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Die Schweiz bestreitet am Donnerstagabend in Kiew den Halbfinal des Eurovision Song Contest. Um bei Publikum und Jurys anzukommen, setzt die Berner Band Timebelle auf kulturelle Vielfalt.
Das Berner Wahrzeichen, der "Zytglogge" (Zeitglockenturm, auf Englisch "time bell"), bestimmte ihren Namen. Die Popgruppe aus der Schweizer Hauptstadt nennt sich – um ein Wortspiel mit dem französischen Wort für "schön" erweitert – "Timebelle". Sie gewann die schweizweite Ausscheidung und vertritt das Land am diesjährigen Eurovision Song Contest.
Am Zytglogge, beliebter Treffpunkt in der Berner Altstadt, trafen sich jeweils auch die Mitglieder der heutigen Band, als sie gemeinsam an der dortigen Kunsthochschule studierten. Von den fünf Originalmitgliedern sind heute noch die Sängerin Miruna Manescu, der Schlagzeuger Samuel Forster und der Pianist Emanuel Danil Andriescu dabei. Timebelle hatte bereits 2015 um einen Platz am Eurovision Song Contest gekämpft, in der nationalen Ausscheidung aber nur den 2. Platz erreicht.
Breit aufgestellt
Das Ziel der Band in Kiew: möglichst viele Jurys und Fernsehzuschauer aus allen teilnehmenden Ländern überzeugen. Um dies zu erreichen, setzte sie von Anfang an auf ihre Vielseitigkeit, besonders auf den multi-ethnischen Hintergrund ihrer Mitglieder. In der aktuellen Zusammensetzung sind dies rumänische, deutsche und ungarische Wurzeln.
Das könnte dem osteuropäischen Publikum gefallen, dessen Gewicht in den Wettbewerben der letzten Jahre entscheidend geworden ist. Bleibt abzuwarten, ob dies für die Schweiz ausreicht. Denn seit Einführung des Halbfinal-Systems 2004 schaffte sie es nur vier Mal in den Final (2005, 2006, 2011 et 2014).
Die Schweiz gewann den allerersten Wettbewerb 1956 mit dem Song "Refrain" von Lys Assia. Den zweiten Sieg für die Schweiz holte die Kanadierin Céline Dion 1988 mit dem Song "Ne partez pas sans moi".