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Ammoniak (NH3) reagiert in der Atmosphäre mit Salpetersäure und Schwefelsäure zu Salzen, welche sich an vorhandene Partikel anlagern oder selber neue Partikel bilden und so massgeblich zum Feinstaub in der Luft beitragen. Die Säuren werden hauptsächlich aus Vorläufersubstanzen gebildet, die aus Verkehr, Industrie und Haushalten stammen. Im Gegensatz dazu stammt Ammoniak zu über 90 % aus der Landwirtschaft. Da Ammoniak ein sehr leichtes Molekül ist, trägt es nur etwa 10 % zur Masse des Feinstaubs bei. Es ist aber bei einem wesentlich grösseren Prozentsatz der Feinstaubmasse an der Bildung mitbeteiligt. Eine Verminderung des Ammoniakausstosses scheint deshalb eine wirkungsvolle Massnahme gegen die Belastung der Luft durch Feinstaub zu sein. Es gibt aber keine 1:1-Beziehung zwischen der Reduktion der Ammoniakemission und jener von Feinstaub. Das Verhältnis wird durch zwei Faktoren deutlich verschlechtert: Erstens tragen sekundäre anorganische Aerosole nur etwa 40 % zur gesamten Feinstaubmasse bei und zweitens sind in der Schweiz die bodennahen Luftschichten mit Ammoniak gesättigt. Unsere Modellresultate zeigen, dass bei einer Reduktion der aktuellen Ammoniakemission um 10 % nur gerade eine Reduktion des Feinstaubs um 0,5 % resultiert. Bei grösseren Reduktionen nimmt dieser Prozentsatz zu: eine Abnahme der Ammoniakemission um 50 % bewirkt eine Feinstaubreduktion von 3 bis 10 %.
Umwelt
Blacken sind problematische Unkräuter in Dauerwiesen und -weiden. Eine europäische Studie unter der Leitung von Agroscope zeigt die Risikofaktoren auf und empfiehlt Präventionsmassnahmen.
Pflanzenschutzmittel enthalten Wirkstoffe und sogenannte Beistoffe. Agroscope untersuchte erstmals die Rückstände von Beistoffen auf behandelten Pflanzen und liefert damit Grundlagen für die Beurteilung der Risiken für Konsumentinnen und Konsumenten.
Biologischer Landbau wirkt sich günstig auf die Pflanzenartenvielfalt im Schweizer Grasland aus. Doch für eine weitreichendere Förderung der Pflanzenartenvielfalt braucht es Biodiversitätsförderflächen.