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Die Spermaqualität junger Schweizer Männer unterscheidet sich laut einer Studie von Region zu Region. In der West- und Zentralschweiz liegt die Zahl der Spermien höher als in der Nord- und Ostschweiz. Freiburger Männer etwa hatten eine doppelt so hohe Konzentration wie jene aus Zürich, Aargau oder Basel.Dieser Inhalt wurde am 11. Februar 2010 - 16:49 publiziert
Um die Ursache dafür zu klären, suchen die Forscher weitere Probanden. In den vergangenen vier Jahren liessen im Rahmen der Studie rund 1500 Stellungspflichtige der Armee ihr Sperma untersuchen, wie Alfred Senn von der federführenden Fondation Faber einen Bericht des Tages-Anzeigers bestätigte.
Zwischenresultate zeigen grosse regionale Unterschiede bei der Spermienzahl. Probanden aus der West- und Zentralschweiz hatten eine höhere Spermienkonzentration als Probanden aus der Nord- und Ostschweiz.
Die Befunde seien aber nicht dramatisch, beruhigt Senn. Zwar liegt die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien bei 20 bis 30 Prozent der Probanden unter dem Referenzwert der Weltgesundheits-Organisation WHO.
Trotzdem sei es wichtig, den Ursachen für die Unterschiede auf den Grund zu gehen. Die Forscher vermuten, dass die Spermienzahl unter anderem mit der Industrialisierung vor 20 Jahren zusammenhängt, als die Mütter der Probanden schwanger waren.
Mütter in stärker industrialisierten Regionen wie Zürich oder Basel kamen, so die Vermutung der Forscher, häufiger in Kontakt mit Stoffen, die im Verdacht stehen, der Spermienproduktion zu schaden (Weichmacher, Umweltgifte, PCB, etc.).
Um herauszufinden, ob die These stimmt, benötigen die Forscher aber noch weitere Daten. Die Studie wird vom Schweizerischen Nationalfonds und der Armee unterstützt.
swissinfo.ch und Agenturen
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