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Von den Anfängen der Telefonie
Bereits in der ersten Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs 1921 finden sich Zahlen zur Telekommunikation. Bis 1992 nehmen die Telefonanschlüsse im Kanton zu. Mit dem Aufkommen der Handys lösen die Mobilfunkverträge die Festnetzanschlüsse allmählich ab. Auch die öffentlichen Telefonkabinen werden überflüssig.
Das Telefonnetz in der Schweiz entsteht
Heute ist Telekommunikation aus unserem Leben kaum noch wegzudenken: Schnell die neuesten Nachrichten auf dem Mobiltelefon checken, eine E-Mail an die Kollegen schreiben, ein Telefongespräch führen. Über zahlreiche Kanäle stehen wir im Austausch mit anderen Personen.
Begonnen hat diese Entwicklung in der Schweiz 1852. Damals wurde der erste Telegrafendienst zwischen St. Gallen und Zürich errichtet, was gerne als Geburtsstunde der Telekommunikation bezeichnet wird.
Vierundzwanzig Jahre später, 1876, erfindet Graham Bell das Telefon und bereits um die Jahrhundertwende besteht in der gesamten Schweiz ein Telefonnetz.
Bereits 1921 werden Zahlen rund um die Telekommunikation erfasst
Die Bedeutung von Telefon, Telegramm und Telefax für die Gesellschaft schien den politischen Verantwortlichen von Anfang an bewusst gewesen zu sein. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa statistische Ämter entstanden und 1923 in Basel das neue Statistische Jahrbuch Ausgabe 1921 druckfrisch vorlag, wurden bereits Zahlen rund um das Thema Telekommunikation abgedruckt.
Der «Telephonverkehr des Telephonbureaus Basel» ist in der Rubrik «Öffentliche Verkehrsanstalten» erfasst. Erhoben wurden Gesprächszahlen nach Monat, unterteilt in Orts- und Fernverkehr sowie der «Bestand der Linien und Drähte».
Für 1921 sind folgende Zahlen vermerkt:
- rund 9 Millionen Ortsgespräche und rund 2 Millionen Ferngespräche
- rund 42’000 Kilometer Drahtlänge, davon 40’000 unterirdisch
- 8’152 Ortsanschlüsse - was auf die damalige Bevölkerung umgerechnet 5,8 Anschlüsse pro 100 Einwohner bedeutet
Kontinuierliche Zunahme der Telefonanschlüsse bis 1993
Die Ortsanschlüsse sind in den Statistischen Jahrbüchern des Kantons Basel-Stadt von 1921 bis 1993 durchgängig erfasst. Die Zahl der Anschlüsse nimmt dabei kontinuierlich zu.
Die erste Zahl liegt für 1910 vor, mit damals 5'041 Anschlüssen; 1993 sind es 148'187.
Auf 100 Einwohner umgerechnet bedeutet dies eine Zunahme von anfangs 3,7 (1910) auf 74,4 (1993) Anschlüsse.
Mobilfunk löst klassisches Telefon ab
Ab 1993 zeigt sich schweizweit ein Rückgang der Festnetzanschlüsse. Parallel zu dieser Entwicklung nehmen die Mobilfunk-Verträge kontinuierlich zu.
2002 übertrifft erstmals in der Schweiz die Anzahl der Mobil- diejenige der Festnetzanschlüsse.
2019 hatten von 100 Einwohnern 37 Personen einen Festnetzanschluss und 127 Personen einen Mobilfunkvertrag.
Das Ende der öffentlichen Telefonkabinen
Die zunehmende Anzahl von Mobilfunkverträgen verdrängt nicht nur die Festnetzanschlüsse, sondern auch nach und nach die öffentlichen Telefonkabinen. In den Anfängen der Telekommunikation spielten sogenannte öffentliche Stationen eine wichtige Rolle, schliesslich verfügten zunächst nur wenige Personen über einen eigenen Telefonanschluss.
Für Basel sind für 1910 in den Statistischen Jahrbüchern 17 Sprechstationen erfasst. Anders als die Telefonschlüsse sind die öffentlichen Stationen im Jahrbuch nur bis 1957 (541 Sprechstationen) dokumentiert.
Schweizweit gab es in den 1990-Jahren über 58'000 Publifone – so die offizielle Bezeichnung für die Telefonkabinen. Aufgrund einer «Revision der Verordnung über Fernmeldedienste» des Bundesrates von 2016 sind öffentliche Telefonkabinen jedoch kein Teil der «Grundversorgung im Fernmeldebereich» mehr. Daher wurden diese nach und nach abgebaut.
Für 2019 bleibt die Spalte «Publifone» in der Tabelle des Bundesamtes für Statistik leer. Und auch die legendären, 1979 aufgestellten Telefonkabinen auf dem Barfi, sind nicht mehr da.