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Ein bösartiger Tumor besteht aus entarteten Zellen, die sich ungeregelt und oft sehr schnell vermehren. Die Geschwulst wächst ohne scharfe Begrenzung und bricht in andere Organe ein (Infiltration oder infiltratives Wachstum). Eine weitere charakteristische Eigenschaft bösartiger Tumore ist die Aussaat von Ablegern in andere, entfernt liegende Organe. Dort entstehen Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen. Diese wuchern selbstständig weiter, obwohl sie den Kontakt mit dem ursprünglichen Tumor verloren haben (diskontinuierliches Wachstum), sogar dann noch, wenn dieser Tumor längst operativ entfernt wurde.
Bei Krebsleiden handelt es sich um fortschreitende Erkrankungen, die unbehandelt meist tödlich enden. Sie sind in den Industrienationen neben Unfällen und Herz-Kreislaufkrankheiten die zweit- oder dritthäufigste Todesursache, wobei sich nicht alle bösartigen Tumore gleich verhalten. Sie wachsen unterschiedlich schnell, bilden früh oder erst später Metastasen, sprechen teils gut, teils aber schlecht auf Behandlungsmethoden an.
Gut- oder bösartige Geschwulst, Gewebsneubildung.
Krebs, Krebsgeschwulst, bösartiger Tumor. Fachbegriffe: Karzinom und Sarkom – je nach Art des betroffenen Gewebes.
Karzinome haben ihren Ursprung an äusseren (Haut) oder inneren Oberflächen (Schleimhäute, Drüsengewebe) des Körpers.
Sarkome gehen überwiegend vom Bindegewebe aus, auch von Muskeln und Knochen.
Die ursprüngliche Geschwulst, von der die Zellen stammen. Von ihr werden spontan, schubweise oder kontinuierlich Geschwulstzellen in den Körper ausgestreut. Dies ist eine der definierenden Eigenschaften bösartiger Tumore (Krebs: Karzinome, Sarkome).
Veränderung am Erbgut von Zellen, spontan entstanden oder durch äussere Einflüsse hervorgerufen.
Die Begriffe „Karzinom“ und „Krebs“ werden umgangssprachlich für alle Typen bösartiger Tumore verwendet, auch für die Sarkome.
Bösartige Tumore lassen sich aufgrund von verschiedenen Kriterien beschreiben, denen nachstehend einige Beispiele zugeordnet sind.
Die Ursachen bleiben in ihren Einzelheiten unklar. Bekannt sind aber zahlreiche Risikofaktoren, die das Entstehen oder die Wachtumsgeschwindigkeit von bösartigen Tumoren begünstigen. Ungünstige Voraussetzungen können sich summieren.
Erstsymptome sind oft nicht Frühsymptome. Im Gegenteil, der Tumor kann schon fortgeschritten sein, wenn die Krankheit sich erstmals bemerkbar macht. In welcher Art dies geschieht ist uneinheitlich und Funktionsstörungen weisen nicht immer direkt auf den Entstehungsort hin.
Eine vollständige Aufzählung von organbezogenen Symptomen ist nicht möglich. Einige charakteristische Beispiele sind:
Gemeinsame Krankheitszeichen einer fortgeschrittenen oder im Endstadium befindlichen Krebskrankheit sind: Appetitverlust, massive Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Blässe, Blutarmut, Fieber, Blutungsneigung, Schmerzen, neurologische Ausfälle usw.
Die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen sollten wahrgenommen werden. Das Entstehen einer Krebskrankheit lässt sich damit zwar nicht verhindern, man kann sie aber in einem frühen und damit noch heilbaren Stadium entdecken.
Bei Verdacht soll der Arzt konsultiert werden, denn Früherkennung erhöht die Heilungschancen für bösartige Tumore. Man muss den Arzt auf persönliche Risikofaktoren hinweisen, wie gehäuftes Auftreten bestimmter Karzinome in der Blutsverwandtschaft, Rauchen, berufliche Exposition (Chemikalien, Strahlung) und andere.
Die Diagnose beruht zunächst auf den Angaben des Patienten und der körperlichen Untersuchung. Es folgen Bluttests und bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Computer- oder Magnetresonanztomographie.
Optische Methoden zur Spiegelung innerer Organe ermöglichen die direkte Sicht auf den Tumor und die Entnahme von Gewebsproben. Es handelt sich um die Spiegelung der Luftwege und Bronchien (Bronchoskopie), die Lupenbetrachtung der Vagina (Kolposkopie), Magen- oder Darmspiegelung (Gastro- oder Koloskopie) oder um die Spiegelung der Bauchhöhle (Laparoskopie) und andere.
Bisweilen wird zuerst eine Metastase entdeckt, die auf das Vorhandensein einer bereits fortgeschrittenen Krebserkrankung hinweist. Selbstverständlich versucht man dann, den ursprünglichen Tumor (Primärtumor) zu finden, denn eine gezielte Therapie erfordert die Kenntnis des Ausgangspunkts.
Als Therapien stehen zur Verfügung: Operation, Strahlen- und Chemotherapie.