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Inhaltsverzeichnis
Aktuell: Brexit
Das Vereinigte Königreich (UK) ist am 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union (EU) ausgetreten. In einer Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020 blieben die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU auf das UK anwendbar. Seit dem 1. Januar 2021 kommt das Freizügigkeitsabkommen (FZA) zwischen der Schwiez und der EU für das UK nicht mehr zur Anwendung.
Die Schweiz und das Vereinigte Königreich haben am 25. September 2019 ein Abkommen über die Rechte der Bürgerinnen und Bürger infolge des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU und dem Wegfall des Freizügigkeitsabkommens unterzeichnet. Was dies für die Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs, die bis am 31. Dezember 2020 von den Freizügigkeitsrechten Gebrauch gemacht haben, genau bedeutet, erfahren Sie in der Weisung zum Abkommen über die erworbenen Rechte von UK-Bürgern.
Personenfreizügigkeit
Das Abkommen über die Personenfreizügigkeit (FZA) regelt den freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und den EU/EFTA-Ländern.
Dies bedeutet eine einfachere Zulassung von Erwerbstätigen aus der EU/EFTA. Die Erwerbstätigkeit für Personen aus den übrigen Ländern (sog. Drittstaaten) ist hingegen auf spezialisierte und qualifizierte Arbeitskräfte begrenzt.
Informationen für den Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit in der Schweiz für Personen aus Drittstaaten finden Sie auf der folgenden Informationsseite.
Anmeldung bei der Wohngemeinde
EU-26/EFTA und Kroatien
EU-26/EFTA-Staatsangehörige geniessen die volle geographische Mobilität. Das heisst, sie können ihren Wohnsitz jederzeit in die Schweiz bzw. in den Kanton Zürich verlegen. Für die Einreise wird ein gültiger Reisepass oder eine gültige Identitätskarte benötigt.
Nach der Einreise in die Schweiz müssen sie sich persönlich bei der zuständigen Einwohnerkontrolle melden und ein Aufenthaltsgesuch einreichen, wenn der Aufenthalt länger als drei Monate oder 90 Arbeitstage dauern soll. Ein Umzug innerhalb des Kantons sowie in einen anderen Kanton muss innert 14 Tagen bei der Einwohnerkontrolle der neuen Wohngemeinde gemeldet werden.
Das Aufenthaltsgesuch mit dem gewünschten Aufenthaltszweck wird von der Einwohnerkontrolle direkt ans Migrationsamt Kanton Zürich weitergeleitet. Wenn die Voraussetzungen für die Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung erfüllt sind, stellt das Migrationsamt den entsprechenden Ausländerausweis aus.
Zulassung zur Erwerbstätigkeit
EU-26/EFTA
EU-26/EFTA-Staatsangehörige geniessen neben der geographischen Mobilität auch die volle berufliche Mobilität. Sie haben somit das Recht jederzeit eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz aufnehmen. Es bestehen folgende Möglichkeiten einer Erwerbstätigkeit:
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
Erwerbstätige aus den EU/EFTA-Staaten (Ausnahme Kroatien vgl. unten) können in der Schweiz ohne Bewilligung bis zu 90 Arbeitstage pro Kalenderjahr arbeiten. Ihre Einsätze müssen dem Amt für Wirtschaft und Arbeit gemeldet werden. Alle relevanten Informationen dazu finden Sie bei den Informationen zum Meldeverfahren EU/EFTA.
Kurzaufenthaltsbewilligungen werden erteilt, wenn ein Arbeitsvertrag von mehr als drei Monaten aber weniger als einem Jahr vorliegt. Ausserdem muss die durchschnittliche Arbeitszeit bei über 12 Stunden pro Woche liegen.
Aufenthaltsbewilligungen werden erteilt, wenn ein unbefristeter oder überjähriger Arbeitsvertrag vorliegt. Ausserdem muss die durchschnittliche Arbeitszeit mehr als 12 Stunden pro Woche betragen.
EU-26/EFTA-Staatsangehörigen kann eine Grenzgängerbewilligung erteilt werden, sofern sie in einem EU/EFTA-Staat wohnen und von einem Arbeitgeber in der Schweiz angestellt sind.
Das Gesuch für die Erteilung einer Grenzgängerbewilligung kann nur vom Arbeitgeber direkt beim Migrationsamt eingereicht werden.
Weiterführende Informationen zum Freizügigkeitsabkommen zwischen den EU-26/EFTA-Staaten und der Schweiz finden Sie in der entsprechenden Weisung.
Kroatien
Bei der Zulassung zur Erwerbstätigkeit gelten für kroatische Staatsangehörige noch bis am 31. Dezember 2023 Höchstzahlen (Kontingente) sowie arbeitsmarktliche Vorschriften. Für die Aufnhame einer unselbständigen Erwerbstätigkeit benötigen sie daher einen arbeitsmarktlichen Entscheid des Amts für Wirtschaft und Arbeit.
Weiterführende Informationen zur Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf Kroatien finden Sie ausserdem in der entsprechenden Weisung.
Zulassung zur selbständigen Erwerbstätigkeit
EU-26/EFTA und Kroatien
Für Staatsangehörige aus Kroatien, die zur Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit in die Schweiz einreisen, gelten die gleichen Voraussetzungen wie für die EU-26/EFTA-Staatsangehörigen.
