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Wieso die Fische nicht in die tieferen Bereiche des maximal 83 Meter tiefen Ägerisees vordringen, ist unklar, wie das Amt für Wald und Wild des Kantons Zug am Dienstag mitteilte. Im Rahmen des "Projet Lac", das die Fischfauna in Schweizer Seen untersucht, wurden im Ägerisee im August 2018 insgesamt 4797 Fische von 15 Fischarten gefangen.
Der See als Fischhabitat befinde sich in einem guten Zustand, die natürliche Fischartenvielfalt sei weitgehend erhalten, heisst es in der Mitteilung. Grosse Fische sind im Ägerisee aber unterrepräsentiert. Ein möglicher Grund sei der hohe Befischungsdruck durch Angel- und Netzfischer.
Dominiert wird die Fischfauna durch Egli (Flussbarsch). Felchen und Seesaiblinge (Rötel) kommen nur selten vor. Standortfremde Arten sind dagegen häufig, die Studie erwähnt hier vor allem den Kaulbarsch. Dessen hohe Dichte sei auffallend und dürfte nicht ohne Konsequenzen für andere Fischarten und das gesamte Ökosystem sein.
Die Studienautoren empfehlen, die biologischen Hotspots, die sich unter anderem bei Zu- und Ausflüssen befinden, prioritär zu revitalisieren. Die Seeufer seien teilweise stark verbaut, insbesondere entlang des Nordostufers, im Bereich Oberägeri. Auf neue Uferverbauungen oder Kiesentnahmen sollte aus ökologischer Sicht verzichtet werden.
Der Ägerisee nimmt eine Fläche von 7,3 Quadratkilometer ein und liegt auf einer Höhe von 724 Metern über Meer. Die Berufs- und Angelfischer fangen im Ägerisee bevorzugt Egli, Felchen, Seesaiblinge und Hechte. Die Fangzahlen sind über die Jahre gesehen stabil.
(sda)