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Nun zeigt eine japanische Studie, dass Herzmassage allein im Fall eines plötzlichen Herzstillstands rund doppelt so viele Leben rettet wie die Kombination aus Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung.
Ken Nagao von der Surugadai Nihon Universitätsklinik in der Regeion Kanto haben die Fälle von 4.068 plötzlich kollabierten Erwachsenen untersucht. Das Ergebnis der im "Lancet" vom 17. März publizierten Untersuchung: In keiner Patientengruppe hat die zusätzliche Atemspende irgendeinen Nutzen gebracht. Im Gegenteil: Die dafür aufgewendete Zeit fehlt bei der viel nützlicheren Herzmassage.
Gordon Ewy von der Universität Arizona in Tucson propagiert schon seit einigen Jahren die alleinige Herzmassage als Reanimationsmethode der Wahl. Er kommentiert die japanische Studie in einem Editorial wie folgt: "Wir wissen jetzt, dass die Mund-zu-Mund-Beatmung nicht nur nicht hilfreich ist, sondern oft sogar schadet."
Auch wenn das Blut nicht optimal mit Sauerstoff beladen ist, sei kontinuierliche Zirkulation die optimale Methode. Die Zirkulation für die Atemspende zu unterbrechen, sei kontraproduktiv. Ewy fordert von den Fachgesellschaften, ihre Leitlinien schnellstens zu korrigieren.
Herzmassage ohne Atemspende doppelt effektiv
Uta