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Schon als Akira Schmid das Sommertraining in Langnau absolvierte, hatte er sein Ziel vor Augen. / Bild: Peter Eggimann (ped)
Eishockey:
Als erst achter Schweizer Torhüter ist der Langnauer Akira Schmid in der NHL zum Einsatz gekommen. Mit 21 Jahren ist er der Jüngste von ihnen.
In keiner Eishockeyliga der Welt ist es so schwierig wie in der National Hockey League, als sogenannter Startinggoalie aufgestellt zu werden. Akira Schmid ist dies gelungen wie zuvor dem Langnauer Martin Gerber (241 Spiele), David Aebischer (227), Jonas Hiller (427), Reto Berra (76), Tobias Stephan (11), Gilles Senn (2) und Pauli Jaks (1). Die New Jersey Devils gaben ihm im Auswärtsspiel gegen die New York Islanders (2:4) die Chance für den ersten Auftritt, bei welchem er eine Abwehrquote von 86,2 Prozent erzielte. Vor seinem Debüt war Akira Schmid im Heimspiel gegen Nashville (2:3) die Nummer 2 hinter Mackenzie Blackwood gewesen. In Philadelphia (1:6) ersetzte er den Kanadier beim Stande von 1:5 und wehrte im Schlussdrittel sieben von acht Schüssen ab (87,5).
Der rasante Aufstieg
Es gibt verschiedene Wege, um zum Traumziel NHL zu kommen. Stanleycupsieger Martin Gerber beispielsweise erhielt seinen ersten NHL-Vertrag von Anaheim als schwedischer Meister mit Färjestad und als Nummer 1 der damaligen Elitserien. Die Nummer 1 spielte auch bei Akira Schmid eine mitentscheidende Rolle, und zwar gleich in doppelter Hinsicht. Im Mai dieses Jahres wurde er nach seinem dritten und letzten Juniorenjahr in Nordamerika als «Torhüter des Jahres» der USHL, der höchsten Nachwuchsliga der USA, ausgezeichnet. Er verdiente sich damit einen NHL-Dreijahresvertrag mit den New Jersey Devils. Die erste Profisaison seiner Karriere begann er wie erwartet bei Utica in der AHL, deren Torhüterstatistiken er nun schon seit über einem Monat als Nummer 1 anführt. Er führte Utica mit Punktgewinnen in allen seiner zehn Spiele, mit einer Abwehrquote von 94,4 Prozent und einem Gegentordurchschnitt von 1,60 auf Platz 1 der Farmteamliga der NHL. Diese für einen Rookie verblüffende Leistungskonstanz entging den Teamverantwortlichen von New Jersey nicht. Als sich der Nummer-1-Goalie, Jonathan Bernier, eine Hüftverletzung zuzog, zögerte Headcoach Lindy Ruff nicht lange und forderte bei Utica Akira Schmid als zweiter Torhüter neben Mackenzie Blackwood an. «Wir haben Schmid in jedem Training und jedem Spiel beobachtet und wir wussten genau, was wir von ihm erwarten konnten. Und wir haben uns nicht getäuscht. Er gab uns gegen die New York Islanders eine Chance zu gewinnen. Aber wir nutzten sie nicht, weil wir defensiv zu schwach spielten.»