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24 Stunden nach dem Anpfiff des Cupspiels zwischen dem FC Basel und dem FC Montlingen sitzt der Captain des Unterklassigen im Studio des Schweizer Fernsehens. Fabian Wüst ist in der Sendung «Goool» für das Ziehen der Kugeln aller Sechzehntelfinalisten zuständig, wobei sein Team nach der ehrenvollen 0:3-Niederlage gegen Basel nicht mehr dabei ist.
Dem FC Basel lost Wüst für die zweite Runde den FC Echallens Région zu. Die Waadtländer haben sich mit 4:0 gegen Novazzano für diese Runde qualifiziert und empfangen den FCB am Wochenende des 15./16. September im Stade des Trois Sapins, das 3000 Menschen Platz bietet und auf halber Strecke zwischen dem Neuenburger und dem Genfersee liegt.
Nach zwei Spielen in der 1. Liga (Gruppe 1) liegt Echallens mit einem Punkt auf Platz 11. Trainert wird das Team von Alexandre Comisetti, dem ehemaligen Schweizer Nationalspieler, der 2008 seine Karriere bei Echallens beendet hat. Nach einer vierjährigen Pause ist der 45-Jährige im Sommer 2017 bei Echallens eingestiegen. Vorher hatte er zwischen 2012 und 2014 das Team Vaud trainiert und stand in dieser Zeit für zwei Spiele als Interimstrainer beim FC Lausanne-Sport in der Super League an der Seitenlinie.
Mitte der 1990er-Jahre war der Romand Comisetti bei den Grasshoppers unter Vertrag. Dort spielte er unter anderem zusammen mit Marcel Koller, dem aktuellen FCB-Trainer, dem er im Cup-Sechzehntelfinal gegenüberstehen wird.
Ein Gegner mit Erfahrung
In Echallens trainiert Comisetti eine Mannschaft, die durchaus Erfahrung aufweist. Mittelfeldspieler David Marazzi zum Beispiel hat für St. Gallen und den FC Aarau 207 Spiele in der Super League absolviert.
Echallens sorgte in der ersten Saison unter Comisetti für Aufsehen im Cup. In der ersten Runde bezwangen die Waadtländer den FC Aarau aus der Challenge League 2:1 und eine Runde später Neuchâtel Xamax, den späteren Aufsteiger in die Super League, 3:2 nach Verlängerung. Im Achtelfinal scheiterte Echallens am FC Luzern – auch das nur, weil Ruben Vargas in der 87. Minute das 3:2 für die Zentralschweizer erzielte.
Für den FC Basel darf Echallens gleichwohl nicht zum Stolperstein werden. Der Sechzehntelfinal ist das erste Spiel nach der Nationalmannschaftspause und – falls er nicht die Europa League erreicht und dort am 20. September antritt – so etwas wie eine Hauptprobe: für das Duell mit den Young Boys, das eine Woche nach dem Cup ansteht (am 23. September im Stade de Suisse).
Schweizer Cup 2018/19, Sechzehntelfinalpaarungen
FC Schaffhausen (CL)–Young Boys
FC Lausanne-Sport (CL)–FC Sion
FC Azzuri Lausanne (1.)–FC Lugano
FC Echallens Région (1.)–FC Basel
FC Stade Nyonnais (PL)–Grasshoppers
Servette Genf (CL)–FC Luzern
FC Moutier (2.I.)–FC Thun
FC Aarau (CL)–Neuchâtel Xamax
FC Breitenrein (PL)–FC Zürich
FC Muri (2.I.)–FC St. Gallen
AC Bellinzona (PL)–FC Winterthur (CL)
FC Klingnau (2.)–FC Chiasso (CL)
FC Bavois (PL)–FC Rapperswil-Jona (CL)
FC Wohlen (PL)–FC Wil (CL)
Red Star Zürich (1.)–SC Cham (PL)
FC Fleurier (2.)–SC Kriens (CL)
Legende
fett = Super League | CL = Challenge League | PL = Promotion League | 1. = 1. Liga | 2.I. = 2. Liga interregional | 2. = 2. Liga