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Mit Scheidungshäufigkeit wird die Häufigkeit von Ehescheidungen in einer Bevölkerung bezeichnet.
In der Querschnitts- bzw. Periodenanalyse wird die Scheidungshäufigkeit von Ehen der Heiratsjahrgänge in einem Kalenderjahr oder bestimmten Zeitabschnitt untersucht.
Dabei werden folgende Querschnittsindikatoren präsentiert:
Die rohe Scheidungsziffer bezieht die in einem bestimmten Kalenderjahr durch Scheidung aufgelösten Ehen auf die mittlere ständige Wohnbevölkerung. Dieser Indikator wird als Anzahl Scheidungen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner ausgedrückt.
Bis Mitte der 1960er-Jahre blieb die rohe Scheidungsziffer stabil. Anschliessend stieg sie an, bis sie sich ab 2011 bei etwa 2 Scheidungen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner stabilisierte.
Die zusammengefasste Scheidungsziffer weist den durchschnittlichen Prozentanteil der Ehen aus, die im Laufe der Zeit geschieden werden, wenn das ehedauerspezifische Scheidungsverhalten eines bestimmten Kalenderjahres zukünftig nicht ändern würde.
Die Scheidungshäufigkeit hat in den letzten Jahren zugenommen. Die zusammengefasste Scheidungsziffer ist seit 1970 entsprechend stark angestiegen. Schätzungen zufolge werden sich zwei von fünf Ehepaare zukünftig scheiden lassen, wenn sich das heutige Scheidungsverhalten nicht ändern sollte.
In der Längsschnitt- bzw. Kohortenanalyse wird die Scheidungshäufigkeit innerhalb eines bestimmten Heiratsjahrgangs (d.h. aller in einem bestimmten Kalenderjahr geschlossenen Ehen) über eine bestimmte Zeitperiode untersucht (i.d.R. bis zum Erreichen einer bestimmten Ehedauer). Folgender Längsschnittindikator steht zur Verfügung: Anteil der geschiedenen Ehen nach Heiratsjahrgang und Ehedauer.