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Las Granjas wurde 1948 während des Bürgerkrieges in Kolumbien für Waisenkinder gegründet. 1963 wollte man das Heim schließen, da chaotische Verhältnisse herrschten. Ein Appell des Bischofs von Medellin bewirkte, dass ein französischer Orden zwei Schwestern zur Führung von Las Granjas entsandte: eine Französin (die inzwischen verstorbene „Madre“) und die Schweizerin Sr.Therese-Jacqueline, die heutige Leiterin des Heims.
Damals lebten 150 Kinder in Las Granjas, misstrauisch und verwahrlost. Es gab weder sanitäre Anlagen noch einen ordentlichen Schulbetrieb. Das alles liegt nun lange zurück. Hartnäckiges Arbeiten und viel Gottvertrauen waren notwendig, um all die Schwierigkeiten in den vielen Jahren zu überwinden. Heute hat die Schule einen sehr guten Ruf. Las Granjas wurde mehrmals ausgezeichnet und Pädagogen aus dem ganzen Land besuchen das Heim und holen sich Anregungen für ihre Tätigkeit.
Die Finanzierung hatte man ganz den Schwestern des französischen Ordens St.François de Sales überlassen. Sie erhielten Spenden über Freunde in den USA und aus Frankreich, aber diese genügten einfach nicht mehr. Nach 20 Jahren grösstem, persönlichem Engagement inmitten des Drogenterrors von Medellin, stand das Kinderheim vor dem finanziellen Aus. 1984, auf einem Heimatbesuch in der Schweiz, traf Sr.Therese-Jacqueline Christine Morlok die das Werk kannte und mehrere Male besucht hatte. Sr.Therese-Jacqueline berichtete offen über die finanziellen Probleme. Das war der Beginn der Hilfe aus der Schweiz, Liechtenstein und Norwegen. Dank dieser Hilfe kann Las Granjas heute überleben.