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Die CBI, Grossbritanniens mächtigster Wirtschaftsverband, legte ihre Bedenken in einem offenen Brief an die britische Regierung dar, der auch vom Baugewerbeverband EEF, der Internationalen Handelskammer und TechUK, dem Verband der britischen HiTech-Unternehmen, unterzeichnet wurde.
Sie mahnten, britische Unternehmen und insbesondere Finanzdienstleister müssten auch nach einem Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union uneingeschränkten Zugang zum europäischen Binnenmarkt haben.
Wenn nicht rechtzeitig ein entsprechendes Abkommen geschlossen werde, würden für britische Exporte die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) gelten. Dies würde bedeuten, dass "in nur 29 Monaten" auf bis zu 90 Prozent der britischen Güter Zölle erhoben würden, führte Fairbairn in der BBC aus.
Wenn wenigstens solche Horrorszenarien ausgeschlossen werden könnten, würde dies dazu beitragen, "Investoren zu versichern, dass das Vereinigte Königreich immer noch ein sehr guter Ort für Investitionen ist".
Pfund sackt ab
In der vergangenen Woche hatte sich die Nervosität der britischen Wirtschaft mit einem Wertverlust des Britischen Pfund bemerkbar gemacht. Die britische Währung notierte am Dienstag an der Börse bei 1,2762 Dollar und erreichte damit ihren niedrigsten Stand seit 31 Jahren.
Vorausgegangen war eine Ankündigung von Premierministerin Theresa May bei einem Tory-Parteitag, dass sie das Verfahren für den Brexit spätestens Ende März offiziell einleiten wolle.
Die Briten hatten in einem Referendum am 23. Juni mit knapper Mehrheit für den Brexit gestimmt. Erst nach der offiziellen Austrittserklärung können die Verhandlungen über die Entflechtung der Beziehungen zwischen Grossbritannien und dem Block der 27 verbleibenden EU-Staaten beginnen. Sie müssen binnen zwei Jahren abgeschlossen werden.
Die Wirtschaftsvertreter forderten in ihrem offenen Brief, die Regierung müsse für dieses Verfahren einen "klaren Fahrplan" für die Konsultierung von "Firmen aller Branchen und Grössen" aufstellen um sicherzustellen, "dass diese komplexen Entscheidungen auf Grundlage der Fakten und eines grundlegenden Verständnisses der wirtschaftlichen Implikationen getroffen werden".
(AWP)