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Verfahren
Prüfung der Mediationstauglichkeit
Bei der Eröffnung eines Strafverfahrens prüft die Jugendanwältin/der Jugendanwalt, ob sich der Fall für die Durchführung eines Mediationsverfahrens eignet.
Kommt eine Mediation in Frage, schickt die Jugendanwältin/der Jugendanwalt, in der Regel nachdem mit den Beteiligten eine Befragung zum Delikt auf der Jugendanwaltschaft stattgefunden hat, den Parteien einen entsprechenden Brief, um deren Bereitschaft an einer Mediation teilzunehmen, abzuklären. Ausnahmsweise und nach vorgängiger Absprache kann der Erstkontakt mit den Parteien auch durch den Mediator oder die Mediatorin erfolgen.
Erklären die Parteien schriftlich ihr Einverständnis, erteilt die Jugendanwaltschaft der Fachstelle für Mediation den Auftrag, das Mediationsverfahren durchzuführen und sistiert für die Dauer der Mediation das Strafverfahren.
Mediationsverfahren
Zuerst spricht die Mediatorin oder der Mediator getrennt mit den Konfliktparteien. Dieses Gespräch dauert etwa eine Stunde. Danach entscheiden die Beteiligten selber, ob sie sich auf ein gemeinsames Ausgleichsgespräch einlassen wollen.
Für die Mediation benötigt es in der Regel eine Sitzung (selten zwei) à ca. einer Stunde mit den Parteien gemeinsam.
Führt die Mediation zu einer Einigung, wird diese in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten und durch die Parteien unterzeichnet. Der gestellte Strafantrag wird in der Regel schriftlich zurückgezogen. Führt sie zu keiner Einigung, stellt die Mediatorin oder der Mediator das Scheitern fest. Die Mediatorin oder der Mediator teilt der anordnenden Behörde das Ergebnis der Mediation mit.
Abschluss des Verfahrens
Der Jugendanwalt/die Jugendanwältin prüft aufgrund der Mitteilung der Mediatorin/des Mediators ob der Abschluss des Verfahrens als erfolgreich bezeichnet werden kann. Bei Erfolg wird das Untersuchungsverfahren eingestellt. Bei Misserfolg wird das Untersuchungsverfahren fortgesetzt, wobei die Bemühungen der beschuldigten Person berücksichtigt werden können.