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Die alte Alphütte befand sich in sanierungsbedürftigem Zustand. Die Lage in der Geländesenke, welche ursprünglich dem Vorhandensein von Wasser geschuldet war, wurde durch den Neubau eines hydraulischen Widders samt Reservoir obsolet.
weiterlesen… Die realisierte Alphütte erfüllt die minimalen Anforderungen eines zeitgemässen Alpbetriebs. Die Hütte wurde in Holzelementbauweise erstellt und aussen wie innen mit einer Holzschalung verkleidet. Der zentrale Holz-Herd in der Küche beheizt mit der Speicherwand gesamte Hütte.
Im Erdgeschoss befindet sich der grosszügige Essraum mit angrenzender Küche, Entrée, Bad und Remise, im Dachgeschoss bietet die Hütte zwei Schlafzimmer und ein Lagerraum.
Eine kleine Photovoltaik-Anlage versorgt die entlegene Hütte mit elektrischem Strom.
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Die realisierte Alphütte erfüllt die minimalen Anforderungen eines zeitgemässen Alpbetriebs.
Die Hütte wurde in Holzelementbauweise erstellt und aussen wie innen mit einer Holzschalung verkleidet. Der zentrale Holz-Herd in der Küche beheizt mit der Speicherwand gesamte Hütte.
Das Haus Schäfli ist eines der wenigen Häuser im Dorf Einsiedeln, das seit dem Neubau nach dem Dorfbrand von 1680 in vielen Teilen unverändert erhalten blieb. Eine dringend notwendige Erneuerung der Gebäudehülle gab den Anlass, die kleine Wohnung im Dachgeschoss auszubauen und im Rahmen des Denkmalschutzes mögliche energetische Verbesserungen vorzunehmen. Mit dem Anbau von Balkonen und einem Lift auf der Hofseite wurde der Komfort aller Wohnungen verbessert.
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Die meisten Häuser im Dorf sind zusammengebaut und haben zwei sich deutlich unterscheidende Fassaden: Eine repräsentative Vorderseite und eine funktionale Rückseite. Das ist auch beim Haus Schäfli so. Die Vorderseite, welche durch die Lücke zwischen Hirzen und Pfauen auch Teil des Klosterplatzes ist, wurde ausschliesslich restaurativ behandelt. Der Zustand war gut, so dass man lediglich einen Teil der Fenster und den Anstrich erneuern musste. Der Zustand der rückseitigen Fassade und des Daches waren hingegen sehr schlecht. Die äusseren Bekleidungen mussten bis auf die Grundkonstruktion ersetzt werden. Das ergab die Gelegenheit, auch eine gute Wärmedämmung einzubauen. Laubengangartige Balkone verbinden den grossen Dachaufbau mit der Fassade und mit dem Boden. Auch dienen die Balkone als Zugang zum neuen Lift, der das schmale Treppenhaus ergänzt. Anstelle der Holzschindeln wurde die Hoffassade mit kleinformatigem Eternitschiefer verkleidet.
Nach einer zügigen Planungs- und Bauzeit wird der Neubau des Wohn- und Gewerbehauses Zehnder bis Ende Juni 2016 vollendet. Anlass für dieses Projekt war die notwendige Sanierung des rund 60-jährigen Chalets, das auf dem nun neu bebauten Grundstück stand. Anstelle einer Renovation entschied sich die Familie Zehnder für den Neubau eines Wohn- und Gewerbehauses, das die Parzelle besser nutzt als der Vorgängerbau.
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Konzept
Die Lage in der Industrie- und Gewerbezone ergab die Nutzung des neuen Mietobjektes mit grosszügigen Gewerberäumen im Erd- und 1. Obergeschoss und drei schönen Wohnungen in den Obergeschossen, die mit Wiederaufbaurecht erstellt werden konnten. Das dreieckige Grundstück zwischen der Langrüti- und Luegetenstrasse und dem Handwerkerzentrum erforderte einen speziellen Entwurf. Das neue Gebäude nimmt Elemente des Areals der Sägerei Zehnder auf. Zum einen prägen die grossen Holzlager den Ort, zum anderen die aneinander gereihten Satteldächer, welche vornehmlich mit grauem Welleternit eingedeckt sind. Diese Dachlandschaft wird in der gewählten Dachgestaltung fortgeführt. Die Holzfassade aus horizontalen Holzlatten gleicht den Holzbeigen, welche zahlreich südlich und nördlich des Neubaus stehen. Der Gewerberaum im Erdgeschoss orientiert sich zur Langrütistrasse hin und markiert mit einer grossen Auskragung den Haupteingang, während sich die Büroräume und Wohnungen in den Obergeschossen gegen Südosten öffnen und eine wunderbare Aussicht auf den Tritt und die Mythen bieten. Eine grosse Terrasse und räumlich gefasste Balkone erweitern die Wohnräume in den nahen Naturraum. Im Untergeschoss befinden sich eine Tiefgarage mit 12 Parkplätzen sowie Lager-, Keller- und Technikräume.
