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Auf dem Weg zur sauberen Kohle?
Forscher am amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben jetzt eine Möglichkeit herausgefunden, mit der sich Kohle effizienter und weniger umweltbelastend verbrennen lässt.
Nach wir vor werden weltweit ca. 40 Prozent der Elektrizität laut der International Energy Agency von Kohlekraftwerken produziert – entgegen dem im Kyoto-Protokoll festgehaltenen Vorhaben, den Ausstoss von Treibhausgasen zu reduzieren.
Um das Problem der Umweltverschmutzung zu bekämpfen, schlagen Katherine Ong und Ahmed Ghoniem vom MIT nun im Fachblatt „Journal of Power Sources“ ein indirektes Kohlenstoff-Brennstoffzellen-System vor. Dieses könnte laut Simulationsmodellen die Effizienz der Energiegewinnung aus Kohle von 30 bis 38 auf 55 bis 60 Prozent anheben.
Mehr Investitionen, weniger Emissionen
Eine Verdoppelung der Effizienz bedeutet gleichzeitig auch eine Halbierung der Emissionen auf dieselbe Menge an produzierter Elektrizität. Neben Treibhausgasen wie CO2 wird auch der Ausstoss von Metallen, Smog und anderen Schadstoffen reduziert. Das System wäre zwar in der Anschaffung teurer, soll sich aber nach einigen Jahren amortisieren.
Das Bild zeigt, wie die neuen Kohlekraftwerke laut dem MIT funktionieren: „Am Boden entsteht Dampf (rosa Pfeile), der pulverisierte Kohle passiert und dabei gasförmigen Brennstoff (rote Pfeile) freisetzt, der aus Wasserstoff und Kohlenstoffmonoxid besteht. Dieser Brennstoff kommt in eine Festoxid-Brennstoffzelle (Scheiben weiter oben), wo er mit Sauerstoff aus der Luft (blaue Pfeile) reagiert, um Elektrizität zu produzieren (Schleife auf der rechten Seite).“
Artikel von: pressetext.com
Artikelbild: © Neil Mitchell – Shutterstock.com