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Das neue Forschungsprojekt geht nun noch einen Schritt weiter. Die Analyse umfasst einen gesamten Jahreszyklus und erfasst die Turbulenz- und Zirkulationsbewegungen im See bis in grosse Tiefen zentimetergenau. «Das ist das erste Mal, dass man die Vorgänge im See in den verschiedenen Jahreszeiten wirklich vergleichen kann, indem seine Bewegungen in kleinem und grossem Massstab über ein gesamtes Jahr hinweg gemessen und analysiert werden», führt Bieito Fernández Castro aus, ein ehemaliger Postdoktorand des Physics of Aquatic Systems Laboratory (APHYS) der EPFL und Hauptautor der Studie.
Im Winter dreimal stärker
Dank der Messungen, die sich von der Oberfläche bis zum Grund des Sees erstreckten, konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nachweisen, dass die Zirkulation in den unteren und tiefen Schichten im Winter dreimal stärker ist als im Sommer. Dies ist unter anderem auf die Winde zurückzuführen, die in der kalten Jahreszeit heftiger ausfallen. Diese Zirkulation erfolgt vor allem im Benthal, also der tiefsten Zone des Sees. Die Forschenden konnten ebenfalls beobachten, dass die Zirkulation im Frühling nach derzeitigem Stand vergleichbar mit jener im Herbst ist, da sie sich dort in einem Zwischenstadium befindet. Im Sommer ist in den tieferen Schichten nur eine sehr geringe Zirkulation zu verzeichnen. Dies liegt an der geringen Windstärke und der Wassererwärmung durch die Sonne, die eine Vermischung der Schichten verhindert, da diese dann eine unterschiedliche Dichte aufweisen.