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Braucht es Sperrzeiten, um den Durchgangsverkehr auf der Bern- und der Bahnhofstrasse in Worb einzudämmen? Diese Frage sorgt in Worb seit längerem für kontroverse Diskussionen. Der Worber Gemeinderat möchte mehr Flexibilität, wenn es um die Sperrzeiten geht. Er will deshalb eine Änderung des Strassenplans prüfen.
Für den Kanton ist der Auftrag klar: Er muss nach Abschluss der Verkehrssanierung den kantonalen Strassenplan so umsetzen, wie dieser im Jahre 2006 vom Regierungsrat genehmigt worden ist. Darin ist verbindlich festgelegt, wann die Durchfahrt durch die Bern- und die Bahnhofstrasse zu sperren ist.
Ebenso konkret ist auch das zulässige Verkehrsaufkommen definiert. Wenn auf der Bernstrasse pro Tag mehr als 4000 Fahrzeuge zirkulieren, ist eine temporäre Durchfahrtssperre zwingend. Auf der Bahnhofstrasse dürfen es nachts zwischen 22 und 6 Uhr nicht mehr als 150 Fahrzeuge sein. Es stellt sich nun die Frage: Sind die Sperrzeiten auch dann durchzusetzen, wenn die Zielwerte ohne Durchfahrtssperre erreicht werden könnten?
Für Worb ist diese Frage auch deshalb aktuell, weil die Gemeinde nach Abschluss der Verkehrssanierung die beiden Strassen vom Kanton übernehmen wird. Im Hinblick auf den künftigen Betrieb der Bern- und der Bahnhofstrasse möchte sich der Gemeinderat mehr Spielraum verschaffen. Angestrebt wird ein möglichst klares und einfaches System, wie der Verkehr auf der Bern- und der Bahnhofstrasse gesteuert werden kann. Der Gemeinderat prüft deshalb eine Änderung des Strassenplans.
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