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Monsieur Tapie in der Bredouille
- Mittwoch, 10. Juli 2013, 12:32 Uhr
Die Justiz beschlagnahmt vorsorglich Villen und Lebensversicherungen des schillernden französischen Unternehmers. Er ist wegen bandenmässigen Betrugs angeklagt. In einem früheren Gerichtsfall um Adidas-Aktien soll er unrechtmässig 400 Millionen Euro Abfindung erhalten haben.
Untersuchungsrichter beschlagnahmten Bernard Tapies Anteile an einem Wohnhaus in Paris im Wert von rund 69 Mio. Euro sowie auf eine Villa in Saint-Tropez, die auf 48 Mio. Euro geschätzt wird. Tapie bestätigte in einem TV-Interview einen Bericht von «Le Monde». Ebenso sicherten sie sich Lebensversicherungen im Wert von 20,8 Mio. Euro.
Gegen Tapie war jüngst ein Anklageverfahren wegen bandenmässigen Betrugs eingeleitet worden. Der Unternehmer hatte sich beim Verkauf seiner Adidas-Anteile geprellt gesehen und deswegen geklagt. Nach Ansicht der Ermittler beruhte ein Schiedsspruch aus dem Jahr 2008 aber auf einem organisierten Betrug. Er brachte Tapie über 400 Mio. Euro ein.
Auch IWF-Chefin Christine Lagarde und der Chef des Telekommunikationskonzerns Orange, Stéphane Richard, sind in die Affäre verwickelt. Lagarde war damals französische Wirtschaftsministerin, Richard ihr Büroleiter.
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