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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch I.
4.
Heraklitus, der Naturphilosoph, pflegte über alles zu weinen, klagte über die Rätselhaftigkeit des ganzen Lebens und die Unwissenheit der Menschen und war voll Mitleid mit dem Leben der Sterblichen. Von sich behauptete er, daß er alles wisse; die anderen wüßten nichts. Auch lehrte er ungefähr wie Empedokles, Zwietracht und Liebe seien das Prinzip aller Dinge, das vernunftbegabte Feuer sei Gott, alles sei in ständiger Bewegung und bleibe nie in Ruhe. Heraklitus teilte auch die Ansicht des Empedokles, all der Raum um uns sei voll des Bösen; es erstrecke sich aus den Erdenräumen bis zum Mond; weiter aber dringe es nicht, da der gesamte Raum über dem Mond ziemlich rein sei. Das waren die Ansichten des Heraklitus.