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Dieser Text ist über das Leben von Sylvia Haas. Ich habe sie vor ein bisschen mehr als zwei Monaten kennengelernt. Sie ist eine ältere, sympathische Frau und hat mir ihre Perspektive der 60er und 70er Jahre beschrieben. Ich habe ihr auch die Fotos dieser Jahre gezeigt, die wir im Kurs bekommen haben. Frau Haas hat mit mir über die wichtigen Ereignisse in der Schweiz gesprochen. Frau Haas hat selber nicht an der politischen Entwicklung teilgenommen, aber sie hat weiss viel darüber. Sie hat drei spezifische Ereignisse dieser Jahre hervorgehoben.
1. 1967-1968 der Globuskrawall war die Auseinandersetzung zwischen jugendlichen Demonstranten und der Polizei. Es war eine Studentenbewegung gegen den Entscheid des Züricher Stadtrats, das damals leer stehende provisorische Gebäude des Warenhauses nicht für ein autonomes Jugendzentrum zu nutzen.
2. 1971 wird in der ganzen Schweiz das Frauenstimmrecht eingeführt. Bei den eidgenössischen Wahlen vom 31 Oktober 1971 waren somit erstmals Frauen wahlberechtigt und wählbar. Elf Frauen wurden in den Nationalrat gewählt.
3. Im Kanton Zürich gab es das Konkubinatsverbot. Das Gesetz lautete: «Das Konkubinat ist untersagt. Die Gemeinderäte haben von Konkubinatsverhältnissen dem Stadthalteramt Kenntnis zu geben.» 1972 wurde das Konkubinatsverbot abgeschafft.
Sylvia Haas kommt aus einem sehr kleinen Dorf, Näfels. Das Dorf ist im Kanton Glarus und liegt dort im nördlichen Teil. Die Bevölkerung beträgt jetzt circa 4000 Personen und 1950 waren es 3300 (Wikipedia). Frau Haas ist 1932 geboren. Sie waren fünf Geschwister. Ihr Mann, Herr Haas, kommt aus einem Dorf in der Nähe von Näfels. Sie haben 1957 geheiratet. Vier Jahre später sind sie nach Zürich gezogen.
Ich schätzte unsere Treffen, weil sie mir bessere Kenntnisse über die Geschichte und Kultur der Schweiz gaben. Ich wohne seit September 2016 in der Schweiz und es war eine Überraschung, dass gewisse Entwicklungen erst so spät gekommen sind.
Der Kurs war eine sehr positive Erfahrung und ich habe die Zeit, die ich mit Frau Haas verbracht habe, genossen.
Alfredo Morales & Sylvia Haas