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"Mit der Mann in der Badewanne" bringen wir im Herbst 2016 ein Stück eines jungen Schweizer Autors zur Aufführung. Wo immer das absurd-komische Stück bisher aufgeführt wurde, sorgte es für Begeisterung.
Mit rasantem Sprachwitz beschreibt Lukas Linder in diesem schwarzen parabelhaften Märchen die Geschichte von Albert Wegelin. Einem sanftmütigen Zeitgenossen, der stets an das Gute im Menschen glaubt.
Als ihn seine Freundin verlässt, schlägt ihm das aber doch ein wenig auf den Magen. In seiner Firma interpretiert man seine Appetitlosigkeit irrtümlicher Weise als Hungerstreik und Wegelin wird fristlos entlassen.
Sofort stürzen sich Freunde und Verwandte, Medien und Politik auf Wegelin und drängen ihn dazu, gegen das Unrecht auf die Barrikaden zu gehen. Weil er das Richtige tun will, beginnt er zu hungern. Doch damit macht er sich unwissentlich zum Spielball höherer Mächte…
In skurrilen und schwarzhumorigen Bildern schildert der junge Schweizer Autor die Unfreiheit eines Menschen, der in einer unmoralischen Welt moralisch sein will, und wirft so die Frage auf, ob Gerechtigkeit und gutes Handeln in einer Gesellschaft, in der diese Kategorien längst korrumpiert wurden, überhaupt noch möglich sind.