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Über zwei Drittel (68%) der Eltern mit Kindern unter 13 Jahren nutzen gemäss der Erhebung ein familienergänzendes Kinderbetreuungsangebot. 27 Prozent greifen nur auf unbezahlte, 20 Prozent zusätzlich auch auf kostenpflichtige Angebote zurück und rund ein Fünftel der Haushalte (21%) nimmt nur bezahlte familienergänzende Kinderbetreuung in Anspruch.
Bei der Wahl der Form der Betreuung von Kindern – ob in Krippen, Horten und Tagesschulen oder durch Tagesfamilien – kommen v.a. gesellschaftliche und individuelle Wertvorstellungen zum Tragen, wie die Erwerbssituation der Eltern, die ökonomischen Verhältnisse, das verfügbare institutionelle Betreuungsangebot in der Wohnregion und die Möglichkeiten, das soziale Netzwerk zu mobilisieren. Es zeigt sich z.B. ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Form der familienergänzenden Kinderbetreuung und dem Erwerbsmodell. So nutzt gut die Hälfte (52%) der Haushalte, in denen die Mutter nicht erwerbstätig ist, keine regelmässige familienergänzende Kinderbetreuung, wohingegen es unter den Haushalten, in denen beide Elternteile Vollzeit erwerbstätig sind oder der Mann Vollzeit und die Frau Teilzeit arbeitet, nur rund ein Viertel (26 bzw. 24%) ist.
Es ist zudem ein Zusammenhang zwischen dem Grad der Urbanisierung und der Wahl der Kinderbetreuungsform feststellbar: In den Grossstädten nutzt je fast ein Drittel der Haushalte ausschliesslich bezahlte (32%) oder sowohl bezahlte als auch unbezahlte (31%) Kinderbetreuungsangebote; in den übrigen städtischen Gebieten und in den ländlichen Regionen sind diese Anteile mit 21 bzw. 15 Prozent (nur bezahlte Kinderbetreuung) sowie 19 Prozent (sowohl bezahlte, als auch unbezahlte Kinderbetreuung) deutlich tiefer.
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