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Erst am Ende dieser Woche kann ein handelsüblicher Test eine wahrscheinliche Schwangerschaft anzeigen. Die Keimblase oder Blastozyste hat am Anfang der 4. Woche ihre Einnistung in der Gebärmutter beendet. Dabei hat sie das Chorion gebildet, aus dem sich die Plazenta (der Mutterkuchen) entwickeln wird. Wie später die Plazenta produziert bereits das Chorion das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin). Schwangerschaftstests messen die Konzentration dieses Hormons, um eine mögliche Schwangerschaft anzuzeigen.
Rund die Hälfte der Blastozysten entwickeln sich in dieser Phase aufgrund von Chromosomenstörungen, Hormonmangel oder Durchblutungsstörungen nicht weiter. Es kommt zu einer sehr frühen und unbemerkten Fehlgeburt.
Ist dies nicht der Fall, setzt das eigentliche Embryonalwachstum ein: Die Zellen des inneren Teils der Blastozyste beginnen sich zu spezialisieren und bilden 3 unterschiedliche Zellschichten. Eine Zellschicht wird später Gehirn, Nerven, Schweissdrüsen, Haare und Nägel, Haut sowie Augen und Ohren ausbilden. Aus einer zweiten Schicht werden sich Herz und Kreislaufsystem, Nieren, Milz, Geschlechtsorgane, Knochen, Muskeln und die tieferen Hautschichten entwickeln. Die dritte Zellschicht bringt Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, die Harnwege und den Verdauungstrakt hervor.
Ein hoher Progesteronspiegel wirkt stark beruhigend auf die Gebärmuttermuskulatur, damit der Embryo nicht abgestossen wird. Auch der übrige Organismus reagiert auf die verschiedenen hormonellen Veränderungen. Das kann Schwangerschaftsbeschwerden wie übermässige Müdigkeit, häufigen Harndrang oder Verstopfung zur Folge haben.