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Die Leistung im Riesenslalom, die mit Bronze belohnt wurde, war der Beweis. Der Entscheid von Gut-Behrami, auf den Start in den letzten drei Weltcup-Rennen vor der Abreise nach Peking zu verzichten und stattdessen zuhause Kraft zu tanken und sich zu erholen, war richtig. Die Unsicherheit und die Zweifel waren weg. Die Tessinerin konnte beruhigt feststellen, dass die Form wieder stimmt, dass die physische Basis für eine erfolgreiche Olympia-Mission vorhanden ist.
Nummer 2 hinter Vonn
Wenn die Form stimmt, gehört Gut-Behrami zu den Favoritinnen. Das gilt vorab für den Super-G. In dieser Disziplin hat sie die Hälfte ihrer 34 Weltcup-Siege errungen, in dieser Disziplin ist sie zusammen mit der Österreicherin Renate Götschl die Nummer 2 hinter der Amerikanerin Lindsey Vonn.
Als die Form noch stimmte zu Beginn der Saison, war Gut-Behrami trotz einer Erkältung im Super-G in Lake Louise Zweite geworden und hatte sie eine Woche danach in St. Moritz das erste von zwei Rennen gewonnen. Der Sturz im zweiten Super-G im Engadin und die Infizierung mit dem Coronavirus, die eine einmonatige Pause mit sich zog, beendeten den Höhenflug abrupt.
2018 fehlte ein Hauch
Weil die Form wieder stimmt, darf Gut-Behrami in diesen Tagen in Yanqing wieder von Grossem träumen. In China hat sie im Super-G, in dem sie mit Corinne Suter, Michelle Gisin und Jasmine Flury das Schweizer Quartett bildet, und in der Abfahrt noch zwei Möglichkeiten, um ihren Traum zu verwirklichen.
Am Freitag im Super-G könnte sie gleichzeitig eine ihrer grössten Enttäuschungen tilgen. Vor vier Jahren an den Spielen in Pyeongchang in Südkorea hatte sie als Vierte Bronze um einen Hundertstel verpasst.