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Der Weissrusse Andrey Melnichenko (48) holte sich sein Rüstzeug als Unternehmer an der Moskauer Wirtschaftsuniversität Plechanow. Nach dem Niedergang der Sowjetunion erkannte er die neuen Geschäftsmöglichkeiten. Er eröffnete Wechselstuben, mit dem verdienten Geld gründete Melnichenko 1993 die MDM Bank. Während andere Geldhäuser in der Russland-Krise in Schwierigkeiten gerieten, blühte MDM auf. Vor allem die Übernahme von in Schwierigkeiten geratenen Unternehmen brachte hohe Gewinne.
2007 verkaufte er seine Bankbeteiligung an Sergei Popov (49) und machte damit tüchtig Kasse. Behalten hat Melnichenko dagegen die industriellen Beteiligungen. Diese konzentrieren sich in erster Linie auf zwei Gesellschaften. So hält er eine Mehrheit an EuroChem, Russlands führendem Hersteller von mineralischen Düngern, der auch im Bergbau und der Erdgasgewinnung tätig ist. Die EuroChem Group mit Hauptsitz in Zug erzielte 2019 einen um elf Prozent höheren Umsatz von 6,2 Milliarden Dollar. Für das erste Semester dieses Jahres wurden stabile Resultate gemeldet. Zudem besitzt Melnichenko über 90 Prozent der Aktien von SUEK, einem auf Kohle- und Energieproduktion spezialisierten Unternehmen. Der russische Konzern betreibt 18 eigene Kraftwerke und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Dollar.
Mit Ehefrau Aleksandra (43), einem ehemaligen serbischen Model, lebt Melnichenko in St. Moritz. Er besitzt eine bedeutende Sammlung impressionistischer Künstler, die auch mehrere Werke von Claude Monet umfasst. Von Designer Philippe Starck (71) liess er sich eine Motor- und eine Segelyacht entwerfen. Mit einer Länge von 143 Metern ist es die grösste Segelyacht der Weltmeere.
(Stand: November 2020)