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In den letzten Jahren haben sich Kulturanthropologen vermehrt mit ethischen Fragestellungen auseinandergesetzt. Ziel dieser Lehrveranstaltung zur Anthropologie der Ethik ist es, gemeinsam zu ergründen, auf welche Art und Weise sich Anthropologen mit Ethik beschäftigt haben. Wie der Titel der Lehrveranstaltung bereits andeutet, stehen dabei zwei Fragestellungen im Zentrum: 1.) Wie können Anthropologen ethisches Handeln ethnographisch untersuchen? Welche analytischen Begriffe und methodischen Verfahren stehen zur Verfügung? 2.) Was ist eigentlich die ethische Grundlage der Anthropologie als Wissenschaft? Welche ethischen Implikationen haben ethnographische Repräsentationen?
In einem ersten Teil müssen wir zunächst klären, wie und weshalb die Frage der Ethik in der Moderne überhaupt virulent wird. In einem zweiten Teil erkunden wir, wie Anthropologen ethisches Handeln ethnographisch erforscht haben. Auf der Grundlage theoretischer Überlegungen von Michel Foucault und Alasdair MacIntyre werden wir ein analytisches Instrumentarium erarbeiten, das wir an den empirisch überzeugenden und theoretisch innovativen Arbeiten von Luc Boltanski, Judith Butler, Lawrence Cohen, Didier Fassin, Charles Hirschkind, Saba Mahmood, Adriana Petryna, Paul Rabinow, Peter Redfield und Marilyn Strathern verfeinern werden. Ethnographisch werden wir uns in diesem Teil mit einer grossen Bandbreite von Themen beschäftigen, in denen ethische Perspektiven eine zentrale Rolle spielen.
In einem letzten Teil der Lehrveranstaltung soll gefragt werden, auf welcher ethischen Grundlage die anthropologische Forschung selbst beruht. Was sind die ethischen Implikationen ethnographischer Repräsentationen? Inwiefern lässt sich sagen, dass es nicht nur eine Anthropologie der Ethik, sondern auch eine Ethik der Anthropologie gibt? Wenn es in der ethischen Praxis insbesondere darum geht, sich als moralisches Subjekt zu konstituieren, was kann dann die Anthropologie zu seinem solchen Projekt beitragen?
Anrechenbarkeit:
Liz: Theoriengeschichte
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Fachübergreifende Gebiete: Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Nach einer lang anhaltenden Ebbe erlebt das Kino in den Ländern Südostasiens einen neuen Aufschwung. Die „digitale Revolution” in der Kamera- und Schnitttechnik und die damit einhergehende Demokratisierung des Kinos ermöglichten den Neuanfang in dieser Region. In den unabhängigen Produktionen werden häufig gesellschaftliche Konflikte, „verbotene“ Diskurse oder verdrängte Geschichte thematisiert, die im Mainstream tabu sind. In dem Seminar werden wir anhand von ausgewählten unabhängigen (Autoren)filmen aus Indonesien politische, rechtliche und insbesondere kulturelle Faktoren untersuchen. Außerdem werden wir die Filme hinsichtlich ihrer ethnographischen Wissensvermittlung analysieren und dabei die Beziehung von Film und Ethnologie diskutieren.
Anrechenbarkeit:
Liz: Visuelle Anthropologie
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Visuelle Anthropologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Visuelle Anthropologie
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
This seminar proposes to re-evaluate and question the position of photography in the Digital Age. The field of visual studies continues to expand, as do the boundaries of visual anthropology. We will take the opportunity to review the evolution of photography within anthropology and to analyze the various methods of production, management and consumption of images employed by anthropologists and amateurs in both academic and commercial fields. Through carefully selected and stimulating case studies, we will focus on the contemporary uses of ancient or recent photography in different domains, while exploring from a broader standpoint new ways of developing a visual anthropological approach to the circulation and manipulation of immaterial images in the hypermedia universe, wonderland versus quagmire, where ethics are often put aside in the name of consumption or creation. It will be possible to carry out a mini-photofieldwork research project to be presented during the last seminar sessions. Participants will be encouraged to deliver creative scientific presentations and to develop critical and theoretical analysis in the field of visual studies.
This seminar is taught in English, in English and/or German for the presentations, discussion and readings.
Anrechenbarkeit:
Liz: Visuelle Anthropologie
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Visuelle Anthropologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Visuelle Anthropologie
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
This seminar is designed for students not yet or recently engaged in Japanese studies, and offers an introduction to major issues in both the anthropology of Japan and Japanese anthropology. The seminar proposes to deconstruct the myriad of stereotypes regarding Japan and its complex and rapidly evolving society, via a critical approach of the representations and anthropological depictions of Japan. Before discussing recent Japanese social and cultural changes, pop culture and other global trends emerging from Japan, we will examine the notion of nihonjinron, discourse on Japaneseness, which has been in vogue for a considerable time in Japan, and challenge this ideology with the study of the different minorities established in Japan, with a special focus on the Ainu people who were recently officially acknowledged as indigenous to Japan. Hopefully, the seminar will prepare and encourage students to start to learn the Japanese language in order to be able to do anthropological fieldwork in Japan in the future or study the Japanese communities and influences in Switzerland or in Europe.
Knowledge of the Japanese language is not required, students considering or already involved in Japanese studies are welcomed.
This seminar is taught in English, in English and/or German for the presentations, discussion and readings.
Anrechenbarkeit:
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Regionale Gebiete der Ethnologie: Ostasien
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Regionalmodul Ostasien
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
In der Vorlesung und Übung des Kernbereichs „Soziale Organisation, Verwandtschaft und Gender“ beschäftigen wir uns mit Verwandtschaft und Gender. Verwandtschaft und Gender bilden grundlegende Phänomene und Konzepte im Zusammenhang mit den Strukturen, Prozessen und Praktiken der sozialen Organisation menschlicher Gesellschaften. Das heisst, wir sind stark durch Verwandtschaft und Gender geprägt. Wie werden Verwandtschaft und Gender in verschiedenen Kontexten praktiziert? Welche unterschiedlichen Diskurse bestehen über Verwandtschaft und Gender, auch im Zusammenhang mit Vergangenheit, Religion, Markt, Nationalstaat und Transnationalität? Welche weiteren wichtigen Phänomene und Konzepte der sozialen Organisation wirken gemeinsam mit Verwandtschaft und Gender (wie Klasse, Ethnizität, „Rasse“ etc.)? Wie denken Sozial- und KulturanthropologInnen über Verwandtschaft und Gender nach, und vor allem wie konzeptualisieren sie Verwandtschaft und Gender? Diese Fragen werden wir anhand der folgenden Themenbereiche behandeln:
- Verwandtschaft, Religion und (Trans-)Nationalität
- Verwandtschaftsbiographien und -genealogien in Text und Bild
- Deszendenzkonstruktionen und –transformationen
- Heiratspolitiken und die Alternativen
- Häuser, Erinnerungen und Sicherheit
- Reproduktion, Paternität und Maternität
- Technologische Reproduktion, Körper und Gender
- Gender, gleichgeschlechtliche Sexualität und Heirat
- Gender, Arbeit, Heirat und Globalisierung
- Die neue Biologisierung von Verwandtschaft und Gender
In der Vorlesung werden die Themenbereiche überblicksmässig und anhand von Beispielen präsentiert, und in den Übungen werden bestimmte Themenbereiche und Beispiele anhand von Texten vertiefend diskutiert. Offene Fragen und Unklarheiten bezüglich der Texte werden in der Vorlesung nochmals aufgenommen.
