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Anfang Januar 1917, mit zwanzig Jahren, begann Moeschinger in Bern sein Musikstudium bei Oskar Ziegler (Klavier) und Ernst Graf (Theorie). Durch Vermittlung des Tenors Rudolf Jung erhielt er eine unbezahlte Stelle als Korrepetitor am Berner Stadttheater.
Bern I
Obwohl er nun sein ersehntes Ziel, die Musiker-Ausbildung, erreicht hatte, verliefen seine Studienjahre nicht ohne belastende Sorgen:
- Für eine Laufbahn als Pianist reichte die ungenügende Vorbildung trotz allem Fleiss und Willen nicht.
- Kapellmeister wollte er um keinen Preis werden («Ich hätte nie vor so vielen erwachsenen Menschen stehen und sie nach meinem Willen dirigieren können»).
- Zum Komponieren, seinem innersten Anliegen, fand er in Bern kaum Anregung und Förderung. Er blieb wie bisher auf autodidaktische Versuche angewiesen.
- Nach einem Zerwürfnis mit dem Vater brach dieser für lange Zeit den Kontakt zu seinem Sohn ab und stellte jegliche Unterstützung ein.
Mit dem Erteilen von Klavierstunden und dank gutherziger Menschen vermochte Moeschinger sich durchzuschlagen, bis er 1920 durch die Vermittlung seines Lehrers Ernst Graf einen grosszügigen Mäzen fand: Werner Reinhart in Winterthur, der ihm ein Stipendium für drei Studienjahre im Ausland anbot.