Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03570.jsonl.gz/1487

Homeschooling - Zeichnen Teil 2
Thema: Proportionen und Perspektive
"Ja, ich will können. Können, um richtiger zu fühlen, fühlen um richtiger zu können."
Cezanne
Übung 1
Bevor du dich architektonischen Objekten widmest solltest du viele einfache Formen zeichnen, Formen die alltäglich sind, wie Würfel, Kugeln, Zylinder. Zeichne sie zuerst aus der Vorstellung.
Du wirst schon bei diesen einfachen Formen aufpassen müssen und mit Hilfslinien arbeiten.
Übe an einem überschaubaren, einfachen Gegenstand.
Einen runden Gegenstand wie einen Ball oder ein Ei ins rechte Licht zu rücken ist nicht immer einfach.
Übung 2
Nimm z.B.ein Geschenkband und drappiere es aufgerollt oder verschlungen. Skizziere die Windungen grob und ohne Druck mit einem HB Bleistift. Mit der abgeflachten Spitze eines 5H-Bleistifts trage einen hellen Grauton auf die gesamte Fläche auf. Lasse lediglich die hellsten Lichter weiss.
Bringe einen weiteren Halbton auf und versuche, die Übergänge nahtlos ineinanderfliessen zu lassen. (Auf Schlagschatten und reflektierendes Licht achten!)
Übung 3
Arrangiere dann ein Stillleben aus einfachen Bausteinen oder Ähnlichem, wie Zündholzschachteln, auf Augenhöhe. Achte darauf, dass die Formen unterschiedlich sind und sich überschneiden. Das schafft Perspektive. Bastle dir ein Paspartout, in das die Formen eingeengt werden oder zeichne eine Begrenzung auf das Papier. Du kannst auch mit einem Raster beginnen. Unterteile zumindest den Zeichengrund in 2 oder 3 Teile.
Stelle mehrere Formen übereinander oder erstelle neue Kombinationen.
Zeichne Schattenbereiche ein. Dazu solltest du die Objekte gut beleuchten, möglichst von der Seite her.
Hier einige Regeln: Der Schatten, den ein Gegenstand wirft, ist immer dunkler als die schattigsten Stellen des Objektes selbst.
Direkt neben einem Schatten wird die Oberfläche von Gegenständen unerwartet hell da das Licht von der Fläche (Untergrund) zurückgeworfen wird.
Erfinde eigene Formen.
Versuche es mit einem weissen Farbstift auf schwarzem Untergrund. So kannst du das Licht einfangen.
Es gibt zwei Arten des Zeichnens: die Linearzeichnung, bei der Licht und Schatten keine Rolle spielen und die konstruktive (räumliche) Zeichnung, bei der man Plastizität erzielen möchte.
In der Zeichnung oben sind drei Richtungen vorgegeben die gleichfalls eine Perspektive schaffen. (Senkrechte, Waagerechte und Schräge)
In welchem Winkel befindet sich die Schräge? Ziehe Hilfslinien!
Zeichne das Unsichtbare mit.(Überschneidungslinien)
Vielleicht beginnst du auch einmal mit dem Hintergrund.(Negativform)
Es kommt nicht auf die Schönheit einer Zeichnung an, sondern auf das Erleben einer Räumlichkeit.
Das Kubische lässt dich den Raum erleben.
Katharina