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Im Vale dos Vinhedos wurde jedem Siedler ein «Lot» zugeteilt, ein 48 ha grosses Stück Land. Giuseppe Miolo erhielt das «Lot 43», das seine beste Rebparzelle werden sollte. Er merkte schnell, dass ihm die kühlste Ecke Brasiliens zugeteilt worden war. Schnee im Winter und über 1500 mm Regen pro Jahr waren und sind hier keine Seltenheit. Das Wetter aber auch die sanften Hügelzüge erinnerten ihn in verblüffender Weise an seine alte Heimat am Südfuss der Alpen. So machte er das, was er zu Hause auch getan hatte: Er pflanzte Mais für seine Polenta, hielt Kühe und Schafe und kelterte etwas Wein für den Heimkonsum. Dass daraus ein lukratives Weinbusiness entstehen konnte, hätte er sich nie im Leben erträumt.