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Von der Kosovarin Kelmendi wurde Tschopp nach 24 Sekunden (bei vier Minuten regulärer Kampfzeit) mit Ippon geworfen.
Schwieriger hätte die Aufgabe für Tschopp eigentlich nicht sein können. Die 25-jährige Kelmendi ist die Weltmeisterin von 2013 (in Rio de Janeiro) und 2014, zudem gewann sie 2014 und 2016 jeweils den EM-Titel.
Innerhalb des nun abgeschlossenen Olympia-Zyklus blieb Kelmendi zwischen 2013 und 2015 zwei Jahre lang ohne Niederlage. Im Kosovo ist sie ein Sportidol oder einfach die bedeutendste Athletin des Landes. Kelmendi holte bei der erstmaligen Olympia-Teilnahme des Kosovo mit Gold nun auch noch die erste Olympia-Medaille überhaupt für dieses Land.
Vor vier Jahren in London war Kelmendi noch Teil der albanischen Olympia-Delegation. Heuer führte sie bei der Eröffnungsfeier das neue IOC-Mitglied Kosovo als Fahnenträgerin ins Maracanã.
Tschopp verlor in Rio de Janeiro auch das vierte Duell mit der Weltranglisten-Ersten seit Oktober 2015. Am Grand Slam in Paris im letzten Jahr hatte Tschopp als Zweite ihr bislang wertvollstes Resultat erreicht.
Tschopp war mit einem Sieg durch Disqualifikation ins Turnier gestartet. Sie gewann ihren ersten Kampf gegen Priscilla Gneto, weil der Schiedsrichter ein unerlaubtes Beingreifen der Französin hart, aber korrekt als Ippon wertete.
(SDA)