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Aktenversendung,
ein aus Italien [* 3] nach Deutschland [* 4] übernommenes, aber durch die heutige Prozeßgesetzgebung aufgehobenes und daher auch in die Deutsche Civilprozeßordnung [* 5] und Strafprozeßordnung nicht übergegangenes Rechtsinstitut.
Nach früherm Gemeinen Recht war der Richter befugt, aus eigenem Antriebe oder auf Antrag einer Partei, nach Schluß der Verhandlung die gesamten Prozeßakten an eine Juristenfakultät oder an einen Schöppenstuhl zu übersenden, deren Spruch er dann als Urteil zu publizieren verpflichtet war.