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Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland
Bereits zwischen dem russischen Zarenreich und der Schweiz gab es vielfältige Verbindungen. Gelehrte wie Daniel Bernoulli oder Leonhard Euler fanden in Russland gute Bedingungen vor und die Dienste von Diplomaten und Beratern wie Frédéric-César des la Harpe, Antoine-Henri Jomini, Francois Le Fort wurden geschätzt und bekleideten überaus wichtige Funktionen. Bei der Gründung von Sankt Petersburg zählte Zar Peter I auf die Dienste des Tessiner Architekten Domenico Andrea Trezzini. Die Schweiz diente russischen Revolutionären wie Michael Bakunin und Wladimir Iljitsch Lenin als sicheres Exil und russische Frauen waren Vorkämpferinnen für die Zulassung von Frauen an Schweizer Universitäten und die Frauenbewegung. Zwischen dem Ende des 17. Jahrhunderts und 1917 wanderten zudem über 20'000 Schweizer Wirtschaftsflüchtlinge ins Zarenreich aus.
Nach der Oktoberrevolution in Russland wurde im Mai 1918 eine sowjetrussische Mission in Bern eingerichtet. Diese wurde aber bereits im November 1918 - einen Tag vor Ausbruch des Landesstreiks - wieder geschlossen und die Diplomaten wurden wegen «Umtrieben revolutionärer Art» ausgewiesen. Nach der Conradi-Affäre wurden 1923 die Beziehungen durch die Sowjetunion ganz eingestellt.
Das Ansinnen der Schweiz, 1944 wieder diplomatische Beziehungen aufzunehmen, wurde von sowjetische Seite abschlägig beantwortet. Erst 1946 wurden wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen.
Die Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden Ländern systematisch aufzuarbeiten, würde die Möglichkeiten der GSR deutlich übersteigen. Trotzdem sollen ausgewählte Aspekte der vielfältigen offiziellen, kulturellen und persönlichen Beziehungen nacherzählt, zugänglich gemacht und verlinkt werden.
Anregungen für weitere Beiträge sind willkommen.
Redaktion:
Felix Werner
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Beiträge
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