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In der Reihe der traditionsreichen Basler Gasthöfe nimmt der Storchen am Fischmarkt einen vordersten Platz ein (nur die Herbergen zum Goldenen Stern und zu den Drei Königen rangierten in derselben Kategorie). Zu den Gästen gehörten Fürsten, Grafen, und Kardinäle, eidgenössische Gesandte, reiche Kaufleute und berühmte Gelehrte; sie führten in den eleganten Gemächern Verhandlungen und Gespräche von oft weittragender Bedeutung. Auch fanden sich nach der alljährlichen Regimentserneuerung auf dem Petersplatz und nach der Beschwörung des Bundesbriefes Rat und Geladene in der Storchenstube zum gemütlichen Umtrunk ein.
Der erste Storchenwirt begegnet uns Ende des 15. Jahrhunderts in der Person des Hans Graf. Durch sein im täglichen Kontakt mit einflussreichen Gästen gewonnenes Ansehen spielte er im städtischen Leben eine hervorragende Rolle.
1566 übernahm Spediteur Benedetto Socin den Gasthof von seinem Schwiegervater. Unter den Ägiden des emsigen Refugianten festigte der Storchen seinen weit über die Landesgrenze hinaus reichenden Ruf, sodass nicht selten neben den „stattlichen Herren“ auch bis zu siebzig Pferde unterzubringen waren. Nach wechselvoller Geschichte ging der Storchen dann 1892 in den Besitz von Baumeister Gregor Stächelin, der umgehend bauliche Veränderungen an der Hotelliegenschaft vornahm, in deren Hof nun „ein Springbrunnen plätscherte und ein richtiger Storch um denselben herumspazierte“. Alle Räume, darunter auch die rund hundert Gästezimmer und ein grosser Billardsaal, erhielten neben einer Zentralheizung auch mit einer Dampfmaschine erzeugtes elektrisches Licht, das erste in einer Basler Hotelliegenschaft.
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Am 30. September 1953 wurde das Elite-Hotel Storchen mit dem einzigartigen Wintergarten, den Schachtischen und Billardsälen und dem Nimbus, eines der herrlichsten Fasnachtslokale gewesen zu sein, geschlossen. Und zu Beginn des Jahres 1957 wurde der einst so stolze „guldin Storken“ niedergelegt. An seiner Statt kümmert sich seither das Finanzdepartement um eine zahlungskräftige Kundschaft.