Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/819

Die Schweizer Meisterinnen Nicole Schwägli, Marisa Winkelhausen, Nadine Lehmann und Alina Pätz von Baden Regio sind mit diesen Erfolgen aus dem Startpensum optimal gestartet. Sie sind in der gleichen Spur wie vor zwei Jahren, als sie ebenfalls im Fernen Osten, in Sapporo, Weltmeisterinnen wurden.
Trotz der drei Siege haben die Schweizerinnen die Möglichkeit, sich zu steigern. Die Quote an gelungenen Versuchen war bisher fast durchs Band nicht befriedigend. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass sie noch gegen keines der auf dem Papier stärksten Teams gespielt haben. Also nicht gegen Kanada und nicht gegen Russland, Schweden und Schottland.
Im Match gegen die von der früheren Weltmeisterin Wang Bingyu angeführten Chinesinnen lagen die Schweizerinnen nach neun Ends 6:7 zurück. Aber am Ende sorgte Alina Pätz mit einem äusserst schwierig zu spielenden Doppel-Take-out für das Zweierhaus, das die Wende herbeiführte. Die Schweizerinnen hätten sich den nervenaufreibenden Schluss ersparen können, denn aus einer klaren Dominanz in der ersten Spielhälfte hatten sie eine 5:1-Führung herausgeholt. Selbst vor dem 9. End lagen sie noch zwei Punkte voran, bevor sie ein Dreierhaus einfingen und erstmals in Rückstand gerieten.
Einen sonderbaren Verlauf nahm der Match gegen die Däninnen, die Pätz' Team an der WM 2015 die einzige Niederlage in 13 Spielen zugefügt hatten. Die Däninnen begannen auch diesmal sehr gut. Aber ein fataler Fehlstein von Skip Lene Nielsen im 3. End ermöglichte den Schweizerinnen ein gestohlenes Viererhaus. Gleich anschliessend stahlen sie zwei weitere Punkte zur vorentscheidenden 7:2-Führung. Die Däninnen gingen gegen das Ende der Partie jedes Risiko ein. Dies führte zu einem weiteren Vierer für die Schweizerinnen, die nach acht Ends die Gratulationen entgegennehmen konnten.