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Nicht nur das es immer mehr Diäten gibt, die übergewichtigen Menschen beim Abnehmen helfen soll. Nun hat sich in der Chirurgie ein ganzer Bereich entwickelt, um eine Gewichtsreduzierung zu fördern. Wie kann eine Operation bei Übergewicht helfen? Obgleich der Magenballon oft in einem Zuge mit Verfahren der Adipositaschirurgie genannt wird, gehört das Einsetzen des Magenballons nicht dazu.
Der Magenballon wird oral, also über Mund und Speiseröhre eingesetzt. Normalerweise wird er auch über diesen Weg wieder entnommen. Dadurch ist kein operativer Eingriff notwendig.
Schlagen Diäten oder auch der Magenballon fehl, dann greifen übergewichtige Menschen als letzten Strohhalm zu operativen Eingriffen um ihr Gewicht zu reduzieren.
Welche Operationsformen der Adipositaschirurgie gibt es?
Die bekanntesten Formen sind das Magenband, der Magenbypass, die Magenverkleinerung, bzw. der Schlauchmagen.
Bei allen genannten Formen handelt es sich um eine Verkleinerung des Magens.
Im Falle der Magenverkleinerung bzw. des Schlauchmagens wird der grösste Teil des Magens verkleinert und erhält ein schlauchförmiges Aussehen.
Das Magenband, ein Silikonring, wird um den oberen Magenteil gelegt. So dass ein Vormagen in Form einer Magentasche entsteht, der nur eine geringe Nahrungsmenge aufnehmen kann.
Der Idee der geringeren Nahrungsaufnahme durch einen kleineren Magen und ein schnelleres Sättigungsgefühl, ist auch das Prinzip des Magenbypass.
Unterhalb der Speiseröhre wird der Magen getrennt und der kleine Vormagen wird direkt auf den ebenfalls abgetrennten Dünndarm genäht. Ein Magenbypass ist entstanden, der den Hauptmagen umgeht.
Was sind die Risiken der Adipositaschirurgie?
Neben den üblichen Risiken einer Operation, handelt es in der Adipositaschirurgie immer um übergewichtige Menschen, die ein besonderes Operationsrisiko haben.
Das Operationsrisiko bei sehr fettleibigen Patienten kann durch die Verwendung eines Magenballons und dessen Gewichtsreduzierung teilweise verringert werden.
Generelle Risiken von übergewichtigen Personen sind die Herz- und Kreislaufbelastungen bei Vollnarkose, wie auch Verletzungen an den Zähnen durch die Intubation beispielsweise.
Auch können Organe, die in der Nähe des Magens liegen wie Leber oder der Darm verletzt werden.
Der vergrösserte Bauchraum birgt ebenfalls Risiken.
Übergewichtige Menschen unterliegen bei Operationen einer besonderen Nachversorgung. [WERBUNG]
Sie dürfen bis zu sechs Wochen nach dem OP weder Sport treiben noch sich körperlich betätigen. Es kann zu Wundheilungsstörungen und einem Aufbrechen der Narben kommen.
Der verkleinerte Magen erfordert, trotz schnelleren Sättigungsgefühls auch eine Umstellung des Essverhaltens.
Verschiedene Formen der Adipositaschirurgie sind nicht ohne weiteres wieder rückgängig zu machen.