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Sie waren Kriegsgefangene, Verbrecher, Freiwillige. Der berühmteste unter ihnen hiess Spartacus: Die Rede ist von den Gladiatoren. Sie waren Stars, wurden bewundert, von Frauen und Männern zugleich, umjubelt in der Arena, blieben aber Aussenseiter der Gesellschaft. Das Besondere der Gladiatorenkämpfe bestand darin, dass nicht vor, sondern nach dem Kampfe entschieden wurde, ob der Unterlegene zu begnadigen oder zu töten sei. In der Arena zeigte sich die Macht des Volkes. Hier trat es in Interaktion mit den Herrschern, hier nahm es direkten Einfluss auf deren Entscheidungen und erlebte die eigene Macht, indem es über Leben und Tod mitbestimmte. Der Mut, die Todesverachtung und der Kampfgeist demonstrierten dem Volk jene Tugend, auf der die Römer ihre Macht aufgebaut hatten. Das Antikenmuseum Basel widmet den Gladiatoren eine sehenswerte Ausstellung. Ein Besuch – nicht nur bei Regenwetter – lohnt sich!