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Viktor Röthlin kam beim Halbmarathon in Lissabon für einmal nicht auf Touren: Mit seiner Zeit von 1:08:50 Stunden musste sich der Marathon-Europameister sogar von der schnellsten Frau schlagen lassen.
Die Kenianerin Mary Keitany legte die 21,1 Kilometer vier Sekunden schneller zurück als der Europameister von Barcelona. Auf Tadesse Tola, den Gewinner aus Äthiopien, büsste Röthlin gar die "Weltreise" von 7:43 Minuten ein.
"Ich lief schlecht", sagte der Obwaldner. "Bereits nach 500 Metern hatte ich schwere Beine, ich fand nie ins Rennen." Seine Niedergeschlagenheit hielt sich allerdings in Grenzen, denn Röthlin kann sich das mässige Resultat erklären. Acht Tage nach dem Greifenseelauf, ebenfalls über die halbe Marathondistanz, wo er ans Limit gegangen war und Christian Belz in einem packenden Duell bezwungen hatte, ging er nicht ausreichend erholt an den Start.
Der bescheidene Auftritt in Portugals Hauptstadt lässt sich auch mit dem frühen Wiedereinstieg nach den Triumphlauf von Barcelona (1. August) begründen. In der Regel gönnt sich der Schweizer Rekordhalter eine längere Pause.
Doch die Zeit im Hinblick auf den Marathon in New York vom 7. November drängt. Röthlin wird die ersten zwei Oktoberwochen in der Toskana trainieren, am 24. Oktober folgt ein 10-Meilen-Rennen in Portsmouth (Gb).
swissinfo.ch und Agenturen