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Wie bei den früheren Vernehmlassungen zu Öffnungsschritten haben sich die Ostschweizer Kantone untereinander abgesprochen und auf einige zentrale Punkte geeinigt. Und wie stets setzen sie in ihren fast zeitgleich veröffentlichten Communiqués teils unterschiedliche Schwerpunkte.
Einig sind sich die Regierungen darin, dass die vom Bundesrat vorgeschlagenen Regelungen «zu kompliziert, zu wenig konsistent und schwierig im Vollzug» seien. Die Geschwindigkeit bei der Öffnung solle sich einerseits am Impffortschritt messen, aber auch an den Zahlen über die belegten Spitalbetten. Insgesamt seien schnellere und noch weitergehende Lockerungen angezeigt.
Keine Pflicht für serielle Tests
Der Bundesrat schlägt unter anderem vor, die Homeoffice-Pflicht für Unternehmen, die serielle Tests durchführen, in eine Empfehlung umzuwandeln. Die vier Kantone sind für die Aufhebung, lehnen aber die Verknüpfung mit regelmässigen Tests ab.
Die Regierungen sind auch der Ansicht, dass an Veranstaltungen mehr Personen zugelassen werden sollen, als es der Bundesrat vorsieht. Die Innerrhoder Standeskommission empfiehlt, unter der Beachtung einer Maximalbelegung von zwei Dritteln der Saalkapazität bis zu 300 Personen zuzulassen, «sofern ein striktes Schutzkonzept angewandt wird».
Der Thurgauer Regierungsrat will, dass bei Veranstaltungen, die draussen stattfinden, bis 600 Personen teilnehmen können. Unter anderem ist die Ausserrhoder Regierung dafür, dass bei privaten Treffen im Aussenbereich die Grenze auf 30 Personen und bei solchen in Innenräumen auf 15 Personen erhöht wird.