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Ab wann Babys krabbeln lernen & wie dabei fördern?
Krabbeln ist einer der wichtigsten Meilensteine für Babys, wenn es darum geht mobil zu werden. Wie dieser sich genau vollzieht und aussieht ist von Baby zu Baby vollkommen unterschiedlich. Einige Babys krabbeln gar nicht im herkömmlichen Sinn, sondern gehen vom Vorwärtsrutschen oder Robben direkt ins Laufen über.
Babyentwicklung: Vor- und Rückwärtskrabbeln
Dass das Krabbeln übersprungen wird, kommt nicht selten vor und ist an sich kein Zeichen von einer Entwicklungsproblematik. Man sollte jedoch wissen, dass das Krabbeln im Hinblick auf die gesamte motorische Entwicklung eine wichtige Stufe darstellt, denn es ist für das Erlernen gegengleicher Bewegungen (Überkreuzbewegungen) von grosser Bedeutung.
Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, sich schrittweise zu entwickeln, indem Sie die einzelnen Stufen der motorischen Entwicklung unterstützen und nicht die nächste Stufe forcieren (zum Beispiel das Laufen an den Händen oder in einem Laufwagen), indem Sie eine andere Stufe überspringen.
Der lange Weg zum Krabbeln
Bereits im Mutterleib beginnt das Ungeborene sich gezielt zu bewegen und seine Muskeln zu trainieren. Sobald ein Baby auf der Welt ist, gibt die Spannung der Muskeln (Muskeltonus) Auskunft darüber, ob eventuelle Störungen der Motorik vorliegen. So ist es auffällig wenn ein Baby sehr schlaff und schwach oder sehr angespannt wirkt in seinen Bewegungen.
Etwa 6 bis 8 Wochen nach der Geburt bereitet sich Ihr Baby dann auf das spätere Krabbeln vor, indem es versucht, den Kopf selbstständig zu heben und zu halten. Um sich auf den Händen und Knien vorwärts bewegen zu können, benötigen Babys eine entsprechend starke Nacken- und Rückenmuskulatur.
Nachdem ein Baby mit etwa fünf Monaten gelernt hat, sich gezielt vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt zu drehen, entdeckt es oftmals das Sitzen. Aus der Sitzposition heraus liegt das Robben etwa ab dem sechsten Monat sehr nah. Beim Robben benutzt das Baby Beine und Arme um sich vorwärts zu bewegen, hebt aber den Bauch dabei noch nicht an.
Vom Robben geht es dann meist in den Vierfüsslerstand, der eine wichtige Voraussetzung für das Krabbeln ist. Hier verbringen Babys oft noch ein wenig Zeit mit dem Hin-und Herwippen, bevor sie sich dann tatsächlich krabbelnd in Bewegung setzen.
Im Durchschnitt erlernen Babys das Krabbeln zwischen dem 6. und 10. Lebensmonat.
Tipp: Legen Sie Ihr Baby in den ersten sechs Lebensmonaten seltener in eine Wiege oder in einen Babysitz und öfter auf eine Krabbeldecke. Nur wenn Ihr Baby sich frei bewegen und abstützen kann, kann es seine Muskeln stärken und die motorische Entwicklung dadurch ankurbeln.
Die grösste Schwierigkeit besteht beim Krabbeln darin, die Balance auf Knien und Händen zu halten. Dies erfordert ein hohes Mass an Koordination und auch Muskelkraft in Armen und Beinen. Eine besondere Meisterleistung stellt für Babys das Überkreuzkrabbeln dar, bei dem der Arm der einen Seite parallel mit dem Bein der anderen Körperseite nach vorn oder zurück bewegt wird. Dieses optimale Zusammenarbeiten beider Gehirn- und Körperhälften wird auch als bilaterale Integration bezeichnet.
Mit etwa 12 Monaten sind viele Babys wahre Könner, wenn es darum geht davon zu krabbeln. Sie sind teilweise so schnell, dass ein Erwachsener schon im Laufschritt hinter her gehen muss, um vielleicht den einen oder anderen kleinen Unfall zu verhindern.
Mit dem Krabbeln folgt zwischen dem siebten und 13. Monat auch ein wichtiger Zwischenschritt zum Laufen. Ihr Baby lernt sich an Möbelstücken oder Ihrem Bein hochzuziehen. Dies ist die perfekte Übung um zuerst das Stehen und später die ersten Schritte erfolgreich zu erproben.
So können Sie Ihr Baby unterstützen und fördern
Spielzeug platzieren
Sie möchten Ihrem Baby beim Kabbeln lernen helfen und es fördern? Positionieren Sie dafür seine Lieblingsspielzeuge in Sicht-, aber nicht in Reichweite, dies wird das Interesse Ihres Babys wecken und es zum Krabbeln motivieren.
Wenn Ihr Kleines sich gezwungen sieht, sich irgendwie zu einem interessanten Spielzeug bewegen zu müssen, wird es Verschiedenes ausprobieren. Vielleicht wird es auch frustriert sein und weinen. Falls das der Fall ist, warten Sie ruhig kurze Zeit ab, ob es vielleicht doch noch den Gedanken fast, sich von seiner Lage selbst wegbewegen zu wollen. Wenn nicht, trösten Sie es und versuchen Sie es immer wieder neu.
Sie können auch einen bunten Ball vor Ihrem Baby herrollen, so dass es sich immer weiter fortbewegen muss, wenn es diesen haben will.
Was sie sonst noch unternehmen können
Begibt sich Ihr Kind schon selbst in den Vierfüsslerstand, bewegt sich aber nicht vorwärts? Umfassen Sie es mit beiden Händen am Becken und schaukeln Sie es sanft vor und zurück. So bekommt es schon einmal ein Gefühl für die für das Krabbeln nötige Gewichtsverlagerung.
Sobald Ihr Baby entdeckt hat, wie es sich vorwärts bewegen und vielleicht sogar schon krabbeln kann, können unterschiedliche Untergründe und Geschicklichkeitsparcours (Kissen, Tunnel usw.) für viel Spass und Übung sorgen.
Wohnung kindersicher gestalten
Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie Ihre Wohnung unbedingt baby- bzw. kindersicher gestalten sollten. Türklemm-, Kanten- und Eckschutz sowie Steckdosensicherungen können Unfällen und Verletzungen wirkungsvoll vorbeugen.
Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.
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