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Die Familien Lombard, Odier und Hentsch sind mit der Schweizer Privatbank Lombard Odier & Co verbunden. Sie ist eine der ältesten Banken der Schweiz und besteht seit 1796. Sie konzentriert sich auf Vermögensverwaltung von wohlhabenden Kunden. Die Bank verwaltete Mitte 2021 ein Vermögen im Wert von 352 Milliarden Schweizer Franken (etwa 380 Milliarden US-Dollar). Im 19. Jahrhundert war Lombard Odier & Co auch eine erfolgreiche Investmentbank.
Die Schweiz gilt als eine der gefragtesten Steueroasen der Welt und belegte 2020 Platz 3 auf dem Schattenfinanzindex. Die Schweizer Banken verwalteten 2019 mehr als 27 Prozent der weltweiten grenzüberschreitenden Vermögenswerte und sind damit weltführend (Quelle). Die Schweizer Banken verwalten inzwischen über 8 Billionen US-Dollar (Quelle).
Die Familien Lombard und Odier gelten als zwei der reichsten Schweizer Bankiersfamilien. 2016 wurde ihr Vermögen auf 3 Milliarden Schweizer Franken (etwa 3,3 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle).
Die Lombard Familie war im 16. Jahrhundert von Italien in die Stadt Genf in der Schweiz emigriert. Sie waren Protestanten und mussten aufgrund der religiösen Verfolgung das katholische Italien verlassen. Ende des 18. Jahrhunderts gründeten sie in Genf zusammen mit der Hentsch Familie (ebenfalls Protestanten) eine Bank, aus der sich die heutige Bank Lombard Odier & Co entwickelte. Die Hentsch Familie war Mitte des 18. Jahrhunderts von Deutschland nach Genf emigriert.
Die Odier Familie lebte seit Beginn des 18. Jahrhunderts in Genf. Sie waren Hugenotten (französische Protestanten), die aufgrund der religiösen Verfolgung das katholische Frankreich verlassen mussten. Charles Odier (1804-1881) wurde 1830 Teilhaber der Lombard Bank und seither war die Odier Familie mit der Bank verbunden. Die hugenottischen Geschäftsleute spielten eine wichtige Rolle bei der Gründung des Bankwesens und der Uhrmacherei in der Schweiz.
Die Stadt Genf ist im Finanzwesen bekannt für ihre Privatbankiersfamilien. Dazu gehören schon seit über 150 Jahren die Familien Lombard, Odier, Hentsch, Pictet, Mirabaud und Bordier. Seit den 1960er Jahren hat sich auch die Rothschild Familie dazugesellt.
Jean Lombard (1875-1957) heiratete in die Mirabaud Familie (Quelle). Der Stammvater der Genfer Bankiersfamilie Mirabaud, Jacques Mirabaud (1784-1864), kam mütterlicherseits womöglich aus der Lombard Familie (Quelle). Der Sohn von Berthe Hentsch (1858-1939) heiratete in die Genfer Bankiersfamilie Pictet (Quelle). Die Pictet Familie gilt heute als die reichste Schweizer Bankiersfamilie. Die Pictet Familie heiratete 1910 in die Mirabaud Familie (Quelle).
1907 wurde die Schweizerische Nationalbank (Zentralbank der Schweiz) gegründet. Die Schweizer Zentralbank wird von einem Bankrat beaufsichtigt und kontrolliert. Alexis Lombard (1838-1918) gehörte 1907 dem ersten Bankrat an (Quelle). Léonard Hentsch (1918-1993) war ebenfalls im Bankrat der Zentralbank (Quelle: 1 und 2).
Lombard Familie
Jean-Gédéon Lombard (1763-1848) war der Stammvater der Bankiersfamilie Lombard. Er war Freimaurer. (Quelle) Die ersten Freimaurerlogen der Schweiz wurden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Briten in der Stadt Genf gegründet (Quelle).
2015 schloss sich die Lombard Familie mit der Schweizer Bankiersfamilie Landolt zusammen. 2020 besass die Lombard Familie zur Hälfte die Landolt Bank. Die Landolts sind Milliardäre und ihre Verwandtschaft ist mit den Schweizer Pharmaunternehmen Roche und Novartis verbunden, zwei der grössten Pharmakonzerne der Welt. 2021 schloss sich die Landolt Bank mit der französischen Privatbank ODDO BHF zusammen. Thierry Lombard und Pierre Landolt wurden Aktionäre und Partner in den Gremien der ODDO BHF Gruppe. (Quelle) Die Finanzgruppe wird von der französischen Bankiersfamilie Oddo kontrolliert. Deren Vermögen wurde 2021 auf 850 Millionen Euro (etwa 960 Millionen US-Dollar) geschätzt (Quelle). ODDO BHF verwaltet derzeit ein Vermögen im Wert von 125 Milliarden Euro (etwa 140 Milliarden US-Dollar) (Quelle).
Alexis Lombard (vor 1990 geboren) arbeitete für die Familienbank und gehört derzeit zur Führung von ODDO BHF. Er war Manager beim Schweizer Unternehmen Firmenich, einer der weltweit grössten Hersteller von Aromen und Duftstoffen. (Quelle) Das Unternehmen wird von der Schweizer Milliardärsfamilie Firmenich kontrolliert.
Der Ehemann von Marthe Lombard (1881-1954) kam mütterlicherseits aus der Wattenwyl Familie (Quelle). Die Wattenwyl Familie gehört bereits seit dem 15. Jahrhundert zur gesellschaftlichen Elite der Stadt Bern in der Schweiz.
Odier Familie
Die Bank Lombard Odier & Co ist nicht börsennotiert und befindet sich im Besitz einer Gruppe von Teilhabern. Patrick Odier ist seit 1986 Teilhaber der Bank. Er war von 2009 bis 2016 Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (Dachverband der Schweizer Banken). Er ist seit 2003 im Vorstand der Economiesuisse (Dachverband der Schweizer Wirtschaft). (Quelle)
Marcel Odier (1917-2016) war im Verwaltungsrat des Schweizer Finanzunternehmens Swiss Re. 2018 war Swiss Re das grösste Rückversicherungsunternehmen der Welt. Marcel Odier war im Verwaltungsrat von Nestlé. (Quelle) Nestlé ist eines der grössten Schweizer Unternehmen und der grösste Lebensmittelkonzern der Welt.
Inès Odier (1896-1980) heiratete einen Mann mit Familiennamen Planta, der demnach aus der Schweizer Uradelsfamilie Planta kommen könnte. (Quelle) Ihr Enkel ist der Bankmanager Renaud de Planta (*1963). (Quelle) Renaud de Planta ist derzeit Senior-Teilhaber der Schweizer Privatbank Pictet. Er kennt dadurch Marc und François Pictet aus der bereits erwähnten Genfer Bankiersfamilie Pictet. Renaud de Planta arbeitete für die Schweizer Grossbank UBS, die derzeit ein Vermögen im Wert von über vier Billionen US-Dollar verwaltet und damit die grösste Bank nach Vermögensverwaltung ist. Renaud de Planta arbeitete in London für die Bank Warburg Dillon Read, die zur UBS gehörte und aus Banken der Familien Warburg und Dillon entstand.
Der Schweizer Bankier Jean-Gabriel Eynard (1775-1863) war mit der Odier Familie verschwägert (Quelle). Seine Frau kam mütterlicherseits aus der oben erwähnten Pictet Familie (Quelle). Jean-Gabriel Eynard war Finanzberater von Marie-Louise von Bourbon, die aus der spanischen Königsfamilie kam und Königin von Etrurien war. Er war auch Finanzberater der italienischen Grossherzogin Elisa Baciocchi, die aus der Bonaparte Familie kam (die Familie von Kaiser Napoleon). Jean-Gabriel Eynard war 1841 Mitgründer der griechischen Nationalbank (die Zentralbank von Griechenland). Er war mit dem griechischen Grafen Ioannes Antonios Kapodistrias befreundet. Graf Kapodistrias und sein Bruder waren die ersten beiden Staatsoberhäupter von Griechenland nach dessen Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich im Jahr 1830. Jean-Gabriel Eynard wurde ein Finanzberater des neuen griechischen Staates. (Quelle)
Anmerkung: Graf Kapodistrias war Freimaurer, wie viele der führenden Köpfe der griechischen Unabhängigkeitsbewegung. Ioannis Kapodistrias war bereits 1811 an der Gründung einer Freimaurerloge in Russland beteiligt. 1813 war er in Paris, wo er zusammen mit Freimaurern die „Befreiung Griechenlands“ plante. 1821 begann schliesslich der Unabhängigkeitskrieg der Griechen gegen die fast 400-jährige Fremdherrschaft des Osmanischen Reiches. Die Freimaurer unterstützten die Revolution über ihr Netzwerk und mehrere Freimaurerlogen unterstützten die Revolutionäre finanziell. Die erste griechische Loge sowie die erste griechische Grossloge wurden von den italienischen Freimaurern gegründet. (Quelle)
Jacques Bidermann (1751-1817) kam mütterlicherseits aus der Odier Familie. Er war Finanzberater des französischen Aussenministeriums. Er war im internationalen Baumwollhandel aktiv und war Hauptinvestor der US-amerikanischen Schiesspulverfirma „EI du Pont de Nemours & Company“ (Quelle). Die Firma wurde von der Du Pont Familie gegründet. Die Du Ponts waren französische Protestanten, die 1799 in die USA emigriert waren. Aus ihrer Firma entwickelte sich einer der grössten Chemiekonzerne der Welt. Die Du Ponts sind heute Milliardäre und gehören schon seit über 150 Jahren zu den reichsten US-Amerikanern.
