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ABC für Ísland
Zu jeder Jahreszeit bietet Island eine Fülle neuer Erfahrungen, die einen Schatz unvergesslicher Erlebnisse hinterlassen. Ob Winter oder Sommer, Frühjahr oder Herbst - jede Jahreszeit hat ihren speziellen Reiz, ebenso wie das ungewohnte Klima mit der kristallklaren, sauberen Luft, der knirschende Winterschnee, die milden Sommerabende in schier endlosem Licht oder die leuchtenden Herbsttage mit ihren warmen Farben.
Geografie und Geschichte
Island ist mit rund 103.000 km² der flächenmässig zweitgrösste Inselstaat Europas (zum Vergleich: Deutschland = 357`000 km², Österreich = 84`000 km², Schweiz = 41`000 km²). 364'130 Einwohner, davon über 200'000 im Grossraum der Hauptstadt Reykjavik.
Die im Nordatlantik liegende Insel ist die grösste Vulkaninsel der Welt und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises.
Geologisch gesehen ist Island eines der jüngsten Landschaften der Welt, nämlich ein so genannter Hot Spot, entstanden durch vulkanische Aktivität. Erstarrte Lavaformationen, Vulkankegel, Geysire, Canyons und dampfende Bäche sind überall zu beobachten und zeigen eindrücklich, dass die Insel immer noch im Entstehen ist. Während der letzten beiden Jahrhunderte brachen 30 Vulkane aus. Die geothermische Aktivität dient den Isländern als sehr preiswerte und umweltfreundliche Energiequelle. Das natürliche, heisse Wasser versorgt den Grossteil der Bevölkerung mit Heizenergie. Strom wird mit geothermisch angetriebenen Turbinen und mit Wasserkraft erzeugt.
Island wurde im 9. Jahrhundert von Wikingern besiedelt und gilt als älteste Demokratie der Welt. Im Jahr 930 n. Chr. gründeten die Siedler eine der ersten Nationalversammlungen der Welt. Damit setzte die Epoche des alten Freistaates ein, von der die Isländersagas berichten. Sie dauerte bis 1262, als Island seine Unabhängigkeit an Norwegen verlor. Kurz darauf kam Norwegen unter dänische Herrschaft. 1904 gewährte Dänemark den Isländern die Autonomie und 1944 wurde die heutige Republik ausgerufen. Die 63 Mitglieder des Parlaments (Althingi) werden jeweils für vier Jahre gewählt. Auch der Staatspräsident wird im Turnus von vier Jahren gewählt.
www.visiticeland.com
Wer nach Island reist, muss Begeisterung für schnelle Wetterwechsel, schroffe, kahle und bunt angemalte Gebirgsflanken, saftige Mooskissen, Hotpots nach Reisefeierabend oder warme Flüsse tagsüber, durch Mark und Bein dringende Bise, unbeschreiblich blendendes, gleissendes, schönes Licht und das zu allen Jahreszeiten, tieffliegende Wolken, Schwefelwasser beim Duschen, schwarze oder weisse Strände, weite, unbesiedelte Landschaften – auch ohne Tankstellen, ungemachte Betten und Einheitsmenüs zeigen. Island ist hin und wieder überfordert vom Tourismus … und das sehr herzlich. Wer also die perfekte touristische Infrastruktur erwartet, wird womöglich enttäuscht sein, trotz den stolzen Preisen.
NATO Mitglied (ohne Armee), EFTA Mitglied
Währung: Isländische Krone, ISK
Sprache: Isländisch
Top of the List
Björk, Sängerin, Liedermacherin, Schauspielerin, DJ
Leifur Eiriksson, ca. 970 – 1020, Seefahrer und der Sage nach erster Europäer auf dem amerikanischen Kontinent (Vinland)
Vigdis Finnbogadottir, Erste demokratisch gewählte Staatspräsidentin der westlichen Welt. Als überzeugte Pazifistin brachte sie 1986 den Präsidenten der Vereinigten Staaten v.A., Ronald Reagan, und den Generalsekretär der Sowjetunion, Michael Gorbatschow, zu den ersten Abrüstungsgesprächen in Reykjavik zusammen und läutete so den Beginn des Endes des Kalten Krieges ein.
