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Seit 2017 sei das Wachstum weniger stark ausgeprägt als in den Vorjahren, meldete das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer ersten provisorischen Bilanz am Mittwoch. Den grössten Zuwachs verzeichnete der Kanton Zürich, während die Kantone Appenzell Innerrhoden, Neuenburg, Nidwalden und Tessin einen Bevölkerungsrückgang verbuchten.
Der Gesamtanstieg von 0,7 Prozent entspricht den Zuwachsraten zwischen 2003 und 2006 sowie 2018 und ist niedriger als diejenigen zwischen 2007 und 2016, als die Wohnbevölkerung in der Schweiz jeweils um mehr als 1 Prozent zulegte.
Ausländeranteil steigt nur moderat
Mittlerweile ist über ein Viertel der Einwohner (25,3 Prozent) Ausländer. Der Anstieg von 1,2 Prozent entspricht etwa demjenigen der beiden Vorjahre und liegt unter dem Wert der Jahre 2007 bis 2016, als der Ausländeranteil jeweils 2,4 bis 4,2 Prozent je Jahr zulegte.
Der Kanton Genf verbuchte mit knapp 40 Prozent den höchsten Ausländeranteil. Die Zuwachsrate liegt mit 0,7 Prozent allerdings unter dem nationalen Durchschnitt. Appenzell Innerrhoden verzeichnete den geringsten Ausländeranteil, nämlich 11,3 Prozent. Dort sank die Zahl der Personen ausländischer Nationalität um 0,5% auf 1800.
An der Erhöhung der Gesamtbevölkerung hatte der Wanderungssaldo starken Anteil: 170'800 Menschen immigrierten, 0,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Gleichzeitig ging die Zahl der Auswanderer um 5,4 Prozent zurück. Der Wanderungssaldo stieg um 19,4 Prozent.
In etwas geringerem Mass war der Geburtenüberschuss an der Erhöhung der Bevölkerungszahl beteiligt: Er betrug (provisorisch) 16'700 Personen und lag somit 19,7 Prozent tiefer als 2018. Das Tessin als klassischer Ruhesitz-Kanton verzeichnete prozentual den höchsten Sterbeüberschuss, 2621 Todesfälle standen 1753 Lebendgeburten gegenüber.
Die Schweiz überaltert
Die Zahl der Personen ab 65 Jahren erhöhte sich von 1'577'300 im Jahr 2018 auf 1'606'100 im 2019. Der Anteil der älteren Menschen beläuft sich nun auf 18,7 Prozent. Parallel dazu verschmälerte sich das Segment der 0- bis 19-Jährigen um 0,1 Prozentpunkte auf 19,9. In den Kantonen Tessin, Graubünden, Basel-Landschaft, Nidwalden, Schaffhausen, Basel-Stadt, Bern, Glarus, Solothurn, Uri, Jura und Wallis gibt es bereits mehr Senioren als Junioren.
Und die Rentner halten durch: Der Anteil der über 80-Jährigen ist um 2,3 Prozent gestiegen, mittlerweile erreichen 28,3 Prozent der Pensionierten dieses Alter. 1600 Personen waren Ende 2019 sogar über 100 Jahre alt, fast 5 Prozent mehr als im Jahr davor.