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Chile plant Wasserkraftwerk in der Wüste
Mitten in der chilenischen Atacama-Wüste soll ein Wasserkraftwerk entstehen. Das Wasser aus dem Ozean soll mittels Pumpen in natürliche Stauseen geleitet werden und beim Ausfliessen Stromturbinen antreiben.
Die Atacama-Wüste in Chile gilt als eins der trockensten Gebiete der Erde. An manchen Orten hat es mehrere Jahrzehnte lang nicht mehr geregnet. Und genau dort will das chilenische Energieunternehmen Valhalla ein Wasserkraftwerk bauen, um die Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen und Energieimporten zu reduzieren, heisst es auf der Plattform ingenieur.de. Derzeit ist man auf der Suche nach Investoren für das etwa vier Millionen Dollar teure Projekt.
Das nötige Wasser soll der Pazifische Ozean liefern. Der liegt nur wenige Kilometer entfernt. Valhalla stellt sich vor, dass Pumpen mit Solarenergie betrieben werden sollen. Davon gibt’s in Chile genug. Sie sollen das Ozeanwasser mittels Pipelines in natürliche Stauseen in den Anden pumpen – auf eine Höhe von 600 Metern. Die Seen sind so gross wie 500 Fussballfelder. Wenn das Wasser aus den Becken strömt, soll es Stromturbinen antreiben. Wie Valhalla sagt, hätte ein solches Wasserkraftwerk eine Leistung von 300 Megawatt. Das reicht, um drei Provinzen mit Strom zu versorgen.
Sollte es mit der Finanzierung klappen, soll der Spatenstich Ende nächstes Jahr erfolgen. Für die Bauarbeiten sind dreieinhalb Jahre veranschlagt. Die Umweltbehörden haben bereits grünes Licht für ein solches Projekt gegeben. (mt/pd)