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Wie Sie sicher wissen, verändert sich der Automobilsport ständig, was auch in der Schweiz Veränderungen bei den nationalen Strukturen erfordert. Die Nationale Sportkommission (NSK) verfolgt diese Entwicklung laufend und ist bemüht, den Automobilrennsport in unserem Lande den veränderten Strukturen sinnvoll anzupassen.
Um die entsprechenden Informationen und Erklärungen so schnell als möglich allen Organisatoren weitergeben zu können, hat die NSK beschlossen, die traditionelle Organisatorensitzung als Informationstreffen erneut abzuhalten.
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das nächste Informationstreffen für die Deutschschweiz wie folgt festgelegt wurde:
DIENSTAG, 24. MÄRZ 2020 UM 19.15 UHR
Comfort Hotel Egerkingen, Oltnerstrasse 22, 4622 Egerkingen
Die Organisatoren haben die Einladung bereits erhalten.
Am vergangenen Freitag, 14. Februar, ist der ehemalige Berg-Europameister Jean-Claude Béring im Alter von 75 Jahren verstorben.
Béring hat seine Karriere auf einem Mini Cooper begonnen. Und später an Bergrennen, Slaloms und Rallyes auf Fabrikaten wie Triumph, BMW, Lancia, Audi, Porsche und Renault teilgenommen. 1975 und 1976 sicherte sich der Mann aus La-Chaux-de-Fonds den Titel in der Europa-Bergmeisterschaft bei den GT-Fahrzeugen auf einem Porsche Carrera RS. Diesen hatte er dem österreichischen Star-Dirigenten Herbert von Karajan abgekauft.
Auch national war Béring erfolgreich. 1977 gewann er den Schweizer Meistertitel bei den Serienwagen der Gruppe 1 respektive 3. Dort war der Jurassier auf einem Triumph Dolomite unterwegs. Sein motorsportliches Highlight erlebte Béring 1975 mit der Teilnahme bei den 24 Stunden von Le Mans. Auf einem Porsche Carrera RS des Porsche Club Romand belegte er dort an der Seite der beiden deutschen Piloten Klaus Utz und Horst Godel den 19. Gesamtrang. Und das trotz gesundheitlichen Problemen. Abgase hatten dem «Grossen», wie er unter Freunden genannt wurde, so sehr zugesetzt, dass er noch während des Rennens in ärztliche Behandlung musste.
Auch bei Rallyes hat Béring eine starke Figur hinterlassen. 1983 sicherte er sich punktgleich hinter Eric Ferreux den zweiten Gesamtrang in der Schweizer Rallye-Meisterschaft auf einem Renault 5 Turbo. Legendär sind auch seine Auftritte im Ex-Michèle-Mouton-Audi. Mit diesem Auto gewann Béring unter anderem das Critérium Neuchâtelois 1984 mit Namensvetter Jean-Claude Schertenleib als Navigator.
Auch nach seinem Rücktritt vom aktiven Rennsport hatte Béring als Bus-Chauffeur der Neuenburger Verkehrsbetriebe das Lenkrad weiter fest im Griff.
Auto Sport Schweiz spricht seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden sein aufrichtiges Beileid aus.
Nach Karen Gaillard, Miklas Born (beide 24h Series), Mike Müller (VW Up Cup) und Jasin Ferati (italienische Formel 4) hat nun auch Léna Bühler den Sprung vom Kart in den Automobilsport geschafft.
Léna Bühler hat die X30 Challenge Switzerland im vergangenen Jahr mächtig aufgemischt. Mit fünf Laufsiegen und dem dritten Gesamtrang – nur neun Punkte hinter Meister Savio Moccia – hat die schnelle Lady aus Valeyres-sous-Montagny bei Yverdon ihre Visitenkarte abgegeben. In diesem Jahr wird sie ihr Kart nur noch zu Trainingszwecken hervornehmen. Denn die schnellste Schweizer Kartfahrerin 2019 wird in diesem Jahr in den Automobilsport wechseln, genauer gesagt in die spanische Formel 4.
Bühler hat schon im Dezember Testfahrten im Formel 4 in Spanien absolviert. Unter anderem auch für das Team von Andreas Jenzer. 2020 wird sie aber nicht für das Team aus Lyss, das in der italienischen Meisterschaft an den Start geht, fahren, sondern für das Team Drivex aus Madrid. Dieses ist in der spanischen Formel 4 kein unbeschriebenes Blatt. Im Gegenteil: 2019 gewann man mit dem Argentinier Franco Colapinto souverän die Meisterschaft. Einer der ausschlaggebenden Punkte, warum sich Bühler für Drivex entschieden hat, war das gute Gefühl, das Bühler von Anfang an hatte. «Ich habe mich mit dem Set-Up sofort wohl gefühlt», sagt Léna.
Mit der drittbesten Testzeit, nur zwei Zehntelsekunden hinter dem Referenzwert, hat Bühler die Latte hoch gelegt. «Ich hoffe, dass ich bei den offiziellen Tests im April und den Rennen dann auch so mithalten kann», meint die 22-Jährige. «Aber vorderhand bin ich erstmal zufrieden, wie die Tests gelaufen sind.»
Wenn alles reibungslos klappt, hat Bühler für 2021 bereits ein fixes Ziel vor Augen. «Ich will in die W Series, die Formel-Meisterschaft für Frauen», sagt die Westschweizerin.
Los geht die Saison für Léna am 25./26. April in Le Castellet. Die restlichen sechs Rennen finden auf der iberischen Halbinsel statt.
Rebellion steigt aus
13 Jahre Motorsport sind genug. Zumindest für Rebellion. Chef Alexandre Pesci hat keine zehn Tage nach der Verkündung, dass man bei den 24h von Le Mans ein zweites Auto einsetzen würde, den Stecker gezogen. «Rebellion Racing wird all seine Rennsportaktivitäten nach einem letzten Auftritt bei den 24 Stunden von Le Mans im Juni einstellen», hiess es in einer Pressemitteilung. Rebellion trat erstmals 2008 (unter dem Namen Speedy Racing) in Le Mans an. 2014 feierte das Team den Klassensieg mit Mathias Beche, Nick Heidfeld und Nicolas Prost. 2018 wurde Rebellion hinter Toyota Gesamtdritter. Der beschlossene Ausstieg von Rebellion hat auch Auswirkungen auf Peugeot. Mit dem französischen Automobilhersteller hatte das Schweizer Team im Dezember 2019 eine technische Kooperation verkündet. Peugeot wird dieses Hypercar-Projekt nun voraussichtlich alleine stemmen.
Buemi rettet Schweizer Ehre
Beim vierten Lauf zur Formel E in Mexiko-City sicherte Sébastien Buemi der Schweiz endlich den ersten Podestplatz. Buemi, der phasenweise auf Platz 2 lag, später auf Rang 4 zurückfiel, profitierte kurz vor Schluss vom Ausfall von Sam Bird. Der beste Schweizer im Gesamtklassement bleibt Edoardo Mortara als Neunter. Der Genfer hatte nach eigenen Aussagen keine Siegchancen auf der verkürzten GP-Strecke, holte als Achter aber immerhin vier Punkte. Noch besser hätte es Nico Müller machen können. Der Formel-E-Rookie lag auf Top-5-Kurs, als ihm in Turn 1 die Strecke ausging. Auch Porsche-Pilot Neel Jani wartet weiter auf ein Erfolgserlebnis. Der Seeländer überquerte die Ziellinie als 14.
Saucy guter Sechster
Grégoire Saucy hat die Toyota Racing Series in Neuseeland als guter Sechster beendet. Der Jurassier, der 2020 für ART den Formel Renault Eurocup bestreitet, lag in der Winterserie Downunder lange auf dem dritten Gesamtrang, konnte an den beiden letzten Rennwochenenden aber nur noch einen sechsten Rang an Land ziehen. Saucy darf dennoch stolz auf sein Abschneiden sein. Zwei Podestplätze und Rang 2 bei den Rookies sind eine starke Leistung für einen, der bisher «nur» Formel-4-Erfahrung hatte. Der zweite Schweizer im Feld, Axel Gnos, belegte in der Endabrechnung Platz 18. Der Titel ging an den Brasilianer Igor Fraga.
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Die Fahrer des Renault Classic Cup haben abgestimmt. 2020 soll es Cup-intern drei statt wie bisher zwei Klassen geben. Wir haben beim Meister Philipp Krebs nachgefragt, welche Auswirkung das hat.
Der Renault Classic Cup soll in diesem Jahr in drei, statt wie bisher nur in zwei Klassen aufgeteilt werden. Das haben die aktiven Fahrer an der Generalversammlung beschlossen. Noch bedarf dieser Beschluss die offizielle Genehmigung von Auto Sport Schweiz. Doch wenn diese Reglementsänderung zum Tragen kommt, haben die Clio-II-Piloten einen schweren Stand. Davon betroffen wäre auch Philipp Krebs. Wir haben mit dem amtierenden Schweizer Meister und Bergpokalsieger über die neue Situation gesprochen.
ASS: Bisher waren die Renault Clio II und die RS III Cup in einer Wertung zusammengefasst. Das soll 2020 nicht mehr so sein. Um voll punkten zu können, musst du in deiner Klasse mindestens vier Gegner haben. Das war bei den 2er-Clios 2019 nicht immer der Fall. Befürchtest du nun, dass du in Zukunft oft nur um halbe Punkte fährst und so keine Chance auf die Titelverteidigung hast?
Philipp Krebs: Ja, danach sieht es aus. Eigentlich gibt es genug 2er-Clios. Aber es sind selten alle vor Ort. Deshalb glaube ich, dass der nächste Meister im Renault Classic Cup ein Fahrer mit einem 3er-Clio sein wird. Ich will an dieser Stelle aber auch nochmals betonen, dass ich nicht «Titel-geil» bin. Als ich im Vorjahr gespürt habe, dass ich neben dem Renault Classic Cup auch noch den Bergpokal gewinnen kann, da hat es mich gejuckt. Aber abgesehen von dieser doppelten Titelchance, die wohl einmalig war, spielt der Gewinn einer Meisterschaft für mich eine nicht so wichtige Rolle.
Kannst du den Vorstoss der 3er-Clio-Fahrer nachvollziehen?
Als Aussenstehender – absolut. Es ist gerecht, wenn alle in einer eigenen Klasse antreten. Die neueren Clio RS IV Cup mit 1600er-Turbomotoren sind ja bereits in einer eigenen Kategorie gefahren. Ich hätte vielleicht eher auf vier statt fünf Fahrzeuge plädiert. Aber jetzt braucht es halt fünf Teilnehmer pro Klasse, um die volle Punktzahl abzusahnen.
Was heisst das konkret für dich? Dein Meisterauto steht zum Verkauf – wechselst du zu den 3er-Clios, um doch mehr Titelchancen zu haben?
Es steht zum Verkauf; das ist richtig. Und wenn der Preis stimmt, gebe ich es auch ab. Dass ich mir in diesem Fall dann einen 3er-Clio zulege, ist denkbar. Sollte ich das Auto nicht verkaufen, fahre ich nochmals eine Saison mit dem 2er-Clio.
Welche Auswirkungen haben die neuen Regeln auf die Rundstreckenrennen des Renault Classic Cup?
Würden die Clio II und III weiter in einer Kategorie fahren, gäbe es für sie in der Regel immer volle Punktzahl. Jetzt braucht es in beiden Klassen mindestens fünf Teilnehmer. Sind es weniger, gibt es nur halbe Punkte. Weil Auslandsrennen eh schon mit höheren Kosten verbunden sind, könnte diese Regeländerung die Entscheidung einiger Teilnehmer beeinflussen. Anderseits muss man auch festhalten: Wer Rundstreckenrennen fahren will, lässt sich davon nicht abschrecken. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt. Ich werde wie 2019 eh nur bei Slaloms und Bergrennen antreten – unabhängig vom Auto.
Joël Grand (32) will 2020 die komplette Berg-Saison mit seinem neuen Osella PA21 JRB absolvieren. Einen ersten Eindruck von seinem neuen Gefährt bekam der Walliser beim Saisonfinale in Les Paccots.
