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Der neue Feuerseeigel im Vivarium sieht recht harmlos aus: Seine Stacheln enden kugelig, was ihn Korallenpolypen ähneln lässt. In diesen Kugeln befindet sich aber das Gift. Dieses wirkt auf das Nervensystem: Schon ein leichter Druck reicht aus, damit der Stachel die menschliche Haut durchdringt und das Gift injiziert wird. Starke, etwa 20 Minuten anhaltende Schmerzen sind die Folge. Das Gift kann auch Übelkeit und Schock oder eine Psychose auslösen.
Der natürliche Lebensraum der Feuerseeigel ist das Rote Meer und der Indopazifik bis ins südliche Japan und Australien. Dort können sie sich in kleinen Riffspalten verkriechen, indem sie ihre Schale aufblähen und abflachen.
Zerstörerische Dornenkronen-Seesterne
Die Stacheln des Dornenkronen-Seesterns hingegen sind spitzige Stacheln von vier bis fünf Zentimeter Länge. Während die Stichwunden des Feuerseeigels kaum zu sehen sind, verheilen diejenigen des Dornenkronen-Seesterns nur langsam. Sein Gift wirkt auf das Nervensystem.
Zuhause sind die Wassertierchen im Indopazifik, wo sie sich vor allem von Korallen ernähren. Ein einzelnes Exemplar frisst pro Jahr bis zu sechs Quadratmeter Korallen. Manchmal zerstören Dornenkronen-Seesterne ganze Korallenriffe, da die Art oft in Massen auftritt. Im Zolli stehen auf dem Speiseplan der Seesterne vor allem Fische und Muscheln. Momentan sin sie noch hinter der Kulisse untergebracht.
Beide Arten sind mit einem sogenannten «Ambulakralsystem» ausgestattet. Das System von Kanälen versorgt alle Körperteile mit Nährstoffen und endet nach aussen in den typischen Saugfüsschen.