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Der aus Österreichisch stammende Internettheoretiker, Künstler und Philosoph Armin Medosch, der in London und Wien lebte und arbeitete, ist vergangenen Donnerstag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 54 Jahren in Wien gestorben. In seiner publizistischen Arbeit untersuchte Medosch vor allem die Auswirkungen vernetzter Computertechnik auf die Gesellschaft.
1996 gründete er mit Florian Rötzer in München das Onlinemagazin Telepolis, in dem schon früh Themen wie Internetregulierung und Massenüberwachung aus spezifisch europäischer Perspektive beleuchtet wurden. 2002 kehrte Medosch der Telepolis-Redaktion jedoch den Rücken und arbeitete fortan als freier Kurator, Journalist und Essayist. Zu seinen bekanntesten Publikationen zählt etwa "Netzpiraten - die Kultur des elektronischen Verbrechens", in der es um Sicherheit und kulturelle Freiräume in den Datennetzen geht. Zuletzt befasste sich der gebürtige Grazer im Rahmen einer gleichnamigen Monografie mit der jugoslawischen Computerkunstgruppe New Tendencies.