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Rheuma und Beruf
Ich bin 35 Jahre alt und leide an systemischem Lupus erythematodes. Die Krankheit zeigte sich erstmals vor acht Jahren. Mein Gesundheitszustand war mit meinem Beruf (Sicherheitsdienst) nicht mehr zu vereinbaren. Da mein damaliger Arbeitgeber mich nicht einem administrativen Arbeitsbereich zuordnen konnte, war es nicht möglich, mit ihm eine Einigung zu finden.
Aus diesem Grund musste ich mich beruflich umorientieren und mich umschulen lassen (Handelslehre). Dieser Weg war und ist nicht einfach, da ich dadurch gezwungen wurde, bei Null zu beginnen und weil ich keine Unterstützung von meinem damaligen Arbeitgeber erhielt. Zudem war es schwierig, auch wenn die Umschulung von der Invalidenversicherung unterstützt wird, einen Arbeitgeber zu finden, bei dem ich die Ausbildung machen konnte.
In wenigen Monaten werde ich nun die Umschulung beenden und ich werde erneut eine Arbeitsstelle suchen müssen. In all diesen Jahren habe ich wenig Hilfsbereitschaft und Verständnis erfahren. Die unsichtbaren Krankheiten werden meistens als erfundene Erkrankungen eingeordnet, auch wenn sie grosse Probleme und Konsequenzen mit sich bringen können.
Wenn die Erkrankungen aber ernst genommen werden, wird man als «krank» abgestempelt, was zu Vorurteilen führt, und man wird ständig anders behandelt als gesunde Personen. Was viele Arbeitgeber verstehen müssten, ist, dass Personen mit Gesundheitsproblemen arbeiten müssen, damit sie nicht isoliert werden und sich Ziele stecken können. Solche Personen geben grossen Einsatz dafür, dass sie immer zur Arbeit erscheinen können, und arbeiten mit grosser Hingabe. Letztendlich ist es ihr Wunsch, gleich wie alle anderen Personen behandelt zu werden.