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Théophile Steinlen
Link zur Biographiehttps://de.wikipedia.org/wiki/Thophile-Alexandre_Steinlen
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Théophile-Alexandre Steinlen wurde 1859 in Lausanne als Sohn eines Postbeamten geboren. Der Schweizer Künstler tat sich als Maler, Zeichner, Grafiker und Illustrator hervor. Er wurde vor allem für seine Plakat-Entwürfe, insbesondere für das Kabarett Le Chat Noir im Stil der französischen Kunstrichtung Art Nouveau bekannt.
Nachdem Steinlen zunächst zwei Jahre Theologie in Lausanne studierte, übte er sich im bereits aus seiner Kindheit vertrauten Zeichnen. Ab 1879 liess er sich in Mühlhausen als Textilzeichner ausbilden. 1881 zog er zusammen mit Emilie Mey, seiner späteren Frau, nach Paris. Ab 1882 war er dort als Illustrator für humoristische Zeitungen wie Gil Blas illustré, L’Assiette au Beurre und Le Rire tätig. Er lebte sich rasch in das dortige Künstlermilieu ein und schloss Bekanntschaft mit dem Maler Adolphe Willette. Letzterer machte ihn mit Rodolphe Salis dem Begründer des Kabaretts «Le Chat Noir» sowie der gleichnamigen Zeitschrift bekannt. Dort pflegte er Umgang mit Künstlern wie Jean-Louis Forain, Henri de Toulouse-Lautrec und Félix Vallotton sowie den Schriftstellern Paul Verlaine, Alphonse Allais und dem Chansonnier Aristide Bruant. Als Illustrator war er zunehmend gefragt. So konnte er u.a. die Werke von Emile Zola und Anatole France illustrieren. Er verkehrte in dieser Zeit bevorzugt in sozialistischen und anarchistischen Kreisen, in deren Zeitungen er mitwirkte.
1903 beteiligte sich Théophile Steinlen mit mehr als fünfzig Werken an der Berliner Sezessionsausstellung. Er tat sich etwas später auch als Tiermaler hervor mit einer Serie von Katzenfiguren.
Die unheilvolle Entwicklung des ersten Weltkrieges beschäftigte ihn. Er begann ab 1914 das Leid und Elend in dramatischen Bildern festzuhalten. 1915 begab er sich an die Front, wo er das Kriegsgeschehen dokumentierte.
Gegen Ende seines Lebens thematisierte er die sozialen und humanitären Themen wieder. In Paris wurden ihm drei wichtige Ausstellungen gewidmet; 1919 in der Galerie La Béotie, eine weitere 1922 bei Pelletan und die letzte 1923 in der Galerie des beaux-arts. Im gleichen Jahr starb er an einem Herzinfarkt in seiner Wohnung im Montmartre.