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Es klappt dieses Mal, weil wir die verschiedenen Bedürfnisse von vielen Anspruchsgruppen berücksichtigt haben. Mit dem partizipativen Verfahren konnten wir diese Bedürfnisse abholen.Wie unterscheidet sich das neue Projekt von denjenigen, die gescheitert sind?Durch Schlichtheit und Einfachheit lässt dieses Projekt einen neuen Platz entstehen. Die Rondelle wird abgebrochen und durch zwei fixe Pavillons ersetzt, die in Richtung Westen – auf den eigentlichen Marktplatz – verschoben werden. Dadurch erscheint der Durchgang durch die Marktgasse viel grösser, als das bei anderen Projekten der Fall war. Sie sagen die Schlichtheit und Einfachheit zeichnen dieses Projekt aus, können Sie das genauer ausführen?
Es gibt kein grosses Bauwerk oder so etwas. Es wird Platz freigemacht. Das überzeugt bei diesem Projekt. Der ständige Markt wird auf dem Marktplatz, wo heute schon die Marktstände stehen, stattfinden. Dadurch gewinnen wir in der Marktgasse Raum, den wir vielseitig Nutzen können.Die Calatrava-Halle bleibt bestehen, was sind die Überlegungen dahinter?
Das Siegerprojekt sah vor, die Bushaltestelle in Richtung Theater am bisherigen Platz zu belassen. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, auch die Calatrava-Halle zu behalten. Es würde keinen Sinn ergeben, an der selben Stelle eine neue Haltestelle zu bauen.Und weshalb wird die Bushaltestelle in Richtung Bahnhof verschoben, auf die Höhe des Marktplatzes?
Die Gründe sind simpel. Die neue Gesetzgebung verlangt, dass die Bushaltestelle behindertengerecht sein muss. Dass also Personen in einem Rollstuhl autonom aus dem Bus aussteigen können. Dazu braucht es längere Haltekanten. Das ist am Bohl nicht möglich. Dazu hätte man quasi das Notensteingebäude abbrechen müssen. Wir hatten also zwei Möglichkeiten: Entweder wir machen beide Haltestellen am Marktplatz. Oder die eine ist am Marktplatz und die andere am Bohl. Man hat sich für zweiteres Entschieden. So haben die Taxis am Marktplatz weiterhin einen Halteplatz.
Wenn wir alles gleichzeitig bauen könnten, wären wir wahrscheinlich im Jahr 2023 fertig. Wir gehen aber eher davon aus, dass wir in Etappen bauen müssen. Wir müssen uns zum Beispiel auch absprechen mit dem Bereich des Blumenmarktes, wo ja im Union-Gebäude die grosse Bibliothek von Stadt und Kanton entstehen soll und entsprechend ebenfalls gebaut wird. Der Übergang vom Marktplatz zum Blumenmarkt wird deshalb wohl zuletzt gebaut werden.Erwarten Sie nun Widerstand oder sind Sie zuversichtlich, dass der dritte Anlauf erfolgreich sein wird?
Wir sind überzeugt, dass die Mehrheit merken wird, dass die verschiedenen Ansprüche bei diesem Projekt erfüllt werden. Und dass wir kein goldenes Ei entstehen lassen können, auf einem Platz, bei dem sehr viele Sachen schon vorgegeben sind. Ich glaube, dass die Einfachheit des Projekts überzeugen wird.
Die wichtigsten Neuerungen am Marktplatz1. Die Rondelle wird abgebrochen und durch zwei wetterfeste und fixe Pavillons auf Höhe Marktplatz ersetzt. Allenfalls gibt es WC-Anlagen in den Pavillons. Vorgesehen sind auch Aussensitzplätze.
2. Die Bushaltestelle in Richtung Bahnhof wird vom Bohl an den Marktplatz verschoben.
3. Der Marktplatz wird gepflästert, es werden mehr Bäume gepflanzt und im Bereich des Marktplatzes gibt es einen Brunnen.
4. Beim Marktplatz gibt es Velostellplätze
5. Der Wochenmarkt soll künftig in der Marktgasse stattfinden
6. Die Calatrava-Halle und die Taxi-Stellplätze bleiben an den bisherigen Plätzen