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Die Forscher liessen gesunde Menschen im Alter von 20 bis 31 Jahren entweder eine 355-Millliter-Dose «Red Bull» oder Wasser trinken. Nach dem Konsum
des Energydrinks stiegen Blutdruck und Puls an und blieben bis zum Ende der Messungen erhöht.
Die Wissenschaftler stellten jedoch auch fest, dass das Getränk in der grössten der drei Hirnarterien den Widerstand steigerte und die Fliessgeschwindigkeit des Blutes abnahm.
Dadurch konnte sich der Blutfluss ins Gehirn um rund zehn Prozent verringern. Die Behauptung, dass das Getränk «Geist und Körper belebt» ist deshalb falsch. Fine
Folgestudie kam zu dem Ergebnis, dass die Teilnehmer beim Kopfrechnen nicht besser abschnitten als Personen, die Wasser getrunken hatten.
Die anregenden Effekte sind mit der Wirkung einer Tasse Kaffee vergleichbar und dürften ausschliesslich auf das Koffein zurückgehen, erklärten die Forscher. Zwar sind Energydrinks wie «Red Bull» nicht prinzipiell gesundheitsschädlich; angesichts
des stetig steigenden Konsums bei Jugendlichen und dem sehr hohen Zuckergehalt (drei bis vier Würfel Zucker) sollten sie aber höchstens in kleinen Mengen konsumiert werden.
Bei Jugendlichen besteht zudem die Gefahr einer Überdosierung, was zu einer Koffeinvergiftung mit Symptomen wie Nervosität, Unruhe; Zittern, Schlaflosigkelt
oder Herzrasen führen kann. Ärzte empfehlen, nicht mehr als 500 Milligramm Koffein (rund fünf Tassen Kaffee) täglich zu sich nehmen, Jugendliche sollten sich auf 100 Milligramm pro Tag beschränken.
Spanische und deutsche Wissenschaftler konnten zudem zeigen, dass industriegeförderte Studien fünfmal häufiger keinen Zusammenhang zwischen dem Gewicht und dem Konsum zuckerhaltiger Getränke feststellten als andere.
Gab es keine Verbindung zwischen Finanzgeber und Studienergebnis, kamen über 80 Prozent zum gegenteiligen Ergebnis.
Quelle: GN 7-8-14 (nzz.ch/UGB)