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Als Abfälle werden alle beweglichen Sachen bezeichnet, die der Besitzer loswerden will. Abfall lässt sich allerdings nie vollständig beseitigen. Er muss kontrolliert, bewacht, verwaltet oder wieder verwertet werden.
In Europa werden pro Jahr rund 2700 Millionen Tonnen Abfall produziert. Angesichts dieser gigantischen Abfallmenge ist es wichtig, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen. Als Konsumentinnen und Konsumenten können wir zum Beispiel Produkte kaufen, die möglichst langlebig sind, aus wieder verwertbaren Materialien bestehen und nicht unnötig verpackt sind.
Ein grosser Teil des Abfalls lässt sich sammeln und wieder verwerten. Das Recycling von Abfallmaterialien lohnt sich doppelt: Erstens wird dadurch der Abfallberg verkleinert. Zweitens können aus den gesammelten Gütern günstig neue Produkte hergestellt werden.
Mehr als die Hälfte des Abfalls, der sich weder vermeiden noch rezyklieren lässt, landet in Deponien. Der Betrieb einer Deponie ist teuer, denn es muss ständig kontrolliert werden, dass die vergrabenen Abfälle die Umwelt nicht verseuchen. In einigen Ländern Europas wird der Müll nicht vergraben, sondern verbrannt. Der entstehende Rauch wird gefiltert und gereinigt. Die unverbrannten Rückstände (Schlacke) und der giftige Filterstaub werden anschliessend in spezielle Deponien gebracht.
Stoffe, die besonders gefährlich sind, werden als Sondermüll bezeichnet. Die Industrie ist der grösste Produzent von Sondermüll. Auch in unseren Haushalten gibt es viele gefährliche Substanzen. Früher wurde der Sondermüll sorglos im Boden vergraben. Heute werden diese Altlasten mit grossem Aufwand wieder ausgegraben und speziell entsorgt.