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Heftiger Regenguss im Neuenburger Jura
Ein Gewitterstörung überquerte in der Nacht auf heute Samstag die Alpennordseite von Westen her. Eine darin eingelagerte Gewitterzelle löste im Neuenburger Jura einen hefitgen Regenguss aus, wobei in La Frétaz innert 10 Minuten 31 mm niederprasselten. Tagsüber erfasste nochmals eine Schauer- und Gewitterzelle die Alpennordseite. Dahinter riss am Nachmittag die Bewölkung grosszügig auf. Auf der Alpensüdseite dauerte derweil die Hitzeperiode an.
Unerwartete Gewitterstörung bringt in der Nacht in La Frétaz einen Niederschlagsrekord
In der Nacht auf heute Samstag erfasste unerwartet eine Gewitterstörung die Alpennordseite. Sie brachte in der Westschweiz und im Jura einige Niederschläge. Eine darin eingelagerte, kräftige Gewitterzelle zog über die Station La Frétaz hinweg. Dabei prasselten dort innert 10 Minuten 31 mm Niederschlag in den Regenmesser.
30 mm innert 10 Minuten werden in der Schweiz sehr selten registiert.
Dies ist eine ausserordentlich hohe Intensität und wird schweizweit sehr selten erreicht. Eine Niederschlagsintensität von 30 mm innert 10 Minuten wurde am SwissMetNet bisher an folgenden Stationen überschritten: Locarno-Monti, Magadino, Lugano, Schaffhausen und Bouveret am Genfersee. Den Rekord hält Magadino mit 33.6 mm innert 10 Minuten, gefolgt von Schaffhausen und Bouveret mit 32.8 mm. Für die Station La Frétaz stellen die gefallenen 31 mm bei weitem einen neuen Rekord dar, der bisherige Höchstwert liegt bei 23 mm, gemessen am 3. August 2004. Die gestern in Disentis gemessenen 23 mm innert 10 Minuten stellen ebenfalls einen neuen Rekord für diese Station dar. Dort wurden bisher maximal 20 mm verzeichnet.
Tagsüber zunächst nochmals Schauer- und Gewitterlinie - dahinter Bewölkungsauflösung
Heute Vormittag zog nochmals eine Schauer- und Gewitterlinie von Westen her über die Alpennordseite hinweg, sie schwächte sich gegen Osten zunehmend ab und brachte der Ostschweiz nur noch unbedeutende Niederschläge. Dahinter lockerte die Bewölkung von Westen her immer mehr auf, in der Folge wurde es meist sonnig. In der Ostschweiz wurde es allerdings später Nachmittag, bis die Wolken langsam verschwanden. Trotz der bescheidenen Sonneneinstrahlung stiegen die Temperaturen auf sommerliche Werte. Bis um 17 Uhr stieg die Temperatur nördlich der Alpen auf 25 bis 28 Grad an, in Genf wurden sogar knapp 30 Grad aufgezeichnet.
Hitzewelle dauert auf der Alpensüdseite fort
Auf der Alpensüdseite, wo zurzeit eine sehr warme Luftmasse lagert, kletterte die Quecksilbersäule sogar auf über 33 Grad. Der Höchstwert wurde mit 34.2 Grad in Stabio gemessen.
Neue Gewitterzelle über dem französischen Zentralmassiv wandert am späten Nachmittag Richtung Westschweiz
Über dem französischen Massif Central bildete sich im Tagesverlauf eine neue, kräftige Gewitterzone aus, welche mit den südwestlichen Höhenwinden in Richtung Westschweiz wanderte. Bis am frühen Abend wurde allerdings unser Land von diesen Gewittern noch nicht erfasst.