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Die Sawiris-Brüder sind mit einem Vermögen von weit über 10 Milliarden Franken die reichste Familie von Ägypten. Samih Sawiris will in der Schweiz expandieren.
Samih Sawiris wurde 1957 in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Sawiris Vater Onsi baute mit seiner Firma Strassen und Kanäle und machte damit in den 1950er Jahren seine ersten Millionen. Doch 1961 verstaatlichte der damalige ägyptische Präsident Gamal Nasser die Baufirma von Sawiris. Nach einer Zeit im Exil in Libyen kehrte Onsi zurück nach Ägypten und gründete 1972 die Firma Orascom, die in der Baubranche, im Tourismus und in der Telekommunikation tätig wurde. Auch dank der Nähe zum Ex-Präsidenten Husni Mubarak liefen die Geschäfte wie geschmiert: Orascom wurde zur grössten privatwirtschaftlichen Firma Ägyptens und Onsi zum Milliardär. In den 1990er Jahren teilte der Vater den Mischkonzern unter seinen drei Söhnen auf.
ES REGT SICH WIDERSTAND
Samih Sawiris übernahm die Tourismussparte und entwickelte Ferienresorts wie zum Beispiel El Gouna am Roten Meer. Heute betreibt die Orascom Holding mit Sitz in der Schweiz Ferienresorts in Ägypten, Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Grossbritannien, in der Schweiz und in Montenegro, wo kürzlich ein Luxushotel auf einer Ex-Mussolini-KZ-Insel eröffnet wurde.
Die Planung des Projekts in Andermatt begann 2005. Nach einer Abstimmung in der Gemeinde Andermatt mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 96 Prozent konnte der Bau des Luxushotels The Chedi und des Resorts auf dem ehemaligen Militärgelände der Schweizer Armee beginnen. Bis heute hat die von Samih Sawiris gegründete Firma Andermatt Swiss Alps 1,4 Milliarden Franken in Andermatt investiert, unter anderem auch mit dem Kauf und Ausbau des Skigebiets Andermatt-Sedrun. Das Skigebiet wurde 2022 an den US-Konzern Vail Resorts weiterverkauft.
Auch in Isleten am Urnersee, auf dem Gelände einer ehemaligen Sprengstofffabrik, möchte Sawiris jetzt einen Jachthafen und ein weiteres Resort bauen. Doch dagegen regt sich Widerstand: Die Grünen des Kantons Uri haben eine Volksinitiative eingereicht und wollen das Projekt verhindern.