Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03158.jsonl.gz/525

Das Wichtigste in Kürze
- Die Boeing 737 MAX wurde 2019 nach zwei Abstürzen aus dem Verkehr gezogen.
- Nun hat das US-Verkehrsministerium auf die Schwachstellen der Zertifizierung hingewiesen.
- Laut Bericht hätte die FAA kein umfassendes Verständnis eines Sicherheitssystems gehabt.
Das US-Verkehrsministerium weist in einem Prüfbericht Schwachstellen in der US-Flugaufsichtsbehörde FAA bei der Zertifizierung der Unglücksmaschine Boeing 737 MAX aus. Teilweise hätte derselbe Boeing-Ingenieur, der für das Design der Maschine verantwortlich war, dieses dann auch im Auftrag der FAA zertifiziert.
Federal Aviation Administration um Unabhängigkeit besorgt
Die FAA müsse sicherstellen, dass die Mitarbeiter, die die Zertifizierungsaufgaben durchführen, «ausreichend unabhängig sind». So hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.
In dem 63-seitigen Bericht kam das US-Ministerium zu dem Schluss, dass die FAA kein umfassendes Verständnis des Sicherheitssystems hatte. Dieses wird mit zwei Abstürzen in Verbindung gebracht. Ausserdem wurden «Schwächen im Management und in der Aufsicht» angeführt.
Boeing 737 MAX seit 2019 ausser Betrieb
Die FAA stimmte zu, allen 14 Empfehlungen des Berichts für einen sicheren Zulassungsprozess zu folgen. Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass sie «bereits erhebliche Fortschritte» bei der Umsetzung der Vorgaben gemacht habe.
Das Erfolgsmodell Boeing 737 MAX war im März 2019 aus dem Verkehr gezogen worden. Als Unglücksursache galten Probleme mit der Steuerung. Auslöser waren zwei Abstürze mit insgesamt 346 Toten in Indonesien und Äthiopien. Die US-Luftfahrtbehörde hatte Mitte November nach Software-Updates und mit Auflagen etwa zum Pilotentraining den Flugbetrieb wieder zugelassen.