Leistungsnachweise:
Liz Anrechnung als Vorlesung: regelmässige Präsenz in der Vorlesung (ohne Besuch der Übung)
Liz Anrechnung des Moduls 1 V + 1 UE als 1 PS+ 1 S: regelmässige Präsenz, Referieren und Kommentieren eines Textes in der Übung sowie eine Prüfung in Form eines Essays (2000 Wörter) und einer kommentierten Genealogie (1 Seite Genealogie, 1 Seite Kommentar)
BA: regelmässige Präsenz, Referieren und Kommentieren eines Textes in der Übung sowie eine Prüfung in Form eines Essays (2000 Wörter) und einer kommentierten Genealogie (1 Seite Genealogie, 1 Seite Kommentar)
Anrechenbarkeit:
Liz: Verwandtschaft und Geschlechterverhältnisse
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Kernbereich I: Soziale Organisation, Verwandtschaft und Gender
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Soziale Organisation, Verwandtschaft und Gender
Am Kolloquium sollten alle LizentiandInnen, MasterstudentInnen und DoktorandInnen von W. de Jong und W. Egli während eines Semesters vor und während eines Semesters nach ihrem Forschungspraktikum teilnehmen. Andere interessierte Studierende sind ebenfalls herzlich willkommen, sofern sie bereit sind, regelmässig anwesend zu sein. Die Dozierenden stellen praktische Aspekte ihrer Forschungen und Beispiele ethnographischen Schreibens vor, die Studierenden präsentieren das Konzept ihrer Forschung und berichten über ihre Forschungserfahrungen und Forschungsergebnisse. In den Diskussionen werden vor allem auch Fragen handwerklicher Art im Zusammenhang mit Theorie, Empirie und schriftlicher Repräsentation des Datenmaterials behandelt.
Vor der Forschung stellen die Studierenden die Forschungsdisposition zur Diskussion, danach zentrale Teile der Lizentiats-, Master- oder Doktorarbeit (insbesondere theoretischer Hintergrund und zentrale Ergebnisse des empirischen Teils anhand ausgewählter Beispiele). Bei der Präsentation (15-20 Min.) ist ein Handout (1-2 Seiten) mit den folgenden Punkten zu verteilen: Ziel und Fragestellung, theoretische Perspektive anhand des Forschungsstandes, methodische Vorgehensweise, (voraussichtliche) Ergebnisse, Diskussionspunkte (zur Klärung beim Fortgang oder Abschluss der Arbeit).
Alle Teilnehmenden sollten sich bis am 19.2.2010 bei W. Egli (<email-pii>) melden. Diejenigen, die ihre Forschung präsentieren möchten, sollten bei der Anmeldung zwei mögliche Daten angeben und ein halbseitiges Abstract ihrer Forschung mitschicken.
Anrechenbarkeit:
Liz: Lizentiandenkolloquium
MA: Masterkolloquium I, Masterkolloquium II
In der Veranstaltung soll die Beziehung zwischen Postkolonialer Theorie und Gender Studies in ihren vielfältigen Facetten herausgearbeitet werden. Einerseits ermöglichen es die Betrachtung kolonialer Geschichte und die Analyse postkolonialer Aktualitäten, durch das Setzen eines Gender-Fokus einen differenzierteren Blick auf (post-)koloniale Prozesse zu werfen. Andererseits führen Postkoloniale Studien zu einem notwendigen Überdenken der Kategorie "Gender". Darüber hinausgehend werden intersektionelle Analysen, welche die Dynamiken etwa zwischen Klasse, Sexualität, 'Race' und Gender nachzeichnen, im Kontext von Transnationalismus vorgestellt.
Für Fragen zum Inhalt kontaktieren Sie bitte die Dozentin: <email-pii>
Um Zugriff zu den Online-Lernressourcen zu erhalten wenden Sie sich bitte an Frau Monika Gsell: http://www.genderstudies.uzh.ch/team-1/gsell.html
Anrechenbarkeit:
Liz: Verwandtschaft und Geschlechterverhältnisse/Globalisierung und Transnationalität/Theoriengeschichte
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Soziale Organisation, Verwandtschaft und Gender / Anthropologie der Globalisierung / Theorien der Sozial- und Kulturanthorpologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Soziale Organisation, Verwandtschaft und Gender / Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Anders als es uns die Medien oft weis machen wollen, ist Nepal nicht das sagenumwobene Shangri-La im Himalaja, in dem eine Vielzahl ethnischer Gruppen (93 nach Zensus 2001) in Harmonie zusammen leben. Nepal ist ein Land voller Gegensätze, landschaftlich ebenso wie politisch und kulturell. Ein Land auf Platz 144 des Human Development Index und ein vom Bürgerkrieg arg geschütteltes Land. Gerade die Heterogenität, die Gegensätze und die wechselvolle Geschichte Nepals bieten aber eine besondere Gelegenheit zum Studium einer Vielzahl ethnologisch relevanter Themen.
In Teil I dieses Regionalmoduls wird zuerst auf die Geschichte Südasiens und kurz auch Tibets eingegangen. Nach der Beschäftigung mit dem weiteren historischen Kontext, in dem sich Nepal seit Ende des 18. Jhts. entwickelt hat, wenden wir uns der Gründung des Himalajastaates und seiner historischen Entwicklung bis in die 1990er Jahre zu, mit besonderer Berücksichtigung der Integration ethnischer Gruppen. Dies erfordert auch eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Kastengesellschaft und ihren theoretischen Interpretationen, wozu wir wieder den weiteren südasiatischen Kontext einbeziehen müssen. Ebenfalls erfordert es eine Beschäftigung mit religiösen Vorstellungen und Praktiken, die wir in ihrer besonderen nepalesischen Ausprägung studieren werden. Anschliessend wenden wir uns jenen beiden ethnischen Gruppen zu, die die Geschichte Nepals bis heute dominieren, den hochkastigen Indonepalesen (Chhetri, Bahun) und den Newar, der einzigen Gruppe, die eine städtische Kultur hervorgebracht hat. Bei der Beschäftigung mit den Indonepalesen werden wir uns auch auf den dörflichen Kontext konzentrieren. Auf besondere Aspekte der Begegnung der Indonepalesen mit der autochthonen Bevölkerung im Laufe der Geschichte werden wir bei der Beschäftigung mit den Kiranti Ostnepals (Limbu, Rai, Sunuwar) näher eingehen.
