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Murad ist Filmemacher in Damaskus und ringt mit dem Schnitt seines neuen Films «The Lover». Daneben geniesst er eine heimliche platonische Romanze mit seiner Nachbarin Rima, die zu Recht Angst davor hat, dass ihr rabiater Vater davon erfährt. Murads Liebesgeschichte mit Rima verflicht sich immer wieder mit der Handlung des autobiografischen Films, an dem er arbeitet: Als kleiner Junge wächst Murad bei seinem patriotischen Vater, seiner Mutter und der genervten Schwester auf einem kleinen Bauernhof auf. Der Junge hat Ambitionen, geht jedoch nicht gerne zur Schule, weil der Schulleiter ihn schikaniert. Als er die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium besteht, zieht er zu seinem Bruder nach Latakia, wo er sich in das Nachbarsmädchen Huda verliebt. Diese erste, unglückliche Liebe prägt Murads Leben nachhaltig, was auch Rima feststellen muss.
Obschon Abdullatif Abdulhamids Film als Romanze und als Reflexion über das Filmemachen daherkommt, ist er unterfüttert mit satirischer Kritik am exzessiven Patriotismus der Baathisten und am muslimischen Patriarchat.
Drehbuch: Abdullatif Abdulhamid
Kamera: Joud Gorani
Musik: Isam Rafi
Schnitt: Rauf Zaza
Mit: Abdul Monim Amiri (Murad), Dima Qandalaft (Rima), Abdullatif Abdulhamid (Murads Vater), Fadi Sobieh (Schuldirektor)
116 Min., Farbe, Digital HD, Arab/e