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Die amerikanische Blueswelt ist heutzutage nach Hautfarbe gespalten wie noch nie. Die Bluesfans von "White America" orientieren sich schon seit längerem fast nur noch am weissen "Bluesrock", während sich der "Southern Soul-Blues" der Afroamerikaner immer mehr den modernen Musikstilen des schwarzen Kontinent annähert. Ein guter Grund, sich einmal etwas genauer auf dem afrikanischen Kontinent umzuhören. Die Musikszenen beispielsweise der Demokratischen Republik Kongo oder jene des Inselstaates Madagaskar weisen erstaunliche Parallelen zum schwarzen Soul-Blues der USA auf.
Albert Nicholas ist der zweite Klarinettist in der Klarinettistenreihe des Referenten. Er wurde wie schon der erste Klarinettist Omer Simeon in New Orleans geboren, am 27. Mai 1900. Albert Nicholas war der virtuoseste aller kreolischen New Orleans Klarinettisten. In seinem eleganten, poetischen Spiel verband er Einflüsse der ersten und der zweiten Generation, vor allem von Jimmie Noone, mit eigenen Spielelementen. Bei uns in der Schweiz wurde Albert Nicholas durch seine vielen Auftritte einem grösseren Publikum bekannt, nachdem er 1953 nach Europa „auswanderte“. Sein erster Wohnsitz in Europa war Paris bis 1969. Ab 1969 bis zu seinem Tod am 3. September 1973, war sein Wohnsitz in Basel. In den 50er Jahren begann er auch haromische Neuerungen aufzunehmen und präsentierte sich als swingender Mainstream-Solist, „der nicht als lebendes Denkmal einer längst vergangenen Epoche herumzulaufen“ gedachte.Von Albert Nicholas werden Aufnahmen mit unter anderem: Luis Russell, Jelly Roll Morton, Joe Turner, Pete Johnson, Sidney Bechet, Art Hodes, Rex Stewart, Claude Bolling und Henri Chaix vorgestellt.
Über den Gesang von Cab Calloway gehen die Meinungen weit auseinander. Dass sein Orchester eines der Besten der Swingzeit war, darüber bestehen keine Zweifel. Für zahlreiche Musiker war es die Basis für eine erfolgreiche Karriere inkl. Ben Webster, Chu Berry, Eddie Barefield, Cozy Cole, Milt Hinton, Dizzy Gillespie, Jonah Jones. Wir werden selbstverständlich auch einige von Cab’s „Moaner“ hören, aber der Schwerpunkt liegt beim Orchester und den hervorragenden Solisten.
Obwohl er nach den Kriterien des Free Jazz relativ konventionell spielte, ist der Schlagzeuger Billy Higgins vor allem mit dem Altsaxophonisten Ornette Coleman verbunden, spielte er doch auf dessen erster Platte "Something Else!" mit, und auch auf dem Rillenwerk, das dem Jazz der sechziger Jahre den Namen gab: "Free Jazz".
Daneben hören wir Higgins u.a. in Formationen um Dexer Gordon, Donald Byrd, Don Wilkerson, Jackie McLean und als Leader eigener Gruppen.
Infolge Krankheit des Referenten Jörg Näf können die beiden Vorträge über Wynton Kelly (Teile 2 & 3) vom 18. Oktober und 22. November nicht stattfinden. Als Ersatz haben wir folgende Präsentation vorgesehen:
Wir wünschen Jörg Näf gute Besserung und hoffen, ihn bald wieder an einem Montag in unserem Clublokal zu sehen.
Aus der legendären TV-Serie von Ralph Gleason über Jazz und Blues stehen die nächsten vier Gruppen bereit und wiederum handelt es sich um grossen Namen aus verschiedenen Stilrichtungen:
Woody Herman's "First Herd"* wurde am 24. Dezember 1946 aufgelöst. Im Herbst 1947 stellte er ein neues Orchester zusammen, die "Second Herd" oder auch bekannt als "Four Brothers Band" , abgeleitet von einer Jimmy Giuffre-Komposition für die Four Brothers: Stan Getz, Zoot Sims, Herbie Steward und Serge Chaloff. Die neue Band bestand hauptsächlich aus jungen, unbekannten Musikern der neuen Generation. Die "Second Herd" ist durch Studioaufnahmen die am wenigsten gut dokumentierte. Es entstanden Ende 1947 13 Aufnahmen für Columbia, dann kam eine 12-monatige Pause infolge eines neuen "Recording Ban", bevor weitere Einspielungen für Capitol erfolgten. Die "Second Herd" wurde im Dezember 1949 aufgelöst.
Aus der legendären TV-Serie sehen wir weitere vier Gruppen mit Gewichtung auf
Vokalisten, die in den 60’er Jahren äusserst populär waren.
Am 25. April d.J. hat sich der Todestag von Dexter Gordon zum 20. Mal gejährt. Ein Grund um wieder einmal in die musikalische Hinterlassenschaft dieses Giganten des Tenorsaxofons hineinzuhören. Mit Dexter Gordon werden wir u.a. Musiker hören wie: Freddie Hubbard, Woody Shaw, Johnny Griffin, Kenny Drew, George Cables, Niels-Henning Orsted Pedersen, Rufus Reid, Alex Riel, Eddie Gladden. Let’s enjoy Dexter Riding Again.
Infolge Krankheit des Referenten Jörg Näf können die beiden Vorträge über Wynton Kelly (Teile 2 & 3) vom 18. Oktober und 22. November nicht stattfinden. Als Ersatz haben wir folgende Präsentation vorgesehen:
Impresario Norman Granz startete 1944 seine JATP-Konzerte im Philharmonic Auditorium in Los Angeles. Dann begannen die Tourneen durch die USA und später auch regelmässig in Übersee. Oft wurden die Konzerte wegen geschmakloser Darbietungen einiger Solisten kritisiert. Anderseits gab es viele denkwürdige Abande. Wir hören Ausschnitte aus den ersten Jahren und beginnen mit dem Konzert vom 2. Juli 1944 in Los Angeles.
Unser Gast ist kein Unbekannter im Jazz Circle Zürich. Hatte er doch vor einiger Zeit, noch als Student an der Jazzschule Zürich, uns mit einem Vortrag die Musik des fabelhaften Jazz-Klarinettisten Eddie Daniels näher gebracht. In der Zwischenzeit steht Simon Wyrsch selbst aktiv im Beruf des Musikers. Im Gespräch mit ihm werden wir uns über sein Leben als Jazzmusiker unterhalten, und er wirdwy uns zudem seine brandneue CD-Aufnahme "Rainbow Colors" mit seinen Quartett (Thomas Moeckel el.g., Richard Pechota acc.b. und Peter Preibisch dr) vorstellen.
Zum Ausklang des Jahres wollen wir uns wieder zu einem gemütlichen Abend treffen. Der Vorstand wird eine separate Einladung im November versenden.