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Uetlibergbahn
|Kürzel||UeB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1875-05-12|
|Mutiert||Ab 1922-02-28 Zürich–Uetliberg|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die UeB nahm 1875 den Betrieb auf und gehörte einer Aktiengesellschaft. Sie führte in der Stadt Zürich vom (späteren) Bahnhof Selnau auf den als Ausflugsziel beliebten Uetliberg. Aus nicht näher erläuterten Gründen rubrizierte die Statistik die normalspurige UeB anfangs als «Spezialbahn», wohl deshalb, weil sie mit einer maximalen Steigung von 70 Promille die mit Abstand steilste Normalbahn der Schweiz war.
Nach einem fulminanten Betriebsstart pendelten sich die Gewinne aus dem Transportgeschäft auf gut kostendeckendem Niveau ein. Ein Ausnahmejahr stellte 1883 dar, weil damals in Zürich die Landesausstellung stattfand. 1888 bis 1896 konnte die UeB sogar eine bescheidene Dividende ausrichten. 1897 stockte sie ihr Kapital massiv auf, um die Hotellerie auf dem Uetliberg auszubauen. 800'000 Franken des Anlagekapitals wurden dazu verwendet (die Baukosten beziehen sich nur auf die Bahn). Allerdings geriet das Unternehmen dadurch in eine finanzielle Schieflage. 1910 musste die UeB eine Bereinigung der Bilanz vornehmen, wobei der Nennwert der Aktien herabgesetzt und Obligationen in Aktien umgewandelt wurden. Daraus ergaben sich der ausserordentliche Überschuss in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der hohe Rückstellungsbetrag 1910. Wirklich solide war die Finanzlage der UeB aber auch danach nicht. Im Gegenteil resultierten ab 1912 über Jahre hinweg negative Betriebsergebnisse. Passivsaldi musste sie jedoch keine vortragen, weil die Defizite mit Entnahmen vom Rückstellungskonto ausgeglichen wurden. 1922 erfolgte die Umbenennung der UeB in Bahngesellschaft Zürich–Uetliberg (BZUe), 1973 schliesslich die Fusion mit der Sihltalbahn (SiTB) zur Sihltal–Zürich–Uetliberg-Bahn (SZU).
Verwirrlich sind die von der Statistik ausgewiesenen Klassenverhältnisse der UeB. In den ersten zwei Betriebsjahren soll es sich demnach um eine zweite und eine dritte Klasse gehandelt haben, dann bis 1882 nur noch um eine zweite, 1883 bis 1902 um eine erste und zweite, danach um eine zweite und dritte Klasse. Im ganzen Beobachtungszeitraum änderte sich jedoch sowohl am Bestand der Personenwagen wie auch an der Anzahl Sitzplätze nichts.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: