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Die NASA hat mithilfe von 80 Fotos der Raumsonde Dawn, die diese auf ihrer Bahn um den Zwergplaneten Ceres aufgenommen hat, eine beeindruckende 3D Animation erstellt:
Die verwendeten Bilder stammen alle von der Raumsonde Dawn, die den Zwergplaneten Ceres auf einer Höhe von 13.600 km und 5.100 km seit Anfang März umrundet. Die Sonde nutzte ihren Ionenantrieb, um dem Planeten spiralförmig näher zu kommen und befindet sich nun nur noch 4.400 km von der Ceres-Oberfläche entfernt.
Was wissen wir über Ceres
Ceres ist der kleinste bekannte Zwergplanet und gleichzeitig das größte Objekt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Im Gegensatz zu Asteroiden, die im Wesentlichen nur unregelmäßig geformte Felsbrocken darstellen, ist Ceres kugelförmig und verfügt über einen planetenartigen Aufbau. Der Durchmesser des Zwergplaneten beträgt am Äquator 963 km und er bewegt sich in einer Ellipse in 1.682 Tagen um die Sonne. Aufgrund seiner Helligkeit lässt sich Ceres bereits mit dem Fernglas oder einem kleinen Teleskop auffinden.
Die Animation zeigt zahlreiche kleine Krater mit flachem Boden. (3D Animationen werden seit jeher genutzt, um zweidimensionale Bilder in anschauliche 3D Animationen zu verwandeln. Ein 3D Animator kann jedoch weitaus mehr.) Ceres ist wärmer und viel feuchter als Vesta, Dawns erstes Ziel und zweitgrößtes Objekt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, die die Sonde zwischen 2011 und 2012 umkreiste.
Die Wissenschaftler sind sich noch unschlüssig darüber, warum die Krater auf Ceres derart „glatt“ sind. Eine Möglichkeit ist das Vorhandensein von unterirdischem Wassereis, das von einem unterirdischen Ozean übriggeblieben sein könnte. Ein flüssiger Ozean unterhalb der Planetenoberfläche könnte auch heute noch existieren.
Die NASA hofft, dass die engere Umlaufbahn Antworten auf Ceres‘ Oberfläche und das eventuell vorhandene Wasser geben wird. Derzeit wird untersucht, was die Landschaftsformen über das Vorhandensein etwaiger Wasserreservoirs auf Ceres aussagen können.
Der Vergleich der Merkmale auf Ceres und Vesta soll den Wissenschaftlern beim Verständnis der Bedingungen im frühen Sonnensystem helfen.
Während Vesta und Ceres mit Kratern übersät sind, scheint Ceres eine geologisch aktive Oberfläche mit regelmäßigen Landbewegung zu besitzen.
Die seltsamen hellen Flecken – mittlerweile ist bekannt, dass es sich dabei um viele kleine statt zwei große handelt – bleiben allerdings immer noch ein Geheimnis. Die Wissenschaftler vermuten, dass es sich dabei um stark reflektierendes Eis handelt.
Doch auch wenn sich diese Vermutung als wahr erweist, bleibt die größere Frage, wie das Eis an der Oberfläche entstanden ist, bestehen. Gerade diese hellen Flecken machen Ceres besonders geheimnisvoll.