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Nachbarländer und Unterlieger der Schweiz nutzen das Wasser, das über die Landesgrenze abfliesst. Internationale Abkommen, Staatsverträge und Gremien regeln daher seit Jahrzehnten die Zusammenarbeit und setzen Ziele für die grenzüberschreitenden Gewässer.
Die Auswirkungen des Klimawandels in der Schweiz bekommen auch die Unterlieger zu spüren. So werden zum Beispiel im Rhein unterhalb von Basel häufigere Niedrigwasser erwartet, was in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden Probleme bei Wasserversorgung, Bewässerung oder auch Einbussen in der Wasserkraftproduktion nach sich zieht.
Niedrigwasser im Nieder- und Mittelrhein ist aber auch für die Schweiz bedeutsam, insbesondere für die Wirtschaft. Über 10 Prozent des Schweizer Aussenhandelsvolumens – etwa 7 Millionen Tonnen Güter jährlich – werden auf dem Fluss transportiert. Bei niedrigem Wasserstand können Schiffe weniger stark beladen werden oder gar nicht fahren.
Ein grenzüberschreitender Zielkonflikt zeigt sich am Lago Maggiore. Aus Sicht der Regionen Lombardei und Piemont sollte der See im Sommer als Wasserreserve für die Bewässerung möglichst gut gefüllt sein. Die am Ufer liegenden Städte und Gemeinden dagegen – auf Schweizer wie auf italienischer Seite – möchten den Wasserpegel auf einen tieferen Stand regulieren. So kann der See die Sommerhochwasser aufnehmen, ohne dass er über die Ufer tritt.
Die Anpassung an den Klimawandel erfordert also auch eine nachhaltige und einvernehmliche Bewirtschaftung der Flüsse und Seen über die Landesgrenzen hinaus. Dies betrifft zum einen eine weitere Verbesserung der Wasserqualität – etwa durch moderne Klärtechnologien und Massnahmen in der Landwirtschaft.
Ebenso wichtig ist eine grenzüberscheitende wasserwirtschaftliche Abstimmung. Viele Konflikte lassen sich auch hier durch einen effizienten Einsatz von Wasser und eine Konzentration auf die gesellschaftlich wichtigsten Nutzungen vermeiden.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Dokumente
Der Bericht «Auswirkungen des Klimawandels auf die Schweizer Gewässer» bietet eine kompakte Übersicht über die Ergebnisse und ist ein Einstieg zu weiteren Fachinformationen und Daten.
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Letzte Änderung 13.03.2021