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Erstmals erwähnt wird der Bau einer Kapelle in Hüttlingen im Jahre 1337 mit der Begründung, dass der Weg für die Hüttlinger zur Kirche Müllheim zu weit und gefährlich sei. Die Kapelle bildete den Mittelteil der heutigen Kirche. Gemäss der im Innern des Kirchenschiffs gefundenen Jahreszahl 1496, die später übermalt worden ist, erfolgte die erste Erweiterung nach Westen wohl in diesem Jahr. Zur selben Zeit wurde sehr wahrscheinlich auch der Turm erbaut.
Die Erweiterung nach Osten mit dem heutigen Chor dürfte in den Jahren 1530 - 1540 erfolgt sein, auf Grund des Anschlusses von weiteren Höfen und Dörfern in der Umgebung von Hüttlingen. Ein erster grösserer Umbau, der aber nicht oder nur wenig den gemauerten Bestand berührte, erfolgte 1678/79.
In dieser Zeit des Barocks wurden die Fenster, Türen, Decken, Bestuhlung, Kanzel, Krebsstühle, Wandtäfer, Glockenstuhl und Schallöffnungen neu erstellt oder ersetzt.
1756 erhielt der Turm auf der Nordseite das noch heute vorhandene hölzerne Zifferblatt, währenddem die Westseite ein Zifferblatt aus dem Jahre 1911 ziert. Der Taufstein von 1701 und die Kanzel von 1679 bilden die Hauptmerkmale des Chors.
1921 erfolgte die letzte Innenrenovation in der Kirche, während das Äussere letztmals 1984 einer grossen Renovation unterzogen wurde (Auszug aus Kunstdenkmäler Bd Kt. TG). 1998/99 wurde die Kirche innen und aussen vollständig und zugleich sanft renoviert. Seitdem kommt die Deckenbemalung wieder besser in Erscheinung. Der Taufstein, die Kanzel und das Wandtäfer kommen dank der Renovation noch besser zur Geltung. Die Orgel wurde vom Chor auf die Empore verlegt. Die Kirchenbänke aus den 1920er Jahren wurden durch neue ersetzt und die drei vordersten Reihen durch Stühle ersetzt.
2011 wurde der Friedhof neu gestaltet. Seitdem lädt ein kleiner Park im oberen Bereich des Friedhofs den Besucher zum Verweilen und Innehalten ein.
Im 2017 wurde die Glockenautomation aus den 1960er Jahren und die Klöppel ersetzt und die Glockenaufhängung restauriert. Insbesondere die neuen Klöppel sorgen für einen schöneren Klang und erhöhen die Glockeneinsatzdauer um über 100 Jahre. Der Glockenstuhl stabilisiert das Geläut nun wieder.