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Wegen Feuergefahr würden die Hochhäuser "umgehend geräumt", teilte die Stadtverwaltung im nördlichen Stadtbezirk Camden am späten Freitagabend mit. Die Entscheidung sei nach einer Inspektion der Londoner Feuerwehr getroffen worden. Es bestünden Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Fassadenverkleidung.
"Grenfell ändert alles, und ich glaube nicht, dass wir ein Risiko eingehen sollten", erklärte Behördenvertreterin Georgia Gould. Die Wohnungen würden "sofort" geräumt, es könne "nicht garantiert werden, dass die Menschen sicher sind".
Die Bewohner mussten ihre Apartments noch am Freitagabend verlassen und sollten unter anderem in Hotels untergebracht werden. Die Arbeiten an den geräumten Gebäuden sollen drei bis vier Wochen dauern, wie Gould sagte.
Londons Bürgermeister Sadiq Khan schrieb auf Facebook von einer "Vorsichtsmassnahme" und bezeichnete die Räumung als den besten Weg, um die Bewohner zu schützen. Eine "Reihe bestimmter Umstände" mache das in diesem Fall notwendig.
Bei dem verheerenden Brand im Grenfell-Tower waren in der vergangenen Woche mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer in dem 24-stöckigen Sozialbau hatte sich rasend schnell über die Fassade ausgebreitet.
Das Material der Aussenverkleidung steht daher im Zentrum der Aufarbeitung der Katastrophe. Als Konsequenz aus dem Unglück hatten die Behörden eine Untersuchung von ähnlich gebauten Hochhäusern in ganz England veranlasst.
Die Ursache des schrecklichen Feuers im Grenfell Tower war zuvor gefunden worden. Es habe sich nicht um Brandstiftung gehandelt, sagte Fiona McCormack von Scotland Yard vor Reportern am Freitag. Ein defekter Kühlschrank habe das Feuer ausgelöst.
(SDA)