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Für über 130 Filme hat Tariverdiev Musik geschaffen als sinfonische Strukturen, keine Film-Illustration. Es ist Kinofilmmusik und Musik für TV-Programme. Im Westen ist er unbekannt, in Russland berühmt. Für TV-Kult-Filme wie «Seventeen Moments Of Spring» und «The Irony Of Fate» oder der Sound-Track für den 60er-Jahre Sowjetunion-Film «Goodbye, Boys! » von Mikhail Kalik. Kalik & Tariverdiev bildeten ein künstlerisches Tandem und jeder drückte im Filmwerk das aus, was mit Worten allein nicht ausgedrückt werden kann.
Mitte 50er bis frühe 90er komponierte Tariverdiev nebst Filmmusik auch Orgelwerke, Opern, Ballet-Musik und instrumentale Konzerte. Von Klassik bis Jazz und Avantgarde. Eindringlich und lyrisch. Seine grosse Passion waren anspruchsvolle Vokalzyklen, also Vertonungen moderner Poesie von Autoren wie Voznesensky, Ashkenazi, Pozhenyan, Svetlov, Hemingway und Shakespeare. Er sang viele seiner Werke selbst in der Tradition des französischen Chansons oder der russischen Bard Tradition. Hier konnte er seine ganze Musik leben.
Wer ist Mikael Tariverdiev? Seine Antwort: «I am my music.» In andern Worten, seine Musik ist seine Autobiografie.
Unterdessen sind wir Musik-Konsumenten, keine Musik-Hörer mehr. Als ich erstmals den Komponisten Tariverdiev höre, klingt es bei mir an. Unterdessen habe ich die 3 Alben viel gehört, oft mehrmals am Tag nacheinander. Mit dem Zuhören erschliesst sich die Musikwelt von Tariverdiev.
Das Album ist grafisch gut gestaltet mit Bilddokumenten aus der Wohnung, dem Studio, aus Filmsets, persönlichen Dokumenten oder unveröffentlichen Fotos von Mikael Tariverdievs und Veras Welt.
3LP / 3CD, 51 Tracks: 1: «Goodbye Boys». 2: «Snow Over Leningrad». 3: «I am A Tree»
Produced by Stephen Coates with Vera Tariverdieva. Transfers from original score half-inch tapes by Konstantin Chernozatonsky, Stephen Coates and Paul Heartfield in the Tariverdiev apartment in Moscow. Mastered by Brian Pyle. All songs published by Antique Beat. © 2015 Earth Records, Tariverdiev. Filmmusic.
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