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Im Spiegel ist ein Artikel über die Putins Rede zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland erschienen, der ein Lehrstück in Sachen Desinformation und Propaganda ist.
Wie jedes Jahr hat der russische Präsident am 9. Mai zu Beginn der Siegesparade auf dem Roten Platz eine Rede gehalten. Für den Spiegel war das eine Gelegenheit, die Leser mal wieder massiv zu desinformieren. Der Spiegel nutzt dabei die Tatsache aus, dass er und die anderen westlichen „Qualitätsmedien“ ihre Leser sehr unvollständig informieren und dass die deutschen Leser kein Russisch verstehen und daher nichts von dem überprüfen können, was die westlichen Medien schreiben.
Der Spiegel-Artikel „Rede auf dem Roten Platz zum »Tag des Sieges« – Verschwörungsgrüße aus Moskau“ von Ann-Dorit Boy begann mit folgender Einleitung:
„Russland steht international wegen seines Angriffs auf die Ukraine am Pranger, aber Präsident Putin verbreitet auch am Jahrestag des Sieges über Nazideutschland bizarre Thesen – und sieht sich als Opfer.“
Es geht also um „Verschwörungsgrüße“ und „bizarre Thesen“ – das müssen wir uns natürlich genauer anschauen.
Wer hat was vermutet?
Westliche Medien arbeiten gerne mit verwaschenen Formulierungen, wie „Beobachter vermuten“ oder „Experten melden“, das klingt wichtig. Leider fehlen dann immer Hinweise darauf, wer denn diese „Experten“ und „Beobachter“ sind und worauf sie sich berufen. Auch fehlen in solchen Fällen meistens