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Daten und Worte zu Akteuren des FC St. Gallen.
12. August 2008 bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 32 (9 NLA/19 NLB/4 Cup) Spiele und 8 (7 NLB/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. August 2008 beim 4:0-Heimsieg gegen Biel.
Mario Cáceres kam von Unión Española aus Santiago nach St. Gallen. -- Ursprünglich von Colo Colo, dem Grossklub, von dem einst Ivan Zamorano und Hugio Rubio ins Espenmoos wechselten. -- Hugo Rubio ist (oder war) auch sein Berater. -- Bald nach seinem Start in St. Gallen durch eine Verletzung zurück geworfen, fand er in der zweiten Saisonhälfte der Aufstiegssaison langsam seinen Stammplatz. -- Nach dem Austieg zu Beginn regelmässig eingewechselt, fehlte er bald wieder verletzungsbedingt und schaffte den Anschluss nicht mehr.
Ab Sommer spielte der Stürmer 2010 wieder in Chile. Zuerst beim CD San Luis (Quillota), mit dem er Ende Jahr absteigen musste. 2011 bei Audax Italiano (Santiago, Primera), ab 2012 zwei Jahre für Everton de Viña de Mar, das im Spätherbst 2012 den Aufstieg schaffte. 2014 nochmals in der zweithöchsten Liga, der Primera B, beim CD Temuco, wo er im Sommer jedoch keinen Vertrag mehr erhielt und vergeblich auf ein Angebot aus Griechenland wartete. Schon in den Jahren zuvor musste Cáceres mehrmals vertragslose Zeiten überbrücken.
Der CSD Colo Colo war Cáceres' Juniorenclub. 1998 schaffte er den Schritt ins Profikader, sein Team wurde in jenem Jahr Meister. -- Im Jahr 2000 wurde er an den CD Ñublense (Chillàn) und Everton ausgeliehen. -- 2001 war er Stammspieler bei der U20-WM in Argentinien (Vorrunden-Out nach Sieg gegen China und Niederlagen gegen die USA und Ukraine), was ihm ein Engagement des Sporting Clube de Portugal einbrachte - in Lissabon blieb er jedoch ohne Aussicht auf einen Platz in der Mannschaft. -- Zurück bei Colo Colo spielte er nun öfter und feierte den Meisterititel im Torneo Clausura. -- 2004 bei Universidad de Concépcion. -- Ein Jahr später in Mexiko, beim CF Lobos de la BUAP (Puebla). -- Ab 2005 ein Jahr bei Aris Saloniki in Griechenland, dann erneut bei Colo Colo (und nochmals die Clausura gewonnen), 2007 zurück in Griechenland bei PAS Giannina, ehe er zu Union Española ging.
Als Nachwuchs-Internationaler soll Mario Cáceres auch dem Kader der U23-Auswahl angehört haben, die die Qualifikation fürs Olympia-Turnier von 2000 in Sydney schaffte. Bei den Olympischen Spielen selbst war Cáceres nicht dabei. Chile gewann dort, verstärkt unter anderen mit Iván Zamorano, die Bronzemedaille.
1. Juli 2010 bis 23. Januar 2012 im FCSG. -- 18 (15 NLA/3 Cup) Spiele und 4 (2 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Juli 2010 beim 3:2-Heimsieg gegen die AC Bellinzona.
Sandro Calabro kam ablösefrei vom VVV Venlo nach St. Gallen. Zuvor lehnte er eine Vertragsverlängerung ab mit der Begründung, einmal in einem anderen Land spielen zu wollen. -- In St. Gallen blieb Calabro glücklos. -- Nach harzigem Saisonstart erhoffte man sich vom Holländer erlösende Tore. Ein paar gute Torchancen erarbeitete er sich und vergab sie. Viel Geduld hatte Trainer Uli Forte jedoch nicht mit ihm, nur sechs Mal stand er in der Startformation. -- Das erste Tor erzielte Calabro im Cup in Flawil (18. September 2010, zur 1:0-Führung; dennoch mussten die Espen in die Verlängerung). -- Ende Januar 2011 fiel der Stürmer wegen eines Bandscheibenvorfalls aus. -- Es sollte zu keinem Comeback mehr kommen. -- Ein Transfer nach Griechenland scheiterte, im September bat Calabro um Vertragsauflösung, zumal er nicht auf der offiziellen Kaderliste figurierte. -- Erst ein halbes Jahr später wurde seinem Wunsch entsprochen.
Sandro Calabro unterzeichnete am 8. März 2012 einen Vertrag bei Sparta Rotterdam, das in der zweithöchsten Liga (Jupiler League) lange um den Aufstieg kämpfte. Auch im Frühling 2013 waren die "Kasteelheren" vorne dabei, scheiterten aber im finalen Spiel um die Promtion nach 0:0 zuhause mit einem 1:2 beim Roda JC Krekrade knapp. -- 20 Tore erzielte Calabro für Sparta in der Saison 2012/13, dennoch wurde sein Vertrag nicht verlängert. -- Der Stürmer unterzeichnete schliesslich am letzten Tag der Transferperiode im September 2013 einen Zweijahresvertrag in Belgien beim Royal Antwerp FC (Tweede Klase/zweithöchste Liga), für den er in 22 Meisterschaftsspielen 8 Tore erzielte. -- Für die Saison 2014/15 wurde er dem in die Jupiler League abgestiegenen RKC Waalwijk ausgeliehen, der gleich nochmals Letzter wurde. Calabro hatte mehr als die Hälfte der Saison verletzungsbedingt verpasst und kam auf 5 Tore in 15 Spielen. -- Im Sommer 2015 wechselte der Stürmer zum KMSK Deinze, der zuvor in Belgiens zweithöchste Liga (nun: Proximus League) aufgestiegen war. -- Im Sommer 2016 verabschiedete sich Calabro aus dem Profifussball und schoss sich dem in der dritten holländischen Amateurklasse spielenden SV Scheveningen an.
