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Im Rahmen des vom Bundesamt für Energie (BFE) finanzierten Projekts GEOBEST2020+ führt der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich die seismische Grundüberwachung von Tiefengeothermieprojekten im Kanton Waadt im Auftrag der kantonalen Generaldirektion für Umwelt (DGE) durch. Im Zuge des Projekts wurden vier zusätzliche seismische Stationen nahe Yverdon-les-Bains eingerichtet, um das bevorstehende Tiefengeothermieprojekt Malménergie Naturelle (Link) zu überwachen. Damit soll sichergestellt werden, dass auch kleine Erdbeben (ML>=1) in der Umgebung des Projekts genau und schnell geortet werden können, um so bessere Kenntnis von der natürlichen Seismizität vor Ort zu erlangen und zu klären, ob solche Ereignisse natürlichen Ursprungs sind oder möglicherweise nach dem Beginn des Geothermieprojekts mit diesem zusammenhängen.
Mithilfe des Projekts Malménergie Naturelle will der Gemüseproduzent Stoll Production SA die derzeit verwendeten fossilen Brennstoffe durch die geothermische Beheizung von Gewächshäusern ersetzen. Das geplante geothermische System will die in einer Tiefe von 1,1 bis 1,2 km liegenden Malm-Kalksteine nutzen und wird aus umgeleiteten Förder- und Reinjektionsbohrungen mit offenen Bohrlöchern bestehen, die subparallel zum regionalen Bruchsystem Pipechat-Chamblon-Chevressy (PCC) verlaufen. Neben der Gemüseproduktion soll das heisse geothermische Wasser zur Fernheizung genutzt und in das anvisierte geologische Reservoir reinjiziert werden.