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Wir verlassen uns super schönes Hotel in einem ehemaligen Kloster und winden uns die Kurven nach Maras hinauf. Auf einem Feldweg geht es hinunter zu den Salzterrassen. An einem leichten Abhang sind mehrere tausend Felder von ca. 5 Quadratmetern angelegt. Diese werden sorgsam vorbereitet, stundenlang muss der Lehmboden flachgeklopft werden, bevor das Salzwasser (360g Salz pro Liter) aus einer unterirdischen Quelle in einem feinen Rinnsal hineingeleitet wird. Dies wird alle 5 Tage wiederholt und nach einem Monat können die Salzkristalle geerntet werden. Eine absolut spektakuläre Anlage und wir fragen uns, warum wir nicht schon früher hierher gekommen sind. Weiter geht es wieder hinunter ins heilige Tal der Inkas, wo wir dem Rio Vilcanota entlang nach Pisaq fahren. Dieser Fluss (der hier auch Rio Urubamba heisst) ist einer der Quellflüsse des Amazonas. Er kämpft um diese Ehre mit dem Rio Apurimac, der in der Gegend von Arequipa entspringt. Unterwegs passieren wir den kleinen Ort Lamay, zu dem die Einheimischen an Festtagen anreisen, um geröstete Meerschweinchen zu essen. Pisaq, der einst malerische und eher verschlafene Ort, ist noch weiter zu einer reinen Touristen-Einkaufsfalle geworden, Einheimische sind zwischen den hunderten von Touristen nur als Verkäufer an den Verkaufsständen zu finden. Ein Besuch lohnt sich leider nicht mehr, der Ort steht trotzdem weiterhin auf der Checkliste der Reiseanbieter, weil er so praktisch nahe bei Cusco liegt und ausserdem eine willkommene Provisionsquelle für die Reiseführer darstellt. Wir stoppen nur kurz, um ein paar Empanadas als Snack zu kaufen und fahren dann gleich weiter zu den Inka-Ruinen hoch über dem Dorf. Diese müssen wir mit einem halbstündigen Fussmarsch verdienen, ein Effort, der sich wegen den interessanten Tempelruinen und der atemberaubenden Aussicht auf Täler und Berge auf jeden Fall lohnt. Gegen Abend bewegen wir uns im Strom der Cusqueños, die ihren Sonntagsausflug ins Valle Sagrado gemacht haben, langsam zu unserem heutigen Etappenziel Cusco. Dort feiern wir Hinkebeins Geburtstag mit einem gepflegten Nachtessen am Rand der Plaza de Armas.