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Rocket und Tigerli in der Lokstadt in Winterthur: Ein Holz-Wohnturm im Zentrum
Gemäss einem städtebaulichen Masterplan soll das 100 Meter
aufragende Hochhaus «Rocket» gemeinsam mit dem autonomen Sockelteil «Tigerli»
das räumliche und städtebauliche Zentrum der Lokstadt Winterthur werden. Der
Studienauftrag schrieb dafür ein spezifisches Holzbausystem vor.
Quelle: Ina Invest
Über der geschützten Industriehalle Habersack soll das Holzhochhaus 100 Meter in die Höhe ragen.
Die Lokstadt entsteht derzeit anstelle der ehemaligen Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM), die südöstlich vom Bahnhof Winterthur und der benachbarten Fabrik Sulzer angesiedelt war. Die SLM ging in den 1960er-Jahren in den Besitz des Sulzerkonzerns über, sein Industriegelände, auch bekannt als Werk 1, wurde somit Teil des Sulzerareals. Dieses verwandelt sich seit Beginn dieses Jahrhunderts in ein gemischtes urbanes Quartier.
Die Lokstadt ist die letzte Etappe dieser Transformation. Als Käuferin der Sulzer Immobilien AG übernahm der Entwickler und Generalunternehmer Implenia 2010 das Portfolio inklusive der Liegenschaften des Sulzerareals Stadtmitte. Er macht aus dem einstigen Sulzerareal Werk 1 die Lokstadt, basierend auf einem Gestaltungsplan, der im Jahr 2015 vom Winterthurer Stimmvolk abgesegnet wurde.
Baufelder nach Loks benannt
Verschiedene Baufelder erhielten die Namen historischer Lokomotiven. Dies gilt auch für das Baufeld 4b: Das hier geplante Hochhaus «Rocket» erinnert an das legendäre Schienengefährt, das 1829 von Robert Louis Stevenson für die Liverpool and Manchester Railway entwickelt wurde. Sein Sockel «Tigerli» trägt den Kosenamen eines Dampflock-Typs der SLM, der während mehr als 60 Jahren auf dem Schienennetz der SBB im Dienst stand.