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Die Abstiegsrunde ist unvermeidbar. Und die Playouts (best of 7) gegen den Vorletzten wohl ebenfalls.
Denn der Rückstand auf Platz 10 (aktuell Kloten), der nach der Klassierungs- beziehungsweise Abstiegsrunde noch den direkten Klassenerhalt bedeuteten würde, beträgt bereits neun Punkte. Der Verlierer der Playouts wird gegen den NLB-Champion den zwölften und letzten NLA-Platz für die nächste Saison ausmachen.
Ambri hatte 1999 einmal den Playoff-Final erreicht und um die Jahrtausendwende unter Trainer Larry Huras auch zweimal den Continental Cup sowie einmal den europäischen Supercup gewonnen. Doch seit 2007 erreichten die Leventiner bloss noch einmal für die Playoffs (2014).
Ambri-Piotta betonte in einer Medienmitteilung, dass der Entscheid getroffen worden sei, «um die Negativspirale zu stoppen und mit Entschlossenheit die ‘richtige Einstellung’ für das Saisonfinale zu kreieren.»
Als Nachfolger beim Nordtessiner Dorfklub soll laut der Zeitung «La Regione» Kossmanns Landsmann Gordie Dwyer (39), der aktuelle Headcoach von Medvescak Zagreb (KHL), bereit stehen. Dwyer war unter anderem am vergangenen Spengler Cup als Assistenzcoach beim siegreichen Team Canada tätig.
Der entlassene Kossmann hatte im Oktober 2015 bei den Leventinern die Nachfolge von Serge Pelletier angetreten. Kossmann führte am Ende der letzten Saison die Leventiner immerhin noch zum direkten Klassenerhalt (Rang 10).
Im Laufe der aktuellen Saison schien die Ablösung von Kossmann bald einmal nur eine Frage der Zeit. Als Ambri-Piotta am 18. Oktober erstmals das Schlusslicht der NLA zierte, konstatierte Kossmann über die bereits damals offensichtliche Harmlosigkeit im Abschluss fatalistisch: «Tore können wir uns nicht kaufen.»
Von den ausländischen Spielern bei Ambri-Piotta blieb vorab Matt D’Agostini, in der letzten Saison noch Topskorer von Genève-Servette, zu viel schuldig. Der Kanadier, der verletzungsbedingt mehrere Wochen fehlte und zuletzt nur überzählig war, realisierte in 21 NLA-Saisonspielen gerade mal vier Tore und acht Skorerpunkte.
Der entlassene Kossmann musste bereits Ende Oktober eine erste Rochade bei den Assistenten hinnehmen. Der Russe Dimitri Zygurow ersetzte Diego Scandella. Mitte November war Kossmann dann Sportchef Ivano Zanatta, ein Italo-Kanadier der einst auch Headcoach bei Lugano war, zur «Verstärkung» oder «Unterstützung» an der Bande zur Seite gestellt worden. Mit einigen positiven Resultaten des Teams verlängerte sich dann noch die «Galgenfrist» für Kossmann.
(SDA)