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Zwar war Hans von Reinhard in den Jahren 1814 und 1815 nicht Landammann der Schweiz – dieses Amt führte der Politiker in den beiden Jahren 1807 und 1813 aus. Trotzdem vertrat er die Schweiz an den Verhandlungen in Wien, die vom 18. September bis zum 9. Juni 1815 dauerten und unter dem Namen Wiener Kongress in die Geschichte Europas einging. Der Umstand, dass gerade Hans von Reinhard die Schweiz an diesem wichtigen Kongress vertrat ist durch seine persönlichen Beziehungen, die er zu allen mächtigen Herren seiner Zeit pflegte, begründet.
Obenstehendes Porträt zeigt Hans von Reinhard (* 20. Februar 1755; † 23. Dezember 1835). Der Politiker war im Kanton Zürich Staatsrat, Mitglied des Grossen Rates, Mitglied des Kleinen Rates, wiederholt Bürgermeister der Stadt Zürich und Abgeordneter von Zürich in der eidgenössischen Tagsatzung. 1804 vertrat er die Schweiz bei der Krönung von Napoleon, war in den Jahren 1807 und 1813 Landammann der Schweiz und vertrat die Schweiz am Wiener Kongress.
Untenstehendes Porträt zeigt Fürst von Metternich (* 15. Mai 1773; † 11. Juni 1859). Zur Zeit des Wiener Kongresses war er Aussenminister des Kaisertums Österreich. Der führende Politiker Europas stand für das monarchische Prinzip und bekämpfte nationale und liberale Bewegungen.
Die Leitung des Kongresses, an dem alle bedeutenden Mächte des damaligen Europas – mit Ausnahme des Osmanischen Reiches – teilnahmen, oblag dem österreichischen Aussenminister Fürst von Metternich. Vertreter aus zweihundert Staaten, Herrschaften, Körperschaften und Städten, wobei die führende Rolle Russland, das Vereinigtes Königreich, Österreich, Preussen, das Königreich Frankreich – die fünf Grossmächte – und der Kirchenstaat spielten, berieten in sachorientierten Kommissionen über die Zukunft von Europa.
Nachstehende Fotografie zeigt das Bundeskanzleramt der Republik Österreich. Der »Palais am Ballhausplatz« war Tagungsgebäude des Wiener Kongresses. Für die Kongress-Teilnehmer wurden etliche legendäre Bälle organisiert, die den Ursprung des heutigen Opernballs bildeten.
Im Gegensatz zur Freizeit in der das Vergnügen im Vordergrund stand, verliefen die Verhandlungen zäh und die Konflikte zwischen den Vertretern verschiedener Interessen verhärteten sich. Dennoch, am 9. Juni 1815 wurde die Schlussakte, die Verträge und 121 Artikel umfasste, unterzeichnet. Die Hauptergebnisse des Kongresses waren die Herstellung des Gleichgewichtes der fünf Grossmächte (Pentarchie), die Grundsteinlegung der Heiligen Allianz, dem Bündnis zwischen den Monarchen von Russland, Österreich und Preussen, welches am 26. September 1815 in Paris gegründet wurde, die Verabschiedung der Deutschen Bundesakte und die internationale Anerkennung der immerwährenden Neutralität und Unverletzlichkeit der Schweiz.
Am Wiener Kongress fand auch eine territoriale Neuordnung statt. Untenstehende Karte zeigt die Gebietsaufteilung wie sie sich nach dem Wiener Kongress präsentierte.
Die richtige Antwort auf unsere am 22. März im Hirnwurm-16 gestellte Frage lautet: Die internationalen Verhandlungen, die vom 18. September 1814 bis 9. Juni 1815 dauerten, gingen unter dem Namen Wiener Kongress in die Geschichte ein.
Auf unseren »Hirnwurm-16« haben wir einige richtige und keine falsche Lösungen erhalten. Wie angekündigt, musste bei mehreren richtigen Einsendungen das Los entscheiden. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird von uns per e-mail persönlich benachrichtigt und erhält den Gutscheincode für eine Gutschrift von CHF 18.00 auf die nächste Rechnung des »buchplanet.ch«. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Interesse und hoffen, dass viele Personen auch am »Hirnwurm-17«, der am nächsten Donnerstag, 26. April erscheinen wird, mitmachen werden.
Bild-Quellen:
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