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Die Familie der Probiotika scheint ständig zu wachsen – weil wir über dieses Thema immer mehr wissen. Eine Bakterienart erweist sich als besonders wirksam bei der Vorbeugung von Heuschnupfen, da sie die Intensität der Symptome deutlich verringert. Nachdem zuerst bekannt wurde, dass gewisse Stämme die Darm-, Mundoder Vaginalflora positiv beeinflussen, ist die neueste Entdeckung Lactobacillus paracasei LP-33: Dieser hemmt die Produktion des Allergiemediators Histamin.
Seit einigen Jahren haben sich Probiotika in der Tat als wirksame Alternative zur Vorbeugung von Heuschnupfen durchgesetzt. Eine laufende Nase, gerötete und tränende Augen, Niesattacken und Erschöpfung: Diese wohlbekannten Symptome treten bei einer allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) auf.
Bei einer allergischen Rhinitis schüttet der Organismus zu viel Histamin aus. Über die H1-Rezeptoren in den kleinen Blutgefässen bewirkt das Histamin eine Vasodilatation (Gefässerweiterung) und eine höhere Durchlässigkeit der Gefässe, wodurch Haut und Schleimhäute anschwellen. In den Bronchien löst das Histamin eine Verengung aus, und es kann sich ein allergisches Asthma entwickeln.
Probiotika, die die Immunantwort regulieren
Im Darm sind zahlreiche Immunzellen angesiedelt, u. a. T-Helferzellen vom Typ 1 und 2. Diese steuern, ob ein Allergen eher von den Zellen des Immunsystems (z. B. den Makrophagen oder den zytotoxischen T-Lymphozyten) angegriffen wird (= TH1-Antwort) oder durch Antikörper beseitigt werden soll (TH2-Antwort: Anregen von B-Lymphozyten, damit diese Immunglobuline [Antikörper] produzieren). Bei Allergien gibt es eine höhere Rate an TH2-Antworten.
Spezielle Milchsäure produzierende Lactobacillus-paracasei-Stämme wie z. B. LP-33 und das immunmodulierende Vitamin D3 bringen die Immunantwort mit den TH1- und TH2-Zellen wieder ins Gleichgewicht und sorgen so indirekt für eine Eindämmung der Histaminausschüttung.
Präparate mit diesen Inhaltsstoffen eignen sich für die ganze Familie (Kinder ab einem Jahr) und sind der ideale Begleiter während der Pollensaison. Sie sind gut verträglich und machen nicht müde. Sie werden 1 x täglich eingenommen – ca. eine Woche vor und während der Pollensaison.
Weitere Tipps zur Eindämmung der Symptome
- In der Pollensaison nur kurz lüften.
- Im Schlafzimmer keine Kleider aufhängen, die tagsüber getragen wurden.
- Wäsche nicht draussen trocknen lassen.
- Die Haare jeden Abend waschen oder ausspülen.
- Die Nase regelmässig mit einer physiologischen Kochsalzlösung spülen, um die Pollen zu beseitigen.
- Taschentücher für den einmaligen Gebrauch verwenden.
- Sport am frühen Morgen treiben.