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|Neues Projekt (Dezember 2014)|
Validierung der Pluripotenz von humanen Stammzellen mittels eines neuen Bioreaktor-basierten Kultursystems.Nach der Isolation (oder Vermehrung) von Stammzellen aus Spendergeweben muss geprüft werden, ob diese Zellen immer noch die für Stammzellen typische Fähigkeit haben, sich in verschiedene Typen von Geweben zu differenzieren (Pluripotentialität). Solche Prüfungen der Multipotentialität von Stammzellen werden nach internationalen Richtlinien i.d.R. an `nackten` Mäusen durchgeführt (an Mäusen ohne funktionelles Abwehrsystem).
Prof. Dr. med. Christian de Geyter, Universitätsspital Basel, Universität Basel, Departement für Biomedizin, 4031 Basel, Schweiz
Die Autoren schlagen die Entwicklung eines neuen Bioreaktorsystems vor, welches es erlauben wird, die Differenzierung von Stammzellen in die verschiedenen Gewebetypen in vitro zu untersuchen.
Projekt 142-14
|Projektabschluss (Dezember 2014)|
Neue Strategie für die Antikörperherstellung mit Hilfe der Phagen-Selektions-Methode für die Anwendung in nicht spezialisierten LaborsAntikörper für die Forschung werden nach wie vor überwiegend durch Immunisierung von Versuchstieren gewonnen. Prof. Heinis und seinem Team ist es gelungen, eine Methode zur Antikörperherstellung mittels Phagen-Selektion zu entwickeln, die kostenlos und ohne Einschränkungen durch geistiges Eigentum interessierten Labors zur Verfügung gestellt wird. Ausgehend von dieser Phagen-Bibliothek können ausgewählte Antikörper in vitro isoliert werden, ohne auf Standard-Methoden mittels Immunisierung von Tieren zurückzugreifen. Diese Phagen-Selektions-Methode erfordert bedeutend weniger Versuchsschritte, was die Anwendung in nicht-spezialisierten Labors erleichtern sollte. Mit der vorgeschlagenen Methode können Tierversuche ersetzt werden, die üblicherweise der Herstellung von polyklonalen oder monoklonalen Antikörpern dienen.
Prof. Dr. Christian Heinis, Labor für Therapeutische Peptide und Proteine, EPFL, Lausanne, Schweiz
Projekt 131-12
|Genetische Manipulation von kultivierten humanen Lungenepithelien – ein Modell zum Studium der Interaktion zwischen Viren und Epithelien der Lunge (November 2014)|
3R-Info Bulletin 53Die Oberflächen der menschlichen Luftwege sind „Einfallstor“ für Infektionskrankheiten und bilden zugleich eine wichtige Schranke vor Infektionen. Modelle zur Untersuchung der Mechanismen sind rar und die Forschung basiert vor allem auf Tierversuchen. Prof. Thiel und seinem Team gelang es, ein Modell mit menschlichen Epithelzellen zu entwickeln, das es ermöglicht, in vitro die Epithelzellen genetisch zu manipulieren und die Interaktion von Epithel und pathogenen Keimen auf der molekularen Ebene zu analysieren.
3R-Info Bulletin 53 | Projekt 128-11
|Neues Projekt (Oktober 2014)|
Entwicklung eines allgemein anwendbaren in vitro-Verfahrens zur Bioakkumulationstestung von xenobiotischen Substanzen (oder Toxinen) in Fischen.Xenobiotische Substanzen sind chemische Verbindungen, die in Organismen, wo sie normalerweise nicht vorkommen, als Fremdsubtanzen angehäuft werden (z.B. Toxine). Gemäss OECD-Richtlinien (TG 305, Guidelines for Testing of Chemicals, Degradation and Accumulation) müssen solche Substanzen an Tieren auf ihre Gefährlichkeit geprüft werden. Für solche Tests sind hohe Tierzahlen erforderlich.
