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Das Gaswerkareal ist eine wichtige Landreserve. Ihre Entwicklung ist für die angrenzenden Quartiere von grosser Bedeutung. Das rund 100000 m2 grosse Areal liegt in der Schwemmlandebene der Aare. Es umfasst neben den Flächen des ehemaligen Gaswerks ebenfalls die angrenzende Ryff-Fabrik und einen Uferabschnitt der Aare. Der grösste Teil des Areals ist mit einem Zaun umgeben, da von der frühren industriellen Nutzung der Boden verschmutzt ist. Das Gaswerkareal muss dringend altlasten- und schadstoffsaniert werden.
Der Gaskessel steht auf dem Areal, das sich entwickeln soll. Das Werkstattgebäude auf der rechten Seite des Bildes ist ein geschützter Bau, der sich im geschlossenen Teil des Areals befindet.
Juli 2019: News vom Gaswerkareal
- Arealentwicklung
Der Gemeinderat plant auf dem Areal zahlreiche preisgünstige Wohnungen zu bauen. Daneben soll es auch Platz für Gewerbe und Freiräume geben. Der Stadtrat hat die Vorschläge des Gemeinderates sehr gut aufgenommen, vor allem das Primat des Gaskessels. Der Gaskessel bleibt, wo er ist. Das Gaswerkareal soll zum urbanen Aarequartier entwickelt werden. Der Kauf des Areals ist in Planung. Nach dem Kauf wird es eine Abstimmung zum Zonenplan geben. Im Februar 2020 soll es eine Abstimmung zum Kaufkredit geben. Nach der Sanierung soll es Zwischennutzungen geben, damit mehr Raum auf dem Areal öffentlich zugänglich wird. Der provisorische Zeitplan sieht konkret vor, dass ab 2019 die Partizipation läuft. Nach der Volksabstimmung zum Kauf startet der städtebauliche Wettbewerb ebenfalls 2020. Test- und Zwischennutzungen könnten 2021 anlaufen. Die Realisierung nach der neuen Zonenordnung sollten voraussichtlich ab 2025 beginnen können.
- Zwischennutzung und Altlastensanierung
Die Verhandlungen von EWB mit dem Verein «anstadt» sehen vor, dass sie das Areal bis Anfang 2021 zwischennutzen dürfen. Ihr Baubewilligungsgesuch läuft. Es sind keine Einsprachen eingegangen. Der Entscheid liegt nun beim Regierungsstatthalter.
Die geplante Altlastensanierung wird sobald wie möglich in Angriff genommen. Die ganze Baustelle wird überdacht. Das Verkehrskonzept sieht drei Abfahrtsrouten vor. Auf die Schulwege der Schüler*innen und die Öffnungszeiten des Freibads wird Rücksicht genommen. Wegen Einsprachen ist das Projekt verzögert. Die Beschwerdeantwort von EWB wurde im Juni 2019 gesprochen. Es kann noch einige Zeit dauern, bis die rechtskräftige Antwort des Gerichts eintreffen wird
Das Areal, das entwickelt werden soll.
Am 2. April 2019 findet von 18:00 bis ca. 20:00 Uhr im Generationenhaus am Bahnhofplatz 2 im 3. OG ein FEIERABENDTALK ZUR BERNER WOHNSTRATEGIE statt. Thema ist "Quo vadis Viererfeld und Gaswerkareal?"
In seiner Wohnstrategie verfolgt der Berner Gemeinderat eine aktive Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Dabei geht es nicht nur um preisgünstigen Wohnraum, sondern um lebendige, nachbarschaftsorientierte Quartiere. Was bedeutet dies für die Entwicklung der begehrten Areale auf dem Viererfeld und Gaswerk? Wie sollen künftige Stadtquartiere aussehen, von denen möglichst viele profitieren?
Auf dem Podium diskutieren Gemeinderat Michael Aebersold (SP), Stadträtin Melanie Mettler (GLP) und Stadtrat Bernhard Eicher (FDP).
Moderation: Daniel Blumer, Kompetenzzentrum gemeinnütziger Wohnungsbau Bern.
Anschliessend sind alle Teilnehmenden herzlich zum Apéro eingeladen.
Die Feierabendtalks sind kostenlos. Die Platzzahl ist begrenzt. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erwünscht.
Die Entwicklung des Gaswerkareals ist ein wichtiges Projekt in der Berner Stadtplanung. Auf dem Areal ist ein attraktives Miteinander von Gewerbe, Wohnen, Naturraum, Sport- und Freizeitnutzung geplant. Die Identität und Ausstrahlung des Gebietes soll dabei erhalten bleiben. Als nächster Schritt erfolgt voraussichtlich ab Anfang 2019 eine von der EWB durchgeführte Altlastensanierung.
