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US-Schauspieler und Hollywood-Legende Kirk Douglas wurde am 5. Februar mit 103 Jahren tot in seiner Wohnung aufgefunden. Ein Blick auf sein bewegtes Leben:
Als Europa noch von den Schützengräben des Ersten Weltkrieges zerfurcht war, wurde Kirk Douglas am 9. Dezember 1916 in Amsterdam im Bundesstaat New York in die Familie von jüdischen Auswanderern geboren.
Sein Vater schlug sich als Lumpensammler durch, während Kirk sein Geld fürs Studium als Hausmeister verdiente. Sein Zweitstudium an der American Academy of Dramatic Arts führte ihn schliesslich noch vor dem Zweiten Weltkrieg an den Broadway.
Als die USA am 11. Dezember nach dem Angriff auf Pearl Harbor den Achsenmächten den Krieg erklärten, wurde Kirk Douglas in die US-Navy eingezogen. Dort diente er bis Kriegsschluss.
Noch während des Krieges heiratete er die Schauspielerin Diana Dill und 1944 kam Michael Douglas auf die Welt. Michael trat später in des Vaters Fussstapfen und wurde selbst ein erfolgreicher Hollywood-Schauspieler.
Kirk Douglas' erster Film hiess «The Strange Love of Martha Ivers». Er spielte darin den Bösewicht Walter O'Neil. In den ersten Jahren seiner Karriere wurde Douglas des Öfteren als Western-Bösewicht gecastet. Erst in den 50er-Jahren konnte er sein Image umkehren und spielte vermehrt in Heldenrollen mit.
Im Stork Club in New York traf Kirk Douglas Schauspieler-Kollegin Marilyn Maxwell zu einem Tanz.
Bereits 1951 liess sich Douglas von Diana Hill scheiden. 1954 heiratete er schliesslich Schauspielerin Anna Buydens. Auch aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor.
Für seine Darstellung von Vincent Van Gogh im gleichnamigen Film wird Douglas als bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert. Er galt damals sogar als Favorit. Die Academy entschied sich aber für Yul Brynner.
Seine wohl bekannteste Rolle erhielt Kirk Douglas im Film Spartacus (1960) als gleichnamiger Held. Stanley Kubrick führte Regie. Der Film wurde mit vier Oscars ausgezeichnet, Douglas selbst ging aber leer aus.
Ab 1966 besuchte Kirk Douglas immer mal wieder die Schweiz. Hier kommt er mit Ehefrau Anne Douglas-Buydens in Kloten an.
Bei seinem Aufenthalt 1969 in Rom besuchte der Schauspieler Zürich immer wieder. Hier sitzt er vor dem Grossmünster.
1981 wurde Douglas von US-Präsident Jimmy Carter mit der Medal of Freedom, der höchsten zivilen Auszeichnung, geehrt.
Kurz darauf besuchte der US-Schauspieler verwundete Soldaten in Israel. Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern hatten damals gerade wieder zugenommen.
Am 21. Juni 1989 erschienen Kirk Douglas, seine Ehefrau und Schauspieler-Kollegin Kim Novak bei Papst Johannes Paul II zu einer Privataudienz.
Am 13. Februar 1991 überlebte Kirk Douglas einen Helikopterabsturz. Es sei der «wichtigste Tag in seinem Leben» gewesen, schreibt der Schauspieler später in seiner Autobiografie. Sogar die NZZ vermeldete damals den Absturz.
Douglas war seit einem Hirnschlag 1996 gelähmt und konnte nicht mehr sprechen. In langjähriger Therapie konnte der Schauspieler einige Funktionen wiedererlangen. Trotz der Behinderungen veröffentlichte er 1997 seine Autobiografie «Climbing the Mountain».
2004 jährte sich der Hochzeitstag von Douglas und Ehefrau Anne Douglas-Buydens zum 50. Mal. Die sogenannte Goldene Hochzeit feierte das Paar in Beverly Hills.
Nur ein Jahr darauf wird Douglas mit einem Stern am Walk of Fame geehrt.
Als Douglas John Travolta einen Filmpreis überreichen will, küsst dieser kurzerhand die Hollywood-Legende auf den Mund. Dieser wirkt auf dem Foto ziemlich überrascht.
Im Film «Empire State Building Murders» von 2008 tritt Douglas das letzte Mal als Schauspieler auf, bevor er mit 92 Jahren in Pension geht.
Am 9. Dezember 2016 feiert Douglas trotz Alkohol- und Drogenproblemen seinen 100. Geburtstag. Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones war ebenfalls an der Feier.
Am 5. Februar 2020 wurde die Hollywood-Legende mit 103 Jahren tot in seinem Apartment gefunden. Während seiner Lebenszeit besuchte der Schauspieler unzählige Länder, drehte Dutzende Filme und wird nun weltweit betrauert. (leo)