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Der fast natürliche Weg
Bei einem hormonellen Ungleichgewicht, einem unregelmässigen Zyklus oder fehlendem Eisprung (Anovulation) wird durch die Verabreichung von Hormonpräparaten in Form von Pillen oder Injektionen der Eierstock zur Bildung eines (maximal zwei) Eibläschens (Follikel) angeregt.
Durch das Auslösen des Eisprungs wird der optimale Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr bestimmt (GV-Timing).
Bei mässig eingeschränkter Spermienfunktion, bei zervikaler Sterilität (Unmöglichkeit der Spermien den Gebärmutterhalsschleim zu durchdringen) oder bei wiederholt erfolglosem GV-Timing werden die Spermien nach Aufarbeitung zum Zeitpunkt des Eisprungs direkt in die Gebärmutterhöhle platziert (Insemination, IUI).
Der unterstützende Weg
Wenn der erwähnte (fast) natürliche Weg nicht zu einer Schwangerschaft führt oder nur geringe Aussichten dafür bestehen, wenden wir die künstliche Befruchtung an (Befruchtung der Eizelle ausserhalb des Körpers).
Dabei werden – nach der hormonellen Stimulation – der Frau die Eizellen entnommen (Follikelpunktion); ein ambulanter, kurzer Eingriff.
Für die Befruchtung der gewonnenen Eizellen kommen die seit Jahrzehnten angewendeten Verfahren zum Zuge: die In-Vitro-Fertilisation (IVF) oder die intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).
Zwei sichere Methoden
Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) erfolgt die Befruchtung von selbst: die Spermien finden im Reagenzglas den Weg zur und in die Eizelle.
Bei der Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) wird das Spermium vom Embryologen mit einer feinsten Nadel in die Eizelle injiziert. Die Befruchtung beginnt.
IVF wird bei verstopften Eileitern oder bei der sogenannten ungeklärten Infertilität (unexplained infertility) angewendet. ICSI wird gewählt, wenn eine schwere männliche Subfertilität (Zeugungsfähigkeit) vorliegt oder IVF erfolglos war.
Diese beiden Therapien (Hormonbehandlung und Befruchtung) sind seit Jahrzehnten erprobt und gelten für das werdende Kind und für die Frau als sicher.
Therapien in Stichworten
- Hormonpräparate
- Auslösen des Eisprungs
- zervikaler Sterilität
- Künstliche Befruchtung
- Insemination, IUI
- In-Vitro-Fertilisation (IVF)
- intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
- Follikelpunktion
- Subfertilität (eingeschränkte Zeugungsfähigkeit)