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Wie der US-Agrarattaché in Brasília zum Jahreswechsel berichtete, dürfte Ende Dezember nach einer Schätzung des nationalen Instituts für Agrarökonomie (IMEA) schon mehr als die Hälfte der erwarteten Erntemenge durch Kaufverträge gebunden gewesen sein, verglichen mit rund 30% im fünfjährigen Mittel.
Im Bundesstaat Mato Grosso, wo bereits erste, sehr frühe Sojabohnensorten gedroschen worden sind, belief sich der Anteil an vorverkaufter Ware zum Jahresende 2012 bezogen auf die amtliche Erntschätzung sogar auf fast 68%. Die dem Landwirtschaftsministerium in Brasília zugeordnete Versorgungsgesellschaft Conab rechnet insgesamt mit einem Sojaaufkommen 2013 von 82,6 Mio. t. Das wären 16,1 Mio. t oder fast ein Viertel mehr als 2012. Die Ernteerwartungen privater Agrarexperten reichen von 79 Mio. t bis 83,7 Mio. t.
Der US-Agrarattaché geht aktuell von 83,0 Mio. t aus. Den Export im brasilianischen Vermarktungsjahr 2013/14, das mit dem Februar beginnt, veranschlagt er jetzt auf das Rekordniveau von 39,0 Mio. t, womit die geschätzte Vergleichsmenge von 2012/13 um 6,9 Mio. t beziehungsweise 21% übertroffen würde. Mit voraussichtlich 6 Mio. t sollen die Ausfuhren im April den höchsten monatlichen Stand erreichen. Für Mai und Juni wird mit einem Exportvolumen von jeweils 5 Mio. t Sojabohnen gerechnet.