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Im Fall von Zinsswaps werden Zinszahlungen ausgetauscht. Sie können unter anderem dazu dienen, ein Zinsrisiko zu minimieren.
Häufig werden dabei feste Zinssätze mit variablen Zinssätzen ausgetauscht – man spricht hier auch von Plain Vanilla Swaps.
Dabei werden einfachheitshalber nicht alle Zinsbeträge ausgetauscht, sondern nur die Zinsdifferenz an den vereinbarten Terminen ausbezahlt (so genanntes Netting).
In der Regel wird diejenige Partei, die den fixen Zinssatz zahlen muss, und dafür einen variablen Zins erhält, als Payer bezeichnet. Der Swap heisst dann entsprechend Payer Swap.
Diejenige Partei, die den festen Zinssatz erhält, und den variablen Zins zahlen muss, wird Receiver (zu deutsch: «Empfänger») genannt. Der Swap heisst dann entsprechend Receiver Swap.
Beispiel:
Partei A hat einen fixen Kredit bei einer Bank in der Höhe von 1 Million Franken mit einer Laufzeit von 10 Jahren zu einem Zinssatz von 3% pro Jahr aufgenommen.
Partei B hat einen Kredit in der Höhe von 1 Million Franken mit einer Laufzeit von ebenfalls 10 Jahren aufgenommen – aber zu einem variablen Zinssatz. Der variable Zinssatz orientiere sich an einem Referenzzinssatz wie dem Libor (mit einem Aufpreis).
Nun zahlt beispielsweise B mit seinem variablen Zinssatz in einer momentanen Zinssituation einen Zinssatz von ebenfalls 3%, rechnet aber mit einem möglichen weiteren Zinsanstieg, gegen den er sich absichern möchte. A mit seinem fixen Zinssatz von 3% dagegen rechnet mit einer möglichen zukünftigen Zinssenkung, wodurch er mit einem variablen Zinssatz bevorteilt wäre.
Lösung: A und B vereinbaren einen Zinsswap für eine festgelegt Laufzeit. Falls nun der variable Zinssatz, den B zu zahlen hat, in einer Periode auf 3.5% steigt, profitiert B, der nur den fixen Zinssatz von 3% von A zahlen muss. A hingegen verliert mit dem neuen Zinssatz von 3.5% von B. A muss also die Zinsdifferenz für die Periode in der Höhe von 0.5% an B zahlen.