Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/1840

Wagen 56 im Ablieferungszustand auf dem Werkareal von Schindler Waggon in Pratteln.
© SWP (Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen)
Für den Betrieb der 1956 neu elektrifizierten Buslinie 34 Claraplatz–Käferholzstrasse und um die beiden Sonderlinge Nrn. 52 und 53 aus dem Betrieb zurückziehen zu können, beabsichtigten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) die Beschaffung einer Serie von dreizehn neuen Trolleybussen.
Mangels Erfahrung lehnten es schweizerische Karosseriefirmen ab, die Wagenkästen in der von den Verkehrsbetrieben geforderten selbsttragenden, chassislosen Konstruktion unter ausschliesslicher Verwendung von Leichtmetall zu bauen. Lediglich die Firma Schindler Waggon (SWP) wagte sich an Konstruktion und Bau eines Prototyps, der bei den BVB die Nummer 56 bekam.
Die Karosseriezeichner von SWP im nahen Pratteln orientierten sich an den Stromlinienformen der Fünfzigerjahre. Heraus kam der wohl schönste Basler Zweiachs-Trolleybus.
Brown Boveri (BBC) steuerte eine neu entwickelte und vereinfachte Schaltapparatur sowie den 73 kW bzw. 99 PS starken Fahrmotor bei. Eine weitere Neuerung stellte das thermische Hilfsaggregat (Benzinmotor/Generator-Gruppe) dar, welches ein fahrleitungsunabhängiges Manövrieren gestattete.
1976 wurde der zwischenzeitlich in 356 umnummerierte Trolleybus aus dem Linienbetrieb zurückgezogen und fortan lediglich für das Enteisen der Fahrleitungen im Winter benutzt. 1981 erfolgte der Abbruch.