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Drei Jahre nach seinem Hinschied wurde der Comandante Fidel Castro Ruz in Bern an einem von der Vereinigung Schweiz-Cuba und der Kubanischen Botschaft in der Schweiz organisierten Gedenkabend geehrt, an dem auch der deutsche Journalist Volker Hermsdorf sein Buch „Fidel Castro“ vorstellte.
Samuel Wanitsch, Mitglied der Nationalen Koordination der Vereinigung Schweiz-Cuba, betonte in seiner Begrüssung die Gültigkeit der Ideen von Fidel in einer Zeit, in der Imperialismus, Extremismus und faschistische Tendenzen in verschiedenen Regionen des Planeten zunehmen: „Wir treffen uns heute und jetzt in einer Zeit, in der auf dem amerikanischen Kontinent – und nicht nur dort – ein bestialischer Faschismus wütet und vor allem die Menschen attackiert und ermordet, die dem Ideal von Fidel nachzuleben versuchen: einer Welt mit sozialer Gerechtigkeit und Frieden.“
Mit einer Schweigeminute wurde den Opfern gedacht.
Der kubanische Botschafter Manuel Aguilera de la Paz betonte seinerseits Fidels entscheidenden Beitrag zur endgültigen Befreiung Kubas und die Kühnheit, eine Bastion des Widerstands und der Rebellion nur 90 Meilen von der größten imperialistischen Macht der Welt entfernt zu errichten. Er erinnerte sich an seine Gabe als Staatsmann, seine Hingabe an die Verteidigung der gerechten Sache und seinen unermüdlichen Kampf für eine bessere Welt.
Als Beispiel nannte er die historische Rede, die der Comandante am 12. Juni 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro hielt. Diese wurde den Anwesenden in einem Video mit Fidels eigener Stimme und dramatischen Bildern von Umweltzerstörung gezeigt.
Danach stellte der deutsche Journalist Volker Hermsdorf sein Buch „Fidel Castro“ vor. Diese Arbeit sammelt transzendentale Momente aus dem Leben und Werk des kubanischen Führers. In seiner Rede stellte Volker Hermsdorf Fidels Weg dar, als Mann des Denkens und Handelns, angefangen mit seiner ersten Rede als Studentenführer an der Universität Havanna, seine berühmte Verteidigungsrede «Die Geschichte wird mich freisprechen, über den Triumph der Revolution, den Bau eines neuen Kubas bis hin zu seinen zahlreichen Kämpfen gegen die von Washington ausgehende Bedrohung.
Hermsdorf verwies auf Fidels Ideale und seinen Einfluss auf die großen Errungenschaften der Revolution wie soziale Gerechtigkeit, Bildung, Gesundheit und internationale Solidarität. „Kuba will Wissenschaft und Technologie nicht zum Zerstören nutzen, sondern etwas Neues schaffen, das Leben verlängern, Gesundheit, Bildung und menschliches Glück fördern“, betonte er. Er hob auch die Schaffung des Programms „Si yo puedo“ hervor, das zur Alphabetisierung von Millionen Menschen auf der ganzen Welt beitrug, die Gründung der Lateinamerikanischen Schule für Medizin (ELAM) und die Einrichtung des Henry Reeve-Kontingents zur solidarischen medizinischen Hilfe im Falle von Epidemien und Katastrophen.
Volker Hermsdorf erinnerte auch an die Symbolik des Todesdatums von Fidel, auf den Tag genau 60 Jahre nachdem die Granma Yacht vom Hafen Tuxpan in Mexiko aus in See gestochen war. Und er beschrieb den vielfältigen Abschied auf der Plaza de Revolución, wo schliesslich mehr als eine Million Menschen „Yo soy Fidel!» (Ich bin Fidel!) riefen.
Bei dieser Gelegenheit tauschten mehrere der Anwesenden persönliche Erfahrungen und Anekdoten mit dem Comandante auf seiner Reise durch die Schweiz im Jahr 1998 aus. Sie äußerten allesamt ihre Bewunderung für diesen kubanischen Riesen, dessen Ideen eine Referenz im Kampf um die wahre Emanzipation der Völker darstellen.
In feierlicher Stimmung stiessen die Anwesenden auf Kuba und seine Revolution an: Fidel vive!
Nationale Koordination
Vereinigung Schweiz-Cuba