Prof. Dr. Helmut Segner, Universität Bern, Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin, 3012 Bern, Schweiz
Der Projektleiter entwickelte bereits ein Leberzellkultursystem mit Zellen aus Forellen, einem Kaltwasserfisch, welches solche Tests in vitro ermöglicht (Projekt 108-07). Nun soll dieses System für Leberzellkulturen von Karpfen, einem Warmwasserfisch, adaptiert werden, um die in vitro-Testung in den verschiedenen Weltregionen zu ermöglichen.
Projekt 141-14
|Neues Projekt (Oktober 2014)|
Ein Simulator für die Pathologie des Wasserkopfes (Hydrocephalus), um Ventile und Shunts zur Hirnwasserableitung in den Bauchraum (Ventrikuloperitonealer Shunt) zu prüfen.Die heutige Generation von Ventilen und Shunts, die zur Behandlung der Krankheit des Wasserkopfes (Hydrocephalus) eingesetzt werden, ist veraltet. Es kommt oft zu Verstopfungen des künstlich angelegten Abflusssystems für das Hirnwasser vom Hirn in den Bauchraum. Die Funktionstüchtigkeit von Neuentwicklungen wird i.d.R. in Versuchen mit grösseren Tieren getestet.
Dr. Marianne Schmid Daners, ETH Zürich, Institute for Dynamic Systems and Control, 8092 Zürich, Schweiz
Um solche Tierversuche zu vermeiden, wird eine neue Plattform entwickelt, welche aus einem Simulator besteht, der die Testung von ventrikuloperitonealen Shunts in vitro erlauben wird.
Projekt 140-14
|Neues Projekt (Oktober 2014)|
Ein neues mikrovaskuläres in-vitro Kultursystem der Blutgefässwand mit einer funktionalen Endothelbarriere.Die Wände der Blutgefässe, die mit Endothelzellen austapeziert sind, und die ihrerseits von Pericyten bedeckt sind, kontrollieren den Stofftransport (Nährstoffe, Gase wie Sauerstoff, etc.) in beide Richtungen (vom Blutraum zu den Gewebezellen und umgekehrt). Auch Zellen wandern durch diese Wand, z.B. Abwehrzellen, welche vom Blutraum her ins Gewebe austreten, um eingedrungene Krankheitserreger zu eliminieren. Studien zu den Mechanismen der Stoff- und Zellwanderung werden i.d.R. in Tierversuchen (v.a. mit transgenen Mäusen) durchgeführt.
Dr. Marietta Herrmann, AO Research Institute Davos, 7270 Davos Platz
Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Schaffung eines neuen in-vitro Kultursystems für die Gefässwand, welches solche Studien in-vitro erlauben wird.
Projekt 139-14
|Jahresbericht 2013 veröffentlicht (Juni 2014)|
|Am 6. Mai 2014 hat der Stiftungsrat den Jahresbericht 2013 über die Tätigkeit der Stiftung im Jahre 2013 verabschiedet und die Jahresrechnung genehmigt. Für Forschungsbeiträge wurden Fr. 568 479.00 ausbezahlt. Vier neue Projekte wurden genehmigt und drei Projektabschlüsse konnten gewürdigt werden. Im Übrigen beschloss der Stiftungsrat eine weitgehende Erneuerung von Stiftungsrat und Expertenausschuss.|
Jahresbericht 2013 | PDF-Version
|Ein neues in-vitro-Verfahren zum Studium von Gehirntumoren als Alternative zu Tierversuchen (Juni 2014)|
3R-Info Bulletin 52Glioblastomas sind die häufigsten und bösartigsten Gehirntumore beim Menschen. Tierversuche in der Glioblastomforschung sind äusserst belastend, weil dabei ein Tumor ins Gehirn von Mäusen eingepflanzt wird. Dr. Olivier Preynat-Seauve gelang es mit seiner Forschergruppe an der Universität Genf, ein Zellkulturmodell zu entwickeln, das es erlaubt, die Interaktion zwischen Tumorzellen und Nervengewebe zu simulieren. Dieses Modell kann dazu beitragen, schwer belastende Versuche an Mäusen zu ersetzen.
