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Ein bischen über unsere Heimat, die so gross wie die Schweiz und soviele Einwohner wie der Kanton Wallis hat.
Tierwelt
Islands Tierwelt ist nicht sehr artenreich. Vor der Besiedlung durch den Menschen gab es hier nur Vögel, Fische, Insekten, Robben, Polarfüchse und manchmal Eisbären, die zufällig mit einer Eisscholle von Grönland hierher trieben. Mit den Menschen kamen die Haustiere, insbesondere Schafe und Pferde, aber auch Mäuse und Ratten wurden auf Schiffen eingeschleppt. 1771 brachte man 13 Rentiere aus Norwegen ins Land, man hoffte auf Vermehrung, um sie zu bejagen und aus ihrer Haltung anderweitig Nutzen zu ziehen. Heute leben etwa 3000 Tiere dieser Art wild im östlichen Hochland der Insel; sie haben nie die erhoffte wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Island ist die Heimat des Islandpferdes. Als eine von nur wenigen Pferderassen beherrscht es den Tölt, eine trittsichere, langsame bis schnelle Gangart ohne Sprungphase, bei der das Pferd also immer ein Bein am Boden hat, die deshalb für den Reiter sehr bequem ist und seinen Rücken schont. Eine fünfte Gangart ist der Passgang, auch Pass beziehungsweise Rennpass genannt. Islandpferde dürfen wie alle lebenden Nutztiere zwar aus-, aber nicht wieder eingeführt werden. Dies soll verhindern, dass Krankheiten eingeschleppt werden, vor allem jedoch, dass nicht reinrassige Islandpferde (etwa die Föten tragender Stuten) fremdes Erbgut mitbringen und so die Ursprünglichkeit der Rasse gefährden.
Die Insel
Die Nordatlantik-Insel Island misst etwa 103.000 km2 und liegt größtenteils rund 500 m über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung Hvannadalshnúkur ragt 2119 m auf und liegt in Europas größtem Gletscher Vatnajökull (8000 km2). Rund 11% der Insel sind von Gletschern bedeckt. Seine Lage auf dem mittelatlantischen Rücken macht Island zu einem Hot Spot vulkanischer und geothermischer Aktivität: Während der letzten beiden Jahrhunderte brachen 30 Vulkane aus, die nach der letzten Eiszeit entstanden, und das natürliche heiße Wasser versorgt den Großteil der Bevölkerung mit günstiger, umweltfreundlicher Heizenergie. Islands Strom dagegen stammt von den Flüssen - eine preiswerte, umweltfreundliche Energiequelle. Die Landschaft ist einerseits durch Vulkanismus geprägt, andererseits auch durch den Wasserreichtum. Es gibt zahlreiche Flüsse, Seen und Wasserfälle. Darunter ist mit dem Dettifoss der energiereichste Wasserfall Europas, gemessen am Wasservolumen pro Sekunde × Fallhöhe. Das Isländische Hochland im Zentrum der Insel bildet eine Periglazial-Wüste und ist nahezu unbewohnt. Die Küstenlinie, deren Länge 4970 km beträgt, ist im Bereich der Fjorde stark zerfurcht. Island ist relativ dünn besiedelt: Auf 40 km² befinden sich im Schnitt zwei bis vier Häuser. Die Gewässer um Island sind besonders fischreich, da der warme Irmingerstrom (Golfstrom) und der kalte Ostgrönlandstrom vor der Küste aufeinandertreffen. Zudem ist das Wasser kaum mit Giftstoffen belastet. Pflanzen wachsen bis zu einer Tiefe von 40 m, und in den Gewässern um Island leben rund 270 Fischarten. Aktuellen Bestandszählungen zufolge gibt es in den Gewässern um Island etwa 50.000 Zwergwale und 17.000 Finnwale. Die Gesamtzahl der Wale wird auf rund 230.000 geschätzt.
Rund die Hälfte der ca. 313.000 Einwohner Islands leben in der Hauptstadt Reykjavík und ihren Nachbargemeinden. Der internationale Flughafen liegt in Keflavík, rund 50km vom Hauptstadtgebiet entfernt. Islands Inland ist unbewohnt (und unbewohnbar), und die meisten Ortschaften liegen an der Küste. Island besitzt keine nennenswerten Bodenschätze und lebt hauptsächlich von der Fischerei. Während der drei Sommermonate ist es in Island durchgehend taghell, und sowohl Frühling, als auch Spätherbst erfreuen sich langer Dämmerungsphasen. Die wirklich dunkle Zeit mit vier bis fünf Stunden Tageslicht dauert von Mitte November bis Ende Januar. Island ist das am dünnsten besiedelte Gebiet Europas. Die raue Natur, viele kaum bepflanzbare Bodenflächen bieten keine günstige Bedingung für die Landwirtschaft. Momentan werden große Bemühungen gemacht, Island neu zu begrünen und zu bepflanzen. Der karge Boden lässt aber nur sehr widerstandsfähige Pflanzen Platz zum Überleben. Einen Wald, so wie wir ihn kennen wird man in Island nicht finden. Hier wird jeder wachsende Baum beschützt und gepflegt.
Auf der Flucht vor dem norwegischen König Harald Schönhaar, landeten im neunten Jahrhundert norwegische Bauern auf der Insel Island, um dort Schutz zu finden. Unter anderem, führten diese Wikinger auch ihre kleinen, stämmigen Pferde mit in die neue Heimat. Im Laufe der Jahrhunderte konnte sich, aufgrund seiner isolierten Haltung, das Islandpferd auf Basis der natürlichen Selektion, ideal auf das extreme Klima und das ungastliche Gelände anpassen. Nebst der Spezialgangarten Tölt und Pass, die sich die Islandpferde angeeignet haben, ist die Rasse auch für seine Farbenvielfalt bekannt.
Tier- und Pflanzenwelt
An den Küsten und auf den Inseln um Island herum gibt es zahlreiche Vogelnistplätze.
Der Polarfuchs ist heimisch und wahrscheinlich in der letzten Eiszeit eingewandert. Genauso wie der letzte Eisbär, der vor ca. 100 Jahren geschossen wurde. Im Nordosten, in der Gegend von Egilsstaðir, gibt es größere Rentierherden. Im Hochland, aber auch um Binnenseen wie den Mývatn, gibt es teilweise riesige Wasservögelansammlungen sowie beachtliche Vorkommen an Greifvögeln. Seevögel gibt es an den Klippen in Massen. Der Papageientaucher hat hier sein größtes Weltvorkommen. Die Wikinger haben ihre Pferde mitgebracht. Diese gibt es heute noch in unverfälschter direkter Linie. Sie beherrschen neben den normalen Bewegungsformen sowohl den Tölt als auch den Passgang und sind damit einmalig. Auch Schafe wurden von den ersten Siedlern eingeführt.
Die Viehzucht ist der viertwichtigste Wirtschaftszweig Islands. Schafe sieht man an allen Ecken und Enden. Auch Pferde sieht man immer wieder. Was man nicht glaubt, weil man sie nie zu sehen bekommt: Es gibt rund 80.000 Kühe, jeweils die Hälfte für Milchproduktion und zur Fleischerzeugung. Die Kühe verlassen in Island den Stall meistens in den Sommermonaten.
In Island gibt es nur fünf Arten von Vegetation:
• Gar nichts (das ist die häufigste)
• Gras
• ein Moos, das sehr empfindlich ist und ca. 15 Jahre zum Nachwachsen braucht (an einem Berg an der Ringstraße gibt es eine Inschrift im Moos, die man bis heute gut lesen kann, obwohl sie von 1987 ist)
• die vor Jahrzehnten angesiedelte Alaska-Lupine, weil sie dort wächst, wo sonst gar nichts wächst
• Bäume, die allmählich wieder aufgeforstet werden, nachdem sie vor Jahrhunderten fast komplett abgeholzt wurden.
Trotzdem ist die Vegetation in Island so spärlich, dass es dort den alten Witz gibt: Wodurch kann man sich orientieren, wenn man sich in einem isländischen Wald verlaufen hat? Aufstehen.
Elfen, Trolle & Co.
Diese Luftgestalten und ähnliche Gesellen sollte man in Island nie und nimmer außen vor lassen. Es sind sogar offizielle Anlaufstellen bei den Behörden vorhanden, um die Interessen des „verborgenen Volkes“ zu wahren. Es gibt Straßen, an den zwischen zwei Häusern ein Felsbrocken mit eigener Hausnummer steht. Hier wohnen Elfen, denn wenn man sie verärgert, kann es passieren, dass man nicht mehr froh wird. Auch ein isländischer Regierungschef sagt dazu: „In meiner Gegend, aus der ich stamme, glauben wir nicht an Elfen. Aber an Trolle. Nur sieht sie nicht jeder.“