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Die Welthandelsorganisation (WTO) bildet das rechtliche und institutionelle Fundament des multilateralen Handelssystems und ist die einzige internationale Organisation, welche die grenzüberschreitenden Handelsbeziehungen der Staaten auf globaler Ebene regelt. Die WTO existiert seit dem 1. Januar 1995 und hat zum Ziel, einen möglichst liberalen und diskriminierungsfreien Handelsverkehr zu unterstützen, da dies ein wichtiger Beitrag für Entwicklung und Wohlstand ist.
Bedeutung für die Schweiz
Als mittelgrosser Akteur im Welthandel kann die Schweiz im Gegensatz zu grossen Handelsstaaten und -blöcken ihre ökonomischen und handelspolitischen Interessen nicht mittels wirtschaftlicher Macht durchsetzen, sondern ist auf verlässliche internationale Spielregeln für den grenzüberschreitenden Handelsaustausch angewiesen. Als Mitglied der WTO beteiligt sich die Schweiz aktiv an der Lösung von Problemen, an der Umsetzung und Einhaltung bestehender Abkommen sowie an der Entwicklung des Regelwerks.
Seit Mai 2019 verhandeln rund 80 WTO-Mitglieder Bestimmungen zum digitalen Handel (E-Commerce). Ziel der Verhandlungen ist es, den digitalen Handel zu fördern, indem unnötige Handelshemmnisse vermieden werden und gleichzeitig gemeinsame Grundprinzipien für die innerstaatliche Regulierung entwickelt werden.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) vertritt die Schweiz bei der WTO.
Rolle des BAKOM
Das BAKOM wird regelmässig konsultiert und arbeitet bei Verhandlungen in Zusammenhang mit seinen Zuständigkeitsbereichen (Telekommunikation, Marktüberwachung und Anlagen, Medien) mit dem SECO zusammen.
Letzte Änderung 29.12.2015