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Evidenz bezeichnet in der Philosophie das aufgrund von Augenschein oder zwingender Schlussfolgerung unbezweifelbar Erkennbare oder die dadurch erreichte unmittelbare Einsicht. Eine aufgrund von Evidenz gewonnene Gewissheit wird als selbstverständlich empfunden, somit erübrigt sich eine exakte Beweisführung.
Ein umstrittener Begriff mit vielen verschiedenen Deutungen. Wichtige Unterscheidungen sind die folgenden: Willensfreiheit: Diese bezieht sich darauf, ob der Wille eines Handelnden selbst frei ist. Sie hängt insbesondere von den inneren Bedingungen des Handelnden ab, unter denen sein Wille entstanden ist. Jemand ist unfrei in diesem Sinn, wenn sein Wille z.B. durch starke Zwänge bestimmt wird. Handlungsfreiheit: die Freiheit, […]
Als Hellenismus wird die Epoche der antiken griechischen Geschichte vom Regierungsantritt Alexanders des Großen von Makedonien 336 v. Chr. bis zur Einverleibung des ptolemäischen Ägyptens, des letzten hellenistischen Großreiches, in das Römische Reich im Jahr 30 v. Chr. bezeichnet.
Das Wort Humanismus leitet sich ab vom lateinischen Begriff der „Humanitas“, was Menschlichkeit bedeutet. Der Humanismus bezeichnet eine geistige Bewegung, die ihre Ursprünge im Italien des späten 14. Jahrhunderts hat und entstammt der Kulturepoche der Renaissance. Die Renaissance, was aus dem Französischen übersetzt „Wiedergeburt“ heißt, stellt den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit im 15. Und […]
Die Vorstellung, dass die grundlegende Substanz der Welt nicht Materie, sondern etwas Geistiges (und für manche Idealisten: Vernünftiges) ist. Nach Hegels Idealismus lassen sich wesentliche Strukturen der Wirklichkeit (z.B. das Recht, die Weltgeschichte, Kunst und Religion) als die schrittweise Entfaltung eines Vernunftprinzips auffassen.
Die meisten modernen ethischen und politischen Theorien sind in folgendem Sinne individualistisch: Einen unabhängigen, nicht abgeleiteten Wert besitzen ihnen zufolge bloß Individuen, nicht dagegen Kollektive (z.B. das Volk als Ganzes) oder unpersönliche Gegenstände (z.B. eine „kosmische Ordnung“). Auf dieser Grundlage befürworten sie zumeist, dass jedes Individuum einen gewissen Raum für seine Selbstentfaltung erhalten sollte. Der Begriff […]
Die ionische Philosophie (auch ionische Naturphilosophie) bezeichnet einen Sammelbegriff für die theoretischen Auffassungen der asu Milet (in der antiken Landschaft Ionien) stammenden griechischen Denker Thales, Anaximander und Anaximenes. Die ionische Philosophie kennzeichnet das Entstehen philosophischer Systeme in Europa im 5. Jahrhunder v.u.Z.
Eine Forderung ist kategorisch, wenn sie ohne Vorbedingungen gilt, insbesondere unabhängig von unserem Willen. Moralische Forderungen werden oft als kategorisch angesehen, weil sie Personen zu einer bestimmten Handlung verpflichten, unabhängig davon, ob diese Personen von der Handlung profitieren oder ob die Handlung ihren eigenen Willen befördert.
Das Substantiv Konklusion (die) bedeutet „Schlussfolgerung“. Speziell in der Syllogistik (dem Kern der aristotelischen Logik in der Philosophie) ist die Konklusion der Satz, der die aus zwei Prämissen folgende Schlussfolgerung enthält. Syllogismen sind dabei stets nach dem gleichen Schema aufgebaut. Hier ein Beispiel: Prämisse 1: Alle unsere Angestellten sind krankenversichert. Prämisse 2: Herr Müller ist bei uns […]
Eine Auffassung, nach der Staaten vorrangig die individuelle Handlungsfreiheit aller Menschen achten sollten. In der politischen Philosophie geht es dabei in der Regel um die Freiheit zur Selbstentfaltung und zur politischen Betätigung, nicht aber um ein möglichst unreguliertes Wirtschaftsleben (dies fordert dagegen der Wirtschaftsliberalismus).