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Nach ein paar Stunden in Dawson City, dass wir von unserer ersten Reise her kannten, sagten wir der Goldstadt am Yukon adieu. Wir fuhren vierzig Kilometer zurück, bis dorthin, wo der Dempster-Highway in den Norden abzweigt. Eine schmale Brücke führte über den Klondike River. Danach ging die Teer- in eine Schottersrasse über. Die nächsten 930 Kilometer, bis nach Tuk, würde da so bleiben.
Die Landschaft war wunderschön. Der Wald funkelte in allen Herbstfarben; vom tiefem Rot über gelb, braun und grün. Immer wieder musste ich anhalten, damit Brigitta Aufnahmen machen konnte. Je später der Nachmittag, desto besser das Licht zum Fotografieren. Es wurde Zeit, einen Platz zum Übernachten zu suchen. Im Tombstone Nationalpark waren alle Plätze besetzt. Wir fuhren nochmals eine halbe Stunde bis wir an einem kleinen Fluss einen traumhaft schönen Platz fanden.
Wir freuten uns auf diese Nacht. Auch deshalb, weil wir hofften, zum ersten Mal das Polarlicht zu sehen? Es war Neumond – die Chancen standen also gut! Wir stellten den Wecker auf 1.30 Uhr und legten uns um 22 Uhr schlafen, obwohl immer noch Dämmerlicht herrschte. Als wir um 1.30 Uhr zur Dachluke hinaus-schauten erhellten die Nordlichter den Himmel! Es sah wunderschön und mystisch aus. Auch ein bisschen gespenstisch! (Die Ureinwohner meinten, dass es ihre Verstorbenen sind, die im Himmel tanzen!)
PS: Wie genau das Phänomen der Aurora Borealis entsteht, weiss man auch heute noch nicht mit absoluter Gewissheit. Sicher ist, dass es mit Sonnenaktivitäten und der Erd-Magnetatmoshäre zu tun hat. (Wikipedia)