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Mit dem Ende des Kapuzinerklosters in Olten SO nach 400 Jahren will der Kanton Solothurn die Anlage im Baurecht an die Stadt übertragen. Bis zur Klärung der Details regelt ein befristeter Mitvertrag zwischen Kanton und Stadt den Unterhalt und die Nutzung der zentral gelegenen Klosteranlage.
Der vom Stadtrat Olten und vom Regierungsrat unterzeichnete Mietvertrag beginnt am 1. Juli und dauert bis Ende 2026, wie die Staatskanzlei Solothurn und die Stadt an Dienstag mitteilten.
Der Vertrag berechtige die Stadt zur Nutzung und zur Untervermietung der Klosteranlagen. Die Stadt könne Einnahmen erzielen. Im Gegenzug übernehme die Stadt die Bewirtschaftung der Gebäude und Gartenanlagen. Die Vermietung erfolge aufgrund dieser Gegenleistungen unentgeltlich.
Diese Übergangslösung sei ein wichtiger Schritt zur Erhaltung der Klosteranlage und biete für die Stadt wie auch für den Kanton viele Vorteile, hiess es.
Zukunft des Klosters
Das Kloster werde ohne Unterbruch belebt und unterhalten, zugleich biete es Raum für verschiedene Nutzungszwecke.
Langfristig soll das Kapuzinerkloster im Baurecht an die Stadt Olten übergeben werden, wie die Staatskanzlei schrieb. Bis die langfristige Lösung zwischen den Parteien abschliessend ausgearbeitet sei, würden die Klosteranlagen daher als Übergangslösung an die Stadt vermietet.
Im Januar 2023 hatte der Provinzrat der Schweizer Kapuziner den Regierungsrat informiert, die Bruderschaft habe beschlossen, das Kloster im kommenden Frühsommer zu verlassen.
Der religiöse und gesellschaftliche Wandel, der auch das Ordensleben treffe, habe dazu geführt, den Standort Olten zu verlassen, hielt der Provinzrat fest.
Die letzten Tage des Kapuzinerklosters
Im Kloster Olten würden noch acht Brüder im Alter von über 80 Jahren leben. Damit habe sich die Situation «radikal verändert».
Die Aufgabe von Olten als Basisort für die Schweizer Missions-Kapuziner in Afrika, Indonesien und Südamerika sei zu Ende. Ähnlich in Fluss sei die Situation der Kapuziner in ganz Europa. Die Schweizer Kapuzinerprovinz zähle noch 80 Brüder und sechs Klöster in der Deutschschweiz und vier Klöster in der Westschweiz.