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Seit Sonntag, dem 17. September, gilt auf allen Straßen in Wohn- und Ortschaften eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 Meilen pro Stunde (32 Stundenkilometer), was etwa 35 Prozent aller walisischen Straßen ausmacht.
Das Hauptziel der Regierung hinter den neuen Maßnahmen besteht darin, die Zahl der Unfälle mit Todesfolge und Schwerverletzten im Land zu verringern. Offizielle Zahlen zeigen, dass im Jahr 2022 in 30 Zonen in Wales (48 km/h) mehr Menschen getötet oder verletzt wurden als bei jeder anderen Geschwindigkeitsbegrenzung. Sicherheitsexperten haben berechnet, dass das Risiko, bei einer Geschwindigkeit von Tempo 30 angefahren zu werden, viel höher (fünfmal) ist als bei einer Geschwindigkeit von Tempo 20.
Sie streben außerdem einen besseren Umweltschutz und eine Verbesserung der Luftqualität in Städten an. In der Erklärung heißt es, dass man die Menschen so weit wie möglich dazu ermutigen möchte, innerhalb der Gemeinden mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu gehen, um Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern.
Wales wird eines der ersten Länder der Welt sein, das dieses Tempolimit einführt, sowie das erste Land im Vereinigten Königreich. Auch Schottland erwägt die Einführung eines Tempolimits, doch England hat erklärt, dass es nicht mitmachen wird. Berechnungen zur Fahrtdauer aufgrund des reduzierten Tempolimits haben ergeben, dass es bei 95 Prozent der Fahrten zu einer Fahrzeitverlängerung von weniger als zwei Minuten kommt.