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Wimbledon ist das vornehmste der vier Grand-Slam-Turniere des Tenniszirkus. Bis heute hat sich das Turnier an der Church Road einen speziellen, altmodisch vornehmen Charakter bewahrt, der das Turnier von allen anderen abhebt. Das Publikum nimmt traditionell Erdbeeren mit Rahm zu sich, man trinkt Champagner.
Nur hier findet die früher überall übliche Regelung noch Anwendung, dass 90 Prozent der Spielkleidung weiss sein muss. Wer dagegen verstösst wird bestraft. In diesem Jahr hat die «All-White-Rule» aber eine leicht lächerliche Dimension angenommen. Höchstens einen Zentimeter darf ein allfälliger Farbtupfer breit sein.
Der frühere Wimbledon-Champion Pat Cash hat nun enthüllt, dass einige Spielerinnen ohne BH antreten mussten, weil unter der Kleidung die Farbe der Unterwäsche zu sehen war. «Sie wurden in die Umkleide geschickt», erzählte der Australier BBC Radio 5 Live. «Weil einige keine passende Unterwäsche dabei hatten, mussten sie ohne Sport-BH spielen.»
Ob auch die Britin Naomi Brody zu den Betroffenen gehörte? Gemäss dem «Telegraph» spielte die 24-jährige Weltnummer 163 zweimal ohne BH. In der zweiten Runde kam dann das Aus gegen die Dänin Caroline Wozniacki. (pre)