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Lateinische Bezeichnung
Rhodeus amarus
Biosystematik
Klasse: Strahlenflosser
Ordnung: Karpfenartige
Familie: Karpfenfische
Körpermerkmale
Der Bitterling ist ein sehr kleiner (einer der kleinsten Fischarten Europas - max. 9 cm), hochrückiger, seitlich abgeflachter Fisch. Den Körper des Bitterlings schützen grosse Schuppen (Seitenlinie - 5 bis 6 Schuppen lang). Der Bitterling hat ein halbunterständiges Maul mit einreihigen Schlundzähnen besetzt, die Mundspalte ist sehr klein.
Die kleinen Fische haben einen graugrünen Rücken und weissen Bauch. Die Flanken sind silbrig mit einem blaugrün schillernden Streifen, der sich von der Basis der Schwanzflosse bis zur Afterflosse zieht. Ausserhalb der Laichzeit lassen sich Männchen und Weibchen an den Flossen unterscheiden, diese sind bei Männchen leicht rosa gefärbt (After- und Rückenflosse). Während der Laichzeit werden die Farben der Männchen an den Seiten, an den Flossenstrahlern und an vorderen Bauchpartie kräftig rot. Gleichzeitig erscheint hinter den Kiemendeckel ein blauer Fleck. Über den Augen und dem Maul wachsen Laichwarzen. Dem Bitterlingsweibchen wächst hinter der Afteröffnung eine 5 cm lange Legeröhre.
Bitterling ist auch unter folgenden Namen bekannt: Bitterfisch, Schneiderkarpfen, Kobauch, Lieschkarpfen.
Vorkommen
Der Bitterling ist in fast ganz Mittel- und Osteuropa nördlich der Alpen verbreitet. Er fehlt jedoch auf den Britischen Inseln und in Skandinavien.
Lebensweise
Der Bitterling ist nicht besonders anspruchsvoll und besiedelt pflanzenbestandene Uferbereiche von Seen und grösseren Flüssen mit schlammigem und sandigem Untergrund. Der Bitterling lebt in Schwärmen. In seinem Lebensraum findet man die Teich- oder Flussmuscheln, auf welche er bei der Fortpflanzung angewiesen ist.
Das Weibchen führt die Legeröhre in das Atemloch einer Muschel und legt dort die Eier ab, direkt danach samt das Männchen über der Atemöffnung der Muschel ab. Um die Eier sicher in die Muschel einführen zu können bilden die Weibchen während der Laichzeit eine lange Legeröhre. Den Männchen wachsen zur Laichzeit auf der Schnauzenspitze Perlorgane.
Ernährung
Der Bitterling ernährt sich vorwiegend von pflanzlichem Material (Phytoplankton), aber auch von verschiedensten Kleintieren (Zooplankton).
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