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Dank seines Anschlusses an das umweltfreundliche Wärmenetz GeniLac von SIG kann der Flughafen Genf ab 2026 auf fossile Energieträger zur Kühlung und Beheizung seiner Gebäude verzichten. Diese für die Energiewende des Flughafens zentrale Baustelle wurde am Dienstag, den 29. November, in Anwesenheit der Staatsräte Antonio Hodgers und Serge Dal Busco sowie der Präsidenten und Generaldirektoren der beiden autonomen öffentlichen Institutionen offiziell eröffnet.
Genève Aéroport kann somit seine Ölheizung aufgeben und so 2 Millionen Liter Heizöl pro Jahr einsparen. Der Flughafen wird die Emission von 5'300 Tonnen CO2
pro Jahr vermeiden und seine Kohlendioxidemissionen um 60% reduzieren. "Trotz der Gesundheits- und Finanzkrise haben wir an unseren strategischen Baustellen festgehalten. Unser Anschluss an GeniLac erfordert eine Investition von 37 Millionen Franken unsererseits, um unsere Infrastruktur anzupassen und neue Anlagen zu schaffen. Es ist für unseren ökologischen Übergang von entscheidender Bedeutung", erklärte André Schneider, Generaldirektor von Genève Aéroport.
Im Herzen von GeniLac, dem Genfersee
GeniLac wurde von den Services industriels de Genève (SIG) entwickelt und ist das grösste hydrothermische Netzwerk in Genf. Es soll energieintensive Klimaanlagen und Heizkessel, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, ersetzen. Das Wasser wird vom Grund des Genfersees in 45 Metern Tiefe bei einer Durchschnittstemperatur von 7 Grad entnommen. Es wird dann in die Pumpstation Vengeron geleitet, die das GeniLac-Netz versorgt. Dieses reicht bis zum Flughafen und zum Quartier de l'Etang in Vernier.
Die Bedürfnisse von SIG und Genève Aéroport gemeinsam nutzen
Um Genève Aéroport an das GeniLac-Netz anzuschliessen, muss eine Unterstation gebaut werden, die mit zwei Wärmepumpen ausgestattet wird. Genève Aéroport und SIG haben beschlossen, ihre Anstrengungen zu bündeln und gemeinsam eine Wärmezentrale zu bauen. Diese wird auf der einen Seite das Unterwerk GeniLac und auf der anderen Seite zwei Gaskessel beherbergen, die bei grosser Kälte als Zusatz und bei Pannen als Backup dienen werden. Dieses neue Wärmekraftwerk, die sogenannte Centrale Thermique Est, mit einer Fläche von 3800 m2
, wird zu 54 Millionen von SIG und zu 7 Millionen von Genève Aéroport finanziert.
"Dieses Projekt wurde dank einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Flughafen und SIG ins Leben gerufen und ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die globale Erwärmung", freut sich Christian Brunier, Generaldirektor von SIG. "Erneuerbare Energie für die Kälte- und Wärmeproduktion bietet uns die Mittel, um unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren, ohne unseren Komfort einzuschränken. Dieses Projekt ermöglicht es uns ausserdem, unsere Unabhängigkeit im Energiebereich zu stärken."
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