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MELBOURNE/ST. LOUIS (awp international) - In der Übernahmeschlacht um den australischen Kohleförderer Macarthur hat der weltgrösste Kohlekonzern Peabody sein Übernahmeangebot zum zweiten Mal erhöht. Nun wollen die Amerikaner 16 Australische Dollar je Aktie in bar zahlen, das entspricht einem Gesamtpreis von 4,1 Milliarden US-Dollar (2,8 Mrd Euro), wie Peabody am Donnerstag in St. Louis (Missouri) mitteilte. Damit übertrumpft der Konzern das Konkurrenzangebot des australischen Kohleunternehmen New Hope, die zuletzt 14,50 Australische Dollar je Aktie in bar und Anteilscheinen geboten hatten.
Auf das neue Angebot von Peabody will Macarthur frühestens am Freitag reagieren. Bislang versuchte das Unternehmen seinerseits, sich vor einer Übernahme durch den Kauf des kleineren Konkurrenten Gloucester Coal zu schützen. Der Übernahmekampf hatte vor zwei Wochen mit einem ersten Angebot von Peabody begonnen. Seitdem hat die Macarthur-Aktie um mehr als 30 Prozent zugelegt. Grösster Anteilseigner ist bislang die chinesische Citic-Gruppe mit 22,4 Prozent. Der weltgrösste Stahlkonzern ArcelorMittal hält 16,6 Prozent, der südkoreanische Stahlhersteller Posco 8,3 Prozent.
Macarthur ist im australischen Bundesstaat Queensland beheimatet und einer der grössten Kohleförderer des Landes. Seine Spezialität ist sogenannte PCI-Kohle (Pulverized Coal Injection). Die pulverisierte Kohle gilt als begehrter Ersatz für die bei der Stahlherstellung normalerweise verwendete Kokskohle./nl/fn
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