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Ratgeber
Stereo-Verstärker kommen zum Einsatz, um im 2-Kanal-Verfahren erzeugte Aufnahmen optimal wiederzugeben. Sie sorgen für eine gute Klangqualität und sind eine hervorragende Wahl für HiFi-Fans, die auf Surround-Sound verzichten können und sich einen authentischen Stereo-Effekt wünschen. Wie die Vollverstärker aufgebaut sind, welche Vorteile sie bieten und worauf beim Kauf zu achten ist, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Stereo-Vollverstärker, auch Amplifier genannt, sind wichtige Bausteine von HiFi-Systemen. Sie ermöglichen das räumliche Hören mit zwei passiven Lautsprechern und sorgen auf diese Weise für perfekten Stereo-Sound. Mit dem Aufkommen von Dolby Surround haben Stereo-Verstärker an Bedeutung verloren, bei eingefleischten HiFi-Fans erfreuen sie sich jedoch nach wie vor großer Beliebtheit. Das hat einen einfachen Grund: Die meisten Musikaufnahmen werden nicht in Dolby Surround, sondern weiterhin im Stereo-Verfahren produziert. Um den Klang hörbar zu machen, braucht es eine externe Verstärkung, denn passive Lautsprecher allein sind nicht in der Lage, Stereo-Sound wiederzugeben. Zwar können auch Surround-Receiver in Verbindung mit 2-Kanal-Aufnahmen genutzt werden, sie erzielen aber nicht so gute Ergebnisse wie Stereo-Verstärker. Wer also ohnehin lieber Stereo hört und auf Surround-Sound verzichten kann, ist mit einem Stereo-Verstärker besser bedient. Ein weiterer Vorteil gegenüber AV-Receivern mit fünf oder sechs Kanälen ist, dass der Installationsaufwand deutlich geringer ausfällt. HiFi-Anlagen mit Stereo-Verstärker lassen sich viel einfacher aufstellen und bedienen als komplexe Surround-Systeme.
Stereo-Verstärker zählen zu den wesentlichen HiFi-Bausteinen einer Stereo-Anlage, da sie eine Verbindung zwischen Quellgeräten und Lautsprechern herstellen. Ihre Aufgabe ist es, Audiosignale von Abspielgeräten wie CD-Playern, MP3-Playern, Plattenspielern, Fernsehern, Blu-Ray- oder DVD-Playern zu verstärken. Das ist deswegen notwendig, weil die Signale zu klein sind, um passive Lautsprecher damit betreiben zu können.
Das Funktionsprinzip von Stereo-Verstärkern hat sich seit ihrer Markteinführung in den 1960er Jahren nicht verändert. Im Regelfall handelt es sich um Vollverstärker, die aus einem Vorverstärker (Vorstufe) und einem Endverstärker (Endstufe) bestehen, die sich beide in einem Gehäuse befinden. Der Stereo-Vorverstärker fungiert als Schaltzentrale, da hieran alle Audioquellen angeschlossen werden. Er empfängt deren Signale und bearbeitet sie so, dass sie von der Endstufe aufbereitet und in der erforderlichen höheren Spannung an die Lautsprecher weitergegeben werden können. Der Vorverstärker übernimmt auch die Lautstärkeregelung. Die Stereo-Endstufe erhält die Audiosignale in einem für sie nutzbaren Spannungs- und Impedanzbereich und erhöht deren Spannung so weit, dass die passiven Lautsprecher damit betrieben werden können. Zur Spannungs- und Stromverstärkung kommen Transistoren oder Röhren zum Einsatz.
Im Hinblick auf die Anschlussmöglichkeiten können Stereo-Verstärker meist nicht mit AV-Receivern mithalten. Einfache Modelle verfügen lediglich über analoge Anschlussbuchsen, Hochpegeleingänge für CD-Player oder Netzwerk-Player und dergleichen sowie Phono-Eingänge für die Anbindung von Plattenspielern. Das ist insofern problematisch als immer häufiger Computer und Fernseher als Audioquellen für Stereo-Anlagen verwendet werden, die meist gar keine analogen Tonausgänge mehr haben, weil sie ausschließlich mit digitalen Signalen arbeiten. Der Bedarf wurde jedoch erkannt, so dass zunehmend digitale Eingänge in optischer oder koaxialer Form in Stereo-Verstärkern verbaut werden. Um digitale Signale verarbeiten zu können, muss außerdem ein D/A-Wandler im Verstärker integriert sein. Dabei handelt es sich um einen Rechner, der digitale in analoge Signale umwandelt. Bluetooth- und WLAN-Schnittstellen sowie USB- und HDMI-Ports sind seltener bei Verstärkern anzutreffen.
Beim Kauf von Stereo-Verstärkern sind mehreren Faktoren zu berücksichtigen. Zunächst einmal sind die konkreten Ausstattungsmerkmale von Bedeutung. Moderne Stereo-Verstärker sind im Regelfall mit mindestens einem analogen Cinch-Eingang für den Anschluss einer Audioquelle sowie mindestens zwei Ausgängen für den Anschluss von Lautsprechern ausgestattet. Ebenfalls zur Standardausstattung gehören ein stufenloser Lautstärkenregler und Regler für Höhen und Bässe.
Wie viele Anschlüsse vorhanden sein müssen, hängt davon ab, wie viele Audioquellen und wie viele Lautsprecher an den Verstärker angebunden werden. In einem gewöhnlichen Stereo-Setting werden normalerweise zwei Lautsprecher betrieben, von denen einer für den linken und einer für den rechten Kanal zuständig ist. Es gibt aber auch Modelle, an denen vier Lautsprecher gleichzeitig betrieben werden können. Wichtig zu wissen ist, dass Stereo-Verstärker nicht mit Surround-Lautsprechern funktionieren. Falls sich dahingehend Bedarf ergeben sollte, muss auf einen dedizierten Surround-Receiver zurückgegriffen werden. Generell gilt: Je mehr Eingänge an einem Verstärker vorhanden sind, desto mehr Geräte kann man daran betreiben. Möchte man Musikmedien von einem USB-Stick abspielen, ist darauf zu achten, dass der Verstärker mit einem USB-Anschluss ausgestattet ist.
