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Marlena lebt in einem verschlafenen Nest in Polen. Sie ist Mitte zwanzig und – zum Kummer ihrer Mutter – unverheiratet. Drei Männern begegnet Marlena, die jeder auf seine Weise ihrem Leben eine entscheidende Richtungsänderung geben. Ihr Weg führt sie aus dem Dorf nach Warschau, über eine Heiratsvermittlung in die Niederlande zu einem Bauern, Jahre später zurück nach Polen. Die preisgekrönte Dramatikerin Lot Vekemans, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, erzählt in ihrem ersten Roman aus drei Perspektiven über das Verlangen, seinem Leben eine Richtung zu geben, und über die unvorhersehbaren Folgen, die es hat, wenn man es wirklich wagt. «Ein grandios-seltsamer Roman» (Literatur SPIEGEL). «Eine wunderbare Erzählerin.» (NZZ)
Lot Vekemans (*1965 in Oss, Niederlande) studierte Geographie, später an der Schriftsteller-Akademie Colofon in Amsterdam. Ihre Theaterstücke sind in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und wurden vielfach preisgekrönt. Ihr Stück «Gift» feiert derzeit in Deutschland Triumphe.
Mit der Unterstützung des Nederlands Letterenfonds.
Was ist Glück? Diese weltumspannende Sinnfrage zieht sich durch Jaqueline Mosers neuen Roman. Entlang der kleinsten, subversiven Aktivitäten, aber auch den grossen Brüchen, die das Leben bereithält, folgen wir Ella, einer bildenden Künstlerin und ihrem Sohn Milo. Nach einem epileptischen Anfall, der sie in den Grundfesten erschüttert, trennt sich Ella von ihrem Ehemann und zieht überstürzt aus dem Einfamilienhaus aus und in eine nahe gelegene grosse Wohnüberbauung. Schicht um Schicht, einer Zwiebel gleich, entledigt sich Ella ihres Lebens; eine Sammlung aus Notaten fügt sich zu einer Geschichte um Erinnerungen und Träume.
Jacqueline Moser (*1965 in Basel) reiste als junge Erwachsene längere Zeit durch Westafrika und Asien. Ihre Vorfahren lebten über Generationen in einer Schweizer Kolonie, in einem Dorf in Bessarabien (das zu Südrussland, später zu Rumänien und der UdSSR gehörte und heute in der Ukraine liegt), bis die Familie in den 40er Jahren nach langjährigen Umwegen zurück in die Schweiz floh. Zuletzt erschien von Jacqueline Moser «Lose Tage» (2008).
Michelle Steinbecks skurril-poetischer Debütroman «Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch» (Lenos, 2016) über die fantastische Reise von Loribeth ist für den Schweizer Buchpreis nominiert. Zusammen mit Lektorat Literatur fühlen wir Michelle Steinbeck und ihren Texten – nicht nur dem nominierten – in einem buchstäblichen Werkstattgespräch auf den Zahn: Wie ist der Text entstanden? Was passiert mit einem Text, bis er zwischen zwei Buchdeckel gebannt ist?
Michelle Steinbeck (*1990) studierte Literarisches Schreiben in Biel und lebt in Basel und Zürich. Sie ist Redaktorin der Fabrikzeitung, Veranstalterin und Mitglied von Babelsprech, junge deutschsprachige Lyrik und veröffentlichte Prosa, Lyrik und Szenen in Sammelbänden, Heften, im Rundfunk und auf Theaterbühnen.
Marc Lachat (Oboe), Rossana Rosiglioni (Klarinette), Mátyás Bartha (Violine), Yi-Fang Huang (Violine), Maria Wolff Schabenberger (Viola), Payam Taghadossi (Violoncello) Michael Sandronov (Kontrabass) spielen das Quintett g-Moll für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass op. 39 von Sergei Prokofjew und das 8. Streichquartett c-Moll op. 110 von Dmitri Schostakowitsch.
Entdecken Sie eine Neuheit im Basler Kulturleben: Mitglieder des Sinfonieorchester Basel spielen Kammermusik im Literaturhaus Basel, renommierte Autorinnen und Autoren präsentieren ihre persönliche Sicht auf die Komponisten und ihre Zeit.
