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Die Gründung sowie die ersten Gehversuche
Am 4. April 1930 wurde im Restaurant Kreuzstutz in Luzern der FC Südstern ins Leben gerufen, jedoch nicht mit dem heutigen Namen, sondern der Club nannte sich damals FC Red Star Littau. Als dann aber bekannt wurde, dass in Zürich bereits ein FC Red Star existierte, beschloss der Verein 1932 eine Namensänderung, die bis heute hin Bestand hat – FC Südstern.
Der junge Verein entwickelte sich recht gut und wurde bald einmal provisorisches Mitglied des Innerschweizerischen Fussballverbandes (IFV), in der Saison 1936/37 folgte sogar die definitive Aufnahme in den damaligen SFAV (Schweizerischer Fussball- und Athletikverband) heute SFV (Schweizerischer Fussballverband) genannt.
Bereits im Jahre 1935 verzeichnete man den ersten grossen Erfolg in der Clubgeschichte – zum fünften Mal gewann der Verein den Final um den „Eglisana-Cup“ und durfte nun die wunderschöne Wilhelm-Tell-Statue endgültig in die Trophäensammlung stellen.
Auf der Suche nach einer Heimat
Mit einem eigenen Sportplatz hatte der FC Südstern schon immer zu kämpfen. Als erster Platz diente nach einem Pachtvertrag mit Landwirt Josef Pfyffer das „Schiehäldeli“, der später durch Fronarbeit weiter ausgebaut wurde. Eine Bleibe von Dauer hatte der Verein dort jedoch nicht, denn bereits im März 1940 wurde dem FC Südstern der Mietvertrag gekündigt, obwohl der Umbau zu drei Vierteln aus eigenen Mitteln bestritten wurde; man war gezwungen, nach einer neuen „Weide“ Ausschau zu halten. Schliesslich gelang es den Clubverantwortlichen, von Herrn Albert Reichle den alten Sportplatz „Tribschen“ zu mieten – wenigstens für ein gutes halbes Jahr, denn der zweite Weltkrieg hatte begonnen und die Stadt Luzern benötigte die Sportanlage als Anbauland. So wurde eine weitere Dislokation nötig, auf dem Sportplatz „Alpenquai“ teilte sich fortan der FC Südstern zusammen mit dem FC Kickers die Anlage. Doch das Zügeln hatte immer noch kein Ende, denn als die Stadt Luzern auf der Allmend die Sportplätze auf dem „Fliegerschuppen-Areal“ erstellte, war`s wiederum geschehen.
Doch siehe da, am 27. Juni 1969 ging der lang ersehnte Wunsch endlich in Erfüllung; nach beinahe 40-jährigem K(r)ampf erhielt der FC Südstern erstmals in seiner Vereinsgeschichte einen eigenen Sportplatz – die (Hochburg) „Grenzhof“ war geboren. Zur Eröffnung des Platzes gaben sich der FC Luzern und die Zürcher Young Fellows in einem Propagandaspiel die Ehre. Doch wer dachte, das Thema wäre von nun an „gegessen“, sah sich getäuscht. Denn Jahre später wurden die Bestimmungen bezüglich Infrastruktur erhöht, und nur dank einem guten Verhältnis zur Stadtbehörde sowie deren grossem Verständnis für den Quartier - FC konnte der Platz gehalten werden. Eine durch viel Fronarbeit erstellte Flutlichtanlage machte fortan auch Spiele zu später Stunde auf dem „Grenzhof“ möglich. Zusätzlich wurde dem Verein ein Platz auf dem „Fliegerschuppen-Areal“ zugeteilt, um den teilweise arg geschundenen „Grenzhof“ bei mieser Witterung und / oder schlechter Bespielbarkeit zu schonen.
