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Ausstellung – EAT THE MUSEUM – 5. September – 11. Oktober 2020
Alte Fabrik – EAT THE MUSEUM
Gruppenausstellung mit Eduard Akuvaev, Eduard Astashev, Adil Astemirov, Alexey Avgustovish, Yuriy Avgustovish, Srazhdin Batyrov, Fedor Chernousenko, Thirza Cuthand, Zuzanna Czebatul, Magomed Dibirov, Mueddin-Arabi Dzhemal, Omar Efimov, Alirza Emirbekov, Dmitriy Fedorov, Grigoriy Gagarin, Elena Gapurova, Dorota Gawęda & Eglė Kulbokaitė, Vasiliy Gorchkov, Viktor Gorkov, Fedor Gorshelt, Omar Guseinov, Irina Guseinova, Gyulli Iranpur, Zainutdin Isaev, Gadzhi Kambulatov, Dmitriy Kapanitsyn, Arsen Kardashov, Magomed Kazhlaev, Albert Khadzhaev, Murad Khalilov, Isa Khumaev, Vika Kirchenbauer, Yuriy Kirichenko, Zhanna Kolesnikova, Galina Konopatskaya, Khairullakh Kurbanov, Nikolay Lakov, Evgeniy Lansere, Andrey Livanov, Murtuzali Magomedov, Apandi Magomedov, Taus Makhacheva, Alexandra Markovskaya, Ruvim Mazel, Yusuf Mollaev, Anna Molska, Abdulvagib Muratchev, Abdulzagir Musaev, Timur Musaev-Kagan, Khalilbek Musayasul, Raúl de Nieves, Yuriy Nikolaev, Oleg Pirbudagov, Galina Pshenitsyna, Eduard Puterbrot, Zulkarnay Rabadanov, Karol Radziszewski, German Ratner, Frants Rubo, Salavat Salavatov, Bea Schlingelhoff, Magomed Shabanov, Sharif Shakhmardanov, Vadim Skugarev, Mikołaj Sobczak, Aziz Suleimanov, Gasan & Gusein Sungurovs, Ibragim-Khalil Supyanov, Nikolay Sverchkov, Ramaya Tegegne, Viron Erol Vert, Klara Vlasova, Evelyn Taocheng Wang, Emma Wolukau-Wanambwa, Magomed Yunisilau
Die beiden Ausstellungen Poczet im Kunst(Zeug)Haus und Eat the Museum in der Alten Fabrik nehmen die komplexe und bemerkenswerte Geschichte des Polenmuseums im Schloss Rapperswil und die aktuellen Debatten um dessen bevorstehende Schließung zum Ausgangspunkt einer multidialogischen Auseinandersetzung mit ein- und ausgrenzenden Sammlungsgeschichten und Kulturpolitiken.
1870 durch den geflohenen Grafen Władysław Plater im Schloss Rapperswil gegründet, versteht sich das Polenmuseum seit jeher als wichtiger Zufluchts- und Begegnungsort des kulturellen Austauschs und des Erinnerns für die polnische Gemeinschaft in der Schweiz. Während die Institution in seinen ersten Jahrzehnten des Bestehens einem klassischen Verständnis eines modernen Nationalmuseums folgte, spiegelt die Geschichte des Museums im 20. und 21. Jahrhundert die Rolle von kulturellen Institutionen als Spielort politischer und ökonomischer Machtverhältnisse und Interessenkonflikte wider. Nach seinem 150-jährigen Bestehen soll das Museum nun geschlossen werden.
Ausgehend von dieser lokal verorteten Geschichte wendet sich die Gruppenausstellung Eat the Museum transnationalen Fragestellungen zu, die das Verhältnis von einer jeden Gesellschaft zu Kunst und ihren Räumen, zu ihren kulturellen Artefakten, visuellen Erinnerungen und Repräsentationsmechanismen beleuchten, dezidiert auch im Kontext neoliberaler Rationalisierungen und anwachsender Xenophobie.
Die Ausstellung vereint lokale wie internationale künstlerischen Positionen, die mittels der Medien Skulptur, Malerei, Video oder Installation und aus unterschiedlichen Erfahrungshintergründen heraus die Möglichkeitsräume in und über Institutionen hinaus ausloten.
Eat the Museum ist die dritte von vier Ausstellungen im Rahmen des *Kurator-Stipendiums 2019/2020 der Stipendiat*innen Fanny Hauser und Viktor Neumann.