Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03276.jsonl.gz/277

Auf der Suche nach einer für uns geeigneten Mutterkuhrasse sind wir im Jahre 2003 im Tösstal bei einem Erstzüchter von Luingtieren fündig geworden. Schon auf der Weide sind uns diese Tiere aufgefallen und wir wussten sofort, dass diese Tierrasse unsere Wahl sein wird.
Die Luingtiere stammen von einer gleichnamigen Insel westlich von Schottland ab. Als die ersten Kühe im Jahre 2000 in der Schweiz eingeführt wurden, durften die Schweizer-Pioniere wegen der BSE-Krise keine Tiere aus Schottland importieren. Sie fanden aber entsprechende Tiere in Deutschland und Österreich. 2004 gründeten die ersten Züchter den Verein Swissluing mit dem Ziel, Luingtiere zu importieren.
Die Luingtiere besitzen einen gutmütigen Charakter und verhalten sich daher ruhig in der Herde. Sie sind hornlos und das vereinfacht den Umgang mit ihnen wesentlich. Die Tiere wachsen, bedingt durch die kargen Bedingungen in Schottland, langsam. Deshalb werden sie bei uns nicht extensiv gefüttert, da sie sonst zu viel Fettanteil aufweisen. Sie eignen sich daher hervorragend für die Weidehaltung.
Seit wir im Jahre 2004 einen Muni gekauft haben, sind wir bei der Organisation Mutterkuh Schweiz Mitglied und züchten, wenn die Nachfrage vorhanden ist, weibliche Tiere, die wir dann verkaufen. Falls wir Tiere zu verkaufen haben, finden Sie diese in der Unterdatei.
Die Kühe kalben bei uns saisonal zwischen Februar und Mai. So können wir im Herbst die Jungtiere beim einstallen mit 7 bis 9 Monaten absetzen. Jüngere werden noch etwas länger in der Herde gelassen. Das saisonale Abkalben bedingt, dass der Zuchtmuni nach der ersten Abkalbung Anfangs Februar aus der Herde genommen wird. Er darf dann Mitte April wieder mit den Kühen mitlaufen, wenn es auf die Weide geht.