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Lieber Freund!
„Was Teufels will der?“
Ja nicht wahr, da verläßt man den Continent und denkt, man ist geborgen vor allen möglichen continentalen Zu- Auf- und An- sowie Abdringlichkeiten. Sieht man nun, daß man sich doch getäuscht hat, so ruft man in seinem Aerger „Was Teufels will der?“
Es wird nun’s beste sein, ich denke daran, daß du in dem Lande lebst wo time is moneÿ und ohne Umschweife zu meinem Anliegen kommen muß, wenn ich dich nicht noch mehr ärgern soll, als der Gegenstand dieses briefes – sit venia verbo – es ohnehin thun wird.
ich bin eben mit dem Finale meines Clavierconcertes beschäftigt, und habe die zwei ersten Sätze bereits in Partitur vor mir liegen. Jetzt möchte ich dich an deine mir gegebene freundliche Zusage erinnern, das dumme Ding diesen Sommer hier zu spielen. ich dachte mir, daß du bis Anfangs August wohl hier sein könntest, indem alsdann die Londoner Season wohl alle sein wird, und daß du dann im ersten Concert im August (8ten) spieltest. Die hiesige Administration will freilich nicht mehr bezahlen als 30 friedrichsd’or, weil sie nicht „könne“, was ich glauben will, da ich die übrigen Honorare kenne. Allein ich weiß, daß du den guten Willen für’s Werk nehmen wirst, wenn es dir möglich ist; und daß unser Aller Wille gut ist, darfst du glauben. Sei also so brav, und laß mir eine Zeile zu Theil werden, worin ich „Trost und hoffnung“ für den zu erwartenden Säugling in Cmoll finden kann.
ich bin bis Ende Mai hier. Juni bin ich abwesend, bekomme aber deine Nachrichten nachgeschickt. Ende Juni bin ich hier zurück.
Ohne Weiteres für heute bin ich unter herzlichsten Begrüßungen von mir u. den Meinigen
Wiesbaden, dein
1. Maj 73. JRaff.