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Im Sattel des zehnjährigen Westfalen-Wallachs Corbinian qualifizierte sich Guerdat mit einem ausgezeichneten Initialparcours für das einmalige Stechen, welches insgesamt sieben Paare erreichten. Die Barrage gewann der Deutsche Christian Ahlmann mit Taloubet Z vor dem Iren Denis Lynch mit All Star und dem Niederländer Harrie Smolders mit Emerald. Guerdat wurde mit einem Abwurf am ersten Hindernis Vierter in der mit 150’000 Euro dotierten zweiten Wertung.
“Der Parcours war äusserst schwer. Mein Gefühl war gut, und Corbinian war stets bei mir. Ich bin sehr zufrieden”, freute sich Guerdat. Den Fehler im Stechen konnte er sich selbst nicht erklären, “es hatte auch keinen grossen Einfluss mehr auf das Gesamtklassement”. Wie sich nun Corbinian im abschliessenden Final am Ostermontag präsentierten wird, weiss der Olympiasieger nicht: “Das gilt es jetzt herauszufinden, es ist das erste Championat für ihn. Ich bin aber positiv eingestellt.”
Sichtlich enttäuscht zeigte sich Romain Duguet, der im ersten Umgang mit der zwölfjährigen Franzosen-Stute Quorida de Treho zwei Abwürfe hinnehmen musste. “Den ersten Fehler muss ich klar auf mich nehmen, ich kam etwas zu gross auf den Oxer. Ansonsten war ich nicht schlecht unterwegs, ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl.” Mit dem 14. Rang im Zwischenklassement und einem Rückstand von elf Strafpunkten auf den Führenden ist zwar noch nichts verloren, die Hypothek wiegt jedoch schwer.
Die drei in Führung liegenden Reiter nach der ersten Wertungsprüfung vom Freitag, die Französin Pénélope Leprévost und ihr Landsmann Simon Delestre sowie der Deutsche Daniel Deusser, mussten allesamt einen Abwurf im ersten Umgang hinnehmen und rutschten so im Zwischenklassement nach hinten. Einen Sprung nach vorne machte hingegen der Deutsche Marcus Ehning mit Cornado. Er liegt nun im 2. Rang. Der 41-Jährige könnte als erster Reiter überhaupt den Final zum vierten Mal für sich entscheiden. Auf dem 3. Platz liegen ex aequo Smolders und Deusser.
Die Strafpunkte werden in den Final am Ostermontag mitgenommen. Es warten auf die Top 30 nochmals zwei schwere Parcours. Für den zweiten Umgang qualifizierten sich nur noch die 20 besten Reiter.
(SDA)