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Auf dem Platz vor der Frauenkirche kreuzen sich die Wege einer rekonstruierenden Denkmalpflege und des touristischen Marketings in den Wiederaufbau-Hinterlassenschaften auf eigentümliche Weise. Mittendrin soll ein Museum entstehen, dessen Zweck wohl mehr das Haus als die Sammlung sein dürfte. Der Entwurf beruht auf einer strengen Pfeilerordnung, welche sich an die Renaissance des benachbarten Johanneum anlehnt. Die Pfeiler tragen die hoch liegenden Museumsräume über die Wandscheiben der Säle, je als Seitenlichthalle und als Oblichtkabinette. Die Steinsäulen und die keramisch verkleideten Mauern streben eine Ruhe an, welche sich jenseits der materiellen Präsenz aus dem Ringen zwischen (Denk-)Stilen am Platz so gut wie möglich herauszuhalten versucht.