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Kennen Sie OKR? Haben Sie die Methode vielleicht schon eingeführt, arbeiten damit oder überlegen sich, ob Sie diese einführen möchten? Dann könnten folgende Überlegungen für Sie hilfreich sein:
Als externe Berater haben wir den Vorteil, dass wir schon viele OKR Einführungen begleitet haben und so viele Erfahrungen gesammelt haben. Eines unserer wichtigsten Learnings dabei: Unser Theorieteil zu OKR wurde über die Zeit immer kleiner, bis er quasi gar nicht mehr existierte und wir teilweise sogar auf die Begrifflichkeit "OKR" vollständig verzichteten. So gelangen die Einführungen deutlich besser.
Wir führen das darauf zurück, dass die Methode und die Benennung der Methode zu viel Aufmerksamkeit auf sich zogen. Zu viele Fremdwörter wie Moal, Objective, Key Results, KPIs, Sprint, Review, Retro …. Leider hört sich die Methode kompliziert an. Wie sagt man so schön, der Wurm muss dem Fisch schmecken. (Und nicht dem Berater.) Der Wurm OKR schmeckte zu wenigen Mitarbeitenden unserer Kunden. «Was wird uns hier nun wieder aufgezwungen?» wird dann in solchen Einführungsworkshops gedacht.
Die Methode muss den Mitarbeitenden der Organisation helfen, sich sinnvoll, fokussiert und aktiv in die Weiterentwicklung ihrer Firma, ihrer Abteilung und ihres Teams einzubringen. Hier haben wir es nicht durchgehend geschafft, die Diskussionen auf der Methode kleinzuhalten. Mit jeder zusätzlichen Begriffserklärung wuchs der Widerstand.
Eine Lösung kann deswegen sein, OKR einzuführen, ohne OKR einzuführen. Wo möchten wir in 5 Jahren stehen? (Vision). Woran könnte man unseren Fortschritt messen? (KPIs). Was sind Schwerpunkte, die wir im nächsten Jahr setzen möchten, damit wir dort hinkommen? (Moals). Welche Handlungsfelder helfen? (Os). Was genau möchten wir im nächsten Zyklus tun, um die Handlungsfelder umzusetzen? (KRs).
Ob wir die Dinge mit den «richtigen» Fach-Termini ansprechen oder nicht, ist weniger entscheidend. Wir hatten nicht selten folgende Diskussionen:
Was genau unterscheidet sich jetzt von klassischen Zielen?
Warum soll es ein Aktivitätenziel sein, wenn es doch «Key Result» heisst?
Was genau ist der Unterschied zwischen einem Moal und einem Objective?
Wie viel % Erreichung wird denn erwartet und wie genau rechnet man das bei unterschiedlichen KRs?
Wie viele KRs soll ein O haben?
Sollte man ein grosses KR machen oder lieber viele kleine?
Dies lenkte die ganze Diskussion weg von den eigentlichen Grundideen, welche OKR von klassischen Zielsystemen unterscheidet. Statt beispielsweise die methodische Diskussion zu führen, ob ein KR nun SMART formuliert ist oder nicht, stehen für uns beispielsweise folgende Punkte im Mittelpunkt:
KRs sind Aktivitäten, die ich selbstbestimmt durchführen kann.
KRs helfen, den Jahresschwerpunkt und ein Handlungsfeld zu erreichen,
KRs haben bei einer Erreichung oder Nicht-Erreichung keine Konsequenzen ausser Lernen.
KRs werden nicht von Führungskräften übersteuert.
KRs sind keine Schreibübung - man sollte Lust haben, diese zu erreichen.
KRs betreffen die Arbeit AM System und nicht Arbeit IM System.
Ganz egal, an welcher Stelle Sie auf Ihrer OKR-Reise gerade stehen - vor dem Start, mitten drin oder schon sehr erfahren. Sprechen Sie uns an - wir diskutieren gerne mit Ihnen mit!