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Zwei Tage nach der Kaperung einer französischen Luxusyacht vor der somalischen Küste hat die Regierung in Paris nach eigenen Angaben einen ersten Kontakt zu den Piraten hergestellt. „Wir haben Kontakt aufgenommen und die Sache könnte lange dauern“, sagte Aussenminister Bernard Kouchner. Der Kontakt müsse „fruchtbar“ sein, es müsse alles dafür getan werden, ein Blutvergiessen zu verhindern. Auf die Frage, ob Frankreich zur Zahlung eines Lösegeldes bereit wäre, sagte Kouchner: „Wir werden sehen.“
Am späten Sonntagnachmittag beriet Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy im Pariser Elyséepalast mit Kouchner sowie mit Premierminister François Fillon, Generalstabschef Jean-Louis Georgelon und einem Vertreter des Verteidigungsministeriums über die Angelegenheit. Ein mit der Entführung befasster französischer Diplomat sagte am Sonntag, die Geiseln – darunter sechs Frauen – würden gut behandelt. Sie hätten zu essen bekommen, ausserdem hätten sie sich waschen dürfen.
Die Yacht wurde demnach weiter aus der Distanz von der französischen Fregatte „Le Commandant Bouan“ verfolgt, die im Rahmen des multinationalen Marine-Einsatzverbands Task Force 150 in der Region stationiert ist. Die Piraten steuerten das Schiff am Sonntag in den nordsomalischen Hafen Eyl und liessen sich von einem kleineren Boot Versorgungsgüter an Bord bringen.
Der Dreimaster war am Freitag im Indischen Ozean, am Eingang des Golfs von Aden, von den mutmasslichen Piraten geentert worden. Die Yacht war auf dem Weg von den Seychellen zur ägyptischen Hafenstadt Alexandria, um von dort Passagiere nach Malta zu bringen. An Bord war nur die Besatzung aus 22 Franzosen und zehn Ukrainern.
Die „Le Ponant“ ist 88 Meter lang und verfügt über vier Decks. Auf der Luxus-Yacht gibt es zwei Restaurants. Das Schiff kann 64 Passagiere aufnehmen. Es sollte weiter nach Alexandria in Ägypten fahren, um Passagiere von dort nach Malta zu bringen