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Guten Tag
Mein Vater (68) trinkt seit ca. 7-10 Jahren (Pegeltrinker) und in den letzten Monaten wurde sein Zustand merklich schlechter. Er verlässt das Haus nicht mehr, bekommt Hilfe im Haushalt, Körperpflege und leider auch beim Einkauf von Alkohol von einer Bekannten, die er dafür bezahlt. Letzte Woche hat er innerhalb von 3 Tagen (und 3 Nächten) 5 Flaschen Weisswein und eine 1-Liter Flasche Kirsch getrunken. Damit wurde mir bewusst, dass er immer mehr trinkt und die Mischung der verschiedenen Arten von Alkohol, v.a. Hochprozentiges, immer gefährlicher wird. Meine Frage: Was wären gute Vorschläge für ihn, ihm das Trinken nicht „weg zu nehmen“, aber zu „managen“? Er fühlt sich jeden Tag komplett antriebslos und erschöpft, würde das besser werden wenn ich ihn überzeugen kann, zum Beispiel:
– Nur eine Flasche Wein pro Tag zu konsumieren und keinen Schnaps mehr?
-Nie auf leeren Magen trinken?
-Abends nicht kurz vor dem Schlafengehen, damit sich seine Schlafqualität verbessert?
-oder was wären die wichtigsten Punkte ? Finde diese leider nirgends online, wenn es diesbezüglich aber eine Liste solcher Tipps gibt, verweisen Sie mich gerne darauf.
Ausserdem: Gibt es „bewährte Wege“, jemanden zu überzeugen, den Konsum zu managen? Er gibt oberflächlich nicht zu, dass er abhängig ist, ist aber sichtlich verzweifelt über seinen Zustand und sagt auch immer öfter Dinge wie „ich BRAUCHE jetzt einfach dieses Glas, es beruhigt mich…“ etc.
Danke!
Guten Tag Vanessa
Danke für Ihre Anfrage, und bitte entschuldigen Sie, dass Sie erst jetzt eine Antwort bekommen.
Es gibt die Möglichkeit, den Konsum zu kontrollieren – so wie Sie es vorschlagen, wäre das im Sinne einer Schadensbegrenzung. Dafür braucht es aber eine Bereitschaft Ihres Vaters, wenigstens auf einen Teil des Alkohols zu verzichten, den er sonst konsumiert. Ihre Vorschläge gehen auf jeden Fall in eine gute Richtung!
Wahrscheinlich wäre es die beste Lösung, mit dem Hausarzt zusammen zu sitzen und einen Plan zu entwerfen. Der Arzt würde das Vorhaben auch medizinisch begleiten. Falls Ihr Vater dazu nicht bereit ist, wäre der kleinste gemeinsame Nenner vielleicht, dass die Bekannte „eingeweiht“ wird, und ihm nur noch so und soviel Alkohol pro Tag, und nichts Hochprozentiges mehr, besorgt.
Alles Gute und bei weiteren Fragen dürfen Sie sich gerne nochmals melden – das nächste Mal bekokmmen Sie schneller eine Antwort.
Kathrin