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Die Fotografie und die Vermessung von Landschaften
Die Photogrammetrie ist die Kunst der Vermessung eines Objektes mit Hilfe der Fotografie, um dieses so wiederherzustellen, dass es von allen Seiten betrachtet werden kann. 1851 gelingt dem französischen Oberst A. Laussedat die Herstellung der ersten fotografischen Vermessungskamera, und so darf er wahrscheinlich als eigentlicher «Vater der Photogrammetrie» bezeichnet werden.
Die erste exakte geometrische Erfassung des Schweizer Territoriums ist das Werk des späteren Generals Dufour, der 1832 damit begonnen hatte, die gesamte Schweiz nach dem Prinzip der Triangulation zu vermessen. Er veröffentlichte 1845 das erste von 25 Blättern, welche die gesamte Schweiz als Nationale Landeskarte im Massstab 1:100'000 wiedergibt. Sein Werk gilt 1864 als abgeschlossen.
1878 verwirklicht das Eidgenössische Büro für Landestopografie am Rhônegletscher die erste photogrammetrische Landesvermessung. Gegen 1890 erfasste der deutsche Professor Carl Koppe, der bereits Triangulationsvermessungen am Gotthard vornahm, eine photogrammetrische Studie für den Bau der Jungfraubahn. Dabei dürfte er einen Photo-Theodoliten benutzt haben, der etwa dem hier ausgestellten Modell entspricht …
Illustration:
Fototheodolit, Deutschland, 1890
Das Instrument, welches den Aufschwung der Fotogrammmetrie erlaubte, war eine Kombination eines Theodoliten und einer Fachkamera, genannt Fototheodolit. Beispiele sind hier die Fototheodoliten des Ingenieurs Pio Paganini von 1884 oder auch derjenige, welcher für Professor Koppe der Technischen Fachhochschule Braunschweig konstruiert wurde, welcher den Gebrauch dieser Maschine für die Studie der Bahnlinie auf die Jungfrau vorschlug