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Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) entsteht aus Zellen der Gebärmutterschleimhaut. Die Krebserkrankung tritt vorwiegend im fortgeschrittenen Alter auf, im Mittel sind die Patientinnen 69 Jahre alt. Die Heilungsaussichten bei Gebärmutterkrebs sind bei frühzeitiger Entfernung des Tumors sehr gut. Gebärmutterkrebs wird manchmal auch als Uteruskarzinom oder Korpuskarzinom bezeichnet.
Bei Gebärmutterkrebs sind die genauen Ursachen bisher nicht komplett aufgedeckt. Der Einfluss des weiblichen Sexualhormons Östrogen auf die Gebärmutterschleimhaut spielt bei der Gebärmutterkrebs-Entstehung aber eine wichtige Rolle: Das Gebärmutterkrebs-Risiko ist erhöht, wenn Östrogen besonders lange oder in besonders hoher Konzentration im Körper vorkommen – zum Beispiel bei einer besonders früh einsetzenden Pubertät, einer spät stattfindenden Menopause (Zeitpunkt der letzten Menstruationsblutung) oder eine langfristige Einnahme von Präparaten, die ausschliesslich Östrogen enthalten. Daneben gibt es noch weitere Risikofaktoren für ein Endometriumkarzinom (z.B. das sog. metabolische Syndrom).
War eine Frau mehrmals in ihrem Leben schwanger oder hat sie über einen langen Zeitraum die Antibabypille eingenommen, ist das Risiko für Gebärmutterkrebs allerdings gesenkt.
Der erste Hinweis auf einen Gebärmutterkrebs ist meist eine Blutung aus der Scheide, die nach den Wechseljahren auftritt – also dann, wenn Frauen bereits keine normale Monatsblutung mehr haben. Auch ungewöhnlich starke oder unregelmässige Blutungen bei Frauen vor den Wechseljahren können ein Hinweis auf ein Endometriumkarzinom sein.
Mit Ultraschall lässt sich der Krebsverdacht bestätigen. Um die Diagnose Gebärmutterhalskrebs zu sichern, nimmt der Gynäkologe eine sogenannte Ausschabung der Gebärmutter vor und lässt das dabei entnommene Gewebe untersuchen.
In den meisten Fällen von Gebärmutterkrebs ist es notwendig, die Gebärmutter in einer Operation zu entfernen. Wenn nach der Operation noch Tumorreste im Körper zurückgeblieben sind, kann eine Strahlentherapie (Bestrahlung) das restliche Tumorgewebe zerstören. Im frühen Tumorstadium und dann, wenn ein chirurgischer Eingriff nicht möglich ist, bietet auch die alleinige Bestrahlung ohne Operation gute Chancen auf eine Heilung des Endometriumkarzinoms.
Gebärmutterkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung, die von den Zellen der Gebärmutterschleimhaut ausgeht. Aus der Sammelbezeichnung «Karzinom» für bösartige Geschwulste von zum Beispiel Haut und Schleimhautgewebe und dem lateinischen Namen «Endometrium» für Gebärmutterschleimhaut ergibt sich der Fachbegriff Endometriumkarzinom für diesen Tumor. Aber auch die Begriffe Uteruskarzinom oder Korpuskarzinom sind geläufig.
Man unterscheidet zwei Typen von Gebärmutterkrebs:
Die Gebärmutter ist das Organ, in dem sich eine befruchtete Eizelle einnistet und zu einem Fötus heranwächst. Anatomisch unterscheidet man zwischen dem Gebärmutterkörper (Corpus) und dem Gebärmutterhals (Zervix). Der Gebärmutterhals ist das Verbindungsstück zwischen Scheide und Gebärmutterkörper. Am scheidennahen Ende des Gebärmutterhalses befindet sich der Muttermund (Portio). Am oberen Teil des Gebärmutterkörpers liegen zu beiden Seiten die Eileiter (Tuben).
