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Hochgradige Ataxien ohne zentrale Ausfälle mit oder ohne klar reduzierter Halsbeweglichkeit bei erwachsenen Pferden und bei Fohlen geben zusammen mit der Anamnese meist klare Hinweise auf die Lokalisation der Ursache: der Hals.
Was aber machen bei subtilen Anzeichen einer Ataxie wie zum Beispiel Dysmetrien der Hinterhand, unkoordiniertem Bergablaufen, Passgang beim Rückwärtstreten, leicht reduzierte Halsbeweglichkeit oder schlecht lokalisierbare Lahmheit?
Diese Symptome können als Folge von Veränderungen des Rückenmarks und/oder der abgehenden Nerven im Bereich der Hals-und Brustwirbelsäule sein. Neben der eingehenden klinischen Untersuchung (inklusive neurologische und orthopädische Untersuchung) und bildgebenden Verfahren (MRI, Myelographie, Röntgen, Ultraschall) kann die Elektromyographie ergänzend als diagnostische Methode eingesetzt werden.
Am ISME wird zur Zeit an einer klinischen Studie überprüft, ob und wie gut die Resultate der quantitativen Elektromyographie (qEMG) an der Halsmuskulatur des Pferdes mit bildgebenden und pathologischen Befunden übereinstimmt. Hiermit soll die Verlässlichkeit dieser Methode überprüft werden.