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Ein Rechenzentrum von Amazon, in dem Infrastrukturen für Cloud Computing sitzen, war während fast einer Stunde ohne Strom.
Das Schlagwort "Cloud Computing" wird einem so oft von Anbietern aller Ort um die Ohren geschlagen, dass man es fast nicht mehr hören mag. Nicht mehr hinzuhören, wenn von "Cloud Computing" die Rede ist, wäre aber falsch, denn der Bezug von Rechen- und Speicherleistung aus einer "Wolke" von gekoppelten Servern und Speichereinheiten wird früher oder später für viele "IT-Konsumenten" zum Thema werden.
In den USA, wo man Trends leichter und schneller adaptiert, gibt es unterdessen bereits eine Reihe von Dienstleistern und Medien, die die Service-Qualität von Cloud-Computing-Anbietern wie Amazon, Google oder Salesforce beobachten und messen. Diese bemerkten rasch, dass gestern frühmorgens (US-Zeit) ein Rechenzentrum von Amazon, in dem Cloud-Computing-Infrastrukturen stehen, ausfiel. Während genau 44 Minuten und 42 Sekunden funktionierte das Rechenzentrum von Amazon nicht oder nur teilweise, wie die Netzwerkfirma Apparent mass.
Amazon selbst veröffentlichte recht detaillierte Statusmeldungen (siehe Screenshot), gemäss denen es in dem Rechenzentrum im Bundesstaat Viginia zu Problemen mit der Stromversorgung gekommen ist. Bis alle Rechenprozesse in dem Cloud-Computing-Center wieder liefen, vergingen ungefähr fünfeinhalb Stunden.
Der Stromausfall soll von einem verheerenden Schneesturm, der vorgestern und gestern über grosse Teile der USA fegte, verursacht worden sein. (Christoph Hugenschmidt)