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Heute sind für uns die Kühe auf der Weide eine Selbstverständlichkeit. Doch von woher stammen unsere Rinder?
Irgendeinmal waren es unsere es die Jäger leid, für jedes Stück Fleisch die Strapazen einer Jagd auf sich zu nehmen. Deshalb fing man an, Jungtiere von erlegten Kühen aufzuziehen. Dies geschah vor über 8‘500 Jahren vor Christus im Nahen Osten mit einer sehr nahe verwandten Art unseres (mittlerweile leider) ausgestorbenen Auerochsen. Den Auerochsen versucht man übrigens aus verschiedenen ursprünglichen Rinderrassen zurück zu züchten, diese neue Rinderrasse heisst „Heckrinder“ und sind im Moment vorallem zur Beweidung von Naturschutzflächen in Deutschland im Einsatz.
Domestizierte Rinder waren sehr wertvoll und verbreiteten sich langsam bis zu uns nach Mitteleuropa.
Erste Spuren von der Anwesenheit von Rindern in der Schweiz fand man in einer jungsteinzeitlichen Siedlung in der Nähe von Sitten, welche mit einem Alter von 5000 vor Christus datiert wurden. Spätere Nachweise fand man vorallem rund um die Pfahlbausiedlungen des Mittellandes. Als eine der ersten „Rassen“ in der Schweiz gilt das „Torfrind“.
Zuerst wurde das Rind als Fleischliferant genutzt, später kam die Milchnutzung dazu und seit ca. 3‘500 jahren vor Christus wurde auch die Arbeitsleistung der Rinder genutzt.
Die Tiere in der Jungsteinzeit waren mit ca. 1.1m klein. Die Grösse änderte sich erst mit der Einfuhr von südlichen Rassen zur Römerzeit, als grössere und kräftigere Zugtiere für den Ackerbau gebraucht wurden. Nachher wurden die Rassen eher wieder kleiner. Aus dem Mittelalter sind sogar Funde von ausgewachsenen Rindern mit einem Stockmass von einem Meter bekannt. Im späteren Mittelalter herrschte eine erste Blüte der Rinderzucht in der Schweiz. Die Schweizerbauern waren in Europa weitherum bekannt für ihre qualitativ hervorragende Rinderzucht. Der Export von Zuchtrindern wurde im 19. Jahrhundert zu einer richtigen Industrie. Grosse Zahlen an Zuchtrindern konnten in die ganze Welt exportiert.