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Schmerzstillende
Mittel, s. Betäubende Mittel.
Mittel, s. Betäubende Mittel.
Mittel (anästhetische, narkotische, besänftigende, schmerzstillende Mittel), Heilmittel, welche lähmend auf die Empfindungsnerven und das Bewußtsein wirken. Mit Ausnahme der Kälte, welche zur Betäubung örtlicher Schmerzen (Narkose) vorzügliche Dienste leistet, sind alle andern betäubenden Mittel Arzneien und gehören größtenteils den Pflanzengiften an, z. B. Opium und das aus demselben gewonnene Morphium und Codein u. a.; der indische Hanf, Giftlattich, Tollkirsche, Calabarbohne, Stechapfel, Bilsenkraut, Schierling, Bittersüß, Sturmhut, Nieswurz, Mandelbaum, Herbstzeitlose.
Nur wenige, freilich recht wichtige Vertreter dieser Gruppe (welche überhaupt die Krone unsers Arzneischatzes bildet) sind chemische Produkte, wie Schwefeläther, Chloroform, Chloralhydrat, Äthylidenchlorid, Stickstoffoxydul. Alle diese Arzneien haben die Eigenschaft, wenn sie entweder direkt in die Blutbahn oder unter die Haut eingespritzt werden, oder wenn ihre Aufnahme indirekt durch den Darmkanal, durch Einatmung oder durch Einreibung geschieht, die Nerventhätigkeit herabzusetzen. Zuerst, d. h. bei Darreichung geringer Mengen, beschränkt sich die Wirkung auf eine Herabminderung der Empfindlichkeit; besonders unterliegen krankhaft gereizte Nervengebiete dieser leicht betäubenden Kraft, und hierauf beruht der hohe Wert aller dieser Mittel zur Stillung eines schon vorhandenen Schmerzes. Bei größern Gaben erstreckt sich der lähmende Einfluß auch auf solche Nerven, welche die willkürlichen, später auch die