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Fach Philosophie
Philosophie wird an der KSR einerseits als kantonales, d.h. kantonsspezifisches obligatorisches Grundlagenfach angeboten, anderseits figuriert das Fach im Kanon jener Fächer, die als Ergänzungsfächer gewählt werden können. Alle Studierenden müssen ein Ergänzungsfach belegen. Philosophie als Grundlagenfach und als Ergänzungsfach werden beide in der 5. und 6. Klasse des Gymnasiums unterrichtet mit je zwei Unterrichtsstunden pro Woche. Es ist also denkbar, dass jemand an der KSR in der 5. und 6. Klasse insgesamt 4 oder 8 Wochenlektionen Philosophie belegt, 4 muss man, 8 kann man.
Angestrebt wird im Philosophieunterricht letztlich die Befähigung, eigenständig darüber zu reflektieren, was einem selber oder was in der Gesellschaft oder in der Wissenschaft als wahr und unwahr, wirklich oder unwirklich, wertvoll oder unwert gilt, und das eventuell einer Kritik zu unterziehen oder auch zu ändern. Philosophieunterricht will generell bewusst machen, dass alles Gesagte, Hochgehaltene, als wahr Ausgegebene letztlich von bestimmten Vorgaben und auch von Wertannahmen ausgeht. Der Unterricht will das aufzeigen anhand des Vergleiches von verschiedenen philosophischen Theoremen (anhand der Geschichte der Philosophie), anhand einer kritischen Analyse des Vorgehens und der Resultate der positiven Wissenschaften, der Unterricht will aber auch das Instrumentarium für das Erfassen solcher Denkvoraussetzungen und –strukturen liefern, indem er lehrt, was argumentieren heisst, wie Begriffe gebildet und wie richtig Schlüsse gezogen werden.
Im Unterricht des Grundlagefaches treten schwerpunktmässig die Angelpunkte europäischen Denkens auf. Aber was vielleicht im Lehrplan eher als Stoffplan daherkommt, ist ein Mittel dazu, dass die Studierenden im eigentlichen Sinn philosophieren lernen, wie das eben dargelegt wurde.
Philosophie ist auch ein Fach, das Themen für Maturaarbeiten anbietet oder in dem selber formulierte philosophische Themen in einer solchen Arbeit unter Betreuung behandelt werden können.