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Die Kugel, mit der Jens-Christian Schou seine Welt bewegt, misst exakt 5 Zentimeter im Durchmesser. Sanft streicht er mit der Fingerkuppe über das Hardplastikstück, dazwischen wirft er einen kurzen Blick auf zwei Bildschirme. Schou sitzt nicht vor einer Spielkonsole und spielt nicht Virtual Reality, nein, er steht sehr real auf der Kommandobrücke der «Moscow Maersk», etwa 40 Meter über dem Wasserspiegel.
Mit der Kugel steuert er das weltgrösste Containerschiff, das so lang ist wie vier aneinandergereihte Fussballfelder. Die «Handelszeitung» hatte Gelegenheit, es zu besichtigen – einige Zeit bevor die Blockade am Suezkanal die Weltöffentlichkeit beherrschte. Die «Moscow Maersk» ist ein 400-Meter-Lastkahn aus Robuststahl, der stets zwischen Schanghai und Rotterdam pendelt. 35 Tage hin, 35 Tage zurück. Im Normalfall.