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(Kt. Schaffhausen).
Einer der ältesten der alemannischen
Gaue, wird in einem Kapitular Karls des Grossen als Chletgowe schon 806 genannt
und reichte vom
Rhein bis zur
Wutach und zum
Randen. Die Ableitung des Namens ist noch unsicher (vielleicht
vom mittellatein. Cleda = Lehm). Eine von
Neuhausen im O. bis Küssenberg im W. und darüber hinaus bis zur Mündung der
Wutach
in den
Rhein ziehende Hügelkette teilt diese Landschaft in eine östliche Hälfte (Jestetten, Lottstetten und
Rafzerfeld)
und eine westliche Hälfte, die seit dem 15. Jahrhundert allein noch als Klettgau bezeichnet wird.
Beide Hälften sind fruchtbar, doch bietet der jetzige Klettgau dem Weinbau günstigere Bedingungen. Nach der im 12. Jahrhundert
zum Abschluss gelangten Umgestaltung der karolingischen Reichsverfassung ward der Klettgau eine Landgrafschaft, die bis 1408 den
Grafen vonHabsburg-Laufenburg, bis 1687 den
Grafen von
Sulz und bis 1806 den Fürsten von
Schwarzenberg unterstand,
um dann an das Grossherzogtum
Baden überzugehen. Die jetzt zum Kanton Zürich
gehörenden Teile der einstigen Landgrafschaft waren von
den Landgrafen schon 1651 und die jetzigen Schaffhauser Gemeinden schon 1656 an diese beiden Städte verkauft worden.
Im Klettgau sollen die von Julius Caesar erwähnten Latobrigen sesshaft gewesen sein.
Die heutigen Klettgauer sind ein körperlich starker, geistig aufgeweckter und auf seine
Freiheit stolzer und darüber eifersüchtig
wachender Menschenschlag. Die zu Schaffhausen
gehörenden
Dörfer traten zur Reformation über, während auf badischem Boden die neue Lehre
gewaltsam unterdrückt worden ist. Hauptbeschäftigung der Bewohner ist Landwirtschaft in ihren verschiedenen
Formen. Der heutige Klettgau zerfällt in einen badischen und einen schaffhauserischen Teil.
Dort steht auf dem Küssenberg die schöne und gut erhaltene Ruine der Burg Küssenberg, die einst Eigentum der
Bischöfe
von Konstanz gewesen ist,
dann an die
Grafen vonSulz überging und 1634 beim Heranrücken der Schweden
unter General
Horn von ihrer Besatzung verlassen und den Flammen übergeben wurde. Von Burg Küssenberg schöne Aussicht auf
Alpen und Schwarzwald. Der schaffhauserische Klettgau zerfällt (exkl.
Beringen) in die zwei Gerichtsbezirke Ober Klettgau
und Unter Klettgau.