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<h2>SubmittedText<h2><p>Das Konzept der planetaren Belastungsgrenzen soll in der Bundesverfassung und im Umweltschutzgesetz verankert werden.</p><p>2009 wurde das wissenschaftliche Konzept der neun planetaren Belastbarkeitsgrenzen erstmals veröffentlicht, 2015 folgte ein aktualisierter Bericht. Das Konzept definiert einen Rahmen, innerhalb dessen sich die Menschheit auf sichere und gerechte Art entwickeln kann; der Ansatz fusst auf neun biophysikalischen Prozessen, die in ihrer Gesamtheit die Stabilität des Planeten Erde regulieren.</p><p>Dieser neue Ansatz steht in der Tradition der Arbeiten des Club of Rome (Meadows et. al., 1972). Sein Ziel ist ein verbessertes Wissen über jähe Veränderungen des globalen Ökosystems, die durch das menschliche Handeln verursacht werden und welche sich auf die Ökosysteme und das Wohlbefinden aller auswirken können. Der Ansatz ruft zudem in Erinnerung, dass die Klimaerwärmung leider nur eine der neun planetaren Belastbarkeitsgrenzen ist, mit denen wir konfrontiert sind. Die Stabilität und die Widerstandsfähigkeit sind auch durch die folgenden acht kumulativen Prozesse bedroht:</p><p>- Die Störung des Stickstoff- und Phosphorkreislaufs, die vorwiegend durch die Herstellung von Düngemitteln für die Intensivlandwirtschaft und den Einsatz dieser Düngemittel bedingt ist sowie durch Emissionen aus Verkehr und Industrie und durch Belastungen aus Haushalten. </p><p>- Die veränderte Bodennutzung, die sich aus der Urbanisierung und der Abholzung der Wälder, aus der Ausbreitung und zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft und aus der zunehmenden Erschliessung durch Verkehrsmittel ergibt.</p><p>- Die Übersäuerung der Ozeane, die mit dem steigenden Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre sowie mit der unmittelbaren Verschmutzung der Meere und Ozeane durch Zuflüsse zusammenhängt.</p><p>- Die Zerstörung der Ozonschicht, die durch langlebige künstliche Gase wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verursacht wird. Diese Gase wurden vorwiegend in Kühlsystemen eingesetzt und sind seit 1987 verboten; wegen ihrer Langlebigkeit sind sie aber immer noch in der Atmosphäre auffindbar.</p><p>- Die atmosphärische Aerosolbelastung, beispielsweise durch Feinstaub aus Dieselfahrzeugen. Die hauptsächlichen Quellen sind Verkehr, Industrie, Haushalte und das Baugewerbe.</p><p>- Die übermässige Süsswassernutzung, die bedingt ist durch den gestiegenen Wasserverbrauch in Landwirtschaft, Industrie, Haushalten und in der Freizeitindustrie.</p><p>- Die Einbringungen neuartiger Substanzen in die Biosphäre; durch die Intensivlandwirtschaft, durch Belastungen aus Industrie- und Haushalt, durch den Verkehr und die Rohstoffgewinnung kommt es zu Verschmutzungen und Störungen von Lebensräumen.</p><p>- Der Verlust der Biodiversität; die fünf Faktoren, welche die Natur direkt beeinflussen und die im weltweiten Massstab den grössten Einfluss haben, sind, in absteigender Ordnung:</p><p>1. Veränderungen in der Nutzung des Bodensund der Meere (Intensivlandwirtschaft, Abholzung, Urbanisierung, Intensivhaltung zu Land und im Meer, Transport zu Land und zu Wasser, Massentourismus); 2. Übernutzung gewisser Organismen (industrielle Fischerei, intensive Waldwirtschaft, Wilderei);</p><p>3. Klimawandel;</p><p>4. Verschmutzung (Einbringung neuartiger Substanzen);</p><p>5. invasive gebietsfremde Arten. </p><p>Die kumulierten Auswirkungen dieser Effekte führen zum sechsten Massenaussterben. Das Konzept der planetaren Belastbarkeitsgrenzen gestattet eine weltweite und bereichsübergreifende Sicht der Risiken, die sich dem Planeten stellen, und das Konzept erlaubt es, die wechselseitige Beeinflussung der Bereiche zu verfolgen. Diesen Prozessen - sie werden ausgelöst durch menschliche Tätigkeit - ist eigen, dass sie sich weltweit abspielen und eine direkte Bedrohung für die Menschheit darstellen. Ein und dieselbeTätigkeit zeitigt verschiedene Folgen. So sind stören Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor verantwortlich für die Störung des Stickstoffkreislaufes und die übermässige Bodennutzung; solche Fahrzeuge stossen aber auch atmosphärische Aerosole und toxische Gase aus und natürlich auch Treibhausgase, die für die Klimaerwärmung verantwortlich sind. Die Gesamtheit dieser Auswirkungen wirkt sich dann kumuliert auf die Biodiversität und die Gesundheit des Menschen aus.</p>