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Wirkstoff:Medetomidini hydrochloridum 1 mg
Sonstige Bestandteile:Propylis parahydroxybenzoas 0.2 mg
Methylis parahydroxybenzoas (E 218) 1 mg
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.
Wissenschaftliche Hintergrunddaten (CliniPharm Wirkstoffdaten)
Wegen seiner emetischen Wirkung darf Medetomidin nicht an Tiere verabreicht werden, bei denen Erbrechen aufgrund eines mechanischen Hindernisses nicht möglich ist (Magendrehung, Verlegung des Oesophagus, usw.).
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem sonstigen Bestandteil.
Medetomidin nicht mit sympathomimetischen Aminen kombinieren.
Nicht gleichzeitig mit Sulfonamid-Trimethoprim-Kombinationen anwenden.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei TierenSedation und Anästhesie von Tieren sind immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Jedes Tier sollte vorher gründlich untersucht werden.
Da Medetomidin die Wirkung von anderen Sedativa und Anästhetika potenziert, sollte deren Dosierung immer reduziert werden.
Medetomidin wird in der Leber metabolisiert und über die Nieren ausgeschieden. Daher können die Wirkungen von Medetomidin bei Leber- und/oder Niereninsuffizienz länger anhalten. In solchen Fällen, wie auch allgemein bei älteren und kranken Tieren sowie bei Unfallpatienten sollte die Dosierung reduziert werden.
Futter und Wasser von den sedierten Tieren fernhalten, bis sie sich vollständig erholt haben.
Da durch Medetomidin der Lidreflex unterdrückt wird, muss eine Salbe oder ein Gel (z.B. Tränenersatz) in die Augen appliziert werden, um der Austrocknung und Schädigung der Kornea vorzubeugen.
Mit den sedierten Tieren sollte vorsichtig umgegangen werden, da sie aggressiv reagieren können.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den AnwenderIm Fall einer versehentlichen oralen Einnahme oder Selbstinjektion ziehen Sie unverzüglich einen Arzt zu Rate und zeigen ihm die Packungsbeilage oder das Etikett, aber VERMEIDEN SIE DAS FÜHREN EINES FAHRZEUGES, da eine Sedation oder Blutdruckschwankungen auftreten können.
Haut-, Augen- und Schleimhautkontakt vermeiden.
Die betroffene Hautstelle nach dem Kontakt umgehend mit viel Wasser abspülen.
Bei versehentlichem Kontakt des Arzneimittels mit den Augen mit reichlich frischem Wasser ausspülen. Bei Auftreten von Symptomen unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
Schwangere Frauen sollten beim Umgang mit dem Arzneimittel besonders vorsichtig sein und eine Selbstinjektion vermeiden, da es nach einer versehentlichen systemischen Exposition zu Uteruskontraktionen und einem Blutdruckabfall des Fötus kommen kann.
Mit der Sedationswirkung wird ein Abfall der Herz- und Atemfrequenz beobachtet. Nach der Applikation werden eine Bradykardie und gelegentlich AV-Blöcke ersten und zweiten Grades sowie Extrasystolie beobachtet. Es kommt zu einer Vasokonstriktion der Koronararterien und die Herzleistung ist herabgesetzt. Der Blutdruck steigt nach der Injektion zunächst an und fällt dann in den Normalbereich zurück oder leicht darunter.
Erbrechen kann v. a. bei der Katze innerhalb weniger Minuten nach Applikation auftreten. Katzen können auch während der Aufwachphase erbrechen.
Eine gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber lauten Geräuschen wird bei einigen Tieren beobachtet.
Gesteigerte Diurese, Hypothermie, Atemdepression, Zyanose, Schmerzen an der Injektionsstelle und Muskelzittern können auftreten.
In einzelnen Fällen kann eine reversible Hyperglykämie aufgrund reduzierter Insulinsekretion vorkommen.
In seltenen Fällen wurden Lungenoedeme beschrieben.
Sehr seltene Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Medetomidin wurden beschrieben.
Als Antagonist zu Medetomidin kann Atipamezol verwendet werden.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermassen definiert:
Nicht gleichzeitig mit sympathomimetischen Aminen oder mit Kombinationen von Sulfonamiden und Trimethoprim anwenden.
Sedation:Hund: 10 - 80 µg/kg KGW (0.01 - 0.08 ml/kg)
Katze: 50 - 150 µg/kg KGW (0.05 - 0.15 ml/kg)
Kleine Hunderassen brauchen eine höhere Dosierung Medetomidin pro kg KGW als grosse Rassen. Bei nervösen und ängstlichen Tieren kann eine Erhöhung der Dosis notwendig sein.
Anästhesie:Dorbene kann zur Prämedikation einer Allgemeinanästhesie eingesetzt werden. Medetomidin erhöht die Wirkung anderer Anästhetika, deshalb sollte deren Dosierung um 50 - 90% vermindert werden.
Beispiele:
Hund
Katze
Als Antagonist zu Medetomidin kann Atipamezol verwendet werden.
ATCvet-Code: QN05CM91
Neben seinen sedativen, analgetischen und muskelrelaxierenden Eigenschaften besitzt Medetomidin auch eine mydriatische Wirkung, hemmt die Speichelproduktion und vermindert die Darmtätigkeit.
Die kardiovaskulären Wirkungen von Medetomidin sind sowohl zentral (Bradykardie, Abfall des Blutdrucks) als auch peripher (Erhöhung des arteriellen Blutdrucks, erhöhter Widerstand im systemischen Kreislauf). Bei Hunden können AV-Blöcke vom Typ I und II auftreten. Der initial gestiegene Blutdruck sinkt innerhalb von 15 Minuten in den Normalbereich zurück oder leicht darunter. Es kommt zu einer peripheren Vasokonstriktion, welche zu blassen oder leicht zyanotischen Schleimhäuten führen kann. Lokales Muskelzittern kann vereinzelt auftreten. Die Blutzuckerkonzentration wird erhöht. Wie bei allen anderen Sedativa kann Medetomidin die Körpertemperatur etwas herabsenken.
Medetomidin wird in der Leber abgebaut und seine Metaboliten werden hauptsächlich im Urin ausgeschieden.
Methylis parahydroxybenzoas (E 218)
Natrii chloridum
Acidum hydrochloridum dilutum
Aqua ad iniectabilia
Haltbarkeit nach Anbruch des Behältnisses: 28 Tage
Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Rehhagstrasse 83
3018 Bern
Tel.: 031 / 980 27 27
Fax: 031 / 980 27 28
<email-pii>
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung
VERBOT DES VERKAUFS, DER ABGABE UND / ODER DER ANWENDUNGNicht zutreffend
Dieser Text ist behördlich genehmigt.