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05.10.2016 / Zürich – Die hier anfliegende B747 gehört der Leasinggesellschaft Aircastle und war etwas mehr als ein Jahr für Air France im Einsatz, ehe sie 2008 von KLM übernommen wurde. Bis im Februar 2015 flog der Jumbo im hellen Blau, dann wurde sie auf Dunkelblau geändert und von ABC übernommen.
ABC steht für AirBridgeCargo, einer russischen Frachtgesellschaft mit Sitz in Moskau. ABC benutzt die russischen Städte Moskau und Krasnojarsk als Drehkreuz für ihre Verbindungen nach Europa (Amsterdam, München, Frankfurt, Aachen) und Asien (Shanghai, Peking, Hongkong, u.a.).
Während die hübsch beklebten Flugzeuge von AirBridgeCargo in einigen Städten Deutschlands ein regelmässiger Gast sind, tauchen sie in Zürich doch ziemlich selten auf. Gestern war einer dieser seltenen Tage. Und für einmal entschied ich mich – trotz schöner Bemalung – für Bilder in der Pistenachse.
Ich hoffte dabei insbesondere auf eine tolle Ansicht kurz vor dem Aufsetzen, da eine ziemlich starke Bise einen ganz geraden Anflug verhinderte. Leider liess der Nordwind just in den dreissig Sekunden nach, als die ABC-B747 zur Landung ansetzte. Die Bilder gefallen mir aber trotzdem.
Natürlich, die Bilder von der Seite hätte ich auch gerne gemacht. Aber so lange ich mich nicht aufteilen kann, muss ich mit Kompromissen leben.
Der Avro RJ100 (RJ steht für Regional Jet) ist ein Flugzeug, das auf Entwürfe aus 1973 zurück geht, schliesslich aber erst rund zehn Jahre später erstmals gebaut wurde. Es wurde 394 Mal gefertigt (alle Versionen inklusive) und ist damit das am zweitmeisten gebaute britische Flugzeug.
Das hier gezeigte Modell HB-IXU wurde kurz vor Weihnachten 1995 von der Crossair in Betrieb genommen und nach deren Umfirmierung 2002 in die Flotte der Swiss International Air Lines übernommen.
Nun, weitere 13 Jahre später, steht sie kurz vor der Ausmusterung. Sie wird, wie alle anderen Swiss-Avros, in den nächsten Monaten nach und nach durch die CS100 von Bombardier ersetzt werden.
Eigentlich schade, denn der Avro, in der Schweiz auch liebevoll “Jumbolino” genannt, bot als Schulterdecker mit seinen vier Triebwerken doch noch etwas Abwechslung inmitten der sich immer mehr ähnelnden Flugzeugen von Boeing und Airbus.
Dank einer kurzfristigen SMS habe ich heute noch eine halbe Stunde länger am Flughafen verbracht und den Fracht-B777 der Emirates SkyCargo abgewartet.
Die A6-EFE ist seit Juni 2009 bei Emirates SkyCargo im Einsatz, einer Schwestergesellschaft der passagierbefördernden Emirates. Beide Gesellschaften wurden 1985 gegründet, heute ist Emirates SkyCargo die zweitgrösste Frachtgesellschaft unter den fliegenden Transporteuren.
Heute landete in Zürich (LSZH) zum ersten Mal eine A340-313. Nun gut, das stimmt nicht. Aber es war das erste Mal, dass ein Airbus dieses Typs mit der Edelweiss-Beschriftung Zürich anflog.
Das Flugzeug mit der Registrierung HB-JMG hat eine fast dreizehnjährige Geschichte unter SWISS-Flagge. Es war seit Dezember 2003 unter dem Namen ‘Luzern’ für die Schweizer Fluggesellschaft im Einsatz und bekommt jetzt eine zweite Karriere in der Bekleidung von Edelweiss Air.
Die A340 wird ab 29. September für Edelweiss Linienflüge machen. In einer ersten Phase geht es dabei auf kurze Distanzen (erster Flug nach Heraklion), damit die Crew geschult werden kann. Später sind Destinationen wie Phuket und Kapstadt geplant für diesen Typ.
Der A340 ist zwar keine Seltenheit am Flughafen Zürich, aber im Edelweiss-Gewand find’ ich ihn ganz besonders “hübsch”.