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Die nötige Sicherheit fehlt Giulia Steingruber, um ausgerechnet im Olympia-Final ihren neuen Sprung, den Tschussowitina mit einer zusätzlichen halben Schraube, erstmals zu zeigen. In Rio hat sie diesen Sprung auch nicht trainiert. Das Risiko ist deshalb zu gross, zumal sie den Tschussowitina, der nur einen um 0,4 Punkte geringeren Schwierigkeitsgrad aufweist, aus dem Effeff beherrscht. Deshalb ihr Entschluss: «Beide Gerätefinals sind sehr wichtig, es wäre blöd, wenn jetzt noch etwas passieren würde».
Obwohl Steingruber als Qualifikations-Dritte in den Sprung-Final einzog, liegt das Schicksal an ihrem Paradegerät nicht nur in ihren Händen, weist sie doch den niedrigsten Schwierigkeitsgrad aller acht Finalistinnen auf. «Die Konkurrenz am Sprung ist im Vergleich zum Boden stärker», sagte Trainer Zoltan Jordanov. Dementsprechend mehr Chancen rechnet er sich für den Boden-Final am Dienstag aus. «Wenn sie eine schöne Übung mit guten Landungen zeigt, kommt sie den Medaillen sehr nahe», sagte Jordanov.