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Im Jahre 1486 erschien Krishna in Bengalen als Shri Caitanya mit seinen Gefährten. Sein Erscheinen als göttliche Inkarnation (avatara) war bereits in den Veden vorausgesagt worden. Er begründete die Bewegung für Krishna-Bewusstsein in Indien und offenbarte den Vorgang der Gotteserkenntnis im Kali-yuga: das "Chanten" (Singen und Beten) der heiligen Namen Gottes.
Mit anderen Worten, derselbe Krishna, der vor fünftausend Jahren die Bhagavad-gita sprach, erschien vor fünfhundert Jahren nochmals, um zu zeigen, wie man die Bhagavad-gita lebt, denn Gott gibt immer beides: vollkommene Lehre und vollkommenes Beispiel. Shri Caitanya setzte den Samen zu einer neuen spirituellen Epoche innerhalb des Kali-yugas.
Er lehrte, dass echtes Gottesbewusstsein nicht von Kasten- oder Konfessionszugehörigkeit abhängig ist. Deshalb wandte er sich gegen jede soziale, religiöse und rassistische Voreingenommenheit und führte das gemeinsame Singen der Namen Gottes ein (Sankirtan), um es allen Menschen zu ermöglichen, Krishna-bewusst zu werden.
Er prophezeite, dass der heilige Name Krishnas eines Tages auf der ganzen Welt gesungen werde. In der Erfüllung dieser Prophezeiung sahen die Nachfolger Shri Caitanyas ihre Hauptaufgabe. Sie reisten durch ganz Indien, schrieben Bücher und begannen seit dem 19. Jahrhundert auch, das vedische Wissen über die englische Sprache der ganzen Welt zugänglich zu machen. Den entscheidenden Schritt vollbrachte zehn Generationen nach Shri Caitanya der grosse Gelehrte und Gottgeweihte A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada (1896-1977), der den Namen Krishnas und die Botschaft der Veden weltweit bekannt machte.