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Es ist ein Plan der speziellen Art: Als der Künstler Marquard Wocher anfangs des 19. Jahrhunderts sein Panoramagemälde von Thun in Basel präsentiert, ist die Kleinstadt an der Aare eine weit entfernte Destination. Die meisten bekommen dank des Gemäldes zum ersten Mal einen Eindruck vom Städtchen. Um ihnen eine Orientierung über das bisher unbekannte Terrain zu verschaffen, gestaltet Wocher eine Karte. In einem Kreis angeordnet gibt er die Architektur im Vordergrund wie auch die Landschaft im Hintergrund wieder. In der Mitte des Kreises vermerkt er 94 Punkte zusätzlich zum Titel «Wochers Panorama von Thun». Diese verweisen auf Bauten, wie das Pfarrhaus oder geografische Details, wie die Berge im Hintergrund, aber auch die Flussrichtung der Aare wird angezeigt. In dieser Karte ist alles handschriftlich niedergeschrieben; in späteren Ausgaben wird dieser Teil auch gedruckt wiedergegeben. Weiter notiert er an den Ecken der Karte die jeweiligen Himmelsrichtungen. Die Karte wird damals im Panorama zusammen mit einem kleinen Führer verkauft, welche Franz König verfasste (Inv. 6472).
Der runde Plan gehört zu einem Panorama*.
Das riesige Panorama zeigt Thun.
Ausgestellt ist es aber in Basel.
Der Künstler gibt also Informationen zu den gezeigten Motiven.
Wir sehen zum Beispiel die Stadt-Kirche oder das Schloss.
Im Hinter-Grund sind die Berge vom Berner Ober-Land.
Besucher können den Plan mit dem Eintritt kaufen.
*Panorama
So ein schönes Panorama!
Diesen Satz sagen Touristen,
wenn sie schöne Land-schaften sehen,
zum Beispiel Berge.
Es geht um den Blick rund-herum.
In der Kunst bedeutet Panorama:
Ein Bild zeigt den Blick rund-herum.
Die Betrachter stehen in der Mitte.
Um sie herum ist ein grosses Bild.
Das ist das Panorama.
Sara Smidt