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Die 13-jährige Ilva Eigus, Violinschülerin der Zakhar Bron School of Music (Studio von Liana Tretiakova), gewann den 1. Preis beim Nussknacker, dem jährlichen internationalen TV-Wettbewerb für junge Musiker, der vom 1. bis 8. Dezember in Moskau, Russland, stattfand. Zum ersten Mal in seiner 21-jährigen Geschichte wurde der Wettbewerb von einer Schweizer Teilnehmerin gewonnen.
Der Internationale Musikwettbewerb Nussknacker – benannt nach dem berühmten Ballett des russischen Komponisten Piotr Iljitsch Tschaikowsky – ist einer der renommiertesten Musikwettbewerbe für junge Musiker (bis 14 Jahre) weltweit. In diesem Jahr wurden aus hunderten von Bewerbungen aus der ganzen Welt 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 23 Ländern ausgewählt, die in drei Kategorien antraten: Klavier (1), Saiteninstrumente (2); Blas- und Schlaginstrumente (3).
Der Wettbewerb bestand aus drei Teilen: die erste Runde, die zweite Runde und das Finale. Aufgrund ihrer Leistungen in der ersten Runde wähltedie internationale Jury aus den jeweils 16 Teilnehmern jeder Kategorie acht für die zweite Runde aus. In der zweiten Runde wurden dann die drei besten Kandidaten für das Finale ausgewählt – in dem sie auf der Bühne der Tschaikowsky-Konzerthalle mit dem Moskauer Philharmonischen Symphonieorchester unter der Leitung von Mikhail Shekhtman auftraten. Das Finale wurde live im nationalen Fernsehen und online für Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt übertragen.
Zum ersten Mal in der 21-jährigen Geschichte des Wettbewerbs wurde die Endausscheidung von einer Teilnehmerin aus der Schweiz gewonnen – von Ilva Eigus. Seit ihrem vierten Lebensjahr ist Ilva fest entschlossen, eine professionelle Geigerin zu werden. 2011 begann sie ihre Violinausbildung an der Zakhar Bron School of Music in Zürich im Studio von Liana Tretiakova, deren Schülerin sie seitdem ist. Seit ihrem siebten Lebensjahr nimmt sie außerdem regelmässig an Violin-Meisterkursen bei Professor Bron teil – unter anderem an seiner Akademie in Interlaken.
Ilva trat als Solistin mit verschiedenen Orchestern in der Schweiz und im Ausland auf, spielte in Dutzenden von Konzerten und gewann zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe (u.a. den Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb). Ihr Sieg beim Nussknacker ist jedoch der bisher größte Erfolg.
In der ersten Runde spielte Ilva zwei Stücke von Tschaikowsky: Valse-Scherzo und Valse Sentimental (begleitet von Elena Popkova, Klavier, Moskau). In der zweiten Runde spielte sie den ersten (Obsession) und vierten Satz (Les Furies) aus der zweiten Sonate für Violine solo des belgischen Geigers und Komponisten Eugène Ysaÿe. In der Finalrunde gewann Ilva den Wettbewerb mit dem letzten Satz aus dem Konzert Nr. 3 in h-Moll für Violine und Orchester des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns.
Unsere herzlichsten Glückwünsche an Ilva, an ihre Geigenlehrerin Liana und an alle, die uns in diesem historischen Moment unterstützt haben!
Fotokredit: Vadim Shults