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Die jemenitische Hafenstadt Mocha war früher die wichtigste Drehscheibe des weltweiten Kaffeehandels. Von hier aus wurde der «Coffea Arabica» nach ganz Europa verschifft. Erst als die Kaffeepflanze den Weg von Jemen in andere Kolonien der Europäer fand, nahm die Bedeutung des Kaffeelandes Jemen langsam ab.
Einen interessanten Einblick in die heutige Kaffeekultur von Jemen gibt ein Reisebericht des Magazins Tink:
Im Hinblick auf diese glorreiche Vergangenheit ist es umso erstaunlicher, dass die Jemeniten ihre ganz eigenen Vorstellungen davon haben, welcher Bestandteil der Kaffeepflanze benutzt werden sollte, um Kaffee zu kochen. So verzichten sie auf die edlen Arabica-Kaffeebohnen und benutzen anstelle dieser nur die Schale der Bohne. Zusammen mit Ingwer und Kardamom kochen sie daraus ein Getränk, das nur entfernt an europäischen Kaffee erinnert.
Update: Das Maskal Kaffee-Blog hat unseren Beitrag aufgenommen und ihn mit weiteren Informationen ergänzt. Über den Schalenkaffee, den sogenannten Gisher, schreibt das Maskal Kaffee-Blog:
Gisher, zubereitet aus den aufgebrochenen, stundenlang gekochten Schalen des im Jemen üblichen sonnengetrockneten Kaffees, ist ein bliebtes Getränk und wird – reichlich süss – zuhause häufig in den Morgenstunden genossen.
Daneben trinken die Jemeniten und Jemenitinnen aber auch ganz normalen, in der Regel frisch gerösteten und aufgekochten Kaffee, Qahwa, und zunehmender Beliebtheit erfreut sich, besonders im städtischen Bereich, natürlich, wie soll es anders sein, Nescafé.