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Rock ‘n’ Roll ist ein Musik-Genre, das in den späten 1940er- und frühen 1950er-Jahren in den Südstaaten der USA entstanden ist. Es ist eine Weiterentwicklung der Musikstile dieser Zeit wie Blues, Gospel, Rhythm und Country Music. Während einige der Elemente von dem, was Rock ‘n’ Roll werden sollte, schon auf Blues-Records aus den 1920er- und 1930er-Jahren zu hören sind, erhielt das Genre erst 1954 seinen Namen.
In den frühen Rock-‘n’-Roll-Songs war in der Regel Saxophon oder Klavier das Leitinstrument, aber die Gitarre ersetzte diese Instrumente in der Regel Mitte bis Ende der 1950er oder wurden zumindest ergänzt.
Dabei ist der Beat der Songs im wesentlichen ein Tanzrhythmus mit Backbeat, der üblicherweise von einer Snare Drum geliefert wird. Der klassische Rock ‘n’ Roll wird in der Regel mit bis zu zwei E-Gitarren gespielt. Dabei übernimmt eine die Leitung, die andere den Rhythmus. Dazu kommen ein Streicher- oder Kontrabass, die allerdings seit etwa Mitte der 1950er durch E-Bass-Gitarren ersetzt wurden. Dazu kam schnell auch noch ein Schlagzeug.
Der Klang der Musik wurde stark von E-Blues-Gitarren beeinflusst. Generell wurde der ganze Stil vom Blues der 1920er und 1930er-Jahre inspiriert. In der Regel hat eine Rockband drei bis fünf Mitglieder, die auch mehrere Funktionen auf einmal haben. Darunter sind Sänger, Leadgitarrist, Rhythmusgitarrist, Bassgitarrist, Schlagzeuger.
Neben der Musik und insbesondere der Populärmusik beeinflusste der Stil auch die Mode, Lebenstile und Filme. Selbst Sprachjargon wurde aus dem Musikstil übernommen und wurde Teil des alltäglichen Sprachgebrauchs.
Dazu hat der Rock ‘n’ Roll auch seinen Teil zu der Bürgerrechtsbewegung in den USA beigetragn. Da der Musikstil sehr beliebt bei weißen aber auch schwarzen Jugendlichen war, wurde so eine gemeinsame Basis gebildet.
Rock ‘n’ Roll war ein Ventil der Jugend, um ihren Sehnsüchten Ausdruck zu verleihen. Der Stil ist auch ein idealer Weg, um Überschneidungen in Spaß, Liebe und Sex zu erforschen. Rock ‘n’ Roll bietet eine Möglichkeit, sich selbst mit der Massenkultur auseinanderzusetzen. Er ist eine Form der Rebellion.
Der Begriff Rock ‘n’ Roll wurde seit den 1960er-Jahren mit dem Begriff „Rock“ vereinfacht. Ihm Gegenüber wurde der Begriff „Pop“ gestellt, obwohl es viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden gibt und die beiden Stile dieselben Wurzeln haben.
Die beiden größten Subgenres des Rock ‘n’ Rolls sind Rockabilly und Doo Wop.
Rockabilly bezeichnet ein Subgenre des Rock ‘n’ Rolls, dass stark von der ländlichen und afroamerikanischen Musik geprägt ist. Zu den größten Vertretern gehören Elvis Presley und Johnny Cash.
Doo Wop hingegeben ist ein sanftere Form des Rock ‘n’ Rolls. Die Instrumentalisierung ist in der Regel leichter. Doo Wop war auch der Ursprung der späteren Surfmusik und Soul und inspirierte unter anderem auch die Beatles.
Aus dem Rock ‘n’ Roll entstanden verschiedene Genres, darunter Punk und Metall.