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Nature writes back? Als die iberische «historia naturalis» auf andere Weltzugänge stiess (15.-16. Jh.)
Die materielle Welt, die sogenannte «Natur», zu beschreiben – und sie damit zu ordnen und zu kontrollieren – gehört zu den dominanten intellektuellen Projekten des alten Europas. Das Paper setzt sich mit dem Wissensgenre der historia naturalis auseinander und sucht nach Brüchen, Friktionen und Leerstellen in den Texten iberischer Autoren, die sich an Naturgeschichten des Neuen Spaniens versuchten. Neben Bernardino de Sahagúns Kompilationsprojekt sollen die naturgeschichtlichen Ordnungsversuche von Gonzalo Fernández de Oviedo y Valdés, Francisco Hernández de Toledo und José de Acosta als Ausgangspunkte dienen, das europäische Unterfangen einer Erfassung der historia naturalis jenseits des Atlantiks nicht einfach als unidirektionale Beschreibungsgeschichte zu deuten. Vielmehr sollen sie im Sinne einer ontologischen Lesart daraufhin analysiert werden, inwiefern Irritationen und Residuen sogenannt indigener Weltzugänge ohne «Natur» auf diese Geschichten durchschlugen.