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Im Herbst 2009 traten im Hüttwilersee im Bereich der Badi erstmals dichtere Algenteppiche auf. Nach einer erneuten Algenblüte im Herbst 2012 begann das Amt für Umwelt Thurgau die Situation genauer zu untersuchen und zu überwachen.
Die Untersuchungen zeigten, dass es sich beim Verursacher um eine Blaualge der Gattung Lyngbya handelt, die jedoch aufgrund der Morphologie nicht eindeutig einer Art zugeordnet werden kann. Viele Blaualgengattungen sind bei nährstoffarmen Bedingungen konkurrenzstark, da sie Nährstoffquellen erschliessen können, die ihren Konkurrenten verschlossen bleiben. Die Algenblüten sind daher kein Syptom von zu hohen Nährstoffgehalten.
Zu den Algenblüten in der Hüttwiler Badi kommt es durch eine wetterbedingte starke Vermehrung besagter Blaualgen, gefolgt von deren Absterben. Weht zu diesem Zeitpunkt Westwind, werden alle toten Algen in die Badi Hüttwilen geweht, wo sie einen glibberigen "Pelz" bilden. Möglichkeiten, die Algenblüten einzudämmen, gibt es bis jetzt keine, die Situation wird aber laufend durch das Amt für Umwelt überwacht.
Die Konzentrationen der von Lyngbya bekannten Toxine Saxitoxin und Lyngbyatoxin A lagen unterhalb der Nachweisgrenze. Die Algen- und Toxinkonzentrationen werden regelmässig vom Amt für Umwelt gemessen.
Das Amt für Umwelt informiert zudem regelmässig auf ihrer Homepage.
Die Thurgauer Zeitung hat bereits diverse Artikel zum Thema veröffentlicht: