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In den letzten Wochen mussten die Schweizer Detailhändler verschiedene sesamhaltige Lebensmittel zurückrufen, wie der Schweizer Bauernverband (SBV) in einer Mitteilung schreibt. Die Lebensmittel enthielten Sesamsamen aus Indien, die mit Ethylenoxid begast worden waren. In der Kommunikation gegenüber der Kundschaft wurde zum Teil von «unerwünschten Pflanzenschutzrückständen» gesprochen, welche die menschliche Gesundheit gefährden könnten.
Ethylenoxid sei aber kein Pflanzenschutzmittel und komme entsprechend nicht in der Landwirtschaft zum Einsatz, schreibt der SBV. Vielmehr sei es ein Biozid, das in der Lebensmittelindustrie verwendet wird, um verpackte Lebensmittel vor dem Verderb zu schützen. Die Anwendung von Ethylenoxid sei weder in der Schweiz noch in der EU zulässig. Die falsche Kommunikation suggeriere, dass die Landwirtschaft die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten gefährdet, heisst es weiter.