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Die häufigsten Todesursachen bei Kindern in Entwicklungsländern sind Lungenentzündung, Masern, Malaria, Durchfall, HIV/AIDS und Mangelernährung. Die Kinder sterben aber eigentlich, weil sie arm sind. Sie haben keinen Zugang zu Gesundheitsprogrammen und Routineimpfungen, sie leben in einer Umgebung, die Krankheiten, vor allem Infektionskrankheiten, begünstigt.
Ihr Immunsystem ist wegen Unterernährung und Vitaminmangel zu schwach, um Infektionskrankheiten zu bekämpfen. Über 30 Millionen Kinder sind nicht geimpft, weil die Gesundheitszentren unerreichbar sind (sie sind zu weit entfernt oder die Eltern können sich die Transportkosten nicht leisten), die Impfstoffe in den Zentren fehlen oder die Eltern gar nicht oder schlecht darüber informiert sind, warum Impfungen so wichtig sind oder wann und wo Impfaktionen stattfinden.
Das Strassenmedizin-Programm von Calcutta Rescue ist seit August dieses Jahres in Dakhineshwar tätig, einem Slumgebiet von Kolkata, in welchem viele Familien unter sehr unhygienischen Bedingungen in äusserst dürftigen Behausungen leben. Bei einer Untersuchung stellte das Team fest, dass die meisten Kinder unvollständig oder gar nicht geimpft sind. Calcutta Rescue beschloss deshalb, eine Impfaktion durchzuführen. Eine erste Gruppe der 300 Kinder wurde Ende September in die Talapark-Klinik gebracht, wo sie die ersten Impfdosen erhielten. Die Eltern wurden instruiert und gebeten, mit ihren Kindern einen Monat später für die Folgeinjektionen in die Klinik zu kommen.