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Das Wichtigste in Kürze
- Im September 2018 kam es im Tschad zu einem Dammbruch bei einer Glencore-Anlage.
- Abwasser geriet in einen Fluss, die Bevölkerung litt unter gesundheitlichen Problemen.
- Glencore soll die Probleme ignoriert haben, das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.
Im September 2018 kam es zur Katastrophe: Bei den Badila-Ölfeldern von Glencore im Tschad brach ein Erdwall, Abwasser geriet in den Fluss Nya Pende. Der Vorfall hatte schlimme Folgen, berichtet die «SonntagsZeitung» und beruft sich dabei auf einen Bericht der britischen Nichtregierungsorganisation Raid.
Gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung
Der betroffene Fluss wird von den Anwohnern fürs Baden, Waschen, oder Tränken der Tiere benutzt. Mindestens fünfzig Leute litten nach dem Dammbruch unter Verbrennungen oder Hautverletzungen. Auch Bauchschmerzen, Durchfall oder Sehstörungen sollen vorgekommen sein.
Dem Rohstoffkonzern wird vorgeworfen, die Probleme der Bevölkerung ignoriert zu haben. «Glencore verschloss vor Berichten über Dutzende von Verletzungen von Anwohnern die Augen. Und ignorierte die Beschwerden, als wären sie bedeutungslos», sagte Raid-Chefin Anneke Van Woudenberg.
Glencore widerspricht
Laut Glencore sei hauptsächlich Regenwasser freigesetzt worden, mit einer geringen Menge an aufbereitetem Wasser aus der Anlage. Das Speicherbecken sei nicht mehr benutzt, Fluss und Umland auf Chemikalien getestet worden. «Die Resultate haben keine Anzeichen dafür ergeben, dass ein Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko für die lokalen Gemeinden besteht», sagte das Unternehmen. Man habe noch in der Nacht des Zwischenfalls den Austausch mit den betroffenen Gemeinden gesucht.