Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/268284

<h2>SubmittedText<h2><p>In der Antwort auf die Interpellation 23.3312 Weichelt «Materialverschwendung in der Chirurgie» bestätigte der Bundesrat, dass Mehrweginstrumente aus Stahl ökologischer sind als Einweginstrumente.<br>Sieht der geplante TARDOC im ambulanten Bereich (inkl. Spitex) im Vergleich zu Wegwerfprodukten konkurrenzfähige Taxpunkte als Anreiz fürs Sterilisieren vor?<br>(Hinweis: Im TARMED fehlen diese gänzlich.)<br>Und ist im stationären Bereich der Sterilisationsaufwand in den DRG lenkungswirksam miteinberechnet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt"><span style="font-family:Arial; font-size:12pt">Im heute geltenden Arzttarif TARMED sind die Kosten für die Verwendung von wiederverwendbarem Instrumentarium in die Taxpunkte der jeweiligen Tarifposition einkalkuliert. Eine separate Vergütung bzw. Tarifposition für die Sterilisation von Mehrweginstrumenten gibt es entsprechend nicht. Hingegen kann Verbrauchsmaterial mit einem Einstandspreis über drei Franken separat zum Einstandspreis abgerechnet werden. Dieses Prinzip bleibt im TARDOC unverändert. Im ambulanten-ärztlichen Bereich möchten die Tarifpartner auch ambulante Pauschalen einführen. Mit diesen dürfte ein allfälliger Anreiz zur Verwendung von Einweginstrumenten mit der Zeit wegfallen.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; font-size:12pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt"><span style="font-family:Arial; font-size:12pt">Die Kostengewichte der DRG werden auf der Grundlage der Fallkostendaten der Spitäler ermittelt. Der Sterilisationsaufwand fliesst dabei mit den effektiv angefallenen Kosten in die Berechnung der DRG mit ein. </span></p></div>