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Nach seinem Studium an der University of Toledo arbeitete John Neff für acht Jahre als Aktienanalyst bei der National City Bank of Cleveland.
1964 stiess er zu Wellington Management Co., wo er als Portfolio Manager die «Windsor, Gemini & Qualified Dividend Funds» leitete. Bis 1995 war Neff über drei Jahrzehnte lang für die spektakulären Renditen des Funds verantwortlich.
John Neffs Investment-Philosophie wird gemeinhin umschrieben als eine Mischung zwischen einem Contrarian- und Value-Ansatz.
Er kauft Aktien – Large-, Small- und Mid-Caps – solange sie über tiefe Kurs-Gewinn-Verhältnisse verfügen («low P/E investing»).
Gerne spricht er vor einer Investition auch direkt mit dem Management einer Firma, um sich über deren Fähigkeiten zu informieren.
Seine Seite als Contrarian zeigte sich etwa beim Kauf von Aktien, nachdem diese aufgrund von schlechten Nachrichten signifikant an Kurswert verloren hatten. In populäre Branchen kaufte er sich oft «indirekt» ein, indem er in branchennahe Aktien investierte.
Als Beispiel für diesen Investitionsstil kann die Ölindustrie dienen: Der Anleger sollte nach Neffs Anlagephilosophie keine Aktien von Ölfirmen kaufen, wenn er stattdessen günstigere Aktien von Ölbohr-Maschinen erwerben kann.