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Kampagne Bergwerk Peru, Gespräch mit Elena Muguruza
Peru müsse es endlich gelingen, die Ressourcen Amazoniens in Wert zu setzen, so schrieb der peruanische Staatspräsident Alan Garcia in einem Zeitungsartikel im Jahre 2007. Diese Aussage passt zu dem Kurs, auf den Alan Garcia das südamerikanische Land seit seiner Wiederwahl im Jahre 2006 gebracht hat.
Auch die leichtfertige Gier und der unsensible Tonfall mit dem sich Garcia der Öffentlichkeit zuwendete, dürfen inzwischen als Markenzeichen angesehen werden. Die Wirtschaft - wie auch die Politik - Perus wird ausgerichtet nach einem neoliberalen System, das sich stark an den USA orientiert. Da gibt es z.B. ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und Peru , das am 1. Februar dieses Jahres in Kraft getreten ist. Dabei verdrängt die peruanische Regierung geschickt, dass in einem Land mit einer mehrheitlich indigenen Bevölkerung ganz andere Prämissen gelten sollten, als im nördlichen Amerika, das seine Ureinwohner bereits erfolgreich zu Grunde gewirtschaftet hat. Dass in Peru viele Menschen an den sozialen und gesellschaftlichen Rand gedrängt leben, wird in einer Armutsrate von über 50 Prozent deutlich. Der Weg den Hugo Chavez in Venezuela und besonders Evo Morales in Bolivien eingeschlagen haben, dürfte dem ausgebildeten Rechtsanwalt Garcia als unheilvolles Schreckgespenst bis in seine Träume begleiten. Nun ist es Mitte des Jahres im Regenwaldgebiet von Peru, das mehr als 1/3 der Fläche des Landes ausmacht, zu Zusammenstössen von Indigenen und Polizei gekommen. Mit Vehemenz wehrten sich die Menschen aus Bagua gegen die Beschlussfassungen aus Lima. Der Protest auf der Strasse formierte sich gegen einen Ausverkauf des Regenwaldgebietes, der durch Dekrete vom peruanischen Staat legitimiert wird und grenzenlose Willkür in der Vergabe von Landtiteln und Konzessionen bedeutet hätten. In einem Telefoninterview mit Elena Muguruza von der "Kampagne Bergwerk Peru" wird Einblick genommen in die Hintergründe der Problematik. Helen von Radio CORAX fragte zu allererst nach den negativen Begleiterscheinungen, die der Abbau von Naturressourcen in Peru mit sich gebracht hat.