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Silber erfreut sich seit einigen Jahren einer immer grösseren Nachfrage. Mit 10,49 Gramm pro Kubikzentimeter weist es etwas mehr als die Hälfte der Dichte von Gold (19,32 g/cm³) auf. Dank den guten Verarbeitungsqualitäten wird aus Silber gerne Schmuck hergestellt. Zudem wird es in immer mehr Industriebereichen eingesetzt.
Silber ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 47 und dem Elementsymbol Ag, das sich vom lateinischen Wort Argentum ableitet. Wegen dem Vorkommen von Silbererzen erhielt Argentinien seinen Namen; es ist vermutlich das einzige nach einem chemischen Element benannte Land. Umgekehrt gibt es verschiedene Elemente, die nach einem Land benannt wurden wie beispielsweise Francium, Germanium und Polonium. Das Wort „Silber“ stammt vom althochdeutschen „Silabar“. Es wird vermutet, dass die Bezeichnung einer orientalischen Sprache entlehnt ist. Wahrscheinlich ist eine Ableitung von der semitischen Wurzel (akkadisch ṣarāpu, was veredeln, legieren bedeutet). In den meisten anderen indoeuropäischen Sprachen geht das Wort für Silber auf die genuin indogermanische Wurzel arg zurück.
Höchste Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme
Silber ist ein weisses Metall, das alle anderen in Helligkeit der Farbe und Reflexionsvermögen übertrifft. Es lässt sich gut polieren und weist die höchste Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme auf. In der Natur kommt das Edelmetall rein vor, ein Grossteil fällt jedoch als Nebenprodukt bei der Förderung von Blei, Zinn, Kupfer oder Gold an. Heute gehören Peru, Mexiko und China zu den bedeutendsten Silberproduzenten. Neben der Minenförderung, die einen Anteil von 70 Prozent ausmacht, setzt sich das Angebot aus der Gewinnung von Altsilber (20%), aus Regierungsverkäufen und Lagerbeständen von Minengesellschaften zusammen.
Vielseitig verwendbares Edelmetall
Feinsilber (Reinheit 999) wird oft mit Kupfer legiert, damit es für Schmuckzwecke haltbarer ist. In zahlreichen Ländern ist Sterlingsilber (92,5 % Silber, 7,5 % Kupfer) die Standardlegierung für Tafelsilber und Besteck. Da Silber der beste Leiter unter den Metallen ist und nicht korrodiert, lässt es sich vielseitig in der Elektrotechnik einsetzen. Auf Leiterplatten wird Silber für Schaltungen genutzt. Auch im Audiobereich weisen Silberkabel hochstehende Qualitätseigenschaften auf. Zudem wird Silber beim Löten von Werkstoffen, in Antennen, für Spiegel, Beschichtungen von Glas, in Reflektoren, Batterien, der Bekleidungsindustrie, der Fotografie, der Solarenergie, bei der Wasserreinigung, und in der Pharmaindustrie eingesetzt. Das Edelmetall soll gar eine natürliche Alternative zu Antibiotika sein.
Der Bedarf an Silber wächst. 2010 kletterte er weltweit auf ein Zehnjahreshoch von 878,8 Millionen Feinunzen, was einem Anstieg von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der weltweite Hunger nach Rohstoffen dürfte dabei eine treibende Kraft darstellen. Die Nachfrage in der Industrie hat nach dem Einbruch aufgrund der Finanzkrise 2010 mit 487,4 Millionen Feinunzen das Niveau der Vorkrisenzeit fast wieder erreicht. (db)
Beliebt sind auch Schmuckstücke aus Silber. Im Bild eine Halskette mit Anhänger von Merii.