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Der ungarische Hundertfüssler (Bulletin 42/1999)
Einer der einfallsreichsten Konstrukteure von aussergewöhnlichen Meccanomodellen war Andreas Konkoly von Budapest, vielen bekannt für seine Leistungen auf dem Gebiet der Meccanographie, worin er allseits anerkannt als führender Schöpfer bekannt war.
Der Zeitschrift „Meccano Magazine" vom April 1971 entnehmen wir neben der eben entbotenen Würdigung eine Baubeschreibung für ein solches aussergewöhnliches Modell. Der Schreibende hat dieses sowohl in einer Meccano-Version, als auch mit Märklin-Teilen nachgebaut. Anstelle einer akribisch verfassten Bauanleitung sollen hier beide Versionen in bildlich gezeigten Bauschritten - allerdings etwas gerafft - dargestellt werden. Auf einige kritische Punkte ist dennoch hinzuweisen.
Es sei vorweggenommen, dass die Ausführung in Märklin wegen der bedauerlichen Verarmung des Sortimentes nicht in sklavischer Umsetzung einer Meccano-Version - gilt auch für andere Fälle - bestehen kann.
Man muss darum Umwege gehen oder Märklin-Teile abändern, bezw . an deren Stelle Meccano-Teile einsetzen.
Dieses Problem besteht vorallem beim Excenterantrieb der Beinleisten. Die Originalversion benutzt zwei kleine Lochscheibenräder No.518 aus dem Elektrokit-Sortiment ab mit 25 ,7 mm I 1 Zoll Durchmesser. Wer solche nicht besitzt , oder beschaffen kann, muss Zuflucht zu zwei Nocken No.131 nehmen. Die beiden mit diesen Teilen fest verbundenen Schrauben No . 11l A sind als Drehzapfen für die inneren Beinleisten No . 1A im Interesse der Betriebssicherheit mit den Teilen 518, bzw . 131 zu verlöten. Als Kurbeiarm für die äussem Beileisten NO. Es werden Flachstücke No.10 derart angeordnet, dass ihre Langlöcher am äussersten Ende auf die Drehzapfen zu liegen kommen, wo sie nach radialer Ausrichtung fest verschraubt werden. Selbst verständlich müssen vorher die inneren Beinleisten auf den Drehzapfen aufgeschoben werden, und danach die Flachstücke befestigt werden. Nun werden an den äusseren Beinleisten Schrauben N0. 11lA nach Durchführen durch die Rundlöcher der Flachstücke so festgeschraubt, dass sie als Drehzapfen etwas Spiel aufweisen. Es erübrigt sich zu sagen, dass die inneren Beinleisten ebenfalls en;vas Spiel haben müssen! Wenn die Flachstück-Kurbelarme nicht radial ausgerichtet werden, wird das Modell sowohl auf seinen Beinstümpfen laufen, wie auch auf den Zähnen des Zahnrades 27D rutschen, was zu amüsanten Bewegungsabläufen führen kann.
Anstelle der Ausgleichsstücke N0 .55, welche in der Meccano- Version die Kulissenführung der Beinleisten ermöglichen, hat der Schreibende ohne Hemmungen 11-Loch-Flachbänder endseits so ausgesägt , das Längsschlitze entstanden. Wenn man das nicht will, müssen für die Kulissenführung für normale 11- Loch-Flachbänder vier Schiebeösen No.117 in loser Montage angeordnet werden.
Die Abbildung zeigt wie. Auch die vier 15-Loch Flachbänder , bezw. zwei mit 19 Loch und die zwei Winkelträger mit 19 Loch müssen aus Schrott zuge sägt werden. Es sei denn, man entschliesst sich die ganze Maschine etwas verlängert mit Normalteilen aufzubauen. Es geht !
Der Antrieb
Im erstgebauten Meccanomodell wurde, wie in der Originalmaschine , der in Deutschland von Marx gebaute Getriebemotor „Power Drive Unit" von 1965 ( bis 1970 auch von Märklin und angeblich von Stok)'s vertrieben) mit externer Stromversorgung über ein langes flexibles Kabel verwendet.
In einer zweiten Meccano-Version wurde der MO Motor mit dahinter angeordnetem Batteriehalter ein gepasst. Ein 2-poliger Umschalter - Ein/Aus/Ein -, am Ende des „Tierkörpers montiert, dient der Rich tungsänderung . Damit wird das Modell freibeweglich.
Will man auf den lärmigen und energieverbrauchen den Schneckenantrieb verzichten, ist ein Motor mit Getriebe
von passender Untersetzung zu suchen und an Stelle der Schnecke können Kegel- bezw. Helicoidalzahnräder für die
Bemerkungen
Die Abbildungen sind für beide Versionen in einer dem Aufbau dienlichen Reihenfolge wiedergeben.
Im eingangs erwähnten Meccano Magazin ist eine Uhrwerkversion beschrieben , für die der Magie Motor von ( 1935 bis 1970 ) verwendet wurde. Dabei erfolgt die Kraftübertragung über einen Riemen vom Schnurlaufrad auf der Motorachse zu einem Schnur laufrad No.22 auf der Welle mit dem Ritzel No.26.

Version Meccano Bilder 1-9
Version Märklin Bilder 10-17