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Manchmal sind wir uns nicht ganz sicher. Soll das so? Bei löchrigen Jeans hat sich die Frage ja geklärt. Auch Crocs oder Adiletten gelten als strassentauglich und akzeptiert. Aber wie stehts um dunkle Ränder, die sich Generation TikTok unter die Augen schminkt? Oder Unterwäsche, die über der Alltagswäsche liegt?
Schnitt mit Ecken und Kanten
Bei der Präsentation der Frühling- und Sommerkollektion von Prada kam ein ähnlicher Gedanke auf: Ist dieser Haarschnitt gewollt? Ziemlich sicher, wenn gleich vier Models den Look über den gelben Samt-Runway tragen. Er erinnert an einen rausgewachsenen Pony. Entspricht womöglich einem abgewandelten Vokuhila. Die vorderen Fransen gleich kurz, die restliche Mähne gleich lang. Ein Haarschnitt verteilt auf zwei Ebenen.
Optional funktioniert der Hime Cut ebenso auf drei Ebenen: Pony (vorne kurz), seitliche Strähnen (mittellang), hinteres Haar (lang). In Japan hat sich die Frisur bereits etabliert. Sie ist Teil berühmter Anime-Charaktere und wird adaptiert von deren Fans.
Übrigens: Der Ursprung liegt weit zurück. Japanische Prinzessinnen liessen sich die Haare so angeblich während der Heian-Periode (zwischen 794 bis 1185) schneiden. Mit dem Abschneiden der vorderen Strähnen zelebrierte man damals das Ende der Adoleszenz.
Sollte uns künftig also jemand mit Hime Cut begegnen, signalisiert uns diese Person möglicherweise gerade ihren harten Schritt ins Erwachsenenleben mit einem harten Schnitt. Könnte ja sein.