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Einführung
Allgemein-historisches über den Pflug
Der Pflug ist das wichtigste aller Ackergeräte und gilt als Symbol der Landwirtschaft schlechthin.
Er bezweckt gleichzeitig ein Lockern, Vermischen und Wenden des Bodens und bereitet diesen zur Aufnahme des Saatgutes vor.
Man unterscheidet verschiedene Pflugfahrten: Beim Herbst- oder Winterpflügen erfolgt eine tiefe Lockerung der Erde, die in
rauer Furche bis zum Frühjahr liegen bleibt (Bodengare). Das Saatpflügen findet für Winterfrucht im Herbst,
für Sommergetreide und Brachfrüchte (Kartoffeln, Rüben) im Frühling statt, wobei häufig auch Dünger mit untergebracht wird.
Das oberflächliche Stoppelpflügen (Stürzen, Schälen, Strauchen) bringt Erntestoppeln zu rascher Verwesung und Unkrautsamen zum Auskeimen.
Der Gebrauch eines Pfluges war eng an den Besitz von Zugtieren gekoppelt; ein im Mittelland gebräuchlicher «Räderpflug»
erforderte drei bis vier Ochsen oder zwei Pferde. Fehlten jene, wurde Hackbau betrieben, eine Bewirtschaftungsform, die ganze
Landstriche kennzeichnete (Teile des Berner Oberlandes, des Wallis, des Tessins). Die Pflugarbeit war auch namengebend für das Ackermass.
Eine Juchart (ca. 1/3 Hektare) bezeichnete soviel Land, als man mit einem Joch Ochsen an einem Tag zu pflügen vermochte.