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Wer kannte den ex Lausanner-/Forchbahn-Anhänger 119 nicht? Seit Eröffnung des Tram-Museums Zürich in der Burgwies stand er auf dem nicht mehr angeschlossenen Gleiserest hinten beim Buffet und diente als Party-, Kindergeburtstags-, Video- und geheizter Winterwagen. Für die Präsentation im Tram-Museum Burgwies hatte ihn seinerzeit die Tramgruppe optisch liebevoll aufgefrischt. Ein Fahrzeug mit wechselvoller Geschichte schien damals für lange Zeit seinen Lebensabend im Tram-Museum verbringen zu können?!
Das Fahrzeug wurde in den dreissiger Jahren von der Tramways Lausannois für die Linien im Jorat gebaut. Noch 1955 wurde der ursprüngliche Wagenkasten komplett modernisiert und es entstand ein zweifellos elegantes Fahrzeug, dem allerdings nur noch wenige Jahre des Betriebseinsatzes in Lausanne vergönnt blieb. Mit Einstellung der Tramlinien im Jorat bis Moudon kam das Fahrzeug vorerst miet- später dann kaufweise zusammen mit einem baugleichen Wagen zur Forchbahn und erhielt da die Wagennummer 119. Das baugleiche Schwesterfahrzeug wechselte bereits 1969 zur Trogenerbahn (TB), wo auch das übrige, modernere Rollmaterial der Joratlinien aus Lausanne im Einsatz standen.
Das «Hundertnünzähni» hingegen blieb bei der Forchbahn bis anfangs der neunziger Jahre für den Spitzenverkehr im Einsatz und unverzichtbar. Anschliessend ausrangiert war es über Jahre im Depot Forch remisiert. Die geschenkweise Abgabe an den Verein Tram-Museum Zürich erfolgte am Anfang dieses Jahrhunderts.
Das elegante Fahrzeug fand in Zürich beim Publikum und insbesondere bei vielen Mitgliedern des Vereins Tram-Museum Zürich Freunde. Für manche war es geradezu ein «Panorama-Wagen» mit seinen komfortablen, ledergepolsterten Wendesitzen und den grossen Fenstern.
Dessen ungeachtet blieb sein historischer Wert für die Sammlung des Zürcher Trambetriebes stets gering. Die zunehmende Platznot im Tram-Museum Burgwies erforderten daher grundsätzliche Überlegungen zur Zukunft des FB 119. Weder der Verein historische Forchbahn (VHF) noch die Forchbahn AG wollten den Wagen übernehmen respektive zurücknehmen. Ergänzende Versuche, das Fahrzeug an Schweizer Museumsbahnen zu vermitteln, blieben ebenfalls erfolglos.