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<h2>SubmittedText<h2><p>Einer Darstellung auf Seite 5 des Informationshefts "Forum Raumentwicklung" (3/2009) des Bundesamtes für Raumentwicklung kann entnommen werden, dass die Abweichung der Jahrestemperatur in der Schweiz vom Durchschnitt der Jahre 1961-1990 seit Anfang des neuen Jahrtausends offenbar stagniert. Dazu stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Ist es tatsächlich so, dass die Abweichung der Jahrestemperatur vom Durchschnitt der Jahre 1961-1990 stagniert?</p><p>2. Falls ja, wie lässt sich diese Stagnation bei der Abweichung der Jahrestemperatur in Bezug auf den Durchschnitt der Jahre 1961-1990 erklären?</p><p>3. Warum wird in der genannten Darstellung zwar die Jahrestemperatur in der Schweiz von 1864-2008 angegeben, bei der Berechnung der Abweichung jedoch lediglich auf den Durchschnitt der Jahre 1961-1990 und nicht auf jenen der Jahre 1864-2008 abgestellt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Temperaturverlauf in der Schweiz ist starken jährlichen Schwankungen unterworfen. Diese Schwankungen sind in den letzten Jahrzehnten von einer deutlichen Erwärmungstendenz überlagert. Um eine Tendenz zu erkennen, muss entsprechend auch die Klimaentwicklung über Jahrzehnte beobachtet werden. Die langjährige Temperaturentwicklung zeigt in der Schweiz einen eindeutigen und signifikanten positiven Trend, und es lässt sich derzeit keine Stagnation im langjährigen Trend beobachten. Zusätzlich gehören die Jahre 2006, 2007, 2008 und 2009 zu den zehn wärmsten seit Messbeginn 1864. Weitere Informationen zum Schweizer Klimaverlauf finden sich auf der Website des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz; beispielsweise http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/trends_schweiz.html oder http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/trends_an_stationen.html).</p><p>2. Temperaturschwankungen innerhalb von ein paar Jahren sind auch während einer kontinuierlichen Erwärmungsphase feststellbar. Solche kurzfristigen Temperaturschwankungen haben verschiedene Gründe. Im globalen Massstab spielen die Ozeane (z. B. El Niño) eine grosse Rolle, auf der regionalen Ebene können unterschiedliche Strömungsmuster (z. B. Dominanz von Nordwestwindlagen, die kühle und schneereiche Winter begünstigen) zu jährlichen Variationen der Temperatur führen.</p><p>3. Die Periode 1961-1990 wird von der World Meteorological Organization als Referenzperiode vorgeschlagen und gilt weltweit als Standard. Meteo Schweiz verwendet diese Referenzperiode u. a., um internationale Vergleiche anzustellen.</p>  Antwort des Bundesrates.