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Während zwei Jahren wurde an zwei verschiedenen Standorten am Jurafuss ein Versuch durchgeführt, um die Auswirkungen von Trockenperioden auf den Futterbau (Trockensubstanz und Nährwert) und auf die Beziehungen zwischen Boden und Pflanzen zu untersuchen. Der Trockenstress wurde mit Hilfe von Folientunnels simuliert. Der Gehalt an Lignocellulose (ADF) und der Gehalt an wasserlöslichen Kohlenhydraten waren die beiden Parameter für den Nährwert, die durch Trockenstress am stärksten beeinflusst wurden. Die Schwankungen des ADF-Gehalts korrelierten eng mit Ertragsminderungen (kleinere Pflanzen sind weniger reich an Fasern). Der Rohprotein-Gehalt schwankte dagegen unter Trockenheit nur geringfügig. Dies lässt sich mit antagonistischen Wirkungen erklären: Die negativen Auswirkungen im Bereich der Stickstoffversorgung wurden durch die Verzögerung des Wachstums kompensiert (Verdünnungseffekt). Der Phosphor-Kreislauf wurde durch die Trockenheit beeinflusst, wobei die Wirkungen je nach der Verfügbarkeit des Phosphors (P) im Boden ziemlich unterschiedlich ausfielen. Ein späterer Trockenstress (nach der Wachstumsspitze) hatte einen ausgeprägteren Einfluss als ein früherer Trockenstress (während der Wachstumsspitze). Der Versuch erlaubte es, den Einfluss von Trockenperioden in einen grösseren Zusammenhang zu stellen, wobei gezeigt wurde, dass die dadurch verursachten Schwankungen des Ertrags und der Futterqualität in der gleichen Grössenordnung liegen wie die natürlichen Schwankungen über die einzelnen Jahre.
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Auswirkungen von Trockenperioden auf die Futterproduktion von Graslandsystemen