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(spr. rebéll),Jean François, franz. Revolutionsmann, geb. zu
Colmar,
[* 3] studierte die Rechte, ließ sich dann in seiner Vaterstadt als Advokat nieder und war beim Ausbruch der Revolution Vorsteher
(bâtonnier) seiner Korporation. Für den Amtsbezirk Colmar zu den Generalständen abgeordnet, unterstützte er alle Maßregeln,
die zur Gründung der Republik beitrugen. In denKonvent trat er für Neubreisach ein. Zur Zeit der VerurteilungLudwigs XVI. befand er sich als Konventsdeputierter bei der Rheinarmee; in gleicher Eigenschaft ging er hierauf in die
Vendée.
Nach dem Sturz Robespierres schloß er sich den Thermidorianern an, die ihn in den Sicherheits-, den Wohlfahrtsausschuß und
zum Präsidium des Konvents beförderten. Nach der Auflösung desselben in den Rat der Alten gewählt, dessen Sekretär
[* 4] er war,
wurde er Mitglied des Direktoriums, wo er durch seine Arbeitskraft und Erfahrung, aber auch durch seine Rücksichtslosigkeit
hervorragte. Am schied er aus dem Direktorium, wo mit Sieyès ein anderes System zur Geltung
kam, und trat wieder in den Rat der Alten ein, bis ihn der Staatsstreich des 18. Brumaire vom polit. Leben gänzlich
entfernte. Er starb in Colmar.