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- Judiths erfolgreiche Schwester
Caryl Churchill gehört sicherlich zu den führenden Dramatikerinnen Grossbritanniens, wobei ihre Stücke sowohl nationale als auch internationale Anerkennung geniessen. Diese Monographie unterzieht ihr bisher weitgehend vernachlässigtes Oeuvre einer genauen Analyse und ordnet es in den Kontext des britischen Theaters ein. Während nahezu alle bisherigen Untersuchungen Churchill a priori als ausschliesslich feministische Dramatikerin begreifen, wird diese Prämisse hier jedoch zurückgewiesen. Ausgehend von detaillierten Einzelinterpretationen der Dramen und Hörspiele werden vier Schaffensphasen postuliert, die sich sowohl auf inhaltlich-thematischer Ebene in Churchills Reflexion soziopolitischer und feministischer Fragestellungen als auch in kompositorischer Hinsicht in ihrer Aneignung und Weiterentwicklung verschiedener Dramenformen voneinander abgrenzen lassen. Von besonderem Interesse ist dabei die Gestaltung der Frauenfiguren, die nicht zuletzt Rückschlüsse auf den feministischen Gehalt eines Dramas zulassen und die erfolgten Schwerpunktverschiebungen verdeutlichen.