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Die Baugenossenschaft Kolping Zürich ist eine Institution der über 150 Jahre alten Kolpingfamilie Zürich. (Früher Kath. Gesellenverein Zürich). Die Kolpingfamilie ist eine Bildungs- und Aktionsgemeinschaft mit dem sozialen Ziel, sich als Christen in der Welt und damit im Beruf, in Ehe und Familie, in Kirche, Gesellschaft und Staat zu bewähren. Die Förderung der Familie ist ein zentrales Anliegen. Sie sind in ihrer lebendigen Vielfalt von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft. Die Kolpingfamilie ist als örtlicher Verein dem Verband Kolping Schweiz angeschlossen und gehört dem Internationalen Kolpingwerk an. Die Kolpingvereine sind vom Sozialpädagogen und katholischen Priester Adolph Kolping in einer Umbruchzeit ab 1846 von Köln aus gegründet worden und sind heute in über 60 Ländern der Welt verbreitet.
Am 9. Januar 1954, vor 60 Jahren gründeten initiative Kolpingmitglieder die selbständige Baugenossenschaft Kolping Zürich und erfüllten damit ein Anliegen vieler Vereinsmitglieder. Erklärtes Ziel und Zweck ist den Genossenschaftsmitgliedern solide, gesunde, günstige und zweckmässig eingerichtete Ein- und Mehrfamilienhäuser zu beschaffen.
Im Jahre 1955/56 konnten im Areal Rütibohl in Langnau a. A. zehn Doppel-Einfami-lienhäuser und drei Einfamilienhäuser zu günstigen Konditionen an 23 Genossenschafter verkauft werden.
1958-1960 gelang es in der Stadt Zürich in Altstetten eine Überbauung mit damals 19, heute 17 Wohnungen zu realisieren.
1963-1964 baute die Genossenschaft 13 Einfamilienhäuser an der Birkenstrasse in Langnau a. A. und verkaufte diese an Genossenschaftsfamilien. 1965 erstellte sie auf dem verbliebenen Restareal zwei Mehrfamilienhäuser mit total 16 Wohnungen.
1970 konnte ein neu erstelltes Mehrfamilienhaus an der Dunkelhölzlistrasse in Zürich-Altstetten mit 9 Wohnungen vermietet werden.
Seit dieser Zeit verwaltet die Baugenossenschaft Kolping 42 kleinere und grössere Familienwohnungen. Zu erwähnen ist, dass sämtliche Häuser und Wohnungen ohne Subventionen der öffentlichen Hand und unter erschwerten finanziellen Bemühungen erstellt worden sind. Das notwendige Eigenkapital stammt aus Genossenschaftsanteilen von Mitgliedern der Kolpingfamilie Zürich und den Pflichtanteilscheinen der Mieter bzw. Genossenschafter. Deren Anzahl betrug am Ende des Gründungsjahres 1954 63 Genossenschafter und ist bis heute von über 250 Genossenschaftern unterstützt worden.
Ein grosses Problem in den verbleibenden Jahren war Bauland zu finden um zinsgünstige Wohnungen erstellen zu können. Trotz vielen Bemühungen konnte keine weiteres Bauvorhaben mehr realisiert werden, das unseren Vorstellungen inbezug Standort und günstigen Mietzinsmöglichkeiten entspricht.