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© Marcel Burkhardt
Der Bestand der Dohle schwankt längerfristig erheblich. Landesweite Erhebungen belegen einen deutlichen Rückgang von etwa 1500 Paaren im Zeitraum von 1972–78 auf rund 1000 Paaren 1989. Nach 2009 hat der Bestand deutlich zugenommen. Seit etwa 2000 nimmt der Dohlenbestand zu. Die Zunahme erfolgt nicht nur in bestehenden Kolonien, sondern es werden auch neue Kolonien gegründet. Wo im städtischen Bereich das Futter für die Aufzucht der Jungen mehr und mehr aus weggeworfenen Essensresten besteht, haben die Dohlen einen schlechten Bruterfolg.
Durch die Bereitstellung von Nisthilfen in der Umgebung von städtischen Dohlenkolonien sollen Dohlen sich vermehrt in landwirtschaftlich genutzten Gebieten mit günstigem Nahrungsangebot ansiedeln und dort einen besseren Fortpflanzungserfolg als in städtischen Agglomerationen erzielen.
Wo zur Brutzeit Nahrung suchende Dohlen beobachtet werden und in der Nähe keine Nistmöglichkeiten vorhanden sind, soll geprüft werden, ob Nistkästen angebracht werden können.
Die Dohle ist ein verbreiteter Brutvogel im Schweizer Mittelland und im östlichen Jura. In der Ajoie, in der Region Basel, im Wallis und im Tessin brütet sie nur lokal. Entlang klimatisch begünstigter Täler dringt sie weit in die Alpen vor. Die Dohle wird in der Roten Liste als "verletzlich" eingestuft, und sie figuriert auf der Liste der Prioritätsarten Artenförderung.
Im Grossen Moos bei Murten nahmen Dohlen in einem vorher immer wieder aufgesuchten Gebiet mit einem hohen Anteil an extensiv beweideten Flächen und dank der an Strommasten montierten Nistkästen rasch zu. Im Gegensatz zur nahe gelegenen Kolonie im Zentrum der Stadt Murten war der Bruterfolg wesentlich höher.
Stephan Strebel, Büro Mosimann & Strebel, 3232 Ins