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Das Werk Christophorus von Eugen Hotz schmückt die Fassade des gleichnamigen Hauses an der Alpenstrasse 12, welches 1944 von Dagobert Keiser erbaut wurde. Dargestellt ist flächenfüllend in Sgraffito der heilige Christophorus. Er trägt auf seinen Schultern das Christuskind über den Fluss und stützt sich dabei auf einen belaubten Stock. Das Motiv ist mit einer feinen Linie in den hellen oberen Verputz gekratzt, sodass der dunkle, darunterliegende Grundputz sichtbar wird. Das wenig abgetiefte Motiv erscheint je nach Lichteinfall dezenter oder kräftiger. Das grossflächige Sgraffito schmiegt sich wie eine Haut an die Fassade und akzentuiert diese fein. Christophorus, seit dem Mittelalter der Schutzpatron der Reisenden, begrüsst hier am Bahnhof alle, die unterwegs sind. Im Zuge des Heimatstils, der nach dem Zweiten Weltkrieg in der Architektur nach der Moderne und dem Neuen Bauen erneut auflebte, konnte wieder Fassadenschmuck in den architektonischen Entwurf eingebracht werden. In diesem Fall war der Architekt Dagobert Keiser auch der Bauherr und Auftraggeber des Christophorus. Das Sgraffito ist Hotz' erstes von mehreren Kunst-am-Bau-Werken im Kanton Zug.
Eugen Hotz (1917-2000) wurde in Baar geboren, wo er auch arbeitete und seit 1948 mit seiner Frau Annemarie lebte. Er studierte von 1932 bis 1936 an der Kunstgewerbeschule in Zürich Grafik. Seit 1942 betrieb er sein eigenes Grafikatelier in Baar. Er machte Studienreisen nach Frankreich, Österreich und Ungarn. 1957 war Hotz Gründungsmitglied und über Jahrzehnte aktives Vorstandsmitglied der Zuger Kunstgesellschaft, die ihn später zum Ehrenmitglied ernannte. 1977 wurde er mit dem Anerkennungspreis des Zuger Regierungsrats geehrt. Er schuf zahlreiche Werke für den öffentlichen Raum und zeigte sein Schaffen an Ausstellungen in der ganzen Schweiz.
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Sgraffito