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Gegen die entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn ging ein amerikanisches Forscherteam mit eher unkonventionellen Methoden vor. Sie behandelten Morbus Crohn Patienten mit Wurmeiern.
Die Wissenschaftler glauben, dass Darmwürmer (z.B. Spul- oder Fadenwürmer) die Zahl der Crohn-Erkrankungen in Entwicklungsländern niedrig halten würden.
Hingegen in der entwickelten Welt gäbe es sehr viel mehr Menschen mit dieser entzündlichen Darmerkrankung, da die Menschen hier sehr viel seltener unter Wurmbefall leiden.
Die Eier der Würmer infizieren Essen, Wasser, Luft, Fäkalien, Haus- sowie Wildtiere und sind auf Gegenständen wie auch in Nahrungsmitteln zu finden. Aufgenommen werden sie durch schlechte Hygiene. Die sich im Körper befindlichen Eier schlüpfen im Darm als Würmer aus.
Faden- und Spulwürmer verursachen – im Gegensatz zu Bandwürmern – keine Erkrankung und breiten sich auch nicht im ganzen Körper aus.
29 Morbus Crohn Patienten schluckten auf Anweisung der Mediziner über einen Zeitraum von 24 Wochen 2.500 Peitschenwurm-Eier der Spezies Trichuris suis, die normalerweise beim Schwein auftritt. Einige davon nahmen zur Unterdrückung des Immunsystems zusätzlich Medikamente ein.
Fünf der Patienten stiegen aus, aber schon nach der Hälfte der Behandlungszeit berichteten 22 Patienten eine signifikante Verbesserung ihrer Symptome. 19 Personen hatten gar keine Symptome mehr. Am Ende des Versuchs hatten alle bis auf einen Patienten Verbesserungen gezeigt, 21 waren nach eigenen Angaben symptomfrei.
Es gab keinen Hinweis darauf, dass die Würmer irgendwelche Nebenwirkungen verursachten, doch denjenigen Probanden, die zusätzlich Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems nahmen, ging es noch eine Spur besser.
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