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Beim weltweiten Bruttosozialprodukt (BSP) handelt es sich um die Summe aller Bruttoinlandprodukte (BIP) respektive Bruttosozialprodukte aller Staaten, ausgedrückt in Geldeinheit. Dieses globale BSP, sozusagen der Umsatz der monetären Weltwirtschaft, belief sich im Jahr 2017 auf 80 Billionen Dollar oder zum aktuellen Wechselkurs umgerechnet 80 Billionen oder rund 80’000 Milliarden Schweizer Franken.
Auf der folgenden Infografik hat Jeff Desjardins von «Visual Capitalist» die Verteilung des weltweiten Bruttosozialprodukts zusammengestellt:
«Trillions» entsprechen auf deutsch Billionen. Quelle: Weltbank. Grafik «Visual Capital». Grössere Auflösung der Grafik hier
Beim globalen BSP spielt es wie auch beim nationalen BIP keine Rolle, ob diese Wirtschaftsleistungen nützlich oder schädlich sind. Beispiel: Die Wertschöpfung in der Nahrungsproduktion oder beim Wohnungsbau findet ebenso Eingang ins globale BSP wie etwa die Folgekosten von Unfällen oder Plünderung von natürlichen Ressourcen, Böden oder Fischgründen oder das Beseitigen des ganzen Abfalls.
Nicht berücksichtigt in diesem weltweiten Bruttosozialprodukt sind hingegen alle nicht mit Geld entschädigten Tätigkeiten, also etwa die unbezahlte Arbeit von Hausfrauen und Hausmännern oder die Selbstversorgung mit Nahrungsmittel in ländlichen Gegenden vieler armen Länder.
Darum ist es zum Beispiel nicht sicher, ob es einem Land besser geht, wenn zwar das BIP pro Kopf über zwei Dollar pro Tag steigt, aber die Selbstversorgung durch Agrobusiness ersetzt wird.
Bei der Beurteilung des globalen und nationalen BSP gilt es immer auch die Grösse und Bevölkerung eines Landes zu berücksichtigen. China zum Beispiel steht in der Rangliste des BSP respektive englisch GDP (Gross Domestic Product) zwar an zweiter Stelle. Doch pro Kopf der Bevölkerung ist das GDP in China immer noch viel kleiner als in weniger bevölkerungsreichen Staaten Europas (Deutschland, Frankreich, Schweiz, etc.), in Nordamerika oder in den Ölstaaten im Nahen Osten.
Und hier die Rangliste der Länder in einer Tabelle:
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine