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"Sie geht wie eine Schwangere."
"Sie ist schwanger."
"Und sie hat einen Hintern, auf dem man einen Korb abstellen könnte."
Vor mir in der Schlange ein Schrank. So stark tätowiert, dass gar kein Platz mehr für den Eintrittsstempel ist.
Über das Altern, 1:
"Fast legendär war die Weigerung Mike Theissens, Light-Getränke auszuschenken. Da will Anne Vorwerk nicht päpstlicher als der Papst sein. "Viele Gäste, die zuckerkrank sind, trinken nunmal Cola-Light", sagt die Wirtin, die übrigens ihren Vollzeitjob gekündigt hat, um das Erbe von Mike Theissen anzutreten." Rheinische Post
Über das Altern, 2:
"Und was bei meiner Ankunft Gesichter ohne Bedeutung oder Inhalt gewesen waren, bei denen ich folglich bloß Alter und Typ wahrgenommen hatte, etwa so, als wären sie Tiere, ein Bestiarium der Vierzigjährigen mit allem, was an toten Augen, steifen Lippen, hängenden Brüsten und schwabbelnden Bäuchen, Falten und Wulsten dazugehörte, sah ich nun Individuen in ihnen ..."
Karl-Ove Knausgard, Sterben
Über das Altern, 3:
"Es ist ganz schön heiß hier drinnen."
"Findet ihr? Das sind wohl die Wechseljahre, was?"
Über das Altern, 4:
folgt
Die wesentlichen Vorgänge eines Akts waren immer noch dieselben. Nähe und Distanz kamen bei den Höhepunkten zusammen, danach entschied sich das soziale Gewissen oder irgendetwas anderes für das eine oder andere. Ich lag noch lange hormonbetäubt da. Schwach und alt. Mein Arm fühlte sich an wie ausgeleiert, in meinen Füßen zuckte es, mein Nacken schmerzte. Fast ihr ganzes Gewicht lastete auf mir, aber ich hatte nur sanfte Gedanken, einen weißen Frieden, den wir teilten.
Andererseits hätten wir nicht entfernter voneinander sein können. Aber das war wie gesagt beim Sex und danach immer so. Es gab schließlich keine Verbindung, oder vielleicht doch, aber es war eine andere als die, die man sich gemeinhin vorstellte. Im Himmel bist du, wenn du von der Frau, die du liebst, einen Blow Job bekommst, dachte ich. Ich stellte mir Planquadrate vor. Die Eckdaten von Planeten. Ein fernes Rauschen, einen Glücksmoment. Die Frau neben mir rührte sich, sah mich an. Worte kamen aus ihrem Mund, der wie wundgescheuert aussah, verstreuten sich im Raum, kamen aber irgendwie auch nicht näher.
»Was willst du?«, fragte ich.
Sie antwortete irgendwas, da war ich fast schon wieder weg.
»Und jetzt? Und wie jetzt weiter?«, das war die Frage. Aber ich verscheuchte sie, ich wohnte schließlich nicht hier, und dies war kein Moment für Entscheidungen.
Aber das Blau ihrer Augen leuchtete stark.
Später schlief ich ein und träumte von meiner Abiturfeier, bei der ich als meine Englischlehrerin aufgetreten war, in drags.