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Glossar Notbeleuchtung
Begriffe
- Adaptation
Unter Adaptation des Auges (aptare, lat.: „anpassen“) versteht man die Anpassungsvorgänge an die vorwiegenden Leuchtdichten im Gesichtsfeld.
- Akkumulator (Akku)
Ein Akku bzw. Akkumulator (cumuls, lat: „Haufen“) ist ein wieder aufladbarer Speicher für elektrische Energie auf elektrochemischer Basis. Er ist somit eine Ausführungsform galvanischer Zellen.
- Akkumulatorladeeinrichtung
Teil der Einrichtung, der den Akkumulator aus der allgemeinen Stromversorgung lädt.
- Antipanikbeleuchtung (in einigen Ländern als "Open area anti panic lighting" bekannt)
Teil der Sicherheitsbeleuchtung, der der Panikvermeidung dienen soll, und der es Personen erlaubt, eine Stelle zu erreichen, von der aus ein Rettungsweg eindeutig als solcher erkannt werden kann.
- Antipanik Bereich
Bereiche mit nicht gekennzeichneten Rettungswegen in Hallen grösser 60 m2, oder kleinere Flächen, wenn dort ein zusätzliches Risiko gegeben ist, wie z.B. die Nutzung durch eine grössere Menschenansammlung (über 100 Personen, siehe Brandschutznorm 1-03d Art. 12c).
- Augendusche
Die Augendusche ist eine technische Einrichtung zur Ersten Hilfe (Notdusche). Mit Hilfe der Augendusche können die Augen (und natürlich das Gesicht) gespült werden, um Fremdkörper zu entfernen oder Kontaminationen zu verdünnen, bis ein Arzt zu Weiterbehandlung eingreifen kann.
- Autarke Sicherheitsleuchte
Leuchten, die ausschliesslich für Notbetrieb konzipiert sind.
- Autonomie
Siehe Bemessungsbetriebsdauer – Akku / Batterie.
- Azimutwinkel
Der, oder auch das Azimut (as sumut, arab.: „die Wege“) beschreibt und gibt den Horizontalwinkel an.
- Batterie
Elektrische Energiequelle aus zwei oder mehreren miteinander verbundenen Zellen (siehe IEC 60050-486-01-03). Umgangssprachlich werden auch Akkumulatoren als Batterien bezeichnet.
- Batterieladeeinrichtung
Teil der Einrichtung, der die Batterie aus der allgemeinen Stromversorgung lädt.
- Beleuchtung
Das Wort Beleuchtung bezeichnet eine optische Ausleuchtung und Erhellung eines Raumes oder Objektes mit Kunstlicht.
- Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke E ist ein Mass für das auf eine Fläche auftreffende Licht. Ihre Einheit ist Lux [lx] (lux, lat.: „das Licht“). Sie nimmt mit der Entfernung der Lichtquelle von der Fläche ab. Bei doppelter Entfernung verteilt sich das Licht auf die vierfache Fläche. Entsprechend reduziert sich die Beleuchtungsstärke auf ein Viertel.
- Bemessungsbetriebsdauer – Akku / Batterie
Vorgesehene Zeitdauer, während der die Verbraucher gespeist werden können, wobei das System innerhalb festgelegter Spannungsgrenzen bleibt.
- Bemessungsdauer des Notbetriebs
Vom Hersteller angegebene Zeit, bei der der Bemessungslichtstromfaktor des Vorschaltgerätes im Notbetrieb erreicht wird.
- Bereitschaftsschaltung
Die Sicherheitsleuchten sind nur bei Netzausfall in Funktion. Sie werden aus einer Ersatzstromquelle gespeist. (Vergleiche "Dauerschaltung").
- Bezugsebene
Eine Bezugs- oder Referenzfläche ist eine gedachte Fläche, auf die sich Berechnungen oder Messungen beziehen.
