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Der 1. und 2. Weltkrieg brachten einschneidende politische, weltanschauliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen. Dadurch änderte sich die Stellung der und die Einstellung zu den christlichen Kirchen Sie waren auch im westlichen Europa immer weniger Volkskirchen. Das 2. Vatikanische Konzil versuchte Antworten auf diese neuen drängenden Fragen zu geben.
In manchen Klöstern wurden rund ums Konzil Neuerungen und zeitgemässe Anpassungen vorgenommen: Das Brevier (= Psalmengebet und Bibellesungen) wird deutsch gebetet oder gesungen und gekürzt, um mehr zusammenhängende Arbeitszeit zu erhalten. Die Klausur wird gelockert und die Leitung der Klostergemeinschaft demokratisiert, manche alte Bräuche abgeschafft. Wissend um den Wert des Alten und Vergangenen für die Gestaltung der Zukunft, sammelten Sr. Martha Walker und Sr. Franziska Lötscher unter der fachkundigen Anleitung des damaligen Angestellten Norbert May alte Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge und Devotionalien, Daraus entstanden ein Sach- und ein Sakralarchiv. Sonja-Victoria Werner sammelte und ordnete alte Schriftstücke im Klosterarchiv, schrieb die Klosterchronik und weitere handgeschriebene alte Dokumente in heutige Schrift um, technisch unterstützt von Andreas Röder und fachlich von Dr. Kully.