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Sickerwasserbehandlung bis 2014
Bis November 1991 wurde das auf der Deponie anfallende Sickerwasser bei trockener Witterung wieder auf der Deponiefläche ausgebracht (Sickerwasserkreislaufführung). Wenn bei nasser Witterung die Sickerwassermenge zu hoch war, wurde der Wasserüberschuss mit Tankwagen zur Kläranlage Röti gefahren. Dieses Vorgehen konnte jedoch bei zunehmender Deponiefläche und damit anwachsendem Sickerwasseranfall nicht mehr befriedigen. Der Kläranlageverband entschloss sich daher, eine Reinigungsanlage zu bauen, mit der das anfallende Deponiesickerwasser vor Ort soweit gereinigt werden konnte, dass eine direkte Einleitung in den Vorfluter (Krebsbach) ermöglicht wurde.
Im Jahr 1991 wurde eine Sickerwasserreinigungsanlage sowie ein Betriebsgebäude erbaut, in dem zudem Sozialräume, eine Werkstatt und ein Wasserlabor untergebracht wurden. Das Kellergeschoss des Gebäudes wurde als Auffangbecken mit einem Inhalt von 400 m3 ausgestaltet. Ende 1991 wurde dann die neue Sickerwasserreinigungsanlage der Deponie Pflumm in Betrieb genommen. Diese Anlage arbeitete nach dem Prinzip der Umkehrosmose und war 21 Jahre in Betrieb. Sie wurde im Oktober 2012 abgeschaltet, da zu diesem Zeitpunkt die technisch aufwendige Anlage mit einem hohen personellen Aufwand permanent überwacht werden musste und der Anlagenbetrieb zudem hohe Energiekosten verursachte. Danach wurde das Sickerwasser bis August 2014 mit Tanklastwagen zur KBA Hard gefahren, von wo aus es zur ARA Röti gepumpt wurde.