Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03100.jsonl.gz/2570

Sharp hat vor einigen Tagen einen Verlust von über 1,7 Milliarden Franken (138,4 Mia. Yen) fürs erste Quartal des Geschäftsjahres bekanntgegeben, und auch der Umsatz ging um knapp 29 Prozent auf 458,6 Milliarden Yen (ca. 5,7 Mia. Franken) zurück. Entsprechend stürzten die Sharp-Papiere Ende letzter Woche an der Börse um beinahe 30 Prozent ab, was nun auch Auswirkungen auf den geplanten Einstieg von Foxconn bei Sharp hat.
Apple-Fertiger Foxconn hatte im Frühling Interesse an einem Einstieg bei Sharp angemeldet. Für 66,5 Milliarden Yen (825 Mio. Franken) wolle Foxconn einen Anteil an Sharps Display-Produktion übernehmen, hiess es damals. Vermutet wurde, dass Apple hinter dem Deal steckt, um so die Abhängigkeit von der Displayproduktion von Konkurrent Samsung zu reduzieren. Angesichts der jüngsten Zahlen wolle Focxonn den Deal nun aber neu verhandeln, berichtet unter anderem "Bloomberg". Grundsätzlich wolle man am Geschäft festhalten, so Foxconn, aber die Konditionen müssten angepasst werden. Für die ursprünglich 66 Milliarden Yen hätte Foxconn knapp 10 Prozent an Sharp erhalten.
(mw)
Sharp stürzt ab - Foxconn will weniger bezahlen
Sharp stürzt ab - Foxconn will weniger bezahlen
Link auf diesen Artikel als E-Mail versenden
X
6. August 2012 - Sharp muss einen riesigen Verlust fürs vergangene Quartal ausweisen, was dazu führt, dass Foxconn für den Einstieg bei Sharp nun weniger bezahlen will.
Weitere Artikel zum Thema
25. Mai 2012 - Sony löst das LCD-Joint-Venture mit Sharp auf und verkauft seine Anteile. Dafür erhält der japanische Elektronikkonzern 10 Milliarden Yen.
12. April 2012 - Sharp hat seine Verlustprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr angehoben. Neu rechnet der japanische Elektronikhersteller mit einem Verlust von mehr als 4 Milliarden Franken.
28. November 2011 - Sharp soll in Japan für Apple Displays für die nächste Generation der iPads bauen und auch in die Fernsehproduktion von Apple involviert sein. Die Aktie ging angesichts der Gerüchte nach oben.