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Hirono-Machi liegt 20 km südlich vom AKW Fukushima I, knapp ausserhalb der Evakuierungszone. Nach dem Atomunfall wurden alle Einwohner dieser Gemeinde evakuiert, die Zahlung des Schadenersatzes für seelische Schmerzen wurde danach August 2012 mit der Aufhebung der Notfall-Planungsgebiete von 20 – 30 km auch beendet.
Die Einwohner der Nachbargemeinde Naraha-Machi, die nördlich von Hirono-Machi und teilweise in der Evakuierungszone liegt, erhalten hingegen weiter einen Schadenersatz bis März 2018 sowie eine Teilentschädigung für ihren Besitz von Tepco. Gemäss Kahoku Shinpo, einer Lokalzeitung von Fukushima, bedauert ein Gemeindeangestellter von Hirono, dass die Linie „20 km vom AKW“ die beiden Gemeinden, die zueinander eine enge Beziehung haben und sich unter ähnlichen Umständen befinden, auseinandergetrennt hat.
Satoru Endo, der Bürgermeister von Hirono, hat vergeblich versucht, eine gründliche Entschädigungsforderung bei Tepco geltend zu machen. Nun gibt er auf und möchte allen Einwohnern monatlich einen bestimmten Betrag aus der Ausgleichskasse der Gemeinde auszahlen, damit sie finanzielle Unterstützung erhalten und hoffentlich mehr Menschen in ihre Heimat zurückkehren. Bereits zurückgekommen sind bis heute rund 2’700, etwas mehr als die Hälfte.
Hirono ist heute eine Basis an der Front für die Arbeit im AKW und die Dekontaminierungsarbeit geworden. In der Stadt sind ärgerliche Stimmen zu hören: „Warum muss Hirono sich aufopfern?“ „Wir tragen zum Wiederaufbau bei, warum ist der Entschädigungsbetrag dennoch so unterschiedlich?“ „Es ist nicht logisch, dass die Entschädigung anstatt von Tepco mit dem Steuer bezahlt wird.“