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Geschichte
Die Gemeinde Feuerthalen besteht aus den beiden Dörfern Feuerthalen und Langwiesen. Die nördlichste Gemeinde des Kantons Zürich liegt auf zwei Terrassen eingebettet zwischen dem Rhein und dem Cholfirstwald. Zusammen mit Flurlingen, Laufen-Uhwiesen und Dachsen bildet sie das sogenannte Ausseramt im Bezirk Andelfingen.
Feuerthalen war nie ein typisches Bauerndorf. Schon seit Jahrzehnten findet sich kein einziger Bauernhof mehr auf dem Gemeindegebiet. Dafür sind das Gewerbe und das Handwerk traditionell stark vertreten. Hinzu kommen mehrere Industriebetriebe und ein Einkaufszentrum. Wirtschaftlich und kulturell orientieren sich Feuerthalen und Langwiesen stark nach Schaffhausen.
Hilari
Ein spezielles kulturelles Ereignis feiern die Einheimischen seit über 600 Jahren in der Woche des 13. Januar: den Hilari. Dieser traditionelle Volksbrauch erinnert an die Schenkung des Cholfirstwaldes an die Dörfer Uhwiesen, Flurlingen, Feuerthalen und Langwiesen.
Erste urkundliche Erwähnung
Die erste schriftliche Erwähnung von Langwiesen datiert von 876, als das Dorf Langewisa als Teil der Laufer Mark vom Rheinauer Abt Wolvene an den Grafen Gozbert übergeben wurde. Nachdem dieser die Gegend schon 892 wieder dem Kloster Rheinau schenkte, gelangte sie im 10. Jahrhundert an den Bischof von Konstanz. Damit wurde Langwiesen fortan grundherrschaftlicher Teil des bischöflichen Amtes Uhwiesen.
Der Name Feuerthalen taucht in einer Urkunde erstmals 1318 als Furtal an dem Rine auf. Er weist auf die Furt hin, durch welche im Mittelalter der Rhein nach Schafhausen durchwatet werden konnte. 1528 erhielt Feuerthalen das Marktrecht.
Feuerthaler Brücke und Rhein
Im Koalitionskrieg von 1799 zündeten die Franzosen auf ihrem Rückzug vor den Österreichern am 13. April die einzigartige, von Johann Ulrich Grubenmann von 1754 bis 1756 erbaute, gedeckte Holzbrücke an. Dazu wurden über 20 Häuser in Brand geschossen. Die anschliessende Belagerung dauerte 14 Monate. Noch heute erinnern Kanonenkugeln an drei Gebäuden an jene Schrecken.
Nach jahrhundertelangen Streitigkeiten entschied das Bundesgericht 1897, dass das Südufer des Rheines die endgültige Grenze zwischen dem Kanton Zürich und der Stadt Schaffhausen bildet. So hat die Gemeinde Feuerthalen heute nur noch auf einem rund 500 Meter langen Grenzstück von Langwiesen zur deutschen Enklave Büsingen einen üblichen Grenzverlauf in der Mitte des Stromes.
Wer sich interessiert, ist herzlich zu einem Besuch im Ortsmuseum an der Schützenstrasse 2 in Feuerthalen eingeladen. Das Orts- und Feuerwehrmuseum ist nach Rücksprache mit Christian Marty, Tel. 079 672 46 20, <email-pii>, oder Peter Loosli, Tel. G 052 644 20 42 oder Tel. P. 052 659 38 85 zu besichtigen.