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Allgemeine Familiennameneinträge haben den Zweck, Ahnenforschern ein bisschen weiter zu helfen!
Der Familienname Wirth ist in Seebach seit dem vorletzten Jahrhundert nachgewiesen in der Person des Heinrich Wirth und etwas später durch den Architekten Alois Wirth-Gavatz an der Schmidgasse mit Stichjahr 1913. Er betrieb in Seebach ein Architekturbüro im Haus neben der Eisenwarenhandlung Oberhänsli. Ã?ber diesen Architekten ist heute kaum mehr Näheres in Erfahrung zu bringen. Da er 1913 der einzige Architekt in Seebach war, dürfte er über mangelnde Aufträge kaum zu klagen gehabt haben. Ob die Seebacher Wirth' alle vom gleichen Stamm herrühren oder ob es mehrere Zuwanderer gab, ist noch nicht geklärt. Einige Abkömmlinge der frühen Wirth' haben sich in Seebach bemerkbar gemacht durch ihren Einsatz bei den alten Vereinen wie dem TVS und dem QVS, um einmal die wichtigsten zu nennen.
Besonders aufgefallen sind hier der eingangs schon erwähnte Heinrich Wirth, Präsident TVS 1900-1902, der aber schon zuvor als Turner Trophäen sammelte, dann Kurt Wirt sen., Präsident des TVS 1929-30 und 1931-33 sowie Präsident des QVS von 1948-55 und Kurt Wirth jun. als Präsident des QVS von 1981-92, Gemeinderat 1983-1997, anfänglich als Parteiloser in der LdU-Fraktion, seit 1988 als LdU-Mitglied. Gemeinderatspräsident 1992-1993, Präsident des Landesrings der Unabhängigen (LdU) des Kantons Zürich 1993-1996.
Weniger bekannte Wirth' waren Conrad Wirth, Dreher, Buhn (1892), ferner Alfed Wirth-Gassmann, Schlosser, auf der Buhn sowie sein Sohn Alfred, Schriftsetzer und Anna Wirth, Büroangestellte, beide bei den Eltern wohnend (1913, 1931). Im Weiteren Jakob Wirth, Portier, an der Schaffhauserstrasse und Heinrich Wirth, Konstrukteuer am Höhenring, beide für 1913 erwähnt. Dann noch der Grossvater von Kurt Wirth jun., Heinrich Wirth-Meier, Techniker, an der Glatttalstrasse 12 mit Frau Karoline und den Kindern Kurt, Willy und Karoline. Da insgesamt 3 Heinrich Wirth erwähnt werden, besteht der Verdacht, dass es sich um die gleiche Person handeln könnte.
Der älteste überlieferte Träger des Familiennamens Wirth ist schriftlich festgehalten für das Jahr 1239 in der Person von H. Tabernarius. Zu dieser Zeit war es durchaus noch üblich, dass man seinen Namen latinisierte. Tabernarius erinnert denn auch an die Taverne (Wirtshaus) und bedeutet wörtlich Tischwirt, allgemeiner Gastwirt, Schankwirt, Hausherr und sogar Ehemann. Besonders nahe verwandte Begriffe sind Tafel (Tisch), Brett (Bretterhütte) usw.
Der Familienname Wirth ist auch verwandt mit demjenigen der Wirz/Wirtz usw. Der Unterschied kam daher zustande, dass die Wirz eben im Genitiv genannt wurden, im Sinne von Sohn des Wirts. Aus dem 'ts' wurde ein 'z'. Doch auch die hierzulande vereinzelt anzutreffenden Namen Kretschmar, Kretschmer usw. bedeuten dasselbe und sind die österreichische und bayerische Schreibweise für den Wirt im südslawischen Sprachraum. In Ungarn heisst er Kocsmáros, was zeigt, dass die Ungarn das Wort wahrscheinlich schon sehr früh aus dem slawischen Sprachraum übernommen haben.
Der Familienname Wirth erklärt sich selbst. Die Träger dieses Namens wurden nach ihren Beruf benannt. Entsprechend dem Umstand, dass es in fast allen Dörfern schon früh zumindest eine Taverne gab, erklärt warum der Name relativ häufig vorkommt und demzufolge keine Gefahr besteht, dass er ausstirbt. Daher ist es auch ein Ding der Unmöglichkeit, einen festen Ort der Entstehung zu nennen. Im Kanton Zürich gibt es bei den Bürgerorten der Wirt/Wirth immerhin eine Häufung in Steinmaur, Stammheim, Niederweningen und im Zürcher Oberland, doch endet die Aufzählung überhaupt nicht mehr, wenn man in den anderen deutschsprachigen Kantonen Ausschau halten täte.
Quellen: - OGS-eigene - ZKB-Büchlein «Zürcher Familiennamen», 1994, Seite 177