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Barock 1660 - 1780
Architektur
Die Fassaden barocker Gebäude wurden regelrecht gegliedert von einzelnen Fensterachsen. Die sehr stark auf Wirkung und Repräsentation ausgerichtete Barockarchitektur betonte die Haupt-achsen und hob wichtige Gebäudeteile deutlich hervor.
Form
Der endgültige Übergang vom Steinstützenfenster, einem Merkmal der Fensterarchitektur der Gotik bis Renaissance, zum ausschliesslich hölzernen Fensterstock fand gegen Ende des 17 Jahrhunderts statt. Die Rahmen waren in der Anfangsphase des Barock meistens mittig durch ein Querholz, den sogenannten Kämpfer, und entsprechend in der unteren und oberen Hälfte durch je ein Längsholz, das sogenannte Setzholz, unterteilt. Die Setzhölzer und Kämpfer des Kreuzstockfensters waren aussen meistens halbrund profiliert. Daneben gab es jedoch auch Fenster, bei deren Konstruktion auf Kämpfer und Setzholz verzichtet wurde. Die Fensteröffnung wurde hier nur durch zwei langgestreckte Fensterflügel mit Überschlag (Mittelpartie) geschlossen. Segment – und Rundbogenfenster wurden jedoch stets mit Kämpfer konstruiert. Zur besseren Wärmedämmung wurden teilweise spezielle Winterfensterflügel (Vorfenster) aussen vor den bestehenden Fenstern angebracht und mit Haken am Blendrahmen gesichert.
Glas
Anfangs Butzen-, Rechteck- oder Wabenglas. Ab dem 18. Jahrhundert klares Tafelglas im Zylinderverfahren hergestellt. Durch das Aufkommen des Fensterkitts nicht mehr genutet, sondern auf der Aussenseite in einen Kittfalz eingeglast. Die Glasfläche der Flügel wurde anfangs durch Bleisprossen, später Holzsprossen, in kleinförmige Felder unterteilt.
Beschläge
Anfangs Winkelbänder, Vorreiber und Halteknöpfe aus Eisen. Teilweise auch aus Messing oder Bronce. Schmiedeeiserne Beschläge teilweise verzinnt, poliert oder deckend gestrichen. Später und vor allem bei grösseren Flügeln Fischbänder, Cremonen- und Espagnolettenverschlüsse.