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Am 29. September 2019 geht die Sanierung des Gotschnatunnels mit der Wiederaufnahme der Bauarbeiten in die zweite Phase. Während der Bauarbeiten ist der Tunnel vollständig gesperrt und der Verkehr wird durch Klosters umgeleitet. Die Kosten für die Sanierung betragen rund 25 Millionen Franken.
Nachdem im Frühjahr die erste Etappe des Sanierungsprojektes abgeschlossen wurde, beginnt am 29. September die zweite Phase der Instandstellungsarbeiten. Bei der Wahl der Bauzeitfenster wurde darauf geachtet, dass diese in Zeiten mit möglichst geringem Verkehrsaufkommen gelegt werden (Nebensaison). Die zweite Etappe wird folglich per Mitte Dezember
beendet sein.
Während der Instandsetzung des Gotschnatunnel ist das Bauwerk komplett gesperrt. Der gesamte Verkehr wird durch Klosters umgeleitet. Damit die Belastung für Klosters möglichst gering wird, sind flankierende Massnahmen geplant. An vier Kreuzungen (Alte Bahnhof-, Monbieler-, Gotschna- und Doggilochstrasse) wird am Wochenende und zu Spitzenzeiten ein Verkehrsdienst den Verkehr regeln. Dies erhöht für alle Verkehrsteilnehmer die Sicherheit und optimiert zusätzlich den Verkehrsfluss.
Die Sanierung des Gotschnatunnels ist notwendig, da an der Fahrbahn Schäden in Form von Hebungen festgestellt wurden. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Gestein des Gotschnatunnels Anhydrit (Calciumsulfate) enthält. Kommt dieses Anhydrit mit Wasser in Kontakt, findet eine chemische Reaktion statt und es entsteht Gips. Diese Reaktion führt zu einer Vergrösserung auf das ca. 1.5-fache Volumen, und übt einen enormen Druck auf die Umgebung aus. Die Folge sind Schäden an der Fahrbahn, aber auch an Leitungen und teilweise im Bereich der Verankerungen.
Die schadhaften Abschnitte werden nun sorgfältig saniert. Nebst dem Ersatz der defekten Leitungen wird zwischen dem Felsen und der eigentlichen Betonröhre unter der Fahrbahn eine sogenannte Knautschzone eingebaut, welche allfällige Quellungen aufnimmt. Über der Knautschzone wird ein verstärktes Gewölbe eingebaut, welches der Hebung Widerstand leistet. Die aktuell feststellbaren Schäden an den «Deformationszonen» werden nachhaltig instandgesetzt, so dass deren Nutzung langfristig gesichert ist.