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Tipp 1: Nutzen Sie Probleme, um Ihr Kind zu stärken
Indem wir nur so viel helfen wie nötig und das Kind mehr und mehr in die Entwicklung einer Lösung einbeziehen, leiten wir es an, Probleme selbst zu lösen. Ein Kind, das sich auf seine Fähigkeiten und seine Problemlösekompetenzen verlassen und mit Rückschlägen und Misserfolgen umgehen kann, ist auch zuversichtlich, wenn es mit Herausforderungen konfrontiert wird.
Wichtig ist, dass die Kinder ein gesundes Selbstvertrauen entwickeln. Es gilt aber nicht: je selbstsicherer, desto besser. Hilfreich ist ein positives, aber realistisches Bild von sich selbst. Damit wir uns entwickeln können, uns angemessenen Herausforderungen stellen und uns über kleine Fortschritte freuen können. Wir müssen auch in der Lage sein, unsere Schwächen und Schwierigkeiten wahrzunehmen und uns richtig einzuschätzen. Dazu benötigen Kinder wohlwollende, aber akkurate Rückmeldungen. (Siehe auch das Video «Probleme lösen» .)
Tipp 2: Zeigen Sie Ihrem Kind, dass sich Anstrengungen auszahlen
Kinder lernen auch indirekt von Ihnen als Eltern oder Lehrperson, ob es sich lohnt, sich trotz Misserfolgen weiter zu bemühen. Wie effektiv schon ein kurzer Kontakt mit einem positiven Modell sein kann, zeigten die Psychologen Perry und Penner. Sie führten Psychologiestudenten ein Video eines Psychologieprofessors vor. Dieser erzählte von seinen Studienzeiten und schilderte ein Ereignis, bei dem er wiederholt Misserfolge einstecken musste und nur durch gutes Zureden eines Freundes nicht aufgab. Danach habe er die Uni erfolgreich abgeschlossen. Er betonte, dass die Leistung vor allem von der eigenen Anstrengung abhänge und sich Fähigkeiten durch Übung trainieren liessen. Die Studierenden, die das Video gesehen hatten, zeigten am Ende des Semesters bessere Leistungen.
Die Forschung zeigt, dass Kinder gut mit Misserfolgen umgehen können, wenn sie glauben, dass sie sich durch Anstrengung verbessern können. Sie geben hingegen rasch auf, wenn sie den Eindruck haben, eine Leistung hinge von Intelligenz oder Begabung ab. Kinder brauchen Eltern, die ihnen vermitteln: Du kannst dich durch Übung verbessern; ich sehe (auch kleine!) Fortschritte und freue mich darüber.