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Tipps zur Entspannung bei der gynäkologischen Untersuchung
Die körperliche Untersuchung sollte nicht weh tun. Sie wird angenehmer, wenn du dich dabei entspannst, und die Ärztin sieht und spürt die Dinge besser, die sie untersuchen muss. Das Entspannen gelingt dir am besten, wenn du tief und langsam ein- und ausatmest. Es ist auch gut, wenn du kein Hohlkreuz machst, sondern das Becken leicht nach vorn kippst.
Insbesondere die Beckenbodenmuskeln sollten entspannt sein. Das sind die Muskeln, mit denen du den Harnstrahl abklemmen kannst. Diese Muskeln spannen sich manchmal wie zum Schutz unwillkürlich an. Das kann die Untersuchung erschweren. Du kannst lernen, die Spannung dieser Muskeln zu kontrollieren. Dazu eine kleine Übung:
Versuch, die Beckenbodenmuskeln langsam anzuspannen. Das ist, als würdest du den Urinstrahl zurückhalten. (Achtung: Das Bild mit dem Urinstrahl soll dir nur dazu dienen, dass du dir besser vorstellen kannst, wie sich das anfühlt. Du solltest die Übung nicht beim Urinieren machen, das ist nicht gut für die Blase). Wenn du die Beckenbodenmuskeln anspannst, schau, ob du sie noch mehr anspannen kannst, und dann wieder etwas weniger. Gelingt es dir, ohne dabei auch Gesäss und Beine anzuspannen? Atme tief mit den Bauch aus und schau, ob du beim Ausatmen anspannen und beim Einatmen entspannen kannst.
Wiederhole diese Übung mehrmals täglich – das geht auch, wenn du im Tram sitzt! So lernst du deine Beckenbodenmuskeln wahrzunehmen und selbst zu bestimmen, wann und wie sehr du sie anspannen willst.
Ausserdem wirst du dich bei der Untersuchung leichter entspannen, wenn du dir Berührungen in deiner Scheide gewöhnt bist, also wenn du schon Geschlechtsverkehr hattest oder bei der Selbstbefriedigung gern mit den Fingern die Scheide erforschst. Falls dies nicht der Fall ist, kannst du vor der ersten gynäkologischen Untersuchung gelegentlich mit den Fingern den Eingang und die Scheidenwände berühren, sanft drücken und massieren, am besten mit etwas Flüssigkeit, z.B. Mandel- oder Olivenöl. So bist du bereits vertrauter mit dem, was du in deiner Scheide spürst, und fühlst dich darin «zuhause», bevor etwas Neues wie ein Untersuchungsinstrument dich dort besucht.
Wenn du wegen Schmerzen zur Untersuchung gehst, ist es vielleicht nicht möglich, die Untersuchung schmerzlos durchzuführen. Sie kann aber sofort abgebrochen werden, wenn du das wünschst. Das gilt auch für eine normale Vorsorgeuntersuchung.