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Marcel Hirscher ist erstmals Weltmeister im Riesenslalom. Der Österreicher gewinnt an den Titelkämpfen in St. Moritz vor seinem überraschenden Landsmann Roland Leitinger.
Marcel Hirscher errang in St. Moritz seinen dritten WM-Titel. 2013 war er Weltmeister im Slalom, 2015 gewann er Gold in der Kombination. Im Riesenslalom ist nun aber der erste Österreicher seit Hermann Maier 2005, der sich den Titel holt. Aus dem grossen Duell gegen Alexis Pinturault wurde nichts. Der Franzose, neben Hirscher der meistgenannte Anwärter auf Gold, musste sich mit Rang 7 bescheiden.
Hirscher und Pinturault hatte im Riesenslalom die bisherige Weltcup-Saison dominiert. Der Österreicher errang zuletzt in Garmisch seinen zweiten Saisonsieg in dieser Disziplin, Pinturault war schon dreimal erfolgreich. Aber in St. Moritz standen zwei neben Hirscher auf dem Podium, mit denen man nicht gerechnet hatte. Leitinger wurde mit 0,25 Sekunden Rückstand Zweiter, der Norweger Leif Kristian Haugen – 71 Hundertstel zurück – Dritter.
Hirscher trat die Nachfolge von Ted Ligety an. Der Amerikaner, der sich Mitte Januar einer Bandscheiben-Operation unterziehen musste, hatte die Grossanlässe der letzten Jahre dominiert. Er holte in Serie die WM-Titel 2011, 2013 und 2015, und dazwischen wurde er 2014 auch noch Olympiasieger. Letzter Sieger vor Ligety war Carlo Janka, 2009 in Val d'Isère als Weltmeister und 2010 in Vancouver als Olympiasieger. Doch in St. Moritz konnte keiner der Schweizer in den Kampf um die Medaillen eingreifen.
Von den vier Schweizern war der Walliser Justin Murisier als Achter der beste. Der nominell beste Mann von Swiss-Ski, der im Riesenslalom als einziger seines Teams in dieser Saison im Weltcup verschiedentlich den Vorstoss in die Top 10 geschafft hat, klassierte sich auch in St Moritz in den ersten 10, womit er das primäre Ziel erfüllte.
Dies, obwohl er im ersten Lauf wie auch seine Teamkollegen nicht begünstigt worden war. Bei seiner Fahrt herrschte im Gegensatz zu vielen anderen kein Sonnenschein, die Sicht war dementsprechend schlecht.
Gino Caviezel, Loïc Meillard und Carlo Janka belegten die Ränge 15, 21 und 22. (sda)