Calabro startete seine Profikarriere 2001 in seiner Heimatstadt bei ADO Den Haag, nachdem der Stürmer im Nachwuchs von Feyenoord Rotterdam ausgebildet wurde. -- Sein Debüt im Fanionteam von ADO feierte Calabro erst in der zweiten Saison. Nach 17 Spielen und 8 Toren in der zweithöchsten Liga ("Eerste Divisie") vom FC Utrecht verpflichtet, für den er 19 Spiele in der höchsten Liga ("Eredivisie") bestritt. -- Anfang 2005 für eine halbe Saison an den FC Volendam ausgeliehen (12 Spiele/6 Tore in der Eerste Divisie). -- Dann an Volendams Ligakonkurrenten Helmond Sport ausgeliehen (24 Tore in 61 Spielen). -- 2007 vom VVV Venlo übernommen. Der Klub aus Limburg stieg mit Calabro zeitgleich wie der FCSG ab und ein Jahr später sofort wieder auf. -- Der Stürmer mit sizilianischem Vater und holländischer Mutter trug in 34 Matches 25 Tore zum Aufstieg bei und wurde Torschützenkönig der Eerste Divisie. -- Davor und danach brachte er es für den VVV auf 14 Tore in 42 Einsätzen in der Eredivisie.
31. Januar 2005 bis Sommer 2008 im FCSG. -- 72 (67 NLA/2 Barrage/3 Cup) Spiele und 8 (8 NLA) Tore für die NLA. -- FCSG-Debüt am 13. Februar 2005 beim im Penaltyschiessen verlorenen Cup-Viertelfinal gegen Aarau.
Davide Callà kam von Servette ins Espenmoos. -- Er entschied sich damals für den FCSG und gegen die Offerte der Grasshoppers. -- In Genf konnte er zuvor den Vertrag künden, weil der (kurze Zeit später konkursite) Klub mit Lohnzahlungen weit im Rückstand war.
Callà entwickelte sich wie erwartet zum Führungsspieler und wurde als junger Spieler Captain. -- Der Aufstieg des Mittelfeldspielers endete beim Saisonstart 06/07 in Schaffhausen jäh: Callà zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. -- Im Aufbautraining im Januar 2007 folgte der zweite Kreuzbandriss. -- Im November 2007 beim Comeback mit der U21 (1. Liga) in Winterthur gleich Siegtorschütze. -- Er weckte in der schwierigen Saison neue Hoffnung und konnte die zweite Saisonhälfte auch ziemlich frei von Beschwerden bestreiten. -- Dennoch reichte es nicht, den Abstieg zu verhindern. -- Der frühere Captain war danach der erste Leistungsträger, der seinen Abgang aus St. Gallen verkündete. -- Der Winterthurer unterschieb bei den Grasshoppers.
Beim anfänglich wieder aufblühenden und später in die nächste Krise rutschenden Grasshopper Club war Callà ebenfalls ein Leistungsträger. -- Doch dann blieb das Verletzungspech an ihm kleben. -- Im Oktober 2008 erstmals wegen Knorpelschaden im rechten Knie ausgefallen. -- Im November bestritt Callà nur zwei Spiele, um erneut und nun bis Mai auszufallen. -- Ab März 2010 fiel er fast ein Jahr lang aus. -- Auch die erste Hälfte seiner vierten Saison mit GC verpasste Callà gänzlich. -- Im Frühling 2012 zwar wieder im Team, doch am Ende wurde sein Vertrag nicht verlängert, Callà wechselte mit 62 NLA-Einsätzen für die Zürcher zum FC Aarau in die Challenge League. -- Bei Aarau traf er auf Trainer René Weiler, der ihn einst als FCSG-Sportchef in die Ostschweiz holen konnte. Davide Callà trug massgeblich zum Wiederaufstieg der Aarauer im Sommer 2013 bei, nicht nur als bester Torschütze seines Teams. -- Er blieb auch in der Super League überragender Aarauer Spieler, war der Reisser auf der Linken Flanke und erfolgreichster Torschütze. -- Kurz vor Transferschluss erhielt Callà die Chance, zum FC Basel zu wechseln. Der Serienmeister ging im Tausch mit Stephan Andrist und erhielt beim Serienmeister einen Vertrag bis Sommer 2015. -- Der FCB holte Callà, um auf den Abgang des Ägypters Mohamed Salah zu reagieren, der ein paar Wochen zuvor für die Schweizer Rekordablösesumme von über 16 Mio. Franken zu Chelsea ging. 2014 und 2015 durfte er zweimal zum Meistertitel beitragen.
Davide Callà wechselte im Winter 2003 zum FC Wil und gab sein Profidebüt am 15. März 2003 (0:3 bei Neuchâtel Xamax). -- Mit Wil wurde Callà 2004 überraschend Cupsieger (3:2-Finalsieg gegen GC), nachdem für den in Unruhe geratenen Klub der Abstieg schon fast feststand. -- Callà hingegen stieg gewissermassen aus, Servette holte ihn mit einem guten Angebot nach Genf. Doch auch sein neuer Verein geriet in finanzielle Turbulenzen, die ein halbes Jahr später den Wechsel ins Espenmoos begünstigten.
Erster Juniorenclub war der FC Tössfeld, danach war Callà ab 1998 im Nachwuchs des FC Zürich und der Grasshoppers, ehe er im Jahr 2000 zum FC Winterthur ging. -- 2002 für ein halbes Jahr beim FC Frauenfeld in der 1. Liga, bis ihn der FC Wil verpflichtete. -- Davide Callà bestritt zwischen 2004 und 2006 25 U21-Länderspiele (4 Tore) und gehörte zum Kader der U21-EM-Endrunde 2004 in Deutschland.
14. Januar 2003 bis 30. Juni 2004 im FCSG. -- 22 (20 NLA/2 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. März 2003 beim 1:0-Heimsieg gegen Lugano.
