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Im Herbst 1984 begann ich die Geschichte der in Stadt und Kanton Luzern tätigen Rechtsextremisten der Zwischenkriegszeit, der Schweizer Frontisten und der in Luzern ansässigen deutschen Nationalsozialisten zu erforschen. Ich hatte festgestellt, dass über Luzerner Fröntler und Nazis viele Gerüchte umherschwirrten, doch wenig Wissen bestand. Im Sommer 1989 schlug mir der damalige Stadtarchivar Edgar Rüesch vor, die Serie zu einem Beitrag in der Reihe «Luzern im Wandel der Zeiten. Neue Folge» auszubauen. Das vorliegende Buch - es erschien erst im Herbst 1997 - hat also eine lange Entstehungsgeschichte. Die Fragen blieben unverändert: Einerseits wollte ich den Spuren der frontistischen beziehungsweise nationalsozialistischen Luzerner und ihrer Organisationen nachgehen, andererseits die Reaktionen auf frontistische/faschistische Organisationen und Vorstellungen nachzeichnen: Wie reagierten die Parteien auf die rechtsextremen Fronten und ihre politischen Initiativen? Wer verurteilte die frontistischen Organisationen, sympathisierte aber gleichwohl mit Teilen frontistischer Ideologie wie zum Beispiel dem Antisemitismus oder ständestaatlichen Vorstellungen. Und folgte aus der Ablehnung der Fronten auch die Verurteilung des nazideutschen Regimes? Wurde die Opposition gegen Nazideutschland durch die wirtschaftlichen Interessen von Luzerns Tourismusgewerbe behindert?