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n.
Aus dieser Gleichung und indem wir wiederum repen: d = 0,92
Cvpřn, erhalten wir:
C, = 0,32 und y =
4, d = 0,32 VP.Vn Dieses ist wahrscheinlich der Ursprung der Formeln (59) und (60); wir müssen aber wiederholen, daß wir feinen legitimeren kennen, als eben die Zugrundelegung von bewährten Ausführungen, und wünschen nur, daß es in den Lehrbüchern Sitte wurde, die Beispiele, aus denen in der That die Formel entstand, nicht als solche der scheinbar aus allerhand abstractem Raisonnement gewonnenen Formel nachzuschiden, sondern diefer, als ihre Quelle, voranzustellen. Im Uebrigen halten wir die Formel und noch mehr die Tabelle auf S. 95, soweit sie aus derselben hergeleitet ist, für ganz überflüssig. Es hätte genügt, wenn Fr. Reuleaug einfach vorgeschrieben hätte, bei den Zapfen von n > 150 bis n= 350 den Werth = =2 zu machen. Es fehlt uns gänzlich an Beispielen, an denen wir über n=350 hinaus die Resultate der Formeln (59) und (60) verificiren fönnten, es sei denn, daß wir zu Contrewellen und Wellen von Arbeitsmaschinen übergingen, bei denen aber im Allges meinen das durch die Riemenspannung bedingte P fich unserer Ermittelung entzieht. Es wird auch in diesen Fällen sich Jeder lieber an bewährte Ausführungen, als an irgend welche allgemeine Formeln halten. Endlich ist, wenn n>350, der Durchmesser der Welle fast niemals aus P allein bestimmbar; er wird vielmehr in der Regel weit größer sein, als der Druck auf die Zapfen erfordert, und somit der Anwendung von Formeln eigentlich aller Grund entzogen sein. Dieses ist übrigens mehr oder weniger bei allen Transmissionswellen der Fall, bei denen Fr. Reuleaur in S. 41 wiederum einen Begriff des erweiterten Zapfens, analog dem der erweiterten Schraube, herbeizieht und die Regel giebt, demselben die Länge des normalen Zapfens, dessen Durchmesser aus dem Drude P bestimmt ist, zu geben. Er fügt hinzu: es fei unsdädlich, die Länge größer zu machen, hätte aber lieber sagen sollen, daß es üblich ist, aud) bei den Halszapfen der Wellen die Länge des Qulses wenigstens gleich dem anderthalbfachen Durchmesser zu machen, und daß bei dünneren Wellen größere Längen fidy sehr häufig finden und von Leuten, wie Fairbairn, empfohlen werden, welcher in seinem Werfe ,on mills and millwork“ im Allgemeinen 5=2 sept.
Wir kommen nun zu den Stüßzapfen, einem Maschinentheile, an dem wohl fast jeder Techniker einige unangenehme Erfahrungen gemacht hat, welche ihn zu dem Entschlusse ges bracht haben, bei dem Durchmesser desselben nicht zu sparen. Hr. Reuleaug giebt die Formel: d=0,17 V Pn
(79).
Für n= 150, welcher Werth stets als Minimum eingeführt werden soll, wird:
d=2,08 VP, und beträgt dann der Flächendruck auf den Quadratmillimeter 0,3 Kilogrm. Bir halten diesen Druck feinesweges für zu niedrig bemessen und würden ihn einhalten, auch wenn der Zapfen einen größeren Durchmesser erhielte, als die Welle.
Formel (81) in $. 44 giebt die Formel (79) in der Art umgeformt wieder, daß statt des Druces P der Durchmesser und die ideelle Länge der Königswelle eingeführt sind. Legtere soll man erhalten, wenn man zu der wirklichen Länge der Welle ein Stück von gleichem Durchmesser hinzufügt, dessen Länge danach bestimmt ist, daß sein Cubifinhalt gleich dem der auf dem Könige fißenden Zahnräder und Kuppelungen ist. Wir fönnen nicht einsehen, was diese Formel nüßt, denn das Gewicht der Räder zc. ist doch ebenso leicht abzuscäßen, als der Cubifinhalt derselben; ferner muß auch die Welle selbst auf einen gleichförmigen Durchmesser reducirt werden, da die Stärke derselben nach oben hin immer beträdtlich abnehmen kann.
