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Reisezeit und Reiseziele
Verkehr
Restaurants
Essen und Trinken
Besondere Winke und Verhaltungsregeln
Luftkurorte.
In den Seealpen Liguriens gibt es eine Reihe von kleinen Orten, die von der Bevölkerung der Großstädte als Sommerfrische aufgesucht werden, aber für den Fremden weniger Bedeutung haben. Manche eignen sich als Ausflugsziele von den Seebädern und Kurorten aus, wie z. B. von San Remo oder Varazze. Auch die östliche Riviera hat in den Apenninenbergen längs der Paßstraßen mehrere solche Orte, die lohnende Ziele von Touren ab Rapallo, Chiávari usw. sein können.
Seebäder.
An den beiden Rivieren Liguriens, mit dem Mittelpunkt Genua, sind die heute zu Groß-Genua gehörenden Vororte Nervi und Pegli seit langem besucht, eignen sich ihrer Strandverhältnisse wegen aber heute kaum mehr dazu, als Seebäder aufgesucht zu werden; Nervi hat nur Klippenküste, Pegli nur steinigen und kiesigen kurzen Strand.
An der westlichen Riviera, der Riviera di Ponente, ist in der Provinz Genua nur Arenzano durch brauchbaren, wenn auch nicht guten Strand ein geeigneter Aufenthalt.
Die Provinz Imperia, die an die französische Cöte d'Azur anschließt und als Blumenriviera das bekannteste und meistbesuchte Küstenstück Liguriens wurde, ist mit dem altbekannten Fremdenort San Remo, dann Bordighera, Ospedaletti, Diano Marina und Ventimiglia in dieser Reihenfolge das früher hauptsächlich von Wintergästen aufgesuchte landschaftlich und klimatisch schönste Gebiet dieser Küste. Auch Imperia selbst hat Strand.
Auch der erste Teil der an die Provinz Imperia östlich anschließenden Provinz Savona mit ihren 70 km langen Küstenstreifen gehört im Charakter noch zur Riviera dei fiori, mit den großen Badeorten Alassio und Finale Lìgure und den kleineren Laigueglia, Loano, Pietra Lìgure, Spotorno, Albisola, Celle Lìgure und Varazze. Zwischen diesen werden auch noch Albenga, Vado, Noli, Borghetto Santo Spirito und andere kleine Orte mit bescheidenem Strand aufgesucht.
An der Riviera di Levante, östlich von dem zu Genua gehörenden Vorort Nervi, folgt eine Reihe von kleineren Orten am Meer, von denen aber keiner Strand hat; erst am Ansatz der Halbinsel von Portofino findet man einen 300 m langen Kiesstrand bei Camogli, in sehr schöner Lage. Portofino selbst hat keinen Strand, dagegen Paraggi, als Ortsteil von Santa Margherita Lgure und dieses selbst, ebenso wie das folgende Rapallo, meist Kiesstrand und Klippen. Diese Orte sind auch mehr als Winterkurorte groß geworden. Guten Strand hat dann Chiávari und die folgenden Orte Lavagna, Cavi und Sestri Levante, die schon in der Küstenebene liegen, als Seebäder im Verein mit der Lage vielleicht die schönsten der ganzen Riviera.
In der südöstlich anschließenden ligurischen Provinz La Spezia ist Lévanto einer der schönsten und ruhigsten Orte am Golf, da es abseits der weiter im Inneren verlaufenden Hauptstraße liegt, wie auch die anderen zum Meeresaufenthalt geeigneten Orte der Provinz La Spezia nicht an der Straße liegen, sie sind zum Teil am besten mit der Bahn zu erreichen, wie die Orte der sogenannten Cinque Terre, die dank der Unberührtheit der Natur zu den schönsten landschaftlichen Eindrücken Italiens gehören; von ihnen eignet sich Monterosso am ehesten auch zu längerem Aufenthalt. Am Golf von La Spezia selbst hat das romantische Portovenere nur bescheidene Bademöglichkeit, günstiger ist in dieser Hinsicht das am anderen Ufer des Golfes liegende Lerici mit seinen Ortstellen.
Jenseits der Magra-Mündung beginnt die Küste der Toskana.
