Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03534.jsonl.gz/2997

Es handelt es sich um eines der grössten und vollständigsten in der Schweiz entdeckten historischen Boote aus dieser Epoche. Das Boot wurde am vergangenen Freitag aus einer Sandbank in einer Tiefe von 3,5 Metern am Nordufer des Sees gezogen. Das teilte die Kantonsarchäologie Waadt am Mittwoch vor den Medien in La Poissine-Grandson mit.
Die Kantonsarchäologie wurde bei der Bergung des Einbaums von Experten für Unterwassertechnik unterstützt. Die heikle Operation wurde mehrere Monate lang vorbereitet. Der Standort war bereits 2021 bei archäologischen Untersuchungen aus der Luft ausgemacht worden.
«Dies ist ein archäologischer Fund von erheblicher Bedeutung für unser Verständnis der Vorgeschichte der Region», sagte Kantonsarchäologin Nicole Pousaz. «Eine Radiokarbonanalyse datierte den Einbaum auf die Zeit zwischen 750 und 520 v. Chr. Es handelt sich um eines der sehr seltenen fast vollständig erhaltenen Boote aus dieser Zeit in der Schweiz», fuhr sie fort.
Fragiles Objekt
Ein Teil der Seitenpartie des Kanus löste sich, und der im Sediment liegende Bereich war sehr rissig. «Es ist ein sehr zerbrechlicher Gegenstand», sagte Jean-Daniel Renaud der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er ist Gründer eines Unternehmens, das sich auf technische Bereiche in der Unterwasser- und Landarchäologie spezialisiert hat.
"Der Einbaum wurde damals aus einem Eichenstamm gefertigt, der etwa 13 Meter lang und etwa einen Meter im Durchmesser war. Dieser besonders grosse Kanutyp sei vermutlich zum Transport von Gütern und Personen oder zum Angeln verwendet worden.
2014 hatten Archäologen bereits einen Einbaum aus der Eisenzeit im Murtensee bei Meyriez FR entdeckt. Als ältestes in der Schweiz gefundenes Boot gilt der Einbaum vom Moossee BE. Er wurde in die Mitte des 5. Jahrtausends v. Chr. datiert.