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Um eine Arbeitslosenentschädigung gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG geltend zu machen, bedarf es eines anrechenbaren Arbeitsausfalls gemäss Art. 11 Abs. 1 AVIG. Dieser besteht grundsätzlich nur dann, wenn der Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer eine Normalarbeitszeit vereinbart hat. Diese Voraussetzung erfüllt die (echte) Arbeit auf Abruf regelmässig nicht, weshalb die Rechtsprechung es zulässt, auf eine Normalarbeitszeit zu schliessen, wenn der auf Abruf erfolgte Einsatz während längerer Zeit im Wesentlichen konstant war. Liegen Schwankungen von mehr als 20% nach unten oder oben vor, kann keine Normalarbeitszeit ermittelt werden und liegt daher auch kein anrechenbarer Arbeitsausfall vor. Im Fall einer Tagesmutter ist für die Feststellung der Schwankungen nicht von der tatsächlichen Arbeitszeit (welche nicht direkt abhängig von der Anzahl der gleichzeitig betreuten Kinder ist), sondern von der Betreuungszeit (welche sich aus der Anzahl Stunden pro betreutem Kind ergibt) auszugehen.