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Die Meere, Seen und Gletscher der Erde sind in unserem Sonnensystem einzigartig. Nach wie vor rätseln Wissenschaftler, wie diese riesigen Mengen an Wasser den Weg zu unserem Planeten fanden. Studien lieferten bereits Hinweise darauf, dass bei der Bildung der Erde vor 4,5 Milliarden Jahren Eis-Kometen mit den trockenen Gesteinstrümmern der Ur-Erde kollidierten und so Wasser hierherbrachten. Der Haken an dieser Theorie ist jedoch: Knallen Eis- und Gesteinsbrocken mit hoher Geschwindigkeit zusammen, verdampft das Wasser augenblicklich aufgrund der generierten Hitze. Da die Ur-Erde kleiner war als die heutige Erde, hätte sie mit ihrer geringen Schwerkraft den Wasserdampf nicht halten können – stattdessen wäre dieser ins All entwichen.
Eine Erklärung, wieso das Wasser trotzdem auf unserem Planeten blieb, liefern nun Geologen der amerikanischen Brown Universität aufgrund eines im Labor simulierten Asteroiden-Einschlags. Für das Experiment luden die Forschenden eine spezielle Hochgeschwindigkeitspistole mit erbsengrossen Antigorit-Stückchen. Dieses Mineral ähnelt Eis-Asteroiden. Mit einer Geschwindigkeit von 18’000 Stundenkilometern – also mit derselben Wucht wie damals die Himmelskörper kollidierten – schleuderten die Forscher die Teilchen in ein Gefäss mit Bimssteinpulver, welches das Material der Ur-Erde simulierte. Und siehe da: Es bildeten sich neue Glas- und Gesteinsbröckchen, die sich etwa dreissig Prozent des Wassers der Antigorite in ihre Struktur einverleibt hatten.
Damit stützt das Experiment die These, dass Asteroiden einen Grossteil des Wassers zu unserem Planeten transportiert haben – und dieser die lebenswichtige Flüssigkeit kurzerhand verschluckte.