Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03597.jsonl.gz/1520

Finanzierung / Fördergefässe
Die Suche nach geeigneten Geldquellen für die Finanzierung von Salären, Spesen, Forschungsmitteln usw. ist eine zeitintensive Tätigkeit. Selbst wenn die eigene Anstellung für mehrere Jahre gesichert ist, besteht ein Bedarf nach zusätzlichen Mitteln, um die wissenschaftliche Arbeit zu unterstützen.
Der Schweizerische Nationalfonds ermöglicht mit einem Ambizione-Stipendium, ein unabhängiges, mehrjähriges Forschungsprojekt zu realisieren. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei die notwendige Mobilitätserfahrung (mind. 12 Monate an einer anderen Hochschule als dem Ort der Promotion). Der SNF fördert Mobilität auf der postdoktoralen Stufe mit den Gefässen Early Postdoc.Mobility und Postdoc.Mobility. Für kürzere Aufenthalte kommt auch ein Antrag bei den Scientific Exchanges des SNF in Betracht.
Erfolgreiche Postdoktorierende mit mehrjähriger Forschungserfahrung und mehrjährigem Aufenthalt an einer anderen Institution als dem Ort der Promotion und Assistenzprofessoren/-innen mit Tenure Track (die nicht länger als 18 Monate angestellt sind) sollten einen Antrag auf eine SNF Eccellenza-Förderung in Erwägung ziehen.
Fortgeschrittene Postdoktorierende können beim SNF Unterstützung für die Durchführung von eigenen Projekten (Projektförderung) beantragen. Zu beachten ist, dass damit nicht das eigene Salär finanziert werden kann und eine Anstellung für die geplante Laufzeit des Projekts nachgewiesen werden muss.
Hervorragende Forscherinnen, die eine Professur anstreben, können beim SNF einen PRIMA-Beitrag beantragen. PRIMA-Beitragsempfängerinnen leiten ihr eigenes Forschungsprojekt an einer Schweizer Hochschule.
In Europa sind die Finanzierungsquellen für Nachwuchsforschende zum einen die Marie Skłodowska-Curie-Individualstipendien, eine Massnahme der Marie Skłodowska-Curie-Actions, welche erfahrenen Forschenden (d.h. mit einem Doktortitel) ermöglichen, ihre Karriere und Berufsaussichten durch eine Tätigkeit im Ausland zu verbessern. Hoch kompetitiv sind die renommierten Grants des European Research Councils, die Starting Grants (für Forschende mit 2 bis 7 Jahren Erfahrung nach Abschluss der Promotion) und die Consolidator Grants (für Forschende mit 7 bis 12 Jahren Erfahrung nach Abschluss der Promotion).
Mit den Bundes-Exzellenz-Stipendien des Staatssekretariats für Bildung und Forschung und Innovation (SBFI) können Postdoktorierende aus der ganzen Welt einen bis zu 12-monatigen Forschungsaufenthalt in der Schweiz machen. Viele Länder bieten ihrerseits für Schweizer Forschende Regierungsstipendien für Forschungsaufenthalte an, diese Stipendien werden von Swissuniversities im Auftrag des Bundes betreut. Swissuniversities bietet zudem einen Überblick über weitere Stipendien, die ins Ausland führen.
Die Stiftungslandschaft ist unübersichtlich und äusserst vielfältig. Die Schweiz verfügt über eine hohe Dichte an Stiftungen.
Websites
Das Vizerektorat Forschung bietet mit den UniBE Initiator Grants ein Fördergefäss, welches Postdoktorierende bei der Vorbereitung von grossen Drittmittel-Anträgen für Projekt- wie Personenförderung unterstützt.