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Dubai Women's Tennis Championships 2006

zurück zur Übersicht Last updated: 17.03.2006
|alle Berichte aus der Rabble-Tennisdatenbank zu: Justine Henin-Hardenne, Maria Sharapova, Lindsay Davenport, Martina Hingis, Vera Dushevina|
|Justine Henin-Hardenne - US Open 2005|
|Maria Sharapova - US Open 2005|
|Lindsay Davenport - Zurich Open 2005|
|Das grosse Finale - Justine Henin-Hardenne, Maria Sharapova|
|Finale:
Justine Henin-Hardenne (4) - Maria Sharapova (3) 7:5 6:2

Während
einer Woche mit vielen Regenverzögerungen und Partien mit immer den
selben Spielerinnen zieht sich ein Turnier doch etwas hin. Im grossen
Finale war dann aber alles anders.
Justine Henin-Hardenne ist ungeschlagen
im arabischen Emirat. Die zweimalige Gewinnerin holte sich die Titel bei
ihren bisherigen Teilnahmen in den Jahren 2003 und 2004. Im letzten Jahr
konnte sie zu Saisonbeginn aufgrund einer Verletzung am rechten Knie nicht
auf der WTA-Tour antreten.
Auf dem Weg bis ins Finale musste Maria
Sharapova mit Lindsay Davenport und Martina Hingis die härteren Brocken
aus dem Weg räumen als Henin-Hardenne. Sie tat dies überzeugend dank
hartem und fehlerfreien Spiel.
Maria Sharapova überraschte in dieser
Partie mit einer für sie ungewöhnlichen taktischen Variante. Sie
versuchte ihr Glück in einigen Netzangriffen, welche aufgrund ihres
schwachen Flugballspiels jedoch nur selten zum Erfolg führten. Die Russin
überraschte auch mit drei exzellenten Stoppbällen, nachdem diese in den
Partien zuvor jeweils nie gelangen. Sie versuchte also Variation in ihr
Hau' drauf-Tennis zu bringen, um nach den letzten drei Partien, die sie
gegen Henin-Hardenne verloren hatte und einem Head-to-Head von 1:3 gegen
die Belgierin, zum Erfolg zu kommen.
Folgerichtig war es auch die
Wimbledonsiegerin 2004, welche sich das erste Break zum 5:3 holte. Doch in
dieser wichtigen Phase zeigte sich nun das Durchsetzungsvermögen von
Henin-Hardenne, welche sich das Re-Break sicherte und so den Satzverlust
vermied.
Der zweite Satz war ausgeglichen bis zum 2:2. Bei diesem Spielstand gab Sharapova ihr Aufschlagspiel aufgrund kapitaler Fehler ab. Die 18-jährige bewegte sich in diesem Game sehr schlecht und wirkte unmotiviert. Nach dieser kleinen Auszeit Sharapovas liess sich Justine Henin-Hardenne mit dem Break im Rücken den zwölften Sieg im zwölften Spiel in Dubai nicht mehr nehmen und gestand ihrer Gegnerin keinen einzigen Spielgewinn mehr zu. In diesem Jahr weist sie damit eine 14:1-Siegesbilanz auf.
Die Siegerehrung hatte es in sich.
Managing Director Colm McLaughlin (auf Bild 4 oben am roten Teppich zu
sehen)
dankte allen involvierten Personen und Sponsoren und ich war überrascht,
wie viele Scheichs es mit dem Namen "Maktoum" in allen nur
erdenklichen Funktionen gab.
|Halbfinale:
Maria Sharapova (3) - Lindsay Davenport (2) 3:6 6:1 6:3

Lindsay Davenport legte mit dem 4:0 im ersten Satz einen wahren Blitzstart hin. Da kamen Gedanken an das 6:0 6:0 auf, mit dem die 29-jährige US-Amerikanerin ihre heutige Gegnerin vor Jahresfrist im Halbfinal von Indian Wells vom Platz gefegt hatte. Das war allerdings ihr einziger Sieg bisher. Im Direktduell führt Sharapova mit 3:1, wobei alle ihre Erfolge Dreisatzsiege waren.
Ab dem Zeitpunkt, als Maria Sharapova ihr erstes Game gewinnen konnte, drehte das Match. Lindsay Davenport unterliefen unter dem zunehmenden Druck ihrer Gegnerin mehr Fehler, da sie trotz ihrer Reichweite immer etwas zu spät an den hart geschlagenen Bällen dran war. Aber vor allem wackelte die Kalifornierin bei ihrem Aufschlag. Ihre stärkste Waffe versagte und es unterliefen ihr einige ungewohnte Doppelfehler.
|Viertelfinale:
Lindsay Davenport (2) - Maria Kirilenko 4:6 6:2 6:3

2. Runde: Lindsay Davenport (2) - Elena Likhovtseva 6:0 6:0
Aufgrund des Regens wurde der Zeitplan arg strapaziert. So wurden die Viertelfinalespiele nahezu gleichzeitig auf drei Plätzen ausgetragen. Amelie Mauresmo und Svetlana Kuznetsova spielten sicham Freitagmorgen vor ihrem Match auf dem Center Court, dem einzigen bereits getrockneten Court, warm. Während Mauresmo die Bälle mit ihrem Coach Loic Courteau schlug, spielte sich Svetlana Kuznetsova mit Lindsay Davenport ein, welche danach für ihr Match auf den Court 1 hinaus wechselte.
|Halbfinale:
Justine Henin-Hardenne (4) - Svetlana Kuznetsova 6:2 7:5

