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Die Schriftstellerin S. Corinne Bille (1912-1979) war zeitweilig eine der prominentesten Literatinnen der Schweiz. Neben ihren Romanen trat sie auch als Meisterin kurzer Prosa hervor. Ein Bändchen mit äusserst knapp gehaltenen Schauergeschichten, die bisweilen aus wenigen Sätzen bestehen, ist nun im Rotpunktverlag erschienen. Übersetzt von Lis Künzli und mit Zeichnungen von Anna Luchs versehen, reiht sich hier ein kleiner Schocker an den nächsten. Diese Kostprobe etwa trägt den aparten Titel «Nussknacker»:
«Sie hat zum zweiten Mal geheiratet. Doch sie hört, dass die Scheidung von ihrem ersten Ehemann ungültig ist und alles wieder von vorne losgeht.
Da wurden ihre Finger zu langen Krallen, legten sich um den Schädel ihres Mannes (des ersten oder des zweiten?) und zertrümmerten ihn.
‚So ist es einfacher‘, dachte sie.»
Allerdings. (vsv)