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Kunststoffe
Kunststoffe sind organische Werkstoffe. Sie entstehen durch Synthese von Primärstoffen aus Erdöl, Kohle oder Erdgas und haben einen makromolekülen Aufbau.
Ethylen stellt hier das Vorprodukt dar, welches in der Petrochemie gewonnen und zu Polyethylenen verarbeitet wird.
Als PE-Granulat an die verarbeiteten Betrieb geliefert, wird es dort zu Produkten durch Extrusion, Blasformen oder Spritzguss weiterverarbeitet.
Mechanisch-thermisches Verhalten von Kunststoffen
Kunststoffe können nach ihrem mechanisch-thermischem Verhalten in Elastomere, Thermoplaste und Duroplaste eingeteilt werden. Eine grosse Gewichtung kommt hierbei den letzten beiden Kunststoffarten zu, welche eine Vielzahl von Anwendungen finden.
Thermoplaste
Thermoplaste sind Kunststoffe, die aus langen linearen Molekülen bestehen. Führt man dem Material Wärme zu, wird es weich und formbar, auch plastisch genannt, bis es schliesslich schmilzt. Thermoplaste können beliebig oft thermisch verändert werden.
Duroplaste
Duroplaste Polymere (Duromere) entstehen in einem Härtungsprozess von geschmolzenem PE oder einer Lösung von Komponenten durch eine Vernetzungsaktion. Diese Reaktion kann jedoch auch durch Erhitzen energetische Strahlung, Einsatz von Katalysatoren oder durch Oxidationsmittel erzielt und beschleunigt werden. Die Erwärmung von Duroplasten führt zu deren Zersetzung und nicht zu einer plastischen Verformbarkeit. Sind Duroplaste ausgehärtet, lassen sie sich durch ihre spröde und meist harte Eigenschaft nur noch mechanisch bearbeiten.
Elastomere
Elastomere sind im Vergleich zu den anderen Kunststoffarten elastisch, dies dank ihrer weitmaschigen Vernetzung. Durch Dehnung oder Druck können Elastomere ihre Form kurzzeitig verändern, gehen jedoch ohne diese Einwirkung in ihre Ursprungsform zurück. Elastomere erweichen nicht unter Wärmeeinfluss und sind in den meisten Lösemitteln nicht löslich.