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Ohrkerzentherapie 137
Bei der Ohrkerzen-Therapie werden spezielle Kerzen im äusseren Gehörgang des Patienten platziert und anschliessend abgebrannt, um Ohrenschmalz und Staubpartikel aus dem Gehörgang zu entfernen.
Das Abbrennen von Ohrkerzen hat in anderen Kulturkreisen eine lange Tradition, doch bleibt die genaue Herkunft ungewiss. Diejenige Form der Ohrkerzen-Behandlung, die in den westlichen Ländern heutzutage praktiziert wird, soll ihre Wurzeln im asiatischen Raum sowie bei den süd- und nordamerikanischen Indianern haben. Viele Ohrkerzen werden mit dem Hinweis angeboten, dass ihre Zubereitung und Anwendung auf den Traditionen der nordamerikanischen Hopi-Indiander beruht. Im Jahr 1995 wies einer der Vorsitzenden des Hopi Tribal Council, Wayne Taylor jr., aber darauf hin, dass der Hopi-Stamm solche Kerzen nicht verwendet und dass Ohrkerzen nichts mit der Hopi-Kultur zu tun haben.
Ohrkerzen sind etwa 20 bis 30 cm lange hohle Röhrchen aus gewebtem Baumwoll- oder Leinenstoff, der mit verschiedenen Essenzen getränkt wird. Beim Abbrennen einer Ohrkerze werden drei Phasen unterschieden: Während der ersten Phase entsteht ein Unterdruck und die Luftsäule im Innern der Ohrkerze beginnt zu vibrieren. Dadurch wird das Trommelfell massiert. Der Kräuterdampf stimuliert ausserdem Akupunkturpunkte im äusseren Gehörgang. Im weiteren Verlauf, während der sogenannten Wärmephase, kommt es zu einer angenehmen Wärmeempfindung im Ohr. Die Durchblutung und die körpereigene Abwehr werden angeregt. Während der dritten Phase, der Kaminphase, bildet sich ein Überdruck im Ohr: Verstopfte Poren öffnen sich, die Hautatmung wird verbessert und Abfallstoffe und Sekrete werden in das Innere der Kerze abtransportiert. In allen drei Phasen werden auch die Druckverhältnisse im Kopf reguliert, was zu einer besseren Koordination der beiden Gehirnhälften führen soll.
Quelle: EMR Schweiz
Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:
Methodenausbildung: 8
Schulmedizinische Ausbildung: Naturheilpraktiker oder Arzt
EMR-Methode Nr. 137