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Bevor
der Vater ihrer drei gemeinsamen Kinder die Arbeit verlor, ging es der Familie noch
ziemlich gut. Er hatte einen Job und Nolita einen Kleinhandel. Als er den Job
verlor, entschied er sich nach Port-au-Prince zu reisen,
um nach Arbeit zu suchen. In Port-au-Prince
fand er immer wieder verschiedene Jobs und
siedelte sich so langsam an. Mit der Zeit wurden seine Besuche zu Hause immer
weniger und schlussendlich stoppte er auch die finanzielle Versorgung der
Familie. Nolita schaffte es kaum, für die drei Kinder alleine zu sorgen. Als
sie krank wurde, konnte sie ihren Kleinsthandel nicht mehr führen.
Dann lernte sie einen anderen Mann kennen. Er war Bäcker und gemeinsam mit einem eigenen Ofen, ging es ihnen ziemlich gut. Sie konnten ihre Kinder zur Schule schicken und hatten genug zu essen. Als dann das Erdbeben Gros-Morne traf, wurde auch ihr Ofen zerstört und damit ihre Einkommensquelle. Inzwischen hatte Nolita sogar ihre letzte Ziege verkauft, um die Schulgebühren bezahlen zu können. In dieser Zeit war die Familie oftmals hungrig.
Dann wurde Nolita ins CLM-Programm aufgenommen und sie wählte Ziegen und ein Schwein als einkommensgenerierende Aktivität. Schon nach kurzer Zeit wuchs die Anzahl der Ziegen auf acht. Nolita nutzte die wöchentlichen Unterstützungsgelder für Transport, um nebenbei am Strassenrand etwas miit Gas zu handeln. Dies half ihr einen neuen Ofen zu kaufen.
Vor wenigen Wochen konnte Nolita das Programm erfolgreich abschliessen und ist dabei, einen ersten Mikrokredit zu bekommen, um ihr kleines Geschäft zu vergrössern. Der Backofen ist inzwischen repariert, sodass sie bald wieder selbst gebackenes Brot verkaufen kann.