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Finanzdialoge dienen dem Aufbau und der Pflege privilegierter Kontakte mit den in Finanzfragen involvierten Behörden wichtiger Partnerstaaten sowie dem regelmässigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch und der Zusammenarbeit in Bereichen von gegenseitigem Interesse. Dies umfasst den Austausch zum internationalen Finanzsystem und zur Finanzmarktpolitik und -regulierung sowie die Positionierung in internationalen Finanzforen. Die Finanzdialoge bieten zudem eine Gelegenheit, um Marktzugangsanliegen des Schweizer Finanzsektors und weitere bilaterale Anliegen gegenüber einem Land einzubringen.
Im Rahmen solcher Kontakte konnten die Beziehungen mit wichtigen Ländern – insbesondere mit Mitgliedern der G20 sowie mit bedeutenden Finanzzentren – vertieft werden. So tauschte sich die Schweiz 2015 mit Brasilien, China, Deutschland, der EU, Hongkong, Japan, Polen, den USA, dem Vereinigten Königreich sowie erstmals auch mit Kanada und Singapur aus. Die Finanzdialoge variieren bezüglich Inhalt und Ausgestaltung je nach Partnerstaat. Während mit Japan und mit Schwellenländern ein breites Themenspektrum erörtert wurde, standen etwa mit der EU und dem Vereinigten Königreich Finanzmarktregulierungsfragen im Zentrum. Im Dialog mit den USA wurden 2015 nebst der Finanzmarktregulierung auch Themen des internationalen Finanzsystems aufgenommen. Im Dialog mit China war die Internationalisierung des Renminbi ein Schwerpunkt.
Das SIF sieht vor, die initiierten Finanzdialoge fortzuführen und bei Bedarf auf weitere Länder auszudehnen.