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Man kann annehmen, dass die Nürensdorfer Gegend ursprünglich von keltischen Völkern, den Helvetiern, schwach besiedelt war. Die beiden “Heidenburgen” zwischen Birchwil und Nürensdorf sind als keltische Refugien anzusehen. Von grösserer Bedeutung war die Römerzeit, führte doch die römische Heerstrasse von Vindonissa (Windisch) über Claudia (Kloten) an den Bodensee quer durch unser heutiges Gemeindegebiet. Zahlreiche Kleinfunde, Kupfermünzen aus der spätrömischen Kaiserzeit, Gemäuer und Dachziegel mit den Zeichen der XXI. Legion sprechen von der Anwesenheit der Römer in unserem Gebiet.
Man nimmt an, dass auch zur Zeit Kaiser Valentinians auf den Heidenburgen zwei Wachttürme errichtet wurden. Erst als die Alemannen im 5. Jahrhundert von Norden her ins römische Reich einfielen, wurde unsere Gegend dichter bevölkert. Die Sippenführer Nivilin und Piricho siedelten sich hier an. Rund um ihre Hofstätten rodeten sie den Wald und bauten später auf höher gelegenen Terrassen Höfe für ihre Sippenangehörigen: den obern Wiler (Oberwil) und Preiti (Breite). Ihre Bewohner betrieben auf dem gewonnenen Land ihre Dreifelderwirtschaft. Die Namen Nürensdorf und Birchwil weisen denn auch auf ihre ersten Ansiedler hin und haben sich über Nivilinsdorf, Nurlistorf, Nüerisdorff, Nürestorff bzw. Pirichowilare, Birchenwilare, Birchweiler, Birchwyl zu der heutigen Schreibweise entwickelt.