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An Bord einer SpaceX CRS-12-Rakete, die am Montag mit Vorräten und anderen Lieferungen zur Internationalen Raumstation ISS geflogen ist, befand sich auch ein neuer Computer: Der "Spaceborne Computer" von HPE. Dieser High-Performance-Computer soll rund ein Jahr lang auf der ISS ein Testprogramm durchlaufen. Ziel ist es, herauszufinden, ob sich relativ normale Hardware eignen könnte, um den Bedingungen auf einer Reise zum Mars – die eben ungefähr ein Jahr dauern würde – zu widerstehen und zuverlässig zu laufen.
Zu den widrigen Bedingungen auf einer Marsreise gehören die normale Weltraumstrahlung, "Strahlungsstürme" aufgrund von Sonneneruptionen, schwankende Stromzufuhr und Kühlung oder sogar der Beschuss mit Mikrometeoriten. (Mehr als Mikrometeoriten muss wohl sowohl das Raumschiff als auch seine Komponenten nicht aushalten können. Wenn's mehr als ein Mikrometeorit ist, ist die Reise eh zu Ende.)
Üblicherweise verwendet die NASA mit verschiedenen physischen Massnahmen gehärtete Computer für Raumflüge. HPE glaubt, die physische Härtung weitgehend durch Softwaremassnahmen ersetzen zu können. Diese soll zum Beispiel den Computer wenn nötig bremsen und auch Teilausfälle kompensieren können.
Der Spaceborne Computer ist ein Apollo 40 System, und laut HPE ausser der erwähnten Software sowie einem speziell dafür entwickelten Flüssigkeitskühlsystem weitgehend "von der Stange". (hjm)