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Der Begriff “Schlafregression” bezeichnet eine Periode, in der das Baby auf einmal nicht mehr so gut wie sonst in der Nacht schläft, häufiger aufwacht oder den Mittagsschlaf plötzlich verweigert. Schlafregressionen treten meist für mehrere Male in den ersten zwei Lebensjahren auf und für gewöhnlich beobachten Eltern, dass diese in der Nähe von 4 Monaten, 8 Monaten, 12 Monaten, 18 Monaten und 24 Monaten auftreten.
Wieso treten Schlafregressionen vermehrt zu diesen Zeiten auf und was steckt dahinter? Was können Eltern tun, damit das Baby in der Nacht wieder durchschläft? In diesem Artikel wollen wir Ihnen alle hilfreichen Informationen zum Thema Schlafregression Baby und Schlafregression Kleinkind geben.
Schlafregression wann tritt sie ein?
Bei der Schlafregression fällt das Baby in seinem Schlafverhalten auf einen früheren Entwicklungsstand zurück und kann passieren, dass das Baby im Schlaf weint und Probleme hat, zur Ruhe zu kommen. Die Ursache für Schlafregressionen wird auf die verschiedenen Wachstumsschübe, die ein Baby in den ersten Jahren durchläuft, zurückgeführt.
Wachstumsschübe bei Babys sind Perioden, in denen sie neue motorische und kognitive Fähigkeiten erlernen. Wachstumsschübe treten meist zu ähnlichen Zeiten in der Entwicklung von Babys ein, jedoch folgen diese keinen geregelten Zeitplan. Wenn Ihr Baby also zum Beispiel etwas später anfängt zu krabbeln, ist dies noch lange kein Grund zur Sorge.
Babys verarbeiten im Schlaf neu gelernte Informationen und speichern diese im Langzeitgedächtnis ab. Dies ist nur einer der Gründe, warum Schlaf so wichtig ist für Babys. Häufig passiert es, dass Babys versuchen, die neu gelernten Bewegungen im Schlaf zu wiederholen und zu üben. Aus diesem Grund wird der Schlaf unruhiger, sie bewegen sich mehr und werden öfter wach. Das Gehirn des Babys ist zu dieser Zeit besonders aktiv und es fällt den Kleinen schwerer, sich zu entspannen und durchzuschlafen.
Schlafregression Baby: Was genau passiert während dieser Zeit?
Wie bereits erwähnt, durchläuft das Gehirn einige Veränderungen, wenn ein Wachstumsschub einsetzt. Für die meisten Babys ist der Wachstumsschub im vierten Monat mit besonders vielen mentalen und physiologischen Änderungen verbunden, da hier das Gehirn sehr schnell reift und Babys manchmal erst wieder lernen müssen, wie sie in der Nacht am besten schlafen. Schlafregressionen klingen zunächst sehr stressig, sind aber eigentlich ein positives Zeichen dafür, dass sich das Baby gut und gesund entwickelt.
Schlafregression Baby: 4. Monat
In den ersten Monaten gilt es schon als ein kleiner Meilenstein, wenn das Baby für mehrere Stunden am Stück durchschläft. Manche Babys können sogar schon bis zu 5 Stunden schlafen, ohne wach zu werden. Im vierten Monat kann sich dies jedoch schnell ändern, denn hier setzt der erste Wachstumsschub ein.
Bemerkbar macht sich die Schlafregression im vierten Monat durch häufiges Quengeln, mehrfaches wach werden in der Nacht, kürzere Mittagsschläfchen und vermehrter Appetit. Nicht nur das Verhalten des Kindes ändert sich, sondern auch die Schlafphasen. Wie auch bei Erwachsenen haben Babys eine REM-Phase und eine Nicht-REM-Phase die sie in der Nacht mehrere Male durchlaufen.
