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Gallenblasenkrebs
Der Gallenblasenkrebs (Gallenblasenkarzinom) ist eine bösartige Erkrankung der Gallenblase. Wenn der Krebs von den Gallengängen ausgeht, spricht man von einem Gallengangkrebs. Gallenblasenkrebs und Gallengangkrebs treten vorwiegend nach dem 60. Altersjahr auf. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Hauptsymptom ist die Gelbsucht aufgrund einer Rückstauung der Gallenfüssigkeit.
Die Gallenblase speichert die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit und gibt diese über die Gallengänge an den Darm ab. Die Galle ist wichtig für die Fettverdauung im Darm. Bei einem Gallenblasenkrebs wird häufig der Abfluss der Galle behindert. In der Schweiz erkranken etwa 300 Menschen pro Jahr an einem Gallenblasenkrebs oder Gallengangkrebs. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung tritt meist erst in höherem Alter auf. Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Gallensteine, Gallenblasenentzündungen, Rauchen und Übergewicht gelten als Risikofaktoren.
Ein Gallenblasenkrebs oder Gallengangkrebs verursacht häufig erst Beschwerden, wenn durch den Tumor der Abfluss der Galle behindert ist. Dann kommt es infolge des Rückstaus der Galle zu einer Gelbsucht: Haut und Augen verfärben sich gelb, der Urin weist eine dunkle Verfärbung auf, der Stuhl ist hell und es besteht ein allgemeiner Juckreiz am ganzen Körper. Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen können weitere Beschwerden bei einer Krebserkrankung der Gallenblase sein.
Um einen Gallenblasenkrebs zu diagnostizieren, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehören Blutuntersuchungen, Ultraschalluntersuchung der Leber sowie der Gallenblase und allenfalls eine endoskopische Gallenblasenspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben. Mehr zu der Gallenblasenspiegelung erfahren Sie im Kapitel Gallenblasenoperation.
Die Behandlung von Gallenblasenkrebs oder Gallengangkrebs richtet sich nach der Art der Krebserkrankung und nach dem Erkrankungsstadium. Wenn sich der Tumor noch nicht zu weit ausgebreitet hat, wird er zusammen mit der Gallenblase und allenfalls Teilen der Leber operativ entfernt. Mehr zu der Operation erfahren Sie im Kapitel Gallenblasenoperation. Bei Tumoren, die nicht mehr vollständig operativ entfernt werden können, wird ein Röhrchen (Stent) in den Gallengang eingelegt, um den Abfluss der Galle zu ermöglichen. Strahlentherapie und Chemotherapie stellen weitere Behandlungsmöglichkeiten dar, um das Wachstum eines Gallenblasenkrebses zu vermindern. Eine Heilung kann aber in der Regel nur mit der chirurgischen Behandlung bei Tumoren in einem Frühstadium erreicht werden.