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- Was macht Threema sicher?
- Was unterscheidet Threema von anderen populären Messengern?
- Wodurch zeichnet sich Privatsphäre-Schutz bei Threema aus?
- Welche Daten werden bei Threema gespeichert?
- Ist Threema Open Source?
- Werden Nachrichten auf meinem Gerät verschlüsselt gespeichert?
- Könnten Sie meine Nachrichten entschlüsseln, z.B. wenn Sie von den Behörden dazu gezwungen würden?
- Wie schützt Sie Threema vor Man-in-the-Middle-Attacken (MITM)?
- Wo befinden sich die Server?
- Werden meine Adressbuchdaten übertragen?
- Wie erfolgt die Sicherheitsprüfung bei Threema?
- Wie und wo wird mein Schlüsselpaar generiert?
- Ist die Nutzung von Threema rechtskonform?
- Wie kann ich erfahren, welche Daten bei Threema über meine ID gespeichert sind?
- Welche Daten werden über Push-Dienste übertragen?
Was macht Threema sicher?
Threema verwendet modernste asymmetrische Kryptografie, um die Kommunikation zwischen den Gesprächspartnern sowie die Kommunikation zwischen der App und den Servern zu verschlüsseln. Threema nutzt die Open Source-Bibliothek NaCl als Verschlüsselungsprotokoll. Da die Threema-Apps Open Source sind, haben Sachverständige die Möglichkeit, sich selbst von Threemas Sicherheit zu überzeugen.
Es gibt zwei Verschlüsselungsschichten: die Ende-zu-Ende-Schicht zwischen den Konversationsteilnehmern, und eine zusätzliche Schicht, die vor dem Abhören der Verbindung zwischen App und Server schützt. Letztere ist nötig um sicherzustellen, dass ein Angreifer, der Netzwerkpakete aufzeichnet (z.B. in einem öffentlichen Wireless-Netzwerk), nicht herausfinden kann, wer sich einloggt und wer mit wem kommuniziert.
Sämtliche Verschlüsselung und Entschlüsselung erfolgt direkt auf dem Gerät, und der Benutzer hat den
Schlüsselaustausch unter Kontrolle. So ist sichergestellt, dass kein Dritter — nicht einmal der Serverbetreiber —
den Inhalt entschlüsseln kann.
Verschlüsselungsstärke: Die asymmetrische ECC-basierende Verschlüsselung, die Threema verwendet, hat eine Stärke von 255 Bits. Gemäss einer Schätzung des NIST (Seite 54) entspricht dies mindestens der Stärke von RSA mit 2048 Bits. Mittels ECDH (Curve25519) und einer Hashfunktion sowie einer Nonce wird für jede Nachricht ein einmaliger, 256 Bits langer symmetrischer Schlüssel hergeleitet, und die Stromchiffre XSalsa20 wird dann für die eigentliche Verschlüsselung der Nachricht verwendet. Zudem wird ein 128 Bits langer Message Authentication Code (MAC) zur Entdeckung von Manipulationen/Fälschungen hinzugefügt.
Forward Secrecy: Threema bietet Forward
Secrecy auf der Netzwerkverbindung (nicht auf der Ende-zu-Ende-Schicht). Client und Server handeln zufällige
temporäre Schlüssel aus, die nur im RAM gespeichert und bei jedem App-Start neu generiert werden. Ein Angreifer, der
den Netzwerkverkehr aufgezeichnet hat, ist im Nachhinein nicht in der Lage, diesen zu entschlüsseln, selbst wenn er
in den Besitz des privaten Schlüssels des Servers oder des Clients gerät.
Detaillierte technische Informationen zur Verschlüsselung in Threema finden Sie im Cryptography Whitepaper.