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Auf Madagaskar hat die Polizei 8,2 Tonnen geräuchertes Schildkrötenfleisch und 222 lebende Reptilien, die dem Massaker entgangen sind, beschlagnahmt. Das berichteten Medien des afrikanischen Inselstaates am Freitag.
Zudem seien in dem abgelegenen Süden Madagaskars 155 Kilogramm Frischfleisch von Schildkröten sichergestellt worden. Nachdem die Ordnungshüter in der Gemeinde Tranovao nahe der Stadt Ambovombe fündig geworden waren, durchkämmten sie fünf benachbarte Dörfer und entdeckten auch dort riesige Fleischberge sowie die Panzer der vom Aussterben bedrohten Strahlenschildkröten.
"Wir waren gerade mit der Vorbereitung einer Aktion gegen Wilderer beschäftigt, als wir über den Standort der Tierfänger informiert wurden", berichtete Gendarmeriechef Janvier Parfait Tsiketa aus Ambovombe der Presse.
Sechs Verdächtige, allesamt Dorfchefs, seien verhaftet worden, etliche Beteiligte an dem gross angelegten Handel seien allerdings geflohen. Es handle sich nach ersten Ermittlungen um Vertreter umliegender Volksstämme, da für die im Raum Ambovombe lebende Ethnie der Androy Schildkrötenfleisch tabu sei.
Das sichergestellte Fleisch wurde an Ort und Stelle verbrannt, die lebenden Reptilien wieder in der Natur ausgesetzt. Das Wildbret sei für Märkte in weit entfernten grösseren Städten vorgesehen gewesen, hiess es abschliessend.