Das Beispiel am Ende des Paragraphen ist überdies verfehlt, denn der Körperinhalt von fünf Zahnrädern und vier Kuppelungen wird weit mehr betragen, als der des dritten Theiles der Welle, wozu er veranschlagt wird. Bei einer uns befannten Anlage wog die etwa 46 Fuß (14",4) lange Königswelle, welche aus drei Stüden von resp. 7 Zoll (183mm), 6 Zoll (157) und 51 Zoll (1444) Durchmesser bestand, ca. 4200 Bfd.; fie trug zwei Scheibentuppelungen, zusammen 2000 pfd., und vier Räder, zusammen 11500 pfo. fdywer. Kuppelungen und Räder wogen mithin im Ganzen 13,500 Pfd., und also mehr als dreimal so viel als die Welle, obgleich das Triebwerk in der untersten der vier Etagen der Anlage gar nicht vom Könige aus bewegt wurde, wodurch ein fünftes Rad auf diesem mit ca. 2400 Pfd. wegfiel.
Der dem Stüßzapfen zuerst gegebene Durchmesser von 52 Zoll (144mm) genügte nicht, und wurde daher auf 63 Zoll (170mm) vergrößert, was sich bei continuirlicher durch ein Bümpchen bewirfter Schmierung als ausreichend erwies. Nady der Formel im ,, Constructeur" hätte der Durchmesser 7 Zoll (196) betragen müssen; ießt beträgt der Flächendrud etwa 0,4 Kilogrm.
Nody weniger zutreffend ist das Beispiel in S. 46: , Kammzapfen"; aber nicht allein dieses, sondern auch die Regeln, welche es erläutern foll, sind ohne Berüdsichtigung des wirklich Stattfindendeu aufgestellt. Wir wollen unsere Kritik derselben an ein Beispiel anknüpfen, dessen Daten wir dem „Artizan“, Jahrgang 1856, entlehnen.
Das Transportschiff der englischen Marine „Himalaya", desjen maschinelle Einridytung von Penn & Co. in Greenwich berrührt, hat eine Welle von 13.20 (330"") Durchmesser *), während der äußere Durchmesser der acht Ringe des Kammzapfens 152 Zoll (394nm) beträgt. Die Maschine und die mit ihr direct verbundene Schraubenwelle machen 59 Ums drehungen in der Minute, wobei die Maschinen etwa 2000 indicirte Pferdestärfen entwideln.
Die Geschwindigkeit des Schiffes, deffen Mittelspant eine eingetauchte Flädie von 560 Qdrtfß. (52 Qdrtmtr.) hat, bez
*) Ade Maße im Beispiele sind englische.
i= 0,008
Nehmen wir den Nußeffect der Maschine zu 60 pCt. und den der Schraube ebenso hoch an, so berechnet sich aus den indicirten Pferdestärken die wirkliche Leistung
L= 0,60.0,60.2000 = 720, was also mit dem eben erhaltenen Werthe von L ziemlich stimmt. Der Druck, welchen die Schraube ausübt, ist circa 8000 Kilogrm., gerade wie im Beispiele S. 102; feßen wir nun in Gleichung (82):
b=1,2Vd den mittleren Durchmesser des Kammzupfens der Himalaya mit 14 Zoll =365" ein, so wird b = 23mm oder Zou. Die Anzahl der Ringe i bestimmt sich aus Gleichung (83) nach entsprechender Reduction durch die Formel:
Pa
Vai und wir erhalten dann i = 1;3, während in Wirklichkeit b = 11 Zoll (32mm) 'und i=8 ist!
Die Fläche des Stammzapfens der Himalaya" ist 450 Quadratzoll (2903 Qdrtentmtr.), mithin beträgt der Drud auf den Quadratmillimeter faum só Kilogrm. Aehnliche Vers hältnisse finden fich bei anderen Schiffen und müssen daher von uns angewendet werden. Wer übrigens die ganze Lage der Sadje erwägt, wird es gewiß nicht unconstructiv finden, wenn in diesem Falle Dimensionen angewendet werden, welche jede Störung des Betriebes ausschließen.
Für die totale Länge der Rammlager, also über die Dide der Rämme in der Lagerscale und am Zapfen felbft, fehlen Vorschriften; die Zeichnung macht den Querschnitt der Kämme des Zapfens wie der Schale nahezu quadratisch. Legteres ist nicht richtig. Bei der , Himalaya" sind die Rämme der Schale 2; Zoll (64) hoch, also doppelt so hoch als breit; freilich zeigte sich auch bei einer Hauptreparatur troß des geringen Flächendruđes ein Spiel von Zoll (19mm) im Lager und also entsprechende Abnußung der Rämme.
