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Der vorgestellte ETF bildet den Referenzindex MSCI World Socially Responsible 5% Issuer Capped Total Return Net ab und bietet dem Anleger ein gezieltes Engagement in Aktiengesellschaften, die nach den Kriterien Umweltschutz, soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit und Unternehmensführung ausgewählt wurden. Das Portfolio des ETF bietet dabei eine Investition in bis zu 23 entwickelten Märkten mit einer hohen Sektorendiversifikation.
Informationen zum Referenzindex – MSCI World Socially Responsible 5% Issuer Capped Total Return Net
Der Referenzindex MSCI World Socially Responsible 5% Issuer Capped Total Return Net ist ein nach dem Streubesitz und Marktkapitalisierung adjustierter Index, der Large-Caps und Mid-Caps aus 23 entwickelten Märkten abdeckt. In den Index werden nur Aktiengesellschaften einbezogen, die in ihrem Industriesektor jeweils ein hervorragendes Rating in Bezug auf den Bereich Umweltschutz, soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit und Unternehmensführung aufweisen. Dies bedeutet, dass sich in diesem Index keine Aktiengesellschaften befinden, die zum Beispiel im Bereich der Kernenergie tätig sind, Tabak und Alkohol produzieren und vertreiben, im Sektor des Glücksspiels und des Erwachsenenentertainments ihr Geld verdienen, Waffen herstellen oder damit handeln oder zum Beispiel Kohleförderung betreiben.
Zum Zeitpunkt dieser Analyse befanden sich 390 Einzeltitel im Index. Der Index wurde am 28. Juni 2011 lanciert und hat eine Basis von 100,00 Punkten vom 01. September 2007. Der Index wird quartalsweise im Februar, Mai, August und November auf seine Zusammensetzung hin überprüft und im Mai und November gegebenenfalls ausbalanciert.
Länder- und Währungsallokation – USA mit hoher Übergewichtung
In Bezug auf die Länder- und Währungsallokation sind die USA mit einem Anteil von 60,33 Prozent deutlich übergewichtet. Auf den weiteren Plätzen finden sich mit 7,26 Prozent Japan, mit 4,63 Prozent Frankreich, mit 4,63 Prozent Deutschland und mit 3,92 Prozent Kanada. (Daten vom 31. Juli 2019 gemäß gemäß MSCI-Factsheet)
Sektorenverteilung
Der wichtigste Sektor ist mit 17,53 Prozent der Sektor Informationstechnologie. Es folgen die Sektoren Finanzen mit 15,49 Prozent, Gesundheit und Pharma mit 12,64 Prozent, Industrie mit 11,52 Prozent, Basiskonsumgüter mit 10,63 Prozent und Nicht-Basiskonsumgüter mit 10,45 Prozent. Die Sektorenverteilung wirkt insgesamt betrachtet sehr ausbalanciert. (Daten vom 31. Juli 2019 gemäß gemäß MSCI-Factsheet)
ETF im Detail
Der ETF kann über die SIX Swiss Exchange (EBS) in der Handelswährung USD erworben werden. Die Fondswährung ist ebenfalls der US-Dollar. Aus diesem Grund besteht für den Investor aus dem Euroraum neben dem allgemeinen Kursrisiko obendrein ein Währungsrisiko. Das Handelssymbol lautet WSRUSAUSD. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,25 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Das letzte Ausschüttungsdatum war der 31. Juli 2019, die Auszahlung fand am 06. August 2019 statt. Die Ausschüttungen werden halbjährlich vorgenommen. Der ETF nutzt die direkte, vollständig physische Replikationsmethode, wurde am 19. August 2011 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 29. August 2019 ein Gesamtfondsvermögen in Höhe von 1,010 Mrd. US-Dollar (USD).
Die Top 10 Positionen des ETFs
Aufgrund der vollständigen physischen Replikationsmethode werden die Wertpapiere direkt erworben. Deshalb besteht zwischen der Zusammensetzung des Referenzindex und der des ETF-Portfolios eine sehr hohe Deckungsgleichheit.
Die Top-10-Positionen des ETFs sind mit 5,28 Prozent Microsoft, mit 3,01 Prozent Procter & Gamble, mit 2,48 Prozent Home Depot, mit 2,46 Prozent Walt Disney, mit 1,98 Prozent Roche Holdings, mit 1,88 Prozent Pepsico, mit 1,69 Prozent McDonald´s, mit 1,41 Prozent Adobe, mit 1,28 Prozent Amgen und mit 1,23 Prozent Salesforce.com.
