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Der Nationalrat hat am 13. Dezember 2012 entschieden, homosexuellen Paaren das Adoptionsrecht zu gewähren. Die grosse Kammer will dieses Recht aber im Unterschied zum Ständerat auf die Kinder eines der Partner beschränken. Nur eine Minderheit der vorbereitenden Kommission aus SVP-Kreisen hatte sich für ein komplettes Adoptionsverbott ausgesprochen. Ihr Anführer Oskar Freysinger erklärte gegenüber Blick Online, dass es „nicht um eine Frage der Modernität“, sondern „um ein zeitloses Modell“ gehe: „Mann und Frau erhalten Kinder. Das ist zeitlos, nicht altmodisch.“ Es gebe kein Anrecht, Kinder zu haben, sagt der Walliser. Aber Kinder hätten ein Anrecht auf Eltern, und zwar auf Mutter und Vater. Er könne nicht verstehen, wieso Schwule so darauf bestehen, Kinder zu adoptieren. „Sonst bestehen sie doch stets auf den Unterschied zu den Heterosexuellen. Dann müssen sie aber auch akzeptieren, dass sie keine Kinder bekommen können.“ Auch eine Adoption der Kinder des eigenen Partners heisst der Deutschlehrer nicht gut. Es gehe hier um ein ganz kleines Segment von Kindern die von der Regelung betroffen sein könnten. „Wahrscheinlich gibt es kaum drei solche Kinder in der Schweiz. Wer dafür das Gesetz ändern will, hat zum Ziel, die flächendeckende Adoption einzuführen.“
Der heutige Entscheid verpflichtet das Departement von Bundesrätin Simonetta Sommaruga dazu, eine gesetzliche Basis für das eingeschränkte Adoptionsrecht homosexueller Paare zu erarbeiten.