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Krebserregende Stoffe im Boden stabil
Trotz rückläufiger Emissionen veränderte sich die Konzentration krebserregender Kohlewasserstoffe in den Schweizer Böden während der vergangenen 30 Jahre kaum. Dies zeigt eine wissenschaftliche Studie der Nationalen Bodenbeobachtung (Nabo).
Für ihre Studie haben die Wissenschafter der Nabo die Konzentration polyzyklischer aromatischer Kohlewasserstoffe (PAK) an 25 Standorten über einen Zeitraum von 30 Jahren unter die Lupe genommen. Dabei stellten sie fest, dass die Konzentration leichtflüchtiger PAK – etwa Naphtalin oder Phenanthren – abgenommen hat, während sich mittel- bis schwerflüchtige PAK kaum verringert haben. Die Experten der Nabo führen dies darauf zurück, das schwerflüchtige PAK deutlich stabiler sind und demzufolge auch länger im Boden haften bleiben.
Die PAK umfassen zahlreiche organische Verbindungen. Viele davon sind laut Nabo nachweislich krebserregend. Sie entstehen bei der unvollständigen Verbrennung von Biomasse oder fossilen Brennstoffen, wie Holz, Kohle oder Erdöl. In der Schweiz stammen sie vor allem von Heizungen und aus der Industrie sowie dem Strassenverkehr. (mai)