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Levi, 13, Vida, 12, und Livingston, 9, erleben eine wunderschöne, behütete Kindheit. Ihr Papa, Hollywoodstar Matthew McConaughey, 52, und ihre Mama, Camila Alves, 39, schauen, dass es den drei Kindern an nichts fehlt. Gerade McConaughey, der in seiner Jugend die traumatisierende Erfahrung des sexuellen Missbrauchs machen musste, legt viel Wert darauf, dass seine Kinder behütet gross werden dürfen. Was nicht bedeutet, dass sie einfach alles kriegen und alles dürfen, was sie wollen.
McConaughey bezeichnet sich selbst als strengen Vater. Er erlaubt seinen Kindern nicht alles. Er kauft seinen Kindern nicht alles. Und er lässt seinen Kindern nichts durch. Er ist überzeugt davon, dass Kinder davon profitieren, wenn sie sich innerhalb klarer Grenzen entwickeln dürfen. «Manchmal bedeutet die Liebe zu seinen Kindern, ihnen genau das zu geben, was sie wollen. Ein anderes Mal bedeutet es liebevolle Strenge.»
Matthew McConaughey ist gerne bereit, erzieherische Herausforderungen anzunehmen anstatt den Weg des geringsten Widerstands zu gehen – und zwar, weil er findet, dass seine Kinder das verdienen. Er ist der Meinung, dass ein Nein manchmal zwar viel mehr Energie fordert, als ein Ja. Aber dass ein Nein dennoch oftmals der bessere Weg sei. Zu allem Ja zu sagen und den Kindern alles zu geben, was sie verlangen, sei gerade bei wohlhabenden Menschen eine leichte Sache – aber einer der grössten Erziehungsfehler der heutigen Zeit.
Damit kann der Hollywood-Star mit Fug und Recht von sich behaupten, einen ziemlich französischen Erziehungsstil zu pflegen. Denn dass Eltern den Mut zeigen, zu einem Nein zu stehen, auch wenn die Kinder das doof finden, ist eines der wichtigsten Standbeine der hochgelobten typisch französischen Kindererziehung.
Ein klares «Nein» gibts von Matthew McConaughey bei zwei Wörtern, beziehungsweise zu zwei Sätzen, die seine Kinder niemals sagen dürfen. Es sind weder Verwünschungen, noch Flüche oder Beleidigungen, wie man erwarten könnte, sondern zwei ganz einfache Sätze, die wir alle wahrscheinlich mindestens einmal pro Tag verwenden: «Ich hasse ...» und «Ich kann nicht». Ausserdem sei Lügen generell verboten in seinem Haus, sagte der Schauspieler in einem Gespräch mit US-Talk-Queen Oprah Winfrey.
«Wer einen dieser Sätze sagt, kriegt richtig Ärger mit mir», so der dreifache Vater. Nun sind wir bei SI Family ja nicht wirklich grosse Fans von Tabus in der Erziehung (wieso, das erfahrt ihr hier). Der Grund, der Matthew McConaughey zu seinen drei Erziehungstabus führt, liegt jedoch auf der Hand und leuchtet ein: Er möchte seine Kinder zu Offenheit, einem respektvollen Umgang mit Mitmenschen und dem Glauben an sich selbst erziehen.
Mit seiner Strenge legt McConaughey den Grundstein dafür, dass seine Kinder Resilienz entwickeln können. Das ist sozusagen das Immunsystem der Psyche – die Fähigkeit, im Leben klarzukommen. Dieses grosse Ziel behält McConaughey im Familienalltag immer vor Augen: «Ich bin ein Fan von Disziplin, ich bin ein Fan von Verantwortung und ich bin ein Fan von Konsequenzen, um meine Kinder darauf vorzubereiten, wenn sie mit 18 aus unserem Haus sind.»