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Die Schweiz spielt an der WM-Endrunde in Russland gegen Brasilien, Costa Rica und Serbien. Die Gegner des Petkovic-Team im Überblick.
Brasilien tat sich schwer, die Blamage von der Heim-WM 2014 zu verarbeiten. Nach dem 1:7 im Halbfinal gegen Deutschland scheiterte zunächst Dunga als Nationaltrainer am Wiederaufbau. Erst unter dem in Europa kaum bekannten Tite, der seine grössten Erfolge in São Paulo mit Corinthians feierte, gelang dem Rekord-Weltmeister der Umschwung. Als erstes Team qualifizierte sich Brasilien für die WM in Russland, nachdem die Copa America 2016 mit einem Vorrunden-Out hinter Peru und Ecuador sowie der Entlassung von Dunga geendet hatte.
Die Brasilianer spielen unter Tite kompakter als zuvor und haben ein Mittelfeld, das nicht nur zum Zaubern da ist. Real Madrids Casemiro ist auch in der «Seleção» für die undankbare, aber wertvolle Defensivarbeit vor der Verteidigung zuständig. Aussergewöhnliche Techniker hat die Mannschaft (wie immer) mehr als genug, wobei Neymar als Dreh- und Angelpunkt heraussticht. Vor ihm bilden die beiden Premier-League-Legionäre Philippe Coutinho und der erst 20-jährige Gabriel Jesus den Sturm.
Stadion: Rostow Arena.
Kapazität: 45'000.
Kosten (Neubau): 320 Mio. Franken.
Eröffnung: noch im Bau.
Klub: FC Rostow.
WM-Spiele: Gruppenphase (4), Achtelfinal (1).
Seit der WM 2014 weiss man, dass die Fussballer aus der fünf Millionen Einwohner zählenden Republik Costa Rica nicht nur in Nord- und Mittelamerika alle das Fürchten lehren, sondern jede arrivierte Mannschaft. In Brasilien besiegten die Costa-Ricaner Uruguay und Italien in der Gruppe, Griechenland im Penaltyschiessen in den Achtelfinals. Erst die zweite Penalty-Entscheidung gegen die Niederlande bedeutete das Out. Zwei bis drei Spielergenerationen vorher hatte Costa Rica erstmals aufgetrumpft. An der WM 1990 in Italien besiegte es Schweden und Schottland, bevor es in den Achtelfinals der Tschechoslowakei unterlag.
Im Kader stehen diverse Söldner, so Joel Campbell (Betis Sevilla), Bryan Ruiz (Sporting Lissabon), Celso Borges (Deportivo La Coruña) und Lausannes Mittelfeldspieler Yeltsin Tejeda.
Stadion: Stadion Nischnij Nowgorod.
Kapazität: 44'899.
Kosten (Neubau): ca. 300 Mio. Franken.
Eröffnung: noch im Bau.
Klub: FC Nischnij Nowgorod (2. Liga).
WM-Spiele: Gruppenphase (4), Achtelfinal (1), Viertelfinal (1).
Serbien qualifizierte sich erstmals seit 2010 für ein grosses Turnier und ist dennoch auf der Suche nach einem Nationaltrainer. Kurz nach der erfolgreichen Qualifikation in der Gruppe mit Irland, Wales und Österreich trennte sich der Verband von Slavoljub Muslin. Der Coach deutete an, dass sich die Funktionäre in seinen Aufgabenbereich eingemischt hätten. Bis auf Weiteres hat nun der frühere Bundesliga-Verteidiger Mladen Krstajic das Sagen.
Drei Spieler, die 2010 bei der WM dabei waren, gehören immer noch zum Kader: Captain Branislav Ivanovic, Goalie Vladimir Stojkovic und Aussenverteidiger Aleksandar Kolarov. Sie werden in Russland zusammen mit Nemanja Matic von Manchester United die Teamstützen eines eher jungen Ensembles sein. Als grösstes Talent wird der 22-jährige Sergej Milinkovic-Savic von Lazio Rom angesehen. Im Sturm fehlen die Ausnahmekönner, so dass sich der in St. Gallen geborene Aleksandar Prijovic gute Chancen auf ein WM-Aufgebot ausrechnen kann.
Stadion: Kaliningrad-Stadion.
Kapazität: 35'212.
Kosten (Neubau): ca. 300 Mio. Franken.
Eröffnung: noch im Bau.
Klub: Baltika Kaliningrad (2. Liga).
WM-Spiele: Gruppenphase (4). (abu/sda)