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Der Schweizer Komponist Martin Jaggi hat ein neues Werk für die Basel Sinfonietta geschrieben
Im Auftrag der Basel Sinfonietta hat Martin Jaggi (*1978) ein Werk für traditionelle bolivianische Instrumente und Orchester geschrieben, das im 2. Abo-Konzert vom 2. Oktober uraufgeführt wird.
In seinem im Auftrag der Basel Sinfonietta geschriebenen Werk mit dem Titel «Tarr» setzt sich der Schweizer Komponist Martin Jaggi mit Interferenzen auseinander, die in der bolivianischen Musik durch bewusst ungleich gestimmte Instrumente erzeugt werden und als «Tarr» bezeichnet werden.
In «Tarr» wird das gesamte Tonhöhen-Material aus diesen unterschiedlichen Stimmungen der verwendeten Sikus und Tarkas (Panflöten und eine Art Blockflöten) gewonnen. Verschiedene Orchestergruppen spielen in unterschiedlichen mikrotonalen Stimmungen und verschieben sich gegeneinander. Aus ihnen heraus schälen sich immer wieder die traditionellen Instrumente, nur um wieder vom Orchester absorbiert zu werden.
In diesem Wechselspiel der sich der Tektonik gleich bewegenden Schichten entsteht Tarr.
Der Komponist Martin Jaggi, der als Cellist auch Mitglied der Basel Sinfonietta ist, arbeitet seit 2016 als Dozent für Neue Musik und Komposition am Yong Siew Toh Conservatory of Music an der National University of Singapore. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Singapur und pendelt regelmässig zwischen Europa und Asien.