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Die Hübschlerinnen und das Kerbholz
Robert Conrad
Verheiratete Frauen durften sich im Mittelalter nicht aufhübschen, aber sie waren an ihren Hauben als solche erkennbar und deshalb für die übrigen Männer tabu.
Ganz anders die Prostituierten; diese Frauen durften sich, im Gegensatz zu den verheirateten Frauen aufhübschen – dies vermutlich aus «Marketing-Gründen». Denn der Puder und die Farbe im Gesicht sollten sicherlich vom Gestank ablenken; in mittelalterlichen Zeiten kannten auch diese Damen das Wort Hygiene eher nicht. Und so bezeichnete man diese Frauen eben als die Hübschlerinnen. Diese trugen als Erkennungsmerkmal bunt gestreifte Kleider und arbeiteten in sogenannten «Frauenhäusern» – die Wertung dieses Wortes hat inzwischen «leicht mutiert» – heute würde man diese Häuser eher als…