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Der Buchtitel “A Dissertation on Oriental Gardening” lässt auf eine sachliche oder philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema landschaftlicher architektonischer Gestaltung schließen. Da der Autor William Chambers, der im Jahre 1723 in England geboren wurde, selbst Architekt war, lässt sich diese Vermutung bestätigen. Im Laufe seiner frühen Karriere hielt sich dieser mehrmals in China auf, um die dortige Bau- und Gartenkunst zu studieren. Das Buch scheint seine Erkenntnisse zusammenzufassen und sie für das englische Bauwesen offiziell aufzuarbeiten, worauf die Widmung an den König am Anfang deuten lässt.
Unglücklicherweise habe ich im Buch kein Inhaltsverzeichnis gefunden, wodurch es sich nur schwierig inhaltlich gliedern lässt. Auch kommen Darstellungen lediglich auf der Titelseite sowie der Seite mit der Widmung vor, was mich annehmen lässt, dass Chambers sich eher theoretisch als praktisch mit dem Thema befasst.
Da sich Chambers aber auch in anderen Werken mit chinesischem Bauwesen befasst (z.B. Designs of Chinese buildings, furniture, dresses, machines, and utensils. To which is annexed a description of their temples, houses, gardens, &c. London 1757) denke ich dass es sich um eine Art kulturelles Werk handel könnte, dessen Einflüsse positive Effekte auf die englische Architektur haben soll, oder zumindest eine mögliche Referenz darstellen könnte.
In einem nächsten Schritt habe ich versucht, stichprobenartig eine Seite aus dem Buch zu lesen, um ein Gefühl von dem verwendeten Stil und der Art des Inhaltes zu erlangen. Dafür habe zunächst auf Seite 1 der Dissertation begonnen. Diese bestätigt die vorangegangenen Annahmen. Chambers spricht von Gartenkunst als Teildisziplin der chinesichen Philosophie. Um einen Zusammenhang mit Architektur herzustellen habe ich das Wort bei der digitalen Version des Buches als Suchbegriff eingegeben. Hierbei kam ich auf Seite 16. Der Autor spricht hier von Gartenarchitektur, die durch ihre Komposition die strukturelle Architektur selbst in Szene setzt und komplementiert.