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Traditionell denkende Männer lehnen Hillary Clinton wegen ihres Geschlechtes ab.
Geschlechterklischees bremsen Clinton
Mit Hillary Clinton kandidiert erstmals eine Frau für das weltweit mächtigste politische Amt. Ihr Geschlecht beeinflusst das Ergebnis, sagt eine US-Studie.
Hillary Clinton ist laut der «New York Times» die am besten qualifizierte Präsidentschafts-Kandidatin, die es in den USA je gab. Doch ihr Leben jenseits traditioneller Geschlechterrollen wird sie viele Stimmen bei Männern kosten. Diese gehen wohl teilweise zu Donald Trump, der damit Stimmenverluste bei Wählerinnen wettmachen kann. Dies geht aus einer Studie der Fairleigh Dickinson University hervor.
Sinkende Zustimmung
Für die Studie sind Anfang dieses Jahres fast 700 Personen aus dem US-Bundesstaat New Jersey befragt worden, die angaben, sich für die Wahlen registriert zu haben. Sie wurden gefragt, ob sie Clinton oder Trump wählen. Laut der Studie sinkt die Zustimmung zu Clinton um durchschnittlich 8 Prozent, wenn die Personen zuerst gefragt werden, wer in ihrem Haushalt mehr Geld verdient. Besonders gross ist dieser Zustimmungs-Verlust bei Männern mit 24 Prozent.
Stimmenverluste grösser als Stimmengewinne
Mit der Frage nach dem Verdienst wollte das Forschungsteam simulieren, wie sich geschlechtsspezifische Vorurteile auf die Wahl auswirken. Diese Frage wurde der Hälfte der Befragten vor der Personenfrage (Clinton oder Trump) und der anderen Hälfte nach der Personenfrage gestellt. Das Ergebnis:
- Männer, die zuerst die Personenfrage beantworteten, bevorzugten Hillary Clinton mit 16 Prozent Vorsprung vor Donald Trump.
- Männer, die zuerst die Verdienstfrage beantworteten, bevorzugten Donald Trump mit 8 Prozent Vorsprung auf Hillary Clinton.
- Bei den Frauen erhöhte die Verdienstfrage vor der Personenfrage die Zustimmung zu Hillary Clinton. Dieser Stimmengewinn konnte aber die grossen Verluste bei den Männern nicht ganz wettmachen.
Keine Verluste für Sanders
Das Forschungsteam machte dieselbe Befragung mit Bernie Sanders und Donald Trump. Das Ergebnis: Die Verdienstfrage hatte praktisch keinen Einfluss auf die Wählergunst. Das zeige, dass vor allem das Geschlecht von Clinton ihr Stimmen koste, schreibt Studienleiter Dan Cassino. Die guten Ergebnisse von Sanders hätten weniger mit seiner Politik und mehr mit seinem Geschlecht zu tun.
Geringerer Effekt bei Hautfarbe
Der Politikwissenschaftler hatte 2008 den Effekt der Hautfarbe auf die Präsidentenwahl untersucht. Auch damals stellte er einen negativen Effekt bei den Wahlberechtigten fest. Dieser war jedoch deutlich kleiner als jetzt bei Hillary Clinton.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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