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Weltmeister im Ski-Alpinismus … und noch mehr!
Wie sind Sie zum Skitouren-Wettkampfsport gekommen? Skitouren scheinen naheliegend … aber weshalb als Rennen?
Ich stamme aus Lourtier, das auf 1200 Metern Höhe im Val de Bagnes liegt. Die ganze Familie machte Skitouren, meine Eltern haben mir die Berge und den Sport nähergebracht. Mein Bruder ist Bergführer, meine Schwester Marie ebenfalls Mitglied der Nationalmannschaft Skitourenrennen. Ich mag Wettkämpfe und Herausforderungen. Ich bin auch Alpinski gefahren und habe Fussball gespielt, doch Ausdauersportarten gefallen mir besser. Mit 13 Jahren habe ich mein erstes Skitourenrennen bestritten, mit 14 wurde ich in die Kadetten-Nationalmannschaft aufgenommen. Der Grund für meine Wahl war ganz einfach meine Begeisterung.
Sie haben den Weltmeistertitel im Einzelrennen und das Weltcup-Gesamtklassement gewonnen. An welche Erfolge erinnern Sie sich besonders gern?
Als Walliser freute mich der Sieg bei der «Patrouille des glaciers» (2 x grosse und 1 x kleine) ganz besonders. Unvergesslich sind für mich aber vor allem meine beiden Siege bei der «Pierra Menta» in Frankreich und der «Mezzalama» in Italien.
Weshalb kehren Sie dem Spitzensport mit 30 Jahren den Rücken, obwohl Sie damit im idealen Alter für Ausdauersport sind?
Ich habe im Skibergsteigen meine Ziele erreicht. Derzeit absolviere ich ein Praktikum in einem Zentrum für gesellschaftliche Wiedereingliederung von Jugendlichen in schwierigen Situationen, und ich werde den Wettkampfsport nicht ganz aufgeben. Ich möchte einer neuen Tätigkeit im Sozialbereich nachgehen.
Welche Beziehung haben Sie als Spitzensportler zu Ihrer Gesundheit?
Gesund zu sein und zu bleiben, ist ein grosses Glück. Deshalb setze ich alles daran, noch möglichst lange Sport treiben zu können.