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Das Wichtigste in Kürze
- Der Inselstaat war in diesem Jahr in eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise gestürzt und mangels Devisen im Mai zum ersten Mal zahlungsunfähig geworden.
Die Führung in Peking zögert Medienberichten zufolge aber damit, sich einer möglichen Umschuldung anzuschliessen. Der neue Präsident Ranil Wickremesinghe baue dennoch auf erneute Hilfe Chinas, während er seine Macht zu festigen und Unruhen in seinem Land zu unterdrücken versuche, schrieb «Nikkei Asia».
Wickremesinghe war am 20. Juli vom Parlament zum Nachfolger von Präsident Gotabaya Rajapaksa bestimmt worden, nachdem dieser infolge von Massenproteste ins Ausland geflohen war. Seit Beginn der Woche geht die Polizei gegen führende Köpfe der Protestbewegung vor. Der Ausnahmezustand wurde vom Parlament um einen Monat verlängert.
Sri Lankas Botschafter in China wies gegenüber «Nikkei Asia» Darstellungen zurück, seine Land sei in eine chinesische «Schuldenfalle» geraten. Lediglich etwa zehn Prozent der Auslandsschulden entfielen auf China, sagte er. Manche Experten halten diese Zahl jedoch für untertrieben. Der Botschafter versicherte indes, die Schulden bei internationalen Institutionen wie der Weltbank und der Asiatischen Entwicklungsbank seien viel höher als bei China.
Die Ratingagentur Fitch hatte zuvor geschrieben, die Verhandlungen über Hilfe vom Internationalen Währungsfonds könnten durch Sri Lankas Schulden bei China erschwert werden. China biete Entlastung bei hohen Krediten traditionell eher durch Stundungen wie Laufzeitverlängerungen als durch Abschreibungen an. Dieser Ansatz könne Verhandlungen mit anderen Gläubigern über eine Umschuldung erschweren, so die Agentur.