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Die Höhlen von Sagada
Sagada ist ein kleines Dorf im Norden der philippinischen Insel Luzon. Auf dieser grössten von etwa 7000 Inseln liegt unter anderem auch die Hauptstadt der Puilippinen, Manila. Von Manila aus ist Sagada jedoch etwa 400 Kilometer und damit eine Tagesreise entfernt. Die meisten Leute entscheiden sich daher für eine mehrtägige Rundreise durch den Norden der Insel Luzon und verbinden den Besuch in Sagada mit dem in anderen Bergdörfern dieser Region.
Die hängenden Särge von Sagada
Sagada ist ein kleines Dorf, das an einem relativ steigen Berghang erbaut wurde. Die Hauptstrasse hat eine saftige Steigung und ist gesäumt von winzigen Hotels und Restaurants sowie einigen Souvenirshops, denn der Tourismus hat das Dorf voll in seiner Hand. Zwar gibt es kaum ein Hotel, das mehr als 12 Personen beherbergen kann und alles spielt sich in einem sehr kleinen Rahmen ab. Aber der Geheimtipp Sagada ist längst zu einer kleinen Touristenattraktion geworden, nicht zuletzt wegen der hängenden Särge. In Sagada lebt nämlich ein Volksstamm, der seine Toten in traditioneller Weise nicht in der Erde, sondern an den Felshängen bestattet. Die meist hölzernen Särge werden seit Jahrhunderten teils in schwindelnder Höhe an Felswänden aufgehängt. So sind sie vor wilden Tieren geschützt und es sind regelrechte Friedhöfe entstanden. So zum Beispiel im Echo-Tal, wo es besonders schöne Felswände gibt, die sogar ein leichtes Echo werfen. Hier findet sich noch heute eine hohe Anzahl an Särgen, von denen manche mehrere hundert Jahre alt und andere neueren Datums sind.
Sagada und seine Höhlen
In Sagada gibt es aber nicht nur Särge an den Wänden der Täler, sondern teilweise auch in verschiedenen Höhlen, die mal besser und mal schlechter zugänglich sind. Zu manchen Höhlen führen kleine Pfade, andere liegen etwas versteckter. Eine der besonders schönen Höhlen ist die Sumaging Höhle mit ihren einmaligen Felsformationen und Tropfsteinen. Der Abstieg zum Eingang der Höhle ist recht steil und führt über unregelmässige Treppen, die in den Stein gehauen sind. Jeder, der das Innere der Sumaging Höhle besichtigen möchte, muss am Eingang einen der Guides engagieren, die zwar meist nicht viel über die Entstehungsgeschichte der Höhle wissen, aber eine helle Petroelumlampe haben, die es ermöglicht, im Innern etwas zu erkennen. Das ist auch bitter nötig, denn es gibt in der Höhle keine wirklichen Wege oder Stege. Alle Besucher bewegen sich auf den abwechselnd glitschigen und scharfkantigen Steinen fort, über die kontinuierlich Wasser läuft oder tropft. An einer Stelle muss man einen Steilhang überwinden, wobei einige Autoreifen und Stricke behilflich sind. Die Sumaging Höhle ist also eher etwas für Abenteurer und Menschen, die gerne klettern. Die Einheimischen lieben die Höhlen von Sagada und man trifft hier vor allem viele Jugendliche aus der Umgebung von Manila an, die sich einen Spass daraus machen auf den glitschigen Steinen herum zu tollen.
Bildquelle: www.360virtualphilippines.blogspot.ch