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Bei Brustkrebspatientinnen, die vor der Menopause mittels Chemotherapie behandelt werden, kann die Monatsblutung je nach Alter mehr oder weniger lang ausbleiben, medizinisch Amenorrhoe genannt.
Bei Frauen unter 40 Jahren dauert die Amenorrhoe und damit die Unterdrückung der Empfängnisfähigkeit meist viel weniger lang als bei älteren Frauen - dies eine Hauptaussage der Experten.
Die Dauer der Amenorrhoe hängt auch von der Art der Therapie ab, wie die NSAB-B-30-Studie
zeigt. So wurde unter anderem festgestellt, dass durch die einzelnen Antikrebswirkstoffe die Menstruation unterschiedlich lang ausblieb. Eine zusätzliche Anitöstrogenbehandlung verlängerte die Amenorrhoe zusätzlich. Die Östrogenunterdrückung wird bei Patientinnen mit östrogenabhängigem Brustkrebs eingesetzt.
Etwa 10 bis 20 Prozent der Brustkrebserkrankungen treten bei den Frauen im gebärfähigen Alter auf, was auch deren Kinderwunsch tangiert. Brustkrebspatientinnen wird immer noch häufig von einer Schwangerschaft abgeraten, da befürchtet wird, der Krankheitsverlauf könnte negativ beeinflusst werden. Heute sei dies aber nicht mehr gerechtfertigt, so die Experten. Eine Schwangerschaft erhöhe das Rückfallrisiko nicht, und zwar unabhängig davon, ob der Brustkrebs hormonabhängig ist oder nicht, wie Untersuchungen gezeigt hätten. Auch eine Schwangerschaftskarenz von zwei Jahren nach Abschluss der Brustkrebstherapie einzuhalten sei unbegründet. Das Rückfallrisiko werde nicht davon beeinflusst, ob eine Schwangerschaft innerhalb der zwei Jahre nach Therapie oder erst später eintritt.
Eine allfällige Hormontherapie dauere in der Regel mindestens 18-14 Monate, während der auch die Frau älter wird. Entscheidend für die Therapieunterbrechnung und Schwangerschaftsplanung ist daher das Alter der Frau für eine Schwangerschaft, und wie hoch das jeweilige Rückfallrisiko bei Absetzen der Hormontherapie ist. Ausserdem muss die Hormontherapie nach der Geburt zwingend weitergeführt werden.
Eine zurzeit laufende Studie mit über 500 Frauen im Alter von 18 bis 42 Jahren mit östrogenabhängigem Brustkrebs untersucht, wie sich die Unterbrechung der Hormontherapie aufgrund des Kinderwunsches auf das Rückfallrisiko auswirkt. Die Frauen haben nach Absetzten der Hormontherapie und nach Einhalten einer dreimonatigen Karenzfrist insgesamt zwei Jahre Zeit schwanger zu werden und zu stillen. Die Hormontherapie wird danach wiederaufgenommen und während mehrerer Jahren weitergeführt.
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