Übrigens: Pierre Samuel Du Pont hatte auch Kontakt zum Schweizer Isaak Iselin (Quelle). Die Iselin Familie gehörte zur gesellschaftlichen Elite der Stadt Basel in der Schweiz. Im 19. Jahrhundert wurden die Familien Lombard und Odier gemeinsam mit der Iselin Familie in den USA aktiv und die Iselin Bank war eine erfolgreiche Geschäftsbank in Nordamerika (Quelle: Kapitel 4). Isaak Iselin war 1761 Mitgründer der Helvetischen Gesellschaft. Sie war eine aufklärerische Vereinigung, in der Personen aus der Schweizer Elite vertreten waren. Viele kamen aus Patrizierfamilien. Die Schweizer Patrizier waren Familien, die ab dem 15. Jahrhundert in mehreren Kantonen der Schweiz die Macht monopolisierten. Viele der Mitglieder der Helvetischen Gesellschaft gehörten den Freimaurern an, ebenfalls eine aufklärerische Vereinigung (Quelle). Ehrenpräsident der Helvetischen Gesellschaft war Johann Heinrich Pestalozzi, ein Aufklärer, Politiker und Reformer (Quelle). Er war mit dem oben erwähnten Isaak Iselin befreundet (Quelle). Die Pestalozzi Familie war eine der führenden Familien der Schweizer Stadt Zürich. Johann Heinrich Pestalozzi war Mitglied des berühmten Illuminatenordens (Quelle: 1 und 2). Die Helvetische Gesellschaft wurde 1848 aufgelöst. Im selben Jahr wurde der heutige Bundesstaat Schweiz gegründet. 1844 war die schweizerische Freimaurergrossloge Alpina gegründet worden. Die Alpina Loge gilt bis heute als die führende Grossloge der Schweiz. Jonas Furrer war ein Mitgründer der Loge. Er wurde vier Jahre später, als die Schweiz gegründet wurde, der erste Bundespräsident des Landes. Auch der zweite Bundespräsident Henri Druey war Freimaurer. Der erste Grossmeister der Alpina Loge war Johann Jakob Hottinger. (Quelle: 1 und 2) Er war womöglich mit der Schweizer Bankiersfamilie Hottinger verwandt. Seine Mutter hatte den Familiennamen Landolt. Sie könnte demnach aus der Schweizer Bankiersfamilie Landolt kommen (die wie bereits erwähnt heute Kontakt zur Lombard Familie hat). Johann Jakob Hottinger heiratete in die Escher vom Glas Familie. (Quelle) Diese war vom 14. bis zum 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien der Schweiz. Alfred Escher vom Glas war der Gründer der Credit Suisse, die heute einer der grössten Vermögensverwalter der Welt ist. Sein Vater arbeitete für die französische Bank der Hottinger Familie (Quelle).
Hentsch Familie
Im Jahr 2002 fusionierte die Familienbank Lombard Odier & Co mit der Bank der Hentsch Familie. Die Familien waren bereits Ende des 18. Jahrhunderts geschäftlich verbunden, als die Cousins Henri Hentsch (1761-1835) und Jean-Gédéon Lombard gemeinsam eine Bank führten, aus der sich die heutige Lombard Odier & Co entwickelte (Quelle).
