Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03560.jsonl.gz/671

Jason Joseph hat seine hervorragende Frühform auch in Florenz unter Beweis gestellt. Über 110 m Hürden lief der Hallen-Europameister in einem gut besetzten Feld auf den starken 2. Rang. Mit einer Zeit von 13,10 Sekunden schraubte der Baselbieter zudem seinen eigenen Schweizer Rekord um zwei Hundertstel herunter. Mit dieser Zeit rückte er in der Jahresweltbestenliste auf den 5. Platz vor. Die bisherige Bestmarke hatte Joseph vor zwei Jahren in La Chaux-de-Fonds aufgestellt.
In der Toskana musste sich der 24-Jährige einzig dem zweifachen Weltmeister Grant Holloway (USA) geschlagen geben. Kurz vor dem Ziel fing der Schweizer Devon Allen ab und verwies den US-Amerikaner auf Rang 3. Joseph meinte unmittelbar nach dem Wettkampf, es wäre auch noch mehr möglich gewesen. «Schade, dass ich die 8. Hürde mitgenommen habe.» Mit Holloway vor Augen sei ihm die Konzentration gegen Ende des Rennens abhanden gekommen. «Aber wir nehmen es.»
Auf der Bahn
- 1500 m Frauen
Mit dem Ziel einen Weltrekord aufzustellen, hatte Faith Kipyegon das letzte Rennen des Abends in Angriff genommen. Und die Kenianerin hielt Wort. Nachdem die zweifache Olympiasiegerin zunächst etwas über der angestrebten Zeit gelaufen war, drehte sie auf der letzten Runde so richtig auf. Am Ende überquerte Kipyegon die Ziellinie in 3:49,11 Minuten. Die acht Jahre alte Bestmarke von Genzebe Dibaba (ETH) unterbot die Kenianerin damit um satte 96 Hundertstel.
- 100 m Männer
Wegen der Absage von Olympiasieger Marcell Jacobs fiel das mit Spannung erwartete Duell gegen Weltmeister Fred Kerley wie schon in Rabat ins Wasser. Minder hochkarätig besetzt war das Feld dennoch nicht, standen doch alle WM-Medaillengewinner von 2022 an der Startlinie. Wie schon in Eugene hiess der Sieger Fred Kerley. Der US-Amerikaner setzte sich mit einer Zeit von 9,94 Sekunden klar gegen Ferdinand Omanyala (KEN/10,05) und Landsmann Trayvon Bromell (10,09) durch.
- 5000 m Männer
In Florenz wollte Dominic Lobalu sich zum ersten Mal in dieser Saison mit der absoluten Weltelite messen. Wegen muskulären Problemen in der Wade musste der in der Ostschweiz wohnhafte Flüchtling aus dem Südsudan auf einen Start verzichten. Das hochkarätig besetzte Rennen wurde den hohen Erwartungen dennoch gerecht. Mit einer Zeit von 12:52 Minuten setzte sich der Spanier Mohamed Katir knapp vor Yomif Kejelcha aus Äthiopien durch. Weltrekordhalter Joshua Cheptegei (UGA) musste sich mit Rang 4 begnügen.
- 3000 m Steeple Frauen
Jugend forscht lautete das Motto im 3000-m-Steeple-Rennen der Frauen. Mit einer Zeit von knapp über 9 Minuten kürte sich die erst 18-jährige Äthioperin Sembo Alemayehu zur Tagessiegerin. Komplettiert wurde das Podest von der nicht minder alten Kenianerin Jackline Chepkoech (19) und Zerfe Wondemagegn (20) aus Äthiopien.
- 100 m Frauen
Marie-Josée Ta Lou wurde ihrer Favoritenrolle über 100 m der Frauen mehr als gerecht. Die Ivorerin lief in Florenz in 10,97 Sekunden zu einem nie gefährdeten Sieg. Eine Enttäuschung setzte es für die US-Amerikanerinnen ab, die geschlossen die Ränge 4-7 belegten.
Im Oval
- Hochsprung Männer
In Abwesenheit des einheimischen Olympiasiegers Gianmarco Tamberi lieferten sich JuVaughn Harrison und Woo Sang-hyeok ein hochklassiges Duell. Während der US-Amerikaner Harrison die 2,32 m im dritten Versuch meisterte, scheiterte sein südkoreanischer Kontrahent an dieser Höhe.