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Vietnam
« Bambusstange mit zwei Reisschalen »
Die Republik Vietnam liegt in Südostasien und grenzt an China, Laos, Kambodscha und das Südchinesische Meer.
Die Geografie Vietnams wird auch als «Bambusstange mit zwei Reisschalen» beschrieben: Im Norden und Süden liegen zwei fruchtbare Reis liefernde Flussdeltas, dazwischen als Verbindung ein schmales von Wald und Gebirge geprägtes Gebiet. Drei Viertel der Fläche Vietnams sind Berge und Hochebenen.
Vietnam stand von 1858 bis nach dem zweiten Weltkrieg unter französischer Herrschaft. 1941 von Japan erobert, wurde es 1945 in das kommunistische Nordvietnam (Hanoi) und das vom Westen unterstützte Südvietnam (Saigon) geteilt. Zwischen 1945 –1956 wütete der so genannte Indochina-Krieg, in dem Frankreich erfolglos versuchte, Vietnam zurückzuerobern.
Wieder vereinigt wurde Vietnam am 2. Juli 1976 – nach dem neunjährigen Vietnamkrieg gegen die USA. Saigon wurde nach dem verstorbenen Staatschef Nordvietnams in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt und das Land zur sozialistischen Republik Vietnam ernannt.
Die Bevölkerung von Vietnam ist sehr jung: 30 Prozent sind unter 14 Jahre alt. Vietnam war bis vor wenigen Jahren fast ausschliesslich in der Agrarwirtschaft tätig. Noch heute arbeiten zwei Drittel der Menschen in der Landwirtschaft. Dieser Sektor trägt aber nur gerade 20 Prozent zum BIP bei.
Der Prozess von der sozialistischen Planwirtschaft hin zur Marktwirtschaft hat in Vietnam ein rasantes Wirtschaftswachstum ausgelöst und das Land zu einem der weltweit attraktivsten Investitionsstandorte gemacht. Trotzdem: ein Grossteil der Bevölkerung ist sehr arm.
Der Wechsel hin zur Marktwirtschaft ist eine grosse Herausforderung für Vietnam. Ein beträchtlicher Teil der Wirtschaftsleistung wird durch finanzielle Unterstützung der Auslandsvietnamesen – vor allem aus den USA – erbracht: 5,5 Mrd US$ sollen so 2007 ins Land geschickt worden sein. Die Abwanderung aus den Dörfern ist ein weiteres Problem. Die Ballungs- und Industriezentren können nicht genügend Arbeitsplätze für die Arbeitssuchenden anbieten.
Unsere Hilfe
Biogas
Landwirte werden mittels Krediten und praktischer Anleitung befähigt, Biogasanlagen zu bauen. Die Fäkalien der Tiere und Hausbewohner produzieren Gas, das zum Kochen und für die Lichterzeugung verwendet wird. Elektrizität wird nicht mehr benötigt. Das Biogas liefert genügend Energie, um den Bedarf eines Haushaltes zu decken. Die Anlagen tragen zudem viel zur Hygiene bei: die Geruchsentwicklung der Fäkalien wird eliminiert und der Tankinhalt dient als Dünger auf den Feldern.
Kuhbank
Arme Familien erhalten einen Kredit, damit sie eine Kuh kaufen können. Das erste weibliche Kalb muss an die Kuhbank zurückgegeben werden, womit der Kredit getilgt ist. Allen weiteren Nachwuchs dürfen sie behalten. Damit können sie sich ein wirtschaftliches Standbein aufbauen und sind nicht gezwungen, das Dorf zu verlassen.
Kindergärten und Schulen
Die Mission hilft lokalen Gemeinden beim Bau von Schulen und Kindergärten. Sie stellt zugleich die Weiterbildung der Kindergärtnerinnen sicher.
Gewerbeförderung
Der vietnamesische Staat bietet verschiedene Programme zur Förderung des Gewerbes an. Bei der Aus- und Weiterbildung der Unternehmer ist er jedoch überfordert. Die Mission deckt diesen Bereich dank langjähriger Erfahrung von Unternehmern aus anderen Ländern.
Die Mission berät lokale Politiker beim Aufbau von Gewerbezentren und bei der Umzonung von Landwirtschafts- in Industrieland.
Wissenswert
Mit 500 Franken können Sie einer verarmten vietnamesischen Bauernfamilie zu einer Kuh verhelfen – und ihr eine Existenzgrundlage in ihrem Dorf ermöglichen. Die Investition multipliziert sich: Das erste Kalb geht an die Kuhbank zurück. So kann eine weitere Familie davon profitieren! Mit einer einmaligen Investition können Sie somit über Jahre mehrere Familien unterstützen.
Die meisten Familien nutzen die Möglichkeit, um ein weiteres Standbein in der Landwirtschaft aufzubauen. Meist geschieht dies in den Bereichen Gemüsebau, Schweine- oder Geflügelzucht – mit Kapital, dass sie dank der Kuh erwirtschaften konnten.