Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03547.jsonl.gz/1908

Am Ufer der Garonne lebt eine Pariserin mit ihrem Mann und den Kindern. Der Fluß droht über die Ufer zu treten, man wartet auf das Hochwasser. Unterschwellige Strömungen bestimmen auch das Bewußtsein der Ich-Erzählerin. Geheimnisvolle Frauengestalten drängen sich in ihr Leben: eine grüngekleidete Frau, die außer ihr niemand sehen kann, die ehemals beste Freundin, die plötzlich zu ihrer Stiefmutter geworden ist, die eigene Mutter und der Fluß Garonne, zweifellos »vom Wesen her weiblich«. Anhand dieser vieldeutigen Gestalten, die reale Menschen und Hirngespinste zugleich sind, entfaltet Marie NDiaye ihr »Selbstporträt in Grün«. Ein Roman von brillanter Kühnheit, der unsere Wahrnehmung der Welt auf poetische Weise in Frage stellt: Was man sieht, ohne es zu sehen, was man weiß, ohne es zu wissen, und wie man sich täuscht diesen Unwägbarkeiten und Unzuverlässigkeiten des Bewußtseins verleiht Marie NDiaye auf einzigartige Weise Ausdruck.
Von der Autorin des Bestsellers Drei starke Frauen
Internationaler Literaturpreis und Prix Goncourt für Marie NDiaye
»Ebenso flirrend leicht wie eindrucksvoll.« Frankfurter Rundschau
»Marie NDiaye läßt uns mit nur einem Wunsch zurück: mehr von ihr lesen zu dürfen.« The New York Times
Autorentext
Marie NDiaye, 1967 in Pithiviers bei Orléans geboren, veröffentlichte mit 17 Jahren ihren ersten Roman; weitere Romane und Theaterstücke folgten. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise, u. a. den Prix Goncourt für Drei starke Frauen. NDiaye lebt in Paris.