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F2C Team Racing mit Standart-Treibstoff ?
Es sind sich vermutlich alle darin einig, dass das Team Racing in seiner jetzigen Art wie es betrieben wird, alle Beteiligten überfordert:
Die Piloten sind - bis auf wenige Ausnahmen schon bei kleinsten Zwischenfällen nicht mehr in der Lage, diese unter Kontrolle zu bekommen. Nur wer über eine immense F2C-Pilotenerfahrung verfügt und in körperlicher Topverfassung ist, darf von sich behaupten, ein Rennen einiger Massen sicher bestreiten zu können. Team Racing nur noch für Spitzenathleten.
Die Jury ist regelmässig überfordert und kaum mehr im Stande ein Rennen objektiv zu beurteilen. Oft müssen bei Zwischenfällen Videoaufzeichnungen zu Hilfe genommen werden, um einen Sachverhalt zu verifizieren.
Der finanzielle Aufwand für ein Team ist gewaltig. Wer nur einiger Massen mithalten will, der ist gezwungen, sich sein Material bei wenigen Spezialisten zu überrissenen Preisen besorgen zu müssen.
Kann so der Weg des Team Racing in die Zukunft aussehen ?
In den letzten Jahren wurden ein paar hilflose Anstrengungen unternommen, diese von der Idee her phantastische Kategorie in den Griff zu bekommen. Keine hat etwas bewirkt, Team Racing wurde immer schneller, unbeherrschbarer und teurer.
Cesare Saccavino und Heiner Borer haben sich immer wieder mit der Problematik TR befasst und sie möchten Dich bitten, bei folgendem Experiment mit zu wirken:
Testflüge mit einem standartisierten Treibstoff
Die Vorgaben sind:
keine hochtoxischen Komponenten (TEPb, etc.)
alle Komponenten müssen in guter Qualität überall erhältlich sein
alle Komponenten müssen preislich im Rahmen sein
Basierend auf diesen Vorgaben haben Cesare und Heiner in letzter Zeit Versuche mit folgender Treibstoffmischung durchgeführt:
10% Rizinusoel
35 % Aether
53 % Kerosen Jet A1
2 % Isopropylnitrat (! nicht Nitrit)
Für diese Versuche wurde das momentan beste Material eingesetzt:
Modell: Kramarenko mit Einziehfahrwerk
Motor: Chayka Profi
Verglichen wurde mit dem aktuellen Renn-Treibstoff:
10 % Shell M 30
35 % Aether
53,6 % Kerosen Jet A1
1,4 % DIII
0,02 % TEPb 99%ig
Alle Flüge wurden bei schönem Wetter und Temperaturen um 25 C durchgeführt.
Vergleich "Standarttreibstoff" mit "Renntreibstoff
Geschwindigkeitsreduktion um 0,7 - 0,8 Sek/10 Runden
massive Rücknahme der Kompression
Düsennadel keine Veränderung
gleiche Anzahl Runden
gleiche Starteigenschaften
Unser Eindruck:
Mit diesem sog. Standarttreibstoff wäre es ohne weiteres möglich Rennen zu fliegen.
Provokative Vision:
Wäre es nicht denkbar, Team Racing Rennen in Zukunft mit einem vom Organisator bereitgestellten standartisierten Treibstoff zu bestreiten ?!
Cesare und Heiner sind sich bewusst, dass ihre Tests eine Momentaufnahme sind. Deshalb wäre es wichtig, wenn sich auch weitere Teams an solchen Versuchen beteiligen und ihre Erfahrungen veröffentlichen würden.
Wir sind gespannt.
11.Juni 2010
Cesare Saccavino und Heiner Borer