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LONDON (awp international) - Wegen ausstehender Zahlungen hat die Royal Bank of Scotland (RBS) einem Pressebericht zufolge die Kontrolle über 42 Marriott-Hotels in Grossbritannien übernommen. Die RBS habe als Verwalter die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young eingesetzt, berichtete die "Financial Times" (FT) am Mittwoch. Die im Zuge der Finanzkrise verstaatlichte Bank hatte das Immobilien-Portfolio erst im Jahr 2007 für 1,1 Milliarden Pfund (1,25 Mrd. Euro) an die Investmentgesellschaften Quinlan Private und Igal Ahouvi verkauft. Betreiber der Hotels bleibt die US-Kette Marriott International , die in Deutschland über 31 Hotels einschliesslich zweier Ritz-Carlton-Häuser verfügt.
Die britische Bank hatte zuvor laut "FT" vergeblich versucht, mit den Schuldnern eine Umstrukturierung ihres Hypothekendarlehens auszuhandeln. Von der Übernahme betroffen sind Vier-Sterne- und Fünf-Sterne-Hotels in England, Schottland und Wales. Die RBS, die auf Grund der Finanzkrise selbst vom britischen Staat mit Milliarden Pfund unterstützt werden musste, war der Zeitung zufolge für einen Kommentar zunächst nicht erreichbar.
Ernst & Young soll nun versuchen, das Portfolio wieder zu verkaufen. Ziel sei es, einen möglichst grossen Teil des 900-Millionen-Pfund-Kredits einzutreiben. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde als Insolvenzverwalter für die Wagniskapitalfirma Professional Ventures mit Sitz auf den British-Virgin-Inseln eingesetzt./jb/jha/tw
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