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Brüssel, November 21 (ots/PRNewswire)
- Neue Publikation des
Global Allergy and Asthma European Network (GA2LEN) liefert neue
Erkenntnisse über die mögliche Rolle der Ernährung bei der Entstehung
von Allergien, speziell bei Kindern. Der Bericht lässt vermuten, dass
die bedeutenden Veränderungen der Ernährung in Europa im Laufe der
vergangenen 20 bis 40 Jahre zu der vermehrten Zahl von
Allergieerkrankungen beigetragen haben. Die Ergebnisse stellen
vielleicht erst den Beginn der Rolle von GA2LEN beim verbesserten
Verständnis dieses komplexen Sachverhalts dar.
Vielleich hat die Art der frühkindlichen Ernährung direkte
Auswirkungen auf die spätere Entwicklung von Allergien. Das GA2LEN
Ernährungsteam hat die Augenscheinlichkeit von über 20 Nährstoffen
untersucht und sinnvolle Themen für künftige Untersuchungen
identifiziert. Die wichtigsten Ergebnisse betrafen Stillen,
frühkindliche Ernährung und Probiotika.
Es wird davon ausgegangen, dass die ausschliessliche Ernährung
eines Säuglings durch Stillen in den ersten vier Lebensmonaten
wirksam gegen die spätere Entwicklung allergischer Erkrankungen, wie
Kuhmilchallergie, Dermatitis (Hautallergie) und Asthma, ist.
Allerdings sind langfristige Auswirkungen des Stillens auf die
Allergiebefunde nicht bekannt und bedürfen weiterer Untersuchung.
Die Nährstoffe der Nahrung, etwa Antioxidantien, können auch
schützende Wirkung haben, allerdings ist es schwierig, klare Beweise
dafür zu finden, da die bisherige, diesbezüglich Forschung nicht
systematisch ist. Schliesslich ist die Rolle der Probiotika und
Präbiotika in der Nahrung viel versprechend: Eine Studie hat kürzlich
gezeigt, dass sie bei der Verringerung des Risikos der atopischen
Erkrankung hilfreich sein können, indem sie Veränderungen in den
Bakterien im Darm hervorrufen, die das Immunsystem stimulieren.
Der GA2LEN Bericht hebt verschiedene Bereiche der Ernährung
heraus, die mithilfe weiterer, umfangreicherer Untersuchungen
hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf allergische Erkrankungen geklärt
werden sollten. Es gibt insbesondere Lücken im Zusammenhang mit
speziellen Wirkungen von mütterlicher und kindlicher Ernährung auf
Allergie und Asthma im späteren Leben und wichtige Schwerpunkte
könnten die Ergänzung um spezifische Fette bzw. Probiotika
beinhalten.
Anmerkungen
1. GA2LEN ist ein "Network of Excellence", das von der
Europäischen Union gegründet wurde.
2. Workpackage 2.1 Nutrition: Prof. Calder, University of
Southampton, UK. <email-pii>
3. Die komplette Liste der Indikatoren beinhaltet: Natrium and
Kalium, Magnesium, Aufnahme von Lipiden einschliesslich der
Fettsäuren in Milch, Butter, Pflanzenölen und Fisch, Antioxidantien,
einschliesslich der Aufnahme von Früchten und Gemüsen, Flavonoide und
flavonoidhaltige Nahrung, Vitamin C, Vitamin E, Beta-Caroten, Vitamin
A, Selen, Zink und Kupfer sowie Probiotika und Präbiotika.
ots Originaltext: GA2LEN Dissemination
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch
Pressekontakt:
Ansprechpartner: GA2LEN Dissemination, Noélie Auvergne, Email
<email-pii>
, Mobiltel. +32-497-07-87-76