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Bürkner,
Hugo, Formschneider und Radierer, geb. 1818 zu Dessau, erhielt dort den ersten Unterricht im Zeichnen vom Hofmaler Beck und ging darauf nach Düsseldorf, wo er das schon vorher betriebene Holzschneiden fortsetzte und mehrere Platten nach altdeutschen Meistern schnitt. Nach einem mißlungenen Versuch, von Gubitz in Berlin seine Kunst in regulärer Weise zu erlernen, kehrte er nach Düsseldorf zurück und erhielt dort von Julius Hübner einige Aufträge für das Werk des Grafen Raczynski und für das Nibelungenlied, zu deren Ausführung er abermals nach Berlin ging, wo er unter Unzelmanns Anleitung neben dem Formschneidemesser auch den Stichel zu führen lernte.
Dann ließ er sich in Dresden nieder und begann seine eigentliche künstlerische Thätigkeit als Holzschneider, infolge deren er 1846 Professor an dem dort errichteten akademischen Holzschneideatelier wurde. Außer jenen Schnitten zum Nibelungenlied von Bendemann und Hübner sind zunächst zu erwähnen seine eignen von ihm geschnittenen Kompositionen zu «Paul und Virginie» (1844),
seine Schnitte zum «Deutschen Jugendkalender» (1847 und 1848),
die vortrefflichen Kopien nach Hans Holbeins «Altem Testament» (1850),
ganz im Geist der alten Formschneidekunst; ferner: sechs Blätter «Auch ein Totentanz» (1848),
nach den Zeichnungen von Rethel, Beiträge zu der Weigelschen Sammlung «Holzschnitte alter Meister», mehrere Schnitte nach Schnorrs Bilderbibel und auch Kompositionen von Ludw. Richter (Gebet des Herrn, Jahreszeiten u. a.). Nicht minder bedeutend hat er sich in der Radierkunst gezeigt, wie namentlich in dem Fries des Thronsaals in Dresden nach Bendemann und dessen Wandgemälden im Ball- und Konzertsaal, ebenso in den Originalradierungen zu Julius Hübners «Bilderbrevier der Dresdener Gallerie». Er ist Ehrenmitglied der Akademie in Wien.