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Das Hebrew Union College zeigt rare Einblicke in das jüdische Leben Europas vor dem Zweiten Weltkrieg.
Mit «Street Visions: Europe, 1934 – Photographs by Richard J. Scheuer» zeigt das «Dr. Bernard Heller Museum» am Hebrew Union College-Jewish in New York derzeit einen raren Fund: Als 17-Jähriger hatte der New Yorker Richard Scheuer im Sommer 1934 acht Wochen lang Europa besucht. Scheuer (1917-2008) wurde später in der Immobilienbranche erfolgreich und diente der jüdischen Gemeinschaft als Vorstand am Jewish Museum in New York und dem Hebrew Union College.
Auf seiner Jugendreise hat er zahlreiche Schwarz-Weiss-Aufnahmen von Spanien bis nach Moskau gemacht und Metropolen wie Budapest, Warschau und Moskau, aber auch Südfrankreich und andere, ländliche Regionen besucht und festgehalten. Darunter waren immer wieder auch Szenen jüdischen Lebens, etwa vom jüdischen Viertel Warschau und dem staatlichen «Jiddischen Theater» in Moskau.
Scheuer hat seine Aufnahmen zwar nach der Rückkehr entwickelt. Doch erst 2018 wurden die Fotos digitalisiert und ausgedruckt. Nun kann ein breiteres Publikum diese Bilder aus dem Europa der Vorkriegszeit kennenlernen.
Die Ausstellung ist bis zum 22. Dezember an der Institution zu sehen, die an der West 4th Street zwischen Broadway und Mercer Street im Süden Manhattans liegt (Link).