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Freiburg Die Aussage von Aristoteles, nach der das Lachen dem Menschen eigen ist, gerät somit langsam, aber sicher ins Wanken. Elise Wattendorf und ihre Arbeitsgruppe des Bereichs Anatomie an der Universität Freiburg sind der Frage nachgegangen, welche neuronalen Schaltkreise im Gehirn beim Lachen beteiligt sind, wie die Uni vermeldet.
Kitzeln kann bei Säuglingen um den sechsten Lebensmonat einen freudigen Affekt mit Lachen auslösen. Zu diesem Entwicklungszeitpunkt ist die Gehirnrinde allerdings noch nicht vollständig ausgereift. Nur primitive, unterhalb der Gehirnrinde gelegene Gebiete beteiligen sich an dieser Form des Lachens. Mit der Entwicklung des Gehirnes wird später auch in komischen Situationen oder beim Hören eines Witzes gelacht.
Spezielle Untersuchungen
Wattendorf hat gesunde Probanden mit einer speziellen Form der Magnetresonanztomografie untersucht. Diese Methode ermöglicht es, aktivierte Gehirnregionen abzubilden. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die beteiligten Schaltkreise grösstenteils übereinstimmen. Allerdings aktiviert ein Lachen, das von Humor ausgelöst wird, zusätzlich ein anderes Hirnareal.
Sowohl Kitzeln als auch Humor beeinflussen den lateralen Hypothalamus, einen entwicklungsgeschichtlich primitiven Hirnbereich. Hier liegt vermutlich das Gebiet, das für das Auslösen des Lachens und für die Äusserung freudiger Emotion zuständig ist. Von hier aus wird die Erregung ans Mittelhirn übermittelt, das die Aktivierung der mimischen Muskulatur, der Stimmbänder und der Atmung koordiniert.
Weitere Studien der Gruppe weisen auf Ähnlichkeiten dieses Schaltkreises mit dem von anderen Säugetieren hin, was im Einklang mit der Beschreibungen von «lachenden» Primaten steht. Sogar kleine Säugetiere wie Ratten und Mäuse scheinen also zu «lachen»: Wenn sie gekitzelt werden, produzieren Nagetiere eine Art von Ultraschall-Vokalisationen, die als positive Emotionen aufgefasst werden.fca