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Der Kalte Krieg auf Papier
Von den ersten, in den 1940er Jahren noch von Peter Sager privat beschafften Werken bis zum Ende des Eisernen Vorhangs 1989 war es das Ziel der Sammlung, den Kommunismus in all seinen Facetten zu beleuchten - als Ideologie, Gesellschaftsordnung, Repressionssystem und Wirtschaftsmodell, als Erziehungsbewegung und Imperialmacht. Dazu kaufte die Osteuropabibliothek wissenschaftliche Literatur über den Kommunismus, aber auch Bücher, Zeitschriften und Zeitungen aus Osteuropa selbst, Propagandaliteratur aus «dem Osten» und aufklärerische Schriften aus dem eigenen Land.
Als die Bibliothek in den ausgehenden 1950er Jahren gegründet wurden, wurde zunehmend auch die höheren Sphären zum Ort der Systemkonkurrenz. Mit Atomsprengköpfen bestückte Langstreckenraketen erweiterten die Reichweite tödlicher Waffen und führten zu einer jahrzehntelangen Phase des Wettrüstens zwischen Ost und West.
Die Raketentechnik ermöglichte jedoch auch die Raumfahrt, welche die Sowjetunion mit dem Start des ersten Satelliten «Sputnik» 1957 erfolgreich aufnahm und national wie international zur Selbstdarstellung nutzte. 1961 flog Jurij Gagarin als erster Mann, 1963 Valentina Tereškova als erste Frau ins Weltall. Noch Jahrzehnte später waren die Kosmonauten Kulturbotschafter und Rollenvorbild gerade für Kinder und Jugendliche im sozialistischen Block.