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Carl Albert Loosli gehörte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten und interessantesten Persönlichkeiten des schweizerischen, besonders auch des Westschweizer Geisteslebens. Er kam 1877 als uneheliches Kind in Schüpfen (BE) zur Welt. Dort verbrachte er bei einer Pflegemutter seine ersten zwölf Jahre. Nach deren Tod erlebte und überlebte er bis zu seiner Volljährigkeit mehrere Anstalten, insbesondere die Zwangserziehungsanstalt von Trachselwald.1
Wie kein Zweiter verkörpert C. A. Loosli, der unter anderem den Schweizerischen Schriftstellerverband ins Leben rief, den in der Schweiz seltenen Typus des Intellektuellen – einen Grenzgänger also, der mutig auf soziale und politische Missstände verweist und polarisierend öffentliche Debatten in Gang zu setzen versucht. Die drei wichtigsten Waffen des Intellektuellen, nämlich kritischer Geist, Charisma und moralisches Engagement, besass Loosli in ausreichendem Mass, ja im Übermass. Zu seinen grössten Leistungen sind die Aufdeckung der himmelschreienden Verhältnisse in den Jugendanstalten und sein kompromissloser Einsatz gegen den Antisemitismus zu zählen. 2
Als Journalist und freier Schriftsteller schrieb er Satiren, Kurzgeschichten und Essays und engagierte sich später im Kampf gegen Anstalten, gegen das Verdingkinderwesen und für ein humanes Jugendrecht (z. B. «Anstaltsleben», 1924).
Sein kämpferisches und unbeugsames Wesen und seine der Menschlichkeit verpflichtete Zivilcourage machten ihn bei vielen Zeitgenossen und und Behördenmitgliedern nicht eben beliebt.3
Zwischen Etienne und Carl Albert Loosli gab es einen Briefwechsel über bildende Kunst, er ist in Helvetic Archives zu finden.
Jakob Bührer stammt aus ärmsten Verhältnissen; als Jugendlicher erbt er eine Bibliothek und entdeckt das Lesen. Nach einer Kaufmännischen Lehre schreibt er Theaterrezensionen, machte er sich als Redaktor und freier Schriftsteller einen Namen mit angriffiger Sozial- bzw. Kulturkritik. Konrad Sulzers Tagebuch – der autobiografische Roman beleuchtet seine Lehrjahre als Journalist in den ökonomischen Zwängen einer Tageszeitung.
Sein Beitritt zur Sozialdemokratischen Partei der Schweiz und sein Eintreten für die Ziele der Partei unter dem Eindruck des Armeeeinsatzes gegen Demonstranten in Genf 1932 kostete ihn seinen Arbeitsplatz als Leitartikler der Basler National-Zeitung und seine ökonomische Grundlage.Seine zweite Ehefrau war die Schweizer Schriftstellerin und Feministin Elisabeth Thommen.
Rabindranath Tagore war ein indischer Philosoph, bengalischer Dichter, Maler, Komponist, Musiker. Tagore erhielt 1913 den Nobelpreis für Literatur und war damit der erste asiatische Nobelpreisträger.
Er war ein engagierter Kultur- und Sozialreformer sowie Universalgelehrter. Zu seinen Errungenschaften gehörten die Gründung von Banken und Genossenschaften, Schulen, Krankenhäusern und der Bau von Verkehrswegen und er entwickelte eine Schule neuer Art, die sich vom britischen Schulsystem emanzipierte und an dem hinduistischen Brahmacharya-Ideal orientierte: Kinder lebten – meist im Freien – mit ihrem Guru (Lehrer) zusammen und lernten intuitiv und durch Vorbilder (aus Wikipedia).
Zwei seiner Lieder sind heute die Nationalhymnen von Bangladesch und Indien.
„Freiheit von Angst ist die Freiheit,
die ich für mein Mutterland fordere!
Freiheit von der Last der Jahrhunderte, die dich niederdrücken,
dir das Rückgrat brechen, dich blind machen für die
Verheißungen der Zukunft;
….“
Ich bin sehr gerührt von Ihrer Zusendung und danke Ihnen herzlich. Ich liebe Ihren Dante und Sie haben den hochmütigen und herrischen Charakter von Savonarola bewundernswert eingefangen. Auch er hat mich lange beschäftigt: Ich möchte ihm ein Drama widmen, von dem ich einen Teil geschrieben habe. Und ich hatte das Vergnügen, Ihren großartigen Carducci persönlich kennenzulernen….
Bitte, glauben Sie mir dies, Ihr dankbarer Romain Rolland
Romain Roland, Schriftsteller, Musikkritiker und Pazifist.
Für seinen Roman Jean-Christophe erhielt er 1915 den Nobelpreis.
Während des 1. Weltkriegs wurde Rolland zu einer Symbolfigur der transnationalen Antikriegs- und der internationalen Arbeiterbewegung.
Girolamo Savonarola war ein italienischer Dominikaner, Bußprediger und Kirchenreformator. Nicht nur kirchliche Missstände, sondern auch Reichtum, ungerechte Herrschaft und die Ausrichtung des zeitgenössischen Renaissance-Humanismus an Idealen der Antike prangerte er an.
Von der Kanzel predigte er eine Volksregierung. Um den Widerstand der Oligarchen zu brechen war der Ordensbruder ein gewaltiges Sprachrohr. Das Vorbild für die Reform die Ordnung der Republik Venedig, an deren Basis eine mehrtausendköpfige Ratsversammlung stand. Allerdings entbehrte Florenz der politischen Voraussetzung von Venedig und geriet innen- und außenpolitisch in ein ungeordnetes, führerloses und kostspieliges Chaos.
Savonarola verteidigte eine breite politische Teilhabe gegen das Streben der Oligarchie nach Einhegung der Herrschaft. Er wurde 1498 verbrannt.
Charles Baudelaire 1821 – 1867 – einer der bedeutendesten Lyriker der französischen Sprache („Les Fleurs du Mal“) aber auch Sozialist und Revolutionär: „Während der sozialen und politischen Agitation des Jahres 1847 wurde Baudelaire Sozialist fourierscher Observanz. Bei Ausbruch der Februarrevolution 1848 war er begeisterter Revolutionär in den Pariser Straßen. Er gründete mit zwei Freunden eine kurzlebige linke Zeitschrift und betätigte sich auch anderweitig als politischer Publizist. (..)Am Juni-Aufstand der aus den Nationalwerkstätten entlassenen Pariser Arbeiter beteiligte er sich an vorderster Front.“ (Wikipedia)