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mechan. Hilfsmittel zur schnellen und sichern Ermittelung der Resultate von Rechenaufgaben. Zu den
einfachsten Rechenmaschinen gehört der Rechentisch (abacus) der alten Römer.
[* 4] Auf diesem
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waren in parallelen Einschnitten Knöpfchen verschiebbar, welche je nach der Reihe, in der sie standen, einzelne Einer, Zehner,
Hunderte etc. darstellen; zwischen den Hauptreihen befanden sich auch noch Nebenreihen,
deren Einer bloß das Fünffache von den Einern der vorhergehenden Hauptreihen galten. Mit diesen Knöpfchen rechneten die
Römer ähnlich wie wir mit den arabischen Ziffern, deren Wert ebenfalls durch ihre Stellung bedingt ist.
Auf demselben Prinzip beruht auch das Suanpuan der Chinesen und Tataren und das ebenso eingerichtete Rechenbrett, welches unter
dem Namen Stschjotü in den russischen Kaufläden gebräuchlich ist, auch bei uns für den Elementarunterricht im Rechnen Verwendung
findet.
Für die Rechnung mit längern Zahlenreihen sind sie jedoch nicht ausreichend. Gerade für solche Rechnungen aber sind mechanische
Hilfsmittel in hohem Grad wünschenswert, da lange fortgesetzte Aufmerksamkeit auf die einfachen Sätze des
Einsundeins und des Einmaleins außerordentlich ermüdend wirkt und die sich einfallende Abspannung des Rechners die Sicherheit
der Resultate gefährdet. Man hat daher schon längst die Herstellung von Maschinen versucht, welche die verschiedenen Zahlenrechnungen
ausführen. Blaise Pascal ist der erste, der eine Maschine
[* 11] zum Rechnen der vier Spezies zu stande brachte
(1642), welche Diderot in der »Encyclopédie« beschrieben hat. Ihm folgten Leibniz (1673),
Poloni (1709) und Leupold (1727),
der in seinem »Theatrum arithmetico-geometricum« (Leipz. 1727) eine Beschreibung seiner Maschine und derjenigen der beiden vorher
Genannten gegeben hat. In unserm Jahrhundert machte zuerst die Maschine des englischen Mathematikers Babbage (s. d.) großes
Aufsehen. Dieselbe war aber nicht zur Ausführung beliebiger Rechnungen, sondern speziell zur Berechnung
und zugleich zum Druck von Tabellen bestimmt. Sie ist zwar wegen der bedeutenden Kosten, die ihre Herstellung verursachte, nicht
völlig vollendet worden, hat aber als Muster gedient für die zu dem gleichen Zweck bestimmte schwedische
Rechenmaschine von
Georg Scheutz in Stockholm
[* 12] und seinem Sohn Eduard (s. »PolytechnischesJournal«, Bd. 156), welche 1853 vollendet, 1855 in
Paris
[* 13] ausgestellt u. nachher dem Dudley-Observatorium in Albany übergeben wurde.
Übrigens kann man mit ihr nicht nur die vier Spezies rechnen, sondern auch Wurzeln ausziehen, und ebenso ist sie
bei trigonometrischen Rechnungen und zur Herstellung der verschiedensten Tabellen mit Vorteil zu verwenden. Je nach der Größe
gibt sie die Resultate von 10-20 Stellen. Die Verwendbarkeit dieser Maschine ist, wie vieljährige Erfahrung bewiesen hat, eine
außerordentlich große; sie entspricht recht eigentlich dem Hausbedarf des praktischen Rechners.