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Mark Rothko
Biographie, Biografie, Ausstellungin der Fondation Beyeler bei Basel
Artikel vom 18. Juni 2001
Biografie
Mark Rothko (1903-1970) wurde in einem Jahr
schrecklicher Pogrome im russischen Dvinsk als Marcus Rothkowitz geboren. Das
vierte Kind eines Apothekers wurde von seinem Vater auf eine Talmud-Schule
gesandt, wo er eine strenge religiöse Erziehung erhielt.
1910 emigrierte der Vater in die USA, die
Familie folgte ihm 1913 nach. Marcus besuchte die Failing School in Portland.
Im Jahr darauf starb der Vater an Darmkrebs. Um Geld zu verdienen, verkaufte
Marcus Zeitungen. Die Shattuck Elementary School und ab Herbst 1918 bis Juni
1921 die Lincoln High bereiteten den Jungen aufs College vor.
Dank Intelligenz und Fleiss erhielt er ein
Stipendium für Yale, das ihm jedoch nach Ablauf des ersten Studienjahres
gestrichen wurde. Zu den von ihm belegten Fächern gehörten Allgemeine
Psychologie und Geschichte der Philosophie. Im Frühling 1923 gründete
Rothkowitz mit zwei Kollegen die progressive Untergrundzeitung Yale
Saturday Evening Pest. Nach ihm selben Herbst verliess er Yale ohne
Abschluss und ging nach New York.
Im Januar 1924 schrieb sich Rothkowitz bei der Art Students League für Kurse
in Anatomie und Figurenzeichnen ein, doch bald schon ging er zurück nach
Portland, wo er bei der Truppe von Josephine Dillon Schauspielerei studierte.
Dort sei er zum ersten Mal mit der Welt der Farbe und der künstlerischen
Gestaltung in Berührung gekommen, sagte Rothko später dazu. Theater und
Musik nahmen fortan einen wichtigen Platz in seinem Leben ein.
Anfang
1925 kehrte Rothkowitz nach New York zurück und begann an der New School of
Design zu studieren. Im Oktober schrieb er sich für Max Webers
Stillleben-Klasse an der Art Students League ein. Bis Mai 1926 lernte er dort
im Stil von Cézanne zu arbeiten. Er besuchte nun eifrig die Galerien und
Museen im Big Apple.
1927 zeichnete er
Karten und Illustrationen für die von Lewis Browne veröffentlichte Graphic
Bible, ohne dabei jedoch mit Namen genannt zu werden. Den Prozess gegen
Browne und den Verlag MacMillan verlor Rothkowitz vor dem Obersten Gerichtshof
in New York.
Der Geiger Louis Kaufmann
stellte Rothkowitz dem Künstlerehepaar Sally und Milton Avery vor, die ihn
stark beeinflussten. Bei ihnen zeichnete er zusammen mit anderen Künstlern
regelmässig Akte. Ende 1928 stellte Rothkowitz erstmals Werke öffentlich
aus. An der Gruppenausstellung in der Opportunity Gallery war er mit
Landschaften vertreten.
1929 begann er an
der Center Academy des Brooklyn Jewish Center zu unterrichten. Nach wie vor
ging er wöchentlich zu den Averys, um zu Zeichnen, aber auch zu Leseabenden.
Zu den dort verkehrenden Künstlern gehörten Barnett Newman und Adolph
Gottlieb.
Mit Gottlieb und den Averys
verbrachte Rothkowitz viel Zeit in den Jahren 1930-32, so auch die
Sommerferien 1932 in Massachusetts. Diese gemeinsamen Ferien mit ausgiebigem
Zeichnen und Malen setzten sich währen den gesamten dreissiger Jahren fort.
1932 lernte Rothkowitz am Lake George im Staate New York Edith Sachar kennen,
die er im November 1932 heiratete.
1933 stellte das Portland Art Museum seine Werke sowie die seiner Schüler an
der Center Academy aus. Ende Jahr veranstaltete die Contemporary Arts Gallery in
New York eine Rothkowitz-Einzelausstellung, die vor allem Portraits und
Figurenstudien umfasste. Seine Frau Edith Sachar hatte damals wohl bereits
begonnen, als Bildhauerin zu arbeiten und an der Center Academy zu unterrichten.
