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"Oh yes, wir are". Dies antworten wir, als der Host (eine Art CG-Vater) herangebraust kommt, kurz nachdem wir uns im Camp Ground June Lake eingerichtet hatten. Doch nun alles der Reihe nach...
Nach dem Schrecken wegen des ausgestiegenen Kühlschranks besorgt Marcel, wie bereits erwähnt, erstmal eine Kühlbox, in der wir unsere essentiellen Ess-Sachen unterbringen wollen. Abends, als wir nochmals unser weiteres Vorgehen besprechen, und beschliessen, morgen früh Eiswürfel zu kaufen, frage ich "warum tun wir die Eiswürfel denn nicht grad in den Kühlschrank, anstelle in die Box"? Wir lachen und tun's seither so. Unser Kühlschrank ist jetzt via Gemüsefach eiswürfelgekühlt, dafür ist das Gemüse jetzt im Eisfach und die "warme" Kühlbox wartet vorsichtshalber in der Garage auf ihre Funktionserfüllung. Seither ist unser Kühlschrankinhalt auch merklich erschlankt, denn wir brauchen unsere Vorräte auf...Vorsichtshalber.
Am 18.6. verlassen wir den Mammoth Lakes Mountain CG, fahren vorbei an der "Ski Area" mit demselben Namen und erreichen den Mono Lake. Schon von weitem sehen wir seine Tuff-Formationen, die wie umgekehrte Eiszapfen aus der Erde und dem See ragen. Aus dem Prospekt in deutscher Sprache entnehmen wir, "diese Spiralen und Buckel entstehen, wenn kalziumhaltiges Frischwasser aus unterseeischen Quellen im karbonatreichen Seewasser aufsteigt. Bei der Mischung dieser Wasser entsteht Kalziumkarbonat, eine weisse Kalksteinablagerung, die diese Tuff-Strukturen bildet".
Noch ganz verzaubert von diesen Spiralen und Buckeln befahren wir nach einem erfolglosen Versuch, in Lee Vining einen CG zu ergattern, den June Lake Loop und gelangen schliesslich zum Gull Lake, wo wir für die Nacht auf den
19.6. einen phänomenalen Platz direkt am Gull Lake ergattern. Wir mussten ständig schmunzeln über die beiden Entenfamilien mit ihren Kücken und den drei Singelentenmännern, die sich gerne produzierten. Später, als ich gerade im Wohnmobil war, sah ich Marcel drunten am Wasser sitzen, neben ihm einer der Entenmänner, und auf dem Baum dahinter sass ein Eichhörnchen. Ein wunderschönes Stillleben. oder? Gerne wären wir auch am folgenden Tag noch hier noch geblieben, doch der Platz für die nächste Nacht am June Lake ist bereits reserviert und bezahlt. Wir fahren also weiter auf diesem wunderschönen Loop und erreichen nur wenige Kilometer später den Mono Lake und unseren CG, in der Höhe von 2'400 m.
Dort angekommen, machen wir's uns auf dem Platz Nr. 4 gemäss unserer Reservierungsbestätigung gemütlich. Während ich noch die Luken öffne, kommt Marcel schon sauer zurück und sagt, der Platz sei bereits für andere Leute reserviert. Wir studieren also nochmals unsere Papiere. Alles korrekt! Wurde der Platz doppelt belegt? In so einem Fall gilt der Grundsanz " wer zuerst ist, mahlt zuerst". Also schreibe ich einen Zettel mit dem Verweis auf die schriftliche Reservationsbestätigung am Fenster. Danach brechen wir auf zu einer kleinen Wanderung den Bergsee entlang. Kaum zurück, fährt erst der Rancher vor, gleich darauf der Host und fragt uns lächelnd:
"Are You the Trouble Maker"? Wir antworten: "Yes, wir are". Danach endet alles in Gelächter. Wir bleiben auf der Nr. 4. Die Anderen erhalten die Nr. 14, Marcel macht uns ein feines Znacht, den Riesenkotelettknochen erhält der Nachbarhund. Alles Paletti