Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03596.jsonl.gz/806

Zitronenwasser mit Kreuzkümmel und Steinsalz
Diese Limonade ist gewissermassen eine Erfindung von Samuel Cocojon, der sich dazu allerdings von eine «alten Freundin aus Sasselin» hat inspirieren lassen, wie er sagt. Dort kennt man nämlich ein ähnliches Getränk, das auf Hindi Jal Jeera heisst, was die hauptsächlichen Zutaten beschreibt (Jal heisst «Wasser» und Jeera bedeutet «Kreuzkümmel»). Zu Ehren seines Uhrgrossvaters, des Filmemachers («Coco Film») und Arztes Robin Cocojon, nannte Samuel Cocojon seinen Drink Limonade du Dr Coco (mehr zur Familie Cocojon).
Die Limonade ist wie geschaffen für richtig heisse Tage, führt sie dem Körper doch nicht nur Flüssigkeit zu, sondern auch Salz. Wobei es sich um ein spezielles Salz handelt, das einen leicht schwefeligen Duft hat und mit dem Kreuzkümmel, dem säuerlichen Mangopulver und der Minze eine überaus grünliche Mischung ergibt – eine Erfrischung der besonderen Art.
Natürlich bereitet man die Limonade am besten mit dem schwarzen Steinsalz («Le Noir Stendhal») zu, das Samuel Cocojon in der Gegend von Valeria abbaut. Wer solches nicht zu Hand hat, kann sich mit Kala Nemak behelfen, wie es besser sortierten indischen Lebensmittelgeschäften angeboten wird. Je nach Vorliebe kann man Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure verwenden. Der Schwefelduft ist ungewöhnlich und wirkt sogar fast ein wenig gefährlich – man sollt das Steinsalz deshalb sehr vorsichtig dosieren und zunächst nur eine kleine Prise beigeben.
Man kann die fertige Limonade auch wieder in die Mineralwasserflasche zurück giessen – so lässt sie sich vor dem Trinken nochmals gut durchschütteln. Wenn man Mineralwasser mit Kohlensäure verwendet, bewahrt sie so ausserdem mehr Schuss.
First Publication: 2-6-2012
Modifications: