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Das dreidimensionale Schaffen
Während ihrer ganzen künstlerischen Laufbahn arbeitete Hilda stets nebeneinander zwei- und dreidimensional. Aus dem einen Bereich schöpfte sie immer wieder Anregungen für den anderen Bereich. Inspiriert von Sasha Morgenthaler fing sie mit Puppen an. Danach setzte sie sich mit verschiedensten plastischen Gestaltungsmitteln auseinander. Auf Arbeiten mit Ton und Stein folgten Objekte, die sie aus nassem und gepresstem Papier formte. So entstanden kleine und grosse und zum Teil schwere Skulpturen von holzartiger Konsistenz. Die Oberfläche wurde am Schluss geschliffen und mit Feuer bearbeitet.
Diesen massigen Gebilden stellte Hilda bald einmal leichte bewegliche Objekte gegenüber. Den Anlass dazu gab die zufällige Entdeckung einer menschenähnlichen Figur in einer ihrer Tusche-Zeichnungen. Sie nahm diese Figur heraus und setzte sie in die dritte Dimension. Hierzu formte sie aus Chromstahldraht und -stäben ein «Skelett», das sie mit Faservlies bespannte und in einem speziellen Verfahren mit Acryl stabilisierte. So entstanden zunächst die Luft- und Stabfüssler, die beweglich waren und mit Wind, Licht und Schatten spielten. Chromstahl und acrylbeschichtetes Faservlies wurden später zum Hauptgestaltungsmaterial von Hilda. Einmal gefundene Formen wandelte sie immer wieder ab und setzte sie in neue Bezüge. Daraus gingen im Laufe der Zeit neben den kleinen Objekten auch sehr grosse Installationen in der Landschaft hervor wie Ort der Winde, Fluglinie, Blaue Welle-Wellenlinie, Workers und White Watchers.