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Im Mittelpunkt von Adam Zagajewskis poetischen Erkundungen steht Europa: europäische Musik und Philosophie, Europas Architektur und seine Landschaften, aber immer auch des Dichters eigene Geschichte. Er, den seine Ironie davor bewahrt, ein reiner Elegiker zu werden, verkörpert so tief wie kaum ein anderer das europäische Bewusstsein mit allen Ambivalenzen.
Rezension
"Ein mitreissender Einblick in das Schaffen eines grossen zeitgenössischen Dichters." Jan Wagner, Frankfurter Rundschau, 08.10.03 "Zur Musik pflegt der polnische Schriftsteller Adam Zagajewski eine besondere Beziehung. Für die Prosaisten seiner autobiografischen Schriften ist sie das wiederkehrende Ferment gegen jede Facon von Gewöhnlichkeit; für die Poeten zeigt sie eine Magie, die eng das Handwerk des Schreibens berührt." Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung, 20.01.04
Portrait
Adam Zagajewski wird am 21.6.1945 in Lemberg geboren. Seine Kindheit und Schulzeit verbringt er Gleiwitz, Schlesien, wohin die Familie nach dem Kriege übersiedelt. Von 1963 bis 1968 studiert er Psychologie und Philosophie in Krakau. Sein literarisches Debüt hat er 1967 mit einigen Gedichten in einer Zeitschrift. Erst in den siebziger Jahren tritt er auch als Romanautor und Essayist in Erscheinung. Ende der siebziger Jahre schliesst er sich dem Kreis der Bürgerrechtsbewegung KOR an. Er erhält ein zeitweiliges Veröffentlichungsverbot von den Behörden, so dass er 1979 ins Ausland geht und sich 1982 in Paris niederlässt. Seit 1988 lehrt er an der Universität von Houston, USA. Adam Zagajewski gehört zu den wichtigsten polnischen Dichtern der Gegenwart. Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, wie den Kurt-Tucholsky-Preis oder den Prix de la Liberte. 2015 wurde ihm der Heinrich-Mann-Preis verliehen, 2016 der Jean Améry-Preis und der Leopold Lucas-Preis. Karl Dedecius, 1921 in Lodz geboren, gilt als bedeutendster Mittler polnischer Literatur und Kultur in Deutschland. Als Übersetzer Hunderter Bücher, Autor zahlloser Reden und Aufsätze, Herausgeber der Polnischen Bibliothek, Gründer des Deutschen Poleninstituts in Darmstadt wurde er vielfach gewürdigt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1990 und dem Orden des Weissen Adlers 1999 in Polen. Karl Dedecius lebt in Frankfurt am Main.