Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03402.jsonl.gz/2386

Die Obergrenze für die Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge im Zuge einer Umsiedlung soll von derzeit 62'500 auf 125'000 Menschen angehoben werden, wie das US-Aussenministerium am Mittwoch mitteilte. Das Ministerium erklärte, wegen der humanitären Krisen in aller Welt bestehe eine grössere Notwendigkeit.
«Ein robustes Flüchtlingsaufnahmeprogramm ist für die aussenpolitischen Interessen der USA und Ziele der Nationalen Sicherheit höchst wichtig. Es spiegelt grundlegende amerikanische Werte wider», erklärte das Aussenministerium. Die USA hätten eine lange Tradition als Land, das Einwanderer und Flüchtlinge willkommen heisse.
Die Obergrenze von 125'000 Flüchtlingen gilt für das Haushaltsjahr 2022, das am kommenden 1. Oktober beginnt. Über das Umsiedlungsprogramm sollen teilweise auch afghanische Ortskräfte aufgenommen werden, die nach dem US-Truppenabzug und der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban aus dem Land geflohen sind.
Bidens Vorgänger Donald Trump hatte die Zahl der Flüchtlinge, die im Zuge einer Umsiedlung ins Land gelassen werden, kontinuierlich abgesenkt, in seinem letzten Amtsjahr auf das Rekordtief von 15'000. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama waren pro Jahr noch mehr als 100'000 Flüchtlinge zugelassen worden.