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Die Zürcher Staatsanwaltschaft führt gegen einen 59-jährigen Chirurgen ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Betrug. Die zuständige Staatsanwältin habe den Beschuldigten auch in Untersuchungshaft nehmen wollen, sagt Sprecherin Corinne Bouvard der «NZZ am Sonntag». Das Zwangsmassnahmengericht habe den Antrag aber abgelehnt.
Dem Arzt wird vorgeworfen, beruflich erfolgreiche Frauen umgarnt und ihnen Liebe vorgegaukelt, sie aber finanziell ausgenommen zu haben. Zur Zahl der Geschädigten und zur Deliktsumme machte Bouvard keine Angaben.
Fest steht, dass der Chirurg kein unbeschriebenes Blatt ist. Das Regionalgericht Bern-Mittelland hatte den Schweizer wegen Betrugs bereits im September 2013 zu einer teilbedingten Strafe von 30 Monaten verurteilt, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Er hatte zwischen 2008 und 2012 mit sieben Frauen Liebes- und Sex-Beziehungen unterhalten und ihnen (sowie anderen Geschädigten) 440'000 Franken abgenommen.
Die meisten der betrogenen Frauen waren beruflich erfolgreich. Der Chirurg, der sein Patent in den achtziger und seinen Facharzttitel in den neunziger Jahren erwarb, hat heute einen Wohnsitz am Zürichsee. Auf LinkedIn, einem Berufsnetzwerk im Internet, gibt er sich als selbständiger Arzt und Unternehmer aus. (dwi)
Am 2. Juni 1998 wurde der Konstrukteur der Omni Holding und Milliarden-Pleitier, der unter anderem auch die damalige Industrie-Ikone Bally in den Schmutz gezogen hatte, von seinem Fluchtort Bahamas an die Schweiz ausgeliefert. Rey wurden gewerbsmässiger Betrug, Urkundenfälschung und Konkursdelikte vorgeworfen. Die Strafe von vier Jahren Gefängnis blieb deutlich unter den vom Staatsanwalt geforderten zehn Jahren. Weitere Verfahren wegen gewerbsmässigen Betruges, Urkundenfälschung und betrügerischen Konkurses sind seit 2007 verjährt und wurden daher aufgehoben. Rey, der heute in London leben soll, hielt die Justiz jahrelang in Atem.