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Max Ernst erhielt 1933 den Auftrag für die Gestaltung einer Wand in der Mascotte-Bar. Diese Bar befindet sich heute wie damals im 1. Stock des Corso-Theaters in Zürich.
In den Sommermonaten 1934 malte er das knapp 22m2 große Gemälde Pétales et jardin de la nymphe Ancolie «al secco» direkt auf die Wand. Das Wandbild trug wesentlich zum avantgardistischen Ambiente des umgebauten Mascotte bei. Nach einem erneuten Umbau um 1955 im New Orleans-Stil passte das surrealistische Ernst-Wandbild nicht mehr zum Interieur. Es verschwand daher für einige Zeit hinter Sacktuch. Ende der 1950er-Jahre wurde die Malerei von der Wand genommen und auf achtzehn Tischlerplatten übertragen. Auf diesem Träger befindet sich die Malerei noch heute.
Das nun geteilte Wandbild fand zunächst als Leihgabe im Kunsthaus Zürich einen Platz. 1965 konnte das Gemälde mit privater Unterstützung für das Kunsthaus angekauft werden. Lange war es in der Treppenhalle des ersten Obergeschosses beheimatet, bis es 1976 in einen grossen Saal des historischen Moserbaus gehängt wurde. Nach einer vierzig Jahre langen, fast ununterbrochenen Präsentation musste das Bild im Rahmen der Renovierung des Kunsthauses 2004 ins Depot umziehen.