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Nein, eine telefonische Voranmeldung/Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Neue Spender bitten wir, sich spätestens 60 min vor Schliessung im Blutspendezentrum einzufinden.
Am besten bereiten Sie sich auf die Spende vor, in dem Sie vorher viel Flüssigkeit zu sich nehmen und etwas Kleines essen. Bringen Sie einen persönlichen Ausweis mit Foto mit und planen Sie für die Blutspende genügend Zeit ein.
Ein Erwachsener hat - je nach Körpergewicht - zwischen vier und sechs Liter Blut. Eine Blutentnahme von 450 ml ist völlig problemlos, sofern die spendende Person mindestens 50 Kilo schwer ist. Zudem enthält der Blutbeutel eine genau definierte Stabilisator-Menge, um Gerinnsel im gespendeten Blut zu vermeiden. Damit das Verhältnis zwischen Vollblut und Stabilisator stimmt, muss immer zwischen 400 und 500 ml Blut gespendet werden. Die entnommene Blutflüssigkeit wird vom Körper innerhalb von 24h wieder ersetzt.
Einer der Hauptgründe, warum das entnommene Blut in seine Bestandteile aufgeteilt wird ist die unterschiedliche Haltbarkeit der einzelnen Komponenten: Die Thrombozyten (Blutplättchen-Konzentrate) sind höchstens fünf Tage haltbar. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten-Konzentrate) sind 42 Tage haltbar. Das Plasma kann gefroren bei minus 30 ° C während 2 Jahren gelagert werden.
Blutersatzstoffe zu entwickeln, die in beliebiger Menge billig zu erzeugen und beliebig lange lagerbar sind, zählt heute zu den grössten Herausforderungen der Transfusionsmedizin. Als Ganzes ist Blut jedoch so komplex, dass es kaum je künstlich hergestellt werden kann.
Freies Hämoglobin (Farbstoff der roten Blutzellen) sowie andere Ersatzmittel (z.B. Fluorocarbone) sind seit Jahren Gegenstand von Versuchen, bis jetzt aber ohne überzeugende Erfolge. Trotzdem ist es heute möglich, gewisse Blutbestandteile wie z.B. Gerinnungsfaktoren für Bluterkranke (Hämophile) auf gentechnologischem Weg zu produzieren.
Heutzutage wird nur noch in Ausnahmefällen Vollblut übertragen. Jeder Patient erhält nur diejenigen Blutbestandteile, die er aufgrund seines Zustandes bzw. seiner Erkrankung dringend benötigt. Mit den Präparaten aus einer einzigen Spende kann auf diese Art mehreren Menschen geholfen werden.
Das gespendete Blut enthält je etwa zur Hälfte Zellbestandteile und Plasma. In diese beiden Hauptbestandteile wird das Blut aufgeteilt. Zellkonserven und ein Teil des Plasma werden zur Transfusion an die Spitäler geliefert. Aus dem verbleibenden Plasma können in komplizierten Verfahren Spezialpräparate (z.B. Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren etc.) hergestellt werden. Damit die Produktion dieser Blutderivate ermöglicht wird, gibt der Blutspendedienst seine Plasmaüberschüsse an die pharmazeutische Industrie weiter.
