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Orest
Musiktheater in sechs Szenen von Manfred Trojahn (*1949)
Text vom Komponisten. Schweizerische Erstaufführung
In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 1 Std. 20 Min. Keine Pause. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Februar 2017
26Feb
19.00
Orest
Musiktheater von Manfred Trojahn, Premiere, Premieren-Abo A
März 2017
02Mär
20.00
Orest
Musiktheater von Manfred Trojahn, Premieren-Abo B
07Mär
19.00
Orest
Musiktheater von Manfred Trojahn, Dienstag-Abo D, Wahl-Abo
10Mär
19.00
Orest
Musiktheater von Manfred Trojahn, Freitag-Abo B
12Mär
20.00
Orest
Musiktheater von Manfred Trojahn, AMAG Volksvorstellung, Modern-Abo
19Mär
14.00
Orest
Musiktheater von Manfred Trojahn, Sonntag-Abo A
24Mär
19.30
Orest
Musiktheater von Manfred Trojahn, Misch-Abo A, Deutsche Oper-Abo
Orest
Kurzgefasst
Orest
Orest ist ein Spross des antiken Geschlechts der Atriden, das sich über Generationen hinweg in einen Teufelskreis von Verbrechen und Rache verstrickt hat. In seinem radikalen, 1908 uraufgeführten Einakter Elektra schilderte Richard Strauss, wie sich Orest für die Ermordung seines Vaters Agamemnon rächt, indem er seine Mutter Klytämnestra und deren Liebhaber Ägisth tötet.
Hundert Jahre später widmete sich der deutsche Komponist Manfred Trojahn der Fortsetzung dieser Geschichte: Anders als seine fanatisierte Schwester Elektra, die Gerechtigkeit um jeden Preis fordert, hadert Orest nach seiner grausamen Tat mit dem Schicksal. Er fühlt sich schuldig, obwohl er den Mordauftrag vom Gott Apollo erhielt und diesem blind Folge leistete. An Orest zeigt sich auf exemplarische Weise der Konflikt zwischen Fremd- und Selbstbestimmung, was ihn nicht nur für die Freiheitsphilosophie des 20. Jahrhunderts, sondern bis in die heutige Zeit zu einer politisch und psychologisch brisanten Figur macht. Am Ende von Trojahns Oper verweigert sich Orest dem Kreislauf des Mordens. Er begreift, dass er mit seiner Schuld leben muss, um den Zwängen der Familie zu entfliehen. Es ist die Liebe, die ihn zu dieser Erkenntnis führt. Mit seiner brennend intensiven und dichten Klangwelt gelingt es dem Komponisten Manfred Trojahn, den Zuschauer ganz nah an den Wahnsinn zu führen, der sich in Orests Kopf abspielt. Die erste Aufführung seiner Oper in Amsterdam wurde von der Opernwelt zur «Uraufführung des Jahres 2012» gewählt. Mit Hans Neuenfels inszeniert ein Grossmeister seines Fachs zum ersten Mal im Opernhaus Zürich. Für die Hauptpartie konnten wir den Bariton Georg Nigl gewinnen, den die Opernwelt zum «Sänger des Jahres 2015» kürte.
Erik Nielsen, Musikalische Leitung
Erik Nielsen
Erik Nielsen wurde in Iowa/USA geboren. Er ist Chefdirigent des Bilbao Sinfonieorchesters und seit 2016/17 Musikerdirektor am Theater Basel. Er studierte Harfe und Oboe an der New Yorker Juilliard School und Dirigieren am Curtis Institute of Music. Als Harfenist spielte er u.a. in der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Von 2002 bis 2012 war Erik Nielsen an der Oper Frankfurt engagiert, wo er ein breites Repertoire von Händels Giulio Cesare bis Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern dirigierte. Als Gastdirigent leitete er die Radiosinfonieorchester Frankfurt und Stuttgart, das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, das Ensemble Intercontemporain, das Ensemble Modern, das Orquesta Sinfonica de Castilla y Leon, die Philharmonie Zuidnederland, das Australian Youth Orchestra und das Chicago Civic Orchestra. Am Tanglewood Music Center dirigierte er 2008 Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny und an der English National Opera debütierte er 2009 mit der Zauberflöte. Wichtige Operndirigate waren Ariadne auf Naxos in Boston, Die Zauberflöte an der Metropolitan Opera New York und in Rom, Così fan tutte in Lissabon, Carmen an der Welsh National Opera, La traviata in Berlin, Henzes We Come to the River in Dresden, Reimanns Lear in Malmö, die Uraufführung von André Tchaikowskys The Merchant of Venice bei den Bregenzer Festspielen 2013 sowie die Uraufführung von Dai Fujikuras Solaris am Théâtre des Champs-Élysées, Paris. 2009 erhielt er den Sir Georg Solti Conducting Award von der U.S. Solti Foundation. Am Opernhaus Zürich gab er 2014 sein Debüt mit Peter Grimes.
