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Von einem deutschen Maschinenbauer erfunden, in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts zu Popularität gelangt: Das Rhönrad wird seit den 80er-Jahren auch in der Schweiz im Breiten- und Wettkampfsport eingesetzt. Etwas zur Geschichte eines der grössten mobilen Turngeräte.
Das Rhönrad besteht aus zwei mit Kunststoff überzogenen Stahlreifen, die durch sechs Quersprossen miteinander verbunden sind. Es verfügt über je zwei Reifen- und Sprossengriffe sowie zwei an Sprossen befestigte Bretter. Es wiegt je nach Grösse 40–60 kg.
Erfunden hat es 1925 der deutsche Maschinenbauer Otto Feick. Ausgehend von einer Kindheitserinnerung, in der er mit zusammengebundenen Fassreifen einen Hügel heruntergerollt war, konzipierte er das Turngerät. Da er zu dieser Zeit in der bayrischen Rhön, der Heimat seiner Frau lebte, gab er seiner Erfindung den Namen Rhönrad.
Die Verbreitung
Das Rhönrad erfreute sich in Deutschland schnell grosser Beliebtheit und schon 1930 wurde ein erster internationaler Wettkampf ausgetragen. Auch im Schulsport oder bei Showauftritten wurde es gerne eingesetzt. 1936 wirkten zum Beispiel rund 120 Rhönradturnende bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Berlin mit. Jedoch kam die Verbreitung des Rhönrads durch den zweiten Weltkrieg fast gänzlich zum Erliegen. Der Wiederaufbau des Rhönradsports nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte langsam, aber stetig.
International wurde die Gymnaestrada 1982 in Zürich sowie 1987 in Herning (Dänemark) zur Basis für die internationale Rhönradarbeit. Eine Schauturngruppe-Rhönrad aus Deutschland erregte mit ihren sehr modernen Choreographien sehr viel Aufsehen und Interesse an dieser alten/neuen Sportart, so dass Kontakte nach Israel, Japan und sehr vielen europäischen Ländern 1990 zur Austragung des ersten Europacup im Rhönradturnen in Taunusstein führten.1992 wurde bereits die erste Europameisterschaft in Liestal (Basel) in der Schweiz ausgetragen.
Nach der Gründung des internationalen Rhönradverbandes 1995 wurden die ersten Weltmeisterschaften in Den Helder (Niederlande) ausgetragen. Seitdem organisiert der IRV alle zwei Jahre Weltmeisterschaften. Nach 2001 in Liestal und 2009 in Baar findet in der Schweiz vom 6. bis 13. Mai in Magglingen zum dritten Mal eine Weltmeisterschaft statt.
Die Schweiz
Seit den 80er-Jahren wird in der Schweiz sowohl im Breiten- als auch im Wettkampfsport Rhönrad geturnt. Die Interessen des Schweizer Rhönradsports werden durch den Dachverband RHÖNRADswiss vertreten.
Ein grosses Anliegen des Dachverbands ist es, die Randsportart Rhönrad in allen Regionen der Schweiz bekannt zu machen und die Popularität bei allen Altersgruppen weiter zu fördern. Dazu gehören auch die Zusammenarbeit mit Jugend+Sport und die damit verbundene Leiterausbildung.