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Zu Jahresbeginn werden jeweils die Zahlen zu den Neuzulassungen veröffentlicht. In der Schweiz werden die Fahrzeuge in die Kategorien Transporter, Zweiachsmäher und Traktoren eingeteilt. Im vergangenen Jahr wurden 185 neue Transporter zugelassen, hauptsächlich der Marken Reform, Lindner und Aebi. Von den insgesamt 265 registrierten Zweiachsmähern hat der Hersteller Aebi 120 Modelle verkauft, Reform 100 und Antonio Carraro 40 Fahrzeuge. Der Absatz von Traktoren liegt seit drei Jahren bei gut 2000 Fahrzeugen pro Jahr. Die Verkäufe verteilen sich auf rund zwanzig Hersteller. Im Vergleich dazu wurden zwischen Januar und Dezember 2020 in Deutschland 32 039 Traktoren zugelassen. In Frankreich wurden im gleichen Jahr 24 271 Zulassungen für Standard-Traktoren verzeichnet, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von sieben Prozent entspricht.
Leistungskategorien
Auf dem deutschen Markt zeigt sich, dass die Verkaufszahlen für Traktoren aller Kategorien 2020 im Vergleich zu 2019 gestiegen sind. So machte im letzten Jahr die Kategorie von 50 bis 150 PS 42 Prozent der Verkäufe aus, gefolgt von Traktoren mit über 150 PS mit 36 Prozent. Bei den Traktoren mit weniger als 50 PS lag der Anteil bei 22 Prozent. In Frankreich sank im gleichen Zeitraum der Absatz insgesamt, ebenso wie die Verkäufe der Standardtraktoren mit weniger als 250 PS. Hingegen stiegen die Verkäufe von Traktoren mit 250 bis 500 PS, die gesamthaft aber nur einen geringen Anteil ausmachen. In der Schweiz blieben die Traktorverkäufe in den vergangenen zwei Jahren mit 2039 verkauften Fahrzeugen im letzten Jahr und 2026 im Jahr 2019 praktisch unverändert. Schätzungen zufolge gab es in der Kategorie zwischen 100 und 120 PS am meisten Verkäufe. An zweiter Stelle folgen die Traktoren mit 80 bis 100 PS, dicht gefolgt von den Fahrzeugen mit 120 bis 140 PS, die in den letzten Jahren zulegen konnten.
Besonderheiten
In der aufgeführten Tabelle präsentieren die zwölf Hersteller, die im vergangenen Jahr in der Schweiz am meisten Traktoren verkauft haben, ihre Flaggschiffe im Leistungsbereich von 80 bis 120 PS. «In dieser Leistungsklasse und in Bezug auf die Ausstattung muss ein Traktor zuerst an die Bedürfnisse des Betriebs angepasst sein», erklärt Samuel Reinhard, der in Grangeneuve das Fach Landtechnik unterrichtet und gleichzeitig Geschäftsführer des Freiburgischen Verbands für Landtechnik ist. «Beim Kauf eines neuen Traktors sollte man über den Nutzen der Optionen Fronthubwerk oder Vorrüstung eines möglichen Lenksystems nachdenken», so der Spezialist weiter. Abhängig von den vorhandenen Maschinen kann auch die Anzahl der Steuerventile von Bedeutung sein. Die in dieser Auswahl aufgeführten Modelle von Steyr, Fendt und Lindner zeichnen sich durch einen kleinen Hubraum bei gleichzeitig hoher Nennleistung aus. Die drei von Case IH, Kubota und Steyr präsentierten Modelle sind die leichtesten, haben jedoch eine Hubkraft von über 4000 kg. Der Kubota M5112 hebt mit seinem Fronthubwerk 2800 kg. In Bezug auf die Zapfwellen haben die meisten Hersteller die 540 Eco-Version im Angebot.
Getriebe und Geschwindigkeit
Einige Traktoren dieser Auswahl sind mit einem stufenlos verstellbaren Getriebe ausgestattet (Fendt, Hürlimann, John Deere und Lindner). Andere verfügen über ein Lastschaltoder Doppelkupplungsgetriebe. All diese Traktoren bewegen sich mit mindestens 16 Gängen vorwärts und rückwärts. Die Serie 5 von Deutz-Fahr trumpft mit einem mechanischen oder elektrohydraulischen Wendegetriebe auf und bietet in bis zu vier Fahrbereichen (langsam, schnell, Kriech- und Superkriechgang) zwei oder drei Lastschaltstufen mit maximal 60 Vorwärts- und Rückwärtsgängen an. «Punkto Getriebe sind bei Stufenlos- oder Lastschaltgetriebe bemerkenswerte Verbesserungen der Kraftübertragung erzielt worden», erklärt Samuel Reinhard.
Kabinen und Ausstattungen
In der Kategorie bis 120 PS sind die Kabinen mit grossen Glasscheiben versehen, die eine gute Sicht bieten. Ein Panoramadach erleichtert das Manövrieren bei Arbeiten mit dem Frontlader. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Lenkeinschlag: Durch den kleinen Wenderadius kann das Manövrieren im Gebäudebereich und bei Feldarbeiten problemlos erfolgen. Lindner zeichnet sich durch sein vielseitiges Modell mit Allradlenkung aus, das für Ackerbau- und Viehzuchtbetriebe gleichermassen geeignet ist. Dieser Traktor wird auch von Gemeindebehörden gerne eingesetzt.
Insgesamt verfügen diese Traktoren über erprobte Ausstattungslösungen, die von den Hochleistungsmodellen übernommen worden sind. Um einen höheren Komfort zu gewährleisten, bieten die Kabinen der jüngsten Generation mehr Platz für den Fahrer sowie wesentliche Verbesserungen bei der Ergonomie sowie bei der Ausstattung. «Die Nutzlast ist ein weiterer wichtiger Punkt. Denn eine Säkombination, die als Ausgleich einen Frontballast benötigt, kann den zulässigen Grenzwert für einen 110-PS-Traktor schnell einmal überschreiten», erläutert Samuel Reinhard.
Angesichts der vielfältigen Betriebsprofile müssen die Schlepper der mittleren Leistungsklasse gut ausgestattet und vielseitig einsetzbar sein, um den Anforderungen der heutigen Landwirtschaft zu genügen.