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Über uns
Alles begann mit Johann Jakob Castell. Castell war ein Abkömmling jener Valser-Familien, die in den Wintermonaten auf Wanderschaft gingen, um fern der Heimat ihr Einkommen zu finden. Nachdem er sich durch seine Handelstätigkeiten in Schwyz etabliert hatte, wurde er 1716 ins Schwyzer Landrecht aufgenommen.
Zwei weitere grosse Promotoren des Unternehmens waren Salzdirektor Johann Jakob Castell III und dessen Schwiegersohn Josef Anton Schuler-Castell, die neben dem Tuchhandel auch ins Wein-, Käse- und Bankengeschäft einstiegen. Sie bauten ein Filialnetz mit Niederlassungen in Bellinzona, Magadino, Intra am Langensee und in Mailand auf.
Das Handelshaus importierte edle Tropfen aus Italien im Tausch gegen den beliebten Schweizer Käse. Castell-Schuler kauften Alpkäse in der Zentralschweiz und transportierten ihn über den Gotthard. Auf dem Rückweg brachten sie Wein, Reis, Branntwein, Honig, Salami und andere Lebensmittel ins Land. Da der Wein- und Käsehandel stetig wuchs, wurde das Tuchgeschäft um ca. 1820 aufgegeben.
Nach dem Bau der Gotthardpassstrasse 1830 und der Axenstrasse 1865 ging der Handelsumsatz deutlich zurück, und der Bau der Gotthard-Eisenbahnlinie 1872 – 1884 führte zu verstärkter Konkurrenz. Die Lager- und Geschäftshäuser im Tessin und in Italien wurden geschlossen und der Käsehandel schliesslich ganz eingestellt.
Mit den Brüdern Theodor und Anton Schuler übernahm gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine neue Generation das Geschäft. Sie erkannten die steigende Bedeutung des Weinhandels. Zu den Weinen aus Norditalien kamen welche aus Frankreich, Deutschland, Ungarn und natürlich der Schweiz. 1893 bauten sie eine grosse Kellerei in Seewen-Schwyz, wo sich noch heute der Hauptsitz der der SCHULER St. Jakobskellerei befindet.
1938 übernahm Jakob Schuler-Weber, der Vater des heutigen Patrons, den Traditionsbetrieb. Er importierte Weine aus Italien, Spanien, Portugal und Frankreich und war der erste Weinhändler, der eine automatische Abfüllanlage installierte. Ende der 1960er stiegen die Brüder Jakob Schuler-Bolfing, Toni und Robert Schuler in das Unternehmen ein. Toni wurde Chefoenologe und richtete ein eigenes Analyselabor zur Qualitätsprüfung ein. Jakob übernahm die Leitung in Marketing und Verkauf und wurde in den 1990er Jahren alleiniger Inhaber.
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