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1915 fand in San Francisco die Weltausstellung «World’s Fair», die «Panama Pacific International Exposition statt». Mit ihr sollte einerseits die Eröffnung des Panama-Kanals gefeiert, andererseits der Welt gezeigt werden, wie San Francisco nach dem grossen Feuer von 1906 wieder aufgebaut worden war. Die Library of Congress hat einen schönen Werbefilm «Mabel and Fatty viewing the World’s Fair at San Francisco, Cal.» archiviert, in dem (bei 15:08) auch eine „eiserne Jungfrau“ vorkommt. In der Schweiz ist ein solches Folterinstrument ja auf der Kyburg ausgestellt und sehr bekannt.
Eine Ausstellung im Chinatown-Museum in San Francisco zeigt den alltäglichen Rassismus jener Zeit. Der Fortschrittsglaube und Optimismus des 19. Jahrhundert hatte auch zur Überzeugung geführt, dass die «weisse Rasse» überlegen sei.
Im Vergnügungsviertel wurde z.B. «Underground Chinatown» mitsamt einer Opiumhölle mit von chinesischen Drogenhändlern versklavten weissen Frauen gezeigt, Wachsfiguren und Schauspieler sollten bei den Besuchern eine Mischung aus Schauer und erotischer Neugier hervorrufen. Die 1912 ausgerufene Republik China beteiligte sich an der Weltausstellung und hoffte, so Sympathien für den neuen Staat zu gewinnen. Der von ihrer Kommission eingelegte Protest half allerdings nicht, man wollte die beliebte Attraktion nicht verlieren: