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Triumph Bobber
Späte Liebe
06.09.2015 00:00 (bb/br)
Motorradfahren war für Kunstliebhaber Samuel Leuenberger eher Mittel zum Zweck, bis er entschied, einen Bobber-Aufbau anzugehen – inspiriert von einem Triumph-Umbau von Altmeister Eugen Eicher.
Nach fünf Jahren Umbauzeit fährt Samuel (1974)seinen Triumph Bobber (1967) erstmals aus. (Für mehr Bilder klicken)
Hintergrund
DER BOBBER
Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen viele Ex-Militärmaschinen für kleines Geld in private Hand über und wurden von ihren neuen Besitzern mangels finanzieller Mittel für kleines Geld überarbeitet, um sie schneller zu machen. Diese Modifizierungen erfolgten ursprünglich, um einerseits das Gewicht zu reduzieren und so die Fahrleistungen zu verbessern. Andererseits sollte das oft als schwerfällig oder schwülstig empfundene Aussehen der damaligen Motorräder verbessert werden. Der Umbau, aus einem Motorrad einen Bobber zu machen, hiess umgangssprachlich «Bob Job» (to bob = etwas kürzen, abschneiden, stutzen). Da aufwendiges Motortuning zu teuer war, wurde in erster Linie alles Überflüssige entweder ganz entfernt oder auf ein Minimalmass zusammengestutzt, speziell auch für die damals sehr populären Hillclimbing-Rennen. Damals dachte niemand an polierte Motorteile, punzierte Ledersättel oder Weisswandreifen, denn die Maschinen sollten einfach nur fahren. Bei Wikipedia findet sich Folgendes: Bobber beziehe sich auf den «Bob», einen kleinen Aussenschwung am unteren Ende des Vorderrad-Schutzblechs an alten Harley-Davidson-Modellen. Eine der ersten Modifizierungen, die ein Motorrad-Enthusiast in den 1940er- und 50er-Jahren vornahm, war die Montage des originalen Vorderrad- Schutzblechs nach hinten gedreht über dem Hinterrad. Das HinterradSchutzblech wurde weggelassen, das Vorderrad lief ohne Schutzblech. Solche Fahrzeuge hatten am Heck den Bob und hiessen deshalb Bobber.
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