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«An der Exposition cantonale in Sion wird die Walliser Spezialität aus geschmolzenem Käse definitiv ‚Raclette‘ getauft.» Nein. Trotz seines Titels: nein. ANNO DOMINI fragt nicht nach Jahreszahlen. Die Ereignisse müssen in die richtige zeitliche Reihenfolge gebracht werden.
Die spielerische Antwort auf die Schwarzmalerei der Fichen-Delegierten: nacheinander übernehmen die SpielerInnen die Rolle der Sphinx und verlesen persönliche Aussagen ab ihrer teilweise mit dem schwarzen Balken WALTER abgedeckten Karte.
Am Anfang ist es nichts. Eine Karte wird aufgedeckt, die eine erste Anforderung an EIN SOLCHES DING stellt: "würde die Post nicht ohne weiteres befördern". Noch sind viele Antworten möglich. Die nächste Karte meint: "sollte man von Zeit zu Zeit waschen".
Moskau 1951. Der greise Nestor Aparatschik ist noch Parteichef, doch das Gerangel um seine Nachfolge ist bereits in vollem Gange. Die SpielerInnen als mächtige Hinterleute spinnen ihre Fäden. Die Führungsspitze der Sowjetunion ist hoffnungslos überaltert, so dass die SpielerInnen ihre kränkelnden Favoriten in Sanatorien hegen und pflegen müssen, dabei aber in Gefahr geraten, einer "Säuberung" von Seiten der Konkurrenz zum Opfer zu fallen.
Das Spielsystem von MILLIONEN VON SCHWALBEN ist im Grunde simpel. Die Gegner würfeln abwechselnd. Wer eine 7 erreicht, hat ein Tor erzielt. Ein Torerfolg ist offensichtlich nur möglich, wenn der Angreifer eine Angriffskarte spielt, die sein Würfelergebnis erhöht. Nun verfügen die Mannschaften - ihrer realen Spielstärke entsprechend - über unterschiedlich viele Angriffskarten.
Anno Domini ist anders! Mit "America" wird die beliebte Reihe Anno Domini fortgesetzt. Hier haben Besser-Wisser keine Chance, denn es geht nicht um exaktes Wissen oder darum Fragen zu beantworten. Stattdessen versucht jeder Spieler alle seine Karten – mit den meist merkwürdigen Ereignissen – als erster loszuwerden.