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Während 126 Sekunden durften die Schweizerinnen davon träumen, die grosse Überraschung von Sotschi allenfalls zu wiederholen. Nach 32 Minuten brachte Lara Stalder die Schweiz 2:1 in Führung. Die Schweizerinnen dominierten bis zu diesem Zeitpunkt die Partie. Sie hätten deutlicher führen müssen. Die Halbfinals schienen in Griffnähe.
Russinnen drehen die Partie
Dann kam alles anders. Zwei Minuten später lautete das Skore 2:2. Viktoria Kulischowa realisierte den Ausgleich und leitete so die entscheidende Wende in der Partie ein. Im Schlussabschnitt fielen die Schweizerinnen auseinander.
Das Schweizer Team brachte sich vorher selber auf die Verliererstrasse. Denn am Anfang spielten nur die Schweizerinnen. 8:1 lautete das Schussverhältnis nach zwölf Minuten. Aber die Russinnen führten. Anna Schochina erzielte das 1:0 in doppelter Unterzahl! Lara Stalder hatte im Powerplay in der neutralen Zone den Puck fahrlässig an Schochina verloren.
Es war nicht der Tag von Lara Stalder - trotz ihres Tores zum 2:1. Auch vor dem 2:2-Ausgleich verlor Stalder im Spielaufbau die Scheibe. Und im Schlussabschnitt vergab sie die vorzügliche Möglichkeit zum 3:4-Anschlusstreffer. Wenig später stellte Schochina, die zwei Goals erzielte und zwei vorbereitete, auf 5:2.
Schweizerinnen scheiden aus
Schon vorher hatte es dieses Szenario gegeben: Alina Müller, die Topskorerin des Turniers, traf in der 47. Minute beim Stand von 2:3 nur den Pfosten. Eine Minute später gelang den Russinnen durch Jelena Dergatschjowa das 4:2. Auch diesem Treffer ging ein Schweizer Fehlpass im Bereich des eigenen Gehäuses (durch Sabrina Zollinger) voraus.
Für die Schweizerinnen ist das Olympia-Turnier noch nicht zu Ende. Es folgen am Sonntag und Dienstag zwei Klassierungsspiele um die Plätze 5 bis 8. Die Russinnen treffen in den Halbfinals auf Kanada, das seit dem Final 1998 von Nagano an Olympischen Winterspielen unbesiegt ist und 23 Partien und vier Goldmedaillen hintereinander gewonnen hat.