Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03465.jsonl.gz/1034

Weg-Wort vom 26. August 2019
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
1. Johannesbrief 4, 16
Wie jedes Kind war auch ich fasziniert von Magneten. Bei meinen ersten Experimenten ging es darum herauszufinden, welche Materialien von Magneten angezogen werden und welche nicht. Später entdeckte ich, dass Dinge aus Metall, die mit einem Magneten verbunden sind, selber zu Magneten werden. Meine Lieblingsbeschäftigung bestand dann darin, dass ich mit Hilfe der magnetischen Kraft möglichst lange Ketten aus Büroklammern bildete. Ich hielt einen Magneten in die Luft, hing zuerst eine einzelne Büroklammer daran und ließ sie nach unten hängen. Dann folgte die nächste Klammer und so weiter. Ich stellte mir immer vor, dass durch die Berührung eine Kraft von Klammer zu Klammer fließt. Je weiter die Klammer vom Magneten entfernt war, umso schwächer war diese Kraft.
Wenn ich aber die erste Büroklammer auch nur für einen kleinen Moment vom Magneten wegzog, war diese Kraft sofort weg. Alle anderen Büroklammern fielen sogleich zu Boden.
Im Französischen wird der Magnet «l’aimant» genannt, von «aimer» = lieben. Ein Magnet ist also ein Stück Metall, das andere Metallteile liebt und deshalb anzieht. Wenn man dasselbe Wort aber für einen Menschen anwendet, so hat dies nichts mit Magnetismus zu tun, sondern man meint damit «liebevoll» oder «zärtlich».
Gott als Magnet, als eine liebende Kraft. Mit ihm verbunden wirkt diese Kraft auch in mir.