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In seiner Kolumne in der Zeitung «Schweiz am Sonntag» schreibt Ex-Bankchef Oswald Grübel, es wäre «unsinnig und rein politisch motiviert», wenn die 1:12-Initiative durchkäme. «Sie würde einer Bevormundung der Aktionäre gleichkommen. Das ist anders als bei der Minder-Initiative, wegen der kein Unternehmen so schnell die Schweiz verlässt. Bei einer Zustimmung zur 1:12-Initiative müssten und würden einige Unternehmen wegziehen, und das wäre ein hoher politischer Preis», schreibt Grübel.
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Scharfe Regulierungen erachtet er als problematisch, wie das Beispiel der Banken zeigt. «Unsere Grossbanken haben sich sehr schnell den neuen regulatorischen Massnahmen angepasst und gehören wieder zu den am besten kapitalisierten Banken der Welt, leider nicht zu den profitabelsten, das sind ausschliesslich amerikanische Banken. Der Preis dafür war allerdings hoch. Es wurden Zehntausende von Arbeitsplätzen vernichtet», analysiert Grübel.
Bereits Ende März äusserte der Ex-UBS-Chef deutliche Bedenken. «Wenn wir jetzt auch noch versuchen, die Obergrenze von Löhnen festzusetzen, werden wir denen, die aussergewöhnlich begabt und bereit sind, Aussergewöhnliches zu leisten, die Zukunft in unserem Lande nehmen. Wir zerstören den berechtigten Glauben daran, dass jeder Aussergewöhnliches erreichen kann», schrieb Grübel damals.
(aho)