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Tennis – Hüslers Krämpfe zur Unzeit
Das Swiss Open Gstaad beginnt aus Schweizer Sicht mit drei Niederlagen. Marc-Andrea Hüsler, Sandro Ehrat und Johan Nikles verlieren beim ATP-250-Turnier im Berner Oberland ihre Auftaktspiele.
Einer Überraschung am nächsten kam Marc-Andrea Hüsler. Der 25-jährige Zürcher, der in der Weltrangliste an 162. Position klassiert ist, war im Duell zweier Linkshänder gegen den Routinier Feliciano Lopez (ATP 89) drauf und dran, seinen Coup vom letzten September zu wiederholen, als er den Spanier in Kitzbühel bezwingen und erstmals auf ATP-Stufe in einen Halbfinal einziehen konnte.
Mit dem Tiebreak im Entscheidungssatz vor Augen, wurde Hüsler gegen den Gstaad-Sieger von 2016 jedoch jäh gestoppt. Der Schweizer Davis-Cup-Spieler musste die Partie nach über zwei Stunden Spielzeit beim Stand von 4:6, 6:4, 5:6 und 0:15 zum grossen Bedauern der Zuschauer mit Krämpfen im linken Fuss aufgeben. Weil am nächsten Montag die 90 Punkte von seinem Halbfinal-Vorstoss in Kitzbühel aus der Wertung fallen, wird Hüsler in der Weltrangliste etwa zwölf Positionen verlieren.u.a. aktualisiert mit genauem Grund der Aufgabe (Krampf
im Zehen)
Ohne Satzgewinn mussten Sandro Ehrat und Johan Nikles aus dem Saanenland abreisen. Qualifikant Ehrat verlor gegen den Australier Marc Polmans (ATP 147) 5:7, 3:6. Der 30-jährige Schaffhauser, die Nummer 408 im Ranking, musste sich vor allem über den verlorenen ersten Satz ärgern. Beim Stand von 5:4 besass er bei eigenem Aufschlag vier Satzbälle, die er allesamt nicht nutzen konnte. Im zweiten Durchgang kassierte Ehrat das Break im achten Game. Nach 1:42 Stunden Spielzeit verwertete der 24-jährige Polmans seinen fünften Matchball.
Chancenlos blieb Nikles (ATP 409). Der 24-jährige Genfer, in Gstaad dank einer Wildcard am Start, unterlag dem tschechischen Qualifikanten Vit Kopriva (ATP 249) in nur 65 Minuten 2:6, 1:6.
Mit Dominic Stricker steht am Dienstag eines der vielversprechendsten Schweizer Talente in Gstaad im Einsatz. Der French-Open-Juniorensieger, der sich in diesem Jahr in der Weltrangliste bereits von Position 1168 auf 281 verbessert hat, trifft in der Startrunde auf den Franzosen Arthur Rinderknech (ATP 100). Leandro Riedi (ATP 748), der fünfte Schweizer im Haupttableau, misst sich zu Beginn mit dem als Nummer 5 gesetzten Argentinier Federico Delbonis (ATP 46).
Der kanadische Wimbledon-Halbfinalist Denis Shapovalov und der Spanier Roberto Bautista Agut, die Nummern 1 und 2 im Berner Oberland, greifen nach einem Freilos erst am Mittwoch ins Turniergeschehen ein.
(text:sda/bild:beo)
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