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Der Staatsrat hat bis Ende April das Vorprojekt einer Verordnung in Vernehmlassung gegeben, welche die Einführung einer Evaluation für Lehrpersonen vorsieht. Dieses System soll die Qualität des Unterrichts fördern, die geleistete Arbeit der Lehrpersonen anerkennen und sie unterstützen, sieht die Verordnung vor.
Konkurrenz unter Arbeitskollegen
In einer Mitteilung wehrt sich nun die Gruppe für den Unterricht des Verbands des Personals öffentlicher Dienste gegen das geplante System. Die Erfahrung aus anderen Bereichen zeige, dass ein solches Bewertungssystem als Instrument genutzt wird, um Angestellte untereinander zu vergleichen und ein Klassement zu erstellen, um die Besten zu belohnen. Der Personalverband sieht darin einen Schritt hin zu einem Personalmanagement nach privatwirtschaftlichen Prinzipien. Die Bewertungen durch die Vorgesetzten würden die Mitarbeiter unter Druck setzen, einen Kontrollmechanismus einführen und die Konkurrenz unter Arbeitskollegen antreiben.
Aufgaben auf Lehrpersonen abgewälzt?
Dazu komme, dass mit den Bewertungsgesprächen und der Erfassung eine zusätzliche Arbeitslast auf die Schulleitungen zukomme, so dass sie gewisse andere Aufgaben auf Lehrpersonen abwälzen würden. Schliesslich stört sich die Gewerkschaft daran, dass gemäss dem Projekt die Lehrpersonen niemanden zur Begleitung an die Bewertungsgespräche mitnehmen können. Dies widerspreche den gewerkschaftlichen Grundrechten.