Von nun an folgten häufig
Ausstellungen, auf die wir nicht mehr einzeln eingehen können. 1934 wurde ein
Aufsatz von Rothkowitz in der Brooklyn Jewish Center Review
veröffentlicht. Der Künstler nahm an der Gründung der Artists Union teil.
1935 wurden seine Werke u.a. zusammen mit denen expressionistischer Maler in
der Gallery Secession gezeigt. Die Künstler, zu denen Ilya Bolotowksy und
Nahum Tschacbasow gehören, gründeten die Gruppe "The Ten".
Rothkowitz übernahm das Amt des Sekretärs. Sie wandten sich gegen den
Konservatismus und sprachen sich für das Experimentieren aus. Sachar baute
Mitte der dreissiger Jahren ein erfolgreiches Unternehmen mit Silberschmuck
auf.
1936 stellten "The Ten",
eigentlich waren es nur 9 Künstler, in der Pariser Galerie Bonaparte aus.
Ende des Jahres zeigte das Museum of Modern Art die Ausstellung "Fantastic
Art: Dada and Surrealism", die Rothkowitz stark beeinflussen sollte.
1938
wurde Rothkowitz amerikanischer Staatsbürger. Im Jahr darauf entliess in die
Works Progress Administration, für die er seit 1936 gearbeitet hatte. Ende
1939 löste sich die Gruppe "The Ten" auf, vielleicht aus
politischen Gründen. Im Januar 1940 verkürzte Rothkowitz seinen Namen zu
Rothko, eine Änderung, die 1959 legalisiert wurde.
1940
traten Rothko, Avery, Gottlieb und Bolotowsky aus dem zunehmend kommunistisch
geprägten American Artists' Congress aus und gründeten in New York die
Federation of Modern Painters and Sculptors. Rothko und Gottlieb setzten sich
in einer Werkgruppe vor allem mit mythologischen Themen auseinander. Von 1941
bis 1947 beteiligte sich Rothko an Ausstellungen der von ihm mitbegründeten
Künstlervereinigung.
1943 trennten sich
Rothko und Sachar, die seit 1937 mehrmals vorübergehend getrennt gelebt
hatten, endgültig. Die Scheidung wurde 1944 rechtskräftig. Rothko erlitt
einen Nervenzusammenbruch, ging ins Krankenhaus und danach zu seiner Familie
nach Portland.
An der Westküste
lernte Rothko die Künstler Buffie Johnson und Clyfford Still kennen, der in
entscheiden beeinflussen sollte. Im Herbst 1943 kehrte Rothko nach New York
zurück, wo ihn Johnson dem Berater von Peggy Guggenheim, Howard Putzel,
vorstellte. Rothko teilte sich nun ein Atelier mit dem surrealistischen Maler
Boris Margo.
1944 nahm Rothko an einer
Gruppenausstellung in Peggy Guggenheims Galerie Art of This Century teil. Im
Dezember machte ihn der Fotograf Aaron Siskind mit der Illustratorin Mary
Alice (Mell) Beistle bekannt, die Rothko im darauffolgenden Jahr heiratete.
Art of This Century zeigte 1945 fünfzehn Arbeiten von Rothko und das Whitney
Museum wählte eines seiner Werke für die "Annual Exhibition of
Contemporary American Painting" aus. An den Jahresausstellungen des
Museums nahm Rothko bis 1951 teil.
1946
schrieb Rothko den Text für den Katalog zu Clyfford Stills erster
Einzelausstellung bei Art of This Century. Er lernte Robert Motherwell kennen,
begann sich von seinen damals biomorphen Motiven zu entfernen und entwickelte
die später als Multiforms bekannten Werken.
1947
organisierte die Betty Parsons Gallery eine Ausstellung, in der Rothko sein
bis dahin grösstes Bild ausstellte. Als Gastdozent lehrte er im Sommer in der
California School of Fine Arts (CSFA). 1948 stellte er bei seiner zweiten
Einzelausstellung in der Parsons Gallery erstmals Bilder mit Nummern als Titel
aus, ein Verfahren, das er 1947 von Still übernommen hatte.
