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Guru Purnima 2013
von Swami Veda Bharati
Diese sind nacheinander folgende heiligen Tage. Buddha-Purnima, am Vollmond wird Buddhas Erleuchtung gefeiert, etwa im Juni. Guru-Purnima, am Vollmond werden der universelle Guru und der individuelle Guru gefeiert und geehrt, etwa im Juli. Rishi-Purnima, am Vollmond werden die Rishis gefeiert, die alten Weisen von einst, durch die das Wissen der Veden offenbart wurde, etwa im August.
Die Tradition des Gurus findet man in allen alten Kulturen. Als Buddhas letzter Lehrer wurde Aranda Kalama geehrt, der ihn Sankhya-Yoga lehrte. Jesus hatte Johannes den Täufer. Die Inkarnation Rama muss von dem Weisen Vasishta (man lese Yoga-Vasishta) an ihre Göttlichkeit erinnert werden. Krishna, der Lehrer der Bhagavad-Gita, hatte drei Gurus. Es war der letzte, Ghora Angirasa, der ihm diese Mantras gab:
Achyutam asi
AkShitam asi
PraaNa-samshitam asi
Sogar Gilgamesh aus dem sumerisch-akkadischen Epos hat Utnapishtim. Die Sufi-Tradition ehrt ihre Peer-o-Murshid-Meister. Jeder der versucht, in irgendeinem Bereich Fortschritte zu machen, sucht sich einen Mentor. Die modernen Katholiken haben geistliche Leiter für das Studium und die Kontemplation von Texten, wie die spirituellen Übungen des heiligen Ignatius von Loyola. So auch in allen alten Traditionen aus Afrika, Neuseeland, der amerikanischen Indianer und so weiter.
Einen Guru suchen ist folglich ein angeborener Teil unserer Natur, ein Teil unseres spirituellen Drangs. Viele widerstehen diesem Drang, aus dem Ego heraus. Sie denken: „Ich schaffe das alleine“, und früher oder später stolpern sie oder werden enttäuscht oder hinsichtlich ihres Wegs verwirrt.
Ein Guru kann in einer verkörperten Form oder in einer körperlosen Form erscheinen, denn ein Guru ist jemand, der in unser individualisiertes Bewusstsein das göttliche Bewusstsein einfliessen lässt. Bewusstsein hat keine Form. Unser Gurudeva in seinem körperlosen Zustand führt weiterhin Tausende. Die Körper-Gebundenen verstehen dies nicht.
Der Kontakt mit dem körperlosen Guru wird durch das Guru-Chakra geschaffen, aber ein verkörperter Guru ist erforderlich, um uns in diesem Chakra zu initiieren. Also lasst uns unserem Ego nicht erlauben, zu einem Hindernis auf diesem Weg zu werden.
Viele, die von dem Guru geleitet wurden, kommen in Versuchung, sich selbst einige Inkarnationen zu früh als Guru zu erklären. Es braucht, ja, viele Inkarnationen, um den Zustand eines Gurus zu erreichen, der qualifizierte Schüler zu höchstem göttlichen Bewusstsein führen kann. Auf der anderen Seite sagte unser Gurudeva Swami Rama „ein Guru kann sein gesamtes Wissen in einer Nacht des Schweigens an einen qualifizierten Schüler übertragen“.
Lasst uns die erforderlichen Reinheitsvorausetzungen erfüllen und unsere Köpfe von heterogenen vRttis reinigen, und sie dann mit einem kontinuierlichen, ruhigen Fluss eines einziges vRtti des Atman-Bewusstseins ersetzen. Unsere Aufgabe endet mit dem Erfüllen der Voraussetzungen und der Guru kümmert sich um den Rest.
Aus reiner Ehrfurcht ist es in vielen Ashrams üblich, die Holz-Sandalen des Gurus, nachdem er den Körper verlassen hat, auf seinen Sitz zu platzieren und diese Symbole von Gurus Anwesenheit zu ehren.
Ich habe versucht, die neun Verse der Guru-Paadukaa-Stotra (auch gesungen und aufgezeichnet von Madonna), die Hymne zu Gurus Holz-Sandalen, zu übersetzen, aber ich finde keine Worte im Englischen, die die Inhalte des klangvollen Sanskrit ausdrücken.
Lasst euer Bewusstsein die wahre Übersetzung dieser Hymnen an den Guru sein.
Zur jetzigen Zeit machen 23 Pandits in unseren beiden Ashrams in Rishikesh 24-Stunden-Akhanda-Patha, eine Non-Stopp-Rezitation des Guru-Gita, über 9 Tage, und die Atmosphäre dabei ist elektrisierend.
Mögen deine Meditationen über Guru-Purnima deinen Körper und dein Prana elektrisieren und dich in einen spirituellen Magnet verwandeln.
Immer im Dienst von Gurudeva
Swami Veda Bharati
Swami Rama Sadhaka Grama, Rishikesh
Guru Purnima 2013
Sehen Sie auch Swami Veda Guru Purnima 2012
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