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1. Wir haben im Garten zwei Hundsrosen, bei der eine oder mehrere Triebe sehr in die Höhe geschossen sind. Muss ich die zurückschneiden? Wenn ja bis wo? Bild 1
2. Wir haben auch noch eine Heckenrose/ Kletterrose. Muss man dort die verwelkten Blüten immer sofort abschneiden? Und bis wo sollte ich die abschneiden? Wenn es mehrere Blüten an einem Trieb hat, wo genau muss ich da abschneiden? Mit was kann ich die braunen, rostigen Flecken bekämpfen? Bild 2 und 3.
Unsere Antwort
1. Hundsrosen blühen einmal im Juni und bilden dann bis zum Herbst Hagebutten. Sie blühen am 'alten Holz', also an mehrjährigen Trieben. Um die natürliche Wuchsform zu erhalten, kürzt man, wenn immer möglich, in diesem Sommer gewachsene Triebe nicht ein. An diesen Trieben wachsen im nächsten Frühjahr reichlich Blüten.
Übrigens: Frisch gepflanzte Rosen überlässt man in den ersten Jahren am besten sich selbst. Im Frühjahr wird nur totes Holz entfernt.
Bei älteren Pflanzen entfernt man als erstes abgestorbenes oder frostgeschädigtes Holz. Danach an der Basis stark abgeblühte Triebe, erkennbar an der reichen Verzweigung sowie am grauen Holz, ebenso sogenannte Querschläger, welche sich im Stock überkreuzen und somit stören. Die Gesamtlänge der verbliebenen Triebe wird belassen.
Stark verholzte, ältere Stöcke können im Frühjahr, oder nach der Blüte, je nach Lage Ende Juni, Anfang Juli auch auf den Stock geschnitten werden. Dabei sägt man alle Triebe etwa 20 cm über dem Boden ab. Im Laufe des Jahres bilden sich viele Neutriebe, zu einer Blüte mit folgendem Fruchtansatz kommt es jedoch erst im nächsten Jahr.
2. Bei der Rose auf dem Bild 2 dürfte es sich um eine mehrmals blühende Kletterrose handeln. Bei dieser entfernt man vorerst laufend die verblühten Blüten. Nach dem vollständigen Abblühen des ganzen Büschels diesen etwa 5 mm oberhalb der ersten Blattachselknospe unter dem Büschel schneiden.
Bei den braunen, rostigen Flecken handelt es sich um Sternrusstau, ein Schlauchpilz der besonders gerne Rosen befällt. Erste Anzeichen sind runde, schwarzbraune Flecken, die sich sternförmig ausbreiten, worauf die befallenen Blätter vergilben und schlussendlich abfallen. Die Ursache sind im Boden überwinterte Pilzsporen, welche durch auf dem Boden aufspritzendes Regen- oder Giesswasser auf die Blätter gelangen. Je nach Empfindlichkeit der Rosensorte breitet sich der Pilz mehr oder weniger stark aus.
Jetzt im Herbst ist es wichtig, befallene Blätter an der Pflanze sowie auf dem Boden einzusammeln und mit dem Hauskehricht zu entsorgen. Anschliessend empfiehlt sich eine Winterspritzung mit beispielsweise Belrose Winterspritzmittel von Maag und ab Austrieb im Frühjahr vorbeugend alle 10 bis 14 Tage Spritzungen mit Belrose gegen Pilzkrankheiten, ebenfalls von Maag. Bitte beachten Sie dazu genau die Packungsbeilage. Zur Stärkung der Zellstrukturen eignen sich auch vorbeugende Spritzungen mit Schachtelhalmextrakt. Beim Giessen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Laub nicht benetzt wird. Ebenfalls wichtig ist eine gute Durchlüftung des Stockes. Daher sollten beim Frühjahrsschnitt überzählige Triebe entfernt werden.
Infos dazu finden Sie unter http://www.hauenstein-rafz.ch/de/gartenvideos/winterschnitt/video_Winterschnitt_Kletterrosen.php
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