage im Gewässer benötigen. Die Ausbildung des Laichsubstrats (zum Beispiel durchströmte Kiessohle, Unterwasserpflanzen) entscheidet wesentlich, ob sich ein Fisch in einem Gewässer fortpflanzen kann.
N
Pflanzen, die nach der Entdeckung des amerikanischen Kontinents ein neues Verbreitungsgebiet besiedelt haben. Einzelne Arten verhalten sich invasiv und können einheimische Pflanzen zurückdrängen. Neophyten kommen nicht nur in Europa vor. Viele europäische Pflanzenarten wurden auch noch Amerika oder Australien verschleppt und konnten sich dort ansiedeln.
Tiere, die nach der Entdeckung des amerikanischen Kontinents ein neues Verbreitungsgebiet besiedelt haben, das sie nur mit Hilfe des Menschen erreichen konnten. Einzelne Arten verhalten sich invasiv und können einheimische Tiere zurückdrängen. Neozoen kommen nicht nur in Europa vor. Viele europäische Tierarten wurden auch noch Amerika oder Australien verschleppt und konnten sich dort ansiedeln.
P
Chemische Hilfsstoffe, die in der modernen Landwirtschaft zur Bekämpfung von schädlichen Organismen (vor allem Pflanzen, Insekten, Pilze) eingesetzt werden.
Gewässernahe Fläche, in der ein Fluss kontrolliert über die Ufer treten darf. Durch eine Überflutung der Polderflächen bei Hochwasser wird ein grosser Teil des Abflusses zurückgehalten, und die Gefahr von Überschwemmung in weiter unten liegenden Gebieten wird reduziert.
R
Oberbegriff für künstlich erstellte Fliessgewässerstrecken, die meist bei grosser Geländeneigung erreichtet werden, um die Wanderung von Fischen und Gewässerkleintieren zu verbessern. Grosse Steinblöcke werden versetzt platziert, sodass neben rasch strömenden auch ruhige Bereiche entstehen, in denen sich Fische auf ihrer Wanderung ausruhen können.
Verzeichnis von Organismen, die aufgrund von Faktoren wie Seltenheit, Spezialisierung, kleinräumige Verbreitung, individuenarmer Vorkommen durch die menschliche Aktivitäten bedroht sind. In der Schweiz werden die folgenden Gefährdungsstufen unterschieden: Ex: ausgestorben, CR: vom Aussterben bedroht, EN: stark , VU: verletzlich, NT: potenziell gefährdet. Aufgrund des Kenntnisstands kann unter Umständen die Gefährdungseinstufung einzelner Arten nicht ermittelt werden.
S
Mikroskopisch kleine Öffnungen meist auf der Blattunterseite, über die bei Land- und Uferpflanzen der Gasaustausch – die Aufnahme von Kohlendioxid und die Abgabe von Sauerstoff – erfolgen.