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Pierre-Alain Münger (PAM) befasst sich seit 1993 mit dem Vorgang eines Crash. Dabei interessiert ihn vor allem die Verformung des Metalls, die Freisetzung von ungeheuren Kräften, welche jedem stillen Objekt innewohnen. Durch die Deformation des Metalls als Träger werden diese Kräfte sichtbar gemacht und die vorhandenen Formen für immer aufbewahrt. Seine Forschung an der Deformation, dem Automobil und dessen Crashes betreibt er auf Autofriedhöfen mittels eigenen Crashtests, welche seine unverkennbaren Skulpturen hervorbringen und in Unfallarchiven. Seine Aktionen und diverse alltägliche Verformungen von Material dokumentiert er mit tausenden von Fotos und findet auch stumme Zeugen eines Crashes in Gestalt eines verletzten Baumes oder in umgefahrenen Reflektorpfosten. Seine Skulpturen, welche in diversen Grössen produziert werden, sind ein Produkt dieser langjährigen Beschäftigung mit der Verformung, mit der kollabierenden Konstruktion. Die Träger-Kuben wurden stetig verbessert um die Deformationen in der gewünschten Form aufnehmen zu können. Zum Beispiel baut PAM die Kanten selber auf um die Widerstände auf den gesamten Kubus gleichmässig zu halten. Das enorme Wissen über die Materialien, die Kräfte und Produktionsverfahren, welches sich PAM in den vergangenen 15 Jahren angeeignet hat, ist absolut faszinierend.