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Was meint Berkeley, wenn er das Naturgeschehen als Sprache Gottes bezeichnet? Diese Frage soll durch das Projekt beantwortet werden.
Insbesondere gilt es zu klären, in welchem Sinn Berkeley das Naturgeschehen als Sprache bezeichnet. Meint er dies wörtlich oder metaphorisch? Letzteres wäre besonders brisant, da er sich andernorts explizit gegen die Verwendung von Metaphern durch Philosophen ausspricht.
Es wird gezeigt, dass eine zentrale Motivation für Berkeley, dessen Verständnis von Kausalität war: Er lehnte die Auffassung ab, wonach Ursache und Wirkung notwendig verknüpft sind. „Notwendig“ heisst hierbei, dass die Wirkung unweigerlich auf die Ursache folgen muss. Der Grund für seine Ablehnung besteht darin, dass sich diese Notwendigkeit nicht beobachten lässt. Für Berkeley sind als Empirist die Sinne aber die einzige Basis für Wissen.
Für Berkeley handelt es sich bei Kausalität, um eine zufällige dennoch regelmässige Beziehung. Damit ähnelt die Beziehung von Ursache und Wirkung, jener zwischen Zeichen und Bezeichnetes. So hätte der Gegenstand Stein im Deutschen auch „Stone“ heissen können. Es ist ein weiteres Ziel des Projektes, Berkeleys eigenartige Auffassung von Kausalität detailliert zu untersuchen.
Berkeleys Auffassung steht im Kontrast zu René Descartes mechanistischer Auffassung des Naturgeschehens. Letzterer verstand das Naturgeschehen als ein Uhrwerk oder eine Maschine, wobei Kausalität für ihn eine notwendige Beziehung war. Es ist entscheidend, Berkeleys Auffassung im Kontrast und in der Auseinandersetzung mit jener Descartes’ zu analysieren – da Berkeley sie in Abgrenzung zu dieser entwickelte. Dies geschieht mittels einer kritischen und systematischen Auslegung von Berkeleys Schriften.
Die Auseinandersetzung mit Berkeleys Auffassung ist lohnenswert, da sie in den letzten 300 Jahren kaum Beachtung fand. Während Descartes mechanistische Auffassung – in moderneren Ausprägungen – bis heute unser Bild der Natur und Wissenschaft prägt.