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Die Malediven… Heutzutage besonders als paradiesischer Zufluchtsort und Top-Reiseziel für die Flitterwochen bekannt müssen sich auch ihrer Hauptstadt nicht schämen. Male zählt wohl zu den kleinsten Hauptstädten der Welt. Und das, obwohl von der Gesamtbevölkerung der Malediven (über 300.000) etwa ein Drittel in der Hauptstadt wohnt. Die Stadt ist übersät voll von Hochhäusern und die Mehrzahl der Straßen sind gepflastert. Die Regierungsgebäude befinden sich alle in nächster Nähe, die restlichen Straßen sind mit Bürogebäuden und zahlreichen Geschäften übersät. Was Sie in Male jedoch nicht finden werden ist Strand. Die Stadt ist umgeben von Dämmen als Schutz gegen den steigenden Meeresspiegel. Sie ist insgesamt sehr grün und hat trotz der vielen Wolkenkratzer ein Kleinstadtflair.
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es vor Ort?
Das eindrucksvollste Gebäude der Stadt ist sicherlich das Islamische Zentrum. Seine majestätische goldene Kuppel dominiert das Stadtbild und ist von großer symbolischer Bedeutung für die islamische Religionsgemeinschaft, die sich seit Jahrhunderten in jeder Facette des täglichen Lebens zeigt. Das Zentrum umfasst eine Moschee mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Menschen, eine islamische Bibliothek sowie Konferenz-, Unterrichts- und Büroräume. Die Arbeiten an diesem beeindruckenden architektonischen Meisterwerk wurden im Jahre 1984 fertiggestellt.
Des Weiteren sollte die Huskuru Miskiiy Moschee erwähnt werden. Diese wurde im 17. Jahrhundert vom Sultan Ibrahim Iskandhar erbaut und galt bis zur Fertigstellung des Islamischen Zentrums und der Freitagsmoschee für fast vier Jahrhunderte als wichtigste Moschee in Male.
Direkt vor der Huskuru Miskiiy Moschee befindet sich der Mulee-Aage Palast, der im Jahr 1906 von Sultan Mohamed Shamsuddeen III erbaut wurde. Um den Palast herum befindet sich ein Garten, der während des Zweiten Weltkrieges aufgrund der Nahrungsmittelknappheit für den Anbau von Gemüse angelegt wurde. Der Palast wurde offiziell zum Aufenthaltsort des Präsidenten, als im Jahre 1953 die Republik ausgerufen wurde. Im Jahre 1954 wurde der neue Präsidentenpalast erbaut.
Besondere Erwähnung sollte sicherlich das im einzigen verbleibenden Gebäude des ehemaligen Sultanpalastes untergebrachte Nationalmuseum finden. Es liegt im Sultan Park und ist Aufbewahrungsort für eine große Anzahl an Objekten, wie Throne und Sänfte, aber auch zum Beispiel der ersten Druckpresse des Landes. Das Museum verschafft einen Einblick in das kulturelle Erbe der Insel und sollte auf jeden Fall besucht werden. Es ist täglich, außer freitags und an Feiertagen geöffnet.
Wer sich also im Malediven Urlaub befindet, der sollte sich einen Tag für den Besuch der Hauptstadt freihalten, Sie werden nicht enttäuscht sein.