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Der Besucher betritt einen halbdunklen Raum. Über eine Leinwand fliesst der Text, den niemand schreibt. Die Tasten der Tastatur davor bewegen sich wie von Geisterhand. Eine monotone, mechanische Stimme verliest den generierten Text, Satz für Satz.
Ohne die Nähe von Zuschauern schreibt das System schnell und flüssig. Buchstabengewitter. Ohne Unterlass folgt ein Wort auf das andere. Nähern sich Besucher, gerät der Textgenerator ins Stocken, zögert, verstummt zeitweilig ganz. Das System überlässt dem Betrachter den Schauplatz, lädt ihn ein, selbst in die Tasten zu greifen. Gibt dieser Worte ein, erscheint sein Text wie der der Maschine auf der Leinwand. Poetry Machine 2.0 nimmt den Text auf und beginnt ausgehend von seinen Worten zu assoziieren. Der Strom von Texten im Wechselspiel zwischen der Maschine und ihrem Benutzer reiBt nicht ab.