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Die argentinische Justiz hat Haftbefehle gegen drei frühere Top-Banker erlassen. Es geht um die Pleite der Banco General de Negocios (BGN).
Betroffen sind der frühere Credit-Suisse-Konzernchef Lukas Mühlemann sowie Bernd Fahrholz (ex-Dresdner Bank) und William Harrison (ex-JP Morgan Chase), wie die Zeitung «La Nación» berichtet. Die Haftbefehle stehen im Zusammenhang mit dem Kollaps der argentinischen Banco General de Negocios (BGN). Mühlemann gehörte seit dem Jahr 1998 dem Verwaltungsrat an.
Die Bank wurde Anfang 2002 von der Zentralbank in Buenos Aires wegen Betrugsvorwürfen geschlossen. Die Gründer und damaligen argentinischen Direktoren der BGN, Jorgé und Carlos Rohm, wurden unter anderem wegen des Verdachts auf Geldwäscherei und Kapitalflucht verhaftet. Kundengelder in der Höhe von umgerechnet knapp 400 Millionen Franken verschwanden.
Wie «La Nación» weiter schrieb, wirft die Richterin María Romilda Servini de Cubría den Bankern vor, eine «kriminelle Vereinigung» gebildet zu haben. Alle drei Manager hätten Vorladungen der argentinischen Justiz ignoriert. Nun wollen die Behörden eine Auslieferung der drei Männer nach Argentinien beantragen. Wie realistisch dieses Ansinnen sein kann, ist vorerst noch nicht abzuschätzen.
Nach seinem Abgang bei der Grossbank Credit Suisse Ende 2002 zog sich Lukas Mühlemann zunächst gänzlich aus der Öffentlichkeit zurück. Er tauchte auch später nur ganz selten auf. Heute verwaltet er das Geld von verschiedenen vermögenden Freunden und Bekannten, zudem war er in diesem Jahr bei verschiedenen Private-Equity-Fonds als Berater tätig.