Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03146.jsonl.gz/515

Das Wichtigste in Kürze
- Jeff Bezos fliegt am Dienstag mit der ersten bemannten Rakete von Blue Origin ins All.
- Mit ihm reist auch der 18-jährige Oliver Daemen, wie Blue Origin am Donnerstag mitteilte.
- Daemen wird dadurch zum jüngsten Menschen der Geschichte, der jemals im Weltraum war.
Wie Bezos' Raumfahrtunternehmen Blue Origin am Donnerstag mitteilte, wird Oliver Daemen am 20. Juli als erster zahlender Gast an einer «New Shepard»-Mission teilnehmen.
Damit werden am Dienstag sowohl der jüngste als auch der älteste Mensch der Geschichte ins All fliegen: Wie Blue Origin bereits Anfang Juli mitgeteilt hatte, wird die 82-jährige Pilotin Wally Funk teilnehmen. An Bord des ersten bemannten Fluges des privaten Raumfahrtunternehmens sind dann ausserdem Jeff Bezos selbst und dessen Bruder Mark.
Nicht mitfliegen wird dagegen ein anonymer Passagier, der bei einer Online-Auktion 28 Millionen Dollar für den Flug gezahlt hatte. Er kann wegen Terminproblemen erst an einer späteren Mission teilnehmen, wie Blue Origin am Donnerstag mitteilte. Wieviel Daemen für den Flug zahlt, wurde nicht mitgeteilt.
Jeff Bezos fliegt mit einem Niederländer
Der 18-Jährige hatte letztes Jahr die Schule abgeschlossen und ein Brückenjahr eingelegt, um eine Pilotenlizenz zu erhalten, erklärte Blue Origin. Er wird ab September an der Universität Utrecht in den Niederlanden Physik und Innovationsmanagement studieren.
Blue Origin machte keine Angaben zu Daemens Nationalität. Seine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken lassen aber darauf schliessen, dass er Niederländer ist. «An Bord der New Shepard zu fliegen, wird Oliver einen Lebenstraum erfüllen». Der 18-Jährige sei seit seinem vierten Lebensjahr vom Weltraum, dem Mond und Raketen begeistert.
Bei dem Flug wird eine in der texanischen Wüste startende Rakete eine futuristische Passagierkapsel ins All bringen. Die Passagierkapsel erreicht eine Höhe von rund 100 Kilometern. Auf dieser Höhe liegt die sogenannte Kármán-Linie, die die Grenze zwischen der Erdatmosphäre und dem Weltraum markiert. Dort kann die Crew mehrere Minuten lang Schwerelosigkeit erleben und die Krümmung der Erde vom Weltraum aus betrachten.
Rakete und Passagierkapsel kehren getrennt zur Erde zurück. Die Kapsel wird dabei letztlich von drei Fallschirmen gebremst und landet wieder in der texanischen Wüste.
Weltraumtourismus startete am Sonntag
Am vergangenen Sonntag war bereits der britische Milliardär Richard Branson mit seinem eigenen Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic ins All geflogen. Branson kam damit im Rennen der Superreichen um den Weltraum Amazon-Gründer Jeff Bezos zuvor.