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Am 28. Januar 1930 erblickte Othmar Brülhart als Sohn des Albin und der Regine Brülhart-Brülhart das Licht der Welt im Obermühletal, wo er mit seinen beiden Brüdern eine unbeschwerte Jugend verlebte. Nach seiner Schulzeit trat er eine Stelle bei der Firma Reichenbach in Flamatt an, bei der er elf Jahre als Maler und Emailleur im Dienst stand. Dann wechselte er zu Garbani nach Bern, wo er während 38 Jahren bis zur Pensionierung als Abteilungsleiter tätig war.
In Flamatt lernte er seine Frau Philomene Stadelmann aus Tafers kennen, die er 1955 vor den Traualtar führte. Dem Paar wurden ein Sohn und eine Tochter geschenkt. Drei Jahre wohnte die Familie im «Chalet» an der heutigen F.-X.-Müller-Strasse. Als sich das zweite Kind anmeldete, zog sie in den ersten Block um, der in Schmitten gebaut wurde – den «Tröller-Block» im Unterdorf. 15 glückliche Jahre lebten sie dort, und Othmar Brülhart sorgte für seine Familie. Wenn seine Frau als Serviertochter einen finanziellen Zustupf verdiente, hütete und behütete er die beiden Kinder.
Als Gründungsmitglied des FC Schmitten war er leidenschaftlicher Goalie in der 1. Mannschaft und spielte auch beim FC Düdingen. Während mehr als 50 Jahren war er treues Mitglied des Cäcilienvereins und stolzer Träger der päpstlichen Verdienstmedaille Bene Merenti. 1973 erfüllte sich die Familie den Traum vom Eigenheim. Viele schöne, unbeschwerte und unvergessliche Jahre zogen ins Land. Mit den beiden Grosskindern, die oft zu Besuch waren, war sein kleines Glück vollkommen. Obwohl er am liebsten Zuhause war, konnte er ein paar Mal zum Reisen überredet werden. Das Ehepaar fuhr nach Rom und in weitere Länder in Europa sowie nach Amerika. Seine Liebe gehörte aber den Schweizer Bergen.
Ein Jahr nach der Pensionierung erlitt er eine Hirnblutung. Nach drei Monaten Rehabilitation durfte er wieder nach Hause, wo er sich recht gut erholte. Doch bald folgte ein Rückfall, von dem er sich nie mehr richtig erholte. Das Gehen fiel ihm immer schwerer. Jahrelang gab ihm seine Ehefrau Halt und die beiden gingen wortwörtlich «Hand in Hand durchs Leben». Dank dieser liebevollen Hingabe konnte sein Wunsch, zuhause zu bleiben, erfüllt werden. Trotzdem musste er sich mehrfach hospitalisieren lassen. Er kämpfte tapfer, ohne gross zu klagen. In den letzten beiden Jahren war er zweimal die Woche Gast im Tagesheim St. Wolfgang. Von seinem Aufenthalt am Mittwoch, 19. Januar 2011, kehrte er nicht mehr heim. Eine Spitaleinweisung wurde nötig. Er verstarb noch am selben Abend im Beisein seiner Angehörigen. Sie werden ihn, sein Lächeln und seine Fürsorge vermissen. Eing.