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Als Ersatz einer Bebauung der Ernst Göhner AG aus dem Jahr 1951/52 soll an gut erschlossener Wohnlage im direkten Anschluss an den Campus Irchel ein neues Stück Stadt mit knapp 650 Wohnungen entstehen. Eine "identitätsstiftende, zeitgemässe und zukunftsfähige Gartensiedlung mit vielfältig nutzbaren Aussenräumen" bildet dabei ebenso Vorgabe, wie der städtebauliche Leitplan auf der dreickförmigen Parzelle, die markante Topographie oder der alte Baumbestand.
Etabliert wird eine städtebauliche Disposition, die gegenüber dem Strassenraum der Frohburgstrasse, den kleinmassstäblichen Wohnhäusern und dem Waldrand keine geschlossene Front, sondern eine räumlich differenzierte Wechselwirkung aufbaut und zur Winterthurerstrasse hin mit einer bewegten Stadtsilhouette abschliesst. Dieser Ansatz wird mit sechs mehrarmig entwickelten Baukörpern umgesetzt, welche - ähnlich einer Art Kippfigur - als präzise Teile eines Gefüges, wie auch als Einzelkörper erkennbar sind.
Die sechs Baukörper schreiben sich als ‚formes fortes' in den Kontext ein. Das typologische Prinzip der Wohnungen entwickelt sich nicht aus der Multiplikation eines Typus, vielmehr entsteht es aus der Partitionierung der Gesamtform und führt prinzipentsprechend zu unter- schiedlichen Typen, die vertikal wiederholt werden. Daraus leitet sich insgesamt eine Vielzahl an Wohnungstypen ab, was gerade in dieser grossen Gesamtanzahl von Wohneinheiten einen Imperativ für eine umfassende Nachhaltigkeit darstellen, dies mit überhohen Atelierwohnungen, Wohnungen über Eck, durchgeschobenen Wohnungen und generell einer Vielseitigkeit von Ausblicken und Orientierung. Repräsentative Eingangshallen erschliessen die Treppenhäuser und nehmen die Massstäblichkeit adäquat auf.