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LOSHARIK-KLASSE
ex - "AS-12" - "AS-31"
Das einzigartige Unterseeboot nahm Proben vom Grund des Nördlichen Eismeeres, die die Zugehörigkeit des Mendeleyev-Rückens zu Rußland nachwiesen. Das tieftauchende Atomanlage des Projekts 10830, die gemäß ihrer ungewöhnlichen Konstruktion den Namen LOSHARIK-KLASSE erhielt, nahm im Rahmen der Expedition "Arktis-2012" an Unterwasserbohrarbeiten im Mendelejew-Sockel im Nördlichen Eismeer teil. Wie der "Izvestiya" im Verteidigungsministerium erzählt wurde, half das U-Boot, Bohrarbeiten zu korrigieren, die von den dieselelektrischen Eisbrechern "Kapitan Dranitysn" und "Dikson" für die Bestimmung der äußeren Grenze des russischen Kontinentalsockels durchgeführt wurden. "Durch die gemeinsame Arbeit wurde eine große Menge an geologischem Material gewonnen. Es wurden mehr als 500 kg Bruchstücke von klassifizierten Gesteinsarten eingesammelt. Die Ergebnisse der Expedition legen die Grundlage für den Antrag an die UN-Seerechtskommission zur Bestätigung der Verlängerung des russischen Kontinentalsockels, der führte wegen fehlender geologischer Muster abgewiesen und auch entsprechend dann das Recht der vorrangigen Ausbeutung der Vorräte des Kontinentalsockels mit sich führt“, erzählte der Gesprächspartner gegenüber der "Izvestiya". Er fügte hinzu, dass der Mendelejew-Rücken und der Lomonosow-Rücken gemäß den Angaben des Verteidigungsministeriums über Erdöl- und Erdgasvorräte in einem Umfang von mehr als 5 Milliarden Tonnen Treibstoff verfügen. Während der Expedition wurde der gesamte Rücken untersucht; es wurden drei Quellen in zwei Gebieten mit entsprechender Probenname vom Grund durchgeführt. Mit Hilfe der "AS-31" - LOSHARIK-KLASSE, die mit Greifarmen ausgestattet ist, konnte man den Grund mit einer Waschvorrichtung (einer Vorrichtung zur Säuberung des Gesteins von Bodenschichten), einem Telegreifer (große Schaufel mit einer Fernsehkamera) und einer hydrostatischen Rohr aufnehmen. Die Arbeiten wurden in einer Tiefe von 2,5 km bis 3 km Tiefe im Verlauf von 20 Tagen durchgeführt. Durch den Atomreaktor und den einzigartigen Titanrumpf konnte sich das U-Boot viel länger unter Wasser aufhalten, als zivile Bathyskaphe, die mit Akkumulatorenbatterien ausgestattet sind. Nach den Angaben eines Expeditionsteilnehmers wurde im Laufe der Arbeiten das System für die externe Beleuchtung beschädigt, die es dem U-Boot gestattet, den Boden in der Tiefe "zu sehen" und unterschiedliche Gegenstände zu finden. Außerdem mußten die Greifarme instandgesetzt werden, mit deren Hilfe das U-Boot Bodenproben und andere Objekte vom Meeresboden aufnehmen konnte. Gegenwärtig wird die "AS-31" zur technischen Begutachtung in der 42.Werkhalle der Werft "Sevmash" vorbereitet. Da die "AS-31" mit einem Kernreaktor ausgestattet ist, muss das U-Boot nach jeder Fahrt ins Dock verbracht werden und kleine Defekte werden dort beseitigt. "Im Verlauf der Instandsetzung wurde der technische Klarstand des U-Bootes wieder hergestellt und die Baugruppen und Maschinen (darunter die Wellen und die Schrauben überprüft. Obwohl die Tiefe für dieses U-Boot nicht so groß war, muß doch trotzdem der Schiffskörper gerichtet werden. Während einer der Tauchgänge fiel das Außenbeleuchtungssystem aus, das wir auch gleichzeitig auswechseln", erklärte die Quelle aus dem Verteidigungsindustriekomplex. Wir der "Izvestiya"-Gesprächspartner erzählte, ist der Rumpf der LOSHARIK-KLASSE aus hochfestem Titan hergestellt, weshalb es deutlich schwieriger ist, die Einbeulungen des Rumpfes zu beseitigen, als es bei einem gewöhnlichen Stahlrumpf der Fall ist. Träger