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Japanische Walfänger töten hunderte Zwergwale
Schiffe kehren aus der Antarktis zurück
Trotz internationaler Proteste haben japanische Walfänger in der Antarktis mehrere hundert Zwergwale getötet. Drei Schiffe der Mitte November ausgelaufenen Walfangflotte kehrten am Mittwoch nach Japan zurück. Insgesamt seien während der knapp fünf Monate dauernden Jagd 440 Tiere gefangen worden, sagte eine Sprecherin des japanischen Instituts für Walforschung. Mitte Mai soll eine weitere Flotte auslaufen und im Nordpazifik unter anderem Jagd auf Bryde- und Pottwale machen.
Die Internationalen Walfangkommission (IWC) hatte 1986 aus Furcht vor einer Ausrottung der Meeressäuger ein globales Fangverbot erlassen. Japan wurde der Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken aber erlaubt. Kritiker sagen dagegen, Tokio verfolge kommerzielle Interessen, da Walfleisch in Japan als Delikatesse gilt. «Das Ziel dieses Programms ist nicht die Forschung, es ist das Geld», sagte John Frizell von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Mehrere Staaten, darunter die USA, haben die Ausweitung des japanischen Jagdprogramms auf Bryde- und Pottwale scharf kritisiert.
(AP, 11. April 2001)
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