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access_time veröffentlicht 21.02.2019
Symptomatisch oder den Verlauf ändernd?
Prof. Dr. med. Reto Krapf
Praxisrelevant
Symptomatisch oder den Verlauf ändernd?
21.02.2019
Eine frühere Studie von Levodopa hatte beim M. Parkinson die Frage aufgeworfen, dass durch einen frühzeitigen Therapiebeginn allenfalls die Progression verlangsamt werden könnte [1]. Zumindest dass dieser frühe Beginn nicht schädlich sei, denn bis dahin hatten auch Befürchtungen über eine klinisch relevante Neurotoxizität von Levodopa bestanden.
Die aktuelle Studie [2] randomisierte plazebokontrolliert in eine Gruppe von 222 Patient(inn)en, die 3× 100 mg Levodopa / 25 mg Carbidopa pro Tag während 80 Wochen erhielten, und in eine Gruppe, die in den ersten 40 Wochen Plazebo und danach 40 Wochen lang auch die erwähnte Medikation erhielten. Die Arbeit bestätigt den primär symptomatischen Effekt von Levodopa/Carbidopa, dem kein verlangsamender und glücklicherweise auch kein beschleunigender Effekt über den Beobachtungszeitraum nachgewiesen werden konnte. Die Therapieindikation stützt sich also auf die Symptome und den klinischen Nutzen. Gleichzeitig ist die Einführung verlaufsverändernder Medikamente nicht weniger dringlich geworden.
Verfasst am 29.01.2019