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Eher fraglich sei indessen, ob die Industrie die Produktionskapazitäten bis 2020, wenn die Sekundärressourcen allmählich zur Neige gehen dürften, genügend entwickeln könne, um mit der Bedarfsentwicklung Schritt zu halten. Dazu müsste der Markt schon bald vermehrt Anreize für Investitionen in neue Erschliessungen und Aufbereitungsanlagen schaffen, meint die NEA. Für die Exploration gab die Industrie laut NEA-Umfrage 2002 nur rund USD 95 Mio. aus.
Bei der Natururanproduktion bestätigte sich 2002 der seit einigen Jahren anhaltende Trend: Sie deckte mit 36'000 t nur gut die Hälfte des Verbrauchs, der bei 67'0001 stagnierte. Sekundäre Uranressourcen - namentlich aufgelöste militärische Vorräte, Wiederaufarbeitungsuran und wiederangereichertes Uran aus Lagerbeständen von abgereichertem Uran - lieferten die restlichen rund 45%. Die weltweiten nachgewiesenen kommerziellen Uranreserven wuchsen laut den NEA-Erhebungen in 43 Ländern auf 4,6 Mio. t an. Die vermuteten zusätzlichen Ressourcen hingegen nahmen auf 10 Mio. t ab, dies besonders, weil bisher vermutete Reserven aufgewertet und neu als nachgewiesen eingestuft wurden. Das Rotbuch 2003 enthält erstmals umfassende Informationen über die Uranressourcen der Volksrepublik China. Zudem wurden die Angaben über die Sekundärressourcen für diese 20. Ausgabe nach einheitlichen Kriterien erfasst. Sie sind jetzt besser international vergleichbar.
Quelle
P.B. nach Medienmitteilung der OECD-NEA, 5. Juli 2004