(In Teil II des Moduls im HS 2010 werden wir uns dann zuerst mit nepalesischen Ethnien tibetischen Ursprungs befassen, v.a. mit den Sherpa, die nicht nur eine der bekanntesten und ethnographisch am besten erfassten Gruppen sind, sondern auch ein Paradebeispiel zur Illustration der Geschichte der ethnographischen Repräsentation darstellen. Neben dem Schwerpunkt auf den Sherpa werden wir uns bei den Magar und den Yolmo intensiver mit deren Praxis des Schamanismus beschäftigen. Einen dritten Schwerpunkt wird die Auseinandersetzung mit Nationalismus und Ethnizität in Nepal bilden, wobei wir der Ethnisierung des Politischen in den letzten 20 Jahren auch am Beispiel einzelner Gruppen (Thakali, Tharu, Sunuwar) nachgehen werden. Den letzten Teil des Moduls bildet eine Auseinandersetzung mit der maoistische Bewegung, dem Bürgerkrieg und den aktuellsten Entwicklungen in Nepal).
Zusätzlich zu den Sitzungen des Proseminars ist die Präsentation einer Reihe von Filmen vorgesehen.
Im BA-Studium müssen beide Teile des Moduls besucht werden. Dito im Lizentiats-Studium im Hauptfach. Im 1. und 2. Nebenfach des Lizentiats-Studiums kann auch nur der 1. Teil des Moduls besucht werden.
Das Programm sowie eine Literaturliste kann ab Ende Januar bei <email-pii> bezogen werden.
Ein Apparat mit Literatur zur Veranstaltung wird zu Veranstaltungsbeginn in der ESZ-Bibliothek greifbar sein.
Gute Einführungen in Teil I des Moduls bieten:
− Whelpton, John: A History of Nepal. Cambridge UP 2005.
− Pfaff-Czarnecka, Joanna: Macht und rituelle Reinheit: hinduistisches Kastenwesen und ethnische Beziehungen im Entwicklungsprozess Nepals. Gruesch: Rüegger 1989.
− Quigley, Declan: The Interpretation of Caste. Oxford UP 1993.
Anrechenbarkeit:
Liz: Soziale Organisation, Verwandtschaft und Gender / Religion und Mythologie
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Regionale Gebiete der Ethnologie: Südasien
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Regionalmodul Südasien
Dieses Modul verfolgt zwei unterschiedliche Ziele. Zum einen sollen anhand neuerer ethnologischer Texte die Entwicklungen in den ehemals sozialistischen Regionen Zentralasiens (einschliesslich der Mongolei und den zentralasiatischen Teilen der VR China) kritisch beleuchtet werden. In dieser Funktion steht die Veranstaltung allen Studierenden offen, die das Regionalmodul Zentralasien besucht haben. Zugleich dient es den Teilnehmenden der Exkursion nach Kirgizstan im Sommer 2010 als Vorbereitung und zur Hilfe bei der Festlegung der eigenen Forschungsthemen.
Anrechenbarkeit:
Liz: Ökologie und Wirtschaft
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Praxis der Feldforschung
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Regionen- und themenübergreifende Gebiete der Ethnologie, Thematische Gebiete der Ethnologie: Ökologie und Wirtschaft / Soziale Organisation, Verwandtschaft und Gender
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
In diesem Modul werden verschiedene Aspekte eines Kernbereichs der Ethnologie behandelt. Es geht in der Wirtschaftsethnologie um eine Vielzahl unterschiedlicher Fragen wie der Nutzung natürlicher Ressourcen und deren Verteilung, den Strategien zur Einkommens- und Überlebenssicherung von Menschen, den Motiven ihrer Handlungsweise und der Zusammensetzung sozialer Netzwerke wie auch der unterschiedlichen Gestaltung von Eigentumsrechten und Ausbeutungsverhältnissen auf lokaler wie globaler Ebene. Im Modul werden zum einen unterschiedliche Formen der Produktionsweise in Gesellschaften (bäuerliche, nomadische, industrielle), zum anderen verschiedene Formen von Tausch und Konsum besprochen werden. Theoretische und methodische Aspekte der Wirtschaftsethnologie werden anhand von ethnographischen Beispielen besprochen.
Anrechenbarkeit:
Liz: Ökologie und Wirtschaft
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Kernbereich II: Ökologie und Wirtschaft
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Ökologie und Wirtschaft
In diesem Seminar werden eine Reihe qualitativer und quantitativer methodischer Vorgehensweisen der Ethnologie anhand der Lektüre von Texten besprochen und mittels praktischer Übung angewandt. Es handelt sich hierbei um ein Pflichtmodul im Rahmen des MA-Studiums. Für Studierende im Lizentiat kann es als Veranstaltung im Rahmen des Teilgebiets Methoden der Sozial- und Kulturanthropologie besucht werden.
Anrechenbarkeit:
Liz: Methoden der Sozial- und Kulturanthropologie
MA: Masterseminar Methoden
Während der Vorlesung „Einführung in die materiellen Alltagskulturen Chinas I“ wurden im HS 2009 die Hintergründe der Entstehung und Erscheinungsformen der Alltagskulturen Chinas vermittelt. Im Verlauf der Übung wird mit den Studierenden am Beispiel des Themas „Haus und Wohnen“ erarbeitet, in welcher Weise technische Effizienz, soziale Orientierung und Ausrichtung im weltanschaulichen Raum in den verschiedenen Regionen in China im Wohnraum zusammenwirken. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Vorlesung im HS 2009.
Anrechenbarkeit:
Liz: Kunst und Ergologie
BA: (neue Studienordnung ab HS09): Kernbereich IV: Materielle Kultur/praktisches Wissen/Kunst
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Ergologie und Kunst
Der Kurs bietet eine Einführung in die Entstehungs- und Sammlungsgeschichte sowie in die Konfigurationen von ethnologischen Museen. Am Beispiel des Völkerkundemuseums der Universität Zürich und eines öffentlichen Ethnologischen Museums wird im Verlauf des Moduls die Institution Völkerkundemuseum in all ihren Facetten erarbeitet. Zu gegebener Zeit werden dabei auch die MitarbeiterInnen der entsprechenden Abteilungen des Völkerkundemuseums konsultiert, werden Archive, Sammlungen, Bibliothek, Ausstellungen etc. begangen.
Das Modul kann als Vorbereitung für das Museumspraktikum dienen, das ab HS 2010 regelmässig für MA-Studierende angeboten wird.
Anrechenbarkeit:
Liz: Kunst und Ergologie
BA: (neue Studienordnung ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Praxismodul Museumsethnologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Ergologie und Kunst
Finanzmärkte gelten seit einigen Jahren als beliebtes und legitimes setting ethnologischer Forschungen. Durch die aktuelle Finanzkrise präsentiert sich deutlich, was die im Finanzmarkt tätigen Ethnologen aufzuzeigen versuchen: Der Finanzmarkt ist kein von der Gesellschaft abgeschottetes System, sondern ein komplexes Interaktionsfeld, geprägt von der ständigen Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Werten und Normen, den Mechanismen des Finanzmarktes und den Verhaltensweisen seiner Akteure (vgl. Hertz 1998; Maurer 2005[a]). In der Anthropology of Finance steht die sozialwissenschaftliche Perspektive auf den Finanzmarkt im Zentrum. Untersucht wird dabei zum Beispiel die Weltanschauung von Wall Street Bankern (z. B.: Ho 2009), die Wahrnehmung von Zeit bei Wertschriftenhändlern (z. B.: Miyazaki 2003; Riles 2004; Zaloom 2003) oder den Einfluss gesellschaftlicher Moralvorstellungen auf das Verhalten von Akteuren innerhalb des Finanzmarktes (z. B.: Maurer 2005[b], Zelizer 2007).
