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Die US-Sonde mit dem Mars-Rover «Perseverance» an Bord ist zwar das letzte von drei Raumschiffen, das in den letzten zehn Februartagen den Mars Orbit erreicht hat, aber dafür technologisch ganz vorne mit dabei. Es ist der größte Mars-Rover, den die USA je gebaut haben und er hat den ersten Mars-Hubschrauber überhaupt mit dabei.
Die „Show“, wie es die NASA ausdrückt, soll am späten Donnerstag-Morgen Pazifischer Zeit beginnen. Dann ist es etwa Mittag an der US-Ostküste und schon Abend in Mitteleuropa. Danach wird es noch zwei Stunden dauern, bis die erfolgreiche Landung hoffentlich vermeldet werden kann. Um 20:55 Weltzeit soll der neueste US-Rover „Perseverance“ auf der Marsoberfläche aufsetzen.
Um auf dem Mars zu landen, beginnt der Rover seinen Abstieg mit einer Geschwindigkeit von über 20.000 Kilometern pro Stunde. Ein Fallschirm und Brems-Triebwerke verlangsamen den Rover dann auf etwa 3 km/h, bevor ein großer Himmelskran – vergleichbar mit einer schwebenden, düsengetriebenen Drohne – den Rover an drei Drahtseilen auf die Oberfläche des Planeten herablässt. Auf seinen sechs Rädern soll er dann aufsetzten.
Beliebter Landeplatz
Der Landeplatz von „Perseverance“ ist der Jezero-Krater, direkt nördlich des Marsäquators, in einer Region namens Isidis Planitia.
Es ist eine Region, die von amerikanischen Landegeräten gut bereist wurde, einschließlich des Curiosity-Rovers, der immer noch aktiv ist. Aber Curiosity befindet sich etwa 3700 Kilometer (2300 Meilen) entfernt im Gale-Krater.
Auch Utopia Planitia ist relativ gesehen nicht allzu weit entfernt. Dort will China im Mai seinen ersten Mars-Rover landen.
Drei Missionen
Drei Mars-Missionen waren im Juli 2020 gestartet. Neben der NASA-Mission Mars 2020 gibt es noch die Emirates Mars Mission und Chinas Tianwen-1.
Bei den Missionen der VAE und Chinas geht es um Raumfahrzeuge, die den roten Planeten umkreisen. Tianwen-1 wird später in diesem Jahr versuchen, einen Rover auf dem Mars abzusetzen. Die USA haben mit Abstand die meiste Erfahrung als Mars-Entdecker.
Suche nach Wasser für spätere Missionen
«Perseverance» soll unter anderem nach Wasser und anderen Anzeichen von Leben unter der Oberfläche des Planeten suchen. Er wird auch Gesteins- und Bodenproben sammeln und in Kanistern deponieren, die – so ist es geplant – in den nächsten 10 Jahren von gemeinsamen amerikanischen und europäischen Missionen eingesammelt und zur Erde zurückgebracht werden sollen.
Dann ist da noch der Hubschrauber Ingenuity, der an den Bauch des Rovers geschnallt ist. Der Hubschrauber ist ein Experimentiergerät, mit dem die NASA das Starten und Fliegen in der Marsatmosphäre erlernen will. Das ist bedeutsam, weil die Atmosphäre dort viel dünner ist als auf der Erde. Das kann sich auf den Flug auswirken – auf die benötigte Leistung und den Auftrieb sowie auf die Geschwindigkeit, mit der sich die Rotoren drehen.
Ob es funktioniert oder nicht, ist in diesem Stadium fast irrelevant, denn egal, was passiert: es wird das erste Mal sein, dass eine Raumfahrtnation den Flug auf einem anderen Planeten testet.
Darüber hinaus werden diese Testflüge möglicherweise den Weg für zukünftige Missionen mit Astronauten ebnen, die zum Mars fliegen und auch wieder zurückkommen, selbst wenn das erst in 30 Jahren der Fall sein könnte.