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Banges Warten auf den Wirbelsturm Sandy
Der Central Park bleibt wegen Sturmwarnung geschlossen. (Reuters)
Die US-Ostküste wartet auf den Wirbelsturm Sandy. In einer Ansprache im Fernsehen sagte Präsident Barack Obama sagte, er sei zuversichtlich, dass die USA für den Sturm bereit sei. Die Börse wird auch am Dienstag noch geschlossen bleiben.
Auch die Börse und der Uno-Hauptsitz in Manhattan blieben geschlossen. In zehn Bundesstaaten und in der Hauptstadt Washington D.C. wurde der Notstand ausgerufen. In Washington konnten die Regierungsmitarbeiter zuhause bleiben. Für zwei Millionen Kinder in sieben Bundesstaaten fiel der Unterricht aus.
Das Zentrum von Washington glich am Montagmorgen einer Geisterstadt. Die Behörden riefen alle Bewohner auf, ihre Häuser ab 14 Uhr möglichst nicht mehr zu verlassen.
«Zusammen überstehen»
US-Präsident Barack Obama warnte in einer kurzen Ansprache im Weissen Haus, dass der Sturm tödliche Folgen haben könnte. Zugleich versicherte er, dass alles Mögliche zur Vorbereitung auf den Hurrikan getan worden sei. «Ich bin zuversichtlich, dass wir bereit sind», sagte Obama. «Wir werden das zusammen überstehen.» Wegen des Sturms sagte der Präsident mehrere Wahlkampftermine ab.
Nach Einschätzung des Hurrikanzentrums in Florida sollte das Auge des Sturms am Montagabend oder in der Nacht auf Dienstag im südlichen New Jersey, etwa 100 Kilometer südlich von New York City, die Küste erreichen.
Zusammentreffen mit Wintersturm befürchtet
Wetterexperten befürchten, dass der Hurrikan im Nordosten der USA auf einen Wintersturm stossen könnte. Diese Kombination könnte zum schwersten Unwetter seit August 1991 führen. Damals kamen bei Hurrikan «Bob» an der Ostküste vier Menschen ums Leben. Das Unwetter hatte von South Carolina im Süden bis Maine im Norden hohe Schäden verursacht.
Hamsterkäufe
Schon seit dem Wochenende hatte sich die Bevölkerung mit Hamsterkäufen auf den Sturm vorbereitet, der in Anspielung auf Frankensteins Monster den Beinamen «Frankenstorm» bekam.
Die Menschen in den betroffenen Bundesstaaten deckten sich mit Vorräten ein. Knapp wurden Wasserflaschen, Lebensmittel in Dosen, Taschenlampen und Batterien.
In New York, Washington und Philadelphia wurden die öffentlichen Verkehrsnetze stillgelegt. Schulen, Unis, Büros, Läden, Lokale oder auch Theater blieben bis auf Weiteres geschlossen
Rund 9000 Flüge annulliert
Die Fluggesellschaften strichen knapp 9000 Flüge, auch zahlreiche Transatlantikverbindungen waren betroffen. In der Schweiz annullierten die Flughäfen Zürich und Genf alle ihre Flüge an die amerikanische Ostküste - von Zürich aus betraf dies acht, von Genf aus zwei Flüge.
Mehr als 1100 Kilometer lang ist der US-Küstenstreifen von Maine bis nach South Carolina, der die Auswirkungen von «Sandy» spüren könnte. Im Gefahrengebiet im Nordosten der USA wohnen etwa 50 Millionen Menschen. Der Hurrikan hatte in den vergangenen Tagen in der Karibik bereits 66 Menschen in den Tod gerissen.
Starkregen, Überschwemmungen, Schnee
Neben Starkregen und Überschwemmungen warnten Meteorologen auch vor massiven Schneefällen in höheren Lagen. «Sandy» dürfte demnach bis nach Ohio - also weit ins US-Landesinnere hinein - für Verwüstungen sorgen und zerstörerischer sein als der Hurrikan «Irene», bei dem vergangenes Jahr 47 Menschen starben.
Allein die Sturmschäden könnten sich nach Ansicht von Fachleuten dieses Mal auf mehr als drei Milliarden Dollar belaufen. (lin, sda/afp/Reuters/dpa/dapd)
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