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Ernährung
Ribosomen
Fabriken für Muskelprotein
Stemmen wir an den Geräten Gewichte, ist danach in den Ribosomen der Teufel los. Es sind die Proteinfabriken des Muskels. Hier werden verschiedene Proteine hergstellt, die für den Muskelaufbau unerlässlich sind.
Nach dem Training startet in den Ribosomen der Muskelzelle die Produktion von Muskelprotein. Den Rohstoff für die sogenannte Muskelproteinsynthese liefern 20 verschiedene Aminosäuren.
Rohstoff für Muskelprotein
Sowohl Körper- als auch Nahrungsprotein besteht aus unterschiedlich langen Aminosäure-Ketten. Einige Aminosäuren kann unser Körper selbst herstellen oder wiederverwerten, wenn sie aus dem Abbau anderer Proteine frei werden. Andere müssen wir mit der Nahrung zuführen: Dies sind die essenziellen Aminosäuren. Verzehren wir Nahrungsproteine, werden diese bei der Verdauung wieder in ihre Einzelbausteine zerlegt. Über den Blutkreislauf werden sie zur Muskelzelle transportiert, wo sie durch die Zellmembran ins Innere der Muskelzelle gelangen. An den Ribosomen der Zelle werden die Aminosäuren schließlich wieder zu einer Kette zusammengesetzt – und zwar entsprechend eines detaillierten genetischen Bauplans.
Bauplan für Muskelprotein
Dieser genetische Bauplan liegt im Zellkern auf unseren Genen: der Desoxyribonukleinsäure – kurz DNS. Sie besteht u. a. aus vier verschiedenen Basen, deren Abfolge vorgibt, in welcher Reihenfolge die Aminosäuren zu einem bestimmten Protein zusammengesetzt werden.
Dabei wird im Zellkern zunächst eine Teilkopie der DNS erstellt – die Boten-Ribonukleinsäure (mRNS).
Diese wandert zu den Ribosomen der Zelle und wird dort in eine Abfolge von Aminosäuren übersetzt. Deswegen bezeichnet man diesen Prozess auch als Translation – also als Übersetzung.
Fakt ist: Damit der Aufbau von Muskelproteinen funktioniert, müssen stets alle 20 Aminosäuren greifbar sein. Fehlt nur eine einzige, gerät die Produktion ins Stocken.