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Sprue/Zöliakie
Gluten ist ein Bestandteil des Weizenkorns. Dieser Bestandteil kann unter bestimmten genetischen Voraussetzungen zu einer Schädigung des Darmgewebes führen. Es entsteht eine Dünndarmentzündung mit Durchfällen.
In milden Fällen treten keine Durchfälle auf! Fehlende Durchfälle schließen eine Sprue daher NICHT aus.
Ist immer eine Gastroskopie notwendig?
Zur Sicherung der Diagnose ist eine Entnahme von Gewebsproben notwendig. Die zweite Möglichkeit der Diagnose sind Antikörper im Blut und genetische Marker. Beide Möglichkeiten der Diagnose beweisen allerdings NICHT das Vorliegen einer Entzündung des Dünndarms. Bei Einhalten der Diät dauert es etwa ein Jahr bis sich die Schleimhaut des Dünndarms wieder erholt hat. Eine Entzündung ist jedoch bereits wenige Stunden nach dem Verzehr gutenhaltiger Nahrungsmittel nachweisbar.
Was ist im Labor erkennbar?
Bestimmte Antikörper sind im Serum nachweisbar. Sie verschwinden zumeist bei Einhalten der Diät. Im Labor ist oft auch ein Eisenmangel erkennbar.
Ist die Sprue heilbar?
Die Diagnose Sprue ist NICHT heilbar. Die Entzündung des Dünndarms ist HEILBAR. Bei Einhaltung der Diät ist die Sprue keine Erkrankung mehr.
Muss lebenslang eine glutenfreie Kost eingehalten werden?
Die einzige zielführende Therapie ist eine LEBENSLANGE GLUTENFREIE KOST.
Wieso war die Sprue früher eine Kinderkrankheit und wird heute oft erst im Erwachsenenalter entdeckt?
Heut ist die erste Kindernahrung bereits glutenfrei. Kleinkinder haben daher keine oder nur eine geringe Störung der Nahrungsaufnahme im Darm.
Gibt es Formen der Sprue, die nicht auf eine glutenfreie Kost ansprechen?
Bei Formen, die nicht auf eine glutenfreie Kost ansprechen, besteht die Möglichkeit eines Therapieversuchs mit Cortison durchgeführt werden.