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Klimadebatte: Alarmismus auf Grund irreführender Daten IV
Der dritte Beitrag befasste sich aufgrund von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen mit dem Nachweis, dass das Klima durch die Sonne/Kosmos und nicht durch den Menschen bestimmt wird. Die von der Sonne emittierte Energie ist nicht konstant. Aussagen zum Klima, welche diese Tatsache nicht berücksichtigen, können nicht als wissenschaftlich bezeichnet werden. Die Sonnenaktivität ist stark von den Sonnenflecken abhängig. Zudem besteht eine gute Korrelation zwischen Sonnenaktivität und der Temperatur auf der Erde.
Nach neuesten Erkenntnissen ist die Sonnenaktivität seit 2000 in eine Schwächephase eingetreten, d.h. die Zahl der Sonnenflecken werden kleiner und deswegen emittiert die Sonne weniger Energie. Das führt zu einem kälteren Klima auf der Erde. Man spricht von einem “Solar Minimum”, und die kommende Solarphase wird als “Grand Solar Minimum” bezeichnet. ( Vgl. https://grandsolarminimum.com ).In Bild 1 sind die Vorausberechnungen für den nächsten Sonnenzyklus nach Kitiashvili (NASA) ab 2019 in Rot eingezeichnet. Schon optisch zeigt sich die Vergleichbarkeit mit dem “Dalton-Minimum” (1790–1830). In dieser Zeit waren die Winter ungewöhnlich kalt, die Themse war z.B. oft zugefroren, die Ernte-Erträge häufig so schlecht, dass es zu Hungersnöten kam.
Bild 1: Sonnenaktivität seit dem Jahr 1700. Rot ist die Vorausberechnung des Sonnenzyklus 25 nach Katiashvili angegeben.
In der Klimageschichte wird die Periode nach der mittelalterlichen Warmzeit (um 1300 n.Ch.) mit “Kleine Eiszeit” bezeichnet. Aber diese Bezeichnung kann zu Missverständnissen führen: es handelt sich nicht um eine homogene Zeit. Es gab sowohl ausgesprochen milde wie sehr kalte Perioden. Die Sommer von 1718 und 1719 waren z.B. sehr warm. In Europa gab es aber auch Perioden mit dauerhaftem Regen und zahlreichen Überschwemmungen. Die Kleine Eiszeit endete 1850 mit rund 1,5 Millionen Toten in Irland infolge der durch die Kälte mitverursachter Hungersnot.
Da das Klima von vielen Faktoren abhängig ist, wird es immer sehr variabel bleiben. Diese Klimavariabilität ist auch ganz klar auf Bild 2 ersichtlich. Dargestellt ist der Beginn der Traubenernte in der Gegend von Beaune im Burgund von 1371 bis 2010. Im Jahr 1556 war die Traubenernte schon am 16. August möglich; trotz “Kleiner Eiszeit” war die Zufuhr von Sonnenenergie sehr hoch. Die späteste Traubenernte fand am 28. Oktober 1816 statt, zur Zeit des “Dalton Minimum”. Im Durchschnitt rechnet man mit dem 23. September. Letztes Jahr war die Ernte am 10. September.
Das Klima ist zwar extrem variabel, die übergeordnete Klimaperiode wie mittelalterliche Warmzeit, Kalte Eiszeit usw. ist aber doch deutlich erkennbar. Die Bauern waren sich immer bewusst, dass die Verhältnisse jedes Jahr ändern.
Bild 2: Daten (1371–2010) für den Beginn der Traubenernte für Pinot Noir in Beaune (Burgund)
Im Folgenden untersuchen wir nur zwei Frühindikatoren für das kommende kältere Klima: Die Zunahme der Schneemengen einerseits und die Abnahme der Ernteerträge andererseits. Solche Trends sind durchaus aussagekräftig. Das IPCC kümmert sich aber nicht um solches.
Alle durch die IPCC veröffentlichen Prognosen gehen fälschlicherweise davon aus, dass der Einfluss der Sonne konstant sei. Im Bericht “Klimaänderung und die Schweiz 2050 – Erwartete Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft-2007″, herausgegeben durch das “Beratende Organ für Fragen der Klimaänderung (OcCC)” rechnet man wegen der Erwärmung mit weniger Niederschlägen in Form von Schnee. Auch wird erwartet, dass die Grundwasserneubildung in allen nicht vergletscherten Gebieten abnehmen und die Gletscher zurückgehen werden. Einige Mitglieder der IPCC nehmen sogar an, dass unsere Kinder Schnee nicht mehr kennen werden.
Entgegen dieser Auffassung hat mit dem Beginn des Grand Solar Minimum eine kältere Periode begonnen, und das wird durch folgende Messungen bestätigt:
Bild 3: Schneemasse für die nördliche Hemisphäre
Bild 3 zeigt die neuesten Angaben vom Finnischen Meteorologischen Institut zu den Schneemengen in der nördlichen Hemisphäre (letzter Eintrag 23.1.2020). Auch hier zeigt sich, dass die Schneemenge, entgegen der Meinung der OcCC, nicht abgenommen sondern im Gegenteil im Vergleich zum 30-jährigen Mittelwert markant zugenommen hat. Das sind klare Hinweise auf kältere Temperaturen. Auf die Daten der Schweiz müssen wir bis fast Ende Jahr 2020 warten. Es ist also anzunehmen, dass der Wintertourismus dank des Grand Solar Minimums für die nächsten Jahre gesichert ist.
Die Bewegungen des Aletsch-Gletschers in der Vergangenheit sind ein schlagendes Beispiel dafür, dass der CO2-Austsoss nicht das einzig massgebende Kriterium bei der Klimafrage sein kann. Seit der Römerzeit ab 100 n. Chr. gab es 7 Vorstösse und 7 Rückgänge, und zwar bei gleichbleibender CO2-Konzentration! Verantwortlich waren dafür die Veränderungen der emittierten Sonnenenergie. Wie aus Bild 4 ersichtlich, ist ein Gletscher immer in Bewegung. Die Erfahrung zeigt, dass es sich durchschnittlich um 15 Meter pro Jahr handelt.
Bild 4: Vorstösse und Rückgänge des Aletschgletschers[1]
Zum heutigen Zeitpunkt ist noch keine Veränderung festgestellt worden; zuerst müsste die Schneedecke zunehmen. Aber in einigen Jahren dürfte sich die erhöhte Albedo auswirken und Vorstösse verursachen. In den letzten 2000 Jahren ist dies doch 7 Mal passiert.
Ein kälteres Klima geht immer mit Ernteausfällen einher. Gut bekannt ist der hohe Brotpreis während der Französischen Revolution 1789. Zur Zeit des Dalton-Minimums (s. Bild 2) gab es beträchtliche Missernten u.a. beim Getreide. Wenig bekannt ist, dass es auch im Jahr 2019 Ernteausfälle wegen kälterem Klima gab. In den USA gingen die Kartoffelerträge um 6% zurück, ebenso reduzierten sich
die Erträge bei Mais, Getreide und Orangen. Vergleichbare Phänomene gibt es auch in Russland. Weitere Angaben über Ernteausfälle rund um die Welt finden sich unter http://iceagefarmer.com – Grand Solar Minimum – Crop Loss Map.
Die moderne Landwirtschaft rechnet damit, dass das Klima sehr variabel ist. Sie investiert grosse Beträge in die Forschung und verfügt auch über immer differenziertere Methoden, um die klimatischen Zusammenhänge besser zu verstehen. So gibt es Messungen des Pflanzenwachstums auf Grund der absorbierten Sonnenwärme, bei denen die täglichen Veränderungen der Pflanzen bis zur Ernte registriert werden. Die dabei eruierten Werte werden mit “Growing-Degree-Day-Indizes “(GDD-Indizes) bezeichnet. Je höher die GDD –Indizes sind, umso stärker wachsen die Pflanzen.
Diese Forschungen sind auch für unsere Fragestellung der Frühindikatoren höchst bedeutsam. Die GDD-Indizes ergaben für die USA zwischen den Jahren 2018 – 19 eine mittlere Abnahme von 12 %: Ein weiterer Hinweis, dass wir auf dem Weg zu kälteren Perioden sind. Die Landwirtschaft wird sich künftig nicht wegen der Klima-Erwärmung, sondern wegen der Klima-Abkühlung zu beklagen haben.
In unseren Beitrag 1 haben wir nachgewiesen, dass die Satelliten gestützte Messung die zuverlässigste Methode ist, um die globale Erdtemperatur zu messen. Die Messungen der unteren Troposphäre durch die Satelliten der UAH haben für den Monat Dezember 2019 den Wert von 0.56 °C in Abweichung von Mittelwert ausgewiesen. Für das Jahr 2019 betrug der Mittelwert 0,44 °C. Dies ist kälter als der Mittelwert des Jahres 2016 von 0.53 °C, dem seit 1979 höchsten Jahreswert. Diese Temperaturangaben sind kohärent mit unsere Betrachtungen betreffend Schneeüberdeckung und Feldmessungen der Agrarwissenschaft. Das IPCC hat bis jetzt Aussagen über die obigen Untersuchungen vermieden.
Natürlich sind die Temperaturangaben für die EU anders und so viel wir wissen, wurde über die Lage der Messstationen keine kritische Studie veröffentlicht. Danach war 2019 das wärmste Jahr in Europa. In der Schweiz war 2019 das fünftwärmste Jahr seit Messbeginn im Jahr 1864. Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Messstation am St. Bernard-Pass an einem geheizten Gebäude oberhalb eines grossen Parkplatzes fixiert ist. Keine optimale Lage für eine Temperatur-Messstation, aber im Sinne der Klima-Alarmismus kann dieser Einwand wohl vernachlässigt werden.
Die oben angeführten Überlegungen sind erst für die letzten zwei Jahre gültig, aber trendmässig unterstützen sie unsere Hypothese, dass die Natur das Klima steuert. In den nächsten Jahren wird man dann mit erhöhter Sicherheit feststellen können, ob das Grand Solar Minimum historisch die gleichen klimatischen Auswirkungen wie das Dalton oder Maunder-Minimum haben wird. Falls dies der Fall wäre, dann können wir klar sagen, dass wir betrogen wurden.
Im nächsten Beitrag gehen wir der folgenden Frage nach: Falls das Klima durch das CO2 gesteuert wird, wie dies gemäss IPCC der Fall ist, und die Rolle der Sonne vernachlässigt werden kann, wieso ist dann die globale Temperatur nicht viel höher gestiegen?
F.Ferroni, Dipl.Ing. ETH
Präsident NIPCC-SUISSE