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Le château de La Motte d’Ecublens VD
Eine gewaltige Erdburg in der Nähe von Lausanne (Waadt)
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Ecublens bei Renens VD: Das Château de la Motte im LIDAR-Bild
Motte d'Ecublens VD : plan
Äquidistanz der Höhenkurven: 1 m
Bemerkung: Der Burghügel ist an seinem Südfuß (unterhalb von Punkt 444) durch eine Wegspur leicht angeschnitten.
Plan: Autor, 2017
Lage und Beschreibung des Erdwerks
Die Erdburg von Ecublens, französisch Château de La Motte oder einfach La Motte genannt, liegt etwa 5 km im NW von Lausanne und 1km westlich von Renens im Bois d'Ecublens. Der Wald selbst ist im nördlichen Teil von einer Eisenbahnlinie, von Strassen und einer Autobahn durchschnitten und wird auch an seinen Rändern allseits von Strassen und Gebäuden umsäumt. - Wäre das Objekt nicht bewaldet, würde es vermutlich nicht mehr existieren.
Die Motte von Ecublens ist am Ende einer gegen SE ansteigenden Geländerippe angelegt. Sie besteht aus einem etwa 100 m langen und 80 m breiten Burghügel, der eine Längsrichtung gegen NE hat. Gegen NW ist die Motte durch einen Halsgraben vom umgebenden Gelände abgetrennt. Gegen SE schützt den Hügel ein tiefer liegender Ringwall. Im W ist der Burghügel gegenüber der Grabensohle um 8 m, im N um 10 m überhöht.
Die Kuppe der Motte selbst hat eine gegen SE gerichtete halbkreisförmige Neigung mit je einem höchsten Punkt am westlichen und nördlichen Ende. In der Mitte der Kuppe findet sich eine Senke, die vielleicht einen ehemaligen Sodbrunnen andeutet.
Auf der Kuppe soll Ende des 19. Jahrhunderts gegraben worden sein. Doch kann man annehmen, daß das Objekt im ganzen gut erhalten ist.
Von der Höhe der Motte kann man trotz der heutigen Bewaldung eine phantastische Sicht auf den Genfersee erahnen.
Die gewaltige Erdburg von Ecublens VD erinnert unwillkürlich an die Knebelburg auf dem Jensberg südlich von Biel:
Beide Burgen bestehen aus einem mächtigen ovalen Burghügel, der von einem Ringwall und Graben umgeben ist. Und bei beiden Objekten hat die Kuppe eine ähnliche halbkreisförmige Neigung auf eine Längsseite.
Ecublens in der alten Landvermessung
Vorgeschichtliche Objekte waren immer Markpunkte innerhalb eines ausgeklügelten Vermessungssystems.
Bei der Motte d'Ecublens lassen sich ebenfalls gewisse Verbindungen erkennen.
Die beiden Höhen und die eine Senke auf der Kuppe des Burghügels dienten offenbar auch zur Positionierung und zur Ausrichtung nach bestimmten Himmelsrichtungen.
Feststellen läßt sich in Ecublens:
In 40° NE trifft Ecublens auf die strukturell verwandte Knebelburg bei Biel.
Und mit 54° NE - dem Azimut des astronomischen Sonnenaufgangs zur Zeit der Sommer-Sonnenwende - erreicht die Linie die Arena auf der Engehalbinsel bei Bern.
Die Figur im Burghügel von Ecublens bei Lausanne
Durch die Erkundung der Burgstelle Balmegg oder Rapperstübli auf dem solothurnischen Bucheggberg ist dem Autor auch die auffällige Ähnlichkeit jenes Objekts mit Ecublens gewahr geworden: Der Burghügel hat hier wie dort eine bohnenartige Form. Und besonders ähnlich ist hier wie dort die halbrunde Modellierung des Plateaus gegen Südosten.
Die Acker- oder Saubohne ist ein altes Symbol und verweist auf die Tradition des Bohnenkönigs (roi de la Fève). Diese hat sich bekanntlich bis heute in dem Dreikönigstag (Epiphanie) am 6. Januar erhalten: In einen Dreikönigskuchen wird eine Bohne oder ein Königsfigürchen eingebacken.