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Während wir unsere schmutzige Wäsche heute einfach in die Waschmaschine werfen und nur daran denken müssen, Waschpulver einzufüllen, auf „Start“ zu drücken und die Wäsche später aufzuhängen, war Wäschewaschen früher eine tagfüllende, extrem anstrengende Tätigkeit. Dies galt für den Großteil der Hausarbeit, die uns heute durch elektrisch betriebene Geräte enorm erleichtert wird. Vor der Entdeckung und Einführung der Elektrizität in die Haushalte der Bevölkerung waren jedoch viele alltäglichen Tätigkeiten Schwerstarbeit.
Kommerzielle Nutzung
Elektrische Energie wird seit 1882 kommerziell genutzt und die Menschen erkannten in ihr ein wichtiges technisches Hilfsmittel, das ihren Alltag erleichterte. Doch nicht alle Menschen hatten zu Beginn Zugang zu der Technik. Während in einigen Häusern elektrisches Licht bereits eine Selbstverständlichkeit war, tasteten sich die Bewohner in anderen Stadtteilen nach Einbruch der Dunkelheit noch mit einer Kerze durch ihre Zimmer. Um dies zu ändern, gab es bereits Ende des 19. Jahrhunderts Bemühungen, mit Hilfe der Windenergie elektrische Energie zu erzeugen und ausreichend Strom für die gesamte Bevölkerung zu produzieren. Diese Bemühungen waren jedoch nicht von Erfolg gekrönt und so blieb elektrischer Strom zunächst ein Luxus, der einer gesellschaftlichen Minderheit vorbehalten blieb. Doch dies änderte sich mit der großflächigen Elektrifizierung in den 1920er-Jahren. Diese schloss die bis dahin in diesem Bereich entstandene Kluft innerhalb der Bevölkerung.
Von der Windmühle zum Windrad
In den folgenden Jahrzehnten gab es zwar immer wieder Versuche, die Windenergie auf verschiedene Weise zu nutzen, aber der große Durchbruch bei der Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung gelang erst Anfang der 1990er-Jahre. Seit den 1970ern gab es sowohl in den USA als auch in Deutschland staatlich geförderte Projekte , die sich einer stärkeren Nutzung der Windenergie verschrieben. Aber trotz der breiten Förderung fehlte der Anreiz, ertragreiche Großanlagen zu bauen. Stattdessen wurden die bestehenden Anlagen häufig stillgelegt, wenn eine teure Reparatur anstand.
Aus Wind wird Strom
Der Paradigmenwechsel fand erst ab 1991 statt, als die Betreiber der Stromnetze in Deutschland gesetzlich verpflichtet wurden, den Windstrom zu einem festgelegten Preis abzunehmen. Dies führte dazu, dass sich Unterschiede im Ertrag finanziell deutlich bemerkbar machten und mehr Anlagen errichtet wurden, die zudem produktiver waren. Dies setzte eine Positiventwicklung in Gang. Denn nun achteten die Investoren darauf, dass die Leistungsversprechen der Hersteller in Bezug auf den Ertrag vertraglich festgeschrieben waren und dadurch im Streitfall eingeklagt werden konnten. Auch geringe Ausfallzeiten waren Teil dieser Verträge.
Vor diesem Hintergrund und dank des Könnens und der Kreativität zahlreicher Maschinenbauingenieure gelang es Deutschland, auf dem Gebiet der Windtechnologie eine führende Position in der Welt einzunehmen. Doch die Subventionen der 1990er-Jahre waren nur der Startschuss für einen exponentiell wachsenden Ausbau der Windenergie in Deutschland. Nach dem Abschluss des Kyoto-Protokolls, in dem Deutschland sich verpflichtete, seine CO2-Emissionen zu senken, forcierte die Bundesregierung ab 2001 mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEF) den Ausbau erneuerbarer Energien.