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Was tun bei Problemen?
Glaubst du, dass du selbst Probleme mit einem Suchtmittel oder mit einem Verhalten hast?
Sich verkriechen bringt nichts: Es gibt immer eine Möglichkeit, eine schwierige Situation zu bewältigen. Sich verkriechen bringt allerdings nichts. Du selbst kannst reagieren und versuchen, deinen Konsum oder das problematische Verhalten zu stoppen oder mindestens zu bremsen. Es kann helfen, bestimmte Situationen – und auch Personen – mindestens vorläufig zu meiden und sich mit neuen oder wieder entdeckten Freizeitaktivitäten abzulenken. Wenn du trotzdem Schwierigkeiten hast, deinen Konsum oder ein bestimmtes Verhalten alleine in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, möglichst rasch Hilfe zu holen.
Wer kann helfen? Zum Beispiel Mutter, Vater, Gotte, Götti, Grosseltern, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter, Drogenberatungsstellen oder Lehrpersonen.
Sich an Menschen zu wenden, die helfen können, ist ein wichtiger Schritt. Man soll sich auf keinen Fall schämen, wenn man Hilfe braucht. Es ist richtig, zu reagieren und sich Unterstützung zu holen, damit es wieder besser geht!
Internetseiten von Fachstellen findest du unter der Rubrik „Links“. Du kannst dich auch an das Beratungsteam von pro juventute Telefon 147 wenden.
Mehr Informationen findest du auf der Website von Sucht Schweiz: www.suchtschweiz.ch
Glaubst du, dass jemand, den du kennst, ein Problem mit einem Suchtmittel oder mit einem Verhalten hat?
Dich nicht überfordern: Ob ein Suchtmittelkonsum oder ein Verhalten zu Problemen führt, ist oft schwer zu beurteilen. Wenn du befürchtest, dass eine dir bekannte Person solche Probleme haben könnte, kannst du verschiedene Dinge tun. Aber überfordere dich dabei nicht. Es ist nicht leicht, einem Menschen mit einem Suchtproblem zu helfen.
Was du tun kannst: Sprich mit der Person darüber, dass du dir Sorgen machst. „Ich habe in letzter Zeit beobachtet, dass…“, „Ich habe Angst, dass du...“. Mach keine Vorwürfe und stelle keine Forderungen. Indem du der Person sagst, dass du dich um sie sorgst, zeigst du ihr: Du bist mir wichtig, ich reagiere! Wenn diese Person selbst auch findet, ein Problem zu haben, kannst du zuhören und Anteil nehmen. Das ist schon viel! Das Problem zu lösen ist hingegen nicht deine Aufgabe. Dabei müssen andere helfen (Eltern, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter, Drogenfachpersonen). Manchmal braucht es einige Zeit, bis Betroffene wahrnehmen, dass sie ein Problem haben. Du kannst niemanden zwingen, sich Hilfe zu holen.
Kein Geheimnis daraus machen. Wenn du dir um jemanden Sorgen machst, solltest du das nicht für dich behalten. Ein solches Geheimnis kann sehr belastend sein und hilft niemandem weiter. Überleg dir, mit wem du darüber sprichst. Manchmal ist es wichtig und notwendig, dich einer erwachsenen Person anzuvertrauen. Wenn du diesen Schritt tust, teile zuerst der betroffenen Person mit, dass du dich an eine erwachsene Person wendest, und warum. Du kannst erklären, dass du als Freund/Freundin immer da sein wirst, aber dass du aus Sorge handelst. Es geht vor allem darum, dass du nicht für alles, was passieren könnte, Verantwortung tragen kannst.
Internetadressen von Fachstellen, die Hilfestellungen bieten, findest du unter der Rubrik „Links“. Du kannst dich auch an das Beratungsteam der pro juventute Telefonhilfe 147 wenden.
Mehr Informationen darüber, wie man helfen kann, findest du auf der Website von Sucht Schweiz: www.suchtschweiz.ch