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Osteologie/OsteoporoseOsteologie ist die Lehre vom Bau der Knochen und Krankheiten des Knochens.
OsteoporoseReduktion der Knochendichte, meist altersbedingt. Dadurch kommt es zur Anfälligkeit für Knochenbrüche bei Bagatellverletzungen oder spontane Knochenbrüche bei Alltagsbelastungen (Wirbelkörper, Fussknochen etc). 80% aller Osteoporosen betreffen Frauen nach der Menopause, davon haben 30% eine klinisch manifeste Osteoporose, d.h. mit Knochenbrüchen. Die häufigsten Knochenbrüche betreffen dabei Wirbelkörper und führen zu Wirbelsäulenverkrümmungen.
Neben der primären Osteoporose, welche durch den Wegfall der Sexualhormone bedingt ist, gibt es sekundäre Osteoporosen. Dazu gehören als häufigste Ursachen eine Langzeitbehandlung mit Cortisonpräparaten und eine längere Immobilisation. Weitere Ursachen sind zu suchen und auszuschliessen.
Die maximale Knochendichte wird mit 24 Jahren erreicht nach Abschluss der Pubertät, störende Faktoren während der Pubertät sind eine unzureichende Ernährung (Anorexie), übermässiger Sport, längerfristige Behandlungen mit Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel oder Aufnahmestörungen im Magen-Darm-Trakt.
Abklärung der OsteoporoseDurchführung einer standardisierten Knochendichtemessung mit der Dual-Röntgen-Absorptiometrie zur Ermittelung des T-Scores. Erfassung der Körperlänge. Screening für Grundkrankheiten mit Einfluss auf die Knochen, Laboranalyse des Knochenstoffwechsels.
Therapie der OsteoporoseBasis der Therapie ist eine ausreichende tägliche Zufuhr von Calcium und Vitamin-D sowie ein ausreichendes körperliches Training.
Medikamente
- Bisphosphonate: Verhindern den weiteren Knochenverlust. Werden für 3-5 Jahre, max. 10 Jahre gegeben. Möglich als Wochen-oder Monatstablette, 3-Monatsspritze oder Jahres-Infusion.
- Denosumab: Verhindert einen weiteren Knochenabbau. Eine Behandlung mit einer Spritze ins Unterhautfettgewebe alle 6 Monate. Wird oft anschliessend zu Bisphosphonaten gegeben, ergänzender Wirkmechanismus. Beim Absetzen von Denosumab tritt ohne sofortige Weiterbehandlung mit einem Bisphosphonat in den ersten 12 Monaten nach Stop des Medikamentes eine erhöhte Frakturrate auf, dies sollte beachtet werden beim Therapiekonzept.
- Teriparatid: knochenaufbauende (osteoanabole) Behandlung mit einem Analog des körpereigenen Parathormons, begrenzt auf maximal 2 Jahre Therapiedauer. Es erfordert eine tägliche abendliche Spritze des Hormones ins Unterhautfettgewebe mit einer Fertigspritze.