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Öffentliche Entwicklungsausgaben
Alliance Sud setzt sich für eine Erhöhung und möglichst enge Definition der Entwicklungsausgaben der Schweiz ein. Sie soll endlich das vor über 50 Jahren verabschiedete Finanzierungsziel von 0.7% des Bruttonationaleinkommens erreichen, ohne die Asylkosten im Inland anzurechnen.
Worum es geht
Der Entwicklungsausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD DAC) hat 1969 die international anerkannte Referenzgrösse der öffentlichen Entwicklungsfinanzierung eingeführt: Aide publique au développement (APD; bzw. Official development assistance, ODA). Seither ist die «APD-Quote» der Massstab für die Erfassung des Umfangs und der Qualität der bereitgestellten Mittel. Sie bildet damit die Grundlage für die Beurteilung dafür, ob die Geberländer ihren Versprechungen nachkommen.
Doch zahlreiche Akteure, darunter auch Alliance Sud, kritisieren, dass die OECD-Mitgliedsstaaten ihre ausgewiesene Entwicklungsfinanzierung über zweifelhafte und kreative Buchführungspraktiken künstlich in die Höhe treiben. Alliance Sud setzt sich dafür ein, dass die Schweiz dem vor über 50 Jahren verabschiedeten UNO-Ziel von 0.7% des Bruttonationaleinkommens endlich nachkommt, ohne im Inland verbleibende Ausgaben wie Asylkosten anzurechnen. Zudem setzt sie sich in der OECD für eine möglichst enge Definition von Entwicklungsausgaben ein.