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Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Freiburg (CH) konnte zeigen, dass Milch nicht schon immer für Erwachsene geeignet war. Die Erbgutanalysen stellten eine Absenz der für die Spaltung des Milchzuckers (Laktose) zuständigen Genvariation fest – und zwar bei den meisten Menschen in Mitteleuropa während der Bronzezeit (2200 v. Chr. – 800 v. Chr.).
Die Analysen wurden mit Erbgut in Knochen von Menschen durchgeführt, die vor ca. 3300 Jahren an einer Schlacht im Nordosten Deutschlands gefallen waren, schreibt die Nachrichtenagentur SDA mit Bezug auf der im Fachmagazin Current Biology veröffentlichten Studie. Das Forschungsteam kam zum Schluss, dass nur jede achte untersuchte Person die Erbversion besass, die eine Laktosespaltung ermöglicht.
Weshalb heute, also nach etwa 120 Menschengenerationen, circa 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung Milch verträgt, ist noch nicht ganz geklärt. Es gibt Vermutungen, dass Milchtrinkende in Nahrungsmangel-Zeiten besser überleben und sich nach der darwinistischen Selektionstheorie behaupten konnten.