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Autor: lukas schwab
SalavauxDer erste Fusionsversuch mit acht Waadtländer Gemeinden scheiterte am 22. Januar, weil das Gemeindeparlament von Cudrefin die Fusion ablehnte (siehe FN vom 24. Januar). Da sich die anderen sieben Gemeinden (Bellerive, Chabrey, Constantine, Montmagny, Mur, Vallamand, Villars-le-Grand) aber mit Mehrheiten von über 80 Prozent für eine Fusion aussprachen, nehmen sie nun einen zweiten Anlauf, um sich zur Gemeinde «Vully-les-Lac» zusammenzuschliessen.
Innerhalb von drei Monaten hat die Arbeitsgruppe zur Fusion die durch den Wegfall von Cudrefin nötigen Änderungen vorgenommen und das neue Fusionsprojekt in Salavaux der Bevölkerung präsentiert.
Aufgrund der Ungewissheit bezüglich Sozialausgaben und Steuereinnahmen hat die Arbeitsgruppe bei der neuen Finanzanalyse auf die Erstellung eines Budgets für 2012 verzichtet. «Stattdessen haben wir die Auswirkungen der Fusion anhand der Rechnungen von 2007 simuliert», erklärt Bendicht Rindlisbacher, Syndic von Vallamand und Mitglied der Arbeitsgruppe. Dadurch könne mit realen Zahlen aufgezeigt werden, was eine Fusion im 2007 gekostet hätte.
Bei der Simulation ging die Arbeitsgruppe von einem Cashflow von 1,1 Millionen oder 515 Franken pro Einwohner aus und berechnete einen notwendigen Steuerfuss von 61 Punkten. «Dieses Resultat hat uns positiv überrascht», sagt Rindlisbacher. Beim ersten Projekt lag der vorgesehene Steuerfuss mit 60 nur einen Punkt tiefer, womit die Auswirkungen des Wegfalls von Cudrefin geringer ausfielen als erwartet. Grund dafür ist laut Rindlisbacher, dass Cudrefin neben hohen Steuereinnahmen auch hohe Ausgaben in die neue Gemeinde gebracht hätte. Der Kanton Waadt wird das neue Projekt mit 1,6 Millionen Franken unterstützen.
Die neue Gemeinde wird rund 2100 Einwohner und eine Fläche von 2100 Hektaren umfassen. Für die erste Legislaturperiode sollen sieben Gemeinderäte gewählt werden, jeweils einer aus jeder Fusionsgemeinde. Das Gemeindeparlament wird aus 50 Vertretern bestehen, in denen die bisherigen Gemeinden gemäss Einwohnerzahl vertreten sein werden. Als Sitz der Gemeindeverwaltung ist Salavaux vorgesehen.
Umsetzung im Jahr 2011
Der erste Entscheid zum neuen Projekt wird am 25. Juni fallen: Dann werden die sieben Gemeinden an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung über das Fusionsprojekt abstimmen. Bei Annahme aller Gemeinden folgt im Herbst gemäss Fusionsgesetz für Gemeinden eine Volksabstimmung, an der die Bürger definitiv über ihre politische Zukunft entscheiden. «Das Ziel bleibt, dass die Fusion auf die neue Legislatur im Jahr 2011 umgesetzt werden kann», so Rindlisbacher.