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ANTWORT VON UNSEREN EXPERTEN
Der Hund stammt vom Wolf ab, hat sich aber im Laufe der Evolution und Domestikation weiterentwickelt und auch differenziert. So ist der Hund heute ein fleischbetonter Allesfresser. Diese Tatsache belegt eine Studie über das Genom des Haushundes im Unterschied zum Wolf. Diese zeigt, das der Hund im Vergleich zum Wolf über mehr Gene verfügt, die zur Verdauung von Kohlenhydraten benötigt werden (Produktion von Enzymen). Dies beweist, dass der Hund im Vergleich zum Wolf sehr gut Kohlenhydrate verdauen und verwerten kann.
ANTWORT VON UNSEREN EXPERTEN
Zucker ist eine einfache Form von Kohlenhydrat. Er besteht vollständig oder teilweise aus Glukose, welches die Primäreinheit von Energie ist, die alle Lebewesen brauchen um funktionieren und überleben zu können. Hunde und Katzen können bei der Nahrungsaufnahme Glukose aus Proteinen und Fett gewinnen, zugesetzter Zucker macht diese Form von Energie jedoch auf eine sehr einfache Art verfügbar. Wenn eine vollwertige und ausgewogene Nahrung für Heimtiere mit streng kontrollierten Mengen an Zucker hergestellt wird, erlaubt dies den Tieren, die Proteine und das Fett für andere wichtige Körperfunktionen wie Wachstum, Regeneration sowie die Stärkung des Immunsystems zu verwenden. Gesunde Hunde und Katzen sind in der Lage alle Formen von Kohlenhydraten zu tolerieren und zu „verstoffwechseln“. Dies ist wissenschaftlich beschrieben und untermauert.
FRAGE
Mich würde es noch wundernehmen was ihr zu den Trockenfuttern sagt die einen hohen Proteinwert haben (zbs. Orijen 40%) kann ich dies bedenkenlos füttern oder kann dies auf die Dauer wirklich gesundheitliche Schäden geben?
Antwort lesen
ANTWORT VON UNSEREN EXPERTEN
Eine prozentuelle Angab der Proteine auf der Verpackung geben Ihnen zwar an, wieviel Protein pro 100g Futter enthalten sind, sagt Ihnen aber nichts darüber aus, wieviel Prozent der angegebenen Menge der Hund auch verwerten kann. Hinzu kommt, dass die Proteinwerte immer im Hinblick auf die Trockensubstanz angeschaut werden muss.
Ein Beispiel, bei dem das Produkt, das auf der Verpackung einen tieferen Protein %-Wert hat, in Wirklichkeit aber mehr enthält
- Futter A enthält 10.5% Protein, 19% TS --> 55.3% Protein auf TS
- Futter B enthält 32% Protein, 35% TS --> 35.0% Protein auf TS
Hinzu kommt jetzt noch die biologische Wertigkeit des Proteins im Futter. Je schlechter diese ist, desto höher ist der Bedarf. Ein Beispiel dazu:
- Futter A enthält 40% Protein, nur 70% werden verdaut --> Hund verwerted 28%
- Futter B enthält 30% Protein, 90% werden verdaut --> Hund verwerted 27%
Generell kann man sagen, dass Hunde mit Leber- und/oder Nierenprobleme nicht zu viel Protein aufnehmen sollten. Bei Welpen und Hunden im Wachstum ist es vielmehr der Energiegehalt der täglichen Ration, als das Protein, welches Probleme macht. Zu Ihrem speziell erwähnten Futter kann ich nur sagen, dass es ziemlich sicher keine Probleme verursachen wird. Sie können sich aber einmal den Proteinbedarf Ihres Hundes berechnen und ihn dann mit dem Futter vergleichen, das kann Ihnen eine Richtung geben
Formel dazu wäre:
Proteinbedarf: 5g verdauliches Rohprotein pro kg Körpergewicht 0.75