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Die Kindesschutzbehörde ergreift die nötigen Massnahmen zum Schutz des Kindes, falls seine Entwicklung gefährdet ist. Sie kann insbesondere die Eltern an ihre Pflichten erinnern, sie beraten und ihnen Anweisungen geben. Sie kann auch einen Sozialarbeiter oder eine Sozialarbeiterin bestimmen, dem oder der Einblick zu gewähren und Auskunft zu geben ist.
Die Ernennung eines Beistands oder einer Beiständin ist ein Eingriff in die elterliche Sorge. Die Eltern müssen mit dieser Person zusammenarbeiten und ihre Anweisungen befolgen, behalten jedoch die elterliche Sorge.
Mit dem Entzug der Obhut verlieren die Eltern das Recht auf die Wahl des Aufenthaltsortes ihres Kindes. Die elterliche Sorge, das Recht auf persönlichen Verkehr und die Unterhaltspflicht bleiben jedoch bestehen. Das Kind wird in einer Pflegefamilie oder in einer Institution untergebracht.
Der Entzug der elterlichen Sorge ist die schwerwiegendste Massnahme, die gegen die Eltern getroffen werden kann. Die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber ihrem Kind und deren Recht auf persönlichen Verkehr bleiben jedoch bestehen. In den meisten Fällen reichen die Gründe für den Entzug der elterlichen Sorge jedoch aus, um das Recht auf persönlichen Verkehr einzuschränken, an bestimmte Bedingungen zu knüpfen oder gar zu verbieten.
Mis à jour le 11.09.2016