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Allerheiligen und Totensonntag erinnern uns allgemein an den Tod. Nicht zufällig befinden sich diese Feiertage im Spätherbst. Es ist die Jahreszeit, in der bei vielen Pflanzen der sichtbare Teil abstirbt und die Natur in den Winterschlaf geht. Beginnt der Frühling, spriesst neues Leben aus dem scheinbar toten Erdreich. Durch diesen Kreislauf erinnert uns die Natur an den Tod und an die Auferstehung.
Ein weiteres Beispiel von Tod und Auferstehung können wir bei der Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling beobachten. Nachdem sich die Raupe verpuppt hat, wird sie durch ihre eigenen Verdauungssäfte nahezu vollständig aufgelöst und stirbt. Nur einige Ansammlungen von speziellen Zellen, die während des Larvenstadiums keinerlei Funktion erfüllten, bleiben von diesem Verdauungsvorgang verschont. Aus diesen Zellen entsteht ein vollkommen neues Lebewesen, ein Schmetterling.
Gottes Wort vergleicht unseren Leib mit einem Samenkorn. In 1. Kor. 15;43+44 heisst es: „Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit, es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft, es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib.“ Bezugnehmend auf die Auferstehung schreibt Paulus in 1. Kor. 15;12: „Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferweckt worden ist, wie können einige unter euch sagen, dass es keine Auferstehung der Toten gebe?“
Der Schweiz. Verband für Feuerbestattungen (SVFB) verbreitet seit langem die irrtümliche Ansicht, dass die Erdbestattung aus hygienischen Gründen abzulehnen sei. Man weiss heute, dass die Erdbestattung weder hygienisch noch umwelttechnisch Probleme verursacht. Im Gegensatz zur Erdbestattung setzt jedoch die Kremation diverse giftige Gase und Schwermetalle frei, welche die Umwelt schwer belasten. Seit Ende des 18. Jahrhunderts meinten Freidenker aller Art, mit der Kremation den Auferstehungsglauben verdrängen zu können. Mancher unter ihnen hegte wohl auch den trügerischen Gedanken, dass er durch die Kremation dem Gericht Gottes entgehen könne.
Da nun die Bibel lehrt, dass der Leib wie ein Samenkorn in die Erde gelegt wird und zudem hunderte Male von „Begraben, Begräbnis, Grab, Gruft oder Verwesung“ spricht, von Leichenverbrennung aber nur in Verbindung mit Gericht, sollten demzufolge Christen sich nicht erdbestatten lassen? Mit einer Erdbestattung kann ein Christ getrost sein, dass er Gottes Gedanken nicht widerspricht.
In vielen Kantonen ist die Kremation der Regelfall. Das heisst: „Wenn nichts anderes verfügt wurde oder die Familienangehörigen nicht ausdrücklich eine Erdbestattung verlangen, wird kremiert“. Deshalb empfiehlt der Verein für Erdbestattung und Persönlichkeitsschutz (VE+P), dass wer sich erdbestatten lassen möchte, dies zu Lebzeiten verfügt und es seinen Angehörigen mitteilt. Persönliche Verfügungsformulare für Erdbestattung können unter
www. ve-p.ch ausgedruckt oder beim Sekretariat VE+P, Postfach 16, 8514 Bissegg,
Tel. Nr. 071 977 32 44 gratis bestellt werden.
Arthur Bosshart
Sekretariat VE+P
Erdbestattung, ein Gedanke Gottes! (Im PDF-Format zum ausdrucken)