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Zu den Winterschläfern zählen unter anderen Igel, Haselmäuse, Fledermäuse und der Siebenschläfer. Die Winterschlaf haltenden Tiere wachen nur auf, um ihre Schlafposition zu ändern oder Darm und Blase zu entleeren. Sie fressen jedoch nichts, sondern ernähren sich in dieser Zeit ausschliesslich von ihrem über Spätsommer und Herbst angefressenen Fettpolster. Um Energie zu sparen, verlangsamen sich Atmung, Herzschlag und Stoffwechsel - auch die Körpertemperatur sinkt ab. Werden Winterschläfer zu oft gestört, verringert sich ihre Chance, zu überleben. Sie suchen im Herbst Orte wie zum Beispiel hohle Baumstämme und Erdhöhlen auf, polstern sie mit Heu, Stroh, Blättern und anderen Materialien aus, damit sie vor der Kälte geschützt sind.
Es gibt auch Tiere, die anstatt eines Schlafs eine Winterruhe halten. Zu ihnen zählen der Bär, das Eichhörnchen oder der Maulwurf. Im Vergleich zu den Winterschläfern wachen sie öfter auf, um Nahrung zu sich zu nehmen.
„Bei Igeln beträgt die durchschnittliche Dauer des Winterschlafs 5 bis 6 Monate. Dabei verliert der Igel 30 Prozent seines Körpergewichts. Die Körpertemperatur sinkt bis knapp über den Nullpunkt; die Herzschläge vermindern sich von etwa 200 auf 2-12 pro Minute. Auf äussere Reize reagiert der Igel kaum.“ Verein Pro Igel (Dossier Winterschlaf)
Neben den Tieren, die ruhen und schlafen, gibt es auch jene, die in eine Starre - die so genannte Winterstarre - fallen. Dazu gehören Insekten, Amphibien wie Frösche, Reptilien wie Schlangen und Eidechsen sowie einige Fische. Ihre Körpertemperatur sinkt mit der Außentemperatur, daher kommt auch die Bezeichnung "wechselwarm". Einzelne Amphibienarten können sogar einfrieren und überleben trotzdem.
Damit Tiere den Winter gut überstehen, ist neben einem vielfältigen und ausreichenden Nahrungsangebot im Sommer und Herbst das Vorhandensein eines geeigneten Unterschlupfs für den Winter entscheidend. Mit einfachen Mitteln können Ast-, Stein- und Laubhaufen im Garten angelegt werden. Diese Strukturen bieten Schutz vor Kälte und Störungen von aussen. Werden Hecken mit Dornenbüschen bepflanzt, sind die darin lebenden Tiere noch besser vor Haustieren und Fressfeinden geschützt. Anstatt das Laub im Herbst wegzuräumen, können Haufen gebildet und bis zum Frühjahr liegengelassen werden. Wird auf den Einsatz von Laubbläser und Tellersensen zur Gartenpflege verzichtet, werden Insekten geschont. Werden Schächte und Abflüsse mit feinmaschigem Gitter abgedeckt und Gartenteiche mit einer Ausstieghilfe versehen, kann vielen Tieren ein unnötiger Tod erspart werden.