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Lourdes / F
Einer der weltgrössten Pilgerorte. Gottesdienste,Sakraments- und Lichter-Prozessionen, Rosenkranzgebet und Kreuzweg prägen das Pilgerleben von Lourdes.
Aufenthalt bei der Grotte. Gelgenheit zur Benutzung des Wassers der Heilquelle. Möglichkeit zum Besuch des Geburtshauses der hl. Bernadette und des Cachots. Besichtigung des Château Fort, von wo man einen herrlichen Ausblick in die Pyrenäen und über die ganze Stadt geniessen kann, usw. Lichterprozession täglich um 21.00 Uhr. Bernadette Soubirous wurde am 7. Januar 1844 in der Mühle Boly in Lourdes geboren und wurde zwei Tage später in der Pfarrkirche von Lourdes getauft.
Als älteste von neun Kindern, von schwächlicher Gesundheit, wurde sie mit 13 Jahren ihrer früheren Amme, Marie Laguës, die in Bartrès wohnte, als Hirtenmädchen anvertraut. Im Januar 1858 kehrte sie nach Lourdes zurück, um sich auf ihre erste Kommunion vorzubereiten, die am 3. Juni stattfand. Zu dieser Zeit wohnte sie mit ihrer ganzen Familie im ”Cachot” (ehemaliges Gefängnis von Lourdes). Am 11. Februar 1858 sieht Bernadette ”ihre Dame” zum erstenmal und lernt von ihr das Kreuzzeichen andächtig zu machen. Bernadette empfängt die Botschaft der Mutter Gottes, mit dem Auftrag, diese der Kirche und einem jeden von uns zu übermitteln.
Zwischen dem 14. Februar und dem 2. März sagte ihr die Dame: ”Willst du so freundlich sein, und 14 Tage lang hierher kommen?" "Ich verspreche dir nicht, in dieser Welt glücklich zu sein, wohl aber in der anderen.” ”Bete für die Sünder.” ”Sage den Priestern, sie sollen hier eine Kapelle bauen”. ”Ich will, dass man in Prozessionen herzieht.” ”Geh, trinke aus der Quelle und wasche dich.” Bei diesem letzten Auftrag grub die Seherin mit ihren Händen in dem Boden der Grotte, und es entsprang eine Quelle, die seitdem ununterbrochen fliesst. Am 25. März verkündet die Muttergottes: ”Ich bin die unbefleckte Empfängnis.” Insgesamt hatte Bernadette Soubirous (1844-1879) in der Zeit vom 11. Februar bis 16. Juli 1858 achtzehn Erscheinungen.
Paray le Monial / F
Besuch der Kirche des Klosters der Heimsuchung. Hier befindet sich die Erscheinungskapelle, in der die demütige Botin der Liebe des Herzens Jesu ruht, die hl. Margaretha Maria Alacoque (1647-1690). Der Dreissigjährige Krieg ging eben zu Ende, als Margaretha als Tochter eines königlichen Richters im burgundischen Dörfchen Lauthecour geboren wurde. Einer schweren Lähmung wegen, war das Kind vier Jahre lang hilflos auf dem Krankenlager, und alle ärztliche Kunst versagte. Da wandte man sich an die Helferin der Kranken und gelobte ihr, Margaretha dem Dienste Gottes zu weihen, wenn sie die Gesundheit wiedererlangte.
Die Gottesmutter nahm das Gelübde an, die Lähmung wich. 1671 schritt Margaretha Maria Alacoque über die Schwelle des Klosters der Heimsuchung
zu Paray-le-Monial. Hier empfing sie von Jesus die Anleitung zu einem vollkommenen Leben der Busse und Entsagung. Zum Dank für ihre Treue zeigte ihr
Jesus in einer Vision sein Herz selbst, „leuchtender als die Sonne und durchsichtig wie ein Kristall, mit deutlich sichtbarer Wunde, von einer Dornenkrone
umrankt und darüber ein Kreuz“.
