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Der Mensch - dass Maß aller Dinge?
Die Frage nach Wesen und Natur des Menschen ist so alt wie der Mensch selbst. In Verlauf der Geschichte begegnet er uns als nach sich selbst Fragender, der sich grundsätzlich zur Sozialität fähig sieht (Aristoteles), der sich um wahre Erkenntnis und politische Bildung bemühen muss (Platon), der sich seiner gestalterischen Fähigkeiten, seiner Stärken und Schwächen bewusst ist (Sophokles) und der sich zum Maß aller Dinge erhebt (Protagoras). Thomas von Aquin erkennt den Menschen als vernunftbegabtes Lebewesen, für Rousseau ist er "gut, während er für Hobbes »dem Menschen ein Wolf« sein kann. Die Schöpfungserzählungen betonen die Gottesebenbildlichkeit, während Kant in ihm das einzige Wesen erkennt, »das erzogen werden muss«. In diesem Buch zeichnen die Autoren die Geschichte der Frage nach dem Menschen anhand von Textauszügen wichtiger Denker nach und zeigen zugleich, dass man auch zu schwierigeren klassischen Texten den Zugang erleichtern kann. Die einzelnen Kapitel können jeweils für sich gelesen und bearbeitet werden. In ihrer Gesamtheit vermitteln sie dem Leser einen perspektivenreichen ersten Einblick in die philosophisch-theologische Anthropologie. Vorgestellt werden Texte von Aristoteles, Albert Camus, Thomas Hobbes, Immanuel Kant, Platon, Protagoras, Karl Rahner, Jean Jacques Rousseau, Max Scheler, Sophokles und Thomas von Aquin sowie Texte aus dem Alten und Neuen Testament.