Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03285.jsonl.gz/2250

Bruder Pascal Marquard
Grégoire Girard wurde als Bischof von Lausanne-Genf-Freiburg verhindert. Portiert und unterstützt durch einflussreiche, fortschrittliche Politiker geriet er in das Kreuzfeuer kirchlicher Gegner. Gedeckt und gestützt durch den Nuntius und verhüllt durch den Mantel der Anonymität haben sie Pamphlete gegen den Franziskaner verbreitet und ihn zu verhindern gewusst.
Durch seine Studien hatte Girard den Geist der katholischen Aufklärung aufgenommen, humanistische Werte zeichnen seine Werke aus. Damit stand er dem neo-scholastischen Denken fern, welches sich im Aufwind befand und im I. Vatikanischen Konzil einen Höhepunkt fand.
Girard's Weltanschauung wurde zuletzt 1953 summarisch betrachtet.1 Wie viel Neues müsste man aufgrund der fortgeschrittenen Erkenntnisse, z.B. rund um den Konstanzer Generalvikar Ignaz Heinrich von Wessenberg, in der Weltanschauung und in der Spiritualität Girard's entdecken!
1 Hans Wicki, Pater Girard und die Freiburger Bischofswahl von 1814/1815. Ein Beitrag zur Frage nach Girards Weltanschauung. In: Mélanges Père Girard Gedenkschrift, Fribourg 1953. S. 46.