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Soja, die umstrittene Bohne ist jedoch gesund
Viele fragen sich, ob sie Soja-Produkte, wie Tofu usw. problemlos essen können. Ich selber habe mit der Antwort gezögert. In Asien und Japan gelten Soja-Produkte als sehr gesund, krebsvorbeugend und -heilend. Im Westen als krebsfördernd und noch viele andere Krankheiten sollen von Soja ausgelöst oder gefördert werden.
Ich habe mir nun die Zeit genommen mich zu informieren, Studien und Meinungen zu lesen. Und siehe da, das Fazit ist klar:
Soja-Produkte sind gesund.
Soja ist eine Bohne. Jedoch sind viele Menschen heute davon überzeugt, dass sie dieses viel geschmähte Pflanzenfutter meiden sollten. Lassen Sie uns einen kurzen Blick auf die Beweise werfen.
Die Okinawan-Hundertjährigen – die gesündesten und langlebigsten Menschen der Welt – essen regelmässig Sojalebensmittel. Der Verzehr moderater Mengen traditioneller Sojalebensmittel wie Tofu, Tempeh, Miso, Sojasauce und Sojamilch hat gezeigt, dass sie gegen bestimmte Formen von Krebs (z.B. Brust- und Prostatakrebs) schützen.
Zum Beispiel wurde in einer Studie, die in Cancer Causes & Control veröffentlicht wurde, gezeigt, dass der Verzehr von Sojamilch das Prostatakrebsrisikos um 70 % reduziert.
In einer Studie, die im Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, hatten Frauen, die den meisten Soja konsumierten, ein um 29 % reduziertes Brustkrebsrisiko und 36 % ein geringeres Rezidivrisiko.
Die Phytoöstrogene in Soja erwiesen sich als schützend gegen Krebs, und trotz vieler gegenteiliger Behauptungen wurde nicht gefunden, dass sie die feminisierenden Wirkungen verursachen, für die sie manchmal verantwortlich gemacht wurden. Es gibt jedoch einen hohen Grad an tatsächlichen Östrogenen in Milchprodukten, Eiern und Fleisch, und diese sind mit einem frühen Beginn der Pubertät sowie mit Fruchtbarkeitsproblemen und Krebs in Verbindung gebracht worden.
Dr. Michael Greger, MD, erklärt es so:
«Die Leute wissen nicht, dass es zwei Arten von Östrogenrezeptoren im Körper gibt – Alpha und Beta. Und im Gegensatz zu tatsächlichem Östrogen, binden und stimulieren Soja-Phytoöstrogene vorzugsweise Östrogenrezeptor-beta. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil die beiden Typen von Rezeptoren unterschiedliche Gewebeverteilungen haben… und oft anders funktionieren – und manchmal in entgegengesetzter Weise. Und dies scheint in der Brust der Fall zu sein, wo die Beta-Aktivierung eine antiöstrogene Wirkung hat und die wachstumsfördernde Wirkung des Östrogens hemmt – etwas, das wir seit mehr als zehn Jahren kennen.»
Einige Leute sind auch besorgt über Soja und GVOs. Die meisten der heute in den USA angebauten Sojabohnen sind genetisch verändert. Die meisten der gentechnisch veränderten Sojabohnen werden an Tiere verfüttert, aber viele gelangen auch in Sojaproteinisolat, Sojaöl und andere hoch verarbeitete Nahrungsmittel.
Essen sie deshalb Bio-Sojaprodukte wie Tofu, Tempeh, Sojamilch…
Warum wurde Soja so verteufelt?
Die Litanei von Gefahren mit Sojaprodukten ist laut einem Artikel von Fallon und Enig fast endlos. Tofu soll das Hirn schrumpfen lassen und Alzheimer auslösen. Sojaprodukte sollen eher Krebs fördern als verhindern. Soja enthält «Antinährstoffe» und ist voller Toxine usw. Die Liste ist unendlich.
