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Andrew Walo, Nachfolger des heutigen Economiesuisse-Präsidenten Heinz Karrer, plädiert im Schweizer Energiegeschäft für mehr Markt. Für die Schwarzmalerei der Branche hat er wenig Verständnis.
Der künftige Chef des Stromversorgers Axpo, Andrew Walo, will im Schweizer Energiegeschäft mehr Markt. Er sei gegen weitere Subventionstöpfe und gegen die Errichtung von Kapazitätsmärkten, die Geld für das Bereithalten von Kraftwerken zahlten, sagte er der «Sonntagszeitung».
Von den heute 800 Stromversorgern in der Schweiz würden nicht alle überleben, sagte Walo, der im Februar an die Spitze des Konzerns rücken soll. Der Doppelbürger der Schweiz und Grossbritanniens tritt an der Spitze der Gruppe, die den Nordostschweizer Kantonen gehört, die Nachfolge des heutigen Economiesuisse-Präsidenten Heinz Karrer an.
Branche geht es nicht gut
Der Branche geht es angesichts von tiefen Stromhandelspreisen und den Umwälzungen ausgelöst durch den Energiewandel aktuell nicht gut. In der vergangenen Woche teilte die Axpo mit, dass der Gewinn im Rechnungsjahr 2012/13 um fast ein Viertel auf 213 Millionen Franken gefallen sei. Über die letzten zwei Jahre schrieb der Konzern über 1 Milliarden Franken auf der Werthaltigkeit von Kraftwerken, Beteiligungen und Verträgen ab.
«Ich bin nicht so pessimistisch wie andere», sagte Walo im Interview zur Zukunft der Branche. Es gebe aber eine steigende politische Einflussnahme im Energiesektor und zu wenig Markt: «Wenn alle Kunden frei wählen könnten, setzten sie die richtigen Signale für die Stromproduzenten. Die müssen sich nach der Decke strecken oder sie verschwinden.»
(sda/vst)