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© Manfred Steffen
Das Hügelgebiet zwischen Langete und Wigger weist vor allem im nördlichen Teil verbreitet Lehmböden auf. Die Ziensterziensermönche des ehemaligen Klosters St. Urban nutzten dies zur Begründung einer grossflächigen Teichwirtschaft.
Die Teichwirtschaft verschwand mit der Aufhebung des Klosters bereits 1848. Die ackerbauliche Nutzung der Lehmböden wurde in der Mitte des letzten Jahrhunderts intensiviert. Das Aufgeben der Brachlegung von Ackerflächen, Entwässerung, grösserer Düngereinsatz und die Anwendung von Pestiziden führten schliesslich dazu, dass die für Teichböden und Feuchtäcker typischen Zwergbinsen- und Zweizahnfluren immer seltener wurden, einige Arten gar ausstarben.
Dank der Wiederbelebung der extensiven Teichwirtschaft durch das Projekt Karpfen pur Natur und die vertragliche Sicherung von zeitweise vernässten Ackerflächen (Projekte des Samargdgebiets Oberaargau und des Vernetzungsprojekts Pfaffnau), konnte für dies Arten wertvolle Lebensräume wiederhergestellt werden. Der VLR unterstützt die Projekte.
Dank diesen Projekten konnten wieder einige Pflanzenarten aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Darunter finden sich einige Arten, die nicht nur in der Region sondern schweizweit Raritäten sind, beispielsweise das Öländische Sternlebermoos, der Kleinling, die Nadelbinse oder das Kleine Tausendgüldenkraut.