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Du sollst nicht Rache üben an den Angehörigen deines Volks und ihnen nichts nachtragen, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR. (3. Buch Mose 19,18).
Jesus erklärte die alttestamentlichen Gebote der Gottes- und Nächstenliebe zum höchsten Gebot. Aber er sagte auch im Lukasevangelium (14,26): Wer zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern und dazu auch sein eigenes Leben hasst, kann nicht mein Jünger sein.
Ist das nicht ein Widerspruch?
Wie soll ich den Satz „du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ verstehen? Wie kann ich eine fremde Person lieben, welche mir unsympathisch erscheint? Wieso soll ich überhaupt jemanden lieben, wenn diese Person nicht zu meinen Verwandten oder Freunden gehört? Das Christentum fordert uns heraus, an uns zu arbeiten, für eine bessere, friedlichere, gerechtere Gesellschaft.
Machen wir uns auf den Weg.
Amen.
Anna Hemme-Unger