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Die reformierte Kirche von Reitnau steht knapp 60 Meter über dem Tal zusammen mit Pfarrhaus und Friedhof im Oberdorf in einer engen Schlaufe der Ortsverbindungsstrasse nach Zofingen. Der Bau ist nach Osten ausgerichtet, wie die meisten Kirchen der früheren Zeit. Schiff und Chor liegen unter einem durchgehenden Satteldach und weisen im Verputz keine Wandgliederung auf.
Im Jahr 1900 ist auf der Westseite ein neuromanischer Turm an das Kirchenschiff angebaut worden, der stilistisch sowie durch seine Grösse und Anordnung das schlichte, aber stimmige kubische Gepräge der spätgotischen Kirche deutlich beeinträchtigt.
Die Reitnauer Kirche verfügt über zwei Zugänge, einen von Westen her (Pfarrhaus) sowie den zweiten, welcher von Norden her durch das Erdgeschoss des Turmes führt. 1900 wurde das bestehende Vorzeichen des Nordzuganges abgetragen und der Westzugang mit einem schlichten abgewalmten Vorbau versehen.
Nördlicher (Haupt-)Zugang zur Kirche durch den Turm
An der westseitigen
Wand befindet sich seit 1858 eine Sonnenuhr.
Sonnenuhr aus dem Jahr 1858 (erneuert 1973), rechts davon eines der typischen spätgotischen Stichbogenfenster