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Bund, Kantone und Gemeinden teilen sich die Zuständigkeiten für die Strasseninfrastruktur. Die wichtigsten Strassenverbindungen von gesamtschweizerischer Bedeutung werden von der Bundesversammlung zu Nationalstrassen erklärt. Der Bund baut, betreibt und unterhält die Nationalstrassen. Eine Ausnahme bildet die Fertigstellung des Nationalstrassennetzes, die aus historischen Gründen weiterhin eine Verbundaufgabe von Kantonen und Bund ist. Die Kantone und Gemeinden übernehmen auf ihrem Gebiet mit ihren Kantons- bzw. Gemeindestrassen die weitergehende Grob- bzw. Feinverästelung der Strasseninfrastruktur. Sie sind für den Bau, Betrieb und Unterhalt ihres jeweiligen Strassennetzes verantwortlich.
Ende 2016 mass das Schweizer Nationalstrassennetz insgesamt 1840,4 Kilometer. Der Netzbeschluss des Bundesrates von 1960 sieht 1892,5 Kilometer vor. Somit fehlen bis zur sogenannten Netzvollendung noch 52,1 Kilometer. Mit Inkrafttreten des Neuen Netzbeschlusses (NEB) per 1. Januar 2020 werden zusätzliche 382,55 km Kantonsstrasse ins Nationalstrassennetz aufgenommen.