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Mit den im Voranschlag vorgesehenen 0,4% der Lohnsumme für Lohnmassnahmen kann der aktuelle Pflegenotstand nicht bekämpft und die Arbeitsbedingungen nicht verbessert werden. Für die kantonalen Angestellten und die Lehrpersonen stehen zusätzlich 0,8% Rotationsgewinne und somit insgesamt dringend benötigte 1,2% der Lohnsumme für Lohnmassnahmen zur Verfügung. In der Pflege und in der Betreuung fallen jedoch kaum Rotationsgewinne an. Der VPOD wird sich im Grossen Rat daher vehement für mehr Mittel für die Pflege und Betreuung einsetzen.
Rotationsgewinne entstehen, wenn jüngere Mitarbeitende mit tieferen Löhnen bei Pensionierungen oder Stellenwechseln ältere Mitarbeitende ersetzen, die aufgrund ihrer Berufserfahrung in einer höheren Gehaltsstufe eingestuft sind. Bei einer angespannten Personalsituation, wie sie aktuell besteht, wird eine jüngere Person aber oft mit einer älteren ersetzt, so dass keine Rotationsgewinne anfallen. Sie sind zudem in den Institutionen der Langzeitpflege und Betreuung kaum vorhanden, weil es sich oft um kleinere Betriebe handelt und die Löhne allgemein in den letzten Jahren kaum angehoben werden konnten.
Entsetzt ist der VPOD über den kurzsichtigen Auftrag der bürgerlichen Mehrheit der Finanzkommission, einen ausgeglichenen Voranschlag zu verlangen. Der damit verknüpfte Abbau in der Höhe von über 50 Millionen Franken ist inakzeptabel. Einsparungen in der Höhe des Defizits bedeuten Abbau von Leistungen im Service public. Leidtragend wären die Bevölkerung des Kantons Bern, SchülerInnen, Auszubildende und Studierende, ebenso wie die Mitarbeitenden der Verwaltung, Lehrpersonen und das Personal im Gesundheits- und Sozialbereich. Der VPOD als Gewerkschaft der Mitarbeitenden des Service public wird sämtliche Abbau-Vorschläge entschieden bekämpfen.