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Was für die USA die Oscars sind, ist für Europa der Europäische Filmpreis. Dieser wird immer im Dezember vergeben und soll die Filmschaffenden Europas würdigen. Der grosse Abräumer in diesem Jahr war das polnische Drama «Cold War – Der Breitengrad der Liebe».
Der Schwarz-Weiss-Film konnte den Preis in der wichtigsten Kategorie der Verleihung gewinnen und darf sich fortan mit dem Titel «Bester europäischer Film 2018» schmücken. Daneben gewann «Cold War» die begehrte Trophäe in allen wichtigen Kategorien, ausser einer – dem Preis für den besten Darsteller. Diesen sicherte sich das italienische Drama «Dogman». Insgesamt wurde «Cold War» mit vier Preisen gewürdigt:
Der Film ist ein musikalisches Liebesdrama vor dem Hintergrund der Nachkriegszeit der 1950er-Jahre. In der Geschichte geht es um den Pianisten Wiktor und die Sängerin Zula, die sich in Polen ineinander verlieben. Doch durch die politischen Unruhen dieser Zeit verlieren sich die beiden aus den Augen und treffen erst Jahre später in Frankreich wieder aufeinander.
Auch die Schweiz durfte sich Hoffnungen auf eine der Trophäen machen. Sie hatte den Film «Glücklich wie Lazzaro» koproduziert, welcher in vier Kategorien nominiert war, schlussendlich aber leer ausging.
Erstmals wurde auch ein Preis für die besten visuellen Effekte vergeben. Diesen konnte sich das schwedische Fantasy-Drama «Border» sichern. Der Film stammt vom Autor Ajvide Lindqvist, der bereits die Vorlage zu «So finster die Nacht» geliefert hatte. «Border» wird von Schweden als Oscar-Kandidat für die Kategorie «Bester fremdsprachiger Film» ins Rennen geschickt. (pls)
Bis in die 90er-Jahre war Zürich Treffpunkt für Heroinsüchtige aus ganz Europa. «Platzspitzbaby» erzählt eine Mutter-Tochter-Geschichte mitten aus der Drogenhölle. Jetzt kommt der Film in die Kinos – und ist absoluter Pflichtstoff.
32. Die farbigen Magnet-Zahlen prangen am Kühlschrank der heruntergekommenen Sozialwohnung irgendwo im Zürcher Oberland. Zigarettendunst hängt wie Nebelschwaden in der engen Küche, der Aschenbecher quillt über. Rauchen ist jetzt das Einzige, das hilft. Und Mia. Ohne ihre Tochter würde Sandrine das nicht schaffen. Seit 32 Tagen ist sie clean und die Magnet-Zahlen am Kühlschrank das Zeugnis ihres Entzugs.
Doch im Dorf trifft Sandrine auf ihren alten Junkie-Kumpel Serge und die Sucht hämmert sich …