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Melanämie
(grch., «Schwarzblütigkeit»),
eigentümlicher Krankheitszustand, bei dem sich mikroskopisch kleine schwarze, unregelmäßige, rundliche Pigmentmoleküle oder größere Pigmentklümpchen im Blute sowie in gewissen Organen angehäuft vorfinden; namentlich in Milz und Leber, in Nieren und Lungen sowie in der Hirnrinde findet sich das schwarze Pigment, das aus dem Blutfarbstoff infolge eines massenhaften Zerfalls der roten Blutkörperchen [* 2] hervorgeht, und bewirkt eine auffallende grauschwärzliche Verfärbung dieser Organe; auch die Haut [* 3] und die sichtbaren Schleimhäute nehmen in schweren Fällen ein eigentümliches aschgraues Aussehen an.
Die
Melanämie ist fast immer Folgezustand schwerer sog. perniciöser
Wechselfieber und verläuft nicht selten ohne erhebliche Funktionsstörungen; mitunter tritt aber auch unter schweren
Gehirnsymptomen (heftigem
Kopfschmerz, Schwindel, Delirien, Konvulsionen,
Bewußtlosigkeit) schneller
Tod ein, wahrscheinlich
durch die Verstopfung der kleinen Gehirngefäße mit Pigmentschollen bedingt. In andern Fällen kommt es zu
Eiweißharnen,
Blutharnen, selbst völliger Unterdrückung der Nierenthätigkeit, zu erschöpfenden Darmblutungen
und
Durchfällen, zu akuter
Bauchwassersucht und andern schweren
Störungen.
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Die Behandlung erfordert die Beseitigung der Wechselfieber durch Chinin oder Arsenik, leichtverdauliche Diät und längern Gebrauch der Eisenpräparate.