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Rolle–Gimel
|Kürzel||RG|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1898-10-12|
|Betriebseinstellung||1938-05-15|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1898 eröffnete und von Anfang an elektrisch (Gleichstrom) betriebene RG gehörte einer Aktiengesellschaft. Zu Beginn führte die Statistik die RG unter den «Tramways» auf. 1909 wurde sie zu den Schmalspurbahnen umgeteilt. Da die Tramway-Statistik weit weniger detailliert ist, fehlen für die Anfangszeit (1898 ff.) verschiedene Datenreihen. Auch die Zunahme der Anzahl Stationen im Jahr 1915 von 7 auf 25 war rein quellenbedingt. Offensichtlich wurden nun Halte, die zuvor unberücksichtigt geblieben waren, neu mitgezählt. Wir haben dies in der Datenbank kenntlich gemacht, indem wir bei den Haltestellen den Wert 18 eingetragen haben.
Die RG, die hauptsächlich auf den Personenverkehr ausgerichtet war, hatte praktisch permanent finanzielle Probleme. Das Angebot für den Reiseverkehr wurde zur Kosteneindämmung nach 1906 massiv und anhaltend heruntergefahren. Legten die Personenwagen in diesem Jahr noch fast 250'000 Achskilometer zurück, waren es 1908 nur noch knapp 110'000. Damit sanken jedoch auch die Erträge empfindlich. Ob die Zinsdienste tatsächlich geleistet wurden, ist angesichts der Betriebsergebnisse fraglich, zumal sich die Passivsaldi und die schwebenden Schulden auftürmten. In diesem Zusammenhang ist ausserdem bemerkenswert, dass die RG gemäss den Angaben der Statistik für ihre beträchtlichen schwebenden Schulden ab 1908 keinen Zins mehr zahlte. 1915 konnte die RG offenbar ihre feste Anleihe in Reserven umwandeln, was de facto einer Schuldentilgung zulasten des Kreditgebers gleichkam. Die Statistik machte jedoch dazu keine näheren Angaben. Die RG war nur überlebensfähig, weil sie massiv subventioniert wurde.
1938 stellte die RG den Betrieb ein.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: