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Um als Friedensstifter zu wirken, verwenden wir verschiedene Methoden und "Werkzeuge", von denen wir hier die wichtigsten darstellen möchten.
Das Kreisgespräch (siehe auch Council, The Ojai Foundation) ist eine Methode der Kommunikation in Gruppen, welche als Kernessenz „aus dem Herzen sprechen und mit dem Herzen hören“ in sich trägt. In den ZenPeacemaker-Kreisen findet das Kreisgespräch regelmäßig in Retreats Verwendung, ebenso aber auch bei den Tagen der Reflektion in der Gruppe, in Supportgruppen und Meetings der Arbeitsgruppen.
Die sechs Grundregeln für den Kreis des tiefen Zuhörens
Das Universum und sein Zusammenwirken lässt sich anhand von verschiedenen Modellen anschaulich machen und analysieren - und die meisten großen Kulturen, Religionen und auch die Naturwissenschaften arbeiten mit dem einen oder anderen Modell. Im Judentum ist es z.B. der Lebensbaum der Kabbala mit seinen 10 Sephiroth, welcher das Zusammenspiel der universalen Kräfte darstellt. In den Ursprungsländern des Buddhismus ist dies die Anordnung der fünf Elemente und aus der tibetisch-buddhistischen Tradition entstammt die Arbeit mit den sog. Fünf Buddhafamilien "Buddha" (Spiritualität, der Bezug zur Stille), "Vajra" (Training, Klarheit und Intelligenz), "Ratna" (Ressourcen, die Grundlage unseres physischen Seins), "Padma" (Integration, heilt vermeintlich weit zerstreute Teile unseres Lebens zu einem Ganzen) und "Karma" (Soziales Handeln, Einsein mit dem Leben). So spiegelt sich die Arbeit des ZenPeacemaker-Kreise im Lehrwerk, in den Gremien und häufig auch in der Darstellung anhand dieses Mandalas, der fünf Buddhafamilien.
Der Begriff Soziokratie ist von den Lateinischen und Griechischen Wörtern socius (Begleiter) und kratein (regieren) abgeleitet. Die Gleichberechtigung wird im Unterschied zur Demokratie nicht durch den Grundsatz "Ein Mensch - eine Stimme" verkörpert, sondern durch den Grundsatz, dass eine Entscheidung nur getroffen werden kann, wenn niemand der Anwesenden einen schwerwiegenden und begründeten Einwand dagegen hat.
Soziokratie gibt der Mehrheit in Gruppenentscheidungs-prozessen weniger Macht und dem Einzelnen mehr Macht als die Demokratie. Daher wurde sie von ihren Begründern als der nächste Schritt nach der Demokratie gesehen (siehe auch Global website of the sociocratic centers). Die Erfordernis eines Konsenses macht die Soziokratie (außer in kleinen, homogenen Gruppen) anfällig für politische Lähmungen: ein Einzelner kann mit einem entschlossenen begründeten Einwand jede Entscheidung blockieren. Um dieses Problem zu verringern, wird nicht gefragt, ob jeder zustimmt, sondern ob jemand dagegen ist (was eine psychologische Hürde erzeugt). In einigen Formen der Soziokratie reicht eine bloße Missbilligung des Antrages nicht aus, sondern man muss ein triftiges Argument vorbringen. Soziokratie beruht daher nicht auf dem Konsensprinzip, sondern auf dem Prinzip des Consent (Einverständnis), was bedeutet, dass sich nicht alle Teilnehmer einig sein müssen.