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Der offizielle Name der Kreiselgruppe lautete «Quartierentwicklung Zürich-Seebach, Arbeitsgruppe Verkehr». Dies war eine Gruppe von sechs Seebacher Einwohnern, unter ihnen Martin Lang und Rodolfo Salis, welche 2003 den Bau eines Kreisels bei der Einmündung der Glatttalstrasse in die Schaffhauserstrasse anregten. Sie begründeten dies mit dem täglichen Rückstau, welcher an dieser Einmündung zu Spitzenzeiten auftritt.
Als aber das Tiefbauamt am 25. Mai 2005 anlässlich einer Präsentation eine optimalere Lösung mit Verkehrsampeln vorschlug und den Kreisel nach einer Studie des Verkehrsplaners SNZ grundsätzlich ablehnte, beendete die Kreiselgruppe ihre Aktivitäten. In der Zwischenzeit stellte sich heraus, dass mit einer Verkehrsampelanlage auch ein Ausziehen der Sicherheitslinien von der Einmündung der Glatttalstrasse bis zur Unterwerkstrasse verbunden wäre, welche die Zufahrt zum Hotel, zur Bäckerei und zum Café Fischer erheblich einschränken und komplizieren würde, wurde der Gewerbeverein aktiv und animierte Martin Lang, die Idee eines Kreisels erneut aufs Tapet zu bringen, was anlässlich der Generalversammlung des Quartiervereins Seebach (QVS) am 6. April 2006 erfolgte.
Dabei wurde der QVS per Mehrheitsbeschluss beauftragt, eine Projektgruppe zu bilden, die sich mit dieser Alternative auseinandersetzen und eine Lösung ausarbeiten soll, welche die Zu- und Wegfahrt der Kunden der direkt betroffenen Gewerbebetriebe nicht beeinträchtigt. Der QVS hingegen nahm das Postulat nur insofern entgegen, als er an seiner GV Freiwillige für die neue Kreiselgruppe suchte und benannte, während er die weitere Arbeit aber als Sache der Initianten, also des Gewerbevereins Seebach betrachtete. Diese Arbeitsgruppe nahm ihre Arbeit in der Folge mit leichter Verzögerung auf.
Ein Vertreter des Tiefbauamtes der Stadt Zürich vertrat an der GV nochmals die offizielle Meinung der Stadt gegenüber einem Kreisel, wobei er an die Richtlinien für Kreisel erinnerte und darlegte, dass vor Kreiseln ebenso wie vor Lichtsignalanlagen eine längere Sicherheitslinie erforderlich sei, sodass ein Kreisel in dieser Hinsicht nichts ändern würde, hingegen den Ã?V, die Fussgänger und die Velofahrer schwäche und vermutlich den Stau verstärke. Ausserdem wäre an dieser Stelle ein Doppelspurkreisel erforderlich, um Eigenbehinderungen des Verkehrs zu vermeiden, wofür hier aber der Platz fehle, wenn nicht zwei Häuser abgerissen würden. Ein einfacher Kreisel wäre hier zu wenig leistungsfähig. Er riet den Initianten, von ihrem Vorhaben abzusehen, was diese aber nicht beeindruckte. Primär geht es hier nämlich darum, dass mindestens ein Betrieb (Fischer) bei einer solchen Lösung nicht nur behindert, sondern äusserst gefährdet würde, weil sowohl Hotel, Bäckerei wie Café auch ganz erheblich von Spontankunden leben, welche hier vorbei fahren. Eine komplizierte Zu- und Wegfahrt würde den Betrieb sogar in seiner Existenz gefährden.
Im Rahmen der Lichtsignalanlage käme es auch zu einem neuen Verkehrsregime im Ettenfeld, welches eine Querverbindung der drei dortigen Strassen vorsieht, die notgedrungen Mehrverkehr in den Quartierteil brächte, weil nun aller von der Ettenfeldstrasse und vom Sandacker ausgehende Verkehr über die Unterwerkstrasse abgewickelt würde.
Inzwischen informierte Heinz Korodi vom Tiefbauamt der Stadt Zürich, dass der Bau der Lichtsignalanlage ab Frühjahr 2008 schrittweise realisiert werde. In der Ausgabe vom 13. Dezember 2007 berichtet sodann Pia Meier, dass die speziell betroffene Bäckerei Fischer mit dem Restaurant und Hotelbetrieb sich erfolgreich für eine bessere Lösung eingesetzt habe, indem das Tiefbauamt mehrere Lösungsvorschläge ausarbeiten liess. Welche Lösung nun favorisiert wird, ist aber noch nicht bekannt. 2010 hiess es dann, dass die Stadt bei der Ampelanlage bliebe und die entsprechenden Umbauten nun schrittweise realisieren werde. Dagegen erhob die Backhuus Fischer Einsprache. Am 7.6.2012 haben sich die beiden Parteien in Verhandlungen aussergerichtlich geeinigt. Es konnte eine für die Backhuus Fischer akzeptable Lösung für ihre Parkplätze gefunden werden. Damit ist der Weg zum Bau der Ampelanlage nun frei und die Idee des Kreisels endgültig vom Tisch.
Ein Augenschein im Jahre 2017 hat ergeben, dass die Ampelanlage steht, dass man aber auf die durchgezogene Sicherheitslinie verzichtet hat, sodass man weiterhin zur Bäckerei abzweigen kann. Die Anzahl der Parkplätze wurde etwas reduziert.
Quellen: - GV des QVS vom 6. April 2006 - OGS-eigene - Seebacher News Nr. 1/2007 - «Zürich Nord», Pia Meier, 13.12.2007, 7.6.2012