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ANNA JENNI GEWINNT DAS TURNIER 'LES CEINTURES' IN PARIS Gute Leistung unserer Swiss Boxing Team Boxer
18.05.2023 16:09 Uhr
Federico Beresini / JS
Das prestigeträchtige Turnier Les Ceintures" fand vom 12. bis 14. Mai in Paris/Argentuil statt. 18 Nationen aus Europa, Asien, Nord- und Südamerika nahmen mit insgesamt 186 Boxern (120 Männer und 66 Frauen) teil. Unsere Delegation bestand aus zwei Boxerinnen sieben Boxern, fünf Trainern und einem Punkt- und Ringrichter. Das Gesamtresultat unseres SBT darf als hervorragend bezeichnen werden.
Anna Jenni gewann das Turnier, indem sie drei Kämpfe für sich entschied und auch den Preis für die beste Boxerin des Turniers gewann. In ihrem ersten Kampf schlug sie die französische Boxerin Leila Meignan, im zweiten Kampf die portugiesische Meisterin Carolina Ferreira und schließlich die Kanadierin Jessica Sparrow. Alle drei Kämpfe gewann Anna klar nach Punkten. Die Luzernerin zeigte große Fortschritte, sowohl mental als auch technisch/taktisch. Sie hatte nie Schwierigkeiten, ihre Kämpfe zu führen und zeigte großes Selbstvertrauen, unterstützt durch eine ausgezeichnete körperliche Verfassung. Herzlichen Glückwunsch!
Ana Milisic, gewann ihren ersten Kampf deutlich gegen die Französin Marianne D'Antuono. Später, im Halbfinale, verlor sie knapp nach Punkten gegen die starke und erfahrene französische Boxerin Caroline Cruvellier. Ana kämpfte entschlossen und mit Selbstvertrauen. Trotzdem reichte es gegen die Französin nicht zum Sieg.
Flavio Meta, kämpfte zum ersten Mal im Tenue des SBT. Er ist ein begabter und aufgestellter Boxer. Seinen ersten Kampf gewann er nach Punkten gegen den Portugiesen Semedo Diogo. Im Halbfinale unterlag er dann in einem fast ausgeglichenen Kampf dem Deutschen Walter Vitalj nach Punkten.
Gent Makaj ist ein kämpferischer Boxer, der nie aufgibt. Bei seinem SBT-Debüt gewann er den ersten Kampf gegen den Portugiesen Bernardo Santos nach Punkten. Im Halbfinale unterlag er dem Franzosen Mohamed Traore ebenfalls nach Punkten. Beide Kämpfe wurden von Gent mit großer Intensität geführt.
Trotz einer Niederlage bleibt Marhu Kamanga ein Hoffnungsträger im Schweizer Team. Nach einem eher schwierigen Start gegen den Franzosen Richard Awoomor konnte er sich in den verbleibenden Runden steigern. Leider reichte dies nach ausgeglichenem Kampf nicht für den Sieg.
Yidan Fischer traf im Viertelfinale auf die Französin Thais Larche. Ein sehr technischer und ausgeglichener Kampf. Yidan hat alles versucht, um zu gewinnen; leider reichte ihre Leistung trotz ausgeglichenem Kampf nicht zum Sieg. Yidan wird sich dank ihrer Entchlossenheit weiter in internationalen Ringen behaupten.
Laurin Amiet ist ein weiterer Debütant im SBT. Er zeigte gegen seinen starken französischen Gegner (der später das Turnier gewann) einen sensationellen Kampf. Laurin konterte einen Schlag nach dem anderen seines erfahrenen Gegners und brachte diesen sogar in Schwierigkeiten. Ein sehr guter Kampf, der nur knapp nach Punkten verloren ging. Herzlichen Glückwunsch.
Seifedine Leitaief, lieferte einen der schönsten Kämpfe des gesamten Turniers ab. In einem spektakulären Kampf schlug er seinen Gegner, den italienischen Meister 2021, Valerio Colantoni, mit einer präzisen Rechten nieder. Als er 10 Sekunden vor Ende des Kampfes den Sieg auf seiner Seite zu haben schien, zählte der kanadische Kampfrichter zur Überraschung und Verblüffung aller Anwesenden Seifedine aus. Damit verlor unser Boxer knapp nach Punkten, und das völlig unverdient. Schade.
Bruno Bernasconi, stand dem französischen Meister Enzo Jourdaine gegenüber. Ein sehr starker und technischer Gegner, den der Tessiner Boxer gut beherrschte. Die große Erfahrung des Franzosen machte dann den Unterschied aus und führte zu einem Punktsieg. Es war aber auch ein guter Kampf, der von ständigen Angriffsaktionen auf beiden Seiten geprägt war.
Hervorragende Leistungen zeigte auch unseres Ring- und Punktrichter Antonio Cerundolo. Bei dieser Gelegenheit konnte er 18 Kämpfe leiten und 49 weitere bewerten. Eine großartige Erfahrung, herzlichen Glückwunsch.
Exzellente Arbeit leistete auch der technische Staff, der neben dem Nationaltrainer Federico Beresini vom erfahrenen Alain Chervet und den beiden angehenden Trainern Dominic Schüch und Nedjmi Zenuni unterstützt wurde, die so ihren Erfahrungsschatz bereicherten. Die Anwesenheit mehrerer Trainer, die so auf Augenhöhe mit den Boxern wachsen, ist wichtig.
Dank auch an den ukrainischen Trainer Volodomyr Vinnikov, ein Mitglied unseres SBT, ein sehr illustrer Name in der Welt des olympischen Boxens, privat engagiert, der unsere Boxer mit wertvollen Ratschlägen und kleinen Techniktrainings unterstützte.
Alles in allem zeigte die Reise nach Paris den aktuellen Stand des Schweizer Boxsports auf. Das Team verfügt über mehrere sehr gute Boxerinnen und Boxer. Es ist wichtig, diese weiter zu entwickeln. Die Erfahrungen in internationalen Ringen ist wichtig und wird weitere positive Resultate zeitigen.
Nicht zuletzt herrschte ein sehr guter Teamgeist, der Freundschaften entstehen ließ. Darüber hinaus zeichnete sich Marhu Kamanga alias "Manga Kamanga" mit seinen künstlerischen Darbietungen, zusammen mit dem italienischen Künstler Marco Facchini aus. Der Auftritt wurde vom Publikum freudig beklatscht.