Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03605.jsonl.gz/2217

Ob Seeschlange oder dinosaurierähnliches Wesen: Die Sichtungen von Ungeheuern in und um Gewässer sind zahlreich. Doch wissenschaftliche Belege für derartige Monster gibt es (noch) keine. Bei den folgenden sieben Kreaturen kannst du selber entscheiden, ob du an deren Existenz glauben willst oder nicht.
Bereits die Indianerstämme Abenaki und Irokesen glaubten an eine grosse Kreatur, die im Lake Champlain lebt. Die Abenaki nannten sie Tatoskok.
1819 schrieb die «Plattsburgh Republican» über eine Sichtung von Kapitän Crum. Er berichtete von einem riesigen schwarzen Monster mit drei Zähnen und einem weissen Stern auf der Stirn. Der Kopf soll einem Seepferd geglichen und das Ungeheuer einen roten Gürtel um den Hals getragen haben.
Immer wieder wurde von Sichtungen des Ungeheuers berichtet. Allerdings handelte es sich bei vielen dieser Kreaturen wahrscheinlich um Störe, eine Fischart, die relativ gross wird. Nichtsdestotrotz steht das Seeungeheuer, welches mittlerweile den Namen Champ trägt, unter Artenschutz.
Am Lake Okanagan soll der Legende nach das Ungeheuer Ogopogo leben. Bereits die Indianer erzählten sich die Sage des Wasserdämons Naitaka. Dieser soll eine grosse Gefahr für die Okanagan-Indianer gewesen sein. Damit sie den See mit dem Kanu unversehrt überqueren konnten, warfen die Indianer lebende Tiere über Bord, um so das Seemonster zu besänftigen.
Es soll sogar ein Häuptling mitsamt seiner Familie im See ertrunken sein, der bei den Okanagan zu Gast war. Er verweigerte das Opfer, weil er nicht an den Dämon glauben wollte. Wie der Historiker Frank Buckland die Indianer zitiert, schoss das Monster darauf aus dem See empor, peitschte mit seinem langen Schwanz das Wasser auf und zog das Kanu und seine Insassen in die Tiefe.
Auch heute noch werden immer wieder Sichtungen gemeldet. Oftmals sind es aber vermutlich nur grosse Fische. Gerade Knochenhechte oder Störe können sehr gross und schwer werden und an ein Seeungeheuer erinnern.
Ein Kelpie ist ein übernatürlicher Wassergeist, der im schottischen Volksglauben vorkommt. Er bewohnt fliessende Gewässer des Hochlandes und seine Gestalt wird als pferdeähnlich beschrieben. Er verspricht Wanderern, sie über tiefe Flüsse zu tragen. Sind diese aber erst einmal auf seinen Rücken gestiegen, werden sie vom Kelpie in die Tiefe gezogen und gefressen.
Der Legende nach kann ein Kelpie aber auch bezwungen werden. Wer es schafft, ihm ein Zaumzeug überzuwerfen, kann ihn zu schwerer Arbeit auf dem Hof zwingen. Allerdings muss darauf ein Kreuz gezeichnet sein. In einigen Sagen und Legenden können die Kelpies auch ihr Erscheinungsbild verändern und so die Menschen täuschen.
Die Rock-Band Jethro Tull hat sogar ein Lied über das mythische Wesen geschrieben.
In einer Sagensammlung von Jón Árnason wird die Legende um die Entstehung des Lagarfljótwurms beschrieben. Ein kleines Mädchen soll eine goldene Brosche, gemeinsam mit einem Wurm, in eine Schachtel gelegt haben, in der Hoffnung, so das Gold vermehren zu können. Stattdessen wurde der Wurm immer grösser und grösser. Aus Angst nahm das Mädchen die Schachtel und warf sie in den Lagarfljótsee. Seit diesem Zeitpunkt soll das als Seeschlange beschriebene Wesen dort leben.
Internationale Bekanntheit erlangte das Ungeheuer 2012, als ein Video eines isländischen Bauers im Internet auftauchte. Es soll den angeblichen Wurm zeigen. Von einer Wahrheitskommission wurde die Echtheit der Aufnahme bestätigt. Allerdings sehen die Isländer die Aktion der Kommission eher mit einem Augenzwinkern.
Im schottischen Loch Morar soll das Ungeheuer Mhorag leben. Der Geschichtensammler Alexander Carmichael sammelte anfangs des 20. Jahrhunderts Berichte der Menschen, die in der Region lebten und das Wesen gesichtet haben sollen. Die Geschichten wurden aber erst vor einigen Jahren entdeckt.
In seinen Überlieferungen wird das Wesen einerseits als meerjungfrauenähnlich beschrieben, andererseits aber auch als eine Art Sensenmann, dessen Sichtung ein Hinweis auf baldige Todesfälle sein konnte.
Ein Ausschnitt aus dem Text besagt:
Eine Sichtung neueren Datums war 1969, als zwei Männer angaben, sie hätten die Kreatur mit ihrem Boot gerammt. Nachdem einer der Männer sie mit einem Ruder getroffen hatte und der andere auf sie schoss, soll sie verschwunden sein.
Auch in Afrika gibt es ein mysteriöses Wesen. Der Mokele-Mbembe, der in und um den Tele-See leben soll, sorgt dort immer wieder für Gesprächsstoff. Er wird oft als reptilienartig beschrieben und soll einen langen Hals und Schwanz haben. Wenn sich ihm Menschen nähern, soll er aggressiv brüllen. Einige Stimmen behaupten, dass er mit seinem Horn immer wieder Elefanten tötet. Obwohl es schon viele Expeditionen gab, konnte die Existenz von Mokele-Mbembe (noch) nicht bewiesen werden.
Das wohl berühmteste Seeungeheuer ist Nessie. Das Monster von Loch Ness, wie die Kreatur auch genannt wird, beschäftigt die Menschen seit Jahrhunderten.
Eine erste Sichtung des Ungeheuers wird auf das Jahr 565 datiert. Der Missionar Columba soll am Fluss Ness ein Ungeheuer gesehen haben. Als dieses sein Boot angriff, soll er das Monster mit einem Kreuzzeichen vertrieben haben.
Die Sichtung, die zu einer internationalen Berühmtheit des Monsters führte, fand aber erst viele hundert Jahre später statt. 1933 fuhren Mr. und Mrs. John Mackay am nördlichen Seeufer des Loch Ness entlang, als sie plötzlich Nessie sichteten.
Seit diesem Zeitpunkt taucht Nessie immer wieder in Zeitungen auf. Fotos und Videoaufnahmen sollen den Beweis bringen, dass das Ungeheuer tatsächlich existiert. Bis heute haben sich aber alle Aufzeichnungen als Fälschungen oder Fehlinterpretationen herausgestellt.