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Pflanzenkohle - Humusaufbau im Boden fördern
Pflanzenkohle wird durch pyrolytische Verkohlung pflanzlicher Ausgangsstoffe hergestellt. Im Rahmen der pyrogenen CO2-Abscheidung und -Speicherung könnte dieses Verfahren gegen die globale Erwärmung verwendet werden.
Für eine optimale Anwendung von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft gibt es ein paar wichtige Grundsätze zu befolgen. Erstens sollte Pflanzenkohle nicht pur in die oberste Humusschicht eingearbeitet werden. Zweitens muss die Pflanzenkohle zuerst mit organischen Nährstoffen, Stickstoff, Wasser und Mikroorganismen aufgeladen werden. Das kann je nach Präferenz durch die Vermischung mit Mist, Gülle oder Düngemittel erfolgen.
Reine Pflanzenkohle kann sowohl als Bodenhilfsstoff bei trockenen Böden wie auch als Feuchteregulator bei nassen Böden eingesetzt werden. Bei der Einbringung in trockene Böden ist unbedingt darauf zu achten, dass nach der Einbringung gründlich gewässert wird. Pflanzenkohle hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit zu binden.
Wir empfehlen zwei verschiedene Strategien für die Anwendung von Pflanzenkohle:
- Verwendung als Trägerstoff für Düngemittel
- Verwendung als Bodenverbesserer
Neben der herkömmlichen Einarbeitung in den Boden gibt es diverse weitere Methoden, wie die Pflanzenkohle über landwirtschaftliche Prozesse in den Boden gelangen kann und dabei weitere positive Zusatzeffekte hat:
- Silierzusatz (bindet Toxine)
- Futterzusatz (harmonisiert die Verdauung)
- Hofdüngerzusatz (bindet Gerüche)
- Kompostzusatz (erhöht die Humus und Stickstoffwerte)
- Trägersubstanz für Flüssigdünger (verhindert Auswaschung)
Was bringt gesättigte Pflanzenkohle im Boden?
- erhöht die Wasserkapazität
- wirkt als Nährstoffspeicher
- verhindert Auswaschung von Nährstoffen
- bietet Lebensraum für Bodenlebewesen
- fördert den Humusaufbau
- verrottet nicht
Kompostierung