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Die theoretische Erklärung zur Entstehung von Glorien ist relativ komplex, lange wurde das Phänomen nicht vollständig verstanden. Grundsätzlich wird das einfallende Licht an den kleinen Nebeltröpfchen in alle Richtungen gestreut, ein Teil geht in Richtung Beobachter zurück und wird durch die Wellennatur des Lichtes gebeugt (physikalisch wird dies als Mie-Streuung, Beugung und Interferenz bezeichnet).
Nicht nur die farbigen Ringe sind eindrücklich. Wer sich wie im obigen Bild nahe an der Nebelschicht befindet, erschrickt manchmal über die Grösse und die Bewegungen des eigenen Schattens. Dieser wird von den Sonnenstrahlen auf die Nebelwand projiziert, kann ungewöhnlich gross werden und wird als Brockengespenst bezeichnet.
Der Name geht zurück auf den Brocken im Harz, den mit 1141 Metern höchsten Berg im Norden Deutschlands. Aufgrund der freistehenden Lage und der Nebelhäufigkeit (über 300 Tage im Jahr) zeigt sich das Phänomen hier oft und auf eindrückliche Weise.