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Egal ob im Wohn- oder Schulzimmer, im Auto oder im Restaurant auch noch 50 Jahre nach seinem Tod sind die Lieder von Mani Matter omnipräsent in der Schweizer Kultur. Hauptberuflich eigentlich Jurist schaffte es Mani mit seiner Hobbyaktivität des "Värslischmiedens" nicht nur musikalisch sondern auch lyrisch Werke für die Ewigkeit zu schaffen. Die Themen in seinen Texten sind teils dadaistisch, absurd, teils extrem fokusiert und sozialkritisch, teils federleicht, teils "himmutruurig" und nachdenklich.
Aufgewachsen ist Hans Peter, wie Mani bürgerlich heisst, als Sohn eines Schweizer Juristen und einer Niederländischen Sekretärin. Mani wuchs auf Französisch auf und lernte "Bärndüütsch" erst als Zweitsprache. Aus dem Francophonen Bereich kommt auch sein grösstes Idol Georges Brassens. Die ersten musikalischen Versuche waren Mundart-Interpretationen von Brassens Lieder. In der Pfadi, wo auch der Name "Mani" entstand hatte Hans Peter dann auch seine ersten Auftritte. Dabei hatte Matter aber nie die Intention hauptberuflich als Musiker unterwegs sein, ganz im Gegenteil. Neben seinem musikalischen Schaffen, machte Mani akademische Karriere. Auf den Doktortitel, folgte eine Habilitation, welche aber nie abgegeben wurde. Bis zu seinem Tod war er als Jurist bei der Stadt Bern angestellt. Geprägt vom Beamtenlifestyle und der bürokratischen Monotonie seiner Arbeit, schrieb er auch das Lied "Är isch vom Amt ufbotte gsy".
Doch war Mani nicht nur juristisch und lyrisch/musikalisch unterwegs. Mit der Bewegung "junges Bern" engagierte er sich auch politisch und hielt auch im Verlaufe seines Lebens immer wieder Benefizkonzerte. Diese Sensibilität für politische Themen floss auch immer wieder in seine Chansons. Für die Partei "junges Bern" kanditierte er sogar für einen Sitz im Stadtrat (selbst nahm er aber die Kandidatur nie ganz ernst).
In den letzten Monaten seines Lebens begann Matter, sich lyrisch in eine immer düsterere Richtung zu bewegen. Zeugnisse dafür sind die Lieder "Warum syt dir so truurig?" oder "Nei säget sölle mir". Diese Chansons wurden von Mani selbst nie aufgenommen. Erst nach seinem Unfalltod 1972 erschienen erste Covers dieser Songs. Zum Beispiel von Jacob Stickelberger, welcher unter anderem mit Mani Matter unter dem Namen "Berner Troubadours" unterwegs war.
Die ganze Sendung findest du hier: