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Das vorliegende Werk werde als "Diskussionsbeitrag zur Weiterentwicklung des fachlichen Selbstverständnisses in unserer Disziplin Publizistik- und Kommunikationswissenschaft" verstanden, heisst es im Vorwort. Dieser gewissermassen bescheidene Anspruch steht im Kontrast zur Ankündigung auf dem Buchrücken, es werde mit diesem Lehrbuch eine systematische Einführung in das Fach Publizistikwissenschaft geboten. Wie kann eine systematische Einführung in ein Fach gegeben werden, das sein eigenes Selbstverständnis noch finden muss?
Für Sammelbände ist das erste Kapitel, das für gewöhnlich den Aufbau des Buches erklärt und die Anordnung der einzelnen Beiträge plausibel macht, besonders wichtig. Eine solche Einbettung in einen grösseren Rahmen wird nicht vollzogen. So ist das Buch vielmehr eine Sammlung von Beiträgen zu verschiedenen Lehrgebieten des Faches, ein ausführlicher Beitrag aus der Vogelperspektive fehlt. In dem einführenden Kapitel von Heinz Bonfadelli und Otfried Jarren wird zwar der Blick von oben unternommen und Ansätze zur Systematisierung gemacht, doch die Ausführungen hierzu bleiben dermassen knapp, dass nicht wirklich Klarheit gewonnen wird. Dieses Kapitel umfasst lediglich acht Seiten.
Gerade wenn die Diskussion zur Weiterentwicklung des fachlichen Selbstverständnisses weitergebracht werden soll, wären mehr teilgebietsübergreifende Beiträge wünschenswert gewesen.