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Tausendsassa Progesteron
Östrogen
ist das bekannteste weibliche Hormon. Östrogene sind für den Eisprung verantwortlich, sie bereiten die Gebärmutter durch das Wachstum der Schleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vor. In der Pubertät bewirken sie die Ausbildung der typischen weiblichen Geschlechtsmerkmale: Brüste, hohe Stimme sowie weibliches Behaarungs- und Fettverteilungsmuster. Östrogene stimulieren die Knochenreifung, senken den Cholesterinspiegel und führen zu vermehrter Wassereinlagerung im Gewebe.
Auf der Steuerungsebene macht Östrogen formbar und gefügig. Es ist das Hormon der Selbstaufgabe, des Selbstvergessens. Lesen Sie hierzu meinen Beitrag über den Homöopathischen Einsatz!)
Östrogendominanz eine Zivilisationskrankheit
Frauen wie Männer, leiden tendenziell unter einem Östrogenüberschuß (Östrogendominanz) und einem relativen Progesteronmangel. Östrogenwirksame Umweltgifte in Pestiziden, Insektiziden und Kunststoffen, der trotz Verbots immer wieder festgestellte Einsatz des Östrogens in der Fleischmast, aber auch eine Belastung des Grundwassers mit Östrogen durch die weite Verbreitung der „Pille“ sind hierfür verantwortlich zu machen. Durch biologische Ernährung und die Einschränkung des Fleischkonsums kann ein Teil der Belastung vermindert werden.
Progesteron
ist im Körper der natürliche Gegenspieler zum Östrogen. Das schwangerschaftserhaltende Hormon wird erst nach dem Eisprung (ca. am 14. Tag nach Beginn der Menstruation) vom sogenannten Gelbkörper (der umgewandelten Eihülle) produziert. Wenn tatsächlich eine Schwangerschaft eintritt, sorgt es für ihren Fortbestand, bereitet die Brustdrüse auf die Milchproduktion vor und erhöht dauerhaft die Basaltemperatur (die Temperatur, die sofort morgens nach dem Aufwachen gemessen wird. Ist die Frau nicht schwanger, erhöht sie sich nach dem Eisprung um etwa ein halbes Grad und sinkt vor der Monatsblutung wieder auf den Ausgangswert ab).
Tausendsassa Progesteron
Progesteron kurbelt körperintern die Östrogensynthese an, es ist ein Vorläufer des Östrogens und stimuliert auch die Östrogenrezeptoren. Der Körper kann das Progesteron in Östrogen umwandeln, aber nicht umgekehrt, eine spannende Tatsache. Heißt das doch, dass Gabe von Progesteron oder noch besser einer pflanzlichen Äquivalentes regulierend auf beide Hormone wirken kann. Aus Progesteron entsteht aber auch Kortison, das entzündungshemmend wirkt und somit bei Weichteilrheuma einen positiven Effekt aufweist. Progesteron körperintern die Östrogensynthese ankurbelt – Progesteron ist der Vorläufer des Östrogens, aber auch die Östrogenrezeptoren stimuliert.
«Progesterondominante» Frauen, so darf man sagen, sind sexuell aktiver, leiden weniger an Übergewicht, wirken ausgeglichener, leiden kaum an Menopausebeschwerden oder Knochenschwund und sind allgemein von gesundem Aussehen. Wer dies nicht glaubt, der Reise zu den Trobriandeninsulanern, deren Kost einen reichen Anteil an Yamswurzeln aufweist. Weltweit ist die Yamswurzel der Progesteronspender und wird eigens zu diesem Zweck angebaut.
Es ist also sinnvoll, Menopausebeschwerden vorerst nur mit “natürlichem” Progesteron, das im Gegensatz zu “künstlich hergestelltem zudem keine Nebenwirkungen aufweist, zu behandeln. In den meisten Fällen ist ein Östrogenzusatz dann gar nicht mehr notwendig. Würde man einer Frau, die nur einen Mangel an Progesteron aufweist, eine der geläufigen “Wechseljahrmischungen” aus Östrogenen und künstlichen Progesteronen verordnen, so würde man ihr einen Bärendienst erweisen. Zu den alten Beschwerden kämen unter Umständen neue Befindlichkeitsstörungen wie Gewichtszunahme, Brustspannen und depressive Verstimmungen hinzu.
Nach der Menopause sind Frauen durch die Trockenheit in der Scheide vermehrt Entzündungen im Genitalbereich ausgesetzt. Antibiotika helfen da nur kurzzeitig und sollten nur im Notfall abgegeben werden. Die Ursache liegt in einem Verlust an Abwehrkraft infolge Hormonmangels. “Natürliches” Progesteron in die Scheide eingeführt beseitigt nebenwirkungsfrei die Trockenheit und bessert die Schleimhäute nachhaltig. Reizblasenbeschwerden verschwinden schon nach kurzer Zeit. Blasenentzündungen treten nur noch selten auf und – die sexuelle Lust, die Libido, weicht dem Frust. “Eine Gefahr einer Zellüberstimulierung und daraus resultierendem Krebsrisiko wie bei einer Östeogentherapie besteht nicht.