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Königreich beider Sizilien, Miniatur: St. Januarius Orden, um 1804
Der Orden der Ritter besteht aus einem achtspitzigen goldenen, rot-weiß emaillierten und goldgeränderten Malteserkreuz mit goldunterlegten roten Strahlen. In den Kreuzwinkeln befindet sich je eine goldene Lilie. Das Kreuz zeigt eine plastische, aus einer goldenen Wolke ragenden Halbfigur des heiligen Januarius in rot-blau-weisser Bischofskleidung, die rechte Hand segnend in die Höhe und in der linken das Evangelium mit zwei blutgefüllten Phiolen haltend. Auf der Rückseite befindet sich ein von grünen Palmenzweigen umgebenes goldenes Medaillon. Darin ein goldenes Buch und zwei halbgefüllte Messkelche.
Der Orden wird mit einer roten Schärpe über die rechte Schulter zur linken Hüfte und mit einem silbernen Bruststern getragen
Der Orden des heiligen Januarius ist ein neapolitanischer Orden, der 1738 von König Karl VII. von Neapel zu Ehren seiner Vermählung mit Prinzessin Maria Amalia von Sachsen gestiftet und 1741 von Papst Benedict XIV. bestätigt wurde. Karl VII. von Neapel regierte von 1734 bis 1759. Der Orden des heiligen Januarius war der höchste Orden im Königreich, vergleichbar mit dem Orden vom Goldenen Vlies in Spanien und Österreich und dem vom Heiligen Geist in Frankreich. Die Prinzen der spanischen und französischen Bourbonen trugen jeweils alle drei Orden, um damit die Einheit des Hauses Bourbon zu unterstreichen. Der Orden hatte zu Beginn nur eine Klasse und war auf 60 Adelige beschränkt. Er konnte nur an Katholiken verliehen werden, die den Adel auf vier Ahnen nachweisen konnten.
Zustand 2, sehr seltene Miniatur
Preis 450.00 CHF