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Gerät das Gerinnungssystem aus dem Gleichgewicht, resultiert daraus entweder eine erhöhte Blutungsbereitschaft oder eine Neigung zu gesteigerter Gerinnungsbereitschaft, zu Thrombosen und Embolien.
Die Blutgerinnung ist ein komplexer Vorgang, der wie eine Kettenreaktion unter Beteiligung verschiedenen Gerinnungsfaktoren
Bei den Normale Blutgerinnung Gerinnungsfaktoren handelt es sich um Bluteiweiße, die bei entsprechender Aktivierung von einem flüssigen in einen festen Aggregatszustand übergehen, ähnlich wie Eiklar bei entsprechender Hitze gerinnt und fest wird. Auslöser dieser sogenannten «exogenen» Gerinnung sind die Blutplättchen , die sich in großer Zahl an der Stelle von Gefäßverletzungen ansammeln und Botenstoffe absondern, welche eine Aktivierung der Gerinnungsfaktoren einleiten. Ergebnis dieses Zusammenspiels ist ein Blutgerinnsel – auch Thrombus genannt –, das die verletzten Blutgefäße verschließt. So entstandene Thromben sind thrombozytenreich und werden «weiße» Thromben genannt.
Die Bildung von Blutgerinnseln kann aber auch ohne Aktivierung über die Blutplättchen stattfinden, etwa wenn im Blut eine zu hohe Konzentration an Blutgerinnungsfaktoren vorhanden ist. In diesem Fall kann das Blut auch ohne Verletzung von Gefäßen oder Gewebe ins Stocken geraten.
Krankhafte Blutgerinnsel können entweder in den Venen, in den Arterien oder in den Herzhöhlen bzw. Als Thrombose im engeren Sinn werden Gerinnselbildungen im venösen System oder im Herzinneren bezeichnet. Hier kommen vor allem ein Ungleichgewicht der plasmatischen Gerinnung oder Störungen der Thrombozytenfunktion sowie physikalische Gründe – eine zu langsame Fließgeschwindigkeit des Blutes – zum Tragen. Die erhöhte Thromboseneigung kann entweder angeboren oder erworben sein.