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14. Mai 2007 um 7:07 Uhr, 4 Kommentare
Leuchtenzyklus 3: Das Glühen
Nun.. aus eurem schweigen höre ich hervor, dass ihr entweder den zweiten Teil des kurzen Zyklus nicht gelesen habt, oder ihn total schlecht fandet.. NUN…
Trotzdem veröffentliche ich nun den fastletzten Teil des Zyklus. mit dem 3. Teil ist der Zyklus zwar eigentlich beendet, aber es folgt noch ein Epilog.
Das Glühen
Ich hatte Hoffnung. Doch jetzt regnet es.
Aus allen, die sich für dieses Experiment beworben hatten, wurde ich gewählt. Ich hatte am wenigsten zu verlieren, meinten sie. Wie wahr. Ich hatte bereits alles verloren. Mich würde keiner vermissen, wenn das Experiment schief laufen würde. Meine Eltern starben, als ich 19 Jahre alt war. Mit 30 Jahren zog ich in ein anderes Land, heiratete und bekam eine Tochter. Linda. Mein Gott Linda. Innerhalb eines Jahres. Alles wurde anders. Ich hatte nie Freunde. Nie. Meine Frau fuhr mit ihren Eltern und Linda an den See. Tot.
Niemals. Nein Niemals kehrten sie zurück.
Ich stand also alleine da. Ohne Frau, ohne Kind, ohne Liebe, ohne Geld. Eine Anzeige in der Zeitung führte mich zu ihnen. Zu dieser Firma. Dieser Firma mit dieser Vision. Die Vision, eine Maschine herzustellen, dank welcher man unendliches Glück erreichen würde. Wie?
Sie sagten mir nicht viel, obwohl sie mir alles erklärten. Die Firma hatte ein Team zusammengestellt. Ein Team aus den Besten der Besten. Das Team bestand aus Wissenschaftlern. Aber nicht nur daraus. Auch andere gelehrte waren Teil davon. Philosophen, Theologen und am wichtigsten, Medial begabte und spirituell arbeitende. Ein riesiges Team mit einem riesigen Budget, welches nur ein Ziel hatte, die Verschmelzung der Wissenschaft mit der Spiritualität. Diese Verschmelzung sollte ihnen dabei helfen, den Menschen unendliches Glück und Zufriedenheit zu bescheren. Sie schienen erfolgreich gewesen zu sein.
Ich hatte Hoffnung darauf, dass alles besser werden würde. Wenn das Experiment schief laufen würde, würde ich sterben und so viel hätte ich dagegen nicht einzuwenden. Würde es funktionieren, wäre ich mit unendlichem Glück angefüllt und würde erst noch ein grossartiges Honorar erhalten.
Sie führten mich auf diesen Hügel und ich sah diese Maschine. Ein menschengrosser Durchgang, ein Tor, welches an komplexeste Maschinerie und Computer angeschlossen war.
Jetzt sitze ich auf der Toilette und schreibe. Ich schreibe auf Toilettenpapier einen Text. Einen Brief. An wen ich den Brief schreibe, weiss ich nicht. Womöglich an den oder die, die möglicherweise meinen toten Körper findet, wenn das Experiment schief geht.
Warum schreibe ich den Brief?
Weil es begonnen hat zu regnen? Möglicherweise. Weil ich doch noch nicht mit meinem Leben abgeschlossen habe? Möglicherweise. Weil ich Angst davor habe, dieses unendliche Glück zu spüren? Wahrscheinlich. Weil ich bezweifle, dass diese Art von Glück für uns Menschen bestimmt ist? Ja.
Es war ein schöner Tag. Doch gleich beginnt das Experiment. Es hat angefangen zu regnen. Das hat aber weniger Auswirkungen auf das Experiment als auf mich. Ich war voller Hoffnung. Voller Hoffnung auf ein neues Leben. Ein besseres Leben. Doch jetzt hat es begonnen zu regnen. Ich habe meine Gedanken gereinigt. Und…
Ich habe Zweifel.
… gut… Ich hoffe, dass dies vielleicht der ein oder andere noch liest… wär cool 🙂 und vielleicht ein kleiner kommentar wär auch ganz toll 🙂 auch wenn’s nur ein „das ist alles gquirlte scheisse“ ist 🙂
euer pfofferl