Joël Grand hat die Schweizer Berg-Meisterschaft mit seinen Formel Masters bereichert. Drei verschiedene Modelle setzte der Mann aus Chalais bei Siders in den vergangenen Jahren ein. Sein grösster Triumph gelang ihm 2017, als er sich in Les Paccots gegen Romeo Nüssli in der Addition beider Laufzeiten um zwei Hundertstelsekunden durchsetzte und so seinen ersten und bisher einzigen Gesamtsieg am Berg feierte.
2020 ist Schluss mit Formelautos. Genauer gesagt hatte Grand schon vor Ablauf der vergangenen Saison sein Fahrzeug und die Kategorie gewechselt. Beim Saisonfinale in Les Paccots setzte der Mann aus dem Team Gruyère Racing zum ersten Mal seinen neuen Osella PA21 JRB in der E2-SC ein. «Es war eine Frage des Geldes und der Arbeit», erklärt Joël Grand seinen Wechsel vom Formel Masters in den Sportwagen. «Ich bin sehr gerne mit dem Masters gefahren, aber es war an der Zeit, etwas Neues anzufangen.»
Das erste Rennen in Les Paccots endete für Grand auf dem achten Gesamtrang. Eine gute Leistung, bedenkt man, dass er das Auto zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen eingesetzt hatte. «Wir haben im Verlaufe des Wochenendes ein paar Sachen verstellt», erzählt Grand, «und haben dadurch das Auto immer besser verstanden.»
Im direkten Vergleich mit dem Osella PA30 von Simon Hugentobler, der in Les Paccots Dritter wurde, fehlten Grand etwas mehr als fünf Sekunden pro Lauf. Doch der Vergleich hinkt. Im Auto des Wallisers steckt ein originaler 1000er-Motorradmotor von BMW. Im Heck von Hugentoblers Osella sorgt ein 3-Liter-Triebwerk für deutlich mehr Power. «Mein Ziel ist es, eines Tages auch einen 3-Liter-Motor einzusetzen, um um die Meisterschaft fahren zu können», sagt Grand. «Aber wir fangen erst einmal klein an.»
Um für die Bergsaison bestens gerüstet zu sein, plant der von Roland Bossy gecoachte Grand die Teilnahme am einen oder anderen Slalom. In dieser Disziplin hat der ehemalige Rallye-Co-Pilot vor Jahren debütiert. Allerdings mit weniger guten Erinnerungen. «Bei meinem ersten Slalom 2008 bin ich Letzter geworden», sagt Grand.
Auf Vorbereitungsrennen im Ausland verzichtet Joël. Dafür fehle das Geld und die Zeit, so der Mann, der im Walliser Getränkemarkt Kouski als Vertreter arbeitet. «Ausserdem möchte ich mich voll und ganz auf die Schweizer Meisterschaft konzentrieren.»
Den Medien und einer auserlesenen Schar von Gästen wird Grand Mitte März bei einer Pressekonferenz sein neues Auto präsentieren. Auto Sport Schweiz durfte bereits einen Blick auf den frisch lackierten Osella werfen. Nur soviel sei verraten: Der schnittige Sportwagen gibt auch optisch sehr viel her!
Am Samstag hat in Horgen (ZH) der erste Qualifikations-Durchgang für die zweite Schweizer Simracing-Meisterschaft stattgefunden. Dabei gab der amtierende Meister Fredy Eugster gleich einmal den Tarif durch.
Mit 1:45,490 min war Fredy Eugster beim ersten Quali im Jahr 2020 in Horgen (ZH) der schnellste Simracer. Knapp vier Zehntelsekunden nahm der Ostschweizer im virtuellen Porsche 911 GT3 Cup dem ehemaligen Rallye-Juniorenmeister Thomas Schmid ab. Auf Platz 3 landete, weitere vier Zehntelsekunden zurück, Nathanaël Mahler. Dieses Trio hat sich damit bereits das Ticket fürs Finale in Mollis (GL) gesichert.
Starker Vierter wurde Goe Stettler, der die neue geschaffene Kategorie Ü40 überlegen anführte. Beinahe hätte es Stettler sogar für Platz 3 gereicht. Lediglich 25 Tausendstel trennten ihn vom Drittplatzierten Mahler. Hinter Stettler rangierte Julien Apotheloz auf P5. Der ehemalige Gewinner der Young Driver Challenge muss sich, falls er noch ins Finale kommen will, bei einem anderen Quali-Event qualifizieren.
Die schnellste und gleichzeitig einzige Frau im Feld der 44 Teilnehmer war Barbara Baeriswyl. Die Suzuki-Cup-Pilotin ist damit ebenfalls fürs Finale in der Damenwertung qualifiziert. «Schade», sagt Veranstalter Wani Finkbohner von der Racing Fuel Academy, «Dass nur eine Lady am ersten Quali teilgenommen hat. Wir hoffen, dass wir bei den nächsten Veranstaltungen mehr Damen, die sich hinters Lenkrad klemmen, empfangen dürfen.»
Die zweite Qualifikationsrunde findet am 7. März im Porsche Zentrum Genf statt. Dann wird nicht mehr in Imola, sondern auf dem virtuellen Red Bull Ring in Spielberg (A) gefahren.
Weitere Infos zur Anmeldung finden Sie im Netz unter: www.racingfuel-academy.com/championship
Nach Prüfung von verschiedenen Offerten von Zeitnehmern steht nun fest, dass die Zeitnahme sowie das Live-Timing aller 6 Rennen der autobau SKM für das Jahr 2020 über folgenden Anbieter gewährleistet wird:
Savoie Chrono Impact
3, chemin du Four
Brison les Oliviers
F-73100 Brison Saint Innocent
www.savoiechrono.com
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Equipe von Savoie Chrono in den Jahren 2015 bis 2018 freuen wir uns, nun die neue Saison der SKM 2020, wieder mit diesem eingespielten Team aus Frankreich durchführen zu können.
Giorgio Maggi wechselt innerhalb seines Teams Hendriks Motorsport von der Euro-NASCAR 2 in die Euro-NASCAR Pro.
Für Giorgio Maggi gilt es 2020 richtig ernst. Der 22-Jährige aus Hergiswil steigt auf. Innerhalb der europäischen NASCAR-Serie wechselt Maggi von der zweiten in die erste Liga. Seinem Team Hendriks Motorsport aus den Niederlanden bleibt er dabei treu.
Maggi freut sich auf die neue Herausforderung. «Ich habe 2019 bewiesen, dass ich in dieser Serie mithalten kann. Dass ich in diesem Jahr in der europäischen Top-Liga fahren darf, ist eine grosse Chance und eine Auszeichnung zugleich für mich.»
Maggi hat im Vorjahr die zweite Liga bis zum letzten Rennen in seinem Ford Mustang angeführt. In einem knappen Finish verlor er den Titel an den Dänen Lasse Sörensen. Mit vier Pole-Positions, drei Siegen und elf Top-5-Platzierungen hat der Nidwaldner dennoch seine Visitenkarte abgegeben.
Dass er auch 2020 in der Euro-NASCAR Pro gute Chancen hat, ist zu einem Grossteil auch seinem Team zu verdanken. Dieses holte 2019 mit Loris Hezemans den Titel bei den «Grossen» und gilt in diesem Jahr als Teamkollege von Maggi erneut zum Favoritenkreis.
Parallel zu seinem Engagement in der Euro-NASCAR plant Maggi auch die Teilnahme am einen oder anderen 24-Stunden-Rennen. Ganz oben auf der Liste hat der ehemalige GT-Masters-Pilot das Rennen in Zolder. Dort gewann er 2019 auf einem Norma-Honda. Doch Maggi hat noch andere Pläne. Die USA, Heimat der NASCAR-Serie, ist für jeden, der dem Reiz der archaischen V8-Tourenwagen erlegen ist, das grosse Ziel. Und ein Schweizer in der NASCAR! Das gab es noch nie! Drücken wir ihm also die Daumen!
Zweites Auto für Le Mans
Rebellion setzt für die 6 Stunden von Spa und den 24h-Klassiker in Le Mans ein zweites Auto ein. Neben dem Stammtrio Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman werden sich auf dem zweiten Fahrzeug der Genfer Louis Delétraz sowie die beiden Franzosen Romain Dumas und Nathanaël Berthon abwechseln. Für Delétraz, dessen Hauptziel 2020 der Titel in der Formel 2 ist, ist es der erste Start an der Sarthe. Dumas hat das Rennen schon zwei Mal gewonnen: 2010 (auf Audi) und 2016 (auf Porsche).
Rang 2 für Saucy in Neuseeland
Grégoire Saucy verteidigte am Wochenende seinen dritten Gesamtrang in der Toyota Racing Series in Neuseeland erfolgreich. Dem Jurassier gelang mit Platz 2 im dritten Rennen sogar sein bisher bestes Ergebnis. Bei noch sechs ausstehenden Läufen beträgt Saucys Rückstand auf Leader Igor Fraga aus Brasilien 48 Punkte. Der Zweitplatzierte Liam Lawson liegt 31 Zähler vor Saucy. Kein gutes Wochenende erwischte der zweite Schweizer Axel Gnos. Mit zwei Unfällen, wovon einer unverschuldet war, und einem 15. Platz kann der in Spanien lebende Lausanner nicht zufrieden sein.
Erstes Qualifying in Horgen
Simracer aufgepasst! Diesen Samstag von 10 bis 17 Uhr findet in Horgen (ZH) das erste Qualifying zur Schweizer Simracing-Meisterschaft statt. Unter der Schirmherrschaft der FIA und Auto Sport Schweiz wird ein Nachfolger von Fredy Eugster, dem Simracing-Champion von 2019, gesucht. Neu gibt es auch zwei Sub-Kategorien: So wird erstmals in diesem Jahr eine Ladies- und eine Ü40-Wertung ausgeschrieben. Weitere Infos zu den Teilnahmebedingungen finden Sie im Netz unter www.simracingseries.ch. Das Nenngeld beträgt 50 Franken.
Beim Kalender des TCR Hill Climb Series hat sich ein Fehler eingeschlichen. Das Bergrennen St. Agatha (A) 2020 findet am 26./27. September 2020 statt und nicht am 19./20. September. Wir bitten um Entschuldigung! Hier noch einmal der korrigierte Kalender:
2./3. Mai, Eschdorf (LUX)
30./31. Mai, Verzegnis (I)
20./21. Juni, Beaujolais (F)
25./26. Juli, Hauenstein (D)
15./16. August, Les Rangiers (CH)
26./27. September, St. Agatha (A)
Die Bergsaison 2019 verlief – gottlob – ohne schwere Zwischenfälle. Die grössten Blechschäden verzeichneten Ronnie Bratschi und Simon Wüthrich. Wir haben nachgefragt, wie es um den Wiederaufbau ihrer Autos steht.
Unfälle gehören zum Rennsport. Solange sie ohne Personenschaden verlaufen und «nur» Blech verbogen wird, ist alles halb so wild. Nur einmal in der vergangenen Saison verletzte sich ein Fahrer: Louis Berguerand, der Vater von Berg-Champion Eric Berguerand. Beim Rennen in Anzère zog er sich einen offenen Armbruch zu. Inzwischen geht es Papa Berguerand wieder sehr viel besser. «Noch zwei, drei Monate», so der besorgte Eric, «dann ist er wieder der Alte.»
Ob es zum Comeback beim Saisonauftakt reicht – das lassen die Berguerands noch offen. Nicht so Simon Wüthrich und Ronnie Bratschi. Diese beiden arbeiten mit Hochdruck am Comeback. Im Unterschied zu Berguerand sr. war den Fahrern bei den Unfällen nichts passiert. Doch beide Autos wurden arg in Mitleidenschaft gezogen. Wüthrichs Turbienen-Golf verendete in Reitnau an einer Leitschiene, nachdem ihm eine nicht signalisierte Ölspur zum Verhängnis wurde. Bratschi überschlug sich am Gurnigel mit seinem Mitsubishi Evo VIII und landete im Wald. Der Unfall ereignete sich im Regen – bei verhältnismässig geringem Tempo. «An der Stelle fährt man mit wenig Gas», meint der Urner. «Aber bei mir ist hinten rechts der Querlenker gebrochen. Das Rad hatte urplötzlich keine Führung mehr.»
