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Die auf Rollen verschiebbare Zuglampe ist eine Spezialanfertigung des neuen Leuchtentyps, den der Architekt Max Ernst Haefeli (1901–1976) erstmals 1927 in der Ausstellung Form ohne Ornament präsentierte. Die funktionalen Leuchten mit Opalglasschirm sind von Industrieleuchten inspiriert, in ihrer Ausführung jedoch edel und präzise.
Die entlang einer gebogenen Schiene auf Rollen verschiebbare Zuglampe von Max Ernst Haefeli war eine Sonderanfertigung für den Architekten Karl Egender und seine Frau Trudy EgenderWintsch, eine Malerin. Sie beleuchtete bis 1985 den ebenfalls von Haefeli entworfenen Esstisch in der herrschaftlichen Altbauwohnung in Meilen, die das Paar mit einer wunderbaren Mischung von Einrichtungsgegenständen befreundeter Gestalter und mit eigenen Entwürfen füllte. Die ältesten Stücke – ein kleiner Elektron-Tisch sowie die verschiebbare Deckenleuchte – gehen wohl auf Egenders Mitgliedschaft in der Schweizer Kollektivgruppe zurück, die vom SWB im Hinblick auf die Stuttgarter Werkbundausstellung Die Wohnung 1927 initiiert worden war. Den Leuchtentyp mit der Opalglaskugel und dem zusätzlichen Opalglasschirm hatte Haefeli im Februar / März 1927 erstmals in der Ausstellung Form ohne Ornament im Kunstgewerbemuseum Zürich präsentiert, und zwar in Kombination mit seinen ersten Typenmöbeln. Diese für eine Serienproduktion konzipierte Lampenserie umfasste eine Decken-, eine Wand- und eine Ständerlampe. Die Gläser stammten von Schott aus Jena, wie jene der beiden anderen, für die Ausstellungen Die Wohnung in Stuttgart 1927 und Das Neue Heim II in Zürich 1928 konzipierten Serien. Typisch für Haefeli, tut sich «das Fabrikmässige » trotz der paar betont technoiden Elemente und der Nacktheit der Glaskörper weder bei den Standardmodellen noch bei der Sonderanfertigung in einer billig wirkenden «Manifest-Wichtigtuerei» (Peter Meyer) kund. (Arthur Rüegg)