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Sie möchten Ihren CO2 Ausstoss kompensieren?
Mit dem folgenden CO2 Kompensationsberechner ist dies mühelos möglich. Ihr Kompensationsbeitrag wird direkt umgesetzt durch das beschriebene Projekt Boom Bamboo in Madagaskar. Vielen Dank!
Die Madagascar Cooking Fuel Company (CFC) ist ein lokal ansässiges sozial engagiertes Unternehmen. Sie wurde von mehreren Personen mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit gegründet. In den letzten zehn Jahren wurde CFC für ihre Projektinvestitionen (Bewirtschaftung Bambusplantage und Anschaffung von Brennern) von ICCO (niederländisches Hilfswerk) und der Schweizer Stiftung COLIVER unterstützt, welche mit StopArmut/Interaction eng verbunden ist.
Um die zunehmende Abholzung in Madagaskar zu bekämpfen, will CFC eine Lösung für das herkömmliche Kochen mit Holzkohle anbieten, indem sie optimierte Mimi-Moto-Öfen zur Verfügung stellt und dabei die Produktion von dickwandigem Bambus als erneuerbaren Brennstoff fördert. Diese Öfen sind Eigentum des Projekts und werden einkommensschwachen Personen kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Betrieb des Unternehmens wird durch den Verkauf des "grünen" Brennstoffs zu einem reduzierten Preis nachhaltig gedeckt. Dies verringert die Armut, verhindert die Abholzung der Wälder, schützt die biologische Vielfalt, schafft Arbeitsplätze und reduziert die CO2-Emissionen um den Faktor 10.
Holzkohle ist der primäre Kochbrennstoff für über 85% der städtischen Bevölkerung in Madagaskar und dessen Verbrauch nimmt rasant zu. Die Stadt Fort Dauphin zum Beispiel, in welcher CFC tätig ist, verbraucht jährlich etwa 10’500 Tonnen Holzkohle und benötigt dafür rund 80'000 -100’000 Tonnen Holz, das grösstenteils aus nicht nachhaltig bewirtschafteten Naturwäldern stammt. Pro Jahr entspricht dies mehr als 1’300 Hektaren mehrheitlich geschütztem Wald, welcher zum Kochen abgeholzt und verbrannt wird. Dies zerstört die einzigartige Biodiversität Madagaskars und trägt zum Klimawandel bei, da der Wald weniger in der Lage ist, CO2-Emissionen aufzunehmen. Schwindende Holzvorräte und eine wachsende Bevölkerung führen zudem zu einer zunehmenden Entwaldung und steigenden Holzkohlepreisen. Dies verstärkt wiederum die Armut und reduziert die Widerstandsfähigkeit der lokalen Bevölkerung gegen den Klimawandel.
CFC stellt hochwertige, nachhaltige Hackschnitzel aus dickwandigem Bambus und Biomasseabfällen her und verkauft diese. Die gepflanzten Bäume werden speziell für Energiezwecke auf einer nachhaltig bewirtschafteten Plantage in der Nähe der Stadt Fort Dauphin ausgewählt und angebaut. Dieser Bambus ist etwas Besonderes, weil er eine sehr dicke Wand hat und sich nicht ausbreitet. Die erste Pilotanlage wurde 2011 errichtet. Die ersten mehrerer hundert Tonnen trockener Biomasse wurden 2018 geerntet. Es ist daher eine ideale Plantage, die über einen erneuerbaren Brennstoff verfügt. Dieser Bambuswald liefert den Brennstoff für 200 moderne Mimi-Moto-Öfen auf unbegrenzte Weise.
Statt Holzkohle aus dem Regenwald zu produzieren, wo 90% der Energie bei der Verarbeitung und dem Transport verloren gehen, entschied man sich für einen Mini Moto-Ofen, der eine optimal kontrollierte Verbrennung ermöglicht. Dies ermöglicht es, bei gleicher Kochleistung rund zehnmal weniger Holz zu verbrennen als bei der herkömmlichen Methode. 200 Brenner sind derzeit seit Oktober 2019 in Betrieb und werden von der Bevölkerung von Fort Dauphin sehr geschätzt. In Ruanda sind 2500 solcher Brenner mit vollem Erfolg in Betrieb. Es handelt sich dabei um eine bewährte und zuverlässige Technologie.