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«Moonlight» ist das fragmentarische Porträt eines Mannes, der in einem Umfeld aufwächst, für das er zu verletzlich ist.
Der Film spannt sich über drei Kapitel: Im ersten ist Chirone noch ein kleiner Junge. Er wird von seinen Kollegen gehänselt, weil er so still ist und weil ihm Fussball schnell langweilig wird, findet jedoch im Drogendealer Juan eine Beschützerfigur. Im zweiten Kapitel ist er ein Teenager. Er wird immer noch gemobbt und leidet stark unter der Drogensucht seiner Mutter. Hier verliebt sich Chirone auch zum ersten Mal - in einen Klassenkollegen. Zwischen dem zweiten und dem dritten Kapitel gibt es dann einen harten Bruch: Der sanfte, dünne Junge von damals ist im muskelbepackten, drogendealenden Chirone fast nicht wiederzuerkennen.
Der Film ist voller Traurigkeit und Angst, welche die drei Schauspieler hinter der Hauptfigur eindringlich vermitteln. Es geht zentral um die Frage nach der Identität einer Person und was passiert, wenn diese vom Umfeld erdrückt wird. «Moonlight» ist ein feiner, leiser Film mit vielen Leerstellen und durchkomponierten Bildern. Er gewann 2017 den Academy Award als bester Film. Die Erwartungen sind deswegen hoch, wenn man den Film noch nicht gesehen hat, und werden ein bisschen enttäuscht. „Moonlight" ist durchaus gut und empfehlenswert, aber fast zu fragil, um das Gewicht der erzählten Geschichte zu halten.
Ein Mangel der DVD: Untertitel sind nicht in Englisch verfügbar.