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Die Vergabe der Startnummern in den Speedrennen, die nun schon im zweiten Winter nach einem geänderten Prozedere erfolgt, überzeugt Beat Feuz weiterhin nicht.
Einen Super-G mit Nummer 1 eröffnen zu müssen, ist eine undankbare Aufgabe. Es gibt keine Anhaltspunkte, wo allenfalls eine unvorhergesehene Schwierigkeit lauert. In Val Gardena wurde Beat Feuz mit Nummer 1 von den Wellen in der Ciaslat prompt überrascht. Unmittelbar nach ihm fuhr zwar der Deutsche Josef Ferstl mit der Nummer 2 zum Sieg, aber auch dieser Fakt ändert nichts an der Tatsache, dass die derzeitige Startnummern-Vergabe nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Beat Feuz jedenfalls – und mit ihm einige weitere Mitfavoriten – würde sich eine andere Lösung wünschen.
Die besten zehn Athleten bei Männern und Frauen dürfen vor Abfahrten und Super-G eine ungerade Startnummer zwischen 1 und 19 wählen. Danach werden die Sportler auf den Plätzen 11 bis 20 des Rankings auf die geraden Startnummern von 2 bis 20 gelost. In den vergangenen Jahren waren die sieben bestplatzierten Sportler auf die Startränge 16 bis 22 gelost worden, die nächsten acht auf die Plätze 8 bis 15.
In den ersten beiden Super-G des Winters hatte Feuz als Neunter des Rankings die Möglichkeit, Nummer 1 oder 19 zu wählen. Er entschied sich jeweils für die 19, «doch dies», so der Emmentaler, «erwies sich als falsche Wahl.» Vor dem Super-G in Val Gardena blieb ihm als inzwischen Zehntem des Rankings nur noch die ungeliebte 1.
Im nächsten Super-G wird sich dieses Problem nicht mehr stellen. Feuz ist in Val Gardena im Ranking auf Position 12 zurückgefallen, weshalb er sich nun im Kreis jener Fahrer befindet, die mit etwas Losglück eine gute Nummer ziehen können. Dass eine schlechtere Position im Ranking einen Vorteil bringen kann – dürfte eigentlich nicht sein.
Doch Feuz stören noch weitere Tatsachen. Denn es können einerseits die Emotionen nicht so richtig ausgelebt werden. Er gibt ein Beispiel: «In der Abfahrt von Beaver Creek lag ich nach meiner Fahrt mit Nummer 3 an zweiter Stelle. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass ich auch am Ende noch Zweiter bin, hätte ich sicher gejubelt.» So aber fühlt sich der Fahrer eher wie ein Verlierer.
Und dann gibt es natürlich die Problematik mit den sich ändernden Verhältnissen bezüglich Wetter. «Wenn die Startzeiten der Top 10 zeitlich fast 50 Minuten auseinander liegen, ist das einfach zu viel», meint Feuz.