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Heute vor 40 Jahren ist am Nürburgring mit Herbert Müller einer der bekanntesten Schweizer Rennfahrer gestorben. Auto Sport Schweiz erinnert an «Stumpen-Herbie» und verlost gleichzeitig ein aktuelles Buch über die Renn- und Lebensgeschichte Müllers.
Einer der ganz grossen Allrounder, zweifacher Targa-Florio-Sieger, zweimaliger Europa-Bergmeister, 13-maliger Le-Mans-Teilnehmer samt zwei zweiten Gesamträngen undundund – ist heute vor 40 Jahren am Nürburgring tödlich verunglückt. Die Rede ist natürlich von keinem Geringeren als Herbert Müller, oder «Stumpen-Herbie», wie er in Rennfahrerkreisen genannt wurde. Müller, der sich selbst einen «professionellen Amateur» nannte, ist in seiner über 20-jährigen Motorsport-Karriere so gut wie alles gefahren, was schnell und gut war – von Motorrädern über Monoposti der Formel 3 bis hin zu einem Einsatz in der Königsklasse Formel 1, vor allem aber Sportwagen.
1940 im aargauischen Menziken geboren, absolvierte Müller zunächst die Lehre als Galvaniseur im elterlichen Betrieb. Bereits mit 20 hatte er erste Erfolge auf ernstzunehmendem motorsportlichem Parkett, war bald Stammgast in den Cockpits der grossen Manufakturen von Ferrari über Matra bis Porsche. Auf Carrera 6 gelang 1966 der sensationelle Sieg im weltberühmten Langstreckenrennen Targa Florio auf Sizilien, was er ein paar Jahre später mit Bravour wiederholte. Unter anderem fuhr er auch den mehr als 1000 PS starken Porsche 917/30 in der spektakulären Interserie von Sieg zu Sieg. Müller war aber auch bei Bergrennen erfolgreich. In den Jahren 1963 und 1965 gewann er die Europa-Berg-Meisterschaft für GT-Fahrzeuge.
Der Mann, der auch in der Startaufstellung gerne mal einen seiner berühmten Stumpen rauchte, war weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt und beliebt. Seine Rekordrunde bei der Targa Florio 1967 auf einem Ferrari 412P ist genauso legendär wie die Aufholjagd zwei Jahre danach. Damals überholte Müller auf der ersten Runde sage und schreibe 65 Konkurrenten!
1972 verunfallte Müller bei einem Lauf zur Interserie auf dem Nürburgring schwer, zog sich Verbrennungen an Händen, Füssen und im Gesicht zu, konnte sich aber aus dem brennenden Ferrari befreien. Neun Jahre später, am 24. Mai 1981, hatte Müller das Glück nicht mehr auf seiner Seite. Beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring prallte sein Porsche 908/3 im Streckenabschnitt Kesselchen auf den neben der Piste abgestellten, noch fast vollgetankten Porsche 935 von Bobby Rahal. Müller starb 41-jährig. Es hätte sein letztes Rennen sein sollen...
Bis weit über die Grenzen der Schweiz hinaus erinnern sich die Fans noch heute an «Herbie» und an seine Erfolge. Umso schöner, dass gerade jetzt ein Buch über die Renn- und Lebensgeschichte Müllers erscheint. Verantwortlich dafür ist McKlein, Fachverlag für edle Motorsport-Bücher in Deutschland. Geschrieben wurde das Werk von Jörg-Thomas Födisch und Rainer Rossbach. Die Fotos stammen aus den renommiertesten Archiven Europas, darunter zahlreiche noch nie öffentlich gezeigte Bilder.
Auto Sport Schweiz verlost unter allen Müller-Fans eine Ausgabe von Herbert Müller – «alles zu langsam!» Alles, was Sie machen müssen, ist eine E-Mail mit dem Betreff «Herbert Müller» und Ihrer Adresse an <email-pii> schicken. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Der Gegenwert des Sachpreises wird nicht in bar ausgezahlt. Es wird keine Korrespondenz geführt. Die Verlosung findet am 30. Juni statt.
Herbert Müller – «alles zu langsam!»
Verlag: McKlein Publishing/Edition Porsche Museum
Autoren: Jörg-Thomas Födisch, Rainer Rossbach
Vorwort: Marc Surer
Format: 30 x 24 cm, Hardcover
Seiten: 384
Fotos: rund 530
ISBN: 978-3-947156-33-7
Sprache: Deutsch
Verkaufspreis: 79,00 Euro
Mehr Infos zu Herbert Müller gibt es auch auf der Homepage www.herbertmueller.ch