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Im Sommer bestückt mit zierenden Beeren, im mystischen Herbst umgeben von Nebel und im Winter mit Schnee bedeckt: Der immergrüne und pflegeleichte Wacholder ist ein genügsames Gehölz, das zu jeder Jahreszeit sehenswert ist. Die pflegeleichte Pflanze ist in ihrer Form- und Farbenvarietät vielseitig verwendbar, sei es im Garten oder im Gefäss, auf dem Balkon oder der Terrasse.
Der Wacholder (Juniperus) ist eine Pflanzengattung, die zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) gehört. Die Gattung besteht aus 50 bis 70 Arten. In unseren Breitengraden kommen in der Wildnis jedoch nur zwei Arten vor, der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) und der Sadebaum (Juniperus sabina). Wacholder-Arten sind vorwiegend auf der Nordhalbkugel heimisch. Sie sind sehr anpassungsfähig und gedeihen in Klimaregionen, die von der subarktischen Tundra bis zur Halbwüste reichen. Fast alle Wacholder-Arten sind sehr gut an regenarme Perioden angepasst und wachsen auch bis zur Baumgrenze ohne Probleme. In ihrer Heimat gedeihen Wacholder oft auf trockenen Böden wie Sand, Heide, Steppen oder Halbwüsten. Oft sind sie die dominante Waldbedeckung in weiten Bereichen der Landschaft.
Der Wacholder wächst als immergrüner Strauch oder Baum. Einige Wacholder-Arten entwickeln niederliegende Triebe und wachsen bodendeckend. Je nach Standort kann ein Wacholder in seiner Heimat bis zu 40 m erreichen. Das Holz des Wacholders besitzt einen rötlich-braunen Kern und duftet oft aromatisch. Seine Zweige sind je nach Art vier- bis sechsflügelig. Das grüne Laub ist sehr kurz und liegt eng an den Zweigen. In den ersten Wuchsjahren sind die Blätter nadelförmig, später schuppen- oder nadelförmig.
Die beerenförmigen weiblichen Zapfen, die man vom Aussehen her als Beeren bezeichnen kann, haben einen Durchmesser von 0,3 bis 2 cm. Sie sind ei- bis kugelförmig. Bis zur vollen Reife benötigen die Beeren 1 bis 2 Jahre und werden bläulich. Diese Wacholderbeeren werden von Vögeln gerne als Ganzes verspeist. Sie tragen zur Verbreitung der Samen bei.
Auf männlichen Wacholderpflanzen kann man zur Blütezeit von April bis Juni gelbliche Blüten erkennen. Diese wandeln sich nach der Blütezeit in gestielte Zapfen um.
Wacholder-Arten sind wegen ihrer Wuchsform, ihren verschiedenen Laubfarben und den hübschen Früchten ein beliebtes Ziergehölz in unseren Gärten.
Der wärmebedürftige Wacholder bevorzugt im Garten einen sonnigen, trockenen und wasserdurchlässigen Standort. Dort sind Wacholder-Arten durch die Vielfalt an Formen und Farben ein willkommenes Gestaltungselement. Sie kommen in Einzelstellung wie auch in Gruppen gepflanzt gut zur Geltung. Ob ausgepflanzt im Garten oder im Gefäss gehalten, der Verwendung des Ziergehölzes sind keine Grenzen gesetzt.
Im Hauenstein-Onlineshop sind diverse Wacholder-Arten und -Sorten erhältlich. Das Sortiment reicht von trichterförmigen über strauch- oder kegelförmigen bis zu flach ausbreitenden Wuchsformen. Die Wuchshöhen variieren je nach Art und Sorte von 0,6 bis 5 m. Auch das Farbenspektrum der verschiedenen Arten und Sorten ist gross: frischgrün, stahlblau, graugrün, goldgelb, silberblau, graublau und zitronengelb. Lassen Sie sich vom Fachpersonal beraten und über das aktuelle Sortiment informieren.
Je nach Wuchsform können Wacholder-Arten als Sichtschutzhecke, als Bodendecker, in Steingärten oder für Dachgärten verwendet werden. Kleiner wachsende Wacholder-Arten können ohne Probleme auch in Gefässen gepflanzt werden. Lassen Sie Ihrer Gestaltungs-Fantasie freien Lauf und profitieren Sie von den vielen gestalterischen Eigenschaften des Wacholders.
In der Volksmedizin wird der Wacholder auch heute noch verwendet. Vor allem frische oder getrocknete Beeren (= weibliche Zapfen) werden in Form einer Tinktur oder eines Tees für Verdauungsprobleme, Rheuma und Gicht, Harnwegsinfekte, Blähungen und Sodbrennen eingesetzt. Die Einnahme von Wacholderbeeren-Extrakten wirkt harntreibend und blutreinigend. Das Kauen von trockenen Beeren trägt zu einer besseren Verdauung bei. Deswegen werden auch beim Kochen von deftigen und schwerverdaulichen Speisen, wie zum Beispiel dem Sauerkraut, einige Wacholderbeeren zugefügt. Mit Wacholder wird auch die bekannte Spirituose Gin hergestellt. Diese findet sich unter anderem im ‘Martini’, dem Lieblingscocktail von James Bond.
Der Wacholder enthält ätherische Öle und wird deswegen auch äusserlich bei Einreibungen oder Heilbädern eingesetzt.
Früher wurden an den Weihnachtstagen Wacholderzweige über die Stalltüren gehängt, um die Hexen fernzuhalten.
Das Gehölz braucht keine intensive Pflege. Der Wacholder benötigt lediglich regelmässige Schnittmassnahmen. Bei gutem Standort wird die Pflanze jedes Jahr schöner.
Wenn Wacholderbeeren geerntet werden möchten, dann müssen ein weiblicher und ein männlicher Wacholder in nächster Nähe zueinander gepflanzt werden. Ansonsten können die Zapfen der weiblichen Pflanze nicht befruchtet werden.
Blau gefärbte Beerenzapfen
In freier Natur bis zu 40 m
Sonnig bis halbschattig