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Die Medien- und Kommunikationsgewerkschaft Syndicom hat die Studie in Auftrag gegeben und sie am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Bern präsentiert. Gemäss Lukas Golder vom Meinungsforschungsinstitut gfs hat die Umfrage mit 1005 befragten Personen ergeben, dass eine allfällige Privatisierung der Swisscom auf wenig Interesse stösst.
Sie würde nur kleine Kreise mobilisieren können, sagte Golder. Er zog Vergleiche zu einer früheren Studie zum selben Thema aus dem Jahr 2006, die von einer Vorgängerorganisation der Syndicom in Auftrag gegeben worden war. Damals sei das Interesse in der Bevölkerung deutlich grösser gewesen.
In der aktuellen Befragung gaben 36 Prozent jener, die gemäss eigenen Aussagen auf jeden Fall an einer Abstimmung über die Privatisierung teilnehmen würden, an, «bestimmt dagegen» zu sein. Nur 12 Prozent wären «bestimmt dafür».
Laut Golder weist dieses Ergebnis auf eine starke Abneigung der Bevölkerung gegenüber einer Privatisierung der Swisscom hin. Es liessen sich keine klaren Tendenzen bezüglich Altersgruppen und politischer Orientierung erkennen.
Unmittelbar vor dem Beginn der Herbstsession schaltet sich die Syndicom damit in die Diskussion um den Service Public ein. Giorgio Pardini, Leiter des Bereichs Telekommunikation bei der Gewerkschaft, sagte, eine starke Wirtschaft benötige eine gute Infrastruktur. Es gebe genügend Beispiele dafür, dass nach einer Privatisierung Investitionen in die Infrastruktur zurückgingen oder ausblieben.
Der Berner SP-Nationalrat Corrado Pardini sagte: «Gibt man Infrastrukturen in die Hände privater Aktionäre, gibt man sie auf. So einfach ist die Gleichung.» Die Swisscom sei ein strategischer öffentlicher Besitz und solle es bleiben.
2006 hatte der Bundesrat die Privatisierung der Swisscom vorgeschlagen, scheiterte jedoch am Parlament.
(SDA)