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Während die Kartellbehörden die Übernahme von Samsungs Computer-HDD-Unit durch Seagate durchgewinkt haben, meldet China nun Bedenken gegen die geplante Akquisition von Hitachi Global Storage Technologies durch Western Digital an. Tatsächlich kommen letztere beide Unternehmen bei Festplatten laut IHS iSuppli auf einen weltweiten Marktanteil von 50 Prozent, erstere beide teilen sich 40 Prozent, die restlichen 10 Prozent liegen bei Toshiba.
Shang Ming, Chef der dem chinesischen Handelsministerium unterstellten Antimonopol-Behörde (Fan Longduan Ju), sieht in der Übernahme von Hitachis Storage-Sparte durch Western Digital "in einem gewissen Masse" den Wettbewerb gefährdet. Man werde aber nach einer "angemessenen Lösung" suchen, um die Bedenken aus dem Weg zu räumen, wird Beiings oberster Kartellwächter von 'Bloomberg Businessweek' zitiert.
China sei der grösste Computer-Konsument, insofern werde natürlich geprüft, inwiefern der Deal negative Auswirkungen auf die chinesischen Verbraucher haben könnte, so Shang. Das Ministerium überprüfe schliesslich auch die Übernahme von Motorola Mobility durch Google und in Zukunft wahrscheinlich noch sehr viel mehr solcher Zusammenschlüsse in spe.
Wie Shang sagte, habe das Ministerium der Übernahme von Samsungs Festplattensparte durch Seagate Anfang Dezember zugestimmt, nachdem man eine Einigung zum Schutz des Wettbewerbs erzielt hatte. Unter der Voraussetzung könne seine Behörde auch grünes Licht für die geplante Übernahme von HGST durch WD geben. Die Europäische Union hat dies im November bereits getan, nachdem WD zugestimmt hat, Teile der HDD-Produktion abzugeben. Im Wesentlichen betrifft dies 3,5-Zoll-Laufwerke, womit WD in Europa Bedenken zerstreuen konnte, mit Seagate nur noch allein in einem Boot zu sitzen. Den Seagate-Deal hat die EU im Oktober schon abgesegnet, China und Australien folgten wenige Wochen später. (kh)