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Im Rahmen einer Vaterschafts- und Unterhaltsklage ordnete das erstinstanzliche Gericht die Einholung eines DNA-Gutachtens (Wangenschleimhautabstrich) an und wies die Kantonspolizei an, im Weigerungsfall den Wangenschleimhautabstrich beim Beklagten durchzuführen. Die Beschwerde des Beklagten wurde von der Vorinstanz abgewiesen.
Das Bundesgericht hatte sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob im Falle einer unberechtigten Weigerung, bei der Abklärung der Abstammung mitzuwirken, körperlicher Zwang eingesetzt werden darf. In der Lehre wird diese Frage unterschiedlich beantwortet; laut Botschaft kann die Mitwirkung zwangsweise durchgesetzt werden, wenn keine Gefahr für die Gesundheit besteht (E. 3.3.1).
Im Falle der Abklärung der Abstammung ergibt sich die Mitwirkungspflicht direkt aus dem Gesetz: Gemäss Art. 296 Abs. 2 ZPO haben Parteien und Dritte an Untersuchungen zur Aufklärung der Abstammung mitzuwirken, die nötig und ohne Gefahr für die Gesundheit sind. Die Bestimmungen über die Verweigerungsrechte der Parteien und von Dritten sind nicht anwendbar (Art. 163 ff. ZPO). Das Gericht klärt die Parteien darüber auf, dass keine Verweigerungsrechte bestehen (Art. 161 Abs. 1 ZPO). Die Säumnisfolgen einer verweigerten Mitwirkung bei der Abklärung der Abstammung ergeben sich unmittelbar aus dem Vollstreckungsrecht, da der Entscheid auf Mitwirkung auf eine Verpflichtung zu einem Tun, Unterlassen oder Dulden lautet. Die Säumnisfolgen können in einer Strafdrohung nach Art. 292 StGB, in einer Ordnungsbusse oder in einer Zwangsmassnahme bestehen (Art. 343 Abs. 1 lit. a-d ZPO). Damit besteht eine gesetzliche Grundlage für eine zwangsweise Durchführung eines Wangenschleimhautabstrichs (E. 3.3.2, 3.3.3).