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Mit grosser internationaler Unterstützung wurden seit 1992 umfangreiche Programme zur Modernisierung der Blöcke durchgeführt, um sie auf ein Sicherheitsniveau nachzurüsten, das dem internationalen Niveau für Reaktoren der gleichen Generation entspricht. Die Europäische Kommission hat im Zuge der Beitrittsverhandlungen einen längerfristigen Betrieb bestimmter Anlagen abgelehnt. So sollen in Litauen auf Drängen der EU beide Blöcke des einzigen Kernkraftwerks Ignalina 2005 bzw. 2009 abgeschaltet werden. Der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung liegt in Litauen derzeit bei 81%. Daher wird im Parlament darüber diskutiert, ob nicht in neuen Gesprächen mit der EU eine Verlängerung der Laufzeiten durchgesetzt werden kann, da untragbare Lasten für die Volkswirtschaft des Landes befürchtet werden. Darüber hinaus ist als Ersatz ein neues Kernkraftwerk geplant.
Auch in der Slowakischen Republik sollen auf Drängen der EU zwei Reaktoren 2006 bzw. 2008 abgeschaltet werden. Die Slowakische Republik verfügt allerdings noch über vier weitere Reaktoren und zwei Blöcke befinden sich im Bau.
Slowenien bezieht 39% seines Stroms aus dem Kernkraftwerk Krsko. Das Kraftwerk wird gemeinsam mit dem Nachbarland Kroatien genutzt. Die Tschechische Republik verfügt über insgesamt sechs Reaktoren. Das Kernkraftwerk Temelin ist erst vor kurzer Zeit mit beiden Blöcken in Betrieb gegangen. Ungarn deckt etwa 33% seines Strombedarfs durch Kernenergie. Das Kernkraftwerk Paks verfügt über vier Blöcke und ist ebenfalls technisch ertüchtigt worden.
Mit dem Beitritt der neuen Staaten erhöht sich die Zahl der Kernenergie betreibenden Länder in der EU von bisher 8 auf 13. Die Kernenergie bleibt somit auch zukünftig eine der wichtigsten Stromquellen in der Union. In der EU-15 betrug der Anteil der Kernenergie an der Gesamtstromerzeugung im Jahr 2003 rund 33%.
Quelle
D.S. nach DAtF, 28. April 2004