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Jesu Hände und Füsse unter den HIV- und Aids-Kranken
Katlego, eine junge Südafrikanerin, lebt mit HIV. Sie war viel kleiner als alle Klassenkameraden, ermüdete schnell und hatte in der Schule grosse Mühe. Ihre Mutter litt auch unter HIV und fand nur schwer Arbeit. 2014 begann Katlego, das ‚Meetse a Bophelo’-Zentrum von OM im Township Mameloi, in der Nähe von Pretoria, zu besuchen. Die Mitarbeiter beobachten seitdem viele Veränderungen bei Katlego. Sie hat zugenommen und erhellt nun die Treffen mit ihrem Lächeln und ihrem Sinn für Humor. Sie hat jetzt eine positive Haltung der Schule gegenüber und bittet um Hilfe, wenn sie mit den Hausaufgaben Probleme hat.
Man schätzt, dass sieben Millionen Südafrikaner mit HIV leben, mehr als zwei Millionen Kinder sind dadurch zu Waisen geworden [1]. 2005 begann OM mit AIDS Hope, das mit einer Vorsorgebotschaft über HIV und Aids Gemeinden, Schulen und Ortschaften anspricht und Gruppen zu veranlassen sucht, sich um die Betroffenen zu kümmern. 2009 gründeten Nico und Alma Leonard ‚Meetse a Bophelo’ (Quelle des Lebens) als einen geschützten Ort für die einheimische, politische Gemeinde. Kinder, wie Katlego, die von HIV betroffen sind, nehmen an Nachmittagsprogrammen teil und erhalten täglich eine ausgewogene Mahlzeit, Vitamine und einen nährstoffreichen Milch-Shake.
Die Kinder hören auch von Jesus und wie man seinen Glauben weitersagt. Vor Kurzem gingen sie in die Nachbarschaft auf einen einfachen Einsatz. Sie teilten sich in kleine Gruppen auf, jeweils von einem Lehrer begleitet, und erhielten eine Liste von Dingen, die sie tun konnten, zum Beispiel einem Polizeibeamten danken, mit jemandem beten oder ihren Glauben weitersagen.
Eine Frau, die sie ansprachen, sagte: „Heute werde ich mit Frieden im Herzen schlafen, weil ich das Wort Gottes gehört habe und mich ermutigt fühle.“ Jemand fragte, was die Kinder dafür haben wollten, und waren von der Antwort schockiert: „Wir wollen nichts haben. Wir haben Gott lieb und möchten, dass ihr Gottes Liebe erkennt und ihn auch lieb habt.“
Im April 2016 starb Katlegos Mutter. Das AIDS Hope-Team kümmerte sich um Katlego mit Liebe und Fürsorge und bot ihrer Familie Unterstützung an.
Verlorene Hoffnung wiederherstellen
Wie UNAIDS sagt, sind 36,7 Millionen auf der ganzen Welt HIV-positiv. HIV und Aids betreffen weitere Millionen von Freunden, Verwandten und Kindern, die durch die Krankheit oder den Tod eines geliebten Menschen verzweifelt sind. AIDS Hope in Südafrika ist einer der vielen Arbeitsbereiche von OM, die solch ein Leben verändern. OM arbeitet mit AIDSLink International zusammen, um die Krankheit ganzheitlich zu verhindern und ausserdem das Leben Einzelner und ganzer Gemeinschaften wieder zum Positiven zu wenden.
„Jesus zeigte seine Liebe zu den Leidenden – die Ausgestossenen von heute,“ sagt Rosemary Hack, Direktorin von AIDSLink International. Sie wurde von der Leidenschaft erfasst, sich denen zuzuwenden, die mit HIV und Aids leben, als sie den gewaltigen Bedarf an Christen, die sich engagieren müssten, erkannte. „Für Christen ist es eine grossartige Möglichkeit, wie Jesus für sie zu sein. Wir können Hoffnung geben – etwas, was Menschen mit HIV meistens verloren haben.“
Vor 19 Jahren wurde Alice, die Hausangestellte von David und Judy Schmidt, krank. Ein Krankenhaus bestätigte, dass sie HIV-positiv war und sich auf der Aids-Stufe der Erkrankung befand. Judy verbrachte viele Stunden an Alices Bett, versorgte und fütterte sie, bis sie verstarb. Diese Erfahrung führte sie dazu, im Gedenken an Alice einen Dienst für Menschen mit HIV ins Leben zu rufen.
Von 2003 an wurde Alto Refugio in Asunción, Paraguay, zu einem hochgeachteten Zentrum, wo HIV-Patienten vorbeischauen konnten. Jetzt dient das Ehepaar Schmidt bei OM in Ciudad del Este, einer Stadt im Dreiländergebiet, wo Paraguay, Brasilien und Argentinien zusammentreffen und das als Hochburg des Prostituiertenhandels bekannt ist.
Als Partner von AIDSLink International arbeiten die Schmidts mit der HIV-Abteilung des örtlichen Krankenhauses zusammen, um den Patienten soziale und geistliche Fürsorge zukommen zu lassen. „Die Menschen mit HIV können vielleicht medizinische Hilfe bekommen – obwohl das nicht allen möglich ist – aber oft sagen uns die Krankenhäuser, dass sie nicht die psychische, soziale und geistliche Hilfe geben können, die notwendig ist; sie verlassen sich auf uns, dass wir das tun,“ sagt Rosemary.
Vor Kurzem bat der Leiter des örtlichen Krankenhauses David, mit einem jungen Mann Kontakt aufzunehmen, der gerade seine Diagnose erhalten hatte. „Ich sah, wie er weinte, seine Mutter an seiner Seite,“ sagt David. Nachdem man ihn vorgestellt hatte, erzählte ihnen der junge Mann von seinem Traum, Psychologie zu studieren. „Aber er hatte alle Hoffnung auf eine Zukunft aufgegeben“, erinnert sich David. „Wir luden ihn ein zum Treffen der Selbsthilfegruppe.“
David fragte, ob er mit ihnen beten dürfe. „Ich sah bald, dass mein junger Freund mir im Gebet folgte, während ihm die Tränen übers Gesicht liefen,“ sagte David. „Als ich ihn im Gebet zu Reue und zur Annahme Jesu als Retter und Herrn führte, wiederholte er das Gebet voller Überzeugung.“
Eine Weile verlor das Ehepaar den Kontakt mit ihm, bis David ihn im Krankenhaus wiedersah. „Seine Kondition war schlechter geworden; er war dünn und sehr schwach und er hatte überall im Gesicht offene Geschwüre. Ich betete mit ihm um die heilende Berührung durch den Herrn.“
Sie boten ihm und seiner Mutter Ruhe in ihrem eigenen Haus an, und Judy ermutigte ihn, Jesus sein Leben anzuvertrauen. Nicht viel später verstarb er.
Die Geschichten Katlegos und dieses Mannes sind nur zwei von einer Million. Obwohl solche Situationen mit Schwierigkeiten beladen sind, wissen die OM-Mitarbeiter, dass Gottes Plan letztendlich gut ist, und sie bringen weiterhin Hoffnung im Namen Jesu Christi.
Deborah Ngobeni aus Südafrika hat ein Diplom in Medienstudien und Journalismus. Sie hat eine Leidenschaft für Kommunikation und arbeitet seit über sechs Jahren mit OM – momentan in der Öffentlichkeitsarbeit von OM in Südafrika. Die 27-Jährige spricht fünf Sprachen.