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Im Jahre 1711 wurde die „Villa Merian“ im Stile eines barocken Landschlösschens errichtet, im Stile des Frühklassizismus wurde sie im Jahre 1801 umgebaut. Zehn Jahre später erwarb Christoph Merian-Hoffmann das Gebäude, der Vater des Stifters Christoph Merian. 1824 erhielt Christoph Merian das Hofgut Brüglingen mit seinen 55 Hektaren als Hochzeitsgeschenk. Die Villa Merian, als Sommersitz genutzt, liess er in den Jahren 1858/59 im Stile des Second-Empire umbauen. Auch nach seinem Tode im Jahre 1858 wurde die Villa als Sommersitz der Witwe Margaretha Merian-Burckhardt genutzt. Nach ihrem Tode wurde daraus ein Erholungsheim für rekonvaleszente Frauen. Im Jahre 1967 fiel der Entschluss, die Villa und den dazugehörigen Park der Stadt Basel zur Schaffung eines Botanischen Gartens zu überlassen und 1978 - im Hinblick auf die Grün 80 - erfolgte der Ausbau des Café Merian. Im Untergeschoss wurden einige Abbrucharbeiten vorgenommen, um eine WC-Anlage des Cafés unterzubringen. Im weiteren erhält der vorher schlecht genutzte Gewölbekeller eine neue räumliche Qualität, die verschiedene öffentliche Nutzungen freilässt.
Im Erdgeschoss befinden sich die historisch bedeutsamen und luxuriösen Salons, sowie das Boudoir im Pariser Second-Empire-Stil. Die bemalten und stuckierten Decken mit vergoldeten Verzierungen, die bemalten Boiserien, die Decken- und Supraportenmedaillons sowie die Parkettböden wurden restauriert. Der abgebaute aber noch vorhandene klassizistische Turmofen im einen Salon, wurde wieder aufgestellt. Im Entrée, in der Gartenhalle und im raumunveränderten 1.Obergeschoss wurden die Boden-, Wand-, und Deckenflächen instandgestellt. Im Dachgeschoss wurden die bestehenden Wände und Einbauten abgebrochen. Das Dach wurde neu isoliert und neue Dachflächenfenster eingebaut. Es wurden drei Seminarräume eingebaut, die getrennt sind von einer zentralen Zone, die Erschliessung für eine WC- Anlage und Garderobe sowie für ein kleines Lager Platz bietet.