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Letztes Wochenende war von einem etwas erhöhten Platz wie beispielsweise dem Bodemünzi oder Adera-Hügel Erstaunliches zu sehen: Über dem Murtensee bildete sich eine von West nach Ost verlaufende Nebelwalze. Diese bedeckte gerade den See, die nahen Ufergebiete, teilweise Meyriez, jedoch nicht die südlich gelegenen Quartiere von Murten. Die oberste Spitze des Wistenlachers (Mont Vully) schaute gerade noch aus dem Nebel.
Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) schrieb am 15. November 2020: "Mit der Annäherung des Tiefs ist seit gestern Mittag auf der Alpennordseite Südwestwind aufgekommen und Druckfall hat eingesetzt. Das heisst also, dass der Druckfall die feuchte Grundschicht im Mittelland in Richtung Norden (zum Tief hin) ausfliessen lässt und die Luftmasse in den unteren Schichten zwischen Alpen und Jura etwas mehr Platz bekommt."
Auffallend in Murten war, dass sich am Sonntagmorgen eine fast nebelfreie Zone in den Quartieren Engelhard, Vissaula und Irisweg bis hin zum Bahnhof gebildet hatte. Jedoch nur etwa 50 Meter nördlich vom Bahnhof - parallel zum Seeufer - verlief diese sehr dichte Nebelwand.
Der thermische "Hotspot"-Effekt dieser Quartiere entwickelte sich aus meiner Sicht in den letzten Jahren für die Südseite immer deutlicher heraus. Um 14:00 Uhr wurde am Bahnhof eine Lufttemperatur von knapp 13° C erreicht, was deutlich über dem Novembermittel ist.
Schön, dass uns ein solcher Martinisommer den Herbst und Winter verkürzen lässt!
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