Die letzte „grosse Verheissung“ von Jesus war: Ich verspreche dir in der übergrossen Barmherzigkeit meines Herzens, dass meine allmächtige Liebe allen jenen, die neun Monate nacheinander am ersten Freitag kommunizieren, die Gnade eines bussfertigen Endes gewährt wird, dass sie nicht in meiner Ungnade und ohne die Sakramente zu empfangen sterben werden, und dass mein Herz in dieser Stunde ihre sichere Zufluchtstätte sein wird.
Nevers / F
Am 7. Juli 1866 kam die hl. Bernadette Soubirous im Mutterhaus der Schwestern von der Nächstenliebe in Nevers auf dem Hügel St. Gildard an. Bernadette wurde am 29. Juli 1866 unter dem Namen Schwester Marie-Bernard eingekleidet. Schwer krank, machte sie am 25. Oktober 1866 die Profess und legte am 22. September 1878 ihre ewigen Gelübde ab. Hier lebte die hl. Bernadette fast 13 Jahre lang, bis sie am 16. April 1879 an Knochentuberkulose starb. Sie wurde in der St. Josephs-Kapelle im Klostergarten begraben. Im Jahre 1909 wurde ihr Körper zum erstenmal exhumiert und intakt befunden. Heute, über 120 Jahre nach ihrem Tod, ruht sie unversehrt in einem Glasschrein. In einem kleinen Museum ist ihr Leben auf eindrückliche Weise dokumentiert. Rundgang im Klosterpark, wo die grosse Heilige auch ihre Gartenarbeiten verrichtete. (Buch: "Die über alles schöne Frau" Christiana-Verlag, ISBN 3-7171-0752-6).
Rocamadour / F
Das beeindruckende ehemalige Benediktinerkloster entstand schon um ca. 1160. Zu jener Zeit kamen viele Jakobspilger nach Rocamadour, um vor dem unversehrten Leib des hl. Amadour zu beten, der hier als Einsiedler im achten Jahrhundert lebte. Von hier zogen sie mit dem "Sportelle", dem Pilgerabzeichen von Rocamadour weiter nach Santiago de Compostela (Nordspanien), zum Grab des hl. Apostels Jakobus. Deshalb gehört Rocamadour bis heute zum Jakobspilgerweg.
In der Kloster-Kapelle wird seit 1479 die schwarze Muttergottes von Rocamadour als Notre Dame de France und Schutzherrin der Seeleute verehrt.
Ars / F
Der hl. Pfarrer von Ars (Jean Baptist Maria Vianney), Patron der Priester, wurde während der fran. Revolution am 8. Mai 1786, als armer Bauernsohn geboren. Nur unter grossen Gefahren konnte er während der grossen Christenverfolgung am religiösen Leben teilnehmen. Nach dem Aufruhr studierte Johannes Baptist unter grossen Mühen und unterstützt durch den gelehrten Priester Balley, am Priesterseminar in Lyon, und wurde 1815 zum Priester geweiht. Seine äusserste Bedürfnislosigkeit, sein Gebetsleben und sein unermüdlicher Seeleneifer im Beichtstuhl und auf der Kanzel wurden durch die Bekehrung vieler Menschen belohnt.
"Wenn wir das Gebet wieder aufnehmen, spüren wir, wie in uns der Wunsch nach himmlischen Dingen wiedererwacht". Von überall her strömten die Menschen herbei, um bei ihm zu beichten; 1855 wurde dafür ein besonderer, zweimal täglicher Zubringerdienst von Lyon aus eingerichtet, und oft sass der Pfarrer 16-18 h täglich im Beichtstuhl. Dabei musste er Verleumdungen und dämonische Versuchungen erleiden.
Für sein vorbildliches priesterliches Wirken ernannte ihn der Bischof 1850 zum Ehrendomherrn und die Regierung 1855 zum Ritter der Ehrenlegion. Erschöpft und allein, wie er gelebt hatte, starb er am 4. August 1859. In einem Glasschrein in der Basilika ruht der unverweste Leib dieses Heiligen. Neben der Basilika
befindet sich das alte Pfarrhaus, das besichtigt werden kann.