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Sozialpolitik
Die zentralen Ziele der kantonalen Sozialpolitik sind die Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung von sozialer Wohlfahrt der Bevölkerung im Kanton Bern und die gerechte Verteilung von Wohlstandschancen. Im Zentrum steht die (Re-) Integration der Menschen in die Gesellschaft. Der Kanton Bern engagiert sich unter anderem in der Existenzsicherung, der Betreuung von älteren Menschen und Behinderten, sozial Bedürftigen, von Kindern und Jugendlichen, von suchtkranken Menschen oder Opfern von Straftaten.
Die wichtigste gesetzliche Grundlage der kantonalen Sozialpoliitk ist das Gesetz über die öffentliche Sozialhilfe vom 11. Juni 2011 (Sozialhilfegesetz, SHG). Es orientiert sich an den Wirkungszielen: Prävention, Hilfe zur Selbsthilfe, Ausgleich von Beeinträchtigungen, Behebung von Notlagen, Verhinderung von Ausgrenzung, Förderung der Integration. Die inhaltliche Breite bietet eine sehr gute Grundlage für die kantonale Sozialpolitik.
Prävention in der Sozialpolitik bedeutet, dass betroffene Personen unterstützt werden sollen, bevor sie auf bedarfsabhängige Transferleistungen oder stationäre Einrichtungen angewiesen sind. Transferleistungen sind Zahlungen staatlicher Institutionen zur Unterstützung von Haushalten und Privatpersonen, die durch bestimmte Lebenssituationen oder Risiken besonders belastet sind (u.a. Alter, Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit). Hilfe zur Selbsthilfe umfasst daher das Schaffen von Rahmenbedingungen, die individuelle Problembewältigung ermöglichen wie auch die Information, Beratung, Begleitung und Unterstützung von bedürftigen Menschen.
Sozialpolitik ist eng verknüpft mit anderen Politikbereichen wie Bildungs-, Arbeitsmarkt-, Familien-, Gesundheits- und Steuerpolitik und kann ihre Wirkung nur durch Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche entfalten.
Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion erstellt verschiedene Berichte zur sozialpolitischen Planung und Steuerung: den Sozial-, den Alters- und den Behindertenbericht.