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Peniskrebs (Peniskarzinom) ist ein seltener bösartiger Tumor bei Männern. Er kommt vor allem im höheren Lebensalter vor. Peniskrebs entsteht vorwiegend an der Eichel und an der Vorhaut.
Experten sehen einen Zusammenhang zwischen Peniskrebs und Vorhauttalg, dem Smegma. Sammelt sich Smegma durch mangelnde Sexualhygiene zwischen Eichel und Vorhaut an, gilt dies als Risikofaktor für Peniskrebs. Bei Männern, die an einer Phimose leiden, ist die Vorhaut verengt. Sie können die Vorhaut nicht vollständig zurückschieben und haben Schwierigkeiten, die Eichel zu reinigen und von Smegma zu befreien. Deshalb scheint auch die Phimose Peniskrebs zu begünstigen. Dafür spricht auch, dass Peniskarzinome bei Männern, die bereits als Neugeborene beschnitten wurden, seltener auftreten. Zusätzlich gilt auch eine Infektion mit humanen Papillom-Viren (HPV) als Risikofaktor.
Peniskrebs ist in der Mehrzahl der Fälle aus entarteten Zellen der Haut entstanden. Am häufigsten handelt es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome. Als Vorstufe davon können Schleimhautveränderungen (sog. Leukoplakien) vorkommen. Aber auch andere Hautkrebsarten wie das Basaliom (weisser Hautkrebs) oder Melanom (schwarzer Hautkrebs) sind möglich.
Wie bei vielen Krebserkrankungen sind Frühsymptome auch bei Peniskrebs rar. Manche Betroffene berichten über Hautveränderungen, Ausfluss oder auch über Blutungen aus dem Penis. Der Arzt stellt die Diagnose Peniskrebs, indem er eine Gewebeprobe entnimmt (Biopsie).
Peniskrebs lässt sich in der Regel erfolgreich mit einer Operation behandeln. Je nach Stadium der Erkrankung reicht die Operation von der Entfernung der Vorhaut bis hin zur vollständigen Entfernung des Penis (Penisamputation). Bei einem Peniskarzinom, das nicht mehr operabel ist und/oder Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat, helfen Chemotherapie oder Strahlentherapie, die Beschwerden zu lindern. Wird Peniskrebs früh erkannt und entsprechend behandelt, ist eine Heilung möglich.
Peniskrebs (Peniskarzinom) ist eine relativ seltene Erkrankung: Etwa 50 Männer erkranken in der Schweiz pro Jahr an diesem bösartigen (malignen) Tumor. Das entspricht ungefähr einem Prozent von allen malignen Krankheiten des Manns. In Volksgruppen, die bereits bei neugeborenen Jungen eine Beschneidung (Zirkumzision) vornehmen, ist Peniskrebs seltener. An Peniskrebs erkranken vorwiegend ältere Männer, am häufigsten um das sechste Lebensjahrzehnt. Bei den Penistumoren handelt es sich meist (95 Prozent) um Krebs der Penishaut und -schleimhaut (sog. Plattenepithelkarzinome).
Der Penis enthält Schwellkörper, die bei einer Erektion durch die Aufnahme eines grossen Blutvolumens anschwellen können. An der Unterseite der Schwellkörper verläuft die Harnröhre. An der Penisspitze befindet sich die Eichel, die von der Vorhaut überdeckt wird. Unter der Vorhaut sammeln sich abgestorbene Schleimhautzellen das sogenannte: Smegma (Vorhauttalg). Dieser lässt sich nur durch Zurückschieben der Vorhaut entfernen.
Penistumoren bilden sich am häufigsten an der Eichel und an der Vorhaut. Ausgedehnte Tumoren können auf die Schwellkörper übergreifen und sich bis zur Bauchdecke ausdehnen. Peniskrebs verbreitet sich bevorzugt über die Lymphgefässe, und bildet in den Leisten- oder Becken-Lymphknoten Tochtergeschwulste. Manchmal verbreitet sich der Tumor auch über den Blutweg und streut in Organe wie Lunge, Leber oder (selten) Skelett.
Die Peniskrebs-Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Forscher haben beobachtet, dass Peniskrebs (auch: Peniskarzinom) bei Männern, die bereits als Neugeborene beschnitten wurden, seltener ist. Experten vermuten deshalb einen Zusammenhang zwischen einer Ansammlung von Vorhauttalg (Smegma) und der Entstehung des Tumors. Für diese Vermutung spricht auch die Tatsache, dass Peniskarzinome gehäuft bei Männern mit Phimose auftreten. Unter einer Phimose versteht man eine Verengung der Vorhaut. Die Betroffenen können die Vorhaut nicht von der Eichel zurückschieben und den Vorhauttalg nur schwer entfernen. Auch eine Infektion mit dem humanen Papillom-Virus (HPV), scheint die Entwicklung von Peniskrebs zu fördern.
Auch bestimmte Schleimhautveränderungen gelten als Vorstufen, aus denen sich ein Peniskrebs entwickeln kann (z.B. Leukoplakie).
Wie bei vielen Krebserkrankungen sind auch bei Peniskrebs (Peniskarzinom) frühe Symptome sehr selten. Ausserdem sind die Symptome uncharakteristisch, so dass die betroffenen Männer dahinter keine bösartige Erkrankung vermuten. Manchmal berichten Erkrankte über einen klaren, gelegentlich auch übel riechenden Ausfluss oder Blutungen aus dem Penis. Die Eichel oder die Vorhaut können angeschwollen sein oder Verhärtungen aufweisen. Gelegentlich zeigen sich auch Hautveränderungen.
Schreitet ein Peniskrebs fort, können weitere Symptome hinzutreten: Breitet sich der Krebs über die Lymphbahn aus, kann dies den Lymphfluss in den Beinen behindern: In der Folge schwellen die Beine an – es entwickelt sich ein Lymphödem.
Für die Peniskrebs-Diagnose ist in der Regel der Urologe zuständig. Er erkennt den Krebs, der auch Peniskarzinom genannt wird, meist schon bei der körperlichen Untersuchung. Um die Diagnose zu sichern, ist jedoch die mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe (Biopsie) notwendig. Mithilfe von bildgebenden Verfahren, zum Beispiel Ultraschalluntersuchungen, einer Computertomographie (CT) oder einer Magnetresonanztomographie (MRT) sucht der Arzt anschliessend nach möglichen Tochtergeschwulsten (Metastasen). Manchmal nutzt er auch eine Röntgenuntersuchung der Lunge oder Skelettszintigraphie, um Metastasen in den Knochen zu entdecken.
Je früher eine Peniskrebs-Therapie einsetzt, umso besser sind die Heilungschancen. Die Therapie von Peniskrebs (Peniskarzinom) richtet sich nach dem Erkrankungsstadium, das heisst nach der Ausbreitung des Tumors (Tumorgrösse, Befall von Lymphknoten, Metastasen).
Bei Peniskrebs in einem frühen Stadium ist die Operation die Therapie der Wahl. Gelingt es, den Krebs vollständig herauszuschneiden, sind die Heilungschancen gut.
Manchmal reicht es schon, nur die Vorhaut zu entfernen, zum Beispiel durch eine Vorhautbeschneidung. Je nach Tumorausdehnung kann es jedoch auch nötig sein, den Penis komplett zu entfernen (Penisamputation). Gibt es Metastasen in den Leistenlymphknoten, entfernt der Chirurg diese ebenfalls.
Je nach Stadium, sind zur Peniskrebs-Therapie auch Bestrahlung und Chemotherapie geeignet. Im weit fortgeschrittenen Stadium lässt sich die Krebserkrankung oft nicht mehr heilen. Im Rahmen einer sogenannten palliativen Therapie versuchen die behandelnden Ärzte, den Tumor zu verkleinern, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.
Bei Peniskrebs (Peniskarzinom) hängt der Verlauf vom Zeitpunkt der Diagnose ab, denn je früher der Tumor erkannt und entsprechend behandelt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten. Bei weit fortgeschrittenen Tumoren ist die Prognose schlechter. Daher ist die Früherkennung des Tumors so wichtig.
Mit sorgfältiger Sexualhygiene lässt sich einem Risikofaktor für Peniskrebs (Peniskarzinom) vorbeugen: der Ansammlung von sogenanntem Smegma (Vorhauttalg). Männer mit einer zu engen Vorhaut (Phimose) haben oft Schwierigkeiten, den Vorhauttalg zu entfernen. Dann ist ein operativer Eingriff (Zirkumzision) sinnvoll, bei dem der Urologe oder Chirurg die verengte Vorhaut entfernt.
Es ist für viele Menschen verständlicherweise schwierig, sich vor einem Fremden komplett zu entblössen – selbst wenn es ein Arzt ist – und Veränderungen in der Genitalgegend zu zeigen: Versuchen Sie dennoch, Ihre Scheu zu überwinden und suchen Sie rechtzeitig einen Arzt auf, wenn Sie Beschwerden haben oder Ihnen zum Beispiel Hautveränderungen an Ihrem Penis auffallen. Denn: Bei einer frühzeitigen Diagnose, lässt sich Peniskrebs häufig heilen. Regelmässige Krebsvorsorge-Untersuchungen sind überdies jedem Mann ab dem 45. Lebensjahr dringend zu empfehlen.