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Roger Federer steht zum 11. Mal in einem Wimbledonfinal. Der 35-jährige Basler setzt sich in einem lange sehr umstrittenen Duell 7:6 (7:4), 7:6 (7:4), 6:4 gegen Tomas Berdych durch.
Am Sonntag strebt er im Final gegen Marin Cilic seinen 8. Triumph in Wimbledon an – und damit den alleinigen Rekord.
Im ersten Satz führte Federer nach einem Break zum 3:2, gab den Aufschlag selber aber zum 4:4 wieder ab. Im Tiebreak lag er dann nur nach dem ersten Punkt kurz im Rückstand. Im zweiten Satz zeigten sich die Aufschläger sehr sicher. Auch diesmal behielt Federer in der Kurzentscheidung aber die Nerven, Berdych geriet früh 1:5 ins Hintertreffen.
Die Vorentscheidung fiel in der Mitte des dritten Satzes. Berdych führte 3:2 und erarbeitete sich zwei Breakbälle. Beim Stand von 15:40 reihte Federer jedoch drei Asse und einen Aufschlagwinner aneinander. Im nächsten Game holte er sich dann selber das Break. Nach etwas über zweieinviertel Stunden nutzte der Schweizer seinen zweiten Matchball mit einem weiteren starken Service zum Sieg.
Um 15 Uhr Schweizer Zeit trifft Federer am Sonntag auf den Kroaten Marin Cilic. Federer freut sich auf das Duell mit einem Freund: «Marin ist ein grossartiger Typ. Ich freue mich, gegen ihn zu spielen.» Vieles spreche für ihn mit dem bisherigen Verlauf der Saison, erklärt Federer. Dennoch erwarte er gegen Cilic nochmals ein schwereres Spiel als gegen Berdych.
Sechs von sieben Duellen hat er gewonnen, blieb jedoch im Halbfinal des US Open 2014 absolut chancenlos, als Cilic anschliessend sein erstes Grand-Slam-Turnier gewann. Im letzten Jahr wehrte Federer in Wimbledon im Viertelfinal Matchbälle ab und gewann noch in fünf Sätzen. «Das war ein grossartiges, schwieriges Spiel. Ich habe nur mit Glück gewonnen», sagt Federer.
Der 28-jährige Kroate besiegte im ersten Halbfinal den Amerikaner Sam Querrey nach knapp drei Stunden 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3), 7:5. Nach dem verlorenen ersten Satz, in dem Cilic einen 4:1-Vorsprung im Tiebreak preisgegeben hatte, übernahm der Kroate das Zepter auf dem Centre Court. Als Rückschläger kam er zu deutlich mehr Chancen als sein Gegenüber, der aber zwei seiner drei Breakchancen nützte und dadurch auch im dritten und vierten Satz seinen Chancen hatte.
Mit seinem vierten Break entschied Cilic nach knapp drei Stunden auch das fünfte Duell mit dem Amerikaner. 2012 hatten die beiden den zweitlängsten Match in Wimbledon gespielt, den Cilic mit 17:15 im fünften Satz zu seinen Gunsten entschied. Für Cilic, die Nummer 6 der Welt, ist es im elften Anlauf der erste Einzug in einen Final in Wimbledon und der zweite an einem Grand-Slam-Turnier, nachdem er 2014 das US Open in New York gewonnen hat. (abu/sda)