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Verena Glock (33) aus Bern bewahrte diesen Sommer ein junges Meersäuli vor dem Tod.
Verena besitzt seit 1996 Meerschweinchen und studiert sie auch. Die gelernte Webdesignerin führt eine Internetseite über das Verhalten der Tiere. Im August besuchte sie mit einer Freundin einen Tierpark in Norddeutschland, der nicht sehr gepflegt war.
Die Kleintierscheune wurde von etwa 40 Tieren behaust und war voller Kot. Das Fressen war alt, viele Meerschweinchen trächtig, und einige von ihnen hatten entzündete Augen. So auch das Tierchen, das Verena im Auge hatte. «Es war rot und schwarz gefleckt und sah aus wie eine Kuh», meint Verena lachend. Sie wollte es mitnehmen, aber machte vorerst nur Fotos. Alle ihre Bekannten fanden, sie solle das Meerschweinchen im Tierpark lassen und nicht mit in die Schweiz nehmen. Verenas Gefühl sagte jedoch, dass sie es mitnehmen müsse. «Für dieses eine Tier ist es das Beste», sagte sie zu ihrem Mann, der noch überzeugt werden musste. Nach langem Überlegen rief Verena im Park an, um das weibliche Meerschweinchen zu adoptieren. Die Zoo-Angestellten waren begeistert von ihrem Plan.
Nach dem Telefonat fühlte sich die 33-Jährige erleichtert, und plötzlich erschien ein Regenbogen am Himmel. «Das war für mich das Zeichen, dass ich mich richtig entschieden hatte.» Seit September ist das Meerschweinchen bei ihr zu Hause in Bern. Verena entschied sich für den passenden Namen «Hope». Das Tier ist mittlerweile wieder gesund und überglücklich.