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Genua
Riviera di Levante
Riviera di Ponente
LA SPEZIA, Provinzhauptstadt des südlichen Ligurien, Italiens Hauptkriegshafen, wichtige Industrien, 120 000 Einw., erinnert mit seiner Lage am prachtvollen gleichnamigen Golf und mit seiner schönen Umgebung an Neapel. Trotzdem wird La Spezia selbst von Fremden nur wenig aufgesucht, eher die Umgebung mit Lérici am "Golf der Dichter" und Portovénere; es ist aber eine, wenn auch vorwiegend moderne, doch sehr sympathische Stadt, in der man von Militär und Matrosen kaum etwas merkt.
Sehenswürdigkeiten: La Spezia war schon in der Römerzeit als Portus Lunae Hafen des größeren Luna (Luni), entwickelte sich aber erst im 14. Jh. zu größerer Bedeutung. An der Hauptverkehrsstraße Corso Cavour befindet sich (Nr. 39) das Museo Archeologica Lunense mit vorgeschichtlichen, römischen, byzantinischen und frühchristlichen Funden. Unweit der Dom (14.-16. Jh.; im Krieg beschädigt), mit schöner Terrakotta "Krönung Mariae" des Luca della Robbia und Gemälde "Martyrium des hl. Bartolomäus" von Luca Cambiaso.
Von der Küstenstraße mit ihren Anlagen prachtvolle Rundsicht, große Gärten mit reicher Vegetation.
Berühmt ist die Stadt wegen ihrer Muschelzucht, zu der sich der Golf besonders eignet (Zuppa di datteri ist eine Spezialität der Stadt).
Am Hang zieht sich die Via Ventisette Marzo entlang, von der aus man ebenfalls ein sehr schönes Panorama genießt, sie führt zum Castello San Giorgio (14. und 17. Jh.), das das Museo Tecnico Navale (Flottenmuseum) beherbergt, das früher im Arsenal untergebracht war, mit Schiffsmodellen, Karten, Waffen u. a.
Ausflüge. Lohnender als die Stadt selbst ist ihre schöne Umgebung. Außer einer Rundfahrt vom Viale Mazzini aus zur Punta Gastelluzzo, und zum Passo della Foce (241 m) an der Staatsstraße wird die östliche Küste des Golf um Lerici besucht, das man über den kleinen Badeort San Terenzo erreicht (12 km bis Lerici).
In S. Terenzo lebten Lord Byron, Mantegazza, A. Böcklin sowie der englische Dichter P. B. Shelley, der in der Nähe auf einer Bootsfahrt im Meer verunglückte.
Lerici, 13 000 Einw., liegt mit dem Stadtkern am Ufer; die Villen und Gärten erstrecken sich weit die Hänge hinauf; auf einer Anhöhe das alte Kastell (12. Jh.). Völlig windgeschützte Bucht.
Verschiedene Strandstücke (meist steinig), schöne Ausflugsmöglichkeiten (Tellaro, Fiascherino, Arcola, Ameglia), auch zu Wasser.
An der Westseite des Golfs liegt (Dampfer, 30 Min.; Autobus) Portovenere, romantischer alter Hafenort mit mächtigem Kastell aus dem 12. Jh. und Kirche San Lorenzo, die 1131 geweiht und im 13. und 16. Jh. umgebaut wurde. Bedeutender Kirchenschatz, an der Spitze der Halbinsel neben dem alten Stadttor die kleine Kirche San Pietro, erbaut im 13. Jh., 1931-35 grundlegend restauriert, man hat einen weiten Blick aufs Meer und die Felsennester der Cinque Terre (vgl. diese) sowie auf die gegenüberliegende Bucht von Lerici. Eine schmale Meerenge (Bocchetta, 150 m) trennt die Küste von der Marmorinsel Palmaria. Den schönsten Ausblick hat man indessen oben, vom Kastell. Portovénere hat etwa 7000 Einw. und wird jetzt öfter auch als Ferienaufenthalt gewählt.
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