3R-Info Bulletin 52 | Projekt 115-09
|Projektabschluss (Mai 2014)|
Kultivierte Fisch-Hepatozyten zur Bestimmung der metabolischen Ausscheidungsraten zur Reduktion oder als Ersatz der Bestimmung der Bioakkumulation im FischZahlreiche Substanzen, die wir im täglichen Leben verwenden (Reinigungsmittel, Kosmetika, Medikamente etc), welche im Abwasser weggeführt werden, können in der Natur nicht abgebaut werden. Sie akkumulieren danach in diversen Lebensräumen und Lebewesen (Bioakkumulation) mit schädlichen Auswirkungen auf Flora, Fauna, Trinkwasserqualität etc. Die Probleme der Bioakkumulation werden u.a. mittels Forellen untersucht. Prof. Segner und seinem Team gelang die Entwicklung eines neuen in-vitro-Testverfahrens mittels Leberzellkulturen von diesen Fischen, welches den Test an lebenden Tieren ersetzen kann.
Prof. Dr. Helmut Segner, Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin, Universität Bern, Schweiz
Projekt 108-07
|Projektabschluss (Mai 2014)|
Gewebeschnittkulturen von Schlachttieren als in-vitro-Alternative zur Untersuchung von spongiformen Enzephalopathien bei Wiederkäuern Infektionen des Gehirns (bzw. des Zentralnervensystems), beispielsweise durch Bakterien (Listerien), Viren (BSE) oder aktive Eiweissmoleküle (Prione) führen meist zu einem schwerwiegenden Krankheitsverlauf bei Mensch oder Tier. Für die Erforschung dieser Krankheiten fehlt es an Labormodellen (Simulation im Reagenzglas). Prof. Oevermann gelang die Entwicklung eines Kulturmodells für die Forschung auf diesem Gebiet, unter Verwendung von Nervengewebe von Tieren aus dem Schlachthof
Prof. Dr. Anna Oevermann, Vetsuisse Fakultät, Universität Bern, Schweiz
Projekt 116-09
|Projektabschluss (Mai 2014)|
Embryonale Stammzellen als in vitro Modell für die Gewebereaktion gegenüber ImplantatmaterialienDie Entwicklung neuer Implantatmaterialien für Hüftprothesen etc. umfasst u.a. auch die Testung ihrer Gewebeverträglichkeit. Diese wird in der Regel im Tierversuch geprüft. Prof. Wartenberg gelang es, unter Verwendung von embryonalen Stammzellen einen Gewebeverträglichkeitstest zu entwickeln, der bereits im Reagenzglas wertvolle Information liefern kann in Bezug auf die Bioverträglichkeit.
Prof. Dr. Maria Wartenberg, AG Molekulare Kardiologie, Universitätsklinikum Jena, Deutschland
Projekt 117-09
|Projektabschluss (Mai 2014)|
Liposomen als funktioneller Ersatz für Nervenzellen für den Nachweis der Potenz von Toxinen mit mehrstufiger Wirkungsweise wie z.B. das Botulinum Neurotoxin (BoNTDas Botulinusgift ist nicht nur eine gefährliche Substanz, die bei Infektionen durch Bakterien produziert wird, und die krankmachende Nervenlähmungen verursachen kann, sondern es wird auch in der Kosmetik eingesetzt, um eine Straffung der alternden Haut zu erzielen. Tests dafür werden in der Regel in Tierversuchen durchgeführt. In diesem Projekt gelang es Dr. Weingart, einen Schritt weiterzukommen in der Entwicklung eines neuen in-vitro-basierten Wirksamkeitstests für dieses Gift.
