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Trotz guter Schulleistung und dem Versuch, einen bürgerlichen Beruf zu ergreifen, führte sie nie ein gewöhnliches Leben. Die Königin der Berliner Technoclubs der 90er Jahre, einst Drogen-Dealerin und Weltenbummlerin, verteidigt bis heute ihre Unabhängigkeit. Diese hat ihren Preis, denn Susan lebt in Berlin von Sozialhilfe und hat eine Betreuerin.
Sie ist Alkoholikerin und befindet sich in einer co-abhängien Beziehung zu einem deutlich jüngeren Mann. Eine Vergewaltigung in der Zeit der Dreharbeiten setzt bei Susan Angstzustände frei. Doch sie spricht offen und offensiv über all das, was ihr zugestoßen ist. So ist dieser Film auch eine hochaktuelle Auseinandersetzung mit Sexismus aus der Perspektive einer schönen, missbrauchten Frau.
Dass sie unter Zwangsstörungen leidet, ist ebenfalls Thema des Films. Mit ihrem beeindruckenden Talent, zu performen, sich selbst zum Thema zu machen und dies auf ganz starke, selbstbewusste und reflektierte Art, zieht Susan den Filmemacher Tim Lienhard, den sie vor 25 Jahren auf der Loveparade in Berlin kennengelernt hatte, in ihren Bann. CHARACTER ONE: SUSAN ist das Porträt der außergewöhnlichen Frau.