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Es handelt sich um eine der häufigsten Ursachen erheblicher kognitiver Behinderungen vor allem bei Kindern und dennoch gelten viele Bereiche dieser Krankheit als vergleichsweise unerforscht. Die Rede ist hierbei vom sogenannten Fragile X-Syndrom. Studien in der Vergangenheit haben gezeigt, dass diese Art von Autismus möglicherweise mit Mängeln im Endocannabinoidsystem in Verbindung stehen könnte. Um der Sache auf den Grund zu gehen, ist nun eine klinische Studie zu diesem Thema geplant. Darin soll sich zeigen, ob und inwiefern CBD beim Fragile X-Syndrom helfen kann.
Laut einem Medienbericht soll wohl noch in diesem Jahr eine entsprechende Studie durchgeführt werden. Die Forscher wollen herausfinden, ob mit Hilfe von CBD bestimmt Symptome des Gendefekts bekämpft werden können. In der Vergangenheit wurden bei Betroffenen nämlich oft Besonderheiten im Endocannabinoidsystem festgestellt. Die Ursache der Erkrankung liegt in einer genetischen Veränderung auf dem X-Chromosom.
Das Syndrom zeigt sich bei Betroffenen sowohl körperlich als auch geistig. Viele Menschen, die unter dem Fragile X-Syndrom leiden, haben ein vergleichsweise langes und schmales Gesicht in Verbindung mit einem markanten, stark ausgeprägten Kinn. Auch der Kopfumfang ist oft größer als im Durchschnitt der sonstigen Bevölkerung. Im Verhalten der Betroffenen zeigen sich oft vor allem Hyperaktivität und diverse Aufmerksamkeitsdefizite. Insbesondere im Kindesalter sind oft auch sehr Autismus-ähnliche Züge zu beobachten (wie bspw. Vermeidung von Augenkontakt, In-Sich-Gekehrtheit etc.). In vielen Fällen ist zudem eine niedrige Frustrationstoleranz zu beobachten, die schnell zu intensiven Wutausbrüchen führen kann.
Im Gegensatz zu vielen anderen CBD-Studien soll hier eine Cannabidiol-haltige Salbe zum Einsatz kommen. Dies begründet der leitender Forscher der Studie, Professor für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften an der Universität von Washington und Geschäftsführer des Seattle Children’s Autism Center Dr. Raphe Bernier folgendermaßen:
„Es ist nicht erforderlich, eine Pille zu schlucken, was eine Herausforderung sein kann, oder ein Pflaster anzubringen, das entfernt werden kann, weil es unangenehm ist. Das CBD-Gel umgeht auch das gastrointestinale System. Denn viele Kinder mit dem Fragilen-X-Syndrom leiden unter Störungen des Gastrointestinaltrakts.“
Es wird sich bei dieser Studie um eine sogenannte Doppelblindstudie handeln. Hierfür sollen mindestens 10 Kinder zwischen 3 und 17 Jahren zwei Mal am Tag die CBD-Salbe auf ihre Arme aufgetragen bekommen. Nach einer Laufzeit von 14 Wochen sollen daraufhin die Ergebnisse ausgewertet werden. Für viele Kinder und deren Familien könnte dies ein wichtiger Schritt sein. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Hoffnungen der Forscher bewahrheiten werden.