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Vor Jahren hatte sich Ferdinand Holzer vorgenommen, den Zürichsee schwimmend zu überqueren. Weil ihm offizielle Massenveranstaltungen ein Gräuel waren, versuchte er es auf eigene Faust. Den ersten Versuch musste er wegen schlechten Wetters abbrechen, ebenso den zweiten und dritten, aber beim vierten waren Wasser und Luft erträglich temperiert, und so schwamm er von einem kleinen Schiffssteg los. Das eine Ufer entfernte sich zügig, während das andere nicht näher zu kommen schien. Unterwegs wurde er von Dampfschiffen angehupt, von Wirtschaftsgewinnlern in Motorbooten zurechtgewiesen und von Schwänen beschnattert. Nichtsdestotrotz erreichte er sicher das andere Ufer und merkte, dass es das falsche war.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.