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Als ich noch jung war – also noch sehr jung – so um 4 Jahre alt, habe ich mich einmal über ein Werkzeug aufgeregt (ja, aufregen konnte ich mich schon damals). «Mit diesem Werkzeug kann ich das nicht machen» war meine Aussage.
Ich weiss nicht mehr, was ich damals machen wollte, oder welches Werkzeug ich damals «verfluchte».
Meine Mutter hat mir daraufhin gesagt: «Nur ein schlechter Arbeiter gibt seinem Werkzeug die Schuld»! (Only a bad worker blames his tool!)
So etwas prägt sich ein!
Nun, als ich später in der Lehre war, und mein eigenes Gehalt verdient hatte, habe ich mir jeden Monat ein Werkzeug gekauft. Das waren zum Teil kleine Sachen, wie ein Schraubenzieher (Entschuldigung, heute nennt man diese Dinger «Schraubendreher»), eine Kombizange, ein verstellbarer Schraubenschlüssel (auch als «Engländer» bekannt), ein Hammer, oder sonst was.
Es waren aber alles Qualitätswerkzeuge und hatten ihren Preis!
Mein Vater hat mir damals einen 10-teiligen Schraubendreher-Satz aus asiatischer Fertigung gezeigt, welcher er für weniger Geld gekauft hatte, als ich für einen einzelnen Philips Schraubendreher Grösse 2 von PB bezahlt hatte.
Als mein Vater kurze Zeit später eine Wohnwand zusammenschrauben wollte, und ihm der Griff des so günstigen Schraubendrehers in seiner Hand zerbrach, hat er nichts mehr gesagt.
Meine damals gekauften Werkzeuge habe ich alle noch. Sie sehen praktisch wie neu aus, obwohl ich sie häufig verwende.
Die Aussage meiner Mutter dannzumal, vor über 50 Jahren, mag gestimmt haben: damals gab es praktisch nur Qualitätswerkzeuge.
Ich habe in der Zwischenzeit eine andere Einstellung: «Mit schlechtem Werkzeug gibt es auch nur eine schlechte Arbeit».
Meine besten Werkzeuge sind jetzt WORTE, unsere Sprache! Und diese lassen sich nicht abnutzen!