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Berufstätige Mütter sind gesünder als Vollzeit-Mütter
Welche Mütter sind die besten? Diejenigen, die Kind und Karriere unter einen Hut bringen? Oder sind es diejenigen, die nach der Geburt den Job an den Nagel hängen, um sich um die Kinder zu kümmern? Wer Kinder fragt, wird wohl von den meisten hören: «Mis Mami ist die Beste.» Unabhängig davon, für welchen Weg sich die Mutter entschieden hat. Eine Langzeitstudie zeigt nun, dass berufstätige Mütter gesünder sind als Hausfrauen.
Mütter mit Vollzeit-Job tun etwas für ihr langfristiges Wohlbefinden. Foto: iStockphoto, Thinkstock
Die Soziologie-Professorin Adrianne Frech von der University of Akron im US-Bundestaat Ohio fand heraus, dass Mütter, die Vollzeit arbeiten gesünder sind als Hausfrauen, Teilzeit-Mütter und Mütter, die immer wieder arbeitslos waren. Wie es in einer Mitteilung der Universität vom 19. August heisst, haben Mütter, die kurz nachdem sie Kinder bekommen hatten, wieder ins Arbeitsleben einstiegen, später, im Alter von 40 Jahren, mehr Energie, weniger Depressionen und sind agiler.
Die Forscherin hatte Daten von über 2500 Frauen ausgewertet, die zwischen 1978 und 1995 Mutter geworden sind. «Arbeit ist gut für die Gesundheit, sowohl mental als auch physisch», erklärte Adrianne Frech. «Sie gibt Frauen ein Gefühl für einen Sinn, Selbstwirksamkeit, Kontrolle und Selbstständigkeit. Sie haben einen Platz, wo sie Experte für etwas sind, und sie werden bezahlt.»
Doch statt den Mütterkrieg zwischen Berufstätigen und Vollzeit-Müttern neu zu entfachen, will die Studie auf eine andere Gruppe aufmerksam machen: Frauen, die zu Hause sind und arbeiten wollen. Sie sind im Alter von 40 am wenigsten gesund. Die ständige Jobsuche, der Stress der Arbeitslosigkeit oder die Angst einen bestehenden Job zu verlieren, beeinflusst die Gesundheit dieser Frauen.
Zu guter Letzt hat die Studienautorin einen zugegeben konservativen Tipp für alle jungen Frauen: Wenn sie eine Wahl haben, sollten sie mit dem ersten Kind warten, bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben und verheiratet sind. Oder sie sollten nach der Geburt des Kindes nicht zu lange bis zum Wiedereinstieg warten.
Wie ist das bei Ihnen? Sind Sie leidenschaftliche Vollzeit-Mutter oder berufstätige Mutter? Was ist für Sie der beste Weg? Sagen Sie uns Ihre Meinung. Hier geht es zum Kommentarbereich.