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Bewilligungen September 2017
30'000 Franken für das Projekt „Schulhauserweiterung Colegio San Pedro“, Guatemala (PROBIGUA)
Das Dorf El Tesero liegt in den Anden von Guatemala, die Bewohner sind indigenen Ursprungs und leben von der Landwirtschaft mit Zuckerrohrfeldern und Gummiplantagen. Im Jahr 2008 hat der Kanton Basel-Stadt bereits Geld für einen Schulhausbau gesprochen. Momentan besuchen ungefähr 400 Kinder diese Schule (Kindergarten, Primar- und Sekundarschule), die Platzverhältnisse sind jedoch sehr beengt. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation nun die Schule um fünf Schulzimmer erweitern. Zudem sollen die Bibliothek vergrössert, ein Computerraum sowie eine Küche und ein Speisesaal errichtet werden.
30'000 Franken für das Projekt „Stärkung von vier Gesundheitseinrichtungen im Bereich Wasser, sanitäre Anlagen und Hygieneförderung“, Kongo (Medair)
Das östliche Gebiet der Demokratischen Republik Kongo erholt sich nur langsam vom schweren Bürgerkrieg, der 2003 endete. In den örtlichen Gesundheitseinrichtungen werden grundlegende hygienische Standards nicht erfüllt. Häufig ist kein Zugang zu sauberem, respektive sicherem Wasser vorhanden. Sanitäre Anlagen wie Latrinen und Duschen oder auch die fachgerechte Abfallentsorgung von medizinischen Instrumenten existieren selten. Nach einer umfassenden Evaluation der Situation vor Ort, hat die Organisation zwölf Gesundheitseinrichtungen eruiert, bei welchen diese Mängel besonders dringend angegangen werden müssen. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation Brunnen bauen und die Regionen, deren Bewohner durch verunreinigtes Wasser erkrankt sind, mit sauberem Trinkwasser versorgen. In Schulen und unter den Dorfbewohnern werden Hygienetrainings durchgeführt.
30'000 Franken für das Projekt „wirtschaftliche und gesellschaftliche Stärkung von Frauen“, Nigeria (Mission 21)
Seit 2009 ist der Nordosten Nigerias massiv durch den Konflikt mit Boko Haram beeinträchtigt. Schätzungsweise 2,5 Mio. Menschen sind seither aus den betroffenen Gebieten geflohen. Seit 2015 ist es durch die Verstärkung einer regionalen Einsatzgruppe gelungen, weite Teile des Gebietes in Nord-Nigeria von Boko Haram zu befreien. Mehr als eine Million Menschen sind wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Staatliche und private Dienstleistungen waren schon vor der Krise ungenügend und wurden durch den Konflikt noch weiter geschwächt. Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zum Wiederaufbau der Existenzgrundlagen und zur Verbesserung der Lebensbedingungen von marginalisierten Frauen zu leisten. Ausbildungslehrgänge zum Erwerb von handwerklichen Fähigkeiten, wie beispielsweise Schneiderei, Stricken sowie die Herstellung von Kosmetik, werden angeboten.
40'000 Franken für das Projekt „Brückenbauen für Kinder und Jugendliche“, Niger (Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz)
Mit durchschnittlich 7,6 Kindern pro Frau wächst die Bevölkerung im Niger wie sonst nirgends auf der Welt. Etwa 50% der Bevölkerung ist jünger als 14 Jahre. Die grundlegenden Kinderrechte sind nicht gewährleistet. Die meisten Kinder müssen ihre Familien finanziell unterstützen und gehen auf der Strasse einer Arbeit nach, anstelle die Schule zu besuchen. Zudem ist die Schulinfrastruktur ungenügend. Ziel des Projektes ist es, die Schul- und Berufsbildung der Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation fünf öffentliche Schulen unterstützen. Die Schulen werden mit besserem Schulmaterial ausgestattet, zudem werden neun zusätzliche Klassenzimmer sowie 15 Latrinen gebaut.
