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Arbeiten sie zuverlässig, bekommen sie kaum Beachtung. Erste Anzeichen einer Erkrankung werden eher verdrängt und unter langen Beinkleidern versteckt. Dr. med. Christian Hafner von der Venenklinik Bellevue erklärt, was gesunde Venen leisten und was passiert, wenn sie erkranken.
Interview Claudia Philippek, leitende Apothekerin
Was sind Venen und was ist ihre Aufgabe?
Venen gehören wie Arterien zu unserem Blutkreislaufsystem. Arterien transportieren sauerstoffreiches Blut zu den Organen. Danach wird das sauerstoffarme Blut wie in einem Flussdelta in den Venen gesammelt und zurück zum Herzen geführt. Der Transport in den Beinvenen wird durch spezielle Klappen ermöglicht, die wie Schleusen verhindern, dass das Blut zurückfliessen und sich in
den Beinen stauen kann. Richtung Herz werden die Klappen seltener.
Man kann das Venensystem aufgrund seiner Anatomie in drei verschiedene Bereiche aufteilen: Das tiefe Venensystem (1) unterhalb der Faszien wird über die Perforansvenen (2) mit dem epifaszialen System (3), also den oberflächlichen Venen, verbunden.
Welche Venenerkrankungen gibt es und was sind Früherkennungssymptome?
Besenreiser und retikuläre Varizen sind primär ein ästhetisches Problem und stellen keinen Krankheitswert dar, während Krampfadern/Varizen behandlungsbedürftige Venenerkrankungen sind. Ihnen zugrunde liegt, dass die Venenklappen in den Stammvenen, namentlich der V. saphena magna und der V. saphena parva, nicht mehr richtig schliessen. Das Blut wird in der Folge nicht mehr zurücktransportiert und staut sich in den Beinen.
Treten zunehmend Astvarizen in Kombination mit Schweregefühl in den Beinen und vermehrter Juckreiz auf, sind dies Anzeichen schwacher Venen. Hautverfärbungen in der Knöchelregion deuten auf eine bereits fortgeschrittene Venenerkrankung hin.
Wird eine solche Symptomhäufung festgestellt, ist eine Untersuchung durch einen Venenspezialisten
ratsam.
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