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Paxmal auf Schrina Hochrugg
Der Künstler stammt aus Zürich, wo er 1886 geboren wurde. Nach einer Lithografenlehre führte Karl Bickel mit 22 Jahren in Zürich ein eigenes Reklameatelier. 1912 liess sich der Künstler in Carrara in die Bildhauerei einführen. Dabei erkrankte er an Tuberkulose, so dass er 1913/1914 auf Walenstadtberg eine Sanatoriumskur ausführen musste.
1924 liess sich der Künstler dauernd auf Schrina Hochrugg nieder. Dort begann er mit dem Rohbau seines ersten Hauses, aus dem später das Paxmal werden sollte. 1932 begann Karl Bickel mit dem Aufsetzen der ersten Mosaikbilder an der westlichen Steinmauer. In der Gestaltung der Bilder hielt sich Bickel anfänglich an die römischen Vorbilder. Bald aber fügte er seine Mosaikbilder grosszügiger und reliefartig zusammen. Er verwendete nur Natursteine, die witterungsbeständig sind.
Das ganze grosse Werk ist eine Verherrlichung des guten Menschen. Die linke Wand zeigt die Entstehung des Menschen: Mann - Weib - Begegnung - Das Paar - Die Zeugung - Die Erwartenden - Das Kind. Sie gipfelt im Bild der friedlichen Familie in der Halle links.
Die rechte Wand führt von aussen nach innen und zeigt das Ringen des Menschen nach etwas Höherem: Die Erwachenden - Die Ringenden - Die Erwartenden - Die Schauenden - Die Aufgehenden. Als Abschluss folgt in der Halle die grosse Gemeinschaft der Menschen, die Arbeitsgemeinschaft. Die Hallenmitte bildet das Zentrum des ganzen Werkes: Das friedliche Alter, das Ausruhen nach einem reichen, erfüllten Leben, die Lebensvollendung.
1966 schenkte Karl Bickel das ganze Monument der eidgenössischen PTT-Verwaltung. Die Post übergibt das Paxmal 2016 der Karl Bickel-Stiftung. Karl Bickel schuf während 40 Jahren über 100 Marken-Stahl-Stiche für die Schweiz und Liechtenstein. Diese Miniaturkunstwerke machten ihn in der ganzen Welt berühmt. Daneben wirkte er aber auch noch als Maler und Bildhauer.
Sämtliche Veranstaltungen auf dem Gelände des Paxmals sind bewilligungspflichtig.
Weitere Informationen
8881 Walenstadtberg