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Der Kanton Bern ist der grösste Waldbesitzer der Schweiz. Der Staatswald ist auf rund 240 Waldeinheiten über den ganzen Kanton verteilt, mit seinen 130 km² nimmt er mehr Fläche ein, als die Stadt Bern und die Gemeinde Köniz zusammen. Entsprechend viel gibt die Bewirtschaftung des Waldes zu tun.
Vergangenes Jahr hat der Regierungsrat vorgeschlagen, den Staatsforstbetrieb in eine Aktiengesellschaft zu überführen. Die Wälder würden im Besitz des Kantons bleiben, die Arbeiten würde jedoch ein privatwirtschaftliches Unternehmen ausführen. Mit dieser Auslagerung wäre der Staatsforstbetrieb flexibler, so der Regierungsrat und nennt als Beispiel die mögliche Verwendung von massgeschneiderten IT-Lösungen.
Am Montag ist nun die Vernehmlassungsfrist zum Vorhaben abgelaufen. Unter anderem die Grünen meldeten sich kritisch zu Wort: «Für uns macht eine Überführung in eine Aktiengesellschaft keinen Sinn», betont Grossrat Jan Remund im Interview, «das sind volkswirtschaftliche Aufgaben, die der Staat leisten muss, zum Wohle der Allgemeinheit». Die Nachteile würden die Vorteile klar überwiegen, so befürchten die Grünen, dass der Umweltschutz bei einer Bewirtschaftung durch eine AG vermehrt in den Hintergrund rücken würde.