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Die Wallfahrt zu «Maria im Stein» nahm ihren Anfang im 14. Jahrhundert, als sich bei einer Felsengrotte ein erstes Fallwunder ereignete. Heute befindet sich an dieser Stelle die Gnadenkapelle mit der Muttergottes. Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland besuchen den Ort. Insbesondere kommen Menschen aus verschiedenen ethnischen Gruppen, die in der Schweiz leben, nach «Maria im Stein» (Albaner, Italiener, Philippinos, Portugiesen, Slowaken, Spanier und Tamilen). Sogar hinduistische Tamilen reisen zum Gnadenort. Die grosse Anziehungskraft über ethnische und religiöse Grenzen hinweg sowie die damit entfaltete integrative Wirkung des Wallfahrtsorts entstand ohne spezielle institutionalisierte Förderung.
Mit einem Unterbruch während der Revolutionszeit besorgen die Benediktiner des Klosters Beinwil (Solothurn) seit 1636 die Wallfahrtsseelsorge. Sie verlegten ihr Kloster 1648 nach Mariastein. Dieses wurde 1874 während des Kulturkampfs aufgehoben. Die Wallfahrt blieb jedoch bestehen und wurde weiter von den Benediktinern betreut. Abt und Gemeinschaft gingen ins Exil nach Frankreich und später nach Österreich, wo sie 1941 ausgewiesen wurden. Sie durften asylrechtlich ins alte Kloster zurückkehren, welches 1970/71 staatsrechtlich wieder hergestellt wurde.