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Die Zwilag hat bei der Verbrennung radioaktiver Abfälle einen, dem Stand der Technik entsprechenden, neuen Weg beschritten. Die radioaktiven Abfälle werden nicht auf konventionelle Art verascht, sondern mit einem Plasmabrenner bei hohen Temperaturen bis zu 20'000° C thermisch zersetzt oder aufgeschmolzen. Dieses aus der Metallurgie hervorgegangene Plasmaverfahren erlaubt einerseits die Verarbeitung von brennbaren Stoffen, andererseits die Aufschmelzung von metallischen Teilen, von Beton und anderen Feststoffen. Mit den gleichen Verfahrensschritten können organische und anorganische Stoffe verarbeitet werden. Die aufgeschmolzenen Abfälle werden unter der Beimischung von Glas in endlagerfähige Gebinde abgegossen. Die Radioaktivität kann durch dieses Verfahren zwar nicht verringert, das Volumen aber verkleinert werden. Die sehr hohen Temperaturen im Lichtbogen sowie ein Nachbrenner mit einem nachgeschalteten Schnellabkühler bewirken eine vollständige Zersetzung aller organischen Stoffe und verhindern die Bildung von Giften. Diese im Nuklearbereich weltweit erste Anlage ist eine Weiterentwicklung einer konventionellen Plasma-Anlage.
Die Radioaktivität kann durch das Verbrennen zwar nicht verringert werden, doch wird das Volumen verkleinert und unter Zumischung von glasbildenden Stoffen die Endlagerfähigkeit verbessert.
Die Anlage wird in der Regel im Frühjahr und im Spätherbst ununterbrochen für mehrere Wochen in Betrieb genommen. Während diesen Verarbeitungskampagnen können alle Vorgänge in der Plasma-Anlage von einem Kommandoraum aus durch das Schichtpersonal mit modernsten Einrichtungen gesteuert und überwacht werden.