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Der Österreicher Francisco Mörth gewinnt am Samstag und der Slowene Matija Vidic am Sonntag das FIS-Cup-Springen in Einsiedeln. Remo Imhof verpasst am Samstag den Sieg nur knapp und landet am Sonntag ebenso knapp neben dem Podest. Die Leistungen der Schweizer Skispringer an diesem Wettkampf mit 62 Skispringern aus zwölf Ländern sind vielversprechend.
Optimale Bedingungen herrschten in Einsiedeln am Wochenende. Auch wenn einige Offizielle und Teams den Weg zur Schanze nur knapp rechtzeitig fanden, weil sie fast im Alpabzug steckengeblieben wären, war der Anlass ein voller Erfolg. Ein grosses und vor allem qualitativ gutes Teilnehmerfeld ging an den beiden Wettkämpfen über die Schanzen; unter ihnen starke Nachwuchsleute und zum Teil Weltcup-erprobte Athleten.
Im Abendspringen am Samstag zeigte der Deutsche Simon Steinbeisser bereits im ersten Durchgang mit 113 Metern eine Topleistung. Am ehesten mochte da noch Remo Imhof mithalten, was für den zweiten Durchgang grosse Hoffnungen machte. Der Österreicher Francisco Mörth zeigte aber im zweiten Durchgang einen Topsprung und verwies Remo Imhof auf den 2. und die weitere Konkurrenz auf die weiteren Plätze. Vier weitere Schweizer schafften es in den zweiten Durchgang: Sandro Hauswirth wurde Elfter, der rekonvaleszente Yanick Wasser 18. und Juri Kessseli 28.
Für das Springen vom Sonntag hatten sich die Polen und die Slowenen Einiges vorgenommen. Nachdem sie am Samstag unglücklich rangiert waren, war das Glück am Sonntag eher auf ihrer Seite. Der Pole Andrzej Stekala duellierte sich im ersten Durchgang mit dem Österreicher André Fussenegger. Dieser hatte mit 119 Metern die grösste Weite des Tages gestanden. Dank besseren Windwerten hielt der Pole das bessere Ende für sich. Mit dem 3. Zwischenrang hatte sich auch Remo Imhof wieder eine gute Ausgangslage für den Finaldurchgang verschafft.
An Spannung war der zweite Durchgang kaum zu überbieten. Vortagessieger Francisco Mörth startete als Fünfter seine Aufholjagd. Dank einem tollen Satz verbesserte er sich in der Endabrechnung auf Platz 2. Matija Vidic brachte einen sensationellen Satz runter, mit welchem er alle überflügelte. Als Dritter des ersten Durchgangs musste Remo Imhof ins Rennen. Mit einem ansprechenden zweiten Sprung landete er auf dem 3. Zwischenrang. Dem nachfolgenden André Fussenegger missglückte der zweite Sprung und warf ihn auf den 9. Schlussrang zurück. Als Letztgestarteter konnte der führende Andrzej Stekala sich als Dritter noch knapp aufs Podest retten.
Schweizer Skispringer im Aufwind
Als Einheimischer ist Remo Imhof angetreten, um ganz Grosses zu zeigen. Mit dem Probesprung machte er am Samstag klar, dass mit ihm zu rechnen ist. Und zwei Mal ist ihm die Rechnung fast aufgegangen. Am Samstag fehlten klitzekleine sechs Punkte vom Sieg. Und am Sonntag landete er trotz Bestweite auf dem undankbaren 4. Platz. Verständlich, dass er im ersten Moment etwas enttäuscht war. Aber die Saison hat erst begonnen, und wer seine Leistungen im letzten Jahr verfolgt hat, darf gespannt sein.
Die guten Schweizer Leistungen rundete Sandro Hauswirth mit dem 11. Platz am Samstag und dem 8. Platz am Sonntag ab. «Meine Formkurve zeigt in die richtige Richtung», freute sich der Saanenländer.
Für die meisten Schweizer Skispringer geht’s nächstes Wochenende an den Alpencup nach Kandersteg. Und am übernächsten Wochenende steigt dann wieder auf den Einsiedler Schanzen das Finale zur Helvetia Nordic Trophy.
Gary Furrer: Ein optimaler Anlass
Ein strahlender Gary Furrer zog als OK-Präsident ein positives Fazit vom Anlass. «Wir durften zwei Tage lang tollen Skisprungsport erleben.» Und das Wichtigste: Der Anlass ging ohne grössere Unfälle über die Schanzen. Von den Teams und den Verantwortlichen des internationalen Skiverbandes erhielt er durchwegs positive Rückmeldungen. «Mit dem FIS Cup haben wir einen idealen Anlass bei unseren Schanzen. Das internationale Niveau ist beachtlich. Und dank der Grösse des Anlasses gehen wir keine zu grossen Risiken ein.»
Besonders am Herzen liegt dem seit Kurzem pensionierten ehemaligen Direktor Breitensport von Swiss-Ski die Nordic Week, an welcher ein breites Publikum die nordischen Skisportarten ausprobieren kann. «Mit der Nordic Week können wir Viele neu für den Skisprungsport begeistern. Es ist herrlich zu sehen, wie die Schulen und die Skiclubs der Region aktiv mitmachen.»