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Gradiént,
barometrischer, der Unterschied in der Anzahl der Millimeter Barometerstand, die auf einen Äquatorgrad
(111 km) kommen, der das
Maß der bewegenden Kraft
[* 2] (eigentlich der Quotient aus Druckdifferenz und Entfernung)
ausdrückt. Wenn nämlich zwischen dem Luftdruck zweier gleichhoher Orte eine Differenz besteht, so wird die Luft vom Ort
hohen Druckes nach dem mit geringerm Druck hinbewegt werden. (S.
Buys-Ballotsche Regel.) Die
Stärke
[* 3] der Luftbewegung hängt
von der
Größe der barometrischen Differenz, dem barometrischen Gefälle, und von der Entfernung der
Orte ab. Ein
Gradiént 5
mm wird also bestehen, wenn in 111 km Entfernung ein Druckunterschied von 5
mm Quecksilbersäule herrscht.
Sind die Höhenlagen der Orte verschieden, so müssen die Barometerstände auf gleiches Niveau reduziert werden. Bei Untersuchung
der
Bewegung in Luftwirbeln (s. d.) spielen die
Gradiént eine
Hauptrolle.
Soll hier der
Gradiént an einer
Stelle bestimmt werden, so müssen Druckdifferenz und Horizontalstrecke, auf welche diese
kommt, senkrecht zu den Isobaren gemessen werden.