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Die weisse Rebsorte Bacchus, auch Frühe Scheurebe genannt ist eine Kreuzung von (Silvaner x Riesling) und Müller-Thurgau. Peter Morio und Bernhard Husfeld züchteten sie am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof im Jahre 1933. Ihre Zulassung in Deutschland erfolgte im Jahr 1972 mit dem Eintrag in die Sortenliste.
Die Rebsorte wird vor allem in Deutschland und in England angebaut. Kleine Bestände sind auch in der Schweiz bekannt (1,6 Hektar, Stand 2009). Während der Anbau in der Schweiz konstant bleibt, ist der Anbau dieser Sorte ist in Deutschland stark rückläufig. Im Jahr 2007 waren 2061 Hektar ( = 2,0 % der deutschen Rebfläche) mit der Rebsorte Bacchus bestockt. Ein Jahr zuvor hat die Anbaufläche noch 2113 Hektar betragen, während im Jahr 1999 3126 Hektar mit Bacchus erhoben wurden. Die Hauptanbaugebiete sind Rheinhessen und Franken.
Bacchus verdankt ihre Popularität unter Winzern besonders der Tatsache, dass sie - im Gegensatz zum Riesling - eine frühreifende Rebsorte ist, die sehr hohe Reifegrade erreicht und deshalb auch in Lagen angebaut werden kann, die für den Riesling weitgehend ungeeignet sind.
Die Triebspitze ist dicht weisswollig und die Farbe der jungen Blätter ist grün. Die Trauben sind sehr dichtbeerig, geschultert und mittelgross. Die Farbe der Beeren ist gelbgrün, sie sind mittelgross und rund bis oval. Die Trauben verbergen einen leichten Muskatgeschmack. Die Rebe verträgt keine kalten, zu stauender Nässe neigenden Böden.
Bacchus ergibt leichte bis mittelkräftige Weine mit oft hellgelber Farbe. Die Weine sind blumig, aromatisch und fruchtig, aber nur, wenn das Lesegut völlig ausgereift ist. Hin und wieder mit vordergründigem Muskatton, auch sind Anklänge an Johannisbeeren und Kümmel möglich. Allerdings fehlt es den Weinen manchmal an Säure, daher wird sie häufig mit Müller-Thurgau verschnitten. Deren relativ neutrale Weine bereichert sie mit ihrer Frucht und ihrem Bouquet - zusammen sind sie ein fester Bestandteil der unter Weinkennern oft nicht sehr geschätzten Liebfrauenmilch.
Geilweilerhof 33-29-133, GF 33-29-133, Dionysos und Frühe Scheurebe