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Bilaterale Programme des Bundes für Kooperationen in Forschung und Innovation mit aussereuropäischen Partnerländern 2021–2024
Bern, 25.02.2021 - Die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2021–2024 sieht eine Fortsetzung der 2008 lancierten bilateralen Kooperationsprogramme mit aussereuropäischen Partnerländern vor. Wie eine Evaluation im Jahr 2020 bestätigt, spielen diese Programme eine wichtige Rolle bei der Diversifizierung internationaler Forschungskollaborationen und leisten einen Beitrag zum deutlichen Anstieg der Anzahl wissenschaftlicher Co-Publikationen von Schweizer Akteuren und aussereuropäischen Partnern. Mit der Unterzeichnung der Leistungsvereinbarungen mit fünf Leading Houses wurde das Förderinstrument für vier weitere Jahre bestätigt.
Gemäss einer vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) im März 2020 publizierten Evaluation erzeugen die 2008 lancierten bilateralen F&I-Kooperationsprogramme des Bundes einen beachtlichen Mehrwert für Schweizer Forschende und ihre Institutionen. Aufgrund dieses Berichtes entschied der Bundesrat in Absprache mit der Hochschulrektorenkonferenz swissuniversities, die Programme beizubehalten und die Mandate mit fünf Leading Houses für die Förderperiode 2021-2024 zu erneuern. Die ETH Zürich bleibt das Leading House für Ost- und Südostasien, die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) für Südasien und den Iran, die Universität St. Gallen für Lateinamerika und die Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) für die Region Nahost und Nordafrika; das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institute (SwissTPH) ist in Zusammenarbeit mit der Universität Basel das Leading House für Subsahara-Afrika. Die Leistungsvereinbarungen zwischen dem SBFI und den Leading Houses wurden im Februar 2021 unterzeichnet. Die Leading Houses haben den primären Auftrag, neue Forschungskooperationen mit Regionen mit hohem wissenschaftlichen Potenzial anzukurbeln. Dafür entwickeln sie Instrumente, die den Interessen der Schweizer Wissenschaftsgemeinschaft entsprechen. Typischerweise handelt es sich um Anschubfinanzierungen für neue bilaterale Forschungsprojekte, Unterstützung für internationale Workshops und Seminare oder kleinere Mobilitätsstipendien.
Joint Research Projects
Zusammen mit den fünf Leading Houses ist der Schweizerische Nationalfonds (SNF) auf nationaler Ebene zuständig für die Umsetzung der bilateralen Programme. Gemeinsam mit ausländischen Partneragenturen finanziert der SNF Joint Research Projects (JRP) für grössere bilaterale Wissenschaftsvorhaben. Die Leading Houses vergeben komplementäre Stipendien für kleinere Pilotaktivitäten, welche der gesamten schweizerischen Forschungslandschaft offenstehen. Sowohl die JRP als auch die Leading-House-Beiträge werden in einem kompetitiven Peer-Review-Verfahren auf der Grundlage der Qualität der vorgeschlagenen Vorhaben ausgewählt. Projekte müssen stets auch eine entsprechende Gegenfinanzierung durch das Partnerland aufweisen.
Erfolgreiche Zwischenbilanz
In der Förderperiode 2017–2020 wurden im Rahmen der bilateralen Kooperationsprogramme des Bundes im Bereich Forschung und Innovation über 500 Stipendien (u.a. für bilaterale Forschungsprojekte oder für Mobilitätsprogramme) vergeben. In 85% der Fälle wird das Stipendium voraussichtlich zu einer wissenschaftlichen Publikation führen, 70% der Stipendien werden voraussichtlich in Anträge für grössere internationale Kooperationsprojekte münden. Langfristig haben 80% der Stipendiaten dank dem Programm neue Partnerschaften und Netzwerke in den jeweiligen Regionen aufbauen können. Mehr als 50% der Projekte haben auch nach Abschluss ihrer finanziellen Unterstützung zum Austausch von Studierenden geführt.
Adresse für Rückfragen
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI
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Herausgeber
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
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