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Baldrian (lat.: Valeriana officinalis) ist eine mehrjährige, kräftige und ausdauernde Pflanze, die über 1m hoch werden kann. Er ist verwandt mit den Doldenblütlern und den Araliengewächsen, dennoch entstammt er aus der Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae). Sein Stengel ist kurz und unbehaart, seine 11-21 Fliederblättchen sind unpaarig gefiedert und rund. Die wunderschönen rötlich-weißen Blüten, die doldig angeordnet sind, zeigen sich uns von Juni – August.
Er bevorzugt feuchte Böden, Flußufer, feuchte Wälder, trockene Dämme, Schutthalden und kommt in Europa aber auch in Asien vor.
In der Phytotherapie ist v.a. die Wurzel von nutzen, mit seinen vielen fingerlangen, stielrunden, zusammengedrängten braunen und innen weißlichen Wurzelfasern, dessen starker Geruch sich erst bei Trocknung entwickelt.
Man sagt der Pflanze nach das sie Katzen anlockt, daher auch der Name Katzenkraut.
Mythologie
Der Name Baldrian soll sich von Baldur (Sohn von Freia und Odin), dem nordischen Lichtgott ableiten. Er soll ein sehr gütiger Gott gewesen sein, den die Götter und Menschen liebten, nebst das er mit seiner Schönheit die Leute verzauberte.
Dem Volksglauben nach, besaß der Baldrian die Fähigkeit böse Geister usw. zu vertreiben, v.a. durch den sehr unangenehmen Geruch seiner Wurzel.
In Zeiten der Seuchen hat man ihm große Heilkraft zugesprochen, denn er war eines der wichtigsten Mittel gegen den „schwarzen Tod“ (die Pest).
Wirkung
Seine u.a. enthaltenen geringen Mengen an Valepotriate, ätherisches Öl, bizyklische Sesquiterpene, Alkaloide und Lignane haben eine entwässernde, krampflösende, menstruationsförderne und harntreibende Wirkung.
Baldrian löst u.a. Erregungs- und Spannungszustände und gewährt ruhigen und erholsamen Schlaf.
Man sagt Baldrian gilt als schützender Geist, er trägt das Behütende in sich.
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