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Die Geschichte der Tokyo-Monorail
Heute vor 57 Jahren, am 17. September 1964, wurde die Tokyo Monorail zwischen dem Flughafen Haneda und dem Bahnhof Hamamatsucho eröffnet. Im Anfangsjahr gab es noch keinen einzigen Zwischenhalt. Es war eine Nonstop-Verbindung direkt ins Stadtzentrum. Der grösste Teil der Strecke führte über Wasser. Erst später wurde in dieser Gegend Land aufgeschüttet. Die Tokyo Monorail war wie der Shinkansen ein Kind der Olympischen Spiele von 1964, die vom 10. bis 24. Oktober stattfanden.
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Keine zwanzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte sich Japan den ankommenden, internationalen Passagieren als zukunftsgerichtetes Land präsentieren. Die Monorail stand wie der Hochgeschwindigkeitszug für den Aufbruch in eine neue Ära und verlieh dem Land ein modernes Image. Bereits ab 1965 wurde die Tokyo Monorail kontinuierlich mit Zwischenstationen ergänzt. Heute bedient die Monorail insgesamt 11 Bahnhöfe und ist knapp 18 Kilometer lang. Die neueste Station befindet sich beim Terminal 3 und wurde 2010 eröffnet.
Ein wirtschaftlicher Erfolg
Die Baukosten beliefen sich auf damals hohe 21,1 Milliarden Yen. Der wirtschaftliche Erfolg stellte sich nicht sofort ein. Heute jedoch ist die Tokyo Monorail, die zur Mehrheit Bahnbetreiber JR East gehört, die mit Abstand erfolgreichste ihrer Art. Noch vor der Corona-Pandemie verzeichnete sie täglich rund 280’000 Passagiere und somit etwas mehr als 100 Millionen pro Jahr. An einem einzigen Wochentag verkehren bis zu 535 Verbindungen. Die schnellste Fahrzeit vom Terminal 1 bis nach Hamamatsucho dauerte gerade mal 16 Minuten.
Neben der Tokyo Monorail bietet auch die Keikyu Airport Line einen direkten Zugang vom Flughafen Haneda ins Zentrum von Tokio. Ausserdem will JR East bis 2029 mit einem neuen unterirdischen Tunnel eine direkte Zugverbindung von Haneda bis zum Bahnhof Tokio bauen (Asienspiegel berichtete).
Ein Land der Monorails
In den wirtschaftlichen Boom-Jahren investierte Japan viel in die Monorail-Technologie. In Städten und Vergnügungsparks wurden Einschienenbahnen in Betrieb genommen. Viele wurden wieder eingestellt, andere schlagen sich mehr schlecht als recht durch (Asienspiegel berichtete).
Zugleich ist die Tokyo Monorail nicht das einzige Beispiel einer erfolgreichen Einschienenbahn. Auch der Tama Monorail in Tokio und der Kitakyushu Monorail auf der Südinsel ist es gelungen, die Passagierzahlen kontinuierlich zu steigern. Im Norden Osakas verkehren gleich zwei Monorail-Strecken (eine Haupt- und eine Seitenlinie) über eine Gesamtlänge von 28 Kilometern. Sie ist damit die zweitlängste Einschienenbahn der Welt. Täglich wird sie von 130’000 Passagieren genutzt. Auch in Naha, der Hauptstadt von Okinawa, ist die Okinawa Urban Monorail ein wichtiges öffentliches Verkehrsmittel. Es handelt sich um die einzige Bahn der gesamten Präfektur Okinawa, die bis 1972 unter amerikanischer Besatzung war (Asienspiegel berichtete).
Der Standort des Endbahnhofs Hamamatsucho
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