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Unter Beschuss
Nach kurzen Gefechten gaben die Franzosen den Munot auf
Nur ein einziges Mal war der Munot Schauplatz von Kampfhandlungen. 1798 hatten französische Truppen im 2. Koalitionskrieg die Schweiz besetzt. Ihr Vorstoss gegen Österreich im März 1799 scheiterte jedoch. Beim Rückzug an den Rhein bezogen sie Stellungen auch in Schaffhausen und auf dem Munot. Am 13. April 1799 erfolgte der Gegenangriff durch österreichische Verbände. Nach kurzen Gefechten gaben die Franzosen den Munot auf und setzten sich über den Rhein nach Süden ab. Um ein Nachrücken der Österreicher zu verhindern, zerstörten sie die hölzerne Grubenmann-Rheinbrücke.
Am 1. Mai 1800 wurde Schaffhausen erneut von französischen Truppen besetzt, wobei es zu schweren Strassenkämpfen kam.
Rund 400 Meter vom Munot entfernt wurden 2002 bei Kanalarbeiten an der Emmersbergstrasse menschliche Skelette gefunden. Wie die Auswertungen zeigten, handelte es sich bei den sechs Toten um französische Soldaten.
Bild: Stadtarchiv Schaffhausen, J 00.01/031
Die durch französische Truppen am 13. April 1799 in Brand gesteckte Rheinbrücke von Ulrich Grubenmann (1709–1783). Bild von Johann Martin Beck, 1825.
Bilder: Kantonsarchäologie Schaffhausen
Hieb-, Stich- und Schussverletzungen an den Skeletten zeugen von der Grausamkeit des Krieges. Bei den Toten fanden sich Uniformknöpfe mit der Aufschrift «République française».