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Abbau der Streuschicht
Der Wald hat normalerweise kein Abfallproblem mit seinem Laub. Was im Herbst von den Bäumen fällt ist bereits im nächsten Frühling verschwunden. Regenwürmer und eine artenreiche Frassgemeinschaft vorverdauender Bodenlebewesen sorgen dafür, dass die Bodenoberfläche nicht von einer wachsenden Schicht aus Fallaub und toten Tieren zugedeckt wird.
Im linken Zylinder befindet sich ein Stück Waldboden, in dem viele Regenwürmer und ein aktives Bodenleben die abgestorbenen Blätter bereits recycliert haben. Im rechten Zylinder befindet sich ein biologisch nicht sehr aktives Stück Waldboden – entsprechend dick ist die Schicht an abgestorbenen Blättern.
Die zum Teil kaum sichtbaren Bodenorganismen erbringen miteinander enorme Leistungen. Laut einer wissenschaftlichen Untersuchung brachten diese aktiven Bodentiere in einem Robinien-Erlenwald innerhalb eines halben Jahres fast 10 t Blätter (Trockensubstanz) pro ha zum Verschwinden. Versuche in Bayern ergaben, dass ein Regenwurmbestand von 2 t pro ha durchaus in der Lage ist, bis zu 40 t Stroh während des Winterhalbjahres in den Boden einzuarbeiten.