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Die Quantentechnologie wird vor allem einen militärischen Vorteil an der Front bringen, indem sie mehr Daten über feindliche Kräfte und deren Bewegungsmuster liefert. Vor diesem Hintergrund wird die NATO in Dänemark ein neues Zentrum für Quantentechnologie errichten.
Quantencomputer werden im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs für Supercomputer entwickelt und haben das Potenzial, alles zu revolutionieren, von der Wettervorhersage über militärische Modellierungsarbeiten bis hin zu Verschlüsselung und Codeknacken.
Die NATO hat beschlossen, in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ein neues Entwicklungszentrum für Quantentechnologie einzurichten.
Ziel des Zentrums, das am Niels-Bohr-Institut der Universität Kopenhagen angesiedelt und nach einem dänischen Physiker benannt ist, der ein Pionier der Quantenmechanik war, ist die Entwicklung und Erprobung innovativer, vielseitig einsetzbarer Technologien zur Unterstützung des ökologischen Übergangs, der Navigation, der Forschung und der Verteidigung. Beiträge werden auch von der Technischen Universität Dänemark, der Universität Aarhus und dem Dänischen Nationalen Institut für Metrologie erwartet.
Laut dem dänischen Verteidigungsminister Morten Bodskov würde die Weiterentwicklung der Quantentechnologie zu großen sicherheitspolitischen Anpassungen für Dänemark und die NATO führen.
Wir können dazu beitragen, unsere Verteidigung gegen Cyberangriffe zu revolutionieren und unsere Cybersicherheit zu stärken, sagte Bodskov, der vom dänischen Rundfunk zitiert wurde.
Laut dem dänischen Radiotechnikspezialisten Henrik Moltke werden Quantencomputer weitaus schneller sein als gewöhnliche Computer und auch in der Lage sein, Berechnungen und Modellierungen erheblich zu verändern, was für die militärische Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein wird. Sie werden u.a. die Verschlüsselung und die sichere Kommunikation verbessern und das Knacken von Codes ermöglichen.
Wenn diese Technologie in der Lage ist, Codes zu knacken, ändert das alles in Bezug auf die Sicherung der Kommunikation. Deshalb ist es auch für die NATO sinnvoll, daraufzusetzen, sagte Moltke.
Er zog Analogien zwischen dem Zweiten Weltkrieg und dem gegenwärtigen technologischen Kampf der Supermächte.
„Es ist wie im Zweiten Weltkrieg, als es den Briten gelang, die deutschen Codes mit der Enigma-Maschine zu knacken“, sagte Moltke.
Während die Technologie erhebliche Auswirkungen auf die Forschung haben wird, die riesige Datenmengen verarbeitet, wie z. B. die Genomsequenzierung, die Wettervorhersage, die Entwicklung von Impfstoffen und die grüne Transformation, glaubt Moltke, dass sie vor allem einen militärischen Vorteil an der Front bringen wird, indem sie mehr Daten über feindliche Kräfte und deren Bewegungsmuster liefert.
„Und wenn man herausfinden kann, wo der Gegner einen treffen wird, kann man sich besser verteidigen“, sagte Moltke.