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Donald Trump und Hillary Clinton haben die Vorwahlen in weiteren US-Bundesstaaten gewonnen.
Bei den Republikanern gewann in allen fünf Staaten, in denen am Dienstag gewählt wurde, der umstrittene Immobilien-Mogul Donald Trump. Er setzte sich klar gegen seine Mitbewerber Ted Cruz und John Kasich durch. Damit hat Trump seine Chancen verbessert, die nötigen 1237 Delegierten für die Präsidentschaftskandidatur vor dem Parteitag in Cleveland im Juli einzusammeln.
Clinton baut Vorsprung aus
Auch bei den Demokraten setzte sich die Favoritin durch: Clinton gewann in Maryland, Delaware, Connecticut und Pennsylvania. In Rhode Island verlor sie allerdings gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders. In Connecticut setzte sie sich nur knapp gegen den linksliberalen Senator durch.
Die frühere Aussenministerin ist damit nur noch theoretisch von Sanders einzuholen. Dieser hatte bereits zuvor angekündigt, bis zum Schluss nicht aufgeben zu wollen.
Trump im innerparteilichen Gegenwind
Bei den Republikanern versuchen einflussreiche Kreise in der Partei seit Monaten, Trumps Kandidatur zu verhindern. Zuletzt hatten sich seine beiden verbliebenen innerparteilichen Gegner, der erzkonservative Senator Ted Cruz aus Texas und der liberalere Gouverneur von Ohio, John Kasich, gegen ihn verbündet. Sie wollen sich in Staaten wie Indiana, New Mexico und Nebraska nicht gegenseitig Konkurrenz machen.
Die Augen der Republikaner richten sich nun auf den Bundesstaat Indiana im Mittleren Westen. Wenn Trumps Verfolger Ted Cruz dort nicht gewinnen kann, hat Trump sehr gute Chancen auf eine absolute Mehrheit der Delegierten. Sollte hingegen Cruz gewinnen, dürfte es für Trump schwer werden, die Mehrheit vor dem Parteitag in Cleveland einzusammeln.
Selten spannender Parteitag erwartet
Dann könnte er die Nominierung durch ein parteiinternes Gegenmanöver noch verlieren, selbst wenn er mit den meisten Delegierten – diese entscheiden offiziell auf den Parteitagen über die Kandidaturen – nach Cleveland zieht. Wegen dieser Konstellation gilt der Parteitag schon jetzt als einer der spannendsten in der jüngeren Parteigeschichte der US-Konservativen.