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Zwei amerikanische Senatoren haben die im Libra Projekt vertretenen Zahlungsanbieter, namentlich Mastercard, Visa und Stripe aufgefordert, sich aus dem von Facebook geführten Projekt zurückzuziehen.
Die Senatoren Brian Schatz (D-HI) und Sherrod Brown (D-OH) schickten am Dienstag drei Briefe an die jeweiligen CEOs der enstprechenden Unternehmen. Thematisiert wurde dabei die Beteiligung der Unternehmen am Entwicklungsnetzwerk von Libra.
Nachdem Anfang des Monats bereits PayPal aus der Libra Association ausgeschieden ist, wächst damit der Druck auf das Projekt weiter, da Zahlungsanbieter eine wichtige Komponente darstellen. Am 14. Oktober war ursprünglich die Unterzeichnung einer formellen Satzung für die Mitglieder anberaumt.
In den Briefen rügen Schatz und Brown, dass Facebook - die treibende Kraft hinter dem Netzwerk - nicht zufriedenstellend auf regulatorische Bedenken reagiert. Die Senatoren beziehen sich dabei auf die Verhinderung von Terroristische Aktivitäten, Geldwäsche sowie die wirtschaftliche Destabilisierung der Geldpolitik.
Im Brief führen die beiden Senatoren in einem harschen Ton folgendes aus:
"Es ist erschreckend zu überlegen, was passieren könnte, wenn Facebook verschlüsseltes Messaging mit eingebetteten anonymen globalen Zahlungen über Libra kombiniert."
Weiterhin wird den Unternehmen mitgeteilt, dass eine Beteiligung an der Libra Association zu verschärften regulatorischen Kontrollen führen könnte. Dies formulieren die beiden Senatoren wie folgt:
"Wenn man sich auf ein solches Projekt einlässt, kann man von den Regulierungsbehörden ein hohes Maß an Kontrolle erwarten. Das betrifft nicht nur die währungsbezogenen Zahlungsaktivitäten, sondern alle Zahlungsaktivitäten".
Ob und wie die Unternehmen auf diesen Brief reagieren, bleibt vorerst abzuwarten.