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Vereinatunnel – Die Verbindung zwischen dem Prättigau und dem Engadin
Bereits im Jahre 1974 diskutierten die Direktion der Rhätischen
Bahn und die Bündner Regierung über eine direkte und wintersichere Verbindung zwischen dem Unterengadin und dem Raum Prättigau-Davos. 1985 wurde in einer Volkabstimmung entschieden, auf den
Ausbau der Strasse über den Flüela zu verzichten und dafür einen Bahntunnel mit Autoverlad zu bauen.
1991 begann der Bau des 19 Kilometer langen Tunnels, der schliesslich am 19. November 1999 durch den damaligen Bundesrat Moritz Leuenberger eröffnet wurde.
Beim Bau des Tunnels wurde von beiden Seiten gearbeitet. Von Klosters her wurde der Tunnel gebohrt, vom Engadin her gesprengt. Beim Tunnelmeter 7.376 konnte am 26. März 1997, ein halbes Jahr vor dem geplanten Zeitpunkt, der Durchschlag gefeiert werden. Dank der 18-minütigen Fahrt durch den Vereinatunnel wurde die Zugfahrt von Zürich nach Scuol-Tarasp um zwei Stunden verkürzt. Nebst Reisezügen und Güterzügen verkehren auch Züge für den Autotransport. Die Autofahrt ins Unterengadin verkürzt sich dadurch um 15 Kilometer. Die Autotransportzüge fahren alle 30 Minuten durch den einspurigen, mit Kreuzungsstationen ausgelegten Vereinatunnel.