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Wie aus dem Regierungsentwurf für den Pariser Agrarhaushalt hervorgeht, soll das Budget gegenüber dem laufenden Jahr um 2,8 % auf insgesamt rund 4,5 Mrd Euro gekürzt werden. Le Foll sieht hierdurch jedoch keine Benachteiligung für den Agrarsektor. Der Ressortchef verwies bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs auf die Erleichterungen bei den Sozialabgaben und Steuern über den Pakt für Verantwortung und Solidarität.
Mit 1,7 Mrd Euro, das seien 224 Mio Euro mehr als 2015, wolle man die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft verbessern. Priorität solle im nächsten Jahr auf einer Umverteilung zugunsten von Tierhaltung und Beschäftigung liegen. Somit stehe der Agraretat im Einklang mit dem im Sommer vorgelegten Plan zur Unterstützung der Tierhalter, betonte der Minister. Insgesamt stünden in den nächsten drei Jahren jeweils 600 Mio Euro dafür bereit. Im Einzelnen sind 2016 dem Etatentwurf zufolge unter anderem für die Entschädigung für benachteiligte Gebiete (ICHN) aus nationalen Mitteln 256 Mio Euro und 1,024 Mrd Euro aus EU-Geldern vorgesehen; das sind zusammen 100 Mio Euro mehr als 2015. Ferner sollen die staatlichen Zuschüsse zur Modernisierung der Betriebe um 30 Mio Euro auf 86 Mio Euro aufgestockt werden. Über ein Investitionsprogramm sind 50 Mio Euro für die Modernisierung von Schlachtbetrieben eingeplant.
Darüber hinaus will die Pariser Regierung Betrieben mit „den schwächsten Einkommen“ bei der Finanzierung der Sozialversicherungsbeiträge mit 65 Mio Euro unter die Arme greifen. Anteilig gehen vom gesamten Agrarhaushalt 29 % der Gelder in „die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Gebiete“, 15 % in die „Unterstützung der Agrarpolitik“, 11 % in die „Sicherheit und sanitäre Qualität der Lebensmittel“ sowie jeweils 7 % in die Bereiche Forsten sowie Hochschulwesen und Agrarforschung. Der Löwenanteil der Mittel fließt mit 31 % in das landwirtschaftliche Fachschulwesen.