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Arthur Jungo wurde am 14. Oktober 1942 als ältestes von fünf Kindern des Cäsar und der Serafine, geb. Huber, im Bürgerspital in Freiburg geboren. Er verlebte eine zwar arbeitsreiche, aber glückliche Kindheit in eher ärmlichen Verhältnissen. Sein erstes Lebensjahr verbrachte er im Weiler Rohr in Tafers. Später zog die Familie nach Rechthalten, dann für drei Jahre nach Obertswil in Tentlingen.
Arthur Jungo besuchte die Primarschule in Giffers und durchlebte als Musterschüler eine angenehme Schulzeit. 1952 zog die Familie nach St. Wolfgang, so dass er in Düdingen die restliche Schulzeit verbrachte. Um seine Familie finanziell zu unterstützen, absolvierte er eine dreijährige kaufmännische Berufslehre bei der landwirtschaftlichen Genossenschaft in Düdingen. Ein Jahr blieb er im Betrieb, dann arbeitete er achteinhalb Jahre bei der Maschinenfabrik Boschung AG in Schmitten.
Am 3. Juni 1962 lernte Arthur Anita Jungo, die grosse Liebe seines Lebens, kennen. Die Erzählungen über die fröhlichen Kiltgänge ins Moosholz in Rechthalten waren Inhalt abendfüllender Unterhaltungen. Im Juli 1967 traten Anita und Arthur vor den Traualtar. Fast zwei Jahre später erblickte Tochter Judith das Licht der Welt, weitere vier Kinder folgten: Matthias, Christian, Harald und Angelika.
Ab dem 1. Januar 1971 amtete er als erster Amtsvormund des Sensebezirks. In dieser Rolle leistete er Pionierarbeit. 1966 wurde er in den Gemeinderat Rechthalten gewählt, wo er für vier Jahre als Gemeinderat fungierte, dann als Vize-Ammann und zudem während elf Jahren als Gemeindeschreiber tätig war. Diese Tätigkeit verrichtete er bis zum Neubau des Gemeindehauses in der Privatwohnung, was für die Familie zeitweilig sehr belastend war. Umso mehr freuten sich die Familienmitglieder auf den sonntäglichen Ausflug.
Ein schmerzvoller Verlust für Arthur und die Familie Jungo war der Tod seines Bruders Erwin im September 1976. Er starb im Alter von 32 Jahren an einem Hirntumor.
Ab 1994 war Arthur Jungo zusätzlich Leiter des regionalen Sozialdienstes in Rechthalten. Er war allein zuständig für den Aufbau, die Organisation und die Leitung, was an seiner Substanz zehrte. 1968 wurde er zum Amtsrichter am Bezirksgericht in Tafers gewählt, eine Tätigkeit, die er gerne ausführte und auf die er sehr stolz war. Viel Herzblut steckte Arthur Jungo in die heutige Raiffeisenbank Ärgera-Galtera, wo er im Aufsichtsrat sass, diesen später leitete und bei der er während 37 Jahren den Verwaltungsrat präsidierte. Er nahm regelmässig an den Treffen des Kiwanis-Clubs Fryburg-Sense-See teil und schätzte die Kontakte aus seinem Militärdienst. Später wurde er Mitglied der Ehemaligen-Vereinigung des Inf Reg 1.
Eine weitere Leidenschaft war das Singen. Bereits mit 19 Jahren trat er dem Cäcilienverein von Düdingen bei. Ab 1964 war er Mitglied des Gemischten Chores von Rechthalten. Im Vorstand war er seit 1968 tätig, viele Jahre war er auch Präsident des Vereins. Für seine Vereinstreue erhielt er die bischöfliche Bene-Merenti-Medaille. Als Rentner ertönte seine Bass-Stimme auch beim Rentnerchörli. Im Herbst 2007 trat Arthur Jungo in den Ruhestand und hatte mehr Zeit für seine fünf Enkelkinder. Er pflegte zeitlebens einen guten Kontakt zu seinen Geschwistern, unternahm Spaziergänge, löste Kreuzworträtsel. Zu seiner Freude wurde er stolzer Grossvater von sechs weiteren Enkelkindern.
Ein Jahr nach der Pensionierung machten sich erste gesundheitliche Beschwerden bemerkbar. Die Folgen und Nebenwirkungen von therapeutischen Massnahmen waren schwerwiegend und seine Kräfte liessen nach. Nach einem kurzen Spitalaufenthalt erlöste ihn der Herrgott am 26. Juli 2012 von seinen Leiden und nahm ihn zu sich in die Ewigkeit auf. Eing.