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Das neu gewählte
Wappen geht auf einen Vorschlag des vor wenigen Jahren verstorbenen Paters
Flurin Maissen zurück. Der in der Surselva sehr populäre Pater Flurin war
Physiker, Benediktiner, Umweltschützer und Vorkämpfer für die Romanische
Sprache. Was er aber vor allem war: ein unverbesserlicher Optimist und ein
Original, das seinesgleichen sucht.
Die Berge im
Hintergrund stellen den Piz Terri dar (Greina-Ebene), und das Tor (Portal)
de Porclas befindet sich am Anfang der Val Lumnezia. Piz Terri und die
Porclas schliessen sozusagen die neue Gemeinde ein und fungieren als
eigentliche Grenzmarken.
Der
Vorschlag von Pater Flurin beinhaltet einige Knacknüsse für die Heraldiker:
a) Die Mischfarbe Grau ist keine heraldische Farbe. b) Die Porclas ist
perspektivisch dargestellt, was in der Heraldik nicht zulässig ist. c) Berge
in ihrer natürlichen Darstellung sind ebenfalls nicht erlaubt, denn die
heraldische Fachsprache, das Blasonieren, beschreibt ein Wappen mit
möglichst wenigen Ausdrücken so genau, dass jeder heraldisch bewanderte
Zeichner das Wappen korrekt darstellen kann, auch wenn er es noch nie
gesehen hat! Das ist aber mit Silhouetten von Bergen unmöglich! Siehe auch
unsere Kritik am Wappen der Walliser Gemeinde
Obergoms.
Die Probleme
der grauen Farbe und der perspektivischen Darstellung sind behoben worden.
Die Silhouette ist etwas stärker stilisiert, bleibt aber nach wie vor
unheraldisch. Weiter ist aus nicht nachvollziehbaren Gründen ein viel zu
dunkles Rot gewählt worden. Es grenzt eher an das heraldisch mögliche, aber
in der Schweiz völlig unbekannte Purpur. In einigen kantonalen Wappenbüchern
sind die Werte der Druckfarben für das jeweilige Kantons- und die
Gemeindewappen verbindlich festgelegt.
Blasonierung:
Wegen der Silhouette nicht
möglich.