Bratschi und Wüthrich haben seither viele Stunden in den Wiederaufbau investiert. Während Bratschi ein neues Chassis benötigte, war jenes bei Wüthrich noch intakt. Trotzdem ging viel von der Technik kaputt. Vor allem Kühler und Aufhängungen. Auf rund 25'000 Franken Schaden beziffert Wüthrich denn Schaden an seinem roten Golf – die Arbeit nicht inbegriffen. Ähnlich sieht es bei Bratschi aus.
Letzterer gewinnt dem Unfall aber auch Positives ab. Bratschi, der schon in den vergangenen Jahren viel in die Sicherheit seines Autos investiert hat, hat aufgrund des Unfalls nochmals nachgebessert. «Der Querlenker war mit 35 Millimetern Durchmesser eigentlich gut dimensioniert. Trotzdem kam es zum Unfall. Das zeigt, welche Kräfte da wirken.»
Während Bratschi den Schaden an seinem Auto dank Sponsoren und Partnern auffangen konnte, hat Wüthrich bei ASS-Partner «I believe in you» eine Crowdfunding-Aktion gestartet. 15'000 Franken war das Ziel. Nach nur vier Tagen wurde der Betrag erreicht. 45 Personen/Firmen unterstützten die Aktion. «Ich würde in einem ähnlichen Fall wieder so vorgehen», sagt Wüthrich, hofft aber gleichzeitig, dass er die Unterstützung in Zukunft nicht mehr braucht. «Ich hatte zehn Jahre lang keine Beule im Auto. Ich hoffe, dass dies in Zukunft wieder so ist.»
Wo und wann Wüthrich respektive Bratschi erstmals wieder mit ihren frisch aufgebauten Autos an den Start gehen, ist noch unklar. Wüthrich hat sich im Kalender die Rennsporttage in Frauenfeld rot markiert. Bratschi kann sich vorstellen, in Hemberg wieder Gas zu geben, lässt aber offen, ob er vorher noch im Ausland das eine oder andere Rennen bestreitet.
Bis es soweit ist, haben beide noch Arbeit vor sich. Und diese wird auch genutzt, um das Auto noch schneller zu machen. «Im Zuge eines Wiederaufbaus merkt man, wo man das Auto noch verbessern kann», grinst Wüthrich. «Deshalb werden wir noch ein paar Kohlefaserteile verbauen.» Damit ist auch klar: The show must go on! Die Fans wird es freuen!
Die sieben Berg-Junioren stehen fest
Zum vierten Mal wird im Rahmen der Schweizer Berg-Meisterschaft eine Junioren-Wertung ausgetragen. Sieben junge Talente haben sich dafür qualifiziert. Als da wären: Massimo Conti aus Cadenazzo/TI, Patrick Frei aus Guntershausen b. Aadorf/TG, Jon Matthias Heuscher aus Winterthur/ZH, Vanessa Knöpfli aus Adlikon b. Regensdorf/ZH, Samuli Nieminen aus Binningen/BL, Luca Parisi aus Zihlschlacht/TG und Riccardo Pfister aus Balterswil/TG. Die sieben Junioren werden bei vier Bergrennen auf identischen Toyota GT86 im Einsatz stehen: Reitnau, Anzère, Oberhallau und Les Paccots. Die bisherigen Sieger hiessen Rolf Reding (2017), Thomas Schmid (2018) und Rico Thomann (2019). Weitere Infos zur Swiss Race Acedmy gibt es im Netz.
Alex Fontana fährt in Asien GT3
2019 hat Alex Fontana auf einem Mercedes GT4 den Titel in der chinesischen GT-Meisterschaft errungen. Diesen Titel will der ehrgeizige Tessiner 2020 verteidigen. Und zwar in der GT3 – erneut auf Mercedes. Doch Fontana bestreitet nicht nur die chinesische Meisterschaft. Der ehemalige Jenzer-Pilot absolviert parallel auch die GT World Challenge Asia auf einem AMG-Mercedes GT3.
Saucy zum ersten Mal auf dem Podium
Grégoire Saucy kommt in der neuseeländischen Toyota Racing Series immer besser in Fahrt. Am vergangenen Wochenende sicherte sich der Jurassier mit Platz 2 seinen ersten Podestplatz. Nach 6 von 15 Läufen liegt Saucy als bester Rookie auf dem sensationellen dritten Rang. Nur 35 Punkte hinter Leader und Lokalmatador Liam Lawson. Schon am kommenden Wochenende hat der 20-Jährige Westschweizer die Gelegenheit, sein Punktekonto beim dritten Rennen in Hampton Downs aufzustocken.
KartBox.ch bietet am Sonntag, 2. Februar 2020, um 13.00 Uhr einen Medienkurs in Sachen Kommunikation & Presse-Betreuung im Kartsport an.
Die Anmeldung ist unter folgendem Link möglich: KartBox
Auf Vallelunga folgt Le Castellet. Die zweiten FIA Motorsport Games sollen vom 23. bis 25. Oktober auf der Formel-1-Rennstrecke in Südfrankreich stattfinden.
2019 hat die FIA in Zusammenarbeit mit der SRO Motorsport Group von Stéphane Ratel die ersten Motorsport Games ausgetragen. Wenngleich grosse Namen bei der ersten Veranstaltung gefehlt haben, sind die Organisatoren vom Format überzeugt und haben deshalb entschlossen, den Event auch 2020 durchzuführen.
Viel ist über die zweite Auflage der FIA Motorsport Games noch nicht in Erfahrung zu bringen. Immerhin steht mit Le Castellet (und Marseille als Partnerstadt) schon einmal die Lokalität fest. Auch beim Datum ist sich die FIA treu geblieben. Ende Oktober, wenn die meisten Meisterschaften beendet sind, sollen die zweiten «Olympischen Spielen» des Automobilrennsports stattfinden.
Der Länderkampf wurde 2019 nördlich von Rom auf der Rennstrecke von Vallelunga zum ersten Mal ausgetragen. Sechs Disziplinen standen auf dem Programm: GT Cup, Touring Car Cup, F4 Cup, Drift Cup, Karting Slalom Cup und Digital Cup. Insgesamt nahmen 192 Fahrer aus 49 Nationen teil. Auch die Schweiz stellte in vier Disziplinen eine Delegation. Der Gesamtsieg in Vallelunga ging mit einer Gold- und zwei Bronzemedaillen an Russland.
Weitere Informationen gibt es auf der Webpage der FIA. Näheres zum Programm und den geplanten Disziplinen wird in den nächsten Monaten veröffentlicht.
Den ganz grossen Erfolg aus Schweizer Sicht hat es beim 24-Stunden-Rennen in Daytona nicht gegeben. Mit Simon Trummer und Rolf Ineichen standen aber dennoch zwei Eidgenossen auf dem Podium.
Für Simon Trummer sah es in der LMP2 lange Zeit sehr gut aus. Der Berner Oberländer und sein Team PR1/Mathiasen auf Siegkurs, als das Team kurz vor Sonntagvormittag einen Reparaturstopp einlegen musste, weil beide Spurstangen getauscht werden mussten. Dadurch verloren Trummer & Co. zwei Runden, weshalb es am Ende «nur» zu Platz 2 in der LMP2 (hinter dem siegreichen Team Dragon Speed) respektive Platz 10 im Gesamtklassement reichte. Für den ehemaligen Gp2-Piloten Trummer war dies der erste Podestplatz in einem Rennen zur IMSA.
Ebenfalls auf dem Podium landete Rolf Ineichen bei seinem zweiten Einsatz für WRT. In einem engen Finish schaffte es der Luzerner mit seinen Teamkollegen Mirko Bortolotti (I), Daniel Morad (CDN) und Dries Vanthoor (B) den Porsche von Wright Motorsports, der in derselben Runde lag, trotz eines Problems am Heckflügel hinter sich zu lassen. Ineichens Series ist beeindruckend. Nach den Klassensiegen 2018 und 2019 (mit dem Grasser-Lamborghini), ist der Gentleman-Driver zum dritten Mal in Serie in Daytona auf dem Podest gestanden.
Ein gutes Debüt lieferte die neue Corvette CR.8 ab. Leider sass Marcel Fässler aus Schweizer Sicht in der falschen «Vette». In der Nacht stand der graue CR.8 mit der Startnummer 4 wegen eines Öllecks nämlich lange an der Box. Fässler beendete das Rennen dennoch – mit 325 Runden Rückstand. Trotzdem darf sich der Le-Mans-Sieger auf weitere Einsätze freuen. Das Schwesterauto belegte Platz 4 in der GTLM und war bis zum Schluss auf Schlagdistanz mit den Top 3.
Der einzige Ausfall betraf Rahel Frey. Die Solothurnerin, die in einem reinen Frauenteam startete, musste am Sonntag mitansehen, wie ihre Teamkollegin Christina Nielsen den Lamborghini Huracan mit einem brennenden Heck abstellen musste.
Der Sieg ging zum dritten Mal in vier Jahren an Cadillac. Dabei stellte die siegreiche Crew mit 833 Runden (4772,48 km) einen neuen Distanzrekord auf (bisher 808 Rdn).
Zwei von drei Schweizern haben bei der 88. Rallye Monte Carlo nicht nur das Ziel im Fürstentum erreicht, sie waren bei der legendären Rallye in ihren Klassen auch absolut top.
Olivier Burri nahm zum 22. Mal bei der Rallye Monte Carlo dabei. Das heisst: Der Bernjurassier hat exakt ein Viertel all dieser legendären Rallyes an der Côte d’Azur bestritten – rekordverdächtig. Und er hat sein hochgestecktes Ziel, endlich bester Amateur zu sein, bei der diesjährigen Ausgabe auch erreicht. Der neunfache Sieger der Rallye du Valais und sein französischer Beifahrer Anders Levratti waren in ihrer Klasse das schnellste R5-Duo und erreichten das Ziel als 18. im Gesamtklassement. Der Rückstand auf Sieger Thierry Neuville aus Belgien betrug etwas mehr als 27 Minuten, was beim horrenden Tempo der Spitze eine mehr als beachtliche Leistung ist. Burri hatte für die «Monte» auf einen VW Polo R5, der von Roger Tuning vorbereitet wurde, gewechselt. Ein Wechsel, der sich bezahlt machte. «Der Polo ist für die Rallye Monte Carlo wie geschaffen», sagt Burri. «Und ich freue mich über dieses Ergebnis. Die Rallye Monte Carlo ist und bleibt die schwierigste Rallye im gesamten WM-Kalender.»
Doch nicht nur Burri hatte Grund zur Freude. Auch Renault-Clio-Pilot Ismaël Vuistiner und seine Co-Pilotin Florine Kummer durften am Hafen von Monaco jubeln. Das Duo aus dem Wallis belegte in der Endabrechnung Platz 31 – und noch viel wichtiger: Rang 2 in der Klasse RC3. Viel hätte nicht gefehlt und die Sieger der Renault Clio Alps Trophy 2019 hätten ganz oben auf dem Podest gestanden. Die siegreiche RC3-Paarung Jérémy Caradec und Cedric Amoros lagen im Ziel nur eine halbe Minute vor Vuistiner. «Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben», sagt Vuistiner. «Neben all den Superstars auf dem Podium zu stehen, ist ein tolles Gefühl.» Für Vuistiner war es die zweite Teilnahme bei der «Monte». 2018 musste der Mann aus Vercorin allerdings nach einem Ausritt die Rallye vorzeitig beenden.
Kein Glück hatte Sacha Althaus bei seiner Premiere. Der Vize-Junior-Champion aus Moutier schied in WP15 mit einem mechanischen Defekt an seinem Peugeot 208 R2 aus. Er und seine Beifahrerin Lisiane Zbinden lagen zu diesem Zeitpunkt auf dem fünften Rang der Klasse RC4.
