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Die Liste der am MJF auftretenden Jazzgruppen war schon im ersten Teil beeindruckend. Es geht aber weiter im zweiten Teil, wo sich besonders einige junge und aufsteigende Musiker wie Chico Freeman und Arthur Blythe erfolgreich in Szene setzten. Dazu kamen etablierte, aber immer noch jüngere Leute wie McCoy Tyner und die Heath Brüder, die beide mit langlebigen Formationen erschienen. Die technisch brillante Pianistin Dorothy Donegan darf man unter „Happy Jazz“ einordnen und feststellen, dass sie zum Liebling des Publikums aufrückte. Für den zweiten Teil bietet sich somit folgendes Programm an:
18. Juli:
- Chico Freeman Quartet mit Billy Hart (dm)
- Arthur Blythe Quintet mit Bob Stewart (tuba)
- McCoy Tyner Quintet mit Joe Ford (sax) und John Blake (vi)
- zusätzlich eine Jam Session mit den obengenannten Leaders
19. Juli:
- Dorothy DoneganTrio mit Major Holley (b) und Oliver Jackson (dm)
- The Heath Brothers Band mit Jimmy und Percy Heath
  plus, als Gast, Slide Hampton (tb)
Zwei Tage mehr mit wunderbarer Montreux Stimmung an einem Abend!
Thelonious Sphere Monk wurde am 10. Oktober 1917 in North Carolina geboren und verbrachte seine frühen Jahre in New York, wo er eine Weile an der Julliard School studierte. Als der Bebop entstand, gehörte er gemeinsam mit Parker und Gillespie zur Minton-Clique, und er war auch massgeblich an der Entstehung dieser Musikrichtung beteiligt. Im Jahr 1947 nahm ihn die Plattenfirma Blue Note auf Vermittlung von Bud Powell unter Vertrag und produzierte sein erstes Album als Leader: „Genius of Modern Music“. Es werden Aufnahmen aus den 50er bis 70er Jahren „Studio und Live“ zu hören sein.
Rhythmus ist bekanntlich im Jazz eine besondere Eigenheit. Mit den Jazz Synkopen fing Alles an und heute ist rhythmisch Alles möglich, von Second-Line bis Free. Jeder Schlagzeuger ist an speziellen Rhythmen interessiert und wir gehen deshalb an diesem Abend einigen Rhythmen nach, die uns in der Jazzgeschichte begegnen.
Vor gut drei Monaten – am 6.November 2014 – hätte Adolphe Sax, der Erfinder der Saxophone, seinen 200. Geburtstag begangen.
Guter Grund für den Jazz Circle Zürich, diesen genialen Tontüftler und Konstrukteur zu würdigen, und wir wollen das Jubiläum in besonderer Form zelebrieren. Wie?
Alle Mitglieder, Besucher und Besucherinnen sind eingeladen, einen ihm, bzw. ihr wichtigen oder besonderen Jazz-Tonträger – vorzugsweise Vinyl – mitzubringen und die ausgewählten Tracks zu kommentieren oder mit dem einen oder anderen Gedanken allgemeines Gespräch über das Gehörte anzuregen. Speziell gefragt sind auch Beispiele der wenig oder gar selten verwendeten Saxophon-Modelle, wie unter anderen das Sopran Sax oder Tubax (Kontrabass-Sax).
Kein Zweifel, die gemischten Meinungen zum Thema Saxophon werden zu einer angeregten Geburtstagsfeier beitragen, wobei die wunderbaren Sounds der verschiedenen Saxophone unser Hören fordert und fördert.
Es hat sich beim letzten Mingus-Abend herausgestellt, dass der Umfang seiner Produktion nicht in einen einzigen Abend hineingepackt werden kann, handelt es sich doch um eine der meiner Ansicht nach wichtigsten
Persönlichkeiten der amerikanischen Musik. Ich versuche, einen Querschnitt seiner Musik von den 1960-er Jahren bis zu seinem vorzeitigen Ableben zu präsentieren. Es sind vor allem die Gruppen mit Erich Dolphy und später
seinem Quintett mit George Adams und Don Pullen, ebenfalls noch etwas Big-Band-Musik vom Anfang seiner letzten kreativen Periode.
In einem weiteren Teil im zweiten Trimester wird uns zum Abschluss Mario Schneeberger noch die frühere Zeit von Charles Mingus vorstellen, damit wir dem Werk dieses genialen Musikers und oft schwierigen Charakters einigermassen gerecht werden können.
Es werden 2 DVDs zu hören bzw. zu sehen sein, nämlich:
Mitschnitt eines Auftritts von Dexter Gordon ts, ss, George Cables p, Rufus Reid b, Eddie Gladden d
1979 im Maintenance Shop, Iowa State University, Arnes, Iowa
Mitschnitt eines Auftritts von Mal Waldron p, Woody Shaw tp, Charles Rouse ts, Reggie Workman b, Ed Blackwell d Live at the Village Vanguard
Es sind dies 2 DVDs, die sehr interessant sind und die sicherlich Gefallen finden werden.
Bengt Hallberg wurde 1932 im schwedischen Göteborg geboren. Nach einem Klavierstudium spielte er 1949 bei Kenneth Fagerlund, machte mit Stan Getz 1950 eine Schweden Tournee und trat 1951 mit einer schwedischen
All Star Gruppe auf. 1953 folgten Auftritte mit Clifford Brown und Art Farmer. Er leitete ein eigenes Trio und arbeitete eng mit Lars Gullin zusammen.
1954-57 studierte er an der Musikhochschule in Stockholm Kontrapunkt und Komposition.
In den 50er Jahren galt er als bester schwedischer Jazzpianist, wandte sich nach 1960 als Arrangeur der Schlagermusik zu und trat auch als Konzertpianist hervor. Neben Klavierstücken schrieb er Stücke für grössere Ensembles, so zum Beispiel "Music for Jazz Combo and Symphony Orchestra".
Bengt Hallberg nahm als Sideman an einer Reihe Schallplattenaufnahmen teil, u.a. mit Lars Gullin, Harry Arnold, Quincy Jones, Stan Getz und Clifford Brown. Unter eigenem Namen trat er oft als Klaviersolist hervor, z.B. mit "The Hallberg Treasure Chest: A Bouquet from '78"; "Hallberg's Surprise" (1987) und 1992 mit "The Tapdancing Butterfly".
interner Anlass für Vereinsmitglieder
In 2 Jahren feiert der Jazz als „Kunst auf Schallplatten“ seinen hundertsten Geburtstag.
Zwanzig Jahre vor der weissen Original Dixieland Jass Band nahm ein gutaussehender junger schwarzer Pianist mit den Mitteln der damaligen Zeit seine Ragtime Musik auf - er stanzte sie in Klavierrollen. Der Mann hiess Scott Joplin und war in Sedalia, Missouri, weltberühmt.
Ragtime ist eine komponierte Musik, und es gibt kaum Improvisation. Rassenreiner Jazz ist er also nicht, aber es gibt Anklänge an swing. Die Frage, ob man ihn als ersten Jazzstil betrachtet oder als Vorläufer, lohnt keinen Streit.
Eine ganze Reihe der ersten Jazzorchester firmierten als „Ragtime Bands“, aber nach dem Aufkommen des Swing überlebte das Wort eigentlich nur noch in einigen Titeln – „Alexander’s Ragtime Band“ (von Irving Berlin!) kennt wohl jeder Dixie-Fan.
Als „The Entertainer“ in der Gangsterkomödie „The Sting“ auftauchte, feierte die Musik Scott Joplins ein kleines Revival. Plötzlich war der „Maple Leaf Rag“ wieder überall zu hören. Die Gruppe Air nahm ein ganzes Album mit Ragtimemusik auf, Max Roach liess „Easy Winners“ vom Uptown String Quartet einspielen. Der Komponist Scott Joplin hinterliess neben rund 80 Rags „Treemonisha“, eine Oper in drei Akten.
Wir hören eine kleine Auswahl Rags, teils von Scott Joplin selber gespielt (in HiFi!) teils von anderen Musikern.
Der „Reader's Poll“ mit weltweit 27 504 Abstimmenden im „Down-Beat“- Magazin (Dezember 2014-Ausgabe) ist deutlich weniger konservativ ausgefallen gegenüber dem „Critics-Poll“ in der Augustausgabe, der eher
als „advanced“ gilt. Fast die gleichen Künstler sind in den obersten Rängen vorzufinden.
Die Sieger wie Chris Potter (ts), Gary Smulyan (bs), Dave Holland (b) und Wynton Marsalis (tp) habe ich schon im Vortrag vom 30. Juni vorstellen können. Natürlich sind diese Abstimmungen ein Spiegel der Beliebtheit der Künstler: Sie haben entweder Tonträger mit 5-Sterne Bewertung in diesem Jahr herausgegeben oder waren an vielen Konzerten zu hören. Es wird nun versucht, ein Potpourri möglichst abwechslungsreich und musikalisch „geniessbar“ zusammenzustellen, mit Kurzfilmen aus dem Internet, wobei oft nicht klar ersichtlich ist, ob die Filmaufnahmen in diesem Gleitjahr oder schon früher entstanden sind. Beim Internet muss festgestellt werden, dass das „Wissen der Welt“ keineswegs immer „under your fingertips“ sein muss…