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Die Studienleiterin Dr. Tessa Vance vom Antarctic Climate & Ecosystems Cooperative Research Centre erklärte, dass die Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters erschienen ist, helfen könnte, die Wassersituation und das Management in den von Trockenzeiten geplagten Regionen Queenslands und New South Wales zu verbessern. «Bisher wussten wir nicht, ob die gegenwärtigen langen Trockenperioden in Australien eine historische Anomalie sind», erklärt Dr. Vance. «Die Resultate zeigen, dass die Millenium-Trockenheit in Ostaustralien in den letzten 1.000 Jahren in keiner Weise eine Ausnahmeerscheinung war. Trockenzeiten, die länger als 5 Jahre dauern sind tatsächlich ein normaler Teil der klimatischen Langzeitvariabilität und sollten somit in die Wassermanagemententscheidungen miteinkalkuliert werden.» Weiter erklärt Vance, dass man nun ein klareres Bild der Regenmuster in Australien über mehrere Jahrzehnte habe und damit zuverlässigere Möglichkeiten für Vorhersagen besitze. Der Eisbohrkern, aus dem die Informationen stammen, wurde von der Australian Antarctic Division (AAD) aus dem antarktischen Law Dome, rund 100 Kilometer südöstlich der australischen Station Casey gebohrt.
Die Resultate erklärend, meint Dr. Vance, dass die Eiskernbohrungen auf signifikante Weise unser Verständnis über ein sehr wenig bekanntes Phänomen, die Interdekadale Pazifische Oszillation (IPO), verbessert hat. Die IPO beschreibt grob einen 25-Jahre Zyklus eines Zusammenspiels von Meerestemperatur, Wind und andere Faktoren im Pazifik. Die positive Phase der IPO ist eng mit längeren und schwereren Trockenzeiten in den USA und Australien verknüpft. Dies bedeutet, dass die Chance auf eine lange anhaltende Trockenheit in Australien während dieser Phase höher ist. Dr. Vance erklärt, dass bisher keine zuverlässigen Methoden zur Messung von Langzeitrends des IPO-Index gab, bevor man mit instrumentellen Messungen vor einem Jahrhundert angefangen hatte. «Wir wissen, dass die Regenfälle in Ostaustralien enorm variable sind. Aber die zeitlich relativ kurzen instrumentellen Klimaaufzeichnungen machen es schwierig zu sagen, ob die langen Trockenzeiten ungewöhnlich sind oder das Resultat eines Langzeitzyklus. Jetzt können zurückschauen und sehen ein klares Muster der Regenfälle in Australien der letzten 1'000 Jahre.» Weiter meint sie: «Wir hoffen, dass wir den Entscheidungsträgern und Planern mit besseren Modellen über die Wahrscheinlichkeit von Langzeittrockenheiten und ihrer Dauer helfen können, die Wasserressourcen besser zu managen. Das ist besonders wichtig, bedenkt man, dass die vorhergesagten Erwärmungen in einem Rückgang der Flusswassermengen resultieren werden und somit die Gefahr von Megatrockenzeiten verstärken werden.» Seit den späten 1960er Jahren verzeichnet man einen 15 – 20%igen Rückgang der Winterregenfälle in Südwestaustralien, dafür eine 10% Zunahme der Schneefälle auf dem Law Dome in Ostaustralien.
Quelle: Australian Antarctic Division (AAD)
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