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Simon Ammann lässt am zweiten Trainingstag die Hoffnung aufkeimen, dass er die Grossschanze im RusSki-Gorki-Park doch noch in den Griff bekommt.
Bereits im ersten Umgang sprang Simon Ammann mit 131,5 m auf Rang 2. Weniger gut verlief der zweite Versuch – nach einem mässigen Flug stürzte Ammann bei 129,5 m. Der Toggenburger stand zwar sofort wieder auf und begab sich erneut nach oben. Doch der Zwischenfall nagt bestimmt zusätzlich am Selbstvertrauen.
Wie schon in den Trainings am vergangenen Wochenende ist auf Gregor Deschwanden mehr Verlass. Der Luzerner packte nach zwei Flügen auf 129 m und je einem sechsten Rang frühzeitig seine Sachen. (dux/si)
10. Februar 2002: Die ganze Nation drückt einem kleinen Frechdachs die Daumen. Der Reporter fordert: «Flieg, Simi, fliiiieg!» Und der macht genau das: Simon Ammann segelt zu seinem ersten Olympiasieg.
Seine Geschichte beginnt in Unterwasser, einem kleinen Dorf fast zuoberst im Toggenburg. Hier ist Simon Ammann aufgewachsen. Einen Monat vor den Olympischen Spielen von Salt Lake City treffe ich den Skispringer und seine Familie nach der Vierschanzentournee. Die Gemeinde gibt ihm nach dem sechsten Gesamtrang einen kleinen Empfang. Anwesende Reporter: zwei. Niemand kann sich vorstellen, was hier in einigen Wochen los sein wird.
Simon Ammann lancierte seine Weltcupkarriere mit einem Paukenschlag. …