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Herz-Lungen-Maschine
An unserer Klinik werden jährlich ca. 1000 bis 1200 Herzoperationen durchgeführt, die Mehrheit davon mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine. Dieses komplexe Gerät ist notwendig, um das Herz stillzulegen und gleichzeitig den Kreislauf mit der Sauerstoffversorgung der Organe aufrechterhalten zu können.
Operation mit Herz-Lungen-Maschine
Für dieses Verfahren sind neben den Chirurgen und Anästhesisten auch speziell ausgebildete Kardiotechniker zuständig. Eine Kanüle im rechten Vorhof (Eingang zum Herzen für das verbrauchte Blut) leitet das sauerstoffarme Blut des Patienten in die Maschine ab. Das Blut wird in der Maschine aufbereitet, mit Sauerstoff angereichert und über eine zweite Kanüle, die in die Hauptschlagader eingelegt ist, dem Körper wieder zugeführt. So sind sämtliche Organe, mit Ausnahme des Herzens selbst, mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Das Herz wird mit einer speziellen, eiskalten Lösung, die über die Herzkranzgefässe verabreicht wird, in einen Zustand der schlaffen Lähmung gebracht und somit vor Sauerstoffmangel geschützt. Wenn die Operation beendet ist, wird der Patient wieder von der Herz-Lungen-Maschine entwöhnt. Die Schutzlösung wird herausgespült und das Herz langsam wieder erwärmt. In der Regel beginnt es von selbst wieder zu schlagen. Der Kreislauf ausserhalb des Körpers mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine wird erst gestoppt, wenn das Herz seine volle Pumpleistung wieder erreicht hat. Neueste Entwicklungen betreffen die Verwendung einer miniaturisierten Herz-Lungen-Maschine, mit der die Nebenwirkungen des herkömmlichen Gerätes weitgehend ausgeschaltet werden können.
Operation ohne Herz-Lungen-Maschine
Die Herz-Lungenmaschine bedeutet für den Körper eine Belastung. Regelmässig kommt es zu einer Art Entzündungsreaktion mit Einlagerung von Wasser in den Geweben. Diese Nebenwirkung wird durch das Fliessen von Blut durch die Fremdoberflächen der Herz- Lungen-Maschine verursacht. Gelegentlich beobachtet man - trotz sehr erfolgreicher Operation - eine verzögerte Erholung des Körpers. Eine Operation am schlagenden Herzen kann bei der Behandlung von Herzkranzgefäss-Verengungen die Nebenwirkungen der Herz- Lungen-Maschine verhindern.