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Jeremia wäre wohl das Schreckgespenst des (Post-)Modernen gewesen. Jedenfalls scheint er mir der Inbegriff dessen gewesen zu sein, was Friedrich Nietzsche (1844-1900) verabscheute (man lese seine polemische Schrift “Der Antichrist”): Er gestand seine eigene Schwachheit ein und weinte oft haltlos – anstatt sich auf seine Stärken zu besinnen. Er redete von der Sünde – ein Ausdruck, der aus dem Vokabular gestrichen ist. Zudem vertrat er eine von Gott vorgegebene Moral, an der Menschen und das Volk insgesamt gemessen wurden.
In einer Andachtserie beschäftige ich mich mit den ersten Kapiteln des Propheten: