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Zuviel Milch
Wenn die Milch zu reichlich fliesst, kann es sein, dass Ihr Baby sich verschluckt, spuckt und eventuell nicht noch einmal angelegt werden will. Bei einer sehr vollen Brust ist auch die Brustwarze für das Baby schwerer zu fassen, und es fängt dann ungeduldig an zu schreien. An einer prallen Brust trinkt das Kind grundsätzlich am besten im Rückengriff (Fussballgriff) oder – mit Unterstützung oder wenn das Kind schon etwas älter ist - aufrecht auf dem Oberschenkel sitzend. Diese Hoppe-Reiter-Haltung ist auch günstig bei Kindern mit verstopfter Nase. Hilfreich ist, wenn Sie den ersten Schwall herauspressen. Sie können ein Handtuch benutzen, um die Milch aufzufangen. Beruhigen Sie das Kind und versuchen Sie es dann noch einmal. Wenn dies bei jedem Stillen passiert, pressen Sie immer etwas Milch aus, bevor Sie das Baby stillen. Der Milchfluss kann auch verlangsamt werden, indem man unter- und oberhalb des Warzenhofes die Brust etwas zusammendrückt.
Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Baby die sehr volle Brust nicht immer leer trinkt, denn auch die Milchproduktion schwankt. Säuglinge nehmen immer nur so viel Nahrung auf, wie sie können und brauchen, auch wenn wesentlich mehr angeboten wird. Sobald die Brust nicht mehr völlig geleert wird, geht die Milchproduktion wieder automatisch etwas zurück. Nimmt Ihr Baby normal zu – d.h. pro Woche 100 und 200g – ist alles in Ordnung. Dieser Wert schwankt, bei manchen wird es etwas mehr, bei anderen etwas weniger sein. Auf keinen Fall muss Ihr Baby vor und nach jeder Mahlzeit gewogen werden! Im Gegenteil: Einmal pro Woche reicht bei weitem und setzt Sie nicht so unter Stress. Wenn Sie stillen, ist es kaum möglich, dem Baby zu viel zu geben, da sich Ihre Milchproduktion entsprechend der Menge, die das Baby trinkt, selbst reguliert.
Manche Frauen haben gute Erfahrungen mit dem Abpumpen und Einfrieren von Muttermilch in Zeiten von „Überproduktion“ gemacht. Andere finden eher, dass dadurch die Milchproduktion noch mehr gesteigert wird. Vorsichtiges Ausstreichen mit der Hand stimuliert weniger und hilft trotzdem, einen Milchstau und die Gefahr einer anschliessenden Brustentzündung zu vermindern. Wenn Sie viel zuviel Milch haben, können Sie vorsichtig etwas Pfefferminz- oder Salbeitee trinken oder einen Aufguss von Mönchspfefferfrüchten und Kermesbeerenwurzeln, das verringert die Produktion etwas.
Bei manchen Frauen läuft auch zwischen den Stillmahlzeiten die Brust aus. Das kann sehr lästig werden, wenn die Kleidung ständig durchnässt ist und die Milchränder sich nur schwer auswaschen lassen. Stilleinlagen saugen für’s erste auf. Dann hilft ein fester Druck mit der flachen Hand auf die Brust, sobald Sie den Milchspendereflex spüren. Auch Auffangschalen können nützlich sein.
Letzte Aktualisierung : 03-05-16, BH