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Monthey–Champéry–Morgins
|Kürzel||MCM|
|Bahntyp||Gemischte Zahnradbahn|
|Betriebseröffnung||1908-02-01|
|Mutiert||Ab 1946-01-01 Aigle–Ollon–Monthey–Champéry|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1908 eröffnete und von Anfang an elektrisch (Gleichstrom) betriebene MCM war Eigentum einer Aktiengesellschaft. Die Bahn selbst führte nur von Monthey nach Champéry. Die Erschliessung von Morgins besorgte ein Pferde- beziehungsweise später ein Autokurs. 3.7 Kilometer der Strecke der MCM wurden mit Zahnstange befahren (System Strub, Maximalsteigung 135 Promille).
Die touristisch ausgerichtete Bahn hatte von Anfang an schwere finanzielle Probleme. Der Anteil der Fremdgelder einschliesslich der schwebenden Schulden am Anlagekapital war hoch, was sich entsprechend auf die Zinslast auswirkte. Die Betriebsergebnisse reichten bei Weitem nicht aus, um die Zinspflichten zu decken. Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 wurde die Lage existenzbedrohend. Von 1913 bis 1915 halbierten sich die Transporteinnahmen. Die Passivsaldi und schwebenden Schulden stiegen Jahr für Jahr an. Völlig unklar ist in diesem Zusammenhang, wie die Reservenbildung der MCM ab 1913 zustande gekommen sein soll. Einzahlungen in Fonds wies die Statistik weder 1913 noch 1914 aus. 1919 schliesslich war die MCM zahlungsunfähig und ihre Bilanz musste grundlegend saniert werden, unter anderem durch einen Schulden- und Zinserlass von über 800'000 Franken. Die in der Statistik aufgeführten Zinsdienste wurden folglich nicht oder bestenfalls partiell geleistet. Die Aktionäre verloren fast ihr gesamtes Kapital, indem dieses als Entschädigung in Form neuer Aktien den Obligationären und Korrentgläubigern (schwebende Schulden) zugeteilt wurde. Das restliche freigesetzte Kapital von 704'000 Franken wurde für Abschreibungen vom Baukonto und zur Bildung von Reserven verwendet. Die Probleme der MC blieben jedoch bestehen und verschärften sich insbesondere in den 1930er-Jahren wieder.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: