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Moskau hat die Massnahmen der westlichen Staaten wegen der Krim-Krise erneut kritisiert. Auch die Schweiz wurde dabei erwähnt. Die Beschlüsse der Schweiz seien «ungerechtfertigt und kontraproduktiv», teilte das russische Aussenministerium heute mit.
Die Position des Bundesrates bezüglich der Ereignisse in der Ukraine sei realitätsfremd und lasse die russischen Erklärungen unberücksichtigt. Der «von Vorurteilen geprägte Standpunkt» passe nicht zur Schweizer Neutralität und sei nicht konform mit dem freundschaftlichen Verhältnis zwischen Russland und der Schweiz.
Die russische Regierung habe dabei auch den Schweizer Ausfuhr-Stopp von Kriegsmaterial nach Russland kritisiert, meldete die Nachrichtenagentur Reuters.
Der Bundesrat hatte am Mittwoch die Annexion der Krim durch Russland verurteilt. Obwohl sich die Schweiz nicht an den Sanktionen gegen Moskau beteiligt, betreffen die Einreiseverbote gegen 33 Personen, welche die EU beschlossen hatte, auch das Schengen-Mitglied Schweiz, wie Bundespräsident Didier Burkhalter sagte.
Zudem wurde die UNO-Vollversammlung kritisiert, welche die Angliederung der Krim an Russland verurteilt. Das russische Aussenministerium erklärte dazu, der gestrige Beschluss der UNO-Vollversammlung werde «die Beilegung der politischen Krise in der Ukraine erschweren». Die nicht bindende Resolution sei eine «parteiische Interpretation» der Vorgänge in der Ukraine.
Das Gremium nahm eine Resolution an, in der das Referendum auf der Krim über eine Zugehörigkeit zu Russland als «ungültig» bezeichnet wird. Für den Text stimmten 100 Staaten, elf votierten dagegen. Die Vertreter von 58 Ländern enthielten sich. (tvr/sda/reu)