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Steingut,
eine Gattung der dichten Thonwaren [* 2] (s. d.) mit nicht verglastem Scherben, welcher sich von dem des Porzellans dadurch unterscheidet, daß er nicht durchscheinend ist. Die Masse besteht aus plastischem Thon, Quarz- und Feldspatpulver, sie läßt sich leichter formen als Porzellanmasse und bedarf zum Garbrennen einer niedrigern Temperatur als diese. Die Glasur ist meist bleiisch und wird dann bei Rotglut im besondern Glasurbrande aufgebrannt; dies gestattet, bei der Verzierung des S. mannigfachere und lebhaftere Farben zu erzielen ¶
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als bei der Porzellanmalerei. Die leichtere Herstellbarkeit des S. macht dieses zu einem wohlfeilen Ersatzmaterial für Porzellan, zumal für hauswirtschaftliche Zwecke, und hat ihm große wirtschaftliche Bedeutung gegeben. Es wurde zuerst in England in großem Umfange hergestellt, wird aber seit geraumer Zeit auch in Deutschland [* 4] in einer Anzahl sehr namhafter Fabriken gefertigt. Unglasiertes weißes S. wird nach seinem Erfinder Wedgwood genannt; ähnliche aber gefärbte Waren sind: Bamboo (strohgelb), Egyptian (schwarz), Basaltgut (sehr politurfähig) und Jaspisgut (weiß). Man bezeichnet übrigens mit S. auch die Thonwaren mit porösen Scherben und unterscheidet davon obige Ware als englisches S.