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Leuchttürme in Portugal. In einem Land, das vom Atlantik umgeben ist wie Portugal, dürfen Leuchttürme nicht fehlen. Kennen Sie die bekanntesten Leuchttürme Portugals? Leuchttürme sind noch heute der Hoffnungspunkt oder eine Warnung für de Seeleute auf hoher See.
Die Geschichte der Leuchttürme beginnt bereits in der Antike.
Bereits damals wurde im östlichen Mittelmeer ein reger Seehandel betrieben und man versuchte gefährliche Stellen oder markante Punkte für die Navigation durch Signale und durch Leuchtfeuer in der Nacht zu markieren.
Auch damals wurden hoch liegende Stellen gewählt um Leuchtfeuer zu geben oder Türme zu bauen.
Der bekannteste dürfte der von Pharos sein, der vor 2’280 Jahren nahe Alexandria an der ägyptischen Küste gebaut worden war. Im Jahre 1’303 wurde er durch ein Erdbeben zerstört.
Der Name der Insel „Pharos“ findet sich heute in vielen Sprachen für die Bezeichnung Leuchtturm. So heisst im Portugiesischen der Leuchtturm auch „Farol“.
Der Leuchtturm im spanischen A Coruña, der im Jahre 110 fertig gebaut wurde, wie auch der Leuchtturm von Hook Head in Irland, dürften die ersten in Westeuropa gewesen sein.
Wo standen die ersten Leuchttürme in Portugal?
In Portugal gibt es zur Zeit der Entdeckungen Aufzeichnungen von einfachen, primitiven Leuchtttürmen am Cabo de São Vicente an der Algarve und in Guia, bei Cascais.
Der erste moderne Leuchtturm ist der von Nossa Senhora da Luz im Norden Portugals an der Mündung des Douro. Er wurde 1761 gebaut. Heute gibt es jedoch keine Spuren mehr.
Mit Fackeln und einfachen Leuchtfeuern wurden Seeleute auf gefährliche Küsten hingewiesen. Wer revolutionierte den Leuchtturm und wann begann die Zeit der modernen Leuchttürme in Portugal?
Die Revolution des Leuchtturms
Die Jahrhunderte hindurch behalf man sich mit Holz, Öl wie auch Olivenöl um das Leuchtfeuer auch bei stürmischem Meer nicht erlöschen zu lassen.
Die technische Revolution der Leuchttürme wurde durch den französischen Physiker Augustin Jean Fresnel ausgelöst.
Durch eine stärkere Bündelung des Lichts, durch das nach ihm benannten Linsensystem, revolutionierte er 1822 die Leuchtfeueroptik.
Beim ersten Versuch des neuen Prototyps dachten die Bewohner der Nachbardörfer, dass die Laterne des Leuchtturms in Flammen steht.
Moderne Leuchttürme in Portugal
Der Marquês de Pombal nahm die „moderne“ Signalgebung der portugiesischen Küste mit einem ambitionierten Programm der Konstruktion von Leuchttürmen ab 1761 in Angriff.
Das 19. Jahrhundert war eine der wichtigsten Zeiten für den Bau von Leuchttürmen. Es entstanden die wichtigsten, bzw. die hauptsächlichsten Leuchttürme in Portugal und in ganz Europa.
Dabei ging es vor allen um schwierige Zugänge wie Berlengas oder das Cabo de Santa Maria im Süden Olhão an der Algarve.
Mit der Übergabe der portugiesischen Leuchttürme in die Verantwortung der Marine ab 1906 begann eine neue Zeit der Leuchttürme
Ab 1977 begann die Automatisierung von Leuchttürmen.
Trotz Satellitenpositionssystemen, die den Schiffen den Kurs vorgeben, kann und möchte man auf diese visuellen Schifffahrtszeichen auch heute noch nicht verzichten.
Die portugiesischen Leuchttürme ziehen sich entlang der Küste. Viele finden sich im Grossraum „Grande Lisboa“ wie auch auf den portugiesischen Inselgruppen Madeira und den Azoren.
Der Leuchtturm von Montedor ist der nördlichste Leuchtturm Portugals. Der Küste entlang folgen Esposende, Leça, Aveiro, Cabo Mondego, Penedo da Saudade, Nazaré, Berlenga und Cabo Carvoeiro.
Vom Tejo bis zur Mündung des Sado befindet sich aufgrund des intensiven Schiffsverkehrs ein Netz aus Leuchttürmen.
Die zwei grossen und bekanntesten Leuchttürme, die sich hervorheben an diesem Küstenbereich hervorheben, ist der Leuchtturm am Cabo da Roca und Cabo Espichel.
Neben einem halben Dutzend weiterer Leuchttürme wie Cabo Raso, Guia und Santa Marta (Küste von Cascais Bugio Sao Juliao, Esteiro Gibalta(Caxias).
Im Osten von Espichel, nahe dem Mündungsgebiet des Sado ist der Leuchtturm do Forte do Cavalo nahe Sesimbra.
Weiter südlich befinden sich die Leuchttürme von Sines und Cabo Sardão bevor die Leuchttürme der Algarve beginnen.
Leuchttürme Madeira
Auf Madeira befinden sich vier Leuchttürme. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden moderne Leuchttürme auf der Insel installiert.
Leuchttürme Azoren
Auf der Inselgruppe der Azoren befinden sich 14 Leuchttürme. Der Leuchtturm Arnel im Osten der Azoreninsel São Miguel ist der älteste der Azoren, der 1876 fertig gestellt wurde Erst im 20. Jahrhundert entstanden neue Konstruktionen. Heute besitzen auch kleine Inseln der Inselgruppe wie Flores und Graciosa einen Leuchtturm
Leuchttürme der Algarve
An der Algarve befinden sich sieben Leuchttürme.
Der bekannteste Leuchtturm der Algarve dürfte am Cabo des São Vicente stehen und hat eine Signalweite von ca. 58 km. Er steht am südwestlichsten Punkt Europas. Und wurde 1849 gebaut.
Weitere Leuchttürme befinden sich entlang der Algarve an der Ponta de Sagres, dem Ponta de Piedade bei Lagos, dem Ponta de Altar bei Portimão, Alfanzina bei Carvoeiro, Santa Maria, zwischen Faro und Olhão auf der vorgelagerten Insel Culatra und der Leuchtturm von Vila Real des Santo António.
Die bekanntesten portugiesischen Leuchttürme:
Trotz Modernisierung und Automatisierung haben die portugiesischen Leuchttürme ihr ursprüngliches Aussehen erhalten.
Der Leuchtturm in Aveiro zählt zu den höchsten in Europa.
Der Leuchtturm vom São Vicente an der Algarve hat eine der acht weitesten Signalweten.
Der Leuchtturm von Cabo da Roca ist der westlichste Leuchtturm des europäischen Festlandes.
Der Leuchtturm von Espichel ist einer der ältesten, portugiesischen Leuchttürme.