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Der Nemrut Dagi, auch Nemrut Da? oder Nemrud Dagi, ist ein Berg im Südosten der Türkei, unweit des Oberlaufs des Euphrat. Er gehört zum Taurusgebirge und liegt 86 Kilometer nordöstlich von Ad?yaman in der gleichnamigen Provinz. Er ist mit 2150 Metern Höhe eine der höchsten Erhebungen des nördlichen Mesopotamiens. Die Region wurde 1988 zum Nationalpark erklärt. Dieser Berg ist nicht zu verwechseln mit dem Nemrut Krater, Nemrut Da?? (Bitlis), einem 3050 Meter hohen, (die Höhenangaben schwanken je nach Quelle zwischen 2865 m und 3300 m), heute ruhendem Vulkan in der Türkei bei Tatvan am Vansee. Auf seinem Gipfel erhebt sich eine monumentale Kombination aus Heiligtum und Grabstätte. Sie wurde von dem späthellenistischen König Antiochos I. Theos (69–36 v. Chr.) von Kommagene errichtet, der dafür den Begriff Hierothesion prägte. Das Heiligtum sollte Zentrum einer neuen Religion sein, die persische und griechische Mythologie vereinte. Antiochos selbst gab sich kurz nach seiner Krönung den Namenszusatz Theos (Gott), eine auch im Rahmen des hellenistischen Herrscherkultes ungewöhnliche Selbstvergöttlichung. In zwei langen griechischen Inschriften legte der König fest, wie genau er zu Lebzeiten und nach seinem Tod verehrt werden sollte. Seine Abstammung führte er väterlicherseits auf die achämenidischen Großkönige Dareios I. und Xerxes I. und mütterlicherseits auf die Seleukiden mit Alexander dem Großen als Ahnherren zurück.
Lage: Der Nemrut Dagi befindet sich im Norden des Landkreises Kâhta der türkischen Provinz Ad?yaman. Er gehört zu den Ankar Da?lar?, den westlichen Ausläufern der zum Taurusgebirge gehörenden Maden Da?lar?, nördlich liegen die Malatya Da?lar?, die die Grenze Kommagenes bildeten. Über letztere führen Passstraßen in die Gegend von Malatya, die militärisch und als Karawanenwege genutzt wurden und zum Teil noch heute in Gebrauch sind. Auch wenn einige Berge des Grenzgebirges im Nordwesten höher sind, ist der Nemrut Dagi eine aus fast allen Richtungen sichtbare Landmarke. Er überblickt nach Südosten Nordmesopotamien und das Euphrattal, nach Südwesten den Fluss Kahta Çay? (auch Cendere Çay?, antiker Name Chabinas) und Ad?yaman sowie nach Süden das heute im Atatürk-Stausee verschwundene Samosata und den Euphratübergang bei Zeugma. Von der südwestlich gelegenen Residenzstadt Arsameia am Nymphaios führte ein Prozessionsweg zum Nemrut Dagi.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nemrut_Da??_(Ad?yaman)