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Nach 32 Jahren wird Francisco Pinto Balsemão den Bilderberg-Klub verlassen und er hat bereits seinen Nachfolger im Lenkungsausschuss vorgeschlagen. Es ist José Manuel Barroso, der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission und ehemaliger Ministerpräsident Portugals zwischen 2002 und 2005. Balsemão war selber von 1981 bis 1983 portugiesischer Premierminister und gründete danach sein Medienimperium "Impresa", der grösste Medienkonzern Portugals. Zu ihm gehören der Fernsehsender SIC, die Wochenzeitung Expresso und die Zeitschrift Visão. Balsemão ist über seine Mutter ein Ururenkel des brasilianischen Kaisers Peter I.
|Balsemão haben wir 2010 in Sitges, Spanien fotografiert|
Balsemão bestätigte seine Entscheidung gegenüber portugiesischen Medien, den Lenkungsausschuss der Bilderberger verlassen zu wollen, sowie seine Wahl von Barroso als Nachfolger. "Ich dachte, es sei Zeit, den Platz einem anderen Portugiesen zu geben", sagte er. Barroso kennt sich bei den Bilderbergern bestens aus, denn er nahm 2003 und 2005 am Treffen teil und ist seitdem ein Berater der geheimen Gruppe. Der Vorschlag von Balsemão muss noch von den anderen Mitgliedern des inneren Kreises der Bilderberger genehmigt werden, aber es wird ihre Zustimmung erwartet.
|Barroso ist Balsemãos Nachfolger im inneren Kreis der Bilderberger|
Barroso wird demnach am diesjährigen Treffen in Österreich teilnehmen und in seinem "Amt" wohl bestätigt. Der Lenkungsausschuss der Bilderberger trifft sich übrigens zwei Mal im Jahr getrennt vom Rest der Gruppe und bestimmt die Strategie, die Themen und die Teilnehmer des jährlichen Treffens, das kommende Woche im Interalpenhotel in der Nähe von Telfs, Tirol stattfindet. Dieses "Gremium" besteht aus 33 Mitgliedern und wird von Henri de Castries als Vorsitzender geführt, CEO der AXA-Versicherungsgruppe, mit US-Oligarch David Rockefeller als Berater.
Über das Treffen des inneren Kreis der Bilderberger habe ich hier berichtet: "Bilderberg Steering Committee trifft sich in Rom".
Da sage noch einer, mit Barroso als ehemaligen Präsidenten der EU-Kommision und Neuzugang, ist Bilderberg ein harmloser und unwichtiger Verein, die Mitglieder haben nichts zu sagen und es geht uns deshalb nichts an, was sie kommende Woche besprechen. Nur völlige Naivlinge oder Apologeten des kriminellen Systems können das behaupten.
Teilnehmer aus Österreich
Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, werden aus Österreich Bundespräsident Heinz Fischer, der frühere Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Immobilieninvestor René Benko an der Bilderberg-Konferenz teilnehmen. Rudolf Scholten, Mitglied des Vorstandes und Generaldirektor der Oesterreichische Kontrollbank AG, auch Mitglied des Lenkungsausschusses, sowie Oscar Bronner, Gründer der österreichischen Nachrichtenmagazine "trend" und "profil" sowie Herausgeber der ebenfalls von ihm gegründeten österreichischen Tageszeitung "Der Standard", werden ganz sicher dabei sein.
Aus der amtierenden Bundesregierung nimmt dieses Mal offenbar niemand teil. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vize Reinhold Mitterlehner (ÖVP) waren zwar eingeladen, haben aber nach Auskunft ihrer Büros abgesagt. Faymann war bisher drei Mal Gast in der Runde: 2009, 2010 und 2012.
Einer der Regierungschefs die erwartet werden ist der Niederländer Mark Rutte. Ausserdem wird wieder die Führungsetage vieler globaler Konzerne anreisen, wie Eric Schmidt, Chef des Verwaltungsrats bei Google, und Ryan-Air-Gründer Michael O’Leary. Als "Mutter der Bilderberger" oder "Matrone" wird sicher die ehemalige Königin der Niederlande, Beatrix, sowie Ex-Königin Sofia von Spanien teilnehmen. Beatrix ist die Tochter des Bilderberg-Gründers Prinz Bernhard der Niederlande.
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Nachricht an "Claudia", falls sie meine Artikel liest, die in der Nähe des Interalpen wohnt. Bitte bei mir melden: <email-pii>