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Ein neues Gaskraftwerk in der Schweiz - echt jetzt?!
Wusstest du, dass die Aufsichtsbehörde für die Strombranche in der Schweiz womöglich ein Gaskraftwerk bauen möchte? Ja, kein Witz. Im Moment werden passende Standorte gesucht und besprochen. Die Begründung: Es könnte ein Strommangel entstehen.
Strommangel - worum geht es?
In den letzten Monaten gab es in ganz Europa und auch der Schweiz Stimmen, die befürchten, dass es zu Stromknappheit kommen könnte. In der Schweiz wurde diese Angst vor allem durch einen Entscheid der EU ausgelöst. Ab 2025 könnte dieser Entscheid dazu führen, dass die Schweiz Schwierigkeiten hat, Strom zu importieren. Eine Studie des Bundesamts für Energie zeigt, dass 2025 im Frühling der Strom für 47 Stunden ausfallen könnte (im Extremfall auch länger). Die Studie zeigt, aber auch, dass dies nur geschieht, wenn die Schweiz es bis dahin nicht schafft, Abkommen mit ihren Nachbarländern abzuschliessen. Es ist laut der Studie auch im Interesse der EU-Länder, Abkommen mit der Schweiz als Energie-Transit-Land zu haben und daher unwahrscheinlich, dass die Schweiz keine Abkommen abschliessen kann.
Während die Schweiz jedes Klimaziel verpasst und Menschen im Globalen Süden schon heute täglich gegen die Folgen der Klimakrise ankämpfen, überlegt sich die Schweizer Regierung, ein Gaskraftwerk zu bauen, wegen einem Energiemangel, der laut eigenen Studien mit grosser Sicherheit nicht eintreten wird. Gas gehört, genau wie Erdöl und Kohle, zu den fossilen Energieträgern, die durch ihre Verbrennung massgeblich zur Erderhitzung beitragen. Mitten in der Klimakrise ein Gaskraftwerk zu bauen ist wie Öl in brennendes Feuer zu schütten.
Das ist unverzeihlich.
Und auch ziemlich dumm. Denn diese Debatte zu Energiemangel könnte genutzt werden, um sich zu überlegen, wie wir unseren Energieverbrauch insgesamt verkleinern und erneuerbarer machen könnten. Wenn wir nur dort Energie verbrauchen würden, wo diese tatsächlich notwendig ist, dann könnte ein Energiemangel gar nicht aufkommen UND wir könnten unsere Emissionen senken.