Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03412.jsonl.gz/1859

Das Wichtigste in Kürze
- Die Ukraine konnte 46 Orte in der Region Cherson zurückerobern.
- Einige der Ortschaften seien jedoch noch immer unter Beschuss.
- Laut dem Gouverneur sei die humanitäre Lage in der Region «kritisch».
Die Ukraine hat in der Region Cherson nach Angaben des dortigen Gouverneurs in den vergangenen Wochen über 40 Orte zurückerobert.
Bislang seien 46 Ortschaften in der Region im Ukraine-Krieg «befreit» worden. Dies sagte der ukrainische Gouverneur Dmytro Butriy am Montag im staatlichen Fernsehen. Die meisten der zurückeroberten Orte liegen nach seinen Angaben im Norden der Region, andere südlich nahe des Schwarzen Meeres.
Die ukrainischen Streitkräfte führen seit einigen Wochen eine Gegenoffensive in der südlichen Region Cherson. Diese grenzt an die 2014 von Russland annektierte Krim-Halbinsel. Die Region war in den ersten Tagen des am 24. Februar von Russland begonnenen Angriffskriegs von den Invasionstruppen weitgehend eingenommen worden.
Ukraine-Krieg: Einige Ortschaften «zu 90 Prozent zerstört»
Gouverneur Butriy sagte nun, einige der inzwischen zurückeroberten Ortschaften seien «zu 90 Prozent zerstört. Sie stehen noch heute unter ständigem Beschuss». Er bezeichnete die humanitäre Lage in der Region als «kritisch».
Im Zuge ihrer Gegenoffensive griff die ukrainische Armee russische Stellungen und Lager hinter der Frontlinie an. Sie beschädigte Brücken, die auf Nachschubrouten für die Invasionstruppen liegen. Militärexperten machen die aus dem Westen gelieferten, modernen Raketenwerfer-Systeme dafür verantwortlich, dass die ukrainische Armee inzwischen in der Lage ist, Angriffe deutlich tiefer in die von Russland eingenommenen Gebiete hinein zu führen.