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Dafür von Distis assembliert, sagten Insider dem US-Branchenblatt 'CRN'.
Laut einem Bericht von 'CRN'
soll die EMC-Tochter VMware für seine Konzernmutter gegenwärtig die Softwarebasis für eine neue Art von "Converged Infrastructure"-Appliances, die Server-, Networking und Storage-Funktionen vereinen, entwickeln. Laut Insidern, die gemäss 'CRN' mit der Sachlage vertraut sind, heisst das Projekt intern "Project Mystic". Die auf der VMware-Software basierenden Geräte werden laut dem Bericht zumindest anfangs den Markennamen von EMC tragen, die Hardware soll aber von Distributoren assembliert werden. Später soll die Technologie dann auch anderen Hardwareherstellern zur Verfügung gestellt werden. EMC und VMware gaben gegenüber 'CRN' keinen Kommentar ab.
Der traditionelle EMC-Partner für Server- und Networking-Hardware, Cisco, scheint beim Projekt "Mystic", nicht an Bord zu sein. Cisco ist der Partner von EMC und VMware im Joint Venture VCE, das ebenfalls Converged-Infrastructure-Appliances anbietet. Bei den "vBlocks" von VCE sind allerdings die Einzelteile - Storage von EMC, Server und Netzwerkgeräte von Cisco - vorintegriert aber noch getrennt. Bei den Appliances, die aus dem Project Mystic hervorgehen sollen, dürfte die Sache mit der Konvergenz noch wesentlich weitergehen.
Wie 'CRN' andeutet, arbeiten VMware und EMC an einer direkten Konkurrenz für die Geräte von Newcomern wie Nutanix oder Simplivity. Diese beiden stellen konvergente Appliances her, die auf die Grösse eines einfachen Servers geschrumpft sind. Komplette Infrastrukturen für Rechenzentren - sowohl für traditionelle virtualisierte Umgebungen als auch für Cloud-Services - sollen aus diesen einheitlichen Bauklötzen zusammengesetzt werden können. Im Sinne einer "Scale-Out"-Architektur addiert dabei jede neue Appliance, beziehungsweise jeder neue Knoten, der hinzugefügt wird, mehr Rechenpower sowie Storage- und Networking-Kapazität.
Die Anbieter argumentieren dabei insbesondere auch damit, dass eine solche Infrastruktur ohne zentralisierten Netzwerk-Speicher, sei es nun SAN oder NAS, auskommt. Die Speicherkapazität- sowohl Flash- als auch Harddisk-Speicher - ist als Direct Attached Storage auf die Knoten verteilt, kann aber trotzdem von jeder virtuellen Maschine im Cluster genützt werden. Eine auf jedem Knoten vorhandene Storagesoftware, das eigentliche Kernstück dieser konvergenten Appliances, sorgt für die Verteilung der Daten - dies dürfte die Software sein, an der VMware gerade arbeitet. Die Daten, welche eine virtuelle Maschine braucht, werden aus Performancegründen wenn möglich auf dem lokalen Knoten, auf dem sie läuft, gespeichert. Die Storagesoftware sorgt dabei für ein automatisches Tiering: Häufig gebrauchte Daten werden auf dem schnellen Flashspeicher vorgehalten, weniger "heisse" Daten auf Harddisks. Gleichzeitig werden die Daten in einer RAID-ähnlichen Technologie auf anderen Knoten repliziert. Fällt eine Appliance aus, starten automatisch Backups der darauf laufenden VMs auf anderen Knoten. Zuerst greifen sie auf die im Cluster verteilten replizierten Daten zu. Gleichzeitig werden die Daten auf die neuen Knoten kopiert, so dass später wieder der lokale Zugriff möglich wird. (hjm)