Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03295.jsonl.gz/611

Cham Paper Group verkauft ihr Spezialpapiergeschäft an die Sappi Gruppe
Die Cham Paper Group verkauft ihr Spezialpapiergeschäft an die südafrikanische Sappi Limited, einen der nach eigenen Angaben weltweit führenden Zellstoff- und Papierhersteller. «Die Integration des Spezialpapiergeschäfts in die Sappi Gruppe wird für die beiden leistungsfähigen Werke der Cham Paper Group in Carmignano und Condino und deren Mitarbeitende sowie für das Digital-Imaging-Team in Cham neue Perspektiven eröffnen», heisst es dazu in einer Medienmitteilung.
Die Transaktion unterliegt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden. Nach der Veräusserung des Papiergeschäfts wird sich die Cham Paper Group nach eigenen Angaben auf ihr Immobiliengeschäft konzentrieren. Die Gruppe treibt die Transformation des «Papieri»-Areals in Cham in ein neues, attraktives Stadtquartier voran.
Die in Johannesburg domizilierte und an der dortigen Börse kotierte Sappi Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt Zellstoff, Spezial-, Verpackungs- und grafische Papiere sowie Biomaterialien. Sie beschäftigt rund 12'000 Mitarbeitende und verfügt über Produktionsstätten in sieben Ländern auf drei Kontinenten und über Kunden in mehr als 150 Ländern. Sappi konzentriert die Entwicklung auf verschiedene Bereiche des Spezialpapiermarkts. Die Integration des Spezialpapiergeschäfts der Cham Paper Group in die starke, global aufgestellte Gruppe soll neue Perspektiven in Bezug auf Beschaffung, Marktbearbeitung, Produktinnovation, Expansionsmöglichkeiten und Personalentwicklung eröffnen.
Wie es in der Mitteilung weiter heisst, habe der Verwaltungsrat der Cham Paper Group in den letzten Monaten sämtliche strategischen Optionen geprüft, wie das Unternehmen nach der Verlagerung der Spezialpapierproduktion aus der Schweiz nach Italien und der umfassenden Modernisierung der Werke in Carmignano und Condino erfolgreich in die Zukunft gehen könne. Wörtlich hiess es: «Das profitable Spezialpapiergeschäft der Cham Paper Group ist heute zwar gut aufgestellt, aber dennoch zu klein, um sich aus eigener Kraft längerfristig im Markt zu behaupten. Entsprechend ist der Verkauf an die Sappi Gruppe eine optimale Lösung.»
Der Verkauf des Spezialpapiergeschäfts verlangt eine Änderung des Gesellschaftszwecks der Cham Paper Group Holding AG. Die Aktionäre können an einer ausserordentlichen Generalversammlung über das Vorhaben beschliessen. Die Änderung des Gesellschaftszwecks erfordert die Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der an der Generalversammlung vertretenen Stimmen. Zudem muss die Transaktion noch von den zuständigen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Mit dem Vollzug der Transaktion wird im ersten Quartal 2018 gerechnet.
Nach der Veräusserung des Spezialpapiergeschäfts wird sich die Gesellschaft auf ihr Immobiliengeschäft konzentrieren und neu unter dem Namen «Cham Group» auftreten. Der Verkauf zu einem Transaktionswert (enterprise value) von 146.5 Mio. Franken wird (nach Abzug von Bankkrediten, Verbindlichkeiten und Kosten) zu einem Mittelzufluss von rund 125 Mio. Franken führen. Diese finanziellen Mittel erhöhen die Flexibilität für die Entwicklung des «Papieri»-Projekts. Durch die absehbar höhere Eigenkapitalquote ist beispielsweise ein höherer Anteil Anlageliegenschaften zulasten der Stockwerkeigentumsquote denkbar. Auch Immobilieninvestitionen über das «Papieri»-Areal hinaus sind möglich.
ARTIKEL AUS DER GLEICHEN RUBRIK
Wer wirbt am meisten?
Procter & Gamble bleibt 2007 mit Webeausgaben von 9,4 Mrd. US-Dollar der Werbeweltmeister unter den Markenartiklern. Nestlé schafft es als werbefreudigste Schweizer Firma mit 2,2 Mrd. US-Dollar auf den...
RFID deutlich überschätzt – Trotzdem stabiles Wachstum
Die Radio Frequency Identification (RFID) wird zwar kontinuierlich immer wichtiger. Die Wachstumsraten, die von Marktforschungsinstituten noch vor einigen Jahren vorhergesagt wurden, sind aber nicht einge...
Alufolienabsatz: Rückgang wegen Rezession – Verpackungsfolien vergleichsweise stabil
Die Konjunkturabkühlung erreicht die Aluminiumindustrie: Die europäischen Ablieferungen an Alufolien waren in den ersten drei Quartalen 2008 um 4,9 Prozent geringer als im gleichen Zeitraum 2007. Eafa, der Verba...