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Tramways de Fribourg
|Kürzel||TF|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1897-07-28|
|Betriebseinstellung||1965-03-31|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1897 eröffneten und von Beginn an elektrifizierten TF waren Eigentum einer Aktiengesellschaft. Das Kapital wurde durch öffentliche Zeichnung beschafft. Zu den führenden Initianten der TF gehörte der Generalstaatsanwalt Emile Perrier. 1897 wurde die Strecke Bahnhof–Burgquartier eröffnet, 1900 folgten die Verlängerungen vom Bahnhof nach Beauregard und Pérolles, 1912/13 schliesslich kam die Zweiglinie zum Friedhof respektive nach Grandfey hinzu. Die TF waren durchgehend einspurig angelegt. Die Aufstockungen der Anlagegelder dienten den genannten Erweiterungen. Ihre hohen schwebenden Schulden wandelten die TF 1900 in feste Anleihen um.
Finanziell bewegten sich die TF auf dünnem Eis. Bis 1909 reichten die Betriebsergebnisse aus, um die Zinsen zu zahlen und in geringem Mass Reserven anzulegen. Doch danach änderte sich dies, zumal mit der zusätzlichen Aufnahme von Fremdkapital zur Finanzierung der Linie nach Grandfey die Zinslast anwuchs. Ausserdem schrumpften die Betriebsüberschüsse, weil die neue Linie weniger profitabel war als erhofft. Die Passivsaldi und die schwebenden Schulden – vermutlich hauptsächlich Zinsausstände – stiegen nun Jahr für Jahr kontinuierlich an und erreichten bis 1920 bedrohliche Dimensionen, wobei bemerkenswert ist, dass die TF 1920 für die kurzfristigen Verbindlichkeiten in der Höhe von fast 247'000 Franken nur gerade 164 Franken Zins bezahlten. Diese Schulden waren also zinsfrei.
Die Baukosten der TF bezifferten sich 1920 auf 158'600 Franken pro Bahnkilometer, was unter dem Durchschnitt aller Trambahnen lag. 1911, vor der Inbetriebnahme der Erweiterung nach Grandfey, waren es 178'700 Franken gewesen. Mit Abstand die grössten Kostenfaktoren stellten 1920 das Rollmaterial und der Oberbau dar, die je 28 respektive 26 Prozent aller Aufwendungen ausmachten. Dahinter folgten die elektrischen Einrichtungen mit über 17 Prozent. Mit einem Anteil von nur gut 2 Prozent an den Kosten auffallend günstig war der Landerwerb.
Die TF gaben den Trambetrieb im März 1965 auf.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.