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Maximal gekürzter Grundbedarf in der wirtschaftlichen Sozialhilfe
Eine Auseinandersetzung mit der Definition des Grundbedarfs, die Sicht der Sozialen Arbeit auf maximale Kürzungen und ein Blick zum Sonderfall Luzern
Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt hat in der wirtschaftlichen Sozialhilfe eine zentrale Bedeutung. Es ist der einzige Betrag, welcher in Form einer Pauschale pro Monat ausgerichtet wird. Die Definition des Grundbedarfs ist eine Herausforderung. Fachwissen trifft auf politische Ideologien. Der Grundbedarf beträgt heute Fr. 997.- pro Monat für einen Einpersonenhaushalt. Studien zeigen, dass dies rund Fr. 100.- pro Monat zu wenig sind, um den Zielen der Sozialhilfe gerecht zu werden. Die Sozialarbeitenden in der wirtschaftlichen Sozialhilfe befinden sich in einem Spannungsfeld, welches hohe Anforderungen an die Profession der Sozialen Arbeit stellt. Gleichzeitig kann der Grundbedarf um 30% nach der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe gekürzt werden. Der Kanton Luzern weicht ab und sieht 35% vor. Dazu fehlt Fachliteratur. Durch Literaturrecherche konnte den Fragen nachgegangen werden, wie sich der Grundbedarf definiert, welchen Herausforderungen er gegenübersteht, was maximale Kürzungen sind, warum sie ausgesprochen werden, woraufhin sie abzielen und wie die Profession der Sozialen Arbeit zu ausgewählten Aspekten von maximalen Kürzungen steht. Die Menschenwürde spielte eine wichtige Rolle. Die Forschung durch Expert*inneninterviews und inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse konnte den Fragen nachgehen, was die Gründe von 35% Kürzungen sind, welche Auswirkungen dies auf die Klient*innen und Sozialarbeitenden hat und ob 35% Kürzungen generell in der Praxis im Kanton Luzern umsetzbar sind. Es zeigte sich, dass eine sehr differenzierte Sichtweise beim Thema rund um maximale Kürzungen unabdingbar ist. Es scheint, als ob sich die Soziale Arbeit als Profession positionieren muss.