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- Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will verhindern, dass der ehemalige Sicherheitsberater John Bolton sein Buch kommende Woche veröffentlicht.
- Das 500-seitige Manuskript enthalte geheime Informationen, erklärte das Weisse Haus.
- In der Klage heisst es: Das Weisse Haus müsse erst die Überprüfung des Buchs abschliessen, bevor es veröffentlicht werden dürfe.
Kurz vor der geplanten Veröffentlichung will das US-Justizministerium die Publikation eines Buchs des früheren nationalen Sicherheitsberaters John Bolton vor Gericht verhindern. In einer am Dienstag bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klage hiess es, Bolton verbreite nicht nur geheime Informationen, sondern gefährde mit der Veröffentlichung auch die nationale Sicherheit.
Trump hatte Bolton im vergangenen September als Sicherheitsberater entlassen – wegen Meinungsverschiedenheiten nach einer rund 17-monatigen Zusammenarbeit. Bolton kündigte bereits damals an, er werde zu gegebener Zeit seine Sicht der Dinge darlegen.
Das Buch mit dem Titel «The Room Where It Happened» («Der Raum, in dem es geschah»), sollte ursprünglich im März erscheinen, die Veröffentlichung wurde aber vom Weissen Haus gestoppt. In der Klage vom Dienstag hiess es, Bolton habe vom Verlag rund zwei Millionen Dollar für das Buch erhalten.
Auch Trump-Nichte will Enthüllungsbuch veröffentlichen
Die einzige Nichte von US-Präsident Donald Trump wird einem Verlag zufolge Ende Juli ein Buch zur «dunklen Geschichte» des Familienclans veröffentlichen. Mary Trump, eine promovierte Psychologin, habe einen Grossteil ihrer Kindheit im Anwesen der Familie in New York verbracht und sei dort Zeugin zahlloser Familienfeiern und Zusammenkünfte gewesen, hiess es. Der Titel lautet: «Zu viel und nie genug – Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt geschaffen hat».
Die Veröffentlichungen Boltons sind Trump seit jeher ein Dorn im Auge; der US-Präsident hat strafrechtliche Konsequenzen angedroht. Sollte das Buch wie angekündigt am Dienstag kommender Woche erscheinen, würde Bolton gegen das Gesetz verstossen, sagte der US-Präsident.
Auf Twitter hatte Trump bereits Anfang Jahr scharf gegen Bolton geschossen: «Wenn ich auf ihn gehört hätte, wären wir jetzt im sechsten Weltkrieg.»