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Aufgrund einer Kosten-Nutzen-Analyse kommt Marcel Schneider zum Schluss, dass die vorgesehene Kampfflugzeug-Beschaffung abzulehnen ist («Wochen-Zeitung» vom 7. Mai). Ich teile diese Meinung nicht.
Das Coronavirus lehrt uns, dass man auf eine Krise vorbereitet sein muss. Wir wissen nicht, was Covid-19 noch alles auslösen wird; denkbar sind weltweite Spannungen. Neue Kampfjets brauchen wir nicht in erster Linie zur Vorbereitung auf einen nicht sehr wahrscheinlichen Krieg in Europa, sondern zum Schutz unseres Luftraums. Dank des in jedem Flugzeug vorhandenen Transponders kann dieses vom Boden aus identifiziert werden. Was machen wir, wenn ein Flugzeug mit bösen Absichten, zum Beispiel eine entführte Passagiermaschine, mit ausgeschaltetem Transponder in unseren Luftraum eindringt? Wohl niemand möchte in einem solchen Fall den Befehl zum Abschuss erteilen, ohne diesen Flieger vorher identifiziert und nötigenfalls zur Landung aufgefordert, respektive gezwungen zu haben. Dies kann nur mit einem modernen, leistungsfähigen Kampfflugzeug geschehen. Ein Billigflieger, wie ihn gewisse politische Kreise vorschlagen, wäre dazu nicht fähig. Wir wollen auch nicht erwarten, dass die Nato diese Aufgabe für uns übernimmt.
Um für künftige Krisen jeder Art gewappnet zu sein, braucht es solidarische Zusammenarbeit – befreit von politischen Ideologien.
Heinz Wittwer, Langnau