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In der Schweiz waren im Jahr 2017 8,2% der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten von Einkommensarmut betroffen. Dies entspricht rund 675‘000 Personen.
Zu den am stärksten betroffenen Gruppen zählten Personen, die alleine oder in Einelternhaushalten mit minderjährigen Kindern lebten, Personen ohne nachobligatorische Ausbildung und Personen in Haushalten ohne Arbeitsmarktteilnahme.
Zwischen den Jahren 2007 und 2013 ging die Armutsquote von 9,3% auf 5,9% zurück. Seit 2014 (6,7%) steigt sie jedoch wieder an. In der gleichen Zeit ging das verfügbare Einkommen der untersten Einkommensgruppe (unterste 10% der Einkommensverteilung) zurück.
Da in SILC wesentliche methodische Änderungen vorgenommen wurden, sind die Werte ab 2014 nicht mehr direkt mit den Vorjahren vergleichbar.
Armutsgrenze
Im Jahr 2017 betrug die Armutsgrenze durchschnittlich 2259 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 3990 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren.
Armut der Erwerbstätigen
In der Schweiz waren 2017 4,3% aller Erwerbstätigen von Armut betroffen. Dies entspricht rund 165‘000 Personen.
Die Einkommenssituation der Erwerbstätigen wird wesentlich durch die Arbeitsform und -bedingungen bestimmt. Folgende Gruppen waren besonders häufig trotz Erwerbstätigkeit armutsbetroffen:
Personen, die nicht ganzjährig erwerbstätig waren
Teilzeitangestellte
Selbstständigerwerbende
Personen mit befristeten Arbeitsverträgen
Personen, die in kleinen Betrieben tätig sind
Seit 2014 (3,4%) steigt die Armutsquote der Erwerbstätigen tendenziell an.
Der Armut von erwerbstätigen Personen kommt eine besondere Beachtung zu, da die Ausübung einer Erwerbstätigkeit als Mittel zur Reduktion des Armutsrisikos gilt.