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Das schützenswerte, ehemalige Bauernhaus der Bleiche, wurde um 1787 gebaut und 1920 umgebaut. Es ist ein stattlicher Baukörper unter steilem Viertelwalmdach mit gesteltzter Ründi. Das Erdgeschoss ist gemauert und mit Sandsteinelementen gegliedert. Der Oberbau besteht aus einer kräftigen Riegkonstrukton mit traufseitigen Lauben und einer Giebellaube mit hoher Mittelstütze. Eine umlaufende, teils gepflästerte Terrasse, ein Kalksteinbrunnen unter dem Brückstock und ein Hofplatz mit mächtiger Linde bilden den stimmigen Aussenraum.
Die zum unverbauten Wiesland orientierte Hauptfassade ist von weither sichtbar.
Bei vorhergehenden Umbauten wurden erhebliche Teile unsachgemäss ergänzt. Der Entwurf der Wohnung im Erdgeschoss verpflichtet sich zunächst der Konservierung noch vorhandener Originalsubstanz, in der Folge aber auch dem Weiterbauen und der Stärkung der jeweiligen atmosphärischen Qualitäten. Zuerst wurde rückgebaut bis auf die originalen
Bruchsteinmauern und Massivholzkonstruktionen.
Die anschliessend aufgebrachten Schichten orientieren sich am Bestand und sind ausschliesslich aus natürlichen unbehandelten Baumaterialien. Über dem Gewölbekeller aus Bruchstein wurde ein Holzläger montiert, dazwischen eine Schafwolldämmung eingepasst und als Gehbelag ein 40 mm starker Weisstannenboden aufgeschraubt. Die Bodenladen sind 20 cm breit, fein gesägt und englisch verlegt. Auf die Bruchsteinmauern wurde raumseitig ein biologischer Dämmputz in drei Schichten aufgebracht und anschliessend mit einem Kalkputz abgeglättet. Die Fenster wurden ersetzt. Es kamen alte Beschläge, Weissglas und Ziehglas zum Einsatz. Auf elastische Fugen und Folien wurde verzichtet. Fugen wurden mit Stopf- und Mauermörtel geschlossen. Der Kachelofen konnte nach einer Kontrolle des Ofenbauers ohne Sanierung wieder in Betrieb genommen werden.