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Mit Richard Camenzind verliert der Kanton Schwyz und die FDP-Familie eine grosse Persönlichkeit, welche die liberalen Werte «Freiheit, Gemeinsinn & Fortschritt» lebte wie kaum ein anderer. Richard Camenzind wuchs in einer ur-liberalen Unternehmerfamilie im Bezirk Gersau auf und interessierte sich früh für die Politik. Knapp 25 Jahre alt war er erst, als die Gersauer ihn zum Säckelmeister wählten. Viele Jahre führte er als Präsident auch die FDP-Ortspartei, den heuer 150jährigen Bürgerverein Gersau. Richard Camenzind war genauso ein LVP-Volksvertreter wie er eben die Bezeichnung Bürgerverein der FDP vorzog. 1992 wurde er als Gersauer Kantonsrat in die Regierung des Kantons Schwyz gewählt. Richard Camenzind überraschte oftmals mit anderen Ansichten und galt als Liberaler mit einer ausgeprägten sozialen Wahrnehmung – eine Wahrnehmung, die er auch konkret in seine Politik einfliessen liess. So war es eine logische Konsequenz, dass er das «Sozialdepartement» (Departement des Innern) übernahm. Die politische Krönung erfuhr er 1998, als er Landammann wurde. Als solcher beendete er 2000 auch seine politische Karriere. Trotzdem interessierte er sich weiterhin – nebst seiner Liebe und dem Engagement für die Kultur und die feinen Künste – stets für die politischen Geschehnisse und gab nicht selten auch seine Meinung kund. Die Gersauer würdigten ihn bereits während seiner politischen Tätigkeit, in dem sie die frühere Gandstrasse im Dorfzentrum zur Landammann-Strasse umbenannten. Die Schwyzer Liberalen tun dies, indem sie Richard Camenzind in guter, dankbarer Erinnerung behalten.