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Noch vor ein paar Jahrzehnten trat Prostatakrebs nur selten auf und wurde als nicht virulent eingestuft. Heute stellt Prostatakrebs (unter allen Krebserkrankungen bei Männern) die zweithäufigste Todesursache dar.
Zahlreiche Autopsien deuten sogar darauf hin, dass über 70% der Männer, die zum Zeitpunkt ihres Todes älter als 70 Jahre waren und an anderen Erkrankungen verstarben, auch einen nicht diagnostizierten Prostatakrebs aufwiesen.
Prostatakrebs scheint mittlerweile eine Epidemie unserer modernen Zeit zu sein.
In der Regel wird der Krebs durch die Messung des PSA-Wertes (Prostata-spezifischen Antigen) entdeckt und wird dann durch eine Biopsie bestätigt. An dieser Stelle durchleidet der Patient oft einen qualvollen Entscheidungsprozess.
Auf der einen Seite hat der Patient, nach aktuellen Statistiken, mit der Entfernung der Prostata die besten Chancen für eine Fünf-Jahres-Überlebensrate.
Auf der anderen Seite ist in medizinischen Kreisen bekannt, dass die Entfernung der Prostata nicht als Krebsheilung bezeichnet werden kann. Darüber hinaus leidet ein hoher Prozentsatz der Männer nach der Entfernung der Prostata an Symptomen wie Inkontinenz oder Impotenz.
Wie jede Form der Krebs-Diagnose, so hat auch Prostatakrebs eine tief greifende Wirkung auf den Körper und die Seele des Patienten. Da der Patient nie sicher sein kann, ob der Krebs wirklich für immer beseitigt wurde, haben viele Prostatakrebs-Patienten das Bedürfnis, ihr Leben neu zu überdenken.