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ARTENSCHWUND AUF SUMATRA
«Paya» ist ein alter Herr und der erste Tapanuli-Orang-Utan, der in der Auffang- und Pflegestation unseres Sumatra-Orang-Utan-Schutzprogramms SOCP seit der Entdeckung der Art behandelt wird.
Der Lebensraum der Tapanuli-Orang-Utans ist der Hochlandregenwald von Batang Toru im Norden von Sumatra. «Paya» wurde in der gleichnamigen Ortschaft aufgegriffen. Sein Zustand war bemitleidenswert. Das ältere Männchen hatte mehrere offene Wunden am Körper, um die man sich unbedingt kümmern musste. Unterdessen konnten seine Verletzungen heilen und er befindet sich auf dem besten Weg, bald wieder in Freiheit leben zu können. Dr. Yenny Saraswati, Tierärztin SOCP meint dazu: «Payas Zustand ist erfreulich. Wir sind froh, dass seine Wunden schnell verheilt sind und er sich vollständig erholt hat.»
Es ist von grosser Bedeutung, dass wir «Paya» retten konnten, weil er einer von nur noch ungefähr 800 verbleibenden Tapanuli-Orang-Utans ist. Zusammen mit Forschern aus verschiedenen Organisationen ist es uns im November 2017 gelungen, Tapanuli-Orang-Utans wissenschaftlich als eigene Art zu beschreiben. Tapanuli-Orang-Utans unterscheiden sich nur marginal von Sumatra-Orang-Utans. Die beiden Arten auf Sumatra haben etwas helleres Haar als ihre Verwandten auf Borneo. Im Unterschied zu den Arten auf Sumatra halten sich die Orang-Utans auf Borneo eher am Boden auf. Eine mögliche Erklärung dafür ist, da es dort keine Tiger gibt. Doch am Schluss bleibt der Fakt: Der Tapanuli-Orang-Utan ist der am stärksten bedrohte Menschenaffe der Welt.