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Geboren als Meer Husmann am 9. März 1888 in Proskurow in der Ukraine kam er 1899 mit seinen Eltern Hersch Heinrich und Chaja Glasberg und seinen fünf Geschwistern in die Schweiz.
In Zürich besuchte Max Husmann die Sekundar- und die Industrieschule, die er mit dem Maturitätszeugnis abschloss. An der ETH Zürich studierte er Mathematik und an der Philosophischen Fakultät II der Universität Zürich erlangte er 1915 die Doktorwürde.
Da er während seiner Studienjahre darauf angewiesen war, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, erteilte Max Husmann für 50 Rappen pro Stunde Privatunterricht. Noch vor Studienabschluss hatte er an der Weinbergstrasse in Zürich eine Privatschule gegründet, an der er als Mathematiker mit grossem Erfolg Studenten für die Aufnahme in die ETH vorbereitete. Im Juli 1918 vereinigte Max Husmann seine Schule mit dem bereits bestehenden Institut Minerva an der benachbarten Scheuchzerstrasse. Als hervorragender Pädagoge und Mathematiker war Dr. Husmann für den beachtlichen Erfolg und Aufschwung dieser Maturitäts- und Handelsschule verantwortlich.
Im folgenden Jahr (1919) erwarb er das Bürgerrecht der Stadt Zürich, und später das von Malters/LU.
Im Jahr 1926 erfolgte die Gründung des Instituts Montana Zugerberg, einer nachmals renommierten internationalen Schule, welche anfangs vor allem von Söhnen aus vermögenden italienischen Familien besucht wurde. Mit den Erfahrungen beim erfolgreichen Ausbau der Minerva Zürich und mit neuen schöpferischen Ideen schuf Dr. Max Husmann auf dem Zugerberg eine Schule die durch die Grundsätze Individualismus, Internationalität und Integration geprägt war. Im Jahre 1936 erhielt das Institut Montana das Maturitätsprivileg, was der Schule auf dem Zugerberg eine enorme Aufwertung brachte. Die Schülerzahl stieg kontinuierlich bis im Schuljahr 1938/39.
Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unterbrach den Schulbetrieb in drastischer Weise. Die Schülerzahl ging rapide zurück. Lehrer zogen freiwillig und unfreiwillig aus. Ideologische Spannungen und antisemitische Propaganda vergifteten die Schulgemeinschaft. Einzelne Häuser wurden für Truppenunterkünfte, Interniertenlager und Flüchtlingsheime requiriert. Dr. Husmann musste mit seinem persönlichen Vermögen einspringen, um seine Schule vor dem Ruin zu retten.
Im Februar 1945 trug Dr. Max Husmann dank der Vermittlung zwischen einflussreichen Persönlichkeiten und seinen grossartigen psychologischen Fähigkeiten wesentlich zum Gelingen der „Operation Sunrise“ bei. Diese führte zur vorzeitigen Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Oberitalien, und dank diesem Umstand wurde weiteres sinnloses Blutvergiessen verhindert.
Im gleichen Jahr konvertierte Dr. Max Husmann vom jüdischen zum katholischen Glauben.
Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Dr. Max Husmann in Monte Carlo und in Rom, wo er am 19. Februar 1965 verstarb.
Der Name und der Geist Max Husmanns leben in seinen Werken weiter. Als Mitbegründer der Minerva-Schule Zürich, als Schöpfer des Instituts Montana Zugerberg, das bis heute alle Turbulenzen und Krisen überstanden hat und nach wie vor eine international hoch angesehene Schule ist, und nicht zuletzt als Gründer einer Stiftung, welche seit dem Jahr 1967 die akademische oder künstlerische Ausbildung von über 700 begabten Jugendlichen
finanziell unterstützt hat.