Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/47414

<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Das Parlament wird ersucht, das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) zu ändern, um ein Modell für ein flexibles Rentenalter einzuführen, welches nicht nur der Tatsache Rechnung trägt, dass die Versicherungsleistungen der gesamten Bevölkerung zugute kommen, sondern auch die Beschwerlichkeit der Arbeit und die unterschiedlichen sozialen Auswirkungen der einzelnen Berufsgattungen berücksichtigt, insbesondere das Risiko von Früherkrankungen und Invalidität. </p><p>Bei der Ausarbeitung eines solchen neuen Modells könnten namentlich folgende Punkte berücksichtigt werden:</p><p>Anspruch auf eine Altersrente hätten:</p><p>a. in der Schweiz wohnhafte natürliche Personen;</p><p>b. in der Schweiz wohnhafte natürliche Personen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen und 40 volle AHV-Beitragsjahre aufweisen. </p><p>c. Die 40 Beitragsjahre entsprechen 160 Quartalen, ein Quartal entspricht einer Arbeitsdauer von zwei Monaten und einem Tag.</p><p>d. Eine Altersrente wird frühestens nach dem vollendeten 62. und spätestens nach dem vollendeten 66. Altersjahr gewährt.</p><p>e. Weist ein Versicherter schon vor dem 62. Altersjahr 40 volle Beitragsjahre auf, kann frühestens ab Vollendung des 60. Altersjahres eine progressive Frührente gewährt werden. Voraussetzung hierfür ist eine Reduktion des Beschäftigungsgrades. </p><p>f. Bei der Fortsetzung der Erwerbstätigkeit über das 66. Altersjahr hinaus wird die Rente proportional zur Reduzierung des Beschäftigungsgrades festgesetzt, dies jedoch höchstens bis zur Vollendung des 68. Altersjahres.</p>