Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/110535

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Kommandant der Luftwaffe hat vor Kurzem entschieden, die drei Personen an der Spitze des Fliegerärztlichen Institutes der Luftwaffe (FAI) per sofort ihrer Aufgaben zu entheben.</p><p>- Erachtet der Bundesrat das drastische und voraussichtlich auch kostspielige Vorgehen des Kommandanten der Luftwaffe als verhältnismässig?</p><p>- Haben aus seiner Sicht vorangegangene Aufsichtsmängel zu dieser Situation am FAI geführt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Seit längerer Zeit wurden im FAI eine überdurchschnittlich hohe Personalfluktuation sowie eine auffällig hohe Anzahl von zum Teil länger dauernden Krankheitsfällen beim Personal festgestellt. Zudem kritisierten Mitarbeitende die Art der Personalführung, und luftwaffeninterne Kunden bemängelten die durch die  Institutsleitung bereits umgesetzten oder geplanten Reorganisationsmassnahmen. Die Mängel waren grundsätzlicher Natur und mussten zur Sicherstellung der weiteren Leistungsfähigkeit des FAI rasch behoben werden. Die Ablösung der Institutsleitung sowie die Sistierung von Reorganisationsmassnahmen waren unausweichlich.</p><p>Beim Vorgehen des Kommandanten der Luftwaffe wurden die personalrechtlichen Vorschriften des Bundes angewendet. Vor diesem Hintergrund erachtet der Bundesrat das gewählte Vorgehen als verhältnismässig und nicht kostspielig.</p><p>2. Die Entwicklung im FAI wurde seit mehreren Monaten einer Evaluation unterzogen.</p><p>Zusätzlich wurde 2009 eine externe Fachperson beauftragt, eine Personal- und Kundenbefragung im FAI durchzuführen. Basierend auf dem Ende 2009 vorgelegten Schlussbericht hat der Kommandant Luftwaffe entschieden, sowohl organisatorische wie auch personelle Massnahmen umzusetzen. Die Aufsicht hat also funktioniert, und Massnahmen wurden erst nach einer eingehenden Beurteilung ausgelöst.</p>