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SNB setzte Interventionen zur Senkung des CHF-Wechselkurses im zweiten Quartal fort22 September 2021
Die Daten zeigen, dass die Schweizer Währungsreserven im 2. Quartal auf 8,9 Milliarden Schweizer Franken gestiegen sind, was bedeutet, dass die SNB moderate Interventionen am Devisenmarkt durchgeführt hat.
Zunahme der Währungsreserven, Überschuss
Die Schweizer Währungsreserven sind im zweiten Quartal 2021 um 8,9 Milliarden Schweizer Franken gestiegen, während der Leistungsbilanzüberschuss mit 10,5 Milliarden Schweizer Franken ebenfalls zugenommen hat. Die Währungsreserven des Landes stiegen um ein höheres Volumen als die 1,47 Milliarden Franken, die im ersten Quartal verzeichnet wurden, wie die von der Zentralbank veröffentlichten Zahlungsbilanzdaten zeigen. Dies bedeutet, dass die Schweizerische Nationalbank einige Interventionen auf dem Devisenmarkt durchführen musste, wenn auch in einem viel geringeren Umfang als im Jahr 2020. Letztes Jahr waren die Anleger aufgrund der Pandemie sehr begierig, Schweizer Franken zu kaufen, und infolge der höheren Nachfrage war der CHF-Kurs sehr stark. Um ihn zu schwächen, intervenierte die SNB sehr stark. In diesem Jahr wurden die Interventionen nicht in so großem Umfang durchgeführt, da der CHF-Kurs moderater war. Im letzten Jahr stiegen die Währungsreserven um die erstaunliche Summe von 52,7 Milliarden Schweizer Franken, was auf die häufigen und umfangreichen Interventionen der Bank während der ersten Welle der COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist.
Moderate Interventionen
Die SNB lehnt es ab, sich zu den veröffentlichten Daten und zu der Frage zu äußern, ob tatsächlich Interventionen auf dem Devisenmarkt vorgenommen wurden. Die Bank wird am Donnerstag ihre vierteljährliche geldpolitische Überprüfung durchführen und es wird erwartet, dass sie die Zinssätze auf dem rekordtiefen Niveau belässt. Experten zufolge bedeutet die Tatsache, dass es so aussieht, als ob die SNB ihre Interventionen wieder aufgenommen hat, wenn auch in viel geringerem Umfang, dass die Bank den starken CHF-Kurs langsam akzeptiert. Die Nachfrage nach dem Schweizer Franken, die seine hohe Bewertung verursacht, wird durch Zuflüsse in den defensiv ausgerichteten Aktienmarkt des Landes angetrieben. Im zweiten Quartal gaben Gebietsfremde ganze 9,16 Milliarden Franken für Schweizer Aktien und Schuldverschreibungen aus. Analysten zufolge sieht es so aus, als würde die SNB nun versuchen, die Aufwertung der Währung zu bremsen, anstatt sie ganz zu blockieren. Auch die Schweizer Wirtschaft scheint die Aufwertung des CHF zu verkraften, denn der Leistungsbilanzüberschuss der Währung weitet sich aus. Er stieg von 3,2 Milliarden Schweizer Franken im letzten Jahr auf 10,5 Milliarden Schweizer Franken.