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Rotterdam vereint Hafen, Museen, multikulturelle Vielfalt und grossartige Architektur
Rotterdam ist nach Amsterdam die zweitgrösste Stadt in den Niederlanden und besitzt verkehrstechnisch grosse Bedeutung durch den grössten Seehafen Europas (drittgrösster der Welt).
Neben Amsterdam und Den Haag ist Rotterdam eines der kulturellen Zentren der Niederlande. Rotterdam verfügt über eine Universität, mehrere Fachhochschulen, eine Musikhochschule und eine Kunstakademie. Sie ist die führende Industrie- und Handelsstadt der Niederlande. Besonders auffällig ist die Rotterdamer Wolkenkratzer-Silhouette, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat.
Rotterdam liegt im Westen der Niederlande in der Provinz Südholland an der Mündung des Rheins in die Nordsee (Rhein-Maas-Delta) und gehört zum Ballungsraum Randstad. Zur engeren Stadtregion Rotterdams zählen grosse Nachbarstädte wie Schiedam, Vlaardingen und Dordrecht.
Rotterdam liegt grösstenteils unter dem Meeresspiegel und ist durch Deiche geschützt. Der Prins Alexander Polder liegt etwa 6 Meter unter dem Amsterdamer Pegel. Der tiefste bewohnte Punkt der Niederlande mit -6 m liegt im Rotterdamer Stadtgebiet, der tiefste Punkt der Niederlande (einschliesslich der unbewohnten Flächen) mit -6,76 m liegt knapp östlich der Stadtgrenze in der Gemeinde Nieuwerkerk aan den IJssel. Der höchste Punkt der Stadt liegt etwa sechs Meter über den angrenzenden Poldern, aber auch nur zwei Meter über dem Meeresspiegel. Rotterdam muss beständig durch Pumpen entwässert werden, da der natürliche Grundwasserspiegel sonst oberhalb der Strassen Rotterdams liegen würde.
Der Fluss Nieuwe Maas, ein Hauptarm des Rheindeltas, teilt die Stadt in einen nördlichen und südlichen Teil. Anders als der Flussname vermuten lässt, ist die Nieuwe Maas ein Rhein-Arm, in ihr fliesst seit der letzten Südverlagerung von Rhein und Maas kaum Maaswasser. Das eigentliche Stadtzentrum liegt am nördlichen Ufer des Flusses, der südliche Stadtteil wird vom Hafen und den ehemaligen Siedlungen der Hafenarbeiter geprägt. Erst in den letzten Jahrzehnten begann das Zentrum, sich auch an das südliche Ufer angrenzende Stadtteile auszudehnen, besonders auf den Teil De Kop van Zuid („Kopf des Südens“ - also der nördlichste Teil des Südufers).
Rotterdam ist auch die architektonisch interessanteste Stadt der Niederlande. Bereits 1898 wurde am Wijnhafen ein 45 Meter hoher "Wolkenkratzer" im Jugendstil erbaut. Dieses Het Witte Huis (das weisse Haus) genannte Bauwerk war damals das höchste Gebäude in Europa. Het Witte Huis ist eines der zahlreichen niederländischen UNESCO-Kulturdenkmäler. Heute fällt es in der Skyline aber kaum noch auf.
Bedingt durch die umfangreichen Zerstörungen im zweiten Weltkrieg wurde Rotterdam in der Nachkriegszeit fast völlig neu aufgebaut. Dabei wurden unzählige Architektenträume wahr. Es entstanden würfelförmige Häuser, die auf einer Spitze stehen und andere Bauten, für die die Gesetze der Schwerkraft nicht gültig zu sein scheinen. So z.B. die nach dem berühmtesten Sohn der Stadt, dem grossen Humanisten Erasmus von Rotterdam (* 27. Oktober 1465 [oder 1469] in Rotterdam; † 12. Juli 1536 in Basel) benannte Brücke über die Maas. Sie ist etwa 800 Meter lang und wird von einem gigantischen geknickten Pylonen gehalten. Gleich dahinter am südlichen Maasufer erhebt sich der Toren op Zuid, ein Bürohochhaus der KPN Telecom. Seine Fassade ist schräg nach vorn geneigt und das ganze Bauwerk scheint jeden Moment umzukippen. Auch andere Gebäude im angrenzenden neuen Stadtteil Kop van Zuid sind nicht weniger spektakulär.
In Rotterdam gibt es darüber hinaus zahlreiche Museen zu allen möglichen Themen. Im Museumspark nördlich des Euromastes sind gleich mehrere an einem Ort. Hier können Sie unter anderem Bilder der alten niederländischen Meister bewundern, aber auch Werke des Impressionismus, des Surrealismus und des Expressionismus. Die Stadt beherbergt ausserdem ein Völkerkundemuseum und ein Maritimmuseum.
Mehr Bilder im Fotoalbum Maritime Museum Rotterdam
Eines der Wahrzeichen von Rotterdam ist der heute 185 Meter hohe Euromast am Parkhaven. Der Turm ist damit das höchste Bauwerk der Niederlande. Errichtet wurde der Euromast im Jahre 1960 anlässlich einer internationalen Gartenbauausstellung (der "Floriade"). Um die notwendige Stabilität zu erreichen, wurde der Schwerpunkt des Turmes unter die Erde gelegt. Dort befindet sich im Fundament ein Stahlbetonblock mit einer Masse von 1.900 Tonnen. Im sogenannten "Krähennest" in etwa 100 Metern Höhe befinden sich ein Restaurant und eine Aussichtsplattform.
