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Vereinbarung zu Hinkley Point C «rasch» nötig
Die zwei geplanten EPR-Einheiten mit einer Gesamtleistung von 3260 MW stellen das grösste Infrastrukturprojekt Grossbritanniens seit den 1950er-Jahren dar. Das Grossprojekt habe das Potenzial, die britische Wirtschaft anzukurbeln, da rund 25’000 Arbeiter während des Baus von Hinkley Point C benötigt werden, erklärte die EDF Energy. Mit der Inbetriebnahme entstehen rund 900 feste Arbeitsplätze.
Humphrey Cadoux-Hudson, Geschäftsführer EDF-Neubau, bestätigte an der Konferenz «Nuclear New Build» in London, dass das Hinkley-Projekt «bereit zum Loslegen» sei und es nicht «ewig zurückgehalten» werden könne. Damit bezog er sich auf die laufenden «intensiven» Gespräche zwischen der EDF Energy und der Regierung, einen sogenannten Differenzkontrakt (Contract for Difference, CFD) auszuhandeln. Ein solcher Kontrakt ist ein Ausgleichsgeschäft zwischen Kauf- und Verkaufspreis (oder umgekehrt) eines Wertes. Konkret zahlen die Verbraucher die Differenz, wenn der Marktpreis für die Stromerzeugung unter einen bestimmten Basispreis (Ausübungspreis) fällt. Wenn der Marktpreis darüber liegt, übernehmen die Stromunternehmen die Differenz. Das Department of Energy and Climate Change (DECC) ermittelt derzeit diesen Ausübungspreis für verschiedene kohlenstoffarme Stromerzeugungsquellen, wobei derjenige für die Kernenergie als erster bekannt gegeben werden soll. Die Differenzkontrakte sollen einerseits die Stromkonsumenten schützen und andererseits die Investoren ermutigen, langfristig Milliarden zu investieren, um die privatwirtschaftliche Stromversorgung zu dekarbonisieren.
Vincent de Rivaz, CEO der EDF Energy, erklärte, ein Abkommen über den nuklearen Ausübungspreis sollte jetzt «rasch» fallen, denn erst wenn der Ausübungspreis ausgehandelt sei, könne die EDF Energy den endgültigen Investitionsentscheid zu Hinkley Point treffen.