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Ein Finanzintermediär ist eine Organisation, die auf den Finanzmärkten zwischen Angebot und Nachfrage vermittelt. Das heißt, Kapital geht über Finanzintermediäre wie zum Beispiel Banken, Versicherungen oder Kapitalanlagegesellschaften von Kapitalgebern zu Kapitalnehmern.
Im modernen Wirtschaftsleben bestehen einerseits eine hohe Nachfrage nach Finanzinstrumenten sowie andererseits ein großes Angebot dafür. Zum Beispiel bieten Unternehmen Beteiligungen als Aktien an, um sich mit Kapital zu finanzieren. Andere Marktteilnehmer wie zum Beispiel institutionelle Anleger oder Banken fragen diese Papiere nach, damit sie das zur Verfügung stehende Kapital als so genannte „Zwischenhändler“ optimal an den Finanzmärkten platzieren können. Bei Emissionen haben Finanzintermediäre die Aufgabe, Anbieter und Nachfrager für Kontrakte zusammenzubringen. Im anderen Falle müssten die Unternehmen die dafür nötige Vielzahl an Aktionären selbst suchen und mit allen einzeln verhandeln, um ihre Anteile optimal an den Markt zu bringen. Da dieser Aufwand dazu ungleich groß wäre, würden sich die Unternehmen kaum mehr für die Rechtsform der Aktiengesellschaften entscheiden. Auf diese Weise verfügte die Realwirtschaft über weitaus weniger Liquidität.
Die Finanzintermediäre lassen sich nach ihren Funktionen in insgesamt drei Kategorien einteilen:
Fristentransformation
Am Finanzmarkt gibt es verschiedene Laufzeitinteressen für die einzelnen Finanzprodukte. Durch das „Einsammeln“ unterschiedlicher Anbieter und Nachfrager kann der Finanzintermediär die Anforderungen der auseinander gehenden Bedürfnisse erfüllen.
Losgrößen
Anbieter und Nachfrager möchten Kontrakte in verschiedener Höhe realisieren. Der Intermediär transformiert die unterschiedlichen Bedürfnisse durch Bündelung.
Risikotransformation
Die Risikobereitschaft ist am Markt unter den Teilnehmern ungleich verteilt. Dies kann der Intermediär durch die Emission von Fonds ausgleichen.