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Endo Anaconda ist Schriftsteller und einer der bekanntesten Singer-Songwriter der Schweiz. 1989 gründete er die Berner Mundartband Stiller Has.
Hier ein Ausschnitt aus dem Interview mit Endo Anaconda im Buch von Christian Müller und Daniel Straub: Die Befreiung der Schweiz, Limmat-Verlag 2012.
Was würde diesen Land gut tun?
Endo Anaconda: Das Problem unserer Gesellschaft ist, dass die Leute nicht kapieren wollen, dass sie sterben müssen. Durch die Anhäufung von Geld möchten die Menschen ihre physische Existenz in einen Hedge Fund transformieren. Vielleicht wollen sie dadurch ewig leben.
Im Hinduismus geben die Gläubigen mit fünzig Jahren ihr Geschäft ab, um sich darauf zu konzentrieren, dem Shiwa zu huldigen und das Leben zu geniessen. Sie haben dann nichts mehr zu tun mit der materiellen Welt. Diese Kultur fehlt bei uns. Hier tun alle so, als würden sie ewig leben und als wäre Geld ein wirklicher Wert. Was es ja nicht ist.
Geld ist aber auch ein praktisches Mittel, um das Zusammenleben zu organisieren.
Das Geld soll im Wirtschaftskreislauf bleiben und nicht für irgendwelche Spekulationen verzockt werden. Wenn alle jeden Monat bedingungslos ein paar Tausend Franken bekommen, könnte das ein Schritt sein hin zu einer Gesellschaft, die das Geld nicht braucht. Das Grundeinkommen macht das Geld etwas weniger wichtig und die Leute freier.“