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Das Wichtigste in Kürze
- Die kosovo-albanische Literatur entfaltete sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg.
- Die Architektur des Landes wird durch zahlreiche osmanische Bauten geprägt.
- Die Hauptstadt des Landes ist Pristina, welche ebenfalls sehenswerte Denkmäler bietet.
Seit der Unabhängigkeitserklärung im Februar 2008 nutzen die Institutionen die neue Flagge des Kosovo. Viele Kosovo-Albaner verwenden jedoch die Flagge Albaniens, während die meisten Serben die Flagge Serbiens präferieren.
Kosovo-albanische Literatur
Eine eigenständige albanische Literatur entfaltete sich im Kosovo erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Mitte der 1960er Jahre wurde in Jugoslawien angefangen, in grösserem Umfang albanische und kosovo-albanische Literatur zu publizieren.
Mit der Gründung der Universität Pristina 1969 hatten die albanischen Kosovaren erstmals Zugang zur höheren Bildung in ihrer Muttersprache. In der Folge kam es in den 1970er Jahren zu einer ersten Blüte der albanischen Literatur.
Weil viele Kosovo-Albaner zeitweise im westlichen Ausland lebten, suchten sie den Anschluss an zeitgenössische Tendenzen der modernen westlichen Literatur.
Die bekannte Schweizer Schriftstellerin Meral Kureyshi stammt ursprünglich aus Prizren.
Architektur der Region
Die Überreste antiker Bauwerke im Kosovo sind unter anderem in der Ausgrabungsstätte von Ulpiana zu besichtigen. Des Weiteren hat das Museum des Kosovo in Pristina antike Architekturfragmente.
Aus serbischer Zeit sind vor allem Kirchenbauten erhalten. Unter der osmanischen Herrschaft entstanden viele Moscheen. So zum Beispiel die Sinan-Pascha-Moschee in Prizren oder die grosse Moschee von Pristina.
Neben den islamischen Sakralbauten errichteten die Osmanen auch viele Befestigungsanlagen. In grossen und strategisch wichtigeren Städten wurden bestehende Festungen weiter ausgebaut.
Weiter ist die Architektur durch einige Steinbogenbrücken geprägt, wie zum Beispiel die Schneider-Brücke in Gjakova. Erbaut wurde sie Ende des 15. Jahrhunderts und der Name geht auf die Zunft der Schneider zurück. In vielen Städten sind in den historischen Zentren typisch osmanische Häuser zu sehen.
Aufgrund der ethnischen Konflikte ab den 1990er Jahren und dem Kosovokrieg 1999 wurden viele historische Bauten zerstört und wieder aufgebaut.
Die beiden Städte Pristina und Prizren
Pristina ist die Hauptstadt des Kosovo. Mitten in der Stadt befinden sich zwei unterschiedliche Denkmaler. Eines ist das populäre «Newborn», welches am Tag der Unabhängigkeitserklärung enthüllt wurde. Fast jedes Jahr wird es neu gestaltet.
Auf der gegenüberliegenden Strassenseite liegt das «Heroinat Denkmal». Jenes zeigt das Gesicht einer Frau und besteht aus 60'000 Münzen. Das Denkmal wurde zu Ehren der vielen Frauen errichtet, die im Kosovokrieg vergewaltigt worden sind.
Prizren gilt als die schönste Stadt des Kosovo und als kulturelles Zentrum. Die Stadt bettet sich zwischen den Fluss Drin und den Berg Sar Planina. Zahlreiche Steinbrücken sind zu sehen und über der Stadt liegt die Festung von Prizren.
Bedeutende Sportarten im Kosovo
Im Kosovo existieren viele Sportverbände und -Clubs, welche seit der Unabhängigkeit 2008 auf internationaler Ebene in Erscheinung treten. Das Land wurde Ende 2014 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees. Bei den Olympischen Sommerspielen 2016 konnten sie erstmals teilnehmen.
Kosovos erfolgreichste Einzelsportart ist Judo. Die erfolgreiche Judoka Majlinda Kelmendi errang 2016 auch die erste olympische Medaille für Kosovo mit Gold.
Als Teamsportarten haben Handball und Fussball im Kosovo eine lange und erfolgreiche Tradition.