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Mondia-Fahrradfabrik
Geschichte und Entwicklung der Firma
1918 haben in Mümliswil vier Männer eine Importgesellschaft gegründet. Zu den Gründern gehörten G. Haefeli, Wirt in Mümliswil, und J. Jeker, Schmiedemeister in Balsthal. Nachkommen dieser beiden Gründer sind heute noch aktiv in der Firma tätig.
1920 wurde die Importgesellschaft in die Kollektivgesellschaft Jeker, Haefeli et Cie. umgewandelt, mit Sitz im Lagerhaus der OeBB. Ihre Tätigkeit umfasste de Import und Verkauf von Fahrrädern, Nähmaschinen und deren Bestandteile, sowie den Handel mit Schmierölen.
1931 erfolgte die Umwandlung der Kollektivgesellschaft in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von Fr. 200'000.--.
1933 Dieses Jahr wurde für die Firma von grosser Bedeutung. Die Fahrräder wurden nun in einer eigenen Werkstätte montiert und unter der Marke MONDIA in den Verkehr gebracht.
1936 Die Geschäftsräumlichkeiten wurden erweitert und die Fabrikation von Rennrädern aufgenommen. Die Jahre 1936 und 1937 brachten der Firma die ersten Grosserfolge in der Tour de Suisse. 1936 gewann Karl Litschi und 1937 Giovanni Valetti diese für den Radsport wichtige Ausscheidung.
1946 Erstellung einer eigenen Fahrradfabrik. Aufnahme des Verkaufs von Motorrädern in den Geschäftsbereich.
1956 Erweiterung des Fabrikgebäudes und Erhöhung des Aktienkapitals auf Fr. 500'000.--.
1963 Weiterer Ausbau der Fabrikations- und Geschäftsräumlichkeiten, Verlegung der Verwaltung in den Fabrikneubau.
1970 Integrierung der Vertretung der japanischen Motorräder KAWASAKI in das Verkaufsprogramm.
1975 Bezug des Neubaus für das Ersatzteillager.
1985 Die Realisation der modernsten Fahrradfabrik in der Schweiz steht vor der Vollendung.
Fabrikationsprogramm und Absatzmarkt
Unser Fabrikationsprogramm erstreckt sich vom robusten Kinderfahrrad über Touren- und Rennsporträder der verschiedensten Modelle bis zur exklusiven Rennmaschine nach Mass. Zirka 22'000 Fahrräder verlassen jährlich unsere Fabrik. Davon sind
5 % Rennräder
18 % Kinder- und Schülerräder
6 % Tourenräder
71 % Rennsporträder mit 5 bis 12 Gängen.
Der Verkauf wickelt sich ausschliesslich über den Fachhandel ab. Das Absatzgebiet erstreckt sich über die ganze Schweiz. Unsere Wiederverkäufer (Zweirad-Fachgeschäfte) werden von vier Reisevertretern besucht und beraten. Einige hundert exklusive Rennräder finden alljährlich in den USA ihre Käufer. Der Bau einer modernen, leistungsfähigen Fahrradfabrik wird uns allerdings erst den tatsächlichen Einstieg in den Export ermöglichen.
Geschäfts-Struktur
Die MONDIA beschäftigt heute 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Firma steht auf drei Säulen, d.h.
- Fabrikation und Verkauf von Fahrrädern
- Import und Vertrieb der SACHS Motorfahrräder
- Generalvertretung der japanischen Motorräder KAWASAKI für die Schweiz und Liechtenstein
Die Nachfrage nach Fahrrädern in der Schweiz ist in den letzten Jahren stets leicht gestiegen. Unser Markanteil beträgt zirka 10 %.
Das Mofa-Geschäft ist leicht rückläufig und der Markt gesättigt. Die Ein- und Zweigang SACHS Mofas erfreuen sich nach wie vor einer grossen Beliebtheit, doch machen uns die geburtenarmen Jahrgänge schwer zu schaffen.
Das Motorrad ist immer noch sehr gefragt und ist für unsere Firma von grosser Bedeutung. Wir beliefern zirka 160 KAWASAKI-Motorradhändler. Unser Marktanteil beträgt 5 %.
Von eminenter Wichtigkeit ist die Versorgung unserer Verkaufsstellen mit den notwendigen Ersatzteilen. In einem getrennten Gebäude beschäftigen wir 12 Personen, die für die speditive Auslieferung der Fahrrad- und Motorradteile verantwortlich sind.
Durch den Bau der modernsten Fahrrad-Fabrik wird es uns dann möglich sein, in der Zukunft dem immer härter werdenden Konkurrenzkampf erfolgreich die Stirn zu bieten.
(Quelle: Obiger Bericht stammt aus dem Solothurner Jahrbuch)
Seit einigen Jahren ist die Firma leider nicht mehr in Balsthal. Werde gelegentlich versuchen, die Zeit von 1985 bis zum Wegzug aus Balsthal zu vervollständigen.