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Kurzanleitung Photoshop Inhaltsbasiertes füllen
Photoshop Inhaltsbasiertes füllen [ 4 Varianten ] ist eine Funktion in Adobe Photoshop, die es ermöglicht, unerwünschte Objekte oder Bereiche in einem Bild zu entfernen, indem sie automatisch durch benachbartes Bildmaterial ersetzt werden. Hier sind die grundlegenden Schritte, um das inhaltsbasierte Füllen zu verwenden:
- Öffne dein Bild: Starte Adobe Photoshop und öffne das Bild, das du bearbeiten möchtest.
- Erstelle eine Auswahl: Wähle das Auswahlwerkzeug (normalerweise das Lasso-Tool, das Zauberstab-Tool oder das Auswahlrechteck-Werkzeug) und markiere den Bereich, den du entfernen möchtest.
- Rufe das inhaltsbasierte Füllen auf: Gehe zum Menü „Bearbeiten“ und wähle „Inhaltsbasiertes Füllen“. Alternativ kannst du auch mit der rechten Maustaste auf die Auswahl klicken und „Inhaltsbasiertes Füllen“ aus dem Kontextmenü auswählen.
- Vorschau und Anpassungen: Photoshop wird nun versuchen, den ausgewählten Bereich auf intelligente Weise mit Inhalten aus der Umgebung zu füllen. Du siehst eine Vorschau des Ergebnisses. Überprüfe, ob das Ergebnis zufriedenstellend ist.
- Anpassungen vornehmen: Wenn das Ergebnis nicht perfekt ist, kannst du Anpassungen vornehmen. Verwende Werkzeuge wie das Pinselwerkzeug, um Bereiche zu markieren oder zu entfernen, die möglicherweise nicht korrekt bearbeitet wurden.
- Bestätige und Übernehme: Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, klicke auf „OK“ oder „Übernehmen“, um die Änderungen zu bestätigen und die Auswahl mit dem bearbeiteten Inhalt zu füllen.
Das inhaltsbasierte Füllen basiert auf fortgeschrittenen Algorithmen, die versuchen, Muster und Texturen aus der Umgebung zu extrapolieren, um nahtlose Ergebnisse zu erzielen. Dennoch ist es wichtig zu beachten, dass bei komplexen Bildern oder großen Auswahlbereichen manchmal manuelle Anpassungen erforderlich sein können, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
In meiner Artikelserie «Anwenden und Verstehen» stelle ich verschiedene Tools im Prozess der Bildbearbeitung vor. Ich mache den Anfang mit meiner Lieblingsfunktion in Photoshop, dem „Inhaltsbasierten Füllen“. Mit der Funktion lassen sich störende Elemente leicht aus einem Foto entfernen oder sogar neue hinzufügen.
Aber erstmal auf Anfang zurück, und fangen wir ganz vorne an, an den Anfang mit Camera-RAW!
[1] Camera RAW Bild Skalieren [ 1/2 ]
Wer kennt nicht das Problem, dass beim allerersten Ausrichten des Bildes in Camera-RAW Konverter fehlende transparente Bildbereiche entstehen?
Siehe dazu die roten Umrandungen auf der rechten Seite.
- Zuschneiden
- Geomotrie-Upright > Beim Ausrichten wird das Bild gerade entsprechend dem ausgewählten Verfahren ausgerichtet, dabei können fehlende Bildbereiche auftreten. Sollte das Ergebnis nicht passen, können die Linien zum Ausrichten auch manuell verwendet werden.
- Skalieren > Sobald beim Ausrichten Bildbereiche verloren gehen bzw. verschwinden, können diese über das manuelle Skalieren wieder zurückgeholt werden, dies funktioniert, nur wenn der Haken bei «Freistellen beibehalten» entfernt wird.
- Freistellen beibehalten > Sobald der Haken sitzt wird, werden die Transparente Bereiche abgeschnitten bzw. das Bild auf die mögliche Dimension zugeschnitten, dabei kann viel verloren gehen! Wer das nicht möchte, also Haken raus, im Standard ist der immer gesetzt!
Im nächsten Schritt füllen wir die tarnsparenten Bildbereiche durch Photoshop durch die Funktion «Inhaltsbasiertes Füllen» oder neu durch automatisches «Generieren». Beide Funktionen sind ähnlich, aber dennoch nicht gleich, können zwar für die gleichen Aufgaben verwendet werden, aber dennoch gibt es Unterschiede.
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[2] Photoshop Objekt markieren | selektieren
Aus Camera-RAW heraus werden durch meine Einstellungen alle Bilder als Smartobjekt nach in Photoshop überführt und geöffnet. Smartobjekte bieten gewisse Vorteile in der Bildbearbeitung, welche genau beschreibe, ich in einem anderen Artikel dieser Reihe. Durch das Smartobjekt ist das Bild in gewisser Art und Weise geschützt für viele weitere Bearbeitungsschritte. In meinem Workflow dupliziere ich die erste Bildebene mit [ command + j ] aus [1] wird [2] damit die [2] Bildebene jetzt bearbeitet werden kann, muss diese neue Bildebene gerastert werden.
