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Der Name Sonnenbrunnen kam erst in den 1820er Jahren auf, nach dem Bau des Gasthofs zur Sonne. Früher hiess der zwischen reformierter Kirche und Gesellenhaus gelegene Brunnen, der 1555 erstmals erwähnt wird, Kilchbrunnen oder Gemeindebrunnen. 1814 errichtete man am alten Standort ob der Gemeindemetzg einen neuen Brunnen in klassizistischem Stil, mit zwei Steintrögen und einer steinernen, von einer Vase bekrönten Stud mit drei Röhren. Das von einem Girlandenkranz eingefasste Gemeindewappen und die Jahreszahl 1814 am Trog erinnern noch heute daran. Von der Schönenbergstrasse führten einige Treppenstufen zum vertieft gelegenen, dreiseitig ummauerten Brunnenplatz hinunter. Anlässlich der Korrektion der Schönenbergstrasse wurde das Spritzenhaus 1909 abgerisssen und die Brunnenanlage entfernt. Auf dem höher gelegenen und neu gestalteten Platz fand der auf einen einzigen Trog verkleinerte Sonnenbrunnen einen neuen Standort. Im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Kirchenumgebung wurde der Brunnen 1964 abermals verschoben.
Ich erinnere mich: Nebst dem Haupttrog gab einen kleinen, nahe dem Boden gelegenen niedrigen Nebentrog. Hier sah man von Zeit zu Zeit einen Hund Wasser läppeln. Nie ging ich als Knabe am Sonnenbrunnen vorbei, ohne zu spritzen, wie dies viele taten. Drückte man mit dem Daumen oder der ganzen Hand das Ende der Brunnenröhre zu, ergoss sich nach dem Warten ein weiter Strahl aus dem Rohr, der mitunter sogar die nahe Schönenbergstrasse erreichte. [pzi]
Der Sonnenbrunnen vor der Umgestaltung 1909.
Der Sonnenbrunnen am heutigen Standort.
Sonnenbrunnen und Spritzhaus im Herbst 1907.
1964 erhielt der Sonnenbrunnen den heutigen Standort.