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Roth, Robert
Robert Roth (* 23.10.1919; † 28.7.1986)
Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).
Leben
"Robert Roth, 1919 in Langenthal geboren, verbrachte mitten im Zweiten Weltkrieg einen Studienaufenthalt in München und musste im April 1943 zusammen mit seiner Braut vor den Nazis in seine Schweizer Heimat flüchten. Sein Leben verlief lange Zeit in ziemlich abenteuerlichen Bahnen. So durchstreifte er schon als Jüngling zu Fuss oder auf dem Fahrrad unter anderem Ungarn, Jugoslawien, Schweden, einen Teil der Sahara sowie ganz Ostgalizien, Wolhynien und die unwegsamen Pripjetsümpfe, welch letztere Gebiete heute ja russisch sind. Der Autor gehörte dem Berner Schriftstellerverein an und war im Hauptberuf als Statistiker tätig. Er besass nicht nur eine grosse Vorliebe für Sprachen - er hatte deren neun in Wort und Schrift von Grund auf erlernt -, sondern er war auch sehr musikalisch und spielte mehrere Instrumente. Während er schrieb, war es denn auch eines seiner Anliegen, seine beiden Hauptneigungen miteinander zu verbinden, so dass viele seiner Sätze fast so etwas wie eine Sprachmelodie ergaben. Dem Märchenhaften und Poesievollen war Roth ganz besonders zugetan, weshalb ihn ein Zeitungskritiker als spätgeborenen Romantiker bezeichnete." (Aus: Toggenburger Erzählungen, Flawil 1979, in BBSS ca. 1994)