Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03356.jsonl.gz/542

«Der Alpaufzug hat sich in allen Regionen im Vergleich zu früher eher etwas nach vorne geschoben, die Unterschiede und Schwankungen zwischen den Jahren sind aber gross», erklärt Selina Droz, Geschäftsführerin des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbands SAV. Allerdings gebe es keine offiziellen und gesicherten Zahlen zur Dauer der Alpung und den Daten von Alpauf- und Alpabzug, weshalb nur subjektive Aussagen möglich seien. Und eine frühere Alpauffahrt bedeute auch nicht unbedingt eine längere Sömmerungszeit. Tatsächlich sei in den Jahren mit früheren Alpaufzügen des Öfteren beobachtet worden, dass die Alpen beispielsweise aufgrund von Trockenheit auch wieder früher verlassen werden mussten, führt Selina Droz weiter aus.
Stabile Stosszahlen auf den Schweizer Alpen
Gesichert ist allerdings die Anzahl der Tiere, welche die Schweizer Alpen Jahr für Jahr bevölkern, erklärt Selina Droz: «Die Sömmerung wird in sogenannten Normalstössen erfasst, wobei ein Normalstoss einer Grossvieheinheit entspricht, die für 100 Tage auf der Alp sömmert.» So weiden durchschnittlich über 250’000 Rinder und Kühe für rund dreieinhalb Monate auf den Schweizer Alpen. Daneben verbringen etwas über 130’000 Schafe, gut 35’000 Ziegen sowie rund 7’000 Pferde ihren Sommer auf der Alp.
Insgesamt ist der Tierbesatz auf den schweizerischen Alpen in den letzten 20 Jahren relativ stabil geblieben. Die Anzahl der Sömmerungsbetriebe hat sich allerdings von 7’472 auf 6’672 reduziert, die Betriebe sind durch Fusionen oder durch Übernahmen beispielsweise von Nachbarbetrieben tendenziell aber grösser geworden.