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Was kann mit medizinischen Massagen alles behandelt werden?
Wassereinlagerungen entstehen, wenn der Lymphabfluss gestört ist oder es zu vermehrter Gewebsflüssigkeitsproduktion kommt. Grund dafür kann ein angeboren schwach entwickeltes Lymphsystem sein oder es sind Lymphbahnen geschädigt worden z. B. durch Operationen. Bei stauenden Venen und zum Teil bei Bindegewebsverklebungen kann es zu vermehrter Gewebsflüssigkeitsentstehung kommen, was wiederum das Abtransport System (Lymphgefässe) zum Überlasten bringt.
Lipödem, Bindegewebsschwäche (Cellulite)
Das Lipödem entwickelt sich auf der Basis einer sogenannten Lipohypertrophie (vermehrte Fettgewebsanlagerung bei Frauen an Beinen und/oder Armen). Die Lipohypertrophie selbst ist nicht krankhaft. Es gibt sogar eine Hypothese, die besagt, dass eine Lipohypertrophie das Immunsystem günstig beeinflusst. Diese vermehrte Fettgewebeanreicherung ist genetisch bedingt. Sie ist diätresistent und kann somit nicht abgehungert werden. Die Lipohypertrophie hat nichts mit falscher oder übermässiger Ernährung zu tun und darf nicht mit Fettleibigkeit oder Adipositas verwechselt werden.
Bei der Krankheit Lipödem kommt es bei einigen (längst nicht bei allen) Betroffenen einer Lipohypertrophie zu Verhärtungen im Fettgewebe. Diese Verhärtungen sind enggestellte Bindegewebszellen und führen dadurch zu Komprimierung der Blutgefässe und der Lymphbahnen. Einerseits kommt es nun, wegen des Zusammenpressens der Blutgefässe zu vermehrter Gewebsflüssigkeitsbildung. Andererseits können die ebenfalls komprimierten Lymphgefässe nicht mehr so viel Flüssigkeit aufnehmen und abtransportieren. Es kommt unweigerlich zu einem Stau im System und somit zur Schwellung (Ödem). Die Krankheit äussert sich in extremer Berührungsempfindlichkeit und die geschwollenen Beine und/oder Arme sind sehr schmerzhaft. Typisch ist ein symmetrisches Erscheinungsbild und dass die Füsse nicht betroffen sind. Es ist nicht selten, dass eine Kombinationsform wie zum Beispiel Lip-Lymphödem oder Lip-Phlebödem besteht. Das Erkennen von Kombinationsformen ist für das Stellen einer Prognose sowie für die Behandlung von Bedeutung.
Nackenbeschwerden, Kopfschmerzen, Migräne
Triggerpunkte im Nacken können oft in den Kopf ausstrahlen und zu Schmerzen führen. Zudem können Gelenke im Halswirbelsäulenbereich Beschwerden verursachen.
Bei der Migräne handelt es sich um ein komplexes Krankheitsbild mit mehreren sehr individuellen auslösenden Faktoren. Vielfach sind auch muskuloskelettale und gefässmotorische Ursachen dafür mitverantwortlich.
Muskelschmerzen, Triggerpunkte, Verspannungen, Haltungsverbesserung
Die häufigsten Schmerzgeschehen werden direkt oder indirekt von sogenannten myofascialen Triggerpunkten verursacht. Die Triggerpunkte entstehen in der Muskulatur und können durch unterschiedliche Mechanismen ausgelöst werden. Häufiges Beispiel für direkt ausgelöste Triggerpunkte ist Durchzug oder das Verharren in der gleichen Position wie es oft beim Arbeiten am Bildschirm der Fall ist. Das Phänomen kann auch durch Überlastung oder durch Gewalteiwirkung geschehen. Bei indirekter Auslösung ist zum Beispiel eine Kniearthrose ursächlich, welche in der Muskulatur eine Schutzspannung auslöst was wiederum die Entstehung von Triggerpunkten begünstigt. Die schmerzhaften Knoten im Muskel sind verhärtete millimetergrosse Punkte welche sich selbst die Blutzufuhr abgestellt haben. Da der Muskel auch für das Lösen nach einer Anspannung Energie benötigt kann die Anspannung durch den fehlenden Sauerstoff nicht mehr gelöst werden. Die Schmerzen, welche durch dieses Phänomen verursacht werden können als sehr stark wahrgenommen werden und nicht selten wird der Schmerz an weit entfernte Stellen des Körpers übertragen. Eine schlechte Haltung wird oft zu Verspannungen führen.
Arthrose in Hüfte, Knie, Schulter, Wirbelsäule etc.
Arthrosen können in allen Gelenken auftreten und gehören zum natürlichen Alterungsprozess. Verantwortlich dafür ist der Verlust an Knorpelsubstanz welche die Oberflächen der Gelenkspartner überziehen. Oft können Beschwerden trotz bereits weit fortgeschrittener Erkrankung deutlich reduziert werden.
Rückenbeschwerden, ISG- Beschwerden, Ischias Schmerzen, Kreuzschmerzen
Die meisten Rückenschmerzen sind unspezifisch, d.h. es können keine Auslöser wie Bandscheiben usw. dafür verantwortlich gemacht werden. Oft führt Bewegung und Haltungskorrektur zum langfristigen Erfolg. Aber auch bei Beschwerden mit erkennbarem Auslöser sind oft gute Resultate zu erreichen.
Schultergelenksbeschwerden, Kalkschulter, Frozenshoulder, Impingement, Instabilität
Schulterbeschwerden können mit aber auch ohne Auslöser entstehen. Es kann zu Einklemmungen unter dem Schulterdach (Impingement) kommen oder zu Bewegungsverlust. Es gibt erfolgsversprechende Behandlungsmethoden für diese Erkrankungen.
Hüftimpingement, Leistenschmerz
Ein Impingement ist eine Einklemmung. In der Hüfte kann es durch ungünstige anatomische Verhältnisse zum Einklemmen der Gelenkslippe zwischen Hüftkopf und Pfannendach kommen. Durch spezielle Techniken kann das Phänomen reduziert oder gar ausgeschaltet werden. Leistenschmerz ist ein Leitsymptom bei Hüftgelenkserkrankungen.
Kniebeschwerden, Meniskusverletzungen, Jumpersknee, Läuferknie
Kniebeschwerden können mannigfaltige Ursachen haben. Bei Verdrehungen kann es zu Verletzungen von Bändern oder der Menisken kommen. Die Menisken sind Puffer im Gelenk und können auch durch Abnützung geschädigt werden. Jumpersknee und das Läuferknie sind Überlastungsphänomene. Die Behandlungsansätze schliessen Muskelaufbau fast immer mit ein.
Sudeck
Bei einem Morbus Sudeck, auch CRPS genannt, handelt es sich um eine Entgleisung des vegetativen Nervensystems im Bereich der verletzten Struktur, meistens Handgelenk oder im Fussbereich. Es ist aber auch möglich, dass andere Orte betroffen sind. Es ist wichtig, dass der Schmerz, welcher oft als sehr intensiv beschrieben wird unterbrochen wird. Mit Sympathikus senkenden Massnahmen wird versucht die Ursache zu bekämpfen.
Fussbeschwerden, Hallux, Fersensporn, Achillessehnenbeschwerden, Sprunggelenksverletzungen
Der Fuss hat sehr viele Rezeptoren und ist dadurch nerval stark durchsetzt. Fehlstellungen der Füsse wirken sich oft auf den ganzen Körper aus.
Beim Fersensporn handelt es sich oft um Kalkeinlagerungen in der Plantar Faszie. Mit mehr oder weniger intensiven Techniken ist es möglich dem Fersensporn Herr zu werden.
Blasenschwäche, Inkontinenz
Die häufigsten Inkontinenz Formen sind:
- Dranginkontinenz, wobei eine sensorische und eine motorische Dranginkontinenz unterschieden wird. Es kommt zu Harndrang bei nur wenig gefüllter Blase (motorisch) oder zu ungewolltem Harnabgang ohne Drang (sensorisch). Es ist das Gleichgewicht zwischen Beckenbodenmuskulatur und dem Detrusor (unwillkürliche arbeitende Muskulatur welche die Blase umgibt und den Harndrang auslöst) gestört.
- Stressinkontinenz, hier kommt es zu unfreiwilligem Harnabgang beim Husten oder Niesen, später auch bei körperlicher Arbeit, beim Hüpfen und Springen etc. Die Beckenbodenmuskulatur ist zu schwach oder zu geschädigt um den Druckanstieg zum Beispiel beim Husten auffangen zu können.
Mit gezielten Beckenbodenübungen lassen sich die lästigen und peinlichen Beschwerden oft überraschend gut behandeln.
PMS, Brustspannen
Die Beschwerden beim prämenstruellen Syndrom lassen sich oft gut mit manueller Lymphdrainage in Kombination mit Bindegewebsmassage behandeln.
Klimatische Beschwerden, Senkungen, Osteoporose Prophylaxe
Da diese Krankheitsbilder sehr individuell ausgeprägt sind, sollten auch die Behandlungsansätze einzeln massgeschneidert werden.
Bei der Osteoporose ist das Gleichgewicht zwischen Knochenabbau und Aufbau gestört. Vermehrter Reiz auf die Knochen kann einen Ausgleich schaffen.
Durchblutungsstörungen, Venenleiden
Viele Massnahmen der physikalischen Therapie bewirken eine Mehrdurchblutung des Gewebes. Es gibt Elektrotherapeutische Anwendungen die eine Mehrdurchblutung v.a. der Haut bis um das 500-fache steigern können.
Das Lymphsystem unterstützt die Venen. Die beiden Systeme sind eng miteinander verbunden. Gewisse Massnahmen können daher auch Venenleiden positiv beeinflussen.
MS, Parkinson, Schlaganfall, Querschnittssyndrom
Auch auf neurologische Krankheitsbilder haben gewisse Massnahmen einen positiven Einfluss. In der rollstuhlgängigen Praxis bieten sich viele, entsprechend Ihrer Wünsche hergerichtete Möglichkeiten.
Asthma, COPD, nach Herzinfarkt
Auch im Bereich des Herzkreislaufsystems und bei Atembeschwerden gibt es Behandlungsmöglichkeiten mit gutem Verbesserungspotential.