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Wie Bäume auf Trockenheit reagieren, hängt stark von der Baumart ab und davon, an welches Klima sie angepasst ist.
Wenn eine Dürreperiode sehr sehr lang andauert und sehr stark ist, werfen viele Baumarten (z.B. Buche, Föhre) einen Teil ihrer Blätter ab. Besonders bei Laubbäumen kann das dann so aussehen, als würde der Herbst schon im August beginnen. Das verkleinert die Fläche, über die sie Wasser verlieren können und schützt vor Austrocknung. In trockenen Gebieten dieser Erde wie Savannen verlieren viele Bäume ihr gesamtes Laub in den regelmässig wiederkehrenden Trockenperioden. Das heisst, sie verhalten sich bei Trockenheit wie bei uns die Bäume im Winter.
Die Baumarten in der Schweiz können aber nicht einfach mal eben beliebig viele Blätter abwerfen. Sie brauchen sie ja, um Fotosynthese betreiben zu können, d.h. Zucker mit Hilfe des Sonnenlichts aus CO2 zu bilden, und sich somit zu ernähren. Deshalb können die Blätter, die am Baum verbleiben, bei sehr starker Dürre tatsächlich welk werden, wenn kein Wasser mehr in die Blätter transportiert wird. In diesem Fall kann man dies in unseren Wäldern bereits im Sommer (statt erst im Herbst) an rot oder braun gefärbten oder Nadeln erkennen.
Ein Problem ist Trockenheit auf jeden Fall für Keimlinge, also die Baum-Babys. Sie haben erst sehr wenig Energie gespeichert und ihre Wurzeln reichen zu wenig tief, um bei Dürre an tiefere Wasserreserven zu reichen. Deshalb verdorren besonders ein- bis zweijährige Bäumchen schneller als alte grosse Bäume.
"Welken" können eigentlich nur die weichen Teile von Pflanzen, die ihre Form vom Wasserdruck im Inneren bekommen, wie gefüllte Wasserballons. Wenn die Pflanzenzellen zu wenig Wasser enthalten, schlabbern sie. Dauert das nur kurze Zeit, kann sich die Zelle wieder füllen und erholen. Nach längerer Welke kann sie ihre Arbeit aber nicht mehr tun und stirbt ab. Nadeln und Baumstämme können zwar auch Wasser verlieren, aber sie behalten dank ihrem harten Stützgerüst ihre Form.
An der WSL…
… haben Forscher herausgefunden, dass manche Baumarten mit Trockenheit besser umgehen können als andere. Dazu gehören die dem Mittelmeergebiet stammende Schwarzföhre und teilweise die aus Nordwest-Amerika eingeführten Douglasien. Die in der Schweiz heimischen Fichten, Lärchen und Föhren sind empfindlicher auf Trockenheit. Die Wissenschaftler erkunden nun, ob Förster im Mittelland solche robuste Arten anpflanzen sollten, wenn es mit dem Klimawandel für die anderen zu trocken wird.