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Liebe Lesende
Wir alle kennen die Situation der Subordination innerhalb des Berufslebens. Dabei geht es nicht nur um die Einordnung innerhalb eines Systems, vielmehr geht es um die Unterordnung des Einzelnen innerhalb einer Hierarchie, weil eine andere Person formal die Führung inne hat und dafür auch die Verantwortung trägt. Es gibt also ein recht klares Oben und Unten.
Was in der Rolle des Mitarbeitenden dann und wann angebracht ist und sicherlich auch eingefordert wird, wird sich in der Rolle des „Agierenden im verdeckten Stellenmarkt“ als nicht zielführend erweisen. Eine neue Rollendefinition muss zwingend her und es lassen sich dabei gleich zwei Ansätze definieren.
Ansatz 1: Sie sind Unternehmer! Glauben Sie jetzt nicht? OK, nehmen wir den Bäcker Ihres Vertrauens als Beispiel. Dieser Unternehmer verfügt über ein oder mehrere Produkte, welche er in einem Markt (z.B. sein Ladengeschäft) anbietet und diese auch mit einem Preisschild versieht. Was machen Sie nun anders? Nix! Sie bieten Ihr Premium-Produkt aus Qualifikation, Berufs- und Lebenserfahrung in einem Markt (Arbeitsmarkt) an und verlangen dafür einen Preis (hier ist das Preisschild des Bäckers mit Ihrem Lohn gleichzusetzen). OK, vielleicht sind Sie einen Hausnummer kleiner, die Strategie, die Sie fahren, ist aber in den wesentlichen Positionen identisch.
Vor Jahrzenten fragte der damalige Präsident der SNB nach, was das Gegenteil von „Unternehmer“ sei? Antwort: Unterlasser! Sie entscheiden, was und wer Sie sein möchten.
Ansatz 2: Sie sind von nun an Verkäufer! Dies, weil Sie mindestens Ihr Premium-Produkt (sich selbst) bestmöglich im Markt zu positionieren versuchen. Wenn Sie der Verkäufer sind, dann wäre innerhalb einer sinnvollen Rollenaufteilung der Arbeitgeber Ihr Kunde. Jeder von Ihnen hat etwas, was der andere haben will. Sie bieten Ihre Arbeitskraft und Expertise an, wollen Lohn dafür. Der Arbeitgeber benötigt genau Ihr Profil, hat die passende Arbeit hierfür und ist bereit Ihren Aufwand via Lohn zu entschädigen. Darum: Behandeln Sie den Kunden gut, Sie haben möglicherweise nicht allzu viele davon.
Folgerung: Im Unterschied zur Phase des Anstellungsverhältnis mit seinen Pflichten und eben auch der Ein- und Unterordnung, setzen Sie in der Phase der Initiativ-Stellensuche im verdeckten Stellenmarkt Ihren Business- und vor allem Marketingplan um und begegnen Ihren PARTNERN auf Augenhöhe (und mit Augenmass).
Autor: Thomas Gehrig
tgm – thomas gehrig mentoring
CH-9200 Gossau
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