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Der Caixin-Index erfasst im Gegensatz zum entsprechenden Indikator der Regierung die Stimmung in kleineren und mittleren Unternehmen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex, der sich eher auf die grösseren staatlichen Unternehmen bezieht, hatte sich im Juni ebenfalls eingetrübt.
Die schlechtere Dienstleisterstimmung kommt für China äusserst ungelegen, da der Sektor die Gesamtwirtschaft in den vergangenen Monaten gestützt hat. Nach der Abkehr der Volksrepublik von dem einst strengen Corona-Kurs ist der Dienstleistungsbereich angesprungen. Die Industrie konnte dagegen nicht von der Lockerung profitieren. Unter dem Strich haben sich die Hoffnungen auf eine kräftige Erholung der chinesischen Konjunktur bisher nicht bewahrheitet.
Die politische Führung und die Zentralbank des Landes greifen der Wirtschaft zwar seit einiger Zeit unter die Arme. Allerdings bleiben die Hilfen bislang weit hinter früheren Konjunkturpaketen zurück. Für viele Fachleute hat es den Anschein, als solle die Unterstützung eher eine Stabilisierung der Wirtschaft denn einen starken Anschub bewirken. Ein Grund für das vorsichtige Vorgehen dürfte darin liegen, dass einige Bereiche der chinesischen Wirtschaft seit längerem blasenartige Übertreibungen aufweisen, beispielsweise der Immobilienmarkt.
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