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Die drei Gemeinden Sils i.E. / Segl, Silvaplana und St. Moritz haben die im Januar 2020 begonnenen Strategiegespräche betreffend einer verstärkten Zusammenarbeit abgeschlossen. Die dabei entstandene Auslegeordnung ist am 1. Dezember 2021 der Öffentlichkeit präsentiert worden.
Die anschliessende Bevölkerungsumfrage zeigt nun, dass eine überwiegende Mehrheit der Befragten eine Veränderung wünscht, sei es in Richtung verstärkte Zusammenarbeit oder in Richtung Gemeindefusion.
Eine Projektgruppe, begleitet durch die Fachhochschule Graubünden, hat in den vergangenen zwei Jahren einen Zusammenschluss sowie eine verstärkte Zusammenarbeit (IKZ) im Perimeter Sils i.E., Silvaplana und St. Moritz untersucht. Dabei wurde sichtbar, dass die drei Gemeinden über eine intensive interkommunale Zusammenarbeit verfügen, die zu vielen Sitzungen und einem hohen Koordinationsbedarf führt.
Keine repräsentative Umfrage
Die dabei entstandene Auslegeordnung wurde am 1. Dezember 2021 anlässlich einer Informationsveranstaltung der Bevölkerung präsentiert. Um den Puls der Bevölkerung zu spüren, wurde im Anschluss an die Veranstaltung mit einem Fragebogen eine konsultative Befragung der Einwohner der drei Gemeinden durchgeführt.
Sämtliche Stimmberechtigten erhielten einen persönlichen Brief mit einem Fragebogen. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, Mehrfachteilnahmen wurden in Kauf genommen.
Vorläufige Ergebnisse
Gemäss den vorläufigen Resultaten (Stand 21. Dezember 2021) haben sich 836 Personen an der Umfrage beteiligt. 452 Personen oder 55 Prozent beurteilen die aktuelle Zusammenarbeit als gut.
In allen abgefragten Teilbereichen wird eine verstärkte Zusammenarbeit von einer Mehrheit als sinnvoll erachtet, insbesondere in den Teilbereichen Gemeindepolizei, Feuerwehr, Forst und Energieversorgung. Eine verstärkte Zusammenarbeit in der Schule erachtet eine kleine Mehrheit als sinnvoll.
Bei der Zusatzfrage zu den Schulvarianten hat der Status quo die grösste Zustimmung (67 Prozent) erhalten.
Gemeindenamen und Zusammenarbeitsvarianten
Bei der Wahl eines Gemeindenamens bevorzugten 41 Prozent Trais Lejs Engadin, 19 Prozent Oberengadin/Engadin’Ota, 17 Prozent St. Moritz/San Murezzan und neun Prozent St. Moritz Lakeside. 14 Prozent entschieden sich für andere Namen. Abschliessend mussten die Befragten angeben, für welche Zusammenarbeitsvariante sie sich entscheiden würden, wobei nur eine Antwort möglich war.
Dabei sprachen sich 22 Prozent für eine Fusion der drei Gemeinden aus, 16 Prozent für eine Fusion des gesamten Oberengadins. Für eine verstärkte Zusammenarbeit entschieden sich 47 Prozent. 13 Prozent wollten den Status quo belassen, zwei Prozent machten keine Angaben.
Die Arbeitsgruppe erhält Anfang 2022 die abschliessende Auswertung mit allen Antworten. Die Ergebnisse sowie weitere Informationen zu diesem Projekt sind online auf der Webseite Dialog Seengemeinden abrufbar.