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Der Gateway 2020 genannte Turnaround-Plan dürfte sich über die nächsten sechs bis zwölf Monaten auf rund 300 Stellen auswirken, schreibt Gategroup im Communiqué vom Donnerstag. Der Fokus werde in den drei zentralen Verwaltungsstandorten in Zürich, Reston (bei Washington) und London liegen. Der Abbau soll, wo möglich, über natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen erfolgen.
Im Zentrum des geografischen Wachstumsplans von Konzernchef Xavier Rossinyol stehen die Schwellenmärkte und aufstrebende Fluggesellschaften, die in diesen Regionen tätig sind. Der Fokus liegt hauptsächlich auf Flughäfen in den Regionen Asien-Pazifik und Nahost, Afrika und Lateinamerika.
Zusätzlich zu den Massnahmen, die die Mitarbeiter betreffen, will Gategroup die Kosten der betrieblichen Aufwendungen drücken und mit Investitionen in Technologien zu höheren Bord-Umsätzen beitragen.
Gategroup verbuchte im ersten Halbjahr Nettobelastungen von 61,1 Millionen Franken, wovon 34,6 Millionen Restrukturierungskosten und Personalverpflichtungen betreffen. Unter dem Strich weist das Unternehmen einen Verlust von 87,5 Millionen Franken aus, nach einem Verlust von 6,5 Millionen Franken in der Vorjahresperiode.
Neben den Restrukturierungskosten und Sondereffekten verzeichnete Gategroup auch (mehrheitlich nicht realisierte) Wechselkursverluste von 21,5 Millionen Franken.
Ohne diese Effekte habe sich die operative Leistung stabil entwickelt, hiess es weiter. So belief sich der operative Gewinn (EBITDA) währungsbereinigt und vor Sondereffekten auf 60,4 Millionen Franken, verglichen mit 60,6 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2014. Die EBITDA-Marge ging demnach von 4,3 auf 4,2 Prozent leicht zurück.
Der Umsatz sank um 0,6 Prozent auf 1,415 Milliarden Franken. Währungsbereinigt und vor Sondereffekten wäre er laut den Angaben um 2,2 Prozent gestiegen. Mit der Gateway 2020-Strategie soll ein jährliches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent erreicht werden und die EBITDA-Marge um 0,25 bis 0,5 Prozent jährlich gesteigert werden.