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Die Behörde warnte davor, dass der sogenannte pyroklastische Strom – eine extrem heisse und schnell hangabwärts fliessende Mischung aus Gas, Asche und Gesteinsbrocken – sich in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern ausbreiten könnte.
Spektakuläre Fernsehbilder zeigten, wie orangefarbenes Lava aus dem Krater schoss. Angaben über mögliche Opfer oder Schäden lagen den Behörden nicht vor. Die Wetterbehörde erhöhte die Warnstufe am Vulkan von zwei auf drei, was bedeutet, dass niemand Zutritt zu dem Berg hat. Eine Evakuierung der nahe gelegenen Orte war aber nicht geplant.
Der 1117 Meter hohe Vulkan Sakurajima liegt auf der gleichnamigen Halbinsel in der Präfektur Kagoshima. Die Halbinsel hat rund 4000 Bewohnerinnen und Bewohner.
50 Kilometer vom Vulkan entfernt liegt das Atomkraftwerk Sendai, an dem kürzlich zwei Reaktoren wieder in Betrieb genommen wurden. Angesichts der Risiken von Erdbeben und Vulkanausbrüchen und mit Blick auf die durch ein Erdbeben ausgelöste Atomkatastrophe von Fukushima 2011 hatten Anwohner und Umweltschützer das Hochfahren der Reaktoren kritisiert.
Japan liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einem Vulkangürtel, der sich über zahlreiche Länder erstreckt. Der Vulkan Sakurajima erlebt seit 2009 jedes Jahr zwischen 500 und 1000 kleinere Eruptionen.
Im August 2013 wurde bei einem Ausbruch Asche über ein riesiges Gebiet verstreut. Bei einem Ausbruch des japanischen Vulkans Ontake kamen im September 2014 mehr als 60 Menschen ums Leben.
(SDA)