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Wie wird der Beruf des Informatikers in Filmen dargestellt?
Gestern habe ich endlich Zeit gefunden den letzten von 4 Filmen zu diesem Thema zu sehen, um einen einigermassen anständigen Artikel zu schreiben.
- Tron (1982)
- Wargames (1983)
- Hackers (1995)
- Antitrust (2001) (Conspiraty.com)
Um es gleich vorweg zu nehmen es gibt zahlreiche weitere Filme (wie Matrix oder Terminator), die ich mit absicht nicht eingeschlossen habe, da in diesen Filmen mehr der Computer oder die Intelligente Maschine im Vordergrund steht.
Da ich glaube, dass nicht allen diese Filme geläuffig sind hier ein kurzer Abriss.
Tron: Ein Informatiker klaut seinem Kollegen die Software und verkauft sie als seine Eigene. So wird er zum Magnaten, der totale Kontrolle ausüben will. Der "betrogene" Programmierer und zwei Freunde wenden das Blatt.
Wargames: Das Verteidigungsministerium der USA lässt die Entscheidungen über Krieg und Frieden von einem Computer fällen. Auf der Suche nach einem Game findet ein Hacker auf diesem Computer das "Speil" "Thermonuklearer Krieg". Dies bringt den Ball ins Rollen.
Hackers: Der Sicherheitsverantwortliche einer Öltanker Rederei kontrolliert für erpresserische Zwecke die Software zur Steuerung der Tanker. Einige junge Hacker kommen ihm auf die Schliche.
Antitrust: Der Boss einer grossen Software-Firma (der nicht nur äusserliche Ähnlichkeiten mit Bill Gates aufweisst) plant ein Sateliten gestützets Kommunikations (und Überwachungs)system. Dazu eignet er sich auf illegale Weisse die Software von Konkurrenten und Garagen-Kids an. Er hat aber nicht mit Freundschaft gerechnet.
Wargames ist der eigentliche Vorläufer von Filmen wie Matrix oder Terminator, der Aufzeigt, was passiert, wenn Entscheidungen von einem Computer getroffen werden.
Sowohl Hackers wie auch Tron bringen einen interessanten künstlerischen Aspekt auf den Tisch. Wie kann das Innenleben eines Computers visuell dargestellt werden. Tron bietet dazu einen intressanten Ansatz, auch wenn nicht jede visuelle Umsetzung nachvollziebar ist. In Hackers beschränkt sich die Darstellung auf die Datensammlung, die sich in einer Art futuristischen Grossstat mit Blocks und Strassen wiederspiegelt.
Tron und Antitrust sprechen auch ein anderes Thema an: Freie Programme. Dies war offenbar vor 20 Jahren bereits ein Thema und eine Lösung gibt es nicht, denn damit ein Programmierer von seiner Software leben kann, muss er sie verkaufen. Genau hier beginnt die ganze Diskussion um Patente und Software, denn das einzigartige an einem Produkt ist nicht das äusserliche, was rechtlich geschützt ist, sondern die Algorithmen, die nicht patentiert werden können. Eine freie Software-Gesellschaft kann es nur geben, wenn jedermann fähig ist seine Programme selbst zu schreiben, so dass die Profession des Programmierers überflüssig wird. Und isch weiss nicht, ob mir eine solche Zukunftsvision gefällt.