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Verschiedene O. unterhalten Gem. in der Schweiz. Der Patriarch von Konstantinopel gründete 1966 in Chambésy (Genf) ein Zentrum, das einige ihrer Tätigkeiten in der Schweiz koordiniert und das Panorthodoxe Konzil vorbereitet. Orthodoxe Griechen sind seit dem 18. Jh. in der Schweiz präsent. Sie kamen als Studenten, Kuraufenthalter oder Kaufleute aus Griechenland, Kleinasien und Ägypten. Die erste Gem. wurde 1910 in Lausanne gegründet. Im 20. Jh. führte die Ankunft von Flüchtlingen und v.a. von Gastarbeitern insbesondere um 1960 zur Gründung von Gem. in Zürich, St. Gallen, Basel/Olten und Bern, die jeweils über ein grosses Einzugsgebiet verfügten. Das kirchl. Zentrum für das Tessin liegt in Lugano, dasjenige der Westschweiz in Chambésy (Griechisch, Französisch, Arabisch). Wie überall in der Diaspora gehören die Griechisch-Orthodoxen in der Schweiz über ihre Metropolie, die sich ebenfalls in Chambésy befindet, dem Patriarchat von Konstantinopel an. 1816 gründeten russ. Adlige, Intellektuelle und Kaufleute die erste russ.-orthodoxe Gemeinde in Bern, die 1854 nach Genf verlegt wurde. 1878 erhielt die Glaubensgemeinschaft am Genfersee eine Kirche in Vevey. Die Ankunft von Weissrussen nach 1917 führte 1935 in Zürich und 1944 in Bern zu Gemeindegründungen. Einige gehören zum Moskauer Patriarchat, andere seit der Kirchenspaltung 1922 zur russ.-orthodoxen Kirche im Ausland. Ab 1960 gründeten Gastarbeiter serb.-orthodoxe Gemeinden in Zürich und Bern. Diese Kirche war zu Beginn des 21. Jh. in Bezug auf ihre Mitgliederzahlen die bedeutendste der Schweiz. Zudem bestehen in Genf, Chambésy, Lausanne und Lugano rumän.-orthodoxe Gemeinden, die in der Regel zum Bukarester Patriarchat gehören. Kopten, Syrer und Armenier bilden weitere othodoxe Gemeinden. In der Volkszählung 2000 wurden in der Schweiz 131'851 Orthodoxe erhoben.
Literatur
– E. Bryner et al., Die orthodoxen Kirchen in der Schweiz, 21984
– Orthodoxe Präsenz in der Schweiz, 1992
Autorin/Autor: Martin Hauser / AL