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- Don-Alvin Adegeest |
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Millennials geben weniger aus, denken aber mehr über Käufe nach. Laut Daten des Meinungsforschungsinstituts KRC kann diese „Kauf weniger, Kauf besser"-Philosophie als Alternative zum Überangebot an Fast-Fashion gesehen werden.
Die Studie hat in Zusammenarbeit mit der Diamond Producers Association (DPA) eine Gruppe von tausend Millennials, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden zu deren Einstellung bezüglich Luxusgütern (Taschen, Schuhe, Schmuck und Kleidung) befragt. 89 Prozent der Befragten bevorzugen Originalprodukte anstatt gefälschter Produkte und 85 Prozent würden sich für Fälschungen vor allem im Luxussegment schämen.
Qualität scheint Vorrang vor Quantität zu haben, da 94 Prozent sich dafür entscheiden, nur ein Original-Luxusprodukt zu besitzen, anstatt viele weniger wertvolle.
Authentizität ist der Schlüssel
Deborah Marquardt, Chief Marketing Officer bei DPA, erklärt: „Millennials definieren Luxus jenseits des Preises. Wenn sie den Kauf von Luxusartikeln bewerten, suchen sie Echtheit, Einzigartigkeit und Produkte, die nicht-massenproduziert sind und einen Sinn und Wert haben."
Offensichtlich hat die Zunahme des wirtschaftlichen Wohlstands bei den sehr jungen und der Aufschwung der Reseller von Luxusprodukten wie Vestiaire Collective und The RealReal die Wertschätzung von Authentizität bei jungen Menschen begünstigt.
Besser einkaufen bedeutet, dass Verbraucher, insbesondere Millennials, ‚Consumer Activists’ sind und über ihre Kaufkraft Druck ausüben. Ein neuer Bericht namens "Battle of the Wallets: Die sich wandelnde Landschaft des Verbraucheraktivismus", der von Weber Shandwick in Zusammenarbeit mit KRC Research in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass 83 Prozent der Consumer Activists in Großbritannien und den USA bereits über ihre gezielten Käufen oder Kaufenthaltungen Firmen oder Produkte boykottiert haben.
Von den 2.000 befragten Konsumenten ist die Hauptmotivation für ein solches ‚BUYcott‘-Verhalten, den Ruf eines Unternehmens oder einer Marke zu unterstützen. Dies wurde von fast allen BUYcottern (48 Prozent) angeführt. Eine weitere Motivation für Boykotteure kann es sein, eine Veränderung in der Art und Weise, wie ein Unternehmen oder eine Marke Geschäfte tätigt, herbeizuführen. Dies liegt als Motivator (36 Prozent) weit vorne, was jedoch fast mit dem Boykottziel den Ruf einer Marke zu schädigen (35 Prozent) gleichauf liegt. Sowohl in Boykott- als auch in BUYcott-Fällen treten die Auswirkungen auf den Umsatz in den Hintergrund, Auswirkungen auf die Reputation der Marke stehen im Vordergrund.
Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ
Bild: Marchesa Homepage