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Medaillon
(frz., spr. -daìjóng), in der
Numismatik im allgemeinen jedes Münzstück von ungewöhnlicher
Größe oder
Schwere, im besondern die antiken, namentlich röm.
Stücke dieser Art. Sie waren nicht eigentlich Kurrentmünzen,
sondern wurden als Gnadenbeweise an
Personen verliehen, wie von den spätern röm.
Kaisern an die
Heerführer der
Deutschen,
auch an den röm. Feldzeichen angebracht. – Gewöhnlich versteht man heute
unter
Medaillon einen an einer Halskette oder an der Uhrkette getragenen Schmuck in Form einer kleinen ovalen, herzförmigen
oder runden Kapsel, die ein Miniaturbild oder ein Andenken, z. B. eine Haarlocke, enthält.
– In der bildenden Kunst heißt auch ein von einer runden, rahmenartigen
Einfassung umgebenes Relief,
besonders Porträtrelief (
Medaillonbildnis) an Bauwerken, Denkmälern, Grabmälern.