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Hier noch einmal eine kurze Info, was das EV beinhaltet:
"Der Enterprise Value ist eine Messgröße für den Wert eines Unternehmens unabhängig von seiner Finanzierung. Er errechnet sich aus der Summe von Marktkapitalisierung zuzüglich Schulden minus Kassenbestand und minus anderer Aktiva, die unmittelbar in Cash umgewandelt werden könnten. Durch den Enterprise Value können Unternehmen miteinander verglichen werden. Die Kenngröße ist bei Übernahmen wichtig, um das notwenige Fremdkapital abzuschätzen. Der Cashbestand wird abgezogen, weil der Käufer dieses Unternehmens sofort darüber verfügen könnte. Die Schulden werden hinzuaddiert, weil er diese sofort übernehmen muss."
es geht ja wohl darum, dass Solidus das durchaus allein finanzieren konnte, ggfs. mit Darlehen, die an Aurelius rückgeführt wurden. Aber solche Möglichkeiten ziehst du offenbar nicht in Betracht und suchst stattdessen irgendwo Widersprüche.
Bin etwas irritiert über die Diskussion hier. Solidus war nie Notleidend. Beim Kauf durch Aurelius hatte Solidus ein Ebitda von 12.5mio. Es wurde restrukturiert und optimiert. Dann wurden Wettbewerber übernommen und integriert. Dafür wurden selbstverständlich Kredite aufgenommen. Hauptsächlich von Banken (ich meine etwa 60mio) aber auch von Aurelius (ich meine etwa 20mio). Zum Verkaufszeitpunkt lag das Ebitda bei etwa 50mio. Solidus wurde für 330mio verkauft (inkl. Schulden). Das heißt wir reden von etwa (330-ca60-80mio) 250 bis 270mio die tatsächlich fließen.
Das ist alles normal und üblich.
Aurelius sagt, es gäbe einen Ergebnisssbeitrag von etwa 102mio.,das heißt um soviel weniger war Solidus in den eigenen Büchern bewertet.
Ich finde es beeindruckend das Aurelius so undurchsichtig ist, dass man selbst bei einem Verkauf nicht klar sagen kann was rein gesteckt wurde und wieviel raus geholt wurde, also den tatsächlichen Gewinn beziffern kann.
also, ich meine, dass das EV bei Übernahmen eine gängige Vergleichsgröße ist. Und es ist doch in Ordnung, wenn Aurelius diese bei allen Verkäufen so anwendet. Denn dann werden die Verkäufe vergleichbar.
Ich meine übrigens auch, dass Solidus selbst die Investitionen der Add-Ons finanziert hat. Ich weiß es jetzt nicht zu 100%, aber ich denke das könnte auch ein Teil der Verbindlichkeiten sein, die der neue Käufer übernommen hat.
Und ich habe ja auch eine Frage gestellt und nicht gesagt, dass das so richtig ist, was ich interpretiert habe. Sprich, ist das Multiple von 16x auf die 330 Mio. EUR EV bezogen oder auf eine andere Größe.
Diese Frage ist noch gar nicht beantwortet. Wenn dem aber so sein sollte, so ist es doch wohl so, dass Aurelius gute Arbeit geleistet hat. Denn bei einer Investition von knapp 21 Mio. binnen 4 Jahre EUR 100 Mio. EUR an Earnings herauszuziehen ist doch nicht so schlecht. Das auch zu deiner Kritik, dass Aurelius "nicht gesagt hat, was man an Solidus verdient hat. Oder welche Info fehlt dir hier und was würdest du aus der fehlenden Info ableiten?
Themenwechsel: Nochmals zum Cashflow Du schriebst: "Zum Cash Flow: Stimmt, der Cash-flow war bis 2017 noch positiv....Einen positiven Cash-flow kann ich auch durch Aufnahme neuer Schulden erreichen."
Wie kann man mit Schulden den Free-Cashflow aufhübschen? Der wird doch aus operativen Cashflow und Cashflow aus Investitionstätigkeiten berechnet ...
