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Der Grund für ihren emotionalen Ausbruch war offenbar die Frage eines Journalisten zum belasteten Verhältnis Osakas zu den Medien und der Balance zwischen Sport und Privatleben. «Sie lieben ja den Umgang mit den Medien nicht besonders», hatte dieser seine Frage eingeleitet.
Preisgeld für Erdbeben-Opfer
Zunächst reagierte Osaka noch gefasst und mit einer ausführlichen Antwort. Als dann eine Frage zur Erdbeben-Katastrophe in Haiti mit weit über tausend Toten folgte, brach die Japanerin in Tränen aus. Die vierfache Grand-Slam-Siegerin hatte im Vorfeld des Vorbereitungsturniers auf das US Open angekündigt, ihr Preisgeld für die betroffenen Erbeben-Opfer im Heimatland ihres Vaters spenden zu wollen.
Während sich Osaka die Tränen aus dem Gesicht wischte, intervenierte die Moderatorin umgehend und stoppte die Pressekonferenz. Nach einer kurzen Pause kehrte die 23-jährige Japanerin aufs Podium zurück und entschuldigte sich für den Unterbruch. Anschliessend wurde die Medienrunde mit der gleichen Frage fortgesetzt.
Kritik und Unterstützung
Für Osaka war es die erste Pressekonferenz, seit dem sie sich im Mai vom French Open zurückgezogen und öffentlich gemacht hatte, unter Depression und Phobien zu leiden. Nach ihrem Startsieg in Paris weigerte sie sich mit Blick auf ihre mentale Gesundheit, an der offiziellen Pressekonferenz teilzunehmen. Ihr Rückzug löste zum einen eine Unterstützungswelle aus, brachte ihr aber auch viel Kritik ein.
Nach einer zweimonatigen Pause stand Osaka an den Olympischen Spielen in Tokio als grosse japanische Hoffnungsträgerin wieder im Fokus. Erst entzündete sie an der Eröffnungsfeier das olympische Feuer, bevor ihr Goldtraum schon in den Achtelfinals platzte.