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Noch rund 15 Spiele müssen die meisten NHL-Teams absolvieren bis zum Ende der Regular Season. Neun von sechzehn Plätzen sind wohl bereits vergeben. Doch um die restlichen sieben «balgen» sich fast doppelt so viele Teams.
Blicken wir zuerst in den Osten, wo das Rennen etwas weniger eng ist. Tampa Bay, Boston, Toronto, Washington und die Islanders können die Playoffs bereit planen. Grundsätzlich ist es dieses Jahr im Osten schwieriger, sich für die Playoffs zu qualifizieren als im Westen.
Auf dem dritten Platz der Metropolitan Divison mit einem kleinen Polster liegt Pittsburgh. Den Penguins fehlt es dieses Jahr an Konstanz. Obwohl sie jedes Team schlagen könnten, haben sie 2019 noch nie mehr als drei Siege aneinander gereiht. In der Nacht auf heute gewannen sie das erste von zwei Duellen mit dem direkten Konkurrenten Columbus. Das könnte vorentscheidend sein.
Carolina hat im Februar und in März zwölf von 16 Spielen gewonnen. So stiessen Nino Niederreiter und Co. zwischenzeitlich bis auf den dritten Rang der Metropolitan Division vor. Mittlerweile hat Pittsburgh sie aber überholt. Auch bei Carolina vermag es keine Ausrutscher zu leiden, denn der Vorsprung auf Columbus, das auf dem dritten Wild-Card-Platz knapp ausserhalb der Playoffs liegt, beträgt nur zwei Punkte.
Die Canadiens haben schon ein oder zwei Spiele mehr absolviert als die direkte Konkurrenz im Kampf um die Playoffs. Die Form ist den «Habs» zuletzt etwas abhanden gekommen. Von den letzten zehn Spielen haben sie nur fünf gewonnen. Zum Abschluss der Regular Season spielt Montreal noch gegen Tampa, Washington und Toronto. Drei extrem harte Gegner, falls es noch um alles oder nichts geht.
Columbus hat in den letzten zehn Spielen sogar noch eine leicht schwächere Bilanz als Montreal. Die Form zeigt nach unten. Die Blue Jackets treffen zwar auf eher einfache Gegner, haben aber noch zehn Auswärtsspiele zu absolvieren. Und vier Mal haben sie zwei Spiele hintereinander ohne einen Tag Pause dazwischen. Verlieren sie die beiden nächsten Spiele gegen Pittsburgh, kann es sehr schwierig werden mit der Playoff-Qualifikation.
Philadelphia hat noch Aussenseiterchancen. Um die Playoffs zu schafften, müssten die Flyers aber eine lange Siegesserie hinlegen, Buffalo und Florida liegen wohl schon zu weit zurück, um noch eingreifen zu können.
Im Westen können Nashville, Winnipeg, Calgary, San Jose und vermutlich auch Vegas mit einem Polster von neun Punkten bereits die Playoffs planen. Dahinter wird es aber extrem eng.
St.Louis hat sich mit einer Serie von elf Siegen hintereinander eine gute Ausgangslage verschaffen. Sieben Punkte Vorsprung auf Arizona sollten eigentlich reichen. Doch es ist St.Louis. Das Team ist ein Meister darin, gute Ausgangslagen zu verspielen.
Die Saison von Dallas ist ein Auf und Ab. Manchmal haben die Stars Wochen, in denen sehr erfolgreich sind, dann folgen wieder Tiefs. Besonders auswärts sind die Texaner schwach. Wenigstens können sie die Mehrheit ihres Restprogramms vor eigenem Anhang absolvieren. Es stehen noch je zwei Direktduelle mit Colorado und Minnesota an. Die werden entscheidend.
Minnesota liegt einen Punkt hinter Dallas (bei einem Spiel mehr) und drei Punkte vor Arizona. Ende Februar hatten sie eine Siegesserie von fünf Spielen am laufen, nun haben sie sogar den souveränen Leader Tampa mit 3:0 geschlagen. Die Wild sind auf bestem Weg dazu, sich in die Playoffs zu kämpfen.
Auch Arizona meldet sich im Playoff-Rennen wieder zurück. Die Coyotes sind so richtig heiss und haben acht ihrer letzten zehn Spiele gewonnen. Für das Team aus der Stadt Glendale spricht zudem, dass sie ein gutes Auswärtsteam sind und noch acht Spiele in fremden Stadien absolvieren.
Nach hervorragenden Wochen im November und Dezember hat sich Colorado nach hinten orientieren müssen. Auf Siegesserien folgten auch viele Niederlagen. Dennoch können die «Avs» die Playoffs immer noch schaffen. Sie profitieren beim Spielplan davon, dass sie nur einmal zwei Partien an Tagen direkt hintereinander haben.
Dahinter liegen Edmonton, Chicago und Vancouver. Auch für sie wären die Playoffs theoretisch noch möglich. Dafür braucht es aber einen überragenden Schlussspurt.
Roman Josi, Yannick Weber (beide Nashville), Timo Meier (San Jose) und auch der momentan in der AHL spielende Jonas Siegenthaler (Washington) werden in den Playoffs mit dabei sein. Auch Luca Sbisas New York Islanders werden den Sprung wohl schaffen. Ob der Zuger dann auch zum Einsatz kommen wird, ist allerdings fraglich.
Kevin Fiala (Minnesota) ist nach dem Trade zu den Wild plötzlich mittendrin im Playoff-Kampf. Er duelliert sich mit Sven Andrighetto (Colorado Avalanche). Es kann gut sein, dass mindestens einer der beiden die Playoffs nicht erreicht. Da beide aber über auslaufende Verträge verfügen, ist eine WM-Teilnahme unwahrscheinlich. Sven Bärtschi (Vancouver) ist immer noch verletzt. Gut möglich, dass er in dieser Saison keine Spiele mehr bestreitet.
Im Osten sind Nino Niederreiter (Carolina) und Dean Kukan (Columbus) in den Kampf verstrickt. Sollten sie es nicht schaffen, wären wohl beide an der WM dabei.
Dasselbe gilt auch für Nico Hischier, der nächste Woche nach leichter Verletzung ins Kader der abgeschlagenen Devils zurückkehren sollte. Mirco Müller dagegen hat einen auslaufenden Vertrag. Für Denis Malgin und die Florida Panthers sind die Playoffs ein gutes Stück weg. Doch auch der Vertrag des jungen Centers läuft aus. An der WM kann man wohl nicht mit ihm rechnen.