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Antwort auf Rezension von E. Taverna zum Manifest von René Bloch «Destruktionstrieb und Transzendenz»
E. Taverna hat eine Rezension zum Buch von René Bloch verfasst, das von dessen Verleger als ein Manifest bezeichnet wird. In der Würdigung des Buches durch Taverna werden gewisse zentrale Gedanken des Autors nicht bearbeitet, so dass ich der wichtigen Rezension von Taverna meine eigene Erkenntnis über das Buch zur Seite stellen möchte.
Das im Verlag Königshausen & Neumann, 2017, erschienene Buch wird als ein Wegweiser für die Zukunft der Menschheit angesehen. Vielleicht ist eine solche Beschreibung unbescheiden, aber sicher diskutabel.
Zahlreich sind die bedeutenden Forscher, welche vor allem seit der Mitte des 20. Jahrhunderts auf die Gefahren aufmerksam gemacht haben, mit denen die Menschheit konfrontiert wird. Die Zerstörung der Gleichgewichte in der natürlichen Umwelt des Menschen durch den Raubbau an den natürlichen Ressourcen und die Entwicklung immer perfekterer Massenvernichtungsmittel führen den Menschen in eine Gefahr der Autodestruktion. Bloch möchte wissen, weshalb diesen Fragen keine effizienten Antworten und Taten gefolgt sind.
Die Unfähigkeit, gegen die existentiellen Bedrohungen anzugehen, zu erklären ist das Anliegen von Bloch. Ein neues Denken und eine neue Spiritualität sind notwendig, um den selbstzerstörerischen Tendenzen des Menschen Einhalt zu gebieten. Der Mensch muss sich aus traditionellen religiösen und kulturellen Vorurteilen lösen, um das Leben auf dem Planeten und seiner selbst zu bewahren.
Der Mensch leidet an einer Überschätzung seiner Fähigkeiten, auf sein Dasein und die Entwicklung der Natur einzuwirken, von welcher er bestimmt wird. Durch eine neue unterwürfige Einstellung zur Schöpfung und die Anerkennung seiner Rolle in derselben kann es ihm gelingen, die Autodestruktion aufzuhalten. Eine neue Religiosität gewinnt der Mensch von der Abkehr von den traditionellen Religionen zugunsten von Ehrfurcht und von Respekt gegenüber der natürlichen Ordnung des Kosmos und der Natur, aus welcher er selbst entstanden ist.
Die Unfähigkeit der Menschheit, die regressiven Tendenzen zu beherrschen, d.h. die Natur zu schonen und die technische Entwicklung nicht für zerstörerische Waffensysteme zu missbrauchen, hat aber auch einen anderen Grund, der sich nur relativ schwer beeinflussen lässt. Der Kosmos und gewisse seiner Teilsysteme sind an einem Punkt angelangt, an welchem eine natürliche Umkehr stattfindet, entsprechend dem Gesetz von Werden und Vergehen. Indem die Materie durch unzählige Evolutionsschritte die Erzeugung von Bewusstheit erreicht hat, ist dem Kosmos seine Existenz gegeben worden. Die zunehmende Komplexität der evolutiven Errungenschaften und die Akzeleration, mit welcher diese erscheinen, lässt den Rückschluss auf die Erreichung eines Endpunktes in der Entwicklung zu, an welchem entsprechend den Gesetzen der Entropie eine Regression eingeleitet wird. Der Mensch kann bedingt auf diese Rückwärtsentwicklung Einfluss nehmen, insofern er imstande ist, seine wahre Stellung innerhalb der Schöpfung zu erkennen. Die Erkenntnis der wahren Stellung des Menschen im Kosmos und dessen Einbindung in dessen Entwicklung kann zur Rückgewinnung des richtigen Masses und zu einer Quelle der Hoffnung werden.
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