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Für die Nukem ist der gewonnene Auftrag der erste im Bereich Rückbau, der vergleichbare Arbeitspakete sowohl am Standort Oskarshamn als auch in Barsebäck umfasst. Durch das Zusammenfassen von allen vier Reaktorblöcken an beiden Standorten werden wichtige Synergieeffekte bei der Projektrealisierung genutzt, so die Nukem.
Die Zerlegung der Reaktordruckbehälter im Kernkraftwerk Barsebäck beginnt laut Nukem nach Erhalt der Rückbaugenehmigung Anfang 2020. Das gesamte Projekt soll planmässig 2024 am Kernkraftwerk Oskarshamn abgeschlossen werden. Das nukleare Rückbauprogramm umfasst eine Reihe von Arbeitspaketen, unter anderem die Zerlegung und Entsorgung der Reaktordruckbehälter sowie die Entsorgung von Komponenten der Turbinen und der Dampferzeuger. Die Rückbauarbeiten werden sukzessive ausgeführt – zuerst in Barsebäck und dann in Oskarshamn – was die Realisierung eines «Lead-and-Learn»-Ansatzes ermöglicht. Die durch die gemeinsame Planung und Investitionen erzielten Synergien steigern die Effizienz des Projektes erheblich, erklärte die Nukem. Der Wissenstransfer vom ersten zu den nachfolgenden Blöcken werde ebenfalls zur Erhöhung der Projektsicherheit beitragen.
Die schwedische Regierung hatte 1999 vorerst Barsebäck-1 und im Mai 2005 Barsebäck-2 aus politischen Gründen vorzeitig abschalten lassen. Oskarshamn-1 erzeugt seit Juni 2017 keinen Strom mehr und Oskarshamn-2 wurde im Dezember 2016 für Nachrüstarbeiten abgeschaltet und später für stillgelegt erklärt.
Quelle
M.A. nach Nukem Technologies, Medienmitteilung, 25. April 2019