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In dem mit einer Million Euro dotierten Grand Prix des CSI5* in ‘s-Hertogenbosch (NED) kam es zu einer veritablen Überraschung. In der zum Rolex Grand Slam zählenden Prüfung übertrumpfte der Niederländer Willem Greve im Sattel von Highway als letzter Starter in der Neuner-Barrage den bis dahin Führenden Henrik von Eckermann (SWE) mit King Edward. Dritter wurde mit Harrie Smolders (Uricas van de Kattevennen). Knapp nicht auf das Podest schaffte es Martin Fuchs mit Leone Jei. Der Zürcher beendete an vierter Stelle, was ihm immerhin noch 100'000 Euro einbrachte.
37 Paare stellten sich der ersten Etappe dieses Jahres des vier Turniere umfassenden Rolex Grand Slam. Neun davon blieben in der ersten Runde des vom heimischen Parcoursbauer Louis Konickx unter Mithilfe von Gérard Lachat gebauten Parcours, ohne Abwurf. So auch Martin Fuchs, der bereits als zweiter Starter auf Leone Jei (Besitzer Adolfo Juri) ein konzentrierte Blankorunde zeigte. Nicht in die Barrage aufsteigen konnte Steve Guerdat mit Dynamix de Bélhème, der einen unglücklichen Fehler beim Aussprung aus der dreifachen Kombination hinnehmen musste. Er beendete auf dem 13. Schlussrang.
Die Barrage musste Fuchs eröffnen. Er ritt forsch nach vorne, wendete eng, zog auf den letzten Sprung aber nicht mit vollstem Risiko durch. Seine fehlerfreien 35.11 Sekunden hielten nicht lange. Die Weltnummer eins, Henrik von Eckermann, pulverisierte diese mit 33.74 gleich anschliessend. Reiter um Reiter biss sich an dieser Marke die Zähne aus, bis zum allerletzten Starter Willem Greve. Bereits in der ersten Linkswendung konnte er Boden gutmachen, bei der Zwischenzeit lag er aber noch hinter dem Schweden. Doch auf den letzten Sprung gab er mit Highway nochmals alles, was ihm mit dem winzigen Vorsprung von 0.04 Sekunden den Sieg einbrachte. Er ist der erste Niederländer, der sich in die Liste der Major-Sieger seit der Gründung 2013 eintragen kann. Er hat nun die Chance auf die Grand-Slam-Boni an den weiteren Turnieren in Aachen, Spruce Meadows und Genf.
Keine Boni gab es für die Sieger der vergangenen Turniere, die sich mit einem Sieg einen Extrascheck hätten verdienen können. Richard Vogel (GER, Sieger Genf) beendete die erste Runde mit 20 Punkten. Fuchs (Sieger Spruce Meadows) und Marcus Ehning (GER, Sieger Aachen) schafften es zwar in die Barrage, der Sieg blieb aber Greve vorenthalten.
Nach der Geschichte des Weltcups in Anekdoten, im Oktober 2017 in der «PferdeWoche» publiziert, und olympischen Anekdoten, im März 2019 in der «PferdeWoche», nun einige weitere selbsterlebte...
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