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Am Montag kehrten die letzten Sportler aus Peking zurück – unter ihnen Wendy Holdener mit zwei Medaillen (Silber Kombination und Bronze Slalom) im Gepäck.
Keine andere Schweizerin logierte länger im olympischen Dorf. Deshalb kann Wendy Holdener, die schon in Sotschi (keine Medaille) und Pyeongchang (3 Medaillen) teilnahm, besser als andere die Spiele von Peking einschätzen. Holdener: «Ich versuche, stets das Positive zu sehen. Ich störte mich nicht an den täglichen Corona-Tests, sondern freute mich darüber, dass ich drei Wochen lang am gleichen Ort verweilen durfte, nachdem ich im Januar von einem Hotelzimmer ins nächste wechselte. Die Spiele in Peking waren gleich schön wie die Winterspiele in Sotschi und Südkorea (vor der Pandemie). Ich hatte drei Wochen lang den Plausch.»
Spass hatte Holdener auch, weil sich wieder Erfolge einstellten, weil «ich beim Saison-Höhepunkt wieder parat war, obwohl die Vorbereitung nicht perfekt verlief», da sie sich beim Konditionstraining im Herbst Brüche in beiden Handgelenken zugezogen hatte.
Mit Vreni Schneider (1988 – 1994) und Fritz Feierabend (Bob 1936 – 1952) holte an Winterspielen nur zwei weitere Schweizer wie Wendy Holdener ebenfalls fünf Medaillen. «Vreni national» gewann aber dreimal Gold. Wendy Holdener holte vor vier Jahren in Pyeongchang Gold mit dem Team und griff in Peking eine Minute lang – bis zur Zieleinfahrt von Michelle Gisin – nach Einzelgold in der Kombination. «Die Enttäuschung, dass es nicht zu Gold reichte, hielt vielleicht eine Minute lang an. Danach freute ich mich sehr über die Silber- und die Bronzemedaille.»
Nach der Rückkehr zieht sich Holdener vorerst zurück – und tankt Energie für ihre letzten drei Weltcup-Rennwochenenden in diesem Winter.
sda