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Die «reichste» Bündner Gemeinde ist Ferrera. Ihr Ressourcenindex beträgt 422,4 Punkte. Dies entspricht einem Potenzial von 17'354 Franken pro Kopf. Die ressourcenschwächste Gemeinde ist Flerden, mit einem Index von 44,6 Punkten, wie die Behörden am Donnerstag in einem Communiqué schrieben.
Insgesamt zählt der Kanton 38 ressourcenstarke Gemeinden. Dazu zählen alle mit einem Index über 100 Punkten - dem kantonalen Mittelwert. 62 Gemeinden des Kantons zählen als ressourcenschwach. Darunter ist auch Chur, mit einem Index von 86,9 Punkten. Diese Gemeinden erhalten im Rahmen des Ressourcenausgleichs Geld. Im Fall von Chur sind dies rund 2,2 Millionen Franken. Alle zusammen erhalten 35,5 Millionen.
Die starken Gemeinden werden dabei mit dem gesetzlichen Minimum belastet, wie es weiter hiess. Trotzdem stieg die Summe der Belastung um 1,9 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr.
Weitere Ausgaben für Schulen und Soziales
Neben dem Ressourcenausgleich zählen auch der Gebirgs- und Schullastenausgleich (GLA), sowie der Ausgleich Soziales (SLA) zum kantonalen Finanzausgleich. Vom GLA profitieren Gemeinden, die wegen ihrer geografischen Lage und ihrer Schülerquote übermässig belastet sind. Im Kanton sind dies 49 Gemeinden, die meisten von ihnen liegen in den Regionen Surselva und Viamala. Sie erhalten 25 Millionen Franken aus der Kantonskasse.
Auch aus der Kantonskasse stammen die Beiträge für den SLA. Sie sind für die 12 Gemeinden vorgesehen, die im Bereich der materiellen Sozialhilfe überdurchschnittlich stark belastet sind. Auch hier ist Chur vertreten. In der Kantonshauptstadt wurden 2022 knapp über fünf Millionen Franken für Sozialleistungen aufgewendet. Aus dem SLA fliessen nun etwas über 190'000 Franken nach Chur. Insgesamt wird der SLA mit 350'000 Franken belastet.