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Autor: Marc-Roland Zoellig / La Liberté
FreiburgIm Kosovo in Immobilien investieren – eine gute Sache. Nur: mit welchem Geld? Im Juli 2002 hat der damals rund 30-jährige F. in seinem Heimatland 20 Aren Land erworben, auf denen nun ein Wohnblock steht. F. mietete derweil in der Schweiz gleichzeitig vier Wohnungen, kümmerte sich um Zug- und Reiseausgaben seiner Familie und kaufte sich in bar ein zehntausendfränkiges Auto – dies alles mit einem Monatslohn von netto 4000 Franken.
Die Freiburger Polizei kam ihm auf die Schliche: Familienvater F. war in Tat und Wahrheit einer der Hauptlieferanten einer albanisch-kosovarischen Kamarilla, die im Heroinhandel tätig war.
Ende 2006 verurteilte das Saanegericht F. zu zwölf Jahren Gefängnis, weil er mit 11,5 Kilo Heroin und 33 Kilo Streckmittel gehandelt hatte. Von Geldwäscherei sowie Mitarbeit in einer kriminellen Organisation wurde er freigesprochen.
Dieser Freispruch hat Staatsanwalt Fabien Gasser dazu bewogen, gegen das Urteil zu rekurrieren. In erster Instanz verlangte er 16 Jahre Haft und darauf beharrte er auch gestern vor dem Kantonsgericht.
Zusätzlich verlangte er, dass F. dem Kanton eine Vergütung von 30 000 Franken bezahle mittels Konfiskation und Verkauf der Liegenschaft im Kosovo. Dieser Forderung ist das Kantonsgericht am Dienstag nachgekommen. Zudem muss er ein Jahr länger hinter Gitter. Die Geldwäscherei und Beteiligung an einer kriminellen Organisation konnte ihm nicht nachgewiesen werden.
bearbeitet von at/FN