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Wie findest du die gleichwertige Kombination von VWL und BWL?
Ich finde es gut, da man durch die VWL einen Einblick erhält, wie überhaupt der Markt funktioniert. Auch politische Themen wie beispielsweise die Rentenreform waren sehr interessant. Der Vergleich makroökonomischer Grössen wie Arbeitslosenquote oder Bruttoinlandprodukt zwischen verschiedenen Ländern fand ich ebenfalls sehr spannend. Am meisten fasziniert hat mich allerdings das Thema Spieltheorie.
Warum?
Die Spieltheorie zeigt auf, dass sich zwei Parteien besserstellen können, wenn sie miteinander kooperieren. Wir haben ein Beispiel mit zwei Gemeinden angeschaut, die einen Staudamm bauen müssen, um eine Überflutung zu verhindern. Angenommen, Gemeinde A entscheidet, zu bauen, und Gemeinde B entscheidet, nicht zu bauen; in diesem Fall profitiert Gemeinde B und Gemeinde A macht einen Verlust. Umgekehrt wäre es für Gemeinde B auch so. Deswegen werden die Gemeinden zum Schluss kommen, nicht zu bauen. Bei einer Kooperation hingegen profitieren beide vom Bau und sie werden sich für das pareto-effiziente Optimum vom Bau des Staudammes entscheiden. Zu dieser Kooperation kann es jedoch meist nur durch eine höhergestellte Instanz kommen, in diesem Beispiel wäre das der Kanton. Die Spieltheorie findet sich auch immer wieder im Alltag. Das Problem der Umweltverschmutzung kann meiner Meinung nach nur durch eine höhere Instanz, die über allen Ländern steht, gelöst werden. Eine Kerosinsteuer zur Reduzierung der Umweltverschmutzung wäre langsam an der Zeit, jedoch haben die Fluggesellschaften keinen Anreiz, sich selber schlechter zu stellen.
Was war die interessanteste Frage aus der VWL?
Wie können wir die Babyboomer-Generation während der Rente finanzieren?
Und gibt es darauf auch eine spannende Antwort?
Nun ja, es gibt nicht eine finale Antwort, die das Problem lösen wird. Die AHV-Beiträge werden sicher steigen, aber es wird nicht möglich sein, dass wir die Babyboomer-Generation alleine finanzieren können. Mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer würde die Last nicht nur auf uns fallen, da die Babyboomer sich selbst auch mitfinanzieren würden. Auch eine Rentenaltererhöhung würde uns entlasten und die Finanzierung vereinfachen, jedoch wird dies nicht so einfach durchsetzbar sein. Auch eine Angleichung des Rentenalters von Mann und Frau wäre eine Entlastung. Ich denke, Prof. Dr. Christoph Schaltegger hat da sicher eine gute Lösung.