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Als Komplementärintervall verstehen wir die Umkehrung eines Intervalls.
Nehme einfach die obere Note und setze sie eine Oktave tiefer ab.
Beispielsweise ist das Komplementärintervall einer Quarte -> eine Quinte.
Klingt das überhaupt gleich?
Es klingt tatsächlich gleich. Vorausgesetzt, ihr erkennt Oktaven automatisch.
Im ersten Takt haben wir eine reine Quinte. Von C nach G.
Im zweiten Takt spielen wir von G nach C.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten, diese Intervalle zu sehen bzw. zu hören.
Einerseits könnte ich im zweiten Takt sagen, es ist eine reine Quarte aufwärts, von G nach C.
Oder, es ist eine reine Quinte, von C nach G (also abwärts).
Aber weshalb ist das so?
Glücklicherweise existieren „nur“ 12 Noten. Innerhalb einer Tonleiter nur Sieben (es gibt auch Tonleitern mit mehr oder weniger! So besitzt die Pentatonik nur Fünf Noten).
Generell denken wir in Intervallen, also zB. die Quinte von C ist G. Oder die kleine Terz ist Moll und die kleine Septime gehört zu einem Dominant 7 Akkord.
Es gibt aber auch Wege, anders zu denken. Nämlich in Halbton Schritten. ZB. statt an eine Quinte zu denken, denkt ihr an 7 Halbtöne. Aber ich würde mit den normalen Intervallen beginnen und die Halbton-Schritte entweder gar nicht machen, oder irgendwann, sobald der normale Weg zu einfach wird! :)
Wie bei einem Würfel mit 6 Augen, muss die komplette Zahlt immer 7 ergeben.
Also zeigt der Würfel euch eine 6, dann wisst ihr, auf der gegenüberliegenden Seite MUSS eine 1 sein.
Bei den Intervallen muss diese Zahl immer 9 ergeben.
Also hört/seht ihr eine reine Quarte (=4), muss die Umkehrung davon eine reine Quinte (=5) sein.
Habt ihr eine Terz (3), muss das Gegenstück dazu eine Sexte (6) sein.
Kleine und Grosse Intervalle
Nun gibt es wie immer ein Problem! Nämlich denken wir trotzdem ein bisschen in Halbtonschritten. Wir benennen sie einfach anders.
Kleine Intervalle, müssen in der Umkehrung grosse Intervalle sein. Komplementärintervalle sind also dann so richtig komplementär, wenn ihr die Halbtonschritte auch miteinberechnet.
Das Komplementärintervall einer kleinen Terz muss also eine grosse Sexte sein. Bei der Quarte und der Quinte ist das nicht nötig, da beide „rein“ sind und weder gross noch klein haben.
Das Pendant dazu heisst bei der Quarte und Quinte; Vermindert und Übermässig.
Die Umkehrung einer übermässige Quarte (#4) muss also eine verminderte (b5) Quinte sein (welches beide male übrigens genau der gleiche Ton ist!).
Auflistung Komplementärintervalle
Jeder Takt startet mit einem grossen bzw. reinen Intervall. Danach das Komplementärintervall dazu.
Der Grundton ist immer C.
Hier startet jeder Takt mit einem kleinen Intervall.
Der Grundton ist immer C.