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Trabrennen werden auf zwei verschiedene Arten ausgetragen, beritten oder in Anspannung. In Trabreiten sitzt der Jockey im Sattel des Pferdes, in Trabfahren lenkt er das Pferd hinter demselben vom Sulky aus. In beiden Fällen verläuft alles nach dem gleichen Prinzip. Das Pferd muss die ganze Rennstrecke in der gleichen speziellen Gangart durchlaufen: dem Trab. Das Geläuf der meisten Trab-Pisten besteht aus Asche (Schlacke) oder aus Sand. Auf jenen Bahnen, auf welchen mehrere Disziplinen ausgetragen werden, veranstaltet man die Rennen auf Graspisten.
Die Reglemente sind sehr streng. Ein Pferd wird disqualifiziert, falls ihm folgende Fehler unterlaufen:
Die Jockeys müssen sich vor jedem Trabreiten bei der Waage einfinden. Ihr Gewicht darf nicht unter einem Mindestgewicht liegen, das nach dem Niveau des Reiters (Lehrling, Stallangestellter mit wenig Siegen oder Berufsjockey) oder der Art des Rennens festgesetzt wird. Nach dem Auswiegen zeigt ein rotes Signal den Beginn der Annahme von Wetten an. Man sagt, das rote Startsignal wurde angezeigt. Alle Konkurrenten können sich vor dem Rennen auf der Piste aufwärmen, sogenannte "Heats" absolvieren. Die Zuschauer können somit die Konkurrenten verfolgen. Dies erlaubt den Wettern, vor dem Spielen die Form der Pferde einzuschätzen und ihre Entscheidungen besser zu treffen.
In Intervallen von 6 und von 3 Minuten vor dem Start eines Rennens ertönt ein Signal, das anzeigt, dass nur noch Pferde, welche am nächsten Rennen teilnehmen, auf der Piste verbleiben dürfen. Sie befinden sich unter "Starters Order". In gewissen Rennen laufen bestimmte Pferde, jene mit den höchsten Gewinnsummen, mit einem Handicap. Sie müssen eine grössere Distanz durchlaufen. In diesem Fall starten sie 25 Meter (manchmal 50 Meter) hinter ihren Gegnern.
In den Trabrennen bestehen drei verschiedene Start-Methoden:
Nur einige Momente, wenige intensive Minuten, dauert ein Rennen. Damit man den Rennverlauf besser verfolgen kann, ist es vorteilhaft, sich zuvor die Farben der Renndresse und Kappen der auserwählten Teilnehmer eingeprägt zu haben.
Der Jockey (oder Fahrer) kann zwei verschiedene Taktiken für das Rennen auswählen:
Das Rennen von der Spitze aus: Dabei übernimmt er vom Rennbeginn an die Spitze und versucht, bis ins Ziel zu führen. Diese Taktik passt gewissen Pferden mit viel Stehvermögen, die aber über keinen Schluss-Speed verfügen.
Das Rennen auf Warten: Zuerst wird das Pferd mitten im Feld zurückgehalten, um es anfänglich zu schonen. Im richtigen Augenblick gilt es zu attackieren, die anderen Konkurrenten zu überraschen und am Schluss mit Speed in den Endkampf einzugreifen.
Das Ziel befindet sich vor der Haupttribüne. Die Pferde passieren den Zielpfosten. An dieser Stelle wird das Zielfoto, eigentlich ein Zielfilm, erstellt. Das Zielfoto ermöglicht es, bei umstrittenen Finishs die Konkurrenten auseinander zu halten. Gleich nach der Zielankunft der Pferde wird ein provisorisches Klassement durch den "Zielrichter" erstellt und bekannt gegeben.
Folgende drei Fälle können sich einstellen, bei welchen die Bekanntgabe des offiziellen Klassements verzögert wird.
Sobald alle Elemente der Beurteilung abgeschätzt wurden, wird das Klassement veröffentlicht. Man sagt, der "Einlauf wurde bestätigt". Der definitive Einlauf wird somit bekannt gegeben.
Quelle: PMU Romand