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Paris/Lausanne (awp/sda) - Der Kampf um Kaffeekapseln ist um eine Episode reicher: Auf Antrag der Ethical Coffee Company (ECC), einem Nespresso-Konkurrenten, hat ein Gerichtsvollzieher am Donnerstag den Pariser Sitz und die Boutique auf dem Champs-Elysées von Nespresso aufgesucht. ECC wirft Nespresso Patentverletzung vor.
Einige technischen Lösungen von Nestlé könnten die Patentrechte von ECC verletzen, erklärte ECC-Chef Jean-Paul Gaillard gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Das Amtsgericht in Paris stattete daraufhin am Donnerstag dem Hauptsitz von Nespresso und einer Nespresso-Boutique einen Besuch ab. Hausdurchsuchungen gab es ausserdem bei der SEB-Gruppe (Besitzer von Krups) und Magimix, den Vertreibern von Nespresso-Maschinen in Frankreich.
Nespresso bestätigte am Donnerstag auf Anfrage den Besuch der Gerichtsvollzieher in den Pariser Büros und in der Boutique. Nespresso wies aber die Fälschungsvorwürfe zurück.
ECC vertreibt ihre Produkte in Frankreich über die Casino-Gruppe. Das Unternehmen plant für September den Markteintritt in die Schweiz.
Auch in der Schweiz ist der boomende Markt mit Kaffeekapseln stark umkämpft. Derzeit ist eine Klage von Nespresso gegen Denner bei einem Gericht hängig. Denner darf aber laut einem Gerichtsentscheid seine alternativen, billigeren Kaffeekapseln für Nespresso-Geräte auch während die Klage beim Gericht behandelt wird weiter verkaufen.
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