Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03636.jsonl.gz/1813

Zugleich betonte Blinken am Dienstag das Recht Israels, alles zu tun, damit sich ein terroristischer Angriff wie der durch die islamistische Hamas am 7. Oktober auf Israel nicht wiederhole. Zudem hätten Blinken und Netanjahu auch über den Stand der Bemühungen zur Freilassung aller noch im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln gesprochen, hiess es in einer Mitteilung des US-Aussenministeriums weiter.
Israels Verteidigungsminister Joav Galant habe gegenüber Blinken jedoch betont, dass der israelische Militäreinsatz in der Region der Stadt Chan Junis im Süden des Gazastreifens weiter intensiviert werde, bis die Führung der Hamas im Gazastreifen entdeckt und die Geiseln sicher nach Hause zurückgekehrt seien. Zudem müsse der Druck auf den Iran erhöht werden, um eine regionale Eskalation des Gaza-Krieges zu vermeiden, teilte das Presseamt Netanjahus weiter mit. Mit Blick auf die Kämpfe mit der Schiitenmiliz im Südlibanon betonte Galant, Israel bevorzuge eine diplomatische Lösung, sei aber auch zu einem Militäreinsatz bereit.
Am Morgen hatte Blinken bei einem Treffen mit seinem neuen israelischen Kollegen Israel Katz betont, er sehe trotz des Gaza-Kriegs «echte Gelegenheiten» für eine künftige Annäherung Israels an arabische Staaten in der Region. Er wisse von Katz' Bemühungen «mehr Verbindungen und Integration im Nahen Osten zu schaffen, und ich glaube, es gibt hier tatsächlich einige echte Gelegenheiten».
Blinken habe sich beim Gespräch mit Netanjahu auch erfreut über die Ernennung der niederländischen Politikerin Sigrid Kaag zur Koordinatorin der Vereinten Nationen für die humanitäre Hilfe für Notleidende im Gazastreifen geäussert. Er sagte eine enge Zusammenarbeit der USA mit Kaag bei dieser Aufgabe zu. Erneut betonte Blinken die Bedeutung eines dauerhaften Friedens für Israel in der Region, was die Schaffung eines Palästinenserstaates einschliesse, wie es in der Mitteilung seines Ministeriums weiter hiess.
Stationen der Reise Blinkens, die noch bis Donnerstag dauern sollte, waren neben Saudi-Arabien und Israel auch die Türkei, Griechenland, Jordanien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie das Westjordanland und Ägypten.