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Sam Lay (1935 - 2022)
Ein hervorragender Blues-Schlagzeuger
Sam Lay wurde am 20. März 1935 in Birmingham, Alabama, geboren. Er begann seine Karriere als Schlagzeuger 1954 in Cleveland, wo er mit der Moon Dog Combo arbeitete. Im Jahr 1957 schloss er sich den Original Thunderbirds an und blieb bei dieser Gruppe bis er 1959 nach Chicago ging um mit dem legendären Little Walter zu arbeiten. 1960 begann Lay mit Howlin' Wolf zu arbeiten wo er die nächsten sechs Jahre blieb. Er und der Bassist Jerome Arnold wurden 1966 von Paul Butterfield von Wolfs Band weggeholt und wurden Teil der Paul Butterfield Blues Band, mit der sie ihr erstes Album aufnahmen.
Lay begleitete Bob Dylan beim historischen Newport Folk Festival 1965, als Dylan dem Folk-Publikum erstmals den Elektro-Rock vorstellte. Anschliessend nahm er mit Dylan den Song Highway 61 Revisited auf mit seinem berühmter Double-Shuffle. 1969 spielte Lay das Schlagzeug für das Album Fathers and Sons von Muddy Waters, das heute ein Klassiker ist. Er war auch der ursprüngliche Schlagzeuger der James Cotton Blues Band.
Später arbeitete er auch mit der Siegel-Schwall Band. Zudem gründete er die Sam Lay Blues Revival Band, an der im Laufe der Jahre viele Musiker beteiligt waren, darunter Jimmy Rogers, George "Wild Child" Butler, Eddie Taylor und andere.
Für seine Auftritte auf dem Album Tribute To Howlin' Wolf (Telarc) wurde Lay 1998 für einen Grammy Award nominiert. Ausserdem wurde er im Januar 2002 vom Chicago Chapter of The Recording Academy mit dem begehrten "Legends and Heroes Award" für seine bedeutenden musikalischen Beiträge geehrt.
Lay trat 2003 in der siebenteiligen PBS-Fernsehsendung The History of the Blues auf, die von dem Oscar-prämierten Regisseur Martin Scorsese produziert wurde. 2015 war er Gegenstand eines Dokumentarfilms mit dem Titel Sam Lay In Bluesland, bei dem John Anderson Regie führte. In dem Film erzählt Sam Lay seine Geschichte in seinen eigenen Worten und mit seiner eigenen Musik, und es kommen Musikgrössen wie Iggy Pop, Corky Siegel, Elvin Bishop und der verstorbene Blues-Mundharmonika-Gigant James Cotton zu Wort. Ausserdem sind historische 16-mm-Aufnahmefilme zu sehen, die Sam persönlich gedreht hat und von denen viele in einigen der berühmtesten Blues-Clubs Chicagos aufgenommen wurden.