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Leberzirrhose: Wer profitiert von Albumin?
Humanalbumin wird bei Patienten mit Leberzirrhose eingesetzt. Ziele sind die Volumenexpansion und die Verbesserung der zirkulatorischen Dysfunktion. Daneben spielen immunmodulatorische Wirkungen eine Rolle. Aber nicht alle Patienten profitieren von der Eiweiss-Therapie: Bei schwer kranken Patienten hat diese mehr Nach- als Vorteile.
Als etablierte Standardindikationen für die Gabe von Humanalbumin gelten die Prophylaxe des hepatorenalen Syndroms (HRS) bei Parazentese und bei spontaner bakterieller Peritonitis. Zur Therapie des HRS wird Albumin in Kombination mit Terlipressin (alternativ Noradrenalin) verabreicht.
Weniger Komplikationen durch Albumin-Gaben
Eine neue Indikation für die dauerhafte ambulante Albumin-Therapie könnte für Patienten mit Leberzirrhose und Aszites bestehen, erläutert Professor Dr. Christian Lange, Medizinische Klinik II, LMU Klinikum München (1). In der ANSWER-Studie hat man 440 Patienten mit Aszites entweder mit Aldosteron-Antagonisten (≥ 200 mg/d) und Furosemid (≥ 25 mg/d) behandelt oder zusätzlich zu dieser Standardtherapie Humanalbumin gegeben. In den ersten zwei Wochen erhielten die Teilnehmer im Albumin-Arm zweimal 40 g/Woche, ab der dritten Woche wurde die Dosierung reduziert auf einmal 40 g/Woche.