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Radon
Radon ist ein natürliches, radioaktives Gas, das aus den obersten Bodenschichten in die Atmosphäre austritt. Im Untergrund von Häusern dringt es durch undichte Stellen in die Keller und unteren Stockwerke, wo es sich bei schlechter Durchlüftung ansammelt.
In der Schweiz kommt Radon je nach Region in unterschiedlich hoher Konzentration vor. Unabhängig davon kann die Radonkonzentration in Gebäuden auch bei niedrigen Werten im Boden hoch sein – vor allem dann, wenn der Untergrund gasdurchlässig gebaut worden ist.
Nach dem Rauchen ist Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das geruch- und geschmacklose Gas gelangt aus der Umgebungsluft in Innenräumen über die Atemwege in die Lunge. Dort kommt es durch die Zerfallsprodukte von Radon zu einer Strahlenbelastung, die eine Lungenkrebserkrankung herbeiführen kann.
In erster Linie helfen bauliche Massnahmen, hohe Radonwerte in bestehenden Gebäuden zu reduzieren. Bei der Planung eines Neubaus sollte abgeklärt werden, ob sich das Bauland in einer Region mit hohem Radonrisiko befindet – nach Fertigstellung des Gebäudes wird eine Kontrollmessung empfohlen.