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Dario Cologna auf einer Briefmarke in Sierra Leone: Darf man das?
Quelle: Tele 1
Mehrere afrikanische Länder haben Briefmarken mit Bildern von Schweizer Sportgrössen wie Roger Federer, Didier Défago oder Dominique Gisin in Umlauf gebracht. Dies geschah offenbar ohne deren Zustimmung.
Von Freude bei Gisin bis Ärger bei Cologna
Die Briefmarken wurden von einer litauischen Firma hergestellt, die mehrere Länder davon überzeugt hatte, ihr die Produktion anzuvertrauen, schreibt die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche».
Während die ehemalige Engelberger Skirennfahrerin Dominique Gisin begeistert auf ihre Briefmarke reagierte, die im Inselstaat São Tomé und Príncipe verteilt wurde, zeigten sich andere eher verärgert. «Eine solche Praxis ist untragbar und ich werde etwas unternehmen», sagt etwa die Agentin von Ex-Langlauf-Star Dario Cologna, dessen Bild auf einer Briefmarke in Sierra Leone zu sehen ist.
Das sagt der Rechtsexperte
Ein Schritt, der durchaus erfolgsversprechend sein könnte, wie der Luzerner Rechtsanwalt Sämi Meier auf Anfrage der Today-Redaktionen verlauten lässt: «Dem Druck der Briefmarken steht das Recht am eigenen Bild entgegen, welches auch berühmten Sportlern zusteht. Die besagten Briefmarken dürften ohne Einwilligung der Sportler daher widerrechtlich sein.»
Aus diesem Grund könnten die betroffenen Personen Ihre Ansprüche gerichtlich durchsetzen lassen, so der Anwalt. Ob dies nebst Dario Cologna auch andere Sportlerinnen und Sportler tun werden, ist nicht bekannt.