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Der Schachweltmeister Magnus Carlsen will die Corona-Krise nutzen, um seinem Sport zu mehr Popularität zu verhelfen. Beim Onlineturnier treten acht der weltbesten Grossmeister gegeneinander an. Carlsen selbst hatte gleich zu Beginn eine schwierige Situation zu überstehen.
Mit Fluchen und Schimpfen zum Sieg
Der standesgemässe Sieg zum Auftakt seines Super-Onlineturniers kostete den Schachweltmeister Magnus Carlsen einige Nerven. Der 29-jährige Norweger schimpfte und fluchte vor der Kamera, ehe sein Erfolg gegen den Amerikaner Hikaru Nakamura am Samstag nach 2:2-Zwischenstand im Tiebreak feststand. Nach je zwei Siegen setzte sich der Favorit und Schnellschach-Weltmeister Carlsen in einem fünften Match mit noch kürzerer Bedenkzeit durch.
Das Einladungsturnier mit acht der weltbesten Grossmeister ist mit 250’000 US-Dollar dotiert – und hat für Carlsen in der Corona-Krise eine enorme Bedeutung. «Ich möchte, dass einfach so viele Menschen wie möglich Schach entdecken und das Spiel mögen, so wie ich es tue. Die Abwesenheit von allen anderen Sportarten in den Medien eröffnet eine einzigartige Möglichkeit», sagte er dem Magazin «GQ».
Fünf weitere WM-Spieler
Bei dem Onlineturnier werden Partien mit verkürzter Bedenkzeit gespielt – jeder Spieler hat 15 Minuten und bekommt zehn Sekunden für jeden Zug dazu. Neben Carlsen starten fünf Spieler, die beim WM-Kandidatenturnier, das Ende März im russischen Jekaterinburg nach der Halbzeit abgebrochen wurde, dabei waren. Das zweite Duell der ersten Runde gewann der Chinese Ding Liren gegen den erst 16 Jahre alten Iraner Alireza Firouzja, der unter der Flagge des Schach-Weltverbandes Fide antritt.