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Bislang konnte Jessica Lindell-Vikarby erst ein Weltcup-Rennen gewinnen: Vor 4 Jahren siegte die Schwedin im Super-G von Cortina. Nun doppelte sie in Beaver Creek überraschend nach.
Die Basis zum Sieg legte sie im 1. Lauf mit der klaren Bestzeit - sie lag mehr als 4 Zehntel vor ihrer ersten Verfolgerin. In der Entscheidung rettete die 29-Jährige dann einen Vorsprung von 9 Hundertstel auf die 11 Jahre jüngere Mikaela Shiffrin (USA) ins Ziel. Im 2. Lauf fuhr die Liechtensteinerin Tina Weirather die beste Laufzeit und komplettierte damit das Podest als Dritte.
Enttäuschende Schweizerinnen
Keine Weltcup-Punkte gab es für das Schweizer Frauenteam: Lara Gut und Fabienne Suter waren schon im 1. Lauf ausgeschieden, Dominique Gisin, Wendy Holdener und Jasmina Suter verloren mehr als 2,50 Sekunden auf die Bestzeit und verpassten so die Qualifikation.
Erster Rückschlag für Gut
Vor allem der Ausfall von Überfliegerin Gut kam unerwartet. Die dreifache Saison-Siegerin rutschte nach rund 30 Fahrsekunden im Steilhang auf dem Innenski von der Piste. In ihrem 4. Saisonrennen musste sie zum ersten Mal einen Rückschlag hinnehmen.
Meilenstein verpasst
«Es war eine lange Woche hier in Beaver Creek», sagte Gut, die während 6 Tagen in Folge auf der Piste war. «Vielleicht war ich etwas unkonzentriert. Wenn jedoch vor dieser Woche jemand gesagt hätte, dass ich hier zweimal gewinnen würde, dann hätte ich das sofort unterschrieben», führte sie weiter aus. Sie hoffe, dass sie diese Punkte am kommenden Wochenende in Lake Louise wieder zurückholen könne.
Trotz dieser Erklärungen war ihr der Ärger über den Ausfall deutlich anzusehen. Schliesslich hatte sie die wohl einmalige Chance ausgelassen, Geschichte zu schreiben und als erste Frau im Weltcup innerhalb von drei Tagen in drei verschiedenen Disziplinen gewinnen zu können. Bei den Männern schafften dieses Kunststück bislang einzig Carlo Janka (2010) und Jean-Claude Killy (1967).