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Themenreihe
Grosser Honiganzeiger (Indicatoriadae)
Der grosse Honiganzeiger gehört in die Familie des Spechts, er ist hauptsächlich in Wald und Buschlandschaften Afrikas, südlich der Sahara beheimatet. Er ist etwa 18 bis 20 cm gross und wiegt bis zu 55 Gramm.
Er hat ein braunes Rückengefieder, der Bauch und die Schwanzunterseite sind weiss.
Das Weibchen hat im Unterschied zum Männchen ein weisses Halsband und eine gelbliche Färbung des Bauches. Auch hat der Vogel eine dicke Haut die ihn vor Bienenstichen schützt. Sie fressen vorwiegend Insekten aber auch Bienenwachs.
Die Vögel ziehen alleine oder in kleinen Gruppen los. Haben sie zum Beispiel ein Bienennest gefunden, machen sie mit ihrem lauten schnatternden Ruf darauf aufmerksam und locken somit den Honigdachs oder die Ginsterkatze an. Dann fliegt er wieder ein Stück weg und wartet bis sein «Partner» das Bienennest aufgebrochen hat, denn dazu ist der Honiganzeiger nicht in der Lage. Dann frisst er die verbleibenden Insekten und Honigwaben, den Honig nimmt er nicht.
Diese Kooperation gibt es auch zwischen Mensch und Honiganzeiger.
Die Boranas sind ein Volk das in Äthiopien und in den Gebieten von Nordkenia und Somalia lebt.
Auch hier macht der Vogel ein Geschrei wenn er ein Bienennest gefunden hat und zeigt dem Mensch wo es ist. Der Mensch findet so das Bienennest mit dem wertvollen Honig. Der Honiganzeiger interessiert sich aber nicht für den Honig, sondern frisst die Waben, die Insekten und die übrigen Reste.
Um die eigentlich unverdaulichen Waben zu verdauen besitzt er ein spezielles Bakterium.
Auch ist der Honiganzeiger sonst noch ein echter Schmarotzer.
Eine andere interessante Verhaltensweise ist sein Brutparasitismus;
Er legt wie bei uns bekannt beim Kuckuck seine Eier in verschiedene fremde Nester, vorwiegend von Höhlenbrütern, wie zum Beispiel Bartvögeln, Spechten, Hopfen- und Glanzstaren.
Aus dem einzigen Ei, das etwa 2,4 x 1,9cm misst schlüpft der kleine Vogel aus. Am Ober- und Unterschnabel besitzt er ein sogenannten Eizahn, damit beginnt der Vogel seine anderen Nestinsassen tot zu beissen. Wenn nach etwa einer Woche die Eizähne abfallen, ist der kleine Vogel bereits alleiniger Bewohner in seinem «fremden» Nest. Man nimmt an, dass auch die unausgebrüteten Eier vom Jungvogel vernichtet werden.
Nach etwa vier Wochen verlässt der junge Honiganzeiger sein Nest und fliegt alleine oder in kleinen Gruppen weiter.
Bei den Naturvölkern Afrikas spielen Sagen und Legenden eine grosse Rolle. So lässt man den Vögeln beim ausräumen des Bienenstocks etwas Honig zurück um zu verhindern, dass der Vogel ihn das nächste Mal eventuell zu einer Gefahrenquelle führt, sondern ihm wieder hilft beim auskundschaften eines Bienenstocks.
(Quelle: wikipedia)