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Die Asahi-Zeitung hat zusammen mit der Universität Fukushima zum dritten Mal eine Befragung bei den Menschen, die wegen des Atomunfalls von Fukushima I ihre Heimat verlassen haben, durchgeführt.
Nach bald einem Jahr hat die Hälfte der 273 Befragten immer noch keine Perspektive, die gleiche Anstellung wie vorher zu bekommen. Eine andere Arbeit zu finden ist auch nicht einfach. Diejenige, die heute eine neue Beschäftigung gefunden haben oder die Aussicht haben, eine neue Stelle zu erhalten, machen weniger als 10% aus.
Viele schlagen sich zur Zeit mit Renten und Entschädigungsgeld von Tepco durch. Finanzielle Situation ist sehr prekär. Aber Angst haben sie vor allen vor der Radioaktivität. Sorgen um Einkommen und Wohnsitz folgen danach.
Der Dekontaminierungsarbeit stehen sie skeptisch gegenüber. Knapp 80% antwortete, sie ist „eher wirkungslos“ oder „absolut wirkungslos“. Die Mehrheit denkt, ohne flächendeckende Dekontaminierung von Wäldern und Feldern macht die Arbeit keinen Sinn.
Ein Mann, der von Namie-Cho in die Stadt Nihonmatsu flüchtete, meinte; „Die Dekontaminierung ist nicht so einfach. Ich weiss, wovon ich rede. Denn ich arbeite im AKW.“ Er sagte erbittert weiter, „Die Behörden regen uns an, in die Region mit einer so hohen Strahlungsdosis (wie in Namie) zurückzukehren. So ein Unsinn! Wer kann in solchem Ort sorgenfrei leben?“
Die Gesundheitsuntersuchung durch den Präfektur Fukushima wird ebenfalls nicht sehr hoch geschätzt. 60% „schätzen sie weniger gut“ oder „schätzen sie überhaupt nicht“. Die Anstrengungen zum Wiederaufbau bewerteten wiederum mehr als 70% mit „weniger gut“ bzw. mit „schlecht“.
Fast 70% haben das Gefühl, dass der AKW-Unfall und die Situation von Fukushima bereits der Vergessenheit anheimgefallen sind.
Hier unten geht es nicht um Fukushima, aber Sie sehen einige Videos von der Katastrophe, die wir nie vergessen dürfen.
http://www.youtube.com/watch?v=P1uvCaiGGGo (Japanisch, Aufnahme: Feuerwehr von der Stadt Rikuzen-Takada)
http://www.youtube.com/watch?v=Hr2pd3BbT8M&feature=fvwrel (Japanisch, Aufnahme: Kyoichi Kamiyama vom Fischereiversuchsanstalt Fukushima, Filiale Soma)