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Das bekannteste und am weitesten verbreitete Mittel heisst Round-up und wurde 1974 von der Firma Monsanto patentiert, die 2018 von Bayer übernommen wurde. Im gleichen Jahr wurde Monsanto in den USA zu 288 Millionen Franken Strafe verurteilt, weil es zu wenig vor den Gesundheitsrisiken von Glyphosat bzw. Round-up gewarnt hatte. Dieser Betrag muss an krebskranke Kläger in den USA ausbezahlt werden.
Was ist Glyphosat genau und wo kommt es vor?
Es handelt sich um eine chemische Verbindung, die der natürlichen Aminosäure Glycin ähnelt. Glyphosat wird zusammen mit anderen Pestiziden im Unkrautvernichtungsmittel Round-up verwendet. Glyphosat ist für fast alle Pflanzenarten toxisch, weshalb sie zugrunde gehen. Monsanto vertreibt auch gentechnisch verändertes Saatgut (Mais, Baumwolle, Soja, Raps). So kann auch Unkraut vernichtet werden, wenn andere Pflanzen bereits angebaut wurden und auf dem Feld stehen. Diese sind resistent gegen das Gift. Allerdings gibt es mittlerweile auch immer mehr Unkraut, das resistent gegen Round-up ist.
Zahlreiche Studien zeigen, dass Glyphosat aufgrund seiner Ähnlichkeit zu Glycin in unserem Körper diese Aminosäure imitiert und bei der Proteinsynthese an dessen Stelle eingebaut wird. Dass dies zu schwerwiegenden Krankheiten führen kann, zeigen bereits andere Stoffe, die anderen Aminosäuren ähneln. So wird Aze, welches Prolin ähnelt, mit Multipler Sklerose in Verbindung gebracht. Glyphosat soll u.a. Diabetes, Alzheimer, Parkinson, Unfruchtbarkeit und andere Krankheiten begünstigen.
Weitere Studien zeigen eine/-n:
- Veränderung von Herzgrösse sowie vermehrter Spontanabort bei Ratten.
- Einfluss auf Spermienzahl, Sexualverhalten sowie 2-3x so hohe Sterblichkeit bei Ratten.
- endokrinen Unterbruch von wichtigen Signalwegen im Körper, u.a. von Testosteron und Östrogen.
- negativen Einfluss auf die DNA-Reparatur, welche mit erhöhtem Risiko für Krebszellen korreliert.
- negativen Einfluss auf die Darmflora und damit eine Ursache für „Leaky Gut“.
Was meint das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen?
Auf der Website bzw. im PDF des BLV’s steht am 4.2.19: „vernachlässigbare Glyphosatmengen in Lebensmitteln“. Weiter wird geschrieben: „Die Ergebnisse zeigen, dass ungefähr 40% der Lebensmittel, tiefe aber messbare Spuren von Glyphosat enthalten“. Dazu findet man folgende Tabelle:
Als „akzeptable Tagesdosis“ wird 30mg für eine erwachsene Person angegeben. Weiter steht: „Wie andere international anerkannte Expertengremien, kommt auch das BLV zum Schluss, dass es unwahrscheinlich ist, dass Glyphosat über die Ernährung ein Krebsrisiko für den Menschen darstellt.“
Unwahrscheinlich?? Da bin ich ja beruhigt! Wie kommt dies überhaupt zustande, wo doch die WHO das Herbizid seit 2015 für „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hat??
Als wäre dies nicht alles schon bedenklich genug, hat man im Jahr 2017 entschieden, den zulässigen Wert von Glyphosat im Gewässern um das 3’600fache zu erhöhen.
Nein, da ist kein Kommafehler drin! Laut den neusten Berichten von Ende 2018 soll es jetzt doch „nur“ das 100fache sein! Die neuen Werte gelten ab 1.1.2019!
Es ist eine Schande, dass im 21. Jahrhundert noch solche Entscheide gefällt werden. Abgesehen von politischer Aktivität kann ich aktuell 4 Dinge empfehlen.
Das kannst du machen:
1. Kaufe „Bio“!
Trotzdem findet man, und das ist sehr bedenklich, auch in Bio-Produkten Pestizide, auch Glyphosat. Die folgende Grafik stammt aus einem Kassensturz-Versuch aus dem Jahre 2015, in dem 4 Mitarbeiter 1 Woche Bio- und 1 Woche „normale“-Produkte konsumiert haben.
Als Gründe kommen z.B. Wind und Wasser in Frage, welche die eingesetzten Mittel auch auf Bio-Felder übertragen können. In den USA findet man mittlerweile sogar Glyphosat im Regen! Zudem kommen Pestizide auch in Pflegeprodukten vor. Dazu hier ein Blogbeitrag:
2. Iss Apfelessig und schwefelhaltige Lebensmittel:
Es konnte gezeigt werden, dass 1 Teelöffel Apfelessig pro Tag die Menge an Glyphosat bzw. dessen Abbau verbessern kann. Auch schwefelhaltige Lebensmittel wie z.B. Knoblauch und Zwiebeln sind gut.
Inwiefern die Supplementierung von Glycin helfen kann, ist noch unklar. Allerdings kann auch Glycin in zu hohen Mengen problematisch sein, also aufpassen!
3. Nutze Sauna oder Infrarotwärmekabinen
Schwitzen unterstützt die Entgiftung des Körpers. Über die Haut können so Giftstoffe wie Glyphosat ausgeschieden werden.
4. Installiere einen Wasserfilter
Es gibt verschiedene Systeme mit ihren Vor- und Nachteilen. Ich persönlich benutze einen Filter von DrinkPure. Von Ingenieuren der ETH entwickelt werden über 2 Membranen (u.a. Aktivkohle) Giftstoffe herausgefiltert, ohne die gewünschten Mineralien herauszufiltern. Für Interessierte gibt’s hier mehr Infos bzw. kann der Filter gekauft werden.
Quellen:
Der ultimative
Guide zu einem
gesunden Lifestyle
EDITION 1
Created by
Marc Sonderegger
Owner and Head Coach of Personalworkout