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Auf einer Terrasse vor dem O.-Eingang zum Zirkus und
am Fusse der über der Alpweide
Naire-Dzeux tronenden ehemaligen Veste
Verbier oderSaint-Christophe lag früher das Dorf Currâ
oder Curalla, das zur
HerrschaftBagnes gehörte und im 15. Jahrhundert unter einem Felssturze begraben wurde.
Weiler: 14
Häuser, 82 Ew. Dekan
Bridel hatte seiner Zeit, wahrscheinlich auf
Grund mündlicher
Ueberlieferungen, angenommen, dass Blitzingen und drei benachbarte
Dörfer einst Eigentum des Majorates
Grengiols gewesen seien und dass deren Bewohner sich mit Geld von den auf ihnen lastenden
Servituten losgekauft hätten.
Nach den neueren Forschungen von Abbé Gremaud scheint aber diese Annahme, wenigstens
in Bezug auf Blitzingen, nicht zuzutreffen, da dieses Dorf mit Glurigen,
Reckingen und
Biel zur Landgrafschaft
Goms gehörte,
die vom
SchlossBiel aus von dem Geschlechte der Blandrate aus
Visp verwaltet wurde.
(Kt. Wallis,
Bez. Monthey).
430 m.
Grosser erratischer Protoginblock, am N.-Ende der Moräne von
Monthey, 800 m nw. Colombey; 1871 von
Breganti der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft geschenkt und nach dem berühmten
Berner Geologen
Bernhard Studer (1794-1887) benannt.
Auf Gemeindegebiet grosse Nuss- u. schöne
Kastanienbäume, Obstbaumzucht. Hauptbeschäftigung der Bewohner ist der Weinbau.
Die Pfarrgemeinde umfasst ausser Blonay noch
Saint-Légier-la-Chésiaz. Gegenwärtiger Pfarrer ist Alfred Cerésole, der geschätzte
Dichter vaterländischer Lieder, Verfasser von Waadtländer Novellen, Reiseführern und verschiedenen andern Schriften. Bemerkenswerte
Kirche. 1090: Bloniacum. Bekannt ist das alte
Schloss Blonay, das seit dem Ende des 15. Jahrhunderts zu
verschiedenen Malen und in verschiedenen Baustilen umgebaut worden ist, seinen 1175 erbauten
Turm aber noch in der ursprünglichen
Gestalt erhalten zeigt.
War zu allen Zeiten Eigentum der Familie de Blonay (mit Ausnahme einiger Jahre gegen Ende des 18. Jahrhunderts,
da die
Berner Familie von
Grafenried hier wohnte), die weitaus älteren
Ursprunges ist als das
Schloss, diesem und der Gemeinde
ihren Namen gegeben hat und im Mittelalter über 25
Dörfer herrschte. Zur Zeit der Reformation spaltete sich die Familie
in zwei Zweige, deren einer dem alten Glauben treu blieb und nach dem Chablais, der ursprünglichen Heimat
des Geschlechtes auswanderte, wo er heute noch nahe Evian eine alte Burg sein Eigen nennt.