Hans Neuenfels, Inszenierung
Hans Neuenfels
Hans Neuenfels wurde 1941 in Krefeld geboren. Der Regisseur, Filmemacher und Schriftsteller erhielt seine Schauspiel- und Regieausbildung in Wien am Max-Reinhardt-Seminar. Den Surrealisten Max Ernst, als dessen Sekretär Neuenfels arbeitete, nennt er seinen «geistigen Vater». Mit 28 Jahren hatte Neuenfels bereits 30 Stücke inszeniert. Wichtige Stationen waren das Theater Heidelberg, das Stuttgarter Staatstheater und das Schauspiel Frankfurt. 1986-1990 war er Intendant der Freien Volksbühne in Berlin. Seit 1974 führt er Opernregie. Herausragende Arbeiten waren u.a. Il trovatore in Nürnberg und Berlin; Macbeth und Aida in Frankfurt; Die Macht des Schicksals, Rigoletto und Zimmermanns Die Soldaten an der Deutschen Oper Berlin; die Uraufführung von Adriana Hölszkys Die Wände bei den Wiener Festwochen; Die Entführung aus dem Serail in Stuttgart. Ab 2000 entstand eine Reihe von Arbeiten am Deutschen Theater Berlin und an der Komischen Oper Berlin. 2007 folgte Schoecks Penthesilea in Basel, 2008 Tannhäuser in Essen, 2010 Lohengrin für die Bayreuther Festspiele, 2014 Manon Lescaut an der Bayerischen Staatsoper München, 2015 Ariadne auf Naxos an der Berliner Staatsoper und 2016 die Uraufführung von Miroslav Srnkas South Pole an der Bayerischen Staatsoper München. Am Residenztheater München inszenierte er zuletzt Sophokles’ Antigone. Hans Neuenfels ist Mitglied der Akademie der Künste und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2005 und 2008 wurde er zum «Opernregisseur des Jahres» gewählt. 2011 erschien seine Autobiografie Das Bastardbuch. 2016 wurde ihm der deutsche Theaterpreis «Der Faust» für sein Lebenswerk verliehen.
Katrin Connan, Bühne
Katrin Connan
Katrin Connan, in Bremen geboren und in Frankreich aufgewachsen, studierte Freie Kunst und Bühnenraum an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg sowie Bildende Kunst an der Kunstakademie Minerva in Groningen in den Niederlanden. Während ihres Studiums realisierte sie Bühnenbilder für Schauspielproduktionen im Deutschen Schauspielhaus, im Thalia Theater und auf Kampnagel, assistierte u.a. Raimund Bauer und Nicolas Brieger für Bühne und Regie am Grand Théâtre de Genève und stellte ihre Installationen, Zeichnungen, Performances in Einzel- und Gruppenausstellungen aus. Seit 2008 verbindet sie als Bühnenbildnerin eine regelmässige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Johannes Erath. Zu ihren gemeinsamen Arbeiten zählen Fuge-Unfug-E von Elfriede Jelinek und Dieter Kaufmann sowie What Next? von Elliott Carter an der Neuen Oper Wien, Eugen Onegin am Staatstheater Mainz, Lulu und Elektra an der Oper Graz, Das schlaue Füchslein an der Hamburgischen Staatsoper, Le nozze di Figaro an der Semperoper Dresden, die im Juli 2015 auch zu den Savonlinna-Opernfestspielen eingeladen wurde, und Make no Noise von Miroslav Srnka bei den Bregenzer Festspielen. Mit der Regisseurin Anna-Sophie Mahler arbeitete sie 2012 und 2014 am Theater Bremen zusammen für Die Sache Makropulos und Blick der Tosca. 2015 begann ihre Zusammenarbeit mit Hans Neuenfels mit der Uraufführung South Pole von Miroslav Srnka an der Bayerischen Staatsoper in München, gefolgt von Sophokles’ Antigone am Münchener Residenztheater.
