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Kanton Bern
Stadt Bern
Zytgloggeturm
Um 1220 diente der Turm als Wachturm und war Eingangspforte der Stadt. Nachdem der Platz in den Mauern nicht mehr ausreichte wurde die Stadtbefestigung bis zum Käfigturm erweitert. Von 1256 bis zum 15. Jahrhundert diente der Turm als Gefängnis.
Beim grossen Brand vom 14. Mai 1405 brannte er vollständig aus, wurde aber wieder umfangreich renoviert. Der Turm erhielt 3 Geschosse und auf der Wehrplatte entstanden Räume für den Feuerwärter und den Stadttrompeter. Im ersten Stock, so wird angenommen, wurde bereits eine erste Spieluhr eingebaut. Eine Rechnung von 1438 über die Reparatur des Uhrwerkes scheint dies zu belegen. Zwischen 1467 und 1483 wurde ein „Astrolabium“, eine Astronomische Uhr eingebaut. In dieser Zeit erhielt der Turm seinen heutigen Namen „Zytglogge“ (Zeitglockenturm). 1530 wurde das Uhrwerk eingebaut. Im Jahre 1770/71 musste der Turm erneut renoviert werden. Dabei erhielt er seine heutige Gestalt.
Bärengraben
Die erste sichere Nachricht von einem Bärengraben in Bern ist aus dem Jahre 1441 überliefert. Im Jahre 1513 berichtet der bernische Chronist Valerius Anshelm, wie siegreich aus der Schlacht von Novara heimkehrende Berner mit den eroberten Fahnen einen lebenden Bären als Kriegsbeute in ihrem Triumphzug mitführten.
Der „alte“Bärengraben stand wiederholt im Fokus der Tierschützer. Im Herbst 2009 erhielten die Bären dann ein rund 6000 Quadratmeter grosses Gelände. Im artgerechten BärenPark wurde eine Landschaft geschaffen, in der die Bären klettern, fischen und spielen und sich aber auch zurückziehen können.
Bundeshaus
1848 beschloss die Schweizerische Eidgenossenschaft die Regierung nach Bern zu verlegen und Bern zur Bundeshauptstadt zu ernennen. Häuser die auf dem Bundeshausplatz standen wurden abgerissen und an derer Stelle das Bundeshaus mit den beiden Seitenflügeln und dem Zentralbau erstellt. 1851- 1857 wurde der Westbau errichtet. Der Ostbau entstand anstelle des alten Inselspitals von 1888 bis 1892 und der Mittelbau von 1894 bis 1902. Der Mittelbau mit den drei Kuppeln beherbergt das Parlament.
Insgesamt 38 Künstler aus allen Landesteilen waren für die Dekorationen am Bundeshaus verantwortlich. Das Bundeshaus ist der Sitz der Schweizer Regierung (+Bundesrat) und des Parlaments (National- und Ständerat). Das Parlamentsgebäude wurde 1902 vollendet und steht unter Denkmalschutz.
Grindelwald
Die Landschaft bei Grindelwald biete liebliche Ländlichkeit und grandiose Bergwelt. Den mit Bäumen, Bauernhäusern und Chalets besetzten, leicht ansteigenden Matten im Norden stehen auf der Südseite die eindrucksvollen Felswände von Wetterhorn, Mettenberg und Eigernordwand gegenüber.
Eiger (3’970 m ü. M.)
Die Erstbesteigung des Eigergipfels gelang den Grindelwalder Bergführern Christian Almer und Peter Bohren zusammen mit ihrem irischen Gast Charles Barrington am 11. August 1858.3’970 m ü. M.
Eigernordwand
Die Eigernordwand ist eine der grössten Nordwände der Alpen. Diese berühmte Wand als Erster zu bezwingen, war der Traum vieler Bergsteiger aus ganz Europa.
Am 24. Juli 1938 schrieben die deutschen Bergsteiger Andreas „Anderl“ Heckmair und Ludwig „Wiggerl“ Vörg sowie die Österreicher Fritz Kasparek und Heinrich Harrer Alpin-Geschichte. Nach tagelangem Kampf erreichten die vier den Eiger-Gipfel erstmals über die berüchtigte Route (Nordwand).
Noch heute gilt die Eigernordwand als einer der gefährlichsten Bergwand der gesamten Alpen.
Jungfraujoch – Top of Europe
Unterhalb von Eiger, Mönch und Jungfrau liegt die Kleine Scheidegg auf 2061 Metern über Meer. Sie bietet den Besuchern eine spektakuläre Sicht auf die berüchtigte Eigernordwand.
Von hier gelangt man mit der Jungfraubahn auf das Jungfraujoch. Die Endstation der Jungfraubahn (Zahnradbahn) ist die höchstgelegene Eisenbahnstrecke Europas (3454 m.ü.M.). Sie überwindet auf einer Länge von 9,34 Kilometern fast 1400 Höhenmeter. Etwas mehr als sieben Kilometer der Strecke liegen im Tunnel.
Auf dem Jungfraujoch hat man bei guten Wetter eine atemberaubende Panorama-Aussicht. Die Rundsicht auf den Mönch, den Aletschgletscher, das Fiescherhorn und die Jungfrau sind einzigartig.
Trümmelbachfälle
Knapp vier Kilometer hinter Lauterbrunnen erreicht man die Trümmelbachfälle, die in wuchtigen Kaskaden durch die vom Trümmelbach schraubenförmig ausgewaschene Schlucht herabstürzen. Wirklich atemberaubend sind die Ausblicke von den Galerien. Mit ungeheurem Druck donnern die Fälle, von denen bisher zehn zugänglich sind, mit über 20 000 Liter pro Sekunde durch den Berg. Sie entwässern die riesigen Eiswände von Eiger, Mönch und Jungfrau. Fast ganz versteckt im Innern des Schwarzen Mönchs, sind sie die einzigen in einem Berg zugänglichen Fälle in Europa.