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Wenn Menschen regelmässig zusammenkommen und gleichberechtigt ihr gemeinsames, ideales Ziel anderen gegenüber kundtun wollen, gründen sie einen Verein. In der Schweiz gibt es achtzig- bis hunderttausend Vereine. Davon gehört fast die Hälfte dem Sportbereich an.
Bedeutsam sind indes auch Vereine im kulturellen, sozialen und politischen Bereich. In der flexiblen Vereinsform sind sogar wirtschaftliche Kartelle von Produzenten und Handelnden organisiert. Dass in der Schweiz die Vereinsform so verbreitet ist und täglich Vereine gegründet werden – andere über die Jahre «einschlafen» –, liegt unter anderem an den günstigen rechtlichen Rahmenbedingungen: einerseits an der verfassungsrechtlich garantierten Vereinigungsfreiheit, anderseits an der Vereinsautonomie, die es einem Verein innerhalb bestimmter Regeln erlaubt, sich ohne behördliche Zustimmung eigene Statuten zu geben. Als sich das Vereinswesen im 18. Jahrhundert herausbildete, war die Vereinigungsfreiheit von den Obrigkeiten allerdings noch nicht anerkannt, ebenso wenig zu Beginn des grossen Aufschwungs des Vereinswesens im 19. Jahrhundert. Damals wurden mehrere Eidgenössische Verbände gegründet, die seither regelmässig gesamtschweizerische Feste organisieren, ferner Frauen-, Arbeiter- und Ausländervereine.
Bis in die gegenwärtige Mediengesellschaft haben Vereine ihre politische und gesellschaftsintegrierende Bedeutung nicht verloren. Rund die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner über vierzehn Jahre betätigt sich in mindestens einem Verein.
Auch die Stadt und der Kanton Solothurn zählen viele verschiedene Vereine. Sie finden zu diversen Themenbereichen eine Auflistung (nach Regionen sortiert) auf folgender Website: https://www.vereinsverzeichnis.ch/vereine-kanton/vereine-so
Autor
Redaktion SOgenda
Kategorie
- Gewusst, dass…
Publiziert am
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