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Wenn wir von den Verhaltensweisen eines Hundes reden, dürfen auch diejenigen aus dem aggressiven Verhaltensrepertoire nicht fehlen. Denn Aggressionen gehören genauso wie die Calming Signals zum angeborenen normalen Verhalten eines jeden Lebewesens, egal ob Hund, Katze, Maus oder Mensch.
Und genauso wichtig ist es zu wissen, dass Aggression keine Charaktereigenschaft eines Hundes darstellt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Problemlösungsstrategie, welche in einer subjekt als gefährlich/unangenehm eingestuften Situation angewandt und sich im Laufe der Zeit als erfolgreiche und wirkungsvolle Strategie herauskristallisieren könnte.
Und deshalb ist Aggression auch nicht per se böse oder ein Verhaltensproblem, sondern in vielen Situationen "nur" ein Problem für seinen begleitenden Menschen.
Ein aggressives Verhalten wird erst dann zu einem Verhaltensproblem, wenn es übersteigert, der Situation nicht angemessen oder aber für andere gefährlich ist. Oder der Hund leidet selbst darunter, weil er deswegen keinen freien Sozialkontakt mehr zu anderen Menschen und/oder Hunden haben kann.
Zu bedenken ist auch, dass ein aggressives Verhalten in den meisten Fällen durch negative Gefühle wie Angst, Unbehagen oder Schmerz begleitet oder ausgelöst wird, welches auch ohne negative Folgen für das Umfeld therapiert werden muss.
Deshalb ist es wichtig, genau zu beobachten, in welchem Zusammenhang und Intensität das aggressive Verhalten gezeigt wird, aber auch, wie das Gegenüber darauf reagiert.
© 2013 - Teamschule - Monika Oberli