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Die Suspendierung des russischen Verbandes ist auf dem 72. Kongress des Fussball-Weltverbandes FIFA in Doha ausgeblieben. Obwohl Präsident Gianni Infantino in seiner Rede eindringlich zu Frieden und Dialog aufrief, gab es keine Abstimmung über einen Ausschluss Russlands.
Unter Tagesordnungspunkt 4 («Suspendierung oder Ausschluss eines Mitgliedsverbands») wurden stattdessen nur die bestehenden Suspendierungen der Verbände von Pakistan, Simbabwe und Kenia verlängert. Der russische Verband war in der katarischen Hauptstadt angeführt von Generalsekretär Alexander Alajew mit einer mehrköpfigen Delegation vor Ort, auch die Flagge wurde mit denen anderer Nationen normal gehisst.
Präsident Infantino rief immerhin zu Frieden auf. «Bitte, bitte beenden Sie die Konflikte, die Kriege, für unsere Zukunft und unsere Kinder», sagte der 52-jährige Walliser in seiner Ansprache: «Suchen Sie den Dialog selbst mit Ihrem schlimmsten Feind. Der Fussball wird für Sie da sein, um gemeinsam für den Frieden zu arbeiten.»
«Der russische Verband hat gegen nichts verstossen. Es gibt klare Voraussetzungen für die Suspendierung oder den Entzug der Mitgliedschaft», hatte Alexej Sorokin, früheres Mitglied des FIFA-Councils und Organisationschef der WM 2018 in Russland, bereits vor dem Kongress gesagt. Man solle ohnehin «nicht so naiv sein, dass der Fussball alle Probleme lösen kann», sagte Infantino, der den russischen Angriffskrieg nicht klar als solchen benannte.
Der studierte Jurist kündigte zudem an, dass er im nächsten Jahr für eine weitere Amtszeit als FIFA-Präsident kandidieren wird. Infantino trat das Amt als Präsident des Weltverbands im Februar 2016 und als Nachfolger von Sepp Blatter an.
Dafür ist Infantino in der Debatte um eine mögliche Verkürzung des WM-Rhythmus auf zwei Jahre zurückgerudert. «Ich möchte klarstellen: Die FIFA hat keine WM alle zwei Jahre vorgeschlagen. Wir werden versuchen, eine Diskussion zu führen, um etwas zu finden, das allen am besten passt», erklärte er auf dem FIFA-Kongress.
Die Nachrichtenagentur AFP hatte zuvor unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, dass am Rande des Kongresses mögliche Alternativen diskutiert würden. Der Widerstand gegen die Pläne zur Verkürzung des WM-Zyklus war zuletzt gross, vor allem die UEFA und der südamerikanische Verband sind gegen die WM im Zweijahres-Rhythmus.
Infantino warb zuletzt immer wieder für eine WM alle zwei Jahre, im Dezember stellte er den Mitgliedsverbänden zudem deutlich höhere Einnahmen durch eine Änderung des Spielkalenders in Aussicht. «Die Grossen müssen grösser werden. Und die Kleinen müssen auch davon profitieren und Chancen bekommen», sagte er am Donnerstag. Die FIFA habe aber «nichts vorgeschlagen, die FIFA kam zu der Schlussfolgerung, dass es möglich ist, dass es aber Auswirkungen und Folgen hätte». Nun sei die Phase, «Kompromisse zu schliessen». (pre)
Siege gegen die Grossen – und dazu zählt ja Weltmeister Kanada – hatten in den letzten Jahren ein ähnliches Grundmuster: Die Hockey-Götter waren mit uns. Wir kassierten kaum Strafen und die Torhüter hexten. Kurzum: Wir spielten unser bestes Hockey. Hockey im Sonntagsanzug inklusive Krawatte und Boschettli.