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Während des EuroScience Open Forum 2020 (ESOF2020 Triest), ein internationales Ereignis, das der Forschung und der wissenschaftlichen Innovation gewidmet ist, und letzten September in Triest stattgefunden hat – haben verschiedene Wissenschaftler die Zusammenhänge aufgezeigt, die zwischen dieser Pandemie und anderen aktuellen Umweltproblemen bestehen.
Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Verknüpfungen:
■ Die Entwaldung führt immer wieder zu Annäherungen zwischen Wildtieren und menschlichen Wohngebieten, wodurch das Risiko neuer Viren und Artensprünge erhöht wird.
■ Luftverschmutzung wird zum Transportmittel der Viren.
■ Der Klimawandel, als Temperaturanstieg gesehen, erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit unnatürlicher Umweltveränderungen.
■ Die zahlreichen katastrophalen Ereignisse wie die Brände in Australien und Südamerika, das rapide Schmelzen der Eismasse, Wirbelstürme und Überschwemmungen sind Folgen des Klimawandels, die parallel zu der jetzigen Krise aufgetreten sind. Ähnliche Ergebnisse haben sich auch während des “Welttages des Waldes”gezeigt, der von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde.
“Wälder, ihre Bewirtschaftung und die nachhaltige Nutzung, mit den verbundenen Güter und Dienstleistungen sind von grosser Bedeutung, um den Klimawandel zu bekämpfen, die Risiken im Zusammenhang mit Naturkatastrophen und der Ausbreitung von Krankheiten zu verringern, und zum Wohlstand und Wohlergehen der gegenwärtigen und zukünftigen Generation beizutragen…
Trotz all dieser besonders wertvollen ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Vorteile und zahlreicher erfolgreicher Massnahmen und Eingriffe zur Bekämpfung des Phänomens, geht die Entwaldung und Waldschädigung auf lokaler und globaler Ebene in alarmierendem Tempo weiter”.
Wälder sind die biologisch vielfältigsten Ökosysteme der Erde, und bieten den Lebensraum für 80% der Landtiere und Pflanzenarten. Innerhalb der Lebensräume fungieren sie als “Regulatoren” von Parasiten und Krankheitserregern, d.h. sie gründen harmonische Lebensbereiche, zur Erhaltung der Fruchtbarkeit des Bodens, der Regulierung des Kohlenstoffkreislaufs (das den Treibhauseffekt verringert), sowie von Stickstoff und Phosphor.
In den letzten 25 Jahren, sind 5,2 Millionen Hektar pro Jahr verloren gegangen. Im Jahr 2019, mit dem “Beginn” der Krise, wurden 26 Millionen Hektar Wald zerstört (eine Fläche, die sechseinhalb mal so gross ist wie die der Schweiz).
In Lateinamerika und Südostasien steht ein Grossteil der Entwaldung in Zusammenhang mit Viehzucht. Eine solche Zerstörung bringt den Menschen immer näher an Lebensräume, die für uns ungeeignet sind.
Wir Menschen selbst setzen uns neuen Viren aus.
Verschiedene Studien in Westuganda, Indonesien und Brasilien zeigen, dass die Zerstörung der Wälder zur lokalen und globalen Ausbreitung von Infektionskrankheiten beitragen können. 75% der Erd- und 66% der Meeresumwelt wurden verändert, und etwa eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Jedes Mal, wenn Menschen in wilde Lebensräume eingreifen, kommen sie mit neuen potenziell gefährlichen Krankheitserregern wie Ebola oder HIV in Berührung wie auch jetzt mit Cor.
Grössere Bevölkerungsmassen und weniger Wälder sind durchaus eine schlechte Kombination. Hierzu berichtet die wissenschaftliche Gemeinschaft, dass zwischen der Zerstörung von Grünflächen und dem Anstieg neuer tödlichen Krankheiten wie Cor. ein starker Zusammenhang besteht. Schätzungen zufolge könnte man angesichts der Tatsache, dass fast ein Drittel aller neu auftretenden Krankheiten auf Veränderungen der Landflächen basieren, und dass bald fünf bis sechs neue Epidemien pro Jahr, die menschliche Bevölkerung treffen könnten.
Quelle: orizzonti
Anmerkung: Mit dem Handel von Tieren auf Märkten werden Viren vermehrt unter Menschen gebracht. Tiere, darunter auch viele Wildtiere werden aus den Urwäldern herausgeholt und auf Märkten verkauft. So hausen die armen Tiere beim neuen Besitzer in kleinsten Käfigen, oft noch in der Wohnung. Bis es geschlachtet wird. Fleisch wird zum Teil roh gegessen und Blut frisch getrunken. Man könnte auch sagen: DIE RACHE DER TIERE an uns «hoch intelligenten» Menschen, die die ganze Welt zerstören – und sich selber auch noch.
Das nächste Virus könnte das hirnschwellende Nipah-Virus sein
Der erste Fall des Nipah-Virus 1998 ereignete sich nach einem Ausbruch in Malaysia, nach der Ausweitung der Schweinehaltung in zuvor unberührten Regenwaldgebieten. Fledermäuse frassen Früchte, liessen sie mit ihrem Speichel darauf fallen, diese wurden von Schweinen gefressen, dann gelangte es in den Menschen und es gab Tote. Tonnen von Schweinen mussten gekeult werden, um den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. „Wenn wir diese Tiere in die ganze Welt exportieren, bringen wir möglicherweise unbekannte Krankheitserreger an neue Orte,“ so die Wissenschaftler, die vor Lebendtiertransporte warnten.
Lebendtiertransporte sind die grösste Ursache für Viren und Seuchen und trotz Warnungen von Experten, dass zunehmende Exporte lebender Tiere wahrscheinlich mehr Krankheiten verbreiten, werden mehr Schweine, Ziegen, Kühe und Schafe verschifft, geflogen und über die Welt getrieben als ein Jahrzehnt zuvor. Die Zahl wird weiter steigen, zum Teil deshalb, weil es trotz technischen Fortschritts oft immer noch billiger ist, lebende Tiere zu transportieren als Kühltransporte zu nutzen. „Wir leben in einem globalen Dorf. Immer mehr Menschen – und damit immer mehr Erreger – sind mit dem Flugzeug unterwegs“, so das Bundesministerium 2015.“
Bei Ebola, Zika, Sars oder der Vogelgrippe wurde eine Pandemie nur knapp und durch glückliche Zufälle verhindert. Eine internationale Initiative aus Staaten, Stiftungen und Unternehmen will Gesundheitskrisen künftig stoppen, bevor sie entstehen“. Anfang 2017 wurde daraufhin die CEPI, eine internationale öffentlich-private Partnerschaft aus Staaten, Stiftungen und Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, beim Wirtschaftsforum in Davos gegründet. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem die Gates-Stiftung, der Wellcome Trust, grosse Pharmaunternehmen und die Regierungen von Indien, Norwegen, Japan und Deutschland. Wie wir heute wissen, war die CEPI nicht erfolgreich, denn die Pandemie ist da und das weltweit. Jetzt wird bereits vor einer neuen Pandemie gewarnt und zwar vor der hirnschwellende Nipah-Virus mit einer Sterblichkeitsrate von bis zu 75 %.
Quelle: netzfrauen.org
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