Konstruktion und Materialisierung
Das Untergeschoss, das Erdgeschoss und das Treppenhaus wurden in Beton gebaut, die Obergeschosse in Holz. Die konstruktiven Materialien bleiben weitgehend sichtbar. Im Erdgeschoss ist es Beton, der aussen in Sichtqualität in eine Holzschalung gegossen wurde und innen im Treppenhaus fein lasiert weitergeführt wird. Beton ist auch das Material, das im Untergeschoss die Wasserdichtigkeit, im Treppenhaus den Brandschutz und im 1. Obergeschoss die grosse Spannweite und den Schallschutz zu den Wohnungen leistet. Die Obergeschosse sind geprägt durch die moderne Holzkonstruktion mit edlen, weiss lasierten Mehrschichtplatten der Firma Pius Schuler AG. Die Fassade ist mit einer unbehandelten Douglasien-Schalung verkleidet, welche mit der Zeit natürlich vergrauen wird.
Baubiologie und Energie
Die Familie Zehnder betreibt seit mehreren Generationen einen Sägereibetrieb. Da lag es nahe, für den Neubau auf Holz zu setzen. Holz prägt das Gebäude innen und aussen durch seine natürlich lebhaften Oberflächen und seine ökologischen Eigenschaften. Mit der gleichen Philosophie wurde der Beton mit Pneumatit® veredelt. Pneumatit® verbindet den Baustoff Beton neu mit den Prozessen des Lebens. Der Beton wirkt darum wohltuend und unterstützend auf die menschliche Physiologie. Der dritte lebensfreundliche Pfeiler des Hauses ist der Einsatz der GRANDER®-Wasserbelebung, welche das Trinkwasser auf natürliche Weise stabilisiert und biologisch aufwertet. Das neue Gebäude wird zu 100% mit CO2-neutraler Fernwärme aus der Sägerei versorgt. Mit grossen Fenstern gegen Süden und Osten und kleineren gegen Norden und Westen wird der passiven Gewinnung von Sonnenenergie Rechnung getragen.
Das umgebaute Haus liegt am aussichtsreichen Hang über Altendorf. Ein exklusiver Innenausbau schafft neue Wohnqualitäten und ist gleichzeitig wertsteigernd
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Die Fassade wurde mit hochwertigen Holz-Metall-Fenstern energetisch saniert. Die Innenräume wurden mit zeitgemässen Materialien neu gestaltet und Installationen komplett erneuert. Der fugenlose Bodenbelag und der warme Eichenparkett erzeugen eine wohnliche Atmosphäre. Ein neu gestalteter Eingangsbereich bietet eine grosszügige Garderobe für die ganze Familie. Eine Küche aus edlem Nussbaumholz setzt einen Akzent im offenen Wohn- und Esszimmer. Das Badezimmer wurde mit edlen Materialen erneuert. Ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept setzt die Materialien und Inneneinrichtung ins richtige Licht. Die Schlafzimmer wurden alle mit Einbauschränken ausgestattet. Ein Studio im Dachgeschoss dient als gemeinschaftlicher Arbeitsraum für die ganze Familie.
Das bestehende Wohnhaus mit dem Baujahr 1980 diente der Familie Som mehrere Jahre als Familienheim. Nachdem alle Kinder ausgezogen waren, lebten die Eltern weitere Jahre alleine im grosszügigen Haus. Aufgrund der neuen familiären Umstände wird das bestehende Haus in Zukunft von den Nachkommen bewohnt und für die Eltern muss eine neue Wohnform gefunden werden. Die Familie beabsichtigte auf dem Grundstück ein „Stöckli“, ein eigenes Haus für die Eltern errichten, um die familiäre Betreuung der Eltern zu ermöglichen.
