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Ein Beispiel für den Volksglauben, der sich über die Jahrzehnte erhalten hat, ist die Lourdeskapelle in Robasacco. Sie wurde 1851 auf Geheiss von Pfarrer Francesco Rizzoli an dem alten Weg nach Cadenazzo unterhalb des Gemeindehauses erbaut. Rizzoli, der 47 Jahre lang Pfarrer von Robasacco war, wurde besonders dafür bekannt, dass er sich den Ärmsten widmete, doch er sorgte auch dafür, dass die Marienverehrung im Dorf konkrete Spuren hinterliess, wie diese kleine, der Muttergottes von Lourdes geweihte Kapelle.
Nach seinem Tode drohte die Votivkapelle, die der Witterung überlassen wurde, ohne dass sich jemand um die erforderliche Instandhaltung kümmerte, zu zerfallen. Im Jahre 1933 kümmerte sich der damalige Pfarrer Prada um die Restaurierung des kleinen Bauwerks.
In den Siebziger Jahren engagierte sich schliesslich das aus Kalifornien zurückgekehrte Pfarrgemeindemitglied Rinaldo Richina für den Erhalt der Kapelle. Ein schönes Beispiel von Zuneigung und Hingabe an Geschichtsbewusstsein, Kultur und volkstümlichen Glauben.