Im Jahre 1991, anlässlich des Eidgenössischen Turnfestes, war der Platz auf der Allmend-Süd durch die Turnerinnen und Turner (!) sprichwörtlich gepflügt worden, sodass das Feld danach gesperrt werden musste und somit alle Heimspiele des FC Südstern auf dem „Grenzhof“ ausgetragen werden mussten. Und dieser sah danach auch nicht wirklich besser aus…
Um dem Reglement des IFV für Meisterschaftsspiele zu entsprechen, wurde 1992 die Beleuchtungsanlage erneuert. Der grösste Teil der nötigen Finanzen stellte erfreulicherweise das Sportamt der Stadt Luzern zur Verfügung. Die Baumeisterarbeiten machte unser Sponsor Werner Schmidig zu äusserst günstigen Konditionen und unsere Vereinsmitglieder leisteten Fronarbeit. Der 2 ½-jährige Kampf unseres damaligen Präsidenten Stefan Horat für die Bewilligung der Anlage sei am Rande auch noch erwähnt ! Im Jahre 1993 bauten einige Vorstandsmitglieder – auf Wunsch des damaligen Trainers – ein Kopfball-Trainingsgerät auf. Der Wunsch, Kopfballungeheuer zu schaffen, platzte, denn die Anlage wurde fast nie benutzt ! Am 20. Mai 1995 durfte der FC Südstern seine eigenen Garderoben mit einem Fest einweihen. René Zimmermann als FC-Präsident bedankte sich beim Stadtbaumeister sowie beim Sportamt der Stadt Luzern. Wir schreiben den 3. Juni 1996, als Baumaschinen zum „Grenzhof“ auffuhren. Die Bürger der Stadt bewilligten die Sanierung unseres Rasens, was zur Folge hatte, dass alle Mannschaften ausserhalb trainieren und Spiele austragen mussten. Die Plätze hiessen fortan Allmend, Turnvereinigung und Utenberg. Die 1. Mannschaft genoss wieder einmal Gastrecht bei den Kickers auf dem „Tribschenfeld“, um ihre Heimspiele austragen zu können. Der Spiko Mario Theiler hatte in diesem Jahr alle Hände voll zu tun und die Einnahmen unseres Clublokals fielen damals auf Grund des grossen „Fremdgehens“ auf den Nullpunkt.
Und nun – endlich – jetzt kommt`s: Am 2. August 1997 durfte der FC Südstern den neu sanierten Grenzhofrasen mit einem grossen Fest einweihen – die Infrastruktur war komplett und erneuert. Das Eröffnungsspiel bestritten der FC Südstern gegen den FC Kickers (0:4), im Vorspiel besiegte ein Promi-Team mit Ex-Nati-Trainer Paul Wolfisberg als Coach unsere Auswahl von Senioren und Veteranen des FCS mit 6:1. Der anschliessende Grossbetrieb im Festzelt braucht nicht näher beschrieben zu werden, da genügt ein Wort: Legendär !
Sportliche Erfolge mit Aufstieg bis in die 2. Liga
Nur acht Jahre nach der Gründung konnte der FC Südstern bereits seinen ersten Grosserfolg feiern, den Aufstieg in die 3. Liga. Die folgenden Jahre waren durch die Wirren des 2. Weltkrieges gekennzeichnet, doch mit Ausnahme der Saison 1939/40 – wegen der Mobilmachung wurden sämtliche Wettspiele des SFAV abgesagt – konnte man sich sportlich betätigen. Südstern hatte sich in der 3. Liga etabliert und stieg am Ende der Saison 1944/45 sogar in die 2. Liga auf. Dies war bis heute der absolut sportliche Höhepunkt. Die Ligazugehörigkeit zur höchsten regionalen Klasse konnte man allerdings nur zwei Jahre wahren, der Weg zurück war unvermeidlich. Und trotzdem: Der FC Südstern war zu dieser Zeit in Luzern und Umgebung ein Begriff – auch in sportlicher Hinsicht… Zwei Resultate von damals gilt es zu erwähnen: ein 4:0 gegen den SC Kriens sowie ein 15:2 (!) gegen den SC Emmen.
Letzter sportlicher Höhepunkt 1958/59
Noch einmal gelang es dem FC Südstern zu den Stärksten der Region aufzusteigen. Die Freude währte allerdings nicht lange, denn am Ende der Saison war der Abstieg bereits wieder Tatsache. Unser Verein schien sich so in der 3. Liga fest eingemietet zu haben – bis dann am Ende der Spielzeit 1966/67 der absolute Tiefpunkt erreicht wurde: der FC Südstern wurde dorthin relegiert, wo er in der Saison 1937/38 begann, nämlich in die 4. Liga, der damals Untersten. Doch noch rechtzeitig vor Inbetriebnahme des eigenen Sportplatzes „Grenzhof“ gelang 1969 wieder der Aufstieg in die 3. Liga. Leider musste ausgerechnet nach der Bereitstellung des neuen Areals erneut in den sauren Apfel gebissen werden. Man spielte wieder in der 4. Liga und musste nun während zwei Jahren ganz böse unten durch. Doch der Neuaufbau lohnte sich, nach zweijähriger Zugehörigkeit bei den „Fussballanfängern“ gelang wiederum der Aufstieg. Das 50-jährige Jubiläum 1980 feierte die 1. Mannschaft des FC Südstern noch in der 3. Liga, aber bereits 1982 folgte der erneute Abstieg. Bis zur Saison 1990/91 erreichte Südstern mehrmals die Aufstiegsrunde, zum Aufstieg reichte es leider – teilweise auch mit sehr viel Pech – nicht.
