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Logarithmen und Lyrik
Über aschgolden dahinrollende Savanne weht warm der Harmattan. Er verhüllt die Horizonte rauch-grau und rosé. Er weht bis herauf in die bewaldeten Berge von Lah, und die Gedanken ziehen sich zurück ins Besinnliche. Auf der winzigen Veranda eines Lehmziegelhäuschens, auf einem Hügel abseits des Dorfes, sitzt eine späte Lisa, früh ergraut, sich selbst ein Wortspiel: nach langen Jahren im Regenwald, in einem Campus mit helvetischen Rosen und dem Phantom einer autochthonen Muse, eine Emerita, fühlt sie sich nunmehr, an einem entlegenen Ort wie diesem, als Eremita.
Lisa Eremita sitzt und wundert sich über das, was ihr entgegenﬁel, als sie unter dem Bambusbett nach etwas anderem ﬁngerte. Sie wundert sich über die Sprachlosigkeit, die sie in Händen hält.
Helen Cobaldy