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Solarthermie beschreibt eine Technologie, bei der die Wärme der Sonne mithilfe von Kollektoren aufgefangen und genutzt wird, um Wasser zu erwärmen oder Innenräume zu beheizen. Eine Solarthermieanlage erinnert häufig an die bekannteren Photovoltaikanlagen, denn ähnlich wie diese werden die Solarkollektoren meistens auf Dächern installiert.
Generell gibt es einige Parallelen zwischen den Technologien. Beide nutzen Sonnenstrahlen, um nachhaltige Energie zu erzeugen – bei Photovoltaik wird die Solarenergie in Strom umgewandelt und bei der Solarthermie in Wärme. Auch das Auffangen der Sonnenstrahlen mit Kollektoren haben sie gemein. Für welche der Technologien man sich entscheidet, hängt also stark davon ab, für welchen Zweck man sie nutzen möchte. Aber auch die verfügbare Dachfläche sowie der eigene Energiebedarf spielen eine Rolle.
Funktionsweise
Die Solarkollektoren absorbieren die Sonnenstrahlen und erhitzen dadurch ein Wärmeträgermedium, in der Regel eine spezielle Flüssigkeit, die sich aus Wasser und einem Frostschutzmittel zusammensetzt. Mithilfe einer Pumpe zirkuliert die erwärmte Flüssigkeit über ein Leitungssystem dann bis zum Speicher.
Ein Wärmetauscher im Speicher überträgt die Wärme auf das Nutzwasser, das dort für eine längere Zeit gespeichert werden kann. Die Wärmeträgerflüssigkeit ist nun wieder erkalten und kehrt zurück in die Kollektoren, wo der Kreislauf von vorne beginnt.
Nutzung
Grundsätzlich gibt es zwei Anwendungsbereiche für Solarthermieanlagen: die Erwärmung von Nutz- und Trinkwasser beispielsweise für Dusche, Badewanne und Waschbecken sowie die Heizungsunterstützung, um eine angenehme Wärme in den Innenräumen zu bringen.
Bei der Warmwasserbereitung können mit einer Solarthermieanlage bis zu 50 Prozent des jährlichen Bedarfs gedeckt werden. Die Ausbeute bei der Heizungsunterstützung liegt bei bis zu einem Drittel, teils aber auch niedriger. Wie hoch der Wirkungsgrad tatsächlich ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Grösse der Anlage, dem Speicher sowie der Dämmung des Gebäudes ab.
Um die tagsüber gewonnene Sonnenwärme auch abends oder nachts nutzen zu können, benötigt man einen Speicher. Für die reine Warmwasserbereitstellung kann man auf einen einfachen Warmwasserspeicher, der recht günstig in der Anschaffung ist, zurückgreifen. Ein sogenannter Pufferspeicher ist hingegen für die Heizungsunterstützung konzipiert, jedoch nicht für die Warmwasserbereitung für Dusche, Wanne und Waschbecken geeignet. Lediglich ein Kombispeicher ermöglicht die Bereitstellung von Warmwasser für beide Zwecke und ist damit die flexibelste, häufig aber auch die teuerste, Variante.
Vor- und Nachteile
Eine Solarthermieanlage bringt für Eigenheimbesitzerinnen und Eigenheimbesitzer viele Vorteile. Die gewonnene Energie ist umweltfreundlich und verursacht keine CO2-Emissionen, somit kann man mit einer Solarthermieanlage einen wertvollen Teil zur Energiewende beitragen.
Zudem sind hochwertige Anlagen sehr langlebig und können über 30 Jahre zuverlässig Wärme erzeugen. Ein weiterer Pluspunkt: sie sind flexibel mit anderen Heizsystemen kombinierbar. Im Gegenzug sind sie allerdings stark von der Wetterlage bzw. der Sonneneinstrahlung abhängig.
Kosten
Mit Solarthermie lassen sich Kosten für heisses Nutzwasser und Raumwärme einsparen. Doch die Investitionskosten fallen je nach Dimensionierung und Anlagentyp recht hoch aus, was dazu führt, dass sie sich erst nach vielen Jahren amortisieren.
Über das Harmonisierte Fördermodell der Schweiz lassen sich durchschnittlich etwa 20 Prozent der Investitionskosten für eine Solarthermieanlage fördern. Damit lohnen sie sich schon deutlich mehr. Da die Förderbeiträge kantonal geregelt werden, können die Beiträge variieren und sollten in jedem Fall nochmal genau geprüft werden.
Tipp: Häufig besteht die Möglichkeit die Waschmaschine und den Geschirrspüler direkt an das Warmwasser der Solarthermieanlage anzuschliessen, so lässt sich zusätzlich Strom sparen.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Solarthermie eine nachhaltige und umweltfreundliche Methode darstellt, um Wärme aus der Sonne zu gewinnen. Trotz der Konkurrenz zu Alternativen wie Photovoltaikanlagen kann sich die Investition in eine Solarthermieanlage lohnen, abhängig von individuellen Warmwasserbedarf, verfügbarer Dachfläche und -ausrichtung sowie dem spezifischen Nutzungszweck. Insbesondere die kantonalen Förderungen machen die Solarthermie dabei zu einer attraktiven Option.
Falls Sie Fragen zum Thema Solarthermie haben, können Sie uns gerne kontaktieren:
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