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Der US Bundesstaat will nur noch Office-Software, die das 'OpenDocument'-Format vollständig unterstützt.
Der kleine US Bundesstaat Massachusetts wird ab 1. Januar 2007 in allen staatlichen Stellen nur noch mit Dokumenten im 'OpenDocument'- oder PDF-Format arbeiten. Dies ist in der definitiven Version eines Dokuments namens Enterprise Technical Reference Model
festgehalten.
Dies bedeutet, das die Staatsangestellten von Massachusetts ab 1.1.07 nicht mehr mit MS Office arbeiten werden. Denn Microsoft unterstützt in seinen Software-Paketen den erwähnten Formatstandard (noch?) nicht.
Der CIO von Massachusetts, Peter Quinn, sagte zur Online-Plattform 'Desktoplinux.com'
, er empfehle allen Software-Herstellern, OpenDocument zu unterstützen. "Alle Dokumente, die wir abspeichern, müssen jedermann zugänglich sein. Man muss diese Dokumente heute und in Zukunft auch ohne proprietäre Software öffnen können", meinte Quinn.
Der Entscheid von Massachusetts ist umstritten. So kritisiert der bekannte US IT-Kolumnist David Coursey's den Entscheid. Er bezweifelt, dass Dokumente in OpenDocument-Format in 20 Jahren genau gleich leicht zugänglich sind, wie jene in den bekannten MS-Formaten ".doc", ".xls" etc. Zudem glaubt Coursey, es gehe dem Bundesstaat vor allem darum, Microsoft zu bekämpfen.
Zudem ist Massachusetts mit etwas über sechs Millionen EinwohnerInnen nicht wirklich gross. Doch wenn der kleine Ostküstenstaat nur eine Vorreiterrolle spielte? Schliesslich verlangt auch der norwegische Modernisierungsminister
, dass innerhalb von und im Verkehr mit norwegischen Behörden nur noch "offene" Dateiformate verwendet werden sollen. (Christoph Hugenschmidt)