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Hefti dominiert den Weltcup
Hefti ist der dominierende Mann im Weltcup, seit er Anfang Dezember in der internationalen Rennserie sein Comeback gegeben hat. Schon in Winterberg unterstrich er seine Klasse mit den Rängen 1 und 5. In La Plagne konnte er noch einen draufsetzen. Bemerkenswert am Abschneiden auf der Olympia-Bahn von 1992 ist vor allem das Ergebnis mit dem Vierer. In der Königsklasse ist es für Hefti als Steuermann der allererste Sieg im Rahmen des Weltcups (der elfte insgesamt). In dieser Disziplin war er zuvor erst einmal auf dem Podest gestanden; im Januar 2011 in St. Moritz als Zweiter hinter dem überraschenden Letten Edgars Maskalans.
Heftis neues Vierer-Team mit den Anschiebern Alex Baumann, Thomas Lamparter und Jürg Egger harmoniert offenbar auf Anhieb. Sie sind die ersten, die in dieser Weltcup-Saison Alexander Subkow bezwungen haben. Der russische Routinier hatte die ersten vier Vierer-Rennen dieses Winters allesamt gewonnen. In La Plagne hatte er als Zweiter gegenüber Heftis Crew um neun Hundertstel das Nachsehen. Komplettiert wurde das Podest vom Sonntag durch Subkows Landsmann Alexander Kasjanow. Die erfolgsverwöhnten Deutschen hingegen mussten derweil die nächste Ernüchterung akzeptieren.
Sieben Jahre danach
Der Coup des Hefti-Quartetts ist von historischem Wert. Für die Schweiz ist es im Vierer der erste Weltcup-Sieg seit jenem von Martin Annen im Dezember 2005 in Igls. Einer der Anschieber hiess damals ... Beat Hefti. Hefti stiess auch den Vierer-Bob von Ivo Rüegg mit an, der 2007 in St. Moritz zu WM-Gold raste. Rüegg heimste zwar im Weltcup zahlreiche Podestplätze ein, aber lediglich einen Sieg, und diesen realisierte er im Zweier.
In La Plagne hatte auch der zweite Schweizer Pilot Grund zum Jubeln. Der Aargauer Rico Peter erreichte mit Platz 6 im Vierer sein bestes Weltcup-Resultat der Karriere. Tags zuvor im Zweier hatte er mit Rang 17 noch enttäuscht.
Für die Schweizer beginnen nun die Vorbereitungen auf die nationalen Meisterschaften, die um den Jahreswechsel in St. Moritz durchgeführt werden. An den SM werden die Weichen gestellt für den weiteren Saisonverlauf mit den Europameisterschaften in Igls, den Heim-Weltmeisterschaften in St. Moritz und dem Weltcup-Finale in Sotschi. Fortgesetzt wird der Weltcup am 5./6. Januar in Altenberg. Wer die Schweiz dort bei den Männern vertreten wird, ist noch nicht klar, weil am gleichen Wochenende die SM-Medaillen im Vierer vergeben werden.
Quelle: ZT, 17.12.2012