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Dieses Urteil gibt zu reden. Jane (52) und Peter Morris (51) waren 20 Jahre lang verheiratet. Dann kam die Scheidung. Und für den Ehemann die böse Überraschung: Ein Richter sprach Jane 90 Prozent des gemeinsamen Vermögens in der Höhe von umgerechnet fast 800'000 Franken zu. Die Ehefrau kriegt damit rund 713'000 Franken, während Peter mit etwa 80'000 dasteht. Dies schreibt die britische Nachrichtenseite «theguardian.com».
«Rostige» Fähigkeiten im Berufsleben
Die Begründung des Richters für seine Entscheidung: Jane habe ihre Karriere im Einvernehmen mit Peter aufgegeben, um für die drei gemeinsamen Kinder zu sorgen und sich um den Haushalt zu kümmern. Zwar sei die 52-Jährige vor der Ehe eine «fähige und erfolgreiche Berufsfrau» gewesen. Doch inzwischen seien ihre Fähigkeiten etwas «rostig» geworden. Und damit seien auch ihre Verdienstmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt gesunken. Die Frau brauche deshalb einen «angemessenen Unterhalt».
Der Richter betont, Peter habe in Zukunft wesentlich höhere Verdienstmöglichkeiten als seine Ex-Frau. Zudem habe er eine bessere Pension. «Es ist offensichtlich, dass die Mittel der Parteien nicht ausreichen, um alle Bedürfnisse komplett oder auch nur annähernd zu befriedigen.» Also müssten die Erwartungen der Parteien heruntergeschraubt werden. «Einige Bedürfnisse müssen anderen gegenüber priorisiert werden», erklärt der Richter. «Die Prioriät gehört meines Ermessens der Unterbringung von Frau und Kindern.»
Grossteil des Ersparten verprasst
Bevor sie sich als Hausfrau um die Kinder kümmerte, war Jane als Personalberaterin tätig. Peter brachte als Geschäftsführer eines Softwareunternehmens das Geld nach Hause. Die beiden lebten auf grossem Fuss in einem umgerechnet 1,7 Millionen Franken teuren Haus.
Nach der Trennung gings jedoch finanziell bergab – die beiden verprassten fast das gesamte Vermögen von mehreren Millionen. Nicht zuletzt für den Rosenkrieg gegeneinander. (noo)Publiziert am 18.03.2016 | Aktualisiert am 18.03.2016