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Mit dem Bau des Turmes und Schloss Belvederes wurde im Jahre 1882 begonnen, es sollte der Wohnsitz der Grafenfamilie Renesse werden. Die Bauarbeiten wurden jedoch nach zwei Jahren unterbrochen. Erst 1896 bis 1903 wurde der Turm mit angrenzendem Wohngebäude fertig gestellt. Während der Bauarbeiten entdeckte man im Gebiet die Gletschertöpfe, italienisch "Marmitte" genannt. Diese entstanden beim Rückzug des mächtigen Gletschers, welcher während der letzten Eiszeit diese Gegend bedeckte. Nach wechselden Nutzungen wurde das Areal Belvedere 1953 vom Schweizerischen Bund für Naturschutz (heute: pro natura) erworben. Das Hotel wurde abgerissen, der Turm blieb jedoch als Aussichtsturm erhalten. Das Waldgebiet um den Turm herum wurde zur Naturschutzzone.
Im Sommer und im Herbst wird der Turm für Ausstellungen verschiedenster Art genutzt. Im Winter und Frühling bleibt der Turm aus Sicherheitsgründen geschlossen.