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Als Bebeto Brasilien im WM-Viertelfinale 1994 gegen Holland mit 2:0 in Führung bringt, erfindet der damalige Spieler von Deportivo La Coruña kurzerhand den sogenannten «Baby-Jubler», mit dem er sein ungeborenes Kind feiert. Mit schaukelnden Armen läuft er zur Seitenlinie. Die Teamkollegen Romario und Mazinho machen sofort mit und die Bilder des Trios gehen um die Welt.
Die Schaukelgeste lässt ihn auch knapp zwanzig Jahre danach nicht los. Auf Instagram hat Bebeto die legendäre Aktion mit seinem 20-Jährigen Sohn Matheus Oliveira und TV-Moderatorin Patricia Poeta nachgestellt.
Bemerkenswert ist, dass jeweils mindestens ein männlicher Sprössling aus dem Jubel-Trio den Sprung in den bezahlten Fussball erreicht hat. Vorhang auf für die Söhne von Bebeto, Romario und Mazinho.
Geburtstag: 7. Juli 1994
Der 19-jährige offensive Mittelfeldspieler ist bei Flamengo unter Vertrag und durfte bisher auch viermal in der brasilianischen U20-Auswahl auflaufen. Bei seinem Klub lief Matheus bisher elfmal in der Profimannschaft auf.
Geburtstag: 02. September 1993
Der 20-Jährige ist aktuell beim brasilianischen Viertligisten Brasiliense engagiert. Davor spielte der 1,76 Meter grosse Stürmer im Nachwuchs von Vasco da Gama. Besonderer Moment für Papa Romario, dem Weltfussballer von 1994, war sicherlich, als der Filius im Eröffnungsspiel des Estádio Nacional Mané Garrincha, der WM-Austragungsstätte in der Hauptstadt Brasilia, das letzte Tor der Partie erzielte.
Geburtstag: 12. Februar 1993
In São Paolo geboren und in Vigo aufgewachsen ist Mazinho Junior in der Nachwuchsabteilung von Barcelona ausgebildet worden. Sein Debüt im Fanionteam gab der offensive Mittelfeldspieler im November 2011. In der letzten Saison wurde Rafinha, so sein geläufiger Name im Fussballbusiness, an Celta Vigo ausgeliehen, wo er sich einen Stammplatz ergattern konnte und vier Tore buchen konnte.
Heuer ist der 21-Jährige zu seinem Stammverein zurückgekehrt, wo er einen Vertrag bis 2016 besitzt. Obwohl er bei den Junioren ab der Stufe von U16 bis U19 für Spanien auflief, hat er letztes Jahr mit Brasilien die U20-Südamerikameisterschaft bestritten und wird wohl bei einem allfälligen Aufgebot von der A-Auswahl für Brasilien auflaufen. Ganz im Gegensatz zu seinem Bruder ...
Geburtstag: 11. April 1991
Am weitesten gebracht hat es bislang Thiago. Dieser ist in Italien in der Provinz Brindisi geboren, da sein Vater damals bei Lecce unter Vertrag stand. Bei Barcelona gab der feine Techniker im Mai 2009 sein Debüt in der ersten Mannschaft. 2001 verlängerte Thiago seinen Vertrag bis 2015 bei einer festgeschriebenen Ablösesumme von 90 Millionen Euro.
Sein Berater Pere Guardiola (Bruder des damaligen Barça-Coachs Pep Guardiola) liess jedoch eine Klausel reinschreiben, wonach die Ablösesumme deutlich geringer sein sollte, wenn er nicht auf eine gewisse Einsatzzeit in der ersten Mannschaft komme. Da genau dieser Fall eintrat, konnte der neu zu Bayern München gewechselte Trainer Pep Guardiola, der natürlich von dieser Klausel Kenntnis hatte, zuschlagen und so holte er Thiago im letzten Sommer für eine vergleichsweise geringe Ablösesumme von 25 Millionen Euro zu sich nach München.
Thiago, der bisher fünfmal für «La Roja» auflief, ist in der Bundesliga bis anhin allerdings häufig von Verletzungen gebremst worden und machte seit seinem Wechsel nur 16 Spiele. Auch die Weltmeisterschaft in der Heimat seines Vaters wird der zentrale Mittelfeldspieler aufgrund einer Knieverletzung verpassen.
Lange hielt die Schweiz gut dagegen, liess defensiv kaum etwas zu – obwohl der Gegner das spielstarke Brasilien war. Zwar kam auch die Schweiz kaum zu Chancen und blieb über das gesamte Spiel ohne Torschuss, doch schien ein Punkt lange realistisch. Erst in der 83. Minute schlug es im Schweizer Tor ein. Der Hammer von Casemiro war für Goalie Yann Sommer unhaltbar.