Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03593.jsonl.gz/1059

Rekonstruktion
Es ist heute möglich, die Brust in der gleichen Operation, in der die Brust entfernt wird, wieder aufzubauen. Diese primäre Rekonstruktion kann mit Implantaten oder Eigengewebe erfolgen. So wird das Gefühl, „ohne Brust aufzuwachen“ vermieden. Die gleichzeitige Entfernung der Brust und ihre Rekonstruktion haben keinen negativen Einfluss auf den Verlauf der Krebserkrankung oder eine weitere Chemotherapie. Wenn mit Eigengewebe rekonstruiert wird, dann kann auch eine Bestrahlung gut erfolgen. Fremdmaterial wie Silikonimplantate sollten eher nicht bestrahlt werden, da sich das Gewebe stark verändern kann. Wenn eine Bestrahlung durchgeführt werden muss, sollte eher mit Eigengewebe rekonstruiert werden. Natürlich kann auch eine spätere, sekundäre Rekonstruktion nach Amputation der Brust stattfinden. Welches der besprochenen Operationsverfahren angewandt wird, sollte individuell abgewogen werden.
Die Brustrekonstruktion ist heute integraler Bestandteil im Therapiekonzept bei Brustkrebs. Als international anerkannter Experte für Brustrekonstruktion bin ich einer der Pioniere der schonenden Brustrekonstruktion mit Eigengewebe. Aufgrund meiner Erfahrung kann ich Ihnen alle Verfahren der Brustrekonstruktion anbieten.
Verfahrenswahl:
Nach sorgfältiger Voruntersuchung und individueller Beratung stehen uns folgende Verfahren zur Verfügung:
1. Aufbau durch körperfremdes Gewebe (Expander/Implantat)
2. Aufbau der Brust durch körpereigenes Gewebe mit:
- Aufbau mit Gewebe vom Bauch (DIEP-Lappenplastik und SIEA-Lappenplastik) oder
- Rekonstruktion der Brust mit Gewebe vom Oberschenkel und aus der Gesässfalte (Oberschenkel-Lappenplastik, TMG oder PAP-Lappenplastik) oder
- Aufbau mit Gewebe vom Rücken (Latissimus Muskel oder TDAP-Lappenplastik)
- Aufbau der Brust durch Gewebe vom Gesäss (FCI-Lappenplastik)