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Die Verbreitung der Rothirsche erstreckt sich von Westeuropa bis hin zu Westasien. In der Schweiz ist der Rothirsch Mitte des 19. Jahrhunderts durch seine Überbejagung und zunehmenden Lebensraumverlust verschwunden. Erst durch das Jagdverbot konnte er wieder von Westen her in die Schweiz einwandern und ist nun in den Alpen, im Jura und zunehmend auch im Mittelland zu finden. Ein grosser Teil dazu leisten die eidgenössischen Wildtierschutzgebiete und –korridore, welche wichtige Habitatgebiete schützen und miteinander verbinden.
Unser grösster einheimische Pflanzenfresser ernährt sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern. Zudem sind Bestandteile von Bäumen, Sträuchern und Zwergsträuchern sowie Farne, Moose und Flechten auf dem Speiseplan. Dies findet er in grösseren Gebirgswäldern, welche zusammen mit Wiesen, Weiden und steileren Hängen ein ideales Mosaik bilden. Im Winter sucht der migrierende Rothirsch tiefere Lagen mit moderaterem Klima auf. Durch seine hohe Anpassungsfähigkeit kann er sich im Mittelland auch in stark fragmentierten und intensiv genutzten Lebensräumen aufhalten.
Für die Ausbreitung und Vernetzung der Rothirsche ist die stark besiedelte Schweiz mit ihrem dichten Verkehrsnetz ein grosses Hindernis. Mit der zunehmenden Verbreitung nehmen auch die Verkehrsunfälle zu. Deswegen sind Wildtierkorridore und standortspezifische Präventionsmassnahmen für den Rothirsch, wie auch für die betroffenen Personen, besonders wichtig. Mit der zunehmenden Ausbreitung steigt auch das Konfliktpotenzial im Bereich von Schäden im Kanton Solothurn. Zum einen kann durch hohe Schalenwildbestände die natürliche Waldverjüngung gehemmt werden, was zum Wald-Wild-Konflikt führt. Zum anderen werden auch immer mehr Schäden durch Rothirsche in der Landwirtschaft gemeldet.