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BiSE Forschungskolloquium: «Wann gilt Bildung als (un)gerecht? Eine Spurensuche anhand der Geschichte der Bildungssoziologie»
Datum:
07.12.21
Zeit:15:30
Ort:Zoom
Wann ein Bildungswesen als gerecht oder ungerecht gilt, kann unterschiedlich beantwortet werden. Dominant ist derzeit eine meritokratische Gerechtigkeitsauffassung, wonach ein Bildungswesen gerechter ist, je kleiner die herkunftsbedingten Effekte auf Leistungsunterschiede sind. Ihre Dominanz erlangte diese Auffassung indes erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zuge wirtschaftlicher Prosperität und Bildungsexpansion. Zudem entwickelte eine empirisch arbeitende Bildungssoziologie, die sich in derselben Zeit etablieren konnte, die Instrumente weiter, um Bildungs(un)gerechtigkeit zu messen. Vorgestellt wird ein Forschungsprojekt zur Geschichte der Bildungsgerechtigkeit, das nach den erkenntnistheoretischen und institutionellen Voraussetzungen wie auch nach den politischen und schulischen Wirkungen dessen fragt, dass Bildungsgerechtigkeit vorderhand als meritokratische Verteilungsgerechtigkeit verstanden wird.
Referent
- Dr. Philipp Eigenmann (PHTG)
Weitere Informationen sowie der Zoom-Link sind für Angehörige der PHTG und der Universität Konstanz hier einsehbar.