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Hypophysenchirurgie
Bei der Hypophysenchirurgie geht es um die Entfernung von Tumoren an der Hypophyse. Die Hypophyse oder Hirnanhangsdrüse steuert zu einem wesentlichen Teil den Hormonhaushalt im Körper bei. Entsteht nun ein Tumor an der Hypophyse, kann dieser dazu führen, dass die Hirnanhangsdrüse übermässig oder zu wenig funktioniert und Hormonstörungen auftreten. Bei diesen gutartigen Drüsentumoren spricht man von Hypophysenadenom. Sie lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen: in Mikroadenome und Makroadenome.
Mikroadenome sind meist hormonaktiv. Durch eine hormonelle Störung können Störungen wie Wachstumsstörungen, Riesenwuchs oder Fertilitätsstörungen auftreten. Häufig werden Mikroadenome erst aufgrund solcher Störungen entdeckt.
Makroadenome sind meist hormoninaktiv. Sie drücken auf das umliegende Gewebe und komprimieren den Sehnerv von unten so, dass eine Sehminderung stattfindet oder Ausfälle im Gesichtsfeld auftreten.
Hypophysenadenome können aufgrund ihrer Nähe zu den Sehnerven gar Blindheit verursachen. Eine Hormondiagnostik gibt Aufschluss darüber, ob eine hormonelle Störung vorliegt.
Chirurgische Eingriffe an der Hypophyse nehmen wir minimalinvasiv durch die Nase vor. Dabei benutzen wir technische Geräte zur Navigation innerhalb des Schädels. Durch den Einsatz intraoperativer Bildgebung (Endoskopie) erhält der operierende Facharzt während des Eingriffs laufend ein präzises Bild aus dem Inneren der Operationsumgebung.
Allfällige Tumorreste werden nicht-invasiv radiochirurgisch behandelt.