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Gelebte Traditionen
An Weihnachten (25.12.) und am Neujahrstag (1.1.) ziehen von Mittag bis in die späten Abendstunden die Pelzmartiga durch das Dorf. Sie mischen sich unter die Wintergäste des Kurortes und erschrecken die Passanten mit Kettengerassel und Treicheln, mit denen sie im wahrsten Sinne des Wortes einen "Heidenlärm" vollführen.
Schon in vorchristlicher Zeit gab es bei den Germanen und Kelten Bräuche, die sich rund um die längste Nacht vom 21. auf den 22. Dezember abspielten. Das damit verbundene Brauchtum wird als "die Zwölfen" bezeichnet, und dessen Kern sind schreckliche Tiergestalten. In diesen 12 Nächten bemühten sich nun ganze Volksgruppen durch Handlungen verschiedenartigster Ausdrucksformen, die Kräfte des Guten zu fördern und das Angstmachende zu vertreiben.