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Davide Picca, wissenschaftlicher Assistent
„Das Studienumfeld in Lausanne ist prickelnd, überraschend, mit Studierenden, die sich zu amüsieren wissen.“
Warum haben Sie Lausanne für Ihre Promotion gewählt?
DP | Ich hatte eine Fakultät in der Nähe von Italien gesucht. Vor allem aber wollte ich ein interdisziplinäres Programm, zwischen der Fakultät der Geisteswissenschaften und der Informatik- und Mathematikwissenschaften, belegen.
Was waren Ihre ersten Eindrücke bei Ihrer Ankunft in Lausanne?
DP | Obwohl nur die Alpen zwischen den beiden Ländern liegen, gibt es grosse Unterschiede zwischen Italien und der Schweiz. Die sozialen Kontakte laufen völlig unterschiedlich ab. Es ist vielleicht ein Klischee, aber ich musste lernen, anders mit den Leuten zu kommunizieren.
Mit welchen drei Begriffen würden Sie das Studienumfeld in Lausanne beschreiben?
DP | Es ist ein prickelndes, überraschendes Umfeld, mit Studierenden, die sich zu amüsieren wissen.
Können Sie uns etwas über Ihren Werdegang vor Antritt Ihrer Stelle als wissenschaftlicher Assistent erzählen?
DP | Zunächst erwarb ich einen Titel in Philosophie an der Universität Bologna und machte dann meinen Master an einem Forschungsinstitut in Trento. Thema meiner Arbeit war die künstliche Intelligenz, allerdings mit philosophischem Ansatz.
Können Sie uns ein prägendes Ereignis schildern, das Sie während Ihrer Assistentenzeit erlebt haben?
DP | Als ich Assistent war, wurde eine Master-Arbeit von einem Professor aufgrund der zahlreichen Fehler in der Ausführung heftig kritisiert. Da wurde mir klar, mit welcher Ernsthaftigkeit die UNIL das Studium betrachtet.
Was bringt Ihnen Ihre Tätigkeit als Doktorand?
DP | Diese Öffnung hin zur Interdisziplinarität, aufgrund derer ich den Beitrag von Dichtkunst, Literatur und Wissen untersuchen konnte.
Wollten Sie nach Abschluss Ihrer Promotion in Lausanne bleiben?
DP | Nach meiner Promotion im Jahr 2010 ging ich für zwei Jahre nach Dublin und New York. In Dublin arbeitete ich als Linguist bei Microsoft. Meine Doktorarbeit kam mir dabei zugute, da dort jemand gesucht wurde, der über einen Mix aus Humanwissenschaften und Informatik verfügt. Anschliessend ging ich für ein Post-Doc-Projekt an die Columbia University, und zum Abschluss legte ich hier erfolgreich die Aufnahmeprüfung ab und bin jetzt wieder an der UNIL.
Würden Sie Lausanne als Stadt für eine Promotion empfehlen?
DP | Ich kann die UNIL vor allem aufgrund des angebotenen Ausbildungsniveaus uneingeschränkt empfehlen.
Was ist Ihre schönste Erinnerung an Lausanne?
DP | Meine Beziehungen zu den anderen Assistenten/Doktoranden. Hier herrschte eine informelle, entspannte Atmosphäre. Heute sind sie nicht mehr nur Kollegen, sondern Freunde geworden.
Interview von | Tom Crawford