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Ziel des Symposiums ist ein historischer Vergleich von schweizerischen, deutschen, französischen und italienischen Konservatorien im langen 19. Jahrhundert und ihrer Beziehungen in pädagogischen und musikalischen Entscheidungen. Die Analyse fokussiert einerseits auf den Zugang von immer breiteren Schichten der Gesellschaft, insbesondere von Frauen, zum Musikberuf, andererseits auf die Lehrmethoden und das Repertoire, mit denen die Konservatorien die öffentliche Meinung über das Musikleben und das Erlernen von Musik beeinflusst haben.
Die Geschichte der Konservatorien kann von einer vergleichenden Perspektive profitieren, denn bisher basierte die Analyse in den meisten Fällen auf der Geschichte einzelner Institutionen. Auch ist die Integration von Frauen in die berufliche Praxis der Musik ein gesellschaftlicher Prozess, der zwar im 19. Jahrhundert begann, aber noch nicht abgeschlossen ist. Schliesslich kann die historische und vergleichende Perspektive produktiv zu den aktuellen Reformen im professionellen Musikunterricht beitragen.