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Das bestehende, viergeschossige Wohnhaus mit markantem Schrägdach soll aussen wie innen erhalten bleiben und wird sanft renoviert. Der Anbau wird aufgrund der geringen Grundstücksreserven ostseitig über zwei Geschosse an das bestehende Haus realisiert. Eine gemeinsame Dachterrasse verbindet die beiden Häuser räumlich und funktional. Der volumetrisch und gestalterisch abgesetzte Anbau bewahrt die Eigenständigkeit des historischen Hauses respektvoll und erscheint in zeitgemässer Gestaltung. Harmonisch abgestufte Fassaden und Ausschnitte gliedern das neue Volumen in mehrere Teile und nutzen die verfügbaren Grundstücksreserven optimal aus. Ein abgestuftes Flachdach mit geschlossenen Brüstungen führt die markante Dachkontur des bestehenden Hauses fort. Grosszügige Fensteröffnungen mit Aussicht schaffen Bezug zum Zürichsee und dem schönen Garten.
Das bestehende Haus wurde mit einem verputzten Zweischalen-Mauerwerk und Holzböden erstellt, ein steiles Ziegeldach bedeckt das Haus. Das bestehende Haus wird aus architektonischen Gründen nicht wärmegedämmt.
Der Anbau wird in Holzbauweise erstellt. Eine offene, vertikale Holzschalung aus vorvergrauten Latten bekleidet den Anbau. Der Anbau erfüllt mit einer Zellulosewärmedämmung die aktuellen Wärmedämmvorschriften. Die bestehende Gasheizung wird weiterverwendet und beheizt zukünftig beide Wohnhäuser.
Das Einfamilienhaus steht im ländlichen Raum an der Strasse von Einsiedeln nach Alpthal. Es ist ein Massanzug für einen Zwei-Personen-Haushalt mit nachhaltiger Energieversorgung: Stückholzheizung, 11 m2 Sonnenkollektoren und 11.5 kWp PV-Anlage. Das Gebäude wurde in Massivbauweise errichtet und mit Eternit bekleidet. Der rohe Beton dominiert zusammen mit dem Holzboden den Wohnraum. Der hochwertige Ausbau kontrastiert mit der bescheidenen äusseren Erscheinung des Hauses.
Auf einer kleinen Parzelle am Übergang vom Wohn- zum Industriegebiet wurde ein kleines Wohnhaus abgebrochen und durch ein 3-Generationenhaus ersetzt. Die fünf Parteien erhielten massgeschneiderte Wohnungen und einen Gemeinschaftsraum mit Küche und Dusche. Der Gemeinschaftsraum kann um den grosszügigen Eingangsbereich erweitert oder auch als Gästezimmer genutzt werden. Aufgrund der sehr kleinen Parzelle ist die Gestalt durch das Baugesetz geprägt. Die Geschosse springen nach oben zurück und bilden lange Terrassenbänder. Die einspringende Nordwestecke markiert den Hauseingang. Die Fassadenverkleidung wurde den vielen Nachbarbauten angeglichen, welche ebenfalls mit Eternit verkleidet sind. Beheizt wird das Gebäude ausschliesslich CO2-neutral mit Pellets und Sonnenkollektoren.
Das Einfamilienhaus im Birchli, östlich von Einsiedeln, blickt über den Sihlsee und die umliegende Bergkette. Eine traufseitige Erhöhung des Daches und der Anbau eines Treppenhauses mit Zimmer ermöglichte das Dachgeschoss zu einer eigenen Wohnung auszubauen und das Gebäude in ein Zweifamilienhaus zu transformieren. Die bestehende Balkenlage wurde ostseitig abgebrochen und mit flacherem Winkel wieder erstellt. So konnten in der entstandenen Wand Fenster angebracht werden, welche auf die neue Terrasse führen. Die Terrasse bildet für die untere Wohnung einen überdachten Sitzplatz mit Blick auf den See. Die bestehende Heizung wird unterstütz durch neue Sonnenkollektoren.