Robert (Bobby) Fischer, 1943 – 2008, US amerikanischer, Schachweltmeister, erhielt nach internationalen Verirrungen die isländische Staatsbürgerschaft.
Geysir Nach ihm wurden alle Heisswasser Fontänen der Erde benannt. Nur, dieser Geysir ist versiegt. Aber dieser Kochtopf hat ein neues Ventil gefunden. Ein paar Meter neben dem alten Geysir schiesst nur der Strokkur heisse Wassermassen in kurzen Abständen in die Luft.
Haldor Laxnes, 1902 – 1998, Schriftsteller, Konvertit, Teilzeit Kommunist, Nobelpreisträger der Literatur
Dagur Sigurðsson, Handballspieler, 2016 als Trainer der deutschen Handballmannschaft Europameister.
Gunnar Gunnarsson, 1889 - 1975, Übersetzer, Schriftsteller und Autor des berühmten vierteiligen Romans "Die Leute auf Borg". Er wurde von 1918 bis 1961 insgesamt acht Mal für den Literaturnobelpreis nominiert.
Landschaftsbild
Durch die vulkanische Tätigkeit wird auch das Landschaftsbild Islands bestimmt. Weite Flächen sind mit Lava, Steinen und Brocken von Vulkanauswürfen, oder mit feiner Asche oder Sand bedeckt. Dabei kann die Lava, eine grosse Farben- und Formenvielfalt aufweisen. Ein gutes Beispiel dafür sind die farbenfrohen Berge Landmannaluagars, eines der schönsten Gebiete Islands. Die bunten Rhyoliteberge mit den moosbewachsenen Gipfeln bieten eine atemberaubende Schönheit. Andererseits spielt der Wasserreichtum in Island auch eine wichtige Rolle. Es gibt zahlreiche Flüsse, Seen und Wasserfälle, darunter mit dem Dettifoss den gewaltigsten Europas. Bewachsene Gebiete, heisse Quellen, Lavalandschaft, traumhafte Fjorde und zahlreiche Binnenseen bilden, neben den bewohnten Küstengebieten, den restlichen Anteil. Etwas über 10% des Landes sind mit Gletscher bedeckt und 60% sind unbewohntes Hochland und Wüste, die nur während der Sommermonate mit Allradfahrzeugen durchquert werden können. In Island kann man einen Eindruck davon erhalten, wie brüchig unsere Erdoberfläche ist.
Flora und Fauna
Die Tier- und Pflanzenwelt hat sich dem arktischen Klima anpassen müssen und ist daher im Vergleich etwa zu Mittel- und Südeuropa wenig artenreich. Der Polarfuchs ist das einzige Landsäugetier Islands, das schon vor der Ankunft des Menschen hier lebte. 1771 wurden 13 Rentiere aus Norwegen eingeführt, die sich vermehren sollten, um vom Menschen gejagt werden zu können und dann aus der Haltung Gewinne zu erwirtschaften. Heute leben etwa 3000 Tiere dieser Art im östlichen Hochland der Insel. Sie haben jedoch nie die gewünschte wirtschaftliche Bedeutung erlangt und leben heute wild. Schafe, wie auch alle anderen Nutztiere, wurden von den nordischen Siedlern bei der Landnahme eingeführt.
Berühmt ist das Islandpferd, eine äusserst robuste, genügsame und ausdauernde Rasse. Diese Pferde haben zusätzlich zu den üblichen Gangarten noch eine Art “Geländegang”, den Tölt.
Dafür gibt es an den Gewässern zahlreiche Meeressäugetiere wie Seehunde, Robben, verschiedene Wale und rund 270 Fischarten.
Zahlreich sind auch die Vogelarten, ca. 300 sind registriert. Die “lustigsten” Bewohner sind die Papageitaucher, die in riesigen Kolonien an den Steilküsten leben. Über 1 Mio. Paare brüten jährlich in Island.
Auf der Insel finden sich etwa 520 Arten von Blütenpflanzen. Diese relativ geringe Zahl ist durch die isolierte Lage Islands bedingt. Zusätzlich wachsen noch etwa 1000 verschiedene Arten von Moosen und Flechten. Auffällig sind immer wieder das Wollgras und das Arktische Weidenröschen mit seiner roten Blütenpracht.
Wald, wie wir ihn gewohnt sind, gibt es in Island nicht. An “Bäumen” wachsen vor allem Birken, die aber kaum mannshoch werden. Zur Zeit der Landnahme war dies anders, etwa 20 % des Landes waren bewaldet. Vor allem traf man ausgedehnte Birkenwälder an. Durch Rodung zur Gewinnung von Weideland, Feuerholz und Holzkohle, verschwanden diese Wälder jedoch bereits in den ersten Jahrhunderten der Besiedlung. Nur spärliche Reste der niedrigwachsenden Birkenwälder überlebten.
Wetter und Klima
Trotz seiner nördlichen Breite weist Island dank des warmen Golfstroms ein gemässigtes Meeresklima, mit frischen Sommern und milden Wintern auf. Auch wenn längere Schönwetterperioden möglich sind, so ist das Wetter in der Regel dennoch sehr wechselhaft und kann von Bucht zu Bucht ändern. Von Anfang Juni bis Mitte August bleiben die Nächte hell und tauchen die Landschaft in ein goldenes Licht. Fast 24 Stunden Tageslicht machen aus einer Ferienwoche gewissermassen zwei. Der Zeitunterschied beträgt im Winter minus eine, im Sommer minus zwei Stunden gegenüber Mitteleuropäischer Zeit. Die beste Reisezeit vom Klima her ist der Sommer. Frühling und Herbst können allerdings ebenfalls ausserordentlich interessant und lohnenswert sein.
Bevölkerung, Tradition und Sprache
Mit 364'130 Einwohnern auf einer Gesamtfläche von 103`000km2 ist Island eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung lebt im Grossraum der Hauptstadt Reykjavik, die sich auf Grund der anhaltenden Landflucht ständig weiter ausdehnt. Das Land verfügt über eine gute Infrastruktur und die Nachkommen der Wikinger leben heute in einer der modernsten Gesellschaften Europas.
Traditionen und Sprache werden beide in Island auch heute noch intensiv gepflegt. Auf die Tatsache, dass sich die isländische Sprache im Laufe der elf Jahrhunderte seit der Ansiedlung kaum verändert hat, ist man sehr stolz.
Noch heute wird die Sprache der Landnehmer in Island gesprochen - allerdings mit einigen Aussprach und natürlich auch Wortanpassungen.
Der isländische Sprachpurismus sorgt dafür, dass Fremdwörter durch isländische Wortschöpfungen ersetzt werden. Über die Reinhaltung der Sprache wachen die Isländer so sehr, dass es oftmals sowohl die isländischen Begriffe als auch deren fremdsprachlichen Varianten in der jeweiligen Fachsprache gibt. Isländer können noch heute die Texte aus den ersten Jahrhunderten nach der Besiedlung relativ problemlos lesen.
Einige altnordische Traditionen sind nur noch in Island lebendig, beispielsweise die Sitte, vorzugsweise der Vorname des Vaters an Stelle des Familiennamens zu benutzen. Dem Vornamen folgt die Herkunftsbezeichnung, d.h. Name des Vaters mit dem Endung -son bei einem Sohn oder -dóttir bei einer Tochter. Beispiel: Guðrún Pétursdóttir (Guðrún, Tochter von Pétur). Weil sich der Vorname des Vaters logischerweise im Laufe eines Lebens nicht ändert, ist Familienzugehörigkeit kaum am Namen zu erkennen.
Es gibt kaum ein anderes europäisches Land, in dem Sagen und Märchen eine so wichtige Rolle spielen, wie in Island. Die Landschaften scheinen wie geschaffen für geheimnisvolle Mythen und Legenden.
Reykjavik
Geschaffen durch die Energie der Erde und prall voller Lebensfreude einer kosmopolitischen Metropole, umgeben von unbelasteter Energie der Natur ist Reykjavík eine Stadt atemberaubender Kontraste. Kleine, wellblechverkleidete Holzhäuser stehen unmittelbar neben futuristischen Glasbauten, Kulturzentren liegen nur Minuten von rauem, vulkanischem Gebiet entfernt und internationale Einflüsse verbinden sich mit isländischen Traditionen, um eine einzigartige Kultur zu schaffen, in der das Hergebrachte die Moderne umschliesst.
