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Rias Baixas
Spaniens Favorit zu Fisch und Meeresfrüchte
Wer von Spanien nur das trocken-heisse Kastilien oder die mediterrane Costa Brava kennt, den überrascht die üppig grüne Landschaft im Nordwesten. Dennoch ist Galizien so spanisch wie die Windmühlen des Don Quijote.
Seit 1988 hat das Gebiet den Status einer D.O. (Denominación de origen).
Mit der sehenswerten Universitätsstadt Santiago de Compostela liegt eine der Perlen spanischer Geschichte in Galizien.
Die Rías, wie die tief ins Land ziehenden Fjorde der Atlantikküste heissen, sind aufgrund ihres milden Klimas, grossem Reichtum an Meeresfrüchten, schöner Städte und mit dem Wein aus Rías Baixas („untere Fjorde“) ein beliebtes Ferienziel in Spanien. Galizische Weine waren selbst in Spanien lange Zeit kaum über die Grenzen der Provinz hinaus bekannt.
Rías Baixas betrifft, in den letzten Jahren ins Gegenteil verkehrt. Als der angesehene „Club de Vinos Gourmets“ 1991 die besten jungen spanischen Weißweine suchte, gingen die ersten vier Plätze an Rías Baixas. Damit war der Durchbruch in Spanien geschafft. Vorher floss ein Grossteil des Albariño durch galizische Kehlen, bei einem Pro-Kopf-Verbrauch an Wein von 135 Litern, kein Wunder.
Das nur 1.800 Hektar kleine Rías Baixas wird in vier Subregionen unterteilt, die alle sortenreinen Albariño anbieten, aber manchmal einen zweiten Wein, der sich - wie das Kleinklima - von den anderen Landesteilen unterscheidet.
Das Valle de Salnés liegt unmittelbar hinter dem Fischerstädtchen Cambados und baut fast ausschließlich Albariño an. 65 Prozent der gesamten D.O.-Flächen liegen in diesem Tal.
Entlang des Grenzflusses mit Portugal, dem Miño, zieht sich die Subzone Condado de Tea etwa 100 km bis zu dem hübschen Städtchen Tuy. Das landschaftlich besonders reizvolle und stark bewaldete Gebiet liegt etwas kühler als die beiden anderen und bringt leichtere, säurebetontere Weine.
Von der Mündung des Miño am Meer zieht sich das Teilgebiet O Rosal, geschützt vor atlantischen Winden, in ein Seitental mit dem mildesten Klima der Teilregionen.
Die Subzone Soutomaior liegt mit einer Fläche von 16 ha im Tal des Verdugo und befindet sich ganz in der Nähe der Stadt Pontevedra.
Das Klima
Atlantische Winde bringen Galizien viele Regenfälle, die sorgen so für ein grünes Land, das zusammen mit dem Meer die Basis der galizischen Wirtschaft geblieben ist: Landwirtschaft, Weinbau und Fischerei.
Die D.O.-Weine aus der Küstenregion Rías Baixas in der Provinz Pontevedra passen hervorragend zum Fisch und den Meeresfrüchten, die innerhalb kürzester Zeit aus dem Meer auf die Tische der Spezialitätenrestaurants kommen. Die einheimischen Winzer behaupten gerne, ihr Land sei das südlichste Weinbaugebiet Nordeuropas.