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Hergestellt von der National Company Inc., Malden, MA.
Als Nachfolger des in nur geringfügig adaptiertem Design seit Mitte der Dreissigerjahre gebauten HRO entwickelte National zu Beginn der Fünfzigerjahre den HRO-50T: der Empfänger war weiterhin mit den Spuleneinschüben ausgestattet, verfügte über den „Micrometer Dial“ als Logskala aber auch über eine mechanisch umschaltbare mit den Spulensätzen aber nicht gekoppelte in Frequenzen geeichte Skala.
Der HRO-50T ist ein Einfachsuper, zur Bereichswahl werden wie beim Urahn, dem HRO Spulensätze verwendet, die wie Schubladen in den Empfänger eingeschoben werden. Allerdings verfügt das Gerät über eine in Frequenzen geeichte Vergleichsskala, mit einem Drehknopf kann vom Einschub unabhängig die korrekte Skala eingestellt werden. Da die Spuleneinschübe und die Stellung der Frequenzskalen mechanisch nicht gekoppelt sind, sind Fehlbedienungen möglich.
Das Äussere des Geräts ist HRO - typisch: In der Mitte der Frontplatte werden unten die Spulensätze eingeschoben, darüber findet sich der „Micrometerdial“, in den Skalenfensterchen des Abstimmknopfes werden allerdings nur Lokskalenwerte und keine absoluten Frequenzwerte angezeigt. Im länglichen Fenster zuoberst finden sich die mit dem „BAND“-Schalter einstellbaren Frequenzskalen, der Kennbuchstabe der Skala ganz rechts im Skalenfenster muss mit dem Kennbuchstaben auf dem Spuleneinschub übereinstimmen. Kleine Regler rechts und links des Abstimmknopfes dienen zur Einstellung der Tonblende, der Intensität der Skalenbeleichtung, zur Antennenanpassung und aktivieren die AGC.
Im linken Anteil der Frontplatte unterhalb des S-Meters finden sich die Regler für den Noise Limiter, den AF Gain (die NF-Verstärkung, d.h. Lautstärkeregler), den Eichmarkengeber mit 100 kHz und 1 MHz - Eichsignalen und die BFO-Tonhöhe.
Ganz rechts finden sich oben die Regler für das Quarzfilter, der Phasing- und der Bandbreitenregler. Darunter der Schalter für die Anodenspannung (B+), die jeweils zum Wechsel der Spuleneinschübe abgeschaltet werden muss, zuunterst der Regler für den RF Gain (die Hochfrequenzverstärkung) und der Betriebsartenschalter: neben AM und CW kann auch NBFM aktiviert werden, die Schmalband - FM - Betriebsart ist allerdings nur aktiv, wenn die Option NFB-50 aktiviert ist.
Zum Gerät waren standardmässig neun Spulensätze lieferbar. Bei den Bereichsspulen, welche einen Frequenzbereich mit einem Amateurfunkband abdecken, kann durch Umstellen einer Brücke auf Betrieb mit Bandspreizung umgestellt werden, andere Spulensätze verfügen nur über den Bereich „General Coverage“.
Technisch handelt es sich beim HRO um einen Superhet mit zwei HF-Vorstufen: Das Antennensignal wird nach einem ersten abgestimmten Kreis der ersten HF-Verstärkerstufe (6BA6) und nach Durchlaufen eines zweiten abgestimmten Kreises der zweiten HF-Verstärkerstufe (6BA6) zugeführt. Nach Mischung mit einem Oszillatorsignal (6C4) in der Mischstufe (6BE6) entsteht die Zwischenfrequenz von 455 kHz. Die Zwischenfrequenz passiert nun das Lamb- resp. Quarzfilter, hier kann die Bandbreite geregelt und mittels Phasing bereits ein Störsignal unterdrückt werden, bevor das ZF-Signal in zwei ZF-Stufen (6K7; 6K7) verstärkt und der 6H6 als Demodulatorröhre zugeführt, diese wirkt auch als AVC-Verstärker. Nach einer NF-Vorstufe 6SJ7 folgt die NF-Endstufe mit zwei 6V6GT.
Im Gegensatz zum klassischen HRO ist hier das Netzteil mit einer 5V4G als Gleichrichterröhre und einem Stabilisator 0B2 im Gerät integriert. Ein Zerhacker zum 6V-Betrieb war als 650S separat lieferbar. Ebenso gehörten der Eichmarkengeber XCU und der FM- Produktdetektor NFM-50 nicht zum Lieferumfang des Originalgeräts.
V1 (6BA6, 1. HF-Stufe); V2 (6BA6, 2. HF-Stufe); V3 (6C4, Oszillator); V4 (6BE6, Mischstufe); V5 (6K7, 1. ZF-Stufe); V6 (6K7, 2. ZF-Stufe); V7 (6H6, Demodulator, AVC-Verstärker); V8 (6SJ7, NF-Vorstufe); V9, V10 (zwei 6V6GT, NF-Endstufe). V11 (6J7, BFO); V12 (6H6, Noise Limiter); V13 (6SN7GT, S-Meter-Verstärker). V14 (5V4G, Netzgleichrichterröhre); Stabilisator 0B2.