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Bereits in rund 1'500 Fällen soll diese Behandlung Wirkung gezeigt haben. Entwickelt wurde sie von Samuel Kleda, Metropolit und Bischof von Douala, der zudem Vorsitzender der kamerunischen Bischofskonferenz ist und als renommierter Kräuterkenner und Naturheilkundler gilt.
«Angesichts des Coronaproblems habe ich einfach die Pflanzen zusammengestellt, welche bei den Symptomen des Coronavirus wirken», sagte Samuel Kleda gegenüber dem nationalen kamerunischen Fernsehkanal «Crtv». Der Geistliche stellt das Mittel offenbar kostenlos zur Verfügung.
Riesiger Andrang
Seit der überraschenden Ankündigung vor rund einem Monat, entstand ein riesiger Wirbel, die Erzdiözese in Douala wird seither überrannt. Ein politischer wie medialer Hype erfolgte, wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie im Land. Täglich strömen Hunderte von Menschen herbei um sich das pflanzliche Kräuterheilmittel zu besorgen.
Treffen mit Premierminister
Am vergangenen Dienstag traf der kamerunische Premierminister Joseph Dion Ngute nun Erzbischof Samuel Kleda, um mit ihm über dessen Heilmittel zu sprechen. Dion Ngute erklärte, die Regierung unterstütze die Suche nach lokalen Lösungen. «Ich ermutige dazu, eine Behandlung für Covid-19 zu entwickeln.»
Der Premierminister liess sich von Samuel Kleda die Behandlung erklären, «er wollte sehen, wie ich bisher gearbeitet habe und wie wir die Dinge besser organisieren könnten, damit das Produkt die grösstmögliche Zahl an Menschen erreicht».
«Wir können ganz Kamerun versorgen»
«Wir sind in der Lage, ganz Kamerun zu versorgen», sagte der Erzbischof den Reportern nach dem Treffen. 1'500 Menschen erhielten das Mittel mittlerweile verabreicht. «Das waren Menschen mit Coronavirus-Symptomen. Und nach der Behandlung verschwanden die Symptome. Ich würde also schulmedizinisch ausgedrückt sagen, dass diese Menschen geheilt sind.»
Und weiter hielt er fest: «Der Premierminister sagte, dass der Staat bereit ist, mich zu begleiten.»
Auch mögliches Mittel aus Madagaskar
Andry Rajoelina, Präsident der Ostafrikanischen Insel-Republik Madagaskar, twitterte kürzlich, dass er auf Gott vertraue und auf die Heilpflanzen, «die der Herr geschenkt hat, um unserem Land und anderen Ländern in der Welt gegen diese Krankheit zu helfen».
Hintergrund seiner Botschaft war, dass das madagassische Institut für angewandte Forschung ein Heilmittel auf Grundlage der Pflanze Artemisia entwickelt hat, die auch gegen Malaria verwendet wird.
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