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Milena Moser, geboren 1963. Sie ist gelernte Buchhändlerin und Mitbegründerin von «Sans Blague, Magazin für Schund und Sünde». Den Bestseller «Die Putzfraueninsel» publizierte sie im Eigenverlag. Ihre Bücher wurden in elf Sprachen übersetzt und zum Teil verfilmt.
Die Möglichkeit, das eigene Leben in mehreren Versionen zu erfahren: Die Protagonistin Helen spürt ihr nach. In den frühen 1960er-Jahren in der Schweiz geboren, wächst sie in einer schwierigen Familienkonstellation auf, die das Kind bald zur Unabhängigkeit zwingt: die Mutter von der Trennung belastet, der Vater weder fürsorglich noch anwesend. Helens Leben wird je nach ihren Entscheidungen zu dem von Elaine oder Luna – und der Roman zu einer Geschichte über drei Frauen, die eigentlich eine sind.
«Später würde sie oft darüber nachdenken. Was, wenn. Was, wenn sie etwas später nachhause gekommen wäre, oder etwas früher. Was, wenn ihre Mutter nicht schon eine Flasche Wein geöffnet hätte. Vera saß am Küchentisch und rauchte. Die Küche war sauber aufgeräumt, die Sonne schien durchs Fenster und in ihre frisch gewaschenen Haare, die sich wie ein riesiger Heiligenschein um ihr Gesicht bauschten. Es war lange her, dass Vera ihre Haare gewaschen und gebürstet hatte.»
Lesung und Gespräch
Kurzlesung