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Risiken der Kälteexposition
Wenn wir in Wasser eintauchen, das kälter als 15 °C ist, setzt eine starke Stressreaktion ein. Dies setzt eine ganze Kette von biochemischen und physiologischen Veränderungen in Gang. Der Blutdruck steigt an, und der Kälteschock kann zu Atemnot führen. Wenn Wasser eingeatmet wird, besteht die Gefahr des Ertrinkens.
Wer mit dem Kältetraining beginnen möchte, sollte daher wegen der Risiken einen Arzt konsultieren. Langsames Herantasten an das Kältetraining erhöht die Sicherheit. Ausserdem bringt es die besten Ergebnisse. Denn wenn der Körper überfordert wird, kann er sich nicht an die neuen Reize gewöhnen. Deshalb ist ein achtsamer Umgang mit der Kälte wichtig. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern bringt auch die grössten gesundheitlichen Vorteile.
Denke daran, dass der Körper weiter abkühlt, nachdem du das Wasser oder die kalte Umgebung verlassen hast. Dieses Phänomen wird als Afterdrop (Nachkühlung) bezeichnet und kann zwischen 20 und 40 Minuten andauern. Deshalb solltest du das Wasser verlassen, bevor dein Körper zu kalt wird. Zum Glück dauert es nicht lange, bis man die Vorteile der Kälteexposition geniesst, aber eine Unterkühlung birgt erhebliche Risiken.
Hier sind ein paar allgemeine Empfehlungen:
● Gehe nicht allein ins Wasser, sondern in einer Gruppe oder mit Personen, die bereits Erfahrung im Kaltwasserschwimmen haben.
● Nimm an einem von uns organisierten Treffen oder einer speziellen Veranstaltung teil, um andere Kälte-Enthusiasten zu treffen, damit du nicht alleine gehen müsst.
● Sorge dafür, dass du bei Bedarf Hilfe rufen kannst. Ein Handy sollte am Ufer bereitliegen.
● Gehe langsam ins Wasser und achte darauf, dass du bewusst und kontrolliert atmest.
● Warte 1-2 Minuten, bis der Kälteschock vorbei ist und du ruhig atmen kannst, bevor du in tieferes Wasser gehst.
● Setze dir ein maximales Zeitlimit und ändere es nicht, auch wenn andere Personen länger im Wasser bleiben. Kältetraining ist kein Wettkampf.
● Wenn du dich vor Ablauf deiner Zeit nicht wohl fühlst, verlasse das Wasser.
● Bevor du mit dem Training beginnst, solltest du wissen, wie du gut und sicher aus dem Wasser kommst. Auch dann noch, wenn deine Koordination, Kraft und dein Gleichgewicht bereits durch die Kälte beeinträchtigt sind.
● Wärme dich langsam auf. Zu schnelles Aufwärmen kann den Kreislauf überfordern und u. a. zu unkontrolliertem Zittern führen.
Wir führen Buch über alle Vorfälle, über die wir informiert werden, und achten darauf, dass wir über alle Risiken im Zusammenhang mit der Kälte und den spezifischen Gesundheitszuständen auf dem Laufenden bleiben. Wenn du einen Unfall in der Kälte erlebt hast, teile uns dies bitte mit. Wir sammeln diese Daten und geben sie weiter, damit das Kältetraining insgesamt sicherer wird.
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