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Die Regionalkoordination Südostasien und Pazifik ist zuständig für die bilateralen Beziehungen der Schweiz zu den elf Ländern Südostasiens (Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand, Timor-Leste, Vietnam) und den Ländern Ozeaniens, darunter Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea und dreizehn Inselstaaten des Südpazifiks (Cookinseln, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln, Mikronesien, Nauru, Niue, Palau, Samoa, Salomoninseln, Tonga, Tuvalu, Vanuatu). Die Prioritäten der Schweiz in Südostasien sind die Aufrechterhaltung stabiler Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, humanitäre Hilfe und Achtung der Menschenrechte. Zu diesem Zweck führt die Schweiz einen regelmässigen politischen Dialog mit ihren Partnern, engagiert sich in regionalen und bilateralen Kooperationsprogrammen und arbeitet in multilateralen Gremien mit.
Sie ist in dieser Region in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv, namentlich über Programme der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Abteilung Frieden und Menschenrechte. So führt sie beispielsweise in Myanmar ein umfassendes Programm durch, das Themen wie Ernährungssicherheit, Gesundheit, Demokratisierung und Friedensförderung einschliesst. Aufgrund ihrer Dynamik und ihres Wirtschaftswachstums sind die südostasiatischen Länder interessante Partner für die Schweiz. So gehören Vietnam und Indonesien zu den Schwerpunktländern der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Die Schweiz ist seit 2016 auch sektorieller Dialogpartner der ASEAN, der wichtigsten regionalen Organisation in Südostasien. Die Regionalkoordination Südostasien und Pazifik ist zudem für den Austausch zwischen der Schweiz und dem Asien-Europa-Treffen (Asia-Europe Meeting, ASEM) zuständig.
Australien und Neuseeland sind die wichtigsten Partner der Schweiz in Ozeanien und in den multilateralen Gremien. Die drei Staaten arbeiten regelmässig in verschiedenen Themenbereichen wie Menschenrechte und Umwelt zusammen. Bei der bilateralen Zusammenarbeit geht es insbesondere um Bildung, Forschung und Handel.
Die Schweiz unterhält gute Beziehungen zu den Inselstaaten des Südpazifiks. Ihre Botschaften in Canberra, Wellington und Manila sind für die bilateralen Beziehungen mit diesen Staaten zuständig. Zudem hat die Schweiz einen Sondergesandten für die Inselstaaten des Pazifiks mit Sitz in Canberra ernannt. Er vertritt die Schweiz unter anderem an den Gipfeltreffen des Pazifischen Inselforums (Pacific Island Forum, PIF). Um eine Mitwirkung aller Inselstaaten in den multilateralen Organisationen zu gewährleisten, unterstützt die Schweiz sie bei der Einrichtung einer ständigen Mission bei der UNO in Genf.