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Millionenfehler
Die Altersbestimmung mittels radioaktiver Isotope galt bislang als sehr zuverlässig. Doch die fraglichen Ergebnisse mehren sich.
Die Radiokarbon-Methode beruht auf der Annahme, dass geringe Mengen von C-14, welche durch die kosmische Strahlung in der oberen Atmosphäre entstehen, im Gewebe der meisten Lebewesen eingebaut werden. Nach dem Tod gelangt in der Regel kein weiteres C-14 mehr in den Körper hinein oder heraus. Das C-14 zerfällt mit einer Halbwertszeit von 5700 Jahren. Durch Messen der Restmenge von C-14 in den fossilen Lebewesen lässt sich ihr Alter berechnen.
Dabei muss man eine weitere Annahme machen, nämlich dass der C-14 Gehalt der Atmosphäre während der letzten 60000 Jahre auf dem heutigen Stand geblieben ist. Diese Annahme hat sich als Erstes als falsch erwiesen. Das radioaktive C-14 wird durch die Höhenstrahlung in der oberen Erdatmosphäre gebildet. Also musste auch diese Höhenstrahlung während der letzten 60000 Jahre stabil geblieben sein. Sie wird jedoch durch das Erdmagnetfeld beeinflusst.
In der Vergangenheit war das Magnetfeld der Erde stärker als heute. Dadurch wurde die Höhenstrahlung damals stärker von der Erde abgelenkt. Das bedeutet, dass weniger C-14 gebildet werden konnte. Vor allem mehrere tausend Jahre alte Proben zeigen daher ein viel zu hohes Alter.
Geologischer Konflikt
Der amerikanische Fachmann Andrew Snelling berichtet von einem geologischen Konflikt, der dadurch entstand, dass Holz, das in einer viele Millionen Jahre alten geologischen Formation eingeschlossen ist, ein Radiokarbon-Alter von “nur” einigen zehntausend Jahren zeigt.1
Aus einer Formation in England, der man das Alter von 189 Millionen Jahre zuschreibt, hat man vier Proben von fossilem Holz entnommen und folgende Alter gemessen: 24000, 20700, 22730 und 28820 Jahre. Die Fachleute erklären sich den Widerspruch mit den Millionen damit, dass die Holzproben durch junges, fremdes C-14 kontaminiert seien. Denn wenn das hohe Alter der geologischen Formation stimmt, müssten die Radiokarbon-Messungen Alterswerte zeigen, die über der obersten Grenze der Nachweismöglichkeit von C-14 liegen, das heisst mehr als 50000 Jahre zeigen.
Kontamination?
Snelling schreibt zur Möglichkeit einer Kontamination: “Die Holzproben wurden in verschiedenen unabhängigen Laboratorien gemessen. Die Proben werden vor der Messung in heisser Salzsäure gewaschen, um alle Karbonate zu entfernen; dann werden sie mit verdünntem ätzendem Natriumkarbonat behandelt, um alle organischen Verunreinigungen und die Huminsäure zu entfernen. Alle Labors messen ähnliche Werte. Man hat in einem Labor zudem zwei Proben desselben Holzes mit einem zeitlichen Abstand hingeschickt. Trotzdem ergaben sich vergleichbare Resultate. Das schliesst Kontamination praktisch aus.”salamander
Die Messungen sind abhängig vom Betrag an radioaktivem Kohlenstoff, der ursprünglich im lebenden Baum enthalten war. Das noch vorhandene C-14 in den Proben lag zwischen 2,5 und 7,5 Prozent des Betrages, der in heute lebenden Pflanzen enthalten ist. Eine Kontamination (z. B. Staub oder Pilzsporen) wäre höchstens 0,2 %, was einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Messung hat. In den Labors werden übrigens besondere Massnahmen getroffen (wie oben erwähnt), um jede Kontamination zu vermeiden.2
47,5 Millionen, 37500 oder einige 1000 Jahre?
Im “CEN Technical Journal”3 berichtet Snelling von weiteren Befunden: Drei Proben von fossilem Holz, eingebettet in Tertiären Basalt, zeigen C-14-Alter von 44700, 29544 und 37800 Jahren. Die betreffende Fundstelle liegt in Crinum in Zentral-Queensland (Australien). Der Basalt zeigt ein gemessenes Kalium-Argon-Alter von 47,5 Millionen Jahren.
