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Finanzielle Schwierigkeiten zwangen das Bauerndorf Bümpliz 1919 zur Fusion mit der Stadt Bern. Der Kanton verfügte damals den Zusammenschluss. Dieses Jahr feiern Bümpliz und Bern das Jubiläum. Der Schriftsteller und oft als «Philosoph von Bümpliz» titulierte Carl Albert Loosli (1877-1959) war damals gespalten, was den Zusammenschluss anging.
Zum Jubiläum erstellten zwei Filmautoren einen Film über Loosli und seine Beziehung zur seiner Wohngemeinde Bümpliz. «Wie viele andere auch, befürchtete er die Entwicklung, die dem Bauerndorf mit der Eingemeindung bevorstand – also die Verstädterung und die Anonymisierung», sagt einer der Autoren, Werner Wüthrich.
Blick in die Zukunft
Loosli hatte die Eingemeindung aber schon lange vorausgesagt, er hatte sie sogar vorgeschlagen. «Er wusste, dass es keinen anderen Weg gibt und sich die Zeiten sowieso ändern werden», sagt Wüthrich. Bümpliz konnte als Bauerndorf vor den Toren der Stadt Bern nicht überleben – zu gross waren die finanziellen Probleme, da viele Bewohner nach Bern arbeiten gingen und dort Steuern zahlten.
Werner Wüthrich
Der Schriftsteller ist 72 Jahre alt, er gehört der Carl-Albert-Loosli Gesellschaft an. Den Film «Bümpliz und die Welt» über C.A. Loosli hat er zusammen mit Martin Dreier realisiert.
Loosli sei ein Visionär gewesen, sagt Werner Wüthrich. Er habe das Ende des Bankgeheimnisses oder den Bau der Tramlinie nach Bümpliz kommen sehen. Oder auch, dass eines Tages alle Leute ein eigenes Telefon in der Tasche herumtragen werden. «Er beobachtete seine Umgebung sehr aufmerksam und war neugierig.»