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On June 3, 2014 the Swiss group “Monetäre Modernisierung” (monetary modernisation) started to collect signatures with the aim to force a national referendum on changes to the Swiss constitution. (The group needs to collect 100,000 signatures within an 18 month period in order to succeed.) The referendum would put the “Vollgeldinitiative” (sovereign money initiative) to vote, an initiative that seeks to fundamentally change Switzerland’s monetary system. The group “Monetäre Modernisierung” is part of a broader international movement with partner groups in the UK, the European Union and the US.
According to the proposal, deposit claims vis-a-vis commercial banks would be transformed into claims vis-a-vis the central bank and deposit liabilities of commercial banks would be transformed into liabilities of those banks vis-a-vis the central bank. Within a certain time span, commercial banks would have to repay those liabilities. Moreover, they would be prohibited from ever creating deposits again—that is, all money should be base money. The proposal envisions the Swiss National Bank to bring new base money into circulation by transferring reserves to the treasury, allowing the government to partly finance its expenditures by means of “original seignorage,” or to citizens. The Swiss National Bank could also lend reserves to banks, against interest, to accommodate fluctuations in money demand. (The resulting interest seignorage would add to government revenues as well.) The initiative aims at a complete separation between money and debt; accordingly, base money would be booked as equity in the central bank’s balance sheet rather than debt.
The proposal goes further than Irving Fisher’s 100% money plan and other proposals for full-reserve banking (and narrow banking) where banks are required to keep the full amount of deposited funds in cash/reserves (or very liquid, safe assets). Under the “Vollgeldinitiative,” the amount of deposited funds does not only have to be kept in cash/reserves but deposits are abolished altogether.
Some background information (in German):
- The text of the proposed constitutional amendment, with explanations.
- Background paper by one of the intellectual father’s of the initiative, Joseph Huber. He explains that the name “Vollgeld” is the short form of “voll gültiges gesetzliches Zahlungsmittel,” or legally speaking, “unbeschränktes gesetzliches Zahlungsmittel.”
Some quotes from the Q&A section on the technical implementation of the proposed reform (in German):
Die Girokonten der Kunden werden aus der Bankenbilanz herausgelöst und separat als Vollgeldkonten geführt. Die Guthaben auf den Girokonten bleiben eins zu eins bestehen, werden Vollgeld und somit zu gesetzlichen Zahlungsmitteln gleich Münzen und Banknoten. Ab dann ist nur noch die Nationalbank autorisiert Zahlungsmittel zu schöpfen. Dadurch geschieht mit dem unbaren Giralgeld heute das gleiche wie vor hundert Jahren mit den Banknoten. …
Das bisherige Banken-Giralgeld wird von Gesetzes wegen zu Vollgeld umdeklariert. Liesse man es dabei bewenden, kämen die Banken mit einem Schlag in den Besitz von Vollgeld, obwohl sie nicht das (neue) Vollgeld, sondern nur das (alte) Giralgeld geschaffen haben. Deshalb übernimmt die Nationalbank im Moment der Umstellung alle bisherigen Giralgeld-Verbindlichkeiten der Banken und verpflichtet sich damit, den Bankkunden anstelle von Bankengiralgeld Vollgeld auszuzahlen. Diese Auszahlung erfolgt sofort, damit die umlaufende Geldmenge nicht vermindert wird, und sie erfolgt auf Geldkonten ausserhalb der Bankbilanz, also auf Konten, auf die die Bank keinen Zugriff mehr hat. Für die Bankkunden ist diese Umstellung äusserst relevant: Sie sind jetzt im persönlichen Besitz von gesetzlichem Zahlungsmittel in der Höhe der bisherigen Sichtkonten, die vor der Umstellung blosse Geldversprechen auf Konten der Bank, aber kein Geld waren. …
Nach der Vollgeld-Umstellung gibt es nur noch Nationalbank-Geld. Das elektronische Geld ist genauso vollwertiges Geld wie heute Münzen und Banknoten. Das heisst, die Vollgeld-Zahlungsverkehrskonten der Kunden befinden sich dann nicht mehr in der Bilanz der Banken, sondern diese werden von Banken wie heute Wertpapierdepots verwaltet. Das Geld auf dem Konto gehört nur dem Kunden, wie das Bargeld im Tresor, und ist nicht mehr wie heute, eine Forderung an die Bank. So hat auch der Zahlungsverkehr nichts mehr mit Forderungen und Verpflichtungen zwischen den Banken zu tun, weshalb das heute übliche Banken-Clearing unnötig wird. Wenn ein Kunde eine Überweisung an einen Kunden tätigt, wird einfach Vollgeld von einem Konto auf das andere transferiert. Es passiert dann das, was fast alle Menschen heute meinen, was bei einer Überweisung geschieht.
Diese direkte digitale Übertragung von Vollgeld vereinfacht den Zahlungsverkehr, da die bisherige komplizierte Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Banken und eventueller Ausgleich mit Nationalbank-Guthaben entfällt. Statt dessen können Überweisungen sofort ausgeführt und gebucht werden, genauso wie heute der Kauf von Aktien und Wertpapieren. Die bisherige Wartezeit von mehreren Tagen, bis das Geld ankommt, entfällt. Nach wenigen Minuten wird man den Geldeingang auf dem Konto sehen können.
I discuss the initiative here.