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Was verspricht das Buch?
Die These lautet, dass die Art, wie Teams zusammenarbeiten, falsch ist und es die Lösung des Problems aufgezeigt.
Wird dies erreicht? Wenn ja, wie?
Ja. Der Autor Jeff Sutherland erklärt, wieso er die Art wie zusammengearbeitet wird, als falsch betrachtet. Er belegt seine Aussage mit zahlreichen Beispielen. Er zeigt dann die passende Lösung auf und erklärt, wie diese in verschiedenen Praxisbeispielen geholfen und ein Projekt gerettet hat.
Was macht diesen Autor qualifiziert, über dieses Thema zu schreiben?
Jeff Sutherland gehört zu den Mitbegründern von Scrum.
Verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit der Suche nach schlechten Menschen, sondern suchen Sie stattdessen nach schlechten Systemen.
Wie ist der Ton des Buches?
Mir gefällt, dass Geschichten erzählt werden, die so (oder zumindest so ähnlich) stattgefunden haben.
Gesamteindruck: persönliche Einschätzung
Wenn man die Selbstverherrlichung des Autors mit einem Augenzwinkern annehmen kann, ist das Buch sehr unterhaltsam geschrieben. Die grundlegende Theorie wird jeweils kurz in Takeaways zusammengefasst was sehr hilfreich ist, um nach den Hollywood-reifen Geschichten den Fokus wieder herzustellen.
Ist das Buch sauber recherchiert? Gibt es ein Quellenverzeichnis?
Ja, sauber recherchiert und mit entsprechendem Quellenverzeichnis.
Multitasking ist ein Mythos - Menschen denken sie seien gut darin, sind die schlechtesten. Menschen sind seriell, nicht parallel. Den Fokus wechseln beansprucht das Gehirn und macht es langsamer.
Welchen Teil des Buches findest du am besten?
Der Mix zwischen Geschichten und Theorie entspricht mir grundsätzlich sehr. Für die Anwendung in der Praxis sind es die konkreten Takeaways betreffend Verlust bei Wechseln der Aufgabe (Taskswitching), Priorisierung, Halbfertig ist nicht fertig.
Welchen am wenigsten?
Scrum wird als die Lösung für jede Firma in jeder Situation verkauft. Sozusagen als «Allheilmittel». Das könnte man durchaus differenzierter betrachten und einbringen.
Wenn du etwas ändern könntest, was wäre es?
Es hätte dem Buch sicher gut getan, auch Themen zu erwähnen, die Scrum nicht löst. Vielleicht auch Scrum Teams, die gescheitert sind und gleichzeitig beleuchten, was passiert ist. So scheint es, dass Scrum als Produkt unbedingt verkauft werden soll.
Warum würdest du dieses Buch empfehlen?
Das Buch ist bereits etwas älter und es gibt je nach Ambition auch bessere Bücher zum Thema «Scrum». Für mich hat es einen besonderen Platz in meiner Geschichte, weil ich es zu einer Zeit gelesen habe, die für mich zum sogenannten «Game Changer» wurde.
Welchen Leser:innen würdest du das Buch empfehlen?
Allen, die über die selbstverherrlichende Art des Autors mit einem Augenzwinkern hinwegsehen können und Scrum lieber mit einem Hollywood Touch, als mit steifer Doku und Theorie kennen lernen wollen.