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Unter Blowby versteht man das bei der Kompression in einem Verbrennungsmotor oder Kolbenverdichter an den Kolbenringen vom Arbeitsraum in den Triebwerksraum vorbeistreifende Gas. Er beträgt selbst bei optimaler Abdichtung ca. 0,5 % bis 2 % des gesamten Gasvolumens.
Im Falle des Verdichters wird dabei der erreichbare maximale Druck und die geförderte Menge geringer.
Eine der wichtigsten Aufgaben von Kolbenringen besteht darin, dass diese das Durchdringen von Verbrennungsgasen zwischen Kolben und Zylinderwand verhindern. In der Regel wird das durch 2 Kolbenringe, sogenannte Verdichtungsringe erreicht. (Siehe Bild links)
Die durch die Kolbenringe erwirkten Dichtsysteme arbeiten nicht zu 100% dicht. Dadurch gelangen immer wieder kleine Gasmengen, sogenanntes Blow-by-Gas an den Kolbenringen vorbei.
Ein übermäßiger Transfer dieser Gasmengen muss jedoch verhindert werden. Denn Ansonsten käme es zu Leistungsverlusten, Wärmeverlusten. Die Laufleistung des Zylinders würde dadurch verringert werden.
Die Scheibenbremse ist eine Bauform der Reibungsbremse, bei der die Verzögerung durch eine auf der Radnabe befestigte Bremsscheibe und den im Bremssattel liegenden Bremsklotz mit Bremsbelägen erzeugt wird. Sie ist inzwischen vor der Trommelbremse die häufigste Bauart bei Vespa Motorrollern und wird zunehmend auch als Fahrradbremse eingesetzt.
Beim Bremsen wird die kinetische Energie des Fahrzeuges mittels Reibung in Wärme umgewandelt. Der Abrieb in Form von Bremsstaub ist eine tribologische Verschleißerscheinung, die besonders an den vorderen Felgen in Form einer Staubschicht und Flugrost sichtbar wird.
Im Stahlblech der Seitenhaube unter der Sitzbank dieser Vespa P80X befindet sich eine Sicke. (Foto: Wespenblech Archiv)
Sicken sind manuell oder maschinell hergestellte rinnenförmige Vertiefungen in Blech, Zylindern, Rohren, Gefäßen, Drähten, Konservendosen usw., die zur Erhöhung der Steifigkeit von Einzelteilen oder Konstruktionen dienen, seltener zur optischen Aufwertung. Bei der Vespa kann man jedoch von einer optischen Aufwertung sprechen, da die Sicken gerade bei älteren Modellen einem speziellen Design unterlagen. Weiterlesen
Die Federvorspannung ist eine Einstellung am Stoßdämpfer, welche das Verhältnis zwischen Negativ- und Positivfederweg regelt.
Geamtfederweg
Mit Gesamtfederweg bezeichnet man den Federweg des Stoßdämpfers im entlasteten Zustand.
Negativfederweg
Als Negativfederweg bezeichnet man bei einem Stoßdämpfer den Federweg, den der Stoßdämpfer auf Grund von Rollergewicht (N1) und Fahrergewicht (N2) einsackt.
Positivfederweg
Als Positivfederweg bezeichnet man den im Fahrbetrieb verbleibenden restlichen Federweg. Der Positivfederweg ist also Gesamtfederweg – Negativfederweg.
Drop Bar für eine Vespa PX alt mit kleinem Tacho (Foto: Wespenblech Archiv)
Ein Dropbar für Vespa Schaltroller ist ein Sonderlenker, bei welchem der höchste Punkt in der Lenkermitte ist. Gegenüber dem originalen Lenker sind bei einem Drop Bar die Lenkerenden geneigt in Richtung Beinschild, oftmals in einer 20 bis 30 Grad Neigung.
Das Klingeln ist ein Geräusch, welches in einem Verbrennungsmotor entsteht, wenn es (oft schon durch geringe Fehler im Verbrennungsablauf) zu einer zusätzlichen Verbrennung kommt. Das dadurch induzierte Geräusch wird Klingeln (Klopfen) genannt.
Oftmals wird das Geräusch auch als metallisches Rasseln oder Knistern wahr genommen.
