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Eine Verkleinerung der Brüste ist sinnvoll, wenn sie im Verhältnis zur Körperstatur zu gross sind. Betroffene Patientinnen sind durch das Brustvolumen bei der Bewegung im Alltag und im Sport eingeschränkt. Es bestehen Verspannungen im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich.
Die Verringerung des Brustvolumens wird durch eine Reduktion des Drüsen- und Fettgewebes mit einer Anpassung des darüber liegenden Hautmantels erreicht. Die Warze wird dabei in eine optimale Position gebracht und der Warzenhof meist gleichzeitig verkleinert. Es resultieren Narben um den Warzenhof, am Brustunterpol und gelegentlich in der Brustfalte.
Bei der Brustuntersuchung werden Haut- und Drüsenbeschaffenheit, die aktuelle Position der Warze, Form und Grösse der Brust sowie die Körperform analysiert. Daraus ergibt sich das ideale Operationsverfahren. Es wird besprochen, welches Ergebnis möglich ist und wo die späteren Narben verlaufen werden. Abhängig vom Alter und dem familiären Risiko für eine Brustkrankheit wird vor der Operation eine Mammografie durchgeführt.
Die Einnahme gewisser Medikamente ist für die Operation gegebenenfalls vorübergehend einzustellen. Der Alkohol- und Nikotinkonsum sollte auf ein Minimum eingeschränkt werden. Rauchen verschlechtert nachweislich die Gewebedurchblutung und verzögert dadurch die Wundheilung. Aus diesem Grund ist empfehlenswert, das Rauchen vier Wochen vor und vier Wochen nach der Operation zu vermeiden.
Die Brüste werden in den ersten Tagen empfindlich und geschwollen sein. Kühlende Massnahmen sind hilfreich. Leichte Schmerzen im Wundgebiet sind üblich und werden in der Regel durch Medikamente gut behoben. Die Entfernung der Drainagen erfolgt innerhalb der ersten Tage. Ein Ziehen der Hautfäden ist nicht nötig, da das Fadenmaterial sich auflöst. Nach der Operation erfolgt zunächst die Anlage eines Verbandes und anschliessend wird ein Spezial-BH angepasst, dieser sollte die ersten vier bis sechs Wochen am Tag und in der Nacht, später nur am Tag getragen werden. Um eine optimale Narbenbildung zu erlangen wird der Wundbereich für sechs bis acht Monate mit einem Papierkleber immobilisiert.
Ein übermässiges Wachstum der Brustdrüsen in der Pubertät wird meist nach Erreichen des 20. Lebensjahres korrigiert. Nach einer Schwangerschaft sollten Eingriffe erst neun bis zwölf Monate nach dem Abstillen durchgeführt werden.
Operation
2 - 3 Stunden,
Vollnarkose
Aufenthalt
Stationär,
1 - 2 Nächte zur optimalen Kontrolle
Arbeitsunfähigkeit
1 - 2 Wochen
Sport
Ab 3 Monaten nach Eingriff,
leichte Bewegungen ab 4 Wochen
Kosten
12'000 CHF - 14'000 CHF