Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03168.jsonl.gz/1527

Die Berechnung erlaubt die Verwendung des kompletten Umfangs der VDI 2230, Ausgabe 1990 und Ausgabe 2003. Beispielsweise können die komplexen Beispiele der VDI 2230 Ausgabe 1990 oder 2003 ohne Probleme nachvollzogen werden.
Für alle betroffenen Elemente sind Tabellen integriert, wie z.B. Schrauben nach EN ISO 4762, 4014, 4017, 1207, 8765, 8676, EN 1662, 1665, Normen für Bohrungen, Unterlagsscheiben, Muttern etc. Eigene Definitionen von Schrauben fast beliebiger Komplexität, auch Hohlschrauben, sind möglich.
Als verspannte Elemente können Platten, Hülsen, Kreisringsegmente oder prismatische Körper definiert werden. Das Programm ist in der Lage, Vorschläge für Nenndurchmesser und Gewindelänge durchzuführen.
Standardmässig wird die Vorspannkraft auf 90% der Streckgrenze ausgelegt, über die Einstellungsmöglichkeiten kann dies verändert werden. Berechnungen mit vorgegebenem Anzugsdrehmoment oder Vorspannkraft sind durchführbar. Die Daten werden für den Zustand mit der minimalen Vorspannkraft (Anziehfaktor 1.0), der maximalen Vorspannkraft und bei der gewählten Ausnutzung der Streckgrenze ausgegeben.
Die grafische Darstellung des Verspannungsdiagramms und der Schraubengeometrie wird auf dem Bildschirm dargestellt und kann ausgedruckt oder an ein CAD ausgegeben werden.
Exzentrische Verspannung und Belastung, Konfigurationen
Ermöglicht zusätzlich die Berücksichtigung einer exzentrischen Belastung und Verspannung und kontrolliert auf Klaffen der Trennfuge.
Konfigurationen
Es können Einzelschrauben unter Längskraft, Querkraft, Flanschverbindungen mit Dreh- und Biegemoment und Konsolverbindung mit beliebiger Schraubenposition definiert und behandelt werden.
Mindesteinschraubtiefe und Abstreiffestigkeit
Um die notwendigen Mindest-Einschraubtiefe zu bestimmen, kann (nach Kapitel 5 der VDI 2230) die Abstreiffestigkeit von Schrauben- und Mutterngewinden unter Berücksichtigung der Mutteraufweitung und der plastischen Verformung berechnet werden.
Schraubenberechnung bei hohen und tiefen Temperaturen
Schrauben werden meist bei Umgebungstemperatur montiert. Der Einfluss der Betriebstemperatur auf den Vorspannungszustand der Schraube und damit auf die Sicherheit der Verbindung ist jedoch beträchtlich. Beim Verschrauben von Leichtmetallwerkstoffen mit Stahlschrauben beispielsweise verändern sich die Verhältnisse schon bei Betriebstemperaturen von 70 Grad markant! Die Erweiterung der KISSsoft-Schraubenberechnung erlaubt nun in Anwendung der Rechenvorschrift nach VDI 2230, die Schraubenverbindungen auch bei Betriebstemperaturen zwischen –200 und +1000 Grad Celsius zu berechnen. Für Schrauben und verspannte Teile können unterschiedliche Temperaturen vorgegeben werden.
Im weiteren wird die Temperaturabhängigkeit des Elastizitätsmoduls, des Wärmedehnungskoeffizienten, der Streckgrenze und der zulässigen Pressung der Werkstoffe berücksichtigt.
Die Schraubverbindung wird für den Montagezustand bei Raumtemperatur sowie für den stationären oder instationären Zustand bei Betriebstemperatur auf sämtliche Kriterien hin überprüft (nach VDI 2230: Vorspannkraft, Schraubenkraft, Dauerhaltbarkeit und Flächenpressung).