Hentsch in Frankreich
Der in Genf geborene Henri Hentsch (1761-1835) gründete 1796 den frühsten Vorläufer der heutigen Bank Lombard Odier & Co. Er wurde im französischen Finanzwesen aktiv. Sein Enkel, der in Genf geborene Édouard Hentsch (1829-1892), wurde einer der führenden Bankiers der französischen Finanzelite. Er war massgeblich an der Gründung der französischen Grossbanken Société Générale und BNP Paribas beteiligt, die heute zu den grössten Banken der Welt gehören. Édouard Hentsch gehörte zur protestantischen High Society in Frankreich, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts führende Bankiers und Industrielle hervorbrachte. Davor bestand die französische Elite fast nur aus Katholiken. Édouard Hentsch hatte auch engen Kontakt zu den führenden jüdischen Bankiers in Frankreich, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich zu grossem Einfluss kamen. Viele davon waren Einwanderer. Die meisten kamen aus Deutschland, aber auch aus Österreich und Italien.
Édouard Hentsch war 1863 Mitgründer und Direktor der „Nederlandsche Credit en Deposito Bank“ (NCDB), eine niederländische Bank (Quelle).
Anmerkung: Die NCDB wurde vom deutsch-jüdischen Bankier Louis-Raphaël Bischoffsheim gegründet und sein Neffe Henri Bamberger leitete sie. Bischoffsheim und Bamberger waren in Frankreich aktiv und standen in engem Kontakt zur jüdischen Bankiersfamilie Goldschmidt in Deutschland. Zu den Mitgründer der NCDB gehörten auch die adlig-jüdischen Bankiers Meyer-Joseph Cahen d’Anvers und Maurice de Hirsch sowie der christliche Bankier Alphonse Pinard (ein enger Geschäftspartner von Hentsch). Zu den Gründungsaktionären der NCDB gehörten die Banken von Bischoffsheim, Goldschmidt, Pinard sowie die französische Bank der Hentsch Familie und die Bank der jüdisch-adligen Königswärter Familie. Der niederländisch-jüdische Freimaurer Abraham Carel Wertheim war in der Führung der NCDB. (Quelle)
1872 fusionierte die NCDB mit der „Banque de Paris“. Die Banque der Paris bestand seit 1869 und wurde von den Bankiersfamilien Stern und Fould (jüdisch) und Goüin (christlich) kontrolliert. Édouard Hentsch war Direktor der Banque der Paris. Durch die Fusion der NCDB und der Banque de Paris entstand die „Banque de Paris et des Pays-Bas“ (Paribas), die sich zu einer der führenden Banken Frankreichs entwickelte. Édouard Hentsch war einer der ersten Direktoren der Paribas Bank. Zu den ersten Direktoren der Bank gehörten auch Henri Bamberger, Jacques Stern, Eugène Goüin und Edouard Fould (Quelle). Louis-Raphaël Bischoffsheim spielte eine Schlüsselrolle bei der Gründung der Paribas Bank (Quelle). Aus der Paribas Bank entwickelte sich die heutige BNP Paribas. 2020 war sie die grösste französische Bank und die neuntgrösste der Welt.
Édouard Hentsch wurde 1874 Vorsitzender der „Comptoir national d’escompte de Paris“. Sie ist eine der Vorläuferbanken der heutigen BNP Paribas. (Quelle)
Édouard Hentsch war 1864 Mitgründer der Société Générale, die sich schnell zu einer der grössten französischen Banken entwickelte. Zu den Mitgründern der Bank gehörten die bereits erwähnten Bankiers Alphonse Pinard und Louis-Raphaël Bischoffsheim. (Quelle: 1 und 2) Die berühmte Rothschild Familie war massgeblich an der Gründung beteiligt (Quelle: 1 und 2). Der erste Präsident der Bank kam aus der Schneider Familie (Quelle). Die Société Générale war 2020 die drittgrösste französische Bank und gehört zu den zwanzig grössten Banken der Welt.
