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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Urban Schertenleib:
Die topographische Aufnahme des Kantons St. Gallen 1841–1854
Cartographica Helvetica 8 (1993) 9–22
Zusammenfassung:
Teile des Kantons St. Gallen waren bereits auf der Charte von Schwaben und dem Atlas Suisse von Meyer/Weiss abgebildet. Der Mangel an genauen topographischen Aufnahmen war immer noch augenfällig.
Unter der Leitung von Guillaume Henri Dufour wurden endlich die notwendigen finanziellen Mittel bereit gestellt. Im Herbst 1841 begann der Astronom Johannes Eschmann (1808–1852) mit den trigonometrischen Arbeiten, welche streng den Instruktionen Dufours zu folgen hatten. Gleichzeitig wurden Nivellements gemessen. Die danach gewonnenen Messtischaufnahmen wurden für die Topographische Karte der Schweiz 1:100 000 umgearbeitet.
Der für den Kanton St. Gallen ungünstige Blattschnitt der Topographischen Karte der Schweiz war mit ein Grund, weshalb die Kantonsregierung die Topographische Karte der Cantone St. Gallen und Appenzell erstellen liess. Jakob Melchior Ziegler (1801–1883) aus Winterthur erhielt den Auftrag, die Karte im Massstab 1:25 000 in Stein zu stechen und zu drucken. Sein besonderes Augenmerk galt dabei der richtigen Geländedarstellung, die er durch umfangreiche geologisch-morphologische Studien zu erreichen trachtete. Viele Zustandsdrucke zeugen von den zu lösenden Problemen, namentlich für das Gebiet der Kantone Appenzell und Glarus.
Wegen der Verspätung im vorgesehenen Arbeitsablauf mussten nachträglich die inzwischen neu entstandenen Eisenbahnen graviert werden. Die im Vergleich zum Kupferstich schlechte Korrekturfähigkeit des Steins machte sich bemerkbar. Ende 1854 erschien das letzte Blatt des 16 Blätter umfassenden Kartenwerkes. Der von Ziegler betriebene Aufwand wurde mit einem Erfolg an der Weltausstellung in Paris belohnt.