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«Die Aufgabe der Kunst sei, die Fragen offenzulegen, die durch die Antworten verborgen blieben».*
*James Baldwin
*James Baldwin
Elisabeth Nold Schwartz, geboren 1974, interessiert sich stark für die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, insbesondere für die Frage, wie sich theoretisches und poietisches Wissen auf eine einander ergänzende Weise so verbinden lassen, dass sie sich im Batailleschen Sinne überschreiten und neue Denk- und Handlungsräume hervorbringen.
Diese Ambivalenz zeigt sich auch in ihren Ausbildungen. So absolvierte sie in jungen Jahren eine klassische Tanzausbildung, später erfolgte ein theoretisches Studium der Theater- und Tanzwissenschaft an der Uni Bern, mit den Nebenfächern Philosophie und Populäre Kulturen (Schwerpunkt Alltagskultur). Der anschliessende Master Art in Public Spheres in Luzern (Abschluss 2020) wiederum ermöglichte ihr die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich theoretisches Wissen in eine künstlerische Praxis transformieren liesse. So beschäftigte sich ihre Masterarbeit www.co-being.ch mit Jean-Luc Nancys dekonstruktivistischer Gemeinschaftstheorie und dem Versuch, diese durch die Praxis der Mit-Teilung erfahrbar zu machen.
Im Herbst 2022 beginnt Elisabeth ihr PhD Vorhaben am Urner «Institut der Kulturen der Alpen» (Universität Luzern). Sie wird der Frage nachgehen, wie sich der alpine Lebensraum fernab einer Utopie, eines Mythos oder einer Tourismusstrategie überhaupt erfahren lässt und wie sich diese Erfahrung in einer kuratorischen Praxis, bezogen auf den Kanton Glarus, wiedergegeben liesse.