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Im März 2020 wurde die kantonale Abteilung Umweltschutz und Energie auf mögliche asbesthaltige Abfälle bei der Linthmündung nahe Weesen hingewiesen. Die Untersuchungen bestätigten, dass es sich um Asbestverschmutzungen handelt. Der betroffene Bereich wurde umgehend abgesperrt und Massnahmen zur Entsorgung des Asbestschlammes eingeleitet.
Weitere Untersuchungen ergaben, dass auch der Strand, der Uferbereich und der nahegelegene Wald von Asbestverschmutzungen betroffen sind. Als Sofortmassnahme wurden die asbesthaltigen Bruchstücke eingesammelt, entsorgt und der Bereich mit Seekies überschüttet.
Das Linthwerk hat bisher die Untersuchungs- und Überwachungskosten des Sanierungsvorhabens «Linthmündig» in Höhe von rund 143 000 Franken vollständig vorfinanziert. Gemäss einer Kostenverteilungsverfügung des Departementes Bau und Umwelt werden dem Linthwerk 92 Prozent dieser Kosten zurückerstattet, was einem Betrag von rund 132 000 Franken entspricht. Dieser Beitrag wird dem Altlastenfonds belastet.
Rund 70 Jahre alte Asbestablagerungen
Die Ablagerungen stammen wahrscheinlich aus den späten Fünfziger- bis frühen Sechzigerjahren, als der Bereich als Material- und Umschlagplatz beim Bau des Kerenzerbergtunnels der SBB und der Walenseestrasse genutzt wurde.
Die Gesamt-Sanierungskosten werden auf rund 1,5 bis 2 Millionen Franken geschätzt. Die Sanierung ist für Herbst 2024 geplant. Der Bund bestätigte die Sanierungsbedürftigkeit des Standortes gemäss Verordnung über die Abgabe zur Sanierung von Altlasten. Deswegen ist mit 40 Prozent Kostenbeteiligung seitens des Bundes zu rechnen.