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| Chrysostomus († 407) - Reden

Erste Homilie auf das PfingstfestEinleitung
Inhalt.
Übersetzt von Dr. Joh. Chrysostomus Mitterrutzner. Direktor des Gymnasiums in Brixen.
Chrysostomus tadelt diejenigen, welche die Kirche nachlässig besuchen; sagt, daß ein reines Gewissen ein wahres Fest sei, und spricht von den Gaben des heiligen Geistes, die von unserer Versöhnung zeugen. Menschen erweisen sich nach ihrer Versöhnung Freundschaftsdienste; Gott sendet die Gaben des heiligen Geistes, die alle Gnaden, so er je seinem auserwählten Volke erwiesen, weit übertreffen. Jetzt äussern sich die Gaben des heiligen Geistes in unserer Sündenvergebung, damals auch in der Gabe der Sprachen und Wunder der Brüder; erstere Gabe wurde den Aposteln zu Theil, um nicht durch Unkenntnis der Sprache eines Volkes von der Verkündung der Lehre abgehalten zu werden; letztere, nm die Völker zum Glauben zu führen. Bei der Ausgießung des heiligen Geistes zeigte sich abermals die Thorheit der Menschen: während die Engel jubelten, hielten die Juden [S. 206] die vom heiligen Geiste Erfüllten für Trunkene. Am Ende spricht er vom Buche des Lebens, in das die Sünden geschrieben werden, und aus dem sie wieder getilgt werden können.