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Der am meisten verbreitete Chasselas-Typ in der Westschweiz wird vor allem für die Weinbereitung verwendet. Der Fendant Roux (Rebsorte Chasselas) besitzt ein kräftiges Fruchtfleisch und die Eigenschaft, sich unter dem Druck von zwei Fingern zu spalten ohne zu platzen respektive zu spritzen.
Daher sein Name Chasselas Fendant (von «fendre», sich spalten). Dort, wo sie der Sonne ausgesetzt sind, nehmen die Beeren eine schöne, charakteristisch rötliche, leuchtende Farbe an. Die Farbe hängt allerdings auch in grossem Ausmass von der Lage und dem Jahrgang ab. Sie ist bekanntlich eine etwas launische Sorte. Einerseits empfindlich auf Verrieselung, kann der Chasselas bei günstigen Bedingungen äusserst fruchtbar sein. Manuelle Ertragsregulierung führt nicht immer zum beabsichtigten Ziel, da sich die verbleibenden Trauben umso grösser entwickeln. Bewusste Lenkung des Stickstoffangebots ist die Voraussetzung, um den Ertrag besser zu kontrollieren. Die geringe Fruchtbarkeit der Nebenaugen macht den Chasselas auch etwas spätfrostanfällig.
Chasselas-Trauben (im deutschsprachigen Raum als Gutedel bekannt) waren in der Schweiz lange an die verschiedenen morphologischen Eigenschaften der unterschiedlichen Typen der Rebsorte gebunden: Fendant, Fendant Roux, Fendant Vert, Giclet, Blanchette, Bois Rouge, Côte Rouge, Rougeasse, Plant Droit usw.