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Mit diesem Ausdruck wird die Grundlage bezeichnet, auf der Gläubige an einem Ort als Versammlung zusammenkommen. Sie versammeln sich dabei nicht als Mitglieder einer Kirche oder Gemeinschaft, sondern als Glieder des Leibes Christi. Sie haben keine menschlichen Statuten. Sie stützen sich allein auf das Wort Gottes. Dabei wird sich die Einheit in der Vielfalt der Glieder zeigen, wie dies der Apostel Paulus in 1. Korinther 12 entfaltet.
Es ist klar, dass dies der Platz ist, den jedes Kind Gottes einnehmen kann, aber auch einnehmen sollte. Denn die Grundsätze, die uns das Wort Gottes in Bezug auf das Zusammenkommen der Gläubigen gibt, können alle Glieder des Leibes Christi, also alle wahren Gläubigen, annehmen, ohne ihr Gewissen zu beunruhigen, ohne ihren Herrn zu verleugnen und ohne den Heiligen Geist zu betrüben. Dies ist nicht mehr möglich, sobald man im Blick auf das Zusammenkommen irgendwelche menschliche Abmachungen trifft oder Bedingungen an die Zusammenkommenden stellt, die über das Wort hinausgehen. Auf diese Weise verlässt man den Boden des einen Leibes.
Diese Grundlage des Zusammenkommens als Versammlung hat neben der individuellen auch eine kollektive Seite. Eine örtliche Versammlung, die auf diesem Boden, also dem schriftgemässen, steht, besitzt vom Herrn verliehene Autorität, um zu binden und zu lösen. Sie kann also selbständig handeln, aber sie ist nicht autonom, d.h. nicht unabhängig. Sie muss die Beschlüsse anderer örtlicher Versammlungen, die ja auf demselben Boden stehen, anerkennen. Tut sie das nicht, beansprucht sie eine gewisse Sonderstellung (der Unabhängigkeit) gegenüber anderen örtlichen Versammlungen und verlässt damit den Boden des einen Leibes. Örtliche Versammlungen, die wirklich auf dem Boden des einen Leibes stehen, können nach Gottes Wort nur miteinander, niemals unabhängig nebeneinander vorangehen. Siehe dazu einige Beispiele aus der Apostelgeschichte Kapitel 11,22.23; 15,1.2.30; 16,2,16,4.