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Etwas unscharf, aber glücklich: Ein Bildnis des Archivars aus früheren Tagen
Ein Archiv braucht es in Biel nicht, denn Nichts
darf archiviert werden. Früher einmal gab es Archiv nebst Archivar, doch seit der Archivar
Suizid beging nicht mehr. Der Archivar hatte sich zu eben jener Zeit umgebracht, in der der Schüss Konkurrenz gemacht wurde von der Zentralstraße. An den Archivar, der ein besonders kluger Mann war, der einzige, der je studiert hatte, hatte man nicht gedacht. Ihn hatten sie nicht geschnappt, in seinen Kopf hatten sie nicht reingegriffen, den Archivar hatten sie vergessen. So hatte der Archivar an seinem Fenster sitzen und alles
beobachten können, und er hat alles gesehen und alles notiert. Dies hier
, hat sich der Archivar gesagt, werde ich dokumentieren bis zum Letzten. Und obwohl um ihn herum geschossen und gemordet wurde, und obwohl Blut an seinem Gesicht herunterlief, hat er am offenen Fenster gesessen und geschrieben, hat die Chronik
jener Tage verfasst und nicht versucht zu fliehen, wie andere es getan hätten.
Am Ende des letzten Tages dann hatte der Archivar sein Werk erledigt. Er hatte alles gesehen, was geschehen war, und dies hatte er in ein goldenes Buch geschrieben, das er an einen sicheren Ort brachte. Dann nahm er seine Remington und schoss sich in den Kopf. Das glückte ihm zwar, aber tot war der Archivar da noch nicht. Ein kluger Kopf ist nicht unbedingt ein guter Schütze, und der Archivar hat noch einige Tage im Stadtarchiv gelegen, bevor ihn der Tod ereilte.