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Diese Studie ist eine Motivation, sich zu körperlicher Aktivität zu überwinden, auch wenn das Wetter nicht so strahlend ist oder die Couch lockt: Frauen, die im mittleren Lebensalter eine hohe körperliche Fitness haben, reduzieren ihr Risiko, Jahrzehnte später an einer Demenz zu erkranken, um 90 Prozent - im Vergleich zu Frauen mit lediglich moderater, mittlerer Fitness.
Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Göteborg in Schweden, die jetzt in der Online-Ausgabe des Journals Neurology veröffentlicht wurde. Wenn körperlich sehr fitte Frauen eine Demenzerkrankung bekamen, dann im Schnitt um elf Jahre später als Frauen mit einer lediglich moderaten Fitness, also zum Beispiel im Alter von 90 anstatt 79.
"Diese Resultate sind aufregend, weil es möglich ist, mit der Verbesserung der Fitness im mittleren Lebensalter das Auftreten einer Demenz zu verzögern oder ganz zu verhindern", sagt Studienautorin Helena Hörder in einer Aussendung der "American Academy of Neurology".
Mit 120 Watt gegen das Vergessen
Sie betont aber auch, dass die Studie lediglich eine Assoziation zwischen dem Ausmass der Fitness und dem Demenzrisiko zeigt, aber keinen direkten Beweis eines eindeutigen Ursache-Wirkung-Zusammenhangs liefert.
Dafür sei aber noch mehr Forschung notwendig. Für die Studie wurden Daten von 191 Frauen ausgewertet, die bereits vor 44 Jahren einen Ergometertest gemacht haben. 44 dieser Frauen erkrankten in dieser Zeit an Demenz: Aus der Gruppe der sehr fitten Frauen waren es nur fünf Prozent, aus jener der Frauen mit mittlerer Fitness 25 Prozent und aus jener mit niedriger Fitness waren es 32 Prozent.
Hohe Fitness bedeutete eine Spitzenleistung am Ergometer von 120 Watt oder höher, die Kategorie "niedrige Fitness" wurde definiert mit einer Spitzenleistung von maximal 80 Watt. Unter jenen Frauen, die aus gesundheitlichen Problemen regelmässiges körperliches Training einstellen mussten, entwickelten in den Jahrzehnten darauf 45 Prozent Demenz.
"Das deutet daraufhin, dass negative Prozesse im Herz-Kreislauf-System, die im mittleren Lebensalter passieren, das Demenzrisiko im späteren Alter stark erhöhen", sagt Hörder.