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Unterstützungsmassnahmen für die Reise- und Veranstaltungsbranche
Der Staatsrat hat beschlossen, einen Betrag von 9 Millionen Franken für die Reise- und Veranstaltungsbranche bereitzustellen und so dazu beizutragen, die Verluste für zwölf Monate Betriebstätigkeit zu decken, die ab dem 15. März 2020 durch COVID-19 entstanden sind.
Diese finanzielle Unterstützung ist für folgende Betriebe der Veranstaltungsbranche bestimmt:
- Montage- und Messestandbau-Unternehmen, einschließlich deren Lieferanten;
- Zeltbauer und Hersteller von temporärer Infrastruktur;
- Dienstleister vor Ort (Catering, Rummelplatzleute, Konditoren, Imbisswagen) usw.
- Transport- und Logistikunternehmen;
- Unternehmen im Bereich der Veranstaltungskommunikation (Multimedia, Video, Audio usw.);
- Gastbetriebe, deren Tätigkeit im Wesentlichen auf Veranstaltungen und die MICE-Branche ausgerichtet ist.
In der Reisebranche ist die Unterstützung für diese Firmen bestimmt:
- Reisebüros, die einem in der Schweiz anerkannten Garantiefonds angeschlossen sind, gemäss dem Bundesgesetz über Pauschalreisen;
- Reisebusunternehmen und Pauschalreiseveranstalter, die dem schweizerischen Bundesgesetz über Pauschalreisen unterliegen, unabhängig von einer eventuellen Entschädigung für lizenzierte Verkehrswege;
- Organisatoren von Sport-, Kultur- oder Ferienlagern für internationale Kunden, deren Teilnahme an den im Jahr 2019 organisierten Lagern einen Anteil von mindestens 50% ausländischer Kunden (mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz) aufweist;
- Gruppenunterkünfte, die für Schulen bestimmt sind und von einer Schulorganisation üblicherweise ein Jahr im Voraus als Ganzes gemietet werden und für die flexible Stornierungsbedingungen gewährt werden mussten;
- andere Gruppenunterkünfte, die von Vereinen und Verbänden gemietet werden, deren COVID-19-Situation eine Rückkehr zur Normalität vor 2021 nicht zulässt.
Nicht eingeschlossen sind Unternehmen (oder Selbständige), die:
- Gegenstand eines Konkurs- oder Insolvenzverfahrens sind;
- über ein Aktienkapital verfügen, das zu mehr als 50% direkt oder indirekt von der öffentlichen Hand finanziert wird;
- die seit dem 15. März 2020 privilegierte Forderungen bzw. Ansprüche gegenüber dem Staat Wallis offen haben;
- gemeinnützig oder sozial sind.
Jeder Antrag von berechtigten Unternehmen wird individuell analysiert. Die Unterstützung erfolgt in Form eines Beitrags zu den in Frage kommenden jährlichen Fixkosten und zu den Personalkosten, die durch die EO/KAE-Leistungen nicht gedeckt werden konnten. Der Betrag der Unterstützung ist auf maximal 300'000.- Franken pro Unternehmen und im Rahmen des bereitgestellten Budgets begrenzt.
Unternehmen oder Selbständige, die Gegenstand dieser Unterstützung sind, können ihren Antrag bei der Dienststelle für Wirtschaft, Tourismus und Innovation (DWTI) per E-Mail an folgende Adresse einreichen: <email-pii> bis zum 31. Dezember 2020.
Folgende Dokumente sind im PDF-Format einzureichen (max 15 MB pro E-Mail):
- eine Beschreibung der Tätigkeit und der Organisation (Organigramm, Produktkatalog und Preise);
- eine detaillierte Beschreibung der Maßnahmen, die bereits in Bezug auf die COVID-19-Situation ergriffen wurden;
- Lebensläufe der Geschäftsführer/innen;
- ein Betreibungsregisterauszug für das Unternehmen;
- Prüfberichte, Bilanzen und Erfolgsrechnungen (3 Jahre);
- Betriebsbudgets (Schätzungen der Umsätze und Ausgaben für die Jahre 2020 und 2021) und Liquiditätsplanung (basierend auf der aktuellen Situation mit Hochrechnungen über drei bis sechs Monate);
- Angaben zur Zusammensetzung des Aktionariats.
Die zulässigen Anträge werden dann zur Analyse und Entscheidung an das Bürgschafts- und Finanzzentrum (CCF AG) www.ccf-valais.ch weitergeleitet. Die CCF AG behält sich das Recht vor, jederzeit zusätzliche Informationen oder Dokumente anzufordern.