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Einführung
Pollen - Ein kurzer Abriss für Laien
Blüte
Die Pollenkörner, auch Blütenstaub genannt, stellen die männlichen Keimzellen der Pflanze dar und werden in den Staubbeuteln der Blüte gebildet.
Das folgende Schema einer zwittrigen Blüte zeigt die männlichen (Staubblätter) und weiblichen Teile (Stempel) einer Blütenpflanze:
Stempel
Staubblatt
Das Staubblatt ist das männliche Organ der Blüte und besteht aus dem Staubfaden und dem Staubbeutel. Der Staubbeutel enthält meist 4, miteinander verbundene Pollensäcke. In den Pollensäcken werden die Pollenkörner gebildet. Nach der Pollenreifung reisst der Pollensack auf und gibt die reifen Pollen frei. Da die Pflanzen zu unterschiedlichen Zeiten blühen, findet man deren Pollen in der Luft auch nur zu bestimmten Zeiten.
Kommt ein Pollen auf die Narbe der Blüte (Bestäubung), dann wächst aus dem Pollenkorn ein sogenannter Pollenschlauch von der Narbe durch den Griffel in den Fruchtknoten zur Samenanlage respektive zur Eizelle. Der Kern des Pollens verschmilzt dann mit dem Kern der Eizelle (Befruchtung). Durch viele Zellteilungen entsteht schliesslich der Samen.
(Pollenkorn mit Pollenschlauch)
Pollen
Das Pollenkorn selbst besteht aus 2 Schichten. Einer sehr widerstandsfähigen äusseren Schicht (Exine) und einer inneren Hülle (Intine), welche das Zellplasma umhüllt. Auf der äusseren Hülle sitzen Verzierungen (wie Stacheln, Warzen, Stäbchen, Keulen oder Rillen), die sogenannten Skulpturen. Zudem besitzen die meisten Pollenkörner Keimfalten oder Keimporen. Das sind kleine Öffnungen in der Pollenwand, aus denen dann der Pollenschlauch aus dem Pollenkorn hinauswachsen kann.
Die Form und Oberflächenstruktur der Pollenkörner sind sehr charakteristisch. Darum kann man mittels einer mikroskopischen Untersuchung des Pollenkorns oft die dazugehörende Pflanze oder wenigstens deren Familie bestimmen. Diese Art der Pollenanalyse nennt man Palynologie.
Die Exine des Pollenkorns kann Jahrhunderte bis Jahrtausende überstehen. Pollen vergangener Zeiten findet man u.a. bei archäologischen Grabungen oder mittels Bohrungen. Durch sorgfältige Analyse dieser "uralten" Pollen kann man die Vegetationsgeschichte der Erde rekonstruieren und daraus auch die zu diesen längst vergangenen Epochen herrschenden Temperaturen abschätzen.
|Skulpturen|| Stacheln
|| Rillen
|| Punkte
|| Netzartig|
|Keimfalten und Poren|
|Familien||

Birkengewächse

Körbchenblütler

Gräser

Mimosengewächse
PDF-File mit Einführung und Glossar
Siehe auch