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Kornel Poffet wurde am 10. Oktober 1919 seinen Eltern Alois und Franziska Poffet-Schneuwly als siebtes von elf Kindern geschenkt. Zusammen mit seinen Geschwistern wuchs er bis zu seinem fünften Lebensjahr in Kleinguschelmuth auf. Ab 1923 bewirtschaftete die Familie Poffet das Heimwesen der Familie Vögele in Monterschu. Von hier aus absolvierte Kornel die obligatorische Schulzeit in Gurmels, um danach auf dem elterlichen Betrieb kräftig mitanzupacken. Dies bis ins Jahr 1951, bis zu seiner Heirat mit Johanna Kilchör aus der Oberen Mühle, Liebistorf. Er wohnte mit seiner Familie, die auf zwei Söhne, Claude und Aldo, angewachsen war, weiterhin in Liebistorf im Eigenheim in der Oberen Mühle.
Arbeit fand er bei derFirma Rasta AG, wo er 33 Jahre als tüchtiger Arbeiter in verschiedenen Abteilungen eingesetzt und hoch geschätzt wurde.
Unterdessen hatten beide Söhne Familien gegründet und Kornel war stolzer Grossvater von fünf Enkelkindern. Schmerzlich erlebte er den Tod von Klein-Enkel Beat.
1983, ein Jahr vor der Pensionierung, zogen Johanna und Kornel nach Freiburg in eine Eigentumswohnung im Schönberg-Quartier. Dort waltete Kornel dreizehn Jahre lang mit Freude und Einsatz als Hauswart. Ein besonderer Glücksfall für ihn war der Einzug seines Sohnes Claude mit Familie ins gleiche Haus.
Kornel war und blieb ein geselliger, gesprächiger Rentner. Oft erzählte er Episoden aus seinem Leben, von seiner Arbeit, aus der Militärzeit, und gerne hörte man ihm zu. Er war ein sehr vielseitig begabter Handwerker. Was er an die Hand nahm, gelang. Eine ganz grosse Zäsur in Kornels Leben bedeutete der frühe Tod seines Sohnes Claude 1995. Von diesem Schicksalsschlag erholte er sich nie ganz. Sein Lebensmut schwand merklich und prägte seine letzten Jahre.
Im Juli 1999 trat Kornel aus gesundheitlichen Gründen ins Pflegeheim St. Peter in Gurmels ein. Dort wurde er liebevoll aufgenommen und gepflegt. Glücklich war er, dass er anfangs noch jeden Tag «über die Gasse» in der alten Käserei die Familie seines Sohnes Aldo besuchen konnte. Seine Schwiegertochter Bernadette trank mit ihm einen guten Kaffee oder einen Rotwein mit viel Zucker. «I begär es nite», wie oft hat Kornel diesen Satz gebraucht und damit seine Lebensphilosophie ausgedrückt. Am 5. Januar 2000 erfüllte sich Kornels Wunsch nach «heim gaa». Er machte seine letzten Schritte über die Brücke – hin zu Gott!