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Einleitung
Die Magensäure des Magens tötet Bakterien, Parasiten und Keime ab, die in unserem Organismus unerwünscht sind. Durch die Magensäure werden auch Nahrungsmittel in ihre Bestandteile aufgebrochen. Das funktioniert nur innerhalb eines sehr kleinen Bereiches – zu viel ist ebenso wenig gut, wie zu wenig Magensäure. Ist nicht genügend Magensäure vorhanden, kann die Nahrung nicht richtig aufgebrochen werden, d.h. weder Eiweisse, noch Kohlenhydrate oder Fette können ausreichend verdaut werden. Gebildet wird die Magensäure von den Belegzellen – das sind Drüsenzellen in der Magenschleimhaut. Wenn chronisch zuwenig Magensäure produziert wird können Symptome auftreten und weitreichende Folgebeschwerden.
Symptome bei Magensäuremangel
- Bilden die Belegzellen zu wenig Magensäure, ist der Verdauungsprozess gestört. Oft jedoch bleibt der Magensäuremangel nahezu ohne Symptome, oder die Symptome werden nicht als solche erkannt, insbesondere dann, wenn die Erkrankung schon seit längerer Zeit besteht. Je länger die Erkrankung anhält desto mehr Symptome kommen unter umständen dazu.
- Sodbrennen und Aufstossen während und nach dem Essen (Reflux; ist selten bei zuviel Magensäure) treten nicht nur bei Magensäure-Überschuss der Belegzellen auf, sondern auch bei Magensäure-Mangel. Der Magen versucht den Mangel zu kompensieren. Ein säurearmer Magen muss sich nämlich besonders stark bemühen, um den Speisebrei möglichst effektiv mit der vorhandenen kleinen Säuremenge zu vermischen. Dazu braucht er zwei Dinge: Zeit und heftige Mischbewegungen.
- Der Speisebrei liegt also lange im Magen, was Gärprozesse fördert. Bei diesen Gärprozessen entstehen Säuren. Gleichzeitig versucht der Magen, mit Hilfe von unverhältnismässig kräftigen Muskelkontraktionen den Speisebrei mit der vorhandenen kleinen Magensäuremenge zu vermischen. Dadurch nun passiere es immer wieder, dass Teile des Speisebreies, der jetzt reichlich Säuren enthält, in die Speiseröhre gedrückt werden und dort ein brennendes Gefühl hinterlassen. Wenn Menschen mit diesem Problem Antazida oder gar PPI nehmen, können diese Medikamente kurzfristig die Beschwerden zwar durchaus lindern, doch heilen sie sie nicht, im Gegenteil, sie machen das Problem langfristig immer schlimmer
- Druckgefühl im Magen, Magenschmerzen.
- Verdauungsstörungen: Blähungen, Übelkeit, chronische Durchfälle und/oder chronische Verstopfung.
- Hautkrankheiten: wie Rosacea, Akne im Erwachsenenalter, Ekzeme durch Mineralstoff- und Spurenelementemangel.
- Schlechte Verträglichkeit von eiweissreichen Nahrungsmitteln (tierische Produkte, Linsen, Nüsse, grüne Gemüsesorten).
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Zöliakie
- Anfälligkeit für Bakterien, Pilze und Parasiten
- Mineralstoff- und Spurenelementemangel (Eisen, Vitamin B12, B6, Calcium, Magnesium, Zink etc.).
- Der mögliche Mineralstoff- und Spurenelementemangel kann dann wiederum zu Haarausfall, schlechter Haut (bis hin zu Akne im Erwachsenenalter) und brüchigen Fingernägeln führen.
- Untergewicht bzw. Probleme mit der Gewichtszunahme, weil die Nährstoff- und Vitalstoffverwertung gestört ist.
- Asthma bronchiale
- Dünndarmfehlbesiedelung
- Colitis Ulcerosa
- Erschöpfung
- Histaminintoleranz
- Osteoporose
Ursachen
- Zerstörung von Magensäure produzierenden Zellen bei Magenschleimhautentzündung (atrophische Gastritis). Atrophische Gastritis entsteht in 90% durch Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori.
- Regelmässigen Einnahme von Antazida (Säureblocker) wie PPI, die die normale Funktionsweise der säureproduzierenden Zellen hemmen.
- Chronische Übersäuerung des Körpergewebes.
- Refluxkrankheit infolge Magensäuremangel.
- Gastritis Typ A
Therapie
Ziel der Thjerapie sollte es sein die Ursache zu beheben und nicht nur Symptome zu behandeln. Deshalb ist eine fundiertes Therapiekonzept grundlegend wichtig und es gilt einiges zu beachten.
Leiden Sie unter Magensäuremangel? Und jetzt? Wäre es nicht ein Versuch wert einen anderen Weg zu gehen?