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In filigraner, stark vereinfachter Gestalt ist ein Mann zu erkennen, der mit Zipfelmütze und wehendem Segel auf einem Sockel stehend über den Thunersee hinausblickt. Mit der Bronzeplastik referiert der Winterthurer Künstler Robert Lienhard auf die Geschichte der mythologischen Gestalt Odysseus aus Homers Epos Odyssee. Der Protagonist erlebte während seiner Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg eine jahrelange, abenteuerliche Irrfahrt auf hoher See. Auch die Plastik bestritt einen weiten Weg bis ans Thuner Seeufer: Im Zusammenhang mit einem Kunst-und-Bau-Wettbewerb für die Kantonsschule Zürcher Oberland in Wetzikon entworfen, wurde der Urheber zwar zum Sieger erkoren, doch die Zürcher Kantonsregierung liess sich davon nicht begeistern und bezeichnete die Figur als zu modern. Seit 1960 steht die Plastik als Leihgabe der Eidgenossenschaft in Thun. Sie ist eine von vielen Werken Lienhards aus den 1950er-Jahren, bei denen die Wirkung von gebogenen und bewegten Figuren mit reduziertem Volumen im Fokus steht.
Katrin Sperry
Ein Mann blickt auf den Thuner-see.
Er steht auf einem Boot
und ist mit Segeln verbunden.
Das Wasser passt zum Titel:
Odysseus.
Es gibt eine Geschichte zu Odysseus.
Er kämpfte im Krieg.
Nachher irrte er 10 Jahre auf dem Meer herum
bevor er zu seiner Frau heimkehrte.
Er bestand viele Abenteuer mit schlauen Ideen.