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Vielen Dank fürs Erstellen des Threads. Ebenfalls freut es mich sehr, dass einige Urgesteine wieder mit an "Board" zu sein scheinen, Willkommen zurück. Auch ich freue mich auf einen guten Austausch und bedanke mich bereits im Voraus für die zahlreichen Qualitativen Beiträge die uns hier erwarten.
Das wichtigste - oder aktuellste - wurde hier schon geschrieben weswegen es von meiner Seite her nicht viel neues Mitzuteilen gibt.
Es würde mich allerdings sehr freuen, wenn einige Kandidaten unverzüglich von der Diskussion ausgeschlossen werden würden. Von meiner Seite aus wird es auch keine Meldungen geben, sondern eine Nachricht an den Threadersteller mit dementsprechender Post-Nummer. Ich lege einfach sehr viel Wert auf fundierten und harmonischen Austausch und möchte mir dies nicht schon wieder kaputt machen lassen.
Bei den Darlehen der Gläubiger für den Ausstieg der MF aus dem CH 11 handelte es sich um ABL Kredite (Asset Based Loan). Was hatte MF als Sicherheiten dafür denn anzubieten, wenn man bedenkt, dass ein laufendes CH 11 nicht gerade reizvoll für Kreditgeber ist? MF verfügt weder über Immobilien, Grundstücke, Patente noch andere feste Werte. Läden sind zur Miete, Waren in den Läden sind im Liquidationsfall auch nicht zum Vollpreis umzusetzen usw. Man hat im Vorfeld des CH 11 eine s.g. HILCO-Inventur durchgeführt und das Ergebnis in Bezug auf Fremdfinanzierung besagte dann folgendes: ""Nettoverwertungsquote" bezeichnet den in Prozent ausgedrückten Bruchteil, (a) dessen Zähler dem Betrag entspricht, der der Verwertung des Gesamtbetrags des Vorratsvermögens zu diesem Zeitpunkt auf der Grundlage eines "Geschäftsaufgabe"-Verkaufs entspricht, wie er in der jüngsten Bewertung des Vorratsvermögens angegeben ist, die der Verwaltungsstelle, dem Mitbevollmächtigten und dem Sicherheitenverwalter gemäß Abschnitt 7. 4 erhalten hat, abzüglich Betriebskosten, Liquidationskosten und Provisionen, und (b) dessen Nenner die anwendbaren ursprünglichen Kosten des Gesamtbetrags der zu bewertenden Vorräte ist. Der Nettoverwertungsprozentsatz für jede Kategorie von Vorräten, der zur Bestimmung der Beleihungsgrundlage herangezogen wird, basiert auf dem anwendbaren Prozentsatz der letzten gemäß Abschnitt 7.4 durchgeführten Schätzung. Solange die Verwaltungsstelle, der Mitbevollmächtigte und der Sicherheitenverwalter nicht die Ergebnisse einer aktualisierten Bestandsbewertung nach dem Abschlussdatum erhalten haben, beträgt der Prozentsatz der Nettoeinlösung (i) für Oktober 2018: 62,4 %, (ii) für November 2018: 64,7 % und (iii) für Dezember 2018: 64,1 % und (iv) für alle folgenden Monate: der Prozentsatz, der für den jeweiligen Monat in der Hilco-Bestandsbewertung von Mattress Firm, Inc. vom 4. August 2018 angegeben ist."
"Die Kreditaufnahmebasis (die "Kreditaufnahmebasis") entspricht zu jedem Zeitpunkt der Summe aus: (a) 90 % des geschätzten ordnungsgemäßen Nettoliquidationswerts (in Bezug auf einen beliebigen Monat unter Verwendung des anwendbaren monatlichen ordnungsgemäßen Nettoliquidationswerts für diesen Monat, der in dem jüngsten Hilco-Gutachten, das bei der ABL-Verwaltungsstelle eingegangen ist, aufgeführt ist) des zulässigen Inventars des Darlehensnehmers und der ABL-Garanten (wie unten definiert) (mit Ausnahme der Muttergesellschaft und der Holdings), zuzüglich (b) 90 % des geschätzten ordnungsgemäßen Nettoliquidationswerts (in Bezug auf einen beliebigen Monat unter Verwendung des geltenden monatlichen ordnungsgemäßen Nettoliquidationswerts für diesen Monat, wie er im jüngsten Hilco-Gutachten, das bei der ABL-Verwaltungsstelle eingegangen ist, angegeben ist) des zulässigen Transitinventars des Darlehensnehmers und der ABL-Garanten (mit Ausnahme der Muttergesellschaft und der Holdings); mit der Maßgabe, dass die Beträge gemäß dieser Klausel (b) 10 % des zulässigen Inventars nicht übersteigen dürfen, zuzüglich (c) 90 % der zulässigen Forderungen des Darlehensnehmers und der ABL-Garanten (mit Ausnahme der Muttergesellschaft und der Holdings), zuzüglich (d) 90 % der zulässigen Kreditkartenforderungen des Darlehensnehmers und der ABL-Garanten (mit Ausnahme der Muttergesellschaft und der Holdings), abzüglich (d) Reserven wie unten beschrieben."
