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Junger Alpkäse, frischer Ziegen- und Schafskäse, Butter, Rahm und Molke: Nach einer anstrengenden Bergwanderung kannst du die Alpprodukte heute in vielen Alpbeizlis geniessen. Sie werden im Sömmerungsgebiet – also auf Alpen – hergestellt und dort an Wanderer und andere "Direktkunden" verkauft.
Weil frische Milch nur kurze Zeit haltbar ist, suchten Älpler nach Wegen, sie haltbar zu machen. Im 16. Jahrhundert begannen sie zu käsen. So war die Milch, die auf der Alp gemolken wurde, bis zur Alpabfahrt im Herbst haltbar. Ein Älpler, der Käse macht, heisst in der Schweiz Senn. Insbesondere auf Alpen ohne Strasse oder Seilbahn war es wichtig, Milch durch Käsen haltbar zu machen. Im Herbst wurde der Käse ins Tal getragen. Die Bauern, von denen die Tiere stammten, erhielten einen Anteil und assen den Käse selbst oder verkauften ihn. Der Käse war für sie eine wichtige Einnahmequelle.
Heute sind die meisten Alpen, auf denen Milch produziert wird, mit Strassen erschlossen. Das Käsen wäre darum nicht mehr unbedingt nötig. Trotzdem machen die Sennen Alpprodukte wie Käse, Butter oder Joghurt. Diese Produkte sind sehr beliebt. Sie gelten als natürlich, handgemacht und sehr gesund. Dank der Gräser und Kräuter, die die Tiere auf der Alp fressen, hat die Milch mehr sogenannte ungesättigte Fettsäuren. Die Schweizer kaufen diese Produkte gern – auch weil sie damit die Alpwirtschaft unterstützen möchten.
Mehr Alpkäse als früher
Seit einigen Jahren gibt es weniger Alpbetriebe, die Milchprodukte herstellen. Diese Betriebe produzieren aber mehr Käse als früher. Im Jahr 2011 haben Schweizer Alpbetriebe 5’230 Tonnen Alpkäse hergestellt, das sind 3% des Schweizer Käses. Je nach Grösse der Fondue-Portionen (von 200 bis 250 Gramm pro Person) und des Caquelons (von 4 bis 6 Portionen), würde die jährliche Menge Alpkäse für 3 bis 7 Millionen Caquelons reichen.
Alpkäse ist nicht gleich Bergkäse
Alpkäse wird nur im Sommer hergestellt, und zwar mit Milch von Kühen, Ziegen oder Schafen, die auf der Alp weiden. Bergkäse hingegen wird das ganze Jahr über in Käsereien des Berggebietes produziert, also auch im Winter, wenn die Tiere im Stall mit Heu gefüttert werden.
Quelle: http://www.schweizeralpkaese.ch