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Schwanger nach Endometriose-Operation
Hallo zäme. Wir haben 5 Jahre auf den Moment gewartet, endlich auch mal zu den "Glücklichen" gehören zu dürfen. Im 2003 hatten wir uns entschlossen, es darauf ab kommen zu lassen und die Familienplanung voran zu treiben. Ich war 30 Jahre alt.
Als nach einem Jahr nicht geschah wurden wir ein bisschen skeptisch und machten diverse Untersuchungen. Bei mir schien alles in Ordnung zu sein. Die Spermienqualität meines Freundes war zwar nicht sehr gut, aber mein FA meinte, das müsste auf normalem Weg möglich sein.
Wir haben weiter probiert und probiert. Ich ging in die Fussreflexmassage, machte Yoga um mich zu entspannen. Ich versuchte diverse andere Dinge wie Akupunktur (liess mir die Amalgan-Füllungen ersetzen auf deren Anraten hin) ging in eine Craniosacral-Therapie und als wir schliesslich ein Haus bauten, meinten viele unserer Freunde: so jetzt seid ihr abgelenkt, nun klappt es sicher! Nichts geschah.
Ich machte 5 Inseminationen in einer Zeitspanne von ca. 1,5 Jahren. Als auch diese nichts brachten waren wir ratlos und immer sehr, sehr enttäuscht. Das war wirklich eine schwierige Zeit. Mein Arzt fragte mich schon früher mal, ob ich grosse Periodenschmerzen habe, was ich verneinte.
Im 2007 haben wir zum 1. Mal ernsthaft über eine IVF nachgedacht. Zuvor habe ich mich zusammen mit meinem Arzt jedoch darauf geeinigt, dass ich mich noch einer Bauchspiegelung (Vollnarkose) unterziehen werde. Das war im August 07. Dabei kam heraus, dass ich eine ziemlich schwere Form von Endometriose hatte. Er konnte dies während der OP beseitigen, jedoch konnte ein Eileiter nicht gerettet werden, der völlig undurchlässig war. Nach der OP war ich eine Woche krank geschrieben und musste mich schonen, die Vollnarkose nimmt einen chon mit, aber ansonsten war ich recht schnell wieder gut "zwäg".
Nach der Operation musste ich mich noch einer Nachbehandlung unterziehen, die fast schlimmer war als die eigentliche OP. Ich wurde über ca. 4 Monate in die "künstlichen Wechseljahre" versetzt, bekam Hormone, damit die Endometriosenherde ausgetrocknet werden. Zu Beginn hatte ich starke Nebenwirkungen wie Hitzewallungen in der Nacht und die Stimmung war leicht depressiv. Irgendwann ging es mir besser.
Im Februar 08 hatte ich endlich wieder einen normalen Zyklus und ich konnte neue Hoffnung schöpfen. Und 3 Monate später war ich schwanger und das mit nur einem funktionsfähigen Eileiter! Was für ein Wunder!! Es geht mir und dem Baby sehr gut. Wir freuen uns sehr!
Dieser Bericht soll euch Mut machen, man kann auch Endometriose ohne typische Anzeichen (starke Beschwerden vor oder während der Periode) haben! Für mich ist es schwierig, Endometriose zu umschreiben, deshalb hier der Link: http://www.endometriose.ch/ Ich wünsche euch allen viel Glück und Durchhaltevermögen und hoffe ganz fest für alle, dass es bei euch auch klappt!!
Alles Gute, A.