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- Stefan Küng holt im Zeitfahren der Rad-EM im italienischen Trient erneut den Titel.
- Stefan Bissegger verpasst das Podest als 4. nur knapp.
- Bei den Frauen krönt sich Marlen Reusser zur Europameisterin.
Stefan Küng ist erneut Europameister im Zeitfahren. Der Thurgauer setzte sich auf dem 22,4 km langen Parcours in Trient in 24:29,85 durch und verwies den Lokalmatadoren Filippo Ganna auf Platz 2. Der Weltmeister aus Italien verlor auf die Bestzeit von Küng 7,7 Sekunden.
Küng teilte sein Rennen perfekt ein: Bei der Zwischenzeit nach Rennhälfte lag der 27-Jährige noch hinter Ganna und dem späteren Bronzemedaille-Gewinner Remco Evenepoel (BEL) auf Rang 3. Auf dem zweiten Streckenabschnitt drehte der Olympia-Vierte aber auf.
Für Küng ist die erfolgreiche Titelverteidigung eine Genugtuung, war seine bisherige Saison doch von Enttäuschungen geprägt gewesen. An der Tour de France verpasste er den angestrebten Etappensieg nur knapp. An den Olympischen Spielen in Tokio schrammte er um nur 4 Zehntelsekunden an der Bronzemedaille vorbei.
Bissegger verpasst Podest knapp
Im EM-Zeitfahren hätten beinahe zwei Schweizer den Sprung auf das Podest geschafft. Stefan Bissegger, der im Vorjahr in der U23-Kategorie die Silbermedaille gewonnen hatte, fuhr bei seiner ersten EM bei der Elite auf Rang 4. Auf die Zeit von Küng verlor der 22-Jährige 23,1 Sekunden. Das Podest verpasste der Thurgauer um 8,5 Sekunden.
Am Sonntag steht für die Männer zum EM-Abschluss das Strassenrennen auf dem Programm. In Abwesenheit von Küng und Bissegger ruhen die Schweizer Hoffnungen auf Marc Hirschi und Gino Mäder. Letzterer verblüffte zuletzt an der Vuelta mit dem 5. Gesamtrang.