Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03479.jsonl.gz/1298

Samdup Dölma Ling und Ganden Chökhor
Lodrö Rinpoche wurde 1942 in Osttibet geboren und im Alter von drei Jahren als Tulku bestimmt und ins Kloster Samdup aufgenommen. Mit fünfzehn Jahren wechselte Lodrö ins bekannte Kloster Sera in Lhasa. Im Jahr 1959 floh er nach Darjeeling in Indien, wo er im Jahr 1962 die Mönchsordination erhielt. Im Jahr 1967 sandte ihn der Dalai Lama in die Schweiz, um beim Aufbau des klösterlichen Tibet-Instituts in Rikon mitzuhelfen, wo Lodrö Rinpoche 34 Jahre lebte. Im Jahr 1987 nahm Lodrö Rinpoche die Schweizer Staatsbürgerschaft an.
Zusammen mit westlichen Schülerinnen und Schülern gründete Lodrö Rinpoche im Jahr 2000 das Zentrum Samdup Dölma Ling in Erlenbach ZH, wo Lodrö Rinpoche seither auch lebt.
Im Jahr 2009 konnte in Churwalden das ehemalige Kurhaus Waldhotel Pradaschier übernommen und zum Zentrum Ganden Chökhor umgebaut werden. 2010 fanden die ersten Kurse statt.
Lodrö Rinpoche und Ganden Chökhor sind besonders der Praxis des Chöd, des „Abschneidens“ verpflichtet. Ziel ist es, sich von egoistischem und gewohnheitsmässigem Denken abzuschneiden, um zu tieferer Einsicht zu gelangen. Chöd wird mit Hilfe von Trommel, Glocke, Rezitation und Visualisationen praktiziert.
Chöd wurde im 11. Jahrhundert von der buddhistischen Gelehrten Machig Labdrön entwickelt und innerhalb der Gelugpa-Schule weiter tradiert.