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Inspiriert von noch vorhandenen Druckbogen des Archivs der Porzellan Manufaktur "Langenthal Suisse" realisierte ich eine Serie rechteckiger Platten, auf denen grafische Kompositionen zu sehen sind.
Das Porzellan, das zur Herstellung diente, lag 40 Jahre im Keller der fast ganz verlassenen Manufaktur. Wieder mit Wasser versetzt, wird die getrocknete Masse erneut formbar. Während des mehrmaligen Brandes auf fast 1300°C treten derart grosse Spannungen auf, dass die Platten meist in mehrere Teile zerreissen. Diese mineralische Kraft weist auf die Zerbrechlichkeit des Materials hin.
Einer ärcheologischen Grabplatte gleich sind die Elemente entweder auf dem Boden wieder zusammengefügt oder an der Wand als friesähnliche Elemente angeordnet. Jede Platte trägt eine eigene Komposition, bestehend aus Kreisen oder Streifen, die auf Geschirrdekors verweisen.
Diese Arbeit versteht sich als ästhetisches Mahnmal des Verschwindens eines Teils des schweizerischen industriellen Kulturerbes und der damit verbunden visuellen und handwerklichen Vielfalt.