- Bleiakku / Bleibatterie
Sekundärbatterie, deren Elektroden hauptsächlich aus Blei hergestellt sind und deren Elektrolyt aus verdünnter Schwefelsäure (H2SO4) besteht (siehe IEC 60050-486-01-04).
- Blendungsbegrenzung
Massnahmen, welche die Blendung auf ein zulässiges Mass beschränken. Meistens geschieht dies durch Abschirmung der Lampen in Richtung des Beobachters oder durch Vergrösserung der leuchtenden Flächen der Leuchten.
- Brandmeldeanlage
Eine Brandmeldeanlage ist die Gesamtheit aller Einrichtungen, die selbsttätig einen entstehenden Brand feststellt, gefährdete Personen alarmiert und weitere geeignete Massnahmen einleitet. Sie besteht aus der Brandmeldezentrale, Brand- und Handfeuermeldern, Alarmierungs- und Übertragungseinrichtung, Brandfallsteuerung sowie Feuerwehrbedien- und Anzeigeteil.
- Brauchbarkeitsdauer
Zeitspanne, während der, bei vorgegebener Beanspruchung und Einhaltung der Wartungsvorschriften, die festgelegten Grenzwerte eingehalten werden. Brandmelder Ein Brandmelder ist im Sinne dieser Bestimmungen ein punktförmiger Teil einer Brandmeldeanlage, der das Vorhandensein einer oder mehrerer Brandkenngrössen ständig oder in kurz aufeinanderfolgenden Zeitintervallen selbsttätig misst. Brandmelder werden nach ihrer für eine Brandmeldung auszuwertenden Kenngrösse (Erkennungsprinzip) wie Rauch, Wärme oder Flamme, unterschieden. Andere Detektierungseinrichtungen sind unter Ziffer «Sonderanwendungen» erwähnt.
- Brandbekämpfungseinrichtungen
Brandbekämpfungseinrichtungen, wie Feuerlöscher, Wandhydranten, Löschdecken und sonstige Löschgeräte, dienen in erster Linie der Selbsthilfe bei der Brandbekämpfung durch anwesende Personen und müssen gut sichtbar und leicht zugänglich angeordnet werden.
- Brandschottung
Brandschott oder Brandabschottung ist die Bezeichnung für technische Massnahmen unter Einsatz geeigneter Mittel, Wand- oder Deckendurchbrüche fürhaustechnische Installationsleitungen (Rohrdurchführungen, -leitungen, Elektroinstallationen), derart abzuschotten, dass es zu keiner Ausbreitung des Feuers in benachbarte Brandabschnitte kommt.
- Dauerschaltung
Die Sicherheitsleuchten sind immer in Funktion. Sie werden aus dem Netz und bei Netzausfall aus einer Ersatzstromquelle gespeist. (Vergleiche "Bereitschaftsschaltung").
- Einzelakku / Einzelbatterie
Leuchte in Dauerschaltung oder Bereitschaftsschaltung für die Notbeleuchtung, in der sämtliche Teile wie Akku / Batterie, Lampe, Steuereinheit sowie Prüf- und Überwachungseinrichtungen, enthalten und in der Leuchte oder ihrer unmittelbaren Umgebung angeordnet sind.
- Elektrolyt
Flüssiger oder fester Stoff mit beweglichen Ionen, die den Stoff Ionen leitend machen (siehe IEC 60050-486-02-19), ist Teil eines Akku / Batterie.
- Elektromagnetische Verträglichkeit
Die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) ist eine durch magnetische und elektrische Felder verursachte Beeinflussung der Funktionalität von Geräten. Alle elektronischen Geräte erzeugen elektromagnetischer Störungen und können sich gegenseitig beeinflussen.
- Entladung (Akku / Batterie)
Vorgang, bei dem ein Akkumulator / Batterie Strom durch Umwandlung von chemischer in elektrische Energie in einen äusseren Stromkreis liefert (siehe IEC 60050-486-01-12).
- Ersatzbeleuchtung
Teil der Notbeleuchtung, der vorgesehen ist, um notwendige Tätigkeiten im Wesentlichen unverändert fortsetzen zu können.
