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Der Kubikmeterpreis ist DIE GRÖSSE, mit der die Qualität eines Bauwerkes einer bestimmten Gebäudeart gemessen wird.
Und jeder ist Fachmann, wenn es um den Kubikmeterpreis geht! Sei dies der Bauherr für das Einfamilienhaus, der Gemeinderat oder der Lehrer in einer Baukommission, der Immobilienverwalter, der Delegierte des Bauherrn einer Bank oder Versicherung, usw.
Der Kubikmeterpreis ist DIE Vergleichsgrösse. Aber wird bei der Argumentation mit dem Kubikmeterpreis berücksichtigt, dass dieser korrekterweise die Gebäudekosten betrifft? In der Schweiz ist dies BKP 2, inkl. Honoraranteilen aller beteiligten Planer, aber exklusive Mehrwertsteuer. Und wenn der Kubikmeterpreis einen anderen «Warenkorb» umfasst, was leider allzu oft vorkommt, wird dies klar in den Tabellen, Vergleichen, Berichten und in der Argumentation dargestellt?
Wird bei der Argumentation ebenfalls berücksichtigt, dass die Grösse des Objektes auf den Kubikmeterpreis einen Einfluss hat, siehe nachfolgendes Beispiel. Und dass einen groben Fehler begeht, wer empfiehlt, mit der Reduktion der mittleren Geschosshöhe um z. B. 8% können die Flächen beibehalten, die Kosten jedoch um 8% reduziert werden! Er hat nicht berücksichtigt, dass ein angepasst höherer Kubikmeterpreis anzuwenden ist.
Das Beispiel: Die Kostenermittlung für ein Einfamilienhaus ergibt Erstellungskosten von 2,5 Mio. CHF, der resultierende Kubikmeterpreis für die anteiligen Gebäudekosten ist 528. CHF pro Kubikmeter. Da die Kosten zu hoch sind, wird das Gebäude in den Dimensionen verkleinert, es muss gespart werden. Nach der Projektüberarbeitung ergeben sich Erstellungskosten von 1,8 Mio. CHF. Der resultierende Kubikmeterpreis liegt nun aber bei 588. CHF pro Kubikmeter!
Wird auch berücksichtigt, dass die Messweise unterschiedlich sein kann? Die Messweise nach SIA 116, mit den entsprechenden Zuschlägen ist bekannt, diejenige nach SIA 416, d. h. Nettovolumen, wird wenig angewandt. Letztere entspricht eher den DIN- resp. ÖNORMEN. Und die Gebäudeversicherungen haben teilweise ihre eigenen Regeln. Kann über die Relationen dieser Messweisen, die den Kubikmeterpreis direkt beeinflussen, eine Aussage gemacht werden?
Aber sicher ist, dass nur Kubikmeterpreise derselben Gebäudeart, d. h. Wohnbauten mit Wohnbauten und Bürogebäude mit Bürogebäuden verglichen werden können! Sind denn Vergleiche zwischen Wohnbauten als Neubauten und Umbauten in Wohnbauten mit mehr oder weniger intensiven Eingriffen zulässig? Gibt dies eine Information zum Beispiel über den Grad des Eingriffes die bei der Argumentation verwendet kann? Und wie sind die Anteile am Kubikmeterpreis z. B. für Grund- und Nutzerausbau oder nach den Arbeitsgattungen, resp. Gewerken?
Klare Information über die Gebäudeart, den «Warenkorb», exklusive MWST, die Messweise gehören zu jedem Kubikmeterpreis, wie auch der Preisstand.
Aktuelles Beispiel:
Der Kubikmeterpreis ist
nach dem Zürcher Index der Wohnbaukosten,
für das Indexhaus Limmatstrasse,
nach der Berechnungsgrundlage (betrifft Baustandard),
für die Gebäudekosten BKP 2,
gemessen nach SIA 116 (1952)
mit dem Preisstand (Indexdatum 1. 4. 99)
exkl. MWST 486.12 CHF/m3;
inkl. MWST 522.58 CHF/m3;
Für Ihren
Kubikmeterpreis
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