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Warum?
Wartet man zu lange, kommt mit der Wärme der Stoffwechsel des Baums in Gang und produziert einen klebrigen Saft, der aus der Anschnittstelle heraustropft. Wenn der Ast weiter nach oben wächst, läuft der Saft am Ast herunter und verklebt die darunterliegenden Knospen. Also auch keine Blütenblätter und somit keine Trauben.
Am meisten Trauben produziert der Baum, wenn der Ast waagerecht platziert wird. Deshalb bindet man den Trieb auch hangabwärts. Würde man ihn hangaufwärts oder gerade nach oben wachsen lassen, investiert der Baum ins Wachstum der Triebe. Richten sich die Triebe hangabwärts, wird die Fruchtbildung gefördert.
Mit dem "Runterbinden" haben die Trauben optimale Bedingungen, sich voll zu entfalten und hängen nicht auf den Boden herunter.
Im nächsten Jahr wird der alte Trieb entfernt und ein neuer Einjähriger an den Draht runtergebunden. Die einjährigen Triebe tragen jeweils am meisten Früchte. Bei optimalen Bedingungen kann es sein, dass unsere Pflanzen, die erst letztes Jahr gesetzt wurden, bereits dieses Jahr erste Trauben produzieren.