Der Weg nach oben blieb weiterhin sehr steinig. Die Rückrunde der Saison 1990/91 wurde in Amsterdam mit einem Turniersieg. Jedoch ohne Trainer – dieser wurde durch die Mannschaft (mit nur einem Minuspunkt…) in die „Wüste“ oder sonst wohin geschickt – begonnen. René „Flipper“ Zimmermann übernahm die „Rebellentruppe“ und führte sie dank seiner genialen taktischen Einfälle – vor allem in den Aufstiegsspielen (nach einer Niederlage in Muotathal) – zum 4. Liga-Meistertitel und der damit verbundenen Rückkehr in die 3. Liga. Leider verliess uns danach unser Erfolgstrainer „Flipper“ Richtung Meggen, sein Nachfolger für die 3. Liga hiess Edgar Steffen. Doch dieser warf frustriert nach nur einer halben Saison das Handtuch und die Rückkehr von „Flipper“ war perfekt. Sein Team holte in der Rückrunde wohl viele Punkte, den knappen Abstieg 1991/92 konnte jedoch auch er nicht mehr verhindern. Und wo ein Abstieg ist, da ist beim FC Südstern bekanntlich auch immer wieder ein Aufstieg; nämlich in der Saison 1994/95, also wieder (einmal mehr) 3. Liga-Fussball auf dem „Grenzhof“. Doch dieser Aufstieg ist nicht sportlich geschehen, sondern am „grünen Tisch“. Eigentlich wären damals sechs 4. Ligisten aufgestiegen, da aber der FC Hochdorf den Aufstieg in die 1. Liga schaffte, zog unser Verein das grosse Los als siebte Mannschaft. Und wo ein Aufstieg ist, da ist beim FC Südstern bekanntlich ja auch immer … richtig, der Abstieg in die 4. Liga. So geschehen nach der Saison 2000/01; seither ist unser Club stets bemüht, wieder einmal eine Mannschaft zusammenzustellen, die in die 3. Liga aufsteigen könnte, jedoch mit mässigem Erfolg – denn mehrmals musste man schon um die Zugehörigkeit in dieser 4. Liga bis in die letzte Minute zittern…
Doch siehe da, in diesem Jubiläumsjahr 2005 scheint sich eine Truppe gefunden zu haben, die wenigstens den Anschluss zur Spitze der 4. Liga zu halten vermag. Können wir zu unserem 80-jährigen Bestehen mit einer Equipe aus der 3. Liga grüssen ???
Die 2. Mannschaft
In der Saison 1989/90 schaffte die 2. Mannschaft den Aufstieg. Der FC Südstern war nun mit 2 Mannschaften in der 4. Liga vertreten – doch der „Höhenflug“ dauerte lediglich ein Jahr. Aber Ende 1991/92 war es schon wieder soweit, der Aufstieg zum Fanionteam in die 4. Liga war perfekt. Und wo ein Aufstieg ist, da ist beim FC Südstern bekanntlich ja auch immer … auch hier ein Auf und Ab ! Der Abstieg folgte am Ende der Saison 1993/94, als die 4. Liga um die Hälfte reduziert und die 5. Liga aufgestockt wurde. Seither spielt die 2. Mannschaft in der 5. Liga, wo sie nie mehr in Aufstiegsnähe kam und sogar einige Male um die Nicht-Auflösung zittern musste.
Die 3. Mannschaft
Vor Beginn der Saison 2003/04 übernahmen wir, trotz teilweise unverständlichem Widerstand, eine komplette Mannschaft vom FC Wolhusen. Diese Truppe wurde dort intern um den Aufstieg in die 4. Liga geprellt, worauf sie auf der Suche nach einem neuen Verein beim FC Südstern Unterschlupf fand. Das Märchen des Aufstiegs fand glücklicherweise aber auch bei uns statt, denn bereits in ihrer ersten Saison für unseren Verein gelang der (wiederum) klare Weg nach oben in die 4. Liga. Zur Zeit, das heisst im 75. Jahr des FC Südstern, belegt die 3. Mannschaft sogar einen Aufstiegsplatz zur 3. Liga ! Und wenn sie nicht… Fortsetzung folgt !
