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Geflüchtete Frauen in der Schweiz
Eine intersektionale Forschungsarbeit über Zugänge zu soziokulturellen Angeboten im Asylbereich
40% der Personen im Asylbereich der Schweiz sind Frauen. Und doch existieren wenige Daten und wenig Fachwissen zu dieser Personengruppe. Bereits in der historischen Migrationsforschung wurden Frauen nicht ausreichend berücksichtigt. Auch die aktuelle Gesetzgebung ist dementsprechend nicht auf Frauen ausgerichtet. Dies hat prekäre Zustände im Asylprozess zur Folge. Auch die soziokulturelle Angebotslandschaft im Asylbereich legt keinen Fokus auf geflüchtete Frauen. Um diese als Zielgruppe erreichen zu können und bedürfnisorientierte Angebote zu schaffen, ist es unabdingbar, dass diese Personengruppe mehr Aufmerksamkeit der Sozialen Arbeit erhält. Die vorliegende Forschungsarbeit «Geflüchtete Frauen in der Schweiz: Eine intersektionale Forschungsarbeit über Zugänge zu soziokulturellen Angeboten im Asylbereich» von Nina Stähli, Rahel Obrist und Léonie Brunnschweiler möchte einen wissenschaftlichen Beitrag zur mangelhaften Datenlage leisten und mögliche Handlungsoptionen für die Soziokulturelle Animation aufzeigen. Eine intersektionale Sichtweise ist in diesem Kontext unumgänglich. Diese Thesis beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Zugänge zu soziokulturellen Angeboten im Asylbereich für geflüchtete Frauen in der Schweiz gestalten. Mit Hilfe 13 problemzentrierter Interviews versuchten die Autorinnen die Perspektiven der Frauen in die Arbeit einfliessen zu lassen. Sie ziehen den Schluss, dass ein dringender Handlungsbedarf für die Soziokulturelle Animation besteht. Beispiele sind eine intersektionale Grundhaltung, das Verbessern der Erreichbarkeit der Angebote, das Gestalten einer niederschwelligen Angebotsstruktur und das Erschaffen von Safer Spaces.