Generell sind digitale Eingänge nicht bei jedem Stereo-Verstärker zu finden. Gleiches gilt für Bluetooth- und WLAN-Schnittstellen, Kopfhöreranschlüsse und Subwoofer-Ausgänge. Der Einsatz eines Subwoofers ist vor allem dann sinnvoll, wenn wahrnehmbare tiefe Frequenzen und starke Bässe für das Klangbild wichtig sind. Die Ausgangsleistung des Kopfhöreranschlusses ist in Augenschein zu nehmen, wenn hochohmige Kopfhörer daran betrieben werden sollen, da nicht alle Buchsen darauf ausgelegt sind. Es muss vorher klar sein, welches Equipment mit dem Verstärker genutzt werden soll, um in Erfahrung zu bringen, welche Anschlüsse erforderlich sind.
Bei der Auswahl eines Verstärkers ist außerdem im Hinterkopf zu behalten, dass dessen Leistung auf die Belastbarkeit der angeschlossenen Lautsprecher abgestimmt sein muss. Das heißt, die Lautsprecher müssen die maximale Leistung (Watt-RMS) des Verstärkers vertragen. Ist dem nicht so, kommt es zur Überlastung und in der Folge zu Beschädigungen und Defekten. Unterschieden werden in dem Zusammenhang drei Belastbarkeitswerte: die Nominalbelastbarkeit, die Dauerbelastbarkeit und die Impulsbelastbarkeit. Von Vorteil ist, wenn sich die Belastbarkeit des Lautsprechers und die Leistung des Verstärkers möglichst kongruent verhalten, damit ein sicherer Betrieb ermöglicht wird, aber auch kein Potenzial verloren geht.
Um einen Stereo-Vollverstärker ordnungsgemäß in Betrieb zu nehmen, gehen Sie wie folgt vor: Zuerst schließen Sie die Lautsprecher an die Lautsprecherausgänge des Verstärkers an, danach geht es an den Anschluss der Audiogeräte. Anschließend werden die Audiogeräte und der Vollverstärker mit dem Stromnetz verbunden. Vor dem Einschalten ist wichtig, die geringstmögliche Lautstärke einzustellen. Denn sollte es versehentlich passieren, dass sich die Enden der Lautsprecherkabel berühren oder die Cinch-Stecker nicht richtig in der Buchse sitzen, kann es zu extremen Rückkopplungen kommen. Das ist nicht nur ohrenbetäubend laut, sondern kann auch Defekte an den Lautsprechern zur Folge haben. Ist die Lautstärke zurückgesetzt, werden alle Geräte eingeschaltet. Dann muss man nur noch das richtige Eingangssignal am Vollverstärker auswählen und kann daraufhin die Lautstärke nach Bedarf anpassen.
Was ist der Unterschied zwischen Stereo-Verstärkern und Stereo-Receivern?
Stereo-Verstärker sind reine Vollverstärker, die Tonsignale von CD-Playern, Plattenspielern oder anderen Zuspielern verarbeiten, amplifizieren und den angeschlossenen Lautsprechern zur Verfügung stellen. Stereo-Receiver können noch mehr. Die Kombigeräte bieten alle Funktionen eines Vollverstärkers und zusätzliche Abspielfunktionen. So kann man mit einem Stereo-Receiver beispielsweise FM-Radio oder Musik von Streaming-Diensten aus dem Internet hören.
Welche Vorteile bietet ein Vollverstärker mit Bluetooth?
Vollverstärker mit Bluetooth-Unterstützung können drahtlos mit weiteren HiFi-Komponenten verbunden werden, Das hat den Vorteil den Vorteil, dass man sich das aufwendige Kabelverlegen spart und es keine Drähte gibt, die den Anblick der Inneneinrichtung trüben. Außerdem können Vollverstärker mit Bluetooth meist problemlos mit Smart TVs gekoppelt werden, um Filme und Serien mit HiFi-Sound zu genießen. In manchen Fällen ist es auch möglich, Bluetooth-Verstärker ins Smart Home zu integrieren.
Gibt es HiFi-Verstärker, die den Anschluss von SD-Karten ermöglichen?
Ja. Zwar sind Bluetooth und USB als zusätzliche Schnittstellen etwas verbreiteter, es gibt aber durchaus HiFi-Verstärker, die SD-Karten unterstützen. Dazu zählt beispielsweise der Audio-Verstärker VT-80 der Marke Dynavox.
Was versteht man unter High Resolution Audio?
Der Begriff High Resolution Audio (kurz: Hi-Res-Audio) wird häufig im Zusammenhang mit High-End-Komponenten aus dem Hi-Fi-Bereich genutzt. Es handelt sich dabei um eine Sammelbezeichnung für digitale Prozesse und Formate, die auf höheren Abtastraten basieren und eine Soundqualität oberhalb von CD-Niveau ermöglichen. Die Datenübertragung ist quasi verlustfrei, so dass die volle Klangbandbreite ausgeschöpft werden kann. Zwar gibt es keinen Standard für High Resolution Audio, üblich ist aber eine Abtastrate von 96 kHz/24 Bit. Das bedeutet, dass Schallsignale 96.000 Mal pro Sekunde gelesen und anschließend in 24 Computerbits gespeichert werden.