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Wenn deine Menstruationstasse nicht dicht ist, ist das natürlich ärgerlich und unangenehm. Es kann verschiedene Gründe haben, wenn deine Menstasse ausläuft. Hier sind die wichtigsten Gründe und was du dagegen tun kannst.
Der richtige Sitz
Dass die Menskappe nicht am richtigen Ort sitzt, ist wohl der häufigste Grund, weshalb diese nicht dicht ist. Hast du die Tasse an deinem Muttermund vorbei platziert, läuft auch das Blut neben der Tasse vorbei anstatt in sie hinein. Prüfe den Sitz deiner Tasse indem du nach dem Einführen mit dem Finger am oberen Rand der Tasse entlangfährst. Fühle ob sich dein Muttermund allenfalls neben der Tasse befindet. Dein Muttermund fühlt sich etwa wie eine Nasenspitze an. Ist dies der Fall, platziere deine Tasse einfach neu. Versuche sie nicht so weit nach oben zu schieben. Auch ist es aufgrund deiner Anatomie, also der Form und Position deiner Vagina, normal, dass der Cup nicht ganz senkrecht sitzt sondern sich leicht nach hinten neigt.
Die Tasse überläuft
Klar, wenn deine Tasse voll ist und du sie nicht leerst, dann überläuft sie und ist somit nicht mehr dicht. Manchmal ist das aber gar nicht so einfach rauszufinden. Es kann nämlich sein, dass deine Tasse ausläuft, diese aber noch nicht voll ist, wenn du sie entfernst. Woran liegt das? Wenn du deine Tasse richtig um den Muttermund platziert hast, ragt dieser in die Tasse hinein. Je nach Form und Grösse deines Muttermundes nimmt er damit mehr oder weniger Platz in der Tasse ein und die Tasse überläuft, obwohl noch nicht das gesamte Volumen der Tasse erreicht wurde. Verwende dann entweder eine grössere Tasse oder wechsle an den starken Tagen die Tasse häufiger.
Die Tasse öffnet sich nicht richtig
Überprüfe unbedingt nach dem Einsetzen, ob sich deine Tasse richtig geöffnet hat. Fahre entweder mit dem Finger am oberen Rand der Tasse entlang oder ziehe etwas am Stiel und spüre einen leichten Zug, wenn die Tasse richtig offen ist und sich somit ein Vakuum gebildet hat. Wenn sie sich noch nicht richtig geöffnet haben sollte, entspanne deinen Beckenboden nochmals bewusst und bewege die Tasse etwas hin und her, auch ein Drehen am Stiel kann allenfalls helfen, dass sich die Tasse öffnet.
Restblut läuft noch aus
Ist deine Tasse vorallem nach dem Einsetzen und an stärkeren Tagen nicht dicht? Wahrscheinlich läuft noch das Restblut, welches sich bereits an den Wänden deiner Vagina (unterhalb des Cups) befindet, aus. Besonders wenn du deinen Menscup nass einsetzt und sich die Wassertropfen mit dem Blut vermischen, verstärkt sich dieser Effekt. Du kannst deinen Menscup z.B. direkt morgens unter der Dusche einführen und sogleich das Restblut etwas auswaschen (Duschstrahl nicht direkt in die Vagina führen) oder du verwendest dazu die Merula Douche.
Darm drückt auf die Menstruationstasse
Wenn du Stuhlgang hast, kann es sein, dass sich dein Darm ausdehnt und auf die Vagina bzw. den Menscup drückt. Je nach dem wie stark der Druck ist und wie voll deine Menstasse bereits, kann es sein dass diese überläuft.
Deine Menstruationstasse ist zu hart oder zu weich
Wenn du einen sehr starken Beckenboden hast, kann es sein, dass dieser bei Anspannung auf deine Menstasse drückt und sie so zum überlaufen bringt. Oder dass sich die Menstasse durch den Druck der Muskulatur gar nicht erst richtig öffnet. In diesem Fall brauchst du vielleicht eine Menstasse mit einer härteren Festigkeit. Falls dein Beckenboden allerdings aktuell noch nicht wieder so stark ist, verwende lieber eine Menstasse mit einer mittleren oder gar weichen bis sehr weichen Festigkeit, ansonsten kann die Menstasse rausrutschen oder dich der Druck auf deinen Beckenboden stören oder gar schmerzen. Hier findest du eine Übersicht welche Menstasse bei welchem Beckenboden passt.
Bilderverwendung mit freundlicher Genehmigung von Ruby Cup