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Was passiert am kürzesten Tag?
Der kürzeste Tag wird auch als Wintersonnenwende bezeichnet. Er fällt im Mittelland und der gesamten Nordhalbkugel stets auf den 21. Dezember. Die Sonne steht dann so flach über dem Horizont wie sonst nie im Jahr. Sie geht spät auf und früh wieder unter. Dabei gilt: je nördlicher der Ort, desto kürzer der Tag.
So dauert der Tag in Chiasso z.B. zwölf Minuten länger als in Zürich. An der Südspitze der Schweiz dauert der Tag 8 Stunden und 39 Minuten, wie SRF Meteo mitteilt. Nördlich der Alpen im Mittelland sind es rund 8 Stunden und 27 Minuten.
Auch der Folgetag ist noch kurz
Weil die Sonne erst kurz vor Mitternacht ihren südlichsten Punkt exakt über dem südlichen Wendekreis erreicht, ist auch der Donnerstag gemäss den Meteorologen noch einmal sehr kurz.
Erst ab Freitag werden die Tage wieder länger, dann allerdings erst um knapp fünf Sekunden, wie der Wetterdienst weiter schreibt. Bis zum Ende des astronomischen Winters am späten Abend des 20. März 2023 steigt die Tageslänge wieder auf etwas mehr als zwölf Stunden an.
Warum ist es am kürzesten Tag nicht am kältesten?
Auch wenn die Temperaturen von Jahr zu Jahr schwanken, der kälteste Tag liegt meist im Januar oder Februar. Denn mit dem flacheren Verlauf der Sonne gelangt weniger Wärme auf die Erdoberfläche. Die tiefsten Temperaturen entstehen aber mit Verzögerung, bevor die Sonnenstrahlung im Frühjahr wieder intensiv genug ist, um die Erdoberfläche aufzuheizen.
Dass sich die Erde auf einer leicht gestauchten, elliptischen Bahn um die Erde bewegt, spielt für die Temperatur keine Rolle. Im Dezember ist die Erde der Sonne sogar näher als im Juni.