30'000 Franken für das Projekt „Verbesserung der medizinischen Grundversorgung und des Weiterbildungsangebotes im Gesundheitsbereich“, Benin (Swisscontact)
In Benin lebt knapp die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der internationalen Armutsgrenze. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 60 Jahren und die Kindersterblichkeit ist nach wie vor hoch. Die Hauptschwäche des Gesundheitssystems Benins sind die schlecht ausgebildeten Fachkräfte. Die meisten von ihnen haben nur eine rudimentäre Erstausbildung absolviert und ihre Kenntnisse hauptsächlich durch Zuschauen erlernt. Ziel des Projektes ist es, mit der Entwicklung von neuen, praxisbezogenen Weiterbildungen die Dienstleistungen und Fachkenntnisse von 360 Mitarbeitenden (Hebammen, Pflegepersonal) in 120 Gesundheitszentren Benins signifikant zu verbessern. Durch die Auffrischung- und Weiterbildungskurse im Bereich der nichtübertragbaren Krankheiten erlernt das Gesundheitspersonal grundlegendes Fachwissen im Umgang mit und der Prävention von Bluthochdruck und Diabetes Typ 2.
30'000 Franken für das Projekt „Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Not“, Kambodscha (EcoSolidar)
Das Bildungssystem in Kambodscha ist sehr schlecht. Da es den meisten Eltern nicht möglich ist, für die Schulgebühren aufzukommen, müssen die Kinder einer Arbeit nachgehen und werden nicht in die Schule geschickt. Viele der Kinder und Jugendlichen gehen in die grösseren Städte, um dort Arbeit zu finden. Ohne elterliche Betreuung und Aufsicht ist die Gefahr gross, dass viele Kinder verwahrlosen und drogenabhängig werden. Die Organisation möchte Mittels Stipendien an die ärmsten Familien den Schulbesuch ihrer Kinder sichern. In Berufslehren werden die Jugendlichen in Mechanik, Gastronomie, Hotellerie, Landwirtschaft, Schönheitspflege und im Frisieren ausgebildet. Zudem wird ein ökologisches Retreaitzentrums gebaut, in welchem zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden.
30'000 Franken für das Projekt „Sounds of Palestine“, Palästina (Katharina Werk)
Sounds of Palestine ist ein Musik-Sozialprojekt für Kinder in zwei Flüchtlingslagern in Palästina. Rund 150 Kinder erhalten an mehreren Tagen in der Woche mehrstündigen Musikunterricht, wobei besonders Wert auf die Stärkung der sozialen Kompetenzen und das Selbstvertrauen der Kinder gelegt wird. Nebst dem Instrumentalunterricht erhalten die Kinder auch Unterricht in Chorgesang, Orchester- und Ensemblespiel sowie Theaterunterricht. Der Unterricht ist für Kinder kostenlos und die Instrumente werden ohne Gebühren zur Verfügung gestellt.
20'000 Franken für das Projekt „Wasser gegen Hunger“, Mosambik (Aqua Alimenta)
Durch die geografische Lage bedingt, ist Mosambik weltweit eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder. Während Zyklone und Sturmfluten die Küstengebiete bedrohen, bestehen im Landesinnern verstärkt Hochwasser und Dürrerisiken. Wo Familien fast ausschliesslich Subsistenzlandwirtschaft betreiben, gefährden veränderte Wettermuster und Wetterextreme ihre Ernten und damit ihre Existenzgrundlage. Einkommensmöglichkeiten ausserhalb der Agrarwirtschaft gibt es so gut wie keine. Diesen Herausforderungen können die Bauernfamilien mit Hilfe angepasster Kleinbewässerung besser begegnen. Ziel des Projektes ist es, 402 neue Kleinbewässerungssysteme anzulegen und die 321 bereits bestehenden Anlagen zu unterhalten.
