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Allgemeines
Dickdarmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsformen. Die Gefährdung steigt ab Alter 55 bei Frauen (50 bei Männern) stetig an. Die Krebsgeschwulst entsteht in 80-90% aus vorerst gutartigen Vorläufern, sogenannten adenomatösen Polypen. Dieser Prozess nimmt mehrere Jahre in Anspruch. Während dieser Zeit können die Polypen auf einfache Weise bei der Dickdarmspiegelung abgetragen werden. Die systematische Entfernung von Dickdarm-Polypen senkt das Risiko für Darmkrebs massiv.
Symptome
Typische Symptome von Darmkrebs sind Blut im Stuhl, Änderung der Stuhlgewohnheiten, Bauchschmerzen oder Gewichtsverlust. Symptome treten aber erst spät auf. Rund die Hälfte der Dickdarmkrebse, die anhand von Symptomen diagnostiziert werden, befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, mit entsprechend schlechten Chancen auf Heilung. Wird die Diagnose hingegen in einem frühen Stadium gestellt, ist die Prognose ausgezeichnet.
Vorsorge / Früherkennung
Weil sich Darmkrebs erst spät mit Symptomen bemerkbar macht, wäre Früherkennung wichtig. Zumal man theoretisch 10 Jahre lang Zeit hat, die vorerst noch harmlosen Vorläuferstadien (Polypen) zu entdecken und unschädlich zu machen. In einigen Ländern existieren eigentliche Vorsorgeprogramme, die sich an die ganze Bevölkerung richten. Hiefür braucht es gesundheitspolitische Grundsatzentscheide. In der Schweiz sind Bemühungen im Gange, zu einer Klärung der Situation zu gelangen. Offiziell besteht heute noch keine gesetzliche Grundlage, um Vorsorgeuntersuchungen zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung durchzuführen.
Vorsorgemethoden
Die wirksamste, aber auch aufwändigste Methode ist die Dickdarmspiegelung alle 10 Jahre ab Alter 50-55. Ein weniger belastender Kompromiss ist die Sigmoidoskopie (Spiegelung des unteren Dickdarmabschnittes). Alternativ kann ein jährlicher Stuhltest auf versteckte Blutspuren durchgeführt werden, doch ist diese Methode viel weniger präzis; falls Blut nachgewiesen wird, muss eine Dickdarmspiegelung nachgeholt werden. Die Wahl der Methode steht heute dem Screening-Willigen frei. Es empfiehlt sich in jedem Fall ein beratendes Gespräch mit dem Hausarzt.
Besteht eine familiäre Häufung von Dickdarmkrebs, kommen spezielle Empfehlungen zur Anwendung.