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Kann man beim Schach spielen dopen? Ja, wenn man die richtigen Wirkstoffe kennt und das Spiel nicht lange dauert, besagt eine neue Studie.
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Die 39 männlichen Schachspieler spielten täglich zwanzig, ihrem Können angepasste, 15-minütige Partien gegen den Schachcomputer «Fritz 12». Dabei erhielten sie – ohne zu wissen, was sie bekommen – drei verschiedene Wirkstoffe, welche die Gehirnfunktion verbessern können:
An einem Tag den Wachmacher Modafinil, ein Medikament, das Ärzte bei abnormer Schläfrigkeit verordnen. An einem anderen Tag den Wirkstoff Methylphenidat, der vielen Laien als Medikament namens «Ritalin» bekannt ist und bei Hyperaktivität (ADHS) eingesetzt wird. Der dritte Wirkstoff war Koffein in einer Dosis, die etwa zweimal täglich drei bis vier Tassen Espresso entsprach.
Im Vergleich zu einem Scheinmedikament gewannen die Männer unter dem Einfluss dieser Wirkstoffe nicht grundsätzlich häufiger gegen «Fritz 12». Betrachtete man aber nur die Spiele, die innerhalb von 15 Minuten entschieden wurden, war ein Effekt zu erkennen: In diesen Fällen verbesserten sowohl Modafinil als auch Methylphenidat die Leistung – die Spieler siegten öfter.
Quelle: «European Neuropsychopharmacology 2017»