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«Load Management» I
«Belastungsmanagement» ist das Zauberwort der Stunde in der Liga, seit Kawhi Leonard die Toronto Raptors fast im Alleingang zum ersten Titel der Klubgeschichte geführt hat. Leonard, 28, wurde in der Quali in nur 60 von 82 Spielen eingesetzt, die reduzierte Belastung war der Grund, weshalb er im Playoff frisch war. Das Modell wird rund um die Liga kopiert – die Favoriten können es sich erlauben, ihre Stars zu schonen, weil sie genügend Konkurrenten überlegen sind, sodass ihre Playoff-Teilnahme nicht gefährdet ist.
«Load Management» II
Das Phänomen bedeutet für die Liga eine Zerreissprobe, der Kommissionär Adam Silver ist nicht glücklich über die Entwicklung. Ein NBA-Ticket kosten rund 100 Dollar. Klar, dass das niemand bezahlen will, wenn dann ausgerechnet die Superstars aussetzen. Das kalifornische Start-up-Unternehmen «Fansure» um einen ehemaligen Ingenieur der US-Weltraumbehörde Nasa hat das erkannt und bietet eine Versicherung an, mit der Zuschauer ihr Geld zurückerhalten, sofern Stars nicht zum Einsatz kommen.
Der «Fall China»
Eine harmlose Solidaritätsbekundung auf Twitter für die demokratische Bewegung in Hongkong von Daryl Morey, dem Houston-Manager, löste vor kurzem eine verblüffende Krise zwischen der NBA und China aus, welche weltweit für Schlagzeilen sorgte. Die Aufregung ist noch nicht vorbei: der NBA-Kommissionär Silver sagte in der vergangenen Woche, Chinas Regierung habe ihn aufgefordert, für die Entlassung Moreys zu sorgen. Chinas Staatssender «CCTV» bezichtigt Silver seither der Lüge und kündigte Konsequenzen an.
Der Angriff der Schweizer
Clint Capela und Thabo Sefolosha spielen erstmals gemeinsam, sie stehen beide bei den Houston Rockets unter Vertrag – und bekleiden sehr verschiedene Rollen. Der Genfer Capela, 25, gehört als hoch bezahlter Stammspieler zum Kern dieses Teams, während der 35-jährige Sefolosha in seiner vielleicht letzten NBA-Saison als Ergänzung firmiert. Der Defensivspezialist musste monatelang auf einen Vertrag warten, ehe er zum Minimumsalär von 2,564 Millionen unterschrieb. Er ist in Houston auf dem Papier eher dritte als erste Wahl.
Die neue Attraktion
Sie heisst Zion Williamson und spielt für die New Orleans Pelicans. Williamson, 19-jährig, war im Draft vom Juni als Nummer 1 ausgewählt worden. Er gilt als talentiertester Jüngling, seit LeBron James vor
16 Jahren in die Liga eintrat. Williamson und ein sehr junges Pelicans-Team, das ist die Hoffnung, sollen einen Basketballmarkt beleben, der als einer der schwierigsten überhaupt gilt. Die Arena in New Orleans ist regelmässig leer, die mediale Abdeckung in der Stadt ist vergleichbar mit jener des Basketballs in der Schweiz.