Im Seminar werden aktuelle ethnologische Publikationen der Anthropology of Finance besprochen. Dabei soll diskutiert werden, wie der Finanzmarkt als soziokulturelles Feld verstanden werden kann. Um Teilnehmenden zukünftige Forschungen in diesem Feld zu ermöglichen, soll zudem ein Basiswissen über die Strukturen, Prozesse und Funktionsweisen des globalen Finanzmarktes erarbeitet werden.
Literatur:
Hertz, Ellen (1998): The trading crowd. An ethnography of the Shanghai stock market. Cambridge: Cambridge University Press.
Ho, Karen (2009): Liquidated. An Ethnography of Wall Street. Durham and London: Duke University Press.
Maurer, Bill (2005[a]): Finance. In: Carrier, James G. (Hg.): A Handbook of Economic Anthropology (S. 176-193). Cheltenham: Edward Elgar Publishing.
Maurer, Bill (2005[b]): Mutual life, limited. Islamic Banking, alternative currencies, lateral reason. Princeton: Princetion University Press.
Miyazaki, Hirokazu (2003): The Temporalities of the Market. In: American Anthropologist, 105(2), S. 255-265.
Riles, Annelise (2004): Real Time. Unwinding technocratic and anthropological knowledge. In: American Ethnologist, 31(3), S. 392-405.
Zaloom, Caitlin (2003): Ambigious Numbers. Trading technologies and interpretation in financial markets. In: American Ethnologist, 30(2), S. 258-272.
Zelizer, Viviana A. (2007): Ethics in the Economy. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik, 8(1), S. 8-23.
Anrechenbarkeit:
Liz: Ökologie und Wirtschaft
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Ökologie und Wirtschaft
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Ökologie und Wirtschaft
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
In a world where philosophical, political and economic liberalism has acquired a hegemonic position, Islam is perhaps one of the few socio-cultural traditions which animates large segments of humanity, seeks to structure all levels of social life and advances claims that go beyond this world to the hereafter.
Introduction
The Introduction to the Blockseminar and the distribution to the students of the issues which will be discussed in the second part of the course will take place on Tuesday, 23 February 2010 at 14.00.
First part
In the first one (19-21 March 2010), I shall consider the emergence and spread of Islam, its dogmatic underpinnings, its major normative sociological and doctrinal traits, as well as its main (ideal) types of political action. Among the concepts and practices discussed, will be the idea of God and prophethood, the Quran and the prophetic traditions, the authority of learning, the community of believers (umma), the pillars of Islam, mysticism, Islamic reformism and Islamism.
True to the logic of the anthropological project and its emphasis on ethnographic realities, throughout the discussion Islam will be approached both as a unified discursive tradition possessing a global vision that aspires to go beyond cultural and other specificities, as well as a dynamic tradition that is locally shaped and continually reinterpreted in terms of specific idioms grounded on history. Accordingly, emphasis will be given to the manifold ways in which doctrines and practices acquire their locally recognised canonical status, thus implying that ‘orthodoxy’ at all levels is always the tentative result of a continuous negotiation among politically situated social actors.
The main form of teaching for this part will be lecturing and informed discussion with the students.
Required bibliography
To assist the students in following the lectures and participating in the ensuing discussion, it is advisable that the following bibliography should be consulted by all in the order given below before the commencing of the lectures.
Abu-Lughod, L. 1989. ‘Zones of Theory in the Anthropology of the Arab World’. Annual Review of Anthropology, 18: 267-306.
Asad, T. 1986. ‘The Idea of an Anthropology of Islam’. Center for Contemporary Arab Studies Occasional Papers, Washington DC: Georgetown University.
Eickelman, D. 2001. The Middle East and Central Asia: an Anthropological Approach. Englewood Cliffs: Prentice Hall. Chapters 10 and 11.
Makris, G. P. 2007. Islam in the Middle East: a Living Tradition. Malden: Blackwell. Chapters 3 and 7.
Zaman, Muhammad Qasim. 2002. The Ulama in Contemporary Islam: Custodians of Change. Princeton: Princeton University Press. Chapters 4 and 6.
Bowen, D. L. and Early, E. A. (eds.). 2002. Everyday Life in the Muslim Middle East. Bloomington: Indiana University Press. Chapters 29 and 31.
Abu-Lughod, L. 1998. ‘Introduction’. In Abu-Lughod, L. (ed.) Remaking Women: Feminism and Modernity in the Middle East. Princeton, NJ: Princeton University Press, pp. 3-31.
Sivan, E. 1990. Radical Islam: Medieval Theology and Modern Politics. New Haven: Yale University Press. Chapter 4.
Hirschkind, C. and Mahmood, S. 2002. ‘Feminism, the Taliban and Politics of Counter-Insurgency’. Anthropological Quarterly, 75, 2: 339-54.
Hannerz, U. 1987. ‘The World in Creolisation’ Africa 57, 4: 546-59.
Featherstone, M. 1996. ‘Global Culture: an Introduction’. In Featherstone, M. (ed.). Global Culture: Nationalism, Globalisation and Modernity. London: Sage, pp. 1-14.
Aziz al-Azmeh. 1996. Islam and Modernities. London: Verso. Chapters 6 and 7.
Second part
In the second part of the course (26-28 March 2010) a number of more specific issues, already touched upon in the first part, will be presented in greater depth by the students themselves (singly or in groups).
Emphasis will be given on the political aspects or dimensions of the issues under consideration, both at the level of theory and that of practice, in an effort to capture and comment upon their importance in the context of current political affairs internationally.
For the benefit and convenience of the students, additional bibliography will be suggested for each and every issue they decide to present in class (singly or in groups). Each student or group is expected to consult only the bibliography that pertains to his/her chosen issue.
Among the issues suggested for discussion are the following:
1. the communal emphasis and political significance of devotional practices (e.g. Ramadan fast, the Friday prayers, almsgiving and the pilgrimage to Mecca)
2. one or many ‘Islams’? From orientalism to discursive analysis
3. textuality and the authority of learning among Muslims: the learned men of tradition, the Islamists and the state
4. veiling and Islamic feminisms in the context of political Islam
5. mystical and ecstatic Islam: coming nearer to God and fellow Muslims
6. Challenging Western political philosophies and secularism: Islamism and the quest for authenticity
7. Islam, the state and nationalism
8. Islam and migration in the West
9. Violence, terror and global jihad
Anrechenbarkeit:
Liz: Politik und Konflikt / Religion und Mythologie
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Religionsethnologie / Politik und Konflikt
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Politik und Konflikt / Religion und Mythologie
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Das Modul aus Vorlesung und Übung im Kernbereich V (Religion und Mythologie I, II) wird im FS 2010 zweigeteilt. Für die Veranstaltungen vom 24. Februar bis zum 15. April ist Nentwig, I., für die Veranstaltungen vom 21. April bis zum Semesterende Orywal, E. verantwortlich.