Andrea Schmidt-Futterer, Kostüme
Andrea Schmidt-Futterer
Andrea Schmidt-Futterer, in Mannheim geboren, war 1980-84 Kostümassistentin an der Schaubühne Berlin und ab 1986 feste Kostümbildnerin am Schauspielhaus Bochum. Seit 1995 ist sie freischaffend tätig. In enger künstlerischer Partnerschaft mit Peter Mussbach entstanden seit 1991 u.a. Aus einem Totenhaus (Brüssel); Lulu und Doktor Faust (Salzburger Festspiele); Macbeth, Der ferne Klang, Moses und Aron und La traviata (Staatsoper Berlin); Wozzeck und Carmen (Zürich); Salome (Dresden), Don Giovanni (Mailänder Scala, Staatsoper Berlin), Arabella, Norma (Paris) sowie Georg Friedrich Haas’ Bluthaus (Wiener Festwochen). Zusammen mit Nikolaus Brieger erarbeitete sie u.a. Cardillac (Frankfurt) Saint François d'Assise (San Francisco), Salome und Die tote Stadt (Genf), Prokofjews Krieg und Frieden (Köln), J. C. Bachs Amadis de Gaulle (Mannheim), Der fliegende Holländer (Strassburg), Mitridate (Schwetzingen) und La traviata (Wiesbaden). Ab 1999 arbeitete sie regelmässig mit Nikolaus Lehnhoff zusammen: auf Parsifal (English National Opera, Chicago, San Francisco, Barcelona) folgten Der fliegende Holländer (Chicago), Turandot (Amsterdam, Mailänder Scala), Tristan und Isolde (Glyndebourne Festival Opera, Baden-Baden), Die Gezeichneten (Salzburger Festspiele), Tannhäuser (Amsterdam, Baden-Baden), Les Dialogues des Carmélites (Hamburg), Henzes L’Upupa und der Triumph der Sohnesliebe (Dresden), Elektra (Salzburger Festspiele) und La fanciulla del West (Amsterdam, Paris). Mit Hans Neuenfels arbeitete sie bisher für Manon Lescaut und Miroslav Srnkas South Pole (Staatsoper München) sowie Ariadne auf Naxos (Staatsoper Berlin) zusammen.
Franck Evin, Lichtgestaltung
Franck Evin
Franck Evin, geboren in Nantes, ging mit 19 Jahren nach Paris, um Klavier zu studieren. Nachts begleitete er Sänger im Café Théâtre Le Connetable und begann sich auch für Beleuchtung zu interessieren. Schliesslich entschied er sich für die Kombination aus Musik und Technik. Dank eines Stipendiums des französischen Kulturministeriums wurde er 1983 Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u.a. mit Ken Russel und Robert Wilson zusammen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus begann er 1986 als selbstständiger Lichtdesigner zu arbeiten und legte 1993 die Beleuchtungsmeisterprüfung ab. Besonders eng war in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit Werner Schröter und mit dem Dirigenten Eberhard Kloke. Es folgten Produktionen u.a. in Nantes, Strassburg, Paris, Lyon, Wien, Bonn, Brüssel und Los Angeles. Von 1995 bis 2012 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung der Komischen Oper Berlin und dort verantwortlich für alle Neuproduktionen. Hier wurden besonders Andreas Homoki, Barrie Kosky, Calixto Bieto und Hans Neuenfels wichtige Partner für ihn. Im März 2006 wurde Franck Evin mit dem «OPUS» in der Kategorie Lichtdesign ausgezeichnet. Seit Sommer 2012 arbeitet er als künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung an der Oper Zürich. Franck Evin wirkt neben seiner Tätigkeit in Zürich weiterhin als Gast in internationalen Produktionen mit, etwa an den Opernhäusern von Oslo, Stockholm, Tokio, Amsterdam, München, Graz sowie der Opéra Bastille, der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, der Vlaamse Opera und bei den Bayreuther Festspielen.
