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Zahl der Obdachlosen in den USA nimmt erstmals seit Jahren wieder zu
Zum ersten Mal seit sieben Jahren ist die Zahl der Obdachlosen in den Vereinigten Staaten gestiegen. In Los Angeles County etwa sind nach offiziellen Zahlen 55'000 Menschen obdachlos - 13'000 mehr als 2016.
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Im gesamten Land seien 554'000 Menschen ohne Haus oder Wohnung, teilte das US-Ministerium für Wohnungsbau und städtische Entwicklung am Mittwoch in einem Bericht mit. Besonders betroffen seien boomende Städte an der Westküste. Im Bezirk Los Angeles County etwa sind nach offiziellen Zahlen 55'000 Menschen obdachlos - 13'000 mehr als 2016.
Vier von fünf Menschen in dem Bezirk schlafen statt in extra vorgesehenen Unterkünften auf der Strasse, in Parkanlagen, im Zelt oder im Auto. Die Gesamtzahl der Obdachlosen, die nicht in Hilfseinrichtungen nächtigen, liegt US-weit bei 193'000. Das sind neun Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.
Obdachlosenverbände und Behörden sehen vor allem die positive Wirtschaftsentwicklung in den Städten als Ursache. Sie macht das Wohnen für Arbeitnehmer mit geringem Einkommen häufig kaum bezahlbar. Ein lediglich vorübergehender finanzieller Rückschlag könne dann oftmals bereits zur Obdachlosigkeit führen, hiess es. Mindestens zehn Städte und Bezirksverwaltungen an der US-Westküste haben seit 2015 den Notstand ausgerufen, um der Obdachlosigkeit besser zu begegnen.