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Was ist Aikido?
Was unterscheidet Aikido am meisten von anderen Kampfsportarten?
Warum sieht sich Aikido als Kampfkunst und nicht als Kampfsport?
Was ist das Besondere am Aikido?
Was gibt Aikido dem modernen Menschen von heute?
Ist Aikido auch eine Selbstverteidigung?
Ist Aikido für jedes Alter geeignet?
Kann ich mich im Aikido verletzen?
Was ist ein Dojo?
Brauche ich bereits einen Gi (Aikido- oder Judo-Anzug), um Aikido auszuprobieren?
Warum trägt man beim Aikido eigentlich diese weiten Hosenröcke?
Ist Aikido üben teuer?
Wer war Morihei Ueshiba?
Aikido ist eine japanische Kampfkunst die auf kreisförmigen Bewegungen basiert, welche dazu dienen, den Angreifer zu werfen oder festzuhalten ohne ihn zu verletzen und ihm dabei die Sinnlosigkeit seines Angriffes klar zu machen. Unbekümert von der Aggression eines Angriffs führt Aikido den Übenden zu einer angebrachten Reaktion: nicht fliehen, gegen den Angreifer Front machen bevor man ausweicht.
Aikidotechniken bauen eher auf Geschmeidigkeit und die Energie des Angreifers als auf physischer Kraft. Aikidokas entwickeln ein leistungsfähiges Selbstverteidigungssystem, welches eng mit einer Einheit von Grundsätzen und Grundhaltungen verbunden ist, die darauf abzielen, Konflikte ruhig und massvoll zu lösen.
Aikido ist kein Kampfsport, sondern eine Kampfkunst.
Im Aikido bewegen wir uns miteinander. Angriffsenergie und Verteidigung verschmelzen zu einer gemeinsamen Bewegung (Ai). Aikido ist gewaltlos und ohne Konfrontation.
In einer Kampfkunst sucht man die persönliche Entwicklung. Es gibt im Aikido keine Wettkämpfe und Meisterschaften. Es geht also nicht um messbare Leistung, sondern ähnlich wie in der Malerei um den persönlichen Ausdruck. Man fragt auch nicht ob Dali besser als Picasso ist.
Der ethische Anspruch! Aikido bedeutet frei übersetzt: „Der Weg der Harmonie der Kräfte“. Das heißt: Der Angreifer wird nicht mehr totgeschlagen! Im Gegenteil, wir passen sogar auf, dass ihm nichts passiert. Er soll sehen, dass jede Aggression zwecklos ist.
Fitness, Beweglichkeit, Spontanität und Menschenkenntnis.
Jeder der regelmäßig 2-3 mal die Woche Sport treibt bleibt fit. Beim Aikido wird aber zusätzlich auf den richtigen Muskeltonus und eine entspannte Atmung geachtet. Das schützt uns vor Verletzungen und hält uns jung.
Übrigens das ständige Rollen und Aufstehen ist eine super Rückenschule und der beste Ausgleich zu einer sitzenden Tätigkeit. Zudem wird der Kopf ganz schön durch die schwierige Körperkoordination gefordert. Das entkalkt die grauen Zellen und hält sie rege. Tatsächlich zeigt das Erlernen von komplexen Bewegungsabläufen die gleichen positiven Effekte wie Gedächtnisübungen oder Intelligenztraining. Aber was wirklich jung hält ist, dass in unserer Schule alle Generationen gemeinsam auf der Matte stehen, von 16 bis 70 Jahren.
Aikido als Kampfkunst weit darüber hinaus. Selbstverteidigung hat immer etwas mit bedroht oder verfolgt werden zu tun. Selbstverteidigung ist etwas passives. In einer Kampfkunst ist man aber aktiv. Man nimmt immer seine gesamte Umgebung wahr. 360° um sich herum. Sobald zwei Menschen in einem Raum sind, entsteht ein Verhältnis. Harmonisch oder disharmonisch, das sollte ich als Aikidoka spüren. Und lange bevor der andere in Reichweite ist, löse ich die Spannung auf oder positioniere mich so, dass ein Angriff chancenlos ist.
Körpergrösse, Muskelkraft oder das Geschlecht spielen im Aikido keine Rolle. Im Aikido trainieren Frauen und Männer jeden Alters. Für den Einstieg sind auch keine Vorkenntnisse nötig. In unserem Dojo führen wir Erwachsenen- und Kindertrainings.
Die Verletzungsgefahr im Aikido ist sehr gering. Ein normaler Fussgänger, Fahrradfahrer oder Autofahrer riskiert eher eine Verletzung.
Zudem schult Aikido die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit.
Das Dojo ist die Übungshalle in den buddhistischen Klöstern. Übersetzt heißt es, der Ort des Weges. Hier arbeiten die Teilnehmenden an der Verwirklichung der Erkenntnis von der Einheit von Körper und Geist. Ein Dojo ist also mehr als eine Turnhalle und weniger als eine Kirche. Der Begriff ist auf die Kampfkünste übertragen worden.
Zu Beginn genügt eine Trainerhose und ein T-Shirt. Auf den Matten bewegen wir uns barfuss. Nach dem Einführungskurs trägt der Aikidoka den strapazierfähigen, weissen Gi.
Diese Hosenröcke heißen Hakama und waren im Mittelalter nur den Samurais vorbehalten. Sie verdecken die Fußstellung und bieten gleichzeitig viel Bewegungsfreiheit. So konnte der Gegner nicht erkennen, wo der nächste Ausfallschritt hinführt.
Aikido ist sehr preiswert. Dies betrifft sowohl den Mitgliederbeitrag (er ist unabhängig davon, wie oft man trainiert) als auch die nationalen und internationalen Lehrgänge und die Kleidung.
Er hat von 1883 bis 1969 in Japan gelebt, war Zeitgenosse von Jigoro Kano, der das Judo erfunden hatte. Sein Lebensinhalt als Kampfkünstler war, dass eine Kampfkunst der persönlichen Entwicklung dienen soll und Krieg nur zum Schutze des Lebens geführt werden darf. Er bezog auch das Leben des Angreifers ein. Denn er sah den Angreifer als den Partner eines gemeinsamen Konfliktes. Es ist nachhaltiger den Konflikt aufzulösen als den Partner.