Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03336.jsonl.gz/1879

Bei Bio-Chips handelt es sich um Objektträger (meist aus Glas oder einem Polymer), auf denen biologisches Material (z. B. Oligonukleotide oder cDNA) in hoher Anzahl und Dichte einzelsträngig als Mikro-Arrays, d. h. in einer definierten Anordnung fixiert sind.
Solche Chips erfüllen die Funktion von Diagnostik-Tools und werden von vielen Herstellern mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen angeboten.
Bei der Bio-Chip-Analyse wird die zu untersuchende, ebenfalls einzelsträngige Substanz (z. B. eine Patienten- oder Lebensmittelprobe) mit den auf dem Chip fixierten Molekülen in Kontakt gebracht. Treffen die Moleküle der Probensubstanz auf die zu ihnen komplementäre Moleküle des Chips, findet nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip ("genau passende Gegenstücke") eine Wechselwirkung mit Bildung eines Doppelstranges statt (komplementäre Hybridisierung). Dieser Vorgang kann durch geeignete Vorbehandlung des Probenmaterials mit Fluoreszenzfarbstoff sichtbar gemacht werden. Das so entstandene Fluoreszenzmuster enthält die Information, welche Substanzen in der Probe vorhanden waren.