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Julia Schiwowa, Sopran
Julia Schiwowa studierte in ihrer Heimatstadt Zürich klassischen Gesang (lyrischer Sopran), schloss 2007 mit Auszeichnung ab und war 2007-2009 Mitglied des Schweizer Opernstudios. Sie ist Preisträgerin des Berti-Alter-Preises sowie des Marguerite Meister-Preises. Nach dem Studium lag der Schwerpunkt ihrer Konzerttätigkeit zunächst in der Barockmusik. In den letzten Jahren hat das Musiktheater in ihrem Schaffen wieder vermehrt Platz eingenommen.
Um ihrer grossen Liebe zum Chanson nachzugehen, gründete Julia Schiwowa 2009 ihre eigene Band (schiwowa & band). Die erste CD-Einspielung erschien 2010. Seither brachte Julia Schiwowa immer wieder eigene Produktionen auf die Bühne, namentlich „Soll und Haben – ein Finanzliederabend“ (2010/11), „The Fatal Hour“ (2012) und „Paris, je t’aime!“ (2013). 2016 erschien ihr Album „Le Röschtigraben“ mit Musik von Marbour/Schiwowa bei Spring & Fall Music. 2017 folgte Julia Schiwowas Adventsprogramm „Törli uf, Törli zue“ mit eigenen Mundartliedern, mit welchem sie im Trio durch die Schweiz tourte und welches 2018 als Orchesterversion erschien. 2019 erschien mit „Bitte wenden! Eingeschweizert ist nicht ausgebayert“ das erste Duoprogramm von menze&schiwowa. Seit 2012 ist Julia Schiwowa ausserdem Teil der Close Harmony Formation The Sam Singers. 2019 erschien das neue Programm „Come fly with me“.
Ihre grosse stimmliche Wandelbarkeit brachten Julia Schiwowa bisher an sehr unterschiedliche Orte (vom Kleintheater bis in die Bodenseearena und vom Jazzclub bis ins Hallenstadion) und führte zu Zusammenarbeiten mit hochkarätigen Musikern aus verschiedenen Stilrichtungen.
Erich Bieri, Bass-Bariton
Der Schweizer Bass-Bariton Erich Bieri absolvierte sein Gesangsstudium an der Zürcher Hochschule bei Carol Smith. Später studierte er bei Prof. Fernando Bandera in Mailand und bei Dale Fundling am Mozarteum in Salzburg. 1991 trat er in das Opernstudio in Basel ein, das er zwei Jahre später erfolgreich mit dem Operndiplom abschloss. Zusammen mit José van Dam organisierte und absolvierte er Meisterkurse. Es folgten Engagements am Theater Basel, am Opernhaus Zürich, sowie an weiteren Schweizer Bühnen.
International erfolgreich sang er u.a. in München am Prinzregententheater und in den USA am Shaker Mountain Festival (Rigoletto, Le Nozze di Figaro, L’elisir d’amore). Mit dem Zürcher Kammerorchester tritt er regelmässig in Hauptrollen auf, u.a. in Donizettis „Il Campanello“, Gilbert & Sullivans „Trial by Jury“, Offenbachs „Les Bavards“, Rossinis „Il Signor Bruschino“ und als Letztes in Bizets selten gespielter Oper „Don Procopio“.
Bei den Schweizer Operettenbühnen ist er kein Unbekannter. So tritt Erich Bieri immer wieder bei den Bühnen von Sirnach, Rheinfelden, Bremgarten und Sursee auf. In Hombrechtikon durfte er 2018 im «Vogelhändler» von Carl Zeller seine elfte Produktion feiern. Kommende Projekte sind “ Der Bettelstudent“ (Hombrechtikon) und Telemanns „Pimpinone“ in Zürich.
Mit der Sopranistin Mardi Byers und dem Pianisten/Dirigenten Caspar Dechmann tritt er regelmässig im Operncabarett-Duett-Programm „Divo/Diva“ auf.
Erich Bieri fühlt sich sowohl im „Ernsten“ als auch im so genannt „komischen Fach“ gleichermassen zu Hause.
