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Mit David Chipperfield bekommt ein Stararchitekt den wichtigen Architektur-Preis, der in der Schweiz insbesondere durch den Erweiterungsbau des Zürcher Kunsthauses bekannt wurde.
«Subtil und doch kraftvoll, gedämpft und doch elegant, ist er ein produktiver Architekt, der radikal in seiner Zurückhaltung ist und seine Ehrfurcht vor Geschichte und Kultur demonstriert», teilte die Jury am Dienstag mit.
Chipperfield teilte mit: «Ich bin so überwältigt, diese aussergewöhnliche Ehre zu erhalten und mit den früheren Empfängern verbunden zu sein, die alle so viel Inspiration für den Beruf gegeben haben».
Von Berlin bis Zürich
Neben des Erweiterungsbaus des Zürcher Kunsthauses entwarf der Brite für die Schweiz zusammen mit Annette Gigon und Max Dudler ein Bürogebäude an der Europaallee. In Deutschland ist er vor allem für die Sanierung der Neuen Nationalgalerie, die James-Simon-Galerie und für den Wiederaufbau des Neuen Museums bekannt.
Frühere Pritzker-Preisträger waren unter anderem Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Norman Foster und Peter Zumthor. Vergangenes Jahr wurde der im westafrikanischen Burkina Faso geborene und in Berlin lebende Architekt Francis Kéré mit dem Preis geehrt.
Der Pritzker-Architektur-Preis
Die Pritzker-Stiftung wurde von dem Chicagoer Unternehmer Jay A. Pritzker und seiner Frau gegründet, zu deren Firmenimperium auch die Hyatt-Hotels gehören.
Der mit 100'000 US-Dollar dotierte Preis wird seit 1979 vergeben: Unter anderem an Tadao Ando, Herzog & de Meuron oder Rem Koolhass. Der Preis gilt als renommierteste Auszeichnung für Architektur.