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Als Gründe für eine Untervermietung kommen oft eine doppelte Haushaltsführung oder berufliche Abwesenheiten in Betracht. Auch eine lang geplante und sich über mehrere Monate hinziehende Weltreise kann die Suche nach einem Untermieter nahelegen. Die teilweise oder vollständige Weitervermietung der Mietwohnung ist für die meisten unbekanntes Terrain. Kein Grund, sich die Einkünfte entgehen zu lassen. Auf diese Punkte solltest du bei einer Untervermietung achten.
- Wie finde ich einen Untermieter?
- Wie sind die rechtlichen Vorgaben für Untermieter?
- Welche Rolle spielt der Vermieter?
- Wie sieht ein Untermietvertrag aus?
- Wer haftet für Schäden des Untermieters?
- Was machen, wenn der Untermieter nicht zahlt oder nicht auszieht?
- Wie läuft die Kündigung des Untermieters ab?
- Was passiert, wenn der Vermieter dem Hauptmieter kündigt?
Wie finde ich einen Untermieter?
Bei der Suche nach einem geeigneten Untermieter spielt das Lebensumfeld des Hauptmieters eine Rolle. Ein Student, der sein Apartment zweckmässig eingerichtet hat und sich mit wenig Mobiliar zufriedengibt, findet oft im studentischen Umkreis einen passenden Untermieter. Für den Mieter einer komfortabel ausgestatteten und geräumigen Wohnung kommt als Untermieter ein Zuzügler in Betracht, der vor der Suche nach einer endgültigen Bleibe für einige Monate adäquat unterkommen will. Dementsprechend kommen für das Untermieter suchen auch unterschiedliche Publikationen und Online-Portale in Frage. Neben Inseraten führen Aushänge am schwarzen Brett zu Terminen für eine Wohnungsbesichtigung. Die Einbindung von Kollegen und Kommilitonen kann ebenfalls dabei helfen, zügig einen vertrauenswürdigen Untermieter zu finden.
Wie sind die rechtlichen Vorgaben für Untermieter?
Als Hauptmieter brauchst du zwar nicht die Zustimmung des Vermieters, denn er kann dir die Untervermietung nicht verbieten. Klauseln im Mietvertrag, die einen Untermieter ausschliessen, sind nichtig. Allerdings solltest du deinen Vermieter über die Untervermietung in Kenntnis zu setzen. Die schriftliche Form ist nicht vorgeschrieben, aber aus Gründen der Nachweisbarkeit dringend zu empfehlen. Im Schreiben an den Vermieter solltest du die Personalien des Untermieters, die untervermieteten Räume und den Untermietzins anführen. Auch Angaben zu einer Befristung der Untervermietung sind zu machen. Eine Zweckentfremdung der Wohnung muss der Vermieter nicht dulden. Die Untervermietung darf auch nicht mit einer Gewinnerzielungsabsicht oder unlauteren Absichten verbunden sein.
Welche Rolle spielt der Vermieter?
Alleiniger Vertragspartner für den Vermieter bleibt der Hauptmieter. Demnach fallen Vertragsverletzungen, die im Verhältnis zwischen Hauptmieter und Untermieter anfallen, stets auf dich als Hauptmieter zurück. Denn für Schäden, die durch den Untermieter an Wohnung und mitvermietetem Mobiliar verursacht werden, muss der Hauptmieter gerade stehen. Der Vermieter hat Anspruch darauf, zu allen relevanten Änderungen die Untermietung betreffend informiert zu werden. Dies betrifft Punkte wie die Änderung des für die Untervermietung erhobenen Mietzinses und die Beendigung der Untervermietung.
Wie sieht ein Untermietvertrag aus?
In den Untermietvertrag gehören folgende Angaben:
- Personalien des Hauptmieters
- Personalien des Untermieters (mit zuletzt registrierter Anschrift)
- Lokalität des Mietobjekts
- Adresse und Kontaktdaten des Vermieters
- Untervermietete Räume (sofern nicht die ganze Wohnung untervermietet wird
- Mitbenutzung von Räumen (Küche, Badezimmer, Keller)
- Garage/externe Räumlichkeiten
- Zur Untervermietung zählendes Inventar
- Anzahl der übergebenen Schlüssel (Hausschlüssel, Raumschlüssel, Briefkastenschlüssel)
- Befristung der Untervermietung (sofern nicht unbefristet
- Kündigungsfrist
- Monatlicher Mietzins
- Nebenkosten (Strom, Heizung, Wasser)
- Vom Untermieter beim Hauptmieter zu hinterlegende KautionKenntnisnahme des Hauptmietvertrags durch den Untermieter
- Ort/Datum
- Unterschriften von Hauptmieter und Untermieter
Wer haftet für Schäden des Untermieters?
Die Haftung für durch den Untermieter verursachte Schäden übernimmt der Hauptmieter. Daher solltest du von deinem Untermieter den Abschluss einer Haftpflichtversicherung verlangen – sofern noch nicht vorhanden. Eine gewisse Absicherung stellt zwar auch die Hinterlegung einer Kaution dar. Die Kaution darf in der Höhe jedoch maximal 3 Monatsmieten entsprechen. Bei grösseren Schäden ist dies unabhängig von der Höhe des Mietzinses eine unzureichende Deckungssumme.
Was machen, wenn der Untermieter nicht zahlt oder nicht auszieht?
Dein Untermieter zahlt nicht? Gerät der Untermieter mit dem Untermietzins in Verzug, kann der Hauptmieter eine Zahlungsfrist von 30 Tagen setzen. Gleichzeitig solltest du dem Untermieter die Kündigung des Untermietvertrags androhen. Erfolgt innerhalb der gesetzten Frist keine Zahlung, kannst du deinem Untermieter fristlos zum Ende des Folgemonats kündigen.
Wie läuft die Kündigung des Untermieters ab?
Bei einem befristeten Untermietvertrag endet das Vertragsverhältnis zum vertraglich dokumentierten Zeitpunkt, ohne dass es einer gesonderten Kündigung bedarf. Bei einem unbefristeten Untermietvertrag ist für die Kündigung durch den Hauptmieter das amtliche Kündigungsformular für die Wohnungskündigung zu verwenden.
Was passiert, wenn der Vermieter dem Hauptmieter kündigt?
Durch die Kündigung des übergeordneten Vertragsverhältnisses zwischen Vermieter und Hauptmieter endet automatisch auch das mit dem Untermieter eingegangene Vertragsverhältnis zwischen Hauptmieter und Untermieter. Als Hauptmieter musst du deinen Untermieter direkt nach Zugang der Wohnungskündigung über das Ende des Vertragsverhältnisses in Kenntnis setzen.
Untervermietung ohne Reue
Eine Untervermietung sollte nicht das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Hauptmieter beschädigen. Dies gelingt am besten durch eine frühzeitige Einbindung des Vermieters. Suche dir einen geeigneten, vertrauenswürdigen Untermieter und setze einen ordentlichen Vertrag auf – so hast du die besten Voraussetzungen für eine problemlos verlaufende Untervermietung geschaffen.
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