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Karl Baedeker war Verleger. Als Autor revolutionierte er die Reiseliteratur und begründete die Baedeker Reiseführer. Er reiste einst auch nach Zermatt und bestieg den Riffelberg.
Akribische Arbeit
Für Karl Baedeker (1801-1859) war es als Verlagsinhaber wichtig, die Reiserouten selbst zu absolvieren. Er war bekannt für seine unbestechliche, nüchterne und genaue Arbeit. Mit seinen Reiseberichten wollte er die Touristen unabhängig von Fremdenführern machen, auch wenn er diese bei schwierigen Wanderungen als Guides empfahl.
Halbpension für CHF 4.-–
Der Reiseführer Die Schweiz: Handbuch für Reisende, nach eigener Anschauung und den besten Hülfsquellen bearbeitet (1852) beschrieb seine Reise von Visp nach Aosta. In Zermatt übernachtete er bei Dr. Lauber. Für «Abendessen, gutes Bett und Frühstück» bezahlte er CHF 4. -–. In Zermatt wanderte er auf den Riffelberg, eine der «Partien, welche man von Zermatt aus macht». Er notierte die Wanderung wie folgt: «Riffelberg und das Riffelhorn (4 Stunden), letzteres nur für Kletterer. Man übersieht den ganzen Gornergletscher, dessen unterer Absturz schon in Zermatt auffällt und die umgebenden Berge, namentlich das weitgewölbte Breithorn.»
Mit grossen Beschwerden nach Aosta
Die Überschreitung des Matterjochs bzw. St. Theodulpasses auf dem Weg nach Aosta blieb ihm in besonderer Erinnerung.
Baedeker noch heute im Angebot
Drei seiner Söhne führten seine Arbeit weiter und behielten nach seinem Tod sowohl bei Neuauflagen als auch bei neuen Bändern seinen Namen bei. Noch heute erscheinen die Reiseführer unter dem Namen «Baedeker».