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Interstitielle Lungenanomalien haben auch ohne Beschwerden eine Bedeutung
Zeichen einer interstitiellen Lungenerkrankung im Röntgen, aber keine Beschwerden? Solche Befunde sind bei älteren Patienten nicht selten. Unter bestimmten Bedingungen ist ein engmaschiges Monitoring angesagt, damit sich keine handfeste Erkrankung ausbildet.
Wenn bei Patienten ohne klinische Evidenz für eine interstitielle Lungenerkrankung (ILD) zufällig ILD-typische radiologische Veränderungen gefunden werden und diese mehr als fünf Prozent des Organs betreffen, spricht man von interstitiellen Lungenanomalien (ILA). Für ILA wurde in der allgemeinen älteren Bevölkerung eine Prävalenz von etwa sieben Prozent gefunden. Diese CT-Veränderungen haben durchaus eine Bedeutung: Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass sie bei 20 Prozent der Patienten in zwei Jahren und bei knapp 50 Prozent in fünf Jahren weiter fortschreiten (1).