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Auf langen, eng mensurierten Instrumenten wie Naturtrompete und Naturhorn der Bachzeit können virtuose Spieler durch Lippenspannung und Atemdruck bis weit in die fünfte Oberoktave, etwa bis zum 28. Naturton, spielen.
Technische Hilfsmittel wie das Hinzufügen einzelner Rohrbögen, das Einführen der Hand in den Schallbecher ("Stopfen" beim Waldhorn) oder das Anbringen von Klappen erweitern den ursprünglichen Tonvorrat der Naturtonreihe. Chromatische Töne und damit eine vollständig verfügbare Tonleiter machen das gemeinsame Musizieren mit anderen Instrumenten möglich.
Sowohl bei der Trompete als auch beim Waldhorn werden die Zusatzbögen zunächst oben und ab dem späteren 18. Jahrhundert auch innerhalb des Instrumentenkorpus von Hand eingesetzt (Inventionshorn bzw. Inventionstrompete). Die ab 1814 entwickelten und 1818 erstmals patentierten Ventilmechanismen ermöglichen eine maschinelle Zuschaltung der nun im Instrument fest eingebauten Rohrbögen (Ventilinstrumente).