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Postulat über eine Branchenlösung gegen übermässigen Lärm an Veranstaltungen
Archiv: 20. Juni 2005
Schall geschützt werden kann.
Postulat von Sibylle Lehmann, namens der GB-Fraktion
In Diskotheken, an Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen geht es laut zu und her. Für das Publikum, vorwiegend Jugendliche und junge Erwachsene, besteht eine erhebliche Gefährdung. Studien zeigen denn auch, dass Jugendliche heute mehr denn je an Hörschäden leiden: Hörschäden von vorübergehender Vertäubung nach einem Konzert, über Ohrensausen, chronischen Tinnitus bis zum messbaren permanenten Hörverlust. Der Bedarf nach Schutz des Publikums vor übermässigem Schall ist also gross.
Die Verordnung «über den Schutz des Publikums von Veranstaltungen vor gesundheitsgefährdenden Schalleinwirkungen und Laserstrahlen», kurz Schall- und Laserverordnung, sieht an Veranstaltungen eine maximale Lautstärke von 93 Db(A), mit einer Ausnahmebewilligung von 100 dB(A) vor.
Die Dienststelle Umwelt und Energie (uwe) ist mit dem Vollzug der Verordnung beauftragt und führt ab und zu Messkampagnen durch. Dabei wurde festgestellt, dass die Grenzwerte von 93 bzw. 100 dB(A) in den allermeisten Fällen massiv überschritten werden. Die Kontrollen sind personal- und zeitintensiv (Fülle von Veranstaltungen und Veranstaltungsorten, meist am Abend und an den Wochenenden) und zeigen wenig Erfolg.
Der Regierungsrat wird beauftragt zu prüfen, ob die Veranstalter in einer Branchenlösung zur Selbstkontrolle verpflichtet werden können, da die Grenzwerte vorgegeben sind, bzw. aufzuzeigen, mit welchen Massnahmen das Publikum wirksam und möglichst an allen Veranstaltungen vor übermässigem und gesundheitsschädigendem Schall geschützt werden kann.