Reykjavík hat allen etwas zu bieten. Ob Sie die quirlige Energie der kosmopolitischen Stadt suchen, die tobende Energie im Boden unter Ihren Füssen, oder die stille, grüne Energie der Landschaft vor den Stadttoren – die Stadt verheisst in jedem Fall einen nachhaltigen Besuch. Die grossartige Landschaft, welche die Stadt umrahmt, macht Reykjavík einzigartig und gewährt abenteuerlustigen Besuchern eine Vielzahl an Aktivitäten und spannenden Tagesausflügen, wonach Sie zum Abendessen wieder in die Stadt zurückkehren können.
Reykjavík verfügt über eine ausgezeichnete Palette an guten Restaurants, die für ihre einfallsreiche Küche und die frischen, lokalen Rohstoffe bekannt sind. Zudem geniesst sie den Ruf, eine der „heissesten“ Städte Europas zu sein, dank der aktiven Musikszene und des berühmten Nachtlebens. Die Energie von Reykjavík manifestiert sich nicht zuletzt in der städtischen Kulturszene. Zwischen Avantgarde und Tradition präsentieren die Galerien, Museen und Theater eine vitale und zugleich anspruchsvolle Kunstszene. Jährliche Festivals, Sonderausstellungen und Bühnenproduktionen sorgen dafür, dass der Veranstaltungskalender immer voll ist und Besucher jede Menge Kultur geniessen können. Reykjavík ist das Tor zu Island. www.visitreykjavik.is
Akureyri
Die Hafenstadt Akureyri stellt mit ca. 18'190 Einwohnern das zweitgrösste Bevölkerungszentrum ausserhalb des Hauptstadtbezirks dar.
Die Stadt liegt am Ufer des weit ins Land hineinreichenden Fjords Eyjafjörður und des Flusses Glerá und liegt nur rund 50 Kilometer südlich des Nördlichen Polarkreises. Akureyri eignet sich gut als Ausgangspunkt zu anderen Sehenswürdigkeiten im Norden Islands, etwa zu den Wasserfällen Aldeyjarfoss und Goðafoss sowie zum See Mývatn mit seinen vulkanischen Erscheinungen und nach Húsavík zur Walbeobachtung.
Die Stadt wurde 1602 als Handelsposten der Dänen gegründet. Akureyri blühte nach und nach auf und erhielt 1786 das Stadtrecht.
Die Stadt überrascht mit unerwartet warmen und trockenen Sommern und gilt als Perle des Nordens. Das Zentrum der Stadt wird durch die Einkaufsstrasse Hafnarstraeti gebildet, die allerdings endet, bevor sie richtig begonnen hat. Es ist erstaunlich, wie ein solch kleines Stadtzentrum eine derart grosse Urbanität ausstrahlen kann. www.visitakureyri.is/english
Einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Akureyri sind:
- Die Eiskathedrale, Stadtkirche von Akureyri und das Wahrzeichen der Stadt.
- Das Nonnahaus, hier wuchs der Kinderbuchautor Jon Sveinsson auf. Er beschrieb in seinem Buch Nonni und Manni seine Jugendzeit in Akureyri.
- Der Botanische Garten, in welchem sämtliche Pflanzenarten von Island und Grönland vertreten sind.
Das Hochland
Das Isländische Hochland umfasst den Grossteil des Landesinneren von Island und somit alle Regionen, die sich über 200 m.ü.M. befinden. Dies ist bei etwa 75% der Gesamtfläche von Island der Fall.
Das Hochland ist sehr trocken und starken Winden ausgesetzt. In ihm finden sich verschiedene Landschaftsformen wie Moränenlandschaften, Stein- und Sandwüsten, Vulkane aller Art, Lavafelder, Süsswasserseen, Gletscher und oft in tiefe Schluchten eingegrabene Flüsse. Dort, wo Wasser sich etwas ausbreiten kann, finden sich sumpfige Oasen. In geschützteren Lagen mit genügend Wasser wachsen allerlei Moor- und Hochlandpflanzen. Ansonsten ist das Hochland im Wesentlichen pflanzenlos. Es handelt sich in diesen Landesteilen um eine, durch das vulkanische Gesteinsmaterial der Insel meist grau-schwarz gefärbt, edaphische Inlandswüste, in der zwar Niederschläge niedergehen, diese jedoch meist spurlos im Boden versickern.
