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In Burkina Faso arbeiten 250'000 Kinder auf den Baumwollfeldern. Die Arbeit birgt grosse Gefahren und behindert die schulische Entwicklung der Kinder. Von dieser illegalen Praxis profitieren auch Schweizer Baumwollhändler. Deshalb fordert Solidar Suisse die Händler Reinhart AG und Louis Dreyfus mit einer Petition dazu auf, sich sofort für die Abschaffung der prekären Kinderarbeit in ihrer Lieferkette einzusetzen.
Petition: Solidar Suisse fordert von Reinhart AG und Louis Dreyfus SA
- Bekennen Sie sich öffentlich dazu, ab sofort auf Kinderarbeit in Ihrer Lieferkette zu verzichten.
- Legen Sie offen, in welcher Weise Sie Ihre Verantwortung zur Einhaltung der Menschenrechte in Burkina Faso wahrnehmen.
- Verfassen Sie eine Human Rights Policy für Ihr Unternehmen und veröffentlichen Sie sie.
- Definieren Sie Ihr Vorgehen für eine Sorgfaltsprüfung und legen Sie es offen.
- Nutzen Sie Ihren Einfluss in Gesprächen mit Stakeholdern und kommunizieren Sie die Resultate.
Mit der Unterzeichnung dieser Petition helfen Sie mit, die Abschaffung der prekären Kinderarbeit in Burkina Faso zu beschleunigen. Danke für Ihre Unterstützung!
Kinderarbeit stoppen
Solidar Suisse dokumentiert in einem Bericht das Ausmass von Kinderarbeit in der Baumwollproduktion von Burkina Faso. Kinder von 5 bis 17 Jahren arbeiten auf den Baumwollfeldern. Beim Pflügen, der Aussaat, dem Düngen, Behandeln und Ernten der Baumwolle sind sie erheblichen Gefahren ausgesetzt. Ohne Schuhe und Schutzausrüstung können sie von Schlangen gebissen oder von Skorpionen gestochen werden. Schlimmer noch ist das Sprühen von Pestiziden – die hochgiftigen Chemikalien machen sowohl unmittelbar als auch langfristig krank und potenziell unfruchtbar. Manche Kinder gehen wegen der Arbeit nicht zur Schule, andere nur unregelmässig oder völlig übermüdet.
Von diesem Missstand profitieren das Familienunternehmen Reinhart AG aus Winterthur und der Multi Louis Dreyfus SA in Genf. Sie kaufen bedeutende Mengen Rohbaumwolle aus Burkina Faso und verkaufen sie weiter in alle Welt. Über ihre wirtschaftliche Tätigkeit sind sie direkt verbunden mit der Kinderarbeit auf den Baumwollfeldern von Burkina Faso. Damit verstossen sie gegen die Uno-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die festlegen, dass Unternehmen für die Respektierung der Menschenrechte in ihrer Lieferkette sorgen müssen.
Das müssen Reinhart AG und Louis Dreyfus SA tun
Baumwolle aus Kinderarbeit zu kaufen, ist inakzeptabel. Solidar Suisse fordert Reinhart AG und Louis Dreyfus SA auf, sich ernsthaft gegen Kinderarbeit in Burkina Faso einzusetzen. Denn ihre vielgepriesene Unterstützung für einige Initiativen zugunsten ökologisch und sozial verantwortlicher Baumwollproduktion kann die Realität nicht verschleiern: Sie tun in Wirklichkeit nichts um zu verhindern, dass ihre Baumwolle aus Kinderarbeit stammt.
Das tut Solidar Suisse
Um die prekären Formen von Kinderarbeit in Burkina Faso zu reduzieren, müssen alle AkteurInnen ihren Beitrag leisten: der Staat, die Baumwollunternehmen, die Bauern und die NGOs vor Ort. Solidar Suisse hat deshalb ein Sensibilisierungsprojekt lanciert, bei dem die BaumwollbäuerInnen über die Schädlichkeit der Kinderarbeit und die Bedeutung der Schulbildung für die Entwicklung ihrer Kinder informiert werden.