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Damals am 19. Juli
Herausgegriffen
Es geschah an einem 19. Juli
64: Der Brand von Rom: Kaiser Nero gibt den Christen die Schuld und lässt viele hinrichten.
1374: Tod von Francesco Petrarca, italienischer Dichter, zusammen mit Dante und Bocaccio einer der wichtigsten Vertreter der Literatur des Renaissance-Humanismus (u. a. „Canzoniere/Rerum vulgarium fragmenta“ 1348).
1695: In einer englischen Wochenzeitung erscheint die weltweit erste Heiratsannonce. Sie lautet: „Ein Herr von etwa 30 Jahren mit ansehnlichem Besitz sucht eine junge Dame mit einem Vermögen von ca. 3000 Pfund.“
1894: Geburt von Philipp Schwartz, Professor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt (Main), Retter von Tausenden den Nazis nicht genehmen Wissenschaftlern. Wegen seines jüdischen Glaubens muss er 1933 nach Zürich umziehen. Hier gründet er die „Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler“. Schwartz vermittelt Hunderte von den Nazis verstossene Wissenschaftler in die Türkei und in andere Länder. Die Türkei unter Atatürk ist bestrebt, moderne Universitäten aufzubauen. Schwartz und seine Ehefrau sind auf dem Zürcher Friedhof Fluntern begraben. Die Goethe-Universität entschuldigte sich später für den Rauswurf ihres einstigen Professors.
1918: Geburt von Samuel Colt, amerikanischer Industrieller, Erfinder des Colts, des Revolvers, der ersten funktionierenden Schusswaffe mit Drehzylinder.
1819: Geburt von Gottfried Keller, Landschaftsmaler, Freischärler, Staatsschreiber, Politiker, politischer Raufbold und Junggeselle bis ans Lebensende (seine Verlobte bringt sich um). Als Schriftsteller ist er einer der wichtigsten Vertreter des bürgerlichen Realismus. Das Bild zeigt den Vierzigjährigen (u. a. „Der grüne Heinrich“ 1854/1855, „Die Leute von Seldwyla“ 1856, „Zürcher Novellen“ 1877, „Martin Salander“ 1886). (Foto: Adolf Grimminger, Zürich 1860)
1834: Geburt von Edgar Degas, französischer Maler.
1848: Beginn der Frauenrechtsbewegung. In Seneca Falls im Bundesstaat New York wird die erste Frauenrechtskonferenz durchgeführt.
1857: Tod von Stefano Franscini, erster Tessiner Bundesrat 1848 bis 1857 (FDP). Franscini organisierte die erste Volkszählung in der Schweiz. Er war an der Gründung der ETH beteiligt und schuf die Grundlagen für das Bundesamt für Statistik. Da er schwerhörig war und schlecht Deutsch sprach, wurde er mit dem damals schlechtesten Ergebnis in den Bundesrat gewählt und erhielt das zu jener Zeit bedeutungslose Bundesamt des Innern.
1870: Beginn des französisch-deutschen Krieges.
1879: Tod von Louis Favre, Erbauer des Gotthard-Tunnels. Er wurde bei einer Besichtigung im Tunnel bei Kilometer 3 von einem Unwohlsein befallen und starb wenige Minuten später im Alter von 53 Jahren an Herzversagen.
1898: Geburt von Herbert Marcuse, deutsch-amerikanischer Philosoph.
1900: Eröffnung der Pariser Métro.
1922: Geburt von Walter Scheiwiller, Schweizer Fotograf. Nach seiner Fotografenlehre arbeitet er im Zweiten Weltkrieg als Fotoreporter bei der Bildagentur Photopress. Anschliessend machte er sich als Fotograf selbständig. Bekannt sind seine Sport-Bilder.
1945: Tod von Heinrich Wölfflin, Schweizer Kunsthistoriker.
1948: Das erste Mövenpick
1965: Eröffnung des 11,6 Kilometer langen Montblanc-Strassentunnels zwischen Chamonix und dem italienischen Aosta-Tal.
1971: Geburt von Vitali Klitschko, ukrainischer Boxer.
1979: In Nicaragua übernehmen die Sandinisten die Macht.
1987: Heftige Gewitter und Regenfälle verursachen im bündnerischen Puschlav und in der Surselva grosse Schäden.
1992: In Palermo wird der italienische Richter und Mafia-Jäger Paolo Borsellino bei einem Bombenattentat getötet. Bei der Explosion einer Autobombe in der Via Mariano D'Amelio sterben ausser Borsellino fünf weitere Menschen. Der Flughafen von Palermo wurde im Andenken an Borsellino und an den zwei Monate zuvor getöteten Mafia-Jäger Giovanni Falcone in „Aerporto Falcone-Borsellino“ umbenannt.
1996: In der Papierfabrik Tela in Niederbipp (BE) bricht ein Grossbrand aus. Drei Feuerwehrleute sterben beim Löschversuch. Ausgelöst wurde der Brand durch eine defekte Stromleitung.
2003: Tod von Pierre Graber, Schweizer Bundesrat (SP/NE) von 1969 bis 1978. Er stand dem Politischen Departement vor. Laut dem Historischen Lexikon der Schweiz war Graber „ein brillanter Parlamentarier von bissiger Ironie, ein gewiefter Diskussionspartner und ein effizienter, aber unnachgiebiger Staatsmann. Er stand für den reformistischen Flügel innerhalb der Sozialdemokratischen Partei, der für Mitwirkung im Bundesrat und Konkordanzdemokratie eintrat, was zuweilen parteiintern im Widerspruch zur oppositionellen Linken stand“. In seine Zeit fiel die Entführung einer Swissair-Maschine ins jordanische Zerka durch palästinensische Extremisten im Jahr 1970. Er favorisierte den Uno-Beitritt der Schweiz, vertiefte die Beziehungen zur EWG sowie die Entwicklungszusammenarbeit. Weiter schuf er das Schweizerische Katastrophenhilfskorps. All diesen Dossiers nahm er sich, laut Historischem Lexikon, „mit Realitätssinn“ an.
2012: Amoklauf in Aurora (Colorado)
2012: Russland und China blockieren im Weltsicherheitsrat eine Resolution, die mit Sanktionen gegen das syrische Regime von Präsident Asad gedroht hat.
2016: Tod von Dimitri
2016: Kandidat Trump
2016: Eine Frau regiert Rom
2019: In Ungarn stirbt im Alter von 90 Jahren die jüdische Philosophin Agnes Heller. Nachdem sie zunächst Sympathien für den Kommunismus hatte, wandte sie sich immer mehr von ihm ab und wurde zu einer überzeugten Liberalen. Sie starb beim Schwimmen im Plattensee.
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