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Seit ein paar Jahren sorgen das Kopftuch im Allgemeinen und der Ganzkörperschleier (Nikab, Burka) im Speziellen für aufgeheizte Diskussionen. Belgien (2010) und Frankreich (2011) waren die ersten Länder, die ein Burkaverbot erliessen – seit vergangenem Jahr auch mit dem Segen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Auch im Tessin (2013) wurde ein Burkaverbot gutgeheissen, in der Schweiz wird derzeit eine nationale Volksinitiative erarbeitet.
Dabei zeigt sich, dass die Ansichten über den verhüllten Kopf auseinandergehen. Die einen sehen das Kopftuch als Zeichen der Unterdrückung, die anderen als Zeichen der Befreiung. Die einen sehen die Religionsfreiheit bedroht, die anderen betonen die Wichtigkeit der Sicherheit. Tatsache ist, dass Kopftücher und Schleier nicht nur religiöse Symbole und nicht nur auf den islamischen Glauben beschränkt sind.
In dieser Sendung diskutieren Elisabeth Reichen (Ausstellung Schleier und Entschleierung), Sr. Lydia Schranz (Oberin Schwesterngemeinschaft Diaconis, Bern) und Daniel Zingg (EDU-Politiker, Egerkinger Komitee) über ihre Erfahrung mit Kopftüchern, die Bedeutung dieser Kleidungsstücke und den korrekten Umgang mit Menschen, die sich aus Überzeugung verhüllen.