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Eine Studie der University of Edinburgh hat ergeben, dass fast 20 Prozent des Essens, das Konsumenten zur Verfügung gestellt wird, verschwendet wird. Zehn Prozent davon werden überkonsumiert, fast neun Prozent werden weggeworfen. Publiziert wurde die Studie im Fachjournal Agricultural Systems.
Das Forschungsteam hat zehn Schlüsselpositionen im globalen Nahrungsmittelsystem untersucht, um das Ausmass der Verschwendung zu beziffern. Dazu gehören sowohl das Konsumieren von Essen als auch das Herstellen und der Ertrag von Essen.
Mit Daten von Food and Agriculture of the United Nations fanden die Forscher, dass mehr Nahrungsmittel verloren gehen als bisher angenommen.
Fast die Hälfte des Nahrungsmittel-Ertrags – 2,1 Milliarden Tonnen – geht durch Überkonsumierung und Wegwerfen der Konsumenten verloren.
Daneben stellt die Viehproduktion den ineffizientesten Prozess von allen dar: 840 Millionen Tonnen gehen laut den Forschern verloren. 1,8 Milliarden Tonnen des Ertrags werden zur Produktion von 240 Millionen Tonnen essbaren Tierprodukten wie Milch, Eier und Fleisch verwendet.
Dies allein sei für 40 Prozent der verlorenen Erträge verantwortlich. Weniger tierische Produkte zu konsumieren, würde die Essens-Verluste schon drastisch minimieren, so die Forscher.
Die Studie wurde in Kollaboration mit dem schottischen Rural College, der University of York, dem Karlsruhe Institute of Technology und dem Centre for Australian Weather and Climate Council durchgeführt. Die Forschungsgelder wurden von einem globalen Nahrungsmittel-Sicherheitsprogramm bereitgestellt, das von dem Biological Sciences Research Council, dem Economic and Social Research Council, dem Natural Environment Research Council und der schottischen Regierung unterstützt wird.
Sciencedaily.com gegenüber sagte Dr. Peter Alexander, der die Studie geleitet hatte: «Diese Studie zeigt, dass Nahrungsmittel-Sicherheit Dimensionen erreicht, die man bei der Entwicklung eines nachhaltigen Nahrungsmittel-Systems berücksichtigen muss.»