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Wie würden Migrantinnen und Migranten abstimmen und wählen, wenn sie das Stimmrecht hätten? Mit der Webseite baloti.ch, auf der direkte Demokratie ausprobiert werden kann, geht die Universität Zürich dieser Frage nach.
Ab sofort ist die virtuelle Urne geöffnet. Erklärt wird den Nutzenden die am kommenden Wochenende zur Abstimmung gelangende Vorlage über die Arbeitslosenversicherung ALV, die Pro- und Kontra-Argumente zur ALV-Revision und der Abstimmungsprozess.
Die Informationen sind in jenen elf Sprachen aufgeschaltet, die in der Schweiz am häufigsten gesprochen werden: Neben Deutsch sind dies Albanisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Portugiesisch, Serbisch, Spanisch, Tamil und Türkisch.
Nach der Abstimmung werden die Ergebnisse veröffentlicht und ausgewertet, teilt die Universität Zürich mit.
Die Forschenden wollen den Migranten aber nicht nur das politische System der Schweiz näherbringen, sondern auch prüfen, ob sich das Ausländerstimmrecht auf die Mehrheitsverhältnisse in der Schweiz auswirken würde.
Vermutet wird, dass sich das Stimmverhalten der Ausländerinnen und Ausländer nicht wesentlich von demjenigen der Schweizerinnen und Schweizer unterscheidet.
Das Pilotprojekt dauert bis Ende 2011 und umfasst fünf Abstimmungen, darunter auch die Wahlen im kommenden Herbst. Der Begriff "Baloti" ist Esperanto und bedeutet "Wählen und Abstimmen".
swissinfo.ch und Agenturen