Die Schleimhaut der Gebärmutter unterscheidet sich vom Aufbau der Schleimhaut in der Vagina. Die Übergangszone zwischen diesen beiden verschiedenen Geweben liegt im Bereich des Muttermundes. Daher unterscheiden sich bösartige Tumoren der Gebärmutter deutlich von den Tumoren des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom).
Jährlich erkranken weltweit rund 140'000 Frauen an Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom). In Nordamerika und den westeuropäischen Ländern sind 10 bis 15 pro 100'000 Frauen jährlich betroffen. Das Endometriumkarzinom zählt hierzulande zu den vier häufigsten Krebserkrankungen der Frau. Die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter an – im Mittel sind die betroffenen Frauen 69 Jahre alt.
Bei Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) sind die genauen Ursachen bisher nicht restlos geklärt. Als wichtiger Auslöser gilt jedoch der Einfluss des weiblichen Sexualhormons Östrogen auf die Gebärmutterschleimhaut. Entsprechend erhöht sich das Krebsrisiko, wenn die Östrogene besonders lange oder in besonders hoher Konzentration im Körper vorkommen. Dies kann zum Beispiel bei einer besonders früh einsetzenden Pubertät der Fall sein. Entsprechend verlängert auch eine spät stattfindende Menopause (Zeitpunkt der letzten Menstruationsblutung) den Einfluss von Östrogen auf die Gebärmutterschleimhaut. Nimmt eine Frau über einen langen Zeitraum Präparate ein, die ausschliesslich Östrogen enthalten, erhöht sich dadurch ebenfalls das Risiko für Gebärmutterkrebs.
Risikofaktoren, besonders für das Typ I-Karzinom (östrogenabhängiges Endometriumkarzinom), sind:
Hat eine Frau mehrere Kinder geboren (sog. Multiparität) hat sie ein erniedrigtes Risiko für Gebärmutterkrebs. Das hängt mit den Hormonverteilungen während des weiblichen Zyklus und während der Schwangerschaft zusammen: Beim normalen Menstruationszyklus stimuliert das Hormon Östrogen den Aufbau und das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, damit sich eine eventuell befruchtete Eizelle gut in die Gebärmutter einnisten kann. Bei Frauen, die nie schwanger werden, ist die Gebärmutterschleimhaut diesem «Wachstumsreiz» durch Östrogen jeden Monat neu ausgesetzt. Man vermutet, dass dadurch das Risiko für Entartung der Gebärmutterschleimhaut steigt. Während einer Schwangerschaft hingegen bestimmt das Gelbkörperhormon Progesteron (Gestagen) den Hormonhaushalt. Es sorgt beispielsweise dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut während der gesamten Schwangerschaft erhalten bleibt. Je öfter eine Frau in ihrem Leben schwanger ist, desto kürzer ist der Zeitraum, in dem Östrogen allein auf die Gebärmutterschleimhaut einwirkt – das Risiko für eine Krebsentstehung ist dadurch möglicherweise reduziert.
Auch die Einnahme der Antibabypille kann das Risiko für ein Endometriumkarzinom senken. Diese Präparate enthalten ebenfalls Gestagen und unterdrücken so unter anderem auch den östrogenbedingten Wachstumsreiz auf die Gebärmutterschleimhaut. Eventuell ist dies eine Erklärung für ihre risikomindernde Wirkung beim Endometriumkarzinom.
Ausserdem können ausreichend körperliche Bewegung sowie eine sojareiche Ernährung das Risiko für Gebärmutterkrebs senken.
Besonders im Frühstadium bestehen bei Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) oft keine Symptome bis auf eine Blutung aus der Scheide (sog. vaginale Blutung). Kommt es zu so einer Blutung, wenn die Betroffene die Wechseljahre bereits hinter sich gelassen hat, kann auch ein Gebärmutterkrebs dahinter stecken. In manchen Fällen können zusätzlich Schmerzen im Becken auf die Krebserkrankung aufmerksam machen.