Die Wohnbaugenossenschaft FAMILIA unterzog ihre gesamte Liegenschaft einer energetischen Sanierung und ergänzte die Wohnungen mit grosszügigen, verglasten Balkonen. Bei den letzten beiden MFH schuf sie mit einem Zwischenbau und zwei Dachwohnungen insgesamt sechs neue, behindertengerechte 3 ½- Zi-Wohnungen. Gleichzeitig baute sie eine Tiefgarage mit 50 Parkplätzen und erschloss diese Bauetappe mit Liften. Für den Umbau der alten Wohnungen konnten die Mieter vorübergehend in die neuen Wohnungen zügeln. Der Innenhof wurde komplett neu gestaltet und bietet verschiedene Spiel- und Aufenthaltsbereiche.
Die Liegenschaft Tulipan an der Schwanenstrasse besteht aus zahlreichen Gebäudeteilen mit sehr unterschiedlichen Bauzeiten. Ebenso unterschiedlich sind die Konstruktionen, vom gewandeten Holzbau über Riegel- und Ständerkonstruktionen bis zu den neueren Bauten in Backstein und Beton.
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Der Eckbau Schwanenstrasse 29 steht unter Denkmalschutz. Die Gebäude waren alle zusammengebaut, ineinander verschachtelt und zeigten sich baulich in sehr unterschiedlichen Zuständen. Der mittlere Bauteil war so schlecht, dass sich ein Neubau aufdrängte.
Mit dem Hof, der ein paar Treppenstufen über der Schwanenstrasse liegt, wird ein halböffentlicher Raum und attraktiver Hauszugang geschaffen. Neben dem Gewinn für das Büro und die Wohnungen ergibt er auch eine Bereicherung des Strassenraumes. Im Gegensatz zur Hauptstrasse ist die Schwanenstrasse kein geschlossener Strassenraum, sondern ist eine Abfolge von Plätzen und Aussenräumen, die durch Strassen miteinander verbunden wurden. Die Anlage ist gewunden, erscheint organisch gewachsen und lebt von platz- oder gartenartigen Ausweitungen. Die hofartige Erweiterung in die Liegenschaft Tulipan ist eine vorteilhafte räumliche Ergänzung der Schwanenstrasse. Das Material- und Farbkonzept entwickelte sich zum einen aus den Vorgaben des denkmalgeschützten alten Tulipans und zum anderen aus der Absicht, die Bauten auf der Liegenschaft zu gliedern. Die Teile B und C wurden durch die verputzte Fassade und die Fenstergestaltung zusammengefasst und bilden für den alten Tulipan einen Rücken. Das Haus Tulipan wurde in der ursprünglichen Fassung restauriert. Der nördliche Teil im Bereich A, der auf dem Dach in die Attika übergeht und mit kleinformatigen Eternitschindeln verkleidet ist, bindet alle Bauteile zusammen.
Wir haben den ganzen Gebäudekomplex in drei Teile gegliedert:
Der westliche Gebäudeteil besteht im Wesentlichen aus dem südlich stehenden Haus Tulipan, das unter Denkmalschutz steht. Das Dachgeschoss befand sich baulich und gestalterisch in einem schlechten Zustand und wurde durch ein neues Mansarddach ersetzt. Ansonsten blieb das Haus erhalten und die Fassade wurde denkmalpflegerisch restauriert. Sondierungen brachten drei Bemalungen zum Vorschein. Neu aufgebracht wurde die erste Fassung von aufgemaltem Sichtsteinmauerwerk. Sämtliche Fenster wurden ersetzt. Die nördlichen Bauteile sind Nebenbauten verschiedenen Datums. Das Dach wurde abgebrochen und es wurden zwei zusätzliche Geschosse in Holzelementbauweise darauf gebaut. Die Aussenwände wurden statisch verstärkt und mit einer Aussendämmung versehen.
Der schlechte bauliche Zustand des mittleren Gebäudebereiches war der eigentliche Anlass für das umfassende Bauprojekt. Die mangelhafte Bausubstanz und die unbefriedigende Eingangssituation liessen eine vernünftige Renovation nicht zu. Durch den Neubau konnte ein attraktiver Eingangshof geschaffen werden, der Licht und Sonne in die Parzellentiefe dringen lässt. Die fünf neuen Wohnungen und das neue Büro der Tulipan AG sind sehr hell und haben eine für die dichte Dorflage überraschende Aussicht. Die Grundrisse sind originell und grosszügig, der Ausbaustandard gehoben. Im Untergeschoss konnten sieben Garagenplätze untergebracht werden, welche über die Jägergasse erschlossen und per Lift mit den Wohnungen verbunden sind. Die Dächer werden weitgehend als grosszügige Terrassen genutzt. Auf eine zusätzliche Unterkellerung wurde aus Respekt vor dem Baugrund und dem nahen Dorfbach verzichtet.
