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Am Mittwochabend (Ortszeit) fragte er in einem Tweet, ob die Plattform betroffenen Nutzern eine "Generalamnestie" anbieten solle. Ausgenommen von einer solchen Begnadigung seien Nutzer, die gegen Gesetze verstossen oder Spam-Nachrichten verbreitet hätten.
Should Twitter offer a general amnesty to suspended accounts, provided that they have not broken the law or engaged in egregious spam?— Elon Musk (@elonmusk) November 23, 2022
Nutzer des Online-Dienstes können noch bis Donnerstagabend mit "Ja" oder "Nein" abstimmen. Dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" zufolge gingen innerhalb der ersten 45 Minuten mehr als 700'000 Stimmen ein. Am Donnerstagmorgen waren es mehr als 2,5 Millionen. Mehr als 72 Prozent davon befürworteten die Freischaltung gesperrter Accounts. Nach jüngsten Angaben kommt der Dienst auf mehr als 230 Millionen täglich aktive Nutzer.
Musk hatte Ende Oktober angekündigt, dass vor der Wiederaktivierung von Twitter-Konten ein Rat zum Umgang mit kontroversen Inhalten gebildet werden solle. In der vergangenen Woche liess der Tech-Milliardär dann ohne Gremium nach einer Nutzerumfrage den Account des früheren US-Präsidenten Donald Trump freischalten. Trump war seit Januar 2021 von Twitter verbannt. Er hatte am 6. Januar Sympathie für seine Anhänger bekundet, die den Sitz des US-Parlaments gestürmt hatten.
Musk kaufte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar. Seit der Übernahme macht dem Unternehmen unter anderem die Zurückhaltung grosser Werbekunden zu schaffen. Werbeeinnahmen machten zuletzt rund 90 Prozent der Erlöse aus.
(AWP)