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Klein aber fein
Das Quartier gehört flächenmässig zu den kleinen Wohnvierteln. An den Schützenmattpark angrenzend, zieht es sich nordwärts bis zur Ahorn- und zur Allschwilerstrasse. Im Westen stösst es an den Gemeindebann von Allschwil.
Am ehemaligen Stadtrand entstehen öffentliche Einrichtungen
Auch in diesem Wohnviertel setzte die Bautätigkeit nach der Schleifung der Stadtmauer ein. Sie verlief bis 1870 eher zögerlich, und so standen bis dahin einzig an der Friedrichstrasse sowie am Herrengrabenweg mehrere Häuser. Bis zur Jahrhundertwende wurde das ganze Gebiet zwischen der Aussengrenze des Wohnviertels Am Ring und dem Herrengrabenweg überbaut; entstehen sollte ein Mittelstandsviertel. An der Peripherie, auf grünem Feld, wurden zwei öffentliche Einrichtungen erstellt. Weitsichtig erkannte der Staat einerseits den Bedarf an Schulen, der sich aufgrund der stetigen Zunahme der Stadtbevölkerung ergab. Er entschloss sich darum zum Bau des stattlichen Schulhauses. Dieses wurde nach dem Murtener Schriftsteller Albert Bitzius, besser bekannt als Jeremias Gotthelf, benannt und gab dem Quartier auch seinen Namen.
Das Tramdepot am Morgartenring
Noch etwas weiter aussen, am Morgartenring, wurde andererseits ein Tramdepot gebaut, in dem die Tramwagen des im Aufbau befindlichen Strassenbahnnetzes gewartet und eingestellt werden konnten. Dieses Gebäude ist bis heute in Betrieb. Ab 1901 benutzte die Elsässerbahn das in Tieflage und teilweise durch Tunnel geführte neue Trassee, welches direkt neben dem Tramdepot vorbeiführt und das Gotthelfquartier durchquert und teilt.
Bauboom Anfang des 20. Jahrhunderts
Ab Ende des 19. resp. anfangs des 20. Jahrhunderts wurde an der Allschwilerstrasse und der Ahornstrasse so rege gebaut, dass diese bald von geschlossenen Häuserzeilen gesäumt waren. Gleichzeitig wurden im bereits überbauten Gebiet noch bestehende Baulücken geschlossen. Zwischen 1920 und dem Zweiten Weltkrieg wurden dann einerseits die noch brachliegenden Flächen zwischen Eisenbahnlinie und dem stadtwärts gelegenen geschlossenen Siedlungsbereich überbaut und andererseits das westlich der Bahnlinie liegende Gebiet mit Reihenhaussiedlungen überzogen.
Viele Läden an der Allschwilerstrasse und dem Spalenring
Die Allschwilerstrasse und der Spalenring sind, obwohl sie die Quartiergrenze bilden, die eigentlichen Versorgungsadern des Wohnviertels; dort vor allem finden die Bewohnerinnen und Bewohner die nötigen Läden und Einrichtungen für das tägliche Leben. Das Quartier ist auch Standort eines Spitals: In unmittelbarer Nähe zum Gotthelf- und dem später daneben erbauten Gottfried Keller-Schulhaus befindet sich der in den 1970er-Jahren erstellte Neubau der privaten Merian Iselin Klinik, die 1918 gegründet worden war. Bis 1953 befand sich überdies an der Buchenstrasse ein israelitisches Spital.
Ruhiges Wohnviertel mit viel Grün
Dadurch, dass mit Ausnahme der Eisenbahnlinie, die durch das Wohnviertel führt, die Hauptverkehrsachsen die Quartiergrenzen bilden, ist das Gotthelfquartier so etwas wie eine beruhigte Kammer mit relativ wenig Verkehr und Verkehrsimmissionen. Das Grün der Vorgärten und die Alleen verstärken den ruhigen Eindruck, der dieses Quartier auszeichnet.
Weiterführende Informationen
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