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Manche unserer ehrenamtlichen Crewmitglieder übernehmen Aufgaben, die selten im Blickfeld stehen, und dennoch sehr wichtig sind. Alphonse, ursprünglich aus Singapur, ist einer von ihnen. Nach 10 Jahren im Bauch der Anastasis (1991-1997) und der Africa Mercy (2001- 2006) verstärkt er seit April unser Team in der maritimen Abteilung in Lausanne.
Alphonse, du scheinst ein totaler Fan von Mercy Ships zu sein. Dies ist schon dein dritter Einsatz!
In meiner Zeit auf See ist mir oft die extreme Armut in manchen der Häfen aufgefallen, die wir angelaufen sind. Meine christliche Überzeugung hat mich dazu getrieben, nach einer Möglichkeit zu suchen, wie ich meine Fähigkeiten für Gott einsetzen kann. Als ich 1990 von Mercy Ships hörte, war das eine Antwort auf meine Gebete!
Du bist also 1991 als ehrenamtlicher Offizier auf unser erstes Spitalschiff gekommen.
Ja, ich kam als Zweiter Ingenieur auf die Anastasis. Ich bin die verschiedenen Stufen hinaufgeklettert, bis ich 1995 den Rang eines Leitenden Ingenieurs hatte. In dieser Zeit habe ich auch meine Frau Marinette kennen gelernt, eine Physiotherapeutin aus der Schweiz, und unser Sohn Caleb hat seine ersten Schritte an Bord gemacht.
Nach einigen Jahren in der Schweiz ist die ganze Familie 2001 zu Mercy Ships zurückgekehrt, diesmal auf die Africa Mercy, die damals in einer Werft in Grossbritannien lag.
Eine Gönnerin hatte Mercy Ships eine Fähre geschenkt, die Dronning Ingrid, um sie in ein Spitalschiff umzubauen. Ich gehörte zum Team, das für diesen gigantischen Umbau zuständig war. Die Fähre war ein fantastisches Geschenk. Aber es hat fast 7 Jahre gebraucht, um sie in die Africa Mercy umzuwandeln!
Du warst jetzt gerade zwei Monate auf der Africa Mercy, die zur jährlichen Revision in Las Palmas war. Was wurde in dieser Zeit im Trockendock gemacht?
Der Rumpf ist durch das Salzwasser ständiger Korrosion ausgesetzt. Wir müssen deshalb, mithilfe von Ultraschall, kontrollieren, ob seine Stärke noch den Normen entspricht. Eine Verringerung um 12 bis 25%, auf den bestimmten Bereich bezogen, würde bedeuten, dass man diesen Teil auswechselt. Dafür müssen manchmal Öffnungen von mehreren Quadratmetern in den Rumpf gesägt werden! Das war in diesem Jahr zum Glück nicht nötig. Aber wir mussten die beiden riesigen Schiffsschrauben mit ihren 34 Tonnen und den 20 Meter langen Spindeln für die Revision komplett ausbauen und ausserdem eine neue Schaltanlage installieren, für die wir mehr als 7,5 Kilometer Kabel ziehen mussten. Wir waren also nicht arbeitslos!
Wie ist der Zustand der Africa Mercy?
Für ihr Alter ist sie das beste Schiff, das ich in meiner Laufbahn erlebt habe! Sie hat ein paar Alterserscheinungen, aber dank ihrer soliden Bauart und der allgemein guten Wartung kann man sagen, dass sie trotz ihrer 39 Jahre noch gut in Schuss ist. Sie hat also sicher noch einige Jahre vor sich – 15 bestimmt – und es können an Bord noch viele Menschenleben verändert werden!