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Die multidirektionale Instabilität (MDI) der Schulter geht zumeist auf ein zu weiters Kapselgewebe, bzw eine zu lockere Hülle der Schulter zurück. Oft hat es Beschwerden nur unspezifische Schmerzen in Schulter, Arm und Nacken. Manchmal auch Kribbeln in den Fingern. Dewegen wird das Problem oft übersehen. Als Therapie kommt muskuläre Stabilisierung oder die chirurgische Verrengung der Gelenkskapsel in Frage.
Die multidirektionale Instabilität (MDI) ist ein schwieriges Thema in der Schulterchirurgie. Das Problem beginnt damit, dass wir als Menschen zwar Begrifflichkeiten für Gefühle wie warm, kalt, eckig, rauh etc haben, aber nicht für instabil (oder Herzinfarkt). Damit ist die Beschwerde des MDI-Patienten meist einfach unklarer Schmerz. Oft sind diese aber auch sekundäre Schmerzen in Nacken oder Rücken, oder auch Ellbogenprobleme oder taube Finger.
Vielerorts hört man noch das die MDI operativ nicht behandelbar ist. Das ist falsch. In einer eigenen Studie konnten wir sogar in sog. worst case Situationen - junge SportlerInnen mit genetischem Kollagendefekt (Ehlers-Danlos-Syndrom) - ausgezeichnete Langzeitergebnisse nach chirurgischer Stabilisierung zeigen.
Die operative Stabilisierung braucht 4-5 Tage Aufenthalt.
Nach der Operation braucht es für 6 Wochen eine Schlinge (ähnlich dieser Art). Die komplette Rekonvaleszenz bedarf eines knappen halben Jahres. Circa ein Drittel der Patienten braucht in den ersten 2 Jahren nach der Operation eine weitere Runde Pysiotherapie oder eine Infiltration.