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Die nicht ohne Mühe und Peinlichkeiten durchgeführte Suche nach einem neuen Nationaltrainer steht in den Niederlanden vor dem Abschluss. Wohl am Mittwoch wird Dick Advocaat als Bondscoach vorgestellt.
Der 69-jährige Dick Advocaat würde nach fast schon landesüblicher Tradition zum x-ten Mal zum Nationalteam zurückkehren. Auch seine Landsleute Rinus Michels, Leo Beenhakker, Louis van Gaal und Guus Hiddink waren mehrmals Nationaltrainer. Advocaat hat die "Elftal" bereits zwischen 1993 und 1995 sowie zwischen 2002 und 2004 betreut. Einmal erreichte er mit den Niederlanden den WM-Viertelfinal (1994), einmal den EM-Halbfinal (2004). Im letzten Jahr war er während ein paar Monaten zudem als Berater von Nationaltrainer Danny Blind tätig gewesen, ehe er ein Engagement von Fenerbahce Istanbul annahm.
Advocaat war nicht der Wunschkandidat der Niederländer. Nach der Entlassung von Blind Ende März hatte sich die Suche nach dem Nachfolger zur regelrechten Posse entwickelt. Bekannte Kandidaten wie Frank de Boer, Clarence Seedorf, Ronald Koeman und Roger Schmidt sagten ab, Van Gaal strebt im Verband einen Posten mit mehr Macht an.
Und als der Technische Direktor, der frühere Nationalgoalie Hans van Breukelen, einen Trainer gefunden hatte, musste er die Gespräche im fortgeschrittenen Stadium abbrechen. Henk ten Cate, aktuell Trainer in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei Al Jazira Abu Dhabi, war der Verbandsspitze nicht genehm.
Deshalb wird nun also Advocaat zum dritten Mal Bondscoach. Dies verleitete einige niederländische Kommentatoren zu höhnischen Kommentaren. Denn Advocaat wollte im Sommer eigentlich in Pension gehen. Im März liess er verlauten, Fenerbahce zum Saisonende zu verlassen. "Ich werde nicht mehr Trainer sein", sagte er damals. Nun wird es (noch) nichts mit dem Rentnerdasein, denn Oranje ruft mit einem nicht eben einfachen Auftrag. Trotz gravierendem Rückstand soll Advocaat Arjen Robben & Co. noch an die WM in Russland führen.
SDA-ATS