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Vor der 34. SSW würde ich gar nichts empfehlen, um die Drehung zu fördern, da die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass das Baby sich von alleine noch dreht.
Diese Massnahmen empfehle ich ab der 34.-35. SSW:
• Knie-Ellenbogen-Lage. Die Frau ist auf den Knien und streckt das Becken in die Höhe. Der Kopf ruht vornübergebeugt auf dem Boden. Das Baby rutscht so etwas aus dem Becken heraus und hat viel Platz, sich im nach unten hängenden Bauch zu drehen. Am besten macht ihr diese Position, wenn das Baby wach ist und sich sowieso gerade viel bewegt.
Euer Partner soll zusätlich dem Baby durch massierende, streichende Bewegungen auf dem Bauch einen sanften Impuls zur Drehung geben. Wenn Ihr genau wisst, wie es liegt, dann macht die streichenden Bewegungen so, dass es das Kind zu einer Rolle vorwärts animiert.
Ich empfehle die Knie-Ellenbogen-Lage tgl. für 5-20 Minuten.
Sie entlastet ausserdem den Rücken und den Beckenboden und ist schon von daher empfehlenswert in der Schwangerschaft.
Früher wurde häufig die sog. „Indische Brücke“ empfohlen, in der Frauen auf dem Rücken liegend ihr Becken hochlagern sollten. Das ist jedoch schon unschwanger eine unangenehme Position, schwanger aufgrund des →Vena-Cava-Kompressionssydroms, was viele schwangere Frauen in Rückenlage bekommen, gar nicht empfehlenswert.
• Moxibustion des Akupunkturpunktes Blase 67. Dabei wird mit einer Moxa-Zigarre aus Beifuss ein Akupunkturpunkt an beiden kleinen Zehen für jeweils 10 Minuten erwärmt. Diese Behandlung kann alle 2 Tage bis zu 4 x wiederholt werden. Die meisten Frauen beschreiben nach der Moxibustion verstärkte Kindsbewegungen bei weicher Gebärmuttermuskulatur. Idealerweise findet die Behandlung in der oben beschriebenen Knie-Ellenbogen-Lage statt. Einige Kliniken bieten diese Behandlung an. Ansonsten freischaffende Hebammen oder TCM-Therapeuten (TCM= Traditionelle Chinesische Medizin).
• Akustische Reize von Aussen mit einer Spieluhr, einem Glöckchen etc. sollen das Baby zur Drehung animieren.
• Auch empfehlen einige Hebammen mit einer starken Taschenlampe durch die Bauchdecke einen sichtbaren Reiz zu geben. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass eine Taschenlampe durch all die Schichten Haut, Fett- und Muskelgewebe, Gebärmutterwand, Eihäute und Fruchtwasser sichtbar ist. Aber ein Versuch ist auch das wert.
Wenn das Baby sich bis zur 37. SSW nicht gedreht hat, würde ich eine Abklärung für eine äussere Wendung empfehlen.