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Norweger-Bewegung
Andere Namen: Brunstad Christian Church BCC, Die Christliche Gemeinde DCG, Smithianer, Freunde Smiths, Smiths Venner
Um 1910 sammelte der norwegische Marineoffizier Johan Oscar Smith (1871–1943), ein Gefährte des Pfingstpredigers T.B. Barratt, mit dem er dann jedoch wegen der Heiligungslehre Meinungsverschiedenheiten hatte, eine eigene Anhängerschar.
Ab 1912 gab er zusammen mit seinem Bruder Aksel Smith und mit Elias Aslaksen die Zeitschrift «Skjulte Skatter» (Verborgene Schätze) heraus. Smith galt unter seinen Anhängern als Prophet und grosser Reformator «zum wahren göttlichen Leben». 1976 übernahm Sigurd Bratlie, Schwiegersohn des Gründers (geb. 1905), die Fortführung des Werkes. Seit Mitte der 1990er Jahre wird die Gemeinschaft von Bernt Stadven und Smiths Enkel Kåre Johan Smith geleitet.
Im Jahr 1959 kamen Freikirchler aus dem Raum St. Gallen in Kontakt mit den Norwegern und luden sie ein, in der Schweiz tätig zu werden. Im Sommer 1965 kaufte Carl Zürcher in der Aach in Hoffeld, Neckertal ein altes Bauernhaus mit Saal für 180 Personen, nannte es Sonnmatt und stellte es den Norwegern zur Verfügung. Im Jahr 1967 gründete Zürcher die Stifung Sonnmatt und übergab diese den Norwegern. Seither dient die Sonnmatt in Hoffeld als Zentrum der Norweger in der Schweiz.
2013 kam es in der Schweizer Gemeinde in Hoffeld zu Konflikten um die Art und Weise der Spendensammlung, welche zu einer Abspaltung von ca. 150 Personen führte, die sich seither zu eigenen Versammlungen treffen.
Die Norweger lehnen die Kirchen als irdische Organisationen ab. Sie halten sich für die wahre Anhängerschaft Christi.
Der wahre Christ lebt in einem anhaltenden Sieg über die Sünde. «Wir glauben, dass es möglich ist, alle bewusste Sünde zu überwinden und sich in geistlichem Wachstum ständig fortzuentwickeln.»
In geistlichen Belangen wird die Unterordnung der Frau unter den Mann gefordert, verbunden mit traditionellen Rollenbildern: «Die Mütter bauen die Heime, und die Männer bauen die Gemeinde.»
Kinder gelten als Geschenk Gottes. Kinderreiche Familien sind keine Seltenheit.
Die von Ältesten geleiteten Gemeinden sind selbständig und unterstehen auch keiner Gesamtleitung. Pfarrer oder Prediger im landläufigen Sinn kennen die Gemeinden nicht. Alle haben «Rederecht» innerhalb der Versammlungen. Die Bedeutung der Einheit und der Einordnung des einzelnen Mitgliedes in diese Einheit wird betont.
Die Norweger stossen auf Kritik einerseits wegen ihres Elitarismus, ihrer Ablehung aller anderen Kirchen, und andererseits wegen ihres Perfektionismus, ihres Glaubens, sündenfrei leben zu können.
Debatten gibt es seit Jahren auch um das Finanzgebaren der Leitung der Gemeinschaft in Norwegen.
Die Norweger erheben keine Zahlen. Schätzungen von Exponenten der Norweger selbst rechnen mit 25’000 bis 30’000 Mitgliedern weltweit.
In der Schweiz wird von 400 Mitgliedern ausgegangen. Zentrum ist die Sonnmatt in Hoffeld, Neckertal.