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Geschichte des Hofgut Mapprach
Am 1. Mai 1747 erwarb der Basler Handelsmann und Banquier Johann Heinrich de Jacob Zaeslin den Alphof Mapprach. Vorbesitzer und Erbauer war Johannes Stöcklin-Huber, Pfarrer zu St. Theodor in Basel und Kilchberg/BL. Er hatter 1695 «under dem Weissenberg» eine Sennerei eingerichtet.
Zaeslin, der mit Eisengiessereien und im Salzhandel ein beträchtliches Vermögen erworben hatte, ging als Erbauer des Neuen Wenkens in Riehen in die Geschichte ein. Die guten Kontakte zum französischen Königshof inspirierten ihn zu seinem ursprünglich einstöckigen Maison de plaisance mit französischem Garten.
12 Jahre später kaufte er den Mapprach, einen Alphof, der seinen Haushalt mit Lebensmitteln und Holz versorgen sollte. Ob die Sehnsucht nach Natur und einfachem Leben, oder die Hoffnung, Steinkohle für seine Giessereinen in Niederschöntal zu finden, den Kauf beeinflussten, bleibe dahingestellt. Zaeslin erweiterte das ursprünglich zweigeschossige Wohnhaus mit seinen gotischen Fenstern um eine Fensterachse. Dies ist heute noch an den barocken Eichenfenstern und einer Laube nach Norden erkennbar.
Die Oekonomiegebäude, die unmittelbar an das Wohnhaus anschliessen, wurden mehrfach erweitert und umgebaut. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden im Südwesten des Hauses die «Schnäfelbude», der Rosstall und die Futterscheune, so dass sich eine Hofsituation bildete.
Das Wohngebäude erhielt 1898/99 das heutige Erscheinungsbild durch Aufstocken des Wohnteils mit Walmdach und den Ausbau des Dachgeschosses. Erstaunlicherweise war bereits 1839 eine Toilette mit Wasserspülung eingebaut worden.
Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts wurde nördlich des Wohnhauses eine stattliche Wagenremise gebaut. 1921 erhielt der Mapprach als einer der ersten Einzelhöfe im Baselbiet elektrisches Licht.
Im Jahr 1987 wurde das Wohnhaus und der gesamte Oekonomieteil mit grossem finanziellem Aufwand saniert und modernisiert.
2001 erfolgte die Aufnahme des Wohnhauses und der Parkanlage in das Inventar der geschützten Kulturdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft, nachdem bereits 1993 der Gesamtbestand an Hecken im Umfang von rund einem Hektar als von nationaler Bedeutung eingestuft und unter Naturschutz gestellt worden war.
Der Mapprach als stattliches Gebäude vereint Haus und Hof unter einem Dach. Charakteristisch ist die seit Jahrhunderten gelebte Verbindung von landwirtschaftlicher und urbaner Kultur. Sie verleiht dem Hofgut seine einmalige architektonische Prägung.