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Association pour la protection des plantes
Commission internationale des glaciers: Les variations périodiques des glaciers. 5 me rapport, rédigé par E. Richter. Genève 1900.
P. A. Porel: Lecture sur les variations périodiques des glaciers. Bibliothèque universelle. Archives des sciences physiques et naturelles. Genève 1900.
Bericht der Gletscherkommission für das Jahr 1899/1900.
Separatabdruck aus den Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft, 1900. Chur 1901.
Schweizerische Bibliothekkommission. Schweizerische Landesbibliothek. 5. Jahresbericht 1899. Bern 1900.
Ich vereinige unter obigen Titeln in einem Referate die Berichte verschiedener gelehrter Gesellschaften und Kommissionen, welche mit dem S.A.C. in irgend welcher, wissenschaftlicher oder finanzieller, Wechselbeziehung stehen oder bisher gestanden haben.
Die Association pour la protection des plantes, die fast seit ihrem Beginn unter der Leitung von M. Henri Correvon in Genf gestanden hat, befindet sich in einer eigentümlichen Lage. Während die italienischen, französischen und österreichisch-deutschen Alpenvereine sich dem Schutz der Alpenpflanzen zuwenden, der Internationale Alpinistenkongreß in Paris 1900 eine Resolution zu gunsten der A. P. L. P. D. P. faßte, die Generalversammlung des D. Ö.A.V. in Straßburg 1900 die Deutsche Gesellschaft zum Schutz und zur Pflege der Alpenpflanzen gründete, fühlt sich Herr Correvon vom S.A.C. so im Stich gelassen, daß er -seinen Posten als Präsident der Association verlassen hat und entschlossen ist, die Sache, die er 18 Jahre lang mit Aufopferung verfochten hat, lieber fahren zu lassen, als noch länger dafür verantwortlich zu sein. Wir können den Gründen, die uns M. Correvon brieflich auseinandergesetzt hat, nichts Stichhaltiges entgegensetzen. Wir hoffen, es werde nicht zur Liquidation der verdienten Gesellschaft kommen, aber wir wollen auf alle Fälle hier auf den Inhalt der Bulletins eingehen, welche vielleicht die letzten der Gesellschaft sind. Wir können nur Rühmliches von ihnen sagen, aber freilich auch ein Begräbnis 1. Klasse bleibt immer ein Begräbnis. Nr. 18 enthält: Rapport présidentiel; Rapport de caisse; ;'Comité pour 1900; Ifs et cèdres, eine vergleichende Studie mit zwei Abbildungen uralter Bäume, der Eibe von Heimiswyl bei Burgdorf und einer Ceder von Beaulieu bei Genf; Les jardins dans les murailles, mit einer Reihe hübscher Abbildungen solcher Hängegärten. Es folgen unter dem Titel Choses d' Italie: Pro montibus, ein Bericht über die Thätigkeit der italienischen Gesellschaft für Pflanzenschutz und Aufforstung; Fête des arbres, Schilderung der Gründung eines alpinen Gartens in der Umgegend von Aosta; aus dem Schlußartikel Mélanges wollen wir zwei Abbildungen von Bäumen am Chemin de la Garance und der Avenue de l' Hermitage hervorheben und den Nachweis, daß der älteste Baum der Erde eine Eiche auf der Insel Cos sein soll, die auf 2900 Jahre vor Christi Geburt geschätzt wird, sicher ein respektables Alter. Das Bulletin Nr. 19, das mir nur in den Druckbogen vorliegt, umfaßt den Rapport présidentiel; Forêts et reboisements par H. Correvon; Influence des terrains sur la végétation par Dr G. E. Mattei ( BolognaSylvicul-ture ( nos arbres historiques ) par H. Correvon; Choses d' Italie par D. Monnet; France ( Le Congrès de l' Alpinisme à ParisAngleterre; Divers etc. Dazu käme noch ein größerer Artikel ven Dr. C. Schmolz ( Bamberg ), L' association allemande pour la protection des plantes, der Kassabericht und die Komiteeliste für 1901. Aber daran hapert 's eben, wie oben bemerkt, und darum kann die Association nicht leben und nicht sterben. Hoffen wir das Beste!
Ebenso auch für den ebenfalls unter der Leitung des Herrn Correvon stehenden Jardin botanique alpin de la Linnœa in Bourg - St-Pierre, von welchem mir noch in letzter Stunde ein Catalogue des Plantes mit historischen Notizen über den Gang des Unternehmens und einigen Illustrationen zugegangen ist.
Aus dem Bericht der Internationalen Gletscherkommission geht hervor, daß auf den verschiedensten Punkten des Erdballs, wo sich Gletscher finden, deren Verhalten beobachtet und vermessen wird. Über die Schweizer Gletscher berichtet, wie gewohnt, F. A. Forel, über die " .1 832Sedaktion.
der Ostalpen S. Finsterwalder in München, der italienischen Alpen Olinto Mannelli in Ancona. Aus den französischen Alpen wird von den Untersuchungen der Société des touristes du Dauphiné über Gletscherbewegung und Firnbildung berichtet; über Schweden berichtet F. Svenonius in Stockholm, über Norwegen P. A. Oyen in Christiania, über Spitzbergen A. G. Nathorst in Stockholm, über Grönland K. J. v. Steenstrup in Kopenhagen, über die Rocky Mountains in Canada G. und W. S. Vaux, über Gletscher in den Vereinigten Staaten Harry Fielding Reid, über Russisch-Asien Mouchkétoff in St. Petersburg; in Beziehung auf den Himalaya werden die Beobachtungen von D. W. Freshfield erwähnt.
In dem bemerkenswerten Vortrag, den er an der Jahresversammlung der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft in Thusis gehalten hat, resümiert Prof. Forel seine Ansichten über den gegenwärtigen Stand der schwierigen Frage nach den periodischen Veränderungen der Gletscher, nachdem er in einer lichtvollen Einleitung den Gang der bisherigen Studien und seinen Anteil an denselben auseinandergesetzt hat. Nach Forel ist man zu einer bestimmten Antwort über die Gesetze dieser Variationen zur Stunde noch nicht berechtigt, wohl aber kann man negativ sagen, daß die Vergleichung der Gletscherperiodicität mit der Wolfschen Sonnenfleckenperiode von 11 Jahren ebensowenig haltbar ist, als die Volkstradition von einem 7jährigen Cyklus. Auch die Richter-Brücknersche Theorie von 35 Jahren paßt nicht für alle Beobachtungen, die, für das 19. Jahrhundert berechnet, eher für ein Mittel von 50 Jahren mit zahlreichen Anomalien für einzelne Gletscher sprechen.
Der Bericht der Gletscherkommission ist noch dünner als letztes Jahr, er enthält nur den vorläufigen Bericht des Herrn Held, da die Berechnung der Kontrollmessungen noch nicht abgeschlossen ist, und einige andere Mitteilungen über den Fortgang der Rhonegletschervermessung, von denen die erfreulichste die ist, daß der mit dem Jahre 1899 ablaufende Vertrag mit dem topographischen Bureau provisorisch auf 2 Jahre verlängert wurde, und daß Hoffnung auf Abschluß eines neuen definitiven Vertrags vorhanden ist, sobald der Generalbericht veröffentlicht ist. Dessen baldige Drucklegung wird in Aussicht gestellt. Wenn einer meiner Leser nicht daran glauben sollte, so kann ich ihm das nicht übelnehmen.
Der 5. Jahresbericht der Schweizerischen Bibliothekkommission für 1899 unterscheidet sich von den bisher erschienenen dadurch, daß er einen Rückblick auf die bisherige Entwicklung der Schweizerischen Landesbibliothek enthält. Diejenigen Sektionen und Einzelmitglieder des S.A.C., welche in der Donatorenliste figurieren, werden sich freuen, zu vernehmen, daß die Bibliothek nun gut untergebracht ist, dem Publikum zur Benutzung offen steht und sich unerwartet rasch entwickelt und auswächst. Da Landeskunde, Geographie und Geschichte, Litteratur, Wissenschaft, Karten, Panoramen und Kunstblätter neben andern Fächern, die uns ferner liegen, vertreten sind, wird mancher Clubist bei seiner Anwesenheit in Bern die Bibliothek aufsuchen und den schön ausgestatteten Lesesaal benutzen oder sich zu den sehr bequemen Bedingungen auch von auswärts Bücher dort leihen.,..
Hedaktion.