Die Top-10-Gewichtung beträgt 22,70 Prozent. Dies spricht für einen recht hohen Diversifikationsgrad. Insgesamt befinden sich 386 Einzelpositionen im ETF-Portfolio. (Daten vom 20. August 2019 gemäß UBS-Factsheet)
Performance in den letzten Jahren durchweg positiv
Der ETF konnte in den jeweiligen Zeiträumen vom August bis zum Juli eines Jahres seit fünf Jahren durchweg positive Ergebnisse erzielen. Auf Basis des Zeitraumes vom August 2018 bis zum Juli 2019 lag der ETF mit 4,32 Prozent im Plus, der Referenzindex brachte es im Vergleichszeitraum auf ein Plus von 4,47 Prozent. Von August 2017 bis Juli 2018 konnte der ETF ein Plus von 12,94 Prozent und der Referenzindex ein Plus von 13,24 Prozent erreichen. Aufgrund dieser Daten kann man den recht geringen Trackingerror erkennen. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß des Stichtags des 31. Juli 2019 – Angaben aus dem UBS-Facsheet)
Expertenmeinung – Geduld hat Priorität vor Aktionismus – Monat September mit hoher Vola erwartet
Die hier im Index und damit auch im ETF-Portfolio enthaltenen Wertpapiere werden sich den globalen Kräften an den Börsen nicht entziehen können. Sollte es am wichtigsten Kapitalmarkt USA abwärts gehen, so werden die restlichen wichtigen Aktienmärkte in Asien-Pazifik und Europa ebenfalls davon betroffen sein.
Der sich stets up to date haltende Anleger beobachtet derzeit zunehmend negative Meldungen in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung und auch über einen Crash am Aktienmarkt wird vermehrt gesprochen und geschrieben. Letzteres könnte aber im Zuge der erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank und weiterer Aktionen von Notenbanken in der Eurozone, Japan und China und darüber hinaus in den nächsten Wochen und Monaten – also kurz- bis mittelfristig – eher als Kontraindikator zu werten sein.
In der längerfristigen Betrachtung bis zu den US-Präsidentschaftswahlen 2020 und darüber hinaus indizieren volkswirtschaftliche Untersuchungen mit ihren Modellen eine Rezessionsgefahr in den USA, die mit einer bis zu 70prozentigen Wahrscheinlichkeit eintreten könnte. Die zunehmende Schwäche der globalen Konjunktur hat hauptsächlich mit dem USA-China-Handelskonflikt zu tun, der global für Unsicherheit sorgt. Am 01. September traten zudem die nächsten US-Strafzölle gegen chinesische Produkte mit einem Volumen von 112 Mrd. US-Dollar und einem Tarif von 15 Prozent in Kraft. Ein weiterer Schritt wurde für den 15. Dezember 2019 angekündigt. Insgesamt befände sich dann das Volumen bei 300 Mrd. US-Dollar. China hatte bereits Strafzolle im Volumen von 75 Mrd. US.-Dollar auf US-Produkte lanciert. Zu diesem Handelskonflikt gesellt sich politische Instabilität als Störfeuer für die Märkte immer wieder hinzu.
Wer hier denkt, dass hier Rezessionsängste befeuert werden sollen oder herbeigeschrieben werden sollen, der liegt enorm falsch, denn bereits mit den bald zur Veröffentlichung anstehenden BIP-Daten für das dritte Quartal wird sich Deutschland offiziell in einer technischen Rezession befinden. Die Rezession ist in Deutschland demnach schon angekommen. Im Rest der Eurozone sieht es auch nicht nach konjunkturellen Schüben zur Oberseite aus. Mit der Wirtschaft in der Eurozone geht es sukzessive bergab, dies zeigen seit Monaten nicht nur die immer schlechter werdenden Daten der Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe oder den Dienstleistungssektor, sondern eben auch eine Reihe weitere Wirtschaftsindikatoren, wie zum Beispiel der ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland. China schwächelt obendrein und das Thema Hongkong ist ohnehin nicht nur für China brandgefährlich, sondern für den gesamten asiatischen Wirtschaftsraum. Zusätzlich zu diesen Schwierigkeiten gesellt sich noch das leidige Thema Brexit, dass für die Wirtschaft Europas nicht zu unterschätzen ist.
Alle hier aufgeführten Themen und Fakten haben aber seit längerem ihre Wirkung auf die Aktienmärkte entfalten können. Trotzdem befinden sich die Wasserstände der wichtigsten US-Indizes immer noch recht nahe ihrer Höchststände. Die Notenbanken werden nun liefern müssen, um den Aktienmarkt zumindest ansatzweise weiter zu stabilisieren, denn bis zur US-Präsidentschaftswahl wird man Abgaben an der Wall Street tunlichst vermeiden wollen. Gerade in diesen unruhigen und sehr volatilen Marktphasen sollte also eines vorherrschend zum Erfolg führen – Geduld. Wer im vorliegenden Fall in einem Zeitfenster von drei bis sechs Monaten oder darüber hinaus profitieren möchte, der wäre gut beraten, nur bei deutlicher Schwäche zu akkumulieren. Der Monat September dürfte genug solcher Schwächephasen anbieten.
Mögliches Setup
Eine Setup-Variante verfolgt den Ansatz des stufenweisen Positionsaufbaus in Schwächephasen. Als Alternative wäre auch ein Einzelkauf in Betracht zu ziehen. Letzter sollte aber nur nach einer mehrtägigen oder gar mehrwöchigen Schwächephase erfolgen. Eine Position könnte bei 91,90 USD aufgenommen werden. Das Kursziel könnte bei 98,40 USD liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 89,90 USD eng abgesichert werden, um mögliche Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beispielhaften Setup bei 3.25.
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