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Was genau ist die Geomantie
?
Ihr Ursprung
Ursprünglich bezeichnet die Geomantie die Fähigkeit, aus der Erde
hellzusehen bzw. wahrzusagen. Geomantie setzt sich aus dem griechischen Wort Geo (Erde) und Mantie von Mantik (Wahrsagung) zusammen, also die Kunst des Hellsehens. So bezeichnet, kann man sie als Erdweissagung betrachten.
Die Geschichte der Geomantie begann im arabischen Nordafrika. Dort besassen die Menschen die Gabe, aus Zeichen im Sand, einer Punktierkunst, wahrzusagen und daraus die Zukunft
zu deuten.
Durch übersetzte Schriften der Araber gelangte das Wissen über diese Gabe dann im 12. Jahrhundert schliesslich nach Europa.
Geomantie früher
Im Mittelalter bereits zählte die Geomantie
zu den vier Hauptorakeltechniken, bestehend aus Feuer (Pyromantie), Luft (Aeromantie), Wasser (Hydromantie) und Erde
(Geomantie). So konnte die Geomantie früher aus Bewegungen (dem Atmen) der Erde deuten und so die Zukunft voraussagen. Zu dieser Zeit war die Geomantie also eine Kunst des Hellsehens.
Schon seit dem Beginn der Menschheit wusste man, sich dieses Wissen zunutze zu machen und die Menschen gebrauchten diese Erkenntnis, um ihre Paläste, Häuser, Gärten und sogar ganze Städte im Einklang mit Mutter Erde erbauen zu lassen. Die Menschen hatten dabei ein besonderes Gespür, die Schwingungen der Erde zu erfassen und waren in der Lage, ihre Sprache zu verstehen. Bestimmte Orte und Plätze hatten daher entweder ein besonders hohes Aufkommen von negativer oder positiver Energie. Diese Energien haben Einfluss auf den gesamten Lebensraum der diese Orte umgibt.
Zur Erfassung dieser Energien von Mutter Erde kam unter anderem die Wünschelrute, die Virgula divina zum Einsatz. Diese zeigte den Menschen bei Fragestellung eine göttliche Eingebung an. Ohne Zweifel eine der ältesten Methoden, um die energetischen Eigenschaften eines Ortes zu erfassen. So haben die Menschen schon im Mittelalter die Wünschelrute genutzt, um in der Erde Wasseradern aufzuspüren um dann ihre Brunnen genau an diesen wasserreichen Orten zu erbauen.
Geomantie heute
Die Geomantie
ist eine jahrtausendealte Kunst, die auch heute - allerdings nicht mehr im traditionellen Sinne - die Fähigkeit besitzt, die Energie eines Ortes zu erfassen und es versteht, sich diese Kraft zunutze zu machen. Eine Kunst, besondere Zeichen zu deuten, die uns von Mutter Erde
zur Verfügung gestellt werden. Geomanten
bauen heute auf das Wissen unserer Vorfahren auf und profitieren davon. Auch heute noch werden Techniken wie das Pendeln
oder die Wünschelrute genutzt, die eine Verbindung zwischen Erde und Mensch herstellen.
In der Geomantie leben Universum, Erde, Menschen und Tiere im Einklang miteinander. Die Erde wird als lebendiges Wesen angesehen, durch das Energie fliesst und nicht wird nicht etwa nur als ein lebloser Planet gesehen. Bereits Goethe oder auch der italienische Physiker Evangelista Torricelli fanden heraus, dass die Erde "atmet". Es wurden verschiedene Nachforschungen betrieben, die bewiesen, dass unser Planet, auf dem wir leben, ständig in Bewegung ist. Er ist ein lebendiges Wesen mit einer Seele und einem Geist.
Ganz ähnlich mit dem aus China stammenden Feng-Shui, ist das Ziel der Geomantie, einen Lebensraum zu schaffen, in dem der Mensch mit der Erde in ausgeglichener Harmonie lebt. Eine Harmonie, die es uns ermöglicht, unser volles Potenzial zu auszuschöpfen und jeden Tag von positiver Energie umgeben zu sein.
Womit beschäftigen sich Geomanten?
Im Gegensatz zur früheren Zeit sprechen heute immer weniger Menschen die Sprache unserer Erde
. Dieses Bewusstsein ist heutzutage leider fast komplett verloren gegangen. Geomanten
sind im "Noch-Besitz" dieser Gabe und können den Geist und die Seele einer Umgebung erfassen.
Sie sind besonders feinfühlig und können Schwingungen und Energien der Erde wahrnehmen. Geomanten spüren Kraftorte auf und können somit einen Lebensraum schaffen, der sich genau nach den menschlichen Bedürfnissen richtet. Nicht jeder Lebensraum ist von gleich viel Energie umgeben. Einige Geomanten besitzen sogar die Fähigkeit, Energien in Form von erscheinenden Wesen zu sehen.
Kraftorte und das Bewusstsein, die Energie um uns herum zu fühlen
Wir alle kennen Orte, an denen wir uns besonders wohlfühlen. Orte, die auf uns eine beruhigende und wärmende Wirkung haben. Bestimmte Plätze, die wir ohne Erklärung meiden und wiederum solche, die uns ohne erkennbaren Grund immer wieder anziehen.
Diese Orte weisen dann für den Menschen eine ganz besondere Energie auf. Wir alle im Universum, die Tiere, Menschen und die Natur sind von Strahlungsfeldern umgeben, die unser tägliches Leben beeinflussen. Der Zustand unserer Gesundheit, des Geistes und unserer Seele hängen unmittelbar von der Umgebung ab, in der wir leben.
Leben wir nun aber an einem Ort, der mit uns in Disharmonie steht, wirkt sich dies negativ auf unsere Gesundheit und unseren Geist aus. Wir fühlen uns etwa müde, kraftlos oder haben eine innere Unruhe. Ein Weg der Erde, uns zu zeigen, dass wir nicht im Einklang mit unserem Umfeld sind.
Die Geomantie
ist eine vielfältige Technik, die uns helfen kann, wieder eine Harmonie zwischen allen auf der Erde lebenden Wesen herzustellen und ein echtes Bewusstsein zu erlangen, für das, was uns umgibt.
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Foto: © andreonegin @ shutterstock