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Beantwortet von: Cornelia Zehnder, Berner Gesundheit
Trotz zahlreicher Studien ist der Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem Ausbruch einer Psychose bislang nicht abschließend geklärt. Sicher ist jedoch inzwischen, dass Personen, die für eine Psychose anfällig sind, durch das Kiffen das Risiko für einen Ausbruch einer Psychose erhöhen. Hierzu drei denkbare Erklärungen: Erstens könnte der Cannabiskonsum alleine die Ursache für den Ausbruch eine Psychose sein, die unter anderen Umständen nicht aufgetreten wäre. Dann müsste man von einer eigenständigen „Cannabispsychose“ sprechen.
Ebenso ist denkbar, dass der Cannabiskonsum nur bei denjenigen Personen eine Psychose auslöst, die bereits dafür anfällig sind. Hier wäre der Cannabiskonsum also nicht die alleinige Ursache. Cannabis würde lediglich bewirken, dass die unterschwellig bereits vorhandene Psychose zum Ausbruch kommt. Somit wäre das Kiffen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Drittens ist es auch denkbar, dass „psychosegefährdete“ Personen eine besondere Schwäche für das Kiffen haben. Kiffen wäre dann eher Folge als Ursache einer Psychose.
Sind nun alle Kiffer von einer Psychose bedroht? Grundsätzlich müssen sich Cannabiskonsumentinnen und -konsumenten darüber im Klaren sein, das sie aufgrund des Kiffens ein höheres Risiko für eine Psychose haben als abstinente Personen. Falls du psychoseähnliche Symptome bei dir entdeckst, lässt du die Finger besser ganz davon. Mit Symptomen ist folgendes gemeint: Das unbestimmte Gefühl, dass etwas Merkwürdiges mit dir passiert, das Gefühl, verfolgt zu werden oder die Erfahrung, dass die Gedanken rasen und nicht kontrolliert werden können. Wenn du diese Symptome bei dir feststellst, ist es nicht zwangsläufig so, dass du psychotisch wirst. In diesem Fall bist du jedoch auf der sichereren Seite, wenn du ganz aufs Kiffen verzichtest.