Gehen wir nun zu dem Beispiele im ,,Constructeur". Zu den Dimensionen, welche berechnet werden, sagen wir Nichts, indem diese mit den Regeln, nach denen sie bestimmt sind, wegfallen; wir müssen aber doch darauf hinweisen, daß Fr. Reuleaux der Welle 380 Touren giebt. Wir fahen oben, welchem Schiffe und welchen Maschinen ein Achsendruď von
8000 Kilogrm. entspricht, und daß die Welle eines solchen Schiffes nicht 380, sondern nur 59 Touren in der Minute macht! Freilich geht die Tabelle S. 103 bis zu Ramizapfen von 800 bis 1200 Umdrehungen in der Minute und 6000 bis 9000 Pfedft. hinauf.
Wir kommen nun zu den Tragachsen und wenden uns sogleich zu S. 50, in welchem die Dimensionen der Naben und der Reile behandelt werden. Die in demselben gegebenen Regein sollen nur für solche Wellen gelten, welche durchaus feine Torsion zu übertragen haben, und liefern annehmbare Dimensionen. Nur Dem können wir nicht beipflichten, daß, welches auch immer der Durchmesser der Nabe sei, dennoch stets der nämliche Querschnitt derselben genüge. In den meisten und wichtigsten Fällen, z. B. bei den Naben der Balanciers und der Wasserräder sind freilich außer der eigentlichen Nabe noch folche Verstärkungen derselben vorhanden, daß man die obige Regel wohl geben kann.
Das Verfahren, Naben von größerer Weite, als der Durchmesser des entsprechenden Achsenfopfes beträgt, mit vier Reilen darauf zu befestigen, ist weder hier noch später bei den Zahnrädern erwähnt, obgleich es einerseits für Werkstätten, denen große Arbeitsmaschinen fehlen, von Wichtigkeit ist, andererseits in manden Localitäten das Einbringen von Wellen bei der Montage fich gar nicht bewerkstelligen läßt, wenn man nicht im Stande ist, die Wellen durch die aufgehängten Räder bequem hindurchzuschieben.
Fig. 91 (3) bezieht sich nicht auf diesen Fall, sondern segt eine passend ausgebohrte Nabe voraus, die daselbst abs gebildete Methode, mit Benußung von drei Keilen zu bes festigen, ist bekanntlich theoretisch die vollfommenste und z. B. zum Befestigen eines in seine Nabe zu willig eingepaßten Zapfens stets zu verwenden; bei weiten Naben aber ist die Schwierigkeit, mit drei Keilen richtig aufzuteilen, bedeutend, und find daher vier Keile, mit denen man bequem nach zwei aufeinander fenfrechten Richtungen ausrichten fann, vorzuziehen.
Zu dem übrigen Inhalte der von den Tragachsen handelnden Paragraphen ist Nichts hinzuzufügen, nur gegen die ,, beränderte Flügelach se" auf S. 132 möchten wir noch Protest einlegen. Daß die Saumnerven derselben ein ,,kräftiges, das Gefühl der Sicherheit erweđendes" Aussehen geben, ist wohl möglich; ste verleihen ihr aber jedenfalls auch das Aussehen eines fostspieligen, schwierigen Gußstückes, und möchten die dadurch erwedten Gefühle um so eher bei dem Praktiker die Oberhand behalten, als die versprochene Materialersparniß illusorisch ist, da bei sternförmigen Querschnitten einfach rechtedige Strahlen größere Momente geben, als gleichflächige doppel T förmige.
(Fortseßung folgt.)
Ver m i f ch tes. Desterreichische Ministerialverordnung vom 1. September
9. Jeder Dampfkessel muß mit mehr als einer der besten 1866, in Betreff der zu beobachtenden Sicherheitsmaß- bekannten Vorrichtungen zur jederzeitigen zuverlässigen Erkennung regeln gegen die Gefahr der Erplosion bei Dampfkesseln
der Wasserstandshöhe im Inneren desselben verschen sein, wie z. B. aller Art.
mit gläsernen Wasserstandøröhren oder Wasserstandsscheiben, mit
Probirhähnen oder Sawimmern u. f. w. Diese Vorrichtungen 1. Als Dampfkessel werden alle geschlossenen Gefäße (S. 10) müssen unabhängig von einander wirksam sein, und es ist minangesehen, in welchen Flüssigkeiten soweit erhigt werden sollen, bestens auf einer derselben der zulässtg tiefste Wasserstand durch daß sich daraus Dämpfe entwickeln, weldie eine größere Spannung eine deutlid sichtbare Marke zu bezeichnen. haben, als jene der äußeren Atmosphäre.
