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«Alle drei Berberlöwen haben die Reise sehr gut überstanden, doch sie sind noch eher unsicher und scheu und müssen sich an die neue Umgebung gewöhnen», sagt Zoodirektorin Karin Federer. Am Montag wurden die beiden Löwen-Weibchen aus Deutschland angeliefert, am Mittwoch das Männchen Atlas.
Spezialtransport für die Löwen
Die Tiere wurden mit Spezialfahrzeugen in Kisten transportiert, die im Zoo direkt und ausbruchsicher an den Eingang zur Innenanlage gestellt wurden. Nach dem Öffnen der Schieber an der Kiste und am Eingang dauerte es bei Atlas nur etwa eine Stunde, bis er nach lautstarkem Gebrüll aus der Transportkiste kam.
Die Weibchen liessen sich deutlich mehr Zeit, erst am nächsten Morgen sahen die Tierpfleger sie in der Innenanlage. «Wir wissen nicht, wann die das Aussengehege betreten werden», sagt Federer.Hier kommt der Berberlöwe Atlas im Walter Zoo an und macht seine ersten Schritte:
Das neu gebaute Aussengehege misst 1600 Quadratmeter und hat 2,5 Millionen Franken gekostet. Es wurde einer steinigen und kargen Berglandschaft Nordafrikas nachempfunden, die der ehemaligen Heimat des Berberlöwen entspricht.
Hoffentlich bald Babys
Jumina und Lin sind Geschwister im Alter von einem Jahr und drei Monaten, Atlas ist dreieinhalb Jahre alt. An den Walter Zoo vermittelt wurden sie durch eine Stelle, welche die Zucht der Berberlöwen international koordiniert. «Die Hoffnung ist, dass die drei Tiere Nachwuchs zeugen und so helfen, die Population dieser sehr seltenen Löwen wieder zu stärken», sagt die Zoodirektorin.
Der letzte frei lebende Berberlöwe wurde 1940 in freier Wildbahn von Wilderern erschossen. Ein paar wenige überlebten in Privathaltung. Die Finanzierung des Geheges war durch Sponsoring und Spenden zusammengekommen.
Die Eröffnungsfeier im Walter Zoo findet am 29. und 30. September statt.