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Störungen der Blasenfunktion bei Diabetes mellitus
Die Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus ist eine Erkrankung des Körperstoffwechsels, der ein Mangel an Insulin, einem körpereigenen Botenstoff zur Steuerung des Blutzuckerspiegels, zugrunde liegt. Patienten mit Diabetes mellitus haben doppelt so häufig Blasenstörungen und/oder eine Harninkontinenz wie gleich alte Nicht-Betroffene. Frauen und Männer mit Diabetes mellitus sind gleichermassen betroffen.
Zwei von drei Diabetes-Patienten haben Blasenbeschwerden. Häufiges Wasserlassen am Tage und in der Nacht, verstärkter Harndrang und Dranginkontinenz führen die Hitliste der Symptome in den ersten Erkrankungsjahren an. Im weiteren Krankheitsverlauf stehen dann Probleme bei der Blasenentleerung im Mittelpunkt wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen und unvollständige Entleerung. Eine rechtzeitige gute Einstellung des Diabetes vermag das Auftreten von Blasenproblemen zu vermeiden oder zumindest hinauszuzögern.
Ähnlich der bereits selbstverständlichen jährlichen Kontrolle der Augen auf eine diabetesbedingte Schädigung sollte auch die Blasenfunktion bei Diabetikern regelmässig neurourologisch untersucht werden, um Probleme rechtzeitig zu erkennen und Folgeschäden am Harntrakt zu vermeiden. Menschen mit Diabetes sind generell entzündungs- und infektanfälliger als Nicht-Diabetiker, so auch in Bezug auf den Harntrakt und eine Blasenentzündung. Daher ist eine regelmässige Kontrolle des Urins auf eine Infektion und die Messung des Restharns empfohlen.