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Entsteht aus der Vereinigung mehrerer Quellarme auf
der
Schwägalp an der NW.-Flanke des
Säntis, fliesst zunächst 2,5 km weit westwärts, biegt dann nordwärts ab und erhält
nach 8 km langem
Lauf unter dem Dorf Urnäsch in 800 m von rechts den
Kronbach, sowie 3 km weiter unten von links den Flurbach.
Zwischen den Mündungen dieser beiden Nebenadern beginnt sich die Urnäsch tiefer einzuschneiden, worauf
sie im Unterlauf eine romantische
Schlucht bildet, um dann nach 20 km langem
Lauf in nördl. Richtung zwischen
Bruggen und
Herisau
sich mit der
Sitter zu vereinigen.
Unterhalb
Hundwil zweigt sich von der Urnäsch ein Zuleitungskanal zum Elektrizitätswerk
Kubel ab.
Dorf: 64 Häuser, 434 Ew. Viehzucht und Milchwirtschaft.
Stickerei. Ausgangspunkt für die sehr häufige Besteigung des Säntis
über Rossfall-Krätzerli-Thierwies. Das Dorf Urnäsch hatte schon 1345 seinen Ammann und eigenes Panner. Es bildete in den
Freiheitskriegen der Appenzeller die erste äussere Rode. Seit 1417 als eigene Pfarrei von Herisau losgelöst.
Hier wurde an einem Patronatsfest 1489 die Einäscherung des Klosters zu Rorschach beschlossen (Rorschacher Klosterbruch), worauf 1523 die
Einführung der Reformation kam. Eine Feuersbrunst legte das Dorf 1648 vollständig in Asche.