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"Mineriada" von Anton Roland Laub thematisiert die Spaltung einer Gesellschaft, die Rumänien in ein Jahrzehnt der Isolation führte. Ausgangspunkt sind zehn Polaroids seines Vaters, auf denen die Verwüstungen vom Juni 1990 in Bukarest zu sehen sind. Die Arbeit untersucht die Orte des Geschehens und das unausgesprochene Trauma der handgreiflichen Gewalt, als angeheuerte Schlägertrupps aus Bergarbeitern die pro-europäische Opposition brutal niederknüppelten. Aufbauend auf Recherchen zum juristischen Diskurs sensibilisiert Laub für rekursive Ereignisse der Geschichte in einer wieder zunehmend polarisierten Welt.Nach "Mobile Churches" (2017) und "Last Christmas (of Ceau escu)" (2020) legt Anton Roland Laub mit "Mineriada" den dritten Teil seiner Rumänien-Trilogie im Kehrer Verlag vor.