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Eine Analyse des Zürcher Headhunter-Unternehmens Aebi+Kuehni hat Schweizer Firmen mit mindestens 1300 Mitarbeitern auf deren Frauenanteile in den Verwaltungsräten hin unter die Lupe genommen.
Dabei zeigte sich, dass in einem Fünftel der untersuchten Unternehmen Frauen im Verwaltungsrat vertreten sind - die Schlüsselpositionen im Präsidium jedoch fast ausschliesslich von Männern besetzt sind.
Die Studie hat erstmals auch die Ausbildungsprofile der gewählten Frauen untersucht. Dabei zeigte sich, dass Frauen am häufigsten wegen ihrer Expertise im Bereich Finanzen und Risiken in die Verwaltungsräte geholt werden. Ausserdem sind die Frauen von der Aus- und Weiterbildung her oft qualifizierter als ihre männlichen Kollegen.
An klugen (weiblichen) Köpfen mangelt es also nicht – warum schaffen nur so wenige den Sprung ins VR-Präsidium?
Zum einen liegt es sicher daran, dass die Frauenquote in den Verwaltungsräten mit 18% immer noch sehr tief ist. Für einen Sitz im Verwaltungsrat scheint das Netzwerk ausschlaggebend zu sein, was für viele Frauen ein Nachteil ist.
Zum Anderen spielt laut Sabine Keller-Busse eine grosse Rolle, dass Männer häufiger "Mut zur Lücke" zeigen würden. Frauen tendieren eher dazu, erst dann mehr Verantwortung anzunehmen, wenn sie 120 Prozent der geforderten Kriterien zu erfüllen glauben.
Mehr zum Thema finden Sie im Artikel des Tages Anzeigers über die Resultate der Analyse.
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