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Der Schweizer Komponist Richard Dubugnon (1968) schreibt Musik, die als "getrieben von einer spielerischen, modernen Sensibilität" (New York Times) beschrieben wurde. Seine Werkliste umfasst alle Genres, von Solostücken bis hin zu großen Orchesterwerken, wie die Helvetia-Symphonie, die für die gleiche Besetzung wie sein ‘Le Sacre du Printemps’ geschrieben wurde. Dubugnon hat aber auch für kleinere Orchester geschrieben: dieses Album enthält seine beiden Kammersinfonien. Die Kammersinfonie Nr. 1 wurde 2013 komponiert, und in seinem Covertext anerkennt der Komponist Einflüsse von Arnold Schönberg, Franz Schreker und Olivier Messiaen: "Wenn die leidenschaftlichen Gesten an das dekadente Wien der Jahrhundertwende erinnern, bleibt die harmonische Gesamtfarbe ziemlich ,französisch’... die Schweiz liegt schließlich auf halbem Weg zwischen Wien und Paris."
Im Gegensatz dazu war die anfängliche Inspiration für die Kammersinfonie Nr. 2 (2017) eine visuelle - eine Glasmalerei-Tafel aus dem Jahr 1658, die an die ersten Mitglieder des Musikkollegiums Winterthur erinnert, für welches das Werk geschrieben wurde. Dubugnon kreiert eine Chaconne, die auf den Farben der Glasmalerei basiert, bezieht aber auch ein Bach-Fragment in Anspielung auf einen Hinweis auf Psalm 150 ein. Diese Elemente werden im Laufe des Stücks, das in einem großen Accelerando endet, auf verschiedene Weise verwendet. Eingerahmt von den Sinfonien ist das Konzert ‘Klaveriana’ für Klavier, Orchester und Celesta. Das Werk zeigt eine breite Palette von Klaviertechniken und ist insofern ungewöhnlich, als es einen wichtigen Teil für die Celesta enthält, die als geheimnisvolles Spiegelbild des Klaviers fungiert. Diese CD ist das BIS-Debüt des Musikkollegiums Winterthur unter seinem Chefdirigenten Thomas Zehetmair, mit Noriko Ogawa als Solistin in ‘Klaveriana’.