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Im späten 19. Jahrhundert hat Vietnam Kakao als potenzielles Cashcrop eingeführt - so auch in der Provinz Bên Tre. Allerdings blieb die Vermarktung erfolglos. In den frühen 80er Jahren hat das Land erneut versucht, im Kakaoanbaugeschäft Fuss zu fassen, als Russland sich für die Kakaobohnen interessierte. Doch die weltweiten politischen Veränderungen sorgten dafür, dass sich die Nachfrage für den frisch angepflanzten Kakao in Luft auflöste, noch bevor er erntereif war: Der Eiserne Vorhang fiel und die potenzielle Käuferschaft aus Russland verschwand von der Bildfläche.
Erst als um die Jahrtausendwende in China die Nachfrage nach Schokolade stieg, erlebte der Kakao in Vietnam seinen ersten Boom, denn grosse Firmen aus China begannen sich für Massenkakao aus dem nah gelegenen Vietnam zu interessierten.
Etwa zur gleichen Zeit wuchs auch die Nachfrage nach gutem, sogenannten Qualitäts-Kakao. So entwickelten sich die Plantagen in der Provinz Ben Tré, die noch Kakaobäume aus den 80er Jahren beheimateten, zu Plantagen mit Qualitätskakaobäumen.