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Salix alba ssp. alba Linné 1753 -- Silberweide
Silberweide - Goliath der Weiden in der Naturform
Die Silberweide oder Weissweide kann sich zu einem aufrechten Baum von 20 Metern Höhe entwickeln.
Die Zweige der Silberweide sind schmutzig braun bis dunkelgrün und im jungen Zustand anliegend kurz behaart. Die Erstblätter sind schmallanzettlich geformt und meist beidseitig leicht behaart; die Sommerblätter sind oberseits locker und unterseits dicht seidig behaart. Diese Behaarung ist für den von weitem sichtbaren silbrigen Glanz verantwortlich. Die Blüten erscheinen nach dem Blattaustrieb zwischen April und Mai, dabei sind die männlichen Kätzchen bis 5 cm lang, schlank, zylindrisch geformt und leicht gebogen, sowie aufgrund der gelben Staubbeutel sonnengelb leuchtend (Lautenschlager-Fleury 1994).
Der natürliche Standort der Silberweide liegt in Auenwäldern und an Ufern von Gewässern der kollinen Stufe.
Salix alba ssp. vitellina (L.) Schübl. & Martens 1834 --
Dotterweide
Mit der offiziellen Nomenklatur subsp. vitellina (L.) SCHÜBL. & MARTENS werden zwei gelb farbene Varietäten der Silberweide zusammengefasst: var. vitellina (L.) STOKES mit dottergelben Zweigen (Dotterweide) und var. britzensis SPÄTH mit rotgelben Zweigen. Von beiden Formen sind keine natürlichen Vorkommen bekannt; sie sind in der Regel angepflanzt (oder verwildert) und gelten nach Skvortsow (Skvortsow 1968) zwar als Kulturform (Cultivars), können heute aber als eingebürgert betrachtet werden.
Dotterweide - Goliath der Weiden als eingebürgerte Kulturform
Für die Dotterweide gilt dieselbe Beschreibung, wie für die Silberweide. Einzige Ausnahme sind die dottergelben Zweige, die vorallem in der laublosen Zeit gut zur Geltung kommen.
Die Zweige der Dotterweide sind meist elastischer und somit besser für grüne Flechtarbeiten geeignet als die der Silberweide. In Weinbaugebieten wurden deshalb Kopfbäume der Dotterweide häufig zur Gewinnung von Ruten zu Bindezwecken angepflanzt. (Hörandl et al. 2002)
Kultur im Garten
Im Garten sind Silber- und Dotterweide problemlos zu kultivieren, insbesondere, wenn der Boden nie ganz austrocknet und genügend Licht vorhanden ist. Will man sie nicht zu einem grossen Baum heranwachsen lassen, so kann mittels regelmässigem Schneiden ganz einfach ein Strauch oder Kopfbaum der gewünschten Grösse erzogen werden. Natürlich lassen sich auch andere Formen wie Weidenhäuser, Zäune, Skulpturen etc. kreieren - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Hierbei bietet sich die einfache Vermehrung mittels Steckhölzern/Steckstangen (in der Vegetationsruhe geschnitten) an.
Silber- und Dotterweiden sind allerdings sehr wüchsig und wachsen auch unter jährlichem Schnitt zu stattlichem Landschaftselementen heran. Eher nichts für kleine Gärten.
Hier eine Bilddokumentation eines Kopfbaumschnittes:
Salix x fragilis -- S. alba x euxina
Diese Hybridweide ist eine natürlich vorkommende Kreuzung - Erläuterungen finden sich.
Eintrag erstellt: 02.04.2009/züm - Letzte Aktualisierung: 23.01.2017/züm