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Stan Wawrinka steht zum dritten Mal in den Halbfinals des Australian Open. Der 31-jährige Waadtländer setzt sich gegen die Weltnummer 12 Jo-Wilfried Tsonga ohne Probleme 7:6 (7:2), 6:4, 6:3 durch.
Nur einmal sah es aus, als ob der Franzose die Partie ausgeglichener und spannender gestalten könnte. Zum 4:3 im zweiten Satz gelang dem Australian-Open-Finalisten von 2008 sein einziges Break. Wawrinka reagierte jedoch im Stil eines Champions. Er holte sich zu null das Re-Break und gewann sechs Games in Serie. Damit hatte er den zweiten Durchgang gewonnen und im dritten mit 3:0 eine Vorentscheidung geschafft.
In einer Partie ohne grosse Höhepunkte, die wohl auch unter dem böigen Wind litt, demonstrierte Wawrinka einmal mehr seine Tiebreak-Stärke. Mit dem letzten Satz in der 3. Runde gegen Viktor Troicki, den drei im Achtelfinal gegen Andreas Seppi und dem ersten gegen Tsonga hatte er fünf Sätze hintereinander in der Kurzentscheidung für sich entschieden. Letztlich hatte der gleichaltrige Franzose einfach nicht die Mittel, um Wawrinka in Bedrängnis zu bringen.
"Zu Beginn war es eine sehr enge Sache", fand Wawrinka. "Jeder schaute, was der andere macht." Danach habe er aber sehr gut gespielt. "Ich bin sehr zufrieden und bin mit jedem Match besser geworden." Er wisse, dass er in dieser späten Phase eines Turniers selten ein Spiel völlig verhaue.
"Ich hätte gerne besser gespielt", bedauerte der im Waadtland wohnhafte Franzose, der sich mit seinem Nachbarn vom Genfersee am Ende des ersten Satzes ein kurzes Wortgefecht lieferte. "Nichts Schlimmes", wiegelte Tsonga nach dem Spiel ab. "Etwas, das unter uns bleibt." Er bedauerte, dass er keinen ersten Service hatte, als er bei 4:3 im zweiten Satz aufschlug. Ansonsten stellte er fest, dass er "einfach nicht gut genug" gewesen sei.
Im Halbfinal kommt es nun zum Schweizer Duell zwischen Wawrinka und Roger Federer. Bei seinen ersten beiden Halbfinalqualifikationen gewann der Romand 2014 gegen Tomas Berdych holte anschliessend gegen Rafael Nadal den Titel, 2015 verlor er in fünf Sätzen gegen Novak Djokovic.
SDA-ATS