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Die Arbeit des Bootsbauers (navatt) begann mit der Vorbereitung der notwendigen Materialien: Bretter aus Kastanienholz für den Boden, die Seiten und das Gerippe, Robinienholz für die Feinverarbeitung. Auch quadratische Nägel in verschiedenen Grössen wurden verwendet, brüniert um Rost zu verhindern, Hanffasern oder Fasern aus Lindenrinde und Pech für die Dichtung. Wesentlich war die Kompetenz des Handwerkers, gute Kenntnisse der Materialien, ruhige Hand, genaues Augenmass und Erfahrung.
War der Boden (lünéta oder fund) einmal vorbereitet, brachte man Brett um Brett für die Schiffsbekleidung an. Die Bretter wurden mit dem Beil bearbeitet und durch die Hitze des Feuers gebogen. Das Geripp war aus gebogenen Ästen gefertigt. Diese wurden gesägt und verfeinert mit einer besonderen Axt, deren Form einer Hacke glich.
Die Holzbretter wurden durch Einschlagen von Nägeln miteinander verbunden. Danach schritt man zur wasserundurchlässigen Abdichtung, die mit der Verstärkung der Zwischenräume mit Hanffasern oder Fasern aus Lindenrinde begann, die tea. Dazu benutzte man einen speziellen Meissel.
Das Boot wurde innen und aussen mittels Pech geschützt, einer schwarzen zähen Flüssigkeit aus Teer oder harzigem Holz gewonnen. Es wurde heiss aufgetragen und oft auch für rustikale Dekorationen der Seiten verwendet. Einige sieht man noch auf alten Fotografien.