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«Für mich ist das Erstaunlichste der Nachweis, dass ein menschlicher Umwelteinfluss - das Ozonloch - den Grossteil der Antarktis vor der globalen Erwärmung geschützt hat», erklärte John Turner vom British Antarctic Survey.
Der Ausschuss für Antarktisforschung des «Scientific Committee on Antarctic Research» hat Ende November 2009 die Studie «Antarctic Climate Change and the Environment» veröffentlicht. Den Autoren zufolge handelt es sich um den ersten umfassenden Bericht über den Stand des Klimas in der Antarktis und seine Beziehung zum globalen Klimasystem. Mehr als 100 führenden Wissenschaftlern aus 13 Ländern haben zu diesem Bericht beigetragen.
Begründet wird dies laut dem an der Studie beteiligten Alfred Wegener Institut mit: «einer verstärkten Luftmassenströmung um die Antarktis herum». Diese habe «die treibhausgasbedingte Erwärmung mehr als kompensiert, so dass es netto zu der beobachteten Abkühlung kommt».
Während in der Westantarktis die Eisfläche stark schrumpft messen die Wissenschaftler in anderen Teilen des Kontinentes wegen des Ozonlocheffekts eine stetige Abkühlung. Die erwartete Erholung des Ozonlochs bis etwa 2070 könne zu einer «Umkehr des Abkühlungstrends in der Antarktis» führen. Bis 2100 werde es auch am Südpol wärmer.
Schmelzendes Eis kann bis Ende des Jahrhunderts zu einem Anschwellen der Meeresspiegel von bis zu 1,4 Metern führen. Zudem droht die Temperatur am Südpol in diesem Zeitraum um bis zu drei Grad Celsius zu steigen. Nicht ohne Folgen auf das Ökosystem der Region: Die Zahl der Pinguine gehe zurück und Muscheltiere seien bedroht.
Nicht gerade erfreuliche Prognosen für die Zukunft.
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