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Am letzten Freitag hatte Jackson Anwalt Brian Panish noch ein zweites und letztes Mal die Gelegenheit, Randy Phillips, CEO von AEG Live, zu befragen, nachdem vorher AEGs Anwalt Marvin Putnam dran war und wir ja nicht wirklich etwas Neues erfahren haben bzw. betont wurde, wie gut Michael drauf war, wie gut er am Ende aussah, wie sich alle auf die Shows freuten und wie Murray alles im Griff hatte und AEG sich voll auf ihn verliess. Panish ging dann gleich zur Sache.
So fragte er Phillips, ob damals die Gefahr bestand, dass die „This Is It“ Shows abgesagt werden könnten. „Das könnte man so sagen“, so Phillips‘ Antwort. Panish spielte dann auch einen Videoclip von Sky News ab, in dem Phillips eine Woche nach Michael Jacksons Tod gesagt hatte, dass AEG Conrad Murray angestellt hatte. Phillips sagte dann, AEG hatte nie einen Arzt im Auftrag eines Performers angestellt oder für deren Unterkunft gezahlt. Im Vertrag zwischen Murray und AEG jedoch war vorgesehen, so Panish, dass AEG für Murrays Haus aufkommen würde, wenn die Crew für die Shows nach London ziehen würde. An dieser Stelle sei nochmals daran erinnert, dass gemäss früheren Aussagen weder Michael selbst noch seine Vertreter den Vertragsentwurf zwischen AEG Live und Conrad Murray jemals gesehen hatten.
Brian Panish kam dann auch nochmals auf die E-Mail von Kenny Ortega an Randy Phillips vom 19. Juni 2009 zu sprechen, als ersterer beschrieb, wie Michael Jacksons geistige Gesundheit angeschlagen schien und er der Meinung war, ein Psychologe solle Michael mal untersuchen. An jenem Tag wurde auch das Photo vom sichtlich ausgemergelten Michael bei der Kostümprobe gemacht. Wie wir während Karen Fayes Zeugenaussage berichtet hatten, hatte Michael Bush, Michaels Kostümdesigner, damals Faye gegenüber gesagt: “Oh mein Gott, Turkle [Michael Jacksons Spitzname für Karen], ich kann Michaels Herzschlag durch die Haut seiner Brust sehen” (siehe Teil 5 von unserer Berichterstattung). Für den Folgetag wurde das bereits mehrfach erwähnte Meeting bei Michael Jackson zu Hause zusammen mit Kenny Ortega, Randy Phillips, Frank DiLeo und Conrad Murray einberufen. Phillips sagte zu einem früheren Zeitpunkt der Befragung aus, dass Michael an dem Tag wirklich gut ausgesehen hatte. Panish fragte den Zeugen nun, wie Michael Jackson sich so rasch erholen konnte. „Ich war so verwirrt wie jeder andere auch, weil der Michael Jackson, den ich sah, der Michael Jackson, der da im Wohnzimmer mit uns zusammen sass… super ausgesehen hatte“. Was hatte sich denn in den 12 Stunden geändert, fragte Panish. „Ich habe keine Ahnung“, antwortete Phillips. Kein Kommentar.
Brian Panish zeigte den Geschworenen dann auch noch einen Videoclip von Michaels Billie Jean Performance. Dies zur Widerlegung eines Videos bzw. einer Aussage, die Phillips am Vortag gegenüber seinem eigenen Anwalt, Marvin Putnam, gemacht hatte. In jenem Video wurde gezeigt, wie Michael bei den Proben am 5. Juni 2009 mehrere nicht aufeinanderfolgende 360-Grad Drehungen gemacht hatte. Phillips hatte diese Bewegungen gegenüber Putnam als „mehrfache 360 Drehungen“ beschrieben gehabt, auch wenn er zugab, dass er kein Choreograph sei. Die Jackson Anwälte zeigten den Geschworenen und Phillips nun jene Performance bei den Proben vom 5. Juni im direkten Vergleich zu einer Billie Jean Performance von 2001. Nachdem die Clips angespielt waren, fragte Panish Randy Phillips, ob irgendwo in dem Film (von den Proben) zu sehen war, dass Michael mehrfache 360-Grad Drehungen gemacht hatte. „Nein“, konnte da Phillips nur noch kleinlaut zugeben.