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Publiziert: 10 Juni 2018
Im Tessin produzieren gleich zwei Firmen eigene Schokolade, Chocolat Stella in Giubiasco und Chocolat Alprose in Caslano. Beide Fabriken können auch besichtigt werden.
In der Schweiz wurde die erste Schokoladenfabrik 1819 gegründet. Danach folgten unter anderem die Schweizer Firmen wie Suchard, Lindt, Tobler und Sprüngli. Die erste Schweizer Milchschokolade wurde 1875 auf den Markt gebracht. 1879 wurde das Conchierverfahren entwickelt. Damit wurde Schokolade erstmals ohne Zusatz von Zucker, Honig oder gerösteten Haselnüssen geniessbar. Dieses Verfahren und die Milchschokolade trugen wesentlich zum Ruf der Schweizer Schokolade bei.
Im Tessin gründete Achille Vanini im Jahr 1928 Chocolat Stella. 1980 wurde die Firma an Chocolat Bernrain AG verkauft, der Name Stella wurde als Marke jedoch beibehalten. Neben klassischer Schokolade produziert die Firma in Giubiasco heute Produkte wie laktose- oder zuckerfreie sowie vegane und koschere als auch Bio- und Halal-Schokolade. Chocolat Stella bemüht sich ausserdem um Qualitätsstandards und fairen Handel und bietet für interessierte Gruppen Führungen an.
1957 wurde Chocolat Alprose unter dem Namen Titlis-Chocolat gegründet. 1971 wurde die Firma Teil des Traditionsunternehmens Stollwerk. 1991 wurde das Schokoladenmuseum eröffnet, 1992 aus Titlis-Chocolat Chocolat Alprose. 2011 übernahm die Baronie Gruppe das Unternehmen.
Die Fabrik im Tessin stellt Klassiker wie Tafelschokolade, Truffes oder Riegel und Innovationen wie Dragees oder Knabbereien in unterschiedlichsten Formen her. Ein kleines Museum am Firmenstandort in Caslano gibt Einblicke in die Geschichte und Produktion.