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DMZ – POLITIK ¦
Patricia Jungo ¦
#mittelländische ¦
Serge Gaillard, der Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung EFV übt Kritik an den Löhnen von Beamten. Am Dienstag betonte er in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen, es bestehe kein Grund, dass die Kaderlöhne stärker stiegen als die durchschnittlichen. Er habe sich bereits 2008 gegen die fünfprozentige Lohnerhöhung für das Kader stark gemacht und sich auch für das Abschaffen der zu grosszügigen Kaderversicherung eingesetzt. Problematisch sei für ihn der immer breiter werdende Anspruch und nicht die Einzelfälle, sagte er weiter. Durch die vermehrte Orientierung von Ärzten, Anwälten und Professoren an den hohen Kadergehalten in einigen Branchen verschärfe sich ein sozialpolitisches Problem.
Es sei zudem nicht gut, dass die öffentliche Verwaltung mit der Privatwirtschaft verglichen werde, wie dies meist der Fall sei. Er betonte, für ihn sei die staatliche Verwaltung immer noch konkurrenzfähig, obwohl vielerorts eine andere Meinung darüber vorherrsche. So sei es für ihn noch nie ein Problem gewesen, eine Kaderstelle im öffentlichen Bereich zu besetzen. Einige Bewerber würden eine interessante Tätigkeit und mehr Jobsicherheit einem höheren Lohn vorziehen. Im Interview mit den Tamedia-Zeitungen sprach er von einem eigenen Salär inklusive aller Beiträge an die Sozialversicherungen und an die Pensionskasse von rund 300'000 Franken im Jahr.