- Ersatzstromversorgung / Ersatzstromquelle
Ist eine Stromversorgungsanlage, die dazu bestimmt ist, die Funktion einer Anlage bei Unterbrechung der normalen Stromversorgung aufrechtzuerhalten.
- Evakuierungsmassnahmen
Sind Massnahmen zu Räumung eines Gebietes von Menschen. Evakuierung oder Evakuation (evacuare, lat.: „ausleeren“).
- Farbwiedergabe
Die Farbwiedergabe einer Lampe kennzeichnet die farbliche Wirkung, die ihr Licht auf farbigen Gegenständen oder Personen hervorruft. Sie wird mit dem allgemeinen Farbwiedergabe-Index Ra bewertet. Er gibt an, wie natürlich Farben im Licht einer Lampe wiedergegeben werden.
- Fernschaltmöglichkeit / Fernschaltung
Möglichkeit einer Notleuchte mit Einzelakku / Einzelbatterie, die von einem Fernbedienungsgerät ausser Betrieb genommen wird, wenn die allgemeine Stromversorgung anliegt und die Leuchte in dem Fall, wenn die allgemeine Stromversorgung gestört ist, nicht in den Batteriebetrieb umschaltet.
- Fernausschaltvorrichtung
Vorrichtung für die Fernausschaltung einer Leuchte, die zu einer Notbeleuchtungsanlage gehört.
- Feuerlöscheinrichtungen
Feuerlöscheinrichtungen sind tragbare oder fahrbare Feuerlöscher, ortsfeste Anlagen - insbesondere Sprinkleranlagen, Sprühwasserlöschanlagen, Pulverlöschanlagen, Schaumlöschanlagen, Kohlendioxid (CO2)-Löschanlagen, Feuerlösch-Schlauchanschlusseinrichtungen (Wandhydranten, Einspeiseeinrichtung und Entnahmestelle für Steigleitungen) - oder Löschfahrzeuge. Als Feuerlöscheinrichtungen gelten auch gefüllte Löschsand- oder Löschwasserbehälter mit geeignetem Gerät zur Brandbekämpfung, Löschdecken und Löschbrausen.
- Feuerwiderstandsdauer
Die Feuerwiderstandsdauer (auch Brandwiderstand) eines Bauteils steht für die Dauer, während der ein Bauteil im Brandfall seine Funktion behält.
- Flucht- und Rettungsplan
Die graphische Darstellung von Gebäuden jeglicher Art oder Teilen von diesen im Grundriss. Er dient zur Darstellung der Flucht- und Rettungswege, der Erste-Hilfe-Einrichtungen und der brandschutztechnischen Einrichtungen für die Selbsthilfe sowie der Regeln für das Verhalten im Brandfall und bei Unfällen.
- Fluchtweg / Rettungsweg
Ein Fluchtweg ist ein besonders gekennzeichneter Weg, der Personen zur Verfügung steht, der im Falle einer notwendigen Flucht von einer beliebigen Stellen in Bauten und Anlagen schnell und sicher ins Freie oder in einen gesicherten Bereich führt.
- Funktionserhalt
Der Funktionserhalt sagt aus, wie lange eine Installation im Brandfall noch funktionieren muss. Die Aussage bezieht sich auf das Verhalten der gesamten Kabelanlage inklusive Befestigungsmaterial und nicht nur auf die Kabel. Der Funktionserhalt wird gekennzeichnet mit E (z.B. E60 = Funktionserhalt 60 Minuten). Während der vorgeschriebenen Dauer darf weder ein Kurzschluss noch ein Unterbruch entstehen.
- Gefährdung
Eine Gefährdung als technischer Begriff bedeutet die Möglichkeit, dass ein Schutzgut (Person, Tier, Sache oder natürliche Lebensgrundlage) räumlich und/oder zeitlich mit einer Gefahrenquelle zusammentreffen kann. Das Wirksamwerden der Gefahr führt zu einem Schaden, etwa zu einer Verletzung, Erkrankung, Tod, Funktionseinbussen oder Funktionsverlust.
- Gefährdungsermittlung
Sie ist das systematische Verfahren zur Untersuchung aller Arbeitsaspekte und zur Beurteilung von Gesundheits- und Sicherheitsgefährdungen der Arbeitnehmenden, die aus den Gefahren am Arbeitsplatz resultieren.
- Geschaltete Dauerschaltung
Die Sicherheitsleuchten sind grundsätzlich immer in Funktion. Sie werden aus dem Netz und bei Netzausfall aus einer Ersatzstromquelle gespeist. Bei Netzbetrieb wird die Leuchte mit der Allgemeinbeleuchtung ein- und ausgeschaltet. Die Schaltung darf den Notbetrieb nicht unterbrechen. (Vergleiche "Bereitschaftsschaltung und Dauerschaltung").
- Gruppenbatterieanlagen
Die sogenannten Low Power System Anlagen (LPS) weisen eine begrenzte Ausgangsleistung auf. Sie besteht aus ortsfesten Batterien, die in geschlossener oder verschlossener Bauart ausgestattet sein können, mit einer Lade- und Kontrolleinrichtung. Die Gruppenbatterie versorgt von einem zentralen Notstromversorgungssystem die notwendigen Rettungs- und Sicherheitsleuchten in Dauer- oder Bereitschaftsschaltung bei begrenzter Leistungsaufnahme von 1500W bei 60 Min. Nennbetriebsdauer gemäss Schweizer Praxis.
- Handfeuerlöscher
Sind tragbare Feuerlöscher, welche von Hand bedient werden können und im betriebsbereiten Zustand eine Masse von maximal 20kg aufweisen.
- Handfeuermelder
Ein Handfeuermelder ist Teil einer Brandmeldeanlage, mit dem ein Brandalarm von Hand ausgelöst werden kann.
- Instandhaltung
Gesamtheit der Massnahmen (Funktionskontrollen, Wartung, Instandsetzung) zur Bewahrung und Wiederherstellung der vorgeschriebenen ursprünglichen Wirksamkeit, sowie zur Feststellung und Beurteilung des aktuellen Zustands von Notbeleuchtungsanlagen.
- Instandsetzung (Störungsbehebung)
Massnahme zur Wiederherstellung der ursprünglichen Wirksamkeit von Notbeleuchtungsanlagen.
, Integrierte Notleuchte Bei integrierten Leuchtensystemen ist die Sicherheitsbeleuchtung, separates Leuchtmittel für den Notbetrieb, als getrennte Einheit in eine Leuchte für die Allgemeinbeleuchtung integriert.
- Klaustrophobie
Klaustrophobie (claustrum, lat.: „Käfig“; f?ß?? phóbos, gr.: „Furcht“, „Phobie“), in der Fachsprache auch Raumangst genannt, ist eine spezifische („isolierte“) Angststörung. Sie äussert sich bei Betroffenen als Angst vor dem (selbst wenn nur gefühlten) Eingesperrt sein oder vor der blossen Präsenz in engen/abgeschlossenen Räumen.
- Kombinierte Notleuchte
Ist eine Leuchte bei der mindestens eine Lichtquelle sowohl im Not- als auch im Netzbetrieb aktiv ist. Die kombinierte Notleuchte ist auch Teil der Allgemeinbeleuchtung. Eine kombinierte Notleuchte ist entweder für Dauerschaltung oder für Bereitschaftsschaltung ausgelegt.
- Kommandozentralen
Eine Kommandozentrale ist ein Gebäude, Raum, Zelt oder eine sonstige, speziell eingerichtete Örtlichkeit, welche dazu dient, technische Vorgänge zentral zu steuern und zu koordinieren.
- Konformitätserklärung
Die Konformitätserklärung ist eine schriftliche Bestätigung am Ende einer Konformitätsbewertung, mit der der Verantwortliche (z.B. Hersteller, Händler) für ein Produkt. Die Spezifizierung der Eigenschaften erfolgt in der Regel durch die Angabe von Normen, die das Produkt einhält.
