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Nach mehrmaligen Verzögerungen und mit total über einem halben Jahr Verspätung hat AMD die nächste Opteron-Generation (K10) auf den Markt gebracht.
Der neue Prozessor, der bisher unter dem Codenamen «Barcelona» lief, ist sowohl für Server und Workstations mit zwei Prozessoren (Opteron 23xx) als auch für Systeme mit vier und mehr Sockeln (Opteron 83xx) verfügbar. Die Desktop-Varianten werden erst in einigen Wochen erscheinen.
Dabei bietet die CPU vorerst nur die erwartet niedrigen Taktfrequenzen zwischen 1,7 und 2,0 GHz, ist von Anfang an mit Preisen ab 209 Dollar (bei Abnahme von 1000 Stück) aber recht günstig. Die maximale Leistungsaufnahme liegt laut AMD zwischen 68 und 95 Watt und fällt damit ebenfalls moderat aus. Höhere Taktraten werden mit der nächsten Prozessor-Revision erwartet, die bis Ende Jahr erscheinen soll. Bis dahin muss AMD hoffen, dass die stark verbesserte Architektur die Lücke zu den gut
3 GHz von Intels Xeon schliesst.
Dass Intel AMDs Neuvorstellung nicht ganz kalt lässt, hat die nur wenige Tage vorher stattfindende Präsentation des «Tigerton»-Xeons für Mehrwege-Systeme bewiesen. «Tigerton» (Xeon 73xx) basiert auf der Core-Mikroarchitektur und löst damit den letzten Prozessor mit der Netburst-Architektur des Pentium 4 ab. Er weist entweder zwei oder vier Kerne auf, wobei sich Intel treu geblieben ist und auch bei «Tigerton» zwei Dual Core Dice zu einem Prozessor zusammenpappt.
Die Taktraten liegen mit 2,4 bis 2,93 GHz zwar höher als bei AMD, der Stromverbrauch der Gesamtsysteme dürfte wegen der Verwendung von Fully-Buffered-RAM aber höher liegen. Hinzu kommt, dass Intel nach wie vor auf den FSB (1066 MHz) zur Speicheranbindung setzt und dieser bezüglich Skalierung nicht mit dem von AMD verwendeten Hypertransport mithalten kann.