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in der modernen Medizin ausschließlich Bezeichnung für die örtliche Blutfülle einer bestimmten Gefäßprovinz, während
die allgemeine, den ganzen Körper betreffende Blutüberfülle als Vollblütigkeit bezeichnet wird. Man
unterscheidet Blutwallung und Blutstauung. Das wesentlichste Merkmal der Blutwallung (Fluxion) ist der vermehrte Zufluß von
arteriellem Blut, sie wird deshalb auch als arterielle Hyperämie (unpassend als aktive Hyperämie) bezeichnet. Das
Kriterium der Blutstockung (der venösen oder passiven Hyperämie) ist der verhinderte Abfluß des Bluts.
Die Wallungsblutfülle äußert sich durch lebhafte Rötung, mäßige Schwellung, größere Wärme,
[* 3] zuweilen
durch ein eigentümliches Pulsationsgefühl, d. h. wir fühlen die in die kleinern Arterien vordringenden Pulsschläge, wenn
letztere die sensibeln Nervenenden mit erschüttern (an der Fingerspitze, beim Zahnschmerz etc.). Bei hochgradiger arterieller
Hyperämie kommt es manchmal zu Gefäßzerreißungen und Blutungen, zur ödematösen Anschwellung des Teils; in der
Regel aber fehlen gröbere Störungen der Ernährung und der Funktion der hyperämischen Teile.