Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03636.jsonl.gz/941

Es gebe keine Berichte über Schäden nach dem Abschuss einer mutmasslichen ballistischen Rakete durch Nordkorea, erklärte ein Regierungssprecher in Tokio am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz. Die Rakete sei gegen 3.51 Uhr von Tongchang-ri aus gestartet und über Okinawa im Süden Japans Richtung Pazifik geflogen. Japan informierte die eigene Bevölkerung über das J-Alert-Warnsystem.
Japan war nach Angaben vom Dienstag informiert worden, dass Nordkorea beabsichtige, zwischen Donnerstag und dem 31. August einen Satelliten ins All zu befördern. Pjöngjang hatte erst am 31. Mai versucht, einen so genannten militärischen Aufklärungssatelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen, scheiterte aber. Die Technologie von Weltraumraketen und militärischen Langstreckenraketen unterscheidet sich kaum.
Die USA und ihre Verbündeten Südkorea und Japan hatten den gescheiterten Raketenstart verurteilt. Sie warfen Nordkorea vor, Technologie zu verwenden, die in direktem Zusammenhang mit seinem Programm für ballistische Raketen stehe. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Start ballistischer Raketen jeder Reichweite. Solche Raketen können je nach Bauart mit Atomsprengköpfen bestückt werden.