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DYNAMIK UND VIELFALT
Die Schweiz – und dabei insbesondere die Region Genf – spielt in der Geschichte der Keramik seit jeher eine bedeutende Rolle. Diese Tatsache widerspiegelt sich in der Sammlung des Musée Ariana.
Zu den besonderen Höhepunkten des Keramikschaffens in der Schweiz gehörte unter anderem die Winterthurer Keramik. Das Geschirr und die prächtigen Kachelöfen aus dieser Produktion erreichten im 17. Jahrhundert ein eindrücklich hohes Niveau. Im 18. Jahrhundert entstanden immer mehr Fayence-Manufakturen. Während manche von ihnen wenig produzierten und bald eingingen, florierte das Geschäft von anderen Manufakturen wie zum Beispiel Bern, Zürich und Freiburg.
Im 18. Jahrhundert wagten sich die beiden Manufakturen Schoren (Zürich) und Nyon an die Herstellung von Porzellan heran, wobei erstere durch den Norden Europas beeinflusst war und letztere sich eher nach Frankreich ausrichtete. Obwohl eine hervorragende Produktqualität erreicht wurde, musste sich die Schweiz aus wirtschaftlichen Gründen – der Absatzmarkt war begrenzt und es fehlte eine staatliche Unterstützung – kostengünstigeren Alternativen zuwenden, beispielsweise dem Steingut.
Im Bernbiet entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert die volkstümliche Technik der engobierten Irdenware, das mit dem Malhörnchen bemalt und mit einer durchsichtigen Glasur überzogen wurde. Diese Bauernkeramik zeichnet sich durch einen frischen, urchigen Stil aus.