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Study Abroad for Multilingualism (SAM)
SAM betrachtet die Studierendenmobilität, welche traditionellerweise immer noch sehr monolingual in Bezug auf die Zielsprache gedacht und untersucht wird, aus einer mehrsprachigen Perspektive.
Die Mobilität von Studierenden erfreut sich aufgrund der stärkeren internationalen Vernetzung seit Jahrzehnten steigender Nachfrage. Die jüngere Forschung zeigt, dass solche Aufenthalte nicht immer den hohen Erwartungen hinsichtlich des «Eintauchens» in die Fremdsprache gerecht werden. In vielen Fällen sind soziale Kontakte zu Sprechern der Zielsprache weniger zahlreich als erhofft und der Sprachgebrauch mehrsprachiger als antizipiert, was mitunter zu Enttäuschungen bei den Studierenden führen kann. Dabei wird dem Lernpotenzial von mehrsprachigen Interaktionen sowie des Gebrauchs von Englisch als Lingua franca im Sprachaufenthalt zu wenig Beachtung geschenkt.
Das primäre Ziel dieser mixed-method Längsschnittstudie ist es, die sozialen Kontakte und den Sprachgebrauch von Mobilitätsstudierenden zu untersuchen und herauszufinden
a) wie wirksam verschiedene Muster der Netzwerkbildung und des Sprachgebrauchs für den Spracherwerb sind und
b) welche Rolle die Spracheinstellungen der Studierenden bei der Netzwerkbildung und dem Kompetenzzuwachs spielen.
Die Erkenntnisse sollen in die Aus- und Weiterbildung von Fremdsprachenlehrpersonen einfliessen, insbesondere hinsichtlich der Planung und gezielten Nutzung von Studierendenmobilität.