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- Mädchen leiden stärker unter den Folgen der Corona-Pandemie als Buben. Dies besagt eine neue Studie.
- Die Kinderrechtsorganisation «Save the Children» hat 25'000 Kinder und Erwachsene in 37 Ländern der Welt befragt – viele davon in Asien und Afrika.
- Das Fazit der Studie: Mädchen hätten öfter im Haushalt arbeiten müssen als Knaben – während die Schulen geschlossen waren.
Jedes fünfte befragte Mädchen gab an, in dieser Zeit nichts gelernt zu haben. Bei den Buben war es nur jeder Zehnte. Kinder aus ärmeren Familien sind den Autoren zufolge zudem stärker betroffen als solche aus wohlhabenderen Familien.
In den meisten Staaten waren die Schulen etliche Wochen lang komplett geschlossen, der Unterricht fand, wenn überhaupt, online statt. Jedes fünfte befragte Mädchen gab an, in dieser Zeit nichts gelernt zu haben. Bei den Jungen war es nur jeder Zehnte. Vor allem in ärmeren Familien lag dies vor allem am fehlenden Zugang zum Internet: Weniger als ein Prozent der Haushalte, die sich selbst als arm einstuften, konnten den notwendigen Zugang zum Netz gewährleisten.
Covid-19 hat bestehende Ungleichheiten vergrössert.
Bei besser gestellten Haushalten hatte immerhin jede fünfte befragte Familie Zugang zum Internet. Auch die Beschaffung von Lernmaterialien war bei den ärmeren Haushalten vielfach ein Problem.
Knapp zwei Drittel der befragten Mädchen sagten, sie hätten während der Pandemie häufiger als zuvor im Haushalt mitarbeiten müssen, bei den Jungen war das nicht einmal bei der Hälfte der Befragten der Fall. Auch bei der Betreuung von Geschwistern waren die Mädchen stärker gefragt.
«Covid-19 hat bestehende Ungleichheiten vergrössert, mit dramatischen Folgen für die Kinder», sagte die Chefin von Save the Children in Deutschland, Susanne Krüger. «Um eine ganze Generation vor dem Verlust ihrer Zukunft zu schützen, müssen einkommensschwache Länder und fragile Staaten dabei unterstützt werden, in ihre Kinder zu investieren», forderte die Kinderrechtlerin.