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Weshalb Barack Hussein Obama den Friedensnobelpreis verdient hat, weiss niemand zu begründen; den Abhörnobelpreis könnte man noch verstehen, aber sonst? Literaturpreise sind zu Marketingpreisen geworden, wo die Verlage untereinander ausjassen, wer jetzt an der Reihe ist. Das haben mindestens die Franzosen zugegeben.
Ein Höhepunkt an fragwürdigen Preisen leistet sich soeben der deutsche Econ-Verlag. Er hat der Commerzbank die Goldmedaille für integrierte Unternehmenskommunikation verliehen. Hier muss man wissen, dass niemand, auch die UBS nicht, die Commerzbank kaufen wollte, weil dies ein Pleitefall sondergleichen ist. Und dafür eine Goldmedaille?
Kein Wunder, der econ-Verlag gibt auch dem Flughafen München eine Goldmedaille für Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility. Wenn jemand den Preis verdient hätte, dann Franz-Joseph Strauss ehrenhalber, der es durchsetzte, den Flughafen mehr als eine Autostunde entfernt von der Wurst- und Bier-Hauptstadt der Deutschen ins Moos zu setzen. Damit ist dem Edelbayer gelungen, was die Zürcher Regierung nicht geschafft hat: Ruhe für die Anwohner. Ein Flughafen ist eine nützliche Sache, ihn aber für Nachhaltigkeit auszuzeichnen, heisst den Teufel zum Himmelsfürsten zu machen.