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Kleine Werke grosser Autoren und grosse Werke kleiner Autoren - lauter Stücke, die (zumindest im deutschen Sprachraum) kaum jemand
mehr kennt, weil sie kaum noch gespielt werden - hier liegen sie nun restauriert vor und warten darauf, im Schultheater oder von Laienspielgruppen aufgeführt zu werden!
Machiavelli, La mandragola - Die Alraune
Bekannt ist Niccolò Machiavelli (1469-1527) als Autor des berüchtigten „Principe“ („der Fürst“). Dieses Werk ist 1513, also vor genau 500 Jahren entstanden und seither zur Bibel aller zynischen Politiker und Wirtschaftskapitäne geworden. Darin hält der abgesetzte Spitzenpolitiker desillusioniert seine Erfah-rungen als Diplomat und als Unterhändler der Republik Florenz fest.
Weniger bekannt ist, dass Machiavelli während seiner er-zwungenen Frühpensionierung seine bitteren Erfahrungen mit Menschen auch in Komödien gegossen hat. Eine davon handelt von der „Mandrágola“ (dem „Alraun “), einer Zauberpflanze, die der Potenz förderlicher ist als der Moral...
Das Stück ist „ein Meisterwerk der italienischen Bühnen-kunst – geschrieben für Leute, die einen derben Spass verstehen -, eine der schönsten Komödien auf der ganzen Welt, die ihrem Verfasser einen Ehrenplatz zwischen Aristophanes und Molière sichert“ (Giuseppe Prezzolini)
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Galileo Galilei, Alte Herren auf der schiefen Bahn
Dass sich Galileo Galilei (1564-1642) als Physiker ausgiebig mit schiefen Ebenen und mit Fallgesetzen beschäftigt hat, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist, dass ihn die Thematik offensichtlich auch als Dramatiker interessiert hat. Das zeigen zwei Entwürfe zu einer Komödie, die der junge Professor der Mathematik 1592 in Padua aufgeschrieben hat. Wieso wir Galilei heute dennoch nur als Physiker und nicht als Bühnenautor kennen, das ist hier nachzulesen...
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Regnard, Der Universalerbe
Da ist wieder einmal das ganze Personal der klassischen Komö-die auf der Bühne vereinigt: der schmachtende Liebhaber, der zum Heiraten dringend Geld braucht, der geizige Erbonkel, der ihm sein Liebchen ausspannen will, die giftige Nachbarin, die ihre Tochter nur gegen bar verkauft, der geldgierige Arzt, der im Akkord Patienten umbringt und natürlich die clevere Dienerschaft, die jede noch so ver-fahrene Situation zu ihren Gunsten auszunützen weiss. Und doch: das Stück nimmt ein so bitterböses Ende, dass höchstens das Publikum darüber noch lachen kann.
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Rousseau, Narziss und Grossmaul
Das Leben des berühmten Jean Jacques Rousseau, das 1712 in Genf begann, war zunächst einmal 40 Jahre lang die reinste Katastrophe: die Mutter stirbt bei der Geburt, der Vater macht sich nach einer Schlägerei aus dem Staub und überlässt den Zehnjährigen seinem Schicksal. Ohne jede Schulbildung verlässt dieser mit sechzehn fluchtartig seine Vaterstadt, hängt mit der Zeit ein halbes Dutzend Berufslehren an den Nagel und setzt sich schliesslich nach Paris ab, wo er ziellos herumjobbt.
Und doch: in den völlig unbekannten Theaterstücken, die dieser völlige Versager damals zu Papier bringt, erkennt man schon deutlich die Grundideen seiner späteren Hauptwerke.
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