Standquartiere. Wer das Gebiet im Zusammenhang kennenlernen möchte, kann die Riviera von irgendeinem der Seebäder aus in Tagestouren abfahren, die weitreichenden Autobusverbindungen sind dabei das günstigste Verkehrsmittel zwischen Genua und Nizza, denn alle sehenswerten Plätze liegen an der großen Verkehrsader der Via Aurelia, und die Entfernungen der insgesamt nur etwa 200 km langen Küste zwischen den beiden Städten sind nicht erheblich. Die Küste der östlichen Riviera bis Rapallo ist nahezu ein langgestreckter Vorort von Genua und gleichfalls auf der Via Aurelia leicht abzufahren; erst die Küstenorte der Provinz La Spezia, wo die Straße landeinwärts verläuft, sind nicht so leicht zugänglich.
Hier empfiehlt sich Lévanto als Standquartier. Einen guten Gesamteindruck der Rivieren bekommt man auch von der Bahn aus, und wer in Genua Aufenthalt nimmt, kann an einem Tage mit dem Zug bis zur französischen Grenze bei Ventimiglia und zurück fahren, um sich von der Natur dieser berühmten Landschaft ein Bild zu machen.
Ferienwohnungen/-häuser. Außer den Hotels und Pensionen wird es an Fremdenorten bei längerem Aufenthalt vielfach günstiger sein, möblierte Zimmer oder möblierte Villen zu mieten; die Italiener bedienen sich dieser Möglichkeit an der See oder im Gebirge für ihre Villeggiatura (Sommerfrische) mit Vorliebe und wirtschaften dann selbst. Mit entsprechenden Anfragen wende man sich an die Kurverwaltung (Azienda di Soggiorno) und bestehe bei Abschluß auf einem alle Einzelheiten (Licht, Wasser usw.) berücksichtigenden schriftlichen Vertrag. Durch diese landesübliche Gepflogenheit erklärt es sich, daß selbst vielbesuchte Sommerfrischen und Seebäder oft nur unzureichend Hotels oder Pensionen aufweisen.
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Campingplätze.
Zeltwanderer trifft man in Italien in zunehmendem Maße an, obwohl es dem dortigen Volkscharakter an sich ein unverständlicher Sport bleibt. Immerhin hat sich die Bevölkerung an diese neue Erscheinung gewöhnt. Es sind eine ganze Reihe bewachter und unbewachter Campingplätze eingerichtet worden, auf die man aber nicht einmal angewiesen ist, da man selten auf Schwierigkeiten stößt, wenn man irgendwo an einer Stelle, die einem zusagt, sein Zelt aufschlagen will. Für nicht bewachte Zeltplätze, die als solche kenntlich gemacht sind, holt man sich die Erlaubnis beim Eigentümer oder bei der Gemeindeverwaltung.
Die folgende Übersicht verzeichnet die schon längst bestehenden Zeltplätze an den meistbesuchten Orten, zu denen laufend neue hinzukommen. Nur einige sind das ganze Jahr über offen. Wirklich durchorganisiert sind in der Regel nur Plätze, die dem italienischen Campingverband angeschlossen sind.
Ligurien hat an der westlichen Riviera ein dichtes Netz von Campingplätzen, die fast alle am Meer liegen, aber in der Hauptsaison überfüllt und wenig komfortabel sind. Von der französischen Grenze her sind es:
Camporosso, Alassio, Bordighera, Ceriale, San Remo
Borghetto S. Spirito. Arma di Taggia, Loano, Porto Maurizio, Pietra Lìgure, Finale Lìgure, San Bartolomeo, Varigotti, Diano Marina, Spotorno, Cervo, San Bartolomeo del Cervo, Albisola, Celle Lìgure, Andora Marina
Varazze, Laigueglia, Cogoleto, Albenga, Pegli.
An der östlichen Riviera:
Recco, Carrodano, Chiávari, Lévanto, Leivi, Ricco del Golfo, Sestri Levante, Lérici, Trigoso, Fiascherino, Ameglia, Deiva Marina, Bocca di Magra
Jugendherbergen.
Das Jugendwandern hat seit Jahren auch in Italien Anhänger und Förderer gefunden. Es gibt heute über 60 Jugendherbergen, die Aberghi per la gioventù oder Ostelli genannt werden. Der Zentralverband hat seinen Sitz in Rom (Via Guidobaldo del Monte 24), er veröffentlicht jährlich ein Verzeichnis und erteilt gerne Auskünfte. Zur Benutzung der Jugendherbergen ist ein Ausweis eines der Verbände erforderlich, die dem internationalen Jugendherbergsverband angeschlossen sind.
Jugendherbergen gibt in Ligurien, von der französischen Grenze her, in:
Ospedaletti, Rapallo, Finale Lìgure, Sori, Varazze, Lérici, Genua
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