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Das Projekt untersucht, welche Veränderungen sich an den mythologischen und fantastischen Inhalten ergeben haben, wie sich diese Veränderungen auf die enthaltene Mythologie und die Bedeutung der Romane auswirken und schließlich welche Einflüsse von staatlichen und privaten Akteuren, Besonderheiten der Fernsehserie als Medium oder kulturelle Traditionen hierauf eingewirkt haben. Diese Fragen sind wichtig für das Verständnis Chinas, weil die vier Romane als Klassiker kanonifiziert wurden: sie stellen eine gemeinsame literarisch-kulturelle Basis dar und sind zentral für das nationale Selbstverständnis.
Im Speziellen werden die Heldenmythologie, der Mythos des charismatischen Anführers und Prozesse des Aushandelns oder der Unterdrückung abweichender Wertvorstellungen durch die Religionspolitik betrachtet. Das Projekt verbindet dabei die institutionellen und wirtschaftlichen Bedingungen der Kulturproduktion mit textkritischen und medienwissenschaftlichen Methoden, um Veränderungen aufzuzeigen und mit den unterschiedlichen Deutungs- und Orientierungsansprüchen in Verbindung zu setzen.
Der Prozess der Re-/Integration und Umwertung kultureller Traditionen am Übergang zu neuen Medien, der von diesem Projekt untersucht wird, ist kein chinesischer Sonderfall, sondern findet in anderen modernen Gesellschaften ebenfalls statt.