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Die Schützengesellschaft Wisen wurde im Jahr 1860 gegründet. Aus dieser Zeit existieren allerdings keine Unterlagen mehr. Die älteste Erwähnung der Schützengesellschaft Wisen findet man in einem Gemeindeprotokoll vom 13. April 1863. Wer damals dabei war und von wo die Schützen geschossen haben, ist nicht bekannt. Im Wald unterhalb der Froburgstrasse findet man noch Überreste eines alten Unterstandes für die Zeiger. Das älteste erhaltene Dokument sind die Statuten aus dem Jahr 1904.
In diesem Jahr trat die SG Wisen dem Bezirksschützenverein bei. Im Mai 1905 fand ein Ehr- und Freischiessen statt. Dazu wurden eine Schiesshütte und ein Scheibenstand erstellt. Im Jahr 1906 wurde eine Vereinsfahne bestellt. Diese wurde am 6. Mai mit einem Schiessen der "Gesellschaft unter sich" eingeweiht.
Von den Kriegsjahren von 1914 bis 1918 gibt es keine Protokolle. Es ist anzunehmen, dass das ausserdienstliche Schiesswesen auf Sparflamme lief.
Im Jahr 1920 fusionierten die Schützengesellschaft und der damals noch existierende Schützenklub. Es wurde ein Scheibenstand mit Kehrscheiben gebaut. In diesem Jahr wurde auch erstmals ein Jungschützenkurs durchgeführt. Geschossen wurde an 5 Sonntagen, jeweils von 0600 - 0900 Uhr und von 1300 - 1600 Uhr.
Im Jahr 1922 wurde am heutigen Standort ein Schützenhaus gebaut. Bisher hatte man auf einem Feldstand oder in einem provisorischen Unterstand geschossen. Das Land wurde mit einem Quadratmeterpreis von Fr. 1.50 erworben.
Am 19. und 26. August 1928 führte die Schützengesellschaft Wisen erstmals das Feldschiessen durch. Dazu wurde in der Wisenmatte, wo sich auch heute noch unser Scheibenstand befindet, ein Feldstand mit 96 Scheiben erstellt. An diesem Feldschiessen erreichte nur ein einziger Schütze aus Wisen das Kranzresultat.
Im Jahr 1962 wurde der Scheibenstand vom eidgenössischen Schiessoffizier abgesprochen. Es musste ein neuer gebaut werden. Ein Schützenkamerad, welcher als nicht sehr treffsicher galt, machte den Vorschlag, den Scheibenstand nur 150 Meter vor dem Schützenhaus zu erstellen. Der Scheibenstand wurde aber am alten Standort, also 300 Meter vor dem Schützenhaus, gebaut. Im Jahr 1963 wurde er mit einem Standweihschiessen eingeweiht.
Im Jahr 1983 wurde das erste Wisenbergschiessen durchgeführt. Dieses ist seiher fester Bestandteil unserer Vereinstätigkeit.
Am 15. November 1990 fand eine ausserordentliche Versammlung zum Schützenhausneubau statt. Der Präsident ermahnte alle noch einmal, am 19. November die Gemeindeversammlung zu besuchen, damit das Bauvorhaben realisiert werden konnte. An der Gemeindeversammlung wurde das Benützerreglement trotz heftiger Einwände der Gegner genehmigt. Für den Baukredit reichte es nicht, weil ein Antrag für eine Urnenabstimmung durchkam. Diese Urnenabstimmung fand am 27. Januar 1991 statt. Mit 135 Ja- gegen 101 Nein-Stimmen bei einer Beteiligung von 96 % stimmte die Bevölkerung dem Kredit für den Neubau zu. Am 16. Februar 1991 wurde das alte Schützenhaus im Rahmen einer Feuerwehrübung abgefackelt. Der Spatenstich erfolgte am 4. März 1991. Bereits am 23. Mai 1991 fand die Aufrichtefeier statt. Am 7. August 1991 fand das erste Training im neuen Schützenhaus statt.
Im Jahr 2010 konnte die Schützengesellschaft Wisen ihr 150 Jahr Jubiläum feiern. Am Nachmittag des 26. Juni 2010 wurde im Schützenhaus ein Volksschiessen durchgeführt. Die Dorfbevölkerung war dazu eingeladen. Am Volksschiessen nahmen viele Nicht-Schützen teil. Am Abend wurde in der Turnhalle Wisen der Festakt durchgeführt. Dazu wurden die Dorfbevölkerung und befreundete Vereine eingeladen. Der Festakt wurde von der Futureband musikalisch umrahmt und war ein voller Erfolg. Im Rahmen des 150 Jahr Jubiläums nahm die Schützengesellschaft Wisen erstmals am Rütlischiessen teil. Acht Schützen und zwei Schlachtenbummler begaben sich an die geschichtsträchtige Stätte. Die Schiessresultate waren zweitrangig. Es war für alle Teilnehmer ein eindrückliches Erlebnis.
Heute ist die Schützengesellschaft Wisen ein erfolgreicher Verein. Er hat ca. 30 lizenzierte Schützen und regelmässig ca. 60 Teilnehmer am Feldschiessen. Insbesondere in der Kategorie D, den Ordonanzwaffen, sind die Wisner sehr erfolgreich. So sind die Wisner am Feldschiessen, in der Gruppenmeisterschaft, am Bezirksgruppenschiessen und an diversen Gruppe C Schiessen immer wieder vorne in der Rangliste zu finden.