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Vor seinem Engagement in Frankfurt spielte Fernandes nach seinem Wegzug vom FC Sion (2007) für Manchester City, Saint-Etienne, Chievo Verona, Leicester City, Udinese, Sporting Lissabon, nochmals für Sion, für Freiburg und bei Stade Rennes.
Er habe immer selber entscheiden wollen «wann, wo und warum» er zurücktrete, so Gelson Fernandes in seiner Twitter-Botschaft. Er wolle nicht, dass «andere Leute oder meine Leistungen» dies bestimmen. In Frankfurt erlebte Fernandes auf Klubebene seit 2017 seine vielleicht erfolgreichste Zeit: Cupsieger in der ersten Saison, Stammspieler unter Adi Hütter im zweiten Jahr sowie spektakuläre Spiele in dieser Saison gegen Borussia Dortmund (2:2), Bayer Leverkusen (3:0) und Bayern München (5:1) im letzten Herbst.
Doch das «Highlight», wie er es nennt, gab es schon viel früher. An der WM 2010 in Südafrika erzielte Fernandes im Startspiel den Treffer zum sensationellen 1:0-Sieg der SFV-Auswahl in Durban gegen den Europameister Spanien. Es war eines von nur zwei Toren von Fernandes in 67 Länderspielen für die Schweiz. Insgesamt nahm er an fünf WM- oder EM-Endrunden teil (2008, 2010, 2014, 2016, 2018).
Der defensive Arbeiter Fernandes war auf dem Platz nie ein Blender – aber er war vielseitig einsetzbar und ein loyaler Teamplayer. Stammspieler war er in der Nationalmannschaft nur ganz am Anfang unter Köbi Kuhn. Doch auch dessen Nachfolger Ottmar Hitzfeld und Vladimir Petkovic verzichteten nie auf Fernandes, der sechs Sprachen spricht, in Kapverden geboren wurde, in Sitten aufwuchs, mit 20 Jahren die Schweiz in Richtung England verliess - und damit jahrelang der beste Botschafter der multikulturellen und mehrsprachigen Schweizer Nationalmannschaft war. Nach der WM in Russland, wo er nicht zum Einsatz kam, gab Fernandes den Rücktritt aus dem Nationalteam bekannt.