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Vier Landessprachen auf gut 40'000 Quadratkilometern: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Eines der prägendsten Merkmale der Schweiz ist ihre Multilingualität. Daneben beherrschen die Schweizerinnen und Schweizer auch die weltweit am meisten verbreitete Sprache: 86 Prozent der Helvetier behaupten von sich, auch des Englischen gut bis sehr gut mächtig zu sein. Das zumindest zeigt eine in dieser Woche veröffentlichte Auswertung des Europäischen Statistikamts Eurostat zum Thema Fremdsprachen.
Damit belegen die Eidgenossen im europäischen Vergleich sogar den Spitzenplatz. Nur noch in Norwegen gaben ebenfalls 86 Prozent der Befragten an, Englisch als Fremdsprache gut bis sehr gut zu beherrschen. Allerdings sind die Norweger noch etwas selbstbewusster: Fast die Hälfte verfügt der eigenen Einschätzung nach über sehr gute Kenntnisse. Die von Natur aus bescheidenen Schweizer sind da zurückhaltender: Hier gab nur jeder fünfte Befragte an, die englische Sprache sehr gut zu beherrschen.
Fremdsprachen: Italiener, Franzosen und Deutsche schneiden schlecht ab
Zum Vergleich: Im Schnitt aller 28 Mitgliedsländer der Europäischen Union sagten lediglich 55 Prozent der Befragten, sie beherrschten eine Fremdsprache gut bis sehr gut. Vergleichsweise schlecht schnitten dabei insbesondere die Menschen in den grossen EU-Ländern ab: Nur einer von drei Italienern beherrscht Englisch demnach gut oder sehr gut, in Frankreich und Deutschland immerhin noch jeder zweite Befragte.
Der EU-Erhebung zufolge gaben insgesamt 88 Prozent der im Jahr 2011 befragten erwachsenen Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 25 bis 64 Jahren an, mindestens eine Fremdsprache zu sprechen. Zum Vergleich: Im EU-weiten Schnitt sind das nur 66 Prozent.