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Das Sternbild PfauVeröffentlicht
Steckbrief
- Lateinischer Name
- Pavo
- Hemisphäre
- Südliche Hemisphäre
- Sichtbarkeit
- Juni - September
- Fläche
- 378 deg²
- Hellster Stern
- Peacock (HIP Nummer 100751)
- Besonderheiten
- Galaxien, Kugelsternhaufen
Der Pfau (lat. Pavo) ist ein unscheinbares Sternbild am Südhimmel. Es wurde Ende des 16. Jahrhundert von holländischen Seefahrern eingeführt. In seinem Bereich liegen nur wenige Deep-Sky-Objekte. Ein Objekt ist dennoch besonders beeindruckend.
Hemisphäre, Sichtbarkeit und Fläche
Das Sternbild Pfau liegt in der südlichen Hemisphäre und kann dementsprechend von allen Regionen der Südhalbkugel beobachtet werden. Nördlich des Äquators zeigt es sich lediglich bis zum 15. Breitengrad vollständig. Das entspricht in etwa Orten, wie beispielsweise Guatemala-Stadt in Guatemala, Dakar in Marokko oder den Kap Verden an der Westküste Afrikas.
Die Monate Juni bis September bieten den besten Blick auf die Sternkonstellation.
Dabei streckt sich der Pfau mit einer Fläche von rund 378 Quadratgrad über den Nachthimmel. Im Vergleich zu allen anderen 88 Sternbildern liegt er mit dieser Größe auf Rang 44.
Es gibt unterschiedliche Visualisierungen des Pfaus. In einigen Sternkarten werden die Hauptsterne zu einer Art Kreis verbunden, in anderen Darstellungen bilden die Sternverbindungen verschiedene geometrische Formen, die miteinander zusammenhängen.
Den Kopf des Pfaus bildet dabei stets der hellste Stern in der Konstellation. Er trägt den Eigennamen Peacock (lat. α Pavonis). Es handelt sich hierbei um einen blauen Unterriesen mit einer scheinbaren Helligkeit von rund 1,94 mag. Er liegt in ungefähr 180 Lichtjahren Entfernung.
Alle weiteren Sterne sind nicht besonders lichtstark. Dies macht es nicht leicht den Pfau am Nachthimmel zu finden. Daher kann es hilfreich sein, sich an den benachbarten Konstellationen zu orientieren. Dazu zählen das Teleskop, der Altar und der Paradiesvogel. Aber auch der Oktant und der Indianer grenzen am Pfau an.
Besonderheiten im Sternbild
Im Bereich des Pfaus liegen nur wenige Objekte zum Beobachten. Dazu zählen einige Galaxien, sowie ein Kugelsternhaufen.
Der Kugelsternhaufen NGC 6752, auch Caldwell 93 genannt, bietet einen besonderen Anblick. Denn mit einer scheinbaren Helligkeit von rund 5,3 mag handelt es sich um den vierthellsten Kugelsternhaufen am Nachthimmel. Und auch sein Alter ist sehr beeindruckend. Denn Schätzungen zufolge ist NGC 6752 13,8 Milliarden Jahre alt, dies entspricht dem Alter des Universums. Das Kugelsternhaufen wurde von dem schottischen Astronom James Dunlop im Jahre 1826 entdeckt.
Geschichte und Mythologie
Ende des 16. Jahrhunderts reiste eine holländische Flotte zu den legendären Gewürzinseln, um neue Handelsbeziehungen zu erschaffen. Unter dem Kapitän Keyser wurden während dieser Reise die Positionen von 135 Sternen vermessen, die später von Peter Plancius in seine Himmelskarten aufgenommen wurden.
Aus diesen erkannte er zwölf neue Sternbilder, darunter auch „De Pauww “. Einige Jahre später wurde das Sternbild als „Pavo“ in den neuen Himmelatlas aufgenommen.
Laut der griechischen Mythologie war Heras Lieblingsvogel ein Pfau. Ihr Ehemann Zeus hatte erneut eine Geliebte, die er zum Schutz vor seiner eifersüchtigen Frau in eine junge Kuh verwandelte.
Hera ließ sich allerdings nicht überlisten und sandte den hundertäugigen Riesen Argus, der niemals schlief und somit die Jungkuh bewachen konnte. Zeus wiederum schickte Hermes, der Argus Schlaflieder vorspielte, bis sich alle seine Augen vor Müdigkeit schlossen.
Diesen Moment nutzte Hermes aus, um Argus umzubringen und die Geliebte des Zeus zu befreien. Zornig schickte Hera daraufhin eine Stechfliege los, vor der die Kuh eine solche Angst hatte, dass sie davon schwamm und nie wiederkehrte.
Zum Dank seiner Treue setzte Hera die Augen des Argus auf die Federn des Pfaus.
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