Der zulässig ticffte Wasserstand muß mindestens bei den See 2. Zur Anfertigung eines Dampfkessels darf nur gutes, hier- (chiffskeffeln 9 Zoll (2370m) und bei anderen Kesseln 4 Zoll (105) für geeignetes Material verwendet werden.
über den höchften vom Feuer oder von den cryißenben Gafen bes Die Verwendung von Gußeisen zu den Wanbungen der rührten Kesseltheilen liegen. Dampfkessel, der Feuer- und Siederöhren ist untersagt. Zu den
Diese Bestimmung findet keine Anwendung: Wandungen sind in dieser Beziehung nicht zu rechnen: Dampf
a) bei den Vorrichtungen zum Ueberhißen des Dampfed; Dome, Ventilgehäuse, Mannlochdeckel, Deckel bon Reinigungsluken
b) bei Flächen von geringer Ausdehnung, bei welchen ein und Rohrstußen, Legtere jedoch nur, wenn sie weder von Kessel
Glühendiverten auch bei den heftigsten Feuer nicht zu mauerwerk umschlossen find, noch vom Feuer oder den erhibenden
befürchten steht. Gasen berührt werden.
10. Bevor ein in In- oder Auslande verfertigter DampfDie Verwendung von Mesfingblech zu den Wandungen der fessel mit mehr als 1: Eimer (2,7 Coffß.) (86 Liter) Rauminhalt Dampffefsel ist gleichfalls untersagt; es ist jedoch gestattet, fich des benußt werden darf, muß derselbe, und zwar vor dessen allfälliger Messingbleches zur Herstellung der Feuerröhren bis
zu einem Durch Einmauerung oder Verkleidung, der im $. 12 vorgeschriebenen amtmesser von 4 Zoll (1054) zu bedienen.
lichen Probe unterzogen werden, und muß derselbe dabei für den 3. Die Wahl der Gattung und die Bestimmung der Stärke beabftchtigten Zweck ale tauglich befunden worden sein. des Materiales, sowie die Art der Construction und der Aus
Der Benüger des Dampfkessels ist dafür verantwortlich, daß führung, bleiben dem Verfertiger des Kessels unter seiner eigenen vor der amtlichen Erprobung und von dem Prüfungscominissar Verantwortung überlassen.
anerkannten Tauglichkeit der Dampffeffel nicht verwendet werde. Hinsichtlich der vom Auslande bezogenen Ressel übernimmt
11. Um die amtliche Erprobung eines Dampfkesfeld ist bei Der Benüber desselben auch die Verantwortlidyfeit des Verfertigere. dem zuständigen Prüfungscommissar schriftlich einzuschreiten. Dieses
4. Jeder Dampffessel, welcher mehr als 25 Quadratfuß Einschreiten hat zu enthalten: (2,5 Obrtmtr.) Beizfläche hat, ist mit mindestens zwei Sicher
1) eine vollständige Zeichnung des Dampfkessele; heitsventilen, jeder andere Dampfkessel mit wenigstens einem Sider
2) den Namen und Wohnort des Erzeugers oder Verkäufers heitsventile zu versehen.
des Dampfkessels und (wo es möglich ist auch die Fabrik5. Die Ventile sollen flach auf den Ventilfißen aufliegen.
nummer des Ressels; Bei Schiffskesseln sind auch conische Ventile bis zu einer Åb=
3) den Namen und Wohnort dee Benußerß, mit Angabe schrägung von 45 Grad gestattet.
des Zweckes, für welchen der Dampfkessel benußt irerDie Auflage ber flachen Ventile darf nicht weniger als eine
ben fou; Haibe Linie (1“,1) und nicht mehr als 2 Linien (4"",3), jene
4) die Gattung des Materiales, aus welchem die Haupttheile der conischen Ventile nicht mehr als 4 Linien (
8,7 betragen.
des Kessels gefertigt sind, unter Angabe der Dide der Die Belastung der Ventile muß bei stationären Dampfkesseln
Keffelbleche und des Werkes, aus welchem dieselben bemittelft Gewidten geschehen.
zogen wurden; Eine directe Belastung der Ventile mittelst Federn ist bei
5) die Form und die Hauptdimensionen des Dampfkessels friner Kesselgattung zulässig.
und die Größe seiner Heizfläche, ausgedrückt in DuaBei der Bestinimung der Belastung der Sicherheitsventile
dratfuß; wirt der mittlere Ventildurchmesser zum Grunde gelegt; bei der
6) bie höchste effective Dampfspannung (ausgedrückt in Atmos Beredynung der Dampfipannung wird cine Atmosphäre mit 12 Pft.
sphären oder in Wiener Pfund auf den Wiener Quadratauf jeden Quadratzoll (1,03 Kilogrm. auf den Quadratcentimeter)
zou), mit welder der Dampffcffel benußt werden soll; der Ventilflädie angenommen.
