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Die Temperatursummenmethode für die Ernteprognose
Langjährige Erfahrungen in Frankreich zeigen, dass die Abhängigkeit der Körnerreife bei Mais von der eingestrahlten Sonnenwärme stärker ausgeprägt ist als bei anderen Kulturen. Es ist daher möglich, Regionen gleicher Wärmesummen zu bilden und in diesen Gebieten Sorten zum Anbau zu empfehlen, die für das Erreichen der Körnerreife diese Wärmesumme benötigen. Nach Berechnungen von LAURENZ, LWK Münster, kann diese Methode mit gewissen Einschränkungen auch für die Prognose des optimalen Erntezeitraumes von Silomais genutzt werden. Danach erreichen Sorten des frühen Sortimentes bei 1.450 °C die Siloreife mit etwa 32 % GTS und bei 1.500 °C mit etwa 35% GTS. Mittelfrühe Sorten benötigen für dasselbe Reifestadium 1.490 bzw. 1.540 °C.
Zur Erläuterung der Methode sind in der folgenden Darstellung die Temperatursummenkurven des KWS Versuchsstandortes Ostbevern aus drei Jahren ab Aussaat gezeigt.
Verlauf der Temperatursummen am Standort Ostbevern 2000/2001/2002
Man erkennt, dass die Temperatursummen in den Jahren 2000 und 2001 das Niveau für die Reife früher Sorten am 10. September erreichten. Die T-Summe für die Reife mittelfrüher Sorten trat etwa eine Woche später ein. In 2002 dagegen war bereits Anfang August mit großer Wahrscheinlichkeit ein früheres Erreichen der Temperatursummen zu erwarten. Die entsprechenden Werte für die Siloreife früher Sorten traten am 21.8., die Werte für die Reife mittelfrüher Sorten am 29.8.2002 ein.