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Der FC Basel hat sich für das Achtelfinale der Champions League qualifizieren können. Die Chancen stehen gut, dass sich die Reisekosten in Grenzen halten werden. Gemäss Statistik ist die Wahrscheinlichkeit, auf Bayern oder Dortmund zu treffen, über einem Drittel.
Mit Ausnahme natürlich vom FC Basel war die Gruppenphase in der Champions League nicht wirklich prickelnd. Man musste meistens nicht Hellseher oder Pate der Wettmafia sein, um den Ausgang für die Partien korrekt vorherzusagen. Fast auf Nummer sicher konnte man gehen, wenn man sich an die Loseinteilung der Teams hielt.
Nach den letzten Spielen von gestern ist klar, dass von insgesamt 32 Mannschaften nur zehn Teams eine andere Klassierung erreichten – unabhängig ob sie sich verbessert oder verschlechtert haben. Die anderen 22 Mannschaften haben sich genau so klassiert, wie sie in die 4 Töpfe bei der Auslosung gemäss ihrem Klub-Koeffizienten eingeteilt wurden. Auch der FC Basel unterstreicht diese Regel: Der Schweizer Meister war nämlich zu Beginn der Auslosung als Topf-2-Team stärker eingeschätzt worden als Hauptkonkurrent Liverpool.
Fünf Gruppen passten perfekt ins System: So klassierte sich in den Gruppen A, B (mit dem FC Basel), F, G und H jedes Team, welches in Topf 1 gezogen wurde als Erster, jeder von Topf 2 als Zweiter , jeder von Topf 3 als Dritter und jeder von Topf 4 als Vierter.
In der Gruppe D tauschten Arsenal (Topf 1) und Dortmund (Topf 2) die Plätze, genau wie die Gruppenkonkurrenten Galatasaray (Topf 3) und Anderlecht (Topf 4). In der Gruppe E hat die AS Roma (Topf 4) als Drittplatzierte beendet und ZSKA Moskau (Topf 3) als Letzter. Sechs fehlende Übereinstimmungen insgesamt sind hier zu verzeichnen.
Eine Gruppe fiel trotzdem aus dem Rahmen. In der Gruppe C nämlich hat das Team von Topf 4, AS Monaco, als Erster abgeschlossen. Das am stärksten klassierte Team, Benfica Lissabon, wurde hingegen Letzter. Auch Zenit Sankt Petersburg und Bayer Leverkusen tauschten die Plätze. Es ist das erste Mal in der Champions League, dass die Teams nach der Gruppenphase genau die gegenteiligen Plätze belegen.
Nun kommt es am Montag zur Auslosung der CL-Achtelfinals. Dass der FC Basel dabei auf einen deutschen Vertreter trifft, scheint ziemlich wahrscheinlich. Denn als Gruppenzweiter trifft der Schweizer Meister auf einen Sieger. Real Madrid ist schon in der Gruppe Kontrahent der Basler gewesen und scheidet somit schon mal aus.
Mit Bayern München und Dortmund sind zwei deutsche Kandidaten im Rennen, Spanien stellt mit Barcelona und Atlético Madrid zwar ebenfalls zwei Gruppensieger, aber da die deutschen noch mit Leverkusen und Schalke über zwei weitere Gruppenzweite verfügen – welche nicht gegen ein einheimisches Team antreten dürfen – steigt die Wahrscheinlichkeit für Bayern oder Dortmund als Gegner auf je 18,246 Prozent.
Auch nicht schlecht stehen die Würfel, Chelsea im Achtelfinale gegenüberzustehen. Die «Blues» haben zwar als einziger Verein von der Insel als Sieger abgeschlossen, aber dank den zwei Gruppenzweiten Arsenal und Manchester City gibt es wieder zwei Sperrkandidaten für die Londoner. So steht die Wahrscheinlichkeit für Chelsea bei 17,073 Prozent. Die Basler haben ja auch schöne Erinnerungen an die Truppe von José Mourinho.
Danach folgt mit 13,397 Prozent mit der AS Monaco das sportlich wohl einfachste Los. Der FC Barcelona folgt mit 11,116 Prozent, die statistisch unwahrscheinlichsten Gegner sind Atlético Madrid und Porto mit je 10,961 Prozent.
Dies ist natürlich eine rein mathematische Wahrscheinlichkeitsstatistik. Mein Redaktionskollege hat sich gestern noch den Kopf zerbrochen, welche der sieben verbleibenden Gegner den Geschmack der Bebbis am besten trifft. Dabei werden die Chancen auf ein Weiterkommen eingeschätzt und vor allem ein Fun-Faktor berücksichtigt. Und ein wenig (zumindest mehr als in der Gruppenphase) Spass könnte die K.o-Phase in der Königsklasse doch vertragen.