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Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 2: «Black Christmas» (2006)
Statt Baumschokolade gibt es heute ausgestochene Augen. 2006 wurde der Slasher-Klassiker «Black Christmas» unter der Regie des Final-Destination-Co-Autors Glen Morgan neu interpretiert.
Genre: Horror/Slasher
Laufzeit: 84 Min.
Jahr: 2006 (USA/Kanada)
Regie: Glen Morgan
Cast: Katie Cassidy, Michelle Trachtenberg, Mary Elizabeth Winstead , Lacey Chabert
Weshalb Black Christmas?
Auf Weihnachten diesen Jahres wurde mit der Blumhouse-Produktion Black Christmas bereits das zweite Remake dieses Stoffes angekündigt. Auch wenn dieses nicht in den Schweizer Kinos zu sehen sein wird, wollte ich mir diesen ersten Remake-Versuch nicht entgehen lassen.
Worum geht's?
Das Haus, in dem der kranke Billy in den 70er Jahren aufgewachsen ist und eine Kindheit voller Missbrauch und Demütigung erleben musste (worauf er seine Mutter und ihren Liebhaber umgebracht hat und in die Irrenanstalt gesteckt wurde) ist heute ein Sorority-Haus. Als eine der Bewohnerinnen von einer verhüllten Gestalt brutal ermordet wird, ahnen ihre Freundinnen das Schlimmste: Billy ist dahin zurückgekommen, wo der Horror angefangen hat.
Wie war's?
Was heute die Produktionsfirma Blumhouse ist, war in den 90ern und frühen 00ern die Miramax-Tochterfirma «Dimension Films». Nach dem Grosserfolg von Scream folgten unter diesem Banner viele weiter günstig produzierte Genre-Vertreter unterschiedlichster Qualität. Das Remake des Slasher-Prototyps Black Christmas von 1974 - 4 Jahre vor Halloween! - ist eine absurde Mischung aus Slasher und Giallo die zum Haare raufen debil ist. Die Bildsprache erinnert mit ihren grellen Farben und desorientierenden Close-ups an den Stil des Regisseurs Dario Argento und an die Brutalität der französischen «Pfui-Filme» der letzten zehn Jahre. Ein Killer mit gelber Haut, der mit einer Backform die Leiche seiner Mutter zu Keksen ausstanzt und nach dem Backen im Ofen genüsslich mit einem Glas Milch verspeist, ist so daneben, wie es tönt. Gerade deshalb gehört der Film in die Kategorie «schlecht aber interessant». Die austauschbaren Protagonistinnen sind kaum voneinander zu unterscheiden und eine Beziehung zu ihnen kann nie aufgebaut werden. Sie sind lediglich da, um von Schlittschuhen, Eiszapfen oder anderem Gerät abgemurkst zu werden. So geht jegliche Spannung flöten und macht einer allgemeinen Verwirrung Platz. Ein richtiger Murks, der dank seinen kranken Ideen und lachhaften Elementen dennoch in Erinnerung bleibt.
Die nackten Zahlen
Filmbewertung: 2/6
Weihnachtsfaktor: 5/6