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Wie die französische Zeitung «Le Figaro» Ende August berichtet hat, erwägt die französische Accor-Gruppe eine Fusion mit der in Grossbritannien ansässigen
Intercontinental Hotels Group (IHG). Ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen würde das weltweit grösste Hotelunternehmen formen. Die Zeitung berichtete weiter, dass der CEO von Accor, Sebastien Bazin, ein Team unter der Leitung von CFO Jean-Jacques Morin zusammengestellt hat, um die Möglichkeiten einer Fusion auszuloten. Accor und IHG wollten zu den «Marktgerüchten» keinen Kommentar abgeben. Ob nach einer Fusion Accor das Sagen haben sollte, könnte unwahrscheinlich sein. IHG wäre nach heutigem Stand der grössere Partner, mit einem derzeitigen Wert von über 8 Milliarden Euro, während Accor auf 6,2 Milliarden kommt.
Darüber hinaus verlor IHG in der ersten Jahreshälfte auf operativer Ebene nur rund 260 Millionen Euro. Accor musste dagegen Einbussen in Höhe von 1,36 Milliarden Euro verkraften.
Eine Fusion könnte für Accor interessant sein, um die Präsenz in Nordamerika zu vergrössern, wo die IHG-Kette mit Holiday Inn eine starke Stellung im mittleren Marktsegment besetzt. Die solide Performance von Holiday Inn sorgte dafür, dass IHG im zweiten Quartal nur einen geringen Rückgang des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) verzeichnete als die Konkurrenz. IHG könnte andersherum von der starken Position von Accor in Europa profitieren.