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Der Noch-Präsident der USA, Donald Trump, besprach Medienberichten zufolge im Oval Office letzte Woche, ob man in naher Zukunft den Mittleren Osten angreifen könnte. Sein Vizepräsident Mike Pence und drei weitere hohe Beamte hätten ihm davon abgeraten. Ein Angriff könnte während seiner letzten Wochen zu einem umfassenden Konflikt eskalieren. Dies berichtete die «New York Times»
.
Der Grund für Trumps Überlegungen war ein Bericht des US Institute for Science and International Security. Diesem zufolge hätte der Iran nach Trumps Kündigung des Atomabkommens im Jahr 2018 den Uranvorrat aufgestockt
– und hätte nun genug Uran, um zwei Atomwaffen herzustellen. Doch weil das Bauen einer solchen Waffe Zeit braucht, würde sie frühestens im Frühling 2021 fertig sein – nachdem Trump das Weisse Haus bereits verlassen haben wird.
Der Report des Instituts kritisierte den Iran, offene Fragen nicht ehrlich zu beantworten. Demnach wurden in einem Lagerhaus in Teheran Uranpartikel gefunden, die darauf hinweisen, dass es sich dort um eine Art nukleare Verarbeitungsanlage handelte. Die Antworten des Iran seien «technisch nicht glaubwürdig».
Aussenminister Mike Pompeo soll laut offiziellen Angaben die Lage im Irak ganz genau beobachten, um allfällige Aggressionen des Iran gegen amerikanische Diplomaten oder Truppen zu registrieren. Es wurde schon in Erwägung gezogen, die US-Botschaft in Bagdad zu schliessen. Doch Pompeo scheint diese Entscheidung der nächsten Regierung zu überlassen – denn die grösste amerikanische Botschaft der Welt zu schliessen, könnte Monate dauern.