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Zum Bericht „Das Gehör kann sich im Guten täuschen“ in der NZZ vom 13. 1. 2020
Klassische Konzertsäle werden oft nach der Renovation „klangoptimiert“: Säle wie die Viktoria Hall
Genf (errichtet zwischen 1891 – 1894) oder das Casino Bern (erbaut zwischen 1907 – 1909).
Es ist nicht verständlich, dass Säle, die für ihre sehr gute Akustik bekannt waren, elektroakustisch ver-
ändert werden.
In diesem Zusammenhang wird oft die Firma Kahle Acoustics aus Belgien genannt, die in der ganzen
Welt Räume optimiert. Eckhard Kahle hat in seiner Anfangszeit mit dem New Yorker Akustiker Russel Johnson (1924-2007) zusammengearbeitet. Johnson hat z.B. im Saal des KKL Luzern nur mit Akustikkammern und Akustiksegeln gearbeitet, und nicht mit elektroakustischen Lösungen wie Kahle. Trotzdem wird das KKL auf der ganzen Welt für seine tolle Akustik geschätzt.
Der Bericht in der NZZ vom 13. 1. 2020 „Das Gehör kann sich im Guten täuschen“ erwähnt positive und negative Aspekte der Klangoptimierung. Neben dem neuen Saal in Andermatt (650 Sitzplätze) wurden auch das Kultur Casino Bern, die Viktoria Hall Genf und das Stadthaus Winterthur erwähnt, die von der Firma Kahle Acoustics „verbessert“ wurden.
Hoffentlich wird die Liste nicht mit der Tonhalle Zürich und dem Stadt Casino Basel verlängert...
Ich habe keine Lust in „optimierten“ Sälen klassische Musik zu hören; die Anpassung an einen Saal und dessen spezifische Akustik, ist immer noch Aufgabe der Musikerinnen und Musiker.