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Im Rahmen der geltenden Richtlinien des ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) sind im schweizerischen Ackerbau nur bestimmte, nützlingsschonende Insektizide frei zugelassen. In den letzten Jahren sind neue Pflanzenschutzmittel auf den Markt gekommen. Eine neue Bewertung der Toxizität der Insektizide wird sowohl von den Behörden wie von der Praxis gewünscht. Auf Grund von Literaturangaben konnten jene Aktivsubstanzen ermittelt werden, welche für vier vorgängig ausgewählte und relevante Gruppen von Nützlingen schonend − oder eben nicht schonend − sind (Coccinellidae, Chrysopidae, Syrphidae und Schlupfwespen). Weiter wurde die Toxizität von Insektiziden und Fungiziden gegenüber diesen vier Gruppen von Nützlingen anhand verschiedener bereits etablierter Pflanzenschutz- Szenarien bewertet (Mouron et al. 2013). Diese Szenarien betreffen die Bekämpfung der Getreidehähnchen im Winterweizen, sowie jene des Kartoffelkäfers und der Blattläuse in den Speisekartoffeln. Die Resultate haben gezeigt, welche Szenarien und insbesondere welche Aktivsubstanzen einen negativen Einfluss auf diese Nützlingsgruppen haben. Überdies zeigen die Resultate, dass einige Fungizide oder ihre wiederholte Anwendung ebenfalls einen negativen Effekt auf die Nützlinge haben können. Alle diese Angaben stützen sich auf Versuche im Labor oder auf solche unter kontrollierten, geschützten Bedingungen ab. Es wäre jedoch wünschenswert, dass diese Resultate in Feldversuchen verifiziert würden.
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Einfluss von Insektiziden auf Nützlinge in Getreide- und Kartoffelkulturen