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Die Entstehung des Bildes zu Unterhaltungszwecken
Das Bild hat den Menschen seit jeher fasziniert und seine Fantasie angeregt… Dokumente aus dem 11. Jahrhundert erwähnen bereits Instrumente, die zu unterschiedlichsten Zwecken verwendet wurden.
Die 1646 von Athanasius Kircher in seinem Werk «Ars magna lucis et umbrae» beschriebene Laterna magica besteht aus einem Kasten in unterschiedlichen Formen und Materialien mit einer optischen Röhre, um das Bild zu vergrössern. Auf Glasscheiben gemalte Bilder werden vor einer mit einer Kerze beziehungsweise einer Öl- oder Petroleumlampe erzeugten Lichtquelle eingeführt und auf eine weisse Fläche projiziert. Manchmal ist auch ein silberner Reflektor vorhanden. Der sich bildende Rauch zieht durch einen kleinen Kamin ab.
Ende des 17. Jahrhunderts wird die Laterna magica auf Betreiben deutscher Forscher handlicher und für andere Zwecke als Unterhaltungsvorstellungen oder Schauertheater verwendet: Sie erhält allmählich eine pädagogische und wissenschaftliche Bestimmung.
Illustration:
1671 publiziert Athanasius Kircher die zweite Ausgabe von „Ars Magna lucis et umbrae“ welche drei neue, der Zauberlaterne gewidmete Seiten mit zwei Illustrationen beinhaltet. Diese Seiten wurden in dem 1680 erschienen «Psysiologia Kircheriana experimentalis» von Joannes Stephanus Kestlerus übernommen. Hier die zweite Illustration, welche dieselben Fehler aufweist, wie die Erste: die bemalte Platte sollte hinter, und nicht vor dem Objektiv angebracht sein. Dieses Objektiv verfügt zudem nur über eine Linse, das so platzierte Bild könnte dementsprechend gar nicht erst projiziert werden. Zweiter Fehler: Das projizierte Bild ist richtig herum gedreht, das heisst, dass die Platte auf dem Kopf stehend hätte platziert werden müssen, was Kircher in seinem Text präzisiert! (MSAP / Sammlung Th. Ganz)