Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03636.jsonl.gz/1692

High frequency of periprosthetic joint infections following Staph. aureus bacteriemia
Das Risiko eine Protheseninfektion zu entwickeln, ist aufgrund einer transienten Bakteriämie wegen einer anderen Infektion (z.B. Pneumonie, UTI) ist < 1%. Aber das Risiko für eine Protheseninfektion bei dokumentierter Staph. aureus Bakteriämie ist viel höher. Um dieses Risiko zu evaluieren, wurde eine retrospektive Studie durchgeführt. Staph. aureus Bakteriämie ist definiert als > 1 positive Blutkultur und Sepsis. Die Diagnose für einer Protheseninfektion ist: a) > 1 positive Synovialflüssigkeit, Gewebekultur und b) > 1 der Kriterien: Eiter, Fistel, histopathologisch akute Entzündung. Die Protheseninfektion wurde als hämotogen beurteilt, wenn diese > 2 Jahre nach Implantation diagnostiziert wurde.
In dieser Studie war die Rate einer Protheseninfektion nach Staph. aureus Bakteriämie 40%! Dies entspricht in etwa der Rate von zwei anderen, vorgängig publizierten Studien.
Diese Daten machen deutlich, dass Patienten mit einer inliegenden Prothese und einer Staph. aureus Bakteriämie sorgfältig nachkontrolliert werden sollten, um die Diagnose einer Protheseninfektion rasch stellen zu können, adäquat zu behandeln und so einen Wechsel der Prothese verhindern zu können.