Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/142727

<h2>SubmittedText<h2><p>Liechtenstein geht in seiner Finanzplatzstrategie davon aus, dass der automatische Informationsaustausch (AIA) in Steuerangelegenheiten der Standard der Zukunft wird. Es macht den G-5-Ländern Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien ein Angebot zu bilateralen Verhandlungen. Zudem will es sich bei der OECD und beim Global Forum aktiv an der Entwicklung eines internationalen Standards zum AIA beteiligen.</p><p>- Überholt Liechtenstein die Schweiz in Sachen sauberer Finanzplatz einmal mehr?</p><p>- Macht die Schweiz den G-5-Ländern oder anderen Ländern oder Ländergruppen ebenfalls konkrete Verhandlungsangebote?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat am 14. Juni 2013 den Bericht der von Professor Brunetti präsidierten Expertengruppe zur Weiterentwicklung der Finanzmarktstrategie zur Kenntnis genommen, und er hat angesichts der internationalen Entwicklungen seine Bereitschaft erklärt, im Rahmen der OECD aktiv an der Entwicklung eines globalen Standards für den automatischen Informationsaustausch zur Sicherung der Steuerkonformität mitzuwirken. Die Erklärung des Bundesrates erfolgte damit, ein halbes Jahr bevor das Fürstentum Liechtenstein kürzlich Gleiches ankündigte. Welchen Ländern die Schweiz Verhandlungsangebote zu Abkommen über den automatischen Informationsaustausch macht, wird zu entscheiden sein, wenn für einen automatischen Informationsaustausch ein internationaler Standard tatsächlich besteht.</p>