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Von Kinderlosigkeit wird gesprochen, wenn Erwachsene im reproduktionsfähigen Alter keine Kinder haben. Im Falle ungewollter Kinderlosigkeit wird auch von einem unerfüllten Kinderwunsch gesprochen. Im engeren Wortsinn sind mit Kinderlosen Menschen gemeint, die lebenslang freiwillig keine leiblichen oder adoptierten Kinder oder Stiefkinder haben. In einem weiteren Sinn gehören auch ungewollt Kinderlose, junge Noch-nicht-Eltern, Eltern verstorbener Kinder, geschiedene Väter oder Mütter ohne Sorgerecht sowie Eltern erwachsener Söhne und Töchter, die nicht mehr im Haushalt der Eltern leben, zu den Kinderlosen. Wichtig ist diese Unterscheidung im Hinblick auf die Legitimität von Maßnahmen, die an dem Merkmal „keine Kinder haben“ anknüpfen. Kompliziert zu handhaben ist der Begriff Kinderloser im Kontext moderner Patchwork-Familien: Männer und Frauen, die zeitweise Kinder ihrer „Lebensabschnittsgefährtinnen oder -gefährten“ mitbetreuen, aber keine eigenen Kinder haben, sind begrifflich schwer einzuordnen.

Beim Sprechen über „Kinderlosigkeit“ ist zu unterscheiden zwischen Menschen, die nie ein leibliches Kind gezeugt haben (biologische Kinderlosigkeit), und denen, die nie ein Kind großgezogen haben (soziale Kinderlosigkeit).
Das Attribut „lebenslang“ macht es bei jungen Erwachsenen, die in der Regel noch keine Kinder haben, erforderlich, Prognosen zu erstellen. Dabei wird in aller Regel nach der gewünschten Zahl eigener Kinder gefragt. Laut einer von der „Perspektive Deutschland“ 2003 und 2004 durchgeführten Umfrage [1] will die Hälfte der 20- bis 34-jährigen Frauen zwei Kinder, 19 % wünschen sich ein Kind und nur 14 % wollen überhaupt keine Kinder. Rein statistisch betrachtet wünscht sich jede Frau in diesem Alter 1,8 Kinder. Männer hingegen wünschen sich weniger Kinder, nämlich nur 1,59[2] Tatsächlich werden aber seit Längerem in Deutschland durchschnittlich nur weniger als 1,4 Kinder pro Frau geboren. Diese Differenz schränkt die Validität der Prognosen ein.
Quelle: http://de.wikipedia.org