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- Simon Ehammer kommt zum Abschluss der Diamond-League-Saison in Zürich im Weitsprung nicht über Rang 5 hinaus. Bei drei vielversprechenden Versuchen übertritt er nur knapp.
- Die eigentliche Siebenkämpferin Annik Kälin wird in der gleichen Disziplin ebenfalls Fünfte.
- Mujinga Kambundji verpasst das Podest über 200 m um 23 Hundertstel und belegt den 5. Platz.
- Zu den Entscheidungen ohne Schweizer Beteiligung geht es hier.
Weitsprung Männer: Ehammer verzweifelt am Absprungbalken
Nach Platz 2 in Rabat und Platz 3 in Oslo blieb Simon Ehammer ausgerechnet am Heim-Diamond-League-Meeting in Zürich ein weiterer Podestrang verwehrt. Der Appenzeller musste sich mit einer Weite von 7,93 m mit Platz 5 begnügen. Dreimal schien es, als könne der 22-Jährige sich verbessern. Doch die Versuche waren jeweils ungültig. Beim zweiten übertrat Ehammer den Balken nur gerade um 0,8 Zentimeter. Olympiasieger Miltiadis Tentoglou (GRE), den Ehammer in Luzern noch geschlagen hatte, siegte mit 8,42 m vor Marquis Dendy (USA, 8,18 m) und Maykel Masso (CUB, 8,05 m).
200 m Frauen: Mujinga Kambundji ohne weiteren Exploit
Für Mujinga Kambundji endete die Diamond-League-Saison mit einem 5. Platz. Ihre Zeit von 22,65 Sekunden hat sie in dieser erfolgreichen Saison bereits 7 Mal unterboten. Auf Platz 3, den sich die US-Amerikanerin Tamara Clark sicherte, fehlten Kambundji 0,23 Sekunden. Weltmeisterin Shericka Jackson (JAM) liess nichts anbrennen und holte sich die 30'000 Dollar Preisgeld für den Diamond-League-Sieg. Mit 21,80 s distanzierte sie Gabrielle Thomas (USA) um 58 Hundertstel.
Weitsprung Frauen: Kälin mit Achtungserfolg
Bei ihrer Diamond-League-Premiere sprang Siebenkämpferin Annik Kälin in ihrer besten Disziplin im starken Feld der Spezialistinnen auf den guten 5. Platz. Gleich im ersten Versuch erzielte sie die Weite von 6,50 m, die dann als ihre beste in die Wertung kam. An der EM in München war sie gar noch 23 Zentimeter weiter gesprungen. Malaika Mihambo misslang die Revanche für die Heim-EM. Die deutsche Überfliegerin schlug Kälin als Vierte nur um 2 Zentimeter und musste erneut Ivana Vuleta (SRB, 6,97 m) den Vortritt lassen.
100 m Hürden Frauen: Ditaji Kambundji ohne Chance
Weltrekordhalterin Tobi Amusan knackte im Letzigrund den 22 Jahre alten Meetingrekord von Gail Devers (USA). Die Nigerianerin siegte in 12,29 Sekunden und toppte Devers' alte Marke um 10 Hundertstel. Nicht auf Touren kam Ditaji Kambundji. In 13,22 s wurde sie Neunte und Letzte. Von ihrer persönlichen Bestzeit war sie gut eine halbe Sekunde entfernt.
Stabhochsprung Männer: Duplantis schlägt zurück – Alberto abgeschlagen
Armand Duplantis kehrte nach Platz 2 in Brüssel zum Siegen zurück. Der schwedische Weltrekordhalter stellte mit 6,07 m einen neuen Meetingrekord auf, liess es dann aber dabei bewenden. Der Schweizer Dominik Alberto konnte nicht mithalten und wurde mit 5,42 m Siebter.
110 m Hürden Männer: Joseph mit versöhnlichem Abschluss
Jason Joseph ist es in dieser Saison an den Grossanlässen nicht nach Wunsch gelaufen. In Zürich war der Baselbieter aber zufrieden mit seiner Leistung. In 13,54 Sekunden lief er auf den 6. Rang. «Es hat sich nicht so schlecht angefühlt. Das nehme ich, es ist ein schöner Abschluss», sagte der Hürdensprinter. Der zweifache Weltmeister Grant Holloway (USA) gewann das Rennen in 13,02 Sekunden. Die Jamaikaner Rasheed Broadbell und Hansle Parchment hatten dahinter das Nachsehen.
3000 m Steeple Frauen: Scherrer bricht ein
Während den ersten beiden Rennkilometern durfte Chiara Scherrer noch auf einen neuerlichen Schweizer Rekord hoffen. Die Toggenburgerin, welche dieses Jahr am Diamond-League-Meeting in Paris 9:20,28 Minuten gelaufen war, konnte das Tempo aber nicht halten und belegte schliesslich in 9:34,52 Minuten auf den 9. Platz. Den Sieg sicherte sich Werkuha Getachew (ETH), die auf der Zielgeraden von einem Stolperer der Olympiasiegerin Winfred Mutile Yavi (BRN) profitierte.
400 m Männer: Petrucciani mit guter Zeit
Wie gewohnt drehte Ricky Petrucciani gegen Ende des Rennens auf. Auf der Aussenbahn gestartet, hielt sich der Schweizer EM-Zweite zwei Konkurrenten vom Leib und wurde 5. In 45,31 Sekunden blieb er knapp drei Zehntel über seiner persönlichen Bestleistung. Der Sieg ging wie erwartet an WM-Silbermedaillengewinner Kirani James aus Grenada (44,26 s).
Bonvin im Schatten von Dos Santos – Hoffmann stark
Alison Dos Santos liess über 400 m Hürden überhaupt keinen Zweifel über den Sieger aufkommen. Der Weltmeister kam zwar nicht an seine Fabelzeit von Eugene, die drittbeste aller Zeiten über 400 m Hürden (46,29 s), heran. Er blieb aber in 46,98 s einmal mehr unter der 47-Sekunden-Marke. Julien Bonvin schaffte es in 49,63 s auf den 7. Platz. An der EM in München war der Walliser noch 0,53 Sekunden schneller gelaufen. Lore Hoffmann verpasste über 800 m als Achte in 1:59,69 Minuten ihre persönliche Bestleistung dagegen nur um 0,04 Sekunden.