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Sandro Viletta tritt zurück
Der Bündner Skirennfahrer Sandro Viletta hat seinen Rücktritt vom Spitzensport erklärt. Seine Zukunft sieht der Engadiner im Trainer-Business.
Sandro Viletta tritt vom aktiven Skirennsport zurück. Dies hat der Engadiner am Dienstagnachmittag anlässlich einer Medienkonferenz in Chur erklärt. «Ich habe gemerkt, dass ich mich bei gewissen Schneeverhältnissen nicht mehr wohl fühle», führte Viletta aus. Deshalb sei die Überzeugung gewachsen, den Rücktrittsentscheid zu treffen. Gegenüber den Medienvertreter hat Viletta auch gleich seine Zukunftspläne offenbart. Er wolle im Skirennsport bleiben und sich als Trainer ausbilden lassen, so der 32-Jährige.
Der Rücktrittsentscheid ist die Konsequenz der zahllosen schweren Verletzungen, die Viletta in jüngerer Vergangenheit erlitt:
- 2014 traten bei Viletta just zum Saisonauftakt in Gröden akute Rückenschmerzen auf, von denen er sich die gesamte Saison nicht befreien konnte.
- Im Winter 2015/16 zog sich Viletta ebenfalls in Gröden eine Knochenprellung im rechten Knie zu. Noch vor Weihnachten musste der Mann aus La Punt-Chamues-ch die Saison vorzeitig beenden – auch weil sich der Rücken wieder bemerkbar gemacht hatte.
- In den Winter 2016/17 startete Viletta weitgehend schmerzfrei, doch wieder wurde er von der erbarmungslosen Saslong in Gröden abgeworfen. Am Ort, an dem Viletta bereits 2012 mit einem üblen Sturz eine erste unliebsame Erfahrung gemacht hatte, zog er sich die vierte gravierende Verletzung zu. Dieses Mal bedeutete ein Kreuzbandriss sowie ein Meniskusschaden am rechten Knie das Saisonende, inklusive Out bei der Heim-WM in St. Moritz. Es war gleichzeitig Vilettas letzter Start in einem Weltcuprennen.
- In der Saison 2017/18 trat Viletta zwecks Wiederaufbau ausnahmslos im Europacup in Erscheinung – bis im März 2018 die Verletzungshexe erneut zuschlug und er sich bei einem Sturz in der Abfahrt von Kvitfjell einen Kreuzbandriss im linken Knie sowie eine Gehirnerschütterung zuzog. Zuletzt trainierte Viletta mit dem Ziel, die Rückkehr in den Weltcup-Zirkus noch einmal zu bewerkstelligen. Ein Unterfangen, das er nun abbrach.
Am Dienstagnachmittag in Chur blickte Viletta indes nicht mit Groll zurück auf seine von Verletzungen geprägte Karriere. Der heute 32-Jährige erinnerte auch an schöne Erfolge. Hervorzuheben sind Vilettas einziger Weltcupsieg 2011 beim Super-G in Beaver Creek und der Olympiasieg von Sotschi 2014 in der Kombination.