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5.1 Globaler Zugriff auf Information
Erstens ist der Umfang von Datenmengen nicht mehr entscheidender Parameter für eine wissenschaftliche Bewältigung. Es ist heute in vielen Situationen möglich, alle verfügbaren Quellen auf ein Kriterium hin zu untersuchen. Dies war in der Vergangenheit in vielen Hinsichten unmöglich: Sowohl die Allgegenwart der Informationen als auch deren synchrone Verfügbarkeit existierten nicht. Das hat dazu geführt, dass die wissenschaftliche Bewältigung metaphorisch und/oder stichprobenhaft verlaufen musste. Damit ist eine sehr weitführende Problematik vor allem in der Theoriebildung der Geisteswissenschaften verbunden. Anstatt von Komplexität musste Metaphorik -- nolens volens -- in die Theoriebildung einfliessen [127], [119]. Dass daraus ex post eine Tugend konstruiert wurde, ändert an der Sache nichts. Zur Metaphorik, ihrem Argumentationstypus (insbesondere betreffend das Internet...), siehe die gute Internet-Dienstleistung des Metaphern-Zentrums der Universität Oregon.
Zweitens kann auf Transport von Information in allen Fällen verzichtet werden, wo die verlangte Bearbeitung der Daten lokal möglich ist. Man möchte ja eigentlich nur Fragen stellen und Antworten bekommen. Diese Information kann übertragen werden. Es geht also darum, dass man Daten dort bearbeitet, wo sie lokal am besten beherrscht werden. Dies geschieht heute in grossem Umfang zwischen dem europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf und dem Rechenzentrum bei Manno im Tessin: Es werden die experimentellen Daten von Genf nach Manno gesandt, dort verrechnet und dann zurückgesandt. Die Rechenanlagen und ihre Programme bleiben in Manno, die Versuchsanordnungen in Genf. Nur die "Anfrage" selber und natürlich die "Antwort" müssen transportiert werden. Diese Situation wurde schon in der Fallstudie 3 ( 1.3) angesprochen.
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