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In Europa gibt es vier Regionen mit aktivem Vulkanismus: Island, Azoren, Süditalien und Griechenland. Es gibt keine einheitliche Definition für „aktiv“: häufig heisst „aktiv“, dass ein Vulkan in den letzten 10'000 – 20'000 Jahren einmal ausgebrochen ist. Wenn die Definition etwas enger gefasst wird, d.h. regelmässig alle paar Jahre ausbrechende Vulkane, dann bleiben nur noch Island, Süditalien und die Azoren übrig. Auf den Azoren sind es allerdings hauptsächlich untermeerische Ausbrüche, d.h. sie sind für uns nicht sichtbar. Die letzten Vulkanausbrüche in Griechenland (z.B. Santorin) liegen mehrere Tausend Jahre zurück. Wer also an Land Vulkanausbrüche bestaunen wird, reist am besten nach Island oder Süditalien, wobei momentan der Stromboli auf den Liparischen Inseln in Süditalien die mit Abstand grösste Gewissheit liefert, dass ein Ausbruch beobachtet werden kann (Herbst 2008: alle ca. 10min!). Zwei Ursachen begründen den europäischen Vulkanismus: der mittelatlantische Rücken ist verantwortlich für die Vulkane auf Island und den Azoren, je eine Subduktionszone für den Vulkanismus in Süditalien und in Griechenland (vgl. Abb.6).
|Abb.6: Vulkangebiete Europas, Quelle: Kugler A., 2004: Europa S. 292, Lehrmittelverlag Kt.ZH|
Nicht mehr aktive Vulkane gibt es in unserer Nähe auch in Deutschland (Eifel, Hegau) und in Frankreich (Massiv Central). Dieser Vulkanismus entstand aufgrund von früher aktiven Grabenbrüchen (vgl. Abb.6), noch heute sind teilweise gut erhaltene Vulkankrater zu beobachten (v.a. im Massiv Central).