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Die Nachfrage nach Bandbreite verdopple sich alle neun Monate, sagte Furrer im Interview gegenüber der "Sonntagszeitung". Würden die Grenzwerte nicht gelockert, müsste man einen "Wald von zusätzlichen Antennen bauen" oder die Schweiz müsste mit einer klar schlechteren Mobilfunkversorgung" auskommen. Ausserdem würden die Preise für Kunden steigen.
Zur von den Gegnern vorgebrachten Sorge der grössere Gesundheitsgefährdung durch die höhere Strahlung, sagte Furrer, bisher habe niemand beweisen können, ob Antennenstrahlung gefährlich oder unschädlich sei. Gesetze für den Bau einer so wichtigen Infrastruktur sollten aber nicht auf "unbelegbare Behauptungen" gestützt werden.
Wenn man die Mobiltelefonie für so gefährlich halte, dass sogar eine Senkung der Grenzwerte bis auf ein Zehnfaches verlangt werde, dann "wäre es ehrlicher, ein Verbot oder eine massive Einschränkung zu fordern". Dass Apple davor warne, ihr neues Handy nicht zu nahe am Körper zu tragen, zeige nur, "dass die Handys für die Nutzer die stärkste Strahlung verursachen und nicht die Antennen".
Er kenne auch keinen einzigen Fall, in dem der Wert eines Hauses wegen einer Antenne gesunken wäre. Es sei eher so, dass ein schlechter Handyempfang den Wert eine Hauses mindere. Ausserdem wären die neuen Grenzwerte nach wie vor strenger als jene in Europa, sagte Furrer.
Der Nationalrat hatte in seiner Sommersession verlangt, die Grenzwerte für Mobilfunkantennen zu erhöhen, damit das Netz modernisiert und ausgebaut werden kann. Höhere Grenzwerte sollen es unter anderem erlauben, dass eine Antenne von mehreren Anbietern genutzt wird. In der kommenden Woche beschäftigt sich der Ständerat mit einer entsprechenden Motion.
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(AWP)