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Durchschnittlicher Mietpreis pro m² Nettowohnfläche pro Monat (Mittelwert der Quartalsmediane).
Die Mietkosten machen für die meisten Haushalte einen erheblichen Anteil an den Lebenskosten aus. Insbesondere für einkommensschwache Haushalte können die Mietkosten den Spielraum für andere Ausgaben einschränken. Das Mietpreisniveau zeigt, wie viel durchschnittlich für das Grundbedürfnis „Wohnen“ ausgegeben wird. Der Indikator berücksichtigt nur die Mietpreise von Wohnungen, die öffentlich ausgeschrieben sind. Dies ist nur ein geringer Teil des gesamten Mietwohnungsbestandes.
Die Daten für die Berechnung entstammen aus Mitteilungen in der Presse oder im Internet. Die Anzahl Beobachtungen, auf denen die Berechnung basiert, ist demnach von Kanton zu Kanton ziemlich unterschiedlich. Die Ergebnisse der Kantone, deren Werte sich auf eine kleine Anzahl Mitteilungen stützen, können von Jahr zu Jahr grösseren Schwankungen unterliegen.
Kontextuelle Angaben
Bei der Interpretation der Ergebnisse ist es wichtig, die Mieten ins Verhältnis zum regionalen Lebensstandard zu setzen (zentraler Indikator für das thematische Feld «Erwerbseinkommen»). Es gilt auch zu beachten, dass die Mietwerte, die aus der Datenbank von Wüest & Partner stammen, lediglich die Mieten der Wohnungen darstellen, die aktuell auf dem Markt und öffentlich ausgeschrieben sind. Bei den Kantonen mit Wohnungsmangel ist die Verzerrung in Bezug auf den Medianwert aller Mietwohnungen gross, da nur eine kleine Anzahl, eher teure Wohnungen berücksichtigt werden.
Hinweise für die Interpretation der Zeitreihe
Es ist zu beachten, dass der Indikator nicht teuerungsbereinigt ist. Die Mietpreise werden in der Regel – ausser in deflationären Phasen – zumindest gleich bleiben oder steigen. Zudem müsste das Mietpreisniveau eigentlich in Relation zum verfügbaren Einkommen gesetzt werden, allerdings sind die Daten zum verfügbaren Einkommen nicht für alle Kantone vorhanden.
Die Verfügbarkeit materieller Ressourcen ermöglicht die Deckung der Grundbedürfnisse und vieler anderer Bedürfnisse, die zur Lebensqualität beitragen. Neben dem erzielten Einkommen beeinflusst die Höhe der Lebenskosten, insbesondere für Lebensmittel, Wohnraum und Gesundheitsdienstleistungen, den materiellen Wohlstand privater Haushalte. Tiefe Lebenskosten bieten mehr Handlungsspielraum für Ausgaben beispielsweise zur Weiterbildung oder für einen sozial- und umweltbewussten Konsum. Hohe Lebenskosten beeinträchtigen den Handlungsspielraum von Personen mit niedrigem Einkommen und sind damit auch ein Armutsrisiko. Die Lebenskosten sind ausserdem ein wichtiger volkswirtschaftlicher Faktor – sind sie sehr hoch, senkt dies die Attraktivität eines Kantons oder einer Stadt.