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Im Gegensatz zu den volltransistorisierten Radios, die nach dem ersten Abgleich kaum mehr Servicearbeiten benötigen und dennoch jahrelang klaglos spielen (sollten) - die röhrenlose Technik wird deshalb als solid state bezeichnet - sind die „echten Radios“ röhrenbestückt. Nach dem Wechsel eines Röhrensatzes nach jahrelangem Einsatz mit Ermüdung der Röhren sind Abgleicharbeiten notwendig. Die Technik dieser Empfänger wird als hollow state bezeichnet, diese schwergewichten Empfänger werden auch etwas despektierlich als Boatanchors genannt.
Im Gegensatz zu den Transistorempfängern brauchen die Röhren-bestückten Empfänger einige Zeit bis sie warmgelaufen und somit frequenzstabil sind, angesichts der satten NF-Leistungen ist der Ton voller und das Zuhören oft entspannender, da die hochfrequenten Eigengeräusche der mit ICs und Prozessoren bestückten modernen Kurzwellenempfänger fehlt.
Ich habe die Darstellung mit den professionellen "solid state" Empfängern mit Transistortechnik abgerundet.
Ob man sich eher zu den hochstabilen modernen Empfängern mit ihren kleinen und dennoch höchstpräzisen Frequenzabstimmschritten hingezogen fühlt, oder dieselben Sender mit einem röhrenbestückten Veteranen aufsucht, während des Empfangs manchmal nachstimmen muss und vor allem Stationen ohne Nachbarkanalstörungen mit einem Oldie-Empfänger mit seinem vollen Klang hören möchte, ist Geschmackssache.
A real radio glows in the dark!
|Hersteller||Typische Geräte|
|Boatanchors von Autophon||Von der Schweizer Firma Autophon wurden ab den Dreissigerjahren Telephonrundspruch - Empfänger (Drahtfunk), Heimradios und etliche Allwellenempfänger hergestellt, die vor allem im militärischen Einsatz standen.|
|Boatanchors von Collins||Die 1932 in Cedar Rapids gegründete Collins Radio Company stellte zunächst Amateurfunk - Sender her. Basierend auf den im 2. Weltkrieg hergestellten Empfängern und Sendegeräten wurden ab 1946 von Collins zunächst Amateurfunkempfänger und später auch wieder kommerzielle Sendeempfänger hergestellt.|
|Boatanchors von Drake||R. L. Drake stellte ab den späten Fünfzigerjahren Amateurfunkempfänger und -transceiver her, die später zunehmend auch im kommerziellen Bereich eingesetzt wurden, in den Neunzigerjahren hatte Drake eine Reihe moderner Stationsempfänger im Katalog.|
|Boatanchors von Hallicrafters||Im Jahr 1934 gründete Radioingenieur Bill Halligan eine Firma, welche sich fast vollständig dem Bau von Kommunikationsempfängern widmete, the Hallicrafters, Inc.|
|Boatanchors von Hammarlund||Von der amerikanischen Firma Hammarlund wurde 1931 der erste Empfänger, der „Comet“ vertrieben. Ab 1936 wurden Kurzwellenempfänger aus der Reihe des Super Pro entwickelt, der SP-600 als Abschluss der Modellserie wurde in zahlreichen Varianten bis 1972 hergestellt.|
|Boatanchors von Murphy||Murphy Radio war ein britischer Hersteller von militärischem Kommunikationsgerät und Seefunkempfängern.|
|Boatanchors von National||Die National Company Inc. war einer bedeutendsten Hersteller von kommerziellem und militärisch eingesetztem Übermittlungsgerät in den USA, in der Schweiz waren nur Einzelgeräte im militärischen Einsatz.|