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- Der Walliser Staatsrat will das Strafvollzugssystem bis 2030 reformieren.
- Es gebe «ein wahres Problem der öffentlichen Sicherheit», das behoben werden müsse – mit Renovationen und Neubauten.
- Insgesamt 90 Millionen Franken soll die Reform kosten.
Das «Problem der öffentlichen Sicherheit» besteht laut dem Walliser Staatsrat aus mehreren Elementen: Manche Gefängnisse seien in einem schlechten Zustand (Crêtelongue wurde 1931 und Pramont 1978 gebaut), Haftbedingungen würden nur teilweise den Anforderungen entsprechen, allgemein gebe es zu wenig Plätze.
Bis 2030 sollen die Walliser Strafanstalten um- und ausgebaut werden. Zu den heute 268 Plätzen im Strafvollzug sind 97 zusätzliche geplant. Aber auch organisatorisch brauche es Neuerungen, sagte Georges Seewer, Chef der kantonalen Dienststelle für den Straf- und Massnahmenvollzug, gegenüber SRF News.
Ein neues Zentrum im Umkreis von Crêtelongue wird für die Betreuung Inhaftierter gebaut, die zu einer stationären therapeutischen Massnahme (der sogenannten «kleinen Verwahrung») verurteilt wurden. Dieser Vollzug ist bisher im Wallis nicht möglich, was zu hohen Kosten führt, wenn Betroffene in anderen Kantonen platziert werden müssen.
Die Kosten für den Ausbau sollen laut einer Mitteilung des Walliser Staatsrats zu 65 Prozent vom Kanton getragen werden, zu 35 Prozent vom Bund. Der Ausbau bringt etwa 80 neue Arbeitsplätze mit sich.