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Die Stämme der Germanen wanderten besonders zwischen 375 und 568 durch Europa, Asien und Nordafrika auf der Suche nach neuen Siedlungsgebieten, Reichtümern oder auf der Flucht vor feindlichen Völkern. Die aus Skandinavien stammenden Goten breiteten sich auf der Suche nach den Reichtümern des Imperium Romanum bis ans Schwarze Meer aus und teilten sich in die Ost- und Westgoten, was schliesslich mit zur Teilung Roms in ein Ost- bzw. Westrom führte. Hunnen wanderten aus den eurasischen und zentralasiatischen Steppen in die Gebiete der Ostgoten ein und verdrängten diese. Die Teilung, ständige kriegerische Auseinandersetzung mit germanischen Stämmen sowie wirtschaftliche und soziale Probleme führten schliesslich zum Verfall Roms. Neben den Hunnen und Goten begaben sich auch die Vandalen aus Südnorwegen auf Wanderschaft und nahem nach einer Reise über den Rhein und die Pyrenäen Teile Nordafrikas ein. Der wohl bekannteste Herrscher dieser Zeit ist der Hunnenkönig Attila, der mit einem riesigen Heer gegen Rom und die Westgoten zog. Der Historiker Arnulf Krause berichtet von der Geschichten der Völker auf Wanderung und ihre Herrscher sowie den Zusammenhang zwischen der Völkerwanderung und dem Verfall Roms.
Portrait
Arnulf Krause ist promovierter Germanist und Skandinavist, erfolgreicher Sachbuchautor und Experte für germanische Heldensagen und die Dichtung der Edda. Er lehrt als Honorarprofessor am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn.