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In dieser Rubrik werden Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte im Bereich der Interprofessionalität im Gesundheitswesen vorgestellt, die im Auftrag des BAG durchgeführt worden sind.
In dieser Rubrik werden Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte im Bereich der Interprofessionalität im Gesundheitswesen vorgestellt, die im Auftrag des BAG durchgeführt worden sind.
Interprofessionalität bedeutet, dass Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen und Professionen koordiniert und eng aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten. Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass gelungene Interprofessionalität die Qualität der Versorgung steigert und die kosteneffiziente Nutzung der Ressourcen fördert. Sie erhöht zudem die Zufriedenheit des Fachpersonals und vermeidet frühzeitige Berufsabgänge.
Mit gezielter Forschung im Bereich der Interprofessionalität im Gesundheitswesen können wir dazu notwendige Voraussetzungen erkennen und für die Praxis aufbereiten. Um dies zu erreichen, haben wir breitangelegte und sehr umfangreiche Forschungsprojekte in Auftrag gegeben, die der Förderung und nachhaltigen Verankerung von Interprofessionalität im Gesundheitswesen dienen sollen.
Forschungsbereiche und -kontexte:
- Definition des Begriffs «Interprofessionalität» im Gesundheitswesen im Schweizer Kontext
- Interprofessionalität im Rahmen des Förderprogramms «Interprofessionalität im Gesundheitswesen»
- Interprofessionalität im Rahmen der Plattform «Zukunft ärztliche Bildung»
- Interprofessionalität in weiteren Kontexten
Definition des Begriffs «Interprofessionalität» im Gesundheitswesen im Schweizer Kontext
Es gibt verschiedene Hinweise darauf, dass der Begriff «Interprofessionalität» in Wissenschaft und Praxis unterschiedlich ausgelegt und verwendet wird. Das Konzept steht zudem im Zusammenhang mit weiteren gesundheitspolitischen (z.B. integrierte bzw. koordinierte Versorgung, Task Shifting) und professionstheoretischen (Inter- und Transdisziplinarität; Multiprofessionalität etc.) Konzepten, wobei die Abgrenzungen teilweise unklar sind. Unterschiedliche Auslegungen desselben Begriffs können eine Hürde für konkrete interprofessionelle Zusammenarbeit und für die Anwendung bestehender Instrumente darstellen, aber auch fachliche und politische Diskussionen über die Weiterentwicklung der Organisation der Gesundheitsversorgung erschweren.
Das Ziel der Studie war es, die verschiedenen Auffassungen der Begriffe der interprofessionellen Bildung und Zusammenarbeit zu eruieren und zu analysieren und die Definition von Interprofessionalität weiter zu schärfen, um damit eine Grundlage für die Weiterentwicklung des Themas Interprofessionalität und dessen Einbettung in einen grösseren gesundheitspolitischen Kontext zu legen.
- Schlussbericht der Studie: Definition des Begriffs «Interprofessionalität» im Gesundheitswesen im Schweizer Kontext - Büro Vatter AG (PDF, 1 MB, 01.09.2021)
- Zusammenfassung des Schlussberichts der Studie: Definition des Begriffs «Interprofessionalität» im Gesundheitswesen im Schweizer Kontext - Büro Vatter AG (PDF, 301 kB, 31.08.2021)
Interprofessionalität im Rahmen des Förderprogramms «Interprofessionalität im Gesundheitswesen» 2017-2020
Die Interprofessionalität wird in naher Zukunft immer eine grössere Rolle im Gesundheitswesen spielen und einen wichtigen Beitrag zu Qualität und Kontinuität der Versorgung, Zufriedenheit aller Beteiligten sowie Kostenkontrolle leisten.
Ziel des am 30. Januar 2017 lancierten Förderprogramms «Interprofessionalität im Gesundheitswesen» war es, die Forschung zu interprofessioneller Bildung und Berufsausübung zu fördern und deren nachhaltige Verankerung in der Praxis zu unterstützen.
