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Ein Cholesteatom lässt sich in den meisten Fällen nur operativ behandeln. In der Regel findet die Operation stationär in einer Klinik statt. Da das Ohr für die Operation nicht entzündet sein darf, wird der Patient oder die Patientin einige Tage vorher meist mit einem Antibiotikum zum Einnehmen oder einem lokalen Antibiotikum zum Auftragen behandelt.
Der Chirurg oder die Chirurgin stellt das Trommelfell mit einer sogenannten Tympanoplastik wieder her. Gleichzeitig entfernen wir bei dem Eingriff das Cholesteatom. In einem Zweiten Eingriff kann die Gehörknöchelchenkette wiederaufgebaut werden. In etwa 70 bis 90 Prozent der Fälle ist die Rekonstruktion von Trommelfell und Gehörknöchelchen erfolgreich und das Hörvermögen kann erhalten werden und der Patient oder die Patientin kann teils sogar wieder besser hören.
Es besteht jedoch immer die Möglichkeit, dass sich erneut ein Cholesteatom bildet. Aus diesem Grund müssen die Patientinnen und Patienten auch nach einer erfolgreichen Operation regelmässig für 5 Jahre zur Kontrolle zu uns kommen. Um sicher zu gehen, dass das Cholesteatom nicht erneut auftritt, ist nach ca. 1 Jahr eine Kontrolloperation notwendig. Alternativ kann eine spezielle MRI-Untersuchung durchgeführt werden.
Bei einem Cholesteatom gibt es verschieden Operationstechniken: Die geschlossene, die offene und die endoskopische Technik.
Bei der geschlossenen Technik entfernen wir das Cholesteatom über zwei Wege. Und zwar einmal vom Warzenfortsatz aus, der sich neben dem Mittelohr befindet und zusätzlich vom Gehörgang aus. Bei dieser Technik bleibt die hintere Gehörgangswand erhalten oder wir rekonstruieren sie mit Knorpelgewebe. Der Vorteil bei dieser Technik ist, dass das Ohr seine ursprüngliche Struktur behält. Allerdings ist die Gefahr, dass sich erneut ein Cholesteatom bildet, größer als bei der offenen Technik.
Bei einer offenen Technik wird die hintere Gehörgangswand komplett entfernt. Es bildet sich eine sogenannte Radikalhöhle. Diese kann anschließend gut kontrolliert werden. Diese Technik kommt zum Einsatz, wenn das Cholesteatom sich weit ausgebreitet hat und/oder der Patient in einem schlechten Allgemeinzustand ist, sodass eine zweite Operation unbedingt vermieden werden soll.
Das Risiko, dass sich erneut ein Cholesteatom bildet, ist bei der offenen Operation wesentlich geringer als bei der geschlossenen Technik. Allerdings muss diese offene Höhle anschließend ein Leben lang von uns kontrolliert und gereinigt werden.
In gewissen Situationen kann bei einem kleinen Cholesteatom eine endoskopische Technik angewandt werden. Dabei wird das Cholesteatom durch den Gehörgang mit Hilfe einer Kamera entfernt. Das Trommelfell wird wieder aufgebaut und oft ist eine Rekonstruktion der Gehörknöchelchen möglich.
Sie können sich als Patientin oder Patient nicht direkt zu einer Konsultation anmelden. Bitte lassen Sie sich durch Ihren Hausarzt, Ihre Hausärztin, Ihren Spezialisten, Ihre Spezialistin oder durch die Poliklinik überweisen.
Universitätsspital Zürich
Klinik für ORL
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