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Am letzten Freitag fuhr AEG Live Anwalt Marvin Putnam mit seinem Kreuzverhör von Karen Faye fort. Gestern rief Jackson Anwalt Brian Panish mit Personalberaterin Jean Seawright eine weitere Expertenzeugin für die Jackson Seite in den Zeugenstand.
Am letzten Freitag wurde Karen Faye, Michaels langjährige Hair & Make-up Artist und langjährigen gute Freundin, nach sieben Wochen seit ihrer ersten Befragung zurück in den Zeugenstand gerufen. AEG Lives Anwalt Marvin Putnam wollte mit seinem Kreuzverhör weiterfahren, das sieben Wochen zuvor abgebrochen wurde. Was Putnam mit seiner Befragung bezweckte bzw. für seine Seite herausholte oder holen wollte, ist (auf jeden Fall auf den ersten Blick) nicht ersichtlich. Es gab, wenn man den Bericht der LA Times liest, weder neue Informationen noch kam es soweit, dass Karen frühere Aussagen ihrerseits widerrief bzw. korrigierte. Ein Grossteil der Befragung schien sich um die diversen Perücken von Michael drehen. Weshalb das von Interesse und vor allem von Relevanz sein soll, das wissen die (AEG) Götter. Wer interessiert ist, kann hier das Protokoll von Karen Fayes Kreuzverhör nachlesen.
Gestern rief Jackson Anwalt Brian Panish einen weiteren Experten für ihre Seite in den Zeugenstand: Jean Seawright, eine Personalberaterin. Seawright sagte aus, dass nach Durchsicht der Unterlagen, AEG Live es unterlassen hatte, das angemessene Anstellungsprozedere bei der Wahl von Conrad Murray anzuwenden, ungeachtet dessen, ob er als Angestellter von AEG Live oder als selbständiger Unternehmer betrachtet wird. Conrad Murrays Rolle wurde von Seawright als eine Position mit „sehr hohem Risiko“ beschrieben, wenn man die damit verbundenen Pflichten in Betracht zieht (inkl. Zugang zur Krankengeschichte von Michael Jackson und dessen privates Leben). Ein Unternehmen, das sich korrekt verhält, wenn es um die Personalanstellung geht, wägt die Risiken ab, die mit der Stelle verbunden sind. Als Brian Panish seine Zeugin fragte, ob sie der Meinung sei, dass AEG Live dies gemacht habe, antwortete sie, dass sie keine Beweise gesehen habe, die dies bestätigen würden. Wie bereits einige Male zuvor, wurde auch hier die E-Mail von AEG Live CEO Randy Phillips an Kenny Ortega zum Diskussionspunkt. Es handelte sich um die E-Mail, in der Phillips Ortega geschrieben hatte, dass Murray ein sehr erfolgreicher Arzt wäre und sie jeden, den sie anstellen überprüfen. Phillips schrieb in der E-Mail auch, dass Murray diesen Job nicht brauche und er daher total unbefangen sei. Gemäss Seawright weise die E-Mail darauf hin, dass Phillips die Kriterien für diesen Job kannte und dass AEG ein Prozedere aufgesetzt hatte, um (potentielle) Mitarbeiter zu überprüfen. Sie habe jedoch in den Unterlagen nichts gesehen, dass bestätigen könnte, dass AEG damals Murrays Background überprüft hatte. Und nun hätten sie, salopp gesagt, den Salat.