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Lee Jae Yong wird wegen Bestechung zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Das schüttelt das südkoreanische Konglomerat gehörig durch.
Lee Jae Yong bei seiner Ankunft in Seoul vor Gericht.
Der faktische Chef des südkoreanischen Konglomerats Samsung, Lee Jae Yong, muss wieder ins Gefängnis. Das Obergericht in Seoul verurteilte Lee am Montag wegen Korruption zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren. Lee wurde direkt aus dem Gerichtssaal ins Gefängnis gebracht. Damit verkompliziert sich die Nachfolge an der Spitze des Konglomerats weiter.
Lee ist der Enkel des Samsungs-Gründers und der Sohn des im Oktober verstorbenen langjährigen Samsung-Vorsitzenden, der seit 2014 im Koma lag. Lee hätte gemäss der patriarchalischen Logik des Konzerns schon seit Längerem die Gesamtleitung der Gruppe übernehmen können. Wegen diverser Affären blieb er auf dem Papier aber nur Vizepräsident der grössten und wichtigsten Einheit Samsung Electronics, während er zugleich de facto als Chef der Gesamtgruppe agierte.
Lee wurde wegen Bestechung der früheren Staatspräsidentin Park Geun-hye und deren Freundin Choi Soon-sil verurteilt. Dafür war er 2017 bereits zu fünf Jahren Haftstrafe verurteilt worden. In der Folge wurde er vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, als ein Berufungsgericht urteilte, dass er Park und Choi nicht mit umgerechnet rund sieben Millionen Franken bestochen habe, sondern nur mit knapp drei Millionen Franken. Danach ging der Fall vor den Obersten Gerichtshof, der ihn wiederum dem Obergericht vorlegte, das nun geurteilt hat. Der Fall kann erneut vor den Obersten Gerichtshof gezogen werden.