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Betrug, Geldwäscherei, betrügerischer Markengebrauch und unlauterer Wettbewerb. In diesen Punkten sprach das Luzerner Kriminalgericht den Mann schuldig. Der Beschuldigte hatte die Vorwürfe zugegeben und den Strafantrag der Staatsanwaltschaft akzeptiert. Das Verfahren konnte somit im abgekürzten Verfahren durchgeführt werden und ist rechtskräftig.
Der aus Indien stammende Schweizer hatte 2012 im Kanton Luzern ein Einzelunternehmen gegründet. Über dieses wickelte er für das Call-Center seines Bruders in Kalkutta Kartenzahlungen von Kunden ab. Auch stellte er dem Call-Center verschiedene E-Mail-Adressen zur Verfügung.
Dieses Call-Center war allerdings kein seriöses Unternehmen. Gemäss der Darstellung der Staatsanwaltschaft meldeten sich dessen Mitarbeiter meist ungefragt bei Computernutzern in den USA, Kanada und Grossbritannien und boten ihnen Hilfe für vorgetäuschte IT-Probleme an.
Als Mitarbeiter von Microsoft ausgegeben
Ziel dieser angeblichen Support-Anrufe war es, die Unerfahrenheit der Computernutzer auszunutzen und diesen unnötige oder gar nicht vorhandene Produkte, etwa Antiviren-Programme, zu verkaufen. Sie gaben sich dabei wiederholt als Mitarbeiter von Microsoft aus.
Das Call-Center machte auf seiner Homepage auch falsche Angaben zu den Supportdienstleistungen von Microsoft. Damit sollten die Opfer dazu verleitet werden, einen Servicevertrag abzuschliessen.
Der Tatzeitraum erstreckte sich von 2012 bis 2019. Die Staatsanwaltschaft schätzte den Deliktsbetrag auf knapp 37'000 Franken. Wegen der hohen Anzahl von Straftaten – in der Anklage ist von 230 die Rede – wurde der Betrug als gewerbsmässig eingestuft. Der Beschuldigte habe als Mittäter einen wesentlichen Tatbeitrag geleistet, erklärte die Staatsanwaltschaft.
(sda / red.)