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Die Osteopathie existiert seit 1874 und Dr. A. T. Still D.O. gründete 1892 die “American School of Osteopathy” in Kirksville USA. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann Dr. William Garner Sutherland D.O., Schüler von Dr. Still, die osteopathischen Konzepte auf die Schädelsphäre anzuwenden.Osteopathen wie Rollin Becker D.O., Thomas Schooley D.O., Anne Wales D.O., Viola Frymann D.O., Harold Magoun D.O. etc. haben weitere wichtige Meilensteine (z.B. Biodynamik, Bioenergetik, Behandlung von Babys und Kleinkindern, Erweiterung der kranialen Osteopathie) in der Entwicklung der Osteopathie gesetzt.
In Australien und Neuseeland hatte die Osteopathie ihre Anfänge um 1912. Unter der Präsidentschaft von Theodore Roosevelt wurde 1942 die Osteopathie als Naturmedizin in den USA offiziell anerkannt.
Dank Dr. John Martin Littlejohn D.O., ebenfalls ein Schüler von Dr. Still, kam 1917 die Osteopathie nach Europa. Er gründete die British School of Osteopathy. In den 60er Jahren nahm die Osteopathie in Europa einen enormen Aufschwung. Die ersten Kurse in kranialer Osteopathie wurden 1965 in Paris gegeben
Die Osteopathie strebt das Ziel an, die gestörten Funktionen des Organismus wieder herzustellen, indem die Ursachen von Schmerzen und funktionellen Störungen aufgespürt und behandelt werden. Zu diesem Zweck beurteilt der Osteopath die Stellung, Mobilität und Qualität der Gewebe.
Die Osteopathie versteht sich als Ergänzung und Erweiterung der Schulmedizin. Der Mensch wird als Einheit betrachtet. Alle Strukturen und Systeme des Organismus werden behandelt, Dysfunktionen des Muskelskelett-Systems ebenso wie Probleme im viszeralen oder kranio-sakralen Bereich werden beseitigt.
Die Osteopathen arbeiten ausschließlich mit ihren Händen, die sie als Werkzeuge einsetzen, um Störungen und Einschränkungen in den verschiedenen Bereichen und Systemen des menschlichen Körpers aufzuspüren und zu behandeln.
Dr. Andrew Taylor Still D.O. entwickelte diese Medizin in den USA mit dem Ziel vor Augen, die Ursachen von Krankheiten und Dysfunktionen aufzuspüren. Er entdeckte zahlreiche Wechselbeziehungen zwischen dem Muskelskelett-System und der Dynamik der Organe.
Nach der klassischen Anamnese sichtet der Osteopath die zusätzlichen Unterlagen (Röntgenaufnahmen, Kernspintomographie, Laborbefunde, EKG, etc.) und fragt, ob der Patient bereits andere Behandlungen erhalten hat und sich noch in weiteren Behandlungen befindet.
Aus den gewonnenen Informationen entscheidet der Osteopath nun, ob er den Patienten zur weiteren Ausschlussdiagnose an einen Arzt verweist oder ob ein medizinischer Notfalls gänzlich ausgeschlossen ist und er mit der Behandlung beginnen kann.
Der Osteopath arbeitet Hand in Hand mit einem multidisziplinären Team zum Wohl und zur Sicherheit des Patienten.
Der Osteopath behandelt keine Krankheit sondern einen Menschen, der krank geworden ist. Er ist daran interessiert, die Ursachen von Schmerzen und Dysfunktionen aufzuspüren und nicht nur die Symptome zu behandeln. Dabei respektiert er den Menschen auf physischem, emotionalem und spirituellem Niveau.