Das Land gehört grossenteils Bauern und Gemeinden, die Teile davon als Hochweiden nutzen. Man erkennt das etwa an den, zur Überraschung der Ausländer, in der Einöde sichtbaren Zäunen. Sie sollen das Überwechseln der Schafe in den anderen Gemeindebereich verhindern, und damit auch die Ausbreitung von Krankheiten.
Auch der Staat beansprucht Teile davon, z.B. im Vatnajökull-Nationalpark.
http://www.nat.is/travelguideeng/interior_travelguide.htm
Westfjorde
Wie in einer anderen Welt fühlt man sich auf den Westfjorden, Islands abgelegenste und fesselndste Region. Nahezu komplett von der Aussenwelt abgeschottet und nur dünn besiedelt, wird diese Region gekennzeichnet von dramatischen Fjorden und gewaltigen Felsen, die aus dem tief blauen Meer emporragen.
Millionen von Vögeln übersteigt die Einwohnerzahl bei weitem und es gibt wenige Worte, welche die seltenste aller Freuden beschreiben – die vollkommene Ruhe.
Die Einheimischen haben schon immer eine tiefes und leidenschaftliches Verständnis für das Land, indem sie leben, beibehalten. Ihre Kultur ist einzigartig, sie verbinden Echos aus der Vergangenheit mit Ideen der kosmopolitischen Zukunft.
www.westfjords.is
http://www.icetourist.is/displayer.asp?cat_id=283
Snaefellsnes
Die Halbinsel Snaefellsnes befindet sich westlich des Borgafjördur's im Westen von Island. Diese Region wird oftmals auch als „Island in Miniatur“ bezeichnet, weil sie auf kleinster Fläche alle Reize der grossen Insel wiedergibt. Eine besondere Sehenswürdigkeit der dünn besiedelten Gegend ist der 1446 m hohe Stratovulkan Snæfellsjökull, dessen Kappe einen Gletscher bildet, aus dem drei kleine Vulkanschlote ragen. Er befindet sich an der äussersten westlichsten Spitze der Halbinsel und ist an klaren Tagen sogar von Reykjavík aus zu sehen, das in Luftlinie ca. 120 km entfernt liegt. Er gilt als einer der berühmtesten Berge der Insel
Dieser mystische Vulkan gilt als einer der Symbole Islands und wurde vor allem durch den Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne bekannt.
Myvatnsee
Der Myvatnsee ist Islands viert grösster, natürlicher See. Der See und seine Umgebung sind, aus vielen Gründen, einer der beliebtesten Touristenattraktionen Islands. Diese Region ist bekannt für Ihre natürliche Schönheit, wobei die vulkanische Ausbrüche eine entscheidende Rolle für die Bildung und Formung der Landschaft seit jeher gespielt hat. Die letzten Ausbrüche fanden zwischen 1975 und 1984 statt und die blubbernden Schlammpfuhlen und Schwefeldämpfe erinnern uns an die unglaublichen Kräfte, die unter unseren Füssen lauern. Die Ergebnisse können in den Lavaformationen, welche zu verschieden förmigen Türmen geformt wurden deutlich gesehen werden. Der Myvatensee ist weltweit bekannt für seine Vielfalt an Vogelarten, die hier den Sommer verbringen und brüten. Seinen Namen erhielt der See durch die grosse Population an Mücken die hier weilen (My = Mücke, Vatn = See).
http://iceland.vefur.is/Iceland_travel_info/Sightseeing/myvatn_dettifoss.htm
http://www.nat.is/travelguideeng/myvatn.htm
Fischerei
Nahe Island, im Nordatlantik, treffen Ausläufer des warmen Golfstroms mit kalten Strömungen aus den Polarregionen aufeinander. Das Meer ist dort reich an Sauerstoff und Plankton und damit ein äusserst fischreiches Gewässer. Zum Beispiel werden Kabeljau, Schellfisch und Seelachs vor der Küste Islands gefischt. Die Gewässer um Island gehören zu den saubersten der Welt.
