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George Soros floh 1947 von Ungarn nach England, wo er 1952 seine Studien an der London School of Economics abschloss. 1956 emigrierte er in die USA, wo er in der Folge verschiedene Positionen in Investment-Firmen innehatte.
1973 gründete Soros seinen eigenen Hedge Fund «Soros Fund Management», der sich später zum heutigen «Quantum Fund» entwickelte. Die Renditen seines Hedge Funds waren legendär und übertrafen angeblich zweimal sogar die Marke von 100%.
Berühmt wurde Soros mit einer aggressiven Short-Position auf das britische Pfund am 16. September 1992 («Black Wednesday»). An einem einzigen Tag erzielte er so einen Profit von über 1 Milliarde US-Dollar. Ähnliche Spekulationen realisierte Soros mit anderen Währungen wie etwa der Deutschen Mark oder des thailändischen Baht.
Soros ist denn auch berühmt für seinen aggressiven und kurzfristigen Investment-Stil, ganz im Unterschied zu langfristigen Anlegern wie etwa Buffett oder Fisher. Mit Drewman teilt Soros die Ansicht, dass an den Börsen ein emotionales Chaos herrscht, das der rationale Investor für seine Zwecke nutzen kann.
Im Gegensatz zu klassischen «Contrarians» ist er allerdings bereit, lange Zeit auch mit der «Anleger-Herde» zu gehen. Auch gesteht Soros sich selbst zu, einen – freilich rational nicht begründbaren – Instinkt für richtige Investment-Entscheidungen zu besitzen.
Während Soros mit seinen Wetten an den Finanzmärkten bisweilen für Angst und Schrecken sorgt, betätigt er sich mit seinem «Open Society Institute» als politisch motivierter Philanthrop.
Bei seinen Entscheidungen lässt er sich dabei angeblich von der Philosophie des Denkers Karl Popper leiten, bei dem er studiert und der ihn nachhaltig beeinflusst hat.