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Sumida möchte Saia-Burgess-Wogen glätten
Der japanische Sumida-Konzern bekräftigt sein Interesse am Schweizer Auto- und Industriezulieferer Saia-Burgess.
Sumida-Chef Yawata sagte, sein Unternehmen wolle Saia-Burgess nicht aufteilen. Die Führung des Unternehmens solle in Schweizer Hand belassen werden.
Im Übernahmekampf um die Murtener Saia-Burgess hat die japanische Sumida versucht, die Wogen zu glätten. Sumida wolle sich nicht in die Führung von Saia-Burgess einmischen, hiess es am Mittwoch.
Die Führungsspitze des Murtener Schrittmotorenherstellers um Konzernchef Daniel Hirschi und Verwaltungsratspräsident Richard Flury hatte die Übernahmeofferte in Höhe von 950 Franken bisher als zu tief abgelehnt.
"Prinzipien der Partnerschaft"
Die am letzten Freitag formell aufgelegte Offerte wurde von Sumida-Chef Shigeyuki Yawata am Mittwoch weiterhin als fairer Preis bezeichnet. Unter dem Titel "Prinzipien der Partnerschaft" versuchte er aber, Bedenken in Bezug auf die Übernahme zu beseitigen.
Das aktuelle Management, die Geschäfte, die Identität und die Unabhängigkeit von Saia-Burgess würden nach einer Übernahme respektiert, sagte Yawata.
Die Strategie solle fortgeführt und die Geschäfte in Europa beibehalten werden. Er beabsichtige nicht, die Produktion nach China zu verlagern. Zudem wolle Yawata, der 50,1% von Saia-Burgess erwerben möchte, die Murtener Firma weiter an der Schweizer Börse SWX kotiert lassen.
Synergiepotentiale?
Sumida möchte mit dem Murtener Unternehmen stärker im Autozuliefer-Bereich Fuss fassen. Bis 2007 soll der Umsatz organisch und über Akquisitionen von aktuell 417 Mio. Fr. auf 1,2 Mrd. Franken anwachsen.
Die Saia-Burgess-Führung lehnt die Übernahme aber auch ab, weil sie darin keine Synergiepotenziale erkennt. Der Sumida-Chef meint jedoch, die Unternehmen ergänzten sich in geografischer Hinsicht wie auch bei den Produkten.
So machte Yawata kurzfristiges Potenzial in der Konsumelektronik aus und langfristiges im Autozuliefer-Bereich. Beziffern wollte er das Synergiepotenzial nicht.
Ausserordentliche Generalversammlung
Saia-Burgess hat für den 30. August eine ausserordentliche Generalversammlung angekündigt. Am 11. August will der Verwaltungsrat einen detaillierten Bericht zum Angebot vorlegen.
An der Börse notierte die Aktie kurz vor 16 Uhr 0,1% höher bei 972 Franken.
swissinfo und Agenturen
In Kürze
Saia-Burgess wurde 1920 gegründet.
Nettogewinn 2004: 26,3 Mio Franken.
Umsatz 2004: 568,4 Mio. Franken.
Ende 2004 beschäftigte Saia Burgess 3630 Personen, davon 600 in Murten.
1998 wurde das Unternehmen an der Schweizer Börse kotiert.
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