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Zu den häufigsten Erkrankungen, die zu einer Überaktivität der Blase führen, zählen
- Die Multilpe Sklerose (MS): Es handelt sich dabei um eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die das Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) betrifft. Bei der Erkrankung werden Neuronen und Nervenzellen von Gehirn und Rückenmark angegriffen, die Informationen weiterleiten sowie Gedanken und Wahrnehmungen produzieren. Sie bewirken, dass das Gehirn den Körper steuert. MS betrifft wahrscheinlich mehr als eine Million Menschen weltweit. Der Krankheitsverlauf ist unvorhersehbar und variiert in der Ausprägung. Es können potentiell alle Nerven des Körpers betroffen sein. Wenn die Nervenschädigungen die Kontrolle der Blasenfunktion betreffen, kommt es z.B. zu einer Inkontinenz, zur Reizblase oder weiteren Blasendysfunktionen.
- Die interstitielle Zystitis ist eine nichtbakterielle Blasenentzündung, bei der ein starker Harndrang im Vordergrund steht, der mit starken Schmerzen verbunden ist. Diese Erkrankung kann alle Menschen (inklusive Kinder) treffen. Zurzeit ist keine Heilung möglich, nur eine Linderung der Symptome.
- Die chronische Prostataentzündung (Prostatitis): Schätzungen zufolge erkranken etwa 35 Prozent aller Männer einmal im Leben an einer Prostatitis. Bei der chronischen Prostatitis stehen Blasenreizsymptome im Vordergrund, Fieber ist nicht üblich. Gelegentlich klagen die Patienten über Schmerzen bei der Ejakulation und über Blut im Ejakulat. Die sog. Prostatodynie betrifft vor allem Männer in der zweiten bis vierten Lebensdekade. Im Vordergrund stehen Schmerzen in der Schambeingegend, Dammschmerzen, ein vermehrter oder zwingender Harndrang und Ejakulationsschmerzen.
- Das Parkinson-Syndrom
- Die Querschnittslähmung
- Die stoffwechselbedingte Neuropathien wie die Blasenentzündung als Folge von Diabetes mellitus
- Die Spina bifida (offener Rücken)