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Der Adipositas-Grad wird nach BMI-Werten definiert. Die Grade bemessen die Schwere der Adipositas. Näheres erfährst Du im nachfolgenden Text.
Die Adipositas
Die Adipositas-Definition beschreibt ein übermässiges und krankhaftes Übergewicht eines Menschen. Wenn die Beschreibung adipös fällt, ist damit die Definition eines krankhaft Übergewichtigen gemeint. Die Definition der Adipositas nach der WHO richtet sich nach der Höhe des BMI-Wertes. Anhand des BMI erfolgt die Adipositas-Einteilung nach Graden.
Der Body-Mass-Index: Wie wird der BMI berechnet?
Der Body-Mass-Index ist der Gradmesser für die Schwere des Übergewichts. Mit ihm wird die Adipositas in drei Grade unterteilt. Er wird aber auch zur Definition des Unter- und Normalgewichts herangezogen. Den BMI errechnen kannst Du mit der Formel:
BMI = Körpergewicht in Kilogramm / (Körpergrösse in Metern)2
Es gibt auch viele Online-Tools, mit denen Du Deinen BMI errechnen kannst, sogenannte BMI-Rechner. Der BMI-Normalwert liegt laut WHO zwischen 18,5 und 25 kg/m2. Ein BMI unter 18,5 kg/m2 beschreibt ein Untergewicht. Die errechneten Werte sind jedoch nur ein grobes Mass für das Übergewicht, da hier die gesamte Körpermasse eingerechnet wird. Eine Unterscheidung in Fett- und Muskelmasse wird durch den BMI nicht gemacht. Schwere Menschen mit viel Muskelmasse oder hoher Knochendichte haben zwar einen erhöhten BMI, müssen aber deshalb nicht zwangsläufig adipös sein.
Auch sind Unterschiede in der BMI-Verteilung für Männer und Frauen zu finden, und das über alle Lebensphasen hinweg. Den BMI für Frau und Mann zu berechnen mag nach gleicher Formel gelingen, jedoch sollten die Ergebnisse differenziert interpretiert werden. So sind je nach Geschlecht und Alter unterschiedliche Verteilungen von Fett- und Muskelmasse anzunehmen, somit kann auch das Normalgewicht variieren. Bei Männern kann man von einem durchschnittlich höheren Anteil an Muskelmasse ausgehen als bei Frauen. Auch haben Frauen während und nach einer Schwangerschaft eine Gewichtszunahme. In vielen Fällen wird das Ausgangsgewicht vor der Schwangerschaft nicht mehr erreicht. In höherem Alter kommt es bei Frauen aufgrund der Menopause zu einem vermehrten Abbau der Knochendichte, sodass auch ein Gewichtsverlust unabhängig der Fettmasse vorliegt.
Dennoch ist der BMI-Wert der Marker, nach welchem ein Übergewicht und die Adipositas definiert sind. Der Grund hierfür ist der Zusammenhang von steigendem BMI und der Zunahmen des Risikos, an Folgeerkrankungen zu leiden. Zudem lässt sich der BMI einfach berechnen und in den entsprechenden Adipositas-Grad einteilen.
Präadipositas
Die Präadipositas ist definiert über die BMI-Werte von 25,1 bis 29,9 kg/m2 und beschreibt das eigentliche Übergewicht. Dieses Übergewicht ist in der Regel nur mit wenigen Krankheiten assoziiert. In der Schweiz nimmt der Anteil der präadipösen Menschen seit Jahrzehnten zu. Im Jahr 2015 galten 30 % der Bevölkerung im Alter von 18 bis 75 Jahren als übergewichtig.
Adipositas Grad 1
Die Adipositas Grad 1 ist durch einen BMI von 30 bis 34,9 kg/m2 definiert. Ab dieser Stufe spricht man von einem krankhaften Übergewicht. Ab einem BMI von 30 steigen die Risiken für gewichtsbedingte Erkrankungen an. Dazu zählen vor allem das Auftreten eines Diabetes mellitus Typ II, der im Volksmund als Zuckerkrankheit bekannt ist.
Adipositas Grad 2
Die Adipositas Grad 2 wird durch einen BMI von 35 bis 39,9 kg/m2 beschrieben. Mit zunehmender Fettleibigkeit steigt weiterhin das Risiko für Folgeerkrankungen an. Bei dem Vorliegen einer Adipositas Grad 2 ist das Risiko, an Folgeerkrankungen zu leiden, mit hoch anzugeben. Neben dem Diabetes ist das Risiko erhöht, an Gallensteinen, einer Fettleber, Herzgefässkrankheiten, Gelenkverschleiss aber auch an einer Tumorerkrankung zu leiden. Es sollten daher umgehend Massnahmen zur Gewichtssenkung eingeleitet werden.
Adipositas Grad 3
Die Adipositas Grad 3, oder auch Adipositas permagna, liegt bei einem BMI von 40 kg/m2 oder mehr vor. Diese Stufe wird auch morbide Adipositas genannt, da Studien zeigen konnten, dass diese sehr schwere Form der Adipositas mit einer deutlichen Verkürzung der Lebenserwartung einhergeht. Ist man mit einem mittleren Alter zwischen 25 und 35 Jahren bereits an einer Adipositas Grad 3 erkrankt, so sinkt die Lebenserwartung durchschnittlich um 5 Jahre. Ursachen für die verminderte Lebenserwartung sind Folgeerkrankungen, die aufgrund der Adipositas mit einem deutlich erhöhten Risiko auftreten. Zudem führen Kombinationen der Folgeerkrankungen, wie sie zum Beispiel in dem Risikocluster des metabolischen Syndroms vorkommen, zu einer nochmaligen Senkung der Lebenserwartung. Deshalb sollte man bei einem BMI von 40 kg/m2 oder mehr ärztliche Hilfe suchen. Eine Therapie der Adipositas Grad 3 ist häufig nur noch durch einen operativen Eingriff möglich.
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