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Der Ersatzneubau der Rathausbrücke Zürich ist als zweifeldrige vorgespannte Beton-Plattenbrücke konzipiert. Mittels einer einzigen Abstützung werden für den Wasserdurchfluss optimale Bedingungen geschaffen und auf ein Tieferlegen der Limmatsohle kann verzichtet werden. Der Überbau der Brücke besteht im Wesentlichen aus einer Betonplatte, die auf der Ostseite der Limmat zwischen Rathaus und Hauptwache beginnt. Nach Überspannen des 13.60 m weit gespannten Randfelds stützt sich die Platte auf eine in der Limmat fundierte Pfeilerscheibe. Nun spaltet sich die Platte in zwei gespreizte «Äste», die je seitlich des «Hauses zum Schwert» verlaufen. Zwischen diese beiden Hauptträger spannt sich ein Plattenbalken parallel zur Fliessrichtung als Füllung.
Das konstruktiven Konzept widerspiegelt sich auch in der Nutzung der Brücke: Die seitlichen Streifen dienen vornehmlich der Bewegung, während die Füllung für den Markt und andere Anlässe gebraucht werden kann. Die neue Brückenfläche ist kleiner als die bestehende, im Gegenzug werden die Plätze und ihre Verbindungen wieder deutlicher wahrgenommen.
Die Oberfläche der Brücke wird in fugenlosem Gussasphalt in geschliffener Ausführung umgesetzt. Der optisch prägende Konsolkopf wird aus einem Beton erstellt, dem als Zuschlagstoff leuchtend weisser Marmor beigemischt wird. Die gespitzte Betonoberfläche schafft ein farblich und in der Textur harmonisches Zusammenspiel mit den umgebenden Bauten und die Brücke erhält eine gewisse Nobilität.
Das Geländer wird durch konische Ferroguss Pfosten gehalten und rhythmisiert. Davor verlaufen Staketen aus duplexierten rechteckigen Stahlprofilen mit markantem schräggestellten Horizontalelement und die angehobene Brüstungoberkante lädt zum bequemen Genuss des Alpenpanoramas ein. Die städtebauliche Funktion des Bauwerks wird durch das Beleuchtungskonzept unterstrichen, welches zwei längslaufende beleuchtete Randstreifen und drei den Platz zentrierenden Mastleuchten vorsieht.≥ Download Projektdokumentation