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„Bildung ist die mächtigste Waffe, die wir einsetzen können, um die Welt zu verändern.“ Nelson Mandela (1918 – 2013, ehemaliger Präsident von Südafrika)
Die Schweiz und Madagaskar sind zwei Länder mit sehr unterschiedlichen Bildungssystemen.
Der Austausch in AiNA soa zwischen unserem Team aus der Schweiz und uns in Madagaskar, macht uns die Komplexität der kulturellen Unterschiede bewusst. Unsere Kultur ist geprägt von der Bildung, die jeder von uns erworben hat.
Die Schulbildung in der Schweiz ist bis zum Alter von 16 Jahren obligatorisch und kostenlos. Die Schweiz verfügt auch über ein hoch entwickeltes Ausbildungssystem, das es den Schülern ermöglicht, technische Fähigkeiten in Bereichen wie Handwerk oder Industrie zu erwerben.
In Madagaskar ist der Zugang zu Bildung aufgrund von Armut und mangelnder Infrastruktur sehr viel eingeschränkter. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen, weil sie arbeiten müssen, um ihre Familien zu unterstützen. In der Tat, wünschten sich viele madagassische Familien, dass ihre Kinder eine Ausbildung erhalten und zur Schule gehen könnten. Leider ist die wirtschaftliche Situation mit ein Grund dafür, dass viele Kinder diese Möglichkeit nicht haben.
Die Schweiz ist bekannt für die Qualität ihres Bildungssystems, was sich in den guten Platzierungen der Schüler in internationalen Tests widerspiegelt. Die Lehrkräfte sind hoch qualifiziert und profitieren vom System der berufsbegleitenden Fortbildungsoptionen.
In Madagaskar ist die Qualität der Bildung oft ungenügend, weil es an Ressourcen mangelt. Darüber hinaus ist die mangelhafte Ausbildung der Lehrer eine wichtige Ursache für die Verschlechterung der Bildungsqualität.
Die Schweiz investiert viel in die Bildung, verfügt über ein hohes Bildungsbudget und eine starke Beteiligung der Regierung. In Madagaskar sind die Investitionen in die Bildung sehr viel geringer und andere Sektoren haben Vorrang.
Angesichts der Unterschiedlichkeit der beiden Länder, hat sich AiNA soa dazu verpflichtet, die Fähigkeiten der madagassischen Gesellschaft mit aufzubauen und zu erweitern, mit der Unterstützung von Menschen aus der Schweiz. Unsere Arbeit ist ein Tropfen auf den heissen Stein, im Vergleich zu den immensen Schwierigkeiten, mit denen Madagaskar konfrontiert ist, wenn es darum geht, seiner Bevölkerung angemessene Kenntnisse zu vermitteln.
AiNA soa konzentriert sich auf die Weitergabe von Wissen durch Schulungen und das Buch „Vonjy Aina“. Seit der Gründung der Organisation wurden die Fähigkeiten der Menschen gefördert. Es ist diese Vision, die die Menschen in der Schweiz unterstützen.
Unser Team ist spezialisiert auf die Schulung in Erster Hilfe. Die Kursleitenden von AiNA soa geben verständliche Erklärungen zu den grundlegenden Handlungen und warum man diese anwenden sollte. Ich bin immer wieder überrascht, wie zufrieden die Teilnehmenden sind. Die Schulungen tragen dazu bei, nicht fundierten Überzeugungen in der Gesellschaft entgegenzuwirken, bei welchen unpassende oder mehr gefährdende Handlungen als erste Hilfe ausgeübt werden.
Ich glaube, Madagaskar hat sich in Sachen Sicherheit und Notfallvorsorge ein gutes Beispiel an der Schweiz genommen. Dort werden die oben genannten Themen als kollektive Verantwortung und Priorität für die Gemeinschaft betrachtet. Unternehmen, Organisationen und Bürger werden ermutigt, sich in Erster Hilfe ausbilden zu lassen. Hierzulande ist die Sicherheitskultur weniger entwickelt und die Menschen sind sich potenzieller Risiken oft weniger bewusst.
Madagaskar und Schweiz – die beiden Länder haben sehr unterschiedliche Bildungssysteme, was den Zugang, die Qualität der Ausbildung, die Unterrichtssprache, die Ausrüstung und die Sicherheitskultur angeht. Es ist wichtig, diese Unterschiede anzuerkennen und weiter zusammenzuarbeiten, um die Defizite in Entwicklungsländern wie Madagaskar zu verbessern.
Herzliche Grüsse,
Ramaromahalasa RANDRIANANGALY
Fuhrparkleiter und Leiter der Datenerfassung