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- Der Pharmakonzern Monsanto geht gegen seine Verurteilung im Glyphosat-Prozess in Berufung.
- Die Bayer-Tochter war zu einer Schadenersatzzahlung von zunächst 289 Millionen Dollar an einen Geschädigten verurteilt worden.
- Der Fall um die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters wird nun im Februar erneut vor einem US-Gericht verhandelt.
Erst im Oktober hatte ein Gericht überraschend ein Urteil gegen Monsanto bestätigt, in dem erstmals Glyphosat für die Krebserkrankung eines Klägers verantwortlich gemacht wurde. Die Strafsumme wurde aber von zunächst 289 Millionen Dollar auf 78 Millionen verringert. Beim Kläger handelt es sich um den ehemaligen Hausmeister Dewayne Johnson.
Die Jury urteilte, glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel wie Roundup und RangerPro hätten «wesentlich» zur Krebserkrankung des Klägers beigetragen. Monsanto – seit Juni Tochter des deutschen Chemiekonzerns Bayer – habe nicht vor der Gefährlichkeit der Herbizide gewarnt und dabei mit «Heimtücke» gehandelt.
9300 weitere Glyphosat-Klagen
Seit dem ersten Urteil im August brach der Bayer-Aktienkurs um mehr als 30 Prozent ein. Derweil weist Monsanto die Vorwürfe weiterhin zurück. Der Konzern betont, er sei «nach wie vor davon überzeugt, dass das Urteil im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen steht». Ausserdem hat Bayer immer wieder beteuert, das Glyphosat sicher sei.
In den USA sind rund 9300 Klagen wegen Glyphosat anhängig. Das Mittel zählt zu den am meisten eingesetzten Unkrautvernichtern in der Landwirtschaft.