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Winterhärtezonen als Richtschnur
Ursprünglich in den USA entwickelt, wurde das Konzept der Winterhärtezonen in den 1980er Jahren für Europa übernommen. Zahlreiche Gärtnereien geben bei Gehölzen und Stauden an, in welchem Wintertemperaturbereich die Pflanzen in ihrem Sortiment winterhart sind.
In der Schweiz sind hauptsächlich die Zonen 6 (Alpen) bis 8 (die Gegenden rund um Genfersee, Bodensee und südliches Tessin) vertreten, wobei Jura, Mittelland und Voralpen weitgehend zur Zone 7 zählen. Die Temperaturangaben entsprechen den langjährigen mittleren Temperaturminima, die in einer Zone auftreten. Gilt eine Pflanze beispielsweise als winterhart bis Zone 5, kann sie in den meisten Wohngegenden der Schweiz ausgepflanzt überwintern.
Vorsicht geboten wäre jedoch in Hochtälern wie dem Oberengadin oder bekannten Kälteregionen wie rund um La Brévine. Hier müsste ein Standort mit einem passenden Mikroklima gefunden werden oder – je nach Pflanze – ein Winterschutz wie Schilf, Tannzweige, Jute oder Ähnliches die Pflanze zusätzlich schützen.
Grob gesagt brauchen Pflanzen, die in Zone 1 bis 5 winterhart sind, bei uns also kaum Winterschutz. Umgekehrt kommen Pflanzen der Zonen 9 bis 13 in der Schweiz selten ungeschützt durch den Winter und brauchen immer einen hellen, frostsicheren Ort im Keller oder Wintergarten oder gar einen warmen Platz in der Stube (Zimmerpflanzen).
Pflanzen der Zonen 6 bis 8 können im Mittelland, Jura, Tessin und den Voralpen grundsätzlich überwintern, brauchen jedoch unterschiedlich intensiven Schutz aus Vlies, Jute, Laub oder Tannenreisig. Im Ziergarten, auf Terrassen und Balkonen trifft man daher im Winter oft eingemummelte Gestalten an.