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Der Bundesrat hält es nicht für nötig, bestimmte Pflanzenschutzmittel zum Schutz der Bienen zu verbieten. Dies geht aus einem Bericht hervor, mit dem ein Postulat von Nationalrätin Maya Graf beantwortet wurde, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt.
Konkret sollte die Zulassung des Mittels Clothianidin erneut geprüft werden. Gemäss Bundesrätlichem Bericht deutet die relativ geringe Anzahl an Bienen-Vergiftungsfällen jedoch darauf hin, dass das Bewilligungssystem für Pflanzenschutzmittel funktioniert und sich die grosse Mehrheit der Bauern an die Vorschriften hält.
Dies sieht die Umweltorganisation Greenpeace etwas anders, und möchte daher zum Schutz der Bienen ein zehnjähriges Moratorium für Insektizide erwirken, deren Toxizität und Risiken für die Bienen erwiesen sind, insbesondere für Fipronil und Neonicotinoide (darunter auch das fragliche Clothianidin). Neonicotinoide sind in Italien zurzeit verboten, Clothianidin ist in Deutschland nicht autorisiert und Thiamethoxam ist in Deutschland und Slowenien untersagt.
Mit der Petition „Zum Schutz der Bienen“ fordert Greenpeace, dass Zulassungsprüfungen für Pestizide transparent durch unabhängige Gremien erfolgen, und dass dabei auch Langzeitwirkungen von Pestiziden auf die Biodiversität berücksichtigt werden. Die Unterschriftensammlung läuft noch bis Dezember 2012 – ihr könnt also immer noch unterschreiben!