Der Bereich C wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren errichtet. In diesem Teil wurde die Bäckerei neu organisiert sowie die Heizzentrale für die ganze Liegenschaft eingebaut. Die Abwärme der Kühlanlage wird für die Warmwasseraufbereitung genutzt. Die bestehende Wohnung auf dem Betrieb erhielt einen neuen Zugang über das neue Treppenhaus.
Das Terrassenhaus aus den 60er Jahren an der Oberen Sihleggstrasse in Schindellegi erfordete eine gründliche Sanierung, energetisch und im Ausbau. Eine sehr gute Aussendämmung und entsprechende Fenster rückten die Energieschleuder in die Nähe des Minergiestandardes und erlaubten den Einbau einer kleinen Erdsondenwärmepumpe. Die Qualität des Grundrisses wurde beibehalten und mit präzisen Eingriffen und einem hochwertigen Ausbau versehen. Damit entspricht die Wohnung wieder der sehr attraktiven Wohnlage.
Das Mehrfamilienhaus „Gäch Dach“ liegt in einem alten Dorfteil Einsiedelns zwischen der Langrütistrasse und der Wänibachstrasse. Dicht aneinander stehende Satteldach-Bauten bilden den Kontext.
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Auf der Fläche der westseitigen Terrasse wurde die Dachwohnung auf der Flucht des Satteldaches erweitert. Das steile Dach definiert den Wohnraum und öffnet diesen grosszügig zur Abendsonne. Das ganze Dach wurde saniert, gedämmt und gegen Süden mit Sonnenkollektoren ergänzt, welche zusammen mit der neuen Pelletheizung den Heiz- und Warmwasserbedarf CO2-neutral decken. Beim Innenausbau wurden wenige, hochwertige Materialien eingesetzt wie Eichenholz und Valser Gneis.
Das im Brandschutz verbesserte Treppenhaus wurde um einen Stock erweitert und mündet in einem wintergartenartigen Gemeinschaftsraum, der die neue Dachterrasse erschliesst und mit der Rundum- Verglasung einen weiten Blick über die Dächer von Einsiedeln bietet, vom Kloster bis zu den Mythen.
Für den Neubau des Wohnhauses mit biologischer Praxis kam nur eine weitgehend biologische Bauweise in Frage. Gewählt wurde eine leimfreie Massivholzkonstruktion in Appenzellerholz, gedämmt mit Holzfaserdämmung und verkleidet mit unbehandelter Douglasienschalung. Auch die inneren Boden- und Wandverkleidungen sind in Holz und Linoleum ausgeführt. Beheizt wird das Gebäude mit einem zentralen Holzspeicherofen und Sonnenkollektoren. Abwechslungsreiche Aussenräume im Garten und auf den Terrassen ergänzen die Innenräume.
Die IG Siedlung Lincoln hatte im April 2002 ihr erstes Angebot an die Annuntiata Stiftung Schwyz gerichtet und konnte nach längeren Verhandlungen im Februar 2003 einen Kaufrechtsvertrag für das Grundstück unterschreiben. Das Konzept für das Projekt wurde wie folgt zusammengefasst: „Es ist unser Ziel, ein kleines, kontaktfreundliches Wohnquartier zu realisieren, das soziale, ökologische und ökonomische Rahmenbedingungen schafft für ein angenehmes und bereicherndes Zusammenleben. Neben den allgemein geläufigen Bedürfnissen nach Individualität und Privatheit sollen auch gemeinschaftliche Qualitäten ermöglicht und gefördert werden“.
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Einfache Gesellschaft Siedlung Lincoln
Für den Kauf des Grundstückes und die Finanzierung der Vorarbeiten gründeten acht Familien resp. Paare die Einfache Gesellschaft Siedlung Lincoln. Zweck der Firma war der Bau der Siedlung zur eigenen Nutzung und zum Verkauf der zusätzlichen Einheiten. Das glückliche Gelingen des Projektes basierte wesentlich auf dem Geschick und der Gelassenheit der Geschäftsleitung und auf der engagierten und fairen Diskussionskultur innerhalb der Gesellschaft.
