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Kolumne Meret SchneiderSag mir, wo die Kellner sind …
Warum auswärts essen so teuer geworden ist – und was sich in der Gastrobranche ändern muss.
In den Restaurants bezahlen wir nicht das Essen, sondern die Kreativität, die Zeit, den Platz und nicht zuletzt den Service, der uns den schönen Abend bereitet.
Foto: Laurent Gilliéron (Keystone)
«Auch der Arbeitsmarkt ist ein Markt» war einer der prägnantesten Sätze eines Papiers des Kieler Instituts für Weltwirtschaft 2002. Es umfasst unter anderem 75 Punkte gegen die Arbeitslosigkeit und hatte zum Ziel, Arbeit billiger zu machen, möglichst viele Beschäftigte zu generieren und damit in Kauf zu nehmen, dass mehr Personen zu schlechteren Bedingungen und geringeren Löhnen arbeiteten. Die Arbeitgebenden stellten die Bedingungen, und die Arbeitnehmenden hatten sich anzupassen – es gab schliesslich genug von ihnen. Diese Zeiten sind vorbei.