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Erstmals seit 1977 haben die Südafrikaner die beiden ersten ET-Turniere des Jahres gewonnen, die traditionsgemäss in Südafrika ausgetragen werden. Und in Johannesburg feierten sie gar einen Doppelsieg.
Die Amerikaner und Europäer betrachten sich in der Regel als Mittelpunkt der Welt. Politisch sowieso, in der Regel auch in Sachen Golf. Dass sie damit zumindest zu Beginn der Golfsaison ziemlich falsch liegen, zeigen die Ergebnisse bei den ersten beiden European Tour Turnieren in Südafrika, bei der BMW Open in Ekurbuleni und der Joburg Open in Johannesburg.
Und das Bemerkenswerte dabei: Es sind nicht etwa die altbekannten Stars der Südafrikaner wie Ernie Els, Charles Schwartzel, George Coetzee, Retief Goosen, Brandon Grace, Louis Oosthuizen oder Trevor Immelman, die obenaus schwangen, nein es sind junge, bisher kaum bekannte Players, die nach vorne und an die Spitze der Rangliste drängen.
Den Auftakt machte Anfang Januar der 22jährige Brandon Stone, der erst vor zwei Jahren Profi wurde, und jetzt bereits seinen ersten Sieg feiern konnte. Eine Woche später standen gar zwei Südafrikaner zuoberst auf dem Podest: Der 21jährige Haydn Porteous und der soeben 21 Jahre alt gewordene (18. Januar) Zander Lombard. Sie realisierten, was seit 1977 nicht mehr vorgekommen ist: Die Einheimischen gewannen die beiden ersten Turniere der Saison. Im geteilten dritten Rang findet man dann noch Justin Walters und gleich dahinter Alex Hayndl und Richard Sterne. Alle aus Südafrika. Der erste Bigname, George Coetzee, folgt auf Rang 13. Mit anderen Worten: In den ersten zehn Rängen findet man 6 Südafrikaner! Klar, an dem Turnier nimmt nicht die gesamte europäische Elite teil, aber es waren durchaus honorable Spieler am Start wie etwa Paul Lawrie (Rang 33) Oliver Fisher (Rang 44) oder Eduardo Molinari (Rang 77).
Und selbst Superstar Ernie Els musste seinen aufstrebenden Kollegen den Vortritt lassen: Er landete im geteilten 44. Rang. Als kleine zusätzliche Beigabe qualifizierten sich die beiden Nachwuchsgolfer ausserdem für The British Open. Haydn Porteous war übrigens der 375. Sieger der ET, der von der Challenge Tour kam.
Kommentar aus Schweizer Sicht? Glückliche Südafrikaner.
Piero Schäfer