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Des Schweizers liebste Wurst
Feuer und Flamme für den Cervelat
Auf keinem Schulreisli, keiner Gartenparty und keinem Volksfest darf sie fehlen: Des Schweizers liebste Wurst, der CERVELAT. Die Nationalwurst ist allgegenwärtig und gilt als Symbol und Synonym für Heimat.
Ob aufgespiesst auf einem Stock über dem Feuer, auf dem Grill, roh mit Brot und Senf oder ummantelt mit Speck: egal...Hauptsache sie landet in unserem Mund. Doch was steckt hinter dieser Traditionswurst und von wo kommt sie genau?
Wir klären Sie auf:
Die erste, schriftliche Rezeptur stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Augsburgerin Sabina Welserin beschreibt in ihrem Rezept eine Wurst aus Schweinefleisch, Speck und Käse und nennt sie "Zerwùlawirstlach". Sie wurde mit teuren exotischen Gewürzen wie Pfeffer, Ingwer, Zimt, Muskatnuss und Zucker gewürzt und in, mit Safran gefärbten, Därme gefüllt.
In der Schweiz wurde sie erstmals 1749 in einem bernischen Kochbuch gefunden. Und im Jahr 1891 wurde der Cervelat zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem Schweizer Nationalfeiertag, der Bundesfeier am 1. August, erwähnt.
Die Würste aus dieser Zeit wurden überwiegend aus Schweinefleisch hergestellt und nicht wie heute aus einem Teil Rindfleisch.
Was der Name anbelangt, ist man sich nicht ganz so sicher. Eine Theorie ist, dass der Name vom italienischen "cervellata" aus lateinisch cerebellum, der Verkleinerungsform von cerebrum, “Gehirn” stammt. Obwohl man zwar in keinem Rezept Schweinehirn finden konnte, geht man davon aus, dass dies evt. der Namensursprung sein konnte. Eine andere Theorie lautet, dass der Cervelat seinen Namen vom Musikinstrument "Rankett" hat. Das Rankett (cervelas auf franz. oder cervallato auf ital.) ist kurz und dicklich und hat optisch durchaus eine Ähnlichkeit mit dem Cervelat. Ursprung hin oder her: Hierzulande nennt man sie auch: Klöpfer (Basel), Stumpen (St.Gallen), Proletenfilet, Filet im Darm, Arbeiterforelle oder Kotelett des armen Mannes.
Die Wurst, wie sie heute bekannt ist, kam erst Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Dank der Erfindung des Fleischwolfs vor 200 Jahren, wurde die Wurst alltagstauglich. Denn dank ihm konnte man nicht nur feineres Brät herstellen sondern eben auch viel mehr davon. Und heutzutage werden sogar bis 160 Millionen Cervelats jährlich verkauft. Der Wahnsinn!
Egal, ob sie nun gegrillt, roh oder gekocht auf Ihrem Teller landet: wir wünschen Ihnen schon jetzt ein schöner Nationaltag und wer noch welche bestellen möchte, kann dies gerne unter diesem Link tätigen: Es hed solang s hed...