Salvatore Calò kam vom FC Winterthur aufs Espenmoos. -- Der Mittelfeldspieler spielte auf der linken Aussenbahn, war aber häufig verletzt und erhielt unter Heinz Peischl nur wenig Chancen. -- Danach zum FC Schaffhausen, für den er in der Saison 2004/2005 weitere 22 NLA-Spiele bestritt. -- Als der Vertrag in Schaffhausen nicht verlängert wurde, beendete Calò die Profilaufbahn und schloss sich später mit früheren Winterthurer Teamkollegen dem tief in die 4. Liga gefallenen FC Dübendorf an. Mit zahlreichen Toren trug Calò zu zwei Aufstiegen in die 2. Liga bei und stürmt noch immer für den langjährigen Erstligisten. -- Calò wechselte 1999 vom Nachwuchs der Grasshoppers nach Winterthur, bestritt in vier Saisons 85 NLB-Spiele für den FCW. -- Erster Junioren-Verein war der SCI Juventus Zürich, der 1992 Teil SC YF Juventus aufging.
Seit 2014 im FCSG-Nachwuchs. -- Bisher 10 (9 NLA/1 Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Dezember 2018 bei der 1:2-Niederlage in Luzern.
Angelo Campos ist der erste in diesem Jahrtausend geborene Spieler, der in einem Ernstkampf für den FCSG auflief. In Luzern kam er für den verletzt ausgeschiedenen Captain Silvan Hefti ins Spiel, als die Mannschaft schon 0:2 zurücklag. -- Das Vertrauen in Campos wurde Ende Mai 2019 mit einem ersten Profivertrag bestärkt.
Erster Junioren-Klub von Campos war Chur 97, dazwischen war er auch beim FC Grabs.
01.07.1990 bis 07.01.1992 im FCSG. -- 54 (44 NLA/5 Cup/5 Intertoto-Cup) Spiele und 25 (22 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. Juli 1990 im Intertoto-Cup beim 2:1-Sieg in Schaan gegen den FC Tirol Innsbruck.
José Santurnino Cardozo Otazú wechselte vom Club River Plate (Asunción) ins Espenmoos. -- Zum Zeitpunkt seines Wechsels war der damals 19-Jährige mit 12 Toren nach 17 Runden Torschützenleader der paraguayischen Meisterschaft. -- Erneut war es Vinicio Fioranelli, der den Transfer einfädelte. Um Cardozo sollen sich auch schon ein Jahr zuvor Vereine aus Mexiko, Argentinien, Spanien und Frankreich bemüht haben - mit finanziell besseren Angeboten. -- Da sich Ivan Zamoranos Abschied zu einem Grossklub abzeichnete, soll Fioranelli einen befreundeten Chilenen nach Asunción geschickt haben, Cardozo zu beobachten. Er erzielte drei Tore, wenig später lag ihm ein Vertrag des FCSG vor.
In St. Gallen war vereinzelt die Rede davon, Cardozo vorerst in der Nachwuchsmeisterschaft in der damaligen NLC aufbauen zu wollen - weil bereits drei Ausländer unter Vertrag standen (und wohl auch aufgrund seiner erst 19 Jahren). -- Wegen der Ausländerbeschränkung fehlte Cardozo jedoch nur in der 5. und 6. Runde. Zu Saisonbeginn verbüsste Hugo Rubio noch vier Spielsperren; in diesen Matches erzielte Cardozo bereits drei Tore. -- Und nachdem Zamorano sich verabschiedete, linderte Cardozo mit seiner Torausbeute den Trennungsschmerz des St. Galler Publikums. Von einem Aufbau im Nachwuchs wollte wohl niemand mehr etwas wissen. Cardozo hatte persönlich einen guten Herbst, erzielte bis zur Winterpause 11 NLA-Tore, darunter Ende November alle 3 beim 3:1-Sieg in Wettingen. Doch der FCSG verpasste die Finalrunde haarscharf. -- In der Auf-/Abstiegsrunde war der Paraguayer mit 10 Treffern bester Torschütze und beendete die Saison mit 21 Goals - 4 mehr als Dario Zuffi, der als Finalrundenteilnehmer offizieller Torschützenkönig wurde.
Cardozo wurde zur Vorbereitung auf die Copa América aufgeboten und gab am 14. Juni 1991 in Santa Cruz de la Sierra beim 1:0-Auswärtssieg gegen Bolivien sein Debüt für die Nationalmannschaft Paraguays. -- Bei der "Copa" selber, der Südamerika-Meisterschaft in Chile, erzielte St. Gallens Goalgetter gegen Argentinien sein erstes Tor für die "Albirroja". -- Doch nach der Rückkehr kam Cardozo nicht mehr auf Touren. In der Qualifikation im Herbst 1991 erzielte er nur noch einen Treffer. -- Im vierten Saisonspiel, bei der 0:3-Niederlage in Luzern, sah der Stürmer wegen einer Tätlichkeit die rote Karte und wurde dann für drei Spiele gesperrt. -- Auch nach dem Trainerwechsel Anfang Oktober von Kurt Jara zu Heinz Bigler gabs für Cardozo selbst keine Trendwende. -- Ein letztes Tor erzielte Cardozo am 27. Oktober 1991, es war das 1:0 beim 2:0-Heimsieg gegen die Young Boys. -- Die St. Galler schafften diesmal die Finalrundenqualifikation. -- Anfang Januar 1992 aber wurde mit der Bekanntgabe der Verpflichtungen der Leihspieler Fabian Estay und Djair auch mitgeteilt, dass Cardozo nach Chile an den CD Universidad Católica (Santiago) verkauft wurde.
Mit Universidad Católica stand José Cardozo im Mai 1993 im Final der Copa Libertadores (Südamerikas Champions League) gegen den São Paulo FC, wurde aber nur im Rückspiel eingewechselt (2:2, Hinspiel 1:5-Niederlage). -- Ab Sommer 1993 bis 1995 wieder in Paraguay beim Club Olimpia (Asunción). Noch 1993 feierte Cardozo mit Olimpia den ersten Meistertitel seiner Karriere.
