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Zwei niederländische Forscher sagten der Zeitung "De Volkskrant" vom Mittwoch, das Bild weise nicht den für den Diktator typischen Pinselstrich auf. "Es handelt sich sehr wahrscheinlich um einen falschen Hitler", zitierte die Zeitung Bart Droog und Jaap van den Born, zwei Experten für Fälschungen von Hitler-Werken.
Andere Experten hatten das Aquarell, das einen Turm in Wien zeigt, für echt befunden. Demnach hatte Hitler es während seiner Zeit in Wien zwischen 1908 und 1913 gemalt. Laut Droog und van den Born könnte das Bild stattdessen von Reinhold Hanisch gemalt worden sein, einem bekannten Fälscher von Hitler-Werken. Die beiden Experten bezeichneten die Qualität des Bildes als "mittelmässig", wenn nicht gar "hässlich".
Eine anonyme Spenderin hatte das Aquarell Ende November dem Nationalen Institut für Kriegs-, Holocaust- und Genozidstudien (NIOD) in Amsterdam vermacht. Dieses erklärte nun, es nehme die Anmerkungen der Experten ernst. Der Befund des Instituts, das Gemälde sei echt, sei lediglich provisorisch gewesen. "Wir werden unsere Recherchen fortsetzen", sagte Institutsdirektor Frank van Vree. Er sei sich aber nicht sicher, dass "eines Tages ein endgültiger Beweis gefunden wird".
Laut der Spenderin hatte ihr Vater das Bild auf einem Briefmarken- und Münzmarkt für 75 Cent erstanden. Ihm sei erst anschliessend bewusst geworden, dass es die Signatur "A. Hitler" trug, hatte "De Volkskrant" berichtet.
Die meisten von Hitler gemalten Bilder befinden sich in privaten Sammlungen in Österreich, Deutschland, Grossbritannien und den USA. Auch die US-Armee besitzt noch vier beschlagnahmte Bilder.