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Ackerkratzdistel: Absamen verhindern, Herbizid im Herbst
Die Ackerkratzdistel kann durch Flugsamen neue Standorte besiedeln.
Die Ackerkratzdistel (Cirsium arvense), eine zweikeimblättrige, ausdauernde Pflanze, ist nur schwer zu bekämpfen.
Hartnäckiges Unkraut
Die Ackerkratzdistel kann ihre Nährstoffreserven in Wurzelausläufern speichern, die bis 1 Meter tief reichen. Sie blüht im Sommer und produziert 4'000 bis 6'000 Samen pro Pflanze, die im Boden während 25 Jahren keimfähig bleiben können.
Die Ackerkratzdistel vermehrt sich durch Wurzelausläufer und Samen. Wo sie sich breit macht, konkurriert sie mit anderen Kulturen um Wasser und Nährstoffe und erschwert unter Umständen die Ernte. Einmal etabliert, ist die Distel nur mit viel Geduld wieder wegzukriegen.
Blütenköpfe rechtzeitig entfernen – Herbizidbehandlung im Herbst
Das Blühen und Absamen muss in jedem Fall verhindert werden. Blütenköpfe sind beim Blühen, das heisst vor dem Abblühen, zu entfernen. In verschiedenen Kantonen besteht eine gesetzliche Grundlage zur obligatorischen Bekämpfung der Disteln (TG, FR, VD).
- In Ackerkulturen erreicht man die beste Wirkung mit einer Stoppel- und Herbstbehandlung mit einem Totalherbizid auf Glyphosate- oder Sulfosate-Basis.
- In Bunt- und Rotationsbrachen ist die Ackerkratzdistel zu kontrollieren. Eine Einzelstockbehandlung mit Lontrel 100 oder Clio 100 ist möglich.
Für Bekämpfungsmassnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen hilft die Fachstelle für Pflanzenschutz weiter. Der Bund kann den •Ökobeitrag für stark mit Ackerkratzdisteln verunkrautete Flächen verweigern.