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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Mosambik sind gut. Mosambik ist ein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz. Die Schweiz unterstützte Mosambik bei der Bewältigung der Folgen des Bürgerkriegs, der das Land von 1976 bis 1992 erschütterte. Das wirtschaftliche Potenzial des Landes eröffnet Schweizer Unternehmen neue Handels- und Investitionsperspektiven.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Mosambik
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz hat eine Subsahara-Afrika-Strategie für den Zeitraum 2021–2024 ausgearbeitet.
Die Schweiz und Mosambik nahmen 1976, kurz nach der Unabhängigkeit des Landes, diplomatische Beziehungen auf. Zwischen den beiden Ländern finden regelmässig offizielle Besuche auf hohem Niveau statt.
Die Schweiz hat seit 2017 den Vorsitz einer Kontaktgruppe inne, welche die beiden Konfliktparteien (FRELIMO und RENAMO) bei der Aushandlung eines nachhaltigen Friedensabkommens begleitete und seit 2019 bei dessen Umsetzung unterstützt. Die Unterstützung der Schweiz spielte eine wichtige Rolle beim Abschluss des 2019 unterzeichneten Friedensabkommens zwischen der RENAMO und der FRELIMO.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die Wirtschaftslage Mosambiks ist seit 2016 sehr angespannt (hohe Staatsverschuldung und Auswirkungen der Klimakatastrophen). Die günstigen geografischen Gegebenheiten, die natürlichen Ressourcen (Kohle, Aluminium) und die noch wenig erschlossenen Gasvorkommen machen Mosambik jedoch zu einem Land mit einem bedeutenden wirtschaftlichen Potenzial.
Die Schweizer Botschaft in Maputo initiierte 2013 das Swiss Mosambican Business Network, aus dem 2017 die Handelskammer Schweiz–Mosambik hervorging.
Ein Handelsabkommen aus dem Jahr 1979 und ein 2002 abgeschlossenes bilaterales Investitionsförderungs- und Investitionsschutzabkommen bilden das Rahmenwerk für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende aus Mosambik können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe
Mosambik ist ein Schwerpunktland der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz. Die DEZA, die Abteilung Frieden und Menschenrechte des EDA und das SECO sind komplementär in Mosambik tätig. Die Schweiz unterstützt bilaterale Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe, hauptsächlich in den nördlichen Provinzen Cabo Delgado, Niassa und Nampula.
Die Schweiz unterstützt Mosambik durch die Global- und Regionalprogramme der DEZA sowie durch Beiträge an internationale/multilaterale Organisationen und an Schweizer NGO vor Ort.
Für den Zeitraum 2022–2025 wird die Schweiz über ein neues Kooperationsprogramm für Mosambik verfügen.
Schweizerinnen und Schweizer in Mosambik
Ende 2020 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 135 Schweizerinnen und Schweizer in Mosambik und 67 mosambikanische Staatsangehörige in der Schweiz.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Am 30. Oktober 1974 anerkannte der Bundesrat die Unabhängigkeit Mosambiks, die am 25. Juni 1975 offiziell proklamiert wurde. 1977 eröffnete die Schweiz eine Botschaft in Maputo, 1979 nahm sie die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit auf.
Die Anfänge der Schweizer Zusammenarbeit mit Mosambik gehen zurück auf die Gründung der Schweizer Mission in den 1880er-Jahren. Die Schweizer Missionare waren für ihr soziales Engagement im Land bekannt: Sie bauten Krankenhäuser und Schulen, in denen sie auch lokale Sprachen lehrten, was Meinungsverschiedenheiten mit der portugiesischen Kolonialherrschaft zur Folge hatte.