40‘000 Franken für das Projekt „Solarstrom für 50 Health Centers“, Äthiopien (Sahay Solar)
Die Region Gamo Gofa liegt im Südwesten von Äthiopien mit Grenzen zu Kenia und Süd-Sudan. Basierend auf den bisherigen Aktivitäten der Organisation Sahay Solar, wurde mit der lokalen Regierung sowie mit der Arba Minch University eine Kooperation zur Installation von autarken (off-grid) Solaranlagen in insgesamt 50 Gesundheitszentren vereinbart. Diese Gesundheitszentren versorgen eine Bevölkerung von zwei Millionen Menschen. Neben der unmittelbaren Stromversorgung der Gesundheitszentren wird der nicht genutzte Strom sowohl zur Basisversorgung, als auch zur Gründung von kleinen Unternehmen, zur Verfügung gestellt. Bis 2018 werden 35 Gesundheitszentren elektrifiziert und ermöglichen so einen 24 Stunden-Betrieb mit Kühlboxen für Medikamente, Heisswasser, Licht und Strom für diverse Gerätschaften.
15'000 Franken für das Projekt „NGO sagt der sexuellen Gewalt gegen Minderjährige den Kampf an“, Bolivien (Miva Schweiz)
In Bolivien leiden vor allem Kinder und Jugendliche unter den Folgen der Armut. Dabei stellt die sexuelle Gewalt ein grosses Problem dar. Die Täter werden praktisch nie bestraft, da die meisten Fälle nicht gemeldet werden oder bei der Polizei und den Justizbehörden versanden. Die 2006 gegründete NGO Ayni setzt sich für die Einhaltung der Kinderrechte, Prävention und Betreuung der Opfer sowie die juristische Verfolgung der Täter ein. Das Einzugsgebiet der Organisation umfasst sieben bis zehn Schulen, die meisten davon liegen abgelegen im schwer zugänglichen Hinterland des Valle Alto. Um die Kinder und Jugendlichen zu erreichen sowie um didaktisches Material zu transportieren, ist die Organisation auf ein Fahrzeug angewiesen. Das bisherige Auto ist 22 Jahre alt und inzwischen nicht mehr fahrtauglich. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation ein neues, geländetaugliches Fahrzeug anschaffen.
30'000 Franken für das Projekt „Mutter-Kind-Gesundheit und Nothilfe im Distrikt Bol“, Tschad (Médecins sans frontières)
Die Mutter- und Kindsterblichkeit in Tschad gehört zu den höchsten der Welt. Die Region Tschadsee und die Bezirksstadt Bol im Westen des Landes gehören zu den am meisten vernachlässigten Gegenden des Landes. Das Projekt hat zum Ziel, die Krankheits- und Sterblichkeitsrate bei Frauen und Kindern im Gesundheitsdistrikt Bol zu senken. In der ansässigen mobilen Klinik wird eine hochwertige und kostenlose gynäkologische und pädiatrische Versorgung sichergestellt. Durch die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals sowie die Erweiterung der Infrastruktur wird das Angebot in der mobilen Klinik laufend verbessert. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation die Geburtenabteilung ausbauen und die Operations-/Anästhesie-Einheit des Spitals verstärkt unterstützen.
230'000 Franken für das Projekt „Formation professionelle en Hotellerie et Tourisme durable“, Myanmar (FXB)
Seit der Öffnung des Landes ist die gesamte Tourismusbranche in Myanmar überlastet. Mangel an qualifiziertem Personal ist die offensichtlichste Herausforderung, zumal der Tourismus in Myanmar in den kommenden Jahren deutlich wachsen wird. Das Berufsbildungsprogramm der Organisation zielt darauf ab, Ausbildungsmöglichkeiten in der Tourismusbranche für benachteiligte Jugendliche zu schaffen, welche aber aufgrund fehlender Ressourcen keinen Zugang zur Berufsausbildung haben. Dieses Programm umfasst einen klassischen doppelten Ansatz, welches vom Schweizer Modell inspiriert ist. Theoretisch werden die Jugendlichen im Professional Training Center in der Region Ngapali ausgebildet und praktisch durch Praktika in Partnerhotels oder anderen Gastinstitutionen. Alle sechs Monate werden 25 Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren für dieses Programm ausgewählt und ausgebildet.
