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Oprah Winfrey (59) ist in den USA eine Talkshow-Legende, ihr Vermögen wird auf 2,7 Milliarden Dollar geschätzt, in diesem Jahr wird ihr die US- Friedensmedaille, die höchste zivile Auszeichnung, verliehen.
Anlässlich der Hochzeit ihrer Freundin Tina Turner reiste Oprah Winfrey im Juli nach Zürich. Als sie in einer teuren Boutique eine Tasche anschauen wollte, erlebte sie eine böse Überraschung. Gemäss ihren Angaben habe sich die Verkäuferin geweigert, diese aus dem Regal zu holen. Und sie habe gesagt: «Nein, diese Tasche ist zu teuer. Ich zeige Ihnen eine andere.», erzählte Oprah Winfrey in der Talkshow von Larry King.
Winfrey vermutet, die Verkäuferin habe aus einem rassistischen Motiv gehandelt und ihr deshalb die Tasche mit einem Preis von 35 000 Franken nicht zeigen wollen. Oprah Winfrey habe erneut gefragt, ohne Erfolg. Dann verliess sie den Laden, ohne die Verkäuferin aufzuklären, dass sie sich die Tasche ohne weiteres hätte leisten können. «Ich dachte, das mache ich nicht. Denn die Verkäuferin bekommt beim Verkauf ja eine Kommission. Und das wollte ich nicht», räumte Winfrey ein.
Alles nur ein Missverständnis?
Trudie Götz ist die Besitzerin der Boutique «Trois Pommes», in der der Vorfall passiert ist. Sie besitzt in der Schweiz 32 Boutiquen. Sie bedauert den Vorfall und weist den Vorwurf von Rassismus zurück: «Tina Turner ist eine Freundin von mir. Das steht nicht zur Diskussion.»
Gegenüber «Schweiz Aktuell» nimmt sie ihre Verkäuferin in Schutz und sagt, das Verkaufsgespräch sei so abgelaufen: «Oprah Winfrey wollte die Tasche in Krokodilleder anschauen. Kostenpunkt: 35 000 Franken. Die Verkäuferin wollte ihr aber zuerst eine ähnliche Tasche zeigen, nur etwas kleiner für 29 000 Franken.» Trudie Götz sagt, es sei ein Missverständnis gewesen.