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Santa
Lucia-Bai, Küsteneinschnitt des Sululandes an der Südostküste von
Afrika,
[* 2] in welchen von O.
her der Umwalosifluß
mündet, und der sich nach N. als großer, 70 km langer und 40 km breiter Strandsee tief in das
Land der
Amatonga hineinerstreckt. Südlich von der Mündung das
Kap S. Die
Bai ist in neuester Zeit bekannt geworden durch den
Vertrag,
welchen der Reisende Einwald im
Namen des
Bremer
Kaufmanns
Lüderitz mit dem Häuptling Dinizulu
abschloß, wonach letzterer die
Bai mit einem 405 qkm großen anstoßenden Gebiet an Einwald abtrat.
Indessen konnte dem Ansuchen, das Gebiet unter deutschen Reichsschutz zu stellen, nicht Folge gegeben werden, da noch im November 1884 die englische Regierung an der Bai die britische Flagge heißen ließ, indem sie sich auf einen mit dem Zuluhäuptling Panda abgeschlossenen Vertrag stützte. Durch diesen Vertrag waren Bai und Fluß an England abgetreten worden, und obwohl letzteres seitdem nie Besitz ergriffen hatte, zog das Deutsche Reich [* 3] doch seine Ansprüche zurück und verpflichtete sich außerdem an der Küste zwischen Natal und der Delagoabai keine Gebietserwerbungen zu machen.