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Ist es nicht moralisch verwerflich, am Börsenhandel teilzunehmen? Unterstützen wir dabei nicht eine Institution, die zur sozialen Ungerechtigkeit beiträgt? Solchen «Überlegungen zum ethischen Börsenhandeln» ist eine Studie gewidmet, die das Corporate Responsibility Interface Center (CRIC) im Auftrag der Alternativen Bank Schweiz (ABS) verfasst hat.
Die oben aufgeworfenen Fragen beantworten die Autoren mit einem «Nein, aber». Als zentrales Problem identifizieren sie die Verteilungsgerechtigkeit: Aufgrund von Informationsasymmetrien oder Manipulationen können sich Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer Vorteile gegenüber anderen verschaffen. Um dies zu verhindern, braucht es die Mitwirkung von Staat, Unternehmen und Individuen.
Die Studie enthält eine «Replik» der ABS, die unterstreicht, dass Geschäfte von gehandelten Unternehmen sich auch auf soziale Gruppen auswirken können, die nicht am Börsenhandel teilnehmen und nicht von Handelsgewinnen profitieren. Eine wirksame Besteuerung des Börsenhandels könnte hier nach Ansicht der ABS für gesellschaftlichen Ausgleich sorgen.
CRIC, Gut oder Börse? Überlegungen zum ethischen Börsenhandeln. Olten: ABS 2016.