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Kubatur
Kubatur
106'956 m3
Baubeginn
August 2009
Fertigstellung
Februar 2012
ArchitektIn / Achitektenteam
Märkli Architekt, Zürich
Bauingenieur
Jauslin + Stebler Ingenieure AG, Basel
Das ehemalige Zeughausareal von Zuchwil wurde zum repräsentativen Hauptsitz der Firma Synthes umgestaltet, der Platz für 900 Arbeitsplätze und den dazugehörigen 500 Parkplätzen bietet. Ein Hauptbaukörper mit einer Abmessung von 168 x 32 x 22m steht gegenüber dem bestehenden Zeughaus, längs an der nördlichen Grundstücksgrenze und damit unmittelbar an der Aare. Er eröffnet den zwischen ihm und dem Zeughaus gelegenen Parkraum. Diese Gesamtanlage steht in der Abfolge unterschiedlicher Landschaftsräume, mit Strasse und Gleisfeld auf der Südseite, Aareraum und Juraausläufer auf der Nordseite. Das Zeughaus wurde durch beidseitige, entlang der Luzernstrasse gelegene Sockelbauten, zu einem Längsbau erweitert.
In den Obergeschossen erschliesst ein im Zentrum gelegener Boulevard eine Serie grosser Raumsegment, diese sind über 17m mit einer Grundfläche von 450m2 und über 23m mit einer Grundfläche von 600m2 stützenfrei gespannt. Im Erdgeschoss verläuft der Boulevard lateral, entlang der Aare.
Für die vertikale Erschliessung sind in Längsrichtung sechs Kernzonen vorgesehen. Die vertikale Lastabtragung erfolgt über die Kernzonen, sowie den zusätzlich an der Fassade angeordneten Wänden und Stützen. Das gewählte Deckensystem in den Obergeschossen zwischen den Kernzonen ist eine schlanke und leichte Deckenkonstruktion, welches sich nicht nur positiv auf die Fundation und deren geologischen Verhältnisse, sondern auch in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und einer schnellen Bauweise, auswirkt. Die Deckenkonstruktion besteht aus einer Massivverbunddecke mit vorgespannten Rippenplatten in den Aussenfeldern resp. im Innenfeld mit konventionellen Betonverbundplatten und einem Überbeton in einer Gesamtstärke von 20cm. Durch die Vorfabrikationselemente konnte auf eine aufwendige Schalung verzichtet werden. Die Verbunddecke ist in Längsrichtung auf vorfabrizierten, vorgespannten Spannbettträgern, die auch mit dem Überbeton im Verbund wirken, aufgelegt. Im Bereich der Fassadenstützen wurde ein Streifträger in Ortbeton vorgesehen, welcher zusammen mit dem Überbeton betoniert wird. Der Überbeton gewährleistet die horizontale Aussteifung. Die Verbunddecke ist zwischen den Kernzonen stützenfrei. Im Erdgeschoss wurden parallel zu den innenliegenden Trägern zwei zusätzliche Spannbettträger in Längsrichtung ausgeführt. Das Gebäude wurde ohne Dilatationen ausgeführt.
1. Betonelemente innen, Pfeiler und Decken, alle schalungsglatt und kaltweiss gespritzt sowie in Grossflächenschalung ausgeführte Wände und Decken aus Ortbeton des Hauptbaus und der Parkdecks. Betonelemente aussen sind schalungsglatt und Sichtbeton. 2. Ortbetonplatten aussen mit Besenstrich. 3. Vorfabrizierte Betonfassade aus stirnseitig gekratzten und gestrichenen Betonelementen. Selbsttragend ausgeführt und mit Zement verfugt.
Die Erzeugung des gesamten Wärme- und Kältebedarfs erfolgt über die Nutzung des Grundwassers, der Photovoltaikanlage sowie den Warmwasserkollektoren und der Wärmerückgewinnung. Auf einen zusätzlichen Energieträger konnte verzichtet werden. Die thermische Gebäudehülle entspricht dem Minergie Standard.