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Im ersten Schritt muss der transparente Bereich ausgewählt werden, dies kann über das Lasso erfolgen oder über das Zeichenstift-Werkzeug. Mit welcher Art, du den Bereich selektiert ist dir überlassen und ich gehe davon aus, dass du Photoshop bereits so weit beherrscht. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du bei mir ein Online Coaching bestellen und ich führe dich in die Welt und Funktionen von Photoshop ein.
HINWEIS
Nach dem Selektieren musst du die Selektion umdrehen, da jetzt der innere Bildteil selektiert ist, alle Änderungen würden sich jetzt innerhalb dieser Selektion durchgeführt werden. Wir wollen aber den äusseren Bereich bearbeiten. Mit [ shift + command + i ] oder über das Menü die Selektion umkehren.
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HINWEIS
Zur besseren Darstellung welcher Bereich Inhaltsbasiert gefüllt wird, habe ich diesen euch gelb eingefärbt, siehe weiter unten, bei euch sollte der Bereich durch die gestrichelten Kannten selektiert sein!
[3] Photoshop Inhaltsbasiertes füllen [ 4 Varianten ]
Damit sind die Vorarbeiten abgeschlossen und wir können mit dem eigentlichen «Inhaltsbasiertes Fülle» beginnen. Es gibt 3 [ Varianten ], die hier verwendet werden können. Alle 3 [ Varianten ] führen in der Regel zum Ziel, die Ergebnisse können sich durchaus unterscheiden, die [ Varianten ] 1 und 2 ähneln sich am meisten, die 3 [ Varianten ] ist relative neu in Photoshop und wird auch als KI generiertes Füllen bezeichnet. Die 3 [ Varianten ] erzeugt den grössten Unterschied zu den beiden anderen, da hier ein anderer Algorithmus dahinter liegt.
[3] Photoshop Inhaltsbasiertes füllen [ 1 – 4 ] Fläche füllen
Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster. Hier wählt man Inhalt: Inhaltsbasiert, Modus: Normal, Deckkraft: 100% aus und setzt zusätzlich das Häkchen bei Farbanpassung. Alternativ funktioniert auch die Tastenkombination [ umschalt + f5 ] oder auf der Hintergrundebene die Entfernen-Taste, um diesen Dialog aufzurufen.
HINWEIS
Zur besseren Darstellung welcher Bereich Inhaltsbasiert gefüllt wird, habe ich diesen euch gelb eingefärbt, bei euch sollte der Bereich durch die gestrichelten Kannten selektiert sein!
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Das Ergebnis [ 1 – 4 ] Fläche füllen
Man könnte jetzt die Bildfehler über weitere Ebenen und Wegpinseln ausbessern und korrigieren. Das Ergebnis an sich ist nicht schlecht und kann in vielen Fällen zum gewünschten Ergebnis führen, in diesem Fall ist es nicht mein gewünschtes Ergebnis und bevor ich Stunden mit manuellen Überarbeiten jetzt verbringe, versuchen wir eine der anderen Versionen! Dann bestätigt man alles mit der Entertaste oder einem Klick auf Ok und schon zaubert Photoshop. Oder besser gesagt füllt das Programm die ausgewählte Stelle mit anderen ähnlichen Elementen aus dem Bild auf.
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[3] Photoshop Inhaltsbasiertes Füllen [ 2 – 4 ] Kontur füllen
Über das Menü «Kontur füllen [2]» aufrufen.
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Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster.
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Farbe auswählen, die zum Bild passt, ich habe mal gelb gelassen, da dies im Ergebnis prägnant dargestellt wird.
Das Ergebnis [ 2 – 4 ] Kontur füllen
Ich denke, es ist klar und ersichtlich was diese Füllart «Kontur füllen» macht und diese Füllart für mein aktuelles Bild kein Einsatzzweck erfüllt. Ein Anwendungsfall wäre für mich, wenn eine weisse digitale Passepartout als Rand sinnvoll wäre und diese so generieren lässt.
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[3] Photoshop Inhaltsbasiertes Füllen [ 3 – 4 ] Inhaltsbasiertes füllen
Über das Menü «Inhaltsbasiertes füllen [3]» aufrufen.
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Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster, der grüne Bereich impliziert die Vorlage, woraus Photoshop beim Generieren die Daten heranzieht, die neuen Bereiche zu generieren. In diesen Fall habe ich jetzt die Laterne und das Verkehrsschild aus der Grundlage zum Generieren ausgeschlossen. Dazu den Pinsel auf der linken Seite auswählen und direkt im Bild die Bereiche das grün entfernen. Auf der rechten Seite werden die Auswirkungen als Ergebnis direkt als Bildvorschau angezeigt.
