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Ryyssboogäbriggä
Mit einer Spannweite von 54 Metern wird die Reuss ohne Eingriff in den Flussraum überquert. Die Brücke erschliesst die Gotthard-Raststätte mit dem gegenüberliegenden Höhenweg. Die Verhältnisse erlaubten den Bau einer Spannbandbrücke mit einer Höhendifferenz von 4.5 Metern.
Die Brücke dient als Fussgängerverbindung und wurde talseitig auf der Dammkrone und bergseitig auf einem exponierten Felssporn fundiert. Die lichte Breite der Brücke zwischen den Geländern beträgt 1.40 Meter. Der Durchhang in Feldmitte beträgt ca. 1.13 Meter (L/48).
Vier Stahlkabel führen über das Wasser und sind an den Enden verankert. Auf den Kabeln wurden 6 Zentimeter starke, vorfabrizierte Betonplatten verlegt, die dank Nuten nicht verrutschen. Zwischen jedem Betonelement wird ein Stahlrahmen mit einer Stärke von 12 Millimetern befestigt, der mit längs verlaufenden Edelstahlseilen das Geländer bildet. Am Schluss wurden die Betonplatten gegen die Widerlager gepresst und die ganze Konstruktion unter Druck gesetzt. Dadurch wirken die Elemente wie eine einzige Platte. Die Vorspannung dient vor allem dazu, die horizontalen Schwingungen zu begrenzen.
Die Ryyssboogäbriggä ist als leichte Stahl- und Betonkonstruktion konzipiert. Das hält die Kosten in einem angemessenen Rahmen. Bestimmend für letzere ist die maximale Zugkraft im Spannband. Andererseits bestimmt die Zugkraft auch die Steifigkeit der Konstruktion und somit das Schwingungsverhalten. Zwischen diesen teilweise entgegenlaufenden Anforderungen wurde ein Optimum angestrebt.