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Wendy Holdener belegte in der ersten von zwei Weltcup-Kombinationen in Crans-Montana Platz 4. Die Weltmeisterin hatte die Chance auf eine bessere Klassierung im Super-G vergeben, den die Amerikanerinnen wegen fragwürdigen Bedingungen boykottierten.
Wendy Holdener fährt in der Super-Kombination von Crans-Montana bei äusserst schwierigen Bedingungen mit «schmierigem Frühlingsschnee» auf Rang 4. Die Weltmeisterin liegt nach dem Super-G am Morgen mit 2.45 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit nur auf Rang 20, verbessert sich in ihrer Paradedisziplin Slalom dank einer beherzten Fahrt aber noch um 16 Positionen.
Der Sieg geht an die Italienerin Federica Brignone, die einen entfesselten Slalom zeigt und so ihren vierten Weltcupsieg feiert. Zweite wird die Slowenin Ilka Stuhec, Dritte die Österreicherin Michaela Kirchgasser.
Abfahrtsspezialistin Stuhec bringt sich mit ihrem zweiten Rang in eine hervorragende Situation im Kampf um die kleine Kristallkugel. Nach zwei von drei Rennen führt sie mit 180 Punkten 40 Zähler vor Brignone und 80 vor Vorjahressiegerin Holdener.
Der etwas chaotische Tag in Crans begann für alle Beteiligten alles andere als wunschgemäss: Der Super-G der Frauen musste nach drei Fahrerinnen abgebrochen und weiter unten gestartet werden. Ilka Stuhec, Tessa Worley und Denise Feierabend, die Startnummer 1 bis 3, stürzten beim ersten Versuch allesamt an der gleichen Stelle nach nur wenigen Fahrsekunden.
Lindsey Vonn twitterte umgehend, dass sie nicht starten werde. Die Sicherheit sei nicht gewährleistet.
Die Verantwortlichen reagierten und der Super-G wurde eine Stunde später ab dem Reservestart auf verkürzter Strecke neu gestartet. Die ausgeschiedenen Fahrerinnen durften nochmals starten. Denise Feierabend konnte dies leider nicht mehr, sie musste mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden.
Lindsey Vonn, Mikaela Shiffrin und alle anderen Amerikanerinnen hatten da aber schon genug, sie boykottierten das Rennen geschlossen. «Die FIS glaubt immer, dass wir nur reden. Aber das stimmt überhaupt nicht. Wir wissen, was wir machen. Wir brauchen dieses Risiko nicht. Warum sollten wir hier starten, wenn es so gefährlich ist», sagte die Amerikanerin gegenüber dem SRF.
Der Super-G blieb aber auch nach dem Neustart eine Farce. Von den 20 ersten Fahrerinnen kamen nur zehn ins Ziel. Ausgeschieden sind unter anderem Michelle Gisin, Sofia Goggia und Tessa Worley. An die Spitze setzte sich Ilka Stuhec. Weltmeisterin Wendy Holdener verlor 2,45 Sekunden auf die Bestzeit. (fox/pre)