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Wir schreiben das Jahr 1925: Im Hause Harley-Davidson wird Motorsport groß geschrieben. Joe Petrali verstärkt als neuer Fahrer das Harley-Davidson Werksrennteam. Er wird zu einem der erfolgreichsten Dirt Track Fahrer und einem der erfolgreichsten Motorradrennfahrer aller Zeiten avancieren.
Ein Jahr später bietet die Motor Company – erstmals seit 1918 – neben den Twins auch wieder Einzylindermodelle an. 1928 debütiert das sportliche V2-Modell „JD“ mit zwei Nockenwellen – gut für bis zu 100 mph (161 km/h). Sinnigerweise feiert auch die Vorderradbremse in jenem Jahr ihre Premiere bei Harley-Davidson.
Ende der 1920er Jahre beutelt die Weltwirtschaftskrise sämtliche Industrienationen. Obwohl fast ein Drittel der amerikanischen Werktätigen ohne Job ist und viele Firmen für immer die Tore schließen, gelingt es Harley-Davidson zu überleben. Fortan wird das Motorrad als Freizeitgerät vermarktet. Die Zweizylinder erhalten im Laufe der Jahre wahlweise ein Drei- oder Vierganggetriebe und eine Diebstahlsicherung. Die Produktpalette wird durch das „D“ Model „45“ ergänzt, das mit einem seitengesteuerten 750 Kubikzentimeter großen Motor ausgestattet ist. Im Jahr 1930 kommt das neue Konzept als 1200er Big Twin auf den Markt. Wegen des flachen Zylinderkopfes werden diese Typen schon bald „Flathead“ (Flachkopf) genannt.
Im Jahr 1931 hat die Weltwirtschaftskrise die Motorradbranche in den USA dahingerafft. Nur Indian und Harley-Davidson haben überlebt. Unterdessen bereitet man in Milwaukee die Markteinführung eines völlig neuen Produkts vor. Es ist ein Versuch, das Motorrad doch noch als Arbeitsgerät zu vermarkten. Und tatsächlich erweist sich das dreirädrige „Servi-Car“, das 1932, vom kleinen Twin angetrieben, debütiert, im Einsatz bei Lieferanten und bei der Polizei als überaus erfolgreich. Bis 1973 wird Harley-Davidson das robuste Gefährt herstellen.