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Hinsehen statt wegsehen.
Heute Handeln.
Häufige Fragen zu Alkohol
Der weibliche Körper enthält weniger Flüssigkeit als der männliche (etwa 60 Prozent bei Frauen, etwa 70 Prozent bei Männern). Dadurch verteilt sich der Alkohol bei Frauen auf weniger Flüssigkeit und die Konzentration des Alkohols im Blut (die Promille) ist höher. Darüber hinaus baut die weibliche Leber Alkohol langsamer ab. Auch die Körpergrösse und das Körpergewicht spielen bei der Aufnahme von Alkohol eine Rolle.
Alkohol wird hauptsächlich in der Leber abgebaut. In geringem Mass sind auch Nieren, Lunge und Haut am Abbau beteiligt. Der Alkoholspiegel im Blut steigt rasch und sinkt nur langsam. In einer Stunde kann die Leber, je nach Geschlecht und Körpergrösse, nur rund 0.1 bis 0.15 Promille Alkohol abbauen. Der Abbau kann nicht beschleunigt werden durch vermehrtes Trinken von Wasser, Kaffee oder durch andere so genannte Tricks. Wenn man um Mitternacht mit einem Rausch (bei einem Blutalkoholwert von beispielsweise 1.4 Promille) ins Bett geht, so sind beim Aufwachen am Morgen um 7 Uhr immer noch zwischen 0.35 und 0.7 Promille im Blut.
6,7 Milliarden CHF pro Jahr. Dies entspricht ca. 900 CHF pro Kopf der Schweizer Wohnbevölkerung. Oder etwa 17 Millionen CHF pro Tag. Diese Kosten setzen sich zusammen aus dem Produktionsausfall infolge Krankheit, Unfall und Tod, aus Behandlungskosten und der Behebung von Sachschäden.
Man geht davon aus, dass in allen Branchen, über alle Hierarchiestufen statistisch gesehen 5% der Arbeitenden alkoholabhängig sind und 10-15% ein Trinkverhalten zeigen, das als risikoreich eingestuft wird.
Therapeuten und Ärztinnen unterstehen der Schweigepflicht. Die Aufhebung der Schweigepflicht muss schriftlich vereinbart werden. Hingegen können Arbeitgebende verlangen, dass Arbeitnehmende den Arzt von der Schweigepflicht bezüglich der Termineinhaltung entbindet. Diese Massnahme dient der Kontrolle, ob Arbeitnehmende vereinbarte Termine wahrnehmen.
Abhängigkeit ist eine Krankheit, deshalb übernimmt die Krankentaggeldversicherung allfällige Lohnausfälle und Behandlungskosten.