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Angenommen, ein Schweizer Sportchef ist unzufrieden mit seinem Team. Deshalb will er in der Winterpause auf dem Transfermarkt wirbeln. Darf er – sagen wir – 30 neue Spieler einkaufen (unter Berücksichtigung des Financial Fairplays versteht sich)? Antwort: Ja, darf er. Darf der Klub all diese neuen Spieler auch in Wettbewerbsspielen einsetzen? Antwort: Nein, darf er nicht.
Und zwar deshalb nicht, weil es in der SFL seit 2003 die sogenannte Kontingents-Liste gibt. Sie verhindert, dass die Schweizer Klubs unlimitiert neue Spieler kaufen und einsetzen. Die wichtigsten Punkte dieser Liste sind:
- Die Liste darf höchstens 25 Namen umfassen.
- U21-Spieler, die in der Schweiz ausgebildet worden sind, sind von dieser Regelung nicht betroffen und kommen nicht auf die Liste. Sie dürfen beliebig eingesetzt werden.
- Die Liste darf maximal 17 Spieler, die nicht in der Schweiz ausgebildet wurden, umfassen.
- Ist ein Spieler einmal auf einer Liste eines Klubs und kommt zum Einsatz, kann er nicht mehr gestrichen werden. Auch bei einem allfälligen Transfer nicht. Wechselt ein solcher Spieler also den Klub, steht sein Name fortan auf der Liste beider Vereine.
- Auch in der Challenge League gibt es eine solche Liste.
«Die Liste hat zum Einen einen wirtschaftlichen Grund», sagt Philippe Guggisberg, Kommunikations-Verantwortlicher bei der SFL. «Zum Anderen soll sie Spieler fördern, die in der Schweiz ausgebildet wurden.»
Die Sportchefs stehen jeweils vor Saisonbeginn vor der kniffligen Frage, wie viele Akteure sie auf die Liste setzen sollen. Je mehr Namen draufstehen, desto weniger Spielraum gibt es in der Winterpause. Guggisberg: «Man muss auf die richtigen Pferde setzen.»