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Der Bundesrat befürwortet Pilotstudien über mögliche Folgen eines freien Cannabiskonsums. Ein Blick in die USA zeigt die Risiken einer Zulassung. Die Schweiz sollte auf ihre bewährte Drogenpolitik setzen.
Von Ambros Uchtenhagen
Die Schweiz hat eine ebenso unerfreuliche wie ungelöste Problematik im Umgang
mit einem milliardenschweren illegalen Cannabismarkt, einem der grössten in Westeuropa. Was tun? Ein Blick darauf, wie andere Länder damit umgehen, zeigt eine Vielfalt von Varianten. Das im Rahmen dreier Uno-Konventionen eingeführte Verbot von Produktion, Handel, Besitz und Konsum von Cannabis (Prohibition) wird keineswegs einheitlich gehandhabt; Art und Anwendung repressiver Massnahmen weisen grosse Unterschiede auf. Je weniger erfolgreich sie sind, desto mehr ist
der «Krieg gegen Drogen» zu einem Krieg gegen Drogenkonsumenten eskaliert.
Die Unzufriedenheit mit dieser Situation ist verbreitet. Eine Aufhebung des Konsumverbots mit administrativen Sanktionen anstelle strafrechtlicher Folgen bei Übertretung hat sich am häufigsten durchgesetzt (in mindestens 21 Ländern). In weiteren 5 Ländern und einigen Bundesländern Deutschlands werden der Konsum und die Vorbereitungshandlungen für den eigenen Konsum nicht mehr bestraft (Entkriminalisierung).