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Was ist Verstopfung (Obstipation)?
Verstopfung ist ein in jeder Altersstufe häufig anzutreffendes Problem. Beim Verdauungsvorgang werden die Nährstoffe aufgespalten und zum Grossteil in den Blutkreislauf abgegeben. Das geschieht über die Leberpfortader, eine direkt zur Leber führende Vene. Ballaststoffe bleiben unverdaut im Darm, wo sie sich mit Abfallstoffen der Nahrung verbinden und den durch Muskelkontraktionen (Peristaltik) in Gang gesetzten Transport von Kot durch den Dickdarm unterstützen. Wenn das überschüssige Wasser absorbiert ist, werden die festen Nahrungsbestandteile bis zur Ausscheidung vorübergehend im Mastdarm gelagert. Bei Verstopfung bleiben die Abfallstoffe allerdings deutlich länger im Darm. Dadurch können einige der Giftstoffe wieder in den Blutkreislauf gelangen und die Leber belasten. Ausserdem kann Verstopfung Hormonstörungen verstärken. Frauen bauen täglich grosse Mengen Östrogen in ihrer Leber ab und scheiden Reste durch den Stuhlgang aus. Frauen mit Verstopfung resorbieren viel von diesem Östrogen erneut, während es zurück zur Leber fliesst.
Bin ich betroffen?
Zu den Symptomen gehören unregelmässige und seltenere Stuhlentleerungen, Schwierigkeiten beim Stuhlgang und unvollständige Entleerung. Bei Verstopfung ist der Kot häufig hart, trocken oder klumpig. Dazu gesellen sich oft Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen. Symptome von Hormonstörungen als Folge von Verstopfung können sich durch das prämenstruelle Syndrom (PMS) und Regelschmerzen äussern. Verstopfungen können rasch und ohne bleibenden Probleme vorübergehen. Eine chronische Verstopfung jedoch ist schmerzhaft und führt zu Komplikationen wie Hämorrhoiden und Inkontinenz. Die Diagnose wird meist auf der Basis der Symptome gestellt.
Was ist die Ursache?
Die häufigsten Ursachen sind zu geringe Ballaststoff- oder Flüssigkeitsaufnahme, Veränderungen in der Alltagsroutine und Bewegungsmangel. Zu den weiteren Gründen zählen Stress, Medikamenteneinnahme sowie verwandte Krankheitsbilder wie das Reizdarmsyndrom. Wenig Bewegung und viel sitzen wirken sich nachteilig auf die Verdauung aus, wie etwa im Rahmen einer Reise oder einer Schwangerschaft.