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Im Centre Culturel Vernissage
Der letzte Raum einer Vision
Mit welcher sich Heinz Julen vom Into-the-Hotel Projekt in Zermatt verabschiedet.Heinz Julen wurde 1964 in Zermatt geboren. Er verbrachte mit seinen Eltern und drei Schwestern eine glückliche Jugend, meist oberhalb von Zermatt auf 2100 m ü.M. in Findeln. Als 16-Jähriger fing er an, sich dort oben sein erstes Atelier zu bauen. Als Autodidakt machte er dort seine ersten Erfahrungen am Bau und im Möbeldesign. Später folgten Skulpturen und schliesslich die Malerei. Mit 18 Jahren zog es ihn für ein Jahr an eine Kunstgewerbeschule nach Sitten. Danach verzog er sich in sein Bergatelier. Es folgten verschiedenste Ausstellungen im In- und Ausland, bis im Herbst 1990 sein Elternhaus im Dorfkern von Zermatt niederbrannte. Dies sollte der Startschuss verschiedenster Projekte in Zermatt werden. Heinz konzentrierte sich nun intensiv auf neue Ideen und Konzepte. Er realisierte seine Projekte unkonventionell und einzigartig — von der Planung über die Realisation der Bauten bis hin zur Inneneinrichtung stammt alles von ihm und seiner Crew. So entstand als Erstes aus der Brandruine 1992 das Vernissage, ein Kulturzentrum mit Kino, Konzertsaal, Kunstgalerie und Bars. Kurz darauf, im Frühling 1992, entstand aus der alten Jugendstil Bahnhofüberdachung, welche abgerissen wurde, am Dorfende sein 2. Atelier. Es bot genügend Platz für seine Crew, die mittlerweile auf 7 Festangestellte gewachsen war.1993-1994 entstand das View House; 4 luxuriöse Appartements, die wochenweise inklusive Service an Gäste vermietet werden.
1995 kaufte sich Heinz den Bauplatz, auf dem heute das INTO THE HOTEL steht. Von da an konzentrierte er sich fast ausschliesslich auf seine grosse Vision: ein einzigartiges Hotel auf einem Felsen hoch über Zermatt, durch einen Stollen erreichbar. Es sollte eine in sich geschlossene Welt darstellen, mit allem ausgestattet, was Geist, Leib und Seele sich wünschen können.
Auf diesem harten Weg zur Realisation musste Heinz
1997 ein altes Haus (1818) erstehen, um den Zugang vom Dorf her über einen
Stollen direkt ins Hotel zu sichern. Dieses Haus baute er noch im selben
Jahr in ein Restaurant um. Im Herbst 1997 eröffnete er dieses unter Mithilfe
von Enzo und seiner Schwester Vrony. Das Restaurant ENZO VRONY wurde zu
einer tollen Visitenkarte für das noch zu erstellende Hotel INTO. 1998
wurde es vom amerikanischen Conde-Nast-Traveler als eines der 50 besten,
neuen Restaurants weltweit ausgezeichnet. Im Frühling 1998 fing Heinz
nach zähen Verhandlungen mit Behörden, Nachbarn etc. die Bauarbeiten
im INTO an. Da das Projekt eine grösse annahm (22 000 m3 überbaute
Fläche), die für Heinz alleine nur schwierig zu bewältigen gewesen wäre,
entschloss er sich, einen Partner ins Hotelprojekt einzubeziehen, mit
dem er über Jahre eng befreundet war und welcher sich spontan anerbot.
Sie gründeten zusammen eine AG und vereinbarten eine 50%ige Beteiligung
beider Partner.
DER LETZTE RAUM EINER VISION ist eine Installation, mit welcher sich Heinz Julen vom Projekt INTO THE HOTEL in Zermatt verabschiedet. Man hätte sich wohl nie träumen lassen, dass er für diesen «letzten Raum des Hotels» Porträts seiner engsten Mitarbeiter sowie von sich selbst malen würde, um sich auf der Ebene der Kunst mit der Beerdigung dieser Vision auseinander zu setzen.