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Die Ausgangslage hätte für diese geschichtsträchtige Erstrundenpartie der French Open am 29. Mai 2012 klarer nicht sein können. Auf der einen Seite stand mit Serena Williams eine damals bereits 13-fache Grand-Slam-Gewinnerin, die mit einer Serie von 24 gewonnenen Matches in Roland Garros antrat.
Auf der anderen Seite schritt mit Virginie Razzano eine 30-jährige Französin auf den Court, die im WTA-Ranking bis auf Platz 111 zurückgefallen war und bloss dank einer Wild Card überhaupt in Paris antreten durfte.
Ein Sieg für den toten Verlobten
Eine zusätzliche Note erhielt die Partie, da Razzano und Williams bereits 2011 an derselben Stelle gegeneinander antraten. Damals spielte die Französin bloss 8 Tage nach dem Tod ihres Verlobten, der an einem Gehirntumor starb.
Die Lokalmatadorin zeigte 2012 trotz einer Wadenverletzung das Spiel ihres Lebens und rang Williams in einem heroischen Kampf in 3 Sätzen mit 4:6, 7:6, 6:3 nieder. Im Interview nach der Partie widmete Razzano den Sieg ihrem verstorbenen Freund.