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Und wie weiter? Ein Abkommen zu erreichen bis Ende der Konferenz ist nach wie vor möglich, aber je länger es dauert, bis strittige Punkte gelöst sind, desto unwahrscheinlicher wirds. Was jetzt läuft: Dänemark wollte einen Vertragsentwurf vorlegen, der den Stand der bisherigen Verhandlungen reflektiert. Das hat die Entwicklungsländer in Rage gebracht, also wird es diesen Entwurf nicht geben. Statt dessen stehen zwei Verhandlungspapiere zur Debatte (im Fachjargon: KP und LCA), die in Arbeitsgruppen ausgearbeitet wurden. Diese beiden Entwürfe beraten die UmweltministerInnen von 193 Vertragsstaaten des Klima-Rahmenabkommens dann durch. Sind die Entwürfe heute Nachmittag bereit, können sie vielleicht sechzig Seiten lang sein. Kommen sie erst morgen früh, liegen vielleicht noch zwanzig Seiten drin - sonst haben die MinisterInnen keine Zeit mehr, das auch durchzuberaten. Je länger es dauert, desto mehr fällt unter den Tisch. Was beispielsweise unter den Tisch fallen dürfte, ist eine Regelung für Treibhausgas-Emissionen aus der internationalen Luft- und Seefahrt.
Die EU dürfte erst in der letzten Nacht entscheiden, ob sie ihre Ankündigung, ihr Reduktionsziel gegenüber 1990 von 20 auf 30 Prozent zu erhöhen, wahr macht oder ob sie bei 20 bleibt oder sich zu einem Wert dazwischen verpflichtet.