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Bern - Mit "La petite chambre" soll die Schweiz zu Oscar-Ehren kommen: Eine vom Bundesamt für Kultur (BAK) eingesetzte Expertengruppe hat das Drama von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond als Schweizer Beitrag im Rennen um den besten ausländischen Film portiert.
Am 25. Januar 2011 gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt, ob der Beitrag über einen alten Mann und dessen Pflegerin gegen die internationale Konkurrenz bestehen kann. In der Schweizer Vorauswahl setzte sich "La petite chambre" gegen Beiträge wie "Giulias Verschwinden" "Coeur animal" oder "Complices" durch.
Der Film von Chuat und Reymond, der beim Filmfestival in Locarno im August im Wettbewerb zu sehen war, überzeugte die Experten laut einem BAK-Communiqué mit seinem "originellen Drehbuch, den pointierten Dialogen und der spannenden Dramaturgie". Für die Promotion des Films in Los Angeles spricht das BAK 50'000 Franken.
Weitere 10'000 Franken stellt die Stadt Delsberg bereit, wo die Vornomination für den Auslands-Oscar am Samstag im Rahmen des Festivals "Delémont-Hollywood" verkündet wurde. Die Veranstaltung habe an ihrer zweiten Ausgabe den "Rhythmus gefunden", erklärte Stadtpräsident Pierre Kohler laut Communiqué.
Er hat das ehrgeizige Ziel, dass Delsberg die "Hauptstadt der Schweizer Filmproduktion" wird. Kohler hofft, demnächst die Baubewilligung für den Schriftzug "Delémont" zu erhalten, der nach Hollywood-Vorbild am Berghang über dem jurassischen Hauptort errichtet werden soll. Wegen Einsprachen liegt das Projekt auf Eis.
SDA-ATS