Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03363.jsonl.gz/1015

Das Werk Olten ist das grösste Revisionswerk der SBB. Dort werden Waggons, Lokomotiven und ganze Zugkompositionen zum Teil bis aufs Skelett zerlegt und die Wagen revidiert. Während ein Gleis in die Werkhalle führt, finden sich in der Halle Nord 34 Gleise nebeneinander, die mit einer 30 m langen Schiebebühne verbunden sind. Damit werden die Waggons quer von Gleis zu Gleis verschoben.
Die Inauen-Schätti AG baute für die SBB die Schiebebühne, welche die Waggons mit 80 m in der Minute verschieben kann. Dabei ist die Schiebebühne mit einer speziellen Wagenbremse ausgerüstet, welche die Räder einklemmt. Die Schiebebühne ist auf beiden Seiten verriegelt. Auf der Schiebebühne finden sich auf beiden Seiten geschützte Steuerstände.
Bis 180 Tonnen auf Überfahrt
Die vorhandene Grube der alten Bühne wurde für die neue Schiebebühne verwendet. Auf drei Schienen in der 50 cm tiefer gelegenen Grube wird das ganze Gewicht abgestützt. Die Nutzlast der Schiebebühne beträgt bei Fahrt der Bühne 91 Tonnen und bei Überfahrt 108 Tonnen, mit dem Eigengewicht ergibt sich eine Belastung von bis nahezu 180 Tonnen.
Weil Bahnwaggons heute deutlich schwerer sind als früher, konnten die H-Träger der Bühne nicht einfach ab Stange bestellt werden, sondern mussten durch die Inauen-Schätti AG speziell konzipiert werden.
Herausfordernde Montage
Die drei Hauptträger der Schiebebühne wiegen bis zu 15 Tonnen. Sie wurden ausserhalb der Halle zum eigentlichen Chassis zusammengebaut und auf Rollen gestellt. Mit Seilzügen wurde die Bühne vom äussersten Gleis bis zur Mitte gezogen, mit Gegengewichten gesichert und dann mit Stockwinden abgesenkt.
Das Montagekonzept war ausschlaggebend für den Zuschlag des Auftrages, wie Patrick Inauen erklärt.