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Die beiden Apostel Petrus und Paulus gelten als Gründer der christlichen Urkirche. Auf orthodoxen Ikonen werden sie deshalb häufig mit einem Kirchenmodell dargestellt, das sie gemeinsam in ihren Händen tragen. Bei beiden vermutet man, dass sie um 64 in Rom während der Christenverfolgungen hingerichtet wurden.
Die Ende des 2. Jahrhunderts entstandenen Paulusakten berichten, dass Paulus 64 durch das Schwert hingerichtet wurde. Als Römer blieb ihm der Tod am Kreuz erspart. Von Petrus ist in den Evangelien weder eine Romreise noch seine dortige Hinrichtung bezeugt. Der Legende nach wurde aber auch Petrus kurz nach Paulus – um 65 bis 67 – Opfer der Christenverfolgungen. Als Hebräer soll er gekreuzigt worden sein – mit dem Kopf nach unten. Deshalb gibt es auch Darstellungen der beiden Apostel, die sie mit Schwert und auf den Kopf gestelltem Kreuz zeigen.
Mit dem Tod von Petrus und Paulus wird die Gründerphase des Christentums abgeschlossen. Die Zeitgenossen sterben aus und können nicht mehr befragt werden. Nun erst entstehen die vier Evangelien – von ungefähr 70 bis 100 nach Christus. Sie sichern die Vermittlung von Leben und Werk des Nazareners Jesus Christus an die nachgeborenen Generationen.