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Bauzonen
In ihrem Bereich darf jedermann nach den örtlichen Bauvorschriften Bauten und Anlagen errichten. Eine Pflicht des Grundeigentümers, das Land in der Bauzone zu überbauen, besteht in der Regel nicht. Regelmässig wird die Bauzone nach speziellen Nutzungsarten und Nut- zungsdichten weiter unterteilt in Wohn-, Gewerbe-, Industrie-, Kern-, Zentrums-, Ferienhauszonen oder Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen.
Landwirtschaftszonen
Das Land eignet sich für die landwirtschaftliche Nutzung oder den Gartenbau. Bauten und Anlagen sind nur zugelassen, wenn diese einen genügenden Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung aufweisen.
Schutzzonen (inkl. Freihalte- und Erholungszonen):
Sie bezwecken die Bewahrung von Landschaften, Ortsbildern und schutzwürdigen Tieren und Pflanzen sowie die Erholung der Bevölkerung. Ob die Errichtung von Bauten und Anlagen ausgeschlossen ist, lässt nur im Einzelfall im Hinblick auf den jeweiligen Schutzzweck beurteilen.
Verbreitet sind aber auch Zonen, welche die vorgenannten drei Zonentypen überlagern wie beispielsweise Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen, Grün-, und Ruhe-, Kur-, Skiabfahrts- oder spezielle Gefahrenzonen.
Die Errichtung von Bauten ausserhalb der Bauzone ist nur zulässig, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzone zwingend erfordert und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen
Sonderbauvorschriften und Gestaltungspläne
Die verbindlichen Nutzungsordnungen stehen im Spannungs-verhältnis mit der Wirtschaftsfreiheit. Es gibt zahlreiche planerische Instrumente, die den besonderen Verhältnissen Rechnung tragen und bauliche Sonderlösungen der geltenden Bau- und Zonenordnung zulassen. Diverse Sonderbauvorschriften erleichtern dem Bauherrn die freie Überbauung bestimmter Gebiete unter Beachtung einheitlicher Gestaltungsgrundsätze.
Mittels des Instruments des privaten Gestaltungsplanes kann der Bauwillige günstige Überbauungsmöglichkeiten aushandeln.
Dabei wird ein bestimmtes Gebiet aus der allgemein geltenden Bau- und Zonenordnung ausgeklammert und eine Spezialbauordnung aufgestellt, um eine städtebaulich, architektonisch und wohnhygienisch einwandfreie Gesamtüberbauung durch bindende Festlegung der Zahl, der Lage, der äusseren Abmessungen sowie der Nutzungsweise und Zweckbestimmung der Bauten zu gewährleisten. Mittels Gestaltungsplänen können Grossprojekte wie Wohnsiedlungen und Einkaufszentren erstellt, aber auch Altstadt- oder Dorfkerne saniert werden. Gestaltungspläne können auch in einer Nichtbauzone festgesetzt werden.