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Unternehmen mit Sitz im Kanton Solothurn (Stichtag 1. Oktober 2020),
- die über eine gültige Unternehmensidentifikationsnummer verfügen;
- die als Einzelunternehmen, Personengesellschaften oder juristische Personen organisiert sind;
- die vor dem 1. Oktober 2020 gegründet wurden;
- die in den Jahren 2018 und 2019 einen durchschnittlichen Umsatz von mindestens 50'000 Franken aufweisen*
- deren Lohnkosten überwiegend in der Schweiz anfallen.
* Für Unternehmen, die zwischen dem 31. Dezember 2017 und dem 29. Februar 2020 gegründet wurden, gilt als durchschnittlicher Umsatz entweder der von der Gründung bis zum 29. Februar 2020 erzielte durchschnittliche Umsatz, berechnet auf 12 Monate oder der von der Gründung bis zum 31. Dezember 2020 erzielte durchschnittliche Umsatz, berechnet auf 12 Monate. Dabei wird der Umsatz berücksichtigt, der für das Unternehmen zu einer höheren Unterstützung führt. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 gegründet wurden, gilt der von der Gründung bis zum 31. Dezember 2020 erzielte durchschnittliche Umsatz berechnet auf 12 Monate.
Die Härtefallmassnahmen richten sich insbesondere an Unternehmen in der Wertschöpfungskette der Eventbranche, Gastronomie, Hotellerie, Schausteller, Dienstleister der Reisebranche und touristischen Betriebe, die infolge der behördlichen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus unverschuldet massive Umsatzeinbussen zu verzeichnen haben.
Ebenfalls anspruchsberechtigt sind Zulieferer dieser Wertschöpfungsketten. Für sie gilt Folgendes: Das Unternehmen muss mindestens 50% seines Gesamtumsatzes in dieser Wertschöpfungskette erzielen, um zum Härtefallprogramm des Kantons Solothurn zugelassen zu werden. Als Nachweis dafür reichen Zulieferer zusammen mit der Umsatzbestätigung eine detaillierte Aufstellung der Umsätze nach Kunden/Branche oder eine Spartenrechnung ein.
Beispiel für einen Zulieferer: Ein Getränkehändler, dessen Umsatz aufgrund des Veranstaltungsverbots und der Restaurant-Schliessungen markant eingebrochen ist.
Zugelassen zum Härtefall-Programm des Kantons Solothurn sind zudem Unternehmen aus dem Detailhandel, die ihren Betrieb aufgrund der behördlichen Anordnungen des Bundes oder des Kantons schliessen mussten.
Es gilt zu beachten, dass das Härtefall-Programm zwischen geschlossenen und teilgeschlossenen Betrieben unterscheidet. Für teilgeschlossene Betriebe gelten spezielle Regelungen (siehe Merkblatt).
Beispiele für teilgeschlossene Unternehmen: Eine Bäckerei mit angrenzendem Café. Währenddem das Café geschlossen ist, darf die Bäckerei weiterhin geöffnet bleiben. Ein Detailhändler, der seinen Umsatz bereits vor Corona zu einem Teil via Online-Handel und zu einem anderen Teil mittels Ladenverkauf erzielte, aufgrund der behördlichen Schliessung aber nur den Online-Handel betreiben kann.
Damit Unternehmen einen Anspruch auf Härtefallunterstützung haben, müssen sie sämtliche weiteren Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.
Auf Gesuche um Gewährung von Härtefallmassnahmen von Unternehmen, welche ihren Sitz gemäss Handelsregistereintrag oder UID-Register per 1. Oktober 2020 nicht im Kanton Solothurn haben, wird nicht eingetreten. Im falschen Kanton eingereichte Gesuche werden nicht weitergeleitet.