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Die Wahlen in Moutier BE haben beiden Lagern einen Prestige-Erfolg beschert. Die Projurassier freuten sich über die Wiederwahl von Stadtpräsident Marcel Winistoerfer. Die Berntreuen holten einen dritten Gemeinderatssitz.
Die SVP verdoppelte nämlich ihren Besitzstand, die FDP verteidigte ihren Sitz. Allerdings bleiben die Berntreuen in der Minderheit, denn sechs der neun Sitze in der Stadtregierung sind in den Händen der Projurassier. Drei hält die linke Parti socialiste autonome (PSA) und drei die CVP.
Bei der Stadtpräsidiumswahl setzte sich der separatistische Amtsinhaber Marcel Winistoerfer (CVP) klar durch. In einer Kampfwahl gegen den berntreuen Herausforderer Patrick Tobler (SVP) holte er 60,9 Prozent der Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 76 Prozent, wie die Gemeinde mitteilte.
Der wiedergewählte Stadtpräsident freute sich über das Resultat. Das sei ein klares Zeichen in Richtung Bern. Winistoerfer spielte damit auf die Kontroverse um den Wechsel des Städtchens zum Jura an.
2017 hatte sich eine knappe Mehrheit der Stimmberechtigten für den Kantonswechsel ausgesprochen. Vor drei Wochen wurde dieser Urnengang wegen «gravierender Mängel» für ungültig erklärt. Regierungsstatthalterin Stéphanie Niederhauser wurde für diesen Entscheid scharf kritisiert.
Die Projurassier akzeptierten ihn nicht. Der Ball liegt nun beim bernischen Verwaltungsgericht.