Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03341.jsonl.gz/681

Siebdruck direkt auf das Textil
Um den Siebdruck vorbereiten zu können, braucht es eine vektorisierte Datei. Für jede Farbe des gewünschten Motives muss vor dem Siebdruck ein Film und ein Sieb vorbereitet werden. Der Film ist eine Folie mit dem Druckmotiv als deckende schwarze Farbe (vereinfacht erläutert).
Je nach Motiv und Textil wird beim Siebdruck das richtige Sieb mit der benötigten Maschengrösse und Gewebeeigenschaften gewählt und mit einer lichtempfindlichen Masse beschichtet. Nun wird der Film auf das beschichtete Sieb richtig eingelegt und mittels Lichts belichtet. Die Schicht härtet aus, bis auf die Stelle des Filmes, welches das gewünschte Druckmotiv darstellt. Danach wird das Sieb mit Wasser ‚ausgewaschen‘ und in einem Ofen getrocknet.
Nun ist das Sieb vorbereitet, die Öffnungen im Sieb sind an der Stelle des Motives ‚frei‘ und die Farbe kann dort durch das Sieb gedruckt werden, daher auch der Begriff Siebdruck. Es braucht für jede Motivfarbe ein einzelnes Sieb, was für kleine Auflagen im Siebdruck wohl sehr aufwendig und teuer ist, aber bei mittleren und grösseren Aufträgen sich sehr wohl lohnt. Der direkte Siebdruck ist bei diesen Auflagen das günstigste Druckverfahren.
Das Sieb wird nun an einer Druckmaschine (Karussell) über dem entsprechenden Textil befestigt. Die Druckfarbe wird auf dem Sieb verteilt und mit einem Siebdruckrakel durch die offenen Stellen des Siebes gestrichen. Die Farbe wird durch das Gewebe gedrückt und direkt auf das T-Shirt übertragen. Nach dem Druck wird das T-Shirt zum Trocknen durch einen speziellen Ofen gelassen, um die Farbe auszuhärten.
Bei einem hellen Druck auf ein dunkles T-Shirt, muss die Farbe mehrmals durch das Sieb gedrückt werden, damit die Farbe den Stoff vollkommen überdeckt.
Download: Farbkarte für den Textildruck direkt (PDF)