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Mi, 16. Juni 2021, Ralf Hersel
Wie diverse Tech-Medien berichten, wird der Quellcode des World Wide Web beim Auktionshaus Sotheby's als Non-Fungible Token versteigert. Die Auktion für das digitale Echtheitszertifikat (NFT) beginnt mit dem Mindestgebot von 1000 Dollar und findet vom 23. bis 30. Juni statt.1989 hatte Tim Berners-Lee die Idee des Hypertexts entwickelt, aus dem das World Wide Web hervorging. Er arbeitete damals bei der Kernforschungsorganisation CERN in Genf.
Tim Berners-Lee wird fälschlicherweise oft als Erfinder des Internets bezeichnet. Tatsächlich entstand das Internet als dezentrales Netzwerk von Computern bereits im Oktober 1969 unter dem Namen Arpanet. Als 1981 die Protokolle TCP und IP spezifiziert wurden, verschwand der Name Arpanet allmählich und wurde durch das Internet Protokoll abgelöst.
Die Erfindung des WWW wurde durch unterschiedliche Netzwerk-Infrastrukturen zwischen den CERN-Gebäuden initiiert, da diese teils in der Schweiz und, teils in Frankreich liegen. 1989 schlug Berners-Lee seinem Arbeitgeber ein Projekt vor, das auf dem Prinzip des Hypertexts beruhte und den weltweiten Austausch sowie die Aktualisierung von Informationen zwischen Wissenschaftlern vereinfachen sollte. Und hier ist dieser Vorschlag.
Über Sinn und Unsinn solcher NFT-Auktionen kann man trefflich streiten. Viel interessanter finde ich, was Berners-Lee damals wirklich erfunden hat. Dazu finden sich im Archiv des W3-Konsortiums einige Dokumente, wie zum Beispiel oben genannter Vorschlag, die Liste der beteiligten Personen, die Software-Produkte, sowie viele technische Hintergrundinformationen. Viel Spass beim Schmökern.