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Die SCAMPER-Methode: Kreative und unkonventionelle Prozessoptimierung in 7 Schritten
In einer sich ständig weiterentwickelnden Geschäftswelt ist die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen von entscheidender Bedeutung. Ein effektiver Ansatz zur Prozessoptimierung ist die Anwendung der SCAMPER-Methode, welche wir bereits vorgestellt haben. Die kreative Brainstorming-Technik ermöglicht es Unternehmen, bestehende Prozesse zu analysieren, innovative Lösungen zu finden und Verbesserungen umzusetzen. In diesem Blog-Post werfen wir einen detaillierten Blick auf die sieben Schritte der SCAMPER-Methode und zeigen auf, wie die Vorgehensweise dabei helfen kann, Unternehmensprozesse auf unkonventionelle Art zu optimieren.
Die SCAMPER-Methode in der Prozessoptimierung – Vorgehen
Die folgenden 7 Fragen werden der Reihe nach in einem Brainstorming-Prozess diskutiert und beantwortet. Auch wenn vielleicht nicht alle generierten Ideen praktikabel sind, können sie als Ausgangspunkt für Veränderungen dienen – die Teilnehmenden sollten deshalb offen sein für unkonventionelle Ideen und kreative Ansätze. Eine Moderation oder ein enges Zeitlimit können beim Einstieg in das abstrakte Denken helfen.
Schritt 1: Substitute (Ersetzen)
Welche Komponenten, welches Material, welche Personen können ersetzt werden?
Der erste Schritt bei der Anwendung der SCAMPER-Methode besteht darin, darüber nachzudenken, wie man verschiedene Elemente des Prozesses ersetzen könnte. Welche Materialien, Werkzeuge oder Technologien könnten anstelle der aktuellen verwendet werden? Gibt es Personen, die ersetzt werden können (zum Beispiel externe Dienstleister mit internen Personen?). Dieser Ansatz ermöglicht es, ineffiziente oder veraltete Komponenten durch modernere und effektivere zu ersetzen.
Schritt 2: Combine (Kombinieren)
Welche Funktionen lassen sich kombinieren und mit anderen Funktionen und Services vermischen?
Beim Kombinieren geht es darum, verschiedene Prozessschritte oder Elemente zu verbinden, um Synergien zu schaffen. Können zwei separate Aufgaben zusammengelegt werden? Gibt es Möglichkeiten, verschiedene Ressourcen oder Teams zu vereinen, um den Prozess zu optimieren? Durch das Zusammenführen von Komponenten können Effizienz und Produktivität gesteigert werden.
Schritt 3: Adapt (Anpassen)
Welche bestehenden Elemente und Funktionen können angepasst werden?
Anpassung ist ein wichtiger Aspekt der Prozessoptimierung. Hierbei geht es darum, vorhandene Ideen oder Lösungen zu brainstormen und an die spezifischen Anforderungen des Prozesses anzupassen. Müssen neue Aufgaben, Kompetenzen oder Verantwortungen verteilt werden? Ist mehr Know-How nötig? Kann der Arbeitsplatz an sich angepasst werden, um den Prozess zu optimieren? Anpassung meint, die äusseren Umstände an den Prozess anzupassen – also was kann ich ausserhalb des Prozesses verändern, damit der Prozess an sich effizienter wird.
Schritt 4: Modify (Modifizieren)
Welche Elemente können modifiziert oder ausgebaut werden?
Bei der Modifizierung geht es darum, bestehende Elemente des Prozesses zu ändern, um Verbesserungen zu erzielen. Kann ein Schritt verkürzt oder entfernt werden? Welche Materialien, Abläufe oder Gegebenheiten könnten angepasst oder ausgebaut werden? Gibt es Möglichkeiten, den Prozess reibungsloser oder effektiver zu gestalten – evt. mit neuen Technologien oder Anwendungen? Bei der Modifizierung werden die einzelnen Prozessschritte an sich unter die Lupe genommen und der Prozess an sich neu überdacht.
Schritt 5: Put to another use (Weitere Verwendungen finden)
Wie kann man Vorhandenes noch nutzen? Gibt es weitere Verwendungsmöglichkeiten / Zusammenhänge? Kann der Anwendungsbereich umformuliert werden?
Diese Fragen fordern dazu auf, den Prozess durch eine andere Brille zu betrachten. Gibt es weitere Bereiche, in denen der Prozess genutzt werden kann? Funktioniert dieser Prozess auch für andere Produkte oder Dienstleistungen? Können bereits vorhandene Ressourcen für weitere Zwecke genutzt werden? Durch das Umdenken und die Nutzung von Synergien zwischen verschiedenen Bereichen kann der Prozess allenfalls auch anderweitig eingesetzt werden.
Schritt 6: Eliminate (Eliminieren)
Welche Elemente lassen sich entfernen, vereinfachen oder reduzieren? Was ist die Kernfunktion?
Der zweitletzte Schritt der SCAMPER-Methode besteht darin, Elemente des Prozesses zu eliminieren, die überflüssig oder nicht mehr relevant sind. Gibt es Schritte, die unnötig sind und den Prozess verlangsamen? Wir sprechen jeweils von Verschwendungen, nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten und Fehler / Probleme innerhalb des Prozesses. Durch das Entfernen oder Optimieren dieser Schritte wird die Prozessperformance gesteigert.
Schritt 7: Reverse (Stelle um)
Lassen sich Elemente auch entgegengesetzt nutzen oder die Reihenfolge ändern? Können Abläufe / Schemata verändert werden?
Im letzten Schritt der SCAMPER-Methode wird der ganze Prozess nochmals durcheinandergewirbelt und von allen Seiten betrachtet. Hier wird grundsätzlich die Struktur und der Ablauf des Prozesses in Frage gestellt und auseinandergenommen.
Die SCAMPER-Methode bietet Unternehmen einen strukturierten Ansatz zur kreativen Prozessoptimierung. Indem Teams oder Abteilungen die sieben Schritte der Methode anwenden, können sie innovative Lösungen finden, um bestehende Prozesse effizienter und effektiver zu gestalten. Es ist von Vorteil, festgefahrene Abläufe und Prozesse immer Mal wieder zu hinterfragen und neue Ansätze anzudenken. Nicht nur, wenn ein Prozess nicht gut läuft, sondern ganz grundsätzlich im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung.