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Die Premiere der UEFA Nations League war für das Schweizer Nationalteam eine Erfolgsgeschichte. Sie gewann die Gruppe mit Belgien und Island und war damit mit England, Holland und Portugal im erlauchten Kreis, der im vergangenen Juni in Porto und Guimaraes die „Final Four“ ausrichteten.
Nun hat die UEFA beschlossen, dass die drei obersten Ligen in der Nations League künftig vier Gruppen à vier Teams umfassen werden. Das ist vor allem eine gute Nachricht für Deutschland, Kroatien, Polen und Island. Diese vier Teams waren als Gruppenletzte der bisherigen Dreiergruppen eigentlich in die Liga B abgestiegen und bleiben nun der höchsten Stufe erhalten. Die Aufstockung der Gruppen hat zur Folge, dass kaum mehr Raum für Testspiele bleiben wird. Zwischen September und November 2020 sind alle sechs Nationalmannschaftstermine für Spiele der UEFA Nations League reserviert.
Am 3. März 2020 werden in Amsterdam im Rahmen des UEFA-Kongresses die Gruppen für die UEFA Nations League der Periode 2020-2021 ausgelost. Die Schweiz ist als Nummer 4 der „Access List“ als Gruppenkopf gesetzt und kann als Nummer 2 Belgien, Frankreich, Spanien oder Italien, als Nummer 3 Bosnien, die Ukraine, Dänemark oder Schweden und als Nummer 4 Kroatien, Polen, Deutschland oder Island zugelost erhalten. Auch in den Vierergruppen wird sich nur der Sieger für die „Final Four“ 2021 qualifizieren, der letzte – dann aber auch wirklich – wird in die Liga B relegiert.
Die Ergebnisse aus der UEFA Nations League 2020 werden mutmasslich auch für die Bestückung der Lostöpfe für die WM-Qualifikation 2022 in Katar beigezogen. Erstmals gibt es für diese Endrunde keine zentrale Auslosung im Gastgeberland mehr, sondern alle Konförderationen legen ihren Modus und ihre Qualifikationstermine selbstständig fest. In Asien und Afrika etwa haben Anfang September dieses Jahres bereits die ersten Spiele der Vor-, resp. Hauptrunde begonnen.
Der Modus der UEFA ist noch nicht definitiv festgelegt. Die 54 Nationen werden in neun Sechsergruppen eingeteilt, die Gruppensieger schaffen direkt den Weg nach Katar, die acht besten Gruppenzweiten (oder eben die bestklassierten, nicht qualifizierten Teams aus der Nations League, analog Qualifikation EURO 2020) bestreiten dann noch Playoffs um die vier weiteren europäischen Plätez an der WM-Endrunde 2022.