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|Junioren-WM Eton: 4. Platz im Doppelzweier, 6. Platz im Skiff|
Die Junioren-Weltmeisterschaften in Eton (Grossbritannien) sind heute mit den Finalrennen in sieben Bootsklassen zu Ende gegangen. Für den Schweizer Junioren-Doppelzweier mit Barnabé Delarze (Lausanne Sports Aviron) und Roman Röösli (Seeclub Sempach) schaute ein feiner vierter Rang heraus. Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron) im Einer wurde Sechster. Juliette Jeannet (Lausanne Sports Aviron) holte sich in ihrem B-Finale mit einem guten Rennen den insgesamt achten Schlussrang.
Junioren-Doppelzweier Röösli/Delarze hervorragende Vierte
Der Junioren-Doppelzweier mit Barnabé Delarze (Schlagmann) und Roman Röösli (Bugmann) hatte schon die ganze Woche mit guten Rennen aufgewartet. Nach dem gestrigen zweiten Halbfinalrang durfte man also auf das heutige Abschneiden gespannt sein. Röösli/Delarze starteten gut ins Rennen und fanden denn auch wieder zu ihrem guten Rennrhythmus. Es zeigte sich im Rennen aber auch früh, dass die Boote, die sich gestern im anderen Halbfinale qualifizierten, stärker waren und sich absetzen konnten. Röösli/Delarze rangierten auf den ersten 1500 Metern auf dem fünften Rang, ehe sie das slowenische Boot noch überholen konnten und für sich einen vierten WM-Rang gutschreiben lassen konnten. Insgesamt haben 24 Boote in dieser Kategorie teilgenommen. Das ist eine hervorragende Leistung für dieses Newcomer-Boot. Die beiden konnten sich im Trainingslager in Sarnen kontinuierlich weiterentwickeln und die Trainingsleistungen in den Wettkampf übertragen. Die Medaillen lagen für das Duo jedoch deutlich ausser Reichweite. „Aufgrund der Saisonresultate durften wir nicht davon ausgehen, dass es dem Doppelzweier so gut laufen würde. Ich bin mit den Leistungen von Roman Röösli und Barnabé Delarze sehr zufrieden“, sagte Nationaltrainer Tim Foster nach dem Finalrennen.
Augustin Maillefer fühlte sich matt und schlapp
Das heutige Finalrennen im Einer der Junioren war hochkarätig besetzt nachdem schon die Viertel- und Halbfinale während der ganzen Woche auf die gute Dichte im Junioren-Einer Hinweise gaben. Augustin Maillefer startete gut ins Rennen und lag während den ersten 750 Metern an dritter Stelle. Danach machte sich jedoch bemerkbar, dass er sich seit dem Halbfinale von gestern nicht optimal erholt hatte. Er musste sowohl den Ukrainer wie auch die Boote aus Griechenland und Irland an sich vorbeiziehen lassen. Er konnte dem hohen Tempo der Konkurrenten nichts mehr entgegensetzen und musste auf den letzten 500 Metern auch den Ruderer aus Lettland noch passieren lassen. Augustin Maillefer wurde im Einer-Finale Sechster. Der Sieg ging an den favorisierten Deutschen Riemekasten vor Griechenland und Ukraine.
Juliette Jeannet mit feinem Rennen auf den achten Schlussrang
Ein tolles Rennen zeigte auch die gestern kurz vor dem Ziel im Halbfinale unglücklich gekenterte Juliette Jeannet (Lausanne Sports Aviron). Sie ruderte vorerst auf dem dritten Rang hinter Japan und Bulgarien und war im zweiten Streckenteil in der Lage, die Bulgarin noch einzuholen und im Endspurt vom achten Platz zu verdrängen. Diesen sicherte sich Juliette Jeannet mit einer eindrücklichen Willensleistung und einem aufopferndem Aufholrennen.
Kompakte und gute Schweizer Teambilanz
Das vier Boote starke Schweizer Junioren-Team wusste währen den letzten vier Tagen auf der Olympiaregattastrecke in Eton mit guten Rennen zu gefallen. Alle Booten haben sich in unter den besten acht Booten ihrer jeweiligen Kategorie klassieren können, zwei waren sogar im A-Finale vertreten. Diese kompakte Leistung ist bemerkenswert und das Resultat der guten Arbeit im Training wie auch der richtigen Rennmentalität. Der vierte Rang des Doppelzweiers Delarze/Röösli ist das beste Ergebnis und wohl auch die positive Überraschung aus Schweizer Sicht. Der Doppelzweier ist an der Junioren-WM eine traditionell stark besetzte Bootsklasse. Seit der letzten Schweizer Bronzemedaille in dieser Kategorie vor 15 Jahren (André Vonarburg/Olivier Gremaud) haben Delarze/Röösli das beste Junioren-Doppelzweier-Resultat erzielt. Augustin Maillefer ist als Junioren-Weltmeister (Vierer mit Steuermann 2010) angetreten und geht mit einem sechsten Skiff-Rang nach Hause. Diese Qualifikation für das A-Finale war schwieriger als erwartet. Dass er im Finale nicht mehr ganz im Vollbesitz seiner Kräfte war, war unglücklich. Sein Potenzial für die Zukunft ist unbestrittenermassen vorhanden und ist diese Woche mehrmals aufgeblitzt. Die achten Ränge des Juniorinnen-Doppelvierers und von Juliette Jeannet sind erfreulich, auch wenn der Juniorinnen-Doppelvierer sicher Finalambitionen hatte. Die Tatsache, dass der Schweizer Rudersport in Eton mit insgesamt sechs Juniorinnen vertreten war, nachdem in den letzten Jahren der Bereich Juniorinnen eher spärlich vertreten war, zeigt auf, dass junge Athletinnen in die Frauenkader nachrücken wollen. Ein gutes Zeichen für den Schweizer Rudersport.
Dominierende Mannschaft war Deutschland mit insgesamt 10 Medaillengewinnen. Dahinter waren Rumänien (5 Medaillen) sowie Italien (4 Medaillen) ebenfalls sehr erfolgreich. Insgesamt konnten 16 der 49 teilnehmenden Nationen Medaillen gewinnen.
Resultate
Rudern: Junioren-Weltmeisterschaften Eton-London (Grossbritannien), 4. Regattatag (So, 7. August 2011)
Männer
Einer, A-Final (Ränge 1-6): 1. Riemekasten (De) 7:03,41. 2. 2. Dafnis (Griech) 7:05,42. 3. Mykhailov (Ukr) 7:05,78. 4. O’Donovan (Irl) 7:06,10. 5. Zunde (Lett) 7:18,57. 6 Augustin Maillefer (Sz) 7:21,38.
Doppelzweier, A-Final (Ränge 1-6): 1. Fuhrmann/Sittel (De) 6:33,66. 2. Boucheron/Cormerais (Fr) 6:36,65. 3. Sterbak/Slavik (Tsch) 6 :40,36. 4. Roman Röösli/Barnabé Delarze (Sz) 6:47,93. 5. Kanduc/Markovc (Slo) 6:49,45. 6. Grisedale/Guppy (Gb) 6:51,19.
Frauen
Einer, B-Final (Ränge 7-12): 1. Sakakibara (Jap) 8:10,52. 2. Juliette Jeannet (Sz) 8:11,66. 3 Boncheva (Bul) 8:13,83. 4. Sanchez Rojas (Chile) 8:18,51. 5. Peleman (Be) 8:22,15. 6. Cokelj (Slo) 8:24,74. Juliette Jeannet damit im achten Schlussrang klassiert.
Eton, 7. August 2011 / Christian Stofer