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Die Energieaufwertung innerhalb der Staumauer von Moiry
Für die Forces Motrices de la Gougra (FMG) übernahm HYDRO Exploitation die Leitung bei der Installation einer Dotierungsgruppe im Inneren der Staumauer. Ein komplexes und anspruchsvolles Unterfangen.
Obwohl heute sämtliche Möglichkeiten der zusätzlichen Energiegewinnung ausgeschöpft werden müssen, bleibt die Erhaltung der Biodiversität nach wie vor von entscheidender Bedeutung. Vor diesem Hintergrund vereinbarten die Motrices de la Gougra SA (FMG) im Rahmen der Sanierung der Wasserläufe nach Artikel 80 des Gewässerschutzgesetzes (GSchG) mit der zuständigen Behörde eine Dotierung am Fusse der Moiry-Staumauer.
Umfunktionierung des Stollens in einen Maschinensaal
HYDRO Exploitation wurde von den FMG damit beauftragt, eine Lösung zu erarbeiten, mit der das Restwasser auf der Höhe der Staumauer energetisch verwertet werden kann. Konkret ging es darum, die Realisierbarkeit einer neuen Dotierungsgruppe zu untersuchen, Varianten vorzuschlagen und schliesslich die Ausschreibung sowie die Überwachung der Arbeiten durchzuführen. Letztlich entschied man sich dafür, eine Dotierungsgruppe im Inneren der Mauer einzurichten. Eine ungewöhnliche Wahl, die komplexe logistische Abläufe erforderten, da der zur Verfügung stehende Raum eng, feucht und kalt war. Mit der von der Maschinengruppe erzeugten Energie können die FMG vom Einspeisevergütungssystem von Pronovo profitieren.
Die Wasserfassung für die Gruppe wurde auf dem Niveau der Mauerkrone erstellt, die gleichzeitig als Wasserschloss dient. Etwa 300 m Polyethylenrohre mit einem Durchmesser von 225 mm wurden im Inneren des Bauwerks verlegt und der Stollen am Staumauerfuss wurde in einen Maschinensaal umgewandelt, in dem eine Peltonturbine mit zwei Düsen und einer Leistung von 130 kW aufgestellt wurde.
Ein einziger Ansprechpartner von A bis Z
Die HYDRO Exploitation SA mit ihrem spezifischen Know-how war für den Erwerb der Maschinengruppe, der Transformatoren, der Schränke und der Schieber verantwortlich. Für die Leittechnik, die Bauleitung sowie einen Teil der Logistik-, Montage- und Transportleistungen im Innern waren die zentralen Werkstätte, das Betriebspersonal und die technischen Dienste in Sitten zuständig. Aufgrund des knapp bemessenen Raums und der pandemiebedingten Lieferunterbrechungen erwiesen sich die Logistik und das Handhabungskonzept als besonders herausfordernd. Im Vordergrund stand dabei, die Zuverlässigkeit der Gruppe sicherzustellen, da die Staumauer zwischen November und Mai nicht zugänglich ist. So konnte die Anlage trotz einiger Lieferschwierigkeiten, die zu einer Verzögerung von einigen Monaten führten, noch vor dem Winter 2021/22 in Betrieb genommen werden. Damit erzeugen die FMG rund 630'000 kWh pro Jahr, was dem Jahresverbrauch von rund 380 Haushalten entspricht.
Dank der breiten Palette an Dienstleistungen der HYDRO Exploitation SA können sich die Eigentümer von Wasserkraftanlagen nunmehr auf einen einzigen Ansprechpartner verlassen, der sich um die Lieferanten, die Montage, die Inbetriebnahme, den Betrieb und die Verwaltung von Garantien kümmert.