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Um die Auswirkungen des prognostizierten Temperaturanstiegs in Waldökosystemen besser zu verstehen und vielleicht sogar vorherzusagen, beobachtet die Gruppe Dendrowissenschaften der WSL das Waldwachstum entlang der Süd- und Nordhänge des Lötschentals. Der Lötschentaler Monitoring-Transekt ist ein Set von neun Baumwachstums-Messstellen, die entlang eines Höhengradienten von 800 bis 2200 m ü. M. verteilt sind. Die Versuchsanordnung wurde im Herbst 2006 aufgebaut und bietet die Infrastruktur, um das kontinuierliche Stammwachstum von ausgewachsenen Fichten und Lärchen, die unter natürlichen Bedingungen gewachsen sind, zu untersuchen. Die Besonderheit der Anlage beruht auf der langfristigen Überwachung der Xylogenese (Holzbildung) mittels wöchentlicher Gewebeproben aus den Stämmen der Bäume, parallel zu sub-stündlichen Messungen des radialen Wachstums, des Saftflusses, der Luft- und Bodentemperatur, der relativen Feuchtigkeit, des Bodenwassergehalts, des Bodenmatrixpotenzials und der Sonneneinstrahlung an jedem Standort. Diese Daten wurden zeitweilig durch zusätzliche Messungen ergänzt, um Isotopensignale in Boden- und Baumkompartimenten, die Baumphänologie, die Dynamik der nicht-strukturellen Kohlenhydrate im Kambium, die genomische DNA der Bäume sowie die Jahrringbreite und Holzanatomie zu bestimmen.
Details zum Projekt
Projektdauer
2007 - 2020