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Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) spricht in ihrem jüngsten Bericht zur Kollision von einem "schweren Vorfall", der sich bereits am 1. Juli 2019 ereignet hatte. Der 20-jährige Schüler war zur Erlangung der Privatpilotenlizenz für Helikopter in Beromünster gestartet.
Ziel war es, auf einem Platz in der Ebene südwestlich von Kaltbach eine Autorotation zu trainieren, also die Drehung des Hauptrotors nur durch den Fahrtwind. Man habe vorgängig den Platz auf mögliche Hindernisse hin untersucht bei einem Rekognoszierungsflug. In einer Höhe von drei bis fünf Metern über dem Boden leitete der Pilot einen Durchstart ein, als ein leichter Schlag zu verspüren war.
Die beiden Piloten dachten zuerst an einen Vogelschlag, worauf der Fluglehrer sofort die Steuer übernahm und umgehend auf dem nächsten Feld landete und den Motor abstellte. Lehrer und Schüler stellten bei der Kontrolle fest, dass der Helikopter an der Abdeckung des Hauptrotormasts, an den Steuerstangen sowie an der Frontscheibe links und rechts verkratzt war.
Wie sich nach der Kollision herausstellte, war auf rund vier Metern Höhe eine Art Viehhüterdraht über das Landefeld gespannt. Ein solches Überspannen zum Bewirtschaften von Feldern mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen ist laut der Sust erlaubt und durchaus üblich.
Für Aussenlandungen stellten die Drähte jedoch eine grosse Gefahr dar, da sie auch bei der Rekognoszierung kaum erkennbar seien. Der Sust-Bericht habe zum Ziel, dass aus dem vorliegenden Zwischenfall etwas gelernt werden kann.
(sda)