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Das Rachedrama «The Revenant - Der Rückkehrer» von Regisseur Alejandro González Iñárritu hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Zuvor hatte bereits der amerikanische Schauspieler Leonardo DiCaprio den Golden Globe als bester Drama-Darsteller für seine Leistung im brutalen Rachethriller gewonnen.
Es ist bereits die dritte vergoldete Weltkugel für den Hollywoodstar. 2014 wurde DiCaprio für die Finanzwelt-Satire «The Wolf of Wall Street» zum besten Komödien-Schauspieler gekürt. 2005 gewann er für seine Rolle in «Aviator» den Globe als Hauptdarsteller in einem Drama.
Der Preis für die beste Regie ging an den Mexikaner Alejandro González Iñárritu für «The Revenant». Der Film sei sein bisher schwierigster Film gewesen, sagte der 52-jährige Regisseur. Die Crew hätte unter extrem harten Bedingungen drehen müssen. «Aber Schmerzen sind vergänglich, ein Film ist für immer.» Mit ihm waren Tom McCarthy («Spotlight»), Todd Haynes («Carol»), Ridley Scott («Der Marsianer - Rettet Mark Watney») und George Miller («Mad Max: Fury Road») nominiert gewesen.
Das Weltraumepos «The Martian» von Regisseur Ridley Scott räumte den Golden Globe als beste Filmkomödie ab. Zuvor hatte bereits Filmstar Matt Damon den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie für seine Rolle in dem schwarzhumorigen Weltraumepos gewonnen. Darin spielt er einen Forscher, der alleine auf dem roten Planeten überleben muss.
Nach sieben Nominierungen war es Damons erster Globe-Gewinn als Schauspieler. Er hatte aber bereits eine Goldene Weltkugel als Drehbuchautor von «Good Will Hunting» (1998) bekommen. Damon setzte sich bei der 73. Globe-Verleihung in Beverly Hills gegen Steve Carell («The Big Short»), Christian Bale («The Big Short»), Mark Ruffalo («Infinitely Polar Bear») und Al Pacino («Danny Collins») durch.
Einen dritten Golden Globe gab es für Jennifer Lawrence: Die 25-jährige Amerikanerin wurde in der Nacht zum Montag in Beverly Hills zur besten Hauptdarstellerin in einer Komödie gekürt. In der Komödie «Joy - Alles ausser gewöhnlich» überzeugte sie als Selfmade-Geschäftsfrau. Sie hat bereits zwei Goldene Weltkugeln für «American Hustle» und «Silver Linings».
Zuvor hatte die britische Schauspielerin Kate Winslet die vierte Golden-Globe-Trophäe in ihrer Laufbahn gewonnen. Für ihre Rolle als loyale Mitarbeiterin von Apple-Mitbegründer Steve Jobs in «Steve Jobs» wurde sie in der Nacht zum Montag zur besten Nebendarstellerin gekürt. Mit ihrem Auftritt setzte sich die 40-jährige Schauspielerin gegen Jane Fonda («Ewige Jugend»), Jennifer Jason Leigh («The Hateful Eight»), Helen Mirren («Trumbo») und Alicia Vikander («Ex Machina») durch.
Bei eher kühlen Temperaturen defilierten die Hollywood-Stars zum Preisreigen. Show-Gastgeber Ricky Gervais sorgte für einen bissigen Auftakt: Der britische Komiker machte sich über Hollywoodstars und den Schauspieler Sean Penn lustig gemacht.
Mit gespieltem Ernst beschimpfte er zunächst die im Saal versammelte Prominenz als widerwärtige, pillenschluckende, perverse Leute. Danach kündigte er an, seinen Monolog zu Ende zu bringen und dann ein sicheres Versteck aufzusuchen - und «nicht einmal Sean Penn wird mich dort finden», witzelte Gervais.
Er spielte damit auf das heimliche Treffen von Penn mit dem mexikanischen Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán an, das am Wochenende weltweit Schlagzeilen gemacht hatte. Das Magazin «Rolling Stone» hatte dazu einen Bericht des Schauspielers online veröffentlicht: Darin schildert er, wie ihm der spektakulär aus einem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochene Gangster während seiner Flucht vor einigen Monaten ein Interview gab. Gefasst wurde Guzmán erst am vergangenen Freitag.
Die Goldenen Weltkugeln, nach den Oscars Hollywoods höchste Auszeichnung, werden vom Verband der Auslandspresse (HFPA) verliehen. Es ist bereits die 73. Verleihung der begehrten Trophäen.
Ein Preisträger stand vorab schon fest. Denzel Washington (61, «The Equalizer», «Glory») sollte den Cecil B. DeMille-Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhalten. (trs/sda/dpa)