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Cernavoda deckt rund 10% des rumänischen Strombedarfs. Der Produktionsausfall brachte der Betriebsgesellschaft Nuclearelectrica einen Verlust von annähernd CHF 0,5 Mio. täglich. Der fehlende Strom war nur aus Kohle- und Gaskraftwerken zu ersetzen, nachdem Laufkraftwerke wegen der Trockenheit ebenfalls nur eingeschränkt produzierten.
Die Donau führt bei Cernavoda im Sommer normalerweise 4400-4600 m3/s Wasser. Mitte August 2003 waren es weniger als 1650 m3/s, und der Wasserstand lag mehr als 2,5 m unter der Normalquote. Das war der tiefste Wert seit 160 Jahren. Cernavoda arbeitet mit Flusswasserkühlung. Das Wasser wird einem Ausgleichskanal entnommen. Dessen Wasserstand sank so tief ab, dass die Ansaugpumpen nicht mehr ordnungsgemäss arbeiteten und das Werk ausgeschaltet werden musste. Für die Nachkühlung reichte die Wasserzufuhr indessen aus. Da im zentraleuropäischen Einzugsgebiet der Donau seit Monaten zu wenig Regen gefallen war, sagten die Hydrogeologen nur eine allmähliche Normalisierung der Lage voraus. Cernavoda durfte den Betrieb erst wieder aufnehmen, als der Wasserstand in der Donau um 2 m und im Ausgleichskanal um 3,5 m angestiegen war. Nach Regenfällen in Mitteleuropa sollte die Wasserführung der Donau jetzt stabil bleiben. Die Abschaltung von Cernavoda wurde benützt, um vorgezogene Instandhaltungs- und Verbesserungsarbeiten vorzunehmen. Das bulgarische Kernkraftwerk Kosloduj arbeitete nach Angaben der Betriebsgesellschaft trotz der Trockenheit normal.
Quelle
P.B. nach Libertatea, 25. August und 11. September, und NucNet, 26. August und 18. September 2003