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Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden, die in der Schweiz Schutz finden, steigt erst seit zwei Jahren markant an. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 kamen 1529 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Schweiz an. Das sind fast doppelt so viele wie im 2014 (795) und praktisch gleich viele wie in den letzten drei Jahren zusammen (2012: 485, 2013: 346). Das Verhältnis zur Gesamtzahl der Asylsuchenden ist hingegen einigermassen stabil und bewegt sich seit zehn Jahren zwischen einem und sechs Prozent.
Stabil ist auch das Verhältnis von männlichen und weiblichen Flüchtlingen – der Frauenanteil betrug in den letzten zehn Jahren höchstens ein Viertel (2010) und wenigstens 14 Prozent (2004).
Die Zunahme der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge erklärt sich alleine durch die Aufnahme von Eritreern und Eritreerinnen. Das zeigt die Grafik, welche das Land mit Afghanistan, Somalia, Guinea und Nigeria vergleicht.
Aus den fünf genannten Ländern stammen knapp 70 Prozent aller unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Die restlichen 30 Prozent verteilen sich auf 37 Staaten. Obiges Diagramm zeigt in welchen 20 Staaten die meisten Flüchtlinge ihre Heimat haben. Die Detailübersicht finden sich in dieser Tabelle (PDF-Download).
Autor: Reto Vogt