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Die Bergungsarbeiten nach dem Beben mit Epizentrum in der westlichen Provinz Esmeraldas kamen nur langsam voran. Zahlreiche Gebäude stürzten durch die Erdstösse vom Samstagabend ein und begruben Menschen unter sich. Die Bergungsarbeiten liefen langsam an, viele Menschen gruben mit blossen Händen in den Trümmern.
Das Epizentrum des Bebens der Stärke 7,8, das sich um 18.58 Uhr Ortszeit ereignet hatte, lag in der Provinz Esmeraldas. Die Erdstösse und Dutzende Nachbeben waren landesweit zu spüren. Auch die an Esmeraldas angrenzende Provinz Manabí war stark betroffen. Nach Regierungsangaben war es das stärkste Beben in Ecuador seit 1979.
Die Regierung rief für mehrere Regionen den Ausnahmezustand aus. Rund 10’000 Soldaten und 3500 Polizisten wurden zum Einsatz in die Erdbebengebiete gesandt. Das komplette Ausmass des Unglücks war noch schwer abzuschätzen. Vizepräsident Jorge Glas bereitete seine Landsleute auf ein Ansteigen der Zahl der Toten vor.
Der zum Zeitpunkt des Bebens im Vatikan weilende Präsident Correa sprach den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus. Er rief seine Landsleute auf, angesichts der “nationalen Tragödie” Ruhe zu bewahren und “einiger denn je” zu sein. Der Präsident wollte umgehend nach Ecuador zurückkehren und die betroffenen Gebiete besuchen.
Berichte von Überlebenden gaben eine Ahnung von der Wucht der Erschütterungen. “Es war, als ginge die Welt unter. Häuser krachten zusammen, Lichter gingen aus, die Menschen sind vollständig verzweifelt, unter den Trümmern liegen Verschüttete”, schilderte die 40-jährige Hausfrau Miriam Santana aus der Stadt Manta ihre Erlebnisse.
Die grössten Schäden wurden aus den Regionen im Nord- und Südwesten des Landes gemeldet. In der Stadt Guayaquil stürzte eine Brücke ein und begrub ein Auto unter sich. Das Dach eines Einkaufszentrums brach zusammen.
Der Flughafen in der Stadt Manta an der Pazifikküste musste geschlossen werden. Auch in Quito wurden Gebäude beschädigt. Alle öffentlichen Veranstaltungen in der Hauptstadt wurden abgesagt. Das Beben dauerte etwa eine Minute. Dem Hauptbeben schlossen sich rund 55 Nachbeben an. Die Erdstösse waren auch im Norden Perus und im Süden Kolumbiens zu spüren.
(SDA)