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Aarau respektive der Kanton haben es in jüngster Vergangenheit ein paar Mal verpasst, die urbane Qualität der Stadt zu stärken: 1. Mit der Ablehnung eines Hochschulstandorts Ende der 60er-Jahre. 2. Mit der Auslagerung von wichtigen Detailhandelsanbietern an die Peripherie (Buchs, Unterentfelden, Wöschnau). 3. Mit dem Standortentscheid Brugg-Windisch für die Fachhochschule.
Mit Zusammenarbeitslösungen kann versucht werden, die Agglomerationsgemeinden für gemeinsame Infrastrukturen zu gewinnen. Vielleicht ist aber das Bedürfnis dieser Gemeinden dafür gar nicht so gross.
Die Stadt Aarau hat bei geringen Baulandreserven und geringer Überbauungsdichte die Chance zu zeigen, wie mit planerischen Massnahmen die notwendige Urbanität auch auf bereits überbautem Bauland geschaffen werden kann. Vielversprechende Ansätze dazu sind ja bereits vorhanden (Bahnhof, Torfeld, Schachen).
Zur Stärkung der Identität einer Agglomerationsgemeinde braucht es keine Fusion mit der Kernstadt; es genügt, wenn sich eine Agglomerationsgemeinde selbständig mit gestalterischen Planungsmassnahmen ein ihrer Struktur und Funktion entsprechendes identitätsstiftendes Gesicht gibt.