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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00072 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Gerichtsschreiber Schetty Urteil vom 16. März 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard Werdstrasse 36, Postfach 9562, 8036 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der im Jahre 1959 geborene X.___ besuchte in Kloten die Grund schule und war in den Jahren 1975/1976 als auszubildender Juwelenfasser er werbstätig, wobei er in der Folge kein Fähigkeitszeugnis erwarb. Ab 1977 war der Versicherte als selbständiger Juwelenfasser tätig (Urk. 7/4 S. 1 und 4). Wegen seit 2011 bestehender gesundheitlicher Probleme (Diabetes mellitus, Dis kushernie, Spinalkanalverengung, entzündliche Erkrankung am Handgelenk) meldete er sich am 4. Februar 2014 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4 S. 4-6). Nach er folgten Abklärungen und durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/18) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 24. September 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens mit (Urk. 7/20). Im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung beantragte der Versicherte am 5. Februar 2015 orthopädische Serienschuhe (Urk. 7/22); das entsprechende Leistungsbegehren wurde mit Mitteilung vom 15. Mai 2015 gutgeheissen (Urk. 7/30). Aufgrund einer Verschlechterung der gesundheitlichen Situation meldete sich der Versicherte am 1. Februar 2017 erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/33 S. 6-8). Nach erfolgten Abklärungen stellte diese mit Vorbescheid vom 3. Mai 2017 das Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehren in Aussicht (Urk. 7/42) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 15. Juni 2017 fest (Urk. 7/51). Am 30. Juni 2017 wurde die Verfügung vom 15. Juni 2017 wieder erwägungsweise aufgehoben, nachdem ein Fristerstreckungsgesuch versehent lich unbeachtet geblieben war (Urk. 7/54). Nach erneuter Prüfung der medizini schen Aktenlage sowie des Einwandes des Vertreters des Versicherten hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. Dezember 2017 am Nichteintreten auf das Leis tungsbegehren fest (Urk. 7/61 = Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Vertreter des Versicherten am 19. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 1. Dezember 2017 vollumfänglich aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, auf das Leistungsbe gehren einzutreten; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2). Weiter sei dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung zu bewilligen sowie in der Person des Unterzeichnen den ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen (Urk. 1 S. 3). Mit Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2018 beantragte die Beschwerde gegnerin unter Hinweis auf die Akten die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 21. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Am 12. März 2018 (Urk. 9) legte der Beschwerdeführer neue Arztberichte auf (Urk. 10/1-3) Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, das s sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prü fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchs begründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwer defall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.3 Mit Art. 87 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorange gangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lau tenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sach verhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement be treffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hin sicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Mit dem Beweismass des Glaubhaft machens sind herabgesetzte Anforderun gen an den Beweis verbunden; die Tat sachenänderung muss also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrschein lich keit (BGE 126 V 353 E. 5b ) er stellt sein. Es genügt, dass für das Vor han den sein des geltend gemachten rechts erheblichen Sachumstandes wenigs tens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Mög lichkeit zu rech nen ist, bei eingehender Abklä rung werde sich die be hauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsän derung, wenn angenom men werden kann, der Anspruch auf eine Invaliden rente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 mit weiteren Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass keine wesentliche Veränderung der medizinischen Situation habe festgestellt werden können. Es liege ihnen lediglich ein ärztliches Zeugnis vor ohne nähere Angaben zur gesundheitlichen Situation. Die ihnen vorliegenden Befunde wür den keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausweisen (Urk. 2). 2.2 Demgegenüber machte der Vertreter des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass seit der Leistungsabweisung am 24. September 2014 von einer we sentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes auszugehen sei, insbe sondere aufgrund der neu diagnostizierten chronischen Schulter- und Rücken beschwerden, der zunehmenden Niereninsuffizienz sowie der Herzerkrankung (Urk. 1 S. 7). Dies gelte erst recht unter Berücksichtigung der nachträglich ein gegangenen Berichte des Spitals B.___ sowie von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Nephrologie und Innere Medizin (S. 8). 2.3 Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 24. September 2014, welche sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Berichte von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 3. März und 28. Juli 2014 stützte (Urk. 7/10, Urk. 7/16). Dr. Z.___ ging dannzumal in diagnostischer Hinsicht von einem Diabetes mellitus 2 (insulinpflichtig), von einer arteriellen Hyper tonie III, einer diabetischen und hypertensiven Nephropathie, Adipositas sowie von einem Schlafapnoesyndrom aus (Urk. 7/10 S. 1). Von ihm sei nie eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt oder beurteilt worden, die letzte Konsultation habe am 8. April 2014 stattgefunden (Urk. 7/16). 3. 3.1 Dr. med. A.___, Oberärztin Endokrinologie am Spital B.___, diagnos tizierte in ihrem Bericht vom 29. April 2015 einen Diabetes mellitus Typ 2, bestehend seit 1999 mit Mikroangiopathie, peripherer Polyneuropathie und Makroangiopathie mit Verdacht auf PAVK (grenzwertiger ABI) und bei guter Kontrolle unter Basis-Bolus Insulintherapie. Im Rahmen einer Hospitalisation aufgrund eines entgleisten Diabetes mellitus im September 2014 habe sich eine diabetische Polyneuropathie mit reduziertem Vibrationssinn an den Grosszehengrundgelenken und fehlenden Achilles sehnenreflexen gezeigt. Bei diesen Befunden sei eine orthopädische Schuhver sorgung unausweichlich; ein Verzicht hätte ein massiv erhöhtes Risiko, an einem diabetischen Fusssyndrom mit schweren Folgeerscheinungen zu erkran ken, zur Folge (Urk. 7/28). 3.2 In seinem Bericht vom 29. September 2016 stellte Dr. Z.___ die folgenden Diagnosen: Diabetes mit Endorganschäden (schwer eingeschränkte Nieren funktion, beginnende Augenschädigung, periphere Neuropathie), ausgeprägtes Übergewicht, chronische Rückenschmerzen, Bluthochdruck sowie chronische Schulterschmerzen. Eine Spitexverordnung zur Bedarfsabklärung, insbesondere bezüglich Haushalthilfe, sei am 31. August erfolgt; die IV-Anmeldung werde dringend empfohlen (Urk. 7/31). 3.3 Am 19. Januar 2017 wurde eine Arthrographie des linken Schultergelenkes er stellt. Dabei konnte ein vollständiger Riss der Supraspinatussehne mit Retraktion, Subluxationsstellung Humeruskopf mit Hochstand und Klaffen des Gelenkraumes sowie eine ausgeprägte aktivierte AC-Arthrose festgestellt werden (Urk. 7/38/2). 3.4 Dr. med. C.___, leitender Arzt Neurologie am Spital B.___, diagnostizierte in seinem Bericht vom 5. Juli 2017 ein Loge-de- Guyon Syndrom links; ein oligosymptomatisches Karpaltunnelsyndrom links; ein C6-Reizsyndrom rechts; eine schwere Claudicatio spinalis bei mässiger Spinalkanalstenose im Liegen (MRI 01/2017); ein schweres metabolisches Syndrom mit morbider Adipositas (BMI 45), Diabetes mellitus seit 1999 mit arterieller Hypertonie; eine Nierenin suffizienz, DD diabetisch, hypertensiv sowie ein Impingement -Syndrom Schul ter links, gut passend zu der anamnestischen Rotatorenmanschettenruptur links. Die Ulnaris -verteilte Fühlstörung an der linken Hand habe einem Loge-de- Guyon -Syndrom zugeordnet werden können, welches bei einem Diabetes mellitus gehäuft vorkomme. Bei der C6-Reizung würden keine Paresen oder axonale Schädigungszeichen im Myotom C6 oder C7 rechts bestehen, was ein konservatives Vorgehen nahelege. Die Claudicatio-Symptomatik sei mit Dehn übungen und Physiotherapie anzugehen, die Fusssenkerschwäche links sei am ehesten der Achillessehnen-Ruptur (mit knöchernem Ausriss am 15. Oktober 2011) zuzuordnen. Insgesamt würden keine Hinweise für eine wesentliche diabetische Polyneuropathie bestehen, beim Karpaltunnelsyndrom sei vorerst das exspektative Vorgehen angezeigt (Urk. 3/3). 4. 4.1 Bereits dem Bericht von Dr. A.___ vom 29. April 2015 ist zu entneh men, dass es im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung spätestens ab Oktober 2014 zu einer Zunahme der Beschwerden gekommen ist. So wurden die nunmehr festgestellte Mikroangiopathie, die periphere Polyneuropathie sowie die Makroangiopathie im Rahmen der Erstbeurteilung noch nicht berücksichtigt. Auch hinsichtlich der Nierenfunktion ist gestützt auf den Bericht von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Nephrologie und Innere Medizin, vom 27. Juli 2016 im Verlauf von einer konstanten Verschlechterung auszugehen (Urk. 7/37/23). In ihrem Bericht vom 31. Oktober 2016 hielten die Fachärzte der Praxis für Endokrinologie und Diabetes Zürcher Unterland AG weiter fest, dass sich die Polyneuropathie annähernd stationär zeige mit Hypästhesien der Zehen aber er haltener Vorfussmobilität, die diabetische Nephropathie sei bekanntermassen schwer, mit nachweisbarer Makroalbuminurie, bis jetzt bestehe noch keine Dialysepflicht. Bei hohem makrovaskulärem Risiko würden sie in der nächsten Konsultation eine Verlaufsbestimmung des ABI durchführen, um eine zwischen zeitlich manifeste PAVK frühzeitig zu erkennen (Urk. 7/37/11). Auch gestützt auf den neusten Bericht von Dr. Y.___ vom 4. Dezember 2017 muss von einer progredienten Nierenfunktionsverschlechterung ausgegangen werden (Urk. 3/4). Schon allein aufgrund der Probleme im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung sind zweifelsohne gewisse Anhaltspunkte für eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation seit September 2014 gegeben. 4.2 Darüber hinaus ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer neben den bekann ten Rückenbeschwerden nun neu an bildgebend nachgewiesenen Schulter-beschwerden leidet, welche im Rahmen der ersten Leistungsprüfung noch nicht vorlagen. Auch in dieser Hinsicht liegen Anhaltspunkte für eine Verschlechte rung der gesundheitlichen Situation vor. Weiter musste der Beschwerdeführer diabetesbedingt mit orthopädischem Schuhwerk versorgt werden; dies wird im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ebenfalls zu berücksichtigen sein. Zusätzlich ergeben sich aus dem Bericht von Dr. C.___ vom 5. Juli 2017 Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes, insbesondere aufgrund der neu aufgetretenen Fühlstörung an der Hand sowie der C6-Reizung. Abschliessend ist anzumerken, dass Dr. Z.___ dem Be schwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Juwelenfasser seit dem 1. Mai 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 7/38/1). 4.3 Zusammenfassend ist den Akten eine Vielzahl von Anhaltspunkten für eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation zu entnehmen. Die Beschwer degegnerin ist demzufolge zu verpflichten, auf das Leistungsbegehren einzutre ten und die medizinische Situation im Rahmen eines polydisziplinären Gutach tens umfassend abzuklären. 4.4 Die neu aufgelegten Berichte (Urk. 10/1-3) bleiben im vorliegenden Verfahren unbeachtlich (Urteil des Bundesgerichts 9C_799/2016 vom 21. März 2017 E. 2.1 mit Hinweisen) 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde führer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'600.-- (inklu sive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent geltlichen Prozessführung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung gegen standslos. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1. Dezember 2017 aufgehoben und es wird die Beschwerdegegnerin verpflichtet, auf die Neu-anmeldung einzutreten und diese materiell zu prüfen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozess entschädigung von Fr. 1 '600.-- ( inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer ) zu bezah len. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dominique Chopard - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 9 und Urk. 10/1-3 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubSchetty

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00072 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Gerichtsschreiber Schetty Urteil vom 16. März 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard Werdstrasse 36, Postfach 9562, 8036 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der im Jahre 1959 geborene X.___ besuchte in Kloten die Grund schule und war in den Jahren 1975/1976 als auszubildender Juwelenfasser er werbstätig, wobei er in der Folge kein Fähigkeitszeugnis erwarb. Ab 1977 war der Versicherte als selbständiger Juwelenfasser tätig (Urk. 7/4 S. 1 und 4). Wegen seit 2011 bestehender gesundheitlicher Probleme (Diabetes mellitus, Dis kushernie, Spinalkanalverengung, entzündliche Erkrankung am Handgelenk) meldete er sich am 4. Februar 2014 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4 S. 4-6). Nach er folgten Abklärungen und durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/18) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 24. September 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens mit (Urk. 7/20). Im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung beantragte der Versicherte am 5. Februar 2015 orthopädische Serienschuhe (Urk. 7/22); das entsprechende Leistungsbegehren wurde mit Mitteilung vom 15. Mai 2015 gutgeheissen (Urk. 7/30). Aufgrund einer Verschlechterung der gesundheitlichen Situation meldete sich der Versicherte am 1. Februar 2017 erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/33 S. 6-8). Nach erfolgten Abklärungen stellte diese mit Vorbescheid vom 3. Mai 2017 das Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehren in Aussicht (Urk. 7/42) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 15. Juni 2017 fest (Urk. 7/51). Am 30. Juni 2017 wurde die Verfügung vom 15. Juni 2017 wieder erwägungsweise aufgehoben, nachdem ein Fristerstreckungsgesuch versehent lich unbeachtet geblieben war (Urk. 7/54). Nach erneuter Prüfung der medizini schen Aktenlage sowie des Einwandes des Vertreters des Versicherten hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. Dezember 2017 am Nichteintreten auf das Leis tungsbegehren fest (Urk. 7/61 = Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Vertreter des Versicherten am 19. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 1. Dezember 2017 vollumfänglich aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, auf das Leistungsbe gehren einzutreten; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2). Weiter sei dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung zu bewilligen sowie in der Person des Unterzeichnen den ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen (Urk. 1 S. 3). Mit Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2018 beantragte die Beschwerde gegnerin unter Hinweis auf die Akten die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 21. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Am 12. März 2018 (Urk. 9) legte der Beschwerdeführer neue Arztberichte auf (Urk. 10/1-3) Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, das s sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prü fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchs begründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwer defall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.3 Mit Art. 87 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorange gangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lau tenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sach verhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement be treffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hin sicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Mit dem Beweismass des Glaubhaft machens sind herabgesetzte Anforderun gen an den Beweis verbunden; die Tat sachenänderung muss also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrschein lich keit (BGE 126 V 353 E. 5b ) er stellt sein. Es genügt, dass für das Vor han den sein des geltend gemachten rechts erheblichen Sachumstandes wenigs tens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Mög lichkeit zu rech nen ist, bei eingehender Abklä rung werde sich die be hauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsän derung, wenn angenom men werden kann, der Anspruch auf eine Invaliden rente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 mit weiteren Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass keine wesentliche Veränderung der medizinischen Situation habe festgestellt werden können. Es liege ihnen lediglich ein ärztliches Zeugnis vor ohne nähere Angaben zur gesundheitlichen Situation. Die ihnen vorliegenden Befunde wür den keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausweisen (Urk. 2). 2.2 Demgegenüber machte der Vertreter des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass seit der Leistungsabweisung am 24. September 2014 von einer we sentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes auszugehen sei, insbe sondere aufgrund der neu diagnostizierten chronischen Schulter- und Rücken beschwerden, der zunehmenden Niereninsuffizienz sowie der Herzerkrankung (Urk. 1 S. 7). Dies gelte erst recht unter Berücksichtigung der nachträglich ein gegangenen Berichte des Spitals B.___ sowie von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Nephrologie und Innere Medizin (S. 8). 2.3 Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 24. September 2014, welche sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Berichte von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 3. März und 28. Juli 2014 stützte (Urk. 7/10, Urk. 7/16). Dr. Z.___ ging dannzumal in diagnostischer Hinsicht von einem Diabetes mellitus 2 (insulinpflichtig), von einer arteriellen Hyper tonie III, einer diabetischen und hypertensiven Nephropathie, Adipositas sowie von einem Schlafapnoesyndrom aus (Urk. 7/10 S. 1). Von ihm sei nie eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt oder beurteilt worden, die letzte Konsultation habe am 8. April 2014 stattgefunden (Urk. 7/16). 3. 3.1 Dr. med. A.___, Oberärztin Endokrinologie am Spital B.___, diagnos tizierte in ihrem Bericht vom 29. April 2015 einen Diabetes mellitus Typ 2, bestehend seit 1999 mit Mikroangiopathie, peripherer Polyneuropathie und Makroangiopathie mit Verdacht auf PAVK (grenzwertiger ABI) und bei guter Kontrolle unter Basis-Bolus Insulintherapie. Im Rahmen einer Hospitalisation aufgrund eines entgleisten Diabetes mellitus im September 2014 habe sich eine diabetische Polyneuropathie mit reduziertem Vibrationssinn an den Grosszehengrundgelenken und fehlenden Achilles sehnenreflexen gezeigt. Bei diesen Befunden sei eine orthopädische Schuhver sorgung unausweichlich; ein Verzicht hätte ein massiv erhöhtes Risiko, an einem diabetischen Fusssyndrom mit schweren Folgeerscheinungen zu erkran ken, zur Folge (Urk. 7/28). 3.2 In seinem Bericht vom 29. September 2016 stellte Dr. Z.___ die folgenden Diagnosen: Diabetes mit Endorganschäden (schwer eingeschränkte Nieren funktion, beginnende Augenschädigung, periphere Neuropathie), ausgeprägtes Übergewicht, chronische Rückenschmerzen, Bluthochdruck sowie chronische Schulterschmerzen. Eine Spitexverordnung zur Bedarfsabklärung, insbesondere bezüglich Haushalthilfe, sei am 31. August erfolgt; die IV-Anmeldung werde dringend empfohlen (Urk. 7/31). 3.3 Am 19. Januar 2017 wurde eine Arthrographie des linken Schultergelenkes er stellt. Dabei konnte ein vollständiger Riss der Supraspinatussehne mit Retraktion, Subluxationsstellung Humeruskopf mit Hochstand und Klaffen des Gelenkraumes sowie eine ausgeprägte aktivierte AC-Arthrose festgestellt werden (Urk. 7/38/2). 3.4 Dr. med. C.___, leitender Arzt Neurologie am Spital B.___, diagnostizierte in seinem Bericht vom 5. Juli 2017 ein Loge-de- Guyon Syndrom links; ein oligosymptomatisches Karpaltunnelsyndrom links; ein C6-Reizsyndrom rechts; eine schwere Claudicatio spinalis bei mässiger Spinalkanalstenose im Liegen (MRI 01/2017); ein schweres metabolisches Syndrom mit morbider Adipositas (BMI 45), Diabetes mellitus seit 1999 mit arterieller Hypertonie; eine Nierenin suffizienz, DD diabetisch, hypertensiv sowie ein Impingement -Syndrom Schul ter links, gut passend zu der anamnestischen Rotatorenmanschettenruptur links. Die Ulnaris -verteilte Fühlstörung an der linken Hand habe einem Loge-de- Guyon -Syndrom zugeordnet werden können, welches bei einem Diabetes mellitus gehäuft vorkomme. Bei der C6-Reizung würden keine Paresen oder axonale Schädigungszeichen im Myotom C6 oder C7 rechts bestehen, was ein konservatives Vorgehen nahelege. Die Claudicatio-Symptomatik sei mit Dehn übungen und Physiotherapie anzugehen, die Fusssenkerschwäche links sei am ehesten der Achillessehnen-Ruptur (mit knöchernem Ausriss am 15. Oktober 2011) zuzuordnen. Insgesamt würden keine Hinweise für eine wesentliche diabetische Polyneuropathie bestehen, beim Karpaltunnelsyndrom sei vorerst das exspektative Vorgehen angezeigt (Urk. 3/3). 4. 4.1 Bereits dem Bericht von Dr. A.___ vom 29. April 2015 ist zu entneh men, dass es im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung spätestens ab Oktober 2014 zu einer Zunahme der Beschwerden gekommen ist. So wurden die nunmehr festgestellte Mikroangiopathie, die periphere Polyneuropathie sowie die Makroangiopathie im Rahmen der Erstbeurteilung noch nicht berücksichtigt. Auch hinsichtlich der Nierenfunktion ist gestützt auf den Bericht von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Nephrologie und Innere Medizin, vom 27. Juli 2016 im Verlauf von einer konstanten Verschlechterung auszugehen (Urk. 7/37/23). In ihrem Bericht vom 31. Oktober 2016 hielten die Fachärzte der Praxis für Endokrinologie und Diabetes Zürcher Unterland AG weiter fest, dass sich die Polyneuropathie annähernd stationär zeige mit Hypästhesien der Zehen aber er haltener Vorfussmobilität, die diabetische Nephropathie sei bekanntermassen schwer, mit nachweisbarer Makroalbuminurie, bis jetzt bestehe noch keine Dialysepflicht. Bei hohem makrovaskulärem Risiko würden sie in der nächsten Konsultation eine Verlaufsbestimmung des ABI durchführen, um eine zwischen zeitlich manifeste PAVK frühzeitig zu erkennen (Urk. 7/37/11). Auch gestützt auf den neusten Bericht von Dr. Y.___ vom 4. Dezember 2017 muss von einer progredienten Nierenfunktionsverschlechterung ausgegangen werden (Urk. 3/4). Schon allein aufgrund der Probleme im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung sind zweifelsohne gewisse Anhaltspunkte für eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation seit September 2014 gegeben. 4.2 Darüber hinaus ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer neben den bekann ten Rückenbeschwerden nun neu an bildgebend nachgewiesenen Schulter-beschwerden leidet, welche im Rahmen der ersten Leistungsprüfung noch nicht vorlagen. Auch in dieser Hinsicht liegen Anhaltspunkte für eine Verschlechte rung der gesundheitlichen Situation vor. Weiter musste der Beschwerdeführer diabetesbedingt mit orthopädischem Schuhwerk versorgt werden; dies wird im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ebenfalls zu berücksichtigen sein. Zusätzlich ergeben sich aus dem Bericht von Dr. C.___ vom 5. Juli 2017 Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes, insbesondere aufgrund der neu aufgetretenen Fühlstörung an der Hand sowie der C6-Reizung. Abschliessend ist anzumerken, dass Dr. Z.___ dem Be schwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Juwelenfasser seit dem 1. Mai 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 7/38/1). 4.3 Zusammenfassend ist den Akten eine Vielzahl von Anhaltspunkten für eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation zu entnehmen. Die Beschwer degegnerin ist demzufolge zu verpflichten, auf das Leistungsbegehren einzutre ten und die medizinische Situation im Rahmen eines polydisziplinären Gutach tens umfassend abzuklären. 4.4 Die neu aufgelegten Berichte (Urk. 10/1-3) bleiben im vorliegenden Verfahren unbeachtlich (Urteil des Bundesgerichts 9C_799/2016 vom 21. März 2017 E. 2.1 mit Hinweisen) 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde führer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'600.-- (inklu sive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent geltlichen Prozessführung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung gegen standslos. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1. Dezember 2017 aufgehoben und es wird die Beschwerdegegnerin verpflichtet, auf die Neu-anmeldung einzutreten und diese materiell zu prüfen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozess entschädigung von Fr. 1 '600.-- ( inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer ) zu bezah len. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dominique Chopard - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 9 und Urk. 10/1-3 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubSchetty

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2018.00072

IV.2018.00072 III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Gerichtsschreiber Schetty

Urteil vom 16. März 2018

Urteil vom 16. März 2018 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard

vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard Werdstrasse 36, Postfach 9562, 8036 Zürich

Werdstrasse 36, Postfach 9562, 8036 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der im Jahre 1959 geborene X.___ besuchte in Kloten die Grund schule und war in den Jahren 1975/1976 als auszubildender Juwelenfasser er werbstätig, wobei er in der Folge kein Fähigkeitszeugnis erwarb. Ab 1977 war der Versicherte als selbständiger Juwelenfasser tätig (Urk. 7/4 S. 1 und 4). Wegen seit 2011 bestehender gesundheitlicher Probleme (Diabetes mellitus, Dis kushernie, Spinalkanalverengung, entzündliche Erkrankung am Handgelenk) meldete er sich am 4. Februar 2014 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4 S. 4-6). Nach er folgten Abklärungen und durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/18) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 24. September 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens mit (Urk. 7/20).

1. Der im Jahre 1959 geborene X.___ besuchte in Kloten die Grund schule und war in den Jahren 1975/1976 als auszubildender Juwelenfasser er werbstätig, wobei er in der Folge kein Fähigkeitszeugnis erwarb. Ab 1977 war der Versicherte als selbständiger Juwelenfasser tätig (Urk. 7/4 S. 1 und 4). Wegen seit 2011 bestehender gesundheitlicher Probleme (Diabetes mellitus, Dis kushernie, Spinalkanalverengung, entzündliche Erkrankung am Handgelenk) meldete er sich am 4. Februar 2014 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4 S. 4-6). Nach er folgten Abklärungen und durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/18) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 24. September 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens mit (Urk. 7/20). Im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung beantragte der Versicherte am 5. Februar 2015 orthopädische Serienschuhe (Urk. 7/22); das entsprechende Leistungsbegehren wurde mit Mitteilung vom 15. Mai 2015 gutgeheissen (Urk. 7/30).

Im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung beantragte der Versicherte am 5. Februar 2015 orthopädische Serienschuhe (Urk. 7/22); das entsprechende Leistungsbegehren wurde mit Mitteilung vom 15. Mai 2015 gutgeheissen (Urk. 7/30). Aufgrund einer Verschlechterung der gesundheitlichen Situation meldete sich der Versicherte am 1. Februar 2017 erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/33 S. 6-8). Nach erfolgten Abklärungen stellte diese mit Vorbescheid vom 3. Mai 2017 das Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehren in Aussicht (Urk. 7/42) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 15. Juni 2017 fest (Urk. 7/51). Am 30. Juni 2017 wurde die Verfügung vom 15. Juni 2017 wieder erwägungsweise aufgehoben, nachdem ein Fristerstreckungsgesuch versehent lich unbeachtet geblieben war (Urk. 7/54). Nach erneuter Prüfung der medizini schen Aktenlage sowie des Einwandes des Vertreters des Versicherten hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. Dezember 2017 am Nichteintreten auf das Leis tungsbegehren fest (Urk. 7/61 = Urk. 2).

Aufgrund einer Verschlechterung der gesundheitlichen Situation meldete sich der Versicherte am 1. Februar 2017 erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/33 S. 6-8). Nach erfolgten Abklärungen stellte diese mit Vorbescheid vom 3. Mai 2017 das Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehren in Aussicht (Urk. 7/42) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 15. Juni 2017 fest (Urk. 7/51). Am 30. Juni 2017 wurde die Verfügung vom 15. Juni 2017 wieder erwägungsweise aufgehoben, nachdem ein Fristerstreckungsgesuch versehent lich unbeachtet geblieben war (Urk. 7/54). Nach erneuter Prüfung der medizini schen Aktenlage sowie des Einwandes des Vertreters des Versicherten hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. Dezember 2017 am Nichteintreten auf das Leis tungsbegehren fest (Urk. 7/61 = Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Vertreter des Versicherten am 19. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 1. Dezember 2017 vollumfänglich aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, auf das Leistungsbe gehren einzutreten; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2). Weiter sei dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung zu bewilligen sowie in der Person des Unterzeichnen den ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen (Urk. 1 S. 3).

2. Dagegen erhob der Vertreter des Versicherten am 19. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 1. Dezember 2017 vollumfänglich aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, auf das Leistungsbe gehren einzutreten; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2). Weiter sei dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung zu bewilligen sowie in der Person des Unterzeichnen den ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen (Urk. 1 S. 3). Mit Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2018 beantragte die Beschwerde gegnerin unter Hinweis auf die Akten die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 21. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Am 12. März 2018 (Urk. 9) legte der Beschwerdeführer neue Arztberichte auf (Urk. 10/1-3)

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2018 beantragte die Beschwerde gegnerin unter Hinweis auf die Akten die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 21. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Am 12. März 2018 (Urk. 9) legte der Beschwerdeführer neue Arztberichte auf (Urk. 10/1-3) Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, das s sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prü fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchs begründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwer defall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).

1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, das s sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prü fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchs begründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwer defall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.3 Mit Art. 87 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorange gangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lau tenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sach verhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement be treffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hin sicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).

1.3 Mit Art. 87 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorange gangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lau tenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sach verhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement be treffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hin sicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Mit dem Beweismass des Glaubhaft machens sind herabgesetzte Anforderun gen an den Beweis verbunden; die Tat sachenänderung muss also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrschein lich keit (BGE 126 V 353 E. 5b ) er stellt sein. Es genügt, dass für das Vor han den sein des geltend gemachten rechts erheblichen Sachumstandes wenigs tens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Mög lichkeit zu rech nen ist, bei eingehender Abklä rung werde sich die be hauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsän derung, wenn angenom men werden kann, der Anspruch auf eine Invaliden rente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 mit weiteren Hinweisen).

Mit dem Beweismass des Glaubhaft machens sind herabgesetzte Anforderun gen an den Beweis verbunden; die Tat sachenänderung muss also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrschein lich keit (BGE 126 V 353 E. 5b ) er stellt sein. Es genügt, dass für das Vor han den sein des geltend gemachten rechts erheblichen Sachumstandes wenigs tens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Mög lichkeit zu rech nen ist, bei eingehender Abklä rung werde sich die be hauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsän derung, wenn angenom men werden kann, der Anspruch auf eine Invaliden rente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 mit weiteren Hinweisen). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass keine wesentliche Veränderung der medizinischen Situation habe festgestellt werden können. Es liege ihnen lediglich ein ärztliches Zeugnis vor ohne nähere Angaben zur gesundheitlichen Situation. Die ihnen vorliegenden Befunde wür den keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausweisen (Urk. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass keine wesentliche Veränderung der medizinischen Situation habe festgestellt werden können. Es liege ihnen lediglich ein ärztliches Zeugnis vor ohne nähere Angaben zur gesundheitlichen Situation. Die ihnen vorliegenden Befunde wür den keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausweisen (Urk. 2). 2.2 Demgegenüber machte der Vertreter des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass seit der Leistungsabweisung am 24. September 2014 von einer we sentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes auszugehen sei, insbe sondere aufgrund der neu diagnostizierten chronischen Schulter- und Rücken beschwerden, der zunehmenden Niereninsuffizienz sowie der Herzerkrankung (Urk. 1 S. 7). Dies gelte erst recht unter Berücksichtigung der nachträglich ein gegangenen Berichte des Spitals B.___ sowie von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Nephrologie und Innere Medizin (S. 8).

2.2 Demgegenüber machte der Vertreter des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass seit der Leistungsabweisung am 24. September 2014 von einer we sentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes auszugehen sei, insbe sondere aufgrund der neu diagnostizierten chronischen Schulter- und Rücken beschwerden, der zunehmenden Niereninsuffizienz sowie der Herzerkrankung (Urk. 1 S. 7). Dies gelte erst recht unter Berücksichtigung der nachträglich ein gegangenen Berichte des Spitals B.___ sowie von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Nephrologie und Innere Medizin (S. 8). 2.3 Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 24. September 2014, welche sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Berichte von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 3. März und 28. Juli 2014 stützte (Urk. 7/10, Urk. 7/16). Dr. Z.___ ging dannzumal in diagnostischer Hinsicht von einem Diabetes mellitus 2 (insulinpflichtig), von einer arteriellen Hyper tonie III, einer diabetischen und hypertensiven Nephropathie, Adipositas sowie von einem Schlafapnoesyndrom aus (Urk. 7/10 S. 1). Von ihm sei nie eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt oder beurteilt worden, die letzte Konsultation habe am 8. April 2014 stattgefunden (Urk. 7/16).

2.3 Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 24. September 2014, welche sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Berichte von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 3. März und 28. Juli 2014 stützte (Urk. 7/10, Urk. 7/16). Dr. Z.___ ging dannzumal in diagnostischer Hinsicht von einem Diabetes mellitus 2 (insulinpflichtig), von einer arteriellen Hyper tonie III, einer diabetischen und hypertensiven Nephropathie, Adipositas sowie von einem Schlafapnoesyndrom aus (Urk. 7/10 S. 1). Von ihm sei nie eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt oder beurteilt worden, die letzte Konsultation habe am 8. April 2014 stattgefunden (Urk. 7/16). 3.

3. 3.1 Dr. med. A.___, Oberärztin Endokrinologie am Spital B.___, diagnos tizierte in ihrem Bericht vom 29. April 2015 einen Diabetes mellitus Typ 2, bestehend seit 1999 mit Mikroangiopathie, peripherer Polyneuropathie und Makroangiopathie mit Verdacht auf PAVK (grenzwertiger ABI) und bei guter Kontrolle unter Basis-Bolus Insulintherapie.

3.1 Dr. med. A.___, Oberärztin Endokrinologie am Spital B.___, diagnos tizierte in ihrem Bericht vom 29. April 2015 einen Diabetes mellitus Typ 2, bestehend seit 1999 mit Mikroangiopathie, peripherer Polyneuropathie und Makroangiopathie mit Verdacht auf PAVK (grenzwertiger ABI) und bei guter Kontrolle unter Basis-Bolus Insulintherapie. Im Rahmen einer Hospitalisation aufgrund eines entgleisten Diabetes mellitus im September 2014 habe sich eine diabetische Polyneuropathie mit reduziertem Vibrationssinn an den Grosszehengrundgelenken und fehlenden Achilles sehnenreflexen gezeigt. Bei diesen Befunden sei eine orthopädische Schuhver sorgung unausweichlich; ein Verzicht hätte ein massiv erhöhtes Risiko, an einem diabetischen Fusssyndrom mit schweren Folgeerscheinungen zu erkran ken, zur Folge (Urk. 7/28).

Im Rahmen einer Hospitalisation aufgrund eines entgleisten Diabetes mellitus im September 2014 habe sich eine diabetische Polyneuropathie mit reduziertem Vibrationssinn an den Grosszehengrundgelenken und fehlenden Achilles sehnenreflexen gezeigt. Bei diesen Befunden sei eine orthopädische Schuhver sorgung unausweichlich; ein Verzicht hätte ein massiv erhöhtes Risiko, an einem diabetischen Fusssyndrom mit schweren Folgeerscheinungen zu erkran ken, zur Folge (Urk. 7/28). 3.2 In seinem Bericht vom 29. September 2016 stellte Dr. Z.___ die folgenden Diagnosen: Diabetes mit Endorganschäden (schwer eingeschränkte Nieren funktion, beginnende Augenschädigung, periphere Neuropathie), ausgeprägtes Übergewicht, chronische Rückenschmerzen, Bluthochdruck sowie chronische Schulterschmerzen. Eine Spitexverordnung zur Bedarfsabklärung, insbesondere bezüglich Haushalthilfe, sei am 31. August erfolgt; die IV-Anmeldung werde dringend empfohlen (Urk. 7/31).

3.2 In seinem Bericht vom 29. September 2016 stellte Dr. Z.___ die folgenden Diagnosen: Diabetes mit Endorganschäden (schwer eingeschränkte Nieren funktion, beginnende Augenschädigung, periphere Neuropathie), ausgeprägtes Übergewicht, chronische Rückenschmerzen, Bluthochdruck sowie chronische Schulterschmerzen. Eine Spitexverordnung zur Bedarfsabklärung, insbesondere bezüglich Haushalthilfe, sei am 31. August erfolgt; die IV-Anmeldung werde dringend empfohlen (Urk. 7/31). 3.3 Am 19. Januar 2017 wurde eine Arthrographie des linken Schultergelenkes er stellt. Dabei konnte ein vollständiger Riss der Supraspinatussehne mit Retraktion, Subluxationsstellung Humeruskopf mit Hochstand und Klaffen des Gelenkraumes sowie eine ausgeprägte aktivierte AC-Arthrose festgestellt werden (Urk. 7/38/2).

3.3 Am 19. Januar 2017 wurde eine Arthrographie des linken Schultergelenkes er stellt. Dabei konnte ein vollständiger Riss der Supraspinatussehne mit Retraktion, Subluxationsstellung Humeruskopf mit Hochstand und Klaffen des Gelenkraumes sowie eine ausgeprägte aktivierte AC-Arthrose festgestellt werden (Urk. 7/38/2). 3.4 Dr. med. C.___, leitender Arzt Neurologie am Spital B.___, diagnostizierte in seinem Bericht vom 5. Juli 2017 ein Loge-de- Guyon Syndrom links; ein oligosymptomatisches Karpaltunnelsyndrom links; ein C6-Reizsyndrom rechts; eine schwere Claudicatio spinalis bei mässiger Spinalkanalstenose im Liegen (MRI 01/2017); ein schweres metabolisches Syndrom mit morbider Adipositas (BMI 45), Diabetes mellitus seit 1999 mit arterieller Hypertonie; eine Nierenin suffizienz, DD diabetisch, hypertensiv sowie ein Impingement -Syndrom Schul ter links, gut passend zu der anamnestischen Rotatorenmanschettenruptur links.

3.4 Dr. med. C.___, leitender Arzt Neurologie am Spital B.___, diagnostizierte in seinem Bericht vom 5. Juli 2017 ein Loge-de- Guyon Syndrom links; ein oligosymptomatisches Karpaltunnelsyndrom links; ein C6-Reizsyndrom rechts; eine schwere Claudicatio spinalis bei mässiger Spinalkanalstenose im Liegen (MRI 01/2017); ein schweres metabolisches Syndrom mit morbider Adipositas (BMI 45), Diabetes mellitus seit 1999 mit arterieller Hypertonie; eine Nierenin suffizienz, DD diabetisch, hypertensiv sowie ein Impingement -Syndrom Schul ter links, gut passend zu der anamnestischen Rotatorenmanschettenruptur links. Die Ulnaris -verteilte Fühlstörung an der linken Hand habe einem Loge-de- Guyon -Syndrom zugeordnet werden können, welches bei einem Diabetes mellitus gehäuft vorkomme. Bei der C6-Reizung würden keine Paresen oder axonale Schädigungszeichen im Myotom C6 oder C7 rechts bestehen, was ein konservatives Vorgehen nahelege. Die Claudicatio-Symptomatik sei mit Dehn übungen und Physiotherapie anzugehen, die Fusssenkerschwäche links sei am ehesten der Achillessehnen-Ruptur (mit knöchernem Ausriss am 15. Oktober 2011) zuzuordnen. Insgesamt würden keine Hinweise für eine wesentliche diabetische Polyneuropathie bestehen, beim Karpaltunnelsyndrom sei vorerst das exspektative Vorgehen angezeigt (Urk. 3/3).

Die Ulnaris -verteilte Fühlstörung an der linken Hand habe einem Loge-de- Guyon -Syndrom zugeordnet werden können, welches bei einem Diabetes mellitus gehäuft vorkomme. Bei der C6-Reizung würden keine Paresen oder axonale Schädigungszeichen im Myotom C6 oder C7 rechts bestehen, was ein konservatives Vorgehen nahelege. Die Claudicatio-Symptomatik sei mit Dehn übungen und Physiotherapie anzugehen, die Fusssenkerschwäche links sei am ehesten der Achillessehnen-Ruptur (mit knöchernem Ausriss am 15. Oktober 2011) zuzuordnen. Insgesamt würden keine Hinweise für eine wesentliche diabetische Polyneuropathie bestehen, beim Karpaltunnelsyndrom sei vorerst das exspektative Vorgehen angezeigt (Urk. 3/3). 4.

4. 4.1 Bereits dem Bericht von Dr. A.___ vom 29. April 2015 ist zu entneh men, dass es im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung spätestens ab Oktober 2014 zu einer Zunahme der Beschwerden gekommen ist. So wurden die nunmehr festgestellte Mikroangiopathie, die periphere Polyneuropathie sowie die Makroangiopathie im Rahmen der Erstbeurteilung noch nicht berücksichtigt. Auch hinsichtlich der Nierenfunktion ist gestützt auf den Bericht von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Nephrologie und Innere Medizin, vom 27. Juli 2016 im Verlauf von einer konstanten Verschlechterung auszugehen (Urk. 7/37/23). In ihrem Bericht vom 31. Oktober 2016 hielten die Fachärzte der Praxis für Endokrinologie und Diabetes Zürcher Unterland AG weiter fest, dass sich die Polyneuropathie annähernd stationär zeige mit Hypästhesien der Zehen aber er haltener Vorfussmobilität, die diabetische Nephropathie sei bekanntermassen schwer, mit nachweisbarer Makroalbuminurie, bis jetzt bestehe noch keine Dialysepflicht. Bei hohem makrovaskulärem Risiko würden sie in der nächsten Konsultation eine Verlaufsbestimmung des ABI durchführen, um eine zwischen zeitlich manifeste PAVK frühzeitig zu erkennen (Urk. 7/37/11). Auch gestützt auf den neusten Bericht von Dr. Y.___ vom 4. Dezember 2017 muss von einer progredienten Nierenfunktionsverschlechterung ausgegangen werden (Urk. 3/4).

4.1 Bereits dem Bericht von Dr. A.___ vom 29. April 2015 ist zu entneh men, dass es im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung spätestens ab Oktober 2014 zu einer Zunahme der Beschwerden gekommen ist. So wurden die nunmehr festgestellte Mikroangiopathie, die periphere Polyneuropathie sowie die Makroangiopathie im Rahmen der Erstbeurteilung noch nicht berücksichtigt. Auch hinsichtlich der Nierenfunktion ist gestützt auf den Bericht von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Nephrologie und Innere Medizin, vom 27. Juli 2016 im Verlauf von einer konstanten Verschlechterung auszugehen (Urk. 7/37/23). In ihrem Bericht vom 31. Oktober 2016 hielten die Fachärzte der Praxis für Endokrinologie und Diabetes Zürcher Unterland AG weiter fest, dass sich die Polyneuropathie annähernd stationär zeige mit Hypästhesien der Zehen aber er haltener Vorfussmobilität, die diabetische Nephropathie sei bekanntermassen schwer, mit nachweisbarer Makroalbuminurie, bis jetzt bestehe noch keine Dialysepflicht. Bei hohem makrovaskulärem Risiko würden sie in der nächsten Konsultation eine Verlaufsbestimmung des ABI durchführen, um eine zwischen zeitlich manifeste PAVK frühzeitig zu erkennen (Urk. 7/37/11). Auch gestützt auf den neusten Bericht von Dr. Y.___ vom 4. Dezember 2017 muss von einer progredienten Nierenfunktionsverschlechterung ausgegangen werden (Urk. 3/4). Schon allein aufgrund der Probleme im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung sind zweifelsohne gewisse Anhaltspunkte für eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation seit September 2014 gegeben.

Schon allein aufgrund der Probleme im Zusammenhang mit der Diabetes-Erkrankung sind zweifelsohne gewisse Anhaltspunkte für eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation seit September 2014 gegeben. 4.2 Darüber hinaus ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer neben den bekann ten Rückenbeschwerden nun neu an bildgebend nachgewiesenen Schulter-beschwerden leidet, welche im Rahmen der ersten Leistungsprüfung noch nicht vorlagen. Auch in dieser Hinsicht liegen Anhaltspunkte für eine Verschlechte rung der gesundheitlichen Situation vor. Weiter musste der Beschwerdeführer diabetesbedingt mit orthopädischem Schuhwerk versorgt werden; dies wird im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ebenfalls zu berücksichtigen sein. Zusätzlich ergeben sich aus dem Bericht von Dr. C.___ vom 5. Juli 2017 Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes, insbesondere aufgrund der neu aufgetretenen Fühlstörung an der Hand sowie der C6-Reizung. Abschliessend ist anzumerken, dass Dr. Z.___ dem Be schwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Juwelenfasser seit dem 1. Mai 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 7/38/1).

4.2 Darüber hinaus ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer neben den bekann ten Rückenbeschwerden nun neu an bildgebend nachgewiesenen Schulter-beschwerden leidet, welche im Rahmen der ersten Leistungsprüfung noch nicht vorlagen. Auch in dieser Hinsicht liegen Anhaltspunkte für eine Verschlechte rung der gesundheitlichen Situation vor. Weiter musste der Beschwerdeführer diabetesbedingt mit orthopädischem Schuhwerk versorgt werden; dies wird im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ebenfalls zu berücksichtigen sein. Zusätzlich ergeben sich aus dem Bericht von Dr. C.___ vom 5. Juli 2017 Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes, insbesondere aufgrund der neu aufgetretenen Fühlstörung an der Hand sowie der C6-Reizung. Abschliessend ist anzumerken, dass Dr. Z.___ dem Be schwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Juwelenfasser seit dem 1. Mai 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 7/38/1). 4.3 Zusammenfassend ist den Akten eine Vielzahl von Anhaltspunkten für eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation zu entnehmen. Die Beschwer degegnerin ist demzufolge zu verpflichten, auf das Leistungsbegehren einzutre ten und die medizinische Situation im Rahmen eines polydisziplinären Gutach tens umfassend abzuklären.

4.3 Zusammenfassend ist den Akten eine Vielzahl von Anhaltspunkten für eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation zu entnehmen. Die Beschwer degegnerin ist demzufolge zu verpflichten, auf das Leistungsbegehren einzutre ten und die medizinische Situation im Rahmen eines polydisziplinären Gutach tens umfassend abzuklären. 4.4 Die neu aufgelegten Berichte (Urk. 10/1-3) bleiben im vorliegenden Verfahren unbeachtlich (Urteil des Bundesgerichts 9C_799/2016 vom 21. März 2017 E. 2.1 mit Hinweisen)

4.4 Die neu aufgelegten Berichte (Urk. 10/1-3) bleiben im vorliegenden Verfahren unbeachtlich (Urteil des Bundesgerichts 9C_799/2016 vom 21. März 2017 E. 2.1 mit Hinweisen) 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde führer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'600.-- (inklu sive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.

Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde führer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'600.-- (inklu sive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent geltlichen Prozessführung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung gegen standslos.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent geltlichen Prozessführung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung gegen standslos. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1. Dezember 2017 aufgehoben und es wird die Beschwerdegegnerin verpflichtet, auf die Neu-anmeldung einzutreten und diese materiell zu prüfen.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1. Dezember 2017 aufgehoben und es wird die Beschwerdegegnerin verpflichtet, auf die Neu-anmeldung einzutreten und diese materiell zu prüfen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozess entschädigung von Fr. 1 '600.-- ( inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer ) zu bezah len.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozess entschädigung von Fr. 1 '600.-- ( inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer ) zu bezah len. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dominique Chopard

Rechtsanwalt Dominique Chopard - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 9 und Urk. 10/1-3

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 9 und Urk. 10/1-3 - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

GräubSchetty