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- Der Nobelpreis für Wirtschaft geht an William D. Nordhaus (USA) und Paul M. Romer (USA) für ihre Forschung zu ökologisch nachhaltigem Wirtschaftswachstum.
- Die Auszeichnung ist mit umgerechnet rund 980'000 Schweizer Franken dotiert.
- Sie wird gemeinsam mit den traditionellen Nobelpreisen am 10. Dezember in Stockholm verliehen.
Die Forschung von William D. Nordhaus und Paul M. Romer habe erheblich zu einem besseren Verständnis von nachhaltigem Wirtschaftswachstum im Zusammenhang mit Klimawandel und technischem Fortschritt beigetragen, erklärte die Akademie.
Beide Männer lehren an bekannten US-Universitäten. Der 1941 geborene Nordhaus ist Professor an der Yale University, Romer arbeitet an der Stern School of Business der New York University.
Schonendener Umgang mit natürlichen Ressourcen
William D. Nordhaus hat sich als Experte für Umwelt- und Klimaökonomie einen Namen gemacht. Dabei geht es etwa um die Frage, wie sich wirtschaftliches Wachstum mit einem möglichst effizienten und schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen kombinieren lässt.
Auch die Verbindungen zwischen Wirtschaft und Klima spielen eine grosse Rolle – Nordhaus konstruierte etwa spezielle Modelle, die die Wechselwirkungen beider Systeme untereinander analysieren. Er ist auch Mitglied der US-Wissenschaftsakademie und beriet das Parlament sowie die Regierung in Washington in vielen Wirtschaftsfragen.
Entwicklungsländer im Fokus
Paul M. Romer beschäftigte sich mit Problemen der Wirtschaft in Entwicklungsländern, den besonderen Effekten der Verstädterung auf das Wachstum dort, Folgen technischer Neuerungen sowie der Verteilung des wirtschaftlichen Wohlstands.
Während der Bekanntgabe des Preises gab sich Romer zuversichtlich, dass die Menschheit ihre CO2-Emissionen reduzieren könne. «Es ergeben sich dabei einige Einschränkungen. Aber wenn wir einmal damit anfangen und versuchen, weniger Kohlendioxid freizusetzen, werden wir erstaunt sein, dass es nicht so schwierig ist wie gedacht.»
Kein klassischer Nobelpreis
Der Wirtschaftspreis zählt – anders als die Auszeichnungen für Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden – nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Im Testament des schwedischen Industriellen Alfred Nobel taucht er nicht auf. Die schwedische Reichsbank stiftete den Preis erst 1968 im Gedenken an Nobel.
Seit der ersten Verleihung 1969 wurden vor allem Ökonomen aus den USA ausgezeichnet. Auch vergangenes Jahr zeichnete die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie den US-amerikanischen Forscher Richard Thaler für seine Arbeiten zur Verhaltensökonomie aus. Seine Forschung, so die Jury, habe bedeutsam zum Verständnis der Psychologie der Ökonomie beigetragen.
Die mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 980'000 Schweizer Franken) dotierte Auszeichnung wird gemeinsam mit den traditionellen Nobelpreisen am 10. Dezember – dem Todestag Nobels – in Stockholm verliehen.