In der ersten Semesterhälfte wird in den Vorlesungen eine Einführung in die ethnologische Mythenforschung und die Religionsethnologie gegeben. Dabei steht die Vermittlung der wichtigsten Fachbegriffe und theoretischen Ansätze beider Forschungsgebiete im Vordergrund. In den jeweils darauf folgenden Übungen werden dazu Grundlagentexte gelesen und diskutiert. Die Texte und weitere Informationen werden in Kürze in OLAT eingestellt.
Literatur (zur begleitenden Lektüre empfohlen):
Elke Mader: Anthropologie der Mythen. Wien: Facultas Verlags- und Buchhandels AG 2008.
Bettina E. Schmidt: Einführung in die Religionsethnologie. Berlin: Dietrich Reimer Verlag 2008.
Anrechenbarkeit:
Liz: Religion und Mythologie
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Kernbereich V: Religion und Mythologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Religion und Mythologie
Die Einführung in die Geschichte der chinesischen Erzählforschung und die Darstellung der diesbezüglichen heutigen chinesischen Wissenschaftslandschaft wird mit der Lektüre exemplarischer mündlicher Überlieferungen verschiedener Genres (Mythen, Epen, Sagen, Märchen) verbunden. Dabei steht die vergleichende Analyse dieser Werke, besonders unter mythologischen und religionsethnologischen Aspekten im Mittelpunkt. Die Lektüretexte werden in Kürze in OLAT eingestellt.
Literatur:
Hung, Chang-tai: Going to the People. Chinese Intellectuals and Folk Literature. Cambridge, MA 1985.
Chin, Wan-Kan: Die Folkloristik im modernen China (1918-1949). Eine vergleichende Studie zum Zusammenhang zwischen Sammelarbeit, Staatsverwaltung und Nationenbildung im Blick auf die chinesische Tradition unter dem Einfluss europäischer Volkskunde. Aachen 1997.
Anrechenbarkeit:
Liz: Religion und Mythologie
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Religion und Mythologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Religion und Mythologie
Anhand der Lektüre von Auszügen aus Wolfram Eberhards „Kultur der Randvölker Chinas“ (T’oung Pao, 1942) und Karl A. Wittfogels und Fêng Chia-Shêngs „History of Chinese Society Liao (907-1125)“ (Transactions of the American Philosophical Society, 1946) werden historische ethnographische Texte aus China auf ihre Nutzbarkeit für die heutige ethnologische, insbesondere ethnohistorische Forschung untersucht. Die in diesen Büchern enthaltenen Übersetzungen von Textpassagen aus historischen chinesischen Werken werden anhand der Originaltexte (hauptsächlich aus dem Taiping Yulan und der Liao Shi) überprüft und kritisch diskutiert. Die verwendeten Texte werden in Kürze in OLAT eingestellt. Kenntnisse der chinesischen Sprache, insbesondere des klassischen Chinesisch, sind für die Teilnahme erwünscht, aber nicht Vorbedingung.
Literatur:
Wolfram Eberhard: Kultur der Randvölker Chinas. Leiden 1942.
Karl A. Wittfogel u. Fêng Chia-Shêng: History of Chinese Society Liao (907-1125). Philadelphia 1946.
太平御览 Taiping Yulan
辽史 Liao Shi
Anrechenbarkeit:
Liz: Kunst und Ergologie
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Materielle Kultur/praktisches Wissen/Kunst
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Ergologie und Kunst
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Die Mehrzahl der weltweit gewaltsam ausgetragenen Konflikte sind dem Typus des innerstaatlichen Kriegs zuzurechnen. Wiederum eine Mehrheit dieser innerstaatlichen Auseinandersetzungen sind Konflikte, in denen sich ethnisch identifizierbare oder sich ethnisch identifizierende Akteure gegenüber stehen. Nach einer kurzen Einführung in die Ethnizitäts- und Konfliktforschung werden wir daher anhand interkulturell gestreuter Fälle der Frage nachgehen, ob der "ethnische Faktor" in Form von Ethnizität oder ethnischer Identität als Kriegsursache eine Rolle spielt oder nur begleitender Faktor im Rahmen anderer Konfliktkonstellationen ist.
Literatur:
siehe Handapparat
Begleitlektüre wird noch bekannt gegeben
Anrechenbarkeit:
Liz: Kultur und Persönlichkeit
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Identität und Kognition
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Identität und Kognition
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Migrationsforschung ist ein weites Feld, das zahlreiche Disziplinen und Ansätze umfasst. So interessieren sich zum Beispiel Demographen für den Einfluss von Migration auf das Bevölkerungswachstum, während Ökonomen die Auswirkungen von Migration auf die wirtschaftliche Entwicklung in den Sender- und Aufnahmeländern untersuchen. Ethnologen hingegen fokussieren auf Identitätsdiskurse und sozialen Wandel, während Soziologen untersuchen, welche Faktoren Migration fördern, und sich mit Fragen der sozialen Integration in den Empfängerländern befassen. Viele Fragestellungen sind jedoch komplex und profitieren von einer interdisziplinären Betrachtungsweise.
In diesem Seminar wollen wir uns mit dem Themenfeld ‚Migration und Entwicklung’ befassen und verschiedene Ansätze kennenlernen. Dabei handelt es sich nicht nur um wissenschaftliche Ansätze, sondern auch Herangehensweisen aus dem politischen und entwicklungspolitischen Umfeld. So setzte z.B. Kofi Annan Mitte der 2000er Jahre in seiner damaligen Funktion als UN-Generalsekretär grosse Hoffnung in das positive Potential von Migration für Sender- und Aufnahmeländer. Dahingegen haben frühere Ansätze (wie z.B. Dependenztheorien) die Auswirkungen von Migration auf Entwicklung in den Senderländern kritischer gesehen. Als Ausgangspunkt für unsere Überlegungen werden wir uns mit den Konzepten ‚Migration’ und ‚Entwicklung’ kritisch auseinandersetzen.
Der regionale Fokus in diesem Seminar liegt auf Afrika. Anhand von Fallstudien aus verschiedenen Regionen des Kontinents wollen wir uns ein breites Bild davon verschaffen, wie Migration und Entwicklung zueinander in Beziehung stehen. Im Zentrum stehen die Aktivitäten von Diaspora- und Hometown Associations, lokale Wahrnehmung und Nutzung von remittances, ihr Einfluss auf soziale Differenzierung sowie staatliche Massnahmen zur Integration von Migranten in nationale Politik und Entwicklungsprojekte.
