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Drymobius margaritiferus
Perlnatter, Juwelennatter (Schlegel 1837)
Der längliche Kopf setzt sich kaum vom Hals ab. Der Körper ist prächtig grün-blau gefärbt, mit gelben und weissen Punkten versehen und recht schlank, der Schwanz ist lang ausgezogen und gleicht einer Peitsche. Sie besitzt 9 Supralabialia, 11 Infralabialia und ein Loreal. Die schwach gekielten Dorsalschuppen umgeben die Rumpfmitte in 17 schrägen Reihen. Die Anzahl der Ventralia ist zwischen 146 und 152, die der geteilten Subkaudalia zwischen 88 und 91. Der Analschild ist geteilt. Länge: 70 bis 130 cm (L. Trutnau, 2002)
Lebensraum
Die Perlnatter hat ein sehr grosses Verbreitungsgebiet. Auf der Atlantikseite von Texas zu Costa Rica und an der Nordküste von Kolumbien. Auf der Pazifikseite kommen Perlnattern im Südlichen Sonora, Mexiko, südliches Mittelamerika bis Panama vor. Die Tiere sind im Tiefland allgegenwärtig. Dabei bevorzugen sie Waldausläufer, Abholzstellen, Aufforstungen, Uferstellen, Weideland und Strassengräben. Sie sind präsent im trockenen Tiefland sowie Feucht- und Nasswäldern, auch im Vorgebirgswäldern sind sie häufig anzutreffen. Eher selten findet man sie in Tiefgebirgswäldern. In allen diesen Vorkommensstellen gibt es unterschiedliche Klimabedingungen von Savannen über Feuchtwälder bis zum tropischen Regenwald. Daher muss man sehr genau wissen woher die Tiere kommen die man hält. Perlnattern sind vorwiegend Bodenbewohner die jedoch gut klettern können. Man trifft sie oft auch auf Sträuchern und Büschen an. Sie bevorzugt die Nähe von Wasser in Form von Bächen, Teiche oder auch Flüsse. Dabei handelt es sich immer um Lebensraum mit üppiger Vegetation, viel Farn, Sträucher und Büsche. Im Gegensatz zu Deutschen Literaturen fand ich bei Amerikanischer Literatur keine Hinweise, dass die Perlnatter auch im Gebirge vorkommen soll. Im Gegenteil, sie soll eine Tiefland- und Vorgebirgsbewohnerin sein die unter 1500 Meter ü. Meer lebt.
Anhand des Verhaltens unserer Tiere und der Tatsache, dass Kalifornien der Umschlagplatz für nach Europa war, vermuten wir, dass sie aus Mexiko, genauer aus Sonora kommen.
Die Nahrung besteht aus Fröschen, Kröten, Echsen, Vögel, Rattenbabys und kleinen Mäusen.
Nachzucht
Am 30.06.08 wurden 3 Eier gelegt, wovon wie 1 Junges durchgebracht haben. Leider hatte es starke Rückgradverkrümmungen, weshalb wir es eingeschläfert haben.
Am 05.08.2010 wurden wieder 3 Eier gelegt. Am 18.10.10 schlüpfte ein Tier selbständig aus dem Ei. Ein Ei ist abgestorben und im dritten Ei war das Baby nicht richtig entwickelt und verstarb im Ei.
Das eine Baby welches geschlüpft ist war 5,5 Gramm schwer. 9 Tage später hat es sich Gehäutet. Weitere Infos folgen.
Haltung und Zucht
Wir halten unsere Gruppe in einem grösseren Terrarium, dass eine Höhe von 80cm hat. Mit Ästen und Korkrinden habe ich ihnen Klettermöglichkeiten und Ablageflächen in der Höhe gemacht, damit sie sich auch bei Bedarf unter der Beleuchtung zusätzlich aufwärmen können. Die Klettermöglichkeit wird auch oft gebraucht. Als Bodengrund haben wir ein Gemisch aus Torfersatz und Sand genommen. Zusätzlich mit etwas Laub den Boden abdecken ergibt gute Verstecke. Viel Grünzeug für die Tarnung, damit die Tiere ruhiger werden hat sich auch erfüllt. Zusätzlich zu einer Schlupfbox aus Kunststoff haben wir noch Blumentöpfe, auf dem Kopf aufgestellt, im Terrarium verteilt. Zum Füttern kommt jede in so einen Blumentopf und dann das Futter hinein. Auch sonst werden die Töpfe gerne als Versteck gebraucht. Noch ein paar Rindenstücke am Boden, ein paar Steine als Höhle aufgebaut und ein grösseres Wasserbecken vervollständigen die Einrichtung.
Die Beleuchtungsdauer ist im Sommer 12 Stunden, die im Winter auf 8 Stunden reduziert wird. Die Tagestemperaturen im Sommer sind zwischen 24 und 30°, die in der Nacht bis auf 20- bis 22° C herunter gehen. Im Winter sind die Tageshöchstwerte bei 22 bis 28°, die in der Nacht bis auf 18° C fallen können. Auf eine Bodenheizung verzichten wir, damit wir eine grössere Nachtabsenkung erhalten. Wir machen auch keine Winterruhe. Die Perlnattern sind das ganze Jahr über aktiv. Sie haben auch keinen Zyklus betreffend Paarung und Eiablage, das gibt es das ganze Jahr durch. Das Wichtigste ist sicher noch die Feuchtigkeit. Wir können eine zu feuchte Haltung nicht empfehlen. Zwei mal die Woche mit lauwarmem Wasser das Terrarium einsprühen reicht unserer Meinung nach. Dauernder feuchter Untergrund ist für die Tiere ungesund.
Nach der Paarung dauert es ca. 60 Tage, bis sie zwischen 2 und 8 Eier ablegt. Bei einer Temperaturschwankung zwischen 22 und 28° C im Brutkasten dauert es zwischen 72 und 80 Tagen, bis die Jungen Schlüpfen. Die Länge der Babys variiert von 20 bis 35cm und das Gewicht von 5 bis 15 Gramm.
Erste Nachzuchten 2007
Am 30.06.07 hat unser Weibchen 3 Eier gelegt. Ein Ei hat sich jedoch schon sehr schnell verabschiedet und wurde braun. Im zweiten Ei hat sich ein Emryo nicht ganz fertig Entwickelt und ist abgestorben. Aus dem dritten Ei ist am 31.08.07, also nach 62 Tagen ein Junges geschlüpft. Das kleine war 25 cm lang und 4,7 gramm schwer. Die erste Häutung erfolgte am 04.09.07 an einem Stück. Leider hat es nie selbständig gefressen und zudem eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Auch das Stopfen mit Mäusebeine brachte nichts. Leider verstarb es nach ca. drei Monaten.