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Hier in Brasilien werden Exportprodukte angebaut. Die Ortsansässigen brauchen Landtitel und eine Perspektive aus sklavereiähnlichen Arbeitsverhältnissen.
Der brasilianische Bundesstaat Tocantins weist traditionelle eine sehr hohe Konzentration an Land in den Händen einiger weniger Personen auf. Soja, Eukalyptus, Zuckerrohr und Fleisch werden für den Export angebaut.
Die auch dort ansässigen Kleinbauernfamilien haben grösstenteils keine juristischen Landtitel. Deshalb werden sie systematisch von ihrem Land vertrieben. Sie müssen der industriellen Landwirtschaft Platz machen, welche mit hohen ökologischen und sozialen Kosten verbunden ist. Den Kleinbauerfamilien bleibt oft nur die Migration, die sie in sklavereiähnliche Arbeitsverhältnisse lockt.
Die Partnerorganisation von Fastenopfer, Comissão Pastoral da Terra Araguaia-Tocantins, CPT-AT unterstützt über tausend Kleinbauernfamilien und landlosen Landarbeitenden beim Verteidigen ihrer Rechte und ihrer Lebensgrundlagen. Im Zentrum der Arbeit steht der Zugang zu eigenem Land. 12 Gemeinschaften halten innerhalb des gesetzlichen Rahmens Land besetzt. CPT-AT unterstützt sie, das Land von den zuständigen Behörden juristisch überschrieben zu erhalten.
15 Gruppen besitzen bereits Land. Da gilt es, dieses juristisch abzusichern. Ausserdem kämpft die Organisation gegen sklavereiähnliche Arbeitsverhältnisse. Sensibilisierung und Prävention der Menschen stehen dabei im Mittelpunkt. Dazu gehört auch die Identifizierung und Befreiung von Landarbeitenden aus sklavereiähnlichen Verhältnissen.