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Das Ergebnis [ 3 – 4 ] Inhaltsbasiertes füllen
Im Gegenzug zur Variante [1] ist jetzt keine Verdoppelung der Lampenteile und dem Verkehrsschild mehr vorhanden und wurde beim Generieren ausgespart. Das Ergebnis ist jetzt um einiges besser und ich könnte mit der weiteren Bildbearbeitung beginnen. Ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis in der Ecke rechts unten noch nicht, und könnte jetzt diesen Bereich nochmals auswählen und erneut generieren mit der Variante [1] oder [3].
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[3] Photoshop Inhaltsbasiertes füllen [ 4 – 4 ] Generieren (relative neu)
Über das Menü «Generieren [4]» oder über den neuen direkten Block (blau markiert) aufrufen.
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Es besteht jetzt die Möglichkeit weitere Informationen und Begriffe einzugeben, wie der Bereich generiert werden soll, z. B. könnte man Wasser und Sonnenuntergang eingeben, das ergibt in diesem Fall keinen Sinn, ist aber durchaus spassig herauszufinden, was Photoshop daraus macht! Sinnvoller wäre jetzt z. B. Bäume, Wiesen einzugeben, man kann es auch einfach leer lassen, was ich meisten als Erstes mache um zu sehen, was dabei herauskommt. Meistens ist das Ergebnis bereits das, was man möchte.
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Das Ergebnis [ 4 – 4 ] Generieren – Wasser Sonnenuntergang
Es stehen dabei immer 3 generierte Bilder zur Auswahl, hier hat Photoshop unten rechts ein wenig Küstenlinie und Wasser rein generiert. Dies ist immer spassig und interessant, was Photoshop daraus macht, manchmal durchaus ein überraschendes cooles Ergebnis, aber meistens nicht, was ich möchte, daher gebe ich in der Regel keine weiteren Begriffe ein!
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Das Ergebnis [ 4 – 4 ] Generieren
Es stehen dabei immer 3 generierte Bilder zur Auswahl, ohne Eingabe von irgendwelchen Begriffen hat Photoshop genau die selektierten Bereiche so generiert wie ich es gerne hätte!
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Das finale Ergebnis, auf der Basis kann ich mit der weiteren Bildbearbeitung fortfahren.
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[4] Photoshop Inhaltsbasiertes füllen
Ob Steckdosen an einer Wand oder Müll auf einer Wiese, mit wenigen Klicks lassen sich solche Dinge wie von Zauberhand aus dem Foto entfernen. Ich habe jetzt noch die Lampe mit dem Verkehrsschild entfernt da, die mich doch irgendwie gestört hat, dazu die Lampe wie zuvor beschrieben selektiert und per «generieren» entfernen lassen und aus den drei Ergebnisse das beste für mich ausgewählt.
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[5] Camera RAW [ 2/2 ]
In meinem Workflow starte ich Camera-RAW für die Bildbearbeitung immer 2-mal, und damit endet auch mein Workflow mit dem finalen Arbeitsschritt der Feinjustierung.
Goldenen regeln in der Bildbearbeitung (passend zum eigenen Bild anwenden)
- Effekte
- Struktur +4
- Klarheit +4
- Dunst entfernen -6
- Vignette -11
- Körnung 0
Dies Regel [Parameter] werden immer erst am Ende als finale Feinjustierung angewendet, wenn man diese Parameter bereits beim ersten Mal in Camera-RAW anwendet, kann es bei der allgemeinen Bildbearbeitung zu unschönen Artefakten kommen, welche schlecht wieder zu entfernen sind oder einfach störend sind. Beim letzten Schärfen können diese an den rändern dann richtig empor Treten was bedeuten würde man muss von vorne beginnen. Beim Composing von Bildern kann ich schon mal 8 Stunden sitzen, bis ich durch bin, und wenn ich dann wegen dieses kleinen Fehlers im Bearbeitungsschritt / Workflow nochmals von vorne beginnen müsste, wäre das sehr ärgerlich. Bei meinem regulären Workflow für die einfache Bildbearbeitung, ohne Composing, brauche ich nur Minuten oder auch mal ’ne stunde, aber eigentlich nie länger pro Bild.
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FAZIT
Ich arbeite sehr gern mit dem Inhaltsbasierten Füllen. Zudem ist es kein Aufwand und bevor ich aufwändigere Möglichkeiten nutze, probiere ich zunächst aus, ob Photoshop die störenden Sachen nicht einfach wegzaubern kann.
Und mit welchen Werkzeugen zaubert Ihr am liebsten? Wir suchen noch Gastautoren, die unsere neue Artikelserie bereichern. Dabei ist es völlig egal, mit welchem Programm Ihr bearbeitet: Photoshop, Lightroom, Gimp oder zusätzliche Software wie Camera Raw, Exposure 7 oder die Nik Collection. Ob simple Methoden, wie die vorgestellte, oder aufwändige, die erst im Zusammenspiel mit verschiedenen Aktionen zum Erfolg führen. Wir freuen uns über Eure Kommentare zu meinem Beiträge. Schreibt mir dafür gern mit Eurem Vorschlag.
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