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- Wegen Sanktionen der Europäischen Union gegen kongolesische Politiker weist der zentralafrikanische Staat den EU-Botschafter aus.
- Botschafter Bart Ouvry habe 48 Stunden um das Land zu verlassen, so das Aussenministerium.
- Die Präsidentenwahl am Sonntag soll Kongos ersten demokratischen Machtwechsel seit rund fünf Jahrzehnten einleiten – doch Experten sind kritisch.
Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl hatte Brüssel die Sanktionen gegen mehrere kongolesische Politiker um ein Jahr verlängert. Ihnen werden Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Darunter ist auch der Präsidentschaftskandidat der Regierungspartei, Emmanuel Ramazani Shadary. Den Sanktionen zufolge werden eventuelle Vermögen der 14 Politiker und leitenden Sicherheitsbeamten in der EU eingefroren, zudem dürfen sie nicht mehr nach Europa reisen.
Präsident Joseph Kabila hatte sich 2016 nach Ablauf seiner zweiten Amtszeit geweigert abzutreten und liess die Wahlen mehrmals verschieben. Die EU verhängte daraufhin im Dezember 2016 und im Mai 2017 Sanktionen. Kabila darf selbst nicht mehr zur Wahl antreten. Für seine Partei geht sein getreuer Gefolgsmann Shadary ins Rennen. Der Kongo gehört einem UNO-Index zufolge zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.
Erneut protestierten mehrere hundert Menschen im Kongo gegen ihren Ausschluss von den Präsidentenwahlen am Sonntag. In mehreren Städten im Osten des Landes gingen Einwohner auf die Strasse, weil sie erst im März 2019 ihre Stimmzettel abgeben dürfen.