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Die Rutschbahn kennzeichnet den Ursprung der Achterbahnen, ob man´s nun glauben mag oder nicht: Aus ihnen haben sich im Laufe der Zeit die Achterbahnen entwickelt.
Begonnen hat ursprünglich alles im frostigen Rußland. Dort bauten sich im 15. und 16. Jhd. die Menschen, um sich die Zeit in den kalten Wintermonaten etwas zu vertreiben, (bis zu 21 Meter) hohe Holzgerüste mit einer bis zu 50° steilen, aus Holz konstruierten, Abfahrt. Die Holzplatte der Abfahrt wurde mit Wasser übergossen, so dass spätestens am nächsten Tag eine Eisschicht auf der “Rutsche vorzufinden war.
Oftmals baute man gegenüber einer Rutsche eine zweite, so dass man gelegentlich gleich wieder bergauf rutschen konnte (vergleiche z.B. die heutige Half-Pipe). 1784 wurde zum ersten mal der Sommerbetrieb solcher Rutschbahnen ermöglicht, indem man an den Schlitten kleine Räder befestigte (St. Petersburg).
An der Entwicklung der Berg- und Talachterbahnen, vornehmlich der Holz-Berg- und Talachterbahnen ist hauptsächlich Amerika beteilgt.
1827 wurde dort die sog. “Gravity Road” eingeweiht: Eigentlich nur eine Art Eisenbahn, die auf Holzbalken mit Eisenauflage einen Berg herunterrollte und durch Maultiere wieder nach oben gezerrt wurde. Ursprünglich war der Zug für den Transport von Kohle des nahegelegenen Kohlebergwerks vorgesehen, entwickelte sich aber schnell bei den Anwohner zu einem guten Zeitvertreib: Immer mehr Menschen liesen sich zum Spaß für 50 Cents 30 Minuten lang ins Tal rollen.
1845 wurde ein seperater Aufweg für die Gravity Road gebaut und ein mit Dampfmaschienen betriebener Aufzugsmechanismus eingeweiht.Der First Hill lag bei 200 Meter.
1887, das Jahr, in dem Thompson seine erste Scenic Railway baute, ist auch eine andere Bahn namens „Sliding Hill an Toboggan“ in Haverhill, Massachusetts, entstanden. Errichtet wurden sie von Stehphen E. Jackman und Byron B. Floyd. Die komplett in einem Gebäude untergebrachte Bahn hatte anstelle des Kettenaufzugs einen Lift, der von einer Dampfmaschine angetrieben wurde. Gleichzeitig erzeugte man über Dynamos elektrisches Licht. Das Unternehmen muss wohl ein sehr großer Erfolg gewesen sein, denn die beiden Erbauer taten sich mit einem weiteren Geschäftsmann zusammen und gründeten die „Haverhill Toboggan Company“ und errichteten ab Anfang 1888 auch anderorts derartige Bahnen. Man nannte sie „Roller Toboggans“ und dieser Name war auch sehr zutreffend. Die Wagen, besser Schlitten, hatten selbst keine Räder, sondern glitten über hunderte von Rollen, die auf der abschüssigen Strecke installiert waren, über mehrere Schleifen ins Tal. Sie wurden lediglich von seitlichen Banden in der Bahn gehalten. Es gab also keine richtigen Schienen, und es war nur eine Frage der Zeit, bis Unfälle passieren mussten. Aus diesem Grund wurden 1890 alle Bahnen stillgelegt.
Wird heute über Achterbahnen gesprochen denkt jeder unwillkürlich an Bahnen mit mehrfachen Überschlägen (Inversions), den gefährlichsten Stürzen über Kopf, den furchterregendsten Schraubenziehern, den wildesten Drehungen um die Längsachse – und das alles möglichst oft und schnell hintereinander.
Begonnen hat alles in der Mitte des 19. Jahrhundert. Erste Erfahrungen mit herabrollenden Wagen auf eisenbahnähnlichen Schienen konnten in Europa seit ein paar Jahrzehnten gesammelt werden und vielleicht kam irgendjemand mal auf die Idee, anstelle der geraden Auslaufstrecke eine Spirale einzubauen.
Vielleicht ist auch ein zu jener Zeit sehr beliebtes Kinderspiel, das als Anregung gedient hat, dafür verantwortlich zu machen. Wahrscheinlich hatte der französische Erfinder Clavières die Idee einer Überkopffahrt schon 1833, er brauchte aber noch dreizehn Jahre, um sie zu „perfektionieren“. Fest steht nur, dass er im Jahre 1846 die „Chemin du Centrifuge“ im Frascati Garten in Paris eröffnete. Erstmals durften sich die Menschen der Illusion hingeben, sich der Erdanziehungskraft widersetzen und für einen kurzen Moment die Welt auf den Kopf stellen zu können.
Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde ein neuer Versuch gestartet. Ein Schausteller installierte eine stationäre im Wiener Prater mit zwei hintereinander stehenden Loopings, wobei der letztere etwas tiefer lag. Wahrscheinlich davon inspiriert, baute der Schausteller Hilmar Gropengiesser zusammen mit seinem Vater, 1952 die erste transportable Loopingbahn der Welt. Ungeachtet der Entwicklungen und Erfahrungen der zurückliegenden 100 Jahre verwendeten sowohl der Wiener Schausteller als auch Gropengiesser wieder kreisrunde Loopingelemente. Auf dem Bremer Freimarkt 1954 wurde die Doppelloppingbahn polizeilich verboten, weil sich die Klagen der Fahrgäste über Schmerzen an der Wirbelsäule häuften. Gropengiesser ersetze die beiden Loopings durch eine lange Talfahrt.