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|Beitragstitel||Evaluation der Sicherheit von Adrenalin in der endoskopischen Ohrchirurgie|
|Beitragscode||O21|
|Autor:innen|
|Präsentationsform||Vortrag|
|Themengebiete||

|Abstract-Text||
Ziele: Das Kontrollieren von Blutungen während exklusiver endoskopischer Ohrchirurgie (EES) ist zum grossen Teil von der Verwendung von Adrenalin abhängig. Trotzdem ist die Zweckmässigkeit sowie Sicherheit des Adrenalingebrauchs diesbezüglich bis jetzt nicht untersucht worden. Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Bewertung des Sicherheitsprofils der topischen Applikation und/oder lokalen Infiltration von verdünntem Adrenalin während EES hinsichtlich der intra- und postoperativen Phase. Wir gehen davon aus, dass Adrenalin während EES sicher eingesetzt werden kann.

Material und Methoden: Retrospektive Analyse der Patientenakten sowie Videoaufzeichnungen von 90 Fällen.
Resultate: Adrenalin wurde zur lokalen Hämostase wie folgt verwendet: Injektion von verdünntem Adrenalin (1:200.000): Mittelwert 1.2 mL (0-3,5 mL) entsprechend 0.006 mg (0-0,018 mg) und topische Applikation von verdünntem Adrenalin (1:1000) in Form von 7 Tupfern (0-18 Tupfer) entsprechend einem Mittelwert von 0,56 mg (0-1.44 mg).
Es konnten keine wesentlichen kardiovaskulären Nebenwirkungen festgestellt werden. Nur 2 komplikationslose intraoperative hypertensive Entgleisungen wurden dokumentiert. Ein Fall einer sensineuralen Hörminderung im Rahmen eines Cholesteatoms, das den Steigbügel involvierte, wurde dokumentiert; keine Fazialisparese konnte beobachtet werden.
Schlussfolgerung: Die kombinierte Verwendung von lokal injiziertem und topisch appliziertem Adrenalin ist eine sichere und wirksame Strategie zur Kontrolle von Blutungen in EES, vorausgesetzt sie wird im Rahmen der hier beschriebenen Verdünnung und Menge eingesetzt.