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Nachdem die Organisatoren des «Motocross de Payerne» am vorletzten Wochenende gezwungen waren, die Rennen abzusagen, hatten sie auch eine Woche später mit dem Wetter zu kämpfen. War die Piste am Samstag noch in einem erstaunlich guten Zustand, setzte ihr der einsetzende Regen in der Nacht auf Sonntag arg zu. Schnell war klar, dass die Läufe unter schwierigen Pistenverhältnissen stattfinden würden.
Davet bester Freiburger
Bei den Inter-Kategorien am Sonntag trennte sich bereits in den Zeittrainings die Spreu vom Weizen. Relativ grosse Zeitabstände waren die Folge, welche aber mit einer gewissen Vorsicht zur Kenntnis genommen werden mussten. Über eine Renndistanz sieht es oft anders aus. Beim Start zum ersten Lauf der Inter-MX2-Kategorie schoss Killian Auberson (Epautheyres) am schnellsten aus dem Gatter. Der Schweizer Meister von 2011 liess sich beim Auftakt in Frauenfeld nicht bezwingen und machte gleich zu Beginn des Rennens gehörig Dampf. Schnell war er der Konkurrenz enteilt und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Dahinter gab es einen harten Kampf um die zweite Position, den schlussendlich der Polesetter Yves Furlato (Amlikon-Bissegg) gegen Andy Baumgartner (Romanshorn) für sich entschied. Im zweiten Lauf wiederholte sich das Geschehen, Auberson entschied bereits den Start für sich, fuhr den Sieg souverän nach Hause und wahrte seine Ungeschlagenheit. In der Gesamtwertung hat sich Auberson bereits einen Vorsprung von zwanzig Punkten auf Baumgartner erarbeitet. Als bester Freiburger konnte sich Olivier Davet (Siviriez) auszeichnen, er belegte die Ränge 10 und 9.
Guillod auf dem Podest
In der Inter-Open-Kategorie stellen die Freiburger drei starke Kaliber: Valentin Guillod (Môtier-Vully), der sich in diesem Jahr auf die EM konzentriert, Alain Schafer (Freiburg) und der wiedergenesene Champion von 2010 und 2011 Grégory Wicht (Prez-vers-Siviriez). Guillod reiste als Leader nach Payerne. Diese zu verteidigen stellte sich als grosse Aufgabe heraus, denn er trat als Vorbereitung im Hinblick auf die EM auf der leistungsunterlegenen 250er-Maschine an. Nichtsdestotrotz konnte er den Start auf der langen Geraden für sich entscheiden, doch sein ärgster Verfolger, der Belgier Jérémy Delincé, war ebenfalls gut gestartet und platzierte sich auf dem dritten Rang. Schnell schob sich Delincé an Titelverteidiger Julien Bill (Cartigny) vorbei und machte Jagd auf Guillod. Zwei Runden vor Schluss zwängte sich Delincé an Guillod vorbei. Dritter wurde der in diesem Jahr aufgestiegene Kevin Gonseth (Moutier) auf Suzuki. Schafer und Wicht kamen nicht unbeschadet durch die erste Runde und beendeten den ersten Rennlauf auf den Rängen sechs und acht.
Der Ex-Weltmeister Bill konnte dann den Start zum zweiten Lauf gewinnen, gefolgt von Delincé und Wicht. Delincé ging bereits früh an Bill vorbei und kontrollierte das Geschehen bis ins Ziel. Guillod hatte einen mässigen Start und musste sich nach vorne arbeiten, seine Aufholjagd endete auf dem guten dritten Platz. Wicht konnte die gute Ausgangslage leider nicht nutzen und wurde nach einem Zwischenfall nur als Sechster abgewunken. Immerhin konnte sich Schafer gut in Szene setzen und kam auf dem vierten Platz ins Ziel. In der Meisterschaft übernahm Delincé die Führung von Guillod, der Vorsprung beträgt aber nur sechs Punkte. Schon deutlicher zurück liegt Bill auf dem dritten Tabellenrang.
Am Samstag fanden Rennen der kantonalen Meisterschaft sowie einzelne Läufe der Schweizer Meisterschaft statt. Auch dieses Jahr mischt bei den Junioren ein Freiburger ganz vorne mit. Alessandro Placido konnte beim Saisonstart in Matran den Tagessieg einfahren, und dies wiederholte er in Payerne. Ebenfalls stark unterwegs war Pascal Friedli (Bottenwil), der die gleiche Punktzahl wie Gesamtleader Placido erzielte, wegen der schlechteren Platzierung in Lauf zwei ging der Tagessieg aber an den Freiburger.