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Ozon ist eine auch in der Natur vorkommende Sauerstoffverbindung. Aufgrund seines unangenehmen Geruches, der nach einem starken Gewitter oder bei der Höhensonnen-Anwendung auftritt, ist Ozon fast jedermann bekannt und in geringsten Dosen wahrnehmbar.
Ca. 30 km über der Erdoberfläche sorgt eine Ozonschicht, die sogenannte Ozonosphäre dafür, dass der schädliche Anteil der energiereichen Ultraviolett-Strahlen der Sonne gefiltert wird: Sie ermöglicht dadurch überhaupt erst Leben auf unserer Erde!
Ozon hat folgende medizinisch relevanten Eigenschaften:
Verbesserung der Sauerstoffsättigung, Abtötung von Bakterien und Inaktivierung von Viren und Pilzen. Ozon wird weltweit in der Behandlung von Trinkwasser und bei der Wiederaufbereitung verbrauchten Wassers angewendet, so werden im süddeutschen Raum um Stuttgart durch eine solche Anlage mehr als 2,5 Millionen Menschen mit optimalem Trinkwasser aus dem Bodensee - Ozon aufgearbeitet - versorgt.
Das medizinische Ozon ist ein Gemisch aus maximal 5 Anteilen reinem Ozongas und 95 Anteilen Sauerstoff bei äusserer Behandlung und ein Gemisch aus nur 0,05 Anteilen Ozon und 99,95 Anteilen Sauerstoff zur Ausnutzung der durchblutungsfördernden Eigenschaft des Ozons bei der Eigenbluttherapie.
Die äussere Behandlung mit Ozon oder Ozonwasser wird auf Grund der desinfizierenden und virusinaktivierenden Wirkung zur Behandlung von infizierten, schlecht heilenden Wunden (offene Beine, Dekubitus) und bei hartnäckigen Hautpilzen angewendet.
Die Ozontherapie ist auf drei hauptsächlichen Eigenschaften des Ozons begründet:
1. Aktivierung des Stoffwechsels der roten Blutkörperchen und hiermit eine verbesserte Sauerstoffabgabe. Dies kommt zum Einsatz bei:
Dies wird auch zur Revitalisierung bei beruflichen Stresssituationen oder übermässiger geistiger oder körperlicher Anstrengung sowie zur Steigerung der Leistung in der Ausdauerphase bei Leistungssportlern angewendet.
2. Aktivierung der Immunzellen, dadurch eine Freisetzung körpereigener Zytokine wie Interferone und Interleukine. Dies ist geeignet als Zusatztherapie zu schulmedizinischen Behandlungen bei Krebserkrankungen, zur Revitalisierung und Regeneration sowie bei genereller Immunschwäche.
3. Eine Erhöhung und Aktivierung der körpereigenen Antioxidantien und Radikalfänger. Dies wird angewendet bei entzündlichen Prozessen wie z.B. Arthritis, aktivierten Arthrosen, Gefässerkrankungen, allgemein bei den Alterungsvorgängen sowie Darmerkrankungen wie Proktitis und Kolitis.
Die Ozontherapie ist eine risikoarme Therapie und wird häufig auch als ergänzende Massnahme zu anderen Behandlungsarten oder schulmedizinischen Behandlungen durchgeführt.