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Stray Dog, Misawa, Aomori, 1971. Foto Copyright Daido Moriyama.

Japanische Fotografie
Daido Moriyama - Stray Dog
Stary Dog: Hardcover, San Francisco Museum, 1999, 160 p.
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Daido Mariyama wurde 1938 in Ikeda, einer Stadt ausserhalb von Osaka
geboren. 1961 entschloss er sich, den Beruf des Fotografen zu ergreifen
und ging nach Tokyo, wo er zu einem der führenden japanischen Künstler
wurde. Seine Kunst reflektiert den Kulturschock, der aus dem Aufeinandertreffen
von Tradition und Moderne in Nachkriegsjapan entstand. Die Insel wurde
vom amerikanischen Einfluss durchdrungen und erlebte den Siegesmarsch der
Konsumgesellschaft. Dies wurde gleichzeitig als Bedrohung und Befreiung
empfunden. Moriyamas Fotografien repräsentieren den japanischen Existentialismus.
Sein Werk wurde von West und Ost beeinflusst. Von William Klein, dessen
Werkband New York er 1958 sah, und Andy Warhol ebenso wie von Yukio
Mishima und Shuji Terayama. Moriyama visualisiert das Drama, den Folgenreichtum
und die Schnelle des Wechsels in Japan. Seine Fotografien sind grobkörnig,
voll harter Kontraste, absichtlich leicht verschwommen und rasch entwickelt
- allerdings hat er sich davon in seinen neuesten, klareren und sachlicheren
Werken verabschiedet.
|Moriyamas signature picture ist der streunende Hund in den Strassen
von Misawa, einer Kleinstadt im nördlichen Japan, das eine amerikanische
Luftwaffenbasis beherbergt, ein Ort, wo Ost und West, Tradition und Moderne
hart aufeindanderprallen. Der Hund ist ein Aussenseiter, mysteriös
und mächtig, Jäger und Gejagter, mit seiner Umgebung vertraut
und doch ein Fremder.

Die meisten Fotos von Moriyama entstanden für japanische Magazine,
vor allem für Camera Mainichi. Sein erster Fotoband, Nippon
Theater, erschien 1968.
Die Ausstellung Daido Moriyama - Stray Dog wurde vom San Francisco
Museum of Modern Art zusammengestellt und zusammen mit der Japan Society
Gallery, dem Metropolitan Museum of Modern Art in New York, dem Folkwang
Museum in Essen und dem Fotomuseum Winterthur organisiert. - Ausstellung im Fotomuseum Winterthur vom 29. Januar bis 25. März
2000.

Shibuya, 1967. Foto Copyright Daido
Moriyama.
Stary Dog: Hardcover, San Francisco Museum, 1999, 160 p.
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Rainbow Bridge, Odaiba, Tokyo, 1995-98.
Foto Copyright Takashi Homma.
|Japanische Fotographie

Takashi Homma - Tokyo Suburbia
Takashi Homma wurde 1962 in Tokyo geboren, wo er noch heute lebt und
arbeitet. Der Ausstellungstitel gibt klar das Thema vor, die Vorstädte
von New York. Seine Arbeiten zeigen vor allem saubere - oft auch kleine
- Häuser in leeren Strassen, die einen harten und hoffnungslosen Unterton
haben, also keine reinen dokumentarischen Arbeiten sind. Homma porträtiert
- mit einer gewissen Distanz - die dunkle Seite des wirtschafltichen Erfolgs
und den Preis, der dafür zu bezahlen ist. In der präsentierten
Fotoserie sind nicht zufälligerweise keine Menschen zu sehen. Es bleibt
wenig Platz für die Realisierung individueller Träume in kalten
und sterilen Vorstädten.
Seit 1992 präsentiert Homma seine Arbeiten in Magazinen wie Switch
und Elle-Deco (Tokyo), Purple Prose und Purple Fashion
(Paris). Einige seiner Publikationen: Baby Land, Little More, Tokyo,
1995; Tokyo Suburbia, Korinsha Press, Kyoto, 1997;
Manga Camera,
Rockin'on, Tokyo (eine Spezialausgabe des H-Magazins), 1999.
Ausstellung im Fotomuseum Winterthur vom 29. Januar bis 26. März 2000.
Für die Webseiten des Museums siehe Links.