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Eine Turnerin hält auf einem Trümmerhaufen einen Handstand. Eine weitere steht auf einem Stuhl, trägt eine Gasmaske und hält einen Feuerlöscher in der Hand. Kinder wippen auf einer Panzersperre und ein zierlicher Judoka wirft einen grossen, starken Mann, der Putin ähnlich sieht, zu Boden.
Dies sind keine Szenen aus dem Krieg, sondern Kunstwerke, die in kriegszerstörten Städten der Ukraine entstanden sind. Dahinter steckt niemand anders als der britische Street-Art-Künstlers Banksy.
Die Werke sind vor einigen Tagen in verschiedenen Orten der Ukraine entdeckt worden. In den sozialen Medien wurde daraufhin spekuliert, ob Banksy ins Kriegsgebiet gereist sei, um sich solidarisch mit der Ukraine zu zeigen. Auf Instagram bekennt sich der unbekannte Künstler nun zu diesen sieben Werken:
Die Wandmalereien befinden sich unter anderem in der Hauptstadt Kiew sowie in den stark zerstörten Kleinstädten Irpin und Borodjanka, in denen zahlreiche Massengräber entdeckt wurden.
Im Bekenntnisvideo sieht man den Künstler, wie Hausruinen besprüht. Sein Gesicht wird nicht gezeigt. Stattdessen steht die ukrainische Bevölkerung im Fokus, darunter eine Frau mit ihrem Kind.
Die Mutter steht mit ihrer Tochter vor den Ruinen eines Gebäudes, das früher der Kindergarten des kleinen Mädchens gewesen sei. «Das Gebäude wurde von einer Bombe getroffen. Viele Menschen sind gestorben», sagt die Mutter.
Eine weitere Szene zeigt, wie die Ukrainerin ihr weinendes Kind tröstet:
Am Ende des Kurzvideos erscheint ein Schriftzug mit den Worten: «In Solidarität mit den Menschen der Ukraine».
Für Kunst, die auf Missstände aufmerksam macht – und verborgene Helden in den Fokus stellt, dafür ist Banksy bekannt. Wer sich hinter den Wandmalereien – und dem Antonym Banksy verbirgt, ist nicht bekannt. Der Künstler bemüht sich, seine Identität geheim zu halten. Seine Kunst ist überall auf der Welt vertreten – nun auch im Kriegsgebiet der Ukraine.
(cst)
In einer kurzen Zeremonie hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Rückkehr einiger seiner Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft gefeiert. «Es war ein besonderer Tag in einer besonderen Woche», sagte er dazu am Freitagabend in seiner täglichen Videoansprache. Zugleich kündigte er an, weitere Soldaten aus russischen Gefangenenlagern zurückzuholen. «Wir werden keinen einzigen Ukrainer in russischen Gefängnissen, Lagern und »Isolationen« (Haftanstalten) zurücklassen. Wir denken an alle.»