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Strukturverbesserungen
Strukturverbesserungen sind ein agrarpolitisches Instrument zur Erhaltung, Gestaltung und Förderung des ländlichen Raums. Dazu gehören Massnahmen zur Bodenverbesserung (Melioration), zur Verbesserung der Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse (landwirtschaftliche Hochbauten) und zur Realisierung von Projekten zur regionalen Entwicklung und zur Förderung regionaler Produkte mit Bezug zur Landwirtschaft.
Das kantonale Landwirtschaftsamt ist zuständig für den Vollzug und die Umsetzungen der entsprechenden eidgenössischen und kantonalen Gesetzesbestimmungen.
Meliorationen
Periodische WiederinstandstellungDie Massnahmen zur Bodenverbesserung umfassen zwei Bereiche:
Eine Güterzusammenlegung umfasst alle baulichen, bodenrechtlichen und ökologischen Massnahmen, die zu einer umfassenden Verbesserung im Beizugsgebiet (eine oder mehrere Gemeinden) führen. Dabei sind nebst den landwirtschaftlichen Interessen (rationellere Bewirtschaftung der Grundstücke) auch diejenigen der Raumplanung, des Natur-, des Landschafts- und des Umweltschutzes zu berücksichtigen. In einem räumlich stark begrenzten Gebiet können auch Landumlegungen und Grenzbereinigungen der Bodenverbesserung dienen.
Die Unterstützung erfolgt durch à-fonds-perdu Beiträge von Bund und Kanton sowie durch die Mithilfe bei der Planung und Durchführung.
Erschliessungs- bzw. Meliorationswerke (Güterstrassen, Entwässerungen etc.) können ebenfalls mit à-fonds-perdu Beiträgen von Bund und Kanton unterstützt werden, und zwar
Meliorationswerke, die mit öffentlichen Mitteln unterstützt wurden, unterliegen einem zeitlich befristeten Zweckentfremdungsverbot und einer zeitlich unbefristeten Unterhaltspflicht durch den Werkeigentümer (i.d.R. Güterkorporation oder Gemeinde). Grundstücke, die Teil einer finanziell unterstützten Güterzusammenlegung waren, dürfen, ebenfalls zeitlich unbefristet, grundsätzlich nicht wieder zerstückelt werden.