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Schweizerische Nordbahn
|Kürzel||SNB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1847-08-09|
|Mutiert||Ab 1853-07-01 Schweizerische Nordostbahn|
|Daten vorhanden||ja|
|Daten subsummiert||NOB|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1846 gegründete SNB – besser bekannt als «Spanisch-Brötli-Bahn» – war eine Aktiengesellschaft. Sie wurde massgeblich vom Zürcher Bankier Martin Escher-Hess initiiert, der 1841 die Konkursmasse einschliesslich Bauplänen der vormals zwangsliquidierten «Basel–Zürich-Eisenbahngesellschaft» erworben hatte. Die SNB verkehrte als erste Schweizer Bahnlinie ab 1847 zwischen Zürich und Baden. Der Übername rührte daher, dass ein beliebtes Badener Blätterteiggebäck, eben die «Spanischen Brötli», dank der SNB einfacher den Weg nach Zürich fand.
Die ursprünglich projektierte Schienenverbindung Basel–Zürich blieb das Hauptziel der SNB, doch konnten sich die betroffenen Kantone, namentlich Zürich und die beiden Basel, nicht über die Linienführung einigen. Zürich wünschte ab Baden eine Fortsetzung via Bötzberg, was jedoch aufgrund der zu überwindenden Steigungen als bautechnisch risikoreich galt, die Kantone Basel-Stadt und Baselland suchten den Weg nach Olten als direkteste Verbindung ins Mittelland. Baselland verweigerte deshalb der SNB eine Konzession durch sein Gebiet, womit die Bötzbergvariante (vorerst) vom Tisch war. Die Basler Interessen wiederum führten 1853 zur Gründung der Schweizerischen Centralbahn (SCB). Auf Zürcher Seite ging im gleichen Jahr die SNB zusammen mit der Bodenseebahn in der neu konstituierten Schweizerischen Nordostbahn (NOB) auf.
Finanziell war der SNB kein durchschlagender Erfolg beschieden. Zwar beförderte sie ab 1848 alljährlich über 200'000 Passagiere, doch musste das anfängliche Zugsangebot zur Kosteneindämmung trotzdem reduziert werden. Im Güterverkehr war sie gegenüber der Strasse nicht konkurrenzfähig, weil das Be- und Entladen der Wagen sehr arbeitsaufwändig war und die SNB-Linie nur gerade gut 23 Kilometer mass. Auf dieser kurzen Distanz machte der schnellere Transport den Arbeitsaufwand nicht wett. 1853 setzte die SNB zwei Güterwagen ein, in denen 500 Tonnen Waren spediert wurden.