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Wie die amerikanische IT-Publikation 'The Information' berichtet, haben sich in den letzten Wochen Führungskräfte von Netflix mit Vertretern von den Konkurrenten Roku und Comcast getroffen. Erörtert worden sei bei den Treffen eine Vereinbarung, nach der die zwei Unternehmen entweder den Anzeigenverkauf oder die technische Infrastruktur für die bevorstehende werbegestützte Dienstebene des Streaming-Giganten übernehmen würden, so eine mit der Situation vertraute Person gegenüber 'The Information'.
Durch eine solche Vereinbarung könnte Netflix den Aufbau eines eigenen Teams für den Anzeigenverkauf vermeiden und die Investitionen für deren Umsetzung verringern, schreibt das Magazin weiter. Sowohl Roku als auch Comcast sind jedoch Konkurrenten von Netflix. Während Comcast den Streaming-Dienst Peacock besitzt, betreibt Roku eine kostenlose und durch Werbung finanzierte Plattform.
Solche Partnerschaften zwischen Wettbewerbern werden im Streaming-Bereich immer häufiger, schreibt 'The Information' (Paywall)
weiter. In einigen Fällen würden Technologieunternehmen im Bereich des Anzeigenverkaufs gar auf das Fachwissen der "alten" Medienunternehmen zurückgreifen. Branchenexperten sagen, dass solche Arrangements in der Vergangenheit vielleicht zu einer Fusion geführt hätten, diese aber heute schwieriger zu bewerkstelligen seien, was auch das Interesse an Partnerschaften fördere.
Gemäss dem Tech-Magazin hat Netflix auch noch keine Führungskraft mit der Aufsicht des Werbegeschäfts betraut. Zudem muss das Unternehmen auch noch seine Lizenzrechte mit der Urheberrechtsinhabern neu verhandeln, um die Werbeanzeigen in seinen Streaming-Diensten implementieren zu können. Eingeführt werden sollen die Änderungen bis am Ende des Jahres. Ein ambitioniertes Ziel, das für den Anbieter wohl leichter zu erreichen ist, wenn ein Grossteil der Arbeit ausgelagert wird.