Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03392.jsonl.gz/1072

Die Pläne stützen sich auf Bilder und Masse eines Panormo-Nachbaus, den Hawkes & Son um die Jahrhundertwende zum 19. Jh baute. Die Umrisslinien und Masse sind teils übernommen, teils unserem eigenen ästhetischen Empfinden und einer funktionalen Handhabung angepasst.
Domenico Dragonetti beauftragte Vincenzo Panormo damit, seinen Bass von Gasparo da Salò 1590 zu kopieren. Panormo entwickelte daraus ein Instrument mit denselben Umrisslinien und Zargenhöhen, jedoch mit einem gewölbt-geknickten Boden und Stradivari anmutenden F-Löchern. Dragonettis Gasparo da Salò Kontrabass war die Vorlage vieler anderer englischen Instrumentenbauer, darunter Thomas Kennedy, John Bett, John Frederick Lott I, die Fendt-Familie und viele andere.
Ein kleiner Exkurs zeigt, wie eine ganz bestimmte Ellipse konstruiert und wie die Ellipsenschablone schlussendlich für den Umriss des Basses benutzt wurde. Obere und untere Flanke sind aus Kreissegmenten, alle anderen Kurven (Oberklotz, Ecken und C-Bügel) wurden mithilfe dieser Ellipse gezeichnet. Das erlaubt eine durchgehend harmonische Linienführung und verleiht dem Instrument eine einheitliche Dynamik von Halsstock bis Untersattel.
Die Schnecke stützt sich auf der von Panormos «Ex Yates» Kontrabass (ca. 1795), einem erstaunlich elegant und gut balanciertem Beispiel dieser Periode.