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Die lesbische Jeannine, der schwule Florian und der trans Mann Henry verbringen vier Tage mit Renato Kaiser in der Surselva. Dort erzählen sie über ihren Weg bis zum Coming-out, über Diskriminierung im Alltag und über das wunderbare Leben in der Regenbogen-Community.
Jeannine spürte schon immer, dass sie etwas anders ist als die jungen Frauen in ihrem Umfeld. Mit Anfang 20 liess sie sich auf Beziehungen mit Männern ein, merkte aber schnell, dass etwas nicht richtig ist. Sex war für sie immer mit grossem Stress verbunden. Ihr Coming-out hatte sie mit 26. Endlich waren ihr Leben und die Sexualität stimmig. Florian wusste schon früh, dass er schwul ist. Seine Mutter war die erste, die es erfuhr. Damals war er 17. Seither setzt sich Florian beruflich wie auch politisch für die LGBTQ+-Community ein. Er findet, dass unsere Gesellschaft immer noch sehr homophob ist und will für die Rechte von Schwulen, Lesben und trans Menschen kämpfen. Und Henry? Er wurde als Mann in einem Frauenkörper geboren. Schon als Kind hatte er die Gewissheit, dass sein Körper nicht zu seinem tatsächlichen Geschlecht passt. Bis er dazu stehen konnte und sein Umfeld davon erfuhr, hat es aber gedauert. Erst mit 46 hatte er sein Coming-out. Schritt für Schritt wurde Henry, mit Hilfe von Hormonen, auch äusserlich zu einem Mann. Sein Glück: Die Beziehung zu seinem Mann – mit dem er seit 26 Jahren verheiratet ist – hat Henrys Transformation überlebt und gehalten.