Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03262.jsonl.gz/1280

wie auch die meisten der folgenden, mehr eine tüchtige, gewandte
Technik und pikante Äußerlichkeiten als eine tiefe, echt
künstlerische Auffassung zeigte. Dahin gehören: der Untergang des
Schiffs Vengeur, das durch die von Engländern verfolgten
Franzosen in die Luft gesprengt wird (1845, Museum in Köln), Triumph des Chlodio (Scene aus dem Befreiungskrieg
der alten Belgier von der Römerherrschaft), der Tod des Schiffskapitäns
Jacobsen, der Tod Nelsons, Philipp der Gute in der
Schlacht bei Brouwershaven (1852), der christliche Märtyrer, der Kampf auf der See, Schlacht bei Lepanto (Museum in Brüssel),
der Arzt Vesalius bei der Armee Karls V. (ebendaselbst), Camoëns u. a. Im
Palais des Académies zu Brüssel malte er einen Cyklus von zwölf sehr gerühmten Wandbildern aus der politischen und Kulturgeschichte
Belgiens und in den letzten Jahren mehrere italienische Genrebilder. Er ist Mitglied der Akademie in Brüssel und Kommandeur
des Leopolsdordens.
William, engl. Landschaftsmaler in Öl und in Aquarell, lebt in
London als Mitglied der Gesellschaft der Aquarellisten und stellte manche trefflich gezeichnete Landschaft mit reicher Staffage
von sorgfältiger Behandlung aus.
Dahin gehören, in Aquarell: der gefallene Monarch, der Gang zum Markt von Connemara, der
zeitige Frühling, an der Küste Schottlands, die Ernte, die Pappeln, das letzte Anerbieten, und die Ölbilder
aus den letzten Jahren: nach dem
Sturm, die Ernte in den Hochlanden, der Schiffbruch (1876) u. a.
John, schott. Landschaftsmaler, geboren zu Edinburg, bildete sich dort in seinem
Fach aus und widmete sich vorzugsweise der Darstellung von wilden und rauhen Gegenden der schottischen Hochlande, häufig
mit Viehstaffage.
Wohl das bedeutendste Bild dieser Art ist der erste
Schnee des
Winters. Er wurde 1877 Mitglied
der schottischen Akademie.
(spr. ssmíllih), 1) James, schottisch-amerikan.
Kupferstecher, geb. 1807 zu Edinburg, lernte dort anfangs bei einem Silbergraveur, ging dann mit 14 Jahren
nach Amerika und ließ sich mit seinen Brüdern als
Juwelier in Quebec nieder. Als solcher zeigte er
so große Geschicklichkeit, daß er bewogen wurde, Kupferstecher, namentlich im landschaftlichen Fach, zu werden. Nachdem
er ein halbes Jahr in seiner Vaterstadt unter Andrew Wilson gelernt hatte, nahm er 1829 seinen Wohnsitz in New York, wo er
anfangs für den Stich der Banknoten beschäftigt wurde und nachher zahlreiche landschaftliche Stiche
lieferte, von denen die bedeutendsten sind: die Blätter nach
Coles «Reise des Lebens», nach
Bierstadts «Felsengebirgen»;
der
Berg Washington, nach Kensett,
und andere nach
Cropsey,
Huntington etc. 1851 wurde er Mitglied der dortigen Nationalakademie.
2) James, amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1833 zu New
York als Sohn des vorigen, von dem er anfangs in der Kupferstecherkunst unterrichtet wurde, bis er sich 1864 der Landschaftsmalerei
zuwandte, die er ohne Lehrer erlernte, indem er von seiner Vaterstadt aus nur Studienreisen in die größern
Gebirge der Vereinigten Staaten machte, aus denen er die Motive für seine Aquarell- sowie für seine Ölbilder entlehnte,
deren Farbe und Lichtwirkung sehr gerühmt werden. Er ward 1876 Mitglied der Akademie in New York und war 1873-78 Präsident
der amerikanischen Gesellschaft der Aquarellisten. - Auch sein jüngerer Bruder, George S., geb. 1840 zu
New York, widmete sich demselben Fach und malte ebenfalls aus den amerikanischen Gebirgen Landschaften, deren poetische Stimmung
und sorgfältige Ausführung große Anerkennung finden.
1) AlfredGeorges, franz. Landschaftsmaler, geb. zu
Havre, widmete sich erst 1864 der Kunst und zog 1866 nach Paris, wo er zunächst bei der Restauration
der (ehemaligen)
Galerie des Cerfs des Schlosses zu Fontainebleau beschäftigt war und dann mehrere Landschaften aus der dortigen
Gegend brachte, z. B.: Abend im
Wald von Fontainebleau (1875, Kohlezeichnung), Partie bei Barbizon (1876) u. a.
Figuren- und Landschaftsmaler, geb. 1841 zu Boston, widmete sich anfangs
der Baukunst, ging aber zur Malerei über, wurde in Paris Schüler von Bonnat, setzte in Italien seine Studien fort, verlebte
mehrere Jahre in Belgien, Holland, Italien, Frankreich und ließ sich zuletzt in seiner Vaterstadt nieder, wo er Direktor
der Schule des Kunstmuseums ist. Unter seinen besonders in Boston verbreiteten Bildern werden am meisten
gerühmt zwei Ansichten aus Venedig. In den letzten Jahren widmete er sich mit großem Erfolg auch der dekorativen Malerei
in Innenräumen zu Boston, Cambridge, Holyoke (Massachusetts) und andern Städten.
3) George, engl. Genremaler, geb. 1829 zu London,
trat 1845 in die dortige Akademie und bildete sich nachher eine Zeitlang unter Cope weiter. Seit 1850 stellt er regelmäßig
Genrebilder aus dem häuslichen Leben aus, die in Charakteristik und in Behandlung des Details und des Kolorits viel Beifall
finden; hin und wieder bringt er auch landschaftliche Darstellungen. Zu nennen: die Vogelfalle, die sieben
Lebensalter (1861), Suchen nach einer Quelle (1862), Cavecanem! (1864), Licht und Dunkelheit (1865), die Valentine (1867),
ein Spiel der Spekulation (1869), Auszahlung der Legate (1872), ein Stück Natur (1875),
das Soldatenweib u. a.
4) Hopkinson, amerikan. Landschaftsmaler in Aquarell, geb. 1838 zu
Baltimore, ein Autodidakt, dessen Darstellungen amerikanischer Gegenden wegen ihres heitern, sommerlichen
Charakters und der geschickten Behandlung der Details sehr geschäht werden, z. B.: Sommer in den Wäldern der WeißenBerge (1871), der Alte der Berge (1874), Großvaters Heimat, unter den Blättern, der Blick auf die See u. a. 1871 wurde
er Mitglied der Gesellschaft der Aquarellisten in New York.
5) T. L., amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1825 zu Glasgow,
zog schon in jungen Jahren mit seinen Eltern nach Amerika und wurde in Albany Schüler von George H. Boughton. Nachdem er
dort 1859-62 selbständig gearbeitet hatte, zog er nach New York. Das mit großem Erfolg von ihm kultivierte
Gebiet ist die winterliche, schneebedeckte
Landschaft, worin er sehr gerühmte Leistungen aufzuweisen hat. Darunter werden
genannt: die Heimat im Winter, der Hain im Winter, das verödete Haus, der St. Agnesabend, Gehölz im Winter, Gehölz im Herbst
etc.