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Die drei Sozialwerke AHV, IV und EO haben das Jahr 2000 mit einem Überschuss von 441 Mio. Franken abgeschlossen. Grund war die günstige Konjunktur-Entwicklung. Die Schweiz liegt bezüglich Ausgaben für Soziale Sicherheit in Vergleich mit den europäischen Staaten im Mittelfeld.
Budgetiert war für das vergangene Jahr ein Verlust von 1,15 Mrd. Franken, wie der Ausgleichsfonds der AHV am Freitag (16.03.) mitteilte. An Erträgen flossen 37,56 Milliarden in die Sozialwerke. Aufgewendet wurden 37,12 Milliarden.
Wirtschaftsentwicklung beflügelt Sozialwerke
Die Beiträge von Versicherten und Arbeitgebern stiegen gegenüber 1999 um 4,6% auf 24,65 Mrd. Franken. Der Zuwachs war möglich, weil die Arbeitslosigkeit zurückging und damit die Lohnsumme anstieg.
Der Anteil der AHV aus der Mehrwertsteuer belief sich auf 1,84 Mrd. Franken. Auch er fiel wegen der positiven Konjunkturentwicklung höher aus.
Performance von 4,2 Prozent
Das Gesamtvermögen der Schweizer Sozialwerke teilt sich in Betriebskapital
von 3,13 Milliarden und ein Anlagevermögen von 21,46 Milliarden. Ende 2000 waren 74% des Anlagevermögens in festverzinslichen Anlagen in Schweizer Franken, 5% in festverzinslichen Anlagen in Fremdwährungen und 20% in Schweizer Aktien investiert.
Die Performance der Anlagen betrug 4,2%t. Die Investitionen in Schweizer Franken warfen 3,2%t ab, jene in Fremdwährungen 4,6%. Das Aktien-Portefeuille brachte 9,7%t ein.
Gesamteuropäisch im Mittelfeld
1998 wendete die Schweiz rund 106 Mrd. Franken für die Soziale Sicherheit auf. 80% davon dienten der Alters-, Invaliditäts- und Gesundheitsvorsorge.
Das geht aus der ersten Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit hervor, die das Bundesamt für Statistik am Freitag veröffentlichte. Das System der schweizerischen Sozialen Sicherheit beruht zum weitaus grössten Teil auf den Sozialversicherungen.
Gemessen am Brutto-Inlandprodukt machten die Gesamtausgaben für die Soziale Sicherheit 1998 in der Schweiz einen Anteil von 28% aus. Das entspricht etwa dem Durchschnitt der EU-Staaten. Die höchste Quote der Sozialausgaben weist Schweden mit rund 34 Prozent aus, am Schluss in Europa liegt Irland mit
17,5 Prozent.
swissinfo und Agenturen