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Gardner, Martin
Martin Gardner wurde als ältestes von drei Geschwistern in Tulsa, Oklahoma als Sohn einer Kindergärtnerin und eines Geologen geboren, der sich erfolgreich als ölsucher betätigte. Nach einem Philosophiestudium in Chicago und drei Jahren Militärdienst auf einem Zerstörer im zweiten Weltkrieg arbeitete Gardner als freier Wissenschaftsjournalist und verfasste seine erste Kurzgeschichte, die im Esquire Magazine veröffentlicht wurde. Ein Dutzend weiterer Geschichten folgte. Gardner, der sich auch für Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Pseudowissenschaften, Mathematik, Kunst und Religion interessierte, entschloss sich, als Schriftsteller seinen Lebensunterhalt zu verdienen und zog nach New York.
1952 heiratete er Charlotte Greenwald, mit der er zwei Söhne hatte. In New York betreute er bis 1956 eine Rätsel- und Bastelecke für das Kindermagazin Humpty Dumpty. Daneben verfasste er Artikel für weitere Zeitschriften. Von 1957 bis 1981 schrieb er für den Scientific American die Kolumne "Mathematical Games". Da sein Hobby die Zauberkunst war - insbesondere Kunststücke, die auf mathematischen Prinzipien beruhten - schrieb er in seiner Kolumne unter anderem auch über mathematische Prinzipien der Kartenkunst, so etwa Alex Elmsleys Arbeiten zum Faro Shuffle, Norman Gilbreaths Entdeckungen zum Riffle Shuffle und Martin Kruskals "Kruskal Count" und half mit, M. C. Eschers Werke in der öffentlichkeit bekannt zu machen. Seine Artikel, die später als Sammlung in 15 Bänden und als CD-ROM herausgegeben wurden, inspirierten tausende von Lesern, sich mit mathematischen Problemen auseinanderzusetzen. Obwohl Gardner nie Mathematik studiert hatte, erwarb er sich unter Mathematikern hohes Ansehen.
Insgesamt verfasste Gardner neben unzähligen Artikeln für Zeitschriften rund 70 Bücher, gab Kurzgeschichten, zwei Novellen und zwei Gesellschaftsspiele heraus.
1952 erschien "In the Name of Science", 1957 in zweiter Auflage als "Fads and Fallacies in the Name of Science", worin Gardner eine übersicht über die Pseudowissenschaften des 20. Jahrhunderts gab und Menschen mit vermeintlich übersinnlichen Phänomene wie Uri Geller und angebliche Beweise für die Existenz von UFOs entlarvte. 1982 folgte "Science: Good, Bad and Bogus".
1956 veröffentlichte Gardner "Mathematics, Magic and Mystery", ein Buch, das auch auf Französisch und Deutsch übersetzt wurde.
1960 veröffentlichte er "The Annotated Alice", sein erfolgreichstes Buch, mit Anmerkungen zu Lewis Carrolls "Alice in Wonderland" und "Through the Looking Glass", in denen er die zahlreichen mathematischen Rätsel, Wortspiele und Literaturverweise erklärte. 1990 folgte "More Annotated Alice" und 1999 "The Annotated Alice: The Definitve Edition"
1976 gehörte Gardner zu den Mitbegründern des Commitee for the Scientific Investigation of Claims in the Supernormal, 2006 in Commitee for Sceptical Inquiry umbenannt. Während fast zwanzig Jahren schrieb Gardner in der Zeitschrift Skeptical Inquirer die Kolumne "Notes of a Fringe Watcher".
1978 publizierte Gardner "Encyclopedia of Impromptu Magic", 1990 erschien "The man Who was Erdnase" von Bart Whaley unter Mitarbeit von Gardner und Jeff Busby, die ihre Recherchen über die Identität Erdnases beitrugen. 1998 wurde "Martin Gardner's Table Magic" veröffentlicht.Biografie
GARDNER, M. Undiluted Hocus-Pocus.The Autobiography of Martin Gardner. Princeton University Press, 2013