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Altschuller fand seine Lösungsstrategien beim Studium von Patenten. Das Problem, bzw. die technische Aufgabenstellung, ist in den Patenten jeweils zu Beginn formuliert. Als nun Altschuller seine Lösungsstrategien in der Praxis anwenden wollte, stiess er auf das Problem, dass noch gar kein Problem klar formuliert war. Er sah sich daher gezwungen, ein Vorgehensschema zu entwickeln, mit dem er neue Aufgabenstellungen systematisch angehen konnte. So entstand ARIZ. Altschuller unterteilte sein Vorgehen in sehr viele Einzelschritte. Für den praktischen Gebrauch lässt es sich jedoch auf ein überschaubares Ablaufschema reduzieren.
ARIZ, so wird in der Literatur argumentiert, sei ein kompliziertes Tool. Man benötige mindestens 80 Stunden Studium, bevor man es erfolgreich einsetzen könne. ARIZ wird daher nicht sehr verbreitet angewandt. Es wird auch empfohlen, bevor man ARIZ einsetze, zuerst zu versuchen, mit den 40 Standardlösungen zum Ziel zu gelangen. Verschiedene Autoren präsentieren zudem verschiedene Vorgehensschemata. Ich selbst bin stark durch das im Band Systematisch Lösungen finden beschriebene Problemlösungsschema geprägt. Das im Folgenden dargestellte ARIZ-Vorgehensschema (ARIZ-85) erscheint mir als das praktikabelste der in der Literatur bekannten.
Zusammenhänge, die man bei ARIZ beachten sollte: Altschullers 40 Prinzipien sind besonders geeignet, um grundsätzlich neue Lösungsansätze und Systemkonzepte zu finden. Stösst man innerhalb dieser Systeme auf Konflikte zwischen Teilsystemen bzw. Stoffen; helfen Altschullers 76 Standardlösungen weiter.
- Analyse der Aufgabe
- Analysiere das Problem Modell (des Basis-Konfliktes)
- Definiere das ideale Endresultat
- Anwendung der Substanz-Feld-Ressourcen
- Die Wissensbasis anwenden
- Verändern oder Substituieren des Problems
- Methodikanalyse zur Lösung des physikalischen Widerspruchs
- Umsetzung des Lösungskonzeptes
- Analyse des Lösungsverlaufs
(Gekürzter Text aus dem Buch Systematisch Lösungen realisieren vdf Verlag 2001)