Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03359.jsonl.gz/2991

Lebenslauf:
Die Mezzosopranistin Claude Eichenberger ist in der Schweiz aufgewachsen. Nach dem Gymnasium trat sie in die Gesangsklasse von Prof. Elisabeth Glauser an der Hochschule der Künste Bern ein. Dort schloss sie 2000 mit dem Lehrdiplom und 2003 mit dem Solistendiplom mit Auszeichnung und Eduard-Tschumi-Preis (bestes Solistendiplom des Jahrganges) ab. Ihre Opernausbildung vervollständigte sie am Internationalen Opernstudio Zürich. Bei Tomasz Herbut an der Hochschule der Künste Bern und bei Irwin Gage an der Musikhochschule Zürich studierte sie Liedgesang.
Wichtige sängerische und künstlerische Impulse erhält sie in der regelmässigen Arbeit mit Elisabeth Glauser.
Derzeit ist sie festes Mitglied des Solistenensembles bei Konzert Theater Bern und debutiert dort in der aktuellen Spielzeit 18/19 als Brangäne in Tristan und Isolde.
In Bern konnte sie wichtige Partien ihres Fachs realisieren, unter anderem die Titelpartie in Carmen, Ortrud in Lohengrin, Venus in der Pariser Fassung von Tannhäuser, die Baba in Menottis "The Medium", Octavian in Rosenkavalier, den Komponisten in Ariadne aus Naxos, Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel, Mère Marie in Les Dialogues des Carmélites, Baba the Turk in Stravinskys Rake's Progress, Herodias in Strauss' Salome und Judith in Herzog Blaubarts Burg von Bartòk.
An den Murten Classics 2010 sang sie Bizets Carmen (Titelpartie) und 2011 am Cantiere Internationale d'Arte di Montepulciano den Komponisten in Richard Strauss' Oper Ariadne auf Naxos unter dem Dirigat von Roland Böer und der Regie von Tilman Knabe. In der Spielzeit 06/07 gastierte sie in Mozarts Zauberflöte als Zweite Dame an der Staatsoper Unter den Linden. 2016 sang sie den Pagen in Salome an der Alten Oper Frankfurt unter Andrès Orozco-Estrada (eine Live Mitschnitt ist 2017 bei PENTATONE erschienen.
Schon während ihres Studiums verfolgte sie eine rege Tätigkeit als Konzertsängerin und hat bis heute unter anderem mit den DirigentInnen Thomas Blunt, Roand Böer, Paul Daniels, Srboljub Dinic, Kevin John Edusei, Mirga Grazinyte-Tyla, Vincent de Kort, Laurent Gendre, Daniel Klajner, Philippe Jordan, Eiji Oue, Sébastien Rouland, Julien Salemkour, Ralf Weikert, Mario Venzago u.a. musiziert.
Ihr Konzertrepertoire umfasst alle grossen Messen, Passionen und Oratorien von Bach und Händel, Mendelssohn, Rossini, Dvoràk, Verdi (Requiem) u. a. Für die Bach Stiftung St. Gallen nimmt sie unter der Leitung von Rudolf Lutz mehrere Bachkantaten auf DVD und CD auf. So sind die beiden Solokantaten 35 (Geist und Seele wird verwirret) und 169 (Gott soll allein mein Herze haben) bereits erhältlich. An Symphoniekonzerten interpretierte sie die Altrhapsodie von Brahms, die Lieder eines fahrenden Gesellen von Mahler, die Wesendonck Lieder von Wagner und den Cornet von Frank Martin.