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Da rTMS direkt auf das „kranke“ neuronale Netzwerk wirkt, ist rTMS nebenwirkungsarm. Im Gegensatz stehen pharmakologischen Behandlungen, welche nicht nur die Krankheit, sondern möglicherweise auch auf andere Systeme (Nieren-, Hormon-, Kreislauf) Wirkungen ausüben. Dies erklärt die relativ geringe Zahl von Nebenwirkungen von rTMS im Vergleich zu anderen Behandlungen und wird demzufolge von den Patienten gut toleriert.
Die Nebenwirkungen, über die am häufigsten berichtet wird, sind:
- Kopfschmerzen in geringer Intensität in 10-20% der Fälle. Diese Schmerzen verschwinden mit leichten Analgetika wie Paracetamol und können auch Kopfschmerzen während der Sitzung lindern. Vergessen Sie nicht, genügend zu trinken nach den Sitzungen.
- Leichte Benommenheit und/oder Müdigkeit nach den Sitzungen (warten Sie mindestens 15 Minuten vor Antritt einer Autofahrt).
- Gehörschaden (Ihr Arzt wird Sie mit Ohrstöpseln versorgen falls nötig).
- Krampfanfälle (in 0.01 bis 0.1% aller Fällen – niedriger als die Rate von 0,1 bis 0,6% bei der Einnahme von Antidepressiva).
Da die Magnetfelder auf das Gehirn wirken, gibt es einige Kontraindikationen:
- Die einzige absolute Kontraindikation der Magnetstimulation ist das Vorhandensein von ferromagnetischen Material (z. B. Cochlea-Implantate). Wenn sich dieses Material oder Implantate (bspw. Shunts, Clips, Schrapnell oder DBS-Systeme – Deep Brain Stimulation) in einem engem Kontakt mit der Spule (weniger als 10 cm) befinden, besteht die Gefahr einer Verschiebung oder Erhitzung des Implantates sowie einer Funktionsstörung. Wenn diese Geräte mit der MRT kompatibel sind, sind sie es auch für rTMS. Derzeit sind viele Implantate nicht ferromagnetisch.
- Relative Kontraindikationen (Behandlung unter bestimmten Bedingungen möglich, sprechen Sie mit Ihrem Arzt):
- Herzschrittmacher und implantierte Pumpen, vor allem wenn sie eine Messfunktion wie Defibrillatoren haben
- Schwangerschaft – es wurden bisher keine Studien an schwangeren Frauen durchgeführt
- Kinder unter 18 Jahren
- Hörprobleme
- Status nach Kopfverletzung mit Bewusstseinsverlust
- Vorhandensein einer Epilepsie (unbehandelt oder schlecht eingestellt)
- Fokale Hirnverletzungen, bei denen die Ursache keine Rolle spielt (vasculär, Trauma, Tumor oder Infektion)
- Einnahme oder Entzug von Drogen oder Substanzen beeinflussen die Krampfschwelle, Schlafmangel, Jetlag. Der Missbrauch von Alkohol oder die Einnahme von Medikamenten kurz vor der Behandlung beeinflussen das Risiko epileptischer Anfälle.
Um die oben beschriebenen Nebenwirkungen zu verringern oder zu vermeiden wird der behandelnde Arzt gewissenhaft alle Sicherheitshinweise von der International Federation of Clinical Neurophysiologie einhalten.
Achten Sie darauf, jedes elektromagnetische Gerät mehr als 10 cm von der Spule (Handys, Kreditkarten, etc.) wegzuhalten, da sie sonst beschädigt werden könnten.