Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03355.jsonl.gz/1941

Die Abstimmung für eine ausserordentliche GV in Grossbritannien läuft
Liebe Mitglieder
Zunächst möchte ich mich ganz herzlich bei all denen bedanken, die bereits per Mail abgestimmt haben. Von 464 stimmberechtigten Mitgliedern haben sich bis heute Mittag 123 Personen zurückgemeldet. 121 Mitglieder verlangen eine ausserordentliche GV des Mutterclubs, 2 haben dagegen votiert. Ein Mitglied, das gegen die ao GV gestimmt hat, kritisierte, dass die "andere Seite" zur "Anklage" keine Stellung nehmen konnte. Ich möchte klar festhalten, dass es sich nicht um eine Anklage handelt! Der Vorstand (auch Board oder Management Committee genannt) hatte seit letztem September immer wieder Gelegenheit, unsere Fragen und Anliegen zu beantworten, was er nicht getan hat. Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum wir eine ausserordentliche GV verlangen. Wir hoffen, dass sich das Board dann endlich zu den offenen Punkten äussert.
Seit Wochen überstürzen sich die Ereignisse. Täglich erhalte ich seitenweise Mails von (vor allem) britischen RREC-Mitgliedern, die nicht mehr wissen, was richtig und was falsch ist. Ständig kommen irgendwelche Informationen von offiziellen und inoffiziellen Stellen, welche die Lage nur noch verworrener machen. Die Mitglieder des Management Committees klammern sich an ihre Ämter und sehen nicht ein, dass ihr Konfliktverhalten das eigentliche Problem ist. Ich muss Ihnen ehrlich sagen, dass ich grosse Zweifel habe, dass diese Probleme - auch mit neuen Funktionären - gelöst werden können. Ich tausche mich regelmässig mit den Chairmen unserer Nachbarländer aus und wir sind uns einig darin, dass durch diese abstruse Informationspolitik keiner wirklich eine Ahnung hat, was Sache ist.
Eine englische Sektion hat ihren Mitgliedern folgendes geschrieben (frei übersetzt):
Der Vorstand hat jedes Vertrauen verspielt, er muss zwingend ersetzt werden
1. Der Vorstand hat ohne due diligence (sorgfältige Prüfung und gebotene Sorgfalt) einen Finanzdirektor ernannt.
2. Innerhalb des Vorstands existiert keine funktionierende Kommunikation.
3. Über die Kooptierung (Ernennung ohne Wahl) mehrer Vorstandsmitglieder wurden die Mitglieder nicht orientiert.
4. Der Vorstand hat ein Mitglied aus dem Club ausgeschlossen, über ein zweites Mitglied wird am 29.5. verhandelt. Begründung für die Ausschlüsse: Diese Vorstandsmitglieder haben an Board Meetings gegen die Mehrheit gestimmt!
5. Es wurde für das laufende Jahr kein Budget erstellt.
6. Einige Vorstandsmitglieder haben Interessenkonflikte (z.B. Zahlungen an die Ehefrau eines Vorstandmitglieds, gleichzeitige Einsitznahme im RREC-Vorstand und im Board der Sir Henry Royce Memorial Foundation uvm.)
Das ist nur ein Teil der zur Diskussion stehenden Punkte. Es ist eine Frage der Zeit, bis die Presse Informationen über die Konflikte und Vorgänge im Mutterclub erhält. Was die Journalisten dann aus diesen Informationen machen, wird dem Club in seiner Reputation grossen Schaden zufügen.
Es kann so nicht weitergehen!
Glauben Sie mir, ich hätte angenehmere Aufgaben zu erledigen, als täglich unzählige Informationen zu sortieren und (versuchen) zu bewerten und einzuordnen. Letztlich sind wir ein weltweiter Club von Enthusiastinnen und Enthusiasten und - ich wiederhole mich - ich sehe es nur als allerletzten Ausweg, aus dem internationalen Club auszutreten! In diesem Sinne versuche ich, mich konstruktiv zusammen mit den anderen Kontinental-Chairmen für "die Sache" zu engagieren.
Die Abstimmung in der Schweizer Sektion läuft noch bis kommenden Pfingstmontag, 1. Juni, 24:00 Uhr (Siehe RREC Rundmail vom 22.5.2020). Ich freue mich über weitere Stimmen, sollten Sie sich bisher noch nicht geäussert haben. Nach wie vor stehe ich für telefonische Auskünfte zur Verfügung: 079 293 52 74.
Ihre Stimmabgabe bitte per Mail an <email-pii>
Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.
Jürg M. Bihn
Präsident RREC Swiss Section