Konzept
Schon die ersten Skizzen liessen die optimale Eignung dieses Grundstückes für die Realisierung des formulierten Zieles erkennen. Die rund 100 Meter lange Parzelle an bester Wohnlage ermöglichte in verdichteter Bauweise die Platzierung von 10 bis 20 Wohnungen. Ein privates Bauverbot auf rund einem Fünftel der Fläche hielt die Einfamilienhaus-Pläne anderer Interessenten in Schach. Mit dem Konzept einer verdichteten Bebauung konnte die Bauverbotsfläche in den grosszügigen gemeinsamen Aussenraum integriert werden. Nachdem die Einzonung, die Erschliessung, das Gestaltungsplanverfahren und das Bauprojekt genehmigt worden waren, konnten im September 2005 die Bauarbeiten aufgenommen werden. Im Oktober 2006 wurden die sechs Reihenhäuser, im Februar 2007 die sieben Wohnungen im Mehrfamilienhaus bezogen.
Sparsamer Landverbrauch
Der sparsame Umgang mit dem Land ist ein Gebot der Stunde und wird mit der verdichteten Bauweise erreicht. Das bringt auch den Vorteil mit sich, dass die Infrastruktur zusammengefasst werden kann. Der ge-samte Autoverkehr wird an der erstmöglichen Stelle vom Lincolnweg abgenommen und auf den gemeinsamen Parkplatz respektive in die Einstellhalle geführt. Die Einstellhalle ist zur Hälfte oberirdisch und dadurch natürlich belichtet und belüftet. Sämtliche Medien werden im Untergeschoss des Mehrfamilienhauses einge-speist und über die zusammengebauten Keller auf die Reihenhäuser verteilt. Ebenso die Raumwärme und das Warmwasser werden zentral aufbereitet und verteilt.
Gemeinschaft und Individualität
Gemeinschaft und Individualität sind wichtige Lebensqualitäten, die in der Planung gleichwertig berücksichtigt werden mussten. Auch galt es, alle Gesellschafter gemäss ihren Bedürfnissen und ihrem Budget in das Projekt zu integrieren. Entstanden ist eine Überbauung mit 13 Wohnungen, die alle verschieden gross, unterschiedlich gestaltet und entsprechend unterschiedlich teuer geworden sind. Jede Wohnung ist sehr gut be-sonnt und profitiert von der schönen Aussicht. Jede Wohnung hat mindestens einen geschützten Aussenbereich und hat Anteil an den gemeinsamen Aussenräumen. Alle Reihenhäuser und die Maisonettewohnung im Mehrfamilienhaus haben sowohl einen privaten Garten auf der Südwestseite der Gebäude als auch einen kleinen Vorplatz auf der Hofseite. Die Räume zwischen den nahe stehenden Bauten werden ebenfalls als kleine private Höfe genutzt. Der gemeinschaftliche Aspekt zeigt sich zuerst im einheitlichen Erscheinungsbild der ganzen Siedlung. Die einzelne Wohnung und der einzelne Garten sind nicht auf den ersten Blick erkennbar. Zentral sind der gemeinsame Zugang und der grosse Hof. Auch zu den Gemeinschaftsbereichen zählt das grosszügige und lichtdurchflutete Treppenhaus im Mehrfamilienhaus.
Durchmischte Bewohnerstruktur
Die Siedlung ist sehr familienfreundlich angelegt. Sie bietet aber auch kleineren Haushalten und älteren Menschen angenehme Wohnbedingungen. Die Wohnungsgrössen liegen zwischen 3,5 bis 7.5 Zimmern und 90 bis 193 m2 Grösse. Das Alter der Bewohner reicht von 2 bis 70 Jahre. 18 Kinder bringen viel Leben in die Siedlung Lincoln. Im Mehrfamilienhaus sind bis auf eine Maisonette alles bequeme Geschosswohnungen. Ein Lift erschliesst alle Geschosse. Ohne Stufe erreicht man das Treppenhaus vom Haupteingang, von der Einstellgarage und vom Veloraum. Die Velos sind ein wichtiges Verkehrsmittel der Bewohner. Deshalb sind die geschützten Einstellplätze nahe am Treppenhaus respektive vor den Hauseingängen der Reihenhäuser platziert.
Bauweise
Die Gebäude sind konventionell erstellt, d.h. in Massivbauweise gemauert und betoniert. Die Decken und Dächer sind teilweise aus Holz. Die Wohnhäuser sind aussen mit einer 20cm dicken Dämmung isoliert und mit einer Holzschalung verkleidet. Sämtliche Nebenbauten sind roh betoniert. Die Flachdächer der Hauptbauten wurden begrünt.
