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Umbau und Erweiterung Modulhaus in Stallikon
2017
Auftraggeber: privat
Das Modulhaus wird in seiner Raumaufteilung optimiert und durch Dämmmassnahmen energetisch der heutigen Zeit angepasst. Diese Aufgabe ist insofern komplex als das Modul Teil eines aus vier zu einem Quadrat gebundenen Einfamilienhäusern ist, welche einerseits jeweils über zwei Fassadenanteile verfügen und andererseits zu zwei Nachbarn und zu Kellerräumen im Erdgeschoss angrenzen. Die ursprüngliche Entwurfsidee mit Namen "Atrium-4-Haus" von 1961 basiert auf der vorausschauenden Überlegung des Architekten Fred Kunz, durch die Komprimierung der Einfamilienhäuser in ein einziges Gebäude Baulandressourcen zu schonen. Dies funktioniert, indem Ost-, Süd- und Westhaus nach aussen auf ihren besonnten Garten blicken, während das Nordhaus nach innen orientiert ist und von einem nach Süden ausgerichteten Innenhof profitiert.
Wir erhalten die Gelegenheit, das Nordhaus umzubauen, und ersetzen die in den oben liegenden Wohnraum führende Treppe, die diesen stark gliedert und ausserdem zu eng bemessen ist. Der neu an der Fassade angebrachte Treppenraum wird - in Anlehnung an die Grundelemente von Le Corbusier, dessen Villa Savoye in ihrer Form diesem Modulhaus wahrscheinlich Vorbild war - als geschwungene Treppe gestaltet. Die Vorgabe des Bauamts, sich bezüglich Fassade in Farbe und Materialisierung vom Bestand abzuheben, wird durch die Wahl einer Metallhaut umgesetzt.
Aufnahmen: Ulrich Stockhaus