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Sicher hast du schon einmal von dem Begriff muskuläre Dysbalance gehört. Man bekommt bei dem Begriff Dysbalance den Eindruck, dass etwas nicht stimmt, dass etwas nicht im Gleichgewicht ist. Ist das aber auch so?
Du bist beim Arzt oder Therapeut und der hat dir gerade gesagt, du hättest eine „muskuläre Dysbalance“. Hopla denkst du, was nun, ist das schlimm?
Ich mache bei dem Begriff muskuläre Dysbalance einen Unterschied zwischen einer „pathologischen Dysbalance“ und einer „funktionellen Dysbalance“.
Eine pathologische Dysbalance entsteht zum Beispiel bei Menschen die viel Sitzen. Stell dir vor, du sitzt 8 Stunden am Tag hinter deinem PC. Sitzt mit einem Rundrücken und die Muskeln deiner Bauch- und Rückenmuskulatur sind inaktiv. Dabei verkürzt sich durch deinen Rundrücken deine Brustmuskulatur. Pathologisch wird es dann, wenn deine Muskeln anfangen sich zu verspannen und Schmerzen entstehen.
Eine funktionelle Dysbalance entsteht zum Beispiel beim Tennisspieler. Ein rechtshändiger Tennisspieler wird seine Arm- Schulter und Rückenpartie Rechts besser entwickelt haben als sein Linke Seite. Das gleiche ist bei einem professionellen Radrennfahrer die Wahrscheinlichkeit, auf Grund seiner sportlichen Tätigkeit, einen verkürzte Beinheber (mm.Iliopsoas) haben wird.
In beiden Fälle wird ein Physiotherapeut sehr schnell erkennen, ob du eine muskuläre Dysbalance hast.
Warum heisst es eigentlich Dysbalance?
Du musst es dir so vorstellen, es gibt einen Agonist und einen Antagonist. Der Agonist ist diese Muskelgruppe, die die Bewegung einsetzt und der Antagonist ist diejenige Muskelgruppe die diese entgegengesetzte Bewegung macht. Wenn der eine beugt, streckt der andere.
Sehr oft wird die Frage gestellt „Sollte man eine funktionelle Dysbalance“ therapeutisch Behandeln? Persönlich sage ich „Jein“. Wenn ein Tennisspieler oder ein Radrennfahrer trainiert, Wettkämpfe bestreitet und so weiter, muss ich damit rechnen, dass ein Dysbalance entstehen kann.
Ich sollte jedoch mit Krafttraining versuchen Ungleichgewichte korrigieren. Aber, durch den Charakter der Sportart muss ich aber auch akzeptieren können, wenn der Körper nicht völlig im Gleichgewicht ist oder sein wird.
Etwas anders ist dies bei einer pathologische Dysbalance, wo Muskelpartien sich verspannen, Schmerzen entstehen und weiteres. Da muss etwas gemacht werden.
Kompliziert ist dies sicher nicht. Muskeln die dazu neigen zu verkürzen, müssen mit funktionellem Dehnen und Kräftigungsübungen korrigiert werden. Erschlaffte Muskeln müssen wieder gekräftigt werden.
Nehmen wir doch kurz das Beispiel von unserem Büromitarbeiter. Was primär nicht gekräftigt werden muss, ist seine Brustmuskulatur. Weil dies durch die einseitige Bewegung wahrscheinlich sowieso verkürzt ist. Nein, was interessanter ist, ist seine Rückenmuskulatur, „Streckübungen und Aufrichtübungen“ sind hier angesagt.
Selber erkläre ich es meinen Patienten so, dass wir seinen Körper aus den „tägliche Komfortzone“ holen und dass trainieren, was er braucht.
Für dieses Ausgleichstraining bin ich ein grosser Fan von Freihanteltraining, Übungen wie „reissen“, Kreuzheben, Umsetzten und Stossen, Kniebeugen, Pull up‘s und sogenannte Pull Overs sind sehr wertvolle Trainingsübungen.
Nach dem Prinzip „Use it or Lose it“ wird dein Körper, mittels der richtigen Übungsauswahl, wieder ins Gleichgewicht gebracht.
Möchtest du mehr dazu erfahren und sitzt du viel in einem Büro, melde dich doch bei unseren Coaches, sie erstellen dir gerne ein gutes Programm!
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