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Wie geht es mir?
Das eigene Befinden vom Problem der betroffenen Person lösen.
Viele Nahestehende befinden sich in einem Tunnel. Sie sehen nur noch in eine Richtung. Sie konzentrieren sich auf die betroffene Person. Sie vergessen sich selbst. Die Gefühle sind an die betroffene Person gebunden: Mal sind Nahestehende hoffnungsvoll und freudig, wenn es gut läuft. Dann sind sie traurig, wütend und enttäuscht, wenn es nicht gut läuft. Alle diese Gefühle sind verständlich und normal. Aber sie dürfen das eigene Leben nicht bestimmen.
Sie können aus dem Wechselbad aussteigen. Sie können für sich selbst das Ruder in die Hand nehmen. Dann geht es Ihnen besser. Dann können Sie der betroffenen Person wieder anders begegnen. Das klingt leichter, als es ist. Denken Sie daran: Es gibt Unterstützung!
- Gelingt es Ihnen kaum, sich in etwas zu vertiefen, das Ihnen Freude macht?
- Haben Sie Schwierigkeiten, sich auf Ihre Arbeit zu konzentrieren?
- Sind Sie oft nervös?
- Machen Sie sich Sorgen um die Gesundheit der betroffenen Person?
- Machen Sie sich Sorgen um deren Arbeitsfähigkeit?
- Machen Sie sich Sorgen um die Kinder?
- Nehmen Sie der betroffenen Person oft Verantwortung ab?
- Vertuschen oder verstecken Sie das Problem?
- Ziehen Sie sich von anderen Menschen zurück? Fühlen Sie sich einsam?
- Kreisen Ihre Gedanken dauernd um das Problem?
- Geht es Ihnen nur gut, wenn es bei der betroffenen Person gut läuft?
- Sind Sie böse auf die betroffene Person, weil Sie leiden?
- Schämen Sie sich manchmal darüber, wie sich die betroffene Person benimmt? Getrauen Sie sich nicht, Leute einzuladen?
- Haben Sie Gefühle der Hoffnungslosigkeit?
- Sucht die betroffene Person Streit? Hat diese Person Sie schon bedroht?
- Erleben Sie wegen deren Konsum finanzielle Probleme?
- Führt der Konsum der betroffenen Person zu anderen Problemen, die Sie belasten?
Diese Erfahrungen, Sorgen und Verhaltensweisen können etwas darüber aussagen, wo Sie stehen und wie es Ihnen geht. Schon wenn Sie wenige Fragen mit «ja» beantworten, kann die Last beträchtlich sein.
Meine Gefühle überwältigen mich …
Gefühle können überwältigend sein. Sie können einen am Denken hindern. Starke Gefühle von Traurigkeit können auch eine Krankheit sein (Depression). Fachpersonen von Beratungsstellen oder Ärzte/Ärztinnen können unterstützen.