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Verfügbares Einkommen
Der (monetäre) Wohlstand der Bevölkerung zeigt sich an jenem Betrag des Haushaltseinkommens, der nicht zur Deckung der Grundbedürfnisse aufgewendet werden muss, sondern über den frei verfügt werden kann, zum Beispiel für Konsumzwecke oder zum Sparen.
Statistischer Kommentar
Im Jahr 2015 beträgt das frei verfügbare Äquivalenzeinkommen der Luzerner Privathaushalte im Mittel (Median) 31'949 Franken (zu Preisen von 2010). Wird das Mittel der letzten drei Datenjahre (2013-2015) mit dem Mittel der ersten drei Datenjahre (2009-2011) verglichen, zeigt sich eine wesentliche Zunahme.
Normative Anbindung
Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Erwerbsfähige ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu angemessenen Bedingungen bestreiten können und dass jede Person gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität, Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Mutterschaft, Verwaisung und Verwitwung gesichert ist.
Die Zunahme des verfügbaren Einkommens der Haushalte wird entsprechend positiv beurteilt.
- Bedürfnisdeckung Die Deckung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung ist langfristig sicherzustellen. Bei der Deckung der darüber hinaus gehenden materiellen und immateriellen Bedürfnisse soll den Individuen ein angemessener Spielraum eingeräumt werden.
- Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit Jedes Mitglied der Gesellschaft soll dieselben Rechte und bei gleichen Voraussetzungen dieselben Chancen haben. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll gefördert werden. Eine gerechte Verteilung der Ressourcen und Belastungen ist anzustreben.
- Diskriminierungsverbot Niemand darf aufgrund bestimmter Merkmale diskriminiert werden.
- Existenzsicherung Ein menschenwürdiges Leben ist frei von Armut. Die Existenzsicherung soll in erster Linie durch die bezahlte Erwerbsarbeit sichergestellt werden. Bedürftige Mitglieder der Gesellschaft erhalten Solidaritätsleistungen.
Definition
Das frei verfügbare Haushaltseinkommen entspricht dem jährlichen Gesamteinkommen aller Haushaltsmitglieder (inkl. bedarfsabhängiger Sozialleistungen) abzüglich der gebundenen Ausgaben (Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien, Krankheitskosten und Wohnkosten).
Weil die Lebenshaltungskosten nicht proportional zur Anzahl der im Haushalt wohnenden Personen ansteigen, wird das frei verfügbare Haushaltseinkommen mittels Äquivalenzskala auf einen Einpersonenhaushalt umgerechnet.
Um den Vergleich über die Zeit zu ermöglichen, wird das frei verfügbare Äquivalenzeinkommen teuerungsbereinigt ausgewiesen (Basis Dezember 2010).
Daten
Luzern:
Schweiz:
Analysen