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Australien hatte eine starke Vorrunde gespielt und selbst die übermächtigen Amerikaner an den Rand einer Niederlage gebracht. Im Viertelfinal gewannen die “Boomers” mit 26 Punkten Vorsprung gegen Litauen. Im Halbfinal passte allerdings überhaupt nichts zusammen. Die Serben waren von der ersten Minute an eine Klasse besser und liessen nie Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen.
Serbien buchte die ersten acht Punkte, führte nach dem ersten Viertel 16:5 und ging mit einer 35:14-Führung in die Pause. Die australischen NBA-Stars Andrew Bogut (Golden State Warriors) und Matthew Dellavedova (Cleveland Cavaliers) kamen in der ersten Hälfte zusammen auf null Punkte. Das serbische Team funktionierte hingegen in Angriff und Verteidigung wie geölt.
Angeführt von Captain Milos Teodosic, der mit ZSKA Moskau die Euroleague gewann und trotz früher Schonung 22 Punkte markierte, zeigten die Serben keinerlei Schwächen. Sie setzten damit ihren Steigerungslauf eindrücklich fort. In der Vorrunde hatten sie noch deutlich 80:95 gegen Australien verloren.
Im Final müssen sie sich wohl nochmals steigern, auch wenn sie in der Vorrunde nur mit drei Punkten Differenz gegen die USA, die im Halbfinal gegen Spanien den 51. Sieg in Folge in einem Pflichtspiel feierten, verloren. Im Final der WM 2014 in Madrid unterlag Serbien den Amerikanern mit 92:129 deutlich. Am Sonntagabend ist Revanche angesagt. Die letzte Olympia-Medaille eines Balkanstaates gab es 1996 in Atlanta, als das damalige Rest-Jugoslawien, komplett aus serbischen Spielern bestehend, den Final ebenfalls gegen die USA verlor.
(SDA)