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Feuerwerk am Himmel
- Samstag, 7. März 2015, 17:12 Uhr
Der Norden Europas ist bekannt für seine farbigen Polarlichter. Auch in diesem Winter entstanden faszinierende Fotos der Aurora borealis.
Geladenen Teilchen führen zu Polarlichtern
Die Sonneneruptionen schleudern geladene Teilchen (Protonen und Elektronen) zur Erde. Die geladenen Partikel treffen auf die Gasmoleküle der Erdatmosphäre (Stickstoff und Sauerstoff) und führen zu spektakulären Licht- und Leuchterscheinungen: die Polarlichter oder Aurora borealis. Die Lichter entstehen in einer Höhe von 100 bis 300 Kilometern. Je nach Gasmolekül gibt es andere Farben. Das Magnetfeld der Erde lenkt die Teilchen zu den Polen ab. So ist die Aurora borealis vor allem eine Erscheinung der hohen Breiten. Bei sehr starker Sonnenaktivität sind Polarlichter auch kurzzeitig in West- und Mitteleuropa sichtbar.
Sonnenflecken sind entscheidend
Die Sonnenaktivität und damit auch die Intensität der Strahlung ist durch die Sonnenflecken charakterisiert. Sonnenflecken treten häufiger auf, wenn die Sonne aktiver ist. Sie sind als kalte, dunkle Flecken auf der Sonnenoberfläche sichtbar und gut zu beobachten. Diese magnetischen Stürme auf der Sonne schleudern geladene Teilchen ins All. Das führt auf der Erde zum Polarlichtphänomen.
Die Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche führen wegen ihrer kälteren Temperatur sogar zu einer Reduktion der Sonnenstrahlung. Sie gelten aber trotzdem als Mass für die Sonnenaktivität, weil mit den Sonnenflecken auch immer Sonnenfackeln auftreten. Sonnenfackeln weisen eine hohe Oberflächentemperatur und entsprechend energiereiche Strahlung auf. Dieser Einfluss ist grösser als der abschwächende Einfluss der Sonnenflecken. Somit ist bei einem Sonnenfleckenmaximum auch mit einem Maximum der Strahlung zu rechnen.
Schwankende Aktivität
Die Sonnenflecken folgen einem Zyklus von ungefähr 11 Jahren. Allerdings sind nicht alle Zyklen regelmässig und gleich stark. Der aktuelle Zyklus startete mit einem Minimum im Jahr 2008. Ein erstes Maximum wurde 2012 erreicht. Danach blieb die Aktivität jedoch hoch. Es kann von einem zweiten Maximum im Jahr 2014 gesprochen werden. In den vergangenen Jahren kamen Polarlichtjäger voll auf ihre Kosten. Obwohl in diesem Winter die Sonnenflecken stark abgenommen haben, war die Polarlichtaktivität immer noch sehr hoch. In Norwegen und Finnland konnte der Fotograf Dionys Moser jeden zweiten Tag starke Polarlichter beobachten. Die meisten der Fotos aus der Bildgalerie sind im Januar und Februar 2015 entstanden.