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Nördlich von Locarno liegt das Maggiatal. Zwei seiner vielen Seitenarme sind das Val Bavona und das Val Lavizzara. Diese beiden Täler sind das Reiseziel der dritten Wunderlandsendung. Das Val Bavona ist ein tiefer Einschnitt in der Landschaft, geformt von Gletschern zu einem U-Tal. Es ist ein wildes Tal und im Winter bleibt es wegen Lawinengefahr geschlossen und ruht. Am ersten Sonntag im Mai nehmen die Menschen wieder Besitz davon Dies wird mit einer Prozession gefeiert. Die Talbewohner ziehen von Weiler zu Weiler, im Tessiner Dialekt terre genannt, zur Kirche von Gannariente. Dort wird das Ende der Prozession mit einer Messe gefeiert.
Bekannt ist das Val Bavona auch für seine schroffen Felsen und den majestätischen Wasserfall von Foroglio. Beim Wandern begegnet man ihnen immer wieder, den zahlreichen, kleinen und grossen Unterständen unter mächtigen Felsblöcken, die in vergangener Zeit von Mensch und Tier bewohnt wurden. „Splüi“ nennen die Einheimischen diese Unterfelsbauten. Steine werden im Val Lavizzara geformt; an der Bildhauerschule in Peccia wird gehämmert und gemeisselt. In der Gegend wird Marmor abgebaut, der einzige, den es in der Schweiz gibt. In beiden Tälern zeugen Kapellen, Bildstöckli und Kreuze von einer tief verwurzelten Volksfrömmigkeit.