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Funde aus der Bronze-, Hallstatt- und Römerzeit bezeugen eine frühe Besiedlung des Gemeindegebietes.
Auf dem Plateau vom Ebersberg und im «Jösli», am westlichen Abhang des Ebersberges, wurden Ausgrabungen von Siedlungen aus der Bronze- und Hallstattzeit gemacht.
In römischer Zeit stand auf dem Ebersberg ein Wachturm. Er bildete ein Glied in der Kette von Wachtürmen, welche um 370 n. Chr. von Diokletian dem Rhein entlang zur Verteidigung der Grenze des römischen Imperiums erstellt wurden. Mit dem Abzug der Römer im Jahre 401 endete in unserem Gebiet die Zeit der militärischen Präsenz Roms.
Aus dem 10. Jahrhundert stammt eine Wallanlage bei «Schartenflue» auf dem Irchelplateau, welche wahrscheinlich zum Schutz gegen die Ungarn angelegt wurde.
Um 1100 wird Berg am Irchel erstmals urkundlich erwähnt, damals noch als «Berga» geschrieben. Das Ehepaar Alberich und Amita überträgt dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen zwei bäuerliche Hofeinheiten. 1254 wird Gräslikon als «Grassilincon» erstmals erwähnt. Gräslikon und Eigental gehören vor 1798 zur Herrschaft Wülflingen-Buch am Irchel. 1855 wird Gräslikon Berg zugeteilt.
Im Mittelalter gab es auf Gemeindegebiet drei Burgen. Auf dem Schlossbuck, links der Strasse nach Teufen stand die Burg «Radegg» oder «Alt Schollenberg».
Der Burghügel ist gut erkennbar, sichtbare Überreste der Burg sind aber nicht vorhanden. Das freiherrliche Geschlecht der «Schade von Radegg», welches 1188 bis 1331 urkundlich vorkommt, hatte hier seine Stammburg.
Die Burg «Ebersberg», auf dem Plateau des Ebersberg, soll schon im 13. Jahrhundert durch die Zürcher unter Führung Rudolfs von Habsburg zerstört worden sein. Es wird vermutet, dass auf dieser Burg das Geschlecht derer von Ebersberg ansässig war. Überreste dieser Burg sind noch sichtbar.
Burg Schollenberg, auch bezeichnet «zu der niederen Schollenberg», liegt heute auf Flaachemer Gemeindegebiet. Die Burg diente wohl der Sicherung und Kontrolle des Rheinübergangs. Ursprünglich war sie im Besitz der Freiherren von Teufen.
1259 wird ein Burkhard von Schollenberg, der im Dienste der Freiherren von Teufen stand, erwähnt. Nach dem Übergang der Vogtrechte an die von Erzingen-Betmaringen kam auch die Burg in den Besitz dieser Freiherren. Die Vogtherren von Berg sassen dann bis anfangs des 17. Jahrhunderts auf der Burg Schollenberg. 1775 wurde Schollenberg und 1788 die Ziegelhütte an Flaach abgetreten. Im Jahre 1839 liess Georg Escher die ihm gehörende Burg abbrechen, um mit den Steinen eine Schnapsbrennerei im Eigental zu bauen.
Im Hochmittelalter waren die Herren von Teufen die grössten Grundherren im Dorf. Um 1300 schenkten die Teufen den Bergemer Grundbesitz mit dem Meierhof als Verwaltungszentrum dem Stift Embrach, behielten aber das Vogtrecht. Dieses Vogtrecht kam schliesslich in die Hände der Habsburger, die es 1361 denen von Erzingen-Bertmaringen verliehen. Die Gemeinde war zu dieser Zeit Teil der Grafschaft Kyburg unter habsburgischem Hoheitsgebiet.
Gegen Ende des 14.Jahrhundert war Friedrich von Erzingen-Betmaringen einer der ersten bekannten Gerichts- beziehungsweise Vogtherren des Dorfes. Die Herren von Erzingen-Betmaringen führten wie die heutige Gemeinde einen aufrechten Eber im Wappen. Es wird darum angenommen, dass das Bergemer Wappen auf die ehemaligen Gerichtsherren aus dem Geschlecht der Erzingen-Betmaringen zurückgeht. Von 1894 bis 1934 zierte an Stelle des Ebers eine Linde das Bergemer Wappen. Dieses Wappen ist noch auf dem mittleren nördlichen Glasfenster in der Kirche zu sehen.
1452 kommt die Grafschaft Kyburg und damit auch Berg an die Stadt Zürich. Nach wechselnden Herrschaftsverhältnissen gelangte die Herrschaft 1642 an die Zürcher Familie Escher vom Luchs. 1642 baute Hans Heinrich Escher an Stelle des Meierhofs das Schloss Berg. Die Gerichtsherrschaft bleibt dann bis zur Helvetischen Revolution von 1798 in den Händen der Familie Escher vom Luchs. Hans Georg Escher (1756 - 1837) war der letzte Gerichtsherr von Berg. Er war angesehener Vertreter der zürcherischen Aristokratie und versuchte, mit verschiedenen konterrevolutionären Aktionen den Obrigkeitsstaat wieder herzustellen. Seine Tochter Cäcilie war der letzte Spross der Familie Escher von Berg. Sie bewohnte bis zu ihrem Tode am 19. Dezember 1885 das Schloss Eigental.
Während des Dreissigjährigen Krieges wurde das Zürcher Wehrwesen reorganisiert. Gleichzeitig mit der Neueinteilung in zehn Militärquartiere 1624 wurde ein Netz von Hochwachten als Alarmsystem eingerichtet. Der Wachturm auf dem noch heute «Hochwacht» genannten Punkt auf dem Irchel bot Sichtverbindung bis zu den Hochwachten Zürichberg, Uetliberg, Lägern, Stammberg und Kohlfirst.
Die Kirche Berg wird 1268 erstmals erwähnt. Sie war Maria geweiht und befand sich im Besitz des Klosters Kappel. Bis zur Reformation war die Kirche dann fest in den Händen des katholischen Klosters Rheinau. Trotz der Einführung des neuen Glaubens blieben bis 1836 Kirche und Pfarrhaus im Besitz des Klosters Rheinau. Ebenso wurden bis zu diesem Jahr die protestantischen Pfarrer vom Kloster Rheinau gewählt. Zürich hatte bei der Pfarrwahl nur ein Vorschlagsrecht.
Das heutige Kirchenschiff stammt aus dem Jahre 1654. Der von Hans Rietmann auf Schloss Eigental im Jahr 1654 gestiftete Taufstein wird noch heute gebraucht. Im Jahr 1892 wurde der Giebelhelm des Turmes durch einen Spitzhelm ersetzt. Die heutige Form des Turmes stammt aus dem Jahre 1940.
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