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Feuer- und Feuerwerksverbot in der Stadt Uster
Aufgrund der seit längerem andauernden niederschlagsfreien Periode, verbunden mit anhaltend warmen Temperaturen, hat die Stadt Uster unter Einbezug der Spezialisten der Feuerwehr und der Stadtpolizei die Situation auch im Hinblick auf den bevorstehenden 1. August 2022 bezüglich des Abbrennens von Feuerwerk und des Feuerns im Freien (Höhenfeuer) beurteilt. Sowohl im Wald, als auch auf Getreidefeldern, in Wiesen und in Böschungen herrscht eine grosse Trockenheit. Blattverfärbungen, Laubfall und auf exponierten Standorten abgehende Bäume zeigen den Wassermangel in der Vegetation auf. Bereits kleine Funkenwürfe könnten Brände entfachen.
Erhöhte Brandgefahr durch extreme Trockenheit
Laut Prognosen wird das heisse und trockene Wetter in den kommenden Tagen anhalten. Für eine Entspannung der Lage sind erhebliche Regenmengen, und zwar über eine längere Zeitspanne, notwendig. Heftige, kurze Regenschauer vermögen nicht, in den trockenen Boden einzudringen, sondern fliessen zu rasch oberflächlich ab. Die extreme Trockenheit führt zu einem erhöhten Brandrisiko, das die Natur schädigen, Menschenleben gefährden und Sachwerte zerstören kann. Aus diesen Gründen beurteilt die politische Führung der Stadt Uster sowohl die Waldbrandgefahr als auch die allgemeine Brandgefahr (auf Feldern, auf Wiesen, im Schilfgürtel etc.) als sehr erheblich.
Feuer- und Feuerwerksverbot; Hinweistafeln auf Gemeindegebiet
In Anwendung der gesetzlichen Vorgaben (§ 18 der Verordnung über den vorbeugenden Brandschutz, VVB; LS 861.12) kann bei besonderer Gefahrenlage, insbesondere bei Dürre oder grosser Trockenheit, verboten werden, Feuerwerk abzubrennen oder offene Feuer zu entzünden. Die Stadt Uster legt sich mit Verfügung vom 25. Juli 2022 dahingehend fest, dass für das Gemeindegebiet Uster das Entzünden von Feuerwerk (inkl. Kleinfeuerwerk) und offenem Feuer (inkl. Höhenfeuer/1. August-Feuer und Grillieren mit Holz, Kohle und Holzkohle) im Freien, bei Feuerstellen, auf Balkonen und Sitzplätzen sowie Dachterrassen ab sofort bis auf Widerruf verboten ist. Dies gilt auch für eingerichtete Feuerstellen. Aufgrund der extremen Trockenheit und der Wetterprognose erscheint es als absolut notwendig, die Stadt Uster vor Bränden zu schützen.
Das Grillieren mit einem, resp. Verwenden eines Gas- oder Elektrogrills bleibt im Freien, aber auch auf (privaten) Balkonen und Gartensitzplätzen sowie Dachterrassen, vorbehältlich der Anwendung der nötigen Sorgfalt (Aufstellen des Gerätes auf kippsicherem und feuerfestem Untergrund) und vorbehältlich anderslautender Regeln der jeweiligen Hausverwaltung oder Entscheidungsträger, hingegen bis auf Weiteres erlaubt.
Das absolute Feuer- und Feuerwerksverbot wird im gesamten Gemeindegebiet mit Hinweistafeln bekannt gemacht.