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Das US-amerikanische Pendant zu den DDS, die Aktenedition «Foreign Relations of the United States» (FRUS) feiert 2011 ihr 150-jähriges Bestehen. Die FRUS werden vom «Office of the Historian», einer Abteilung des State Departments, herausgegeben und sind demnach, anders als die DDS, ein staatliches Forschungsunternehmen. Das Projekt fusst allerdings auf einem Gesetz, welches die «vollständige, sorgfältige und zuverlässige Dokumentation» der Geschichte der US-Aussenpolitik durch die FRUS garantieren soll.
Von Lincoln bis Nixon
Begonnen wurde das Projekt bereits 1861, beim Ausbruch des Bürgerkriegs, unter Präsident Abraham Lincoln. Momentan sind die FRUS an der Forschung und Redaktion von Themenbänden zur Amtszeit Richard Nixons (1969-1974). Anlässlich einer von der Society for Historians of American Foreign Relations (SHARF) organisierten FRUS-Tagung zu komparativer Forschung im Bereich der internationalen Beziehungen hat Sacha Zala, Direktor der DDS, im Juni 2011 in Washington über «The War of Documents and the Professionalization of the Editor’s Work: A Comparative View» vorgetragen.