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Das architektonische Juwel diente als Beinhaus, Zehntenscheune und Schopf bis es zur Aufbahrungshalle umgebaut wurde.
Im Jahr 1609 wurde wurde das alte Beinhaus zu einem Zehntenspeicher umgebaut. An der Nordwestecke gegen Westen trägt der Eckstein die Jahreszahl 1609 und die drei Familienwappen. An der Nordwestecke gegen Norden ist der Baslerstab zu sehen.
Es wird berichtet, dass beim Umbau 1624, als man den Keller tiefer machte und überwölbte, eine Menge Gebeine zum Vorschein gekommen seien.
Ganz speziell ist der trapezfömige Grundriss des Gebäudes und die Höhe des Gebäudes im Verhältnis zur Grundfläche. Dieses Zusammenwirken und die winzigen, unregelmässig angeordneten Fenster geben dem Gebäude seinen besonderen Reiz.
Nach der Abschaffung des Zehntens diente es als Schopf und wäre beinahe dem Verkehr zum Opfer gefallen, war doch geplant, dass das Gebäude abgerissen und der Hauptstrasse nach Häfelfingen Platz machen sollte. Dies konnte glücklicherweise verhindert werden.
1965 wurde es zur Aufbahrungshalle mit Archiv im 1. Stock und WC-Anlagen im Untergeschoss umgebaut. Das alte Vordach und der Nordzugang wurden erneuert.
1969 wurde das Beinhaus zusammen mit der Kirche und dem Friedhof in das Verzeichnis der geschützten Denkmäler des Kantons Baselland aufge- nommen.
Beigestelltes Photo stammt vom Sonntagschulfest 1998. Auch in der Kirche ist oft Freud und Leid nahe beieinander.
Von: Markus Enz