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Der Regierungsrat stimmte in seiner Sitzung zwei Freihandverkäufen zu. Der eine betraf eine baufällige Liegenschaft in Grub (Nr. 2579). Einer der Besitzer war unbekannt wo abwesend und wurde von seinem Vormund vertreten: Kurz bevor der Kauf erfolgt sei, habe er [der Mitbesitzer] seine Stelle [in Deutschland] gewechselt, ohne dass seine neue Adresse habe eruiert werden können. Es sei deshalb für ihn ein Vormund bestellt worden. Das Waisenamt habe die feste Überzeugung, dass der abwesende Anteilhaber, wenn ihm später dieser Freihandverkauf bekannt werde, froh sein werde über den erfolgten Abschluss desselben.
Im anderen Fall ging es um eine Parzelle in Sargans (Nr. 2579): Unter den verkaufenden Erben befinden sich die in Buenos-Aires abwesenden Erben Josef Kurz, Metzger, Frau Sophie Schär, geborene Kurz, und die Kinder des August Kurz sel., deren genaue Adressen zurzeit unbekannt sind und deren Einwilligung zum vorstehenden Freihandverkauf gemäss Art. 409 Zivilgesetzbuch deshalb auch nicht eingeholt werden kann.
Im Sinne von Art. 392, Ziffer 1, Zivilgesetzbuch wurde vom Waisenamt Sargans gemäss dessen Schreiben vom 27. Oktober/1. November l.J. den abwesenden Erben in der Person des Herrn Gemeindammann F. Bugg in Sargans ein Beistand bestellt, der namens der Verbeiständeten die Strazze unterzeichnet und dadurch sein Einverständnis zum vorliegenden freihändigen Liegenschaftsverkauf bekundet hat.
Das Waisenamt Sargans empfiehlt, dem Gesuche der Erben der Witwe Kurz, geborene Bettemann, zu entsprechen, da die Liquidation der Liegenschaft für die abwesenden Erben sehr wünschenswert und zweckmässig sei.
Ausserdem diskutierte die Regierung über folgende Themen:
Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, ARR B2-1916 (Texte) und W 276/02.10-02 (Hotel- und Pension Fünfländerblick in Grub, 1912, Bild: Andr. Hane, Rorschach)