Im
Frühjahr 1948 kündigte Still seine Stellung bei der CSFA, um seine Pläne
für eine Gründung einer eigenen Schule voranzutreiben. Rothko, Motherwell
und andere machten mit. Still zog sich allerdings bereits im Herbst von seiner
New Yorker Schule "The Subjects of the Artist" zurück. Rothko
folgte ihm Anfang 1949. Kurz darauf schloss die Schule aus finanziellen
Gründen. Nach dem Tod seiner Mutter 1948 litt Rothko unter Depressionen und
schuf immer weniger Werke.
1950 reisten
die Rothkos für fünf Monate nach Europa. In Paris, Cagnes-sur-Mer, Venedig,
Florenz, Arezzo, Siena, Rom und London sahen sie sich Alte Meister und Kirchen
an. Ende Jahr kam ihr erstes Kind, Kathy Lynn (genannt Kate) in New York zur
Welt.
1951 erschien im Magazin Life
die berühmte Aufnahme von den Zornigen, welche Rothko und siebzehn andere
Künstler zeigte, die sich weigerten, an einem vom Metropolitan Museum of Art
ausgerichteten Wettbewerb für zeitgenössische Kunst teilzunehmen. Im Februar
trat Rothko eine Stelle als Assistent für Design am Brooklyn College an. Im
März sprach er an einem Symposium im Museum of Modern Art. Die Rede wurde im
Mai in Interiors veröffentlicht. Im April fand seine letzte
Ausstellung in der Parsons Gallery statt, bei der er erstmals seine
"klassischen" Bilder mit den aufgelösten Rändern präsentierte.
Seine Farben könnten nicht zusammen leben, die Vision der Harmonie existiere
nur für einen Moment, ehe sie zerschlagen werde, schrieb Rothko dazu.
Im
März 1952 bezog der Künstler ein neues Atelier. In einer von Dorothy Miller
im MoMA organisierten Gruppenausstellung wurden zwei seine Bilder gezeigt. Die
Pläne für eine Ausstellungstour durch Europa gaben er und Still auf, weil
sie dort die Hängung ihrer Arbeiten nicht überwachen könnten. Aus dem
selben Grund verzichtete Rothko auf eine Teilnahme an der Jahresausstellung im
Whitney Museum. Er verweigerte auch die Prüfung zweier seiner Werke durch die
Ankaufkommission des Museums.
1953 hatte
sich Rothkos Beziehung zu Still und Newman abgekühlt. Er wandte sich vermehrt
Robert Motherwell, Philip Guston und später auch Theodoros Stamos zu. 1954
unterschrieb er einen Vertrag mit der Sidney Janis Gallery, die bereits Still,
Newman, Pollock und de Kooning vertrat. Im März verlor er seine Stellung am
Brooklyn College. Das Art Institute of Chicago zeigte Rothko in der ersten
einer Reihe von Einzelausstellungen. Bei der Auswahl und Hängung seiner neuen
Arbeiten wirkte der Künstler entscheidend mit. Im Sommer 1955 lehrte er an
der University of Colorado in Boulder.
1956
zog Rothko in eine neues New Yorker Atelier um. Nach einer Ausstellung mit
Werken von Rothko, Tomlin und Okada in der Phillips Collection in Washington
erwarb Duncan Phillips zwei seiner ausgestellten Werke. Anfangs 1957 lehrte
Rothko in New Orleans. Seine Palette habe dort begonnen, dunkler zu werden.
Diese Tendenz setzte sich später fort.
1958
zeigte die Sidney Janis Gallery neue Bilder von Rothko, darunter Black over
Reds von 1957 und Four Darks in Red von 1958, die beide 1958 zu den
zehn Werken von vier amerikanischen Künstlern zählten, die an der Biennale
in Venedig gezeigt wurden. Im selben Jahr erhielt Rothko den Auftrag, eine
Reihe von Wandbildern für das Restaurant Four Seasons im Seagram Building zu
malen, das von Philip Johnson ausgestaltet wurde. Janis reichte ohne Rothkos
Wissen sein Werk No. 14 von 1957 zum Wettbewerb um den International
Award des Solomon R. Guggenheim Museums ein. Als er den Preis für die USA
gewann, lehnte Rothko ihn ab.
