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Es folgt eine kurze Zusammenstellung der paläogeographischen
Entwicklung vom Karbon/Perm bis in die untere Kreide im osthelvetischen
Ablagerungsbereich:
Im Karbon und Perm, zur Zeit des Superkontinentes Pangäa,
herrschte in Mitteleuropa ein kontinentales Klima. In schmalen, intramontanen
Senken, welche bereits das Auseinanderbrechen des Kontinentes ankündigen,
wurden unter ariden Bedingungen Fanglomerate, grobkörnige Sandsteine
und in der Endphase rote Tonschiefer des Glarner Verrucanos abgelagert.
Vulkanische Zwischenlagen und Komponenten zeugen von der Aktivität
des Grabens.
In der frühen Trias trangressierte das germanische
Trias-Meer von Norden her in den helvetischen Raum. Der Melser-Sandstein
ist als die vorrückende Küstenfazies anzusehen. Im bereits etwas
tiefer gewordenen Meer ist der Röti-Dolomit entstanden. Hebungstendenzen
machen sich in der Rauhwacke bemerkbar. Darauf wiederholten sich die Verhältnisse
wie sie im obersten Perm geherrscht haben: Die roten Quarten-Schiefer
wurden abgelagert.
Mit dem Auseinanderbrechen von Pangäa begann sich der helvetische
Faziesraum im Lias abzusenken und bildete von nun an den
nördlichen Kontinentalrand der Tethys. Während im Norden (Vättis)
das Alemannische Land eine Hochzone bildete, gelangte unser Untersuchungsgebiet
an den äusseren Schelfrand und somit in den südlichen helvetischen
Faziesraum. Der im Lias zu sehende Sedimentationszyklus von tief zu flachmarinem
Milieu wiederholte sich im untern und mittleren Dogger.
Grosse Mächtigkeitsschwankungen sind das Resultat listrischer Abschiebungen.
Im oberen Dogger ist ein grosser Sedimentationsunterbruch zu verzeichnen
(Blegi-Oolith und Flaserkalk).
Nach einer Übergangsfazies (Schilt-Formation) kam im Malm
die Quinten-Formation im subeuxinischen, küstenfernen Schelfbecken
zur Ablagerung. Die Zementsteinschichten bilden den zur Schilt-Formation
gegengleichen Übergangsbereich in die Mergelschiefer der unteren
Kreide. Diese sind als Sedimente des Schelfabhanges und des Beckenrandes
anzusehen.
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Diplom - Sargans
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