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Die Anfänge
Die Gründung des Unternehmens Rolls-Royce Motor Cars Ltd. ereignete sich bei einem mittlerweile legendären Mittagessen. Der erfolgreiche Ingenieur Henry Royce vereinbarte mit Charles Rolls, seines Zeichens einer der ersten Autohändler der damaligen Zeit, eine Geschäftspartnerschaft. Der Rest ist eine Erfolgsgeschichte. Mit der Entwicklung ihrer Fahrzeuge – angetrieben von zunächst zwei, dann drei, vier und schließlich sechs Zylindern – beschritt das Duo neue Wege in der automobilen Ingenieurs- und Handwerkskunst. Der Silver Ghost, der 1907 der Öffentlichkeit präsentiert wurde, war ein Auto von atemberaubender Laufruhe. Er absolvierte nahezu ohne Unterbrechung eine Fahrstrecke von über 23.000 Kilometern und schuf damit den Mythos des „besten Autos der Welt“.
Der Silver Ghost
Der 40/50 HP oder Silver Ghost wurde 1907 offiziell vorgestellt und bis 1925 produziert. Für den Antrieb sorgte anfangs ein Sechszylinder-Motor mit einem Hubraum von 7.036 cm³. Ab 1909 maß der Hubraum des Motors im Silver Ghost 7.428 cm³.
Berühmt für den außergewöhnlichen Karosseriezuschnitt waren zur damaligen Zeit der Barker Tourer und das Barker Enclosed Cabriolet. Gefertigt wurden die Fahrzeuge zunächst noch in Royces Werkstatt in der Cooke Street in Manchester. Der anhaltende Erfolg machte jedoch nach einiger Zeit den Umzug in ein grösseres Werk erforderlich. Dieses fand sich in der Nightingale Road von Derby.
Die 1940er Jahre
Der Zweite Weltkrieg machte die vermehrte Produktion von Flugzeugmotoren erforderlich. Dazu wurden die Werke in Derby sowie eine neu errichtete Fabrik in Crewe herangezogen. Diese war vom Luftfahrtministerium in Auftrag gegeben worden und diente von 1946 an als neue Fertigungszentrale von Rolls-Royce. Durch den Krieg verschob sich die öffentliche Wahrnehmung von Rolls-Royce vom "funkelndem Stern im Universum der Technologie" hin zu einem der Weltmarktführer in der Triebwerkstechnik für Flugzeuge.
Die Tradition mit dem britischen Königshaus
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts trat Rolls-Royce in eine langfristige Verbindung mit dem englischen Königshaus ein und löste in der Folge Daimler als den bevorzugten Hoflieferant der königlichen Familie ab.
Der Phantom IV war eine exklusive Anfertigung für Staatsoberhäupter und Mitglieder königlicher Familien. Nur 18 Exemplare wurden insgesamt produziert. Dies macht den Phantom IV zu einem der seltensten Rolls-Royce überhaupt.
Die 1960er Jahre
In den Swinging Sixties zog Rolls-Royce eine neue Kundenschicht an. Bei vielen Popstars, Schauspielern und Prominenten stand die Marke hoch im Kurs. Rolls-Royce wurde zum Star in der Filmindustrie und brillierte mehr als einmal auf der Kinoleinwand.
Rolls-Royce unter BMW
In den 1990er Jahren brach eine Zeitenwende in der Geschichte von Rolls-Royce an. Auf die Stilllegung der Produktion in Crewe folgte die Rechteübernahme an Rolls-Royce Motor Cars durch die BMW Group.
Das letzte in Crewe gefertigte Modell – der Silver Seraph – war zugleich der erste vollständig neue Rolls-Royce seit der Markteinführung des Silver Shadow mehr als 30 Jahre zuvor. Seine Entwicklung geschah unter Mithilfe von BMW, für den Antrieb sorgte ein BMW 5,4-Liter-V12-Motor
Die neue Firmenzentrale von Rolls-Royce, inklusive Montagewerk, ist in Goodwood beheimatet, einem Landstrich in den Sussex Downs im Südosten Englands. Für den Entwurf des eindrucksvollen neuen Firmenkomplexes ist der weltberühmte Architekt Sir Nicholas Grimshaw verantwortlich. Das in die natürliche Beschaffenheit der Umgebung integrierte Gebäude soll für die Mitarbeiter und Gäste ein Quell der Inspiration und Ausgeglichenheit sein.
Die Gegenwart
Der erste neue Rolls-Royce des 21. Jahrhunderts sollte nicht nur irgendein Auto sein, sondern dem traditionellen Anspruch seiner Konstrukteure genügen, das beste Auto der Welt zu bauen. Das Resultat dieses Vorhabens war der Phantom. Auf ihn folgten der Phantom Extended Wheelbase, das Phantom Drophead Coupè sowie das elegante Phantom Coupé. Angespornt von den Worten des Firmengründers, setzte es sich das Team von Rolls-Royce 2012 zum Ziel, die besten Autos der Welt noch ein wenig besser zu machen. Das Resultat: Die Phantom Series 2.
Die Markteinführung von Ghost und Ghost Extended Wheelbase markierte die nächste Stufe in der Entwicklung von Rolls-Royce. Das Unternehmen verfügte nun über zwei Produktreihen der Extraklasse, die jeweils einen ganz eigenen charakteristischen Zuschnitt aufweisen, aber dennoch beide die kraftvolle Ausstrahlung bewahrten, für die Rolls-Royce seit jeher steht.
Mit dem Dawn und Wraith erweitert Rolls-Royce seine Modellpalette um ein Cabriolet und ein Coupe. Beide basieren auf der Ghost-Plattform und zielen – im Gegensatz zur großen Baureihe Phantom – nicht auf den Chaffeursdienst ab. Die für Rolls-Royce-Verhältnisse als „klein“ zu bezeichnende Ghost-Familie ist im Vergleich zur Phantom-Familie stärker motorisiert und spricht als Coupé und Cabrio vorwiegend Selbstfahrer an.
Durch die Einführung der Black Badge Linie wurden diese Attribute noch verstärkt, wodurch sich diese Linie umso mehr an der jüngeren und mutigeren Kundschaft orientiert.