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Donnerstags-Weiterbildung: «Vermüllung: Symptom oder Krankheit?»
Vermüllung ist der Endzustand schwerer Verwahrlosung des Wohnbereichs durch Anhäufen von Sammelgut und Müll und kommt im Zusammenhang mit verschiedenen psychischen Störungen vor.
Vermüllung tritt meist zunächst als ein hygienisches Problem in Erscheinung und wird auch von vielen Betroffenen nicht als Ausdruck einer psychischen Krankheit aufgefasst. Oft entwickelt sich eine Vermüllung über längere Zeit hinter verschlossenen Türen und wird von aussen gar nicht bemerkt. In der internationalen Literatur erscheint das Thema meist unter dem Begriff «hoarding», der aber nicht mit Vermüllung gleichzusetzen ist. Dadurch entstehen begriffliche und diagnostische Unklarheiten. Hoarding, also Horten und exzessives Sammeln, tritt oft im Rahmen von Zwangsstörungen auf, ja gilt heute als Unterkategorie im Spektrum der Zwangsstörungen. Vermüllung kann als Folge von Hoarding auftreten, aber auch im Rahmen von anderen psychischen Störungen und auch ohne weitere Psychopathologie.
Der Vortrag beleuchtet die verschiedenen klinischen und psychosozialen Aspekte der Vermüllung.