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Die Studie hat gezeigt, dass die geschwommene La-Ola-Welle äusserst effizient ist: Sie verringert sowohl die Angriffslust wie auch den Jagderfolg der Raubvögel. Wäre es blosses Fluchtverhalten, dann würde es erst nach einem «Luftangriff» erfolgen. Die von den Forschern beobachteten Schwärme machten die La-Ola-Welle aber auch präventiv, in regelmässigen Intervallen, bis zu zwei Minuten lang.
Die Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass es ein Signal von den Fischen an die Vögel ist, eine kollektive Drohgebärde gleichsam: «Wir wissen, dass ihr da seid, verschwendet nicht eure Zeit damit, uns anzugreifen!» Das nützt beiden: Die Fische kommen davon und die Vögel verschwenden nicht nutzlos Energie.
Kollektives Signal entwickeln
Deshalb hat sich dieses Schwarmverhalten evolutionär durchgesetzt: «Eine solche Win-Win-Situation ist notwendig, damit sich ein kollektives Signal zwischen Beute- und Räuberarten entwickeln kann», erklärt Professor Jens Krause, ein Autor der Studie.
Sinnigerweise studierten die Berliner Forscher das Phänomen an den Quellen von Baños del Azufre in Mexiko – dem Land, das anlässlich der Fussballweltmeisterschaft 1986 die La-Ola-Welle erstmals weltweit bekannt machte.
Der deutsche Begriff La-Ola-Welle ist im übrigen ein Pleonasmus: «La Ola» heisst bereits «die Welle».