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Tätigkeiten
Das Europäische Patentamt in München EPA hat den Auftrag, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum zum Nutzen der Bürger/innen Europas zu fördern. Patentprüfer/innen verfügen über einen universitären Studienabschluss in einem ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Fach und sind meist auf bestimmte technische Bereiche spezialisiert. Sie beurteilen jährlich mehr als 250'000 Patent-Anträge aus der ganzen Welt und Einsprüche gegen erteilte Patente. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, relevante Publikationen online zu recherchieren, Dokumente zu analysieren und Patentanmeldungen in den drei Amtssprachen Deutsch, Englisch und Französisch zu überprüfen. Sie nehmen auch Kontakt auf mit den Patent-Anmeldern/-innen bzw. deren bevollmächtigten Vertretern/-innen und führen mündliche Verhandlungen. Schliesslich entscheiden sie über die Erteilung der Patente, deren Gültigkeit sich auf über 30 europäische Staaten erstreckt.
Das Europäische Patentamt expandiert in naher Zukunft wahrscheinlich weiterhin und schreibt jährlich Positionen für Patentprüfer/innen aus. Sie sind am Hauptsitz in München oder in Zweigniederlassungen in Den Haag, Berlin oder Wien tätig. Angestellt werden können Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation. Die Schweiz ist Mitglied dieser Organisation. Die Europäische Patentorganisation verwaltet das regionale Patentsystem, ein Patentsystem mit den weltweit höchsten Zuwachsraten.
Ausbildung
Erforderliche/r Ausbildungsweg/e
- Master Universitäre Hochschule
Studienabschluss im ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Bereich.
Das EPA führt ein zweijähriges Ausbildungsprogramm für neu eingestellte Prüfer durch, bei dem sich Lehrveranstaltungen in der Gruppe und Einzelunterricht abwechseln.
Die Ausbildung findet normalerweise am Dienstort des Prüfers statt, d.h. in München, Den Haag oder Berlin.