Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/186539

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu untersuchen, wie das Thema der Gleichberechtigung von Frauen und Männern an den Schulen unseres Landes behandelt wird. Dabei ist besonders darauf zu achten, ob weibliche Figuren der Schweiz in den Vordergrund gestellt werden oder nicht und inwiefern die Frauenbewegungen aus der Geschichte unseres Landes behandelt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat erachtet das Anliegen des Postulates, die Geschichte der Frauen, der Frauenbewegungen und des Feminismus im Rahmen des obligatorischen Unterrichts zu behandeln und so die Schülerinnen und Schüler für die Geschlechtergleichstellung zu sensibilisieren, als berechtigt. Es hat sich in der Tat gezeigt, dass das vorherrschende Geschichtsbild von Männerfiguren geprägt ist. Eine ausgewogene Darstellung der grossen Persönlichkeiten der Schweizer Geschichte wäre daher wichtig, umso mehr als der Schule eine zentrale Rolle bei der Weitergabe des Wissens an die nächste Generation zukommt. Damit würde der Beitrag bedeutender Frauen und der Frauen im Allgemeinen sowie ihr Beitrag an der Entwicklung der Schweiz gewürdigt und anerkannt. Der Bundesrat ist jedoch nicht befugt, im Schulwesen zu intervenieren, welches nach Artikel 62 Absatz 1 der Bundesverfassung in den Zuständigkeitsbereich der Kantone fällt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.