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Vereinfacht gesagt liegt in den höheren Schichten der Atmosphäre die kalte Luft im Norden und die warme Luft im Süden. Die Grenze zwischen der warmen und der kalten Luft bildet aber nicht eine von Westen nach Osten verlaufende Gerade, sondern die Grenze entspricht eher einer Wellenform. Bildet sich ein Wellenberg, so stösst von Süden warme Luft weit in den Norden vor. Die Rede ist dann von einem Keil. Bildet sich hingegen ein Wellental und die Grenzlinie verlagert sich weit in den Süden, dann ist die Rede von einem Trog. Dies bedeutet, dass Höhenkaltluft weit nach Süden vorstösst. In einigen Fällen ist das Wellental relativ eng, und hinter der nach Süden vorstossenden Luft unterbricht Warmluft von Westen und Osten den Vorstoss von weiterer kalter Luft aus Norden. Damit wird die Höhenkaltluft im Süden abgeschnürt, und es bildet sich isoliert ein sogenannter Kaltlufttropfen.
Kaltlufttropfen mit hoher Eigendynamik
Auch in der modernen Meteorologie ist die Zugbahn der Kaltlufttropfen nur schwer zu prognostizieren. Auch ihre Entwicklung ist schwierig vorauszusehen. Manchmal können sich solche Tropfen tagelang halten und werden auch weit südlich nicht durch die Umgebung erwärmt, in anderen Fällen können sie sich nur kurze Zeit selbstständig halten und passen sich relativ schnell der Umgebung an.
Folge Schauerwetter
Tröge und Tropfen haben eine Gemeinsamkeit: Durch die Höhenkaltluft kommt es zu einem starken vertikalen Austausch in der Luftschicht. Die aufsteigende Luft wird abgekühlt, kondensiert und verursacht Schauer, manchmal auch Gewitter. Die absinkende Luft sorgt hingegen für Wolkenauflösung. So haben wir in der Nähe von Tropfen und Trögen oft sehr wechselhaftes Wetter, so wie wir dies vor allem vom klassischen Aprilwetter kennen. Entlang der Berge wird die Luft manchmal auch gestaut, was für längere unbeständige Phasen sorgt.