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London - Nach Wochen relativer Ruhe haben die Piraten vor der Küste Somalias ihre Aktivitäten wieder verstärkt: Sie kaperten einen britischen Chemietanker und einen griechischer Frachter, wie die Behörden in London und Piräus mitteilten.
An Bord der beiden Schiffe befinden sich insgesamt 45 Besatzungsmitglieder. Bereits am Montagabend war bekanntgeworden, dass somalische Seeräuber im Golf von Aden auch einen Frachter aus Jemen mit 16 Crewmitgliedern entführt hatten.
Die Besatzung des britischen Tankers "St. James Park" besteht überwiegend aus Osteuropäern und Indern, britische Staatsbürger gehören nicht zur Crew. Wie die EU-Mission Atalanta im englischen Northwood mitteilte, befindet sich der Tanker nach dem Überfall vom Montagnachmittag nun auf Kurs zur somalischen Küste.
Nach Medienberichten hatte die "St. James Park" auf ihrem Weg von Thailand nach Spanien Chemikalien zur Herstellung von Plastik geladen.
Auch der Frachter einer griechischen Reederei geriet in die Fänge der Piraten. Die unter der Flagge Panamas fahrende "Navios Apollon" wurde laut Küstenwache in Piräus von rund zehn Seeräubern mit zwei Schnellbooten rund 240 Seemeilen von den Seychellen entfernt überfallen. An Bord des Frachters, der mit Düngemitteln auf der Fahrt nach Indien war, befinden sich 19 Seeleute.
In den beiden vergangenen Tagen hatten Piraten zunächst den chinesischen Frachter "De Xin Hai" und dann den unter der Flagge Singapurs fahrenden Frachter "Kota Wajar" mit insgesamt 46 Seeleuten freigelassen.
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