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Montag, 29.01.2018 / 17:28
24 Schweizer ICT-KMU wechselten 2017 den Besitzer
Eine Studie von Deloitte hat die Fusions- und Übernahmetransaktionen von Schweizer KMU im Jahr 2017 unter die Lupe genommen. Auf den Prüfstand kamen Transaktionen von Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern, einem Umsatz von mehr als zehn Millionen Franken und einem Börsenwert zwischen fünf und 500 Millionen Franken.
Der Studie "Schweizer KMU: M&A-Aktivitäten 2017"
ist zu entnehmen, dass im letzten Jahr 141 schweizerischen KMU, die den Kriterien entsprechen, die Unabhängigkeit an Konkurrenten oder Investoren abgegeben haben. Das sei ein Anstieg von acht Prozent, der hauptsächlich auf inländische Käufer zurückzuführen sei, die 71 Transaktionen abgewickelt hätten. Das entspreche einem Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Übernahmen von KMU durch ausländische Unternehmen sei hingegen nur von 69 auf 70 Transaktionen gestiegen.
In der ICT-Branche werden 24 KMU genannt, von denen
15 ihre Eigenständigkeit ins Ausland abgegeben haben und neun im Inland neue Besitzer gefunden haben. Zudem listet Deloitte drei Schweizer ICT-KMU, die letztes Jahr im Ausland zugekauft haben.
Als Beispiele seien hier nur der Genfer IT-Sicherheitsspezialist Wisekey genannt, der den St. Galler Konkurrenten Quovadis gekauft
hat; an die Fusionierung des Zürcher Online-Versicherungsbroker Knip mit dem niederländischen Vergleichsportal Komparu zur Digital Insurance Groupe
erinnert oder die Übernahme des Geschäftsfeld Kartenakzeptanz und -verarbeitung (Acquiring- und Terminal-Geschäft) der zur Aduno Gruppe gehörenden Aduno SA, die an die zur SIX-Gruppe gehörenden SIX Payment Services
verkauft wurde.
Übrigens hält die Studie fest, dass insgesamt die ausländischen Käufer hauptsächlich aus Nordamerika und Deutschland kamen. Auf dem dritten Platz rangieren französische Käufer. Käufer aus China hätten nur eine Transaktion getätigt. "Chinesische Investoren haben in den vergangenen Jahren bei den KMU-Transaktionen hierzulande nie eine bedeutende Position eingenommen. Sie haben vielmehr in grössere Unternehmen investiert. Nachdem die chinesische Regierung die Unternehmen im letzten Jahr zu vorsichtigeren Investitionen ermahnt hat, hat die Bedeutung noch weiter abgenommen", kommentiert Deloitte diese Entwicklung. (vri)
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