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Der taiwanesisch-australische Geiger Ray Chen wurde 1989 in Taipeh geboren und erhielt im Alter von vier Jahren seinen ersten Violinunterricht nach der Suzuki-Methode. Schon als Achtjähriger gab er mit dem Philharmonischen Orchester von Queensland, wohin er mit seiner Familie umgezogen war, sein Konzertdebut; 1998 trat er bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Nagano auf. Sein Studium absolvierte Ray Chen bei Peter Zhang am Konservatorium von Sydney und bei Aaron Rosand am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Meisterkurse führten ihn zu Midori, Cho-Liang Lin, Maxim Vengerov und Antje Weithaas. Nach zahlreichen Wettbewerbserfolgen in Australien gewann Ray Chen 2008 die «Yehudi Menuhin International Competition for Young Violinists»; 2009 ging er als Sieger aus den «Young Concert Artists Auditions» in New York hervor und erhielt den Ersten Preis mitsamt Publikumspreis beim «Concours Reine Elisabeth» in Brüssel. Ray Chen konzertierte in den vergangenen drei Jahren mit Orchestern wie der Filarmonica della Scala, den Münchner und den Stockholmer Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Israel Philharmonic Orchestra. Er trat bei den Festivals von Verbier, Ravinia und Schleswig-Holstein auf und stellte sich in der New Yorker Carnegie Hall sowie im Wiener Musikverein vor. Im Dezember 2012 interpretierte er in Stockholm zu Ehren der Nobelpreisträger Bruchs Erstes Violinkonzert unter der Leitung von Christoph Eschenbach. Ray Chens Debut-CD, die unter dem Titel Virtuoso Werke von Bach, Franck, Tartini und Wieniawski vereint, wurde 2011 mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet. 2012 erschien seine Einspielung der Violinkonzerte von Mendelssohn und Tschaikowsky mit Daniel Harding. Ray Chen musiziert auf der Stradivari «Lord Newlands» aus dem Jahr 1702.
Mai 2013