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Die Nilgans kann man gut im «Park im Grünen» (ehemalige «Grün 80» in Münchenstein) beobachten. Eigentlich ist sie aber ursprünglich nicht bei uns heimisch. Sie stammt aus Afrika und lebt an nahrungsreichen subtropischen Binnenseen und Flüssen.
Titelbild: Nilgänse - Heimische Exoten (Foto: Andi Meier)
Im 18. Jahrhundert wurden Nilgänse als Ziervögel nach Europa gebracht. Einige von ihnen flüchteten aus der Gefangenschaft und gründeten freilebende Populationen. In den 1970er Jahren breitete sich eine Population von Belgien und den Niederlanden her rasant entlang dem Rhein und seinen Nebenflüssen aus. In zahlreichen mitteleuropäischen Städten existieren mittlerweile verwilderte Populationen. Seit 2003 brüten Nilgänse jedes Jahr an Schweizer Gewässern.
Nilgänse wurden bereits von den alten Ägyptern, den Griechen und den Römern als Ziergeflügel gehalten. Freilebende Brutpopulationen der Nilgans gab es in Großbritannien bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts.
Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war diese Population auf vierhundert bis fünfhundert Individuen angewachsen und blieb bis in die 1970er Jahre weitgehend stabil. Seit den siebziger Jahren erfolgt eine rasante Ausbreitung von Nilgänsen von einer aus den Niederlanden stammenden, wohl durch Aussetzungen und durch entfleuchte Tiere gebildeten Population.
Bei dieser Ausbreitungsbewegung gesellen sich immer wieder Gefangenschaftsflüchtlinge zu der sich ausbreitenden Population, was man an mit Züchterringen versehenen Tieren erkennen kann. Die Nilgans gehört damit zu den sehr erfolgreichen Neozoen. Sie kann mehrmals im Jahr Nachwuchs haben und verteidigt ihre Jungen rabiat.
Auch in der Petite Camargue Alsaçienne werden Nilgänse gesichtet. Und auch die Streifengans kann man dort beobachten.
Die Nilgans wohnt ursprünglich an nahrungsreichen subtropischen Binnenseen und Flüssen in Afrika. Auch die Heimat der Streifengans ist weit weg von unserer Region. Sie stammt aus Zentral- und Südasien.
Streifengänse sind in Europa ebenfalls Gefangenschaftsflüchtlinge, dh. sie sind meist aus Zoos, Zuchtstationen oder Gartenanlagen mit Ziergeflügelteichen entflohen. Streifengänse sind bekannt für ihre enormen Flughöhen.
Birdlife Schweiz empfiehlt, dass Bestände von absichtlich oder unabsichtlich in die Schweiz eingeführten, Nicht- einheimischen Vogelarten gemäss den geltenden Eidgenössischen Gesetzen und Verordnungen an der Fortpflanzung gehindert und aus der Natur entfernt werden.
In ihrer Heimat müssen viele Streifengänse beim Zug zwischen Winter- und Brutgebiet das Himalaja-Gebirge überqueren. Dabei erreichen sie Flughöhen von über 9000 Metern. Sie wurden auch schon beim Flug über den Mount Everest beobachtet.
Den Sauerstoffmangel in diesen Höhen überstehen sie durch eine spezielle Anpassung: Aufgrund einer Mutation ist bei ihnen der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin), anders als bei Säugetieren oder anderen Vögeln zu einer besonders schnellen Sauerstoffaufnahme bei niedrigem Druck in der Lage.
Wer in Münchenstein Nilgänse beobachten möchte, tut dies am besten im Park im Grünen (Grün 80). Manchmal lässt sich eine von ihnen sogar auf einem Dinosaurier nieder, wie das Foto zeigt.
Er gehört zur wohl längsten Saurierart überhaupt. Dino ist ein Seismosaurus («Erdbeben-Echse»), ein Dinosaurier aus der Gruppe der Sauropoden.