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Paul D. Miller, wie DJ Spooky bei der Steuerbehörde genannt wird, kam in Washington zur Welt, wo er mit der Plattensammlung seines Vaters, den er als Dreijähriger verlor, und einer starken und lebendigen Punk- und Hardcore-Szene aufwuchs, jedoch am liebsten Hip Hop hörte.
Er studierte französische Literatur und Philosophie, begann nebenbei am College-Radio zu mixen, und zog, als er seine Studien mit dem Diplom abgeschlossen hatte, nach New York.
Dort baute er bald mit einer Handvoll Gleichgesinnter das «Underground Soundlab Collective» auf (mit Leuten wie WE, BYZAR, SUB DUB und anderen), aus welchem später die «Illbient»-Bewegung entstand.
Seine Arbeit spiegelt sich in dieser Bewegung, ist jedoch stilistisch nicht fixierbar. Nebenbei Kolumnist, Science Fiction-Autor und bildender Künstler, geht er die Soundcollage fast schon mit philosophischen und literarischen Konzepten an, und es geht ihm vor allem darum, Grenzen (auch) zwischen Genres zu verwischen.
Für ihn ist die elektronische Musik die «Folk-Music» des angebrochenen Jahrtausends, und «Ambient» heisst für ihn nicht untermalen, sondern (mit den Mitteln der Musik) eingreifen.
Nicht von ungefähr bezeichnet er sich unter anderem auch als «Spatial Engineer of the Invisible City», und seine Musik, welche klar in der Clubscene zwischen der Lower East Side und Brooklyn angesiedelt ist, kann irgendwo, in irgendeiner Situation angehört werden, ob dazu sich bewegend oder nicht, bald stellt sich die Frage, wessen Gedanken das gerade sind, wessen Träume, und wo bin ich? – Natürlich, im Dachstock an diesem Abend …