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Chikupi liegt im flachen Tal des Kafue-Flusses auf 1025 m.ü.Meer. Die nächste Stadt heisst Kafue. Sie liegt gut 20 km östlich des Berufsbildungszentrums Chikupi. Diese Kleinstadt ist 45 km südlich der Hauptstadt Lusaka.
Projektgeschichte:
Die Jugendlichen in diesem ländlichen Raum haben aus finanziellen Gründen kaum eine Möglichkeit nach der Grundschule einen Beruf zu erlernen. Im Juni 2009 hat deshalb die italienische Organisation Centro Orientamento Educativo mit dem Bau des Berufsbildungszentrums begonnen. Die EU bezahlte 75% der Baukosten. Die italienische NGO hat sich im Jahr 2012 wegen der Finanzkrise aus Sambia zurückgezogen und hat die Berufsschule der Kath. Kirche Sambia übergeben. Die erste Berufsschulklasse Maurer startete bereits im April 2010. Gegen Ende Jahr konnten auch je eine Klasse in Landwirtschaft, Metallbearbeitung, Schneiderei und 2015 die erste Elektrikerklasse eröffnet werden. Das Schulgeld für diese Vollzeitausbildung beträgt Fr. 170.–. Es ist nicht kostendeckend, damit die unterprivilegierten Jugendlichen eine Chance für eine Berufsbildung bekommen. Für die staatliche Abschlussprüfung müssen die Auszubildenden zusätzlich Fr. 75.– aufbringen.
Die Lernenden erhalten täglich ein Mittagessen, gehen abends nach Hause oder in ihr gemietetes Zimmer. Das fehlende Geld für die Betriebskosten wie Lehrerlöhne und Schulmaterial soll der angegliederte Landwirtschaftsbetrieb mit 18 ha erwirtschaften.
Die Erzdiözese Lusaka hat 2012 Ueli und Anna Schäli die Leitung des Berufsbildungszentrums Chikupi übertragen. Inzwischen ist ein Sambisches Management aufgebaut und seit dem 1. Dezember 2015 im Amt. Ueli und Anna Schäli begleiten und „coachen“ das Projekt weiterhin. Sie sind, wenn nötig, vor Ort und machen ebenfalls das Controlling.
Förderung der Berufsbilldung:
Die theoretische und praktische Ausbildung soll fachlich und didaktisch verbessert werden durch Weiterbildung der Lehrerschaft, Entwicklung des Lehrplans und Anschaffung von Unterrichtsmaterial. Die Vernetzung mit Industrie und Gewerbe hat einen grossen Stellenwert, damit die Auszubildenden eine grössere Chance für eine Arbeitsstelle bekommen. Der angegliederte Landwirtschaftsbetrieb soll biologisch produzieren und Profit abwerfen, damit das Zentrum finanziell von aussen unabhängiger wird. Er soll praktische Ausbildungsmöglichkeiten für die Jugendlichen anbieten in den Fächern biologischer Landbau, Schweine- und Viehhaltung, Fischzucht, Hühnerhaltung, Obstbau, Marktforschung und Handel mit landwirtschaftlichen Produkten.
Aktuelle Situation:
Mehrere hundert Lernende haben inzwischen am Chikupi VTC einen Beruf erlernt und die staatliche Berufsprüfung bestanden. Jeweils im Januar starten die jungen Frauen und Männer mit der ein- oder zweijährigen Ausbildung. Neben der Fachausbildung sind Ethik, Betriebswirtschaft, Allgemeinbildung, Computer Lektionen, Sport und Kultur im Stundenplan. Das Chikupi VTC ist seit 2014 ein staatlich anerkanntes Bildungsinstitut, in der höchsten Qualitätsstufe. Das Zentrum steht allen Unterprivilegierten offen, unabhängig ihrer Religion. Diese Berufsbildung vor Ort fördert die Möglichkeiten für eine bessere Zukunft und gibt jungen Menschen Hoffnung.
Die Schulgebühren sind sehr klein und nicht kostendeckend, damit die unterprivilegierten Jugendlichen eine Berufsausbildung machen können. Das Bildungszentrum ist darum weiterhin auf finanzielle Hilfe und Stipendien von aussen angewiesen. Der Förderverein Berufsbildung in Sambia setzt sich dafür ein.
Weitere Informationen siehe unter www.berufsbildung-sambia.ch
Bankverbindung:
Obwaldner Kantonalbank, 6060 Sarnen, PC 60-9-9
Inhaber: Förderverein Berufsbildung in Sambia, Hoheneich 6, 6064 Kerns,
Kontonummer: 341.368-250, IBAN-Nummer <iban-pii>