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Die Lackenhütte (© Sybille Haushofer, Steyr/Wien)
Den Einfall für diese Geschichte soll Marlen Haushofer, die gerne Krimis, Groschenromane und Science Fiction las, aus einer Ausgabe der Reihen "Utopia" und "Terra" haben, von denen sie eine beachtliche Sammlung besass. Der damals halbwüchsige Sohn einer befreundeten Familie wurde von Marlen regelmässig mit Lesestoff versorgt, und er glaubt sich zu erinnern, dass es eine Geschichte aus besagter Reihe gab mit dem Titel "Die gläserne Kuppel", die von einer Gruppe Menschen handelte, welche unter dem Schutz einer riesigen Glaskuppel eine Art Eiszeit überlebte. Wie dem auch sei, 1961 begann Marlen ihr Romanprojekt. Viele Bilder des Themas bezog Marlen aus ihrer Kindheitsumgebung. Die Jagdhütte, in der die namenlose Ich-Erzählerin des Romans wohnt, steht eine gute Stunde Fussmarsch vom Forsthaus Effertsbach entfernt: "Das Jagdhaus ist eigentlich eine einstöckige Holzvilla, aus massiven Stämmen gebaut und heute noch in gutem Zustand. Im Erdgeschoss ist eine grosse Wohnküche in Bauernstubenart, daneben ein Schlafzimmer und eine kleine Kammer. Im ersten Stock, um den eine Holzveranda führt, liegen drei kleine Kammern für die Gäste." Die sogenannte Lackenhütte, die noch heute in nahezu unverändertem Zustand erhalten ist, wurde 1924 als Unterkunft für den Förster und die Jagdpächter erbaut, daneben befand sich eine kleine Hütte für die Holzknechte. Marlen ging mit ihrem Vater oft zur Lackenhütte und unternahm von dort auch längere Wanderungen. Die Alm, auf die die Erzählerin der Wand mit ihren Tieren im Sommer übersiedelt, heisst in Wirklichkeit Haidenalm. Auch die Tiere aus der Geschichte haben reale Vorbilder: Die sanfte Kuh Bella, der kluge Hund Luchs, der Kater Tiger (ein Abbild von Marlens Liebling Iwan) und die Angorakatze Perle. Die erste Niederschrift der Wand trug noch biografische Einschübe, auf die Marlen später verzichtete.