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Nach § 129 Gemeindegesetz leitet der Gemeindepräsident oder die Gemeindepräsidentin die Gemeindegeschäfte und koordiniert im Ressortsystem die Tätigkeit der einzelnen Ressorts.
Grössere Gemeinden haben häufig "Profis" (Schulvorsteher, Bauverwalterin, etc.), welche den Gemeindepräsidenten unterstützen, indem sie die Beschlüsse des Gemeinderates vorbereiten, umsetzen und das Tagesgeschäft erledigen.
In kleinen Gemeinden, die sich eine hauptamtliche Verwaltung nicht leisten können, sind es die Kommissionen, der Gemeindeverwalter und vor allem der Gemeindepräsident selbst, welche die Vorbereitung und die Umsetzung der Geschäfte an die Hand nehmen. Nach § 102 des Gemeindegesetzes ist der Gemeindepräsident denn auch berechtigt, an Sitzungen der Kommissionen mit beratender Stimme teilzunehmen. Dies letztlich, weil er ja für das gesamte Geschehen in der Gemeinde eine massgebliche Verantwortung trägt.
In einem Milizsystem ist es schon rein aus zeitlichen Gründen unmöglich, dass der Gemeindepräsident an allen Sitzungen der Kommissionen teilnehmen kann und immer in jedem Sachgeschäft auf dem Laufenden ist. In der einen Gemeinden will sich der Gemeindepräsident entlasten und in einer anderen Gemeinde soll die Gemeinderatstätigkeit bewusst spezialisiert werden, weil nicht jedes Gemeinderatsmitglied Interesse und Zeit hat, sich mit jedem Fachbereich zu beschäftigen.
In diesen Fällen ist es naheliegend, die Aufgaben bzw. Sachgebiete aufzuteilen und das Ressortsystem einzuführen.
§ 72 und § 76 des Gemeindegesetzes erwähnen einfach, dass einzelne Sachgebiete in der Gemeindeordnung einem Gemeinderatsmitglied zugewiesen werden können.