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um 1530 Locarno, 1603 Zürich, ref., ab 1567 von Zürich. Wie andere Locarneser Refugianten betätigte sich der umtriebige und innovative Z. zunächst mit Export- und Importhandel zwischen Zürich und Norditalien. Er stieg trotz zünft. Schranken als Einziger in die Produktion ein, 1558 mit der Samtweberei, 1565 mit Mailander Bombasin, und wurde Mitglied der Zunft zu Safran. Die Bombasinherstellung, für die er vom Zürcher Rat ein Darlehen erhalten hatte, betrieb er mit nordital. Arbeitern und einer eigenen Färberei. Sein Unternehmen bestand aus einer Mischung von zentralisierter Manufaktur und Verlagssystem und war der erste Grossbetrieb in der Deutschschweiz. Er scheiterte an fehlendem Kapital und Spekulationen.
Literatur
– U. Pfister, Die Zürcher Fabriques, 1992, v.a. 39 f.
Autorin/Autor: Martin Lassner