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Resultate
Mehrbedarf
Aufgrund des Ausstiegs aus den fossilen Energie und der Kernenergie resultiert ein Strommehrverbrauch von 109,5 TWh/a. In dieser Zahl sind auch die 53,0 TWh/a inbegriffen, die für die Produktion des Synthesekerosins für den Flugverkehr benötigt werden. Unter der Annahme, dass dieses importiert werden kann, resultiert immer noch ein Mehrbedarf von 56,5 TWh/a. Das ist deutlich mehr als die 39,0 TWh/a, von denen in den Energieperspektiven 2050+ ausgegangen wird.
Der Unterschied relativiert sich allerdings wieder, wenn man berücksichtigt, dass bei den Energieperspektiven 2050+ von einem zusätzlichen Import von 5,2 TWh/a Biogas, 0,9 TWh/a Biodiesel und 13,6 TWh/a Synthesetreibstoffen ausgegangen wird. Mit diesen 19,7 TWh/a wird somit bei den Energieperspektiven 2050+ ein bedeutender Teil des Ersatzbedarfs importiert.
Der Mehrbedarf lässt sich jedoch auch ohne Importe decken. Die Ausbaupotenziale der verschiedenen schweizerischen, klimaneutralen Produktionstechnologien übersteigen den Mehrbedarf bei weitem. Mit diesen Produktionsanlagen lassen sich 161,9 TWh/a produzieren. Hinzu kommt das Potenzial der Kernenergie von 205 TWh/a. Doch auch ohne Kernenergie lässt sich in der Schweiz genügend Strom produzieren, um den Mehrbedarf inklusive der Synthesekerosinproduktion zu decken.
Landschaftsbeeinträchtigung
Dies geht jedoch nicht ohne die Landschaft erheblich zu beeinträchtigen. Für eine Stromversorgung, die mit neuen Erneuerbaren eine sichere Versorgung auch im Winter gewährleistet, ist der Zubau von alpinen Solaranlagen mit einer Fläche von 73 km2 sowie von 4’860 Windturbinen nötig.
Allein mit Gebäudephotovoltaik, der einzigen unumstrittenen Produktionstechnologie, kann der Strommehrbedarf über das ganze Jahr gesehen zwar gedeckt werden, im Winter verbleibt jedoch ein bedeutendes Defizit.
Kosten:
Die jährlichen Zusatzkosten der Energiewende belaufen sich auf 1’500 CHF bis 1’800 CHF pro Person und Jahr. Das ist zwar nicht billig, bedeutet aber auch nicht das Ende der Schweiz. Zum Vergleich: Die Kosten für den Grenzschutz und die Subventionen für die schweizerische Landwirtschaft belaufen sich auf 1’000 CHF pro Person und Jahr .