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Das Cannabis Ruderalis ist eine Marihuana Art, die der breiten Öffentlichkeit eher wenig bekannt ist. Experten wissen allerdings, dass diese Pflanzenart selbst unter schwierigen Bedingungen wachsen kann.
Sie ist in Asien und Mittelosteuropa und insbesondere in Russland beheimatet. Diese Gebiete wären für das Überleben anderer Cannabissorten zu rau. Der Begriff „Ruderalis“ leitet sich vom Wort „ruderal“ ab, einer Bezeichnung für wild wachsende Pflanzengattungen. Cannabis Ruderalis verfügen über sehr widerstandsfähige Samen, die auch nach der Spaltung überleben können.
Die Samen lösen sich leicht von der Pflanze und können auch in gefrorenem Erdreich liegend weiterleben. Sobald die Bedingungen für ein Wachstum wieder günstig sind, werden die Ruderalis-Samen erweckt, sodass die Sämlinge mit der ersten Phase ihres Wachstums beginnen können.
Physische Erscheinung
Mit einer Höhe zwischen 30 und 80 Zentimetern ist das Ruderalis die kleinste unter den Cannabispflanzen Sativa, Indica und Ruderalis. Folgende Merkmale und Eigenschaften zeichnen die Ruderalis Pflanze aus:
° aufrecht wachsend
° robuster Stängel
° kaum Verzweigungen an der Basis
° sehr kleine und relativ kurze Blätter
° Teilung in sieben oder weniger Blättchen
° Schliessfrüchte sind klein und braun
° Blütenstände klein, schwer und grünlich mit braunen Flecken
° bei der Fruchtreife werden Früchte nach und nach abgeworfen
Wodurch unterscheidet sich Cannabis Ruderalis von den anderen Sorten „Indica“ und „Sativa“?
Sativa: Cannabis-Sativa-Sorten waren ursprünglich rund um den Äquator beheimatet und sind in:
° Jamaika
° Kolumbien
° Mexiko
° Thailand und mehreren afrikanischen Ländern zu finden.
Diese wohl bekannteste Hanfpflanze kann bis zu zwei Meter hoch wachsen und sie besitzt sehr viele Blätter. Sativas können das in vielen europäischen Ländern verbotene Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC) und auch das legale Cannabidiol (CBD) enthalten. Die Konzentration der Wirkstoffe ist von Sativa-Pflanze zu Sativa-Pflanze unterschiedlich. Die Pflanze sieht aus wie ein aufrechter und kantiger Strauch. Sie kann bis zu 7 Meter hoch werden. Sativas besitzen hellgrüne Blätter, mit gezacktem Rand und ein tiefes Wurzelsystem, das ihnen Stabilität verleiht. Beinahe alle für den Innenanbau brauchbaren Sativa-Sorten sind Kreuzzüchtungen mit Indica-Sorten, auf diese Weise lässt sich ihre Höhe und Blütezeit verkürzen. Diese Kreuzungen nennt man „Hypriden“.
Indica: Indica-Cannabissorten können Sie in grossen Höhen, hauptsächlich in Ländern, die für ihren Haschisch Anbau bekannt sind, antreffen. Dazu gehören Länder wie:
° Marokko
° Afghanistan
° Nepal
° Türkei
° Indien
Der Lebenszyklus der Cannabis Indica wird in zwei verschiedene Phasen unterteilt, in die Wachstums- und Blütephase. Die Pflanze wächst, wenn die Tage lang und die Nächte kurz sind. Sobald die Tage kürzer und die Nächte länger werden, merkt sie, dass der Winter naht und löst die Blütephase aus. Indica-Pflanzen enthalten ebenso THC und CBD. Sie können beim Konsumenten ein Gefühl der Entspannung erzeugen. Sativas dagegen haben erhebende und energetisierende Wirkungen.
