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Bruno Manser Fonds verursacht Aktiensturz in Malaysia
Börse setzt Handel mit Aktien von Cahya Mata Sarawak zeitweise aus
(Basel / Kuala Lumpur). Eine Medienmitteilung des Bruno Manser Fonds löste am Freitag einen Kurssturz bei den Aktien des malaysischen Unternehmens Cahya Mata Sarawak (CMS) aus. Der Infrastrukturkonzern ist eng mit der Familie von Taib Mahmud, des Gouverneurs des malaysischen Bundesstaats Sarawak, verbunden. Die Börse von Kuala Lumpur setzte am Freitag den Handel mit der CMS-Aktie zeitweise aus, nachdem der Kurs um 30 Prozent eingebrochen war. Der Abwärtstrend setzte sich gestern Montag fort.
Auslöser war die Ankündigung der Basler NGO, ihre Informationen zur Korruption der Taib-Familie mit der neuen malaysischen Regierung zu teilen. Tags zuvor hatte Malaysias neuer Premier Mahathir Mohamad gesagt, er werde gegen Taib Mahmud vorgehen, falls ihm Beweise für dessen Korruption gezeigt würden.
Der ehemalige Staatskonzern CMS wurde in den 1990er-Jahren mittels einer Serie betrügerischer Transaktionen durch die Taib-Familie übernommen, deren Oberhaupt damals den Posten des Regierungschefs bekleidete. Seither hat CMS von öffentlichen Aufträgen in der Höhe von über 1,2 Milliarden Schweizer Franken profitiert.
In einem Schreiben an die Aktionäre bestreitet das CMS-Management die vom Bruno Manser Fonds erhobenen Korruptionsvorwürfe. Seit dem Regierungswechsel in Malaysia sank der Kurs der CMS-Aktie um über 50 Prozent von 4.13 malaysischen Ringgit am 8. Mai 2018 auf 1.92 Ringgit bei Handelsschluss am Montag 21. Mai 2018.
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(22. Mai 2018)
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