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Nichts weniger als die beste Armee der Welt wolle er aufbauen, verkündete Bundesrat Ueli Maurer bei seinem Amtsantritt. Hunderttausende von Schweizer Wehrmännern glaubten bei diesen Worten, nicht recht gehört zu haben: Hatte man ihnen nicht während Jahren eingetrichtert, dass sie bereits ein unersetzliches Glied in der besten Armee seien? Und nun dieses Eingeständnis, dass die Schweizer Armee (noch) nicht die beste Armee der Welt sei, erst dazu gemacht werden müsse? Doch unsere Soldaten können aufatmen. Aufwändige Recherchen der GSoA-Zeitung haben gezeigt, dass die Schweizer Armee schon heute die beste der Welt ist, denn
- keine Armee der Welt hat es bisher auf dem Gebiet der Existenzphilosophie weiter gebracht als die schweizerische und sich dabei immer kreativere Begründungen für die eigene Existenz einfallen lassen. «Existenzsicherung» ist mittlerweile zur offiziellen Hauptaufgabe der Armee geworden.
- keine andere Armee der Welt versteckt ihre Bunker derart raffiniert, dass sie sie selber nicht mehr findet. • keine Armee der Welt hat mehr Offiziere, die gleichzeitig auch Führungskräfte in international tätigen Grossbanken sind und dort ihre strategische Weitsicht bewiesen.
- keine Armee der Welt hat charakterlich derart einwandfreie Führungskräfte wie die schweizerische, wie der Fall Nef exemplarisch gezeigt hat.
- keine Armee der Welt ist bisher auf die geniale Idee gekommen, im Kriegsfalle in erster Linie ihr eigenes Überleben zu sichern und die Zivilbevölkerung als natürliches Hindernis dem Feind entgegenzusetzen («Réduit»).
- keine andere Armee der Welt hat je so viele Skipistenkilometer flachgestampft wie die schweizerische.
- keine Armee der Welt hat mehr «Visionen », «Sicherheitsberichte», «Leitbilder», «Entwicklungskonzepte» und «Berichte über die Überprüfung der Zielsetzungen der Armee» produziert als die Schweizer Armee alleine in den letzten paar Jahren.
Doch es nützt alles nichts. Von der GSoAZeitung auf diese Reihe von Qualitätsmerkmalen aufmerksam gemacht, winkt der neue Bundesrat nur ab. Die Armee sei heute in einem derart desolaten Zustand, dass man sich die Frage stellen müsse, ob man für sie noch Steuern einkassieren dürfe (Blick, 8.2.08). Dabei stehe der nächste Kampfeinsatz unmittelbar bevor: Die Verteidigung des Bankgeheimnisses gegen die vereinigten Streitkräfte der USA und der EU.
Die GSoA ahnt also: Die Drucker im VBS werden auch in den nächsten Jahren heiss laufen und Strategiepapiere am Fliessband ausspucken. Wer darüber informiert bleiben will, soll regelmässig auf www.diebestearmeederwelt.ch nachschauen.