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- 366'000 Personen Schweizer Nationalität im Alter von 16 bis 65 Jahren sind von schwerem Illettrismus betroffen.
- 415'500 Personen ausländischer Nationalität sind von schwerem Illettrismus betroffen.
Dazu kommen noch 4000 bis 5000 Schüler und Schülerinnen, welche jedes Jahr die obligatorische Schule mit derart ungenügendem Niveau verlassen, dass ihre Chancen, in einer Berufslehre erfolgreich zu sein, stark eingeschränkt sind (5 bis 7 Prozent jeder Alterklasse).
Zahlreiche Indizien deuten darauf hin, dass das Kompetenzniveau der Bevölkerung im Laufe der letzten 20 bis 30 Jahre nicht gesunken ist.

Im Gegenzug ist es erwiesen, dass die ökonomischen und kulturellen Anforderungen stark gestiegen sind, wodurch die Kluft zwischen den Anforderungen der Gesellschaft und den effektiven Kapazitäten der von Illettrismus betroffenen Personen grösser geworden ist.
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes widerspiegelt diese Tendenz in hohem Masse: Es existieren immer weniger Arbeitsplätze, welche für Personen ohne jegliche Schreibkenntnisse zugänglich sind.
Daher haben sich die objektiven Konsequenzen des Illettrismus für betroffene Personen im Laufe der letzten Jahre verschärft, dies vor allem aufgrund der Entwicklung des Kontextes.
Diese Situation erfordert verstärkte Massnahmen zur Bekämpfung von Illettrismus.