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Spuren im Sand
"Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich träumte, dass mein ganzes bisheriges Leben ein langer Sandweg war. Ich fühlte den warmen Sand unter meinen Füssen. Ich konnte meine eigene Vergangenheit erkennen und spürte Liebe und Geborgenheit, denn der Ewige ging an meiner Seite.
Dort, wo ich ging, waren doppelte Fussspuren erkennbar. Ich fragte den Ewigen, was dies bedeutet. Er antwortete: „Seitdem du dich für mich entschieden hast, habe ich dich immer begleitet!“
Doch dann sah ich ein Stück lang nur eine Fussspur und erinnerte mich, dass diese die schwerste Zeit in meinem Leben war. Das verwirrte mich. Ich fragte den Ewigen: „Als ich mich entschied, dir zu folgen, sagtest du zu mir, du würdest immer bei mir sein und alle Wege mit mir gehen. Nun aber sehe ich, dass du in den schwersten, von Kummer, Schmerz und Verzweiflung geprägten Zeiten meines Lebens gar nicht bei mir warst. Wo warst du während dieser Zeit? Warum hast du mich allein gelassen?“
Der Ewige lächelte und sagte: „Wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen. Ich war immer da!“
frei nach Margaret Fishback Powers