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Das Interesse an Stan Wawrinka in Melbourne hält sich in Grenzen. Am Freitag gab der Romand nur in einem kleinen Kreis von Schweizer Journalisten Auskunft über seine Vorbereitung. Und auch nach dem 7:5, 6:7 (4:7), 6:4, 6:4 gegen Dzumhur (ATP 92), gegen den er zuvor zwei von drei Partien verloren hatte, musste er bei seinem Auftritt vor den Medien keine Fragen auf Englisch beantworten.
Wawrinka (ATP 15) selbst scheint es recht zu sein, dass die Aufmerksamkeit der internationalen Presse auf dem Dreikampf zwischen Titelverteidiger Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer liegt. Erst in den Halbfinals könnte die Nummer 15 der Setzliste mit Nadal auf einen der "Big 3" treffen.
Bis dorthin ist es noch ein weiter Weg für Wawrinka, der letztmals am French Open 2017 und damit vor seiner Knieoperation einen Grand-Slam-Halbfinal erreichte. Das Turnier in Melbourne liess sich für den Champion von 2014 aber vielversprechend an. "Ich spiele gut, bewege mich gut, spüre die Bälle gut - und ich fühle mich im Training gut", sagte Wawrinka. Gegen Dzumhur vermochte er vor allem beim Aufschlag zu überzeugen (21 Asse).
Seine Leistung wollte Wawrinka aber nicht überbewerten: "Es war nur ein Match in einer 1. Runde." Als nächster Gegner wartet am Donnerstag Andreas Seppi (ATP 85), gegen den Wawrinka neun von zwölf Partien gewonnen hat. Der Südtiroler sorgte 2015 im Melbourne Park für Aufsehen, als er in der 3. Runde Federer eliminierte.
(sda)