Wenn der Tumor grösser wird, kann er von der Gebärmutter aus in benachbarte Organe oder Gewebe einwachsen. Wird die Beckenwand vom Krebs befallen, kann der Gebärmutterkrebs als Symptome Schmerzen auslösen, dringt der Tumor bis in die Harnblase vor, sind chronische Harnwegsinfekte die Folge. Dem Urin kann dann etwas Blut beigemischt sein. Auch ein Harnrückstau in die Nieren ist möglich – als Folge davon treten dann auch Rückenschmerzen auf.
In der Frühphase von Gebärmutterkrebs (Endometriumkrebs) ist die Diagnose nicht einfach – besonders wenn die betroffene Frau keine Symptome hat. Bei der regelmässigen gynäkologischen Routineuntersuchung ermöglichen Abstriche und die Tastuntersuchung des Muttermundes die frühe Diagnose von Gebärmutterhalskrebs. Auch wenn der Frauenarzt bei dieser Vorsorgeuntersuchung keine gezielten Proben aus dem Inneren der Gebärmutter nimmt, kann er im Gespräch mit der Patientin zum Beispiel nach auffälligen Blutungen fragen und so auch Zeichen für einen Gebärmutterkrebs recht früh erkennen.
Besteht aufgrund einer Blutung oder Schmerzen der Verdacht auf Gebärmutterkrebs, können Ultraschalluntersuchungen die Diagnose bestätigen. Der Gynäkologe kann mit einer Ausschabung der Gebärmutter (sog. Kürettage) die Diagnose sichern. Dabei entnimmt der Arzt Schleimhautgewebe und lässt es im Labor unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersuchen.
Die sogenannte Hysteroskopie kann in manchen Gebärmutterkrebs-Fällen ebenfalls zur Klärung der Diagnose beitragen. Bei dieser Untersuchung führt der Gynäkologe ein Sichtrohr in die Gebärmutter ein, über das er die Gebärmutterschleimhaut einsehen und verdächtige Veränderungen erkennen kann.
Hat sich der Verdacht auf Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) bestätigt, sind weitere Untersuchungen notwendig, um die Ausbreitung des Tumors zu bestimmen. Neben Ultraschalluntersuchungen von Becken und Bauch spielen dabei die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) eine wichtige Rolle. Für die Planung der Therapie ist es wichtig zu wissen, ob der Gebärmutterkrebs bereits über die Gebärmutter hinaus gewachsen ist und benachbarte Organe (z.B. die Harnblase) befallen hat. Ausserdem muss der Arzt untersuchen, ob der Tumor schon Tochtergeschwulste (Metastasen) in den Beckenlymphknoten oder entfernt liegenden Organen wie Leber oder Lunge gebildet hat.
Es gibt mehrere Behandlungsmöglichkeiten beim Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom), die wirkungsvollste Therapie ist bisher die Operation.
Die Gebärmutterkrebs-Therapie mit den grössten Heilungschancen ist die Operation. Dabei wird die Gebärmutter mitsamt dem Krebs entfernt. Der Fachbegriff für diese Operation lautet Hysterektomie. Der Operateur entnimmt zusätzlich auch die Eileiter und Eierstöcke sowie die im Becken befindlichen Lymphknoten.
Während der Operation lässt sich die Ausbreitung des Tumors genau beurteilen. Befinden sich nach dem Eingriff noch Tumorreste im Körper, besteht die Möglichkeit, diese Zellen durch Nachbestrahlungen abzutöten.
Welche Strahlentherapie bei Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) am ehesten geeignet ist, hängt von der Ausbreitung des Tumors ab.
Wenn der Operateur den Tumor zwar komplett entfernen konnte, das Endometriumkarzinom aber schon nahe an die Scheide herangewachsen war, kommt eine sogenannte lokale Bestrahlung in Betracht. Dabei wird nur das obere Ende der Scheide am ursprünglichen Übergang zur Gebärmutter bestrahlt. Die dafür eingesetzten Verfahren heissen Afterloading oder Brachytherapie. Auf diese Weise schont man Organe und Gewebe, die nicht vom Tumor betroffen waren (z.B. Blase oder Darm).
