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Porträt Garrett Keast
Ein Leuchtfeuer der Kreativität und der Ideen entzünden
Dirigent und Ensemblegründer Garrett Keast trägt die Fackel der amerikanischen Musik über den Atlantik.
© Kiran West
Möchte mit Musik Emotionen wecken: Garrett Keast
Als Garrett Keast seinen ersten Auftritt an der Opéra National de Paris absolvierte, galt er international noch als relativ unbekannt. Aber das Orchester war neugierig auf den 1971 in Houston, Texas geborenen Amerikaner und bestürmte ihn mit Fragen – bis zu jenem denkwürdigen Augenblick, als sich ein erster Geiger meldete: „Maestro! Sie sehen aus wie Joey aus Friends!“ Das habe sofort das Eis gebrochen, erinnert sich Keast begeistert. „Sie waren wirklich an mir interessiert. In dem Moment hatte ich das Gefühl, dass eine Traumkarriere wahr werden könnte.“
Garrett Keast: Von New York über Paris nach Berlin
In seiner Heimatstadt stand ihm zunächst Christoph Eschenbach, der das Houston Symphony Orchestra leitete, als Mentor zur Seite. Im Jahr 2000 zog Keast nach New York und wurde stellvertretender Dirigent der New York City Opera sowie ständiger Dirigent des Queens Symphony Orchestra. Dann erfolgte der große Sprung über den Atlantik, nach Paris.
2011 wechselte Keast schließlich zur Deutschen Oper Berlin. 2021 gründete er die Berlin Academy of American Music, ein Kammerorchester, das sich Werken mit nordamerikanischen Bezügen widmet. „Für das europäische Publikum ist es wichtig zu erkennen, dass es großartige amerikanische Musik gibt und dass die USA selbst in diesen schwierigen politischen Zeiten immer noch ein Leuchtfeuer für Kreativität und Ideen sind“, erklärt der engagierte Dirigent und Ensemblegründer.
Termine
Price: Dances in the Canebrakes, Shaw: Watermark, Ives: The Unanswered Question, Weill: Sinfonie Nr. 2
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