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Forschende der Universität Basel haben die Daten von über 1,1 Millionen stationären Fällen aus 102 Schweizer Spitälern ausgewertet, um das Verhältnis zwischen Bettenauslastung und Sterblichkeitsrate in Spitälern zu untersuchen.
Die Studie zeigt, dass der Schwellenwert, ab welchem das Mortalitätsrisiko zunimmt, in jedem Spital unterschiedlich ist. Liegt die Bettenauslastung über dieser Grenze, steigt das Sterberisiko um rund zwei Prozent pro Tag an. Bei zwei bzw. drei zusätzlichen Tagen mit überhöhter Kapazitätsauslastung steigt die Wahrscheinlichkeit einer Sterblichkeit während eines zweiwöchigen Spitalaufenthalts um 3,2 Prozent bzw. 4,9 Prozent. Der Schwellenwert bzw. die Auslastungsgrenze der einzelnen Einrichtungen lag gemäss Studie zwischen 42,1 Prozent und 95,9 Prozent der Bettenbelegung.
Je höher die durchschnittliche Bettenauslastung eines Spitals, desto höher liegt der Schwellenwert. Die Bettenauslastung liegt bei kleinen Spitälern im Schnitt bei rund 60 Prozent, während sie in grossen Krankenhäusern bei 90 Prozent liegt. Bei einer niedrigen durchschnittlichen Auslastung kann es zu stärkeren Schwankungen kommen. Diese stark schwankenden Bettenauslastungen führen dazu, dass der Schwellenwert, ab dem die Mortalität steigt, niedriger ist und damit schneller erreicht wird, unter anderem weil bestimmte Behandlungen nicht mehr oder erst mit Verzögerung durchgeführt werden können. Zudem bleibt die Anzahl der Ärzt:innen sowie des Pflegepersonals trotz starker Schwankungen relativ beständig.
Das Problem kann gemäss den Basler Forschenden angegangen werden, indem die Auslastungsschwankungen verringert und die Spitäler angemessen mit Personal ausgestattet werden. Viele kleine Einheiten seien nur schwierig effizient zu betreiben. Eine Bündelung der Kliniken oder eine engere Zusammenarbeit zwischen den Kliniken führe zu weniger Schwankungen und reduziere damit das Risiko.
Beitragsbild: Gorden Murah Surabaya/Pexels