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Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen, wie Wasser in den Gesellschaften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit wahrgenommen, genutzt und angeeignet wurde. Wir untersuchen Wasser als Lebensgrundlage (Trinkwasser, Bewässerungsressource), Energiequelle, Transportmedium, Infrastruktur und Bedrohung zwischen 1400 und 1800.
Lernziel
Die Studierenden erarbeiten sich historisch fundierte Kenntnisse, wie vormoderne Gesellschaften sich den den Naturstoff Wasser aneigneten und wie sie selbst durch die Interaktionen mit dem flüssigen Element geformt und verändert wurden. Von den Studierenden wird die Bereitschaft zur Lektüre von deutschen, französischen und englischen Originalquellen erwartet.
Inhalt
Das Seminar untersucht die Stoff- und Nutzungsgeschichte des Wassers vom ausgehenden Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert. Anhand von Text- und Bildquellen gehen wir im Plenum und in Gruppenarbeiten den leiblichen, kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Implikationen der Mensch-Wasser-Beziehung auf den Grund. Wir beschäftigen uns mit (al-)chemischen Analysen von Wasser im Kontext von medizinischen Traktaten und Bäderkuren, dem Ausbau und den Herausforderungen der Wasserinfrastruktur (Brunnen, Abwasser-, Bewässerungskanäle, Binnenschiffahrt), den damit einhergehenden Veränderungen der Landschaft sowie mit Wasser als Bedrohung (Überschwemmungen).