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Antimonbutter
(Butyrum Antimonii); diesen Namen hat man dem trocknen Antimonchlorür (Antimontrichlorid, Chlorantimon, ¶
forlaufend
Dreifachchlorantimon, Stibium chloratum) gegeben; es ist eine weiße, kristallinische Substanz von butterähnlicher Konsistenz und wird durch Auflösen von Grauspießglanzerz (s. Antimon) in Salzsäure und Verdampfen der Lösung erhalten. Die Lösung dieser Substanz in Salzsäure kommt als flüssige A. (flüssige Spießglanzbutter, salzsaures Antimonoxyd, Liquor Stibii chlorati, Liquor Stibii muriatici) in den Handel. Es ist eine, gewöhnlich durch einen geringen Eisengehalt gelblich gefärbte, ätzende, giftig wirkende Flüssigkeit, die zur Darstellung des Antimonoxydes und Antimonzinnobers, sowie zum Brünieren der Gewehrläufe und zur Beize auf Silber verwendet wird.
Mischt man diese Lösung des Antimontrichlorides mit viel Wasser, so scheidet sich ein weißer Niederschlag ab, der getrocknet Algarotpulver genannt wird und aus einem Antimonoxychlorid oder Chlorantimon-Antimonoxyd besteht. Durch Waschen mit Sodalauge bleibt reines Antimonoxyd zurück, ebenfalls ein weißes Pulver, welches zur Bereitung von Brechweinstein Verwendung findet und unter den Namen Stibium oxydatum album, Antimonium diaphoreticum album im Chemikalienhandel vorkommt. - Zollfrei.