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Der werte Reisende fühlt sich ziemlich sicher, wenn er ein Hotel in einer gehobenen Kategorie bucht. Klar, Ein-Sterne, Zwei-Sterne oder Drei-Sterne Hotels sind kein Garant für eine erstklassige Unterbringung. Bei Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels fühlt sich der Reisende eher auf der sicheren Seite. Dazu muss man wissen, dass es keine weltweite Kategorisierung gibt. Ein Fünf-Sterne-Hotel in Deutschland genügt anderen Ansprüchen als ein Fünf-Sterne-Hotel in Spanien oder der Türkei.
Die Anforderungen sind zum Beispiel so etwas Banales wie:
es gibt einen Parkplatz, es gibt einen Wasserkocher mit Kaffee- und Teeangebot, es gibt einen Zimmerservice, es gibt täglich frische Handtücher Danach ist die Spannbreite sehr groß.
Generell gilt: In Nord- und Mitteleuropa ist der Standard höher als in Südeuropa. In Amerika, Asien, Afrika und Australien gelten andere Standards.
Deshalb ist anzuraten, immer eine höhere Klasse zu buchen, wenn man in Südeuropa, Amerika, Asien, Afrika oder Australien unterwegs ist.
Aber auch Fünf-Sterne-Häuser können eine ziemliche Enttäuschung sein.
Der Wasserhahn tropft, es ist nicht möglich von „Dusche auf Bad“ umzustellen, die Badewannenmatte ist verdreckt, die Tür zum Balkon lässt sich nicht öffnen, das Betttuch macht einen „gebrauchten“
Eindruck, zum Kaffee gibt es keine Milch oder kein Milchpulver, der Zimmerservice versteht Sie weder auf Deutsch noch auf Englisch, beim Frühstück werden Sie konsequent übergangen, wenn Kaffee einge-schenkt wird, das Rührei besteht aus Eipulver usw. usf.
Das sollten Sie sich nicht bieten lassen.
Bei einer Pauschalreise müssen Sie die Reiseleitung kontaktieren.
Diesbezügliche Mängel gehören sofort angezeigt.
Allerdings neigt die Reiseleitung oft dazu, erst am letzten Tag des Aufenthaltes aufzukreuzen. Um Mängel anzuzeigen, müssen Sie leider sofort tätig werden und den Besuch der Reiseleitung einfordern.
Im Hotel hängt die Kontaktadresse mit der entspre-chenden Telefonnummer aus. Rufen Sie dort bei einem aufgetretenen Mangel an. Im Nachhinein werden Sie sich schwer tun, Regressansprüche geltend zu machen.
Auch wenn Sie Fotos von mit Schimmel befallenen Badezimmern präsentieren können, werden Sie von der Kulanz des Veranstalters abhängig sein.
Beim Essen wird die Sachlage noch schwieriger. Wenn Sie „All inclusive“ oder Halbpension gebucht haben, Ihnen aber das Essen nicht bekommt,
müssen Sie schon nachweisen, dass für ALLE das Essen ungenießbar war.
Sonst haben Sie schlichtweg einfach das für Sie nicht
geeignete Essen gewählt.
Sollte das Personal Sie komplett ignorieren, kurzum, Sie bekommen beim Frühstück keinen Kaffee, zum Abendessen kein Getränk angeboten, beschweren Sie sich direkt beim Hotel-Management.
Für schlechten Service kann die Reiseleitung nichts. Dafür ist das Hotel unmittelbar zuständig und eben deren Management.
Manche Hotels versuchen den Hotelbetrieb mit unausgebildeten Aushilfskräften aufrecht zu erhalten. Das funktioniert nie.
Der Anspruch an ein Fünf-Sterne-Haus muss schon sein, dass der Gast im Mittelpunkt steht. Die Hotelabläufe sind dem Gast im Wesentlichen
egal. Dafür zahlt er eben den Preis, der mitunter nicht unerheblich ist.
Den Preis zu kassieren und einen schlechten Service anzubieten in einem Hotelzimmer, das den Fünf-Sterne-Anspruch nicht erfüllt, kann es auch nicht sein.
Auch wenn die Hotels davon ausgehen, dass jemand dort nur einmal übernachtet, diese Mankos sprechen sich herum. Dazu dienen schon Portale wie:
http://www.hotelbewertungen.net/
Außerdem empfiehlt es sich, die Hotelbewertungen auszufüllen, die im Hotel ausliegen. Im Normalfall hat das Management keine Ahnung, wie die Basis arbeitet. Nur der Gast kann dem Management die Augen öffnen.