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Tom Lüthi machte aus seinen Gefühlen keinen Hehl. Wütend schlug er am Ende des Q1 auf den Tank seiner Kalex-Maschine. Der Arbeitstag endete für ihn enttäuschend früh. Seine Trainingszeiten hatten nicht für die direkte Qualifikation für das Q2 der besten 14 gereicht - und nun schied der 33-jährige Emmentaler als Fünfter - Gesamt-19. - aus, bevor die Besten um die Pole-Position kämpften.
Zu diesen Besten der zweithöchsten Klasse zählt sich eigentlich auch Lüthi. In den letzten drei Moto2-Saisons - mit dem missglückten Ausflug in die MotoGP dazwischen - hatte er es jedes Jahr auf das Podest der WM-Wertung geschafft. Auch diese Saison fing mit starken Testresultaten in Jerez viel versprechend an. Seither ist aber der Wurm drin. Zum WM-Auftakt in Katar gab es nur Startplatz 18 und den 10. Rang im Rennen, dann kam die lange Corona-Pause, und nun ging es sogar noch einen Schritt zurück.
Das schwierige Wochenende kündigte sich bereits im ersten freien Training an, als Lüthi ohne Folgen stürzte. Danach fand er seine Pace nie, auch der Teamkollege Marcel Schrötter war mit Startplatz 7 deutlich schneller. An der Spitze holte der Spanier Jorge Martin vor seinem Landsmann Jorge Navarro die Pole-Position.
Überhaupt nicht nach Wunsch lief es dem zweiten Schweizer in der Moto2. Der NTS-Pilot Jesko Raffin belegte nur den zweitletzten Rang.
Nur weniger erfolgreicher war der Moto3-Fahrer Jason Dupasquier. Auch der 18-jährige Neuling aus dem Kanton Freiburg verpasste das Q2 deutlich, verbesserte sich aber im Vergleich zum Saisonauftakt Anfang März immerhin um einen Rang auf den 28. Platz. Die Pole-Position sicherte sich wie in Katar der Japaner Tatsuki Suzuki.
Aegerter bei MotoE-Debüt Dritter
Für das beste Schweizer Resultat in Jerez sorgte Dominique Aegerter. Bei seinem Debüt in der Elektro-Serie MotoE fuhr der langjährige Moto2-Fahrer im Qualifying auf den 3. Platz, 256 Tausendstel hinter dem Brasilianer Eric Granado.