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Ergebnisse der Umfrage Contact Tracing
Mit dem parlamentarischen Entscheid der letzten Woche ist der Weg für den offiziellen Launch von SwissCovid, der Schweizer COVID19 Contact Tracing-App geebnet. Zu Beginn des Entwicklungsprozesses der SwissCovid App haben wir einen Fragebogen veröffentlicht, der mit Hilfe von ethischen Szenarien rund um das digitale Contact Tracing, eine breite Bevölkerung für diese Thematik sensibilisieren soll.
Für die knapp 1000 Teilnehmenden des Fragebogens stehen folgende Punkte im Zentrum:
- Freiwilligkeit: 83% der Teilnehmenden halten die Freiwilligkeit der App für das wichtigste ethische Kriterium. Nur eine freiwillige Nutzung stehe im Einklang mit der individuellen Autonomie der Bürgerinnen und Bürger. Des Weiteren sind 75% der Teilnehmenden der Auffassung, dass der Zugang zum Arbeitsort oder zu öffentlichen Räumen nicht an die Nutzung der App geknüpft werden darf.
- Nutzung: 58% der Teilnehmenden erklären, dass sie bereit sind, eine App, wie sie in der Schweiz entwickelt worden ist, zu nutzen. Von den Nutzungswilligen ist ein Grossteil (70%) der Meinung, dass der erwartete Nutzen der App und der Schutz der Privatsphäre hinreichend im Gleichgewicht sind. Demgegenüber empfinden von den 42% der Teilnehmenden, welche die App nicht nutzen wollen, 76% den Eingriff in die Privatsphäre als nicht verhältnismässig. Die Akzeptanz nimmt rasant ab, wenn es um Modelle geht, wie sie in Taiwan oder Singapur angewendet werden.
- Präzedenzfall: 72% der Teilnehmenden denken, dass eine digitale Contact-Tracing-App einen gefährlichen Präzedenzfall eines Eingriffs in die Privatsphäre schafft. Sie erwarten, dass die öffentliche Hand versucht sein wird, die Bürgerinnen und Bürger enger zu überwachen, oder dass private Akteure ihre Macht über die Nutzerinnen und Nutzer vergrössern.