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Entwässern,
ein
Verfahren, das in der
Technik wie im chem. Laboratorium
[* 2] vielfach vorgenommen wird, um
Substanzen von
chemisch gebundenem oder nur mechanisch anhängendem Wasser zu befreien.
In den meisten Fällen läßt
sich das
Entwässern durch Erwärmung (s.
Abdampfen) bewirken, wobei die nicht zu überschreitende
Temperatur durch die Beschaffenheit
der zu
entwässernden
Substanz bedingt ist.
Pottasche,
Soda,
Glaubersalz bringt man bis zur Rotglut und zerstört damit zugleich
organische
Substanzen, die als Verunreinigungen den
Salzen anhängen können.
Organische
Verbindungen entwässert man in der Regel bei nicht über 100° C. liegenden
Temperaturen, manche
derselben ertragen aber selbst diese
Temperatur nicht und sind nur zu
entwässern, indem man sie im luftleeren Raume über
konzentrierter Schwefelsäure
[* 3] längere Zeit verweilen läßt. (S. Exsiccator.) Mit Wasser mischbare flüchtige Flüssigkeiten
lassen sich vielfach durch
Destillation
[* 4] vom Wasser befreien. Häufig ist dies aber nicht thunlich. Man
ist dann gezwungen, wasserbindende Körper zu Hilfe zu nehmen.
Spiritus
[* 5] läßt sich z. B. durch
Destillation nur bis zu einem Alkoholgehalt von 96 Proz. anreichern. Will man ihn weiter
entwässern,
so läßt man ihn mit gebranntem Kalk, geschmolzenem
Chlorcalcium, entwässertem Kupfervitriol längere Zeit stehen, wobei
diese
Substanzen das Wasser chemisch binden, worauf man durch eine nochmalige Rektifikation absoluten
Alkohol erhält. Flüssigkeiten,
die durch konzentrierte Schwefelsäure nicht zersetzt werden, können durch
Destillation mit dieser Säure entwässert werden.
Um geringe Mengen von Wasser andern Flüssigkeiten zu entziehen, kann man sich
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mehr
endlich mitunter vorteilhaft des metallischen Natriums bedienen, das man drahtförmig oder in feine Späne zerschnitten einträgt
und so lange mit der Flüssigkeit in Berührung läßt, bis die durch Wasserzersetzung bewirkte Entwicklung von Wasserstoffgas
aufhört. - der Grundstücke, eine im Bauwesen notwendige Vorkehrung, um dem Baugründe seine Feuchtigkeit zu nehmen.
Es giebt ein
Entwässern für die Grundwässer und ein solches für Regen- und Hauswässer. Ersteres geschieht durch offene oder verdeckte
Abzugskanäle nach dem Straßenkanal oder andern tiefer gelegenen Stellen, wobei zu beachten ist, daß der Kanal
[* 7] beim Steigen
der Grundwässer (Hochwasser, Stauungen) nicht gerade den Zufluß herbeiführt. Die aus den Brunnen,
[* 8] Dachtraufen
und vom Regen zusammenlaufenden Wasser führt man am besten in gepflasterten, gesenkten Rinnen vom Haus und Grundstück fort.
- Über der Äcker und Wiesen s. Drainierung.