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Das kanadische Militär hat am Mittwoch mit dem Errichten von einem Zeltlager an der Grenze zu den USA begonnen. Grund dafür sind Flüchtlinge, welche in den vergangenen Tagen die Grenze passiert haben und in Kanada auf Asyl hoffen. Die Konstruktion der Zelte geschieht im Bundesstaat Quebec in der Ortschaft Saint-Bernard-de-Lacolle.
Zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni dieses Jahres haben schon mehr als 3300 Menschen die Grenze passiert.
Das neu errichtete Zeltlager bietet Platz für bis zu 500 Menschen. Die Flüchtlinge können dort warten, bis ihre Anträge bearbeitet worden sind. Danach werden sie weitergeschickt. Etwa nach Montreal, wo vor einer Woche das Olympiastadion in eine Flüchtlingsunterkunft verwandelt wurde.
Viele der Flüchtlinge aus den USA stammen ursprünglich aus Haiti. Nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2010 gelangten sie in die Vereinigten Staaten und wurden dort vorläufig aufgenommen.
Nun kündigte Donald Trump jedoch an, diesen Status zu Beginn des nächsten Jahres aufzulösen – und die Flüchtlinge wieder in ihr Land zu schicken.
Zwischen den USA und Kanada besteht ein Abkommen, dass Flüchtlinge nur in jenem Land Asyl beantragen können, wo sie als erstes ankommen. Benutzen sie einen legalen Grenzübergang, werden sie zurückgewiesen. Die Passage bei Saint-Bernard-de-Lacolle ist jedoch kein offizieller Übergang. Das Gesetz kann hier umgangen werden.
Über Social Media verbreitete sich diese News, weshalb der Ansturm in den letzten Tagen immer grösser wurde. (cma)
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(nfr)