Für die Besicherung musst du dich auf das UCC 9 beziehen: "Was ist Artikel 9? Artikel 9 ist ein Artikel des Uniform Commercial Code (UCC), der gesicherte Transaktionen regelt, d. h. Transaktionen, bei denen eine Schuld mit dem Anspruch des Gläubigers auf das gesicherte Eigentum verbunden wird. Artikel 9 regelt die Bestellung von Sicherungsrechten und die Durchsetzung dieser Rechte an beweglichen oder immateriellen Gütern und Einrichtungsgegenständen. Er umfasst eine breite Palette von Pfandrechten und bestimmt das gesetzliche Eigentumsrecht, wenn ein Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.
Zum Verständnis von Artikel 9 Der UCC ist ein standardisiertes Geschäftsgesetz, das Finanzverträge regelt. Er wurde von allen US-Bundesstaaten mit Ausnahme von Louisiana vollständig übernommen, obwohl die rechtlichen Kodifizierungen des UCC in einigen Staaten nicht genau mit dem Text des offiziellen UCC übereinstimmen. Louisiana hat das Gesetz nicht vollständig ratifiziert, obwohl es eine Version von Artikel 9 übernommen hat.
Das Gesetzbuch selbst besteht aus neun separaten Artikeln. Jeder Artikel befasst sich mit einzelnen Aspekten des Bank- und Kreditwesens. Der UCC ermöglichte es Kreditgebern, Geld zu leihen, das durch das persönliche Eigentum des Kreditnehmers gesichert war. Das UCC wurde in den 1950er Jahren ausgearbeitet und von den meisten Staaten ratifiziert. Ein kürzlich erfolgter Zusatz zum Code deckt elektronische Zahlungen von Unternehmen ab. Das UCC wird häufig überarbeitet, um bestimmte Artikel zu verbessern."
Die Besonderheit des US Rechts liegt in seiner bunten Vielfalt, bedingt durch verschiedene Gesetze in den einzelnen Bundesstaaten und das wird durch den Uniform Commercial Code etwas vereinheitlicht. Mattress Firm hat nun seine Läden über das ganze Land verstreut und unterliegt damit auch dem UCC, in Sachen Finanzierung dem Art. 9.
Die Werte für den Liquidationsfall haben wir durch die Wilco Inventur ermittelt.
Jetzt kommt die Sicherheit: 49,9 % der Anteile der SUSHI an Mattress Firm für den Ausstieg aus dem CH 11 oder aus CH 11 wird CH 7: "Chapter 7 of Title 11 of the United States Code ist der Abschnitt des US-amerikanischen Insolvenzrechts, der den Prozess der Liquidation der verbliebenen Vermögenswerte eines Schuldners organisiert."
Diese 49,9 % Anteile (Aktien) der SUSHI stellen die einzige wirklich schnell umsetzbare Monetarisierung im Liquidationsfall dar.
Bei der Besicherung nach UCC 9 spielt die "Perfection" eine wichtige Rolle, d.h. die Übereignung der Anteilsscheine muss vor Auszahlung vertraglich abgeschlossen sein, die Aktien werden von einem Gläubigeragenten für die Gläubiger verwaltet.
Ab Exit CH 11 fing MF ja dann auch lustig an zu wachsen, so dass diese 49,9 % einen höheren Wert erlangten und es im Nov. 2019 zu einer höheren Kreditbewertung mit niedrigeren Zinsen führte. Dadurch war man in der Lage, die EXIT Finanzierung abzulösen. Jetzt hatte man 5,25 % plus 3 month Libor, also war man bei 6,25 %, Bewertung von Moody`s Ba3. Nun gab es diesen Sommer eine weitere Neubewertung dieser 49,9 %, da der Assetwert dafür, die MF Inc, noch besser gewachsen war. Nun bekam man schon 1,1 Mrd. $ für 4,25 % plus 1 month Libor. Man zahlte den 2019-er Kredit zurück und nahm noch 500 Mio $ aus der Bilanz. Insgesamt schüttete man nun 1,1 Mrd $ an die Aktionäre aus. Also die SUSHI-Aktionäre: - SEAG/Newco 9 - Gläubigeraktionäre - MF-Manager.
