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In einer gemeinsamen Medienmitteilung beanstanden Pro Natura, WWF, die Schweizerische Energiestiftung, Greenpeace und weitere Umweltverbände, dass eine höhere Grimsel-Staumauer den verfassungsmässigen und gesetzlichen Schutz wertvoller Moorlandschaften verletzen würde. Deswegen haben sie, wie angekündigt, Beschwerde gegen die Konzession des Berner Grossen Rates für eine Erhöhung der Grimselsee-Staumauer eingereicht.
Der Grimsel-Fall ist ein Präzedenzfall für den Erhalt der besonderen und unersetzlichen Naturräume. In der Schweiz sind die ökologisch und landschaftlich wertvollen Moore und Moorlandschaften durch Volksentscheid und Verfassung geschützt. Dies mit gutem Grund, existieren nur mehr Reste der ursprünglichen Schweizer Moore. Würde mit der Erhöhung der Staumauer die Zerstörung einer Moorlandschaft toleriert, könnte das den Moorschutz auch in der übrigen Schweiz aushebeln. Nach und nach würden durch einschneidende Projekte Schweiz weit einmalige Moore und Moorlandschaften zerschnitten, geflutet, überbaut oder trocken gelegt.
Erst im vergangenen Herbst hat das Bundesgericht im Fall der Zürcher Oberlandautobahn den Moorschutz klar gestützt. Ähnlich wie an der Grimsel wurde dort eine Moorlandschaft von nationaler Bedeutung auf dem Papier willkürlich verkleinert, um ein Infrastruktur-Projekt zu ermöglichen.
Bild: Cooper.ch [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons