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Amidosäuren,
organische Säuren, in denen ein Wasserstoffatom, das nicht zur COOH-Gruppe gehört, durch die Amidogruppe
NH2 ersetzt ist, wie z. B. im
Glykokoll (s. d.) oder der
Amidoessigsäure, NH2.CH2.COOH ^[NH2CH2.COOH].
Die
Amidosäuren spielen eine wichtige Rolle im tierischen Organismus und bilden sich zum
Teil bei der Spaltung von
Eiweißstoffen. Sie
können auch synthetisch dargestellt werden und haben die Eigentümlichkeit, daß sie infolge der Anwesenheit der basischen
Amidogruppe und der sauren Carborylgruppe
Basen und Säuren zugleich sind, d. h. sowohl mit Säuren als
auch mit
Basen beständige
Salze liefern.
Die Reaktion der
Amidosäuren ist neutral, da sich die Wirkungen der beiden entgegengesetzten Gruppen aufheben. Man
unterscheidet alpha-, beta- gamma-
Amidosäuren u.s. w., je nachdem sich die Amidogruppe am ersten, zweiten, dritten u. s. w.
Kohlenstoffatom, von der Carboxylgruppe aus gerechnet, befindet. Die wichtigsten sind außer dem
Glykokoll das
Alanin (alpha-Amidopropionsäure, CH3.CH(NH2)).COOH ^[CH3.CH(NH2)).COOH]) und das
Leucin (alpha-Amidocapronsäure,
C4H9.CH. (NH2).COOH ^[C4H9.CH. (NH2).COOH]). Von den isomeren Säureamiden (s.
Amide) unterscheiden sie sich durch die festere
Bindung der Amidogruppe, welche durch
Kochen
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forlaufend
mit Alkalien nicht als Ammoniak abgespalten werden kann (ähnlich wie bei den Aminen).