1959 reiste
Rothko mit Mell und Kate nach Italien, wo sie u.a. in Pompeji, Rom, Florenz
und Venedig halt machten. Michelangelo und Fra Angelico beeindruckten ihn.
Über weitere europäische Stationen reiste er nach New York zurück, wo er
bei einem Abendessen im Four Seasons über den protzigen Charakter des
Restaurants so entsetzt war, dass er den Auftrag umgehend zurückgab,
zusammen mit dem bereits erhaltenen Geld. Die berühmten Seagram Murals
behielt er.
1960 kaufte Phillips zwei
weitere Gemälde von Rothko an, richtete eine weitere Ausstellung aus und
richtete in der Phillips Collection als erster öffentlicher Institution einen
"Rothko-Saal" ein. 1961 ehrte das Museum of Modern Art den Künstler
mit einer Retrospektive mit 48 Werken. Danach wurde die Ausstellung in
mehreren europäischen Städten gezeigt.
1962
wandte sich Rothko in einem neuen Atelier in New Yorks First Avenue dem
Auftrag für ein Wandgemälde für die Harvard University zu. Im gleichen Jahr
nahm er an einem Staatbankett für die Künste im Weissen Haus teil. Aus
Protest gegen die Pop-Art-Ausstellung in der Sidney Janis Gallery trennten
sich Rothko, Gottlieb, Guston und Motherwell im Oktober von Janis.
1963
überwachte Rothko die Hängung von fünf seiner sechs Wandbilder für
Harvard. Die Werke wurden im Frühling im Solomon R. Guggenheim Museum in New
York gezeigt und kehrten danach nach Harvard zurück. Im August wurde das
zweite Kind der Rothkos, Christopher Hall, geboren.
1964
unterzeichnete Rothko einen auf ein Jahr befristeten Exklusivvertrag mit der
Londoner Marlborough Fine Arts Gallery. Im April erhielt der Künstler den
Auftrag für eine Reihe von Wandbildern für die Kapelle von Dominique de
Menil in Houston, Texas. Zu diesem Zeitpunkt hatte Rothko bereits begonnen,
seine Blackform Paintings zu malen. In der Ausstellung "Painting
and Sculpture of a Decade" in der Londoner Tate Gallery war Rothko mit
einem Werk vertreten. Rothko bezog erneut ein neues Atelier und begann,
assistiert vom Maler William Scharf, den er seit 1951 kannte, am
Houston-Projekt zu arbeiten.
1965 schlug
der Direktor der Tate Gallery, Sir Norman Reid, Rothko vor, Bilder von ihm
anzukaufen, um sie in einem ihm gewidmeten Raum zu präsentieren. Auf einer
Europareise mit seiner Familie machte Rothko 1966 auch Halt in London, um sich
den von der Tate Gallery vorgeschlagenen Raum anzusehen. 1967 sandte Rothko
vierzehn Werke sowie vier weitere zur Auswahl an de Menil nach Houston für
die Kapelle.
1968 diagnostizierten die
Ärzte bei Rothko ein Aneurysma der Aorta. Nach einem Krankenhausaufenthalt
rieten ihm die Ärzte, kein über einen Meter hohes Werk mehr zu malen. Rothko
wurde in das National Institute of Arts and Letters aufgenommen. Im Juli
mieteten die Rothkos ein Cottage in Princeton. Der Künstler malte eine Reihe
von kleineren Arbeiten auf Papier und äusserte den Wunsch, etwas wie seine
Aquarelle aus den vierziger Jahren zu schaffen. Mit der Hilfe von Bernard Reis
setzte er ein neues Testament auf, das seinen Besitz zwischen seiner Familie
und der Mark Rothko Foundation aufteilte. Ende Jahr begann er mit Hilfe
einiger Assistenten die Bestandesaufnahme seiner Werke.
