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Gulmeena hat dieselben Fähigkeiten wie ihre Brüder und andere Jungen. Sie weiss, dass sie es verdient, die Schule zu besuchen, zu spielen und Sport treiben zu dürfen. Doch in Peshawar, Pakistan, wo Gulmeena lebt, nehmen Mädchen typischerweise eine sehr traditionelle Rolle in der Familie ein. Sie schliessen nur selten die Schule ab und Aktivitäten mit Jungen werden ihnen oft verboten. Als Gulmeenas Eltern die aufgeweckte und beliebte Schülerin vor einem Jahr aus der Schule nehmen wollten, schien ihr Traum vom Schulabschluss in weite Ferne zu rücken. Gulmeena hatte immer hart für die Schule gearbeitet und war Junior Leader in einem von Right To Play unterstützten Club, wo die Kinder lernten, ihre Konflikt- und Kooperationsfähigkeiten zu verbessern.
„Ich habe gelernt, wie ich anderen helfen kann, ihre Probleme zu lösen", erzählt Gulmeena.
Als ihr Vater verkündete, dass Gulmeena die Schule verlassen müsse, war sie niedergeschmettert. Doch dann wandte sie sich an Sana, die als Right To Play Coach an ihrer Schule tätig ist. Sana sprach mit Gulmeenas Lehrern, die alle bestätigten, dass sie eine sehr begabte und erfolgreiche Schülerin ist. Zudem war sie selbstbewusst, konnte gut Vorträge halten, gewann Schuldebatten und organisierte schulinterne Anlässe. Dann besuchte Sana zusammen mit dem Schulleiter Gulmeenas Zuhause. Während einem Monat sprach sie regelmässig mit Gulmeenas Vater.
„Es dauerte eine Weile, ihm zu erklären, wie wichtig der Schulbesuch und die Teilnahme an den Right To Play Programmen für Gulmeena sind", erzählt Sana.
Sie nutzte dazu dieselbe Methodik wie auch in den Right To Play Aktivitäten: Der Prozess der Reflexion, Verknüpfung und Anwendung. Sie sprach mit ihm über seine eigenen Erfahrungen aus der Schulzeit und verband diese mit den Erfolgen seiner Tochter als Schülerin und Junior Leader. Zudem erklärte sie ihm, wie die Ausbildung seiner Tochter ermöglichen kann, in ihrer Familie und in der Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag zu leisten.
"Nachdem der Vater Gulmeena erlaubte, wieder die Schule zu besuchen, traf sie sich sogleich mit ihren Lehrern, um den verpassten Schulstoff aufzuholen", erzählt Sana.
Ihre Hartnäckigkeit zahlte sich aus. Indem Sana wiederholt mit dem Vater über die Erfolge und das Potenzial seiner Tochter sprach, konnte sie ihm auch aufzeigen, wie wichtig die Ausbildung von Mädchen ist. Kürzlich schloss Gulmeena die 11. Klasse ab, mit den besten Noten ihrer Schule. Nach Abschluss ihrer Ausbildung möchte sie Lehrerin werden.
"Die Spiele in der Schule lernen uns, wie wir zusammenarbeiten, unsere Probleme besprechen und eine Lösung finden können", bestätigt Gulmeena. „Dank der Hilfe von Sana sind meine Eltern nun an Geschichten aus der Schule interessiert, und sie sind stolz auf mich."
Erfahren Sie mehr über unsere Programme in Pakistan im folgenden Video.