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Der Pianist Krystian Zimerman wurde 1956 im schlesischen Zabrze geboren und studierte Klavier bei Andrzej Jasiński an der Szymanowski-Akademie in Katowice. International bekannt wurde er, als er 1975 den renommierten Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann. Daraufhin debutierte er 1976 bei den Berliner Philharmonikern; 1977 gab er seinen Einstand bei den Salzburger Festspielen, 1979 bei den Festspielen in Luzern. Bei seinen Konzerten arbeitete Zimerman mit Dirigenten wie Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Seiji Ozawa, Pierre Boulez, Riccardo Muti, Bernard Haitink oder Sir Simon Rattle zusammen; als Kammermusiker trat er u. a. mit den Geigern Kyung-Wha Chung und Gidon Kremer auf. Der grosse polnische Komponist Witold Lutosławski schuf ein Klavierkonzert für ihn, das 1988 in Salzburg zur Uraufführung gelangte; 2013, zum 100. Geburtstag Lutosławskis, spielte Zimerman es mit den Berliner Philharmonikern und Rattle auf CD ein. Krystian Zimerman bringt zu jedem Konzert sein eigenes Instrument mit. Er beschränkt sich heute auf maximal fünfzig Auftritte pro Spielzeit; bei seinen Platteneinspielungen kontrolliert er versessen jedes Detail. Seine 1994 veröffentlichte Interpretation von Debussys Préludes gehört zu den meistausgezeichneten CDs überhaupt. Zuletzt erschien seine Aufnahme der beiden finalen Klaviersonaten Franz Schuberts, die im ver-
gangenen Januar mit dem «International Classical Music Award» prämiert wurde. Im Bernstein-Jubiläumsjahr 2018 wirkt Krystian Zimerman an den weltweiten Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Komponisten mit und bringt dessen Zweite Sinfonie The Age of Anxiety mit dem London Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern und dem Tonhalle-Orchester Zürich zu Gehör. 2005 wurde Krystian Zimerman der Orden der französischen Ehrenlegion verliehen, 2015 die Ehrendoktorwürde der Chopin-Musikuniversität Warschau.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 18. August 1979 mit Brahms’ Erstem Klavierkonzert, dem Schweizerischen Festspiel-orchester und Kirill Kondraschin.
Juli 2018