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Der Mann, der Wüsten in Afrika «besiegt»
Tony Rinaudo, ein Agrarexperte, versuchte vor 39 Jahren im Rahmen eines Missionsprojektes im Niger Bäume zu pflanzen. Trotz enormen zeitlichen und finanziellen Einsatzes scheiterten seine Bemühungen. Da geschah ein Wunder. Er entdeckte riesige „unterirdische Wälder“. Er stellte fest, dass grüne Pflanzen am Strassenrand, die er für nutzloses „Kraut“ gehalten hatte, Triebe von scheinbar „toten“ Bäumen waren. An der Oberfläche sah man kaum etwas, aber das Wurzelwerk lebte unter dem Sand der Sahara weiter.
Richtig beschnitten wuchsen gewisse Triebe im atemberaubenden Tempo. Bereits nach drei Jahren wurden aus kümmerlichen Stämmchen fünf Meter hohe Bäume. Nicht alle Arten entwickelten sich so rasch, aber wenn man die Triebe vor den Tieren schützte und sie richtig beschnitt, brachte man auch sie zum Wachsen.
Die ersten Erfolge gelangen dem „Superman“, wie er auf einer Webseite von World Vision genannt wird, in der Halbwüste. Bis heute wuchsen im Niger auf einer Fläche von 50.000 km² Land über 200 Millionen Bäume.
Auch in lebensfeindlicheren Landschaften brachte die Methode von Tony Rinaudo Erfolg. Bis jetzt wird die Methode FMNR (Farmer Managed Natural Regeneration) in 24 afrikanischen Staaten angewandt.