Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03551.jsonl.gz/2583

Die Meldung kommt etwas überraschend: Eigentlich waren Tom Lüthi und sein derzeitiger Rennstall nahe daran, eine Verlängerung des Engagements für das nächste Jahr zu beschliessen. Die unbefriedigenden Resultate der letzten Monate haben nun aber auf beiden Seiten zu einem Umdenken geführt. Wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA aus gut unterrichteter Quelle erfahren hat, wird der 125er-Weltmeister von 2005 in ein neues Team wechseln.
Der mit Ambitionen auf den WM-Titel in die durch die Coronavirus-Pandemie arg durcheinander geschüttelte Saison gestartete Lüthi konnte nie an die guten Testergebnisse im Februar und an das starke letzte Jahr anknüpfen. Ein 5. Rang beim GP der Steiermark war sein bislang bestes Resultat.
Es gelang dem Emmentaler und seiner Technikercrew nie, die perfekte Abstimmung zu finden. Das führte auf beiden Seiten zu grosser Unzufriedenheit und am Ende zum einvernehmlichen Entschluss, die Zusammenarbeit am Ende dieser Saison zu beenden.
Gemäss der Website speedweek.com wird Lüthi durch den aus der Moto3 aufsteigenden Italiener Tony Arbolino ersetzt. Mit seiner Erfahrung und seinem erwiesenen Können in der Moto2 wird der Schweizer kein Problem haben, ein neues Team zu finden. Der neue Arbeitnehmer dürfte noch an diesem Wochenende bekannt werden.
Mit Ausnahme seines missglückten Abstechers in die MotoGP gehörte Lüthi seit 2010 im WM-Gesamtklassement immer zu den Top 6 der zweithöchsten Klasse. Vor dem GP von Katalonien an diesem Wochenende belegt er aber nur den 9. Zwischenrang. In den Freitagstrainings verbesserte er sich in der zweiten - allerdings langsameren - Session auf den 9. Platz. Lüthi muss sich allerdings am Samstagmorgen steigern, wenn er sich direkt für das Q2 qualifizieren will.
(sda)