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Eheringe (Trauringe) aus Rotgold oder Roségold bestehen aus einem mit Kupfer und gegebenfalls etwas Silber gestrecktem (verdünntem) Feingold. Durch Variationen in den einzelnen Bestandteilen lässt sich eine große Bandbreite an fein abgestuften Farbnuancen erzeugen. [bearbeiten]
Inhaltsverzeichnis:
Geschichte: Rotgold und Roségold
Russengold
Anfang des 19. Jahrhunderts entstand vor allem in Russland eine große Vorliebe für Eheringe (Trauringe) und Schmuck aus Roségold, wobei die Benennung Russengold mit dem ungebräuchlichen Feingehalt von 583‰ = 14kt entstand.
Türkengold
In der Türkei genießt Rotgold ein großes Ansehen für Eheringe (Trauringe) und Schmuck und wird bis heute gerne als Türkengold bezeichnet.
Crown Gold
In Großbritannien wurde Roségold im Jahr 1526 von Henry VIII eingeführt und lange Zeit für Goldmünzen verwendet. Crown Gold ist ein Roségold, das mit dem alleinigen Legierungspartner Kupfer eine sehr zarte Rotfärbung aufweist mit 916‰ = 22kt.
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Rotgold & Roségold: Zusammensetzung
Verantwortlich für die rötliche Farbe von Rotgold & Roségold ist der Metallzusatz von Kupfer, der mit Feingold legiert wird. Ein hoher Kupferanteil verleiht der Goldlegierung also die warme kupferähnliche Farbe und eine härtere Beschaffenheit des Endproduktes wie Eheringe (Trauringe) und Schmuck. Oft werden geringe Mengen an Silber zugesetzt, um die Verarbeitungseigenschaften für Goldschmiede und Schmuckindustrien in der Herstellung von Eheringen (Trauringen) und Schmuck zu verbessern.
Der Kupferanteil muss wesentlich größer sein als der Silberanteil, um die warme rötliche Goldlegierung zu erreichen. Ein zu großer Kupferanteil hingegen neigt zu oxidieren (verfärben), wobei verantwortungsvolle Goldschmiede und Schmuckindustrien in Deutschland, Schweiz und Österreich ein Rotgold oder Roségold unter 583‰ = 14kt weitgehend meiden.
Besonders kostbar ist das Roségold mit einem geringen Kupferanteil und hohem Goldanteil, welches eine lachsfarbene Rotfärbung aufweist. Zu einem qualitativ hochwertigen Roségold wird Silber oder gar Palladium legiert, um zusätzlich zu entfärben, die Verarbeitungseigenschaften zu verbessern und eine Korrosion zu verhindern.
Der Feingoldgehalt auf dem Markt bewegt sich zwischen 333‰ = 8kt und 750‰ = 18kt, wobei unter 583‰ = 14kt. weitgehend gemieden wird. [bearbeiten]