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Grossrat Roger Schuwey wohnt in der Nähe des Fundortes der toten Wölfin. Er bestätigte gegenüber mehreren Medien eine Information des Westschweizer Radios, wonach die Polizei am Samstag sein Haus durchsuchte.
Umstrittene Jagdpraktiken
Die Polizei habe ihn auf den Posten mitgenommen und bis ein Uhr nachts verhört, sagte Schuwey in der Sendung «Schweiz aktuell». Er habe aber keine Ahnung, was mit der Wölfin passiert sei. Schuwey hatte wegen seiner Jagdpraktiken in der Vergangenheit bereits mit der Freiburger Justiz zu tun.
Ein Fall im Jahr 2013 betraf drei Füchse, die er von seinem Hotel aus erlegt hatte. Die Tiere brachte er nicht zur Kadaversammelstelle, sondern steckte sie in einen Kehrichtsack. Eines der Tiere atmete noch. Ein zweiter Fall 2015 betraf eine Gämse, die der Grossrat zu erlegen versuchte. Das Tier musste über eine Stunde leiden, weil der Jäger mehrfach nicht präzise traf.
Untersuchung gegen Person
Die tote Wölfin wurde am vergangenen Freitag in der Gegend von Jaun gefunden. In der Nähe fanden sich zwischen dem 6. und 9. Juni auch weitere tote Tiere, darunter sechs Füchse und ein roter Milan. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg eröffnete eine Untersuchung gegen eine Person. Diese bestreite aber die Vorwürfe.
Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft nicht. Sie betonte hingegen, dass für die betroffene Person die Unschuldsvermutung gelte. Noch offen ist weiterhin auch, ob es sich bei der Toten Wölfin um F13 handelt, ein Tier, das in der Gegend zuvor schon gesichtet worden war.