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Der Preis geht zu einer Hälfte an David J. Thouless und zur anderen Hälfte an F. Duncan M. Haldane und J. Michael Kosterlitz. Sie bekommen die prestigeträchtige Auszeichnung für die theoretische Entdeckungen topologischer Phasenübergänge und topologischer Materiephasen.
Die Topologie ist ein Teilgebiet der Mathematik, das sich mit der Eigenschaft mathematischer Strukturen und der schrittweisen Veränderung davon beschäftigt. Ein Phasenübergang ist gegeben wenn die Materiephasen ändern, beispielsweise wenn Eis zu Wasser wird.
«Die Geehrten haben eine Tür zu einer unbekannten Welt geöffnet, in der Materie seltsame Zustände annehmen kann. Sie haben fortschrittliche mathematische Methoden benutzt, um ungewöhnliche Phasen oder Zustände von Materie zu untersuchen, beispielsweise Supraleiter, Superfluide oder dünne magnetische Schichten», hiess es von der Akademie. Dank ihrer Pionierarbeit sei die Jagd auf neue und exotische Zustände von Materie eröffnet, fügte man an der Pressekonferenz hinzu.
Die drei gebürtigen Briten haben ihre ausgezeichneten Entdeckungen in den siebziger und achziger Jahren gemacht. Man verleihe bei der Akadamie gerne Preise für ältere Forschung, um zu sehen ob diese der Zeit standhält, schreibt das Time Magazin.
Geschichte des Nobelpreises
Die ehrwürdige Auszeichnung ist mit stolzen 800'000 Franken (8 Millionen Schwedische Kronen) dotiert. Sie wird seit 1901 jährlich in den Kategorien Physik, Chemie, Medizin, Literatur, Frieden und Wirtschaft verliehen und ist ein Erbe des schwedischen Erfinders und Industriellen Alfred Nobel (1833–1896).
Die Zeremonie der Preisübergabe findet traditionsgemäss am 10. Dezember für die meisten Disziplinen in Stockholm statt. Der Friedensnobelpreis wird in Oslo übergeben.
Das letzte Mal als der Physik-Nobelpreis an einen Schweizer Forscher ging, war im Jahr 1987. Der damals ausgezeichnete Physiker war Alex Müller, der sich den Preis mit Georg Bednorz für die Entdeckung von Supraleitung in keramischen Materialien teilte.
Den letzten Physik-Nobelpreis teilten sich zwei Forscher: Er wurde Takaaki Kajita aus Japan und Arthur B. McDonald aus Kanada zusammen verliehen, welche mit ihrer Forschung historische Erkenntnisse über die Masse der Neutrinos ans Licht brachten. (vac)Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 07.10.2016