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Heute habe ich eine Tour nach Mahabalipuram (Mamallapuram) gebucht mit dem Veranstalter Five Senses. Um 7.30 holt mich mein Reiseführer Kannan mit dem Chauffeur bei meiner Unterkunft ab. Ich sei heute der einzige Gast, die anderen vier Teilnehmer haben storniert.
Wir fahren zum Marine Drive und folgen der Küste. Obwohl Land mit Meerblick in den meisten Städten zur bevorzugten und somit auch teuren Wohnlage gehört, finden sich hier hinter Blechwänden die Slums. Erst nachdem wir den Kanal überquert haben, wechseln wir in das Wohngebiet der Berühmten und Reichen, welche sich an der ECR (East Coast Road) niedergelassen haben.
Mein Führer klärt mich etwas über die Verkehrsregeln auf. Spuren werden willkürlich und ohne Ankündigung gewechselt, darum muss der aufschliessende Fahrer zur Warnung hupen. Lichtsignale haben folgende Bedeutung: grün = fahren, gelb = schnell fahren, rot = schauen ob kein Polizist, dann sehr schnell fahren.
Wir passieren das Prarthana Beach Drive-in Theatre, das einzige Drive-In Kino in Chennai. Entlang der Strasse hat es viele Vergnügungsparks, der Weg heisst darum auch Entertainment Corridor.
Parallel dazu ist die OMR (Old Mahabalipuram Rd), welche den IT Corridor bildet, weil sich dort alle namhaften IT-Firmen angesiedelt haben. Zwischen den beiden Strassen liegt der Buckingham Canal, auf welchem Waren transportiert wurden.
Mahabalipuram ist nicht nur Unesco World Heritage Site, die Bildhauer werden auch im World Crafts Council gewürdigt. Die Stadt war ab 100 v. Chr. wichtiger Handelsplatz und Indien im 16. Jahrhundert wichtigstes Handelsland.
Zuerst besuchen wir die 5 Rathas, das bedeutet Tempelwagen ohne Räder. Die fünf Monumente sind aus dem Felsen herausgemeisselt, eine unglaubliche Leistung. Weiter geht es zum Relief Arjuna’s Penance. Krishna’s Butter Ball ist ein riesiger Felsen, welcher auf einem Abhang ruht, ohne herunterzurutschen.
Auch den Seashoretempel besuchen wir, sowie das Muschelmuseum, welches die riesige Sammlung (40’000 Exemplare) des Amateurforschers Mr.Raja Mohammed beherbergt.
Auf der Rückfahrt nach Chennai halten wir beim neu gebauten Jains Tempel. Der Marmorbau beeindruckt mit filigranen Verzierungen und Böden mit Intarsien (aus Marmor!).
Im südindischen Restaurant essen wir zu Mittag. Kannan instruiert mich, wie man richtig mit der Hand isst und erläutert alle Beilagen des leckeren Thalis.
24.2.2020