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Du hast ein Herzensprojekt und möchtest dich am liebsten nur noch diesem widmen? Doch du musst ja Nahrung auf den Tisch zaubern und hast deshalb einen Job, der dir die meiste deiner Zeit raubt. Was dich davon abhält, dich ganz deinem Herzensprojekt zu widmen, ist die Angst, dass du ohne den Job finanziell nicht über die Runde kommst. Die Existenzangst. Doch du kannst diese Angst überwinden und dein Tun in Einklang bringen mit dem Wollen.
Ursachen für die Existenzangst
In der westlichen Gesellschaft ist die Existenzangst weitverbreitet. Zwei Ursachen stehen im Vordergrund:
- Mit der Entwicklung zur Agrargesellschaft begannen sich komplexere Kulturen mit grösseren Hierarchien zu bilden. Viele Menschen wurden abhängig von anderen. Es begann sich der Glaube zu verbreiten, dass die Existenz von anderen abhängt.
- In der industrialisierten Gesellschaft verschärfte sich das durch die Lohnarbeit. Es wurde normal, dass die Menschen Leistung für andere erbringen mussten, um Ende Monat Lohn dafür beziehen zu können. Immer weniger Menschen nahmen ihr Leben selbst in die Hand durch selbständige Erwerbstätigkeit. Dadurch stieg die Abhängigkeit von anderen. Da es meist weniger Jobs gab als Menschen, die einen Job suchten, entstand Arbeitslosigkeit. Der Druck stieg, einen der zur Verfügung stehenden Jobs zu ergattern. Wer seinen Job verlor, drohte in Armut zu verfallen. So stand den Menschen immer die Angst im Nacken, die Stelle zu verlieren. Bereits Kinder lernten, dass es enorm wichtig ist, die von ihnen erwartete Leistung zu erbringen, diszipliniert, brav und fleissig zu sein. Die Überzeugung, die Existenz würde von anderen Menschen abhängen, lernten Menschen sehr früh. Und damit die Angst vor Arbeitslosigkeit.
Wer leidet unter Existenzangst?
Die Existenzangst krallte sich im Laufe der Jahrhunderte immer stärker in das Unterbewusstsein der Menschen ein.
Diese Angst vertieft sich bei Menschen mit der Überzeugung, ihre Talente und Möglichkeiten seien festgelegt und kaum veränderlich. Die US-amerikanische Psychologin Carol Dweck nennt das "Fixed Mindset", auf Deutsch vielleicht "statisches Selbstbild". Diese Menschen versuchen mit aller Kraft Fehler zu vermeiden.
Menschen mit einem "Growth Mindset" hingegen leiden meist weniger unter Existenzangst, da sie überzeugt sind, jederzeit hinzulernen und so Situationen verändern und Probleme bewältigen zu können. Sie sehen Fehler nicht als Bedrohung, sondern als Chance, sich weiterzuentwickeln.
Die Existenz ist nicht wirklich bedroht
Heutzutage wird Existenz oft mit Geld in Zusammenhang gebracht. Doch wie viel Geld sollten wir haben, um uns jenseits von Existenzangst sicher zu fühlen? Peter Koenig, Experte für die Beziehung zu Geld, ging dieser Frage nach. Er sprach mit unzähligen Menschen, arm und reich. Er experimentierte an sich selbst, verschenkte zum Beispiel all sein Geld. Seine Erkenntnis: Menschen fühlen sich nie sicher, egal, wie viel Geld sie besitzen.
Ich konnte mit Peter Koenig sprechen:
Unsere Existenz hängt nicht von Geld ab. Das Leben sorgt für uns. Gerade die heutige Zeit bietet viele Möglichkeiten, unsere Träume zu leben. Es existiert keine reale Gefahr, plötzlich unter der Brücke zu landen. Die Prägungen unserer gesellschaftlichen Vergangenheit hallen aber nach und lassen sich nicht so schnell beseitigen. Es ist aber möglich, dich von der Existenzangst zu befreien. Ich schildere dir den Weg, den ich gegangen bin.
So überwindest du die Existenzangst
Du kannst deine Existenzangst in vier Schritten loswerden.
Schritt 1: Starte dein Herzensprojekt nebenbei
Wenn du von deinem Herzensprojekt überzeugt bist, starte es. Du brauchst nicht zu warten, bis du eine bestimmte Summe zusammen hast.
Je tiefer du in das Projekt eintauchst, desto grösser ist der Sog, den es auf dich ausübt. Die Sehnsucht, dich nur noch mit deinem Herzensprojekt zu beschäftigen, wird immer unwiderstehlicher.
Dein Job wird dir von Tag zu Tag lästiger. Eine lästige Unterbrechung dessen, was du eigentlich tun möchtest.
