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Die Menschen fokussierten sich nur auf die Notwendigkeit, relevant zu erscheinen und auf die mühsame Verteidigung der eigenen nationalen Identitäten und Gruppenzugehörigkeiten, sagte Papst Franziskus während des Gottesdienstes am Pfingstsonntag.
Papst Franziskus hat am Pfingstsonntag den Egoismus in der Gesellschaft kritisiert. «Der weltliche Geist drängt uns, uns nur auf unsere eigenen Probleme und Interessen zu konzentrieren», predigte das Oberhaupt der katholischen Kirche während des Gottesdienstes am Pfingstsonntag im Petersdom in Rom. Die Menschen fokussierten sich so nur auf die Notwendigkeit, relevant zu erscheinen und auf die mühsame Verteidigung der eigenen nationalen Identitäten und Gruppenzugehörigkeiten.
Franziskus leitete die Messe an dem für Christen wichtigen Feiertag nicht selbst, sondern liess sich vom Dekan des Kardinalskollegiums, Giovanni Battista Re, vertreten. Wegen seines Knieproblems sass der 85-Jährige am Rand des Altars. Die Predigt hielt er aus einem Rollstuhl.
Pfingsten gilt als Geburtstag der Kirche. In vielen Ländern ist der Pfingstmontag ein Feiertag. Der Überlieferung zufolge kam der Heilige Geist auf die Apostel herab, und alle redeten in anderen Sprachen, wodurch sie mit den verschiedenen Volksgruppen in Jerusalem kommunizieren konnten. Das Ereignis steht für die Einheit der Gläubigen und wird deshalb als Kirchengründung verstanden.