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Die Behandlung mit Pulveraktivkohle (PAK) und Ozonung sind etablierte Methoden für die erweiterte Abwasserbehandlung, um das neue Schweizer Gewässerschutzgesetz zur Entfernung von Mikroverunreinigungen zu erfüllen. In den letzten Jahren wurde die Filtration mit granulierter Aktivkohle (GAK) getestet und unter bestimmten Bedingungen als wirtschaftlich konkurrenzfähig befunden. Eine minimale Leerbett-Kontaktzeit (EBCT) von 20 Minuten ist wichtig, um eine gute Leistung zu erzielen. Darüber hinaus haben der DOC, der industrielle Beitrag zum Abwasser und Regenereignisse einen großen Einfluss auf die Leistung und Lebensdauer der GAK-Filter. Durch eine Vorbehandlung mit niedrigen Ozondosen lässt sich die Lebensdauer eines GAK-Filters mindestens verdoppeln, und auch eine PAK-Vorbehandlung wurde erfolgreich getestet. Um die Dynamik der Einträge und Elimination von Mikroverunreinigungen in GAK-Filtern bei Regenereignissen besser zu verstehen, führen wir online-LC-HRMS-Messungen (hochauflösende Massenspektrometrie) mit dem MS2field-Messgerät durch, was Messungen in grosser zeitlichen Auflösung erlaubt. Bisher wurde das biologisch behandelte Abwasser der Eawag Kläranlage und GAK-Kolonnen im Pilotmassstab beprobt mit dem Ziel, in Zukunft Messungen auf kommunalen Kläranlagen mit Aktivkohle-Behandlung zu machen.