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Dass die Leistungen der Spitzenmanager in der Uhrenindustrie in keinem Verhältnis zum Salär stehen, beweisen die Beispiele aus dem Richemont Konzern, die schlussendlich Sie als Konsument bezahlen, wenn sie eine Uhr oder ein Schmuckstück im Fachhandel erwerben. Sie bezahlen also immer die Phantasielöhne der unfähigen Manager sowie das Honorar der käuflichen Uhren-Journalisten (Markenpflege) mit.
Ein Spitzenverdiener im Richemont Konzern war Co-CEO Bernard Fornas, er wurde mit insgesamt 11,7 Millionen Franken entschädigt, wobei das fixe Salär 4,5 Millionen ausmachte.
Fornas war davor Cartier CEO & Präsident und zeichnete für das Cartier Debakel verantwortlich, weil er der Ansicht war, dass das Haus Cartier, das bisher als Schmuckhersteller nun als Maison de Haute Horlogerie wahrgenommen werden muss. Der Umbau kostete Richemont 150 Millionen und vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Existenz. Der Markt hatte die Fornas Strategie nicht angenommen, zum Teil wurden Uhren – Komplikationen in Millionen Höhe – eingeschmolzen. Zum Teil wurden die Uhren ins Lager genommen.
Dafür wurde die Cartier Uhrmacher-Chefin Carole Forestier-Kasapi medial als Superstar gefeiert. Die deutsche Uhren-Journaille war wieder zuvorderst dabei und wählte sie zur „Uhrenpersönlichkeit des Jahres“.
Fornas wurde für diese „ aussergewöhnliche Leistung“, andere würden sagen für das totale Versagen, zum Co-CEO von Richement gemeinsam mit Co-CEO Richard Lepeu der damals 14,3 Millionen Franken mit einer fixen Komponente von 4,3 Millionen im Jahr generierte , „befördert“.
Der per Ende März in Pension gegangene Richemont-Konzernchef Richard Lepeu verdiente 8,9 Millionen Franken, verglichen mit 9,7 Millionen im Vorjahr, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Er gehört damit zu den bestbezahlten Schweizer Managern.
Fornas wurde Ende März 2016 in die Rente geschickte, werde als Folge davon auch seine Ämter im Senior Executive Committee und im Group Management Committee niederlegen, er bleibe aber als Non-Executive Director im Verwaltungsrat der Gruppe. Somit lässt er sich ein Türchen mit einem Beratervertrag zu den Richemont Honigtöpfen offen.
Im November 2015 hatte bei Cartier Cyrille Vigneron von Stanislas de Quercize die operative Leitung übernommen. Stanislas de Quercize, der nichts bei Cartier bewegen konnte, er wird als Schatten CEO behandelt, wurde offiziell mit einem Burn out verschiedet und ist für Richemont France verantwortlich.
Vigneron werde nun ab Anfang April 2016 auch im Senior Executive Committee aufgenommen und soll im September in den Verwaltungsrat gewählt werden. Dem Group Management Committee gehört er in seiner Rolle als Cartier-Chef bereits an. Vigneron kam von Louis Vuitton Japan.
Der neue Cartier-Chef hat nun die delikate Aufgabe, Cartier wieder auf Kurs zu bringen. Vigneron besinnt sich der Cartier Ikonen wie zum Beispiel die Panthere de Cartier die er wieder beleben lässt. Für seine turn around Funktion erhält er vergleichsweise Peanuts: er wird mit 3 Millionen Franken im Jahr entlöhnt.
Alain Dominique Perrin, dem Cartier viel zu verdanken hat, er brachte mit der „le must de Cartier“ Linie Cartier zuerst in die Köpfe, danach an das Handgelenk der Konsumentinnen und Konsumenten, wird sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Der gebürtige Franzose gehört dem Verwaltungsrat seit 2003 an. Heute ist er mit seinem Weingut Chateau Lagrezette in Cahor, seinem Glamping Unternehmen, der Cartier Kunst Fondation und seiner Oldtimer-Sammlung beschäftigt. Alles was er anfasst wird zu Geld.
(Wird fortgesetzt)