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Zukunft des Skitourenrennens Patrouille Glaciers gesichert
Die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung sichert die Zukunft des Skitourennrennens Patrouille des Glaciers (PdG) im Wallis. So sollen die kommenden vier Ausgaben des Bergrennens durchgeführt werden können.
Der Bund, der Kanton Wallis und der Verein zur Unterstützung und Förderung der Patrouille des Glaciers (ASPDG) haben einen Fahrplan für die Durchführung der nächsten vier Rennen unterzeichnet, wie es am Montag an einer gemeinsamen Medienkonferenz des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und dem Departement für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis hiess.
Für 2024 und die folgenden Ausgaben des Rennens sei die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung vorgesehen, die für die Koordination der Werbung und des Marketings des Rennens verantwortlich sein werde. Der Stiftungsrat wird laut Mitteilung voraussichtlich vom Staatsrat ernannt. Die Stiftung solle die Hauptaufgaben des Vereins ASPDG übernehmen. Letzterer übertrage den Grossteil seines Vermögens sowie die Marke und andere Immaterialgüterrechte an die Stiftung.
Für die Organisation und das Management des Rennens sorge weiterhin das VBS, dafür habe sich der Bund bis 2028 verpflichtet. Das VBS sei der Meinung, dass es die PdG nicht alleine organisieren könne, daher sei die Beteiligung des Staates Wallis notwendig. Die verschiedenen Aspekte der Zusammenarbeit würden in einer Vereinbarung geregelt.
Für die Ausgabe 2022 der PdG werden laut Mitteilung die von der Armee durchgeführten Vorbereitungsarbeiten wie geplant fortgesetzt. Während dieser Übergangszeit werden ein strategischer Ausschuss und ein Lenkungsausschuss eingerichtet, wobei der Staat Wallis den Vorsitz und das Sekretariat übernehme. Diese beiden Ausschüsse werden demnach die meisten der Aufgaben übernehmen, die bisher dem Verein zugewiesen waren.
Zwischen dem Verein ASPDG und der Armee hatte während Monaten ein Streit geschwelt. Immer wieder wurden Vorwürfe in Bezug auf die Finanzverwaltung des Lenkungsausschusses und Intransparenz laut. Die Armee legte ihre Zusammenarbeit deshalb vorübergehend auf Eis. Der Kanton Wallis schaltete sich als Vermittler ein.
Das Walliser Finanzinspektorat kam in einem Bericht zum Schluss, dass Vorstandsmitglieder beim ASPDG "unsensibel" hohe Vergütungen kassierten, und es Interessenkonflikte gab. Strafbare Handlungen wurden aber keine festgestellt.
Die Patrouille des Glaciers geht auf die Grenzbesetzung im Zweiten Weltkrieg zurück und fand 1943 zum ersten Mal statt. Mit dem alpinen Rennen, das alle zwei Jahre stattfindet, sollten die Ausdauer und Widerstandskraft der Soldaten getestet werden. Die Strecke führt von Zermatt über 53 Kilometer und 8000 Höhenmeter nach Verbier. Die Patrouille wird von Dreier-Teams bestritten.