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Frankreichs Trainer Didier Deschamps und sein Antipode Gareth Southgate strebten trotz der Affiche des Prestigeduells nicht mit jeder Konsequenz den Sieg an. Vielmehr nahmen sie in den Startaufstellungen fünf respektive sogar sechs Änderungen gegenüber den jüngsten WM-Qualifikationsspielen vor, die weder Frankreich (1:2 in Schweden) noch England (2:2 in Schottland) gewonnen hatten.
Eine der vielen Änderungen in Frankreichs Mannschaft war eine markante. Deschamps liess den hochbegabten Stürmer Kylian Mbappé von Meister Monaco - er bereitete später das 3:2 vor - von Anfang an spielen und mit Olivier Giroud eine wirksame Zweierspitze bilden.
Bei den Engländern arbeitete Stürmer Harry Kane von Tottenham weiter an seiner Unverzichtbarkeit. Nachdem er in Schottland in der Nachspielzeit das 2:2 erzielte hatte, machte er in Saint-Denis als Doppeltorschütze auf sich aufmerksam.
Nach einer kurz nach der Pause verhängten, strengen Roten Karte gegen Verteidiger Raphaël Varane - sie führte zu einem Foulpenalty, den Kane zum 2:2 nutzte - verpassten es die Engländer, ihre 45 Minuten dauernde Überzahl in den Sieg umzumünzen. Die Franzosen kamen in der zweiten Hälfte zu den weit besseren Chancen. Das mit einem wuchtigen Flachschuss von der Seite erzielte Siegestor des Dortmunders Ousmane Dembélé nach 78 Minuten war verdient.