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Jahresbericht 2021
Im Jahr 2021 wurden 4’793 Tonnen Trockengut produziert. Das sind 7% weniger als im 5-Jahres-Vergleich. Die letzten vier Rekordjahre konnten nicht mehr erreicht werden. 2016 wurde letztmals weniger Würfel produziert. Die Trocknungsanlage lief während 1’603 Stunden. Es wurden 2’990 kg/h Trockengut produziert und dafür benötigte es durchschnittlich 9.0 m3/100kg Erdgas.
Klima
Im Jahr 2021 waren in der Schweiz für einmal nicht hohe Temperaturen, sondern der viele Niederschlag das bestimmende Wetterelement. Nach einem milden und niederschlagsreichen Winter mit lokal grossen Schneefällen folgte ein kalter Frühling mit nassem Ende. Im Juni zogen mehrere verheerende Hagelunwetter über die Schweiz. Extrem grosse Hagelkörner verursachten insbesondere in der Zentralschweiz enorme Ernteausfälle und Sachschäden. Der Sommer war nördlich der Alpen einer der nassesten seit Messbeginn. Die anhaltend grossen Regenmengen liessen gegen Julimitte mehrere Flüsse und Seen über die Ufer treten. Im Gegensatz zum nassen Sommer zeigte sich der Herbst verbreitet niederschlagsarm und sonnig.
Gras
Die Trocknungsanlage wurde im Jahr 2021 erst im Mai das erste Mal in Betrieb genommen. Vom 9. Mai bis am 23. September wurden 306 Tonnen gehäckseltes, angewelktes Gras getrocknet. Dies sind 13% weniger als im 5-Jahres-Vergleich. Der durchschnittliche Gasverbrauch lag bei 9.4 m3/100kg und liegt damit im Mittel der letzten Jahre.
Getreide
Über die Sommermonate vom 7. Juli bis am 28. August konnte eine Menge von 834 Tonnen Getreidewürfel getrocknet werden. 2009 wurde letztmals mehr Getreidemengen verarbeitet. Im 5-Jahres-Vergleich sind dies 37% über der Durchschnittsmenge.
Mais und Kolbenmais
Mit 3'341 Tonnen Trockengut wurde im 2021 6% weniger als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre produziert. Abgesehen von den letzten vier sehr guten Vollmais-Jahren reiht sich das Jahr 2021 bezüglich Vollmaismengen direkt dahinter auf Platz 5 ein. Zwischen dem 15. September und dem 11. November lief die Anlage fast ununterbrochen 7 Tage 24 Stunden lang.
Der effektiv bezahlte Durchschnittspreis pro 100 kg Vollmaiswürfel betrug 12.80 CHF. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von 1 CHF/100 kg. Hauptgrund dafür ist ein höherer Gasverbrauch, welcher zum 5-Jahres-Vergleich um 22 % auf 11.1 m3/dt anstieg. Die Stundenleistung sank um 13% auf circa 2'900 kg/h. Grund für den erhöhten Gasverbrauch und die geringere Stundenleistung ist hauptsächlich die Anlieferung von grünem, unreifem Mais.
Vom 8. bis 18. November wurden 312 Tonnen Kolbenmais getrocknet. Nach den Rekordmengen vom Vorjahr sind dies damit 35% weniger als im Durchschnitt in den letzten 5 Jahren.
Personal
Trocknungsmeister Heiri Zuber führte den Trocknungsbetrieb zusammen Beat Baumgartner und Elias Stutz wie gewohnt souverän durch die Saison. Mitte September startete Florian Paul als neuer Trockner in die Herbstkampagne. Als selbständiger Landmaschinenmechaniker brachte er von Beginn weg viel technisches Verständnis mit, von welchem die Graströchni nun in Form von Instandhaltungsarbeiten profitieren kann. Florian ist in Zukunft verantwortlich für die Unterhaltsarbeiten, um die Anlage jeweils wieder auf die neue Saison fit zu machen.
Trocknungsanlage
Im Frühling wurde der Pneumatik Zyklon inklusive Rohleitungen zum Zyklon ersetzt. Zusätzlich wurden einzelne Rohrleitungen mit starkem Verschleiss ausgewechselt. Die Würfelpresse 2 wurde mit Ersatzteilen vom Kauf der Occasionspresse der LANDI Sursee revidiert. Neu hat die Würfelpresse 2, gleich wie die Würfelpresse 1, ebenfalls eine hydraulische Kolleranpressung. Dies vereinfacht die Bedienung der Presse 2. Für die Beschickung der Anlage mit Grünfutter wurde ein Radlader (Kramer 5085) als neuwertiges Occasion-Fahrzeug angeschafft.