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Beim Fleckvieh wird je nach Blutanteil zwischen drei Sektionen unterschieden:
- Simmental: zirka zehn Prozent der Herdebuchtiere (reinrassig)
- Fleckvieh: zirka 50 Prozent der Herdebuchtiere (Tiere mit einem Red Holstein-Blutanteil von 14 bis 74 Prozent)
- Red Holstein: zirka 40 Prozent der Herdebuchtiere (Tiere mit einem 75 oder mehr Prozent Red Holstein-Blutanteil)
Das Simmentaler Fleckvieh stammt ursprünglich aus dem Berner Oberland. Bis Mitte der 1960er Jahre wurden die Simmentaler sowohl in der Schweiz wie auch im Ausland nicht mit anderen Rassen gekreuzt sondern in Reinzucht weiterentwickelt. Ab 1965 wurden in geringem Ausmass die zur Fleckvieh-Gruppe zählenden Montbéliarde-Tiere zur Blutauffrischung eingesetzt. Diese Kreuzung blieb züchterisch aber bedeutungslos. Zahlenmässig und züchterisch viel bedeutender ist die seit 1968 stattfindende Einkreuzung mit der Red Holstein Rasse aus Kanada und den USA. Das Simmentaler Fleckvieh hat sich seither grundlegend verändert. Während es sich bei den reinen Simmentalern um eine typische Fleischrasse handelt, entstand durch die Einkreuzung eine milchbetonte Fleckviehrasse.
Heute werden die drei Sektionen Simmental, Fleckvieh und Red Holstein vom Schweizerischen Fleckviehzuchtverband betreut. Insgesamt machen die drei Sektionen rund die Hälfte des Schweizerischen Rindviehbestandes aus.