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Am Wochenende wurde bei einer Armeeliquidation in Lyss Sanitätstaschen aus Tschechien (!!) verkauft, die teilweise noch Atropinspritzen enthalten haben. Dass Schweizer Armeematerial zur Liquidation an Private verkauft wird, dagegen habe ich ja nichts – aber was bringt Leute dazu tschechisches Armeematerial in die Schweiz zu importieren und hier zu verkaufen. Fraglich weshalb jemand diese Sanitätstaschen überhaupt kauft (“sie sehen so schön grün aus”).
Statement vom Organisator Fritz Dick zum Vorfall: «Die Bedingung für den Handel war ganz klar: Atropin durfte nicht enthalten sein». Gut und schön, aber offensichtlich hat der Organisator das zum Verkauf vorgesehen Material nicht kontrolliert, denn wenn in jeder 5. Tasche diese Spritzen enthalten sind (laut Angabe von Herrn Dick), dann kann man nicht von einem “kleinen Versehen” sprechen. Vorallem die Tatsache, dass es sich um Armeematerial handelt, wäre doch eine genaue Prüfung des Materials vor dem Verkauf notwendig. Mittlerweilen wurden anscheinend bei 500 Taschen “bloss” 20 Taschen mit den Spritzen gefunden und bereits 4 wurden zurückgeliefert.
Dieses Mal war die Kommunikation der Schweizer Armee erfreulich klar:
Die Schweizer Armee ist am Verkauf der Atropinspritzen in Lyss in keiner Art und Weise beteiligt. Die Liquidation des Armeematerials in Lyss wird von einer privaten Firma durchgeführt. Die Sanitätstaschen mit den Atropinspritzen stammen aus Beständen der tschechischen Armee.