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Signatur:
Ar 198.32
Für die Konsultation der Unterlagen im Lesesaal vereinbaren Sie bitte telefonisch (043 268 87 50) einen Termin, da die Platzzahl im Lesesaal aufgrund der Corona-Situation beschränkt ist. Der Zugang zum Lesesaal ist nur mit bestätigter Platzreservation möglich.
Ar 198.32
1921–1961
0.3 m
Otto Herrmann wurde am 24.11.1890 in Rudolfingen geboren. Nach einer arbeitsreichen Jugendzeit auf dem elterlichen Hof besuchte er das evangelische Lehrerseminar in Zürich, um im Alter von 19 Jahren seine erste Stelle als Primarlehrer anzutreten. Einige Jahren später folgte die Weiterbildung zum Sekundarlehrer (mathematisch-naturwissenschaftliche Richtung). Um 1916 übernahm er eine Stelle an der Sekundarschule Volketswil. Im Juni 1920 heiratete er Johanna Meyer, durch die er zur religiös-sozialen Bewegung fand. Durch Leonhard Ragaz – einer der Mitbegründer der Bewegung – erhielt er viele Antworten auf religiös-soziale Fragen. Ragaz wurde denn auch Otto Herrmanns Freund. Ab 1931 war Otto Herrmann Sekundarlehrer in Winterthur-Töss sowie Mitglied der Sozialdemokratischen Partei, die ihn unter anderem in die Aufsichtskommission des Technikums Winterthur sowie in die kantonale Kirchensynode abordnete. Viele Jahre war er aktives Mitglied in der religiös-sozialen Vereinigung. Otto Herrmann starb am 8.2.1961 in Winterthur.
Die Unterlagen wurden dem Schweizerischen Sozialarchiv am 30.8.2007 durch Herrn K. Sturzenegger übergeben.
Der Archivbestand enthält in erster Linie persönliche Aufzeichnungen (teilweise über Vorträge und Kurse), Unterlagen zum Schulunterricht, Akten zu Leonhard Ragaz, Drucksachen und Zeitungsartikel. Zum Teil sind die persönlichen Aufzeichnungen in Stenografie verfasst.
Es wurden keine Akten kassiert.
Neuzugänge werden nicht erwartet.
Die vorhandenen Dokumente sind im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs frei zugänglich. Es gelten die ordentlichen Benutzungsbestimmungen des Schweizerischen Sozialarchivs.
Religiöse Sozialisten, Jungreformierte und Feldprediger – Konfrontationen im Schweizer Protestantismus 1920–1950, Peter Aerne, Chronos, Zürich 2006, Signatur: 116276
Der Bestand wurde im November 2007 von Urs Kälin und Daniel Röttele bearbeitet.