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Eis mit Zwetschge und Ingwer
Zu dieser Eiscreme hat uns ein Dessert aus dem Restaurant «Dàzú» in Port-Louis inspiriert, das dort unter dem etwas eigentümlichen Namen Au nom de Laozi auf der Karte angepriesen wird. Die Bezeichnung geht auf ein chinesisches Märchen zurück, das die Geburt von Laozi (Lao-Tse) schildert. Laozi soll im Angesicht eines fallenden Sternes empfangen und dann 72 oder 81 Jahre von seiner Mutter getragen worden sein. Als er zur Welt kam, schlüpfte er aus ihrer linken Achselhöhle hervor. Er hatte von Anfang an weisses Haar und konnte auch sofort sprechen. Da er keinen menschlichen Vater hatte, der ihm einen Namen hätte geben können, deutete er auf den Pflaumenbaum, unter dem er zur Welt gekommen war, und gab sich selbst den Namen 李 (lǐ), also «Pflaume». In China wird Laozi meist mit seinem eigentlichen Namen angesprochen 李耳 (lǐ ěr), salopp übersetzt etwa «Pflaumenohr».
Ob die Eiscreme im «Dàzú» mit Pflaumen oder Zwetschgen hergestellt wird, können wir nicht sagen – aufgefallen ist uns jedenfalls, dass sie mit Ingwer aromatisiert war. Gewöhnlich würzt man Zwetschgen ja eher mit Zimt und Nelken – was ihren warmen und lieblichen Charakter betont. Hier aber kommt pfeffriger Ingwer dazu, was die blumige und exaltierte Seite des Zwetschgenaromas stärker hervortreten lässt. Zwetschgen werden meist zu Sorbet verarbeitet – denn so lässt sich die dunkelrote Farbe der pürierten Frucht besser erhalten. Das Cremige dieses Rezepts passt aber gut zur Zwetschgenaroma und die Farbe, ein blasses Purpurrot, lässt an blühende Obstbäume im Frühling denken.
Kochzeit 20 Minuten
Abkühlzeit 3 Stunden
Gefrierzeit 3 Stunden
First Publication: 10-9-2015
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