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Schelling verpasst Wahl in die IOC-Athletenkommission
Florence Schelling verpasst die Wahl in die Athletenkommission des IOC knapp. Die ehemalige Schweizer Eishockey-Torhüterin zeigt sich enttäuscht, die Wahl in das Gremium nicht geschafft zu haben.
Florence Schelling erhielt mit 619 am drittmeisten Stimmen, musste aber dem ehemaligen französischen Biathleten Martin Fourcade (971) und Frida Hansdotter (694), der Slalom-Olympiasiegerin von 2018 aus Schweden, den Vortritt lassen. Die beiden folgen auf die kanadische Eishockey-Spielerin Hayley Wickenheiser und den norwegischen Biathleten Ole-Einar Björndalen, der allerdings bereits 2016 zurückgetreten ist.
«Es war sehr knapp. Deshalb bin ich enttäuscht, aber gleichzeitig auch stolz», so Schelling. «Es war eine sehr spannende Zeit, ich konnte mit vielen Athletinnen und Athleten sprechen und habe viele spannende Menschen kennengelernt. Ich kann sehr viel mitnehmen für meine Zukunft.»
16 Kandidaten hatten sich für die zwei Sitze beworben, 2307 Athleten gaben vom 27. Januar bis am 16. Februar ihre Stimme ab. Das Gremium, das sich aus bis zu 23 Athleten aus der ganzen Welt zusammensetzt, hat die Aufgabe, die Sportler innerhalb der olympischen Bewegung zu vertreten und diese zu unterstützen. Fourcade und Hansdotter sind für acht Jahre gewählt und werden am Samstag an der IOC-Session als IOC-Mitglieder aufgenommen.
Schelling ist die dritte Schweizerin nach Sergei Aschwanden (2012) und Didier Cuche (2014), die bei der Wahl gescheitert ist. Eine zweite Kandidatur ist nicht möglich. Das Reglement besagt, dass ein Kandidat oder ein Kandidatin an den letzten Spielen - 2018 stand Schelling noch im Tor des Eishockey-Nationalteams - teilgenommen haben muss.
Portiert werden die Kandidaten jeweils vom Nationalen Olympischen Komitee, in Schellings Fall also von Swiss Olympic. Schelling, die auch Athletenvertreterin im Schweizer Verband ist, weilte als offizielles Delegationsmitglied von Swiss Olympic seit Januar in Peking.