Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03651.jsonl.gz/1555

Als Schauspielerin ist Charlotte Gainsbourg einem breiteren Publikum bekannt. Zusammen mit Lars von Trier hat sie bereits den “Antichrist” gedreht, bevor sie zuletzt in “Melancholia” an der Seite von Kirsten Dunst zu sehen war. Die Liste reicht von Independenten-Filmen à la “The Science of Sleep” über Dramen wie “21 Grams” bis hin zum Bob-Dylan-Biopic “I’m not there”. Für letzteren sang sie ein Cover des Dylan Songs “Just Like a Woman”.
Schauspielsängerin
Die Musik entdeckte sie nicht erst neu für sich. Im Gegenteil, zeitgleich mit ihrer Schauspielkarriere hatte sie 1984 bereits ihr Musikdebut. Den kontroversen Song “Lemon Incest” sang sie gemeinsam mit ihrem Vater, Serge Gainsbourg. Es folgte ihr erstes Album “Charlotte for ever”. Dann war es lange musikalisch still um sie.
Erst zwanzig Jahre später brach sie mit dem Album “5:55” ihr Schweigen. Kritiker und das französische Publikum empfingen es mit offenen Armen. Ihre sanfte, zerbrechliche Stimme tauschte sie für ihr drittes Album “IRM” dann gelegentlich gegen eine oftmals kühle, entfremdete.
Im sanften Ton
“IRM” wechselt sich mit elektronischen Beats und Gitarrenrhythmus in einer merkwürdigen Mischung ab. Dann und wann kommt auch wieder die sanfte Wisperstimme durch. In “Stage Whisper”, ihrem neuesten Album, führt sie diese Linie zusammen mit dem Sänger Beck weiter. Und es passt: es bleibt Charlotte. Das Album wird sie am Freitag, den 25. Mai, im Kaufleuten vorstellen und dabei in ihrem Mix hoffentlich ganz sie selbst sein.