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Zeit ist etwas völlig Selbstverständliches für uns, wir erleben, wie sie vergeht, wenn wir auf die Uhr schauen, Kindern beim Älterwerden zusehen oder Wettrennen beobachten. Und doch haben Physiker von Newton über Einstein bis zu den heutigen Quantenphysikern eine andere Auffassung der Zeit. Für sie ist sie nicht real, sondern eine Illusion. Für sie wird das Universum von Gesetzen beherrscht, die ausserhalb der Zeit stehen, zeitlos sind, von Newtons Gravitationsgesetz bis zur Formel e=mc². Lee Smolin hingegen sieht Zeit als die einzige fundamentale Grösse des Universums. Alles andere, auch die vermeintlich unabänderlichen Gesetze, unterliegen seiner Auffassung nach der Veränderung in der Zeit. Newtons Gesetze werden vielleicht nicht immer so grundlegend bleiben, wie wir sie heute verstehen. Mit dieser revolutionären Auffassung stellt er die Zeit in den Mittelpunkt unseres Denkens über die Welt und erklärt, welche Auswirkungen das auf uns, auf die Welt, auf das Universum hat.
Rezension
»Smolins mitreissend geschriebenes Buch beschränkt sich nicht auf Physik und Kosmologie, sondern zielt auch weit in die Philosophie und Literatur.«
Portrait
Lee Smolin, geboren 1955 in New York, ist Professor für theoretische Physik und einer der Mitbegründer des Perimeter-Instituts für theoretische Physik im kanadischen Waterloo, wo er heute arbeitet. Er ist ein profilierter Autor, der bereits mehrere Bücher zu physikalischen Themen veröffentlicht hat. Bei DVA erschien zuletzt Die Zukunft der Physik (2009).