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Peru
Flagge
Die bürgerliche Nationalflagge besteht aus den Farben Rot-Weiss-Rot in typisch republikanischer (revolutionärer) Streifenform (senkrecht) nach Vorbild der Flagge Frankreichs.
Geschichte
Mit der Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert trafen die Inkakultur und die spanische Kultur aufeinander. In den ersten Jahrzehnten schrumpfte die Bevölkerung. Im Jahr 1542 wurde nach Auseinandersetzungen zwischen den Eroberern und dem spanischen Königshaus das Vizekönigtum Peru gegründet. Das Staatsgebiet des Vizekönigreichs Peru umfasste bis ins 17. Jahrhundert Gebiete von Panama bis nach Feuerland. Im Jahr 1821 erklärte Don Jose de San Martin die Unabhängigkeit des Landes und 1824 beendete Simon Bolivar die Unabhängigkeitskriege.
Fläche
Mit einer Fläche von 1.285.215 km², ist Peru nach Brasilien und Argentinien das drittgrösste Land in Südamerika, und gleichzeitig eines der 20 grössten Ländern der Welt.
Politik
Nach der Regierungszeit von Alan Garcia (1985–1990) wurde 1990 Alberto Fujimori zum Präsidenten gewählt. Dieser löste 1992 den Kongress auf und erklärte den Notstand. Nach seiner dritten Wiederwahl im Jahr 2000, forderte die Bevölkerung Neuwahlen. Ergebnis war eine demokratische Übergangsregierung unter dem Präsidenten Valentin Paniagua und nach Neuwahlen trat Dr. Alejandro Toledo Manrique im Juli 2001 das Präsidentenamt an. Im Jahr 2006 übernahm Dr. Alan Garcia Perez Büro ein zweites Mal. Der derzeitige Präsident des Landes ist Pedro Pablo Kuczynski Godard (seit Juni 2016).
Bevölkerung
Etwa 27 Millionen Einwohner. Im Laufe der Geschichte war Peru immer ein Schmelztiegel der verschiedenen Rassen und Kulturen. Vor ungefähr 500 Jahren erreichten die Spanier das Land und vermischten sich mit der einheimischen Bevölkerung. Der heutige Peruaner ist das Produkt dieser Vermischung, zu der später auch noch die Zuwanderung von Schwarzen, Asiaten und Europäern beitragen sollte.
Religion & Glaube
In Peru herrscht Glaubensfreiheit und man findet eine Vielzahl von Glaubensrichtungen. Diese kommen auch bei den verschiedenen Feierlichkeiten und Riten zum Ausdruck, die sowohl Elemente des katholischen Glaubens der spanischen Eroberer, als auch mystische Elemente von tausendjährigen Kulturen aus der Zeit vor der Kolonisierung miteinander verbinden.
Fauna & Flora
Das Land lässt sich grob in drei Bereiche unterteilen: Die Küste – eines der trockensten Gebiete der Erde – die Anden und die Regenwaldgebiete. Etwa ein Drittel des Landes besteht aus Gebirge, weitere grosse Teile gehören zu den unwegsamen Urwaldgebieten um den Amazonas. Ebenso wie die Flora hat auch die Tierwelt Perus eine grosse Vielfalt zu bieten. Viele Tierarten leben noch immer unentdeckt in Peru und beeindrucken heute die Wissenschaftler aus aller Welt.
Industrie & Wirtschaft
Peru ist ein Agrarland, jedoch sind gerade einmal drei Prozent der Gesamtfl äche für den Anbau geeignet. Vor allem die Hänge des Landes werden vermehrt genutzt, um dort zum Beispiel Mais und Kaff ee anzubauen. 50 Prozent des Exports Perus sind den landwirtschaftlichen Gütern zuzuschreiben. Weltberühmt ist der so genannte Kokatee, der in zahlreiche Länder exportiert wird. Auch Kartoffeln, Tee ,Zuckerrohr, Textilien und Getränke sind bedeutende Exportgüter. Peru ist eines der fischreichsten Länder der Erde. An den Küsten ist der Fischfang ein wichtiger Wirtschaftszweig und vor allem die Verarbeitung von Fischmehl ist bedeutend.
