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Die Bodenproben wurden auf dem Areal des Kernkraftwerkes Fukushima-Daiichi entnommen und enthielten Spuren von Plutonium (0,3 bis 1,2 Becquerel pro Kilogramm Bodenmaterial). Zwei der fünf Proben wiesen eine Isotopenzusammensetzung auf, die für Plutonium aus Kernkraftwerken charakteristisch ist. Laut Nisa ist die Konzentration vergleichbar mit derjenigen in anderen Teilen Japans und jedenfalls nicht gesundheitsgefährdend. Das überall in bestimmten Böden vorkommende Plutonium stammt aus dem Fall-out von atmosphärischen Kernwaffenversuchen in den 1940er- bis 60er-Jahren.
Gemäss einer Sonderkommission der American Nuclear Society (ANS) waren zum Zeitpunkt des Hauptbebens in Block 3 von Fukushima-Daiichi 32 plutoniumhaltige Mischoxid(MOX)-Brennelemente im Einsatz. Das sind weniger als 6% aller Brennelemente dieses Reaktors. Die übrigen 516 Brennelemente enthielten schwach angereichertes Uran. Die MOX-Brennelemente sind laut ANS im Herbst 2010 eingesetzt worden und die einzigen MOX-Elemente am Standort. Gemäss ANS würden der geringe MOX-Anteil sowie die kurze Einsatzdauer des MOX-Brennstoffes im Reaktorkern auch bei einer massiven Freisetzung zu keinen signifikanten Unterschied bei den Auswirkungen im Vergleich mit Brennelementen führen, die nur aus schwach angereichertem Uran hergestellt wurden.
Plutonium entsteht in allen Brennelementen mit schwach angereichertem Uran bei der Bestrahlung in Leistungsreaktoren. Dieses Plutonium wird durch die Umwandlung von Uran-238 während des Betriebs erzeugt. Das Plutonium in MOX-Brennelementen stammt üblicherweise aus der Rezyklierung ausgedienter Uranoxid-Brennelemente. Dadurch können 15 – 20% an Ressourcen (Natururan) gespart werden. Plutonium kann auch aus der nuklearen Abrüstung stammen.
Quelle
M.Re.