Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/169352

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, die Kontingente für die Beschäftigung von Personen aus Drittstaaten wieder auf den Stand von 2014 (8500) anzuheben. Gleichzeitig ist dafür zu sorgen, dass die Kontingente gezielt vergeben werden. Branchen mit tiefer Erwerbslosigkeit sind bevorzugt zu behandeln, und es ist sicherzustellen, dass inländische Fachkräfte bei der Stellenbesetzung den Vorrang haben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt, dass den Spezialistinnen und Spezialisten sowie Kadern aus Drittstaaten eine wichtige Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Schweiz zukommt.</p><p>Bei der Festlegung der Höchstzahlen für die Kontingentsperiode 2016 hat der Bundesrat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschafts- und sozialpolitische Überlegungen, namentlich die Nutzung des inländischen Arbeitskräftepotenzials, berücksichtigt.</p><p>Am 12. Oktober 2016 hat sich der Bundesrat unter Berücksichtigung des anhaltenden Bedarfs an Spezialisten aus Drittstaaten dafür ausgesprochen, die Höchstzahlen für die nächste Kontingentsperiode zu erhöhen. Die 1000 zusätzlichen Bewilligungen werden der Bundesreserve zugeteilt. Die Aufstockung der Bundesreserve erlaubt es, flexibler auf unterschiedliche und teils unvorhergesehene wirtschaftliche Entwicklungen in den Kantonen auch kurzfristig reagieren zu können. Damit wird den zusätzlichen Bedürfnissen der Kantone Rechnung getragen.</p><p>Die Zulassung von Spezialistinnen und Spezialisten aus Drittstaaten erfolgt in Einhaltung der bestehenden gesetzlichen Voraussetzungen im gesamtwirtschaftlichen Interesse und unter Berücksichtigung des bestehenden Arbeitskräfteangebots in der Schweiz. Der im Ausländergesetz festgelegte Vorrang des inländischen Arbeitskräftepotenzials wird weiterhin sichergestellt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.