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Fusarientoxine
Viele Fusarium-Arten kommen vor allem in den gemässigten bis kalten Klimazonen auf Getreide (Mais, Gerste), aber auch auf Obst und Gemüse vor. Es sind teilweise Erreger von Pflanzenkrankheiten. Fusarien sind oft psychrotolerant und können noch bei Temperaturen von -7 °C wachsen. Die maximale Toxinproduktion erfolgt bei 5 bis 8 °C und nimmt mit steigender Temperatur ab. Bei einigen Arten wird die Toxinbildung nur bei tiefen Temperaturen aktiviert. Fusarien bilden eine grosse Zahl teilweise sehr unterschiedlicher Mykotoxine. Man unterscheidet heute zwischen Trichothecenen, Moniliformin, den Butenoliden und dem Zearalenon.
- Trichothecene:
Trichothecene sind biologisch sehr aktive Substanzen. Die akute Toxizität ist ähnlich hoch wie bei den Aflatoxinen. Verursacht werden Nekrosen von Haut und Schleimhäuten (Mund, Magen, Intestinal-Trakt). Nach der Aufnahme mit der Nahrung kommt es zu Erbrechen, Diarrhöe und Nekrose der Schleimhaut. Bei Tieren ist die strickte Futterverweigerung bereits bei geringen im Futter enthaltenen Mengen charakteristisch. Einige Trichothecene werden von einigen Autoren für die Entstehung von Tumoren im Verdauungstrakt verantwortlich gemacht.
- Moniliformin:
Moniliformin hat ebenfalls eine starke akute Toxizität. Es verursacht Wassersucht mit Ödem des Darmtraktes. Es wurde bisher nur bei Mais und Gerste nachgewiesen.
- Zearalenon:
Zearalenon kommt ebenfalls vor allem auf Mais und Gerste vor. Das Toxin hat eine starke östrogene Wirkung. Besonders empfindlich sind Schweine. Bei nicht geschlechtsreifen Tieren wird schon bei 1 - 5 mg/kg Futter eine auffällige Vulvovaginitis verursacht. Das Toxin hat auch eine anabole Wirkung. Es fördert das Muskelwachstum und führt in hohen Dosen zu Unfruchtbarkeit. Die wirtschaftlichen Schäden in der Schweinezucht sind in den gemässigten Klimazonen teilweise beträchtlich.