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Die Revolutionsgarden erklärten am Mittwoch, die Soldaten wieder freigelassen zu haben. Der Iran wertete den Vorfall nicht als Spionage, sondern ging von einem technischen Defekt des Navigationssystems als Ursache aus. Auch die Schiffe wurden wieder freigegeben.
Die zehn Soldaten, darunter eine Frau, wurden an einen sicheren Ort gebracht, wie der Marinekommandant der Revolutionsgarden, General Ali Fadawi, sagte. Die Aussenminister beider Länder, John Kerry und Mohammed Dschawad Sarif, seien nach dem Zwischenfall in ständigem Kontakt gewesen, sagte der General iranischen Medien weiter.
Ein US-Militärvertreter sagte, eines der beiden kleinen Patrouillenboote habe offenbar eine Motorpanne gehabt. Sie seien daraufhin von Schiffen der iranischen Revolutionsgarden auf eine Marinebasis auf der Insel Farsi gebracht worden.
Die winzige Insel Farsi liegt mitten im Persischen Golf auf halber Strecke zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. Wegen der Insel reichen die iranischen Hoheitsgewässer bis weit in den Persischen Golf hinein, durch den eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt verläuft.
Marine-Kommandant Ali Fadawi hatte erklärt, nach der Festnahme der Soldaten habe ein US-Flugzeugträger im Persischen Golf sich provozierend und unprofessionell verhalten, indem er 40 Minuten lang Luft- und Seemanöver abgehalten habe.
Die Regierung in Teheran forderte nach Fadawis Worten von den USA eine Entschuldigung für den Vorfall. Die beiden Patrouillenboote waren nach US-Angaben auf dem Weg von Kuwait nach Bahrain. Die Soldaten waren sowohl nach US- als auch nach iranischen Angaben gut behandelt worden.
Der Iran und die USA haben seit mehr als 35 Jahren keine diplomatischen Beziehungen. Seit gut zwei Jahren haben sich die Aussenminister beider Länder aber im Rahmen der Atomverhandlungen mehrmals getroffen. Nach dem Atomabkommen vom 14. Juli 2015 arbeiten die Minister auch für eine diplomatische Lösung des Syrien-Konfliktes zusammen.
(SDA)