Ernst Raffelsberger, Choreinstudierung
Ernst Raffelsberger
Ernst Raffelsberger, Chorleitung, stammt aus Gmunden, Oberösterreich. Er studierte Musikpädagogik und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (Chorleitung bei Prof. Erwin Ortner) und anschliessend Chordirigieren am Salzburger Mozarteum bei Prof. Walter Hagen-Groll. Von 1983 bis 1986 war er Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. In dieser Zeit leitete er das Ensemble in Wien und auf Tourneen durch Europa, Südafrika, Kanada und die USA. Ab 1986 war Ernst Raffelsberger Chordirektor und Kapellmeister am Landestheater Salzburg (Mitwirkung bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen). 1989 wurde er von Donald Runnicles als Chordirektor und Kapellmeister an das Theater in Freiburg/Breisgau berufen. Seit Herbst 1993 ist Ernst Raffelsberger am Opernhaus Zürich als Chordirektor engagiert. Hier hat er inzwischen über 100 Premieren betreut und mit vielen namhaften Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Vladimir Fedoseyev, Sir John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Franz Welser-Möst und Teodor Currentzis zusammengearbeitet. Gastspiele mit dem Opernhaus Zürich führten ihn nach Wien, London, Paris und Tokio. Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren diese Arbeit. Im Sommer 2012 begann zusätzlich seine Tätigkeit als Chordirektor der Salzburger Festspiele. Er ist dort für die Produktionen der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor verantwortlich. Dort kam es u.a. zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Riccardo Muti, Sir Simon Rattle und Mariss Jansons.
Georg Nigl, Orest
Georg Nigl
Georg Nigl wurde in Wien geboren. Er war Sopransolist der Wiener Sängerknaben, anschliessend studierte er Gesang bei Hilde Zadek. Seine künstlerische Laufbahn führte ihn u.a. an das Bolschoi Theater Moskau, die Staatsoper Berlin, die Bayerische Staatsoper München, die Mailänder Scala, die Wiener Staatsoper, das Théâtre des Champs-Élysées, die Oper Amsterdam sowie zu den Salzburger Festspielen, dem Festival d’Aix-en-Provence, der Ruhrtriennale und den Wiener Festwochen. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Teodor Currentzis, Daniele Gatti, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs und Jordi Savall und mit Regisseuren wie Andrea Breth, Frank Castorf, Andreas Homoki, Johan Simons, Dmitri Tcherniakov, Sasha Waltz und Robert Wilson. Besondere Anerkennung verschaffte sich Georg Nigl als Solist zahlreicher Uraufführungen und Impulsgeber für Kompositionen u.a. von Friedrich Cerha, Pascal Dusapin, Georg Friedrich Haas, Wolfgang Mitterer, Olga Neuwirth und Wolfgang Rihm. Liederabende und Konzerte führen ihn in der Spielzeit 2016/17 in die grossen Konzertsäle in Berlin, Paris, Wien, Hamburg, Köln, Amsterdam und London. Zu seinen Klavierpartner zählen Alexander Melnikov, Andreas Staier und Gérard Wyss. 2017 debütiert er bei den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko. Zukünftige Operngastspiele führen ihn u.a. an die Staatsopern in Hamburg, Berlin und Stuttgart. Georg Nigl ist seit 2014 Professor für Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart. In der Kritikerumfrage 2015 der Zeitschrift Opernwelt wurde er zum «Sänger des Jahres» gekürt.
Raymond Very, Menelaos
Raymond Very
Raymond Very ist Amerikaner. Er begann seine Karriere mit lyrischen Partien wie Tamino (Die Zauberflöte), Rodolfo (La bohème), Duca (Rigoletto), Des Grieux (Manon Lescaut) und Matteo (Arabella). Heute singt er u.a. Faust (La damnation de Faust), Albert Gregor (Vĕc Makropulos), Don José (Carmen), Stolzing (Meistersinger), Edward Fairfax Vere (Billy Budd) sowie Laca und Steva (Jenůfa). Gastspiele führten Raymond Very u.a. an die Metropolitan Opera New York, die San Francisco Opera und die Houston Grand Opera sowie an das Royal Opera House Covent Garden in London, die Bayerische Staatsoper München, zum Maggio Musicale in Florenz, an die Wiener Staatsoper, an das Theater an der Wien, das Opernhaus Oslo, die Oper Frankfurt, die Oper Stuttgart, die Deutsche Oper Berlin, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, die Oper Leipzig, die Welsh National Opera Cardiff, die Nationale Opera Amsterdam und an die Semperoper Dresden. Er war als Vere (Billy Budd) und Gustav von Aschenbach (Death in Venice) an der Deutschen Oper am Rhein, Albert Gregor (Vĕc Makropulos) bei den Salzburger Festspielen und Elis (Schrekers Die Schatzgräber) in Amsterdam zu erleben. 2013 debütierte er als Otello in Kopenhagen. Als Konzertsänger trat er u.a. mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra und dem Pittsburgh Symphony Orchestra auf. In der Spielzeit 2016/17 wird er u.a. Tom Buchanan (John Harbisons The Great Gatsby) an der Semperoper Dresden und 2017/18 Loge (Das Rheingold) in Düsseldorf singen.
