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Ja, so hiess meine Grossmutter väterlicherseits. Schon als kleiner Junge dünkte mich dieser Name alt, niemand aus meiner Klasse hiess so. Wer hätte gedacht, dass sich Emma dereinst zum beliebtesten Mädchennamen emporschwingt? Im Jahre 2017 belegte Emma bei den Mädchen, Noah bei den Buben den ersten Rang. Laut Statistik wurden letztes Jahr 42’508 Mädchen in der Schweiz geboren; 478 von ihnen wurden auf den Namen Emma getauft; von den im letzten Jahr 44’873 neugeborenen Buben heissen 409 Noah.
Horst
Weit gesunken in der Beliebtheitsskala ist der Vorname Horst. In ganz Deutschland wurde im Jahr 2016 nur ein einziges Baby Horst getauft, dabei war Horst 1934 der beliebteste Jungenvorname. Der Grund: Horst ist spätestens in den frühen Nullerjahren zum Schimpfwort geworden, was sich in den Wendungen “sich zum Horst machen” oder “sich zum Vollhorst machen” ausdrückt.
Die Bedeutung des Namens für den Menschen
Die Namen haben eine individualisierende Funktion; sie dienen sowohl der Orientierung als auch vor allem der Identifizierung; Namen sind Erkennungsmarken. Es gibt keinen Menschen, der namenlos ist. In der germanischen Praxis galt das Neugeborene noch nicht als existent, solange ihm kein Name gegeben war. Der Name schafft erst die Person.
Hast du gewusst, dass …
- Maria auch als Zweitname für Jungen gegeben werden darf? Es ist die einzige, durch die Tradition bedingte Ausnahme.
- historisch die Substantivgrossschreibung bei den Namen begonnen hat (sie werden ab 1560 regelmässig grossgeschrieben)?
- es in der Gebärdensprache ein sogenanntes Fingeralphabet gibt, das die Einzelbuchstaben “fingert” und so Eigennamen ausgetauscht werden können?
- der Name des zweithöchsten Gipfels “K2” auf den Landvermesser Thomas George Montgomerie zurückgeht? Er nummerierte 1856 die Gipfel des Karakorum durch und verlieh damit unbewusst dem Gipfel seinen Namen (K steht für Karakorum, 2 für den zweithöchsten Gipfel vom Blickpunkt des Vermessers aus).
Die Onomastik ist die Wissenschaft von der Namenforschung – ein hochinteressantes Gebiet!