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WEIL NUR HILFE HILFT, DIE ANKOMMT
Hebammen retten Leben
In den ländlichen Gebieten von armen Ländern, wo der Zugang zur Gesundheitsversorgung nicht garantiert ist, sind die Mütter- und Säuglingssterblichkeitsraten extrem hoch. Die meisten dieser Todesfälle treten ein, weil bei Komplikationen während der Geburt oder kurz danach keine professionelle Betreuung verfügbar ist. Oft wird ein Notfall auch nicht rechtzeitig erkannt.
Von 2014 bis 2016 unterstützte Land Rover das Gesundheitsprogramm des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) und des Sudanesischen Roten Halbmonds (SRCS). Der SRCS und das SRK bauten oder renovierten gemeinsam fünf Familiengesundheitszentren, die speziell für Familien – und insbesondere auch für Mütter und Kinder – ausgestattet sind. Dank der Unterstützung von Land Rover können diese Gesundheitszentren nun über das ganze Jahr die medizinische Grundversorgung von 45 000 Menschen gewährleisten.
Ein solches Gesundheitszentrum liegt im Dorf Wadeyan im Distrikt Dindir. Seit das SRK das Gesundheitszentrum 2014 instand gestellt hat, wird es von der lokalen Bevölkerung rege besucht. «Die Praxis ist immer voll», sagt der medizinische Assistent Aligalla Abas. Die meisten der Patienten sind Kinder. Sie kommen zur Behandlung von Durchfall, Darmwürmern oder Husten und anderen Atembeschwerden. Auch Malaria ist in dieser Region weitverbreitet.
Im Zentrum gibt es auch vier Hebammen, die extrem wichtige Aufgaben wahrnehmen. Studien belegen, dass die Anwesenheit einer Hebamme das Sterberisiko für Mutter und Kind während der Geburt um die Hälfte senkt. In ländlichen Gebieten ärmerer Länder ist nur bei einer von zwei Geburten eine ausgebildete Hebamme verfügbar.
Die Hebammen in Wadeyan untersuchen und überwachen die Mütter und ihre Kinder vor und nach der Geburt. Die Sprechstunden finden zwei Mal in der Woche statt. Hier im ländlichen Süden des Sudans sind Hausgeburten noch immer verbreitet. Die ausgebildeten Hebammen sind da, um zu helfen. «Wenn mit Komplikationen oder einer schwierigen Geburt zu rechnen ist, zum Beispiel bei einer Steissgeburt oder wenn Zwillinge erwartet werden, dann raten wir den Frauen, im Spital von Dindir zu gebären», sagt die Hebamme Muna Muhamed Achmed. Sofern eine Transportmöglichkeit verfügbar ist, erreichen die Frauen das Spital während der Trockenzeit in 30 Minuten. In der Regenzeit sieht das etwas anders aus.
Die vier Hebammen helfen bei bis zu sieben Geburten pro Monat. Dank der Ausbildung vom SRCS konnten sie ihr traditionelles Wissen und Know-how erweitern. Sie haben zum Beispiel gelernt, wie man Spritzen verabreicht oder einen Katheter legt. Die Ausbildung von weiteren Hebammen, die in abgelegenen Gegenden eingesetzt werden können, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Senkung der Mütter- und Säuglingssterblichkeitsraten. Dies gilt insbesondere im Sudan.
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