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Weniger Methodisten im US-Kongress
Januar 20, 2021
Am 20. Januar 2021 wird der neue US-Präsident Joe Biden vereidigt. Die Amtsperiode der Mitglieder der beiden Kammern des 117. Kongresses der USA hingegen hat schon am 3. Januar 2021 begonnen. 31 Mitglieder der United Methodist Church, der Methodistenkirche in den USA, haben dort Einsitz genommen. Das sind rund 20% weniger als noch im 116. Kongress. Fast zu gleichen Telen gehören sie den Demokraten und den Republikanern an.
Der Kongress ist die Legislative der Vereinigten Staaten von Amerika und setzt sich aus dem US-Senat (100 Sitze) und dem US-Repräsentantenhaus (435 Sitze) zusammen. Von diesen 535 Sitzen sind aktuell 533 besetzt. In New York sowie in Louisiana muss noch je eine (Nach-)Wahl durchgeführt werden.
Repulikaner und Demokraten
Bis zu den nächsten Zwischenwahlen in zwei Jahren gehören nach heutigem Stand 31 Kongressmitglieder der United Methodist Church (UMC) an. Sechs von ihnen sitzen im Senat, 25 im Repräsentantenhaus. Auffallend und für die Vielfalt der UMC durchaus bezeichnend ist die Tatsache, dass sich diese sieben Frauen und 24 Männer zu praktisch gleichen Teilen auf die beiden Parteien verteilen: 17 sind Republikaner, 14 Demokraten.
Weniger methodistische Abgeordnete
Gegenüber dem 116. Kongress hat sich die Zahl der methodistischen Mitglieder allerdings deutlich reduziert. In den vergangenen beiden Jahren nahmen noch 38 Methodist/innen Einsitz im Senat oder Repräsentantenhaus. Der Rückgang lässt sich einerseits dadurch erklären, dass sich sechs methodistische Mitglieder beider Kammern nicht mehr einer Wiederwahl stellten. Drei zur UMC gehörende Männer wurden aber auch abgewählt – zuletzt David Perdue in Georgia. Dem steht die Neuwahl der Methodistin Nikema Williams gegenüber, ebenfalls in Georgia.
17 der 50 US-Bundesstaaten entsenden mindestens ein Mitglied der UMC in den 117. Kongress. In absoluten Zahlen die grössten Delegationen stellen Texas (7) sowie Florida, Georgia und Ohio (je 3). Zu den bekanntesten Methodistinnen im Repreäsentantenhaus gehört die Republikanerin Liz Cheney, die Tochter des früheren Vizepräsidenten Dick Cheney.
Viele Abgeordnete ohne eindeutige kirchliche Verankerung
Ob sich unter den 96 Kongressmitgliedern, die sich ohne genauere Angaben einfach als evangelisch oder christlich bezeichnet haben, auch noch solche befinden, die zur UMC gehören oder ihr nahestehen, lässt sich nicht abschätzen. Klar ist aber, dass sich diese Zahl der Personen, die sich nicht einer Kirche zuordnen wollten, in den letzten 12 Jahren mehr als verdoppelt hat.
Im zahlenmässigen Vergleich mit anderen Denominationen und Religionen nehmen die methodistischen Kongressmitglieder Rang 5 ein – hinter den römisch-katholischen, den nicht genauer bezeichneten evangelischen/christlichen, den baptistischen und den jüdischen Angehörigen des Senats sowie des Repräsentantenhauses.
Quelle: United Methodist News Service / Urs Schweizer, Assistent des Bischofs
Beitragsbild: Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten, Public domain, via Wikimedia Commons
Der Artikel wurde am 26. Januar überarbeitet: Die Zahlen für die Delegierten wurden korrigiert, nachdem im Originalbeitrag von UM-News entsprechende Korrekturen vorgenommen wurden.