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Die Australierin Tracey Hannah und der Franzose Loïc Bruni sind die Sieger des dritten UCI-Downhill-Weltcups im österreichischen Leogang. Hannah siegt vor Nina Hoffmann und Kate Weatherly. Camille Balanche ist als siebte erneut beste Schweizerin. Bruni gewinnt vor Greg Minnaar und Troy Brosnan. Der Schweizer Lutz Weber erreicht mit Rang 22. sein bestes Karriereergebnis.
Hannahs bedeutendster Sieg
Bei den Elite-Frauen nimmt die Neuseeländerin Kate Weatherly mit einem hervorragenden Lauf schon früh den Hot Seat ein. Marine Cabirou, eines der aufstrebenden französischen Talente, ist drauf und dran die Bestzeit der Neuseeländerin klar zu unterbieten. Sie stürzt aber kurz vor dem Ziel und vier knapp dahinter Vierte.
Die Deutsche Nina Hoffman, die bei der letzten Runde in Fort William ihren ersten Platz unter den Top-3 belegt hatte, ist dann die Erste, die Weatherlys Zeit knackt, und das mit fast sieben Sekunden deutlich.
Weltmeisterin Rachel Atherton stürzt weit oben auf der Strecke und liegt bei der ersten Zwischenzeit über 20 Sekunden zurück. Zwischenzeitlich auf Rang 22, kämpft sie sich dann noch bis auf Rang 14 vor.
Tracey Hannah, die Qualifikationsschnellste, ist trotzdem gefordert. Die Australierin legt unter den staubigen Bedingungen aber einen perfekten Lauf hin, und so wird sie mit ihrem ersten Sieg im Jahr 2019 belohnt.
«Ich habe drei Weltcup-Rennen gewonnen, aber bei keinem dieser war Rachel Atherton am Start. Gegen sie jetzt zu gewinnen, bedeutet mir dieser Weltcupsieg mehr als die anderen Siege zuvor.»
Im Lager der Schweizerinnen sticht Europameisterin Camille Balanche erneut hervor. Sie egalisiert mit Rang sieben ihr bestes Weltcup-Resultat und liegt nur knapp hinter den Top-5.
Emilie Siegenthaler hat ihre Unsicherheiten nach den ersten zwei von Stürzen geprägten Rennen überwunden und belegt den soliden achten Rang. Knapp dahinter und wieder auf dem neunten Platz klassiert sich Schweizermeisterin Carina Cappellari.
Tracey Hannah feiert in Leogang ihr bedeutendster Sieg. Foto © Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
Knapp am 22. Weltcup-Sieg vorbei
Im Eliterennen der Männer wird die schnellste Qualifikationszeit von Samstag schon unterboten. Greg Minnaar war am Samstag am schnellsten gefahren, so dass die grosse Frage war, ob er das in einen bemerkenswerten 22. Weltcup-Sieg umsetzen kann.
Der US-Amerikaner Charlie Harrison hält zunächst die Oberhand bis Weltmeister Loïc Bruni seine Zeit um mehr als drei Sekunden knackt. Bruni feiert im Zielbereich, erklärt aber schnell, dass er nicht dachte, dass das reichen würde. Er dachte, dass er zu viel Zeit auf dem schnellen Mittelabschnitt der Strecke gelassen hätte.
Der letzte Mann, der die Chance hat, den ersten Platz zu belegen, ist Minnaar. Der Südafrikaner ist am Ende der Strecke schneller, aber der Schaden richtet er oben an, so dass Bruni seinen zweiten Saisonsieg feiern kann.
«Ich hatte zu Beginn des Wochenendes Schwierigkeiten im oberen Teil, dann gestern im unteren Teil, also habe ich heute vielleicht irgendwie die Balance gefunden. Ich startete den Lauf ziemlich engagiert und konnte den Grip nicht wirklich spüren. Es war superhart, weil es sehr trocken war. Ich hielt mich einfach fest, abhängig von allem, was ich hatte – auf diesem Weg zählt jedes Detail – und es war genug.»
Nach Rang elf in der Qualifikation drehte Loic Bruni im Finale richtig auf. Foto © Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
Webers feiern ihren besten Weltcup-Resultate
Bereits in der Qualifikation legt Lutz Weber mit Rang 26 einen soliden Lauf hin. Auch Noel Niederberger, Basil Weber und Jérôme Caroli qualifizieren sich für das Finale am Sonntag.
Dort kann sich Lutz Weber gegenüber Samstag nochmals steigern, und so wird es der 22. Rang – sein bestes Resultat im Weltcup. Auch Noel Niederberger steigert sich gegenüber seinem Qualifikationslauf nochmals. Er belegt den 32. Platz. Dasselbe bei Basil Weber: Nach Platz 46 in der Qualifikation wird es im Rennen der 40. Rang – ebenfalls sein bestes Resultat im Weltcup.
Jérôme Caroli fährt auf den 55. Rang.
Es gibt nun eine Pause von ein paar Wochen, bevor die Weltcup-Saison in Vallnord, Andorra am 5. Juli mit Cross Country und Downhill wieder aufgenommen wird.