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«Dieser Ort ist ein Symbol für den Schmerz einer ganzen Nation», sagte der frühere Chef der Europäischen Zentralbank am Donnerstag vor wenigen Dutzend Anwesenden. Die Menschen in Bergamo hätten «schreckliche Tage erlebt», in denen sie keine Zeit gehabt hatten, um ihre Lieben ein letztes Mal zu begleiten.
Vor rund einem Jahr gingen erschütternde Bilder von Militär-Lastwagen um die Welt, die Särge mit Corona-Toten aus Bergamo fuhren. Die Armee musste die vielen Toten damals in Krematorien anderer Städte bringen, weil in der norditalienischen Stadt kein Platz mehr war.
Draghi weihte ausserdem gemeinsam mit Bergamos Bürgermeister Giorgio Gori einen Gedenkwald ein und legte am Friedhof der Stadt einen Kranz nieder. Der Wald soll später aus Obst- und Waldbäumen bestehen, die für die Toten des damaligen Corona-Ausbruchs stehen.
In Bergamo, aber auch in ganz Italien, wurde bei weiteren Veranstaltungen der Toten gedacht, vielerorts hingen die Fahnen auf halbmast. Da die Lombardei, in der Bergamo liegt, derzeit zur Roten Zone mit den strengsten Corona-Beschränkungen zählt, konnten viele Menschen nicht vor Ort dabei sein. Sie konnten im Fernsehen oder Internet zusehen.