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Das Wichtigste in Kürze
- Die EU sieht keinen Grund, der England rasch einen Zugang zum Binnenmarkt zu gewähren.
- Beide Seiten wollen sich bis Ende März auf einen Rahmen für Dienstleistungen verständigen.
- Danach geht es um Details, um Englands künftigen Zugang zum Markt zu festlegen.
Die Europäische Union sieht erstmal keine Veranlassung, der britischen Finanzindustrie rasch einen Zugang zum EU-Binnenmarkt zu gewähren. «Wir werden für das Vereinigte Königreich keinen Zugang zum gemeinsamen Markt wiedererschaffen, da es sich entschieden hat auszusteigen.» Dies sagte die EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Mairead McGuinnes, am Dienstag bei einer Veranstaltung der europäischen Börsenaufsicht ESMA.
Beide Seiten erwarteten, sich bis Ende März auf einen Kooperationsrahmen für Finanzdienstleistungen zu verständigen. Wenn dies erreicht sei, werde es darum gehen, Einzelheiten eines künftigen Zugangs festzulegen. «Es gibt keine Eile,» sagte sie.
Übergangsphase nach Brexit lief Ende 2020 aus
Grossbritannien war im Januar 2020 aus der Ländergemeinschaft ausgetreten. Eine Übergangsphase, in der sich das Land noch an die Regeln des EU-Binnenmarktes hielt, lief am 31. Dezember aus. Die EU war bis dahin der grösste Exportkunde der britischen Finanzwirtschaft.
Anders als beim Handelsabkommen werde es keinen Moment geben, an dem man sich hinsetze und ein grosses Paket ankündige, sagte McGuinnes. Sie sehe es mehr auf einer Einzelfallbasis. Zeit sei vorhanden, das Richtige zu unternehmen. Dies werde auch auf der britischen Seite verstanden.