Beim 24-Stunden-Rennen in Daytona stehen vier Schweizer am Start. Gute Chancen auf einen Klassensieg haben allen voran Marcel Fässler (Corvette) und Rolf Ineichen (Audi).
Am Wochenende stehen gleich zwei Klassiker auf dem Programm: die Rallye Monte Carlo. Und die 24 Stunden von Daytona. Über die 88. Ausgabe der wohl berühmtesten Rallye haben wir im Vorfeld bereits berichtet. Deshalb gilt der Fokus hier dem traditionellen Langstreckenrennen in Florida.
Im Kampf um den Gesamtsieg wird es keinen Schweizer geben, der dort ein Wörtchen mitreden könnte. In den acht Prototypen, die in der Top-Klasse an den Start gehen, sitzt kein Eidgenosse hinterm Lenkrad. Der im Vorjahr noch für Cadillac gestartete Simon Trummer hat in die LMP2 gewechselt. Dort fährt der Berner Oberländer für das Team PR1/Mathiasen Motorsport. Vier weitere LMP2-Autos gilt es dort zu schlagen.
Le-Mans-Sieger Marcel Fässler geht in der GT-LM-Klasse an den Start. Der Schwyzer setzt weiter auf Corvette Racing, vertraut in diesem Jahr aber auf das neue Modell, den C8.R. Fässlers Chancen auf einen Klassensieg stehen nicht schlecht. Bei den Vortests liess sich Fässlers Teamkollege Tommy Milner die drittschnellste Zeit notieren.
Das grösste Feld bieten die GT-D-Fahrzeuge. Dort sind zwei Schweizer am Start: Rolf Ineichen, der neu für das belgische Team WRT fährt. Sowie Rahel Frey, die sich mit drei weiteren Damen einen Lamborghini Huracan vom Team Grasser teilt.
Los geht es am Samstag um 13.35 Uhr Ortszeit.
Georges Darbellay, Schweizer Rallye-Meister von 1996, ist am Montag, 20. Januar, nach längerer Krankheit Im Spital von Martigny (VS) im Alter von 65 Jahren verstorben.
Darbellay hat Ende der Achtzigerjahre seine Sporen im Daihatsu-Cup abverdient und ist danach jahrelang Opel gefahren. Zuerst auf einem Kadett GSI 16V, auf dem er 1991 (ohne Podestplatz) den dritten Rang in der Schweizer Meisterschaft eroberte. Später auf einem Astra GSi 16V. Mit diesem feierte Darbellay die grössten Erfolge. 1995 wurde er bei der Rallye 111 Minuti in Italien mit Beifahrerin Vanessa Roduit Zweiter. 1996 gewann er mit Roduit das Critérium Jurassien, nachdem er schon bei der Ronde d’Ajoie Platz 2 belegte. Im weiteren Verlauf der Saison sicherte er sich dank den Navigationskünsten von Sandra Arlettaz gar den Schweizer Rallye-Meistertitel.
Zuletzt fuhr Darbellay (mit Beifahrerin Sarah Buchard) 2015 einen Peugeot 207. Insgesamt stand der Walliser bei ca. 80 Rallyes am Start.
Darbellay, der mit Spitznamen Zozo hiess, hinterlässt seine Ehefrau Véronique sowie vier Kinder und ein Enkelkind. Auto Sport Schweiz spricht seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden sein aufrichtiges Beileid aus.
Die Abdankung findet am Donnerstag, 23. Januar, um 14.30 Uhr in der Kirche von Liddes (VS) statt.
Nicht nur Jasin Ferati und Miklas Born wechseln in diesem Jahr in den Automobilrennsport. Auch KZ2-Champion Mike Müller wagt den Schritt und fährt 2020 im neuen VW Tourenwagen Junior-Cup.
2019 war ein aussergewöhnlich guter Wein-Jahrgang. Und offenbar auch ein guter Jahrgang unter den Schweizer Kartfahrern. Denn nach Miklas Born und Jasin Ferati (und eventuell auch Léna Bühler) hat nun auch Mike Müller den Sprung in den Automobilsport geschafft. Der KZ2-Meister der vergangenen Saison fährt 2020 im neuen VW Tourenwagen Junior-Cup in Deutschland.
Für die Premierensaison sind acht Rennveranstaltungen geplant. Sechs davon finden in Deutschland statt (2x Oschersleben, 2x Lausitzring, Nürburgring und Hockenheim), zwei im benachbarten Tschechien (Most) und der Niederlande (Zandvoort). Gefahren wird mit einem auf Basis des VW up! GTI aufgebauten Cup-Fahrzeug, dessen Leistung bei rund 140 PS und der Preis bei unter 25'000 Euro liegt.
Müller wird für das Team von Fabian Danz fahren, dessen Vater Robert den Rennstall führt. «Ich freue mich auf diese neue Herausforderung», sagt Müller. «Mein Ziel ist es, möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Aber ich will natürlich auch Topplatzierungen erzielen.» Der grosse Vorteil für Müller: Weil die Serie von Grund auf neu ist, hat kein Team und kein Fahrer einen Wissensvorsprung.
Los geht die Saison vom 19. bis 21. Juni in Most. Mindestens zwei offizielle Testtage sind vorher noch geplant. «Wir sollten das Auto im März bekommen», freut sich der 17-jährige Müller. «Dann geht’s hoffentlich ziemlich zügig auf die Teststrecke.»
Neben dem VW-Markenpokal wird Müller 2020 auch noch am einen oder anderen Kartrennen teilnehmen. Ganz oben auf der Liste steht der ADAC-Lauf in Wackersdorf am 25./26. April. «Dort», so Müller, «habe ich noch eine Rechnung offen. Dieses Rennen will ich unbedingt noch gewinnen.»
Nach drei erfolgreichen Jahren zieht sich die «AutoScout24 und CUPRA Young Driver Challenge» für das Jahr 2020 von der Rennstrecke zurück.
«Wir sind stolz in der Challenge erfolgreiche und motivierte Jungtalente gefunden zu haben», so Pierre-Alain Regali, Director AutoScout24. «Deshalb freuen wir uns sehr, die Gewinner Karen Gaillard und Julien Apothéloz auch im kommenden Jahr weiterhin zu unterstützen.»
Nicolas Hobi, Head of Marketing von Seat und Cupra meint: «Wir freuen uns, dass wir mit unserem Projekt drei hochmotivierten Rennfahrtalenten einen ersten Schritt in Richtung Rennfahrkarriere ermöglichen konnten. Mit Topcar Sport, wo mit Julien Apothéloz und Karen Gaillard zwei der Gewinner der Young Driver Challenge unter Vertrag stehen, werden wir auch in diesem Jahr mit Cupra der Rennstrecke treu bleiben.»
Das Projekt «AutoScout24 und Cupra Young Driver Challenge» wurde 2017 von AutoScout24, SEAT und Fredy Barth erstmals ins Leben gerufen. Das Nachwuchsförderungsprogramm wurde seit diesem Jahr durch das Tochterunternehmen von SEAT – der neuen Marke Cupra – unterstützt. In einer vierteiligen Wettkampfserie konnten sich Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren als Rennfahrerinnen und Rennfahrer beweisen. Wer die Jury über alle Phasen hinweg überzeugte und nebst dem fahrerischen Können auch die unbedingte Passion und Bereitschaft für den Rennsport mitbrachte, dem winkte als Hauptgewinn finanzielle und beratende Unterstützung von AutoScout24 und Cupra für ein weiteres Rennfahr-Engagement. Zu den Gewinnern der YDC gehörten: Oliver Holdener (2017), Julien Apothéloz (2018) und Karen Gaillard (2019).
Rebellion-Chef drittbester Rookie bei der Dakar
Die Rallye Dakar gilt als die härteste Rallye der Welt. Und auch an ihrem neuen Austragungsort in Saudi-Arabien wurde sie diesem Ruf gerecht. Zwei Schweizer haben in diesem Jahr das Abenteuer unter die Räder genommen: Rebellion-Chef Alexandre Pesci (mit Beifahrer Stephan Kühni) sowie der Genfer Rémy Vauthier, der im Vorjahr 19. wurde. In diesem Jahr hatte Vauthier weniger Glück. Sein Wüstenritt endete schon nach der ersten Etappe mit einem Benzinleck. Pesci kam durch. Und beendete seine erste Dakar als drittbester Rookie auf dem 41. Schlussrang. Der Sieg ging nach 2010 und 2018 zum dritten Mal an Carlos Sainz (Mini x-Raid).
Schweizer punktelos in Chile
Die Schweizer Fraktion ging beim dritten Lauf der Formel E in Chile leer aus. Sébastien Buemi schaffte es zwar als Siebter in die Punkte, bekam aber hinterher eine 30-Sekunden-Strafe aufgebrummt, weil sein Auto zuviel Energie regeneriert hatte. Auch Edoardo Mortara war lange Zeit gut unterwegs, fiel dann aber zurück und musste das Rennen an der Box aufgeben, weil er Reifenproblem hatte. Noch schlimmer erwischte es Neel Jani. Der Porsche-Werksfahrer war schon in der ersten Runde unverschuldet in eine Kollision verwickelt. Bester Schweizer blieb am Ende Nico Müller auf dem undankbaren elften Rang. Der Sieg in Chile ging an Maxi Günther (BMW). Das nächste Rennen findet am 15. Februar in Mexiko-City statt.
Saucy bester Neuling in Neuseeland
Für Grégoire Saucy endete das erste Wochenende der Toyota Racing Series in Neuseeland mit drei Top-5-Platzierungen. Der Jurassier liegt damit nach dem ersten von fünf Wochenenden auf dem vierten Zwischenrang und ist damit bester Rookie. Für Axel Gnos, den zweiten Schweizer im Feld lief es noch nicht ganz so flott. Der mit 16 Jahren jüngste Fahrer im Feld belegte die Ränge 16, 15 und 11.
Bisher durfte an der Schweizer Berg-Junioren-Meisterschaft nur teilnehmen, wer noch nie im Besitz einer nationalen Lizenz von Auto Sport Schweiz war. Für die vierte Ausgabe haben die Organisatoren um Yves Meyer vom Drivingcenter Event Seelisberg nun eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Noch bis zum 25. Januar dürfen sich auch bisherige Finalisten oder NAT-Lizenzierte, die bisher in anderen Kategorien fuhren, anmelden – vorausgesetzt sie sind maximal 28 Jahre alt.
Wer sich also noch anmelden möchte, kann das unter dem folgenden Link machen: https://www.drivingevent.ch/race-academy-schweizer-bergmeisterschaft-junior/
Gefahren wird in der Schweizer Berg-Junioren-Meisterschaft mit einheitlichen Toyota GT86 (ca. 200 PS) nach Superserie-Reglement. Auf dem Programm stehen vier Rennen: Reitnau, Anzère, Oberhallau und Les Paccots. Die Teilnahme an der Sichtung kostet 185 Franken (inkl. Mittagessen). Für die komplette Saison (samt Fahrzeugmiete) werden 8865 Franken in Rechnung gestellt. Die bisherigen Meister heissen Rolf Reding (2017), Thomas Schmid (2018) und Rico Thomann (2019).
Vom 23. bis 26. Januar wird Olivier Burri zum 22. Mal (!) an der Rallye Monte Carlo teilnehmen. Weitere Einsätze, vor allem in der Schweiz, hat der Bernjurassier derzeit nicht geplant.
Olivier Burri, Sacha Althaus und Ismaël Vuistiner werden bei der Rallye Monte Carlo die Farben der Schweiz vertreten. Während es für Burri die 22. Teilnahme ist, werden Vize-Junior-Champion Althaus zum ersten Mal und Clio-Alps-Sieger Vuistiner zum zweiten Mal (nach 2018) beim Klassiker antreten. Auto Sport Schweiz hat mit Burri über die Vorbereitung und seine Ziele bei der «Monte» gesprochen.
Du stehst vor deinem 22. Start bei der Rallye Monte Carlo. Was macht diese Rallye so speziell, dass du immer wieder daran teilnimmst?
Olivier Burri: Bei der Rallye Monte Carlo ist alles speziell. Diese Rallye ist sehr komplex. Der ganze Ablauf hält dich auf Trab. Und du triffst immer wieder auf Situationen, die dich von Neuem herausfordern. Kurzum: Bei der «Monte» wird es dir nie langweilig.
Bereitest du dich deshalb auch anders auf diese Rallye vor?
Ich bin im Dezember schon eine Rallye in Frankreich auf Schnee gefahren. Ich bin physisch gesehen also schon recht gut vorbereitet. Ich habe aber zehn Tage sehr intensiv trainiert. Vor allem mit dem Fahrrad. 1000 bis 1300 Höhenmeter habe ich da locker zurückgelegt. Ich habe auch Lauftraining gemacht. Und so vier Kilogramm seit Weihnachten abgenommen. Vor ein paar Tagen bin ich dann wieder runtergefahren, sodass ich mich jetzt eigentlich bereit fühle.
Bei der von dir angesprochenen Rallye Hivernal du Dévoluy bist du zum ersten Mal mit dem VW Polo R5 gefahren und auf Anhieb Zweiter geworden. Wie war’s?
Es ist sehr gut gelaufen. Wir haben eine gute Basis gefunden und ein Set-Up ausgetüftelt, mit dem ich zufrieden bin.
Wie unterscheidet sich der Polo zum Skoda Fabia R5, den du zuletzt bei der Rallye du Valais zum Sieg gefahren hast?
Der grösste Unterschied ist das Chassis. Da hat der Polo gegenüber dem Skoda ganz klar Vorteile. Motor und Getriebe sind ähnlich.
Was ist dein Ziel bei der 88. Ausgabe der «Monte»?
Ich würde gerne die Amateurklasse gewinnen. Wobei der Begriff Amateur mit Vorsicht verwendet werden sollte. 2019 hat mich Stéphane Sarrazin geschlagen, ein ehemaliger F1- und WRC-Pilot. 2018 war Kalle Rovenperä schneller. Auch er ein ausgezeichneter Rallye-Pilot. Und 2017 war es Jan Kopecky, der mir vor der Sonne stand. Und dieses Jahr wird Oliver Solberg wohl meine Messlatte sein.
Du hast nach deinem neunten Sieg bei der Rallye du Valais einen Schlussstrich gezogen. Zumindest für die «Valais». Sieht man dich dieses Jahr dafür beim Critérium Jurassien oder bei der Rallye du Chablais?
Im Moment habe ich noch keine Pläne. Aber – stand heute – glaube ich nicht, dass ich dort fahren werde.
Elektro-Kart-Champion fährt Formel 4
Die Schweiz hat wieder einen neuen Formelsport-Fahrer. Der Winterthurer Jasin Ferati wechselt vom Kart in die Formel 4. Dort bestreitet er für Jenzer Motorsport die italienische Meisterschaft. Ferati, der im vergangenen Jahr Elektro-Kart-Champion wurde, gilt als hoffnungsvolles Talent. Im Dezember hat der 16-Jährige bereits für Jenzer in Imola, Misano und Barcelona getestet und dort einen soliden Eindruck hinterlassen. Für Ferati geht die Meisterschaft in Italien am 16./17. Mai in Monza los.
Zwei Schweizer in Neuseeland
Alljährlich findet in Neuseeland die Toyota Racing Series statt; eine Formelsportnachwuchsserie mit identischen Autos. Zum ersten Mal seit 2014 (Levin Amweg) sind mit Axel Gnos (16) und Grégoire Saucy (20) wieder zwei Schweizer am Start. Die beiden Romands sind 2019 Formel 4 gefahren. Gnos in Spanien (zwei Podestplätze, drei schnellste Runden), Saucy in Deutschland (ebenfalls zwei Podestplätze). Los geht es an diesem Wochenende im Highlands Motorsport Park in Cromwell.
Trummer macht Schritt zurück
Simon Trummer hat in den USA eine zweite Heimat gefunden. Dem Berner Oberländer gefällt der «American way of life». Seit zwei Jahren fährt der ehemalige GP2-Pilot in der IMSA. Leider verlief die vergangene Saison so enttäuschend, dass er auf dieses Jahr von der Top-Prototypenklasse LMP1 zurück in die LMP2 wechselt. Trummer setzt dabei auf das Team PR1 Mathiasen Motorsport. Parallel bestreitet der 30-Jährige die European Le Mans Series (ELMS) mit Pro Algarve. Dazu kommen Einsätze bei der VLN im Team Octane126 aus Wallisellen im Kanton Zürich.
Aus den 24h von Dubai wurde ein Rennen über sieben Stunden. Starker Regen zwang die Organisatoren zum Abbruch. Fünf Schweizer schafften es dennoch aufs Podest.
Die 24 Stunden von Dubai, so etwas wie der Auftakt zur Rundstreckensaison, ist sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Gefahren waren gerade mal sieben Stunden, als die Rennleitung entschied, das Rennen aufgrund von starkem Regen und Überschwemmungen abzubrechen.
Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag das Team Black Falcon (Mercedes-AMG GT3) mit dem Wahlschweizer Manuel Metzger am Steuer in Führung. Platz 2 ging an das Team MS7 by WRT (Audi R8). Auf Rang 3 folgte ein weiterer Mercedes (SPS Automotive Performance). Die besten Schweizer landeten auf Platz 5: Rolf und Mark Ineichen führten das Rennen für kurze Zeit an und lagen bei Rennabbruch eine Runde zurück. Direkt dahinter klassierte sich der Lamborghini von Barwell Motorsport mit dem Luzerner Adrian Amstutz. Dessen Team führte fast 60 Runden lang und hätte unter normalen Verhältnissen sicher ein Wort um den Sieg mitreden können.
Doch der Abbruch kam nicht für alle Schweizer im ungünstigsten Moment. In der GT3-AM sicherten sich die Schweizer Ivan Jacoma, Maurizio Calamia und Stefano Monaco mit dem Italo-Schweizer Roberto Pampanini und dem Dänen Mikkel Overgaard Pedersen Rang 3.
Auch im Feld der Tourenwagen durften Schweizer jubeln. Der VW Golf GTI TCR von Autorama Motorsport mit Vorjahressieger Yannick Mettler und Rookie Miklas Born belegte ebenfalls den dritten Rang. Der zweite Golf der Wetziker Mannschaft lag beim Abbruch auf Platz 7 – eine Position hinter dem Cupra von Topcar Sport mit Fabian Danz und Ronny Jost.
In der GT4-Klasse, in der mit Rahel Frey und den Gebrüdern Kroll ebenfalls Schweizer am Start standen, ging man leer aus. Frey lag mit ihrem Audi R8 auf Platz 8, als das Rennen abgerochen wurde; Michael und Martin Kroll im BMW von Hofor Racing auf Platz 10.
Nicht am Start war Julien Apothéloz. Der junge Zürcher, der im Vorjahr bei den Tourenwagen Zweiter wurde, musste aus Budgetgründen auf den Start in der Wüste verzichten.
Der Schweizer Motorsport kommt nicht zur Ruhe. Nur eine Woche nach Jean-Jacques Baume ist mit Philippe Ecabert im Alter von 61 Jahren ein weiterer, sehr engagierter Schweizer Funktionär verstorben.
Ecabert war seit 2003 Technischer Kommissar und jährlich bei sechs bis zehn Rennveranstaltungen im Einsatz, oftmals auch als TK-Chef.
Seine Fähigkeiten als Feinmechaniker waren den Technischen Kommissaren bei Auto Sport Schweiz stets eine grosse Hilfe. «Philippe hat viele Messgeräte selber entwickelt oder sie, wenn sie defekt waren, wieder repariert», sagt Heinz Waeny, langjähriger TK-Chef sowie Mitglied des Komitees Technik bei Auto Sport und Schweiz und Wegbegleiter von Ecabert. «Wir haben seine gewissenhafte Arbeit und sein grosses Engagement immer geschätzt. Er wird uns und im Speziellen der französisch sprechenden Motorsportgemeinde sehr fehlen.»
Ecabert, der sich auch einen Namen als Restaurator historischer Autos machte, stammt ursprünglich aus dem Neuenburgischen. Er selbst fuhr keine Rennen, unterstützte aber als leidenschaftlicher Mechaniker zahlreiche Fahrer; darunter auch seinen Sohn Ludovic bei dessen Renneinsätzen in der Schweizer Slalommeisterschaft.
Der in Grône wohnhafte Ecabert führte bis zuletzt die auf Citroën spezialisierte Garage Sud in Granges (VS). Er hinterlässt zwei leibliche Kinder, seine «Tochter der Herzen» und fünf Enkelkinder. Auto Sport Schweiz spricht seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden sein aufrichtiges Beileid aus.
Die Abdankung fand im engsten Familienkreis statt.
Kurz vor Jahresende, am 28. Dezember, ist mit Jean-Jacques Baume einer der erfahrensten Chef-Instruktoren des ACS im Alter von 79 Jahren nach langer Krankheit verstorben.
Baume war diplomierter Maschineningenieur und liess sich in den USA in Management Science und Kybernetik weiterbilden. Zurück in seiner Heimat Basel arbeitete er erfolgreich als selbständiger Unternehmensberater im Financial Engineering. Zu seinen Hobbies gehörten Skifahren und Autorennen.
Als Rennfahrer trat Baume 1985 der Ecurie Basilisk bei. Seine ersten Erfahrungen sammelte er bei Slaloms. Seine grössten Erfolge feierte er 1994 mit dem Gewinn der Clubmeisterschaft auf einem Honda Civic und Platz 3 bei den Serienwagen in der Schweizermeisterschaft hinter Meister Daniel Hadorn und dem Zweitplatzierten René Lüthi. Als die berufliche Belastung abnahm, ist er in späteren Jahren auch noch aktiv Langstreckenrennen gefahren.
Als Chef-Instruktor und Mitglied des Komitees Ausbildung war Baume allseits geschätzt. Klare Ansagen in einem höflichen, aber auch bestimmten Ton waren sein Markenzeichen. «Anlässlich der zahlreichen gemeinsamen Kurse und Begegnungen hat mich immer wieder fasziniert wie leidenschaftlich Jean-Jacques Pilot war», erinnert sich NSK-Präsident Andreas Michel an seinen langjährigen Weggefährten. «Diese Leidenschaft des Rennfahrens an sich hat seine Familie mitgetragen und er hat sie in den letzten Jahren als Instruktor noch ausgelebt, auch als er gesundheitlich bereits angeschlagen war.»
Baume hinterlässt zwei Töchter und drei Enkelkinder. Auto Sport Schweiz spricht seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden sein aufrichtiges Beileid aus.
Wie jedes Jahr veröffentlicht die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) die neue Dopingliste, die jeweils ab dem 1. Januar in Kraft tritt. Den Link dazu finden Sie bei uns.
Doping ist im Motorsport zum Glück nur sehr selten ein Thema. Die Fälle, die Schlagzeilen machen, stammen in der Regel aus anderen Sportarten. Dennoch sollte jeder Rennfahrer auf der Hut sein. Schon manch ein Athlet ist über eine vermeintlich «harmlose» Substanz gestolpert. Ein Blick auf die aktualisierte Liste schadet deshalb nie.
Für die Dopingliste 2020 hat die WADA mehrheitlich formale Anpassungen vorgenommen und Beispiele verbotener Substanzen oder deren Synonyme ergänzt. Alle diese neu aufgeführten Substanzen, waren im Sinne von «ähnlicher chemischer Struktur» bzw. «ähnlicher biologischer Wirkung» bereits zuvor verboten. Für die Praxis heisst das: Die Anpassungen haben keine Auswirkungen auf den Doping-Status von in der Schweiz erhältlichen Medikamenten. Neu verordnete bzw. empfohlene Medikamente sollen aber unbedingt weiterhin vor deren Anwendung jeweils mit der Medikamentenabfrage Global DRO auf www.antidoping.ch oder via Mobile App geprüft werden.
