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Tangiwai
Der Bauernsohn Alois Hartmann verfluchte die starrköpfigen Ansichten seines Vaters und verliess mit seiner jungen Frau Judith überstürzt und enttäuscht den stattlichen Hof im schweizerischen Sankt Galler Rheintal. Wenn er als Zweitgeborener auch nichts galt, so würde er ihnen allen beweisen, wer etwas von Vieh, Ackerbau und Landwirtschaft verstand.
Es war gutes Land am Taranaki, aber es forderte alles. Ausgelaugt und aller Illusionen beraubt, auch wenn die Hartmann-Station ein stattlicher Besitz geworden war, machte sich Judith am Heiligabend 1953 auf die Reise nach Auckland, wo sie bei ihrer Freundin Verständnis, Aufmunterung und Rat zu finden hoffte. Dass der Zug in der Heiligen Nacht sein Ziel nie erreichen würde, wusste aber ausser vielleicht dem zürnenden Mount Ruapehu, niemand.
Peter Greminger
Die Faszination über das Land am anderen Ende der Welt hat den Autor nach wie vor nicht losgelassen. Dies ist der vierte Roman über Neuseeland, nach PAKEHA (Fremde in Aotearoa), TANGIWAI (Weinendes Wasser) und PAUA (Meerohrschnecken).
Peter Greminger verbrachte den grössten Teil seines Lebens im südostasiatischen Raum, wo er verschiedene Textilbetriebe leitete. Neuseeland lernte er aber erst im frühen Ruhestand kennen. Seine Frau brachte eine erwachsene Tochter, welche nach Neuseeland ausgewandert war, mit in die Ehe, Grund genug, sich in das interessante Land der Kiwis zu verlieben. Während langen Aufenthalten auf der Nord- wie auf der Südinsel entstanden dann seine Werke.