Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/2412

2015 haben 195 Staaten die Übereinkunft von Paris getroffen, um die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Würde dieses Ziel eingehalten werden, könnten Millionen Menschenleben gerettet werden. Dies geht aus einer Untersuchung des University College London hervor.
Untersucht wurde die Situation in den neun Ländern, die 50 Prozent der Weltbevölkerung beheimaten. Dazu gehören neben China, Indien, den USA, Indonesien, Nigeria, Brasilien und Südafrika auch Deutschland und Grossbritannien. Das Ergebnis: Eine Reduzierung der Abgase, ein Wechsel in der Landwirtschaft von Fleisch- zu mehr Pflanzenproduktion und Verkehrskonzepte mit mehr körperlicher Bewegung könnten Millionen Menschen vor einem vorzeitigen Tod bewahren.
Konkret könnten in den neun ausgewählten Ländern 1,6 Millionen Menschen länger leben, wenn die Luftverschmutzung entsprechend des Pariser Klimaabkommens reduziert würde. Eine bessere, weil weniger rotes Fleisch beinhaltende Ernährung könnte das Leben von 6,4 Millionen Menschen verlängern. Würde sich die Menschheit ausserdem etwas mehr bewegen – pro Woche 210 Minuten zu Fuss und 180 Minuten mit dem Fahrrad – könnten 2,1 Millionen vorzeitige Todesfälle vermieden werden.
Die Studie zeigt, dass mit dem Pariser Klimaabkommen nicht nur die Natur gerettet werden kann. Auch die Lebensdauer und -qualität von Millionen Menschen liesse sich mit der Einhaltung der Ziele verbessern.