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Gegenstand. Buenos-Ayres-Staaten, Frage über Errichtung eines Consulats in dorten.
Mit Zuschrift vom 3. November l.J. an den Bundesrath bringt die Regierung von St. Gallen die Frage in Anregung: ob es nicht angemessen sein könnte, in den La Plata-Staaten, in Berücksichtigung, dass der schweizerische Handelsverkehr mit denselben schon jezt beträchtlich und fortwährend im Steigen begriffen ist und dass auch die Auswanderung von Schweizern nach jenen Staaten in neuerer Zeit grössere Verhältnisse angenommen hat, ein schweizerisches Konsulat zu gründen.2
Nach übereinstimmenden Ansichten der einvernommenen Handelskammern von Basel, Zürich und St. Gallen, sowie der Regierung von Neuenburg3, scheinen sich die politischen Zustände in jenen Gegenden allmälig zu consolidiren, der Handel und die Schiffahrt, namentlich auf dem La Plata und dem Paraguay, befinden sich im Zunehmen und es steht zu hoffen, die innere Entwicklung werde auch dort sich endlich wieder Bahn brechen.
Das dadurch gehobene Zutrauen hat die Verbindungen mit Europa gegenseitig vermehrt und in Folge dessen ist auch der nach jenen Gegenden so lange darniedergelegene Handel zu neuer Thätigkeit erwacht. Auch die Auswanderung nach den La Plata-Staaten hat in neuester Zeit sehr zugenommen und die Berichte über das Befinden der dahin Übersiedelten lauten im Allgemeinen günstig. Alle eingeholten Gutachten gehen daher auch dahin, die Errichtung eines Konsulats in den La Plata-Staaten und zwar vorzugsweise in der Stadt Buenos-Ayres sei zeitgemäss und zwekmässig.
Das Handels- und Zolldepartement seiner Seits schliesst sich obigen Ansichten an und beantragt, der Bundesrath wolle beschliessen, es sei in Buenos-Ayres ein schweizerisches Konsulat zu errichten.
Was sodann die Bezeichnung der Person eines Konsuls betrifft, so sind mehrere Vorschläge eingelangt, und das Departement hofft, im Falle zu sein einen passenden Antrag zu stellen, sobald der Bundesrath sich grundsäzlich über die Frage ausgesprochen haben wird.4