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Die Hornhaut (Cornea), die aus fünf Schichten besteht, schützt und stabilisiert das Auge. Von aussen nach innen sind dies: Epithelschicht, Bowman-Membran, Stroma, Descemet-Membran und Endothelzellschicht. Eine Hornhautentzündung (Keratitis) kann die Epithelschicht allein, aber auch mehrere beziehungsweise alle Hornhautschichten betreffen.
Die Keratitis betrifft in den Anfängen den durchsichtigen, gewölbten Bereich der äusseren Augenhaut.
Normalerweise ist die Hornhaut (Cornea) durch das körpereigene Abwehrsystem, durch schnellen Lidschlag und durch die Tränenflüssigkeit geschützt. Kleinere Defekte heilen recht schnell. Ist das Epithel allerdings geschädigt, können Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Pilze oder Linsen in die Hornhautoberfläche eindringen und eine Hornhautentzündung in Gang setzen. Unterbleibt eine zeitgerechte Behandlung, besteht die Gefahr, dass nach und nach die gesamte Hornhaut befallen wird und das Sehvermögen verringert wird. Deshalb müssen Entzündungen sofort vom Augenarzt behandelt werden.
Ursachen einer Hornhautentzündung
Es gibt nicht nur eine Ursache der Hornhautentzündung. Unterschieden wird zwischen:
Keratitis – Eine durch Bakterien wie Staphylokokken, Staphylococcus aureus, Streptokokken und Pseudomonaden verursachte Infektion. Die Symptome sind starke Schmerzen am Auge, Sehverschlechterung, Blendempfindlichkeit und Lidkrampf. Bei gleichzeitiger Bindehautentzündung tränt das gerötete Auge und verklebt durch austretendes eitriges Sekret. Handelt es sich um bakterielle Entzündungen, bei denen die Augen meist verkleben, helfen Augentropfen, die entzündungshemmende Wirkstoffe enthalten (Antibiotika).
Werden die tieferen Schichten der Hornhaut von Erregern befallen, kann sich ein Hornhautgeschwür (Ulcus cornea) entwickeln, das im schlimmsten Fall bis in die Vorderkammer des Auges perforiert und dazu führt, dass Kammerwasser abfliesst.
Durch den Verlust des Kammerwassers kann der Augeninnendruck nicht gehalten werden. Es kommt zur Störung des Druckausgleichs und zur Unterversorgung der Hornhaut mit Nährstoffen. Auf Dauer können solche Schäden entstehen, dass es schliesslich zur Erblindung und im Extremfall zum Verlust des Auges kommen kann.
Viralen Keratitis
Der viralen Keratitis, die hauptsächlich durch Herpes-simplex-Viren, Herpes Zoster, den Auslöser der Gürtelrose, Varicellen und die extrem ansteckenden Adenoviren verursacht wird.
Diese durch Viren wie die Adenoviren und das Herpes simplex Virus hervorgerufenen Infektionen zeigen sich meist nur an einem Auge.
Bei der Entzündung durch Herpes-simplex-Viren kommt es neben den Schmerzen und der Augenrötung zu einem unangenehmen Fremdkörpergefühl. Sind Adenoviren die Auslöser, zeigt sich das durch extreme Schwellung und Rötung des Auges. Es kommt zu starkem Tränenfluss (Epiphora). Diese Erkrankung ist sehr ansteckend, weshalb innerhalb kürzester Zeit beide Augen betroffen sind.
Keratitis durch Pilzbefall
Dem Pilzbefall, denn in manchen Fällen kann es auch zu einem Pilzbefall im Auge kommen. Dies erfolgt beispielsweise nach Verabreichung von Antibiotika. Häufige Vertreter sind die Pilzen Aspergillus (Schimmelpilz) und Candida albicans (Soorpilz).
Ursachen nichtinfektiöser Natur
Doch nicht immer sind Krankheitserreger die Ursache für eine Hornhautentzündung. Oftmals tritt sie in Verbindung mit rheumatischen Erkrankungen auf, bei Morbus Crohn, Allergien oder infolge von trockenen Augen mit Mundtrockenheit (Sicca-Syndrom). Ebenso können Röntgenstrahlen und längere, intensive UV-Strahlung, wie sie zum Beispiel im Solarium erfolgt, eine Hornhautentzündung auslösen.
Besonders gefährdet, eine Hornhautentzündung zu entwickeln, sind Kontaktlinsenträger.
Die Kontaktlinsen sind Fremdkörper für das Auge, der während des täglichen stundenlangen Tragens den Sauerstoffgehalt der Tränenflüssigkeit verändert. Dies wirkt sich auf die Gesundheit der Hornhaut aus, die schliesslich anfälliger für bakterielle Entzündungen wird. Schlechte Pflege und Reinigung der Kontaktlinsen verstärkt die Entzündungsgefahr.