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Die Grossbank UBS hat 570 Millionen Euro für ihren ersten europäischen Infrastruktur-Anleihefonds eingesammelt. Damit will sie von einem Mangel an Finanzierungen profitieren, da Banken ihre Bilanzen schrumpfen.
UBS beschaffte die Gelder von 17 Investoren, darunter Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften in Europa und Asien, wie Tommaso Albanese, Leiter Infrastruktur-Anleihen bei UBS in London sagte. Die Archmore Infrastructure Debt Platform hat bereits 240 Mio. Euro für Transaktionen in Spanien, Belgien und Frankreich vorgelegt.
Transaktionen in Grossbritannien werden derzeit nicht erwogen, doch werde man Investmentchancen nach dem Brexit-Votum fallweise prüfen, so Albanese: "Die Unsicherheit und Volatilität, die durch den Brexit entstand ist, bietet derzeit kein passendes Risiko-Ertrags-Profil für einen Euro-basierten langfristigen Investor wie Archmore."
Auch Immobilien gehören dazu
Asset Manager kreieren Fonds für Investments mit höherer Rendite, darunter Infrastruktur- und Immobilien-Anleihen, um Pensionsfonds und Versicherer bei ihren aufgrund der niedrigen Zinsen zunehmenden Verpflichtungen zu unterstützen. Der UBS-Fonds wird Albanese zufolge Infrastrukturprojekte in Bereichen wie Erneuerbare Energien und Transport finanzieren.
Die bisherigen Transaktionen des Fonds wurden laut Albanese mit einer durchschnittlichen Bruttorendite von mehr als 3,75 Prozent getätigt. Zum Vergleich: zehnjährige deutsche Bundesanleihen rentieren mit 0,007 Prozent.
(Bloomberg)