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Harrington on Hold’em: Volume 1
Turnierstrategie (Multitable und Sit & Gos)
Review
Dan Harrington ist seit 1982 professioneller Pokerspieler, manchen auch unter dem Namen „Action Dan“ bekannt. Er gewann die World Series of Poker (WSOP) im Jahre 1995 und hat sich drei weitere Male an den Final Table dieser Poker-Weltmeisterschaft gekämpft. Er ist bekannt für seine solide Spielweise. In seinen Büchern verrät er sicher nicht jedes Geheimnis, aber gibt einen sehr guten Leitfaden für eine solide Spielweise bei No Limit Texas Hold’em Poker Turnieren.
Dieses Buch entspricht seiner erfolgreichen Spielweise: Ein gut strukturiertes, durchdachtes Konzept steht hinter jeder Handanalyse. Der erste Band beschreibt die grundsätzlichen Überlegungen in den frühen und mittleren Turnierphasen. Die wichtigsten Konzepte, wie gute Starthände, Pot Odds usw. sind darin gut verständlich beschrieben. Zu Beginn beschreibt er verschiedene Spieltaktiken (aggressiv, super-aggressiv, tight etc) und Turniertypen (Online-Multitable, Single Table etc.). In den darauf folgenden Kapiteln vermittelt er Theorie, welche man anschliessend an konkreten Beispielen anwenden kann. Er zeigt anhand gut gewählter Beispiele auf, wie vor dem Flop sowie nach Flop, Turn und River gespielt werden sollte und worauf speziell geachtet werden muss. Er zeigt dies immer aus einer eher tighten Sichtweise, vergisst aber nie, auf ganz Wesentliches einzugehen, wie z.B. auch das Table Image zu berücksichtigen. Wenn du dir vorgenommen hast, tight zu spielen, aber in den ersten vier Händen des Turniers AA, AKs, JJ und KK bekommst und diese richtigerweise auch aggressiv spielst, dann hattest du zwar vor, tight zu spielen, dein Image am Tisch – die Wahrnehmung durch deine Gegner – ist aber ein ganz anderes! Was das Turnierpoker anbelangt ist dies wohl das beste Buch auf dem Markt für den leicht fortgeschrittenen bis fortgeschrittenen Spieler. Einerseits macht Harrington seine Spielidee durch konkrete Beispiele fassbar, andererseits besticht er durch seinen stets analyitisch bleibenden Gedanken, eine Hand zu analyiseren, anstatt diese nach Gefühl zu spielen. Es sind mittlere bis gute Englischkenntnisse erforderlich, aber im Vergleich zu Sklanskys Werken ist dieses Buch sehr einfach zu lesen. Achtung! Wer dieses Buch mag, wird Teil 2 mit Bestimmtheit auch kaufen!
Seit März 2007 gibt es Harrington on Hold’em Band 1 auf Deutsch.