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1987 berichtete eine Patientin ihrer Ärztin Jean Carruthers, dass die Behandlung ihres nervösen Augenzuckens mit dem Nervengift Botulinumtoxin (Botox) dazu führe, dass ihre Falten verschwänden. Carruthers forschte zusammen mit ihrem Mann, unter anderem an ihrer Empfangsdame als Testobjekt, bis sie 1992 ihre Ergebnisse präsentierten. Legal ist die Straffung von Hautfalten per Giftinjektion seit 2002.
Saccharin wurde 1879 von einem Studenten entdeckt, der sich nach einem chemischen Experiment die Hände nicht wusch, dann merkte, dass sein Brot seltsam süss schmeckte, worauf er seine Finger ableckte und dann im Labor auch die Chemikalien selbst.
Paul McCartney entdeckte die Melodie zu «Yesterday» in einem Traum. Am Anfang stand nicht mehr als die Notiz «Scrambled eggs, oh my baby, how I love your legs».
Der amerikanische Zahnarzt Horace Wells beobachtete 1844, wie sich ein Besucher des Jahrmarkts unter Einfluss von Lachgas eine heftig blutende Schienbeinwunde zuzog – und trotzdem heiter davonzog. Das bis anhin in Variétés zu harmlosem Spass eingesetzte Lachgas machte als Anästhetikum erstmals schmerzfreie Operationen möglich, zunächst bei Wells selbst: bei der Ziehung eines Weisheitszahns, der ihn schon länger plagte.
In den 1990er Jahren testete Pfizer ein Medikament namens UK92480, das bei Angina pectoris, Verengung der Herzgefässe, helfen sollte. Auffällig wenig Testpersonen retournierten überzählige Pillen, denn bald stellte sich heraus: Anstatt die Blutgefässe zu weiten, setzte das Medikament – mit einigen Tagen Verspätung – unter der Gürtellinie einiges in Bewegung. Und: Viagra war geboren.
Der Klettverschluss wurde 1941 vom Schweizer Ingenieur George de Mestral erfunden, nachdem er beobachtet hatte, dass die Früchte von Kletten sich dauernd im Fell seines Hundes verfingen. Das Klettband ahmt mit seinen flexiblen Widerhaken die asternartigen Pflanzen nach.
Die Gebrüder Kellogg hatten in dem von ihnen geführten «Battle Creek Sanitorium» Ende des 19. Jahrhunderts eines Nachts vergessen, den bereits gekochten Weizen richtig zu konservieren. In der Hoffnung, den steinharten Weizen doch noch zu etwas Essbarem verarbeiten zu können, pressten sie diesen durch zwei Walzen. Anstatt des erwarteten Teigs spuckten diese kleine Flocken aus, die geröstet und mit etwas Salz den Patienten aufgetischt wurden. Die damals noch «Granose» genannten Cornflakes erfreuten sich so grosser Beliebtheit, dass Kellogg der Jüngere bald sein eigenes Unternehmen gründete: die «Battle Creek Toasted Corn Flake Company», heute: Kellogg’s.
Die Möglichkeit einer Mikrowelle wurde 1945 entdeckt, als Percy Spencer, ein Ingenieur, während seiner Arbeit an einer Radaranlage merkte, dass der Schokoriegel in seiner Hose geschmolzen war. Das erste Modell stellte er 1947 vor: es war beinahe 1,80 Meter hoch und wog 340 Kilogramm.
Maria Dürings Reinigungsmittel für Toiletten brauchte eine neue Verpackung. Sohn Walter arbeitete an einem Modell, das auch unter dem schwer erreichbaren Rand Anwendung finden sollte. 18 Monate dauerte es, bis der Dälliker in einem der Entwürfe die Form einer Ente entdeckte. Die Warnungen vor falschen Assoziationen mit dem schlechten Image des Geflügels prallten an Walter Düring ab wie der Schmutz an den Schüsseln. 1980 liess er die WC-Ente nach einem Holzprototypen patentieren.
Screenwriter Dan O’Bannon arbeitete Mitte der 1970er Jahre an Alejandro Jodorowskys Grossprojekt «Dune» in Paris, wo letzterer durch Zufall eine Ausstellung H.R. Gigers besuchte. Giger wurde sofort in das Projekt eingebunden – kurz bevor «Dune» scheiterte und erst 1984 von David Lynch realisiert wurde. Als O’Bannon das Drehbuch zu «Alien» an die Hand nahm, wusste er aber sofort, wer das Design des Filmes übernehmen sollte. Das Resultat: ein Oscar für «Best Achievement in Visual Effects», Weltruhm. Dass eben dies Giger den Durchbruch in der hiesigen Kunstwelt kostete, geht als Tragödie in die moderne Schweizer Kunst- und Sozialgeschichte ein.