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Ferienfähigkeit / Ferienunfähigkeit
Keine gesetzliche Grundlage
Im Unterschied zu den Allgemeinen Versicherungsbedingungen in der Krankentaggeldversicherung existiert im Sozialversicherungsrecht keine gesetzliche Grundlage für eine Ferienfähigkeit. Als Basis für die Prüfung des Taggeldanspruchs ist alleine die Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 6 ATSG massgebend.
Zu beachten ist die Kürzung der Ferien gemäss Art. 329b OR.
Auf Antrag des Arbeitgebers mit dem Einverständnis der versicherten Person werden in der Praxis ab und zu Ferienfähigkeiten analog der Krankentaggeldversicherung abgerechnet; dieses Vorgehen ist im UVG nicht vorgesehen.
Kürzung der Ferien
Art. 329b OR
1 Ist der Arbeitnehmer durch sein Verschulden während eines Dienstjahres insgesamt um mehr als einen Monat an der Arbeitsleistung verhindert, so kann der Arbeitgeber die Ferien für jeden vollen Monat der Verhinderung um einen Zwölftel kürzen.
2 Beträgt die Verhinderung insgesamt nicht mehr als einen Monat im Dienstjahr und ist sie durch Gründe, die in der Person des Arbeitnehmers liegen, wie Krankheit, Unfall, Erfüllung gesetzlicher Pflichten, Ausübung eines öffentlichen Amtes oder Jugendurlaub, ohne Verschulden des Arbeitnehmers verursacht, so dürfen die Ferien vom Arbeitgeber nicht gekürzt werden.
3 Die Ferien dürfen vom Arbeitgeber auch nicht gekürzt werden, wenn eine Arbeitnehmerin wegen Schwangerschaft bis zu zwei Monate an der Arbeitsleistung verhindert ist oder weil sie die Mutterschaftsentschädigung im Sinne des EOG bezogen hat.
4 Durch Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag kann eine von den Absätzen 2 und 3 abweichende Regelung getroffen werden, wenn sie für den Arbeitnehmer im Ganzen mindestens gleichwertig ist.