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Die Gründe für die Hungersnot im Südsudan sind vielschichtig. Eine monatelange, anhaltende Dürre hat den Ernteertrag vielerorts erheblich beeinträchtigt. «So konnten auch keine Vorräte angelegt werden, mit denen eine Hungerperiode hätte überbrückt werden können», bemerkt CSI-Projektmanager Franco Majok.
Überdies hat der 2013 ausgebrochene Bürgerkrieg die Nahrungsmittelknappheit im Südsudan verschärft. Während die Region um Aweil – wohin CSI die befreiten Sklaven zurückbringt – bis heute vom Krieg verschont geblieben ist, geriet die Gegend um Malakal (Bundesstaat Central Upper Nile) gnadenlos in den Strudel der Gefechte. Malakal und viele umliegende Dörfer wurden weitgehend zerstört. Die Nahrungsmittelhilfe von CSI konzentriert sich daher auf diese Region, in der sich die Lage mittlerweile beruhigt hat.
Soforthilfe für Menschen in Not
In Zusammenarbeit mit den lokalen Dorfverantwortlichen wurden in Wau Shilluk 50 Kilogramm-Säcke mit Sorghum (Hirse) an 300 hungernde Familien verteilt. «Diese Menge reicht, um 1600 Menschen von Wau Shilluk während Wochen zu ernähren», erklärt Franco Majok. Ebenso wurden in Baliet 250 Haushalte mit je 50 Kilogramm Sorghum versorgt.
CSI möchte den notleidenden Menschen in der Region auch längerfristig helfen. Deshalb ermöglichen wir zusammen mit der lokalen Partnerorganisation «Women Union in Malakal» rund 60 Frauen die Eröffnung eines Geschäfts. Viele dieser Frauen sind Kriegswitwen. «Mit der Unterstützung können sie mit der Zeit für sich selbst sorgen und sind künftig weniger der Gefahr einer drohenden Hungersnot ausgesetzt», erklärt Franco Majok.
Reto Baliarda