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der
Materie muß zur
Erklärung der Naturerscheinungen noch eine von ihr völlig verschiedene, den unendlichen Weltraum sowie die
Zwischenräume zwischen den
materiellen
Atomen erfüllende Zwischensubstanz, der
Äther, angenommen werden, dessen durchaus
gleichartige
Atome sich gegenseitig abstoßen, von den
materiellen
Atomen aber angezogen werden.
Vermöge dieser letztern
Anziehung
umgibt sich jedes
materielle
Atom und
Molekül mit einer zu ihm gehörigen Ätherhülle.
Durch das Zusammenwirken der anziehenden und abstoßenden »Molekularkräfte« der und des Äthers wird in einem Körper, dessen Moleküle um weniger als den Durchmesser der »Wirkungssphäre« voneinander abstehen, jedem Molekül eine bestimmte Gleichgewichtslage vorgeschrieben, die es zu behaupten und nach jeder Störung wieder einzunehmen strebt. In diesem Zustand heißt der Körper fest. Die Moleküle eines festen Körpers sowie die Atome innerhalb seiner Moleküle würden jedoch nur dann in ihren Gleichgewichtslagen in Ruhe sein, wenn seine Temperatur diejenige des absoluten Nullpunktes (s. Wärme) [* 3] wäre.
Bei jeder höhern Temperatur befinden sie sich in schwingender Bewegung um ihre Gleichgewichtslagen, welche wir als Wärme empfinden. Bei der Erwärmung wird die Energie der Schwingungen erhöht und zugleich der mittlere Abstand der Moleküle vergrößert; wird der letztere dem Durchmesser der Wirkungssphäre gleich, so lassen sich die Moleküle mit Leichtigkeit gegeneinander verschieben, und der Körper ist in den flüssigen Zustand übergegangen. Bei noch höherer Erwärmung treten die Moleküle aus ihrem gegenseitigen Wirkungsbereich völlig heraus und durcheilen selbständig den dargebotenen Raum: der Körper hat alsdann den gasförmigen Zustand angenommen.
Die hiermit skizzierte Auffassungsweise stützt sich auf die drei
Grundbegriffe
Materie,
Äther und
Kraft.
[* 4] Es fragt sich aber, ob
der
Begriff des
Äthers, in geeigneter
Weise definiert, nicht denjenigen der
Kraft bereits
in sich schließt. Die dahin zielenden
Spekulationen sind jedoch noch nicht zu einem solchen
Abschluß gelangt, daß eine umfassende
Erklärung der Naturerscheinungen
auf sie gegründet werden könnte.
Vgl.
Huber, Die Forschung nach der
Materie (Leipz. 1877). -
In der
Pathologie nennt man auch
Materie den
Eiter in
Wunden,
Geschwüren etc.