Bezüglich der Liquiden Mittel kann man natürlich sagen "Die sind von 606,3 Mio EUR (2017) bis auf 179,6 Mio EUR (Juni 2019) zusammengeschmolzen. Gar nicht gut!" ? Aber wenn man schaut, dass das Geld in das Geschäft von Aurelius investiert wurde, dann ergibt das doch Sinn. Wie gesagt, 2018 war ein Investitionsjahr. Und die Einnahmen aus dem Solidus-Verkauf kommen hinzu. Gut, auch die Käufe, die getätigt werden, schmälern dann wiederum die liquiden Mittel. Aber das ist doch deren Geschäft.
Du würdest doch auch nie Tesla kritisieren, wenn die in eine Innovation oder deren benötigten Teile für die Autos investieren, und dabei das Cash mal zwischenzeitlich weniger würde. Klar ist, das kann kein Dauerzustand sein. Aber das ist es, wie der Solidus-Verkauf zeigt, bei Aurelius auch nicht.
Aber mir ist klar: Du misstraust dem Geschäftsmodell von Aurelius. Ist ja auch dein gutes Recht. Verstehe nur deine teils doch sehr dünnen bzw. aus meiner Sicht auch teils falschen Kritikpunkte nicht. Hast du denn Aktien oder hattest du welche von Aurelius?
Es war ja lange still hier auf diesem Kanal vom Aurelius-Forum.Sill im Sinne von unerwünschten Zwischenrufen. Aber nun meldet sich ein Influencer und meint: "Die einen sagen so, die anderen so." Das würde ich nicht als Fundamentalanalyse bezeichnen. Hier meint jemand, er könne Kraft selbstgewähltem Amtes "Wahrheiten verbreitet". Abgelehnt. Dieser Teilnehmer möchte sich bitte auf das von ihm gegründete Alternativforum konzentrieren. Ginge das? Und uns hier in Ruhe lassen.
Ich genieße die Beiträge von Fraud zum Thema Aurelius und wünsche mir mehr davon.
Als ahnungsloser investierter (das bin ich generell, aber bei Aurelius ganz besonders) kann ich nur sagen, dass man es zzt. bereuen kann beim letzten Tief nicht nachgelegt zu haben. Ansonsten würde ich mir mehr Transparenz wünschen was die Geldflüsse innerhalb des Aurelius-Geflächts betrifft, aber da das nicht passieren wird begnüge ich mich mit den Dividenden und hoffe einfach das beste.
Okay, du bist short. Mit welchem Zertifikat denn? Bin nur neugierig ;-)
Dein Handeln stimmt jedenfalls mit deiner Überzeugung überein. Von daher machst du alles richtig.
Ich kann nur deinen Argumenten nicht folgen bzw. deinen Kritikpunkten. Ich finde am Verkauf von Solidus und auch anderer Verkäufe in den letzten Jahren ist klar geworden, dass Aurelius es zumindest in diesen Fällen verstanden hat, Unternehmen zu restrukturieren und wieder auf Kurs zu bringen. Das geht mal schneller und mal langsamer, ja, das geht auch mal besser und mal schlechter. Normal.
Aber bleiben wir mal bei Solidus: Aussage ist doch ganz klar, dass man rund 100 Mio. EUR an Verdienst (Earnings) aus diesem Deal gezogen hat. In 4 Jahren. Ich persönlich rechne auch mit weiteren Verkäufen, wie vom Vorstand als möglich herausgestellt.
Dass Aurelius es nicht in den Prime Standard "schafft" ist von dir ein wenig komisch formuliert. Du weißt schon, was die Transparenzlevel der Deutschen Börse für eine Funktion haben? Sie bilden nicht unbedingt eine "Bundesliga" für börsennotierte Unternehmen. Sagen also nicht zwingend etwas über die Wertigkeit eines Unternehmens aus. Es ist eben das höchste Transparenzlevel der Deutschen Börse AG. Und ist quasi Bedingung, um in den Dax, Mdax oder Sdax aufgenommen zu werden. Aber am Beispiel Steinhoff kann man sehen, dass das nicht vor betrügerischem Handeln schützt ;-)
Die Aufnahme in den Prime Standard ist somit eine Formalität, nichts weiter. Entweder ein Unternehmen will das oder nicht. Und nebenbei bemerkt will das Porsche auch nicht und du würdest nicht auf die Idee kommen, Porsche zu unterstellen, dass sie das machen, um etwas zu vertuschen.