Einschränkungen zum Blutspenden
Häufige Gründe für eine Rückweisung sind (Auswahl):
- Reisen: 4 Wochen nach Aufenthalt in Risikogebiet für West-Nil-, Chikunguya-, Dengue-Erkrankungen; 6 Monate nach Aufenthalt in Malaria-Gebiet (Auskunft über das Spenderbüro, Tel.: 058-272 52 52)
- Sexuelles Risikoverhalten (z.B. neuer Geschlechtspartner in den letzten 6 Monaten, wechselnde Partner innerhalb 12 Monaten)
- Vor einer geplanten Operation (Entscheid durch Spenderarzt)
- Nach zahnärztlichen oder dentalhygienischen Eingriffen (72 Stunden)
- Nach Einnahme bestimmter Medikamente: Antibiotika, Tabletten gegen Pilzinfektion (2 Wochen)
- Bei täglicher und regelmässiger Einnahme von Schmerzmitteln, Medikamenten gegen Allergien oder Magenübersäuerung (bis zur Absetzung der Medikamente)
- Nach Operationen (abhängig vom Schweregrad der Operation)
- Nach Erkrankungen mit Fieber über 38°C (2 Wochen nach Genesung)
- Solange Fieberbläschen bestehen
- Nach infektiöser Gelbsucht (2 Jahre)
- Nach Tätowierungen und permanent Make-up (4 Monate)
- Nach Infusionen/Injektionen von menschlichen Seren und Immunglobulinen (12 Monate)
- Nach Impfungen (je nach Art der Impfung: 48 Stunden bis 4 Wochen)
- Nach Bissverletzungen vom Tier (12 Monate)
- Nach Zeckenbiss (3 Monate)
- Nach grösseren Schürfwunden (72 Stunden)
- Während Schwangerschaften und 1 Jahr nach einer Geburt
- Nach einer Endoskopie (=Spiegelung, 4 Monate), ausgenommen Arthroskopie.
- Bei bestimmten Medikamenten: Herzmittel (z.B. Nitroglyzerin)
- Nach Transplantation von menschlichen oder tierischen Gewebe
- Bei seit 1980 erhaltenen Bluttransfusionen
- Bei Angina pectoris
- Bei Herzschrittmacher
- Nach Herzinfarkt
- Nach Bypass-Operation oder Stent-Einlage
- Bei chronischen Lungenerkrankungen (Emphysem)
- Bei Krebs (auch wenn operiert), ausser beim Basaliom nach vollständiger Abheilung
- Bei allen Operationen am Gehirn und Rückenmark
- Aufenthalt in Grossbritannien oder Nordirland (zwischen 1980 bis 1996 insgesamt 6 Monate)
BSE, CJD und andere ähnliche Hirnerkrankungen (wie z.B. Scrapie bei Schafen) gehören zu einer neu entdeckten Gruppe von Krankheiten, welche auf Veränderungen von Prionen (normalerweise unschädliche Hirneiweissstoffe) zurück zu führen sind. Es ist bekannt, dass sich solche Krankheiten durch Hirngewebe oder Hirnextrakte von einem Individuum auf ein anderes übertragen lassen. In England hat sich in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre eine neue Form der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) entwickelt, deren Ursprung man auf den Genuss von BSE-infiziertem Rindfleisch zurück führt.
Da Prionen im menschlichen Blut an der Oberfläche von weissen Blutzellen (Lymphozyten) nachgewiesen wurden, ist eine Übertragung dieser Krankheiten durch Bluttransfusionen nicht ausgeschlossen. In Tierversuchen wurden vereinzelte Erkrankungen nach der Transfusion von Blut von infizierten Tieren festgestellt. Da eine Übertragung von vCJD durch Blutspenden von Mensch zu Mensch nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, sind ab dem 01.10.2004 alle Empfänger labiler Blutprodukte seit 1980 vom Blutspenden ausgeschlossen. Man erhofft sich dadurch die Unterbrechung der möglichen Übertragungskette von Mensch zu Mensch.
In England – weniger auch in anderen europäischen Ländern – wurde in den 80er- und zu Beginn der 90er-Jahre das Futter von Rindern in grossem Stile mit Tiermehl angereichert. Offensichtlich wurde dieses Tiermehl zum Teil aus den Schlachtabfällen von BSE-infizierten Tieren gewonnen. Dies führte zu einer sich rasch ausbreitenden weitgehend auf England beschränkten BSE-Epidemie (Rinderwahnsinn).