Durch die leichte Schwächung der Bilanz ergab sich wohl die Herabstufung durch Moody´s um einen Punkt auf B 1.
Du siehst also, diese Besicherung aufrecht zu erhalten ist notwendig, sonst gibt es keine Kohle ;-)
Jetzt hamse den Dirty aber ausgetrickst ;-) Hab gestern Abend die ganze Zeit drauf gewartet, dass die 2,7 Mio OP-Trade Shares endlich in London eintreffen. Vergeblich! Heute sind sie nun verbucht. Die doppelte Anzeige beinhaltet wohl Eingang und Ausgang, da der Handel über das IOB (International Order Book) verläuft. https://docs.londonstockexchange.com/sites/..._FACTSHEET_OCT_2020.pdf
Hier kann sich jeder jeden Tag selbst ein Bild über diese Bewegungen machen:
an Matress unwiderruflich und endgültig den Kreditgebern? Dann habe ich eine Frage noch zu der Aktienwanderung. Sind das die Aktien die gestern in Deutschland auf Tradgate bei einem erhöhtem Handelsvolumen gehandelt wurden? Welchen Hintergrund könnte dies haben? Danke
AlSteck
: Ein Vergleich zwischen zwei Parteien erfordert
immer, dass die beteiligten Parteien aufeinander zugehen. Diese sind AJVH HOLDINGS (PTY) LTD FULL TEAM SURE TRADE (PTY) LTD AQUILAM HOLDINGS (PTY) LTD LIBER DECIMUS (PTY) LTD XANADO TRADE AND INVEST 327 (PTY) LTD
An dem Vergleich im Rahmen des SoP haben genau diese Parteien nicht teilgenommen. Sie gehen einen anderen Weg und sind wenn man Mostert hört auch nicht zu irgendwelchen Kompromissen bereit, die für einen Vergleich notwendig wären.
Zusätzlich sind noch weitere Klagen in der Pipeline, weshalb Steinhoff nicht den Eindruck erwecken sollte, dass man allzuleicht in die Ecke zu drängen ist. Ich könnte noch ein paar Gründe aufzählen weshalb es sinnvoll ist den Rechtsstreit in Südafrika durchzuziehen, aber ich habe leider aktuell nicht so viel Zeit.
Tradegate beinhaltet nicht nur deutsche Handelsplätze und ihre Orderbücher. Wer dort letztendlich handelt, dazu etwas zu behaupten wäre Spekulation. OP-Trades (Off Order Book Principal Trade) an der JSE sind genauso Off Book wie die Off Book Trades an der LSE, also in diesem Falle sowohl JSE als auch LSE, konnte man ja bereits herauslesen ;-) Wie man jetzt TG/JSE/LSE Off Book und Clearstream zusammenbringt? Das gäbe Raum für Spekulationen, letztendlich kann man nur sagen, dass die OB-Trades nicht aus den Reihen der Kleinanleger kommen, dazu müssen die Beteiligten schon an der jeweiligen Börse "Member" sein.
Solange Mattress Firm Fremdkapital benötigt, solange gehören die Anteile eben auch den FK-Gebern. Es sind halt unter den Bedingungen des UCC 9 keine anderen Möglichkeiten, es sei denn man hätte feste Werte zu verpfänden, so bleibt es eben bei den Anteilsscheinen. US-Recht halt.
man merkt deutlich wenn man den Bericht aufmerksam liest, das Pep. in Südafrika langsam an seine Wachstums Grenzen kommt. Deswegen sucht man auch nach weiteren Wachstums Möglichkeiten, eventuell wird man ein "neues Land betreten" ; eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, deswegen gibt der Kurs auch etwas nach......
Aber nicht ganz so wichtig für uns SH Aktionäre momentan :-)) !
Heißer Herbst in Bezug auf die Settlementklagen. Reichen dir die Verschiebungen und Zusatzklagen von Mostert & Co nicht? Ohne diesen ganze Schmarrn wären wir schon durch und wo stehen wir jetzt? Zu den OP-Trades kann sich jeder selbst ein Bild machen, was eventuell dahinter steckt. Ich empfehle nur, das Ganze zu beobachten. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist und wenn man dann den Misthaufen eines Monats zusammen hat, wird das Bild schon besser.