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Anwohnern des Rigi zu Kuren gegen Gicht und Rheumatismus gebraucht.
Vergnügungsreisende und Kuranten besuchten den
Rigiberg erst im 19. Jahrhundert. 1812 wurde im
Klösterli das Gasthaus zur
Sonne und später das Gasthaus zum Schwert gegründet, 1816 das erste Gasthaus auf dem
Kulm aus dem Gelde einer durch mehrere
Zürcher in einigen Schweizerstädten veranstalteten Kollekte. Weiter erstanden 1817 das Gasthaus auf
Rigistaffel, 1824 das Wirtshaus im
KaltenBad, 1837 das Gasthaus auf
Rigischeidegg, 1870
Felsenthor, 1873
Rigifirst etc. Alle zusammen
verfügen gegenwärtig über etwa 2000
Betten. Schon 1870 wurde die Zahl der Besucher jährlich auf 40000 geschätzt; sie
stieg seit Eröffnung der Bahnen 1883 auf 70000.
Postablage, Telegraph,
Telephon. 4
Häuser, 28 kathol. Ew. Schöne Alpweiden mit etwa 30
Hütten.
Klosterkirche. Die Sennen des
Rigiberges erbauten sich zur Feier eines sonntäglichen Gottesdienstes an dieser Stelle auf Anraten des Kirchenvogtes
und Ratsherren J. S. Zay in
Arth 1689 eine
Kapelle, worauf Zay selbst noch ein kleines
Haus für die Väter Kapuziner erstellen
liess, die aus dem Kloster
Arth alle
Sonn- und Feiertage hier hinauf kamen.
Der päpstliche Nuntius weihte
diese
Kapelle 1700 zu Ehren der
Maria zum Schnee ein.
Die Zahl der hierher pilgernden Wallfahrer vermehrte sich derart, dass
man 1716-1719 eine neue grössere
Kapelle erbaute, die 5 Altäre enthält und mit Ablässen ausgestattet ist, weshalb
sie immer noch viel von
Pilgern besucht wird.
Sie ist die letzte Station des
Kreuzes- und Leidensweges, der heim Gasthof Unter
Dächli beginnt und an dem auch noch eine Malchuskapelle steht.
Rigiklösterli ist ein beliebter Luftkurort und der Schauplatz
zahlreicher
Feste der Aelpler.