Junioren
Auf Initiative von Erwin Huber führte der FC Südstern Mitte der 80-er Jahre Trainingslager für Junioren durch (in Broc und Rabius). Leider hatten jedoch die grossen Anstrengungen wenig Früchte getragen. Das Verhalten einiger Junioren führte immer wieder zu „unliebsamen Überraschungen“. In der Folge waren fast keine Trainer mehr für den Jugendbereich zu finden, die sich bereit erklärten, ihre Freizeit dem Fussball zur Verfügung zu stellen. Erst im Jahre 1990 baute Walter Ineichen eine neue Juniorenabteilung auf, die sich dank seiner Initiative und seinem unermüdlichen Einsatz in der Folge kontinuierlich vergrösserte. Der FC Südstern konnte von den E- bis zu den A-Junioren wieder je eine Mannschaft melden. Auch diverse Trainingslager (in Frutigen, Bütschwil, Sumvigt und St. Peter) und Juniorenturniere anfangs der 90-er Jahre sowie die Anschaffung eines eigenen Juniorenbuses 1995 gehörten zu den Highlights dieser Zeit. Die sportlichen Erfolge blieben jedoch bis heute leider bescheiden, so konnten sogar im Laufe der Zeit, gegen Ende der 90-er, nicht ein Mal mehr A- und B-Junioren gestellt werden. Heute verfügt unser Verein über je eine Mannschaft von den E- bis zu den C-Junioren, auch das Interesse vieler kleiner Spieler bei den Kicky-Boys stösst auf rege Nachfrage. Die Bemühungen, eine Mannschaft für die A-Junioren zu stellen, um auch für die Aktiven Spieler hervorzubringen zu können, bleibt bis anhin jedoch ein Wunsch. Die grösste Herausforderung der Juko besteht momentan darin, die vielen Ausländer unterschiedlicher Herkunft in die Juniorenmannschaften zu integrieren und ein Umfeld von Trainern und Spielern sowie Perspektiven zu schaffen, das Anreize gibt und in Zukunft auch endlich einmal Früchte tragen soll. Doch diese Aufgabe teilen bekanntlich alle kleineren Fussballvereine und die Probleme sind auch nicht neu – packen wir`s an !
Senioren & Veteranen
Die älteren Semester des FC Südstern hatten in der Region stets einen guten Ruf und sorgten einmal durch einen Sieg beim internationalen FCL-Turnier für eine Sensation.
Am Ende der Saison 1989/90 stiegen die Senioren in die Promotionsklasse auf, wo sie sich jedoch nur gerade ein Jahr halten konnten. Die Veteranenmannschaft glänzte mehrheitlich durch Geselligkeit und musste 1993 gar aufgelöst werden. Dafür konnte der FC Südstern eine zweite Seniorenmannschaft melden. Erstmals hielten sich die Senioren im Winter 1993/94 durch ein intensives Aerobic-Training fit, geleitet von einer Dame… Am Ende der Spielzeit 1995/96 stiegen die Senioren mit dem Punktemaximum in die Promotionsklasse auf (10 Spiele – 10 Siege). Gleichzeitig konnte wiederum eine Veteranenmannschaft gemeldet werden (an Stelle der b-Senioren). Höhepunkte der Saison 1998/99 waren die Beteiligung der Senioren an den internationalen Turnieren des FC Luzern und in Boudry mit guten Klassierungen. Und es kam sogar noch besser ! Am Ende der Saison 1999/2000 gelang den Senioren gar der Aufstieg in die höchste Klasse – der Meisterklasse, bravo. Doch eben, wie es halt beim FC Südstern so ist, wo ein Aufstieg ist, da ist leider auch ein Abstieg, und was für einer ! Man wurde gleich durchgereicht, nur eine Saison in der Meisterklasse, und nur eine Spielzeit in der Promotionsklasse. Seit Sommer 2002 spielen die Senioren wieder in der Regionalgruppe, stets bemüht, wieder einmal durchstarten zu können. Und die Veteranen ? Ja auch diese Herren schafften im Jahr 2000 den Aufstieg in die Meisterklasse (was für eine goldene Zeit der älteren Semester !). Und was jetzt kommt, braucht keine Worte mehr, denn wo ein Aufstieg… Auch diese Truppe buchte im Jahr darauf das Retour-Billett in die Regionalklasse, wo sie seit 2001 nun spielt. Aber, und das ist ja schliesslich das Wichtigste bei den Senioren und Veteranen, neben den sportlichen Herausforderungen steht zum Glück auch die Geselligkeit im Vordergrund – und so soll es auch bleiben !
