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Rasse: Ragdoll
Die Ragdoll ist eine sehr junge Rasse, ihre Geschichte begann am Anfang der 60-er Jahre in Kalifornien (USA).
Wahrscheinlich sind die Urahnen der Ragdoll Siam/Birma ähnliche Katzen. Es gab 3 wichtige Züchter in der Entstehungsgeschichte der Ragdoll: Die Namensgeberin Ann Baker. Sie gab der Ragdoll den Namen und liess sie patentieren. Durch das Erheben einer Lizenzabgabe für Tiere aus ihrer Linie Original Baker’schen Ragdoll erschwerte sie die Züchtung massiv. Ein Glück für die Zucht war die frühe Trennung zweier Familien Dayton (Cattery Blossom Time) und Chambers (Cattery Ragnarok) von Ann Baker. So konnten sie lizenzfrei die Zucht weiterführen und ihnen ist es im Wesentlichen zu verdanken was die Ragdoll – Zucht heute ist.
Die Daytons spielten eine weitere wichtige Rolle in der Züchtung der Ragdoll. Sie legten eine Genetik Karte an, in welcher man alle Abkömmlinge der Ur- Ragdoll dokumentierte. Dieser Stammbaum ist wahrscheinlich einzigartig in der Katzenwelt. Diese führte er bis ins Jahr 1994. Wenn ein Züchter heute nur das Original in seiner Zucht haben möchte, müssen alle Ahnen seiner Zuchtkarte ausnahmslos auf die Genetik Karte von D. Dayton zurückführen.
Charakter
Es ist ihr einzigartiger Charakter, der sie zu einer Besonderheit unter den Katzenrassen macht. Sie sind die Kuscheltiere schlecht hin unter den Rassenkatzen. Wenn sie hoch genommen werden, entspannt sich ihre Muskulatur so, dass sie nicht mehr in der Lage sind, die Pfoten zu heben oder die Krallen zu benutzen. Von daher kommt auch ihr spezieller Name, auf deutsch Stoffpuppe oder Lumpenpuppe, weil sie ihre Gliedmassen in unseren Armen einfach hängen lässt. Sie sind sehr neugierig und aufgeweckt, sehr menschenbezogen, sozusagen ein vollwertiges Familienmitglied.
Ihr Besitzer wird in vielen häuslichen Aktivitäten begleitet. Die Ragdoll ist sehr anhänglich, fast schon wie ein Schatten.
Die Ragdoll ist aufgrund ihres ausgeglichenen und gutmütigen Wesens die ideale Wohnungskatze, man muss auch keine Angst vor Attacken auf Möbel haben. Es empfiehlt sich sogar, sie nicht raus zu lassen, denn durch ihr äusserst soziales Verhalten und ihre Menschenbezogenheit, hat sie den Überlebens-Instinkt fast verloren. Die Chance ist gross, dass sie sich draussen nicht verteidigt und mit ihrer vertrauensseligen Art mit jedem mitläuft.
Körperbau
Die Ragdoll hat eine kräftige Gesamterscheinung, einen langen muskulösen Körper. Mit mittel-grossen Ohren und Haarbüschel zwischen den Zehen. Ihr Fell ist seidig weich und liegt am Körper an. Das Fell bricht sich wenn sie in Bewegung ist. Sie hat eine deutliche Halskrause. Das Fell wird nach hinten immer länger, also im Gesicht kurz und ab Köpfende über den Rücken hin immer länger.
Sie ist eine ausschliesslich blauäugige Rassenkatze. Sie kommen ganz weiss zur Welt, ihre Fellfarbentwicklung ist erst so richtig abgeschlossen mit ca. 3 Jahren.
Die 4 Grundfarben sind:
– Seal – dunkle, praktisch schwarze Farbverteilung
– Blue – graue Farbverteilung, die in Blau vorkommt
– Lilac- , sehr helles grau
– Chocolate- schokoladig,hellbraun
=> Zeichnungsvarianten mitted, colourpoint und bicolour.
Ansprüche an den Halter
Da die Ragdoll eine sehr soziale Katze ist, sollte man sich vor der Anschaffung überlegen ob man wirklich genügen Zeit für sie aufbringen kann. Sie will ein vollwertiges Familienmitglied sein und hat durch das auch ihre Zeitansprüche. Idealerweise hält man eine Ragdoll auch nicht alleine. Zur Fellpflege, da sie ein halblanges Fell haben, empfiehlt es sich 1 mal pro Woche zu bürsten.