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Der Rhonegletscher ist einer der bekanntesten Talgletscher und war das Objekt von vielen Forschungsarbeiten und Messprogrammen. Die Längenänderung des Gletschers wird seit dem Jahr 1880 dokumentiert. Zwischen 1884 und 1910 wurden die ersten Massenbilanz-Messungen weltweit auf dem Rhonegletscher erhoben. Seit 2006 wird wieder kontinuierlich gemessen.
Die ersten Massenbilanzmessungen am Rhonegletscher datieren zurück auf die Jahre 1884-1910 und gelten als die ersten gemessenen Massenbilanzen weltweit. Eine zweite Serie an Messungen wurde in den Jahren 1980-1982 erhoben. Um auf das Wegfallen von Langzeit-Massenbilanzmessserien durch den starken Massenverlust an tiefergelegenen und kleineren Gletschern vorbereitet zu sein, wurde detaillierte Massenbilanz-Messprogramme am Rhone- (2006) und Findelengletscher (2004), zwei grösseren Talgletschern initiiert. Die aus rekonstruierte Massenbilanzreihe des Rhonegletschers (bestehend aus Messungen und Modellierungen) zeigt mehrheitlich positive Bilanzen für 1910-1930, gefolgt von einer Serie von negativen Bilanzen, welche für den Rückzug über die Steilstufe verantwortlich war. Zwischen 1950-1985 zeigen die Massenbilanzen einen Gletscher im Gleichgewicht. Mit den folgenden negativen Massenbilanzen verliert aber auch der Rhonegletscher sein Gleichgewicht und gleichzeitig kontinuierlich an Masse.