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Filmkritik: Ausser Szpezen nix gewesen17. Zurich Film Festival 2021
Die Kaffeemaschine knattert und rattert. Helga (Ulrike Willenbacher), die getrennt von ihrem Mann (Ueli Jäggi) lebt, steht daneben und blickt ins Leere. Dann geht sie ins Wohnzimmer und erschrickt: An der Decke hängt eine fette Spinne. Sie schiebt einen Hocker hin und streckt ein Trinkglas danach aus. Schliesslich fällt sie vom Stuhl, bricht durch den Boden und bleibt stecken. Sie hämmert mit der Faust gegen die Gartentüre, schreit um Hilfe, doch niemand kommt.
Neuer Tag, neuer Schock. Dieses mal ereilt ihn die Putzkraft Isabella, die die Hausherrin gereizt, aber wohlauf auffindet - nur am Fuss ist sie ernsthaft verletzt. Ausgerechnet jetzt will aber die von Helga sehr geschätzte Putzfrau in den Urlaub fahren und hat als Ersatz den Polen Ryszard (Zbigniew Zamachowski) aufgeboten, der sich zwar Mühe gibt, jedoch kein Wort deutsch spricht. Doch da ihre Freundin, mit der sie normalerweise zum Konzert geht, ihr absagt; ihre Tochter den geplanten Besuch vertagt und ausser ihrem regelmässigen Skat-Nachmittag keine sozialen Kontakte pflegt, geht das Verhältnis zwischen ihr und Ryszard bald über das Berufliche hinaus.