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Der Schweizer Solvenztest (SST) ist ein modernes prinzipien- und risikobasiertes Prüfinstrument, das auf einem Gesamtbilanzansatz beruht. Dazu muss das Versicherungsunternehmen sämtliche Anlagen und Verpflichtungen marktkonsistent bewerten. Anschliessend sind die möglichen Veränderungen dieser Bilanzpositionen über den Zeithorizont von einem Jahr zu modellieren und gestützt darauf das geforderte Kapital zu ermitteln.
Die Solvenzanforderung ist erfüllt, wenn das verfügbare Kapital (risikotragendes Kapital) grösser ist als das geforderte Kapital (Zielkapital). Die Kapitalisierung ist ausreichend, wenn das Versicherungsunternehmen seinen Verpflichtungen den Versicherten gegenüber auch unter ungünstigen Umständen mit genügend hoher Wahrscheinlichkeit nachkommen kann.
Die Grundsätze des SST stimmen überein mit jenen von Solvency II, dem analogen Projekt in der EU. Der SST ist seit dem 1. Januar 2011 vollumfänglich in Kraft. Er hat sich zum unerlässlichen Aufsichtsinstrument der FINMA entwickelt und erlaubt es ihr, Solvenzprobleme rechtzeitig zu erkennen und sichernde Massnahmen auf der Grundlage vordefinierter Interventionsschwellen zu ergreifen. Spezialisten der FINMA prüfen die jährlich eingereichten SST-Berichte der Versicherungsunternehmen.
Die nachfolgend aufgeführten Dokumente richten sich in erster Linie an die Versicherungsunternehmen, Versicherungsgruppen und -konglomerate, die den SST durchzuführen haben. Sie betreffen den jährlichen SST-Bericht, mögliche zusätzliche Berichte und Berichte zu internen Modellen.