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Zusammenfassung
Die wirkungsvolle Eindämmung von SARS-CoV-2 hat eine Reihe von positiven Auswirkungen gesundheitlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Natur. Tiefe Ansteckungsraten verringern die Hospitalisationen und Todesfälle durch COVID-19 und bewahren das Funktionieren des Gesundheitssystems. Sie reduzieren längerfristige Folgebeschwerden, die bei einem Teil der Infizierten auftreten, und tragen bei zum Schutz der psychischen Gesundheit. Eine erfolgreiche Eindämmung erleichtert auch die Durchführung einer schnellen Impfkampagne und vereinfacht die genetische Überwachung der Virenstämme in der Schweiz, um problematische Varianten früher erkennen zu können. Zudem reduzieren tiefe Ansteckungsraten das Risiko, wirtschaftlich schädliche Jojo-Effekte zu generieren.
Es ist wichtig, eine Kombination von Anstrengungen zu suchen, die Ansteckungen wirkungsvoll unterbrechen mit einem möglichst guten Kosten-Nutzen Verhältnis. Ansteckungen können verhindert werden durch Massnahmen zur Reduktion von Kontakten und Mobilität, Unterbrechung von Ansteckungsketten durch Testen und Kontaktverfolgung sowie dem Verhalten von Individuen, die sich und andere schützen. Diese Anstrengungen sind immer auch mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten verbunden. Weil bei tieferen Fallzahlen Infektionsketten gezielter unterbrochen werden können, ist ein Management der Epidemie im allgemeinen einfacher und günstiger bei tiefen Fallzahlen. Die Aussicht auf die baldige Verbesserung der Situation durch die Impfkampagne macht die Anstrengungen zur Eindämmung der Epidemie noch lohnenswerter, sowohl aus der Sicht von einzelnen Menschen wie auch aus wirtschaftlicher Perspektive.
Nach einem Rückgang der bestätigten Fälle, Hospitalisationen und Todesfällen Anfang Jahr haben die Ansteckungen seit Anfang März 2021 wieder zugenommen. Die 14-Tages Inzidenz pro 100’000 Einwohner in der Schweiz lag Anfang März bei etwa 170 und beträgt aktuell etwa 280. Sie liegt dadurch etwas mehr als zwei Verdopplungen unter dem Höchststand, der Anfang November 2020 erreicht wurde. Die Durchimpfung in der Bevölkerung ist noch nicht hoch genug, um eine Zunahme der Hospitalisierungen bei steigenden Fallzahlen zu verhindern.
Die Epidemie in der Schweiz wird jetzt dominiert durch die Variante B.1.1.7. B.1.1.7 hat eine höhere Übertragungsrate als die bislang in der Schweiz dominierenden SARS-COV-2 Stämme und kann zu schwereren Krankheitsverläufen führen. Zwei andere Varianten, B.1.351 und P.1, haben im Moment eine Häufigkeit von unter 1%. Diese Varianten zeigen Anzeichen von Immunevasion: Menschen, die sich von einer Infektion mit den bislang dominanten Virusstämmen erholt haben, haben wahrscheinlich nur geringe Immunität gegen B.1.351 und P.1. Die in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoffe scheinen aber wirksam gegen alle drei Varianten.
Eine intensive genetische Überwachung von SARS-CoV-2 ist von zentraler Bedeutung. Dazu gehört neben der routinemässigen Sequenzierung eines Teils der SARS-CoV-2 Proben auch die gezielte genetische Analyse von Viren, die geimpfte oder rekonvaleszente Menschen infizieren. Wichtig ist auch festzuhalten, dass neue Varianten ständig entstehen, vor allem in Gebieten mit hoher Inzidenz. Um das Risiko von Einschleppungen und der lokalen Verbreitung neuer Varianten zu minimieren, sollte der Fokus also nicht nur auf den Ländern mit bekannten “Variants of Concern” liegen, sondern auch auf Regionen, in denen wenig genetische Überwachung von SARS-CoV-2 stattfindet.
Neben den akuten Folgen von COVID-19 rücken zunehmend auch die langfristigen gesundheitlichen Folgen von Infektionen mit SARS-CoV-2 in den Fokus. Bei einem Teil der Infizierten bleiben nach mehreren Wochen oder Monaten gesundheitliche Beschwerden bestehen, welche oft als “Long COVID” bezeichnet wird. Die Häufigkeit und die Ausprägungen von solch langfristigen Symptomen sowie die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen sind Gegenstand von aktiven Studien. Die derzeitige Evidenz legt aber nahe, dass ein Teil der Betroffenenen Funktionseinschränkungen beobachtet, die Auswirkungen haben auf das soziale Leben und die Arbeitsfähigkeit. Die Eindämmung der Epidemie in der Schweiz und die schnelle Impfung werden auch in dieser Beziehung einen positiven Effekt haben.
