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Stallikon Sellenbüren
Sehr eng ist die Verbindung zwischen dem Kloster Engelberg und Stallikon. Freiherr Reginbert von Sellenbüren gründete gemäss Überlieferung das Kloster St. Blasien im Schwarzwald und übereignete diesem zahlreiche Ländereien, Güter und Höfe. Konrad von Sellenbüren gründete 1120 als letzter dieses Geschlechts das Kloster Engelberg und trat in dessen Dienst. Mehr als drei Jahrhunderte später verkaufte das Kloster Engelberg 1466 die Gerichtsbarkeit über Stallikon-Sellenbüren an Ritter Heinrich Effinger von Zürich.
Noch bis ins 16. Jahrhundert besass das Kloster Grund- und Gerichtsrechte in den Stammlanden des Klosterstifters Konrad von Sellenbüren mit Zentrum in Urdorf. Für die Verwaltung dieser Gebiete wurde im 13. Jahrhundert ein eigenes Hofrecht aufgesetzt. Herr über Land und Leute war der Abt. Zweimal jährlich wurde Gerichtstag gehalten.
Im 16. Jahrhundert schwächte sich – auch der Reformation wegen – der Einfluss Engelbergs in den besagten Gebieten vor den Toren der Stadt Zürich ab. Trotzdem aber sind für das Jahr 1609 noch Zinslisten erhalten mit Angaben der Kornzinsen aus Affoltern am Albis, Hedingen und Bonstetten. Ausgebaut hat das Kloster seine wirtschaftliche Stellung im Rebbau in Küsnacht am Zürichsee, woher das Kloster seinen eigenen Wein bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts bezogen hat. Das Kloster verkaufte seine Besitzungen und Einrichtungen an die Stadt Zürich.