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Chillon–Byron–Villeneuve
|Kürzel||CBV|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1903-12-14|
|Mutiert||Ab 1913-01-01 Vevey–Montreux–Chillon–Villeneuve|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1903 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte CBV gehörte einer Aktiengesellschaft. Sie bildete die Fortsetzung der bereits 1888 in Betrieb gegangenen Linie Vevey–Montreux–Chillon (VMC), die auch den Fahrdienst der CBV ausführte. Zwar hätte die VMC diese Streckenverlängerung gerne selbst realisiert, doch den Zuschlag erhielt das Konkurrenzkomitee CBV aus Villeneuve.
Die Freude darüber dürfte nur kurz gewährt haben, denn die CBV fuhr während der ganzen Zeit ihres Bestehens als selbständige Gesellschaft Verluste ein. Ihre Betriebsergebnisse waren Jahr für Jahr defizitär, fällige Zinsen konnte sie nicht (vollumfänglich) bezahlen. Entsprechend stiegen die Passivsaldi und die schwebenden Schulden an. 1913 übernahm die VMC die CBV, woraus neu die Gesellschaft Vevey–Montreux–Chillon–Villeneuve (VMCV) entstand. Der Kaufpreis betrug 60'000 Franken. Die Anlagekosten der CBV hatten sich auf 155'981 Franken summiert, die Differenz wurde abgeschrieben (in der Datenbank bei der VMC als Handänderungsverlust erfasst).
Die Baukosten der CBV waren mit 60'600 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1912) aussergewöhnlich tief. Den grössten Kostenfaktor bildete das Rollmaterial, auf welches 27 Prozent der Totalausgaben entfielen.
Vergleiche auch den Kommentar zur Vevey–Montreux–Chillon-Bahn (VMC).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: