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Genf (awp/sda) - Der Verwaltungsratspräsident der Genfer Aussenwerbegruppe Affichage will bei der geltenden Stimmrechtsbeschränkung von 5% über die Bücher. Eine Übernahme durch den französischen Weltmarktführer JCDecaux sei aber nicht geplant.
"Bis spätestens an der nächsten Generalversammlung soll ein Vorschlag zur Änderung der Vinkulierung vorliegen", sagte Affichage-Präsident Jean-François Decaux in einem Interview mit der Zeitung "Finanz und Wirtschaft" vom Samstag. Er leitet zusammen mit seinem Bruder das mittlerweile weltgrösste Unternehmen für Aussenwerbung, JCDecaux.
Dieses besitzt seit über zehn Jahren eine Beteiligung von 30% der Aktien an Affichage, kann aber wegen der Vinkulierung mit bloss 5% stimmen.
Die Zeitung "Le Temps" zitierte Decaux am Samstag mit den Worten, es sei höchste Zeit, die möglichen Synergien zwischen Affichage und JCDecaux zu nutzen. Ein Übernahmeangebot an die anderen Aktionäre, das bei Überschreiten von einem Drittel der Anteile fällig würde, werde nicht angestrebt.
"Man unterstellt mir seit Jahren diese Absicht. Damit die Situation ein für alle Mal klar ist: JCDecaux wird keine öffentliches Übernahmeangebot für Affichage vorlegen", sagte Decaux laut "Le Temps".
Nachdem der Verwaltungsrat mit den Unternehmen durch eine Krise gesteuert sei, solle die Zahl der Mitglieder des Gremiums von 5 auf 7 erhöht werden.
Jean-François Decaux war am Freitag bei der Generalversammlung mit weiteren Verwaltungsräten trotz Gegenvorschlägen wegen des Schlamassels bei der Expansion in Griechenland im Amt bestätigt worden. Alle Gegenkandidaten einer unzufriedenen Aktionärsgruppe scheiterten.
Auch die geforderte Sonderprüfung verfehlte die erforderliche Mehrheit. Affichage hat 2010 einen Verlust von 52,3 Mio CHF erlitten. Insgesamt rund 150 Mio CHF kostete die inzwischen rückgängig gemachte Expansion nach Griechenland.
mk
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