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Bogotá - Die Kolumbianer haben bei einer der spannendsten Präsidentenwahlen der vergangenen Jahrzehnte über die Nachfolge des populären Staatschefs Alvaro Uribe abgestimmt.
Der seit 2002 regierende Konservative, dem die Verfassung eine dritte Kandidatur in Folge untersagte, kommt in Umfragen immer noch auf fast 80 Prozent Zustimmung. Das Erbe der Ära Uribe, die vom erfolgreichen Kampf gegen die linken FARC-Rebellen gekennzeichnet war, will der frühere Verteidigungsminister Juan Manuel Santos antreten.
Der 58-jährige Santos dürfte Umfragen zufolge auf etwa 35 Prozent der Stimmen kommen und damit gleichauf mit dem unabhängigen Kandidaten von der Grünen Partei, Antanas Mockus, liegen. Der 58-jährige Philosoph und Mathematiker Mockus war die grosse Überraschung des Wahlkampfes.
Von ganz niedrigen Umfragewerte noch im März konnte der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá binnen weniger Wochen zu Santos aufschliessen. Er ist für seine unkonventionellen Ideen, aber auch für sein exzentrisches Verhalten bekannt.
Wie Santos und die sieben anderen Kandidaten will auch Mockus weiter konsequent gegen die FARC vorgehen. Er hob allerdings seinen Einsatz für die Menschenrechte hervor und sagte der Korruption den Kampf an.
Uribe und Mockus riefen die Bürger bei ihrer Stimmabgabe zur Beteiligung an der Wahl auf. "Die Pflicht eines jeden ist es heute, das Beste zu wählen", sagte Mockus. Die Wahlbüros sollten bis 23.00 Uhr MESZ geöffnet bleiben, erste Teilergebnisse wurden für 02.30 MESZ erwartet.
Da keiner der insgesamt neun Kandidaten auf eine absolute Mehrheit hoffen konnte, wird der Entscheid erst in einer Stichwahl am 20. Juni zwischen Santos und Mockus fallen. Auch für die Stichwahl sagen die Umfragen ein Kopf-an-Kopfrennen voraus.
Bogotá - Die Kolumbianer haben bei einer der spannendsten Präsidentenwahlen der vergangenen Jahrzehnte über die Nachfolge des populären Staatschefs Alvaro Uribe abgestimmt.