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Elke Vesper
Witwer Eckhard Volpert ist ein solider Tischlermeister im Dresden von 1889. Der traditioneller Möbelherstellung verpflichtete Betrieb dient als Lebensgrundlage für Familie, Schreiner, Gesellen, Lehrlinge. Die 20-jährige Tochter Käthe Volpert scheint sich in den geregelten nahtlos einzupassen, jedenfalls bis sie den jungen Alexander Wolkenrath kennlernt. Ein Galan und wie sich bald einmal herausstellt ein Luftikus aus einer verarmten, ehemals reichen Familie. Trotz des Widerstandes des alten Volperts heiraten die beiden und stellen in rascher Reihenfolge vier Kinder auf – bis Käthe ihrem Mann immer gleichgültiger wird. Sie verleibt sich in den Gesellen Fritz, Käthe wird wieder schwanger mit einer Tochter. Wir begleiten die Leben der fünf Wolkenrath Kinder und der Familie, verwoben in die Geschichte der Zeit, der erste Weltkrieg, die Wirren in Deutschland danach, der kurze Frieden, der bereits vom nächsten Krieg überschattet wird.
Während den drei Brüdern und ihrem Vater der erfolgreiche Start in die neue Zeit nicht recht gelingen will, nehmen Käthe, Tante Lisbeth und die beiden Töchter Lisbeth und Stella, starke Frauen, die Geschicke der Familie in die Hand. Als sich Alexander mit dubiosen Geschäftspraktiken verschuldet organisiert Käthe die Flucht in die Grossstadt Hamburg, in der Hoffnung auf bessere Zeiten.
Peter Maibach (2011)
Buchinformation
Elke Vesper: Die Frauen der Wolkenraths
Fischer, Paperback, 493 Seiten
ISBN 978-3-569-17541-3