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Hochgeachteter Herr!
Beiliegend beehre ich mich, Ihnen das von mir bearbeitetete Tableau der Betriebsergebnisse der Schweizerischen Bahnen während des Jahres 1856 zu übermitteln. Sie werden sich davon überzeugen, dass ich in demselben die Centralbahn anlangend genau nach den mir von Ihnen selbst über dieselbe gemachten Angaben verfahren bin. – Die traurige Wirklichkeit der Westbahn konnte ich nicht in ihrer ganzen [Nacktheit?] darstellen, da Sie mir die bemerkenswerthe [am?] 31 August dss. J. abgeschlossene Bilanz derselben bloß vertraulich mitgetheilt haben.
Gestern Nachmittag haben wir dem Verwaltungsrathe der N.O.bahn die Fusionsangelegenheit vorgelegt. Die Ansichten im Schooße dieser Gesellschaftbehörde sind noch sehr getheilt, während sie, wenn wir auf Erfolg sollen hoffen können, möglichst übereinstimmend sein sollten. Die Centralbahngesellschaft wird, um ein Gelingen zu erzielen, möglichst entgegenkommen müssen. Der Verwaltungsrath der N.O.bahn hat nach Anhörung meines sehr einläßlichen Referates die | Fusionsangelegenheit an eine Commission gewiesen, die in ihrer freilich knappen Mehrheit der Fusion mit der Centralbahn ziemlich geneigt ist. Ich werde Sie von dem weitern Verlaufe dieser Angelegenheit unterrichtet halten.
Um vollständigen Aufschluss über die Unternehmung der Centralbahn geben zu können, sollte ich genau wissen a) wie viele Kilometer die Linien Basel–Olten (mit Einschluss der Verbindungsbahn zwischen der Centralbahn & der französischen Ostbahn), Olten – Aarau, Aarau–Olten–Luzern, Aarburg– Herzogenbuchsee, Herzogenbuchsee–Biel & Herzogenbuchsee–Thörishaus enthalten. b) wie hoch sich die Baukosten dieser Linien (incl. Verwaltungskosten & Verzinsung des Baucapitales während der Bauzeit) belaufen werden. Von der Summe dieser Kosten wünschte ich die Kosten für die Schienen des zweiten Geleises ausgeschieden. In die Baukosten wäre sonst natürlich alles (Bahnhöfe, Reparaturwerkstätten u. s. f.) einzubeziehen. Wenn Sie mir auch die Zahl der Kilometer & die Baukosten der Linien Bern–Thun, Bern (oder | Schönbühl)–Biel & Bern–Neuenburg angeben wollen, so wäre ich Ihnen dankbar.
Hier in Zürich spricht man ziemlich offen von einem muthmaßlichen Zerfallen der den Spezialfusion der östlichen Bahnen.
Sehr lieb wäre es mir, wenn Sie mir obige Angaben beförderlich zugehen zu lassen die Güte hätten.
Mit freundschaftlicher Hochachtung
Ihr ergebener
Dr A Escher
Wenn Sie es für geeigneter halten sollten, daß ich meine Correspondenz mit Herrn Rathsherr Geigy führe, so wollen Sie mir gef. hievon Mittheilung machen.
Heute habe ich den Fusionsvertrag betreffend Vereinigung der Rheinfall- mit der N.O.bahn mit Hrn. Peyer abgeschlossen. Wir gedenken ihn beförderlich den beidseitigen Generalversammlungen zur Genehmigung vorzulegen.