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2015 lag der Anteil allerdings noch bei 33 Prozent, wie ein am Donnerstag veröffentlichter Bericht des Uno-Programms Unaids zeigt. Besonders problematisch ist demnach die Lage in West- und Zentralafrika.
Dort lebten zwar nur sechs Prozent der globalen Bevölkerung, jedoch ein Drittel der rund 9,4 Millionen Menschen, die unwissend mit HIV infiziert seien. Die Schätzungen erzielt Unaids nach eigenen Angaben durch Modellierung von Daten.
Zudem werde bei mehr als der Hälfte aller HIV-Infizierten weltweit das Virus im Blut nicht unterdrückt, so der Bericht. Das kann etwa daran liegen, dass ein Patient nicht behandelt wird oder die Behandlung nicht erfolgreich ist.
Wenn HIV nicht richtig unterdrückt wird, kann der Patient demnach das Virus übertragen und ist viel empfänglicher für Krankheiten. Bei einer erfolgreichen Behandlung kann laut Unaids das Immunsystem normal funktionieren und HIV nicht übertragen werden.
Der Bericht wurde im Vorfeld des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember veröffentlicht. Die Uno haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 die Epidemie zu beenden. Doch in etwa 50 Ländern nimmt die Zahl der Infizierten zu. 2017 lebten 36,9 Millionen Menschen weltweit mit HIV, im Jahr davor waren es noch 36,3 Millionen gewesen.