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Seit eineinhalb Jahren gibt es den Quartierverein Palatinat-Grandfey–gegründet, weil sich das Quartier von einem kleinen Paradies am Rande der Stadt in eine Baustelle verwandelt hatte. An der Generalversammlung des Vereins am Montagabend beschäftigte die Anwesenden aber nicht nur die Poya-Baustelle. Ein grosses Ärgernis für die Bewohner des Quartiers ist das wilde Parkieren: «Nur bei Anlässen im St. Leonhard mit über 5000 Menschen gibt es ein Parkkonzept», sagte Präsident Dominik Egloff. Bei Veranstaltungen mit weniger Teilnehmern und Publikum gebe es keine Regeln, und viele stellten ihr Auto irgendwo im Quartier ab. «Einmal waren wir blockiert und konnten nicht wegfahren», sagte eine Anwesende. «Wir sind deswegen stets in Kontakt mit der Stadt, bisher ohne Erfolg», hielt Egloff fest.
Arbeiten in der Nacht
An der Versammlung anwesend waren drei Vertreter der SBB. Sie stellten die Arbeiten für den neuen Bahnhalt im St. Leonhard vor (FN vom 5. April). Während fünf Wochen muss die SBB Arbeiten in der Nacht ausführen. In dieser Zeit wird auch ein Alarm eingesetzt, um die Arbeiter auf den Gleisen vor nahenden Zügen zu warnen. «Das bedeutet Lärm für die Anwohner, aber so sind die Sicherheitsvorschriften», sagte ein SBB-Vertreter. Die Versammlung zeigte Verständnis dafür, sie sorgte sich aber um die Zeit nach der Inbetriebnahme der Haltestelle im kommenden Dezember. «Sie wird noch mehr Autofahrer anziehen», so ein Quartierbewohner. Ein Parking sei notwendig. Stadtarchitekt Thierry Bruttin wies darauf hin, dass noch unklar sei, wo ein Parking gebaut werden könnte. «Ein unterirdisches Parking ist wahrscheinlich.»
Der Stadtarchitekt erklärte auch, dass der Poya-Park, auf dem momentan das Baumaterial für das Poya-Projekt gelagert wird, ein öffentlicher Grünpark werden solle. Er wies darauf hin, dass die Haltestelle, die Poyabrücke und das geplante neue Eisstadion das Quartier verändern werden und dass mit der Veränderung auf dem Kasernenareal–die Armee wird die Kaserne 2020 verlassen–eine weitere Entwicklung bevorstehe. «Wir sollten positiv und konstruktiv sein», betonte er, nachdem Anwesende Befürchtungen im Hinblick auf die Entwicklung geäussert hatten.