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Ich denke anders. Ich glaube, das ist in meinem Blog schon klar geworden. Ich basiere mein Gedankengut aber nicht auf irgendwelchen Vermutungen, persönlichen Befindlichkeiten oder Ähnlichem. Was ich sage, kann ich belegen, das ist mir wichtig. Und aufgrund dieser Belege bilde ich mir meine Meinung. Dennoch werde ich als Verschwörungstheoretiker dargestellt, weil ja alles nicht wahr ist, das eventuell dazu führen könnte, dass sich die Corona-Phobiker nicht in ihrer Phobie bestärkt fühlen.
Jüngstes Beispiel: die Zählweise der Corona-Toten in Österreich (und ich sage bewusst Österreich, weil es der einzige offizielle Link ist, den ich auftreiben konnte – bin offen dafür, weitere Hinweise zu erhalten). Auf der offiziellen Seite des österreichischen Gesundheitsministeriums liest man folgenden Satz:
„Jede verstorbene Person, die zuvor COVID-positiv getestet wurde, wird in der Statistik als ‚COVID-Tote/r‘ geführt, unabhängig davon, ob sie direkt an den Folgen der Viruserkrankung selbst oder ‚mit dem Virus‘ (an einer potentiell anderen Todesursache) verstorben ist.“Gesundheitsministerium Österreich
Das würde bedeuten, dass jeder Mensch, der an einer anderen Krankheit (etwa Krebs o.ä.) gestorben ist, einen Herzinfarkt erlitt, einem tödlichen Unfall zum Opfer geworden ist, getötet wurde oder gar Suizid begangen hat und irgendwann einmal positiv auf das Covid-19 Virus getestet worden ist, als Corona-Toter zählt. Irgendwo geistert noch die Zahl 28 herum, die als Richtwert (gestorben innerhalb von 28 Tagen ab positivem Test) von der Europäischen Seuchenbehörde herausgegeben worden sein soll. Dazu habe ich keine konkreten Angaben gefunden. Allerdings habe ich auf zackzack.at einen Artikel gefunen, der dem widerspricht:
„We have not mentioned the 28 day cut off; however, the vast majority of deaths occur within 28 days of diagnosis.“Europäische Seuchenbehörde
Allerdings schreibt zackzack.at auch: „Die Definition der Europäischen Seuchenbehörde (ECDC) ist nur eine Empfehlung, dementsprechend wird selbst innerhalb Europas immer noch auf unterschiedliche Art und Weise gezählt. Brisant: Die ECDC stellte gegenüber zackzack klar, dass keine Frist von 28 Tagen in ihrer Empfehlung vorgeschrieben werde.“
Das kann man jetzt auslegen wie man will, Fakt ist aber, dass die ECDC nicht dementiert, dass sie diese Zählweise empfiehlt. Und alleine schon das finde ich persönlich sehr fragwürdig.
Fragwürdig war für mich auch die plötzliche Erklärung von schwangeren Frauen zur besonders gefährdeten Personengruppe (gemäss BAG). Diese Erklärung folgte jedoch erst Anfang August: „Nach Evaluation der neuen Evidenz zu COVID-19 und Schwangerschaft sind wir in Zusammenarbeit mit der SGGG zum Schluss gekommen, dass schwangere Frauen zu den besonders gefährdeten Personen gehören sollen.“
Informiert man sich allerdings über das „European Center for Disease Prevention and Control“, liest man, dass über eine besondere Gefährdung von schwangeren Personen nichts bekannt ist und dass sich schwangere Frauen einfach genau so an die Abstands- und Hygienemassnahmen halten sollen, wie alle anderen Personen auch:
There is limited scientific evidence on the severity of illness in pregnant women after COVID-19 infection. It seems that pregnant women appear to experience similar clinical manifestations as non-pregnant women who have progressed to COVID-19 pneumonia and to date (as of 25 March), there have been no maternal deaths, no pregnancy losses and only one stillbirth reported. No current evidence suggests that infection with COVID-19 during pregnancy has a negative effect on the foetus. At present, there is no evidence of transmission of COVID-19 from mother to baby during pregnancy and only one confirmed COVID-19 neonatal case has been reported to date. ECDC will continue to monitor the emerging scientific literature on this question, and suggests that all pregnant women follow the same general precautions for the prevention of COVID-19, including regular handwashing, avoiding individuals who are sick, and self-isolating in case of any symptoms, while consulting a healthcare provider by telephone for advice.
Was soll man jetzt glauben? Es geht hier nicht um Verschwörungstheorien, sondern um Fakten. Ich will die Aussagen auch gar nicht werten, ich bin nicht Mediziner und kann das nicht beurteilen. Aber gerade als Laie fühle ich mich doch höchst verunsichert, wenn derart unterschiedliche Aussagen herumgeistern.
„Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.“George Orwell, „Farm der Tiere“
Diese Aussage des bekannten Autors scheint auch in Corona-Zeiten zuzutreffen. Denn nicht nur Diplomaten sind von der Quarantäne befreit, wie das BAG kürzlich mitteilte, gemäss Blick.ch gelten je nach Kanton auch für Musiker, Sportler, Techniker und Manager andere Bestimmungen.
Ausserdem muss jeder in Quarantäne, auch wenn der Corona-Test negativ ausgefallen ist (Video). Dann kann man sich doch den Test, welcher vom Bund (also vom Steuerzahler) finanziert wird, sowieso sparen. Sinnvoller wäre wenn schon, dann ein Test am Ende der Quarantäne um sicher zu sein, dass man den Virus nicht in sich trägt. Oder verstehe ich hier etwas falsch?
Wenn man all diese Fragen aufwirft, wird man sofort als Verschwörungstheoretiker stigmatisiert. Man darf sich offenbar aufgrund der vorliegenden Faktenlage keine eigene Meinung bilden und diese schon gar nicht äussern oder weiterverbreiten.
Ich gebe zu, es gibt Verschwörungstheoretiker, die das Gefühl haben, das Virus sei absichtlich ausgesetzt worden, die sich jede Menge Horrorgeschichten zu Impfungen ausdenken, ohne gesicherte Informationen zu haben. Doch auf die Impfdiskussion will ich mich hier nicht einlassen, denn ich bin nicht Arzt. Ausserdem bin ich persönlich nicht grundsätzlich gegen Impfungen – einen Impfzwang halte ich aber in jedem Fall für unnötig. Dabei geht es mir um den Zwang und nicht um die Impfung.
Zurück zum Thema: Es ist wichtig, dass wir unsere Meinung sagen dürfen und es auch tun, ohne gleich den Stempel „Aluhutträger“ zu bekommen. Und an dieser Stelle übergebe ich das Schlusswort an Andreas Gabalier und Xavier Naidoo, die mit dem nachfolgenden Lied den Nagel auf den Kopf treffen: