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Nach einem 9. Rang 2006, einem 7. 2010 und nochmals einem 9. vor vier Jahren war es für Kocher das schlechteste Olympiaresultat ihrer Karriere. Zwar konnte sie sich am zweiten Tag im Eiskanal von PyeonChang nochmals steigern und machte sie noch drei Positionen gut, am Ende fehlten ihr nach vier Läufen aber fast fünf Zehntelsekunden zu einer Klassierung in den Top 8.
Dabei hatte sich die Bernerin einiges bei ihrer vierten Teilnahme an olympischen Winterspielen vorgenommen. Nach einem schwierigen Saisonstart mit gesundheitlichen Problemen hatte Kocher pünktlich zum Saisonhöhepunkt ihre Form gefunden. Mit einem 4. und 5. Rang lieferte sie im Januar die besten Weltcup-Resultate ihrer Karriere ab.
In den letzten beiden Saisons hatte sich Kocher zu einer eigentlichen Spezialistin für Grossanlässe gemausert. 2016 gab es WM-Gold im (nicht-)olympischen Sprint und WM-Silber im Einzel, 2017 legte sie mit WM-Silber im Sprint nach. Entsprechend hatte sich Kocher für ihre Auftritte in der Olympia-Bahn im Alpensia Sliding Centre einiges erhofft. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs kam Kocher jedoch nie auf Touren. Sie blieb an beiden Wettkampftagen unter ihren Erwartungen.
Gough verhindert Dreifach-Triumph
Gold ging wie schon vor vier Jahren in Sotschi an die deutsche Topfavoritin Natalie Geisenberger, die sich souverän vor ihrer Landsfrau Dajana Eitberger durchsetzte. Einen deutschen Dreifachsieg (wie 2002 und 2006) verhinderte die Kanadierin Alex Gough, die 69 Tausendstel vor Tatjana Hüfner Bronze gewann.
(sda)