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nach der Auffassung des 17. und 18. Jahrh. »die
öffentliche Macht und
Gewalt, wegen der
Jagden,
Forsten und
Wälder etwas zu gebieten und zu verbieten, über die
Forst- und
Jagdstreitigkeiten zu erkennen, die Übertreter zu bestrafen und allen Nutzen aus dem
Forst
[* 4] zu genießen«, im wesentlichen
also gleichbedeutend mit
Forsthoheit.
Der
Begriff des Forstregals hat heute nur noch historische Bedeutung.
Ein wirkliches Regalrecht, d. h. ein nutzbares Hoheitsrecht in Bezug auf die
Forsten, hat thatsächlich nie bestanden.
Sie sind teils selbständige Fachhochschulen
(Forstakademien), welche einerseits den
Unterricht in den
Grundwissenschaften auf die forstliche Anwendung beziehen und in dieser
Richtung teils beschränken, teils erweitern und vertiefen,
und welche anderseits die forstliche
Lehre in umfassender
Weise an einen Unterrichtswald anlehnen, teils sind sie mit landwirtschaftlichen
oder bergmännischen
Fachschulen, teils mit polytechnischen
Hochschulen oder
Universitäten vereinigt.
Forstarbeiterschulen
(Waldbauschulen), Anstalten, in welchen
Knaben nach Absolvierung der
Volksschule zu
Waldarbeitern,
Kultur- und Holzhauermeistern für den Forstbetrieb herangezogen werden. Wenn sie gleichzeitig von Anwärtern
für die untern Forstbeamtenstellen (Unterförsterstellen) besucht werden, so stehen
sie denFörsterschulen (s.
oben) nahe.
Doch unterscheidet sie von diesen immer die geringere
Ausdehnung
[* 33] des Lehrstoffs. DerUnterricht in ihnen
beschränkt sich meist auf die eigentlichen Waldbaumaßregeln, deren praktische Ausführung gelehrt und namentlich geübt
wird (Kulturbetrieb, Holzhauereibetrieb,
Bau der Waldwege und Holzbringungsanstalten), außerdem auf die hauptsächlichsten
Maßregeln des
Forstschutzes (Verbauungen in Gebirgsthälern, Wasserbauten etc.).
Die ersten Forstschulen sind in
Deutschland entstanden und zwar in Gestalt von praktischen Lehranstalten, welche von Privatleuten errichtet
und von einem einzigen
Lehrer geleitet wurden, als sogen. Meisterschulen. So die von dem Oberforstmeister
Zanthier in
Ilsenburg um 1765 begründete, einst weit berühmte Meisterschule;
Seit 1881 ist der forstliche Unterricht mit der UniversitätTübingen verbunden. In Bayern wurde 1786 der
erste Versuch gemacht, eine Forstschule auf wissenschaftlicher Grundlage zu errichten, aber ohne Erfolg. Die Schule wurde 1790 eröffnet,
Däzel und Grünberger als Lehrer bestellt; aber den Schülern fehlte die rechte Vorbildung, und die Schule gelangte zu keiner
Blüte. Als Aschaffenburg 1814 an Bayern kam, wurde die seit 1807 dort bestehende Forstschule beibehalten, 1819 und 1824 reorganisiert,
dann aufgehoben und erst 1843 wieder errichtet.
Seit 1878 ist der forstliche Unterricht in Bayern derartig geteilt, daß die dortigen Aspiranten auf den Staatsforstdienst die
ersten beiden Jahre auf der Forstschule in Aschaffenburg und die beiden letzten Jahre an der Universität
zu München studieren müssen. In Sachsen wurde die Cottasche Meisterschule in Zillbach, welche mit ihrem Meister 1811 nach
Tharandt gewandert war, 1816 zur landesherrlichen Forstakademie erhoben und nahm bald eine hervorragende Stelle unter den forstlichen
Unterrichtsanstalten ein, welche sie bis auf die Gegenwart behauptet hat.