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Hinter der hochpreisigen Delikatesse «Foie Gras»(Stopfleber oder Gänsestopfleber) steckt unfassbares Tierleid. Durch Zwangsfütterung werden Enten und Gänse absichtlich gequält und krank gemacht, um dieses «Luxusprodukt» herzustellen. Dreimal täglich wird ein Metallrohr in die Speiseröhre gerammt. Durch dieses Rohr wird eine Mischung aus Mais und reinem Fett verabreicht, die eine rasche Gewichtszunahme bewirken soll. Die Leber ist nicht in der Lage, diese grossen Fettmengen richtig zu verarbeiten, was zu einer abnormalen Einlagerung von Fett führt. Aufgrund dieser pathologischen Degeneration kann die Leber des Tieres bis zum 10-fachen ihrer normalen Grösse wachsen.
Was bedeutet Stopfmast für Enten und Gänse?
Dieses überdimensionierte, krankhaft veränderte Organ übt einen immensen Druck auf die Lunge und andere Organe aus. Hinzu kommen die oftmals schweren Verletzungen der Speiseröhre (verursacht durch die Zwangsfütterung mittels Rohr). Die brutale Zwangsmast äussert sich in starkem Hecheln, Atemnot, und einer zehn- bis zwanzigmal höheren Sterblichkeitsrate. Zudem sind die Tiere oft in winzig kleinen Käfigen eingepfercht. Sie haben keine Bewegungsfreiheit und können ihr elementares Bedürfnis an Wasser (deshalb auch der Begriff «Wasservögel», der Enten und Gänse einschliesst) stillen. Nicht vergessen werden sollten auch die weiblichen Eintagsküken, die in der Stopfleber-Industrie nicht gebraucht werden können und unmittelbar nach dem Schlüpfen meist geschreddert oder vergast werden.
Gesetzeslage in der Schweiz
In der Schweiz fällt die Stopfmast in die Kategorie der Tierquälerei und ist seit 1978 durch Verankerung im Tierschutzgesetz offiziell verboten. Dennoch ist der Import solcher Produkte weiterhin erlaubt. Jährlich werden so über 200 Tonnen Foie gras und mehrere hundert Tonnen Entenbrust vom Ausland importiert – das Leid der Millionen Enten und Gänse bleibt jedoch das Gleiche. Leider garantieren auch die oft hervorgebrachten Argumente «Freilandhaltung» und «von Hand gestopft» keineswegs das Tierwohl.
Vier Fakten zu Stopfmast:
Drei Wochen
dauert die Tortur
Enten werden in der Regel bis zu 15 Tage,
Gänse bis zu 21 Tage zwangsernährt.
Drei sekunden dauert eine fütterung
Durch mechanisierte Systeme können so bis zu 400 Tiere pro Stunde zwangsernährt und sukzessive krank gemacht werden.
Die FutterMenge wird
von Mal zu Mal grösser
Durch die steigende Futtermenge vergrössert sich
die Leber auf das zehnfache ihrer normalen Grösse.
Die Sterblichkeitsrate liegt bei zwei bis vier PRozent
Zum Vergleich: In der Haltung ohne Stopfmast liegt die Sterblichkeit bei etwa 0,2 Prozent.
- Konsumieren Sie keine Stopfmast-Produkte. Das bekannteste Produkt ist Foie gras, aber auch Magret de canard (Entenbrust) wird immer mittels Stopfmast hergestellt! Vorsicht zudem bei Confit (in Fett gekochtes Fleisch), Graisse (Fett) und Gésier (Magen) – auch diese Produkte stammen vielfach aus der Stopfmast. Achten Sie bei Enten – und Gänseprodukten daher genau auf die Herstellung und bevorzugen Sie stets ungestopfte Produkte.
- Gänse- und Entendaunen, die in Bettwäsche und Daunenjacken verwendet werden, stammen oft von Tieren, die gestopft und/oder lebend gerupft wurden. Orientieren Sie sich an unserem Einkaufsratgeber, damit Sie auf der sicheren Seite sind.
- Hüten Sie sich beim Geflügelkauf vor Enten oder Gänsen ohne Eingeweide! Wenn die Leber fehlt, ist es schwierig zu beweisen, dass das Tier nicht gestopft wurde. Im Zweifelsfall ist es besser, auf Geflügel zu verzichten, dessen Herkunft nicht mehr nachgewiesen werden kann.
- Wenn Sie Enten- oder Gänseprodukte kaufen, stellen Sie sicher, dass die Tiere aus einem Betrieb Freilandhaltung (z. B. Bio) ohne Stopfmast stammen. Besonders bei Enten- und Gänsefleisch aus Foie gras exportierenden Ländern wie Frankreich, Bulgarien, Ungarn und Spanien ist Vorsicht geboten.
- Klären Sie auch Familie und Freunde über die tierquälerische Stopfmast auf. Drücken Sie Ihre Abneigung gegen den Verkauf von Stopfmastprodukten in Geschäften und Restaurants aus und wenden Sie sich an den Kundendienst.
- Bringen Sie Ihre Abneigung gegen den Verkauf von Stopfmastprodukten zum Ausdruck (bei Detailhändlern, Restaurants, usw.), schreiben Sie Leserbriefe und kontaktieren Sie den Kundendienst.
- Denken Sie darüber nach, dass die konventionelle Enten- und Gänsezucht auch gegen den Tierschutz verstösst. Wie wäre es darum dieses Weihnachten mit vegetarischen oder veganen Alternativen, oder zumindest mit Biofleisch? Werfen Sie hier einen Blick auf unsere köstlichen tierfreundlichen Rezepte.