30'000 Franken für das Projekt „Ausbildung und Einkommen für junge Menschen in der Landwirtschaft“, Benin (HELVETAS)
Die Projektregion liegt im Norden von Benin im Department Atacora. In dieser Gegend herrscht grosse Armut und der Klimawandel ist deutlich spürbar. Obwohl der grösste Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig ist, fällt es besonders jungen Menschen schwer, bezahlte Arbeit in diesem Sektor zu finden. Dabei verfügt die Region über grosses landwirtschaftliches Potenzial, nur zwölf Prozent des nutzbaren Landes werden effektiv bewirtschaftet. Ziel des Projektes ist es, die Lebensbedingungen von Jugendlichen in ländlichen Gebieten durch die Förderung unternehmerischer Initiativen in der Landwirtschaft zu verbessern und damit die Armut zu verringern. Praktische und innovative landwirtschaftliche Lehrgänge und gezieltes Coaching ermöglichen jungen Frauen und Männern den Zugang zum Arbeitsmarkt oder die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit. 600 bis 800 junge Menschen (davon mindestens 40% Frauen) verbessern durch das Projekt direkt ihre beruflichen Perspektiven.
30‘000 Franken für das Projekt „Promotion de l’agriculture durable en Milieu rural“, Togo (Morija)
Im Ort Kpalimé in der Region Plateaux leben 80% der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Es werden Mais, Yams, Maniok und Reis, zum Export bestimmte Produkte (Kaffee, Kakao, Baumwolle) und Gemüse (Tomaten, Spinat, Kohl) produziert. Trotz der fruchtbaren Böden und einem günstigen Klima wird das Land zu wenig bewirtschaftet und liefert kaum Erträge, was daran liegt, dass Geräte, finanzielle Mittel, aber auch agrarwissenschaftliche Grundkenntnisse fehlen. Dazu kommen Faktoren, die dem Ökosystem stark zusetzen, wie ein falscher Umgang mit Düngemitteln und unüberlegte Abholzungen. Ziel des Projektes ist es, die Techniken der Agroforstwissenschaft in der Umgebung von Kpalimé zu etablieren und Landwirte für deren Vorteile zu sensibilisieren. Durch Schulungen, die Einrichtung einer Referenzbaumschule und einzelnen Baumschulen in den Dörfern und nicht zuletzt technische Hilfestellung für die Landwirte, sollen die Erträge gesteigert und die Lebensbedingungen der Begünstigten verbessert werden, ohne dabei die Umwelt zu schädigen.
50'000 Franken für das Projekt „Gewaltprävention und berufliche Perspektiven“, El Salvador (Solidar Suisse)
El Salvador ist eines der gewalttätigsten Länder der Welt ausserhalb von Kriegsgebieten. Dies vor allem, weil sich die zwei grössten Jugendbanden bis aufs Blut bekämpfen. Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, denn die Banden rekrutieren bereits Zehnjährige. Die Jugendarbeitslosigkeit im Land ist sehr hoch und fehlende ökonomische Perspektiven für Jugendliche sind ein Hauptproblem des Landes. Um gegen den sozialen Ausschluss von Jugendlichen zu kämpfen, werden Jugendkomitees unterstützt, die sich gegen Gewalt einsetzen und welche die Jugendlichen gegenüber den Behörden vertreten. Zudem ermöglicht Solidar Suisse 240 Jugendlichen eine vom Staat anerkannte Berufsbildung und unterstützt sie beim Finden eines Arbeitsplatzes in Kooperation mit kommunalen Arbeitsvermittlungsstellen und engagierten Unternehmen.
