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geb. --.--.----
Amiodaron und Torasemid beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Additive kardiovaskuläre Effekte möglich
Mechanismus
Beide Arzneistoffe haben QT-Zeit verlängernde Effekte. Es kann zu additiven kardiovaskulären Wirkungen kommen. Torasemid wird über CYP2C9 metabolisiert, welches durch Amiodaron inhibiert wird. Allerdings verfügt Torasemid über eine hohe Bioverfügbarkeit (80-90%), so dass der Effekt vermutlich nicht klinisch relevant ist.
Effekt
Unter Torasemid kann es zu einem verstärkten Kaliumverlust kommen. Herzrhythmusstörungen sowie eine verstärkte Blutdrucksenkung sind denkbar. Beide Arzneistoffe sind mit einer Verlängerung des QT-Intervalls im EKG in Verbindung gebracht worden, ein additiver Effekt ist möglich.
Empfehlung
Wird die Kombination eingesetzt, sollten regelmässige EKG-Kontrollen durchgeführt werden. Eine periodische Überwachung der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) ist notwendig. Der Blutdruck muss regelmässig kontrolliert werden. Zu beachten ist auch, dass aufgrund der sehr langen Halbwertszeit (20-100 Tage) von Amiodaron das Risiko für eine Interaktion auch nach Absetzen von Amiodaron für Wochen bis sogar Monate bestehen bleibt.
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018