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Informationen zu den Reisezielen
Beauraing / B
Die hl. Jungfrau hat sich hier dreiunddreissigmal fünf Kindern gezeigt und mit ihnen gesprochen. Sie offenbarte sich als die Unbefleckte und als Königin des Himmels und äusserte den Wunsch, eine Kapelle zu erbauen. Beim Abschied breitete sie die Arme aus und ein goldenes Herz wurde sichtbar: "Liebt ihr meinen Sohn? Liebt ihr mich? Dann opfert euch auf!" Dieser Gnadenort wird als das belgische Fatima bezeichnet.
London / GB
Schon in vorrömischer Zeit befand sich auf dem Gebiet des heutigen Londons eine keltische Siedlung. Im 1. Jh. n. Chr. setzten sich die Römer am Nordufer der Themse fest und schlugen an der Stelle der heutigen London Bridge eine Brücke, die viele Jahrhunderte lang den einzigen Flußübergang bildete. Am Ostrand der von einer Stadtmauer umgebenen Stadt, der jetzigen City, erbauten die Normannen gegen Ende des 11. Jh. die Festung „The Tower“, die bis ins 16. Jh. (neben dem Westminsterpalast) die Residenz der englischen Könige war. Dann verlegte Heinrich VIII. sie in den Whitehallpalast und der Tower wurde zum gefürchteten Staatsgefängnis. 1666 zerstörte das „Große Feuer“ fast die ganze City. Sir Christopher Wren, der Erbauer der Paulskathedrale, versuchte vergeblich, seinen nach modernen Gesichtspunkten ausgerichteten Neubauplan in die Tat umzusetzen: Die neuen Bauten entstanden entlang den mittelalterlichen, unregelmäßig verlaufenden Straßen. So ist noch heute der Stadtplan der City so unübersichtlich, wie er es im Mittelalter war. Seit dem 16. Jh. wuchs London immer weiter über die alten Stadtmauern hinaus, besonders in westlicher Richtung, und die City ist heute fast ausschließlich den großen Banken und Geschäftsgebäuden vorbehalten. Als königliche Residenz diente im Mittelalter neben dem Tower der (bis auf die Westminster Hall verschwundene) Westminsterpalast, dann der Whitehall Palace und von 1698 bis 1837 der St. James's Palace. Seitdem residieren die britischen Souveräne im Buckinghampalast. Auf der Stadtrundfahrt fahren wir vorbei an der Tower-Bridge, der Westminster-Abbey, Big Ben, Buckingham-Palast, Parlament, Piccadilly-Circus, Hyde-Park. Unser Besuch gilt vor allem dem Tower of London, wo der hl. Thomas More durch König Heinrich VIII. unschuldig gefangen gehalten und hingerichtet wurde. Hl. Messe in der Westminster Cathedral, der kath. Hauptkirche Londons.
Irland
Irische Hochkreuze: Zwischen verfallenen Kirchlein und von Gras überwucherten Gräbern ragen sie auf; an uraltheiligen Stätten, wo die Dörfer ringsum noch immer ihre Toten betten, halten sie Wache; machtvolle Zeichen: Seht das Kreuz! Weichet ihr Mächte der Hölle! Zeichen vom Siege des Lichtes über Finsternis und Todesschatten. Die irischen Hochkreuze zeigen die Lebenssonne um das Todeskreuz und weisen so auf das Grundgeheimnis christlichen Glaubens hin. Mitten in jeder heiligen Messe singt oder spricht die Gemeinde ihre Zustimmung dazu aus: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Deshalb sind der Chor der Kirche und das Kreuz geostet, das heisst, sie schauen nach Osten, wo die Sonne aufgeht und von woher CHRISTUS als „Die wahre Sonne“ von den Seinen erwartet wird. Als Dankeszeichen erinnert das irische Kreuz an die heiligen Blutzeugen Kilian, Totnan und Kolonat und an viele andere Glaubensboten von der grünen Insel, die das Evangelium seit dem 7. Jahrhundert auf das europäische Festland gebracht und hier ohne Gewalt und Blutvergiessen durch ihr Lebenszeugnis verbreitet haben. Sie bauten mit am geistigen Fundament, auf dem Europa sich einigen und erneuern kann. Von den irischen