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Herbert Grönemeyer, am 12. April 1956 in Göttingen geboren, wuchs in Bochum auf. Hier, im Herzen des Ruhrgebiets, erhielt er sein erstes Engagement als musikalischer Leiter am Schauspielhaus. In den späten Siebzigern entwickelte sich seine Karriere zweigleisig, denn er stand auch als Schauspieler auf der Bühne. Unter der Regie von Peter Zadek und Claus Peymann spielte er in Hamburg, Stuttgart und Köln. Nach einer kurzen Episode in der Jazz-Rockband Ocean veröffentlichte der 23-jährige 1979 sein erstes Soloalbum, dem zwei Jahre später sein «Zwo» betiteltes folgte. Im gleichen Jahr glänzte er in der Rolle des Leutnants Werner in Wolfgang Petersens «Das Boot». Eine weitere viel beachtete schauspielerische Leistung bot er als Komponist Robert Schumann in «Frühlingssinfonie» von Peter Schamoni. 1982 und 1983 erschienen zwei weitere Alben, «Total Egal» und «Gemischte Gefühle».
Der Durchbruch als Sänger und Komponist gelang Herbert Grönemeyer 1984 mit «Bochum». Das Album traf genau das Zeitgefühl, dominierte mehr als eineinhalb Jahre die deutschen Charts und gilt als Meilenstein deutscher Rockmusik der 80er Jahre. «Männer», «Alkohol», «Flugzeuge im Bauch» und der Titelsong zählen nach wie vor zu den Publikumsfavoriten. Seitdem hat Herbert Grönemeyer Superstar-Status. Jedes Album wurde seither mit Platin ausgezeichnet, jede seiner Tourneen erzielte neue Zuschauerrekorde.
In der Folge lieferten das politisch gefärbte «Sprünge» (1986) und das siebte Album «Ö» (1988) weitere Beweise seiner besonderen Fähigkeit, eindrucksvolle Rock-Hymnen zu schreiben. Auf «Luxus» (1990) überraschte der Freigeist, der sich durch nichts und niemanden vereinnahmen lässt, mit politisch harten Kommentaren zur Deutschen Wiedervereinigung. Die CD wurde mit einem Echo in der Kategorie «Bester Künstler National» belohnt. 1993 veröffentlichte Herbert Grönemeyer mit «Chaos» sein bis dato progressivstes Album, das er im Hinblick auf die Experimentierfreudigkeit mit «Cosmic Chaos», einem Minialbum mit Techno-Versionen seiner Songs, noch übertraf. 1994 konnte er einen weiteren Echo als «Bester Künstler National» in Empfang nehmen. Zudem lud man ihn als ersten nicht englisch sprechenden Künstler für «MTV Unplugged» ein. Das Konzert wurde 1995 unter dem Titel «Unplugged Herbert» veröffentlicht, zeitgleich mit «Grönemeyer Live», einer Aufzeichnung der «Chaos»-Tour.
1998 zog Herbert Grönemeyer von Berlin nach London, wo er auch heute noch lebt. In diesem Jahr arbeitete er erstmals mit dem britischen Produzenten Alex Silva zusammen. Das Resultat, «Bleibt alles anders», war ein überraschendes Album, stark geprägt von einer postmodern kühlen Klangästhetik und elektronischer Musik. Das neue Jahrtausend begann für Herbert Grönemeyer viel versprechend mit der preisgekrönten DVD «Stand der Dinge» über zwei Konzerte im Rahmen der Expo in Hannover.
Nach persönlichen Schicksalsschlägen und einer Zeit der Reflexion meldete er sich 2002 mit «Mensch» zurück. Das Titelstück gilt bis heute als einer der populärsten deutschen Popsongs überhaupt. Das Album «Mensch» avancierte mit neun Platinauszeichnungen für drei Millionen CDs zum bestverkauften Album aller Zeiten in Deutschland. Dieser Erfolg spiegelte sich in der Vergabe des Echos sowohl in der Kategorie «Bester Künstler National» als auch für die «Beste Single National» («Mensch»).
Die DVD «Mensch Live» ist die erfolgreichste deutsche Musik-DVD. Sie bescherte ihm einen weiteren Echo und sechs Platinauszeichnungen. Die Show dokumentierte Herbert Grönemeyer als Phänomen, Publikumsmagnet und Ausnahme-Performer, der sein Publikum drei Stunden lang in Atem hält. Frisch gekürt mit einem World Music Award kehrte er 2003 auf ein ihm vertrautes künstlerisches Feld zurück: das Theater. Für Robert Wilsons Produktion von Georg Büchners «Leonce und Lena» komponierte er die Musik. Seine Kompositionen, die wie die Berliner Aufführung selbst gefeiert wurden, erschienen 2005 auf CD.
Herbert Grönemeyer engagiert sich sozial und politisch auf verschiedenen Ebenen. Seit Jahren kämpft er gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit. Dafür ehrte ihn 2005 das Time Magazine als «European Hero». Sein Gewicht als renommierter Schauspieler und Musiker setzt er für die Kampagne «Deine Stimme gegen Armut» ein, deren Vorsitz er mit übernommen hat. Die Aktion wurde ins Leben gerufen, um Druck auf die G-8-Staaten auszuüben, damit die von der UN aufgestellten «Millenniumsziele» zur Armutsbekämpfung tatsächlich erfüllt werden.
Vom 22. bis 27. September sind die begehrten Tickets für Herbert Grönemeyer exklusiv bei CTS Eventim erhältlich (www.eventim.de), ab dem 28. September an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Quelle: www.actentertainment.ch