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Es ist fast der gleiche Cell-Chip, der in Sonys Playstation 3 werkelt. Nur mit den vollen acht, statt der in der Konsole zur Verfügung stehenden sechs Kernen (einer ist bei Sony Ausschuss und ein weiterer dient der internen Überwachung). In IBMs neuem Cell-Blade QS21 bringt er eine Leistung von 1,33 GigaFLOPS (Floating Point Operations Per Second) pro Watt oder 20 GFLOPS insgesamt. Im Zusammenspiel mit der von Fraunhofer Institut entwickelten Cloud-Computing-Lösung PHASTGrid wird er jetzt nicht nur für die Berechnung wissenschaftlicher Daten interessant.
In einem Referenzprojekt, das Dr. Franz-Josef Pfreunft, Division Director des Competence Centers High Performance Computing bei Fraunhofer, vorstellte, wurde ein Software-Code, für den ein 2,4 GHz Opteron 21,9 Sekunden brauchte, derart optimiert, dass er auf dem Cell-Chip in 0,14 Sekunden ablief. Der als Referenz verwendete Intel Quadcore benötigte für den optimierten Code immerhin noch 0,8 Sekunden. Monte-Carlo-Simulationen, wie sie zum Beispiel für die Berechnung von Aktienderivaten verwendet werden, können mit dieser Lösung also deutlich schneller als bisher berechnet werden. IBM und Fraunhofer sprechen von einer produktionsreifen Umgebung, die ab sofort erhältlich wäre. In einem Ausblick auf die nächste Generation der Cell-Chips sprach Michael Engler, Ingenieur bei IBM Cell Solutions Developement, zudem davon, dass die Rechenleistung der CPUs, unter anderem dank verbesserter "double precision"-Leistung, bei 100 GFLOPS liegen werde. (Thomas Mironiuk)