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Wenn die russischen ebenso wie die chinesischen Hersteller Transparenz zeigten und alle Daten zu ihren Vakzinen offenlegten, könnten sie möglicherweise Zulassungen erhalten, wurde von der Leyen am Dienstag von EU-Parlamentariern zitiert.
Die Kommissionschefin hatte mit den Abgeordneten über die Corona-Lage gesprochen. Sie steht wegen Verzögerungen bei der Lieferung von Impfdosen an die EU-Staaten derzeit stark in der Kritik.
Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich offen für eine Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V. Jedes Vakzin sei in der EU herzlich willkommen, sofern die EU-Arzneimittelbehörde EMA dies empfehle, sagte sie in der ARD-Sendung «Farbe bekennen».
Sie habe mit dem russischen Präsidenten bereits darüber gesprochen. Russland strebt eine Registrierung des Impfstoffs in der EU an. Eine am Dienstag veröffentliche Studie hatte ergeben, dass Sputnik V zu mehr als 90 Prozent wirksam ist.
Laut der von der britischen Fachzeitschrift «The Lancet» veröffentlichten Untersuchung schützte das Vakzin in der dritten und letzten Phase der klinischen Studien 91,6 Prozent der Probanden vor einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung. Nach Angaben der Autoren wurde der Impfstoff von den Studienteilnehmern zudem gut vertragen.
Russland hatte bereits im Dezember damit begonnen, Risikogruppen mit Sputnik V zu impfen, und im Januar seine grossangelegte Impfkampagne gestartet. Zugelassen worden war das vom Gamaleja-Forschungszentrum entwickelte und nach einem sowjetischen Satelliten benannte Vakzin in Russland schon im August - noch vor Abschluss der finalen Studien. Dieses Vorgehen war international auf scharfe Kritik und Vorbehalte gestossen.