Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03200.jsonl.gz/671

- Angeblich ziehen mehrere Länder in Betracht, ihre Botschaften in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.
- Man sei deshalb mit mindestens zehn Ländern im Gespräch, sagte die stellvertretende Aussenministerin, Zipi Hotovely, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin zu verlegen, werde eine «Welle» ähnlicher Schritte auslösen, sagte Hotovely weiter.
Am Sonntag hatte Guatemala bekannt gegeben, seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Damit ist der zentralamerikanische Staat der erste, der dem Entscheid der USA folgt, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen.
In Guatemala leben zwar nur einige Hundert Juden, aber es war das erste Land in Lateinamerika, das Israel nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 anerkannte und zunächst in Jerusalem seine Botschaft eröffnete. Diese wurde später aus politischen Gründen nach Tel Aviv verlegt.
«Wir warten auf Euch hier in Jerusalem», sagte Netanjahu zu der geplanten Rückverlegung. Es gibt enge Beziehungen zwischen beiden Staaten, Israel unterstützte das mittelamerikanische Land zuletzt beim Bau einer Spezialklinik sowie im Agrar- und Umweltsektor.
UNO-Vollversammlung verurteilte Entscheidung mit Mehrheit
Am Donnerstag hatte die UNO-Vollversammlung die Entscheidung der USA mit deutlicher Mehrheit verurteilt. Für eine entsprechende, allerdings nicht-bindende Resolution stimmten 128 der 193 UNO-Mitgliedstaaten. Neun Staaten stimmten dagegen, 35 enthielten sich, 21 weitere Staaten blieben der Abstimmung fern.