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Schriften zum Pragmatismus und Pragmatizismus

über Peirce:
M. Hoffmann: Peirces Zeichenbegriff
U. Wirth: Konjektur argumentiert mit Peirces Guessing

über Peirce:
C. Peirce hat seine Arbeiten niemals in Monographien veröffentlicht, sondern in Zeitschriftenaufsätzen und Lexikonartikeln. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Vorlesungsmanuskripten sowie eine außerordentlich große Zahl von überwiegend handschriftlichen Manuskripten für weitere Aufsätze und geplante Bücher. Das Werk, soweit es überhaupt veröffentlicht ist, ist daher nur in den Collected Papers und einer Reihe von Anthologien verfügbar. Die Manuskripte sind mikroverfilmt. Im Werksverzeichnis des Hauptartikels sind die wesentlichen Sammelbände verzeichnet.

Bildquelle: Wikipedia

Charles Sanders Peirce (1839 - 1914) war in seinem Selbstverständnis Semiotiker. Er gehört zu den Begründern des Pragmatismus und zu den Wegbereitern der algebraischen Logik. Er nannte seinen eigenen Pragmatismus Pragmatizismus, nachdem andere Pragmatiker Zeichen als Verweise auf Gegenstände, die nicht in der Wahrnehmung sind, bezeichnet haben.
C. Peirce ist populär, weil er Logik mit lebensweltlichen Inhalten vermischt. Er hat dazu eine seltsame und komplexe Auffassung zum "Begriff" Zeichen (nach Peirce) entwickelt. Er suggeriert eine logische Semiotik. Im Proginal spricht er von semeiotic [377. I have often thought that if it were not that it would sound too German (and I have an utter contempt for German logic) I would entitle my logic-book (which is now coming on) "Logic considered as Semeiotic" (or probably Semeotic without the i;) but everybody would think I was translating als Semeiotik betrachtet, which I couldn't stand.]
Zentral für seine Philosophie ist die Auslegung von "Begriffen" als Handlungsregeln (womit etwas anderes als Begriff gemeint ist). Nach der pragmatischen Maxime sind Begriffe von ihrer Zweckmässigkeit in bezug auf unsere praktischen Ziele zu beurteilen. In seiner Auffassung von dem Sinn von Sätzen entwirft Peirce eine Form der Verifikationstheorie (siehe Falsifikation), nach welcher der Sinn eines Satzes dadurch bestimmt ist, dass seine Wahrheit oder Falschheit einen Unterschied in bezug auf unsere Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten machen würde. Ein Satz, der sich nicht durch das Zeugnis der Erfahrung bestätigen oder entkräften lässt, hat keinen - logischen - Sinn.
Auf dem Gebiet der Logik untersuchte er die ausschliessende und die nichtausschliessende Disjunktion und die materiale Implikation. Dabei entdeckte er eine Reihe von Gesetzmässigkeiten. Er befasste sich auch mit Problemen der induktiven Logik und der Klassifikation von Schlüssen sowie mit Problemen der Relationentheorie. Nach Peirce ist in der zweiwertigen Logik die Peirce-Funktion (Wahrheitswert) bezeichnet.
In den Reasoning and the Logic of Things (1898) zeigt C. Peirce, dass die logischen Formen mit den Formen räumlicher Strukturen eng verbunden sind. Er entwickelt in diesen Vorlesungen eine geometrische Form der Logik, die existentiellen Graphen (existential graphs).
Der Pragmatismus von C. Peirce (den er schliesslich deshalb umbenennen musste) kennt weder Material noch einen Ort für des Zeichen. Auch nicht für die Aspekte, die er als Reprasentamen und Interpretant bezeichnet. Was ihn interessiert, findet in der Wahrnehmung statt.
C. Peirce befasst sich nicht mit Sprache und ist in diesem Sinne kein Linguist, sondern eben - in der Selbstbezeichnung - ein Semiotiker, der tautologischerweise auch für Logik zuständig ist, soweit sie sich mit Zeichen befasst.
Zeichen, Zeichen (nach Peirce), Token, Abduktion, blinder Fleck, Abduktion
"Adler-Geschichte"