Mönchen, die im deutschen Sprachraum wirkten, werden über hundert als Heilige verehrt! Unter ihnen sind besonders zu nennen: der hl. Fridolin, der Apostel der Alemannen (+ 530); der hl. Kolumban der Jüngere, ein wegweisender Regelvater des abendländischen Mönchtums, der zuerst in Burgund, dann am Oberrhein und in der Schweiz missionierte und 615 in dem von ihm gegründeten Kloster Bobbio in Oberitalien starb. Auf seinen Schüler Gallus geht das Kloster St. Gallen zurück. Der hl. Kilian, der Apostel der Franken, erlitt mit seinen Gefährten Kolonat und Totnan 689 in Würzburg das Martyrium. Trotz der Randlage Irlands entfalten die Klöster eine weit reichende Missionstätigkeit. In die Schulen der großen Klöster von Clonmacnoise, Armagh, Aran, Bangor, Clonfert, KeIls, Glendalough, strömten Tausende von Scholaren, die unentgeltlich aufgenommen und in allen Wissenszweigen der damaligen Zeit ausgebildet wurden: in der Theologie und Philosophie, in Latein und Griechisch, in Mathematik, Geographie und Astronomie; aber auch - in Anknüpfung an die Tradition der heidnischen Druidenschulen - in der gälischen Literatur und Geschichte. Die Iren waren die geistig führende Nation in Westeuropa geworden durch die Wirren der Völkerwanderung. Es ist das große Verdienst der alten irischen Kirche, ihre Schätze des Glaubens, der Wissenschaft und der Kunst an andere Länder weitergegeben zu haben. Ptolemäus erwähnt Dublin zuerst als "wichtige Niederlassung", die er Eblana nannte. Im Jahr 448 besuchte der hl. Patrick den Ort und bekehrte viele seiner Bewohner zum Christentum. Im 8./9. Jh. bauten dänische Wikinger den Hafen aus. Sie residierten hier bis zum Jahre 1014, als es den Iren gelang, sie in der Schlacht bei Clontarf zu besiegen. 1169 fielen die Normannen ein und machten Dublin zu ihrer Zwingburg. König Henry II. von England hielt hier Hof und schenkte Dublin den Bürgern von Bristol als Kolonie. In der elisabethanischen Zeit begannen zahlreiche Volkserhebungen gegen die englische Herrschaft. Die Stadt kämpfte mit den Royalisten gegen Oliver Cromwell und unterstützte später James II. gegen Wilhelm von Oranien. Im 18. Jahrhundert erlebte Dublin seine Glanzzeit. Das Bürgertum pflegte die Architektur und die Künste. Es entstanden die breiten Alleen mit ihren georgianischen Häusern und öffentlichen Gebäuden und die malerischen Villenwohnviertel mit winzigen grünen Parkanlagen, die heute noch das Bild der Hauptstadt prägen. Im 19. Jh. wurde die "Irische Liga" gegründet, die den Anstoß zum Aufstand von 1916 gab. Am 21. Januar 1919 wurde im Parlament die Unabhängigkeit beschlossen, die den anglo-irischen Krieg auslöste. Danach war Dublin Mittelpunkt des irischen Bürgerkriegs. Heute zählt Dublin zu den schönsten Städten Westeuropas. Überall in der Stadt spürt man die frische Salzluft des nahen Meeres. Von der Innenstadt sind es nur wenige Fahrminuten zu den feinen Sandstränden und zu den beliebten Ausflugszielen in den Bergen von Wicklow.
Lisieux / F
Der zweitgrösste Wallfahrtsort Frankreichs liegt westl. von Paris in der Normandie. Es ist die Wirkungsstätte der hl. Theresia von Lisieux (1873-1897), die vom Heiligen Vater zur Kirchenlehrerin erhoben wurde. Ihre sterblichen Überreste sind in der Kirche des Karmels aufgebahrt, in dem sie bis zu ihrem Tode, 9 Jahre lang weilte. Gebrauchsgegenstände und einige sehr schöne Handarbeiten der hl. Theresia sind in einem kleinen Museum ausgestellt. Dort ist auch der unversehrte Palmzweig, der in ihrem Sarg gefunden wurde, zu sehen. Wir besuchen die wunderschöne Basilika Sainte-Thérèse, das Elternhaus „Les Buissonnets“, wo die Theresia 11 Jahre lang lebte.