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Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
Die Pfarrkirche in Grossdietwil ist St. Johannes dem Täufer geweiht und wurde um 1880/1881 im neuromanischen Stil erbaut. Wenn man es ihr auch heute nicht mehr ansieht, so reicht ihre Geschichte doch sehr weit zurück. Eine erste direkte Baunachricht findet sich für den spätromanischen Turm, der 1315 neu errichtet wurde. Im Jahre 1334 vernichtete ein Brand die Kirche samt Glocken. Kurz darauf entstand ein neues Gotteshaus. Nach Jahrhunderten der Erneuerung von Ausstattung wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts die St. Pantaleons-Kapelle neu als Beinhaus errichtet und 1507 geweiht. 1665 wurde der Beromünster Stiftsbaumeister für den Neubau des Kirchenschiffes beigezogen. Der päpstliche Nuntius weihte 1676 die neue Kirche mit drei Altären ein. Der romanische Turm überlebte diesen Neubau, wie auch denjenigen im 19. Jahrhundert. In den Jahren 1880/81 wich die damals baufällige Kirche einem Neubau. Dieser wurde nach dem Schema der damals üblichen Saalkirchen erbaut.
Im Jahre 1981/82 wurde die Kirche einer Gesamtrenovation unterzogen. Der Chorbezirk wurde den Erfordernissen der erneuerten Liturgie angepasst und dem Raum wurde sein ursprünglicher, fröhlicher Charakter zurückgegeben. Der ehemalige Hochaltar von Langnau b. Reiden (dat. 1870) und die spätklassizistischen Seitenaltäre aus der modernisierten Pfarrkirche Weggis (dat. 1841) wurden in diesem Raum zur Einheit und prägen heute die restaurierte Kirche entscheidend mit. Durch die Sanierung der Aussenfassade im Sommer 2014 erstrahlen Kirche und Turm in neuem Glanz.