Édouard Hentsch war 1875 Mitgründer und erster Präsident der Banque de l’Indochine, die er bis 1889 führte. Sie fungierte als Zentralbank für die französischen Kolonien im asiatisch-pazifischen Raum. (Quelle: 1 und 2)
Édouard Hentsch war Vorsitzender der Crédit foncier colonial. Die französische Bank wurde 1860 gegründet und war in den französischen Kolonien aktiv. Die Bank war mit der Bischoffsheim Familie verbunden. (Quelle)
Édouard Hentsch war Vorstandsmitglied von vielen Finanz- und Industrieunternehmen und war an der Gründung von Eisenbahnunternehmen beteiligt (Quelle). Während seines Lebens als europäischer Bankier leitete oder gründete Édouard Hentsch viele Unternehmen in Frankreich, der Schweiz und der österreichisch-ungarischen Monarchie (Quelle).
Hentsch in der Schweiz
Léonard Hentsch (1918-1993) führte die Bank der Hentsch Familie und war in der Führung der Schweizer Zentralbank. Nach der Liste von Kevin Dowling war er Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Die Lombard Familie soll ebenfalls Mitglied sein. (Quelle: Liste 1978 und 2010).
Bénédict Hentsch (*1948) war über 15 Jahre lang im Verwaltungsrat des Schweizer Finanzunternehmens Swiss Re. 2018 war Swiss Re das grösste Rückversicherungsunternehmen der Welt. Bénédict Hentsch war Vizepräsident der Swissair (Vorläufer der Swiss International Air Lines), die grösste Schweizer Fluggesellschaft. Er war in der Führung der Schweizer Zeitung Le Temps. (Quelle: 1 und 2)
Christophe Hentsch (*1958) war bis 2020 Teilhaber der Bank Lombard Odier & Co.
Teilhaber und Mitarbeiter der Bank
Zu den derzeitigen Teilhabern von Lombard Odier & Co gehören neben Patrick Odier unter anderem folgende Personen:
- Annika Falkengren. Die Schwedin wurde als eine der mächtigsten Managerinnen der Welt eingestuft. Sie traf die schwedische Königsfamilie. Sie kennt die Bankiersfamilie Wallenberg und war zwölf Jahre lang CEO der SEB (die Bank der Wallenbergs). Annika Falkengren war im Vorstand des Automobilkonzerns Volkswagen, das umsatzstärkste deutsche Unternehmen. Sie war im Vorstand des deutschen Finanzunternehmens Munich Re, das derzeit zweitgrösste Rückversicherungsunternehmen der Welt.
- Alexandre Zeller. Er war fast zehn Jahre im Verwaltungsrat von Maus Frères, das Unternehmen der schweizerisch-jüdischen Milliardärsfamilie Maus. Alexandre Zeller war im Verwaltungsrat der Schweizer Grossbank Credit Suisse und war Präsident von deren Schweizer Abteilung. Die Credit Suisse ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit mehr als 1,5 Billionen US-Dollar. Alexandre Zeller war Vorsitzender der SIX Group. Das Schweizer Unternehmen betreibt die Infrastruktur für die Finanzplätze in der Schweiz und in Spanien. Alexandre Zeller war CEO der Banque Cantonale Vaudoise, eine der grössten Schweizer Banken. Er war CEO der Schweizer Tochtergesellschaft der britischen Grossbank HSBC (die derzeit grösste europäische Bank). Er war zwölf Jahre im Vorstand von Kudelski, ein grosses Schweizer Technologieunternehmen.
- Arnaud Leclercq. Er war einer der ranghöchsten Manager bei der Credit Suisse. Mehrere der derzeitigen und ehemaligen Mitarbeiter der Lombard Bank arbeiteten für die Credit Suisse.
- Stéphane Monier. Er arbeitete fast acht Jahre für die Abu Dhabi Investment Authority, der Staatsfonds der Königsfamilie von Abu Dhabi. Der Staatsfonds verwaltet über eine halbe Billion US-Dollar.
Seit Anfang Mai 2021 ist Gilles Prince Vizepräsident von Lombard Odier & Co. Er arbeitete fast zwölf Jahre für die „Banque Privée Edmond de Rothschild“, zuletzt als CIO des Private Banking in der Schweiz. Die Bank gehört der Rothschild Familie und hat ihren Sitz in Genf. Die Rothschilds werden vermutlich Kontakte zu den Genfer Bankiersfamilien haben.
Serge Ledermann arbeitete von 2001 bis 2008 für Lombard Odier & Co. 2020 wurde er Direktor der Rothschild Bank. Er arbeitete auch für die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin.
Der Lombard-Mitarbeiter Lorenzo Bernasconi arbeitete in New York für die Rockefeller Foundation.
Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.