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Das dritte Album „I Never Learn“ der schwedischen Sängerin Lykke Li befindet sich auf unserem Platz 8 der Jahresbestenliste. Lykke Li hat sich auf ihrem neusten Werk der klassischen Balladenform verpflichtet. Gleichzeitig kultiviert sie ein Gefühl, welches (gemäss eigenen Angaben) für ihr künstlerisches Schaffen wichtig ist: Das Verlorensein („being lost“).
„I Never Learn“ ist der letzte Teil der Albumtrilogie (die ersten zwei waren „Youth Novels“ und „Wounded Rhymes“). „Where the first album is about wanting love, and then the second album [2011’s ‚Wounded Rhymes‘] is about not getting the love that you desire, I think this third album is about walking away and fucking up.“, sagte Lykke Li im April 2014 zum Billboard Magazine. Das „Fucking Up“ bezieht sich hierbei auf eine zerbrochene Liebesbeziehung, aufgrund welcher Li von Schweden nach LA gezogen ist. Unter Palmen und Sonnenstrahlen entstanden tränenhervorrufende Stücke wie „Gunshot“ oder „Never Gonna Love Again“.
„Lay me down in your ocean
Carry me and my burden
I was dreaming about you honey
I was hoping you’d save me“ (Lykke Li – Gunshot)
„Every time the rain falls, think of me
On a lonely highway
How can we
Turn around the heartache
Oh I, I’m alone tonight babe
And I’m never gonna love again“ (Lykke Li – Never Gonna Love Again)
Über das „being lost“-Element:
Die Lieder, die das Verlassensein immer wieder aufs Neue manifestieren, funktionieren sehr gut. Denn sie sind weder schnöde Weinerlichkeiten, noch sind sie banal. Sie greifen ein Gefühl der Angst auf, das in jedem Menschen schlummert. Selbstverständlich sind die Songs, wie es in der Kunst und der Musik oft der Fall ist, in hohem Masse überzeichnet. Die Lieder sind Gedichte in Melodie verpackt. Der Ausdruck der Verzweiflung wird so auf eine vielschichtige Weise übertragen. Und normalerweise sind weinende, verlassene Menschen eigentlich nicht wirklich schön anzuhören. Bei „I Never Learn“ hofft man beinahe, Lykke Li solle für immer alleine bleiben.
Das war selbstverständlich ein Scherz.
Bei Interesse findest du hier noch mehr Wavebuzz Beiträge zu Lykke Li:
Album Rezension: „I Never Learn“ (Atlantic Records, 2014)