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In der zweiten Wertungsprüfung des Weltcupfinals der Springreiter gewann Elizabeth «Beezie» Madden auf Breitling die Konkurrenz mit einem Fabelritt im Stechen, welches neun Paare erreichten. In 33.22 Sekunden fing sie Harrie Smolders (NED) auf Emerald noch ab. Rang drei ging an den Schweden Henrik von Eckermann auf Mary Lou. In der Gesamtwertung vor dem grossen Final am Sonntag führt Madden mit null Punkten vor Von Eckermann mit vier Punkten und Devin Ryan mit sechs Punkten.
Neun Paare qualifizierten sich im delikaten Kurs des spanischen Parcoursbauers Santiago Varela für das entscheidende Stechen um den Sieg. Harrie Smolders auf Emerald realisierte als vierter Reiter in 33.44 die erste Richtzeit. Diese stellte sich als schwer zu schlagen heraus. Olivier Philippaerts und Legend of Love versuchten alles, verloren aber fast zwei Sekunden auf die Bestmarke. Vorjahressieger McLain Ward und Azur riskierten alles, waren schneller, aber mussten einen Abwurf in Kauf nehmen. Dasselbe Schicksal ereilte Douglas Lindelöw (SWE) mit Zacramento. Henrik von Eckermann und Mary Lou scheiterten nicht an den Hindernissen, waren aber eine halbe Sekunde langsamer als Smolders. Nur noch Beezie Madden konnten den niederländischen Sieg verhindern – und das taten sie. Volles Risiko nahm die US-Amerikanerin mit ihrem Hengst Breitling. Dies zahlte sich aus, denn die Zeit stoppte bei 33.22 Sekunden. Wie im Vorjahr gelang es also einem Konkurrenten, gleich die ersten beiden Prüfungen zu gewinnen. Sie hat nun beste Karten um auch nach dem Final ganz oben zu stehen, denn Madden hat bereits vier Punkte und mehr Reserve auf die Konkurrenz.
Nicht um den Sieg mitreden konnten die beiden Schweizer. Paul Estermann und sein Oldenburger Lord Pepsi begannen konzentriert und sicher. Bis zur Schlusslinie blieben alle Stangen oben. In der Schlusslinie fiel dann eine Stange und hinzu kam ein Fehler wegen einer minimen Überschreitung der erlauben Zeit. «Pepsi war heute wieder toll. Der Abwurf war klar mein Fehler», analysierte Paul Estermann. Steve Guerdat und die Schwedenstute Bianca präsentierten sich wie im Jagdspringen von ihrer besten Seite, zumindest bis zur ominösen dreifachen Kombination. Guerdat führte die Schwedenstute ein bisschen zu dicht an den Einsprung heran. Diesen überwand Bianca noch fehlerfrei doch gleich danach riss der Faden komplett. Sie sprang beim mittleren Element nicht richtig ab und riss fast den gesamten Sprung mit – wie schon am Vortag ein Fehler an der Planke. Geistesgegenwärtig bremste Guerdat ab und konnte schlimmeres beim Aussprung verhindern. Beim erneuten Anreiten gelang dann alles wunschgemäss, wie auch der Rest des Parcours. Doch mit elf Strafpunkten fiel der Jurassier aus der Entscheidung. «Ich hatte eine schlechte Distanz beim Einsprung. Ich ärgere mich sehr», meinte Guerdat. Ob und mit welchem Pferd er am Sonntag beim Final antreten wird, ist bisher noch nicht klar. Guerdat und Estermann liegen in der Gesamtwertung auf den Rängen 19 und 22.
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