20'000 Franken für das Projekt „den Frieden bei der Landbevölkerung sichern helfen“, Kolumbien (Peace Watch Switzerland)
Kolumbien ist gefangen im ältesten Guerillakrieg Lateinamerikas. Hintergrund des Konflikts ist der Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen. Peace Watch Switzerland beobachtet und begleitet bäuerliche Gemeinschaften, die in einem Landkonflikt stehen und sich gewaltfrei für ihre verfassungsmässigen Rechte einsetzen. Die Präsenz der freiwilligen Menschenrechtsbeobachter von PWS bietet den Begleiteten Schutz und Sicherheit, um den Anspruch auf ihre Lebensgrundlage – das Land, das sie bebauen – geltend zu machen, Mechanismen für den Selbstschutz zu entwickeln und den Einsatz für ihre Rechte voranzutreiben. Ziel ist die nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlage dieser Gemeinschaften und ihre Teilhabe am Friedens- und Konfliktlösungsprozess in Kolumbien.
20'000 Franken für das Projekt „Internationaler Schutz und Stärkung lokaler Menschenrechtsorganisationen“, Honduras (PBI Peace Brigades International)
Honduras ist eines der ärmsten Länder in Lateinamerika und gilt als eines der gefährlichsten der Welt. Das Langzeit-Projekt in Honduras dient dazu, die Organisationen und Menschenrechts- verteidiger/innen (MRV) durch die Präsenz internationaler Freiwilligenteams zu schützen und die Menschrechtslage international zu beobachten. Anwältinnen und Anwälte, Bäuerinnen und Bauern sowie indigene Gemeinschaften nehmen hier einen wichtigen Platz ein. Sie sind die wichtigsten Akteure, um die Konflikte und Probleme öffentlich anzusprechen. Zudem sind sie ein wichtiges Bindeglied, um gewaltfreie Konfliktlösungen, basierend auf internationalen Normen und Konventionen, bekannt zu machen. Zu den Aktivitäten der Organisatin gehören unter anderem Schutzbegleitung und Beobachtung bedrohter Organisationen und Aktivistinnen und Aktivisten, der Dialog mit Zivil- und Militärbehörden oder die Schulung in friedlicher Konfliktlösung.
35'000 Franken für das Projekt „Weiterentwicklung des Mikrofinanz-Programms“, Ghana (Das Hunger Projekt)
Kreditmangel, fehlende Infrastruktur, wenig Zugang zu modernen Technologien, Märkten und Dienstleistungen im Agrikultur-Sektor sind die Schlüsselfaktoren für Armut in den ländlichen Gebieten von Ghana. Das vorliegende Programm ist in einem ganzheitlichen Entwicklungskonzept für die Überwindung von Hunger und Armut in ländlichen Dorfgemeinschaften – die sogenannte Epicenter-Strategie – eingebunden. Die Epicenter-Strategie ist in vier Phasen unterteilt und begleitet die Menschen innerhalb von mindestens acht Jahren aus extremer Armut heraus zu einem Leben in Selbständigkeit. Im Verlauf der Mobilisierung bauen sie ein Gebäude (Epicenter), in welchem je nach Bedarf Programme und Einrichtungen in den Bereichen Landwirtschaft, Einkommen, Mikrokredite, Gesundheit, Bildung und Gleichstellung der Geschlechter, angeboten werden. Die Dorfbewohner betreiben und entwickeln diese Programme und das Epicenter nachhaltig weiter. Mit dem Projektbeitrag wird die Realisierung eines weiteren Epicenters finanziert.
