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Lighthouse Group of Churches (LGOC)
andere Namen: United Denomination: Lighthouse Group of Churches, Mustard Seed Chapel International, Mission Internationale Jesus Qui Guérit
älterer Name: Lighthouse Chapel International LCI
Die United Denomination: Lighthouse Group of Churches LGOC, bis vor kurzem noch als Lighthouse Chapel International LCI bekannt, ist ein weltweit tätiger pfingstlicher Freikirchenverband mit Ausgangspunkt in Ghana, Accra. Lokale Gemeinden treten heute meist unter dem Namen Mustard Seed Chapel International (~Senfkornkapelle International) auf, so in der Deutschschweiz. Die Gemeinden in der Romandie nennen sich Mission Internationale Jesus Qui Guérit.
Begründet wurde die LGOC von Dag Heward-Mills. Heward Mills wurde am 14. Mai 1963 in London geboren als Sohn eines ghanaischen Anwalts und einer Schweizerin und absolvierte ein Medizinstudium inm Korle-Bu, Accra, Ghana. Im Jahr 1985 bildete sich ein studentischer Gebetskreis um Heward-Mills, der sich bald als eigene Gemeinde empfand und als „Korle-Bu Christian Centre KCC“ auftrat. 1987 erklärte Heward-Mills, dass er sich zum Pastor der Gemeinde berufen fühlt. Heward-Mills übte seine Pastorentätigkeit bis zu seinem Abschluss im Jahr 1989 neben seinem Medizinstudium aus.
Im Jahr 1988 wurde das KCC in „Lighthouse Chapel” umbenannt. Der neue Name sollte das neue Ziel der Gemeinde, ein Leuchtturm für die Verlorenen zu sein, zum Ausdruck bringen. Im Jahr 1989 wurde der Name durch den Zusatz „International“ ergänzt. Der Leuchtturm sollte nicht mehr nur den verlorenen Medizinstudenten den Weg weisen, sondern allen Ghanaern und weit darüber hinaus.
Im Rahmen der angestrebten internationalen Ausrichtung liess sich Dag Heward-Mills im Jahr 1990 von Michael Bassett, dem Leiter der Victory Church in London zum Pastor ordinieren und nahm den Titel eines Reverend an. Ab 1991 wurde Dag Heward-Mills, der nach dem Studium diverse Geschäfte im Transportgewerbe betrieb, vollzeitlich für die LCI tätig.
Im selben Jahr konnte die Gemeinde in einen Kinosaal umziehen, welcher im Folgejahr käuflich erworben wurde und daraufhin unter dem Namen „The Lighthouse Cathedral“ als Versammlungsort der Muttergemeinde diente.
Dasselbe Jahr 1992 sieht die Gründung der ersten Tochtergemeinde der LCI in Genf. Im Jahr 1994 wird die Gemeinde in Zürich gegründet, im folgenden Jahr diejenigen in Basel und Bern. 1996 führt die Gemeinde eine Kleingruppenstruktur ein, und Dag Heward-Mills lässt zum Bischof weihen. Seine Bischofsweihe empfängt er von der damaligen Shiloh United Church of Christ (heute International Ministerial Council of Great Britain), eine Dachorganisation von pfingstlichen Migrationskirchen in Grossbritannien. Seither trägt Heward-Mills den Titel “Bishop”.
1997 nimmt Heward-Mills im Direktorium von „Church Growth International“, geleitet von David Yonggi Cho, Einsitz. In den folgenden Jahren werden zahlreiche Gemeinden in diversen Ländern begründet.
Im Jahr 2006 wird in Accra mit “The Qodesh” ein neues Zentrum bezogen, bestehend aus mehreren Kirchenräumen und mit einer Kapazität von 10’000 Besuchenden.
LGOC vertritt ein pfingstliches Christentum mit Betonung der Zungenrede und der Evangelisation, der Werbung für die Gemeinschaft, was beim folgenden Bericht unserer Mitarbeiterin Kaylena Steiner in einem Gottesdienst der Mustard-Seed-Chapel-Gemeinde Zürich in Wallisellen deutlich wird.
Daneben greift die LGOC aber auch das Positive Bekenntnis der Wort-des-Glaubens-Bewegung auf, deren Gründer Kenneth Hagin Dag Heward-Mills stark beeinflusst hat. Das Bekenntis, das Wort des Glaubens, ist bei Heward-Mills aber kein magisches Werkzeug eines quasi allmächtigen Gläubigen, sondern bleibt Gottes Willen und der Gewalt des Faktischen unterstellt: „God will not back foolish and childish claims. … You are NOT the Queen of England so there is no use for you to spend time confessing that!“ (Dag Heward-Mills Name it! Claim it!! Take it!!!, 56). Der ausgebildete Arzt Heward-Mills sieht auch keinen Gegensatz zwischen Bekenntnis und Medizin: „If you need to take medicine in order to stay alive, then take it. But keep confessing the Word“ (Name it! Claim it!! Take it!!!, 61) – dies im scharfen Gegensatz zu radikalen Wort-des-Glaubens-Lehrern, welche in der Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe ein mangelndes Vertrauen auf Gott erblicken.
Eher geht es darum, die innere Einstellung zu verändern, etwa wenn Heward-Mills Verheirateten folgende Bekenntnisse empfiehlt: „Marriage is not a curse to me, it’s a blessing to me! Being married is a good thing! I enjoy being married! I am happily married! My wife is a true help to my life! My husband is dedicated to me. He has no time or eyes for other women. I am a princess and a queen to my husband. My husband does whatever I want him to do because he loves me… “ (Name it! Claim it!! Take it!!!, 72).
Auch das Verhältnis zum eigenen Auto kann durch ein Bekenntnis verbessert werden: “Declare over your old car: you are new and a blessing to me” (Name it! Claim it!! Take it!!!. 56)
Zum Verband sollen weltweit über 600 Gemeinden gehören. Der Verband wird vergleichsweise zentralistisch geführt, von lokalen Gemeinden wird erwartet, dass sie sich an den Standards der Zentrale orientieren. Dies konnte allerdings nicht verhindern, dass es immer wieder zu Abspaltungen von LCI kam.
In der Schweiz bestehen 15 Gemeinden mit Standort in Basel, Bern, Biel, Frauenfeld, Genf, La Chaux de Fonds, Lausanne, Luzern, Neuchatel, Olten, St. Gallen, Versoix, Vevey, Winterthur und Zürich (Wallisellen).