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WC Vallnord
Grossartige Schweizer im Zwergstaat
Im dritten Anlauf ist es für den Olympiasieger aufgegangen: Nino Schurter realisierte in Vallnord seinen ersten Saisonsieg im Cross-Country-Weltcup und den 31. in seiner Karriere. Von der Rekordmarke des Franzosen Julien Absalon trennen den Bündner noch zwei Erfolge. Mathias Flückiger und Jolanda Neff belegten in Andorra jeweils den zweiten Rang.
Weltmeister und Olympiasieger Nino Schurter verwies in der Höhenluft Andorras seinen Landsmann Mathias Flückiger um zwei Sekunden auf den 2. Platz und löste den pausierenden Holländer Mathieu van der Poel als Weltcupleader ab. Dritter wurde der Brasilianer Henrique Avancini mit zwölf Sekunden Rückstand.
Dass der zu Beginn durch einen Sturz zurückgeworfene Schurter und der langsam gestartete Flückiger den Sieg unter sich ausmachen würden, zeichnete sich erst in der vorletzten der sieben Runden ab, als sich das Duo an der Spitze absetzte, nachdem der zwischenzeitlich solo führende Tscheche Ondrej Cink wegen Herzrasens einen Zwischenstopp hatte einlegen müssen. In der Folge lieferten sich die beiden Schweizer ein spektakuläres Duell. Mehrmals versuchte Schurter, seinen Begleiter mit Attacken abzuschütteln. Bis fast zuletzt konnte Flückiger die Angriffe parieren. Erst kurz vor dem Ziel riss Schurter die entscheidende kleine Lücke auf.
„Das war eines der härtesten Rennen, das ich je gefahren bin. Das war ein ziemliches Leiden“, befand Schurter. In Abwesenheit Van der Poels triumphierte der 33-jährige Bündner zum 31. Mal im Weltcup. Nur noch zwei Siege fehlen ihm damit zur Rekordmarke des Franzosen Julien Absalon.
Bei den Frauen wartet Jolanda Neff nach der dritten von sieben Weltcup-Stationen noch auf den ersten Vollerfolg im Cross-Country. Zwei Tage nach ihrer Sieg-Premiere im Short Track wurde die St. Gallerin Zweite hinter der überraschenden Holländerin Anne Terpstra, welche zum ersten Mal triumphierte.
Nach schlechtem Start zeigte Neff eine beeindruckende Aufholjagd. Die 26-Jährige kämpfte sich von Position 23 auf die vordersten Plätze zurück, nachdem sie sich in der ersten Runde einen Rückstand von 45 Sekunden auf die Spitzengruppe eingehandelt hatte. Für den Sieg, den sich Terpstra mit einer Attacke in der letzten Runde sicherte, fehlte ihr am Ende etwas die Kraft. „So weit hinten war ich bei einem Weltcup nach dem Start noch nie, und ich weiss gar nicht genau wieso. Ich glaube, die sind vorne einfach schnell gefahren und haben nachher dafür bezahlt“, liess Neff verlauten.
Sina Frei beendete das Rennen im 9. Rang. Die bald 22-jährige Zürcherin mischte zunächst ganz vorne mit, konnte ihr Tempo aber nicht durchziehen und büsste bis ins Ziel 2:11 Minuten auf die Siegerin ein. Fünfte wurde die schwedische Olympiasiegerin Jenny Rissveds, die sich in ihrem zweiten Weltcuprennen nach mehrjähriger Auszeit wegen Depressionen bereits wieder in einer starken Verfassung befindet. sda