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Kultur & Kongresszentrum Pontresina
Schon 1972 befasste man sich in Pontresina mit dem Bau eines neuen Saales. Ein damals ausgeschriebener Architektenwettbewerb umfasste den Bau von Wohnungen, Räumlichkeiten für die Gemeindeverwaltung, ein Informationszentrum, einen Vereinssaal und von Tiefgaragen. Das ganze Projekt scheiterte aber an den für damalige Verhältnisse ausserordentlich hohen Kosten.
1983 entschied eine Gemeindeversammlung, dass das Saalbauproblem auf dem Gelände in Pros das Sudà weiterzuverfolgen sei. Ein Jahr später wurde erneut ein Architektenwettbewerb für ein Gebäude auf eben diesem Grundstück ausgeschrieben. Das neue Wettbewerbsprogramm umfasste ein Touristik- und Informationszentrum, einen Plenarsaal mit zugehörigen Seminarräumen und eine grosse Tiefgarage. Aus 25 Projekten entschied sich die Jury für das Projekt "La Fibla" des Churer Architekten H.P. Menn. Finanzielle Probleme liessen auch dieses Bauvorhaben wieder einschlafen. Erst als sich die Gemeinde definitiv für ein Verkehrs- und Parkierungskonzept entschied, kam auch das Projekt "La Fibla" wieder auf den Tisch.
1992 wurde das erste Parkhaus Mulin mit rund 185 Parkplätzen realisiert. Um das zweite Parkhaus Laret (heute Parkhaus Rondo) ebenfalls bauen zu können, wurde auch das auf diesem Parkhaus vorgesehene Kongresszentrum projektiert. Das einheimische Ingenieurbüro Edy Toscano AG wurde mit Projektierung und Realisierung für die zwei Parkhäuser beauftragt. Dem Architekturbüro H.P. Menn in Chur wurde 1994 der Auftrag für die Projektierung des zu erstellenden Kongress-, Informations- und Kulturzentrums erteilt. Eine Saalbaukommission, bestehend aus Vertretern aller interessierten Vereine und Gruppierungen, begleitete die Entwicklung des Projektes und des Baus.
Baubeginn war am 20. April 1995. Einen Tag nach der Gemeindeversammlung, an welcher der Kreditbeschluss für den Bau des Rondos gefällt worden ist. Das Parkhaus Rondo konnte bereits im Dezember 1996 eröffnet werden. Das Kongress-, Informations- und Kulturzentrum wurde erst im Dezember 1997 eröffnet. Die Kosten für den Bau des Parkhauses und des Kongresszentrums setzten sich aus dem Kreditbeschluss vom 19. April 1995 über 24,84 Millionen Franken und dem Nachtragskredit vom 28. August 1997 über 1,2 Millionen Franken zusammen.