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Was genau sind Aminosäuren?
Alle Aminosäuren sind chemische Verbindungen mit einer sogenannten Aminogruppe, einer Verbindung von Stickstoff und mindestens einem Kohlenstoffatom. Den Namen verdankt die Gruppe der Tatsache, dass sich der Stickstoff zusammen mit einer Säure zu einem Ammoniumsalz verbinden kann. Einige Aminosäuren ordnen sich in Ketten an und bilden auf diese Art Proteine (Eiweiss).
Manche Aminosäuren wirken als Neurotransmitter, also Botenstoffe im Nervensystem oder als Hormone (die in Drüsen gebildet werden) beziehungsweise Gewebsmediatoren (die in einzelnen Zellen eines Gewebes entstehen). Aus diesem Grund haben die Verbindungen vielfältige physiologische Wirkungen im Organismus.
Den Bedarf an Aminosäuren decken
Die meisten Aminosäuren kann der menschliche Körper selbst in ausreichenden Mengen herstellen. Allerdings sind acht essenzielle Aminosäuren bekannt, die der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann. Dazu zählen Lysin, das für seine Wirkbeschleunigung bei schmerzhemmenden Mitteln bekannt ist und Phenylalanin, ein Süssungsmittel.
Semi-essenzielle Aminosäuren kann der Körper herstellen, aber in der Regel nicht in den Mengen, die er benötigt. Das für die Regulierung des Blutdrucks wichtige L-Arginin gehört in diese Gruppe. Ein Mangel an dieser Substanz kann zu Potenzstörungen führen.
Wirkung von L-Arginin
L-Arginin ist als energiereiche Stickstoff-Phosphat-Verbindungen an zahlreichen biologischen Funktionen beteiligt. Die Substanz erfüllt eine wichtige Aufgabe im Harnstoffzyklus. Sie ist die alleinige Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO), einem der kleinsten und wichtigsten Botenstoffe im menschlichen Körper. Nach neusten Studien wirkt L-Arginin unter anderem einer Insulinresistenz entgegen und fördert die Insulinausschüttung. Noch bedeutender ist die Wirkung auf die Gefässe.
NO führt physiologisch zu einer Gefässerweiterung, da es in die Muskelschicht der Gefässe diffundiert. Im Muskel aktiviert es die lösliche Guanylatcyclase, was wiederum zum Erschlaffen der glatten Muskulatur führt. Dies ist die Ursache für das Nachlassen der Gefässspannung. Ohne die anhaltende Spannung erweitern sich die Blutgefässe und der Blutdruck sinkt bei gleichzeitig besserer Durchblutung. Zusätzlich wird die Ausbildung einer gestörten Gefässfunktion verhindert.
Dank dieser Eigenschaften kann Arginin als natürliches Potenzmittel wirken. Das bekannte Medikament Viagra, das bei Erektionsproblemen und Impotenz hilft, hat einen vergleichbaren Wirkmechanismus.
Aminosäuren alleine sind keine Potenzmittel
Studien haben gezeigt, dass L-Arginin zwar eine positive Wirkung auf die Gefässe hat, aber als Reinsubstanz nur bedingt bei Potenzstörungen hilft. Die Substanz ist allerdings zusammen mit Pinienrindenextrakt bei Erektionsstörungen sehr hilfreich. Gute Präparate reichen in der Wirkung an Viagra heran.
Der Vorteil des natürlichen Mittels ist, dass es weder rezept- noch apothekenpflichtig ist. Schliesslich möchte nicht jeder sein Potenzmittel in der Apotheke kaufen oder mit einem Arzt über das intime Problem sprechen.
Risiken bei der Einnahme von Aminosäureprodukten
Gesundheitliche Bedenken, wie etwa bei der Einnahme des Potenzmittels Viagra, bestehen nicht. Selbst Forscher und Institutionen, die den Mitteln kritisch gegenüberstehen, melden keine grundlegenden Bedenken gegen die Einnahme an. Sie bemängeln in der Regel, dass die Produkte teuer sind, eine ausgewogene Ernährung die Einnahme überflüssig macht und dass die Wirkung nicht ausreichend erwiesen sei.
Es mag sicher möglich sein, die Inhaltsstoffe von Pinienrinde und L-Arginin durch die normalen Nahrungsaufnahmen zuzuführen, nur bedeutet dies, strenge Diätregeln einzuhalten. Die Kritik bezüglich der Kosten und der Wirksamkeit ist weniger berechtigt. Entsprechende Studien zeigen, dass die Kombination der Aminosäure mit Pinienrindenextrakt ein wirksames Mittel gegen Potenzstörungen ist. Letztendlich kann sich jeder Verbraucher schnell selbst von der Wirkung überzeugen, denn Erektionsstörungen und Potenzprobleme erkennt jeder Mann auch ohne Arzt.