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So erstaunt es auch nicht, dass beim als Europacup ausgeschriebenen Rennen in diesem Jahr besonders viele Teams aus dem Ausland den Weg in die Innerschweiz fanden.
Im Laufe des Wochenendes zeigte sich, dass die Schweizer Athletinnen und Athleten durchaus mit dieser internationalen Konkurrenz mithalten können. So ging der Tagessieg bei den Kajak Herren auf der Langstrecke am Samstag und über die Sprintdistanz am Sonntag an Linus Bolzern vom Kanuclub Luzern, der sich damit auch gleich beide Einzel-Schweizermeistertitel sicherte. Am Sonntag war das Podest bei den Herren gar komplett in Schweizer Hand, die Nidwaldner Luis Clavadetscher und Cornel Bretscher paddelten auf den zweiten und den dritten Platz.
Bei den Kajak Damen gingen die Titel wie schon im Vorjahr an Hannah Müller vom Kanuclub Nidwalden. Auch sie zeigte mit dem zweiten Platz im Sprintrennen, dass sie der internationalen Konkurrenz gewachsen ist.
Besonders vielversprechend waren die Schweizer Resultate bei den Juniorinnen. Mona Clavadetscher und Glenys Ettlin zeigten sich eine Woche vor der Abreise an die Junioren- und U23-Weltmeisterschaft in Bestform. Mona Clavadetscher gewann das Rennen auf der Langstrecke souverän vor den starken Tschechinnen und klassierte sich im Sprint nur knapp geschlagen auf dem zweiten Rang, Glenys Ettlin wurde in beiden Rennen Dritte. In der Schweizermeisterschaftswertung belegten die beiden im Juniorinnenfeld damit den ersten und den zweiten Rang. Komplettiert wurde das Podest von der jungen Luzernerin Selina Amrein, die sich gleichzeitig den Titel in der Kategorie Jugend sicherte.
Die Schweizer Jugend- und Juniorenfahrer verpassten zwar den Sprung auf das Europacup-Podest, bewiesen mit einem 5. Rang im Sprint durch Ilya Rindlisbacher (Luzern), dem 6. Rang im Sprint durch Samuel Peter (Solothurn) und dem 6. Rang im klassischen Rennen durch José Voegtlin (Nidwalden), dass auch sie nicht weit von den Besten entfernt sind. Jugend-Schweizermeister im Sprint wurde Ilya Rindlisbacher aus Luzern, im klassischen Rennen ging der Titel an José Voegtlin aus Nidwalden. Bei den Junioren sicherte sich Samuel Peter aus Solothurn beide Titel.
Im Kanadier machten besonders die zahlreich angereisten Tschechinnen und Tschechen dem restlichen Feld das Leben schwer. Während bei den Damen die Podestplätze ganz in tschechischer Hand blieben, gelang es Jonah Müller aus Buochs bei den Herren am Sonntag im Sprint, diese Phalanx zu durchbrechen. Er klassierte sich auf dem zweiten Rang.
Die Teamrennen waren bei der Elite und den Junioren fest in Schweizer Hand. Der Elite-Titel ging über beide Distanzen an Cornel Bretscher, Janis Amstad und Luis Clavadetscher (Nidwalden), bei den Junioren siegten Mona Clavadetscher, Glenys Ettlin und José Voegtlin ebenfalls über beide Distanzen.
Zum Ende des Wochenendes zeigte sich das Organisationskomitee mehr als zufrieden. Tolles Wetter, eine grosses Teilnehmendenfeld und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hatten für einen reibungslosen, allseits gelobten Wettkampf gesorgt. Ein besonderes Highlight war sicherlich, dass sich dank dem Europacup-Status die jüngsten Paddlerinnen und Paddler aus der Region in einem Wettkampf mit EM- und WM-Medaillengewinnerinnen und -gewinnern wiederfanden.
Im nächsten Jahr werden an gleicher Stelle die Junioren- und U23-Europameisterschaften stattfinden. Angesichts der Schweizer Resultate in diesem Jahr darf man gespannt sein, wie sich die einheimischen Athletinnen und Athleten dann präsentieren werden.