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Für das Einkommensmonitoring in der Landwirtschaft steht in der Schweiz mit der Zentralen Auswertung (ZA) ein langjähriger und differenzierter Datensatz zur Verfügung. In der Stichprobe «Einkommenssituation» wurden 2018 von der Forschungsanstalt Agroscope Buchhaltungsergebnisse von knapp 2 500 Landwirtschaftsbetrieben ausgewertet. Diese Betriebe stehen stellvertretend für fast 35 000 Betriebe der Schweizer Landwirtschaft.
Das landwirtschaftliche Einkommen setzt sich zusammen aus dem Arbeitsverdienst der Familienarbeitskräfte und dem Zinsanspruch für das investierte Eigenkapital. Der Arbeitsverdienst soll die Arbeitsleistung der auf dem Betrieb eingesetzten, nicht entlöhnten Familienarbeitskräfte entschädigen. Der Zinsanspruch ist infolge des tiefen Zinsniveaus der letzten Jahre praktisch vernachlässigbar.
Abbildung 1 zeigt den Arbeitsverdienst und dessen Streuung für unterschiedliche Regionen und Betriebsausrichtungen. Auffallend in dieser Darstellung sind die grossen Unterschiede sowohl innerhalb als auch zwischen den Betriebsgruppen und Regionen. Im untersten Quartil (dem Viertel mit dem tiefsten Verdienst) fällt der Arbeitsverdienst für alle Betriebstypen prekär tief aus. Während die Betriebstypen «Veredelung», «Ackerbau», «Spezialkulturen» oder «Kombinierte Veredelung» im Vergleich mit den Berufskollegen anderer Betriebstypen einen deutlich überdurchschnittlichen Verdienst erzielen, fällt dieser bei den Vieh- und Kleinviehhaltern besonders schwach aus. Zwischen dem mittleren Verdienst (Median 1) der Landwirtschaftsbetriebe und den Löhnen von Arbeitnehmenden im zweiten und dritten Sektor klafft nach wie vor eine grosse Lücke.
1) Der Median ist derjenige Wert, der eine sortierte Stichprobe in zwei gleich grosse Hälften teilt. Infolge der schiefen Verteilung bei Einkommen ist er eine bessere Vergleichsgrösse als das arithmetische Mittel (Mittelwert).