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Ursprünglich wurde Scrum in den 1990iger Jahren von Ken Schwaber und Jeff Sutherland entwickelt und zählt zu den bekanntesten Methoden des agilen Projektmanagements. Der Grundgedanke ist, dass komplexe Produkte oder Projekte aufgrund ihrer Komplexität nicht in vollem Umfang im Voraus planbar sind. Deshalb erfolgt die SCRUM-Vorgehensweise iterativ, d.h., schrittweise, in sich wiederholenden Runden, der exakten Lösung annähernd. Dies hat den Vorteil, dass der Fokus auf die Erbringung von konkreten Ergebnissen liegt.
Definition von Scrum:
Scrum ist „ein Rahmenwerk, mit dessen Hilfe Menschen komplexe adaptive Aufgabenstellungen angehen können, und durch das sie in die Lage versetzt werden, produktiv und kreativ Produkte mit dem höchstmöglichen Wert auszuliefern“. (Schwaber, K.; Sutherland, J.: Der Scrum Guide. Der gültige Leitfaden für Scrum, Juli 2016, Online: www.scrum.org, S. 3)
Scrum wurde ursprünglich für die Software-Entwicklung konzipiert und enthält adaptierte Elemente des Lean Managements, wie z.B. kurze, tägliche Abstimmungsrunden, Kanban, Pull-Prinzip, etc.
Scrum versteht sich als Rahmenwerk, innerhalb dessen weitere Prozesse, Methoden, Vorgehensweisen und Techniken verwendet werden können.
Gemäss der Scrum Definition ist Scrum (Ibid., S. 3):
Leichtgewichtig
einfach zu verstehen
schwierig zu meister
Umsetzung von Scrum:
Wie bereits bei der Einführung von z.B. Lean Management Konzepten ist das Verstehen der Konzepte eher einfach.
Der Schlüssel für eine erfolgreiche Einführung liegt in der UMSETZUNG, also darauf, WIE führe ich die Vorgehensweisen und Konzepte im Unternehmen ein, so dass möglichst alle Personen miteingebunden werden.
Eine erfolgreiche Einführung von Scrum benötigt neben dem Methodenwissen (Scrum, Lean Management, Kanban, etc.) auch das Know-How, wie ich Personen in diesen Veränderungsprozessen begleite. Deshalb benötigt es zusätzliche Qualifikationen in der Kommunikation (z.B. NLP), im (agilen) Change-Management, (agilen) Coaching sowie im (agilen) Leadership. Ich fasse diesen Methodenmix unter dem Begriff „agile Unternehmensführung 4.0“ zusammen.
Damit die Umsetzung in der Praxis funktioniert, gibt es einzuhaltende Richtlinien und definierte Rollen des „Scrum Teams“. Dazu zählt die Selbstorganisation, d.h., das Team „entscheidet selbst, wie sie ihre Arbeit am besten erledigen“ (ibid., S. 5). Innerhalb des Scrum Teams gibt es keine Hierarchien und die Zusammenstellung erfolgt interdisziplinär. Die Mitglieder des Scrum Teams sind der Product Owner, das Entwicklungsteam und der Scrum Master.
Für die methodische Unterstützung und die Einhaltung der Rollen und Richtlinien ist der „Scrum-Master“ zuständig.
Nutzen von Scrum:
Warum ist es gerade jetzt Zeit, auf agile Methoden umzusteigen?
Die digitale Transformation ist nicht mehr aufzuhalten. Zum einen nimmt die Komplexität des Umfeldes als auch der Aufgaben zu. Zum anderen soll immer schneller auf die Anforderungen des Marktes und der Stakeholder reagiert werden. Marktvorteil gewinnt meist das Unternehmen, das schnell auf die oft individualisierten Kundenwünsche reagiert. Und dies erfordert neue Methoden der Umsetzung, wie z.B. Scrum.
Ihr Nutzen:
Zeitersparnis: innerhalb sehr kurzer Zeit (2 – 4 Wochen) praktikable Ergebnisse
Flexible Produkt- und Projektplanung: Sollte während der Entwicklung festgestellt werden, dass sich z.B. die Marktgegebenheiten oder die Rahmenbedingungen sich geändert haben, so ist es innerhalb sehr kurzer Zeit möglich, die Produkte oder Prozessschritte den sich ergebenden Änderungen anzupassen.
Planbare und niedrige Projektkosten: auf Grund der kurzen Zykluszeiten
Konzentration auf das Wesentliche: «TUN», und zwar durch sehr kurze Projektzyklen und unbürokratische Abstimmungsrunden.
Steigerung der Projekt-Performance: durch permanenten Überblick und unbürokratischen Abstimmungen der am Prozess Beteiligten
Damit Scrum gelingt:
Für eine erfolgreiche Umsetzung und dauerhafte Integration in den Arbeitsalltag sind folgende Scrum Werte, die durch das Scrum Team gelebt werden, wesentlich: Selbstverpflichtung, Mut, Fokus, Offenheit und Respekt (Ibid., S. 4)
Damit kann der wesentlichste Wert in seine Entfaltung kommen, nämlich das Vertrauen zueinander.