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ABM hat ihre Niederlassung in Freiburg geschlossen, Loeb verlässt das «Freiburg-Center», zahlreiche Detailhandelsgeschäfte im Perolles wie in der Lausannegasse wurden geschlossen. Vereinzelt versuchen neue Geschäfte ihr Glück, doch meist mit nur kurzer Lebenserwartung.
In der Agglomeration Freiburg hat sich die Verkaufsfläche des Detailhandels in den letzten Jahrzehnten erheblich vergrössert. Leider sind keine amtlichen Daten verfügbar, um die Entwicklung der Verkaufsflächen nachzeichnen zu können. Doch denkt man an Migros in Perolles, an «Freiburg-Center», an Carrefour in Villars-sur-Glâne und Avry-Centre und deren Satelliten sowie an das Zentrum in Agy, Granges-Paccots, und an die Investitionspläne um Gottéron-Village wird man trotz Geschäftsschliessungen von einem nicht unerheblichen Nettozuwachs an Verkaufsflächen in der Agglomeration sprechen können. Zu bedenken ist weiter, dass dank der wachsenden Mobilität Kaufkraft in die benachbarten Kantone (Berufs- und Einkaufspendler) abfliesst.
Ob die einzelhandelsrelevante Nachfrage in der Agglomeration – eine Funktion der Zahl der Haushalte und deren verfügbares Einkommen – in gleichem Masse gewachsen ist, muss bezweifelt werden. Die Folge: Der Wettbewerb zwischen den Geschäften in der Stadt und den Einkaufszentren in den Randzonen wird härter. Die unterschiedlichen Öffnungszeiten stellen auch Wettbewerbsvorteile für die Anbieter in den Randzonen dar.