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Der Ursprungsort von spontanem Nasenbluten liegt überwiegend im dichten Geflecht von kleinen Blutgefässen, die beidseits im vorderen Teil der Nasenscheidewand liegen, hier relativ exponiert sind und leicht platzen können. Bei Knochenbrüchen im Mittelgesicht werden immer auch Schleimhäute zerrissen so dass es aus der Nase und in den Rachenraum blutet.
Manche Allgemeinerkrankungen schädigen entweder die Blutgefässe der Nasenschleimhaut unmittelbar, oder sie setzen die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herab, was zum Bluten aus kleinsten Gefässlecks führt. Solche Krankheiten können neben Schnupfen, Erkältung und Grippe auch Hypertonie (Bluthochdruck), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Allergie (Heuschnupfen), Leukämie oder eine Blutgerinnungsstörung sein. An Letztere ist zu denken, wenn gleichzeitig mit dem Nasenbluten spontan Blutergüsse in der Haut auftreten.
Zahlreiche Medikamente vermindern die Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Damit verbunden ist die unerwünschte Folge, dass spontane Blutungen, auch Nasenbluten, begünstigt werden. Solche Medikamente finden unter anderem Einsatz zur Antikoagulation (beabsichtigte „Blutverdünnung“), wenn diese potentielle Nebenwirkung angesichts der Gesamtsituation in Kauf zu nehmen ist. Man setzt die Antikoagulation ein zur Prophylaxe von arteriellen oder venösen Thrombosen oder von Embolien z.B. bei arteriosklerotischen Durchblutungsstörungen (Arteriosklerose), nach Herzinfarkt, Gefässoperation (Bypassoperation) oder bei längerer Bettlägerigkeit.
Chemikalien, welche die Schleimhaut reizen (z.B. Chlor), sowie Veränderung des Hormonspiegels (z.B. in der Schwangerschaft) begünstigen Nasenbluten ebenfalls.
Hört das Nasenbluten nicht innerhalb einer halben Stunde auf, wiederholt es sich häufig oder beginnt es nach einem Unfall mit Schädelverletzung, sollte der Arzt nach lokalen oder allgemeinen Ursachen suchen.