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| Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien

15. Homilie.
53.
Will einer eine verödete Stadt wieder aufbauen, so reißt er sogleich das dem Einsturz nahe und gefallene Gemäuer zusammen. Dann beginnt er zu graben, in die ausgegrabenen Stellen die Fundamente zu legen und den [S. 152] Bau aufzuführen1. Doch damit ist das Haus noch nicht fertig. — Will jemand in einer öden, übelriechenden Gegend einen Park anlegen, so ist sein erstes Geschäft, [den Ort] zu reinigen, ihn mit einem Zaune zu umgeben und Gräben zu ziehen. Darauf pflanzt er ihn an. Die Pflanzen wachsen, so daß auf diese Weise der Park nach langer Zeit Früchte bringt. So sind auch die Bestrebungen der Menschen seit dem Sündenfalle zur Wüste geworden, verödet und mit Dornen bewachsen. Denn Gott sprach zum Menschen: „Dornen und Disteln wird dir die Erde hervorwachsen lassen“2. Darum bedarf es vieler Mühe und Anstrengung, um zu suchen und das Fundament zu legen, bis dann in die Herzen der Menschen Feuer kommt und die Dornen auszurotten beginnt. So fängt ihre Heiligung an und sie preisen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist in Ewigkeit. Amen. 16. Homilie.
1: Vgl. Luk. 6, 48.
2: Gen. 3, 18.