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Angenehme zwanzig Grad, ein leichtes Lüftchen vom Meer her kommend und ein blauer Himmel, dessen Klarheit nur noch von dem auf 10‘000 Metern übertroffen wird.
Während ich mich unter freiem Himmel durch die Speisekarte kämpfe, bringt die charmante Kellnerin das kalte Bier aus lokaler Brauerei und erkundigt sich nach den kulinarischen Gelüsten. Den guten Vorsätzen folgend, entscheide ich mich für einen griechischen Salat und verzichte auf das sicherlich leckere und buttergetränkte Knoblauchbrot.
Derweil grinsen zwei junge Damen zu meinem Tisch herüber und ich lächle anständig wie ich bin zurück.
Minuten später balanciert die Kellnerin den übergrossen Salatteller auf einer Hand und versucht den promenierenden Strandgängern aus dem Weg zu gehen. Sie weicht einem Trupp jugendlicher Soldaten aus, die alle eine schussbereite Schnellfeuerwaffe in der Hand tragen. Man grüsst sich, wie sich jugendliche halt grüssen und bei einigen kommt das hebräische Schalom über die Lippen.
Im Hintergrund geht die Sonne unter und färbt den Himmel über Gaza feuerrot. Gerade mal achtzig Kilometer von meinem lauschigen Plätzchen am Strand von Tel Aviv entfernt, hat die Bodenoffensive begonnen.