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Die BBC hat gestern ihr komplettes Programmarchiv in einer Datenbank zum Recherchieren freigeben. Wohlgemerkt nur die Metadaten zu Radio- und Fernsehprogrammen der letzten Jahrzehnte — also keine Multimedia Dateien. Aber der Clou an der Sache ist, dass die Daten neben HTML auch in RDF (Resource Description Framework) abrufbar sind … ein El Dorado für Semantic Web Enthusiasten. Beispielsweise der RDF-Eintrag zu der Doctor Who Episode „The End of the World“ (aus 2005), bei denen die Darsteller und Autoren mittels FOAF-Elementen beschrieben sind.
Da dauerte es natürlich nur ein paar Stunden, bis die ersten SPARQL-Queries für diese BBC-Daten publiziert wurden. Sogar tag clouds erzeugt die BBC.
Hmmm… da liegt es ja quasi auf der Hand, zukünftig auch ganz „normale“ Episodenguides (zunächst nur zusätzlich) in RDF zu publizieren. Viele Episodenführer werden ja derzeit schon in Datenbanken verwaltet, ein RDF Export dürfte da ja nicht zu sehr aufwändig sein, wenn ein „Episodenführer-Vokabular“ mal feststehen würde (Note to self: Schauen, was die MPEG7-Gruppe in der Richtung schon gemacht hat). Und wenn man das dann noch unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlichen würde…
Man stelle sich mal vor, wenn viele der heutigen Fansites zu diversen TV-Serien RDF-basierte Fassungen ihrer Episodenguides anbieten würden — man hätte im Nu eine globale (und maschinen-„verstehbare“) Episodendatenbank, die TV.com das Fürchten lehren würde. Okay, ist wohl eine arg idealistische Zukunftsvision mit zahlreichen „würde“ und „könnte“, aber ein hübsches Spielzeug wäre es allemal :-). Aber mal sehen, vielleicht finde ich im Sommer etwas Zeit, um mal mit „meinen“ Episodenführern etwas ‚rumzuexperimentieren.