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Der kalifornische Gouverneur stellt die "Daten-Dividende" vor. Dank dieser sollen Bürger von Facebook, Google und Co. für die Verarbeitung ihrer Daten bezahlt werden.
In einer Rede schlug der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom gestern eine "neue Datendividende" vor, die es den Einwohnern ermöglichen würde, für die Nutzung ihrer persönlichen Daten bezahlt zu werden. "Die Verbraucher in Kalifornien sollten in der Lage sein, an dem aus ihren Daten erzeugten Wohlstand zu partizipieren", sagte er gemäss 'Fortune'.
Kalifornien sei stolz darauf, Heimat vieler Technologiefirmen zu sein. Aber, so Newsom weiter, die Unternehmen, die Milliarden von Dollar damit verdienen, persönliche Daten zu sammeln und verarbeiten, seien auch in der Pflicht, diese zu schützen. Und er ging noch einen Schritt weiter und schlug vor, die Unternehmen sollten diese Gewinne mit den Usern teilen.
Auf Details, wie eine Datendividende für die Bürger aussehen könnte, ging Newsom nicht ein. Er habe sein Team beauftragt, einen Plan auszuarbeiten, wie 'Fortune' schreibt.
Der Vorschlag zur Datendividende folgt auf ein neues Datenschutzgesetz, das nächstes Jahr in Kraft tritt. Das neue Gesetz gibt, ähnlich wie die DSGVO, den Konsumenten mehr Kontrolle. So erhielten sie das Recht, die Löschung ihrer persönlichen Daten zu verlangen und Unternehmen müssten Kunden besser darüber informieren, welche Daten erhoben werden und wie diese verwendet werden. Der demokratische Senator Bob Hertzberg und einer der Hauptautoren des neuen Datenschutzgesetzes bezeichnete den Plan als die "nächste Grenze bei den Online- und Datenschutzgesprächen", wie er von 'Fortune' zitiert wird.
Die Unternehmen machen mit den Kundendaten gutes Geld. Gemäss Analysten verdient Facebook über sieben Dollar pro User (Average revenue per user, ARPU) pro Monat und bei Twitter seien es über neun Dollar. Pinterest erzielt einen ARPU von knapp drei Dollar und Snap kommt auf gut zwei Dollar, wie 'CNBC' zusammengetragen hat. (kjo)