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Diese Form der Harfe entwickelte sich um 1850 in Irland, als die alte Bronzesaitenharfe fast von niemand mehr gespielt werden konnte. Sie nimmt ihren Umriss aus der jahrhunderte-alten Tradition der irischen Metallsaitenharfe, ihre Besaitung jedoch ähnelt der zeitgleich auf dem Kontinent entstandenen Konzertharfe. Sie ist handlich, gut zu transportieren und bietet dennoch ähnliche Klangmöglichkeiten wie die mehrfach teurere Konzertharfe.
Einschränkungen gibt es aber beim Spielen von Musik, bei der sich sehr oft Vorzeichen ändern. Eine Hand wird nämlich gebraucht, um mit Hilfe von Halbtonmechaniken Halbtöne zu verändern, diese Hand fällt in diesem Moment für das Spielen aus. Doch das ist nur beim Spielen etwa von klassischer Musik und Jazz ein Problem, denn bei der meisten Musik ändern sich die Vorzeichen nur selten.
Auf dem Photo links sind die Halbtonmechaniken zu sehen. Wenn der Hebel nach oben gelegt ist (im Bild ganz links), wird die Saite um einen halben Ton verkürzt. Auf einer voll mit Mechaniken ausgerüsteten keltischen Harfe lassen sich alle Tonarten von Es-Dur bis E-Dur spielen. Die Tonart wird vor Beginn des Spielens mittels der Haken eingestellt, und dann enthält die Harfe nur noch Töne, die zur Tonart passen. Deshalb kling eine Keltische Harfe sogar schön, wenn ein "falscher" Ton gegriffen wird.
Die Keltische Harfe gibt es heute in vielen Formen und Größen und eine eine Vielzahl von Harfenbauern und Harfenbauerinnen können heute den Traum eines einzigartigen, einzig für die SpielerIn gebauten Instrumentes verwirklichen. Diese von Hand gebauten Instrumente tragen sehr viel Persönlichkeit und Seele in sich.