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Gegenüber der Presseagentur «Associated Press» erklärte sein Manager gemäss SRF: «Roger hat sich dazu entschieden, die Australian Open nicht zu spielen.» Zwar habe er grosse Fortschritte mit seinem Knie und seiner Fitness gemacht. «Nach Rücksprache mit dem Team ist er aber zum Entschluss gekommen, dass es langfristig besser ist, wenn er mit der Rückkehr bis nach den Australian Open wartet.»
«Auf der anderen Seite müsste er 14 Tage in die Quarantäne. Und das ohne seine Ehefrau Mirka und ohne seine vier Kinder.»Bernhard Schär, SRF-Tennisexperte
Dachte Roger Federer auch an seine Familie?
So verschiebt sich das Comeback von Roger Federer also bis nach Februar. Für «SRF»-Tennisexperte Bernhard Schär kommt dies nicht überraschend, wie er in der Sendung «HeuteMorgen» von SRF meint. «Er ist einfach noch nicht bereit für ein Grand-Slam-Turnier.» Da stünden im besten Fall sieben Matches auf dem Programm und das über drei Gewinnsätze. «Federer ist realistisch genug, dass er im Moment sieht, dass er dort keine Chance hätte.»
Roger Federer tue sich aber auch schwer mit der Corona-Pandemie, so Bernhard Schär weiter. Zum einen, weil die Zuschauer vor Ort fehlten und damit auch die Emotionen vor Ort fehlen würden, die Roger Federer so lieb seien. «Auf der anderen Seite müsste er 14 Tage in die Quarantäne. Und das ohne seine Ehefrau Mirka und ohne seine vier Kinder. Und ich denke, das hat zusätzlich dazu beigetragen, dass es Roger Federer leicht gemacht wurde, dass er jetzt verzichtet.»
«Er kann ja nicht so abtreten»
Wann genau das Comeback von Roger Federer auf den Tennisplatz stattdessen sein wird, wurde nicht kommuniziert. Manager Tony Godsick werde nun damit beginnen, die Turniere ab Ende Februar zu sondieren und einen Saisonplan auf die Beine zu stellen, so das SRF.
Bernhard Schär könnte sich vorstellen, dass Roger Federer im März oder April auf die Tour zurückkehrt, zum Beispiel in Miami. Oder aber, dass er gleich bis zur Rasensaison wartet und mit Halle oder Wimbledon wieder einsteigt.
Dass er gar nicht mehr zurückkommt, sondern direkt seinen Rücktritt gibt, glaubt Bernhard Schär nicht. «Ich denke, Roger Federer kommt mindestens noch für ein paar Wochen zurück. Er kann ja nicht so abtreten, einfach nach einem Jahr ohne Tennis. Die Fans wollen ihn auch immer noch einmal sehen.»