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David Aeby von der Unia-Rechtsabteilung beantwortet Fragen aus der Arbeitswelt.
Seit längerer Zeit arbeite ich einmal pro Monat in der Nacht. Auf der Lohnabrechnung wurde mir für diese Arbeitsstunden bis jetzt immer ein Lohnzuschlag von 25 Prozent vergütet. Ein Kollege von mir arbeitet ausschliesslich in der Nacht. Er erhält keinen solchen Lohnzuschlag. Ist dies ein Versehen?
David Aeby: Nein. Das Gesetz unterscheidet zwischen vorübergehender Nachtarbeit und dauernder oder regelmässig wiederkehrender Nachtarbeit (Artikel 17 b des Arbeitsgesetzes). Vorübergehende Nachtarbeit leistet, wer pro Jahr höchstens während 24 Nächten arbeitet. Diesen Arbeitnehmenden muss die Firma zwingend einen Lohnzuschlag von mindestens 25 Prozent zu bezahlen. Wer hingegen pro Jahr mehr als 24 Nächte arbeitet, also dauernd oder regelmässig Nachtarbeit leistet, hat anstelle des Lohnzuschlages Anspruch auf einen Zuschlag von 10 Prozent. Für jede Stunde Nachtarbeit gibt es also eine Zeitgutschrift von 6 Minuten. Sie dient der Erholung der Mitarbeitenden und muss darum zwingend in Form von Freizeit bezogen werden. Eine Abgeltung durch Geld ist nicht zulässig.