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Das Pflichtenheft sieht folgende Hauptaufgaben vor:
- Entwicklung und Förderung der Umsetzung bereichsübergreifender Strategien zur Risikoprävention und zum Risikomanagement, z.B. Programme und Modellansätze zum Schutz der öffentlichen Gesundheit vor Risiken durch Arzneimittelfälschungen und ähnliche Straftaten;
- Förderung des Networkings und der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten durch Massnahmen zur Unterstützung anerkannter Netzwerkmodelle (z.B. das Modell für ein Netzwerk von SPOC, das von der ehemaligen Ad-hoc-Gruppe für gefälschte Arzneimittel ausgearbeitet wurde);
- Bereitstellung von Strategien für die Risikokommunikation über gefälschte Arzneimittel und damit zusammenhängende Straftaten für die Gesundheitsbehörden;
- Erhalt und Weiterentwicklung von spezifischem bereichsübergreifendem Fachwissen mit Blick auf die Anpassung von Programmen und Verfahren an die sich schnell verändernden Muster von Straftaten im Heilmittelbereich;
- Förderung eines günstigen Umfelds für die Umsetzung regionaler und internationaler spezifischer Rechtsinstrumente in diesem Bereich auf nationaler und internationaler Ebene;
- Entwicklung von Instrumenten zur Unterstützung des Informationsaustausches über das Management, die Prävention und die Nachverfolgung der Risiken, die von solchen Straftaten ausgehen.
Der Ausschuss besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Gesundheits- und Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten des Europarats sowie von europäischen Einrichtungen, aus der pharmazeutischen Industrie und dem pharmazeutischen Handel sowie von internationalen Organisationen.
Die SPOC-Liste der EDQM wird laufend aktualisiert und mit anderen Netzwerken von Partnerorganisationen in Europa und weltweit abgestimmt, wie z.B. mit den Focal Points der nationalen Gesundheitsbehörden im Rahmen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und auf die Liste der SPOC für Gesundheit und Strafverfolgung, die von der Arbeitsgruppe der Vollzugsbeamten (WGEO) der Heads of Medicines Agencies (HMA) verwendet wird.
Die Know-X-Datenbank der EDQM sammelt Berichte über gefälschte Arzneimittel in den Mitgliedsstaaten des Europarates und stellt ein Instrument für den Informationsaustausch zwischen Experten aus verschiedenen Ländern und Behörden zur Verfügung. Die Datenbank wurde aktualisiert und eine neue Version ist seit Juli 2018 verfügbar.