Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03373.jsonl.gz/1268

Wie funktioniert Forschung in der Hochenergie-Astronomie?
- Forschende detektieren mit Hilfe von Satelliten Gammastrahlen aus dem Universum und interpretieren diese. Häufige Quellen von Gammastrahlung sind unter andereme Schwarze Löcher, Neutronensterne oder Überreste von Supernova Explosionen.
- Auch interstellares Medium und Gammastrahlenausbrüche sind für die Hochenergie-Astronomie interessant. Als erstere bezeichnen Forschende eine Mischung aus Gas und Staubkörner, die sich zwischen Sternen befindet. Bei Letzteren werden für Bruchteile einer Sekunde bis zu einer halben Minute extrem viel Gammastrahlung gemessen. Woher die Strahlung kommt, ist bis heute unklar. Diese Ausbrüche sind tausendmillionen mal energiereicher als unsere Sonne und die energiereichsten Ereignisse in unserem Universum.
- Die Schweiz beteiligt sich am ESA Satellit (INTErnational Gamma-Ray Astrophysics Laboratory). Dieser kreist seit 2002 auf einer Umlaufbahn weit weg von der Erde, denn die Erdatmosphäre absorbiert Gammastrahlen. Dank INTEGRAL erfahren wir beispielsweise mehr über das Zentrum der Milchstrasse und dem Schwarzen Loch SgrA*, das eine Quelle von Gammastrahlen ist. Mit herkömmlichen Beobachtungsmethoden bliebe es uns hinter einer Wolke aus interstellarem Staub verborgen.