Dies hat aber leider auch dazu geführt, dass die Fischindustrie mit ihren Fabrikschiffen ungebremst Jagd auf diese vielfältigen Fischsorten machten. So sind viele Arten in einigen Regionen vom Aussterben bedroht, beispielsweise in der Nordsee. Die isländische Fischereigesetzgebung (Icelandic Fisheries Standards) ist aber eine der strengsten weltweit und der Staat Island hat bereits seit vielen Jahren ein Nachhaltigkeitskonzept für den Fischfang vor Islands Küste entwickelt, welcher erfolgreich umgesetzt wird.
Das isländische Fischereiministerium erlässt nicht nur Gesetze, es überwacht die Einhaltung konsequent. Island gehört nicht zur EU, so dass in den dortigen Hoheitsgewässern keine anderen Staaten unkontrolliert fischen und die Gesetze unterlaufen können.
Jedes Jahr werden Fangquoten für jede Fischart so festgelegt, dass Bestände nicht gefährdet werden. Hierzu gehört auch das Sperren ganzer Küstenzonen für Fischerboote zur Regeneration. Dort, wo festgestellt wird, dass die Bestände sich erholt haben, werden Zonen wiederum zum Fang freigegeben. All dies wird von Meeresbiologen begleitet und wissenschaftlich dokumentiert. Die Fangquoten werden so an die Fischer verteilt, dass alle davon profitieren. Aber auch die vorgeschriebenen Netze, mit den grössten Maschenweiten weltweit, sind Bestandteil des Konzeptes, so dass Kleinfische durchschlüpfen können und nicht als Fischmehl oder Beifang enden müssen.
http://www.iceland.is/economy-and-industry/fisheries//nr/31
http://www.fisheries.is/
Walfang
Die isländische Tradition des Walfangs geht zurück bis ins 12. Jahrhundert. Das Fleisch eines Wales hat ganze Bevölkerungsteile Islands vor dem Hungertod bewahrt . Der moderne Walfang begann dann in 1883. 1915 verbot der Staat den Walfang in den isländischen Gewässern, da einige Arten drohten auszusterben. Sie wollten der Walpopulation die Möglichkeit geben, sich zu erholen. Kurz darauf wurde aber dieses Verbot wieder aufgehoben. Mit der Errichtung einiger Walfangstationen blühte der Isländische Walfang auf. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges verlor man aber den Hauptabnehmer für Walöl, nämlich Deutschland. Aus diesem Grund wurde der Walfang zunächst wieder eingestellt. Einige Jahre später wurde der kommerzielle Walfang wieder aufgenommen. 1986 wurden hier während der Fangsaison von Mitte Mai bis Mitte September jährlich 350 – 450 Tiere gefangen. Diese Arbeit sicherte den Isländern ca. 200 Arbeitsplätze. In Island wurden 15 – 20% der weltweit gefangenen Wale erlegt und grösstenteils nach Japan exportiert. Das Walöl wurde vor allem zu Kosmetik, Seife und Linoleum verarbeitet. 1985 trat wieder ein Verbot des kommerziellen Walfangs in Kraft. Die Isländer fanden jedoch schnell einen Ausweg aus dieser Restriktion. Sie erstritten sich das Recht, 200 Wale pro Jahr zu wissenschaftlichen Zwecken erlegen zu dürfen. Dies verursachte grosse Aufruhen seitens der Umweltschützer. Aus diesem Grunde verliess Island 1992 die IWC (International Whaling Commission). Dadurch sank die Nachfrage für die Walprodukte drastisch, da Japan nur mit Mitgliedern der IWC Verträge abschliessen durften. Aus diesem Grunde wurde Island 2002 wieder Mitglied des IWC und es kam zu einer Einigung, bei der Island pro Jahr eine bestimmte Anzahle Zwerg- und Finnwale fangen darf. Neue Statistiken zeigen jedoch, dass die touristische Walbeobachtung wirtschaftlich lukrativer ist als der Walfang selbst.