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Nur gerade 17 Minuten nach der schmerzhaften Niederlage gegen Istomin stellte sich Djokovic an der Medienkonferenz den Fragen der Journalisten. «Es war einer dieser Tage, an denen du dich einfach nicht so super fühlst, nicht viel Rhythmus hast und der Spieler, gegen den man spielt, den Ball sehr gut fühlt», analysierte der 29-Jährige.
Das frühe Out des Vorjahres-Champions, der die Australian Open bereits sechs Mal gewinnen konnte, ist eine Sensation. In Melbourne war Djokovic in jüngster Vergangenheit eine Macht:
- In den letzten 6 Jahren verlor Djokovic an den Australian Open nur eine Partie (2014 gegen Stan Wawrinka).
- Letztmals verpasste Djokovic in «Down Under» 2006 den Einzug in die 3. Runde.
- Als erster Titelverteidiger seit 1997 scheiterte Djokovic in Melbourne bereits in der 2. Runde. Vor 20 Jahren erwischte es seinen Ex-Coach Boris Becker.
Krise seit dem French-Open-Titel
Für Djokovic fand mit dem Out ein negativer Trend der letzten Monate seine Fortsetzung. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2016 hatte der Serbe geschwächelt. Noch im Juni hatte er an den French Open seinen letzten noch fehlenden Grand-Slam-Titel gewonnen und schien unantastbar. Dann begann jedoch die Krise.
Was ich von dieser Niederlage mitnehme? Ich nehme meine Koffer und fliege nach Hause.
Nachdem er zwischen 2009 und 2016 bei 28 Grand-Slam-Turnieren in Folge immer mindestens die Viertelfinals erreicht hatte, scheiterte er in Wimbledon in der 3. Runde am Amerikaner Sam Querrey. Danach enttäuschte er an den Olympischen Spielen. Und obwohl er im September an den US Open noch den Einzug in den Final schaffte (Niederlage gegen Wawrinka), verlor er wenig später auch noch die Spitze der Weltrangliste an Andy Murray.
Tiefgreifende Analysen sind noch nicht möglich
In Melbourne erlebte Djokovic nun wohl einen der schlimmsten Rückschläge seiner Karriere. «Was ich von dieser Niederlage mitnehme? Ich nehme meine Koffer mit und fliege erstmal nach Hause.» Tiefgreifende Analysen seien derzeit noch nicht möglich. Er wolle sich nun im Kreise der Familie überlegen, was seit dem French-Open-Titel falsch lief.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.01.17, 08:45 Uhr