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Michael Alexander Kirkwood Halliday studierte moderne chinesische Sprache und Literatur an der University of London. Danach lebte er drei Jahre lang in China und wollte nach seiner Rückkehr 1950 nach London an der School of Oriental and African Studies (SOAS) weiter studieren, wo er aufgrund der antikommunistischen Hetze der McCarthy-Ära nicht aufgenommen wurde. Er schloss sein PhD-Studium in Cambridge ab. Thema seiner Dissertation war die Sprache der chinesischen Übersetzung vonder «Geheimen Geschichte der Mongolen». 1976 wurde er Professor für Sprachwissenschaft an der University of Sydney.
Die zahhlosen Beschäftigungsmöglichkeiten mit dem Phänomen Sprache hat M. A. K. Halliday in seinen «Ideas about language» aus dem Jahr 1976 auf zwei, zu seiner Zeit dominanten wissenschaftlichen Herangehensweisen reduziert: auf die eher formalistische im «philosophisch-logischen» Sinn einerseits und die funktionalistische auf «deskriptiv-ethnographischer» Ebene andrerseits.
Sprachriff zwischen «Faltersammlern» und «Lehnstuhllinguisten»
Die Vertreter der beiden Gegenpole waren sich gegenseitig weniger spinnefeindlich gesinnt als auf sprachriffige Originalität bedacht: Während die philosophisch-logische Fraktion die Anhänger der deskriptiv-ethnographischen Sichtweise aufgrund ihres systemlosen Hangs zur akkuraten Faktenhuberei als «Faltersammler» klassifizierten, bezeichneten die deskriptiv-ethnographisch orientierten Forscher ihre Kollegen aus der philosophisch-logischen Ecke als «Lehnstuhllinguisten», die statt der Sprachrealitäten lediglich ihre eigenen Befindlichkeiten systematisieren. Diese Pole einander näher zu bringen, waren unter anderen M.A.K. Hallidays Bestrebungen.