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Der Mensch ist nichts an sich. Er ist nur eine grenzenlose Chance. Aber er ist der grenzenlos Verantwortliche für diese Chance. Albert Camus
Monogamie und Privatbesitz sind Lebensformen von Jägern für Jäger.
Alles, was der Mensch tut, ist idealerweise darauf ausgerichtet, ihm zu helfen, sein Biologisches Erbe in individuell angemessener Qualität und Quantität zu kultivieren. «Abartige» Impulse müssen konfrontiert werden können, idealerweise auf freiwilliger, auf kunstvollem Denken und wertfreier Moral fundierter Basis.
Was es dazu braucht, sind gesellschaftliche Kontrollmechanismen, die Menschen auffangen, die irgendwie, irgendwo durch diesen Prozess fallen. Dieses «Versagen» muss wertfrei sein, weil jeder ein Opfer seiner subjektiven Potentiale und Möglichkeiten ist. Der exekutive Arm der Organisationsebene wird ein Gewaltmonopol haben müssen – und nur durch absolute Transparenz, also gäserne Bürger von allen für alle, ist absolutes Vertrauen möglich.
«Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, träumt im Tier und erwacht im Menschen.» Indisches Sprichwort
Als Biologisches Erbe bezeichnet sich für mich all das, was mein Roboter mit sich bringt und den Output, den er generiert. Wie die Formulierung vermuten lässt, bin ich weder meinen Körper noch meinen Geist. Diese zwei sind lediglich ein hoch komplexes System, dessen sich die Gene bedienen, um sich zu vervielfältigen.
Für den Körper scheint das klar. Den Geist zähle ich ebenfalls dazu, weil Sozialisierung ebenso ein (kulturelles) Programm ist, zu vergleichen vielleicht mit einem Pferd und seinem Reiter:
Das Pferd ist ein eigener Überlebensautomat, der sich in einer Herde ziemlich wohl fühlt. Der Geist wäre nun der Reiter, der dazu befähigt, komplexere Überlebensstrategien zu entwerfen, die das Leben weniger mühselig und etwas bequemer machen. Dass der Geist nach dem Ursprung zu fragen beginnt, ist ein Nebenprodukt der zu hohen Rechenleistung. Und von Frieden: Niemand philosophiert über den Schöpfer, wenn er Waffen konstruieren muss, um sein Leben zu schützen.
Wir sollten die Kultur der Liebe, die seit Jahrtausenden wachsen will, und all den Möglichkeiten von Wahrheit, endlich eine Chance geben.
Heute wurde ich inspiriert zum Gedanken, ob es ächt am Änd doch darauf hinaus läuft, dass der reife Apfel der Zivilisation von der Schwerkraft all der sinnlosen Konflikte zu Boden gesogen wird? Dass die Urteilsfähigkeit der massgebenden Menschen derart gereift die Informationen nur korrekt zu verarbeiten beginnen, weil die Auseinandersetzungen endlich zu offensichtlich zu sinnlos, zu blutig, zu ungerecht, zu zerstörerisch zu erscheinen begonnen haben?
Daraus könnte man schliessen, dass all die dahin geschlachteten Wesen und geschändeten Refugien jene Gravitation erzeugen, durch die Früchte unserer Zivilisationen auf frischen Boden aus Motivation und Tatendrang fallen und immer wieder neu erwachsen. Wir würden im Hamsterrad der Historie durch die Epochen rennen, buchstäblich alle miteinander und übereinander her, und Fortschritt mit Leid erkaufen. Man müsste sodann fragen, wieso Motivation und Tatendrang immer mit Leid verbunden seien. Zuerst, wenn ich selber leide und deswegen erfolgreiche Werkzeuge konstruiere; danach, wenn ich mit meinem tollen Werkzeug der Andern Ressourcen abstaube, da meine Hoffnung in Habgier umgeschlagen hat.