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Genève–Veyrier
|Kürzel||GV|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1887-07-20|
|Betriebseinstellung||1956-06-02|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die GV wurde von einer Aktiengesellschaft gegründet und nahm 1887 den Betrieb auf. Sie führte auf französischem Gebiet von Veyrier weiter nach Collonges und hatte so Anschluss an die Linien der französischen Mittelmeerbahn (PLM) nach Bellegarde–Marseille respektive Annemasse–Bouveret. Bereits 1898 wurde die GV elektrifiziert (Gleichstrom). In der Folge ersetzte man die Lokomotiven schrittweise mit Triebwagen. Damit verbunden war die auffällige Zunahme der Fahrleistungen 1899 (Zugskilometer, Züge pro Tag usw.). Hier gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass sich gleichzeitig die Zahl der Wagenachsen pro Zug fast halbierte. Insofern war die Steigerung der Fahrleistung nur eine scheinbare. Die GV diente praktisch ausschliesslich dem Personenverkehr und hatte im Prinzip den Charakter einer Trambahn, wie beispielsweise die Zahl der täglichen Züge – 1910 über 100 – belegen. In der Statistik fungierte sie jedoch als Schmalspurbahn, zumal sie fahrplanmässig verkehrte. Ab 1913 besorgte die GV ausserdem den Betrieb der Trambahn Carouge–Croix-de-Rozon (CCR).
Die GV war bis 1909 eine reine Aktiengesellschaft ohne feste Anleihen. Danach nahm sie Fremdkapital auf, um ihr Rollmaterial erheblich aufzustocken. Die Betriebsergebnisse lagen stets im positiven Bereich. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 konnte die GV alljährlich eine ansprechende Dividende ausschütten, die sich etwa zwischen 4.5 bis 6 Prozent des Aktienkapitalwerts bewegte. Der Kriegsbeginn hinterliess jedoch deutliche Spuren. Die Einnahmen aus dem massgebenden Personenverkehr brachen empfindlich ein und erholten sich nur zögerlich wieder. Die Finanzlage der GV blieb fortan problematisch. Mit drei Kapitalschnitten ab 1927 wurde das Aktienkapital bis 1936 von 900'000 Franken auf nur mehr 45'000 Franken reduziert. 1956 stellte die GV den Betrieb ein.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt:
- Carouge–Croix-de-Rozon
- Compagnie genevoise des tramways électriques
- Lausanne–Fribourg–Berne
- Ouest Suisse