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Ernst Cramer entwickelte in der Nachkriegszeit einen eigenen individuellen Stil, der in erster Linie modernen künstlerischen Gestaltungsprinzipien verpflichtet war. Er verstand es, moderne
Materialien (vor allem Beton) nach rationalen architektonischen Gesichtspunkten einzusetzen und gleichzeitig die Befreiung der Pflanze zu vertreten. Er wurde deshalb häufig von progressiven
Architekten und Bauherren beigezogen.An der G 59 in Zürich überraschte er mit einer abstrakt-geometrischen Gestaltung, die im Vorfeld der land art steht. Der Garten des Poeten besteht aus einem
spiralförmigen und vier pyramidenförmigen rasenbewachsenen Erdskulpturen sowie aus einer geometrischen Wasserfläche und einem ebensolchen Wegnetz. Mit dem Theatergarten an der IGA 1963 in Hamburg
wurde Cramer über die Landesgrenzen hinaus bekannt.