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Der Mietpreisindex misst die Entwicklung der Nettomieten der dauerhaft zu Wohnzwecken vermieteten Wohnungen in der Schweiz. Das Resultat fliesst direkt in den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) ein, der die Teuerung der Waren und Dienstleistungen in der Schweiz misst. Mit rund 18% der Ausgaben eines Haushaltes stellt die Nettomiete den grössten Ausgabenposten des LIK dar. Die Entwicklung der Mietpreise hat dadurch einen entsprechend grossen Einfluss auf die Ergebnisse des LIK.
Die Mietpreiserhebung wird in drei Schritten durchgeführt.
Schritt 1 Erhebung bei den Privathaushalten: Das Ziel der ersten Etappe ist es, Mietwohnungen von Eigentumswohnungen zu unterscheiden und bei Mietsituation die Kontaktdaten der Vermieter/innen zu erhalten. Für Mieter/innen sowie Eigentümer/innen, welche die ausgewählte Wohnung selbst bewohnen, ist die Erhebung damit erledigt.
Schritt 2 Erstbefragung der Vermieter/innen: Das Ziel der zweiten Etappe ist es, die wichtigsten Merkmale (Grösse, Baujahr, Ausstattung, usw.) und die Nettomieten der Wohnungen zu erfassen.
Schritt 3 Folgebefragung der Vermieter/innen: Das Ziel der folgenden Befragungen ist es, die Entwicklung der Nettomieten zu messen. Die Miete der ausgewählten Wohnungen wird während maximal zwei Jahren vierteljährlich erhoben.
Die Vermieter/innen können die Fragebogen der Folgebefragung der Vermieter/innen Online ausfüllen. Die Fragebogen der Erhebung bei den Privathaushalten und der Erstbefragung der Vermieter/innen können im Moment nur in Papierform beantwortet werden.
Alle Daten werden streng vertraulich behandelt und ausschliesslich für statistische Zwecke verwendet. Der Datenschutz wird durch das Bundesstatistikgesetz (SR 431.01), die Verordnung über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes (SR 431.012.1) und das Bundesgesetz über den Datenschutz (SR 235.1) sichergestellt.
Der Mietpreisindex wird vierteljährlich veröffentlicht. Die aktualisierten Resultate werden im März, Juni, September und Dezember auf der Webseite des BFS publiziert.
Die Adressen der Wohnungen werden per Zufallsprinzip aus dem Stichprobenrahmen für Wohnungen gezogen. Die Datengrundlage bildet der Stichprobenrahmen für Personen- und Haushaltserhebungen des BFS, welcher sich auf die amtlichen Personenregister der Gemeinden und Kantone abstützt.
Der Begriff „Wohnungen“ umfasst in dieser Erhebung ebenfalls Einfamilienhäuser.
Im Mietpreisindex werden ausschliesslich die Mieten von Wohnungen berücksichtigt, die zu Wohnzwecken vermietet werden. Aus dem BFS-Stichprobenrahmen, auf dessen Grundlage die Stichprobe gezogen wird, geht nicht hervor, ob die ausgewählte Wohnung vermietet ist. Deshalb ist es notwendig, dass auch die Eigentümer/innen den Fragebogen ausfüllen, damit das BFS ihre Wohnung aus der Stichprobe entfernen kann. Wenn Sie Eigentümer/in sind, genügt es indessen, die Frage 1 im Fragebogen zu beantworten.
Jede Mietpreisangabe ist wichtig für die Zuverlässigkeit der Resultate des Landesindexes der Konsumentenpreise. Als Vermieter/in repräsentieren Sie zusammen mit anderen Vermieterinnen / Vermieter eine wichtige Seite des Mietwohnungsmarktes. Wegen der grossen Bedeutung der Mieten im Haushaltsbudget und für die Messung der Teuerung wurde die Erhebung für Vermieter/innen als obligatorisch erklärt. Als rechtliche Grundlage dienen das Bundesstatistikgesetz (BStatG; SR 431.01) und der Artikel 6 der Verordnung über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes (Statistikerhebungsverordnung; SR 431.012.1).
Der Mietpreisindex wird jeweils an einem vordefinierten Referenzdatum berechnet. Aufgrund der Stichprobengrösse und des schrittweisen Ablaufs beansprucht die Mietpreiserhebung eine Vorlaufzeit von zirka 2 Monaten. Ihre Antworten sollten sich deshalb immer auf das angegebene Referenzdatum beziehen (mit den Informationen, die Ihnen zum Zeitpunkt des Ausfüllens bekannt sind).
Nach der Erstbefragung, in der die Mieten und die Merkmale der Wohnungen erfasst werden, werden die Vermieter/innen während maximal 7 weiteren Quartalen nach allfälligen Änderungen befragt. In der Schweiz haben viele Mieter/innen eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Daher macht eine quartalsweise Erhebung von allfälligen Änderungen Sinn. Um den Aufwand für die Erhebung auf ein notwendiges Minimum zu beschränken werden die Angaben des Vorquartals jeweils vorgedruckt, so dass nur Änderungen einzutragen sind. Auch wenn sich nichts geändert hat, ist dies für die Mietpreisentwicklung eine relevante Information.
KontaktBundesamt für Statistik Sektion Preise
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