Sämtliche Forschungsergebnisse des Förderprogramms Interprofessionalität Phase 1 sind auf dieser Rubrik publiziert.
- Studie M1: Studie zum Potenzial interprofessioneller Ausbildung im Gesundheitswesen
- Studie M3: Kompetenzen zur interprofessionellen Zusammenarbeit und geeignete Unterrichtsformate
- Studie M4: Potenzial interprofessioneller Zusammenarbeit
- Studie M5: Anreize und Hindernisse interprofessioneller Zusammenarbeit
- Studie M6: Integration von Bildungsinhalten in die Curricula der verschiedenen Weiter- und Fortbildungsgänge im Gesundheitswesen
- Studie M7: Schweizerisches Interprofessionalitäts-Evaluationsinstrument (SIPEI)
- Studie M8: Studie zu innerinstitutionellen Prozessen in der stationären Praxis
- Studie M9: Kosten-Nutzen-Analyse interprofessioneller Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
- Studie M10: Frühzeitige Intervention bei Kindern und Jugendlichen zur Förderung der psychischen Gesundheit
- Studie M11: Innerinstitutionelle Prozessen in der stationären Praxis
- Patientenstudie A M12: Widersprüchliche Einschätzungen durch Gesundheitsfachpersonen in der interprofessionellen Zusammenarbeit (IPZ)
- Patientenstudie B M13: Widersprüchliche Informationen zu Medikamenten bei chronischen Patientinnen und Patienten
- Studie M14: Task Shifting in der interprofessionellen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
- Studie M15: Erfolgsbedingungen bei der Etablierung interprofessioneller Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Sozialhilfe
- Studie M17: Anwendung und Optimierung des Schweizer Interprofessionalitäts-Evaluations-Instrumentariums SIPEI
- Studie M18: Gelingender Einsatz von Freiwilligen in der interprofessionellen Versorgung
- Studie M19: Versorgungspfade in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
- Studie M20: Rolle von interprofessioneller Zusammenarbeit im Schnittstellenmanagement bei Personen in komplexen Situationen
Interprofessionalität im Rahmen der Plattform «Zukunft ärztliche Bildung»
Die Themengruppe «Interprofessionalität» der Plattform «Zukunft ärztliche Bildung» hat ein Konzept für die interprofessionelle Ausbildung ausgearbeitet, das auf konkreten Beispielen interprofessioneller Zusammenarbeit basiert. Dieses beinhaltet sechs Module verschiedener Situationen aus der Gesundheitsversorgung, anhand welcher die interprofessionelle Zusammenarbeit gelehrt werden kann.
Interprofessionalität in weiteren Kontexten
Interprofessionelle Ausbildung (IPE)
Handlungsfelder für die IPE: Anhand von mindestens 40 Beispielen interprofessioneller Zusammenarbeit in der Ausbildung sowie einer Reflexion der Didaktik wird aufgezeigt, welche Erkenntnisse für zukünftige Bildungsangebote gezogen werden können, um IPE erfolgreich zu etablieren (Auftragnehmer: sottas formative works)
Stärkung der Koordination und der Interprofessionalität in bestehenden Abgeltungssystemen
Die Studie liefert einen Überblick über jene Abgeltungssysteme, welche die Koordination der Leistungserbringung und die interprofessionelle Arbeitsweise positiv beeinflussen. Nebst einer Literaturrecherche stellt der Bericht verschiedene Fallstudien aus diversen Ländern vor. Zudem beurteilt er das Schweizer Abgeltungssystem im Hinblick auf dessen Eignung zur Bewältigung künftiger Herausforderungen. Basierend auf den Erkenntnissen der Literaturrecherche und der Analyse der Fallstudien formuliert der Bericht konkrete Handlungsempfehlungen.
Letzte Änderung 01.09.2021