Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03500.jsonl.gz/580

Privatsphäre am Bewerbungsgespräch
Werden Sie vom künftigen Arbeitgeber auf eine vorliegende Schwangerschaft angesprochen, sind Sie nicht verpflichtet, die Frage zu beantworten, da man Ihnen diese aus rechtlicher Sicht nicht stellen dürfte. Eine solche Frage betrifft die Privatsphäre, die vor einer Einmischung des Arbeitgebers geschützt ist, denn sie verletzt das im Gleichstellungsgesetz verankerte Diskriminierungsverbot. Um sich aus einer solch ungemütlichen Situation zu befreien, kann auch mit der Gegenfrage geantwortet werden, ob dies für die offene Stelle relevant sei.
Falls die Schwangerschaft jedoch die Arbeit objektiv verunmöglicht oder eine erhebliche Einschränkungen der Tätigkeit nach sich zieht, sind Sie verpflichtet, den künftigen Arbeitgeber über die Schwangerschaft zu informieren. Dies ist der Fall bei gesundheitlichen Gründen (gefährliche oder beschwerliche Arbeiten) oder bzw. bei Berufen, bei welchen die äussere Erscheinung von zentraler Bedeutung ist (Schauspielerin, Tänzerin, Modell).