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Mit der Wortendung "-ik" verweise ich auch auf eine relative Indifferenz zwischen Gegenstand und Lehre, die dann durch die Wortendungen wie "-logie" und "-nomie" aufgehoben wird.
Umgangssprachlich (etwa in der Wikipedia) wird von der Poietik eines bestimmten Künstlers oder einer bestimmten Kunstrichtung oder Schule gesprochen.
Poietik verwende ich für die Hervorbringung von Werken im Sinne des Herstellens von Gegenstandsbedeutung im Unterschied zur Praktik. Es geht dabei also gerade nicht um den allfälligen künstlerischen Aspekt des Werkes, sondern um seine beabsichtigte Nützlichkeit (siehe auch Techne)
Ich verwende den Ausdruck Poietik in zwei Differenzen:
Aristoteles hebt insbesondere das Kriterium der Lehrbarkeit und präzisen Beschreibbarkeit der Handlungsschritte des poietischen Handelns hervor, die durchgeführt werden müssen, um ein Werk oder Werkstück herzustellen. Mit der Vollendung eines solchen Werkstücks ist die poietische Handlung abgeschlossen. Das Praktizieren hat dagegen kein Ende und kein ausser sich liegendes Ziel.
Autopoiese heisst die Hervorbringung des Hervorbringers, im kennzeichnenden Fall die Auffassung, wonach ein Lebewesen sich selbst hervorbringt.