Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03466.jsonl.gz/1988

- In einer Chemiefabrik in Tarragona in der spanischen Region Katalonien ist es zu Explosionen und einem Brand gekommen.
- Die Zahl der Todesopfer hat sich auf drei erhöht, wie der katalanische Innenminister Miquel Buch bestätigte. Sieben Menschen wurden verletzt.
- Ein Mann kam 2.5 km entfernt ums Leben, als eine Metallplatte in seine Wohnung einschlug.
- Das betroffene Chemiewerk Iqoxe stellt hochentzündliches Ethylenoxid her. Es dient als Bestandteil von Reinigungsmitteln.
Nach einer Explosion im petrochemischen Industriegebiet La Canonja bei Tarragona, südwestlich von Barcelona, ist die Zahl der Toten am Mittwochabend auf drei gestiegen.
Ein Mann sei in einem Spital seinen schweren Verletzungen erlegen, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden.
Ein weiterer Mann war am Dienstagabend in der Nachbarstadt Torreforta ums leben gekommen, als sein Haus von einer 800 Kilogramm schweren Metallplatte getroffen wurde. Sie flog über zweieinhalb Kilometer weit durch die Luft flog, wie eine Animation, Link öffnet in einem neuen Fenster der Zeitung «El País» zeigt. Der Reaktordeckel traf den dritten Stock des Wohnblocks. Der Boden stürzte ein und die Trümmer stürzten in die Wohnung, in dem sich das Opfer befand.
Das dritte Todesopfer, ein vermisster Mitarbeiter des Chemiewerks, war in den Trümmern entdeckt worden. Bei der Explosion wurden laut der Regionalregierung mehrere Menschen verletzt.
Amtliche Warnung
Die katalanische Regionalregierung hatte kurz nach der Explosion vor möglichen gesundheitsschädlichen Dämpfen gewarnt. Dafür gebe es inzwischen aber keine Indizien, versicherte der Zivilschutz. Deshalb wurde nur für drei kleinere Vororte von Tarragona der Aufruf aufrechterhalten, nicht ins Freie zu gehen und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Das Problem sei dort aber der Rauch.
Die Ursache der Explosion kurz vor 19 Uhr ist noch unbekannt. Zu sehen war eine hohe Rauchwolke. Mehr als eine Stunde nach dem Unfall bekämpften gegen 30 Feuerwehrleute die Flammen und brachten den Brand unter Kontrolle.
Einziger Hersteller von Ethylenoxid in Spanienh1>
Das spanische Unternehmen Iqoxe, Link öffnet in einem neuen Fenster hat sich auf die Herstellung von Ethylenoxid, Glykol und deren Derivate spezialisiert.
Iqoxe ist der einzige Hersteller von Ethylenoxid in Spanien mit einer installierten Kapazität von 140'000 Tonnen pro Jahr. Ethylenoxid wird für die Herstellung von Reinigungs- und Lösungsmitteln verwendet. Glykol ist einer der wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Polyethylenterephthalat (PET), bestens bekannt als Kunststoff für Getränkeflaschen.