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Etliche Freiburger Spitzenläufer waren am 37. Kerzerslauf nicht am Start. Es fehlten Kempf, Piller, Girardet, Meszaros. So war man vor dem Startschuss gespannt, wer am Ende den Titel des besten Lokalen tragen würde. Schliesslich gab es eine blanke Überraschung: Dem 29-jährigen Rudolf Biedermann gelang es, die Freiburger Konkurrenz hinter sich zu lassen.
Wer ist Biedermann?
Dies fragt sich gewiss mancher. Aus Schwarzsee stammend, war Rudolf Biedermann vor etlichen Jahren ein nationaler Mountainbiker. Im Langstreckenlauf mischte er in der Freiburger Elite mit. So lief er 2008 am Murtenlauf in 59:56 Minuten auf den 26. Rang, 36 Sekunden vor Jenny.
In den vergangenen Jahren verschwand der heute in Rechthalten wohnhafte Rudolf Biedermann in der sportlichen Versenkung: «Ich war auch ein Jahr in Kanada, um Englisch zu lernen.» Nun tauchte er mit seinem Start im Januar am Düdinger Cross wieder auf. Dort war er noch drei Minuten hinter Adrian Jenny geblieben. Vorgestern am Kerzerslauf war es umgekehrt: Biedermann liess Jenny um zwanzig Sekunden hinter sich und lief auf dem 21. Rang als erster Freiburger ins Ziel.
Am Mountainbike-Enduro
Apropos Ziel: Rudolf Biedermann packt eine neue Mountainbike-Disziplin an, das Bike-Enduro: «Das sind Rennen über mehrere Etappen. Dabei werden nur die Abfahrten gemessen und gewertet.» Von Scott engagiert, kann er als Halbprofi trainieren und halbtags bei Mahu-Sport arbeiten. In diesem Mountainbike-Enduro startet Biedermann dieses Jahr an je fünf Weltcups und Europacups sowie an den Europameisterschaften. Die Saison wird im April in der Toskana eröffnet.
Auf den 25. Rang lief der zweite Freiburger, Mario Morgado (Courtaman). Der 40-Jährige bewies damit einmal mehr seine beständige Form. Im fehlten am Ende nur elf Sekunden, um Biedermann zu schlagen.
Dritter Freiburger wurde Adrian Jenny (Düdingen) auf dem 27. Rang. In 51:48 Minuten lag er 9 Sekunden hinter Morgado: «Bei Golaten konnte ich zu Biedermann aufschliessen. Aber er blieb immer vorne», erklärte Jenny.
Knapper F40-Sieg für Regula Zahno
Regula Zahno (Rechthalten) ist bei den Freiburger Langstreckenläuferinnen nach wie vor einsame Spitze. Auch gestern kam ihr keine Freiburger Konkurrentin gefährlich nahe. Zahno lief genau wie im Vorjahr auf den 11. Rang. In 57:49 Minuten war sie allerdings fast zwei Minuten langsamer.
Wichtig war ihr hingegen der Sieg bei den Frauen-40. Der Kampf um diesen Prestigetitel fiel denkbar knapp aus, denn die Zweite der Kategorie, Laurence Yerly (Cernier), blieb nur gerade zwei Sekunden hinter Regula Zahno: «Vor einem Jahr war ich hinter Laurence klassiert», hielt Zahno fest, die übrigens fünfte Schweizerin war.
Rappo und die Stunde
Zweite Freiburgerin wurde der Logik folgend Sabine Rappo Conca (Meyriez) auf dem 16. Rang. Sie war Dritte der F40 und wäre gerne wie im Vorjahr unter einer Stunde gelaufen. Doch dazu fehlten 23 Sekunden: «Ich hatte in der Golatensteigung einen Einbruch», erklärte die Siegerin des Bösinger Waldlaufes vor einer Woche. bi
Regula Zahno. Bild ca
«Bei Golaten konnte ich zu Biedermann aufschliessen. Aber er blieb immer vorne.»
Adrian Jenny
Drittbester Freiburger
«Ich hatte in der Golatensteigung einen Einbruch.»
Sabine Rappo Conca
Zweitbeste Freiburgerin