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Am CYBATHLON 2016 traten Menschen mit starken körperlichen Behinderungen als Pilotinnen und Piloten ihrer technischen Assistenzsysteme im Wettkampf gegeneinander an.
Als eine der sechs CYBATHLON-Disziplinen wurde das Computerspiel «Brain Runners» durch die Fachrichtung Game Design der Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit dem ETH Sensory-Motor Systems Lab entwickelt. Mit der Kraft der Gedanken steuern bis zu vier Pilotinnen und Piloten ihre Spielfiguren ins Ziel. Sie tragen Brain-Computer-Interfaces (BCIs), die Hirnsignale durch Elektroenzephalografie (EEG) oder Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) registrieren. Die ausgesendeten Signale beschleunigen die Spielfiguren oder lassen sie Hindernisse überwinden – falsche Signale führen zu Punktabzügen.
Die BCI-Piloten am CYBATHLON haben starke motorische Einschränkungen, z. B. wegen Rückenmarksverletzungen, Schlaganfällen oder neurologischen Erkrankungen (Paralyse). Die BCI-Technologie soll so weiterentwickelt werden, dass Menschen mit Tetraplegie künftig Geräte wie z.B. einen Computer, einen Roboterarm oder einen Rollstuhl steuern können.
Das Spiel wurde am CYBATHLON simultan in zwei unterschiedlichen grafischen Versionen gezeigt: In reduzierter Version für die konzentrierten Piloten, in einer grafisch unterhaltenden Version für die Zuschauer. Bei der Publikumsversion von «Brain Runners» erfahren Besuchende, wie viel Training nötig ist, um eine vereinfachte BCI-Steuerung zu beherrschen und die Spielfiguren zu steuern.