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Die University of Strathclyde im schottischen Glasgow hat 1966 als erste Hochschule in Grossbritannien ein Fulltime-MBA-Programm lanciert -gleichzeitig war sie eine der ersten Universitäten in Europa, die ein solches Angebot einführte. 1988 wiederum war die Strathclyde Business School die erste Universität, die begann, ihr MBA-Programm auch in internationalen Niederlassungen anzubieten. Mittlerweile gibt es neun International Centres als Satelliten in Abu Dhabi, Athen, Bahrain, Dubai, Hongkong, Kuala Lumpur, Oman, Singapur sowie Zürich.
Das Swiss Centre wurde 1996 in St. Gallen eröffnet, seit 2004 hat es seinen Sitz im Prime Center 1 des Flughafens Zürich, seit das Swiss Management Forum (SMF) als lokaler Managing-Partner für den hierzulande angebotenen Executive Master of Business Administration, den Strathclyde MBA, amtet. «Bei unserem MBA-Programm handelt es sich nicht um ein privates Angebot, sondern um ein MBA-Programm einer staatlichen Universität», erklärt Claudia Schmid-Schönbein, CEO des SMF sowie Director des Strathclyde MBA in der Schweiz.
Professoren werden eingeflogen
Sie fügt hinzu: «Wir sind hierzulande der Repräsentant der Business School der schottischen Universität.» Das SMF sei für die administrative und infrastrukturelle Organisation der Vorlesungen in der Schweiz sowie für die Rekrutierung und Betreuung der Studierenden zuständig. «Wir haben und wollen keinerlei Einfluss auf die akademischen Belange», erläutert Schmid-Schönbein. Dafür sei allein die Universität zuständig. Der Schweizer Satellit befindet sich beim zentral gelegenen und gut erreichbaren Zürcher Airport, weil «alle Professoren aus Glasgow einfliegen». Man halte das für sinnvoller, als ganze MBA-Klassen zu den Professoren zu fliegen.
Die Strathclyde Business School liefert also den gesamten Unterrichtsinhalt des MBA-Programms und stellt das komplette Studienmaterial wie Bücher oder Intranetressourcen. Der komplett englischsprachige Lehrgang wird berufsbegleitend absolviert: Ein bis zwei Wochenenden pro Monat über zwei Jahre verteilt; unterrichtet wird im Hotel Radisson Blu am Flughafen Zürich. Sämtliche Prüfungen werden an den internationalen Zentren und am Hauptcampus zeitgleich durchgeführt, danach aber in Glasgow zentral korrigiert. Die Absolventen erhalten einen Abschluss als MBA der University of Strathclyde. «Das ist ein einzigartiges Modell», sagt Claudia Schmid-Schönbein.
Ein weiteres Argument: Die University of Strathclyde ist von den drei global bedeutendsten MBA-Labels akkreditiert; von der britischen Association of MBAs (AMBA), vom European Quality Improvement System (EQUIS) und von der amerikanischen Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB). «Und im Fall der Strathclyde Business School schliesst dies ihre internationalen Niederlassungen mit ein», ergänzt Schmid-Schönbein. Gerade mal 40 Business Schools oder weniger als 1% weltweit tragen die drei Akkreditierungen - hierzulande nur das IMD in Lausanne.
Ebenfalls überzeugend schneidet die Business School der University of Strathclyde bei den bedeutendsten internationalen Rankings ab: Im «Global MBA Survey 2009» der «Financial Times» steht sie nach Michigan und Harvard im Bereich «Corporate Strategy» auf dem Podest oder im «European Business School Ranking 2009» der «Financial Times» erscheint sie an 17. Stelle - im Vergleich dazu belegen die hiesigen Konkurrenten IMD in Lausanne den 4. Platz bzw. die HSG in St. Gallen den 30. Platz.
Klassen sind nach Clans benannt
Pro Jahrgang können hierzulande maximal 40 Teilnehmer den Strathclyde MBA beginnen, wobei die nach schottischen Clans benannten Klassen jeweils im April und Oktober starten und parallel zueinander verlaufen. Statt auf den bei anderen Schulen üblichen Graduate Management Admission Test (GMAT) oder den Test of English as a Foreign Language (TOFEL) setzt die University of Strathclyde auf eine schriftliche Aufnahmeprüfung und ein mündliches Interview. Damit, so Schmid-Schönbein, lasse sich die sprachliche und persönliche Eignung der Kandidaten viel besser beurteilen, auch wenn es aufwendiger sei. Die Studiengebühr beträgt 62 000 Fr. bei Voraus- bzw. 65 000 Fr. bei Ratenzahlung, wobei für Jungunternehmer, Frauen und junge Familieneltern auch Stipendien verfügbar sind. Es gelte: «First come, first served.»
Die Studenten, die mehrheitlich in der Schweiz leben und/oder arbeiten, sind im Durchschnitt 36 Jahre alt. Ein Grossteil besitzt schon einen akademischen Grad und verfügt über sechs bis zehn Jahre Managementerfahrung (inklusive Projektmanagement) - Voraussetzung sind ein Hochschulabschluss und drei Jahre Führungserfahrung. Die Hälfte der Absolventen, die aus allen Branchen stammen, sind Westeuropäer, darunter ein Drittel Schweizer; der Rest verteilt sich auf Asien (15%), Nordamerika (15%), Afrika (5%), Osteuropa (5%), Mittlerer Osten (5%) und Ozeanien (5%) - eine wahrlich globale Erfahrung bereits in der Vorlesung.
Während des Lehrgangs müssen übrigens zwei Wahlfächer belegt werden, die in Blöcken im Rahmen der Summer School in Glasgow oder, verteilt über den zweijährigen Kurs, in Zürich bzw. an einem der acht anderen International Centres der schottischen Universität besucht werden können. Führungskräfte mit starken Reisetätigkeiten in die angebotenen Regionen können Teile ihres Studiengangs in den entsprechenden Niederlassungen der Universität absolvieren. Darüber hinaus kann der Strathclyde MBA bei einer Versetzung in die Nähe eines der verfügbaren Standorte nahtlos vor Ort in einem anderen Centre fortgesetzt werden.