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Claas baut seit 85 Jahren Mähdrescher
Vor 85 Jahren hat Claas den ersten, für europäische Ernteverhältnisse geeignete Mähdrescher gebaut.
14.01.2021
Die Geschichte der Claas-Mähdrescher begann in den 1930er-Jahren. Damals liefen in Nordamerika Mähdrescher seit einiger Zeit bereits in grösserer Zahl. Die US-amerikanischen Mähdrescher waren aber für die europäischen Ernteverhältnisse nicht geeignet. In Europa war man gegenüber der neuen Technik skeptisch. Viele, darunter auch die grossen Hersteller wie die Firma Lanz, waren vom «Direkt-auf-dem-Feld-Ernteverfahren» Mähdrescher einfach nicht zu überzeugen. Nicht aber die Gebrüder August, Bernhard, Franz Junior und Theo Claas aus Harsewinkel, die mit dem Strohbinder und dem Knoter bekannt wurden. Legendär ist die Reaktion von August Claas: «Wenn die anderen nicht wollen, dann machen wir das allein», sagte der Firmengründer.
So kam es, dass Claas mit Chefkonstrukteur Walter Gustav Brenner den ersten für europäische Ernteverhältnisse geeigneten Mähdrescher entwickelte. Zur Ernte 1936 wurde die Maschine mit der Maschinennummer 1 an den Gutsbetrieb Zschernitz in der Nähe von Halle (Saale) geliefert. Das war vor 85 Jahren.
Der Mäh-Dresch-Binder (MDB), wie der erste Mähdrescher von Claas hiess, mähte wie ein Bindemäher, drosch wie ein normaler Breitdrescher, band das Stroh wie ein Strohbinder, reinigte die Körner zweimal, entgrannte und trennte sie von der Spreu. Der MDB war die Geburtsstunde des Claas-Mähdreschers. Bereits 1939 lief der 100. Claas «MDB» auf die Felder. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang Claas mit dem gezogenen «Super» der Durchbruch im Mähdreschergeschäft und die Mähdrescher-Technik revolutionierte in der Folge die Getreideernte. Es folgte bei Claas mit dem «Hercules» der erste Selbstfahrer, dann viele andere wie der «Matador», der «Senator», der «Dominator» bis hin zum heutigen «Lexion».