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Die Patrouille des Glaciers ist in der Nacht auf Samstag erneut abgebrochen worden. Wieder spielte das Wetter den Teilnehmern des legendären Gletscherlaufs einen Streich. Diesmal sorgten die hohen Temperaturen für den Abbruch.
In der Nacht habe es nicht genügend abgekühlt, teilten die Organisatoren mit. Kontrollen hätten gezeigt, dass die Schneedecke nicht stabil genug sei, weshalb das Rennen kurz vor 4.30 Uhr wegen Schneebrettgefahr abgebrochen worden sei.
Am Freitagabend hatten sich in Zermatt ab 21 Uhr rund 420 Patrouillen auf den Weg durch Schnee und Eis gemacht. Sie wollten eigentlich das 53 Kilometer entfernte Verbier VS erreichen und dabei 8000 Höhenmeter Differenz überwinden.
Doch der zweite Lauf eines der härtesten Wettrennen im Skibergsteigen endete in der Nacht auf halber Strecke in Arolla VS. Patrouillen, die Arolla bereits in Richtung Verbier verlassen hatten, wurden zurückgerufen.
Keine Lawinen während des Rennens
Der Entscheid, das Rennen abzubrechen, sei aufgrund von Schneebewegungen erfolgt, die entlang der Strecke beobachtet worden seien, sagte Oberst David-André Beeler gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Während des Rennens seien keine Lawinen niedergegangen.
Die Teams, die sich nach dem Abbruch zuerst in Arolla versammelten und dann nach Verbier transferiert wurden, seien zwar enttäuscht, hätten aber Verständnis für die Entscheidung der Armee gezeigt, sagte Beeler. "Die Teilnehmer wissen um die Gefahren in den Bergen."
Trotz des Abbruchs wurde ein Klassement erstellt - dies anhand der Reihenfolge, in der die Equipen in Arolla eintrafen. Die spanisch-französische Patrouille BomBla-Jo hatte das Zwischenziel als erste erreicht - 2 Stunden und 54 Minuten nach dem Start in Zermatt.
Wetterpech
Bereits in der Nacht zum Donnerstag hatte die Patrouille des Glaciers wegen des Wetters abgebrochen werden müssen. Wegen Windes und dichten Nebels hatten 230 Patrouillen mit 850 Teilnehmern nach Zermatt umkehren müssen. Damit geht die Patrouille des Glaciers in diesem Jahr zu Ende, ohne dass ein Lauf regulär hätte beendet werden können.
Erst 1984 wurde wieder eine Patrouille des Glaciers gestartet. Seitdem findet der Gletscherlauf alle zwei Jahre statt. In diesem Jahr waren über 1500 Patrouillen mit über 4500 Teilnehmern aus 27 Ländern am Start, knapp die Hälfte davon waren gemäss den Organisatoren Militärpatrouillen.
SDA-ATS