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Venenabklärung, Behandlungsmethoden
von Krampfadern und Besenreiser
Venenabklärung, Behandlungsmethoden von Krampfadern und Besenreiser
Die wichtigsten Informationen zu den Behandlungsmethoden von Krampfadern erhalten Sie in der folgenden Übersicht. Die Ausführungen werden Ihnen einige Anhaltspunkte zu verschiedenen Fragen geben. Über spezifische Details zur Diagnoseerstellung und Behandlung berate ich Sie gerne persönlich in meiner Sprechstunde.
Was sind Krampfadern?
Krampfadern (Varizen) sind bevorzugt an den Beinen auftretende, geschlängelte oft knotig erweiterte Venen. Diese werden verursacht durch eine gestörte Klappenfunktion des normalerweise herzwärts gerichteten venösen Blutstroms.
Von einem Varizenleiden, auch als Varikosis bezeichnet, sind weit über 50% der Bevölkerung betroffen, davon mehrheitlich Frauen. Fortgeschrittene Krampfadern stellen nicht nur ein kosmetisches, sondern auch ein medizinisches Problem dar, welche mit starken Beschwerden und Einschränkung der Lebensqualität einhergeht.
Wie entstehen Krampfadern?
Die Venen transportieren das Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen zurück. Für den herzwärts gerichteten Blutstrom sorgen neben der Beinmuskelaktivität und der Atmung, die als natürliche Pumpen dienen, dutzende von Venenklappen. Diese verhindern, ähnlich wie ein Rückschlagventil, einen Rückfluss. Sind diese Klappen beschädigt oder lässt die Elastizität der Gefässe nach, kommt es zu einem Blutstau. Das venöse Blut kann nicht weiter fliessen, die Gefäßwände werden überdehnt und Krampfadern entstehen.
Es wird unterschieden zwischen primärer und sekundärer Varikose. Letztere ist immer Folge einer Grunderkrankung, meist einer Beinvenenthrombose.
Primäre Varizen hingegen sind meist erblich bedingt. Personen mit angeborener Bindegewebs- und Venenschwäche sind eher betroffen. Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und stehende Berufe bilden zusätzliche Risikofaktoren, die ein Venenleiden begünstigen. Aufgrund der Oestrogenwirkung sind Frauen während der Schwangerschaft aber auch generell häufiger davon betroffen als Männer.
Was sind typische Symptome von Krampfadern?
Schwere- und Spannungsgefühle in den Beinen, sowie Schwellungen, lokale Schmerzen, nächtliche Beinkrämpfe und Juckreiz sind einige der möglichen Beschwerden. Fortgeschrittene Stadien führen zu sichtbar bleibenden Hautveränderungen oder es kommt zu Komplikationen wie offenen Hautdefekten, Venenentzündungen oder Thrombosen.
Welche Arten von Krampfadern gibt es?
- Stamm- und Seitenastvarizen (an den Stammvenen und ihren Seitenästen an der Innenseite des Beines)
- Retikuläre Varizen (2–4 mm Durchmesser, netzförmig)
- Besenreiservarizen (bis 1 mm Durchmesser, verästelt)
Die Stammvarikose entsteht an der Vena saphena magna und an der Vena saphena parva. Von den Stammvenen gehen kleinere Venen astförmig ab. Sind diese erweitert, ist von Seitenastvarizen die Rede. Während die Besenreiservarizen und die retikulären Varizen zumeist nur einer kosmetischen Behandlung bedürfen, verursachen die Stamm- und Seitenastvarizen entsprechende Symptome.
Wie werden Krampfadern abgeklärt?
Neben der körperlichen Untersuchung erfolgt in erster Linie eine spezielle Farb-Ultraschalluntersuchung des Venensystems, die sogenannte Farb-Duplexsonographie. Wir führen diese spezifische Untersuchung in unserer Sprechstunde durch. Damit kann die Diagnose unmittelbar gestellt und die geeignete Therapie mit dem Patienten besprochen werden.
Was kann ich vorbeugend gegen Krampfadern tun?
Obschon die Entstehung von Krampfadern eher anlagebedingt ist, können folgende Tipps nützlich sein:
- Ausreichend Bewegung und Sport
- Vermeiden von wiederkehrendem längerem Stehen und Sitzen
- Wechselduschen
- Ballaststoffreiche Ernährung
- Übergewicht reduzieren
- Rauchstopp
- Tragen von Kompressionsstrümpfen
Welche Behandlungsmethoden für Krampfadern bieten wir an?
Anhand der Vorgeschichte sowie der klinischen und der apparativen ultraschallgestützten Untersuchung erfolgt der Entscheid über die weitere Therapie. Eine Vielzahl von Behandlungsoptionen standen in den letzten Jahren zur Verfügung und sorgen oft für Verwirrung bei den Patienten. In unserer Praxis bieten wir folgende etablierte Behandlungen an, die wir je nach Ausprägung des Varizenleidens und der Vorgeschichte einzeln oder in Kombination anwenden. So ermöglichen wir eine „Rundumbehandlung“.
Kompressionsbehandlung:
Bei geringem Beschwerdebild kann eine konservative Therapie mit Kompressionstrüpfen, venentonisierenden Salben und Tabletten versucht werden. Sie mindern zwar die Beschwerden, können das Venenleiden aber nicht stoppen oder verbessern.
Sklerosierung (Verödung):
Dabei wird durch das Einspritzen von Verödungsmitteln eine Entzündung der Venenwände herbeigeführt. Die anschließende Entzündungsreaktion führt zu einer Verklebung der Vene. Die Sklerosierungstherapie wird vor allem bei der Behandlung von Besenreisern und Retikulären Varizen eingesetzt.
IPL/Laser:
Ergänzend oder in Kombination zur Sklerosierungsbehandlung von Besenreisern setzen wir die IPL- oder Laser-Therapie ein.
Die endovenöse Lasertherapie (EVLA/EVLT):
Ist ein minimal Invasives Verfahren als Alternative zur operativen Therapie bei einer Behandlung von Stammvenen. Dabei wird in örtlicher Betäubung (Tumeszenzanaesthesie) eine Lasersonde in die Stammvene eingeführt. Durch die erzeugte Wärme verschliesst sich die Vene, welche anschliessend vernarbt und abgebaut wird. Der Eingriff ist schmerzarm und kann ambulant in der Praxis durchgeführt werden. Gleichzeitig werden die Seitenastvarizen mit der Häkelmethode (Phlebektomie) über kleine Mikroschnitte entfernt.
Konventionelles Stripping (offene Operation):
Dabei wird über einen kleinen Hautschnitt in der Leiste oder Kniebeuge die oberflächliche Stammvene an der Einmündung zum tiefen System unterbunden und die Vene mit Hilfe der eingeführten Sonde herausgezogen bzw. „gestrippt“. Die Seitenastvarizen werden mit der Häkelmethode (Phlebektomie) entfernt.