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In der Schweiz hat in den vergangenen Jahren der Ozongehalt in der Luft nur wenig abgenommen. Dies zeigen Auswertungen langjähriger Messreihen des Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe (NABEL). Der Sommersmog belastet die menschliche Gesundheit nach wie vor und mit dem Klimawandel dürften die heissen Sommer häufiger auftreten. Das aktuelle Factsheet der Akademien der Wissenschaften der Schweiz beschreibt die Problematik.
Ozon kann, insbesondere in Kombination mit Hitze, ernsthafte gesundheitliche Probleme auslösen. Vor allem Atemwegserkrankungen wie Asthma werden verstärkt und Todesfälle häufen sich. Seit Mitte der 80er Jahren versucht die Schweiz deshalb die Ozonbelastung zu senken. Die eingeleiteten Massnahmen zeigen Wirkung, heisst es in der Mitteilung der Empa. Sogenannten Ozonvorläufer – Kohlewasserstoffe und Stickoxide, aus denen Ozon entsteht – gingen seit Mitte der 80er Jahre um bis zu zwei Drittel zurück. Im europäischen Vergleich sei es eine der grössten Abnahmen.
Trotz Erfolge wird der Grenzwert für Ozon nach wie vor häufig überschritten. Die Gründe dafür seien vielfältig, so die Empa. So führe die Reduktion der Vorläufer nicht zu einer gleich grossen Minderung von Ozon, weshalb eine noch stärkere Reduktion der Vorläufersubstanzen notwendig sei, um die erwünschte Verbesserung zu erreichen. Ausserdem haben Ozonvorläufer in den vergangenen 25 Jahren in den Boomländern Südostasiens stark zugenommen und die entsprechende Luftverschmutzung könne teilweise bis nach Europa verfrachtet werden.
Mit dem Klimawandel droht eine erneute Verschlechterung der Situation. Anhaltende sommerliche Hochdrucklagen, welche die Ozonbelastung in dei Höhe schiessen lassen, werden mit dem Klimawandel voraussichtlich häufiger. Die Anzahl Sommertage (über 25° C) könnte sich, je nach Szenario, in den Agglomerationen des Mittellands verdoppeln. Die Autoren des Factsheets empfehlen deshalb eine rasche Absenkung des Ausstosses von Klimagasen und eine weitere Reduktion der Ozonvorläufer, um den Sommersmog zu bekämpfen.