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Umsatz und Gewinn sinken im dritten Quartal. Doch Cisco sieht Anzeichen einer Erholung.
Obwohl der Anbieter von Netzwerkgeräten Cisco Systems im vergangenen dritten Geschäftsquartal einen heftigen Umsatz- und Gewinnrückgang ausweisen musste, sagte CEO John Chambers an einer Telefonkonferenz, er sehe "eine glänzende Zukunft" für Cisco. In der Tat scheint sich die Nachfrage nach Monaten der Unsicherheit wieder etwas stabilisiert zu haben. Dies deckt sich mit den Aussagen von anderen IT-Grössen, wie etwa Intel
, Juniper Networks oder Alcatel-Lucent, die in den letzten Wochen eine Erholung der Wirtschaft wahrgenommen haben. Vor allem Intel und Cisco gelten als Gradmesser der globalen ICT-Industrie.
Erholung zuerst in Nordamerika?
Im vergangenen Quartal waren die Zahlen aber noch nicht befriedigend. Der Umsatz von Cisco sank im Rahmen der Erwartungen um 17 Prozent von 9,79 auf 8,16 Milliarden Dollar. Per Ende April resultierte ein Gewinnrückgang um 24 Prozent von 1,77 auf 1,35 Milliarden Dollar. Für das laufende Schlussquartal erwartet Cisco einen Umsatz von 8,3 bis 8,6 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von 17 bis 20 Prozent entsprechen und die bisherigen Wall-Street-Prognosen übertreffen würde.
Das 'Wall Street Journal' geht aufgrund der geographischen Zahlen von Cisco davon aus, dass sich die Wirtschaft in den USA zuerst erholen wird. Dies, obwohl die Umsätze in Nordamerika im Jahresvergleich um 15 Prozent sanken. Im Quartal zuvor waren die nordamerikanischen Umsätze im Jahresvergleich um 9 Prozent gesunken. In Europa sanken die Umsätze um 14 Prozent und in den Schwellenländern um 22 Prozent.
Cisco führt zurzeit ein rigoroses Sparprogramm durch. Bis zum Ende des Geschäftsjahres werden 2000 Stellen gestrichen. Seit Anfang des Geschäftsjahres habe Cisco den Kostenblock um 1,5 Milliarden Dollar reduziert, sagte Chambers. Allzu grosse Sorgen muss sich Cisco aber nicht machen: Das Unternehmen besitzt Bargeld und Beteiligungen in der Höhe von 33,6 Milliarden Dollar. (Maurizio Minetti)