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Musik heisst Leben
“Cadillac Records” von Darnell Martin
In einem Chicago, in dem noch Rassentrennung und öffentlich akzeptierter Rassismus herrscht, macht sich ein junger Mann auf ein Plattenlabel zu gründen, und legt damit den Grundstein für eine der berühmtesten Musikfirmen der neueren Geschichte.
Von Kevin Mc Loughlin.
Leonard Cohen (Adrien Brody) ist ein junger, weisser Mann, der durch das Führen eines Schrottplatzes mehr schlecht als Recht durch sein Leben kommt. Sein grosser Traum ist es, einen Musik Club zu eröffnen, in dem er jungen Musikern zu Auftritten verhelfen kann. Mit etwas Glück und viel Erspartem kann er sich den Traum schliesslich erfüllen. Eines Abends wird sein Club während einem Konzert von drei weiteren Musikern mehr oder weniger gestürmt. Diese liefern sich mit den auf der Bühne stehenden Musikern eine Art Duell, dass schlussendlich in einer Schiesserei endet. Der anfängliche Ärger weicht schnell der Bewunderung der Musik dieser drei Unbekannten. So, macht sich Leonard Cohen auf, um sie zu finden, und so beginnt die Geschichte von Chess Records.
Ruhm und Blues
Die Musiker, die er gesehen hat waren nämlich ein junger Muddy Waters (Jeffrey Wright) und Little Walter (Columbus Short). Cohen bietet Muddy Waters einen Vertrag an und schnell steigt der Stern dieses jungen Folkmusikers und macht ihn weit über die Grenzen von Chicago berühmt. Durch seine Erfolge wächst anfänglich auch Chess Records, das sich zu einem der einflussreichsten Plattenläden der amerikanischen Musikgeschichte entwickeln sollte. Denn neben Muddy Waters produzieren noch weitere (spätere) Legenden ihre Musik bei Chess Records – unter anderem Willie Dixon (Cedric The Entertainer), Howlin’ Wolf (Eamonn Walker) und Etta James (Beyoncé Knowles). Nachdem sich Chess Records bereits längst einen Namen als eine der führenden Plattenfirmen im Bereich Blues und Folk gemacht hat, hilft es kräftig bei der Entstehung von Rock’n’Roll durch die Entdeckung von Chuck Berry (Mos Def) mit.
Ein Versuch
Das Biopic über Leonard Cohen – einen der einflussreichsten Menschen einer heissen Zeit in der amerikanischen Musikgeschichte – besticht durch die tolle Musik und die Darstellung der Musiker dieser Ära. Leider ist das Drehbuch etwas gar flach und der Plot kann über weite Strecken weder überzeugen noch fesseln. Als eine längst überfällige Hommage an eine Zeit musikalischen und sozialen Wandels (unter anderem durch die Musik vorangetrieben) und an einen Mann, der so stark von Musik getrieben war, dass er ohne sie nicht leben konnte, muss der Film sicherlich anerkannt werden. Schade ist dabei, dass gewisse Schwachpunkte nicht ausgebügelt werden konnten. Nachdem man auf die Geschehnisse und Geschichte in “Cadillac Records” aufmerksam geworden ist, kann man nur hoffen, dass sich bald jemand wieder an den Stoff wagt und uns eine etwas ausgegorenere Mischung präsentiert.
Ausstattung
Die Extras auf der DVD beinhalten einen Audiokommentar der Regisseurin, diverse entfallene Szenen, ein ‘Making of’, die Trailer, sowie eine kurze Dokumentation zum Kostüm- und Produktionsdesign.
Seit dem 29. September 2009 im Handel.
Originaltitel: Cadillac Records (USA 2008)
Regie: Darnell Martin
Darsteller: Adrien Brody, Beyoncé Knowles, Mos Def, usw.
Genre: Biopic, Musikfilm
Dauer: 104 Minuten
Bildformat: 16:9 Widescreen / 2.35:1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Audio: Dolby Digital 5.1
Bonusmaterial: Audiokommentar, Entfallene Szenen, Making of, Kostüm- und Produktionsdesign, Trailer
Vertrieb: Impuls