Enstehung des Klingelns
Es wird durch die Stosswellen erzeugt, die durch eine zusätzliche unkontrollierte Verbrennung hervorgerufen werden. Im Idealfall breitet sich die Flammfront im Gemisch von der Zündkerze kugelförmig aus. Diesen weichen Druckanstieg können spontane Verbrennungen im Endgas (siehe Endgas) stark stören. Beim Aufeinandertreffen der ersten – regulären – mit der zweiten Flammfront entstehen dann die Druckspitzen, die man von außen hören kann, und durch welche die Kolben und Kurbelwellenlager stark belastet werden.
Mögliche resultierende Schäden
Es kann bis zum Schmelzen des Kolbenbodens bzw, Kolbendaches kommen.
Ursachen für das Klingeln sind meist:
- ein zu früh gewählter Zündzeitpunkt
- eine zu hohe Verdichtung für die verwendete Benzinsorte
- Auch besteht in sehr Hubraumstarken Einzylindern mit langen Flammwegen eher die Gefahr von Selbstzündungen (eine Doppelzündung mit zwei Zündkerzen kann hier Abhilfe schaffen)
Die Oktanzahl ROZ (Research Oktan Zahl) ist ein Maß für die Klopffestigkeit eines Kraftstoffes. Je höher die Oktanzahl ist, desto klopffester ist auch der Sprit. Es werden garantierte Mindestoktanzahlen angegeben: Normal Bleifrei muss 91 ROZ, Super Bleifrei 95 ROZ und Super Plus 98 ROZ aufweisen.
Startseite › Wissen › Wespenblech Enzyklopädie › S › Stirnradgetriebe
Das Stirnradgetriebe ist eine Form des Getriebes, welche durch Stirnräder auf parallelen Achsen charakterisiert ist.
Das einstufige Stirnradgetriebe ist die einfachste Bauform. Es besteht aus zwei Wellen, auf denen je mindestens ein Zahnrad sitzt. Die außenverzahnten Zahnräder sind ineinander verzahnt. Es können jedoch durch Hinzufügen weiterer Zahnräder und Zwischenwellen mehrstufige Getriebe gebildet werden.
Verzahnung im Stirnradgetriebe
Im Eingriffspunkt wälzen die beiden Zähne vorwiegend aufeinander, gleiten aber auch geringfügig gegeneinander (Wälzgleiten)
Häufig werden in Stirnradgetrieben schräg verzahnte Zahnräder eingesetzt. Bei der Vespa sind die Zahnräder im Getriebe meist gerade verzahnt. Die Zähne der schräg verzahnten Zahnräder verlaufen nicht parallel zur Getriebeachse, sondern schräg dazu.
Neben der Gerad- und Schrägverzahnung gibt es noch die Pfeilverzahnung, bei welcher zwei Schrägverzahnungen nebeneinander angebracht werden. Diese wurden aber nicht in der Vespa verbaut.
Das Vespa Stirnradgetriebe
Stirnradgetriebe im Motor einer Vespa PX.
Die klassischen Vespa Schaltroller sind mit einem mehrstufigen Stirnradgetriebe ausgestattet. Bei der Vespa PX sind die Zahnräder auf 3 verschiedene Wellen verteilt:
- Antriebswelle
- Nebenwelle
- Kurbelwelle (Kupplungsritzel)
Die Drehzahl (auch Umdrehungsfrequenz oder Umlauffrequenz) ist eine Größe, die bei – vorzugsweise mechanischen – Drehbewegungen die Häufigkeit der Umdrehungen angibt. Sie ist beispielsweise eine wesentliche Eigenschaft bei der Kennzeichnung der Leistungsparameter für Motoren. Die Angabe erfolgt in der Technik meistens in Umdrehungen pro Minute (U/min).
Mit dem englischen Begriff ‘Largeframe’ (zu Deutsch ‘große Rahmen’) bezeichnet man die Vespa Motorroller, welche komplett abnehmbare Backen und serienmäßig 80 bis 200 ccm Motoren verbaut haben. Die Motoren haben einen liegenden Zylinder, den Vergaser oben auf dem Motor und die Kupplung auf der Kurbelwelle. Die entsprechenden Modellbezeichnungen sind VBA, VBB, VNB, Rally, Sprint, PX uvm.. Die Cosa ist ein Sonderfall, wird aber aufgrund der Motorähnlichkeit mit PX auch den Largeframes zugeordnet.