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Es lief die 12. Minute im WM-Final, als der 19-jährige Erstrunden-Draft Connor McDavid im Slot an den Puck kam, die Scheibe blitzschnell am finnischen Keeper Mikko Koskinen vorbeizog und anschliessend unter die Latte hob.
Es sollte bis kurz vor Schluss der einzige Treffer der Partie und damit die spielentscheidende Szene bleiben. Matt Duchene stellte eine Sekunde vor Schluss mit einem «Empty Netter» den Sieg sicher.
Finnlands Offensive mit zu wenig Durchschlagskraft
Finnland, das Kanada in der Gruppenphase noch mit 4:0 bezwungen hatte und ohne Niederlage bis in den Final vorgestossen war, biss sich an der Defensive der «Ahornblätter» die Zähne aus. Nur 16 Schüsse gaben die Nordländer auf das Tor von Cam Talbot ab.
Zudem fehlte es dem Team aus dem hohen Norden diesmal an der nötigen Effizienz – vor dem Final waren sie diesbezüglich die Nummer 1. In der 39. Minute beispielsweise vergab Jarno Koskiranta im Powerplay eine Topchance zum Ausgleich. In der 16. Minute war Patrik Laine alleine vor Talbot gescheitert.
Einige interessante Fakten zum Final
- Finnland verliert nach 1994 und 2007 auch den 3. WM-Final gegen Kanada. Seit der Einführung der K.o-Phase im Jahr 1992 standen die «Suomi» zum 10. Mal im Final und verliessen das Eis zum 8. Mal als Verlierer.
- Finnland verpasst es, als 1. Land in einer Saison Gold an der U18-, der U20- und der A-WM abzuräumen.
- Mit nun 26 Titeln liegt Kanada nur noch einen Sieg hinter Rekord-Weltmeister Russland (inklusive Sowjetunion) zurück.
- Kanadas Captain Corey Perry stösst als 27. Spieler in den «Triple Gold Club» (Olympiasieger, Weltmeister und Stanley-Cup-Gewinner) vor.
- Cam Talbot feiert im Final den 4. Shutout an dieser WM.
- Finnlands 18-jähriges Supertalent Patrik Laine wird zum wertvollsten Spieler der WM gewählt.
- Zudem im WM-Allstar-Team: Tor: Mikko Koskinen (Fi); Verteidigung: Michael Matheson (Ka), Nikita Sajzew (Russ); Sturm: Mikael Granlund (Fi), Wadim Schipatschow (Russ).
- Schipatschow wird mit 6 Toren und 12 Assists in 10 Spielen WM-Topskorer.
- Finnlands Coachd Kari Jalonen und sein Assistent Ville Peltonen werden nächste Saison beim Schweizer Meister SC Bern an der Bande stehen.
Bronze an Russland
Russland gewann an der dritten WM in Folge eine Medaille. An der Heim-WM reichte es statt dem erhofften Gold durch ein 7:2 gegen die USA wenigstens zu Bronze. Die Amerikaner machten es den Russen auch sehr einfach, in dem sie die Einheimischen spielen liessen. Diese nutzten den gewährten Platz, um sich den Frust von der Seele zu schiessen.
Sergej Mosjakin zeichnete sich als Doppeltorschütze aus und verbuchte zudem ein Assist. Auch Artemi Panarin (1/2) und Pawel Dazjuk (0/3) erzielten drei Skorerpunkte. Beide Treffer der Amerikaner schoss Frank Vatrano.