Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03461.jsonl.gz/1264

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat über die Verwendung der Mittel aus dem Alkoholzehntel entschieden. Insgesamt gehen 163’220 Franken an Institutionen und Organisationen, die sich aktiv in der Prävention und in der Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauchs engagieren.
Die eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) überwacht den Schweizerischen Alkoholmarkt und erhebt Steuern auf den konsumierten Alkohol. Die Besteuerung von alkoholischen Getränken soll helfen, deren Konsum zu verringern. Gleichzeitig ist die Steuer ein Beitrag zur Deckung der durch den Alkoholkonsum verursachten sozialen Kosten. Der Reinertrag aus der Steuer geht zu 90 % an den Bund und zu 10 % (Alkoholzehntel) an die Kantone. Diese müssen den Alkoholzehntel zur Bekämpfung des Alkoholismus sowie des Suchtmittel-, Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauchs verwenden.
2018 beträgt der Ausserrhoder Anteil am letztjährigen Reinertrag der EAV 168’002 Franken. Der Fondsbestand betrug per 1. Januar 2018 127’272 Franken. Der Regierungsrat hat nun 163’220 Franken an Institutionen und Organisationen zugeteilt, die im Suchtbereich tätig sind.
Beiträge haben die Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden, das Blaue Kreuz St. Gallen – Appenzell, der Appenzellische Hilfsverein für Psychischkranke, der Kodex-Verein Herisau und Umgebung, die Stiftung Sucht Schweiz, der Fachverband Sucht sowie die Regionalkonferenz Ost des Fachverbands Sucht erhalten.
Beim Alkoholzehntel handelt sich um einen jährlichen Finanzbeitrag des Bundes an die Kantone gemäss Artikel 131bis der Bundesverfassung Dieser Betrag an die Kantone (entsprechend der Bevölkerung) entspricht 10% des Reinertrags der Eidgenössischen Alkoholverwaltung und muss für kantonale Aktionen zur Bekämpfung und Prävention von Alkoholismus und Suchtmittelmissbrauch – wie z.B. Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauch – eingesetzt werden