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Schweizer Unternehmer in Tanzania
Künzler kontrolliert seine Lagerbestände.
Arusha, Tanzania, 1960er-Jahre, Staatsarchiv Thurgau
Schweizer Unternehmergeist
Geschäftssinn und Risikobereitschaft verhelfen Künzler zum Erfolg. Er baut ein weit verzweigtes Agrarunternehmen auf.
Vier Jahre lang arbeitet er als Vorarbeiter auf verschiedenen Pflanzungen.1933 wagt er den Schritt in die Selbständigkeit und kauft mit Schweizer Partnern Farmland. Anfangs geht viel Geld im Zwischenhandel verloren. Künzler gründet eine Genossenschaft, um Investitionen zu tätigen. Er experimentiert erfolgreich mit neuen Produkten: Weizen und Saatbohnen. Im Zweiten Weltkrieg kann er Nahrungsmittel an die britische Armee liefern. Mit modernsten Maschinen und der Hilfe Dutzender einheimischer Arbeiter bewirtschaftet er eine Fläche zweimal so gross wie der Kanton Basel-Stadt.
Künzlers Farm Nalendo
Während rund 30 Jahren bewirtschaftet August Künzler die Farm Nalendo. Nalendo liegt in der Nähe von Arusha und ist das Herzstück von Künzlers Betrieben. Im Laufe der Jahre entsteht auf seinem Land ein kleines Dorf. Neben dem Haupthaus liegen die Häuser seiner Angestellten und Mitarbeiter zwischen Bohnen-, Weizen- und Kaffeefeldern. Der Betrieb floriert. Das Areal wird von ursprünglich 750 Hektar auf das Doppelte vergrössert. Zusätzlich pachtet Künzler weiteres Land. Ab den 1940er-Jahren bewirtschaftet er eine Fläche von 7500 Hektaren.
August Künzler in einem Brief,
27. November 1935
«Wir hatten eine schöne Ernte, ca. 1500 Sack Mais, 90 Sack Weizen & 200 Sack Bohnen. Nächstes Jahr will ich an Weizen circa 700–800 Sack ernten.»
Video «Aufstieg zum Weizenkönig»
A. Künzler, Tanzania, 1930 – 1960 Staatsarchiv Thurgau
Der Werdegang von August Künzler
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