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EM Apeldoorn
Der Schweizer Bahnvierer fährt schnell, bleibt im kleinen Final aber chancenlos
Der Schweizer Bahnvierer hat an den Europameisterschaften im niederländischen Apeldoorn einen Medaillengewinn letztlich klar verpasst. Im kleinen Final vermochten die Schweizer den Briten nicht Paroli zu bieten.
Das Swiss Cycling-Quartett mit Stefan Bissegger, Claudio Imhof, Valère Thiébaud und Cyrille Thièry blieb im kleinen Final in 3:54,278 Minuten um fast 1,5 Sekunden über dem am Vortag in gleicher Besetzung aufgestellten Landesrekord, aber nur knappe sechs Hundertstel über der vormaligen, an den European Games 2019 in Minsk aufgestellten Bestmarke. Im Vergleich mit Grossbritannien fehlten der Schweiz, die 2018 in Glasgow EM-Silber gewonnen hatte, zur Bronzemedaille mehr als 2,8 Sekunden. „Wir sind wiederum gut gefahren, aber die Briten waren für uns an diesem Tag schlicht zu stark“, befand Nationaltrainer Daniel Gisiger.
EM-Gold ging in Apeldoorn an die Dänen, welche Titelverteidiger Italien sicher bezwangen und wie am Vortag in der Hauptrunde den Weltrekord der Australier nur knapp verfehlten.
Für die Sommerspiele 2020 qualifizieren sich in der Mannschaftsverfolgung nur die besten acht Nationen. Vor der EM in den Niederlanden lag die Schweiz im Qualifikationsranking im 9. Rang, mit geringem Rückstand auf Deutschland, Neuseeland und Italien. Dank dem 4. Platz in Apeldoorn verbessert sich die Ausgangslage für die Equipe von Swiss Cycling leicht, weil sie Deutschland hinter sich lassen und Neuseeland keine Punkte sammeln konnte. Italien allerdings vergrösserte aufgrund des Silbermedaillengewinns den Vorsprung. Von hinten droht dem Schweizer Bahnvierer im Olympia-Ranking von den zehntklassierten Belgiern, die man am Mittwoch in der Hauptrunde im direkten Duell deutlich besiegte, im Normalfall kaum Gefahr.
Ausstehend ist in der verbleibenden Qualifikationsphase bis nächsten Frühling noch der Weltcup, der an sechs Stationen auf vier verschiedenen Kontinenten stattfindet. Dazu kommen auch die Weltmeisterschaften in Berlin (26. Februar bis 1. März) in die Wertung. „Olympia ist noch weit weg, aber wir sind auf gutem Weg“, liess Gisiger verlauten. sda/SC