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Warum müssen Sie in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz handeln?
Meine Vorteile:
Aus finanziellen Gründen, um die Kosten für materielle Schäden und die administrativen Umtriebe zu reduzieren, Ihre Suva-Prämien, unproduktiven Saläre und Sozialleistungen im Griff zu behalten und das Ihr Unternehmen desorganisierende Fernbleiben von der Arbeit in Schranken zu halten.
- Aus ethischen Gründen, um die Leiden der von einem Unfall oder einer Krankheit betroffenen Personen zu mildern, den Stress zu reduzieren und die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden und die Produktivität zu steigern.
- Aus rechtlichen Gründen, um Ihre Risiken hinsichtlich strafrechtlicher Verurteilungen (des Geschäftführers und der leitenden Personen) sowie zivilrechtlicher Sanktionen (Schadenersatz) zu mindern.
- Aus Versicherungsgründen, um Risiken zu vermeiden, die nicht gedeckt sind.
Grundlagen mit den wichtigsten Fragen zum Thema:
Sicuro ist die Branchenlösung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz des Bauhauptgewerbes
Eine Branchenlösung bezweckt die branchengerechte Umsetzung einer gesetzlichen Vorschrift; im vorliegenden Fall den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicher-heit (ASA) nach Art.11 a VUV (Verordnung über die Unfallverhütung). Dabei verpflichtet sich die Trägerschaft von „sicuro“ gegenüber der Eidgenössischen Kommission für Arbeitssicherheit (EKAS), die vereinbarten Ziele zu erreichen und das auf der Grundlage der EKAS-Richtlinie 6508 festgelegte Vorgehen bei der Umsetzung einzuhalten.
Der ASA-Beizug gemäss obiger Richtlinie erfolgt im Zusammenhang mit der Erarbeitung von Risikobeurteilungen, der Erstellung von Kursunterlagen und der Referententätigkeit. Die BfA führt eine Liste der von ihr eingesetzten ASA (ASA-Pool).
Im Rahmen von „sicuro“ bestehen für alle beteiligten Sparten prozessbezogene Risikobeurteilungen und Risikominderungen.
Die Ausbildung der Kopas (Kontaktperson Arbeitssicherheit) besteht aus einem 1-tägigen Grundkurs und einer Fortbildung von ½ Tag innert zwei Jahren (mindestens 3 Stunden). Dafür werden Erfa- Veranstalltungen und alle themenbezogenen Kurse und Veranstaltungen angerechnet.
Die Führung von „sicuro“ obliegt der Trägerschaft, deren Sekretariat die Beratungsstelle für Arbeitssicherheit des SBV (BfA) wahrnimmt. Die Mitglieder der Trägerschaft „sicuro“ sind: SBV, Unia, Syna, Baukader Schweiz und SKO.
Das übergeordnete Ziel von „sicuro“ ist die Senkung der Berufsunfälle und Berufskrankheiten und der damit verbunden Kosten.
Das Ziel von „sicuro“ ist die Realisierung eines betrieblichen Sicherheitskonzeptes in den Betrieben des Bauhauptgewerbes. Sie erleichtert den Aufbau eines betrieblichen Sicherheits-systems. Die Teilnehmer erhalten die Risikobeurteilung für Ihre Sparte und praktische Hinweise für die Umsetzung.
„sicuro“ ist für die Mitglieder des Schweizerischen Baumeisterverbandes sowie für die Anschlusspartner des geltenden Gesamtarbeitsvertrages für das Schweizerische Bauhaupt-gewerbe bindend. Unternehmen des Bauhauptgewerbes, die nicht in diesen Geltungsbereich fallen (Nichtmitglieder) können „sicuro“ übernehmen. Die Übernahme erfolgt durch den Besuch der Grundausbildungen und Weiterbildungen für KOPAS.
Auch für Verbände, die dem Bauhauptgewerbe nahe stehen ist der Beitritt zu „sicuro“ nach Abschluss einer schriftlichen Vereinbarung möglich.
Jedes Unternehmen stellt die Umsetzung von „sicuro“ sicher und sorgt für die Erfolgskontrolle. Als geeignetes Hilfsmittel dient dazu die Selbstbeurteilung (Kapitel 10, Organisationshandbuch). Der Umsetzungsgrad der Branche wird mindestens alle drei Jahre aufgrund einer repräsentativen Umfrage durch die BfA erhoben.
Anmeldeformular
Wichtige Dokumente
«Beratungsstelle fürsicuro
Arbeitssicherheit des SBV»