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Städtlimuseum im Gemeindehaus
Helene Roth (1887 in Wangen an der Aare geboren) war Lehrerin sowie Malerin und Grafikerin. Nach der Neuen Mädchenschule in Bern und der Ecole supérieure des jeunes filles in Morges 1908 schloss sie die Ausbildung als Bezirkszeichenlehrerin in Aarau ab, war aber schon während der Ausbildung zur Lehrerin 1905 bis 1907 sowie danach, 1912 bis 1914, Schülerin von Cuno Amiet.
1908/09 besuchte sie die Académie Ranson sowie die Académie de la Grande Chaumière in Paris, 1910 folgte ein Aufenthalt in München, wo sie Kurse beim Landschafts- und Portraitmaler Heinrich Knirr und beim Maler und Kunstpädagogen Wilhelm von Debschitz besuchte. 1914 kehrte Helene Roth wieder nach Wangen an der Aare zurück, wo sie ab 1937 ein eigenes Atelier
betrieb. Am 31. Dezember 1966 verstarb Helene Roth in Niederbipp.
Helene Roth malte Landschaften, Porträts und Akte im Stil Amiets und war
ab 1909 in Gruppenausstellungen in der Schweiz zu sehen. 1918 und 1936
erhielt sie ein eidgenössisches Kunststipendium und wurde 1952
Ehrenmitglied der Gesellschaft Schweizer Malerinnen, Bildhauerinnen und
Kunstgewerblerinnen.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit verfasste Helene Roth diverse Artikel, u.a. in der Zeitschrift «Der Aufbau». Sie setzte sich speziell für die Rechte der Frau ein.
Die Ausstellung im Rahmen von nomen est omen wird vom Museumsverein Wangen an der Aare zum 50. Todestag von Helene Roth geplant und realisiert. Helene Roth, resp. ihre Nachlassverwalterin, hat dem Museum viele Gegenstände, Briefe, Bücher und Dokumente über die Familie Roth vermacht.