Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03470.jsonl.gz/2652

- Naomi Osaka, die Melbourne-Turniersiegerin von 2019, löst nach einem Drittrunden-Out im Vorjahr als Erste das Halbfinal-Ticket.
- Gegen Aussenseiterin Su-Wei Hsieh (TPE/WTA 71) bekundet die Japanerin beim 6:2, 6:2 in etwas mehr als einer Stunde keine Schwierigkeiten.
- Nun duelliert sich Osaka mit Serena Williams (WTA 11) um den Final-Einzug. Die Amerikanerin schaltet Simona Halep (ROU/WTA 2) mit 6:3, 6:3 aus.
«Ich war ziemlich ruhig. Ich bin wirklich glücklich, wie ich heute gespielt habe.» So resümierte Naomi Osaka ihren Blitzsieg im Viertelfinal gegen Su-Wei Hsieh. Mit 35 Jahren war die taiwanesische Gegnerin die bislang älteste Spielerin, die ihre Premiere in der Runde der letzten Acht bei einem der vier bedeutendsten Saison-Events gegeben hat.
Wie 2019 bei den Australian Open fand Su-Wei Hsieh in der Japanerin ihre Bezwingerin. Damals begegneten sich die beiden bereits in der 3. Runde. In der Folge marschierte Osaka «down under» zu ihrem 2. Grand-Slam-Triumph durch. Heute steht die 23-Jährige bei drei Trophäen (2018 sowie 2020 gewann sie auch in New York) und kann sich an diese Statistik klammern: Jedes Mal, wenn sie in einem Major-Viertelfinal stand, reichte es ihr auch zum Titel.
Williams: Auf dem Papier unüberwindbar im Melbourne-Halbfinal
Die Weltnummer 3 Osaka trifft nun auf die 23-malige Grand-Slam-Championne Serena Williams. Und die US-Powerfrau, ein Dauerbrenner auf der WTA-Tour, kann diesen imposanten Leistungsausweis dagegenhalten: Bei bislang 8 Melbourne-Halbfinal-Teilnahmen musste sie noch nie als Verliererin vom Platz. Insgesamt ist sie zum 40. (!) Mal in der Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers angelangt.
Und mit welcher Selbstverständlichkeit Williams den diesjährigen Halbfinal am Yarra River erreicht hat, ist bemerkenswert. Sie brauchte gegen Simona Halep lediglich 81 Minuten für das 6:3, 6:3. Im 2. Satz kämpfte sie sich nach 0:2- und 1:3-Rückstand zurück und reihte bei ihrer Aufholjagd gegen die Rumänin fünf Game-Gewinne aneinander. Damit konnte sich die 39-Jährige für die 2:6, 2:6-Finalniederlage im letzten Aufeinandertreffen 2019 beim Endspiel von Wimbledon revanchieren – und zwar mit einem dicken Ausrufezeichen.
Osaka: Nur nicht in Ehrfurcht erstarren
«Sie ist Serena, und ich fühle mich wirklich eingeschüchtert, wenn ich sie auf der anderen Seite des Platzes sehe», blickt Osaka auf die Traum-Affiche beim «Happy Slam» voraus. Im Head-to-Head zwischen den beiden steht es 2:2, Williams setzte sich in den beiden letzten Direktduellen jeweils durch.