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USA verschärfen Restriktionen gegen Huawei17. August 2020 um 14:29
Die Trump-Administration will den Zugang des chinesischen Unternehmens zu Chips erschweren.
Das US-Handelsministeriums gibt neue Massnahmen gegen Huawei bekannt. Diese weiten die im Mai 2020 angekündigten Beschränkungen aus, die verhindern sollen, dass Huawei Halbleiter ohne spezielle Lizenz erhält – einschliesslich Chips von ausländischen Firmen, die mit US-Software oder -Technologie entwickelt oder produziert wurden. Die neuen Massnahmen sollen sofort in Kraft treten und Versuche von Huawei verhindern, die US-Exportkontrollen zu umgehen.
Gemäss 'Reuters' werden zudem weitere 38 Huawei-Töchter in 21 Ländern auf die "Schwarze Liste" genommen – unter anderem Huawei Technologies Düsseldorf und Huawei OpenLab München –, auf der sich damit inzwischen 152 Firmen befinden. Eine neue gesonderte Vorschrift verlangt, dass Unternehmen, die auf dieser Liste stehen, eine Lizenz erhalten müssen, wenn ein Unternehmen wie Huawei als "Käufer, Zwischenempfänger, Endempfänger oder Endnutzer" auftritt.
US-Handelsminister Wilbur Ross sagte gegenüber dem TV-Sender 'Fox Business', dass die im Mai verhängten Beschränkungen für Chips mit Huawei-Design "sie dazu veranlasst haben, einige Ausweichmassnahmen zu ergreifen". Huawei ginge über Dritte, so Ross. "Die neue Regel macht deutlich, dass jede Nutzung amerikanischer Software oder amerikanischer Fertigungsausrüstung verboten ist und eine Lizenz erfordert."
US-Aussenminister Mike Pompeo sagte, dass die Regeländerung "Huawei daran hindern wird, das US-Gesetz durch alternative Chip-Produktion und die Bereitstellung von Chips von der Stange zu umgehen". Er fügte in einer Erklärung hinzu: "Huawei hat kontinuierlich versucht, die im Mai auferlegten US-Beschränkungen zu umgehen."
Huawei kommentierte die neuen Restriktionen vorerst nicht. Bereits zuvor hatte die Trump-Administration angekündigt, die temporäre Lizenz für Huawei nicht mehr zu verlängern. Diese hatte es US-Unternehmen erlaubt, zumindest eine minimale Form der Kooperation mit Huawei zu pflegen.
Bisher konnten die von Präsident Trump veranlassten Sanktionen und Lieferstopps das Geschäft des chinesischen Unternehmens Huawei nur unwesentlich beeinträchtigen, sowohl im Netzwerk-Equipment als auch im Smartphone-Bereich. Erst kürzlich hat Huawei sogar Samsung als grössten Smartphone-Hersteller der Welt abgelöst.
Laut einem Bericht von 'AP' vom 9. August 2020 schlägt aber Huawei nun selbst Grossalarm für sein Smartphone-Geschäft. Laut Richard Yu, dem Chef des Consumer-Bereichs von Huawei, werde die Produktion der selbst entwickelten "Kirin"-CPUs, die Huawei in seinen neueren Smartphones verwendet, bald versiegen.
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