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Zwei Männer treffen sich weit draussen auf dem Land im Schatten einer Eiche oder einer verrosteten Blechwand. Der erste Mann ist ein Landwirt. Der zweite ein Rechtsanwalt. Der Landwirt benötigt Hilfe. Der Anwalt arbeitet ehrenamtlich für eine Organisation, die von der Mafia beschlagnahmtes Land wieder aktiviert. Er ist dort, um den Landwirt zu beraten, welchen Weg er einschlagen muss, um die Legalisierung zu erhalten.
Diese Szene ist erfunden, Frucht meiner Fantasie. Aber das Bild steht deutlich vor mir, es erschien vor meinen Augen, während ich an einem Projekt für einen mobilen Pavillon arbeitete, der eine solche Handlung im Süden Italiens beherbergen könnte, wo man sich ein solches Treffen und eine solche Beziehung zwischen zwei mutigen Männern, die gegen ihr Schicksal rebellieren, vorstellen könnte. Ich habe über eine symbolische Form für einen Stuhl nachgedacht, der in diesen Zusammenhang passen würde, den ich irgendwie designen musste und an dem sich diese beiden Männer getroffen hätten. An diesem Ort entsteht der Stuhl «libera», und damit auch dieses Manifest dasein, das aus zehn Objekten besteht, als symbolischer Modus, um sich gegen das eigene Schicksal aufzulehnen. Diese Ausführung des freien Stuhls wurde geringfügig verändert, um ihn an diesen Kontext anzupassen. Die Form wurde verändert, die Substanz in diesem Fall nicht.
A, B, C, D. Bretter aus gehobeltem, FSC-zertifiziertem Tannenholz unterschiedlicher Länge. Die Profile sind mit Längen von 1 oder 2.5 m in allen Baumärkten erhältlich (Coopbau, Jumbo, Migros DoIt, Bauhaus etc.), die Stücke kann man nach dem vorliegenden Schema vor Ort im Baumarkt schneiden lassen. Die Profile sollen gerade, mit wenigen Knoten sein.
E, E1. Platten aus FSC-zertifiziertem Tannenholz der Klasse B. Herausgearbeitet aus einer ganzen Holzplatte, Masse: 1.8 x 40 x 120 cm. Die angegebenen Masse verstehen sich abzüglich des Schnittes von 3 mm.
F. Elektrischer Bohrer/Akkuschrauber mit 3 mm Holzbohrer.
G. Lochbohrer mit ø 65 mm.
H. Schraubendreher, empfohlen wird aber ein Akkuschrauber.
I. Stift.
L. Metermass mit ausziehbarem Massband.
M. Gipskartonschrauben, 3.5×35 mm, Farbe schwarz (wichtig).
Mit dem Bleistift (I) die angegebenen Masse an beiden Enden eines der Profile des Typs D/B und C anzeichnen.
Mit dem 3 mm Holzbohrer (F) an den angezeichneten Punkten Löcher bohren. Es wird empfohlen, das erste gebohrte Element als Muster für die folgenden Bohrungen zu verwenden. Legen Sie die Profile möglichst auf ein Zwischenstück auf, um nicht die Unterlage zu beschädigen.
Das Profil B am kurzen Ende der zwei Profile des Typs C anschrauben. Sicherstellen, dass die Verbindung perfekt senkrecht zu A ist. Diese Operation ist für die beiden Portale, die die Struktur des Stuhls vorgeben, zu wiederholen.
Die beiden Portale des Stuhls mit den beiden D-Profilen, die die Tragachse bilden, verbinden. Zuerst den Boden einsetzen, dann den Rahmen aufstellen und die zweite Tragachse der Sitzfläche anschrauben. So können Sie sicher sein, dass der Sitz korrekt auf dem Boden steht, ohne zu «wackeln».
Jetzt sind die Sitzfläche und die Rückenlehne vorzubereiten. Mit einem Bleistift die in dem Schema angegebenen Punkte markieren. Mit einem Lochbohrer in der Mitte der beiden Hälften des Elements E1 zwei Löcher mit 6.5cm Durchmesser bohren. Auf derselben Höhe dieser Stelle, jedoch im Abstand von 3 cm vom Rand, weitere zwei Punkte anzeichnen, an denen die Rückenlehne an den Sitz zu schrauben sind.
Die Sitzfläche E auf den Rahmen auflegen, dabei darauf achten, dass die Maserungen parallel zur Stirnseite des Stuhls liegen (das ist ein wichtiges Detail, da die Platte sonst brechen kann). Die Schrauben auf allen Achsen einschrauben, um die Sitzfläche zu sichern. Wichtig: die Sitzfläche muss über den vorderen Rahmen drei Zentimeter hervorstehen, um die Rückenlehne angenehmer zu gestalten.
Nun ist die Sitzfläche fertig. Jetzt geht es an die Rücklehne. Legen Sie die Rückenlehne zuerst an die Sitzfläche an und schrauben Sie sie von unten mit zwei Schrauben an die Kopfseite der Sitzfläche an. Dabei vorsichtig vorgehen und die Schrauben nicht zu fest anziehen, da die Platte sonst splittern könnte. Danach den oberen Teil der Rücklehne an den hinteren Rahmen anschrauben.
Der Sitz ist nun fertig. Das Auge dient als Eingriff, um den Stuhl anzuheben. Die erste Ausführung dieses Stuhls sah eine zur Sitzfläche identische Rücklehne vor. Diese Ausführung ist vielleicht weniger geeignet für ein Leben auf dem Land. Die hohe Rückenlehne verleiht ihm eine königliche und statuarische Dimension. Nichtsdestotrotz ist es ein symbolischer Stuhl, mit man sich des eigenen Schicksals bemächtigen kann.