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Im Zentrum von Klaus Ittens Forschung standen die satellitengetriebene Fernerkundung und Bildgebungsverfahren zur Bestandesaufnahme und Überwachung natürlicher Ressourcen. Er leistete unter anderem wichtige Beiträge zu praktischen Fragen, etwa zur Landnutzungs- und Waldklassifikation, zur Waldschadenserkennung und zur Schneehydrologie im alpinen Raum.
Klaus Itten studierte Geographie an der Universität Zürich und promovierte 1973 mit einer viel beachteten Arbeit zum Thema «Verwendungsmöglichkeiten von Infrarot-Thermal-Aufnahmen bei geographischen Untersuchungen». 1980 habilitierte er sich mit der Studie «Grossräumige Inventuren mit Landsat-Erderkundungssatelliten in der Schweiz». 1982 wurde er zum Assistenzprofessor für Geographie an der damaligen Philosophischen Fakultät II gewählt. 1988 wurde Klaus Itten zum Extraordinarius und 1994 schliesslich zum Ordinarius ad personam ernannt. An der UZH leitete er die Remote Sensing Laboratories und als Direktor zeitweise auch die Geschicke des Geographischen Instituts. 2009 wurde er emeritiert.
In seiner international anerkannten Forschung beschäftigte sich Klaus Itten schwerpunktmässig mit der satellitengetriebenen Fernerkundung und Bildgebungsverfahren zur Bestandesaufnahme und Überwachung natürlicher Ressourcen. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit leistete er unter anderem wichtige Beiträge zu praktischen Fragen, etwa zur Landnutzungs- und Waldklassifikation, zur Waldschadenserkennung und zur Schneehydrologie im alpinen Raum. Sein Einsatz für die abbildende Spektroskopie zusammen mit den Raumfahrtagenturen ESA und NASA haben der Fernerkundung an der Universität Zürich weltweit höchste Reputation und Impact gebracht. Engagiert war Klaus Itten auch als konsequenter Förderer des akademischen Nachwuchses und in der Lehre. Als didaktisch geschickter und begeisternder Dozent, der auch komplexe Sachverhalte klar und einfach darstellen konnte, war er bei den Studierenden und Mitarbeitenden äusserst beliebt.
Die Universität Zürich verliert mit Klaus Itten nicht nur einen brillanten Forscher der zukunftsweisende Entscheidungen für die Fernerkundung getroffen hat, sondern auch einen menschlichen, respektierten und weit über die thematischen Grenzen hinaus denkenden Kollegen. Die Mitarbeitenden der Remote Sensing Laboratories und seine Studierenden werden den Verstorbenen in dankbarer Erinnerung bewahren.
Michael Schaepman, Rektor und Nachfolger von Klaus Itten; Ross Purves, Direktor Geographisches Institut sowie alle Mitarbeitenden; Ali Darvishsefat, Professor für Fernerkundung, Universität Teheran; Gabriela Schaepman–Strub, Professorin und erste Doktorandin von Klaus Itten