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Dengue Virus Infektion
Mit zunehmender Reisetätigkeit ist das Dengue-Fieber eine wichtige Differentialdiagnose beim febrilen Reiserückkehrer geworden. Das Dengue Fieber breitet sich weiterhin aus, gemäss dem Ausbreitungsgebiet der Aedes Aegypti Mücke. Da auch in Europa immer mehr Reiserückkehrer mit einem Dengue Fieber, oder sogar einem Dengue Hämorrhagischen Fieber (DHF) zurückkommen können, müssen wir uns diese Krankheitsbild vor Augen führen. Eine europäische Erhebung von 14 europäischen Tropenmedizinischen Zentren wurde im Journal of Infectious Diseases April 2007 dazu publiziert.
Kurz zur Repetition: Gemäss WHO wird die Dengue Virus Infektion in 3 Kategorien eingeteilt.
- undifferenziertes Fieber
- klassisches Dengue Fieber (definiert wenn >2 klinische Symptome vorhanden: Kopfschmerzen, retroorbitale Schmerzen, Myalgien, Arthralgien, Hautausschlag, hämorrhagische Manifestationen oder Leukopenie)
- Dengue hämorrhagisches Fieber (DHF)( definiert mit 4 Kriterien:
- Fieber
- Hämorrhagische Tendenz (Tourniquet positive, oder spontane Blutungen)
- Thrombopenie (Tc<100’000)
- capillary leak (z.b. durch Anstieg des Hämatokrits über 20%, Ascites oder Pleuraergüsse oder Hypoproteinämie)
In der Überwachung von www.tropnet.net) durchgeführt wurde, konnten 219 Fälle von Dengue Virus Infektionen zusammengetragen werden. Bei der Zusammenstellung der Daten fiel auf, dass nur 0.9% der Fälle die WHO-Definition für DHF erfüllten, obwohl insgesamt 11% schwere klinische Manifestationen aufwiesen., welche innerhalb des europäischen Netzwerkes (
Die Autoren weisen daraufhin, dass die WHO-Definitionen schwierig anzuwenden sind, da es häufig einen kontinuierlicher Übergang gibt. In ihrem Fallkollektiv kam es in 11% zu schweren Verläufen, und gemäss einer Multivariat Analyse kontten sie 2 Prediktoren für einen schweren Verlauf herausfiltern: Ein sekundärer Verlauf (d.h. früher shcon mal Dengue durchgemacht, was sich in einem sehr hohen IgG Titer zeigte) oder eine >3fache Erhöhung der ASAT.
Andrerseits konnten sie auch zeigen, dass ohne vorherige Exposition ein schwerer Verlauf entstehen kann, denn in 50% der schweren Fälle, warne die Personen zum ersten mal in ein Endemiegebiet gereist.
Die Publikation zeigt , dass es wichtig ist sich in länderübergreifenden Netzwerken zusammenzuschliessen, um eine Ahnung von der Epidemiologie verschiedener Krankheiten zu bekommen.
Bereits erste Publikationen im 2002 von Tropnet bezüglich Dengue finden sie hier.
Bei febrilen Reiserückkehrern aus Endemiegebieten an Dengue denken. Die Diagnose wird mit dem klinischen Bild und der Serologie gestellt. Therapeutisch gibt es keine kausale Behandlung, nur symptomatisch. Um so wichtiger ist es sich gegen Mückenstiche zu schützen und die Reisenden darauf hinzuweisen, dass man sich auch tagsüber vor Mosquitos schützen soll, denn Aedes aegypti sticht am Tag!