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Unselbständigkeit verlängern
Der Koffer fürs Lager muss gepackt werden. Die Mutter holt den Koffer vom Dachboden. Er liegt zwei Tage im Eingangsbereich der Wohnung. Spät abends vor dem Reisetag beginnt der Junior durch die Wohnung zu rufen: „Mami, wo ist…?“ Etwas genervt setzen sich die Eltern in Bewegung, um dem Jungen seine Fragen zu beantworten. Unwillkürlich finden sie sich in der Rolle wieder, die Ausrüstung zusammen zu suchen. Am Abreisetag steht der Bub früh auf und nervt die restlichen Familienmitglieder. Die Mutter rüstet die Verpflegung. In einer Hetze wird das Haus verlassen, die ganze Familie in gereizter Stimmung. Der Vater zieht den Koffer, und die Mutter rennt noch einmal zurück, um die liegen gebliebene Jacke zu holen.
Alternative
Drei Tage vor Abfahrt gehört die Vorbereitung auf das Tagespflichtprogramm. Der Bub holt den Koffer und erstellt sich eine Packliste. Das Angebot ergeht, dass die Liste im Vieraugenprinzip überprüft wird. Wenn der Bub nicht daran denkt, entfällt dieser Schritt. Er packt selbständig und sorgt am Vorabend für seine Verpflegung unterwegs. Die Eltern fragen, ob sie ihn zum Bahnhof begleiten sollen. Nach dem Lager wird gefragt, was er während des Lagers vermisst hat. „Wie könntest du das nächste Mal dafür sorgen, dass du es nicht vergisst?“ Die Eltern nehmen in Kauf, dass sie die Kleidung anders ausgewählt hätten.