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Am 5. August des kommenden Jahres werden im legendären Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele eröffnet. Im Hinblick darauf sind die brasilianischen Behörden bestrebt, die Stadt sicherer zu machen.
Insbesondere bei der Befriedung von Armenvierteln kommt es laut einem Report von Amnesty International immer wieder zu Tötungen durch die Militärpolizei.
Über einen Zeitraum von zehn Jahren seien in Rio de Janeiro 5132 Fälle von Tötungen durch die Polizei registriert worden, schreibt die Menschenrechtsorganisation. Im vergangenen Jahr habe der Anteil an den Morden durch Tötungen der Polizei bei 15,6 Prozent gelegen. In der Favela Acari im Norden der Stadt seien gar neun von zehn Tötungen auf das Konto der Militärpolizei gegangen. Besonders häufig seien die Opfer Schwarze zwischen 15 und 29 Jahren.
Durch repressive Polizeieinsätze wird ein signifikanter Teil der Generation von jungen, schwarzen und armen Männer dezimiert.
Von 220 in den letzten Jahren begonnenen Untersuchungen seien 183 immer noch offen, kritisiert Amnesty-Chef Brasilien, Atila Roque «Rio de Janeiro ist eine Stadt mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite Glanz und Glamour, um die Welt zu beeindrucken, und auf der anderen eine Stadt, in der durch repressive Polizeieinsätze ein signifikanter Teil der Generation von jungen, schwarzen und armen Männer dezimiert wird».
Sinkende Mordrate
Statistisch gesehen zeigen die Bestrebungen, Rio de Janeiro im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2016 sicherer zu machen, Wirkung. Im gleichnamigen Bundesstaat sank die Mordrate mit 272 Todesopfern im Juni auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren.