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SWG-Gebäude am Marktplatz
|SWG-Gebäude|
|Marktplatz 22|
Inhaltsverzeichnis
SWG-Gebäude am Marktplatz – Östlicher Abschluss[Bearbeiten]
Das Wohn- und Geschäftshaus am nordöstlichen Rand des Marktplatzes widerspiegelt in der Sprache der Architektur die Zeit des Aufbruchs in Grenchen. Nach einem heftig geführten Abstimmungskampf stimmten die Grenchner 1930 der Übernahme des örtlichen elektrischen Versorgungsnetzes zu. Die damals als unzweckmässig empfundenen Räume an der Kirchstrasse, in denen die Verwaltung des Elektrizitätswerkes untergebracht war, bewogen die Elektrizitätskommission nach einer anderen Lösung zu suchen.
Der neue Marktplatz[Bearbeiten]
Als neues Zentrum der Gemeinde wurde bereits 1905 das Gebiet des heutigen Marktplatzes ausgewählt. Doch erst zwischen 1932 und 1933 wurde der Dorfbach eingedeckt, und die so entstandene Platzanlage für den wöchentlichen Warenmarkt hergerichtet. Verantwortlich für die Realisierung zeichneten gemeinsam Architekt Carl Burkhard und Bauverwalter Ernst Brunner. Die Suche nach einem geeigneten Werk- und Verwaltungsgebäude für das städtische Elektrizitätswerk (EW) einerseits und anderseits die herrschende Wohnungsnot in der aufstrebenden Gemeinde führten zur Realisierung des SWG-Gebäudes. Die Pläne zeichneten Fritz Rüggsegger und Carl Burkhard. Die Pensionskasse des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätswerke, der auch das EW Grenchen angehörte, stellte das Geld zur Verfügung. Die Genossenschaft Arbus, welche zur Realisierung des Baus gegründet wurde, startete den Bau im Frühling 1938. Am 1. Oktober 1939 war das Gebäude bezugsbereit. Das EW Grenchen belegte das Erd- und das 1. Obergeschoss. Bereits 1947 stimmten die Grenchner dem Kauf des Gebäudes für 382'000 Franken zu.
Abschluss[Bearbeiten]
Der Eckbau aus der Moderne schliesst den Markplatz gegen Osten ab. Er setzt damit einen wichtigen städtebaulichen Akzent und ist dem eleganten Bauhausstil verpflichtet. Das Gebäude war ursprünglich ganz in weiss gehalten, und die ersten Neon-Leuchtröhren in Grenchen zierten die Stirnseite des Hauses und leuchteten nachts als Symbol des zukunftsgerichteten Denkens der Grenchnerinnen und Grenchner. Auf der rechten Seite des Eingangs befand sich noch kein Verkaufsraum mit zwei grossen Fenster, sondern vier kleinere Fenster analog der linken Seite waren in die Fassade eingelassen. Ansonsten befindet das Gebäude heute weitgehend im Originalzustand. Es steht für ein Grenchen, das in einer Aufbruchsstimmung lebte und von einem unglaublichen Zukunftsglauben beseelt war.
Erwähnungen[Bearbeiten]
- Dem SWG-Gebäude und zwölf weiteren ausgewählten architektonischen Ansichten begegnen wir im Führer "Architektonische Ansichten" mit Fotos des Solothurners Hansruedi Riesen.
- Das Buch: «Baukultur im Kanton Solothurn 1940-1980: ein Inventar zur Architektur der Nachkriegsmoderne» von Michael Hanak im Auftrag der Solothurner Denkmalpflege dokumentiert das Gebäude auch. Verlag Scheidegger & Spiess, 2013, ISBN 385881394X, ISBN 9783858813947.
Quelle[Bearbeiten]
- Text von Lukas Walter
- Bauunterlagen Baudirektion Grenchen