Devisen
Die Währung Perus ist der Nuevo Sol, im Verhältnis 1 USD = 3.2 Nuevo Sol (Stand Januar 2018). Geld wechselt man am besten in Wechselstuben (casas de cambio). Kreditkarten werden in den grösseren Städten akzeptiert.
Impfungen
Generell sollte ein Impfschutz gegen Polio, Tetanus/Diphterie sowie Hepatitis A bestehen. Darüber hinaus empfehlt es sich Malariaprophylaxe und Gelbfieber für Reisen in die Urwaldgebiete. Für die Einreise von Peru nach Brasilien ist Gelbfieber vorgeschrieben. Bitte denken Sie an Ihrem Impfausweis. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder in einem der schweizerischen Tropeninstitute.
Reisepass & Visum
Schweizer Staatsbürger benötigen für die Einreise in Peru einen noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültigen Reisepass. Bis zu einem Aufenthalt von 90 Tagen ist für Schweizer Bürger kein Visum erforderlich.
Reisezeit & Klima
Das Klima in Peru lässt sich in eine Regenzeit und eine Trockenzeit unterteilen, auch wenn je nach geografischer Region Unterschiede bestehen. An der Küste und an den westlichen Hängen der Anden ist es im Allgemeinen trocken. Während des Sommers an der Küste (zwischen Ende Dezember und Anfang April) ist der Himmel häufig klar und die Luft oft heiss und stickig. Das ist die Zeit, in der die Peruaner an den Strand gehen. In den Anden fällt die Trockenzeit auf die Monate Mai bis September. Dann herrscht ein kristallklarer Blick auf die Andengipfel. Doch in den Nächten können die Temperaturen bis unter 0 Grad fallen. Von Oktober bis April ist das Wetter wärmer, aber feuchter, und die Anden liegen oft im Dunst und Nebel.
Sicherheit
Wie überall gilt auch hier: nicht mit teurem Schmuck und Kameras provozieren, keine grossen Geldbeträge mit sich herumtragen und Wertsachen und Dokumente im Hotelsafe deponieren. Sie sollten bei Dunkelheit abgelegene Strassen und Gegenden meiden. Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt, vor Taschendieben auf Märkten und Strassen, besonders bei grossen Menschenansammlungen, muss gewarnt werden.
Speis & Trank
Die peruanische criolla-Küche entstand aus einer Verschmelzung von europäischer und indianischer Kultur. Unter dem Begriff „la criolla“ versteht man leichtgewürzte Gerichte wie „sopa a la criolla“, eine Suppe mit Rindfleisch, Nudeln, Milch und Gemüse. An der Küste stehen Fisch und Meeresfrüchte ganz oben auf dem Speiseplan. Das bekannteste peruanische Gericht ist „ceviche“: roher Fisch oder Krabben in Zitronensaft und Zwiebeln mariniert. Dazu isst man traditionell Mais und Süsskartoffeln. „Chupe de Camarones“ ist eine dickflüssige, leckere Suppe aus Salz- oder Süsswasserkrabben. Das traditionelle Gericht in den Anden ist „cuy“ Meerschweinchen, das gebraten und in Erdnussauce auf den Tisch kommt. Eine weitere Spezialität ist „pachamanca“, eine Mischung aus Fleisch und Gemüse, die auf erhitzten Steinen in Erdlöchern gekocht wird. Den bekannten Pisco Sour Cocktail sollte man nicht verpassen. Er wird mit Eiweiss, Zitronensaft, Sirup und Bitterlikör zubereitet.
Sprache
Die Landessprache Perus ist Spanisch neben Quechua, die Muttersprache der Indios im Hochland. In Hotels und Reisebüros der grossen Städte versteht man ausser Spanisch auch Englisch.
Taxis
Peruanische Taxis haben keinen Taxameter, man verhandelt einfach über den Preis - am besten bevor man einsteigt. In Lima können Sie es im Hotel bestellen; das ist zwar teurer aber bequemer, vor allem wenn Sie wenig Spanisch sprechen oder nicht gerne feilschen.
Zeitzone
Peru ist sechs Stunden hinter de MEZ zurück. Eine Sommerzeit gibt es derzeit nicht.