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Von der Monte-Rosa-Hütte SAC zur Zumsteinspitze und weiter zur Signalkuppe / Cap. Margherita (Normalroute) Zumsteinspitze 4562 m
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- Schwierigkeit
- WS, I
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- Aufstieg
- 8–9 h, 1680 Hm
Die Zumsteinspitze ist höher als das Matterhorn oder das Weisshorn, ja sogar höher als der Dom! Dreh- und Angelpunkt der Tour ist der Colle Gnifetti, den man auch von der italienischen Seite erreichen kann.
Routenbeschreibung
Von der Hütte steigt man auf dem Moränenpfad hinauf, bis dieser etwas ansteigt und sich nach E Richtung Dufourspitze wendet. Hier folgt man Wegspuren, welche die Moräne in Richtung der flachen Moränenmulde auf ca. 2900 m queren. Man quert auch diese Mulde und betritt den Grenzgletscher auf ca. 2940 m.
Es geht zunächst dem rechten (NE) Ufer des Grenzgletschers entlang. Der Gletscher ist stark verspaltet, die meist in Marschrichtung verlaufen. Man geht nun rechts (S) am Fuss eines markanten Felssporns (3468 m) vorbei. Je nach Verhältnissen steigt man – falls möglich – durch die Gletschermulde zwischen P. 3699 m (von den Einheimischen Topali-Felsen genannt) und den Séracs zur Rechten an, oder man steigt über den steilen Schneehang links, knapp unter der Felsinsel (3699 m) durch, auf ein grosses erstes Gletscherplateau. Wegen Eisschlags vom Liskamm steigt man heute von diesem Plateau kaum mehr direkt in Richtung Lisjoch, sondern folgt dem Plateau nach SE in Richtung einer Mulde, welche auf ein weiteres Plateau auf rund 4000 m führt. Hier holt man im Aufstieg rechts (S) aus, um den grossen Spalten auf ca. 4050 m auszuweichen und erreicht die Mulde auf ca. 4100 m unterhalb der Parrotspitze. Dort wendet man sich nach NE in Richtung Seserjoch (4299 m) und steigt in einem «S» nach N ausholend zum Colle Gnifetti, 6½ Std.
Vom Colle Gnifetti (4455 m) aus führt ein zuerst verfirnter, dann felsiger Grat leicht in 30 Min. auf die Zumsteinspitze (4562 m).
Von der Zumsteinspitze zurück auf dem gleichen Weg zum Colle Gnifetti, 15 Min. Vom Colle Gnifetti steigt man über einen kurzen Firnhang zur Signalkuppe/Punta Gnifetti (4553 m, Cap. Regina Margherita), 15 Min.
Zusatzinformationen
- Ausgangspunkt
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- Wegpunkte
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- Historisches
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Joseph Zumstein, Johann Niklaus, Joseph Vincent, Sig. Molinatti mit den Trägern Joseph Beck, Moritz Zumstein und weiteren Führern und Trägern, 1. August 1820.
Walsertitsch G'zoltji fum Land: Ds verlournes Tol
Aford ïst g'si ds griens Feliks tol, aswo fum Gourner grawul bi dam Lys und t'Schesru Furku.
Dua ds volch ïst cheme u'werds und hoffortigs: dorum der Liäb Gott häd b'to' ds virusigs tol, hinund und enund, dar d'wissu schneiwwa und d'schmolu gletschra. Darnoh, d'Walser ljit haind nimme g'möge usgoh oder erwinde im tol.
Ds tol ïst verschwonde under dan schnei: ïst nua uberblibe as uppigs passji, wo durch gond etlich tugendhaft mo. Im 1778 (ausgesprochen: sibenzeenihunderkachtiundsibenzg), somu jungu buaba vam Grussnai haind g'suacht dos tol und sind g'riforud zam 4178 m (viaritusunghunderkachtinundsibenzg meter) fum Gourner. Si haind nid g'funde ds tol, wa sind g'si d'erstu mo di sind g'riforud uber 4000 m z'oubrust d'berga ds alpulands. Si haid g'nemmd dan stai wo sind g'riforud: «Entdeckungsstai» .
(«di Walser zitung» , Centro Culturale, Walser Gmai im Land, I-13021 Alagna)
Walserdeutsche Anekdote aus Alagna: Das verlorene Tal
Früher gab es ein grünes Felik-Tal, irgendwo auf dem Monte Rosa, zwischen Lisjoch und Seserjoch.
Da wurde das Volk unwürdig und hoffärtig: darum hat Gott dieses wunderbare Tal von einer Seite zur anderen mit weissem Schnee und schmalen Gletschern zugedeckt. Von da an konnten die Walser dieses Tal weder verlassen noch dorthin zurückkehren.
Das Tal ist unter dem Schnee verschwunden: übriggeblieben ist nur ein schwieriger Pass, über den nur sehr Tugendhafte gehen können. Im 1778 haben einige junge Burschen von Gressoney dieses Tal gesucht und 4178 Meter am Monte Rosa erreicht. Sie haben das Tal nicht gefunden, aber sie waren die ersten Menschen, die eine Höhe von über 4000 Metern in den Bergen der Alpen erreicht haben. Den Felsen, auf den sie sich bezogen, nannten sie «Entdeckungsstein».
(Übersetzung: Bernhard Rudolf Banzhaf)