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Ein Zahn entlarvt T. rex als Jäger
- Dienstag, 16. Juli 2013, 10:45 Uhr
Ein junger Tyrannosaurus rex verfolgt sein Beutetier und verbeisst sich in dessen Schwanzwirbel. Trotzdem entkommt das Opfer – und der Räuber verliert einen Zahn. Diese Geschichte erzählen amerikanische Paläontologen anhand von Funden in North Dakota.
Der Fund zeige, dass Tyrannosaurus rex definitiv ein Jäger war – und nicht nur ein Aasfresser. Das berichten David Burnham von der Universität Kansas und seine Mitarbeiter in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» (PNAS). Seit langem hatten Forscher gerätselt, ob T. rex jagte oder eher ein träger Aasfresser war, der sich an der Beute schnellerer Saurier gütlich tat.
Ein entscheidendes Indiz fanden Forscher jetzt auf einer Dinosaurier-Fundstelle aus der Oberen Kreidezeit vor etwa 65 bis 100 Millionen Jahren in North Dakota: Zwischen den Schwanzwirbel eines pflanzenfressenden Hadrosauriers, wahrscheinlich eines Edmontosaurus annectens, steckte noch ein abgebrochener Zahn.
Durch seine sägezahnartige Riffelung liess er sich identifizieren. Er stammte aus dem Gebiss eines jungen Tyrannosaurus rex. Die Wirbel um den Zahn herum waren zusammen gewachsen. Dies bedeutet, dass der Hadrosaurier den Angriff mindestens einige Monate überlebte, die Wunde verheilt war und folglich, dass er als lebendes Tier in den Schwanz gebissen wurde.