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Durch die einzigartige geographische Lage zwischen Europa und dem nahen Osten war die Türkei stehts westlichen Einflüssen ausgesetzt, während eine muslimisch geprägte Identität beigehalten wurde.
Als die Psychrockwelle schliesslich doch die Türkei erreichte, kopierten türkische Musiker*innen nicht einfach das ausländische Erfolgsmodell, sondern verarbeiteten die westliche Musik mit orientalischer Kultur.
Als Gründerväter des Anatolischen Rock gilt die Band Moğollar. Diese hat mit ihrem ersten Album "Anadolu Pop" dem Genre den Namen Anadolu Rock verleiht. Das türkische Musikgenre galt eigentlich nur unter westlichen Musikkritiker*innen als Turkish Psychrock.
Moğollar hatte mit ihrem Debütalbum "Anadolu Pop" vor Allem im Ausland Erfolg. Besagtes Album wurde in Frankreich sogar mit dem "Grand Prix du Disque" ausgezeichnet.
Eine weitere Szenegrösse im Anadolu Rock ist Erkin Koray. Seinen künstlerischen Durchbruch hatte Koray 1974 mit dem Album "Elektronik Türküler". In einer Musikszene, in welcher hauptsächlich Singles released wurden, veröffentliche Erkin Koray eine LP, welche heute noch von Musikkritiker*innen verehrt wird.
Neben Erkin Koray zählt auch Barış Manço zu den Musiker*innen, welche den Anadolu Rock entscheidend mitgeprägt haben. Seine Musik fällt vor Allem durch die Verwendung von Synthesizern und Discoelementen auf. Als nicht-politscher Musiker blieb Barış Manço von der Musik- und Kulturzensur nach dem Coup d'état verschont.
Obwohl die Band Bunalim nur sechs Singles released hat, gilt sie heue als die türkische Psychrockband schlechthin.