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Normalerweise beobachtet Netflix die Userdaten für mindestens 28 Tage, bevor über eine allfällige Absetzung einer Serie entschieden wird. Im Fall der von Fans langerwarteten Live-Action-Anime-Adaption mit John Cho in der Hauptrolle, erfolgte die Absage weniger als einen Monat nach der Veröffentlichung der ersten Serienstaffel am 19. November.
Die Sci-Fi-Serie «Cowboy Bebop» wurde von Kritikern und Fans des Originals mit gemischten Reaktionen aufgenommen. Auch schaffte sie es nicht in die Top-10-Rankings des Streamingdienstes. Wegen der hohen Produktionskosten hätte die Serie eine höhere Zuschauerzahl erreichen müssen, um überhaupt eine Verlängerung zu erhalten. Das würde erklären, warum die Absetzung schneller erfolgte als üblich, wie das Internetportal Deadline berichtet.
«Cowboy Bebop» basiert auf der kultigen Anime-Serie von Shinichirō Watanabe und handelt von einer Gruppe unangepasster Kopfgeldjäger, die unter der Führung von Spike Spiegel (Cho) auf der Suche nach den grössten Verbrechern der Galaxis sind. Mustafa Shakir spielte die Rolle von Spikes zuverlässigem Co-Piloten Jet Black und Daniella Pineda die hochqualifizierte Kopfgeldjägerin Faye Valentine.
An den Kult-Anime kommt die Realverfilmung nie heran: Zu oft schrammt die Serie haarscharf am Trash vorbei, zu überdreht sind die Figuren. Doch der Groove stimmt und man muss fast bewundern, wie kompromisslos abgefahren das Ganze ist.
Netflix | Sci-Fi-Serie
Mit John Cho, Mustafa Shakir, Daniella Pineda, Elena Satine; Showrunner: André Nemec
USA 2021, seit 19. November 2021