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Bei unserem Nadelgehölz bilden sich immer wieder, trotz Behandlung gegen Ungeziefer, solche "Wusteln", welche leider auch zu unschönen braunen Lücken führen an den Zweigen.
Oft haben wir schon beobachtet, dass sich nach einer gewissen Zeit in diesen "Wusteln" eine Art Insekt entwickelt!... ev. Wurm oder Made?
Was könnte das sein und was können wir dagegen unternehmen?
Das dokumentierte Schadbilder wird durch die Larven der Kiefernkultur-Gespinstblattwespe verursacht. Diese überwintern im Boden und verpuppen sich im Mai, sodass etwa Ende Mai/Anfang Juni die 12-17mm langen, rotschwarzen Wespen mit ihren gelb gefärbten Flügeln schlüpfen. Diese legen ihre kahnförmigen Eier einzeln etwas eingesenkt in die Nadeln der schon voll entwickelten Maitriebe der Föhren ab; Spitzentriebe werden dabei bevorzugt. Nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Larven aus ihren Eiern. Jede Larve bildet ein röhren- oder sackförmiges Gespinst, in das sie sich zurückzieht, wenn sie nicht die jungen Nadeln der Maitriebe (bis auf Stummeln) abfrisst. Das Gespinst mit der kopfunter fressenden Larve ist dicht mit rotbraunen Kotkrümeln gefüllt (Name: Kiefernkotsackblattwespe). Es beginnt unter dem Knospenquirl des Maitriebes und reicht bis zu seiner Basis (Gesamtlänge somit etwa 6-8cm). Insgesamt sechs Larvenstadien werden durchlaufen. Ausgewachsen sind die braungrünen Larven etwa 25mm lang und besitzen einen braunen Kopf.
Ende Juli oder Anfang August verlassen sie ihren Kotsack und wandern zur Überwinterung in den Boden.
Eine frühzeitige mechanische Entfernung der Larven/Gespinste zwischen Mitte Juni und Mitte Juli ist zur Bekämpfung ausreichend. Der Schaden bleibt meist begrenzt. Bei einem argen Befall empfehle ich Pflanzenschutzmassnahmen mit 'Basudin SG' (Maag) oder 'Spruzit' (Neudorff) um Anfang/Mitte Juni.