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Emil Richards oder Emil Radocchia (so sein richtiger Nachname) wie er in einigen Filmmusiken aufgeführt wurde, wurde 1932 geboren und wuchs in Connecticut auf. Im Alter von sechs Jahren begann er mit dem Xylophonspiel. In der Schule freundete er sich mit Joe Porcaro an, der später ebenfalls für unzählige Filmmusiken in der Perkussionssektion tätig war. In seinem zweiten Collegejahr wurde Richards in die Army eingezogen und blieb danach mehrere Jahre in Japan und sammelte weiter wichtige musikalische Erfahrungen. Nach seiner Rückkehr schlug Richards zunächst seine Zelte in New York auf ehe er Ende der 50er Jahre nach Los Angeles zog und mit Musikern wie Frank Zappa, Frank Sinatra, den Beach Boys, Ray Charles und später mit Don Ellis (THE FRENCH CONNECTION) und dessen Jazzprojekten arbeitete. Er wurde zu einem der gefragtesten Studiomusikern der Zeit und begann nebenbei eine Sammlung mit speziellen, wenig bekannten und selbstgebauten Schlaginstrumenten aufzubauen.
Nebst in TV-Musiken war Richards vor allem in der Filmmusik gefragt. Er spielte bei vielen von Goldsmith komponierten Scores auf: Von SEVEN DAYS IN THE MAY, RIO CONCHOS, THE SAND PEBBLES über PLANET OF THE APES und PATTON, STAR TREK-THE MOTION PICTURE, OUTLAND, POLTERGEIST bis GREMLINS, INNERSPACE und AIR FORCE ONE. Aber auch für andere Komponisten war er tätig und so stehen unter anderem JAWS, CLOSE ENCOUNTERS OF THE THIRD KIND, INDIANA JONES AND THE TEMPLE OF DOOM, BIG WEDNESDAY, MEN IN BLACK, RATATOUILLE oder DIRTY HARRY in seiner Filmografie.
Emil Richards verstarb am 14. Dezember 2019.