Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03475.jsonl.gz/2345

Mit dem neuen VAT E-Commerce-Package - MwSt-Digital-Paket, der ab dem 1. Juli 2021 innerhalb der EU in Kraft tritt, ergeben sich die neuen steuerlichen Verpflichtungen in der EU und im Verhältnis der EU mit Drittstaaten wie die Schweiz.
Wesentliche Regeln sind für online Geschäftsleute und Privatpersonen, die online handeln oder Dienstleitung erbringen, sind obligatorisch zu beachten?
Welche Regeln gelten als ein Wahlrecht?
Was ist beim One-Stop-Shop zu beachten?
Das deutsche Bundesfinanzministerium BMF beauftragte am 14.1.2021 die Experten, die Besprechungen mit einem Whistleblower zu führen und die Daten zur Aufdeckung Steuerhinterziehung zu erwerben, die am 10.2.2021 gekauft wurden. Inzwischen seien die Fakten geklärt. Die Personendaten können den berechtigten Ländern zwecks Prüfung und Einleitung von steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren zur Verfügung gestellt werden.
In einem Prozess war es streitig, ob die seit Jahren vorliegende Steuerbefreiung einer Stiftung aufgrund ihrer Beteiligung an einer AG weiterhin bestehe. Um ihre wirtschaftlichen Aktivitäten effizienter vor allem steuerlich zu gestalten, und von ihrem steuerfreien Zweck zu differenzieren, übertrug eine Stiftung ihre Aktivitäten in einem Gewinn bringenden Bereich an ihre AG, an dem sie das gesamte Aktienkapital hält.
Ein selbständiger Zahnarzt klagte wegen seiner Besteuerung. Er wurde mit einem Einkommen CHF 567000 veranlagt. In diesem Betrag wurden CHF 124000 nach einer Buchprüfung durch die Steuerverwaltung geschätzt (sog. Ermessenszuschlag Urteil 2C_963/2020 vom 7. Mai 2021). Der Revisor begründete die Hinzurechnung mit einem nicht nachgewiesenen, dennoch nachvollziehbaren Vermögensvergleich.
Eine pauschale Methode für Immobilien, die sich in Ländern befinden, in denen keine Steuern auf Eigenmietwert erhoben werden, sei zulässig. Das bedeutet, dass eine pauschale Methode auch im Ausland angewandt werde. Wird die Steuer auf dem ausländischen Eigenmietwert erhoben, müssen die Steuerbehörden diese prüfen. Urteil vom 7. Mai 2021 (2C_25/2021)
In Deutschland wurde der Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Anti-Steuervermeidungsrichtlinie beschlossen. Folgende Regelung wurde neu aufgenommen: Die Erklärungsfristen sollten für die deutschen Steuererklärungen 2020 um drei Monate verlängert werden sollen. Für Steuerpflichtige, die durch einen Steuerberater vertreten sind, soll die Frist für 2020 am 31.5.2022 enden.
Bei der direkten Bundessteuer wird die Erhöhung des steuerlich zulässigen Steuerabzugs für die externe Kinderbetreuung von 10’100 auf 25’000 Fr. vom Bundesrat befürwortet. Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) stimmte ebenfalls der Vorlage zu und verabschiedete den Gesetzesentwurf.
Der Bundesrat entschied, dass vom 1.03.2020 bis zum 31.12.2020 bei einer verspäteten Zahlung der Steuer, die in diesem Zeitrahmen fällig war, kein Verzugszins geschuldet sei. Die Berechnungen der ESTV legen offen, in welcher Dimension die Steuerpflichtigen von den Erleichterungen als Mittel infolge der COVID-19-Pandemie geholfen wird.
In dem Prozess wird eine AG beschuldigt, dass sie den Lohn der bei ihr arbeitenden quellensteuerpflichtigen Mediziner nicht auf ein Jahr gerechnet hat, um den relevanten Steuersatz zu berechnen. Sie habe die Quellensteuer auf Cashauszahlungen nicht abgerechnet. Es war fraglich, ob es sich um ein Nachforderungsverfahren handeln könnte oder, ob ein Nachsteuerverfahren vorliege. Ein Nachsteuerverfahren verlangt das Bestehen eines rechtskräftigen Bescheids, was hier anerkannt wurde.
Bern, 19.05.2021 - infolge des Abkommens mit der EU nimmt die Schweiz am Binnenmarkt der EU für Medizinalprodukte teil. Eine Aktualisierung von diesem ist überfällig. Diese wird von der EU an Entwicklungen des institutionellen Abkommens gebunden, welches bisher nicht abgeschlossen werden könnte. Dies führt zu Hemmnissen bei Lieferungen von Medizinprodukten bei der Schweiz und der EU. Der BR hat deswegen Massnahmen beschlossen.