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Der ehemals beste Freund Sankaras, Blaise Compaoré, putschte zusammen mit den Franzosen Sankaras Revolution hinfort und war von 1987 bis 2014 Präsident Burkina Fasos. Hier mit George W. Bush im Oval Office im Juli 2008. By whitehouse.gov, Wikimedia Commons, published under public domain.
In der ehemaligen französischen Kolonie Obervolta kommt 1983 Offizier Captain Thomas Sankara durch einen Staatsstreich an die Macht. In den folgenden fünf Jahren erlebt das völlig verarmte Land, das Sankara in Burkina Faso („Land der aufrichtigen Menschen“) umbenennt, eine beispiellose sozialistische Entwicklung. Auch nach seiner Ermordung durch die neokolonialistische Konterrevolution im Jahr 1987 wird Sankara in großen Teilen Afrikas bis heute verehrt, da von seinen damaligen Errungenschaften in vielen Ländern der Dritten Welt auch im Jahr 2018 nur geträumt werden kann.
Das Tempo, mit dem Thomas Sankara die Revolution in Burkina Faso antrieb, war hoch. Manche sagen, er habe gewusst, dass ihm nach seiner Machtergreifung nicht viel Zeit bliebe, bis die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ihn als großes Hindernis ihrer ökonomischen und politischen Interessen identifizieren würde. Doch der Reihe nach.
Die burkinische Revolution begann mit einem eigentlich eher symbolischen Akt: Anstatt wie bisher in den Machteliten Afrikas üblich, wurden die Mercedes-Luxuslimousinen der Regierung kurzerhand verkauft und die Minister*innen darauf verpflichtet, sich fortan mit dem Renault 5 fortzubewegen, dem billigsten……