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Wahrscheinlich gefällt mir der demütige Krieger von allen Kriegern am besten. Zum einen, weil ich gegen Gewalt bin und dieser Krieger alles andere als gewalttätig ist. Im Gegenteil, er verbeugt sich vor dir und vor dem, was höher ist als er. Er ist ein wunderschöner Widerspruch. Yoga ist ja immer wieder eine demütigende Erfahrung, weil wir an unsere Grenzen kommen und diese akzeptieren müssen. Weil wir immer wieder scheitern an unseren Ansprüchen. Zum Glück! Würden wir alles bekommen, was wir wollten, wir würden sehr arrogante Lebewesen werden. Wer mehr über Scheitern erfahren möchte, hier ein Buchtipp: Vom Glück des Scheiterns von Pema Chödrön.
Aber der demütige Krieger ist nicht nur für unser Ego, sondern auch für den Körper sehr wohltuend. Die Beine werden gestärkt, die inneren Hüften und die Schultern werden gedehnt.
So gehts:
Komm in den Krieger 2 und verwurzle dich mit dem Boden, indem du Kraft in deine Füsse und Beine bringst und deine Bauchmuskeln anspannst. Falte nun deine Hände hinter dem Rücken, atme ein und komm in eine leichte Rückbeuge, atme aus und beuge dich nach vorne. Der Kopf sollte in der Nähe deines vorderen Fusses sein. Zieh deine Arme jetzt gegen den Himmel. Mit jeder Ausatmung sinkst du tiefer in die Vorbeuge, ohne die Kraft in deinen Beinen und in deiner Mitte zu verlieren.
Komm langsam aus der Stellung heraus in die Berghaltung, spüre nach, und komm in den demütigen Krieger auf der anderen Seite.