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Für junge Spital-Ärzte gibt es die Zeit vor und nach 1994. Damals übernimmt George Clooney als Dr. Doug Ross in der TV-Serie «Emergency Room» das Stethoskop. Chronisch überarbeitete und unterbezahlte Jungärzte sind seither die Rockstars unter den Weisskitteln.
Vom TV- zum Hollywood-Star
George Clooney schafft in den späten 1990er-Jahren den Sprung vom TV-Set nach Hollywood. Damals ein ungewöhnlicher Klassenwechsel, galten doch Serien-Schauspieler vor dem Streaming-Zeitalter als zweitklassig.
Zu verdanken hat Clooney die Berufung auf die Kino-Leinwand auch seinem Ruf als Frauenschwarm. Clooneys Talent blitzt in seinen TV-Rollen durch, steht damals aber in keinem Verhältnis zu seiner Popularität beim weiblichen Geschlecht. Die weiblichen Fans wollten die Hollywood-Studios zu zahlenden Kundinnen machen. Die Rechnung sollte aufgehen.
Danny Ocean – keiner stiehlt feiner
In der Rolle des Meisterdiebs Danny Ocean in «Ocean’s Eleven» gewinnt Clooney zu seiner weiblichen Fan-Riege die Männer dazu. Im Film nimmt ein sehr cooler, sehr wild zusammengewürfelter Haufen Schlitzohre einen sehr uncoolen, sehr reichen Casinobesitzer (Andy Garcia) auf trickreiche Art und Weise aus.
Steven Soderberghs Neuverfilmung von «Frankie und seine Gesellen» (1960) legt den Grundstein für zwei ebenso populäre Sequels – «Ocean’s Twelve» und «Ocean’s Thirteen». Wer braucht originelle Film-Titel, wenn die Story stimmt?
Vom witzelnden Schönling verabschiedet sich Clooney 2005. In «Syriana», einem komplexen Polit-Thriller, überzeugt er die Oscar-Academy als CIA-Agent Bob Barnes. Er wird mit dem Goldmännchen für den besten Nebendarsteller ausgezeichnet.
Pranks mit Pitt
Der Hype um Clooney nimmt zeitweilig groteske Züge an. «Innert drei Wochen hatte ich eine Beziehung mit Renée Zellweger, Nicole Kidman und Julia Roberts», flachst er 2001 in einem Fernseh-Interview, «ich fange jetzt an, die Affären selber zu erfinden» lautet Clooneys Kommentar zu den ständigen Gerüchten.
Zeitgleich sorgt Clooney mit seinen Männer-Freundschaften für Aufsehen. Er verbrüdert sich mit den Schauspieler-Kollegen Brad Pitt und Matt Damon.
Die gegenseitigen Streiche sind legendär. Als am Wohnort von Clooney in Italien die Dreharbeiten für «Ocean’s Twelve» anstehen, lässt Brad Pitt etwa einen Flyer bei Clooneys Nachbarn verteilen mit dem Hinweis, dieser dürfe während der Dreharbeiten ausschliesslich als Danny Ocean angesprochen werden.
14 Millionen für «The Boys»
Später beschenkt Clooney seine 14 besten Freunde – genannt «The Boys» – mit je einer Million Dollar. «Warum warten, bis ich tot bin? Dann werde ich es ihnen ohnehin hinterlassen», soll Clooney die Grosszügigkeit kommentiert haben.
Die Freunde von damals sind es noch heute. Punkto Frauen hat Clooney einen Richtungswechsel eingeschlagen. Er heiratet 2014 die Menschenrechts-Aktivistin Amal Ramzi Alamuddin, die derzeit ihr drittes gemeinsames Kind erwartet. Umwerfend aussehend, talentiert und jetzt auch noch treu. Clooney schafft das alles mühelos.