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Hilft Ausdauersport bei Bluthochdruck?
Schaut man sich in seinem persönlichen Umfeld um, wird man mit Sicherheit mindestens eine Person finden, die mindestens einmal in ihrem Leben unter Bluthochdruck gelitten hat oder noch leidet. Ärzte sprechen hier von einer Hypertonie. Diejenigen, die in Behandlung waren, erzählen meist, dass sie Beta Blocker einnehmen müssen, dass sie ihr Gewicht reduzieren müssen oder dass der Arzt meinte, dass sie sich mindestens 30 Minuten am Tag bewegen sollen. Was jedoch bedeutet Bluthochdruck für den Körper und was kann man dagegen tun?
Was versteht man unter Blutdruck und wie wird dieser gemessen?
Der Blutdruck besteht aus einem systolischen oberen Wert und einem diastolischen unteren Wert. Diese Werte werden im Rahmen einer Blutdruckmessung mittels einer Armmanschette gemessen. In ärztlichen Befunden findet man meist die Abkürzung RR für den Blutdruckwert. In der Medizin nutzt man den Blutdruckwert auf Höhe des Herzens, um eine Herz Diagnostik zu bekommen. Dazu erfolgt die Messung des Blutdrucks in der Regel am Oberarm, wo die Armmanschette um den nackten Oberarm gelegt und gleichmässig mit Luft aufgepumpt wird. Dadurch wird der Blutfluss für einen kurzen Moment unterbrochen. Auf dem Manometer kann man den aktuellen Druck sehen. Danach wird die Luft langsam abgelassen, und zwar bis der Luftdruck unter den systolischen Wert sinkt. Dies kann man durch ein Klopfen im Stethoskop hören. Dies ergibt dann den unteren Blutdruckwert. So erhält man zum Beispiel den Wert 120/80 mmHg. Neuere digitale Blutdruckmessgeräte führen diesen gesamten Vorgang vom Aufpumpen bis zum Luft ablassen automatisch durch. Im Laufe des Tages schwankt der Blutdruck deutlich, was gerade bei Sportlern sehr gut zu beobachten ist. Daher sollte für eine gute Diagnostik der Wert mehrmals am Tag gemessen werden.
Wann spricht man von einem zu hohen Blutdruck?
Generell kann man sagen, dass ein Wert knapp unter 120/80 mmHg bis zu 129/84 mmHg optimal ist. Werte im Bereich 130/85 mmHg bis 139/89 mmHg sind hochnormal. Von einer Hypertonie ist die Rede bei Werten ab 140/90 mmHg - wobei hier nochmals eine Unterteilung in drei Schweregrade erfolgt.
Wer ist meist von zu hohem Blutdruck betroffen?
Im Grunde genommen kann jeder einen zu hohen Blutdruck bekommen. Besondere Risikofaktoren sind jedoch Übergewicht, Rauchen, Stress, zu hoher Alkoholkonsum und Bewegungsmangel. Selbst das Alter und bestimmte genetische Faktoren können den Blutdruck beeinflussen. Vielfach wird auch ein zu hoher Konsum von Kochsalz mit dem hohen Blutdruck in Verbindung gebracht.
Warum kann ein zu hoher Blutdruck gefährlich sein?
Auf Dauer führt der zu hohe Blutdruck zu Gefässveränderungen, sodass es entweder zu einer mangelnden Durchblutung oder zu einer starken Belastung der Gefässe kommt. Langfristig kann dies zu Spätfolgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen, denn der Herzmuskel muss dauerhaft mehr arbeiten, damit das Blut durch den Körper gepumpt wird. Es kommt bei einem zu hohen Blutdruck zu den Symptomen starkes Schwitzen, Atembeschwerden, schlechter Schlaf, Kopfschmerzen und zu Herzbeschwerden.
Was kann man gegen zu hohen Blutdruck tun?
Der Arzt wird Medikamente verschreiben und möglichst zu einer Reduzierung des Gewichts raten. Ebenso sollte man auf Alkohol, Rauchen und zu fettes Essen verzichten.
Als Hausmittel haben sich bei einem hohen Bluthochdruck Bürstungen der Arme und Beine sowie Wechselduschen bewährt. Zu den blutdrucksenkenden Lebensmitteln zählen Bananen, Rote Bete, Datteln, Rosinen und Kartoffeln.
Ausdauertraining muss nicht zwingend bei Bluthochdruck helfen. Jedoch hilfreich ist eine regelmässige körperliche Bewegung, da hier die Blutgefässe mobil gehalten werden, was wiederum den Blutdruck auf natürliche Weise senkt. Optimal sind viermal die Woche mindestens 20 Minuten spazieren gehen oder im Fitnessstudio ein Ganzkörpertraining zu absolvieren.
Bildquelle: geraldoswald62 / pixabay.com