Airam Hernandez, Apollo/Dionysos
Airam Hernandez
Airam Hernández wurde in Teneriffa geboren. Er studierte zunächst Horn und anschliessend Gesang bei Dolors Aldea am Conservatori in Barcelona. Von 2014-2016 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios und anschliessend Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich. Engagements führten ihn zudem u.a. an die Oper Amsterdam, Opéra National de Lorraine, Opéra de Lausanne, Musikkollegium Winterthur, Theater Basel, Gran Teatre del Liceu, Auditori de Barcelona, Palau de la Música Catalana, Auditorium «Manuel de Falla» in Granada, Ópera de Tenerife, Auditorio Alfredo Kraus in Gran Canaria sowie ans Teatro Real of Madrid. Er sang unter Dirigenten wie Marco Armiliato, Carlo Rizzi, Jesus López-Cobos, James Conlon, Nello Santi, Francesco Ivan Ciampa sowie Fabio Luisi und arbeitete mit Regisseuren wie Barrie Kosky, Hans Neuenfels, Laurent Pelly, David Pountney, Andreas Homoki und Damiano Michieletto. 2016 debütierte er als Alfredo (La traviata) an der Oper in Perm unter Teodor Currentzis und in der Inszenierung von Robert Wilson. 2017 hatte er Rollendebüts wie Apollo und Dionysos (Orest) am Opernhaus Zürich, Edgardo (Lucia di Lammermoor) an der Opéra de Lausanne sowie Faust (Faust) an der Oper in Teneriffa. In naher Zukunft wird er Rollen wie Fenton (Falstaff), Don Ottavio (Don Giovanni), Gennaro (Lucrezia Borgia), Fernando (Doña Francisquita) und Nemorino (L’elisir d'amore) singen und ihn an Häuser wie die Semperoper Dresden, Musashinos Auditorium (Japan), Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, Dallas Opera, Staatsoper Hamburg, De Nationale Opera Amsterdam, Gran Teatre del Liceu, Teatro Real de Madrid und Théatre du Capitole Toulouse führen.
Claire de Sévigné, Hermione
Claire de Sévigné
Claire de Sévigné, Sopranistin aus Kanada, studierte an der McGill University in Montréal und an der University of Toronto. Danach bildete sie sich weiter im «Ensemble Studio» der Canadian Opera Company. 2016 wurde sie für ihr Album mit Vivaldi-Kantaten (mit dem Aradia-Ensemble unter Kevin Mallon) für einen JUNO Award in der Kategorie «Classical Album of the Year» nominiert. Sie ist auf internationalen Bühnen wie dem Opera Theatre of St. Louis, bei den Salzburger Festspielen sowie mit der Canadian Opera Company zu hören, wo sie die Königin der Nacht (Die Zauberflöte), Servilia (La clemenza di Tito), Despina (Così fan tutte), First Niece in Peter Grimes, Fiakermilli (Arabella) und Blonde (Die Entführung aus dem Serail) sang. Zu ihrem Repertoire gehören zudem die Partien der Constance (Dialogues des Carmélites), Cleopatra (Giulio Cesare in Egitto), Cunégonde (Candide), Tytania (A Midsummer Night’s Dream) und die Titelrolle in Lucia di Lammermoor. Von 2015 bis 2017 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich und war hier u.a. in Die Gänsemagd, Die Hamletmaschine und als Angelica in Haydns Orlando paladino zu erleben. 2016/17 debütierte sie am Opernhaus Zürich in Orest als Hermione, als Le feu, La princesse und Le rossignol in Ravels L’Enfant et les sortilèges und als Blonde; eine Rolle, welche sie auch 2017 und 2019 beim Savonlinna Festival sang. Vergangene Spielzeit war sie u.a. mit dem Concertgebouw Orchestra in Honeggers Jeanne d’Arc au Bucher zu hören sowie in einem Mozart-Konzert bei den Salzburger Festspielen unter Raphaël Pichon. Seit der Spielzeit 2019/20 gehört sie zum Ensemble des Grand-Théâtre de Genève, wo sie als Phani (Les Indes galantes), Blonde, Clorinda (La Cenerentola) und L’Ange (Saint François d’Assise) zu hören ist.
