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Die Gründung unseres Instituts fiel in eine Zeit des politischen und sozialen Umbruchs. Grosse Armut und Perspektivlosigkeit herrschten vor. Ein junger Ordensmann aus dem graubündischen Münstertal wollte die Not mit mutigen Massnahmen lindern: Pater Theodosius Florentini.
Schulbildung und Armenpflege hielt er für die vordergründigsten Anliegen seiner Zeit. Obwohl der hochbegabte junge Kapuziner ein erklärter Feind von Revolutionen war, erliess die radikale Aargauer Regierung am 18. Januar 1841 gegen ihn einen Haftbefehl. Er floh ins Elsass, wo seine sozialen Vorstellungen deutlichere Gestalt annahmen. Wenige Monate später kehrte er in die Schweiz zurück und verwirklichte in Altdorf den schon früher gefassten Plan der Gründung eines Schwesterninstitutes. Dorthin berief er im Herbst 1844 die drei ersten Aspirantinnen und übertrug ihnen als erste Aufgabe die Gründung einer Mädchenschule im zugerischen Menzingen.