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Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) hat am 1. Januar 2007 den operativen Betrieb als öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes aufgenommen. Die SERV löste die Exportrisikogarantie (ERG) ab, welche im Jahre 1934 gegründet wurde. Die SERV versichert Risiken im Exportgeschäft und bietet damit Versicherungen für Exporteure, Banken und Verbände an, welche von privaten Versicherern nicht abgedeckt werden (Prinzip der Subsidiarität).
Oberste Ziele der SERV sind:
- Die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz;
- die Förderung des Exports von Schweizer Unternehmen.
Schweizer Exporteure können bei der SERV politische Risiken, Transferschwierigkeiten und Zahlungsmoratorien, höhere Gewalt, das Delkredererisiko und Risiken aus Garantien (Bonds) versichern lassen. Die SERV bietet Leistungen an, die im Vergleich zu den staatlichen Angeboten der Konkurrenzländer preislich und qualitativ gleichwertig sind. Die SERV ist der Eigenwirtschaftlichkeit verpflichtet. Dank der Dienstleistungen der SERV kommen in der Schweiz jährlich Exporte in Milliardenhöhe zustande.
Die massgebenden Rechtsgrundlagen für die SERV sind im Bundesgesetz über die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SR 946.10) festgelegt. Die SERV hält die Verpflichtungen ein, welche die Schweiz im Rahmen internationaler Vereinbarungen übernommen hat. Dazu gehören insbesondere das Exportkreditarrangement der OECD und die Grundsätze der Berner Union.
Die SERV berücksichtigt bei ihren Geschäften die aussenpolitischen Ziele des Bundes in den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Menschenrechte, Demokratie und friedliches Zusammenleben der Völker. Der Bundesrat erlässt die Verordnung, setzt die strategischen Ziele, genehmigt Jahresrechnung sowie Geschäftsbericht und entscheidet über den maximalen Umfang der Versicherungsverpflichtungen sowie über Versicherungen von besonderer Tragweite. Zudem wählt der Bundesrat den Verwaltungsrat als oberstes Leitungsorgan.
Die Direktion für Standortförderung nimmt die Aufsichtspflichten über die SERV wahr. Es werden vierteljährliche Controlling-Gespräche mit dem SERV-Verwaltungsrat und der SERV-Geschäftsleitung geführt. Die Anlaufstelle für die SERV innerhalb des Bundes ist das Ressort Exportförderung / Standortpromotion des SECO, welches die Delegationsleitung im OECD Exportkreditarrangement sowie im Paris Club und damit die Wahrung der Schweizer Interessen in internationalen Foren wahrnimmt.