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Einige zentrale Gedanken aus der »amorphen Notizenmasse«, wie Thomas Mann das umfangreiche Konvolut zu seinem unvollendet gebliebenen Essay Geist und Kunst bezeichnet hat, wurden in der Folge zum Ausgangspunkt eigenständiger Essays. Manns Angaben zufolge diente ihm ein Abschnitt, in welchem er eine Charakterisierung des literarischen Menschen versucht, zur Vorbereitung dieses Essays; tatsächlich überschneiden sich die Inhalte allerdings kaum unmittelbar. Der genaue Entstehungszeitraum des Essays ist nicht zu rekonstruieren, ebensowenig mögliche Um- und Überarbeitungen. Laut Eingangsstempel traf das Manuskript aber am 27. Dezember 1912 in der Redaktion der Zeitschrift März ein, deren Herausgeber unter anderem Hermann Hesse war, und wurde dort im Januar 1913 in zwei Teilen abgedruckt.
Autorentext
Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.