Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03413.jsonl.gz/2007

Die Erdbeersaison ist da! Das bedeutet Tonnen von Kuchen und Dutzende Marmeladenflaschen, kalte Glacé und schaumige Erdbeershakes. Wir alle lieben eine gute, süsse, saftige, leuchtend-rote Erdbeere, aber wir wissen wenig darüber. Trotz ihres aussagekräftigen Namens ist sie aus botanischer Sicht keine Beere. Es handelt sich um eine Sammelfrucht bzw. Sammelnussfrucht mit vielen “Samen” auf der Aussenseite, die selbst Trockenfrüchte mit den Samen im Inneren sind. Der fleischige Teil, den wir essen, wird als akzessorisches Gewebe bezeichnet.
Zuerst assen wir wilde Früchte, die viel kleiner sind als die, die wir normalerweise auf dem Markt kaufen. Dann wurden aus dem Wald einige wilde Arten in den Garten gepflanzt und mit Liebe und Sorgfalt kultiviert. So haben wir unsere ersten Gartenerdbeeren angebaut (was im 18. Jahrhundert in Frankreich geschah). Heutzutage werden Erdbeeren nicht nur kommerziell angebaut, sondern sind auch privat zu einem sehr beliebten Ernteerzeugnis geworden. Es ist eine sehr anpassungsfähige Pflanze, die in verschiedenen klimatischen Bedingungen überlebt und einen sehr schmackhaften und vielfältigen Ertrag gewährleistet: von kleinen konischen orangefarbenen bis zu grossen keilförmigen, tiefroten Früchten.
Wenn du Erdbeeren kaufst, die eher säuerlich sind, dann solltest du dich nicht gross darüber ärgern. Es gibt eine Option, die dieses Problem 100 % behebt: Mazeration. Normalerweise wird dieser Begriff für das Einweichen von getrockneten Lebensmitteln in einer Flüssigkeit verwendet, um sie weicher zu machen. Bei frischen Früchten streuen wir jedoch einfach etwas Zucker und eine Prise Salz darüber. Dadurch werden Säfte freigesetzt und mit dem Zucker zu herrlichem, aromatischem Sirup vermischt. Mit einem Klecks frischem Rahm oder Sauerrahm gemischt kann dieses Gericht alleine mehr Freude bereiten als das ganze Z’nacht vorher.
Übrigens kann diese einfache Zubereitung leicht in etwas völlig anderes und Unerwartetes wie Frosé verwandelt werden. Es ist eines der coolsten Getränke (im wahrsten Sinne des Wortes) und kann in kürzester Zeit zubereitet werden. Das einzige, was du vor der eigentlichen Zubereitung benötigst, ist eine gefrorene Flasche Rosé (giesse den Wein am Abend zuvor in eine saubere Bratpfanne oder ein dickes Glas mit weiter Öffnung). Wenn du bereit bist, mische 300 g geviertelte Erdbeeren mit 50 g Zucker, lass es stehen, bis genügend Säfte freigesetzt sind, und gib dann den gefrorenen Wein und die Früchte mit dem Saft einer Zitrone in einen Mixer und püriere es, bis eine dicke, matschige Konsistenz entsteht. In Gläser verteilen, geniessen und dich mit diesem Getränk von den sonnigen Tagen beflügeln lassen.