Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03637.jsonl.gz/2337

Mit dem Verzicht auf Start- und Landerechte will Lufthansa die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission gegen die Air-Berlin-Teilübernahme zerstreuen. In der vergangenen Woche hatte der Konzern in Brüssel konkrete Vorschläge eingereicht, wie der Wettbewerb gesichert werden könne. Die Entscheidungsfrist auch zur Übernahme weiterer Teile der insolventen Air Berlin läuft bis zum 21. Dezember. Die EU-Kommission könnte sich aber auch noch für eine vertiefte Prüfung des Kartellantrags entscheiden, die dann noch einmal 90 Arbeitstage dauern würde.
Sollte die Übernahme der Niki mit ihren rund 20 Flugzeugen nicht genehmigt werden, greift nach Spohrs Worten ein "Plan B". Er sehe vor, die Lufthansa-Tochter Eurowings in der gleichen Grössenordnung aus eigener Kraft wachsen zu lassen. Das sei im Übrigen bereits unmittelbar nach dem Ausscheiden der Air Berlin aus dem Markt gelungen. Man solle die Bedeutung von 20 Flugzeugen angesichts einer Konzerngrösse von 750 Jets auch nicht überbewerten.
Seit Montag ist die Lufthansa zudem die einzige europäische Fluggesellschaft, die von der britischen Beratungsgesellschaft Skytrax mit fünf Sternen versehen ist. Bislang haben nur neun Gesellschaften aus Asien diese in der Branche stark beachtete Höchstwertung erreicht. Damit erkenne man die Fortschritte an, die die Airline vor allem im Service gemacht habe, erklärte Skytrax-Chef Edward Plaisted. Skytrax bewertet regelmässig Fluggesellschaften und Flughäfen in kostenpflichtigen Prüfverfahren./ceb/DP/stw
(AWP)