Zur Dopingliste 2020 geht es hier: www.antidoping.ch/de/gesetze-und-richtlinien/privatrecht/dopingliste
Übrigens: Die 2019 bei der Schweizer Bergmeisterschaft durchgeführten Dopingkontrollen in Massongex und Les Rangiers sind alle negativ ausgefallen. Die kontrollierten Fahrer (Eric Berguerand, Ronnie Bratschi, Thomas Kessler, Roger Schnellmann und Marcel Steiner) waren alle «sauber».
Es ist wieder soweit: Mit den 24 Stunden von Dubai vom 9. bis 11. Januar wird die internationale Rundstreckensaison 2020 eingeläutet. Mit am Start sind auch diverse Schweizer.
Besonders gespannt darf man auf das Abschneiden von Rolf Ineichen sein. Der erfolgreiche Gentleman-Driver hat nach vier Jahren auf Lamborghini im österreichischen Team von Gottfried Grasser zum belgischen Team WRT gewechselt. Dort nimmt der Luzerner mit seinem Bruder Mark in einem Audi R8 LMS mit der Startnummer 31 Platz. Zu seinen weiteren Teamkollegen in Dubai gehören ADAC GT-Masters-Champion Kelvin van der Linde (ZA) und Mirko Bortolotti (I). Ein schlagfertiges Quartett also, das – vorausgesetzt die Technik hält – ein gewichtiges Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden wird.
Ebenfalls in der GT3-Pro am Start: Adrian Amstutz. Der Lamborghini-Pilot fährt für das britische Team Barwell Motorsport an der Seite von Patrick Kujala (FIN), Jordan Witt (GB) und Dennis Lind (DK). 2014 hat Amstutz mit den Gebrüder Ineichen das Rennen in Dubai auf einem Porsche 997 GT3 R gewonnen.
Gleich drei Schweizer in einem Team findet man in der GT3-AM-Klasse. Dort geht das Team Dinamic Motorsport mit Ivan Jacoma, Mauro Calamia und Stefano Monaco an den Start.
Auch in der GT4 sind Schweizer Fahrer vertreten. Dort ruhen die Hoffnungen in erster Linie auf das Team Hofor Racing mit den Gebrüdern Martin und Michael Kroll. Doch nicht nur die BMW-Mannschaft aus Eggenwil im Kanton Aargau macht sich Hoffnungen auf einen Podestplatz. Auch Audi-Pilotin Rahel Frey (im Team Heide Motorsport) möchte in Dubai glänzen.
Gute Schweizer Siegchancen gibt es aber auch aus der TCR zu vermelden. Als amtierender Titelträger will das Team Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing rund um Stefan Tanner mit ihren beiden Volkswagen GTI TCR mit den Startnummern 112 und 114 den Vorjahressieg verteidigen. Neun Fahrer werden sich die beiden Autos teilen – darunter Routinier Yannick Mettler. Der Luzerner ist aber nicht der einzige Schweizer, der bei Truppe aus Wetzikon ins Lenkrad greift. Mit Miklas Born kommt ein junger Nachwuchsfahrer aus dem Kart zu seiner Rennpremiere. Der erst 17-jährige Basler hat bei Trackdays auf sich aufmerksam gemacht und hofft, im internationalen Automobilrennsport Fuss zu fassen.
Zu den grossen Gegnern von Autorama gehört das Team Topcar mit seinem Cupra TCR. Auf diesem werden sich u.a. Vorjahressieger Fabian Danz und Julien Apothéloz abwechseln.
Der Start zu den diesjährigen 24h von Dubai erfolgt am Freitag um 15 Uhr. Das Rennen kann komplett im Livestream des Veranstalters auf Facebook verfolgt werden. Siehe www.24hseries.com
Teil 8 unserer Serie «Die Schweizer Meister im Porträt»:
Cédric Betschen gewann 2019 mit Ehefrau und Co-Pilotin Mirjam in der ersten kompletten Saison den Schweizer Rallyepokal. Ein Erfolg, den er sich vor zehn Jahren nicht hätte vorstellen können.
Wenn sich Cédric Betschen (31) an seine Anfänge im Automobilsport erinnert, muss er selber lachen. Leidenschaft und Improvisationskunst haben ihn über Wasser gehalten. Von einer professionellen Einstellung war der gebürtige Lausanner so weit entfernt wie Greta Thunberg vom Kauf eines Ferrari. «Bei meinem ersten Slalom 2007 in Carouge bin ich mit dem Auto angetreten, mit dem ich auch zur Arbeit fuhr», erzählt Betschen. «Mit dabei hatte ich meinen Moped-Helm. Ich war völlig ahnungslos. Ich war zuvor noch nie auf einer Rundstrecke – nicht mal als Zuschauer.»
Betschens Leidenschaft galt seit jeher dem Rallyesport. Sein Vater schleppte ihn und seinen älteren Bruder in jungen Jahren zu Rallyes mit. Anfangs konnte Klein-Cédric nicht viel damit anfangen. Die Wartepausen nervten; «insbesondere, wenn es kalt war». Trotzdem war er vom Virus befallen. «Ich schwor mir, dass ich eines Tages auch Rallye fahren werde», sagt Betschen, der sich vor Jahren vom Schreiner zum Lokführer bei der SBB umschulen liess.
Nach ersten Erfahrungen im Slalom und 2008 am Berg war es 2009 dann soweit: Betschen bestritt seine erste Rallye. Dass die Wahl auf die «Chablais» fiel, überrascht nicht sonderlich. Betschen hat entlang einer Wertungsprüfung hoch nach Les Diablerets für eine gewisse Zeit gewohnt. Er kannte das Terrain. Und doch war alles neu für ihn. «Ich habe über den Winter alle Reglemente gelesen», sagt Betschen, «um wenigstens in der Theorie zu wissen, wo es langgeht.» Das Fahren an sich war eine andere Geschichte. Mit gebrauchten Reifen und dem Cousin auf dem Beifahrersitz endete die Rallye irgendwann im Graben. «Danach haben wir ein Jahr gebraucht, um das Auto wieder aufzubauen.»
2010 gab Betschen bei der «Chablais» sein Comeback. Diesmal mit seinem Vater als Beifahrer. Und mit einer imaginären Bremse im Kopf. «Ich wusste, dass ich nicht wieder abfliegen durfte. Einen weiteren Schaden konnte ich mir nicht leisten. Deshalb nahm ich es etwas gelassener.»
Bei jeder Rallye lernte Betschen dazu. An kleinen Erfolgen hielt er sich fest. Zu Beginn der Saison 2014 wechselte er erneut den Beifahrer: Ab sofort nahm seine Frau Mirjam den Platz an seiner Seite ein. Von da an ging es steil bergauf. «Bei der Rallye du Chablais 2015 hatten wir zum ersten Mal neue Reifen», grinst Betschen. «Das hat einen enormen Unterschied gemacht. Anfangs dachte ich, dass sich das Auto auf den neuen Sohlen gar nicht bewegt. Doch dann begriff ich, dass ich anders fahren musste, weil ich viel mehr Grip hatte. Plötzlich waren wir sehr viel schneller.»
Mit seiner Frau an Bord klappt die Zusammenarbeit bestens. Unstimmigkeiten gäbe es keine. Doch wie überzeugt man seine Frau, sich als Co-Pilotin auf den Beifahrersitz zu setzen? «Mirjam war schon vor ihrer aktiven Zeit dabei – als Zuschauerin. Und ich habe daheim wohl so viel über das Rallyefahren geredet, dass sie eines Tages gesagt hat, ich setze mich daneben.» Seither wird im Hause Betschen fast nur noch über Rallye gesprochen. «Ich empfinde es im Rallyesport als Vorteil, wenn man sich gut kennt», sagt Cédric. «Rallyefahren hat viel mit Vertrauen zu tun. Deshalb habe ich immer auf Co-Piloten aus meiner Verwandtschaft gesetzt. Mit Mirjam ist vieles noch einfacher geworden. Wir können immer und überall die nächste Prüfung oder einen Aufschrieb besprechen.»
Einen grossen Schritt in Richtung ambitioniertem Rallyefahrer gelang Betschen 2016, als er die Schweizer Junioren-Meisterschaft in Angriff nahm. «Ich war erstmals in einem Team. Und das hat mir in vielen Belangen geholfen.» Unter anderem auch: einen Unfall wegzustecken. «Es war wieder bei der Chablais», sagt Betschen. «Wir waren gut unterwegs, als ich in eine Fahrrinne kam. Ich konnte nicht mehr korrigieren und wir wurden an einem Baum ausgehebelt und landeten kopfüber.»
2017 konnte Betschen aufgrund seines Alters nicht mehr bei den Junioren fahren. Dafür leistete er sich einen hubraumstärkeren Renault Clio R3 Maxi. «Mit dem konnte ich ohne Druck fahren.» Zur selben Zeit machte er sich Gedanken, was mit seinem ursprünglich erworbenen Clio passieren sollte. «Ich hatte zwei Optionen: ihn verkaufen oder ihn nochmals flott machen. Ich entschied mich für Letzteres.»
Die Entscheidung war richtig. Obwohl Betschen 2018 auf Druck von Ehefrau Mirjam auch einmal mit dem R3 Maxi ausrückte (P8 bei der Chablais), setzte Cédric für 2019 alle Jetons auf seinen Ur-Clio – und gewann damit den Schweizer Rallyepokal. «Wir haben in diesem Jahr zum ersten Mal eine komplette Saison absolviert», sagt Betschen. «Da ist ein solcher Titelgewinn natürlich eine besondere Genugtuung.» Wie es weitergeht, ist noch offen. Bei einem Test mit einem Citroën DS3 hat Betschen R5-Luft geschnuppert. Doch die Mittel, um Rallyes damit zu bestreiten, hat er nicht. «Wir werden wohl für die eine oder andere Rallye etwas mieten», sagt Betschen. Auf seinen Clio kann er nicht mehr zurückgreifen. Wie viele berühmte Meisterautos wurde auch dieses kurz nach seinem letzten Einsatz verkauft.
Cédric Betschen
Titel: Schweizer Rallyepokal-Sieger
Alter: 31
Herkunft: Reconvilier (BE)
Fahrzeug: Renault Clio N3
2007 Erste Slaloms
2008 Erste Bergrennen
2009 1. Rallye (Chablais) mit Renault Clio N3
2010-2015 Diverse Rallyes mit Renault Clio N3
2016 Schweizer Junior-Rallyemeisterschaft mit Peugeot 208 R2
2017 Schweizer Rallye-Meisterschaft mit Renault Clio R3 Maxi
2018 Schweizer Rallye-Meisterschaft mit Renault Clio R3 Maxi und N3
2019 Schweizer Rallyepokal-Sieger auf Renault Clio N3
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es wird Zeit, zurückzuschauen. Um die Zeit bis Weihnachten zu überbücken, haben wir eine Auswahl der besten Bilder 2019 zusammengestellt. In Teil 5 zeigen wir die besten Bilder der Bergsaison.
Viel Spass beim Durchklicken der Galerie https://motorsport.ch/de/autosport/galerie und ein grosses Dankeschön an all die Fotografen!!!
Am Samstag, 14. Dezember, hat der Schweizer Rennsport mit Daniel Fausel (73) eine Ikone verloren. Zeitlebens hat sich der gebürtige Romand für den Motorsport eingesetzt. Wenige Tage vor seinem Tod weilte Fausel noch in Paris am Conseil Mondial. Dort wurde er für eine weitere Periode in seinen zahlreichen internationalen Ämtern bestätigt.
Fausel galt in Rennsportkreisen als wandelndes Lexikon. Keiner kannte die Reglemente so gut wie er. Und keiner setzte sie auch so konsequent durch. Dass er sich damit nicht nur Freunde schuf, ist nachvollziehbar. Die Anliegen der Fahrer und Organisatoren perlten dennoch nie an Fausel ab. Franz Tschager, ehemaliger Bergkönig und langer Wegbegleiter von Fausel bei zahlreichen Rennen in Europa, formulierte es in seiner Beileidsbekundung treffend: «Daniel hatte stets ein offenes Ohr für uns Fahrer. Und er war immer für eine bestmögliche Lösung eines Problems bemüht.»
