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Smartes Klötzchenrücken
Als hätte ein Riese sechs Bausteine mit einem Fingerstubs in den Hang hineingeschoben, so erscheinen die neuen Gebäude für studentisches Wohnen an der Route de la Fonderie in Fribourg. Ihre Entstehung hat jedoch nichts mit einer märchenhaften Begebenheit zu tun, sondern eher mit einer intelligenten Planung. Das Büro KPA Architekten realisierte für die Anlagestiftung Apartis anstatt zweier ursprünglich angedachter Riegel entlang der Hangkante des Butte de Pérolles einzelne quer stehende Volumina. Durch diesen Schachzug konnte die bestehende Topografie erhalten bleiben, noch dazu bietet das abschüssige Gelände für fünf achtstöckige Häuser mit insgesamt 413 Zimmern die Vorlage für eine Erschliessung von zwei Seiten: auf Strassenniveau an der Route de la Fonderie über einen zweistöckigen Sockel mit blauer, grüner, gelber, orange- oder pinkfarbener Polycarbonatfront; vom Hang her auf der Rückseite der mit gewellten Faserzementplatten verkleideten Gebäude durch einen Kiesweg, der auf dem grünen Grat verläuft. Das sechste Haus hebt sich mit seinem polygonalen Grundriss und der dunkleren, verputzten Fassade deutlich von den anderen ab. Hier befinden sich denn auch 28 Wohnungen unterschiedlicher Grösse, die für junge Erwachsene gedacht sind. Mit der Übergabe durch Halter Entwicklungen im Frühjahr 2021 wurde dem sich seit einigen Jahren in Transformation begriffenen, ehemaligen Industriequartier in nächster Nähe zu Fachhochschulen und Universität ein lebendiges Gebäude-Ensemble hinzugefügt. Angelehnt an den Wissenschaftsstandort ist La Fonderie im Minergie-Standard errichtet und wurde mit dem Label Site 2000 watts ausgezeichnet.