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«Goldene Speiche und Plattfuss» – FN vom 16. Oktober
Pro Velo sucht Anwärter für den Preis «Goldene Speiche» und für den Preis «Plattfuss». Die erste Auszeichnung erhalten Personen, Organisationen oder Projekte, die wertvolle Arbeit für die sanfte Mobilität leisten. Die zweite als Negativpreis wird für Versäumnisse vergeben.
Meine beiden Vorschläge sind die folgenden: Den «Plattfuss» würde ich an den «unbekannten Radfahrer» beziehungsweise an die «unbekannte Radfahrerin» vergeben. Beide kümmern sich keinen Deut um Verkehrsregeln. Sie fahren dort, wo sie wollen – im Bahnhof, vor dem Bahnhof, auf Trottoirs beziehungsweise Gehsteigen und auf Fussgängerstreifen. Die Definitionen von Gehsteigen/Trottoirs und Fussgängerstreifen betrachten sie als Bezeichnungen aus dem vorigen Jahrhundert. Ampeln gelten nur für Autofahrer und Licht am Fahrrad ist meist nicht nötig, denn er oder sie sehen ja genug. Ganz allgemein wird das gesundheitsfördernde Pedalen über alles gestellt!
Die «Goldene Speiche» würde ich den für den Verkehr zuständigen Behörden vergeben. Durch ihr mehrfaches Augenzudrücken unterstützen sie in allen Bereichen die sanfte Mobilität und somit auch die erwähnte Gesundheitsförderung samt Kampf gegen das Übergewicht. Vor lauter Augenzudrücken fehlt es dann am nötigen Weitblick für eine kosten- und nutzengerechte Verkehrspolitik wie beispielsweise bei den künstlichen Strassenhindernissen, bei verbreiterten Bushaltestellen und bei der Umsetzung einer tarifpflichtigen Parkplatzverordnung, wie in Düdingen bestens praktiziert.
«Den Plattfuss würde ich an den ‹unbekannten Radfahrer› vergeben, der sich keinen Deut um die Verkehrsregeln
kümmert.»