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Nach zwei verlustreichen Kriegen in der islamischen Welt, inmitten von Schuldenkrisen und des Aufstiegs neuer Weltmächte, ist die globale Vorherrschaft des Westens beinahe schon Geschichte. Der Niedergang der westlichen Dominanz wurde, wie oft in der Geschichte grosser Mächte, von vorangehenden Überdehnungen eingeleitet. Heute, nach seiner Überdehnung, muss der Westen seine Grenzen erkennen, um sich in der multipolaren Welt behaupten zu können. Wo etwa mit dem politischen Universalismus des Westens und dem religiösen Universalismus des Islams unvereinbare Ziele aufeinander treffen, erfordert eine neue Weltordnung statt universeller Ansprüche die politische Koexistenz der Kulturen.