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von Michel Voisard
Subjekt ohne Macht – Macht ohne Subjekt
Brüche, Zufall, Kontingenz. Selbsttechnologien.
Das Oszillieren der Zeicheninterpretation
Semiotik am Beispiel der Mittelalterdarstellung in ‚Der Name der Rose’, Buch und Film
ARENA beobachtet
Meinungsbildung in Form von Unterhaltung
Folgende Fragestellungen werden genauer untersucht:
1) Wer hat welchen Einfluss auf die Wahl des Themas der Sendung? Diese Frage stellt sich, weil die wichtigsten Systeme, also das politische System und das System der Massenmedien, miteinander über Themen strukturell gekoppelt sind. Die Kommunikationen in den Massenmedien haben vor allem durch die Ausschaltung der Interaktion zwischen Anwesenden hohe Freiheitsgrade der Kommunikation gewonnen (Niklas Luhmann, 1996, S. 11). Wie wirkt sich nun strukturelle Kopplung auf die Freiheitsgrade der Arena-Sendung aus?
2) Wie weit vermischen sich in der Arena-Sendung die Programmbereiche „Unterhaltung“ und „Nachrichten“? Beide Programmbereiche arbeiten mit dem Code „Information/Nicht-Information“, jedoch auf unterschiedliche Art und Weise. Wird dieser in der Arena-Sendung quasi „bi-programmspezifisch“ verwendet, Information als Unterhaltung und als Nachricht? Und wenn ja, mit welchen Folgen?
3) Massgebend für die Programme der Massenmedien ist die Leitunterscheidung „Information/Nicht-Information“. Wie sich zeigen wird, ist der Informationsgehalt eines von der Arena-Sendung aufgegriffenen Themas bereits durch andere Medienbereiche behandelt worden und somit zur Nicht-Information mutiert. Wie schafft es das Programm „Arena“, aus Nicht-Information neue Information herzustellen?
Vom professionellen Umgang mit Werten in der Arbeit mit Jugendlichen
Wahrheit: Meinen, Glauben, Wissen?
Irritierte Soziologie: Die Soziologie und das sie störende Aussen
Dieser Essay verfolgt folgende Thesen:
Allgemein: Soziologie stellt Wissen her, Wissen ist problematisch geworden.
Spezifisch: Die Soziologie macht wissenschaftliche Aussagen über die Welt. Diese konstruierte Ordnung wird gestört vom Aussen.
Dieser Essay orientiert sich an folgenden Leitfragen:
Wie wird das Aussen in der Soziologie thematisiert/theoretisch fassbar gemacht, z.B. in der Systemtheorie, der kritischen Theorie, der Dekonstruktion?
Welche unterschiedlichen Strategien haben verschiedene Autoren entworfen im Versuch, das Wissen über die Wissensproblematik, d.h. ihr Aussen, in ihre Theorie einfliessen zu lassen und sie so zu überwinden?
Wird dabei die Wissensproblematik invisibilisiert? Wenn ja, wie?
Welches sind die Auswirkungen der daraus resultierenden Theorien für die Verständigung?
Im ersten Kapitel wird die eingangs eingeführte Problematik des Wissens kurz und allgemein ergänzt und ausgeführt. Das darauf folgende Kapitel befasst sich mit der Umstellung von Einheit auf Differenz, von der fixierten zu einer von aussen abhängi-gen Bedeutung. Die Kapitel drei und vier befassen sich mit der Theoretisierung des ‚Aussens’ in Soziologie, Philosophie und Linguistik. Und schliesslich wird die Praxis verschiedener Positionen bzw. Theorievertreter im Umgang mit der Problematik beschrieben, und im Schlusskapitel versucht, ein Fazit zu ziehen.