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Anders als noch 2018, will sie jetzt den Bau von Windrädern zur Stromerzeugung planen. Dazu braucht es eine Anpassung des kantonalen Richtplans.
Drei Gebiete sollen prioritär als geeignet für Windkraftanlagen definiert werden: Die Waldegg zwischen Speicher und Teufen, die Honegg zwischen Trogen und Wald sowie das Gebiet Gstalden in den Gemeinden Heiden und Wald.
Drei weitere Gebiete in Urnäsch, Gais, Trogen, Walzenhausen und Wolfhalden dienen als Reservestandorte.
Richtplan muss vom Kantonsrat und vom Bund genehmigt werden
Gestützt auf eine Studie, hat die Regierung diese Windkraftstandorte bestimmt und eine entsprechende Anpassung des Richtplans in Auftrag gegeben, wie der Kanton am Freitag, 30. September 2022, informierte.
Der Richtplan muss später vom Kantonsrat und vom Bund genehmigt werden.
Mit dem Bau von Windparks in allen sechs Gebieten könnte der Kanton theoretisch pro Jahr bis zu 200 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren.
Dies würde mehr als die Hälfte des Strombedarfs in Ausserrhoden decken. Nach den Vorgaben des Bundes soll Ausserrhoden dereinst 40 bis 180 GWh Strom aus Windenergie erzeugen.
Windenergie kann auch in Wintermonaten Energie liefern
2018 hatte die Ausserrhoder noch entschieden, aus Gründen des Landschaftsschutzes auf den Bau von Windrädern zu verzichten.
Zum Meinungsumschwung führten laut Communiqué die stark veränderte geopolitische Lage, der drohende Strommangel im Winter und die Vorgaben des des eidgenössischen Energiegesetzes.
Windenergie habe das Potenzial, in den Wintermonaten die geringeren Erträge aus anderen Quellen wie der Photovoltaik zu kompensieren, schreibt der Kanton.
Bei der Festlegung der Windkraft-Standorte in Ausserrhoden seien die Schutzkriterien des Bundes und die kantonalen Gegebenheiten – etwa die Streusiedlungen – berücksichtigt worden.