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Roger Federer steht am ATP-1000-Turnier von Miami zum 12. Mal im Viertelfinal. Er bezwingt in der Runde der letzten 16 Roberto Bautista Agut 7:6 (7:5), 7:6 (7:4).
Federer genügte eine, gemessen an seinen Auftritten seit dem Comeback, durchschnittliche Leistung zum neuerlichen Erfolg über Bautista Agut. Nach zuvor fünf klaren Niederlagen zwang der Spanier Federer erstmals in ein Tiebreak.
Als dem 28-jährigen Vielspieler das Break zum 5:4 gelungen war, lag gar der erste Satzgewinn in Reichweite. Federer antwortete aber mit acht Punkten in Folge und setzte sich im Tiebreak 7:5 durch.
Im zweiten Satz behielt Federer erneut im Tiebreak die Oberhand, nachdem Bautista Agut zu Beginn einen Breakrückstand wettgemacht hatte. Vor allem der eigene Service funktionierte bei Federer aber nicht wunschgemäss. Nur 49 Prozent seiner ersten Aufschläge landeten im Feld.
Gegen Ende des zweiten Durchgangs rutschte dem Baselbieter sogar ein «Dammi nomal» raus. Dennoch packte er teils brillante Schläge aus, und konnte somit seinen etwas schwächeren Aufschlag ausbügeln. Und weil er in den Tiebreaks zweimal die Oberhand behielt, konnte er hinterher sagen: «Um in so einem Turnier weit zu kommen, musst du auch solche Spiele gewinnen.»
Im Viertelfinal bekommt es Federer mit Tomas Berdych zu tun. Gegen den 31-jährigen Tschechen führt der Schweizer in den Direktvergleichen mit 17:6. Die letzten sechs Duelle hat er gewonnen, zuletzt am Australian Open in drei Sätzen.
Für Stan Wawrinka endete das ATP-1000-Turnier von Miami im Achtelfinal. Der Lausanner verlor gegen den 19-jährigen Youngster Alexander Zverev (ATP 20) nach 1:44 Stunden 6:4, 2:6, 1:6.
An seinem 32. Geburtstag liess Wawrinka nach gutem Beginn und gewonnenem Startsatz bei den feuchtwarmen Bedingungen mit Temperaturen über 30 Grad abrupt nach. Zverev wurde mit zunehmender Spieldauer immer stärker und marschierte im Finish förmlich zu seinem zweiten Sieg im zweiten Vergleich mit Wawrinka.
Wie Federer bei seinem 7:6 (7:5), 7:6 (7:4)-Erfolg gegen Roberto Bautista Agut erwischte Wawrinka nicht seinen besten Tag. Im Vergleich zu seinem Landsmann, der sein Pensum bei Temperaturen über der 30-Grad-Marke praktisch gleichzeitig aufnahm, konnte er sich nicht in die nächste Runde retten. «Ich habe mein Niveau total verloren und fand keine Lösungen mehr. Das kann ich natürlich besser», befand Wawrinka.
Als dem Deutschen im dritten Satz das zweite Break zum 3:0 gelang, war die Entscheidung gefallen. Zu erschöpft wirkte Wawrinka, um wie Zverev beim letzten Duell im Final von St.Petersburg im letzten Jahr ein 0:3 im Entscheidungssatz noch wettzumachen. Im Vorjahr war Wawrinka in Miami bereits in der 2. Runde am Russen Andrej Kusnezow gescheitert. (cma/sda)