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Der Regierungsrat wurde von der CVP-Fraktion des Urner Landrates mit einer Parlamentarischen Empfehlung aufgefordert, ein Bekenntnis zu einer Olympiakandidatur Sion 2026 abzugeben. Die Kantone können bis Ende März im Rahmen einer Vernehmlassung Stellung beziehen zu allfälligen finanziellen Beiträgen des Bundes an die Winterspiele. Der Bundesrat möchte bis zu einer Milliarde Franken ausgeben, falls die Schweiz den Zuschlag erhält.
Der Regierungsrat unterstütze grundsätzlich die Kandidatur, die den Zusammenhalt zwischen der Romandie und der Deutschschweiz stärken würde, teilte er mit. Mit der unmittelbaren Nähe zum Wallis und der Langlauf-Austragungsstätte Ulrichen (VS) ergäben sich wirtschaftlich-touristische Chancen. Das Urserental könnte sich als Gästedestination und Trainingsort profilieren.
Bedingung ist für den Urner Regierungsrat, dass die Winterspiele in der Schweiz nachhaltig seien. Die Spiele sollten auf bestehenden Strukturen aufgebaut und in einem bescheidenen und vernünftigen Rahmen abgehalten werden, schreibt er.
Für die Durchführung der Spiele Sion 2026 sind Ausgaben von rund 1,98 Milliarden Franken und Einnahmen von 1,15 Milliarden budgetiert. Der Bund soll sich mit maximal 994 Millionen Franken beteiligen, im Sinne einer Defizitgarantie. Verbleibende ungedeckte Kosten sollen die Durchführungsorganisation oder die Durchführungskantone tragen.
Die Schweiz hatte 1928 und 1948 in St. Moritz Olympische Winterspiele durchgeführt. Im Alpenraum gab es das sportliche Kräftemessen zuletzt 2006 in Turin. (sda/npa)