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Cannabis Erklärung
Cannabis sativa L. (Cannabis sativa Linné), ist der lateinische Name für die Hanfpflanze. Sie gehört zur Ordnung der brennesselartigen Gewächse. Zusammen mit der Gattung Humulus (Hopfen) gehört Cannabis zur Familie der Cannabidaceae (Cannabisartigen).
Hanf lässt sich in drei Unterarten aufteilen; Cannabis Sativa, Cannabis Indica, Cannabis Ruderalis.
Hanf ist eine grüne, im Allgemeinen einjährige Pflanze.
Cannabis Sativa – Faserhanf
THC-arme Hanfsorten werden gelegentlich Faserhanf oder Industriehanf genannt und dürfen in etwa 30 Ländern der Erde, darunter in der Schweiz, angebaut werden, um Fasern für die Industrie und Hanfsamen für die Ernährung zu gewinnen. (Lesen sie mehr im Artikel “CBD Infos – Hanf und seine Verwendung“)
Faserhanf darf in der Europäischen Union maximal 0,2 Prozent THC enthalten, in der Schweiz maximal 1 Prozent THC damit eine Berauschung mit diesem Hanf sicher ausgeschlossen werden kann.
Weibliche Pflanzen weisen einen höheren THC-Gehalt auf als männliche, so dass Marihuana und Haschisch- oder Öl- Herstellung meistens nur die weiblichen Pflanzen verwendet werden.
Cannabinoide
Hanf enthält charakteristische Inhaltsstoffe, welche als Cannabinoide bezeichnet werden. Sie enthält 85 Phytocannabinoide aus der Gruppe der Terpenphenole, die bisher in keiner anderen Pflanze entdeckt wurden. Die dabei definierten Cannabinoide lassen sich mehrheitlich zehn Gruppen zuordnen.
Die wichtigste Gruppe ist die THC-Gruppe mit neun verschiedenen Cannabinoiden. Der bedeutendste Vertreter dieser Gruppe ist das Delta-9-Tetrahydrocannabinol oder kurz Delta-9-THC beziehungsweise THC. Es ist sowohl für die meisten medizinischen Eigenschaften als auch für die charakteristischen psychischen Wirkungen von Cannabis verantwortlich.
Es kann beispielsweise aufheiternd, muskelentspannend, antiepileptisch, brechreizhemmend, appetitsteigernd, entzündungshemmend, fiebersenkend, Augeninnendruck senkend, Bronchien erweiternd, beruhigend und Schmerzhemmend wirken. (Cannabinoide Kaufen)
-Delta-9-Tetrahydrocannabinol-
Cannabidiol (CBD)
Die zweitwichtigste Cannabinoidgruppe ist die Cannabidiol-Gruppe. Cannabidiol (CBD) ist vor allem im Faserhanf und in einigen Haschischsorten vorhanden.
Im Gegensatz zum THC verursacht es keine psychischen Wirkungen und in ausreichend hohen Dosen wirkt es der psychischen Wirkung des THC sogar entgegen. Allerdings kann es die schmerzlindernden Eigenschaften des THC verstärken.
Ausserdem kann Cannabidiol beruhigend, entzündungshemmend, antieptileptisch, angstlösend, antipsychotisch und Augeninnendrucksenkend wirken. (cbdealer.ch darf vom Gesetz her keine Heilversprechen machen)
Im Vergleich zum THC werden diese Wirkungen jedoch erst bei vergleichsweise grossen Cannabidiolmengen erzielt. (Cannabidiol Kaufen)
-Cannabidiol CBD-
Meistens finden sich in einer Pflanze nur drei bis vier verschiedene Cannabinoide in relevanter Konzentration, während die übrigen nicht oder nur in Spuren vertreten sind. In Drogenhanfsorten, aus denen Marihuana und Haschisch mit THC über 1% gewonnen wird, kommt THC logischerweise in hoher Konzentration von 1-30 Prozent vor, während im Faserhanf Cannabidiol mit einem Gehalt von etwa 0,5 – 1 Prozent vorherrscht.
Wirkung der im Cannabis enthaltenen Cannabinoide auf den Menschlichen Körper
Die Wirkweise der Pflanzlichen Cannabinoide im menschlichen Körper ähnelt dem Wirkmechanismus bestimmter Körpereigener Substanzen, den sogenannten Endocannabinoiden (aus dem griechischen endo, “innen“). Endocannabinoide sind Cannabinoide, die vom menschlichen Körper selbst gebildet und nicht von aussen aufgenommen werden müssen. Endocannabinoide und Pflanzliche Cannabinoide haben eine ähnliche Chemische Struktur.
Die Wirkung sowohl der Endocannabinoide als auch der pflanzlichen Cannabinoide beruhen auf der Erkennung und Bindung bestimmter Bindungsstellen, die sich auf der Oberfläche vieler Körperzellen befinden. Diese Bindungsstellen werden als Cannabinoid-Rezeptoren bezeichnet. Die Endocannabinoide zählen zu den natürlichen Botenstoffen, die im Gehirn und anderen Organen Nachrichten über den Zustand des Körpers übermitteln. Binden Cannabinoide an Ihre jeweiligen Rezeptoren, so werden in der betreffenden Zelle bestimmte Reaktionen Ausgelöst.
Dabei ist das körpereigene Cannabinoid-System zum Beispiel an der Regulation der Appetits, an der Wahrnehmung von Sinneseidrücken und Schmerzen sowie der Koordination der Bewegungen beteiligt. Aufgrund der Ähnlichkeit der Wirkmechanismen der körpereigenen und der Pflanzlichen Cannabinoide, können Letztere das körpereigene Cannabinoid-System unterstützen und erhalten dadurch Ihr medizinisches Potenzial.
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Zitate:
Quelle Bilder: Pinterest, Google-Bilder
Quelle Text: Buch “Die Behandlung mit Cannabis und THC“ von Dr. med Franjo Grotenhermen, Dr. rer. nat. Britta Reckendrees mit Ergänzungen von Daniel Hayoz
-Dr. med Franjo Grotenhermen-