Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03596.jsonl.gz/2236

Was ist Stress?
Ein Stressor kann Vieles sein - zum Beispiel
- eine Prüfung
- am Morgen zur Arbeit oder zur Schule zu gehen, obwohl ich weiss, dass ich wieder gemobbt werde
- Überforderung (in der Schule / bei der Arbeit)
- eine bestimmte (oder unbestimmte) Person oder Situation
- Angst haben, ins Bett zu gehen, weil ich die letzten Nächte schon nicht schlafen konnte
- das rote Auto (weil ich mal in einen Unfall verwickelt war mit einem roten Auto)
- ...
Neurologisch betrachtet handelt es sich beim Stress um ein automatisches Programm, nennen wir es eine Software, welche in potenziell gefährlichen Situationen automatisch in uns abläuft. Dieses Programm hat einen einzigen Zweck: mir das Überleben zu sichern. Es so tief in uns verwurzelt, da es unserer Spezies schon seit tausenden von Jahren geholfen hat, zu überleben und sich weiter zu entwickeln.
Grob gesagt sind folgende drei Dimensionen des Gehirns an einer Stressreaktion beteiligt: die Grosshirnrinde (blau eingefärbt: vorne und oben), das limbischen System (rot und pink: unten) und der Hirnstamm (alle grünen Bereiche: hinten).
Nehmen wir zu diesen zwei Dimensionen (vorne/hinten und oben/unten) noch die dritte Dimension dazu, links und rechts, die linke, logische und die rechte, kreative Gehirnhälfte.
Geraten wir in eine Situation, die für unser Gehirn Stress bedeutet, geschieht neurologisch folgendes: das Gehirn schaltet von vorn nach hinten, von der Grosshirnrinde, dem bewussten Entscheiden, in den Hirnstamm, wo unsere Reflexe und automatischen Körperfunktionen daheim sind (Herzfrequenz, Puls, Atmung etc).
Es schaltet von oben nach unten, weg vom bewussten Entscheiden in unser limbisches System, wo unsere Kampf- und Fluchtreaktion sitzt. Und die rechte, kreative Gehirnhälfte kappt die Verbindung zur linken, logischen Gehirnhälfte vorübergehend (oder im schlimmsten Fall längerfristig). Um zu überleben, müssen wir nicht kreativ sein - wir müssen schnell und logisch überlegen, welches die beste Strategie ist, aus dieser Situation rauszukommen. Kämpfen oder Fliehen?
Wir können uns vorstellen, dass in diesem Zustand nicht mehr viel von unserem eigentlichen Potential übrig ist. Mit Hilfe diverser kinesiologischer Techniken ist es möglich, die Hirnareale im Bezug auf einen bestimmten Stressor wieder zu aktivieren, sodass sie zusammenarbeiten können.
Vielleicht fühlst Du dich auch im Allgemeinen reduziert, komisch oder energielos. Auch wenn Du nicht genau weisst, wo der Schuh genau drückt: Dein Körper weiss, was er braucht und wird mir dank des Muskeltests genau sagen können, wie ich Dir helfen kann.