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Die nervenschädigende Autoimmunerkrankung MS kann zu Missempfindungen wie Taubheit oder Hautkribbeln und Bewegungsstörungen führen. Typisch sind auch eine körperlich und geistige Müdigkeit und Depressivität.
In einer Studie konnten Forschende der Universität und Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel gemeinsam mit iranischen Kollegen zeigen, dass Yoga und Aquafit diese Symptome bei Patientinnen verbesserten. Die 54 Teilnehmerinnen waren in drei Gruppen unterteilt: Sie absolvierten während acht Wochen entweder ein regelmässiges Yoga- oder Aquafit-Training, oder waren nicht speziell aktiv.
Vor und nach den acht Wochen füllten die Frauen Fragebögen zu ihren Symptomen aus. Während der Studie wurde ihre medikamentöse Therapie zudem nicht verändert. Wie die Universität Basel am Dienstag mitteilte, gingen Missempfindungen, Müdigkeit und Depressivität bei den Teilnehmerinnen zurück, die Yoga oder Aquafit betrieben.
Auch hatte die nicht aktive Gruppe eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine mittelschwere bis schwere Depression als die Patientinnen, die Yoga oder Aquafit betrieben, wie die Forschenden im Fachjournal “Medicine and Science in Sports and Excercise” schreiben. Sie schliessen: “Körperliche Trainings sollten bei MS als Ergänzung der Standardbehandlung in Betracht gezogen werden.”
(SDA)