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Am 9. Juni 2015 verstarb der bekannte deutsche Bandleader James Last in seiner Wahlheimat Florida. Hans Last, wie James Last mit bürgerlichem Name hiess, nahm in seiner Karriere über 120 verschiedene Platten auf; teilweise bis zu zehn Platten pro Jahr.
Damit verdiente er und auch seine Plattenfirma Polydor Records in den 70er-Jahren Millionen, denn jede seiner Platten verkaufte sich in den ersten beiden Monaten nach dem Release über 250'000 mal. Kein Wunder also, dass heute Lasts Platten die Flohmärkte und Brockenhäuser überschwemmen.
Sein funkigstes Geheimnis: Die LP «Well Kept Secret»
James Last hatte zwar in Deutschland und Europa grossen Erfolg, doch blieb ihm dieser in den USA verwehrt. Deshalb entschied sich Lasts Plattenlabel Polydor Records ihn nach Los Angeles zu schicken, um dort eine Platte aufzunehmen, die schliesslich auch den Durchbruch in den USA bringen sollte.
Der Erfolg blieb aus, aber die LP «Well Kept Secret», aufgenommen 1975 mit den besten Jazz-Musikern, die an der amerikanischen Westküste aufzutreiben waren (darunter zB. auch der Saxophonist Tom Scott), ist für Rare Groove und Funk-DJs Lasts beste Platte überhaupt.
«Well Kept Secret» ist gespickt mit funkigen Orchester-Arrangements in bester Blaxploitation-Manier. Tracks wie «Jubilation», «Love For Sale» oder Lasts funky Coverversion des Klassik-Stücks «Bolero» des französischen Komponisten Maurice Ravel werden von DJs an Parties aufgelegt.