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Chiang Saen ist eine historische Stadt am Ufer des Mekong Flusses 60 km nordöstlich von Chiang Rai in der gleichnamigen Provinz. Mit rund 6000 Einwohner ist Chiang Saen nicht sonderlich gross, sie lässt sich sehr gut in ein oder zwei Tagen erkunden. Auf dem gegenüberliegenden Ufer des Mekong befindet sich Laos mit dem ein reger Grenzverkehr herrscht. Die Stadtgeschichte reicht bis in die prähistorische Zeit zurück wie Fundstück im Nationalmuseum von Chiang Saen zeigen. Das Königreich Ngoen Yang hatte auf dem Gebiet des heutigen Chiang Saen eine ihrer Hauptstädte. König Mengrai war der letzte König von Ngoen Yang und bildete 1262 das neue Lan Na reich mit der Hauptstadt Chiang Rai. Die heutige Stadt Chiang Saen wurde 1329 gegründet, die Umrisse der alten Stadtmauer sind noch heute sehr gut erkennbar. Für rund 200 Jahre herrschten die Burmesen über die Stadt bis sie im 19. Jahrhundert von Siam unter König Rama I. zurückerobert wurde. Er liess die Stadt bis auf die religiösen Stätten komplett zerstören. Rama V. liess die Stadt 1881 neu gründen. Die Stadt ist Ziel von vielen Bustouren von Chiang Rai aus meisten werden nur die zwei Hauptsehenswürdigkeiten Wat Chedi Luang und Wat Pa Sak angesteuert. Aber es gibt von viel mehr in der Stadt und Umgebung zu sehen das man ruhig eine oder zwei Nächte in Chiang Saen verbringen kann.
Viele weitere Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten gibt es in der gesamten Provinz Chiang Rai zu entdecken. Zum Beispiele in den Städten Mae Sai, Chiang Khong oder in der Provinzhauptstadt Chiang Rai.
Anreise:
Die Anreise nach Chiang Saen ist von Chiang Rai problemlos mit dem Bus möglich. Hier gibt es wie meistens verschiedene Möglichkeiten zum einen den Lokalbus, der allerdings sehr langsam unterwegs ist, aber dafür fast nichts kostet oder als schnelle Alternative bieten sich die Busse von Greenbus an. Wer unabhängig sein will, sollte einen Mietwagen nehmen damit kann man alle Sehenswürdigkeiten der Region problemlos erkunden.
Von Bangkok gibt es von Sombat Tours zwei Nachtbusse die nach und von Chiang Saen fahren. Die Busse in der Supreme Klasse kosten rund 1000 Baht pro Person, die 12-stündige Fahrt ist sehr komfortabel und ist eine gute Alternative zum Flieger.
Unterkünfte:
Hotels und Guesthouser gibt es genügend in Chiang Saen die meisten liegen entlang der Hauptstrassen, die durch die Stadt und entlang des Mekong führt.
Pak-Ping-Rim-Khong B&B – Guesthouse an der Hauptstrasse von Chiang Saen. In dem schönen Haus nicht weit vom Mekong Fluss entfernt gibt es geräumige und saubere Zimmer. Im Umkreis gibt es viele verschiedene Restaurants zur Auswahl und auch eine sehr gute Bar (Friendship Café) liegt nur wenige Meter entfernt. Am Morgen gibt es ein einfaches aber gutes Frühstück entweder mit Reissuppe oder als alternative Spiegelei, Würstchen und Speck.
Essen:
Wie überall in Thailand gibt es unzählige Restaurants und Garküchen über die Stadt verteilt. Ein kleiner Markt liegt an der Hauptstrasse 1016 direkt neben einen von zwei 7-Eleven Shops. Entlang der gesamten Uferpromenade gibt zu jeder Tageszeit verschiedene Restaurants und Marktstände die Essen und Getränke anbieten. Auch am Chiang Saen Lake gibt es Restaurants, die man besuchen kann, hier sollte man zum Sonnenuntergang gehen da dieser sehr schön ist am See.
ร้านชาบู กิ๋นจ๋นกั๊ด – liegt direkt neben dem Pak-Ping-Rim-Khong B&B und bietet für 179 Baht pro Person Thai BBQ an.
Friendship Café Chiang Saen – Bar mit Livemusik am Abend ebenfalls nur wenige Meter vom Pak-Ping-Rim-Khong B&B entfernt. Sehr angenehme Atmospähre und tolle Musik.
Sehenswürdigkeiten in Chiang Saen:
Die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Chiang Saen sind alle gut zu Fuss erreichbar und lassen sich gut in einem Tag erkunden. Wer die Tempel und Aussichtspunkte auf den umliegenden Berge erreichen will, sollte zu mindestens ein Fahrrad haben besser aber noch einen Roller. Wer die Region noch weiter erkunden will, sollte auf einen Mietwagen umsteigen da die Strasse teils sehr steil sind und auch nicht immer in bestem Zustand.
