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Unten grau und oben blau ist eigentlich die Devise des Tages. Ebenso gilt unten rauh und oben lau! In der Höhe ist es momentan extrem mild. Auf dem Chasseral, in einer Höhe von rund 1600 Metern über Meer, zeigte das Thermometer kurz vor 5 Uhr in der Früh einen Wert von +8,7 Grad. Nicht weit davon entfernt war auch der 1400 Meter hohe Napf mit einem Wert von 7,8 Grad. Positive Werte gab es auch auf dem Pilatus auf 2100 Metern Höhe mit +4,4 Grad, und selbst auf dem Säntis in mehr als 2500 Metern Höhe wurden +0,2 Grad gemessen.
Kaltluftsee
Weil kalte Luft schwerer ist als warme, sammelte sich diese im Flachland. Verbreitet lagen die Temperaturen bei -1 Grad. In Basel, ohne Nebel, wurden sogar -4 Grad gemessen. Ähnlich war die Temperaturverteilung in den Alpen. Auf dem Corvatsch im Engadin wurden auf 3300 Metern Höhe -4,3 Grad gemessen, in der Muldenlage des Flugplatzes Samedan aber -13,9 Grad.
Stichwort Inversion
Normalerweise ist die Temperatur in der Höhe tiefer als in Bodennähe. Dreht sich die Temperaturverteilung um, spricht man von einer sogenannten Inversion. Inversionen sind vor allem das Merkmal von typischen Nebellagen. Am Boden liegt die schwere kalte Luft. Weil die warme, trockene Luft zu leicht ist, kann sie sich nicht unter die kalte Nebelluft mischen, und so bleibt es im Mittelland oft länger grau.