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Nacheinander keltisch, römisch, savoyisch und bernerisch: Die bewegte Vergangenheit von Moudon ergab ein bedeutendes Kulturerbe, das in die Liste der Orte von nationaler Bedeutung aufgenommen wurde. Zahlreiche historische Monumente und Bauwerke sind im Inventar eingetragen.
Die ehemalige Hauptstadt der Waadtländer Staaten hat eindeutig ihre Einstufung unter den schönsten Dörfern der Schweiz verdient und fügt ihren Auszeichnungen damit eine landesweite Ehrung hinzu.
Der alte Dorfteil ist auf der Spitze eines langen Felsvorsprungs gelegen. Er wird von zwei Flüssen umspült und von einer einzigen Strasse voller alter Häuser, Herrschaftshäuser, Festungen und Riesenbrunnen durchquert. Über dem Fluss Broye bilden hohe Fassaden die Fortsetzung der Molassefelsen und verleihen der Oberstadt ein typisch mittelalterliches Gepräge. Ausserdem beherbergt die Oberstadt zwei sehr besuchenswerte Orte: Das Museum Vieux-Moudon und das Museum von Eugène Burnand, der hier geboren wurde.
Die Unterstadt erlebte eine lange Blütezeit, wie dies die zahlreichen gutbürgerlichen Gebäude und einer der letzten gedeckten Waadtländer Marktplätze beweisen. Alle diese Schätze können auf einem angenehmen, markierten historischen Pfad bewundert werden, der bei der St. Stephanskirche endet. Diese stammt aus dem Jahr 1280 und bleibt das grösste gotische Bauwerk des Kantons nach der Kathedrale von Lausanne.
Obwohl die Bausubstanz von unschätzbarem Wert ist, steht ihr das Kulturerbe in nichts nach. Die Fasnacht (Brandons) von Moudon ist ein Karneval mit lebendigen und volkstümlichen Traditionen und ist als immaterielles Kulturerbe des Kantons eingestuft worden.