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11.05.2021, 11:30 Uhr
Die Corona-Krise bereitet einem Drittel der Schweizer Bevölkerung Sorgen – das sind 9% mehr als im Mai 2020. Dabei erachtet die Mehrheit einer Umfrage von comparis.ch ihre finanzielle Situation als mindestens...Artikel lesen
Trotz Corona hat die Welt der Millionäre 2020 nicht sehr gelitten. Der Kreis der Superreichen erweiterte sich um 1,3% und ihr verfügbares Vermögen erhöhte sich um 1,2%. In einigen Regionen mussten die Millionäre allerdings Federn lassen. Insgesamt zählte Wealth-X weltweit 25,6 Millionen Millionäre, wobei die 1,1% ultra-Vermögenden ein Drittel der 105 Bio. USD besitzen.
Im Jahr 2020 gab es weltweit 25,6 Millionen Millionäre mit einem Nettovermögen von mehr als 1 Mio. USD und einem Gesamtvermögen von knapp 105 Bio. USD. Davon liegen fast 90% der vermögenden bis ultrareichen Personen im Bereich von 1 Mio. bis 5 Mio. USD, der "niedrigsten“ Vermögensstufe der Millionäre. Aufgrund der Grösse dieser Gruppe (HNW) macht auch der Gesamtwert ihres Vermögens in Höhe von 42,3 Bio. USD das grösste Stück des Millionärskuchens aus (40%), wie aus dem "Very High Net Worth Handbook 2021" von Wealth-X hervorgeht.
Vermögende Privatpersonen (HNW) verfügen über ein Nettovermögen von 1 Mio. bis 5 Mio. USD. Sehr vermögende Privatpersonen (VHNW) über ein solches von 5 Mio. bis 30 Mio. USD. Die dritte Gruppe, die Superreichen bzw. "ultra wohlhabende“ Personen (UHNW), haben mindestens 30 Mio. USD zur Verfügung. Das "Very High Net Worth Handbook 2021" von Wealth-X zeigt die Verteilung der Vermögen nach Gruppen und Regionen auf.
Die Exklusivität steigt mit zunehmendem Wohlstand. Jeder zehnte Millionär der Welt ist eine sehr vermögende Person (VHNW) mit einem Nettovermögen zwischen 5 und 30 Mio. USD. Das Gesamtvermögen der VHNW-Gruppe beträgt 26,8 Bio. USD und macht etwas mehr als 25% des weltweiten Millionärsvermögens aus. Zwei Drittel dieser Kohorte verfügt über ein Nettovermögen von 5 bis 10 Mio. USD, was knapp die Hälfte des gesamten VHNW-Vermögens ausmacht. Währenddessen machen diejenigen in den oberen beiden Vermögensebenen der Kohorte (15 bis 20 Mio. USD und 20 bis 30 Mio USD) anzahlmässig knapp 16% aus, aber ihr Anteil am Gesamtvermögen der VHNW-Gruppe liegt bei 32%. Diese Verteilungen ändern sich laut Wealth-X im Laufe der Zeit kaum.
Am oberen Ende der Vermögensskala repräsentieren die Ultra-Reichen mit einem Nettovermögen von mehr als 30 Mio. USD nur 1,1% aller Millionäre, der Anteil ihres Vermögens am Gesamtkuchen beträgt indes 34%, was das enorme Vermögen dieser exklusiven Gruppe von Einzelpersonen unterstreicht. Andererseits ist die Vermögenskonzentration eine logische Folge der Vermögensvermehrung: Wo mehr Vermögen zur Investition zur Verfügung steht, kann mehr dazugewonnen werden.
Die weltweite VHNW-Bevölkerung stieg im Jahr 2020 um 1,3% auf 2,7 Millionen Menschen an. Damit verlangsamte sich das Wachstum, das im Jahr zuvor zweistellig war, deutlich. Es gab jedoch grosse regionale regionale Unterschiede. Vor dem Hintergrund der globalen Pandemie mit Lockdowns und internationalen Reiseverboten, der teilweisen Unterbrechung der Handelsströme und des grössten Einbruchs der Weltwirtschaft seit Jahrzehnten erwies sich das weltweite VHNW-Vermögen allerdings als recht robust. Es wuchs um 1,2% auf 26,8 Mrd. USD.
Ein Merkmal der Pandemie waren die unterschiedlichen Auswirkungen auf bestimmte Unternehmen, Branchen und Bevölkerungsgruppen. Dies zeigt sich auch in den erheblichen regionalen Unterschieden. Wie im Jahr 2019 waren die Regionen mit der grössten Vermögenszunahme Nordamerika und Asien. Die anderen fünf Regionen verzeichneten einen Rückgang bei den sehr vermögenden Personen und ihres kummulierten Vermögens. Afrika hat sich recht gut behauptet, während Europa, die Pazifik-Region und der Nahe Osten erhebliche Rückgänge verzeichneten, die die Gewinne laut Wealth-X der letzten drei Jahre in jeder Region mehr als zunichte machten. Starke Rückgange verzeichneten die Millionäre in Lateinamerika und der Karibik, deren VHNW-Bevölkerung samt Vermögen um mehr als ein Viertel schrumpfte.
Diese unterschiedliche Vermögensentwicklung in den Regionen sei hauptsächlich auf die ebenfalls unterschiedliche pandemiebedingte Entwicklung zurückzuführen. So verstärkten marktbeherrschende Faktoren wie die Liquiditätsflut auf den Finanzmärkten und die beschleunigte Einführung innovativer Technologien den positiven Trend bei der Schaffung von Wohlstand in Nordamerika und Asien.