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Dora Lardelli, die Tochter eines Arztes aus Poschiavo und einer Kauffrau aus Erfurt kam am 28. Dezember 1953 in Soglio zur Welt. Sie studierte Kunstgeschichte, klassische Archäologie und italienische Sprachwissenschaften an der Universität Basel, leitete von 1975 bis 1999 das Segantini Museum in St. Moritz, war 1981 Mitbegründerin der Vereinigung Museen Graubünden und 1988, zusammen mit dem Celeriner Bildhauer Giuliano Pedretti, des Kulturarchivs Oberengadin in Samedan, welches damals europaweit eine einmalige Archivform darstellte. Bis zuletzt leitete sie das Kulturarchiv und präsidierte den gleichnamigen Verein. Es war ihr vergönnt, den für diesen Herbst geplanten Umzug des Kulturarchivs von Samedan nach Zuoz miterleben zu können.
Dora Lardelli setzte sich auch über das Kulturarchiv hinaus unermüdlich und mit viel Herzblut für Kunst und Kultur ein, organisierte und kuratierte Ausstellungen. Sie forschte zu künstlerischen und kulturgeschichtlichen Themen, referierte und publizierte rege. So zum Beispiel über künstlerische Hoteleinrichtungen der Belle Époque im Alpenraum.
Dora Lardelli erhielt 2012 den Bündner Kulturpreis für ihr kulturelles Engagement und die Kulturforschung, namentlich «in Würdigung ihres breiten Engagements für die Forschung, Präsentation und Interpretation von Kunst und Kultur, insbesondere des Oberengadins» oder 2014 den Terra-Grischuna-Preis.
Dora Lardelli wird am 3. Februar in Vicosoprano beigesetzt.
Text und Foto: Jon Duschletta
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