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- Durch eine schwere Explosion in der ostchinesischen Hafenstadt Ningbo sind am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden 30 Menschen verletzt, so das Staatsfernsehen.
- Die Detonation brachte umliegende Gebäude zum Einsturz. Häuser sind dem Erdboden gleich gemacht, überall liegen Trümmer, Dutzende Autos sind stark verbeult.
- Das Unglück ereignete sich den Angaben auf einem Fabrikgelände im Bezirk Jiangbei, wo es Abrissarbeiten gegeben habe.
Die Stadtverwaltung von Ningbo teilte mit, die Explosion habe sich in einem leeren Gebäude ereignet. Eine unbestimmte Zahl Menschen werde medizinisch behandelt.
Ningbo hat einen der grössten Häfen Chinas. Die Stadt liegt südlich von Shanghai.
Unglücksursache noch unklar
Der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete auf seiner Website, die Explosion habe sich am frühen Morgen ereignet. Zeugen hätten von einer «grossen Zahl Verletzter» berichtet.
Augenzeugen berichteten von einer schweren Erschütterung und einer grossen Rauchwolke. 16 Löschzüge der Feuerwehr rückten aus.
Vorfall keine Seltenheit
Industrieunfälle sind keine Seltenheit in China, wo Sicherheitsvorschriften meist locker gehandhabt werden. Im Jahr 2015 waren in der nördlichen Hafenstadt Tianjin 165 Menschen bei heftigen Explosionen ums Leben gekommen.
Der Vorfall löste heftige Kritik an den Behörden aus, die sich über die Unglücksursache und die Umweltschäden bedeckt hielten. In einem Untersuchungsbericht empfahl die chinesische Regierung, 123 Verantwortliche zu verurteilen. Der damalige Bürgermeister von Tianjin erhielt zwölf Jahren Haft.