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Ein paar Haare in der Bürste oder auf dem Kopfkissen sind noch lange kein Grund zur Panik. Sobald die Haare allerdings büschelweise ausfallen und kahle Stellen sich auf dem Kopf bilden, spricht der Mediziner von Haarausfall. Welche Arten von Haarausfall es gibt und was Sie dagegen tun können, zeigt dieser Beitrag.
Welche Arten von Haarausfall gibt es?
Von Haarausfall ist die Rede, wenn man täglich mehr als 70 bis 100 Haare verliert. Häufig wachsen die ausgefallenen Haare nur sehr langsam oder gar nicht nach. Hält der Haarausfall über einen längeren Zeitraum an, können schütteres Haar oder eine frühzeitige Glatzenbildung die Folge sein.
Grundsätzlich gibt es 3 Arten von Haarausfall:
- diffuser Haarausfall
- kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
- androgenetischer Haarausfall (androgenetische Alopezie)
Diffuser Haarausfall
Heutzutage leiden nicht nur Männer, sondern auch viele Frauen unter einem diffusen Haarausfall. Im Gegensatz zum kreisrunden Haarausfall werden die Haare insgesamt lichter, sodass die Kopfhaut durchschimmert.
Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
Kreisrunder Haarausfall, auch als Alopecia areata bezeichnet, ist eine Form des Haarausfalls, die sich lediglich auf eine bestimmte Region beschränkt. Gewöhnlich tritt der kreisrunde Haarausfall nach dem 20. oder 30. Lebensjahr auf, jedoch gibt es auch Jugendliche und Kinder, die schon sehr früh darunter leiden. Erfahrungsgemäß weist die Kopfhaut mehrere kahle Stellen auf. Selbst der Bartbereich kann von einem kreisrunden Haarausfall betroffen sein.
Androgenetischer Haarausfall (androgenetische Alopezie)
Der androgenetische Haarausfall (AGA) tritt vor allem bei Männern auf. Hierbei handelt es sich um einen genetischen Haarausfall, der die Schläfen- und Scheitelregion betrifft. In der Regel bilden sich typische Geheimratsecken, bevor die Haare im Scheitelbereich ausfallen. Bei Männern wird der androgenetische Haarausfall bereits im jugendlichen Alter beobachtet, während Frauen häufig in der Menopause darunter leiden.
Ursachen von Haarausfall
Wie der Name schon sagt, ist der androgenetische Haarausfall genetisch bedingt. Bei einem erblich bedingten Haarausfall kommt es zu einer deutlich verkürzten Wachstumsphase der Haare, weshalb die Haare verkümmern, ehe sie sichtbar hervortreten.
Der kreisrunde Haarausfall wird durch eine Störung des Immunsystems verursacht. Da die Haare als fremd erachtet werden, stößt der Körper sie einfach ab. Schreitet der kreisrunde Haarausfall voran, kann es zu einer vollständigen Glatzenbildung kommen.
Von einem diffusen Haarausfall sind in erster Linie Frauen betroffen, die vor allem in der Menopause viele Haare verlieren. Häufigste Ursache ist Stress, jedoch können
- Hormonschwankungen
- Infektionen
- Erkrankungen der Kopfhaut
- Schilddrüsenerkrankungen
- Medikamente,
die den Wirkstoff Methylphenidat enthalten, den Haarausfall begünstigen. Auch sind Ernährungsfehler (Eisenmangel, Fettunterversorgung) für einen diffusen Haarausfall verantwortlich.
Haarausfall auf jeden Fall abklären lassen
Sobald die Haare über einen längeren Zeitraum ausfallen, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um die konkrete Ursache des Haarverlustes zu ergründen. Zwar wird der Haarausfall gewöhnlich durch Stress und Ernährungsfehler verursacht, jedoch können auch ernsthafte Erkrankungen dahinterstecken.
Ein androgenetischer Haarausfall wird gewöhnlich mit Medikamenten (Propecia, Pantostin) behandelt, während man bei einem kreisrunden Haarausfall spezielle Lösungen auf die Haut aufträgt, die das Haarwachstum anregen. Da es sich bei einem kreisrunden Haarausfall um eine Störung des Immunsystems handelt, rufen die Medikamente eine Abwehrreaktion hervor, sodass die Haare wieder nachwachsen können.