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3. Jahrhundert
CHAOTISCHES JAHRHUNDERT
Die Chronik des 3. Jahrhunderts nach Christi Geburt mit den berühmten und wichtigen Persönlichkeiten, den grossen Köpfen des 3. Jahrhunderts, die in den hundert Jahren zwischen 200 und 299 lebten und wirkten. Zu ihnen zählen etwa Konstantin I. der Grosse und Nikolaus von Myra.
Das 3. Jahrhundert gehört zur Epoche der Antike. Im Römischen Reich kommt es zur Reichskrise (235–284), während der – meist nur für kurze Zeit – zahlreiche Soldatenkaiser regieren. Im Jahr 274 wird unter Kaiser Aurelian erstmals die Sonne als neue unbesiegbare Gottheit verehrt und verdrängt von nun an schleichend alte römische Gottheiten. Am Ende des Jahrhunderts leitet Kaiser Diokletian umfassende Reformen ein und reorganisiert das Römische Reich. Mit seiner Regierungszeit endet die klassische Antike, die Spätantike beginnt.
Bei den Germanen kommt es im 3. Jahrhundert vermehrt zu Wanderungsbewegungen, etwa von der Ostseeküste Richtung Süden. Die Zeit der Völkerwanderung kündigt sich an. In Mitteleuropa muss der Grenzwall Limes von den Römern teilweise aufgegeben werden und mehrere Gebiete fallen an germanische Völker. Die Goten ziehen weit durch Europa, dringen dabei immer wieder ins Römische Reich ein und teilen sich um 290 am Schwarzen Meer in Ostgoten und Westgoten.
In Persien entsteht in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts das diese Region bis ins 7. Jahrhundert dominierende Reich der Sassaniden (224–642), das das Partherreich ablöst und mit dem Römischen Reich zahlreiche Kriege ausfechtet.
Am und auf dem Roten Meer wird Mitte des 3. Jahrhunderts der Handel durch das Reich von Aksum, dem heutigen Äthiopien, beherrscht.