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Der Alfa Romeo 75 wurde im Mai 1985 eingeführt und war das letzte unabhängige Modell vor der Übernahme von Alfa Romeo durch Fiat. Die Namensgebung der Limousine war eine Anlehnung an das 75-jährige Jubiläum der Produktion von Alfa Fahrzeugen.
Für die Karosserie hatte man sich, unter der Federführung von Ermanno Cressoni, für ein betont keilförmiges und kantiges Aussehen entschieden und man wollte damit die Sportler unter den Fans der Marke begeistern. So standen schon früh fünf verschiedene Motorisierungen zur Auswahl wobei die Palette vom 1.6-Liter Vierzylinder bis zum 2.5 Liter Sechsylinder reichten und je nach Land auch einen drehfreudigen 2.0 Liter Turbodiesel offerierte welcher zu den stärksten seiner Zeit zählte.
Wegweisend war auch die eingesetzte Doppelzündung die Alfa Romeo 1987, aus dem Rennsport kommend, erstmals in einer Gross-Serie eingesetzt wurde. So sorgten z.B. beim 2-Liter Vierzylinder der Baureihe zwei Zündkerzen (Twin Spark) pro Zylinder für eine optimierte Verbrennung und geringeren Verbrauch mit zeitgleicher Leistungssteigerung.
Als neue Topversion kam 1987 der Alfa Romeo 75 V6 3.0 auf den Markt bei welchem nun alle Kunstoffteile in Wagenfarbe lackiert waren. Das besonders sportliche Kleid zeigt sich im Vergleich zu den urprünglichen Modellen äusserlich in einem geänderten Frontspoiler, Windabweisern an den vorderen Seitenscheiben, tief heruntergezogenen Seitenschwellern, an der Heckschürze, Kotflügelverbreiterungen sowie an der Gummilippe auf der Kofferraumkante. Leistungsmässig machten die Dreiliter-Modelle einen weiteren Schritt nach vorne und produzierten gut 20% mehr Leistung als der 2.5 V6 oder die Turbo-Versionen. Die Bildergalerie zeigt einen solchen, dezent modifizierten Alfa Romeo V6 3.0 aus dem Jahre 1990.
Mit dem Auslaufen der Produktion 1992 war der Alfa Romeo 75 vorläufig das letzte Fahrzeug welches in Gross-Serie mit der Transaxle-Technologie gebaut wurde. Die Bezeichung Transaxle ist eine Wortkombination aus dem Englischen (Transmission = Getriebe und axle = Achse) und repräsentiert eine Antriebsform bei welcher der Motor vorne im Fahrzeug und das Getriebe jedoch auf der Hinterachse sitzt. Die Transaxle-Technologie erlaubt eine ausgewogenere Gewichtsverteilung auf Hinter- und Vorderachse was dem Fahrzeughandling zuträglich ist. Eingeführt mit dem Alfa Romeo Alfetta 1972 hat dieses technisch aufwändige Konzept über 20 Jahre den Limousinen aus Mailand zu einem ganz eigenen Charakter verholfen.
Insgesamt wurden vom Alfa Romeo 75 rund 387’000 Einheiten produziert wobei nur knapp 7’000 Wagen mit dem 3-Liter V6 Motor ausgeliefert wurden.
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Interessenten am hier illustrierten Alfa Romeo 75 V6 3.0 dürfen sich gerne über untenstehendes Formular melden.
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