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| Märtyrerakten - Ausgewählte Akten persischer Märtyrer

3. Pûsai
11.
Da befahl der König: „Führet ihn hinaus ausder Stadt und da, wo er jenen Nazarener ermutigte, durchbohrt seinen Nacken und reißt seine Zunge von ihrer Wurzel. Mit bitterem Tode werde er gequält, weil er gewagt, so zu reden und die Götter nicht gefürchtet." Als der mutige Pûsai das hörte, warf er sich vor dem König nieder und sprach: „Der König lebe und sterbe nicht, da er eine solche Gnade mir ersonnen, daß er befahl, meine Zunge, die für Gott gesprochen, für Gott herauszureißen." Sofort führten ihn eilig fort die dazu aufgestellt waren und schleppten ihn aus der Gegenwart des Königs. Man brachte ihn aus der Stadt hinaus zur selben Stunde, da am vergangenen Tage die starke Schar der Genossen des Feldherrn Simon sie verlassen, und führte ihn an denselben Platz, wo die Heiligen gekrönt worden waren. Der König befahl dem Großmôpêt: „Gehe rasch jenem Unseligen nach und bemühe dich, ihm zu raten, daß er unseren Willen tue und lebe und nicht sterbe. Denn er ist ein meiner Regierung sehr nützlicher Mann. Ich habe ja geschworen, mit ihm über diese Sache nicht mehr zu reden. Aber geh du und bemühe dich an ihm aus ganzer Seele. Wenn er die Sonne nur einmal anbetet, soll er leben."