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10.07.2019
Ein grossartiges Buch
Wakefield-Saga, Band 1: England, frühes 16. Jh.. Myles wächst als Sohn einer Magd auf. Als seine Mutter stirbt, erfährt er, wer sein bis dahin unbekannter Vater ist: Sir Robert Wakefield. Von einem Knecht wird er nun zu einem Erben, einem Höfling. Er arbeitet hart, um sich in diesem neuen Leben zurechtzufinden, und um den Erwartungen gerecht zu werden. William Tyndale, der frühere Hauslehrer der Walsh-Kinder, wird von Myles sehr verehrt. William hat ein grosses Ziel: er will die Bibel in ein einfaches Englisch übersetzen, so dass sie vom gemeinen Volk gelesen werden kann – eine sehr gefährliche Situation für die beiden Männer…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut und es ist für mich auch sehr passend zu diesem historischen Roman. Generell wirkt das Hardcover auf mich sehr hochwertig.
Das Buch spielt von 1513 – 1534, zu Zeiten Heinrichs VIII. Der Leser erlebt mit, wie Myles vom kleinen Jungen zum erwachsenen Mann wird. Er ist bei ihm, als er erfährt, wer sein Vater ist und er von seiner Mutter Margred Abschied nehmen muss. Oder wie er in seine neuen Aufgaben hineinwächst. Nicht jeder in Myles‘ Umgebung findet Gefallen am jungen Wakefield…
Die Geschichte von William Tyndale war sehr interessant. Er verfolgt sein Ziel, die Heilige Schrift für jedermann verständlich zu präsentieren, obwohl die Gelehrten dagegen sind. William wird zu einem Verfolgten. Seine Aussage „Es liegt in der Natur des Salzes, dass es beisst, brennt und schmerzt. Und wenn die Wahrheit gepredigt wird, erregt sie Verfolgung“ hat mir gefallen. Er ist überzeugt, das einzig Richtige zu tun.
Das (Liebes-)Leben von Heinrich VIII war sehr turbulent: Da die eine Frau ihm keinen männlichen Erben schenkt, sucht er sich eben eine neue Frau. Eine Scheidung ist nicht möglich, da dies der Katholizismus untersagt. Was nun? Zusätzlich zu den Informationen im Buch habe ich mich weiter im Internet zu den Themen „Ehen“ des Heinrich VIII und „anglikanische Kirche“ belesen – sehr aufschlussreich…
„Nichts geschieht auf Erden, ohne dass zuvor etwas im Himmel geschieht.“ (S. 400)
Es ist nicht einfach, etwas über dieses Buch zu schreiben, ohne zu viel darüber zu verraten. Mich haben sehr viele Dinge beeindruckt, so z.B. dass Lady Jane und Hannah immer an ihrem Glauben festgehalten haben und sich auf die Liebe Gottes stützen konnten. Berührend war für mich zudem, die Liebe von Sir Robert und seiner Frau mitzuerleben. Oder wie sich der Glaube von Myles entwickelt hat. Fazit: ein grossartiges Buch und ich freue mich auf die Fortsetzung.
01.07.2019
Spannende Liebesgeschichte zur Zeit König Heinrich VIII mit gelungenem christlichem Hintergrund
Die Neuauflage des Buches „Das Schwert der Wahrheit“ aus der Wakefield Saga von Gilbert Morris führt den Leser/die Leserin nach England ins 16. Jahrhundert zur Zeit König Heinrich VIII.
Der junge Myles muss mit seiner Mutter von Wales nach England fliehen. Seinen Vater hat er nie kennengelernt und auch seine Mutter schweigt sich hierüber aus, obwohl sie Myles über alles liebt. Gott hat ihr ein Herrenhaus am Fluss Severn gezeigt, dort werden sie Zuflucht finden. Jahre später offenbart sich das Geheimnis unter tragischen Umständen und Myles bekommt endlich die Chance seinen Vater, Sir Robert Wakefield, kennenzulernen. Doch wie wird Myles, der als Sohn einer Magd aufgewachsen ist, mit dem Leben als Adeliger und bei Hofe von König Heinrich VIII zurecht kommen? Er begegnet William Tyndale, der die Bibel ins Englische übersetzt, und infolge dieser Begegnung wird Myles vor eine folgenschwere Entscheidung gestellt…
Die Neuauflage mit dem passend zur Geschichte gestalteten Cover ist im SCM Hänssler Verlag erschienen und ermutigt die ganze Saga zu lesen. Der Schreibstil des Autors liest sich ausgesprochen gut und die Geschichte ist spannend bis zur letzten Seite. Es fällt schwer bis zum zweiten Teil der Neuauflage zu warten. Die Geschichte selbst ist historisch hervorragend recherchiert, es gibt viele kleinere Hinweise zur Historie, die ich vorher so noch nicht gelesen habe und nun mit grossem Interesse verfolgt habe. Sehr gelungen ist die Darstellung des christlichen Glaubens. Auf der einen Seite stehen die geschichtlich interessante Biographie von William Tyndale und seine Übersetzung der Bibel ins Englische. Phantastisch wie die historischen Tatsachen und Begebenheiten mit der Geschichte des Romans verflochten sind! Auf der anderen Seite hat mich fast noch mehr beeindruckt wie der Glaube zum Beispiel der Mutter von Myles beschrieben wird. Vieles was sie zum Glauben, zum Vertrauen und zur Hoffnung gesagt hat, hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. So manche Zeile von ihr werde ich noch im Gebet vertiefen. Insgesamt gesehen bin ich sehr glücklich mich für dieses Buch entschieden zu haben, das mich begeistert hat und das ich gerne weiterempfehle.