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Ende Juni sind 710 Millionen Chinesen gezählt worden, die in den vorangegangenen sechs Monaten mindestens einmal online waren. Dies teilte das staatliche Internetinformationszentrum am Mittwoch mit.
Im Vergleich zu Dezember 2015 legte die Zahl der online aktiven Chinesen um 3,1 Prozent zu. Mit rund 92,5 Prozent benutzte die weit überwiegende Mehrheit ihr Smartphone, um sich im Netz umzusehen.
Weiterhin sind im bevölkerungsreichsten Land der Erde vor allem Stadtbewohner im Internet – von den 710 Millionen Nutzern Ende Juni wohnte demnach nur jeder dritte auf dem Land. Das Informationszentrum begründete dies damit, dass Landbewohner sich nicht so gut mit Computern und Technik auskennen würden oder einfach “nicht interessiert” am Netz seien.
Das Internet unterliegt in China einer strengen Zensur. Weltweit bekannte Dienste wie Facebook, Twitter, Instagram und Google sind von dort aus nicht erreichbar. Auch die Internetseiten einiger westlicher Medien sind gesperrt.
Die Veröffentlichungen chinesischer Medien im Netz unterliegen ebenso wie Äusserungen in Diskussionsforen umfangreichen Kontrollen.
Die Regierung setzt dennoch auf das Internet als wichtigen Wirtschaftszweig. Unter dem Titel “Internet plus” versucht Peking, die Nutzung des Netzes und verschiedener neuer Technologien zu fördern, um die Industrie zu modernisieren.
Zugleich boomt in China der Internethandel. Die Umsätze der Sparte legte im vergangenen Jahr um 33 Prozent zu.
(SDA)