Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03624.jsonl.gz/1376

Ging die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 mit rechten Dingen zu? Das untersuchte der Amerikaner Michael Garcia. Sein Bericht soll geheim bleiben - allerdings kündigte die FIFA eine Stellungnahme zu dem Papier an.
Die FIFA wird das Urteil ihrer Ethikkommission zu den Untersuchungen der WM-Vergaben an Russland und Katar am Donnerstag veröffentlichen. Das gab der Fussball-Weltverband bekannt. Die Ausrichter der Turniere 2018 und 2022 stehen unter dem Verdacht, den WM-Zuschlag durch unlautere Mittel bekommen zu haben.
Auch die Rolle der 24 Mitglieder des Exekutivkomitees, die im Dezember 2010 die umstrittenen Entscheidungen getroffen haben, waren Gegenstand der Ermittlungen des Amerikaners Michael Garcia. Über Inhalte des Berichts machte die FIFA vorab keine Angaben.
Die Ethikkommission war nach anhaltenden Korruptionsvorwürfen aktiv geworden. Experten rechnen allerdings nicht mit gravierenden Konsequenzen für Russland oder Katar. Inwiefern einzelne Exekutivkomitee-Mitglieder Sanktionen befürchten müssen, ist offen.
Chefermittler Garcia hatte den rund 350 Seiten umfassenden Bericht («Garcia Report») Anfang September an die rechtssprechende Kammer um den vorsitzenden deutschen Richter Hans-Joachim Eckert übergeben. Insgesamt sollen 75 Zeugen befragt worden sein, ausserdem sind rund 200'000 Seiten umfassendes Material gesichtet worden.
Nach der Übergabe war eine Kontroverse entbrannt, ob der Bericht veröffentlicht werden soll. Dies lehnt die FIFA bislang unter Berufung auf ihren Ethikkodex ab. Die Stellungnahme von Eckert soll hingegen auf der Internetseite der FIFA publiziert werden. (buc/sid/pre)