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Der Hund
Mit einem Rassenverbot ist das Grundproblem nicht gelöst!
In dieser Feststellung stimme ich mit unzähligen Fachleuten, die über wirkliches kynologisches Fachwissen verfügen, überein!
In den Kantonen Genf und Wallis bestehen bereits Rassenverbote.
Nun hat auch der Kanton Zürich im November 2008 über ein Rassenverbot abgestimmt, welches voraussichtlich ab Anfang 2010 umgesetzt werden soll. Namentlich geht es dabei um American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier und American Pitbull. Bereits heute gilt für diese Rassen, und Kreuzungen mit ihnen, eine Maulkorb- und Leinenpflicht; sofern die Tiere 6 Monate und älter sind.
Das einzige, was mit einem solchen Rassenverbot erreicht wird ist, der breiten Öffentlichkeit eine trügerische Sicherheit zu vermitteln.
Warum? Schauen wir uns die Folgen eines Rassenverbotes objektiv an:
1. Ab dem Zeitpunkt der Inkrafttretung dürfen diese Hunde nicht mehr gezüchtet, und auch nicht mehr importiert werden. Was ist mit all den Hunden dieser Rassen, die zu diesem Zeitpunkt Welpen, junge Hunde, erwachse Hunde sind? Ergo: ab der Inkrafttretung dürften all diese Listenhunde noch 10 Jahre - und länger - Bestand haben!
2. Erlaubt oder nicht, legal oder illegal: jemand, der unbedingt einen solchen Hund will, beschafft ihn sich auch. Trotz des Rassenverbotes würden auch weiterhin Listenhunde gezüchtet/importiert. Um das Risiko des entdeckt werdens gering zu halten, würden diese Tiere in Hinterhöfen und Keller aufgezogen und gehalten; ohne die geringste Möglichkeit einer normalen Sozialisation. Ergo: es gäbe sichtbar weniger dieser Hunde; aber die, die ab Inkrafttreten heimlich gezüchtet, aufgezogen und gehalten würden, wären mit absoluter Sicherheit - durch mangelnde und fehlerhafte Sozialisation - um ein vielfaches gefährlicher!
3. Das Rassenverbot gilt nicht für Touristen, Geschäftsleute, Ferien- oder Zeitaufenthalter. Ergo: die Tragödie von Oberglatt...diese Hunde gehörten einem Zeitaufenthalter!
4. In einigen Ländern, in denen sogenannte Kampfhunde verboten sind, geschieht seit einigen Jahren folgendes: um das Kampfhund-Aussehen zu vermeiden, werden z.B. Labradore mit Kampfhunderassen gekreuzt, wobei die Welpen das Aussehen des Labradors, aber das Wesen des Kampfhundes mitbringen. Ergo: dasselbe kann auch bei uns geschehen, problemlos sogar!
Sollten also nicht ein wirklich sinnvolles Gesetz verabschiedet werden? Wäre es nicht an der Zeit, statt auf Theoretiker, Statistiker und Politiker auf echte Fachleute zu hören, die nachweislich über kynologisches Fachwissen verfügen?
Doch, das sollten wir dringend, und zwar im Interesse aller!
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