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Wie sieht Ihr Tagesablauf für gewöhnlich aus?
Ich stehe um sechs Uhr auf und trinke eine Tasse Tee. Danach gehe ich auf unsere Felder, um Tee zu pflücken und zu den Tieren zu schauen. Am späten Vormittag bringe ich die gepflückten Teeblätter nach Chepkitak, um sie zu verkaufen. Gewöhnlicherweise bin ich zum Mittagessen, das meine Frau zubereitet, zurück. Am Nachmittag gehe ich wieder auf die Felder. Unter anderem schneide ich Gras für das Vieh. Meine Frau hilft mir, wenn sie nicht mit Hausarbeiten beschäftigt ist. Jeden Morgen und Abend holt sie Wasser from Fluss, der ungefähr 1 km von unserem Haus entfernt ist. Jedes Mal dauert es fast anderthalb Studen, bis sie zurück ist. Die Kinder kommen um 18 Uhr von der Schule nachhause und machen ihre Hausaufgaben. Danach essen wir gemeinsam zu Abend.
Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Ich mag Ugali, ein Gericht auf der Basis von Maismehl, und traditionell zubereitete fermentierte Milch.
Was bereitet Ihnen momentan Schwierigkeiten?
Unsere grösste Herausforderung ist der Zugang zu Trinkwasser. Die meisten Bewohner meines Dorfes, wie auch meine Familie, holen Wasser vom Fluss. Das Wasser ist jedoch stark verschmutzt. Der Fluss verläuft am Fusse einer grossen Teeplantage, die im grossen Stile Dünger verwendet. Wenn es regnet, werden die Düngmittel in den Fluss geschwemmt. Zudem gibt es viele Fälle von Typhus und Durchfall in meinem Dorf.
Welche Veränderungen beobachten Sie, seit das Projekt begonnen hat?
Meine Kinder haben nun einen Regenwassertank und neue Latrinen in der Schule. Sie sind nicht mehr gezwungen, tagsüber Wasser vom Fluss zu holen. Als das Projekt begann, erzählten mir meine Kinder von den verschiedenen Aktivitäten und baten mich, die Initiative zu unterstützen. Was ich auch tat. Jetzt ist der Tank in der Schule voll und die Kinder mehr als zufrieden. Auch zuhause werden wir bald Regenwasser sammeln. Diese Idee habe ich von meinen Kindern. Durch die Sanitär- und Hygieneförderung im Dorf werden wir bald auch mehr Latrinen haben und die allgemeine Hygiene verbessern können.
Was wünschen Sie sich?
Ich wünsche mir sauberes Wasser und Latrinen für alle Familien in meinem Dorf. Beides wird dazu beitragen, Krankheiten zu reduzieren und die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern. Auf diese Weise werden wir auch ein besseres Leben führen.
Worauf sind Sie stolz?
Ich bin stolz auf das, was ich in meinem Lebem erreicht habe: ich habe eine gute Familie und kann ihr ein anständiges Leben ermöglichen. Ich bin dankbar für die Unterstützung und Liebe meiner Frau, die mir immer hilft. Und ich bin stolz auf meine Kinder, die gut erzogen und fleissige Schüler sind.
Das Interview wurde von Joëlle Affolter mit der Übersetzung von Frau Munai im November 2015 geführt.