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Ebenso ist es mit dem Begriff des „Spiritismus“, der genauso wenig mit „Spiritualität“ zu tun hat, wie „Spirituosen“ - obwohl Alkaloide, wie sie in Drogen und Alkohol vorkommen, die freie Assoziation schon so sehr fördern können, dass man vermeint, genau das zu erleben, was man immer befürchtet oder erhofft hat.
Echte „Spiritualität“ wird damit jedoch lediglich bei Jemandem gefördert, der bereits spirituell (sozial) denkt und dementsprechend auch gemeinnützig entscheidet und handelt, während der Joviale ansonsten weiterhin seinem Impuls folgt, ausschließlich denjenigen Menschen, die er liebt, spontan seine Gunst zu schenken, während der Zyniker Denjenigen, die er hasst, seine Gunst ebenso spontan verweigert.
Die blasierte Überheblichkeit des religiösen Mystikers hingegen ist nicht dazu geeignet, seinen Schülern die Augen für das Offensichtliche zu öffnen, wenn er behauptet, sie "seien noch nicht soweit, die höheren Weihen zu empfangen" – nur, um nicht zugeben zu müssen, dass ihm leider nicht nur die passenden Worte, sondern auch die Argumente dazu fehlen.
Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass es wesentlich mehr zwischen Himmel und Erde gibt, was man mit eindeutigen Begriffen beschreiben kann, als sich der Mystiker (wozu auch der christliche Gnostiker zählt) in seiner Verblendung während seiner überwältigenden Erleuchtungs-Erfahrung vorstellt.
Erst dann, wenn er es geschafft hat, aus diesem Zustand wieder zurück auf den Boden der Tatsachen zu gelangen, ohne dauerhaft überzuschnappen, ist er in der Lage – wie Gautama Buddha und viele Andere, die aus eigener Erfahrung wussten, wovon sie redeten, sodass sich das (gläubige) Nachplappern von überlieferten Weisheiten erübrigte – , selber zum Lebenslehrer (Guru), für seine Mitmenschen zu werden.
Was nun das Inspirieren (und nicht das Missionieren) betrifft, so sehe ich das ebenfalls als den Sinn meiner Tätigkeit hier an und freue mich, wenn man sich mit den filosofischen Themen auseinandersetzt, anstatt mit anwesenden lebenden oder abwesenden toten Personen, denn dafür ist es unerheblich, woher sie stammen und wer sie sind.
P.S. Buddha soll ja sogar den anwesenden Göttern das "Dharma" erklärt haben, welches der Lehre von der "Pflicht aus der Notwendigkeit heraus" entspricht, und keiner "Pflicht aufgrund von Willkür".