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Arbitrage ist eine Finanzstrategie, die sich Preisunterschiede für denselben Vermögenswert auf verschiedenen Märkten zunutze macht. Ziel der Arbitrage ist es, auf einem Markt niedrig zu kaufen und gleichzeitig auf einem anderen Markt hoch zu verkaufen, um so einen Gewinn mit minimalem Risiko zu erzielen.
Möglichkeiten für Arbitrage ergeben sich aufgrund von Marktineffizienzen, Ungleichgewichten bei Angebot und Nachfrage oder unterschiedlichen Preisbildungsmechanismen an verschiedenen Handelsplätzen. Arbitrageure beobachten diese Schwankungen sorgfältig und führen Transaktionen in der Regel automatisiert aus, um von den Preisunterschieden zu profitieren. Beispielsweise kann ein Händler Bitcoin auf der Kryptobörse Binance für einen leicht niedrigeren Preis als auf Coinbase kaufen und ihn dort veräussern, um die Abweichung einzusammeln.
Einfluss von Arbitrage auf die Krypto-Märkte
Arbitrage trägt nicht nur dazu bei, dass die Preise für identische Vermögenswerte auf verschiedenen Handelsplätzen relativ konstant bleiben. Diese Handelsstrategien leisten auch einen Beitrag zur Markteffizienz, indem sie etwaige Diskrepanzen rasch korrigieren. Insbesondere an den Krypto-Märkten, die oft illiquide und über verschiedene Plattformen verteilt sind, sind Börsen auf Arbitrageure angewiesen.
Die Geschwindigkeit und Automatisierung des modernen Handels haben jedoch dazu geführt, dass Arbitrage-Möglichkeiten seltener und flüchtiger geworden sind. Heute benötigen Händler meist ausgefeilte Strategien, um erfolgreich von Marktineffizienzen zu profitieren. In der Krypto-Welt werden diese Arbitrage-Gelegenheiten manchmal auch MEV (Maximum Extractable Value) genannt.