Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03477.jsonl.gz/802

Querruder-Differenzierung
Für eine gleichmässige Rolle wie "auf dem Strich", kann es nötig sein, abhängig vom Flügelprofil und V-Form, dass die Querruder ungleichmässig auslenken müssen.
Das Verfahren für eine "saubere Rolle" lesen sie nachfolgend.
Bei der Vierpunkt-, Achtpunkt- und der langsamen Rolle kommt es auf die Querruder-Differenzierung an. Viele Modellpiloten fliegen diese drei Figuren ganz ohne Differenzierung der Querruder. Kommt beim Rollen um die Längsachse das Flugmodell etwas von der Bahn ab, dann korrigiert ein erfahrener Pilot mit Seiten- und Höhenruder.
Mit der Querruder-Differenzierung kann sich aber jeder Newcomer das Leben beim Modellkunstflug erleichtern: Meist ist beim Rollen um die Längsachse keine Korrektur nötig, da das Modell von sich aus geradeaus fliegt und kaum vom Kurs abkommt.
Zur Ermittlung der Querruder-Differenzierung fliegen Sie das Modell von rechts nach links mit etwa 50 bis 75 Prozent Gas und in etwa 50 Meter Höhe an. Fliegen Sie drei Rechtsrollen, die zusammen etwa 6 bis 9 Sekunden dauern, also 2 bis 3 Sekunden pro Rolle. Bricht das Modell dabei nach rechts aus, dann benötigt es mehr Querruder-Differenzierung. Weicht hingegen das Flugzeug während der drei Rechtsrollen nach links aus, dann sind die Querruder zu stark differenziert. Mischen Sie im Sender soviel Differenzierung bei, bis die Rollachse gerade verläuft.
Anschließend drehen Sie den Spieß um: Jetzt werden mit 50 bis 75 Prozent Gas drei Linksrollen hintereinander geflogen. Bricht das Modell nach links aus, dann kann es mehr Querruder-Differenzierung vertragen. Weicht der Kunstflieger nach rechst vom Kurs ab, dann muss die Querruder-Differenzierung zurück genommen werden. Meist müssen Sie jedoch bei der Kursabweichung zwischen den Links- und Rechtrollen einen Kompromiss finden.