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David machte viele Fehler, doch im Herzen war er aufrichtig und liebte Gott hingebungsvoll. Er fragte nach dem Willen des Herrn, suchte ihn in seinen Gebeten, wurde erfüllt mit dem Heiligen Geist und tat den Willen Gottes. Wenn er versagte, suchte er demütig Vergebung. Er ging bereitwillig durch den Zerbruch. So blieb er sein Leben lang in der Hand des Herrn.
Gott gebrauchte ihn und setzte ihn zum Retter des Volkes, indem er Goliath besiegte und Israel viel Segen brachte. In gewisser Weise ist David ein Bild für den Messias Jesus. Christus tat den Willen des Vaters und blieb beständig darin, suchte ihn im Gebet und tat nichts aus Eigenwillen. Er ging bereitwillig den niedrigsten Weg bis ans Kreuz. Er scheute sich nicht, an jedem gottgewollten Platz zu sein. Der Allmächtige setzte ihn zum Retter Israels und schliesslich zum Erlöser für die ganze Welt ein (Apg 13,22-23).
Der Herr will auch uns gebrauchen. Sind wir bereit, seinen Willen zu tun? Und diesen gerne zu tun?
Johann Sebastian Bach erblindete im Alter. Ein Freund und Pfarrer teilte ihm eines Tages mit, dass ein berühmter Augenarzt ihm vielleicht helfen könne. Bach willigte ein mit den Worten «in Gottes Namen».
Die Operation misslang. Als man ihm nach einigen Tagen die Binde von den Augen nahm und fragte, ob er etwas sehe, antwortete der Komponist: «Des Herrn Wille geschehe! Ich sehe nichts.» Als die Umstehenden weinten und ihr Mitleid bekunden wollten, sagte Bach: «Singt mir lieber mein Lieblingslied: ‹Was mein Gott will, geschehe allzeit, sein Wille ist der beste!›»
In Tel Aviv gibt es ein Café für Drogensüchtige. Täglich wird den Süchtigen eine Mahlzeit angeboten und damit verbunden das Evangelium. Viele seelisch und körperlich heruntergekommene Menschen kommen in dieses Haus, weil sie alles verloren haben. Es kommt auch immer wieder zu Bekehrungen. Geleitet wird die Arbeit durch ehemalige Drogensüchtige, die durch Jesus befreit wurden, sich in seinen Dienst rufen liessen und nach seinem Willen fragen. Sie verrichten eine schwere Arbeit in einer sehr schwierigen, ja bisweilen gefährlichen Umgebung. Aber sie tun den Willen Gottes – und sie tun ihn gerne.
Drehen wir uns um uns selbst oder um den Willen des Herrn?