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Nach dem Skandal um die Veruntreuung von Parteigeldern sowie einer schweren Wahlniederlage verzichtet der Chef der italienischen Oppositionspartei Lega Nord, Umberto Bossi, auf weitere politische Ambitionen. Bossi wird nicht zur Wiederwahl als Parteichef bei dem am 30. Juni geplanten Lega-Kongress antreten.
Der Lega-Gründer willigte ein, dass seine langjährige "rechte Hand", Ex-Innenminister Roberto Maroni, als einziger Kandidat am Kongress antritt. "Maronis Kandidatur dient dem Neubeginn der Partei", sagte Bossi. "Ich werde in der Partei als Garant für den Zusammenhalt der Lega bleiben." Maroni soll mit drei Stellvertretern die Partei führen.
Die rechtspopulistische Partei wird bereits seit Bossis Rücktritt vor fünf Wochen bis zum Lega-Kongress von Maroni geführt. Dieser hat mit zwei Parteikollegen, dem Ex-Reformminister Roberto Calderoli und der Parlamentarierin Manuela Del Lago, das Ruder der Lega übernommen.
Maroni hat eine weitreichende Säuberungsaktion in der Partei gestartet. Eine externe Gesellschaft soll die Bilanzen der Gruppierung überprüfen.
SDA-ATS