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Mit 428 zu 64 Stimmen wurde die nicht gesetzgebende Resolution zur finanziellen Unterstützung der Fischer und Fischfarmer in den Randregionen der EU angenommen. Ein Zusatz, der es ermöglicht, die Flotten der entlegenen Regionen Europas auszubauen, wurde mit 358 zu 240 Stimmen ebenfalls angenommen. Zu den entlegenen Regionen zählen: Guadeloupe, Französisch Guyana, Martinique, die Azoren oder die Kanarischen Inseln.
Ulrike Rodust, die Sprecherin der zuständigen Kommission, erklärte: Die Resolution wecke Hoffnungen, die nicht erfüllt werden können. Der Fokus sollte nicht bei Subventionen liegen, um die Fischerei zu stützen, sondern darauf, eine nachhaltige Fischerei zu erreichen. Sie bezweifelt, dass diese Resolution einer rechtlichen Prüfung standhalten wird, da sie der allgemeinen EU Fischerei Politik widerspricht.
Gemeinsam mit über hundert Organisationen hatte fair-fish in einem offenen Brief gefordert, dass diese Resolution abgelehnt wird, da sie die Fischereipolitik der EU untergräbt. Auf die Einwände von fair-fish und den anderen Organisationen wurde zumindest in den Punkten eingegangen, dass die finanziellen Unterstützungen für neue Fischerboote nur gelten, wenn damit alte Boote ersetzt werden und ein Teil der Gelder muss für die Ausbildung der jungen Fischer investiert werden. Dabei soll Wissen über eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fanggründe im Zentrum stehen.
Nun stellen sich zwei wichtige Fragen: Wie sollen die lokalen Fischer in den Randregionen nachhaltig Fischen können, wenn ihre Fanggebiete bereits überfischt sind? Und wie kann das Entwicklungsziel der Vereinten Nationen eingehalten werden, bis 2020 sämtliche Subventionen abzuschaffen, die zu Überfischung führen? Dieses Ziel besteht aus gutem Grund: jährlich werden etwa 30 Milliarden US-Dollar an Subventionen an die Fischerei vergeben. Ein Grossteil davon mit der Absicht, die Fangmenge zu steigern.
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