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Der EurEau-Jahresbericht 2021 ist veröffentlicht. Im vergangenen Jahr haben wir viel bewegt: Trinkwasser, PFAS, Kunststoffe, Abwasser, Taxonomie und Innovation standen ganz oben auf der Agenda.
Verschmutzung durch Pestizide reduzieren
Die Verhinderung der Verschmutzung durch Pestizide trägt dazu bei, die Menschen und den Planeten zu schützen. Lesen Sie den EurEau-Meinungsbeitrag hier im Original. Die Kommission wird den Vorschlag für die Verordnung über die nachhaltige Verwendung von Pestiziden voraussichtlich am 22. Juni veröffentlichen.
Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser
Die Kommission ist dabei, dem Entwurf der überarbeiteten Richtlinie den letzten Schliff zu geben. Während die detaillierten Anforderungen noch unbekannt sind, können wir mit einem erheblichen zusätzlichen Investitionsbedarf rechnen. Die Richtlinie betrifft die Sammlung, Behandlung und Ableitung von kommunalem Abwasser sowie die Behandlung und Ableitung von Abwasser aus bestimmten Industriezweigen.
Landwirtschaft: Mitgliedstaaten blockieren zukunftssichere Regeln im Trilog
Die Trilog-Verhandlungen über die Verordnung über die Statistik des landwirtschaftlichen Inputs und Outputs bleiben schwierig. Wie das jüngste Arbeitsdokument der informellen Triloggespräche zwischen dem Rat, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament zeigt, können die Mitgliedstaaten jährliche Datenerhebungen für den Pestizideinsatz erst ab 2028 eingeschränkt akzeptieren. Dies bedeutet, dass Behörden und Trinkwasserversorger nicht in der Lage sein werden, diese Daten für das Risikomanagement der Trinkwasserversorgung zu nutzen.
EurEau hat ein von 76 Organisationen unterstütztes Schreiben unterzeichnet, in dem die Verhandlungsführer aufgefordert werden, eine ehrgeizige Verordnung zu unterstützen.
Umweltqualitätsrichtlinie: Legislativvorschlag zur Liste der Schadstoffe für 3. Quartal
Der Legislativvorschlag zur Richtlinie über Umweltqualitätsnormen und Grundwasserverschmutzung wird im September 2022 erwartet. Die Umweltqualitätsrichtlinie legt Umweltqualitätsnormen für das Vorhandensein bestimmter Stoffe oder Stoffgruppen in Oberflächengewässern fest, die aufgrund des erheblichen Risikos, das sie für oder durch die aquatische Umwelt darstellen, als prioritäre Schadstoffe eingestuft wurden.
Zero Pollution: Treffen der Interessenvertreter
Die Europäische Kommission veranstaltete am 24. Mai einen Workshop ihrer Zero Pollution Stakeholder-Platform mit dem Thema Zero Pollution Monitoring and Outlook. EurEau unterstützt Massnahmen zur Kontrolle an der Quelle und die Notwendigkeit, Schadstoffe im Wasser als Ganzes zu behandeln.
Detergenzien-Verordnung
Die Detergenzien-Verordnung legt spezifische Regeln für das Inverkehrbringen von Detergenzien auf dem EU-Markt fest. EurEau hat seine Position auf die öffentliche Konsultation eingereicht. Als Wasserdienstleister müssen die Betreiber mit den Rückständen von Detergenzien im Abwasser umgehen, bevor diese wieder in die Umwelt gelangen. Die Überarbeitung dieser Verordnung bietet die Möglichkeit, die Verwendung von Phosphor in industriellen Detergenzien und damit die Behandlung in der Kläranlage zu beschränken. Allerdings sollten die Umweltauswirkungen jeder vorgeschlagenen Ersatzchemikalie geprüft werden, um sicherzustellen, dass es sich nicht um einen gefährlichen oder einen persistenten und in der aquatischen Umwelt mobilen Stoff (PMT/vPvMT) handelt.
Umwelthaftung: Kommission überarbeitet Rechtsrahmen
Die Kommission überarbeitet die Umwelthaftungsrichtlinie mit dem Ziel, ihre Anwendung zu verbessern. Im Anschluss an eine Aufforderung zur Stellungnahme wurde bis zum 4. August eine öffentliche Konsultation eingeleitet. Die Richtlinie setzt das Verursacherprinzip für Umweltschäden oder unmittelbare Gefahren (auch für Gewässer) um, die durch eine Reihe von industriellen Tätigkeiten verursacht werden. Andere Tätigkeiten werden erfasst, wenn der Betreiber schuldhaft oder fahrlässig gehandelt hat.
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