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Der Vittürin ist der mit dem schwarzen Bart
Der erste März wird im Engadin jedes Jahr gefeiert. Auch dieses Jahr wurde er in Pontresina und sonst im Engadin überall von der Dorfjugend mit Umzügen, Gesang, Glockengeläute und Peitschenknallen begangen. Der erste März wird Chalandamarz genannt. Die Geschichte stammt eigentlich von dem legendären Schellenursli. Der Chalandamarz wird in jedem Dorf anders gefeiert. In Pontresina sind meistens die ältesten 20, die blaue Kutten tragen, die restlichen tragen rote.
Es gibt einen Dirigenten und einen Vittürin. Der Vittürin ist der mit dem schwarzen Bart. Er darf oder muss den ganzen Tag mit der Engadinergeisel knallen. Die zweite Geisel knallt auch den ganzen Tag, aber er hat auch noch andere Chargen. Dieses Jahr war die zweite Peitsche noch Sain. Der Sain ist der, der die Süssigkeiten und andere Gaben sammelt. Der Chaschier ist der, der das Geld sammelt. Das Geld geht an die Gemeinde, welches z.B. für Schulausflüge verwendet wird und die Süssigkeiten bekommen die Kinder, als Belohnung. Die Kühe, also die Roten, die bekommen die Süssigkeiten am Ende des Umzuges und die Blauen wählen den Inhalt der Säcke selber. Die Blauen dürfen auch rauchen, streng genommen nur die achte und neunte Klasse.
In Pontresina ist es so organisiert, dass die Mädchen am Umzug selber nichts machen dürfen oder müssen. Die jungen Frauen der achten und neunten Klasse bereiten den Ball für den Abend vor. 20 Chargen (Blaue Kutten) gibt es und wenn es in der achten und neunten Klasse nicht genug hat, dann holt man einfach von den Jüngeren. Die Pferde sind sechs, die Sains sind vier, die Chaschiers sind auch vier, von den Pesters gibt es auch vier, aber nur ein Dirigent und ein Vittürin. Silas, 1. Sek.