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Mitten im Pazifik tickt eine Zeitbombe: ein riesiger Beton-Dom, gefüllt mit Plutonium aus US-Atombombenversuchen. Nun bedrohen 101 498 Kubikmeter radioaktiv verseuchter Schutt die Bewohner des Atolls – und den Pazifischen Ozean.
Wie ein halb vergrabener Baseball ragt die Betonkuppel aus dem Sand. Kletterpflanzen kämpfen auf Betonplatten um einen Platz an der Sonne, unter gewaltigen Wolken ziehen Seevögel ihre Kreise.
Auf der Spitze der Kuppel hat jemand das Baujahr eingekratzt: 1979. Offiziell heißt dieses Gebilde Runit Dome – benannt nach der winzigen Insel, auf der es liegt, Runit Island. Ein Tempel, ein Ufo, mitten im Pazifik, weit weg von der Zivilisation. 2173 Kilometer bis Japan, 2827 Kilometer bis Hawaii. Und dennoch leben hier Menschen. Den Fremdkörper auf ihrer Insel nennen sie: das Grab.
Unter dem Betondeckel liegt Amerikas Vermächtnis des Kalten Kriegs, 101 498 Kubikmeter….