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So, 03. November 2019
Verdi Requiem
Das Verdi-Requiem gehört zu den bekanntesten und populärsten Werken der Chorsinfonik. Zum Tode von Gioacchino Rossini bat Guiseppe Verdi 1868 zwölf italienische Komponisten gemeinsam eine Totenmesse zu komponieren. Das Werk wurde fertig gestellt, aber nicht aufgeführt. Verdi griff die Idee zur Komposition eines Requiems wieder auf, als 1873 der Dichter Manzoni starb. Manzoni war wie Verdi ein Freund der italienischen Nationalbewegung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Verdi sich nicht wirklich mit Kirchenmusik beschäftigt, lediglich in seiner Ausbildungszeit. Den für das «Rossini-Requiem» von ihm komponierte Schlusssatz «Libera me» nutzte Verdi als Kernstück für das neue Requiem. Die Uraufführung fand am 1. Todestag des Dichters Alessandro Manzoni in Mailand statt. Von dort fand das Werk seinen Weg in die Welt über Paris, London und Wien. Das Verdi- Requiem gilt als die erste Komposition dieser Art, die nicht für den liturgischen Gebrauch (obwohl die Texte und die äussere Form der Liturgie des katholischen Trauergottesdienstes entsprechen), sondern für eine konzertante Aufführung geschrieben wurde. Manche Kritiker bezeichnen das Requiem auch als Verdis beste Oper.