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Die Schweizer Curler um Skip Peter De Cruz machen es mit dem Einzug in die Olympia-Halbfinals sehr spannend. Sie verlieren ihre letzten zwei Round-Robin-Partien gegen Südkorea (7:8) und die USA (4:8).
Wie es weitergeht, werden Valentin Tanner, Skip Peter De Cruz, Claudio Pätz und Benoît Schwarz vom CC Genf erst am Mittwochvormittag Schweizer Zeit wissen, wenn alle Teams die Vorrunde beendet haben werden.
Kanada, Grossbritannien, die Schweiz, Japan und die USA - diese fünf Teams balgen sich um drei Plätze in den Halbfinals, für die erst Schweden (einzige Niederlage gegen die Schweiz) fix qualifiziert ist.
Obwohl sie in den letzten Vorrundenspielen mit den beiden Niederlagen zwei "Matchsteine" vergeben haben, sieht es für Valentin Tanner, Skip Peter De Cruz, Claudio Pätz und Benoît Schwarz vom CC Genf immer noch gut aus. Es besteht sogar die nicht unrealistische Möglichkeit, dass die Schweizer mit ihrer Bilanz von 5:4 Siegen direkt weiterkommen, also ohne ein Entscheidungsspiel gegen eines der genannten Teams bestreiten zu müssen. Dies wäre dann der Fall, wenn sowohl die USA im direkten Duell mit Grossbritannien als auch Japan gegen das bisher unter seinem Wert geschlagene Südkorea verlieren.
Bei Punktgleichheit unter zwei oder mehr Teams werden die Direktbegegnungen herangezogen. Ergeben diese keinen Unterschied, wird auf die Gesamtrangliste des jeweils vor den Partien durchgeführten Draw-Spiels zurückgegriffen. In dieser Wertung sind die Schweizer Zweite hinter Schweden, also vor allen involvierten Teams. Daraus ergibt sich, dass die Schweiz im ungünstigsten Fall in ein sogenanntes Tiebreak, ein Entscheidungsspiel, verwiesen wird.
Die Amerikaner um Skip John Shuster, Dritte der WM 2016 in Basel, gelten als das launischste Team der Spitzenklasse. Im Match gegen die Schweiz zeigten sie sich von ihrer starken Seite, ähnlich wie bei ihrem Sieg gegen den Topfavoriten Kanada. John Shuster brachte es auf die sagenhafte Erfolgsquote von 97 Prozent. Die Dominanz verwerteten die US-Curler mit dem ersten Dreierhaus der Partie, dank dem sie sich vor der Pause 4:2 in Führung brachten. Nach einem weiteren Dreier der USA im 7. End war für die Schweizer nichts mehr zu holen.
Im Duell unter den Nummern 4 liess sich Benoît Schwarz von Schuster mit 76:97 Prozent an geglückten Versuchen deklassieren. Mit einem solchen Defizit auf der wichtigsten Position lässt sich ein Spiel so gut wie nie gewinnen.
Die erste Chance auf den direkten Einzug in die Halbfinal hatten die Schweizer mit einer Niederlage gegen Südkorea verpasst. Im 3. End fingen sie ein Viererhaus der Asiaten ein. Sie konnten es mit einem gestohlenen Dreier wettmachen. Die Vorentscheidung fiel im 8. End, als Südkorea einen Zweier zu neuerlichen Führung schrieb.
Die Koreaner hatten lange nicht richtig ins Turnier gefunden und kamen auch recht früh nicht mehr fürs Weiterkommen in Frage. Ein Blick in die Bewertung durch die Statistiker zeigt aber, dass sie - zumindest im technischen Bereich - mit den besten Teams gut mithalten können. In fast allen Partien kamen sie auf Erfolgsquoten von mehr als 80 Prozent.