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Auffallend ist der Schriftzug «Schweiz Metallwerke» in der Bahnhofshalle in Thun. In symmetrischer Anordnung und monumentaler Malweise sind weiter vier Metallarbeiter zu erkennen, zwei davon tragen den Schmelztiegel in der Mitte des Bildes. Links und rechts halten die Männer eine Stahlbürste, mit der die Form gereinigt wird und eine Kelle, um die Schlacke zurückzuhalten. Das Endprodukt – ein auf einer Drahttrommel aufgerollter Kupferdraht – wird auf dem kleineren Bild zur linken Seite dargestellt. Gezeigt wird eine Szene aus den Selve-Metallwerken. Nach der Fertigstellung des Thuner Bahnhofs im neubarocken Heimatstil um 1923 führt die Eidgenössische Kunstkommission einen Wettbewerb durch. Als einer der bedeutendsten Wandmaler zu Beginn des 20. Jahrhunderts geht Alfred Heinrich Pellegrini als Gewinner hervor. Der Basler Künstler integriert zwei Reklamebilder, die er für die Seifenfirma «Sunlight» (nicht erhalten) und die Schweizerischen Metallwerke «Selve» erstellt hat in die Bahnhofsarchitektur.
Katrin Sperry
In der Bahnhof-halle in Thun wird Draht hergestellt.
Auf einem grossen Bild über dem Kiosk.
Es zeigt eine Szene aus der Thuner Metall-Fabrik Selve.
Arbeiter halten ein Gefäss mit heissem Metall.
Das kleine Bild daneben zeigt das fertige Produkt:
Auf einer Trommel ist Kupfer-Draht gewickelt.