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Das kubische Eckhaus Pfluggässlein/Weisse Gasse in Basel, 1958 von Max Rasser und Tibère Vadi gebaut, trug den Namen Domus-Haus. Domus bot dort dänische Haushaltswaren an. Konstruktion und Struktur des Baus sind schlicht: Über der durchlässigen Ladenvitrine im Erdgeschoss liegen fünf Obergeschosse, zuoberst eine Wohnung. Als eine Art begehbares Regal werden sie von drei durchgehenden runden Betonstützen getragen. Die flächiggespannte Fassade ist in Geschossdecken aus Beton und eine Verglasung aus teilweise geriffelten Gläsern in feinprofilierten schwarz gestrichenen Eisenprofilen gegliedert.
1984 wurde das Domus-Haus auch seiner klassisch zeitlosen Modernität wegen Sitz des Architekturmuseums, und konnte dadurch vor dem Abriss gerettet werden. Die Renovation des Hauses erforderte nicht mehr als das Reinigen der Fassade, einen neuen Anstrich der Wände und das Ersetzen der Bodenbeläge. Zusätzliche Elemente führten in den Ausstellungsgeschossen eine neue Ordnung ein. Sie bestand aus beweglichen Wänden, die der von den drei Pfeilern vorgegebenen Geometrie folgten. Zusammen mit den Stützen liessen sie ein Beziehungsnetz aus Raum und Struktur entstehen. Der freie Grundriss konnte durch die beweglichen Wände verschiedene Bindungen eingehen. Bis zur Verlegung des Architekturmuseums in Räume der Kunsthalle 2003 fanden im Domus-Haus hundert Ausstellungen statt.
Datum: 1984—1985
Auftraggeber: Stiftung Architekturmuseum
Ort: Pfluggässlein 3, Basel, Schweiz
Programm: Ausstellungsräume