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Deutsch: Lanzenotter
Spezies: Bothrops atrox
Familie: VIPERIDAE
Eine Schlange mit lanzenförmigem Kopf, die über den beiden Nasenlöchern zwei Vertiefungen (fossetas loreais) besitzt, welche Temperatur-Sensoren umschliessen, mit deren Hilfe das Tier seine Beute im Dunkeln findet. Die weiblichen Tiere können bis zu 2 Metern lang werden. Diese Spezies ist häufig zwischen dem Bundesstaat São Paulo bis hinauf zur Amazonas-Niederung – und von dort hat sie sich auch über die Nachbarländer verbreitet. Die Schlange lebt vorzugsweise an trockenen Stellen, auf Savannen und an Waldrändern. Die Jungtiere allerdings bevorzugen Stellen in der Nähe von Wasser – bei kleinen Flussarmen oder Seeufern.
Die erwachseneren Tiere ernähren sich von kleinen Nagern und die jungen von Fröschen und Fischen. Gelegentlich, zum Beispiel bei Hochwasser, klettern sie sogar auf Bäume. Die Schlange gehört zu den VIPERN und ist überaus giftig. Die Brut enthält in der Regel zwischen 12 bis 20 Jungtiere, deren Gift schon genauso wirksam ist, wie das der ausgewachsenen Tiere.
Kuriositäten: Im Nordosten Brasiliens wird die Schlange „Ciassaca“ genannt. Nur in Brasilien gibt es von dieser Spezies 12 Unterarten. Beim grössten Teil von Unfällen mit Giftschlangen in Brasilien sind die Jararacas beteiligt, weil sie sich am besten an die vom Menschen bewohnten Areale in der städtischen Umgebung angepasst haben. Ihr Gift ist nekrosant, ruft grosse Übelkeit hervor und kann zum Tod führen, wenn man kein Serum zur Hand hat.