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| Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien

26. Homilie.
3.
[Forts. v. [S. 213] ] Frage: Ist dem Angriff Satans eine Grenze gesetzt oder kann er uneingeschränkt Krieg führen?
Antwort: Sein Angriff richtet sich nicht bloß gegen die Christen, sondern auch gegen die Götzendiener und die ganze Welt. Wäre es ihm nun gestattet, uneingeschränkt Krieg zu führen, so würde er alle vernichten. Warum? Weil dahin sein Tun und Wollen zielt. Der Töpfer legt die Geschirre in den Ofen und heizt ihn bis zu einem bestimmten Grade, nicht zu stark, damit sie nicht, über Gebühr gebrannt, zerspringen, nicht zu schwach, damit sie nicht, noch lehmig, zerfallen. Ebenso schürt der Silberarbeiter und Goldschmied das Feuer bis zu einem gewissen Grade an. Denn ist das Feuer zu stark, dann löst sich das Gold und das Silber auf, verflüchtigt sich und geht zugrunde. Desgleichen weiß der menschliche Verstand, dem Zugvieh, dem Kamel oder einem andern Tiere die Lasten zuzumessen, und zwar soviel als es verhältnismäßig Lasten tragen kann. Um wieviel mehr läßt Gott, der die Gefäße der Menschen kennt, auch die feindliche Macht in verschiedenem Maße losgehen.