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Der Titel ist bewusst zweideutig. Denn genau so wie die Länge vom Penis unwichtig ist, ist auch die Länge eines Briefes unwichtig.
Als ich vor ein paar Tagen den Brief «Angstfrei durchs Leben» veröffentlicht habe, hat sich kurze Zeit später Katja gemeldet und meinte dass dieser zu kurz geraten sei. Natürlich war das Feedback von ihr gut gemeint. Ich stimme ihr jedoch nicht zu.
Alles was wichtig ist, ist auch gleichzeitig simpel. Wenn ich etwas nicht in wenigen Sätzen rüberbringen kann, dann habe ich selbst noch nicht verstanden wie es funktioniert oder was ich sagen will.
Wenn ich eine Rede halten würde, dann geht es nicht darum wie lange meine Rede ist, sondern darum, dass ich beim Zuhörer etwas anstosse, einen Impuls gebe, einen Samen in seinem Hirn säe.
Es braucht im Grunde nur der nächste Schritt zu sein.
Das ist meine Herangensweise. Das heisst nicht, dass lange Texte grundlegend falsch oder schlecht sind. Jedem das Seine.
(Vielleicht hat mich auch mein Vater geprägt, der als ehemaliger Priester viele Vorträge gehalten hat und es liebt ausführliche Geschichten zu erzählen. Ich frage dann oft nach einer Geschichte: Und was wolltest Du mir jetzt damit sagen? Was ist die Pointe?)
Mein Schlusswort: «Es kommt nicht auf die Länge drauf an!»
Alles Liebe,
Nathanael Dalliard
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