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Das BAKOM führte in seiner Funktion als Regulierungsbehörde der Schweiz seit 2001 verschiedene Messkampagnen durch. Die Messresultate zeigten eine deutliche Überschreitung der Grenzwerte der verwendeten Referenznorm NB30 durch In- und Outdooranlagen von PLC. Gestützt auf diese Resultate stellt sich die Frage, ob diese Anlagen den grundlegenden Anforderungen der europäischen Richtlinien im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit entsprechen.
Ab dem Jahre 2005 sind auf dem Markt neue Geräte mit einem noch grösseren Störpotenzial erschienen (Spektrumsbelegung bis 34 MHz, Datenrate bis 200 MBit/s). Die Inbetriebnahme dieser neuen Generation von PLC-Geräten hatte zur Folge, dass vorwiegend in den Bereichen der Amateurfunk- und Jedermannsfunkdienste Störfälle auftraten. Diese neuen Geräte sind jedoch mit speziellen EMV-Eigenschaften ausgerüstet, die im Störfall eingesetzt werden können.
Beim Einsatz der EMV-Funktionen stellte sich heraus, dass die neue Generation von PLC Anlagen im Stande ist, PLC-Träger in den betroffenen Frequenzbereichen weit unter dem in der NB30 festgelegten Grenzwert zu filtern. Es scheint, dass das sogenannte "Notching" (Kerbfilter) das geeignete Mittel ist, um einerseits das Störpotenzial stark zu reduzieren und andererseits die Störfälle zu beheben.
Letzte Änderung 05.07.2012