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Vaikunta-Ekadashi
Vaikunta Ekadashi (Ekadashi = der 11. Tag nach Voll- oder Neumond; gilt als besonders günstig zum Fasten; Vaikunta = Name für Vishnu, den erhaltenden Aspekt Gottes; Himmelsebene, die Vishnu zugeordnet ist) fällt in den Monat Margasirsha (Dezember/Januar). Dieser Tag wird in den Vishnu-Tempeln feierlich begangen. Fasten ist an allen Ekadashi-Tagen, jeweils am elften Tag jeder Mondhälfte, also zweimal im Monat, üblich.
Wenn man im Kali Yuga (dem jetzigen „Eisernen Zeitalter“) auch nur ein einziges Vaikunta Ekadashi frei von Leidenschaft, mit Glauben und Hingabe feiert und den Geist ganz auf Hari (ein Name für Vishnu oder Krishna; manchmal auch für Gott allgemein) ausrichtet, wird man befreit vom Kreislauf von Geburt und Tod. Daran gibt es keinen Zweifel. Die Schriften sichern uns das ausdrücklich zu.
Wer dieses Fest begehen will, fastet an diesem Tag, bleibt nachts wach und wiederholt Mantras (Japa), singt Vishnu-Kirtans (Mantras) und meditiert. Manche trinken nicht einmal etwas. Wer nicht in der Lage ist, vollständig zu fasten, kann etwas Obst und Milch zu sich nehmen.
An Ekadashi sollte man keinen Reis essen. Das ist sehr wichtig. Einem Mythos zufolge nahm der Schweiß, der vom Haupte Brahmas (des Schöpfers) fiel, die Gestalt eines Dämonen an. Der Dämon sagte: „O Herr, nun gib mir einen Platz zum Wohnen.” Brahma erwiderte: „O Dämon! Geh und wohne in den Reiskörnern, welche die Menschen an Ekadashi verzehren und werde zu Würmern in ihren Mägen.”
Wer regelmäßig an Ekadashi fastet, stimmt Gott Hari günstig. Alle Fehler werden aufgehoben. Der Geist wird gereinigt.