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Ehefrau Alma mahnte: "Du malst den Teufel an die Wand", als Gustav Mahler 1901 begann, fünf Gedichte von Friedrich Rückert zu vertonen, die vom Schmerz des Schriftstellers über den Tod zweier seiner Kinder handelten. Und tatsächlich: 1907, drei Jahre nach Abschluss der Komposition, sollte auch Mahler seine eigene Tochter Maria verlieren. Mahlers ebenso expressive wie melancholisch schaurige Lieder bilden die Grundlage für ein Projekt in der kleinen Spielstätte des Luzerner Theaters, der Box. Der weltweit gefragte britische Soundforscher und Sample-Avantgardist Matthew Herbert und der Ungar Márton Ágh, dessen Bühnenräume hyperrealistische Welten beschwören, entwerfen zusammen mit Musikdirektor Clemens Heil und Regisseur Benedikt von Peter das Szenario einer fiktiven Welt, in der es keine Kinder, keine Zukunft mehr gibt. Mahlers Lieder sprechen beredt vom Verlust, vom Seufzen, vom Verstummen und klingen in der Soundkunst von Matthew Herbert nach: Die Welt zerfällt – und mit ihr die Komposition. Einführung jeweils 30 Minuten für Vorstellungsbeginn.