30‘000 Franken für das Projekt „ertragreiche Gärten für starke Frauen“, Guatemala (Vivamos mejor)
Trotz harter Arbeit leben im Departement Sololá in Guatemala rund 75% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. 65% der vorwiegend indigenen Kleinkinder leiden an chronischer Unterernährung. Ein Grund dafür ist, dass viele Kleinbauern auf ihren kleinen Parzellen nicht genügend Nahrungsmittel für ihre Familien anbauen können. Die zunehmende Ausbeutung der Böden und die schwierigen klimatischen Bedingungen bedrohen die Kleinbauern zusätzlich. Ein ausgebildeter Agronom und eine Sozialarbeiterin erarbeiten mit den Frauen in Workshops, wie sie ihr knappes Land und das Wasser effizienter nutzen können. Nebst dem nötigen Fachwissen benötigen die Frauen auch Werkzeug und Saatgut. Ziel ist es deswegen, lokale und traditionelle Gemüse- und Kräutergärten zu bestimmen, aus denen die Familien selbst neue Setzlinge ziehen können. Das Projekt fokussiert sich auf Frauen und Mütter in der Region, da hauptsächlich sie für die Ernährung, Gesundheit und Führung von Haus und Hof verantwortlich sind.
25‘000 Franken für das Projekt „Kinderhort für Waisenkinder“, Mosambik (Verein Participamoz)
Das Quartier Muchabje in der mosambikanischen Stadt Macia ist in der Folge der Hochwasserkatastrophe 2013 Rückzugsgebiet und neue Heimat für viele Menschen geworden. Das Quartier ist dadurch als informelle Siedlung herangewachsen, was zu anhaltenden unzumutbaren, von Abhängigkeit geprägten Lebensbedingungen führt. Kinder sind dabei besonders betroffen. Viele wachsen aufgrund von Krankheit, mangels Hygiene und Zugang zu sauberem Trinkwasser, ohne ihre Eltern als Waisen oder Halbwaisen auf. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation im Quartier Muchabje einen Kinderhort für Waisen und bedürftige Kinder aufbauen. Mit kindgerechter Betreuung, gesunder Nahrung und der Möglichkeit auf Schulbildung, soll den Kindern ein Leben mit Zukunft ermöglicht werden. Bestandteile des Projektes sind neben dem Bau und Betrieb des Kinderhorts das Anlegen eines Gemüsegartens zur Selbstversorgung, der Bau eines Trinkbrunnens mit Waschplatz sowie die Nutzung der Räumlichkeiten des Kinderhorts für die Aufklärungsarbeit in den Bereichen Gesundheit und Hygiene.
20‘000 Franken für das Projekt „benachteiligte Frauen in Essaouira machen eine Berufsbildung“, Marokko (Christlicher Friedensdienst)
Das Projekt in Essaouira richtet sich an soziale und wirtschaftlich benachteiligte Frauen. Die Frauen bekommen mehrheitlich das erste Mal in ihrem Leben Zugang zu Berufsbildung und Arbeitsvermittlung. Die wirtschaftlich schwierige Situation in Essaouira bedingt, dass die Frauen trotz fehlender Ausbildung ihre Familien mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser halten müssen. Ziel des Projektes ist es, Frauen aus schwierigen sozialen und ökonomischen Situationen darin zu stärken, dass sie autonomer werden. Sie schliessen erfolgreich eine auf sie zugeschnittene und staatlich anerkannte kombinierte Berufsbildung in Kochen, Patisserie und Zimmerservice ab und erhöhen so ihre Chancen für eine Anstellung in der Tourismusbranche. Sie lernen ihre Rechte kennen und können diese entsprechend einfordern.
30‘000 Franken für das Projekt „Gesundheit für Mütter und Neugeborene“, Simbabwe (SOLIDARMED)
Die Bevölkerung in Simbabwe ist sehr jung, 40% der Bewohner sind unter 15 Jahren. Die Muttersterblichkeit in Simbabwe liegt über dem afrikanischen Durchschnitt. Ziel des Projektes ist es, die Qualität der medizinischen Versorgung von Müttern und ihren Neugeborenen in den Gesundheitseinrichtungen zu verbessern und die Übertragung des HIV-Virus von der Mutter auf das Kind zu verhindern. Das medizinische Angebot für Mütter und Neugeborene soll in den Distrikten Zaka und Bikita verbessert werden. Die Kenntnisse des Gesundheitspersonals werden durch verschiedene Schulungen verbessert und die Umsetzung des Erlernten am Arbeitsplatz durch Mentoring-Besuche begleitet. In 20 Gesundheitseinrichtungen wird die Infrastruktur – insbesondere der Entbindungsräume – verbessert.
