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«Hawaii-Quali für 2017: check!»
Der Schweizer Triathlet Philipp Gubler (35) vom Tri Top Team Rheintal / KBike hatte die Saison 2016 eigentlich als «Übergangssaison» geplant, nachdem er im Oktober 2015 bereits am Ironman Hawaii teilgenommen hatte. Doch es sollte anders kommen. Statt «Übergangssaison» schlägt eine weitere Erfolgssaison zu Buche!
Philipp, Du hast im Jahr 2016 einen Erfolg an den anderen gereiht. Was lief alles?
Bereits in März gewann ich in Mels meinen ersten Halbmarathon. An den Duathlon Schweizermeisterschaften in Marbach im April gewann ich Bronze, und danach beim ersten Triathlon in Stettfurt holte ich mir den Sieg in der Altersklasse. Nachdem ich im Juni eine Silbermedaille an den Schweizermeisterschaften 70.3 (Mitteldistanz) in Rapperswil holte und zwei Wochen später am Zytturm Triathlon 2. wurde, gewann ich im August in Nyon bereits meine 3. Schweizermeisterschafts-Medaille, dieses Mal über die Olympische Distanz! Beim eigentlich Saisonhighlight, dem Inferno Triathlon in Mürren, erreichte ich den 3. Rang und in der Gesamtwertung sogar Platz 8! Mit einem kurzen Abstecher im September ins Tessin, wo ich über die Olympische Distanz zweiter wurde, sicherte ich mir in der Gesamtwertung des «Swiss Triathlon Circuit» den 2. Schlussrang in der Altersklasse und Platz 9 Overall. Mehr oder weniger spontan entschied ich mich, den Schwung der Saison zu nutzen und startete beim Ironman in Wales. Dort erwischte ich einen super Tag und erreichte Platz 3 in der Altersklasse. Mit diesem Resultat qualifizierte ich mich bereits für die Ironman Weltmeisterschaften auf Hawaii 2017!
Ironman-Erfolge und Medaillen über die olympische Distanz. Bist Du so eine Art Jan Frodeno, der sich sowohl auf kurzen wie auch auf langen Distanzen wohl fühlt?
Es ist sicher so, dass ich über ein gewisses Mass an Talent verfüge. Aber der Hauptgrund ist das Training. Am Anfang der Saison habe ich bewusst eher wenig, dafür sehr intensiv trainiert. Zudem startete ich immer erholt zu den Rennen. Als ich mich später für einen Start an einer Langdistanz entschied, habe ich das Training etwas umgestellt und dafür an Spritzigkeit eingebüsst. Aber im Grossen und Ganzen bin ich auch sehr überrascht, wie ich über alle Distanzen konkurrenzfähig war.
Du sagst, Du hättest beim Ironman Wales einen super Tag erwischt. Was hat es ausgemacht?
Der Entscheid, in Wales zu starten, war eher spontan. Ich war mir bewusst, dass es eher ein Experiment werden würde. Die grossen Umfänge/Trainings fehlten mir. Besonders im Laufen fehlten mir einige Laufkilometer. Auf der sehr hügeligen Radstrecke mit 2500 Höhenmetern fuhr ich sehr diszipliniert und fokussierte mich auf mein eigenes Tempo, was sich gegen Ende ausbezahlte. Beim abschliessenden Marathon lief ich konstant durch. Was mich selbst sehr überrascht hat. Ich war auf einen Einbruch immer vorbereitet, dieser kam aber nicht! Das Erfolgsrezept war wohl die Lockerheit.
Dein Saisonhighlight für 2017 steht mit dem Ironman Hawaii vermutlich fest. Welche Meilensteine willst Du auf dem Weg dahin erreichen? Was steht in Deiner Saison 2017 sonst alles an?
Ich möchte die Zeit bis zum Oktober nutzen und vor allem in den Grundlagen ein starkes Fundament bauen. Auf jeden Fall nicht zu früh in Form kommen und nicht zu viele Rennen bestreiten, damit nicht im September die Luft schon draussen ist. Auf jeden Fall möchte ich im Juli beim Ironman Austria meine Ironman-Bestzeit verbessern. Ein grosser Traum wäre die Sub 9. Der Kurs in Kärnten ist bekannt für schnelle Zeiten. Höchste Priorität hat aber der Ironman Hawaii, ich war bereits drei Mal dort und zwei Mal konnte ich in den Top 100 finishen, ich bin überzeugt, dass noch einiges möglich ist. Das Rennen liegt mir!
Welche Sponser-Produkte sind für Dich in einem Ironman unverzichtbar?
In den letzten Tagen vor dem Start nehme ich Red Beet Vinitrox. Auf dem Rad Sponser Competition. Beim Laufen abwechselnd Salz- und Koffein Gels. Wenn es beginnt zu krampfen, habe ich immer für den Notfall Salt Caps dabei.
Hast Du ein Lieblingsprodukt von Sponser?
Die Amino 12500. Vor wichtigen Wettkämpfen mache ich einen Monat lang eine Kur damit.