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<h2>InitialSituation<h2><p><b>Medienmitteilung des Bundesrates vom 20.05.2020</b></p><p><b>Bundesrat beantragt 458,2 Millionen für Bundesbauten</b></p><p><b>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 die Immobilienbotschaft 2020 verabschiedet. Er beantragt darin dem Parlament Verpflichtungskredite in der Höhe von 458,2 Millionen Franken. Davon entfallen 130 Millionen Franken auf die zweite Bauetappe des Verwaltungszentrums am Guisanplatz und 153,2 Millionen Franken auf Miete und Erstausstattung des Agroscope-Laborneubaus in Posieux. Hinzu kommen 175 Millionen Franken für den Verpflichtungskredit "Weitere Immobilienvorhaben 2020". </b></p><p></p><p>Zweite Bauetappe am Guisanplatz</p><p>Auf dem ehemaligen Zeughausareal am Guisanplatz 1 in Bern entsteht in mehreren Etappen ein Verwaltungszentrum des Bundes. Die erste Etappe mit Gebäuden für die Bundesanwaltschaft (BA), das Bundesamt für Polizei (fedpol), das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) wurde von 2013 bis 2019 realisiert. Für die zweite Bauetappe beantragt der Bundesrat nun 130 Millionen Franken. Im Norden des Verwaltungszentrums entsteht in dieser zweiten Etappe bis voraussichtlich 2026 ein fünfgeschossiger Neubau. Er ist vorgesehen für den Zusammenzug von aktuell auf verschiedene Standorte verteilte Büroräumlichkeiten der Verwaltungseinheit Verteidigung.</p><p></p><p>Agroscope-Laborneubau in Posieux</p><p>Ein zweiter Verpflichtungskredit von 153,2 Millionen Franken ist für den Agroscope-Laborneubau in Posieux vorgesehen. Dieser Betrag beinhaltet den bereits beschlossenen Umzug von Liebefeld nach Posieux. Agroscope ist das Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung und ist dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) angegliedert. Der Neubau des Laborgebäudes in Posieux wird vom Kanton Freiburg finanziert, erstellt und nach Fertigstellung an die Eidgenossenschaft vermietet. Die Realisierung des Laborneubaus ist ein Kernelement zur Umsetzung der zukünftigen Standortstrategie von Agroscope, welche der Bundesrat am 8. Mai 2020 verabschiedet hat. In Zukunft soll Agroscope aus einem zentralen Forschungscampus in Posieux (FR), je einem regionalen Forschungszentrum in Changins (VD) und Reckenholz (ZH) sowie dezentralen Versuchsstationen bestehen. Der Laborneubau ermöglicht eine Konzentration der Laboraktivitäten und der Forschungstechnologie und reduziert mittel- und langfristig die Kosten für Betrieb und Unterhalt der Laborinfrastrukturen von Agroscope.</p><p>Der Verpflichtungskredit "Weitere Immobilienvorhaben 2020" von 175 Millionen Franken wird für nicht einzeln spezifizierte Vorhaben verwendet. Darunter fallen unter anderem Bauvorhaben des Bundesamts für Bauten und Logistik (BBL), die weniger als 10 Millionen Franken kosten.</p><h2>Proceedings<h2><p>SDA-Meldung</p><p><b>Debatte im Ständerat, 10.09.2020</b></p><p><b>Ständerat sagt Ja zu rund 460 Millionen Franken für Bundesbauten </b></p><p><b>Der Ständerat hat am Donnerstag einstimmig einem Kredit von 458,2 Millionen Franken für Bundesbauten zugestimmt. Der grösste Teil des Geldes wird für die zweite Bauetappe des neuen Verwaltungszentrums am Guisanplatz in Bern verwendet.</b></p><p>Dafür sind in der Immobilienbotschaft rund 130 Millionen Franken vorgesehen. Der erste Teil des Bauprojekts ist bereits abgeschlossen. In die Räumlichkeiten zogen letzten Sommer die Bundesanwaltschaft (BA), das Bundesamt für Polizei (fedpol), das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) ein. </p><p>Der Baustart für die zweite Bauetappe ist für Anfang kommenden Jahres vorgesehen. In das mehrstöckige Bürogebäude sollen voraussichtlich im Sommer 2026 Verwaltungseinheiten des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) einziehen.