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Thomas Flohr hat hat einen neuen Plan. Der Gründer des Schweizer Businessjet-Verleihers Vistajet überlegt sich, den bankrotten spanischen Aeropuerto Central de Ciudad Real zu kaufen. Das berichtet die Zeitung El Pais. In der ersten Auktionsrunde (Minimalgebot 100 Millionen Euro) fand der Konkursrichter des privaten Flughafens keinen Abnehmer. In der zweiten werden noch 80 Millionen Euro als Minimalpreis verlangt, wie das Luftfahrt-Portal Aerotelegraph schreibt..
Warum Flohr einen Geisterflughafen kaufen will, ist nicht offiziell klar. El Pais schreibt aber, Vistajet sehe in Ciudad Real ein grosses Potenzial für die Privatfliegerei. Denn die umliegende Region Castilla-La Mancha gilt als Paradies für Jäger. Und das ist ein Hobby, das viele der reichen Kunden von Vistajet pflegen. Sie fliegen jährlich dafür nach Spanien.
Ein überdimensioniertes Projekt
Ciudad Real war einmal als Alternative zum chronisch überlasteten Flughafen Madrid geplant. Es wurde ein überdimensioniertes Projekt. Die Ziele wurden nie erfüllt. Im Herbst 2011 zog sich die letzte Fluggesellschaft zurück. Im April 2012 wurde der Flughafen endgültig geschlossen. Heute ist die Betreibergesellschaft pleite.
Das Geld für den Kauf hätte Flohr alleweil. Sein Vermögen wird vom Wirtschaftsmagazin «Bilanz» auf 750 Millionen Franken geschätzt. Vor Jahresfrist gab seine Vistajet zudem die grösste Bestellung auf, welche die Branche je gesehen hat – Gesamtwert: 7,8 Milliarden Dollar.