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Für viele von uns ist dieses Getränk weit davon entfernt, ein exotisches Vergnügen zu sein, das nur zu besonderen Anlässen konsumiert wird. Wie jedes kostbare Gut, früher Kakao, Kaviar, exotische Früchte usw., hat auch Kaffee schliesslich den globalen Konsummarkt durchdrungen und hat heute erhebliche Auswirkungen auf unseren Planeten (und unsere Gesundheit). Dieser Artikel soll ein weiteres Argument dafür liefern, unseren Konsum eventuell zu reduzieren, vor allem aber soll er uns anregen darüber nachzudenken, inwiefern unser Ess – und Trinkverhalten Auswirkungen auf Böden, CO2-Emissionen, die Abfallproduktion und damit auf das Klima hat.
Eine Auswirkung auf das Klima, die uns erröten lassen
Wer sich als UmweltschützerIn bezeichnet, sollte den eigenen Kaffeekonsum in der Tat noch einmal unter die Lupe nehmen. Das ökologische Argument ist nicht zu unterschätzen, und wenn man sich besonders für die Auswirkungen des Kaffees auf den Wasserhaushalt interessiert, erschrickt man. Eine Tasse Kaffee, d. h. 7 g des magischen Pulvers, würde 140 L Wasser entsprechen. Und für diejenigen, die mit ihrem Kohlenstoffverbrauch vertraut sind, würden wir mehr als 15 kg CO2 für 1 kg Arabica-Kaffee erreichen, der in Brasilien oder Vietnam unter konventionellen Bedingungen produziert wird.
Und das ist noch nicht alles. Die mit der Kaffeeproduktion verbundene Entwaldung bedroht und löscht zum Teil die Artenvielfalt in den Anbaugebieten aus. Im konventionellen Kaffeeanbau wird ja auch nicht nur Wasser verbraucht, sondern es werden zudem Pestizide und Düngemittel in grossen Mengen eingesetzt, die den Boden langfristig verseuchen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Produkte mit Fairtrade-Labels zu bevorzugen, die auf ethisch vertretbare und nachhaltige Weise angebaut werden.
Ein Geschäft, das sich nicht um kurze Wege kümmert
Der Kaffeemarkt in der Schweiz hat zweifellos Grund sich zu Schämen. Mehr als die Hälfte des weltweiten Kaffees wird von Westschweizer Unternehmen gehandelt, und die Schweiz ist der weltweit führende Exporteur, obwohl hier keine Bohnen produziert werden. Im Jahr 2021 waren die Kaffeeexporte mehr als doppelt so hoch wie die Exporte von Schokolade und Käse zusammen und erwirtschafteten einen Handelsüberschuss von über 2,4 Mrd. USD.
Der Kaffeemarkt ist ein typisches Beispiel für den aktiven Veredelungsverkehr, bei dem Rohstoffe aus weit entfernten Ländern importiert, bearbeitet, verarbeitet und exportiert werden. Ein energieaufwendiger und unsinniger Handel, wenn man die Anzahl der Zwischenhändler zwischen den ProduzentInnen und dem EndverbraucherInnen betrachtet. Ganz zu schweigen von den dramatischen Auswirkungen der Kaffeeproduktion auf das Klima in bereits gefährdeten Ländern, wie Brasilien und Kolumbien, den beiden grössten Kaffeeanbauländern.
Einen Kaffee… aber Lupinenkaffee bitte!
Was also tun, wenn Sie den Zaubertrank schmerzlich vermissen und sich nach dem Geschmack eines guten Kaffees sehnen? Anders als Kaffee und fast genauso gut (wir müssen uns erstmal, daran gewöhnen, das stimmt), haben wir für Sie den Lupinenkaffee getestet und für sehr gut befunden. Er ist schonend geröstet und schmeckt leicht bitter, süß und sogar ein wenig nussig. Manche finden sogar Noten von Karamell und Schokolade. Er ist eine Alternative mit vielen Vorteilen für die Gesundheit und vor allem für unseren Planeten.
– Der Kaffee ist bodenschonend, denn es ist nicht nötig, Düngemittel oder Pestizide zu verwenden. Es ist eine robuste, anpassungsfähige Pflanze, die reich an Proteinen ist, die sowohl für Menschen als auch für Tiere hervorragend geeignet sind. Wie alle Hülsenfrüchte bindet die Lupine Stickstoff im Boden und ist somit ein idealer und natürlicher Gründünger für nachfolgende Kulturen. Es gibt den Lupinen”kaffee” zu 100 % aus der Schweiz und wir können ihn nur empfehlen!
Deshalb empfehlenswert:
– Lupinenkaffee ist koffeinfrei und kann daher zu jeder Tageszeit getrunken werden. Er hat keine anregende Wirkung auf den Körper, den Schlaf und die Stimmung.
– glutenfrei und ohne säurebildende Wirkung auf den Körper, er hat keine bekannten schädlichen Auswirkungen auf den Magen und die Verdauung im Allgemeinen, stattdessen enthält das Getränk wichtige Vitamine und Mineralien wie Magnesium, Eisen, Zink und B-Vitamine.
Ja – aber was noch?
Für eine mildere Version des Milchkaffees gibt es heute eine Vielzahl von Getreidealternativen wie Gerste, Dinkel mit nussigen und gerösteten Aromen oder auch Zichorie, deren milde Bitterkeit an Löwenzahn erinnert. Dies sind nicht nur lokale und potenziell nachhaltige Kulturen, sondern vor allem ideale Feinschmeckeroptionen für das Frühstück, wenn man die Konsistenz eines Milchkaffees sucht.
Pflanzenmilch kann auch eine empfehlenswerte Alternative für diejenigen sein, die versuchen, ihren Konsum von Milchprodukten zu reduzieren. Wir möchten Sie daran erinnern, dass echter Kaffee mit Kuhmilch, der für manche schwer verdaulich ist, Migräneanfälle auslösen kann, deren Ursache ungeklärt ist.
Links
Biodynamische Pflanzenzüchtung gzpk →
Le Temps, 21.11.22: La Suisse, pays roi du café →
Lupinenkaffee 100% in der Schweiz produziert Lupinenkaffee →
SRF Regionaljournal ZH-SH, 28.6.23: Wenn der Kaffee aus der Schweiz kommt statt auf Übersee →
Kaffeealternativen →