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Soziale Arbeit und Menschen mit einer schweren Behinderung
Diskussion des Auftrages und des Handlungswissens der Sozialen Arbeit als wissenschaftliche Profession
Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit einer Behinderung (UN-BRK) wurde von der Schweiz ratifiziert und deren Umsetzung beschlossen. Das Ziel der UN-BRK ist es, dass Menschen mit einer Behinderung das selbstverständliche Recht haben, am sozialen und gesellschaftlichen Leben ungehindert teilzunehmen. Im Bereich Menschen mit einer schweren Behinderung ist die Umsetzung der UN-BRK noch nicht fortgeschritten. Deshalb stellt sich diese Arbeit die Frage, welche Rolle die Soziale Arbeit als wissenschaftliche Profession in diesem Bereich hat und welches Handlungswissen sie mitbringt. Für die Beantwortung der Fragestellung wird der Begriff der Behinderung diskutiert und dessen Verwendung in der Sozialen Arbeit thematisiert. Anhand des Systemtheoretischen Paradigmas der Sozialen Arbeit (SPSA) wird der Auftrag der Sozialen Arbeit im Bereich Menschen mit einer schweren Behinderung erkennbar gemacht. Daraus ergibt sich, dass die Soziale Arbeit als interdisziplinäre Wissenschaft, die sowohl auf individuums- und gesellschaftsbezogener Ebene als auch als Menschenrechtsprofession arbeitet, einen Auftrag im Bereich Menschen mit einer schweren Behinderung hat. Anschliessend werden Arbeitsweisen aus dem SPSA auf diesen Bereich angewendet und ein Kriterienkatalog erarbeitet. Dieser theoretisch hergeleitete Kriterienkatalog zeigt das Handlungswissen der Sozialen Arbeit im Bereich Menschen mit einer schweren Behinderung auf. In zukünftigen Studien sollte dieser Kriterienkatalog deshalb weiter ausdifferenziert und konzeptualisiert werden, um als konkrete Handlungsgrundlage für das praktische Arbeiten in diesem Bereich zu dienen.