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Carla Fröhlich erhielt 2003 ihr Physikdiplom an der Universität Basel. Während ihres Studiums verbrachte sie ein Jahr als Austausch-Studentin an der Simon Fraser Universität in Kanada. Als Doktorantin von Prof. Thielemann in Basel untersuchte sie nukleare Reaktionen die in Supernovas stattfinden. Sie wird ihre Dissertation in kürze an der Universität Basel verteidigen. Carla Fröhlichs Arbeit hat zu einer der wichtigsten Entdeckungen im Gebiet der Nuklearphysik der letzten paar Jahre geführt. Sie enthält bahnbrechende Untersuchungen über die Auswirkung von Neutrinos auf die Nucleosynthese beim Kernkollaps von Supernovae und ihre Rolle für die Bestimmung des Typs der erzeugten Ausstösse. In diesem Rahmen werden langjährige Probleme, wie z.B. die Überproduktion von neutronreichem Eisen und Nickel-Isotopen, viel besser verstanden.
Santiago Serrano-Guisan arbeitet zur Zeit an der “Physikalisch-Technischen Bundesanstalt” in Braunschweig (Deutschland). Nach dem er 1998 sein Diplom in Physik an der Universität Barcelona erhielt, führte er seine Studien im Gebiet des Material Engineering an der Polytechnischen Universität Katalonien fort. Er machte seine Doktorarbeit an der Universität von Süd-Paris in Orsay, mit Spezialgebiet Materialwissenschaft und Dünnschichttechnik. Anschliessend kam er in die Schweiz, um Doktorand von Prof. Ansermet (vorgängiger Präsident unserer Gesellschaft) an der EPF in Lausanne zu werden. Seine Dissertation hatte den Titel "Spin-dependent thermoelectrical effects in magnetic nanostructures". Er benutzte eine neue Messmethode, welche in der Gruppe von J.-Ph. Ansermet entwickelt worden war und die "magneto-thermogalvanische Spannung" aufzeigte. Der Einfluss des Elektronenspins auf den Transport wird normalerweise durch Messung der elektrischen Leitfähigkeit untersucht; der Riesenmagnetwiderstand wird auf diese Art gezeigt. Die Neuerung der Arbeit unseres Preisträgers war, thermoelektrische Transportkoeffizienten zu beobachten, welche nicht die selbe Temperatur- und Magnetfeldabhängigkeit wie der Widerstand haben, was neue Erkenntnisse in das Verhalten des Elektronenspins brachte. Zur Zeit arbeitet er an Magnetischen Random Access Memory (MRAM) Technologien als Forscher in Deutschland, wofür seine grosse Erfahrung mit magnetischen Strukturen mit Sicherheit sehr wertvoll ist.
Emanuel (Marc) Lörtscher studierte an der ETH Zürich, wo er 2003 sein Diplom in Physik erhielt. Schon damals war er an der Quantenelektronik interessiert und er führte seine Diplomarbeit am IBM Forschungslabor in Rüschlikon aus. Dieses berühmte Zentrum beeindruckte ihn so sehr, dass er dort blieb und an seiner Dissertation arbeitete. Er widmete seine Studien dem Transport von Ladungsträgern durch einzelne Moleküle. Danach erhielt er, unter der Aufsicht von Prof. Christian Schönenberger, seinen Doktortitel an der Universität Basel. Emanuel Lörtscher ist noch immer am IBM Labor, wo der das Verhalten von Einzel- oder kleinen Gruppen von Molekülen in elektronischen Schaltungen untersucht. Dank seiner ausserordentlichen Experimentierfähigkeit war er der Erste, der klare Beweise liefern konnte, dass die Schalteffekte, welche in solchen Apparaten beobachtet werden, in der Tat einen molekularen Ursprung haben. Dies ist eine faszinierende Art von “Nanophysik”, von der man vor einigen Jahrzehnten nur träumen konnte. Sie bildet die Brücke zwischen elementarer Quantenmechanik, welche den elektronischen Zustand der Moleküle bestimmt, und vielversprechender zukünftiger elektronischer Anwendungen.