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Idee/Vorbereitung
Die Idee für dieses Digezz-Projekt entstand, als wir vom Aussehen eines McDonalds Mitarbeiters enttäuscht wurden. Nachdem wir seine Stimme beim ersten Halt im McDrive hörten, stellten wir uns einen jungen, attraktiven Mann mit einem Lächeln auf dem Gesicht vor. Als wir aber beim zweiten Halt (beim Bezahlen) sein Gesicht sahen, mussten wir feststellen, wie sehr wir uns getäuscht hatten. So diskutierten wir darüber, wie sich die Stimme eines Menschen auf unsere Vorstellung seines Aussehens auswirkt.
Wir fanden dieses Thema sehr interessant und beschlossen, dass wir einander Stimmen vorspielen sowie die Gesichter zeichnen würden. Jede sollte also drei Menschen einen Text vorlesen lassen und dabei deren Stimme aufnehmen. Danach sollte sich die andere Person die Stimmen anhören und die Personen dazu zeichnen, die sie sich vorstellte.
Als Vorbereitung mussten wir geeignete Personen finden, die unterschiedlich aussehen, unterschiedlich alt sind und die die andere Person von uns nicht kannte.
Aufnahmen
Die Aufnahmen wurden von Lorena mit einem Lavelier-Mic des Mobile Journalismus Sets, und von Stefania mit einem Sennheiser Evolution Gesangsmikrofon gemacht. Beim vorgelesenen Text handelt es sich um einen Ausschnitt des Stern.
Zeichnen
Während wir jeweils eine Tondatei abspielten und so einer Stimme zuhörten, zeichneten wir im Adobe Photoshop das Gesicht, das wir uns vorstellten. Wir begannen mit den Konturen des Kopf, änderten ständig einzelne Details, die aber viel ausmachten und versuchten zum Schluss, mit Farbe das ganze besser zu betonen. Der ganze Zeichnungsprozess haben wir mithilfe des VLC-Screenrecorders aufgenommen, sodass man jeder unserer Schritte mitverfolgen kann.
Webseite
Wir dachten uns, dass die Ergebnisse am Besten auf einer Webseite zur Geltung kommen. Von daher programmierten wir eine. Die Webseite ist bewusst schlicht gehalten, so das unsere Arbeiten besser zur Geltung kommen. Der Videoslider beinhaltete einige Tücken und hat so mehr Zeit gekostet als erwartet.
Schwierigkeiten
Die erste Schwierigkeit war, einzuschätzen, wie alt die Person jeweils war. Wir stellten fest, dass nach den ersten paar Sekunden des Anhörens der Audiodatei bereits ein Bild in unserem Kopf entsteht. Wenn wir aber länger zuhören und uns Gedanken machen, wie der Mensch jetzt wohl wirklich aussehen könnte, änderte sich dieses Bild ständig. Es traten mehrere Möglichkeiten auf, sodass wir nicht immer wussten, für welche wir uns jetzt entscheiden sollen. Wir mussten uns aber dazu zwingen, die erste Person zu visualisieren, welche uns eingefallen ist. Denn das war ja unser Ziel. Wenn wir mit jemandem telefonieren, studieren wir auch nicht allzu lange darüber nach, wie der Mensch aussehen würde, sondern bleiben bei unserem ersten Eindruck.
Die wohl grösste Schwierigkeit war, die Menschen, so wie wir sie nun vor Augen hatten, genauso zu zeichnen, wie wir sie sehen. Andere genau das Bild sehen zu lassen, das wir sehen. Das war nie wirklich möglich. Doch das war uns von Anfang an bewusst, denn wir wussten, dass aus uns keine guten Phantombildzeichnerinnen werden würde.
Was uns mehr Zeit gekostet hatte, als wir wollten war das Vorlesen lassen sowie das Zeichnen. Beim Vorlesen brauchten die meisten unserer Personen mehrere Versuche. Beim Zeichnen ist es uns beiden einmal passiert, dass der Screenrecorder ziemlich am Anfang plötzlich gestoppt hat und wir das nicht gemerkt hatten. So investierten wir kostbare Zeit in etwas, das wir nicht verwenden konnten. Also blieb uns nichts anderes übrig, als die Person nochmals zu zeichnen.
Fazit
Nach dem Experiment sind wir beide überrascht, wie unzutreffend unsere Zeichnungen wurden. Es war faszinierend, was für Menschen sich die andere Person jeweils vorgestellt hatte. Das Projekt hat uns Spass gemacht und werden dies vielleicht mit mehreren Personen wiederholen, um ein repräsentativeres Ergebnis zu erhalten.