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Als Erfinder des Würfelzuckers gilt der Schweizer Jacob Christoph Rad (1799–1871).
Er war Leiter einer Zuckerfabrik im Tschechischen Dačice und experimentierte mit verschiedenen Ideen und Prozessen und erfand dann eine Form und einen Prozess, mit dem man praktische kleine Zuckerstücke herstellen konnte.
Für die Herstellung baute Rad ein Model aus Blechstreifen, das einer heutigen Schale für Eiswürfel ähnelte und für das er 23.Januar.1843 ein Patent erhielt.
Der feuchte Zucker wurde in das Model gefüllt und getrocknet; anschließend konnte der Würfelzucker entnommen werden.
Hergestellt wurde Zucker vor der Erfindung in Form von Hutzucker. Das waren große Stücke Kristallzucker in Kegelform, die nach dem Erkalten der Zuckermasse steinhart waren. Solch ein Zuckerhut kam in Größen bis zu 1,50 m Höhe auf den Markt und war teuer. Wurde Zucker im Haushalt etwa für einen Kaffee oder Tee benötigt, waren aus diesem Kegel kleinere Stücke herauszulösen. Man bediente sich dazu eines Werkzeugs, das in Gestalt von Zuckerhammer, Zuckerhacke, Zuckerbrecher oder Zuckerzange angeboten wurde. Beim Zerkleinern der harten Masse traten immer wieder mal Verletzungen an den Händen auf. Rads Frau Juliane soll sich selbst verletzt haben, als sie Zuckerstückchen anfertigte und Sie deutete an, er solle sich endlich etwas einfallen lassen, was das Bearbeiten des Zuckers für Hausfrauen vereinfache.
Aus kleinen Bemerkungen und Ideen können Große Erfindungen entstehen.
Zweieinhalb Jahre lang forschte der Chemiker Andreas Hintennach an der Verbesserung von Lithiumionen-Batterien. Sein Einsatz hat sich gelohnt: Dank ihm könnten Handys, Laptops oder Elektroautos künftig umweltfreundlicher und kostengünstiger betrieben werden. Letzte Woche erhielt der ETH-Absolvent für seine Arbeit den «swisselectric research award 2010».
Lithiumionen-Batterien sind heute allgegenwärtig: Sie stecken in Mobiltelefonen, MP3-Playern und Laptops. Sie liefern Strom für Elektromobile. So verbreitet und nützlich sie sind, sie weisen auch Nachteile auf: Die Speicherkapazität sinkt mit dem Gebrauch, ein Teil der verwendeten Materialien belastet die Umwelt, die Herstellung ist teuer. Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt arbeiten deshalb an der Weiterentwicklung dieser Batterien.
Dem Schweizer Chemiker und Erfinder Andreas Hintennach ist nun ein wichtiger Schritt gelungen: Mit Hilfe modernster Mikroskope hat er, so genau wie noch nie zuvor, beobachtet, wie der Graphit der Elektrode während dem Laden und Entladen abblättert. Dieses Abblättern wird als Alterungsprozess bezeichnet. Die Speicherkapazität der Batterie verringert sich sukzessive.
Ausgehend von seinen Beobachtungen suchte Andreas Hintennach nach Möglichkeiten, diesen Alterungsprozess zu verzögern. Dazu verwendete er neben Graphit auch spezielle Materialien, sogenannte Olivine. Es gelang ihm nachzuweisen, dass solches Elektrodenmaterial weniger rasch altert. Er entwickelte daraufhin zwei Verfahren, mit denen sich dieses Material effizient herstellen lässt. Er verwendete einerseits Mikrowellen, andererseits ein Flammenspray.
Setzen sich diese Verfahren in der Industrie durch, könnten Lithiumionen-Batterien noch leistungsfähiger und langlebiger werden. Das Speichern von Strom wird dadurch umweltfreundlicher und kostengünstiger.
Andreas Hintennach führte die Arbeiten im Rahmen seiner Dissertation am Paul-Scherrer-Institut und an der ETH Zürich durch. Für seine Forschungsergebnisse erhält der 26-jährige Chemiker den «swisselectric research award 2010». Der Preis wird jährlich für herausragende Leistungen in der Elektrizitätsforschung verliehen. Das Preisgeld beträgt 25‘000 Franken.