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Auf seinem faszinierenden neuen Album"Catching Tales" zieht der mittlerweile25jÃEURhrige Tausendsassa Jamie Cullum nunseine musikalische Bilanz nach seinem weltweitenErfolg mit "Twentysomething". Diemeisten StÃŒcke dieses in London und LosAngeles aufgenommenen Albums schriebJamie allein, andere verfasste er gemeinsammit den Produzenten Pharrell Williams,Stewart Levine (Simply Red), Dan The Automator(Gorillaz), Guy Chambers (NatashaBedingfield, Texas, Kylie Minogue) undSalaam Remi (Fugees, Nas, Beenie Man),dem Songwriter Ed Harcourt oder seinemBruder Ben. DarÃŒberhinaus interpretiert erauch wieder in ganz eigener Manier dreiStandards ("Fascinating Rhythm", "I OnlyHave Eyes For You" und "Our Day WillCome") und eine Coverversion eines zeitgenössischenSongs ("Catch The Sun"von The Doves). Keiner kann wie Jamie,ausgehend vom Jazz, so elegant undenergiegeladen Tanzmusik, Rock, Pop undFunk kombinieren.
Rezension
Der Jazz-Wunderknabe aus Grossbritannien zieht mit seinem gelungenen Zweitling die künstlerische Bilanz der letzen beiden Jahre. Den Jazz entdeckte der in Essex geborene und in Wiltshire aufgewachsene Ausnahmekünstler bereits als Teenager, als ihm sein älterer Bruder Ben Aufnahmen von Miles Davis vorspielte. Seine ersten beiden Alben produzierte Jamie Cullum in London noch grösstenteils aus eigenen Mitteln, bis ihm schliesslich mit seinem im Oktober 2003 veröffentlichtem Major-Debüt der weltweite Durchbruch gelang. Mit zweieinhalb Millionen verkauften Exemplaren ging "Twentysomething" sogar als bestverkauftes Jazzalbum in die englische Musikgeschichte ein. Spielerisch riss Jamie hier die Grenzen zwischen Pop und Jazz nieder, kombinierte erfrischende Arrangements von Jazzstandards mit Eigenkompositionen und ungewöhnlichen Coverversionen von Nummern aus der Feder von Jimi Hendrix und Jeff Buckley. Auf seinem Zweitling setzt Cullum die Erfahrungen der letzen beiden Jahre in 14 abwechslungsreichen Songs um. Dabei schrieb der "David Beckham des Jazz" den Grossteil des neuen Materials auf "Catching Tales" im Alleingang. Bereits das funkige "Get Your Way" und das folkige "London Skies" mit seinem wundervollen Pop-Chorus zeigen Cullum sowohl als Songwriter wie als Sänger deutlich gereift. Dem stehen introvertierte Piano-Balladen gegenüber wie "Oh God" oder der romantische Klassiker "I Only Have Eyes For You", welcher bereits von Louis Armstrong interpretiert wurde. Bei dem souligen "Mind Trick" wiederum singt und greift Jamie in die Tasten wie Stevie Wonder in den 70er Jahren. "Catching Tales" zeigt den mittlerweile 25-jährige Entertainerreifer und vielseitiger denn je. "Jazz kann man mit allen erdenklichen Musikformen in Einklang bringen, mit Tanzmusik, Rock, Pop, Klassik und Funk", lautet Cullums Credo. "Und auf diesem Album streife ich all diese Stile." (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)