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Ich wollte Ihnen kurz meine Geschichte erzählen, und wie ich von Pantoprazol weggekommen bin.
2015 erhielt ich einen Schlauchmagen und damit verbunden das Rezept für Pantoprazol 40 mg. Ich habe die Einnahme nie in Frage gestellt, da ich früher schon ab und zu Sodbrennen hatte und dachte, die Einnahme muss sein.
Nun, 8 Jahre später, habe ich mich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt, da ich aufgrund der Nebenwirkungen begann, die Einnahme von Pantoprazol in Frage zu stellen.
Ich wollte nicht mein Leben lang ein Medikament einnehmen, welches Kopfschmerzen verursacht und die Knochensubstanz abbaut.
Ich hatte an diesem Punkt jeden Tag Kopfschmerzen, welche ich mit entsprechenden Medikamenten bekämpfte, und in diesem Zusammenhang wieder Panto nahm, um den Schlauchmagen nicht zu sehr zu belasten. Irgendwann befand ich mich in einem Schmerz- und Tablettenteufelskreis.
Meine erste Handlung war, Pantoprazol sofort abzusetzen, was sich im Nachhinein als Fehlentscheid herausgestellt hat. Mein Magen reagierte umgehend und extrem heftig. Ich kam mir vor wie ein Junkie, der auf Entzug war. Nur war es mein Magen, der in hohem Masse Magensäure produzierte und ich tagelang übelstes Sodbrennen hatte.
Ich hatte dann eine Routinekontrolle beim Hausarzt und erzählte ihm davon. Er meinte, ich dürfe Panto nicht abrupt absetzen; es könne auch sein, dass ich das Medikament nicht schaffe, abzusetzen, aber mein Dickschädel wollte nichts davon hören.
Also habe ich nochmals von Vorne begonnen:
Ich habe die Tablette wöchentlich reduziert, und jeweils eine Woche eine ganze, dann ¾, ½, ¼, … bis keine mehr.
In dieser Zeit habe ich zudem Luvos Heilerde in Milch genommen, ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber super bei Sodbrennen, da mein Magen ja auch zu diesem Entzug nicht einfach ja und amen sagte.
Zusätzlich habe ich mich mit der basischen Ernährung auseinandergesetzt und vorwiegend basisch gegessen, um den Magen mit möglichst wenig zu belasten. (Bei Dr. Vogel im Internet gibt es eine super Tabelle, welche auch sehr einfach zu handhaben ist).
Und zu guter Letzt habe ich mich mit dem Bicarbonatanteil im Mineralwasser auseinandergesetzt und mich auf die Suche nach Wasser mit hohem Bicarbonatanteil gemacht.
Fündig geworden bin ich beim Gerolsteiner Wasser, aber es gibt sicher noch andere.
Zuerst war ich sehr skeptisch, ob ich Wasser mit leichtem Sprudel ertrage, da ich ansonsten vorwiegend stilles Wasser trinke. Ich habe aber gemerkt, dass es meinem Magen gut tut. Ich kombiniere dies aktuell z.B. mit Evian (welches nicht so viel Bikarbonat hat). Jeden Morgen trinke ich zuerst 2, 3 Schlucke Gerolsteiner, um den Magen auf den Tag aufzuwecken, bzw. vorzubereiten.
Klar, habe ich ab und zu noch leichtes Sodbrennen, aber dies meistens, wenn ich etwas esse, was noch nicht so gut ist für den Magen. Ich bin immer noch am Ausprobieren und ich denke, wenn man 8 Jahre Pantoprazol genommen hat, ist das Ganze nicht einfach in einem Monat erledigt. Bei mir sind es jetzt 3 Monate, kein Panto mehr, keine Kopfschmerzen mehr, und ich freue mich sehr, dass ich mein Ziel erreicht habe.
Vielleicht helfen diese Tipps ja jemandem in gleicher Lage.