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Als Microkredit bezeichne ich Kleinkredite von einem Euro bis zu einigen tausend Euro an Kleingewerbetreibende überwiegend in Entwicklungsländern. Sie sind neben Mikroversicherungen und micro savings eine wesentliche Mikrofinanz-Dienstleistung. Die Kredite werden in der Regel von spezialisierten Finanzdienstleistern und nichtstaatlichen Organisationen meist zur Förderung der Entwicklung vergeben.
Mikrokredite sind ein Instrument der Entwicklungspolitik und werden häufig als erfolgreiche Beispiele im Rahmen des Management-Konzepts „Base of the Pyramid“ angeführt. Schon das vor 150 Jahren von Friedrich Wilhelm Raiffeisen entwickelte Genossenschaftsmodell basiert auf dem Selbsthilfe- und Solidaritätsprinzip, nach dem heute viele Microlender in den Entwicklungsländern arbeiten. 1971 initiierte Elmar Pieroth in Togo die Vergabe von Kleinkrediten. 1976 gab es in Bangladesch ebenfalls ein derartiges Programm, das von Muhammad Yunus initiiert wurde, und aus dem 1983 die Grameen Bank hervorging. Im Jahr 2006 erhielten Yunus und die Grameen Bank für diese Bemühungen um die „wirtschaftliche und soziale Entwicklung von unten“ den Friedensnobelpreis.
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