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Im vergessenen Norden Pakistans engagiert sich das SRK seit 2014 beim Wiederaufbau der Infrastruktur und der Verbesserung der Gesundheitsversorgung.
Seit den 1980er-Jahren engagiert sich das SRK in Pakistan. Nach den schweren Überschwemmungen im Sommer 2010, die weite Teile des Landes für Wochen unter Wasser setzten, half es in der Provinz Sindh beim Wiederaufbau von Häusern und Latrinen. Das nach der Nothilfe im Süden Pakistans initiierte Projekt für einen verbesserten Zugang zur Gesundheitsversorgung für schwangere Frauen, Mütter und Kinder wird bis heute unterstützt. Aufgrund der positiven Ergebnisse wird das Projekt in der zweiten Hälfte dieses Jahres auf einen weiteren Distrikt ausgeweitet.
Seit 2014 fokussiert das SRK sein Engagement auf die Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Norden, wo es während der Katastrophe von 2010 bereits Nothilfe leistete. Auch das abgelegene Manoor-Tal im Mansehra Distrikt wurde damals von den Wassermassen der Monsunregen und der gleichzeitig starken Gletscherschmelze heftig getroffen. Doch die vergessene Gegend erhielt kaum Hilfe und Unterstützung für einen Wiederaufbau. Noch heute sind die Folgen und Schäden der Fluten zu sehen. Viele Häuser, Fusswege oder Fussgängerbrücken wurden damals entlang dem Manoor-Nala-Fluss weggespült und Verbindungswege stark beschädigt. Kinder konnten nicht mehr zur Schule und auch die Gesundheitsstation und der Markt im Tal unten waren für die Menschen kaum erreichbar.
Vieles haben die 24 000 Bewohnerinnen und Bewohner in den 18 Dörfern des Tales behelfsmässig selber wieder repariert, doch hält die einfache Infrastruktur kaum den jährlichen starken Regen und immer wiederkehrenden Fluten stand.
Das SRK engagiert sich zusammen mit dem Dänischen Roten Kreuz (DRK) sowie dem Pakistanischen Roten Halbmondes (PRCS) bei der Instandstellung der Infrastruktur. Spezieller Augenmerk wird auf den Wiederaufbau gelegt und auf die Verbesserung von Strassen, Brücken, Fusswegen und Stützmauern sowie Rückhaltedämmen. Um der Bodenerosion und somit den jährlichen Schäden durch Erdrutsche oder Steinschlag entgegen zu wirken, wird im Tal und an den steilen Hängen aufgeforstet.
Bessere Wasserversorgung
Viele Frauen und Kinder müssen in dieser Bergregion täglich bis zu zwei Kilometer zu Fuss zur nächsten Wasserquelle gehen oder zum Manoor-Nala-Fluss hinabsteigen, über oft gefährliche Trampelpfade und ein paar Holzbrettern als Brücken. Damit die Bevölkerung des Tales Zugang zu sauberem Wasser erhält, verbessert das SRK in Zusammenarbeit mit dem DRK und dem PRCS die Wasserversorgung. Es baut vorhandene Wassersysteme aus und baut neue, dort wo sie von den Fluten zerstört wurden oder fehlen.
Dazu gehören auch die Bewässerungssysteme, die von den Überschwemmungen 2010 zum grossen Teil zerstört wurden. Die Menschen im Tal leben von der Landwirtschaft und sind auf eine kluge und zuverlässige Bewässerung ihrer Felder angewiesen.
Zugang zu Gesundheit auf Dorfebene
Die Winter im Manoor-Tal sind lang und kalt. Einige der Dörfer sind nur zu Fuss durch steile Hänge erreichbar. Die Gegend ist nur minimal entwickelt. So ist auch der Zugang zur Gesundheitsversorgung minim. Das SRK zusammen mit seinen Partnern bildet Freiwillige in Gesundheitsthemen und Erster Hilfe aus, um eine erste medizinische Grundversorgung der Talbevölkerung zu gewähren. Dazu gehören auch Aufklärungskampagnen zu Hygiene und Gesundheit.
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