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Der Schreiber beklagte sich über sich selbst. Es gelinge ihm einfach nicht, sich gegen andere durchzusetzen und seine eigenen Interessen zu verwirklichen. Er sei zu nachgiebig und deshalb oft frustriert.
Er zeigte sich freundlich und überlegte meist gründlich bevor er antwortete.
Er wollte sich nicht blossstellen, nichts sagen was andere als dumm oder lächerlich bezeichnet hätten und auch niemand brüskieren oder herauszufordern. Mit einem Wort: er wollte akzeptiert sein.
Die Schrift verrät einerseits einen hohen Geltungsanspruch und andererseitsSchwankungen im Selbstgefühl. Sein Problem ist, dass er sich gegenüber sehr kritisch ist und nur bedingt zu sich selbst steht.
An Stelle von Spontanität zeigt er Vorsicht und Verhaltenheit, also Eigenschaften, die in einer Männergesellschaft nicht gerade hilfreich sind.
Will dieser Mann Erfüllung erleben, dann muss er erkennen, dass man seinen Wert auch dann behält, wenn man den Ansprüchen der anderen nicht genügt.
Es gibt Leute, die werden von ihrer Mitwelt nicht akzeptiert, belächelt oder bekämpft und doch leben sie in einem inneren Frieden. Und warum? Weil sie eins mit sich selbst sind. Sie spüren was für sie stimmt und sie halten sich daran.
Um sich aus seinen begrenzenden Einstellungen zu lösen, habe ich den Schreiber ermutigt, sich folgende Gedanken zu erlauben:
- "So wie ich bin, bin ich gut genug."
- "Wenn ich etwas Falsches sage, dann ist das keine Niederlage."
- "Ich bleibe immer sachlich."
- "Ich darf zugeben, dass ich manches nicht weiss oder kann."
- "Ich bin auch dann wertvoll, wenn ich Niederlagen einstecke."
- "Ob Sieg oder Niederlage, ich bleibe immer mich selbst".
Dieser Mann kann zu innerer Ruhe und Festigkeit finden, wenn er erkennt, dass er seinen Platz im Leben schon hat, egal ob er von anderen bestätigt wird oder nicht.