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LONDON (awp international) - Der spanische Mautstreckenbetreiber Abertis steht einem Bericht zufolge vor einer Komplettübernahme der bisherigen Mehrheitseigentümer. Die spanische Sparkasse La Caixa und der Baukonzern ACS, die bisher knapp 55 Prozent der Anteile halten, arbeiten gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft CVC an einem Gebot für die noch ausstehenden Anteile, wie die "Financial Times" (FT/Dienstagausgabe) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen schreibt.
Involvierte Banker sagten, bei einem Übernahmeangebot würde das Unternehmen mit rund 12 Milliarden Euro bewertet. Die Offerte an die Minderheitsaktionäre würde dann bei rund 5,5 Milliarden Euro liegen. Einschliesslich Schulden würde der Wert des Unternehmens mit dem Gebot auf mehr als 25 Milliarden Euro taxiert. Der Handel mit Abertis-Aktien wurde bereits am Montagnachmittag ausgesetzt, nachdem am Markt erste Spekulationen die Runde machten und den Kurs der Aktien um zwölf Prozent auf 13,56 Euro steigen liessen. Der Börsenwert lag damit bei rund zehn Milliarden Euro.
Finanzieren würden die Käufer die Übernahme mit einem 8 Milliarden Euro schweren Konsortialkredit, den die italienische Investmentbank Mediobanca organisieren würde. Offenbar hat die Bank bei mehr als 20 Adressen angefragt, ob sie bereit wären, sich an der Finanzierung des Geschäfts zu beteiligen. Insider sagen, ACS und La Caixa arbeiteten bereits seit mehr als sieben Monaten an der geplanten Übernahme. ACS ist mit rund 30 Prozent der grösste Einzelaktionär des deutschen Baukonzerns Hochtief.
Die Abertis-Übernahme könnte noch diese Woche offiziell bekannt gegeben werden, hiess es in dem Bericht weiter. Die Banker warnten allerdings, das Geschäft könne immer noch in letzter Minute abgesagt werden. Sollten die Investoren ein Gebot abgeben, wäre es die grösste mit Fremdkapital finanzierte Übernahme seit der Finanzkrise./zb/nmu/she
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