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Viele Grossunternehmen der IT-Branche, beziehungsweise deren Angestellte, die Aktionenoptionen als Bonus oder Lohnbestandteil erhielten, haben ein gemeinsames Problem: Die Optionen sind heute komplett wertlos, da der Aktienkurs tief unter den Kurs gefallen ist, den die Angestellten bezahlen müssten, wenn sie die Optionen einlösen.
Um Schlüsselangestellte auch weiterhin motivieren und halten zu können, haben nun Dutzende von US-Firmen, darunter Google, eBay, AMD und heute Intel, Pläne angekündigt, die früher ausgegebene Aktienoptionen ihrer Angestellten durch Austauschprogramme oder Neubewertungen zu "retten", wie das 'Wall Street Journal' berichtet. Bei Google, so das Wirtschaftsblatt, konnten zum Beispiel Anfang dieses Monats mehr als 15'000 Angestellte alte Optionen gegen neue Optionen mit einem tieferen Ausübungspreis eintauschen.
Solche Pläne müssen allerdings in der Regel von den Aktionären bewilligt werden, und unter diesen regt sich teilweise Widerstand. Die betroffenen Unternehmen bemühen sich daher darum, die Pläne durch einschränkende Massnahmen für die Aktionäre geniessbar zu machen. Vor allem soll der Umtausch für die Arbeitgeber keine höheren Kosten verursachen, als ursprünglich bei der Erstausgabe der Optionen vorgesehen war. Intel tauscht daher beispielsweise nicht eins zu eins, sondern "Wert gegen Wert" um. Ein Angestellter, der 1000 im Jahr 2001 ausgegebene Optionen austauscht, soll beispielsweise nur rund 54 neue Optionen erhalten. Ausserdem schliesst Intel genau die Leute - Geschäftsleitungsmitlieder und Verwaltungsräte - deren Gehälter in der Öffentlichkeit auch in den USA meist den grössten Unmut hervorrufen, von der Optionentauschaktion aus. (hjm)