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"Memorandum of Unterstanding" unterzeichnet.
Lenovo könnte in Kürze das europäische Elektronikunternehmen Packard Bell übernehmen. Wie Lenovo gestern mitteilte, befinde man sich in Verhandlungen mit den Besitzern von Packard Bell über eine Übernahme und habe auch bereits eine diesbezügliche Absichtserklärung unterzeichnet. Auch Abklärungen mit den zuständigen Behörden seien bereits im Gange.
Das in Holland stationierte Unternehmen Packard Bell stellt PCs und Unterhaltungselektronik wie MP3-Player, GPS-Geräte, Multimediarekorder usw. her und ist vor allem im westeuropäischen Markt für Heimanwender gut vertreten – gemäss eigenen Angaben ist Packard Bell bei Consumer-PCs in Europa insgesamt die Nummer drei.
Lenovo, der nach Anzahl der verkauften Geräte gesehen insgesamt drittgrösste PC-Hersteller der Welt, ist in seinem Heimatland China sowohl im Consumerbereich als auch im Unternehmensbereich stark. Zu seinem Auslandsgeschäft ist Lenovo durch die Übernahme des PC-Bereichs von IBM gekommen, der traditionellerweise fast ausschliesslich Unternehmenskunden bediente. Schon kurz nach der Übernahme des PC-Bereichs von IBM bekundete Lenovo allerdings seine Absicht, im Laufe der Zeit auch ausserhalb Chinas in den Heimanwenderbereich vorzustossen.
Durch die Übernahme von Packard Bell könnte Lenovo der Expansion in den Consumerbereich zumindest in Europa neuen Schub verleihen. Von Interesse für Lenovo könnte dabei insbesondere das Know-how von Packard Bell im Umgang mit dem Retail-Channel sowie seine bestehenden guten Beziehungen zu grossen Ladeneketten wie dem Media Markt sein. (Hans Jörg Maron)