</p><p></p><p>Homeoffice und weniger Büroplätze</p><p>Die zweite Etappe des Baus am Guisanplatz sei absolut notwendig, sagte Finanzminister Ueli Maurer im Rat. Mit den Erfahrungen der Covid-19-Pandemie werde der Bund aber künftig nicht mehr so viele Arbeitsplätze brauchen. Homeoffice sei auch in der Bundesverwaltung angekommen. </p><p>Es brauche nicht mehr für 100 Prozent der Angestellten Arbeitsplätze, es gehe in Richtung 60 oder 70 Prozent. Ausserdem werde es künftig mehr mobile Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden des Bundes geben. Das bedeute, dass nicht mehr jede und jeder seinen eigenen Schreibtisch habe.</p><p></p><p>Agroscope-Laborneubau in Posieux</p><p>Der zweitgrösste Betrag, 153,2 Millionen Franken, sind für die Erstausstattung des Agroscope-Laborneubaus in Posieux im Kanton Freiburg vorgesehen. Dieser Betrag beinhaltet den bereits beschlossenen Umzug von Liebefeld (BE) nach Posieux. </p><p>Agroscope ist das Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung und ist dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) angegliedert. Der Neubau des Laborgebäudes in Posieux wird vom Kanton Freiburg finanziert, erstellt und nach Fertigstellung an die Eidgenossenschaft vermietet. Nach 25 Jahren kann es vom Bund übernommen werden.</p><p>Dieses Vorgehen kritisierte die Sprecherin der Finanzkommission im Rat. Es müsse die Ausnahme bleiben, dass Dritte auf Bundesboden bauten, weil damit die Schuldenbremse umgangen werde, sagte SP-Ständerätin Eva Herzog (BS). Man sehe aber ein, dass es in diesem Fall günstiger gekommen sei.</p><p></p><p>SDA-Meldung</p><p><b>Debatte im Nationalrat, 03.12.2020</b></p><p><b>Parlament spricht rund 460 Millionen Franken für Bundesbauten </b></p><p><b>Das Parlament hat 458,2 Millionen Franken für Immobilien des Bundes genehmigt. 130 Millionen Franken werden für die zweite Bauetappe des neuen Verwaltungszentrums am Guisanplatz in Bern verwendet.</b></p><p>Der Nationalrat hiess die Immobilienbotschaft am Donnerstag mit 181 zu 0 Stimmen und ohne Enthaltung gut. Der Ständerat hatte die Kredite schon in der Herbstsession einstimmig bewilligt. Die Kredite sind damit unter Dach und Fach.</p><p>Vom Verwaltungszentrum am Guisanplatz in der Bundesstadt ist der erste Teil des Bauprojekts abgeschlossen. 2019 bezogen die Bundesanwaltschaft (BA), das Bundesamt für Polizei (fedpol), das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) ihre Räume.</p><p></p><p>Zweite Bauetappe in Bern</p><p>Nun soll die zweite Etappe folgen; der Start ist gemäss Botschaft für 2021 geplant. In das fünfstöckige Bürogebäude sollen voraussichtlich im Sommer 2026 Verwaltungseinheiten des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) einziehen.</p><p>In der Finanzkommission habe die Frage der Zahl der Arbeitsplätze in Gebäuden des Bundes zu diskutieren gegeben, da auch nach der Pandemie voraussichtlich mehr Menschen im Homeoffice arbeiteten, sagte Gerhard Andrey (Grüne/FR). Der Bund müsse die Arbeit zuhause in seinen künftigen Strategien berücksichtigen.</p><p>Finanzminister Ueli Maurer verwies für die Frage auf die nächste Unterbringungsstrategie des Bundes. Im Lockdown hätten bis zu 25'000 Angestellte des Bundes zuhause gearbeitet. Künftig werde es mehr mobile Arbeitsplätze für die Angestellten des Bundes geben.</p>