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In einem am Freitag veröffentlichten Schreiben an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf warnen die Experten vor globalen Gesundheitsrisiken. Eine halbe Million Besucher der Spiele könnten in Rio de Janeiro angesteckt werden und die Krankheit mit in ihre Heimatländer bringen.
Die WHO solle eine unabhängige Expertengruppe aufstellen, die das Internationale Olympische Komitee zu den Risiken der Zika-Verbreitung beraten könne, heisst es im Brief. Dies nicht zu unternehmen, wäre aus Sicht der Unterzeichner unverantwortlich.
151 Experten von Universitäten und Gesundheitszentren in 29 Ländern unterzeichneten den Brief, der von Amir Attaran von der Universität Ottawa, Arthur Caplan und Lee Igel von der Universität New York und Christopher Gaffney von der Universität Zürich verfasst worden war.
Die WHO hält indes eine Verlegung der Olympischen Spiele wegen der Zika-Gefahr nicht für nötig. In einer Mitteilung vom Samstag gab die Behörde konkrete Empfehlungen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. So rät sie unter anderem Schwangeren generell davon ab, Rio de Janeiro oder andere Zika-Gebiete zu besuchen.
Der in Brasilien verbreitete Zika-Virus kann unter anderem schwere Schädelfehlbildungen bei Babys auslösen. Die brasilianische Regierung will die Besucher der Spiele im August unter anderem mit einer mehrsprachigen Handy-App über das Zika-Virus informieren. Die Olympischen Spiele finden vom 5. bis 21. August statt.
(SDA)