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Der frühere Informatiker der HSBC Private Bank in Genf und spätere Datendieb Hervé Falciani ist vom Bundesstrafgericht zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Einen Makel hat das Urteil jedoch.
Das Urteil erfolgte in Abwesenheit von Hervé Falciani, da er der gesamten Gerichtsverhandlung fern blieb. Das hinderte ihn indessen nicht, unlängst in unmittelbarer Grenznähe eine Pressekonferenz zu geben und sein neues Buch vorzustellen, wie auch finews.ch (kritisch) darüber berichtete.
Das Gericht in Bellinzon befand Falciani des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes schuldig. Von den weiteren Vorwürfen, darunter Verletzung des Geschäftsgeheimnisses, wurde er freigesprochen.
Zur persönlichen Bereicherung
Die frühere Arbeitgeberin Falcianis, die HSBC Private Bank, begrüsste am Freitag das Urteil des Bundesstrafgerichts, wie einem Communiqué zu entnehmen ist. Darin heisst es weiter, die Bank habe sich stets auf den Standpunkt gestellt, Falciani habe vorsätzlich vertrauliche Kundendaten gestohlen und diese Dritten verkauft, um sich persönlich zu bereichern.
Damit distanziert sich die HSBC Private Bank auch von der These, wonach Falciani als Whistleblower gehandelt haben sollte.