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Die dem Hals schmetterlingsförmig anliegende Schilddrüse steuert alle hormonellen Abläufe im menschlichen Körper. Kein Wunder, dass sie auch am Schwangerwerden und Kinderkriegen beteiligt ist! Eine gestörte mütterliche Schilddrüsenfunktion während der ersten Schwangerschaftswochen kann jedenfalls beim Kind zu Problemen während der ersten Lebensjahre und manchmal sogar während des ganzen Lebens führen.
Die wichtigsten Schilddrüsenerkrankungen während und unmittelbar nach einer Schwangerschaft sind:
die diffuse Schilddrüsenvergrösserung (Kropf oder Struma), meist durch Jodmangel
die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
die Schilddrüsenentzündung nach der Geburt (postpartale Thyreoiditis)
Normalerweise funktioniert die Schilddrüse des neugeborenen Babys ganz normal, allerdings kann es auch hier zu einer Überfunktion kommen, wenn die Antikörper, welche die Störung bei der Mutter verursacht haben, durch die Plazenta auf das Kind übergehen. In seltenen Fällen kommt es beim Baby auch zu einer Schilddrüsenunterfunktion, wenn die zur Drosselung der mütterlichen Schilddrüsenfunktion eingenommenen Medikamente über die Plazenta in den Kreislauf des Kindes gelangen.