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Regisseur(in)
Der/die Regisseur(in) setzt aufgrund eines zuvor entwickelten Regiekonzeptes eine Text- oder Musikvorlage „in Szene“. Zu diesem Zweck bearbeitet er/sie die Vorlage nach seinen Interpretationsabsichten, vergibt die Rollen an geeignete Schauspieler(innen) und/oder Sänger(innen) und führt die Proben auf das angestrebte Ziel hin. Bei diesem kreativen Prozess arbeitet er intensiv zusammen mit dem Dramaturgen, Bühnen- und Kostümbildner, mit Bühnentechnikern und weiteren Fachleuten - im Musiktheater zudem mit dem Dirigenten, Chorleiter und Ballettmeister. Da sich aber aus personellen, technischen oder finanziellen Gründen nicht unbedingt jeder Einfall verwirklichen lässt, muss er/sie während der ganzen Probenarbeit immer wieder kurzfristig umdenken, zwischen Alternativen entscheiden, Änderungen vornehmen und sein Team gleichwohl motivieren können. Das bedingt neben umfangreichen Kenntnissen der Primär- und Sekundärliteratur, Fantasie, Raum- und Farbempfinden, sprachliche und musikalische Fähigkeiten sowie ausgeprägte Führungsqualitäten. Mit der Première endet die Arbeit der Regie und trägt die Abendspielleitung die Verantwortung für die folgenden Vorstellungen. Die erste Stufe zum/zur Regisseur(in) führt nach einem Hochschulstudium oder einer bühnenkünstlerischen Ausbildung über eine mehrjährige Tätigkeit als Regieassistent(in). Verschiedene Ausbildungsstätten bieten besondere Lehrgänge in Regie an. Später arbeiten bestandene Angehörige dieses Berufes entweder freiberuflich auf der Grundlage von Stückverträgen oder als fest angestellte Regisseure an einem Theater.
Nähere Auskünfte:
siehe Rubrik „Ausbildungsstätten“ unter „Regie“ (Link!)