Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03176.jsonl.gz/1580

Die Infektion mit Legionellen kann eine schwere Lungenentzündung, auch Legionärskrankheit genannt, auslösen. Der Krankheitsbeginn ist meist akut mit hohem Fieber, trockenem Husten und heftigen Kopfschmerzen, gefolgt von Thoraxschmerzen, Pleuraergüssen und wässrigen Durchfällen. Typisch ist kein Ansprechen auf eine Beta-Lactam Monotherapie. Die Legionärskrankheit verläuft in 1-10% tödlich. Legionella pneumophila ist der häufigste Erreger der Legionärskrankheit, andere Spezies können jedoch ebenfalls einen schweren Verlauf verursachen. Legionellen können auch selbst-limitierende akut fiebrige Krankheiten (Pontiac Fieber) oder in Immunsupprimierten extrapulmonale Infektionen wie Zellulitis, Abszesse, septische Arthritis, Myoperikarditis, Endokarditis, Meningitis und Peritonitis auslösen.
Regelmässig kommt es wegen kontaminierten Wassersystemen zu lokalen Ausbrüchen. Die Übertragung von Legionella pneumophila erfolgt durch tiefe Inhalation keimhaltiger Aerosole aus Klimaanlagen, Luftbefeuchtern, Whirlpools etc. Für die nosokomiale Legionellose sind auch Vernebler sowie Beatmungsgeräte und –schläuche mögliche Infektionsquellen. Eine frühzeitige Diagnose ist wegen der Wahl der Therapie und deren Verlauf wichtig.
Die Laboruntersuchung erfolgt mittels Real Time PCR, dabei kann zwischen Legionella spp. und Legionella pneumophila unterschieden werden.