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Seit 1907 gibt es das Radrennen von Mailand nach Sanremo. 80 Jahre zogen ins Land, ohne dass sich ein Schweizer beim italienischen Eintages-Klassiker durchsetzen konnte. Nicht einmal ein Podestplatz schaute heraus – auch in den 50er-Jahren mit Ferdy Kübler und Hugo Koblet nicht.
Doch dann, man schrieb den 22. März 1987, schlug die grosse Stunde des Erich Mächler. Der bei der italienischen Top-Equipe Carrera engagierte Innerschweizer setzte sich in der Endphase am Poggio von einer Spitzengruppe ab und fuhr nach 294 km solo über die Ziellinie.
Cancellara wartete noch länger
Nach Mächlers Coup schaffte es nur noch Markus Zberg (Dritter 2002) in Sanremo auf das Podest. Doch dann kam 2008 und Fabian Cancellara.
Der Berner hatte zwei Jahre zuvor mit Paris-Roubaix sein erstes von bei Karriere-Ende sieben (!) Monumenten des Radsports gewonnen.
Bei Mailand-Sanremo wartete Cancellara noch länger als Mächler 21 Jahre zuvor bis zum entscheidenden Angriff. 2 km vor dem Ziel attackierte der zweifache Olympiasieger im Zeitfahren – und liess sich nicht mehr einholen.