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Weiche Kontaktlinsen sind am häufigsten verbreitet. Zur Korrektur gewisser Refraktionsanomalien braucht es formstabile Kontaktlinsen (FSL), früher auch “halbharte” genannt
Im Gegensatz zur Weichlinse ist unter der FSL ein grösserer und zirkulierender Tränenfilm. Beim Tauchen sättigt sich auch die Tränenflüssigkeit mit Stickstoff auf — der Tränenfilm ist ein “schnelles Gewebe” mit einer Halbsättigungszeit von 3 — 5 Minuten.
Dekompressionsprobleme, ausperlende N2 — Bläschen in der Tränenflüssigkeit, werden schon bei “sicheren Tauchprofilen” beobachtet. Wir fanden bei Druckkammertauchgängen auf 30m und einer degressiven Aufstiegsgeschwindigkeit (8-3m/min) bei allen Testpersonen Gasblasen im Tränenfilm ab 9m Tiefe. Bei Weichlinsenträgern passiert nichts.
Bei formstabilen Kontaktlinsen werden die während der Dekompressionsphase entstehenden kleinen Bläschen unter die Linse gespült, bleiben dort stecken und dehnen sich beim Auftauchen weiter ausDie Sehschärfe kann in dieser Phase bis auf 20% reduziert werden – d.h. die Instrumente sind nicht mehr ablesbar. Die Bläschen hinterlassen für 1–2 Stunden mikroskopisch kleine Dellen auf der Hornhautoberfläche – ungefährlich, aber je nachdem immer noch optisch leicht störend.
Die Blasenbildung im Tränenfilm korreliert direkt mit dem ultraschallmässig nachweisbaren Auftreten von Mikroblasen im Blutkreislauf. Das Tränenfilmsystem ist so dekompressionssensibel, dass schon vorgeschlagen wurde, die Kontaktlinsen als „Deko-Messer“ einzusetzen. Angesichts der möglichen Sehschärfereduktion unter Wasser ist das kaum zu empfehlen.