Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03147.jsonl.gz/833

Brüssel - Der flämische Christdemokrat Yves Leterme wird erneut belgischer Ministerpräsident, nachdem er vor knapp einem Jahr wegen einer Justizaffäre zurücktreten musste. "Er hat jetzt eine zweite Chance", sagte der gegenwärtige Regierungschef Herman Van Rompuy.
Vergangene Woche wurde Van Rompuy zum ersten ständigen Ratspräsidenten der EU berufen. Leterme sollte am Mittag von König Albert II. als Ministerpräsident vereidigt werden.
Er war 2007 in Flandern als Sieger aus den belgischen Wahlen hervorgegangen, benötigte aber ein Dreivierteljahr für eine Regierungsbildung. Hintergrund der Schwierigkeiten war der Dauerkonflikt zwischen Flamen und Frankophonen.
Albert II. beauftragte einen anderen Ex-Ministerpräsidenten, Jean-Luc Dehaene, in dem Streit zu vermitteln. Gemäss Beobachtern soll Leterme die Last des Konflikts nicht allein tragen.
In der Vergangenheit hatte er die frankophonen Belgier wiederholt vor den Kopf gestossen. Zurücktreten musste er aber wegen der Affäre um den Verkauf des Finanzkonzerns Fortis.
Der Regierung wurde versuchte Einflussnahme auf die Justiz vorgeworfen. Im Zuge der noch nicht abgeschlossenen Aufklärung des Falls gilt Leterme zumindest teilweise als rehabilitiert. Seit Juli ist er belgischer Aussenminister.
Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: <email-pii>