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Theater Augusta Raurica | Triumph & Trauer | Stadtmusik Basel | Leitung: Raphael Immoos und Philipp Wagner | Regie: Björn Jensen | 23. und 25. August 2012 jeweils um 20 Uhr.
Bei zweifelhafter Witterung gibt Telefon 061 816 22 66 ab 16 Uhr Auskunft über die Durchführung der Vorstellung. Ersatzvorstellung nach Ansage: 27. August 2012, 20 Uhr.
Theater Augusta Raurica | Triumph & Trauer
Nach dem grossen Erfolg von 2011 sind im römischen Theater erneut Helden angesagt. Die Stadtmusik Basel und das Akademische Orchester Basel spielen sogenannte «Heldenmusiken».
© art-tv.ch | andreas hagenbach
Heldenmusik
Nach dem Untergang des napoleonischen Kaiserreiches (1815) entstehen in Frankreich eine Reihe von «Heldenmusiken», die – für grosse sinfonische Blasmusikformationen komponiert – in Europa Furore machen. Es sind dies spektakuläre Kompositionen für ein Bürgerpublikum, das sich – verunsichert durch die schwere Niederlage und die darauf folgende politische Unsicherheit – nach starken Emotionen und grossen Gesten sehnt. Es ist die Zeit von Victor Hugos grossen Romanen und den phantastischen Sinfonien von Héctor Berlioz. Dessen grandiose Musiken haben Eingang ins moderierte Repertoire des klassischen Musikbetriebs gefunden. In der spektakulären Szenerie des Römischen Theaters in Augusta Raurica erklingen sie neu und in selten gehörter «tonalité glorieuse».
Musikalische Trauerarbeit
1840 plante die französische Regierung anlässlich des zehnten Jahrestages der Revolution von 1830, die Leichen der damals Gefallenen in ein neues Ehrenmal an der Place de la Bastille umzubetten. Berlioz bot dafür die Komposition einer «grossen Trauer-Sinfonie» an, die während der Feierlichkeiten gespielt werden sollte. Die «Grande Symphonie funèbre et triomphale» wurde wie vorgesehen in Paris am 28. Juli 1840 uraufgeführt. Sie folgt dem Vorbild der gross besetzten zeremoniellen Blasmusiken von Gossec, Cherubini, Catel und anderen aus der Zeit der Revolution von 1789 und der Napoleonischen Zeit.
Die Kompositionen von François-Joseph Gossec, Claude Joseph Rouget de Lisle, Etienne-Nicolas Méhul und Hector Berlioz werden von der Stadtmusik Basel (SMB) und dem Akademischen Orchester Basel (aob) aufgeführt.
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