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Es ist ein Sieg für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Südafrika und für die Partnerorganisationen von Fastenopfer: Die Regierung lehnt eine neue gentechnisch veränderte Maissorte von Monsanto ab. Der Gen-Mais solle laut den Urheberinnen und Urhebern die Erne steigern, doch die Realität spricht eine andere Sprache. Die Partnerorganisationen von Fastenopfer haben sich deshalb im Vorfeld gegen den Mais ausgesprochen. Nun wurde der Maissorte den Marktzugang verwehrt.
Monsanto hat in Südafrika einen Antrag gestellt, eine gentechnisch veränderte dürreresistente Maissorte für den Markt freizugeben. Im Oktober 2018 hat die Behörde für Biosicherheit jedoch entschieden, den dreifachgestapelten Monsanto-Mais (MON87460 X MON89034 X NK603) für den kommerziellen Anbau nicht zu genehmigen.
Sie ist zum Schluss gekommen, dass die von Monsanto gelieferten Daten nicht ausreichten, um zu beweisen, dass ihr Mais wie behauptet dürretolerant und insektenresistent ist. Wesentliche Daten zu Feldstudien an verschiedenen Orten fehlten. Zudem stellte die Behörde fest, dass es keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen dem neuen Monsanto-Mais und herkömmlichen Maissorten gibt. Die Ertragsvorteile des Gentech-Mais waren inkonsistent und in einigen Versuchen hat er sogar geringere Erträge hervorgebracht als der konventionelle Mais.
Der Monsanto-Mais wurde im Rahmen eines gemeinsamen Projektes* mit der Bill und Melinda Gates Stiftung entwickelt, welches in Südafrika, Kenia, Mosambik, Tansania und Uganda Kleinbauernfamilien helfen soll, ihre Ernten (im Zeitalter des Klimawandels) zu steigern. Er wird als intelligente Lösung gegen den Klimawandel angepriesen. Das sieht die Behörde für Biosicherheit anders.
Ihr Entscheid ist ein grosser Erfolg für die Kleinbauern und –bäuerinnen, deren eigenes Saatgut durch Gentech-Sorten immer mehr verdrängt und kontaminiert wird.
Das African Centre for Biodiversity (ACB) hat im Vorfeld zusammen mit Partnerorganisationen von Fastenopfer und zirka 25’000 Menschen eine Petition gegen die Einführung des neuen Monsanto Maissorte unterzeichnet. Die Unterzeichnenden haben neben der Kritik an den zu wenig abgestützten Daten zu den Feldversuchen insbesondere darauf hingewiesen, dass die sozialen und wirtschaftlichen Risiken für Kleinbauern und –bäuerinnen nicht berücksichtigt wurden.
ACB und die Partnerorganisationen von Fastenopfer fordern, dass afrikanische Regierungen Kleinbauern und -bäuerinnen mit ganzheitlichen landwirtschaftlichen Strategien im Bereich der Agrarökologie unterstützen, welche sich bereits als wirksam erwiesen haben. Gemäss ACB beinhaltet dies beispielsweise Mischkulturanbau und natürliche Schädlingsbekämpfung. Solche Massnahmen tragen dazu bei, dass sich Bauern und Bäuerinnen nicht weiter über den Kauf von teuren landwirtschaftlichen chemischen Hilfsstoffen und Saatgut verschulden und zudem die Umwelt und ihre Gesundheit schonen.
* WEMA Projekt: Water Efficient Maize for Africa