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Jeder US-Präsident, der zum ersten Mal gewählt wird, muss dem Kongress nach einem Amtsjahr eine Blaupause seiner künftigen Nuklearpolitik vorlegen. Donald Trump hat das jetzt getan. Nuclear Posture Review (NPR) heißt das Dokument. Anfang Februar wurde es öffentlich vorgestellt. Es unterscheidet sich nur wenig von einem Entwurf, der bereits im Januar kursierte.
Der Nuclear Posture Review soll unter anderem auf folgende Fragen antworten:
- Wie soll sich das Nuklearwaffenpotential der USA in Zukunft verändern?
- Welche politische und militärische Rolle sollen die US-Atomwaffen künftig erfüllen?
- Wird der Bau neuer oder anderer Kernwaffen verfolgt?
- Wie geht es mit der nuklear-industriellen Infrastruktur, mit der atomaren Rüstungskontrolle und der Nichtverbreitungspolitik weiter?
Trumps NPR entwirft das Konzept einer „maßgeschneiderten Abschreckung“, einer tailored deterrence. Über 40 Mal kommt in dem Dokument das Wort tailored vor. Mit diesem NPR hat Donald Trump einem Dokument zugestimmt, das vorgeblich Krieg und Atomwaffeneinsätze durch eine flexiblere Abschreckung verhindern will, aber von anderen Staaten als ziemlich konfrontativ und bedrohlich wahrgenommen werden dürfte. Auf jeden Fall verspricht es, teuer zu werden.
Maßgeschneiderte Abschreckung – das Konzept
Neu ist diese Idee einer tailored deterrence nicht. Sie wurde bereits in der…..