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Appenzeller und Gaiserin: Bronze
Sportschiessen. Anlässlich des Verbandsmatches SSV Luftgewehr holte der Ostschweizer Verband die Bronzemedaille. Mit dabei waren auch eine Gaiserin und ein Appenzeller.
Die Anzahl der zu stellenden Schützen pro Verband ergibt sich aus der Anzahl der Lizenzen, welche dann im Verhältnis zueinander auf-geteilt werden. Der Ostschweizer Verband gehört zu den grossen Verbänden, sie müssen zwölf Teilnehmer stellen. Der Solothurner Ver-bandmuss nur sechs Teilnehmer stellen, der Tessiner Verband sogar nur deren vier. Der Durchschnitt der Schützen pro Verband ergibt dann die Rangierung. Dass ein kleiner Verband mit vier sehr guten Schützen entsprechend grosse Chancen hat, ist daher selbsterklärend.
Spannung bis zum letzten Schuss
Dass der Fribourger Verband mit insgesamt acht Nationalmannschafts-Mitgliedern den Sieg nach hause fahren werden, war vielen bereits im Vorfeld klar. Aber die restlichen Medaillen waren völlig offen. Der Ostschweizer Verband musste Nationalmannschaft-Mitglied Oriana Scheuss aus Gossau ersetzen und rechnete sich kleine Chancen aus. Doch es kam anders, als viele erwarteten. Die sechs Schützen der ersten Ablösung legten sehr gut vor, sodass man auf Rang vier lag, mit sehr wenig Abstand zu den Medaillenrängen.
Die Zentralschweiz legte furios los, führte nach der ersten Ablösung und verlor gewaltig an Boden in der zweiten Ablösung. Sie wurden letztendlich vierte. Solothurn, im ersten Durchgang auf Rang zwei lie-gend, verlor ebenfalls Punkte, wurde von Fribourg überholt und lag im Kampf um Silber manchmal hinter der Ostschweiz, manchmal vor der Ostschweiz. Es herrschte Spannung pur, jeder Zehner half wieder zur Führung, jeder Neuner warf den Verband wieder zurück. Die Ostschweizer waren mit dem Programm fertig, als Solothurn mit Beat Graber (der Bruder von Europameisterschafts-Teilnehmerin Yvonne Graber) noch einen erfahrenen Schützen im Stand hatte. Er liess sich viel Zeit und schaukelte letztendlich die Silbermedaille nach Hause.
Trotzdem ein Erfolg für den Ostschweizer Verband auf dem Podest gelandet zu sein. Sandra Mohsin-Höhener und Marco Sonderer trugen mit je 580 Punkten im 60-schüssigen Programm zum Erfolg bei.