Das Auftauchen der neuen „varianten“ Creutzfeldt-Jakob-Krankheit in England, eine jüngere Leute befallende fatale Hirnkrankheit, wurde mit der Konsumation von BSE-infiziertem Rindfleisch in Zusammenhang gebracht. Es gilt heute als gesichert, dass nebst einer genetischen Disposition bei der Erkrankung an vCJD vor allem die Quantität des konsumierten BSE-kontaminierten Rindfleisches eine Rolle spielt. Internationale Fachgremien haben entschieden, dass ein Aufenthalt von 6 oder mehr Monaten in Grossbritannien in der Zeit von 1980 bis 1996 zum Spendeausschluss führt. Da in diesem Zeitraum das Risiko, sich über den Konsum von Rindfleisch mit BSE zu infizieren, am grössten vermutet wird. Der Blutspendedienst SRK wird diese Restriktion aufheben, sobald über das Gefährdungspotential der Konsumation von BSE-kontaminiertem Rindfleisch klare wissenschaftlich erhärtete Daten vorliegen.
Afrika sowie einige südostasiatische und südamerikanische Staaten sind von Aids ganz besonders betroffen. Personen, die längere Zeit in solchen Staaten gelebt haben, sind deshalb dem HIV-Risiko speziell ausgesetzt. Entsprechend haben die international verantwortlichen Fachgremien entschieden, dass Personen, die 6 Monate oder länger in solchen Hochrisiko-Gebieten gelebt haben, für 5 Jahre von der Blutspende gesperrt werden müssen.
SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) ist eine neue seit dem November 2002 bekannte hoch infektiöse und gefährliche Viruskrankheit, die wahrscheinlich durch Tröpfchen (Husten, Niesen, Atemluft) übertragen wird. Nach neusten Erkenntnissen (Stand Anfang Mai 2003) hat die Krankheit in 10 – 15 % ein tödlichen Ausgang. Eine wirksame Behandlung ist bisher nicht bekannt. Die Inkubationszeit der Krankheit dauert einige Tage, der Krankheitsverlauf bis zur Elimination des Erregers beträgt 10 - 14 Tage. Der Erreger wurde vor allem in der Atemluft, aber auch in Körpergeweben, Körpersekreten und vereinzelt in Blut nachgewiesen. Allerdings sind bisher keine Krankheitsübertragungen durch Blut bekannt geworden.
Hochrisikogebiete für diese Krankheit sind ostasiatische Länder, vor allem China. Die derzeit von der WHO als Hochrisiko-Gebiete eingestuften Regionen finden Sie im Internet unter. www.admin.ch/bag
Auf dem Höhepunkt der SARS-Epidemie wurden Rückreisende aus SARS-Hochrisikoländern für 4 Wochen nach der Rückkehr von der Blutspende gesperrt. Mit dem Abklingen der Epidemie wurde diese Regelung inzwischen wieder aufgehoben.
Das West Nile Virus ist ein lange Zeit nur bei Vögeln und Tieren bekannter Erreger, der bis 1999 vor allem in Südost-Europa, Zentralasien und Afrika verbreitet war. Das Virus wird durch Mücken der Gattung Culex übertragen. 1999 wurde der Erreger erstmals an der US-Amerikanischen Ostküste bei Mücken, Vögeln und Pferden und schliesslich auch bei Menschen nachgewiesen. Seit dieser Zeit breitet sich diese saisonale grippeähnliche Erkrankung in den USA endemisch aus. Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt wenige Tage, wobei das Virus vorübergehend auch im Blut nachgewiesen werden kann. Asymptomatische Verläufe sind beschrieben. Entsprechend wurde die Krankheit auch durch Blut übertragen und hat bei Blutempfängern vereinzelt zu Todesfällen geführt, sodass In den USA seit geraumer Zeit alle Blutspenden auf dieses Virus getestet werden. Um die Verbreitung dieser neuen Infektionskrankheit in der Schweiz möglichst zu verhindern, hat der Blutspendedienst SRK in Absprache mit den Gesundheitsbehörden entschieden, dass Personen nach einem Aufenthalt in West Nile Virus Risikogebieten während 4 Wochen nach ihrer Rückkehr von der Blutspende ausgeschlossen werden müssen.
Warum darf nach Erhalten von Transfusionen nicht mehr Blut gespendet werden?
