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Editorial
Als ich für ein einmonatiges Praktikum erstmals nach Nordost-Indien, in den Bundesstaat Arunachal Pra¬desh, gehen wollte, musste ich erst lernen, dass die Region, vor allem Arunachal Pradesh, wo unsere Schule steht, anders ist. Denn obwohl die Region ein Teil Indiens ist, brauchte ich für die Einreise in den Bundesstaat eine Aufenthaltsbewilligung. Als ich dort ankam, wurde ich gefragt: "Sind Sie aus Indien?" Die Frage war ein Rätsel für mich. Die Dorfleute leben dort, als hätten sie mit dem übrigen Indien nichts zu tun. «Indien» ist unbekannt, denn sie sind nie über ihr Dorf hinausgekommen.
Seit der Ankunft der modernen Kommunikationsmedien in Nordost-Indien hat sich die Lage geändert. Die Menschen wollen teilhaben an der Entwicklung. Aber da die Region von der Regierung und dem restlichen Indien weiterhin vernachlässigt wird, bleiben die Menschen arm und auf Hilfe angewiesen.
Durch unser Schulprojekt, das in Basar angesiedelt ist, hat der Ort ein neues Gesicht erhalten. Dass die Kinder in eine gute Schule gehen können, ist für Basar ein grosser Entwicklungsschritt und bedeutet eine Verbesserung der Lebensqualität. Von Jahr zu Jahr vergrös¬sert sich die SchülerInnenzahl. Wir müssen daher Massnahmen ergreifen, um die Qualität der Schule zu halten, ja zu steigern und so das Bildungsniveau zu verbessern.
Das Lernen in dieser Schule bietet den Kindern die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu entfalten. Schule und Bildung tragen wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei und erschliessen neue Möglichkeiten im Leben. Ein gutes Bildungsniveau und eine angenehme Atmosphäre an der Schule beeinflussen das Verhalten, das Denken, die Mentalität und die Lebensqualität der SchülerInnen. So wird die Schule zu einem Motor für Veränderungen und Entwicklung in den Dörfern und in der Gesellschaft.
Es ist wunderbar, wenn wir mithelfen können, die «Träume» unserer Kinder in Basar, im Nordosten Indiens, zu verwirklichen.
Für die Redaktion
Pater Sunny Thomas
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