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Di, 6. Oktober 2020, Ralf Hersel
Wer nicht gleich auf einen echten Tiling-Windowmanager wechseln möchte, aber trotzdem ab und zu eine bequeme Fenster-Kachelung braucht, dem empfehle ich die Gnome Shell Extension Keypad Tiling. Voraussetzung dafür ist das Vorhandensein eines numerischen Tastenblock, ansonsten macht diese Erweiterung wenig Sinn.
Das Konzept der Erweiterung ist denkbar einfach und sehr intuitiv. Über das Keypad kann das aktive Fenster so auf dem Bildschirm verteilt werden, wie die Tasten auf dem Keypad angeordnet sind. Zum Beispiel verschiebt die Tastenkombination SUPER+6 das Fenster an den rechten Rand, SUPER+7 in die linke obere Ecke, usw. Die Kombination SUPER+5 wechselt zwischen Vollbild- und dem Normal-Modus, während SUPER+/ immer in den Vollbild-Modus schaltet. Mehr gibt es eigentlich nicht zu wissen.
Keypad Tiling bietet jedoch noch einen weiteren Modus (tiling with window completion), der mit der Tastenkombination SUPER+ALT+Nummer bedient wird. Dabei wird nicht nur das aktive Fenster gekachelt, sondern in einem zweiten Schritt kann man auswählen, welches andere Fenster in den freien Bereich verschoben werden soll. Dazu wird eine kleine Fensterübersicht eingeblendet, in der man das 'zweite' Fenster wählt.
Zur Erinnerung weise ich darauf hin, dass die Gnome-Shell selbst ein rudimentäres Tiling bietet. Mit SUPER+Pfeil(rechts/links) steht ein vertikales Tiling zur Verfügung. Eine Anordnung des 'zweiten' Fensters, oder gar aller übrigen Fenster (dynamisches Tiling), gibt es dabei nicht.