Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03399.jsonl.gz/150

Die Katze hängt sehr stark an ihrem Territorium. Deshalb ist dessen Organisation sehr wichtig und muss allen besonderen Bedürfnissen einer Katze gerecht werden, um Angststörungen zuvorzukommen. Die Katze verwendet ihre Krallen, Gerüche und Laute, um die Grenzen ihres Territoriums zu markieren. Falls Sie nicht kastriert bzw. sterilisiert ist, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf gewisse Gegenstände urinieren, um alle zu warnen, die es möglicherweise wagen könnten, diese in Beschlag zu nehmen.
Das Territorium der Katze ist in verschiedene Bereiche für Ernährung, Jagd, Ruhe, Spiel, Reproduktion, Ausscheidung und Pflege aufgeteilt. Wichtig sind, neben allerlei Spielzeug, auch der Zugang in die Höhe (Katzenbaum), Fenstersimse mit Aussicht nach draussen, ein Kratzbrett… Da der Jagdinstinkt noch sehr stark ausgeprägt ist, sprechen die meisten Spielzeuge und Katzenbäume das kleine Raubtier in der Katze an. Zwar spielen viele Katzen auch ganz allein, dennoch sollten Sie Ihr Tier zusätzlich dazu ermuntern, indem Sie mit ihm spielen.
Viele Katzenhalter verstehen nicht, wieso ihre Katze sich die Krallen lieber an den Möbeln und Polstern wetzt, obwohl sie ihr doch ein Kratzbrett gekauft haben. Das Bearbeiten mit den Krallen ist eine Art Territoriumsmarkierung mit Pheromonen, aber zusätzlich soll sie auch ins Auge fallen. Die besten Orte für eine „effiziente“ Platzierung des Kratzbretts oder des Katzenbaums sind deshalb Stellen in der Nähe der Durchgangswege oder der Ruheplätzchen Ihrer Katze, damit die bearbeiteten Objekte für alle gut sichtbar sind.
Katzen naschen sehr gern und halten pro Tag bis zu 20 kleine Mahlzeiten ab. Dieses Verhalten können Sie respektieren, indem Sie Ihrer Katze zusätzlich zur Morgen- und Abendmahlzeit, die aus Dosen-, Frischebeutel- oder Schalenfutter bestehen kann, einen kleinen Krokettenvorrat anbieten, von dem sie sich jederzeit bedienen kann. Die Katzentoilette muss in ausreichender Entfernung vom Futternapf der Katze stehen.
Für das Glück Ihrer Katze ist es auch wichtig, dass ihre Trinkvorlieben respektiert werden. Manche Katzen ziehen dem sauberen Wasser aus der Schale fliessendes Wasser direkt vom Wasserhahn vor.
Viele Katzen bleiben tagsüber allein zuhause, während der Rest der Familie arbeitet. Doch Katzen können sich gut allein vergnügen, wenn ihnen die nötigen Sachen zur Verfügung stehen. Hier ein paar nützliche Tipps:
• Stellen Sie Spiegel in die Ecken. Katzen erkennen ihr eigenes Bild im Spiegel nicht und meinen daher, mit einem Gegner zu kämpfen, der sich bewegt.
• Geben Sie Ihrer Katze vorzugsweise Spielzeug, das sie zum Knabbern und Kauen einlädt. Katzen mögen Leder, Sisal, ungiftigen Hartgummi, leere Schachteln und Kartons.
• Wechseln Sie das Spielzeug regelmässig aus und geben Sie Ihrer Katze nicht alles auf einmal.
• Stellen Sie Regale oder eine kleine Kletteranlage auf, damit sie zwischen verschiedenen Höhen, Temperaturen und Beleuchtungen wählen kann.
• Nehmen Sie eine zweite Katze zu sich! Viele Katzen haben Gesellschaft sehr gern.
• Bauen Sie eine Katzentür ein, damit Ihre Katze jederzeit auf den Balkon hinausschlüpfen kann. Es gibt Türen, die dank neuster Technologie auf den elektronischen Chip Ihrer Katze reagieren – ein beträchtliches Plus für die Sicherheit.
• Bieten Sie Ihrer Wohnungskatze ein attraktives Plätzchen auf dem Fenstersims mit freier Sicht auf die Aussenwelt an.
• Denken Sie ebenfalls an einen Katzenbaum, für die vielen Aktivitäten, die er Ihrer Katze ermöglicht. So kann Ihr Stubentiger lernen und dabei gleichzeitig seine Krallen in Form halten.
Quelle: Animag, März 2011