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Alleinstehende Personen (Ledige / Geschiedene / Verwitwete ohne Nachkommen und ohne Lebenspartner) haben nur in bezug auf Ihre Eltern Pflichtteilsrechte zu beachten. Sind die Eltern bereits verstorben sind sie völlig frei, über ihr Vermögen zu verfügen.
Begünstigung über Testament: In einem Testament können sie die Sportskollegen, einen Freund oder die Patenkinder begünstigen. Gerade wenn keine nahen Verwandten da sind, wünschen viele Menschen auch, dass ein Teil ihres Vermögens einem guten Zweck zugute kommt – also einer gemeinnützigen Institution. Dabei ist wichtig, dass die begünstigten Organisationen klar und eindeutig bezeichnet werden im Testament (z.B. genaue Bezeichnung und Name, Sitz der Organisation und allenfalls Angabe einer Kontaktperson).
Im Testament Erben einsetzen oder Vermächtnisnehmer: Sie haben dabei jeweils die Möglichkeit, im Testament die Personen/Organisationen entweder als Erben oder als Vermächtnisnehmer zu begünstigen. Mit dem Vermächtnis (auch Legat genannt) wird einer Person oder einer Organisation ein bestimmter Vermögenswert oder ein bestimmter Gegenstand vermacht ohne dass die begünstigte Person/Organisation Rechtsnachfolger des Verstorbenen wird. Bei der Erbeinsetzung vermachen Sie prozentuale Anteile Ihres Nachlasses, und der Erbe übernimmt die Rechte und Pflichten des Verstorbenen und gehört zur Erbengemeinschaft. Möchten Sie also einen Menschen oder einer gemeinnützigen Organisation etwas ohne weitere Verpflichtungen hinterlassen, dann ist das Vermächtnis der richtige Weg (Achtung: Die Höhe des Vermächtnis sollte die Pflichtteile der gesetzlichen Erben nicht verletzen).
Zur Erinnerung: wenn sie kein Testament verfassen, erben im Todesfall allein die gesetzlichen Erben (Eltern/Geschwister/Neffen/Nichten, Grosseltern/Onkel/Tanten/Cousins/Cousinen).