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Von Diana Halbeisen
Die Methode befähigt ein Team zu einer fokussierten Reflexion ihrer Arbeitsfortschritten innerhalb von 30 Minuten. Der Sinn des «Check-up» ist, in einem
«geschützten Rahmen» alles was gerade akut ist «auf den Tisch zu bringen, bezw. offenzulegen». Der Fokus ist auf drei Themenbereiche eingegrenzt, die aus
zwei fixen Grössen und einer Variablen bestehen. Nach Abschluss der zeitgetakteten Aussagen aller Teilnehmer, gibt es die Möglichkeit eine unmittelbare Lösung oder Aussage in 10 Minuten zu generieren oder einen neuen Termin mit einem grösserem Zeitfenster für die Lösungsfindung zu definieren. Die kurze Spielzeit von 30 Minuten lädt ein die Methode regelmässig anzuwenden.
Themenfelder:
- «Fokus» ist variabel: auf welches Thema will das Team den Fokus legen?
Zum Beispiel: Auf einen Projektphasenabschluss, auf eine zu erwartende Herausforderung, auf die geäusserte Kundenunzufriedenheit? ...
- «Vorgehen» ist fix: bezieht sich immer auf den ausgewählten Fokus.
Zum Beispiel: War die angewandte Methode sinnvoll, wie ist der Fortschrittsverlauf, mit welcher Strategie gehen wir vor? ...
- «Kultur» ist fix: bezieht sich immer auf den ausgewählten Fokus.
Zum Beispiel: Wie ist die Kommunikation innerhalb des Teams, ist die Rollenverteilung sinnvoll, arbeiten wir mit- oder gegeneinander? ...
- «X» ist optional: es muss nicht in Anspruch genommen werden.
Es ist für Themen die nicht in das vorhandene Schema passen, aber nach Ermessen des Sprechers, dringend angesprochen werden sollten.
1. Check-in
Der Spielleiter wird mit Hilfe des Flaschenspiels definiert:
Durch das Flaschendrehen wird der Spielleiter per Zufallsprinzip ausgewählt. Der Spielleiter platziert die nötigen Spielkomponenten, erklärt die Spielregeln und leitet die ganze Durchführung.
Dauer: 1 Minute
2. Fokus
Gemeinsam wird das Fokusthema bestimmt:
Den Fokus auf ein grosses Post-it (152x101mm) als Stichwort notieren und auf die entsprechende Stelle im Canvas kleben.
Dauer: 2 Minuten
3. Reflexion
Jeder «Spieler» hat 3 Post-its (76x76mm) und 3‘ Sprechzeit zur Verfügung:
Der Spielleiter startet mit Reden und der nächste Sprecher folgt im Uhrzeigersinn. Alle hören schweigend zu, wenn eine Person spricht. Falls Verständnisfragen auftauchen, ist der Spielleiter dafür zuständig, dass diese so kurz wie möglich gehalten werden.
Die sprechende Person gibt je 1 Kommentar zum Thema Verhalten und Kultur des Fokusthema ab. Diese werden als Stichworte auf den zwei Post-its notiert und in die entsprechenden Bäh und Yeah Kategorien geklebt. Optional kann ein Kommentar zum Feld X abgegeben werden.
Dauer: 15 Minuten
4. Priorisierung
Jeder Spieler hat 1 Klebepunkt für die Priorisierung:
Die Punkte werden von den Spielern auf die am Canvas platzierten Post-its verteilt und die «Punktemehrheit» legt das zu behandelnde Lösungsthema fest.
Dauer: 2 Minuten
5. Lösungsfindung
Weg A – Lösung:
Im Team eine unmittelbare Lösung für den ausgewählten Faktor
finden. Wenn innerhalb der zehn Minuten eine Lösung gefunden
werden kann, diese auf grossen Post-its dokumentieren und
unterhalb der Canvas Pfeilrichtung platzieren.
Weg B - Termin:
Im Team eine mögliche Lösung diskutieren oder gleich einen neuen Termin für die Lösungsfindung XY definieren, wenn man merkt, dass das Thema in diesem engen Zeitrahmen nicht zu lösen ist.
Dauer: 10 Minuten
6. Dokumentation
«Spielbrett» fotografieren:
Das ausgefüllte «Spielbrett» wird vom Spielleiter fotografiert und gut auffindbar abgelegt. Als Speicherort bietet sich zum Beispiel der Projektordner oder eine interne digitale «Wissensdatenbank» an.
7. Check-out
Abschlussritual:
Einer der Teammitglieder hat das Wort für ein positives und motivierendes Schlusswort. Zum Beispiel die Hervorhebung eines Erfolgs, eine witzige Situation die stattgefunden hat oder die Aussicht auf
etwas Positives. Das Ziel ist, dass das Team mit diesem «Schlusswort» den «Team Check-up» positiv gestimmt verlässt. Wenn sich niemand von alleine meldet, übernimmt das Schlusswort der Spielleiter.
Da jedes Team eine andere Dynamik, Persönlichkeiten und Vorlieben beinhaltet, gibt es die untenstehenden Vorschläge die man für einen Check-out ausprobieren kann. Am besten ist es, wenn das Team selber ein eigenes Teamritual entwickelt und dadurch auch das Zusammengehörigkeitsgefühl fördert.
Vorschläge Abschlussrituale
- Einen eigenen Homie-Handschlag für das Team kreieren
- Körperbetonte Sportrituale à la „Haka“
- Klangvolles Beenden: einen Gong schlagen oder mit dem was vorhanden ist 5 Sekunden Lärm erzeugen
- Gruppenselfie mit Grimassen/Posing und zusammen mit Canvas Dokumentation ablegen
Teammitglieder
Spielleiter
Wird am Anfang der Methode per Zufallsprinzip aus den Teammitgliedern ausgewählt.