Weitere Daten:
Dienstag, 20. September 2016 mit Peter von Matt
Dienstag, 9. Mai 2017 mit Felicitas Hoppe
Einzeleintritt: CHF 30.- / 20.-, Abonnement für alle drei Konzerte: CHF 75.- / 50.-
Ein Kooperation mit dem Sinfonieorchester Basel
Der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2015 legt einen neuen Roman vor: Ein Schriftsteller hat über die grosse Liebe seiner Jugend geschrieben. Nach einer Lesung steht eine Frau vor ihm, die er nicht erkennt. Aber sie ist es – seine Romanfigur. Aus dem jungen Mädchen von damals ist ganz offensichtlich eine interessante, auch anziehende, aber verheiratete Frau geworden. Die Situation wird etwas komisch: Man setzt sich zusammen, trinkt ein Glas Wein, redet über französische Liebesromane, fragt sich, was man von der Liebe erwartet, wenn man älter geworden ist, Juttas Mann sitzt im Nebenzimmer – wie soll das alles enden? Ein Liebesroman ganz eigener Art, tiefgründig, überraschend, witzig.
Navid Kermani (*1967 in Siegen) erhielt für sein literarisches und essayistisches Werk zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Kleist-Preis. Zuletzt erschienen von ihm «Dein Name» (2011), «Grosse Liebe» (2014) und «Ungläubiges Staunen. Über das Christentum» (2015). Der promovierte Orientalist lebt als Schriftsteller in Köln.
Veranstaltung ausser Haus!
Hotel EDEN im Park, Rheinfelden
Ein Buch über das Leben: Was macht die Zeit mit uns? Und was machen wir aus ihr? Rüdiger Safranski ermutigt uns, den Reichtum der Zeiterfahrung zurückzugewinnen. Jenseits der Uhren, die uns ein ob jektives Zeitmass vorgaukeln, erleben wir die Zeit ganz anders: in der Langeweile, bei der Hingabe, bei den Sorgen, beim Blick auf das Ende. Facettenreich beschreibt Safranski das Spannungsfeld zwischen Vergehen und Beharren und ermuntert uns, aufmerksam mit diesem wertvollen Gut umzugehen.
Rüdiger Safranski (*1945) ist Philosoph und vielfach preisgekrönter Autor u.a. von grossen Biographien über Goethe, E. T. A. Hoffmann, Heidegger, Nietzsche, Schiller, von Büchern über die menschlichen Grundfragen, u.a. über das Böse und die Wahrheit.
In Kooperation mit der Klinik Schützen in Rheinfelden
Die erfolgreichsten Sprachsprösslinge zu Gast: Im reisenden Literaturwettbewerb TREIBHAUS kürt die Zeitschrift «Literarischer Monat» die besten Texte brandneuer Schreibtalente. Die aktuelle Runde gilt der Prosa: Gemeinsam mit der Live-Jury –bestehend aus Liliane Studer, Miriam Hefti und Gast Martin R. Dean – bestimmt das Publikum die beste (Kurz-)Geschichte und damit den Gewinner oder die Gewinnerin. Anschliessend feiern wir mit einem Apéro.
Eine Kooperation mit dem Literarischen Monat.
Sasa Stanisics Erzählungen sind reich an «verspielter Komik, Traurigkeit und brillanten Sätzen» (Zeit Online): Ein alter Mann hat eine Leidenschaft für die Magie, er bittet um Ruhe für die Grosse Illusion. Aber die Gemeinde trinkt Kaffee und hält nicht still. Ein geheimnisvoller Mann taucht im Dorf auf, er behauptet, Fallen herstellen zu können für jeden Zweck, nicht nur für Tiere. Dies sind Geschichten über Menschen, die Fallen stellen, Menschen, die sich locken lassen, Menschen die sich befreien – im Krieg und im Spiel, mit Trug und Tricks und Mut und Witz. «Ein genialer Erzählungsband. Von dem wird man lange reden.» (3Sat) «Ein hochtalentierter, leidenschaftlicher Erzähler.» (taz)
Sasa Stanisic (*1978 in Visegrad in Bosnien-Herzegowina) lebt seit 1992 in Deutschland. Sein Debutroman «Wie der Soldat das Grammofon repariert» wurde in 31 Sprachen übersetzt. «Vor dem Fest» ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem renommierten Alfred-Döblin-Preis sowie dem Preis der Leipziger Buchmesse 2014. Sasa Stanisic lebt und arbeitet in Hamburg.
Furios, gewaltig, universell: Raoul Schrotts Buch ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem heutigen Wissen über die Welt. Vom Urknall über die Entstehung des Planeten bis hin zu uns unternimmt es den grossen Versuch, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse literarisch umzusetzen und sie an einzelnen Lebensgeschichten anschaulich zu machen. In wechselnden poetischen Formen ergibt sich ein breites erzählerisches Panorama. In einem zweiten Teil fasst Raoul Schrott in Sachbuchform unseren heutigen Wissensstand zusammen. Dichtung und Wissenschaft verknüpfend, wagt er sich daran, ein modernes Gegenstück zu Alexander von Humboldts «Kosmos» zu entwerfen. Neugieriger und schöner lässt sich die Erde kaum erkunden.
