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Inditex, die Muttergesellschaft der Fast-Fashion-Marken Zara, Pull&Bear, Massimo Dutti, Bershka, Stradivarius und Oysho, wird keine Kleidung mehr aus Myanmar beziehen, teilte ein Sprecher von Inditex mit. Anlass für den Kaufstopp des Moderiesen ist eine Kampagne der globalen Gewerkschaft IndustriALL, die Unternehmen davon überzeugen will, nicht länger in das Land zu investieren.
„Inditex zieht sich schrittweise und verantwortungsvoll aus Myanmar zurück und folgt damit dem Aufruf von IndustriALL,“ erklärte ein Inditex-Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters, die zuerst über die Nachricht berichtet hatte. „Infolgedessen werden wir die Zahl der aktiven Hersteller:innen in dem Land reduzieren.“
Wann genau der Moderiese das Land verlassen wird, konnte Inditex noch nicht sagen. Das Unternehmen veröffentlicht keine Liste der Zulieferer:innen, weshalb unklar ist, wie viele Produktionsstätten in Myanmar an Inditex liefern, so Reuters.
Nach dem Militärputsch in Myanmar am 1. Februar 2021 wurde in dem südostasiatischen Land der Ausnahmezustand verhängt. Zehntausende von Menschen gingen damals täglich auf die Straße, um die Freilassung von Regierungschefin Aung San Suu Kyi zu fordern. Die Demonstrationen wurden von der militärischen Junta mit Tränengas, Gummigeschossen und scharfer Munition bekämpft.
Myanmar ist ein beliebter Beschaffungsstandort für die Textil- und Bekleidungsindustrie. Zum damaligen Zeitpunkt war es daher schwierig zu beurteilen, was die Modeindustrie tun sollte. Große Marken wie H&M, Bestseller, Benetton und Primark kündigten im März 2021 an, dass sie sich vorerst zurückziehen und keine neuen Aufträge mehr erteilen würden. Im Juni 2021 nahmen einige Modemarken ihre Tätigkeit wieder auf.
Dieser Artikel erschien ursprünglich auf FashionUnited.nl