- Golden Triangle (Sop Ruak) – Ist einer der Besuchermagneten im Norden von Thailand, Touristen aus der gesamten Welt kommen zum Goldene Dreieck, um den berüchtigten Ort/Region zu sehen. Das Goldene Dreieck hat zwei Bedeutungen, zum einen ist es die geografische Region in der die drei Länder Thailand, Laos und Myanmar aufeinandertreffen. Die zweite Bedeutung bezieht sich auf eine viel grössere Fläche aber nicht eingrenzbare Region, in der Opium beziehungsweise Heroin hergestellt wurde. Die Bezeichnung Gold kommt daher, das viele Drogenlieferungen statt mit Gold statt mit Geld bezahlt wurden. Das Dreiländereck ist heute eine Ansammlung aus Souvenirläden, Fotospots, einem riesigen sitzenden Buddha auf einem Schiff sowie unzähligen Restaurants und Hotels. Am Pier können Boote gemietet werden zur überfahrt zur Donxao Island.
Donxao Island ສວນວັດທະນະທຳບໍ່ແກ້ວ – Kleine Insel im Fluss Mekong die zu Laos gehört. Obwohl man zur Einreise nach Laos ein Visum benötigt kann man die Insel während eines Boottrips vom Golden-Triangle aus besuchen. Zusehen gibt es im Grund nichts, ausser unzähligen Souvenirläden wo man sich mit Teils zweifelhaften Objekten eindecken kann. Kann man besuchen muss man aber nicht. Die Bilder von unten stammen aus dem Jahr 2008.
- Golden Triangle Park Hall of Opium – nördlich von Chiang Saen gelegenes Opium Museum, sehr informativ und gut gemachte Ausstellung zur Geschichte des Opiums in Asien. Besonders der Anbau und der Opiumhandel mit seinen Auswirkungen werden in den Fokus genommen. Im Vergleich zum House of Opium ist die Ausstellung viel grösser und professioneller. Trotzdem sollte man sich die Zeit nehmen beide Museen anzuschauen.
- House of Opium – Opium Museum an der Hauptstrasse gelegen. Bietet eine reichhaltigen Sammlung an Utensilien und Gebrauchsgegenstände, die zum Opiumrauchen gebraucht werden. Hier steht nicht die Geschichte im Fokus, sondern eher das Rauchen, der Schmuggel und die Regionalen Auswirkungen der Opiumhandels.
- Wat Phra That Chedi Luang – Historische Tempelanlage im Zentrum von Chiang Saen und auch die grösste und schönste. Der Wat wurde 1332 erbaut und war der Haupttempel von Chiang Saen. Auf dem gesamten Stadtgebiet gibt es einige mehr oder weniger gut erhaltene Anlagen und Ruinen zu besichtigen die man bei einem Spaziergang erkunden kann.
- Wat Pa Sak – Etwas westlich von Wat Phra Chedi Luang ausserhalb der Stadtmauer lieg die Anlage Wat Pa Sak. Zwischen Teakbäumen findet man einige Ruinen aus der Frühzeit von Chiang Saen, sehr Sehenswert ist der sehr schöne Chedi im Lanna Stil der am Eingang steht. Eintritt 50 Baht für Touristen.
- Chiang Saen National Museum – Ein sehr gutes Museum direkt neben dem Wat Phra That Chedi Luang. Gezeigt werden Exponate aus der reichen Geschichte von Chiang Saen. Geöffnet von Mittwoch-Sonntag 8:30 bis 16:30 Uhr Eintritt 100 Baht für Touristen. Weitere Informationen auf der Webseite des National Museum.
- Phra That Phangao Tempel – ca. 3 km südöstlich von Chiang Saen auf einem Hügel gelegen an der Strasse 1290 nach Chiang Khong. Die Anlage besteht aus mehreren Teilen der Haupttempel an der Strasse bis zum grossen Chedi auf dem Berg. Auf dem Gelände gibt es wie in der Stadt alte Ruine zu besichtigen. Vom grossen weissen Chedi auf der Bergspitze aus hat man einen herrlichen Blick auf die Region und den Mekong. Besonders beeindruckend ist die Sicht am Morgen sowie am späten Nachmittag. Das zweite Bild habe ich 2008 aufgenommen damals war auf der anderen Seite des Fluss noch nichts rund 11 Jahre später auf Bild 3 entsteht dort eine neue Stadt mit Hochhäusern und Casinos.
- Huai Sai Man View Point – schöner Aussichtspunkt zwischen Chiang Khong und Chiang Saen an der Strasse 1290. Der Blick auf die Mekongschleife am Nachmittag ist traumhaft schön. Es wurden mehrere Schaukeln aufgebaut von den aus man die schöne Aussicht geniessen kann. Hin und wieder finden sich vor Ort auch Händler, die zumeist Obst aus eigenem Anbau verkaufen.