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Schwimmen bis zur Verzweiflung?
Wie kann ein Medikament zur Behandlung von chronisch neuropathischem Schmerz am Tier getestet werden? Beim Menschen geht diese Art Schmerz mit Überempfindlichkeit, Angst und Depression einher, die Gemütslage des Patienten spielt also eine wichtige Rolle. Da diese bei Tieren nicht abgefragt werden kann, muss auf Tests zum Angst- und Depressionsverhalten zurückgegriffen werden. Das geschieht unter anderem im sogenannten „forcierten Schwimmtest“. Zunächst wird einer Ratte durch einen chirurgischen Eingriff an einem Hinterbein ein chronischer Schmerz zugefügt. Dann wird sie in einen mit Wasser gefüllten Plexiglaszylinder von 40 cm Höhe und 18 cm Durchmesser gesetzt. Das Tier schwimmt verzweifelt, bis es merkt, dass es kein Entkommen gibt. Lässt sich die Ratte früh treiben, gilt sie als depressiv. Sind solche Tierversuche nicht schon fast ein Grund, selber depressiv verstimmt zu werden?