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GILERA-CLUB AARGAU – Chronik (aus Jubiläumsheft 50 Jahr Gilera Club)
Im Dezember 1952 gründeten 18 Männer den GILERA-CLUB AARGAU. Der Jahresbeitrag betrug Fr. 9.00, wobei bereits damals
Fr. 2.50 an die FMS gingen.
Wer der Versammlung fernbleiben wurde mit Busse von Fr. 2.00 geahndet. Zu Beginn waren nur Fahrer von GILERA Motorrädern im Verein. Wer die Marke wechselte oder gar kein Motorrad mehr besass, wurde ausgeschlossen. Ab Versammlung 1955 hiess es, dass 2/3 Gilera sein müssen und 1/3 andere italienische Marken. Später spielte die Motorradmarke überhaupt keine Rolle mehr.
In den ersten Jahren erfuhr die Mitgliederzahl ein ständiges Auf und Ab. Zeitweise waren es nur noch etwa zwölf Personen. An der Versammlung 1961 waren gerade mal 8 Personen und 1965 nur 5 Personen anwesend. Die Zahlungsmoral in dieser Zeit war sehr schlecht, es gab mehrere Ausschlüsse, weil der Jahresbeitrag nicht bezahlt wurde. Einzelne verliessen den Club weil sich ihre Auffassung vom Motorrad fahren nicht mit der des Vorstandes deckte, oder weil der Club keine Rasenrennen mehr besuchte.
Von 1952 bis 1978 amtete Paul Schneider als Präsident. Von 1979 bis 1986 Heinz Häusermann und ab 1987 Willi Bohler.
Im GILERA-CLUB waren schon immer viele Rennbegeisterte. Der Grand-Prix von Bern in Bremgarten war eine 2-Tage-Fahrt wert mit Aufstellen einer eigenen Tribüne. Viele Jahre lang besuchte man den Motorrad-Grand-Prix von Italien in Monza. 1952, 1953, 1954, 1955 und 1957 wurde GILERA in der 500-er Klasse Weltmeister. Das wurde natürlich immer gebührend gefeiert.
1974 begann der Club damit seine aktiven Rennfahrer finanziell zu unterstützen. Meier-Gehrig erhielten als erste den Erlös eines Filmabends. 1975 wurde zur Geldbeschaffung gar ein Lotto durchgeführt. Bei der Verteilung gab es grössere Diskussionen zwischen den Anhängern des Strassenrennsports und des Moto-Cross.
1977 feierten wir 25 Jahre GILERA-CLUB AARGAU in Egliswil (siehe sep.Bericht)
1979, 1981 und 1983 fand in der ehemaligen Kiesgrube in Villmergen ein Club-Trial statt. Über 50 Personen wagten sich jeweils mit den Wettbewerbsmaschinen über den anspruchsvollen Parcours. Da bei uns Mitmachen mindestens so wichtig ist wie Siegen war das immer ein Riesengaudi, ebenso das Fest am Abend.
1984 organisierten wir die Kant. Sternfahrt des AMV in Egliswil wo man uns die Turnhalle zur Verfügung stellte. Dafür beteiligten wir uns mit einem schön Wagen am Jugendfest und marschierten im Umzug mit.
Ab 1986 organisierte der GILERA-CLUB 7 Mal die Motor-Bike-Show Lenzburg. Davon profitierten einige Jahre in erster Linie die Rennfahrer. Nach den Ausstellungen genossen wir jeweils ein Super-Helfer-Fest.
1988 gab es Pläne für eine neue Rennstrecke in Villersexel, Frankreich. Einige Enthusiasten wollten sich gleich mit mindestens
Fr. 10'000.00 einkaufen. Um zu sehen wie weit die Realisation ist, fuhren wir zweimal zur Baustelle. Es waren schöne Ausfahrten durch den französischen Jura, aber eine fertige Rennstrecke sahen wir nie.
1993 war ein Jahr mit besonders viel Aktivitäten. Nach mehreren Vorstössen durften wir im Februar die GILERA-Werke in Arcore, Italien, besuchen. Wir konnten sämtliche Produktionsstrassen und den Motorenprüfstand besichtigen. Ehrenpräsi Paul Schneider genoss noch eine Spezial-Besichtigungs-Tour.
Der GILERA-CLUB Aargau ist immer dort beheimatet, wo der Präsident wohnt. 1993 bot sich die Gelegenheit bei Festwil-Zetzwil mitzumachen. Mit "Cantina Gilera" führten wir eine Beiz mit italienischen Spezialitäten. Am Sonntag fuhren wir mit diversen Töffs am legendären Umzug. mit.
In unserem Verein (Stand 2002) sind zur Zeit 50 Mitglieder zwischen 14 und 72 Jahren. Nicht ganz alle fahren aktiv Motorrad. Aber alle sind mal gefahren und es freut uns, wenn diese Leute sich weiterhin im Vereinsleben engagieren. Das Jahresprogramm ist so gestaltet, dass man immer mal mitmachen kann und es gibt auch Anlässe für die ganze Familie. Von Zeit zu Zeit organisieren wir einen Event oder machen irgendwo mit. So z.B. als Streckenposten am Bergrennen Zetzwil, an einem Supermotard oder Moto-Cross.
Gemeinsam arbeiten und danach festen gibt einen guten Vereins-Zusammenhalt.