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Simona Halep steht zum ersten Mal in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Final. Ihr grösster Erfolg bisher –verständlich, dass sie da nicht mehr über ihr früheres Ich reden möchte.
Vor einem Jahr noch reiste die Rumänin Simona Halep als Weltrangliste-57. nach Paris. Der Aufenthalt endete nach einer Niederlage in der ersten Runde gegen die Spanierin Carla Suárez Navarro früh.
Ein Jahr später steht die 22-Jährige nun als Nummer 4 der Weltrangliste in ihrem ersten Grand-Slam-Final. Dort trifft sie morgen auf die Russin Maria Scharapowa (WTA 8).
Wie man die starke Russin eliminiert, zeigte Halep bereits im vergangenen Jahr. Ein Jahr, in welchem die Rumänien zum ersten Mal für sportliche Schlagzeilen sorgte. Im Juni 2013 gewann Halep ihr erstes Turnier auf der Tour. Damals bodigte sie im Final die Deutsche Andrea Petkovic, die Gegnerin im diesjährigen French-Open-Halbfinal.
Sechs weitere Turniersiege sollten folgen, der eindrücklichste in Madrid, wo sie die Favoritinnen reihenweise vom Platz fegte – neben Sabine Lisicki, Ana Ivanovic eben auch Maria Scharapowa. Am Ende des Jahres wurde Halep verdienterweise zur Senkrechtstarterin des Jahres gekürt.
Und ihre Erfolgswelle geht 2014 unentwegt weiter. Vor Roland Garros erreichte sie bereits beim Australien Open die Viertelfinals. Und nun kann sie mit einem Sieg gegen Scharapowa in die absolute Weltspitze aufsteigen.
Wie es ist, in Paris das Siegertreppchen zu besteigen, erfuhr die damals 16-Jährige im Jahr 2008. Damals gewann Halep dank einem Finalsieg über ihre Landsfrau Elena Bogdan das Juniorinnen-Turnier an der Porte d'Auteuil. Doch für Gesprächsstoff sorgte ein anderes Thema.
Mit Körbchengrösse 80E stieg Halep 2009 in den WTA-Zirkus ein. Doch wegen ihrer Rückenschmerzen, die sie auf dem Court stark beeinträchtigten, entschloss sich die 17-Jährige, ihre Brüste verkleinern zu lassen. Ihre Mobilität war sichtlich eingeschränkt, der Entscheid im Hinblick auf eine Profi-Karriere verständlich.
So wurde ihre Oberweite im Sommer 2009 auf 80B reduziert. Mit den unzähligen Medienberichten über ihre üppige Oberweite soll der Eingriff nichts zu tun gehabt haben.
Rund fünf Jahre später sind die Wunden verheilt, doch der Eingriff noch längst nicht vergessen. An der Pressekonferenz wird Halep von einem Reporter wieder einmal auf ihre Brüste angesprochen. Vehement weist sie den Journalisten zurecht: «Ich möchte nicht darüber reden. Das war vor langer Zeit und ist etwas sehr Persönliches. Also, es tut mir leid, aber ich werde darüber nicht mehr sprechen. Wenn Sie was über Tennis fragen wollen, rede ich darüber mit Freude. Aber dieses Problem, das ich hatte, das ist meine persönliche Sache.» Verständlich, steht Simona Halep doch gerade vor dem grössten Triumph ihrer noch jungen Karriere.