Ende August 2017 hat die EWB das Baugesuch für die Altlastensanierung eingegeben. Es ist vorgesehen, aus Sicherheitsgründen ein Zelt aufzustellen. Die Lastwagen, die die Altlasten abtransportieren, sollten die Quartierbevölkerung so wenig wie möglich tangieren. Das Verkehrskonzept sieht verschiedene Transportphasen vor (je nach Schul- und Marzilibadöffnungszeiten). Es wurde von der Verkehrsplanung der Stadt Bern genehmigt. Für die An- und Wegfahrten gibt es diverse Routen, die zum Teil durch den Stadtteil 3 führen. Der Start der Sanierung wird voraussichtlich Anfang 2019 erfolgen und sie dauert bis etwa Ende 2020. Umwelt- und menschenfreundlich Die EWB hat an der Delegiertenversammlung von QM3 am 10. September 2018 das Projekt detailliert vorgestellt. Sie hat versprochen, dass die Schadstoffe nicht ins Grundwasser gelangen können. Das Zelt wird aufgestellt, damit der üble Geruch des abgetragenen Materials nicht ins Quartier hinausgetragen wird. Es werden keine giftigen Stoffe verarbeitet. Bezüglich der durch das Marzili fahrenden Lastwagen wurde seitens EWB kommuniziert, dass circa 25 Fahrten pro Tag das Quartier passieren, wenn das Marzilibad offen ist und etwa 75 Fahrten pro Tag, wenn das Bad zu ist. Wenn die Schulkinder auf ihrem Schulweg unterwegs sind, sollten keine dieser Fahrten vonstattengehen. Blick in die Zukunft Die Gesamtleitung der Entwicklung des Gaswerkareals liegt in den Händen von Immobilien Stadt Bern. Das Gesamtprojekt ist in diverse Teilprojekte unterteilt. Der Partizipation der Bevölkerung und von QM3 wird grosse Bedeutung geschenkt. Für das Teilprojekt Freiraum ist das Stadtplanungsamt verantwortlich. An zwei Workshops haben sich im Herbst 2018 die Behörden mit den Gewerbetreibenden, Quartier- und Anwohnergruppen, Vereinen und Verbänden ausgetauscht. Daraus soll ein Nutzungs- und Entwicklungskonzept Freiraum entstehen. Die Themen Gaskessel, Wohnen und Mobilität wurden explizit nicht angesprochen, da diese in anderen Teilprojekten abgehandelt werden.
8.12.2014 - Die Testplanung zum Gaswerkareal beantwortet nicht alle Fragen, welche vor dem nächsten Projektschritt geklärt werden müssen. QM3 fordert fundierte und umfassende Antworten, wie der neu entstehend Wohnort auf dem Gaswerkareal erschlossen wird. Erst mit einem Mobilitätskonzept können weitere Planungsschritte aufgenommen werden.
Die Stellungnahme, welche von der Delegiertenversammlung vom 8. Dezember 2014 verabschiedet wurde, enthält auch Aussagen über das Nutzungsmass der Wohnnutzung und die Anforderungen an eine nachhaltige Planung.
Im nächsten Schritt wird sich der Gemeinderat der Stadt Bern zu den Ergebnissen äussern und das weitere Vorgehen bestimmen.
Beitrag Der Bund vom 9.12.2014
Beitrag bz vom 10.12.2014
31.10.14 - Der Bericht zur Testplanung liegt vor. Vier Personen haben an den insgesamt 4 Treffen die Interessen des Quartiers vertreten. Drei Architekturteams schlagen Lösungen vor, wie mit dem Areal städtebaulich umgegangen werden kann. Es liegen interessante Vorschläge für den Umgang mit Gaskessel, Brückenkopf und den Freiraum vor.
15.1.2014 - Auf Einladung von QM3 konnten am 7. Dezember 2013 interessierte Quartierbewohner zur Entwicklung des Gaswerkareals Stellung nehmen. Aus dem nun vorliegenden Auswertungsbericht der Veranstaltung wird deutlich, dass eine Wohnnutzung grundsätzlich Akzeptanz findet. Eine Bebauung von Teilen des Areals wird aber nur unter dem Vorbehalt der Umsetzung eines griffigen Verkehrskonzepts gutgeheissen. Fast ungeteilte Unterstützung findet die Forderung, dass das beliebte Naherholungsgebiet entlang der Aare möglichst unverändert bestehen bleibt. Im Testplanungsverfahren, das im Februar 2014 gestartet wurde, bringen vier Quartiervertreter diese Quartiersicht aktiv ein.
Rund 90 Personen aus dem Quartier haben am Anlass teilgenommen. Nach einer Präsentation haben Gruppen fünf Themen diskutiert. Die Ergebnisse sind im Bericht festgehalten.