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Beobachtungstipp: Mistelblüte
Die meisten von uns verbinden die Misteln mit der Weihnachtszeit. Oft sieht man sie zur Dekoration an oder über halb von Haustüren oder auf Weihnachtsmärkten. Die Mistel war schon in der Mythologie des Altertums bekannt und wurde von den gallischen Druiden, als Heilmittel eingesetzt. In England gibt es ein Ritual, dass ein Mistelzweig in der Weihnachtszeit über die Tür gehängt wird und die junge Dame, die sich unter diesem Mistelzweig befindet, auf der Stelle geküsst werden darf. Jetzt im Februar ist die Blütezeit der Misteln! Die Blüten sind schwierig zu beobachten da sie meisten hoch oben in den Bäumen wachsen. Im Naturlehrgebiet gibt es zwei kleine Misteln, welche auf Augenhöhe direkt am Hauptweg wachsen. Vielleicht beobachtest du ja die unscheinbaren Blüten auf dem nächsten Spaziergang?
Männliche Blüte der Mistel. Foto: Stefanie Pfefferli
Die Blütezeit der Weissbeerigen Mistel reicht bei günstiger Witterung von Mitte Januar bis Anfang April. Die Mistel ist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Das heisst es gibt weibliche und männliche Misteln. Die unscheinbaren, eingeschlechtigen Blüten sind sitzend. Die drei oder vier freien, dicken Blütenhüllblätter sind bei einer Länge von etwa 1 Millimeter bei den weiblichen Blüten dreieckig und hinfällig. Die vier Staubblätter in den Blüten der (deutlich selteneren) männlichen Pflanzen besitzen keine Staubfäden. Die rückseitig mit den hier etwa doppelt so langen Blütenhüllblättern verwachsenen Staubbeutel öffnen sich mit vielen Poren; sie weisen einen deutlichen, fruchtigen Duft auf.