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Reduktion der Anzahl Pflichtexemplare der Dissertationen (Diss-Projekt)
Die Diskussion über die Reduktion der Pflichtexemplare von juristischen Dissertationen wurde schon lange Zeit geführt. Als besonders stossend wurde empfunden, dass nur ein Teil der 140 Pflichtexemplare, die jeder Doktorand abliefern muss, Abnehmer findet. Eine beträchtliche Anzahl kann von der Zentralbibliothek nicht an weitere Bibliotheken verteilt werden und landet nach einer gewissen Wartefrist im Antiquariat oder wird sogar vernichtet. An der JAZ-Versammlung im Frühling 1999 wurde deswegen beschlossen, die Frage einer sinnvollen Reduktion der Pflichtexemplare, u.U. verbunden mit der Einführung neuer Publikationsformen, zu prüfen. Die daraufhin gegründete Arbeitsgruppe fand heraus, dass im In- und Ausland eine Tendenz zur Reduktion der Pflichtexemplare und damit eine sinkende Nachfrage nach einem nationalen und internationalen Dissertationsaustausch besteht. Nach weiteren Abklärungen mit Vertretern der Zentralbibliothek, des RWI und Prof. Portmann wurde ein erster Reduktionsvorschlag ausgearbeitet und der Fakultätsversammlung als Antrag im Januar 2000 vorgelegt.
An der Frage der Internetpublikation scheiterte schliesslich unser erster Antrag. Wir wurden mit der Abklärung der Möglichkeit, auch Reihendissertationen im Internet zu publizieren (auf der Homepage des RWI), "beauftragt". Entsprechend führten wir Verhandlungen mit Schulthess Medien und Swisslex/Westlaw. Unsere Position war schwierig, da wir für die Fakultät gegenüber Schulthess und Swisslex nicht verbindlich verhandeln konnten, aber uns von Schulthess die Zustimmung zur Internetpublikation auf der Homepage des RWI auch für jene Dissertationen erhofften, die in der Zürcher Reihe erscheinen. Uns kam entgegen, dass Swisslex ein starkes Interesse an der Publikation unserer Dissertationen zeigte, weshalb uns Schulthess, der an Swisslex erheblich beteiligt ist, in der Folge entgegenkam.
So konnten wir an der Fakultätsversammlung im Dezember 2000 einen neuen Antrag stellen, welcher angenommen wurde. Im Frühling 2002 wurde jedoch seitens der Fakultät ein erneuter Antrag um eine leichte Erhöhung der zuvor beschlossenen Anzahl Pflichtexemplare eingereicht, welcher auch angenommen wurde in der Fakultätsversammlung. Somit gelten neu folgende Zahlen:
Dissertation erscheint in einer Reihe der Universität Zürich:
- Ohne Internetpublikation: 70 Pflichtexemplare (38 an Dozenten; 27 akademischer Austausch im In- und Ausland; 5 Archiv ZB)
- Mit Internetpublikation: 55 Pflichtexemplare (38 an Dozenten; 12 akademischer Austausch im In- und Ausland; 5 Archiv ZB)
Dissertation erscheint nicht in einer Reihe der Universität Zürich:
- Ohne Internetpublikation: 90 Pflichtexemplare (35 an Dozenten; 5 Archiv ZB; 50 akademischer Austausch im In- und Ausland)
- Mit Internetpublikation: 60 Pflichtexemplare (39 an Dozenten; 16 akademischer Austausch im In- und Ausland; 5 Archiv ZB)
Bei der Internetversion ist die Publikation auf der RWI-Homepage vorgesehen, zusätzlich aber auch z.B. bei Swisslex möglich.
Vor allem die Internetpublikation weckte in der Fakultätsversammlung bedenken. So wurde beispielsweise die Befürchtung geäussert, bei unserem Reduktionsvorschlag seien die Dissertationen nicht mehr so leicht, wenn überhaupt noch, zugänglich und nach ein paar Jahren drohe der Verlust der Dissertation, da elektronische Daten zu unsicher sind, es keine Gewähr gibt, dass sie in der Zukunft aufgrund der sich fortentwickelnden Technik überhaupt noch gelesen werden können und die verbleibenden gedruckten Exemplare verloren gehen können. Dieses Risiko schien manchen im Verhältnis zu der Einsparung des Doktoranden bei einer reduzierten Zahl an Pflichtexemplaren zu gross.
Diese Zahlen gelten ab sofort.
Standesbericht Evaluation RWF
Im Rahmen der Evaluation der RWF wurde die JAZ eingeladen, einen Bericht über die Situation des Mittelbaus zu verfassen. Zu diesem Zweck hat der JAZ-Vorstand im August 2013 eine ausführliche Umfrage bei allen Assistierenden und Oberassistierenden durchgeführt. Deren Ergebnisse sind in den folgenden Bericht eingeflossen: