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Im Gegensatz zum heutigen Erscheinungsbild des Gotteshauses gab es seit dem 11. Jahrhundert in Veltheim eine dreischiffige Basilika, die im 13. Jahrhundert um einen massiven Turm erweitert wurde.
Die lange vorherrschende Meinung, dass die Veltheimer Basilika eine sogenannte «Pfalzkirche» gewesen sei, wird heute von den Fachleuten nicht mehr vertreten. Man geht eher davon aus, dass es sich hier um eine regional bedeutende Taufkirche gehandelt haben dürfte.
Mit der Reformation im Jahr 1528 verlor das mit mehreren Altären (und damit auch mehreren Geistlichen) versehene Gotteshaus seine Bedeutung auf einen Schlag. Das Gebäude wurde nun als einfache reformierte Dorfkirche genutzt. Den Unterhalt der überdimensionierten Kirche nahmen die Verantwortlichen in der Folge aber nur noch unzureichend wahr. Im Jahr 1760 musste deshalb das Gotteshaus (mit Ausnahme des Turms) wegen drohender Einsturzgefahr abgebrochen werden. An seine Stelle trat die noch heute vorhandene einschiffige Kirche, welche auf die vorbestehenden Fundamente zu stehen kam.
Durch geschickte Anwendung architektonischer Gesetzmässigkeiten und einen zurückhaltenden Innenausbau übt die Kirche auf heutige Besucher eine als angenehm empfundene Raumwirkung aus. Die 1907 eingebaute Glaskunst von Georg Röttinger verstärkt diesen Eindruck nochmals deutlich und wird heute als organischer Bestandteil des Innenraums gesehen.
Seit 1948 steht die Kirche Veltheim unter kantonalem und seit 2004 unter eidgenössischem Denkmalschutz.
Verfasst von Markus Widmer-DeanDas Bildmaterial stammt von Markus Widmer-Dean.
Andere Bildautoren sind in den Bildlegenden vermerkt.