Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/1651

An der OL-Europameisterschaft in Falun (Schweden) schaffte die Richterswilerin Julia Gross bei ihrem ersten Sprintfinal in der Elite eine Top Ten-Klassierung. Schon im Qualifikationslauf liess Gross ihre Klasse im Sprint aufblitzen. Dass sie dann aber im Finallauf der fünfzig besten Läuferinnen einen Top Ten-Rang erreichte, ist doch eine Überraschung.
Die flinke Athletin startete eher verhalten in den Titelkampf. Bei der ersten Zwischenzeit passiert sie noch auf Rang 27. Doch je länger das Rennen dauerte, je besser kam Gross in Fahrt. Bei der zweiten Zwischenzeit belegte sie bereits den 20igsten Platz. Im zweiten Teil des Parcours, bei dem es einige knifflige Routenwahlentscheidungen zu treffen galt, machte die angehende Primarlehrerin fast alles richtig. Meistens erwischte sie die Idealroute, fast immer lief sie den gleichen Weg, wie einige Minuten später die nachmalige Siegerin Simone Niggli. Vom zweitletzten zum letzten Posten gelang Gross sogar eine Abschnittsbestzeit und vor dem zahlreichen Publikum im Skistadion von Falun zeigte sie einen beeindruckenden Zieleinlauf. Ihre Laufzeit von 16:30 Minuten reichte vorerst für den zehnten Rang. Weil die vermeintliche Bronzemedaille-Gewinnerin Anne Margarethe Hausken Nordberg (Norwegen) disqualifiziert wurde, rutschte Gross schliesslich sogar auf den neunten Rang.
„Das Gelände am Langdistanzlauf hatte mich im Griff“
Im Gegensatz zum Sprintgelände rund um das Skistadion von Falun, konnte sich Gross mit dem ruppigen und steigungsreichen Gelände am Langdistanz-Wettkampf nicht wirklich anfreunden. „Das Gelände hatte mich im Griff, es warf mich dauernd hin und her“, berichtete Gross nach dem anforderungsreichen Wettkampf über 9.7 Kilometer. Nach 79:59 Minuten überquerte Gross die Ziellinie. Sie lief exakt die gleiche Laufzeit wie ihre Teamkollegin Seline Stalder. Schliesslich belegten die beiden Schweizerinnen gemeinsam den 34. Rang. Obwohl die Richterswilerin keine groben Fehler gemacht hatte, betrug ihr Rückstand auf die überlegene Siegerin Simone Niggli über achtzehn Minuten.
Ebenfalls einen schweren Stand bei ihrem EM-Debut hatte die Norwegerin Ida Marie Naess Bjorgul, welche Mitglied der OL Zimmerberg ist. Die Klubkollegin von Julia Gross bestritt den Mitteldistanzfinal und belegte dort den 50igsten Rang.