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Quelle: Stadtarchiv Luzern / SRF / Wuhrmann Enterprises
Vom 17. auf den 18. August, kurz nach Mitternacht, brach südlich des Wasserturms das Feuer aus. Die genaue Brandursache wurde nie ganz geklärt. Man geht aber davon aus, dass eine achtlos weggeworfene Zigarette ein Boot unter der Brücke in Brand setzte.
Um 0:50 Uhr meldete eine Anwohnerin den Brand der Feuerwehr. Zuerst wurden zwei Alarmgruppen mit 50 Feuerwehrleute aufgeboten. Bereits drei Minuten später standen zehn Meter der Brücke in Flammen. Anschliessend wurden weitere 100 Personen vom Pikettoffizier aufgeboten.
Spinnweben beschleunigten Brand
Die zahlreichen Spinnweben auf der historischen Brücke wirkten danach wie ein Brandbeschleuniger. Um etwa 1 Uhr in der Nacht brannte schon die Hälfte der Brücke. Ein grosses Problem stellte dabei der Souvenirladen direkt beim Turm dar. Gerade dort brannte es besonders schlimm aufgrund der grossen Mengen an Plastiksäcken und Kunststoffen. Kurz nach 1 Uhr hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle.
So konnte an den Brückenenden ein 25 Meter und ein 40 Meter langes Stück gerettet werden. Der Rest des Luzerner Wahrzeichens wurde bis auf die Stützpfeiler niedergebrannt. Auch der Wasserturm überstand den Brand nicht unversehrt. Die Oberfläche des Turms wurde stark beschädigt, da der Sandstein unter der grossen Hitze platzte und einige Löcher in die Mauern riss.
Brücke zu zwei Dritteln zerstört
Am nächsten Tag wurde das Ausmass des Schadens sichtbar: Neben der Brücke, die zu zwei Dritteln zerstört war, fielen auch einige Bildtafeln dem Feuer zum Opfer. 86 von den 111 dreieckigen Bildern, die aus dem 17. Jahrhundert stammten. Die Bilder des Brandes verbreiteten sich schnell über die Landesgrenzen in die Welt hinaus.
Noch am selben Morgen beschloss die Luzerner Stadtregierung, die Brücke wieder aufzubauen. Dies kostete rund 3,4 Millionen Franken. Rund 567'000 Franken kamen von Seiten der Stadt. Der Rest wurde unter anderem durch Versicherungsleistungen, Spenden und dem Erlös einer Sondermarke der Post, welche 100'000 Franken sammelte, finanziert.
Aus Fehlern gelernt
Bereits acht Monate später, am 14. April 1994, wurde die Brücke wiedereröffnet. Hierfür lud der damalige Tourismusdirektor Kurt H. Illi rund 200 Medienschaffende aus aller Welt ein. Die Wiedereröffnungsfeier wurde damals live im Fernsehen übertragen.
Beim Wiederaufbau wurden auch die Sicherheitsvorkehrungen auf der Holzbrücke verschärft. So gilt nun auf der Brücke ein striktes Rauchverbot. Ausserdem wurden Rauchmelder, Blitzschutz und Überwachungskameras installiert. Durch die häufigere Reinigung wirkt man der Gefahr entgegen, dass sich erneut Hitzestaus durch Spinnweben bilden. So, dass auch weiterhin jeden Tag über 13'000 Touristen eine der ältesten Holzbrücken Europas überqueren können.
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