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Osteopathie ist eine ausschließlich manuelle Medizin, die die klassische Medizin ergänzt. Sie basiert auf der Bewegung des Lebenden.
Wahrscheinlich existiert sie seit Urbeginn, die „moderne“ Osteopathie wurde 1874 neu geschaffen. Erstellt von A.T. Still für Menschen, wurde es gegen Ende des 20. Jahrhunderts für Tiere angepasst.
Der Zweck ist es, die natürliche Bewegung des Körpergewebes sowie seine Flexibilität und Vitalität aufrecht zu erhalten oder wieder herzustellen. Durch die Techniken entfernt der Osteopath die Fixierungen, die die natürliche Bewegung und Funktion verhindern und fördert so eine gute Durchblutung und Innervation. Daher hat das Gewebe alle Voraussetzungen, um sich selbst heilen zu können.
Wenn die Struktur eines Gewebes beschädigt wird, leidet auch seine Funktion. Wenn umgekehrt die Funktion gestört ist, ändert die Zeit ihre Struktur. Wir behandeln nicht nur Symptome, sondern betrachten das Tier als Ganzes und suchen von dort aus nach der Quelle der Fixierung. Dies kann mechanisch (Gelenke), viszeral (innere Organe), geweblich (Muskeln / Sehnen, Bänder, Faszien, Nerven, Gefäße), emotional, psychisch, energetisch sein.
Der Osteopath hat nur seine Hände zur Verfügung, um das Problem zu finden und zu lösen. Er entwickelt den Tastsinn (den jeder auch entwickeln kann!). Tatsächlich benutzen wir im Alltag unsere Hände „nur“ zum Nehmen, Greifen, Halten usw. und selten zum „Fühlen“, wie es eine sehbehinderte Person tun könnte.
Ein kleiner Exkurs: auf die gleiche Weise gelingt es dem Önologen (Weinspezialisten), im Wein seine Herkunft, seine Zusammensetzung, sein Alter usw. zu „lesen“, oder ein Dirigent schafft es, den Klang eines bestimmten Instruments unter allen anderen zu „filtern“. Der Osteopath kann verschiedene Gewebe (Knochen, Muskeln, Bindegewebe und andere Weichteile, Organe) und Bewegungen „fühlen“.
Osteopathie ist therapeutisch, aber man sagt auch, dass sie prophylaktisch ist. Das heißt, dass der Osteopath durch seine Techniken die ordnungsgemäße Funktion eines Organs unterstützt, beispielsweise bevor sich ein Problem auslösen kann oder wenn es bereits vorhanden ist, bevor Symptome wie Lahmheit, Verdauungsprobleme usw. auftreten. Manchmal ist die Krankheit unvermeidlich, aber der Osteopath kann den kritischen Moment des Organversagens verzögern.
Die Inanspruchnahme eines osteopathischen Tierarztes ist ein wesentlicher Vorteil, da er in erster Linie als Tierarzt über alle wissenschaftlichen und medizinischen Kenntnisse verfügt. Er kann dann beurteilen, ob es sich um einen Fall von Medizin oder Osteopathie handelt. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass der osteopathische Tierarzt weiterhin entzündungshemmende Medikamente, Antibiotika, eine Röntgenaufnahme oder sogar eine Operation verschreibt.