Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03242.jsonl.gz/811

Der neue geradlinige 57 Kilometer lange Basistunnel überschreitet an keiner Stelle eine Höhe von 550 Metern, und ist in einer Viertelstunde durchfahren. Die historische Linie hingegen gipfelt auf einer Höhe von 1'150 Meter, und Züge durchfahren sie in eineinviertel Stunde durch. Der Scheiteltunnel entspricht in keiner Weise, den heutigen Sicherheitsnormen. Die SBB haben mitgeteilt, dass kein Güterzug mehr diese Strecke befahren werde, und dass die Linie nicht mehr unterhalten wäre, sondern nur von Fall zu Fall repariert würde.
Der zweispurige Autobahntunnel soll nun nach 40 Jahren saniert werden. Dazu soll er während 1'000 Tagen außer Betrieb sein. Um diese Sanierung zu erlauben, und gleichzeitig die Kontinuität des Verkehrs zu gewährleisten, sind drei Lösungen denkbar:
Jene des Bundesrates: für 2 Milliarden eine zweite Autobahnröhre bauen, 200 Millionen Übergangskosten dazu rechnen, und dann für 600 Millionen die aktuelle Autobahnröhre sanieren, Gesamtkosten: insgesamt 2,8 Milliarden. Der historische Eisenbahntunnel wäre verlassen, nutzlos, gefährlich. Trotz des zusätzlichen Tunnels wird jeglicher Strassenverkehr durch den Tunnel während 140 Tagen verunmöglicht.
Jene des Referendumskomitees: die Lastwagen auf Eisenbahnpendelzügen zwischen Biasca und Erstfeld durch den Basistunnel führen, während die Autos auf den Eisenbahnpendelzügen zwischen Göschenen und Airolo verkehren, wie es der Fall vor dem Bau der Autobahn war. Während 4 Sommern würden die Sanierungsarbeiten unterbrochen, um den Ferienverkehr passieren zu lassen. Gesamtkosten, Bau und Betrieb: 1,4 Milliarden. Der historische Eisenbahntunnel wäre verlassen, nutzlos, gefährlich.
Jene, die ich vorschlage: den historischen Eisenbahntunnel außer Betrieb setzen, sein Profil erweitern, ihn mit einer Sicherheitsgalerie versehen und einer modernen Lüftung ausstatten, ihn in einen Straßentunnel um bauen: das Ganze für 800 Millionen. Anschliessend den heutigen Straßentunnel sanieren: 600 Millionen. Gesamtkosten 1,4 Milliarden, um zwei vollständige Autobahnröhren zu erhalten.
Die Autobahn durch den Gotthard bliebe ohne Unterbruch befahrbar.
Am kommenden 28. Februar sind die Bürger dazu aufgerufen, sich zu einem Gesetz zu äußern, das den Bau der zweiten Autobahnröhre, die durch den Bundesrat vorgesehen ist, gutheisst, aber gleichzeitig verbietet, mehr als zwei Spuren gleichzeitig zu nutzen. Die Annahme dieses Gesetzes würde dem Bundesrat freie Hand lassen und die Chancen sowohl der durch das Referendumskomitee vorgestellten Lösung, wie auch meiner eigenen auf Nichts reduzieren.
Die Lösung des Bundesrates kostet 2,8 Milliarden. Sie muss abgelehnt werden. Die Lösung, die ich vorschlage, erbringt dieselben Vorteile, allerdings für die Hälfte der Kosten, nur 1,4 Milliarden.