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Seit 2002 geht es bei Intel bergab – nicht nur bezüglich Marktanteil, sondern mittlerweile auch beim Umsatz und beim Gewinn. Intel-CEO Paul Otellini will nun durchgreifen und hat Intel eine Rosskur verordnet. Restrukturierungen und Neuausrichtungen sollen bereits 2006 Einsparungen von 1 Milliarde US-Dollar bringen. Ob dies auch Entlassungen beinhaltet, ist bislang noch nicht bekannt. Ebenfalls muss Intel den stetig wachsenden Lagerbeständen, insbesondere im Server-Bereich, Herr werden. So beklagt Intels Vertriebschef Andand Chandrasekher nicht nur einen mangelnden Absatz, sondern auch eine «unangebrachte Roadmap», womit er insbesondere auf die Bedrohung durch AMDs Opteron-Prozessor anspielen dürfte. Während Intel bei den Chipsätzen und Mainboards das Überangebot beseitigen konnte, liegen bezüglich CPU-Marktanteil nun alle Hoffnungen auf der Core-Architektur. Diese wird gestaffelt ab Juni auf den Markt geworfen. Zuerst kommt die Server-Version «Woodcrest», im Juli steht die Desktop-CPU «Conroe» und im August der Notebook-Prozessor «Merom» an. Bereits 2008 sollen die Strukturbreiten der Core-CPUs auf 45 Nanometer verkleinert und Architektur-Erweiterungen eingeführt werden. Im gleichen Jahr will Intel mit «Nehalem» eine neue Mikroarchitektur bringen, bevor 2010 das Spiel von neuem beginnt: «Die-Shrink» für «Nehalem» (neu 32 Nanometer), neue Mikroarchitektur mit «Gesher». Ob es sich dabei aber um wirklich neue CPUs oder nur um Abwandlungen wie bei den verschiedenen Pentium-4-Versionen handelt, ist vorerst unbekannt.
Geld für Schwellenländer
Intel plant, 1 Milliarde US-Dollar zu investieren, um die Verbreitung von Computer-Technologie in Schwellenländern wie China oder Indien zu fördern. Insbesondere abgelegene Dörfer sollen mit Computern, für die Intel im Moment sechs verschiedene Referenzdesigns entwickelt, und Internet über Wimax versorgt werden.