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Die Kobralilie (Darlingtonia californica) ist eine präkarnivore Pflanze. Das bedeutet sie erfüllt nicht alle Voraussetzungen um als fleischfressende Pflanze anerkannt zu werden. Sie kann zwar Insekten fangen, diese aber nicht verdauen. Sie ist jedoch eng mit den karnivoren Schlauchpflanzen (Sarracenia) verwandt. Die Pflanze erreicht eine Höhe von ca. 40 cm. Die Art ist endemisch im Nordwesten der USA.
Die Kobralilie ist eine immergrüne, mehrjährige, krautige Pflanze mit einem Rhizom von 1-2 cm Durchmesser. Sie wächst sehr langsam, erst nach zwei bis drei Jahren nimmt sie ihre typische Gestalt an und nach sieben bis zehn Jahren blüht sie erstmals.
Die Pflanzen haben keine Hauptwurzel, sondern bilden aus dem Rhizom heraus zahlreiche feine Haarwurzeln.
Aussaat:
Die Aussaat im Haus ist ganzjährig möglich. Die Samen sollten zuerst stratifiziert werden (z.B. die Samen mit etwas feuchtem Sand ca. 4 Wochen im Kühlschrank lagern bei ca. 4°C). Nach der Stratifikation die Samen auf die feuchte Aussaaterde legen, andrücken und nur ganz leicht mit Erde bedecken. Das Substrat gleichmässig feucht halten (nicht nass!) und keiner direkten Sonnenbestrahlung aussetzen. Ein Zimmergewächshaus eignet sich gut. Um Schimmelbildung vorzubeugen, das Gewächshaus regelmässig lüften. Einen warmen (ca. 20°C) und hellen Standort dafür wählen. Keimt unregelmässig und die Keimperiode kann lange dauern. Saatgefässe deshalb nicht zu früh vernichten.
Die Anzucht dieser Pflanze ist für fortgeschrittene resp. erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner empfohlen.
Pflege:
Kobralilien wachsen bevorzugt an Standorten mit felsigem Untergrund (meist Serpentin), geringem Nährstoffangebot und hohem Schwermetallanteil (dem gegenüber die Pflanzen tolerant sind). Häufige Standorte sind Feuchtwiesen und Moore, aber auch Flussufer oder Böden aus reinem (kalkfreiem) Sand in Kiefernwäldern. Die natürlichen Wachstumsstandorte sind tendenziell südlich oder südwestlich ausgerichtet und liegen in Zonen hoher Niederschläge (1000 bis 2000 mm).
Die Pflanze ist bedingt winterhart.
Quellen u.a. Wikipedia