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Bereits 1978 warnte der amerikanische Forscher John Mercer in seinem Aufsatz «West Antarctic ice sheet and CO2 greenhouse effect: a threat of disaster» in der Fachzeitschrift Nature, dass der Verlust des Westantarktischen Eisschildes wahrscheinlich die erste desaströse Folge der weiteren Nutzung fossiler Brennstoffe wäre.
Drei grosse Eisschilde
Derzeit gibt es auf der Erde drei riesige kontinentale Eisschilde: der Grönländische, Westantarktische und den Ostantarktische Eisschild. Die drei Eisschilde zusammen binden so viel Wasser, um den Meerespiegel 65 Meter zu erhöhen. Die Instabilität, die bereits Mercer entdeckt hat, betrifft Eismassen die auf Land unterhalb des Meeresspiegels liegen und ins Meer kalben. Ab der sogenannten Aufsetzlinie liegt das Eis nicht mehr auf dem Land, sondern schwimmt auf den Wasser. Schrumpft nun die Eismasse im Zuge eines Klimawandels zieht sich die Aufsetzlinie (grounding line) landeinwärts zurück, der Eisrückzug wird instabil und macht den Weg für einen raschen Eisabfluss frei.
Mehrere Forschergruppen haben nun mit unterschiedlichen Messmethoden gezeigt, dass der Westantarktische Eisschild bereits diesen instabilen Zustand erreicht hat und somit wohl das Endes des gesamten Eisschildes besiegelt ist. Ein Amerikanischer Fachjournalist meint:
This Is What a Holy Shit Moment for Global Warming Looks Like
Der Verlust dieses Eisschildes würde den Meeresspiegel um rund drei Meter anheben. Wie schnell der ganze Eisschild zerfällt ist aber unklar. Die Forscher gehen von mehreren hundert Jahren aus.
Quellen: