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Skip Mirjam Ott störte der Lärm in Vernon, einer Station mit Curlinghalle oben in den Monashee Mountains, 200 km nördlich der Grenze zum amerikanischen Bundesstaat Washington und 300 km östlich von Vancouver am Pazifik, wo 2010 die Olympischen Winterspiele stattfinden werden. Nicht das Gekreisch der Spielerinnen auf den drei Nebenrinks nervte Captain Ott, sondern der Applaus des Publikums in der Arena von Vernon. In hiesigen Hallen wird in eigentlichen Eislabors gespielt, von den Zuschauern durch Glas getrennt. Doch Lärm aus Menschenkehlen gehört zum Spiel mit Stein und Besen. Die Anfeuerungsrufe der Skips sind Musik in den Ohren der Fans. Die Curlerinnen aus zwölf Nationen (China, Dänemark, Deutschland, Italien, Japan, Kanada, Russland, Schottland, Schweden, Schweiz, Tschechei, USA) kreischten und schrieen um die Wette, wenn es galt, den vierzigpfündigen Granit auf der Ziellinie zu behalten, die Fahrt des Steins durch wischen der Eisfläche zu verlängern. Besondere Aufmerksamkeit erlangte beim Kreischwettbewerb die Deutsche Andrea Schöpp vom S.C. Riessersee (Garmisch-Partenkirchen), während Jahren eine der erfolgreichsten Curlerinnen weltweit, deren Stimmorgan als legendär gilt, was 2008 in Vernon aber keinen Podestplatz sicherte.
Erwin A. Sautter