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Untersuchung epigenetischer Veränderungen in Spermien nach bariatrischen Operation zur Behandlung der ausgeprägten Adipositas
|abstract||

Hintergrund
Im Rahmen dieser Studie soll das Sperma von Männern mit extrem ausgeprägter Adipositas (BMI >35 kg/m2) vor sowie 6 und 12 Monate nach Durchführung einer bariatrischen Operation auf epigenetische Veränderungen untersucht werden. In gleichen Intervallen soll das Sperma von normalgewichtigen Männern sowie von extrem adipösen Männern, welche sich keiner bariatrischen Operation unterziehen, im Sinne von Kontrollgruppen untersucht werden. Zu den gleichen Zeitpunkten der Sammlung der Spermaproben sollen die individuellen Ernährungsgewohnheiten mittels eines Ernährungsprotokolls erfasst, sowie Blutproben und Urin Proben gewonnen werden.
Die Stichprobengrösse soll 20 Männern pro Gruppe und somit insgesamt 60 Männer betragen. Zur Rekrutierung sollen Patienten des Interdisziplinären Adipositas-Zentrums des KSSG während einer regulären Konsultation gebeten werden, an der geplanten Studie teilzunehmen. Die gesunden Kontrollpersonen sollen aus dem Bekanntenkreis des Studienleiters sowie des Forschungsteams des Adipositaszentrum rekrutiert werden.
Nach der Sammlung des Spermas werden die Proben pseudonymisiert und bei -80° C im Adipositaszentrum bis zur Analyse eingefroren. Die Proben werden in der Arbeitsgruppe von Prof. H. Schiöth Abteilung für Neurowissenschaften, Universität Uppsala, Husargatan 31, 75124 Uppsala, Schweden analysiert. Es soll eine Genom-weite Analyse des Methylierungsstatus der entsprechenden Proben erfolgen.
Ziel der Studie ist es, als eine Art „proof of principles“ nachzuweisen, dass Umweltfaktoren das Erbgut der folgenden Generation durch epigenetische Veränderungen beeinflussen können. Der potenziell zu erlangende Erkenntnisgewinn erscheint enorm, da die Ergebnisse möglicherweise zu einer Weiterentwicklung der Evolutionstheorie und des damit zusammenhängenden biologischen Grundverständnis beitragen könnte. Auch könnten sich möglicherweise Konsequenzen für die klinische Praxis ergeben, indem die Ergebnisse Männer dazu motivieren könnten, bei geplanter Fortpflanzung zuvor eine Lebensstiloptimierung in Bezug auf ihre Ernährung und ihr Körpergewicht herbeizuführen.
Das Kantonsspital St. Gallen verfügt über eine Haftpflichtversicherung, die bei möglichen Schäden aufkommt. Eine Sponsorenbestätigung ist dem Antrag beigefügt.
|type of project||fundamental research|
|status||completed|
|start of project||2012|
|end of project||2014|
|project manager||Prof. Bernd Schultes|