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Grundlagen
Der Autobahnanschluss Wangen-Ost muss im Zusammenhang mit den gegenwärtigen und künftigen Siedlungs- und Verkehrsentwicklungen beurteilt werden.
Siedlungsentwicklung
Der Regierungsrat geht davon aus, dass der Wachstumsdruck im Kanton und in der March zunehmen wird. Um dieses Wachstum nachhaltig steuern zu können, werden in der kantonalen Raumentwicklungsstrategie gut erschlossene Entwicklungsschwerpunkte ausgewiesen. Dazu zählen auch Gebiete rund um den Bahnhof Siebnen-Wangen. Mit der Umsetzung der Raumentwicklungsstrategie sollte der Siedlungsdruck auf die Landschaft und das Kulturland reduziert werden. Die March ist ein sogenannt periurbaner Raum und ist aufgrund ihrer Lage für ein massvolles Wachstum geeignet.
Verkehrsentwicklung
Die heutigen Verkehrsmengen entsprechen auf Teilen des Strassennetzes in der March in wenigen Jahren jenen Verkehrsmengen, welche 2007 für das Jahr 2040 errechnet worden sind. Das Siedlungs- und Verkehrswachstum ist stärker ausgefallen als 2007 zu erwarten war. Insofern ist anzunehmen, dass das regionale Strassennetz in den Verkehrsspitzenstunden zunehmend an seine Grenzen stösst – auch bei einem moderaten Bevölkerungswachstum.
Anschlussvarianten und –alternativen
Überlegungen in Bezug auf einen Autobahnschluss Wangen-Ost gehen bis auf die 60er Jahre zurück. Später wurden für die Entlastung der Siedlungsgebiete verschiedene Umfahrungen diskutiert. Alle diese Varianten gehen davon aus, dass der Verkehr über einen Autobahnanschluss auf die Autobahn geleitet werden kann. Die Zweckmässigkeitsbeurteilung 2007 hat gezeigt, dass mit dem Ausbau der Kantonsstrasse und nur einer Zubringerstrasse der Verkehr gebündelt auf die Autobahn gebracht werden kann. Die Landbeanspruchung kann so minimiert werden. Es sind verschiedene Varianten für einen Autobahnzubringer untersucht worden. Diese führten zum Richtplaneintrag 2008. Autobahnanschluss und Zubringer sollen unter anderem die Verkehrsmengen auf dem übrigen Strassennetz stark reduzieren. Deshalb müssen auch wirksame flankierende Massnahmen in der Region geplant werden.
Vorzugsvariante
Die Facharbeiten haben aufgezeigt, dass zwei oberirdische Anschlussvarianten, die Varianten 3 und 5, je kombiniert mit flankierenden Massnahmen, sehr gute Entlastungswirkungen zur Folge haben - der Durchgangsverkehr in den Ortschaften könnte von runde 20% bis zu über 60% reduziert werden. Mit der Variante "Null-plus" würde auf den Autobahnanschluss verzichtet und voll auf die Wirkung der flankierenden Massnahmen gesetzt. Diese Variante wäre zwar um rund die Hälfte kostengünstiger als die Anschlussvarianten, hätte aber zu wenig Entlastungswirkung. Die Variante 5 schneidet in Bezug auf den Landverlust und die Kosten noch etwas besser ab als die Variante 3.
In den zwei Abbildungen sind die mögliche Linienführung und die prognostizierte Entlastungswirkung 2035 der Variante 5 in der Abendspitzenstunde (17.00-18.00 Uhr) ersichtlich.