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Nicht nur Beruf, sondern Berufung
Mario Grasso hat eigentlich sein ganzes Leben lang ohne Unterbruch gezeichnet, gemalt, geschrieben, Pläne geschmiedet, sie auf ihre Tauglichkeit berechnet und diese auch meistens ausgeführt. Er hat viel gelesen, studiert, sich weitergebildet und immer wieder fremde Länder bereist. Dies alles, um seine vielfälltigen Fähigkeiten zu einem Beruf zu machen, der ihm zeitlebens Spass und Freude bereitete.
Kurzbiographie
1941
Geboren am 12.September in Mailand.
1946
Erste Malversuche im Rudolf Steiner-Kindergarten in Mailand.
1947-1949
Privatschulunterricht durch zwei Lehrerinnen in San Fermo bei Como, Oberitalien.
1950
Übersiedlung in die Schweiz nach Basel zu Grosstante und Grossonkel.
1957-1961
Ausbildung in Basel zum Lithographen (Steindruck). Parallel dazu Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Basel.
1961
Anerkennung des Schweizer Bürgerrechts. Mario Grasso behält den italienischen Pass und ist somit schweizerisch-italienischer Doppelbürger.
1964
Erster Studienaufenthalt in Tunesien.
1964-1969
Fester Mitarbeiter als Illustrator und Comiczeichner bei J.R.Geigy, einem Basler Chemiekonzern.
1965
Erster Studienaufenthalt in Marrakesch, Marokko.
1969
Beginn der Tätigkeit als freischaffender Illustrator, Texter, Cartoonist und Designer.
Biografie ( Detaillierte Fassung )
1941
Geboren am 12.September in Mailand. Sein Vater heisst Renato Ricci.
Mario wächst bei Mutter und Grossmutter und ohne Vater auf.
1946
Erste Malversuche im Rudolf Steiner-Kindergarten in Mailand. Förderung durch Grossmutter und Mutter. Die Mutter übt einen kreativen Beruf aus. Einflüsse der Montessori-Schule in Mailand. Marios Mutter hat Dank Beziehungen zu einer Druckerei immer genügend Papier,damit der kleine Mario seine Ideen auf Papier bringen kann, denn Papier ist in diesen Kriegsjahren Mangelware. Nach kurzem Internat-Besuch in Norditalien...
1947-1949
Privatschulunterricht durch zwei Lehrerinnen in San Fermo bei Como, Oberitalien.
1950
Übersiedlung in die Schweiz nach Basel zu Grosstante und Grossonkel, die beide kein italienisch sprechen. Die freiberufliche Mutter und Marios Grossmutter, beide, wie seine Grosstante, aus Basel stammend, bleiben in Mailand. In den 50er Jahren ist Marios Mutter als Verlagsvertreterin des italienischen Sansoni-Verlages mit ihrem Fiat-Topolino in ganz Italien unterwegs.
1950
7 Jahre Schulbesuch in einem Vorort von Basel. Mario muss von einem Tag auf den anderen Deutsch lernen und sich in der neuen Umgebung zurechtfinden.In der Freizeit schreibt er viel und gern. Er ist im Deutschunterricht nach kurzer Zeit einer der Besten.
1957-1961 Fünfjährige Ausbildung als Lithograph in Basel bei Wassermann A.G., eine auf hohe Qualität spezialisierte Litho-und Offsetdruckerei, die u.a. auch Künstlerplakate druckt. Parallel dazu Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Basel.
1961
Anerkennung des Schweizer Bürgerrechts. Den italienischen Pass darf er behalten und ist somit schweizerisch-italienischer Doppelbürger.
1964
Erster Studienaufenthalt in Tunesien. Viele Reiseskizzen entstehen. In Basel werden sie in Form von Lithographien umgesetzt.
1964-1969
Fester Mitarbeiter als Illustrator und Comiczeichner bei J.R.Geigy, einem Basler Chemiekonzern.
1965
Erster Studienaufenthalt in Marrakesch, Marokko. Zahlreiche Illustrationen entstehen. Kursbesuche im Aktzeichnen an der Fachhochschule für Gestaltung in Basel.
1969
Beginn der Tätigkeit als freischaffender Illustrator ,Texter,Cartoonist und Designer.
1970
Das erste illustrierte Bilderbuch „ Der Riese Rablot “ entsteht. Die ersten farbigen Cartoons, Comics und Titelblätter erscheinen in Zeitungen und Zeitschriften. Mehrere Poster für die Fluggesellschaft SWISSAIR und den Chemiekonzern CIBA-GEIGY entstehen.
1973
In der Ausstellung "Moden" in der Kunsthalle Basel zeigt Mario Grasso vom 16.Juni bis 26.August in einer grossflächigen Dia-Show eine Comic-Reihe über "Modische Geschichten".
1976
Das erste grossformatige Bilderbuch in Farbe mit eigenem Text kommt durch den Schweizer SPHINX Verlag auf den Markt. Die ersten Buchcover-Entwürfe für verschiedene Verlage entstehen.
1978
Poster für den WWF und freier Mitarbeiter der WWF-Zeitschrift Panda.
1980/1981
Grasso's Mode-Design-Entwürfe für die Firma SAMPA-TEXTIL AG werden in Hongkong realisiert und in der Schweiz und in Deutschland angeboten.
