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Amsterdam - Vier Jahre nach dem tödlichen Giftmülltransport in die Elfenbeinküste ist in den Niederlanden der Erdölkonzern Trafigura zu einer Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro verurteilt worden.
Richter Frans Bauduin verkündete das Urteil am Freitag in Amsterdam. Das in der Schweiz ansässige Unternehmen Trafigura hatte das Schiff "Probo Koala" für den Transport von 500 Tonnen Giftmüll gechartert.
Der Müll wurde im August 2006 auf offenen Halden in Abidjan, dem Regierungssitz der Elfenbeinküste, entsorgt und führte nach Angaben der dortigen Behörden zu 17 Todesfällen. In dem Amsterdamer Prozess hatte Trafigura eine Geldstrafe von bis zu 2,1 Millionen Euro gedroht.
Die Geldstrafe wurde allerdings nicht wegen der Entsorgung des gefährlichen Mülls in dem westafrikanischen Land verhängt, sondern wegen des Zwischenstopps auf niederländischem Territorium. Das Schiff hatte vor seiner Fahrt in die Elfenbeinküste in Amsterdam Halt gemacht; dort hätte der Giftmüll ursprünglich aufbereitet werden sollen.
Der Trafigura-Mitarbeiter, der den Zwischenstopp in den Niederlanden organisiert hatte, wurde zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 25'000 Euro verurteilt, der ukrainische Kapitän der "Probo Koala" zu einer fünfmonatigen Bewährungsstrafe. Beiden hatten bis zu 21 Jahre Gefängnis und eine Strafe von 134'000 Euro gedroht.
SDA-ATS