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- Die Amerikanerin Kate Courtney löst Jolanda Neff als Weltmeisterin im Cross-Country ab. Die Ostschweizerin verliert 2:13 Minuten und verpasst auf Platz 4 auch eine Medaille.
- Die weiteren Podestplätze hinter Courtney sichern sich die Dänin Annika Langvad und die Kanadierin Emily Batty. Auf das Podest fehlen Neff 15 Sekunden.
- Linda Indergand belegt als zweitbeste Schweizerin Platz 13.
Dass Neff an der Heim-WM womöglich nicht reüssieren würde, zeichnete sich bereits zu Beginn ab. In die erste Abfahrt nach dem Startaufstieg ging sie nicht wie angestrebt als Führende, sondern lediglich als Achte.
Der Rückstand auf die Führende Annika Langvad betrug bereits nach der 1. Runde 46 Sekunden und vergrösserte sich in der Folge kontinuierlich. Vor allem in den Aufstiegen kam die Ostschweizerin nicht auf Touren und musste zusammen mit Gunn-Rita Dahle lange um den Anschluss kämpfen.
Neffs Dominanz wie weggeblasen
Während die junge Amerikanerin Kate Courtney auf dem technisch anspruchsvollen Kurs aufdrehen und zu Langvad aufschliessen konnte, blieb Neff im Hintertreffen. Dies, nachdem sie vor zwei Wochen beim Weltcup-Finale im französischen La Bresse noch dominant aufgetreten war.
«Ich hatte letzte Woche noch einen Sturz und konnte deshalb nicht voll trainieren», setzte Neff nach dem Rennen zu einer Erklärung an. Einige kleinere Dinge seien zusammengekommen. «Man muss einfach auf 100 Prozent sein, um alles geben zu können.»
Der 4. Platz ist für die 25-Jährige, die im Vorfeld die ihr zugewiesene Favoritenrolle annahm, eine klare Enttäuschung. Zwar konnte sie den Rückstand auf die drittplatzierte Kanadierin Emily Batty noch verringern, am Schluss fehlten aber 15 Sekunden auf Bronze.
Dramatik auf der Schlussrunde
Langvad, die auf dem Weg zu einem Start-Ziel-Sieg war, verspielte die Goldmedaille in der letzten Runde mit einem technischen Fehler, sie musste kurz von ihrem Bike absteigen. Die erst 23-jährige Courtney nutzte ihre Chance und feierte in ihrer ersten Saison bei der Elite überraschend den Weltmeistertitel.
Indergand rehabilitiert sich
Angefeuert von den vielen Zuschauern am Streckenrand gelang Linda Indergand ein solides Rennen. Mit dem 13. Platz und 5:13 Minuten Rückstand war sie hinter Neff die zweitbeste Schweizerin.
Die weiteren Schweizerinnen:
- 23. Ramona Forchini, + 8:38 Minuten
- 28. Kathrin Stirnemann, + 12:14
- Andrea Waldis, Aufgabe
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 08.09.2018, 12:10 Uhr