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Das Kabinett hat am 29. Februar 2008 das Ministerium für Bergbau und Energie beauftragt, Richtlinien für die Nutzung der Kernenergie in Namibia zu erarbeiten. Die Notwendigkeit neuer Stromerzeugungsquellen sei gegeben, da im südlichen Afrika vermutlich noch jahrelang eine Elektrizitätsknappheit vorherrschen werde, schreibt die Regierung im Kabinettsbeschluss. Die umfangreichen Uranreserven Namibias sollen auch im eigenen Land genutzt werden können. «Bevor Namibia entweder ein Kernkraftwerk oder eine Anreicherungsanlage bauen kann, benötigt das Land ein nukleares Regelwerk, das in Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation erarbeitet werden muss», heisst es laut Medienberichten im Beschluss.
Gesetz über Uranförderung
Die Bergbaukammer Namibias gab am 28. Februar 2008 die Bildung eines Uranverwaltungsausschusses bekannt. Dieser soll für die Uranbergbau-Industrie ein Rahmengesetz ausarbeiten. In Namibia befinden sich rund 7% der weltweit gesicherten Uranreserven. In der Rössing-Mine baut die britische Rio Tinto Group seit über 30 Jahren Uran ab. Von dort stammten im Jahr 2006 rund 8% der weltweiten Uranproduktion. Die zweite Mine des Landes, die Mine Langer Heinrich, wird von der australischen Paladin Resources Ltd. betrieben und hat die Förderung im März 2007 aufgenommen. Die Mine Trekkopje wird die dritte Uranmine Namibias werden. Betreiber ist das kanadische Uran- und Bergbauunternehmen UraMin, und die Produktion soll Mitte 2008 beginnen. Die UraMin ist ein Unternehmen der französischen Groupe Areva.
Quelle
D.S. nach «Allgemeine Zeitung» und «Namibian», Berichterstattung, 3. März, World Nuclear News, 4. März 2008 sowie UraMin