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1890 spendete Lydia Welti-Escher (1858-1891) der Schweizerischen Eidgenossenschaft einen beträchtlichen Betrag, um eine Stiftung zu Ehren des Schriftstellers und Malers Gottfried Keller (1819-1890), einem engen Vertrauten der Familie Escher, zu errichten. Die Gottfried-Keller-Stiftung soll eine Sammlung von hauptsächlich schweizerischen Kunstwerken aufbauen, um die potenzielle Abwanderung dieses Erbes aus dem Land zu stoppen und es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Stücke, aus denen sich die Sammlung zusammensetzt, werden im Rahmen langfristiger Depots auf die wichtigsten Schweizer Museen verteilt. Die Sammlung untersteht der Verantwortung des Bundesrates und wurde im Laufe der Jahre substanziell erweitert und umfasst heute mehr als 8’000 Werke.
Seit 1898 hinterlegt die Gottfried-Keller-Stiftung dem Jenisch-Museum Werke, die in unregelmäßigen Abständen in die Sammlungen aufgenommen wurden. Der Bestand, der etwa zehn Gemälde und einige Zeichnungen umfasst, vereint wichtige Schöpfungen von René Auberjonois, Alexandre Calame, Wilhelm Gimmi, Ferdinand Hodler, Louis Moilliet, Alfred van Muyden und Léopold Robert. Es umfasst auch eine Reihe von Drucken, darunter 15 Radierungen von Picasso.