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Lesen Sie über die Sanierung der Kinzigtalsperre in Deutschland, die ihre Hochwasserschutzfunktion durch die Modernisierung und Neugestaltung des Kronenbereichs aufrechterhalten hat, was dank gründlicher Vorbereitung und fachlicher Kompetenz in nur vier Tagen gelang.
Die Kinzigtalsperre (erbaut 1976-1981) befindet sich im Main-Kinzig-Kreis, östlich von Frankfurt. Deutschland. Die Talsperre ist Teil eines Hochwasserschutzprogramms und fungiert auch als kleines Heizkraftwerk und als Erholungsgebiet, das ein beliebtes Ziel für Radfahrer und Wanderer ist.
Bei einer regelmäßigen Inspektion wurden Risse in der Asphaltdecke und Schäden an der Mastix-Schutzschicht festgestellt. Auch das Überwachungssystem und die Verbindung zwischen Dammverkleidung und Dammkrone mussten erneuert werden.
Dichter Asphaltbeton ist dicht, dauerhaft, flexibel und robust genug, um mechanischen, chemischen oder biologischen Angriffen zu widerstehen. Außerdem ist er sicher für Mensch, Fauna und Flora und damit ideal für die Auskleidung von Dämmen. Wie bei jedem anderen Bauwerk werden jedoch nach jahrzehntelangem Betrieb Instandhaltung und Sanierung erforderlich.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass bituminöse Auskleidungen im Grundwasserbereich oder in Bereichen, die ständig unter Wasser stehen, keine Alterungserscheinungen aufweisen. Die "Wasserwechselzone" - der Bereich, in dem das Wasser seine Höhe ändert - ist der Bereich, der mit der Zeit verwittern kann. Dies war bei der Kinzigtalsperre der Fall, so dass nur der obere Teil der Talsperre und die Oberfläche der Staumauer saniert werden mussten.
Die Dammkrone der Kinzigtalsperre ist 550 m lang und die zu sanierende Böschung hatte eine Länge von 20 bis 35 m mit einer Fläche von 5.200 m2 und einer Neigung von 1:2 bis 1:4.
Die Hochwasserschutzfunktion des Dammes musste während der gesamten Arbeiten, die über Wasser durchgeführt werden mussten, aufrechterhalten werden. Dies bedeutete, dass die Zeit zwischen dem teilweisen Entfernen der bestehenden Auskleidung und dem Einbau der neuen DAC-Schicht auf nur eine Woche begrenzt war, abhängig von stabilen, günstigen Wetterbedingungen. Außerdem mussten Vorkehrungen getroffen werden, um eine Verunreinigung des Wassers durch ins Wasser fallendes Fräsgut zu verhindern. Die Bauherren beschlossen außerdem, den Einbau durch eine Neugestaltung des Scheitelbereichs zu verbessern, um die künftigen Wartungskosten zu senken.
Auf der Böschungsoberfläche wurden Metallbarrieren installiert, um das Oberflächenwasser in seitliche Schächte zu leiten und zu verhindern, dass Fräsgut in das Wasser fällt. Ausserdem wurden Ölsperren im Wasser angebracht, um eine mögliche Verunreinigung zu verhindern. Das Fräsgut enthielt PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe), so dass besondere Sicherheitsvorkehrungen für die Arbeiter und an der Fräsmaschine getroffen werden mussten.
Eine speziell für Arbeiten an steilen Hängen konstruierte Fräsmaschine, die mit einer grossen Winde gesichert wurde, fräste die obersten 40 mm der undurchlässigen Schicht ab, so dass 40 mm dichter Asphalt für den Bodenschutz übrig blieben. Das Fräsgut wurde über ein Förderband auf die Dammkrone transportiert, wo es in Säcke verpackt und anschliessend sicher entsorgt wurde.
Mit einem Böschungsfertiger wurden eine neue 100 mm dicke bituminöse Drainageschicht und eine neue 70 mm dicke DAC-Schicht auf die bestehende Auskleidung eingebaut. Alle Maschinen wurden mit Seilwinden unterstützt. Nach dem Abfräsen der kompletten DAC-Schicht am Böschungsfuß wurden die neue Drainage und die dichte Schicht eingebaut.
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