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Sieben Jahre wird die Reise der Raumsonde «BepiColombo» zum Merkur dauern. Die Sonde ist eine Kooperation der europäischen Weltraumorganisation ESA und der japanischen Weltraumorganisation JAXA. Sie wiegt 4,1 Tonnen und ist 6,40 Meter hoch. Mit einer Rakete wird sie am Samstag in den Weltraum geschickt, teilt die Universität Bern mit.
Die Mission
«BepiColombo» soll mit einer Ariane-5-Trägerrakete vom Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana ins All starten.
Die Mission soll die Besonderheiten der inneren Struktur von Merkur und seines Magnetfelds erforschen und unter anderem der Frage nachgehen, ob es in den sonnenabgewandten Kratern Eis gibt.
An Bord der Raumsonde sind zwei Instrumente, die am Physikalischen Institut der Universität Bern konzipiert und gebaut wurden:
- das Laser Altimeter «Bela», eines der grössten und heikelsten Instrumente der Mission, das zur Vermessung der Form, der Topographie und der Oberfläche des Merkurs gebraucht wird;
- das Massenspektrometer «Strofio», das vor allem dazu dient, die Atmosphäre des Merkus zu erkunden.
Merkur bildet mit Venus, Erde und Mars die vier Gesteinsplaneten des Inneren Sonnensystems. Die Reise zum Planet, der «nur » 58 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist, gilt als die bislang komplizierteste Raumfahrtmission Europas.
50 Jahre Berner Weltraumforschung
Insgesamt fast 70-mal sind Berner Instrumente in die Atmosphäre, die Stratosphäre oder in das Weltall geschickt worden. Im Jahr 2019 startet zudem ein Berner Satellit seine Reise ins All.
Gebaut werden die Instrumente am Physikalischen Institut in der Abteilung Weltraumforschung und Planetologie.
Kompliziert wird die Reise vor allem durch die Nähe Merkurs zur Sonne. Angesichts der enormen Schwerkraft der Sonne erfordert es viel Energie, eine Raumsonde so abzubremsen, so dass sie in eine Umlaufbahn um den innersten Planeten einschwenken kann.