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Der Rotterhof als grösster Fronhofverband beginnt sich aufzulösen. Das Dorf wird an der Stelle der Fronhofverbände zur wichtigsten Organisationseinheit der Bevölkerung. Damit entsteht ein einheitliches Recht für alle Dorfbewohner. Zürich wird nach und nach zur dominierenden Macht in Ottenbach. Die Krisenzeit des Spätmittelalters ist geprägt von Hungersnöten, Epidemien, Kriegen, Fehden und Judenverfolgungen.
|1308 ||Ermordung König Albrechts von Habsburg. Die mitbeteiligten Herren von Eschenbach werden vertrieben. Ihre Habsburger Lehen, darunter die Grafschafts- und Vogteirechte im Freiamt Affoltern, fallen an Habsburg zurück.|
1313-1317
Erste grosse Hungersnot des Spätmittelalters.
1323
Johannes von Gösgen wird als Ottenbacher Kirchherr erwähnt. Demnach hat das Luzerner Leodegarstift die Ottenbacher Kollatur (das Recht, den Pfarrer einzusetzten) spätestens seit diesem Zeitpunkt verliehen.
1336
Umwälzung in Zürich unter der Führung von Rudolf Brun.
Diese sogenannte Zukunftumwälzung in Zürich ermöglicht eine Modernisierung der städtischen Verwaltung, die in der Folge das Umland und damit auch Ottenbach nach und nach unter ihre Kontrolle bringt.
1339-1453
Der Hundertjährige Krieg wütet im Westen zwischen Frankreich und England.
1347-1352
Erste grosse Pestepidemie in Europa.
nach 1370
Gemäss dem Lunkhofer Hofrecht liefert Ottenbach die Zehnten an das Leidegarstift in dessen Kelnhof in Lunkhofen.
1393
Das Leodegarstift zieht seine Ottenbacher zehnten selbst ein.
1406
Die Stadt Zürich erwirbt die Vogtei Maschwanden, zu der auch Ottenbach gehört.
1415
Die Stadt Zürich annektiert im Einverständnis mit König Sigismund die Grafschaftsrechte im Freiamt Affoltern von den politisch und militärisch geschwächten Habsburgern.
1429
Zürich und Luzern legen die Reuss als Grenze zwischen ihren Hoheitsgebieten fest.
1436-1450
Alter Zürichkrieg zwischen Zürich und Schwyz.
1485
Erweiterung der Kirche Ottenbach.
1489
Sturz und Hinrichtung des Zürcher Bürgermeisters Hans Waldmann. Getragen wir der Aufstand von der ländlichen Oberschicht, deren Interessen der tatkräftige Bürgermeister zurückgestellt hat.
1494
Laut einem Erblehensbrief vom 23. April ist die Ottenbacher Kollatur nur in privaten Händen.
1495
Der Zürcher Rat regelt als Ottenbacher Kirchherr die Aufteilung des Ottenbacher Zehnten: Das Luzerner Leodegarstift erhält zwei, die Pfarrpfrund Ottenbach ein Drittel.
1507-1512
Bau des Schlosses und Gründung der Zürcher Landvogtei Konau.