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Es ist absehbar: Donald Trump wird als neuer US-Präsident alles unternehmen, damit der Bau der umstrittenen Dakota Access Pipeline (DAPL) fertiggestellt wird. Die jüngsten Ernennungen für seine künftige Regierung lassen keinen anderen Schluss zu. So hat Trump am Dienstag dieser Woche nicht nur die zentrale Figur der US-Ölindustrie, den Exxon-Mobil-Chef Rex Tillerson, zum Aussenminister erkoren. Am Mittwoch hat er ausserdem mit dem früheren texanischen Gouverneur Rick Perry einen weiteren Freund der Ölindustrie zum neuen Energieminister ernannt. Perry hat ein ganz spezielles Interesse an der Fertigstellung der DAPL: Er sitzt bislang im Verwaltungsrat des Unternehmens Energy Transfer Partners (ETP), das die Pipeline bauen lässt und betreiben will.
Vorerst ist der Bau der DAPL allerdings gestoppt. Die zuständige US-Behörde, das Army Corps of Engineers, hat die ETP aufgefordert, zuerst nach alternativen Routen zur umstrittenen Untertunnelung des Lake Oahe zu suchen (siehe WOZ Nr. 49/2016). Dave Archambault II, der Vorsitzende des nahe gelegenen Siouxreservats Standing Rock, hat deshalb die AktivistInnen in den Protestcamps aufgefordert, ihre Behausungen vorübergehend abzubauen. Allerdings gibt es auch einige Hundert, die weiterhin ausharren wollen, trotz Schneestürmen und tiefer Minustemperaturen. Sie wollen damit sicherstellen, dass tatsächlich nicht weitergebaut wird.
Alle sind sich einig: Der Kampf ist noch längst nicht gewonnen. Die internationale Kampagne gegen den Bau der DAPL ruft deshalb dazu auf, den Druck auf diejenigen Banken zu verstärken, die an der Finanzierung der DAPL und der ETP beteiligt sind. In der Schweiz sind das die beiden Grossbanken UBS und CS. Aus diesem Grund findet am Mittwoch, dem 21. Dezember 2016, um 18.30 Uhr auf dem Zürcher Paradeplatz eine Protestkundgebung gegen das Engagement der beiden Banken statt. Dort soll ihnen auch eine entsprechende Petition übergeben werden. Bislang haben 6000 Personen unterschrieben.