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Rosetta Bregy hat die dreiköpfige Familie Shishai/Adela bei sich aufgenommen, um ihnen ein Leben auf unbestimmte Zeit in einem Rückkehrzentrum zu ersparen.
Das Elend, das Menschen unter dem Nothilfe-Regime erleiden, ist kaum unvorstellbar. Überproportional viele Frauen sind von diesem Schicksal betroffen; das sind durch die Flucht häufig schwer traumatisierte Menschen, die hier in der Schweiz wieder Ausgrenzung und Demütigung erfahren. An den Rändern unseres Asylsystems gibt es Abgründe!
Der Begriff der Nothilfe im Zusammenhang mit weggewiesenen Asylsuchenden ist missverständlich, und die Konsequenzen des Nothilfe-Regimes sind vielen Menschen in unserem Land nicht bewusst.
Würde das Volk heute gleich entscheiden, wenn es wüsste, wie viele Menschen über eine wie lange Zeit in den Strukturen der Nothilfe verelenden? In einem Land wie der Schweiz, das sich einer humanitären Tradition rühmt und Depositarstaat humanitärer Organisationen ist?
Pechu und Karma hatten das Glück für sich und ihre Buben gefunden. Nach Jahren in Asylheimen fand die tibetische
Familie in Thun eine bescheidene Wohnung, die sie dank eigener Arbeit selber finanzierte. Dann kam der negative Asylentscheid – und die Aussicht auf ein Leben ohne Perspektiven.