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Krankheitsbilder
Vaskuläre Malformationen
Vaskuläre Malformationen sind bei Geburt bereits angelegt und wachsen langsam und proportional zum Körper. Sie bilden sich nie von selbst zurück, sondern bleiben ein Leben lang bestehen. Wachstumsschübe werden oft durch die hormonelle Umstellung während der Pubertät oder Schwangerschaft oder durch Verletzungen hervorgerufen. Je nachdem, welches Gefässsystem betroffen ist, handelt es sich um:
Venöse (blaue) Malformationen (VM, Kavernome)
Venöse Malformationen sind abnorm geformte und erweiterte Venen. Die venöse Malformation ist die häufigste Form einer Gefässmalformation.
Patienten werden durch lokale Schmerzen, Thrombosen oder einfach durch kosmetisch störende Hautverfärbungen auf die Malformation aufmerksam.
Arterio-venöse Malformationen
Arterielle oder arterio-venöse (rote) Malformationen sind direkte Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen. Im Gegensatz zu den venösen, kapillären und lymphatischen Malformationen werden AVMs (arterio-venöse Malformationen) als rasch durchflossene vaskuläre Malformationen bezeichnet und stellen die gefährlichste Form dar.
Arterio-venöse Malformationen sollten nach Möglichkeit behandelt werden, da sie zu einer vermehrten Belastung des Herzens (Herzversagen) und zum Absterben von Gewebe durch eine Minderdurchblutung führen können.
Kapilläre Malformationen
Kapilläre Malformationen sind Wucherungen der kleinsten Blutgefässe (Kapillaren). Ein Beispiel ist der Naevus flammeus, auch "Feuermal" oder "Portweinfleck" genannt, der als flächige Verfärbung der Haut auftritt.
Gemischt hämolymphatische Malformationen
Häufig liegen vaskuläre Fehlbildungen als komplexe Mischformen der oben genannten Formen vor.