Das Seminar ist für StudentInnen ab dem 3. Semester geöffnet, einschliesslich StudentInnen aus dem Studium Generale.
Literatur:
Adepoju, Aderanti (ed.). 2007. International migration and national development in Sub-Saharan Africa: viewpoints and policy initiatives in the countries of origin. Brill.
Black, Richard et al (eds.). 2006. Migration and Development in Africa: an overview. Institute for Democracy in South Africa.
Castles, Stephen and Raul Delgado Wise (eds.). 2008. Migration and development: perspectives from the South. International Organization for Migration (IOM).
De Haas, Hein. 2008. Migration and Development: A Theoretical Perspective. International Migration Institute (IMI) Working Paper Series, no 9.
Mercer, Claire et al. (eds.) 2008. Development and the African Diaspora: place and the politics of home. Zed.
Anrechenbarkeit:
Liz: Globalisierung und Transnationalität, Entwicklungsethnologie
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Anthropologie der Globalisierung, Entwicklungsethnologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Entwicklungsethnologie, Politik und Konflikt
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Am Kolloquium können alle MasterstudentInnen, LizentiandInnen und DoktorandInnen des Lehrstuhls Randeria teilnehmen. Weitere interessierte Studierende sind ebenfalls herzlich willkommen. In diesem Semester sollen die Studierenden in einem ersten Teil des Kolloquiums die Möglichkeit erhalten, ihre laufenden Forschungsarbeiten vorzustellen. In einem zweiten Teil sollen aktuelle ethnologische Studien kritisch besprochen werden. Das Kolloquium beginnt in der dritten Semesterwoche (am 9. März 2010).
Eine persönliche Anmeldung ist nicht nötig. Für weitere Informationen steht Carlo Caduff zur Verfügung.
Anrechenbarkeit:
Liz: Lizentiandenkolloquium
MA: Masterkolloquium I, Masterkolloquium II
Das Modul, bestehend aus einer Vorlesung und einer Übung, hat die vielfältigen Transformationsprozesse im Zuge der Globalisierung zum Gegenstand. Ziel des Moduls wird es sein, die Teilnehmenden mit der Vielschichtigkeit der Problematik vertraut zu machen, theoretische Ansätze kritisch zu diskutieren, und nicht zuletzt die methodischen Konsequenzen der Theoriebildung für eine empirische Untersuchung in diesem Bereich zu erörtern.
In der Vorlesung sollen Grundlagen des facettenreichen Paradigmas der Globalisierung vermittelt werden. Die beträchtliche Erweiterung des Wirkungsbereichs von supranationalen Institutionen wie der Weltbank, der WTO, dem IWF oder der EU hat dazu geführt, dass Vorgänge auf lokaler Ebene ohne Berücksichtigung der Politik dieser Organisationen sich kaum adäquat verstehen lassen. Ferner haben die erweiterte und beschleunigte Mobilität von Menschen, Kapital, Gütern und Informationen, und die durch Entwicklungen der Telekommunikationstechnologie ermöglichte, dichte Vernetzung von Individuen und Organisationen über nationalstaatliche Grenzen hinweg das Verhältnis zwischen Menschen und Raum/Ort radikal verändert. Damit werden neue Voraussetzungen für politische Kämpfe, wirtschaftliche Aktivitäten, die Verbreitung und Aneignung kultureller Güter, und nicht zuletzt für Gruppen- und Netzwerkbildungen und somit für Identitätsansprüche und Solidaritätsstrukturen geschaffen.
Globale Phänomene wirken gleichzeitig dekontextualisierend und rekontextualisierend, sie können sich also an ein spezifisches (kulturelles, soziales, regionales, etc.) Umfeld sowohl anpassen als auch dieses verändern – oder davon verändert werden. Nicht nur aufgrund der daraus resultierenden Konsequenzen auf Kultur- und Identitätsdiskurse sondern auch weil vielerlei ethische, politische und wirtschaftliche Belange des täglichen Lebens globalen Einflüssen ausgesetzt sind, ist die Globalisierung zur Problemsphäre geworden, in welcher ethnologische Fragen gestellt werden müssen. Zur Erschließung solcher Fragen ist inzwischen ein umfangreiches - wenn auch nicht immer präzises - begriffliches Instrumentarium entwickelt worden. Dieses wird im Rahmen der Übung kritisch beleuchtet werden, wobei einige der wichtigen Problemfelder der ethnologischen Globalisierungsforschung aufgegriffen werden (z. B. populäre Kultur und Medien; transnationale soziale Bewegungen; Globalisierung des Konsums; Staatlichkeit, Territorialität und Souveränität; technologische und wissenschaftliche Visionen und Risiken; Mobilität, Migration und Flüchtlingsbewegungen).
Die Lehrveranstaltungen stehen allen interessierten Studierenden mit abgeschlossenem Assessment-/Einführungsstudium des Bachelor-, Master- und Lizentiatsstudiengangs offen.
Anrechenbarkeit:
Liz: Globalisierung und Transnationalität, Theoriengeschichte
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Anthropologie der Globalisierung
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie, Themen- und regionenübergreifende Gebiete
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Was in der klassischen Ethnologie/Ethnografie fehlt oder gemäss (ungeschriebenem) Kodex fehlen sollte - Rhetorik, Ästhetik, Sinnlichkeit, Anschaulichkeit, Subjektivität, Empathie, Emotionalität – findet sich oft im Grenzgebiet zwischen Ethnologie und Literatur oder Journalismus. Nicht selten sind es auch Ethnologen selbst, die sich hie und da Ausreisser erlauben, indem sie in freier gehaltenen Texten Dinge unterbringen, die in ihren wissenschaftlichen Werken keinen Platz hatten. Prominenteste Beispiele: Lévi-Strauss’ ‚Traurige Tropen’ und Malinowskis Tagebuch, das allerdings erst posthum veröffentlicht wurde. Die Veranstaltung soll mittels genauer Lektüre einiger ausgewählter Werke sowie theoretischer Texte die Charakteristika und Grenzen der Genres herausarbeiten.
Wir bitten die Teilnehmenden, vorbereitend zwei Werke aus der Literaturliste zu lesen und uns diese Titel vor Semesterbeginn zu melden auf <email-pii>. Die Liste findet sich unter www.juergvonins.ch. Im Rahmen der Veranstaltung werden die ausgewählten Autoren und ihre Werke vorgestellt und auf ihre ethnografische bzw. ethnologische Relevanz befragt.
Anrechenbarkeit:
Liz: Theoriengeschichte, Methodenlehre
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Fachübergreifende Gebiete: Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie, Methoden der Sozial- und Kulturanthropologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie, Methoden der Sozial-und Kulturanthropologie
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Kursaufbau: Diese Veranstaltung ist der erste Teil einer zweisemestrigen Lehreinheit und richtet sich an MA- und Liz-Studierende im Hauptfach. Ziel ist es, ein vorgegebenes ethnologisches Thema theoretisch sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf das Teilgebiet bzw. thematische Gebiet "Visuelle Anthropologie" zu erarbeiten. Dementsprechend wird die Rolle audio-visueller Technik, Methoden und Präsentation vertieft und in den Kontext qualitativen Forschens gestellt. Anhand fremder und eigener Filmbeispiele und - übungen sollen die Möglichkeiten und Grenzen audio-visueller Forschung erarbeitet werden. Der zweite Teil des Frühjahrssemesters (ab April) ist bereits der Vorbereitung der folgenden Feldarbeit gewidmet. In Gruppen werden die Erkenntnisse dieses einführenden Semesters praktisch umgesetzt. Die Feldarbeit in den Semesterferien kann bei entsprechendem Aufwand als Museumspraktikum angerechnet werden. Bitte melden Sie sich bei Herrn Thurnherr, wenn Sie dies im Sinn haben.
Die zweite Veranstaltung der Lehreinheit wird im HS 2010 angeboten und wird sich der Verarbeitung der Forschungsdaten, der Produktion einer filmischen Ethnographie sowie der schriftlichen Dokumentation der Feldforschungsergebnisse zuwenden.
Inhalt: Für die Arbeiten ist als thematischer Rahmen 'Essen als Kulturpraxis' vorgegeben. Der Begriff 'Essen' ist dabei in sämtlichen ethnologisch relevanten Bedeutungen zu verstehen: Als kontextualisierte Lebensmittelproduktion, kulturspezifische Selektion und Zubereitung, oder in Bezug auf die differenzierten Bedeutungen ritualisierter Nahrungskonsumation. Ziel ist es, bereits während des Rechercheprozesses die dem Rahmen der Veranstaltung entsprechende filmische Umsetzung zu planen.
Anforderungen: Verlangt werden vertiefte Kenntnisse der wichtigen Themenbereiche der Visuellen Anthropologie (die auf OLAT zusammengestellte Literatur wird als bekannt vorausgesetzt, siehe die Lernunterlagen unter dem Titel 'VA_MKoll_FS2010') sowie Grundkenntnisse in Video-, Ton- oder Fototechnik. Ebenso nötig sind terminliche Flexibilität (insbesondere während der Semesterferien) und initiatives Arbeiten, auch neben der Teilnahme an den wöchentlichen Veranstaltungen. Die Ergebnisse des zweisemestrigen Kurses werden öffentlich vorgeführt.
MA- und Lizenziatsstudierende können die beiden Veranstaltungen entweder als Seminare oder als Master- bzw. Lizenziatskolloquien absolvieren. MA-Studierende müssen die entsprechende Buchung vornehmen (entweder "Seminar" oder "Masterkolloquium").
Anrechenbarkeit:
Liz: Lizentiandenkolloquium, Seminar: Visuelle Anthropologie
MA: Masterkolloquium I, Seminar: Thematisches- bzw. Regional-Modul
What happens to the medical reach on bodies of women as a consequence of globalization of new low-tech and high-tech reproductive technologies to control fertility and treat infertility? Does it improve women’s health? Does it pose new risks? Does it multiply risks? Who has access? Who wants access? What constitutes a new reproductive technology? Can the lack of reproductive choice be helped by better reproductive technology? These are a few of the questions this course aims to address. Women across ethnic, class, social and national location are differently exposed to risk, access to benefit of technology and health care, rights and responsibilities, and control over their lives. Access to reproductive technologies is central to women’s capacity to control her body and reproductive health. As potential users, all women, albeit unequally so, must contend with social power of doctors and the medical system whether or not they step into a clinic/hospital. As such, the global movements of assisted reproductive technologies (ARTs), medical experts, and people seeking such technologies has raised familiar and new concerns related to access, health effects on women and children, devaluation of already marginalized lives and bodies (i.e. Third World, poor, disabled, or non-heterosexual women), producing at the same time a whole array of ethical issues related to reproductive technologies and its effects.
Guided by anthropological and feminist scholarship, this course examines the relationship between human reproduction and biomedical technologies and its impact on the agency, bodies and social relations of women in the global south and the global north. Anthropologists and feminists have pointed to the increasing (bio) medicalization of women’s bodies and lives worldwide. We will examine the meanings of (bio) medicalization and consider how molecular and genetic technologies are impacting this global trend. The relatively recent policy recognition that infertility is a major reproductive health problem also faced by non-western women in the global south, has concomitantly brought attention to the globalization of in vitro fertilization (IVF), surrogacy, and other new assisted reproductive technologies (ARTs). The attention to this trend, perhaps, has also produced an inaccurate perception that globalization of reproductive technologies is an emergent formation. However, the global proliferation of reproductive technologies is not a new development. The history of population control programs is also a history of the globalization of reproductive technologies and experimentation on female bodies of the global south. New reproductive technologies to overcome infertility and advance family planning and safe-motherhood co-exist with the longstanding globalization of older reproductive technologies for fertility control and childbirth. As we explore this context, we will examine the specific and uneven impact of the globalization of reproductive technologies on women’s bodies, subjectivities, and social relations. Among a number of themes, we will focus, in particular, on the following two themes: (1) the links between medical science, the state, and women’s bodies at risk, and (2) the links between expert knowledge, user dependency, and biomedical capital.
Anrechenbarkeit:
Liz: Gesundheit und Demographie
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Erweiterungen und Spezialisierungen: Medizinanthropologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Themen- und regionenübergreifende Gebiete der Ethnologie: Medizinethnologie
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Südostasien ist eine Region vieler Gemeinsamkeiten (etwa ethnisch-sprachliche Nähe) und grosser Gegensätze (zum Beispiel insulär-Festland), die eine Spannbreite vom urban-globalen Singapore über das ländlich-abgeschottete Burma bis zum wohlhabend-aristokratischen Brunei Darussalam und zum ‚Armenhaus Asiens’ Ost-Timor aufweist. Diese Veranstaltung versucht, mittels der Ethnologie und ihrer Erkenntnisse die Vielfalt der Kulturen und ihrer Lebenswelten in dieser relativ jungen und dynamischen asiatischen Region zu erschliessen und zu verstehen.
Der historisch-chronologische Blick bietet sich als wichtiger Einstieg an, zumal gerade die vorkoloniale Geschichte Südostasiens (etwa der prägende Einfluss der Religionen und Herrschaftsmodelle Indiens, Chinas und Arabiens) den Schlüssel zum Verständnis vieler aktueller Vorgänge liefert. Erst die spätere koloniale Phase (bis zur abrupten Zäsur der japanischen Besetzung ab 1940) brachte ein reiches ethnographisches und kulturhistorisches Arbeiten hervor, das sich sowohl für tribale, oft nomadisierende Gruppen (wie Sammlergruppen und ‚Seenomaden‘) als auch für komplexe Gesellschaften (wie Sultanate, Fürstentümer und urbane Gemeinden) interessierte und diese beschrieb. Seit den 1960er Jahren – also schon zur Zeit unabhängiger Nationalstaaten – befasst sich die Ethnologie in Südostasien in wachsendem Masse mit den Transformationen, Veränderungen und Übergängen in den verschiedenen Lebensbereichen von Haushalt, Gemeinschaft und Staat. Es verwundert deshalb nicht, dass die Ethnologie gerade im Themenbereich von Globalisierungsprozessen und deren multiplen Wirkungen auf lokale Kontexte durch ihre Erkenntnisse in Südostasien einen sehr reichen Beitrag liefert.
