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Der neue Hoffnungsträger der angeschlagenen Luftverkehrsholding SAirGroup hat eine ebenso steile, wie vielfältige Karriere hinter sich. Der 55-jährige Mario Corti verfügt aber über keine spezifischen Erfahrungen im Fluggeschäft.
Mario Corti, Bürger von Winterthur und Stabio (TI), wurde am 22. Oktober 1946 in Lausanne geboren und besuchte die Schulen im bernischen Kirchberg und in Burgdorf. 1971 promovierte er an der Universität Lausanne zum Doktor der Rechte und der Wirtschaftspolitik im Nebenfach.
Anschliessend war Corti während vier Jahren in einem kalifornischen Industrie-Unternehmen tätig und absolvierte daneben ein Betriebswirtschafts-Studium in Harvard, das er mit dem MBA abschloss.
1977 trat Corti in die Dienste der Schweizerischen Nationalbank ein, wo er zunächst persönlicher Mitarbeiter des späteren Präsidenten Pierre Languetin war und bis 1985 zum Direktor und Stellvertreter des für die Geld- und Devisen-Marktgeschäfte zuständigen Direktoriumsmitglieds aufstieg.
Im Sommer 1986 folgte Corti einem Ruf des damaligen Wirtschaftsministers Kurt Furgler und wechselte als Stellvertreter des Direktors des Bundesamts für Aussenwirtschaft und als Delegierter für Handelsverträge im Range eines Botschafters in den Bundesdienst.
1990 folgte der Wechsel in die Privatwirtschaft zum Nahrungsmittelmulti Nestle, bei dem er seit 1996 den Posten des Finanzchefs inne hat. In den Verwaltungsrat der SAirGroup trat er erst vor Jahresfrist ein.
Corti ist einer der Gründerväter des kürzlich aus der Taufe gehobenen Think Tanks der Schweizer Wirtschaft "Stiftung Zukunft Schweiz". Seine Erfahrungen und weltweiten Beziehungen stellt er unter anderem dem Vorstandsausschuss der schweizerisch-amerikanischen Handelskammer und dem internationalen Beirat der Credit Suisse Group zur Verfügung.
swissinfo und Agenturen