der "AS-31" ist ein umgebautes strategisches Unterseeboot des Projekts 667 DELTA III-KLASSE, dem die Startvorrichtungen für die ballistischen Flugkörper demontiert wurden; der Bathyskaph wird unter dessen Rumpf befestigt. "Im Februar diesen Jahres haben wir die "AS-31" bereits instandgesetzt. Wir bereiteten es für den Nordpol vor. Es wurde zusätzliche bathymetrische Ausrüstung für die seismologische Erkundung des Meeresbodens angebaut – darunter ein Polygraph (eine Vorrichtung für das Messen der bodennahen Ablagerungen), ein Seitensonar und so weiter. Damals wurden auch die Ersatzteile und die Titanplatten für die erneute Instandsetzung vorbereitet. Wir haben auch das Träger-U-Boot nachgerüstet und auf ihm ein mehrstrahliges -Echolot eingebaut", setzte der Vertreter des Verteidigungsministeriums fort. „Die Notwendigkeit für eine derartigen Apparat ist sehr hoch. In Rußland können neben der "AS-31" nur noch die tieftauchenden Klein-U-Boote vom Typ «Mir» in einer Tiefe von 2 – 3 km arbeiten. Während der vorhergehenden Expedition unter der Leitung von Arthur Tschilingarow wurden beide «Mir» eingesetzt. Aber nun mußten wesentlich schwierigere und länger dauernde Unterwasserarbeiten durchgeführt werden. Dafür verfügen die «Mir´s» nicht über die notwendige Autonomie. Deshalb wurde entschieden, die "AS-31" einzusetzen“, erklärte der Gesprächspartner der "Izvestiya". Nach den Worten des Vertreters des Verteidigungsministeriums ist es folgendermaßen: wenn die "Mir" mit Akkumulatorenbatterien arbeitet, die eine Arbeit im Verlauf von 72 Stunden sicherstellen, dann ist die "AS-31" im Vergleich dazu ein vollwertiges Unterseeboot mit einem Atomreaktor. Er gestattet die autonome Arbeit des Bathyskaphs im Verlauf von einigen Monaten. An Bord gibt es Platz für die Besatzung, um sich zu erholen, Arbeitsräumlichkeiten, eine Kombüse und so weiter. Hierbei wird die Regeneration der Luft und des Wassers nicht schlechter sichergestellt, wie es auf einem Raumschiff im Weltraum ist. "Die «Mir» sind von ihrer Art her Ausflugs-Bathyskaphe. Sie verfügen über schwache Greifarme, über eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit und zusätzliche Mittel für die Bathymessung kann man nicht unterbringen", erklärte der Vertreter des Verteidigungsministeriums. Gegenwärtig geht die "AS-31" gemeinsam mit dem Träger in den Bestand der "Hauptverwaltung für Tiefwassererforschungen" des Verteidigungsministeriums ein, die direkt dem Verteidigungsminister Anatolij Serdjukow unterstellt ist. In den militärisch-industriellen Kreisen wird das GUGI inoffiziell als Unterwasseraufklärung bezeichnet. Die "AS-31" geht in den Bestand der russischen Nordflotte ein. Die Tieftauchanlage mit der Nummer "AS-31" ist in der Lage, auf Tiefen von bis zu 6.000 m abzutauchen. Der Rumpf der Anlage ist aus kugelförmigen Abteilungen zusammengesetzt, in denen das Prinzip eines Bathyskaphs realisiert ist. Sie sind innerhalb der Außenhülle untergebracht. Gerade dank dieser Konstruktion erhielt die Anlage die Bezeichnung LOSHARIK-KLASSE - in Anlehnung eine eine Person in russischen Zeichentrickfilmen - ein Pferdchen, das aus Kugeln zusammengesetzt ist. Träger der LOSHARIK-KLASSE ist das Spezial-Atom-Unterseeboot KS-136 - "ORENBURG", das ein komplett umgebautes U-Boot des Projetks 667BDR DELTA-III KLASSE ist (auf dem Kriegsschiff wurden die Schächte für ballistische Raketen demontiert). Die Tieftauchanlage wird unter dem Rumpf des Trägers befestigt. Die "AS-31" geht in den Bestand der "Hauptverwaltung für Tiefwassererforschungen" des russischen Verteidigungsministeriums ein und ist direkt dem Verteidigungsminister unterstellt.
