Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/383

Die Bewohner dieser Region verliehen der archäologische Stätte den Namen La Pelota (der Ball) aufgrund der Lage in der Nähe eines rundlichen Hügels. Früher war der Ort auch bekannt als Cerro de la Cuchilla (Berg der Messerklinge).
Lage: 7 km von San Agustín, auf der Vereda la Chaquira
Erreichbarkeit: zu Fuß oder mit dem Pferd. Von Chaquira bis zu La Pelota sind es etwa 2 km. Auf dem Weg kann man vielseitige Vegetation und verschiedene landwirtschaftliche Produkte beobachten.
Historische Daten: Die Statuen wurden von Bauern entdeckt und anschließend von dem deutschen Ethnologen Konrad Theodor Preuss im Jahr 1913 erforscht.
Zwei Statuen befinden sich heute dort. Eine erinnert an den Adler der Mesita B, mit einer Schlange in seinen Klauen und in seinem Schnabel, vermutlich ein Symbol von Luft und Erde. Die andere Statue zeichnet sich durch ihren wilden Gesichtsausdruck und ihre Hände in Meditationsposition aus. Die Statuen befinden sich leider nicht mehr an ihrem ursprünglichen Ort.
Seinen Namen verdankt der Ort einer Pflanze (aus der Familie der Gräser), die in der Umgebung wächst und als Chaquira bezeichnet wird.
Lage: 2,5 km vom Ortszentrum von San Agustín entfernt, auf der Vereda la Chaquira.
Distanz: 1,5 km vonEl Tablón bis La Chaquira.
Höhe: 1750 m ü. NN
Historische Daten: Es ist nicht bekannt, wer diese behauenen Steine gefunden hat, sie finden aber bereits in Schriften aus der Kolonialzeit Erwähnung. Sie wurden im Jahr 1937 von Jose Perez de Barradas erforscht.
Geographische Daten: Auf dem Weg kann die vielfältige Flora und Fauna beobachtet werden. Die Stätte ist ein Ensemble aus vulkanischen Felsen, die sich am Ufer des Canyons des Flusses Magdalena befinden, zwischen der Cordillera Central und Oriental. In den Felsen gehauen findet man eine Reihe von Reliefen, die Figuren von Menschen und Tieren darstellen. Besonders auffällig sind drei große aufrechte Figuren, die in einen einzelnen Block gehauen sind und deren Arme und Beine zu den Seiten zeigen. Die Position steht in Beziehung zur Sonne und zum Fluss. Eine maskuline Figur schaut in Richtung Osten, eine weitere mit Kronen und Federschmuck in Richtung Norden und eine feminine Gestalt in Richtung Süden. Die drei betrachten den Fluss, der an dieser Stelle von Norden nach Süden fließt.
An dieser Stelle der Schlucht wurde ursprünglich Holz gesägt und es wurden viele Bretter entnommen, dies ist der Grund, warum die ansässige Bevölkerung der Gegend den Namen El Tablón (das Brett) gaben.
Lage: in 0,5 km Entfernung zum Ortszentrum von San Agustín, auf der Vereda el Tablón
Historische Daten: Der deutsche Archäologe Konrad Theodor Preuss erwähnte im Jahr 1913 den Fundort der der Skulpturen in der Nähe des Baches Tablón, der beim Cerro de la Pelota entspringt.
Preuss beschreibt die Orte als sehr verschieden, an einem entdeckte er viele Statuen, den anderen definierte er als Grabstätte mit unterschiedlichen Pavillons. Heute befinden sich dort fünf Statuen mit menschlichen und tierischen Repräsentationen. Eine davon, die allerdings nie beendet wurde, trägt Züge einer Raubkatze. Die Hauptfigur stellt eine weibliche Repräsentation dar, ihre Kleidung besteht aus einer Tunika, die den ganzen Körper bedeckt und auf eine Person von hohem Rang hindeutet.
Es wird vermutet, dass diese Gemeinschaft polytheistisch war: sie verehrten Sonne und Mond und jene Figur stellt wohl eine Mondgottheit dar. Die übrigen Figuren haben menschliche und tierische Gestalten, vermutlich religiöse Symbole, die mit dem Tod in Verbindung gebracht werden. Diese Skulpturen befinden sich nicht an ihrem ursprünglichen Ort, sie wurden auf einem kleinen Hügel gefunden, wenige Meter vom heutigen Standort entfernt.