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Die gemeinsame Bewerbung von Kanada, USA und Mexiko für die Fussball-WM 2026 steht auf wackeligen Füssen. Die Absage von Chicago als Austragungsort verdeutlicht, dass die Fifa-WM in ihrer jetzigen nicht nachhaltig ist und für die gastgebenden Städte und Länder mehr Kosten als Nutzen bringt. Der Fifa Kongress entscheidet am 13. Juni, ob die WM 2026 in Marokko oder Nordamerika stattfinden soll.
In Chicago befindet sich der Hauptsitz des US-Fussballverbandes und 1994 wurde das legendäre Eröffnungsspiel zwischen den USA und der Schweiz in ebendieser Stadt gespielt. Doch trotz dieser innigen Verbindung zum Fussball hat sich Chicago nun gegen die Austragung der Fussball-WM 2026 ausgesprochen. Der Bürgermeister der Stadt Emanuel Rahm erteilte der Fifa eine Abfuhr: «Die Unsicherheit für Steuerzahler, verbunden mit der mangelnden Flexibilität und Verhandlungsbereitschaft der Fifa, haben uns klargemacht, dass ein weiteres Festhalten an der Bewerbung nicht im Interesse Chicagos wäre.»
Weitere Absagen an die Fifa
Neben Chicago haben auch Minneapolis und die kanadische Stadt Vancouver ihren Verzicht auf die WM-Spiele bekannt gegeben. Damit gerät die gemeinsame Kandidatur von Mexiko, Kanada und den USA zunehmend in Schieflage. Und es wird erneut deutlich, dass die Interessen der Fifa in vielerlei Hinsicht den Interessen der Austragungsorte zuwiderlaufen.
Marokko oder Nordamerika?
Neben der Kandidatur der nordamerikanischen Staaten ist derzeit einzig Marokko im Rennen um die Austragung der WM 2026. In Marokko müssten deutlich mehr Stadien neu gebaut werden und es ist ein offenes Geheimnis, dass die Fifa-Führung sich die Spiele in Nordamerika wünscht. Der Entscheid über den Austragungsort wird am 13. Juni vom Fifa-Kongress in Moskau gefällt. Doch egal, wo diese WM stattfindet, sie wird in ihrer aktuellen Fornicht m kaum im Interesse der Öffentlichkeit des Austragungsortes sein.