Die Festhütte – das Clublokal auf dem Grenzhof
Zu den Höhepunkten der Vereinsgeschichte gehört sicherlich die Einweihung des Clublokals auf dem Grenzhof. Dem damaligen Präsidenten Jean-Paul Niederberger war es gelungen, dank unermüdlichem Einsatz und vielen Gesprächen mit der Stadt, Lokalitäten zu finden. Darin untergebracht wurden die ganze Wäscherei sowie das Vereinsarchiv. Leider wurden nach nur einem Jahr alle Räumlichkeiten durch Hochwasser beschädigt und das Inventar zum Teil vernichtet. Wiederum führte Jean-Paul Niederberger die Renovation mit viel Energie und grossem Arbeitsaufwand durch, um die Lokalitäten in neuem Glanz dem FC Südstern zu übergeben.
Viele Personen haben seit der Eröffnung das Clublokal geführt, anfangs der 90-er Jahre waren es Rösly & Max Lingg, danach Guschti Bickel, Trudy Hauser, Rolf Jeker und Cordelia Kunz sowie Antoinette & René Steck unter Mithilfe von Lisbeth Zimmermann und später Anita Dürig. Seit April 2004 führen Minnodbnne & Collins Iwuoha die Geschicke unseres Clublokals.
Einige glorreiche Feste haben in diesen ehrwürdigen Räumlichkeiten stattgefunden, z.B. die beliebte FCS-Fasnacht, diverse Chlausabende und natürlich, nicht zu vergessen, die diversen Aufstiegsfeiern (!). 1999 fanden leider aber auch unliebsame Gäste den Weg in unser Clublokal und raubten wertvolle Einrichtungsgegenstände, was zur Folge hatte, dass alle Schlösser ausgewechselt werden mussten.
Die Präsidenten
Bis zum heutigen Zeitpunkt hatte der FC Südstern nur gerade elf Präsidenten an der Vereinsspitze, was doch einiges über den guten Zusammenhalt im Club aussagt. Der erste war Alois Sidler, gefolgt von Willi Schwehr. Volle 18 Jahre war dann Konrad Locher – allerdings mit kleinen Unterbrüchen – im Amt. Ihm folgten Emil Grüeniger, Rolf Schoch und Roby Portmann. Ab der Saison 1977/78 bis gegen Ende der 80-er Jahre stand Jean-Paul Niederberger an der Spitze des Vereins, der danach von Oskar Hübscher für kurze Zeit abgelöst wurde. Mit Stefan Horat als Präsident übernahm eine junge Generation 1989 die Vereinsführung, nachdem der „alte“ Vorstand praktisch vollzählig zurückgetreten war. Anlässlich der 61. Generalversammlung wurde Rolf Schoch, der die 50-er, 60-er und 70-er Jahre als Präsident, Juniorenobmann und Trainer der 1. Mannschaft (13 Jahre lang) prägte, einstimmig zum Ehrenpräsidenten gewählt. 1994 – nach dem Rücktritt von Stefan Horat – konnte weder ein Präsident noch ein Vizepräsident gefunden werden, sodass der FC Südstern für ein Jahr „führerlos“ blieb. Das Jahr darauf übernahm René „Flipper“ Zimmermann die Vereinsführung und wurde 2000 durch den heutigen Präsidenten abgelöst – Martin Dürig geht heuer bereits in das 6. Amtsjahr mit dem FC Südstern. Ihm zur Seite stehen im Vorstand Kudi Ammann (Vizepräsident), Peter Senn (Spiko), René Lengacher (Finanzen), Stefan Laky (Sekretär), Richi Schorno (Juko), Roger Wanner (Beisitz Material) und Marco Stadelmann (Beisitz Clubheft).
