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Nara ist die Heimatstadt meiner lieben Frau, und versammelt 8! Weltkulturerbe: (etwas versteckte) japanische Gärten, die grösste bronzene Buddha-Statue, uralte Tempel und Schreine und Paläste. Sie liegt im Gebiet „Yamato“ – der hier lebende Stamm hat ab dem Jahr 500 Japan erobert – und war erste Kaiserstadt. Die Stadt ist so alt, so sehr Japan, hier hat jeder Stein und jedes Haus eine Geschichte. Das schafft ein gewisse Gemütlichkeit.
Ein Beispiel: Ich lese ein Buch über Musashi, dem vielleicht berühmtesten Samurai Japans. Irgendwann ist der auch in Nara, und kämpft dort auf einem Tempelhof gegen seinen Erzfeind. Ich frage meine liebe Frau, ob sie den Tempel kennt. Ja, klar, der ist (beziehungsweise war, jetzt ist er weg) gleich neben unserem Haus in Nara; die Bushaltestelle, die wir immer nutzen, hat noch dessen Namen: Aburasaka.
Letztes Wochenende waren wir im grossen Park in Nara, da befindet sich neben den meisten Sehenswürdigkeiten, auch ein kleiner See, auf dem man ein Boot mieten kann. Und hier sind die berühmten Nara-Rehe allgegenwärtig: sie sind zahm, verbeugen sich gar vor einem. Sie werden von den Touristen gut gefüttert; es war für die Kinder gar nicht einfach, eines zu finden, das noch Hunger hatte.