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Am Freitag, 16. Februar, präsentiert das Theater Karussell seine neueste Produktion «Volpone» mit einer internationalen Besetzung aus Darstellerinnen und Darstellern aus Liechtenstein, der Schweiz und Vorarlberg. Diese vielfältige Zusammenstellung spiegelt die Vision des Theaters Karussell wider, Theater als ein verbindendes Kulturprojekt jenseits von Grenzen zu gestalten.
Ein gieriger Schlaumeier auf dem Sterbebett
Mit seiner breiten Palette an Charakteren bietet das aktuelle Stück eine ideale Plattform, um diese Vision des Theaters Karussell auf die Bühne zu bringen. Darin lässt der reiche, alleinstehende Kaufmann Volpone durch seinen schlauen Diener Mosca ausrichten, dass er im Sterben liege. Seine «Freunde» überhäufen ihn daraufhin mit Geschenken, um als Erben eingesetzt zu werden: Der Kaufmann Corvino liefert seine junge Frau Colomba in Volpones Bett, der Wucherer Corbaccio überschreibt ihm sein Vermögen, um es als Erbe vergrössert zurückzugewinnen. Und auch die Kurtisane Canina leistet Liebesdienste mit klarer Zielsetzung …
Volpone ergötzt sich an der Dummheit und Unterwürfigkeit seiner Schmeichler und denkt, er sei schlauer als alle anderen. Doch sein Plan, sich krank stellend aufs Sterbebett zu legen und sein Erbe jenem anzubieten, der ihn am besten behandelt und bezahlt, geht gerade so lange gut, bis er sein Blatt überreizt und die Gier grösser wird als das Abwägen des Risikos.
Das Stück basiert auf einer alten Fabel vom schlauen Fuchs, der sich ins Feld legt, seine Augen verdreht und sich tot stellt, um so Aas fressende Vögel anzulocken. Nicht nur die Titelfigur Volpone (der Fuchs) trägt einen der Figur entsprechenden Tiernamen, sondern sämtliche Figuren stehen für ein bestimmtes Tier wie Geier, Rabe, Krähe usw.
«‹Volpone oder der Fuchs› ist ein fein gewobenes Intrigenspiel, eingebettet in eine wunderbar schwarzhumorige Komödie, eine Farce über die Abgründe einer Gesellschaft, in der Geld, Gier und Geilheit alle moralischen und ethischen Grundsätze über Bord wirft», meint Regisseurin Kristin Ludin. Die witzige und geistreiche Komödie fasziniere durch ihre Zeitlosigkeit. Als Regisseurin reize es sie, das Stück in der theatralischen Form der Commedia dell’Arte auf die Bühne zu bringen. In dieser Tradition besticht das Stück auch durch opulente Kostüme. Es spielen Thomas Hassler, Elke Kikelj, Alois Ruch, Matthias Brüstle, Gerd Schneider, Noah Schädler, Susanna Hasenbach, Ute Hoffmann, Dodo Büchel und Tamara Kaufmann.
Aufführungen in Schaan, Chur, Götzis und Mels
Premiere ist diesen Freitag, 16. Februar um 19.30 Uhr im TAK in Schaan. Weitere Aufführungen finden dort am Sonntag, 18. Februar, um 17 Uhr, am Samstag, 24. Februar, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 25. Februar, um 17 Uhr statt. Ausserdem sind Gastspiele in Chur, Götzis und Mels geplant. (pd)