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Über Weihnachten und Neujahr war ich mit einer Pandemie von unerhörtem Ausmass konfrontiert. Ich spreche nicht von der diesjährigen Grippe, die auch in mir ein williges Opfer gefunden hat. Ich spreche von Captain Trips, der tödlichen Supergrippe, die als Folge eines ausser Kontrolle geratenen Virenexperiments fast die ganze Menschheit ausrottet. Das übrig gebliebene Häufchen versucht zu überleben und sich gegen das personifizierte Böse zu wehren, das in der Gestalt von Stephen Kings Lieblingsdämon Randall Flagg in Erscheinung tritt.
Genau, Stephen King. Der steckt hinter dieser Geschichte, die 1978 zum ersten Mal in einer gekürzten Fassung veröffentlicht worden war. King hat sie 1995 in der ursprünglichen Version neu aufgelegt und 2012 ist bei Audible eine vollständige Lesung erschienen, wunderbar gelesen von Grover Gardner, der nicht nur eine angenehme Stimme hat, sondern auch die Figuren mit ihren Dialekten und sprachlichen Eigenheiten (M-O-O-N, that spells Tom Cullen) zum Leben erweckt.
Ich hatte so meine Skrupel, nach «11/22/63» schon wieder ein King-Werk in Angriff zu nehmen – und obendrein eines, das noch deutlich länger ist. Fast 48 Stunden lang läuft die Lesung, und auf so ein Abenteuer lässt man sich nicht leichtfertig ein. „Mittelerde à la Stephen King“ weiterlesen
Inkscape ist ein Programm für die Bearbeitung von Illustrationen und Zeichnungen. Es ist gratis, hat in der Benutzung aber einige Tücken.
Die Welt der digitalen Grafiken ist zweigespalten. Auf der einen Seite gibt es die Pixelbilder. Sie zerlegen ihr Sujet rasterförmig in einzelne Bildpunkte. Diese Methode eignet sich bestens für Fotos und fotorealistische Motive mit vielen feinen Details.
Auf der anderen Seite gibt es die Vektorgrafiken. Sie bestehen aus geometrisch konstruierten Einzelteilen: Aus Kreisen, Linien und den Bézier-Kurven.
Eine simple Aufgabe fürs Vektorbearbeitungsprogramm: In der Karte ein Land umzufärben.
Diese Kurven verdanken ihren Namen dem französischen Ingenieur Pierre Bézier, der in den 1960er-Jahren für Renault arbeitete und eine Methode erdachte, um die geschwungenen Karosseriekurven in der CAD-Software zu erfassen. Die Bézierkurven weisen Knotenpunkte auf, die den Verlauf der Kurve vorgeben. „Vektoren kostenlos zurechtbiegen“ weiterlesen
Viele der Aktivitäten, die Microsofts Betriebssystem aus Eigenregie entfaltet, werden durch die so genannten Dienste gesteuert. Als Anwender braucht man sich nicht um sie zu kümmern – es sei denn, es gibt ein Systemproblem zu lösen.
Beim Wort «Dienst» denkt man an Pflichterfüllung und Gehorsam – und an jemanden, der sich ohne Eigeninteressen für eine gemeinsame Sache einsetzt. Diese Eigenschaften zeichnen auch die so genannten Windows-Dienste aus. Das sind Programme, von denen der Benutzer im Idealfall nichts mitbekommt, die aber wichtige Funktionen für die Arbeit am Computer bereitstellen.
Einer von Hunderten von Diensten: Der Mozilla Maintenance Service hält den Firefox-Browser aktuell.
Ein Dienst ist bei Microsofts Betriebssystem Windows ein Programm, das im Hintergrund arbeitet und Funktionen bereitstellt. Anders als die so genannten Systemstartelemente, die mit der Anmeldung des Benutzers gestartet werden, laufen die Dienste ausserhalb des Benutzerkontos – ein Dienst ist somit schon aktiv, bevor der Benutzer sich eingeloggt hat. „Die Dienste, die Windows an sich selbst vollbringt“ weiterlesen
Die Bab.la-App ist ein zweisprachiges Wörterbuch für Deutsch und Englisch, das unter iOS läuft. Vom gleichen Hersteller gibt es, für Preise zwischen zwei bis vier Franken, viele weitere Sprachpaare zu kaufen.
Wörterbücher-Apps gibt es im iTunes-Store wie Sand am Meer. Ob Merriam-Webster’s, Oxford English oder der Cambridge Dictionary oder Collins, die Duden-App oder die Wörterbücher von Pons – das Angebot an Anbietern und Sprachkombinationen ist fast unüberschaubar. Auffallend ist, dass die Wörterbuch-Apps oft verhältnismässig teuer sind. Das Premium-Wörterbuch Deutsch-Englisch von Pons schlägt beispielsweise mit 55 Franken zu Buch. Dafür gibt es dann auch Fachwortschätze aus verschiedenen Bereichen, Kontextbeispiele, Hinweise zu Stilebene und Sprachgebrauch, Lautschrift und regionale Varianten. Bei dieser Fülle an Informationen ist der Preis bei intensiver Nutzung durchaus gerechtfertigt.
Links: Schon während der Suche erhält man passende Vorschläge aus beiden Sprachen. Rechts: Die protokollierte Such-Historie.
Sandboxie führt Programme in einer geschützten Umgebung aus. Das ermöglicht nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch gewisse Einsichten in die Aktivitäten der Programme.
Eine «Sandbox» ist ein Sandkasten. In der Informatik versteht man darunter eine geschützte Umgebung, in der ein Programm beliebig «sändele», aber keinen Unfug anstellen kann. Das Sicherheitskonzept von iOS, dem Betriebssystem von iPhone, iPad und iPod Touch setzt auf eine Sandbox. Eine App kann entsprechend nur in ihren eigenen Verzeichnissen Daten lesen oder speichern, nicht aber auf die Ablagen der anderen Apps zugreifen. Bei Windows ist das anders – es gibt keinen Mechanismus, der verhindern würde, dass Programm A an den Benutzerdaten von Programm B oder am Betriebssystem herumfuhrwerkt. Die Folgen sieht man immer wieder: Nach der Installation eines Gratisprogramms ist im Browser die Startseite verstellt und eine neue Symbolleiste zu bewundern – und mitunter auch das ganze Betriebssystem zunderobsi. Immerhin: Bei Windows 8 laufen die Apps in der RT-Umgebung ebenfalls in einer Sandbox – ein grosser Sicherheitsgewinn.
Über «Sandboxie Control» werden Programme im Sandkasten gestartet.
Facebook ist eine Tarnorganisation der Geheimdienste und wird von der Weltelite kontrolliert – das klingt wie das übliche haltlose Gewäsch der Verschwörungstheoretiker. Doch wenn man sich ansieht, wie sich das soziale Netzwerk finanziert und wer im Vorstand ein und aus geht, dann stellt man sich die bange Frage, ob man als Facebook-User den Falschen seine Daten anvertraut…
Für publisher.ch habe ich am Montag ein Video mit Geert de Vries geführt. Er gibt Auskunft zum Thema Print to Web. Das ist nun nicht, wie man vermuten könnte, eine Methode, Gedrucktes einfach ins Web zu bringen. Es geht vielmehr darum, die Leser von gedruckten Materialien ins Web zu lotsen – um sie dort wenn möglich gleich zum Kunden zu machen. Dafür gibt es die QR-Codes, aber auch Wasserzeichen, RFID-Chips und NFC. Und: Diese Techniken werden auch dazu eingesetzt, Produktfälschungen zu erkennen und zu bekämpfen.
TotalCommander ist ein Shareware-Programm mit einer fast zwanzigjährigen Geschichte, das wie der legendäre Norton-Commander mit einer zweigeteilten Ansicht arbeitet und viele Befehle für viele Dateioperationen integriert.
Die Dateiverwaltung bei Text-basierten Betriebssystemen wie DOS ist eine mühsame Angelegenheit. Man navigiert mit dem cd-Befehl durch die Verzeichnisstruktur, lässt sich mit dir den Inhalt eines Ordners anzeigen und platziert Dateien mit copy und move um.
Die unscheinbare Oberfläche trügt. Total Commander ist mit allen Wassern gewaschen.
Damit diese Befehle greifen, muss man den Dateinamen wissen und auch die Pfade des Quell- und des Zielordners präsent haben. Das erschien auch den Computerpionieren mitunter als umständlich, weswegen John Socha 1986 mit seinem Norton Commander für Furore sorgte. „Daten schieben wie anno Domini“ weiterlesen
Adobes kostenloses Programm für PDF-Dateien liest Texte auf Wunsch vor und hat auch einige andere Tricks auf Lager.
Sonderlich beliebt ist es nicht – Adobes Programm für PDF-Dateien. Und das, obwohl es den Adobe Reader kostenlos gibt und er den Austausch von Textdokumente massiv vereinfacht. PDF-Dateien lassen sich auf fast jedem System einsehen, lesen und drucken – egal, wie viele Schriften und Bilder sie umfassen und wie komplex sie auch formatiert sein mögen. Abweichungen bei der Formatierung und ungewollte Veränderungen des Layouts gibt es nicht. Als digitales Papier und Standardformat hat sich PDF bewährt und der Reader das Computerleben massiv vereinfacht. Seit 1993 gibt es das Programm (ursprünglich hiess es Acrobat Reader) und spätestens seit dem Aufkommen des Internets ist es nicht mehr wegzudenken.
Im Umfliessen-Modus kommt ein dynamischer Textumbruch zum Einsatz, sodass ein Dokument auch mit starker Vergrösserung bequem gelesen werden kann.
Die Kommunikation per Morse-Alphabet ist im Zeitalter des Internets obsolet – könnte man meinen. Trotzdem gibt es Dutzende von Apps, die Morsesignale erzeugen oder decodieren.
Das Internet, aber auch Mobilfunk und Satellitentelefonie haben die Kommunikationsmöglichkeiten ungemein erweitert. Sprach- oder Datenübertragungen stehen und jederzeit zur Verfügung und es gibt kaum ein Fleckchen Erde ohne Netzabdeckung oder Internetcafés in nützlicher Reichweite. Da würde man denken, dass das Morsen zu einer ausgestorbenen Form der Kommunikation gehört. Aber weit gefehlt. Genau wie der Amateurfunk hat das Morsen seine glühenden Anhänger.
Links: Die App Morse Code Translate transkribiert Texteingaben ins Morsealphabet und gibt sie per Lichtsignal oder akustisch aus. Rechts: Bei der App Learn Morse Code kann man in beide Richtungen übersetzen.