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Nervengeflechte – Sympathikusblockade
Chronische Schmerzzustände, insbesondere vom neuropathischen Schmerztyp, gehen häufig mit einer Überaktivität des autonomen, sympathischen Nervensystems einher. Zeichen für diese «sympathisch unterhaltenen Schmerzen» sind unter anderem Temperatur- und Hautveränderungen, Schwellung, Überempfindlichkeit auf Berührung. Die Symptome sind nicht einheitlich und variieren von Patient zu Patient. Die Diagnose ist nur mit einer gezielten Blockade des sympathischen Nervengeflechtes möglich.
Diagnostik
Hierzu wird das Nervengeflecht (Ganglien) gezielt mit Lokalanästhetikum blockiert. Tritt eine Schmerzlinderung oder gar Schmerzfreiheit ein, ist die diagnostische Blockade positiv bzw. der Verdacht erhärtet.
Behandlungsoptionen
Nach positiver Testblockade kann die schmerzunterhaltende Aktivität mit elektrischem Strom (Thermokoagulation) oder hochprozentigem Alkohol gezielt an einer oder zwei Stellen unterbrochen werden.
Mit dem Rückenmarkstimulator hat der interventionell tätige Schmerztherapeut eine weiteres, sehr effizientes Verfahren zur Beeinflussung des sympathischen Nervensystems.
Indikation:
- Chronisch regionales Schmerzsyndrom (CRPS)
- Schmerzen im Unterleib (interstitielle Zystitis)
- Chronische Schmerzen im Bauchraum (z.B. Pankreatitis)
- Arterielle Verschlusskrankheit (z.B. Raucherbein, Angina pectoris)
- Quadrantensyndrom