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Zürich (awp/sda) - Der Rechtsstreit um die Entlassung des Journalisten Daniel Suter im Rahmen einer Massenkündigung beim "Tages-Anzeiger" geht weiter. Das Medienunternehmen Tamedia akzeptiert den Entscheid des Zürcher Arbeitsgerichts nicht und zieht ihn weiter ans Obergericht.
Tamedia hatte dem langjährigen Journalisten des "Tages-Anzeigers" und Präsidenten der Personalkommission (Peko) im Mai 2009 auf Ende Oktober gekündigt und zwar während der Verhandlungen der Peko mit der Tamedia über einen Sozialplan. Suter hatte gegen die Kündigung Einsprache beim Arbeitsgericht eingelegt und Recht bekommen.
Dabei berief er sich auf einen besonderen Kündigungsschutz als Präsident der Peko und machte eine Entschädigung wegen missbräuchlicher Kündigung geltend. Tamedia führte wirtschaftliche Gründe für die Entlassung an und argumentierte, das Gesetz sehe keinen absoluten Kündigungsschutz vor.
Für Tamedia sei der Entscheid des Arbeitsgerichts überraschend gewesen, sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer zu einer Meldung des "Tages-Anzeigers" vom Freitag. Das Urteil widerspreche bisheriger Rechtssprechung sowohl des Arbeits- als auch des Bundesgerichts.
Voraussichtlich wird sich der Fall noch länger hinziehen. Denn egal wie das Obergericht entscheidet, die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass eine der beiden Seiten den Entscheid ans Bundesgericht weiterziehe, sagte Zimmer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
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