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Weitere Luftaufnahmen von Saint Martin du Chêne
Die Ursprünge des Schlosses gehen sicher ins 12. Jahrhundert zurück, da zu dieser Zeit die Herrschaft so ausgedehnt und so mächtig war; seine Herren waren ähnlich gestellt wie diejenigen von Grandson und Estavayer. Es ist gut möglich, dass im 12. Jahrhundert diese Herren in einem grossen und schönen Schloss in St-Martin wohnten, das seine Bedeutung im 13. Jahrhundert erlangte. Zu dieser Zeit wurde das Schloss einer Restaurierung unterzogen; so zeigen uns die wichtigen Überreste, die bis zu unseren Tagen überlebt haben, das heisst der Wachtturm und grosse Teile der Mauern, die aus dem 13. Jahrhundert stammen. Es war noch in gutem Zustand zur Zeit der Burgundkriege. Die Herren von St-Martin trugen dazu bei: drei Goldstangen in Himmelsblau. Das Schloss von St-Martin wurde von den Schweizern in 1474-75 besetzt und dann von den Bernern zerstört, die sich auf die Hilfe von Genf in 1536 begaben.
Der Wachtturm hat seine ursprüngliche Höhe beibehalten, aber ist zum Teil an seiner Basis blossgelegt worden; er zeigt zwei Steinarten als Verblendungen in seinem niedrigeren Teil: ein harter Kalkstein und, wie man es in zahlreichen alten Konstruktionen der Gegend sieht, Tuff für den oberen Teil, um die Maurerarbeit etwas zu erleichtern. Auf der östlichen Seite im Inneren des Schlosses, befindet sich das Tor vom Eingang des Wachtturmes, auf einer Höhe von 6 bis 7 Meter. Man richtete dort eine Leiter auf. Die Löcher dessen sind noch gut sichtbar in der Maurerarbeit. Sie dienten dazu, die kleine Holzgalerie zu unterstützen, die das äussere Tor ausstattete. Der Gipfel war kreneliert und konnte falls nötig von rauen Mauerwerken ausgestattet werden, dessen Löcher noch sichtbar sind.
Man erinnert sich an die Anekdote eines der Schlossherren von St-Martin, bei einer Sitzung der Herren, in Burgund, zusammengerufen von einem Grossen aus Frankreich, der es auf die Kleinheit seines Besitzes von Chêne bezieht, und bei welchem er diese stolze Antwort gab: "Alle angehäuften Ernten Ihrer ganzen Provinz würden nicht mehr ausreichen, die Gräben meines Schlosses zu füllen." In der Tat erhebt sich das Schloss von St-Martin auf einer Höhe, die das wilde kleine Tal vom Waadtland beherrscht, und jenes, das durch den Bach der Moulins gegraben wurde. Das sind tiefe und schroffe Gräben.
Bibliographie