7) die Anzahl und den Durdymesser der vorhandenen Sicher6. Wenn das Ventil nicht unmittelbar belastet wird, sondern
heitsventile; mittelst eines Hebels, an welchem ein Gewidyt oder eine Federwage
8) den Ort, wo der Reffel zur Erprobung bereit steht. wirkt, so muß dieses Aufhängegewicht oder diese Federwage am
12. Jeder Dampfkessel, welcher nach dem S. 10 dieser Veräußersten Punfte des Hebels angebracht werden. Die Marimal- ordnung einer amtlichen Probe zu unterziehen ist, muß auf das spannung der Belastungsfeder muß der Marimalspannung des Zweifache jenes größten Druckes, welchen der Dampf bei der Dampfes entsprechend begrenzt sein.
Benußung über den mittleren Luftdruck annehmen fou, probirt 7. Jeder Dampfkessel muß mit mindestens einem richtigen werden. und verläßlichen Manometer verschen sein, auf dessen Theilung die
13. Wenn bei oder nach der vorschriftenäßig vorgenommenen Marimaldampfspannung, bis zu welcher der Dampffessel benugt Erprobung bleibende Ausdehnungen, Ausbiegungen oder Form werden darf, deutlich zu bezeichnen ist. Der Resselbenüßer ist änderungen des Resscle, oder Risse einzelner Blechtafeln bemerft für die gute Beschaffenheit des verwendeten Manometers verant- werden, so darf der Kessel vor Behebung der Mängel und vor wortlich.
ciner neuerlichen Erprobung nicht benußt werden. Wenn ein Federmanometer angewendet wird, so muß dasselbe
14. Nach vollendeter Kesselprobe und anerkannter Tauglichzur Anbringung eines Controlemanometers mit einer Vorrichtung keit des Dampfkessels wird jedes Sicherheit&ventil sammt den etwa versehen sein, weldie mit einem i zölligen (200m) Whitworth'- vorhandenen Ventilhebeln mit einem Stempel versehen. Es ist (den Gewinde endet.
ferner die bewilligte höchste effective Dampfipannung, ausgedrückt 8. Ieder Dampfkessel muß mit wenigstens einer zuverlässigen in Atmosphären oder in Pfunden, an einer leicht sichtbaren Stelle Spcijevorrichtung, welche denselben reidlich mit Waffer versorgen des Koffels in fennbarer und dauerhafter Weise zu markiren. Der kann, versehen sein. Eine Ausnahme dieser Anordnung kann nur Name des Steffefabricanten, eventuell die laufende Fabrifnummer bei mehreren, neben einander befindlichen Dampfkesseln stattfinden, und das Jahr der Anfertigung sind ebenfalls daselbst zu bezeichnen. für welche cine einzige Speisevorrichtung mit je einem Speiserohre
Ueber jede vorgenommene Rosselprobe wird ein aintliches Ecrfür jeden Kessel genügt. Bei der Einmündung des Speiserohres tificat ausgefolgt, welches eine genaue Beschreibung des Dampfin den Refiel ist ein besonderes selbstwirkendes Ventil anzubringen, fessels enthält, und worin die wesentlichen Momente der Prüfung, welches für den Fall einer Beschädigung der Speisevorrichtung den die Dimensionen der Sicherheitsventile und der zugehörigen Hebel, Abfluß des Wasser aus dem Ressel verhindert.
die höchste Dampfspannung mit Festfeßung des Gewichteg der
o
höchsten Belastung der Ventile oder höchsten Spannung der Federwage, welche bei der Benußung des Dampffeffele stattfinden darf, angeführt werden.
15. Bei der Aufstellung oder Einmauerung eines stationären Dampffefsels, bei der Translocation desselben oder bei einer wesents lichen Veränderung an den diesfälligen Vorrichtungen oder Baulichkeiten sind die bestehenden Bau- und Feuersicherheitsvorschriften zu beobachten.
16. Für den gefahrlosen Betrieb und die gute Instandhaltung cines in Verwendung befindlichen Dampffefsels, insbesondere für jede aus der Benußung des Legteren etwa entstehende Gefahr für Personen oder Beschädigung fremden Eigenthumes und daher für die rechtzeitige Beseitigung einer jeden solchen Gefahr ist der Bes nüber des Ressels und Derjenige, welchem die Beauffichtigung oder Bedienung beffelben obliegt, berantwortlich.