Die Zeit ist gekommen, deinen Job zu kündigen. Beachte aber, dass es eine heikle Gratwanderung sein kann, dem Herzen zu folgen. Hier liest du weshalb und wie du die Herausforderung meisterst.
Schritt 2: Verabschiede dich von deinen Geld-Glaubenssätzen aus der industrialisierten Gesellschaft
Ich weiss, das ist nicht so einfach, denn die Existenzangst hat sich nicht nur in deinem Kopf festgesetzt, sondern in deinem ganzen Körper, all deinen Zellen. Deshalb musst du die Angst auf beiden Ebenen anpacken: Auf rationaler Ebene im Kopf und auf unbewusster Ebene im Körper.
Genau da setzt Peter Koenig mit seinen Geldseminaren an. Das Seminar dauert zwei Tage, in denen du dich intensiv mit deiner Beziehung zu Geld auseinandersetzt. Du wirst dir deinen Glaubenssätzen zu Geld und deinen Projektionen auf das Geld bewusst. Und du löst eine Projektion nach der anderen auf – auf körperlicher Ebene.
Was ist mit 'Projektionen' gemeint?
Bist du etwa überzeugt, dass Geld Freiheit bedeutet? Dann projizierst du die Freiheit auf das Geld – und verlierst sie. Du wartest, bis du Geld hast, um endlich frei zu sein, dein Herzensprojekt zu starten. Dabei hast du die Freiheit bereits, du kannst loslegen. Durch deinen Glaubenssatz bringst du dich um die Freiheit.
So gibt es viele Glaubenssätze: Geld sichert dir deine Existenz, Geld erhöht die Selbstbestimmung, Geld ist Sicherheit, aber auch Geld ist schmutzig oder Geld ist Verantwortung.
Frei und sicher bist du nicht, wenn du Geld hast, sondern wenn du dich von solchen Glaubenssätzen befreit hast.
Schritt 3: Umgib dich mit Menschen, die ihr Herzensprojekt leben
Nur: Selbst wenn du dich von hemmenden Glaubenssätzen befreit hast, Menschen in deinem Umfeld haben das vermutlich nicht. Sie werden dir ins Gewissen reden, werden dir weismachen, wie unverantwortlich du bist. Sie werden dich bremsen, hemmen, verunsichern.
Umgib dich stattdessen mit Menschen, die sich ebenfalls auf den Weg zu ihrem Herzensprojekt begeben haben. Dir vielleicht sogar ein zwei Schritte voraus sind und dich durch ihre Erfahrung inspirieren können.
Schritt 4: Spiele!
Ein Job verleiht dir (vermeintlich) Sicherheit. Ende Monat hast du deinen Lohn auf dem Konto. Viele Menschen haben sich an diese Sicherheit gewöhnt und tun sich schwer, mit der Unsicherheit umzugehen, wenn der Lohn wegfällt.
Wie kannst du lernen, mit der Unsicherheit umzugehen, ja, sie sogar zu geniessen? Spiele! Jedes Spiel bringt Unsicherheit mit sich, denn ein Spiel ist eine Herausforderung mit unbekanntem Ausgang. Diese Unsicherheit ist verantwortlich für die Spannung beim Spielen. Beim Spielen geniesst du sie!
Spiele also. Doch was? Die Frage kann ich dir beantworten: Dein Herzensprojekt IST dein Spiel. Es ist eine Herausforderung, die du aus innerem Antrieb angepackt hast. Genau das ist ein Spiel.
Du kannst dein Spiel ganz bewusst gestalten. In meinem Buch "Spiel dein Leben – über die Leichtigkeit des Spiels" findest du 12 Puzzleteile, die zu einem spielerischen Leben führen.
Zusätzlich habe ich das Magie-Mischpult entwickelt, das aus 9 Reglern besteht. Sind diese Regler in Balance, hast du die Magie des Spiels auf dein Leben übertragen.
Nutze das Magie-Mischpult, um dein Leben zu analysieren und dir bewusst zu werden, welche Regler nicht in Balance sind. Dann kannst du sie ganz bewusst zurechtrücken und ein Leben voller Magie geniessen.
Weitere Massnahmen
Jeder Mensch ist einzigartig. Somit lässt sich ein Rezept selten eins-zu-eins übernehmen. Vielleicht hast du Erfahrungen gemacht, die dich weiterhin bremsen, sodass Reste der Existenzangst an dir haften bleiben.
Hier helfen Heil- und Therapiemethoden, die auf Unterbewusstseinsebene wirken, zum Beispiel Hypnotherapeuten, NLP-Practioners oder Innerwise-Coaches.