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In einer gemeinsamen Europäischen Bauerndeklaration fordern 43 Bauernorganisationen in 14 Ländern – Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweiz, Spanien (inkl. Baskenland und Galizien) – sowie die Dachverbände Europäische Koordination Via Campesina (ECVC), das European Milk Board (EMB) und Demeter International ihre Regierungen auf, das Handelsabkommen der EU mit den Mercosurstaaten abzulehnen. Aus der Schweiz hat die Bauerngewerkschaft Uniterre die Deklaration unterzeichnet.
«Mit dem EU-Mercosur-Abkommen sollen die Importe von beispielsweise Fleisch, Zucker und Soja aus den Mercosur-Ländern steigen, deren Produktion im Zusammenhang mit der aggressiven Exportausrichtung immer industrieller wird», kritisiert EMP-Präsident Erwin Schöpges in einer Mitteilung vom Freitag. Diese Entwicklung gehe zu Lasten der Umwelt und der Menschenrechte und führe zu Preisdruck bei den europäischen Bauernfamilien.
Die Bäuerinnen und Bauern fordern in ihrer Deklaration eine Handelspolitik für faire und kostendeckende Erzeugerpreise weltweit, für Klimaschutz, Artenvielfalt und Tierwohl, für Menschenrechte, für bäuerliche Strukturen, für regionale Lebensmittel, für den Erhalt und die Weiterentwicklung europäischer Standards und für faire Arbeitsbedingungen.