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Er hat schon diverse Karrieren durchlaufen. Nach seinem Studium in Oxford war Michael Palin Teil der britischen Comedy-Sensation Monty Python, danach war er ernsthafter Schauspieler, bevor er mit seinen Reiseprogrammen für das BBC die Welt durchstreifte. Wegen ihm spricht man vom «Palin-Effekt»: Orte, die er für die BBC bereist hat, werden kurz darauf von Touristen überrannt. Michael Palins erste Karriere begann kurz nach dem Studium, als John Cleese ihn zu einem gemeinsamen Fernsehprogramm überredete, das als Monty Python von 1969 bis 1974 den britischen Humor erneuern sollte. Nachdem Monty Python die Serie einstellte und nur noch für die Filme zusammenkam, hatte Michel Palin Zeit, um sich ernsthafteren Rollen zu widmen und selbst an Drehbüchern zu arbeiten. 1989 bekam er für seine Rolle in A Fish Called Wanda einen BAFTA für die beste Nebenrolle. Nebenbei schreibt er Bücher und Kinderbücher. Nach einem ersten Reiseprogramm über britische Züge startet seine Karriere als Reisender 1989 mit seiner Reise in 80 Tagen um die Welt. Auf den Spuren von Jule Vernes Romanheld Phileas Fogg macht er sich samt Filmcrew auf den Weg, um die Welt in 80 Tagen ohne Flugzeug zu umreisen. Er schafft es haarscharf in 79 Tagen und sieben Stunden. Die Serie ist ein grosser Erfolg und verkauft sich international. Palin schreibt ein Buch über seine Reise, das detaillierter und umfangreicher auf Land und Leute eingeht. Die BBC und Palin produzieren in den nächsten Jahren noch weitere Reisen von ähnlichem Format. Palin reist 1991 dem 30. Längengrad entlang vom Nord- zum Südpol, 1995 bereist er den Pazifik und folgt 1999 den Spuren Hemingways durch Europa, Afrika, die Karibik und die USA. Danach geht es für ihn in die Sahara, auf den Himalaya, nach Mittel- und Osteuropa und Brasilien. Neben der Fernsehserie entstehen jeweils Bücher mit Fotografien von Basil Pao. Mit seiner Art wird Michael Palin zum «freundlichsten Menschen Britanniens» gewählt, und er erhält Dank für seine Reiseberichte die Livingstone Medal der Royal Scottish Geographical Society und dessen kanadisches Pendant. Er ist Mitglied der Royal Geographical Society, deren Präsident er von 2009 – 2012 war. Zudem sind zwei britische Züge nach ihm benannt. Seit 1966 ist er mit Helen Gibbins verheiratet, und gemeinsam haben sie drei Kinder.