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Fingeralphabet
Als Hörende kennen viele noch aus ihrer Kindheit und der Schulzeit die als „Zeichensprache“ bezeichneten Buchstabengebärden,
die mit zwei Händen geformt wurden. Diese Form hat immer noch eine gewisse Gültigkeit, wird jedoch fast nicht mehr verwendet. International
hat sich heute das mit einer gewissen Einheitlichkeit „internationale Einhand-Fingeralphabet“ etabliert. Nationale Varianten des Fingeralphabets entstanden dadurch, dass zum Beispiel für besonders häufig gebrauchte Laute, eigene Zeichen gebildet wurden.
So etwa für das deutsche „sch“ und die Umlaute ä, ö und ü usw.
Die Nachbildungen der Buchstaben werden vorwiegend mit der Form der kleingeschriebenen Buchstaben gebildet. Beispielsweise wird das Bild des Buchstabens „d“ signalisiert mit dem aufrechtstehenden Zeigefinger, während der Mittelfinger oder die drei anderen Finger zusammen mit dem Daumen einen Kreis bilden. Die Buchstaben des Fingeralphabets werden mit der dominanten Hand vor der Brust oder etwas seitlich vom Rumpf ausgeführt.
Das internationale Einhand-Fingeralphabet
Quelle: Wikipedia.org
Nutzung in der Gebärdensprache
In der gebärdensprachlichen Kommunikation wird das Fingeralphabet dazu benutzt, um insbesondere Namen und Wörter eindeutig zu buchstabieren, für die noch kein Gebärdezeichen existiert. Oder es wird wahlweise „fingerbuchstabiert“ um ein Wort aus der Lautsprache
zu betonen, anstatt das betreffende Gebärdezeichen zu verwenden.