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Hans Gerny (aktiv 1955/56) ist am 26. Juni 1937 in Olten geboren. Sein Theologiestudium absolvierte er an der Christkatholisch-theologischen Fakultät der Universität Bern, das er mit dem Staatsexamen abschloss. Ergänzt hat er sein Studium durch verschiedene Studienaufenthalte in Oxford und Paris. Nach seiner Priesterweihe wirkte er in verschiedenen Gemeinden des Bistums als Pfarrer.
Am 9. Juni 1986 wurde er von der Nationalsynode in Biel zum 5. Bischof der Christkatholischen Kirche gewählt. Im Jahre 2001 trat er von seinem Bischofsamt zurück. Zusammen mit seiner Ehefrau Marianne Gerny-Schild, welche am 7. August 2020 verstorben ist, wohnte er in Bern.
Prägend für sein Episkopat war die Einführung der Frauenordination in der Christkatholischen Kirche. Sein Anliegen war es, diese Frage in den Kirchen der Utrechter Union zu diskutieren und zu einer Entscheidung ohne Kirchenspaltung zu kommen. Auch setzte er sich für einen Prozess kirchlicher Erneuerung in seinem Bistum ein.
Von 1991 bis 2006 war er Mitglied des Zentralausschusses des Weltkirchenrates als Vertreter der der altkatholischen Kirchen der Utrechter Union. Gleichzeitig setzte er sich stark für den Dialog mit den orthodoxen Kirchen ein.
Für sein fundiertes theologisches Wirken wurde er 2001 mit der Ehrendoktorwürde der Christlich Theologischen Akademie in Warschau ausgezeichnet.
Anbei publizierte Nachrufe aus der Weltwoche und der NZZ am Sonntag. Das Datum des Totensalamanders wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben.
Das AH-Komitee