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Was ist eine Patientenverfügung (PV)?
In einer Patientenverfügung hält man schriftlich fest, welche Gesundheitsversorgung (medizinische Behandlung und Pflege) man wünscht oder ablehnt für den Fall, dass man selber nicht mehr urteilsfähig ist oder sich nicht mehr äussern kann.
Solange ein/e Patient/in urteilsfähig ist und sich äussern kann, sind die Behandelnden verpflichtet, Vorschläge für Diagnostik und Therapie zu erklären und mögliche Vor- und Nachteile einer Behandlung zu erläutern. Jeder Patient hat nach dieser Aufklärung das Recht, in eine vorgeschlagene Untersuchung oder Therapie einzuwilligen oder diese abzulehnen.
Nach einem Unfall, bei schwerer Krankheit oder Demenz sind Patienten oft nicht mehr in der Lage, selber über die medizinische Behandlung zu entscheiden.
Ohne Patientenverfügung sind sodann die Angehörigen/Bezugspersonen gesetzlich ermächtigt, anstelle des urteilsunfähigen Patienten nach dessen mutmasslichem Willen zu entscheiden.
Mit einer schriftlichen Patientenverfügung verhindert man solche Mutmassungen von Angehörigen und Behandelnden. Denn der schriftlich festgehaltene Patientenwille ist verbindlich und kann auch durchgesetzt werden.