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Wie beim Gamaret handelt es sich beim Garanoir um eine Kreuzung aus der Forschungsanstalt Changin. Garanoir treibt früh aus, die Reife wird jedoch etwas früher erreicht als beim Gamaret. Die hohe Widerstandsfähigkeit gegen Botrytis trägt zusätzlich dazu bei, dass ein Anbau in höheren (späteren) Lagen möglich ist. Der schwachwüchsige Garanoir mit seiner lockeren Laubwand benötigt starke Unterlagen. Schöne Weine werden dann erzielt, wenn nach dem Erreichen der Reife die Ernte hinausgezögert wird.
Diese Sorte wurde von Kuhlmann im Elsass gezüchtet. Die Reife ist sehr früh. Wegen der Gefahr des Wespenfrasses und anschliessender Essigbildung sollte Léon Millot nicht in frühen Lagen gepflanzt werden. Bezüglich Krankheits- und Frostwiderstandsfähigkeit handelt es sich um eine robuste Sorte.
Die Sorte Siramé ist eine Neuzüchtung der Rebschule Meier, Würenlingen. Siramé findet sowohl als Keltertraube wie auch als Tafeltraube Anklang. Die Trauben weisen ein lockeres Gerüst auf. Die einzelnen Beeren werden bis zu 15 mm gross. Siramé wird Ende September reif und stellt darum eine interessante Alternative für spätere Lagen dar. Die Erfahrung zeigt, dass dank ihrer Pilzwiderstandsfähigkeit auf eine vorbeugende Anwendung von Fungiziden weitgehend verzichtet werden kann.
Diese Rebsorte ist eine komplexe Neuzüchtung zwischen Cabernet Sauvignon einerseits und Merzling x Saperavi Severnyi x Muskat Ottonel andererseits. Sie ist sehr gut gegen den Falschen und sehr gut bis gut gegen den Echten Mehltau widerstandsfähig. Die Neigung zum Verrieseln ist gering. Cabernet Cortis wurde im März 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie erbringt würzige, farbintensive, extrakt- und phenolreiche Weine her, die stark dem Cabernet Sauvignon ähneln. Die Trauben sind mittelgross, auch die einzelnen Beeren haben mittlere Grösse.
Die neue Traubensorte Divico, lange unter dem Codenamen IRAC 2091 bekannt, ergab sich aus der Kreuzung von Gamaret und Bronner. Bronner ist ein Erzeugnis des Weinbauinstituts Freiburg im Breisgau (Deutschland) und Träger der Gene, die für die Widerstandsfähigkeit gegen Echten und Falschen Mehltau verantwortlich sind. Ihre Vorfahren sind wilde Rebsorten aus Amerika und Asien, die in mehreren Schritten mit europäischen Sorten gekreuzt wurden, um die Qualität der Trauben zu steigern. Die Divico-Trauben werden, wie Gamaret, spät gelesen. Dank der lockeren Traube und ihrem festen Anwuchs am Rebstock ist die lange Reifungsdauer unproblematisch. Bei hohem Reifegrad verfügt Divico über die nötigen Eigenschaften, um ausserordentlich farbreiche Weine mit qualitativ hochstehenden Tanninen zu ergeben. Überdies verfügt diese Züchtung über einen interessanten Geschmackscharakter, der ihr eine verheissungsvolle Zukunft als Sortenwein oder in Assemblagen eröffnet.
Quelle: Wikipedia und Agroscope