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2014 hat diese Grafik von Pavlina Tcherneva Aufsehen erregt, weil sie deutlich zeigt, wie die reichsten 10 % einen immer grösseren Teil der Einkommensgewinne durch Wirtschaftswachstum für sich beanspruchen konnten (Daten für die USA):
Diese Grafik habe ich für die Schweiz reproduziert, die Erkenntnisse sind dieselben und nicht überraschend:
Bis in die 70er Jahre erhielten die ärmeren 90 % noch einen höheren Anteil der Einkommensgewinne, wenn die Wirtschaft wuchs. Ab den 80er Jahren Jahren wurde das Bild dann umgekehrt, den grössten Teil bekamen die reichsten 10 % und ab den späten 90ern nahm das Einkommen der 90% sogar ab trotz Wirtschaftswachstum.
1973/74 schafften Kanada, die USA, Deutschland und die Schweiz ihre Kapitalkontrollen ab, was dem Faktor Kapital ungemein mehr Macht verschaffte.
Leider sind die Daten für die Schweiz nur ohne Kapitalgewinne verfügbar. Dadurch wird der Umstand etwas entschärft, dass ich die letzte Wachstumsphase auch schon ab 2001 hätte berechnen können, da offiziell die Rezession dann zuende war. Das Wirtschaftswachstum startete aber erst im dritten Quartal 2003. Mit 2001 als Startpunkt hätten die Unteren 90 immerhin 18 % des Einkommensgewinns behalten können (mit Kapitalgewinnen wäre der Anteil geringer).
Auch gibt es keine neueren Daten für die Schweiz als 2010 (bzw. ich weiss nicht wo). 2009-2010 ist die Wirtschaft zwar gewachsen, aber nur inklusive Kapitalgewinnen. Ohne diese hat das Einkommen insgesamt leicht abgenommen.