Der Ausschluss von Personen von der Blutspende, welche seit 1980 labile Blutprodukte erhalten haben, steht in Zusammenhang mit der nicht vollständig auszuschliessenden Übertragung der Variante der Creutzfeld - Jakob - Krankheit (vCJD) durch Blutprodukte. Damit soll eine mögliche Übertragungskette von Mensch zu Mensch unterbrochen werden. Diese Regelung gilt seit dem 01.10.2004 und wurde von SWISSMEDIC gemeinsam mit dem Bundesamt für Gesundheit und dem Blutspendedienst SRK getroffen.
Die Blutspende
Nein, überhaupt nicht. Blutspenden ist ganz anders, als viele Menschen sich das vorstellen. Das Schmerzhafteste beim Blutspenden ist - wenn schon - der kleine Stich in den Finger. Der dabei entnommene Blutstropfen dient dazu, das Hämoglobin zu bestimmen. Der gemessene Wert ist ein wichtiges Kriterium um abzuklären, ob jemand die Voraussetzungen zum Blutspenden erfüllt. Den anschliessenden Stich in die Vene zur Blutentnahme merkt man kaum, und die Blutspende selbst ist in der Regel schmerzlos.
Die Spende selbst dauert rund 10 Minuten. Wenn man die Vorbereitung und die Ruhephase danach miteinbezieht, sollte man sich ca. 45 Minuten Zeit reservieren.
Bei guter Gesundheit darf viermal pro Jahr Blut gespendet werden. Nach jeder Blutspende muss eine Pause von mindestens drei Monaten eingehalten werden.
Ja, ohne weiteres, natürlich unter der Bedingung, dass man sich wohl fühlt. Es genügt, sich nach dem Blutspenden ein paar Minuten auszuruhen, bevor man sich hinters Steuer setzt. Für Berufschauffeure gelten besondere Regelungen.
Nach der Blutspende sollte während ein bzw. zwei Tagen generell kein Spitzensport (ebenfalls Tauchen) betrieben werden. Bei anderen sportlichen Aktivitäten sind Dauer und Intensität dem möglicherweise etwas reduzierten Leistungsvermögen anzupassen. Für alle gilt: Gönnen Sie Ihrem Körper vor und nach der Blutspende etwas Ruhe
Kaum. Bei jährlich viermaligem Spenden von Blut ist die Gefahr einer Venenverhärtung sehr gering.
Der Blutdruck respektive Arteriendruck sinkt leicht nach einer Blutentnahme, erholt sich aber sehr schnell wieder. Das Blutspenden ist deshalb keine Behandlungsmöglichkeit gegen zu hohen Blutdruck.
Neuspender erhalten - falls alle Tests auf Infektionsmarker negativ sind - zwei bis sechs Wochen nach der Blutspende einen Spendeausweis mit aufgedruckter Blutgruppe. Die Blutgruppe ist jedoch als vorläufig zu betrachten und erhält ihre volle Gültigkeit erst nach einer zweiten Blutspende, da wir die Blutgruppe anhand einer zweiten Blutprobe überprüfen müssen. Dies ist auf dem Spendeausweis entsprechend vermerkt.
Positive Tests bei Hepatitis, HIV oder Syphilis werden durch einen Bestätigungstest ergänzt. Wenn auch dieser positiv ist, nimmt eine Ärztin oder ein Arzt mit der betroffenen Person Kontakt auf und weist sie an den Hausarzt oder eine spezialisierte Institution weiter.
Selten kann es bei oder nach Blutspenden zu Komplikationen kommen, über die der Spender vor der Spende aufgeklärt wird. Insgesamt jedoch sind unerwünschte Reaktionen die Ausnahme. Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird.
Durch die Entnahme von 450 ml Blut bei der Spende kommt es zu einer kurzzeitigen Verringerung der Gesamtflüssigkeitsmenge im Blutkreislaufsystem. Gleichzeitig wird durch die Blutspende auch die Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) reduziert, die für den Sauerstofftransport im menschlichen Körper verantwortlich sind. Beides, Flüssigkeitsreduktion und Verminderung der roten Blutkörperchen wird von einem gesunden Menschen problemlos ertragen und führt in der Regel nicht zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens.