Sorry, mir erscheint deine Einschätzung sehr unfundiert und deine "Argumente" sind keine, sondern lediglich Unterstellungen und Verdächtigungen. Darauf kann ich keine Strategie aufbauen. Wie gesagt, ich rechne unternehmerisch noch mit einem Verkauf und mit ein/zwei Käufen im November, wie angekündigt. Kurstechnisch ist das für diesen Zeitraum schwer einzuschätzen. Wie immer. ;-)
"Ich genieße die Beiträge von Fraud zum Thema Aurelius und wünsche mir mehr davon."
Ich eher nicht, denn der Gute hat meiner Meinung nach nicht viel Ahnung. Und wenn man keine Ahnung hat, dann ... sollte man nicht auch noch andere Leute verunsichern.
Alleine die Tatsache, dass hier lang und breit die Zahlen des Konzerns (Cash Flow) diskutiert werden lässt mich verwundert zurück. Sorry, wofür soll das gut sein?
Wenn 99 Firmen super laufen und 1 Firma hat superschlechte Zahlen, dann sieht der Konzernabschluss per Saldo mies aus. "Fraud" ist dann der Meinung, dass Aurelius 0 Euro wert ist. Ich bin der Meinung, dass Aurelius in dem Fall einfach die schlechte Firma dicht macht, den (geringen) Kaufpreis abschreibt und dann stehen nur noch 99 super laufende Firmen im Konzernabschluss. Und plötzlich ist Aurelius 1,5 Mrd. Euro wert. :-)
Ein Konzernabschluss ist ja gut und schön, um die Entwicklung des Gesamtkonstruktes abzubilden und den NAV zu belegen. Will man aber unterm Strich den Erfolg von Aurelius bzw. der ausschüttenden Muttergesellschaft abschätzen, dann muss man IMO in den Jahresabschluss der Holding schauen.
Wenn der Käufer die Assets und Schulden von Solidus übernimmt und dafür mehr als 102 Mio ? beträgt, ist das der Ergebniseffekt in der P&L.
Desweiteren muss dir als Aktionär einer Beteiligungsholding klar sein, dass eine 100%Transparenz bei der Bewertung der Beteiligungen doof ist, wenn man diese verkaufen will. Ich glaube wenn du wüsstest, dass dein Autoverkäufer 54% Gewinnspanne hat, wirst du als Käufer doch verhandeln wollen?
"Außerdem: 330 Mio. geteilt durch das angeblich 16-fache Multiple " Das Multiple bezieht sich doch auf das eingesetze Kapital und den Verkaufserlös. Bei 102 Millionen Erlös wurden 6-7 Millionen von Aurelius investiert.
Eine Firma mit 250 Millionen Umsatz und 12,5 Millionen EBITDA gibt es nicht für 20 Millionen zu kaufen. Es kann ja sein, das man 20 Millionen in bar bezahlt, dann hat man aber alle Schulden der Firma an der Backe.
"Dr. Dirk posaunt irgendwas von 16x Fachen des Einsatzes in nur vier Jahren heraus und bei näherem Hinsehen stellt sich dann raus, dass wohl doch nicht so ganz stimmt....außerdem verrät er nicht, was nun eigentlich an Kohle geflossen ist." Dr. Markus spricht von 330 Millionen Verkaufserlös und 102 Millionen Gewinn für Aurelius.
Auch dass es hier Leute gibt, die den deal angezweifelt haben, befremdet doch sehr.
AURELIUS ist ein klarer Kauf und ist Minimum 60 Euro wert. Die neuen Einkäufe sind auch wieder ein Puzzlestein,dass AURELIUS gerade bei Abspaltungen von Randbereichen enorme Chancen hat sehr zukunftsträchtige Deals zu machen.