Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/152964

<h2>SubmittedText<h2><p>In China sind mehrere Dutzend Atomreaktoren im Bau, einige davon auf der Basis von Flüssigsalz. Bei diesen ist eine Kernschmelze wie in Fukushima physikalisch nicht möglich. Der Wirkungsgrad ist aber viel höher und darum auch die Abfallproblematik deutlich geringer. Eine Reise nach China, welche 2013 stattfand, musste leider ohne Teilnehmer aus dem Bundesamt für Energie auskommen.</p><p>- Warum wurden diese Personen im letzten Moment abgezogen?</p><p>- Interessiert sich der Bundesrat nicht für neue Entwicklungen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die wissenschaftlichen Kompetenzen des Bundes im Bereich der Kernenergie liegen bezüglich Fusionsforschung beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, bezüglich der Kerntechnikforschung beim ETH-Rat und bezüglich der regulatorischen Sicherheitsforschung beim Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat. Das Bundesamt für Energie verfolgt im Rahmen seiner Forschungsprogramme die Entwicklungen im Bereich der Kernenergie und bearbeitet spezielle Fragen der Entsorgungsforschung.</p><p>Der Bundesrat sieht in der Energiestrategie 2050 ein Technologiemonitoring vor, welches auch die Kernenergie umfasst. Im Speziellen sollen auch die internationale Entwicklung und der Fortschritt der verschiedenen Energietechnologien betrachtet werden. Daher beantragt er, einen neuen Artikel 74a ins Kernenergiegesetz einzufügen, welcher die Berichterstattung über die Entwicklung der Kernenergietechnologie regelt.</p><p>2013 und 2014 fanden informelle Reisen des Paul-Scherrer-Institutes im Zusammenhang mit Flüssigsalzreaktoren statt - 2014 beispielsweise in Kombination mit einer Konferenz in China. Die erwähnte Reise 2013 war dem Bundesamt für Energie bekannt. Aus Ressourcengründen war jedoch eine Teilnahme nicht möglich.</p>