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Die Zahl der Toten nach einem Bootsunglück mit Flüchtlingen vor der Küste Venezuelas ist auf mindestens 33 gestiegen. Dies berichtete die venezolanische Zeitung «El Universal» am Dienstagabend unter Berufung auf die Innenministerin des südamerikanischen Landes, Carmen Meléndez. Acht Personen werden demnach noch vermisst. Der Oppositionspolitiker David Smolansky hatte vor rund zehn Tagen mitgeteilt, dass die Küstenwache die Leichen von 19 Erwachsenen und Kindern geborgen habe.
Während die Regierung von Präsident Nicolás Maduro die Version aufrecht erhält, dass die Flüchtlinge in die Fänge von Schlepperorganisationen geraten seien, sind sie laut Smolansky wegen der wirtschaftlichen und politischen Krise aus dem südamerikanischen Land nach Trinidad und Tobago geflohen.
Die dortigen Behörden hätten sie allerdings zurückgeschickt, hiess es in einer Mitteilung des Beauftragten für Flüchtlingsfragen bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS).
Aus Mangel an Devisen und wegen zahlreicher Sanktionen kann das einst reiche Venezuela kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs importieren. Laut einer Studie der katholischen Universität Andrés Bello leben 96 Prozent der Haushalte in Armut. Millionen Venezolaner haben ihre Heimat verlassen. Zudem versucht der selbst ernannte Interimspräsidenten Juan Guaidó seit fast zwei Jahren, Maduro aus dem Amt zu drängen.