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Frank Lloyd Wright war einer der prägendsten US-amerikanischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Acht seiner Bauten gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe, unter anderem das Guggenheim Museum in New York. Wright baute auch Wohnhäuser wie die stilbildenden Prairie Houses oder Usonians, weigerte sich aber, Garagen zu planen. Warum? Er glaubte, die Bauherren würden ihre Garagen brauchen, um Gerümpel zu lagern. Darum entwarf er offene Unterstellplätze für Autos und nannte sie «Carports». Heute ist ein Carport eine beliebte, kostengünstige Alternative zur Garage. Lesen Sie, was Sie über Carports wissen sollten, bevor Sie sich entscheiden.
Seit den 1930er-Jahren steht Carports für überdachte Einstellplätze für Autos und/oder Motorräder ohne Wände oder Türen. Carports sind offen, luftig und gut einsehbar, sie werden freistehend gebaut oder an eine Hauswand angebaut. Sie schützen vor Blättern, Hagel, Regen, Schnee sowie Sturmschäden, etwa durch Äste. Ausserdem verhindern Sie, dass Autoscheiben gefrieren. Weil das Carport-Dach die Wärme zurückwirft, werden die Scheiben nicht kälter als ihre Umgebung, obwohl das Auto bei Minusgraden im Freien steht. Auch die Temperatur im Innenraum fällt nicht so stark wie auf einem normalen Parkplatz.
Die Entscheidung für oder gegen einen Carport hängt von Ihren Antworten auf diese vier Fragen ab:
Fazit: Falls Sie sich nicht entscheiden können, ist eine Garage mit Carport eine Überlegung wert. Zum Beispiel, wenn Sie einen Oldtimer für Wochenendausflüge und einen Mittelklassewagen für den Alltag besitzen.
Was spricht für einen Carport? Das sind die sieben Argumente, die am häufigsten genannt werden: Ein Carport …
Holz ist günstiger als Stahl. Dafür ist es anfälliger auf Feuchtigkeit, Insekten oder Witterungseinflüsse und kann faulen, schimmeln oder sich zersetzen, wenn es feucht wird. Achten Sie auf die Holzqualität. Kaufen Sie am besten einheimisches Holz, etwa Fichte oder Lärche. Diese Holzarten enthalten viel natürliches Baumharz und sind widerstandsfähiger gegenüber Pilzen, Wind und Wetter als andere Hölzer. Das Holz, am besten druckimprägniertes Carport-Holz, sollte vorbehandelt sein und muss alle zwei Jahre mit einem speziellen Holzschutzmittel mit UV-Filter behandelt werden. Weil Holz weniger stabil ist als Aluminium, Metall und Stahl, sollten Sie unbedingt die Tragfähigkeit beachten: 85 Kilogramm Schneelast pro Quadratmeter sollte das Carport-Dach mindestens tragen, besser mehr.
Metall ist deutlich teurer als Holz und hat zahlreiche Vorteile. Zum einen ist ein Carport aus verzinktem Stahl oder eloxiertem Aluminium viel pflegeleichter als ein Holz-Carport und muss nur gelegentlich mit Wasser gereinigt werden. Zum anderen sind sowohl Stahl als auch Aluminium rostfrei und bieten Wind und Wetter problemlos Paroli. Ausserdem tragen Metall-Carports Schneelasten bis 200+ Kilogramm und eignen sich dank ihrer hohen Tragfähigkeit zur Begrünung oder für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Carports aus Metall wirken filigraner als Holz-Carports und können in fast allen RAL-Farben pulverbeschichtet werden. Die Beschichtung ist lichtecht und verblasst im UV-Licht nicht, darum sieht ein Metall-Carport auch nach Jahrzehnten noch aus wie neu.
Die Carport-Kosten setzen sich aus den
Rechnen Sie für einen Holz-Carport mit Kosten von 7’500 bis 15'000 Franken oder ein Mehrfaches davon für einen Carport aus Metall. Dafür müssen Sie sich um nichts kümmern und Ihr Carport wird von einem Profi geplant und montiert, zum Beispiel von einem Carport-Experten aus unserem Netzwerk. Ein Carport muss stabil sein, sicher vor Hagel, Regen sowie Schnee schützen und im Winter schwere Schneelasten tragen. Darum lohnt es sich, den Carport von Fachleuten montieren zu lassen, selbst wenn die Kosten höher sind als für ein DIY-Modell.
Sehr einfache Holz-Carports sind im Baumarkt für einige hundert Franken erhältlich. Dafür müssen Sie den Bau planen, das Baugesuch einreichen, das Fundament giessen, die Statik berücksichtigen, den Carport montieren und das Holz behandeln. Das braucht Zeit und handwerkliches Geschick. Falls Sie einen Metall-Carport montieren wollen, brauchen Sie Hilfe – selbst Metallträger und Pfosten aus leichtem Aluminium sind viel schwerer als Holz.
Kleinstbauten wie Carports müssen ab einer Grösse, die von Kanton zu Kanton unterschiedlich festgelegt ist, bewilligt werden. Im Kanton Zürich beispielsweise ab 2,50 Meter Höhe und 6 Quadratmeter Fläche, im Kanton Bern erst ab 2,50 Meter Höhe und 10 Quadratmeter Fläche. Im Prinzip benötigen Sie für alle Bauten, die fest mit dem Boden verbunden oder fest im Boden verankert sind, eine Baubewilligung. Wie Sie vorgehen müssen lesen Sie im Artikel «Wie beantragen Sie eine Baubewilligung?». Wer ohne Bewilligung baut, verstösst gegen das Planungs- und Baugesetz, macht sich strafbar und könnte verzeigt werden, falls der Verstoss vorsätzlich ist. Das kann teuer werden: Falls das Bauamt das Bauprojekt nicht in einem baurechtlichen Verfahren nachträglich bewilligt, muss der Carport zurückgebaut werden.
Mit dem Klimawandel und den steigenden Energiepreisen wächst das Interesse an Photovoltaikanlagen. Das Dach des neuen Carports bietet sich für die Installation an, wenn es tragfähig genug ist für die schweren Solarmodule. Mit Solarstrom vom Carport-Dach könnten Sie zum Beispiel Ihrund den restlichen Solarstrom im Haushalt verbrauchen beziehungsweise in einem Strom- oder Batteriespeicher speichern. Entscheidend für die Stromproduktion sind die Dachausrichtung (nach Süden) und die Dachneigung (25 bis 40 Grad). In unserem Artikel «Solarenergie: Eignet sich mein Dach für eine Solaranlage?» finden Sie mehr Tipps für Photovoltaikanlagen im Allgemeinen. Auf Solarstromanlagen auf dem Carport-Dach gehen wir in einem der nächsten Artikel im Houzy Magazin detaillierter ein, versprochen.