Gestaltung
Die neue Siedlung beherbergt mehr Wohnungen als alle Nachbarbauten zusammen. Es wäre ein sinnloses Unterfangen, dieses Volumen irgendwie an die viel kleineren Nachbarbauten anpassen zu wollen. Es war jedoch möglich, die Neubauten gut ins Gelände einzupassen, grosszügige Bauabstände und geringe Gebäudehöhen einzuhalten. Mit zu diesen Überlegungen gehört auch die Wahl von Flachdächern. So beeinträchtigen die Neubauten weder die Besonnung noch die Aussicht der Nachbarn. Die Materialisierung hält sich an zwei Grundsätze, nämlich „aussen roh, innen fein“ und „aussen einheitlich, innen individuell“. Bei den Fassaden gibt es nur die Materialien Beton, rohe Holzschalung, lasierte Holzwerkstoffplatten und rohes Metall. Diese Materialien und ihre Farben haben den Vorteil, dass sie reizvoll zueinander und zur Umgebung passen und dass sie mit dem Alter eine natürliche Patina entwickeln. Die unregelmässige Platzierung der Fenster in der Fassade ist ein Hinweis auf die individuellen Grundrisslösungen dahinter. Insgesamt unterstützt dieses Gestaltungsprinzip aber die einheitliche Gesamterscheinung der Siedlung.
Umgebung
Während sich nordöstlich der Gebäude die gemeinsamen grosszügig konzipierten Aussenräume erstrecken, bilden die kleinräumigen privaten Abschnitte im Südwesten einen ‚dichten’ Garten. Die räumlich prägenden Elemente wie Mauern (Beton, Drahtschotterkörbe) und Hecken leiten sich einerseits aus der topografischen Situation ab, andererseits entfalten sie eine trennende Wirkung durch die präzise Setzung in ausgewählten Bereichen. Auf diese Weise definiert eine Mauerscheibe den Übergang vom halböffentlichen Bereich (Nebenzugang, Besucherparkplätze) zu den privaten Gärten. Die über alle Gärten in freier Anordnung gepflanzten Hoch-stammbäume (Erlen), Baumdächer (Platanen) und schirmartig wachsenden Sträucher (Felsenbirnen) lassen diesen Bereich zunächst als grossen Gartenraum erscheinen, während niedrig gehaltene Buchenhecken die privaten Räume mit der individuellen Anordnung von Sitzplätzen, Staudenrabatten, Gemüsebeete u.v.a. ermöglichen. Durch die Setzung einer weiteren Stützmauer entlang der ehemaligen Hangkante des Grundstückes und durch die Pflanzung einer geschwungenen Feldahornhecke entlang dem Böschungsfuss unterhalb dem Lincoln wirkt der gemeinsame Aussenraum im Nordosten als Hof. Er bietet mit Asphalt-, Kies-, Sand- und Ra-senflächen, mit Hecken und Bäumen, mit Stufen, Rampen, Sitzmauern und gedeckten Bereichen vielfältige Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten für Klein und Gross. Das Wachsen der Bäume, das Verdichten der Hecken und das Ausbreiten der Kletterpflanzen (Wilder Wein, Kletterhortensien, Efeu) auf den Betonstützmauern in den nächsten Jahren erhöht die atmosphärischen Qualitäten der Siedlung Lincoln und sorgt bei sommerlichem Wetter für Schatten und angenehmes (Mikro)Klima.
Ökologie
Die Berücksichtigung der Ökologie beim Bau und Betrieb der Siedlung war von Anfang an ein Programmpunkt. Die ganze Siedlung ist im Minergiestandard erstellt. Die Gebäude sind sehr gut gedämmt und werden mit einem Holzkessel (Pellets) beheizt. Das Warmwasser wird mit Sonnenkollektoren und mit der Holzheizung aufbereitet. Jede Wohnung hat ihre eigene Komfortlüftung. Raumheizung und Wasserverbrauch werden individuell abgerechnet. Die Fassadenverkleidung besteht aus unbehandeltem Holz. Die Flachdächer sind begrünt und halten einen Grossteil des Regenwassers zurück. Ein grosser Anteil der Belagsflächen ist sickerfähig.
Projektbeschreibung