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This is not theatre, this is a f*** protest!
Carrie Shelver und Antje Schupp verbinden kreative Strategien von Protest und Performance. In ihrem Projekt «This is not theatre, this is a f*** protest!» untersuchen sie, was passiert, wenn eine kreative politische Aktivistin und eine politische Kreativschaffende ihr Wissen zusammenführen. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie weit man Protest inszenieren und Proteststrategien in die Kunst einfliessen lassen kann. Vielleicht entsteht dadurch ein Ereignis, das die Grenzen zwischen «Performance» und «Protest» völlig verwischt? Das «Publikum» wird zu «Teilnehmer*innen» und die «Show» verwandelt sich in einen «Workshop», der am Ende zu einem «Protest» werden könnte. Dritter Mitstreiter ist der Szenograph Christoph Rufer, der den Arbeitsprozess als Ausstellung realisiert.
Carrie Shelver ist engagierte Feministin, Aktivistin und Menschenrechtlerin mit über zwanzig Jahren Erfahrung. Sie ist eine kreative Denkerin und liebt die Herausforderung, neue Lösungen für bestehende Probleme zu finden. Unter anderem arbeitete sie lange im Bereich der genderspezifischen Gewalt in Südafrika sowie in anderen Ländern im Südlichen Afrika wie Zimbabwe, Angola, Malawi oder Mozambique. Seit zwei Jahren arbeitet Carrie bei der Sexual Rights Initiative, einer feministischen Koalition, die sich für sexuelle Rechte auf der Ebene der UNO Menschenrechte einsetzt.
Antje Schupp ist Regisseurin, Performerin und Autorin. Sie interessiert sich für politisches Theater, inszeniert spartenübergreifend und arbeitet in internationalen Koproduktionen sowie auch mit nicht-professionellen Darsteller*innen. Inszenierungen von Schupp waren unter anderem am Theater Basel, Schauspielhaus Zürich, Theater am Neumarkt Zürich, an der Kaserne Basel oder am Staatstheater Augsburg zu sehen. Sie zeigte ihre Arbeiten an den Festivals Berliner Theatertreffen „Shifting Perspectives“, Antigel Genf, Politik im Freien Theater oder Impulse Theater Festival. Antje Schupp ist Preisträgerin der Festspiele Zürich 2020.
Christoph Rufer lebt in Berlin und Zürich und studierte von 2002 bis 2006 Scenographical Design an der Zürcher Hochschule der Künste. Von 2005 bis 2009 war er als Ausstattungsassistent an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz und anschließend bis 2011 am Thalia Theater Hamburg engagiert. Seit 2011 ist er freischaffender Bühnen- und Kostümbildner und arbeitete mit Künstlern wie Lars Eidinger, Schorsch Kamerun, Johannes v. Matuschka, Anne Habermehl und Alia Luque zusammen. Mit Antje Schupp verbindet ihn inzwischen eine kontinuierliche Zusammenarbeit in unterschiedlichsten Projektkonstellationen. Über die Arbeit am Theater hinaus arbeitet Christoph Rufer an eigenen Projekten in den Bereichen Design und Innenarchitektur.
In ihrer Zusammenarbeit streben Shelver, Schupp und Rufer nach der bestmöglichen gemeinsamen Praxis von Kunst und Aktivismus. Sie wenden feministische Arbeitsmethoden an, ermöglichen künstlerische Mitgestaltung und weiten ihr Wissen über politische Arbeit in die (Un-)Zivilgesellschaft aus.
Mehr Informationen
Konzept, Performance, Workshop: Antje Schupp, Carrie Shelver Szenografie: Christoph Rufer Mitarbeitende: tba Unterstützt von: m2act – Das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent für die Darstellenden Künste
Bild: © Antje Schupp