Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03267.jsonl.gz/2949

Zürich (ots) - Für einen wachsenden Teil der Bevölkerung ist die Kreditkarte immer häufiger ...
ikr: 70. Jahrestag der Charta der Vereinten Nationen
Vaduz (ots/ikr) - Vor genau 70 Jahren, am 26. Juni 1945, unterzeichneten die Vertreter von 50 Staaten in San Francisco die Charta der Vereinten Nationen. Damit schlossen sie erfolgreich die zweimonatige Gründungskonferenz der UNO ab und legten den Grundstein einer neuen internationalen Ordnung, geprägt von der Zusammenarbeit von Staaten. Nur vier Monate später, am 24. Oktober 1945, trat die Charta in Kraft.
Die in der UNO-Charta reflektierte Vision der Zusammenarbeit erlitt aber schon kurz danach einen empfindlichen Rückschlag: Mit dem Beginn des Kalten Krieges wurde die UNO zu einem Schauplatz des Ost-Westkonflikts. Der UNO-Sicherheitsrat konnte seiner Rolle als Wächter über die internationale Sicherheit nicht gerecht werden. Dies änderte sich erst Anfang der 90er-Jahre mit dem Ende des Warschauer Pakts.
Die Charta war aber von unmittelbarer Bedeutung für den Prozess der Entkolonialisierung, die insbesondere während den 60er und 70er Jahren die Anzahl unabhängiger Staaten rasant wachsen liess. Heute sind die Vereinten Nationen schon längst nicht mehr ein Klub der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs: Mit 193 Mitgliedern umfasst die Organisation fast alle Staaten der Welt. Liechtenstein trat 1990 bei und feiert in diesem Jahr das 25. Jubiläum seiner UNO-Mitgliedschaft.
Die UNO hat heute global eine starke Präsenz und ist in verschiedenen Bereichen von entscheidender Bedeutung. Über 100'000 Blauhelmsoldaten tragen in 16 Friedensmissionen zum Erhalt von Frieden und Stabilität bei. UNO-Sonderorganisationen leisten essentielle humanitäre Arbeit und sind gegenwärtig mit der Betreuung von 60 Millionen Flüchtlingen betraut. Das Welternährungsprogrammversorgt 80 Millionen Hungernde pro Jahr. Epidemien wie HIV/AIDS, SARS und Ebola wurden unter der Federführung der Vereinten Nationen erfolgreich bekämpft. Auch für die durch den Klimawandel entstehenden Herausforderungen erwartet die Völkergemeinschaft Lösungen, die im Rahmen der UNO verhandelt werden.
Liechtensteins Engagement in der UNO orientiert sich an den Grundprinzipen der Charta und dem Grundsatz der Rechtsstaatlichkeit. Regierungsrätin Aurelia Frick: "Die UNO-Charta ist noch so aktuell wie vor 70 Jahren. Liechtenstein wird sich auch weiterhin für die Umsetzung ihrer Prinzipien einsetzen."
Kontakt:
Ministerium für Äusseres, Bildung und Kultur
Domenik Wanger
T +423 236 73 08