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US-Präsident Joe Biden hat die Herstellung hochmoderner Computerchips in den USA als Frage der nationalen Sicherheit im Wettstreit mit China bezeichnet. Biden sagte am 9. September bei der Grundsteinlegung einer neuen Chipfabrik von Intel in Columbus im US-Bundesstaat Ohio: "All dies ist in unserem wirtschaftlichen Interesse, und es ist auch in unserem nationalen Sicherheitsinteresse."
Biden verwies in seiner Rede auf ein neues Gesetz
, mit dem seine Regierung bis zu 280 Milliarden Dollar zur Ankurbelung der Halbleiterproduktion in den USA bereitstellt. Der Hintergrund ist vor allem eine Art "Chip-Wettrüsten" im Konkurrenzkampf mit dem grossen geopolitischen Widersacher China. "Es ist kein Wunder, dass sich die kommunistische Partei Chinas bei US-Unternehmen aktiv gegen dieses Gesetz eingesetzt hat", kommentierte Biden.
Es gehe beim Wettstreit mit China aber nicht nur um Wirtschaftsfragen. Die USA bräuchten moderne Technik "für die Waffensysteme der Zukunft", die noch mehr als bisher auf Computerchips angewiesen seien. "Leider produzieren wir keine dieser fortschrittlichen Chips in Amerika", monierte der Präsident.
Bidens Besuch in Ohio war zugleich ein Wahlkampfauftritt vor den Kongresswahlen im November. Der Bundesstaat gehört zum sogenannten Rostgürtel, einer Region im Nordosten der USA, die seit Jahrzehnten schwer unter dem Niedergang der Stahl- und Autoindustrie sowie des Kohlebergbaus leidet. Ohio ist zudem einer der klassischen Swing States, wo mal Bidens Demokraten und mal die Republikaner gewinnen.
Nicht nur in den USA wird viel Geld in die Ansiedlung von Chip-Fertigungsstätten gesteckt, um unabhängiger von China zu werden, auch in der EU geschieht dies
.