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“Law! What do I care about law? Hain’t I got the power?”
Diese markigen Worte sind typisch für die rücksichtslose, gesetzeslose Wirtschaftszeit, in der der Unternehmer Cornelius Vanderbilt sie ausgesprochen hatte.
Jugend von Cornelius Vanderbilt
Cornelius Vanderbilt wurde 1794 in Staten Island bei New York als viertes Kind und zweiter Sohn von Cornelius van Derbilt und Phebe Hand geboren.
Der Vater war ein Bauer, der sich zusätzlich mit Bootstransporten im und um den New Yorker Hafen etwas Geld verdiente.
Mit 11 Jahren verliess Cornelius die Schule und half dem Vater im Hafen.
In den New Yorker Hafendocks ging es rauh zu und her. Hier galt das Recht des Stärkeren. Mein Einsatz gegen deinen Einsatz. Dies hat Cornelius bereits früh gelernt. Er hat sich viel geprügelt und hatte keine Zurückhaltung. Dies hat wohl aus ihm den knallharten und skrupellosen Menschen gemacht.
Bereits mit 16 Jahren konnte er sich mit einem Kredit seiner Eltern ein eigenes Segelschiff kaufen, mit dem er zwischen Staten Island und New York Menschen und Waren transportierte. Sein Geschäft lief gut und bald konnte er sich eine kleine Flotte von Schiffen kaufen.
Heirat mit der Cousine Sophia Johnson
Vanderbilt war noch nicht ganz 20 Jahre alt, als er seine Cousine Sophia Johnson heiratete.
Das Paar zug zusammen nach Manhatten in eine Pension. Mit Sophia hatte er insgesamt 13 Kinder, 4 Jungen und 9 Mädchen.
Fähr-Unternehmer und Manager
1817 wurde Vanderbilt vom schwerreichen Fährunternehmer Thomas Gibbons gebeten, ihm als Manager zu helfen, gegen ein Fähr-Monopol zwischen New Jersey und Manhattan anzukämpfen. Er willigte ein, führte aber gleichzeitig seine eigenen Geschäfte weiter.
Bei Gibbons lernte Vanderbilt, ein grosses Unternehmen zu führen. Er zog mit seiner Familie nach New Brunswick, New Jersey , eine Station auf der Gibbons-Linie zwischen New York und Philadelphia. Dort betrieb seine Frau Sophia ein profitables Wirtshaus, mit dem sie ihre Kinder ernähren, kleiden und ausbilden konnte.
Vanderbilt war erfolgreich. Nach dem Tod von Thomas Gibbons 1826 arbeitete er weiter in diesem Unternehmen bis 1829, nun für Gibbons Sohn William. Danach machte er sich ganz selbständig. Schritt für Schritt eignete er sich Schifffahrtslinien im Umkreis von New York an. Aber auch Fernverbindungen richtete er ein, so die Versorgung New Yorks mit Baumwolle aus dem Süden, wo Sklaven auf den Feldern arbeiteten.
Ausweitung der Geschäftsfelder: Hochseeflotte und Eisenbahn
Ein Geschäftszweig, welcher seinen finanziellen Erfolg erweiterte, waren Immobilien. In Manhattan und Staten Island kaufte Vanderbilt Immobilien auf.
In den 1840er Jahren startete er eine Kampagne, um die attraktivste Eisenbahnstrecken, die New Yorker, Providence und die Boston Railroad, allgemein bekannt als Stonington, zu übernehmen. Durch geschickte Manipulation übernahm er 1847 die Präsidentschaft der Stonington.
1849 begann der Goldrausch in Kalifornien. Vanderbilt erkannte, dass er mit einer Hochseeflotte viel Geld verdienen konnte, welche die Glücksritter nach Kalifornien brachte. In der Landenge in Panama (wo es heute einen Kanal hat), transportierten Maultierzüge und Kanus die Goldsucher vom Osten nach Westen oder umgekehrt.
Amerikanischer Bürgerkrieg
1861 begann der Krieg zwischen dem liberaleren Norden (Unionsstaaten) und dem konservativen Süden (Konföderation), welche vor allem mit der Sklaverei Einkommen generierten.
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Das Eisenbahn-Imperium des Commodore
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Vanderbilts Unternehmen und erfolgreiche Börsenspekulationen machten ihn zu einem der reichsten Männer seiner Zeit. Am Ende seines Lebens besass er etwa 100 Millionen Dollar. In heutigem Geld betrug sein Vermögen rund 143 Milliarden Dollar.
Späte Jahre und Tod
Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau Sophia im Jahr 1868, heiratete er mit 73 Jahren eine entfernte Cousine, Frank Armstrong Crawford. Sie war 45 Jahre jünger als er und gab ihm neuen Lebensmut. Vermutlich waren seine Kinder, die alle älter als seine neue Frau waren, nicht sehr glücklich über ihre neue Stiefmutter.
Vanderbilts zweite Frau überredete ihn, Geld für die Vanderbilt University in Nashville Tennessee zu spenden. Die Million Dollar war die bislang grösste Spende in der amerikanischen Geschichte.
Er zahlte auch 50.000 Dollar für eine Kirche für die Kirche seiner zweiten Frau. Darüber hinaus spendete er an den Kirchen der Umgebung von New York, darunter auch ein Stück Land für einen Friedhof auf Staten Island, wo er einmal begraben werden wollte.
Cornelius Vanderbilt starb am 1877 in seinem Wohnort, nachdem er acht Monate in seinen Räumen wegen seiner chronischen Krankheiten gefesselt war.