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Der junge Gunnar lebt zusammen mit seiner dominanten Mutter in einem alten Herrenhaus. Sein Leben und sein Schicksal werden durch die Erzählungen über seinen Grossvater geprägt. Dieser trieb einst eine Rentierherde durch das winterkalte Lappland, verkaufte sie für viel Geld und baute so das Familienvermögen auf. Inzwischen ist der Reichtum dahin, das Familienanwesen steht vor dem Bankrott. Gunnar beschliesst, es seinem Grossvater gleichzutun, um das Gut zu retten. Er bricht auf in den hohen Norden.
«Mauritz Stillers Film Gunnar Hedes saga basiert auf dem 1899 erschienenen Roman ‹En herrgårdssägen› von Selma Lagerlöf. Die Produktionsfirma AB Svensk Filmindustri hatte bereits 1915 den Plan, Lagerlöfs Buch zu verfilmen, verwarf das Vorhaben aber zunächst, bis Anfang der 1920er-Jahre Stiller damit beauftragt wurde. (...) Der Film vereint grossartige Naturbilder mit ausdrucksstarken Szenen der Schauspielenden – allen voran Einar Hanson, der hier in seiner ersten Hauptrolle als Hauptfigur Gunnar Hede zu sehen ist, und Pauline Brunius, die als dessen Mutter beeindruckt. Auch wenn der Film nicht ganz vollständig erhalten ist, wirkt die neue, digital überarbeitete Restaurierung des Schwedischen Filminstituts stimmig und abgerundet, die die ursprüngliche Farbgebung des Films aufgreift und es durch wiedereingeführte Zwischentitel ermöglicht, der Handlung besser zu folgen.» (Int. Stummfilmtage Bonn 2022)
Drehbuch: Mauritz Stiller, Alma Sjöderhelm, nach dem Roman von Selma Lagerlöf
Kamera: Julius Jaenzon
Mit: Einar Hanson (Gunnar Hede), Pauline Brunius (Frau Hede), Hugo Björne (Herr Hede), Mary Johnson (Ingrid), Adolf Olschansky (Blomgren), Stina Berg (Frau Blomgren), Thecla Åhlander (Stava)
70 Min., tinted, DCP, stumm, schwed Zw'titel/d