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Das EDA trägt dazu bei, politischen Willen und die Kapazitäten der betroffenen Regierungen zu stärken, um einerseits den Rechten der intern Vertriebenen mehr Geltung zu verschaffen und andererseits nachhaltige Lösungen umzusetzen.
Intern Vertriebene
Intern Vertriebene mussten aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen oder Naturkatastrophen ihr Hab und Gut zurücklassen und befinden sich oftmals in humanitären Notlagen: es fehlt ihnen an Nahrung, sanitären Einrichtungen, medizinischer Versorgung und adäquaten Unterkünften. Sie befinden sich meist in Gebieten, die für humanitären Akteure nur bedingt zugänglich sind.
Im Gegensatz zu Flüchtlingen haben IDPs keine Staatsgrenze überschritten und verfügen deshalb weder über einen besonderen Rechtsstatus noch spezifische Schutzmassnahmen. Primär sind die betroffenen Staaten für den Schutz und die Einhaltung der Menschenrechte von intern Vertriebenen verantwortlich. Nicht alle Regierungen von Staaten, in welchen es zu Vertreibungen gekommen ist, sind jedoch gewillt oder in der Lage, intern Vertriebene zu schützen und ihnen ihre Rechte zuzugestehen.
Die 1998 im Rahmen der UNO lancierten Leitlinien über interne Vertreibung (Guiding Principles on Internal Displacement) bieten zwar einen normativen Rahmen für den Umgang mit intern Vertriebenen, sind aber rechtlich nicht bindend. Das einzige rechtlich bindende Instrument ist die Kampala-Konvention, die 2009 von der Afrikanischen Union verabschiedet wurde und die Rechte und Garantien für intern Vertriebene für den afrikanischen Kontinent festlegt.
Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass interne Vertreibung auf die politische Agenda internationaler Organisationen gelangt, und unterstützt in ausgewählten Ländern Projekte zu Gunsten von intern Vertriebenen. Daneben werden Regierungen von Staaten mit intern Vertriebenen dazu angehalten, und wo nötig finanziell und personell unterstützt, um die UNO-Leitlinien über interne Vertreibung in ihrer nationalen Politik umzusetzen.