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Jacky – die alte Dame
Würde man der Schimpansin ein Kaffeetässchen in die Hand geben, sie würde wahrscheinlich mit dem Löffel darin rühren und ihre Umgebung beobachten, genau wie die älteren, eleganten Damen im Kaffee-Haus. Die 45-Jährige ist das ranghöchste Weibchen in der Gruppe und eine Geniesserin. Sie scheint immer alles im Griff zu haben. Meist sitzt sie etwas erhöht, damit sie die ganze Familie im Auge behalten kann.
Eros – der Chef
Hin und wieder muss Eros einfach imponieren, schreien und lärmen: Das 50-jährige Alpha-Männchen darf keine Schwäche zeigen! Dabei ist Eros mittlerweile ein alter Herr. Die Arthrose schmerzt so stark, dass er seine Beine fast nicht mehr benutzt. Er erinnert an einen Spitzenathleten, der in die Jahre gekommen ist. Man ahnt, wie definiert und muskulös sein Körper einmal war. Eros ist de ehemalige Chef der Gruppe und Vater aller Gruppenmitglieder ausser von Jacky.
Zamana – die Lustige
Auch wenn sie hin und wieder versucht, einen Tierpfleger anzuspucken: Zamana ist eine sympathische Erscheinung und ihr Aussehen entlockt ein Schmunzeln. Sie trägt Zorro-Maske und einen Mittelscheitel! Mit ihren zehn Jahren ist Zamana die jüngste Schimpansen-Dame in der Zolli-Gruppe und definitiv noch etwas verspielter, als die älteren Frauen. Zamana liebt es, an der frischen Luft zu sein.
Benga – die Launische
Weibliche Tierpflegerinnen haben es bei Benga schwer. Sie wurde vor über 30 Jahren von Hand aufgezogen und zwar von Männer-Hand. Frauen scheinen ihr deshalb suspekt zu sein. Sie mag sie nicht und zeigt das auch, indem sie mit Kot wirft oder spuckt. Durch den frühen Tod ihrer Mutter hat Benga nie erfahren, wie sich eine Schimpansen-Mutter verhält. Trotzdem ist sie eine sehr beschützende Mama geworden.
Garissa – das kleine Mädchen
Sie ist die Jüngste im Schimpansen-Gehege. Ein zierliches, kleines Affenmädchen. Oft spielt sie mit dem Affenjungen Fahamu, wobei sie klar die Unterlegene ist. Garissa wird von ihrer Mutter Benga wohlbehütet. Da Benga das rangniedrigste Weibchen ist, will sie auf keinen Fall Aufsehen erregen. Für ihr Töchterchen Garissa bedeutet das, dass auch sie sich möglichst unauffällig verhalten muss. Schreit sie einmal, wird sie von der Mutter rasch beruhigt.
Quamisha – die Unscheinbare
Die 20-jährigen Quamisha drängt sich nie auf. Meist bleibt sie im Hintergrund und ist dementsprechend unscheinbar. Ihren Sohn, Colebe, verwöhnt sie dafür nach Strich und Faden. Eigentlich müsste er schon längst selbständig sein, doch Quamisha trägt ihren Jungen nach wie vor hie und da durch die Gegend, gibt ihm von ihrem Fressen ab und beschützt ihn, als wäre er noch immer ein Baby.
Colebe – der Frechdachs
Wie ein richtiger Teenager lotet der halbstarke Schimpanse Colebe immer wieder seine Grenzen aus. Doch er ist ein lustiger Geselle, dem der Schalk im Nacken sitzt. Für sein Alter ist er eigentlich zu klein. Aber, um mit den Kleinsten zu spielen, ist er schon zu stark. Gleichzeitig ist er zu jung, um es mit den Grossen aufzunehmen. Er hat deshalb seine eigene Strategie entwickelt: Einfach alle nach Lust und Laune ein wenig ärgern! So wird es im Affenkäfig wenigstens nie langweilig.
Xindra – die graue Eminenz
Die 37-jährige Schimpansin ist – genau wie Quamisha – sehr unauffällig und hält sich meist im Hintergrund. Doch in der Gruppe hat Xindra einen hohen Stellenwert. Nach Jacky ist sie das ranghöchste Weibchen. Sie hat eine sehr ruhige und ausgeglichene Art und ist immer leicht an ihrer grauen Rückenpartie zu erkennen. Mit diesem Erscheinungsbild unterstreicht sie ihre Rolle in der Gruppe als graue Eminenz umso mehr.
Fahamu – der Neugierige
Auch wenn er noch klein ist und niedlich aussieht: Fahamu hat Kraft für drei. Das vierjährige Affen-Kleinkind ist sehr verspielt und «gwundrig». Aber auch schüchtern. Er wagt sich weit vor, rennt dann allerdings gern auch wieder weg, erschrocken über seinen eigenen Mut. Sehr aufmerksam ist Fahamu, wenn Colebe in der Nähe ist. Schliesslich könnte ihn der Grössere ja irgendwie plagen.