Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03495.jsonl.gz/260

Welche Partei schwänzt am meisten?
Bei der GLP war die Absenzen Quote im Jahr 2022 am höchsten. Die Parlamentarier verpassten durchschnittlich 5,2 Prozent der Abstimmungen. Die Mitte 4,8 und die Grünen 2 Prozent.
Welche Berufe haben die Nationalräte und Nationalrätinnen?
- 49 Berufspolitiker
- 30 Unternehmer
- 26 Juristen
- 26 Berater
- 26 Lehrer und Dozenten
- 12 Bauern
- 5 Ärzte
- 38 sonstige
Duttis Steinwurf
Der Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler sass als Chef des Landesrings der Unabhängigen (LDU) im Nationalrat in Bern. Im Jahr 1948 reichte er im Rat eine Motion zum Thema «Vorratshaltung von Rohstoffen und Lebensmitteln» ein. Als diese aus Zeitgründen nicht mehr behandelt werden konnte, warf er zwei Steine gegen ein Fenster im Bundeshaus, um die Aufmerksamkeit der Behörden auf die Konsequenzen zu lenken. Der Schaden belief sich auf Fr. 182.90.
Soooo viele Listen
Noch nie haben sich so viele Kandidaten und Kandidatinnen für die Nationalratswahlen aufstellen lassen. Allein im Kanton Aargau bewerben sich 713 Personen für 16 Sitze. Im Tessin sind es 256 für 8 Sitze.
Der FC Nationalrat und der Schachklub
Helmut Hubacher (SP) und Albin Breitenmoser (CVP) gründeten 1967 den FC Nationalrat, weil sie gemäss einer Legende an den freien Nachmittagen nicht immer jassen wollten. Frauen durften ab 1997 auch mitspielen. Heute gibt es eine eigene Frauenmannschaft mit dem Namen FC Helvetia. Lars Guggisberg (SVP) ist heute Captain der Männermannschaft.
Auch ein Schachteam gibt es im Bundeshaus. Bei einem Schachturnier zwischen den Mannschaften der Bundesversammlung und der russischen Duma verloren die Schweizer. Kein Wunder, denn auf der russischen Seite spielte mit Anatoli Karpow ein ehemaliger Schachweltmeister mit.
Jeder Hundertste wählt falsch
Ganze 29'015 Schweizer*innen haben bei den letzten Nationalratswahlen falsch gewählt. Oft geht die Unterschrift auf dem Stimmrechtsausweis vergessen, es werden mehrere Wahlzettel ins Stimmcouvert gepackt, oder es befinden sich ehrverletzende Äusserungen auf dem Wahlzettel.
Gemeinsam zur Wahl!
An den letzten Wahlen beteiligte sich nur jede dritte Person unter 24 Jahren. «Im Parlament werden sehr viele Entscheide getroffen, die nie vors Volk kommen. Junge Leute leben am längsten unter diesen Entscheiden, deshalb ist es wichtig, dass sie wählen», sagt Carol Schafroth vom Campus für Demokratie.
Die Organisation ist eine von sechs, die sich für das Projekt «GoVote» engagieren. Mit von Freiwilligen initiierten Wahlpartys im ganzen Land wollen sie junge Menschen motivieren, ihre Stimme zu nutzen. Das Projekt wird unterstützt vom Migros-Kulturprozent.
Foto/Stage: Getty Images
Deine Meinung
Gefällt dir dieser Beitrag?