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Pizzi Cannella
Der römische Maler Piero Pizzi Cannella hat sich von einer frühen naturalistischen Darstellung recht bald abgewendet, ist jedoch nie zur völligen Gegenstandslosigkeit übergegangen. Wenn zu Beginn der 80erJahre die räumlichen Bezüge noch in Erscheinung traten als Schrank, Kommode oder Schmuckschatulle, so verzichtete er später darauf und liess seine bevorzugten Motive in einer Art Schwebezustand erscheinen. Mehr und mehrentledigte sich Pizzi Cannella des Überflüssigen und widmete sich dem Wesentlichen. Nebst Vasen, Eidechsen, Fächern, trockenen Blumenund Kacheln gehören das Kleid und Schmuckstücke zu den beliebtestenDarstellungsgegenständen, die seit Jahrzehnten Pizzi Cannellas Werke beleben. Sowohl in seinen Gemälden, als auch auf den Arbeiten auf Papier kann sein Arbeiten in Schichten beobachtet werden. Die Beschaffenheit des Bildträgers, eines besonders schweren Papiers mit starker Struktur, wirkt sich entscheidend auf den Farbauftrag aus, sodass die Konturen zerfasern. Selbst bei flächigem Farbauftrag ergeben sich freie Stellen. Der Bildhintergrund ist oft fast vollständig übermalt, in einigen Fällen stark schattiert. Darin sind Formen zuerkennen, Formen, die aus dem Verborgenen hervorscheinen. Collagierte Stoffragmente, die den Bildrand überragen, können als weitere Ebene hinzukommen. Der Künstler lebt und arbeitet in Rom.