Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03455.jsonl.gz/1646

1. Geht die meiste Wärme über den Kopf verloren?
Nein. Der Kopf verliert nicht weniger Wärme als andere Körperteile. Wärme geht jeweils proportional zur Körperoberfläche verloren. Weil Kopf und Gesicht aber oft unbedeckt sind, lohnt es sich natürlich dennoch, die Mütze überzustülpen.
2. Frieren Frauen schneller als Männer?
Ja. Frauen sind anatomisch anders gebaut als Männer. Während Männer in der Regel aus 40 bis 45 Prozent Muskelmasse und etwa 15 Prozent Fettgewebe bestehen, sind es bei den Frauen üblicherweise jeweils um die 25 Prozent. Muskelmasse erzeugt durch Zittern Wärme. Bei Frauen zieht sich die Wärme eher in die Körpermitte zurück, so empfinden sie Kälte auch subjektiv schneller. Zudem ist die Haut der Frauen dünner und isoliert weniger.
3. Ist Frieren gesund?
Wenn wir vor Kälte zittern, verbrennen wir mehr Zucker im Blut und gleichzeitig entsteht «braunes Fett», das Kalorien verbrennt. Braune Fettzellen wandeln Nährstoffe wie Zucker nämlich sofort in Energie und damit Wärme um. Weisse Fettzellen speichern Energie und lassen so Fettpolster entstehen.
4. Wärmt Alkohol?
Ein Schluck Hochprozentiges, das wärmt! Falsch. Alkohol erweitert die Blutgefässe, was kurzfristig zu einem Wärmeschub führt. Die stärkere Durchblutung führt letztlich aber auch zu stärkerem Wärmeverlust. Gefährlich ist hier: Unter Alkoholeinfluss spürt man die Kälte weniger, was zu einer Unterkühlung führen kann.
5. Spendet das Zwiebelprinzip Wärme?
Ja, das tut es. Werden Kleider in mehreren Schichten übereinander getragen, wird die warme Luft zwischen den Schichten isoliert. Dabei hilft die Zwiebelstruktur am meisten, wenn das unterste Kleidungsstück geeignet gewählt wird. Es soll Schweiss wegtransportieren. Das heisst: lieber ein Polyester-Shirt als ein solches aus Baumwolle wählen.
6. Wie entsteht Gänsehaut?
Unsere Vorfahren vor Millionen von Jahren hatten ein prächtiges Fell, das schützte und wärmte. Wenn es kalt wurde, stellten sich die Haare auf, um die Schicht mit viel eingeschlossener Luft zwischen den Haaren aufzubauen. Auch heutzutage will sich der Köper mit Gänsehaut gegen den Wärmeverlust schützen. Das zentrale Nevensystem und die Haut kommunizieren dabei miteinander.
7. Hält Lachen warm?
Lachen ist nicht nur gut für die Seele, sondern hilft tatsächlich auch gegen Kälte. Wer oft lächelt, hält Kälteschmerzen fast doppelt so lange aus, wie eine Studie der Universität Zürich zeigt. Dabei soll es primär darum gehen, dass man beim Lachen schnell jegliche Kälte vergisst.