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Die 30-jährige Deutsche wollte mit dem rund 15 Zentimeter langen Metallstück ein brennendes Holzstück weiter in den Ofen schieben, wie die Walliser Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Der Zylinder detonierte in ihrer rechten Hand.
Die Frau erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Helikopter der Air Zermatt ins Universitätsspital von Lausanne (CHUV) geflogen. Bei den Untersuchungen wurden unter anderem Schmauchspuren von Nitroglycerin und Pikrinsäure nachgewiesen.
Zudem wurde eine ungewöhnliche Bleikonzentration festgestellt. Diese Spuren sowie die Form der Splitter deuten auf die Explosion eines brisantes Sprengstoffes hin, wie die Walliser Kantonspolizei festhielt.
Bis zum ersten Weltkrieg wurden im Ausland unter anderem Granaten mit Pikrinsäure als Explosivstoff gefüllt. Der Metallzylinder war wenige Tage vor dem Unfall von der Angestellten im Erdgeschoss der Gandegghütte gefunden worden.
Die Walliser Kantonspolizei sucht Hinweise zum Metallzylinder und warnte vor dem Umgang mit Blindgängern und Munitionsresten, die auf Schiessplätzen, in Zielgebieten in den Bergen sowie auf Gletschern oder in Nachlässen gefunden werden. Sie erinnerte daran, solche Gegenstände auf keinen Fall zu berühren.
(SDA)