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Moderator: raltorfer
Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich mit der Assoziation der Parkinson-Erkrankung mit der Osteoporose. Dies hat letztes Jahr zur Publikation eines Reviews über dieses Thema im Swiss Medical Weekly geführt: http://www.smw.ch/content/smw-2011-13154/. Eine Schlussfolgerung des Reviews war, dass L-Dopa-haltige Medikamente (Madopar/Sinemet) zu einer massiven Hyperhomozysteinämie führen, die ein wichtiger Teilfaktor für die bei Parkinsonpatienten beobachtete Osteoporose sein könnte.
Ich klopfte bei unserer Medikamenten-Behörde an, ob man nicht Osteoporose als Nebenwirkung bei diesen Präparaten erwähnen müsste. Ich schrieb die Firmen selber an. Nach bald einem Jahr frustranen Bemühungen entschloss ich mich, an die Öffentlichkeit zu gehen und schrieb ein kleines Pamphlet für unsere Ärztezeitung: http://www.saez.ch/pdf_d/2012/2012-12/2012-12-108.PDF.
Ich möchte Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen mit diesem Forumseintrag auf die Problematik aufmerksam machen und Sie bitten, PatientInnen mit dem gelben Zettel zu melden, die unter L-Dopa eine Osteoporose entwickeln. Ob dabei die L-Dopa-Therapie nur ein "Marker" für die Knochenschädigung oder die (Teil-)Ursache ist - für den Gewarnten spielt dies keine Rolle, Hauptsache er weiss um die Gefahr!
Herzlichen Dank und liebe Grüsse
Markus Gnädinger