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Singapur mit seinem feuchtheissen Klima und seinen fast unendlichen Möglichkeiten bewirkt, dass wir schon beim Frühstück ziemlich durchgeschwitzt und etwas müde sind.
Wir sind am Singapore River untergebracht, dem früheren Lebensnerv Singapurs. Von hier aus ist es nicht weit zu einer Vielzahl von Museen. Aber auch die früheren Zentren der verschiedenen Bevölkerungsgruppen Singapurs liegen meist in Fussdistanz oder sind mit der U-Bahn sehr schnell zu erreichen. Wir machen uns in kleinen Gruppen auf Entdeckungstouren. Hier einige Eindrücke dieses Mix der Kulturen:
(Die Fotos habe ich vor zwei Jahren gemacht, als ich hier mit Unterstützung von swissnex die Kooperation mit dem National Institute of Education einfädelte)
Singapur hat etwa 5.3 Millionen Einwohner, wobei nur 4.1 Millionen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger oder Residents (mit dauernder Aufenthaltsberechtigung) sind. Die anderen 1.2. Millionen sind “Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter”, z.B. aus Indien oder den Philippinen. Von den Staatsbürger/innen und den Residents haben rund 76% chinesische, 14% malaiische und 8% indische Wurzeln (Wikipedia). Mit malaiisch, chinesisch (Mandarin), Tamil und Englisch verfügt Singapore über vier offizielle Sprachen, wobei Englisch die Verkehrssprache ist. Der Mix der Kulturen und das Nebeneinander der Religionen sind faszinierend. Die Regierung steuert dieses Nebeneinander z.B. bei der Vergabe von Wohnungen und Studienplätzen sehr bewusst, in dem sie genaue Quoten und so überall einen Mix der Ethnien erreicht. Ob sich das in einer globalisierten Stadt weiter halten lässt, wird von etlichen in Zweifel gezogen, vgl. z.B. ” Is Singapore done with race-based policies?” im Asian Correspondent.
Die Regierung wird seit der Staatsgründung 1965 von der PAP (People’s Action Party) des Staatsgründers Lee Kuan Yew gestellt. Das Majorz-Wahlsystem führt dazu, dass Legislative und Regierung nicht gemäss den Wähleranteilen zusammengesetzt sind, die Opposition ist im Parlament krass untervertreten. (Vgl. einen Bericht über Lee Kuan Yew in der Zeit, es lohnt sich, auch die Kommentare zu lesen).