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Teilprojekt: Handschriften der Kartause Basel
Sommer 2017
Status: Laufend
Finanziert durch: Universitätsbibliothek Basel
Beschreibung des Teilprojekts: Die Kartause St. Margarethental wurde 1401 in Kleinbasel gegründet und war bis zur Reformation ein bedeutendes geistliches und intellektuelles Zentrum mit Ausstrahlung weit über Basel hinaus. Die Bibliothek umfasste zu Beginn des 16. Jahrhunderts rund 2.000 Bücher, die nach der Aufhebung des Klosters nahezu vollständig in Besitz der Universität kamen und einen bedeutenden Grundstock der frühen Universitätsbibliothek bildeten. Darunter sind über 600 Handschriften, die gegenwärtig an der UB Basel erschlossen werden. Eine wissenschaftlich relevante Auswahl aus diesen Handschriften wird auch digitalisiert, darunter die deutschen Handschriften aus der Bibliothek der Laienbrüder sowie die Handschriften mit Texten der Basler Kartäuser.
Alle Bibliotheken und Sammlungen
Die kleine, dicke Papier- und Pergamenthandschrift aus der Bibliothek der Basler Kartause muss rege genutzt worden sein, wie starke Verschmutzung und Gebrauchsspuren vermuten lassen. Der ursprüngliche rote Ledereinband ist mit einer weiteren Lederschicht überzogen, die am unteren Ende über die Buchdeckel hinaus absteht und zu dessen Schutz über dem unteren Schnitt zusammengeklappt werden kann. Die Handschrift enthält Gebete, Hymnen und andere Andachtstexte von zahlreichen verschiedenen Autoren – vorwiegend Heiligen und Päpsten – wie Mechthild von Magdeburg oder Bernhard von Clairvaux. Auch kartäusische Autoren wie Heinrich Arnoldi sind vertreten. Auf Blatt 4v und 316v sind mehrere kolorierte Holz- und Metallschnitte eingeklebt.
Online seit: 14.12.2018
Die vom Schreiber Johannes Loy eigens für die Kartause Basel angefertigte Papierhandschrift enthält eine Sammlung von Predigten zur Lesung im Kapitel. Die Predigten stammen aus der Feder von drei Kartäusern: Hieronymus Brönick, Heinrich Arnoldi und Heinrich Eger von Kalkar. Um, wie die einleitende Notiz auf Blatt 1v erklärt, Einförmigkeit zu vermeiden, die die Mutter des Überdrusses sei, sind jeweils für einen Festtag vier verschiedene Predigten versammelt, so dass die gleiche Predigt nur einmal alle Schaltjahre gehalten wird.
Online seit: 14.12.2018
Diese aus zwei Teilen zusammengesetzte theologische Sammelhandschrift (3. Viertel 15. Jahrhundert) stammt aus der Kartause in Basel, wo sie wohl auch entstanden ist. Gesichert ist dies für den zweiten Teil der Handschrift, die neben der Vita et revelationes der Agnes Blannbekin (Kap. 1-23) umfangreiche Auszüge aus der Lux divinitatis, der lateinischen Übersetzung des Das fließende Licht der Gottheit Mechthilds von Magdeburg enthält, die zum Ausgangspunkt weiterer Abschriften in der Kartause selbst wurden. Als Vorlage für die meisten Texte, die im zweiten Teil von Cod. A VIII 6 enthalten sind, diente die Handschrift Basel, Universitätsbibliothek, Cod. B IX 11.
Online seit: 13.12.2013
Devotionalienband aus dem 15. Jahrhundert, grossenteils geschrieben von dem Kartäuser Johannes Gipsmüller und im Besitz der Kartause Basel. Ein als Folio 57 in die Papierhandschrift eingefügtes Pergamentblatt enthält auf der Verso-Seite eine ganzseitige Darstellung Christi am Kreuz mit Maria und Johannes. Eine Besonderheit ist ausserdem eine Sammlung von lateinischen Bibelstellen und deutschen Sprüchen von Petrus Wolfer, die in der Kartause um ein Kreuzigungsbild herum an der Wand gestanden haben sollen.
