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Das Wort Relaxation stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Entspannung im Sinne von „wieder Loslassen” von Anspannungen. „Progressiv” steht für „fortschreitend”. Gemeint ist eine sich im Laufe der Übungen immer weiter vertiefende (fortschreitende) Entspannung.
Eine einfache Methode der Entspannung ist die progressive Muskelentspannung nach E. Jacobson. Dabei werden verschiedene Muskelgruppen kräftig angespannt und dann ganz langsam wieder entspannt. Sie ist leicht erlernbar und lässt sich sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause praktizieren und ist auch für Kinder und Jugendliche gut geeignet. Ihre Wirksamkeit wurde in zahlreichen Studien wissenschaftlich untermauert.
Der Arzt und Physiologe Edmund Jacobson entdeckte bereits zu Anfang des letzten Jahrhunderts, dass zwischen dem psychischen Befinden eines Menschen und dem Grad der Anspannung seiner Körpermuskulatur eine direkte Beziehung besteht. Ein sehr anschauliches Beispiel hierfür ist der körperliche Zustand bei Angstgefühlen. Empfindet ein Mensch Angst, verspannt sich seine Muskulatur: Sein Gesicht verzerrt sich, er zittert oder bebt, sein Körper verkrampft. Die sprichwörtlichen weichen Knie nach überstandenen Gefahrensituationen sind die Folge der vorangegangenen intensiven Anspannung der beteiligten Muskelpartien. Der psychische Zustand des Menschen hat demnach eine direkte Auswirkung auf den Spannungsgrad der Muskulatur. Jacobson konnte nachweisen, dass Stress, Angst und innerer Druck nachlassen, wenn die Muskulatur ausreichend entspannt ist.
Viele Menschen sind sich im Alltag gar nicht bewusst, dass einzelne Muskelgruppen bei ihnen ständig übermässig angespannt sind. Deshalb können sie diese Muskelpartien auch nicht bewusst entspannen. Um dem abzuhelfen, erfand Jacobson seine mittlerweile weltweit anerkannte Methode der muskulären Tiefenentspannung, der er den Namen „Progressive Muskelrelaxation” gab.
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