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Brustzentrum
Erfahrungsbericht: Brustrekonstruktion mit Eigengewebe
Für Barbara war es sehr wichtig, dass sie dem Chirurgen vertrauen konnte. Sie fühlte sich gut beraten und mit ihren Sorgen und Ängsten ernst genommen. Am meisten Angst hatte sie vor der Narkose. Mit dem kosmetischen Ergebnis der Brustrekonstruktion ist Barbara auch nach sieben Jahren sehr zufrieden.
Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Person, Ihre Situation und den Grund für die Spitaleinweisung.
Im Herbst 2013, kurz nach meinem 40. Geburtstag, ertastete ich einen Knoten in der linken Brust. Nach umfangreichen Abklärungen (Ultraschall, Mammographie, MRI und Biopsie) erklärte mir meine Gynäkologin, dass sich in meiner Brust ein sogenanntes DCIS gebildet habe, und überwies mich ans KSW. Da der Tumor schon ziemlich gross war, war eine brusterhaltende Operation nicht möglich. Im Frühling 2014 wurde mir die linke Brust entfernt und mit Gewebe vom Bauch wiederaufgebaut.
Das entfernte Brustgewebe wurde im Labor untersucht. An einer Stelle reichte das Tumorgewebe bis zum Rand. Nach vollständiger Ausheilung der Brust wurde nochmals operiert und das restliche Tumorgewebe entfernt. Im gleichen Eingriff wurde die rechte Brust an die linke angeglichen, und ich bekam auf der linken Seite eine «neue» Brustwarze. In der mikroskopischen Gewebeuntersuchung zeigte sich dann, dass sich ursprünglich gutartige Tumorzellen nun zu bösartigen entwickelt hatten. Deshalb wurde kurz nach dem zweiten Eingriff in einer dritten Operation der Lymphknoten in der linken Achselhöhle entfernt. Nach einer kurzen Erholungszeit folgte eine kombinierte Chemo- und Antikörpertherapie.
Nun bin ich schon seit über fünf Jahren gesund und gelte als geheilt.
Was waren die Hauptgründe dafür, dass Sie sich für die Plastische Chirurgie am KSW entschieden haben?
Die Nähe des Spitals zu meinem Wohnort und der Umstand, dass ich dem behandelnden Arzt vollstes Vertrauen schenken konnte.
Wer hat den Tumor zuerst bemerkt? Wie lange ging es, bis operiert wurde?
Ich hatte den Tumor selbst bemerkt. Es dauerte etwa fünf Monate, bis ich operiert wurde.
Sie haben sich für eine Rekonstruktion mit Eigengewebe entschieden. Was waren die Gründe dafür?
Der Hauptgrund war, dass nach einer Rekonstruktion mit Eigengewebe in der Regel keine weiteren Operationen nötig sind. Werden für den Wiederaufbau Implantate verwendet, müssen diese nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden.
Was waren Ihre grössten Ängste und Sorgen vor dem Spitalaufenthalt?
Meine grösste Angst war, dass ich aus der Narkose nicht mehr aufwache.
Wie erging es Ihnen mit den Schmerzen?
Dank der sorgfältigen medikamentösen Einstellung waren die Schmerzen die ganze Zeit gut zu ertragen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie lange es dauerte, bis ich schmerzfrei war.
Wie verliefen die Genesung und die Wundheilung während des Spitalaufenthalts und nachher zu Hause?
Beides verlief problemlos.
Wie haben Sie den Spitalaufenthalt erlebt? Was war positiv?
Der Spitalaufenthalt dauerte lang, war aber so weit ganz okay. Das Personal war ausgesprochen nett und das Essen sehr gut.
Was könnte noch verbessert werden?
Nichts! Es war alles gut, wie es war!
Wie gefällt Ihnen das kosmetische Ergebnis der Brustrekonstruktion?
Die Brust ist sehr schön geworden.
Sieht man an der Entnahmestelle noch etwas?
Man sieht die Narben noch, aber nur, wenn man genau hinschaut.
Was war das Schlimmste für Sie?
Dass ich auf Hilfe angewiesen war.
Wie haben sich Ihr Leben und Ihr Alltag seit der Diagnose verändert? Wie geht es Ihnen heute?
Als ich den Knoten entdeckte, waren meine Kinder zwei und fünfeinhalb Jahre alt. Bis zum Ende der Therapie vergingen zwei Jahre. Das war für mich keine einfache Zeit. Im Nachhinein weiss ich gar nicht so recht, wie ich das alles (Familie, Haushalt und Arbeit) bewältigt habe. Zum Glück hat mich meine Mutter in dieser Zeit sehr unterstützt. Ohne sie wäre die Organisation sehr schwierig geworden.
Die Erfahrung hat mich geprägt. Ich bin viel gelassener geworden und wundere mich manchmal, worüber sich die Leute aufregen können.
Aus welchen Gründen würden Sie die Plastische Chirurgie am KSW anderen Frauen empfehlen?
Ich wurde während der ganzen Zeit sehr gut beraten, meine Sorgen und Ängste wurden ernst genommen, und das Resultat ist sensationell.
Was möchten Sie Frauen mit auf den Weg geben, die sich in einer ähnlichen Situation befinden?
Sprechen Sie nicht nur mit Frauen über Ihr Problem. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein rational denkender Mann hilfreicher ist als zehn emotional reagierende Freundinnen. Sammeln Sie alle Informationen, die Sie brauchen, um Entscheidungen fällen zu können, und scheuen Sie sich nicht, nachzufragen, wenn Sie etwas nicht verstehen.
Vertrauen Sie der Chirurgin oder dem Chirurgen. Wenn Sie das nicht können, suchen Sie jemand anderen. Halten Sie sich an die Anweisungen, die Sie bekommen, wie nicht schwer tragen, regelmässige Narbenpflege usw.