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- Die japanische Regierung ist nicht mitschuldig an der Nuklear-Katastrophe von Fukushima.
- Das hat ein Hohes Gericht in Tokio knapp zehn Jahre nach den Ereignissen in Japan entschieden.
Gemäss dem Urteil muss nur der Kernkraftwerkbetreiber Tepco die Klägerinnen und Kläger für das erlittene Leid infolge der Katastrophe entschädigen. Den Staat treffe hierbei keine direkte Schuld. Der vorsitzende Richter meinte, es könne nicht gesagt werden, dass der Staat einen riesigen Tsunami wie den, der die Fukushima-Anlage getroffen habe, hätte vorhersagen können. Die Klägerinnen und Kläger hatten umgerechnet gut 85'000 Franken pro Person gefordert.
Urteil mit Signalwirkung
Das jüngste Urteil könnte Signalwirkung haben, von den 30 anhängigen Klagen ist dies das erste eines Hohen Gerichts, dass die japanische Regierung von der Verantwortung für die Katastrophe freispricht.
Im März 2011 wurden nach einem Erdbeben und einem darauffolgenden Tsunami, im Kernkraftwerk Fukushima grosse Mengen radioaktives Material freigesetzt. Über 150'000 Menschen mussten das Gebiet verlassen.