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Ab Mitte November 2008 kann die Ansto zudem den ersten Schritt zur Wiederaufnahme der Molybdän-99-Produktion einleiten. Dieses Isotop wird zur Erzeugung von Technetium-99-m (Tc-99-m) benötigt. Mit der Wiederinbetriebnahme von Opal trägt die Ansto einer Warnung der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) Rechnung, wonach der globale Markt für Radioisotope auszutrocknen droht, da für die Produktion medizinisch wichtiger Radioisotope weltweit nur wenige Reaktoren zur Verfügung stehen und mit einer erhöhten Nachfrage gerechnet wird.
Schweres Wasser ersetzt
Das schwere Wasser im Reflektortank des Opals ist anlässlich des letzten Revisionsunterbruchs ausgetauscht worden. Während der vergangenen zwei Jahre war leichtes Wasser aus dem offenen Pool, der den Reaktor umgibt, in den Reflektortank gesickert und hat das darin enthaltene schwere Wasser verdünnt. Laut der Ansto hatte die Verdünnung des schweren Wassers eine Abnahme des Neutronenflusses zur Folge, was die Isotopenproduktion beeinträchtigte. Die Verdünnung wurde erstmals im Jahr 2006 erkannt.
Dauerhafte Lösung gesucht
Während eines mit dem Leck nicht in Zusammenhang stehenden zehnmonatigen Unterbruchs von Juli 2007 bis Mai 2008 zur Behebung eines Defekts in der Brennstoffauslegung hatte die Ansto zusammen mit dem argentinischen Anlagendesigner Invap begonnen, dauerhafte Lösungen für das Leck zu finden. Gemäss der Ansto sind die Untersuchungen noch im Gang.
Die IAEO hatte am 4. November 2008 auf die jüngsten Probleme in Europa hingewiesen, als gleichzeitig drei Produktionsstätte medizinisch verwendeter Isotope ausgefallen waren. Sie hatten zu einer weltweiten Knappheit von Tc-99-m geführt. Die IAEO verfasste daraufhin ein 70-seitiges Dokument mit Empfehlungen und Richtlinien für die Betreiber von Forschungsreaktoren.
Quelle
M.B. nach Ansto, Medienmitteilung, 7. November, und NucNet, 10. November 2008