Fausels Karriere im Motorsport erstreckte sich über mehr als ein halbes Jahrhundert. 1966 trat er als kaufmännischer Angestellter eine Stelle als Sekretär in der Technischen Abteilung der damaligen Sporthoheit ACS an. Seine Liebe zum Rennsport und die Leidenschaft, die Daniel mitbrachte, öffneten ihm fast alle Türen. Schon bald war Fausel auch ohne technische Ausbildung in Sachen Fachwissen nicht mehr wegzudenken. Seine Devise lautete stets: «Training on job». Dieses Motto verinnerlichte er bis ganz zum Schluss.
Praktische Rennerfahrung sammelte Daniel Ende der 60er-Jahre als Fahrer und Beifahrer an Schweizer Rallyes. Von 1970 bis 1997 war Fausel national wie international auch als Zeitnehmer unterwegs. Anfang der 80er-Jahre erhöhte sich sein Bekanntheitsgrad weit über die Schweizer Grenzen hinaus. Als Chefzeitnehmer war er nicht nur beim letzten Formel-1-Grand-Prix der Schweiz in Dijon 1982 im Einsatz, er kümmerte sich auch um die Zeitnahme bei den F1-Rennen in Hockenheim und Zeltweg.
Um für die Zukunft gerüstet zu sein, drängte sich eine breitere Abstützung der Sporthoheit auf. Mit der Gründung eines unabhängigen, von verschiedenen interessierten Kreisen getragenen Automobil-Sportverbandes, konnte dieses Ziel 2004 erreicht werden.
Der Wechsel zum neuen Träger der Sporthoheit erforderte viel Energie, und Fausel spielte dabei eine wichtige Rolle. In seiner neuen Funktion als Direktor hatte er massgeblich zum Erfolg der Organisation beigetragen. Dass Auto Sport Schweiz heute organisatorisch, wirtschaftlich und personell gesichert ist, ist zu einem grossen Teil auch sein Verdienst.
Auch der internationale Automobilverband FIA profitierte in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder vom Know-how Fausels – sei es als Sportkommissar, Präsident der Kommission Homologation oder als Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen und diverser Ausschüsse im Bereich Tourenwagen oder GT-Sport.
Einer, der Daniel Fausel jahrzehntelang begleiten durfte, ist Paul Gutjahr. Der ehemalige FIA-Rennkommissar hat Fausel Mitte der Siebzigerjahre in seiner Funktion als Sportpräsident der Sektion Bern kennengelernt. Bis zu Fausels Tod waren die beiden nicht nur durch den Rennsport eng verbunden. «Daniel war wie ein Bruder für mich», sagt Gutjahr. «Ab dem Zeitpunkt, als ich 1980 NSK-Präsident wurde, wurde der Kontakt immer enger. Richtiggehend zusammengeschweisst hat uns die Gründung von Auto Sport Schweiz.»
Stellvertretend für Auto Sport Schweiz sagt Patrick Falk, seit 2010 Direktor und damit Nachfolger von Fausel beim ASS: «Wir haben mit Daniel nicht nur einen wahrhaftigen Experten in Sachen Rennsport verloren, er war auch ein treuer Freund und grossartiger Förderer.»
Die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wird in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen sein. Sie können uns wie folgt vor und nach den Festtagen erreichen:
Montag, 23.12.2019, bis 15.00 Uhr offen
Montag, 06.01.2020 ab 08.00 Uhr offen
Danach stehen wir Ihnen zu den üblichen Büroöffnungszeiten gerne wieder zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2019!
Auto Sport Schweiz
Delétraz zurück zu Charouz
Der Genfer Louis Delétraz wird 2020 seine vierte Saison in der Formel 2 absolvieren. Der Meisterschaftachte in diesem Jahr setzt dabei auf das Team Charouz, für welches er bereits 2018 gefahren ist. «Wir haben noch eine offene Rechnung», sagt Delétraz, der zuletzt bei Tests in Abu Dhabi mit Charouz Topzeiten fuhr. Das grosse Ziel ist und bleibt der Gewinn des Meistertitels. Ausserdem wartet Delétraz nach 62 Rennen immer noch auf seinen ersten F2-Sieg.
Emil Frey mit «Ricky» Feller
Emil Frey Racing hat in diesem Jahr in der GT Open nicht nur den Teamtitel geholt, die Mannschaft aus Safenwil hat auch bei den Fahrern die Plätze 1 und 2 belegt. Der Wechsel in eine andere Kategorie ist deshalb mehr als nur logisch. 2020 wird die Emil-Frey-Truppe deshalb in der GT World Challenge Europe – ehemals Blancpain GT Series – an den Start gehen. Das Line-Up wird durch zwei Fahrer aus dem GT Masters verstärkt: Der Aargauer Ricardo Feller wird mit den bisherigen Piloten Mikaël Grenier und Norbert Siedler eine Equipe bilden. Der Franzose Franck Perera wird sich mit Albert Costa und Giacomo Altoè den zweiten Lamborghini Huracan GT3 Evo teilen.
Ihnen fehlt noch das richtige Weihnachtsgeschenk? Kein Problem. Wir haben Ihnen vier Buchtipps, mit denen Sie bestimmt ins Schwarze treffen.
Jahrbuch Rennsport Schweiz
Das seit 1984 erscheinende Jahrbuch «Rennsport Schweiz» ist für Fans des Schweizer Motorsports ein «must have». Auf rund 400 Seiten lassen Peter Wyss und zahlreiche Gastautoren die Saison 2019 Revue passieren. Dabei kommt keiner zu kurz. Ob nationale oder internationale Meisterschaft, ob zwei oder vier Räder – in «Rennsport Schweiz» werden alle Schweizer Erfolge abgefeiert. Abgerundet wird das Buch mit einem ausführlichen Statistikteil.
356 Seiten, mehr als 550 Fotos, Preis: 65 Franken. Erhältlich im Buchhandel oder unter www.aktivverlag.ch, ISBN 978-3-909191-75-4
Tessiner Grand-Prix-Fahrer
Die Sonnenstube der Schweiz hat schon zahlreiche Rennfahrer hervorgebracht. Der Bekannteste von ihnen ist zweifellos Clay Regazzoni. Doch es gibt noch eine Vielzahl anderer Grand-Prix-Piloten aus dem Tessin. Den Beweis liefert das in italienischer Sprache gehaltene und reichhaltig bebilderte Werk «Piloti ticinesi da Grand Prix» von Giorgio Keller. Insgesamt sind mehr als 40 Fahrer in diesem Buch porträtiert – ein tolle Retrospektive, die im letzten Teil des Buches auch auf Tessiner Rennfahrer eingeht, die in Le Mans gestartet sind.
Jo Siffert
Mögen Sie Comics? Und sind Sie ein Fan von Jo «Seppi» Siffert? Dann wird Ihnen dieser im Michel-Vaillant-Stil gezeichnete Bildband gefallen. Olivier Marin und Michel Janvier erzählen die Geschichte des Freiburger Ausnahmekönners von seinen Anfängen bis zum tragischen Unfalltod in Brands Hatch. Dass es sich nicht ausschliesslich um einen Comic handelt, beweisen originale Bilder und Zitate berühmter Weggefährten, die in die einzelnen Kapitel eingeschoben wurden.
64 Seiten, Preis: 22 Franken. Erhältlich im Buchhandel oder unter www.editionspaquet.com/catalogue-bd/jo-siffert, ISBN 978-28- 8890-741-1
Der Schweizer «Zauberer»
«The Swiss Wiz» war der Spitzname von Edi Wyss. Einem Schweizer Rennmechaniker, der in England bei McLaren um 1970 an den Autos von Denny Hulme, Peter Gethin oder anderen Grössen schraubte. In seiner Autobiographie erzählt Wyss, wie ihn seine Leidenschaft für Renn- und Sportwagen in jungen Jahren zuerst in die Schweizer Rennszene, dann in den internationalen Renn-Zirkus rund um den Globus geführt hat.
304 Seiten, Preis: 79,90 Euro, Erhältlich im Buchhandel oder unter www.rallyandracing.com, ISBN 978-3-9471-5622-1
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es wird Zeit, zurückzuschauen. Um die Zeit bis Weihnachten zu überbücken, haben wir eine Auswahl der besten Bilder 2019 zusammengestellt. In Teil 4 zeigen wir die besten Rallye-Bilder.
Viel Spass beim Durchklicken der Galerie https://motorsport.ch/de/autosport/galerie und ein grosses Dankeschön an all die Fotografen!!!
Wer das Internet zur Historie des Schweizer Motorsports nach handfesten Informationen durchforstet, wird seine Suche rasch einstellen. Viele Informationen findet man nicht. Ein paar Veranstalter bieten auf ihren Seiten die Ergebnisse der letzten Jahre an. Manche führen gar Siegerlisten. Doch vollständige Übersichten sind Mangelware. Der Rallyesport bietet in der Beziehung eine Ausnahme. Die Seite ewrc-results.com ist sehr vorbildlich. Dort findet man nicht nur alle Ergebnisse, man kann auch nach Schweizer Fahrern (und sogar Beifahrern) suchen.
Eine verlässliche Quelle ist auch das jeweils im März erscheinende Jahrbuch von Auto Sport Schweiz. Dort findet man neben sämtlichen Regeln unter der Rubrik «Das goldene Buch» auch eine Liste der Schweizer Meister der vergangenen zehn Jahre.
Ein gutes Nachschlagewerk ist selbstverständlich auch «Rennsport Schweiz». Die seit 1984 erscheinende «Bibel des Schweizer Rennsports» bietet nebst zahlreichen Stories zum abgelaufenen Jahr auch einen umfassenden Statistikteil. Die aktuelle Ausgabe wird – nebenbei bemerkt – am 19. Dezember in Seelisberg vorgestellt.
Doch wer hat all die guten Nachschlagewerke zur Hand, wenn er im Pressezentrum der Rallye du Valais sitzt? Oder mit Kollegen am Stammtisch darüber uneins ist, wer 1978 den «Coupe der Schweizer Berge» gewonnen hat? Um die Historie des Schweizer Rennsports zu stärken und die Suche zu vereinfachen, hat Auto Sport Schweiz deshalb bei Wikipedia, der weltweit grössten freien Enzyklopädie, drei Seiten eröffnet. Unter folgenden Links können dort nicht nur die wichtigsten Einzelheiten zu den jeweiligen Meisterschaften abgerufen werden, es gibt auch komplette Meisterlisten.
Weil bei Wikipedia jeder User zu einer möglichst kompletten Enzyklopädie beitragen kann, dürfen, ja sollen die Beiträge ergänzt werden. Auch wir von Auto Sport Schweiz werden weiter daran arbeiten. Falls Fehler oder Unklarheiten auftauchen, bitte melden. Wir gehen der Sache nach!
Die Aufbereitung der französischen Seiten nimmt noch etwas Zeit in Anspruch, folgt aber so rasch wie möglich.
Kalender der Schweizer Kart Meisterschaft 2020
Kategorien SKM 2020
Super Mini / Kalenderjahr 8. Geburtstag bis Kalenderjahr 12. Geburtstag
OK Junior / Kalenderjahr 12. Geburtstag bis Kalenderjahr 15. Geburtstag
X30 Challenge Switzerland / ab Kalenderjahr 14. Geburtstag
OK Senior / ab Kalenderjahr 14. Geburtstag
KZ2 / ab 15. Geburtstag
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es wird Zeit, zurückzuschauen. Um die Zeit bis Weihnachten zu überbücken, haben wir eine Auswahl der besten Bilder 2019 zusammengestellt. In Teil 3 zeigen wir die besten Slalom-Bilder.
Viel Spass beim Durchklicken der Galerie https://motorsport.ch/de/autosport/galerie und ein grosses Dankeschön an all die Fotografen!!!
