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Chung Hyeon hiesse der Halbfinal-Gegner von Roger Federer am Australian Open, sollte dieser den Viertelfinal gegen Tomas Berdych gewinnen. Der Südkoreaner schlägt Tennys Sandgren in drei Sätzen.
Nach 2:28 Stunden und dem sechsten Matchball war es vollbracht. Als erster Südkoreaner der Geschichte qualifizierte sich der 21-jährige Chung nach einem 6:4, 7:6 (7:5), 6:3 für einen Grand-Slam-Halbfinal. Auf dem Weg dorthin hatte der Sieger der NextGen-Finals in Mailand vor Sandgren unter anderen Alexander Zverev und Novak Djokovic ausgeschaltet. Gegen wen er im Halbfinal lieber spielen würde - Federer oder Berdych -, liess Chung im Platzinterview offen.
Als vorentscheidend im Duell der Aussenseiter erwies sich der zweite Satz, in dem Sandgren zuerst mit einem Break zurückgelegen hatte, ehe er beim Stand von 5:3 zum Satzausgleich servieren konnte, aber gleich das Rebreak kassierte. Im Tiebreak lag der Amerikaner 5:4 vorne, danach gelangen Chung drei Punkte in Serie.
Für Sandgren endete damit das mit Abstand erfolgreichste Turnier seiner Karriere. Vor acht Tagen hatte er seinen ersten Sieg an einem Major-Turnier überhaupt gefeiert, ehe er unter anderem dank Erfolgen gegen Stan Wawrinka und Dominic Thiem in die Viertelfinals vorstiess. Mit 440'000 australischen Dollar Preisgeld und 360 ATP-Punkten wurde der 26-Jährige aus Tennessee für seine starken Auftritte fürstlich belohnt.
Sandgren sorgte auch abseits des Courts für Schlagzeilen. Seine Aktivitäten auf seinem Twitter-Account deuten auf die Nähe und Sympathie zu rechts-konservativen und rassistischen Kreisen in seiner Heimat hin. Das Thema war in den letzten Tagen von den internationalen Medien aufgegriffen worden, nachdem Sandgren nach dem Sieg gegen Thiem damit konfrontiert worden war. Er bestätigte zwar sein Interesse an den Informationen dieser Kreise, distanzierte sich aber von derem Gedankengut. Seine Tweets der jüngeren Vergangenheit löschte er.
SDA-ATS