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Trocknungswerk
In unserem Trocknungswerk werden seit Dezember 2014 entwässerte Klärschlämme aus der ARA Röti und von anderen kommunalen Kläranlagen getrocknet. Durch die Trocknung wird der Wassergehalt des Klärschlamms auf einen Restanteil unter 10% vermindert. Dabei entsteht ein Granulat, das entweder in einer Wirbelschicht-Verbrennungsanlage oder im Zementwerk als hochwertiger Energieträger eingesetzt wird.
Für die Klärschlammtrocknung steht ein Niedertemperatur-Bandtrockner zur Verfügung, in dem die Trocknung bei Temperaturen unter 100°C stattfindet und der aus zwei übereinander angeordneten, perforierten Transportbändern besteht. Mit einer speziellen Granulierungseinrichtung wird der mechanisch auf 70% Wassergehalt vorentwässerte Klärschlamm zu würstchenförmigen Pellets verpresst, die gleichmässig auf dem oberen Förderband verteilt und dann in den Trocknertunnel eingefahren werden. Die Trocknungsluft durchströmt die mit den Klärschlammpellets belegten Bänder im Kreuzstrom und nimmt hierbei die Feuchtigkeit des Schlamms auf.
Damit die Energiebilanz positiv wird, ist es entscheidend, wie der für den Trocknungsprozess erforderliche Wärmebedarf gedeckt wird. Für die Trocknung des Klärschlamms wird ausschliesslich die Abwärme des Blockheizkraftwerks (BHKW) der Biogasanlage verwendet. Es werden keine fossilen Energieträger für die Trocknung eingesetzt. Der Trockner ist so ausgelegt, dass der gewünschte Trocknungsgrad allein mit der Wärme aus der Motorkühlung, die mit einer Vorlauftemperatur von 90°C anfällt, erreicht werden kann.