1. Positive Auswirkungen einer wirkungsvollen Eindämmung von SARS-CoV-2
Ansteckungen mit SARS-CoV-2 können reduziert werden mit einer Reihe von Anstrengungen, die in Kombination wirken. Dazu gehören Massnahmen zur Reduktion von Kontakten und Mobilität, gerichtete Unterbrechung von Ansteckungsketten durch TTIQ1 sowie das Verhalten von Individuen, um sich und andere zu schützen2.
Diese Anstrengungen zur Reduktion von Ansteckungen mit SARS-CoV-2 sind mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten verbunden. Es ist deshalb wichtig, eine Kombination von Anstrengungen zu suchen, die Ansteckungen wirkungsvoll unterbrechen können mit einem möglichst guten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Weil bei tieferen Fallzahlen Infektionsketten gezielter – und dadurch mit weniger Kosten für Wirtschaft und Gesellschaft – unterbrochen werden können, ist ein Management der Epidemie im allgemeinen einfacher und günstiger bei tiefen Fallzahlen3.
Wie in früheren Dokumenten diskutiert, hat die wirkungsvolle Eindämmung von SARS-CoV-2 eine Reihe von positiven Auswirkungen gesundheitlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Natur. Hier geben wir eine kurze Übersicht über die positiven Auswirkungen einer wirkungsvollen Eindämmung der Epidemie in der Schweiz im Kontext der aktuellen Situation.
Die wirkungsvolle Eindämmung von SARS-CoV-2 schützt die Gesundheit der Menschen und das Funktionieren das Gesundheitssystem. Im Herbst 2020 wurde das Schweizer Gesundheitssystem sehr stark belastet durch die grosse Zahl der Menschen, die mit COVID-19 hospitalisiert wurden4. Diese Situation führte zu einer doppelten Belastung: die medizinische Behandlung von COVID-19 Patienten wurde schwieriger, und die Möglichkeiten für Behandlungen von Nicht-COVID-19 Patienten wurden deutlich eingeschränkt. Im Moment liegt die Zahl der pro Tag hospitalisierten Patienten nur etwas mehr als zwei Verdopplungen unter der Situation im November5. Die Sicherheitsreserve im Schweizer Gesundheitssystem ist also klein: ein möglicher plötzlicher Anstieg der Ansteckungen würde (wegen der Zeitverzögerung zwischen Infektion und Test) erst festgestellt werden, wenn eine grosse Zahl Menschen schon infiziert wären.
Eine wirkungsvolle Eindämmung reduziert die Zahl der Patienten, die längerfristige Beschwerden haben nach einer Infektion mit SARS-CoV-2. Eine Reihe von Studien untersucht postakute und langfristige Folgeschäden von SARS-CoV-2 Infektionen. Verschiedene Studien unterscheiden sich deutlich in der Einschätzung der Art und Häufigkeit solcher Folgeschäden, auch wegen Unterschiede in den Patientengruppen und der Dauer der Beobachtung. Die Studien zeigen aber, dass ein substantieller Teil der Personen nach einer Infektion über Funktionseinschränkungen berichtet, die Auswirkungen haben können auf das soziale Leben und das Arbeitsleben. Eine wirkungsvolle Eindämmung reduziert die Häufigkeit, und damit die gesellschaftliche und wirtschaftliche Last, solcher längerfristigen Beschwerden (siehe Abschnitt zu Long COVID unten).
Eine tiefere Inzidenz von SARS-CoV-2 Infektionen erleichtert eine schnelle und erfolgreiche Impfkampagne. Um die negativen Auswirkungen der Epidemie in der Schweiz zu lindern und längerfristig aufzuheben, ist eine schnelle Impfkampagne zentral. Eine tiefe Inzidenz erleichtert eine schnelle Impfkampagne aus mehreren Gründen: weil es bei einer tieferen Inzidenz weniger Druck gibt auf andere Teile des Gesundheitssektors, weil weniger zu Impfende wie auch Impfpersonal in Isolation oder Quarantäne sind, und weil das Risiko der Entstehung von neuen Varianten in teilweise geimpften Menschen reduziert wird (letzteres ist ein globales Problem). Im Moment laufen auch eine Reihe von klinischen Studien zur Impfung von Kindern und Jugendlichen, und eine Zulassung von Impfungen für jüngere Altersstufen ist in den kommenden Monaten plausibel. Durch ein erfolgreiches Eindämmen kann verhindert werden, dass Kinder und Jugendliche grossflächig infiziert werden, bevor eine Impfkampagne in diesen Altersstufen evaluiert und gegebenenfalls durchgeführt werden kann.
Eine tiefere Inzidenz erleichtert TTIQ und mindert dadurch gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten. Das gerichtete Unterbrechen von Infektionsketten durch Testen, Kontaktverfolgung, Isolation und Quarantäne (TTIQ) hat ein ausgezeichnetes Kosten-Nutzen-Verhältnis6. Im Herbst 2020 wurde TTIQ in der Schweiz wegen zu hohen Fallzahlen weitgehend funktionsunfähig7. Eine fortwährende und erfolgreiche Eindämmung von SARS-CoV-2 ist eine Voraussetzung, um eine erfolgreiche Testkampagne mit Kontaktverfolgung weiterzuführen. Bei tieferen Fallzahlen hat die Kontaktverfolgung genug Kapazität, ausgehend von einem neuen Indexfall sowohl vorwärts zu tracen (um Personen zu finden, die vom Indexfalls infiziert wurden) wir auch rückwärts zu tracen (um die Quelle der Ansteckung, und damit möglicherweise auch ein Cluster von Ansteckungen, zu identifizieren).
Eine tiefere Inzidenz erleichtert die genomische Überwachung der in der Schweiz zirkulierenden Viren. In verschiedenen Regionen der Erde werden laufend neue SARS-CoV-2 Stämme beschrieben. Manche dieser Stämme haben Eigenschaften, die die Kontrolle der Epidemie schwieriger macht (höhere Übertragungsraten, höhere Virulenz, Immunevasion – siehe Abschnitt NN unten). Eine tiefere Inzidenz in der Schweiz reduziert die Entstehung neuer Varianten, vereinfacht die Überwachung der Varianten und macht es einfacher, in die Schweiz importierte problematische Varianten aufzuspüren und gezielt einzudämmen.
Eine erfolgreiche Eindämmung trägt bei zur psychischen Gesundheit der Menschen in der Schweiz. Die letzten 14 Monate waren mit hohen Belastungen der psychischen Gesundheit verbunden8. Diese Belastung war sowohl eine Folge der Eindämmungsmassnahmen wie auch eine Folge der Pandemie selber. Der Anteil Menschen mit psychischen Problemen war im letzten Herbst besonders hoch in den Regionen der Schweiz mit einer hohen Inzidenz (link). Tiefere Fallzahlen tragen deshalb bei zum Schutz der psychischen Gesundheit. Eine erfolgreiche Eindämmung erlaubt auch, die Schulen und Ausbildungsstätten weiterhin offen zu halten, was neben dem Zugang zu Bildung auch die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen unterstützt.
Eine erfolgreiche Eindämmung reduziert wirtschaftliche Risiken. Wenn sich die epidemiologische Situation in der Schweiz deutlich verschlechtert und dadurch starke zusätzliche Eindämmungsmasssnahmen eingeführt werden müssen (wie das in anderen Europäischen Ländern im Moment der Fall ist), dann kann das zu einer deutlichen Reduktion des Bruttoinlandprodukts führen. Ein von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Z analysiertes Szenario zum Beispiel schätzt den möglichen Wertschöpfungsverlust in einem solchen Fall auf über 2 Mrd. CHF 9. Diese Risiken werden reduziert, wenn eine weitere Ausbreitung verhindert werden kann.
Die Aussicht auf die baldige starke Verbesserung der Situation durch die laufende Impfkampagne macht all die Anstrengungen zur erfolgreichen und fortlaufenden Eindämmung der Epidemie in der Schweiz noch lohnenswerter, sowohl aus der Sicht von einzelnen Menschen wie auch aus gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Perspektive.
2. Epidemiologische Situation
2.1. Übersicht
In der Schweiz zirkulieren verschiedene Stämme von SARS-CoV-2 unter welchen B.1.1.7 dominiert. Die allgemeinen epidemiologischen Parameter – Fallzahlen, Hospitalisationen, Intensivstation-Belegung, Todesfälle – geben eine Gesamtsicht, ohne zwischen einzelnen Stämmen zu unterscheiden. Insgesamt deuten all diese Indikatoren auf einen Anstieg der Epidemie in den letzten Wochen hin, welcher sich möglicherweise in den letzten Tagen verlangsamt hat. Eine genaue Quantifizierung ist momentan jedoch schwierig durch das veränderte Testverhalten über Ostern, mögliche Nachmeldungen von Hospitalisationen, und der fortschreitenden Impfungen v.a. in der Altersgruppe 75+. Auch spiegeln die momentanen Zahlen noch nicht die Transmissionsdynamik über Ostern wieder – diese wird erst in ca. 2 Wochen in den Daten sichtbar. Eine steigende Epidemie wird bei teils strengeren Massnahmen im benachbarten Ausland beobachtet.
2.2. Dynamik
Der 7-Tageschnitt der schweizweiten Reproduktionszahl ist bei 1.04 (0.92 – 1.15); dies reflektiert das Infektionsgeschehen vom 20.03.-26.03.2021. Ein Trend zu dieser Dynamik kann in allen Grossregionen der Schweiz beobachtet werden10.
Tagesbasierte Schätzungen der effektiven Reproduktionszahl Re für die Schweiz betragen11:
- 1,03 (95% Unsicherheitsintervall, UI: 0,91-1,14) aufgrund der bestätigten Fälle, per 26.03.2021.
- 0,97 (95% UI: 0,81-1,13) aufgrund der Hospitalisationen, per 22.03.2021. Zum Vergleich aufgrund der bestätigten Fälle wird Re für den selben Tag auf 1,05 (95% UI: 0,93-1,17) geschätzt.
- 1,08 (95% UI: 0,7-1,55) aufgrund der Todesfälle, per 15.03.2021. Zum Vergleich aufgrund der Hospitalisationen wird Re für den selben Tag auf 1,02 (95% UI: 0,87-1,18) geschätzt. Aufgrund der bestätigten Fälle wird Re für den selben Tag auf 1,14 (95% UI: 1,03-1,24) geschätzt.
Wegen Meldeverzögerungen und Fluktuationen in den Daten könnten die Schätzwerte nachkorrigiert werden. Wir weisen darauf hin dass die Re Werte das Infektionsgeschehen vor mind. 10 Tagen (für Fallzahlen) bis 23 Tage (für Todesfälle) widerspiegelt aufgrund der Verzögerung von Infektion und Eintreten eines Ereignisses.
Parallel bestimmen wir die Verdopplungs- bzw. Halbwertszeiten der bestätigten Fälle, Hospitalisationen und Todesfälle über die letzten 14 Tage12. Die bestätigten Fälle änderten sich um 2% (UI: 21% bis -14%) pro Woche, die Hospitalisationen um -3% (UI: 16% bis -18%) und die Todesfälle um 24% (UI: 74% bis -12%). Diese Werte spiegeln das Infektionsgeschehen vor mehreren Wochen wider.
2.3. Absolute Zahlen
Die kumulierte Anzahl der bestätigten Fälle über die letzten 14 Tage liegt bei 285 pro 100’000 Einwohner. Die Positivität liegt bei 5,6% (Stand 03.04.2021, das ist der letzte Tag für welchen nur noch wenige Nachmeldungen erwartet werden).
Die Anzahl der COVID-19-Patienten auf Intensivstationen lag über die letzten 14 Tage im Bereich von 166-188 13 Personen (die Änderung war 2% (UI: 10% bis -6%) pro Woche).
Die Zahl der täglichen laborbestätigten Todesfälle über die letzten 14 Tage war zwischen 4 und 1214. Seit dem 1. Oktober 2020 weist das Bundesamt für Gesundheit 7’924 laborbestätigte Todesfälle aus15. Die Kantone meldeten in dieser Zeit 8’448 Todesfälle16. Die Sterblichkeitsstatistik vom Bundesamt für Statistik zeigt zwischen Kalenderwoche 43 im Jahr 2020 und Kalenderwoche 3 im Jahr 2021 eine Übersterblichkeit in der Altersgruppe 65 Jahre und älter17. Insgesamt sind rund 8’400 zusätzliche Todesfälle in diesem Zeitraum im Vergleich zu Vorjahren verzeichnet.
2.4. Altersspezifische Analyse
Die Verhältnisse zwischen bestätigten Fällen, Hospitalisierungen, Intensivbettenbelegung und Todesfälle werden sich in der kommenden Zeit ändern. Bislang waren diese Verhältnisse weitgehend konstant, und Änderungen in der Anzahl bestätigter Fälle führten mit einer Zeitverzögerung zu entsprechenden Änderungen in Hospitalisationen und bei den Todesfällen. Drei Gründe führen dazu, dass sich in der kommenden Zeit diese Verhältnisse ändern werden. Auf der einen Seite erwartet man, dass mit zunehmender Impfung der Risikogruppen ein kleinerer Anteil der insgesamt positiv getesteten schwer erkrankt und hospitalisiert werden muss oder verstirbt. Die neue Teststrategie hat zudem das Ziel, vermehrt insbesondere asymptomatische Infektionen zu identifizieren. Auf der anderen Seite ist im Verlauf der letzten drei Monate die Variante B.1.1.7 dominant geworden in der Schweiz, und diese Variante kann zu schwereren Krankheitsverläufen bzw. erhöhtem Sterberisiko führen18 .
Um die momentane Dynamik besser zu verstehen analysieren wir die Dynamik in der am meisten geimpften Personen-Gruppe (75+) gegenüber den anderen Bevölkerungsgruppen. In der Gruppe 75+ gingen die Fallzahlen seit Anfang März zurück, während diese in allen anderen Bevölkerungsgruppen gestiegen sind. Entsprechend sind auch die Zahl der neuen Hospitalisierungen in der Gruppe 75+ seit Anfang März gesunken (Abbildung 1). In den Altersgruppen 35-44, 45-54, 55-64 und 65-74 sind die Hospitalisierungen im März dagegen tendenziell gestiegen (Abbildung 1). Während die Altersgruppe 75+ in der 2. Welle rund 50% der Hospitalisierungen ausgemacht hat, sind es inzwischen noch rund 25%. Dagegen sind die Hospitalisierungen bei den unter 65-jährigen von unter 30% in der 2. Welle auf nun über 50% gestiegen (Abbildung 2; fortlaufend aktualisierte Abbildungen können hier abgerufen werden und (Dashboard, Time Series). Zusammenfassend hat sich der Anteil der Hospitalisierungen der 75+ Altersgruppe seit Start der Impfkampagne halbiert. Jedoch ist die Impfkampagne zu wenig fortgeschritten um das Wachstum im März an neuen Fällen Hospitalisierungen abzuwenden. Insbesondere in der mobilen, noch nicht geimpften Bevölkerung war der Trend im März ansteigend.
Abbildung 1. Gesamtzahl der Hospitalisierungen pro Altersgruppe (14-Tage Glättung).
Abbildung 2. Anteil der Hospitalisierungen der verschiedenen Altersgruppen (14-Tage Glättung).
Um die Veränderungen der Hospitalisierungen und Todesfällen im Vergleich zu den Fallzahlen mit dem Fortschreiten der Impfungen in Relation zu setzen sind dringend nach Alter aufgeschlüsselte Daten zur Anzahl doppelt bzw einfach geimpfter Personen aus der ganzen Schweiz erforderlich.
Generell erwartet man, dass die Hospitalisierungen in den nicht geimpften Bevölkerungsgruppen bei steigenden Fallzahlen zunehmen werden. Das Risiko einer Hospitalisierung oder eines Todesfalls bei bestätigter Infektion mit SARS-CoV-2 aufgeschlüsselt nach Altersgruppe kann hier (Dashboard, Time Series) betrachtet werden, basierend auf Daten aus der Schweiz. Die seit März in der Schweiz dominierende Variante B.1.1.7 scheint im Vergleich zu den bis dahin bekannten Varianten ein ca 50% erhöhtes Risiko einer Hospitalisierung oder eines Todesfalls zu haben19 zusätzlich zu einer Erhöhung der Übertragungsrate von ca. 50% 20. Daher werden die Wahrscheinlichkeiten einer Hospitalisierung oder eines Todesfalls bei bestätigter Infektion mit SARS-CoV-2 in den nächsten Wochen ansteigen, ausser wenn wir durch mehr Testen der asymptomatischen Personen die Anzahl Personen mit bestätigten Infektionen, aber ohne Symptome, erhöhen.
3. “Variants of concern”
SARS-CoV-2 mutiert seit Beginn der Pandemie stetig und akkumuliert im Durschnitt etwa 2 Mutationen pro Monat. Bis zum letzten Herbst haben diese Mutationen (mit Ausnahme der D614G-Mutation im Spike-Protein) nicht zu grösseren Änderungen geführt in der Übertragungsrate, dem Krankheitsverlauf oder der Reaktion des Immunsystems. Ende letzten Jahres wurden jedoch mehrere Varianten gemeldet, die eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Mutationen aufwiesen, die markante Aminosäuren im Spike-Protein verändern. Diese werden in der Pango-Nomenklatur (link) B.1.1.7, B.1.351 und P.1 genannt und wurden erstmals in Grossbritannien, Südafrika bzw. Brasilien gemeldet.
Diese drei Varianten (B.1.1.7, B.1.351, P.1) haben die ursprünglichen SARS-CoV-2 Stämme in den Ländern ersetzt, in denen sie zuerst beobachtet wurden, und haben sich seitdem international verbreitet. B.1.1.7 ist jetzt die dominante Variante in den meisten Ländern Kontinentaleuropas inkl. der Schweiz, während B.1.351 in mehreren europäischen Ländern (vor allem in Österreich, Belgien und der Türkei) in signifikanter Häufigkeit zirkuliert. P.1 wurde eher sporadisch in ganz Europa beobachtet, zirkuliert aber lokal (Belgien und Italien). In der Schweiz sehen wir B.1.351 und P.1 durch genetischen Sequenzierung momentan jeweils in knapp 1% aller Proben.
B.1.1.7, B.1.351 und P.1 haben einen Übertragungsvorteil im Vergleich mit den SARS-CoV-2 Stämmen, die letztes Jahr dominant waren. Der Übertragungsvorteil von B.1.1.7 wird auf 40 bis 90 % geschätzt (Davies et al.), was mit Beobachtungen in der Schweiz und anderen Ländern übereinstimmt 21, 22. Der Übertragungsvorteil von B.1.351 und P.1 ist weniger gut charakterisiert, aber neuere Studien legen nahe, dass ihr Übertragungsvorteil ähnlich hoch ist wie der von B.1.1.7 23, 24.Welche Umstände die Entstehung der B.1.351 und P.1 Varianten begünstigt haben, bleibt unklar. Plausible Erklärungen sind persistierende Infektionen von immungeschwächten Wirten und hohe Verbreitungsraten in Populationen mit bereits hoher Seroprävalenz.
Während der Übertragungsvorteil von B.1.1.7 in erster Linie aus der intrinsisch erhöhten Übertragung zu resultieren scheint (längere Dauer oder höhere Infektiosität, höhere Anfälligkeit der Wirtszellen), wurde für B.1.351 und P.1 eine signifikante Immunevasion gefunden 25, 26, 27 . Plasma von Personen, welche sich von einer Infektion mit den bislang dominanten Virusstämmen erholt haben, weist mehr als 10-fach niedrigere Neutralisationstiter gegen B.1.351 und P.1 auf als gegen die ursprünglich zirkulierende Virusstämme25, 26. Es ist wahrscheinlich, dass dies eine Reinfektion mit B.1.351 oder P.1 begünstigt.
Serum von geimpften Personen, die mRNA Impfstoffe erhalten haben, zeigen ebenfalls reduzierte Neutralisationstiter gegen B.1.351 und P.1, aber die Titer bleiben im Allgemeinen hoch und es wird erwartet, dass der Schutz bestehen bleibt 27, 28. Im Hinblick auf zukünftige Impfstoff-Updates ist es ermutigend, dass Rekonvaleszentenserum von Menschen, die mit B.1.351 infiziert waren, sowohl das Virus der ersten Welle als auch P.1 effizient neutralisiert29 . Es ist noch nicht klar, inwieweit B.1.351 und P.1 häufiger Sekundärinfektionen bei Rekonvaleszenten nach Primärinfektionen mit B.1.1.7 respektive Durchbruchsinfektionen nach RNA-Impfung verursachen.
Die Sequenzierung aller Virusisolate, welche von Personen mit Sekundär- oder Durchbruchsinfektionen stammen, ist essentiell um den Einfluss der oben genannten oder neuen Varianten auf das Infektionsgeschehen abzuschätzen und entsprechend vorausschauend agieren zu können.
Es ist wichtig, im Auge zu behalten, dass die drei VoCs, die Schlagzeilen machen, keineswegs die einzigen stark mutierten viralen Varianten sind, die auftauchen. Viele ähnlich besorgniserregende Varianten wurden in den letzten Wochen gemeldet, oft aus Regionen, in denen es keine gute genomische Überwachung gibt30. Dies unterstreicht, dass der Fokus nicht nur auf Regionen liegen kann, in denen VoCs bekannt sind. Um das Risiko vieler Einschleppungen und der lokalen Verbreitung neuer Varianten zu minimieren, bietet es sich an, negative Tests und Einreisequarantäne auch konsequent einzusetzen für alle Regionen, in denen keine systematische genetische Überwachung stattfindet.
4. Long COVID
Dieses Kapitel basiert auf einer systematischen Review, die von Milo Puhan (Universität Zürich) zusammen mit anderen Mitgliedern der Swiss School of Public Health (SSPH+) derzeit in Vorbereitung ist.
Neben den akuten Folgen von COVID-19 rücken zunehmend auch die langfristigen gesundheitlichen Folgen von SARS-CoV-2 Infektionen in den Fokus31. Die Kenntnisse über diese neuartigen Syndrome wachsen. Die Häufigkeit und die Ausprägungen von solch langfristigen Folgen zu verstehen ist wichtig aus mehreren Gründen: um gesundheitliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen von SARS-CoV-2-Epidemie besser abschätzen zu können, und auch um auf die Bedürfnisse von Betroffenen zu reagieren und diese unterstützen zu können.
Mehrere Übersichtsartikel fassen den aktuellen Stand der Kenntnisse über postakute und langfristige SARS-CoV2-Folgeschäden zusammen. Bislang gibt es keinen allgemein akzeptierten Begriff oder eine Definition für solche Folgeschäden. Ein häufig verwendeter Begriff ist «Long COVID». Eine breite Definition beschreibt Long COVID als „Nicht-Erholung für mehrere Wochen oder Monate nach Beginn der Symptome, die auf COVID-19 hindeuten, unabhängig von früheren COVID-19-Tests“. In dieser breiten Definition werden also klinisch bestätigte wie auch vermutete Fälle miteinbezogen. Andere Definitionen beziehen sich auf das Vorhandensein mindestens eines Symptoms, eines Symptomkomplexes oder darauf, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt nach der Infektion keine Erholung eingetreten ist.
Verschiedene Studien kommen zu sehr unterschiedlichen Schätzungen der Häufigkeit von Long COVID. Diese Variation kommt zustande durch Unterschiede in den Methoden der Primärstudien, den Rekrutierungsmethoden (z. B. Krankenhaus, ambulant, Selbstselektion), der Nachbeobachtungszeiträume und der verwendeten Definition von Long COVID. Für ursprünglich hospitalisierte Patienten reichen die Prävalenzschätzungen von 51-89% in den ersten drei Monaten nach der Infektion und zwischen 47-76% nach drei Monaten. Bei Studien mit initial ambulant oder ambulant-stationär behandelten Patienten reichen die Prävalenzschätzungen von 13-36% in den ersten drei Monaten nach der Infektion und zwischen 3-53% nach drei Monaten. Diese Schätzungen sind aus mehreren Gründen mit Vorsicht zu betrachten. Erstens wird die Prävalenz bestimmter Symptome selten in Relation zu ihrer Prävalenz bei Personen ohne SARS-CoV-2-Infektion vor oder während der Pandemie gesetzt. Zweitens beruhen die meisten gemeldeten Schätzungen derzeit hauptsächlich nicht auf zufällig ausgewählten, bevölkerungsbasierten Stichproben. Drittens sind bestimmte Bevölkerungsuntergruppen, wie z. B. ältere Menschen oder Kinder, nach wie vor unterrepräsentiert. Und schließlich beruhen die meisten Schätzungen auf Stichproben, die in der ersten Hälfte des Jahres 2020 rekrutiert wurden.
In den Studien, die in die Übersichtsarbeiten einbezogen wurden, wurden mehr als 50 Symptome beschrieben. Zu den am häufigsten genannten Symptomen gehören Müdigkeit, gefolgt von Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Geruchs- und Geschmacksstörungen, kognitiven Beeinträchtigungen, Schlaf- und Angststörungen. Bei einigen Betroffenen treten ausschließlich Müdigkeit oder Beschwerden der oberen Atemwege auf, während bei anderen Symptome auftreten, die unterschiedliche Teile des Körpers betreffen. Einige Studien berichten auch über eine Erkrankung in denen sich Phasen der Besserung mit Schüben abwechseln, die auch als „Corona-Coaster“ beschrieben wird. Die Evidenz für Long-COVID bei Kindern ist nach wie vor spärlich, jedoch gibt es Hinweise auf die Entwicklung eines multisystemischen Entzündungssyndroms sowie auf eine Reihe von Symptomen, die auch bei Erwachsenen häufig auftreten. Die meisten vorhandenen Übersichtsartikel klassifizierten den Krankheits- und Symptomschweregrad nicht anhand von Indikatoren wie der Anzahl der Arztbesuche oder der Arbeitsunfähigkeit.
Die Qualität der aktuellen Daten bietet noch keine solide Grundlage für eine sichere Identifizierung von Risikofaktoren. Einige der Reviews deuten darauf hin, dass Geschlecht (weiblich), höheres Alter, Komorbiditäten, Schweregrad der akuten Erkrankung und Fettleibigkeit mit Long COVID assoziiert sind. Der einzige beschriebene möglicherweise protektive Faktor ist körperliche Aktivität.
Die derzeitige, aktuell noch begrenzte, Evidenz gibt einen Einblick in soziale und wirtschaftliche Auswirkungen von Long COVID. Ein beträchtlicher Anteil der Personen nach einer COVID-19 Erkrankung berichtet über Funktionseinschränkungen, die oft eine Änderung des Lebensstils erfordern, ein eingeschränktes soziales Leben, Auswirkungen auf das Familienleben und eine eingeschränkte Fähigkeit, für andere zu sorgen. Einige Studien deuten darauf hin, dass Long COVID das Arbeitsleben negativ beeinflussen kann und zu entsprechenden finanziellen Schwierigkeiten führt. Die Schätzungen für den Anteil der Personen, die nicht, oder nicht vollständig, in das Berufsleben zurückkehren können oder mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert sind, variieren jedoch stark und erfordern mehr kontextspezifische Forschung, auch für die Schweiz. Die breiteren wirtschaftlichen Auswirkungen von Long COVID sind noch unklar.
Eine Reihe von Ländern hat auf die medizinischen und sozialen Bedürfnisse von Personen mit Long COVID reagiert. In Grossbritannien32 wurden multidisziplinären Long-Covid-Kliniken erstellt, eine Online-Plattform für Informationen und Anleitungen zum Selbstmanagement sowie Betreuungsangebote und Fernbetreuung von Personen, die gefährdet sind oder Long-Covid haben.
