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Frédéric Sauser wird 1887 in La Chaux-de-Fonds geboren. Nach einer unruhigen Kindheit wird er für seine Ausbildung nach Russland geschickt. Zurück in der Schweiz beginnt er ein Medizinstudium in Bern und lernt dort seine erste Frau Féla Poznanska kennen. 1911 schreibt er in New York Les Pâques. Anschliessend lässt er sich in Paris nieder, wo er den Text unter dem Pseudonym veröffentlicht, das er beibehalten wird: Blaise Cendrars. Er verkehrt mit Malern und im avantgardistischen Milieu. 1913 erscheint sein berühmtester Text: La Prose du Transsibérien et de la petite Jehanne de France. Während des Ersten Weltkriegs dient er freiwillig in der französischen Armee. 1915 wird er schwer verletzt – man amputiert ihm den rechten Arm.
Zurück im zivilen Leben widmet sich Cendrars dem Film und der Herausgeberschaft. 1917 lernt er seine zukünftige Muse Raymone Duchâteau kennen. Die 1920er-Jahre sind geprägt von der Veröffentlichung seiner letzten Gedichtsammlungen und von einer bedeutenden Produktion an Romanen. Cendrars reist ausserdem nach Brasilien. Im folgenden Jahrzehnt wendet er sich vermehrt der Reportage zu.
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs verpflichtet sich Cendrars als Kriegskorrespondent bei der britischen Armee und lässt sich später in Aix-en-Provence nieder. 1943 beginnt er mit der Arbeit an seinen «Memoiren, die keine Memoiren sind»: L’Homme foudroyé, La Main coupée, Bourlinguer und Le Lotissement du ciel. In diesen Werken verklärt er seine eigene Vergangenheit 1950 lässt er sich endgültig in Paris nieder und veröffentlicht 1956 seinen letzten Roman Emmène-moi au bout du monde… Er stirbt 1961, nachdem er den Grand Prix de la Ville de Paris erhalten hat.
Letzte Änderung 09.11.2020
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