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Ausstallungen können bei den Legehennen zu Verletzungen wie Frakturen und Auskugelungen der Gelenke führen. Allerdings gibt es kaum Untersuchungen bezüglich Verletzungsraten bei Ausstallungen in modernen Volierensystemen und dem Stress für die Tiere während dieses Prozesses. Im ersten Teil der Studie wurde die momentane Praxis der Ausstalllung von Legehennen erfasst und potenzielle Belastungen der Hennen untersucht. Aus verschiedenen Regionen der Schweiz wurden 15 Betriebe am Tag der Ausstallung besucht. Auf jedem Betrieb wurden Knochenbrüche oder Muskelverletzungen sowie Anzeichen für Stress (z.B. Körpertemperatur und Atemfrequenz) und die Ängstlichkeit der Tiere erfasst. Auf Grundlage der Ergebnisse des ersten Studienteils wurden 3, in der Praxis teilweise übliche Methoden ausgewählt, um diese bezüglich Ihres Nutzens für das Tierwohl, und die Arbeitsqualität zu untersuchen. Die drei Methoden waren: Ausstallung unter Blaulicht (soll es den Fängern und Trägern leichter machen, sich im System zurechtzufinden und die Tiere richtig zu halten), Direktverladen in Kisten (Verkürzen der Tragezeit) und Bereitstellen von Arbeitsplattformen vor hohen Volierensystemen (erleichtert das Erreichen der Hennen und unterstützt so das Fangen der Hennen). Blaulicht und Direktverladen erhöhte das Tierwohl nicht messbar, hatte aber auch keine negativen Auswirkungen. Ziel ist, Empfehlungen zu geben, mit deren Hilfe das Wohlergehen der Hennen und der Arbeiter verbessert werden kann.
Kurz CV
Sabine Gebhardt ist seit 2007 am Zentrum für tiergerechte Haltung von Geflügel und Kaninchen in Zollikofen und leitet Projekte über das Verhalten und verschiedenen Tierschutzproblemen bei Legehennen, Masteltern, Masthühnern und Zuchtzibben. Die Biologin studierte in Giessen (D) und an der Florida State University und promovierte an der Universität Basel.
Legehennen werden in der Schweiz hauptsächlich in Volieren gehalten, welche sich je nach System in ihrem Aufbau unterscheiden. Der Aufbau von Volierensystemen spielt wiederum eine wichtige Rolle für das Bewegungsverhalten und die Verteilung der Tiere und wird mit verschiedenen Problemen wie z.B. Abstürzen und Brustbeinfrakturen in Verbindung gebracht. In diesem Referat werden Erkenntnisse basierend auf einer praktischen Prüfung im Rahmen des Prüf- und Bewilligungsverfahrens des BLV dargestellt und Lösungen zur Verbesserung von Volierensystemen präsentiert. Dabei ist der Einbau von Rampen ein zentraler Punkt, da diese hilfreich für die vertikalen Bewegungen der Tiere innerhalb der Voliere sind und zur Reduzierung von Abstürzen und Brustbeinfrakturen betragen können.
Kurz CV
Nadine Ringgenberg ist seit 2015 in der Abteilung Tierschutz des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen für das Prüf-und Bewilligungsverfahren von Stalleinrichtungen für das Geflügel sowie für allgemeine Tierschutz Themen beim Geflügel zuständig.
Veranstaltungen wie die Suisse Tier sind persönliche Treffpunkte für die Landwirtschaft und die besten Orte, um Neuheiten, Anregungen, Fachwissen, neue Anbieter und vieles mehr zu entdecken.
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