Insgesamt legt die aktuelle Evidenz nahe, dass Long Covid von erheblicher Public-Health-Relevanz ist. Die aktuelle Literatur liefert aber ein noch lückenhaftes Bild und die Erkenntnisse sollten daher nur als vorläufig betrachtet werden. Es bestehen noch grosse Wissenslücken, insbesondere zu Prävalenz, Risikofaktoren, Schutzfaktoren und den sozioökonomischen Auswirkungen von Long COVID. Zukünftige Studien sollten idealerweise ganzheitlich sein und die breiteren medizinischen, Public-Health- und sozioökonomischen Dimensionen von Long COVID einschliessen, um als Entscheidungsgrundlage für gesundheitliche und politische Massnahmen zu dienen.
5. Sozioökonomische Risikostratifizierung
Die Pandemie und die Massnahmen haben sozial diversifizierte Auswirkungen. Auch ohne Unterschiede in der Einhaltung der Schutzmassnahmen, sind manche Menschen stärker gefährdet als andere, sich mit SARS-COV-2 anzustecken33. Folgende Beispiele zeigen dies auf:
- Cluster von SARS-CoV-2-Infektionen bleiben in sozioökonomisch benachteiligten Stadtteilen länger bestehen34.
- Das Risiko, mit COVID19 zu erkranken, variiert mit der jeweiligen beruflichen Aktivität. Menschen mit einem tieferen Bildungsabschluss und niedrigeren Einkommen haben unter anderem auch weniger oft die Möglichkeit, sich durch Homeoffice zu schützen (COVID-19 Social Monitor35). Daher ist eine konsequente Umsetzung von Schutzmassnahmen an Arbeitsplätzen von besonderer Wichtigkeit.
- Personen mit tieferen Einkommen erleiden gleichzeitig während der Pandemie mehr wirtschaftliche Einbussen36, und haben mehr Angst vor Stellenverlust (COVID-19 Social Monitor 37).
- Gruppen mit höheren Einkommen weisen gleichzeitig aktuell eine höhere Impfbereitschaft auf 38.
- Die Auswirkungen der Pandemie und der Massnahmen variieren auch nach Altersgruppe. Junge und alte Menschen sind für Aktivitäten, die ihren Altersgruppen wichtig sind, auf die Anwendung spezifischer Schutzkonzepte angewiesen, wie sie zum Beispiel für unterschiedliche wirtschaftliche Aktivitäten ausgearbeitet und umgesetzt wurden. Die Verlängerung einer Situation, wo dies nicht oder nur wenig der Fall ist, kann zu Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen den Generationen führen, und die Generationengerechtigkeit gefährden, wie die Nationale Ethikkommission hervorhebt39.
Mehr Informationen dazu sind im Wissenschaftlichen Update vom 24.03.21 40 zu finden.
6. Neue Policy Briefs der ncs-tf
Die wirtschaftlichen Vorteile einer beschleunigten Impfkampagne41
Die Beschleunigung der Durchimpfung hat sehr positive gesamtwirtschaftliche Auswirkungen. Jeder Tag, an dem die Durchimpfung rascher erreicht wird, bringt der Schweiz in einer konservativen Schätzung einen Wertschöpfungsgewinn von 25 Millionen Franken. Gemäss epidemiologischen Szenarienrechnungen würde ein Einbezug der geringeren Fallzahlen in eine Gesamtbetrachtung den gesellschaftlichen Wert sogar ungefähr verdoppeln. Auch scheinbar kostspielige Massnahmen zur Beschleunigung der Impfkampagne können deshalb ein gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis haben.
Den Schutz der Arbeitnehmenden gewährleisten42
Arbeitgebende sind von Gesetzes wegen zum Schutz der Gesundheit ihrer Mitarbeitenden verpflichtet. Sie müssen insbesondere Schutzkonzepte gegen COVID-19 erstellen, diese umsetzen und für ihre Einhaltung sorgen. Arbeitnehmende können Verstösse melden, tun dies jedoch auf die Gefahr hin, entlassen zu werden. Eine Analyse der Rechtslage führt uns zu fünf Empfehlungen.
Referenzen
[10] https://sciencetaskforce.ch/reproduktionszahl/ und https://ibz-shiny.ethz.ch/covid-19-re-international/: Die Schätzungen von Re über die letzten Tage können leichten Schwankungen unterliegen. Diese Schwankungen treten insbesondere in kleinen Regionen, bei sich ändernder Dynamik und bei niederen Fallzahlen auf.
[12] https://ibz-shiny.ethz.ch/covidDashboard/trends: Aufgrund von Melderverzögerungen werden die letzten 3 respektive 5 Tage für bestätigte Fälle und Hospitalisationen/Todesfälle nicht berücksichtigt.
[31] https://www.google.com/url?q=https://www.ons.gov.uk/peoplepopulationandcommunity/healthandsocialcare/conditionsanddiseases/bulletins/prevalenceofongoingsymptomsfollowingcoronaviruscovid19infectionintheuk/1april2021&sa=D&source=editors&ust=1617724790127000&usg=AOvVaw3g0vb82Ke7pgjx0pgXDvSL