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Titel
Geiger,
1) Peter Johann Nepomuk, Historienmaler der ältern Wiener Schule, geb. zu Wien, war Schüler der Akademie und der unter Davids Einfluß stehenden Richtung und als solcher mehr Illustrator und Erzähler der österreichischen Geschichte als Historienmaler im strengen Sinn des Worts. Nachdem er 1850 mit dem Erzherzog Ferdinand Max eine Reise in den Orient gemacht hatte, wurde er 1853 Professor an der Akademie. Unter seinen größern monumentalen Arbeiten sind die bedeutendsten die Deckengemälde in der königlichen Burg zu Ofen, wo er die Taufe des heil. Stephan von Ungarn, den Einzug Kaiser Franz Josephs in Ofen und Maria Theresia vor den Ständen Ungarns ausführte. Später zog er sich mehr von den monumentalen Produktionen zurück und beschränkte sich auf historische Aquarellbilder sowie auf Kohle- und Kreidezeichnungen, z. B. die Kartons aus dem Leben Luthers und zu Grillparzers «Ahnfrau». Für seine Beteiligung an dem vom Kaiser von Österreich dem Papst geschenkten Missale romanum erhielt er das Kommandeurkreuz des Gregor-Ordens. Er starb zu Wien
2) Karl, Historienmaler, geb. 1824 zu Wien, bildete sich auf der dortigen Akademie unter Führich aus und erregte schon in seinem 13. Jahr durch sein Talent zur Komposition die Aufmerksamkeit der Kunstwelt. Später übten die Malereien Kaulbachs einen günstigen Einfluß auf ihn. Er beteiligte sich schon ziemlich jung bei den freilich etwas mißlungenen Fresken seines Lehrers Führich in der Kirche St. Johann von Nepomuk, malte später auch mehrere Bilder für den Stephansdom und die bedeutenden allegorischen Gemälde in den Palästen des Herzogs von Koburg, des Herzogs Philipp von Württemberg (jetzt Hôtel Impérial) und des Fürsten von Kinsky sowie den Vorhang des Carltheaters und beteiligte sich bei den Kartons für die Glasmalereien der Votivkirche. Er brachte auch manche treffliche Aquarelle und Zeichnungen in Sepia.
3) Nikolaus, Bildhauer, geb. zu Lauingen (Bayern), war anfänglich bei einem Steinmetz, dann bei einem Bildhauer in Augsburg in der Lehre, ¶
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bis es ihm 1866 gelang, nach München zu kommen, wo er mehrere Privatateliers besuchte, auf der Akademie unter Knabl lernte und namentlich kirchliche Arbeiten ausführte, die ihm zweimal einen akademischen Preis eintrugen. 1873 ließ er sich in Berlin nieder und widmete sich meistens der dekorativen Plastik, zu welchem Zweck er auch längere Studienreisen in Italien machte. Seine besten Arbeiten sind: der in seinen Gestalten sehr liebenswürdige und lebendige, aber zu malerisch gedachte Kinderfries im Speisesaal des Tiele-Wincklerschen Hauses in Berlin, die Kolossalgruppe: Heimdal und die Einheriar und eine Ostara in demselben Haus sowie eine noch im Entstehen begriffene dekorative Figur für die Reichsbank.