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(spr. -wádscho),MichelangeloAmerighi da Caravaggio, ital.
Maler, Hauptmeister der naturalistischen
Richtung, geb. 1569 zu
Caravaggio im Mailändischen, studierte in Mailand
[* 5] und
Venedig
[* 6] die großen
Meister, ging dann nach
Rom,
[* 7] wo er gegen
die unselbständige, oberflächlich ideale
Richtung der Malerei auftrat. Nachdem er eines
Mordes wegen
Rom 1605 hatte verlassen
müssen, kam er nach
Malta, wo er wegen seiner trefflich dargestellten Enthauptung des heil.
Johannes, im Betsaale der Konventualkirche,
zum Ritter des Johanniterordens geschlagen wurde.
Wegen eines Streites ins Gefängnis geworfen, entfloh er, wurde aber bei Porto Ercole überfallen und starb 1609 an den empfangenen
Wunden.
C.s Streben ging auf gewaltsam leidenschaftliche
Darstellung, auf ergreifende Wahrheit in
Ausdruck und Form. Dem in
jener Zeit vorzugsweise durch die
Carracci immer mehr gesteigerten Kult des «Ideals»
gegenüber wollte er der natürlichen Erscheinung ihr gleiches
Recht als Vorwurf der künstlerischen
Darstellung wahren und
stellte dem zierlich Schönen das abschreckend Häßliche als «Natur» entgegen.
Seine Schatten
[* 8] sind tief, seine Hintergründe finster.
Eins seiner vorzüglichsten
Bilder ist: Die falschen
Spieler (im Palazzo
Sciarra zu
Rom undDresdenerGalerie). Auch wo er heilige Gegenstände behandelte, verleugnete er seine
derb realistische Vortragsweise nicht.
C.s berühmtestes
Bild ist eine Grablegung Christi in der
Galerie des
Vatikans zu
Rom;