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München um 1900: Paula wird von ihrem spiessigen Ehemann Benno, der nichts als Geld und Spekulationsgeschäfte im Kopf hat, vernachlässigt. So flüchtet sie schliesslich in die Arme von Franz, einem Studenten, und findet bei ihm die langersehnte Wärme und Liebe. Doch als ihrem Geliebten eine standesgemässe Heirat winkt, verlässt er Paula und sie bleibt verzweifelt, ohne Hoffnung und Glück zurück. Zwei Jahre vor seinem Tod, im Sommer 1919, beginnt Ludwig Thoma mit seinem letzten Roman "Münchnerinnen" und setzt damit der Isar-Metropole ein literarisches Denkmal.
Portrait
Ludwig Thoma, 1867 in Oberammergau als Sohn eines Försters geboren, war zunächst als Rechtsanwalt tätig, wurde um die Jahrhundertwende Redakteur beim "Simplicissimus" und lebte ab 1907 bis zum seinem Tod 1921 als freier Schriftsteller am Tegernsee. Durch seine Romane, Theaterstücke und Erzählungen ist er weit über Bayern hinaus bekannt geworden.
Bernhard Gajek, bis 1994 Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Regensburg. Lehrtätigkeit an zahlreichen ausländischen Universitäten. Wichtigste Veröffentlichungen: Goethes Leben und Werk in Daten und Bildern, 1966. Clemens Brentano, Gedichte, 1968. Ludwig Thoma, Werke, 1983 ff.