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Ein Student aus dem Lehrgang «Dipl. Techniker/-in HF Bauplanung Architektur» ist über dessen Arbeitgeber massgeblich an der Projektplanung «Versetzen der bestehenden Bausubstanz» beteiligt, weshalb die Studienleitung dies natürlich sehr gerne als praxisorientierte Wissensvermittlung aufgenommen hat; wann darf man denn schon einmal dabei sein, wenn ein Gebäude vom Fundament getrennt und verschoben wird?
Die Planung und auch die Vorbereitungen verlangen eine überdurchschnittliche Genauigkeit. So müssen beispielsweise die neuen Fundamente exakt unter die statisch relevanten bestehenden Aussen- und Innenwände zu liegen kommen.
Das Gebäude wurde im Sockelbereich mit zahlreichen Stahlträgern und Verstrebungen (Kernbohrungen in den Wänden bis zu 65cm; Stahlträger 45cm hoch) versehen unter welchen wiederum 14 hydraulische Pressen angeordnet wurden. Die Pressen heben das ganze Gebäude einige wenige Centimeter an (Genauigkeit +/- 1.0cm) wobei das Gebäude mit einer geplanten Geschwindigkeit von ca. 5m/h versetzt und zusätzlich um ca. 7° gedreht wird. Die grösste Last, welche eine Presse übernehmen muss beträgt 585kN (ca. 59 Tonnen).
Gegenwärtig wird ein Druck von ca. 60% durch die hydraulischen Pressen über die Stahlträger auf die bestehende Bausubstanz ausgeübt damit die Aussenwände über den mit Laser eingezeichneten Schnittlinien getrennt werden können (Tiefe der Schnitte ca. 40cm).
Die bestehenden Gebäudetechnikinstallationen wurden gekappt und sofern notwendig als provisorische Installationen wieder zusammengeführt.
Wir danken bestens für die äusserst interessanten Einblicke und Erläuterungen und wünschen allen Beteiligten ein erfolgreiches und sicheres Gelingen.