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Philipp Stähelin ist offizieller Kandidat für das Präsidium der CVP Schweiz. Die Parteispitze empfiehlt den Thurgauer Ständerat der Delegierten-Versammlung am 12. Mai als Nachfolger von Adalbert Durrer. Stähelin gehört zum konservativen Flügel der Christlich-Demokratischen Volkspartei (CVP).Dieser Inhalt wurde am 17. April 2001 - 13:06 publiziert
Der 57-jährige Thurgauer Ständerat Philipp Stähelin gehört zum konservativen Flügel der Christlich-Demokratischen Volkspartei der Schweiz (CVP). Er wohnt in Frauenfeld. Seit 1999 ist er Mitglied des Ständerates.
Wird Stähelin am 12. Mai in Wil SG von den Delegierten zum Nachfolger von Adalbert Durrer gewählt, klettert er auf seiner bereits langen politischen Karriereleiter eine weitere Stufe nach oben. Für den Ständerat hatte er jenen Sitz für die Bürgerlichen zurück erobert, den der Sozialdemokrat Thomas Onken 12 Jahre inne hatte.
Fünffacher Familienvater
Vor der Wahl ins Bundesparlament war der Jurist und fünffache Familienvater 11 Jahre lang Regierungsrat im Thurgau. Der Finanz-und Sozialminister ist "Vater" der neuen Kantonsverfassung. In die Regierung wurde er 1989 gewählt als Nachfolger von Finanzdirektor Felix Rosenberg, der als PTT-Generaldirektor nach Bern ging.
1984 bis 1989 hatte Stähelin im Thurgau das neu geschaffene kantonale Verwaltungsgericht präsidiert. Zuvor war er acht Jahre Staatsschreiber. Er war Anwalt und Rechtskundelehrer in Freiburg gewesen, bevor er als Sekretär ins Justizdepartement des Kantons Thurgau und damit in seinen Heimatkanton zurückgekehrt war.
Gilt als Vermittler-Typ
Politik wurde ihm in die Wiege gelegt. Sein Vater Willy war 1935 bis 1969 34 Jahre lang Regierungsrat der Katholisch Konservativen im Thurgau. Philipp Stähelin gilt bei Mitstreitern und Gegnern als Vermittler-Typ. Er gehört zur konservativen Fraktionsgruppe "Werte und Gesellschaft". Er ist EU-skeptisch und gegen die Fristenlösung.
Die andern Chargen
Für das Amt einer Vizepräsidentin bzw. eines Vizepräsidenten kandidieren die Aargauer Nationalrätin Doris Leuthard und der bisherige Nationalrat François Lachat (JU). Lachat soll sich wie bisher der Betreuung der französischsprachigen Kantonalsektionen widmen.
Die Wahl des Präsidiums findet an der Delegierten-Versammlung vom kommenden 12. Mai in Wil im Kanton St. Gallen statt.
Zapfl geht
Doris Leuthard soll die Zürcher Nationalrätin Rosmarie Zapfl ablösen. Zapfl wird nicht erneut kandidieren. Sie will sich künftig voll ihrer neuen Aufgabe als Präsidentin der Wirtschaftskommission des Europarates widmen. Leuthard sagte an der Medienkonferenz im Bundeshaus, sie wolle Bindeglied sein zu den Frauen und den Jungen.
Stähelin: "Kein Kurswechsel"
"Mit meiner Wahl wird kein Kurswechsel stattfinden", versicherte Stähelin vor den Medien. Er stehe für eine CVP, die sich nicht nach links oder nach rechts orientiere, sondern eine eigene Linie habe. Das Links/Rechts-Schema werde der CVP und ihrer Politik nicht gerecht.
swissinfo und Agenturen
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