Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/133169

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Bundeshaus hat eine grosse Symbolkraft. Es war die Absicht des Architekten Hans Willhelm Auer vor über hundert Jahren, im Parlamentsgebäude die ganze Schweiz sinnbildlich entstehen zu lassen. Steine aus allen Landesteilen wurden im Haus verarbeitet. Heute steht es unter Denkmalschutz. Hinter einer Mauer versteckt hat das Bundeshaus ein rund 400 Quadratmeter grosses Flachdach. Dieses mit Kies ausgestattete Dach ist nur von oben sichtbar.</p><p>Vor zwei Jahren haben der Bundesrat und das Parlament den Atomausstieg beschlossen. Dieser Entscheid ist für die Energieversorgung unseres Landes ein historisches Ereignis. Die Energieversorgung muss in Zukunft auch mit erneuerbaren Energieträgern gesichert werden. Mit dem Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem von unten unsichtbaren Flachdach des Bundeshauses könnte die Energiewende symbolträchtig veranschaulicht werden. Ganz im Sinne des Architekten Auer könnte eine von den Bürgerinnen und Bürgern aus der ganzen Schweiz getragene Genossenschaft das Kapital für den Bau und den Betrieb dieser Fotovoltaikanlage organisieren.</p><p>Ist der Bundesrat bereit, nach Konsultation der zuständigen parlamentarischen Organe das Flachdach des Bundeshauses einer Genossenschaft für eine Fotovoltaikanlage zur Verfügung zu stellen und somit symbolisch die Energiewende zu unterstützen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat verweist einleitend auf seine Stellungnahme zur Motion Schelbert 13.3039, "Bundesstrategie für den Einbau von Solaranlagen bei Bundesbauten". Er ist gestützt auf die dort genannten Strategien, Instrumente und Überlegungen grundsätzlich bereit, ein solches Vorhaben fachlich zu prüfen. Der Bundesrat empfiehlt zu bedenken, dass die Geometrie des Flachdaches und die Beschattung (Kuppeln und Dachaufbauten) hinsichtlich des Wirkungsgrades einer Fotovoltaikanlage nicht optimal sind. Daher wurde bislang aufgrund des ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses auch auf eine bundeseigene Nutzung verzichtet.</p><p>Der Bundesrat weist im Übrigen darauf hin, dass gemäss Vereinbarung zwischen der Verwaltungsdelegation der Bundesversammlung und dem Bundesrat über die Zusammenarbeit im Bereich des Immobilienmanagements für die Bundesversammlung und die Parlamentsdienste in diesem Fall die Entscheidkompetenz über ein konkretes Projekt bei der Verwaltungsdelegation der Bundesversammlung liegt.</p>  Antwort des Bundesrates.