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Mit einem Durchmesser von rund 325 Metern gehört der Gesteinsbrocken «2004 BL86», der Montagabend an der Erde vorbeiflog, zu den Asteroiden – jedoch zu den eher kleinen. Die grössten verfügen über einen Durchmesser von mehreren hundert Kilometern.
Asteroiden bewegen sich auf der so genannten keplerschen Umlaufbahn, also elliptisch um die Sonne. Die Wissenschaft ging lange davon aus, dass Asteroiden immer kompakte Felsbrocken sind. Mittlerweile deutet jedoch vieles darauf hin, dass einige eher lose Trümmerhaufen sind, zusammengehalten durch die Gravitation.
Kometen – eisige Schmutzbälle
Vom Asteroiden unterscheidet sich ein Komet in erster Linie durch die chemische Zusammensetzung. Der Anteil flüchtiger Substanzen wie Wasser, Kohlenmonoxid oder Methan ist bei Kometen deutlich grösser. Lange bezeichnete man Kometen stark vereinfacht als schmutzige Eisbälle – mittlerweile weiss man, dass es sich eher um eisige Schmutzbälle handelt. Staub und Gesteinsbrocken dominieren deutlich über die flüchtigen, gefrorenen Substanzen.
Kommt dieser Eisball auf seiner Umlaufbahn in die Nähe der Sonne, taut er langsam auf und die flüchtigen Stoffe werden vom Sonnenwind weggeblasen. Es entsteht ein Schweif, der Millionen Kilometer Länge erreichen kann.
Die Raumsonde Rosetta verfolgt dieses Ereignis derzeit ganz nah am Kometen Tschuri – allerdings eine halbe Milliarde Kilometer entfernt von der Erde. Ein anderes berühmtes Beispiel ist der Komet Hale-Bopp, dessen heller Schweif 1997 auch von der Erde aus sehr gut zu erkennen war.
Die drei M
Meteoroid, Meteorit und Meteor: Sie alle haben eine andere Bedeutung. Solange ein Gesteinsbrocken noch im Weltall umherschwirrt, bezeichnet man sie als Meteoroiden. Tritt nun ein Meteoroid in die Erdatmosphäre ein, beginnt er zu verglühen. Es zeichnet sich ein helles Leuchten am Himmel ab, das man Meteor oder – besser bekannt – Sternschnuppe nennt.
Verglüht der Meteoroid beim Eintritt in die Erdatomsphäre nicht vollständig und erreicht die Erde, wird er zum Meteorit – so geschehen im Februar 2013 in Russland (siehe Video). Meteoriten können riesige Schäden anrichten. Denn durch die gewaltige Aufschlaggeschwindigkeit von mehreren Kilometern pro Sekunde wird die enorme kinetische Energie umgewandelt und freigesetzt, was wiederum eine starke Druckwelle auslöst.
Zurück in den Weltraum: Bei den Meteoroiden existiert bezüglich Grösse keine exakte Definition. Laut der Internationalen Astronomischen Union spricht man von einem Meteoroiden, «wenn er deutlich grösser als ein Atom sowie deutlich kleiner als ein Asteroid ist».