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Majoran
Der Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er findet sowohl in der Küche als Gewürz wie auch als vielfältige Heilpflanze Verwendung. Im Mai lässt sich Majoran direkt ins Freiland säen.
(sku) Der Majoran stammt ursprünglich aus Südeuropa und Nordafrika. In Mitteleuropa kommt dieses Gewürzkraut praktisch nur in Gärten vor. Denn der hier bekannte Garten-Majoran ist nur einjährig und damit also nicht winterhart. Der Majoran gehört zur Familie der Lippenblütler und ist verwandt mit dem Thymian, dem Salbei und vor allem mit dem Origanum, dessen direkter Bruder er ist. Passend zu seiner Familie verfügt der Majoran über einen starken Duft, der durch ätherische Öle hervorgerufen wird.
Vielseitiges Gewürz
Der Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er, die schweren Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane. Besonders gerne wird Majoran zum Würzen von Wurst verwendet, weil er den herzhaften Geschmack unterstützt. Zudem passt er gut zu weissen Bohnen, Suppen, Saucen, Pizza, Fleischgerichten und Salaten.
Am besten sät man den Majoran im Mai direkt ins Freiland. Weil die Samen warme Temperaturen mögen, sollten sie nicht früher in den Boden kommen. Einfach ist es, wenn die Samen in Reihen ausgesät werden. Nach dem Aussäen wird die Saat leicht mit Erde abgedeckt und feucht, aber nicht zu nass gehalten. Ein Vlies als Abdeckung fördert das Keimen der Samen und schützt vor Vogelfrass. Nach 15-20 Tagen keimen die ersten Majoran-Pflanzen. Die heranwachsenden Kräuterpflanzen brauchen zwar regelmässig Wasser, sollten aber keinesfalls zu feucht stehen, denn sonst faulen die Wurzeln. Majoran wächst am besten an einem windgeschützten, warmen und sonnigen Platz.
Ernte
Majoran erntet man am besten kurz vor der Blütezeit. Dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Geerntet wird am Vormittag und oder am späten Nachmittag. Die Pflanzen sollten dabei nicht zu dicht über dem Boden abgeschnitten werden. So können sie weiterwachsen und später erneut geerntet werden.
Konservierung
Zum Konservieren lässt sich Majoran auch gut trocknen. Dazu werden die Pflanzenteile gebündelt und aufgehängt. Sobald die Blätter trocken sind, streift man sie von den Stängeln und lagert sie in gut verschlossenen Gefässen. Bei guter Lagerung hält getrockneter Majoran mehrere Jahre.
Wirkung
In der Naturheilkunde bewährt sich Majoran als krampflösend, schleimlösend und nervenberuhigend. Als Tee zubereitet lindert er Erkältungskrankheiten und Bronchitis. In der Kosmetik dient das Kraut gegen fette und unreine Haut. Ausserdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Blähungen, Appetitlosigkeit und Krämpfe der Verdauungsorgane. Auch bei See- und Reisekrankheit lässt sich Majoran verwenden.
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