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Geflüchtete in den Printmedien
Eine Inhaltsanalyse der Berichterstattung unter dem Einfluss der Kriege in Afghanistan (2021) und der Ukraine (2022)
Die Art und Weise wie Medien berichten, hat einen Einfluss auf die Einstellung und das Verhalten der Bevölkerung gegenüber Geflüchteten und gegenüber den Leistungen der Sozialen Arbeit. Die vorliegende Arbeit untersuchte die Berichterstattung von drei führenden Deutschschweizer Tageszeitungen. Dabei wurde die Methode der standardisierten Medieninhaltsanalyse nach Rössler (2017) angewendet. In die Analyse wurden alle themenrelevanten Artikel von Juli / August 2021 und Januar / Februar 2022 aufgenommen. Mithilfe eines Codebuchs wurden 219 Artikel kategorisiert und ausgewertet. Die Ergebnisse machen deutlich, dass in der Berichterstattung überwiegend Politiker*innen und Vertreter*innen der Verwaltung zu Wort kommen. Die Soziale Arbeit ist in der Berichterstattung kaum vertreten. Die Berichterstattung über die Fluchtbewegung aus Afghanistan erfolgte problemorientierter als die Berichterstattung über die Fluchtbewegung aus der Ukraine. Diese Situation bietet Gelegenheit, zentrale Forderungen zur Sicherstellung der Rechte aller Geflüchteten wie auch Erfolgsfaktoren bei der Integration von Geflüchteten zu thematisieren. Die Organisationen der Sozialen Arbeit, welche in diesem Arbeitsfeld tätig sind, können mittels Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, dass dies in der Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt wird.