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Sperre Susten-Pass
Die Sperrstelle Susten-Pass befindet sich auf Urner Seite und besteht aus zwei Infanteriebunkern und einem Geländepanzerhindernis. Die Strasse wurde 1935 projektiert und offiziell 1946 eingeweiht. Sie war eine wichtige Rochade-Achse innerhalb des Reduit-Dispositivs. Die Existenz eines Tunnels am Passscheitel hat zudem militärische Gründe. Er sollte einer unter feindlichem Feuer stehenden Militärfahrzeugkolonne Deckung bieten.
Auf der Berner Seite sind ebenfalls zwei Infanteriewerke mit Schussfeld auf die Strasse vorhanden.
Bekannte Objekte
- A8750 Infanteriewerk Susten Ost A
- A8751 Infanteriewerk Susten Ost B (Zugang via Strassentunnel)
- A8752 Infanteriewerk Susten West C
- A8753 Infanteriewerk Susten West D
- A8755 KP-Kaverne Steingletscher
- B35XX Gebirgsunterkunft (Baujahr 1945, 1981 renoviert, 12 Zimmer, 13’204 Quadratmeter Grundstückfläche, im Juni 2011 für 310’000 Franken zum Verkauf ausgeschrieben)
- B3535 Magazin Sustenpass
- M1541 Sprengobjekt Rässegg Sustenstrasse
- M2755 Sprengobjekt alt Bäregg
- T2304 Barrikade Strasse Tunneleingang W Sustenpass
- T4506 Barrikade Strasse Tunneleingang E Sustenpass
- T4510 Barrikade Strasse Sustenpass E
- T4511 Barrikade Weg (alter Sustenweg)
- T4512 Barrikade Brücke Passstrasse Rinderboden E
- T4513 Barrikade Brücke Passstrasse Rinderboden W
Der Raum Susten wurde vom Territorial-Regiment 83, welches das Gros der «Kampfgruppe Brünig» umfasste, verteidigt. 1943 begann man mit dem Bau der permanenten Kampfanlagen. Es ist laut ADAB eine sehr kompakte und einfache Sperre hinsichtlich ihrer Disposition (Verteidigung beider Fahrtrichtungen), die auf den Erfahrungen der ersten Kriegsjahre beruht. Sie ist national als schützenswert eingestuft wegen der Bedeutung dieser Verkehrsachse und der speziellen Verteidigungsdisposition einer alpinen Strasse.
Unmittelbar hinter dem Hotel Steingletscher befindet sich ein Stolleneingang. Zuletzt war dieser als Munitionslager für WK-Truppen genutzt worden, ein Teil davon wird derzeit zivil genutzt.