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FRANKFURT (awp international) - Ryanair will Länder mit hohen Steuern und Gebühren an den Flughäfen künftig stärker meiden. Man werde Flugzeuge an preiswertere Standorte verlagern, um die Gewinnspanne zu erhöhen, kündigte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Dienstag in Frankfurt an. So seien in der irischen Hauptstadt Dublin 25 Euro pro abfliegenden Passagier zu zahlen, in Spanien würden Flughafengebühren dagegen teilweise ganz erstattet.
"Deutschland ist preiswerter als Dublin und liegt im Mittelfeld", sagte O'Leary. In Dublin habe das Unternehmen bereits reagiert und die Zahl der Maschinen von 20 auf 15 reduziert. Ganz zurückziehen werde sich Ryanair von Irland allerdings nicht, obwohl der irische Markt für das selbst aus Irland stammende Unternehmen nur einen sehr kleinen Teil ausmache. In Deutschland hat Ryanair mit Frankfurt-Hahn, Bremen und Weeze bei Düsseldorf derzeit drei Drehkreuze.
In Deutschland erwartet Ryanair für das Ende März auslaufende aktuelle Geschäftsjahr zehn Millionen Passagiere, in den darauf folgenden zwölf Monaten sollen es bereits elf Millionen sein. Im gesamten Konzern soll die Passagierzahl in diesen Zeiträumen von 66 auf 73 Millionen steigen. Am Flughafen Frankfurt-Hahn rechnet Ryanair mit einem Anstieg von 3,6 auf 4,0 Millionen Passagiere. Dort sollen mit Agadir und Pula in Kroatien zwei weitere und damit dann 54 Ziele angeboten werden./rg/DP/fn
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