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Der französische Cellist und Komponist Pierre Strauch, Jahrgang 1958, absolvierte sein Instrumentalstudium in der Celloklasse von Jean Deplace. 1977 zählte er zu den Preisträgern des erstmals durchgeführten «Concours de Violoncelle Rostropovitch» in La Rochelle und wurde im Jahr darauf in das Ensemble intercontemporain verpflichtet, dem er bis heute angehört. Dort hat er zahlreiche Werke des 20. und des 21. Jahrhunderts (ur-)aufgeführt und auf CD eingespielt, darunter Kompositionen von Iannis Xenakis, Luciano Berio, Bernd Alois Zimmermann und Olivier Messiaen. Besonders zu erwähnen sind Brian Ferneyhoughs Time and Motion Study II und Luciano Berios Ritorno degli Snovidenia, die er beide zur Pariser Erstaufführung brachte. Ebenso wichtig wie die Konzerttätigkeit ist für Pierre Strauch die Arbeit als Pädagoge und Dirigent, wobei er einen besonderen Akzent auf Analyse und Vermittlung setzt. Sein umfangreiches kompositorisches Œuvre enthält Solowerke und Kammermusik (u. a. La Folie de Jocelin, Preludio imaginario, Faute d’un Royaume), aber auch Werke für Stimme und Ensemble wie das Impromptu acrostiche für Mezzosopran und drei Instrumente oder La Beauté (Excès) für drei Frauenstimmen und acht Instrumente. Das Ensemble intercontemporain beauftragte ihn mit der Komposition des Stücks La escalera del dragón (in memorian Julio Cortázar), das 2004 unter der Leitung von Jonathan Nott seine Premiere feierte. Gemeinsam mit seinen Komponistenkollegen Diogène Rivas und Antonio Pileggi hat Pierre Strauch das «Festival A Tempo» im venezolanischen Caracas ins Leben gerufen.
Mit dem Ensemble intercontemporain ist Pierre Strauch seit 1985 regelmässig bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) zu Gast.
7. Juli 2010