Wenn der Spender nach der Blutspende genügend trinkt (ca. 1/2 - 1 Liter Flüssigkeit, keinen Alkohol), wird der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen und dem Körper genügend Zeit gegeben, sich an die verringerte Anzahl roter Blutkörperchen anzupassen. Im übrigen dauert die Nachbildung der gespendeten roten Blutkörperchen bei einem gesunden Menschen etwa drei Wochen.
Ethisches der Blutspende
Blut ist durch nichts zu ersetzen. Deshalb ist Blut eine Hilfe auf Gegenseitigkeit, aus der niemand einen finanziellen Nutzen ziehen soll. Blut darf nicht zur Handelsware werden. Wenn durch das Blutspenden finanzielle Vorteile erzielt werden könnten, bestände die Gefahr, dass einzelne Personen aus einer finanziellen Notlage heraus spenden würden. Zahlreiche Studien haben belegt, dass die Unentgeltlichkeit und damit der Verzicht der Spender auf materielle Anreize ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist.
Unterstützt von verschiedenen internationalen Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeiten die Blutspendedienste des Roten Kreuzes weltweit auf der Grundlage strenger ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der Unentgeltlichkeit gehört. Auch müssen jedem Patienten - ungeachtet seiner finanziellen Lage - Blutprodukte verabreicht werden können.
Dies stimmt eben nicht: 1'300 Blutspenden reichen in der Schweiz gerade für einen Tag. Und in gewissen Zeiten, zum Beispiel in den Ferienmonaten, sinkt die Zahl der Spender drastisch. Da kann es trotz eingeplanter Sicherheitsreserven zu heiklen Engpässen in der Blutversorgung kommen. Um dies zu vermeiden, sollten möglichst viele Leute regelmässig Blut spenden.
Das meiste Blut wird für die Behandlung von Chirurgie-Patienten gebraucht. Es folgen Magen- und Darmkrankheiten und insbesondere Krebspatienten.
Der hohe Bedarf an Blut ist in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts. So sind viele Operationen, Organübertragungen sowie die Behandlung von bösartigen Tumoren erst dank der modernen Transfusionsmedizin möglich geworden.
Die Anonymität des Spenders:
Nur das Blutspendezentrum kennt die Identität des Spenders und die Befunde der medizinischen Abklärungen. Der Spender kennt den Kranken nicht, der sein Blut erhalten wird, und niemals wird dem Empfänger bekanntgegeben, wessen Blut er erhält.
Die Unentgeltlichkeit:
Das Blutspenden erfolgt unentgeltlich. Dabei geht es uns nicht um finanzielle Aspekte. Es ist vielmehr ein Grundsatz, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationalen Gesellschaft für Bluttransfusion und dem Europarat getragen und unterstützt wird und der Sicherheit für den Blutempfänger dient.
Die Freiwilligkeit:
Das Blutspenden erfolgt freiwillig, ohne dass irgendein Druck auf den Spender ausgeübt werden darf.
Der Blutspendedienst SRK arbeitet gemeinnützig und nach dem Prinzip der Kostendeckung. Das heisst, die effektiven Kosten, die pro Blutkonserve tatsächlich anfallen, müssen den Spitälern verrechnet werden. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Kosten setzen sich übrigens zusammen aus: Blutentnahme, Aufbereitung, Laboruntersuchung, Transport, Forschung und Entwicklung, Personal und Material. Einen Gewinn darf der Blutspendedienst SRK als gemeinnützige Einrichtung somit nicht erzielen.
Bei Bedarf werden überschüssige Blutbestandteile aus den Reserven, die von den Spitälern nicht benötigt werden, auch für Patienten im Ausland zur Verfügung gestellt. Entsprechend den Richtlinien und den Internationalen Rotkreuz-Grundsätzen stellt der Blutspendedienst SRK Konzentrate von roten Blutkörperchen für solche Zwecke zur Verfügung.
Das nicht direkt für die Transfusion verwendete Blutplasma wird zur Aufbereitung von Medikamenten (Albumin, Immunglobuline, Gerinungspräparate) an internationale Plasmafraktionierungs - Firmen verkauft. Die daraus hergestelten Medikamente sind im freien Handel erhältlich und werden auch in der Schweiz benötigt.
Schlieren, 15.12.2010