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Monsterfilm
Japan 1965
Alternative Titel Daikaiju Gamera; Gamera - The Giant Monster;
Giant Monster Gamera; Gammera the Invincible; 大怪獣ガメラ
Regie Noriaki Yuasa
Drehbuch Nisan Takahashi
Darsteller Eiji Funakoshi, Junichiro Yamashiko, Harumi Kiritachi, Yoshiro Uchida
Länge 78 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 6
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|.||.|
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Text Marco, molodezhnaja 5.6.10
© Bilder Daiei, Screenshots molodezhnaja
STORY
Amerikanische Jagdflugzeuge schiessen über der Arktis auf eine Staffel unidentifizierter Bomber. Einer stürzt ab und eine geladene Atombombe explodiert. Diese Detonation setzt das Monster Gamera frei, das Jahrtausende im Eis eingefroren war. Gamera, eine riesige, feuerspuckende und radioaktive Schildkröte, marschiert Richtung Japan und macht sich daran, die Infrastruktur zu zerstören. Die japanische Armee findet keinen Weg, die Bestie aufzuhalten. Selbst Dr. Hidaka (Eiji Funakoshi) hat keine Lösung parat.
REVIEW
Das Studio Toho hatte mit dem Grosserfolg seines Godzilla und den zahllosen Fortsetzungen oder Ablegern beinahe das Monopol im Kaiju-Kino, also den japanischen Monsterfilme. Andere Studios versuchten immerhin, sich einen Stück vom Kuchen abschneiden, meist aber mit weniger Erfolg - so etwa Shochiku mit The X from Outer Space (1967), Nikkatsu mit Gappa (1967) oder eben Daiei mit "Gamera" (1965). Letzterer war einer der wenigen, der einen ähnlich nachhaltigen Erfolg vorweisen konnte wie die "Godzilla"-Reihe.
So entstanden unter der Regie von Noriaki Yuasa (1934-2004) sieben der ursprünglich acht Folgen, später feierte "Gamera", wie sein grosses Vorbild, mehrere Revivals und Neustarts. Qualitativ hinkte die Serie den "Godzilla"-Filmen hinterher, sieht man vielleicht von "Gamera, Guardian of the Universe" (1995) ab, doch sie bot stets solide Kaiju-Unterhaltung. Das trifft auch auf den allerersten Beitrag zu, der aus Budget-Gründen noch in Schwarzweiss gedreht wurde. Gerade dies hilft ihm aus heutiger Sicht jedoch, denn der monochrome Look kaschiert ein paar Trickschwächen und sorgt dafür, dass das Monster etwas unheimlicher wirkt.
Ansonsten aber Kaiju-Routine wie gewohnt: Ein Monster, viel Zerstörung, eine Atomexplosion als Auslöser, ahnungslose Militärs, überforderte Wissenschafter, schlechte englischsprachige Nebendarstellern. Und sogar ein nerviger Balg ist mit von der Partie, wenngleich noch etwas weniger aktiv involviert in den Plot als es bei späteren "Gamera"-Folgen der Fall war. Ein winzig kleiner Unterschied zu den Toho-Monsterfilmen: Gamera attackiert mal eine ganze Gruppe von Menschen, die flüchten, und heizt sie mit seinem Feuerstrahl ins Jenseits. Schade gibts von dieser bösen Seite der Kreatur nicht mehr zu sehen. In späteren Filmen wandelte er sich sogar zum Kinderfreund.
Inszeniert ist das Zerstörungsspektakel routiniert, aber wenig einfallsreich. Die Schwarzweissbilder, solide Tricks und einigermassen talentierte Akteure sorgen dafür, dass zumindest die japanische Originalfassung etwas Qualität vorweisen kann. Toll etwa eine apokalyptische Sequenz, in der Gamera inmitten eines Öllagers aus dem Meer steigt. Weniger gelungen manche Spielzeug-Effekte, wie etwa Mini-Schiffchen oder Mini-Kriegsgerät. Die amerikanischen Versionen, die teilweise selbstproduzierte Szenen dazufügten, machten den Film indes eher lächerlich, was ihm unehrenvolle Auftritte in Satire-Shows einbrockte. Die Originalfassung nimmt sich ernster und funktioniert so auch gar nicht schlecht - sieht man mal von den riesigen Logiklöchern und Glaubwürdigkeitsdefiziten ab. It's a monster movie.
An das Spektakel von "Godzilla" kommt "Gamera" nicht wirklich heran - dazu ist er streckenweise zu öde und es mangelt an spannenden Figuren. Auch der kleine Toshio ist eine ziemliche Nervensäge, zumal er selbst während der grössten Zerstörungsorgien Gameras noch lautstark darauf pocht, dass das Vieh eigentlich ganz lieb sei. Das Monster selbst kommt in Schwarzweiss aber nicht schlecht und man mag dem grossen Reptil gönnen, dass es noch ein paar Fortsetzungen drehen durfte. Kaiju-Fans jedenfalls werden hier mit dem bedient, das sie mögen. Und selbst jene, die mit Monstertrash nicht viel anfangen können, werden einmal schmunzeln, wenn der nicht ganz fehlerfreie Zeitungstext der Süddeutschen eingeblendet wird: "Gamela erawacht durch die Atom Bombe wieder zum Leben".
Besprochene Gamera-Filme:
Gamera (1965)
Gamera vs. Barugon (1966)
Gamera vs. Gyaos (1967)
Gamera vs. Viras (1968)
Gamera vs. Guiron (1969)
Gamera vs. Jiger (1970)
MEINE
DVD
USA, Code 1, NTSC
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Japanisch 2.0 mit englischen Untertiteln.
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HKFlix (Liefert aus USA)
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imdb.com
SCREENSHOTS
Screenshots der DVD mit TotalMedia Theatre 3, verkleinert und leicht geschärft mit CorelPaint
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