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verschmilzt gegen W. mit der kleinen, torfigen Mulde von
Ob Bürgen (700 m), die die
Weiler und Häusergruppen
Oberhaus, Emmerboden
und Dänimatt oder
Bürgenberg trägt und an die sich das Gewölbe des
Bürgenbergs anschliesst. Durch diese Mulde führt der
Weg von
Stansstaad auf den Bürgenstock (2½ Stunden). Die grossen Hotels auf dem Bürgenstock (892 m; Kt. Nidwalden,
Gem.
Stansstaad), am Trittweg gelegen, sind mit
Kersitenam See seit 1889 durch eine elektrische Seilbahn verbunden, die auf
eine Länge von 937 m eine mittlere Steigung von 45% überwindet und von der Firma
Bucher und Durrer erbaut worden ist. Sie
beförderte 1900 46444 Personen. Telegraph und Telephon. Sehr besuchter klimatischer Kurort mit prachtvoller
Aussicht auf
Alpen,
Voralpen,
Mittelland u. einen Teil des
Jura. Von den Hotels
in ¾ Stunden zur
Hammetschwand, dem höchsten
Punkt des Bergstocks, mit einer beinahe der der
Rigi ebenbürtigen Rundsicht.
in sumpfiger
Ebene, die im S. am
Jensberg endigt und vor der Juragewässerkorrektion häufigen Ueberschwemmungen durch die Hochwasser der
alten
Zihl und der
Aare ausgesetzt war.
Seit der Kanalisation dieser Gewässer haben sich diese Verhältnisse
erheblich gebessert.
Verwaltungsrechtlich bildet Bürglen einen
Annex oder ein Aussenquartier von
Aegerten, während es in
kirchlicher Hinsicht eine eigene Pfarrgemeinde ist, der ausserdem noch die Civilgemeinden
Aegerten,
Brügg,
Jens, Merzlingen,
Schwadernau,
Studen und
Worben angehören und die 3978 reform. Ew. deutscher Zunge zählt.
Ausser Kirche
und Pfarrhaus zählt der
Ort selbst nur wenige
Häuser.
Mit
Brügg ist er durch die
Brücke über die
Zihl verbunden. 817: Vicus
Burgulione;
1228: Burguilum. Systematische Ausgrabungen bei
Tribei und am
Jensberg, im s. Teil der Kirchgemeinde, haben Mauerreste
und eine Menge von Gegenständen aus der Römerzeit zu Tage gefördert, die die genaue Lage der alten
Römerstadt
Petinesca zu bestimmen gestatteten.
Bevorzugtes Ausflugsziel der Bewohner von Freiburg
mit schöner Aussicht auf die Stadt und die mit einer Loretto-Kapelle gekrönten
Felsufer der Saane. 12 Häuser, 78 kathol. Ew. Mustermolkerei Schurra. 1465 erbaute Kirche mit alten Gemälden
und einem reichen Kirchenschatz;
Wallfahrtsziel. Wichtigste meteorologische Beobachtungsstation des Kantons Freiburg
mit Observatorium.
Heute noch Reste der einstigen Umfassungsmauern von
Bürglen, das zweimal in Asche gelegt wurde: im Appenzellerkrieg 1405 und
durch Unvorsichtigkeit 1458. Als offener Ort neu aufgebaut. Bürglen hat eine nicht unbedeutende geschichtliche Rolle gespielt.
Sitz der begüterten und angesehenen Herren von Bürglen, deren einer den Grafentitel geführt haben soll
und die im Streite des Abtes von St. Gallen
mit dem Bischof von Konstanz auf jenes Seite standen. 1079 ging Bürglen an die Herzoge von
Zähringen, 1408 an die Herren von Klingenberg und 1579 an die Stadt St. Gallen über, welch' letztere die
Herrschaft von einem Obervogt verwalten liess und 1798 Schloss und Ländereien an Private verkaufte. Ausser dem Dorf gehörten
zur HerrschaftBürglen die Weiler Hessenreuti, Istighofen, Leimbach, Mettlen, Oberbussnang, Unterbuhwil, Werthbühl u. a. Bürglen
= althochdeutsch burgilla = kleine Burg.
Auf Gemeindegebiet von Bürglen eidgenössische Munitionswerkstätten und 6 Pulverhäuser im Schächenwald. Aelteste Pfarrgemeinde
des Kantons Uri,
mit Silenen zusammen zum ersten Male in einer Schenkungsurkunde Ludwigs des Deutschen vom 13. Mai 857 genannt. Soll die
Heimat Wilhelm Tells sein. Geburtsort des Landammanns Peter Gisler († 1616), der durch die von ihm verfasste
Beschreibung seiner in Gemeinschaft mit dem Ritter Lussi von Stans unternommenen Wallfahrt nach Jerusalem bekannt ist. In Bürglen
lebte auch der Schulmeister Franz Xaver Triner, ein geschätzter Landschaftsmaler des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts.
Mitten im Dorf Gräber aus der Bronzezeit. 857: Burgilla. Zwischen 1110 und 1125 wurde ein Teil der Ortschaft
durch einen Bergsturz verschüttet.
Von Prof. F. Becker in Zürich
wird das Dorf schön geschildert: ^[Note:] «Bald zeigt
sich Bürglen, die Geburtsstätte Tells, trutzig und zugleich lachend auf einen Hügel gebaut. Ist das eine
Wehre oder eine Einladung zum Eintritt ins Thal? Ein finsterer Turm steht neben der Kirche, zugleich aber auch ein freundliches
Gasthaus; wir dürfens also wagen. Wir treten an den von der Poesie verherrlichten Schächen. Ja, der schafft ja ganz prosaisch,
trägt Hölzer aus dem Thal und sägt und spaltet sie; weiter oben treibt er sogar ein Elektrizitätswerk.
Ist das der Schächen? Ja, denn das sagt uns ein Denkmal an der
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