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Adventskalender 2016

Adventskalender am 24. Dezember: Radsportler und ihre Namens-Doppelgänger
|24.12.2016|

Wir stellen euch acht Nicht-Radsportler vor, zunächst ohne die Nennung ihrer Namen. Über einen Button könnt ihr euch jeweils Informationen zum gleichnamigen Radprofi anzeigen lassen, doch erst hinter dem zweiten Button versteckt sich die Auflösung mit dem gesuchten Namen.
Ein Heavy-Metal-Sänger ...
Unser erster Prominenter, der einen Namen mit einem bekannten Radsportler teilt, ist ein 1957 in Birminghamg geborener Rocksänger. Berühmt wurde er vor allem als Sänger der englischen Heavy-Metal-Band Black Sabbath, welche er von 1987 bis 1990 und nochmals von 1993 bis 1995 angehörte. Danach blieb er auch als Soloartist oder in Zusammenarbeit mit anderen Musikern und Bands präsent. Das bislang letzte Album, auf dem er als Leadsinger zu hören war, ist Giuntini Project IV aus dem Jahr 2013.
... und ein Weltklasse-Zeitfahrer
Der Radsportler mit demselben Namen wurde 1985 geboren, kurz bevor der Sänger erstmals bei Black Sabbath anfing. Seinen Einstieg ins Profi-Radsportgeschäft erlebte der ausgebildete Polizeimeister Ende 2005 als Stagiaire bei Gerolsteiner. Seine Spezialdisizplin, das Einzelzeitfahren, brachte ihm bis heute sechs Landes- und vier Weltmeistertitel ein.
Tony Martin
Es handelt sich hierbei natürlich um Tony Martin, was nicht nur der Name des in Cottbus geborenen Radprofis ist, sondern auch der Künstlername des als Anthony Philip Harford geborenen Musikers, der bei Black Sabbath nach Ozzy Osbourne die längste Zeitspanne als Sänger verbracht hat. Dass ausgerechnet derjenige Tony Martin auf zwei Rädern den Spitznamen „Panzerwagen“ trägt und der Heavy-Metal-Sänger dagegen „The Cat“ (die Katze) genannt wird, kann im ersten Moment durchaus ein wenig eigenartig wirken.
Ein Champions-League-Sieger ...
Dieser 1972 in Amadora geborene Fußballer schoss Portugal bei der Junioren-Weltmeisterschaft des Jahres 1991 mit dem entscheidenden Elfmeter zum Finalsieg über Brasilien und entwickelte sich später zu einem wichtigen Mitglied von Portugals „Goldener Generation“, die bei der Europameisterschaft 2004 im Finale gegen Griechenland knapp ihre Krönung verpasste. Er selbst wirkte in jenem Endspiel während der letzten halben Stunde mit. Auf Vereinsebene konnte der Gesuchte noch mehrere Titel feiern, u.a. die portugiesische Meisterschaft 1994 mit Benfica Lissabon und die italienische mit dem AC Mailand. Mit dem italienischen Club gewann er 2003 sogar die Champions League.
... und ein Straßenweltmeister
Des Champions-League-Siegers radsportlicher Namensvetter ist ebenfalls Portugiese, hat dem Fußballer allerdings etwas entscheidendes voraus – einen Titelgewinn als Profi im Nationaltrikot. 2013 wurde er Weltmeister im Straßenrennen. Im Regenbogentrikot gelang ihm 2014 dann der dritte Gesamtsieg in Folge bei der Tour de Suisse.
Rui Costa
Es war in Florenz, wo der eine Rui Costa Rad-Weltmeister wurde und in Florenz, wo der andere Rui Costa die längste Zeit seiner Karriere verbrachte. Von 1994 bis 2001 absolvierte der offensive Mittelfeldspieler beim AC Florenz 215 Spiele und erzielte 38 Tore. Im Jahr 2008 beendete er seine Karriere dort, wo sie auch begonnen hatte, bei Benfica Lissabon. Bei dem portugiesischen Spitzenclub ist er seitdem als Sportlicher Leiter einer der wichtigsten Entscheidungsträger.
Ein Bergsteiger ...
Der 1963 in Leicestershire geborene Brite hat sich als Extrembergsteiger einen Namen gemacht. Seine bedeutendste Leistung war 1985 die Erstbegehung der Westseite des Siula Grande, eines 6344 Meter hohen Anden-Gipfels in Peru. Dramatisch war der Abstieg, bei dem sein Begleiter Joe Simpson sich sein rechtes Bein brach. Beim Versuch, Simpson stufenweise per Seil den Berg hinab zu schaffen, kam es zu einer unvorhergesehen Situation, in welcher der Gesuchte das Seil durchtrennen und Simpson in eine Gletscherspalte stürzen lassen musste – sonst wären sie beide in den vermeintlich sicheren Tod gestürzt.
... und ein Vuelta-Etappensieger
Auch der Radsportler mit dem gleichen Namen ist ein Brite und fühlt sich in den Bergen wohl. 2016 war für ihn ein turbulentes, letztlich aber sehr erfolgreiches Jahr, denn nach Komplikationen durch eine fehlende Genehmigung für ein Asthamittel gewann er bei der Vuelta a España eine Etappe und schaffte es in die Top10 der Gesamtwertung.
Simon Yates
Die vom Orica-Mannschaftsarzt nicht beantragte Genehmigung für das Asthmamittel hatte für Simon Yates in der ersten Jahreshälfte eine mehrmonatige Sperre zur Folge – eine Geschichte, die auf Platz 10 in unserem Kuriositätenkabinett landete. Der Bergsteiger Simon Yates musste 1985 seinen tot geglaubten Partner Joe Simpson in den Bergen zurücklassen, der den Sturz jedoch überlebte und den Abstieg letztlich aus eigener Kraft bewältigen konnte.
Der Vater eines weltberühmten Getränks ...
Der Gesuchte ist ein Schotte, der 1805 das Licht der Welt erblickte. Nach dem Tod seines Vaters gaben der 14-jährige Junge und seine Mutter die Farm der Familie auf und eröffneten in Kilmarnock einen Gemischtwarenladen, in dem er mit dem Mischen von Whisky begann, wodurch er später große Berühmtheit erlangte. Nach dem eigenen Tod im Jahre 1857 übernahm sein Sohn Alexander die Geschäfte und setzte die Entwicklung des nach dem Erfinder benannten Whiskys zu einer internationalen Marke fort; heute ist er der meistverkaufte Scotch Whisky der Welt.
... und ein ehemaliger australischer Radprofi
Zu weitaus weniger Ruhm brachte es der Radsportler mit dem Whisky-Namen, der 1987 in Australien geboren wurde und dessen 2007 gestartete Karriere 2013 schon wieder zu Ende ging. 2010 bestritt er für das damalige ProTour-Team Footon-Servetto die Vuelta a España, wo er in einem Massensprint mal Zehnter wurde. In jener Saison erreichte er als Gesamtzweiter der Tour of Hainan hinter Valentin Iglinskiy auch das beste Resultat seiner Karriere.
Johnnie Walker
Mit dem mäßig erfolgreichen Radfahrer wird heutzutage kaum jemand den Namen Johnnie Walker in Verbindung setzen, aber die Whiskymarke erfreut sich weltweiter Bekannt- und Beliebtheit. Von dem nach John „Johnnie“ Walker benannten Whisky wurden 2015 169,2 Millionen Liter verkauft.
Ein Super-Bowl-Champion ...
Mit einem Gewicht von 122 Kilogramm bei 1,93 Meter Körpergröße hätte dieser Mann niemals Radprofi werden können, machte stattdessen aber Karriere im American Football. Der 1983 Geborene stand zwischen 2007 und 2011 bei insgesamt fünf NFL-Clubs unter Vertrag (New York Giants, New England Patriots, Detroit Lions, Buffalo Bills und Indianapolis Colts). Den größtmöglichen Erfolg erreichte er gleich im Februar 2008 mit den Giants: Im Super Bowl XLII gehörte der Tight End zur Startformation beim 17-zu-14-Sieg über die New England Patriots.
... und ein Etappensieger bei allen Grand Tours
Des Football-Spielers Radsport-Doppelgänger hatte auch gleich zu Beginn seiner Laufbahn einen großen Erfolg errungen, wurde Straßen-Weltmeister – allerdings noch in der U23-Klasse. 2010 gewann er einen Massensprint, in dem John Degenkolb Platz zwei belegte. Als Elite-Fahrer schaffte er er es bisher immerhin bei einer WM auf den zweiten Platz. Seine größten Erfolge gelangen ihm bislang bei den Grand Tours, er ist Etappensieger von Vuelta a España (2013 und 2014), Giro d'Italia (2014 und 2015) und auch Tour de France (2016).
Michael Matthews
Bei dem Radsportler handelt es sich natürlich um den Australier Michael Matthews, der bei Giro und Vuelta auch schon jeweils das Leadertrikot trug, was ihm nur bei der Tour noch nicht vergönnt war. Vize-Weltmeister war er 2015 in Richmond beim ersten Triumph von Peter Sagan.
Ein Titanic-Hauptdarsteller ...
Diesmal geht es um einen Schauspieler, der eine seiner ersten großen Rollen im Film „Titanic“ hatte – aber nein, es geht nicht um Leonardo DiCaprio und den Blockbuster von 1997, sondern die Version von 1953, in welcher der 1930 Geborene die Rolle des aus ärmlichen Verhältnissen Stammenden spielt, der sich in die Tocher einer wohlhabenden Familie verliebt. Große Bekanntheit erlangte er u.a auch durch Hauptrollen in den TV-Serien It Takes a Thief (1968-70), Switch (1975-78) und Hart to Hart (1979-84). Einem etwas jüngerem Publikum könnte er als Number Two (Deutsch: Nummer Zwei), Handlanger von Dr. Evil, aus den Austin-Powers-Filmen in Erinnerung geblieben sein.
