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Lexikon
Resveratrol
Was ist Resveratrol?
Resveratrol ist ein sekundärer Pflanzenstoff und gehört zur Gruppe der Polyphenole in der Untergruppe der Stilbene. Es ist ein starkes Antioxidans. Es kommt vor allem in roten Trauben, Blaubeeren, Äpfeln, Soja, Erdnüssen und im japanischen Staudenknöterich, insgesamt aber in ca. 70 Pflanzen vor. Seit 2016 ist es zudem als Lebensmittelzutat zugelassen und wird hauptsächlich für Nahrungsergänzungsmittel genutzt.
Resveratrol bilden Pflanzen, wenn sie Schädlinge, Mikroorganismen oder Pilze abwehren müssen, aber beispielsweise auch bei Stress durch UV-Licht oder grosse Temperaturschwankungen. Man findet das Antioxidans hauptsächlich in der Haut von Trauben, weniger in Kernen, Stielen oder Wurzeln.
Das “französische Paradoxon” wird diesem Naturstoff zugeschrieben; in den 90er Jahren wurde beobachtet, dass die Franzosen trotz hohem Weinkonsum und fettreichem Essen am wenigsten Herz- Kreislauf-Erkrankungen in Europa zu beklagen hatten. Als Grund wurde der erhöhte Rotweinkonsum und die dadurch vermehrte Polyphenolzufuhr identifiziert. Doch um auf relevante Mengen von Resveratrol zu kommen, müsste man ca. 10 Flaschen Rotwein trinken oder 1,5 kg dunkle Schokolade essen – und das täglich!
Wie wirkt Resveratrol?
Resveratrol soll sich auf die Lebenserwartung positiv auswirken, da es mehrere Effekte haben soll. Neben Verminderung der Insulinresistenz und Senkung des Nüchternglukosewerts wird auch das Serumcholesterin gesenkt. Ausserdem ist es in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren und wirkt so neuroprotektiv. Entzündungsbotenstoffe werden blockiert.
Einnahme und Dosierung von Resveratrol
Am besten wirkt Resveratrol im Zusammenspiel mit anderen Polyphenolen wie Quercetin oder Catechin. Auch bei hohen Dosierungen gibt es keine toxischen Effekte. Nebenwirkungen waren laut einer Studie bei einer Dosierung von 5g täglich in einigen Fällen Übelkeit und leichter Durchfall. Als eine sichere Langzeitdosis wurden 400 mg täglich ermittelt.
Resveratrol hemmt die Verklumpung von Blutplättchen und daher sollte auf eine gleichzeitige Einnahme von Blutverdünnern und Schmerzmitteln verzichtet werden. Da der Pflanzenstoff fettlöslich ist, sollte es immer zu einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden.