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Blastfighter
Story:
Ex Cop Jake Sharp (Michael Sopkiw) wird aus dem Knast entlassen, wo er mehrere Jahre unschuldig sitzen musste. Nun hat er die Nase voll und will nichts mehr mit seinem ehemaligen Job oder Gewalt zu tun haben. Jake beschliesst sich, in die ruhige Wildnis zurückzuziehen um Ärger aus dem Weg zu gehen. Doch dort macht er die Bekanntschaft einer Gruppe von skrupellosen Wilderern, die ihm langsam aber sicher den Kampf ansagen. Jake lässt sich aber nicht beirren und schlägt zurück.
Meine Meinung:
Dies ist John Old jr.'s einziger Actionfilm, den er gedreht hat, soweit mir bekannt ist. Unter diesem Pseudonym versteckt sich natürlich Laberto Bava (Dämonen 1 + 2, Body Puzzle, Macabre), Sohn von Mario Bava, einem grossen italienischen Film-Regisseur, mit welchem sein Sohn leider nie mithalten konnte. Blastfighter ist ein schnell heruntergekurbelter aber sehr unterhaltsamer Actionfilm geworden, der mit schönen Drehorten, der nötigen Brutalität und den Charakteren gut zu überzeugen vermag. Unübersehbar ist aber die Tatsache, dass man hier heftig bei Rambo und Charles Bronson abgeguckt hat, aber darin waren die italienischen Filmemacher ja schon immer gut (z.B. Lucio Fulci mit seinem Woodoo). Für die Hauptrolle holte man sich Michael Sopkiw, den man leider viel zu wenig gesehen hat. Er spielt hier ganz ordentlich und verkörpert den starken Helden. Ihn kennt man sonst leider nur aus Amazonas, Der Monster-Hai (auch von Lamberto Bava) und aus Fireflash. Ihn in weiteren solchen Filmrollen zu sehen, wäre interessant und begrüssenswert gewesen. Der zweite bekannte Name, nämlich George Eastman (Man-Eater + Absurd, In der Gewalt der Zombies, Porno Holocaust, The New Barbarians), ist hier zwar souverän vertreten, allerdings nur in einer Nebenrolle. In der Rolle der Connie agiert die junge Valentina Forte, bekannt aus Cut and Run und sogar Michele Soavi (The Church, Dellamorte Dellamore, The Sect, Aquarius), einer der späteren Hoffnungsträger des ital. Films, ist in einer Rolle als Wilderer zu sehen. Die Actionszenen sind nett gemacht und zum Teil sehr blutig (gegen Ende der zweiten Filmhälfte), was Shoot-Outs betrifft. Da wunderte mich die italienische Freigabe "PER TUTTI" doch schon sehr!!! Der ital. typische Sound ist ebenfalls klasse und die Geschichte wartet auch mit mind. einer Überraschung auf, die man so nicht erwartet hätte (betrifft seine fast Tochter). Nur der Country Song, der mehrmals gespielt wird, natürlich zu ruhigen und Landschaftsaufnahmen, ist störend und echt zum Kotzen. Sonst für alle Fans von ital. Actionfilmen und B-Movies ein echter Tipp.
O: Blastfighter
Italien 1985
R: Lamberto Bava
D: Michael Sopkiw, George Eastman, Valentina Forte, Michele Soavi
Laufzeit der ital. DVD: k.A.
Fassungen: Gibt es bisher nur in Italien auf DVD. Der Film ist, wie ich es oben bereits thematisierte, komplett ungeschnitten und für Jedermann zugänglich. Extras hat es keine nennenswerten, dafür stimmt Bild und Ton. Die Italiener holen in letzter Zeit immer mehr aus ihren eigenen Filmen raus (viele Bullenfilme sind kaum zu toppen, was die Qualität angeht). Auch hier kann man nur sagen, dass das Bild klasse ist. Leider hat die DVD nur eine italienische Tonspur und keine englischen Untertitel (hat aber Ital. Untertitel). Für Fans, die den schon immer haben wollten, sicher ein Kauf wert, trotz fehlender Englischer Tonspur od. Untertitel.
Geschrieben von: MPAA
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