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|Description|
Joh. B. freut sich, dass Crousaz sich im Streit mit Renau nach der Lektüre seines Op. XCI auf seine Seite geschlagen hat. Renau hat ihm kürzlich einen langen Brief voll von Fehlschlüssen geschrieben. Diese kommen daher, dass er die absolute Kraft des Windes mit der Energie dieser Kraft verwechselt und nicht beachtet, dass man bei Gleichgewichtsbetrachtungen nicht nur das Verhältnis der Kräfte, sondern auch ihre virtuellen Geschwindigkeiten, d.h. die Abstände ihrer Richtungen vom Auflagepunkt betrachten muss. Dies hat Joh. B. in seinem Antwortbrief Renau klarzumachen versucht. Er hofft, dass Renau die Klarheit seiner Beweise einsehen wird. Doch die Menschen zögern, Entdeckungen zu widerrufen, die ihnen viel Mühe gekostet und viel Ansehen eingebracht haben. Er wundert sich, ob Renau weitere Anhänger finden wird, und wartet auf dessen Antwort. Die Meldungen über Dittons und Whistons Methode zur Längenbestimmung sind keine Satire. Diese Herren haben eine Schrift von 70 Seiten darüber verfasst, die den grössten Stoiker zum Lachen bringt. Whiston ist Arianer, der die Göttlichkeit von Jesus Christus verneint und ihn nur für einen Propheten hält. Nach Whiston wird das tausendjährige Reich in einigen Jahren beginnen. Joh. B. empfiehlt den Überbringer des Briefes, einen Engländer, der in Basel bei ihm studiert hat [Arnold?].
|Superstructure||Handschriften-Signaturen / Abteilung L: Exakte Naturwissenschaften / Abteilung L Ia: Bernoulliana / Bernoulliana: Stockholmer Bestand / Briefwechsel zwischen Johann I Bernoulli und Jean Pierre de Crousaz|