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05.09.2016, 14:35 Uhr
Während LibreOffice alle paar Wochen ein Update bekommt, zieht der Chef-Entwickler von OpenOffice bereits ein mögliches Ende des alternativen Bürosuite in Betracht.
OpenOffice galt einst als die beste Alternative zu Microsoft Office. Während das Programm sein letztes Update im September 2015 erhielt, gibt es beim abgespalteten Projekt LibreOffice alle paar Wochen Software-Updates. In einer Mailing-Liste unter dem Titel «Was, wenn das Ende von OpenOffice in Betracht gezogen würde?» hat Dennis Hamilton, Chef des Apache Openoffice Project Management Committee (PMC), einen Diskussions-Thread eröffnet.
Seiner Auffassung nach gäbe es zu wenige freie Entwickler mit der nötigen Kapazität, das halbe Dutzend freiwilliger Programmierer bei OpenOffice weiterhin zu unterstützen,wie Ars Technica berichtet. Bis jetzt seien keine Entscheidungen gefallen, jedoch müsse die Stilllegung des ganzen Projekts ernsthaft in Erwägung gezogen werden, so Hamilton. Zudem stellen sich auch Fragen hinsichtlich Sicherheit und Qualität. Beispielsweise informierte OpenOffice.org seine User im Juli über eine schwere Sicherheitslcke und hat seither keinen Fix veröffentlicht. Wie Hamilton zu Protokoll gibt, übe die Apache Software Foundation seither Druck auf ihn aus und fordere, statt wie bisher quartalsweise, monatlich neue Berichte zur Behebung von Sicherheitslücken.
Noch geben aber längst nicht alle Projektbeteiligten die Hoffnung auf. Ein Volontär namens Philip Rhodes schreibt Hamilton im E-Mail-Thread, dass man eher darüber diskutieren möge, wie man mehr freiwillige Entwickler findet, statt bereits die Auflösung des Projekts zu planen.
Zu einem Open-Source-Projekt wurde OpenOffice um das Jahr 2000 herum, nachdem Sun Microsystems StarOffice gekauft und davon den Code bereitgestellt hatte. Die Code-Abspaltung für LibreOffice erfolgte, nachdem Sun 2010 von Oracle aufgekauft wurde. Seither wird OpenOffice.org von der Apache Software Foundation weiterentwickelt.