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Entdecken Sie Spuren der Renovierung und Wiederverwendung im Plantaturm. Der älteste Wohn- und Wehrturm der Schweiz ist im Laufe seines Bestehens mehrmals verändert worden. Die Führung erschliesst Ihnen 1200 Jahre Baugeschichte und eröffnet neue Perspektiven auf die Geschichte und Kunstschätze des Klostermuseums.
Schon die Benennung des frühromanischen Wohnturms als Plantaturm zeugt von einer «Reparierung». Lange Zeit ging man davon aus, dass er in der Regierungszeit der Äbtissin Angelina Planta (1478-1509) errichtet wurde. Dendrochronologische Analysen in den 90er-Jahren ergaben jedoch, dass der Plantaturm 600 Jahre älter ist und in die Jahre 957/958 bzw. 961 datiert. Damit ist der Turm der älteste Wohn- und Wehrturm im Alpenraum.
In der Calvenschlacht, dem Krieg zwischen Bündnern und Tirolern, wurde das Kloster 1499 in Brand gesteckt und Äbtissin Angelina Planta hatte viel Wiederaufbauarbeit zu leisten. In dieser Zeit liess sie nicht nur die begonnene Verstärkung der Klostermauern und der Tortürme beenden, den Kreuzgang ersetzen, den Nordtrakt auf drei Geschosse erhöhen, einen Stall in der Nordwestecke der Klosteranlage errichten, sondern auch den Plantaturm neu ausbauen. Immer wieder wurden im Kloster und Plantaturm bauliche Neuerungen vorgenommen und bestehende Strukturen aktualisiert oder ergänzt. Die Führung lädt dazu ein, einzelnen dieser Spuren zu folgen.