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2. Besonders in den Gemeinden Wädenswil und Richterswil steigt der Anteil des Seewassers am Gesamtverbrauch, weil die eigene Wassergewinnung nicht mehr befriedigt. Dies gilt insbesondere für das von Wädenswil in den Grundwasserwerken an der Au und auf dem Berg geförderte Wasser. Die Versorgung hängt damit ganz einseitig an der Seewasser-Aufbereitung, wofür ein einziges Werk zuwenig Sicherheit bietet. Es ist notwendig, zwei Werke zur Verfügung zu haben, welche sich gegenseitig ergänzen. Bei einer grösseren Betriebsstörung oder einem Bruch der Transportleitung ist die Wasserversorgung für Wädenswil und Richterswil nicht mehr gesichert.
3. Das bestehende Werk Hirsacker ist jetzt 20 Jahre alt, und es zeigen sich gewisse Abnützungserscheinungen. Eine Totalrevision ist aber nicht möglich, solange der Zweckverband dauernd auf den ununterbrochenen Betrieb des Werkes angewiesen ist. Die dringend nötige Revision kann erst im Zusammenhang mit der Aufbereitungsergänzung durchgeführt werden, wenn ein zweites Werk vorübergehend die Wasserlieferung übernehmen kann.
4. Seit der Erstellung der durchgehenden Nationalstrasse N3 besteht die Gefahr, dass die Zweckverbands-Gemeinden übermässig von Pendlern bewohnt werden, welche in der Stadt Zürich arbeiten. Dieser Entwicklung kann nur durch die Ansiedlung von Gewerbe begegnet werden, für welches genügend Wasser mit grösster Versorgungssicherheit und günstigem Preis zur Verfügung gestellt werden muss.
5. Das Seewasserwerk Hirsacker konnte den Bedarf in den letzten Jahren nur darum ohne weiteres decken, weil in keinem der letzten Sommer eine Hitzeperiode ausserhalb der Ferienzeit zur verzeichnen war. Sollte dies aber je einmal eintreten, so wäre mit Sicherheit mit Wassermangel zu rechnen. Ein neues Werk ist nötig, um die Sommerspitzen abzudecken.
6. Im heutigen Zeitpunkt kann das zweite Seewasserwerk unter günstigsten Bedingungen erstellt werden. Die Preise für Bauarbeiten liegen tief, Unternehmer und Lieferanten haben genügend Zeit, sich den Aufträgen voll zu widmen, und der Zweckverband hat, sofern nicht eine überraschende Sommerspitze auftritt, die Gelegenheit, das Werk vor der Inbetriebsetzung sorgfältig zu prüfen. Dies wäre nicht möglich, wenn mit der Erstellung zugewartet würde, bis akuter Wassermangel einträte.
Arthur Dohner