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|Begriff||Definition|
|Chronisch Rheumatische Wirbelsäulenprozesse Schmerzen||

Die rheumatische granulomatöse Entzündung kann sich verschiedenartigst lokalisiert unter dem Symptom "Kreuzschmerzen" äussern. Kennzeichnend für rheumatische Vorgänge sind das Vorhandensein von Streuherden, positive serologische Befunde, Verlauf in Schüben, Neigung zu Temperatursteigerungen und Schweissausbrüchen, Wetterfühligkeit, Empfindlichkeit gegen Abkühlung, Störungen des Wärmehaushaltes. Vorwiegend ist der Bindegewebsapparat der Wirbelsäule befallen, v.a. das lockere Bindegewebe der Foramina intervertrebralis.
Infolge der Spinalnervenreizung können periphere oder auch viszerale Folgeerscheinungen das Krankheitsbild beherrschen während die auslösende Entzündung an der Wirbelsäule inaktiv bleibt. Es ist auch möglich dass der rheumatische Entzündungsprozess die Verlaufsrichtung der chronischen Wirbelsäulenversteifung der Bechterewschen Krankheit nimmt. Vorwiegend sind die Kreuz-Darmbeingelenke und die lumbalen Zwischenwirbelgelenke befallen.
|Chronische Herzleiden Schmerzen||

Die Kranken klagen über einen längeren Zeitraum an Schmerzen am Herzen welche sich als Herzdruck, Stechen, Schwere und Schmerzen in der Herzgegend, meistens unter dem Brustbein äussern. Ein zusätzliches "Engegefühl" begleitet oftmals die Kranken. Auch können "Brennen-Gefühle" im Brustkorb, hineinziehend in die Arme auftreten. Die Herzschmerzen treten meist "anfallsartig" auf. Diese Beschwerden können Sekunden aber auch mehrere Minuten dauern. Begleitet werden diese Beschwerden oft von zusätzlichen Symptomen wie Herzstolpern, Atembeschwerden Herzrasen.
|Chronische Schmerzen||

Eine chronische Schmerzsituation liegt dann vor, wenn der Schmerz länger als 6 Monate andauert, als periodischer Dauerschmerz oder grundlegend periodisch auftritt. Möglich sind hier bleibende pathophysiologische Veränderungen als Dauerschäden wie z.B. im Falle von Arthrose. Zu den Begleitreaktionen vegetativer Art zählen Veränderungen der Herzfrequenz und des Blutdrucks, Pupillendilatation, veränderte Reflexe, Muskelspannungen, Gänsehaut und Schweissausbrüche, zu den affektiven Begleiterscheinungen gehören Angst, emotionaler Stress und Depressionen als physiologische Varianten. Chronifizierung des Schmerzes führt auch zu dem Begriff des Schmerzgedächstnisses.
Die "Chronische Schmerzkrankheit" wird in Deutschland seit 2009 als eigenständiges Krankheitsbild definiert. Eine Berücksichtigung innerhalb der Morbi-RSA benötigte etwa 2 Jahre, weshalb die Koalition gegen den Schmerz in 2009 vor einer Mangel und Fehlversorgung der Schmerzpatienten warnte. Insbesondere die langfristigen Zusatzkosten wurden als bedenklich hervorgehoben.
Nicht ausreichende oder ineffiziente Schmerztherapie führt aufgrund weiterer Chronifizierung zu dem eigenständigen Krankheitsbild "Chronische Schmerzkrankheit". Die daraus entstehenden Kosten durch Behandlungen, Arbeitsausfällen und Frühberentungen sind enorm.
(Quelle: Daase, Axel: Das Gesundheitsmanagement der schulmedizinischen Schmerztherapie in Deutschland und der Schweiz und seine finanziellen Auswirkungen auf das Gesundheitssystem, Mensch und Buch Verlag, 2011)