Am
1. Januar 1969 trennte sich Rothko von Mell und zog in sein Atelier. Die
Marlborough Gallery machte er durch einen Vertrag für acht Jahre zu seinem
alleinigen Vertreter. Er begann ein Verhältnis mit Rita Reinhardt, der Witwe
des 1967 verstorbenen Ad Reinhardt. Im Frühjahr setzte die Arbeit an einer
Reihe von Arbeiten in düsteren Farbtönen ein. Im Juni erhielt er den
Ehrendoktor der Yale University und seine Foundation wurde gegründet, ohne
jedoch ihren Zweck festzulegen, weshalb es nach seinem Tod zu einem
Rechtsstreit kam. Am 25. Februar 1970 nahm sich Mark Rothko in seinem Atelier
das Leben. Ein Jahr darauf, am 27. Februar 1971, wurde die Rothko Chapel als
interkonfessionelle Kapelle eingeweiht.

Mark Rothko. Die Buchhandelsausgabe zur Ausstellung in der Fondation Beyeler in Riehen
bei Basel. Auf dem Band beruht die Biographie auf dieser Seite. Verlag Hatje Cantz, 2001, 204 S.
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Diane Waldman: Mark Rothko 1903-1970. Paperback, Thames & Hudson,
2001 (1978), 296 S. (US edition: Harry N Abrams, 1983). Der grundlegende Band
erschienen anlässlich der Retrospektive im Solomon R. Guggenheim Museum in
New York 1978. Bestellen bei Amazon.de,
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David Anfam: Mark Rothko: The Works on Canvas. Catalogue Raisonné. Hardcover, Yale University
Press, 1998, 708 p. Das Werkverzeichnis ist das für Sammler unentbehrliche
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Der 1998 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnete Renzo Piano hat mit der
Fondation Beyeler einen ausgezeichneten Museumsraum geschaffen. Die 2. Auflage
des Buches zum Gebäude bezieht den nur zwei Jahre nach der Fertigstellung des
Museums im Herbst 2000 eröffneten Erweiterungsbau ein. Entwurf, Ausführung,
Gebäudetechnik, Konstruktion, Typologie, Architekturgeschichte,
Landschaftsarchitektur, Sammlungspräsentation sowie die bisherige
Ausstellungspraxis sind Aspekte, die von einem halben Dutzend Autoren
vorgestellt werden.
Die Ausstellung Mark Rothko in der Fondation Beyeler in Riehen bei
Basel dauert noch bis am 24. Juni 2001.
Mark Rothko in der Fondation
Beyeler
Noch bis am 24. Juni 2001 zeigt die
Fondation Beyeler eine sensationelle Mark Rothko-Retrospektive, bei der die
Bilder, wie vom Künstler gewünscht, tief gehängt sind. Die über 70 Werke
des Künstlers, der als Abstrakter Expressionist Weltgeltung hat, decken alle
Schaffensphasen ab. Die Höhepunkte bilden der Rothko Room aus der
Phillips Collection in Washington, D.C., und die legendären Harvard Murals,
die erstmals in ihrer Gesamtheit ausgeliehen wurden. Daneben sind einige Subway-Bilder
(1935-39) zu sehen, die sein vom amerikanischen Realismus beeinflusstes
Frühwerk repräsentieren. Die surrealistische Schaffensphase wird von zwei
grossformatigen Gemälden abgedeckt. Den Multiforms von 1946-49 ist ein
eigener Raum gewidmet, wobei zwei Werke aus Privatbesitz ausgestellt sind, die
seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich zu sehen waren. Die Werke aus den
Jahren 1948/49 bilden den poetischen Höhepunkt der Ausstellung. Rothkos
"klassische" Phase der fünfziger Jahre ist reich vertreten. Dazu
gehören die erwähnten Seagram Murals, wobei drei Werke, die der
ersten Serie von 1958 zuzurechnen sind, erstmals zusammen gezeigt werden
können. Tuschfederzeichnungen und einige Black Form Paintings von
1960-64 und andere Werke dokumentieren Rothkos Schaffen in den sechziger
Jahren. Die Ausstellung dauert noch bis am 24. Juni 2001.