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Der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist eine grosse Herausforderung für auf Ackerbau spezialisierte Landwirtschaftsbetriebe ohne Viehhaltung. Seit mehreren Jahrzehnten werden im Versuchsbetrieb von Agroscope in Changins verschiedene Versuche durchgeführt, in denen die langfristigen Auswirkungen verschiedener Anbaumethoden auf die Fruchtbarkeit des Bodens und auf den Ertrag von Ackerbaukulturen erforscht werden. In diesem Artikel werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Versuche zusammengefasst. Der Gehalt des Bodens an organischem Kohlenstoff lässt sich bei den Bedingungen in Changins mit organischen Düngern stabilisieren. Nur hohe Mistgaben können diesen Gehalt signifikant erhöhen. Durch eine Reduktion der Bodenbearbeitung lässt sich der Gehalt an organischem Kohlenstoff im Allgemeinen nicht aufrechterhalten, aber ein Rückgang lässt sich verzögern. Durch die Kombination regelmässiger Gaben von organischem Dünger, einer Reduktion der Bodenbearbeitung und einer diversifizierten Fruchtfolge lassen sich die Bodenfruchtbarkeit und die Erträge der Ackerkulturen langfristig erhalten. Langzeitversuche sind unverzichtbar, um die langfristigen Einflüsse der Anbaumethoden auf die Nachhaltigkeit von Ackerbausystemen zu verstehen und zu simulieren.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.
Schweizer Rebberge sind oft klein und in einem Mosaik von unterschiedlichen Parzellen und Bewirtschaftungsformen angeordnet. Deshalb kann vermutet werden, dass durch Abdrift regelmässig Pestizide von konventionellen auf biologische Rebberge gelangen. Dennoch werden in Bioweinen meist keine Pestizidrückstände gefunden.
Pflanzenbau
Nay M.M., Grieder C., Frey L.A., Amdahl H., Radovic J., Jaluvka L., Palmé A., Skøt L., Ruttink T., Kölliker R.
Rotklee ist eine der wichtigsten Leguminosen im europäischen Futterbau. In einem mehrjährigen Experiment testeten Forschende die europaweit grösste Sammlung verschiedener Herkünfte von Rotklee an fünf Standorten in Europa.