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Santiago Ramón y Cajal
* 1. Mai 1852 in Petilla de Aragón, Navarra (Spanien); † 18. Oktober 1934 in Madrid
Santiago Ramón y Cajal, ein spanischer Mediziner, ist am 1. Mai 1852 in Petilla de Aragón, Navarra (Spanien) geboren. Er beginnt auf Wunsch seines Vaters Medizin an der Universität Saragossa zu studieren, obwohl sein Studienwunsch Kunst ist. 1873 beendet er sein Medizinstudium, geht in den Sanitätsdienst und wird 1874 Regimentsarzt in Kuba, wo er sich mit Malaria und Tuberkulose infiziert. Nach seiner Rückkehr aus Kuba promoviert er 1877 an der Universität von Madrid und wird im gleichen Jahr außerordentlicher Professor der Anatomie. Zwei Jahre später wird er Leiter des anatomischen Museums in Saragossa. Er beschäftigt sich 1884 mit der Mikroskopie und entdeckte eine Nervenzelle, die nach ihm benannt wurde. Er wird auf den Lehrstuhl für vergleichende Anatomie in Valencia berufen, wechselt 1887 als Professor für Histologie und Pathologie an die Universität Barcelona und 1892, in den gleichen Fachrichtungen, an die Universidad Complutense de Madrid. 1899 demonstriert er Hirnschnitte auf einer Sitzung der Deutschen Anatomischen Gesellschaft an der Universität Berlin, deren Vorsitzender Rudolf Albert von Kölliker ist. Im gleichen Jahr wird er Dozent an der Clark University Worcester (Massachusetts) und 1900 Direktor des Instituto Nacional de Higiene und der Investigaciones Biológicas in Madrid. Im Jahre 1906 teilte er sich den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin mit dem italienischen Mediziner und Physiologen Camillo Golgi "in Anerkennung ihrer Arbeit über die Struktur des Nervensystems". Santiago Ramón y Cajal arbeitet über die Feinstrukturen des Nervensystems, vor allem des Gehirns und des Rückenmarks. Er legt die histologischen Grundlagen des heutigen Standes unserer Kenntnisse des Nervensystems. Santiago Ramón y Cajal stirbt am 18. Oktober 1934 in Madrid.
Bekannt ist Santiago Ramón y Cajal durch das Eponym Cajal-Retzius Zellen.
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte Santiago Ramón y Cajal u.a. mit Rudolf Albert von Kölliker und Camillo Golgi.
Quellen
prix-nobel.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Santiago_Ram%C3%B3n_y_Cajal
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/1906/cajal-bio.html