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| Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)

Neuntes Buch
46. Zusammenfassung.
[S. 121] Was fällst du den Inhalt der Antwort an, um die Gottheit zu schmähen? Mit Rücksicht auf sein Wirken am Sabbat hat er die Antwort gegeben, er könne nicht irgend etwas tun, wenn er es nicht den Vater habe tun sehen; um aber die Gleichheit zu erweisen, hat er alles Tun des Vaters als sein eigenes bekannt. Versteife dich nur auf die Antwort bezüglich des Sabbates, um die Schwachheit zu schmähen, wenn eben nicht der Sohn alles Tun des Vaters genau in ähnlicher Weise tut! Wenn aber dieses „Alles” ohne Ausnahme ist: worin will man denn Schwachheit finden, da der Sohn in keiner Hinsicht unvermögend ist bei dem, was der Vater vermag? Oder in welcher Hinsicht wird denn mit Hilfe der Schwachheit die Gleichheit geleugnet, da für beide eine und dieselbe Ehre gefordert wird? Wenn aber die gleiche Kraft des Wirkens besteht und die gleiche Verpflichtung zur Ehrerweisung, dann sehe ich nicht, in welcher Hinsicht die Schmähung eines schwachen Wesens (möglich) bleibe, da der Vater und der Sohn die gleiche Kraft der Macht und die gleiche Ehre besitzen.