Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/153179

<h2>SubmittedText<h2><p>1. Wie viele Teilnehmer sind seit dem Start des Methadon- und Heroinprogrammes suchtfrei?</p><p>2. Ist der Bundesrat der Meinung, dass diese niederschwelligen Angebote den erwünschten Erfolg gebracht haben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Es sind keine Aussagen zur Anzahl Personen, die dank der Einbindung in eine substitutionsgestützte Behandlung suchtfrei sind, möglich. Um solche Daten zu erhalten, müssten nämlich sämtliche Teilnehmenden in einer Nachbefragung kontaktiert und befragt werden, was aus Datenschutzgründen sehr problematisch ist. Eine solche schweizweite Studie wäre nicht zielführend und auch aus Kosten-Nutzen-Gründen kaum vertretbar.</p><p>2. Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit. Die primären Ziele einer substitutionsgestützten Behandlung sind denn auch Stabilisierung des Krankheitsverlaufs und Integration der Patientinnen und Patienten. Eine Abstinenz kann erst längerfristig in einem weiteren Schritt angestrebt werden. Somit sind die substitutionsgestützten Behandlungen, neben abstinenzorientierten Therapieangeboten, ein wichtiger Pfeiler der Drogentherapie. Dank diesen Angeboten konnten seit deren Lancierung in den Achtzigerjahren viele Personen weg von der Strasse in ein Behandlungssetting eingebunden werden. Im Zuge dessen konnte die soziale und berufliche Integration gefördert, konnten somatische und psychische Erkrankungen behandelt und konnte zudem die Beschaffungskriminalität gesenkt werden.</p><p>Dieses umfassende Behandlungsangebot für drogenabhängige Personen stellt eine wichtige Säule der schweizerischen Drogenpolitik dar. Sie wurde 2008 von Volk und Ständen mit grosser Mehrheit angenommen und findet auch international hohe Anerkennung.</p>