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20.3.-26.3.2018 Panama 1
Panama – NP Summit
HURRA WIR SIND IN PANAMA
Der Flug Cartagena - Panama dauerte 1 ½ Stunden und der Taxifahrer hatte fast gleich lang bis zum Hotel Albrook Inn. Ein sehr schönes, für uns gut
gelegenes Hotel. Früher gehörte diese wunderschöne Umgebung den Amerikanern welche tolle gepflegte Villen in ihrem typisch amerikanischen Stil mit 2 Dächern bauten und abseits vom Strassenlärm lag.
Weil wir am 21.3. unser Womi
noch nicht auslösen konnten fuhren wir per Taxi zum Panama-Kanal. Seit Spanier am Isthmus im 16.Jh. angelangt waren bestand der Wunsch einen Wasserweg vom Atlantik zum Pazifik zu bauen. Ein fast unmögliches Unternehmen. Den ersten Versuch starteten
die Franzosen im 1880. Das Vorhaben scheiterte aber an finanziellen Schwierigkeiten und tropischen Krankheiten. Als Panama 1903 die Unabhängigkeit erreichte unterschrieb die neue Republik mit den USA einen Vertrag für den gemeinsamen Bau des Kanals.
Am 15. August 1914 wurde der 80 km lange Kanal eingeweiht und im September 1977 die Torrijos-Carter Verträge unterschrieben, die für 1999 das Datum der Übertragung des Kanals an Panama festsetzte. Im Dezember 1999 übernahm Panama den vollständigen
Betrieb, Verwaltung, Wartung, Modernisierung und Verbreiterung des Kanals. Am 3.9.2007 begann eine aufwendige Bauzeit und am 26. Juni 2016 wurde der neue Kanal eingeweiht.
Das Getreideschiff Fortune Plum durchfuhr am 4.9.2010 den Kanal als erst millionstes
Schiff. Heute können Kähne von 366 m Länge und 49 m Breite durchfahren, denn der neue Kanal hat eine Länge von 427 m, 55 m Breite und 18,3 m Tiefe. Ein fantastisches Bauwerk welches wir bei den Agua Clara-Schleusen bewunderten. Der Bau
kostete über 5 Milliarden US-Dollar und er sorgte dafür, dass Panama die reichste Stadt Zentralamerikas bleibt. Die grossen Kähne führen vorwiegend Öl und Gas, Getreide, Container und Autos die je nach Gewicht bis 500'000 US$ einbringen.
Am wenigsten aber bezahlte 1928 Richard Halliburton der für 0,36 US$ den Kanal durchschwamm.
Donnerstag 22. März war es dann soweit. Mit Hilfe des Agenten Boris G. Jaramillo, E-mail: <email-pii>
ging alles recht zügig vorwärts.
Aber Halt, alles der Reihe nach. Der freundliche Mann an der Rezeption des Hotels sagte uns, dass der Zug der „Panama Canal Railway“ jede Stunde fährt.
Um rechtzeitig zu unserem Treffpunkt
in Colón anzukommen beschlossen wir um 7.00 Uhr zu frühstücken und vorher noch ein Taxi zu bestellen. Dann die Auskunft am nächsten Morgen: Er hätte nochmals nachgefragt und der Zug fahre nur einmal am Tag und das um 7.15 Uhr.....
Also schnappten wir uns den bereit stehenden Taxifahrer. Leider hatte der aber keine Ahnung wo der Bahnhof war. Nach Befragung eines Polizisten und bei der Kanaleinfahrt für die Miraflores-Schleusen bekam er dann die richtige Antwort. Die Zeit lief und
der Verkehr war auch nicht ohne. Als wir den Bahnhof erreichten erwartete uns der Bahnhofvorsteher schon ungeduldig und wir konnten gerade noch aufspringen!!!! Das fing ja schon einmal gut an. Im „Luxus-Express“ mit Panoramaabteil bekamen wir ein
„Truckli“ voller Knabbereien und einen Kaffee. Eine sehr schöne Fahrt dem Kanal und dem Lago Gatún, dem künstlich angelegten See zwischen den Schleusen entlang. Natürlich waren wir jetzt zu früh und jeder Taxifahrer wollte
uns irgendwo hinfahren. Wir aber warteten auf Boris, denn in Colón soll es nicht so sicher sein. Die Dame vom Zug telefonierte dem Agenten und innert kurzer Zeit holte der uns bei dem verlassenen Bahnhof ab.
