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Haflinger
Seinen Namen hat der Haflinger vom Dorf Hafling im Südtirol erhalten. Kleine, trittsichere und anspruchslose Gebirgspferde wurden dort schon seit jeher für die tägliche Arbeit auf über 1500 M.ü.M eingesetzt. Durch die Einkreuzung eines orientalischen Hengstes wurde ein Hengstfohlen mit der für den Haflinger typischen Farben eines Goldfuchses geboren. Von diesem Urvater der heutigen sieben Haflingerlinien A, B, M, N, S, St und W stammen alle momentan lebenden Haflinger ab. Hengstfohlen erhalten somit seit dem späten 19. Jahrhundert einen Namen welcher mit dem ersten Buchstaben des Namens ihres Vaters beginnt.
Die Zucht wurde aufgrund der Nachfrage nach robusten Pferde für den Krieg gefördert und geregelt. Bis zum zweiten Weltkrieg wurden die Haflingerzucht immer wieder durch die Besitzerwechsel in Kriegszeiten bedroht. Sie kamen so jedoch auch sehr umher und wurden bekannter. Aktuell leben in über 170 Ländern schätzungsweise über 250'000 Haflingerpferde.
Der Siegeszug der Haflingerpferde in der Schweiz begann im Engadin und den hinteren Bündnertälern. Doch erst an der OLMA 1957 erfuhr auch der Rest der Schweiz vom Haflingerpferd und dessen Eignungen. Die St. Galler begannen mit einer regen Zucht der Haflingerpferde und schon bald war das Interesse am Haflingerpferd auch in Freiburg geweckt. Durch die Erklärung zur Diensttauglichkeit im Militär war eine weitere Hürde zur Eroberung der Schweiz geschafft.
Heute wird das Haflingerpferd vor allem in der Freizeitreiterei und im Breitensport eingesetzt. Dabei eignet es sich zum Fahren, Springen, Military, Therapiereiten, Gymkhana, Trail, Wanderreiten, Säumern und noch für vieles mehr.
Quelle: http://www.haflinger.ch/index.php/de/haflinger/herkunft-und-geschichte