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Andrēa,
Girolamo, Marchese d', Kardinal, geb. zu Neapel, [* 2] wurde im Collège La Flèche in Frankreich erzogen, trat dann in den geistlichen Stand, ward früh zum Erzbischof von Mytilene in partibus infidelium, dann zum Bischof von Sabina ernannt und 1852 Kardinal und Abt von Subiaco sowie Präfekt der Indexkongregation, welches Amt er mit seltener Mäßigung ausübte. Als 1859 die Herstellung der nationalen Einheit Italiens [* 3] in Frage kam, schloß er sich der patriotischen Partei an, riet dem Papste die Annahme des ihm von Napoleon III. angebotenen Vorsitzes der italienischen Konföderation und die Einführung liberaler Reformen im Kirchenstaat.
Auch erklärte er sich gegen die Verdammung der gallikanischen Schriften und die Unterdrückung der katholischen Wissenschaft. Hierdurch zog er sich die Ungnade des Papstes und den Zorn Antonellis zu. Als er 1864 Rom [* 4] verließ und sich nach Neapel begab, ward er, vergeblich zur Rückkehr aufgefordert, 1866 von der Verwaltung seiner Diözese und seiner Abtei suspendiert, ihm die Kardinaleinkünfte entzogen und im September 1867 die Absetzung über ihn ausgesprochen. Er begab sich nun nach Rom zurück, unterwarf sich dem Papst, wurde auch rehabilitiert, erhielt aber die Verwaltung seiner Diözese und der Abtei Subiaco nicht wieder und starb