Russisches U-Boot auf geheimer Mission
14 Seeleute starben beim Brand in einem U-Boot. Dieses soll dank einer speziellen Konstruktion tief tauchen können und Datenkabel im Visier haben. Das russische U-Boot, in dem bei einem verheerenden Feuer an Bord 14 Seeleute ums Leben kamen, soll sich auf einer Forschungsmission am Meeresboden befunden haben, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt. Ein Militärexperte, der anonym bleiben wollte, zweifelt diese Version jedoch an. Forschungsmissionen würden in der Regel als Vorwand für verschiedene Arbeiten am Meeresboden genutzt, etwa das Verlegen von Kabeln, sagte der Experte. Die Armee veröffentlichte nur wenige Details über den Vorfall. Name und Typ des U-Boots wurden nicht bekannt gegeben. Mehrere Medien berichteten unter Berufung auf Ermittlungskreise allerdings, das Unglück habe sich auf einem Atom-U-Boot vom Typ "AS-31" ereignet. Über diesen U-Boot-Typ, auch als "LOSHARIK-KLASSE" bezeichnet, ist nur wenig bekannt. Es soll über einen Atomantrieb verfügen und tiefer als 1000 Meter tauchen können. Es ist für 25 Besatzungsmitglieder konstruiert und soll ungefähr 60 bis 70 Meter lang sein. Das U-Boot-Modell "AS-31" ist gemäss Experten eine einzigartige Konstruktion der Abteilung für Tiefseeerkundungen. Sieben Druckkugeln aus Titan würden dem U-Boot erlauben, in grosse Tiefen zu tauchen. Zum Druckausgleich sollen die Räume zwischen den Druckkugeln und der Aussenhülle geflutet werden – quasi ein Konstruktionstrick, um tiefer tauchen zu können. Der U-Boot-Analyst H. I. Sutton hat sich intensiv mit dem Aufbau des U-Boots auseinandergesetzt. Die Kugeln hätten wohl einen Durchmesser von etwas mehr als sechs Metern. Er vermutet, dass durch die Kugelkonstruktion der gesamte Platz für die Crew auf rund 100 Quadratmeter beschränkt sei. Die "AS-31" könne andere havarierte U-Boote bergen, Teile von abgestürzten Flugzeugen oder Satelliten am Meeresgrund einsammeln. Aber auch speziellere Missionen seien möglich, etwa das Sammeln von Informationen am Meeresboden oder der Aufbau von Abhörsensoren oder Ähnlichem. Befürchtet wird dabei auch, dass Russland sich mit einem solchen U-Boot an den Glasfaserkabeln zu schaffen macht, welche am Ozeanboden zwischen Europa und Nordamerika verlegt sind. Nicht nur Spionage ist dabei eine Gefahr, sondern auch, dass die Kabel gekappt werden und so ein milliardenschwerer Schaden entsteht, da der grösste Teil des Datenverkehrs zwischen den Kontinenten über diese Kabel läuft. Das verunfallte russische U-Boot befand sich in der Barentssee, im äussersten Nordwesten des Landes. Inzwischen wurde die beschädigte "AS-31" in eine Militärbasis in der nördlich des Polarkreises gelegenen Stadt Seweromorsk gebracht. Dies legt den Schluss nahe, dass es Überlebende gibt. Wie viele Menschen sich während des Unglücks an Bord befanden, blieb bisher unklar.
Die Opfer der Brandkatastrophe auf "AS-31":
1. Held der Russischen Föderation und Kapitän zur See Denis Wladimirowitsch Dolonskij - Kommandant "AS-31"
2. Held der Russischen Föderation und Kapitän zur See Nikolaj Iwanowitsch Filin
3. Kapitän zur See Wladimir Leonidowitsch Abankin
4. Kapitän zur See Andrej Wladimirowitsch Woskresenskij
5. Kapitän zur See Konstantin Anatoljewitsch Iwanow
6. Kapitän zur See Denis Alexandrowitsch Oparin
7. Kapitän zur See Konstantin Jurjewitsch Somow
8. Fregattenkapitän Alexander Walerjewitsch Awdonin
9. Fregattenkapitän Sergej Petrowitsch Daniltschenko
10. Fregattenkapitän Dmitrij Alexandrowitsch Solowjow
11. Oberstleutnant des medizinischen Dienstes Alexander Sergejewitsch Wasiljew
12. Korvettenkapitän Wiktor Sergejewitsch Kusmin
13. Korvettenkapitän Wladimir Gennadjewitsch Suchinitschew
14. Kapitänleutnant Michail Igorewitsch Dudkow.