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Im Jahr 2007 sind in der Schweiz 54 Milliarden Zigaretten produziert, davon 42 Milliarden exportiert und rund 12 Milliarden im Inland verkauft worden! Gekostet hat das die RaucherInnen mehr als 3'000'000'000 (drei Milliarden) Franken! Wer profitiert davon? Wer hat das viele Geld eingesackt?
Die Tabakkonzerne
Das grosse Geld mit dem Tabakgeschäft machen in erster Linie die Tabakkonzerne. Dass es sich dabei um ein lohnendes Geschäft handelt, zeigt sich im riesigen Werbeaufwand und den vielen unlauteren Methoden, die die Konzerne betreiben. Hier einige Beispiele:
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Tabakfirmen haben jahrelang systematisch versucht, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu schwächen. Sie versuchten wissenschaftliche Studien über die Gefährlichkeit von Tabak in ihrem Sinne zu manipulieren, die Glaubwürdigkeit der WHO zu untergraben und das WHO-Budget für Tabakprävention zu beschneiden.
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Die Tabakindustrie hat das hohe Krebsrisiko beim Rauchen bereits in den 60er Jahren erkannt, aber bis heute nicht öffentlich zugegeben.
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Weltweit verteilen Tabakkonzerne in der Nähe von Schularealen, in Discos und sonst an Orten, wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten, regelmässig Werbegeschenke.
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Werbegrundsätze, die sich die Zigarettenindustrie auferlegt hat, werden immer wieder durch sie selbst gebrochen. Beispielsweise hat die Schweizer Zigarettenindustrie die Zürcher Street Parade bislang immer kräftig mitgesponsert, etwa indem sie ihre Logos auf Flyers platzierte. Dies obwohl sie beteuert hat, gezielte Werbung nur bei den über 18jährigen zu betreiben...
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Im Tabakrauch sind nebst Nikotin auch andere suchterzeugende Stoffe enthalten, die dem Tabak künstlich beigemengt werden, zum Beispiel Ammonium. Um die Suchtwirkung im Tabak immer mehr zu steigern, hat die Tabakindustrie für die Entwicklung süchtig machender Stoffe schon Millionen investiert! Schliesslich macht sie ihre Gewinne mit der Zigarettenabhängigkeit anderer Menschen....
Die Werbeindustrie
Damit die Tabakindustrie ihre Produkte verkaufen kann, muss sie dafür werben, das heisst sie muss Werbefachleute finden, die möglichst effektvoll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ihre Tabakprodukte lenkt. Allein in der Schweiz belaufen sich die Werbeausgaben der Tabakindustrie auf rund 120 Millionen Franken. Geworben wird mit Kinospots, in Zeitschriften oder Magazinen, auf Plakatwänden, in Restaurants, in Discos, manchmal sogar an sportlichen Anlässen...
Ein Teil der Werbeausgaben wird für die sogenannte Promotion verwendet, das heisst für die Verteilung von Gratismustern oder Wettbewerben. Werbung wird auch mit Artikeln gemacht, die nicht zuletzt bei Jugendlichen grossen Anklang finden, beispielsweise mit Kleidungsstücken, Sportartikeln, Schlüsselanhängern, Feuerzeugen. Die Werbeartikel sind mit demselben Logo versehen wie die Zigarettenpackung.
Immer mehr betreiben Tabakkonzerne auch Sponsoring von kulturellen und sportlichen Anlässen, das heisst sie finanzieren die Anlässe unter der Bedingung mit, dass sie ihre Logos auf Flyers, in Programmheften, in Inseraten, usw. platzieren können...
Der Zwischenhandel
Ein Teil des Gewinns aus dem Tabakverkauf geht an die BetreiberInnen von Lebensmittelgeschäften, Restaurants, Kioske beziehungsweise überall dahin, wo KonsumentInnen ihre Zigaretten kaufen können.
Der Zwischenhandel profitiert auch indirekt vom Zigarettenverkauf. Wer beispielsweise in einer Bar einen Zigarettenautomaten stehen hat, kann damit rechnen, dass viele RaucherInnen es nicht mit dem Päckchen bewenden lassen, sondern gleich auch noch etwas zu trinken bestellen. Ähnliches gilt auch für die Kioske, wo viele KundInnen nebst Zigaretten grad auch das Feuerzeug, die Zeitung oder etwas zum Naschen kaufen.
WerbeträgerInnen
Wer sich dazu hergibt, persönlich für Zigaretten zu werben, kann dabei eine Stange Geld verdienen. Dabei gilt: Je berühmter und illustrer die WerbeträgerInnen sind, desto höher ist die Geldsumme, die sie dafür erhalten.
Hast du zum Beispiel gewusst, dass der Schauspieler Silvester Stallone dafür, dass er in einem seiner Filme eine Zigarette raucht - natürlich so, dass die Marke sichtbar ist - vom betreffenden Konzern 400'000 Dollar erhalten hat!?
Der Staat
Du hast richtig gelesen! Auch der Staat verdient daran, wenn jemand raucht. 1999 hat der Schweizer Staat ungefähr 60 Prozent des Zigaretten-Verkaufspreises für sich beansprucht und zwar in Form von Tabaksteuern (51.7 Prozent), Mehrwertsteuern (7 Prozent) und in Form einer Abgabe des einheimischen Tabakanbaus (0.6 Prozent). In Franken sind das rund 1.6 Milliarden mittels Tabaksteuern und 200 Millionen Franken mittels Mehrwertsteuern.
Die Einnahmen aus den Tabaksteuern werden zur Finanzierung der Sozialwerke AHV/IV (Alters- und Invalidenrente) verwendet. Aber keine Bange: Die Finanzierung der Sozialwerke hängt nicht primär vom Zigarettenverkauf ab. Mit diesen 1.8 Milliarden Franken können lediglich 6 Prozent der AHV/IV-Ausgaben abgedeckt werden...