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Erdgas bedeutet Ausbeutung
Wenn wir das Erdgas, welches wir in der Schweiz verbrauchen, zu seinem Ursprung zurückverfolgen, finden wir Ausbeutung - sei das in Russland, Norwegen oder dem Vaca Muerta. Um ein Ende der Ausbeutung zu erreichen, brauchen wir ein Ende der fossilen Energien.
Russland
Circa ein Fünftel des russischen Erdgases wird auf der Jamal-Halbinsel gefördert, wo die indigene Bevölkerung der Nenzen lebt. Die russische Energiefirma Gazprom beutet die Halbinsel immer weiter aus.
Die Nenzen sind traditionellerweise Rentier haltende Nomad*innen. Die riesigen Projekte der Erdgasförderung zerstören die Pflanzenwelt der Halbinsel, dringen in die Weidegebiete von Rentieren ein und gefährden die Migrationsrouten der Nenzen. Die Nenzen sind stark von dem ökologischen Schaden, sowie von Arbeitslosigkeit und Alkoholismus betroffen, und viele mussten die Halbinsel verlassen.
Viele indigene Aktivst*innen wehren sich schon seit Jahren gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, versuchen, neue Wege zu finden und sind anpassungsfähig. Doch die Klimakrise und die Gasförderung stellen nichtsdestotrotz eine existenzielle Bedrohung für jeden Aspekt ihres Lebens dar.
Norwegen
Das grösste Gasunternehmen in Norwegen ist Equinor. Equinor ist zusammen mit anderen riesigen Ölfirmen wie Total (Frankreich), Shell (Niederlande), BP (UK) und Wintershall (Deutschland) für riesige Landzerstörungen auf der ganzen Welt verantwortlich und trägt mit ihren fossilen Geschäften massiv zur Klimakrise bei.
Gasförderung im Globalen Süden am Beispiel von Vaca Muerta:
Vaca Muerta ist ein riesiges Gebiet (30'000 Quadratkilometer) in Argentinien, wo eine riesige Menge an Schiefergas gefördert wird. Viele internationale Unternehmen (BP, Total, Shell, Wintershall, Equinor, ExxonMobil, Chevron etc.) beteiligen sich an diesen Förderungen.
Doch es gibt Widerstand: etliche Bewegungen, angeführt von indigenen Gemeinschaften, protestieren gegen die Gasförderungen. Denn das Fracking wird auf indigenem Land gegraben und zerstört den Lebensraum der Mapuche. Fracking gefährdet die Umwelt – es erfordert riesige Wassermengen und giftige Chemikalien und führt zu einer Verseuchung von Grundwasser, Luft und Boden. Die Regionen, in welchen das Gas gefördert wird, sind ausserdem sehr trocken, und Wasserknappheit durch das Fracking kann fatal sein.
Stopp fossile Energien! Keine neuen Gaskraftwerke! Save the Date: 25. März Klimastreiks in Bern, Basel und Zürich
PS: Unterschreibe auch unsere Petition!
Quellen
https://gazenergie.ch/de/wissen/detail/knowledge-topic/3-herkunft/
https://minorityrights.org/trends2019/russia/
https://www.brot-fuer-die-welt.de/fileadmin/mediapool/2_Downloads/Fachinformationen/Aktuell/Aktuell_53_Fracking.pdf
https://www.swissinfo.ch/ger/schieferoel-und--gas_ist-die-argentinische-milchkuh-der-schweizer-rohstoffhaendler-tot-/45738286