... und ein überraschender deutscher Meister
Der Radsportler mit dem Namen des erfahrenen Schauspielers wurde 1983 in Magdeburg geboren und begann seine Profi-Laufbahn 2006 beim Team Milram. Ein Jahrzehnt später steht er aktuell bei LottoNL-Jumbo unter Vertrag. Seinen größten Erfolg feierte er im Jahr 2011, als er bei der deutschen Meisterschaft im Massensprint die favorisierten Gerald Ciolek, John Degenkolb und André Greipel auf die Plätze zwei bis vier verwies und den Titel holte.
Robert Wagner
Die Rede ist von Robert Wagner, dessen aktuell letzter Sieg als Radprofi vom Juni 2013 datiert, als er den Prolog der Ster ZLM Toer gewann. Der US-Schauspieler Robert Wagner, dessen Großeltern väterlicherseits aus Deutschland stammten, ist auch mit über 80 Jahren noch im Film- und Fernsehgeschäft aktiv. In den letzten Jahren spielte er u.a. die wiederkehrende Rolle des Anthony diNozzo Senior in der Serie Navy CIS, davor war er auch für mehrere Folgen als Teddy Leopold in Two and a Half Men zu sehen.
Ein italienischer Erzbischof ...
Diese ist die historischste unter den hier vorgestellten Personen, wurde im Jahr 1290 geboren und verstarb 1354. Er entstammte einer Familie, welche vom 13. bis zum 15. Jahrhundert Mailand und die Lombardrei regierte und war selbst verantwortlich für eine signifikante Vergrößerung ihres Herrschaftsbereichs. 1331 wurde der Gesuchte Bischof von Novara, 1342 schließlich Erzbischof von Mailand und 1353 auch noch Doge des durch ihn annektierten Genua.
... und ein Gewinner des Giro-Bergtrikots
Fast 700 Jahre nach dem Erzbischof wurde 1983 in Turin ein Kind geboren, das zu einem Radfahrer heranwuchs, dessen Profi-Karriere 2005 bei Domina Vacanze startete. Zwei Jahre später wurde er bereits zum ersten Mal italienischer Meister. Nachdem er 2011 zum dritten Mal in Folge die Gesamtwertung der Europe Tour gewonnen hatte, verpflichtete ihn ein spanisches Topteam, für das er seine größten Erfolge beim Giro d'Italia feierte: zwei Etappensiege und den Gewinn des Bergtrikots.
Giovanni Visconti
Der heute 33-jährige Radprofi Giovanni Visconti, der 2017 neu bei Bahrain-Merida fahren wird, verbrachte die letzten fünf Saisons in Diensten des Teams Movistar. Seine beiden Giro-Etappensiege datieren aus 2013, das Bergtrikot holte er sich zwei Jahre später. Seine bisher beste Platzierung bei der Lombardei-Rundfahrt, dem wichtigsten Rennen jener Region, die früher von der Familie seine Namensdoppelgängers beherrscht wurde, war übrigens ein vierter Platz 2008.
Ein fiktiver Anti-Terror-Kämpfer ...
Im Gegensatz zu allen anderen Personen in diesem Beitrag handelt es sich bei unserem letzten prominenten Nicht-Radsportler nicht um eine reale Person, sondern eine Fernsehfigur. Der Gesuchte spielte die Hauptrolle in einer Actionserie aus den USA, die im deutschsprachigen Raum 2003 auf dem Sender RTL II debütierte. Es handelt sich um den Agenten einer Spezialeinheit, der in insgesamt acht Staffeln und 192 Folgen diverse Terrorakte zu verhindern versucht.
... und ein Etappensieger der Tour of Britain
Der reale Träger des gesuchten Namens ist ein 32-jähriger Neuseeländer, der seit 2012 für WorldTour-Mannschaften fährt; zunächst war er bei Garmin, dann bei Cannondale, 2017 wechselt er zu Quick-Step. Seinen letzten Sieg feierte er im September dieses Jahres, als er eine Etappe der Tour of Britain gewann.
Jack Bauer
Die Fernsehserie „24“ machte den Namen Jack Bauer in den 2000er Jahren zum Synonym für einen taffen Geheimagenten, der, nicht selten ohne Rücksicht auf Verluste, gegen terroristische Bedrohungen ankämpfte. Gespielt wurde die Rolle von Kiefer Sutherland, der dafür mit jeweils einem Emmy und Golden Globe ausgezeichnet wurde. Aufsehen erregte die Serie vor allem auch durch ihr neuartiges Konzept, die Stories „in Echtzeit“ zu erzählen – jeder der 24 Episoden einer Staffel erzählte die Ereignisse einer Stunde im Laufe des Tages, den die gesamte Handlung umfasste.

|24.12.2016|
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