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Das Spirituelle kann niemals erlangt werden,solange das Materielle nicht verschwunden ist.
Swami Vivekananda
Das ist eine der Weisheiten, die für gewöhnlich von reichen Leuten stammt. Es ist auch in vielen Religionen so, daß Armut gepredigt wird, während die Kirchenfürsten (nota bene Fürsten) im Wohlstand leben. Und wenn sich Kirchen jeglicher „Erfolgskontrolle“ entziehen wollen, dann vertrösten sie ihre Anhänger auf ein postmortales Glück – Das Paradies!
Übrigens auch Buddha stammte aus einem überaus wohlhabenden Hause und die Armut war für ihn eine überwältigende Erfahrung, die der armen Mehrheit Indiens so vollkommen abging. Die Armut als Tor zum Spirituellen kann nur predigen, wer den Reichtum aus eigener Anschauung kennt. Die Gegenbewegung gibt es natürlich auch – Arme, die im persönlichen wirtschaftlichen Erfolg die Gnade Gottes sehen. Nicht umsonst gelten die Calvinisten als „Erfinder“ des Kapitalismus. Und um gleich mögliche Mißverständnisse auszuräumen: Das Wort „Kapitalismus“ sei hier rein beschreibend und ohne jegliche Bewertung für eine Wirtschaftsform verstanden.
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