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Wer Schweizer Dreifarben-Kleinscheckenkaninchen züchtet, hat es mit Spalterbigkeit zu tun - ein faszinierendes Zusammenspiel verschiedener Farbfaktoren. Die Zucht von Dreifarbenschecken gilt als eine der grösseren Herausforderungen in der Welt der Kaninchenzucht. Der Lohn für das Meistern von etwas komplizierteren Erbgängen sind apart gefärbte Tiere, die den Betrachter in ihren Bann ziehen.
Schweizer Dreifarben-Kleinscheckenkaninchen tragen auf einer leuchtend-weissen Grundfarbe Zeichnungen in den Farben Orange und Schwarz zu gleichen Teilen. Die Schnauzenfärbung wird als Schmetterling bezeichnet, der aus den beiden "Flügeln" und einem "Dorn" gebildet wird. Über das Rückgrat läuft ein Aalstrich, unter diesem sich möglichst regelmässig angeordnete Seitentupfen befinden sollen. Ein perfektes Zusammenspiel aller gewünschten Elemente ist die Motivation und die Herausforderung des Kleinschecken-Züchters!
Dreifarben-Kleinschecken gibt es ausschliesslich im reinweissen Farbschlag mit orange-schwarzer Zeichnung. Die gewünschte Scheckenfärbung entsteht aus der Kombination von reinerbigen "Weisslingen" und reinerbigen "Vollfärbern" und ist somit mischerbig. Meistens werden die gewünschten Scheckentiere miteinander gepaart. Aufgrund der Mischerbigkeit, spaltet bei deren Nachkommen die Genetik auf und ergibt im Mittel 25% "Weisslinge", 25% "Vollfärber" sowie 50% den gewünschten Scheckentyp.
Die Dreifarben-Kleinschecke ist eine kleinere Rasse und wiegt idealerweise zwischen 2.7 und 3.1 kg.
Herkunft und Entwicklung
Die Dreifarben-Kleinscheckenkaninchen entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts. „Vater“ der Rasse war Anton Häberli aus Winterthur. Er hatte 1967 die Vision, ein Kaninchen zu züchten, das die gleichen Zeichnungsmerkmale wie die einer Englischen Schecke, jedoch eine Dreifarbigkeit aufweist. Dafür kreuzte er Englisch-Schecken mit Japanerkaninchen und verbesserte 10 Jahre lang die Zucht.
Am 23. April 1977 gründeten neun Züchter in Winterthur-Wülflingen den Rasseklub und erreichten 7 Jahre später, am 10. Mai 1984, die offizielle Anerkennung ihrer Rasse. Mit diesem Meilenstein wurde die Rasse als „Schweizer Eulach-Scheckenkaninchen“ in den Standard aufgenommen und somit offiziell anerkannt. Später wurde sie in Dreifarben-Kleinschecke umbenannt – ab 2011 wieder mit der Herkunftsbezeichnung Schweizer Dreifarben-Kleinschecke.
Nutzung
· Fleisch
· Fell
Zuchtziele
· Kleine Rasse mit guter Körperhaltung und schön geformtem Körperbau
· Rassetypische Tupfenzeichnung mit Mosaikfaktor
· Gesundheit und Widerstandsfähigkeit
(Rassebeschreibung von ProSpecieRara)