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Am 25. April 2005 wurde das Gesuch Rumäniens und Bulgariens, als Mitglied in die EU aufgenommen zu werden, unterzeichnet. Gemäss dem Antrag ist die Aufnahme der beiden Staaten per 1. Januar 2007 geplant.
Für Bulgarien ist diese Aufnahme unter anderem an einige energiepolitische Vorgaben geknüpft. So soll das Land die Blöcke 3 und 4 seines Kernkraftwerks Kosloduj per Ende 2006 abschalten, nachdem die Einheiten 1 und 2 bereits am 31. Dezember 2002 abgestellt worden waren. Gemäss den Ausführungen des bulgarischen Atomforums (Bulatom) würde die Abschaltung von Kosloduj-3 und -4 ab Januar 2007 zu Schwierigkeiten führen, da dann die Sicherstellung der Stromversorgung nicht mehr gewährleistet sein würde. Bulatom hatte deshalb vorgeschlagen, die beiden Kosloduj-Blöcke noch so lange am Netz behalten zu dürfen, bis Block 1 des Kernkraftwerks Belene den Betrieb aufnimmt. Vorgesehen ist das für das Jahr 2011.
Das Europäische Parlament hat nun in einem Entschliessungsantrag über den Stand der Beitrittverhandlungen Bulgariens vom 25. November 2005 den Europäischen Rat aufgefordert, die Abschaltung der Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Kosloduj flexibel zu handhaben, bis neue Kapazitäten in Bulgarien in Betrieb genommen werden können. «Dies darf aber die Sicherheitsanforderungen, die absolut prioritär bleiben, in keiner Art und Weise gefährden», wird verlangt.
Quelle
H.R. nach Europäischem Parlament, Berichte, 1. April und vom 25. November 2005, und nach Auskunft von Bulatom, 1. Dezember 2005