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Die langjährige UN-Diplomatin Fatma Samoura ist die erste Frau in dieser Funktion in der 112-jährigen Geschichte des Fussball-Weltverbandes. Die 54-Jährige folgt auf Markus Kattner, der das Amt nach der Entlassung von Jerome Valcke 2015 interimistisch ausgeübt hatte.
Sie ist daran gewöhnt, grosse Organisationen zu leiten und grosse Budgets zu verwalten.
«Heute ist ein wundervoller Tag für mich. Ich fühle mich geehrt, diese neue Rolle zu übernehmen», sagte Samoura, die ihre Arbeit Mitte Juni aufnimmt. Sie hat bislang keine Verbindung zum Fussball-Geschäft. Derzeit ist die Afrikanerin Vertreterin des Entwicklungsprogramms der UN in Nigeria.
«Sie ist daran gewöhnt, grosse Organisationen zu leiten und grosse Budgets zu verwalten», sagte Infantino über Samoura. Sie wird die Tagesgeschäfte des Weltverbandes führen und für alle strategischen Entscheidungen zuständig sein. Infantino selbst hatte diese Aufgabenverteilung als ein Architekt der Fifa-Reformen befürwortet.
Eklat um Chefaufseher Scala
Der Fifa droht möglicherweise ein gravierender Konflikt mit ihrem Chefaufseher Domenico Scala. Der Vorsitzende der Audit- und Compliance-Kommission verliess den Kongress aus Protest vorzeitig.
Scala sieht die Unabhängigkeit seiner Kommission sowie der Governance-Kommission untergraben. Der Kongress hatte auf Vorschlag von Präsident Gianni Infantino beschlossen, dass das Fifa-Council bis zum Kongress 2017 Mitglieder dieser Kommissionen berufen und entlassen kann. Eigentlich ist dafür die Fifa-Vollversammlung zuständig.
Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 13.05.2016, 22:10 Uhr.