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Feldstecher: ferne Aussichten zum Greifen nah
Alles im Blick – mit einem Feldstecher kannst du die Gegend um dich herum im Blick behalten und auch über eine grosse Entfernung Objekte so nah betrachten, als wären sie genau vor dir. Aber was ist der Unterschied zwischen Feldstechern und Ferngläsern? Was sagen Dinge wie das Sichtfeld aus und welche Eigenschaften sind wichtig, wenn du einen Feldstecher kaufen möchtest?
Der Unterschied zwischen Feldstechern, Ferngläsern und Fernrohren
Ferngläser sind eine Erfindung, die bereits Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Markt kam. Sie sind eine Weiterentwicklung der Fernrohre und unterscheiden sich dadurch, dass du bei einem Fernglas zwei Blickfelder hast statt nur eins wie bei einem klassischen Fernrohr.
Der Begriff der Feldstecher stammt aus dem militärischen Bereich. Er beschreibt die Ferngläser, die in der damaligen Zeit verwendet wurden. Es besteht aber kein tatsächlicher Unterschied.
Was sagt das Sehfeld aus?
Wenn bei einem Fernglas die Angabe eines Sehfelds angegeben ist, dann wird damit bezeichnet, wie gross dein Blickfeld bei einer Entfernung auf 1000 m ist. Wenn ein Modell zum Beispiel ein Sehfeld von 140 m hat, dann bedeutet das, dass du bei der maximalen Entfernung einen Bildausschnitt sehen kannst, der insgesamt 140 m breit ist.
Oftmals findest du auch eine Angabe in Grad zum Sehfeld. Diese Angabe beschreibt, wie viel von deinem realen Blickfeld du durch ein Fernglas wahrnehmen kannst. 1° entspricht einem Blickfeld von 17,5 m. Wenn du also mit einem Modell einen Bildausschnitt von 140 m sehen kannst, entspricht das 8° deines realen Blickfeldes.
Vergrösserungsfaktoren
Um die Bilder auf einer grösseren Entfernung für dich scharf darzustellen, nutzen Ferngläser Konstruktionen aus verschiedenen Linsen, die den Bildausschnitt für dich vergrössern. Ohne diese Vergrösserung würdest du die Objekte in der Ferne genauso sehen, wie du sie mit dem blossen Auge erkennen kannst.
Einige Modelle haben einen festen Vergrösserungsfaktor, der beispielsweise das 10-fache oder 15-fache dessen beträgt, was du normalerweise siehst. Ein Schild würde durch den Feldstecher also 10 Mal beziehungsweise 15 Mal grösser dargestellt als es tatsächlich ist.
Einige Feldstecher sind sogar in der Lage, den Vergrösserungsfaktor zu verändern. Dadurch hast du die Möglichkeit, einen Bildausschnitt noch stärker zu vergrössern, wenn weit entfernte Objekte immer noch zu klein erscheinen. Während bei einem Feldstecher eine Vergrösserung bis ums 20-fache erreicht werden kann, können bei vielen Fernrohren auch Vergrösserungsfaktoren um das 70-fache oder sogar um das 90-fache eingestellt werden.
Ein Blick auf die Passform
Gerade wenn du über einen längeren Zeitraum durch deinen Feldstecher schauen willst, ist es wichtig, dass du den Abstand der beiden Fernglashälften, auch Okularteile genannt, auf deinen Augenabstand einstellen kannst. Weil der Abstand der Augen zueinander von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, gibt es nie nur ein Modell, das jedem Träger passt. Hier ist es sinnvoll, wenn du verschiedene Feldstecher ausprobierst und dir anschaust, ob sich ein Modell auf die Breite einstellen lässt, die für dich angenehm ist.
Zusatzfunktionen
Viele Ferngläser und Fernrohre sind mittlerweile mit Zusatzfunktionen ausgestattet, um die die Handhabung zu erleichtern. So kannst du zum Beispiel bei einigen Fernrohrmodellen die Ausrichtung mit dem Smartphone steuern und Videos aufnehmen. Somit kannst du bequem regulieren, wie du ein Fernrohr positionierst, um die besten Aufnahmen zu bekommen.
Andere Modelle haben verschiedene Filter, mit denen du beispielsweise auch bei Dunkelheit oder schwachen Lichtverhältnissen noch klare Bilder sehen kannst. Wenn du einen Feldstecher kaufen möchtest, solltest du dich darum auch über eventuelle Zusatzfunktionen informieren, die für dich sinnvoll sein können.