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Gegen den Weltmeister war das Team-USA auf die Zielgenauigkeit seines Superstars Kevin Durant angewiesen. Der 32-jährige Teamcaptain war mit insgesamt 29 Punkten nicht nur bester Skorer der NBA-Auswahl, mit 13 Zählern allein im dritten Viertel hatte der Shooting Guard auch grossen Anteil an der Wende zu Gunsten des Favoriten. Zwischenzeitlich hatten sich die vom überragenden Ricky Rubio angeführten Spanier einen Vorsprung von zehn Punkten erspielt.
Dem 30-jährigen Profi der Minnesota Timberwolves glückten mit 38 Punkten mehr Zähler gegen ein US-Team, als je einem Athleten zuvor. Die Last beim Weltmeister lag im Schlussspurt allerdings zu einseitig auf Rubios Schultern, während Durant davon profitierte, dass sich die Spanier nicht ausschliesslich um ihn kümmern mussten. Mit vier von sieben verwandelten Dreiern setzte der 32-Jährige aus der Distanz immer wieder entscheidende Nadelstiche und schuf Raum für die Mitspieler. «Er war der Spieler, der er für uns sein muss», sagte Teamkollege Draymond Green.
Durant avancierte zum wiederholten Mal zum unzähmbaren Stier für die spanischen Matadore. An den Sommerspielen 2012 in London schoss er denselben Gegner im Final mit 30 Punkten ab, vor fünf Jahren in Rio war er mit 14 Punkten und acht Rebounds ebenfalls entscheidend an der Halbfinal-Niederlage Spaniens beteiligt.
Das US-Team hat gegen den Weltmeister rechtzeitig zur Form gefunden und nimmt als Favorit den Halbfinal gegen Australien in Angriff. An den letzten drei Olympischen Spielen hatten die USA jeweils Gold gewonnen. In Tokio treten sie allerdings nicht in Bestbesetzung an. Gegen Frankreich, das im zweiten Halbfinal auf Europameister Slowenien trifft, hatte sich Team USA in der Vorrunde die erste Olympia-Niederlage seit 2004 eingehandelt.