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- geboren 1972, von Alterswil
- MA European Studies, lic. ès sc. pol.
- wohnhaft in Murten
- im Amt seit 2017
- Christlichdemokratische Volkspartei
- verheiratet mit Daniela Curty-Stempfel, 2 Kinder
- frühere Tätigkeit: Vizekanzler
Vertreterin: Anne-Claude Demierre
Olivier Curty ist der Präsident der Delegation für das Wirtschafts- und Finanzwesen
Geboren am 18. Januar 1972 in Freiburg. Von Alterswil. Katholisch. Sohn von Joseph Curty, Polizist, und von Anita Andrey. Er heiratet 2004 Daniela Stempfel, Tochter des Peter Stempfel, Bankier. Olivier und Daniela Curty haben zwei Töchter.
Er absolviert die Primarschule in St. Ursen und besucht dann die Orientierungsschule Tafers. 1987 beginnt er eine Lehre bei einem Treuhänder und erhält 1990 sein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als kaufmännischer Angestellter von der Kaufmännischen Berufsfachschule Freiburg. Nachdem er um Aufnahme nachgesucht hat, absolviert er das Kollegium St. Michael, wo er 1993 die Wirtschaftsmaturität absolviert (Maturität vom Typus E), daneben absolviert er die Rekrutenschule.
Er studiert Politologie und macht 1996 das Lizentiat (Master) in Politikwissenschaften an der Universität Lausanne und ein «Diploma in international relations» der «Universität Kent» in Canterbury (Grossbritannien). 1998 dann erhält er einen «Master of Advanced European Studies» in Basel (Europainstitut der Universität Basel). Sein Studium führt dazu, dass er drei Sprachen spricht (Deutsch, Französisch und Englisch).
Nachdem er während seines Studiums beim Treuhänderunternehmen Fidurévision AG (Freiburg) arbeitete, wird er 1999 Assistent der Direktion bei Promarca (Schweizerischer Markenartikelverband). 2001 beginnt er im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport als sicherheitspolitischer Analyst zu arbeiten. Ab 2005 arbeitet er im Stab des Bundesamts für Polizei (Fedpol) und ist dort zuständig für Internationale Entwicklungen.
Zunächst wohnte Olivier Curty in Bern, zieht dann aber 2002 nach Murten um. Er engagiert sich in der Politik als Präsident der CVP der Region Murten. Er ist bis 2016 auch Mitglied des Generalrates der Stadt.
2008 wird Olivier Curty zum Vizekanzler des Kantons Freiburg ernannt. Dieses Amt übt er 9 Jahre aus, bis er am 6. November 2016 zum Staatsrat gewählt wird. Er hat im Amt als Vizekanzler an gegen 500 Sitzungen der kantonalen Exekutive teilgenommen.
2016 dann sucht die kantonale CVP eine deutschsprachige Kandidatin oder einen deutschsprachigen Kandidaten für die Wahl zur Nachfolge von Beat Vonlanthen und als Begleiter der Bisherigen George Godel und Jean-Pierre Siggen. Die Tradition wollte es, dass der gewählte deutschsprachige CVP-Kandidat häufig im Sensebezirk wohnte, aber 2016 konnte der Sensebezirk keine entsprechende Kandidatin oder einen entsprechenden Kandidaten vorschlagen. Die CVP des Seebezirks, die nur die viertgrösste Partei des Bezirks ist, schlägt somit mit Unterstützung der Frauen der Sektion die Kandidatur von Olivier Curti vor. Olivier Curty, ursprünglich ein Sensler und im Seebezirk wohnhaft, bildet derart eine hervorragende Brücke zwischen den beiden Bezirken. Er muss nichtsdestotrotz gegen eine Sozialdemokratin aus seinem Bezirk und eine weitere Gegnerin der Linken aus dem Sensebezirk antreten.
Anlässlich des Urnengangs schliessen sich die Parteien CVP, FDP und die SVP zu einem Wahlbündnis zusammen. Die drei Vertreter der CVP und der freisinnige Vertreter werden im ersten Wahlgang gewählt, was für Olivier Curty, der in der kantonalen Politik neu ist, einen schönen Erfolg darstellt. Er übernimmt die Führung der Volkswirtschaftsdirektion (VWD), zu der auch die Fachhochschulausbildung der HES-SO Freiburg, Energie, Tourismus und Wohnungswesen gehören.
Sein Mandat beginnt mit Volldampf und zahlreichen gesetzgeberischen Arbeiten. Das Gesetz über die Wirtschaftsförderung wird ab 2018 geändert, um neue Werkzeuge zur Unterstützung von Unternehmen bereitzustellen. Er verabschiedet ausserdem eine Revision des Energiegesetzes (2019), wobei gegen die Vorgängerversion das Referendum ergriffen wurde, das vom Volk angenommen wurde. Er setzt sich auch für eine Revision des Arbeitsmarktgesetzes ein, womit die Instrumente für den Kampf gegen die Schwarzarbeit erheblich gestärkt werden (in Arbeit).
Eine Revision des Gesetzes über den Tourismus wird ebenfalls auf den Weg gebracht: Eines seiner Ziele ist die Präzisierung der Finanzierungskriterien des Tourismusförderungsfonds, dies, nach einer grossen Studie zu den Potenzialen der Tourismusstationen der Freiburger Voralpen.
Ebenfalls auf der legislativen Ebene wird eine Änderung des Gesetzes über die Berufsbildung geprüft. Das Gesetz über die aktive Bodenpolitik wird von einer parlamentarischen Kommission des Grossen Rates ebenfalls geprüft. Dessen Hauptzweck ist es, die Entwicklung der Industriegebiete des Staates (Romont und Saint-Aubin) einer selbständigen Anstalt zu übertragen.
Olivier Curty erhält einen Kredit von 24 Millionen Franken zum Bau eines experimentellen Gebäudes der Zukunft zugesprochen, das auf dem Gelände der blueFACTORY (2019) errichtet werden soll. Ebenso erhält er grünes Licht vom Grossen Rat für einen Kredit von 5 Mio. Franken, um die technische Infrastruktur der Berufsfachschule (EMF) zu erneuern.
Unter seiner Führung wird eine Strategie für die wirtschaftliche Entwicklung des Lebensmittelsektors entwickelt. Erste Investitionen dazu erfolgen auf einem staatlichen Grundstück in St. Aubin, um insbesondere KMU und Start-ups in diesem Bereich anzusiedeln und zu etablieren.
Dem Volkswirtschaftsdirektor wird vom Staatsrat auch das Dossier auswärtige Beziehungen übertragen; er bittet ihn im gleichen Zuge die Interessen des Kantons in der Konferenz der Kantone (KdK), in der Konferenz der Westschweizer Kantone und in der Hauptstadt-Region Schweiz (siehe das Verzeichnis der Interessenbindungen unten) zu verteidigen.
Olivier Curty liebt den Sport, er ist Mitglied des Athletic Club Murten. Er läuft regelmässig. Ebenso liebt er die Musik, früher spielte er Schlagzeug.