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Frauen messen sich ungern im Job – und machen auch deshalb seltener Karriere. Forscher haben nun herausgefunden, was gegen diesen Unterschied zwischen den Geschlechtern helfen kann.
Alexandra Baier, 26, gehört zu einem Forscherteam an der Universität Innsbruck, das ein Experiment mit 360 Studenten und Studentinnen aus verschiedenen Fachbereichen durchgeführt hat. Die Wirtschaftswissenschaftler wollten herausfinden, was Frauen dazu bringen könnte, häufiger in den Wettbewerb einzutreten. Die Studie wurde von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert.
SPIEGEL ONLINE: Sie sagen, dass Frauen weniger wettbewerbsfreudig seien als Männer. Wie kommen Sie darauf?
Baier: Unsere Probanden mussten in mehreren Runden Aufgaben lösen. Sie sollten drei Minuten lang Zahlen addieren oder Wörter aus Buchstaben bilden. Sie konnten selbst wählen, ob sie lieber 50 Cent für jede richtige Lösung bekommen wollten, oder ob sie gegen fünf andere Probanden antreten wollten. Die beiden besten erhielten je korrekt gelöster Aufgabe 1,50 Euro, die anderen vier gingen leer aus. Mehr als jeder zweite Mann entscheid sich für die Turniervariante – aber nur jede vierte Frau.
Quelle: 15. 3. 2018 – spiegel.de