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Im November 2014 und im November 2015 stellten leitende Angestellte des Oberamts des Saanebezirks fest, dass Geld fehlte. Beim ersten Mal handelte es sich um 1400 Franken, die in der Schalterkasse fehlten. Beim zweiten Mal waren 14 700 Franken aus einem Geldkoffer verschwunden. Erste Untersuchungen hatten ergeben, dass es sich um einen internen Diebstahl handeln musste, wie die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung schreibt. Die Polizei führte sodann 15 Verhöre durch: ohne Erfolg. Am vergangenen Mittwoch ist es ihr nun doch noch gelungen, die Täterin zu identifizieren. Wie Generalstaatsanwalt Fabien Gasser auf Anfrage erklärte, hat die betroffene Person im vergangenen September einen anonymen Brief mit einem Bild des Geldkofferschlüssels an das Oberamt geschickt. Die Polizei fand sodann heraus, mit welchem Gerät der Brief ausgedruckt worden war. Die Täterin war überführt. «Gegen die Frau ist seit einem Jahr eine Untersuchung im Gang. Der Druck auf sie war so gross, dass sie versuchen wollte, mit dem Brief den Verdacht auf eine dritte Person zu lenken», sagte Gasser. Fast wäre es der 29-jährigen Ex-Angestellten gelungen, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Denn das Verfahren drohte mangels Beweisen eingestellt zu werden. In Bezug auf das Tatmotiv zitierte Gasser sie mit den Worten: «Weil es so einfach ging.» Die Frau ist seit Januar 2016 nicht mehr für das Oberamt tätig.