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Typ-2-Diabetes: Mittelmeerdiät zögert blutzuckersenkende Therapie hinaus
Esposito und Kollegen verglichen die Mittelmeerdiät mit einer fettarmen Diät hinsichtlich der Notwendigkeit einer blutzuckersenkenden Therapie bei übergewichtigen Personen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes.
An der randomisierten Studie nahmen 215 übergewichtige Personen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes teil, die nie zuvor mit Blutzuckersenkern behandelt wurden und die einen HbA1c unter 11% aufwiesen. 108 Teilnehmer wurden auf Mittelmeerdiät mit einem Kohlehydratanteil < 50% des täglichen Kalorienbedarfs gesetzt, 107 Teilnehmer auf eine fettarme Diät mit einem Fettanteil < 30% des täglichen Kalorienbedarfs. Den Teilnehmern und Untersuchern war die jeweilige Diät bekannt; den Ermittlern des primären Endpunktes war sie unbekannt. Primärer Endpunkt war die Notwendigkeit einer medikamentösen blutzuckersenkenden Therapie (HbA1c über 7%). Sekundäre Endpunkte waren Gewichtsänderung, Blutzuckerkontrolle und koronare Risikofaktoren.
Nach 4 Jahren waren 44% in der Gruppe mit Mittelmeerdiät und 70% in der Gruppe mit fettarmer Diät auf eine blutzuckersenkende Therapie angewiesen (p<0.001). Mit der Mittelmeerdiät hatten die Teilnehmer ausserdem mehr abgenommen und ihre Cholesterin- und Blutzuckerwerte waren stärker gesunken als in der Gruppe mit fettarmer Diät.
Konklusion der Autoren: Mit der Mittelmeerdiät lässt sich verglichen mit einer fettarmen Diät der Beginn einer blutzuckersenkenden Therapie bei neu diagnostizierten Typ-2-Diabetikern hinauszögern. Dazu kommen positive Auswirkungen auf koronare Risikofaktoren und Blutzuckerkontrolle.
Link zur Studie
Ann Intern Med 2009;151:306-314 - Esposito K et al.
11.09.2009 - gem