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Reha-Behandlungen für die Erdbebenopfer in Pakistan
Beim Erdbeben der Stärke 5,2, das Pakistan am 24. September 2019 in der Provinz Punjab heimsuchte, wurden rund 40 Menschen getötet und fast 900 Menschen verletzt.
© Muhammad Reza/ANADOLU AGENCY/AFP PHOTO
Beim Erdbeben der Stärke 5,2, das Pakistan am 24. September 2019 in der Provinz Punjab heimsuchte, wurden rund 40 Menschen getötet und fast 900 Menschen verletzt. Über 450 Häuser hat das Erdbeben teilweise oder vollständig zerstört.
„Dieses Beben hat ein Gefühl der Unsicherheit geschaffen. Nach der Katastrophe weigerten sich die Betroffenen, in ihren Häusern zu schlafen, auch wenn diese gar nicht beschädigt waren. Sie schliefen lieber in Zelten. Viele Eltern trauten sich nicht mehr, ihre Kinder zur Schule zu schicken. In viele leere Häuser wurde eingebrochen, was das Gefühl der Unsicherheit weiter verstärkt hat“
berichtet Sumaira Bibi, HI-Koordinatorin für Monitoring und Evaluierung in Pakistan.
Nach einer Bedarfsermittlung, die HI Ende September in Mirpur durchführte, konnten die vorrangigen Bedürfnisse der Opfer festgestellt werden. Auf der einen Seite benötigen viele Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sowie zu Wohnraum. Besonders besorgniserregend: Auch wenn 3.500 Zelte von humanitären Organisationen verteilt wurden, bieten sie keinen ausreichenden Schutz vor der Kälte. Andererseits befinden sich viele Menschen, die von der Katastrophe betroffen sind, in psychischer Not und benötigen Unterstützung. Darüber hinaus brauchen die Verletzten dringend Versorgung mit Reha-Massnahmen.
HI versorgt derzeit die Betroffenen im Krankenhaus Mirpur und in den Gemeinden mit Reha-Behandlungen, verteilt Gehhilfen und Rollstühle und bietet psychosoziale Unterstützung an.
Darüber hinaus gewährt HI besonders schutzbedürftigen Menschen, die keine Möglichkeit haben, einem Beruf nachzugehen, eine kleine finanzielle Unterstützung. Dazu zählen zum Beispiel alleinstehende Frauen, Menschen mit Behinderung, ältere Menschen usw. Diese Menschen nehmen im Gegenzug an Veranstaltungen teil, die mehr Bewusstsein über die Risiken von Naturkatastrophen schaffen. Weiterhin klären sie über Schutzmassnahmen auf, die HI aufgebaut hat, etwa die Berücksichtigung von besonders schutzbedürftigen Menschen nach Naturkatastrophen.
Ausserdem stellt HI sichere Räume für Kinder zur Verfügung, in denen sie psychosozial betreut werden und an Freizeitaktivitäten teilnehmen können. Im aktuellen Kontext, in dem Eltern Angst haben, ihre Kinder wieder in die Schule zu schicken, ermöglichen diese Räume eine neue Verbindung zwischen Familie und Schule.
HI schafft zudem mehr Bewusstsein in der Bevölkerung für die Risiken von Naturkatastrophen und den Schutz der besonders gefährdeten Menschen, indem sie Meldungen übers Radio verbreitet und Informationsmaterial in den vom Erdbeben betroffenen Dörfern verteilt.