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Karate ist eine auf Okinawa entstandene Kampfkunst, die eine Vielzahl von Stilen mehrerer Schulen umfasst. Durch das Studium in den beiden größten Karateschulen des Archipels entwickelte Meister Gichin Funakoshi einen ganz neuen Stil, den er später in Japan lehrte: Shotokan.
Shotokan Karate ist nicht nur eine Kampfkunst, sondern legt Wert auf Werte wie Loyalität, Selbstvertrauen, Respekt und Höflichkeit. Diese Werte werden anhand der fünf von Meister Funakoshi festgelegten Prinzipien veranschaulicht:
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Jeder muss nach Perfektion streben.
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Jeder muss loyal sein und den Weg der Wahrheit beschützen.
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Jeder muss sein Bestes geben.
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Jeder muss die anderen respektieren.
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Jeder muss sich von jeglicher Form von Gewalt distanzieren.
Karate ermöglicht es dir, körperlich und geistig zu wachsen.
Meister Ohshima
Die Internationalisierung des Shotokan-Stils
Meister Ohshima wurde am 6. August 1930 geboren. Er begann im Alter von fünf Jahren, Sumo zu lernen. Dann praktizierte er Kendo und Judo. Als Student an der Universität Waseda begann er 1948 mit dem Karateunterricht bei Master Funakoshi. 1955 zog er in die Vereinigten Staaten, wo er im folgenden Jahr die Organisation “Shotokan Karate of America” gründete. Es ist die älteste Karate-Organisation der Vereinigten Staaten. Als Shihan leitet Meister Ohshima auch heute noch viele Karate-Organisationen auf der ganzen Welt.
« Setze deine mentale Einstellung ein, um dem Gegner gegenüberzutreten und seine Absichten zu verstehen. » Tsutomu Ohshima
Das Zentrum der von ihm gegründeten internationalen Shotokan Karate-Organisation befindet sich im zentralen Dojo von Santa Barbara, Kalifornien.
Bernard Cherix
Die Umsetzung des Shotokan-Stils in der Schweiz
Bernard Cherix (6. Juli 1927 – 17. Dezember 2009) war der Vorläufer des Karate in der Schweiz. Nachdem er von verschiedenen Experten Wrestling, Judo, Aikido und Jiu Jitsu gelernt hatte, entdeckte er schließlich das Karate in Paris. Bernard Cherix hat verschiedene Techniken kombiniert, um eine einzigartige und besonders effektive Methode der Selbstverteidigung zu schaffen. Die Prinzipien davon dokumentiert er in seinem 2008 erschienenen Buch “Karate und Selbstverteidigung”.
« Ein Karateka muss sich genau überlegen, was ihm dieser ungewöhnliche Weg des Kampfsports bringen kann: sehr wenig, wenn es sein Ziel ist, andere zu dominieren oder zu beeindrucken, aber sehr viel, wenn er versucht, anderen durch seine Selbstbeherrschung und Hingabe nützlich zu sein, indem er freundlich und respektvoll ist. » Bernard Cherix
Bernard Cherix unterstützte jahrelang die Entwicklung des Karate in der Schweiz. Er war technischer Leiter, Trainer, Nationaltrainer und Nationaltrainer der Abteilung Karate des Schweizerischen Judo- und Budo-Verbandes.
Von 1965 bis 1976 war er auch Vizepräsident der Europäischen Karate-Union. 1966 traf er Meister Ohshima, eine Begegnung, die seinen Zugang und sein Verständnis vom Karate grundlegend veränderte.
Bernard Cherix war Gründungsmitglied der Europäischen Karate-Union, Gründungsmitglied und Ehrenpräsident der Schweizerischen Karate-Föderation sowie Gründungsmitglied und Ehrenpräsident von Suisse Shotokan Karate.
Die Gurte
Vom 8. Kju zum 5. Dan
Um diese Kampfkunst zu beginnen, ist keine spezielle Ausrüstung erforderlich. Ein Sportanzug reicht und das Training erfolgt barfuß. Sobald der Praktizierende beschließt, regelmäßig zu trainieren, wird das Tragen eines Kimonos notwendig.
Die Gradierung beginnt vom 8. Kyu (Weißgürtel), dann vom 3. bis 1. Kyu (Braungürtel) und schließlich vom 1. bis 5. Dan (Schwarzgürtel).