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Tiziano Kuznini ist nicht zu bremsen. Beim Finale der IAME Series Italy in Lonato (I) liess der junge Luzerner nichts anbrennen und sicherte sich nach dem WSK-Titel seinen zweiten bedeutenden internationalen Titel in dieser Saison.
Zuerst der Titel in der WSK Series; nun Champion in der IAME Series Italy: Tiziano Kuznini (14) ist in diesem Jahr nicht zu bremsen. Das grosse Karttalent aus Eich am Sempachersee hat am Wochenende seinen zweiten internationalen Titel geholt. Überlegen fuhr er beim achten Lauf in Lonato (I) zu einem weiteren Finalsieg. Im Ziel fehlten dem Fahrer aus dem Team Driver Racing Kart zwar 0,15 Sekunden auf den Iren Jack Buckley. Aber dieser bekam für einen Frühstart fünf Sekunden aufgebrummt, sodass Kuznini letztendlich mit einem Vorsprung von mehr als zwei Sekunden auf seinen direkten Widersacher Roberto Castelozzi aus Italien gewann.
«Dieser Titel bedeutet mir fast mehr als jener in der WSK», sagt Kuznini. «Nicht dass ich mich über meinen ersten Titel etwa nicht gefreut hätte. Die erste gewonnene Meisterschaft ist immer wichtig. Aber der Titel in der IAME Series Italy war härter umkämpft und ging ausserdem über acht Rennen. Da braucht es einen längeren Atem. Und man muss sich die Saison gut einteilen. Das ist mir optimal gelungen. Vielen Dank an mein Team, meine Sponsoren, meine Familie und alle, die mich sonst unterstützen. Ohne eure Hilfe wäre das nicht möglich gewesen.»
Kuznini war beim letzten Rennen der X30-Junioren in Lonato mit einem Punktepolster von 17 Zählern ins Rennen gegangen. Schon im Qualifying liess er nichts anbrennen und sicherte sich die Pole-Position vor seinen beiden stärksten Konkurrenten. Auch im ersten Vorlauf bewies Kuznini Nervenstärke und sicherte sich Platz 1. Im zweiten Vorlauf liess er Jack Buckley den Vortritt und sicherte sich mit Rang 2 eine ausgezeichnete Ausgangslage fürs Finale. «Ich wollte im zweiten Heat nichts riskieren. Deshalb begnügte ich mich mit Rang 2 – im Wissen, dass ich damit im Finale vorne stehe.»
Im besagten Finale lieferte sich Kuznini einen offenen Schlagabtausch mit Jack Buckley – im Wissen, dass dieser für seinen «jump start» eine Strafe bekommen wird. «Es lief wirklich alles super», meinte Kuznini. «Wir hatten uns vom Rest des Feldes abgesetzt und duellierten uns rundenlang. Im Ziel war ich natürlich überglücklich. Ich wusste vor dem Rennen, dass ein achter Platz im Finale reichen würde. Aber ich wollte die Saison unbedingt mit einem Sieg beenden. Jetzt freue ich mich noch auf das Vorbereitungsrennen auf das ROK-Finale und das Finale selber vom 11. bis 14. November. Beides findet in Lonato statt. Das ist vielleicht ein gutes Omen für mich.»