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Studie untersucht erstmals die weltweiten Auswirkungen des Missbrauchs ausgehender Nachrichten bei Internet Service Providern.
Eine Forschungsstudie unter dem Titel "Das zunehmende Problem mit ausgehendem Spam", die von dem Branchenanalytiker Osterman Research im Auftrag des israelischen Security-Spezialisten für Messaging- und Web-Security-Technologien Commtouch erstellt wurde, hat nach eigenen Aussagen erstmals weltweit die Auswirkungen des Missbrauchs ausgehender Nachrichten bei Internet Service Providern (ISPs) untersucht. Befragt wurden dazu ISP, Hosting Provider, Management Service Provider (MSP) und Internetportale. Speziell wurde nach Spam- und Masche-E-Mail-Nachrichten gefragt, die von innerhalb der jeweiligen Netzwerke verschickt wurden. Thematisiert wurde damit die Ausnutzung der Netzwerke von ISPs beim Versand unerwünschter E-Mails, die zum Verlust von Kunden, zu steigenden Betriebskosten, Markenschädigung und sogar zu gerichtlichen Klagen führen können.
Die Studie hat ergeben, dass die IP-Adressen von annähernd 40 Prozent der befragten ISPs in den letzten 12 Monaten auf Real Time Blackhole Lists (RBLs) aufgeführt wurden. RBLs sind öffentliche Listen von Adressen von Computern oder Netzwerken, von denen nachweislich Spam-Sendungen ausgehen. Landet ein ISP aufgrund von ausgehendem Spam auf dieser schwarzen Liste, bedeutet das für ihn, dass auch legitime Mail-Nachrichten seiner Kunden von ISP blockiert werden.
Zudem kommt die Studie zu dem Resultat, dass annähernd 70 Prozent der Service Provider derzeit Lösungen für ihr Problem mit ausgehenden Spams suchen. Rund die Hälfte von ihnen geht davon aus, dass sie im Verlauf der nächsten 12 Monate eine Lösung implementieren können. Wobei sogar für 75 Prozent aller Befragten klar ist, dass eine Lösung gegen ausgehenden Spam ihre Kundendienste verbessern würden. 78 Prozent der befragten Service Provider sagten gemäss Studie, die Identifizierung der Versender von Spam innerhalb ihrer Netzwerke sein als Teil einer Lösung gegen ausgehenden Spam wichtig oder extrem wichtig. Und 80 Prozent der befragten Benutzer von E-Mail glauben, es sei wichtig oder extrem wichtig, dass ihre Service Provider aktiv sicherstellen, dass von ihren Netzwerken kein Spam ausgeht.
Für ausgehenden Spam sollen demnach bei 68 Prozent der befragten ISPs jährlichen Kosten von bis zu umgerechnet 100'000 Franken entstanden sein und 4 Prozent gaben an, sie verlören sogar über 250'000 Franken pro Jahr. Die Kosten fielen besonders für die Beanspruchung des IT-Helpdesk und des Anti-Missbrauchs-Teams an.
Michael Osterman, Präsident und Gründer von Osterman Research: "Service Provider beginnen zu erkennen, dass unzufriedene Kunden, Blacklisting und anderer durch ausgehenden Spam verursachte Probleme nicht mehr einfach ignoriert werden können". Asaf Greiner von Commtouch hält gemäss Mitteilung fest, dass "der einzige wirksame Weg, sich aus Schwarzen Listen heraus zu halten, ist ausgehenden Spam zu blockieren und zugleich die Ursprünge des Problems anzugreifen: Spammer-Accounts, beeinträchtigte Accounts und Zombies." (vri)