Im Schöpfungs-Flutmodell wird dies wie folgt interpretiert: Das Holz stammt von Bäumen, die nach der Flut gewachsen sind. Die sich verlangsamende Australische Platte schob sich über einen “hotspot” (sehr heisse Stelle im Erdinnern). Eine Schwäche in der Kruste erlaubte es, dass vor einigen tausend Jahren Magma in Form des Basaltes an die Oberfläche kam und die Baumstämme einbettete.
Das Radiokarbon-Alter des Holzes zeigt, dass der Basalt sehr jung sein muss und dass die Kalium-Argon-Altersbestimmung nicht stimmen kann. Weil das Magnetfeld der Erde vor und unmittelbar nach der Flut wahrscheinlich viel stärker war, entstand viel weniger C-14, was zu dem zu hohen Alter von 37500 Jahren des Holzes führt.
20 Millionen, 36440 oder 4000 Jahre?
In Mägenwil (Aargau, Schweiz) wurden in einem Sandstein fossile Meeresmuscheln gefunden. Im gleichen Sandstein gibt es unmittelbar neben den Muscheln auch eingeschlossene verkohlte Holzteile. Die versteinerten Meeresmuscheln beweisen, dass in dieser Gegend einmal ein Meer gewesen sein muss. Das Holz könnte infolge eines grossen Sturmes in dieses Meer hineingeraten sein, bevor es zusammen mit den Muscheln durch den kalkhaltigen Sand verschüttet wurde.
Auf Grund der geologischen Formation, in der dieser Fund liegt, geben die Geologen ein Alter von etwa 20 Millionen Jahren an. Die Universität Bern hat Holzteile aus diesem Fund mit Hilfe der Radiokarbon-Methode datiert. Auf Grund der Messung wurde ein Alter von 36440 Jahren berechnet4. Dieser Wert widerspricht dem hohen Alter von 20 Millionen Jahren. Er stimmt aber auch nicht mit einem Alter von etwa 4000 Jahren überein, das vom Schöpfungsmodell vorausgesagt wird. Die Gründe dafür haben wir bereits weiter oben diskutiert.
Eine neue Fehlerquelle
Nun kommt eine weitere Fehlerquelle hinzu. Viele Vulkane stossen Kohlendioxyd aus dem Erdinnern aus, das kein C-14 enthält und dadurch als “unendlich” alt erscheint. Dieses Kohlendioxyd wird von den Pflanzen und Bäumen, die in der Gegend solcher Vulkane wachsen, zusammen mit dem atmosphärischen Kohlendioxyd in ihr Gewebe eingebaut. Wird das radiometrische Alter eines solchen Baumes bestimmt, so ergibt sich ein zu hoher Wert. Je nach dem Anteil des vulkanischen Kohlendioxyds, das der Baum zu seiner Lebenszeit aufgenommen hat, ist das berechnete Alter mehr oder weniger zu hoch.
In der Toscana, Italien, wurden Proben gemessen, die von Bäumen stammen, welche mehrere Kilometer von einem aktiven Vulkan entfernt gewachsen sind. Diese Proben zeigten ein so hohes Alter, dass sie keiner Zivilisation zugeordnet werden können, weil es so frühe Zivilisationen in Italien nie gegeben hat.5 •
HANSRUEDI STUTZ
Fussnoten
1 Creation 22(2) March-May, 2000, Seiten 44–47
2 Creation 22(2) March-May, 2000, Seite 46
3 CEN Technical Journal 14(2) 2000 Seite 99
4 Brief der Universität Bern vom 7. Februar 1985
5 Saupe et al., A possible source of error in C-14 dates, Radiocarbon 22(2)
:525–531, 1980
Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von
Kontext:
Als ich diese leicht verständliche Zeilen von Hansruedi Stutz las, wurde mir meine Meinung bestätigt, dass sovieles in der wissenschaftlichen Welt eigentlich nichts anderes ist als ein Glaube. Man glaubt einer "logischen" Theorie, die irgendwann irgendjemand mal wissenschaftlich bewiesen hat. Aufgrund des momentanen Wissensstand dieser Person. Aber hat diese Person alle Fakten zusammengetragen und jede Dimension des Wissens in sich? Die Wissenschaft ist auch heute noch, in unserem aufgeklärten Zeitalter vielfach nichts mehr oder weniger als ein Glaube, dass es so ist, wie "man" es "bewiesen"......, bis zur nächsten Erkenntnis und Theorie.