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Es handelt sich dabei um Flutbehälter, aus denen das Reaktorbecken beim Brennelementwechsel geflutet und bei bestimmten Unfallsituationen Wasser für die Sicherheitseinspeisung und für die Gebäudesprühanlage entnommen wird, sowie um Dampferzeuger-Notspeisewasserbehälter. Das Ereignis wurde provisorisch auf Stufe 1 der von 1 bis 7 reichenden internationalen Störfallbewertungsskala für Kernanlagen (Ines) eingeordnet.
Nachdem im vergangenen März bei Flutbehältern im Kernkraftwerk Bugey solche Auslegungsmängel entdeckt wurden, verlangte die Direction de la sûreté des installations nucléaires (DSIN) von der EDF weitere Abklärungen. Fessenheim ist vom gleichen Typ wie die Blöcke 2 bis 5 des KKW Bugey. Falls die Integrität der Behälter durch ein schweres Erdbeben beeinträchtigt würde, könnten sicherheitsrelevante Funktionen nicht mehr gewährleistet werden.
Die EDF hat einen Lösungsvorschlag für die Dampferzeuger-Notspeisewasserbehälter erarbeitet. Sie will die nötigen Reparaturen bei Fessenheim-1 Mitte September in Angriff nehmen. Beim Block Fessenheim-2, der im Moment wegen der Zehnjahresrevision abgeschaltet ist, werden die Arbeiten vor der Wiederinbetriebnahme ausgeführt. Bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten sollen spezifische Massnahmen die Wasserversorgung der Dampferzeuger auch bei einem Versagen der Notspeisewasserbehälter sicherstellen. Eine Lösung zur Verbesserung der Erdbebensicherheit der Flutbehälter wird gegenwärtig erarbeitet; die DSIN wird den Vorschlag unter die Lupe nehmen. Die Flutbehälter von Bugey werden zur Zeit nachgerüstet.
Quelle
M.S. nach Pressemitteilung ASN, 10. August 2000