Dr. Oliver G. Weingart, Institut für Lebensmittelwissenschaften, Ernährung u. Gesundheit, ETH Zürich, Schweiz
Projekt 125-11
|Projektabschluss (Mai 2014)|
Entwicklung und Validierung eines Modells für Untersuchungen von myeloiden BlutzellenDie Abwehrzellen im Blut haben nur eine kurze Lebensdauer (Stunden); deshalb werden für die Forschung mit diesen viele Spendertiere benötigt. Um dies in Zukunft zu vermeiden, versuchte Dr. Benarafa mit seinem Team, solche Zellen „unsterblich“ zu machen, damit viel weniger oder keine Spendertiere benötigt werden. Bedauerlicherweise zeigte sich, dass derart transformierte Zellen wichtige Abwehrfähigkeiten und Eigenschaften verlieren, sodass sie für die Forschung nicht mehr nützlich wären.
Dr. Charaf Benarafa, Theodor Kocher Institut, Universität Bern, Schweiz
Projekt 126-11
|Projektabschluss (Mai 2014)|
Genetische Modifikation von kultivierten humanen Lungenepithelien – ein Modell zum Studium der Interaktion zwischen Viren und Epithelien der Lunge Zahlreiche Infektionskrankheiten bei Menschen finden ihren Anfang in den Luftwegen des Atmungsapparates, wo die eindringenden Krankheitskeime an die Oberflächenauskleidung (Epithel) der Luftwege andocken und eindringen (Erkältung, Grippe etc). Die Forschung auf diesem Gebiet stütz sich vor allem auf Tierversuche. Prof. Thiel gelang es, ein Epithelzellmodell in vitro zu etablieren, das nun das Studium dieser Krankheitsentstehung im Atemapparat in vitro erlauben wird.
Prof. Dr. Volker Thiel, Institut für Immunbiologie, Kantonsspital St. Gallen, Schweiz
Projekt 128-11
|Projektabschluss (Mai 2014)|
Einsatz einer Mikroflüssigkeitskammer zum Studium der mitochondrialen Transporte bei der Regeneration von Nervenfaserfortsätzen nach deren Verletzung Die Erforschung der Heilungsvorgänge an verletzten Nervenfasern (Axone) und die Prüfung neuer Wirksubstanzen zur Förderung dieser Heilung geschieht vor allem an Tiermodellen. Prof. He und seinen Kollegen vom Children’s Hospital Boston in den USA ist es gelungen, ein neues in-vitro-System zu entwickeln, das es erlaubt, die frühen Ereignisse während der Heilung dieser Fasern unter Kulturbedingungen zu untersuchen.
Prof. Dr. Zhigang He, Children’s Hospital Boston, USA
Projekt 129-11
|Projektabschluss (Mai 2014)|
Identifizierung von prädiktiven in-vitro-Markern für hämatopoietische Stammzellen und deren Funktionen Menschliche blutbildende Stammzellen werden in der Medizin erfolgreich angewandt bei der Behandlung von Leukämien. Dabei müssen in zahlreichen Versuchen vor der Behandlung die Stammzelleigenschaften und verschiedene andere Funktionen und Fähigkeiten dieser Zellen abgeklärt werden. Meistens geschieht dies in Tierversuchen. Prof. Lutolf ist es gelungen, eine neue in-vitro-Nachweismethode zu erarbeiten, welche es erlaubt, einen Teil dieser Tests in vitro mittels neuer Marker auszuführen.
Prof. Dr. Matthias P. Lutolf, Laboratory of Stem Cell Bioengineering, Institute of Bioengineering EPFL, Lausanne, Schweiz
Projekt 132-12

Termine
Schwerpunkte
Anleitung für eine Projektskizze
Anleitung für vertiefenden Projektbeschrieb
Formular für Projektskizze (Word)
Gesuchsformular (Word)
Formular für Jahresberichterstattung (Word)
Richtlinien für Forschungsbeiträge
Adressen
European Consensus Platform for 3R Alternatives to Animal Experimentation
UK National Centre for the Replacement, Refinement and Reduction of Animals in Research
The global clearinghouse for information on alternatives to animal testing
Non-animal Methods for Toxicity Testing
The European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing