Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/68954

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, den Nachweis zu erbringen, dass das Lohnsystem der Bundesverwaltung geschlechtsneutral aufgebaut ist und entsprechend ohne Diskriminierung (inklusive Leistungsanteile) umgesetzt wird, mit anderen Worten, dass die Bundesverwaltung das GIG einhält.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Lohnsystem der Bundesverwaltung ist so ausgestaltet, dass es grundsätzlich keine direkt oder indirekt diskriminierenden Elemente enthält. Die Funktionsbewertung erfolgt losgelöst von der Person der Stelleninhabenden, und die Lohnfestsetzung erfolgt u. a. nach Anrechnung der für die Funktion nutzbaren Erfahrung, wobei auch ausserberufliche Erfahrungen angerechnet werden können. Die Lohnentwicklung ist abhängig von der Personalbeurteilung.</p><p>Die Postulantin bemängelt in ihrem Vorstoss die mangelnde Lohntransparenz und den schwierigen Zugang zu Daten, die der Erreichung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann im Wege stünden. In der Bundesverwaltung hingegen besteht die geforderte Transparenz im Lohnsystem. Seit Einführung des neuen Lohnsystems am 1. Januar 2002 erstattet der Bundesrat gemäss Artikel 5 BPG regelmässig Bericht über die Anwendung des Lohnsystems und die Gewährung von Prämien und Zulagen. In diesem Zusammenhang finden sich auch Daten zur Umsetzung der Lohngleichheit beim Bund. Aus dem neuesten Bericht "HRM-Cockpit Human Resources Management" geht hervor, dass nach wie vor nicht von einem wesentlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern in der Verteilung der Personalbeurteilungen gesprochen werden kann. Bestehende Unterschiede in einzelnen Teilbereichen, z. B. in der Verteilung der Beurteilungsstufe A+, sind zudem sehr vorsichtig zu interpretieren. Der Bundesrat will jedoch dem Aspekt der diskriminierungsfreien Anwendung des Lohnsystems erhöhte Aufmerksamkeit schenken, indem er das Controlling und Reporting zu diesem Punkt überprüfen wird, um bei Bedarf auch frühzeitig Massnahmen einleiten zu können.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.