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Pflegen Eltern einen autoritären Erziehungsstil, kann das negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Es bekommt keinen Spielraum, um sich selbst zu entfalten, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und selbstständig zu werden. Darunter leiden das Selbstwertgefühl, die Kreativität und die sozialen Beziehungen – auch noch im Erwachsenenalter.
Häufig haben autoritär erzogene Kinder Probleme mit ihrem sozialen Umfeld. Sie neigen dazu, aggressiv aufzutreten, können sich nicht unterordnen und suchen ständig Aufmerksamkeit. Zudem zeigen sie das Verhalten, das sie zu Hause erfahren, auch gegenüber ihren Altersgenossen. Insbesondere vermeintlich schwächeren Kindern gegenüber verhalten sie sich oft herrisch, aggressiv und ich-bezogen. Das zeigt sich auch in ihrem Sprachgebrauch: Sie verwenden häufig Wörter wie «ich», «mein»,«mir» und «mich».
Es kann aber auch passieren, dass sich autoritär erzogene Kinder genau andersherum verhalten: Sie lassen sich von ihren Altersgenossen in eine Opferrolle drängen, ziehen sich zurück und fühlen sich allein und hilflos. Dieses Verhalten zeigen sie auch im Erwachsenenalter.
Erfahren Kinder eine strenge Erziehung mit autoritärem Charakter, kann sich diese mit zunehmendem Alter auch auf die Psyche auswirken. Schlimmstenfalls kommt es zu Zwangsstörungen, paranoidem Verhalten, narzisstischen oder sogar sadistischen Zügen. Häufig pflegen autoritär erzogene Kinder im Erwachsenenalter selbst einen autoritären Erziehungsstil gegenüber ihren Kindern.