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DMZ – WISSENSCHAFT ¦ Sarah Koller ¦
Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verheerend. In den Jahren 2020 und 2021 wurden insgesamt rund 14,9 Millionen Todesfälle auf das Coronavirus zurückgeführt. Doch das wahre Ausmaß der Pandemie wird erst deutlich, wenn man die verlorenen Lebensjahre betrachtet. Laut dem statistischen Jahrbuch der WHO, das kürzlich in Genf veröffentlicht wurde, gingen durch die Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 336,8 Millionen Lebensjahre verloren.
Die WHO schätzt, dass durchschnittlich bei jedem Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 ein Leben um etwa 22 Jahre verkürzt wurde. Diese erschreckende Zahl verdeutlicht die langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf die Lebenserwartung der betroffenen Menschen.
Neben den direkten Auswirkungen auf die Sterblichkeit hatte die Pandemie auch negative Folgen für den globalen Kampf gegen übertragbare Krankheiten. Aufgrund der zeitweisen Unterbrechungen von Impf- und Gesundheitsdienstleistungen sind Impfungen gegen Krankheiten wie Masern und Tetanus zurückgegangen, während Malaria und Tuberkulose häufiger aufgetreten sind. Die Pandemie hat somit nicht nur das Leben derjenigen bedroht, die direkt an Covid-19 erkrankt sind, sondern auch indirekt den Kampf gegen andere Krankheiten behindert.
Die WHO zeigt sich auch besorgt über den Anstieg der Todesfälle durch nicht übertragbare Krankheiten. Prognosen zufolge könnte die jährliche Zahl dieser Todesfälle bis Mitte dieses Jahrhunderts auf etwa 77 Millionen steigen, was fast einer Steigerung von 90 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. Bereits vor der Pandemie verzeichnete die WHO einen Anstieg tödlicher Herz-, Atemwegs- und Krebserkrankungen, der vor allem auf das Wachstum der Weltbevölkerung und die steigende Lebenserwartung zurückzuführen ist. Trotzdem betont die WHO, dass die Wahrscheinlichkeit, an solchen Krankheiten zu sterben, in den letzten Jahrzehnten weltweit gesunken ist.
Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind somit weitreichend und gehen über die direkten Todesfälle hinaus. Es ist von entscheidender Bedeutung, weiterhin Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und den Schutz vor anderen übertragbaren Krankheiten sicherzustellen. Gleichzeitig müssen auch Präventionsmaßnahmen für nicht übertragbare Krankheiten verstärkt werden, um eine gesündere und nachhaltigere Zukunft für alle Menschen zu gewährleisten.
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