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Musiklehrperson Anne-Sophie Vrignaud
Die Harfe
Die Harfe, ein uraltes Musikinstrument, erlebt zurzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Die Harfe, die wir heute kennen, stammt in ihrer Urform aus Irland. Sie gelangte im 10. Jahrhundert über Schottland und Wales auf den Kontinent. Im 17. Jahrhundert wurde die Mechanische Harfe entwickelt: die Irische Folkloreharfe oder Hakenharfe. Drehbare Haken erhöhen oder erniedrigen die Stimmung der Saite um einen Halbton. Im 18. Jahrhundert hatte man den Einfall, dazu die Füße des Spielers einzusetzen. Nun wurde die Tonhöhe durch Pedaltritt verändert. Die Einfach Pedalharfe war entstanden. Die Königin der Harfen ist die Konzertharfe mit zweifach veränderbarer Pedalfunktion, auch Doppel-Pedalharfe genannt.
Ihr musikpädagogischer Wert beruht unter anderem auf folgenden Aspekten: Die Harfe liegt mit ihrem Resonanzkörper direkt auf der Achsel des Spielers und überträgt die Schwingungen der Musik auf dessen Körper. So entsteht eine Verbundenheit des Musikers mit seinem Instrument. Sehr fördernd wirkt die Koordination der Bewegungen zwischen den Händen (vergleichbar mit dem Klavierspiel) oder bei der Doppelpedalharfe sogar zwischen Händen und Füssen. Besonders wertvoll ist auch die Klangerzeugung, die durch das Zupfen, also einer direkten (ohne Zwischenmechanik) Berührung der Saiten durch die Finger geschieht.
Über mich
In Nizza geboren, habe ich meine musikalische Ausbildung sehr früh am «Conservatoire à Rayonnement Régional de Nice» begonnen. Ich wechselte dann nach Zürich, wo ich an der Zürcher Hochschule der Künste mit einem Master in Performance und einem Master in Musikpädagogik abschloss. Mit Spezialisierung auf Kammermusik gewann ich diverse Wettbewerbspreise. Meine Leidenschaft fürs Orchesterspiel lebe ich nun regelmässig mit dem Symphonischen Orchester Zürich und dem Orchester des Opernhauses Zürich aus. Dennoch steht das Unterrichten in meinem Leben an erster Stelle.
Mein Unterricht
Ich unterrichte von Anfängern bis zu Halbprofis. Die Atmosphäre im Unterricht ist bewusst locker und herzlich. Ich baue keinen Druck auf: Meine Schüler*innen können sich frei bewegen. Wenn die Technik es erlaubt, spielen meine Schüler*innen die Stücke ihrer Wahl. In meinem Unterricht vermittle ich die sogenannte «Französische Technik», die die Positionierung der Hände definiert. Mit grosser Energie, viel Lachen und Leidenschaft möchte ich jede Schülerin und jeden Schüler bestmöglich fördern. Wenn Schüler*innen an einem Stufentest oder Wettbewerb teilnehmen möchten, erhalten sie meine vollumfängliche Unterstützung. Zwei Mal im Jahr nimmt meine Klasse an Schülerkonzerten teil.