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Die richtige Lösung zum Rätsel #836 wäre Weesen geweesen.
Geweesen ist auch die Zeit, als dort am Bahnhof noch Züge halten.
«Die S-Bahn St. Gallen 2013 bringt wesentliche Veränderungen, hauptsächlich Verbesserungen, aber auch leicht geänderte Fahrzeiten. Deshalb wird am Bahnhof Weesen nicht mehr angehalten», nimmt die SBB zur Schliessung der Haltestelle Weesen ab Dezember 2013 Stellung. Stattdessen wird es eine Busverbindung vom Bahnhof Ziegelbrücke bis zur Post in Weesen geben. Der Bahnhof wurde zu wenig genutzt, um ihn aufrecht zu erhalten. Quelle
Das traurige Schicksal des haltlosen Bahnhofs Weesen liegt wohl auch an seiner Lage ausserhalb der Ortschaft. Dass dies nicht immer der Fall war, zeigt ein Blick auf alte Ausgaben der Landeskarte (hier von 1944):
Damals führte die Bahnstrecke noch auf der anderen Seite des Linthkanals durch und der Bahnhof lag direkt neben dem Ort. Die Verlegung des Bahnhofs (in den 70er?) führte wohl schlussendlich zum haltlosen Zustand.
Nein, es ist kein Teil des Escherkanals, welcher seit 1811 die Linth von Näfels in den Walensee umleitet. Und nein, es ist auch kein Teil eines Wasserkraftwerks. Es ist etwas ganz anderes, nämlich ein Tankgraben.
Ein Tankgraben dient nicht etwa dem Betanken von irgendetwas, sondern soll als Panzersperre das Eindringen von fremden Mächten verhindern.
Die Sperrstelle Näfels ist ein Geländepanzerhindernis, das sich nördlich von Näfels quer über den Taleingang ins Glarnerland erstreckt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde im Juli 1941 mit dem Bau eines Tankgrabens begonnen, der heute aufgrund seiner ökologischen Bedeutung erhalten wird. Der wassergefüllte Graben wird von mehreren Bächen auf Brücken überquert, darunter die Rauti. Südlich des Tankgrabens kamen 1942 und 1943 sechs Infanteriebunker und die schussbereit gemachten, aber noch nicht vollständig eingerichteten Artilleriewerke Näfels-Niederberg und Beglingen hinzu, die in den Talhängen untergebracht sind und das Hindernis beidseitig flankieren. (Quelle)
Die Sperrstelle Näfels ist auf der Landeskarte übrigens erst ab 1989 eingezeichnet, vorher war von diesem doch sehr markanten Bauwerk auf den Karten nichts zu sehen.
Das Reduit gibt es nicht mehr (ausser vielleicht in gewissen Köpfen), darum wurde die Sperrstelle Näfels von der Armee in den 90er Jahren aufgegeben. Der wassergefüllte Tankgraben wird jedoch aufgrund seiner ökologischen Bedeutung weiterhin erhalten.
Nur mit dem Bildausschnitt war das Rätsel offenbar zu schwierig. Der Zusatzhinweis half dann aber, den Volley Verein Näfels zu finden. Die Linthhalle, in der die NLA Spiele jeweils ausgetragen werden, befindet sich direkt neben dem Tankgraben (auf der Karte mit Bad bezeichnet). Erweiterte Google-Fähigkeiten führten dann zum ursprünglichen Verwendungszweck des Grabens.
Ein durchaus schwieriges Rätsel, aber die Profis unter euch konnten auch das knacken. Wir haben die folgenden Lösungsvorschläge erhalten:
@one996
Panzersperre Näfels (erst nach Zusatzhinweis und googlerieren gefunden)
@Herr_Natischer
Sperrstelle Näfels
@stroe
Ist bei Näfels GL. Hab aber nicht herausgefunden was der Zweck des Kanals ist. Seitenkanal zum Linth Escherkanal?
Jules
Abfluss vom Wasserkraftwerk Obersee in Näfels GL
Tinu
Sperrstelle Näfels in der Gemeinde Glarus Nord Der mit Wasser gefüllte Tankgraben sollte wohl verhindern, dass liechtensteinische Panzer in den Zigerschlitz eindringen? (Merci für den Volleyballtipp!)
TomT
Das ist der sog. Tankgraben von Näfels. Sollte wohl Panzer aufhalten.
Tom
Chli Linthli (in Näfels)
@theswiss
Sperrstelle Näfels (danke Tom)
meisterrem
Linth-Kanal
@bwg_bern
Panzergraben in der Gemeinde Glarus Nord
Herzliche Gratulation an @one996 für die schnellste Lösung und allen anderen Profis, die diese Knacknuss knacken konnten!
Kennst du weitere Schweiz-Faszinierte? Erzähl ihnen gern vom Geoblog.ch!
Der Rickenpass liegt im Kanton St. Gallen und verbindet die Linthebene mit dem Toggenburg.
Der Rickenpass entstand vor etwa 1000 Jahren zuerst als Saumpfad als Verbindung zwischen St. Gallen und Uznach. Vor etwa 400 Jahren wurde der Pfad zu einer Strasse ausgebaut, was damals zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Toggenburgern und der Fürstabtei St. Gallen führte. (Quelle)
Der Kulminationspunkt liegt in der Ortschaft Ricken auf 805 m ü. M. Dieser Ort ist sehr speziell gelegen, denn die Ortschaft gehört zu zwei verschiedenen Gemeinden. Die Gemeindegrenze verläuft mitten durch den Ort und teilt den südwestlichen Teil zur Gemeinde Gommiswald und den nordöstlichen Teil zur Gemeinde Wattwil. Auf dem obigen Kartenausschnitt sind die Gemeindegrenzen violett eingetragen. Ricken bildet also ein Dorf, zwei Gemeinden.
Westlich von der Ortschaft Ricken befindet sich das Schutzgebiet Durchschlagen, welches ein Hochmoor von nationaler Bedeutung ist.
Die vielfältige Struktur aus Magerwiese, Streueried, Hoch-, Übergangs- und Flachmooren, Wald, sowie Hochstaudenfluren und einem Trockenbiotop ist einzigartig. (Quelle)