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Bevor wir zu den Szenen kommen, die sich auf dem Rasen abgespielt haben, wollen wir einer auf der Tribüne etwas Aufmerksamkeit schenken. Diese Choreografie der Fans des schwedischen Klubs Hammarby hat es in sich.
Die Fans versammelten sich auf einer Seite ihres Sektors, wo sie Fahnen schwangen und Rauchpetarden zündeten. Mittendrin hing ein Banner, auf dem «unsere Vision» stand. Auf der anderen Seite blieben die Sitze leer, es herrschte keine Stimmung. Dort hing ein Transparent mit den Worten: «Die Vision der Polizei». Hintergrund sind immer schärfere Sanktionen, die die schwedische Polizei gegen Fussball-Fans verhängt. Aktuell wird auch über ein Flaggen-Verbot in den Stadien diskutiert.
Es scheint, als würden sich Platzstürme in letzter Zeit wieder häufen. In der Champions League wurde Cristiano Ronaldo letzte Woche beinahe von einem Flitzer angegangen. Nun störte beim Spiel zwischen Marseille und PSG (0:0) einer gar direkt einen vielversprechenden Angriff der Pariser.
Lionel Messi war kurz davor, in den Abschluss zu gehen, als er merkte, dass die weissgekleidete Figur, die ihn verfolgte, gar kein Marseille-Spieler war, sondern ein Fan, der aufs Feld gestürmt war. Das Spiel wurde unterbrochen und es dauerte mehrere Sekunden, bis Sicherheitsleute vor Ort waren und den Flitzer vom Platz führten.
Wir machen nochmals einen kurzen Abstecher nach Schweden. Dort hat Leader Djurgardens IF am Samstag mit 3:2 gegen Kalmar gewonnen. Die Fans durften sich aber nicht nur über die drei Punkte, sondern auch über ein Traumtor von Emmanuel Banda freuen. Der sambische Nationalspieler zog aus rund 30 Metern einfach mal ab und erwischte den gegnerischen Goalie in der weiten Ecke.
Es gibt im Fussball eine Regel: Spiel den Rückpass immer neben und nie auf das eigene Tor. Das hätte sich Nathan Silva, Verteidiger von Atlético Mineiro, auch öfter sagen müssen. Der 24-Jährige erzielte beim 2:1-Sieg gegen Cuiaba den einzigen Treffer für den Gegner mit einem Eigentor aus spitzem Winkel. Statt den Ball zum neben dem Tor stehenden Goalie zu spielen, versenkte Silva den Ball via weiten Pfosten.
Eigentlich spricht es ja nicht für die Verteidigung der eigenen Mannschaft, wenn ein Torhüter gleich einen Vierfach-Save auspacken muss. Und tatsächlich sieht die Hintermannschaft von Wolverhamptons U18 gegen Manchester United nicht besonders gut aus. Doch dafür haben sie James Storer. Der junge Keeper pariert gleich vier Mal – gegen die eigenen Spieler und gegen den Gegner.
«Denn muss er einfach machen!» – das ist manchmal einfacher gesagt als getan. Doch in diesem Fall würden wir wohl zustimmen. Wenn du nicht nur einmal, sondern gleich zweimal alleine vor dem gegnerischen Kasten zum Abschluss kommst und dabei einmal kein Goalie mehr zwischen den Posten steht, dann musst du dir Vorwürfe gefallen lassen, wenn du den Ball nicht im Tor unterbringst. Dieses Kunststück hat Mahir Emreli von Legia Warschau fertiggebracht. Bei der 1:4-Niederlage gegen Piast hatte er zweimal das Tor vor sich und traf innert kürzester Zeit zweimal nur den Pfosten.
Wer sagt denn, dass es in Gibraltar keinen guten Fussball zu sehen gibt? Im Duell zwischen Leader St. Joseph's FC und den Lions Gibraltar (2:1) gab es ein Schmankerl von einem Freistosstor zu sehen.
Solche Tore sind wir uns sonst eigentlich nur von Zlatan Ibrahimovic gewöhnt. Was Hamilton Soares de Sa am Sonntag in Thailands höchster Liga zeigte, war einfach nur Sonderklasse. Beim 2:1-Sieg gegen Suphanburi erzielte der brasilianische Stürmer ein absolutes Traumtor. Nach einer Flanke in den Suphanburi-Strafraum flog der Ball hoch durch die Luft. Der 31-Jährige nahm den Ball mit seinem rechten Fuss an und haute ihn dann in einer fliessenden Bewegung per Seitfallzieher mit dem linken Fuss in die Maschen. Es war der 1:1-Ausgleich, der seinem Team die Wende ermöglichte.
Wenn ein Panenka-Penalty funktioniert, ist es ein Augenschmaus und ein Beweis der Coolness des Schützen. Wenn er nicht funktioniert, sieht es einfach nur schlecht aus – gibt aber immerhin etwas zum Lachen her. Das musste Rai Vloet, Spieler von Heracles Almelo, feststellen. Beim Auswärtsspiel gegen Zwolle segelte sein Panenka-Versuch deutlich übers Tor. Das war umso bitterer, weil es zu diesem Zeitpunkt noch 0:0 stand und Heracles am Ende mit 0:1 verlor.
Willkommen in der zweiten schottischen Liga, wo es nicht unbedingt die feine Fussballkost, aber dennoch einiges zu sehen gibt. Das Spiel zwischen dem Airdrieonians FC und dem Dumbarton FC verkam ungewollt zum Spektakel – insbesondere in der zweiten Halbzeit.
Zur Pause stand es 1:1, doch in der 58. Minute ging es erst so richtig los. Da flog Dumbarton-Stürmer Ross MacLean vom Platz, weil er nach einem Penalty-Entscheid eine Beleidigung äusserte. Den fälligen Penalty verschoss allerdings Airdrieonians' Rhys McCabe. In der 88. Minute ging es weiter mit den Platzverweisen: Zuerst flog Gregor Buchanan vom Feld, dann Andy Geggan und tief in der Nachspielzeit auch noch Stevie Farrell – alles Spieler von Dumbarton, die die Partie also mit acht Mann beendeten.
Doch es gab nicht nur rote Karten, sondern auch noch Tore. In der 90. Minute gingen die Hausherren mit 2:1 in Führung. Die Entscheidung? Mitnichten. Dumbarton, bereits in dreifacher Unterzahl, reagierte und erzielte in der 94. Minute das 2:2.
Doch auch jetzt war das Spiel noch nicht vorbei: In der 96. Minute zerstörte Salim Kouider-Aïssa Dumbartons Hoffnungen auf einen Punkt und schoss Airdrieonians zum Sieg.
Am Montagabend hat Lionel Messi in Paris seinen siebten Ballon d'Or gewonnen. Der Argentinier setzte sich vor Robert Lewandowski durch – ein Entscheid, den viele nicht nachvollziehen können. So schrieb etwa die deutsche «Bild»-Zeitung von einem «Skandal-Entscheid».