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Ein Sieg an den «Gold Races» in Reno ist der grösste Triumph, den ein Flugpilot im Wettfliegen gewinnen kann. Und dies erst noch in der Formula One, sozusagen der «Formel 1» des Fliegens. Dabei fliegen acht Flugzeuge knapp über Boden acht Runden. Das sei durchaus anspruchsvoll: «15 Meter über dem Boden mit 500 Kilometern pro Stunde - da muss man schon schauen, was man macht.» betont Vito Wyprächtiger im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.
Dabei gelte es nicht nur genügend Gas zu geben und exakt zu steuern, präzisiert er. Man müsse auch regelmässig die Zündung und das Benzingemisch nachregulieren, um ein Optimum aus dem Flugzeug herauszuholen, sagt Wyprächtiger im Sportgast-Gespräch. «Wenn man dies alles zusammenbringt, also das Managment des Flugzeugs und eine gute Taktik und es einem dazu gelingt, eine gute Linie zu fliegen, dann ist man schnell.»
Versteht sich, dass ein solches Flug-Wettrennen bei hohen Tempi und mit waghalsigen Flugmanövern nicht ungefährlich ist. Es gab auch immer wieder tödliche Unfälle beim «Golden Race» in Reno. Trotzdem meint Wyprächtiger, alle Piloten seien Familenväter und keiner würde sein Leben riskieren um zu gewinnen: «Wir fliegen zwar um den Sieg, aber wir riskieren nichts, was die Sicherheit gefährdet.»
Vito Wyprächtiger wollte schon als Kind Pilot werden. Mit 15 Jahren begann er Segelflugzeuge zu fliegen und machte mit 18 Jahren die Motorfluglizenz. Nach dem Besuch einer Flugshow auf dem Flugplatz Schupfart entschied er sich für eine Zukunft als Kunstflugpilot. Bereits drei Jahre später wurde der gelernte Flugzeugmechaniker Zweiter bei der Intermediate Swiss Championship.
Seitdem nahm er an zahlreichen Flugshows und Air Races teil. Als erster Schweizer konnte sich Wyprächtiger 2010 für das renommierte Reno Air Race qualifizieren und landete bereits bei seiner ersten Teilnahme auf dem zweiten Rang. In Reno gelang ihm denn im Herbst 2013 sein bislang größter Erfolg: Mit dem Swiss Air Racing Team erzielte er den ersten Platz in der Formula One. Es war der erste Sieg eines ausländischen Teams.
schr/racc/mulm