Ruderalis: Wilde Ruderalis-Pflanzen verfügen beinahe immer über einen geringenTHC-Gehalt und einen relativ hohen Gehalt an CBD. Sie sind hauptsächlich in kalten Regionen wie:
° Kasachstan
° Aserbaidschan
° Zentralasien
° Russland
° Norwegen oder der Mongolei anzutreffen
Beim Cannabis Ruderalis handelt es sich um die kleinste aller Cannabis-Pflanzen. Die Pflanze wird ungefähr 30 bis 80 Zentimeter hoch. Der Höhenunterschied ist deutlich im Vergleich zu Cannabis Sativa, das eine Höhe von 5 Metern erreichen kann, und der Indica-Pflanze, die ungefähr 1,50 hoch wird. Die Ruderalis-Pflanze hat einen dicken Stängel und breite, kleine Blätter. Die Zweige müssen eher kleine, aber schwere Knospen tragen. Obwohl sie kleiner als die anderen Cannabisarten ist, ist sie sehr widerstandsfähig und robust. Obendrein sind Cannabis Ruderalis anders als Sativa- und Indica-Arten selbstblühend und benötigen daher weder eine künstliche noch eine natürliche Beleuchtung. Sie beginnen zwischen 21 und 30 Tagen nach dem Pflanzen mit dem Blühen. Das ist die Zeit, in der die Pflanze ihr fünftes und siebentes Blatt bildet. Zirka 70 bis 100 Tage nach dem Pflanzen der Samen oder 30 Tage nach dem Beginn der Blüte ist das Ruderalis-Cannabis erntereif.
Die Wirkung von Cannabis Ruderalis
Das Ruderalis-Cannabis verfügt über einen sehr niedrigen THC-Gehalt (Tetrahydrocannabinol). Infolgedessen hat es keine psychotropen Wirkungen aufzuweisen und es sorgt für keine zerebralen „Highs“. Das ist auch einer der Gründe, warum Ruderalis-Sorten als Verwendung als Genussmittel nur geringen Wert haben und selten als reine Sorte angebaut werden. Verbraucher, die nach ein wenig „Betäubung“ suchen, übersehen sie grösstenteils. Allerdings macht der hohe Gehalt an CBD (Cannabidiol) das Ruderalis-Cannabis sehr gut für medizinische Zwecke geeignet. Es wirkt beruhigend und entspannend auf Menschen mit Angstzuständen und Schlaflosigkeit.
Wegen seiner Widerstandsfähigkeit und der Fähigkeit zum Selbst-Blühen wird das Ruderalis-Cannabis von Züchtern vielfach zur Herstellung von selbstblühenden Cannabissorten verwendet. Die Hybriden, die aus der Kreuzung einer Indica- mit einer Ruderalis-Sorte erzeugt werden, bewähren sich auch für medizinische Anwendungen, bei denen der Nutzen des Cannabidiols (CBD) gefragt ist, denn die Ruderalis-Pflanzen bringen keine psychotropen Effekte mit sich. In der Schweiz sind Cannabisprodukte nur erlaubt, wenn sie weniger als 1 Prozent des Wirkstoffes Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten. Allerdings will das Parlament das Verbot von Cannabis aufheben. Der Anbau, Handel und Konsum soll neu geregelt werden.
Ursprünge von Cannabis Ruderalis
Ruderalis-Cannabis war ursprünglich eine wilde Cannabissorte, die in Russland beheimatet war. Als Wildzüchtung hat sie sich wahrscheinlich an die extreme, klimatische Umgebung angepasst. Es wurde erstmals 1924 vom russischen Botaniker „Janischevsky“ als Cannabispflanze klassifiziert. Er bemerkte insbesondere, dass sich diese Cannabis Art von den traditionellen Hanfsorten unterschied, die in Asien oder Europa angebaut wurden. Die Unterschiede, die er feststellte, lagen grösstenteils in der Grösse, Form und Hülle der Samen. Immer noch meinen viele Leute, dass es sich bei der Ruderalis-Pflanze um eine „Indica“ handelt, die sich allmählich an das raue Klima und die kürzeren Lichtperioden der Umgebungen, in denen sie anzutreffen ist, angepasst hat. Denn diese Art einer Cannabis-Pflanze stammt aus Gebieten Asiens und Mittel- und Osteuropas, Aserbaidschans und Russlands. Noch heute wächst die Ruderalis-Pflanze in Mittel- und Osteuropa und vornehmlich in Russland als „Unkraut“.
Wie bereits berichtet handelte es sich bei dem Ruderalis-Cannabis früher um eine Wildart, die seit geraumer Zeit dank seiner Autoflowering-Fähigkeiten als Elternpflanze für Cannabissorten wie „Indica“ und Sativa“ verwendet wird. Es entstehen neue Sorten mit neuen Eigenschaften. Früher spielten Ruderalis keine grosse Rolle, denn sie waren weder für die Landwirtschaft noch für den Freizeitgebrauch wertvoll. Im Vergleich zu Sativa oder Indica haben sie aber die Fähigkeit zum Selbst-Blühen. Diese Autoflowering Eigenschaft haben sie wahrscheinlich als Reaktion auf die ziemlich kurzen Sommer, aber langen Tageslichtstunden zwischen 22 und 24 Stunden ihrer heimischen Lebensräume entwickelt.