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Bislang erfolgten die Bauarbeiten unterirdisch, nun verlagern sie sich an Strassenoberfläche: Ab 11. April 2022 werden an der Monbijoustrasse die Gleise saniert, die Werkleitungen ersetzt und die Haltestellen angepasst; gleichzeitig erschliesst der Wärmeverbund Marzili das Gebiet mit Fernwärme, wie die Stadt Bern meldet.
Die Arbeiten bedingen eine Sperrung der Monbijoustrasse – mit weitreichenden Folgen für den ÖV und den motorisierten Individualverkehr.Die unterirdischen Arbeiten zur Verlegung der neuen Abwasserleitung zwischen der Eigerstrasse und dem Weissenbühlweg konnten Ende letzten Jahres erfolgreich abgeschlossen werden – nun verlagert sich die Baustelle in den Strassenraum. Am 11. April 2022 beginnt an der Monbijoustrasse die erste von insgesamt zwei Intensivbauphasen.
Bis im August 2022 werden im Abschnitt zwischen der Kreuzung Eigerstrasse/Monbijoustrasse und dem Holzikofenweg die Gas-, Wasser- und Elektroleitungen ersetzt und die Gleise erneuert. Zudem erschliesst der Wärmeverbund Marzili das Gebiet mit Fernwärme.
In dieser Zeit muss die Monbijoustrasse zwischen der Eigerstrasse und der Tramhaltestelle Wander totalgesperrt werden; gleichzeitig werde der südliche Abschnitt bis zur Kreuzung Seftigenstrasse teilgesperrt, damit der Baustellenverkehr und die Zufahrt für Anwohnerinnen und Anwohner gewährleistet werden können. Vom 11. bis 14. April und vom 20. bis 25. April 2022 sei auch in diesem Abschnitt die Zufahrt nicht möglich, da wegen Gleisrückbaus eine Sperrung erforderlich ist.Nach Abschluss der Intensivphase im nördlichen Abschnitt verlagern sich die Gleis- und Werkleitungsarbeiten, in deren Rahmen auch die ÖV-Haltestellen hindernisfrei gestaltet werden, in den südlichen Teil der Monbijoustrasse: Die zweite Intensivbauphase dauert bis Oktober 2022 und bringt eine Totalsperrung des Abschnitts zwischen dem Holzikofenweg und der Seftigenstrasse sowie eine Teilsperrung des nördlichen Bereichs (bis Eigerstrasse) mit sich.
Die abschliessenden Umgebungs- und Begrünungsarbeiten finden im Winter 2022/2023 statt.Von den beiden Intensivbauphasen und den damit verbundenen Sperrungen seien sowohl der private als auch der öffentliche Verkehr stark betroffen: Der motorisierte Individualverkehr werde umgeleitet – Lenker*innen werden dringend gebeten, die Monbijoustrasse grossräumig zu umfahren und vor allem den Eigerplatz zu meiden. Die Trams der Linie 9 verkehren auf der Strecke der Linie 3 via Seftigenstrasse bis nach Wabern.
Die Tramlinie 3 sei eingestellt. Die Haltestelle Weissenbühl werde durch die Busse der Linie 19 bedient.
Diese werden ab der Haltestelle Sulgenau über den Eigerplatz umgeleitet. Fussgänger*innen sowie Velofahrende, die ihr Rad schieben, können entlang der Baustelle zirkulieren, müssen aber mit Einschränkungen rechnen. Der Zugang zu den Liegenschaften sei jederzeit gewährleistet.Der Bauherrschaft – Stadt Bern, Bernmobil, ewb und Wärmeverbund Marzili AG –liegt viel daran, die mit den Bauarbeiten verbundenen Einschränkungen für das Quartier so gering wie möglich zu halten.
Die betroffene Bevölkerung werde mit Flyern und Bauplakaten kontinuierlich über den Bauverlauf informiert. Anfang März finden für Anwohner*innen und Gewerbetreibende zusätzlich Sprechstunden mit den Projektverantwortlichen statt (Anmeldung über die Projektwebseite www.monbijoustrasse.be). Zudem sei während der ganzen Bauzeit ein Baustellentelefon in Betrieb, über welches Betroffene Fragen stellen oder Anliegen deponieren können.
Auch www.bernmobil.ch gibt Auskunft über die mit der Baustelle verbundenen Einschränkungen und Umleitungen.Mit den Arbeiten zur Sanierung der Monbijoustrasse werde auch das Fernwärmenetz des Wärmeverbunds Marzili erweitert. Liegenschaftsbesitzer*innen haben die Möglichkeit, von fossilen Öl- und Gasheizungen auf Fernwärme umzusteigen – mit dem Bezug von Fernwärme könne der CO2-Ausstoss um 80 Prozent reduziert werden.Der Erschliessungsperimeter umfasst sämtliche Liegenschaften entlang der Monbijoustrasse; es können aber auch Häuser mit Fernwärme versorgt werden, die nicht direkt an der Monbijoustrasse liegen (Sulgenau- und Weissenbühlweg, Holzikofenweg, untere Morillonstrasse).
Die Haupt-Fernwärmeleitungen werden bis im September 2022 gebaut. Ab September 2022 könne davon Wärme bezogen werden.Die Verlegung von Fernwärmeleitungen sei sehr kostspielig.
Deshalb werde für aneinandergebaute Häusergruppen nur ein Anschluss erstellt – die Erschliessung der einzelnen Häuser erfolgt innerhalb der Kellerräume, was wesentlich günstiger ist.Die Monbijoustrasse werde zwischen Eiger- und Seftigenstrasse umfassend saniert: Die Gleisanlage der Linie 9 werde ersetzt, die Haltestelle «Wander» hindernisfrei ausgestaltet, Kanalisations- und Werkleitungen werden erneuert, zudem werden Sicherheitsmassnahmen zugunsten des Fuss- und Veloverkehrs umgesetzt. Die Bauarbeiten haben im Februar 2021 begonnen und dauern rund zwei Jahre.Die Gesamtkosten für die Sanierung der Monbijoustrasse betragen knapp 30 Millionen Franken.
BERNMOBIL kommt für den Ersatz der Gleisanlage auf, Energie Wasser Bern (ewb) für die Sanierung der Gas-, Wasser- und Elektroleitungen, der Wärmeverbund Marzili Bern AG für den Ausbau des Fernwärmenetzes. Der städtische Anteil beträgt 18,82 Millionen Franken und umfasst den Ersatz der Kanalisationsleitungen, Anpassungen im Strassenraum und den Umbau der Haltestelle «Wander».
Die Stimmberechtigten der Stadt Bern haben dem Kredit im Februar 2019 mit 76,7 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. In diesem Kredit wurde erstmals explizit auch Geld für den Baumschutz reserviert: Im Zuge der Sanierung der Abwasserleitungen müssen bei mehreren Bäumen teils schwerwiegende Eingriffe im Wurzelbereich vorgenommen werden..
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