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Kontinentale Grossstrukturen lösen keine Probleme
Durch die Euro-Krise treten nach den antidemokratischen nun die antisozialen Aspekte der EU-Integration sichtbar zu Tage. Auf dem Buckel von Arbeitnehmern sowie Rentnerinnen wird besonders in den südlichen EU-Ländern und in Irland massiv gespart. Um Banken und institutionelle Anleger zu schützen, werden die Bevölkerungen der Mitgliedsländer drangsaliert. Dies ist nicht nur ein Unfall der EU-Integration, sondern liegt an erklärten und unerklärten Zielen dieses Deregulierungs-Projektes, das hauptsächlich von einer christ- und sozialdemokratischen Allianz vorangetrieben wurde. Der unsoziale Charakter der EU-Integration liegt aber nicht nur an der Deregulierungspolitik, sondern auch an den stukturellen Ungleichgewichten zwischen den verschiedenen wirtschaftspolitischen Akteuren, welche durch Grossräume wie der EU verschärft werden. Grosstrukturen wie die EU stärken den Einfluss von Multis und Banken, während sie den Einfluss von zivilgesellschaftlichen Interessenvertretungen (Gewerkschaften; Frauen, Konsumenten, Umwelt, etc.) schwächen. Es erstaunt deshalb, dass viele Linke zwar die gegenwärtige EU scharf kritisieren, die Lösung sozialer Probleme aber immer noch von kontinentalen, menschenfeindlichen Grossstrukturen erhoffen.
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