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Datum/Zeit:
Datum - 02/07/2020
19:30 - 21:00
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Das menschliche Leben ist nicht immer vergnüglich. Häufig ist es anstrengend, mühsam und entbehrungsreich, weil wir weit entfernte Ziel erreichen wollen und nicht selten auf Widerstände treffen. Und manchmal ist es auch leidvoll.
Ist es daher angebracht, das Leben als einen langen Kampf zu interpretieren und sich dementsprechend auch innerlich darauf einzustellen und sein Handeln danach zu richten? Beispielsweise indem man sich darin übt, mit Niederlagen umzugehen und aus antagonistischen Auseinandersetzungen siegreich hervorzugehen? Um dies zu entscheiden, müssen wir eine Reihe weiterer Fragen beantworten.
Zunächst wäre zu klären, was wir denn unter Kampf verstehen wollen?
Des weiteren lässt sich die Fragen in zweifacher Hinsicht untersuchen:
1.) Deskriptiv: Handelt es sich dabei um einen feststellbaren Sachverhalt zur menschlichen Existenz? Weisen die elementaren Bedingungen unserer Existenz Merkmale eines Kampfes auf?
2.) Ethisch-normativ: Gehört der Kampf zu einem guten Leben dazu? Könnte es zwar sein, dass man ein Leben führt, das man nicht als Kampf interpretieren müsste, würde man dann jedoch hinter dem Anspruch eines guten Lebens zurück bleiben? (D.h. würde das Vermeiden des Kämpfens der Qualität des Lebens Abbruch tun?). Letzteres setzt natürlich eine gemeinsam geteilte Auffassung des guten Lebens voraus.
Zu guter Letzt liesse sich die alternative Frage stellen, was anstelle des Kampfes eine bessere Metapher zur Interpretation unseres Daseins darstellen würde. Eine mögliche, stark kontrastierende Alternative wäre z.B. das Spiel.