Die ursprüngliche Höhe des Euromastes betrug 104 Meter. In den 60er Jahren wuchsen um den Turm herum aber immer höhere Häuser, so dass man im Jahre 1970 beschloss, den Euromast weiter zu erhöhen. Mit dem Aufbau des sogenannten "Space-Towers" wurde er somit auf seine heutige Höhe gebracht.
Auch eine Höhe von 185 Metern ist heute nichts Besonderes mehr. Das erkannte auch das Management des Euromastes. Im Jahre 2001 wurde der Beschluss gefasst, in der Nähe des heutigen Turmes einen zweiten, etwa doppelt so hohen zu errichten. Dieser "Rotterdam Tower" genannte Turm soll der neue Touristenmagnet der Stadt werden.
Eine multikulturelle Gesellschaft
Schon seit Jahrhunderten kommen Einwanderer in die Niederlande. Während im 17. Jahrhundert viele Hugenotten ins Land kamen, waren es im 20. Jahrhundert vor allem Menschen aus den ehemaligen niederländischen Kolonien Indonesien und Surinam sowie aus den überseeischen Teilen des Königreichs. In den sechziger und siebziger Jahren wurden aufgrund eines Arbeitskräftemangels zahlreiche Gastarbeiter aus Südeuropa, der Türkei und Marokko angeworben. Etwa 19 % der Gesamtbevölkerung der Niederlande (knapp 16,5 Mio.) haben einen Migrationshintergrund oder gehören einer ethnischen Minderheit an. Die meisten von ihnen leben in einer der grösseren Städte (Amsterdam, Rotterdam, Utrecht und Den Haag), wo sie etwa 30 % der Einwohner stellen.
In Rotterdam haben diese Gastgruppen ganze Stadtviertel für sich eingenommen und man hat das Gefühl in einer türkischen, chinesischen, oder afrikanischen Stadt zu sein. Allein die Auslagen der vielen Märkte und Läden die auf den Gehwegen ihre Ware anpreisen ist ein Besuch dieser Wohngegenden wert. Mich hat es auf Rat einer Rotterdamer Familie, die so oft es geht an den Wochenenden der Stadt entflieht und auf dem Camping Ruhe und Erholung sucht dorthin gezogen. Ich sah wie ihre Kinder die Hauskatze an der Leine spazieren führten und dadurch kamen wir ins Gespräch. Ich hatte in den Niederlanden Mühe für meine Katze, die von ihr so geliebten, soft Snacks zu finden. Sie haben mir verraten dass es in diesen Vierteln ganze Läden gibt die nur auf Tierfutter spezialisiert seien. Und siehe da ich wurde fündig und meine Reisebegleiterin war überglücklich und schmusend Dankbar als sie ihre Lieblingssnacks wieder bekam.
Rotterdam - Die Kultur(haupt)stadt
Im Jahre 2001 präsentierte sich Rotterdam als europäische Kulturhauptstadt mit dem Motto ''Rotterdam ist viele Städte''. Und tatsächlich bietet die Metropole an der Maas mehr kulturelle Vielfalt, als gemeinhin angenommen wird. Was dem Besucher schon beim ersten Blick auffällt ist die avantgardistische Architektur der Gebäude und die zahlreichen Kunstwerke in den Strassen der Stadt.
Die Architektur von Rotterdam
Rotterdam ist durch ihre innovative Architektur weltweit berühmt. Studenten und Berufstätige besuchen die Stadt, um ihre Winkel und kontrastierenden und überraschenden Formen zu studieren und zu bewundern. Da, wo sich das Neue und Alte in Harmonie treffen und sich verschiedene Stile und Zeiten mischen, wird die Stadt als einzigartig angesehen.
Es scheint als ob in Rotterdam die Schwerkraft ausser Kraft gesetzt worden ist.
Am meisten Fasziniert haben mich die Kubushäuser.
1978 fertigte Blom die
ersten Entwürfe für das Projekt in Rotterdam an. Es sollte 74
Kubushäuser und ein Kulturzentrum umfassen, das Programm wurde jedoch
reduziert. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten dauerte es vier Jahre
bis zum Baubeginn 1982. 1984 waren die geplanten 51 Kuben fertiggestellt,
drei der Kuben sind grösser als das Standardmass. 38 Kuben sind
Wohneinheiten, der Rest gehört zu der Schule, die Teil des Programmes
ist oder zu den Ladeneinheiten. Insgesamt gibt es 14 Ladeneinheiten auf
der Promenadenebene, dazu noch ein Restaurant und weitere Geschäftsräume
anderswo im Gesamtkomplex. Auf der Promenadnebene gibt es auch einen
Kinderspielplatz.
Die Wohneinheiten sind dreistöckig und die Räume präsentieren sich wesentlich grösser als es von aussen vermuten lässt. Im ersten Moment muss man sich schon an die allgegenwärtigen schrägen gewöhnen und schwindelfrei muss man auch sein wenn man aus dem geschlossenen Fenster direkt auf die stark befahrene Strasse hinunter blickt.
Im Untergeschoss befindet sich ein grosszügiges Wohn- Esszimmer mit Küche und einem WC. Im zweiten Geschoss ein Schlafzimmer sowie ein Badezimmer(chen) und ein zweites Zimmer das hier als Arbeitszimmer eingerichtet wurde. Im dritten Stock befindet sich nochmals ein Wohnraum mit herrlichem Ausblick auf die Stadt, der hier als Wintergarten genutzt wird.
Für mich allerdings käme diese Wohnform schon wegen der steilen Treppen und dem doch begrenzten Raumangebot nicht in Frage. Auch hat mir niemand erklären können wie man die Fenster von aussen reinigt.