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Der Unterschied zwischen Kampfsport oder Kampfkunst liegt darin, dass Kampfkunst eine Kunstform ist, die den Fokus auf die Entwicklung des Individuums legt, während Kampfsport eine sportliche Disziplin ist, die auf Wettkämpfe ausgerichtet ist. Beispiele für Kampfkunst sind Karate und Taekwondo, während Boxen als Kampfsportart gilt. Ein Stil bezieht sich auf eine spezifische Technik und Herangehensweise an eine Sportart oder Kampfkunst. Kampfsportler sind Personen, die eine Kampfsportart aktiv ausüben. Disziplin ist ein wichtiger Bestandteil, da sie die Entwicklung von Fokus und Konzentration fördert. Kämpferisch bezieht sich auf die Haltung und Bereitschaft eines Kampfkünstlers oder Kampfsportlers, um in einer Auseinandersetzung zu kämpfen.
Kampfsport oder Kampfkunst – was ist der Unterschied?
Oft wird von den Begriffen Kampfkunst und Kampfsport gleichwertig gesprochen als gäbe es keinerlei Unterschied. Viele, die einen Kampfsport oder eine Kampfkunst erlernen möchten, verfolgen das Ziel, sich besser gegen Angreifer zur Wehr setzen zu können. Daher finden hier manchmal Verwechslungen statt.
Tatsächlich können Kampfsportarten und Kampfkünste beide dazu beitragen, dass man bei einer physischen Konfrontation überlegen ist: Einerseits, indem die Beweglichkeit, die Kraft und das Körpergefühl verbessert werden und andererseits, weil bei vielen Kampfsportarten und Kampfkünsten entsprechende Techniken gelehrt werden, um den Gegner auszuschalten.
Deshalb wundert es weniger, dass gerade Einsteiger in die Welt des Kampfsports noch nicht wissen, dass beide Begriffe etwas ganz Anderes meinen. Wir grenzen im Folgenden die Begriffe Kampfsport und Kampfkunst voneinander ab und erklären auch Ihr Potential in Bezug auf die Selbstverteidigung.
Die Ziele beim Kampfsport
Beim Kampfsport geht es vor allem um die sportliche Herausforderung mit dem Ziel, Wettkämpfe zu bestreiten. Damit geht einher, dass alle Techniken an Regeln gebunden sind, damit der Kampfsport einen fairen Wettkampf ermöglicht.
Es findet eine Unterteilung aller Teilnehmer in Gewichtsklassen statt, damit ein gleichwertiger Kampf überhaupt möglich ist. Olympische Grundgedanken bestimmen beim Kampfsport das Training und verbieten entsprechend bestimmte Techniken, die den Gegner als Beispiel schwer verletzen könnten.
Um die Einhaltung der strengen Regeln zu kontrollieren ist es beim Kampfsport normal, dass ein Kampfrichter anwesend ist. Dieser kann Regelverstösse ahnden und entscheidet, wann der Kampf beendet ist.
Jeder, der einen Kampfsport ausübt, verbessert seine Fähigkeiten, um mit Angreifern ausserhalb des Wettkampfes fertig zu werden. Der Grundgedanke ist hier aber definitiv sportlicher Natur.
Die Ziele bei der Kampfkunst
Ursprünglicher und vielseitiger als der Kampfsport ist hingegen die Kampfkunst. Die Kampfkünste haben in der Regel eine lange Tradition, sind besonders im asiatischen Raum fester Bestandteil der Kultur und haben teilweise auch religiösen bzw. spirituellen Charakter.
Es gibt Kampfkünste, bei denen es vor allen Dingen um Ästhetik oder sogar Akrobatik geht. Die Genauigkeit der Ausführung steht im Vordergrund und geistige Entwicklung des Schülers soll vorangetrieben werden. Daher ist der Wortbestandteil „Do“ für „der Weg“ in vielen Kampfkünsten enthalten (z.B. Aikido).
