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Der designierte Sulzer-Chef Ueli Roost (Bild) hat erste Visionen zur Zukunft des Technologiekonzerns vorgestellt. Sulzer sei ein Konzern mit enormem Potenzial, sagte Roost an einer Medienkonferenz in Winterthur.Dieser Inhalt wurde am 06. Januar 2000 - 12:53 publiziert
Der designierte Sulzer-Chef Ueli Roost (Bild) hat am Dreikönigstag (06.01) erste Visionen zur Zukunft des Technologiekonzerns vorgestellt. Sulzer sei ein Konzern mit enormem Potenzial, der sich im Wandel befinde, sagte Roost an einer Medienkonferenz in Winterthur. Langfristig wolle er eine Wachstumsstrategie verfolgen.
Erst vor drei Tagen präsentierte Sulzer den 52-jährigen Roost als Nachfolger von Pierre Borgeaud als Chef und Präsident des Technologiekonzerns. Am Donnerstag stellte sich der frühere Konzernchef der Keramik Laufen in Winterthur erstmals den Medien.
In den vergangenen Tagen sei er immer wieder gefragt worden, weshalb er das Amt bei Sulzer angenommen habe, warum er sich dafür befähigt fühle, und in welche Richtung er den Konzern führen wolle, sagte Roost. Sulzer sei ein Konzern, der sich im Wandel befinde, das reize ihn sehr, beantwortete er die erste Frage. Während den Gesprächen mit dem Verwaltungsrat, die Ende November begonnen hätten, habe er dessen Bereitschaft zur Veränderung gespürt. "Ich habe mehr als 20 Jahre Industrieerfahrung. In den vergangen 15 Jahren war Wandel und Veränderung ständiges Thema", sagte er. Deshalb sei er überzeugt, bei Sulzer Erfolg haben zu können.
Konkrete Ziele nannte Roost aber nur wenige. In der kurzen Zeit sei es ihm nicht möglich gewesen, sich genügend Detailkenntnisse anzueignen, um substanzielle Aussagen über Sulzer machen zu können. Es sei aber seine feste Überzeugung, dass ein erfolgreiches Unternehmen eine einfache, klare Unternehmensstrategie brauche, über die nötigen Finanzen verfügen müsse, um Wachstum zu finanzieren, und die nötige Managementkapazität habe, um diesen Kurs zu verfolgen. "Ich kann Bilanzen lesen, deshalb weiss ich, dass Sulzer zumindest über die finanziellen Mittel verfügt, um eine Wachstumsstrategie zu verfolgen", sagte Roost.
Langfristig müsse das Ziel verfolgt werden, Sulzer in den Märkten gut zu positionieren. Erfolge könnten zudem immer dann verbucht werden, wenn Mehrwert geschaffen werde. Davon profitierten die Angestellten, die Aktionäre und das ganze Umfeld. Roost gab sich zudem als Gegner der reinen Nischenproduktion zu erkennen und sagte, der Schweiz müsse eine industrielle Basis erhalten
bleiben.
Roost soll auch Präsident von Sulzer Medica werden
Vorgänger Borgeaud gab bekannt, dass er "zur gegebenen Zeit" von all seinen Ämtern bei Sulzer zurücktreten werde. Es sei der Wunsch von Roost gewesen, dass er vorläufig im Verwaltungsrat des Sulzer-Konzerns verbleibe und weiterhin als Präsident von Sulzer Medica amte. Es sei aber vorgesehen, dass Roost auch bei Sulzer Medica seine Nachfolge als Präsident antreten werde, sagte Borgeaud.
SRI und Agenturen
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