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Roger Federer sprach in Miami vor seinem Match gegen Juan Martin del Potro erstmals über seine Knieverletzung und wie er sie sich zugezogen hat.
Seit dem verlorenen Halbfinal beim Australian Open konnte Federer kein Turnier mehr bestreiten. Der Baselbieter erlitt eine von wenigen ernsthaften Verletzungen in seiner Karriere. Wie er im Vorfeld seines Comeback-Matches in Miami erzählte, zog er sich den Meniskusschaden im linken Knie am Tag nach dem verlorenen Halbfinal gegen Novak Djokovic in Melbourne zu, als er ein Bad für seine Zwillingstöchter einliess.
Federer spürte ein «Klicken» im linken Knie, dachte sich aber zunächst nichts dabei. «Mein Knie fühlte sich komisch an. Es war bei einer ganz normalen Bewegung passiert, einer Bewegung, die ich wahrscheinlich eine Million Mal gemacht habe», erinnerte sich der 17-fache Major-Sieger. Sorgen machte er sich erst im späteren Verlauf des Tages, als er beim Zoobesuch mit der Familie merkte, dass das Knie angeschwollen war.
Die nötige Operation verlief ohne Komplikationen. Zwölf Tage musste er an Krücken gehen. Das volle Trainingspensum nahm er erst vor neun Tagen wieder auf. Die Rehabilitation genoss er irgendwie: «Ich war positiv eingestellt. Jeden Tag ging es etwas besser. Wir waren fünf Wochen am Stück in der Schweiz, was selten vorkommt.» Nun sei er gespannt zu sehen, wie sein erster Ernstkampf seit Januar verlaufen wird. Am Karfreitag trifft er zum 21. Mal auf Juan Martin Del Potro.
Im Vergleich mit Del Potro führt Federer mit 15:5 Siegen. Das letzte Aufeinandertreffen fand im November 2013 statt, als sich der 34-jährige Schweizer an den ATP Finals in London in drei Sätzen durchsetzte. Unvergessen bleibt das Halbfinal-Duell an den Olympischen Spielen 2012 in London, das Federer im dritten Satz 19:17 gewann. Eine schmerzliche Niederlage musste der 17-fache Grand-Slam-Sieger jedoch an den US Open 2009 einstecken, als er Del Potro im Final in fünf Sätzen unterlag und dieser seinen bisher einzigen Grand-Slam-Titel gewann.
Das Duell mit Federer verdiente sich der 1,98 m grosse Argentinier durch den Auftaktsieg gegen seinen Landsmann Guido Pella. Die frühere Weltnummer 4 setzte sich in 89 Minuten mit 6:0 und 7:6 (7:4) durch.
Del Potro war erst Mitte Februar nach einer fast einjährigen Verletzungspause mit weiteren Operationen am Handgelenk auf die ATP-Tour zurückgekehrt. Bei seinem Comeback in Delray Beach schaffte er es bis in die Halbfinals. In Indian Wells scheiterte die Nummer 366 der Welt in der 2. Runde an Tomas Berdych. (sda/twu)