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Nina Macciacchini
* 10.12.1897 Wollerau SZ, † 8.5.1979 Hünibach BE. ∞ I. →Ernst Anton Mohr, Tänzer.
Erste Tanzstunden als Kind bei Semmler-Rinke in Zürich. Ausbildung mit Diplomabschluss in rhythmischer Gymnastik und Klavier 1911–14 bei →Emile Jaques-Dalcroze an der Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus in Hellerau und später in Genf. Tanzausbildung 1915–17 an der →Labanschule für Bewegungskunst bei →Mary Wigman in Zürich und Unterricht in Sprechtechnik, Schauspiel und Gesang. M. trat zwar weiterhin in den Schulaufführungen der Labanschule auf, eröffnete aber früh eine eigene Schule an der Feldeggstrasse und gab einen eigenen Tanzabend im alten Lokal am Zürichhorn. 1919–33 unterrichtete, tanzte und choreografierte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Ernst Mohr. Die Mohr-Macciacchini-Schule war sofort erfolgreich und eröffnete bald Zweigstellen in Aarau, Baden und Brugg. Es wurden Kinder und Laien unterrichtet, und eine Berufsausbildung für Tänzerinnen und Tänzer sowie Tanzpädagoginnen und -pädagogen wurde angeboten. Aus den besten Schülern entstand eine Tanzgruppe, die mit Aufführungen, in denen die Schulleiter als Solisten auftraten, in den zwanziger Jahren häufig und regelmässig in Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Biel und Aarau gastierte (Auftritte unter anderem 1924 und 1927 in Gregorius Joseph Werners Tanzkomödie "Sehr curioser musikalischer Kalender" und 1929 mit "Tänze und Gestalten" am →Schauspielhaus Zürich, 1929 in einer Tanz-Matinée am →Stadttheater Basel). Danach verfolgte M. zunächst eine Tänzerinnenkarriere im Ausland, gründete aber 1939 in Zürich eine neue Schule mit Zweigstellen in Hünibach und Steffisburg, gab Tanzabende, trat mit ihrer Kammertanz-Gruppe auf und unterrichtete bis 1976. Die "Tanzberufsschule Nina Macciacchini" wird von Schülerinnen weitergeführt.
Literatur
- Hoffmann-Macciacchini, Arthur: N. M. Künstlerin und Pädagogin. Schöpferin der Bewegungs- und Ausdrucksmethode. Ihr Leben. Ihr Wirken [o. J.].
Autorin: Ursula Pellaton
Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:
Pellaton, Ursula: Nina Macciacchini, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1152.