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Welche Medikamente sind in der Stillzeit sicher?
Wir unterstützen die Patientinnen mit einer rheumatischen Erkrankung im Wunsch, ihr Neugeborenes zu stillen. Muttermilch ist die ideale Ernährung für das Baby, zudem fördert und stärkt das Stillen die Mutter-Kind-Beziehung.
Medikamente, die während der Schwangerschaft als Therapie der rheumatischen Erkrankung verordnet waren, sollten in keinem Fall in Eigenregie, ohne Rücksprache mit dem behandelnden Rheumatologen, abgesetzt oder umgestellt werden. Ein Absetzen oder eine Reduktion der Medikamente kann einen Krankheitsschub auslösen.
Eine ganze Reihe von Basismedikamenten können während der Stillzeit eingenommen werden:
- Antimalarika (Chloroquin, Hydroxychloroquin)
- Sulfasalazin (gleichzeitige Substitution mit Folsäure)
- Prednison/Prednisolon (Maximaldosis von 20 mg/Tag darf nicht überschritten werden)
Entzündungshemmende Medikamente können während der Stillzeit eingenommen werden:
- NSAR (NichtSteroidale AntiRheumatika), z.B. Diclofenac
Bei den meisten rheumatischen Erkrankungen kommt es in den ersten 3-6 Monaten nach der Geburt, also meist noch in der Stilllzeit, zu einem erneuten Aufflammen der Krankheit. Ein Arztbesuch ist bei erneuter Krankheitsaktivität indiziert. Häufig müssen die Medikamente gesteigert oder umgestellt werden, was nicht unbedingt das Abstillen zur Folge hat. Bei hoher Krankheitsaktivität ist eine Therapie mit TNF-Alpha-Hemmer während der Stillzeit mögich. Diese Medikamente werden nur in sehr geringem Masse in die Muttermilch abgegeben. Das Medikament wird von den Kindern verdaut und kann somit nicht über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden.