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Parallel zur Landwirtschaft im Talgebiet befindet sich auch die Alpwirtschaft im Wandel. Im Rahmen des Verbundprojektes AlpFUTUR wurden drei repräsentative schriftliche Befragungen durchgeführt: Bewirtschaftende von Alpbetrieben sowie sömmernder und nicht-sömmernder Heimbetriebe wurden zu Fakten, Meinungen und Einschätzungen befragt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem die nach wie vor starke Verankerung der Alpwirtschaft in der Schweizerischen Landwirtschaft: 48 % der Landwirtschaftsbetriebe mit Tierhaltung geben im Sommer Tiere auf die Alp. Über die Hälfte der Befragten massen der Tradition ebenso viel Bedeutung bei wie der Wirtschaftlichkeit. Während die traditionelle Arbeitsteilung zwischen Milchviehhaltung auf den Heimbetrieben und Jungviehaufzucht auf der Alp weiterhin besteht, nimmt die Bedeutung der Mutterkuhhaltung auch auf den Alpen zu. Als eindeutiger Schlüsselfaktor für die Wahl der Alp erweist sich kompetentes, gut ausgebildetes Alppersonal.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.