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Der Vater, Afzal, meldet seine Tochter heimlich bei
der Datingplattform «muslimlove.com» an. In den Augen des ursprünglich
aus Pakistan stammenden Taxiunternehmers ist es nach dem Tod seiner
Frau, seine Pflicht seine Tochter zu verheiraten. Afzal hat zwei
Töchter: Mahwish, 25, seit Kindheitstagen mit einem muslimischen Freund
an ihrer Seite, macht ihm keine Sorgen, jedoch seine ältere Tochter
Zarina, 30, kinderlos und Schriftstellerin. Zarina beschäftigt sich mit
dem Leben des Propheten Mohammed, seinen Leidenschaften und seinen
Zweifeln. Vor dem Hintergrund der Genderpolitik stellt sie kritische
Thesen auf, die beim Kopftuch beginnen und bis zur Sexualität und
Polygamie reichen. Eli, der vom Vater online und persönlich geprüfte
amerikanische Konvertit, heiratet Zarina. Zu Beginn scheint er für alle
eine zufriedenstellende Wahl zu sein, jedoch wendet sich das Blatt, als
Afzal Zarinas Manuskript findet: The Who and the What.
Der Vater und die jüngere Schwester überfliegen einzelne Passagen und sind sich schnell einig, dass es sich um pure Blasphemie handelt.
Das Stück handelt von der Rolle der Frau im Islam und wie eine Familie an unterschiedlichen Weltanschauungen zerbrechen kann. Ayad Akhtar greift pointiert, spannend und humorvoll eine Thematik auf, die brandaktuell ist und kontrovers diskutiert wird.
Ayad Akhtar wurde 1970 in New York geboren und wuchs in Milwaukee, Wisconsin, auf. Er schreibt für Theater, Film und Fernsehen. Sein Debütstück «Geächtet» wurde 2013 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und hat bereits die Welt erobert. Mit «The Who and the What» führt TOBS erstmals eines seiner Erfolgsstücke auf.