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Die Levi’s 501 ist die älteste Jeans der Welt. Sie prägte die Jeansmode nachhaltig und ist bis heute ein beliebtes Kultobjekt. Ihren Ursprung fand sie 1873 in Kalifornien. Die Arbeiter in den Minen benötigten robuste Hosen, die auch starken Beanspruchungen standhielten. Dem bayerischen Kurzwarenhändler Levi Strauss und dem Schneider Jacob Davis kam die zündende Idee. Sie verstärkten Hosen an besonders strapazierten Stellen kurzerhand mit Nieten und meldeten ihre Idee als Patent an. Das Ergebnis war die erste amerikanische Blue Jeans, die Levi’s 501.
Im Jahr 1915 ging Strauss einen Vertrag mit der Textilfabrik Cone Denim in North Carolina ein. Seit mehr als 100 Jahren werden Levi’s Jeans nur noch dort hergestellt. Die Besonderheit der Fabrik liegt in ihren Holzdielen, die den Webstuhl schwingen lassen, sodass ein optimales Webmuster entsteht. 1927 bekam die Levi’s 501 ihr Markenzeichen, die Red Line Selvedge Denim verpasst. In die Webkante wird seitdem ein roter Faden eingewebt. Die einzigartige Qualität der Hose liegt nicht nur an ihren Nieten, sondern auch an dem hochwertigen Material. Wie robust der Denim-Stoff der Levi’s 501 ist, zeigt sich daran, dass er von den Minenarbeitern nach der Lebenszeit der Hose weiterverarbeitet wurde, um zum Beispiel Sprenglöcher zu stopfen. Darüber hinaus besteht die Jeans aus vier Teilen, um die Zahl der Nähte möglichst gering zu halten. Damit werden gleichzeitig die Stellen, die reissen können, minimiert. Die Levi’s 501 wurde aufgrund ihrer hohen Strapazierfähigkeit nicht nur von Minenarbeitern getragen, sondern war auch bei Farmern, Arbeitern und Ranchern beliebt. Bis heute wird das Modell von vielen Arbeitern in ganz unterschiedlichen Berufen getragen.
Levi’s Jeans waren fester Bestandteil des Cowboy-Looks. Sie standen für Verwegenheit, Freiheit und harte Arbeit. Durch die Western-Filme der 30er Jahre wurde diese Vorstellung noch gefestigt, sodass die Levi’s 501 von der funktionalen Arbeiterhose zum modischen Kultobjekt wurde. 1934 wurde die erste Levi’s Damenjeans herausgebracht. Sie erlangte schnell Popularität und wurde von den Hollywood Stars der 50er Jahre endgültig zum Modeklassiker gemacht. Die schlichte Arbeiterhose versprühte plötzlich Glamour und Sex-Appeal. Auch die Punk-Musik trugt zum Erfolg der Hose bei. Die Musiker trugen die Jeans auf der Bühne, um authentisch und offen zu wirken. Sie wollten sich nicht verkleiden, sondern Teil des Volkes sein.