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Der französische Agrar- und Ernährungsminister Marc Fesneau hat am 3. März an der Landwirtschaftsmesse SIA in Paris die Eckpunkte eines staatlichen Unterstützungsprogramms für die Lebensmittelindustrie vorgestellt. Geplant ist ein Investitionsfonds von 500 Millionen Euro, 200 Mio. davon stammen vom Staat. Dieser soll kleineren und mittleren Unternehmen dabei helfen, in Digitalisierung und in ökologischere Prozesse zu investieren und wettbewerbsfähiger zu werden.
Ferner soll der Zugang zum 2021 lancierten Investitionsplan «France 2030» erleichtert werden. Kleine und mittlere Lebensmittelhersteller und landwirtschaftliche Genossenschaften sollen leichter an Gelder unter den Titeln «Dekarbonisierung» und «Robotisierung» gelangen. «Die Unternehmen des Sektors haben einen grossen Rückstand in Bezug auf die Digitalisierung und Robotisierung», zitiert das Portal Processalimentaire aus dem Bericht des Ministeriums. «Die Lebensmittelindustrie ist weniger robotisiert als der Rest der französischen Industrie und steht in der Europäischen Union an vorletzter Stelle.»
Zum Programm gehört auch der Aufschub von Sozialabgaben und Steuern für Unternehmen, die dies wünschen. Die betreffenden Behören sind gehalten, Anträge der Unternehmen «mit grösstem Wohlwollen zu prüfen.»
Schliesslich umfasst das Programm Weiterbildungsmöglichkeiten für Geschäftsführer, die neue Märkte erschliessen wollen. «Damit die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft weiterhin leistungsfähig bleiben, müssen sie sich ausserhalb unserer Grenzen entwickeln», wird Fesneau zitiert.
Die französische Agrar- und Ernährungsindustrie sei noch vor einigen Jahren der zweitgrösste Exporteur der Welt gewesen, sagte Fesneau weiter. Heute sei man an sechster Stelle, wenn Spirituosen mit einbezogen würden.