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Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung, nachdem die Ölpreise in den vergangenen beiden Handelstagen noch deutlich gestiegen waren. Zuletzt hatte ein unerwartet starker Rückgang der Ölreserven in den USA den Preisen Auftrieb verliehen. In der vergangenen Woche waren die Lagerbestände an Rohöl nach Angaben des amerikanischen Energieministeriums vom Mittwoch um 5,3 Millionen auf 396,2 Millionen Barrel gesunken. Analysten hatten im Schnitt nur einen Rückgang um 2,0 Millionen Barrel erwartet.
Unterdessen hat die Internationale Energieagentur (IEA) vor einem weiteren Anstieg der Ölpreise aufgrund von Produktionsausfällen gewarnt. "Wenn die Ölexporte aus Venezuela und dem Iran weiter zurückgehen sollten, könnte sich das Angebot am Markt verknappen und die Preise könnten steigen", heisst es im aktuellen Monatsbericht der IEA. Sollten andere wichtige Förderländer wie Saudi-Arabien die Ausfälle nicht ausgleichen, könnte der Preis je Barrel Rohöl über die Marke von 80 US-Dollar hinaus ausbrechen.
Ausserdem haben die Anleger am Ölmarkt die weitere Entwicklung des Hurrikans "Florence" im Blick, der auf die Südostküste der USA vorrückt. Am Freitagmorgen soll der tropische Wirbelsturm auf Land treffen, an der Küste der Bundesstaaten North Carolina oder South Carolina - wo und wann genau, ist noch unklar. Allerdings wird der Sturm mittlerweile schwächer erwartet als zuletzt befürchtet./jkr/jsl/fba
(AWP)