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Women on the Verge of a Nervous Breakdown - Mujeres al borde de un ataque de nervios (1988)
Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs
Women on the Verge of a Nervous Breakdown - Mujeres al borde de un ataque de nervios (1988) Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs
Oder: Der Iván-Wahn
Pepa (Carmen Maura) ist Schauspielerin in Madrid. Ihr grösster Erfolg bisher: ein Waschmittelspot, in dem sie Blutflecken aus dem Hemd ihres mörderischen Sohnes wäscht, und damit die Polizei in die Irre führt. Doch ihr täglich Tomatensaft verdient sie sich mit der Synchronisierung von Filmen. Dabei lernte sie den verheirateten Iván (Fernando Guillén) lieben, der sie gerade dann sitzen lässt, als sie erfährt, dass sie von ihm schwanger ist.
Pepa versucht Ivàn zu erreichen, um die unter normalen Umständen freudige Nachricht zu übermitteln. Doch das gestaltet sich schwierig, wenn die beste Freundin Candela (María Barranco) mit schiitischen Terroristen geschlafen hat und sich ausgerechnet der bis dato unbekannte Sohn Iváns Carlos (Antonio Banderas) als Kaufinteressent für Pepas Penthouse meldet. Mit zusätzlichen Rachegelüsten von Iváns Exfrau (Julieta Serrano) konfrontiert, ist es nicht mehr weit bis zum Nervenzusammenbruch...
DVD-Rating
Mit Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs wurde aus dem Kritikerdarling Pedro Almodóvar Ende der 80er Jahre ein weltweiter Arthouse-Publikumsliebling. Kleine Details sind brilliant inszeniert (Wenn Ivan und Pepa nacheinander Joan Crawford und Sterling Hayden in Johnny Guitar synchronisieren müssen.) Bei der Ausstattung macht man sich freudig Sorge um Almodóvars Oberstübchen. (Das Mambo Taxi und sein gesamter Inhalt oder die Espressokaffeemaschinchen als Ohrringe). Andere Dinge sind in der historischen Nachbetrachtung zum Schiessen. (In den Achtzigern waren die Tasten von Anrufbeantwortern so gross wie ein Natel heute und Banderas' damalige Frisur macht dem Blonden in der Zeichentrickseriefassung von Ghostbusters alle Ehre.)
Almodóvars später als unverkennbar bezeichneter Stil ist deutlich zu erkennen und natürlich sind viele der Darstellerinnen, solche auf die er - zu recht - regelmässig zurückgriff. Carmen Maura ist besonders eindrücklich. Aber auch für eine sehr spezielle Komödie, deren Handlung auf extremen Zufällen beruht, wünscht man sich doch ein bisschen mehr Spannung. Bei Verfolgungsjagden, bei denen man das Gefühl bekommt, man könnte mit dem Dreirad mitfahren, hört der Spass - Kult hin oder her - auf. Fazit: Dieser doch sehr seltsame spanische Hit fasziniert eher in einzelnen Teilen als ein Gesamtwerk.
Die DVD ist nicht über alle Zweifel erhaben. Zwar ist das Bild anamorph abgetastet, aber es fehlt am oberen Bildrand ein ziemliches Stück, was sich störend bemerkbar macht. Sprachversionen gibt es neben der original spanischen vier - alle Mono. Vor allem die grauenhafte amerikanische zeigt, wie mies es um die Fertigkeiten von US-Synchronstudios steht. Die Amis haben auch den Trailer verbrochen. "With north-american narration" heisst es bedrohlich auf den englischen Menutafeln, die wie immer bei MGM-DVDs von früher sehr simpel gestrickt sind.
OutNow.CH:
15.05.2006 / rm
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