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Auslöschungen
Intereferenzen sind Auslöschungen, welche durch zwei oder mehr Schallquellen entstehen können oder durch Effekte im Raum. In diesem Artikel wollen wir uns mit Interferenzen zwischen Mittel- und Hochtöner befassen. Wenn durch unterschiedliche Laufzeiten der beiden Treiber genau die Hälfte der Wellenlänge der Übernahmefrequenz erreicht wird, kommt es zu einer Auslöschung, da die Phase dann genau 180° verschoben ist
Zwei Quellen
Im Bereich der Übergangsfrequenz, dh. dort wo der Mitteltöner langsam zu höheren Frequenzen hin ausblendet und der Hochtöner „übernimmt“, strahlen im Bereich von etwa halben Oktave sowohl Mittel- und Hochtöner Schall ab. Dieser addiert sich im Übergangsbereich, im besten Fall wird je bei -6 dB bei Mittel- und Hochtöner der Schalldruckverlauf wieder linear. Dies ist jedoch nur den Fall, wenn die Phasenlage vor beiden Treiber übereinstimmt. Je nach Frequenzweiche kann es sein dass dazu der Mittel- oder Hochtöner verpolt angeschlossen werden muss. Was dies für das Impulsverhalten bedeutet, werde ich hier nicht genauer erläutern.
Im besten Fall
Wie beschrieben, addieren sich im besten Fall die Schalldruckverläufe und es resultiert ein ausgewogenes Übertragungsverhalten. Leider meistens nur an einem Ort, genau auf der Mittelachse zwischen Mittel- und Hochtöner. Bewegt sich der Hörer nun weiter nach oben oder nach unten können Interferenzen entstehen. Die Distanz zu den beiden Treibern, welche auf der Mittelachse identisch ist, ändert umso mehr wir uns von dieser entfernen und damit auch die jeweilige Laufzeit. Da bei hohen Frequenzen die Wellenlängen kurz sind, tritt dieser Effekt desto mehr auf je höher die Übergangsfrequenz ist und je weiter die beiden Treiber auseinander sind. Bei 3 kHz beträgt die halbe Wellenlänge gerade mal 5.7 cm, bei 600 Hz (=Übergangsfrequenz phli) 28.7 cm. Für das Konzept der phli Lautsprecher ist es wichtig eine solch tiefe Trennfrequenz zu haben, damit die FIR Filter bzw. das phasenlineare Verhalten nicht nur in einem kleinen Sweetspot stimmt, sondern in einem wesentlich grösseren Bereich.
Interferenzen zwischen Mittel- und Hochtöner verursacht durch unterschiedliche Laufzeiten
(x bzw. x+a)