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Asai Tetsuhiko,
10-Dan Karate, 2-Dan Judo, 2-Dan Kendo,
Chiefinstructor IJKA, Shuseki Shihan
(1935 ‐ 2006, R.I.P.)
Tetsuhiko Asai wurde am 7. Juni 1935 als erster Sohn von Vater Tsunehiko Asai, einem Polizisten, und Mutter Tsuneko in einer Familie mit 5 Jungen und 4 Mädchen geboren.
Im Alter von 12 Jahren trat er dem örtlichen Karate Dojo bei und begann damit seine Karriere als Karateka. In der High School trainierte er im Judo Club und erreichte hier den 2. Dan Grad, wobei sich bereits hier sein bemerkenswertes Talent für Kampfkunst zeigte. Durch das Training im Judo und im Karate in dieser Zeit legte er die Grundlagen für seine später hochentwickelten Karatetechniken.
Später kam Tetsuhiko Asai an die Takushoku Universität in Tokyo und wurde Mitglied im Karate Club der Hochschule. Seine Beweglichkeit und Agilität erlaubten es ihm, viele unnachahmliche Techniken zu entwickeln wie z.B. “Submarine”, bei der er unter dem Fußtritt eines Gegners hindurchtauchte um anschließend blitzschnell eine Kontertechnik anzubringen. Diese Techniken brachten ihm viel Aufmerksamkeit in der Karatewelt entgegen.
Im Jahr 1958 schloß er die Takushoku Universität ab und wurde Instruktor der Japan Karate Assicioation (JKA). Er widmete sein Leben der Suche nach der Essenz des Karate, wurde später Chief Instructor der JKA und bildete viele Karate Instruktoren aus.
1961 gewann Tetsuhiko Asai die All Japan Karate Championship sowohl in der Disziplin Kata als auch im Kumite. Sein Name wurde dadruch in der internationalen Karatewelt bekannt und man bescheinigte ihm ein großes Potential in dieser Kampfkunst. In der Karatewelt berühmt geworden, begann er ab 1965 außerhalb von Japan Karate zu lehren. Sein Weg führte ihn zuerst nach Hawaii, später nach Taiwan wo er viele Instruktoren ausbildete und als der “Vater des Karate in Taiwan” bekannt wurde. Er reiste weiter für 10 Jahre um die Welt, um Karate zu lehren und kehrte dann nach Japan zurück. Aber auch in den kommenden 42 Jahren hörte er nicht auf, Karate weltweit zu verbreiten. Seine Schüler kamen aus über 70 Ländern und er hatte insgesamt über 300000 Studenten.
Tetsuhiko Asai beunruhigte die Tendenz zu mehr Wettkampf im Karate, er glaubte, daß der Kampfkunstcharakter und der Aspekt der Körperertüchtigung mehr Aufmerksamkeit verdient, und daß Karateka tiefgründiges Karatekönnen zur Erhaltung eines gesunden Körpers und Erreichen von Selbstdisziplin dem Gewinnen von Wettkämpfen vorziehen sollten. Über 45 Jahre praktizierte er täglich schon früh am Morgen 2 Stunden ernstes, hartes Training ohne auch nur einen einzigen Tag damit auszusetzen. Die von Asai Sensei verfolgte Bewegung zielte darauf hin, eine humane und sanfte Persönlichkeit durch das Karate zu entwickeln, unabhängig von Alter, Geschlecht und körperlichen Voraussetzungen oder Behinderungen. Jeder konnte Karate als Rückhalt fürs Leben entsprechend ihren Bedürfnissen und ihren Möglichkeiten erlernen.
Asai Senseis technische Vorträge und Lehrgänge in aller Welt waren sehr populär, viele Karatekas unterschiedlicher Stilrichtungen nahmen daran teil, manche mit einer Anreise von mehr als 10 Stunden. Im Jahre 2004 wurde sein Wirken durch die nationale russische Universität anerkannt, die ihm den Titel eines Ehrendokors verlieh. Asai führte Karate Unterricht auch im Polizeidienst ein, unter anderem in Spanien, Ungarn, Osteuropa, Kanada, Brasilien, Hawaii und vielen anderen Ländern.
Tetsuhiko Asai erreichte eine sehr tiefes Verständnis des Karate Do und entwickelte eine fließende, elegante und ausgereifte Kampfkunst mit mehr Gewicht auf interne Aspekte im Gegensatz zu seinem in frühreren Jahren praktiziertem Karate. Asai Sensei wurde bewundert als Entwickler von außergeöhnlichen, nie dagewesenen Techniken. Seine Erscheinung war “wie ein fliegender Drache am Himmel, wie ein Tiger”. Tetsuhiko Asai vollbrachte herausragende Leistungen und erreichte den 10. Dan Grad, die höchste Graduierung die ein Karateka erreichen kann.
Quelle: ijka.jp
Asai Sensei setzte alles daran, die Karatetechniken so studieren und weiterzuentwickeln, um zum wahren Verständnis des Karate zu kommen. Karate ist ein lebenslanger Prozess. Asai Senseis wichgste Aussage, die Bruno Koller und seine Schüler ein Leben lang begleitet:
“I’m no master, I’m every day student“
(Dies bedeutet, jeden Tag nach Verbesserungen des Ichs zu streben)
In China studierte er verschiedene Kampünste, die ihn und sein Karate beeinflussten. Insbesondere die runden Bewegungen der chinesischen Kampünste übernahm Asai in sein Karate und machte es so zu etwas Besonderem, das sich vom „normalen“ Shotokan vollkommen unterscheidet. Die Markenzeichen von Asai ‐Karate sind u.a. runde und fliessende Bewegungen ohne Einsatz von Muskelkra. Seine fast akrobaschen, nie stoppenden Bewegungen erinnern o an einen Tanz, das haarscharfe Entkommen vom gegnerischen Angriff überrascht und fasziniert zugleich. Diese Fähigkeiten erreichte er durch tägliches Training an seinem eigene Körper und die vielen Opmierungen der verschiedenen Karate Techniken.