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Epilepsie
Bei einem epileptischen Anfall kommt es zu überschiessenden elektrischen Entladungen großer Nervenzellverbände im Gehirn. Je nach betroffener Hirnregion können die Symptome aus motorischen Symptomen wie Muskelkrämpfen oder -zuckungen, sensiblen Störungen wie Kribbeln oder auch Störungen der höheren Hirnfunktionen wie Sprachstörungen bestehen. Auch autonome Symptome wie Speichelfluss oder Einnässen, aber auch Herzrhythmusstörungen sind nicht selten. Sind größere Hirngebiete betroffen kommt es zur Bewusstseinstrübung oder auch plötzlichem völligem Bewusstseinsverlust und hierdurch u.a. zu Stürzen oder Unfällen.
Im Prinzip kann jedes Hirn durch Provokationsfaktoren wie Alkohol(entzug), Medikamente oder hohes Fieber, aber auch durch Schädigungen aller Art (u.a. Schädelhirntrauma, Schlaganfall, Hirnentzündung, Unterzuckerung) einen epileptischen Anfall erleiden. Besteht dauerhaft eine erhöhte Anfallsbereitschaft, spricht man von einer Epilepsie, welche nicht selten genetische Ursachen aufweisen kann. Circa 2/3 der Patienten könne nach geeigneter Diagnostik mit Medikamenten Anfallsfreiheit erzielen. Ein Teil de Patienten kann sogar durch eine Hirnoperation dauerhaft anfallsfrei werden, was allerdings eine hoch aufwändige Diagnostik in einem spezialisierten Zentrum erfordert.