Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03476.jsonl.gz/598

Wahlen nehmen Formen an.
Die Israelische Arbeitspartei (IAP, Amir Peretz) und deren «Tochter» Gesher (Orly Abecassis-Levi) werden zusammen mit der links-liberalen Meretz-Partei (Nitzan Horowitz) bei den Knessetwahlen vom 2. März mit einer gemeinsamen Liste ins Rennen gehen. Das geben IAP und Meretz am Montag nach einer stundenlangen Nachtsitzung bekannt. An der Spitze der gemeinsamen Liste figuriert erwartungsgemäss Amir Peretz, während der zweite Platz Orly Abecassis-Levi zugeteilt worden ist. Auf dem dritten Rang folgt Nitzan Horowitz, der Vorsitzende von Meretz, gefolgt von den Abgeordneten Tamar Zandberg (Meretz) und Itzik Shmuli (IAP). Stav Shaffir hingegen, die als ein aufsteigender Star in der IAP galt, sucht man vergeblich auf der kombinierten Links-Liste. Während des Wochenendes war Shaffir eine Platzierung zwischen dem fünften und zehnten Platz auf der Liste offeriert, doch offensichtlich hatte dies der ehrgeizigen Politikerin nicht gereicht. Auf die Frage, ob Stav Shaffir einen Platz auf dem gemeinsamen Ticket erhalten werde, meinte Itzik Shmuli (IAP) in einem Interview mit dem Armeeradio: «Wir schauen nach vorne. Ich beschäftige mich nicht mit Dingen, die sich in der Vergangenheit zugetragen haben. Stav hat ihre Wahl getroffen und die IAP verlassen». Damit spielte Shmulik auf die Tatsache an, dass Shaffir sich in den Wahlen vom September 2019 in der Demokratischen Union mit Meretz, ex-Premier Ehud Barak und dem ehemaligen Vize-Generalstabschef Yair Golan zusammengetan hat. Nach den für die Union enttäuschenden Wahlen löste sich die Gruppierung wieder auf.