Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03406.jsonl.gz/152

Der Schwallbetrieb wirkt sich in der Regel ungünstig auf die abiotischen und biotischen Verhältnisse in Fliessgewässern aus (siehe Auswirkungen in der Rhone). Bei Flussrevitalisierungen stellt der Schwalleinfluss eine erschwerende Randbedingung dar (siehe auch Revitalisierungsmassnahmen) und sollte in die morphologischen und hydraulischen Überlegungen einbezogen werden. Schwalldämpfende Massnahmen sind als Ergänzung zu morphologischen Revitalisierungsmassnahmen je nach Situation erforderlich bzw. wünschenswert.
In der eidgenössischen Gesetzgebung, speziell in den Bundesgesetzen über den Schutz der Gewässer (GSchG) und über die Fischerei (BGF) wird der Schwallbetrieb und allfällige reduzierende Massnahmen bislang nicht explizit erwähnt oder geregelt. Eine ähnliche Situation herrscht auch in anderen Ländern, deren Fliessgewässer ebenso stark oder noch stärker durch Schwallbetrieb beeinflusst werden wie jene in der Schweiz (Limnex, 2004). Auch in diesen Ländern werden allfällige gewässerökologische Anforderungen und Auflagen an den Schwallbetrieb aus Speicherkraftwerken von Fall zu Fall festgelegt, oft im Zuge von Gewässerbetreuungs- und -bewirtschaftungsplänen oder von Bewilligungsverfahren bei Konzessionserneuerungen (Umweltverträglichkeits-Prüfungen).
Vor diesem Hintergrund sind zukünftig im Rahmen von Bewilligungsverfahren (Konzessionserneuerungen, Neukonzessionierungen und Bauvorhaben) schwallreduzierende Massnahmen zu diskutieren. Die folgenden Ausführungen sollen einen Überblick über die Arten, Möglichkeiten und Grenzen von schwallreduzierenden Massnahmen geben.