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Generell ist der Anteil der Schweizer Unternehmen, die über eine verantwortliche Person im Bereich Informatiksicherheit verfügen, noch relativ gering. Die Aufgaben der Verantwortlichen für Informatiksicherheit betreffen z.B. die Erarbeitung einer Strategie für Informatiksicherheit, die Identifikation und Evaluation von Risiken sowie die Verbesserung und Anpassung der Organisation sowie der Umsetzungsprozesse von Informatiksicherheitsvorgaben.
Das Vorhandensein einer verantwortlichen Person für Informatiksicherheit hängt stark von der Unternehmensgrösse ab. Der Anteil steigt mit zunehmender Grösse. So geben mehr grosse als mittlere oder kleine Unternehmen an, innerhalb ihrer Organisation über eine entsprechende Person zu verfügen.
Auch der Sektor spielt eine Rolle. Insgesamt verfügen mehr Unternehmen des Industrie- und des Dienstleistungssektors über eine verantwortliche Person für Informatiksicherheit als Unternehmen des Baugewerbes.
Weitere Daten zu den Unternehmen mit einer klaren IKT-Sicherheitsstrategie, namentlich ein internationaler Vergleich, sowie zu den eingesetzten Sicherheitstechnologien finden sich, gegliedert nach Branche, Unternehmensgrösse und in Zeitreihen, unter dem Reiter «Tabellen».
Methodologie
KOF-Innovationserhebung, Modul zum Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Schweizer Unternehmen
Nach 2000 und 2002 führte die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) im Jahr 2005 zum dritten Mal eine repräsentative Umfrage auf der Basis des KOF-Unternehmenspanels zum Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in Schweizer Unternehmen durch.
2008 hat die KOF die Fragen zum IKT-Bereich in eine Innovationserhebung integriert, die sie im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) durchgeführt hat. Basierend auf einer nach Wirtschafts- und Grössenklassen disproportional geschichteten Stichprobe (Grundgesamtheit: Unternehmen des privatwirtschaftlichen Sektors der Schweiz mit mindestens fünf Beschäftigten gemäss BFS-Betriebszählung 2001) wurden netto (nach Abzug von Schliessungen usw.) 5932 Firmen befragt, von denen 2141 Firmen auswertbare Antworten lieferten (Rücklaufquote 36,1%).
Die Innovationserhebung 2011 wurde auf Basis des KOF-Unternehmenspanels durchgeführt. Dieses verwendet eine nach 34 Branchen (auf der NOGA-2008- Klassifikation basierend) und – innerhalb der einzelnen Branchen – nach drei Grössenklassen disproportional geschichteten Stichprobe der Sektoren Industrie, Baugewerbe und kommerzielle Dienstleistungen. Als Grundgesamtheit dienten die in der Betriebszählung 2008 (Auswertung nach Unternehmen) erfassten Firmen mit mehr als fünf Beschäftigten. Der Umfrage 2011 lag eine Nettostichprobe zugrunde, die 6591 Unternehmungen umfasste (Industrie: 2990 Firmen; Baugewerbe: 618 Firmen; Dienstleistungssektor: 2983 Firmen). 4258 dieser Unternehmen waren bereits an früheren Innovations- und Investitionsumfragen der KOF beteiligt, während 2333 Firmen – also ein gutes Drittel – erstmals in die Innovationserhebung einbezogen wurden. Es gingen 2363 auswertbare Antworten ein, was einer Rücklaufquote von 35,9% entspricht. Der Rücklauf darf angesichts des umfangreichen Frageprogramms und des relativ hohen Schwierigkeitsgrads vieler Fragen als gut bezeichnet werden.
Die Innovationsumfrage 2015 wurde wie schon 2011 auf Basis einer geschichteten Zufallsstichprobe mit 34 Branchen (gemäss NOGA 2008) und drei branchenspezifischen Grössenklassen durchgeführt, wobei in der Stichprobe nur Schweizer Firmen mit mindestens 5 Beschäftigten enthalten sind. Es wurden 5908 Firmen angeschrieben (Industrie: 2730, Bau: 558, Dienstleistungen: 2620). Insgesamt wurden 1777 auswertbare Fragebogen retourniert, was einer Rücklaufquote von 30,0% entspricht.
Die Innovationsumfrage 2017 wurde wie schon 2015 und 2011 auf Basis einer geschichteten Zufallsstichprobe mit 34 Branchen (gemäss NOGA 2008) und drei branchenspezifischen Grössenklassen durchgeführt, wobei in der Stichprobe nur Schweizer Firmen mit mindestens 5 Beschäftigten enthalten sind. Es wurden 5605 Firmen angeschrieben (Industrie: 2571, Bau: 535, Dienstleistungen: 2499). Insgesamt wurden 1505 auswertbare Fragebogen retourniert, was einer Rücklaufquote von 26,9% entspricht.
Variable «Klare Strategie zur Informatiksicherheit»
Der Anteil der Unternehmen mit einer klaren IKT-Sicherheitsstrategie ist zurückgegangen. 2015 wurden bei dieser Frage mehrere Zusatzfragen gestellt, die das Thema näher beleuchteten und das Beantworten der Frage nach einer «klaren Strategie zur Informatiksicherheit» wahrscheinlich erleichterten. Im Fragebogen der Erhebung 2017 wurden diese zusätzlichen Fragen gestrichen.
Quellen
Links