Südostasien ist bis ins 21. Jahrhundert eine der am stärksten und schnellsten sich wandelnden Regionen – dies besonders mit dem vergleichenden Blick auf den Ausgangspunkt 1945 resp. den Beginn der Unabhängigkeit vieler Staaten. Diese wichtigen Umgestaltungen umfassen etwa die konsequente Liberalisierung der Märkte und ihre Einbindung in globale Wirtschaftsströme, verschiedene Modelle von Demokratisierungsvorgängen gekoppelt mit Dezentralisierungsprozessen (inkl. der Rolle des Militärs und ‚Minoritäten-Politik‘), die schnelle Urbanisierung und das Heranwachsen einer wohlhabenden Mittelschicht mit neuem Lebensstil, der rapide Umbau der Naturräume in profitorientierte Wirtschaftsräume (inkl. des maritimen Raumes), ‚Rückbesinnungsprozesse’ auf kulturelle und religiöse Werte (inkl. Re-Traditionalisierung und Fundamentalisierung), eine voranschreitende Gender-Neuausdifferenzierung, das überaus schnelle Altern aller südostasiatischen Gesellschaften und das Neuaushandeln von Generationenbeziehungen sowie die stark zunehmende Rolle Südostasiens als globalisierter touristischer Tummel- und Erlebnisplatz. Diese Prozesse widerlaufen oft den normativen Harmoniebestrebungen der Menschen Südostasiens, was zwangsläufig zu Spannungen, Rissen und Auseinandersetzungen zwischen und innerhalb Gesellschaften führt. Konflikte und Krisen aus ethnologischer Sicht werden demnach auch ein prominentes transversales Thema dieser Veranstaltung sein (von ideologisch motiviertem Kampf um Landrechte bis zu ethnisch-religiös begründeten Unabhängigkeitsbewegungen). Die Ethnologie liefert uns dazu wichtige Gründe, Erklärungen und Interpretationen.
Diese historischen und aktuellen Bezüge werden in der Vorlesung in genereller Form dargelegt und analysiert sowie in der Übung an ausgesuchten Beispielen der 11 südostasiatischen Staaten untersucht und diskutiert.
Literatur:
Beeson, Mark (Ed.). 2004. Contemporary Southeast Asia: Regional Dynamics, National Differences. Basingstoke: Palgrave Macmillan. [ESZ AL: 126]
Dahm, Bernhard und Roderick Ptak (Hrsg.). 1999. Südostasien-Handbuch. Geschichte, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur. München: Beck. [ESZ AL: 21]
Duncan, Christopher R. (Ed.). 2004. Civilizing the Margins: Southeast Asian Government Policies for the Development of Minorities. Ithaca, N.Y.: Cornell University Press. [ESZ AL: 139]
King, Victor Terry. 2008. The Sociology of Southeast Asia: Transformations in a Developing Region. Copenhagen: NIAS. [ESZ AL: 148]
King, Victor Terry and William D. Wilder. 2003. The Modern Anthropology of South East Asia: an Introduction. London, New York: RoutledgeCurzon. [ESZ AL: 156]
Kinnvall, Catarina and Kristina Jonsson (Eds.). 2002. Globalization and Democratization in Asia. The Construction of Identity. London, New York: Routledge. [ESZ A: 156]
Osborne, Milton. 20049. Southeast Asia: An Introductory History. Crows Nest: Allen and Unwin. [ZB: GN 61989]
Rigg, Jonathan. 20032. Southeast Asia: The Human Landcape of Modernization and Development. London: Routledge. [Geogr. Institut: B/2003/0121]
Rigg, Jonathan (Ed.). 2008. Southeast Asian Development. Critical Concepts in the Social Sciences. London, New York: Routledge. [ZB: HC 31430: 1-3]
West, Barbara A. 2009. Encyclopedia of the Peoples of Asia and Oceania. New York: Facts on Files. (2 Vols.)
Yamashita, Shinji and J.S. Eades (Eds.). 2001. Globalization in Southeast Asia: Local, National and Transnational Perspectives. Oxford: Berghahn. [ESZ AL: 102]
Anrechenbarkeit:
Liz: Politik und Konflikt; Globalisierung und Transnationalität
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Regionale Gebiete der Ethnologie: Südostasien
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Regionalmodul Südostasien
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul
Indonesisch - so heisst es manchmal - sei eine einfache Sprache. Keine Deklinationen, keine Konjugationen, fast keine grammatikalische Hürden. Wer sich jedoch eingehender mit der Sprache befasst, wird nicht nur deren Vielschichtigkeit anhand unzähliger Synonymen erfahren, sondern auch einen Einblick in das Denken der Indonesierinnen und Indonesier erhalten.
In diesem Kurs lernen Sie die indonesische Sprache anhand von verschiedenen thematischen Gebieten kennen. Einerseits sind dies Themen des Alltags wie "Essen & Trinken", "unterwegs sein", "Zählen und Rechnen", andererseits erlernen Sie auch Wortfelder zu speziell ethnologischen Themengebieten wie beispielsweise "Familie", "Geburt", "Heirat", "Ausdruck des Statusdenkens in der Sprache".
Neben dem Erwerb eines Grundwortschatzes erfahren Sie aber auch einiges über die Geschichte des Indonesischen und befassen sich vertieft mit einigen grammatikalischen Besonderheiten, welchen Sie während des Unterrichts begegnen.
Somit richtet sich der Kurs an all die Studierenden, welche sich mit Indonesien vertieft befassen (möchten). All denjenigen, welche einen Forschungsaufenthalt in Indonesien planen, sei der Kurs ebenfalls empfohlen.
Anrechenbarkeit:
BA: (neue Studienordnungen ab HS08): Sprachmodul
BA: (alte Studienordnungen vor HS08): Thematisches Gebiet
Die Fachgeschichte der Ethnologie Chinas erwuchs aus verschiedensten Ethnografien über China. Aus diesem Grund sind die Beiträge der Missionare und ihr reichhaltiges ethnologisches Erbe bedeutend für die Fachgeschichte Chinas. Leider ist diese darstellende, klassisch-philologisch gebundene Tradition der Ethnographie gebrochen worden. Stattdessen dominiert heute eine Art der Ethnologie Chinas, die sich stark an sozialwissenschaftlichen Fragestellungen orientiert. Dieses Seminar beleuchtet am Beispiel der ausgewählten Lektüren die zwei akademischen Stile in der Fachgeschichte der Ethnologie Chinas.
Anrechenbarkeit:
Liz: Theoriengeschichte
BA: (neue Studienordnungen ab HS09): Fachübergreifende Gebiete: Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie
BA: (alte Studienordnungen vor HS09): Thematische Gebiete der Ethnologie: Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie
MA: Thematisches bzw. Regional-Modul