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Datum: 6. März 2007 ISO 22000: der Zeit voraus? von Foodaktuell Importer Teilen Newsletter Input group with success Ihre E-Mail-Adresse Δ Mit der ISO-Norm 22000 steigen die Anforderungen an die Unternehmen. Diese GHP-Massnahmen (gute Herstellpraxis) sind ein Relikt aus den Zeiten, als die Grossverteiler ihre Lieferanten selbst inspizierten. Sie entschieden, was der Lieferant umzusetzen hatte. Seit der Einführung von HACCP und der Übernahme von mehr Eigenverantwortung ist diese Forderung nicht mehr angebracht. Der Lieferant muss sich die Kompetenzen selbst aneignen, um entsprechende GHP zu bestimmen und umzusetzen sowie eine aussagekräftige HACCP-Studie durchführen. Genau hier setzt ISO-Norm 22000 ein und bietet wertvolle Unterstützung. Sie hat seit ihrer Publikation im Herbst 2005 für viel Gesprächstoff gesorgt. Die Managementsystem-Zertifizierung ISO 22000 fordert Resultate (Nachweise) über die Gefahrenbeherrschung bezüglich Lebensmittelsicherheit und verlangt nicht einfach pauschale, branchenunabhängige GHP-Massnahmen wie die GFSI-Standards BRC und IFS, welche oft zu Verunsicherungen führen. Wie sieht die internationale Entwicklung bei ISO aus? Lebensmittelindustrie: Nestlé und Danone haben entschieden, ihre Fabriken weltweit nach ISO 22000 zertifizieren zu lassen. Die Industrien in Nord-Amerika und Asien haben die europäischen Standards BRC und IFS nicht anerkannt und tendieren zunehmend in Richtung ISO 22000. Grossverteiler: Wal-Mart (die Nr. 1 weltweit) hat entsprechende Versuche gestartet. Die dänischen, skandinavischen und irländischen Grossverteiler anerkennen die ISO 22000 Zertifizierung ihrer Lieferanten. Carrefour Belgien hat einige Verkaufsflächen nach ISO 22000 zertifizieren lassen und anerkennt die ISO 22000 Zertifizierung seiner Lieferanten. Behörden: im Rahmen der Umsetzung des EU-Hygienepakets überprüfen verschiedene Länder (im Speziellen Frankreich, Belgien, Dänemark und Polen) die Anerkennung einer ISO 22000 Zertifizierung in Kombination mit anerkannten Leitlinien der guten Verfahrenspraxis. Global Food Safety Initiative: eine Arbeitsgruppe zu Fragen um die Anerkennung von ISO 22000 wurde im Herbst 2006 eingesetzt. Akkreditierung: ISO TS 22003, das Protokoll zu ISO 22000, hält fest, wie eine Zertifizierung von A-Z ablaufen muss. Sie wird Anfang 2007 publiziert. Damit wird allen Akkreditierungsstellen die Grundlage für die Akkreditierung nach ISO 22000 zur Verfügung gestellt. Dr. Didier Blanc : «Mit ISO 22000 steigen die Anforderungen an die Unternehmen. Die Schweiz wird dieser internationalen Entwicklung in Zukunft folgen». Text und Bild: Dr. Didier Blanc, Direktor der ProCert SA in Yverdon Weiterlesen : Was nützen GFSI-Standards ?