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- Artikel-Nr.: 9395
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Als Hagebutten bezeichnet man die ungiftigen Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten, besonders der Hunds-Rose (Rosa canina). Sie wachsen in Europa, Nordafrika sowie Vorder- und Mittelasien. Der Namensteil Hag (von Hecke umgebenes Gelände) weist auf das Vorkommen der Pflanze an Hecken hin, während der zweite Teil des Namens Butte dem alten Lautstand des süddeutschen Butz, Butzen (Verdickung) entspricht.
Das Fruchtfleisch der im Spätherbst geernteten Früchte entsteht aus dem fleischigen Blütenboden. Es ist süßsauer und reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C (Ascorbinsäure), aber auch Vitamin A, B1 und B2. Die Nüsschen der Hagebutte sind mit feinen, widerhakenbestückten Härchen bedeckt, die bei Hautkontakt Juckreiz hervorrufen.
Dank des sehr hohen Gehaltes an Vitamin C werden Hagebutten volksmedizinisch bei der Behandlung von Erkältungen und Grippe unterstützend eingesetzt oder auch als Nahrungsergänzung zur Linderung von durch Gelenkarthrose bedingten Schmerzen und Steifheit. Eine dänische Forschergruppe um Larsen identifizierte im Jahr 2003 den in der wilden Hagebutte vorkommenden aktiven Inhaltsstoff Galaktolipid, der bei Temperaturen über 40 Grad Celsius zerstört wird. Diese Forscher führten zwei Studien durch, in denen nach Einnahme von 5g Hagebuttenpulver eine Senkung des C-reaktiven Proteins festgestellt wurde, sowie eine erhöhte Beweglichkeit des Hüftgelenks und eine Reduktion des Schmerzmittelverbrauchs um 44%.
Als Tee:
1 TL (2-2.5g) geschnittene Hagebutten mit kochendem Wasser übergiessen, 10-15 Minuten lang ziehen lassen, dann abseihen.