Wenn man diese wissenschaftlichen Arbeiten jedoch genauer betrachtet stellt man schnell fest, dass hier ausschliesslich mit Tierversuchen gearbeitet wurde. Und wie es so ist, funktioniert der tierische Körper anders als der menschliche Körper. Zudem wurden die Tiere mit Soja vollgepumpt und bekamen ansonsten kein anderes Futter.
Wenn Sie über mehrere Tage 10 oder 20 Liter Wasser trinken, sterben Sie sogar an reinem, gesunden und lebensnotwendigem Wasser. Schlicht und einfach ausgedrückt, taugen diese wissenschatflichen Arbeiten nichts. Es waren nur eine fürchertliche Qual für die Tiere. Eine Schande, dass solche Arbeiten in medizinischen Zeitschriften, resp. im Internet veröffentlicht wurden.
Wer steckt dahinter? Das wissen wir nicht, es kann jedoch gut sein, dass die Fleisch- und Milchindstrie diesen Unfug in Auftrag gegeben und bezahlt hat.
Diese Lebensmittel empfehlen wir – alles nur in Bioqualität:
Tofu: Das Einweichverfahren, das traditionell zur Herstellung von Tofu verwendet wird, reduziert die Trypsininhibitoren und Phytate. Der Tofu ist reich an Proteinen, hat einen milden und neutralen Geschmack und kann allen Arten von Lebensmitteln zugesetzt werden.
Tempeh: Extrem protein- und ballaststoffreich und auf eine Weise hergestellt, die Trypsininhibitoren und Phytate stark verringert. Tempeh ist aus ernährungsphysiologischer Sicht ein idealer Weg, um Sojabohnen zu essen. Die meisten Leute denken, dass es eine beträchtliche Würze braucht, um gut zu schmecken. Dem liegt nichts im Wege. Aber bitte kein Aromat!
Miso: Weit verbreitet als salzhaltiges Gewürz und Basis für Suppen, ist Miso ein starkes Probiotikum, das viele Arten von freundlichen Bakterien enthält, die für den Darmtrakt von Vorteil sind. Das zur Herstellung von Miso verwendete Fermentationsverfahren deaktiviert die Trypsininhibitoren und Phytate.
Tamari (oder Shoyu): Dies ist eine fermentierte Sosse, die sehr aromatisch und salzig ist.
Sojamilch: Oft als Soja-“Getränke” bezeichnet, weil die Milchindustrie es ihnen verwehrt, das Wort “Milch” (ach wie kleinlich) zu verwenden. Trypsin-Inhibitoren und Phytate sind niedrig. Ich bevorzuge die Marken, die mit ganzen Sojabohnen hergestellt werden, und meide jene, die mit Sojaprotein oder Sojamilchpulver hergestellt werden.
Sojabohnen und Soja Nussbutter: Dies sind besondere Favoriten bei vielen Kindern. Das Rösten hilft, Phytatniveaus zu verringern.
Edamame: Dies ist eine grüne Gemüse Sojabohne. Geerntet, unreif, so dass die Samen 80 % bis 90 % der Kapsel füllen. Etwa 15 Minuten in leicht gesalzenem Wasser gekocht, wird es als Snack serviert, mit Gemüse gemischt oder zu Salaten oder Suppen gegeben.
Sojaeiscremes (Desserts): Diese gehören vielleicht technisch nicht zu einer Liste der gesündesten Arten, Soja zu essen, aber ich muss zugeben, dass ich eine Schwäche für sie habe. Ich esse diejenigen, die mit Bio-Bohnen und / oder Bio-Sojamilch zubereitet werden, und nicht solche (wie Tofutti), die mit Sojaproteinen oder Sojaproteinisolaten hergestellt werden.
Mein Fazit: Es gibt Menschen, die sich auf Sojaprodukte stürzen, weil sie gelesen haben, dass Soja gesund und krebsvorbeugend ist. Doch das ist der falsche Weg. Soja ist gesund, doch wir benötigen eine Vielfalt von gesunden Lebensmitteln mit zahlreichen Nährstoffen. Also beginnen Sie nicht einseitig zu essen.
Soja ist auch glutenfrei.
Quelle: The Food Revolution Network