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Die Norwegian Maritime Authority (NMA), also die Schifffahrtsbehörde Norwegen, hat angekündigt, dass per 1. Januar 2020 neue Regeln für Passagierschiffe gelten, welche im Archipel Spitzbergen verkehren. Bislang konnten Zertifikaten und Sicherheitsstandards in den Gewässern Spitzbergens verkehren, was Norwegen inzwischen als Sicherheitsrisiko einstuft. Die neuen Regeln basieren deshalb primär darauf, dass die Schiffe den «Polarcode» der IMO (International Maritime Organisation) einhalten müssen, und gelten sowohl für norwegische wie auch für ausländische Schiffe.
Für Schiffe, welche bislang schon nach Spitzbergen verkehrten, aber den Polarcode nicht erfüllten, gibt es eine fünfjährige Übergangsperiode. Innerhalb dieser Frist müssen die Schiffe Modifizierungen bei Einrichtungen und Prozessen vornehmen, um den Polarcode einzuhalten. Im Rahmen von Treffen zwischen Reedereien und der NMA in Oslo und Longyearbyen wurde ein Modell entwickelt, welches die Umsetzung der neuen Regeln für alle Beteiligten akzeptabel gestaltet. Damit sind auch die norwegische Küstenwache und die lokalen Behörden von Spitzbergen gemeint. Schiffe, welche ein Sicherheitszertifikat haben, welches sich mit den 1974 erstellten SOLAS-Richtlinien (International Convention for the Safety of Life at Sea) decken, müssen sich kaum anpassen - allenfalls bei gewissen Prozessen.
Die neuen Regeln haben auch damit zu tun, dass der Schiffsverkehr in der Arktis in den letzten zehn Jahren massiv zugenommen hat. Im Jahr 2008 legten 24 Expeditionsschiffe mit 10'040 Passagieren und sowie 28 Kreuzfahrtschiffe mit total 28'697 Passagieren im Archipel an. 2018 waren es bereits 59 Expeditionsschiffe mit 21'000 Passagieren sowie zwar weniger Kreuzfahrtschiffe (15), dafür diese mit 45'900 Passagieren.