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Das Projekt Paléojura wurde im Jahr 2008 von den Behörden des Kantons Jura gegründet, um das wertvolle paläontologische Kulturgut des Juras über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt zu machen. Die Funde der letzten Jahre sind eine wahre Ressource für die Region Ajoie, und tragen auch zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Zudem werden die Vorzüge des Kantons Jura über dieses Kulturgut vermehrt bekannt gemacht und aufgewertet.
Die dank des Rahmenkredits 2008-2011 ermöglichten Überlegungen und Aktivitäten sind in eine entscheidende Phase eingetreten. Die jurassische Regierung ist nunmehr in der Lage, dem Parlament ein umfassendes Programm zur Aufwertung des einzigartigen und wertvollen Kulturguts, das sich unter jurassischem Boden befindet, zu unterbreiten. Die verfasste Botschaft an das Kantonsparlament präsentiert ein Modell für Paléojura, das kurz- und langfristig gesehen wünschenswert, tragfähig und attraktiv ist.
Für die Jahre 2012-2013 wird ein Kredit von CHF 3.3 Millionen beantragt. Er soll zur Realisierung von Arbeiten auf dem Gelände, zur Weiterführung der Vermittlungstätigkeit und zur Durchführung von Sektorstudien dienen, durch die die Betriebsmodalitäten und Infrastrukturkosten von Paléojura geschmälert werden sollen.
Längerfristig sollen in Porrentruy verschiedene Projekte verwirklicht werden, darunter ein neues Museum und ein technisches Zentrum zur Sammlungsverwaltung. Auf dem Plateau Richtung Courtedoux und Chevenez (Gemeinde Haute-Ajoie) soll ein paläontologischer Park den Zugang zu fossilienhaltigen Fundstellen, darunter Trittsiegel von Dinosauriern, ermöglichen. Weitere im Umkreis liegende Fundstellen sollen den Besuchern anhand von Informationstafeln und anderen Hilfsmitteln die paläontologischen, geologischen, botanischen und archäologischen Besonderheiten der Region näher bringen.
Dank verschiedener Standorte können die Aktivitäten von Paléojura einerseits auf kulturelle und touristische und andererseits auf wissenschaftliche und technische Schwerpunkte ausgeweitet sowie folgende Aufgaben erfüllt werden:
• Wissens- und Kenntnisvermittlung
• Wissenschaftliche Forschung und Bildung
• Verwaltung und Erhaltung des Kulturguts
Die Regierung hat die Botschaft in der Sitzung von 17. Januar 2012 angenommen und sie an die Bundeskanzlei weitergeleitet. Sie wird nun zuerst in der Wirtschaftskommission diskutiert, bevor das jurassische Parlament in den kommenden Monaten darüber befindet.
Die Dokumente können entweder elektronisch heruntergeladen oder in Papierform beim Sekretariat von Paléojura bestellt werden <email-pii>