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Haben Sie schon mal etwas verschlagwortet? Wahrscheinlich schon. Aber sie nannten es dann «einen Hashtag setzen». Mit einem Hashtag schaffen Sie Ordnung auf Social-Media-Portalen; typischerweise handelt es sich um Tweets, Posts oder Bilder zu bestimmten Themen. Stichwort oder Verwendungszweck sind Fast-Synonyme. Darum brauchen wir auch den Anglizismus Hashtag, denn eine genaue und kurze Entsprechung gibt es (noch) nicht.
Die Wahl zum Anglizismus des Jahres
Bei Hashtag handelt es sich um einen harmlosen Anglizismus, den man versteht, wenn man nicht mit verschlossenen Augen und Ohren durchs Leben geht. Aber haben Sie schon mal gegendert oder Fracking betrieben? Ersteres mit ziemlicher Sicherheit schon, zweiteres wahrscheinlich nicht. Die drei erwähnten Begriffe waren alle in der Auswahl zum Anglizismus des Jahres 2012. Ich weiss, 2012 ist lange her, aber darum geht es eigentlich nicht. Viel interessanter als die eigentliche Wahl zum Anglizismus 2012 sind die Erklärungen und Diskussionen um die Begriffe. Zum Beispiel beim relativ schwammigen Begriff Hipster (inkl. Deutschlandkarte für Hipsterwohnorte). Der Hipster war übrigens auch in der Auswahl, schaffte es aber nur auf den zweiten Platz.
Was ist relevant?
Es gibt zahlreiche Ranglisten mit Wörtern, Unwörtern und Jugendwörtern des Jahres. Und die sind mässig spannend. Der Anglizismus 2012 reihte sich für mich vermeintlich in diese Liste ein. Bei näherem Betrachten entpuppte sich diese Wahl aber als äusserst interessante Ausnahme. Es wurden Argumente gebracht, warum denn ein gewisses Wort seinen Platz auf der Liste verdient hätte oder eben Erklärungen dazu gemacht, die ausführlich sind, Wissen vermitteln und zum Weiterdenken anregen. Sehr gelungen. Gewonnen hat übrigens Crowdfunding.
Titelbild via Pexels