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Das interdisziplinäre Forschungsprojekt SCALES untersucht Kontinuitäten und Wandel in der Regulierung von Allmend-Ressourcen (engl. Commons) wie Weiden und Wälder. Das Projekt interessiert sich für die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Regelwerke und Organisationsformen (Bürgergemeinden, Korporationen, Genossenschaften), in denen kollektives Eigentum bis heute verwaltet und genutzt wird und damit die Kulturlandschaft prägt. Das Projekt setzt zeitlich im 18. Jahrhundert ein und betrachtet die Zeitspanne bis in die Gegenwart. Es bezieht sich auf die Arbeit des US-Sozialanthropologen Robert Netting über die kommunale Ressourcenverwaltung in der Schweiz am Beispiel von Törbel (Wallis), die von der Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom (1990) aufgegriffen und neben anderen Fällen als Beweis aufgeführt wurde, dass Menschen nachhaltige und dauerhaft funktionierende Allmend-Institutionen entwickeln können. In den letzten 300 Jahren und insbesondere im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben die Land- und Forstwirtschaft jedoch tiefgreifende Veränderungen erlebt, die im politischen, ökonomischen und institutionellen/rechtlichen Wandel ihre Wurzeln haben. Wie haben die Körperschaften des kollektiven Eigentums auf diese Herausforderungen reagiert? Welches waren und sind die Bedingungen dafür, dass lokal adaptierte Nutzungskonzepte entwickelt wurden und auch in Zukunft umgesetzt werden können?