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Harry - Der Hölle entronnenAls Gigi L. in Hongkong Harrys Gesicht auf der Website des lokalen Tierschutzvereins (SPCA) sah, wusste sie nicht viel über die Rasse, aber sie konnte sein Lächeln nicht vergessen. Als sie den Corgi später in der Auffangstation sah, war es Liebe auf den ersten Blick.
Obwohl er stark unterernährt war und sein Fell recht speziell aussah, wirkte Harry zutraulich.
In Gigi L.'s eigenen Worten:
"Er kletterte auf meinen Schoss und ich wurde weich ums Herz. Aus seinen Papieren ging hervor, dass er Opfer eines Falls von Tiermisshandlung war. Ich war schockiert, als ich eine Verzichtserklärung unterschreiben musste, damit er als Beweismittel in einem Gerichtsverfahren vorgeführt werden konnte, aber ich brachte es nicht über mich, ihn zurückzulassen."
"Als ich die verschiedenen Papiere unterschrieb, sass Harry ruhig da und beobachtete uns. Ich wusste sehr wenig über seine Vergangenheit, aber ich hatte mich völlig in ihn vergafft. Mein Freund scherzte, dass die Übernahme eines Corgis mich offiziell zu einer Königin mache, und falls ich eine Königin wäre, musste er mein Prinz sein. Der Name Harry passte daher perfekt zu meinem kleinen rothaarigen Prinzen."
"Zwei Tage später holte ich ihn. Ich nahm in an die neue Leine und wollte mit ihm ein Taxi suchen. Zu meinem Schrecken wusste er nicht, wie er an einer Leine laufen sollte. Nachdem ich versucht hatte, meinen 9 kg schweren Corgi einen halben Block weit zu tragen, gab ich auf und kehrte zur SPCA zurück. Die Dame im Empfang gab mir eine Poulet-Wurst und versicherte mir, dass alles gut werde - ich müsse nur Geduld haben."
"Innerhalb der ersten 24 Stunden war mir klar, dass Harry kein gewöhnlicher Hund war."
"Abgesehen vom Hautpilz an seinen Ohren, entdeckte ich die vielen Narben an seinem Körper. Er hatte Pilz und Narben an seinen Ohren, den Fesseln, Ellbogen, und viereckige Kerben auf seiner Schnauze. Er gab nie einen Laut von sich und war von jedem Krümel besessen. Als sein neues Hundebett eintraf, wusste er nicht, was er damit anstellen sollte. Mein armer Corgi hatte keine Ahnung von den Freuden eines Hundelebens, welche für viele Hunde selbstverständlich sind."
"Ein Nachfolgeanruf der SPCA einige Wochen später bestätigte meinen schlimmsten Verdacht: Harry war Zuchtrüde in einem Massenzuchtbetrieb. Er war einer von mehr als 140 Hunden, die in einem illegalen Unternehmen in viel zu kleinen Käfigen gestapelt waren. Ich weinte, als ich das Video (Warnung: enthält grausame Bilder!) der Rettungsaktion sah, wo mein geliebter Harry das Aushängeschild des Missbrauchs war. Als er gefunden wurde, hatte er am Hinterteil fast keine Haare mehr und seine Krallen waren so lang, dass sie sich im Drahtboden des Käfigs verfingen."
"Leider betrachten viele Leute in dieser Stadt Hunde nur als Spielzeug oder noch schlimmer - als ein Ärgernis. Unsere Tierschutzgesetze sind völlig veraltet. Der Tierquäler, der mehr als 140 Hunde, darunter Harry, unter unsäglichen Bedingungen hielt, wurde lediglich mit einer Busse von rund USD 800 bestraft."
"Mit liebevoller Pflege und Zuspruch verwandelte Harry sich langsam in einen freundlichen und intelligenten Hund. Der Tierarzt behandelte seine unzähligen kleineren Blessuren und seine Haare wurden mit der Zeit zu einem glänzenden Fell. Den Pilz an Ohren und Fesseln ist er ebenfalls los."
"Er legte dringend benötigtes Gewicht zu und hat gelernt, das Leben mit Nickerchen, Bauchkraulen und Spaziergängen zu geniessen. Zu seinen Favoriten gehören Tennisball, Rinderknochen und Trinkwasser. Er liebt auch seine Nachbarn."
"Die Adoption von Harry hat mir geholfen, dem Leben neue Perspektiven abzugewinnen. Vor allem lernte ich, was gegenseitige, bedingungslose Liebe ist. Ich hoffe, dass jeder einem Tier in Not eine Chance geben wird, sei es ein Corgi oder ein anderes Tier."
Gefunden auf The Daily Corgi
Am 2. November 2013 musste Gigi Harry leider den letzten Liebesdienst erweisen und ihn mit schwerem Herzen einschläfern lassen. Wahrscheinlich war seine Gesundheit vom Leben in der Hundehölle zu sehr angeschlagen. Gigi möchte, dass wir Harrys Lächeln und die Art wie er seinen traurigen Start im Leben gemeistert hat, in Erinnerung behalten.
Übersetzung ANo mit freundlicher Genehmigung.