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Synopsis: Le Postillon de Lonjumeau
Der Postillon von Lonjumeau
ERSTER AKT
Der Postillon Chapelou feiert im Kreis der Dorfbewohner von Lonjumeau Hochzeit mit Madeleine. Wie es schon lange der Brauch ist, muss sich Chapelou, ehe er seiner jungen Frau folgen darf, mit einem Lied von den Gästen »loskaufen« (--> Mes amis, écoutez l'histoire). Ein Theaterdirektor aus Paris hört zufällig seine Geschichte von dem »Jungen Postillon«. Er ist begeistert von der schönen Tenorstimme Chapelous und überredet ihn durch Geld und glänzende Zukunftsversprechungen, seine junge Frau zu verlassen und ihn noch in derselben Nacht nach Paris zu begleiten.
ZWEITER AKT
Chapelou ist unter dem Namen Saint-Phar sehr schnell erster Tenor der Pariser Oper und verwöhnter Liebling der Frauen geworden. Sein Freund, der Schmied Bijou, hat es zum Chorführer gebracht und nennt sich jetzt Alcindor (--> Oui, des choristes du théâtre). Madeleine, die seit ihrem Hochzeitstag nichts mehr von ihrem Mann gehört hat, ist Erbin einer reichen Tante geworden und von Lonjumeau nach Fontainebleau gezogen. Sie nennt sich jetzt Frau von Latour und wird umworben, darunter auch vom Marquis von Corcy. Sie weist alle ab, weil sie immer noch hofft, Chapelou wiederzufinden. So führt das Schicksal eines Tages beide wieder zusammen (--> Je vais donc le revoir). Saint-Phar bewirbt sich, ohne seine Frau wiederzuerkennen, um die schöne Madame Latour, erklärt ihr seine Liebe und will, um sein Ziel zu erreichen, sofort heiraten. Insgeheim aber verabredete er mit seinen Freunden, dass diese Hochzeit nur zum Schein vollzogen werden soll. Madeleine erfährt davon und beschliesst, ihrem treulosen Geliebten eine Lehre zu erteilen. Ein echter Priester vollzieht die Hochzeit, ohne dass Saint-Phar etwas davon merkt.
DRITTER AKT
Als der Sänger erfährt, dass er ein zweites Mal geheiratet hat, gerät er in Bedrängnis, da eine Doppelehe mit dem Tode bestraft wird (--> Pendu! ... pendu!). Schon kommen die Häscher, die der eifersüchtige Marquis herbeiholen liess, um Saint-Phar zu verhaften. Doch jetzt gibt sich Frau von Latour zu erkennen, klärt den Irrtum auf und Chapelou steht beschämt und bestürzt da. Er ist froh, der Strafe entgangen zu sein und in der verzeihenden Frau von Latour seine Madeleine wiedergefunden zu haben.