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Zeittabelle
|1850||Die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. (MO vom 08.05.1850) Das bedeutet, dass der 20jährige Rekrut Uniform und Waffe selber zu beschaffen hat und es wird ihm auferlegt, Übungstage auf dem Exerzierplatz der jeweiligen Gemeinde zu absolvieren und danach einen zehntägigen Zentralkurs zu bestehen. WKs werden im 2-Jahresrhythmus durchgeführt, in den Zwischenzeiten ist eine zweitägige Schiessübung zu absolvieren. (Das heutige Obligatorium) Die Ausbildung der Infanterie ist Sache der Kantone. Übungen in grösseren Truppenverbänden, namentlich aber in kombinierten waren noch Seltenheiten.|
|1852||Einführung einer einheitlichen eidgenössischen Uniform. (Ord 52) Die vielfältigen kantonalen Uniformen sind aber noch bis in die 60er Jahre hinein zu sehen.|
|1853-56||Krimkrieg

England und Frankreich werben Schweizer Söldnertruppen
|1856||Neuenburgerhandel

Das Königreich Preussen droht mit Krieg. General Dufour mobilisiert 30'000 Mann und stellt den Rest der Armee auf Pikett.
|20.12 - Ende Januar 1857||Besetzung der Nordgrenze. Bau von Schanzen von Basel bis Schaffhausen. In Kanton Zürich zum Beispiel auch bei Eglisau und Rheinau. Friedrich Wilhelm IV von Preussen verzichtet auf Neuenburg.|
|1857||Neues Exerzierreglement für die Infanterie. Dieses basiert nach wie vor auf der Taktik der Napoleonischen Kriege.|
|1859||Das Rütli wird Nationaleigentum
der Schweizer Jugend

Einführung der gezogenen Gewehre
Krieg in der Lombarde zwischen Österreich und der französisch-piemontesischen Allianz (24. Juni 1859: Schlacht bei Solferino)
Grenzbesetzung im Engadin und Münstertal unter Oberst Eduard von Salis, dem Kdt der damaligen 8. Division. Verstärkung der Fortifikationen St.Maurice, Bellinzona und Luziensteig, die zu einem Eckpfeiler der Landesbefestigung ausgebaut werden.
|1860||Einführung der Rekrutenprüfung|
|30.03.1860||Savoyerhandel:

Ein Haufen Bewaffneter bemächtigt sich eines Dampfbootes und versucht damit einen Handstreich auf das Savoyische Ufer. Die offizielle Schweiz verzichtet aber auf das 1815 eingeräumte Recht, das neutralisierte Savoyen im Kriegsfall militärisch zu besetzen. Damit gelangt Savoyen widerstandslos an Frankreich, als Preis für den Sieg Napoleons III in Oberitalien. Ausbau der Festung St.Maurice zum Schutz der Walliser Pässe.
Eidg. Besetzung von Genf.
|1861||Neuuniformierung der Ord 1862/62A

1861 - 65 Sezessionskrieges in den USA
|12.- 25.08.1861||Gotthardmanöver unter Oberst Aubert, Genf|
|1862||Die Scharfschützen RS wird auf 35 Tage festgelegt|
|1863||Dufourkarte vollendet|
|1864||Gründung des Schweizerischen Unteroffiziers Verbandes (SUOV) in Freiburg|
|1866||Krieg zwischen Österreich und Preussen. (Schlacht von Königsgräz). Kriegshandlungen Italiens gegen Österreich machen eine Grenzbesetzung im Münstertal, Engadin und Tessin erforderlich. Kämpfe am Stilfser Joch|
|1867||Einführung der Hinterladergewehre (Milbank-Amsler) und Beschaffung der Peabody Karabiner aus amerikanischen Bürgerkriegsbeständen für die Schweizer Scharfschützen. Mit dieser Modernisierung reagiert die Schweiz auf die jüngste Waffenentwicklung, die im amerikanischen Sezessionskrieg und im Deutschen Krieg ihre verheerende Wirkung gezeigt hat.|
|08.01.1869||Einführung des Vetterli Gewehres für die ganze Armee. Mit diesem Repetiergewehr verfügt nun die Schweizer Infanterie über die weltweit modernste Bewaffung.|
|1870/71||Deutsch-Französischer Krieg

Grenzbesetzung unter General Herzog
Internierung der französischen Ostarmee unter General Bourbaki in Les Verrières.
Die bitteren Erfahrungen aus den Mobilmachungen
von 1870/71 führen zur Reform (MO 1874).
Diese gilt als die Geburtsstunde unserer modernen Milizarmee, wie sie im Kern bis Ende 2003 bestanden hat.