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Über vier Jahre dauert die Verlobungszeit von Julie imhoff und Julius Settelen bis sie im Januar 1887 schliesslich in der Leonhardskirche heiraten. Nach einer kurzen Hochzeitsreise an die Riviera wohnt das junge Paar zuerst in einer anspruchslosen Wohnung an der Güterstrasse, etwas später - vis-à-vis des ersten Basler Tramdepots - an der Solothurnerstrasse 25. Hier bringt Julie ihre drei Söhne zur Welt: Jules (1887 - 1951), Max (1894 - 1981) und Hans (1896 - 1959). Julie ist gross und schlank, wirkt eher fragil, sehr zurückhaltend und leise, strahlt aber eine natürliche Autorität aus, ohne abweisend oder hart zu wirken. Zwischen Jules und Max erleidet sie mehrere Fehlgeburten und ihre Enttäuschung ist gross, als auch das dritte Kind ein Junge ist, so sehr hat sie sich ein Mädchen gewünscht!
Lange Zeit führt die glücklich verheiratete Julie den typischen Lebenswandel einer Basler Frau aus dem Bürgertum um 1900: Voller Hingabe widmet sie sich der Erziehung ihrer Söhne, geht regelmässig in die Loge "Zur Freundschaft und Beständigkeit", um mit den Frauen der Logenbrüder für die Armen Handarbeiten zu machen und liest viel, vor allem Gedichte. Das Geschäft überlässt sie weitestgehend ihrem Gatten.