Babys verbleiben im Vergleich zu Erwachsenen jedoch viel länger in der Traumphase und haben nur einen leichten Schlaf, in dem sie öfter wach werden. Bei Erwachsenen macht die Traumphase etwa 20 bis 25% des Schlafes aus, bei Babys ist sie mehr als doppelt so lang. Im vierten Monat ändern sich die Schlafphasen und Tiefschlafphasen werden allmählich länger. Dies ist zunächst ungewohnt für Babys und so kann es passieren, dass sie beim Übergang von einer zur nächsten Schlafphase aufwachen und schreien.
Zu den motorischen Veränderungen im vierten Monat zählt das Greifen und die sogenannte orale Phase, in der viele Babys versuchen, Objekte in den Mund zu stecken. Manche Babys fangen hier auch schon an, sich zu drehen und können sich vielleicht sogar schon selbstständig auf den Bauch drehen. In der Nacht werden diesen Übungen wiederholt, weswegen es sein kann, dass Ihr Kind sich mehr bewegt im Schlaf als vorher.
Schlafregression Baby: 9. Monat
Sieben bis neun Monate alte Babys verfeinern in diesem Stadium vor allem ihre grobmotorischen Fähigkeiten. Babys lernen, wie sie sich durch krabbeln oder robben fortbewegen können und ziehen sich an Möbelstücken hoch, um aufzustehen.
Zudem laufen auch im Gehirn neue Lernprozesse ab: Babys lernen, Objekte und Menschen voneinander zu unterscheiden und bestimmte Reihenfolgen und Muster im Tagesablauf zu erkennen. Hier kann es passieren, dass die Mittagsschläfchen bei Babys am Tag kürzer werden und die Nächte unruhiger, da das Baby so viel wie möglich üben will.
Schlafregression Baby: 12. Monat
Im 12. Monat lernen viele Babys zu laufen, oder können es vielleicht sogar schon. Hinzu kommt eine weitere große Veränderung: Babys fangen an zu zahnen. Auch hier kann es passieren, dass sich Babys weigern, sich hinzulegen oder unruhiger werden.
Viele Eltern glauben, dass das Kind plötzlich nur noch einmal pro Tag Mittagsschlaf braucht. Der Grund hierfür könnte die Schlafregression sein und diese ist nur temporär. Die meisten Babys brauchen erst ab dem 15. Monat nur noch einen Mittagsschlaf pro Tag.
Schlafregression Kleinkind: 18. Monat
Mit voranschreitenden Alter wird auch der Schlaf von Kleinkindern immer regelmäßiger. Dies kann sich jedoch mit der Schlafregression im 18. Monat wieder ändern. Im 18. Monat können Kinder ihre Umwelt immer bewusster wahrnehmen und dies ist natürlich besonders spannend für die Kleinen.
Kleinkinder lernen hier auch meist, sich selbstständig zu beschäftigen und falsch von richtig zu unterscheiden. Die wachsende Selbstständigkeit geht mit einem stärkeren Willen einher und viele Kleinkinder weigern sich, sich abends hinzulegen oder Mittagsschlaf zu machen.
Schlafregression Wie lange?
Die Schlafregression kann bei Babys und Kleinkinder etwa 2 bis 6 Wochen dauern. Dabei ist zu beachten: Jedes Kind schläft anders. Manche können schon nach ein paar Tagen wieder gut schlafen, bei anderen dauert es vielleicht ein wenig länger.
Schlafregression Was kann ich tun?
Für Babys und Kleinkinder ist eine sich immer wiederholende Routine am besten, da sie so abends schneller einschlafen können. Sie können Ihr Kind auch an bestimmte Einschlafrituale gewöhnen, damit sie abends schneller in den Schlaf finden.
Um einen Überblick über die Wach- und Schlafzeiten Ihres Babys zu behalten, empfehlen wir die Verwendung eines Schlafprotokolls für Ihren Schützling. Somit können Sie Veränderungen in den Schlafgewohnheiten des Babys schneller feststellen und die Zeiten, in denen Ihr Kind für gewöhnlich müde wird, im Auge behalten.
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