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Eine aktuelle Publikation in der renommierten Fachzeitschrift “Nature” (zum Artikel) von CANSEARCH-geförderten Forschern untersucht Variationen im GSTA1-Gen in Abhängigkeit von der ethnischen Zugehörigkeit der Patienten und deren Auswirkung auf den Metabolismus eines Medikaments, Busulfan, das vor einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation bei der Behandlung von Leukämie im Kindesalter eingesetzt wird. Die Ergebnisse der Studie bestätigten, dass es einen signifikanten Unterschied in der Verteilung dieser wichtigen GSTA1-Genvariationen zwischen menschlichen Populationen in Afrika, Süd- und Ostasien, Europa und Amerika gibt. Es hat sich daher gezeigt, dass alle Patienten, unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, vor der Verabreichung von Busulfan genau auf GSTA1-Variationen genotypisiert werden sollten, um das Behandlungsergebnis zu optimisieren.
Eine Veröffentlichung im renommierten “Journal of Clinical Oncology” (zum Artikel), die in Zusammenarbeit mit CANSEARCH-geförderten Forschern erstellt wurde, liefert Zwischenergebnisse aus der FORUM-Studie. Ziel der Studie war es, festzustellen, ob eine Chemotherapie vor einer Knochenmark- oder hämatopoetischen Stammzelltransplantation bei akuter lymphatischer Leukämie bei Kindern der üblicherweise eingesetzten und nebenwirkungsreichen Strahlentherapie vorzuziehen ist. Allerdings zeigte die Studie schließlich, dass trotz der guten Ergebnisse, die mit der Chemotherapie erzielt wurden, die der Strahlentherapie in Bezug auf die Heilungsraten besser bleiben. Basierend auf dieser Erkenntnis setzt die Forschungsplattform CANSEARCH diese Studie fort, indem sie weitere Faktoren, wie z. B. die Pharmakokinetik von Busulfan im Zusammenhang mit der Genetik des jungen Patienten, analysiert. Bis heute wurde die DNA von mehr als 300 Patienten sequenziert, um insbesondere zu diesen Aspekten Ergebnisse zu erhalten.
Im Rahmen des RELIVE-Projekts, das aus dem Aufbau des ersten internationalen Registers für Kinder mit Leberkrebsrückfällen besteht, wurden Partnerschaften mit allen Forschern des CHIC-Konsortiums aus ganz Europa (SIOPEL), Japan (JPLT), Australien und Neuseeland sowie den USA und Kanada aufgebaut. Die verschiedenen Forschungsgruppen sind derzeit dabei, sich für dieses Projekt zu öffnen und alle Daten zu sammeln, die im Zusammenhang mit den kürzlich eingesetzten Behandlungen für Kinder stehen, die an Leberkrebs erkrankt sind. Ziel ist es, diese Daten in ein zentrales internationales Register mit Sitz am Universitätskrankenhaus Genf (HUG) einzugeben und dann zu untersuchen, wie das Überleben dieser Kinder in Zukunft verbessert werden kann. Link zur RELIVE-Website: https://relive-international.net
Die Genfer Biobank für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (BaHOP) hat von der Swiss Biobanking Platform (SBP) das Vita-Label erhalten, das ihr die Einhaltung der geltenden rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen bescheinigt. Diese Anerkennung bestätigt das Engagement, der Forschungsgemeinschaft qualitativ hochwertige Proben zur Verfügung zu stellen. In der Tat steht BaHOP nun auch anderen Forschern auf diesem Gebiet offen, um seinen Mehrwert und seine Wirkung für die Gesellschaft zu erhöhen. So wird es beispielsweise im Rahmen des Projekts eingesetzt, das in Zusammenarbeit mit der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) unter der Leitung von Prof. Didier Trono durchgeführt wird. Dieses Projekt bringt RNA-Sequenzierungsdaten von biologischen Proben, die im BaHOP gelagert werden, mit der Entwicklung der Graft-versus-Host-Disease bei Stammzellentransplantationen in eine Wechselbeziehung. Auch Dr. Arnaud L’Huillier, Leiter der Klinik für pädiatrische Infektionskrankheiten des Universitätskrankenhauses Genf (HUG), nutzt das BaHOP für sein Projekt über humane Viren bei pädiatrischen Transplantationen. Dr. Nicolas Waespe vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin in Bern schließlich nutzt BaHOP seit kurzem, ebenfalls in Zusammenarbeit mit Frankreich, für sein Projekt über genetische Variationen bei Schilddrüsenkrebs angesichts einer Strahlentherapie.