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Der 75-jährige ist der Sohn des Dirigenten und Komponisten Richard Flury (1896-1967). Urs Joseph Flury habe sich als Violinist und Dirigent besonders den Werken von Solothurner Komponisten gewidmet, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Mittwoch mit.
Dazu bemühte sich Flury auch um die Bearbeitung und Rekonstruktion von wenig bekannten Kompositionen. Er brachte er unter anderem musikalische Werke des Philosophen Jean-Jacques Rousseau, des Clowns Grock und des österreichischen Dramatikers Arthur Schnitzler zur Aufführung.
Das eigene Schaffen von Flury umfasst neben Kammermusik- und Orchesterwerken auch Instrumentalkonzerte, Lieder, Chorwerke und kirchliche Messen. Sein kompositorisches Schaffen steht in der neuromantisch-impressionistischer Tradition, bewegt sich aber in einer eigenen Tonsprache.
Während Jahrzehnten wirkte Urs Joseph Flury an Schulen als Musiklehrer. Als Musikwissenschaftler ist er ein profunder Kenner der Musikgeschichte und Schweizer Musikszene. Die öffentliche Übergabefeier findet am 14. November im Stadttheater in Olten statt.
Bei dieser Feier dürfen weitere Solothurner Kulturschaffende je einen der mit 10'000 Franken dotierten Fachpreise entgegennehmen. Es sind dies Stephanie Bühlmann (Preis für Musik), Markus Egli (Preis für Kulturvermittlung), Stefan Feingold (Preis für Musik) und Stefan Jaeggi (Preis für Fotografie).
Weitere Fachpreise erhalten "Das narrativistische Literaturmagazin" (Preis für Literatur), Fraenzi Neuhaus (Preis für dreidimensionales Schaffen), Marcel Peltier (Preis für Malerei) und Katharina Rupp (Preis für Theater). Die Kulturvermittlerin Johanna Borner wird für ihr Engagement mit dem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Dieser ist ebenfalls mit 10'000 Franken dotiert.
(SDA)