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Der Weisse Hai ist in den Weltmeeren nach Ansicht von Meeresbiologen in Südafrika deutlich stärker bedroht als bisher gedacht. «Wir haben mit 532 weissen Haien vor der Küste Gansbaais nur halb so viel Haie entdeckt wie vermutet», berichtete der US-Meeresbiologe Oliver Jewell der deutschen Nachrichtenagentur DPA.
Dabei gelte dieser Küstenabschnitt nach Kapstadt als das Gewässer mit der dichtesten Population Weisser Haie in der Welt. Die Überfischung der Haie werde vor allem wegen der Bedeutung ihrer Flossen für die asiatische Küche verursacht, betonte der Wissenschaftler. Er ist einer der Autoren der jetzt vorgestellten Hai-Studie des «Dyer Island Conservation Trust» (DICT) in Gansbaai.
Die Wissenschaftler kommen aufgrund ihrer fünf Jahre währenden Studien zu dem Ergebnis, dass auch die Gesamtzahl der Weissen Haie weltweit nur halb so gross sein könnte wie vermutet. Bisher lagen die Schätzungen zwischen 3000 und 5000 Tieren. Weltweit werden der «Sharklife Conservation Group» zufolge zwischen 23 und 73 Millionen Haie aller Arten getötet.
Falls die Vermutungen stimmen, wäre der Weisse Haie einer der am meisten bedrohten Tierarten in der Welt, meinte Jewell. «Es ist Zeit für Südafrika, die Initiative zum verstärkten Schutz der Weissen Haie zu ergreifen», forderte DICT-Chef Wilfred Chivell dem Nachrichtensenders eNCA zufolge.
(tno/sda)