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"Nach Abschluß von Volks– und Handelsschule, machte er eine Kaufmannslehre von 1917–21 in der Eisengießerei und Maschinenfabrik 'Dratzigmühle' bei Kreuz. In Schneidemühl danach eine zweite Kaufmännische Lehre, konjunkturbedingt, im Buch, Papier und Kunsthandel. Unterbrochen durch Zeiten von Arbeitslosigkeit und Inflation, in der Weimarer Republik, war Walter sieben Jahre als freiberuflicher Schriftsteller tätig. Er wohnte bei seinen Eltern in Koschütz–Hammer. Seine Inspiration zum Dichten und Schreiben holte er sich in der Stille und Abgeschiedenheit, von romantischer Natur umgeben, auf dem Hammersee, wo er sich stundenlang mit dem Kahn treiben ließ. Aus familiären Gründen und zur Sicherung seiner Existenz nahm Walter später bei der Auto–Union als Statistiker in der Direktion eine Beschäftigung an. 1941 dann Einberufung zum Wehrdienst im Ostraum. Hier wurde er eingesetzt für Schreibstubentätigkeiten im Armee–Oberkommando. Nach einem Jahr vom Wehrdienst zurückgestellt. Von der Auto–Union nun in der Materialbeschaffung für die Werke Horch und Wanderer beauftragt. Mitte 1943 wurde er kriegsbedingt bzw. Kriegsverpflichtet als Leiter der Abteilung Einkauf, zur Firma Hermann Riemann (Heereslieferanten) nach Chemnitz versetzt. Darauf 1944 ein abermaliger Wechsel. Erneut zum Leiter für den Einkauf zur Maschinenbaufirma Erich Lange nach Lugau Kriegsverpflichtet. Die Firma stellte Maschinen für die Metallbearbeitung her. Am 16.06.1945 heiratete Walter in Lugau seine langjährige Weggefährtin, Charlotte Gehry aus Breslau. Ende 1945 mußte Walter Studinski seine Arbeit aufgeben, da sein Chef durch die sowjetischen Besatzungsbehörden verhaftet wurde. Die Produktion wurde eingestellt. Darauf zog Walter wieder nach Chemnitz, wo seine Frau als Stenotypistin Arbeit fand. Er selbst begann erneut als freiberuflicher Schriftsteller mit unpolitischen, schöngeistigen Veröffentlichungen. Obwohl in der DDR wohnhaft,sicherte er seine Existenz durch Literaturauflagen in der BRD. Anfang 1961 bestand unmittelbar die Gefahr des Freiheitsentzuges für ihn und seine Frau. Durch die Flucht in die BRD, konnten sie sich dieser Gefahr entziehen. In Nürnberg–Reichelsberg bekamen sie nach längerer Wartezeit eine Bleibe. Als Schriftsteller, Pressemitarbeiter und mit gelegentlichen Vorträgen, bestritt er weiter sein Leben. Auch seine Frau bekam wieder eine Stelle als Stenotypistin bei der Presse. [...] Besonders in den sechziger und siebziger Jahren sorgten seine eingeweihten Schriften für große Aufmerksamkeit und hohes Ansehen. Waltharius starb am Reise in die Heimat Schneidemühlin Nürnberg, im Alter von 89 Jahren. Seine geliebte Charlotte folgte ihm 1999." Alfred Heymann: "'Waltharius', Walter Studinski!", in "Schneidemühler Heimatbrief", 4;2, März/April 2009, http://www.schneidemuehl.net/Heimatbrief/PDF/HB%202009.2.pdf, 12.