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Pablo Heras-Casado, Jahrgang 1977, studierte zunächst Kunstgeschichte und Schauspiel in seiner Heimatstadt Granada, bevor er sich in Madrid zum Dirigenten ausbilden liess. Früh schon gründete er eigene Ensembles wie die Alte-Musik-Formation Cappella Exaudi und die experimentelle Gruppe Sonóora: Sie stehen stellvertretend für die Breite seines Repertoires, das sich von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik erstreckt. In den vergangenen Jahren nahm Pablo Heras-Casados internationale Karriere einen rasanten Verlauf: Seit 2011 ist er Principal Conductor des Orchestra of St. Luke’s. Er arbeitete mit den Berliner Philharmonikern und der Staatskapelle Berlin zusammen, mit dem Boston, dem San Francisco und dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles und dem New York Philharmonic, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Leipziger Gewandhausorchester. Auch als Operndirigent erfreut sich Heras-Casado grosser Nachfrage: So leitete er Neuproduktionen von Verdis Rigoletto an der Deutschen Oper Berlin, von Mozarts Zauberflöte beim Festival d’Aix-en-Provence, von Monteverdis Orfeo an der Nederlandse Opera Amsterdam und von Verdis La traviata am Festspielhaus Baden-Baden; an der Metropolitan Opera New York gastierte er mit Bizets Carmen. Darüber hinaus verantwortete er die Uraufführungen von Toshio Hosokawas Matsukaze am Brüsseler Théâtre Royal de la Monnaie und von Mauricio Sotelos El Publico am Teatro Real in Madrid, das ihn mit Wirkung zum Herbst 2016 als Ersten Gastdirigenten berufen hat. Heras-Casados Aufnahme von Schuberts Dritter und Vierter Sinfonie mit dem Freiburger Barockorchester erhielt 2014 den «ECHO Klassik»; im selben Jahr wurde er von Musical America zum «Dirigenten des Jahres» ausgerufen. Zuletzt erschien im März 2015 seine Neueinspielung des Schumann-Violinkonzerts mit Isabelle Faust.
Debut bei Lucerne Festival im Sommer 2007 als Teilnehmer des «Meisterkurses Dirigieren» der Lucerne Festival Academy.
August 2015