Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/3267

Am kommenden Montag reicht Murrays Anwältin, Valerie Wass, den 300-seitigen Berufungsantrag für Conrad Murray vor Gericht ein. Nur wenige Tage davor hat nun Conrad Murray gegenüber CNN erklärt, dass er vollauf hinter Valerie Wass stehe; insbesondere nach dem Streit, den sie und Murrays ehemaliger Anwalt Michael Flanagan im Gefängnis hatten.
Die Medien und die Öffentlichkeit hätten einen falschen Eindruck von Valerie Wass erhalten, so Murray, und so möchte er ausdrücken, dass er voll hinter ihr stehe und den grössten Respekt für sie und das grösste Vertrauen in sie habe.
Murrays zweijährige Gefängnisstrafe wäre in sieben Monaten abgesessen, aber er beharrt auf einer Berufung und hofft, dass das Urteil aufgehoben wird, um seinen guten Ruf wiederherzustellen und seine Approbation zurück zu erhalten und wieder als Arzt praktizieren zu können. Im Berufungsantrag werden die gleichen Argumente wie bereits während des Prozesses geltend gemacht bzw. nochmals betont (z.B. dass Michael Jackson sich die tödliche Dosis Propofol selbst zugeführt haben soll; dass es wichtig sei, dass Arnold Klein aussage; dass entscheidend war, dass sich Michael Jackson zur fraglichen Zeit auf Demerolentzug befand; dass es keinen Beweis für die Infusion gibt). Die Staatsanwaltschaft wird die Gelegenheit haben, auf Murrays Berufungsantrag zu antworten, bevor das kalifornische Berufungsgericht sein Urteil fällt.
Man darf gespannt sein, aber grosse Hoffnungen würden wir uns mal nicht machen, wenn wir in Conrad Murrays Schuhen steckten. Richter Michael Pastor und die Staatsanwälte hatten damals einen souveränen und tadellosen Prozess geführt, was von der Gegenseite wahrlich nicht behauptet werden konnte.