Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03171.jsonl.gz/1344

Was begeistert dich am Umfeld Sprachen und Übersetzungen?
Ich finde Sprachen faszinierend. Sie leben und entwickeln sich weiter. Zum Beispiel wäre es früher unmöglich gewesen, in einem Marketingtext das Zielpublikum zu duzen. Heute kommt das immer öfter vor.
Welche deiner Aufgaben zaubern dir am Morgen ein Lächeln der Vorfreude auf den Tag ins Gesicht?
Leider weiss man in unserem Job selten, was einen erwartet. Aber ein dankbarer Kunde, dem man mit einer schnellen Übersetzung oder dem Entdecken eines Fehlers im Ausgangstext helfen kann: Das sind schon schöne Momente.
Gibt es eine besonders lustige Anekdote aus deiner Zeit bei Apostroph?
Eine Agentur übersetzte einmal statt den Satz in der angehängten Word-Datei denjenigen im Mail ins Polnische und ins Tschechische. Statt «Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr» stand dann in der Weihnachtskarte: «Liebe Grüsse aus dem verregneten Luzern». Der Auftraggeber erhielt natürlich Rückfragen seiner Kunden, was er denn damit meine! Zum Glück nahm er es mit Humor.
Du bist beruflich sehr engagiert. Wie schaffst du den Ausgleich in der Freizeit?
Zum Beispiel mit einer schönen Wanderung auf der Rigi, einem feinen Essen in einem guten Restaurant oder einem Jass mit Kollegen.
Welches Buch liegt auf deinem Nachttisch, und welche Musik hörst du an einem entspannten Sonntagmorgen?
Zurzeit lese ich «Nicht Anfang und nicht Ende», einen Roman des Schweizer Autors Plinio Martini. Am Sonntagmorgen höre ich immer gern Peter Gabriel, von dem ich in den letzten 30 Jahren kein Livekonzert in der Schweiz verpasst habe.