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Klassische Philologie umfasst die Studienfächer „Griechische Philologie“ und „Lateinische Philologie“.
Wer Klassische Philologie studiert, beschäftigt sich mit griechischer und/oder lateinischer Sprache und Literatur des Altertums, d.h., mit griechischen und lateinischen Texten von den Anfängen der Überlieferung bis in die Spätantike. Dabei wird, im Sinne einer Kulturwissenschaft, seit jeher die gesamte literarische Hinterlassenschaft der Antike berücksichtigt, soweit sie geschichtliche Kehrtwendungen und Zufälle überlebt hat. Neben Dichtung und Prosa stehen Geschichtsschreibung, Rhetorik und Philosophie, aber auch Fachprosa, besonders aus dem Bereich der Naturwissenschaften und der Medizin, ferner Briefe, Schultexte und Gelegenheitstexte aller Art. Die Auseinandersetzung mit den Meisterwerken der Dichtung und Prosa, den 'Klassiker(inne)n' im engeren Sinn wie Homer, Sappho, Vergil oder Platon und Cicero, wird allerdings immer wieder in den Vordergrung treten.
Wegen des grossen zeitlichen Abstandes können wir diese Texte heute ohne Hintergrundkenntnisse aller Bereiche des antiken Lebens nicht mehr ohne weiteres verstehen. Die Klassische Philologie versteht sich daher seit ihren Anfängen im 19. Jh. als Teil einer umfassenderen Altertumswissenschaft, und wer sich mit ihr beschäftigt, erhält dabei auch Grundkenntnisse in benachbarten Wissenschaften wie Archäologie, Alter Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie oder Religionswissenschaft. Angesichts der grossen Bedeutung der Antike für die gesamteuropäische Kultur in Mittelalter und Neuzeit bleibt daneben auch die Beschäftigung mit dem bis heute ungebrochenen Fortwirken antiker Texte (man denke, um ein aktuelleres Beispiel zu nennen, nur an den Film „Troy“) im Blickfeld der Klassischen Philologie.