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Marcel M. ist 27jährig und hat seit acht Jahren einen Diabetes vom Typ 1, der mit Basis- und Mahlzeiteninsulin gut eingestellt ist. – Heute wird er von den Angehörigen in kaum noch ansprechbarem Zustand mit Atemnot ins Spital gebracht. Alles begann am Vortag mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Fieber. Da Marcel M. nicht in der Lage war, etwas zu essen, verzichtete er auf die morgendlichen Insulinspritzen. Darauf verschlimmerten sich die Bauchbeschwerden, und sein Zustand verschlechterte sich rapide. – Im Spital stellte man bei einem Blutzucker von 42 mmol/l die Diagnose einer sogenannten diabetischen Ketoazidose und nahm Marcel M. zur weiteren Behandlung auf die Intensivstation auf.
Diese Beschreibung schildert das Entstehen einer diabetischen Ketoazidose. Im Folgenden wird erklärt, was unter «Ketoazidose» zu verstehen ist, welche Bedeutung ihr beizumessen ist, wie man dieser vorbeugt. Zunächst ist es aber sinnvoll und nötig, auf den Begriff der «Ketonkörper» einzugehen.
Der Text richtet sich vor allem an Leute mit Typ-1-Diabetes oder an Patienten/-innen mit Typ-2-Diabetes, die unter einer Therapie mit Insulin und einem SGLT2-Hemmer stehen. Lesen Sie hier weiter: Ketonkörper – Ketoazidose