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Umwelt im Kanton St.Gallen
Verwaltung und Regierung
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Umweltglossar
I
Immissionsgrenzwerte für Lärm und Erschütterungen
Sie sind die eigentlichen "Leitwerte" des Lärmschutzrechts. Sie stellen die generelle Schädlichkeits- und Lästigkeitsgrenze dar und sind so festzulegen, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören (vgl. Art. 15 USG).
Immissionsgrenzwerte für Luftverunreinigungen
Die Immissionsgrenzwerte für Luftverunreinigungen sind so festzulegen, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte
- Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume nicht gefährden;
- die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören;
- Bauwerke nicht beschädigen;
- die Fruchtbarkeit des Bodens, die Vegetation und die Gewässer nicht beeinträchtigen (vgl. Art. 14 USG).
Immissionen
Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen werden am Orte ihres Einwirkens als Immissionen bezeichnet.
Inertstoffe
Stoffe, welche ein geringes Schadstoffpotential und eine geringe Löslichkeit aufweisen und zu mehr als 95 Gewichtsprozent (Trockensubstanz) aus gesteinsähnlichen Bestandteilen bestehen (vgl. auch Inertstoffdeponie).
Inertstoffdeponie
Auf Inertstoffdeponien dürfen nur folgende Materialien abgelagert werden:
- Inertstoffe;
- inerte Bauabfälle;
- unverschmutztes Aushub-, Abraum- und Ausbruchmaterial, welches nicht verwertet werden kann.
Infiltration
Das Eindringen einer Flüssigkeit in einen Filter oder ein Durchfliessen des Filters, beispielsweise die Versickerung von Regenwasser im Boden bezeichnet man als Infiltration.
Inhaber
Die natürliche oder juristische Person, welche allein oder zusammen mit andern Personen die Betriebsverhältnisse bestimmt und verantwortet, wird als Inhaber bezeichnet. Inhaber eines Betriebes ist somit, wer tatsächlich und rechtlich in der Lage ist, den durch das Gesetz vorgesehenen Verpflichtungen nachzukommen.
Als Inhaber eines Verkehrsweges gilt bei der Eisenbahn der Inhaber der Schienenanlage und bei den Strassen dasjenige Gemeinwesen, welches - allein oder zusammen mit andern Gemeinwesen - die Gegebenheiten der Strasse (z.B. beim Bau, Unterhalt und Betrieb) verantwortet.
Initiierung eines Störfalles
Am Anfang eines Störfalles steht ein Ereignis, das zu einer Abweichung vom bestimmungsgemässen Betrieb führt, die nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden kann. Diese Störfallauslösung oder Initiierung kann von innen oder von aussen erfolgen.
Als betriebsinterne Auslöser kommen u.a. in Frage:
- technisches Versagen von Anlageteilen (Behälterleck, Steuerungsdefekt, Alterung, Korrosion)
- organisatorische Mängel (z.B. unzureichende Betriebs- und Arbeitsanleitungen, ungenügende Ausbildung, zu wenig Personal, ungeeignetes Personal, Zusammenlagern von nichtkompatiblen Stoffen)
- menschliches Versagen (Nichteinhalten von Vorschriften, Unaufmerksamkeit)
- Sabotage
als externe Auslöser kommen u.a. in Frage:
- Überschwemmung, Erdrutsch
- Erdbeben
- Flugzeugabsturz oder andere mechanische Einwirkungen von aussen (z.B. Trümmerwurf, entgleisendes Schienenfahrzeug, von der Fahrbahn abkommendes Strassenfahrzeug)
- Brand/Explosion von Anlagen Dritter
- Terrorismus, Vandalismus
Integrierte Produktion
Der ökologischer Leistungsnachweis (ÖLN, früher integrierte Produktion genannt) stellte bei der Einführung im Jahr 1993 eine ökologische Art der landwirtschaftlichen Produktion dar. Im Rahmen der neuen Landwirtschaftsgesetzgebung und der Einführung der Direktzahlungen wurde der ökologischer Leistungsnachweis zum Standard erklärt und ist heute eine Grundvoraussetzung für den Erhalt der Direktzahlungen.
Isohypse
Höhenlinien, auch Isohypsen oder Höhenschichtlinien genannt, werden in Karten benutzt, um in der ebenen Abbildung des Geländes die Höheninformationen darzustellen. Hierzu werden in regelmässigen Intervallen (Äquidistanz) alle Punkte gleicher Höhe durch eine Kurve verbunden.
In Gewässern werden die Isohypsen als Tiefenlinien bezeichnet. Sie geben die Reliefoberfläche des Meeres- oder Seegrundes wieder.