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Zähneknirschen (Bruxismus) findet unbewusst und meist nachts statt. Bei Kindern ist Zähneknirschen während des Zahnwechsels sehr häufig und stellt keinen Grund zur Beunruhigung dar, da es später von selbst wieder aufhört.
Auch bei Erwachsenen handelt es sich nicht um eine Erkrankung im eigentlichen Sinne, sondern um eine nächtliche Bewegungsstörung. Diese tritt oft bei erhöhter Belastung durch Stress und schlechter Schlafqualität auf. Eine ursächliche Behandlung, die das Knirschen verhindern würde, besteht bis heute nicht. Entspannungsübungen und Stressabbau können sich aber positiv auswirken.
Anhaltendes Knirschen kann unerwünschte und unangenehme Folgen haben
- Verlust von Zahnhartsubstanz und dadurch erhöhte Empfindlichkeit der Zähne
- Überbelastung des Zahnhalteapparates mit erhöhter Zahnbeweglichkeit
- Schmerzen im Bereich des Kausystems (Myoarthropathien)
- Beschädigung oder Zerstörung von Füllungen oder Zahnersatz
Diese Schäden, allerdings nicht das Knirschen selbst, können durch das Tragen von Kunststoffschienen verhindert werden. Diese werden für jeden Patienten individuell angepasst und gefertigt. Ein Beispiel für eine solche Schiene ist die Michigan-Schiene.