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Die Ukraine erweitert die Sanktionen gegen Russland, Selenskyj bedankt sich bei Deutschland und der Kiewer Geheimdienst räumt die Beteiligung am Anschlag auf die Krim-Brücke ein – hier ist das Nachtupdate.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Deutschland für die weitere Lieferung verschiedener Verteidigungsausrüstung und Waffen gedankt. Gestärkt würden dadurch die Flugabwehr und insgesamt die Verteidigungskraft gegen den russischen Terror, sagte Selenskyj in seiner am Samstag in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Details nannte er nicht. Er dankte auch Finnland für ein neues Verteidigungspaket sowie Kanada und Island.
Tragödie in China: Ein Wettbewerb zwischen zwei TikTok-Stars endet für einen von beiden tödlich.
Ein Artikel von
Ein chinesischer Influencer mit dem Künstlernamen «Sanqiange» (auf Deutsch «Bruder Dreitausend») ist tot aufgefunden worden, nachdem er in einem Live-Stream mindestens sieben Flaschen Schnaps getrunken hatte. Davon berichteten unter anderem CNN und BBC unter Berufung auf chinesische Medien.
Der 34-Jährige, dessen wahrer Name Wang Moufeng war, hatte vor seinem Tod an einem Wettbewerb mit einem anderen Influencer teilgenommen, der auf Douyin stattfand, der chinesischen Version von TikTok.
Der chinesische Schnaps Maotai Baijiu, den der Tiktoker getrunken haben soll.
Zwölf Stunden nach seinem Live-Stream wurde er tot in seiner Wohnung aufgefunden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei eine Alkoholvergiftung die Ursache, hiess es in den Berichten. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Dienstag.
Wang soll laut BBC mindestens sieben Flaschen des hochprozentigen chinesischen Schnapses Baijiu getrunken haben. Die Spirituose hat einen Alkoholgehalt zwischen 30 und 60 Prozent.
In Challenges auf Douyin wetten Influencer um virtuelle Belohnungen ihrer Zuschauer – meist Geld. Der Verlierer wird bestraft. Wang hatte den Berichten zufolge an vier sogenannten One-on-One-Battles teilgenommen. Er habe drei davon verloren und musste zur Strafe Baijiu trinken. Worum es bei dem Wettbewerb genau ging, wird in der Berichterstattung nicht erwähnt.
Tiktoker «Sanqiange» war bei seinen Followern beliebt.
«Als seine Familie ihn fand, war er bereits tot. Er hatte keine Chance auf eine Notfallbehandlung», wird ein Freund des Influencers bei Shangyou News zitiert. «Ich weiss nicht, wie viel er getrunken hatte, bevor ich einschaltete. Aber im letzten Teil des Videos sah ich, wie er drei Flaschen austrank, bevor er mit einer vierten begann», wird der Freund weiter zitiert.
Wang, der bis zu seinem Tod rund 44'000 Follower auf seinem Douyin-Account gehabt haben soll, kam aus der Provinz Jiangsu im Nordosten Chinas. Er war für Videos bekannt, in denen es um Alkohol ging – obwohl Alkoholkonsum auf der Plattform verboten ist. In der Vergangenheit war er deswegen immer wieder verbannt worden, konnte die Regeln aber umgehen, indem er immer wieder neue Profile anlegte.
Über den Vorfall wurde im chinesischen Internet viel diskutiert – unter anderem wegen Forderungen nach strengeren Vorschriften für die boomende Livestreaming-Industrie des Landes. Erst 2021 war der Influencer Yu Hailong gestorben, der durch exzessives Essen auf Douyin bekannt wurde. Auch sein Tod wurde mit seiner Arbeit auf der Plattform in Verbindung gebracht. In 2018 starb der Livestreamer «Dafei», der dafür bekannt war, vor laufender Kamera Alkohol und Speiseöl zu trinken, ebenfalls kurz nach einer Online-Übertragung. Am Samstag fand nun Wangs Beerdigung statt.
Verwendete Quellen:
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(t-online, aj)