Unsere Trauer ist gross und wir können es immer noch nicht richtig fassen, dass uns mit Daniel Fausel ein sehr guter Freund, Kollege, Unterstützer und einer der besten Kenner des Automobilsports verlassen hat. „Thats life“, wie Daniel jeweils zu sagen wusste und nach diesem Motto verfahren wir weiter…
Die Trauerfamilie Fausel hat uns darüber informiert, dass auf ausdrücklichen Wunsch von Daniel KEINE öffentliche Bestattung stattfinden wird. Die Urnenbeisetzung von Daniel findet im engsten Familienkreis statt.
Es sollen auch keine Blumen/Kränze/Gestecke angeliefert werden, da die Beisetzung in einem Gemeinschaftsgrab vorgesehen ist. Im Sinne des Verstorbenen unterstütze man die Stiftung „Le Petit-Coeur“ mit einer Spende auf das Konto: IBAN: <iban-pii>, Vermerk D. Fausel.
Toyota hatte beim 8h-Rennen in Bahrain im Rahmen der Langstrecken-WM leichtes Spiel. Weil sich am Start der Rebellion mit der #1 und die Ginetta mit der #5 in die Quere kamen, übernahm der Toyota mit der Startnummer 7 die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab.
Für das Schwesterauto mit Sébastien Buemi endete das letzte Rennen des Jahres 2019 auf dem zweiten Platz, nachdem Buemi am Start unverschuldet in die Kollision geraten war und dem kreiselnden Rebellion ausweichen musste. Weil der Waadtländer beim Zurücksetzen auf die Strecke von einem Konkurrenten erwischt wurde, musste er sich an der Box eine neue Fahrzeugfront abholen. Den Rückstand, den man sich dadurch eingehandelt hatte, vermochten Buemi & Co. nicht mehr wett zu machen.
«Es war ein hartes Rennen für unser Auto», meinte Buemi, der in Bahrain mit dem grössten Erfolgshandicap ausrücken musste (+2,72 Sekunden pro Runde). «Der Kollision am Start konnte ich gerade noch ausweichen, doch als ich wieder auf die Strecke kam, gab es eine Berührung. Es gab nichts, was ich dagegen hätte tun können. Von da an war es schwierig, dem Schwesterauto zu folgen. Aber es ist ein Doppelsieg für das Team, das war unser Ziel.»
In der Gesamtwertung liegt Buemi nach Bahrain nun auf dem zweiten Rang – hinter den in Bahrain siegreichen Toyota-Teamkollegen Conway/Kobayashi/Lopez. Das nächste Rennen findet am 23. Februar in Austin/Texas statt.
Nur rund 700 Kilometer südöstlich von Bahrain fand am Wochenende in Abu Dhabi das alljährliche 12-Stunden-Rennen statt. Der Sieg dort ging an die deutsche Attempto-Truppe. Platz 3 sicherte sich Motorrad-Superstar Valentino Rossi auf einem von Kessel Racing eingesetzten Ferrari 488 GT3.
Kein Glück hatte das Damenteam mit Rahel Frey, Michelle Gatting und Manuela Gostner. Zu Beginn der zweiten Rennhälfte lagen die schnellen Ladys in ihrem pinken Ferrari von Iron Lynx noch auf P4 im Gesamtklassement. Doch der Traum von einem Podestplatz platzte, als Gatting beim Überrunden mit einem Aston Martin aus der GT4-Klasse kollidierte und die linke Hinterradaufhängung kollabierte.
Der langjährige Direktor von Auto Sport Schweiz und aktuelles Mitglied der Geschäftsführung, Daniel Fausel (73), ist nach einem kurzen Spitalaufenthalt am Samstag, 14. Dezember 2019, in den Morgenstunden verstorben.
Noch vor wenigen Tagen weilte er in Paris am Conseil Mondial 2019 der FIA und wurde in seinen verschiedenen internationalen Ämtern für eine weitere Periode bestätigt.
Auto Sport Schweiz entbietet seiner Frau Andrée, den Kindern und geliebten Grosskindern, der Familie und den Verwandten sein tiefempfundenes Beileid.
Die autobau Erlebniswelt in Romanshorn ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel am Bodensee (siehe unten). Dank den Inhabern Fredy Lienhard sr. und Fredy Lienhard jr. ist die autobau auch Hauptsponsor der Schweizer Kartmeisterschaft. Diese seit 2012 bestehende Partnerschaft geht 2020 in ihr neuntes Jahr.
Neben dem Naming-Sponsoring wird die autobau Erlebniswelt im kommenden Jahr auch das beliebte Visiersponsoring fortsetzen. Das heisst: Wer die komplette Saison mit dem Schriftzug der autobau auf seinem Helmvisier bestreitet und sich für die gesamte Saison einschreibt, der muss nur für vier statt für sechs Rennen Einschreibegebühr bezahlen. In der abgelaufenen Saison haben nicht weniger als 40 Fahrer von diesem Angebot profitiert. Darüberhinaus erhält jeder Fahrer, der an dieser Aktion teilnimmt, eine Jahreskarte für die autobau Erlebniswelt.
Los geht die Saison der Schweizer Kartmeisterschaft am 5. April im italienischen 7-Laghi. Die weiteren Termine: 10. Mai, Mirecourt (F); 7. Juni, Levier (F); 28. Juni, Château Gaillard (F); 23. August, 7-Laghi (I) und 12. September, Wohlen. Der ursprünglich geplante Saisonauftakt in Franciacorta (I) findet nicht statt. Die Strecke inkl. Infrastruktur befindet sich noch im Bau und würde für einen Lauf zur Schweizer Kartmeisterschaft anfangs April nicht rechtzeitig fertig gestellt werden.
Auto Sport Schweiz möchte sich an dieser Stelle bei der autobau Erlebniswelt, insbesondere bei Fredy Lienhard sr. und jr., für die grosszügige Unterstützung bedanken. Wir freuen uns auf ein spannendes und actiongeladenes 2020 mit einem möglichst grossen Teilnehmerfeld.
Mehr zur autobau Erlebniswelt:
Die autobau AG in Romanshorn ist ein Unternehmen, in dem sich alles um die Begeisterung fürs Automobil und den Rennsport dreht und dass diese Faszination für Besucher erlebbar macht. In ihrer Art und Lebendigkeit ist sie einmalig. In der autobau AG steht die Faszination Auto im Mittelpunkt allen Geschehens. Auf dem stillgelegten Industrieareal vereint sie ein atmosphärisches Automuseum, das zugleich Teil einer einzigartigen Eventlocation in der Schweiz am Bodensee ist – die autobau Erlebniswelt. Hinzu kommen die autobau Factory, ein modernes Gewerbezentrum für Automobilfachbetriebe, und die autobau Carlounge mit ihren professionellen alarmgesicherten Einstellplätzen. Die hochwertig sanierte Anlage – das alte Tanklager in Romanshorn – bietet dafür eine spannende Kulisse in einer verkehrsgeschichtlich wichtigen Schweizer Stadt.
Kernstück der autobau AG ist die unglaubliche Autosammlung von Fredy Lienhard, ein Schweizer Unternehmer und Rennfahrer sowie Gründer des Unternehmens. Die Rennwagen, Sportwagen, Klassiker und Oldtimer werden in den fünf Ausstellungshallen der autobau Erlebniswelt mit insgesamt acht Ausstellungsflächen ausgesprochen stilvoll und mit viel Motorsport-Flair präsentiert. Die Autoausstellung ist einzigartig und liegt im direkten Einzugsgebiet von St. Gallen, Winterthur, Zürich und Kreuzlingen sowie Konstanz aber auch Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg.
Die Idee zur Gründung der autobau AG ist dem Autoenthusiasten und leidenschaftlichen Rennfahrer Fredy Lienhard durch ein Schlüsselerlebnis gekommen. Als er Kindern einer vierten Schulklasse auf eine Anfrage durch seine private Autosammlung führte und zu vielen der Autos eine persönliche Geschichte erzählte, staunte und erfreute ihn die Begeisterung und Freude der Kinder. Durch dieses Erlebnis ist Fredy Lienhard auf die Idee gekommen, seine Sammlung öffentlich zugänglich zu machen und die Faszination Auto und Rennsport auch für andere erlebbar zu machen. Design, Technik und Rennsport zum Anfassen war und ist seine Devise. Mehr Infos unter: https://www.autobau.ch/
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es wird Zeit, zurückzuschauen. Um die Zeit bis Weihnachten zu überbücken, haben wir eine Auswahl der besten Bilder 2019 zusammengestellt. Teil 2 befasst sich mit den Schweizer Fahrern international.
Nico Müller wird die Farben der Schweiz in der DTM 2020 nicht mehr alleine vertreten. Mit Fabio Scherer (20) wird ein zweiter Schweizer in der beliebtesten Tourenwagenserie Europas an den Start gehen. Wie Müller wird auch Scherer einen Audi RS5 pilotieren – und zwar beim belgischen Kundenteam WRT; an der Seite des US-Amerikaners Ed Jones, der ebenfalls neu DTM fährt.
«Ich bin froh, dass ich dieses Jahr nun hinter mich lassen und nach vorne schauen kann», sagt Scherer. «Ich freue mich, bei WRT einen Platz in der DTM gefunden zu haben. Für mich wird ein Traum wahr. Ich danke allen, die an mich glauben und mir dies ermöglichen.»
Scherer ist 2019 in der FIA Formel 3 gefahren, hat dort im Sauber-Junior-Team von Charouz aber nur selten sein Talent unter Beweis stellen können. Ein siebter und achter Platz in Monza waren seine besten Ergebnisse. Im Jahr davor absolvierte der in Engelberg wohnhafte Luzerner die europäische F3-Meisterschaft. Dort errang er mit Platz 2 in Spa-Francorchamps sein bestes Ergebnis. Insgesamt blickt Scherer auf vier Jahre Formelsport-Erfahrung zurück.
Vor seiner Karriere im Automobilrennsport bestritt Scherer die Schweizer Kartmeisterschaft. Diese gewann er zwei Mal.
Für Scherer geht die Saison am 24. April in Zolder los. Zurzeit testet er gerade in Jerez (E).
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es wird Zeit, zurückzuschauen. Um die Zeit bis Weihnachten zu überbücken, haben wir eine Auswahl der besten Bilder 2019 zusammengestellt. Los geht es mit der Schweizer Kart-Meisterschaft, die in diesem Jahr für tollen Sport und viel Action gesorgt hat.
Viel Spass beim Durchklicken der Galerie https://motorsport.ch/de/karts... und ein grosses Dankeschön an all die Fotografen!!!
Der Motorsport-Förderverein Swiss-rookies hat zwei neue Kandidaten in sein Trainings- und Förderprogramm aufgenommen: Leandro Anderrüti (Kt. Schwyz) und Levin Lovrenovic (Kt. Schaffhausen) haben mit guten Leistungen ihr Talent aufgezeigt und im November 2019 die Aufnahme zu den Swiss-rookies geschafft.
Die Bewerber durchliefen an zwei Halbtagen einen Aufnahmetest. Geprüft wurde sportliche Fitness (Kraft- und Ausdauer) Sprechen vor der Kamera, Intelligenz und die fahrerischen Qualitäten auf Rennsimulatoren des RacingFuel Academy in Horgen. Zur Vorbereitung gehörten eine ausführliche Streckenanalyse, bei der Brems- und Einlenkpunkte bestimmt wurden. Auf den Simulatoren absolvierten beide Probanden danach zwei Vorbereitungstrainings, einen Qualifikationslauf und ein Rennen mit Fahrercoach und Jurymitglied Yannick Mettler.
Für die beiden auserkorenen Kartfahrer geht es nun in den Wintermonaten darum, Trainings zu durchlaufen, welche sie befähigen sollen, einen Rennwagen auf der Rennstrecke am Limit zu bewegen.
Weitere Informationen zum Motorsport-Verein Swiss-rookies gibt es im Internet unter www.swiss-rookies.ch