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Rudolfstetten-Friedlisberg
Schweiz
Segnung Agatha-Ringli während der Messe.
Die Agatha-Ringli werden zu Ehren der Heiligen Agatha hergestellt.
Der Agathatag ist immer am 5. Februar.
Ihr zu Ehren wird von Gläubigen in vielen Gegenden Deutschlands, Österreichs, Liechtensteins und der Schweiz am 5. Februar Agatha-Brot oder Agatha-Brötchen zum Weihen in die Kirche gebracht. Der Pfarrer kommt aber teilweise auch schon am frühen Morgen direkt in die Bäckerei und segnet dort das ofenfrische Brot. Manchmal werden die Brotlaibe mit einem Agathazettel – auch in Form eines verzierten Papierherzens – versehen. In der Innerschweiz kennt man Agatha-Ringli, ein Weißbrotgebäck in Ringform, das aus gesegnetem Mehl hergestellt wird.
Mit dem Agathabrot sind viele bäuerliche Bräuche verbunden: So sollte immer ein Stück Agathabrot im Hause aufbewahrt werden, was angeblich nicht schimmlig werden konnte. Dadurch wurde sichergestellt, dass immer ausreichend Brot für die Familie vorhanden war. Agathabrot wurde Kranken gereicht sowie Dienstboten, die eine neue Stelle antraten.
Ein Stück Agathenbrot sorgte dafür, Feuer zu löschen. Manchmal wurden in den ersten Brotlaib, der beim Brotbacken in den Backofen kam, die 5 Finger der rechten Hand eingedrückt und dazu ein Segenswunsch gesprochen. Wenn eine Feuersbrunst im Orte ausbrach, wurde dieser „Grifflaib“ ins Feuer geworfen.
Übrigens sollten wir auf gutes Wetter am Agathatag hoffen!
„An St. Agathe Sonnenschein, bringt recht viel Korn und Wein“.