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«Jeder Ruderschlag: 100 Prozent»
Artikel - «Jeder Ruderschlag: 100 Prozent»
Sein bestes Rennen dieser Saison ruderte Nico Stahlberg beim dritten und letzten Weltcup in Rotterdam. «Den B-Final ruderte ich genauso, wie ich es mir vorgenommen hatte.» Hinter dem Briten Harry Leask und dem Niederländer Guillaume Krommenhoek belegte er schliesslich den dritten Rang, was den 9. Schlussrang bedeutete. «Seither habe ich weiter an meiner Konstanz bei hoher Schlagzahl gearbeitet.»
Schnelle Wunder gibt es im Rudern nicht. Aber mit einer Portion zusätzlicher Konstanz auf Top- Leistungsniveau könnte Nico Stahlberg noch die eine oder andere Bootslänge auf seine Konkurrenz wett machen. Sein Motto: «Jeder Ruderschlag: 100 Prozent.» Damit möchte der Thurgauer an seine starke Saison 2017 anknüpfen. Damals gewann er im Skiff den ersten Weltcup in Belgrad, holte beim zweiten Weltcup in Poznan Bronze und sicherte sich beim Weltcupfinal in Luzern mit dem vierten Rang den Sieg im Gesamtweltcup.
«An der WM in Linz möchte ich 100 Prozent von dem abrufen, was ich kann.» Dabei verliert er auch den Olympia-Quotenplatz nicht aus den Augen. Ein Jahr vor den Olympischen Spielen stehen traditionell aber einige zusätzliche Konkurrenten am Start. Alle möchten sich unter den besten neun Booten einreihen, was ein Olympia-Quotenplatz bedeuten würde.
Seine Erinnerungen an Linz sind gut. Hier wurde er 2013 gemeinsam mit Roman Röösli, Barnabé Delarze und Augustin Maillefer U23-Weltmeister im Doppelvierer. Beim Weltcup im vergangenen Jahr holte er mit Roman Röösli im Doppelzweier Bronze. Jetzt steht er im Einer am Start. Es ist das Boot, bei dem zu 100 Prozent alles von ihm abhängt. Bei jedem Ruderschlag.