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Stahl ist eine Eisenlegierung mit einem geringen Gehalt an Kohlenstoff, der den Rostvorgang verlangsamt. Bei Kontakt mit sauerstoffreichem Wasser rostet Eisen an der Oberfläche. Die entstehende Rostschicht bildet jedoch eine Schutzschicht für das darunterliegende Metall und verzögert das Fortschreiten des Rostvorganges.
Archäologische Funde von Metallgegenständen helfen den Wissenschaftlern, die Lebensdauer der Metallbehälter für die hochaktiven Abfälle zu beurteilen. Die Herstellung von Stahl ist seit 2700 Jahren bekannt, während Eisen bereits seit 3500 Jahren genutzt wird. Vor allem aus der Römerzeit sind viele Eisenfunde bekannt.
Bild: Nagra.
Der Rost hat an diesem römischen Helm genagt, während er im Boden begraben lag. Während der fast 2000 Jahre hat der Rost den ursprünglich zwei bis drei Millimeter dicken Eisenhelm aber noch nicht ganz durchfressen können.
Zum Vergleich: Die hochaktiven Stoffe kommen erst mit der Bergfeuchtigkeit in Kontakt, wenn die dickwandigen Lagerbehälter aus Stahl (minimale Wandstärke 15 cm) durchkorrodiert sind. Das erwartet man in frühestens 10 000 Jahren. Erst dann können radioaktive Stoffe durch Wasser herausgelöst werden. Der Hauptteil der Radioaktivität ist bis dann abgeklungen. Die Bentonitverfüllung der Stollen und das umgebende Wirtgestein sorgen weiterhin für sicheren Einschluss.