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Ein facettenreiches Panorama des modernen wie des vergangenen Griechenland.
Pavlos, der Ich-Erzähler, kehrt von Paris, wo er über zwanzig Jahre gelebt und gearbeitet hat, nach Athen zurück. Er trifft auf das, was ihn hervorgebracht hat: eine Stadt, eine Kultur und ein Land, die zugleich sehr jung und sehr alt sind. Er entscheidet sich, ein Geheimnis zu erforschen, das offenbar mit seiner Irritation bei dieser Wiederbegegnung zusammenhängt: Was bedeutet der sagenumwobene Buchstabe E über dem Eingang des Apollotempels in Delphi?
Pavlos geht jeder erdenklichen Spur nach, um das Rätsel zu lösen, von Jannina bis nach Delphi durchwandert er den ganzen Westen Griechenlands, kaut Lorbeerblätter wie einst die Orakelprophetin Pythia, befragt Archäologen und Taxifahrer, ja sogar seinen Vater, der am liebsten Geschichten erfindet, um sie dann den Damen aus der Nachbarschaft zu erzählen.
Pavlos befragt schließlich das Schweigen seiner verstorbenen Mutter. Ist es nicht dasselbe Schweigen, das ihm aus dem Buchstaben E entgegenschlägt? Er scheint es nicht eilig zu haben, die Antwort zu finden. Das Geheimnis leistet ihm Gesellschaft. Vielleicht, sagt er sich, besteht das Ziel des Schreibens nicht darin, Rätsel zu lösen, sondern sie zu vervielfachen.
Auf der Suche nach des Rätsels Lösung eröffnet sich die Welt; auf den Reisen des Suchenden erschließt sich den Lesenden ein wunderbares Panorama des modernen wie des vergangenen Griechenland.
Vassilis Alexakis, geboren 1944 in Athen, wanderte mit 17 nach Frankreich aus, wo er sich als Zeichner und Journalist durchs Leben schlug. Seine ersten Romane schrieb er in französischer Sprache. Heute pendelt er zwischen Paris und Athen. Er veröffentlichte Romane und Erzählungen sowie drei Bände mit Bildgeschichten. Seine Werke sind auf Griechisch, Französisch, Deutsch, Englisch und Spanisch erschienen. Im Oktober 2007 hat Alexakis für sein Werk Ap. J.-C. den Romanpreis der Académie Française erhalten.