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Mit dem höchsten Erhaltungsziel gekennzeichnet
Die Kapelle Mariä Heimsuchung wurde 1923/24 an Stelle einer Vorgängerkapelle von 1662 nach Plänen des Architekten Arthur Betschon errichtet. Dabei wurden Elemente der Vorgängerkapelle, Glocken, Säulen des Vorzeichens und die 1897 entstandenen farbigen Glasfenster wiederverwendet. 1962/63 wurde die Sakristei an den Chor angebaut. Die Kapelle bildet zusammen mit den umliegenden Gebäuden eine ortsbauliche Einheit und ist mit dem höchsten Erhaltungsziel gekennzeichnet. Die Kapelle ist ein seltenes Beispiel für einen Sakralbau mit Formen des späten Heimatstils der 1920er-Jahre und wurde im Zusammenhang mit der Restaurierung unter integralen Denkmalschutz gestellt.
Im Äusseren wurden mit Ausnahme der Fenster nur minimale Unterhaltsarbeiten ausgeführt. Die bleiverglasten Schiff-Fenster wurden ausgebaut und saniert, die störenden Schutzgitter aus Metall entfernt und durch spezielle Sicherheitsgläser ersetzt. Die ovalen Fenster wurden an Ort und Stelle saniert.
Der auf sämtlichen Bodenflächen aufgeklebte Sisalteppich wurde entfernt und alle originalen Bodenflächen erhalten, gereinigt und saniert. Bei den Stuckdecken wurde der dichte Dispersionsanstrich abgelaugt, die Risse und Beschädigungen durch den Gipser mit Kalkmörtel geflickt, die Decke in hellem Blauton, die Stuckaturen in weissem Ton mit Leimfarbe gestrichen. Der dispersionsgebundene Deckanstrich an den Wandflächen wurde soweit möglich entfernt und die Risse und Beschädigungen durch den Gipser geflickt. Der Anstrich erfolgte mit Mineralfarbe in hellem Gelbton. Die Fenstereinfassungen und der Umrahmungsstuck der Jesusbilder wurden analog restauriert und in Farbton weiss gefasst. Die Apostelkreuze wurden neugestaltet und aufgemalt.
Die 1960 vorgenommenen Änderungen am Hochaltar wurden wieder rückgängig gemacht. Der als Zelebrationstisch benutzte Altarunterbau wurde wieder unter den Altar geschoben und die beiden Engel am früheren Standort platziert. Die polychrome Fassung und die Vergoldungen des Hochaltars wurden restauriert, desgleichen die verschmutzte Ausstattung, Stationen und Figuren.
Abschliessend erhielt die Kapelle mit Altartisch und Ambo aus Metall eine neu gestaltete moderne Ausstattung.