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Laufschuhbau spielt der Begriff «Sprengung» eine wichtige Rolle. Viktor Röthlin erklärt, was damit gemeint ist.
Die «Sprengung» bezeichnet den Höhenunterschied zwischen der Ferse und dem Fussballen im Laufschuh. Wenn im Schuh also zum Beispiel die Ferse 20 mm und der Fussballen 8mm über dem Boden liegen, beträgt die Sprengung bei diesem Schuh 12 mm. Ein «Normal» bei der Sprengung gibt es nicht, aber unterschiedliche Wirkungen. Wenn man sich am nackten Fuss beim Barfusslaufen orientiert, dann ist dort die Sprengung logischerweise 0 mm, weil Ferse und Fussballen auf dem Boden liegen. Die meisten Laufschuhe weisen eine Sprengung von 8–12 mm auf.
Je niedriger die Sprengung, desto «direkter» und allenfalls auch schneller ist das Laufgefühl. Wenig Sprengung erleichtert und begünstigt einen Mittel- oder Vorfusslaufstil, der Zug auf die Achillessehne wird aber dadurch grösser. Bei einer hohen Sprengung kann der Zug auf die Sehne entlastend wirken, mit dem Nachteil, dass sich durch diese permanente erhöhte Lage der Ferse die gesamte Wadenmuskulatur dauerhaft verkürzt. Eine grosse Sprengung fühlt sich für die meisten Fersenläufer bei guter Dämpfung jedoch als sehr bequem an, da dadurch das Abrollen über die Ferse unterstützt wird. Möchte man die Sprengung dauerhaft reduzieren und auf einen Mittel-/Vorfusslaufstil wechseln, sollte man sich ganz langsam und in kleinen Schritten an derart gebaute Schuhmodelle herantasten und seine Wadenmuskulatur mit zusätzlichen Übungen kräftigen.
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