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- Primoz Roglic hat den Rad-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen.
- Der Slowene profitierte im Fünfer-Sprint davon, dass Julian Alaphilippe zu früh jubelte.
- Alaphilippe behinderte mit einem Schlenker Marc Hirschi. Der Berner rutschte kurz vom Pedal und verlor entscheidend Tempo.
Eigentlich wäre der Sieg im ältesten Rad-Klassiker an Marc Hirschi gegangen. Der Schweizer aus dem Sunweb-Team hielt im Schlusssprint das Hinterrad des führenden Weltmeisters Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step) und wäre wohl am Franzosen vorbeigezogen.
Doch Alaphilippe zog kurz nach links, worauf Hirschi seine Balance verlor und vom Pedal rutschte. Alaphilippe richtete sich zum Jubel auf, bemerkte aber nicht, dass der Tour-de-France-Zweite Primoz Roglic (Jumbo-Visma) auf der rechten Seite herankam. Der Zielfilm zeigte, dass der Slowene den Zielstrich als 1. überquerte.
Jury bestraft Alaphilippe
Hirschi fuhr als 3. ins Ziel, erbte aber Rang 2, weil Alaphilippe im Anschluss von der Jury auf Rang 5 zurückversetzt wurde. Tour-Sieger Tadej Pogacar (UAE Emirates) wurde 3.
Wegen Alaphilippe hatte Hirschi bereits in der 2. Etappe der Tour de France einen grossen Sieg verpasst. Damals setzte sich der Franzose aber auf faire Weise im Sprint vor dem 22-jährigen Berner durch.
Van Avermaet bei Sturz verletzt
Für Greg van Avermaet dürfte die Saison nach einem Sturz bei Lüttich-Bastogne-Lüttich zu Ende sein. Der Belgier aus dem CCC-Team brach sich drei Rippen sowie einen Wirbel und zerrte sich die Bänder in der Schulter.
Weltmeister leitet Entscheidung ein
Die Vorentscheidung bei Lüttich-Bastogne-Lüttich fiel an der letzten Steigung des Tages 14 km vor dem Ziel. Alaphilippe sprengte durch einen Angriff eine rund 40 Mann starke Spitzengruppe. Dem Franzosen konnten an der Côte de la Roche-aux-Faucons nur wenige Fahrer folgen, darunter Hirschi, Roglic und Pogacar.
Schär und Mäder aktiv
In der Frühphase hatte eine Fluchtgruppe mit den beiden Schweizern Michael Schär (CCC) und Gino Mäder (NTT) bis zu 6 Minuten Vorsprung herausgeholt. Als Letzter der Fluchtgruppe wurde Schär knapp 40 Kilometer vor dem Ziel gestellt.
Albasini kurz an der Spitze
Der Thurgauer Michael Albasini bestritt das letzte Rennen seiner Karriere. Der 39-jährige künftige Nati-Trainer setzte sich mit einem Angriff 27 km vor dem Ziel in Szene, wurde aber bald wieder eingeholt.