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Tafers war die grösste Landpfarrei der alten Herrschaft Freiburg vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Sie umfasste ein Gebiet von 60 km2 und zählte 30 Weiler. Die älteste Pfarreiliste des Bistums von 1228 bezeichnet den Ort als Tauels. Noch früher etwa 1160-1170 ist eine Schenkung an das Kloster Hautcrêt VD beurkundet. Der Taferser Pfarrer Ulrich wird darin in Latein als Huldricus sacerdos de Tabernis genannt. 1255 gab Pfarrer Burkhard seine Einwilligung zur Errichtung des damals noch in seinem Sprengel liegenden Klosters Mager-Au (Maigrauge) in Freiburg.
Das Gebiet der Pfarrei war früher viel ausgedehnter als heute: Alterswil, Rechthalten, St. Antoni und Heitenried gehörten auch noch zu ihr. Vom Saaneufer der Stadt Freiburg an umfasste sie Bürglen, die Mager-Au, grenzte dann an die Pfarrei Mertenlach (Marly) und Plaffeien, gegen Osten und Norden an Schwarzenburg und Düdingen.
Die Pfarrei blieb lange so gross. 1511 wurden die Mager-Au und die Matten der Stadtpfarrei St. Niklaus unterstellt. Heitenried und Rechthalten wurden in einem zweiten Anlauf im späten 16. Jahrhundert selbständig. Alterswil und St. Antoni wurden 1885 Pfarrrektorate und 1894 Pfarreien, St. Ursen 1900. Heute schliesst sich der Kreis wieder: Die Pfarrei St. Martin in Tafers ist mit den Pfarreien in Alterswil, Heitenried, St. Antoni und St. Ursen in seelsorgerlichen Belangen zusammengefasst in der Seelsorgeeinheit Sense Mitte; verwaltungstechnisch bleiben die fünf Pfarreien aber selbständig.
Die Pfarrei Tafers ist im Besitz eines wertvollen und umfangreichen Archivs mit Schriftstücken seit der frühmittelalterlichen Zeit sowie eine Reihe bedeutender Skulpturen.