Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03610.jsonl.gz/2509

Mit den Arbeitsbedingungen in der Schweiz geht es abwärtsUhr
Travail.Suisse und die Berner Fachhochschule haben zusammen den "Barometer Gute Arbeit" veröffentlicht. Die Studie gibt Auskunft über die Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz. Diese hat in den letzten Jahren abgenommen.
Die Berner Fachhochschule und Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, haben eine Studie zur Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz veröffentlicht. Der "Barometer Gute Arbeit" zeigt, dass die Arbeitsbedingungen in den Augen der Arbeitnehmenden 2019 generell schlechter wurden. Das betreffe alle Hauptkategorien "Motivation", "Sicherheit" und "Gesundheit".
Gesamtüberblick über die Ergebnisse der 20 Kriterien für die Jahre 2015 bis 2019
(Source: Travail.Suisse)
Die Studie beleuchtet die Auswertung auch in Hinsicht auf die Branchen. Die durchschnittlich besten Arbeitsbedingungen bietet die Branche "Information und Kommunikation", womit sie zwei Ränge höher steht als noch 2015/2016. Die Branche "Wirtschaftliche Dienstleistungen" wurde auf den zweiten Platz verdrängt. Der Bereich "Finanz- & Versicherungswesen" befindet sich unter der durchschnittlichen Qualität der Arbeitsbedingungen auf Platz 10.
Indexwerte der Hauptdimensionen Gesundheit, Motivation und Sicherheit nach Branche für 2017/2018/2019 (sortiert nach absteigender Grösse des Durchschnitts der drei Hauptindizes)
(Source: Travail.Suisse)
Die Psychologin Rebecca Saladin hat die psychosozialen Belastungen für die Schweizer Arbeitnehmenden erst kürzlich kommentiert. Lesen Sie hier mehr dazu, was Mitarbeiter und Arbeitgeber gegen die Belastungen unternehmen können.
Die Studienleiter fragten die Arbeitnehmenden ausserdem, wie hoch sie die Wahrscheinlichkeit einschätzten, dass ihre Stelle in den nächsten 10 Jahren durch digitale Technologien ersetzt werde. Über 2017, 2018 und 2019 hinweg waren 13 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihre Stelle mit einer hohen bis sehr hohen Wahrscheinlichkeit ersetzt werde. In diesen 13 Prozent seien unter anderen Arbeitnehmende aus dem Bereich Finanz- und Versicherungswesen sowie Information und Kommunikation überdurchschnittlich vertreten.
Einschätzung der Arbeitnehmenden zur Wahrscheinlichkeit eines Stellenverlusts infolge der Digitalisierung in den nächsten 10 Jahren differenziert nach Branche (sortiert nach absteigendem Anteil "sehr hoch/hoch/mittel")
(Source: Travail.Suisse)