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Karen Duve und Thies Völker haben in ihrem Lexikon berühmter Tiere 1200 prominente Viecher porträtiert.
Da sind zunächst einmal die realen, historisch (mehr oder weniger) belegten Tiere. Bukephalos (das Pferd Alexanders des Grossen), Incitatus (das Pferd Caligulas), The Godolphin Arabian (siehe Blog vom 24. Oktober 2017) und natürlich Barry (der Inbegriff des Bernhardiners, aber ohne Fässchen). Thomas Mann, Arthur Schopenhauer und Martin Luther waren Hundebesitzer, Michael Jackson hatte eine bizarre Vorliebe für Affen. Der Elefant Jumbo war seinerzeit der tierische Nationalheld Englands, das fleischgewordene Symbol des Empire; sein Verkauf nach Amerika löste 1882 beinahe einen Volksaufstand aus. Ein Hund namens Nipper ging als „Wappentier“ von His Master’s Voice in die Geschichte der Schallplatte ein, ein anderer, Greyfriar’s Bobby, wich 14 Jahre lang nicht vom Grab seines Herrn in Edinburgh. Die amerikanische Hauskatze Dusty schenkte im Laufe der Zeit 420 Kätzchen das Leben.
Dann haben wir die Tiere aus Literatur, Film und Fernsehen. Die Pferde Fury, Black Beauty und Jolly Jumper, Hatatitla und Iltschi; die Hunde Idefix, Rin-Tin-Tin, Lassie, Struppi und Pete (siehe Blog vom 1. Juni 2017); die Elefanten Babar und Dumbo; der Bär Paddington; der gestiefelte Kater; die Affen King Kong, Cheetah und Fipps; die Meeresbewohner Moby Dick und Flipper, ferner der Weisse Hai, der die Autoren des Lexikons zu einer ganzen psychoanalytischen Abhandlung inspiriert. Den Beagle Snoopy und seinen gefiederten Kumpel Woodstock verdanken wir Charles M. Schulz. Selma Lagerlöf hat die Gans Martin beigesteuert, Felix Salten das Rehkitz Bambi und Waldemar Bonsels die Biene Maja. Rudyard Kiplings Jungle Book ist eine ergiebige Quelle, ebenso natürlich die Zeichentrick-Welt von Walt Disney. Eine eigene Kategorie sind die Fälle, in denen die Spezies fiktiv ist, zum Beispiel Drachen wie Fuchur, Grisu, Frau Mahlzahn und Nepomuk (letzterer ist allerdings ein Halbdrache!).
Die Schweiz ist namentlich mit National-Vogel Globi vertreten. Ausserdem gibt es natürlich den Amtsschimmel, den Ohrwurm und ähnliches Getier.