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Während sich «Songs Of The Dusk» als eigene Veröffentlichung verdienend erweist, gibt die Band bescheiden zu Protokoll, dass dieser kurze Ausbruch triumphaler Düsternis bloss Director's Cut-Material vom gewaltigen neunten Album «Anno 1696» sei. Es setzt den dunklen Tauchgang in die düstere Geschichte und den Aberglauben dieser Zeit in Nordeuropa fort. Im Mittelpunkt von «Songs Of The Dusk» steht eine Kurzgeschichte des Bassisten und Sängers Niilo Sevänen. Obwohl die EP nur drei Songs beinhaltet, fügt sie solide 22 Minuten Glückseligkeit zum bereits erwähnten Longplayer hinzu. Sevänen krächzt über der melodischen Gitarre in «Flowers Of The Night», bevor die bekannten, geschwärzten Melodien dominieren.
«Stained In Red» beginnt ganz unauffällig, bevor es völlig die Richtung ändert, aus allen Rohren feuert und zwischen eindringlichen, unberechenbaren Klanglandschaften hin- und herspringt. Der zehnminütige Titelsong «Song Of The Dusk» ist ein mitreissender Insomnium Track, der die Meister dieses Genres erneut aufblitzen lässt und beendet die EP mit einer hoffnungsvolleren Note, als die, die damals von «The Rapids» am Ende von «Anno 1696» ausging. «Songs Of The Dusk» passt perfekt zu «Anno 1696», und wer nicht bereits vorher die Deluxe Artbook-Version oder die Japan-Edition gekauft hat, dürfte nun auf diesem Weg das Album komplettieren.
Oliver H.