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Rund um das Munitionslager sei eine Sicherheitszone gebildet worden. Alle Einwohner in einem Umkreis von drei Kilometern sollten die Region verlassen, berichtete der staatliche Rundfunk. Mit einer Drohne versuchten die Feuerwehr indes, zusammen mit der Luftwaffe festzustellen, «was im Lager los ist». Erst dann werde man entscheiden, was gemacht werden müsse, sagte der Sprecher weiter.
Aus Kreisen des Verteidigungsministeriums hiess es, die Explosionen seien womöglich durch einen Brand in der Gegend ausgelöst worden. Offiziell wurden keine Angaben zur Ursache gemacht.
Wie eine Reporterin des staatlichen Rundfunks berichtete, sind wegen der Druckwellen zahlreiche Fensterscheiben in der Region Nea Anchialos eingedrückt worden. Informationen über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Die Feuerwehr könne wegen der Gefahr weiterer Explosionen nicht eingreifen. Auch aus der Luft könne kein Wasser abgeworfen werden, weil es gefährlich für die Piloten ist.
Etwa eine Stunde nach den ersten Detonationen hätten die Explosionen Augenzeugen zufolge aufgehört, berichteten Reporter vor Ort.
Wegen der starken Rauchbildung flüchteten Urlauber - mehrheitlich griechische Familien - zum Strand von Nea Anchialos. In der Region befindet sich einer der grössten Flughafenstützpunkte der griechischen Luftwaffe. Das Munitionslager, das die Flammen erreichten, befinde sich rund vier Kilometer nördlich des Flughafens von Nea Anchialos, berichtete das Staatsfernsehen.
Was für Munition in diesem Lager deponiert ist, blieb zunächst unklar. Im Militärflughafen von Nea Anchialos sind drei Geschwader von F-16-Kampfflugzeugen der griechischen Luftwaffe stationiert. Wie der staatliche Rundfunk weiter berichtete, sollen aus Sicherheitsgründen diese Kampfbomber in andere Stützpunkte der griechischen Luftwaffe verlegt werden. Dies bestätigten Kreise der Regierung in Athen der Deutschen Presse-Agentur.