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Die Versorgungslage war allerdings kritisch. Rapperswil konnte praktisch nur noch über den See mit Lebensmitteln versorgt werden. Das brachte die Schwyzer dazu, eine Flotte aufzubauen und auch den Seeweg zwischen Zürich und Rapperswil zu blockieren.
Die Zürcher waren gezwungen zu reagieren. Im Zolliker Wald schlugen sie Holz, um die eigene Flotte zu vergrössern. Heute vor 576 Jahren legten schliesslich zwölf Kriegs- und Proviantschiffe in Zürich ab und fuhren gen Rapperswil. Auf der Höhe von Männedorf kamen ihnen 20 Schiffe der Schwyzer entgegen.
Die zahlenmässige Unterlegenheit machten die Zürcher durch die zum Teil grösseren und schnelleren Kriegsschiffe wieder wett. Die Seeschlacht wogte den ganzen Tag hin und her. Die Wende brachten schliesslich zwei Schiffe, die die Habsburger zur Unterstützung der Zürcher gebaut und auf dem Landweg nach Zürich gebracht hatten. Von dort aus hatten sie auch eine erfolgreiche Versorgungsfahrt nach Rapperswil unternommen. Seit der Sperre der Schwyzer dümpelten sie allerdings ungebraucht in Rapperswil vor sich hin.
Nun griffen sie in die Kampfhandlungen ein. Gegen Abend mussten sich die Schwyzer Schiffe zurückziehen und den Weg nach Rapperswil freigeben. Danach war der Bann auf dem Zürichsee zu Gunsten der Zürcher gebrochen. Noch bis Weihnachten befuhren die Zürcher den See und vernichteten die gegnerischen Schiffe, wo sie sie fanden. Mich fasziniert dabei einfach, dass der Zürichsee tatsächlich einmal Ort ernsthafter kriegerischer Auseinandersetzungen war. Haben Sie das gewusst?