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Boris Johnson, Favorit im Rennen um das Amt des britischen Premierministers, bastelt nach eigener Aussage zum Abschalten gern Busse aus hölzernen Weinkisten.
«Ich baue Modellbusse», sagte Johnson dem Sender TalkRadio am Dienstag. «Also, ich nehme mir alte Holzkisten, ja, und dann male ich sie an. Ich nehme an, das ist so eine Kiste, in der mal zwei Weinflaschen drin waren», erzählte Johnson weiter.
«Sie hat so ein Trenn-Ding, und dann mache ich einen Bus daraus. (...) Ich male die Insassen, die sich in dem wunderbaren Bus vergnügen.» Er stelle sich vor, die Modellbusse seien umweltfreundlich – wie die echten Busse, die er während seiner Zeit als Bürgermeister von London zwischen 2008 und 2016 auf die Strassen der britischen Hauptstadt gebracht habe, sagte der 55-Jährige.
Prominente und weniger bekannte Internetnutzer kommentierten Johnsons Aussage als «sonderbar» und «bizarr». Der Schauspieler Ross Mullan (52, «Game of Thrones») spottete bei Twitter in Anspielung auf ein Brexit-Versprechen Johnsons: «Ich erfinde gern spontan Sachen. Ich erfinde Busse, die behaupten, der (Gesundheitsdienst) NHS werde 350 Millionen Pfund pro Woche bekommen.»
I like to make things up as I go along. I make up buses that claim the nhs will receive £350 million per week. That sorta thing.— Ross Mullan (@rossmullan) 25. Juni 2019
«Das Schlimmste an Boris' Modell-Bus-Geschichte ist, dass sie ein bisschen so klingt, als habe er sich das ausgedacht», twitterte ein Satiriker, der unter dem Namen Otto English bloggt.
Make a big bus... get on it and drive as far away as possible..— Stephen king (@Stephen91314828) 25. Juni 2019
Auch die amtierende Premierministerin Theresa May ging nicht leer aus. «Ein bisschen komisch», twitterte der Nutzer @DXWQC zu Johnsons Hobby. «Aber wenigstens läuft er nicht durch Weizenfelder.» May hatte einmal auf die Frage einer Journalistin nach dem Frechsten, das sie je getan habe, geantwortet: «Als ich und meine Freunde als Kinder durch die Weizenfelder gerannt sind. Die Bauern waren darüber nicht sehr erfreut.»
(tam/sda/dpa)
Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.
Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.
Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …