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Es sei illusorisch zu glauben, dass man hierzulande an der Forschung und Entwicklung festhalten könne und so das Phänomen der Verlagerung kompensieren könne, erklärte El-Khoury in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung "Matin Dimanche". Das könne nicht funktionieren aus Gründen des sozialen Gleichgewichts und vor allem auch aus ökonomischen Gründen. Forschung werde nämlich immer durch die darauf aufbauende Produktion beendet.
Als ein Beispiel führte El-Khoury die ehemals sehr starke Schweizer Textilindustrie an. Diese Industrie sei eines der ersten Opfer der Verlagerung gewesen, zunächst sei die Herstellung von Stoffen, dann die Maschinenproduktion und schliesslich die gesamte industrielle Produktion und die Forschung und Entwicklung ins Ausland ausgelagert worden.
Ein anderes Beispiel sei der europäische Photovoltaik-Markt. Dieser sei bis vor wenigen Jahren noch gut positioniert gewesen, als die Produktion und schliesslich die Forschung nach China verlagert wurden. Die Zahl der Patente habe sich entsprechend entwickelt. 2012 stammten noch 24 Prozent aus Europa und 53 Prozent aus China. 2013 seien es dann noch 8 Prozent aus Europa und 78 Prozent aus China gewesen.
(AWP)