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Bis weit ins 11. Jahrhundert bildete die Land- und Forstwirtschaft neben einige Gewerbebetrieben die einzige Einnahmequelle der Krienser. Entscheidend für die Entwicklung des Gewerbes war den Krienbach, dessen Wasserkraft mittels Wasserrädern die Maschinen antrieb. So entstanden entlang des Krienbaches zahlreiche Gewerbebetriebe. Die Namen Stampfeli, Sensen- und Hammerschmiede, Feldmühle, Pulvermühle, Kupferhammer und Langsäge erinnern uns heute noch daran. Weil der Krienbach jedoch nicht immer gleichviel Wasser führte, wurde schon 1592 der sogenannte Ehehaftenkanal (ehehaft = rechtsgültig) gebaut, der von einem Ausgleichsbecken im Obernau Wasser vom Renggbach in den Krienbach leitete. Ein kompliziertes Netz von natürlichen und künstlichen Zu- und Umleitungen ermöglichte es, eine ganze Reihe von Wasserrädern zu treiben. Hinter dem Feldmühleschulhaus steht noch ein Zeuge aus dem 19. Jahrhundert, eine Knochenstampfe. Die Stampfe diente seinerzeit im Obernau als Lohmehlstampfe (Lohmehl: Zerstampfte Rottannen- und Eichenrinden), deren Produkt die Gerber in der Stadt Luzern zur Bearbeitung des Leders gebrauchten, später als Knochenmehlstampfe zur Erzeugung von Dünger für die Landwirtschaft.