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Die Allianz hat ihren ersten “Global Pension Report” veröffentlicht, der mit Hilfe des “Allianz Pension Index” (API) Rentensysteme rund um den Globus analysiert. in einer Mitteilung schreibt die Allianz dazu:
Der Index folgt einer einfachen Logik: Er beginnt mit der Analyse der demographischen und fiskalischen Grundvoraussetzungen und untersucht dann die beiden Hauptdimensionen eines jeden Rentensystems: Nachhaltigkeit und Angemessenheit. Der Index ruht daher auf drei Säulen und berücksichtigt insgesamt 30 Parameter, die Werte zwischen 1 und 7 annehmen können, wobei 1 den besten Wert bezeichnet.
Mit der gewichteten Summe aller Parameter weist der API jedem der analysierten 70 Länder einen Wert zwischen 1 und 7 zu und erlaubt so eine umfassende Einschätzung des jeweiligen Systems.
Die Dramatik des bevorstehenden demographischen Wandels zeigt sich anhand des Altersquotienten : bis zum Jahr 2050 wird er um 77% auf 25% steigen – und damit schneller als in den 70 Jahren davor. In vielen Entwicklungsländern wird sich der Altersquotient in den nächsten drei Jahrzehnten verdoppeln, in Europa und Amerika benötigte diese Entwicklung noch mehr als doppelt so lange.
Das bekannteste Beispiel ist China, wo der Altersquotient von 17% auf 44% ansteigen dürfte. In den Industrieländern dagegen ist vor allem die absolute Höhe problematisch, in Westeuropa zum Beispiel wird er auf 51% klettern.
Werden die Werte aller drei Säulen zusammengenommen, ergibt sich der Gesamtwert des API: Schweden, Belgien und Dänemark sind dabei die drei Länder mit den relativ besten Rentensystemen weltweit (siehe Tabelle). Die Schweiz, auf der anderen Seite, steht auf Rang 23.
In punkto Angemessenheit (2,4) gehört die Alpenrepublik dabei sogar zu den Top-5 weltweit, vor allem dank der hohen Verbreitung der staatlichen Rente sowie des vorbildlichen Betriebsrentensystems und der hohen Ersparnisse.
Bei der Nachhaltigkeit (4,7 Punkte bzw. Platz 63) schneidet die Schweiz dagegen deutlich schlechter ab. Ein relativ niedriges Rentenalter und ein fehlender Demographiefaktor in der Rentenformel sind hier die Hauptschwachpunkte.
Angesichts der rapiden Alterung der schweizerischen Gesellschaft – der Altersquotient wird in den nächsten drei Jahrzehnten auf 50% steigen – sollte sich die Schweiz einer ehrlichen Rentendebatte nicht länger entziehen. Das Thema gehört nach Corona ganz oben auf die politische Tagesordnung.
Mitteilung Allianz / Spiegel