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Titelgeschichte
Cucurbitaceae
Die Zuckermelone gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und ist auch mit der Gurke verwandt.
Die einjährige Pflanze bildet bis zu fünf Meter lange rankende Sprossen, sie bildet männliche sowie auch weibliche gelbe Blüten. Die Frucht ist eine ovale bis runde Panzerbeere, die kopfgross werden kann.
Man schätzt, dass die Zuckermelone um 2000 vor Christus im alten Ägypten kultiviert wurde, ebenso in Mesopotamien, Ost-Iran und China. Im antiken Griechenland und Rom, wo sie auch bekannt war, verschwand sie im Mittelalter wieder. Erst im 16./17. Jahrhundert wurde sie in Europa erneut beliebt und ist bis heute eine erfrischende, gesunde Sommerfrucht. Die Melone enthält nebst viel Wasser, Proteine, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, organische Säuren und Mineralstoffe.
Wildwachsende Melonen kommen vorwiegend in Afrika und Asien vor, aber auch in Australien und im pazifischen Raum.
Im Flaachtal werden gelbfleischige Zuckermelonen (Charentais) angebaut. Bei unserem Klima wird Mitte März im Treibhaus angesät. Die jungen Pflanzen benötigen ca. dreissig Grad Celsius um zu gedeihen. Anfangs Mai werden die Pflänzchen ins Freie gesetzt. Die Melonenpflanzen lieben sandigen, durchlässigen Boden. Mit dem richtigen Wetter (Sonne, Wärme, aber auch Regen) gedeiht die Pflanze prächtig und die Melonen können reifen. Auf dem Waldhof bei Familie Ritzmann in Flaach werden die Melonen ausgereift, ca. Mitte Juli, geerntet, da sie nur so den vollen Geschmack und die Süsse haben. Somit sind sie auch für den sofortigen Verzehr gedacht. Durch das sehr nasse und kalte Wetter im Frühjahr, wird sich dieses Jahr die Ernte auf ca. anfangs August verschieben. Geerntet wird mit einem sogenannten «Flieger», auf dem die Arbeiter auf dem Bauch liegen und so die Melonen einzeln kontrollieren und pflücken können. Nebst anderem Gemüse wie Sellerie, Salat, Bohnen, Tomaten, Nostrano-Gurken, Kartoffeln und Zucchetti werden auch die Melonen direkt ab Hof vermarktet. Auch werden diese Produkte im Hofladen in Volken angeboten.
Uns wurde beim Besuch des Hofes der Familie Ritzmann bewusst, wie viel Arbeit, Kraft und Energie aufgewendet werden muss, damit wir diese wertvollen Nahrungsmittel geniessen können.
pr/cm