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- Donald Trumps Sprecherin Sarah Sanders verlässt zum Ende des Monats das Weisse Haus.
- Das teilte der US-Präsident auf Twitter mit.
Sanders ist die Tochter des republikanischen Politikers und Präsidentschaftsbewerbers Mike Huckabee. Sie war nach turbulenten Monaten auf Sean Spicer als Sprecherin des Weissen Hauses gefolgt.
Sanders gilt als umstritten. Die früher üblichen täglichen Briefings von Journalisten in der US-Hauptstadt fanden zuletzt kaum noch statt. Sanders fiel durch ihre fast bedingungslose Loyalität zu Trump auf.
Der 36-Jährigen wird vorgeworfen, laut den Untersuchungen des Sonderermittlers in der Russland-Affäre, Robert Mueller, mehrfach vor Journalisten die Unwahrheit gesagt zu haben. Dabei ging es unter anderem um die Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey. Angesichts dessen waren einzelne Rücktrittsforderungen gegen sie laut geworden.
Zweieinhalb Jahre im Weissen Haus
Sanders war schon im Wahlkampf für Trump unterwegs. Im Weissen Haus begann sie nicht vor dreieinhalb Jahren, wie Trump schreibt, sondern mit Beginn von Trumps Amtszeit im Januar 2017. Im Juli 2017 war sie dann als Sprecherin des Weissen Hauses auf Spicer gefolgt, der das Handtuch geworfen hatte. Sanders war davor Spicers Vertreterin.
«Ich bin Mutter, ich habe drei tolle Kinder», sagte Sanders nach Bekanntwerden ihres Ausscheidens. «Ich werde jetzt ein bisschen mehr Zeit mit ihnen verbringen.» Die Zeit im Weissen Haus lobte sie in höchsten Tönen. «Es war die Ehre meines Lebens.» Trump habe in den vergangenen zweieinhalb Jahren enorm viel erreicht.
Personalwechsl und Rücktritte
Seit dem Amtsantritt Trumps hat es im Apparat der US-Regierung viele Rauswürfe, Personalwechsel und Rücktritte gegeben. So hatte etwa im April Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen ihren Posten verlassen.
Zum Jahresende waren ausserdem Verteidigungsminister James Mattis und Trumps Stabschef John Kelly ausgeschieden. Im Bereich Kommunikation hatten auch unter anderem die Kommunikationschefs Hope Hicks und Anthony Scaramucci aufgegeben.
Trump-Beraterin Conway unter Beschuss
Das Weisse Haus hat die Forderung einer US-Aufsichtsbehörde zurückgewiesen, wonach Kellyanne Conway, eine Beraterin und enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump zurücktreten müsse. Das «Office of Special Counsel» ist eine Art Schiedsstelle für Personalangelegenheiten in der US-Regierung. Es wirft Conway vor, mit abfälligen Kommentaren über demokratische Präsidentschaftskandidaten gegen ein Gesetz aus dem Jahr 1939 verstossen zu haben. Dieses untersagt Bundesangestellten politische Kampagnen während der Arbeit. Ausgenommen sind davon einzig der Präsident und der Vize-Präsident. Die 52jährige Conway ist Juristin und wurde 2016 als republikanische Wahlkampfstrategin bekannt.