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Die Fruchtblase umgibt das Kind in der Gebärmutter und besteht aus zwei Schichten, dem Chorion und dem Amnion. Beide Schichten zusammen nennt man auch „Eihäute“. Sie sind zwar sehr dünn, aber kräftig und sehr elastisch, sodass das Kind sehr gut vor Infektionen geschützt ist.
Wann platzt die Fruchtblase?
Bei den meisten Schwangeren platzt die Fruchtblase mit Einsetzen der Wehen bzw. nachdem die Wehen begonnen haben. Der Geburtsbeginn ist gekennzeichnet durch Kontraktionen (Wehen), Abgang des Schleimpfropfes als blutiger Ausfluss – das so genannte „Zeichnen“ – sowie durch das Platzen der Fruchtblase, die das Kind umgibt. Letzteres nennt man "Blasensprung".
Das Fruchtwasser tritt normalerweise allmählich aus, kann sich aber auch als richtiger Schwall ergiessen. Nicht selten halten Schwangere den Fruchtwasserverlust für unwillkürlichen Urinabgang. Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin kann jedoch anhand von Tests zwischen Fruchtwasser und Urin unterscheiden.
Und wenn die Fruchtblase gar nicht platzen will?
Manchmal platzt die Fruchtblase nicht spontan während der Wehen. Dann kann sie mit einem kleinen Häkchen vom Geburtshelfer eröffnet werden, um die Wehen noch stärker anzuregen (Blasensprengung).
Ganz selten wird ein Kind in seiner intakten Fruchtblase geboren, was im Volksmund "Glückshaube" genannt wird.
Was ist ein vorzeitiger Blasensprung?
Sollte Ihre Fruchtblase zu früh platzen, d.h. noch vor Beginn der Wehen, müssen Sie sich sofort mit Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrer Hebamme in Verbindung setzen, die Sie wahrscheinlich ins Spital einweisen werden. Bei den allermeisten Frauen mit solch einem vorzeitigen Blasensprung setzen die Wehen ohne zusätzliche Massnahmen innerhalb der nächsten 24 Stunden von selbst ein.
Manchmal kann sich ein kleiner Riss in der Fruchtblase zwar von allein wieder verschliessen, jedoch müssen Sie dann sehr genau überwacht werden, ob sich eine Infektion entwickelt. Möglicherweise müssen Sie auch bis zur Geburt im Spital bleiben. Normalerweise wird die Geburt in einem solchen Fall nach spätestens 24 Stunden künstlich eingeleitet. Die Gabe von Antibiotika erfolgt beim ersten Anzeichen einer Infektion. In diesem Fall ist eine sofortige Geburt wahrscheinlich unvermeidlich.