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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Dienstag nach dem Schub am Vortag leicht gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai ging im Mittagshandel um 38 Cent auf 114,58 Dollar zurück. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Auslieferung sank um 34 Cent auf 101,99 Dollar.
Die unsichere Lage in Nordafrika und dem Nahen Osten spricht aus Sicht der Commerzbank weiter für eine Risikoprämie auf dem Ölpreis. Während die Luftangriffe der alliierten Streitkräfte auf Stellungen in Libyen anhielten, gab Japan weitere Ölbestände aus seinen privaten gehaltenen Ölreserven frei. Damit sollen kurzfristige Angebotsengpässe infolge der Erdbebenkatastrophe überbrückt werden. Die Ölnachfrage Japans dürfte entsprechend steigen, wenn diese Lagerbestände wieder aufgefüllt werden, hiesst es in der Studie der Bank.
Zudem dürfte der Bedarf an fossilen Energieträgern in Japan deutlich zunehmen, weil ein Fünftel der Atomkraftwerkskapazitäten vorübergehend beziehungsweise dauerhaft stillgelegt worden seien und der Strombedarf verstärkt aus Kohle, Gas und Öl gedeckt werden müsse. "Dies spricht gegen einen deutlichen Ölpreisrückgang, selbst wenn sich die Lage in Nordafrika und im Nahen Osten normalisieren sollte", heisst es bei der Commerzbank.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen leicht gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 110,10 Dollar. Das waren 44 Cent weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jha/jsl
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