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Das Buch Josua ist eine theologische Deutung der Geschichte Israels: Josua bedeutet «JHWH ist Rettung». Und zwar, indem er dem Volk nach der Befreiung aus Ägypten zur neuen Heimat verhilft. Dazu erzählt das Buch Legenden über die gottgeführte Eroberung des Landes unter Josua, dem Nachfolger des Moses. Tatsächlich hat sich die Entstehung Israels dagegen friedlich abgespielt. Wesentliche Buchteile sind vom 8. – 5. Jh. entstanden, als Teile des Landes an Grossmächte verlorengingen oder das Volk ins Exil musste. Josua erzählt also eine Gegen-Geschichte, die die Bindung an JHWH und das Land in Krisenzeiten stärken soll. Das Wissen darum hilft, die problematische Darstellung von Gott als gnadenlosem Kriegsherrn einzuordnen. Die Erzählung von den Gibeoniten (Kap. 9) zeigt, dass dies schon damals kontrovers diskutiert wurde.