Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03500.jsonl.gz/723

Aus 27 Kilometern Höhe soll Aquila das Internet in abgelegene Regionen bringen.
Facebooks Drohne Aquila, die Internetverbindungen in entlegene Regionen bringen soll, hat ihren ersten Flug absolviert. Sie sei 96 Minuten in der Luft geblieben - drei Mal länger als geplant, teilte das Online-Netzwerk in einem Blogeintrag
mit. Die Drohne mit der Flügelspannweite einer Boeing 737 habe dabei 2000 Watt Strom verbraucht. Im regulären Betrieb solle der Stromverbrauch bei 5000 Watt liegen.
Der erste Prototyp von Aquila
wurde vor einem Jahr vorgestellt. Die mit Solarenergie betriebenen Fluggeräte sollen in einer Höhe von bis zu 27 Kilometern, also deutlich über der Flughöhe von kommerziellen Flugzeugen, kreisen. Die Vernetzung zur Bodenstation und den anderen Drohnen soll über sehr genau ausrichtbare Laser erfolgen. Diese Laserverbindungen sollen Bandbreiten im Bereich von einigen Dutzend Gigabit pro Sekunde ermöglichen.
Beim Jungfernflug sei die Drohne in niedriger Höhe getestet worden, schreibt Facebook. In den kommenden Monaten sollen weitere Tests folgen, bei denen Aquila jeweils länger und höher fliegen soll. Ziel ist es, die Drohnen bis zu drei Monate am Stück fliegen zu lassen.
Das Projekt ist Teil von Facebooks Plan, Milliarden von Menschen ohne Internetzugang schneller ins Netz zu holen. Von den vier Milliarden Menschen, die keinen Zugang zum Internet haben, leben laut Facebook 1,6 Milliarden in abgelegenen Regionen. Die Initiative wird in einigen Ländern wie Indien abgelehnt, weil Vorteile für einzelne Onlinedienste - wie Facebook selbst - befürchtet werden. (kjo/sda)