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Die Bevölkerungsentwicklung macht deutlich, dass es immer weniger jüngere und immer mehr ältere Menschen geben wird. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Vorsorgesysteme der Schweiz.
Von Dr. Luca Stäger
Die Lebenserwartung in der Schweiz hat sich von 1900 bis 2011 fast verdoppelt: von 46,2 auf 80,3 Jahre für die Männer und von 48,9 auf 84,7 Jahre für die Frauen. Heute bringt eine Schweizerin im Durchschnitt ca. 1,5 Kinder zur Welt. Um die Bevölkerungszahl konstant zu halten, wäre es erforderlich, dass 100 Schweizerinnen jeweils 210 Kinder zur Welt bringen müssten. Diese wenigen Zahlen verdeutlichen die Kluft zwischen der Altersgeneration und dem Nachwuchs.
Die Babyboomer kommen
In den Jahren 2025–2030 werden gut 70 Prozent der über 65-jährigen Menschen in der Schweiz pensionierte Vertreterinnen und Vertreter der Babyboomer-Generation sein. Diese Generation wünscht, möglichst lange unabhängig zu bleiben. Die freie Wahl anstelle von einschränkenden Regulierungen ist für ihre Lebensqualität entscheidend.
Frühpensionierung — Ausbildung
Neben dem (sich abschwächenden) Trend zur Frühpensionierung besteht die unvermeidliche Verlängerung der Ausbildungsphasen. Von beiden Seiten her (längere Ausbildung – Frühpensionierung) wird die Erwerbsphase seit einigen Jahrzehnten verkürzt. Kommen gegenwärtig in der Schweiz noch vier Erwerbstätige auf einen Rentner, dann werden es im Jahr 2040 zwei Erwerbstätige sein, die für einen Rentner aufkommen müssen. Als die AHV 1948 gegründet wurde, war das Verhältnis 9 : 1. Eine generelle Frühpensionierung in dem Sinne, das Rentenalter auf 62 herabzusetzen, würde der AHV jährlich einige Milliarden Franken Mehrausgaben verursachen.
Gesellschaftliche Entscheidung
Wer für Frühpensionierungen eintritt, muss angesichts der sinkenden Zahl der nachwachsenden Arbeitskräfte auch für eine offensive Politik der Zuwanderung, für grössere Quoten bei der Immigration eintreten. Frühpensionierungen sind nur durch Produktivitätssteigerungen, durch Einwanderung oder durch längere Arbeitszeiten zu kompensieren, stellte bereits 2000 der Wirtschaftsnobelpreisträger Robert M. Solow fest. Es wird also in Zukunft erforderlich sein, die Ressourcen älterer Mitarbeitenden als Kompetenzträger für das Unternehmen wie für die Gesellschaft zu nutzen, flexible Pensionierungskonzepte zu entwickeln und altersgerechte Arbeitsplätze zu schaffen. In vielen Unternehmen muss deshalb eine neue Personalpolitik Einzug
halten. Über die verschiedenen Auswirkungen der demografischen Entwicklung erfahren Sie mehr in der Ausgabe Nr. 1 von «Impulse», der neuen Schriftenreihe der TERTIANUM Gruppe, die Sie ab Ende Februar über folgende EMail-Adresse kostenlos bestellen können: <email-pii>
Von Dr. Luca Stäger,
Vorsitzender der Geschäftsleitung
TERTIANUM Gruppe
Die TERTIANUM Gruppe trägt als einer der Marktführer mit 16 TERTIANUM Residenzen und 5 Perlavita-Standorten in 9 Kantonen entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen bei. www.tertianum.ch