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Die Betty Bossi Post erschien am 1. April 1956 zum ersten Mal. Die beidseitig bedruckten Zeitungsseiten lagen gratis bei Detailhändlern auf und widmeten sich ganz der Frage "Was koche ich heute?". Herausgeberin der Post war die Öl- und Speisefettproduzentin Sais/Astra.
Die Idee einer kostenlosen Konsumenteninformation stammte aus Amerika. Auch bei der Namensgebung orientierte man sich am amerikanischen Vorbild, dort gab es eine Zeitschrift namens Betty Crocker und so erfand eine Werbetexterin das Pseudonym Betty Bossi und fertigte gleich auch noch die charakteristische Unterschrift an, aus der das Logo bestand.
Strickanleitungen, Dialektgeschichten, Rätsel, Budgetplanung und Erörterungen zum Thema Eltern und Schule werden präsentiert. Hauptthema blieb aber das Kochen. Immer wieder waren die Rezepte mit unverholener Werbung für Fett, Öl und Margarine von Astra/Sais bestückt.
Als Mitte der 70er Jahren die Auflage zurückging, reagierten die Marketing-Verantwortlichen von Unilever mit einer Verlagsgründung. 1977 wurde der Betty Bossi Verlag als eigenständiges Unternehmen gegründet. Die Zahl der Abonnentenzahl stieg mit dem professionalisierten Heft stark an.
Seit den 70er Jahre versieht die Betty Bossi ihre Abonnenten mit sogenannten Spezial-Angeboten. Heute werden jährlich bis zu 40-50 neue Produkte von Teighölzern zu Blechreinpapier und Ausstechförmli bis hin zu Messlöffel, kreiert.
1986 wurde die Betty Bossi Kochschule eröffnet. 1995 wurde der Verlag von Unilever an Ringier verkauft. 1998 lancierte Betty Bossi eine der ersten Online-Kochplattformen der Schweiz. Seit 2001 gibt es E-Newsletter. Weitere Beratungsangebote wie eine Telefonhotline und eine email-Beratung runden das Angebot ab.
Seit 2001 strahlt Betty Bossi alle zwei Wochen die TV-Sendung al dente aus.
2001 übernimmt Coop von der Ringier AG 50 Prozent der Aktien. Die restlichen 50 Prozent verbleiben bei Ringier. In Zusammenarbeit mit Betty Bossi und Gault Millau erschien 2002 erstmals das von der «Schweizer Illustrierten» viermal pro Jahr als Sonderheft produzierte kulinarische Magazin «al dente».
Seit 2002 bringt Betty Bossi gemeinsam mit Coop unter der Dachmarke IDEE Betty Bossi eine grosse Palette Frisch-Convenience-Produkte auf den Markt.
Seit 2002 bietet Betty Bossi auch Dienstleistungen in Form von Rezeptentwicklungen für Dritte an. Ebenfalls seit 2002 ist Betty Bossi auch im Ausland vertreten. So erscheint in China «Betty's Kitchen» in Kooperation mit Ringier.
Seit 2005 wird das Betty Bossi Geschäftsmodell in Frankreich von France Loisirs in Lizenz adaptiert.
Quelle: www.bettybossi.ch