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Der legendäre amerikanische Blues-Musiker Pinetop Perkins ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Der Grammy-Gewinner erlitt in seinem Haus in Austin einen Herzstillstand, wie sein Manager Hugh Southard mitteilte.
Perkins trat als Pianist unter anderem mit Sonny Boy Williamson auf, ging in den 1950er Jahren mit Ike Turner auf Tournee und spielte ab 1969 in der Band von Muddy Waters.
Zusammen mit Willie 'Big Eyes' Smith gewann er im Februar mit "Joined at the Hip" eine Grammy-Trophäe in der Sparte Bestes traditionelles Blues Album. Damit war er der älteste Empfänger der begehrten Musik-Auszeichnung. 2005 hatte er bereits einem Grammy für sein Lebenswerk erhalten.
Blues-Ikone B.B. King erklärte, er trauere um einen Freund, einen der letzten grossen Mississippi-Bluesmen. "Nicht nur ich, sondern Musikliebhaber auf der ganzen Welt werden ihn vermissen", sagte King.
Auf Baumwollplantage geboren
Perkins, der mit bürgerlichem Namen Joe Willie Perkins hiess, wurde am 7. Juli 1913 auf einer Baumwollplantage in Belzoni im US-Staat Mississippi geboren. Schon als Kind musste er dort arbeiten, brachte sich aber nebenbei das Gitarre- und Klavierspielen bei. Wegen einer schweren Armverletzung nach einer Messerstecherei musste er in den 1940er Jahren die Gitarre aufgeben.
Er galt als der älteste noch aktive Vertreter des Delta Blues. Während seiner 80-jährigen Karriere spielte er in Kneipen, Nachtclubs und auf Festivals. Erst mit 70 Jahren begann er, Platten unter seinem eigenen Namen zu veröffentlichen. Seit 1992 nahm er 15 Soloalben auf. Bis kurz vor seinem Tod trat Perkins am Klavier regelmässig in Bluesclubs auf.
Perkins hatte nach Angaben seines Agenten Southard ein Faible für Fastfood und rauchte bis zu seinem Tod. "Alles, was er brauchte waren zwei Cheeseburger, Apfelkuchen und ein schönes Mädchen", sagte Southard.
SDA-ATS