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Die Gerste stammt ursprünglich aus Ostasien (Westchina, Tibet, Nordindien). In der Schweiz ist die Gerste das wichtigste Futtergetreide. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Typen von Gerste, die nach dem Aufbau der Ähre unterschieden werden. Sowohl bei Winter- wie bei Sommergersten gibt es zweizeilige und sechszeilige Ährenformen. Im Gegensatz zu anderen Getreidearten ist das Ährchen der Gerste einblütig, so dass die Anzahl der Ährchen und Blüten gleich ist.
Bei mehrzeiligen Gersten stehen auf jeder Spindelstufe der Ähre drei fruchtbare Ährchen. Auch bei zweizeiligen Gersten werden auf jeder Spindelstufe drei einblütige Ährchen angelegt, von denen jedoch nur die mittlere Blüte fruchtbar ist und ein Korn ausbildet.
Das Gerstenkorn ist in der Regel eine Spelzfrucht. Die umhüllenden Deck- und Vorspelzen sind im Gegensatz zum Weizen und Roggen fest mit der Karyopse (Frucht) verbunden. Der Spelzanteil am Korngewicht erreicht im Mittel etwa acht bis zehn Prozent. Es gibt neben den bespelzten Gersten auch nackte Formen (Nacktgersten).
Die eiweissreichen Gersten liefern Futtergerste, die eiweissarmen (Sommer-) Gersten werden als Braugerste verwendet. Daneben dient Gerste der Herstellung von Graupen und Kaffee-Ersatz. In Schottland und den USA wird aus Gerste auch Whisky hergestellt.
Aussaat
Wintergerste: Mitte September bis Mitte Oktober
Sommergerste: Mitte März bis Ende April
Ernte
Wintergerste: Mitte Juni bis Ende Juli
Sommergerste: August