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Erstmals seit 1978 wird in den USA der Bau von neuen Atomreaktoren erlaubt. Die Nukleare Regulierungskommission NRC stimmte am Donnerstag mit vier gegen eine Stimme für die Errichtung zweier Reaktoren im bereits bestehenden Atomkraftwerk Vogtle in Georgia. Damit soll in den USA eine «atomare Renaissance» eingeleitet werden. Bereits 2016 und 2017 soll der 14 Milliarden Dollar teure Neubau in Betrieb gehen. Die Atomaufsicht erlaubte den Neubau, obwohl NRC-Chef Gregory Jaczko sich wegen der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima gegen das Projekt aussprach. «Ich kann die Vergabe dieser Genehmigung nicht unterstützen, als sei Fukushima niemals passiert», sagte er.
Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima scheint bei der US Regierung nichts ausgelöst zu haben. Der erneute Atomausbau wird damit begründet, dass mit einer weit reichenden Nutzung der Atomkraft die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert werden kann und dabei Energiequellen erschlossen werden, die keine schädlichen Emissionen produzieren. Tatsache ist, dass sich die Atomkraft auf Uran abstützen muss, dieses ebenfalls zu den fossilen Brennstoffen zählt und ebenfalls nur begrenzt vorhanden ist. Zudem erfordert dessen Abbau und Aufbereitung selber sehr viel Energie und verursacht nicht unbedenkliche CO2-Emissionen. Die Mär, dass Atomkraftwerke CO2-frei seien, dürfte sich doch langsam herumgesprochen haben!
Nicht nur die USA investiert in die Atomkraft. Weltweit sind über 60 Reaktoren im Bau. Zusätzlich sind 160 Anlagen bereits geplant, und bei über 300 besteht eine Absichtserklärung. Alleine in China und Russland wird momentan an 25 neuen Kraftwerken gebaut. Neuerdings setzt in seinem Wahlkampf auch der französische Präsident Sarkozy vehement auf den Fortbestand der Atommeiler, insbesondere auch auf das nahe der Schweizer Grenze gelegene alte und Sicherheitsmängel behaftete Werk Fessenheim.