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Landwirtschaft.
Der
Ort gehörte einst zum einen Teil den
Herren von
Orzens und zum andern Teil dem Geschlecht Glannaz aus
Moudon, dessen
Besitz durch Heirat an die Loys kam, worauf die
Erben von
Jean Philippe de Loys, Herrn von Villardin, auch den andern Teil 1685 noch
ankauften.
(Côte de)(Kt. Waadt,
Bez. Orbe).
760-1300 m. Südöstl. Steilhang des
Mont d'Or, über dem linken Ufer der
Orbe zwischen
Vallorbe und der Orbequelle. Im untern Abschnitt felsig und bewaldet, weiter oben die Sennberge Pralioux Dessous
und Pralioux Dessus und die
Combe à Barathoux, über welcher der die Landesgrenze gegen Frankreich bildende Kammrücken sich
erhebt. 200-250 ha Fläche. Die Sennberge liegen auf einer Unterlage von Argovienmergeln.
Promenthoux und Prangins drei getrennte Gemeinden, weshalb das jetzige Gemeindesiegel von Prangins drei verschlungene Hände
zeigt. Etwas ö. vom Dorf steht mitten in einen Park das Schloss Prangins, das von Ludwig Guiger in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
erbaut wurde und bis 1815 der Familie Guiger gehörte, worauf es an Joseph Bonaparte und 1825 an Frau
Gentil de Chavagnac aus Frankreich überging. Seit 1873 ist es im Besitz der Mährischen Brüder, die es zu einer Erziehungsanstalt
eingerichtet haben.
Eine Reihe von Funden (Münzen, Inschriften etc.) beweisen, dass der Ort schon zur Römerzeit bestand. Im Mittelalter war
Prangins der Mittelpunkt einer ausgedehnten Herrschaft, die sich wahrscheinlich zur Zeit des Verfalles
des Comté Équestre (s. den Art. Nyon) im 11. Jahrhundert gebildet hatte. Sie reichte von Mont le Grand bis zum Pays de Gex
und umfasste neben dem Schloss Prangins selbst noch verschiedene andere Burgen. Der erste bekannte Inhaber war Ulrich,
Herr von Cossonay, der 1096 genannt wird und dessen Nachkommen die HerrschaftenCossonay und Prangins bis zum Tod von Jean von
Cossonay (1231) ungetrennt besassen.
Bei der Erbteilung kam Prangins an Wilhelm, einen Sohn von Jean von Cossonay, der sich den Namen seiner neuen Herrschaft beilegte
und damit der Stammvater des Edelgeschlechtes derer von Prangins wurde. Seine beim Tod ihres Vaters minderjährigen
Enkel wurden 1284 unter die Vormundschaft ihres Onkels Aymon von Nyon gestellt, der sich in einen Streit zwischen der Kronprinzessin
Beatrice von Faucigny und dem Grafen Amadeus V. von Savoyen mischte, worauf dieser letztere zusammen mit seinem Bruder
Ludwig I., Grafen der Waadt,
die Lande Aymons 1293 militärisch besetzte und das Geschlecht derer von Prangins seines ganzen Besitzes
enthob. Es überlebte jedoch diesen Schlag noch ziemlich lange und gab u. a. dem Bistum Lausanne noch zwei Bischöfe, nämlich
Gui de Prangins (1375-1394) und Jean de Prangins (1433-1410). Nach dem Tod des letzten Freiherrn der Waadt
fiel
Prangins an den Grafen von Savoyen zurück, der es der Reihe nach den Challant, den Viry und den Compois zu Lehen gab.
Diesen letzteren gehörte die Herrschaft ein volles Jahrhundert, worauf sie sie an Georg von Rive aus Payerne verkauften, der 1529 Gouverneur
von Neuenburg
wurde. Die gegen früher an Umfang beträchtlich zusammengeschmolzene Herrschaft kam dann durch Heirat
an die Diesbach und nachher der Reihe nach an Emilie von Nassau (1627), die Witwe des Prinzen Emanuel von Portugal, an ihre
Tochter Maria Belgica von Portugal, an die Balthasar (1658), an die Dankelmann (1697), an Jean Rieu (1719)
und endlich an den schon genannten Louis Guiger (1723). Heimat des Generales in russischen Diensten Jean François de Ribaupierre
(1751-1789).