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Ab Februar 1848 wüten Revolutionen in zahlreichen europäischen Monarchien. Einer der bekanntesten Revolutionäre ist der russische Anarchist Michail Bakunin. Er ist an Aufständen in ganz Europa beteiligt, so im Februar 1848 in Paris und im Mai 1849 bei Dresden. Dieselben ultrakonservativen Mächte, die der Schweiz noch im Januar 1848 mit einer Intervention für den Fall einer Änderung des Bundesvertrags von 1815 gedroht haben, sind nun mit sich selbst beschäftigt. Die Schweizer Liberal-Radikalen nutzen das Momentum mit einem revolutionären Akt: Statt einer Revision des Bundesvertrags von 1815 formulieren sie bis April 1848 die Verfassung für einen demokratischen Bundesstaat. Danach geht es Schlag auf Schlag: Im Mai verabschiedet die Tagsatzung die neue Verfassung; im Juli und August folgen die Abstimmungen in den Kantonen; im September erklärt die Tagsatzung die Verfassung als angenommen; im Oktober finden die Parlamentswahlen statt; im November treten Nationalrat und Ständerat zur ersten Session zusammen und wählen Bundesrat, Bundeskanzler und Bundesgericht. Dies alles ist auch dank der Aktivitäten Bakunins und anderer Revolutionäre möglich geworden. Sie haben der Schweiz wertvolle Zeit verschafft. Übrigens, Bakunin hat seine letzte Ruhestätte in Bern gefunden.