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Am Sternenhimmel im November 2020
Die Erdachse neigt sich im Spiel der Jahreszeiten nun bereits deutlich von der Sonne ab, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 71m von 10h 0m auf 8h 49m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 23.11. das Sternbild der Waage, um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Skorpions fortzusetzen.
Merkur kann um den 10.11. tief über dem flachen östlichen Horizont in der Morgendämmerung ge-sehen werden. Danach bewegt er sich scheinbar an der Sonne vorbei und kann dabei nicht gesehen werden.
Venus nähert sich zwar scheinbar der Sonne zu, kann den ganzen Monat über aber als prächtiger Morgenstern nun immer tiefer über dem östlichen Horizont stehend gesehen werden.
Der rote Planet Mars durchläuft den ganzen Monat weiter das Sternbild der Fische und kann ab dem Abendim Osten und weiter bis spät in die zweite Nachthälfte gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft den ganzen Monat über weiterhin das Sternbild des Schützen und kann den ganzen Monat über am Abend scheinbar vor Saturn laufend nun tief über dem süd-westlichen Horizont gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft den ganzen Monat über ebenfalls das Sternbild des Schützen und kann den ganzen Monat über am Abend scheinbar hinter Jupiter laufend ebenfalls über dem süd-westlichen Horizont gesehen werden.
Der Lauf des Mondes:
Letztes Viertel am 8.11. um 14:46 Uhr
Neumond am 15.11. um 6:07 Uhr
Erstes Viertel am 22.11. um 5:44 Uhr
Vollmond am 30.11. um 10:28 Uhr
Endlich wird es am Abend wieder früher dunkel, so dass die Sternwarte bereits um 20:00 Uhr die Kuppel öffnen kann. In den frühen Nachtstunden im November zeigt sich im Südwesten immer noch das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega (Sternbild der Leier), Altair (Sternbild des Adlers) und Deneb (Sternbild des Schwans). In bester Lage hoch im Süden dominiert nun das Sternbild des Pegasus. Links, also im Osten davon, wird das geflügelte Pferd begleitet von den Sternbildern Andromeda und Perseus. Eindrücklich lässt ihr frühabendliches Erscheinen den Wechsel der Jahreszeiten zum Herbst erkennen.
Die Gelegenheit ist günstig, um hoch am Himmel zur bereits von blossem Auge erkennbaren grossen Spiralgalaxie im Sternbild der Andromeda vorzudringen. Während leistungsstarke Teleskope den Beobachter in deren inneren Bereiche vordringen lassen, bietet der Blick durch den Feldstecher die Betrachtung unserer Nachbargalaxie mit ihren Hunderten von Milliarden von Sternen als Gesamtes. Weit im Nordosten, tiefer über dem Horizont, zeigt sich am Abend nun auch das Siebengestirn der Plejaden und kündigt den nahenden Winter an. In den mondlosen Nächten im November zeigt sich unsere Milchstrasse weiterhin mit einer Fülle an Sternen und Nebeln, die es zu entdecken gilt. Und wer mag, kann weiter hinausstossen, über den Rand der Milchstrasse hinaus, hinaus zu den anderen Galaxien, die scheinbar unzählbar den Raum zwischen uns und dem Rand des Universums füllen!
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!