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Empfehlungen des Arbeitskreises für Rechtschreibung der deutschen Kultusministerkonferenz von 1958
Vergleichen Sie bitte die folgenden empfehlungen mit dem ergebnis der 199x durchgeboxten sogenannten rechtschreib-reform...
Die jetzige grossscheibung der "hauptwörter" soll durch die gemässigte kleinschreibung ersetzt werden. Danach werden künftig nur noch gross geschrieben: satzanfänge, die eigennamen, einschliesslich des namens Gottes, die anredefürwörter und gewisse fachsprachliche abkürzungen (zb HfO).
Das komma soll weitgehend auf die fälle beschränkt werden, in denen das rytmische empfinden des schreibenden mit der grammatischen gliederung des satzes überein stimmt.
Das schriftbidl soll bei der trennung so wenig wie möglich verändert werden. Der sogenannte trennungsstrich ist als verbindungszeichen zu fassen, das über den zeilenwechsel hinweg das wort als schriftliche einheit gegenwärtig hält. Dementsprechend sind auch die trennungsstellen nicht in erster linie als sinneinschnitte zu betrachten, sondern als artikulationsgrenzen, die im wesentlichen den sprechsilben folgen.
Rechtschreibliche doppelformen sollen beseitigt werden.
- Häufig gebrauchte fremdwörter aus lebenden sprachen sollen wie bisher nach und nach der deutschen schreibweise angeglichen werden.
- Bei den allgemein gebräuchlichen fremdwörtern griechischen ursprungs soll ph, th, rh durch f, t, r ersetzt werden. Die bisherige schreibweise soll jedoch weiterhin zulässig sein.
Künftig sollen nur noch echte zusammensetzungen zusammen geschrieben werden. Selbständige satzglieder oder gliedteile schreibt man dagegen getrennt. In zweifelsfällen ist die getrennte schreibweise vorzuziehen.