Claudia Boyle, Helena
Claudia Boyle
Claudia Boyle stammt aus Dublin und studierte Gesang an der Royal Irish Academy of Music. Im Anschluss war sie Mitglied des dortigen Opera Theatre Company Young Artist Program sowie des Young Singers Project der Salzburger Festspiele 2010. Seither gab die Sopranistin u.a. Debüts als Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) an der Komischen Oper in Berlin, als Tytania (A Midsummer Night’s Dream) und als Gilda (Rigoletto) am Teatro dell’Opera in Rom, in der Titelrolle von Lucia di Lammermoor an der Dänischen Nationaloper und als Adina (L’elisir d’amore) an der Semperoper Dresden. Beim Edinburgh International Festival debütierte sie in Donnacha Dennehys The Last Hotel, an der English National Opera als Mabel (The Pirates of Penzance) und am Royal Opera House Covent Garden als Cecily Cardew (The Importance of Being Earnest). In der Spielzeit 2016/17 gab sie an der English National Opera ihr Debüt als Leïla (Les Pêcheurs de perles). Auf dem Konzertpodium war Claudia Boyle bisher u.a. bei den Salzburger Festspielen unter Riccardo Muti, in Bernsteins A Quiet Place unter Kent Nagano und als Solistin in Mahlers Achter Sinfonie mit der NHK Symphony Tokio unter Paavo Järvi zu erleben. Claudia Boyle ist Gewinnerin des Opernpreises 2010 der International Vocal Competition’s-Hertogenbosch und wurde 2012 mit dem 1. Preis und dem Kritikerpreis beim Concorso Maria Callas Verona ausgezeichnet. Am Opernhaus Zürich debütierte sie 2015 als May-Shan in der Uraufführung von Christian Josts Rote Laterne.
Ruxandra Donose, Elektra
Ruxandra Donose
Ruxandra Donose stammt aus Rumänien. Sie studierte Gesang und Klavier am Konservatorium in Bukarest und gewann 1990 den zweiten Preis beim ARD-Wettbewerb in München. Ab 1992 war sie Mitglied der Wiener Volks- und Staatsoper. Noch während ihres Engagements in Wien begann für sie eine internationale Karriere, die sie an die grossen Opernhäuser dieser Welt führte, von der San Francisco Opera bis zur Metropolitan Opera, von der Royal Opera House Covent Garden London bis zur Pariser Opéra Bastille, vom Glyndebourne Festival bis zu den Salzburger Festspielen. Sie verkörperte alle wichtigen Partien ihres Faches, wie Charlotte (Werther), Carmen, Octavian (Der Rosenkavalier), Sesto (La clemenza di Tito), Cherubino (Le nozze di Figaro) und Rosina (Il barbiere di Siviglia), um nur einige zu nennen. Als Konzertsängerin arbeitete sie mit renommierten Orchestern wie den Wiener, den Münchener und Berliner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem London Philharmonic Orchestra, dem Cleveland Orchestra oder dem Chicago Symphony Orchestra. In der Spielzeit 2015/16 war sie u.a. am Royal Opera House London als Komponist (Ariadne auf Naxos), als Ramise (Händels Arminio) am Theater an der Wien sowie bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe und mit ihrem Debüt als Prinzessin Eboli (Don Carlo) an der Grange Park Opera zu erleben. Geplant sind u.a. Octavian (Der Rosenkavalier) am Bolschoi-Theater Moskau, Adalgisa (Norma) am Grand Théâtre de Genève und Fricka (Das Rheingold) an der Rumänischen Nationaloper Cluj-Napoca.
