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Wie erkenne ich einen Befall von Bettwanzen?
Bettwanzenbisse sind häufig die ersten Anzeichen ihrer Anwesenheit. Sie verursachen selten Schmerzen, ihr Speichel kann jedoch bei manchen Menschen zu Juckreiz und entzündeten Pusteln führen. Sie sind schwierig von Mückenstichen zu unterscheiden. Bei knapp 40 % der Bevölkerung verursacht ihr Biss keinerlei Reaktion, andere Individuen können leichte Hautreaktionen bis hin zu schweren allergischen Reaktionen erleiden. Meist vergehen 14 Tage und mehr zwischen einem Stich und dem Auftreten von Hautveränderungen. In der Regel treten die Hautreaktionen an exponierten Körperstellen auf (Hände, Arme, Gesicht, Beine etc.), manchmal gehäuft in 3 bis 4 linien- oder kurvenförmig verlaufenden Stichen.
Es ist wichtig, das Bett und die umliegenden Gegenstände zu untersuchen. Hier findet man die sichtbaren Zeichen, die auf das Vorhandensein von Bettwanzen hindeuten:
- Kleine schwarze Flecken (Ausscheidungen der Bettwanzen) oder Blut auf dem Bettlaken, der Matratze, dem Lattenrost, usw.
- In und um das Bett ist es auch möglich, tote oder lebende Bettwanzen, Überreste gehäuteter Bettwanzen oder Eier zu finden.
Zu Beginn eines Befalls verstecken sich Bettwanzen normalerweise in der Nähe der Person, die sie während des Schlafes stechen: auf der Matratze, dem Lattenrost, Kopfteil etc. Sobald der Befall zunimmt, können sich Wanzen an anderen Stellen im Schlafzimmer verteilen und sich anschliessend in andere Räume ausbreiten. Ein spezieller Geruch nach süsslichem Schimmel (Koriander) ist wahrnehmbar, jedoch nur bei starkem Befall.
Bettwanzen-Detektoren /-Fallen sind eine grosse Hilfe, wenn Sie wissen wollen, ob sich Bettwanzen eingenistet haben oder nicht.
Die möglichen Verstecke sind:
- Der Lattenrost, die Nähte und die Unterseite der Matratze, die Säume der Bettwaren;
- Das Kopfteil, Schlafzimmermöbel und Schubladen;
- Bekleidungsstücke, Rucksäcke oder Handtaschen und Koffer;
- Stühle, Rollstühle, Sofas und Überwürfe;
- Teppiche und Vorhänge;
- Leisten und Fenster- oder Türrahmen;
- Die Rückseite von Sockelleisten und Steckdosen;
- Wandteppiche, Rahmen und Poster;
- Risse in Putz, Holz oder Boden;
- Papiere, Bücher, Telefone, Radios und Uhren.
Wie gelangen sie ins eigene Heim?
Ende der 90er Jahre waren Bettwanzen nahezu völlig verschwunden. Unglücklicherweise ist dieser Schädling wieder aufgetaucht und vermehrt sich überall mit rasender Geschwindigkeit. Die wahrscheinlichen Ursachen sind:
- Internationale Reisen und Handel.
- Zugelassene Pestizide wurden verboten, ohne für Ersatz zu sorgen.
- Resistenz gegenüber bestimmten Pestiziden/Insektiziden.
Jeder läuft Gefahr, Bettwanzen nach Hause zu bringen. Einige Situationen wirken sich besonders günstig auf die Verbreitung von Bettwanzen aus:
- Häufige Umzüge;
- Reisen,
- Die Wiederverwendung von gebrauchten Gegenständen, zum Beispiel Kleidung oder Möbel.
Orte mit hohem Kontaminationsrisiko:
- Hotels
- Studentenwohnheime
- Altersheime
- Jugendherbergen
- Obdachlosenheime
- Öffentliche Transportmittel
Ein Wanzenbefall ist nicht auf schlechte Hygiene oder schlechte Pflege zurückzuführen. Es gibt auch Bettwanzen in den luxuriösesten Einrichtungen!
Auswirkungen
Ein Befall von Bettwanzen muss schnell behandelt werden. Verzögerungen können erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität haben.
Psychische und physische Konsequenzen:
- Schlafstörungen
- Ängste
- Nervöse, sogar depressive Zustände
- Gefühl von Unsicherheit
- Scham
- Soziale Isolation
- Wiederholtes Kratzen kann manchmal zu Hautinfektionen führen
Finanzielle Konsequenzen:
- Die Ausrottung einer Bettwanzenplage kann kostspielig sein.
- Schlechter Ruf (Hotels)