Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03144.jsonl.gz/3013

Die ugandische Menschenrechtsaktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera kämpft gegen die Diskriminierung von lesbischen, homosexuellen, bisexuellen, transsexuellen und intersexuellen Menschen in Afrika. Der italienische Chirurg Gino Strada rettet Menschenleben in Dutzenden von kriegsgebeutelten Ländern. Tony De Brum, Aussenminister der Marschallinseln, verteidigt die Interessen seines Volks und geht gegen Atomversuche und die Klimaerwärmung vor. Die Inuit-Repräsentantin Sheila Watt-Cloutier kämpft für die Rechte der Inuit und gegen die Klimaerwärmung in der Arktis.
Sie alle sind Preisträger des Right Livelihood Award 2015. Der Preis würdigt vorbildliche und inspirierende Aktionen für nachhaltige Entwicklung, Frieden und Menschenrechte. Die Preisübergabe fand am 30. November 2015 in Stockholm statt. Anschliessend besuchten die Preisträgerin und die Preisträger am 2. Dezember eine Konferenz im Maison de la Paix in Genf, wo sie Glückwünsche entgegennahmen und Diskussionen führten.
Die Schweizer Büros der Stiftung Right Livelihood Award (Right Livelihood Award Foundation, RLAF) sind seit 2015 in Genf untergebracht.
«Hoffentlich ist dieser Preis eine Inspiration für viele»
Die DEZA unterstützt die Right-Livelihood-Stiftung im Zeitraum 2015–2020 mit 2,25 Millionen CHF. Wie die DEZA engagieren sich die Preisträgerinnen und Preisträger vor allem in Entwicklungsländern für die Menschenrechte der Schwächsten und für nachhaltige Entwicklung. Die Hälfte der Preisträgerinnen und Preisträger lebt in Entwicklungsländern, auch in fragilen Staaten. Ein Viertel davon sind Frauen.
«Die DEZA profitiert vor allem von der Möglichkeit, mit den Preisträgerinnen und Preisträgern einen vertieften Austausch über entwicklungspolitische Themen zu führen. Dieser Dialog erfolgt sowohl auf globaler Ebene als auch auf lokaler Ebene in unseren Partnerländern, da die Hälfte der Preisträgerinnen und Preisträger aus Entwicklungsländern stammt», erklärte der Direktor der DEZA Manuel Sager anlässlich der Konferenz in Genf.
Die Finanzhilfe soll vor allem Vernetzung und Partnerschaften fördern. «Das ermöglicht der DEZA, lokale Herausforderungen und Zusammenhänge besser zu verstehen und thematische Kompetenzen weiter zu stärken. Da die Stiftung in Genf niedergelassen ist, fördert die DEZA auch den vertieften Austausch mit den dort ansässigen UNO-Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Davon profitieren die Preisträgerinnen und Preisträger, die verschiedenen Akteure in Genf und deren Zielgruppen sowie die internationale Zusammenarbeit der Schweiz.»
Die Arbeit der Preisträgerinnen und Preisträger ist mit der feierlichen Preisübergabe nicht zu Ende, ganz im Gegenteil: Die Vernetzung verleiht ihren Aktionen neuen Auftrieb und erschliesst mehr Unterstützung und neue Ressourcen.
Eine Preisträgerin und ein Preisträger sprechen über ihr Engagement
Was motiviert diese aussergewöhnlichen Persönlichkeiten, ihr Leben zu riskieren, um Tausende andere Menschenleben zu retten? Begegnung und Interview mit einer Preisträgerin und einem Preisträger anlässlich der Zeremonie in den neuen Büros der Stiftung im Maison de la Paix in Genf.