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Der Gemeinderat von Palma de Mallorca hat am Montag eine umstrittene Verordnung verabschiedet, die für mehr Ordnung und Sauberkeit am «Ballermann» sorgen soll. Unter anderem werden Saufgelage und das Tragen von Badekleidung in der Innenstadt unter Strafe gestellt.
Auch das öffentliche Urinieren und Spucken sowie «aggressives Betteln» sollen bestraft werden können. Zur Eindämmung der Strassenprostitution sollen die Freier auch von der Stadt zur Kasse gebeten werden. Vorgesehen sind Bussgelder von bis zu 400 Euro (rund 490 Franken).
Die «Verordnung für zivilisiertes Zusammenleben» wurde am späten Montagabend im Rathaus der Hauptstadt der spanischen Ferieninsel von der Mehrheitsregierung der konservativen Volkspartei (PP) angenommen. Die linke Opposition votierte geschlossen dagegen.
Die neuen, strengen Benimmregeln sollen nach einer mehrwöchigen Informationskampagne ab Juni im erweiterten Strandbereich und ab September im gesamten Stadtgebiet gelten.
Linksgerichtete Parteien klagen, dass die Kommunalregierung mit den neuen Benimmregeln nicht nur das unzivilisierte Verhalten vieler Touristen reduzieren möchte, sondern auch und vor allem «die Schwachen der Gesellschaft» wie Prostituierte, Obdachlose und auch Strassenkünstler ins Visier nimmt. Zudem könne die neue Verordnung zur Unterdrückung von Demonstrationen missbraucht werden, heisst es. (sda/dpa)