Raoul Schrott (*1964), erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis. Bei Hanser erschienen zuletzt u.a. Homers Heimat (2008) und seine Übertragung der Ilias (2008), Gehirn und Gedicht (2011, gemeinsam mit dem Hirnforscher Arthur Jacobs), die Erzählung Das schweigende Kind (2012), die Übersetzung von Hesiods Theogonie (2014) sowie der Gedichtband Die Kunst an nichts zu glauben (2015). Im Herbst 2016 erscheint bei Hanser sein neues Buch Erste Erde, das über mehrere Jahre hinweg von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wurde.
Veranstaltung ausser Haus! Volkshaus Basel, Rebgasse 12-14, Unionsaal
Abendkasse: ab 18.30 Uhr
Türöffnung: 19.00 Uhr
Lesung auf Deutsch, Kommentar auf Englisch.
Die letzte Veranstaltung vor der Weihnachtspause in der Reihe Reihe «Übers Weisse Meer» ist eine Spezialausgabe, die dem Libanon gewidmet ist: Die Autorin Iman Humaidan, die zurzeit als Writer in Residence des Literaturhauses Basel und des Atelier Mondial in Basel lebt und arbeitet, stellt libanesische Autorinnen aus verschiedenen Generationen vor. Thomas Sarbacher liest Texte von Alawiyya Sobh (1955 in Beirut ), Hanan Al Shaykh (1945 in Beirut), Emily Nassrallah (1931 in Kfeir) und Iman Humaidan (*1956 in Ain Anub).
«Was ich liebe - und was nicht» ist ein Buch über die literarische Lebenskunst Hanns-Josef Ortheils - und es ist zugleich weit mehr: ein Buch über die Kunst, ein Leben zu führen. Ortheil erzählt von seinen Lebensthemen. Entlang zentraler Stichworte wie Wohnen, Reisen, Essen und Trinken, Film, Jahreszeiten oder Musik geht er den vielfältigen Facetten einer literarischen Lebenskunst auf den Grund, die so etwas wie die Basis für seine Werke bildet. Warum hasst er Frühstückbüffets, und warum hört er beim Schreiben ausschliesslich Klaviermusik aus den Zeiten vor 1750? Wieso gefällt ihm eine spröde TV-Sendung wie das »Alpenpanorama«, und warum wird er wohl nie nach Japan reisen, vielleicht aber einmal ein Buch über Japan schreiben?
Hanns-Josef Ortheil (*1951 in Köln) ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Er erhielt zahlreiche Auszeichnung, u.a. den Thomas-Mann-Pries. Seine Romane wurden in über 20 Sprachen übersetzt.
Vor langer Zeit gab es nur einen Weihnachtsmann. Weil es aber immer mehr Kinder gab, wurde er mit dem Geschenkeverteilen nicht mehr fertig. Aber der Weihnachtsmann fand eine Lösung – und deshalb kann man heute keinen Weihnachtsmann sehen.
Für Kinder ab 5 Jahren und Familien. Mit Gratis-Zvieri. Türöffnung: 15.15 Uhr. Platzzahl beschränkt. Anmeldung dringend erforderlich unter www.lesen.bs.ch oder 061 267 62 95 (Telefonbeantworter)
Marc Lachat (Oboe), David Seghezzo (Oboe), Samuel Retaillaud (Englischhorn), Annemarie Kappus (Violine), Hannes Bärtschi (Viola), Phoebe Lin (Violoncello) spielen das Bläsertrio op. 87 und das Streichtrio c-Moll op. 9, Nr. 3 von Ludwig van Beethoven.
Entdecken Sie eine Neuheit im Basler Kulturleben: Mitglieder des Sinfonieorchester Basel spielen Kammermusik im Literaturhaus Basel, renommierte Autorinnen und Autoren präsentieren ihre persönliche Sicht auf die Komponisten und ihre Zeit.
Weitere Daten:
Dienstag, 20. September 2016 mit Peter von Matt
Dienstag, 22. November 2016 mit Michail Schischkin
Einzeleintritt: CHF 30.- / 20.-, Abonement für alle drei Konzerte: CHF 75.- / 50.-
Ein Kooperation mit dem Sinfonieorchester Basel