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Von Marco Stocker
Noch vor zwei Wochen hatte der Muttenzer U18-Athlet Matti Perkuhn nie einen wettkampfmässigen Lauf über 200 Meter bestritten. Damals trat er bei einem Qualifikationswettkampf für die Schweizer Meisterschaften (SM) in Magglingen an und konnte sich souverän für diese qualifizieren. Dass er nun am Wochenende gleich auf dem SM-Podest stehen würde, war aber doch eine grosse Überraschung
Als Läufer mit der dreizehntschnellsten Bestzeit ging er an den nationalen Titelkämpfen an den Start. Im Vorlauf konnte der Muttenzer seine Bestzeit um rund zwei Zehntel verbessern und lief in 23.37 über die Ziellinie. Völlig überrascht stellte man im Muttenzer Lager fest, dass dies als Zweitschnellster aller Teilnehmenden zur Finalteilnahme der besten vier ausreichte. Die Konkurrenz hatte ihre Bestzeiten also wohl vor allem im Freien gelaufen, wo der Kurvenradius deutlich weiter und das Rennen deutlich einfacher zu laufen ist als in der Halle, wo der Kurvenradius derart eng ist, dass er nur dank der überhöhten Kurven überhaupt einigermassen schnell durchsprintet werden kann.
Im Finale selbst konnte sich Perkuhn noch einmal steigern. Seine 23.33 reichten schliesslich zum viel umjubelten dritten Platz und der ersten SM-Medaille des Muttenzer Athleten, der auch im kommenden Jahr noch einmal in derselben Kategorie startberechtig sein wird.
Bereits am Vortag gelang ihm über 60 Meter nicht nur der Einzug in den B-Final, er verbesserte dabei auch den Muttenzer Männer-Vereinsrekord um 2/100 auf 7.28. Nach dem Endlauf, den er in 7.36 absolvierte, war Perkuhn dermassen erschöpft von einem langen Wettkampftag, dass der Exploit vom Sonntag umso mehr vom guten Trainingsstand des Muttenzer Sprinters zeugt.
Gleiches gilt auch für die weiteren Muttenzer Athletinnen und Athleten. Sowohl Sprinterin Alice Konkoly als auch Mehrkämpfer Kilian Margelisch blieben über 60 Meter bei den U16 nur wenige Hundertstelsekunden über ihrer persönlichen Bestzeit und konnten ihren Rang aus der Entry-Liste bestätigen oder gar verbessern.
Auch Valérie Stalder belegte über 1'000 Meter in der Schlussrangliste denselben Rang, den man aufgrund der Bestleistungen im Vorfeld für sie erwarten durfte. Mit einem beherzten Lauf schlug sie ein hohes Tempo an und führte das Feld über drei Viertel des Rennens an, um sich eventuell über die Zeit für den Final der besten acht qualifizieren zu können, da pro Vorlauf-Serie ein bis zwei Plätze an die sprintstarken Medaillen-Favoritinnen vergeben schienen. Als Gesamt-Dreizehnte verpasste die Muttenzerin in 3:10.70 den Finaleinzug um rund zwei Sekunden, darf allerdings auch im kommenden Jahr noch einmal bei den U16 antreten.