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(1906 - 1973)
Der Mann, der Papillon war
Der
Schriftsteller Henri Charrière, genannt Papillon, wurde mit seinem
teilweise biographischen, teilweise fiktiven Roman "Papillon" weltberühmt
und die gleichnamige Verfilmung aus dem Jahre 1973 mit Steve McQueen und
Dustin Hoffman setzte ihm ein filmisches Denkmal.
Der Film wurde für einen Oscar als bester Film nominiert. Das musikalische Hauptthema stammte aus der Feder des legendären Jerry Goldsmith.
Henri Charrière wuchs in Paris auf und verlor seine Mutter, als
er 10 Jahre alt war. Mit 17 ging er zur französischen Navy und kam
nach Ende seiner Dienstzeit schon bald auf die schiefe Bahn, als er als
Tresorknacker unterwegs war.
Schliesslich wurde er in einen Mord an einem Zuhälter verwickelt, für das er 1932 zur Verbannung auf Französisch-Guayana auf Lebenszeit verurteilt wurde.
Ende 1933 kam er in die dortige Strafkolonie, wo er aufgrund eines Tattoos in Form eines Schmetterlings den Übernamen "Papillon" bekam, und er machte schon bald durch mehrere Ausbrüche auf sich aufmerksam. Seine Ausbrüche waren aufgrund der Lage der Strafkolonie mitten in der Wildnis zunächst nicht von Erfolg gekrönt, doch zumindest kam er teilweise bis nach Venezuela und Kolumbien und konnte für rund 7 Monate bei Indios untertauchen. Bis heute streiten sich Experten, inwiefern Henri Charrière tatsächlich selber an den Fluchtversuchen beteiligt war und wieviel von Erfahrungen anderer Mitgefangener stammen.
Erst 1944 glückte die Flucht endgültig auf einem Sack voller Kokosnüsse und er gelangte nach Britisch-Guayana.
Etwas später ging er nach Venezuela und konnte sich ein neues Leben einrichten, er bekam sogar die venezolanische Staatsbürgerschaft. Er heiratete eine Einheimische und führte mehrere Restaurants.
Als er 1969 den Roman "Papillon" veröffentlichte, wurde er schnell international bekannt. Zwei Jahre später veröffentlichte er sein zweites Buch mit dem Titel "Banco", die sein Leben nach der Freilassung bis 1970 erzählt.
Dank seiner Popularität erhielt er 1972 eine grosse Filmrolle in der Produktion "Die Hölle am Ende der Welt" mit Claudia Cardinale, wofür er auch das Drehbuch schrieb.
Nur kurze Zeit nach seinem grossen Erfolg verstarb Henri Charrière 1973 im Alter von 67 Jahren an Kehlkopfkrebs.