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Hochgeachteter Herr Präsident!
Ich gebe mir die Ehre Ihnen hiemit das Schreiben Scanzi's , das Sie mir mit Ihrer verehrlichen Zuschrift v. 8. dieß mitzutheilen die Gefälligkeit hatten, im Anschluße wieder zugehen zu laßen, nachdem ich Ihnen bereits auf telegraphischen Wege angezeigt, daß ich Ihre An schauung, es sei nunmehr Hr. v. Gonzenbach zu ersuchen, sich wiederum nach Florenz zu begeben, vollständig theile. Ich verdanke Ihnen die gef. Uebernahme der Rük sprache mit Hrn v. Gonzenbach; für die Einverleibung einer sachbezüglichen Präsidialverfügung in das Protokoll des Ausschußes werde ich sorgen. –
Anläßlich erlaube ich mir noch die Bemerkung, daß Hr. Direktor Stoll , mit welchem ich gestern in Zürich zu sprechen Gelegenheit hatte, die Ansicht geäußert hat,| es dürfte vielleicht gerathen sein, einem Abgeordneten nach Italien Hrn. Ingenieur Koller beizugeben, um für allfällig auftauchende technische Fragen die geeigneten Aufschlüße ertheilen zu können. Wie mir unmaßgeblich scheinen will, könnte dieser Idee immerhin in der Weise Rechnung getragen werden, daß Hr. Koller dem Hrn v. Gonzenbach zur Verfügung gestellt würde, für den Fall, daß Letzterer selbst deßen Mitwirkung in Florenz für wünschenswerth erachten sollte. –
Von einem zweiten Punkte meiner Besprechung mit Hrn. Stoll wird Sie Letzterer wohl selbst in Kenntniß setzen; wahrscheinlich haben Sie sich schon eingehender mit dem betreffenden Gedanken beschäftigt. –
Nehmen Sie eine baldige Sitzung des Ausschußes in Aussicht? Nebst dem Berichte über die Ver | handlungen seit der letzten Sitzung wären auf die Tagesordnung zu setzen: Die Rechnungen pro 1869 & 70 mit der Frage der Dekung unsres Deficits; die Completirung der schweiz. Subventionen &sw. –
Genehmigen Sie inzwischen die erneute Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung.
Ihr freundschaftlich ergebener
J. Zingg.
Luzern d. 10. März 1871.
B. Diese Woche ist Hr. Du Coster dahier gestorben.