Christoph Waltle, Tenor
Christoph Waltle wurde im Domleschg im Kanton Graubünden (Schweiz) geboren. Nach einer Zimmermannslehre studierte er zunächst an der Zürcher Hochschule der Künste klassisches Schlagzeug bei Heinz Hänggeli und schloss 2004 mit dem Konzertdiplom ab. Er wirkte in verschiedenen Orchestern und Ensembles mit, auch im Bereich der Neuen Musik. Von 2005 bis 2010 studierte er Gesang bei Prof. Reginaldo Pinheiro an der Hochschule für Musik Freiburg (Fach Oper und Lied/Oratorium).
Während der Gesangsausbildung war Christoph Waltle Mitglied der freien Opernbühne OpernHausen, wo er seine ersten großen Partien übernahm, darunter Georges in La Dame blanche von Francois Boieldieu, eine der Paradepartien der französischen Opera comique, sowie Lukáš in Smetanas Hubička (Der Kuss). In der Musikhochschule Freiburg fand die Inszenierung von Mozarts Zauberflöte besondere Beachtung, in der er den Tamino sang.
Nach dem Studium kam Christoph Waltle ans Theater Freiburg, zunächst im Rahmen der Exzellenzförderung der TheaterFreunde Freiburg, bevor er als festes Ensemblemitglied übernommen wurde. Hier erarbeitete er sich ein breites Rollenspektrum, welches er mit großer Spielfreude und differenzierter szenischer Gestaltung füllt. Wichtige Impulse erhielt er von Regisseuren wie Peter Konwitschny, Frank Hilbrich, Tom Ryser, Calixto Bieito und Gerd Heinz. In der Saison 2016/17 war er u. a. als Ferrando in Così fan tutte, in Janáčeks Věc Makropulos und in Ludger Vollmers neuer Oper Crusades zu erleben. Besonderes Interesse legt Christoph Waltle auf Werke des zeitgenössischen Musiktheaters und wirkte u. a. in Uraufführungen von Michel Roth, Hans Thomalla und Ludger Vollmer mit.
Neben seiner Opernlaufbahn widmet sich Christoph Waltle zusammen mit dem Pianisten Alessandro Limentani mit Begeisterung dem Liedgesang. Christoph Waltle ist Preisträger des Kulturförderpreises 2010 vom Kanton Graubünden und dem internationalen Gesangswettbewerb der Opernakademie in Baden-Baden.
Susannah Haberfeld, Mezzosopran
Susannah Haberfeld hat nach ihrer Ausbildung am Royal Northern College of Music in Manchester das Opernstudio Biel, die Accadémie d’Européen d’Aix-en- Provence sowie den Executive Master of Arts Administration an der Universität Zürich abgeschlossen. Im Laufe ihrer Karriere hat sie u.a. mit Peter Brook, Claudio Abbado, Daniel Harding, Patrice Chérau, Pierre Boulez,Cihan Inan, Hendrik Müller, Barbara Rucha, Yoshi Oida, Esa Pekka-Salonen, Frank Hilbrich, Dieter Kaegi, Omri Nitzan und David Stern zusammengearbeitet.
Ihr gesungenes Opernrepertoire ist u.a.: Die heilige Johanna der Schlachthöfe (Theater Bern, Luxemburg), Die Zauberflöte (Rouen, Caen, Padua und Lissabon, Dublin), Black Tell (Expo.02, CH), Samson et Dalilah (Berliner Philharmonie), Aus einem Totenhaus (Wiener Festwochen, Mailänder Scala, Opéra de Paris), Die Hochzeit des Figaros, Eugen Onjegin (Halle), Peter Grimes (Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorf), Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (Oper Tel Aviv) Sara und ihre Männer, Die Geburt des Täufers (Carrintischer Sommer, Ossiach), Le Compte Ory und Les Fées du Rhin (Theater Biel Solothurn). Mit Paul Suter und Erich Bieri sang sie bereits in der Pocket Opera in den Stücken The Mikado und The Pirates of Penzance mit. Sie leitet neben ihrer Opern- und Konzertkarriere verschiedene Baby- und Kinderkonzerte, ist Stiftungsrätin der Martha von Castelberg Stiftung und arbeitet für diverse Kulturmanagement Projekte.
Beat Gärtner, Schauspieler
wurde im Februar 1955 geboren und absolvierte von 1981 bis 1984 die Schauspielakademie Zürich (heute ZHdK). Er spielte an folgenden Theatern: Landestheater Wilhelmshaven, Stadttheater Münster (Westfalen), am Theaterspektakel Zürich, Opernhaus Zürich, Bernhardtheater Zürich, Theater Luzern, Städtebundtheater Biel/Solothurn, Zentrum Sihlwald, u. a.
Er führte an den Freilichtspielen in Andermatt zwischen 1999 und 2002 (mit über 100 Darstellern) Regie. Auch für die Uraufführung „Ab dr Stange – Ein Stück Tell“ von Heinz Stalder für das Theateruri war er 2004 verantwortlich. In den letzten Jahren inszenierte er mehrere Stücke mit der Theatergesellschaft Horw.
Filmrollen in den letzten Jahren waren: Ameisenweg, Capaul (männliche Hauptrolle), Züger Filmproduktion; Tatort Matterhorn, Taugwalder senior, SRF/Spiegel TV; Frosch, Enzler, Langfilm; Der Bestatter, Waldisbühl, SRF/Snakefilm; Die letzte Pointe, Autofahrer, Langfilm; Wilder, Hausmeister, C-Films.
In Globi, Globine und über 10 Jahre in «Papa Moll» war und ist er als Sprecher tätig.
Er spielte über 10 Jahre an der Seite von Jörg Schneider, 2016-2018 am Opernhaus Zürich u.a. in «Ronja Räubertochter» als Glatzen-Per und 2019 bei der Operettenbühne Bremgarten in Lehar’s «Paganini» den Impresario Bartucci.
Paul Suter, Regie
Geboren in St. Gallen. Nach der Ausbildung zum Bibliothekar in Bern Engagements als Regie-und Dramaturgieassistent an den Stadttheatern von Pforzheim und Bern. Regieassistent/Abendspielleiter am Grand Théâtre in Genève und am Opernhaus Zürich. In diesen Funktionen gastweise tätig an der Opéra de Paris im Palais Garnier sowie an der Bayerischen Staatsoper München. Seit 1987 diverse Inszenierungen – vorwiegend im Musiktheater – in Biel-Solothurn, Bilbao, Dublin, Liège, Metz, Reykjavik sowie am Opernhaus Zürich (Studiobühne und Theater an der Sihl).
Ausserdem Regietätigkeit bei der Pocket Opera Company Zürich (seit 2004), bei der Operettenbühne Bremgarten (seit 2005), am Stadttheater Sursee (seit 2007) und bei der Fricktaler Operettenbühne Rheinfelden (seit 2010).
Andres Joho, musikalische Einstudierung, Leitung
Andres Joho ist in der Stadt Zürich aufgewachsen. Studium an der Musikhochschule Zürich (Klavier und Kapellmeisterausbildung). Erstes Engagement am Basler Theater als Korrepetitor und Dirigent. Weitere Verpflichtungen an die Theater von Biel/Solothurn, St. Gallen, Luzern, Klagenfurt, Schillertheater Berlin, Zürich und Bern. Zu seiner wichtigsten Theatererfahrung gehört die langjährige Zusammenarbeit als Dirigent mit dem Basler Ballett und seinem Direktor Heinz Spoerli.
Neben seiner Tätigkeit als Musikpädagoge an der Musikschule Burgdorf und als Kapellmeister/Studienleiter/freier Mitarbeiter am Theater Biel/Solothurn führte ihn das jüngste Engagement an die Komödie Berlin am Kurfürstendamm. Regelmässige kompositorische Verpflichtungen vor allem von Bühnenmusiken und Kindermusicals. Daneben machte er sich einen Namen als Pianist und Bearbeiter der „leichten Muse“ und des Kabaretts.