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Glucosamin und Glucosaminsulfat bei Arthrose
Möglicherweise haben Sie noch nie von Glucosaminsulfat gehört. Andererseits wissen sie vielleicht einiges über
Grünlippmuschel-Extrakt oder Präparate, die aus Haifischknorpel hergestellt werden. Beide gehören zu den
sogenannten "Chondroprotektiva".
Es geht dabei um Substanzen, die durch ihre Wirkstoffe Knorpelschäden und Abnutzungserscheinungen bei Arthrose
zu verringern oder den Degenerationsprozess zumindest zu verlangsamen. Glucosamin bzw. Glucosaminsulfat wird als
hochwirksames und unschädliches Präparat bei arthrosebedingten Verschleisserscheinungen eingesetzt.
Was bewirkt Knorpelverschleiss?
Die meisten Menschen möchten sich nicht intensiver mit chemischen oder biologischen Details befassen.
Ihnen genügt es, zu wissen, dass Glucosaminsulfat ein Aminozucker ist, der für den Organismus lebenswichtig ist.
Seine Aufgabenfelder liegen insbesondere darin, ein Baustein für die Knorpelbildung, die Versorgung von Bändern,
Sehnen, Bindegewebe, Knochen, Haut oder Arterienwände zu sein. Wegen seines kleinen Formats kann das Glucosamin den
Verdauungstrakt mühelos passieren. Dort verbindet es sich mit einem Salz der Schwefelsäure zu Glucosaminsulfat, um
seine Wirkung im Organismus besser entfalten zu können. Als junger Mensch kann man Glucosamin aus
Nahrungsbestandteilen synthetisieren. Mit dem Alter verliert sich diese Gabe jedoch.
Die moderne Nahrung versorgt uns nicht mehr mit genügend Substanzen, die dem Knorpelaufbau dienen. Folglich
leiden wir mit zunehmendem Alter, wenn Abnutzungs- und Degenerationserscheinungen Wirkung zeigen, an einem
Glucosamin-Mangel. Hyaluronsäure, eine Vorstufe des Glucosamins, und Glucosamin produzieren das, was wir
"Gelenkschmiere" nennen.
Wichtig an der Hyaluronsäure ist ihre hohe Bindefähigkeit von Wasser. Viele Zusammenhänge im Organismus halten
die Gelenke und Knorpel in Schuss. Doch bei einem Mangel an Hyaluronsäure, Glucosamin und Glucosaminsulfat sinken
unsere Chancen, die Gelenke dauerhaft beweglich und schmerzfrei zu halten.
Als eine Folge des Mangels spüren wir, dass unsere Gelenke aneinander reiben und Schmerzen verursachen. Die
üblicherweise dickflüssige Gelenkflüssigkeit wirkt nicht mehr als schützendes Polster, sondern ist dünnflüssig
geworden. Durch die zunehmende Reibung werden die Knorpel abgebaut. Es kommt zu steifen Gelenken, Entzündungen und
schmerzhaften Empfindungen.
Was kann man dagegen tun?
Der Organismus ist erstaunlich regenerationsfähig. Stellt man ihm die richtigen Substanzen zur Verfügung,
kann ein Mangel an Glucosamin oder seinen Vorstufen Hyaluronsäure und Chondroitin behoben werden. Folglich bessern
sich auch die Arthrose-Beschwerden an Sehnen, Knorpeln und Gelenken.
Die nicht durchbluteten Knorpel, die unsere Gelenke schützen, sind im Grunde als besonders dichtes Bindegewebe
zu bezeichnen. Sie bestehen aus hohen Anteilen Wasser, das im Organismus mithilfe von Kollagen und
Glykosamino-Glykanen gebunden wurde.
Hyluronsäure und Glucosaminsulfat sind an diesem Prozess beteiligt. Da Knorpel aber nicht durchblutet werden,
ist es schwer, über die Nahrung oder Nahrungsergänzung zugeführte Stoffe einzuschleusen.
Mit Chondroprotektiva wie Glucosaminsulfat kann man auf Entzündungen positiv einwirken. Die verschleissbedingten
Gelenkschmerzen und Schwellungen können durch die Gabe entsprechender Präparate abgemildert werden. Die frühere
Beweglichkeit wird nach und nach wieder hergestellt.
Das klappt übrigens auch bei Tieren. Man kann zwar nicht mit einer sofortigen Wirkung rechnen, aber nach einigen
Wochen regelmässiger Einnahme sind auch in placebo-gestützten Vergleichsstudien deutliche Wirkungen verzeichnet
worden. Glucosaminsulfat ist also für Arthrosepatienten und in der Tierbehandlung ein Segen. Nebenwirkungen sind
bei diesem Präparat nicht zu erwarten. Die eingenommenen Schmerzmittel können nach und nach wieder abgesetzt
werden, weil das Glucosaminsulfat den Knorpelabbau verlangsamt und den Gelenkschmiere-Mangel effektiv behebt.