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Mit der preisgekrönten Technik können die Landwirtschaftsbetriebe die freigesetzten Emissionen der Gülle ihrer Tiere vollständig aufnehmen, verarbeiten und nutzen. Anstatt verloren zu gehen, werden die Emissionen in Biomethan (Bioerdgas), Dünger und CO 2 umgewandelt. Durch den Einsatz dieser Technologie auf einem Betrieb ist es möglich, den CO 2 -Fussabdruck deutlich zu reduzieren, da Methan als Treibhausgas rund 25-mal stärker als das CO 2 wirkt.
Funktionsweise des Systems
In einem ersten Schritt wird die Gülle in einer Grube gesammelt, die mit zwei wasserdichten Planen bedeckt ist. Unter der ersten Plane wird das von der Gülle freigesetzte Gas gespeichert, um zu verhindern, dass es in die Atmosphäre gelangt. Von dort aus dringt es zu einem Filter vor, mit dem Schwefel und Wasser entzogen werden. Danach wird das gefilterte Gas zwischen der ersten und der zweiten Plane gelagert, bis es genügend Druck erreicht hat. Im Anschluss wird es entweder in Strom umgewandelt, oder das CO 2 wird zur Herstellung von Biomethan mittels Druckwasserwäsche vom CH 4 getrennt. Mit einem Kompressor wird das Biomethan verdichtet und in Gasbehältern von je 160 kg mit einem Druck von 250 bar gespeichert.
Angesichts der relativ hohen Kosten hat der Hersteller die Druckwasserwäsche-Anlage auf einem mobilen Anhänger installiert, damit sie überbetrieblich eingesetzt werden kann.
Treibstoff für den Traktor
Der Vorteil des Druckwasserwäschers von Bennamann besteht darin, dass er dieses Gas in Treibstoff umwandeln kann, der für einen Traktor wie den New Holland T6.180 Methane Power genutzt werden kann. Mit dieser Anlage kann in Grossbritannien auf einem Pilotbetrieb mit 90 Milchkühen jährlich Treibstoff für ungefähr 1000 Traktor-Arbeitsstunden produziert werden.
Vor Kurzem übernahm die CNH-Indus-trial-Gruppe, Eignerin von New Holland, das Unternehmen Bennamann. Nach Angaben der CNH Group ist die Leistung des T6.180 Methane Power mit der des Dieselmodells vergleichbar, wobei die Gesamtemissionen um 80 Prozent geringer ausfallen.