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Als Jakob Leder von Holderbank anfangs der 1890er Jahre ein stattliches Bauernhaus erbaute und von der Fuhrhalterei und dem kleinen Umschwung leben wollte, musste er erfahren, dass seine Familie davon nicht leben konnte. Die Belastung der Hypothekarzinsen war damals wie heute sehr gross. Darum gelangte er am 18. April 1898 mit einem Konzessionsgesuch für die Eröffnung einer Wirtschaft an die kantonalen Instanzen. Alle damaligen Auflagen konnten vorschriftsgemäss erfüllt werden. So wurden ihm am 7. Juli 1898 die gewünschten Bewilligungen erteilt.
Bereits 3 Jahre später musste aber ein neuer Besitzer gesucht werden. Die geschäftstüchtige Witwe Byland-Müri, die mit ihrem Ehemann von 1876-1879 in Veltheim den Bären geführt hatte, kaufte den Bauernbetrieb mit Wirtschaft. Im gleichen Jahr anno 1901 wurde die Wirtebewilligung auf die Witwe Byland übertragen. 1906 stellte sie auf Ersuchen einer Arbeiterorganisation den Baumgarten für eine nationale Kundgebung zur Verfügung. Eine damit verbundene Lotterie wurde nach einem beispiellosen "Papierkrieg" vom Regierungsrat abgewiesen.
Nach seiner Heirat übergab die Witwe Byland den Hof mit Wirtschaft ihrem 1883 geborenen Sohn Johann-Friedrich. Damit wurde eine neue Wirtegeneration aktenkundig. Die Bylands führten ihre Wirtschaft mit gutem Erfolg bis zum Tode seiner Frau im Jahre 1944. Mit Lina, der 1913 geborenen Tochter wuchs zu dieser Zeit bereits eine neue Wirtin heran. Während des Krieges war Lina der Mutter eine grosse Hilfe. Viele der damaligen Aktivdienst-Soldaten verbrachten ihre Abende in der gastfreundlichen Wirtschaft.
Am 30. Juli 1954 verkaufte der Besitzer Johann-Friedrich die renommierte Speisewirtschaft an seine Tochter Lina und ihren Ehemann Ernst Wernli, der allzu früh im Jahr 1962 verstarb. Die tüchtige Wirtin Lina führte die Wirtschaft bis kurz nach ihrer Wiederverheiratung im Jahr 1970 alleine weiter.
Nach der im gleichen Jahr durchgeführten Erbteilung ging die Gaststätte an die nächste Generation über. Der einzige Sohn Ernst und seine Ehefrau Hedwig übernahmen für die nächsten Jahre die Verantwortung für die Gaststätte. Bald darauf stellten sich die neuen Wirtsleute die Frage, ob der Landwirtschaftsbetrieb aufgegeben werden soll. Ernst Wernli war von seinem Vater zu wenig zur bäuerlichen Arbeit herangezogen worden. Er folgte dem Rat der Fachleute und baute die Scheune zu eine stattlichen Wirtschaft um. Im Jahr 1972 konnte in den neuen, heimeligen Räumlichkeiten "Antrinket" gefeiert werden. Auf dem Dach des Hauses leuchtete der neue Name "Restaurant Burehus" bis hinüber auf die Aarebrücke.
Der gut gelungene Umbau wäre finanziell tragbar gewesen, hätten bei Wirtsleute das gleiche Ziel verfolgt. Aber Ernst zog es in eine andere Richtung und es kam wie es kommen musste: nach 7 Wirtejahren kam das Aus. Ein Spekulat hatte den Braten gerochen. Die stattliche Gaststätte wurde von B. Vogel käuflich übernommen. Der grosse Baumgarten wurde als Bauland verkauft und die Wirtschaft verpachtet. Der Pächter Aldo Rohr konnte nach 6 Pachtjahren 1983 das von ihm mit bestem Fachwissen geführte Restaurant käuflich übernehmen und feiert dieses Jahr sein 37-jähriges Jubiläum auf dem Burehus.