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Sean Spicer flimmert wieder über amerikanische Bildschirme. Gestern hatte der ehemalige Pressesprecher Donald Trumps einen Auftritt an den Emmy-Awards, dem bedeutendsten Fernsehpreis der USA. Moderator Stephen Colbert bat ihn für ein paar wenige Worte auf die Bühne.
«Niemals gab es eine Emmy-Verleihung mit einem grösseren Publikum. Niemals!», so Spicer. Er spielte damit selbstironisch auf seine eigenen Aussagen bei der Amtseinführung von Donald Trump an. Spicer beharrte damals trotz Beweisbildern darauf, dass zu Trumps Amtseinführung mehr Menschen kamen als zu jener von Barack Obama.
Der Emmy-Auftritt Spicers polarisierte. Dies zeigte alleine die Reaktion des Publikums. Als Trumps ehemaliger Pressesprecher die Bühne betrat, ging ein Raunen durch den Saal, und die Fernsehprominenz übte sich in Gesichtsgymnastik.
Auf Twitter gab es wenig Verständnis dafür, dass die Emmys Spicer diese Plattform boten und ihn Witze machen liessen. Es sei nicht lustig, dass er die Amerikaner wiederholt angelogen habe, so der Konsens.
Sean Spicer hatte bereits letzte Woche einen grossen Auftritt im amerikanischen Fernsehen. Auch damals im lustigen Rahmen, er war Gast bei der Late-Night-Show von Jimmy Kimmel.
Diese lockeren Auftritte stossen vielen Kritikern sauer auf. Es sei nicht in Ordnung, Spicer bei seiner Rehabilitation zu helfen und seine Aussagen zu «normalisieren».
Spicer selbst schien der Auftritt gefallen zu haben. Er machte einen wesentlich lockereren Eindruck, als zu seiner Zeit im Weissen Haus.