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Abdampfen.
Da das von Flüssigkeiten in Zuckersiedereien, zum Kondensieren von Milch, zum Eindicken von Glycerin, Extrakten etc., sowohl unter gewöhnlichem Luftdruck, als im Vakuum wesentlich durch Bewegung unterstützt wird, so verdient eine Vorrichtung besondere Beachtung, bei welcher die Heizschlangen durch ununterbrochene Drehung ein Umrühren hervorbringen. Eine hierauf begründete Konstruktion von Quiel in Berlin [* 2] besteht aus einem länglichen halbcylindrischen Trog zur Aufnahme der abzudampfenden Flüssigkeit und aus einer Trommel, welche in dem Trog liegt und um zwei horizontale, auf den Trogrändern aufruhende Zapfen [* 3] drehbar ist.
Jedes Trommelende wird von einem linsenförmigen kupfernen Hohlkörper gebildet, welcher die genannten Zapfen aufnimmt, die hohl und mit der Dampfleitung verbunden sind. Beide linsenförmige Hohlkörper sind durch etwa 20 schraubenförmig verlaufende Rohre verbunden, so daß der durch einen Zapfen eintretende Dampf [* 4] erst den einen Linsenkörper, darauf die Rohre und dann den zweiten Linsenkörper passiert, um durch den andern Zapfen zu entweichen. Indem nun der eine Zapfen mit einem Rädervorgelege versehen ist, dreht sich die genannte Trommel mit entsprechender Geschwindigkeit durch die Flüssigkeit, nimmt unter gleichzeitiger Erwärmung von dieser einen Teil auf den Rohren mit und bringt denselben wegen der großen Oberfläche schnell zur Verdampfung.