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Gold für Andrade, Derwael, Dolgopyat und Whitlock
Ohne Giulia Steingruber und Simone Biles, den beiden Medaillengewinnerinnen von Rio de Janeiro, geht der Sprungfinal der Frauen über die Bühne. Zur Olympiasiegerin krönt sich Rebeca Andrade.
Die Brasilianerin Andrade nutzte nach dem Verzicht von Olympiasiegerin Biles die Gunst der Stunde und sicherte sich als erste brasilianische Kunstturnerin eine olympische Goldmedaille. Die 22-Jährige, die im Mehrkampf Silber gewonnen hatte, setzte sich im Duell mit Mykayla Skinner aus den USA dank der besseren Ausführung der beiden Sprünge durch. Skinner war für Biles in das Feld der acht Finalisten nachgerückt, Steingruber als erster Reservistin blieb dies verwehrt.
Eine Premiere feierte auch Artem Dolgopyat am Boden. Der gebürtige Ukrainer sicherte Israel erst die zweite olympische Goldmedaille der Geschichte nach Gal Fridman. Der Windsurfer hatte 2004 in Athen triumphiert. Der Bodenfinal war von mehreren Fehlern geprägt. Ein solcher unterlief auch dem Russen Nikita Nagorni, der leer ausging.
Die zwei weiteren Goldmedaillen am ersten von drei Gerätefinal-Tagen gingen nach Europa. Nina Derwael wurde am Stufenbarren ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Weltmeisterin von 2018 und 2019 sicherte Belgien die erste Goldmedaille an diesen Spielen und die erste überhaupt im Kunstturnen. Am Pauschenpferd wiederholte der dreifache Weltmeister Max Whitlock aus Grossbritannien seinen Erfolg von 2016 in Rio de Janeiro.