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Bei Italienreisenden kann der Eindruck entstehen, die Römer seien überall in Italien gewesen. Selbstverständlich waren sie auch in Lukanien und in der heutigen Basilicata und hinterliessen ihre Spuren. Es gibt in der Region keine grössere Ortschaften, die von den Römern gegründet wurden, egal ob in Venusia (heutiges Venosa), Potentia (Potenza), Grumentum (Grumento Nova) oder Paestum bauten die Römer auf existierende Ortschaften, die andere Völker (Lukaner, Griechen usw.) gegründet hatten.
Sie gewannen wichtige Schlachten wie die Schlacht von Grumentum gegen den Karthager Hannibal, verloren andere Schlachten wie die Schlacht von Heraclea gegen den Griechen Pyrrhus, der hier einer seiner berühmten Pyrrhussiege holte. Die Kontrolle über diese Region zu erlangen, war für die Römer kein Selbstläufer, eine Erfahrung, die auch andere Eroberer nach ihnen machen durften.
Sichtbarste Spur abgesehen von den Ortschaften ist mit Abstand die SS 7, die dem Verlauf der Via Appia folgt, die Rom mit Brundisium (heutiges Brindisi) verband und über Venosa durch die Hügellandschaften nach Matera und weiter nach Taranto durch die Region ging. Bereits im 4.Jahrhundert erkannten die Römer, dass der Weg über Foggia und Bari schneller ist, eine Route, die heute von der Autobahn kopiert wird. Manchmal sind es kleine, fast unscheinbare Spuren wie das Wassersammelsystem bei Nova Siri, den Vasche di Sant’Alessio, die immer noch genutzt werden.