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Seit dem späten Mittelalter lebt hier eine klösterliche Frauengemeinschaft - doch deren Zukunft ist ungewiss.
Was hält die hl. Klara auf dem Glasgemälde von 1603 in der Hand?
Die hl. Klara hält eine gotische Monstranz in der Hand; sie ist ihr Attribut, ihr Kennzeichen. Die Überlieferung berichtet, dass Klara bei einem Überfall der Sarazenen im Jahr 1240 diesen mit einer Monstranz entgegengetreten sei.
Seit dem Mittelalter (erstmals urkundlich erwähnt 1309) gibt es rund um die Kirche St. Michael eine kirchliche Gemeinschaft. Anfangs Beginen, später in einer wechselvollen Geschichte Franziskaner-Terziarinnen und Kapuzinerinnen. Im 15. Jahrhundert entschlossen sich diese dazu, die Bildung von Mädchen zu ihrer besonderen Aufgabe zu machen.
Dieses Engagement für Bildung sowie das einfache, franziskanische Klosterleben überdauerte die Jahrhunderte, im Wandel, immer neu ausgerichtet auf die Anforderungen der Zeit. 2003 allerdings mussten die Schwestern den Betrieb der ersten Zuger Mädchenschule einstellen.
Vom 14. bis 16. Jahrhundert hiessen die Schwestern noch «bey St. Michael» und nach dem Bau der Kapelle von 1601 «bey St. Klara». Seit der Weihe der neuen Klosterkirche 1635 zu Ehren von «Maria Opferung» (Praesentatio Beatae Mariae Virginis) nennen sich auch die Schwestern entsprechend.
«Maria Opferung» meint das legendenhafte Ereignis, das auch Maria Tempelgang genannt wird. Maria soll als junges Mädchen von ihren Eltern in den Tempel gebracht worden sein, um unter den Tempeljungfrauen aufzuwachsen. Die Verehrung der hl. Maria war in der Barockzeit besonders stark verbreitet und wurde speziell auch durch die Kapuziner gefördert. Dies mag erklären, warum die neue Klosterkirche nicht wie die Kapelle von 1601 ausschliesslich der hl. Klara von Assisi geweiht wurde.
Geschichten
Standort
Weiterführende Informationen
Literatur
- Kapuzinerinnenkloster Maria Opferung (Hg.), Gotteslob und Mädchenschule: Kapuzinerinnenkloster Maria Opferung Zug 1611-2011, Zug 2011
- Linus Birchler, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Bd. 2, Basel 1935, S. 337-347