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Die Führungskräfte grosser US-Unternehmen verdienen einer Studie zufolge 278 Mal so viel wie ihre Angestellten. Das durchschnittliche Einkommen der Geschäftsführer der 350 grössten Firmen belief sich im Jahr 2018 auf 17,2 Millionen Dollar.
In den Wert wurden demnach Aktienoptionen mit eingerechnet, die in der Regel zwei Drittel ihrer Vergütung ausmachen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie des Economic Policy Institute (EPI) hervorgeht.
Der Lohnabstand zwischen Topmanagern und normalen Angestellten geht der Studie zufolge immer weiter auseinander: 1965 verdienten die Chefs das 20-Fache, 1989 war es bereits das 58-Fache. Das Entgelt der Unternehmenschefs stieg zwischen 1978 und 2018 um mehr als 1000 Prozent an, während das Gehalt eines durchschnittlichen Beschäftigten nur um knapp zwölf Prozent zulegte.
Die Ungleichheit wird verstärkt
Die Entwicklung spiegele «keinen Zuwachs an Kompetenzen wider», betonten die Autoren der Studie. Sie zeige vielmehr, dass die Führungskräfte ihren Einfluss nutzten, um ihr eigenes Gehalt festzulegen.
«Dieser wachsende Einfluss an der Spitze hat die Ungleichheit in unserem Land verstärkt.» Die Wirtschaft würde keinen Schaden nehmen, «wenn die Geschäftsführer weniger Geld erhalten (oder stärker besteuert) würden», heisst es in der Studie weiter.
Das EPI ist ein unabhängiges Institut, das sich insbesondere mit Problemen von Arbeitnehmern mit niedrigem und mittlerem Einkommen befasst.
(awp/ccr)