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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Ziel des Projektes ist es zu untersuchen, welche unterschiedlichen sozialen Angebote für Menschen mit einer Behinderung in westeuropäischen Ländern existieren und wie man die Konfliktlinien bezüglich deren Organisation erklären kann. Seit dem Aufkommen der emanzipatorischen Behindertenbewegungen steht das klassische Behindertenheim in der Kritik. Im Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention wurde diese Kritik zu Teilen festgeschrieben. Europäische Länder und Gesellschaften gehen allerdings mit dem Auftrag zur Umsetzung dieses Artikels ganz unterschiedlich um. Dieses Forschungsprojekt möchte dazu beitragen, diese Prozesse besser zu verstehen. Dabei werden soziologische Erklärungsansätze angewandt.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Die Schweiz hat sich mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention dazu verpflichtet die Rechte von Menschen mit einer Behinderung zu garantieren und auszubauen. Allerdings scheint die Schweiz im Vergleich zu anderen westeuropäischen Staaten bei der Umsetzung von Artikel 19 eher in Verzug zu sein. Diesen Prozess besser zu verstehen, scheint sowohl wissenschaftlich interessant sowie auch gesellschaftspolitisch relevant zu sein. Dieses Wissen könnte für die Diskussion über zukünftige behindertenpolitische Massnahmen hilfreich sein.