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Zentrale Ferrara
In der Kavernenzentrale Ferrera wird das im Stausee Valle di Lei gespeicherte Wasser der obersten Gefällestufe turbiniert und anschliessend durch den Überleitungsstollen Ferrera–Sufers in den Stausee Sufers geleitet. Die Kaverne ist 143 m lang, 29 m breit und – im First gemessen – 24 m hoch. Zur Kaverne gehören ein 180 m langer Zugangsstollen, das Unterwasserschloss, ein Kabelstollen und mehrere andere Stollen für die Zu- und Ableitung des Wassers sowie für die Belüftung. Bei einem maximalen Gefälle von 524 m können in drei Höchstdruck-Francisturbinen 45 m3/s verarbeitet werden. Für so grosse Gefälle sind auch heute noch Peltonturbinen üblich, die Installation von Francisturbinen war beim Bau der Zentrale eine echte Pionierleistung.
Dank dem Saisonspeicher im Valle di Lei ist es möglich, einen grossen Teil der Produktion vom Sommer in den Winter zu verlagern. Dazu wird einerseits das Wasser der obersten Gefällestufe im Sommer im Speicher zurückbehalten und anderseits Wasser aus dem Ausgleichsbecken Ferrera oder dem Stausee Sufers hochgepumpt. Die drei horizontalachsigen Maschinengruppen im Pumpspeicherwerk Ferrera dienen nicht nur der Stromerzeugung: Die Generatoren sind zugleich Motoren für die Speicherpumpen, welche das im Ausgleichsbecken Ferrera gestaute Wasser aus dem Zwischeneinzugsgebiet ins Valle di Lei pumpen. Mit zwei vertikalachsigen Zubringerpumpen im Untergeschoss kann auch Wasser aus dem Stausee Sufers ins Ausgleichsbecken Ferrera bzw. zu den Speicherpumpen gefördert werden. So gelingt es, die Produktion weitgehend dem Verbrauch anzupassen.