Evelyn Angela Gugolz, Klytämnestra
Evelyn Angela Gugolz
Evelyn Angela Gugolz hat ihre Heimat im Tessin( CH)
Ihre Ausbildung für professionellen, zeitgenössischen Bühnentanz hat sie an der Zürich Tanz Theater Schule (ZTTS) absolviert, wo sie auch das Nachdiplom «Choreo Dance Project» (CDP),erfolgreich abgeschlossen hat. Nach Tanzprojekten wie Paeonnias oder «luce sotto la pelle» hatte sie ihr erstes Engagement mit dem Weimarer Nationaltheater im Rahmen des Schiller Jubiläums 2004.(Choreografie Philip Ducou). Weitergebildet hat sie sich u.a. an der Performing Art School in Wien und in zahlreichen Masterclasses und researches u.a mit Ismael Ivo, Jochen Heckmann und Julie Anne Stanzak(Pina Bausch). Seither arbeitet Evelyn als freischaffende, zeitgenössische Bühnentänzerin im In- und Ausland. Ein dreimonatiges Engagement auf der MS Albatros führte sie von St.Petersburg über Island bis nach Spitzbergen. Sie war bei Produktionen wie «Haute Couture», «Alltag ist nicht all Tag» «Julius Caesar» oder «Random Scream» von Davis Freeman(B) dabei. Drei Jahre war sie Mitglied der Tanzkompanie ’d’Schwyz tanzt’(CH) und bei Danceforce(CH). Es folgten zahlreiche und spannende Engagements am Opernhaus Zürich als Tänzerin in Opernproduktionen u. a. mit Regisseuren wie Christoph Marthaler, Harry Kupfer, Hans Neuenfels, Andreas Homoki, Sebastian Baumgarten, Jan Philip Gloger und Herbert Fritsch. Dabei durfte sie mit Choreografen wie Philip Egli, Beate Vollack, Ramses Sigl oder Kinsun Chan zusammenarbeiten. Im Theater Basel war sie 2016 Gast in einer solistischen Rolle als Eva-Tänzerin in der Oper «Donnerstag aus Licht» zu sehen, bei der sie auch an der Aufführung am Internationalen Musikfest in Hamburg mitwirkte. 2020 wird sie die choreografische Wiedereinstudierung von den Opern Zauberflöte und Faust übernehmen. Immer wieder choreografiert sie auch eigene Solos oder gibt Unterricht und Workshops in zeitgenössischem Tanz, zuletzt im Sultanat Oman, zu dem sie eine langjährige Verbindung hat.
Benjamin Mathis, Ägisth
Benjamin Mathis
Benjamin Mathis, 1981 geboren, lebt in Basel und Zürich. Nach ersten Theatererfahrungen mit Lieb Mi! (Regie: Sebastian Nübling) am Jungen Theater Basel und am Vorstadttheater Basel, studierte er Schauspiel an der Zürcher Hochschule der Künste. Während des Studiums spielte er am Theater Basel, am Theater an der Sihl und am Theater der Künste Zürich und arbeitete dabei mit Regisseuren wie Christina Paulhofer, Volker Hesse, Stephan Müller und Joachim Schlömer. Nach seinem Studium war er für zwei Spielzeiten am Theater Junge Generation Dresden engagiert. Seit der Spielzeit 2010/11 arbeitet er als freischaffender Schauspieler u.a. am Schauspielhaus Zürich, am Luzerner Theater, am Theater Basel, an der Kaserne Basel, am Vorstadttheater Basel, am Roxy Birsfelden und in der Roten Fabrik Zürich. Mit der Zürcher Opernproduktion Die Soldaten in der Regie von Calixto Bieito gastierte er in der Spielzeit 2013/14 am Opernhaus Zürich, an der Komischen Oper Berlin und am Teatro Real Madrid. Seither arbeitet er regelmässig am Opernhaus Zürich als Schauspieler und Tänzer u.a. mit den Regisseuren Sebastian Baumgarten, Hans Neuenfels und Herbert Fritsch. Er ist Mitglied der freien Theatergruppe „Glück“ mit der er verschiedenste Projekte und Performances an Theatern und in Galerien verwirklicht. Im Herbst 2019 erscheint der Kinofilm Paradise War - Bruno Manser, wo er an der Seite von Sven Schelker zu sehen sein wird