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Seit mehr als mehr als 40 Jahren ist das sog. „Intervall-Hypoxie-Training" (IHT) Gegenstand der physiologischen und medizinischen Forschung in Russland, USA, Westeuropa und Australien. Diese Methode zur Stimulierung einer Vielzahl von Körperfunktionen wird deshalb schon seit einiger Zeit regelmässig beim Training von Sportlern und zur Behandlung degenerativer Erkrankungen eingesetzt.
Im Laufe der Zeit hat sich das Einsatzgebiet des Trainings mit sauerstoffreduzierter Luft aber erweitert. Neben der allgemeinen Leistungssteigerung wird die „Intervall-Hypoxie-Methode" heute auch zur Prävention und als Therapieform im modernen Gesundheitswesen eingesetzt. Dabei geht es vor allem um die Korrektur gestörter Stoffwechselvorgänge (Aktivierung des Energie-Stoffwechsels) und um die Stärkung des Immunsystems.
Seit wenigen Jahren ist eine erweiterte Methode, das "Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training" im Einsatz. Cell-Well bietet Ihnen diese neueste Entwicklungsstufe, das „Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training" (IHHT) als erstes Institut in der Schweiz an.
Das IHHT funktioniert ähnlich wie das Höhentraining im Sport: man nutzt den körperstimulierenden Effekt der geringeren Sauerstoffverfügbarkeit. Von dem früher angewandten "Intervall-Hypoxie-Training" unterscheidet sich das IHHT dadurch, dass auf das Einatmen von sauerstoffreduzierter Luft eine Phase mit sauerstoffangereicherter Luft (bis 38% Sauerstoffgehalt) bei normalem Umgebungsdruck folgt, wodurch das Zelltraining viel individueller und damit effektiver erfolgen kann.
Um das reduzierte Sauerstoffangebot auszugleichen, wird einerseits die Atemtätigkeit und andererseits die körpereigene Bildung von Hämoglobin (sauerstoffbindender Blutfarbstoff) verstärkt. Durch die Produktion von mehr roten Blutkörperchen wird die Sauerstofftransportkapazität erhöht. Im weiteren wird der in den Zellen ablaufende Stoffwechsel angeregt und dadurch mehr Energie freigesetzt. Ueber ein spezielles Protein, den sogenannten Hypoxic-Inducible-Factor-1-a (HIF-1a), werden bei zellulärer Hypoxie (verringertes Sauerstoffangebot an die Zellen) eine ganze Reihe von verschiedenen Genen im Zellkern der Zelle angeschaltet. Damit wird ein weites Funktionsspektrum der Zelle reguliert: der Zucker-, Fett- Energie-, Hormon-, Immunstoffwechsel und Regenerationsstoffwechsel. Die Grundsätzlichkeit dieses stoffwechselphysiologischen Prozesses ist faszinierend und erklärt, warum IHHT so viele verschiedene Effekte entfalten kann.
Das IHHT ist eine effektive und sichere Trainingsmethode auf zellulärer Ebene ("Zelltraining") und auf der Ebene des Herz-Kreislauf-Systems. Im Rahmen des IHHT passt sich der menschliche Organismus dem veränderten Sauerstoffgehalt der Atemluft an, indem v.a. vermehrt rote Blutkörperchen gebildet werden, neue Blutgefässe (Kapilaren) gebildet werden und die Sauerstoffverwertung der Zelle ökonomisiert wird, wodurch die Kapazität für Sauerstoffaufnahme und -transport erhöht wird. Damit gelangt der Sauerstoff schneller in die verschiedenen Gewebe (z.B. Muskelgewebe) und an die Zellen. Diese werden dadurch intensiver mit Sauerstoff versorgt. Der Energie-Stoffwechsel der Zellen in den Mitochondrien (Mitochondrien werden als „Kraftwerke der Zellen" bezeichnet) wird besonders stimuliert, d.h. das Gewebe wird mit zusätzlicher Energie versorgt.
Eine zweite wichtige Wirkung von IHHT ist die verbesserte Bildung des körpereigenen Coenzyms Q10. Dieses ist ein fundamental wichtiger Faktor, der in den Mitochondrien für die Energiegewinnung von zentraler Bedeutung ist. Deshalb bekam der britische Biochemiker Professor Peter D. Mitchell 1978 für die Aufklärung der fundamentalen Bedeutung von Q10 für die mitochondriale Energiegewinnung den Nobelpreis für Chemie. Das Organ mit der höchsten Q10-Konzentration ist – bezeichnenderweise – das Herz. Es ist schon lange bekannt, das der Q10-Gehalt der verschiedenen Organe mit zunehmender Alterung sinkt. So beträgt der Q10-Gehalt im Herzen mit ca. 45 Lebensjahren nur noch 50% desjenigen mit 18 Lebensjahren. Ein Mangel an Coenzym Q10 ist mit vielen chronischen Erkrankungen verbunden, z.B. der Herzinsuffizienz. Aber auch reduzierte Leistungsfähigkeit oder vorzeitige Erschöpfung sind häufig mit messbaren Q10-Defiziten verbunden. Bis vor kurzem ging die Forschung davon aus, dass Q10 – bei Defizit-Situationen – nur von „aussen" substituiert werden kann. Erst 2009 konnte in einer wissenschaftlichen Studie gezeigt werden, dass der Körper schon mit 10 Einheiten IHHT den Q10-Gehalt im Blut um durchschnittlich 40% steigern konnte.
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