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Nach den Römern entdeckten die Kelten die Quelle.
Unter dem Wald von Henniez fliessen mehrere unterirdische Quellen. Die erste Quelle, die «Bonne Fontaine» (Guter Brunnen), wurde vermutlich von den Kelten entdeckt.
Die Römer kannten die wohltuende Wirkung des Wassers und waren bei der Ausweitung ihres Reiches auch stets auf der Suche nach Quellen. Henniez verdankt seinen Namen Ennius, einem römischen Bürger, der Anfang des ersten Jahrtausends hier ein Gut besass.
Erst im 17. Jahrhundert beginnt das Badewesen wieder zu florieren. 1688 baut der Arzt Pierre-François Chauvet in der Nähe der Quellen das «Hôtel des Bains». Die adeligen Herren der Gegend und später das städtische Bürgertum reisen nach Henniez, um sich hier zu erholen
1880 übernimmt Dr. Virgile Borel (Foto) aus Neuenburg die Leitung der Bäder und beauftragt das kantonale Labor mit der Analyse des Quellwassers. Die wohltuende Wirkung des Wassers von HENNIEZ ist jetzt wissenschaftlich nachgewiesen: das Wasser trägt zur Reinigung des Organismus bei und begünstigt dessen Gleichgewicht. Der Chemiker Ernest Chuard, künftiger Bundespräsident, spricht sogar von einem «kostbaren Wasser». Henniez wird zu einem Ort des Wohlbefindens für Körper und Geist.
Mit der Gründung der «Société des Bains et Eaux d’HENNIEZ» wird in Henniez 1905 die erste Abfüllanlage in Betrieb genommen. Das HENNIEZ-Mineralwasser wird in Apotheken als Heilmittel verkauft. Mit diesem Schritt zur industriellen Produktion beginnt die Geschichte der Sources Minérales HENNIEZ SA. Die Gebäude des ehemaligen Hôtel des Bains auf der Domäne Henniez zeugen vom historischen und kulturellen Erbe.
1916 übernimmt Henri Pahud die Direktion von HENNIEZ Lithinée SA und prägt das Unternehmen über ein halbes Jahrhundert. Unter seiner Führung gewinnt HENNIEZ vier Goldmedaillen an den Landesausstellungen in Bern, Brüssel, Rom und Paris. 1928 unterzeichnet Henri Pahud einen Kooperationsvertrag mit den Mineralquellen Eglisau, die dem HENNIEZ-Mineralwasser die Türen in die Deutschschweiz und das Tessin öffnen. Damit wird HENNIEZ zum ersten Mineralwasser, das landesweit vertrieben wird.
Die HENNIEZ Lithinée SA erhält Konkurrenz. Ein lokaler Unternehmer kauft eine Quelle bei Henniez, gründet die Mineralwasserfirma HENNIEZ-Santé und profitiert vom Bekanntheitsgrad des Namens HENNIEZ. Es entbrennt ein heftiger Rechtsstreit zwischen den beiden Firmen, der die Anwälte in der Waadt während Jahrzehnten beschäftigt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ändert sich das Konsumverhalten. HENNIEZ profitiert von diesem Wandel, verliert sein Etikett als Heilmittel und wird zum Alltagsgetränk. 1948 tritt Edgar Rouge ins Familienunternehmen ein und wird von seinem Onkel, Henri Pahud, in die Geschäfte eingeführt. Sein besonderes Interesse gilt neuen Produktionstechniken, die es der Firma ermöglichen, der explosionsartig steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
Henri Pahud übergibt 1964 die Leitung des Unternehmens seinem Neffen Edgar Rouge (Foto), der in den kommenden Jahren die Führungsposition von HENNIEZ Lithinée SA weiter ausbauen wird. 1972 beendet Edgar Rouge die Zusammenarbeit mit den Mineralquellen Eglisau, baut ein effizientes Verkaufsteam für den Deutschschweizer Markt auf und sichert damit dem Unternehmen seine vollständige Unabhängigkeit.
Stets nahe am Puls der Zeit, reagiert das Waadtländer Unternehmen auf die Bedürfnisse der Konsumenten und lanciert Ende der 40er Jahre das stille Mineralwasser HENNIEZ blau (Naturelle). Das leicht kohlensäurehaltige HENNIEZ grün (Légère) kommt 1974 auf den Markt. Damit ist HENNIEZ das erste Mineralwasser in der Schweiz, das mit drei unterschiedlichen Kohlensäuregehalten angeboten wird. Es entsteht der berühmte HENNIEZ-Farbencode (rot, blau, grün).
1984 bringt die Sources Minérales HENNIEZ SA als schweizerische Premiere Mineralwasser in PET-Flaschen auf den Markt. Diese Flaschen erfreuen sich grosser Beliebtheit und ermöglichen z.B. der Swissair, pro Flug einen Passagier mehr zu transportieren… dank der Leichtigkeit der Wasserflaschen!
Ein Teil des Terrains, das die Domäne umgibt, war noch bis zu den 80er Jahren von Bauern bewirtschaftet.
Die Sources Minérales HENNIEZ SA pflanzt rund um die Quelle Tausende von Bäumen und legt zum Schutz des reinen Wassers einen Naturpark an. Auch heute noch werden im Wald von Henniez junge Bäume gepflanzt.
Anlässlich des 100. Geburtstags der Marke bekommen die HENNIEZ-Flaschen eine neue Silhouette. Ihre schlanke und elegante Form symbolisiert die Sanftheit und Sinnlichkeit des Wassers, der HENNIEZ-Stern im Relief die Ausstrahlung von HENNIEZ.
HENNIEZ bringt eine weitere Neuheit auf den Markt: das leicht prickelnde, aromatisierte Mineralwasser. Die erfolgreiche Verbindung von Tradition und Innovation ist auch diesmal höchst erfolgreich!
Nach dem Verkauf der Sources Minerales HENNIEZ SA geht die Marke HENNIEZ in den Besitz der Nestlé Waters (Suisse) SA über.