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Das in England ansässige Unternehmen Tokamak Energy erklärte, dies sei «die bei weitem höchste Temperatur, die jemals in einem sphärischen Tokamak und von einem privat finanzierten Tokamak erreicht wurde». Tokamak Energy wies darauf hin, dass zwar mehrere staatliche Labors in konventionellen Tokamaks Plasmatemperaturen von über 100 Mio. °C erreicht hätten, das Unternehmen hätte diesen Meilenstein jedoch in nur fünf Jahren und zu Kosten von weniger als GBP 50 Mio. (CHF 61 Mio.) in einer viel kompakteren Fusionsanlage erreicht.
Das Unternehmen fügte hinzu, dass das Erreichen des Meilensteins eines 100 Mio. °C heissen Plasmas von einem unabhängigen – aus internationalen Experten bestehenden – Beratungsgremium bestätigt worden sei.
«Wir sind stolz darauf, diesen Durchbruch erzielt zu haben, der uns einen Schritt näher an die Versorgung der Welt mit einer neuen, sicheren und kohlenstofffreien Energiequelle bringt», erklärte Chris Kelsall, CEO von Tokamak Energy.
Die ST40-Anlage wird nun aufgerüstet, damit sie zur Entwicklung von Technologien für künftige Anlagen verwendet werden kann. Der ST-HTS, der weltweit erste sphärische Tokamak, der das volle Potenzial von Magneten aus Hochtemperatur-Supraleitern (HTS) demonstrieren wird, soll Mitte der 2020er-Jahre in Betrieb genommen werden. Diese Anlage wird mehrere fortgeschrittene Technologien demonstrieren, die für die Fusionsenergie erforderlich sind, und Informationen für die Auslegung einer weltweit ersten Fusionspilotanlage liefern, die Anfang der 2030er-Jahre in Betrieb genommen werden soll. «In Kombination mit HTS-Magneten stellen sphärische Tokamaks den optimalen Weg zu einer sauberen und kostengünstigen kommerziellen Fusionsenergie dar», so Kelsall.
Tokamak Energy – das aus dem ebenfalls in Oxfordshire ansässigen Culham Centre for Fusion Energy hervorgegangen ist – stellt auch ein vollständiges HTS-Magnetsystem her. Dieses Magnetsystem wird das erste seiner Art sein, das zur Erzeugung starker Magnetfelder mit HTS-Spulen in einem sphärischen Tokamak eingesetzt wird.
Quelle
M.A. nach Tokamak Energy, Medienmitteilung, 10. März 2022