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Radprofi Richard Virenque wurde am Freitag (29.12.) vom Schweizer Radsport-Verband mit Wirkung per 1. Februar 2001 für neun Monate gesperrt. Das heisst, praktisch Rennverbot für 2001. Die Karriere von Virenque dürfte sich dem Ende zuneigen.
Damit verhängte die zuständige Dach-Organisation gegen den 31-jährigen Franzosen, der seit 1999 in der Nähe von Genf wohnt, sogar eine um einen Monat längere Strafe als vor zwei Jahren gegen den geständigen Schweizer Radprofi Alex Zülle.
Durch die Verhängung der Sperre ist die kommende Saison für Virenque, der in der Vorwoche im Strafprozess in Lille freigesprochen worden war, gelaufen. Seine Karriere steht wohl vor dem Aus.
Virenque, der zudem mit einer Geldstrafe von 6'000 Schweizer Franken belegt wurde, darf bis zum 31. Oktober 2001 kein Rennen bestreiten. Der Bergspezialist, der in Lille nach 27 monatigem Leugnen den Doping-Missbrauch gestanden hatte, ist weiter auf der Suche nach einer neuen Mannschaft, nachdem sein bisheriger Arbeitgeber Polti (Italien) sein Engagement eingestellt hatte. Mit der jetzt nicht mehr vorhandenen Möglichkeit eines Tour-Starts 2001 gilt Virenque als unvermittelbar.
Hoffen auf Strafminderung
Virenques ehemaliger Mannschafts-Kollege Zülle hatte sein Doping- Geständnis mit weiteren Festina-Fahrern in Polizei-Verhören abgelegt, nachdem das Skandal-Team von der Tour de France 1998 suspendiert worden war. Die Sperre der Schweizer Profis Zülle, Laurent Dufaux und Armin Meier war vor zwei Jahren von der UCI um einen Monat verringert worden. Auf einen ähnlichen Schritt hofft auch Virenque.
swissinfo und Agenturen