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Die Telli – Ein Aarauer Stadtquartier
Rund eineinhalb Kilometer nordöstlich des mittelalterlichen Stadtkerns von Aarau, liegt heute das Stadtquartier Aarauer Telli, das sich vor allem durch moderne Hochbauten auszeichnet.
Um die Jahrhundertwende war dieses Gebiet kaum besiedelt, ausser einigen Fabriken (Spinnerei August Frey, Kunath Futter, Jenny Färberei). Der Wandel begann im Jahre 1946 als die Telli grossflächig an die Kanalisation, ans Trinkwasser und den elektrischen Strom angeschlossen wurde. Nach und nach gruppierten sich am Fusse des Tellirains Einfamilienhäuser. Diese konnten aber die damalige Wohnungsnot nach dem 2. Weltkrieg auch nicht lindern. So war 1947 die Wohnbaugenossenschaft Aarau und Umgebung (ABAU) gegründet worden. Die damals betitelte “Wohnkolonie Telli“ ist nur durch das Wohlwollen der Behörden von Aarau und des Kantons zustande gekommen. Durch finanzielle Hilfe und mit billigem städtischem Land wurde das Bauen möglich gemacht. Tatsächlich entstanden innert kürzerster Zeit an der Römerstrasse, Mühlbergweg und Eversweg 64 einfache Wohnungen. In den 50iger Jahren sind die Wohnblöcke der Maienzugstrasse erstellt worden und allmählich musste auch das restliche Land den Neubauten weichen.
Die Weichen für die Überbauung mittlere Telli (Telli Hochhaus, Rütmattstrasse, Delfterstrasse, Neuenburgerstrasse) wurden im Herbst 1969 in der damals noch existierenden Aarauer Gemeindeversammlung gestellt. Mit der Realisierung der Überbauung mittlere Telli in den Jahren 1971 bis 1990 ist das ganze Telliquartier zusammengewachsen. Heute ist im Telli Hochhaus ein Teil der kantonalen Verwaltung untergebracht. Mit einer modernen Infrastruktur wie z.B. Einkaufszentrum, Post, Bank, Arztpraxis, Schulen, Gemeinschaftszentrum sowie einige moderne Industrien mit vielen Arbeitsplätzen, ist die Telli heute eine Kleinstadt in der Stadt.
Gut ein Viertel der Aarauer Bevölkerung wohnen heute in der Telli und können sich immer wieder am grossartigen Naherholungsgebiet freuen, das der Aare entlang praktisch vor der Haustüre liegt.