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Otto Graf Lambsdorff wurde 1926 in Aachen geboren und besuchte die Schulen in Berlin. Er nahm als junger Soldat am Weltkrieg teil, wo er schwer verwundet wurde. Lambsdorff studierte nach 1946 Rechts- und Staatswissenschaften. Er war zunächst als Rechtsanwalt tätig. 1951 wurde Otto Graf Lambsdorff Mitglied der FDP. 1972 kam er in den Deutschen Bundestag, aus dem er 1998 ausschied. Von 1977 bis 1984 übte er in der Regierung Kohl das Amt des Bundeswirtschaftsministers aus. Zwischen 1988 und 1993 war Lambsdorff Vorsitzender der FDP, danach ihr Ehrenvorsitzender. 1991 bis 1994 amtierte er als Präsident der Liberalen Internationalen. Otto Graf Lambsdorff führte nach 1999 als Beauftragter der deutschen Bundesregierung die Verhandlungen über Art und Höhe der Entschädigung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter. Er ist seit 1999 Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung. Lambsdorff gilt als liberales «Urgestein» der FDP, prononciert setzte er sich stets für die Marktwirtschaft ein.