Sollte der Gebärmutterkrebs im Becken weiter ausgedehnt sein oder sind Lymphknoten befallen, ist eine Bestrahlung von aussen notwendig. Diese Bestrahlung erfolgt in täglichen Sitzungen und erstreckt sich über fünf bis sieben Wochen.
Im frühen Tumorstadium bietet auch die alleinige Bestrahlung ohne Operation gute Chancen auf Heilung. Da die Heilungsaussichten aber bei der Operation generell besser sind, kommt die alleinige Bestrahlung hauptsächlich bei Frauen in Betracht, die den Eingriff aufgrund ihres hohen Alters, schwerer Zweiterkrankungen oder schlechtem Gesundheitszustand nicht gut verkraften können.
Die Chemotherapie gilt bei Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) als nicht sehr wirksam. Aufgrund der teilweise schweren Nebenwirkungen und der geringen Wirksamkeit setzten Mediziner die Chemotherapie bei Gebärmutterkrebs nur zurückhaltend ein.
Bei Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) hängt der Verlauf vom Stadium der Erkrankung und den möglichen Behandlungsalternativen ab. Wenn es gelingt, den Gebärmutterkrebs zu entfernen, solange er auf die Gebärmutterschleimhaut begrenzt ist, stehen die Heilungsaussichten mit über 90 Prozent sehr gut. Bei Frauen, die in diesem frühen Stadium anstatt des operativen Eingriffs nur eine Bestrahlung erhalten, sind die Heilungschancen auch gut, allerdings etwas geringer als bei einer Operation.
Hat der Tumor bereits die gesamten Wandschichten der Gebärmutter durchwachsen, aber die Nachbarorgane (z.B. Darm oder Blase) noch nicht erreicht, besteht in über der Hälfte der Fälle eine Chance auf vollständige Heilung durch Operation und Nachbestrahlung. Bei alleiniger Bestrahlung ist der Behandlungserfolg etwas geringer.
Schlechter ist der Verlauf allerdings, wenn Fernmetastasen, also Tochtergeschwulste in entfernten Organen wie Leber und Lunge, aufgetreten sind oder Nachbarorgane vom Gebärmutterkrebs befallen wurden. Doch auch wenn keine Tumorfreiheit mehr zu erreichen ist, lassen sich durch die Behandlung Beschwerden deutlich lindern. Insbesondere Schmerzen lassen sich durch eine wirkungsvolle Schmerztherapie fast immer beseitigen.
Auch wenn der Chirurg den Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) vollständig entfernen konnte, ist nach dem Eingriff eine regelmässige Nachsorge wichtig, um ein Wiederkehren des Krebses (sog. Rezidiv) frühzeitig festzustellen. In der Nachsorge sind neben der körperlichen Untersuchung auch Blutuntersuchungen und sogenannte bildgebende Verfahren wie Ultraschall notwendig.
Bestehen nach der Therapie noch Beeinträchtigungen – ganz gleich, ob diese nun körperlicher, sozialer, seelischer oder beruflicher Art sind – helfen der betroffenen Frau Rehabilitationsmassnahmen: Die Patientin kann diese direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt in spezialisierten Kliniken oder auch ambulant in Anspruch nehmen. Gerade für jüngere Frauen kann der Verlust der Gebärmutter äusserst belastend sein und zu psychischen Problemen führen. Hier kann eine psychologische Betreuung sehr sinnvoll sein.
Auch wenn regelmässige Untersuchungen beim Frauenarzt der Entstehung von Gebärmutterkrebs nicht aktiv vorbeugen, so helfen sie dabei, Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane frühzeitig zu entdecken. Bei rechtzeitiger Operation sind die Heilungsaussichten bei Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) sehr gut.
Wenn Sie vaginale Blutungen (Blutung aus der Scheide) an sich feststellen, die ausserhalb der Regel oder erst nach den Wechseljahren auftreten, sollten Sie umgehend Ihren Frauenarzt aufsuchen. Er kann dann die Ursache für diese Beschwerden frühzeitig feststellen.