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Die Leiber schieben sich unwillig zur Seite, wenn ein Töff eine Schneise durch die Gasse zieht. Bleich und gross bewegen sich die Gäste aus Europa, neben den wendigen Marokkanern wirken sie wie Möwen, die in Flip-Flops schaukeln. Sie kommen in Paaren und Scharen, und wenn sich eine Möwe vorwagt und in der Auslage von Rashids Gewürzladen an einem struppigen Ding zupft, das sie nicht kennt, sagt er: «Das sind Zahnstocher, wie sie Berber benutzen!»
Prompt ist er im Gespräch. Denn wer sind überhaupt diese Berber, und wie setzt man das Ding ein? Und vielleicht setzt die Möwe nach: «Und was ist das?» – «Das ist schwarze Seife für den Hamam.» Vielleicht bleibt die Möwe auf einen süssen Pfefferminztee, den Rashid ihr kocht. Vielleicht kauft sie Muskatnüsse oder ein Fläschchen Argan-Öl oder ein paar Gramm Safran. Vom teuren echten für sich, vom minderwertigen zum Verschenken. Am Ende des Tages bleiben Rashid vielleicht ein paar Hundert Dirham, der Kurs zum Schweizer Franken ist etwa 10 zu 1. Das Geld teilt er mit seinen Eltern, für die er sorgt.