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Adrian Bult ist einer der weniger bekannten Vertreter seiner Zunft, aber deshalb noch lange nicht von geringem Einfluss. Die Basler Kantonalbank (BKB), die er präsidiert, ist immerhin die drittgrösste hinter ihren Zürcher und Waadtländer Pendants und hat mit ihrer Tochter Cler eine zweite Vertriebsschiene geschaffen, die sich aus der Nordwestschweiz emanzipieren und landesweit ausbreiten soll. Als Branchenfremder war Bult im Frühling 2017 ins Bankgeschäft als BKB-Präsident eingestiegen, und als sein CEO Guy Lachappelle auf den Präsidentenstuhl der Raiffeisen zügelte, dehnte sich Bults Einfluss in Basel noch aus: Er gilt als Treiber des Umbaus der Cler, der früheren Bank Coop.
Den Digitalvertrieb von Bankdiensten dürfte Bult beherrschen: Der HSG-Ökonom verbrachte sein operatives Berufsleben im IT-Sektor. Gestartet bei der PTT, akquirierte er bei der neuen Swisscom mehrere «Chief»-Titel, leitete etwa die Sparten Festnetz und später Mobile, bevor er 2007 in die Konzernleitung des Bankensoftware-Herstellers Avaloq wechselte. Bult präsidiert den Stromnetzbetreiber Swissgrid und sitzt bei der Krankenkasse Swica und diversen anderen Gesellschaften im VR, etwa beim Vermögensverwalter Parsumo Capital.
(Stand: Dezember 2020)