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Grundig, Fürth
Satellit 205

überarbeitet am 24.7.2010

Seinen ersten echten Weltempfänger stellte der deutsche Rundfunkgerätehersteller Grundig 1964 vor. Der Satellit 205, ein Einfachsuperempfänger im Kofferradioformat, war das erste Gerät aus der erfolgreichen Reihe von Weltempfängern aus dem Hause Grundig, die 1996 mit dem Satellit 700 ihren Abschluss fand.
Als einer der ersten Kurzwellenempfänger im
Kofferradioformat wurde der Grundig Satellit 205 als
Urahn einer grossen Familie von Satellit - Empfängern
1964 vorgestellt, zur gleichen Zeit wie die ersten
volltransistorisierten ebenfalls mit einem Trommeltuner
zur Bandspreizung ausgestatteten Zenith Trans-Oceanic aus
u.s.-amerikanischer Fertigung.
Blick ins Innenleben des Staellit 205 mit dem integrierten Netzteil TN12.Der Einfachsuper erlaubt den problemlosen Empfang der grossen internationalen Auslandsdienste, mit nur einer verfügbaren Bandbreite können nahe beieinanderliegende Stationen oft nicht genügend getrennt werden. Die Frequenz lässt sich in den gespreizten Rundfunkbändern auf 10 - 20 kHz genau einstellen, in den ungespreizten Bereichen lässt sich die gegenwärtig eingestellte Frequenz nur sehr grob abschätzen, zur Stationsidentifikation müssen Pausenzeichen und Frequenzansage der empfangenen Station herangezogen werden, die Wiederkehrgenauigkeit - eine einmal empfangene Station auf einer Frequenz später wiederzufinden - ist ungenügend. SSB-Empfang ist nur mit dem optional erhältlichen BFO-Zusatz mit Abstrichen bzgl. der Frequenzstabilität möglich.
Angesichts der Verhältnisse in der Mitte der 60er Jahre war der Satellit 205 ein ernstzunehmender tragbarer Weltempfänger mit guter Klangqualität, der den Weitempfang der stärkeren internationalen Stationen mittels Teleskopantenne auch auf Reisen möglich machte.
In kleiner Serie wurde der Satellit 205 Amateur hergestellt, bei dem mit dem Trommeltuner anstelle der internationalen Rundfunkbänder die Amateurfunkbänder eingestellt werden konnten.
Es können verschiedene Varianten unterschieden werden: An Exportversionen zum Export in englischsprachige Länder sind die Kurzwellenbereiche als "S5-S10" bezeichnet und die Stationsbezeichnungen nicht aufgeführt.
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© Martin Bösch 25.7.1999