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WASHINGTON (awp international) - Der US-Kabelnetzbetreiber Comcast darf die TV- Senderkette NBC Universal mehrheitlich übernehmen. Nach der EU- Kommission haben nun auch die US-Behörden den 13,8 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss gebilligt, welcher die Mächte auf dem amerikanischen Medienmarkt verschiebt. Comcast betreibt eines der grössten Kabelnetze des Landes. Zu NBC gehören Fernsehsender wie MSNBC, das Filmstudio Universal Pictures sowie Vergnügungsparks.
Die Wettbewerbshüter des US-Justizministeriums und des Netzregulierers FCC haben ihr am Dienstag gegebenes Okay allerdings an eine Reihe von Bedingungen geknüpft, die sicherstellen sollen, dass auch konkurrierende Medienfirmen weiterhin uneingeschränkten Zugang zum Comcast-Netz haben. Comcast ist nach Kunden der grösste Kabelanbieter in den Vereinigten Staaten. Umgekehrt sollen die NBC- Inhalte weiterhin uneingeschränkt bei der Konkurrenz laufen.
Die EU-Kommission hatte sich leichter getan: Beide Unternehmen sind in Europa kaum vertreten. Brüssel hatte den Zusammenschluss deshalb schon Mitte vergangenen Jahres gebilligt. Hierzulande sind vor allem die Kinostreifen von Universal Pictures bekannt wie "Notting Hill" oder "Der Krieg des Charlie Wilson". Zur Filmbibliothek gehören auch Klassiker von Alfred Hitchcock.
NBC Universal ist bislang im Besitz des US-Mischkonzerns General Electric und des französischen Medienkonzerns Vivendi . Die Franzosen treten ihren Minderheitsanteil nun an GE ab. Der US-Konzern wiederum reicht 51 Prozent aller NBC-Anteile an Comcast weiter und wird dadurch Juniorpartner. GE will sich auf sein Industrie- und Finanzgeschäft konzentrieren. Der Verkauf war schon vor mehr als einem Jahr festgezurrt worden./das/DP/he
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