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Seit 1979, als Markus Gassner in Grabs Schularzt wurde, sammelt der heute 67jährige Blutproben von Jugendlichen. Über die Jahre sind 2000 Proben zusammen gekommen. Er liess sie alle auf bekannte Allergie-Auslöser wie Gras, Birke oder Hausstaubmilben testen. Anhand der Proben konnte er in den 80er Jahren nachweisen, dass Bauernkinder deutlich seltener Heuschnupfen entwickeln als andere Kinder.
Die Arbeit zu seiner neusten Entdeckung geht auf pure Neugierde zurück. Gassner testete einen neuen Allergietest bei seinen gesammelten Blutproben. Er entdeckte dabei, dass bei den neueren Proben Hinweise auf Erlen-Allergien auftraten, bei den älteren Proben jedoch nicht.
Die Vegetation in der Region hatte sich allerdings nicht grundsätzlich verändert. «Aber», sagt Gassner, «an der Buchser Bahnhofstrasse waren Ende der 90er Jahre 100 Purpur-Erlen gepflanzt worden». Aufgrund ihrer kaukasischen Vorfahren ist diese Erlen-Art sehr unempfindlich gegenüber Kälte und blüht mitten im Winter.
Internationale Beachtung
Gassner konnte damit auch nachweisen, woher die weihnachtlichen Heuschnupfen-Beschwerden einiger Patienten in seiner Praxis kamen. Das renommierte «New England Journal of Medicine» publizierte die Entdeckung, inklusive Darstellung der Buchser Bahnhofsstrasse mit dem Schulweg der getesteten Kinder.
«Die Veröffentlichung freut mich sehr», sagt Gassner, «auch wenn die Grafiker des Journals die Buchser Bahnhofstrasse geographisch nicht ganz korrekt dargestellt haben».