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Ende der 1980er-Jahre hat das Genfer Museum für Kunst und Geschichte den ersten Catalogue raisonné des druckgrafischen Werks von Martin Disler (1949-1996) herausgegeben. Mit einer Schenkung hat Dislers Witwe 2001 die Bestände des Museums erweitert.
Die Zugänge haben der Forschung Auftrieb gegeben. Die Ausstellung "Direkt ins Herz" im Graphischen Kabinett dokumentiert die Entwicklung von Dislers grafischer Arbeit nach dem Erscheinen des Werkverzeichnisses von 1989.
Martin Disler wurde am 1. März 1949 in Seewen SO geboren. 1961 bis 1968 besuchte er das Internat Stans, das er kurz vor der Matura wegen Anpassungsschwierigkeiten verlassen musste. Darauf wurde Disler Hilfspfleger in der Psychiatrischen Klinik Rosegg.
Während dieser Zeit begann er zu malen. In der Malerei fand der Autodidakt den inneren Ausgleich. Neben dem Malen und Zeichnen wandte sich Disler auch der Literatur zu und begann zu schreiben.
1986 erhielt Martin Disler den Preis für junge Schweizer Kunst der Zürcher Kunstgesellschaft und 1988 den Solothurner Kunstpreis.
(SDA)