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Bald intelligente Geräte von HP?
Werden HPs Drucker und Computer bald schlauer? Der weltweit grösste PC-Hersteller plant scheinbar, seine Produkte mit Suchfunktionen auszustatten.
Autonomy, ein Software-Hersteller, den HP letztes Jahr für 12 Milliarden US-Dollar kaufte, hat eine Search-Lösung für Heimanwender entwickelt, berichtet die Financial Times.
Mike Lynch, ehemaliger Autonomy-Chef und mittlerweile Vorsteher des Information Management Business bei HP sagt, dass noch in diesem Jahr Computer und Multifunktionsgeräte auf den Markt kommen sollen, die mit Search-Lösungen ausgestattet sind. Lynch gab keine weiteren Details zu den Geräten, aber ein Tablet mit Autonomy-Software wäre beispielsweise in der Lage, nach Informationen und Internetlinks zu suchen, wenn er nur ein Bild des Gegenstands sieht.
Forrester-Analyst Frank Gillet sagt, dass die Autonomy-Software, die bislang vor allem für das Aufdecken von Insider-Handel bei Banken und das Überwachen von Telefonhotlines bekannt war, den Geräten eine Art Intelligenz beibringen könnte. So wäre es einem Drucker möglich, Dokumente nicht nur zu scannen, sondern auch anhand der beinhaltenden Informationen zu organisieren: «Die Search-Lösung würde ein elektronisches Dokumentenspeichersystem kreieren, das zu Online-HP-Services gelinkt wäre», sagt Gillet. «Der Drucker wäre vielleicht sogar in der Lage zu sagen 'hey, das sieht aus wie ein Versicherungsdokument und das letzte Versicherungsdatum steht bald an, möchtest du verlängern?'» HP hat diese Technik schon in einige seiner Server integriert, aber noch nie für Heimanwender umgesetzt.
Mit dieser Strategie würden die Kalifornier laut Gillet aber auch in unmittelbarere Konkurrenz zu Google, Apple und Microsoft treten. Denn alle drei offerieren bereits Onlinespeicher- und -management von Dokumenten und Mediendateien. Ob HP darum mit der Autonomy-Software in der Lage sein wird, in einen Kundenmarkt einzudringen, in dem bereits andere grosse Technologiefirmen Fuss gefasst haben, bleibt abzuwarten.
Fabian Vogt