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Warum, wenn man doch in der selben Zeit auch angeln, Briefmarken sammeln, Ritterspiele besuchen, sich gesund ernähren, prokrastinieren, was mit Medien machen, das Tafelsilber polieren oder die Encyclopaedia Britannica auswendig lernen kann?
Warum?
Einen Text schreiben, das ist, auf die Jagd gehen, sie einfangen und ihre Herzen auf einen grossen Haufen türmen und sie entzünden mit nur einem Wort. Einen Text schreiben, heisst, sie ausziehen und ihnen ihr letztes Hemd nehmen, unter ihre Haut kriechen, ein leises Gift sein und eine leise Medizin, in Tropfen wirken und sich langsam vorarbeiten, bis ihre Herzen explodieren. Einen Text schreiben, das ist, sie satt machen und sie einen neuen Hunger lehren, einen Hunger, so gross, dass sie ihn niemals stillen können, ihre Droge sein, ihr Rausch und ihr Erwachen am Morgen danach, die Hautpartikel unter ihren Fingernägeln und das Pflaster auf ihren Herzen. Einen Text schreiben, ist, die Kälte unter ihren Jacken sein, die unendliche Furcht in ihrem Herzen und die knarzenden Dielen. Es ist, sich anschleichen, wenn es dunkel wird und das letzte Licht erlischt. In tiefster Nacht die Schritte hinter ihnen sein, die Stimme, die flüstert, die leichte Berührung auf ihrer Schulter, die sie herumfahren lässt. Die Hand vor ihren Augen, das Pochen in ihren Herzen, der Puls, der immer schneller wird und die Gänsehaut, die ihre Rücken hinaufkriecht.