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Bei einer Gefährdung durch erhöhte Radioaktivität werden im Bereich der Landwirtschaft diverse Schutzmassnahmen getroffen. Dazu gehören das Einstallen der Nutztiere, das Bereitstellen von Futtervorräten, der Schutz der Futtervorräte und das Einbringen erntereifer Produkte. Da es sich um vorsorgliche Massnahmen handelt, müssen sie vor dem Durchzug einer radioaktiven Wolke umgesetzt werden. Der Personenschutz hat allerdings immer Vorrang vor allen anderen Massnahmen.
Um das Eindringen von radioaktiven Partikeln in landwirtschaftliche Gebäude zu verringern, sollte die Raumbelüftung während des ganzen Wolkendurchzuges auf das nötige Minimum reduziert werden.
Nach einer massiven Freisetzung von Radioaktivität und anschliessender Ablagerung auf dem Boden ist mit einer Kontamination von frischen landwirtschaftlichen Produkten zu rechnen, welche den festgeschriebenen Grenzwert überschreiten. In der Folge müssen fallweise Produkte für den Konsum gesperrt werden. Dadurch kann vermieden werden, dass radioaktive Substanzen via Nahrungsmittel in den Körper gelangen und dort zu einer langandauernden inneren Bestrahlung führen können.