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«Woher kommst du?» ist eine oft gestellte Frage, die in einer von Globalisierung und Migration geprägten Welt immer schwerer zu beantworten ist. Wenn die Autorin Taiye Selasi über Herkunft nachdenkt, bezeichnet sie sich, sowie eine neue Generation von Weltbürger*innen mit afrikanischer Herkunft, als «Afropolitan». In ihrem ergreifenden Familienroman «Ghana Must Go» (dt: «Dinge geschehen nicht einfach so», S. Fischer 2013), der zwischen Accra, London und Boston pendelt, ringen vier Geschwister mit ihren Zugehörigkeiten und nähren ihr Dasein in der Welt aus verschiedenen Quellen ; Selasi entwirft ein differenziertes Bild einer Familie in postkolonialen Zeiten. Im Anschluss an die Lesung diskutieren Sarah Owens und Rahel El-Maawi (Netzwerk Bla*Sh) mit Taiye Selasi über ihre Erfahrungen als Schwarze Europäer*innen.
Taiye Selasi ist Schriftstellerin und Fotografin, sie wurde in London geboren und wuchs in Boston auf. Sie studierte in Yale und Oxford. 2013 wurde Selasis Debütroman, der New York Times-Bestseller «Ghana Must Go», als einer der 10 besten Bücher von 2013 von The Wall Street Journal und The Economist ausgewählt. Ihren 2015 TED-Talk, «Don’t Ask Where I’m From; Ask Where I’m a Local», hat über zwei Millionen Zuschauer*innen erreicht. Sie schreibt an ihrem zweiten Roman in Berlin.