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Mesotheliom: VOC sagen Therapieansprechen vorher
Eine Asbestexposition führt dazu, dass flüchtige organische Verbindungen (VOC) im Atem der Betroffenen zu finden sind. Forscher entwickelten nun basierend auf die Atemanalyse ein Modell, um das Therapieansprechen von Patienten mit Pleuramesotheliom vorherzusagen. Die vielversprechende Methode erreichte eine Genauigkeit von knapp 94 Prozent.
Das Pleuramesotheliom zählt noch immer zu den Krebserkrankungen mit einer sehr schlechten Prognose. Es wird mehrheitlich in späten Stadien diagnostiziert. Aktuelle Therapien bestehen aus einer platinbasierten Chemotherapie plus Pemetrexed oder den Checkpoint-Hemmern Ipilimumab und Nivolumab. Eine Krankheitskontrolle wird allerdings nur in etwa 20 Prozent der Fälle erreicht.
Um die Überlebensrate zu verbessern, suchen Forscher nach neuen prädiktiven Biomarkern, erinnert Professor Dr. Kevin Lamote, Universität Antwerpen, an der World Conference on Lung Cancer.
VOC im Atem von Respondern und Non-Respondern geprüft
Die Forscher stellten fest, dass der ausgeatmete Atem nach Asbestexposition flüchtige organische Verbindungen (volatile organic compounds, VOC) enthält, die durch asbestinduzierten oxidativen Stress entstehen. Diese VOC könnten genutzt werden, um Mesotheliompatienten zu identifizieren und das Therapieansprechen vorherzusagen.
Um Unterschiede zwischen den Atemprofilen von Patienten, die auf eine Immuntherapie ansprechen, und solchen, die nicht ansprechen, zu identifizieren, nahmen die Forscher Atemproben von 15 Patienten mit Pleuramesotheliom, und analysierten sie massenspektrometrisch. Zudem wurde alle drei Monate einen CT-Scan durchgeführt, um den Krankheitsverlauf zu beurteilen.
Dabei identifizierten sie sechs VOC , die ein Therapieansprechen vorhersagen können und somit eine Unterscheidung zwischen Respondern und Non-Respondern ermöglichen.
Genauigkeit der Vorhersage betrug knapp 94 %
Prof. Lamote und sein Team überführten diese sechs VOC in das prädiktive Modell, um ihre Vorhersagegenauigkeit für ein Therapieansprechen zu testen. «Tatsächlich ist eine genaue Unterscheidung anhand der Marker möglich», betonte der Experte. Die Genauigkeit betrug 93,8 Prozent (95%-KI 72,9–99,7).
Professor Lamote betont, dass der ausgeatmete Atem ein vielversprechendes Werkzeug ist, um das Therapieoutcome von Mesotheliompatienten vorherzusagen. Das Team plant nun, die VOC in einer grösseren Population weiter zu untersuchen, um auch Unterschiede in den VOC-Profilen für verschiedene Therapieregime herauszufinden.