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Marderhund
Der Marderhund Nyctereutes procyonoides gehört zur Familie der Hundeartigen, Canidae, ist in seinem Äusseren aber auch dem Dachs ähnlich, was ihm seinen deutschen Namen eingebracht hat. Ursprünglich stammt der Marderhund aus dem Osten Sibiriens, Chinas, Korea und aus Japan, wo er bis heute als Tiergott „Tanuki“ verehrt wird. In Europa wurde der Marderhund seines Felles wegen gezüchtet und auch bewusst für die Jagd ausgesetzt: Zwischen 1920 und 1950 wurden in der damaligen Sowjetunion ca. 9000 Tiere gezielt freigelassen. Die Tiere breiten sich seither erfolgreich Richtung Westen aus und einzelne Marderhunde werden seit 1997 in der Schweiz nachgewiesen. Auf winterliche Kälte reagiert der Marderhund als einziger Canide mit einer partiellen Winterruhe zwischen Dezember und Februar, die bei warmem Wetter unterbrochen wird. Da er als potenzielle Bedrohung für die einheimische Fauna betrachtet wird, ist er das ganze Jahr ohne Schonzeit jagdbar.