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Betreutes Wohnen «Snehatheeram» für schwer psychisch kranke und obdachlose Frauen
Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen haben oft Schwierigkeiten, den Alltag alleine zu bewältigen. Sie sind auf langfristige Unterstützung angewiesen. Delta unterstützt das betreute Wohnen "Snehatheeram", damit obdachlose Frauen mit schwerer psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung trotz fehlenden sozialen Netzwerken professionelle Behandlung und einen sicheren Wohnort erhalten.Jetzt Spenden
Über das Projekt
Der indische Staat gibt lediglich 1% seiner Gesundheitsausgaben für die Behandlung von psychisch kranken Menschen aus und finanziert insbesondere psychiatrische Kliniken. Es fehlen sozialpsychiatrische Einrichtungen zur Langzeitbetreuung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Dabei ist es genau diese Patientengruppe, welche Schwierigkeiten hat, den Alltag alleine zu bewältigen und auf längerfristige Unterstützung angewiesen ist. Häufig sind die Symptome schwerwiegend und die Patienten unbehandelt, sodass die Familien an die Grenze ihrer Betreuungsmöglichkeiten stossen. Gleichzeitig werden die Familien zunehmend kleiner, sodass die Pflege auf weniger Beteiligte verteilt und mit der Erwerbstätigkeit koordiniert werden muss. Weil die Familien mit der langfristigen Betreuung überfordert sind und gleichzeitig professionelle Strukturen fehlen, werden schwer psychisch kranke Mitmenschen teilweise obdachlos. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2012 in Südindien das betreute Wohnen „Snehatheeram“ für obdachlosen Frauen mit schweren psychischen Erkrankungen oder geistiger Behinderung gegründet. Aktuell wohnen 30 Frauen unterschiedlichen Alters in „Snehatheeram“. Der Grossteil der Bewohnerinnen hat keine familiären Bezugspersonen. Der Betreuungsschlüssel ist trotz Einhaltung der staatlichen Mindestanforderungen ungenügend, sodass Angebote zur Tagesstrukturierung, Rehabilitation oder Reintegration in Familie und Gesellschaft nur begrenzt realisierbar sind, da die geringen personellen Ressourcen zur Deckung der Grundbedürfnisse eingesetzt werden. Ein weiteres Problem sind die jährlichen Überschwemmungen. „Snehatheeram“ liegt in den „Backwaters“ von Kerala. Diese Region ist besonders vom Klimawandel betroffen, da sie von zahlreichen Wasserstrassen durchzogen wird und unterhalb des Meeresspiegels liegt. In der Monsunzeit kommt es wiederholt zu starken Überschwemmungen. Da die Bewohnerinnen nicht in Notunterkünfte evakuiert werden können, hat delta im Jahr 2017 den ersten Stock des Hauses ausgebaut, um temporären Schutz vor den Wassermassen zu bieten und gleichzeitig die Betreuungskapazität zu erhöhen.
Ziele
Delta unterstützt das betreute Wohnen „Snehatheeram“, damit besonders vulnerable Frauen mit schwerer psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung und fehlendem sozialen Netzwerk psychiatrische Behandlung und einen professionell geführten, sicheren Wohnort erhalten.
1. Wir übernehmen Reparaturarbeiten, damit die Sachschäden der jährlichen Überschwemmungen behoben werden können.
2. Wir decken den Lohn einer Sozialarbeiterin, damit professionelle psychosoziale Rehabilitationsmassnahmen durchgeführt werden können.
3. Wir fördern die Integration der betroffenen Frauen in die Gesellschaft, indem wir regelmässige Ausflüge mit den Bewohnerinnen ermöglichen.
Wir streben eine längerfristige Zusammenarbeit mit „Snehatheeram“ an, die einerseits fix die monatlichen Kosten einer Sozialarbeiterin in der Höhe von rund 370.- CHF übernimmt und andererseits bedürfnisorientiert Reparaturkosten und kleinere Anschaffungen deckt.
Bisherige Projektergebnisse
Das Projekt wurde im Sommer 2017 dank zahlreichen, grosszügigen Spenden und Einnahmen aus fundraising events komplett finanziert und erfolgreich abgeschlossen.
Impressionen von Südindien
Das Wohnheim „Snehatheeram“ ist wunderschön in den „Backwaters“ von Kerela gelegen.
Umbauphase Zimmer im ersten Stock.
Vor dem Ausbau…
... und nachher
Die Bewohnerinnen …
… und die Betreuerinnen von „Snehatheeram“.
Das beste Selfie war mit Selfiee (rechts Projektleiterin Monika Müller).
„Fish cleaning“. Die Bewohnerinnen und die Betreuerinnen säubern den frisch gefangenen Fisch, der von einem Anwohner gespendet wurde.
Aktualitäten
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09. Juli 2020
Der Corona-Ausbruch hat dazu geführt, dass das betreute Wohnen weitgehend isoliert wurde, weil Besuche infolge der staatlich angeordneten Massnahmen nur eingeschränkt möglich sind.
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10. März 2020
Alle Bewohnerinnen und Betreuerinnen haben die erste Corona-Welle gut überstanden. Sie haben mittlerweile alle ihre erste Corona-Impfung erhalten.
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10. Februar 2020
Kurz vor Ausbruch von Corona fand ein zweiter Besuch einer Delegation von delta Mitgliedern vor Ort statt. Der Bootsausflug in die Backwaters wurde von den Bewohnerinnen sehr geschätzt. Gleichzeitig wurden nächste Projektziele mit dem Stiftungsrat festgelegt.
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13. September 2019
Dr. med. Monika Müller, Projektleiterin und Frau Livia Winzeler, Vorstandsmitglied von delta besuchen „Snehatheeram“ und machen einen Ausflug ans Meer mit den Bewohnerinnen.
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31. Dezember 2017
Das Projekt ist vollständig durch Spenden finanziert und das Projekt wird abgeschlossen.
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01. Juli 2017
Der Ausbau ist abgeschlossen.
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10. Januar 2017
Monika Müller, Projektleiterin M4 und Präsidentin delta hält eine Weiterbildung an den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern zum Thema «Global Mental Health» und Vorstellung des Projektes für Fachpublikum.
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24. November 2016
Die Einnahmen unseres legendären Jassturniers in der Höhe von 2500 CHF fliessen vollumfänglich in das Projekt „Snehatheeram“.
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25. September 2016
Monika Müller, Projektleiterin M4 und Präsidentin delta, besucht mit Ursula Hürzeler, Mitglied delta, die Sozialhilfestelle vor Ort.
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09. Juni 2016
Die Becher-Depoteinnahme des Summer Bash in der Höhe von 4520 CHF kommt dem Projekt „Snehatheeram“ von delta zu Gute.
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01. Juni 2016
Der Ausbau von „Snehatheeram“ vor Ort beginnt.
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15. April 2016
Die Mitglieder der Generalversammlung von delta nehmen das Projekt einstimmig an.