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Dies machte Mohamed ElBaradei, Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Anfang November an einer Konferenz über geologische Endlager im amerikanischen Denver deutlich. Die fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung sei jedoch nach wie vor ein grosses Hindernis für die praktische Umsetzung. Aus diesem Grund müsse mit Unterstützung der IAEO ein internationaler Konsens über entsprechende Massnahmen erreicht werden.
Nach ElBaradei ist die Entsorgung radioaktiver Abfälle eine komplexe Angelegenheit, für deren Lösung primär die einzelnen Staaten verantwortlich seien. Die Abfallmengen nähmen zu und Entscheidungen über die langfristige Entsorgung müssten getroffen werden. Die betroffenen Staaten müssten die nötigen Programme aufgleisen und sicherstellen, dass diese transparent und damit öffentlich akzeptiert seien. Die Öffentlichkeit müsse in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Verzögerungen würden auf der anderen Seite zu kurzfristigen Schadenbegrenzungs-Massnahmen führen, beispielsweise die Erstellung ausreichender Zwischenlager-Kapazitäten und die Erstreckung solcher Übergangslösungen.
Die IAEO möchte in Zukunft mehr Ressourcen bereitstellen, um ihre Mitgliedstaaten beim Informationsaustausch und bei konkreten Projekten zu unterstützen. Sie ergreift zudem die Initiative zur Erstellung internationaler Sicherheitsstandards für die Endlagerung.
Quelle
M.S. nach Pressemitteilung der IAEO, 1. November 1999