1982
Grassos zweites Bilderbuch mit eigenem Text erscheint beim deutschen Verlag BELTZ & Gelberg. Bis 1991 folgen beim gleichen Verlag neun weitere Bücher.
1983
Im Auftrag der UNESCO in New York entsteht eine dreiteilige und grossflächige Dia-Show für den König von Marokko. Das Thema hat den Vorschlag zum Bau einer Wasserpipeline durch die Wüste von Marokko bis SaudiArabien.
1984-1989
Im sternchen , die Kinderseite des stern / Hamburg erscheinen in lockerer Folge 33 Knick- und Drehbilder.
1986
Am 16.März wird in der ARD in der Sendung mit der Maus ein kurzer Zeichentrickfilm von Mario Grasso „ Der Marienkäfer weckt die Sonne auf “ ,zum ersten Mal ausgestrahlt.
1989
Mario Grasso heiratet seine langjährige Freundin Suzanne Senn. Sie ist Grafikerin und Illustratorin. Die Porzellanfabrik Rosenthal hat von Mario Grasso verschiedene Teller und Glasglocken in ihrem Sortiment. Einladung der Firma Beyersdorf für Nivea ein grosses Badetuch mit einem Drehbild zu gestalten.
1990
25 Grossbild-Spielkarten Schwarzer Peter im typischen Mario Grasso-Stil kommen durch die Kartenfabrik F.X.Schmid auf den Markt.
1992
Unicef, United Nations Children’s Fund, Greeting Card Operation New York hat während sieben Jahren eine Postkarte von Mario Grasso in ihrem Sortiment. Für das Zürcher Unternehmen Fogal,das mit seinen Strümpfen, Strumpfhosen und Damenkleidern weltweit Erfolg hat und das neben den 6 Schweizer Geschäften rund um den Erdball 58 weitere besitzt, gestaltet Mario Grasso eine Tragetasche, die ein Jahr lang rund um den Globus im Verkauf ist. Zu den vorherigen bekannten Künstlern gehören der englische Maler Allen Jones, der Österreicher Attersee, der Italiener Sandro Chia, der gebürtige Russe Erté und dieSchweizer Künstler Dieter Roth, Friedrich Kuhn und Andy Wildi.
1993-1997
Die Porzellanfabrik Langenthal bringt insgesamt 34 Design von Tellern und Tassen von Mario Grasso auf den Markt. Darunter sind auch seine erfolgreichen Goldtassen und Anamorphosen-Unterteller. Zu kaufen sind die unter dem Namen BOPLA ! angebotenen Teller und Tassen in Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich und in New York; einzelne auch in Hongkong und China. In Hongkong werben zweistöckigen Busse für diese Teller und Tassen.
1995
Im Auftrag des Museums für Post und Kommunikation in Frankfurt am Main gestaltet Mario Grasso eine Bildergeschichte für die Ausstellung „Soweit das Auge reicht; die Geschichte der optischenTelegraphie“. Der gigantische Comic in 18 Bildtafeln auf 14 Metern Breite beginnt bei den alten Griechen und Römern, zeigt die Entwicklung über Napoleon, Preussen, England bis zu der Erfindung der Elektrizität. Auf dem Frankfurter Messeturm weist in luftiger Höhe ein lebensgrosses „Telegraphenmännchen “ auf die Ausstellung hin, von der aus es mit einem Fernrohr zu sehen ist.
1999
Für den weltweit bekannten Lübecker Marzipanhersteller Niederegger , der am 4.Dezember in Lübeck ein Marzipanmuseum eröffnet, illustriert und textet Mario Grasso dreizehn 50x70 cm grosse Bilder zum Thema „ Die Geschichte des Marzipan, eine Zeitreise durch die Jahrhunderte “.
2000
Als neues Produkt der Schweizer Post sind vorfrankierte Briefumschläge (C5/C6) mit Briefmarken des Illustrators Mario Grasso an jedem Postschalter erhältlich.
2002
Arbeitet als fester Illustrator und Autor für den Lappan -Verlag in Oldenburg.
2003
Als Fortsetzung der Briefmarken von 2000 sind in der Schweiz nun auch 2 verschiedene vorfrankierte Postkarten mit Motiven von Mario Grasso erhältlich.
2003
Im Auftrag von Nestlé entstehen 2 Anamorphosen-Tassen und Teller in Gold , die als Weihnachtsgeschenk an alle weltweit tätigen Mitarbeiter überreicht werden. Auflage :18‘500. Hersteller ist die Porzellanfabrik Rosenthal in Selb.
2006
METAL ANIMAL TOYS : Mario Grasso‘s bewegliche Blechspielzeuge auf Rädern sind überall im Handel erhältlich. Hergestellt werden sie in China. Ab 2006 arbeitet Mario Grasso als Autor und Illustrator vornehmlich für Bilder-und Kinderbücher.
2006/2007
Mario Grasso feiert am 12.September 2006 seinen 65.Geburtstag, ein willkommener Anlass für eine Retrospektive im Museum der Kulturen in Basel. Die Ausstellung trägt den Titel " König, Katz und Bär - die spielerische Welt des Mario Grasso ".Die Ausstellung dauert vom 10.November 2006 bis 25.April 2007. Verteilt auf zwei Stockwerken ( 500 m2 ) werden 365 Exponate gezeigt. Kurator dieser erfolgreichen Ausstellung ist Dominik Wunderlin. Nach der Ausstellung steht fest, dass 19'001 Personen diese Ausstellung besuchten.