- Kontrolleinrichtung / -anzeige
Einrichtung, die prüft und anzeigt, dass die Batterie geladen wird, das Leuchtmittel i.O. ist und die Elektronik funktionstüchtig ist.
- Ladeeinrichtung
Einrichtung, die die Akku -/ Batterieladung aufrechterhält und den Akku / die Batterie innerhalb einer vorgegebenen Zeit wieder auflädt.
- Ladezeit
Die benötigte Zeit für den Vorgang, bei dem ein komplett entladener Akkumulator aus einem äusseren Stromkreis elektrische Energie aufnimmt, welche in chemische Energie umgewandelt wird (siehe IEC 60050-486-01-11) bis zur kompletten Ladung des Akkumulators.
- Leuchtdichte
Die Leuchtdichte ist das fotometrische Mass für das, was Menschen als Helligkeit wahrnehmen, also für die Lichtstärke pro Fläche. Die Leuchtdichte wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m²) berechnet.
- Lichtmenge
Als Lichtmenge bezeichnet man die photometrisch gewichtete Strahlungsenergie, berechnet als Integral des Lichtstroms über der Zeit. Die Lichtenergie wird in der Einheit Lumensekunde (lm s) bzw. Talbot oder Lumberg angegeben.
- Lichtstrom
Der Lichtstrom ist die fotometrische Entsprechung zur Strahlungsleistung. Er ist also eine lichttechnische Grösse und berücksichtigt die Wellenlängenabhängigkeit der Empfindlichkeit des menschlichen Auges (V-Lambda-Kurve).
- Lichtstärkeverteilung
Die Lichtstärkeverteilung beschreibt die räumliche Verteilung der Lichtstärke. Form und Symmetrie der Lichtstärkeverteilung kennzeichnen tief- und breitstrahlende bzw. symmetrisch und asymmetrisch strahlende Leuchten. Zur Darstellung dient die Lichtstärkeverteilungskurve (LVK).
- Nennbetriebsdauer
Als Nennbetriebsdauer wird der Zeitraum bezeichnet, in dem die Sicherheitsbeleuchtung ab dem Wegfall der allgemeinen Stromversorgung noch leuchtet. Die Werte (1 und 3 Stunden) werden von der Norm vorgegeben. Die Ersatzstromquelle muss entsprechend dimensioniert sein.
- Netzausfall
Unter einem Netzausfall versteht man eine unbeabsichtigte Unterbrechung der Versorgung mit Elektrizität.
- Netzbetrieb / Normalbetrieb
Zustand einer Notleuchte, wenn die allgemeine Stromversorgung anliegt. Bei einer Störung der allgemeinen Stromversorgung schaltet die Notleuchte automatisch in den Notbetrieb um. Netzüberwachung Einrichtung zur Überwachung eines Netzfehlers der allgemeinen Stromversorgung.
- Netzersatzanlagen (NEA)
Eine Netzersatzanlage (Stromerzeugungsaggregat, Notstromaggregat) ist eine Einrichtung, die aus vorhandenen Ressourcen elektrischen Strom erzeugt, um insbesondere von Stromnetzen unabhängig zu sein. Ein Antriebsaggregat, meistens eine Verbrennungskraftmaschine (z.B. Diesel- oder Benzinmotor) und ein Generator zur Stromerzeugung bilden hierbei eine Einheit.
- Nickel-Cadmium Batterie
Alkalische Batterie, deren positive Masse hauptsächlich aus Nickel und deren negative Masse hauptsächlich aus Cadmium besteht (siehe IEC 60050-486-01- 07). Der Elektrolyt ist Kalilauge (KOH).
- Nickel-Metallhydrid
Ein Nickel-Metallhydrid-Akkumulator (NiMH) ist ein Akkumulator mit einer positiven Elektrode aus Nickel(II) -hydroxid und einer negativen Elektrode aus einem Metallhydrid besteht.
- Notausgang
Ein Notausgang oder Notausstieg ist ein Ausgang aus einem Bauwerk, der direkt ins Freie oder einem gesicherten Bereich führt, der in Notfällen benutzt werden soll.
- Notbeleuchtung
Beleuchtung, die bei Störung der Stromversorgung der allgemeinen künstlichen Beleuchtung wirksam wird.
- Notbetrieb
Zustand einer Notleuchte welche die Beleuchtung durch Speisung aus einer Ersatzstromquelle sicherstellt, wenn die allgemeine Stromversorgung gestört ist.
- Ortskundige Person
Ist eine Person, die sich im Gebäude sehr gut auskennt und Kenntnisse darüber besitzt und ausgebildet bezüglich Verhalten in Gefahrensituationen.
- Paniksituation
Paniksituation ist ein Zustand intensiver Angst vor einer tatsächlichen oder angenommenen Bedrohung. Sie ist eine starke Stressreaktion des Organismus auf eine oft unerwartete und erschreckende Situation und geht einher mit vielfältigen vegetativen und körperlichen Symptomen. Dabei kann es unter Umständen zu einer Einschränkung der höheren menschlichen Fähigkeiten kommen.
- Phasenausfallerkennung
Einrichtung, die die allgemeine Stromversorgung überwacht, und bei Ausfall der allgemeinen Stromversorgung an einem der überwachten Stromkreise automatisch auf die Notstromversorgung umschaltet.
- Physiologischer Blendung
Ist eine Form von Blendung, welche die Wahrnehmung von visueller Information technisch messbar reduziert. Sie wird durch Streulicht innerhalb des Auges verursacht, welches die wahrnehmbaren Kontraste durch seine Schleierleuchte reduziert.
- Pigment
Pigmente (pigmentum, lat.: „Farbe“, „Schminke“) sind farbgebende Substanzen, die technisch verwendet werden. Im Gegensatz zu Farbstoffen sind Pigmente jedoch im Anwendungsmedium unlöslich. Anwendungsmedium bezeichnet dabei den Stoff, in den das Pigment eingearbeitet wird, beispielsweise einen Lack oder einen Kunststoff. Farbstoffe und Pigmente gehören gemeinsam zu den Farbmitteln und können anorganisch oder organisch, bunt oder unbunt sein.
- Reflexion
Reflexion (reflectere, lat.: „zurückbeugen“, „drehen“) bezeichnet in der Physik das Zurückwerfen von Wellen (elektromagnetischen Wellen, Schallwellen, etc.) an einer Grenzfläche, an der sich der Wellenwiderstand oder der Brechungsindex des Mediums ändert.
- Response time
Zeitspanne zwischen Ausfall der Allgemeinbeleuchtung und dem Erreichen des vorgeschriebenen Beleuchtungsniveaus der Notbeleuchtung.
- Rettungsweg / Fluchtweg
Ein Fluchtweg ist ein besonders gekennzeichneter Weg, der Personen zur Verfügung steht, der im Falle einer notwendigen Flucht von einer beliebigen Stellen in Bauten und Anlagen schnell und sicher ins Freie oder in einen gesicherten Bereich führt.
- Schaltgerätekombination (Elektroverteilung)
Elektroinstallations-Verteiler, umgangssprachlich auch Verteilerkasten oder Sicherungskasten genannt, sind meist verschliessbare Kästen, in denen Sicherungs- und Schaltelemente zur Verteilung von elektrischer Energie im Bereich des Niederspannungsnetzes untergebracht sind. Sie werden im Fachjargon auch als Verteilung bezeichnet und befinden sich in praktisch jedem elektrifizierten Gebäude.
- Schutzziel
Schutzziele sind Aussagen bzw. Definitionen über ein Sicherheitsniveau, welches im Minimum erreicht werden soll. Das Schutzziel ist die nach dem Stand der Technik bestmögliche Wahrung der körperlichen Unversehrtheit anwesender Personen.
- Sicherer Bereich
Platz, an dem Personen keiner Gefahr ausgesetzt sind.
- Sicherheitsbeleuchtung
Teil der Notbeleuchtung, der Personen das sichere Verlassen eines Bereiches/Gebäudes ermöglicht, oder der es Personen ermöglicht, vor dem Verlassen einen potentiell gefährlichen Arbeitsablauf zu beenden.
- Sicherheitsbeleuchtung für Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung
Teil der Sicherheitsbeleuchtung, der der Sicherheit von Personen dienen soll, die sich in potentiell gefährlichen Arbeitsabläufen oder Situationen befinden und der es ermöglicht, notwendige Abschaltmassnahmen zur Sicherheit des Bedienungspersonals und anderer in den Räumlichkeiten befindlicher Personen zu treffen.
- Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege
Teil der Sicherheitsbeleuchtung, der es ermöglicht, Rettungseinrichtungen eindeutig zu erkennen und sicher zu benutzen oder einen Ort sicher zu verlassen.
- Sicherheitskonzept
Ein Sicherheitskonzept (Abkürzung SiKo) stellt im Allgemeinen eine Analyse, Definitionen und Massnahmen möglicher Angriffs- und Schadenszenarien dar mit dem Ziel, ein entsprechendes Schutzniveau zu erreichen.
- Sicherheitsleitsystem - optisch
Optische Sicherheitsleitsysteme sind durchgehende Leitsysteme, die mit Hilfe optischer Kennzeichnungen und Richtungsangaben einen sicheren Fluchtweg vorgeben.
- Sicherheitsleitsystem – lang nachleuchtend
Ein lang nachleuchtendes Sicherheitsleitsystem ist ein optisches Sicherheitsleitsystem, das aus lang nachleuchtenden Komponenten besteht, die nach Anregung durch Licht ohne weitere Energiezufuhr nachleuchten.
- Sicherheitsleitsystem – elektrisch betrieben
Ein elektrisch betriebenes Sicherheitsleitsystem ist ein optisches Sicherheitsleitsystem, das elektrisch betrieben und durch eine Stromquelle für Sicherheitszwecke gespeist wird.
- Sicherheitsleitsystem - dynamisch
Ein dynamisches Sicherheitsleitsystem ist ein optisches Sicherheitsleitsystem, das seine Richtungsangaben ändern kann, indem es z. B. im Bedarfsfall automatisch auf eine konkrete Brandmeldung mit der Änderung der Fluchtrichtungsanzeige reagiert.
- Sicherheitsstromversorgung
Versorgungseinrichtung für Sicherheitszwecke, welche die Funktion von Betriebsmitteln aufrechterhält und unerlässlich ist:
- für die Sicherheit und Gesundheit von Personen,
- zur Vermeidung von schweren Umweltschäden,
- Vermeidung von Schäden an Betriebsmitteln
- Sicherheitszeichen
Zeichen, das mittels einer Kombination von Farbe und geometrischer Form eine allgemeine Sicherheitsinformation vermittelt und das durch die Hinzufügung eines graphischen Symbols eine spezielle Sicherheitsinformation vermittelt.
- Sicherheitszeichen beleuchtet
Zeichen, das, wenn es erforderlich ist, von einer externen Lichtquelle beleuchtet wird.
- Sicherheitszeichen hinterleuchtet
Zeichen, das, wenn es erforderlich ist, von einer internen Lichtquelle beleuchtet wird.
- Sicherheitszeichen nachleuchtend
Zeichen, die sofort nach Ausfall der Allgemeinbeleuchtung eine bestimmte Zeit nachleuchten.
- Sicherheitszeichen unbeleuchtet
Zeichen, das unbeleuchtet ist.
- Stroboskopischer Effekt
Bewegungstäuschung, die darin besteht, dass bewegte Gegenstände ruhend oder in einem anderen als dem tatsächlichen Bewegungszustand erscheinen, wenn sie durch periodisch verändertes Licht beleuchtet werden.
