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Die Regulierung von Bieler-, Neuenburger- und Murtensee steht in engem Zusammenhang mit der Juragewässerkorrektion (JGK). Hauptelement der 1. Juragewässerkorrektion (1868–1891) war die Umleitung der Aare durch den künstlich geschaffenen Hagneckkanal (1) in den Bielersee. Gleichzeitig musste der Abfluss aus dem Bielersee durch den Bau des Nidau-Büren-Kanals (4) vergrössert werden. Weiter wurden die Gewässer zwischen Murten- und Neuenburgersee (3) einerseits, und Neuenburger- und Bielersee (2) andererseits, zu leitungsfähigen Kanälen ausgebaut.
Das Wasser kann heute in diesen Kanälen in beide Richtungen fliessen, je nach dem, wie hoch die Seepegel sind. Somit können alle drei Seen mit dem Wehr Port, das am Ausfluss des Bielersees liegt, reguliert werden.
Die Juragewässerkorrektion verringerte die Überflutungsgefährdung des Seelandes in entscheidendem Mass. Mit der Regulierung konnte der Schwankungsbereich der Seestände in allen drei Jurarandseen reduziert werden. Insgesamt wird ein Jahresgang der Seespiegel angestrebt, welcher den vielfältigen Ansprüchen an die Wasserstände der Jurarandseen und an den Abfluss der unterliegenden Aare möglichst gut Rechnung trägt.
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Regulierwehr Port
Das Regulierwehr Port ist das Kernstück der Juragewässerkorrektion. Der Grundstein wurde im Jahre 1936 gelegt. Das Bauwerk hat mehrere Funktionen: es dient nicht nur der Regulierung der Pegelstände der Jurarandseen und des Abflusses der Aare, sondern auch als Schiffsschleuse und als Strassenbrücke zwischen Brügg und Port. Ergänzt wurde die Anlage 1995 durch ein Wasserkraftwerk.
Regulierung bei Hochwasser
Bei vorhergesagtem Hochwasserrisiko können die Jurarandseen leicht abgesenkt werden um sie im Ereignisfall besser als Rückhalteraum zu nutzen. Diese sogenannte "Prognoseregulierung" stützt sich auf Abflussvorhersagen, meteorologische Prognosen und Warnungen, aktuelle Abfluss- und Niederschlagsdaten sowie je nach Jahreszeit auch auf Angaben zum Wassergehalt der Schneedecke.
Die Regulierung der Juragewässerkorrektion nimmt auch Rücksicht auf das Abflussverhalten der Emme, welche unterhalb von Solothurn in die Aare mündet. Bei einem Emmehochwasser wird der Ausfluss aus dem Bielersee beim Wehr Port gedrosselt, um in der Aare Platz für die Hochwasserwelle aus der Emme zu schaffen. Ziel ist es, eine Überlagerung von Aare- und Emmehochwasser zu vermeiden. Es kann also vorkommen, dass der Abfluss beim Regulierwehr Port für eine gewisse Dauer gedrosselt werden muss, obwohl gleichzeitig die Pegel der Jurarandseen steigen.