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Topwell-Apotheken (vormals Genossenschafts-Apotheken)
Die Idee einer von Krankenkassen gegründeten Volksapotheke bestand seit Langem.1909 war es dann soweit. An der Stadthausstrasse in Winterthur wurde die erste Genossenschaftsapotheke eröffnet. Der Leitgedanke war, dem Volk zu dienen und die Krankenkassen in allen Fragen der Arzneiversorgung zu beraten. Die Privatapotheker haben sich, nach den Gründungsverantwortlichen, darum zu wenig gekümmert.
Der Weg zur Gründung war steinig. Viele Hindernisse wurden aufgebaut. Mit Warenboykott, Personalsperren und Presse-Hetzartikel wurde versucht die unerwünschte Konkurrenz zu verhindern. So war es auch schwierig einen Apotheker zu finden, der in diesem Umfeld wirken wollte. Als diese Person endlich gefunden war, sperrte das Handelsregisteramt. Unter Berufung auf ein Medizinalgesetz aus dem Jahre 1854, wonach im Kanton Zürich der Besitzer und der Verwalter einer Apotheke dieselbe Person sein müsse. Mit einem Rekurs an den Regierungsrat konnte diese Hürde genommen werden. Die nächsten folgten aber sofort. Ein Hersteller von Apotheken-Einrichtungen wurde unter Druck gesetzt und eine Boykott-Androhung deponiert. Die bereits im Bahnhof Winterthur lagernden Einrichtungsmöbel wurden zurückgerufen.
Mit einer Occasions-Einrichtung wusste man sich auch da zu helfen. Die Beschaffung von Medikamenten war das nächste dornenschwere Problem. Am 14. März 1909 konnte trotz allen Hindernissen die erste Apotheke an der Stadthausstrasse in Winterthur eröffnet werden.
Im Jahre 1942 war noch eine Volksinitiative nötig. Eine Konzessiosverlängerung war in Frage gestellt, weil immer noch der Paragraph im Medizinalgesetz von 1854 bestand. Mit Zweidrittelmehrheit wurde am 25. Januar 1942 dieser Gesetzesartikel abgeschafft, womit endlich klare Rechtverhältnisse geschaffen waren.
In Winterthur entstanden 1948 an der Wartstrasse, 1951 in Töss (ZentrumApotheke) und 1971 (Eröffnung 28. Oktober, OberiApotheke)) in Oberwinterthur weitere Genossenschafts-Apotheken. Später entstand im Untergeschoss des MANOR eine StadtgartenDrogerie, während das Geschäft an der Wartstrasse aufgegeben wurde. Parallel zu dieser Entwicklung wurden auch in Zürich laufend neue Apotheken in Betrieb genommen. 2005 wurde eine neue Unternehmensgruppe gegründet. Unter den neuen Namen Topwell-Apotheken fusionierten 20 Apotheken. 2009 sind es bereits 21 Verkaufspunkte. Die Apotheken unter dem Namen „Genossenschafts-Apotheken“ gehörten der Vergangenheit an. Ab 2019 übernimmt die Migros-Tochter Medbase schweizweit alle Topwell-Apotheken.