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The longest hole – in 82 Tagen golfend durch die Mongolei
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The longest hole – in 82 Tagen golfend durch die Mongolei
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Minigolf ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Aber der Weg zu den heute bekannten und gebräuchlichen Anlagen war weit und führte auch über den Genfer Architekten Paul Bongni.
Katrin Brunner / Schweizerisches Nationalmuseum
Um 1860 war Golf einer elitären und männlichen Bevölkerung vorbehalten. Das Schwingen eines Golfschlägers schien im damaligen moralischen Denken zu unweiblich. Wie übrigens viele andere Sportarten auch. Einige junge Damen im schottischen St. Andrews waren allerdings «not amused». Die Frauen waren es leid, nur Federball und Cricket zu spielen. Ihr Herz schlug für Golf.
Der damalige Verwalter des bestehenden Golfclubs, Old Tom Morris, hatte ein Einsehen und liess – vor neugierigen Blicken geschützt – an versteckter Stelle einen kleinen 9-Loch-Golfplatz erstellen. Kein ideales Gelände, befand sich doch mitten auf diesem Golfcourse ein Weg, der regelmässig überflutet wurde und den die heimischen Fischer nutzten, um ans nahegelegene Meer zu kommen. Trotzdem, es war ein erster Schritt.
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Old Tom Morris (1821-1908) war einer der ersten Profigolfer der Geschichte und schon zu Lebzeiten eine Legende. Er war nicht nur als Spieler einzigartig, sondern entwickelte den Sport auch kontinuierlich weiter. So entwarf er etwa neue Golfanlagen, stellte Golfschläger und -bälle her oder sorgte dafür, dass die Greens mit Sand bestreut wurden, um besser schlagen zu können. Mit der Unterstützung dieses geachteten und bewunderten Golfers an der Seite, wurde 1867 in St. Andrews der erste Golfclub für Frauen gegründet.
Aber zurück zur Idee des verkürzten Golfplatzes. Sie war über die Grenzen von St. Andrews hinaus attraktiv. Üblicherweise sind Golfplätze mit 18 Löchern zwischen 50 und 90 Hektaren gross, die etwas kleineren Plätze mit 9 Löchern können immer noch rund 5 Hektaren umfassen. Der beanspruchte Platz ist das eine, der finanzielle Aufwand das andere. Die hohen Kosten für die Instandhaltung waren ein wichtiger Faktor, dass der Sport vorerst einer elitären Gesellschaft vorbehalten blieb.
Doch immer mehr Menschen, auch solche mit weniger Vermögen und tieferem Sozialstatus, wollten teilhaben an der neuen Sportart. Und so wurden Mitte des 19. Jahrhunderts erste Versuche gestartet, Golf in einem kleineren Rahmen zu spielen. Dies geschah meist auf Wiesen und Naturflächen, in die mit Schaufeln einfach Löcher gegraben wurden. Von Golf zu sprechen, wäre wohl ziemlich übertrieben.
Aber weil die Platzprobleme des Golfsports auch mit Pickel und Schaufel im Grünen nicht beseitigt werden konnten, wurde weiter an Lösungen herumstudiert. Der Engländer James Wells Barber war schliesslich der Erste, der eine Minigolfanlage im heutigen Sinne entwarf. Ausgewandert nach Amerika, entwickelte er 1916 zusammen mit einem Hobbyarchitekten und einem Landschaftsgärtner einen kleinen Golfplatz auf seinem Anwesen, um damit seine Gäste zu unterhalten. Mit seinen üppigen Blumenrabatten, Spazierwegen und dem Springbrunnen erinnerte das Gelände aber eher an einen barocken Garten als an eine Minigolfanlage.
Im Laufe der kommenden Jahrzehnte entstanden zahlreiche Anlagen in Amerika und Europa, die sich jedoch alle durch Formen, Gelände oder durch Mischformen, wie beispielsweise das Cobigolf, bei welchem Golf mit Kricket kombiniert wird, doch stark unterschieden.
Das geht doch besser, dachte sich Mitte des 20. Jahrhunderts Paul Bongni. Der Genfer Landschaftsarchitekt, der bis zu seinem zehnten Geburtstag im Tessin gelebt hatte, erarbeitete mit einer Gruppe Gleichgesinnter eine normierte, wetterfeste und für Schuhe und Kleidung saubere Anlage. Im November 1951 beantragte er dafür ein Patent, welches ihm das zuständige Amt zwei Jahre später erteilte. Und so wurde die erste normierte Minigolfanlage am 19. März 1954 in Ascona eröffnet. Sie bestand aus 17 betonierten Spielbahnen, jede davon 12 Meter lang und 1,25 Meter breit.
Paul Bongni hatte nicht nur die erste normierte Minigolfanlage entwickelt, er hatte auch den Begriff «Minigolf» geschützt. Das war die Voraussetzung, dass alle Anlagen einheitliche Kriterien und Masse anwenden und bauen konnten. Und letztlich waren die Normierung und Vereinheitlichung der Bahnen für den späteren Erfolg verantwortlich.
Ende 1954 existierten in der Schweiz bereits 18 Minigolf-Anlagen und bald schwappte die Begeisterungswelle über die Landesgrenzen hinaus. Das «Mutterland des Minigolfs» holte sich übrigens an den ersten Weltmeisterschaften 1991 in Norwegen drei von vier Weltmeistertiteln. Nur in der Kategorie «Damenmannschaften» musste sich die Schweiz geschlagen geben.
Die Schweizerin Miranda Graf wurde 1991 Minigolfweltmeisterin.Bild: zVg
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