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AKWS | Nummern 32 / 47 / 72 / 73
Schaft-Kugelblume
(Globularia nudicaulis)
Die Schaft-Kugelblume treffen wir in steinigen Rasen und an Kalkfelsen an. Wie ihr lateinischer Name andeutet, tragen die «nackten» Blütenstengel nur zwei bis drei winzige, kahle Blättchen. Im Gegensatz zur Herzblättrigen Kugelblume ist die Pflanze krautig. Ihre zartblauen Blütenköpfe erblühen im zeitigen Frühjahr, noch bevor sich das neue hellgrüne Laub an der Rosette der überwinternden Blätter des Vorjahres zeigt. Schmetterlingen und Hummeln ist diese Frühjahrsblume ein willkommener Nektarspender zu einer Zeit, in der ihr Tisch noch spärlich gedeckt ist.
Alpen-Heckenrose
(Rosa pendulina)
Die Alpen-Heckenrose wächst an sonnigen trockenen Standorten in Alpenrosengebüschen, an Felsen und in lichten Wäldern.
Sie ist die einzige wirkliche Gebirgsrose und kommt im Oberengadin bis auf 2600 m ü. M. vor. Zur Blütezeit im Juli leuchten die meist einzeln stehenden, lang gestielten Blüten lebhaft rosa bis purpurrot. Die Art hat ihren lateinischen Namen pendulina «hängend» von der Form ihrer nach der Blütezeit herabgebogenen Fruchtstiele erhalten. Die Vitamin-C-reichen Hagebutten bieten vielen Vögeln Nahrung.
Sauriereier und Kieselschnüre
«Sauriereier»? Kieselknollen und Kieselschnüre durchziehen den Helvetischen Kieselkalk. Die Kieselsäure stammt von Kieselschwämmen, die in der frühen Kreidezeit, d. h. zur Zeit der Bildung des Kieselkalkes gute Lebensbedingungen vorfanden
und sich neben Seeigeln massenhaft im flachen Schelfmeer ausbreiten konnten.
Landkartenflechte
Die leuchtend gelbe bis olivgrüne Landkartenflechte bevorzugt Silikatgestein und ist in Kalksteingebieten selten. Sie wächst pro Jahr nur 0,25 bis 0,6 mm gegen aussen und kann bis über 1000 Jahre alt werden.