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Gegensprechanlage
Heutzutage ist fast jedes Gebäude oder Haus, auch im privaten Bereich, mit einer Haussprechanlage ausgerüstet. Dabei handelt es sich um eine interne Fernsprechverbindung, die unter anderem auch zur Zutrittskontrolle und Personenidentifikation verwendet wird. Diese Kommunikation kann vom Eingangsbereich bis zum Hausinneren reichen oder auch von Raum zu Raum. Nicht selten werden diese Systeme auch an die Hausautomation angeschlossen.
Das zentrale Element einer Haussprechanlage, das Herzstück sozusagen, ist aber die Sprechanlage selbst. Diese besteht, sofern es sich nicht um ein dezentrales System handelt, aus einer Zentraleinrichtung und zwei oder mehreren Sprechstellen, den Endgeräten. Die Sprechverbindung wird dabei entweder über Hörer (wie bei einem Telefon), oder über eine Freisprechanlage (lautsprechend) hergestellt. Die Übertragung der Sprache erfolgt mittels elektrischer Signale. Diese können über drahtlosen Funk, über ein IP-Netz, über Kupferkabel oder Glasfaserkabel (Lichtwellenleiter) von Sprechstelle zu Sprechstelle transportiert werden.
Eine Haussprechanlage unterstützt dabei entweder eine gleichzeitige oder eine einseitige Kommunikationsform. Das bedeutet, dass bei einer durch Vollduplex unterstützten Sprechanlage alle beteiligten Personen (an den Sprechstellen) zur gleichen Zeit sprechen und hören können. Diese Variante ist mehr oder weniger Standard, vor allem im Bereich Eigenheim.
Eher selten trifft man auf eine Haussprechanlage, die es nur einer Person ermöglicht zu sprechen. Die anderen Kommunikationsteilnehmer übernehmen in der Zwischenzeit die Rolle der Zuhörer. Diese Sprechanlagen können via Knopfdruck den Sprachkanal aktivieren oder eine integrierte Sprachwaage kommt zum Einsatz: Diese erkennt, welcher Teilnehmer spricht und verteilt dementsprechend die Rollen - Sprecher und Hörer. Sollten mehrere Personen zeitgleich reden, wird derjenige freigeschaltet, der die lautesten „Töne“ anschlägt.
Speziell bei Häusern mit Gartenanlagen, also bei größeren Grundstücken, findet man häufig am Eingangstor auch eine Überwachungskamera. Diese ermöglicht es den Grundstücksbesitzern, die Personen am Eingang über einen kleinen Bildschirm, neben der Sprechanlage im Haus, zu beobachten bzw. zu erkennen.
Eine Haussprechanlage dient also im Wesentlichen der Zutrittskontrolle zu einem Anwesen oder einem Gebäude, kann aber auch hausintern verwendet werden: Man spart sich beispielsweise den Weg vom Keller in den ersten oder zweiten Stock.
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