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Kinshasa - Bei zwei Schiffsunglücken in der Demokratischen Republik Kongo sind mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 24 Menschen ertranken, als am Sonntag ein Fischerboot auf einem Fluss im Westen des Landes kenterte.
Dies teilte ein Regierungssprecher am Montag in Kinshasa mit. Beim zweiten Schiffsunglück, das sich am Samstag im Landesinneren ereignete, war die Zahl der Todesopfer unklar.
Regierungssprecher Lambert Mende sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Fischerboot mit "24 bis 30 Personen an Bord" sei bei schlechtem Wetter auf dem Ruki-Fluss im Westen des zentralafrikanischen Landes gesunken.
Der von der UNO unterstützte Sender Radio Okapi meldete dagegen unter Berufung auf eine Sprecherin der Provinzregierung, von den etwa hundert Menschen an Bord hätten nicht mehr als 15 überlebt.
Mit Blick auf das zweite Schiffsunglück vom Samstag sprach Mende von 24 Überlebenden. Er fügte hinzu, niemand könne derzeit sagen, "ob neben den Überlebenden noch mehr Menschen an Bord waren und ob es Vermisste und Tote gibt".
Keine Passagierlisten
Es gebe keine Passagierliste für das auf einem Fluss in der zentralen Provinz Kasai-West gekenterte Frachtschiff. Nach seinen Angaben fing der Frachter Feuer und sank darauf. Laut Provinzgouverneur Trésor Kapuku hatte das Schiff vor allem Treibstoff geladen. Regierungssprecher Mende sagte, eigentlich hätte das Schiff gar keine Passagiere transportieren dürfen.
In ersten Berichten hatte es geheissen, bei den beiden Schiffsunglücken seien mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen, was von den Behörden jedoch bestritten wurde. Gouverneur Kapuku sagte, auf dem Kasai-Fluss könne kein Schiff verkehren, das 200 oder 300 Menschen transportiere.
Viele Schiffsunglücke
Das riesige Land hat ausserhalb der Grossstädte ein kaum entwickeltes Strassennetz. Angesichts der grossen Entfernungen sind die Flüsse wichtige Verkehrswege. Passagierschiffe und Fähren entlang der Wasserstrassen sind oft veraltet und in marodem Zustand.
Es kommt immer wieder zu Schiffsunglücken, insbesondere wegen Überladung. Ausserdem sind sie Schifffahrtsrouten oft schlecht markiert und die Sicherheitsstandards auf den Schiffen sehr niedrig.
SDA-ATS