17. Zur Bedienung oder Ueberwachung eines Dampfkessels dürfen nur Individuen bon nüchternen und verläßlichen Charakter verwendet werden, welche bag achtzehnte Lebensjahr zurückgelegt und durch ein amtlich beglaubigtes Zeugniß nachgewiesen haben, daß fie fich die Befähigung hierzu durch eine mindestens halba jährige Verwendung in einer geeigneten Maschinenwerkstätte oder als Gehülfen bei cincm Dampfkessel crworben haben.
18. Eine Wiederholung der behördlichen Erprobung eines Dampfkessels hat zu geschehen:
a) wenn eine wesentliche Veränderung des Reffele vorge
nommen wurde; oder b) wenn bei einer Ausbesserung mehr als 5 pQt. der Kessel
oberflädie ausgewechselt wurden; c) wenn ein bereits gebrauciter Kessel in einer anderen ge
werblichen Anlage wieder verwendet werden soll. Es bleibt übrigens in allen hier nicht erwähnten Fällen ben Parteien freigestellt, ihre Dampfkessel einer neuerlichen behördlichen Probe unterziehen zu laffen.
19. Der Anlaß zur Wiederholung der Erprobung, sowie der gute Erfolg derselben sind dem früher ausgefertigten Kesselprobecertificate, welches zu diesem Behufe dem Prüfungscommissar vorgelegt werden muß, beizufügen.
20. Jeder Dampffeffel wird jährlich mindestens einmal einer amtlidyen Revision unterzogen, und das Resultat berselben auf dem betreffenden Resselprobecertificate, welches dem Commissar zu diesem Behufe jedesmal vorgelegt werden muß, borgemerkt.
Diese Jahresrevistonen, welche soviel als möglich ohne Betriebsunterbrechung vorzunehmen sind, entbinden jedoch den Be nüber des Ressels oder Denjenigen, welchem die Beauffichtigung oder Bedienung desselben obliegt, feinesweges von der burd; den S. 16 auferlegten Verantwortlichkeit.
21. Die vom Untersuchungscommissar aus Anlaß der amtlichen Reviston eines Dampfkessel& diesfalls getroffenen Anordnungen sind genau zu befolgen, ohne daß hieraus eine Entschädigungsforderung gegen den Staatsschaß geltend gemacht werden kann. Demjenigen, der sich durch die getroffenen Anordnungen des Commissars becinträchtigt glaubt, bleibt jedoch die Berufung an die politische Landesbehörde freigestellt. Um die Vornahme einer Reviston cinzuschreiten, ist der Benüşer eines Dampffejfels dann verpflichtet, wenn die Auswechselung eines Sicherheitsventiles oder eines Ventilhebels vorgenommen worden ist.
22. Für die Erprobung der Dampfkessel und für die Jahresrevisionen find nach Maßgabe der Heizfläche die nachstehend fest= geseßten Taren zu entrichten:
Dem Ginschreiten um Vornahme der Erprobung oder einer außergewöhnlichen Reffelrevifton ist auch die Bestätigung oder das Postrecipiffe über den Erlag der vorgeschriebenen Tare beizuschließen.
Die Bestätigung über den Erlag der Tare für die jährliche Reffelrevifton ist dem zuständigen Prüfungscommissar spätestens bis leßten December eines jeden Jahres einzusenden. Die Parteien haben für alle Erfordernisse zur Vornahme der Reffelprobe Sorge zu tragen und das hierfür nöthige Personal zur Verfügung zu stellen.
23. Namen und Wohnsit der Prüfungscommissare und die benfelben zugewiesenen Bezirke werden von der politischen Landesbehörde öffentlich kundgemacht.
24. Die borstehenden Sicherheitsbestimmungen haben auf Dampffesiel von weniger als 1, Gimer (2,7 66ff6.) (86 liter) Rauminhalt keine Anwendung; jedoch müssen diese mit mindestens einem Sicherheitsventile (S. 4) versehen sein.
25. Jedermann, dem irgend eine Gefahr rücftchtlich eines vorhandenen Dampfkessels bekannt wird, ist berechtigt, hiervon der Siderheitsbehörde zur weiteren Amtshandlung die Anzeige zu machen. .
Verpflichtet dagegen zu einer solchen Anzeige, und zwar unter sonstiger Ahndung, find aber alle Werkführer, Gehülfen 2c., welche bei der Bedienung oder Benußung eines Dampffcisele verwendet werden, wenn denselben irgend ein Gebrechen an dem Dampfkessel, welches eine Gefahr herbeiführen oder bergrößern könnte, befannt wird, und ber hiervon verständigte Resselbefiger (oder sonst zur Aufsicht des Dampffeffels Bestellte) nicht ohne Verzug die Åb= stellung des Gebrechens und Herstellung des gefahrlosen Zustandes des Dampfkessels bewirkt hat.
Sollte die Erplosion eines Dampffeffels eintreten, so hat der Benüber desselben die Anzeige an das nächste Sicherheitsorgan und an den Prüfungscommissar behufe der vorzunehmenden Untersuchung unverzüglich zu erstatten.
Vor dem Schlusse der Untersuchung darf an dem Zustande und der Lage des Ressels, sowie an den durch die Erploston berührten Bauten und Einrichtungen, ohne Zustimmung des Commissars keinerlei Veränderung vorgenoinmen werden, es wäre denn, daß eine folche zur Rettung von Menschen aus einer Gefahr für die Gesundheit oder das Leben, oder zur Offenhaltung des Verfehres auf einer Eisenbahn nöthig wäre.
26. Jede Handlung oder Unterlassung, welche gegen die vorhergehenden Vorschriften über die zu beobachtenden Vorsicht&maßregeln verstößt und welche eine Gefahr für das Leben, die Gesundheit oder körperliche Sicherheit von Menschen herbeizuführen oder zu vergrößern geeignet ist, wird an dem Schuldtragenden nach den Bestimmungen der allgemeinen Strafgeseße geahndet.
27. Denjenigen, welcher durch ein Verschulden die Erploston eines Dampfkessels veranlaßt oder herbeiführt, trifft nicht nur die gesegliche Strafe, sondern derselbe hat auch für allen hierdurch verursachten Schaden zu haften.
(Auszüglich nach, Wochenschr. Des niederösterr. Gew.-Ver." 1866, Nr. 52.)
L.
Technische Literatur.
Mechanit. Versuche über die Ausdehnung überhitten Wasserdampfes von G. A. Hirn und Cazin. („Comptes rendus“, 31. December 1866.) Durch diese für das Studium des Verhaltens übers hißten Wasserdampfes sehr werthvollen Versuche wurde diejenige Pressung p. bestimmt, welche überhitter Wasserdampf von gegebener Temperatur t, besißen muß, damit derselbe, ohne Aufnahme oder Abgabe von Wärme und unter einem seiner eigenen Pressung ftets gleichen äußeren Drucke fich bis zu atmosphärischer Pressung P, ausdehnend, am Ende dieser Ausdehnung fich gerade in Zustande ber Sättigung befinde, also die der Pressung P, entsprechende Sättigungstemperatur t, habe. Man ließ nämlich aus einem durch ein Delbad auf die Semperatur t, erhigten Reservoir den darin enthaltenen überhißten Wasserdampf, nachdem dessen Anfangøpressung p, beobachtet worden war, durch eine plößlich geöffnete so große Deffnung in die äußere luft ausströmen, daß in der entsprechend kurzen Zeit, während welcher der innere Drud Dem äußeren pa gleich wurde, feine beachtenswerthe Wärmemenge
Wenn mehrere Kessel mit einander verbunden sind, von welchen jeder eine eigene Feuerung befißt und jeder für fich benußt werden kann, so find auch die Taren für jeden einzelnen Kessel zu entrichten. Für jede Reviston, welche über Einschreiten des Reffelbenügers (S. 21) vorgenommen wird, ist eine Tare in der Höhe der jährlichen Revisionstare zu entrichten. Die Tare ift bei einer k. k. Finanzcaffe zu erlegen.
m, ma
aus dem Delbade durch die Gefäßwand hindurchgegangen sein konnte.
Um dabei wiffen zu können, ob der im Gefäße zurückgebliebene Dampf bei der Pressung pa gerade gesättigt war, wurbe ale Reservoir ein an den Endflächen durch ebene Glasplatten gefchlossener kupferner Cylinder genommen, so daß man beobachten konnte, ob durch den Ausfluß fich im Inneren Nebel bildeten oder nicht; wurde bei derselben Anfangstemperatur t, mit Anfang8 hoben, nach und nach aber mit abnehmenden Anfang pressungen erperimentirt, so daß der Dampf im Anfang@zustande zuerst schon fast gefättigt, später aber mehr und mehr überhißt war, so erschien zuerst ein dicker Nebel, welcher bei den folgenden Versuchen immer schwächer wurde und schließlich ausblieb. Indem nun so bei derselben Anfangstemperatur t, wiederholte Versuchsreihen mit abwechselungeweise abnehmenden und zunehmenden Anfang pressungen angestellt wurden, ließ sich die gesuchte, bem Grenzfall ents sprechende Anfangøpressung mit einer zu 36 Atmosphäre geschäften Fehlergrenze finden. Die Resultate dieser Versuche, welche natürlich auch umgekehrt diejenige Temperatur t, fennen lehren, welche Anfangs gesättigter Dampf vom Zustande Pa, t, annimmt, wenn er ohne Aufnahine oder Abgabe von Wärme bis zur Pressung p. comprimirt wird, find in folgender Tabelle enthalten.
