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Bildung in konfliktbetroffenen Regionen wie der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ist schwierig, aber gerade deshalb so wichtig. 150'000 Kinder haben allein in der Provinz Kasai durch Gewalttaten, zerstörte Infrastrukturen und/oder weil sie ihre Heimat verlassen mussten, keinen Zugang mehr zur einer geregelten Ausbildung. Die sogenannten Notfallbildungsprogramme von World Vision schaffen hier Abhilfe. Ihr vorrangiges Ziel ist es, den Kindern einen integrativen, qualitativ hochwertigen Unterricht in der Vor-, Grund- und Sekundarschule zu bieten und sie auch emotional zu unterstützen. So wie für diese Drei:
Cedric kann wieder lernen
CEDRIC: DANK DER UNTERSTÜTZUNG VON WORLD VISION DARF ER ENDLICH WIEDER IN DIE SCHULE.
Die 18-jährige Cedric geht heute in die sechste Klasse. Er ist einer der vielen Schüler, die letztes Jahr auf Grund der Konflikte ihre Heimat verlassen mussten. «Wir waren in einem anderen Dorf, aber als der Krieg kam, flohen wir hierher», erzählt Cedric. «Doch als wir hier ankamen, mussten wir wieder fliehen, direkt in den Wald. Fast das ganze Dorf war dort, aber nicht jeder kam zurück. Viele Menschen waren krank. Einige starben.»
Als Cedric und seine Familie ins Dorf zurückkehrten, traf sie der nächste Schicksalsschlag: Das Gesundheitszentrum war geschlossen, es gab keine Möglichkeit, sich versorgen zu lassen, weitere Menschen starben. Nur noch Schutt und Asche erinnern heute an Cedrics Schule; die Kämpfer haben alles niedergebrannt.
Als die Familien letzten Sommer in ihre Häuser zurückkehrten, waren die Gebäude leer. Ihr ganzes Hab und Gut war von den Kämpfern gestohlen worden, das Vieh geschlachtet und gegessen. Als die Eltern begannen, ihre Häuser wiederaufzubauen und ihre Berufe wiederaufzunehmen, blieb für die Schulbildung der Kinder wenig oder kein Geld übrig.
Bald darauf begannen World Vision und UNICEF mit 15 Schulen in Südkasai und Kasai Central, nahe der Grenze zu Angola, zusammenzuarbeiten. Schulen wurden wiederaufgebaut und Schulmensen eingerichtet, um unterernährten Kindern zu helfen. Die Schülerinnen und Schüler wurden dabei unterstützt, den verpassten Schulstoff aufzuholen. Die Lehrer wurden in verschiedenen Modulen geschult, auch um den vom Krieg traumatisierten Kindern psychologische Hilfe bieten zu können.
Bernadetta macht ihre Prüfung
BERNADETTA: DIE 15-JÄHRIGE BEREITET SICH IM WIEDERAUFGEBAUTEN SCHULGEBÄUDE AUF IHRE ÜBERTRITTSPRÜFUNG VOR.
Bernadetta bereitet sich auf ihre Prüfungen zum Jahresende vor. Die Prüfung ist zwar erst in acht Monaten, aber für ihren Übergang zur Sekundarschule entscheidend. Die zusätzlichen Kurse im letzten Jahr haben ihr geholfen, den Lernstoff nachzuholen, den sie durch die Flucht vor den Rebellen verpasst hat. Bernadetta ist erleichtert, dass sie in einem stabilen Haus und in Sicherheit wieder zur Schule gehen kann.
«Das Gebäude hat sich verändert», lächelt Bernadetta. «So war das vorher nicht. Jetzt ist es viel besser. Wir sind jetzt vor Regen und Wetter geschützt.» Das ist wichtig, den in ihrer Region regnet es viel.
Justin schaut in die Zukunft
JUSTIN: «DER KRIEG IST VERGANGENHEIT, ICH WILL IN DIE ZUKUNFT SCHAUEN.»
«Ich möchte nächstes Jahr auf die Sekundarschule gehen und Maurer werden. Ich will alles über das Bauen lernen», erzählt Justin lächelnd, «wie man Häuser baut, Dächer hinzufügt, Dinge aus Ziegeln baut, Sitze macht ... alles.» Als World Vision die Schule baute, half Justin den Männern, die Ziegel zu tragen, und brachte Sand zum Mischen von Zement. «Das Dach brachte die grösste Veränderung für unsere Schule», sagt er, denn vorher gab es keines.
«Der Krieg ist es nicht Wert, dass man über ihn nachdenkt», meint Justin, «Für mich ist er Teil der Vergangenheit. Ich will in die Zukunft schauen.»
Die Fakten: So viele Kinder sind betroffen, so konnte World Vision bereits helfen
JAHRZEHNTELANGE AUSBEUTUNG UND KRIEGE HABEN DIE DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO ZU EINEM DER ÄRMSTEN LÄNDER DER WELT GEMACHT. AKTUELLE ZAHLEN AUS DER KANSAI-REGION (DRK).
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