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Musiker*innen
Priska Comploi
Oboe und Taille
Priska Comploi wuchs im ladinischen Gadertal (Südtirol) auf und erlangte ihr erstes Diplom am Conservatorium "C. Monteverdi" in Bozen. Sie setzte ihr Studium bei Conrad Steinmann an der Schola Cantorum Basiliensis fort. Nach dem Diplom studierte sie Barockoboe bei Alfredo Bernardini am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam und schloss ihr Studium bei Katharina Arfken in Basel ab.
Als Barockoboistin und Blockflötistin ist sie in verschiedenen Barockorchestern und Ensembles tätig, wie zum Beispiel im La Cetra Barockorchester Basel, Il Giardino Armonico, Collegium 1704, Concerto Scirocco, Les Talens Lyrique, Diferencias, Europa Galante, Freiburger Barockorchester, Venice Baroque Orchestra, Kammerorchester Basel und anderen. Ihre Konzertreisen führen sie durch ganz Europa, Indien, die USA, Südamerika und Australien. 2019 wurde ihre CD mit dem Ensemble Musica Fiorita und neapolitanischen Blockflötenkonzerten veröffentlicht.
Sie gibt Meisterkurse an Konservatorien in Bolivien, Georgien und der Ukraine und unterrichtet seit 2018 historische Rohrblattinstrumente am „XL Festival y Curso International de Musica Antigua de Daroca“ in Spanien sowie am Conservatorio „Niccolò Piccinni“ in Bari und am Conservatorio „B. Maderna“ in Cesena.
Katharina Andres
Oboe und Blockflöte
Katharina Andres wurde 1981 in Saarbrücken geboren.
Ihr Interesse an der Alten Musik wurde vor allem durch den Ensembleunterricht von Bernhard Stilz an der dortigen Musikschule geweckt, wo sie die Musik und das Instrumentarium (Blockflöte, Krummhorn, Schalmei, Pommer, Dulzian) des 16. und 17. Jahrhunderts kennenlernte. Im Alter von 12 Jahren erhielt sie ihren ersten Barockoboenunterricht von Elsa Frank.
Ihr Studium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Conrad Steinmann und Katharina Arfken schloss sie mit zwei Diplomkonzerten ab: 2005 mit dem Schwerpunkt Barock (Blockflöte und Barockoboe), 2006 mit dem Schwerpunkt Renaissance (Blockflöte, Schalmei, Pommer und Dulzian). Seither beschäftigt sie sich auch eingehend mit dem klassischen und romantischen Repertoire und Instrumentarium.
Seit 2013 ist Katharina Solo-Oboistin beim Prager Orchester Collegium 1704 unter der Leitung von Václav Luks und unterrichtet seit 2020 historische Oboe an der HfMDK Frankfurt am Main.
Dominqiue Tinguely
Fagott und Blockflöte
Dominique Tinguely stammt aus Freiburg (CH). Sie studierte Blockflöte, Barockfagott und Dulzian an der Schola Cantorum Basiliensis und absolvierte alle Fächer mit Diplom. Darauf folgte ein Master in Barockfagott an der Universitat Autònoma de Barcelona, welchen sie unter Dr. Josep Borrás mit Auszeichnung abschloss.
Als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin konzertiert sie mit Ensembles und Orchestern in ganz Europa. Mit dem Ensemble Meridiana gewann sie den 1. Preis an drei internationalen Wettbewerben (Magdeburg 2007, York 2009, Göttingen 2011) und tritt an renommierten Festivals wie London Lufthansa Festival, King's Place und Freunde Alter Musik Basel auf. Sie wirkte bei zahlreichen Radio-, Fernseh- und CD-Aufnahmen mit, darunter „Tastes of Europe“ (Linn Records). Dominique Tinguely ist 1. Preisträgerin der Friedl Wald Stiftung und war Studiogast bei SWR 2, Treffpunkt Klassik extra.
Sie unterrichtet Blockflöte, historisches Fagott und Kammermusik an der Musikschule Konservatorium Bern, wie auch an verschiedenen Kursen, z.B. Dartington International Summer School, Sligo Baroque Festival und Sommerakademie Konsi Bern.
Sebastian Bausch
Cembalo
Die Begeisterung für alte Musik wurde in Sebastian Bausch bereits in frühester Kindheit geweckt, als er seinen ersten Orgelunterricht an der historischen Holzhey-Orgel der Abteikirche Neresheim erhielt. Der langjährige Unterricht als Jungstudent von Robert Hill an der Musikhochschule Freiburg/Breisgau eröffnete ihm dann den Zugang zur Breite und Vielfalt der historischen Tasteninstrumente. Seine Studien absolvierte er anschliessend bei Jörg-Andreas Bötticher, Wolfgang Zerer und Edoardo Torbianelli an der Schola Cantorum Basiliensis und bei Christoph Sischka in Freiburg. Seine Vertrautheit und Flexibilität im Umgang mit Cembalo, Orgel und historischen Klavierinstrumenten ermöglicht es ihm, als Solist und Kammermusiker Musik aus 5 Jahrhunderten stilistisch differenziert auf den jeweiligen Instrumenten ihrer Zeit zu interpretieren. Einen wichtigen Bestandteil seiner Arbeit stellt auch die Auseinandersetzung mit historischen Improvisationsstilen auf all diesen Instrumenten dar. Seit 2018 ist Sebastian Bausch als leitender Kirchenmusiker für drei Pfarreien im Zentrum von St. Gallen verantwortlich sowie als Dozent für Orgel an der dortigen Kirchenmusikschule tätig. Gleichzeitig ist er seit vielen Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschungsprojekte der Hochschule der Künste Bern eingebunden. Sein wissenschaftliches Interesse gilt dort vor allem der musikalischen Interpretation im 19. Jahrhundert, die er insbesondere an Hand von historischen Tonaufnahmen und Einspielungen auf Klavier- und Orgelrollen zu rekonstruieren versucht. Seine Dissertation bei Kai Köpp und Anselm Gerhard, die sich mit der Interpretationspraxis des Pianisten Carl Reinecke befasst, steht kurz vor der Fertigstellung.
Barbara Leitherer
Tanz
Barbara Leitherer wurde in Bamberg geboren. Diplomstudium Viola da Gamba an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel (CH) bei J.Savall und P.Pandolfo. Neben der Musik widmete sie sich der Erforschung und praktischen Umsetzung des historischen Tanzes. Zweitstudium an der Hochschule für Künste Bremen Barocktanz bei J.Schrape und Viola da Gamba bei S.Cunningham. Ihre Diplomarbeit schrieb sie über eine anonyme Tanzhandschrift um 1760 aus dem Schloss Arolsen bei Kassel.
Sie arbeitet als Gambistin in verschiedenen Deutschen und Schweizer Kammermusik- Ensembles sowie als Tänzerin und Choreographin. Barbara Leitherer hält regelmässig Seminare für Historischen Tanz, sowohl mit Kindern als auch Erwachsenen jeden Alters. Als Dozentin für Barocktanz unterrichtet sie an der Musikhochschule FHNW in Basel und der Musikhochschule Luzern HSLU.