Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03655.jsonl.gz/1443

In Memoriam Peter Truöl
Peter Truöl war von 1971 bis zu seiner Emeritierung 2006 Professor für Experimentalphysik an der Universität Zürich. Nach dem Studium der Physik, Mathematik und Chemie in Göttingen und Zürich promovierte er 1967 bei Verena Meyer an der Universität Zürich mit einer Dissertation zu den Eigenschaften des 10B-Kernes. Danach setzte Peter Truöl seine wissenschaftliche Tätigkeit an der University of California, Berkeley fort und wurde bald darauf Assistenzprofessor an der University of California, Los Angeles.
Im Jahre 1971 kehrte er zur Habilitation an die Universität Zürich zurück und führte dort die Elementarteilchenphysik in das Curriculum der Physik ein. 1988 wurde Peter Truöl ordentlicher Professor für Experimentalphysik an der UZH. Die von ihm geleitete Forschungsgruppe experimentierte in internationalen Arbeitsgruppen an Beschleunigern in Berkeley, Los Alamos, Brookhaven, am PSI in Villigen, am CERN in Genf und am DESY in Hamburg. In seiner wissenschaftlichen Arbeit interessierte er sich gleichermassen für experimentelle Aspekte, das theoretische Verständnis und nicht zuletzt für die sprachliche Qualität der Publikationen. Letztere zu vermitteln war ihm bei der Betreuung seiner Doktorierenden ein besonderes Anliegen.
Peter Truöl unterrichtete viele Jahre lang Physik-Studierende in Elementarteilchenphysik und hielt unzählige Male die Grundvorlesungen für Studierende der Medizin und Biologie. Dabei gelang es ihm, seinem Publikum die Faszination an der Erforschung fundamentaler physikalischer Fragen zu vermitteln, und den angehenden Naturwissenschaftlern die Physik als Grundlagenfach nahe zu bringen.
Peter Truöl leitete von 1999 bis 2003 als Direktor das Physik-Institut der Universität Zürich und amtete von 2003 bis 2006 als Dekan der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät. Auch nach seiner Emeritierung blieb er der Universität Zürich stark verbunden, so stand er ab 2007 bis 2012 dem Vorstand der Science Alumni vor.
Katharina Müller, Peter Robmann, Ueli Straumann