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Hannes Schmidhauser, Filmschauspieler, Drehbuchautor und Regisseur
1926-1999, geboren in Locarno, gestorben in Lugano
1926-1999, geboren in Locarno, gestorben in Lugano
Sohn des Philosophen und Schriftstellers Julius Schmidhauser und dessen Frau Alice Spinner. Seine Mutter ging zu seiner Geburt zu Fuss von Minusio nach Locarno ins Spital, brach auf dem Weg dorthin erschöpft zusammen und wurde bewusstlos ins Spital gebracht. 1929 Umzug der Familie nach Zürich, 1934 Rückkehr ins Tessin, nach Losone. Erste schauspielerische Erfahrungen als Goethes "Faust" auf dem "Collegio Papio" in Ascona, wo er zur Schule ging. Mit 16 Jahren verliess Schmidhauser das Elternhaus, 1942 Ausbildung am „Bühnenstudio“ in Zürich. Seine Ausbildung finanzierte er als Fussballspieler: Er wurde mit dem „Grasshopper Club Zürich“ und dem FC Lugano Schweizermeister und Cupsieger und spielte vierzehnmal in der Nationalmannschaft, deren Captain er war. Anschliessend Engagements als Bühnenschauspieler in der Schweiz und in Deutschland. Als Filmschauspieler bekannt wurde er 1954 in der Rolle des Ueli in den Verfilmungen der Romane von Gotthelf "Ueli der Knecht" und "Ueli der Pächter". In "Ueli der Pächter" spielte er zusammen mit Leopold Biberti. Nach diversen Filmrollen, er arbeitete auch mit Elsie Attenhofer zusammen, zog er sich in den späten 70er Jahren zurück und lebte zwischenzeitlich in Rom, wo er, einigermassen erfolglos, verschiedene Filme produzierte. Comeback 1988 mit „Klassezämmekunft“, dem Kriminalfilm mit der Schweizer Filmprominenz. Die letzte grosse Rolle spielte er 1999 in „General Sutter“. Seinen Lebensabend verbrachte er in Locarno-Monti. Schmidhauser wird als "Sonnenschein" beschrieben, als "ein schöner, manierlicher Mann, dem das Gute immer nur so zufiel". In den Medien wurde er eher klischeehaft als "Ueli" und "Fussballstar" wahrgenommen, auf seine eigentlichen Talente wurde kaum eingegangen. Hannes Schmidhauser war der Pate von Concita Filippini, "der beste den es je gab". Schmidhauser wollte keine Grabstätte, seine Asche wurde in den Lago Maggiore gestreut.