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Fetomaternale Medizin
Bei der fetomaternalen Medizin handelt es sich um ein spezielles Fachgebiet der Geburtshilfe, sowie der Gynäkologie. Die Mediziner der fetomaternalen Medizin haben grosse Kenntnisse in der Beurteilung des Gesundheitszustandes der schwangeren Frau, sowie des ungeborenen Kindes. Die Ärzte führen in der fetomaternalen Medizin normale Geburten und Schwangerschaftsbegleitungen durch, jedoch sind sie auch auf Risikoschwangerschaften und Risikogeburten spezialisiert.
Risikoschwangerschaft
Unter einer Risikoschwangerschaft versteht man eine Schwangerschaft, die ein erhöhtes gesundheitliches Risiko für die Mutter und das ungeborene Kind beherbergen. Treten bei einer Schwangerschaft bestimmte Faktoren auf, so wird sie als Risikoschwangerschaft eingestuft. Solche Faktoren sind zum Beispiel, wenn die Mutter jünger als achtzehn oder älter als fünfunddreissig Jahre alt ist. Ebenso gelten Mehrlingsschwangerschaften und Schwangerschaften von Frauen, die bereits mehr als vier Kinder gebärt haben, als Risikoschwangerschaften. Auch bestimmte Vorerkrankungen der Mutter, wie beispielsweise Diabetes oder Bluthochdruck machen eine Schwangerschaft zu einer Risikoschwangerschaft.
Eine Schwangerschaft kann auch erst im Verlauf der Schwangerschaft zu einer Risikoschwangerschaft werden, wenn beispielsweise bei der Mutter akute Infektionen oder andere schwerere Erkrankungen auftreten. Etwa ein Drittel der Schwangerschaften wird als Risikoschwangerschaft eingestuft, was aber hauptsächlich daran liegt, dass Frauen ihre Kinder heutzutage später bekommen. Ein grosser Teil gebärt also erst ab einem Alter von fünfunddreissig Jahren das erste Kind. Da diese Schwangerschaften jedoch ein höheres gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind haben, werden hierbei mehr Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Ggf. werden Frauen auch an weitere Spezialisten oder spezielle Einrichtungen überwiesen, die Mutter und Kind entsprechend einer eventuellen Krankheit besser behandeln können. Allgemein kommen jedoch neunzig Prozent der Kinder gesund auf die Welt.
Risikogeburt
Als Risikogeburten bezeichnet man Geburten, die mit Symptomen einhergehen, die eine Gefährdung für die Mutter oder das Kind darstellen können. Eine Risikogeburt folgt stets auf eine Risikoschwangerschaft, jedoch können Risikogeburten auch auf eine normale Schwangerschaft folgen. Bei Risikogeburten kann es unter anderem zu einem vorzeitigen Blasensprung oder zu auffälligen Herzfrequenzmustern kommen. Genauso können sich Anomalien bei den Wehen zeigen und der Blutdruck der Mutter kann gefährlich ansteigen. Neben diesen Risiken gibt es noch viele weitere, die bei einer Geburt auftreten können. Zum Beispiel wird eine Geburt, die länger als sechzehn Stunden dauert ebenfalls als eine Risikogeburt eingestuft. Bei Risikogeburten muss immer eine Hebamme und ein Arzt anwesend sein, die die Geburt genau überwachen. Des Weiteren müssen sich zwei weitere Ärzte bereithalten und falls nötig, einen Kaiserschnitt durchführen, um das Kind auf die Welt zu bringen.
In der fetomaternalen Medizin wird nicht nur der Gesundheitszustand von Kind und Mutter überwacht, die Ärzte betreuen die Mutter auch psychisch während der gesamten Schwangerschaft. Ebenso beraten und verabreichen die Ärzte beispielsweise Medikamente zur Schmerzlinderung, während der Geburt.
Zu dem Gebiet der fetomaternalen Medizin gehört es auch Fehlbildungen zu erkennen und diese den Eltern mitzuteilen. Wäre das Kind aufgrund starker Fehlbildungen nicht lebensfähig, dann führt der Facharzt der fetomaternalen Medizin auch nach der vierzehnten Schwangerschaftswoche einen Schwangerschaftsabbruch durch. Hierbei begleiten die Mediziner die Eltern auch psychologisch und überweisen ggf. als weitere Therapeuten weiter.