Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03288.jsonl.gz/703

Am Donnerstag soll endlich auch der erste Trailer zu Ridley Scotts Prometheus veröffentlicht werden. Die verbleibenden Tage nutzt 20th Century Fox, um so etwas wie Previews zum Teaser zu veröffentlichen. In den jeweils 30 Sekunden gibt es einen minimalen Vorgeschmack, was uns erwartet. Ausserdem hat sich Scott mit Filmophilia in Island zusammengesetzt und über den Science-Fiction-Film geplaudert. Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
– Scott dreht in Island für Prometheus “den Anfang der Zeit”.
– Zum Ende des dritten Aktes wird man die DNA des allerersten Alien-Films erkennen, aber keine Verbindung zu den Sequels ziehen.
– Scott hat sich immer gewundert, warum nie jemand gefragt hat, wer der Space Jockey sei. Er hat darüber nachgedacht und eine Geschichte dazu gefunden.
– Scott hat seit vielen Jahren eine gute Beziehung zu H.R. Giger. Er war der erste, der den schweizer Künstler überreden konnte, in ein Flugzeug zu steigen. Giger blieb für 11 Monate und hat einiges für Scott gemacht. Man wird einige Wandmalereien von ihm im Film sehen.
– Den ersten Alien-Teil hat Scott immer als C-Movie gesehen, der wie ein A-Movie gemacht wurde. Es sei diese Situation des “Horrorhauses”, in dem sich sieben Personen befinden und alle sterben. Alien sei sehr einfach und unbekümmert gewesen. Prometheus stelle aber ganz neue und ganz viele Fragen. Er habe das Raumschiff in Alien immer als Waffentransporter gesehen und das Alien als Waffe. Und jenes war kein Skelett, sondern ein Anzug. Wer steckte drin und wohin wollte es?
– Für Scott ist es absolut lächerlich zu glauben, dass der Mensch im Universum alleine sei. Dass er bei diesem Interview sitze, auf einem Stuhl, mit dem Handy in der Hand, sei, mit Blick auf die darwinistische Theorie, statistisch gesehen unmöglich, ohne dass der Mensch Hilfe bekommen habe. Wer hat geholfen? Wer hat die richtigen Entscheidungen getroffen und wer hat die Menschen so hinbekommen?
– Nach The Duellists (1977) habe ihm jemand das Alien-Drehbuch gegeben. Zu jener Zeit war er sehr mit den Werken von Jean Giraud (Moebius) beschäftigt und habe sofort gemerkt, dass er die Inspiration für den Science-Fiction-Film nutzen könne und zugesagt.
– Scott sieht Noomi Rapace als Nachfolger zu Sigourney Weaver, auch wenn sie allein schon durch die Körpergrösse sehr unterschiedlich seien. Er schaue viele skandinavische Filme und habe Rapace in The Girl with the Dragon Tattoo (2009) gesehen.
– Der originale Xenomorph wird in Prometheus nicht zu sehen sein.
Prometheus kommt im Sommer 2012 in die Kinos und führt ein Team von Forschern in die dunkelsten Ecken des Universums, nachdem sie einen Hinweis finden, der auf die Ursprünge des Menschen verweist.