Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/193715

<h2>SubmittedText<h2><p>Weil die Tarifpartner die Vertragsautonomie nicht nutzen, musste der Bundesrat bei Tarmed eingreifen. Insbesondere überhöhte technische Leistungen wurden gesenkt. Gemäss Medienberichten sollen sich unter anderem auch Katarakt-Operationen nicht mehr kostendeckend durchführen lassen.</p><p>Meine Fragen:</p><p>- Wie hoch ist die Abgeltung einer Katarakt-Operation vor und nach der Revision?</p><p>- Wie hoch sind die Effizienzgewinne seit Einführung von Tarmed?</p><p>- Welche Operationszeiten lagen dem alten und liegen dem neuen Tarif zugrunde?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat per 1. Januar 2018 gewisse Parameter in der Tarifstruktur Tarmed angepasst, um übertarifierte Leistungen zu korrigieren und die Tarifstruktur sachgerechter zu gestalten. Die Beurteilung der Effizienzgewinne seit Einführung des Tarmed kann hingegen nur mit detaillierten Kosten- und Leistungsdaten erfolgen. Diese liegen dem Bundesrat nicht vor. Für eine Kataraktoperation inkl. Implantation einer künstlichen Linse und Einsetzen eines Kapselspannringes war in der bisher gültigen und seit 2004 nicht mehr grundlegend revidierten Tarifstruktur über eine Stunde hinterlegt. Eine solche Operation dauert weniger als halb so lange. Die Leistung war entsprechend übertarifiert. Mit der Revision werden für die Kernpositionen noch 22 Minuten zuzüglich 11 Minuten für die Vor- und Nachbereitung abgegolten. Die Abgeltung für die Kompositionen beträgt seit 1. Januar 2018 rund 260 Taxpunkte (Reduktion von rund 67 Prozent im Vergleich zu vorher). Die gesamte Abgeltung für die Kataraktoperation (Kernposition und diverse weitere Leistungen für Vor- und Nachuntersuchungen, Material usw.) ist fallspezifisch und kann nur mithilfe von Abrechnungsdaten genau beziffert werden. </p>