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In der letzten Dorfposcht schrieben wir über die Kartoffel. Im Tagesanzeiger habe ich letzthin folgende Notiz gefunden.
Papier besteht aus Zellstoff, der wird hauptsächlich aus Holz gewonnen. Damit die Zeitung nicht reisst, braucht es aber mehr als gefällte Bäume. Nötig ist ein Material, das Halt gibt – Stärke. Und nun kommen wir zur Frage: Zu einem Drittel stammt dieser Rohstoff aus Kartoffeln. Wechseln wir die Perspektive: Weltweit werden jährlich rund 300 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Ursprünglich stammt die Nutzpflanze aus den südamerikanischen Anden. Aber selbst im Flachland vor der Gebirgskette zwischen Chile und Venezuela ist der Kartoffelanbau heute im internationalen Vergleich marginal. Der grösste Produzent ist China (22 Prozent der Gesamternte), selbst die Türkei erntet mehr Kartoffeln als etwa Argentinien. Ein Viertel der weltweiten Ernte geht in die Produktion von Stärke und von Alkohol. 40 Prozent landen im Futtertrog von Nutztieren, 10 Prozent werden für die nächste Saat verwendet. Bloss ein Viertel aller Kartoffeln werden von Menschen verzehrt. (bau)
Quelle: Tagesanzeiger, vom 20. Februar 2007
cjo