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Vogelgrippe beim Menschen in Südostasien
Noch immer sind es Einzelfälle von H5N1-Influenza, welche in Südostasien beim Menschen zu schweren, in der Hälfte der Fälle tödlich verlaufenden Grippepneumonien führen. Wir haben für Sie die Daten der Einzelfälle zusammengefasst.
Bisher (20. Nov. 05) hat die WHO seit 1.1.04 130 Fälle von H5N1-Influenza beim Menschen bestätigt. Von diesen sind die Hälfte (67) an der Influenza verstorben. Praktisch alle Erkrankten litten unter einer Pneumonie. In den wenigen Fällen, bei welchen der genaue Symptombeginn publiziert wurde, dauerte es vom Zeitpunkt des Symptombeginns bis zur Hospitalisation 4 Tage, also relativ lange. Die mittlere Symptomendauer war nur unwesentlich und nicht signifikant kürzer (3.7 tage vs. 4.2 tage) bei Patienten, welche sich erholten verglichen mit solchen, welche an der Grippe vertorben sind.
Bisher sind die Länder Vietnam, Kambodscha, Indonesien, Thailand und seit einigen Tagen auch China betroffen. Praktisch alle Fälle ereigneten sich bisher bei Menschen, die einen engen Kontakt zu Hühnern oder Gänsen hatten. Wieheute mitteilte, haben die bisherigen Untersuchungen von den beiden letzten Erkrankungsfällen (eine 16-jährige und eine 20-jährige Frau, beide mit tödlichem Verlauf) keinen Kontakt zu Geflügel nachweisen können. Effektiv fand sich auch bei den Hühnern in ihrer Umgebung keine H5N1 Infektion. Die WHO hat dies jedoch noch nicht bestätigt.
In der nebenstehenden Abbildung wird klar, dass die H5N1-Fälle in Südostasien nicht exponentiell an Häufigkeit zunehmen, es scheint aber auch offensichtlich, dass es sich bei diesen Fällen von Vogelgrippe nicht nur um isolierte Fälle handelt, sondern dass das Problem persistiert. In den letzten Monaten zeichnet sich eher wieder ein Anstieg ab; dies dürfte auch eine Folge der Jahreszeit sein. Vermutlich ist auch die Dunkelziffer der nicht diagnostizierten Fälle in diesen Ländern gross.