Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03432.jsonl.gz/239

2. sollte der Penalty ja eine Strafe gegen die foulende Mannschaft sein
Der Chance beraubt wird aber der Spieler, der alleine auf das Tor losziehen konnte. Daher kriegt er einen zweiten Versuch.
Wie @forza das Beispiel gebracht hat, würde Gianola einen Strafschuss wohl nicht unbedingt verwandeln. Bereits in der Szene als er gefoult wurde, hätte er vermutlich verfehlt, wenn er nicht gestört worden wäre.
@le mieux
was passiert wenn der scheibenführende mann der letzte nach einer auswechslung ist und er ein icing verursacht? (d.h. alle haben gerade gewechselt bevor das icing kam)
müssen dann alle zurück? oder bleibt nur er auf dem eis?
gilt diese icing regel nur aus dem verteidigungsdrittel? oder auch wenn man z.b. den puck hinter der mittellinie rausbefördert?
Eine Icing-Position entsteht erst, wenn der Puck die Mittellinie überquert. Vorher dürfen die Linesmen gar kein Icing anzeigen. Ich gehe daher davon aus, dass sämtliche Wechsel von Team A verboten sind, solange ein Icing angezeigt ist. Findet dennoch ein Wechsel statt, wäre dies dann wohl eine kleine Bankstrafe für unkorrenten Spielerwechsel.
Der Unterschied zu Nordamerika besteht hier aber natürlich darin, dass dort mit Touch-Icing gespielt wird. Team A hat also immer noch die Chance das Icing aufzuheben und sogar eine Torchance zu kreieren.
Vielleicht eine kleine NHL-Anekdote dazu: Vor 2 Jahren spielte Buffalo in den Playoffs gegen die Rangers und lag mit einem Tor zurück. Jagr war bei den Rangers auf dem Eis und in Puckbesitz und spielte die Scheibe halbherzig raus. Es gab danach Icing und die Rangers mussten den gesamten Block, der zum einen defensiv nicht sehr stark und zum andern schon mehr als 40 Sekunden auf dem Eis und müde war auf dem Eis belassen. Buffalo hingegen konnte sämtliche Top-Spieler aufs Eis bringen und glich das Spiel aus und gewann in der Overtime.
@Phippu
Meiner Meinung nach kann man es nicht als Befreiungsschlag ansehen, wenn ein Spieler 30cm vor der Mittellinie den Puck tief rein dumpt. Hier sollte der Ermessensspielraum der Schiedsrichter grösser sein.
Die Regel ist klar und das ist auch gut so. Wenn wir eine Grauzone einführen, beginnen gerade in den unteren Ligen endlose Diskussionen darüber, ob das nun ein Icing oder ein Dump-In war. Die Spieler müssen wissen was sie tun und, wie du sagst, die richtigen Entscheidungen treffen. Wenn die Spieler den Puck nicht über die Mittellinie bringen, müssen sie halt nochmals etwas warten mit dem Wechsel.
Entscheidet der Linseman zudem, dass ein Spieler des anderen Teams durchaus die Chance gehabt hätte, den Puck zu spielen, wird das Icing meist abgewunken.