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Welche Wirkung haben Klassengrössen auf die Leistung von Schülern? Dieser Frage widmet sich eine kürzlich veröffentlichte Studie von Prof. Uschi Backes-Gellner und Simone Balestra, beide am Institut für Betriebswirtschaftslehre tätig. Sie kamen zum Schluss, dass kleinere Klassen in der Primarschule zwar zu durchschnittlich besseren Testergebnissen von Schülern führen. Am meisten profitieren dabei allerdings die mittleren Schüler und eher weniger die Schwachen oder Guten. In Bezug auf die Langzeiteffekte zeigt die Studie zudem auf, dass die positiven Auswirkungen nicht nachhaltig sind und im Verlauf der obligatorischen Schulzeit vollständig verschwinden.
Die Daten zur Studie stammen aus dem amerikanischen Schulversuch "Tennesse Star". Im Unterschied zu früheren Untersuchungen wurden hier die unterschiedlichen Schülergruppen differenziert betrachtet. Sie zeigt dabei auf, dass für Lernschwächere der Einsatz von Hilfslehrerinnen und -lehrer wesentlich effektiver ist als die Verkleinerung von Klassen.