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Der Lizenzumsatz sinkt jedoch dramatisch. Margenziel für 2009 auf 25,5 bis 27 Prozent erhöht.
SAP musste zwar im zweiten Quartal gemäss vorläufigen Zahlen einen Umsatzrückgang um 10 Prozent auf 2,58 Milliarden Euro hinnehmen, gleichzeitig stieg aber der Nettogewinn um 4 Prozent auf 423 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn stieg – trotz Restrukturierungskosten von 5 Millionen Euro – um 9 Prozent auf 647 Millionen Euro. Bemerkenswert ist auch das Wachstum der operativen Marge von 20,7 Prozent im Q2 des Vorjahres auf nun 25,1 Prozent. Die Marge ist um 0,2 Prozentpunkte negativ beeinflusst durch die Restrukturierungskosten.
Ein negativer Punkt ist der Rückgang der Softwareerlöse (Lizenzumsatz) um 40 Prozent auf 543 Millionen Euro und der Rückgang der Serviceerlöse um 5 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro. Der heftige Rückgang bei den Softwareerlösen ist laut SAP auf das "anhaltende schwierige wirtschaftliche Umfeld" zurückzuführen. Darüber hinaus seien die Ergebnisse des zweiten Quartals 2009 mit den entsprechenden Vorjahresergebnissen nur schwer vergleichbar, da das zweite Quartal 2008 noch vor Beginn der Wirtschaftskrise lag, die ab dem dritten Quartal 2008 starken Einfluss auf die weltweite Marktentwicklung nahm.
"Obwohl das Geschäftsumfeld nach wie vor schwierig ist, lässt sich die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nun etwas besser einschätzen", gab sich SAP-Chef Léo Apotheker zuversichtlich. Apotheker hat bekanntlich das mittelfristige Margenziel von 35 Prozent vor Augen
. Für das laufende Jahr geht SAP nun von einer operativen Marge von 25,5 bis 27 Prozent aus, allerdings gemäss Non-GAAP-Regeln. Das Jahresziel lag bisher bei 24,5 bis 25,5 Prozent. (Maurizio Minetti)