Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03206.jsonl.gz/821

Auslösende Faktoren für diese Beschwerden können die regelmässige Einnahme bestimmter Medikamente wie zum Beispiel Entzündungshemmer oder Kortison sein.
Nikotin, Koffein und Alkohol sowie häufig grosse Mengen an eiweissreicher Nahrung können die Bildung der Dyspepsie fördern.
Wenn der Verschluss zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig funktioniert und die Magensäure kopfwärts in die Speiseröhre gelangen kann, spricht man von der Refluxkrankheit. Manchmal ist ein Zwerchfellbruch dafür verantwortlich.
Übergewicht im Bauchbereich sowie ein erhöhter Druck in der Bauchhöhle, zum Beispiel bei schwerer körperlicher Arbeit oder während einer Schwangerschaft, können ebenfalls Auslöser sein.
Ernährung umstellen und Medikamente
Unbehandelt verschwinden die Symptome der Refluxkrankheit sehr selten völlig und dauerhaft. Wer seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten gezielt umstellt und die Refluxkrankheit vorübergehend medikamentös behandelt, kann sein Wohlbefinden steigern und der Entstehung einer Speiseröhrenentzündung vorbeugen.
Wenn diese allgemeinen Massnahmen nicht ausreichen, sollten Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten und untersuchen zu lassen und die Symptome gegebenenfalls mit Medikamenten (Säureblocker) behandeln. Diese hemmen die übermässige Säureproduktion und ermöglichen dadurch die Abheilung der angegriffenen Schleimhaut.
Was tun, wenn es nicht besser wird?
Wenn sich die oben genannten Symptome nicht bessern und in Kombination mit einem Alter über 50 Jahren, Schluckbeschwerden, Gewichtsverlust und Blutmangel auftreten, sollte unbedingt eine weitere Abklärung zum Ausschluss eines bösartigen Magen- oder Speiseröhrentumors erfolgen.
Diese Tumore sind glücklicherweise relativ selten. Entscheidend für deren Prognose ist, dass sie möglichst frühzeitig entdeckt und behandelt werden.
Autor: Roberto Llano