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Hochbetrieb an Cho Oyu und Ama Dablam. Sommer und Herbst 2004 im nepalesischen Himalaya
Il notiziario delle ALPI
Nouvelles des ALPES
Sommer und Herbst 2004 im nepalesischen Himalaya
Hochbetrieb an Cho Oyu und Ama Dablam
Viel Betrieb an Cho Oyu und Ama Dablam – kein Erfolg für den slowenischen Spitzenkletterer Tomaz˘ Humar an der Jannu-Ostwand: Das waren zwei Merkmale der Herbstsaison 2004 an den Bergen Nepals. 1
In gewissen Jahren scheint es, als ob von den Bergen Nepals in der Herbstsaison nur Cho Oyu, 8201 m, und Ama Dablam, 6812 m, Besuch erhielten: Im Herbst 2004 waren 52 Expeditionen am Achttausender und 29 am bekannten Sechstausender im Everest-Gebiet. Neben einzelnen kleinen Teams mit einer bis drei Personen gab es auch Mammutexpedi-tionen mit Gruppen von 30 und mehr Bergsteigern.
Schweizer an der Ama Dablam
An der Ama Dablam beklagten sich entsprechend verschiedene Bergsteiger über den Andrang, der beim Aufstieg über die Normalroute des Südwestgrats immer wieder zu Verzögerungen, Platzproble-men ( auch in den Zelten ) und Staus führte. Einzelne Bergsteiger und Expeditionsleiter verlangten, dass die nepalesische Regierung in Zukunft die Zahl der für die Ama Dablam ausgestellten Bewilligungen begrenzen sollten. Dies wird angesichts der wichtigen Devisenquelle, die diese Bewilligungen darstellen, wohl kaum der Fall sein. Ungeachtet dieser Hindernisse hatten im vergangenen Herbst viele Alpinisten Ama-Dablam-Gipfelglück, darunter auch verschiedene Schweizer und die drei Schweizerinnen Anna Mattei, Michèle Mérat und Renate 1 Dieser Beitrag basiert auf einem ausführlichen Expeditionsbericht von Elizabeth Hawley, Kathmandu. Schmid. Der junge Spitzenbergsteiger Ueli Steck bestieg den formschönen Berg gar zwei Mal innerhalb weniger Tage.
Eine einzige Erstbesteigung
Neurouten gab es im Herbst nur eine einzige, und zwar am Chhiv, einem 6655 m hohen Berg in Mustang. Dort hatte ein fünfköpﬁges japanisches Team Erfolg. Die einzige Erstbesteigung in der Sommersaison war ebenfalls einem japanischen Team gelungen: Acht Japaner und sechs Sherpas erreichten den Gipfel des Purkhang, 6120 m, im Manang-Dis-trikt über dessen Westgrat. Der Berg erhebt sich nördlich des Trekkingpeaks Chulu West, der von der bekannten Rund- Fotos: Christine Kopp wanderung um die Annapurna aus gut erreichbar ist.
Jannu: riskanter Versuch
Erfolglos blieb der bekannte slowenische Kletterer Tomaz˘ Humar: Der 35-Jährige scheiterte an der Ostwand des Jannu, 7710 m, auch Khumbhkarna genannt, der nahe des Achttausenders Kangchenjunga in Ostnepal liegt. Humar, bekannt durch seine Besteigungen in Nepal und in anderen Bergmassiven, hat 1999 eine kühne Solodurchsteigung der Dhaula-giri-Südwand gemeistert – eine der herausragendsten Leistungen im Himalaya in den letzten Jahren. In der Jannu-Ost-wand, die bereits mehrmals erfolglos von slowenischen Teams angegangen wurde, musste Humar auf 7000 m aufgeben, weil die Wand bei den herrschenden Verhältnissen « je höher ich kam, desto schwieriger und riskanter wurde ». Humar äusserte keine Absicht, an die gefährliche Wand zurückzukehren.
Von den weiteren 58 Teams, die an anderen Bergen unterwegs waren, hatten sich nur zwei für den Everest entschieden – erfolglos. Die anderen 56 Expeditionen suchten 24 verschiedene Berge im ausgedehnten nepalesischen Himalaya auf. Dabei kamen zwei Japaner auf der gefährlichen Nordseite der Annapurna I in einer Lawine ums Leben, und ein junger Baske starb am Cho Oyu.a.. Christine Kopp, G albiate/I Der Pumori, ein weiterer attraktiver und ziemlich oft bestiegener Berg im Everest-Gebiet Der Cho Oyu ( links im Bild ) von einem « Mountain Flight » ins Everest-Gebiet aus. Der Achttausender ist neben Everest und Ama Dablam das wichtigste Expeditionsziel im nepalesischen Himalaya. Das Dorf Pangboche und die Ama Dablam, einer der beliebtesten Gipfel im nepalesischen Himalaya
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