Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03462.jsonl.gz/1078

- Kolumbien schlägt den Senegal mit 1:0 und wird Sieger der Gruppe H. Achtelfinalgegner ist England.
- Der Senegal ist zwar punkt- und torgleich mit Japan, scheidet aber wegen der höheren Anzahl gelber Karten als letztes afrikanisches Team aus.
- Den Afrikanern wird ein Penalty erst zugesprochen, nach Video-Entscheid aber wieder aberkannt.
Yerri Mina wurde in der 74. Minute zum Helden Kolumbiens. Der Innenverteidiger stieg nach einem Eckball am höchsten und traf per Aufsetzer ins senegalesische Tor.
Die schwache und ruppig geführte Partie in Samara fand damit zumindest den richtigen Sieger. Die Kolumbianer taten etwas mehr fürs Spiel und verkrafteten auch die frühe Auswechslung ihres Stars James Rodriguez. Joker Luis Muriel wurde in der Folge einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz.
Penalty zurückgenommen
In der umstrittensten Szene des Spiels war Senegals Sadio Mané im Zweikampf mit Davinson Sanchez im Strafraum zu Fall gekommen (17.). Schiedsrichter Milorad Mazic pfiff Penalty, nahm den Entscheid aber nach Rücksprache mit dem Videoteam in Moskau zurück.
Fairplay-Premiere
Insgesamt enttäuschte der Senegal. Symptomatisch für die Leistung der Westafrikaner war ein Freistoss in der 64. Minute, als Mané ausrutschte und der Ball weit übers kolumbianische Tor segelte.
Letztlich scheiterte Senegal nur knapp: Mit 4 Punkten und 4:4 Toren ist das Team von Trainer Aloui Cissé gleichauf mit dem Gruppen-2. Japan, hat aber mehr gelbe Karten kassiert und muss die Heimreise antreten. Es ist das erste Mal, dass die Fairplay-Wertung über ein Weiterkommen entschied.
Afrikanische Enttäuschung
Durch das Out Senegals, das bei seiner 1. WM-Teilnahme 2002 noch die Viertelfinals erreicht hatte, ist erstmals seit 1982 kein afrikanisches Team in der K.o.-Phase vertreten.
Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei