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Viele Menschen in Kambodscha leiden aufgrund von gesundheitsschädlichem Trinkwasser und mangelnder Hygiene an Krankheiten. Ihnen fehlt die Kenntnis über die dadurch bestehenden Risiken sowie auch die nötige Infrastruktur. 80% der Bevölkerung haben weder Zugang zu sauberem Trinkwasser noch zu einer Toilette.
Um diese Probleme anzugehen, soll in der Provinz Oddar Meanchey (OM) nahe der thailändischen Grenze ein Wasser-Sanitär-Hygiene-Ansatz umgesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der kambodschanischen Regierung werden die sanitären Infrastrukturen von vier Gefängnissen verbessert und nachhaltige Lösungen für den Zugang zu sauberem Trinkwasser geschaffen. Dafür werden zwei Sammeltoiletten und drei Handwaschstationen errichtet und ein Brunnen gebohrt. Davon können rund tausend Häftlinge profitieren. Ausserdem werden in zwölf Dörfern 200 Toiletten gebaut, wobei die Bewohner partizipativ einbezogen werden. Darüber hinaus wird durch das Bohren von 40 Brunnen und die Einrichtung der notwendigen Wasseraufbereitungsanlagen für 900 Bewohner der Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht.
Nebst der Errichtung von Sanitäranlagen wurden bereits 5'000 Einheimische über die Risiken von mangelnder Hygiene und schmutzigem Trinkwasser aufgeklärt. Dazu gehört die Schulung der korrekten Wartung der Toiletten und der Abfallentsorgung. Einige dieser Schulungen werden in Gefängnisse durchgeführt.
Schliesslich wird im Rahmen des Projekts ein landwirtschaftliches Pilotprojekt gestartet, um gute Ernährung und Zugang zu Wasser miteinander zu verknüpfen. Dieses Projekt wird zunächst mit sechs Familien in den Bereichen Obst- und Gemüseanbau, Geflügelzucht, Fischzucht und Froschzucht durchgeführt und soll dann je nach ermitteltem Bedarf ausgeweitet werden.
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