Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/169353

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, ein Bildungsprogramm zu lancieren, mit dem die akuten Wissenslücken der Versicherten im Bereich der Altersvorsorge und insbesondere der beruflichen Vorsorge geschlossen werden können. Die Organisationen der Branche sind dabei mit einzubeziehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die berufliche Vorsorge basiert auf der Eigenverantwortung der Vorsorgeeinrichtungen und ist dezentral organisiert. Es ist die Aufgabe des obersten Organs einer Vorsorgeeinrichtung, die Information der Versicherten sicherzustellen. Zusätzlich ist auch der Arbeitgeber verpflichtet, den Arbeitnehmenden den erforderlichen Aufschluss über ihre Forderungsrechte zu erteilen. Die Führungsorgane nehmen diese Ausbildungsaufgabe wahr. Es werden viele Tagungen für die Aus- und Weiterbildung von Stiftungsräten angeboten, welche auch interessierten Personen offenstehen.</p><p>In der Praxis informieren und sensibilisieren zusätzlich die Organisationen der Branchen. So lancierte beispielsweise der Schweizerische Pensionskassenverband Asip den Film "Die Stellschrauben der zweiten Säule - verständlich erklärt" (<a href="http://www.mit-uns-fuer-uns.ch">www.mit-uns-fuer-uns.ch</a> &gt; zweite Säule). Ebenso finden sich auf den Websites der meisten Vorsorgeeinrichtungen hinreichende Informationen zum Thema mit weiterführenden Links auf nützliche Erklärungen, Glossare oder Publikationen zur zweiten Säule.</p><p>Der Bund informiert bereits heute zusammen mit den Kantonen und den Gemeinden über die Altersvorsorge auf dem Portal "ch.ch" mit vielen weiterführenden Informationen zu allen drei Säulen in fünf Sprachen (<a href="http://www.ch.ch">www.ch.ch</a> &gt; Altersvorsorge in der Schweiz &gt; Wie regle ich meine Altersvorsorge?).</p><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die berufliche Vorsorge komplex und für die Versicherten nicht einfach zu verstehen ist. Er ist jedoch der Meinung, dass für die Versicherten bereits heute ausreichende Möglichkeiten bestehen, sich über die zweite Säule zu informieren und/oder den Wissensstand zu verbessern. Es besteht deshalb kein Bedarf, auf Bundesebene ein Bildungsprogramm zu lancieren. Ein solches würde denn auch nicht in das System der zweiten Säule passen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.