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Am 12. Februar wird in Basel über ein Sanierungs- und Umbauprojekt des Kasernen-Hauptbaus abgestimmt. Unser Erklärbär weiss wie immer alles und erst noch besser. Doch bei einigen angesprochenen Fragen sind noch Präzisionen nötig.
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Der Erklärbär weiss alles. Und das erst noch besser. Aber er ist manchmal nicht ganz so präzise, weshalb wir hier noch in Buchstaben noch einige Ergänzungen anfügen wollen zum Inhalt der kommenden Abstimmungen über die «Gesamtsanierung und Umbau Kasernenhauptbaus zum Kultur- und Kreativzentrum».
Worum geht es?
Am 12. Februar wird Basel-Stadt über einen Kredit für ein Sanierungs- und Umbauprojekt des Kasernenhauptbaus abgestimmt. Der Grosse Rat hat den Kredit von 44,6 Millionen Franken mit 58 gegen 33 Stimmen deutlich genehmigt. Gegen diesen Beschluss ergriffen die bürgerlichen Parteien SVP, LDP, FDP und BDP das Referendum.
Anders als weitere Gebäude auf dem Areal wurde der Hauptbau seit dem Auszug der Armee im Jahr 1965 nie saniert und einer neuen Nutzung zugeordnet. Der Bau diente fünfzig Jahre als Provisorium für diverse Schulen und befindet sich heute in einem maroden Zustand.
Nach diversen gescheiterten Versuchen legte die Basler Regierung nun ein Sanierungs- und Umbauprojekt vor. Es handelt sich um einen Entwurf des Basler Architekturstudios Focketyn del Rio, das als Siegerprojekt aus einem Wettbewerb hervorgegangen war.
Die Architekten mussten die schwierige Aufgabe bewältigen, einen grosszügigen Durchgang zum Rhein zu schaffen und gleichzeitig die strengen Vorgaben der Denkmalpflege einzuhalten. An der Aussenhülle des historischen Monuments waren nur «sehr zurückhaltende Eingriffe» zugelassen.
Wie soll der sanierte Bau genutzt werden?
Das Umbauprojekt bietet Platz für drei Gastronomiebetriebe, für einen lichten inneren Durchgang vom Kasernenareal zum Rhein, für Proberäume für Theater- und Tanzschaffende, einen Veranstaltungsraum und diverse Ateliers und Büros für Quartierorganisationen sowie Kultur- und Kreativwirtschaffende. Dazu kann die Moschee-Kommission Basel den nördlichen Anbau als Gebets- und Versammlungsraum nutzen.
Als zukünftige Mieter stehen heute bereits fest: Die Kaserne Basel, das Junge Theater Basel, die Klingentalfähri, der Rhein Club Basel und die Moschee-Kommission. Die Auswahl der neuen Mieter (Gastrobetriebe ausgenommen) soll dereinst eine Fachkommission treffen. Die Mietverträge sollen befristet sein, um eine lebendige Weiterentwicklung des Baus garantieren zu können.
Wie viel kostet das Projekt?
Der Ratschlag des Regierungsrats weist Gesamkosten von 44,6 Millionen Franken aus. Die Summe enthält aber nicht nur Baukosten, wie diese Zusammenstellung zeigt:
- Die bauliche Gesamtsanierung und der Umbau kosten insgesamt 40 Millionen Franken. Davon entfallen 3,8 Millionen auf den seitlichen Durchstich zum Klingentalweglein, der eigentlich längst beschlossen ist, aus formalen Gründen aber in das neue Bauprojekt aufgenommen werden musste.
- Damit während der Bauzeit die Veranstaltungen Basel Tattoo und Herbstmesse weiter stattfinden können, muss der Aussenbereich der Baustelle mehrmals geräumt werden. Das sorgt für zusätzliche Kosten von 3 Millionen Franken.
- Dazu kommen weitere Summen für Betriebseinrichtungen und Mobiliar (1,25 Millionen Franken), die Archäologische Bodenforschung (150’000 Franken) und jährliche Betriebskosten von 295’000 Franken, die aber durch die Mietpreise gedeckt werden sollen.
Die Gegner des Projekts sprechen jeweils von einer Summe von 47 Millionen Franken. Diese ergibt sich, wenn man den im Jahr 2013 bewilligten Projektierungskredit von 3,2 Millionen Franken aufaddiert. Die Projektbefürworter wiederum betonen, dass allein für die Grundsanierung, die Erdbebensicherung und die denkmalpflegerischen Massnahmen eine Summe von 37,8 Millionen Franken nötig ist.
Argumente der Projektgegner
Die Argumente der Projektgegner sind relativ wirr und in vielen Punkten widersprüchlich. So wird zu einen kritisiert, dass das Projekt keinen befriedigenden Durchbruch zum Rhein verschafft. Gleichzeitig stören sich die Gegner daran, dass der Charakter des bestehenden Gebäudes nicht beibehalten werde.
In erster Linie aber werden die Kosten als zu hoch beanstandet. Konfrontiert mit der Tatsache, dass alleine für die Grundsanierung 37,8 Millionen Franken nötig sind, antworten sie, dass ein privater Bauherr dies sicher günstiger erledigen könne.
Das Hauptargument der Gegner findet sich im Satz: «Das Komitee lehnt ein staatlich finanziertes und orchestriertes Kulturzentrum mit einem zusätzlich vom Kanton angestellten Areal-Manager ab.»