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Vorgestellt wurden die "M-Discs" des US-Startups Millenniata schon vor fünf Jahren
, eine grosse Marktverbreitung haben sie bisher aber nicht gefunden. Unter anderem lag dies daran, dass es nur wenige Brenner gab, welche M-Discs schreiben können. Nun gesellt sich LG neben Asus und Lite-On in die Reihe der Hersteller, die M-Disc-fähige Laufwerke anbieten.
M-Discs sollen eine Lebensdauer von bis zu Tausend Jahren aufweisen. Sie sind für Unternehmen konzipiert, die digitale Daten auf relativ simple Weise für sehr lange Zeit archivieren wollen. Sie weisen das gleiche Datenformat auf, wie Blu-ray-Discs und können daher von normalen optischen Laufwerken gelesen werden. Weil sie aber ein anderes Material verwenden, braucht es besondere Brenner, um sie zu beschreiben. Die LG-Laufwerke, die M-Disc unterstützen, zum Beispiel das interne Laufwerk BH16NS55 oder der externe BE16NU50, können auch normale Blu-rays oder DVDs schreiben. Wenn eine M-Disc eingelegt wird, erkennen sie dies automatisch und erhöhen die Brennleistung, so LG.
Herkömmliche DVDs und Blu-ray-Discs können normalerweise nach zehn bis dreissig Jahren nicht mehr ausgelesen werden, weil sich deren aus organischen Materialien bestehende Schreib- und Reflexionsschicht durch chemische und physikalische Reaktionen langsam zersetzen. Für M-Discs wird dagegen eine mehrschichtige Lage aus Metallen und anorganischen Materialien als Datenschicht verwendet. Diese, so LG, sei so stabil wie Gestein.
M-Discs werden von Ritek hergstellt und unter den Marken Imation, Ritek und Millenniata vertreiben. Die Rohlinge sind etwas teurer als normale Blue-rays, aber nicht wesentlich. In der Schweiz kostet eine Packung mit 15 Rohlingen à 25 GB gegenwärtig rund 70 bis 100 Franken. (hjm)