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Schimmelpilze können nur wachsen, wenn Materialoberflächen feucht sind. Liegt die Feuchtigkeit der Materialoberflächen der Aussenhülle wie Wände und Decken während einiger Tage um die 80% (relative Luftfeuchte) oder darüber, entwickeln sich aus den allgegenwärtigen Schimmelpilzsporen wuchernde Pilzbeläge. Schimmelpilzbefall kann nur dann dauerhaft vermieden werden, wenn die Ursache für die Feuchtigkeit beseitigt wird.
Da jedoch die Sporen nicht absterben, führt erneute Feuchtigkeit auch sofort wieder zu einem Wachstum. Am häufigsten führt Feuchtigkeit in Form von Kondensation (100% relative Feuchtigkeit) zu Schimmelpilzwachstum. In solchen Fällen ist die Temperatur der Raumoberflächen (z. B. bei Wärmebrücken oder ungedämmte Aussenwänden) zu niedrig oder die Feuchtigkeitsproduktion durch Duschen, Kochen, Befeuchten ist zu hoch.
Das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt, dass im Winter in Innenräumen die relative Raumluftfeuchtigkeit möglichst zwischen 30% und nicht über 50% liegen sollte. An sehr kalten Tagen sollte die Raumluftfeuchtigkeit nicht über 40% betragen. Diese Höchstwerte sollten besonders bei Gebäuden mit Baujahr vor 1980 ohne wärmetechnische Sanierung und bei älteren Gebäuden mit neuen Fenstern nicht überschritten werden. So kann Schimmelpilzbewuchs und Milbenwachstum vermieden und Emissionen von chemischen Stoffen wie Formaldehyd reduziert werden.