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Die skurrile Komödie ist über die Jahre zum Klassiker auf der Bühne geworden. Sie gilt als ein Evergreen des schwarzen Humors, obwohl Joseph Kesselring sein Werk ursprünglich als ernstes Drama im Sinne Strindbergs konzipiert hatte.
New York im Stadtteil Brooklyn in den vierziger Jahren. Im Hause der Schwestern Abby und Martha Brewster scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, davon ist ihr Neffe Mortimer überzeugt. Dem Theaterkritiker Mortimer Brewster geht es glänzend. Eben hat er beschlossen, die attraktive Pfarrerstochter Elaine Harper zu heiraten. Die freudige Nachricht möchte er sofort seinen liebenswürdigen Tanten Abby und Martha überbringen. Dabei macht er jedoch eine grausige Entdeckung: In einer Truhe liegt eine männliche Leiche. Panisch und verwirrt setzt er seine Tanten davon in Kenntnis. Wider Erwarten reagieren die Damen jedoch gefasst und sachlich. Denn es handelt sich nicht um ihr erstes Mordopfer, welches sie aus lauter Mitleid ins paradiesische Jenseits befördert haben. Die harmlosen Tantchen frönen schon seit geraumer Zeit einem makaberen Hobby. Sie leisten mit vergiftetem Holunderwein Sterbehilfe an älteren, einsamen Männern. Der Keller des Hauses entpuppt sich als deren letzte Ruhestätte.
Während Neffe Mortimer noch mit seinem Gewissen ringt und die alten Damen von weiteren Giftanschlägen abzuhalten versucht, kündigt sich das nächste Desaster an. Vor der Tür steht Mortimers verrückter und polizeilich gesuchter Bruder Jonathan mit einer weiteren Leiche im Gepäck. Die Situation gerät jetzt völlig ausser Kontrolle....
Joseph Kesselring wird 1902 als Sohn deutschstämmiger Eltern in New York geboren und ist seit 1933 als freiberuflicher Autor und Bühnenschriftsteller tätig. „Arsen und Spitzenhäubchen", 1939 entstanden, wird sein einziger Erfolg und verschafft ihm unerwarteten Reichtum. Der 1944 nach dem Bühnenstück gedrehte Film mit Cary Grant, inszeniert von Frank Capra, hat den Stoff unsterblich gemacht. Kesselring stirbt 1967.