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Wasserwirbel: Durchpflügt ein Schiff das (Meer-)Wasser, hinterlässt es eine Spur. Diese entsteht durch von Rumpf und Schiffsschraube hervorgerufene Wasserverwirbelungen. Experten sprechen von Kielwasser, Heckwasser oder Hecksee. Tempo: Bei einer Reisegeschwindigkeit von 18 Knoten (33 km/h) Kreuzfahrtschiffe schaffen in der Regel um die 22 Knoten legt ein Ozeanliner in einer Minute 550 Meter zurück. Und weil es viel länger dauert, bis sich das Wasser nach so einer Umwälzung wieder beruhigt, entstehen kilometerlange Spuren. Was wir als Kielwasser oder eben als Spur sehen, ist das von der Schiffsschraube hochgepumpte kältere Seewasser. Je ruhiger das Meer, je weniger Wellen also vorhanden, desto länger bleibt diese Spur erhalten. Notsignal: Schiffsspuren können Leben retten. In der modernen Seerettung kommt ein Hochfrequenz-Radar zum Einsatz, welches das Heckwasser selbst bei Nacht deutlich erkennt. Auf diese Weise können die Retter die Fährte eines in Not geratenen Schiffes aufnehmen. Himmelserscheinung: Allerdings findet man Schiffsspuren nicht nur im Wasser, sondern auch am Himmel! Besonders vor der Westküste der USA sowie über dem Atlantik vor Südwesteuropa und Afrika haben Satelliten Kondensstreifen entdeckt, die tatsächlich von Schiffen stammen. Das Abgas der Ozeanriesen enthält Aerosole eine Mischung aus Gas und einer fein verteilten Flüssigkeit oder Staub , an denen sich Wasserdampf anheftet. Bei den richtigen Wetterbedingungen können so 4 bis 14 Kilometer breite und mehrere Hundert Kilometer lange Schiffs-Kondensstreifen entstehen, die bis zu zwei Tage leben.