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Zum Jubiläum soll James Bond politisch korrekter werden
Am 13. April 1953 wurde der Grundstein für eine der erfolgreichsten Filmreihen der Geschichte gesetzt: Das Buch «Casino Royale» von Ian Fleming wurde veröffentlicht.
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70 Jahre später werden alle zwölf James-Bond-Romane neu aufgelegt. Doch nicht ganz genau gleich, wie sie ursprünglich erschienen sind. Ian Fleming Publications, das im Besitz der Fleming-Nachfahren ist, teilte mit, dass gewisse Begriffe, die heute als anstössig empfunden werden könnten, entfernt oder abgeändert worden seien.
Kritik vom Fleming-Biografen
Geändert wurden etwa «rassistische Wörter», dabei blieb man jedoch «so nah wie möglich am Originaltext». Zudem wird es bei der Neuauflage einen Warnhinweis geben, der darauf aufmerksam macht, dass Fleming die James-Bond-Reihe zu einer Zeit entstand, als man noch anders gesprochen und geschrieben habe und dabei Begriffe verwendet hat, die heute problematisch seien.
Natürlich wurde nach dieser Ankündigung auch Kritik laut. Einige Bond-Fans und der prominente Fleming-Biograf Andrew Lycett sprachen von «Zensur». Lycett gibt zwar zu, dass «einige Passagen nicht mehr zeitgemäss» seien, aber Zeilen eines Schriftstellers «sollten nicht verändert werden».
«Schon in den 50er-Jahre problematisch»
Dabei hat Fleming selbst schon 1954 Änderungen an seinen Büchern abgesegnet. Sein Roman «Live and Let Die» kam in den USA ein einer leicht anderen Version auf den Markt. «Einige Begriffe waren schon Mitte der 1950er-Jahre in Amerika problematisch», schreibt Ian Fleming Publications. Daran habe man sich bei den anderen Büchern orientiert.
Übrigens: «Casino Royale», der Roman, mit dem alles begann, wird nicht verändert.