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Aufforstungsprojekt Hoher Kasten - Saxer Unteralp
Bereits im Waldwirtschaftsplan 1966 sind Initiativen der damaligen Frümsner Ortsverwaltung für eine bessere Bewaldung am Steilhang oberhalb der Frümsneralp beschrieben.
Ab 1982 intensivierten sich die Diskussionen und führten 1987 zu einem Projektkredit der OG Frümsen für eine Projektstudie. Aufgrund der Studie wurde beschlossen, die waldbaulichen Massnahmen unterhalb der Alp und die Gleitschneeschutzmassnahmen und Aufforstungen oberhalb der Alp in zwei verschiedenen Projekten zu bearbeiten. Nach Begehungen mit Lawinen- und Gebirgswaldbauspezialisten erteilt die Politische Gemeinde 1989 den Projektierungsauftrag. 1990 wurde das Projekt durch das Bundesamt für Wald und Landschaft mit Auflagen zum Schutze der einzigartigen Flora entlang des Stauberenfirstes genehmigt.
Das Projekt I von Dr. Monika Frehner beinhaltete eine Situationsanalyse, die Begründung der Notwendigkeit der Verbauung und die Erhebung der Grundlagendaten. Dazu gehörte auch ein floristisches Gutachten, ein Lebensraumkonzept und die Jagdkonzepte Sennwald Süd und Sennwald Nord. Das am 28. Dezember 1990 genehmigte Projekt beinhaltete einen Kreditrahmen von Fr. 1‘940‘000.--. 1991 startete man mit den ersten Arbeiten.
Die rund 4000 Dreibeinböcke wurden im schneereichen Winter 1999 einer ersten Belastungsprobe ausgesetzt. Nur rund 60 Stück davon wurden von den überdurchschnittlichen Schneemassen zerstört und mussten neu erstellt werden. Die Konstruktion der Böcke und deren Anordnung im Gelände hatten sich grundsätzlich bewährt und wurden aufgrund der gemachten Erfahrungen laufend verbessert.
Die im ersten Projekt gesteckten Ziele konnten mit den verfügbaren Mitteln nicht erreicht werden. Nach einer Überprüfung der Ziele wurde deshalb 1999 das Projekt Stauberen II eingereicht und bewilligt. Bis Ende 2007 wurden für insgesamt Fr. 1‘020‘000.— rund 1640 zusätzliche Dreibeinböcke erstellt, etwa 8000 Pflanzen gesetzt und die bestehenden Werke Instand gehalten.
Ab 2008 wurde das Projektwesen beim Bund neu organisiert. Von nun an wurde im Rahmen des Neuen Finanzausgleiches für 4 Jahre geplant und abgerechnet. Es war nun auch möglich, Instandhaltungsarbeiten an Schutzbauten als Projekt einzureichen. Dies war und ist für die Gemeinde Sennwald als Bauherrschaft eine wichtige Tatsache. Denn sowohl die technischen Werke wie auch die Pflanzungen brauchen einen Unterhalt, wenn sie ihre Aufgabe langfristig und umfassend erfüllen sollen. Das Projekt Staubern III mit einer Bausumme von Fr. 710‘000.-- für die Jahre 2008 – 2011 beinhaltete zu mehr als der Hälfte Aufwendungen für die Reparatur bestehender Dreibeinböcke, Mäharbeiten, Jungwaldpflege, Instandhaltung der Begehungswege und Ergänzungspflanzungen. Daneben wurde in der Periode die Verbauung mit rund 550 Dreibeinböcken und der entsprechenden Bepflanzung ergänzt.
Im Winter 2011/2012 wurde die Verbauung einem neuen Härtetest unterzogen. Der Schnee überdeckte die Dreibeinböcke flächig und musste deshalb eine Höhe von mindestens 2.5m aufgewiesen haben. Dazu kam, dass der Schnee, dank der relativ hohen Temperaturen sehr nass war. Auf den obersten Dreibeinböcken kam zusätzlich noch die Last der Schneeverwehungen dazu. Dort wurden Schneehöhen von 5-6 Meter geschätzt. Diese Schneelasten verursachten einige Schäden in den Bauwerken. Im oberen Bereich wurden die DBB in den Boden gedrückt oder die Vorkragungen brachen ab. Insgesamt sind von Sax bis Sennwald etwa 200 Dreibeinböcke beschädigt worden. Weil die Gleitschneeverbauungen viel Schnee zurückhielten, ging bedeutend weniger Schnee in den Runsen als Lawinen zu Tale. Somit erreichten die Lawinen die obersten Häuser nicht. Die Bewohner sind von der Wirksamkeit der Massnahmen überzeugt. Das Projekt Staubern IV ist für die NFA-Periode 2012-2015 ausgelegt. Schwergewichtig werden mit den veranschlagten Fr. 523‘000.-- die bestehenden Werke und Aufforstungen unterhalten. Aufgrund der Schäden aus dem schneereichen Winter, mussten aber bei einigen Flächen, an den Rändern ergänzend rund 400 zusätzliche Böcke angebracht und die entsprechende Bepflanzung vorgenommen werden.
Ende 2015 wurden mit einer Drohne aktuelle Luftbilder der Verbauung und Aufforstung am Staubernfirst erstellt. Diese bilden die Grundlage für die genaue Aufnahme aller bisher ausgeführten Bauten und Aufforstungen. Aufgrund dieser Daten wird das Projekt V für die nächste 4-Jahresperiode erarbeitet, das hauptsächlich von Instandhaltungsarbeiten geprägt sein wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die ersten Dreibeinböcke mit 25 Jahren ins Alter kommen und die Reparatur- und Ersatzarbeiten zunehmen werden.
Bericht über das Aufforstungsprojekt
FOG Sennwald gewinnt den int. Schutzwaldpreis 2012
Das "Aufforstungs- und Verbauungsprojekt Staubern" der FOG Sennwald wurde im Januar 2012 von der Arge Alpenländischer Forstvereine mit dem internationalen Schutzwaldpreis ausgezeichnet.
Gerne stellen wir Ihnen den Bericht zur Verfügung.
Der Regierungsrat des Kantons St.Gallen besucht das Aufforstungsprojekt Staubern -> Bericht des W&O [186 KB]