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"... träumend oder halbwach ..."
Lagen im Mittelalter, wie Jacob Burckhardt 1860 in seinem berühmten Epochenepigramm formuliert, "die beiden Seiten des Bewusstseins – nach der Welt hin und nach dem Innern des Menschen selbst – wie unter einem gemeinsamen Schleier träumend oder halbwach"? Was geschah, als am Ende der Epoche "dieser Schleier in die Lüfte verwehte"? Wie lebte es sich unter dem Schleier? Und wieso meinte Burckhardt auch, dass "die Kunde vom Mittelalter mit zum Teuersten gehört, was wir besitzen"?
Um die "Kunde vom Mittelalter" – aktuell formuliert: area studies des euromediterranen Weltteils im letzten Jahrtausend vor der Globalisierung – geht es in der Basler Lehre und Forschung, um soziale Aneignungs- und Austauschprozesse, um Menschen und Dinge, Sprachen und Geschichten, Zentren und Ränder und um Rezeption und Wahrnehmung des Mittelalters bis in die mediale Gegenwart.
Der Bereich gliedert sich in die Professuren für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Geschichte des Spätmittelalters und der italienischen Renaissance.
Aktuelles
Forschung und Lehre
Professuren
Die gegenwärtigen Forschungsthemen der Professur Allgemeine Geschichte des Mittelalters sind Basel und das Königtum Burgund im hohen Mittelalter, politische Kultur maritimer Gesellschaften ("Thalassokratien"), politische Sprache im Mittelalter, England im 11./12. Jahrhundert, Mittelalterrezeption als Mittelalterprojektion, regionale Geschichtskulturen im 19.-21. Jahrhundert und die neue Wirtschaftsgeschichte des Spätmittelalters.
Die Professur der Geschichte des Spätmittelalters und der italienischen Renaissance vertritt in Lehre und Forschung folgende Schwerpunkte:
- Kulturgeschichte des Mittelalters und der Renaissance
- Geschichte visueller Medien
- Wahrnehmungsgeschichte der Vormoderne
- Stadt-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Mittelalters und der Renaissance
- Wissensgeschichte der Renaissance