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Zur Spielzeiteröffnung
Wie kann man eine Oper komponieren, in der gar keine Worte vorkommen? Die Romanvorlage, welche die israelische Komponistin Chaya Czernowin verwendet hat, erklärt vieles. Es geht um die Traumata des Holocaust, den eine jüdische Familie überlebt hat, aber darüber nicht sprechen kann. Die Kammeroper „Pnima….Ins Innere“ nimmt explizit die Situation auf, dass ein traumatisierter Grossvater seinem Enkel nicht mitteilen kann, was ihm widerfahren ist; dieser Junge wiederum, irritiert durch die Sprachlosigkeit seiner Umgebung, entwirft sich sein eigenes Bild der schrecklichen Wahrheit, von der er nur Ahnungen hat. Wortlos bleibt auch er - aber nicht stumm.
Wahrscheinlich auch aufgrund dieser kühnen Vorlage wurde die Komponistin mit ihrer im Jahr 2000 uraufgeführten Oper schlagartig berühmt. Das Lucerne Festival hat sie nun für den Sommer 2013 als „composer-in-residence“ berufen und jetzt wird diese Oper als Koproduktion mit dem Luzerner Theater zur Spielzeiteröffnung am 29. August aufgeführt. Es wird ohne Zweifel eine ungewohnte und mutige Eröffnung werden, denn man fragt sich natürlich, wie singen die 4 Sänger ihre Partitur, wenn sie keinen Text, kein Libretto haben.
Um diese Schwierigkeit aufzufangen, hat sich das Luzerner Theater etwas Besonderes einfallen lassen. Der Dirigent der Aufführung Howard Arman spricht von der Bühne aus zum Publikum und gibt eine vierteilstündige Werkbetrachtung mit Klangbeispielen
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