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Tuberkulose
Tuberkulose ist in der Schweiz selten geworden. Weltweit erkranken pro Jahr aber immer noch rund 9 Millionen Menschen an Tuberkulose, rund 1.3 Millionen sterben jährlich daran.
Die Tuberkulose wird durch das Mycobacterium tuberculosis Bakterium verursacht und entwickelt sich am häufigsten in der Lunge. Sie kann aber auch andere Organe befallen. Nur bei 5 bis 10 Prozent aller infizierten Menschen bricht die Krankheit aus, meistens innerhalb von 2 Jahren. In der Schweiz sind vor allem Menschen mit Migrationshintergrund, Randgruppen und deren Betreuungs- oder Pflegepersonen sowie ältere und immunsupprimierte Personen betroffen.
Symptome
Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome meist unauffällig. Dazu gehören Husten, Müdigkeit und leichtes Fieber. Im Verlauf kommen Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Nachtschweiss und Auswurf dazu.
Übertragung
Die Übertragung von Tuberkulose erfolgt durch kleinste Bronchialsekret-Tröpfchen über die Luft. Diese können sich stundenlang in der Luft halten. Die Tröpfchen werden von an Lungentuberkulose erkrankten Personen ausgehustet und gelangen über die Einatmung in die Lunge gesunder Personen. Die Bakterien können mehrere Jahrzehnte im Körper bleiben, ohne eine Erkrankung auszulösen.
Die meisten Personen, die mit dem Bakterium in Kontakt kommen, werden nicht krank. Schätzungen zufolge braucht es für eine Ansteckung einen rund achtstündigen Aufenthalt mit einer nachgewiesen erkrankten Person in einem ungelüfteten Raum. Bei Personen ohne Direktnachweis (keine säurefesten Stäbchen im Sputum) braucht es sogar eine Kontaktzeit von mindestens 40 Stunden. Eine Ansteckung im Freien oder bei kurzem Kontakt ist sehr unwahrscheinlich.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung, der Risikobewertung bezüglich Medikamentenresistenz und Immunitätssituation der Patientin oder des Patienten.
Prävention
Die frühzeitige Diagnose und Behandlung von infizierten Personen mit gezielter und rascher Umgebungsabklärung ist die effektivste Prophylaxe vor neuen Ansteckungen.