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Das es-horn stammt vom saxhorn ab, welches vom belgier adolphe sax erfunden wurde. zu den saxinstrumenten rechnet die instrumentenkunde im wesentlichen zwei gruppen von klangwerkzeugen: die saxhörner und saxtrompeten, die nach anblaseart und material zu den blechblasinstrumenten gehören, und das saxophon, das wegen des einblattmundstückes und des schnabels den klarinetten zugeordnet wird.
die saxhörner gehen zurück auf die signalhörner (französisch "bugles", deutsch "flügelhorn") und kornette, die nach der erfindung der ventile zunächst in verschiedenen typen im 2. viertel des 19. j.h. von französischen instrumentenbauern hergestellt wurden. eine grosse vielfalt von uneinheitlichen konstruktionen kennzeichnete den instrumentenbau im 2. viertel des 19. j.h., bevor adolphe sax 1842 mit seinen neubildungen begann. in stetem wettbewerbskampf mit den instrumentenmachern seiner zeit meldete er in den jahren 1842 bis 1845 für jede veränderung patente an, die er schliesslich auch gegen alle, z.t. gerichtlichen einsprüchen behaupten konnte. zur unterscheidung ähnlicher bildungen von blechblasinstrumenten gab er der von ihm gebauten gruppe seinen namen in verbindung mit dem deutschen "horn" und dem italienischen "tromba". die besonderen merkmale der familie waren die form mit dem nach oben gerichteten schallstück, die konische bohrung, die anlage der ventile und der mehr oder weniger tiefe kessel des trompeten-mundstückes.später baute sax in den hohen und mittleren lagen vermutlich für die bläserfamilie distin auch wieder seine flügelhörner in gerader trompetenform. eine familie der saxhörner rüstete er mit drei pumpventilen, eine andere mit vier aus, von denen drei nach oben standen und eines seitlich für den kleinen finger angebracht war. das vierte ventil diente dem besseren ausgeich der intonation, die durch die mehrfache verlängerung der gesamtröhre mittels der ventile ungleich war. um 1855 baute sax auch instrumente mit sechs ventilen, drei aufsteigend und drei vertiefen, wodurch ein höchstmass an technik und reinheit erreicht werden konnte. ausserdem konnte mit dem vierten ventil die tiefe lage auch um eine quarte chromatisch erweitert werden. in weitgehendem masse mit den akustischen gesetzmässigkeiten vertraut, stellte sax eine instrumentenfamilie mit den hervorragenden eigenschaften einer homogenität des tones, einer guten und leichten ansprache und einer bis dahin nicht in gleichem masse vorhandene reinheit in der chromatik her. zunächst aus sieben stimmlagen bestehend, bildete sich ein satz saxhörner vom sopranino in es (110 cm Länge) bis zum subkontrabass-saxhorn in b (607 cm) heraus, bei dem namentlich die tiefen instrumente wegen ihrer sonoren fülle als besonders gelungen hervorgehoben werden. mit der 1835 nach wilhelm friedrich wieprechts angabe von johann gottfried moritz erbauten basstuba lag allerdings schon ein brauchbares vorbild vor, das auch in frankreich bekannt war und von sax genutzt werden konnte. eine unterscheidung zwischen den tiefen lagen der tuba und den saxschen bassinstrumenten ist schwierig. in neuerer zeit ist die bezeichnung saxhorn ein gattungsbegriff für ventilinstrumente bestimmter bauart und konischer bohrung geworden. gerald gorgerat (ecyclopédie de la musique pour instruments à vent, 3 bände, lausanne 1955) ordnet das helikon den saxinstrumenten zu, obwohl es eine erfindung des österreichers ignaz stowasser ist. das soubassophon, oder sousaphon (nach dem amerikanischen komponisten john philip sousa) bezeichnete er als "apparente à la famille des saxhorns". auch das sommerophon, eine erfindung des weimarer instrumentenbauers h. sommer, wird zur "saxhorn or bombardon class" gerechnet (william h. stone in: grove's dictionary of music and musicians, band 7, london 51954), wie überhaupt in england die benennung saxhorn auf alle tenor- und baritoninstrumente angewendet wird. im sinfonie- und opernorchester haben die saxhörner kaum eine rolle gespielt. giacomo meyerbeer benutzt sie in "le prophete". dank der förderung bekannter komponisten wurden sie bald zahlreich in der französischen militärmusik eingesetzt. laut ministeriellem erlass wurden in der infanteriemusik zwei saxhörner in b, zwei saxhörner in es (alto), drei saxhörner in b (mit drei und vier ventilen), vier kontrabass-saxhörner in es bei einer stärke von fünfzig musikern gefordert.
herrvorragenden anteil an der einführung nahm seit 1844 die bläserfamilie distin, die mit einem saxhorn-quintett zahlreiche konzertreisen unternahm. namentlich in england gab john distin starke anregung zur gründung von blechblaskapellen mit saxinstrumenten (brass band). der grosse erfolg der mossley-temperance-band auf dem manchester belle vue concert 1853 geht auf die von distin vermittelte ausrüstung mit saxinstrumenten in tubaform zurück, deren einheitlichkeit des tones und saubere ansprache den erfolg der vereinigung ausmachte. die saxtromben, wie die saxhörner 1845 patentiert, unterscheiden sich von diesen nur durch die mensur des röhrendurchmessers. während die saxhörner mit weiter konischer bohrung gebaut sind, nähern sich saxtromben mehr der zylindrischen trompete. sie klingen also weniger weich als die saxtrompeten, sind aber vom klangcharakter nicht so hell wie die trompeten.
die saxhörner entwickelten sich danach zu vielen, heute bekannten tubaförmigen brass-instrumenten, wie auch das es-horn.
Das es-horn stammt vom saxhorn ab, welches vom belgier adolphe sax erfunden wurde. zu den saxinstrumenten rechnet die instrumentenkunde im wesentlichen zwei gruppen von klangwerkzeugen: die saxhörner und saxtrompeten, die nach anblaseart und material zu den blechblasinstrumenten gehören, und das saxophon, das wegen des einblattmundstückes und des schnabels den klarinetten zugeordnet wird.