- Stromkreisüberwachung
Bei Stromkreisüberwachung wird eine ganze Notleuchtgruppe von einer zentralen Stelle überwacht.
- Stromquelle
Mit Stromquelle bezeichnet man umgangssprachlich ein Gerät, das elektrische Energie zur Verfügung stellt.
- Stromversorgung
Die Stromversorgung ist Teil der Elektrizitätswirtschaft und umfasst alle Einrichtungen und Tätigkeiten, die für die Belieferung der Verbraucher mit elektrischer Energie erforderlich sind.
- Tableau
Schaltgerätekombination, elektrischer Verteiler, gemäss NIN Kapitel <ip-pii>.
- Tiefentladungsschutz
Selbsttätige Einrichtung, die den Notbetrieb abschaltet, sobald die Batteriespannung einen bestimmten Wert unterschreitet. Zu tiefes Entladen kann zur Schädigung der Akkus resp. Batterien führen.
- Umschaltvorgang / -kriterien
Automatische Verbindung der Lampe mit der Stromversorgung der Notbeleuchtung, sobald in der Stromversorgung der Allgemeinbeleuchtung eine Störung auftritt, und die automatisch wieder zur Stromversorgung der Allgemeinbeleuchtung zurückverbunden wird, wenn diese wiederhergestellt ist Umschaltwert Ist der definierte Wert unter der Bemessungsspannung in Abhängigkeit der Zeit, wo das Umschalten vom Normalbetrieb auf die Ersatzstromquelle erfolgt. Umschaltzeit Zeitspanne zwischen Ausfall der Allgemeinbeleuchtung und dem Einschalten der Notbeleuchtung.
- Unterverteilung
Die Unterverteilung, auch Niederspannungsunterverteilung (NSUV) genannt, ist nach dem Hausanschlusskasten oder einer Zähleranschlusssäule die erste Aufteilungsstelle im Gebäude und befindet sich in der Regel im Keller oder im Hausanschlussraum. In der Unterverteilung sind Stromzähler und gegebenenfalls Rundsteuerempfänger eingebaut.
- Wartung
Vorbeugende Massnahmen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft und zur Erhaltung des Schutzwertes von Sicherheitsanlagen. Wartungsarbeiten werden in regelmässigen Zeitabständen durchgeführt.
- Wartungsfaktor
Der Wartungsfaktor ist definiert als das Verhältnis vom Wartungswert zum Anfangswert der Beleuchtungsstärke.
- Wartungswert
Der Wartungswert beschreibt den Wert der vorgeschriebenen Mindest- Beleuchtungsstärke, der nicht unterschritten werden darf, trotz Verschmutzung und Alterung der Lichtquelle.
- Wasserlöschposten
Wasserlöschposten sind fest installierte, dauernd an der Wasserleitung angeschlossene Löscheinrichtungen.
- Zentrale Notbeleuchtungsanlage
Bei einer zentralen Notbeleuchtungsanlage kommt eine Sicherheitsbeleuchtungsanlage, deren Leuchten bei Netzausfall von einer zentralen Gruppenbatterieanlagen (LPS) oder Zentralbatterieanlagen (CPS) versorgt werden, zum Einsatz. Die verwendeten Leuchten enthalten dabei keinen eigenen Akkumulator und werden bei einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung ausschliesslich durch die zentrale Notbeleuchtungsanlage versorgt.
- Zentralbatterie
Die Central Power System Anlagen (CPS) weisen keine begrenzte Ausgangsleistung auf. Sie besteht aus ortsfesten Batterien, die in geschlossener oder verschlossener Bauart ausgestattet sein können, mit einer Lade- und Kontrolleinrichtung. Die Zentralbatterie versorgt von einem zentralen Notstromversorgungssystem die notwendigen Rettungszeichen- und Sicherheitsleuchten in Dauer- oder Bereitschaftsschaltung mit 60 Min. Nennbetriebsdauer gemäss Schweizer Praxis.