Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03547.jsonl.gz/1283

Gut zwei Monate vor den Olympischen Spielen in Peking meldet sich Ryan Regez an der Weltcupspitze zurück. Nach seinem Handbruch und der Schulterverletzung im letzten Frühjahr war der Einstieg in die Saison für den Berner Oberländer mit den Rängen 25, 43, 25 und 13 sehr harzig verlaufen. Nun fuhr er der Konkurrenz im Südtirol regelrecht um die Ohren.
Anders als noch zu Wochenbeginn beim Heimweltcup in Arosa, als er nach der Bestzeit in der Qualifikation bereits im Viertelfinal ausgeschieden war, konnte er diesmal von A bis Z durchziehen. Er liess nicht nur in der Qualifikation sondern auch in sämtlichen vier K.o.-Läufen all seine Gegner hinter sich.
Im Final setzte sich der 28-Jährige aus Wengen vor dem Franzosen Bastien Midol und dem Kanadier Reece Howden, dem Gesamtweltcupsieger der letzten Saison, durch. «Es war eine schwierige Saison, doch nun hat endlich von der Qualifikation bis in den Final alles geklappt. Es ist unglaublich», sagte ein sichtlich emotionaler Regez nach seinem insgesamt vierten Weltcupsieg, dem ersten seit fast zwei Jahren.
Als zweitbester Schweizer klassierte sich Marc Bischofberger als Sechster, womit der Appenzeller sein Saison-Bestresultat egalisierte. Romain Détraz und Joos Berry scheiterten in den Viertelfinals, für Tobias Baur und Alex Fiva bedeutete schon die erste K.o.-Runde Endstation.
Näslund wieder zu stark für Smith
Bei den Frauen fuhr Fanny Smith im fünften Saisonrennen zum vierten Mal auf Platz 2 – es war ihr 60. Weltcup-Podestplatz in einem Einzelrennen. Die Waadtländerin musste sich abermals der Saison-Dominatorin Sandra Näslund geschlagen geben. Die Schwedin konnte dank ihrem vierten Saisonsieg - dem 21. insgesamt im Weltcup - ihren Vorsprung auf Smith im Gesamtweltcup damit weiter ausbauen.
Talina Gantenbein und Sanna Lüdi blieben bereits im Viertelfinal hängen. Die beiden Schweizerinnen befanden sich im selben Lauf wie Smith und Näslund und schieden aus.
Am Montag wird in Innichen ein weiteres Rennen ausgetragen, bevor sich der Skicross-Tross in die verlängerte Weihnachtspause verabschiedet. Weiter geht es Mitte Januar mit den nächsten beiden Weltcup-Prüfungen in Nakiska im Westen Kanadas.