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Seit 1998 engagiert sich der Zoo Zürich für das Naturschutzprojekt Lewa in Kenia. Eines der wichtigsten Teilprojekte davon ist der Elefantenkorridor.
Auf dem Erweiterungsgelände neben dem Kaeng Krachan Elefantenpark entsteht derzeit die Lewa Savanne für Nashörner, Giraffen und weitere afrikanische Savannentiere. Namenspate der Anlage ist das Lewa Wildlife Conservancy in Kenia, ein rund 250 Quadratkilometer grosses Reservat, das der Zoo Zürich seit zwanzig Jahren aktiv unterstützt. Im Lewa Wildlife Conservancy leben viele zum Teil massiv bedrohte Tierarten, darunter etwa das Spitzmaulnashorn und das Grevyzebra.
Breitmaulnashorn im Lewa Wildlife Conservancy.
Der Zoo Zürich beteiligt sich an verschiedenen Projekten in Lewa. Herausforderungen gibt es viele zu meistern. Eines der wichtigsten und erfolgreichsten Projekte ist der Elefantenkorridor, ein vierzehn Kilometer langer eingezäunter Geländestreifen. Der Elefantenkorridor verläuft entlang eines Bachlaufs und stellt die historische Wanderroute der Elefanten zwischen dem Mount Kenya Nationalpark und den im Norden gelegenen Reservaten – darunter Lewa – wieder her.
Drei Elefanten nutzen die Unterführung, um die Nationalstrasse zu queren.
Zu diesem Korridor gehört auch eine Unterführung. Sie verläuft unter der Nationalstrasse hindurch und ermöglicht den Elefanten und anderen Wildtieren so ein sicheres Queren der Strasse von der einen auf die andere Seite. Das funktioniert so gut, dass inzwischen eine weitere Unterführung gebaut wurde.
Die Unterführung wird rege genutzt.
Der Elefantenkorridor ist einerseits wichtig, weil er Verbindungen zwischen den (vom Menschen) fragmentierten Lebensräumen der Elefanten herstellt und so einen genetischen Austausch zwischen den zusehends isolierten Herden ermöglicht. Zum anderen hilft er aber auch mit, den Konflikt zwischen Kleinbauern und Elefanten zu entschärfen, indem er die Felder wenigstens teilweise vor Plünderungen durch Elefanten schützt.
Die Unterführung ermöglicht den Tieren, sicher von der einen auf die andere Seite der Nationalstrasse zu kommen.
Der Aufwand, um diesen Korridor aufrecht zu erhalten, ist dabei nicht zu unterschätzen. Sieben Ranger sind vollamtlich damit beschäftigt, den Zaun zu kontrollieren und zu reparieren. Schäden am Korridor entstehen dabei nicht nur durch die Elefanten, sondern auch bei Verkehrsunfällen im Gebiet der Nationalstrasse, durch mutwillige Beschädigungen von menschlicher Hand und bei Unwettern.