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Microsoft kündigt "Dynamics Office Client" Lizenzen an. Zugriff auf bestimmte Daten aus der Geschäftssoftware über das "normale" Office-Paket zu relativ geringen Kosten.
Die meisten Anbieter von Geschäftssoftware (Lager, Debitoren, Kreditoren, Produktion, Service...) verrechnen ihre Produkte pro gleichzeitigen Anwender. Je mehr Leute gleichzeitig mit der Software arbeiten, desto teurer wird die Sache. Logisch, dass man kundenseitig die Zahl der gleichzeitigen Anwender damit auf jene Mitarbeitenden beschränkt, die wirklich mit der Software arbeiten.
Microsoft hat heute nun auf in den USA stattfindenden ERP-Show "Convergence" eine neue zusätzliche Lizenzform angekündigt, die den Benützerkreis der Geschäftssoftware erweitern soll. "Dynamics Client for Microsoft Office" kostet (in den USA) 195 Dollar pro Anwender, inklusive eine Share Point Client-Lizenz 395 Dollar pro User. Mit der neuartigen "Office + ERP"-Lizenz hat man Zugriff zu 12 verschiedenen Selbstbedienungs-Diensten, etwa eine Zeitverwaltung für Dynamics GP (ehemals Great Plains), eine Projektverwaltung für Dynamics SL (ehemals Solomon) und bestimmten Auswertungen für AX (ehemals Axapta). Man kennt das Konzept bereits aus dem Projekt "Duet"
, bei dem SAP und Microsoft Office mit der grossen deutschen Geschäftslösung verbanden.
Mit den "Dynamics Client for Microsoft Office" wird man also bestimmte Funktionen, wie Spesen- und Projektabrechnungen, Arbeitsstundenerfassung, Terminvereinbarungen und ähnliches in die ERP-Lösung einbauen können, ohne dass für jeden Anwender eine volle Lizenz gelöst werden muss.
Die neuen "Office + ERP"-Lizenzen wird es für Axapta ab Mai, für Navison ab Release 5.1 geben.
Migrations-Werkzeuge, Communities und Vertikalisierungen
Ausserdem wird Microsoft auf der 'Convergence' eine Reihe weiterer Neuerungen vorstellen. So soll es eine "Werkzeugkiste" für die Integration und Konfiguration der Redmonder/Stockholmer ERP-Lösungen geben ("Microsoft Dynamics Sure Step").
Weiter will Microsoft mit "Dynamics Industry Solutions" eine Plattform für fünf wichtige Branchen (welche wird nicht gesagt) schaffen. Zusätzlich wird eine Online-"Community" für Finanzleute, die mit der "Dynamics"-Familie arbeiten, geschaffen. (Christoph Hugenschmidt)