30‘000 Franken für das Projekt „HIV/AIDS betroffene Kinder und Jugendliche stärken“, Simbabwe (Terre des hommes Schweiz)
Mit einer HIV-Prävalenz von 15% ist Simbabwe eines der meist betroffenen Länder Afrikas. Jährlich sterben heute noch über 25‘000 Menschen an den Folgen von AIDS. Standort des Projektes ist die Stadt Bulawayo, mit knapp 700‘000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt in Simbabwe. Bulawayo ist eine wichtige Durchgangsstation für Migranten auf der Suche nach Arbeit in Südafrika oder Botswana und somit besonders betroffen von der HIV-Pandemie. Das Projekt richtet sich auf die Einrichtung und Stärkung eines psychosozialen Angebots aus, welches im Mpilo-Spital sowie an Schulen und in Gemeinden durchgeführt wird. HIV positive Jugendliche befassen sich durch erlebnispädagogische Methoden mit Erinnerungsarbeit. Dabei werden ihre Sozial- und Lebenskompetenzen gestärkt. Parallel dazu wird das Umfeld der Jugendlichen (Eltern, Lehrpersonen, Pflegepersonal) für die Bedürfnisse der Jugendlichen sensibilisiert.
20‘000 Franken für das Projekt „Medizinische Checks für Schulkinder“,
Indien (Stiftung Calcutta Project Basel)
Die gemeinnützige Stiftung Calcutta Projekt Basel wird von Studierenden der Universität Basel auf freiwilliger Basis getragen. Seit über 20 Jahren betreibt die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit im medizinischen Bereich. Laut letzten Volkszählungen lebt rund ein Drittel der Stadtbevölkerung von Kolkata in Slums. Die Kinder in diesen Elendsvierteln haben kaum Zugang zur medizinischen Grundversorgung und werden kaum über alltägliche Hygiene, eine ausgewogene Ernährung oder AIDS aufgeklärt. Ein Ziel des Projektes ist es, die medizinische Grundversorgung für möglichst viele Schulkinder in den Slums von Kolkata zu gewährleisten. Den Kindern soll die Möglichkeit geboten werden, kostenlos ärztliche Beratung und Untersuchungen in Anspruch zu nehmen. Neben der Aufklärung der Kinder werden auch die Lehrer und Eltern in das Programm miteinbezogen, um das Bewusstsein für Gesundheitsrisiken und vorbeugende Massnahmen möglichst breit fördern zu können.
300‘000 Franken für das Projekt „HIV/AIDS-Projekt in Ifakara“, Tansania
(Swiss TPH)
Der Kanton Basel-Stadt unterstützt langfristig den Aufbau und Betrieb der Chronic Desease Clinic Ifakara, welche sich sowohl für die lückenlose Betreuungskette mit Prävention, HIV-Tests, HIV-Therapien wie auch Langzeitbetreuung einsetzt. Seit der Gründung des St. Francis Referenzspitals in Ifakara vor 13 Jahren hat sich dieses Ambulatorium für chronische Krankheiten zu einer nicht mehr wegzudenkenden Anlaufstelle für über 9‘000 Menschen sowie zu einem Zentrum für AIDS-Forschung und Ausbildung entwickelt. Seit der Inbetriebnahme der Klinik konnten über 100 Personen im Gesundheitssektor auf verschiedenen Stufen der Betreuung von HIV/AIDS-Patienten ausgebildet werden, wovon einige an anderen Kliniken des ganzen Landes ihr Wissen umsetzen. Die gesprochenen Beiträge des Kantons Basel-Stadt haben es ermöglicht, die Versorgung einer ländlichen Bevölkerung aufzubauen und weiter zu entwickeln, welche sonst mit grosser Sicherheit keine HIV- und Tuberkulose-Betreuung erhalten hätte.