Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03520.jsonl.gz/2432

Neben Immobilien und Bier auch Hotels
Hintergründe zur Schörghuber-Gruppe
1954 begründete Josef Schörghuber ein Bauträger- und Immobiliengeschäft in München, die Bayerische Hausbau GmbH & Co. KG. Ende der 1950er-Jahre stieg er in das Verkehrsfluggeschäft ein, das Fundament des heutigen Unternehmensbereichs Flugzeugleasing. 1969 erfolgte mit dem Betrieb des Arabellahauses in München der Einstieg in das Hotelgeschäft. 1978 übernahm das Unternehmen von der BayWa AG und der Bayerischen Raiffeisen-Zentralbank AG die beiden Fertighausfirmen Knödler in Maulbronn und Hansa in Travemünde. Beide Fertighausfirmen stellten seit 1977 für die «Neue Heimat» Fertighäuser her.
Ende der 1970er-Jahre stieg Schörghuber mit dem Kauf der Brauereien Hacker-Pschorr und Paulaner ins Biergeschäft ein. Nach dem Tod Josef Schörghubers 1995 übernahm sein Sohn Stefan Schörghuber die Gruppe. Er war seit 1984 in den Bereichen Hotel und Bergbahnen im Unternehmen tätig. Seit dem Tod von Stefan Schörghuber am 25. November 2008 leitet seine Witwe Alexandra Schörghuber gemeinsam mit einem Vorstandsvorsitzenden die Unternehmensgruppe.
Die Bierkönige von München
Zum Schörghuber-Konzern gehört auch die weltberühmte Paulaner Brauerei-Gruppe. Sie verwaltet die Beteiligungen der Unternehmensgruppe im Bereich Getränke. Sie ist ein Joint Venture mit der niederländischen Heineken-Gruppe (30 Prozent) und wurde 2002 gegründet. Der Verbund regionaler Brauereien ist eine der grössten Brauereigruppen in Deutschland.
Die Paulaner Brauerei-Gruppe umfasst neben der Paulaner Brauerei mit den Marken Paulaner, Hacker-Pschorr, Thurn und Taxis, Auerbräu und Hopf Fürstenberg, Hoepfner und Schmucker als 100-prozentige Tochterunternehmen. Die Paulaner Brauerei-Gruppe hält zudem 63 Prozent Anteile an der Kulmbacher-Gruppe mit den Marken Kulmbacher, Mönchshof-Bräu, EKU, Kapuziner, Sternquell, Würzburger Hofbräu, Keiler, Scherdel Bier, Braustolz und Bad Brambacher. Der Getränkebereich von Schörghuber (2300 Mitarbeiter) erzielt einen Umsatz von 618 Mio. Euro.
Was steckt hinter Arabella Hospitality ?
Unter der Führungsgesellschaft Arabella Hospitality sind die touristischen Aktivitäten der Schörghuber-Unternehmensgruppe zusammengefasst. Dazu zählen Hotels in Deutschland, Österreich, in Zürich und auf Mallorca, die seit 1998 von der amerikanischen Starwood Hotels & Resorts Worldwide (heute Marriott International) operativ betrieben werden.
Das erste Haus der Arabella Hospitality eröffnete 1969 im Münchner Arabellapark. Heute bündelt die Führungsgesellschaft des Unternehmensbereiches Hotel unter ihrem Dach alle Hotelaktivitäten der Schörghuber-Unternehmensgruppe. Dazu gehören Häuser der international bekannten Marken St. Regis, Westin, Sheraton, Aloft, Luxury Collection und Four Points by Sheraton in Deutschland, der Schweiz und auf den Balearen sowie drei Golfplätze auf Mallorca.
Seit 1998 begleitet Starwood Hotels & Resorts, heute Marriott, die Schörghuber-Gruppe als strategischer Partner. Der Partner übernimmt dabei die operativen Managementaufgaben für die Häuser der Arabella Hospitality.
Wer ist Alexandra Schörghuber ?
Alexandra Schörghuber, die Mehrheitsaktionärin der Gruppe, absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Hotelkauffrau. Beruflichen Stationen in Deutschland und in der Schweiz sowie auf den Bermudas folgte die Ehe mit dem Münchner Unternehmer Stefan Schörghuber. Alexandra Schörghuber übernahm in der Folge zahlreiche Aufsichtsrats- und Managementaufgaben im Privatbereich der Familie, zu dem unter anderem die Bavaria Parkgaragen GmbH sowie Lift- und Seilbahnbetriebe im bayerischen Oberland gehören. Nach dem plötzlichen Tod von Stefan Schörghuber trat sie Ende 2008 an die Spitze des Stiftungsrates der Schörghuber-Unternehmensgruppe. Sie ist darüber hinaus stellvertretende Vorsitzende des Vorstands. Alexandra Schörghubers Vermögen wird vom «Manager Magazin» in Deutschland auf rund 1,5 Milliarden Euro beziffert.