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Chrysler Newport
Beschreibung
Dieses Exemplar eines 61er Chrysler Newport kommt als Limousine daher und befindet sich in einem sehr guten Zustand. Der Lack ist top in Schuss und weist lediglich ein paar kleinere Unregelmässigkeiten auf. Auch der Innenraum ist sehr gepflegt und bis auf den, auf den Bildern ersichtlichen Riss in der Seite des Fahrersitzes kaum zu bemängeln.
Unter den Teppichen finden sich ein paar junge Rostspuren, die mit etwas Pflege problemlos zu beseitigen sind. Der Unterboden ist solide, ungeschweisst und in einem sehr guten Zustand – wie es sich für ein Veteranenfahrzeug gehört.
Der V8 und die selten noch verbaute Pushbutton-Automatik funktionieren einwandfrei und haben die passenden Nummern. Matching Numbers also und alles funktioniert noch wie am ersten Tag. Das originale Radio ist ebenfalls noch an seinem Platz und könnte zum Laufen gebracht oder umgebaut werden. Es wurde in seiner Funktion bewusst in den Ruhestand geschickt um der moderneren Variante im Handschuhfach die technisch fortschreitende Audiobühne zu überlassen. Im «Saal» finden bis zu sechs Zuhörer Platz und im Kofferraum würden sich mühelos zwei bis drei weitere unterbringen lassen.
Modellgeschichte:
Der erste Newport, offiziell Chrysler Newport Phaeton genannt, wurde 1940 gebaut und war ein reines Showcar. Ralph Roberts hat den Wagen designt und in Zusammenarbeit mit dem Karosseriehersteller LeBaron, der zu dieser Zeit der Briggs Manufacturing Company gehörte, gebaut. Die Studie basierte auf dem verlängerten Fahrgestell des Serienmodells New Yorker. Zusammen mit dem zeitgleich entwickelten Prototyp Thunderbolt, der ein hydraulisch versenkbares Metalldach hatte, gehörte der Newport Phaeton zu den ersten Fahrzeugen mit versenkbaren Scheinwerfern. Die Chrysler Corporation übernahm die versenkbaren Scheinwerfer 1942 für die Serienmodelle der Konzernmarke DeSoto, verzichtete nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs aber wieder auf das Designelement.
Vom Newport Phaeton wurden bis 1941 nur fünf oder sechs Exemplare gebaut – je nach Quelle der Informationen. Eine Serienfertigung war nie vorgesehen und zu einem freien Verkauf kam es auch nicht. Stattdessen wurden die Wagen an besondere Interessenten wie Firmengründer Walter Chrysler und die Schauspielerin Lana Turner vergeben.
Eines der Fahrzeuge diente 1941 als Pace Car beim 500-Meilen Rennen von Indianapolis. Das war das einzige Jahr in der Geschichte der Veranstaltung, in dem kein Serienmodell diese Aufgabe bewältigen durfte.
Von 1950 bis 1956 nutzte Chrysler den Begriff Newport als Zusatzbezeichnung für die teureren zweitürigen Hardtop-Coupés verschiedener Baureihen. 1956 erschien in den Baureihen Windsor und New Yorker auch eine viertürige Limousine mit der Bezeichnung Newport, welche die Top-Ausstattung der Modelle bedeutete.
Mit der Einführung des von Virgil Exner entworfenen Forward Look zum Modelljahr 1957 entfiel die Zusatzbezeichnung Newport bei allen Konzernmarken. Zum Modelljahr 1961 erschien der Name Newport wieder im Programm der Marke Chrysler und bezeichnete nun erstmals eine eigenständige Modellreihe. Anlass für die Wiedereinführung des Namens war eine Umstrukturierung von Chryslers Modellpalette. Für die mittlere Baureihe liess Chrysler den bisherigen Namen Saratoga fallen nannte sie von nun an Windsor. Die preiswertere Chrysler-Reihe wurde daraufhin Newport genannt.
Technisch und stilistisch entsprach der Newport weitgehend dem Chrysler Windsor. Wie sein Schwestermodell ruhte der Newport auf einem Chassis mit 3’099 mm Radstand. Grösser war lediglich Chryslers Spitzenmodell New Yorker, dessen Radstand 10 cm länger war. Angetrieben wurde der Newport von einem 5’916 cm³ V8, der 265 PS leistete. Zur Newport-Baureihe gehörten ein zweitüriges Coupé, ein zweitüriges Cabriolet, eine viertürige Limousine sowie der als Town & Country bezeichnete Kombi mit sechs oder neun Sitzplätzen.
Die erste eigenständige Newport-Generation umfasst die Modelljahre 1961 bis 1964. In dieser Zeit nahm Chrysler kaum technische Modifikationen vor, allerdings änderte sich das Karosseriedesign in Details von Jahr zu Jahr. Die stilistische Entwicklung des Newport entsprach der der teureren Schwestermodelle.
Im Modelljahr 1961 hatte der Newport – wie der Windsor und der New Yorker – einen trapezförmigen Kühlergrill und schräggestellte Doppelscheinwerfer. Mit ihnen griff Chrysler die sogenannten Chinese Eyes auf, ein Thema, das der norwegische Designer Vilhelm Koren 1959 für die Park-Ward-Version des Bentley S2 Continental entwickelt hatte. Die Heckflossen waren extrem spitz ausgelegt, was nach Ansicht von Ralph Nader erhebliche Verletzungsgefahren mit sich brachte.
1962 verlor der Newport seine Heckflossen, während seine Front unverändert blieb. Aufgrund der nun fehlenden Heckflossen wurde der Newport – wie Chryslers Schwestermodelle – als „gerupftes Huhn“ („plucked Chicken“) verspottet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz der Newport-Modelle um fast 50 Prozent an. Diese Verbesserung ist allerdings nicht nur durch die Veränderung des Heckdesigns zu erklären, sondern auch dadurch, dass der Konzern kurz zuvor die preislich vergleichbar positionierte Marke DeSoto eingestellt hatte.
Details
– Matching Numbers
– Intakte Pushbutton-Automatik
– 5.9 Liter V8
– 265 PS
– 35’000 km
– CH-Fahrzeug
– Schöne Farbkombination
– Gepflegter Lack
– Erstzulassung 11.07.1961
– Veteranen-MFK 13.07.2021
– 6 Sitzplätze
– Chassis 811 316 519 0
– Stammnummer 12.707.800
– Typenschein 3302
– Leergewicht 1920 kg
– Zuladung 420 kg
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