Um 9.00 Uhr waren wir beim Zoll. Was
für ein Zollbüro..... Boris ging mit den Formularen zu einer Beamtin und das Warten begann. So konnten wir beobachten wie die Leute arbeiteten. Der Kopierer funktionierte nicht mehr und ein neuer Toner musste beschafft werden. Ja, das alles brauchte
halt seine Zeit. Übrigens arbeiten da nur Frauen und jede drückte sich da bei uns mehrere Male durch. Alle wichtig und rundum schön. Nach dem Unterschreiben der Formulare erreichten wir noch vor dem Mittag den Hafen. Auch da warteten wir auf
was auch immer. Schlussendlich durfte Fredy das Womi nach 12.00 Uhr wieder entgegennehmen. WUNDERBAR nichts wurde gestohlen ober abmontiert! Wir freuten uns sehr wieder mit unserer „Cajita III“ unterwegs zu sein.
Nur ein Problem war noch
zu lösen. Die KUPPLUNG war verschlissen, schleifte und hatte keine Kraft mehr. So gingen wir zu einer Toyota-Garage in unserer Nähe. Da hatte aber wirklich gar niemand grosses Interesse uns weiter zu helfen. Wir sollten da irgendeine Telefonnummer
anrufen... So warteten wir bis am Abend, denn da trafen wir uns mit Beat Peterhans, einem vor viiielen Jahren ausgewanderten Eglisauer. Vieles gab es zu erzählen und immer wieder sprudelte das Spanisch nur so hervor. Ich beneide ihn schon ein wenig darum.
Dank seiner Hilfe wurde unser Auto registriert und wir bekamen für den kommenden Montag einen Termin in einer anderen Toyota-Garage.
So unternahmen wir einen Ausflug in den PN San Lorenzo. Entlang des Panama-Kanals fuhren wir Richtung Colón
und beim Parkplatz der Pedro-Miguel-Schleuse bestaunten wir die grossen Pötte und zählten bei einem vorbeifahrenden Zug 55 Anhänger beladen mit je 2 Container. Vor Colón überquerten wir den Kanal mit der Fähre und auf der 32
erreichten wir die ShelterBay Marina, ein Segelhafen. Früher war dies ein Ausbildungsort der amerikanischen Astronauten und der Luftwaffe um mit dem Dschungelleben zurecht zu kommen. Dafür brauchte man die Hilfe der Einheimischen. Heute ist alles
marode und zugewachsen.
Besuch der verfallenen spanischen Festung im Parque Nacional San Lorenzo. Ein interessanter Ort am Río Chagres wo einst 1671 der walisische Pirat Henry Morgan ins Landesinnere segelte um die Vorgängerin der heutigen
Hauptstadt zu plündern. Da blieben wir natürlich über Nacht.
Besichtigung der „Esclusas de Gatún“ auf der anderen Seite. Bei der Absperrung bestaunten wir einen tollen 4mastigen Windjammer. Kurz darauf kamen 2 Sicherheitsfahrzeuge
und sagten, dass wir hier nicht stehen dürften. Ich sprach nur englisch mit ihnen, so halfen sie uns über die Schleusen zur anderen Seite hinüber und begleiteten uns zum Abzweiger der neuen Schleuse von Agua Clara. Gigantisch was da zu sehen
war. Übernachtet hatten wir später in Buena Vista hinter der Terpel-Tankstelle.
Just um 8.00 Uhr standen wir am Montag in der Toyota-Garage und wurden aufs freundlichste willkommen geheissen. Sogleich wurde die Diagnose gestartet, die Kupplung
ausgewechselt und das Fahrzeug gewaschen. Um 16.00 Uhr konnten wir unser Fahrzeug wieder in Empfang nehmen und bezahlten 825 US$. Ganz tolle Arbeit!
Inzwischen gingen wir ins „99“ zum Grosseinkauf, liessen uns die Haare schneiden und fuhren
über die verschmutzte Regenwaldstrasse zum NP Summit zum Botanischen Garten und Zoo. Da durften wir dann etwas versteckt stehen bleiben.