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Das erste Edelmetall, anscheinend das erste Metall überhaup dass die Menschheit kennen lernte, war das fast nur gediegen, (in metallischer Form, nicht etwa als chemische Verbindung) vorkommende Gold. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem, hat eine Mohs Härte von 2,5 bis 3, eine metallisch-sattgelbe Farbe, die entsprechend als „goldgelb“ bekannt ist, und ebensolche Strichfarbe.
Die ersten Anfänge seiner Verwendung in den alten Kulturzentren des Mittelmeerraumes gehen auf das 5. Jahrtausend vor Christus zurück. Erst aus späterer Zeit, etwa aus dem 1. Jahrtausend vor Christus stammen die in Mitteleuropa aufgefundenen, aus Gold und Goldlegierungen gefertigten Schmuck- und Gebrauchsgegenstände.
Die Lagerstätten, in denen sich das Gold in Form von feinen Körnchen oder Flittern in anderen Gesteinen und Erzen oder im Gemenge mit Kies und Sand vorfindet, sind über alle Erdteile verbreitet.
Die Hauptvorkommen befinden sich in Südafrika, in Nordamerika, im asiatischen Russland, in Australien, in China, in Peru, in Usbekistan, in Kanada und in Indonesien.
12 Staaten decken cirka 67 % der weltweiten Goldförderung ab.
Fast immer ist das Gold mit Silber, daneben auch mit kleineren Mengen von Unedelmetallen, vor allem mit Kupfer, und bisweilen auch noch mit Platinmetallen legiert.
Bei der Verwitterung goldhaltiger Gesteine gelangt Gold in die Flusssande. Ein kleiner Teil wanderte auch in die Meere. Durch Fortschritte in der Gewinnung und dem aktuell (2008) hohen Marktpreis lohnt sich inzwischen sogar der Abbau von Gestein, das nur ein Gramm Gold pro Tonne Gestein enthält.
Der prachtvolle gelbe Glanz und die chemische Beständigkeit sicherten dem Gold schon seit uralten Zeiten den Vorrang als Schmuck- und Münzmetall vor allen anderen Werkstoffen.
Seine Dehnbarkeit und Geschmeidigkeit ist so gross, dass es sich zu Blattgold von 0,0001 mm Dicke verarbeiten und zu Drähten ziehen lässt, von denen 2 Kilometer nur etwa 1 Gramm wiegen. Gold ist sehr weich, ist es ausserordentlich dehn-, polier- und walzbar.
Um die Härte und damit den Gebrauchswert des Goldes zu erhöhen, wird es von alters her vor allem mit Kupfer und Silber legiert. Auch die Farbe wird durch die Art und Menge der Zusätze in vielfältiger Weise abgeändert.
Durch Sauerstoff und die anderen Bestandteile der Luft wird die Oberfläche des Goldes weder in der Kälte noch in der Hitze sichtbar verändert.
Auch gegenüber Laugen und den meisten Säuren ist Gold weitgehend beständig. Selbst die starken Säuren, Salzsäure, Schwefelsäure und Salpetersäure, rufen keinen merklichen Angriff hervor. Leicht löslich ist Gold hingegen in einer Mischung von drei Teilen Salzsäure und einem Teil Salpetersäure, dem Königswasser, mit dem es unter Bildung von Goldchlorid reagiert. Auch von flüssigem Chlor wird Gold als Goldchlorid gelöst.
Weissgold
Weissgold als Sammelbegriff bezeichnet Goldlegierungen, die durch Beimischung deutlich entfärbender Zusatzmetalle eine weiss- blass getönte Goldlegierung ergeben.
Weissgold wurde ursprünglich in den Jahren 1912/13 als kostengünstiger Platinersatz für Schmuckzwecke entwickelt, erfreuen sich jedoch heute grosser Beliebtheit. Bei dieser Legierung wird hauptsächlich das Platinnebenmetall Palladium, Nickel oder Silber verwendet. Somit entsteht eine fast farblose Legierung.
Nickel wurde jedoch aufgrund des Hervorrufens von allergischen Hautreaktionen aus den modernen Schmucklegierungen verbannt.
Vielmals wird Weissgold zusätzlich Rhodiniert, das heisst mit Rhodium, einem weiteren Platin-Nebenmetall, überzogen. Hiermit erreicht man eine Farbverbesserung, welche sich in einem reinen silberartigen Weiss darstellt. Dieser Rhodium-Überzug dient auch der verbesserten Kratzfestigkeit gegenüber der unbeschichteten Metalloberfläche aus reinem Weissgold.
Vieles spricht für Gold, auch als Wertanlage, im Gegensatz zum Papiergeld: Eine Papierwährung, die über ein Jahrhundert hinweg Krieg und Frieden, Inflation und Deflation, Regimewechsel und Währungsreformen so unbeschadet wie Gold zu überstehen vermag, muss erst noch erfunden werden.