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Bei Gefährdung durch einen Staudammbruch oder Überschwappen wird die NAZ entweder direkt durch den Werkseigentümer oder die Einsatzzentrale der Kantonspolizei des betroffenen Kantons informiert. Von diesem Zeitpunkt an stehen die betroffenen Stellen und Einsatzkräfte in ständigem Kontakt. Der NAZ fällt die Aufgabe einer eigentlichen Informationsdrehscheibe zu, wobei sie insbesondere für die erste Orientierung der Abteilung Wasserkraft und Talsperren im Bundesamt für Energie (BFE) zuständig ist.
Für die Alarmierung werden bei grösseren Stauanlagen zwei Zonen unterschieden: die Nahzone umfasst in der Regel das Gebiet, welches bei einem plötzlichen totalen Bruch des Damms innert maximal zwei Stunden überflutet würde. Die Fernzone schliesst daran an. Die Nahzone ist mit speziellen Wasseralarmsirenen (unterbrochener Tiefton) ausgerüstet. In der Fernzone erfolgt die Alarmierung über den Allgemeinen Alarm (an- und abschwellender Sirenenton). Der Allgemeine Alarm bedeutet immer: Radio hören! Dort erhalten Sie weitere Informationen. Der Wasseralarm wird in der Fernzone immer erst nach dem Allgemeinen Alarm ausgelöst. In diesem Fall muss das gefährdete Gebiet sofort verlassen werden.
Die NAZ veranlasst zum einen die Auslösung des Allgemeinen Alarms; zum anderen sorgt sie auf ihren speziellen Kanälen für die Verbreitung von Verhaltensanweisungen über das Radio.
Für die Schutzmassnahmen sind die Kantone zuständig. Merkblätter zum richtigen Verhalten sind bei der jeweiligen Gemeinde verfügbar.