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Indonesien besteht aus rund 13'700 Inseln, welche sich auf eine Staatsfläche von 1'910'930 km2 verteilen. Rund 6'000 dieser Inseln sind bewohnt. Die Inseln werden in 4 Gruppen eingeteilt:
Verfassung der präsidialen Republik Indonesien
Nach der Unabhängigkeit schuf Indonesia 1945 eine Verfassung, welche im Laufe der darauf folgenden Jahrzehnte in einigen Punkten abgeändert oder ergänzt wurde.
Die indonesische Verfassung von 1945 erkennt die Existenz traditioneller politischer Einheiten und kultureller Traditionen der eingeborenen Völker an. Eingeschlossen sind dabei ihrer Institutionen, Organisationen, Verfahren, Gesetze, Rechte und Pflichten.
Auf dem Gebiet des neu geschaffenen Staates Indonesien wurden etwa 250 selbstverwaltete Regionen und Dorfgemeinden festgestellt. Nach Artikel 18 der indonesischen Verfassung von 1945 haben Territorien mit indigenen Strukturen einen Sonderstatus. Der Verfassungstext gibt vor, dass bei staatlichen Massnahmen ihre originären Rechte berücksichtigen werden müssen.
Artikel 33 der indonesischen Verfassung stellt den Naturreichtum unter die Kontrolle des Staates. Das Land und seine Schätze Land wird als zentrale Quelle für Nahrung, Unterkunft und Kleidung betrachtet.
Die Nationalphilosophie Pancasila, welche in der Präambel der Verfassung verankert ist, ist ein weiteres Element, die nationale Einheit und die Identität zu stärken. Pancasila baut auf 5 Säulen (Prinzipien) auf.
- die Göttlichen Herrschaft
Die erste Säule (die Göttlichen Herrschaft) dient dem Religionsfrieden im Land. Jeder und jede Staatsangehörige muss einer der fünf Schriften besitzenden Weltreligionen angehören. Auf dem Staatswappen Indonesiens trägt der mythischen Vogel Garuda ein Schild mit 5 Symbolen (Stern, Banyanbaum,Büffel,Baumwollzweig und Reisrispe) für Pancasila.
Nationalsprache Bahasa Indonesia
In der Inselwelt von Indonesien werden über 250 Sprachen und Dialekte gesprochen. Die einzelnen Sprachen (Bsp. Javanisch, Madurisch, Balinesisch) unterscheiden teilweise stärker als die Sprachen der romanischen Sprachenfamilien (Portugiesisch, Rumänisch usw.), obwohl alle Sprachen dem malaiisch-polynesischen Stamm angehören. Die Kolonialmacht Holland verordnete in ihrem Einflussbereich für die Verwaltung und die Wirtschaft den Gebrauch der holländischen Sprache. Diese Massnahme brachte eine gewisse Vereinheitlichung im Sprachengewirr.
Nach dem 2. Weltkrieg schuf der unabhängige Staat Indonesien als einziges Land auf der Welt eine eigenen künstliche Nationalsprache, das Bahasa Indonesia. Die neue Sprache dient seither als Klammer unter den verschiedenen ethnischen Gruppen und fördert das Nationalgefühl.