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Gänsesäger
Als grösster lokaler Vertreter der Familie der Säger sieht man den Gänsesäger nicht allzu häufig, jedoch hat sich sein Bestand in den letzten Jahren erfreulich erholt..
Der Gänsesäger hat die Grösse einer kleineren Gans ist aber ein Vertreter der Gattung der Säger (Mergus). Säger besitzen alle einen langen Hakenschnabel, der mit kleinen Zacken versehen ist, die an eine Säge erinnern und ideal zum Fischfang geeignet sind. Das Gänsesäger-Männchen besitzt einen glänzenden, grünen Kopf, der sich vom vorwiegend weiss-schwarzen Körper abhebt. Das Weibchen ist unauffälliger gefärbt mit ihrem braunen Kopf und dem grau melierten Körper.
Als Wasservogel braucht der Gänsesäger klare Seen und Flüsse, in denen er Fische einfach erspähen kann. Wer genau hinschaut, kann den Gänsesäger beim sogenannten «Wasserlugen» beobachten – dabei hält er die Luft an und schwimmt mit dem Kopf unter Wasser vorwärts, wobei er den Kopf hin und her wendet. So kann er vorbeischwimmende Fische und Krustentiere präzise orten damit er dann im richtigen Moment abtauchen und seine Beute schnappen kann. Jedoch besteht auch Gefahr von unten. Es kommt ab und zu vor, dass die Küken von der Oberfläche verschwinden, da sie einem hungrigen Raubfisch, wie dem Hecht, zum Opfer gefallen sind.
Speziell am Gänsesäger ist, dass er nicht wie die meisten anderen heimischen Wasservögel ein Schwimmnest oder Nest am Ufer baut, sondern in Baumhöhlen und anderen Nischen nistet, wo das Weibchen die Eier alleine bebrütet. Kurze Zeit nachdem die Jungen geschlüpft sind, werden sie mit Rufen von der Mutter aus dem Nest gelockt. Das braucht eine kräftige Portion Mut, denn die völlig flugunfähigen Flügglinge müssen zuerst einige Meter tief aus dem Nest springen, bevor sie von ihrer Mutter ans Wasser geführt werden. Einmal am Wasser angekommen, sind die Jungen sehr schnell selbstständig, werden aber noch einige Wochen von der Mutter begleitet. Erst nach über zwei Monaten sind sie schliesslich flugfähig.
Steckbrief
Merkmale
Sägenartiger Schnabel; Weibchen mit grauem Körper, braunem Kopf und Schopf; Männchen mit kontrastreichem weiss/pink und schwarzem Körper und grünschimmerndem Kopf
Gesang/Ruf
Leise, knarrende Balzrufe
Zugverhalten
Standvogel und Wintergäste aus dem Norden
Brutbiologie
8 – 12 Eier werden in der Bruthöhle. Eine Brut pro Jahr von April bis Juni
Brutbestand Schweiz
600 – 800 Brutpaare, Tendenz steigend
Vorkommen Höngg
Im Winter an der Limmat zu sehen