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Der Bestand nehme kontinuierlich ab und die Tiere seien bereits auf der roten Liste der bedrohten Arten zu finden, schreibt das Initiativkomitee in seiner Mitteilung vom Donnerstag. Dies sei primär auf den Klimawandel zurückzuführen, welcher der Lebensraum der Schneehühner und -hasen schrumpfen lasse. Die Tiere würden immer weiter nach oben in die noch schneebedeckten Gebiete gedrängt.
Jagd sei nicht gerechtfertigt
Mit der Volksinitiative wehrt sich das Initiativkomitee gegen den Entscheid des Kantonsparlaments vom vergangenen Oktober. Mit 30 zu 23 Stimmen entschied dieses während seiner Debatte über Änderungen in der Jagdverordnung, dass Schneehuhn und Schneehase weiterhin schiessbar bleiben sollen.
Die Entscheide müssten faktenbasiert sein und nicht von Ideologien geleitet werden, heisst es in der Mitteilung des Initiativkomitees dazu. Es argumentiert, dass anders als der Rothirsch oder das Wildschwein, das Schneehuhn und der Schneehase weder bei landwirtschaftlichen Kulturen noch im Wald Schäden anrichte, welche eine Regulierung rechtfertigten. Für die Bejagung gebe es keine biologischen oder wissenschaftlichen Rechtfertigungen und auch keinen ökologischen Nutzen.
Komitee ist breit abgestützt
Das Initiativkomitee «Schneehuhn und Schneehase leben lassen» besteht laut Mitteilung aus einer breiten Allianz an Urnerinnen und Urnern. Co-Präsidenten des Komitees sind Kantonsparlamentarier Ludwig Loretz (FDP) und Kantonsparlamentarierin Chiara Gisler (SP).
(sda)