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Trambahn
Wirklich attraktiv als Wohngebiet wurde das Maihofquartier, als der öffentliche Verkehr das Quartier mit dem übrigen Stadtgebiet verband. Am 8. Dezember 1899 wurden vier Trambahn-Verbindungen ab dem Bahnhof Luzern nach Kriens, Emmenbrücke, Halde-Dietschibergbahnstation und Maihof eingeweiht. Wichtig für das Maihofquartier waren die Linie 1 (Halde-Obergrund, später bis Kriens) und die Linie 2 (Maihof-Kreuzstutz, später bis Emmenbrücke).
Die 1er-Tramlinie in der Maihofstrasse im Jahr 1901 (Bild: Stadtarchiv Luzern, Sign. F2a_PUBLIKATIONEN_10-11-D)
In der Nachkriegszeit war die Zeit der Trams allmählich vorbei. In Luzern wurde das Ende der Trambahn im Jahr 1957 per Volksentscheid besiegelt. Am 11. November 1961 wurde die 1er-Linie als letzte Tramlinie der Stadt eingestellt. Luzern folgte mit diesem Entscheid dem allgemeinen Trend, das Tram durch wendigere Trolleybusse zu ersetzen. Diese wurden anfänglich als «gleislose Bahnen» bezeichnet.
Durch die Aufhebung der Tramhaltestellen wurde auch Platz für den aufkommenden motorisierten Individualverkehr geschaffen.
Das Verhältnis zwischen dem öffentlichen Verkehr und dem Individualverkehr ist in Luzern bis heute ein emotional diskutiertes Thema, insbesondere im Maihofquartier und an der Zürichstrasse.