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Bau Hauptgebäude am Thuner Lauitor
Die Geschäftsberichte aus den Jahren der Nachkriegszeit zeigen klar, wie schwierig die Weltwirtschaftslage nach dem 2. Weltkrieg war. Im Jahr 1951 kaufte und baute die AEK Thun ihren heutigen Hauptsitz am Thuner Lauitor.
Der 2. Weltkrieg mit seinen schwerwiegenden Folgen wurde in den Geschäftsberichten der AEK Thun jeweils ausführlich dokumentiert. Im Bericht über das Jahr 1947 ist zu lesen, dass das Jahr den geplagten Völkern den ersehnten Frieden kaum nähergebracht hat. Statt dass die Siegermächte eine Einigung gefunden hätten, haben sich die machtpolitischen Gegensätze verschärft. Durch eine Trennungslinie Nord-Süd in zwei Hälften zerrissen, schien der europäische Kontinent noch lange auf eine erträgliche Ordnung der Dinge warten zu müssen: «In unseren Nachbarländern herrscht das Chaos.» (…) An Arbeit und Verdienstmöglichkeiten in der Schweiz fehlte es während dieser Zeit jedoch nicht. Vollbeschäftigung, weiteres Ansteigen von Preisen und Löhnen sowie ein reger Aussenhandel bildeten die wichtigsten Merkmale des damaligen Wirtschaftslebens: «Die vermehrten Einfuhren an Rohstoffen und Lebensmitteln haben eine wesentliche Verbesserung unserer Landesversorgung bewirkt. Die Rationierung konnte abermals gelockert und der kriegswirtschaftliche Apparat weiter abgebaut werden.»
«Möge das gelungene Werk ein gutes Omen für die Weiterentwicklung unseres Institutes sein.»
Wir können schon heute feststellen, dass die neuen Räume in jeder Hinsicht befriedigen, indem sie einen bequemen Kundendienst und eine rationelle Betriebsweise ermöglichen. Vor allem freut es uns, dass der Neubau bei der Bevölkerung einen sehr guten Anklang gefunden hat. Das formschöne Haus fügt sich prächtig in das Stadtbild ein. Täglich äussern am Schalter Geschäftsfreunde ihre Bewunderung über die heimelige Gestaltung der Büros. Sie freuen sich über die bodenständige Bauweise, die in der reichlichen Verwendung von einheimischem Holz und in den gefälligen handwerklichen Arbeiten zum Ausdruck kommt.»
Erworben und gebaut im Jahr 1951, bezogen im Jahr 1952: Der heutige AEK Hauptsitz Thun Lauitor (damals genannt «Kassagebäude der AEK Thun am Lauitor».)
«Geschäftskreis der AEK Thun», Beschrieb aus dem Geschäftsbericht 1962.
«Sparheftzinse», Visualisierung aus dem Geschäftsbericht 1964.
«Verwendung anvertraute Kundengelder», Visualisierung aus dem Geschäftsbericht 1965.