Online seit: 26.09.2017
Das spätmittelalterliche Andachts- und Gebetbuch ist nach seiner ersten Besitzerin Margret Zschampi, Dominikanerin im Basler Kloster Klingental, benannt. Es handelt sich um eine typische Erbauungshandschrift in deutscher Sprache, wie sie im ausgehenden Mittelalter insbesondere in Frauenklöstern und Laiengemeinschaften für die private Andacht geschrieben und genutzt wurden. Margret Zschampi schenkte die Handschrift der Basler Kartause, wo sie in die Bibliothek für die Laienbrüder Eingang fand. Als Teil der Kartäuserbibliothek kam das Andachtsbuch 1590 in die Universitätsbibliothek Basel. Es ist die einzig bekannte vollständig erhaltene Handschrift aus dem Dominikanerinnenkloster Klingental.
Online seit: 26.09.2017
Der Band stammt aus der Basler Kartause und enthält handschriftliche und gedruckte Texte zu Fragen der Ordensgeschichte, der geistlichen Lebensführung ebenso wie theologische Auslegungen, so zum Beispiel den Predigerkommentar Dionysius‘ des Kartäusers (1402-1471). Die handschriftlichen Teile stammen von verschiedenen Händen, darunter diejenige des Basler Kartäusers Johannes Gipsmüller (1439-1484).
Online seit: 14.06.2018
Die aus mehreren Teilen zusammengebundene Handschrift aus der Laienbibliothek der Basler Kartause ist als Andachtsbuch für die Konversen gestaltet. Sie enthält diverse Grundlagentexte in deutscher Übersetzung, unter anderem eine Regel des Heiligen Benedikt, eine Benediktslegende sowie diverse Gebete, die sich direkt jeweils entweder an die Laienbrüder der Kartäuser oder an die Laienbrüder der Benediktiner wenden.
Online seit: 14.12.2017
Die 14 Blätter wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus einer Sammelhandschrift der Basler Kartause herausgelöst. Die 11 kolorierten Holzschnitte mit zugehörigem handschriftlichem Text überliefern eine deutsche Ars moriendi, ein im Spätmittelalter weit verbreiteter Texttypus zur Kunst des heilsamen Sterbens.
Online seit: 26.09.2017
Das kleinformatige Andachtsbuch stammt aus der Bibliothek für die Laienbrüder der Basler Kartause. Es wurde von zehn verschiedenen Händen geschrieben und enthält neben zahlreichen Gebeten u.a. die Legende des Hugo von Lincoln, einen Passionstraktat sowie ein „Cisiojanus“ (Merkgedicht zu den kirchlichen Fest- und Feiertagen, so benannt nach dem Incipit der lateinischen Fassung).
Online seit: 14.06.2018
Die aus dem Besitz der Kartause Basel stammende Papierhandschrift enthält im ersten Teil den Tractatus de modo perveniendi ad veram et perfectam dei et proximi dilectionem des Priors Heinrich Arnoldi (1407-1487) und umfasst unter dem Titel De humilitate im zweiten Teil eine Sammlung von kleineren Schriften desselben. Beide Texteinheiten finden sich auch in der im selben Jahr entstandenen Handschrift A X 83.
Online seit: 14.12.2018
Die Schriften des Priors Heinrich Arnoldi (1407-1487) im ersten Teil der Handschrift (die Sammlung De humilitate und der Traktat De modo perveniendi) sind grösstenteils dieselben, wie sie auch in Cod. A X 69 enthalten sind. Der zweite Teil enthält den Tractatus de reformatione virium animae des niederländischen Theologen Gerardus de Zutphania (1367-1398). Johannes Gipsmüller (1439-1484) schrieb die Handschrift 1472 in der Basler Kartause. Vor Blatt 1 muss sich ein kolorierter Holzschnitt befunden haben, Farbreste und der spiegelverkehrt lesbare Abdruck der Bildlegende sind noch sichtbar.
Online seit: 14.12.2018
Das Psalterium feriatum wurde 1471 vom Basler Kartäusermöch Johannes Gipsmüller geschrieben. Wenn auch ein Besitzeintrag fehlt, so war es doch mit Sicherheit für den Gebrauch in seinem Kloster gedacht. Im ganzen Psalter finden sich Hymnen, Antiphonen etc., viele mit Noten versehen. Zur raschen Auffindung der Texte im Stundengebet ragen rote und weisse Signakeln über den vorderen Schnitt.
Online seit: 19.03.2015
Nebst dem Rosarium Jesu et Mariae des belgischen Kartäusers Jacobus van Gruitrode enthält der kleinformatige Codex aus der Basler Kartause Briefe zweier Vertreter der Devotio Moderna, Florens Radewijns und Geert Groote, ausserdem Exzerpte aus Bibel und Kommentaren sowie verschiedene Gebete und diverse kürzere und längere Fragmente unterschiedlichen Inhalts.
Online seit: 04.10.2018
Die kleinformatige Papierhandschrift aus der Kartause Basel stammt grösstenteils aus der Hand des Bibliothekars Georg Carpentarius der zum Zweck täglicher geistlicher Übungen Gebete zu verschiedenen Anlässen, Hymnen, Meditationen und andere theologische Texte zusammengestellt hat. Unter den identifizierbaren Autoren finden sich Grössen wie Anselm von Canterbury und Bernhard von Clairvaux neben weniger bekannten Namen wie Basilius Phrisius. In den Deckeln sind zwei kolorierte Drucke eingeklebt: St. Georg mit dem Drachen (vorderer Spiegel) und Messe des Heiligen Gregor (hinterer Spiegel).
Online seit: 14.12.2018
Das von Prior Jacob Lauber eigenhändig geschriebene Obsequiale regelt den Totendienst in der Kartause Basel. Die eingefügten Gebete (u.a. ein lateinisches und ein deutsches Vaterunser) sowie die mit Noten versehenen Gesänge sind im liturgischen Kontext zu verorten.
Online seit: 22.03.2018
Die Papierhandschrift aus der Basler Kartause enthält Ordinarien für Priester (darunter eine deutsche Ansprache an die Laienbrüder), Diakon und Subdiakon, eine Anleitung über das Amt des Sakristans sowie eine Anzahl kürzerer und längerer liturgischer Musikstücke. Unter letzteren, ansonsten durchweg in Latein, findet sich eine von Sebastian Brant verfasste deutsche Version der Sequenz Ave praeclara maris stella (135r-135v). Geschrieben wurde die Handschrift von Thomas Kress, dem nachmals letzten Kartäuser in Basel († 1564), am Anfang seiner Klosterlaufbahn (genauer: im dritten Jahr seiner Professzeit, vgl. 102v).
Online seit: 14.12.2018
Die überwiegend deutschsprachige Handschrift ist aus verschiedenen Teilen zusammengebunden, die alle etwa zur gleichen Zeit – Ende des 15. bis Anfang des 16. Jahrhunderts – entstanden sein dürften. Der Codex gehörte zur Laienbibliothek der Basler Kartause und ist möglicherweise zumindest teilweise auch in diesem Kloster geschrieben worden. Zu den Texten in diesem Erbauungsbuch gehören beispielsweise das Exempel von der frommen Müllerin, das häufig Meister Eckhart zugeschriebene „Guten-Morgen-Exempel‟, eine Erzählung der Geschichte des Kartäuserordens sowie diverse Predigten, Gebete, Sprüche und Exempla.
Online seit: 14.12.2017
Das deutsche Andachtsbuch wurde von einer Hand geschrieben und stammt aus der Bibliothek für die Laienbrüder der Basler Kartause. Neben dem einleitenden Marienoffizium, das rund die Hälfte der Handschrift füllt, überliefert der Kodex diverse Gebete und weitere Andachtstexte.
Online seit: 22.03.2018
Die Handschrift aus der Basler Kartause besteht zur Hauptsache aus den zwei bekanntesten Werken des römischen Geschichtsschreibers Sallust – De coniuratione Catilinae und De bello Iugurthino. Daneben enthält sie verschiedene kurze Texte und Fragmente bekannter (Isidor, Publilius Syrus, Ps.-Serviolus) sowie unbekannter Autorschaft (Silbenregeln, arithmetische Rätsel) und eine Labyrinthzeichnung. Sie ist mit zahlreichen Interlinear- und Marginalglossen von verschiedenen Händen versehen.
Online seit: 14.06.2018
Um 1520 erstellte der damalige Bibliothekar der Kartause Basel, Georg Carpentarius, einen Standortkatalog der Bibliothek. Der Katalog umfasst zwei Bände, je einen für die beiden Bibliotheksräume der Bibliotheca antiqua (AR I 2) und der Bibliotheca nova (AR I 3). Dem Katalog der Bibliotheca antiquaist das sogenannte „Informatorium bibliothecarii“ vorangestellt, eine Anleitung für den Bibliothekar, die ihn für seine Tätigkeiten – unter anderem Katalogisieren, Buch- und Bestandespflege – instruiert. Vorne eingebunden ist ausserdem eine Liste mit Büchern, die von der Basler Kartause 1526 an die Kartause Ittingen geschenkt wurden.
Online seit: 04.10.2018