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Für den englischen Schriftsteller Somerset Maugham war Ouchy der Inbegriff der Anmut und der Schönheit, kurz der schönste Ort der Welt. Für die Waadtländer Technokraten dagegen war Ouchy der ideale Ort für den Bau des Autobahnzubringers „Bretelle de la Perraudettaz“. Zum Glück für Lausanne gehörte der umstrittene Zubringer (wie die Nationalstrasse durch das Simmental) zu den neu zu überprüfenden Autobahnteilstücken.
Um den zuständigen Bundesbehörden zu beweisen, dass kein vernünftiger Waadtländer der vorsätzlichen Zerstörung von Ouchy zustimmen könne, vollbrachte Franz Weber eine politische Meisterleistung. Zunächst lanciert er eine Kantonsinitiative, durch die dem Volk das Recht der Standesinitiative in Bundesangelegenheiten übertragen wurde. Dann, nachdem die mit der Neuüberprüfung der Autobahnteilstücke beauftragte parlamentarische Kommission entgegen aller Vernunft grünes Licht für den Zubringerbau gibt, lanciert er, gestützt auf das neue Volksrecht, eine an die eidgenössischen Kammern gerichtete kantonal-waadtländische Initiative. Er gewinnt die Abstimmung. Jetzt muss Bern entscheiden. Und das Unmögliche wird möglich: Bern streicht die „Bretelle de la Perraudettaz“ aus dem Netz der Nationalstrassen. Es ist ein allumfassender Sieg. Die Autostrasse endet für immer vor den Toren von Lausanne – in einem Feld.