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Thema 8: Der Verlust zweier luzernischer Feldschlangen beim Überfall auf Ermatingen

Schwäbische Truppen mit dem Andreaskreuz im Fähnlein beim bespannten
Abtransport der beiden Geschütze, auf denen deutlich der blau-weisse Luzerner
Schild erkennbar ist. Die "halbe schlang" war das meistgebrauchte Geschütz
des Schwabenkrieges, unter den 61 Beutegeschützen der Eidgenossen sind
38 Halbschlangen.
11. April 1499
Auf Wunsch der Hauptleute im Feldlager von Schwaderloh hat Luzern zwei Feldschlangen an den Vorposten bei Ermatingen abgegeben, damit dieser das gelegentliche Geschützfeuer von der nahen Insel Reichenau erwidern kann. Der Verlust der durch Sorglosigkeit verlorenen Luzerner Stücke wird als Schmach empfunden, der Versuch, sie dem Feinde wieder abzugewinnen, führt zur folgenschweren Schlacht von Schwaderloh. Auf der Luzerner Kapellbrücke erinnern noch heute drei Bildtafeln mit Reimen an die Episode der zwei Geschütze. Wegen der damaligen Bekanntheit des kleinen Dorfes als Standort des eidgenössischen Feldlagers wird Schwaderloh oder Schwaderloch schon früh auch als Schlachtort genannt, das tatsächliche Schlachtfeld aber liegt bei Triboltingen, über eine Wegstunde von Schwaderloh entfernt.