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SI online: Samuel L. Jackson, Sie und weitere zwölf Hollywood-Stars beehren im Herbst die Schweiz für ein Golfturnier. Denken Sie, hier gibt es viel Geld zu holen?
Samuel L. Jackson: Ich wusste nicht, dass die Schweiz Geld hat (lacht). In Filmen und Büchern besitzen die geheimnisvollen Personen immer ein Nummernkonto in der Schweiz, ich fragte mich schon lange über den Sinn und Zweck. Nein, es ist natürlich so, dass ich mit der «Samuel L. Jackson Foundation» jährlich ein Golf-Tournier organisiere. Durch ein Gespräch mit einigen Leuten kam ich dann auf die Schweiz.
Was kennen Sie von hier?
Mit der Schweiz verbinde ich Schokolade, Jodler und Lederhosen.
Und wie gefällt Ihnen die Schweiz?
Bis jetzt mag ich alles. Ich liebe dieses schöne Wetter und kann es kaum erwarten, endlich nach draussen in die Stadt zu gehen...
...um zu shoppen?
Nein. Ich interessiere mich für Kunst und möchte daher Museen besuchen. Ich habe gehört, das Zürcher Kunsthaus sei hier «The Place to be». Wenn ich Mütze und Sonnenbrille aufsetze, erkennt mich kaum jemand. So kann ich mich hier ziemlich frei bewegen, denn damit erhält man weniger Aufmerksamkeit, als wenn man mit fünf Bodyguards durch die Strassen läuft. Morgen fliege ich sowieso weiter nach London und dann muss ich wieder nach Los Angeles, um zu arbeiten.
Welche Projekte dürfen wir von Ihnen erwarten?
Im August stelle ich gemeinsam mit Will Ferrell, Mark Wahlberg und Wayne Johnson «The Other Guys» vor. Zudem gibt es einen weiteren Film namens «Mother and Child» mit Naomi Watson und Anette Benning.
Und im September kommen Sie und Ihre Freunde aus Hollywood für Ihr Wohltätigkeits-Golfturnier wieder in die Schweiz.
Ja, und ich suche noch sechs Prominente, die mitgolfen. Ich hätte gerne jemanden aus der Musikbranche. Bei meinem letzten Turnier in London hatte ich das Glück, dass Alice Cooper auf Tour war und bei uns vorbeischaute.
Was mögen Sie so am Golf?
Für mich ist es das perfekte Spiel. Team-Sportarten sagten mir nie zu, weil ich ein Einzelkind war. Beim Golf bist du alleine für deine Taten verantwortlich - die guten wie auch die schlechten.
Sind Sie gut?
Ich habe ein Handicap von 6 - das ist nicht allzu schlecht (lacht).
Kommt Ihre Ehefrau LaTanya jeweils mit zum Golfen?
Sie geht lieber shoppen.
Sie sind seit 30 Jahren verheiratet - eher eine Seltenheit in Hollywood. Was ist ihr Erfolgsrezept?
Haben Sie das Gefühl, das sei eine Rarität? Ich glaube nicht. Wir haben keine Tipps, es ist einfach so. Vielleicht sind wir auch einfach zu faul, den anderen zu verlassen (lacht).