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Sami Kanaan
Sami Kanaan wurde 1964 geboren, besitzt die libanesische und die schweizerische Staatsbürgerschaft und spricht Französisch, Schweizerdeutsch, Deutsch, Englisch sowie Arabisch; sein Leben spielt sich zwischen dem Libanon, Griechenland und der Schweiz (Thun, Bern, Zürich und Genf) ab. Er erwarb einen Abschluss in Physik von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie einen Abschluss in Politikwissenschaften von der Universität Genf.
Seit seiner Jugend interessiert sich Sami Kanaan stark für öffentliche Angelegenheiten und hat zudem reiche politische Erfahrungen gesammelt. In den 1980er und 1990er Jahren engagierte er sich in der schweizerischen und europäischen Studentenbewegung, unter anderem als Präsident des westeuropäischen Studenteninformationsbüros (WESIB, später ESIB bzw. ESU) in den Jahren 1986–87 sowie als Präsident des Verbands der Schweizer Studierendenschaften (VSS) in den Jahren 1989–90 – einer Zeit, in der Europa tiefgreifende Veränderungen durchlief. Zudem war er stark in die lokale Vereinsbewegung involviert: im Verwaltungsausschuss des Maison de quartier des Eaux-Vives, im ATE Genève, der Groupe sida Genève, sowie in der Verwaltung der BCGE nach der Krise und der Verwaltung des TPG. Er wurde 1997 in das Parlament der Stadt Genf (Gemeinderat), 2001 in das Genfer Kantonsparlament (Grosser Rat) sowie im Frühjahr 2011 in die Exekutive der Stadt Genf (Stadtregierung) gewählt. Nach seiner zweifachen Wiederwahl in den Jahren 2015 und 2020 steht er derzeit dem Departement für Kultur und digitalen Wandel vor; zuvor hatte er die Leitung des Departements für Kultur und Sport inne.
Im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn hat er sich ebenfalls auf die Förderung und Entwicklung des öffentlichen Dienstes konzentriert – zunächst im Bereich der schweizerischen und europäischen akademischen Zusammenarbeit, später als unabhängiger Berater für die Evaluierung öffentlicher Massnahmen und schliesslich als leitender Angestellter auf dem Gebiet des sozialen Zusammenhalts und Sports.
In seiner mehr als zwanzigjährigen Karriere hat Sami Kanaan zahlreiche Reformen und Initiativen angestossen und unterstützt, insbesondere in den Bereichen Kultur und Sport, Gleichberechtigung und Schutz gefährdeter Gruppen, sozialer Zusammenhalt und ökologischer Wandel sowie in jüngerer Zeit zudem im Bereich des digitalen Wandels. Als dreimaliger Bürgermeister von Genf hat er die Dynamik von Grenzen, die als Gräben oder aber als Brücken fungieren können, die Kultur- und Kreativwirtschaft, die Unterstützung der Medien, den digitalen Wandel und die Resilienz von Städten in Krisenzeiten in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt.
Er ist Vizepräsident des Schweizerischen Städteverbands und steht seit 2020 dem Verband der Genfer Städte vor. Darüber hinaus leitet er das neue Geneva Cities Hub – eine gemeinsam mit dem Kanton und der Eidgenossenschaft geschaffene Plattform, welche Städten den Zugang zum internationalen Genf erleichtern soll. Seit 2016 hat er zudem im Auftrag des Bundesrates die Präsidentschaft der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) inne.