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Unterirdische Raketenfabriken in Libanon?
Die Islamische Republik Iran hat in den letzten Monaten in Libanon unterirdische Raketenfabriken eingerichtet, die der vollen Kontrolle der schiitischen Hizbollahmiliz unterstehen. In diesem Sinne zitierte die kuwaitische Zeitung «al-Jarida» am Montag einen Vizekommandanten der Iranischen Revolutionsgarde, der präzisierte, dass in den Fabriken neben Raketen auch Feuerwaffen hergestellt würden. Der Bericht erschien wenige Tage nachdem der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan erklärt hatte, die Hizbollah sei nun in der Lage, Raketen zu produzieren, die jeden Teil des Staates Israel angreifen könnten. Die neuen, etwa 50 Meter unter der Erdoberfläche errichteten Fabriken sollen dem Vernehmen nach bereits seit drei Monaten im Betrieb sein. Neben Beratern der Revolutionsgarden sollen dem Personal der Fabriken auch llibanesische Experten angehören, die an der Imam-Hossein-Universität in Teheran ausgebildet worden sein sollen. Hunderte solcher Fachleute sind dem Vernehmen nach laut dem Zeitungsbericht an der Universität schon in den Techniken der Raketenherstellung unterwiesen worden. Der zitierte, aber nicht namentlich genannte iranische General meinte, der Entscheid, Raketen in Libanon zu produzieren, sei getroffen worden, nachdem Israel Waffenfabriken in Sudan und Nachschubrouten für iranische Raketen via Syrien bombardiert habe. Sollte der Bericht den Tatsachen entsprechen, würde er die Tiefe des iranischen Engagements in Syrien und Libanon bekräftigen. [TA]