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Ram Nath Kovind von der Regierungspartei BJP ist zum neuen Staatspräsidenten Indiens gewählt worden. Bei der Wahl setzte sich der 71-Jährige mit knapp 66 Prozent der Stimmen durch, wie der Wahlleiter Anup Mishra am Donnerstag mitteilte.
Indiens Präsident ist Staatsoberhaupt, erfüllt aber vor allem repräsentative Aufgaben. Die Macht liegt beim Premierminister. Kovind entschied damit die Wahl zwischen zwei Angehörigen der untersten Stufe des Kastenwesens, die früher als «Unberührbare» galten und heute Dalits genannt werden.
Fast 99 Prozent der knapp 4900 Abgeordneten der Legislativen des Landes und der Bundesstaaten hatten am Montag ihre Stimmzettel abgegeben. Sie wurden am Donnerstag in der Hauptstadt Neu Delhi ausgezählt.
Kovind war bislang Gouverneur des Bundesstaates Bihar und früher Abgeordneter im Oberhaus des indischen Parlaments – beide Posten werden nicht direkt vom Volk gewählt. Er bekommt eine fünfjährige Amtszeit als Nachfolger von Pranab Mukherjee und wird Indiens zweiter Dalit-Präsident nach K.R. Narayanan, der das Amt von 1997 bis 2002 innehatte.
Als Kandidatin der Opposition um die Kongress-Partei war die frühere Diplomatin, Ministerin und erste weibliche Parlamentspräsidentin des Landes, Meira Kumar, ins Rennen gegangen. (wst/sda/dpa)