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Der eine ist eine Legende des Boxsports, der das Aushängeschild des Käfigkampfsports Mixed Martial Arts. Aber werden Floyd Mayweather Jr. und Conor McGregor je gegeneinander kämpfen? Taktisches Kalkül vs. geballte Aggression – das wär doch mal was!
Gleich nachdem McGregor bei UFC 205 seinen zweiten WM-Gürtel errungen hatte, kamen die Spekulationen auf: Ein Boxkampf zwischen den beiden Ring-Helden stand plötzlich zur Diskussion. Die Gerüchte heizten und heizen die beiden gleich selber an. Seit Wochen liefern sie sich einen verbalen Schlagabtausch.
Begonnen hatte alles mit einer simplen Frage. Ob er sich McGregors Fight gegen Eddie Alvarez angesehen habe, wurde Mayweather gefragt. «Ich wusste nicht einmal, dass er gekämpft hat», lautete seine Antwort. Ein Reporter entgegnete, dass dies verwunderlich sei, schliesslich sei McGregor ja sozusagen der Floyd Mayweather der Mixed Martial Arts.
Das wollte Mayweather nicht auf sich sitzen lassen. «Ich wusste gar nicht, dass er in der UFC für 20 Jahre regiert hat und ungeschlagen ist», sagte der in 49 Kämpfen unbesiegte Box-Weltmeister. «Wenn man sagt, er ist der Floyd Mayweather der MMA, würde ich gerne wissen: Hat er jemals 300 Millionen Dollar in einer Nacht verdient? Ich bin eine Legende. Eine lebende Legende. Vergleicht Conor McGregor nicht mit mir! Das ist total respektlos.»
Die Antwort des UFC-Champions liess nicht lange auf sich warten. «Floyd hat Angst vor einem echten Fight. Er will einen Kampf nach Boxregeln. Für eine echte Schlacht ist er nicht bereit», entgegnete McGregor. Mayweathers Reaktion? Das folgende Video, in dem sich das boxende Grossmaul über die drei Aufgaben in McGregors Karriere lustig macht.
Die Provokationen, die zu einem grossen Fight gehören, wären also da. Damit es aber tatsächlich zu einem Duell im Ring kommt, müsste noch viel passieren. Erst einmal müssten sich beide Parteien beim Finanziellen einig werden. Mayweather ist als Profi-Boxer zudem schon zurückgetreten und McGregor steht noch bei der UFC unter Vertrag, und die verbietet Kämpfe ausserhalb des MMA-Käfigs.
Dann wäre da noch die Frage nach der Art des Kampfes. McGregor hat zwar mittlerweile eine Box-Lizenz in Kalifornien gelöst, aber er hat es bereits schon angetönt: Ein Boxkampf wäre nicht wirklich fair. Beide sind mit 68 kg (Mayweather) bzw. 70 kg (McGregor) zwar etwa gleich schwer, aber der Ire hätte im Ring keine Chance. Umgekehrt ist Mayweather kein MMA-Kämpfer, er kennt viele im Käfig praktizierte Kampftechniken kaum oder gar nicht.
Ein Duell zwischen McGregor und Mayweather in ihrer jeweiligen Spezialdisziplin wäre in etwa so, wie wenn sich Roger Federer und Tischtennis-Olympiasieger Ma Long duellieren würden. Aber es muss ja nicht zwingend Tennis oder Tischtennis sein ... wie wär's beispielsweise mit Badminton? Jetzt brauchen Mayweather und McGregor nur noch zu definieren, was für sie das Badminton des Kampfsports ist. Ein Kampf zwischen den beiden wäre nach all den Provokationen auf jeden Fall verheissungsvoll. (pre)