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Der Sprachtypus des Französischen in Grammatik und Paragrammatik
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Mit der Arbeit liegt eine sprachtypologische Untersuchung vor, die ihren Gegenstand, das moderne Französisch, holistisch bestimmt in der Weise, dass alles, was in einer Sprache Form bzw. Morphologie besitzt, in einer umfassenden Typologie berücksichtigt wird. Nicht nur die Grammatik, sondern die semantisch affine Wortbildung, aufgefasst als «Paragrammatik», wird so funktionell-strukturell und typologisch interpretiert. Eine (holistische) grammatisch-paragrammatische typologische Aufarbeitung des Französischen ist bislang ein Desiderat der sprachwissenschaftlichen Forschung. Der Begriff «Sprachtypus» impliziert dabei, dass analoge Gemeinsamkeiten mit anderen Sprachen existieren. Die Erfassung des einzelsprachlichen Typus des Französischen (im Horizont seiner sprachgeschichtlichen Genese) unter einem holistischen Blickwinkel wird daher in typologische Bauplanmuster der «Allgemeinen Typenlehre» (im Sinne der «Idealkonstrukte» der Prager Schule) als höchsten Interpretationsrahmen einzuordnen versucht, um so sprachlich Allgemeines und Individuelles zusammen zu schauen und das Französische in Abweichung zu den anderen romanischen Sprachen zu situieren. Dabei wird das Französische in seiner Typusbestimmung als annähernder Vertreter des isolierenden Konstrukts (mit besonderem Stellenwert der Konversion) erkennbar. Zwei innovativen Momenten geht die Arbeit nach: Sie verfolgt zum einen holistischen Ansatz, der ferner erstmals die Paragrammatik des Französischen umfassend typologisch zu deuten versucht. Auf allen Interpretationsebenen werden Inhalt und Form über eine funktionelle Beziehung aufeinander bezogen.
Noch nicht erschienen, Dezember 2020