L=;
(c, -c).
m, tm, Wenn aber die Massen nicht vollkommen unelastisch find, fo trennen fte fich nach dem Stoße, und wenn im Augenblicke dieser Irennung die Geschwindigkeiten ihrer Schwerpunkte = v, und v, sind, so ist die lebendige Kraft
mic,
m, v
+ 2 für die äußere, sichtbare Bewegung verloren gegangen, indem, wenn etwa die Geschwindigkeit der übrigen Massenpunkte nach dem Stoße von v, und v, verschieden sind, dadurch nur innere Bewegungen, periodische Verdichtungen und Deformationen bedingt werden, ohne Einfluß auf die sichtbare äußere Bewegung. Seßt man diesen Verlust an äußerer lebendiger Kraft=(1-2)L, so ift bekanntlich:
mic, + mecs + mg (c, -c) Vā,
mitm,
mitm, Dabei kann 2 der Elasticitatégrab des Stoßes genannt werden, indem 2 = 0 einen unelastischen, .= 1 einem vollkommen elastiden Stoße entspricht.
Gewöhnlich wird nun, ebenso wie thatsächlich zwei unelastische Rörper stets unelastisch fich ftoßen, so auch der vollkommen elastische Stoß mit dem Stoße vollkommen elaftischer Körper verwechselt, d. h. für legteren ohne Weiteres 1=1 geseßt. Das ift nicht richtig, wenn, wie es sein muß, die der übrig gebliebenen inneren Bewegung oder Deformation der getrennten Massen entsprechende lebendige Rraft als Verluft mitgerechnet wird. Wenn nämlich zwei elastische Körper fich ftoßen, so schreitet von der Berührungsstelle aus in jedem Körper eine Verdichtungswelle fort, welche demnächst nach ihrer Reflerion von der Oberflăche zur Berührungsftelle zu= rüdkehrt, und es hängt von der Gestalt und materiellen Beschaffenheit der Körper ab, ob beide Verdichtungswellen die Berührungsstelle gleichzeitig der Art wieder erreichen, daß in dem Augenblicke in weldhem der Stoß beendigt ist, d. h. die Körper außer Berührung treten, auch beide nur eine äußere ohne gleichzeitige innere Bewegung haben. Im Allgemeinen wird dies nicht der Fall
, also der Stoß vollkommen elastischer Körper nicht auch ein 1= 1 ents sprechender vollkommen elastischer Stoß sein.
Die theoretische Bestimmung des Coefftcienten a für den Stoß elastischer Körper ist hiernach eine schwierige Aufgabe; de SaintVenant hat sie gelöst für den Faứ, daß zwei elaftische prismatische Körper nach der Richtung ihrer gemeinschaftlichen Are fich ftoßen (,, Comptes rendus", 24. December 1866). Er findet, wenn
a, und a, die Längen,
dichtungswellen in beiden Körpern (= ben
p, k, 1-à
(1-2)(1+) P2k,
273 +ti
Diese zusammengehörigen Werthe von P, und tu, P, und ta können dazu dienen, die von Zeuner bei der Entwicklung der Zustandégleichung des überhizten Wasserdampfes zu Grunde gelegte Gleichung (11) - 0. Zeitschr. Bd. XI, s. 5
T
Utta zu prüfen, worin er x constant, und zwar
-1=0,25, also x= 1,3333 gelegt hat. Aus den mitgetheilten Versuchswerthen ergeben fich die in der Sabelle beigefügten Werthe von
(0 :)
T,
X.
4
Pik,
2
I 2
m.citm, co
mitm, fich fortbewegen, der Verlust an lebendiger Kraft:
Eisenbahnschienen und tollende Reibung. Unter diesem Titel entwickelt Herr O. Krauß, vormals in Zürich, in der
Schweiz. Polytechn. Zeitschrift" (1866, S. 65) feine Ansicht über die vortheilhafteste Beschaffenheit der Schienen behufe Ers zielung des größtmöglichen ökonomischen Effectes in Beziehung auf