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Trockne, warme Jahre begünstigen ihre Entwickelung ungemein. Von den etwa 100 deutschen Arten sind manche nur auf eine
Pflanze angewiesen, andre aber sind keine Kostverächter. Alles, was die schnelle Entwickelung der aufkeimenden Gewächse befördert,
kann als Schutzmittel gegen Erdflöhe dienen, die auch beschattetes und feuchtes Erbreich möglichst meiden; man entferne
auch alles Laub, Kraut etc., unter welchem die Käfer zu überwintern pflegen. Als Gegenmittel dienen ferner wiederholtes Begießen
mit Wermutabkochung, Bestreuen der nassen Pflanzen mit einer Mischung von 1 Guano, 1 Gips,
[* 4] 4 Holzasche, welche mit Wermutabkochung
getränkt wurde, Bestreuen der Beete,
auf denen die Samen
[* 5] eben keimen, mit trocknem, zerriebenem Hühner-, Tauben-, Pferdemist
oder Steinkohlenasche, Verteilen von mit heißem Kohlenteer getränkten Hobelspänen zwischen dem Kohl, Wegfangen der
Käfer mit dem Hamen sehr früh am Tag oder abends.
4 mm lang, ist elliptisch, ziemlich gewölbt,
glänzend schwarzblau oder schwarzgrün, auf den Flügeldecken deutlich punktstreifig, am Kopf und an den Beinen rötlichgelbbraun,
durchlöchert von Mitte Mai bis zum Spätherbst an verschiedenen Gewächsen die Blätter oder benagt die
noch weichen Häute der Früchte und legt seine Eier
[* 6] in die Blattwinkel der Ölsaaten, Kohlarten und Levkojen. Die etwa 7 mm lange,
schmutzigweiße, sechsbeinige, mit einzelnen Borstenhaaren besetzte, braunköpfige Larve frißt sich alsbald in den Stengel
[* 7] oder Wurzelstock, zerstört hier das Mark, so daß die Pflanzen umbrechen, und geht zur Verpuppung in die
Erde, aus welcher nach vier Wochen der Käfer auskriecht. In einem Jahr folgen sich mehrere Generationen, und die letzte überwintert
wahrscheinlich als Larve.
Der gelbstreifige Erdfloh (HalticanemorumL.), 2 mm lang, schwarz, grün schimmernd, mit blaßgelbem Längsstreifen auf jeder
Flügeldecke, an der Fühlerwurzel und an den Beinen von den Schienen an gelblichbraun, legt seine Eier an die Blätter verschiedener
Kohlarten. Die gelblichweißen, braunköpfigen, schwach borstenhaarigen Larven bohren sich in die Blätter ein und minieren
gewundene Gänge, welche auf der Oberfläche weißlich hervortreten, während die Käfer die Blätter durchlöchern.
Die reife Larve verpuppt sich in der Erde. Die ganze Entwickelung verläuft in 40 Tagen, und es folgen sich
daher mehrere Generationen, von denen die letzte als Käfer überwintert. Der Kohlerdfloh (H. oleraceaL.), 4 mm lang, elliptisch,
stark gewölbt, olivengrün, blau schillernd, oberseits sehr fein und dicht punktiert, an den Fußgliedern
und Fühlern schwärzlich, lebt an sehr verschiedenen Pflanzen, besonders an Kohlarten und Levkojen, und zerstört namentlich
keimende Gemüsepflänzchen.
Die graubraune, igelborstige, schwarzköpfige, 6 mm lange Larve frißt an verschiedenen Pflanzen (Epilobium, Oenothera, Clarkia
etc.) und verpuppt sich flach unter der Erde. Die letzte Generation überwintert als Käfer. Der sehr ähnliche, 5 mm
lange Eichenerdfloh (H. erucaeOl.) benagt nach der Überwinterung die sich entfaltenden Eichenknospen besonders jüngerer
Pflanzen, das Weibchen legt seine Eier an Eichenblätter, welche von den Larven weiter skelettiert werden. Die Verpuppung erfolgt
flach unter der Erde oder zwischen Rindenrissen. Wahrscheinlich entwickelt sich nur eine Generation.