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Drei unserer einheimischen Farne sind auf Serpentingestein spezialisiert. Serpentinvorkommen sind selten und meist sind die Habitate dieser Farne auf wenige Quadratmeter beschränkt. Die Serpentinfarne sind in der Schweiz im Graubünden und im Tessin verbreitet.
Besonders interessant ist Asplenium adulterinum. Es handelt sich um die Hybride aus den beiden diploiden Arten Asplenium viride (Kalk) und Asplenium trichomanes ssp. trichomanes (Silikat). Diese beiden Farne haben aufgrund ihrere unterschiedlichen Bodenansprüche kein gemeinsames Substrat mit Ausnahme von Serpentingestein. Auf diesem Substrat hat sich die Kreuzung aus diesen beiden Farnen bilden können. Durch Chromosomenverdoppelung wurde die sterile Hybride fertil.
Zur Kultivierung ist allerdings kein Serpentin notwendig. Diese Farne können im Alpinum auch erfolgreich in Silikatgestein gepflegt werden, wobei der Bastardstreifenfarn (Asplenium adulterinum) der anpassungsfähigste in diesem Trio ist. Er wächst sogar ausgepflanzt im Farnbeet, wenn ein guter Wasserabzug gewährleistet ist.