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Dieses Plötzlich kannte ich früher nicht. Doch seit zweieinhalb Jahren passiert es hie und da.
Heute zum Beispiel. Aus dem Lautsprecher sind Klänge von Yirumas Werken zu hören. Ich lege mich auf den Boden und lege meine Beine auf das Sofa. Meine Arme verschränke ich über dem Kopf und lausche mit geschlossenen Augen der Musik. Ich atme tief und bewusst ein und aus als ich merke, wie sich die Stimmung in mir verändert. Nur wenige Sekunden später kullern die Tränen. Es befreit, obwohl ich nicht weiss, warum ich weine. Sind es Freudentränen? Tränen der Dankbarkeit? Oder vermiss ich etwas so fest, dass es weh tut?
Ich geniesse es, zu fühlen. Die Augen bleiben geschlossen. Ich schluchze und die Tränen kullern wieder. Ich versuche Antworten zu finden, aber da sind keine. Es tut gut, loszulassen. Irgendwie.
Es folgt ein etwas lauterer Schluchzer und ich halte mir die Hände vor das Gesicht. Ich hab das Gefühl, ich sehe in die Dunkelheit, obwohl die Augen geschlossen sind. Ich ziehe mich zusammen und lege mich auf die Seite. Trockne meine Tränen und stehe wieder auf. Das nächste Zufallslied ist ein fröhliches und ich fühle mich gut.
Was auch immer das war. Es musste so sein, denn es hat gut getan.
Kennst du solche Situationen auch?