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Kann der Wert der Staatsangehörigkeit einer Person unabhängig gemessen werden? Ein neuer Index hat genau das versucht, indem Nationen nach ihrer Wirtschaftsleistung und ihren Entwicklungsdaten bewertet wurden, neben Werten wie der Bewegungsfreiheit und der Möglichkeit, sich in anderen Ländern niederlassen zu dürfen. Die Schweiz kam dabei auf den achten Platz.
Für den heute publizierten neuen "Quality of Nationality Index 2015"externer Link wurden über 160 Länder untersucht. Gemäss dem Bericht führt Deutschland die Liste an, vor Dänemark und Finnland. Interessant ist, dass sich unter den ersten zehn Ländern nur europäische Nationen befinden.
Zahlreiche afrikanische Staaten schnitten schlecht ab, so Sudan (157.), Eritrea (158.), die Zentralafrikanische Republik (159.) und die Demokratische Republik Kongo auf dem letzten 161. Platz.
Der Index behauptet, der erste dieser Art zu sein. Untersucht wurden interne wie externe Faktoren. Zu den internen gehören etwa Frieden und Stabilität, wirtschaftliche Stärke sowie menschliche Entwicklungsmöglichkeiten. Externe Faktoren sind zum Beispiel die "Niederlassungsfreiheit" (wie die Möglichkeit, in einem anderen Land ohne Visum arbeiten zu können) und die "Reisefreiheit" (ohne Visum reisen zu können).
Je öfter Personen durch Landesgrenzen eingeschränkt werden, desto tiefer der Wert, je weniger man von den Grenzen wahrnehmen kann, desto höher. Der Index misst die Möglichkeiten oder Einschränkungen, die Länder ihren Bürgerinnen und Bürgern eröffnen oder auferlegen und beschreiben "das Ausmass, in dem Bürger eines bestimmten Landes wirklich die Vorteile einer globalisierten Welt geniessen können", so die Organisatoren des Berichts von Henley & Partners – Kochenov. Die Firma bietet übrigens gemäss Eigenwerbung "Staatsbürgerschaft durch Investition" ("citizenship by investment") an.
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