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Nach 2006 gab es allerdings «nur» noch das Gold von Beat Hefti 2014 in Sotschi, und auch diesmal liegt die Latte für Edelmetall wohl (zu) hoch.
Die Spiele in Tokio sind aber eine Investition in die Zukunft. Die 23-jährige Melanie Hasler und der ein Jahr ältere Michael Vogt könnten noch bei den Junioren starten und hatten eigentlich die Olympischen Spiele 2026 in Italien im Blickfeld, sind ihrer geplanten Entwicklung aber voraus. Auch der zweite Pilot bei den Männern, Simon Friedli, sitzt erst seit drei Jahren an den Lenkseilen. Der Solothurner verfügt über den Vorteil, dass er schon vor vier Jahren als Anschieber olympische Erfahrungen sammeln konnte und auf dem Vierer von Rico Peter Bronze nur um zwei Zehntel verpasste (4.).
Die besten Aussichten auf einen Exploit besitzt wohl Melanie Hasler im Monobob, wo alle mit dem gleichen Material fahren. Beim Testrennen im beeindruckenden neuen Eiskanal im Stadtteil Yanqing belegte sie im Oktober hinter der Zweier-Olympiasiegerin Mariama Jamanka den 2. Platz. Die Aargauerin laborierte Mitte Januar an einer Zerrung im Oberschenkel, sollte aber bis zu den ersten Wettkämpfen am 13. Februar auf jeden Fall wieder topfit sein. Im Monobob tritt sie als einzige Schweizerin an, im Zweier kommt auch die 35-jährige Zürcherin Martin Fontanive zu ihrem Olympia-Debüt.
Etwas knapper ist der Zeitplan für Friedli und Vogts besten Anschieber Sandro Michel. Beide verpassten die letzten Weltcuprennen wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade.
Auf einer neuen Bobbahn ist die Aussicht auf eine Überraschung stets grösser als in Europa. Dennoch wird der Weg aufs Podest wie gewohnt über die Deutschen, Kanadier und - vor allem bei den Frauen - Amerikanerinnen führen.