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Region des Salzgürtels
Florence unterstützt die Gemeinschaften der Region des “Salzgürtels” in Kenya im Kampf für deren Rechte auf das Bodeneigentum. Sie ist 26 Jahre alt und arbeitet für Malindi Rights Forum (MRF), ein Partner von ActionAid Kenya, um den Gemeinschaften zu helfen, ihre Rechte, die Gesetze über das Bodeneigentum und den Umweltschutz zu verstehen.
Florence ist persönlich von der Tätigkeit der Salzgewinnungsgesellschaften betroffen, dort wo 2.400 Einwohner der Dörfer von Garithe, wo sie aufgewachsen ist, den Rechtsweg beschritten haben, um für ihre Rechte zu kämpfen, damit sie weiterhin auf fast 800 Hektaren Land, die sie für Generationen angebaut haben, leben und arbeiten können.
“Ich arbeite für den Schutz der Menschenrechte. Während wir weiterhin den Menschen lehren und sie dazu inspirieren, ihre Rechte zu verteidigen, leidet meine Gemeinschaft und mein Dorf unter den Missbräuchen der Gewinnungsbetriebe” sagt sie. "Trotzdem hoffe ich, dass dank der Zusammenarbeit mit dem Malindi Rights Forum und unseren Leadern, wir eine Lösung finden werden, um unser Land zurückzuerhalten und so die Probleme ein Ende finden werden".
Florence unterstreicht die Auswirkungen der Salzgewinnung auf die örtlichen Gemeinschaften, dabei betont sie: “das erste Problem ist die Vertreibung der Mitglieder der Gemeinschaft von deren Land. Während der Salzgewinnung gab es weitere Probleme, wie die Trinkwasserverseuchung. Die Salzgewinnung hat auch negative Auswirkungen auf die Umwelt, zum Beispiel indem sie zur Zerstörung der Mangroven führt".
Laut Florence sind die Frauen am stärksten betroffen, weil die Verseuchung der Salzbergwerke für sie bedeutet, dass sie lange Strecken zurücklegen müssen, um sicheres Wasser finden zu können.
"Ich kläre die Frauen über ihre Rechte auf und versichere mich, dass sie nicht nur verstehen, sondern auch in der Lage sind, ihre Rechte zu verteidigen", sagt sie. "Gemäss unseren Bräuchen und Traditionen, können nur die Männer das Land erben. ActionAid arbeitet mit Malindi Rights Forum zusammen, um das Verantwortungsbewusstsein der Frauen zu stärken bei der Unterstützung der Gleichstellungsfragen und bei der Gleichstellung des Bodeneigentums innerhalb der Gemeinschaft".
Im August 2020, hat die Munyu Salt Company 40 Hektaren Boden saniert, einschliesslich der Mangroven, die ein für die Fische und die Meereslebewesen lebenswichtigen Nährboden sind, und als natürlicher Schutz vor Überschwemmungen dienen, neben Kokospalmen und Cashewnüsse, auf welche die Menschen ihre Lebensgrundlage aufbauen. Da sie von den schädlichen Tätigkeiten der Salzgewinnungsgesellschaften in der Region nicht unberührt ist, hat die Gemeinschaft prompt reagiert, um die Behörden zu informieren und die Zerstörung zu bremsen.
Kitasi Wanga, Verantwortlicher für die Politik und die Kampagnen auf dem Land, die Landwirtschaft und die natürlichen Ressourcen von ActionAid Kenya, erklärt: "Die Einwohner des Dorfes, insbesondere die Frauen, wurden von ActionAid und dem the Malindi Rights Forum in Kenntnis gesetzt, somit, kannten sie bereits die zu befolgenden Wege, um weitere Zerstörungen zu stoppen, als die Abbrucharbeiten begangen. Die Kenya Forest Services haben nun den Fall der Munyu Salt Company vor die Staatsanwaltschaft gebracht und wir warten zurzeit auf den Prozess".
Fünf Monate nach der Zerstörung, wurde noch keinen Termin für den Prozess festgelegt und die Einwohner des Dorfes hoffen auf einen positiven Ausgang. Florence sagt: “Ich vertraue darauf, dass durch unsere Bemühungen und die Zusammenarbeit mit der Regierung, unser Land untersucht werden kann und die Einwohner der Dörfer Eigentumsurkunden auf ihre Böden erwerben können, ich hoffe, dass sie uns ermöglichen unsere Bauernhöfe zurückzuerhalten, so dass wir weiter für unseren Lebensunterhalt sorgen können".
Der Kenya's Land Act 2012 besagt, dass die Gemeinschaften ein Recht auf ihr uraltes Land haben und die Investoren die Gemeinschaften konsultieren müssen, bevor sie mit ihren Arbeiten begingen. ActionAid Kenya arbeitet mit dem Malindi Rights Forum zusammen, um zu gewährleisten, dass die Gemeinschaften innerhalb des Salzgürtels, wie Garithe, ihre Bodenurkunden erhalten, um so ihre Rechte beweisen zu können.
Kitasi sagt: "die Entwicklungsprojekte sollten nur mit dem Einverständnis und der Beteiligung der Personen, die davon betroffen sind, ausgeführt werden, und nie als Entschuldigung dienen, um die Menschenrechte zu verletzen und denen zu dienen die durch die Vertreibung der Einwohner Profit schlagen. Wir hoffen, dass die Dorfeinwohner für den Bodenverlust entschädigt werden und dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird. "
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Auf dem Bild: Florence Mramba mit ihrem Kollegen Peter Komora im Büro.
Fotographische Kredite: Erika Piñeros/ActionAid
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Ein ursprünglich durch ActionAid International veröffentlichter Artikel, "I am a human rights defender. I have hopes that we will have our land back”, 08/01/2021