Folgende Punkte müssen erfüllt sein, damit die Erwerbstätigkeit als selbständige Erwerbstätigkeit geprüft wird:
- Die Errichtung eines Unternehmens oder einer Betriebsstätte in der Schweiz mit aktiver Geschäftstätigkeit (z.B. Auszug aus dem Handelsregister, Arbeitsvolumen, Bilanz/Erfolgsrechnung) muss nachgewiesen werden.
- Anerkennung der selbständigen Erwerbstätigkeit durch die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürichs (SVA) muss vorliegen,
- Einkommens- und Vermögensnachweise (z.B. Bankkontoauszug) müssen vorliegen.
Das Aufenthaltsgesuch für die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit müssen Sie bei der Wohnortsgemeinde stellen.
Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit
EU-26/EFTA und Kroatien
Folgende EU-27/EFTA-Staatsangehörige und kroatische Staatsangehörige können eine Bewilligung zum erwerbslosen Aufenthalt beantragen:
- Schülerinnen und Schüler bzw. Studentinnen und Studenten;
- Rentnerinnen und Rentner;
- Stellensuchende und
- übrige Nichterwerbstätige.
In jedem Fall müssen dafür ausreichende finanzielle Mittel sowie eine ausreichende Kranken- und Unfallversicherung nachgewiesen werden können. Je nach Aufenthaltszweck kommen noch weitere Voraussetzungen hinzu.
Die weiteren Zulassungsvoraussetzungen sowie detaillierte Informationen finden Sie in unserer Weisung zum Freizügigkeitsabkommen EU-26/EFTA sowie in der Weisung zur Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf Kroatien.
Familiennachzug
EU-26/EFTA und Kroatien
EU-26/EFTA-Staatsangehörige und kroatische Staatsangehörige, die in der Schweiz schon eine ausländerrechtliche Bewilligung haben, haben Anspruch auf Nachzug ihrer Familienangehörigen. Als Familienangehörige gelten ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit:
- Ehegatten, Kinder sowie Verwandte in absteigender Linie (Enkel) denen Unterhalt gewährt wird und
- eigene Verwandte oder Verwandte der Ehegatten (ungeachtet deren Staatsangehörigkeit) in aufsteigender Linie, die unterstützt werden (z.B. Eltern, Grosseltern).
Damit der Familiennachzug bewilligt werden kann, müssen folgende Unterlagen bzw. Angaben vorliegen:
- Eheschein und Geburtsschein bzw. eine von der zuständigen Behörde des Heimat- oder Herkunftsstaates ausgestellte Bescheinigung, mit welcher das Verwandtschaftsverhältnis bestätigt wird;
- Sorgerechtsnachweis (Trennungs-, Scheidungsurteil) für die Kinder bei getrennten und geschiedenen Paaren bzw. Pflegekinderbewilligung bei Enkeln;
- Nichterwerbstätige Personen müssen genügend finanzielle Mittel nachweisen;
- bei Verwandten, denen Unterhalt gewährt wird, müssen Nachweise über die Dauer und der Höhe der Unterstützungsleistungen erbracht werden und falls eine gemeinsamer Wohnsitz im Ausland bestand, muss eine entsprechende Bestätigung aus dem Ausland beigebracht werden und
- Kopie des Wohnungsmietvertrages für eine angemessene Wohnung.
Weiterführende Information zum Familiennachzug finden Sie in unserer Weisung zum Freizügigkeitsabkommen bzw. zur Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf Kroatien.
Wenn Sie als EU/EFTA-Staatsangehöriger jemanden aus einem Drittstaat in die Schweiz nachziehen möchten, finden Sie alle Informationen für den Familiennachzug und die Einreise des Drittstaatsangehörigen unter Familiennachzug von Drittstaatsangehörigen.
Personen aus dem Fürstentum Liechtenstein
Das Fürstentum Liechtenstein ist kein Mitgliedstaat der Europäischen Union. Es wird zusammen mit der Schweiz, Island und Norwegen von der europäischen Freihandelsassoziation EFTA umfasst.
Zwischen den Nachbarstaaten Schweiz und Liechtenstein besteht ein dichtes Netz von bilateralen Verträgen und Abkommen. So besteht seit 1923 ein Vertrag über den freien Personenverkehr, der offene Grenzen und die Zollunion ermöglicht.
Seit dem 1. Januar 2005 gewährt die Schweiz Liechtenstein die volle Freizügigkeit gemäss dem Freizügigkeitsabkommen. Liechtensteinische Staatsangehörige können sich daher wie EU-Staatsangehörige auf das Freizügigkeitsabkommen berufen.
Für liechtensteinische Staatsangehörige oder Personen mit festem Wohnsitz in Liechtenstein gelten in der Schweiz bzw. im Kanton Zürich zusätzlich bestimmte Sonderregelungen. Alle Informationen zu diesen Sonderregelungen finden Sie in der untenstehenden Weisung für Personen aus dem Fürstentum Liechtenstein.
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Am Montag, 19. April 2021 schliesst das Migrationsamt um 11.30 Uhr.
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