Das Vereinsleben
Von jeher war der FC Südstern bestrebt, nicht nur Fussball zu spielen und sportliche Erfolge einzuheimsen, sondern man pflegte ganz besonders die Kameradschaft und wollte jederzeit für die rot / blau / weissen Farben einstehen. Früher waren die Waldfeste des FC Südstern sehr beliebt und weit herum bekannt. Der erste Anlass dieser Art ging am 16. August 1939 über die Bühne / Waldböden und wurde in der Folge regelmässig durchgeführt. Bis in die 90-er Jahre hinein wurde jedes Jahr ein Vereinsabend organisiert, sie waren jeweils die Höhepunkte der Saison. Ebenfalls in dieser Epoche wurden diverse Anlässe veranstaltet wie Familien-Plauschturniere, Oldie-Abende, Kegel- und Jassplausch sowie der Vereinsabend 2002.
Lange Zeit war das beliebte Restaurant Kreuzstutz, wo der Verein seinerzeit gegründet wurde, das unvergessliche Clublokal. 33 Jahre später (1963) war der FC Südstern gezwungen, sein Vereinslokal zu wechseln. Das Restaurant Sentimatt und später das Restaurant Schmiedstube dienten danach als Vereinslokalitäten.
Einen festen Platz in der Clubagenda hat das seit Jahren durchgeführte FC Südstern-Lotto. Zusammen mit Mitgliedern des Vereinsvorstandes organisiert Eusebio Christen den Anlass im Restaurant Anker in Luzern unter tatkräftiger Mithilfe von beinahe allen erwachsenen Südsternlern.
Der Club 91 – Freunde des FC Südstern
Im Jahre 1991 wurde der Club 91 – Freunde des FC Südstern gegründet. Bei der „Geburt“ umfasste der Club 18 Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von Fr. 250.-. Dieser wurde dann aber später auf Fr. 100.- für Einzelmitglieder, Fr. 150.- für Paare sowie Fr. 250.- für Firmen angepasst. Mit diesen Einnahmen sollten verschiedene gesellige Aktivitäten organisiert werden. Der Hauptteil des Geldes wurde aber dem FC Südstern übergeben um diverse Bedürfnisse zu realisieren (Juniorenbus 1995, Überdachung Ersatzspielerbänke 1998, neue Tenues für Juniorenmannschaften). Heute zählt der Club über 50 Mitglieder und wird von Ruedi Brechbühler und Seppi Theiler geleitet.
Sponsoring
Waren es ab Ende der 80-er Jahre Gönner, die einzelne Mannschaften mit Tenues beschenkten, so sind es die vergangenen Jahre Sponsoren, die die 1. Mannschaft mit mehreren Tenues ausrüsteten und zudem einen namhaften Beitrag in die Vereinskasse leisteten. In den 90-er Jahren waren dies Werner Schmidig – Baugeschäft, Jesus Vidal – Restaurant Meson Coruña sowie Andy Fankhauser – Bar / Restaurant Liberty. Seit der Rückrunde 2003/2004 unterstützt uns nun die renommierte Firma STEG Computer in Littau.
Zusätzliche Einnahmen erbringen zudem Matchballsponsoren, Trainersponsoring, Bandenwerbungen auf dem „Grenzhof“, Inserate im Clubheft, Sponsorenläufe sowie diverse Gönnerbeiträge. All dies ist nötig, um die stetig steigenden Ausgaben des Vereins bewältigen zu können.
Ein herzliches Dankeschön
Bei allen, die in irgendeiner Art und Weise für den FC Südstern Vereinsgeschichte geschrieben haben – sei es als Spieler, Trainer, Vorstandsmitglied, Sponsor, Gönner, Platzwart, Waschfrau oder Zuschauer – bedankt sich der Vorstand ganz herzlich.
Speziell dankt der FC Südstern auch den kantonalen und städtischen Behörden, die nicht zuletzt dank den Stimmbürgern der Stadt Luzern viel zum Gedeihen des Clubs beigetragen haben, vor allem als es galt, auf dem Areal des Schulhauses Grenzhof einen Sportplatz zu errichten, diesen mit einer Flutlichtanlage zu versehen, später die nötige Sanierung durchzuführen und zuletzt mit dem Bau eigener Garderoben zu erweitern.
Aus dieser Chronik ist zu entnehmen, dass der Verein nun seit 75 Jahren Bestand hat; die Möglichkeit gibt, sich körperlich zu ertüchtigen, spannende Spiele liefert sowie gute Kameradschaft gepflegt werden kann. Wir stossen zusammen mit dem Jubilar an und wünschen ihm noch viele, viele weiter Jahre.