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Die Einrichtung dieses Raumes stammt aus dem «Segerhof» am Blumenrain 17 in Basel. Der erfolgreiche Handelsmann Christoph Burckhardt-Merian (1740–1812) liess das prächtige Stadthaus 1787 nach Plänen des Architekten Samuel Werenfels (1720–1800) erbauen. Christoph Burchkhardt-Merian war ein erfolgreicher Handelsmann, der vor allem bedruckte Baumwolle (Indienne) produzierte und im atlantischen Dreieckshandel tätig war. Zur Ausstattung der sogenannten Visitenstube, eines kleinen Empfangssalons, wurden bei der Manufaktur Grellet in Aubusson (Zentralfrankreich) die Tapisserien und die Möbelbezüge bestellt. Die hölzernen Möbel und das Täfer hingegen wurden vermutlich von Basler Handwerkern angefertigt. Alle Teile bilden zusammen eine Raumausstattung von selten erhaltener Geschlossenheit.
Der Segerhof blieb bis ins frühe 20. Jahrhundert in Familienbesitz. Seine letzte Bewohnerin, Marie Burckhardt (1839–1923), vermachte das Gebäude 1923 dem Historischen Museum Basel, das darin das erste Basler Wohnmuseum einrichtete. Bereits 1935 wurde der Segerhof jedoch geräumt, da der alte Kaufmannssitz einer Verbreiterung des Blumenrains weichen musste. Daraufhin verlegte man das Museum für Wohnkultur 1951 ins Haus zum Kirschgarten.