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Neben der Bedingungslosigkeit ist der wichtigste Aspekt des Grundeinkommens die Höhe.
Gemäss der Charta von BIEN-Schweiz erlaubt es das Grundeinkommen «allen BewohnerInnen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und in Würde zu leben», was heisst, dass es eine angemessene Höhe ausweisen muss (ausreichend für die Grundbedürfnisse bei Ernährung usw., aber auch im kulturellen Bereich). Das Grundeinkommen kann mit anderen Worten nicht ein «Armutseinkommen» sein.
In der Praxis kann dieses Ziel mit unterschiedlichen Strategien erreicht werden:
Vorteil: Man hat Zeit, um sich an eine neue Situation zu gewöhnen; das System greift zuerst dort, wo es am nötigsten ist. Die durchschnittlichen BürgerInnen werden nicht allzu sehr erschreckt.
Nachteil: Im Rahmen der politischen Auseinandersetzung haben Provisorien die Tendenz, dauerhaften Charakter anzunehmen; zudem kann eine solche Lösung als Vorwand für einen Abbau der sozialen Sicherung dienen.
Vorteil: Alle Versuche, die soziale Sicherung abzubauen, werden im Keim erstickt, da wir sie eigentlich selber demontieren und an ihrer Stelle ein neues System einrichten.
Nachteil: Es muss eine Institution für Sonderfälle geschaffen werden, bei denen auch der Betrag gemäss unserer Definition nicht ausreicht (es ist nicht einmal auszuschliessen, dass bei gewissen extremen Konstellationen gewisse Betroffene im aktuellen System besser fahren).
Die Kosten dieser Sonderinstitution lassen sich zweifellos in Grenzen halten, aber an einen völligen Verzicht ist nicht zu denken.