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Fahrzeugtypen > Volkswagen Käfer > Mechanik und Technik
Fahrgestell
Im Aufbau des Fahrgestells war der VW- Käfer 1936 ein Unikat im Autobau. Ein Mittelrohrrahmen, hinten zur Aufnahme des Motors konstruiert, bildet mit der Unterbodenplatte eine Einheit ( Plattenformrahmen).
Die Vertikalkräfte, Längskräfte und Momente werden über die vorhandenen Drehstäbe an das Mittelrohr weitergeleitet. In der ursprünglichen Form ( bis 1966 ), ist die Weichheit der Lagerung des Antriebsblockes in Querrichtung begrenzt. Daher wurden 1967 sogenannte Schräglenker eingeführt, die durch ihre Eigenschaften das Fahrverhalten um ein vielfaches verbesserten. Diese Verbesserung hatte den Einbau von längen- veränderlichen Antriebswellen zur Folge.
Die Typen 1302 und 1303 besitzen McPherson- Vorderachsen. Aus damaligen Zeitgenossen ( Fahrzeuge exkl. VW ) von 1945 herrschte die Blattfeder als Federelement für die Vorder- und Hinterachse vor. Nur 10 Vorderachsen besitzen Schraubenfedern, eine hat Gummifedern, eine Schraubenfedern kombiniert mit einer Blattfeder. Von den Hinterachsen weisen drei Torsionsstäbe und 5 Schraubenfedern auf. Die Vorderachsen besitzen aber bereits zum grössten Teil unabhängig aufgehängte Räder, aber es gab immerhin noch 6 starre Vorderachsen. Die Hinterachsen waren bis auf 10 Pendelachsen starr. Das Käfer- Fahrwerk ist also ein Konstruktion die ihrer Zeit vorauseilte.
Getriebe
Die kurze Bauweise des Käfer- Getriebes ist bemerkenswert. Diese wurde durch eine geniale und preiswerte Lösung erreicht. Die Zahnräder der am meist gefahrenen Gängen 3 und 4 liessen sich durch ihre geringe Umlaufgeschwindigkeit der Schaltkomponenten problemlos auch ohne Synchronisation schalten.
1949 wahren bereits 70 % der VW- Käfer Schaltgetriebe teilsynchronisiert was die Konkurrenz ins stottern brachte. Das Getriebegehäuse bildet zugleich Unterschlupf für Achsantrieb ( Differential ) und Wechselgetriebe. 1959 wurde das erste voll sperrsynchronisierte Getriebe aus dem Hause VW’s vorgestellt.
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Karosserie
Legendär die Glockenkarosserie, die mehr oder weniger einfach auf den Plattenrohrrahmen geschraubt wird, besteht aus vergleichsweise wenig grossen Pressteilen. Die vier Kotflügel und die Trittbretter sind angeschraubt und einfach abmontierbar. Kleinere Unfallschäden sind so relativ einfach auszumerzen. Genial auch die Integrierung der Warmluftführung im Karosserie- Bau. Die geheizte Luft welche durch den Schweller in die Kabine gelangt, trocknet das Fahrzeug von innen aus welches ein frühes Rosten durch Feuchtigkeit verhindert.
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