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Der Hedgefonds Laxey bricht seinen Versuch ab, den grössten Schweizer Baukonzern Implenia zu übernehmen, hält aber mehr als ein Drittel des Aktienkapitals. Implenia-Aktien gaben darauf stark nach.Dieser Inhalt wurde am 28. März 2008 - 08:55 publiziert
Am Gründonnerstag vor Ostern war die Frist des Pflichtangebots von Laxey an die Implenia-Aktionäre formell abgelaufen. Laxey waren nur 4,23% aller Aktien angedient worden.
Jetzt könnten alle Implenia-Aktionäre, die Laxey Aktien angedient hätten, wieder frei über diese verfügen, teilt Laxey mit: Das Angebot an die Implenia-Aktionäre werde nicht weiter verfolgt, weil der Verwaltungsrat von Implenia sich weiterhin weigere, das Laxey-Aktienpaket in vollem Umfang einzutragen.
Der britische Hedgefonds und unwillkommene Grossaktionär hatte, nachdem er über einen Drittel der Implenia-Aktien gekauft hatte, ein Pflichtangebot zum Mindestpreis von 33.23 Fr. vorlegen müssen.
Doch der Aktienkurs war danach unter diesen Wert gefallen – letzten Donnerstag schloss die Implenia-Aktie auf 31 Fr.
Mit den angedienten 4,23 % aller Implenia-Aktien hätte Laxey ihre Beteiligung auf 36,8% erhöhen können. Unabhängig davon kaufen Laxey über die Börse weitere Implenia-Aktien. Der Hedgefonds kontrolliert inzwischen 38,1% des Baukonzerns.
Implenia bezeichnete das Ergebnis des Pflichtangebots als "ein klares Misstrauensvotum der grossen Mehrheit der Aktionäre von Implenia an die Adresse von Laxey."
Es begann vor einem Jahr
Vor rund einem Jahr begann der Hedgefonds, bei Implenia einzusteigen. Doch kam die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) zum Schluss, Laxey hätte den Offenlegungspflichten widersprochen.
Das entspricht einer Verletzung des Börsengesetzes. Die EBK erstattete deshalb Strafanzeige beim Eidgenössischen Finanzdepartement.
Ähnlich wie im Fall von Renova und Sulzer kam der ausländische Grossaktionär Laxey sehr rasch zu seinem Aktienpaket – was wie bei Sulzer Implenia dazu brachte, die Verletzung der Meldepflicht untersuchen zu lassen: Laxey habe mehrere Aktienpakete unter der Meldeschwelle von 5% geschnürt und zwischengelagert, lautete der Vorwurf. Um dann plötzlich als Grossaktionär aufzutauchen.
Laxey hingegen begründet den Rückzug mit der Nichteintragung ihrer Aktien im Stimmrechtsregister, wo Laxey nur mit einem 4,9%-Anteil eingetragen ist.
Implenia begründet dies mit den für das Immobilien-Business wichtigen Auflagen in der "Lex Koller", wonach ausländische Aktionäre maximal 20% der Stimmrechte verfügen dürfen.
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