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Die ersten Nachweise, dass Menschen im Meer nach Nahrung suchten, wurden an der heutigen Küste Südschwedens gefunden und reichen etwa 7440 Jahre zurück. Ein Steinzeit-Stamm soll sich demnach vorwiegend von Meerestieren ernährt haben, nach denen getaucht werden musste. Wurde lange Zeit nur getaucht, um sich Nahrung zu beschaffen, so kamen später noch ganz andere Aspekte hinzu.
Einer griechischen Sage zu Folge gab es einen Fischer, der zusammen mit seiner Tochter zu Zeiten der griechisch-persischen Kriege die gesamten Ankerleinen der persischen Flotte kappte uns so zum Sieg beitrug.
Bereits bei den Olympischen Spielen 1900 in Paris gab es einen Wettkampf im Streckentauchen, den ein Franzose mit 60 Meter in knapp einer Minute gewann.
Freitauchen ist vorallem im Mittelmeerraum immer mit der Jagd nach Fischen verbunden. In allen Mittelmeerländern hat Speerfischen ohne Tauchgerät eine lange Tradition. Und ist auch heute noch fester Bestandteil des dortigen Lebens und auch als Sportart anerkannt.
Die Geburtsstunde des "modernen" Freitauchens wird auf 1949 datiert. Raimondo Bucher tauchte damals wegen einer Wette auf 30 Meter ab und begründete somit - gewollt oder ungewollt - eine neue Sportart.
1962 betrat Enzo Maiorca die Freitauchbühne. Er bewies mit seinem 50 Meter Tauchgang, dass entgegen der Befürchtung der Mediziner, die menschliche Lunge in dieser Tiefe nicht kollabierte.
1966 war es Jacques Mayol, der zum schärfsten Herausforderer von Maiorca wurde. Er brachte Atem- und Entspannungstechniken in die Tauchszene ein, die noch heute als Schlüssel für das Erreichen grosser Tiefen gelten. Die 100-Meter-Marke wurde 1976 von Mayol erstmals durchbrochen.
1988 wurde dem Zweikampf der beiden mit dem Kultfilm "The big blue" ein Denkmal gesetzt.
1990 betraten zwei neue Protagonisten die Bühne: Der Italiener Umberto Pelizzari und der Kubaner Francisco Rodriguez, die sich gegenseitig in immer extremere Tiefen trieben.
Ebenfalls Anfang der 1990er wurde die AIDA gegründet (Association Internationale pour le Development de l'Apnée), die sich mit Wettkampfregularien und der Ausbildung von Freitauchern beschäftigt.
Heute stehen Herbert Nitsch aus Österreich, Natalia Molchanova aus Russland und William Trubridge auf der langen Liste von Rekordhaltern.
Neben den klassischen Disziplinen werden auch aussergewöhnliche Wettbewerbe erfunden. So ist der Österreicher Christian Redl mit dem Durchtauchen von Höhlen oder Tieftauchgängen unter Eis im Guiness Buch der Rekorde zu finden.
Freitauchen ist heute wieder auf dem Vormarsch - als Teil der Wellness-Bewegung.