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In der Hölle sei es heiß, haben wir als Kind schon gelernt. Möchte man wissen, wie heiß es genau ist, ist das mit Hilfe der Bibel
leicht in Erfahrung zu bringen. In der Offenbarung (21,13) findet man den Hinweis, dass die Ungläubigen und Sünder in «in dem Pfuhl, der von Feuer und Schwefel brennt» ihren Platz finden sollen. Um einen See aus Schwefel zu erzeugen, darf dieser nämlich eine Temperatur von 444°C nicht überschreiten. Damit wäre zumindest eine Obergrenze für die Temperatur der Hölle gegeben.
Beim Himmel sieht es etwas komplizierter aus. Die Bibel gibt wieder einen Hinweis in Jesaja (30,26): «Und das Licht des Mondes wird dem Licht der Sonne gleichen, das Licht der Sonne aber wird siebenmal stärker sein, als das Licht von sieben Tagen». Den Zusammenhang zwischen Licht, also elektromagnetischer Strahlung, und Temperatur liefert uns das Stefan-Boltzmann-Gesetz, das mir schon in den Anfängersemestern der Meteorologie eingebleut wurde.
Aus dem obigen Zitat folgt, dass die Strahlung «sieben mal sieben», also 49 mal stärker ausfällt, plus die Strahlung des Mondes – damit kommen wir auf eine fünfzigmal höhere Strahlung wie auf der Erde. Da laut dem Stefan-Boltzmann-Gesetz die vierte Potenz der Temperatur zur Strahlung proportional ist, erhalten wir folgendes Verhältnis der Temperaturen:
Die Erde hat eine Temperatur von rund 300 Kelvin. Wir setzen ein und ziehen die vierte Wurzel – na gut, wir lassen das den Taschenrechner erledigen – und erhalten 797 Kelvin, also 525 °C. Wenn es also um die persönliche Wohlfühltemperatur geht, ist die Hölle dem Himmel vorzuziehen. [Quelle: Applied Optics]