Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03297.jsonl.gz/960

Washington - Die mit Milliardenverlusten kämpfenden US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac können in den nächsten drei Jahren unbegrenzt Kredit beim Staat aufnehmen. Die bisherige Grenze von jeweils 200 Mrd. Dollar wurde aufgehoben.
Damit solle dem Finanzmarkt signalisiert werden, dass die US-Regierung fest hinter den staatlich kontrollierten Instituten stehe, teilte das Finanzministerium mit. Nach dem 31. Dezember hätte die US-Regierung für jede weitere Kapitalaufstockung die Zustimmung des Kongresses einholen müssen.
Beide Unternehmen hätten den bisherigen Kreditrahmen von zusammen 400 Mrd. Dollar allerdings bei weitem nicht ausgeschöpft, hiess es weiter. Demnach flossen bislang 111 Mrd. Dollar an staatlichen Hilfen an die Institute. Davon entfallen laut US-Finanzministerium 51 Mrd. Dollar auf Freddie Mac und 60 Mrd. Dollar auf Fannie Mae.
Die beiden Finanzierer sind die ausserordentlich wichtig für die Stabilität des US-Immobilienmarktes; sie stehen hinter etwa jedem zweiten Immobilienkredit in den USA. Um den völligen Kollaps des Hypothekenmarkts zu verhindern, hatte der Staat im September 2008 das Steuer bei Fannie Mae und Freddie Mac übernommen.
Beide Institute schreiben Milliardenverluste. Fannie Mae verbuchte allein im dritten Quartal 2009 einen Verlust von 19,8 Mrd. Dollar nach einem Minus von fast 30 Mrd. im Vorjahreszeitraum. Das kleinere Schwesterinstitut Freddie Mac schrieb im dritten Quartal einen Verlust von 6,3 Mrd. Dollar, nach 25,3 Mrd. ein Jahr zuvor.
Die Unternehmen hatten am Donnerstag mitgeteilt, dass die beiden Chefs von Fannie und Freddie dieses Jahr bis zu 6 Mio. Dollar verdienen könnten.
Der Absturz des US-Immobilienmarkts war Auslöser der Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Markt erholt sich nur langsam. Wegen der steigenden Arbeitslosigkeit in den USA können noch immer viele Menschen ihre Hypothekenraten nicht bezahlen.
Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: <email-pii>