Viertelfinale: Justine Henin-Hardenne (4) - Francesca Schiavone (7) 6:4 7:6
Die Viertel- und Halbfinals wurden aufgrund der Spielverschiebungen beide am Freitag ausgetragen. Während sich Henin-Hardenne am Morgen auf einem Aussenplatz gegen Schiavone durchsetzte, siegte Kuznetsova in der Fortführung des bereits am Donnerstagabend begonnnen Matches gegen die an Nummer 1 gesetzte Amelie Mauresmo. Am Abend wurde Henin-Hardenne ihrer Favoritenrolle gerecht und besiegte die in dieser Saison wiedererstarkte Kuznetsova trotz einem 0:3-Rückstand zu Beginn des zweiten Satzes.
|Viertelfinale:
Maria Sharapova (3) - Martina Hingis (W)
6:3 6:4

Diese Affiche könnte zu einem Klassiker werden. Nach Martina Hingis' Comeback spielten die beiden anfangs Monat im Halbfinale von Tokio erstmals gegeneinander. Dort wurde Sharapova wegen einem zu fehlerhaften Spiel regelrecht überrollt.
Die zweite Begegnung der beiden zeigte nun ein anderes Gesicht. Martina Hingis spielte mit zu wenig Variation. Man sah nur sehr wenige Netzangriffe der 25-jährigen Schweizerin. Das war deshalb unverständlich, da sie meistens erfolgreich agierte, wenn sie einen Netzangriff lancierte. Es wäre auch ein taktische Variante gewesen, öfters einen höheren Ball auf die Rückhand Sharapovas einzustreuen. Stattdessen versuchte Hingis in Grundlinienduellen mit dem Powertennis der Russin mitzuhalten. Hingis wich zwar nicht von der Grundlinie zurück, beging aber etwas zu viele Fehler. Es machte sich auch ein wenig Ratlosigkeit bei ihr breit, da die Bälle einfach zu oft neben der Linie landeten.
Maria Sharapova kann den Ball von nahezu
jedem Ort auf dem Platz unglaublich hart und präzise in
die linke oder rechte Ecke schlagen. Das ist ihre Stärke. Und da ihr im Gegensatz
zum Spiel in Tokio viel weniger Fehler unterliefen, dominierte sie dieses
Match.
Verbessert hat Maria Sharapova ihre Vorhand. Die Russin war früher oft zu spät und traf den Ball etwas hinter ihrem Körper. Wie auf den Bildern 8 und 9 erkennbar ist, ist das Timing nun aber einwandfrei.
|2. Runde:
Martina Hingis (W) - Anastasia Myskina (8) 6:4 6:3

1. Runde: Martina Hingis (W) - Sania Mirza 6:3 7:5
(Mehr Infos und Bilder zu dieser Partie gibt es im Bericht zu Sania Mirza.)
Die
25-jährige spielte trotz der Niederlage gegen Sharapova ein gutes
Turnier. Sie wies Anastasia Myskina, die wieder auf dem Weg zurück in die
Top 10 ist, in ihre Schranken.
Oft sah man, dass Martina zwischen den Ballwechseln ihren Fuss am Boden kreiste. Hauptsächlich den rechten Fuss. Entweder ist das ein Reflex oder halt doch die stetigen Auswirkungen ihrer chronischen Verletzungen, wegen derer (und wohl auch anderen Gründen) sie ihre Tennisschuhe vor etwas über drei Jahren an den Nagel gehängt hatte.
|2.
Runde: Justine Henin-Hardenne (4) - Kateryna Bondarenko (Q) 6:4
7:5

(Mehr Infos zu dieser Partie gibt es im Bericht zu Kateryna Bondarenko.)
Während Justine Henin-Hardenne nach einem Freilos in der ersten Runde zu ihrer ersten Partie in Dubai antrat, war es für Kateryna Bondarenko bereits der siebte Auftritt an den diesjährigen Dubai Women's Tennis Championships. Je zwei Siege in der Qualifikation sowie je einen in der ersten Runde im Haupttableau hatte die 19-jährige Ukrainerin in der Einzel- und Doppelkonkurrenz auf dem Konto. In der ersten Runde im Einzel hatte sie Kveta Peschke im Tie-Break des dritten Satzes besiegt.
Kateryna Bondarenko zeigte gegen die
klare Favoritin aus Belgien eine starke Leistung. Zwar reichte
Henin-Hardenne im ersten Satz ein Break zum Satzgewinn, doch konnte sich
Bondarenko im zweiten Satz dank einem Break mit 3:0 absetzen.
|2.
Runde: Maria Sharapova (3) - Vera Dushevina 6:1 6:0

Nach dem Freilos in der ersten Runde startete Maria Sharapova souverän in das Turnier. Vera Dushevina hatte Marion Bartoli in der ersten Runde problemlos besiegt und ich hätte mir von der 19-jährigen Russin in diesem Match mehr erwartet.
Ist Sharapova zu gut oder Dushevina zu
schwach? - Die 48. der Weltrangliste hätte zwar ein feineres Händchen
als Sharapova, was man bei den wenigen Volleys und Stoppbällen zu sehen
bekam, konnte dieses aber kaum einsetzen. Zu brachial waren die Schläge
Sharapovas. Mit einem starken Service und präzisen Schlägen bestimmte
die 18-jährige das Geschehen.
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