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Insgesamt beliefen sich die Uhrenexporte im Juni auf 1,96 Milliarden Franken, wie den Zahlen der Eidgenössische Zollverwaltung vom Dienstag zu entnehmen ist. Das entspricht einer Steigerung um nominal 71 Prozent.
Vor einem Jahr waren wegen des Shutdowns zur Eindämmung der Coronapandemie nur noch Uhren im Wert von 1,13 Millionen Franken ins Ausland abgesetzt worden.
Vor allem teure Uhren
Gefragt waren im Juni vor allem Uhren teure Uhren, schreibt der Branchenverband FH in einer gleichentags erschienenen Mitteilung. Dieser vergleicht dabei die Zahlen mit jenen von Juni 2019. Der Verband nimmt das Jahr 2019 als Referenz, weil seiner Ansicht nach das ausserordentlich schlechte Ergebnis von 2020 keine aussagekräftigen Jahresvergleiche erlaube.
Bemerkenswert war dabei das Wachstum bei den Uhren mit einem Wert von über 3000 Franken (+18,1% gegenüber Juni 2019), das damit doppelt so hoch war wie bei den Uhren mit einem Preis zwischen 500 und 3000 Franken (+9,8%). Der Exportwert von Uhren mit einem Preis von unter 500 Franken sank dagegen um 13,9 Prozent.
Am stärksten nahmen im Juni die Ausfuhren nach China zu, die sich beinahe verdoppelten. Der wichtigste Abnehmer von Schweizer Uhren waren im Juni aber die US-Amerikaner mit einem Anteil von 14 Prozent an den Gesamtausfuhren.
Zudem gingen auch wieder mehr Zeitmesser (+5,2%) nach Hongkong, nachdem in den beiden vorangegangenen Monaten dort rückläufige Exporte im zweistelligen prozentualen Bereich zu verzeichnen waren. Japan (-11%) und Grossbritannien (-5,4%) verzeichneten im Juni eine Abnahme bei den Verkäufen.
Aussichten hellen sich auf
Das starke Wachstum der Schweizer Uhrenexporte im Juni habe die Rückkehr zur Normalität weiter beschleunigt, resümiert der Branchenverband FH. Diese erfreuliche Entwicklung bedeute, dass das erste Halbjahr 2021 mit dem gleichen Zeitraum 2019 vergleichbar sei.
In Zahlen ausgedrückt: Im ersten Halbjahr 2021 erreichten die Uhrenexporte der Schweiz wertmässig 10,6 Milliarden Franken. Das sind nur 0,5 Prozent weniger als in den Monaten Januar bis Juni 2019.
Die Aussichten würden sich zwar langsam bessern, seien jedoch von grosser Ungewissheit geprägt, hielt der Uhrenverband fest. Immerhin deute der Trend aber darauf hin, dass das Vorkrisen-Niveau bereits Anfang 2022 erreicht werde. Das sei früher als ursprünglich erwartet.