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Auf den ersten Blick tönt «Mindestlohn» gut. Wer 100% arbeitet, soll auch davon leben können ... aber ... was ist mit Menschen, deren Leistung nicht einen Mindestlohn wert ist? Müssen die dann auf der Strecke bleiben, b.z.w. Sozialhilfe kassieren, statt für einen geringeren Lohn wenigstens etwas sinnvolles tun zu dürfen?
Was ist mit Arbeiten, deren Erledigung möglich, aber nicht zwingend notwendig ist und die keinen Mindestlohn wert sind, weil niemand soviel dafür bezahlt? Fallen die dann weg?
Was ist mit der Putzfrau zu Hause? Muss nun derjenige sicherstellen, dass die Putzfrau einen Mindestlohn kriegt, der sie für nur drei Stunden die Woche einstellt?
Das System Mindestlohn scheint mir noch einige Mängel zu haben.
Dem gegenüber würde ein Grundeinkommen tatsächlich das Problem beheben; inklusive der Mängel beim Mindestlohn.
Ansonsten bleiben wir besser bei einem marktgeregelten Lohn, statt einen Mindestlohn einzuführen, der eben auch ausgrenzt. SP und Gewerkschaften sollen sich im Rahmen der Marktwirtschaft für gute, gerechte und der Leistung angemessene Löhne einsetzen.