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Windows 7 ist ein geschminktes Vista12. November 2008 um 13:02
Ausführlicher Test zeigt, dass die Vorversion von Windows 7 entgegen den Ankündigungen von Microsoft weder schneller läuft noch weniger Ressourcen verschlingt als Vista.
Ausführlicher Test zeigt, dass die Vorversion von Windows 7 entgegen den Ankündigungen von Microsoft weder schneller läuft noch weniger Ressourcen verschlingt als Vista.
Randall C. Kennedy von der renommierten US-Zeitschrift InfoWorld hat die Pre-Beta-Version (M3) des PC-Betriebssystems Windows 7 auf die drei entscheidenden Kritierien "Performance", "Ressourcenverbrauch" und "Rückwärtskompatibilität" hin ab.
Microsoft hatte bei der Präsentation des neuen Betriebssystems an der Entwickler-Konferenz PDC Verbesserungen bei der Performance von Windows 7 hervorgehoben. Kennedys Fazit steht dazu diametral im Widerspruch: "In a nutshell, Windows 7 M3 is a virtual twin of Vista when it comes to performance", schreibt Kennedy.
Wo "7" drauf steht, ist Vista drin
Um herauszufinden, wie sehr Microsoft den Software-Kern (Kernel) von Windows 7 gegenüber Vista verändert hat, verglich Kennedy die Zahl der "Threads" (Abarbeitungslauf eines Software-Prozesses) im Systemprozess der beiden Betriebssysteme. Diese Zahl ist bei Windows 7 und Vista praktisch identisch (100 gegenüber 97), woraus Kennedy schliesst, dass am Kern des Betriebssystems nur sehr wenig geändert worden ist. Dass der Kernel von Windows 7 praktisch gleich viel Memory belegt wie der von Vista (Kennedy spricht von "Memory footprint") ist ein weiteres, starkes Indiz dafür, dass Windows 7 nichts anderes als Vista R2 ist.
Nicht schneller und ebenfalls ressourcenhungrig
Ebenfalls ernüchternd fielen die Performance-Tests aus. Der Tester kam bei Datenbank-Abfragen zu fast identischen Verarbeitungszeiten der beiden Betriebssysteme. Auch sehr ähnlich ist der Bedarf an Hauptspeicher, den die beiden Betriebssysteme ausweisen. Damit, so Kennedy, zeigt sich, dass Windows 7 den Performance-Verlust und den grösseren Bedarf an Ressourcen von Vista gegenüber Windows XP nicht wieder wettmachen wird.
Und dann auch noch Kompatibilitäts-Probleme
Einer der wichtigsten Gründe dafür, dass CIOs den Umstieg auf Windows Vista wann immer möglich vermeiden, sind Probleme mit Dritt-Software und Eigenentwicklungen. Noch hat Microsoft ein Jahr Zeit, Kompatibilitätsprobleme von Windows 7 mit älterer Software zu beheben, doch ist auf jeden Fall der IST-Zustand von M3 (der Begriff steht für "Milestone 3") gemäss Kennedy unbefriedigend. Skype 3.8 crasht ohne Warnung und Software-Werkzeuge, die noch unter Vista problemlos liefen, gehen nicht mehr. Am schlimmsten scheint aber, dass die Virtualisierungssoftware VMware Workstation 6.5 sich nicht vernünftig auf Windows 7 M3 betreiben lässt. (Christoph Hugenschmidt)
(Auf der Webseite von InfoWorld finden Sie den ausführlichen Testbericht von Randall C. Kennedy: Test Center benchmarks: Windows 7 unmasked)
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