Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/105662

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Umgang mit neuen Medien ist in der heutigen Zeit fundamental. Viele Menschen wissen nicht Bescheid über die Vor- und Nachteile von Internet oder Datenträgern wie DVD, und sie kennen deren Tücken nicht. Deshalb soll der Umgang mit neuen Medien in den verschiedenen Bildungsinstituten gelehrt werden. Ein entsprechendes Lehrprogramm ist mit Vertretern der Volksschule auszuarbeiten, im Lehrplan 21 soll ein "Medienführerschein" vorgesehen werden. </p><p>Die Grundkenntnisse und die Fertigkeit rund um digitale Medien (Spiele, Internet und Fernsehen) sollen dabei altersgerecht angepasst und aufbauend unterrichtet werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen auf jeder Stufe separat und lernfachunabhängig einen Leistungsnachweis erhalten. Dieser ist an ein Zertifikat gebunden. In einem Baukastensystem werden zunehmend Kenntnisse über verschiedene Teilbereiche der Medienkompetenz vermittelt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat geht mit dem Motionär einig, dass der Frage der Medienkompetenz eine grosse Bedeutung zukommt. Der rasante Wandel gerade im Bereich der elektronischen Medien konfrontiert Gesellschaft und Schule mit der steten Forderung, die Kenntnisse laufend zu erweitern. Dies gelingt Kindern und Jugendlichen oft einfacher und spielerischer als Erwachsenen, und sie haben daher vielfach bessere technische Kenntnisse in Bezug auf die Benutzung der modernen Medien als ihre Eltern, jedoch ein fehlendes Bewusstsein für potenzielle Risiken und Gefahren. </p><p>Das Vermitteln eines sicheren und verantwortungsvollen Umgangs mit den elektronischen Medien ist zwar eine wichtige Aufgabe der Volksschule, welche diesen Bildungsauftrag auch schon länger wahrnimmt; in den Grundlagen für den Lehrplan 21 ist im Bereich "überfachliche Kompetenzen und überfachliche Themen" ein entsprechender Schwerpunkt im Sinne des Motionärs gesetzt. </p><p>Die Einführung des angeregten "Medienführerscheins" würde aber kaum verhindern können, dass sich Kinder und Jugendliche mit sogenannt gefährlichen Inhalten konfrontieren bzw. solche konsumieren. Das Setzen der notwendigen erzieherischen Leitplanken und die Durchsetzung entsprechender Regeln sind Teil der elterlichen Erziehungsverantwortung. Die Volksschule kann hier nur aufklärend und unterstützend wirken.</p><p>Der Bund hat im Bereich der Volksschule keine Kompetenz, gesamtschweizerisch zu wirken. Das BBT finanziert jedoch gemeinsam mit der EDK den Bildungsserver www.educa.ch für Lehrkräfte der Schule und Berufsbildung. Auf dieser Website finden sich umfangreiche Informations- und Lehrmaterialien, die neben technischen auch ethische und rechtliche Themen abdecken.</p><p>Was die Förderung der Medienkompetenzen von Kindern, Jugendlichen, Eltern und erwachsenen Bezugspersonen angeht, lässt der Bundesrat das Eidgenössische Departement des Innern (BSV) in Zusammenarbeit mit der Medienbranche einen Massnahmenkatalog ausarbeiten. Das Programm soll dem Bundesrat bis Sommer 2010 zum Entscheid vorliegen.</p><p>Was den sicherheitsbewussten und rechtskonformen Umgang mit den Informations- und Kommunikationstechniken angeht, hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation im Auftrag des Bundesrates ein Konzept "Sicherheit und Vertrauen" mit Umsetzungsmassnahmen erarbeitet, das sich auch an die obengenannten Zielgruppen richtet. Die Arbeiten wurden in enger Abstimmung mit den betroffenen Bundesstellen vorgenommen, so auch mit dem BSV. Das Konzept wird dem Bundesrat im Juni 2010 vorgelegt.</p><p>Der Bundesrat sieht daher keinen weiteren Handlungsbedarf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.