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Der Fischer Sundaram Somaradam und seine Familie wurden mit Gewalt vom eigenen Land vertrieben. Diesen Frühling sind sie zurückgekehrt – doch die Zukunft ist ungewiss.
„Wir haben unser Land einfach zurückerobert“, erzählt der Fischer Sundaram Somaradam. Im vergangenen März kehrte er zurück und begann, das Land zu räumen und Unkraut zu jäten. „Ich gehe auch wieder in der Lagune fischen“, sagt Sundaram Somaradam. Und er fügt mit Bestimmtheit an: „Ich werde auf meinem Land bleiben, auch wenn sie mich töten.“
Das Ehepaar Sundaram Somaradam und seine Frau Sindathambi Suthukuma stammen aus Ragamwela, in der südöstlichen Region Panama. Das gut 60-jährige Paar hat fünf Kinder. Vor ihrer Vertreibung lebte die Familie vom Fischfang und von Erdnüssen, Cashew, Ingwer, Maniok und Kokosnüssen, die sie auf dem eigenen Land anpflanzten. Doch als Sundaram Somaradam 2009 die lokalen Behörden aufsuchte, um ein administratives Problem zu lösen, wurden ihm die Dokumente weggenommen, die seinen Landbesitz beweisen. „Gründe nannte man mir keine“, so Sundaram Somaradam. Kurz darauf kam es zu einem Brand im Gebäude der Behörden, wo die Dokumente aufbewahrt wurden.
Mit Eisenstangen geschlagen und alles verloren
Und es kam noch schlimmer: Am 17. Juli 2010 drangen maskierte Männer auf das Land der Familie ein, schlugen Sundaram Somaradam mit Eisenstangen und zündeten sein Haus an. Er konnte wegrennen, musste aber mit schlimmen Verletzungen ins Spital. Die Familie erstattete Anzeige gegen Unbekannt – doch die Polizei leitete keine Untersuchung ein, und das Land wurde zum Teil einer militärischen Sicherheitszone erklärt. Die Familie verlor alles: den gesamten Besitz und ihre Existenz als Fischer und Bauern.
Sundaram Somaradam schlug sich als einfacher Arbeiter durch und lebte später bei seiner Tochter in Panama Town. Im vergangenen Jahr schliesslich sicherten zwei Gerichte und eine Entscheidung des Kabinetts den ehemaligen Dorfbewohnern aus Ragamwela zu, dass der Boden ihnen gehöre und das Militär das Land verlassen müsse, mit Ausnahme eines kleinen Abschnitts. Doch auch wenn Sundaram Somaradam und seine Frau wieder zurückgekehrt sind – die Zukunft bleibt ungewiss. Denn das Ehepaar hat Angst dass ihnen das Land erneut weggenommen werden könnte, diesmal für touristische Zwecke: Die Region gilt nämlich als einer der besten Surfspots weltweit.