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Armee mit weniger Soldaten
Bern, 30.08.2011 - Der Effektivbestand der Schweizer Armee ist weiter gesunken. Er liegt per 1. März 2011 bei 188'075 Armeeangehörigen und damit zwei Prozent unter dem Soll. Das geht aus der Armeeauszählung 2011 hervor, die in einer Kurzfassung in diesen Tagen veröffentlicht wurde.
In der Schweizer Armee sind zwischen März 2010 und März 2011 insgesamt 25'659 Personen neu eingeteilt worden. Im selben Zeitraum haben 31'418 Personen die Armee verlassen. In der Bestandesbilanz führt dies zu einem Minus von 5759 Armeeangehörigen und einem Effektivbestand von 188'075 Soldaten. Das sind 98 Prozent des Sollbestandes von 190'986. Die Alimentierung der Gesamtarmee hat damit seit 2005 um 34 Prozent abgenommen und die Überbestände aus dem Umbau von der Armee 95 zur Armee XXI sind abgebaut. Das geht aus der Armeeauszählung 2011 hervor, mit welcher das Personelle der Armee (Führungsgrundgebiet 1 im Führungsstab der Armee) jährlich die personelle Entwicklung analysiert.
Sehr gut alimentiert sind die aktiven Formationen, nämlich zu 121 Prozent, während die Reserveformationen unter dem Soll liegen (39 Prozent). Die Ursache für die Überbestände in den aktiven Formationen liegt beim Dienstleistungsverhalten der Armeeangehörigen: Rund drei Viertel der Eingeteilten sind mit ihrer Dienstpflicht im Verzug, weil sie entweder die Rekrutenschule nach dem 20. Altersjahr besucht oder die Absolvierung der Wiederholungskurse verschoben haben. Bezogen auf die Gradgruppen ist festzustellen, dass sich der Mangel an Stabsoffizieren und Hauptleuten gegenüber dem Vorjahr leicht gebessert hat. Es sind aber noch immer rund 23 Prozent der Offizierspositionen in dieser Gradkategorie nicht besetzt.
Insgesamt kommt der Bereich Personelles der Armee nach der Auswertung des Zahlenmaterials und mittels Modellrechnungen zum Fazit, dass die aktuelle Armeestruktur aufgrund der demographischen Entwicklung und den gesellschaftlichen Gegebenheiten unter den heutigen Rahmenbedingungen (Gesetzgebung, Wehr- und Dienstleistungsmodell, Dienstleistungsverhalten usw.) mittel- bis langfristig nicht mehr ausreichend alimentiert werden kann. Diese Feststellung bezieht sich allerdings auf die aktuellen Rahmenbedingungen der Armee. Die politische Diskussion um die Weiterentwicklung der Armee ist im Gang und in diesem Rahmen werden auch die personellen Probleme angegangen.
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Christoph Burri
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