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1926 kaufte der damalige Konservator des Völkerkundemuseums Burgdorf in Kairo einen ägyptischen Sarkophag. 280 Franken bezahlte er damals für das Exemplar, welches heute auf einen Wert von bis zu 250‘000 Franken geschätzt wird. Der hohe Preis ergibt sich vor allem darus, dass der Sarg sehr gut erhalten ist.
Der Sarkophag wurde vermutlich bereits in der Antike von Grabräubern geöffnet, die hinter Schmuck und anderen Schätzen her waren, welche den Mumien oft beigelegt wurden. Danach gingen die Räuber so grob mit der Mumie um, dass diese heute kaum noch als solche zu erkennen ist.
Im Sarg blieben lediglich ein paar wenige Knochen und der Schädel erhalten. Anhand dieser Bruchstücke konnte man feststellen, dass es sich bei der Mumie um eine Frau handelt, die bei ihrem Tod mindestens über 30 Jahre alt war. Weitere Informationen konnte man vom Sarkophag gewinnen: Er ist mit Blattgold geschmückt, was auf den Wohlstand der Angehörigen der Mumie hinweist.
Gefunden wurde der Sarkophag im Jahre 1907 in Mittelägypten. Mumien aus dem selben Friedhof befinden sich heute in Osteuropa und Kairo. Dort werden die Sarkophage in diesen Tagen ebenfalls geöffnet und untersucht. Die beteiligten Museen suchen nach weiteren Informationen, welche mehr Auskunft über die Hintergründe der Mumien geben könnten.
Regionaljournal Ostschweiz 17:30