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Am Alter gemessen verzeichnen zwar die Wienerinnen und Wiener den geringsten Hörverlust. Weil aber Zürich gemäss der Studie des Berliner Unternehmens Mimi Hearing Technologies die geringste Lärmbelastung aufweist und einen sehr geringen Hörverlust, schneidet die Limmatstadt in der Kombination am besten ab.
Für die Studie, die am Welttag des Hörens präsentiert wurde, wurden Daten der Mimi Hörtest App von rund 200'000 Nutzern mit Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der norwegischen Forschungsorganisation Sintef zum Thema Lärmbelastung in Städten ausgewertet und verglichen.
Die Daten zeigen die Differenz des sogenannten Höralters der Teilnehmer im Vergleich zu ihrem tatsächlichen Alter. Dieser Unterschied gibt Aufschluss darüber, wie gut oder schlecht das Gehör ist.
In Zürich beispielsweise ist der durchschnittliche Hörverlust 10,63 Jahre. Das bedeutet, dass das Höralter eines durchschnittlichen Züricher Stadtbewohners dem eines 10,63 Jahre älteren gesunden Menschen entspricht. In Neu-Delhi beträgt das durchschnittliche Höralter etwas über 19 Jahre. Ein 20-Jähriger hört also so wie ein gesunder 39-Jähriger.
Die Daten deuten nach Angaben der Experten darauf hin, dass der Hörverlust direkt oder indirekt durch die Lärmbelastung an den Wohnorten beeinflusst wird. Sie stellten in den untersuchten Städten eine 64,1 prozentige positive Korrelation zwischen Hörverlust und Lärmbelastung fest.
Selbstverständlich könne eine Hörminderung auch durch Infektionen, genetische Störungen, Frühgeburten oder Medikamente verursacht werden, sagte Henrik Matthies, Geschäftsführer des Unternehmens, der Nachrichtenagentur AFP. Das Ergebnis sei aber "robust".
Auf Zürich und Wien folgen im kombinierten Hörverlust-Lärmbelastungs-Ranking Oslo, München und Stockholm. Die letzten fünf Plätze belegen Istanbul, Mumbai, Kairo, Delhi und Guangzhou.
(SDA)