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Colormanagement mit Distiller 5
Hallo Kobold
Das mit dem Distiller ist so eine Sache. Erstens möchte ich einmal erwähnen, dass es gefährlich sein kann, wenn man den Distiller dazu verwendet, Bilder und weitere Objekte für die Farbverwaltung zu kennzeichnen. Das Problem ist nämlich, dass der Distiller in diesem Falle alles genau gleich kennzeichnet: Also immer die gleichen Profile mit den genau gleichen Rendering-Intents (Farbumrechnungsmethoden). Das ist aber oftmals unerwünscht. Ein Firmenlogo verlangt zum Beispiel sehr oft nach einem Relativ farbmetrischen Rendering-Intent, wobei Halbtonbilder mit einem grossen Gamut meistens mit einem Perzeptiven Rendering-Intent transformiert werden. Oftmals ist es auch nicht erwünscht, dass alle Objekte mit dem identischen Quellprofil getagt werden, da die Objekte ja unterschiedlicher Herkunft sein können.
Ich wäre daher vorsichtig, wenn der Distiller zum Taggen von ICC-Profilen eingesetzt werden soll (für Farbverwaltung kennzeichnen).
Ich würde eher folgenden Weg gehen. Im Distiller bietet sich die Funktion "Farbe nicht ändern" an. Dadurch wird gewährleistet, dass der Distiller die Farben nicht konvertiert und somit ändert. Was der Distiller ab Version 5 aber sehr wohl kann, ist das Auswerten von PostScript-spezifischen CSA-Informationen, die das Pendant zu einem ICC-Quellprofil darstellen. Wenn der Distiller beim Auswerten dieser Informationen das entsprechende ICC-Profil auf der Festplatte findet (vorausgesetzt es ist richtig installiert) ersetzt der Distiller die CSAs mit dem entsprechenden ICC-Profil. Das hat den Vorteil, dass es sich hierbei um verschiedene ICC-Profile mit entsprechend unterschiedlichen Rendering-Intents handeln kann. ACHTUNG: Distiller 4 ist dazu noch nicht imstande und erzeugt daher immer LAB.
ColorManagement kann in PDF/X3 berücksichtigt werden. Es bietet sich die Möglichkeit, die ganze PDF-Datei ausgabeabhängig (CMYK) oder medienneutral zu erstellen (RGB, LAB). In beiden Fällen muss die PDF/X-Datei mit einem sog. Output-Intent versehen werden, der beschreibt, für welches Druckverfahren die Datei aufbereitet werden soll. Der Output-Intent kann anschliessend von verschiedenen Programmen (Bps. Acrobat 6, iQueue usw. ausgewertet und für die Farbraumtransformation weiter verwendet werden. Ebenfalls lässt sich der Output-Intenzt als ICC-Profil auf die Festplatte extrahieren.
ColorManagement wird also in PDF/X3 voll und ganz unterstützt.
Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
ulrich-media
InDesign- und PDF-Integration
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