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Um den Fortschritt zu dokumentieren, legen die Schüler regelmässig Prüfungen ab, für die sie bei erfolgreicher Absolvierung Auszeichnungen (z.B. Gürtel in verschiedenen Farben) erhalten.
Auch ungleiche Situationen – eine Konfrontation mit einem bewaffneten Gegner – können im Rahmen der Kampfkunst-Ausbildung trainiert werden. Ebenso werden Situationen trainiert, in denen es nicht nur einen Angreifer gibt, sondern gleich mehrere.
Durch diesen Grundgedanken ist die Kampfkunst zum einen vielseitiger und beinhaltet zum anderen Techniken, die einen Gegner kampfunfähig machen sollen. Selbst der Einsatz von Gegenständen, wie z.B. Schwertern, kann Bestandteil der Kampfkunst-Ausbildung sein.
Verbotene Techniken gibt es in der Regel nicht, allerdings können besonders fiese Tritte und Schläge nie realistisch trainiert werden, weil man ja sonst seinem Trainingspartner Schaden zufügen würde. Das schränkt die Praxistauglichkeit der erlernten Kampfkunst-Techniken ein.
Was eignet sich besser zur Selbstverteidigung – Kampfsport oder Kampfkunst?
Durch den theoretischen Aspekt wird die Eignung der Kampfkünste zum Selbstschutz häufig diskutiert. Sicher ist, dass alleine die bessere Beweglichkeit und das gesteigerte Körpergefühl bei einer physischen Konfrontation schon sehr nützlich sein können.
Gleiches gilt auch für Kampfsportarten. Da man hier aber auch im stark reglementierten Bereich trainiert, kann nicht sicher gesagt werden, ob man in einem freien Kampf ohne Regeln seine erlernten Techniken sinnvoll einsetzen kann.
Daher gibt es mit der Selbstverteidigung noch eine dritte Variante. Hierbei wird die Wehrhaftigkeit trainiert, wenn man beispielsweise Opfer eines Überfalls wird. Dann spielt die Ästhetik eine untergeordnete Rolle und es geht eher um effektive „Geheimtechniken“, mit denen man seinen Widersacher ausschalten kann.
Erlaubt ist, was den Angreifer in die Flucht schlägt. Und manchmal geht es vielleicht auch nur darum, sich selbst einen Zeitvorteil zu verschaffen, um die Flucht ergreifen zu können. Bei der Selbstverteidigung wird mehr improvisiert und es geht nicht darum, ein kulturelles Erbe zu wahren oder den sportlichen Wettkampf zu suchen.
Fazit: Unterschiedliche Ziele bei Kampfsport oder Kampfkunst
Die Zielsetzungen bei der Kampfkunst oder Kampfsport ist eine andere. Während es beim Kampfsport um einen Wettkampf geht, handelt es sich bei Kampfkünsten um traditionelle Techniken, die im Training eher angedeutet werden, dem Gegner aber bei korrekter Ausführung grossen Schaden zufügen können.
Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft und Koordinationen werden bei Kampfsportarten und Kampfkünsten gleichermassen trainiert. Im Falle einer physischen Auseinandersetzung mit einem oder mehreren Gegnern ist man dadurch besser vorbereitet.
Wer aber die Selbstverteidigung nicht nur nebenbei erlernen möchte, sondern konkret Techniken erlernen möchte, um sich bestmöglich zur Wehr zu setzen, sollte ein spezielles Training für den Selbstschutz besuchen. Hierbei geht es weder um Regeln (wie bei Kampfsportarten) noch um ästhetische Aspekte (wie bei Kampfkünsten).
Eines haben alle Formen gemeinsam: Kampfsportarten, Kampfkünste oder auch ein praxisnahes Selbstverteidigungstraining helfen dabei, den eigenen Körper besser einzuschätzen und trainieren viele Dinge, welche die körperliche Fitness und die mentale Stärke trainieren. Was machen Sie nun ? Kampfsport oder Kampfkunst
Autor: Patrick Wymann