Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/150017

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, eine Studie zu den verkehrspolitischen Auswirkungen der Roboterautos, die das Fahren ohne Fahrerin oder Fahrer erlauben und die zentral computergesteuert werden, zu erstellen. Diese Roboterautos werden die Mobilität auch in der Schweiz grundlegend ändern. Das wiederum wird die Verkehrspolitik, die Politik der öffentlichen Verkehrsunternehmen und die Verkehrsinfrastruktur vor völlig neue Anforderungen stellen.</p><p>Die Erkenntnisse der Studie sind dem Parlament als Bericht zu unterbreiten. Darin sind insbesondere die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wann ist mit der Markt- bzw. Serienreife der Roboterautos zu rechnen?</p><p>2. Welche Auswirkungen wird das Fahren ohne Fahrerin oder Fahrer auf die Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsdienstleistungen und insbesondere der SBB haben?</p><p>3. Wie gestaltet sich der Bedarf an Infrastrukturen (Strasse, Schiene), wenn die Roboterautos zum Massenverkehrsmittel werden?</p><p>4. Welche Normen sind für die Zulassung der Roboterautos in der Schweiz nötig bzw. geplant?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat verfolgt die Entwicklung im Bereich des (teil-)autonomen Fahrens aufmerksam. Autohersteller und Branchenbeteiligte rechnen mit Zeithorizonten von 2020 bis 2030, bis hoch- und vollautomatisiertes Fahren möglich sein wird. Noch vollkommen offen ist, in welcher Form und in welchem Umfang sich diese neue Mobilitätsform durchsetzen wird. Aufgrund der grossen Zeitspanne ergeben sich zahlreiche Unsicherheiten bezüglich der Technik und deren Umsetzung. Detaillierte Antworten zu den gestellten Fragen sind deshalb noch nicht möglich.</p><p>Weil der Bundesrat das Potenzial für autonomes Fahren indessen als erheblich erachtet, ist er bereit, die Auswirkungen von autonomem Fahren auf einer allgemeinen Ebene einzuschätzen sowie - daraus abgeleitet - mögliche verkehrspolitische Auswirkungen zu skizzieren. In diesem Sinne ist er bereit, einen Bericht zu erstellen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.