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Im Juni 2008 hatte die Alpiq beim Bundesamt für Energie (BFE) ein Rahmenbewilligungsgesuch für ein zweites Kernkraftwerk im Kanton Solothurn eingereicht. Im Dezember 2008 folgten die Gesuche von Axpo und BKW für den Ersatz der Kernkraftwerke Beznau I und II (Ersatz Kernkraftwerk Beznau) sowie Mühleberg (Ersatz Kernkraftwerk Mühleberg).
Bis April 2009 führten das BFE, das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) eine Grobprüfung der Gesuche durch. Insbesondere beim ENSI ergab sich dabei ein wesentlicher Bedarf nach Zusatzinformationen. Die entsprechenden Ergänzungen der Gesuchsunterlagen wurden in der Folge bei den Gesuchstellern angefordert. Heute haben die drei Energiekonzerne die überarbeiteten Rahmenbewilligungsgesuche beim BFE eingereicht. Da die Überarbeitung der Gesuche länger gedauert hat als ursprünglich angenommen, könnte es zu Verzögerungen des Rahmenbewilligungsverfahrens kommen.
Nun wird das ENSI die Gutachten zu den drei Projekten weiter bearbeiten. Der Entscheid des Bundesrats zu den Rahmenbewilligungsgesuchen erfolgt voraussichtlich 2012. Der Zeitbedarf der darauf folgenden parlamentarischen Beratung ist schwierig abzuschätzen. Falls gegen den Parlamentsbeschluss das fakultative Referendum ergriffen wird, kann die Referendumsabstimmung rund eine Jahr später (2013) stattfinden. Anschliessend folgen die Bewilligungsverfahren für Bau und Betrieb. Die neuen Kernkraftwerke könnten damit um das Jahr 2025 ans Netz gehen.