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Bürogebäude
EIN TRENDIGER ZUGEWINN FÜR DAS EHEMALIGE HAFENGEBIET
Der Sir John Rogerson’s Quay in Dublin zieht sich ungefähr einen Kilometer am südlichen Ufer des Flusses Liffey entlang. Die Uferstraße beginnt an der vor Kurzem fertiggestellten Sean O’Casey Bridge von Santiago Calatrava an und findet ihren Höhepunkt an dem Ort, wo ursprünglich der U2 Tower für die irische Rockband U2 am Britain Quay geplant war, der nun doch nicht gebaut wird. Dieser Teil der Dubliner Innenstadt durchlebt einen umfassenden baulichen und sozialen Wandel. Hier befinden sich kürzlich fertiggestellte und kulturell bedeutende Gebäude wie beispielsweise das neue Grand Canal Square Theater von Daniel Liebeskind und das National Conference Centre von Kevin Roche am Nordufer des Flusses. Wie in so vielen der einst geschäftigen und belebten Hafengebiete in aller Welt ist ein Großteil der neuen Gebäude, die im Rahmen der Neugestaltung entstanden sind, als Bürogebäude konzipiert, die durch die staatliche Förderung mit Steueranreizen angelockt wurden und durch die der große irische Bauboom erst möglich geworden ist. Viele dieser Gebäude beherbergen Sitze der weltweit größten Banken und angesehener Computerunternehmen. Ein weiterer Zugewinn in diesem weit gefächerten Spektrum ist ein neues Bürogebäude der Architekten O’Mahoney Pike. Dieses bis zu acht Geschosse hohe Bürogebäude ist Bestandteil eines Komplexes mit unterschiedlichen Nutzungen, welcher letztendlich einen Wohnblock mit 112 Wohnungen sowie mehrere gewerblich genutzte Einheiten im Erdgeschoss umfassen soll. Das fertiggestellte Bürogebäude besteht aus zwei Teilen: Der westliche Flügel wird von einem vielseitigen Muster in gedämpften Farben mit einer undurchsichtigen und klaren bündigen Verglasung geprägt, während der höhere östliche Flügel als eine Art steinerner Block mit einer herausragenden Vorhangfassade konzipiert wurde, die ein regelmäßigeres Muster bildet. Der steinerne Block wirkt wie eine kräftige Buchstütze für das gesamte Ufer, wenn man den Fluss Liffey entlang blickt.
FASSADE
„Die Architekten wollten eine vollkommen bündig verglaste Fassade, sodass das System CW 60 von Reynaers die geeignete Wahl war“, so Eden Aluminium, das Subunternehmen für die Fassade. Es wurden zwei System-Ausführungen eingesetzt: die Standardausführung für die untere Fassadenverglasung beim Eingang an der Straße und die unsichtbar geklemmte Ausführung (Structural Clamped) für den oberen Gebäudebereich mit getöntem Glas. Wie bei so vielen Dingen, die in der ausgeführten Form so einfach erscheinen, verbirgt sich hinter der einfachen Glasfassade ein komplexes System. Da zum Beispiel einer der letztendlichen Nutzer des Gebäudes die State Street Bank werden sollte, war der Faktor Sicherheit von entscheidender Bedeutung. Das Fassadensystem CW 60 von Reynaers bietet die benötigte explosionssichere Festigkeit der verwendeten Verglasung. Dafür wurde die 6 mm dicke gehärtete Außenschicht mit einer inneren Wandschale kombiniert, die aus zwei 6 mm dicken Schichten mit verstärktem laminiertem Glas besteht, um der Glasfassade die erforderliche Festigkeit zu verleihen. Für die großen Glasflächen – manche sind bis zu 3 Meter mal 1,5 Meter groß – wurden bei der Anbringung roboterbetriebene Saugnäpfe benötigt. Eden Aluminium ist besonders stolz darauf, dass es durch den Einsatz des Systems CW 60 gelungen ist, bei dem Gebäude optimale Werte bei der Luftdichtheit zu erzielen. Damit wurde diesbezüglich eine Spitzenleistung im Vergleich zu anderen gewerblichen Neubauten in Irland erreicht. Gleichzeitig wurde durch die Fassade eine elegante und stilvolle Ausstrahlung geschaffen, mit der Wärmeverluste vermieden und Energieeinsparungen erzielt werden können.
ERLESENE FARBEN
Die getönten Paneele bieten eine feine und erlesene Farbpalette mit Gelb-, Grün- und Blautönen an der Fassade. Die Zurückhaltung des Architekten bei den Farben funktioniert. Die opak getönten Paneele bestehen aus Glas. Daher reflektieren und spiegeln sie wie jedes andere Glas das Licht, aber bewirken zudem noch viel mehr: sie reflektieren die sich ständig ändernden Farbschattierungen des Himmels, des Flusses und der Steine sowie der traditionellen Baustoffe am Uferbereich. Wie clever diese Nutzung des Farbenspiels ist, wird bei der Beobachtung deutlich, dass sich das Gebäude wie von selbst in den baulichen Kontext einfügt. Dieser Stadtteil von Dublin ist so alt und historisch, dass ein modernes Bauwerk durch Farben zu einem Teil davon wird. Die geradlinige bündige Detaillierung, die durch das Reynaers-System CW 60 möglich wurde, zielt auf die Vermeidung alles Überflüssigen ab. Der Betrachter erfasst nun mit Körper und Geist die Vergangenheit und Zukunft dieses vielfältigen Teils von Dublin.