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Das Unterwerk Romanel ist eines der ältesten der Westschweiz. Was ist die Geschichte dahinter?
Nach dem Ersten Weltkrieg hatten die zuständigen Unternehmen in der Region gelegentlich Mühe, eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten. Die grössten Produzenten (darunter die Stadt Lausanne) schlossen sich daher zu Energie-Ouest-Suisse (EOS) zusammen und bauten eine Übertragungsleitung zwischen Saint-Maurice im Wallis und Pierre-de-Plan in Lausanne. Die Leitung wurde am 13. September 1920 in Betrieb genommen. Lausanne versorgte aber auch Genf und das vallée de Joux mit Strom: Damit war das erste Stromnetz geboren. In den 20er-Jahren nahm der Strombedarf zu, denn jeder wollte plötzlich elektrisches Licht, warmes Wasser und Kochplatten im Haus.
Im Jahr 1934 wurde das 125-kV-Unterwerk in Romanel gebaut
Im Süden, Richtung Blécherette, haben die SiL die ehemaligen 220/125-kV-Transformatoren abgebaut, um ein neues Gebäude zu errichten. Seit 2018 gibt es hier zwei neue 220/125-kV-Transformatoren. Sie bilden die physische Verbindung zwischen dem Übertragungsnetz von Swissgrid und dem Versorgungsnetz der SiL. Dazu kommen eine gasisolierte 125-kV-Schaltanlage, zwei 125-kV/Mittelspannungs-Transformatoren und eine Mittelspannungsschaltanlage (11 kV). Das Umspannwerk Romanel ist damit bereit für seine Rolle als Dreh- und Angelpunkt der Stromversorgung der Region um den Genfersee.
Erwähnenswert ist, dass es während all dieser Arbeiten zu keinem einzigen Unfall kam. Die hervorragende Zusammenarbeit der verschiedenen Projektpartnern hat dazu sicher zu einem grossen Teil beigetragen.
Die Modernisierungsarbeiten an der Anlage sind abgeschlossen. Haben Sie noch eine kleine Anekdote zu erzählen?
Einer der Höhepunkte des Projekts war die Fertigstellung der beiden 220/125-kV-Transformatoren im November 2016. Dafür musste ein Schwerlastkonvoi von 327 Tonnen und fast 60 Metern Länge zweimal das Stadtzentrum von Lausanne durchqueren, und das nachts, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden. Das war wirklich sehr beeindruckend.