Den ganz grossen Transfer machte José Cardozo 1995, als er nach Mexiko zum Deportivo Toluca FC ging. Mit zwei kurzen Abstechern blieb er bis 2005 bei Toluca, der mit und dank ihm zu den erfolgreichsten Vereinen des Landes aufstieg. -- 1998 wurde Toluca erstmals seit 1975 und zum dritten Mal in der Klubgeschichte Meister. Es folgten die Meistertitel in den Jahren 1999, 2000 und 2002: Insgesamt viermal wurde Cardozo mit Toluca Meister. Viermal, 1998, 1999, in der "Apertura" 2002 und in der "Clausura" 2003 war Cardozo Mexikos Torschützenkönig. Die 29 Tore in der Apertura 2002 sind Liga-Rekord seit Einführung der heute in Lateinamerika üblichen Halbsaisons. -- Mit 249 Treffern ist er erfolgreichster Torschütze in Tolucas Klubgeschichte und die Nummer 4 in der ewigen Torschützenliste der mexikanischen Liga. -- 2003 gewann Cardozo den CONCACAF-Meistercup (der nord- und zentralamerikanischen Verbände). -- In seinem Halbjahr beim Cruz Azul FC (Mexiko-Stadt) 2001 erneut Finalist der Copa Libertadores. -- Zudem war Cardozo kurze Zeit (2005?) an den CF Pachuca ausgeliehen.
Zu seiner erfolgreichen Zeit in Mexiko gehören die Wahl zu Amerikas Fussballer des Jahres im Jahr 2002 und zu Paraguays Fussballer des Jahres 2000, 2002 und 2003.
All dies krönte José Cardozo mit erfolgreichen Jahren in Paraguays Nationalmannschaft. -- Mit 25 Toren in 82 Länderspielen war er erfolgreichster Torschütze der Albirroja (zur Zeit noch gleichauf mit dem noch aktiven Roque Santa Cruz). -- 1998 WM-Teilnehmer in Frankreich, Cardozo war Torschütze zum 3:1-Endstand gegen Nigeria, das nach zwei 0:0 gegen Bulgarien und Spanien die Achtelfinal-Qualifikation bedeutete. -- Silbermedaillen-Gewinner mit Paraguay beim olympischen Fussballturnier 2004 in Athen. Cardozo erzielte in dem Turnier 5 Tore, darunter die ersten zwei beim 3:1-Halbfinal-Sieg gegen den Irak. Dennoch wurde er im Final gegen Argentinien (0:1-Niederlage) nicht eingesetzt.
Seine Aktiv-Karriere beendete José Cardozo in Argentinien beim CA San Lorenzo de Almagro, erzielte aber in der Saison 2005/2006 nur noch 5 Tore. -- Insgesamt werden Cardozo 317 Meisterschafts-Tore in seiner Spielerkarriere angerechnet. -- Gestartet hatte Cardozo seine Spielerkarriere 1986 in seiner Heimatstadt Nueva Italia bei Unión Pacifico, 1988 erfolgte der Wechsel zu River Plate.
Im November 2006 startete Cardozo seine Trainerkarriere bei Olimpia, nachdem sich ein Engagement beim CA Peñarol (Montevideo, Uruguay) zerschlagen hatte. -- Paraguays Rekordmeister Olimpia steckte seit 2003 in einer Krise und blieb in der ersten, dreijährigen Amtszeit Cardozos ohne weitere Erfolge. -- In der Saison 2010/2011 Trainer des Querétaro FC in Mexiko. -- Im Herbst 2012 erneut Trainer von Olimpia, im Frühling 2013 für kurze Zeit beim Liga-Rivalen Sportivo Luqueño. -- Schliesslich wurde Cardozo im Sommer 2013 Trainer von Toluca. Im Herbst - der "Apertura", erzielte sein Toluca die meisten Tore, in der folgenden Halbsaison ("Clausura") kassierte es die wenigsten Gegentore. -- Nach drei Jahren verliess Cardozo Toluca und wurde als Trainer des Chiapas FC engagiert. Die Mannschaft der "Juagares" steckte jedoch in Schwierigkeiten, Cardozo trat im September 2016 nach der siebten Niederlage im neunten Spiel zurück.
13. Januar bis 17. September 2002 Trainer des FCSG. -- Für 30 (26 NLA/4 UI-Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als FCSG-Trainer am 23. Februar 2002 beim 2:2 gegen die Grasshoppers.
Die Verpflichtung von Gérard Castella als Nachfolger von Marcel Koller überraschte alle - auch den neuen Trainer selbst. -- Die Nachfolge des Meistertrainers anzutreten war an sich und auch für jeden der 20 anderen näher geprüften Kandidaten eine grosse Bürde. Dabei hatten vor Koller schon mehrere Leistungsträger die Ostschweiz verlassen. -- Castella hatte vor, mit dem FCSG vor allem auf dem Espenmoos wieder eine Macht zu sein und schönen, offensiven Fussball zu spielen. -- Der Start in die Finalrunde gelang gut. Nach dem 2:2 im ausverkauften Espenmoos gegen die Grasshoppers mit Castellas Vorgänger Koller folgten ein 2:0-Auswärtssieg in Sitten und ein 2:2 gegen Servette in Genf. -- Am Ende aber wies St. Gallen in der Finalrunde nur 4 Siege auf und beendete die Saison auf Platz 6, was immerhin einen Platz im UI-Cup einbrachte.
In der Sommerpause 2002 wurden nur gerade Stefan Wolf und Sergio Colacino geholt. Vor allem aber lancierte Castella den U17-Europameister Tranquillo Barnetta in der NLA. Doch der Abwärtstrend setzte sich fort. -- Der September begann mit einem desaströsen Spiel in Delsberg: der FCSG unterlag 2:6. Darauf folgten ein 2:3 zuhause gegen die Grasshoppers und ein 1:2 beim FC Zürich. Der Vorstand zog die Notbremse und entliess Castella.
Nach dem FCSG
Als der Servette FC im Winter 2004 in finanzieller Schieflage war, organisierte Gérard Castella eine Investorengruppe, die dem Klub helfen wollte, um ihn nicht in ausländische Hände zu geben. Bevorzugt wurde die Gruppe um Spieleragent Marc Roger - der die Grenats ein paar Monate später in den Abgrund führte. -- Seinen nächsten Job als Trainer erhielt Castella Anfang April 2004 bei Lausanne-Sport. Den Waadtländern wurde Jochen Dries abgeworben. So durfte "LS" unter Castella im Sommer 2004 den Aufstieg in die 1. Liga und ein Jahr später in die Challenge League feiern. -- Ab Sommer 2006 war Castella Trainer des Neuchâtel Xamax FC. Er wurde drei Tage nach feststehen des Abstiegs angefragt und zögerte nicht, da er in Lausanne keine Perspektiven sah. Xamax schaffte 2007 die sofortige Rückkehr in die Super League und hielt sich zu Beginn gut in der obersten Spielklasse. Im Frühling 2008 gerieten die Rot-Schwarzen jedoch bald in Abstiegsgefahr, Mitte März wurde Castella vom ungeduldigen Präsidenten Silvio Bernasconi entlassen. -- Im September kehrte Castella in die Challenge League zurück und wurde zum zweiten Mal Trainer von Servette. Die Grenats hatten zuvor in sieben Spielen erst einen Punkt geholt. Castella führte Servette zwar vom letzten Platz weg. Die Abstiegsgefahr wurden die Grenats trotzdem nicht los, Anfang April 2009 wurde er entlassen. -- Seit September 2009 ist Gérard Castella im Verband als Auswahl-Nationaltrainer engagiert (zuerst je ein Jahr für die U20 und U18, dann für die U19 verantwortlich). Gleich nach seinem Amtsantritt gehörte er zum Trainerteam an der erfolgreichen U17-WM in Nigeria. -- Mit Beginn der Saison 2017/18 wechselt Castella zum BSC Young Boys, um dort Ausbildungschef zu werden.
Beginn der Trainerlaufbahn
Gérard Castella beendete seine Spielerkarriere bei Etoile Carouge, wo er zwischen 1982 und 85 spielte und am Ende als Spielertrainer wirkte, 1984 die Rückkehr in die NLB feierte und ein Jahr später nur knapp den Durchmarsch in die NLA verpasste. -- Castella selbst schaffte es in der Saison 1985/86 in die NLA, trainierte dort Vevey-Sports. -- 1986/87 beim FC Meyrin (2. Liga), 1987 bis 89 wieder Etoile Carouge (NLB), 1989 bis 1993 Urania Genève Sport (1990 Aufstieg in die NLB), ab 1994 wieder in Meyrin. Diesmal gelang ihm ein Durchmarsch, innert zwei Jahren führte Castella den Vorortsklub von der 2. Liga in die NLB. -- 1996/97 Assistenztrainer und ab 9. Juli 1997 als Nachfolger von Guy Mathez Cheftrainer beim Servette FC. Mit den Genfern wurde Castella 1998 Zweiter, ein Jahr später und mit den Ex-St. Gallern Eric Pédat und Edwin Vurens Schweizer Meister. -- Nun galt Castella als DER Shooting Star unter den Schweizer Trainern (auch wenn er schon 45 war). -- Doch lief es zuerst in der Qualifikation zur Champions League (gegen Sturm Graz) schlecht, dann fiel sein wichtigster Spieler, Sébastien Fournier, mit einer Verletzung aus, Servette geriet in ein Tief. Ende Oktober 1999 wurde Castella entlassen. Nicht gerade förderlich war nach dem Meistertitel die Transferpolitik des Sportchefs, die den Wünschen des Trainers diametral gegenüberstanden.
Als Spieler
Gérard Castella wechselte 1968 als Junior von Vernier zu Servette. -- Im April 1972, noch vor seinem 19. Geburtstag, gab er sein NLA-Debüt. Bis 1975 spielte Castella für die Grenats, dann zwei Jahre beim CS Chênois, der damals ebenfalls in der NLA spielte. -- 1977 zu den Young Boys, mit denen er 1979 den Cupfinal erreichte - und an Servette scheiterte (1:1, 3:2 im Wiederholungsspiel). -- 1979 bis 1982 bei Lausanne-Sports. Mit den Waadtländern wurde Castella auch Cupsieger, 1981 gab es ein 4:3 nach Verlängerung in einem spekatkulären Final gegen den FC Zürich. -- Castella bestritt über 230 NLA-Spiele, ehe er nach Carouge wechselte. -- Sohn Alain Castella war Nachwuchs-Internationaler. -- Gérards jüngerer Bruder Gilbert Castella bestritt als Spieler ebenfalls eine lange Karriere in der Nationalliga, erst bei Chênois, später in Vevey, bei Servette (1983-87, Meistertitel 1985, Cupsieger 1984), Lausanne-Sports (1987/88), Etoile Carouge (1988-93) und noch einmal in der NLA für Yverdon-Sport (1993/94).
1. Juli 2012 bis 13. Juli 2016 im FCSG. -- 92 (85 NLA/7 Cup) Spiele und 16 (13 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Juli 2012 beim 1:0-Auswärtssieg in Lausanne.
Dzengis Cavusevic kam zusammen mit Mario Schönenberger vom FC Wil zum FCSG. -- Einem überzeugendem Einstand - nicht nur mit den zwei Toren beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Zürich - folgte für den Stürmer im Oktober das erste Länderspielaufgebot. Am 16. Oktober 2012 im WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien (0:1-Niederlage) in Tirana kam Cavusevic zu seinem Länderspiel-Debüt für Slowenien. -- Zwei Wochen später erlitt er einen ersten Kreuzbandriss im rechten Knie. Mehr als 10 Monate dauerte es, bis der Stürmer sein Comeback ins Auge fassen konnte. Im September 2013 erlitt er in einem Spiel mit der U21 in der Promotion League er dieselbe Verletzung. -- Schliesslich kehrte "Dzenga" im April 2014 zurück. -- Nach überzeugendem Saisonstart wurde Cavusevic im November 2015 wieder in die Nationalmannschaft aufgeboten und kam im Freundschaftsspiel gegen Kolumbien zu seinem zweiten Einsatz.
Im Sommer 2016 wurde Cavusevic dazu bewegt, sich einen neuen Klub zu suchen. Schliesslich unterschrieb er beim in die Challenge League abgestiegenen Cupsieger FC Zürich,
Der slowenische Stürmer gehörte zu den vielen Entdeckungen, die der FC Wil in den letzten Jahren im Ausland gemacht hat. -- Zu seinem Einstand am 21. Februar 2010 traf er beim 3:1-Auswärtssieg gegen den späteren Aufsteier Thun doppelt. Cavusevic schoss seine Tore regelmässig, mit 7 Goals war er am Ende seiner ersten Halbsaison bereits drittbester Torschütze der Wiler. -- In der 2010/11 erzielte Cavusevic 12, 2011/12 13 Tore. -- Bei seinem starken Auftritt gegen die Espen im August 2011 (2:2) - Cavusevic erzielte per Foulpenalty den 1:2-Anschlusstreffer - hatte er seine Empfehlung für höhere Aufgaben schon längst abgegeben. -- Dazu besorgte der Stürmer im heroischen (und am Ende unglücklich verlorenen) Cup-Achtelfinal gegen Basel in der Verlängerung den 2:1-Führungstreffer. -- Insgesamt 64 NLB-Spiele und 32 Tore in zweieinhalb Jahren für Wil.
Dzengis Cavusevic spielte in seiner Heimat zuerst für den NK Smartno und später für den ND Slovan Ljubljana in der dritthöchsten Liga. -- Im Sommer 2006 Transfer zum NK Domzale in die PrvaLiga - sein neuer Klub wurde 2007 und 2008 zweimal Meister. -- In der Saison 2007/08 zwischenzeitlich dem NK Bela Kraijna (zweithöchste Liga) ausgeliehen. -- 2008 wieder in Domzale, für das er auch in den Qualifikationsspielen zur Champions League gegen Dinamo Zagreb zum Einsatz kam. -- Danach war Cavusevic bis zu seinem Wechsel in die Schweiz Stammspieler bei Domzale.
1. Juli 2005 bis 30. Juni 2007 im FCSG. -- 67 (62 NLA/5 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2005 gegen den FC Zürich (1:3-Heimniederlage).
Pascal Cerrone kam vom FC Thun. -- Mit den Berner Oberländern wurde er in der 3. Saison hinter dem FC Basel Meisterschafts-Zweiter. -- Trotz der Aussicht, die (letztlich erfolgreiche) Qualifikation zur Champions League zu bestreiten, kam der Thurgauer zurück in die Ostschweiz. -- Im FCSG Cerrone hatte seinen Stammplatz fast immer auf sicher, spielte stets mindestens solid, fand aber im Publikum nur schwer Anerkennung. -- Im Berner Oberland sorgte der linke Aussenverteidiger vor allem auch mit seinen Flügelläufen und Torvorlagen für Furore. -- im FCSG musste Cerrone vor allem auf die Defensive achten und hatte wenig Möglichkeiten, für Spektakel zu sorgen. -- Nachdem sein Vertrag im Espenmoos nicht verlängert wurde, unterschrieb Cerrone 2007 im FC Vaduz.
Dort feierte Cerrone auf Anhieb den historischen ersten Super-League-Aufstieg eines liechtensteinischen Klubs. -- Nach dem Abstieg 2009 blieb Cerrone in Vaduz; bei Dutzenden von Spielerwechseln wurde er zur Konstante im Fürstentum. -- Im Frühling 2012 wurde ihm dann kein Vertrag mehr angeboten - längst war er der letzte verbliebene Spieler, der den Aufstieg miterlebte, weg. -- Cerrone wechselte zum FC Wil, für den er in drei Saisons in der Challenge League weitere 95 Spiele bestritt. -- Als er im Sommer 2015 seine Profi-Karriere beschloss, hatte er genau 450 Spiele in den höchsten beiden Ligen bestritten und 22 Tore erzielt.
Pascal Cerrone übernahm als Trainer den FC Frauenfeld in der 2. Liga interregional. -- Das war der Club, bei dem er einst als Junior begann und von dem er 1997 in den Nachwuchs des FC Winterthur wechselte. Für den FCW bestritt er in der Saison 1999/2000 erste Spiele in der NLB. -- 2001 wurde er zum Stammspieler, 2002 holte ihn der FC Thun.
Schon Anfang März 2017 gab der FC Thun bekannt, dass Cerrone im Sommer als U18-Trainer ins Berner Oberland wechseln wird.
1997 machte Cerrone den Schritt von Frauenfeld in den Nachwuchs des FC Winterthur, für den er ab der Saison 1999/2000 erste Einsätze in der NLB hatte. -- In der Saison 2001/02 zum Stammspieler geworden, wurde Cerrone im Sommer 2002 vom FC Thun verpflichtet. -- Cerrone bestritt zwischen August 2002 und März 2004 15 U21-Länderspiele (1 Tor). In der Barrage der EM-Qualifikation gegen Tschechien im Herbst 2003 war Cerrone erfolgreicher Penaltyschütze. Er kam auch in allen Vorbereitungsspielen zum Einsatz, nicht jedoch an der in Deutschland ausgetragenen Endrunde.
1. Juli 2016 bis 25. Januar 2017 im FCSG. -- 7 (6 NLA/1 Cup) Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 2016 beim 0:2 gegen den BSC Young Boys.
Seifedin Chabbi kam vom SC Austria Lustenau zum FCSG. -- Der Stürmer war vor allem in der Rückrunde der Saison 2015/16 erfolgreicher Torschütze für das Team aus der Ersten Liga (zweithöchste Liga). Nebenbei schoss er in beiden 2:1 gewonnenen Testspielen gegen den FCSG Mitte Januar und in der Länderspielpause Ende März jeweils ein Tor.
Chabbi sollte sich in St. Gallen entwickeln können, an das Niveau der höchsten Liga herangeführt werden. Kam er bis Mitte September regelmässig zum Einsatz, geduldete er sich später vergeblich. -- Als im Verlauf der Rückrunden-Vorbereitung im Januar bekannt wurde, dass ich der SK Sturm Graz um ihn bemühe, hiess es, dass Trainer Joe Zinnbauer weiter auf Chabbi setzen möchte. Der Stürmer selbst glaubte indes nicht mehr auf eine Chance. Und unterschrieb bei den Steirern, die zur erweiterten Spitze der Bundesliga zählten. -- Bei Sturm lief es für Chabbi nicht viel besser, 6 Bundesliga-Spiele bestritt er bis zur Sommerpause. -- Dann wechselte er zum Abstieger SV Ried in die Erste Liga, bei dem zuvor sein Vater Lassaad Chabbi als Trainer verpflichtet wurde.
Zu Austria Lustenau kam Chabbi im Sommer 2013 kurz vor Transferschluss. Zwei Tage später, am 30. August, wurde er beim 0:0 im Derby gegen Altach in der Schlussphase eingewechselt. Seinen ersten Torerfolg im Profifussball feierte der Stürmer bei seinem fünften Einsatz im Auswärtsspiel gegen Horn, als er fünf Minuten vor Schluss das siegsichernde 2:0 erzielte. -- Insgesamt erzielte Chabbi in 77 Spielen in der Ersten Liga 22 Tore, davon 10 im Frühling 2016.
Ausgebildet bei den Junioren des FC Rätia Bludenz sowie in der Akademie des Vorarlberger Fussballverbands, wechselte Chabbi im Sommer 2010 als U17-Spieler zur TSG Hoffenheim. -- Beim Verein aus dem Kraichgau stieg er aus dem Nachwuchs bis zu den Reserven des Bundesligisten auf. Für die zweite Mannschaft bestritt Chabbi ab März 2012 29 Regionalliga-Spiele (5 Tore).
Vater Lassaad war als Trainer zunächst im Nachwuchs von Austria Lustenau tätig. Später beim FC Rätia Bludenz, wieder im Nachwuchs für verschiedene Auswahlteams des Vorarlberger Verbands, wo er erstmals Seifedin in seinem Team hatte. Ab Anfang 2014 als Co-Trainer in Katar bei Al-Jaish, das er im Frühling 2015 wieder verliess, nachdem der Cheftrainer Nabil Maaloul, ein Landsmann Chabbis, Nationaltrainer von Kuwait wurde. -- Im Sommer 2015 übernahm Lassaad Chabbi den SC Austria Lustenau.
21. August 2001 bis 30. Juni 2003 im FCSG. -- 48 (41 NLA/2 Cup/2 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 26. September 2001 im Heimspiel gegen Sion.
Carlos Walter Chaile startete bei den Espen zwar mit einer 0:1-Niederlage, doch wurde diese nachträglich in einen 3:0-forfait-Sieg umgewandelt, weil die Walliser einen Ausländer zuviel einsetzten. -- Der FC Sion erhielt noch mehr Bedeutung in Chailes Karriere, bejubelte er doch im Tourbillon seinen einzigen persönlichen Torerfolg. Das 1:0 am 24. November 2001 bedeutete zugleich den St. Galler Siegtreffer.
Chaile kam als ehemaliger U21-Internationaler Argentiniens. -- Der Innenverteidiger wurde als Nachfolger von Marco Zwyssig verpflichtet. -- Zuvor mit dem CA San Lorenzo de Almagro (Buenos Aires) aus Argentiniens höchster Liga abgestiegen. -- Ab 1998 auch bei Ferro Carril Oeste (Buenos Aires) und Gimnasia y Tiro (Salta). --
Chaile wurde wie rund ein Dutzend Teamkollegen im Sommer 2003 von Trainer Heinz Peischl aussortiert und schloss sich im September 2003 dem österreichischen Bundesligisten SV Pasching an. -- Als Paschings Präsident 2007 den Verein nach Klagenfurt "zügelte" und fortan unter dem Namen SV Austria Kärnten startete, zog Chaile mit, und beendete da nach 2009 seine Profi-Karriere mit 169 Bundesliga-Partien. -- Der Argentinier blieb in Kärnten, wurde Trainer in der Nachwuchsakademie des Vereins. -- Ab Sommer 2013 Trainer der "Amateure", der 2. Mannschaft des Wolfsberger AC in der Regionalliga (3. Division) -- 2015 Wechsel in die Nachwuchs-Akademie des Niederösterreichischen Fussballverbandes in St. Pölten.
1. Juli 1988 bis Anfang Januar 1989 im FCSG. -- 10 (9 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 1988 auswärts gegen Luzern (2:3-Niederlage).
Torben Christensen kam vom Ikast fS. -- Sein Freund Brian Bertelsen, später selbst beim FCSG und zu jenem Zeitpunkt ziemlich stark beim FC Wettingen, hatte ihm den FCSG empfohlen. Wegen des guten - wenn nicht besten - Publikums und Trainer Markus Frei. -- Christensen bezeichnete sich als offensiver Mittelfeldspieler, war aber auch für den Angriff vorgesehen. Als Stärken wurden seine Schnelligkeit und das Dribbling gesehen, laut eigener Aussage war er in Dänemark auch einer der besten Kopfballspieler. "Aber schon in den ersten Trainings mit dem FCSG musste ich einsehen, dass meine diesbezüglichen Fähigkeiten in der Schweiz hinten und vorne nicht ausreichen", sagte Christensen zu Saisonbeginn dem Espen-Magazin.
Auch wenn sich Christensen gut einfügte und spielerisch mit Roger Hegi gut verstand, musste er im Herbst zu oft als überzähliger Ausländer auf der Bank oder Tribüne Platz nehmen. -- Zudem wurde Frei schon Mitte August durch Kurt Jara ersetzt. -- Im Dezember bemühte sich der SC Freiburg (damals 2. Bundesliga) um Christensen, der Spieler selbst wäre jedoch lieber nach Ikast zurückgekehrt. -- Schliesslich setzte Christensen seine Karriere beim AGF (Aarhus) fort, mit dem er 1992 den dänischen Cup gewann und für den er bis 1994 spielte. -- Später war Torben Christensen im Amateur-Fusball Spielertrainer des IF Ådalen, ab 2003 Trainer in Hornslet.
Torben Christensen wuchs in Tårs in Nordjütland auf und war als Junior bei der Tårs-Ugilt IF. -- 1982 für eine Saison beim Frederikshavn fI (untere Liga). -- Ab 1983 beim Ikast fS, für den er in 172 Spielen in der damaligen 1. Division 40 Tore erzielte.
2003 bis 2005 im FCSG-Nachwuchs. -- 1 NLA-Spiel für die Espen am 22. August 2004 auswärts gegen Thun (1:1).
Salvatore Ciancio kam 2003 vom FC Frauenfeld in die U21 des FCSG. Bei seinem einzigen Pflichtspiel-Einsatz im Fanionteam wurde er in der Schlussphase für Daniel Imhof eingewechselt. -- Ciancio wechselte im Sommer 2005 zum Stadtzürcher Quartierverein FC Altstetten, der damals ebenso in der 1. Liga spielte wie seine nächsten beiden Klubs: 2006/2007 der FC Kreuzlingen, dann ein Jahr der SC YF Juventus. -- Ab 2008 beim FC Tössfeld, für den er am Ende auch Interimstrainer war. -- Anfang 2013 wechselte Ciancio innerhalb Winterthurs zum SC Veltheim, ein weiteres Jahr später zum FC Wallisellen, mit dem er im Sommer 2014 in die 2. Liga aufstieg.
Als 18-Jähriger zog es Ciancio 2002 vom Nachwuchs des FC Winterthur zum FC Frauenfeld - gemeinsam mit Davide Callà.
Seit Juniorenzeiten und bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 85 (51 NLA/2 Barrage/23 NLB/7 Cup/2 UI-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. November 2006 beim 1:2 gegen Thun.
Der Italiener aus Winterthur fiel als filigraner Techniker im Nachwuchs auf. -- Schon in seinem dritten NLA-Spiel zeichnete er sich als Siegtorschütze aus (am 10. Febrar 2007 gegen Aarau). -- Ciccone stammt vom FC Tössfeld und kam über den FC Wil zum FCSG. -- Seit Sommer 2010 im FC Vaduz. -- In seiner vierten Saison mit den Liechtensteinern feierte Ciccone den Aufstieg in die Super League; mittlerweile war er dienstältester Spieler des FCV. -- Zudem bisher dreimal Liechtensteiner Cupsieger.
Als Nachwuchsspieler ab 2003 und bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- 6 (4 NLA/2 NLB) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. August 2010 im Heimspiel gegen die Grasshoppers (1:2-Niederlage).
Tunahan Cicek erlebte einen intensiven Frühling 2010. Ende April bestritt er mit der U21 sein erstes Spiel in der 1. Liga, überzeugte später in der Vorbereitung zur neuen Saison mit dem Fanionteam und verdiente sich damit einen Profivertrag. -- Unter Uli Forte kam Cicek zu einigen Super-League-Einsätzen, ehe er wieder vorwiegend in der U21 spielte. -- Dies änderte auch nach dem Abstieg nicht, erst beim Spiel in Locarno im April 2012, kam er zu seinem nächsten Einsatz mit der 1. Mannschaft. Immerhin: Dies war das Spiel, in dem der Wiederaufstieg gefeiert wurde.
Als der Vertrag mit dem FCSG im Sommer 2013 auslief, blieb Cicek ohne Verein. -- Ende Februar 2014 engagierte der FC Winterthur den Mittelfeldspieler, für den er am 13. April auswärts gegen Vaduz in der Challenge League seinen Eintand gab. -- Er nutzte die Chance beim FCW, wurde in der neuen Saison zum Stammspieler. Er kam in etwas mehr als zwei Saisons auf 65 Spiele (12 Tore) für Winterthur. -- Dann wechselte er im Sommer 2016 in die Türkei zu Boluspor. Bei dem Verein aus der "1. Lig" (zweithöchste Liga) wurde mit Fuat Capa ein Trainer engagiert, der in der Vorsaison eine Weile beim FC Wil tätig war. -- Für Boluspor kam Cicek in der ersten Saisonhälfte auf 10 Meisterschaftsspiele, danach fehlte er verletzt. Ende Januar wurde sein Vertrag offenbar aufgelöst. -- Cicek kehrte in die Schweiz zurück und unterschrieb im Sommer 2017 beim FC Schaffhausen
Cicek kam vom FC Arbon in den Nachwuchs des FCSG.
Ab 1990 und bis 20. Februar 1993 im FCSG. -- 11 (10 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. November 1990 beim 3:1-Auswärtssieg in Wettingen.
Fulvio Cimino kam vom FC Herisau. -- Bei seinem Debüt in der 1. Mannschaft spielte Cimino genauso wie in den weiteren drei Spielen bis zur Winterpause in der Startformation. -- Bereits am 4. September 1991 stand der Mittelfeldspieler ein letztes Mal in der NLA in einem Kurzeinsatz auf dem Feld. Ab Oktober fiel Cimino verletzt aus, im Dezember wurde er zu einer kleinen Gruppe von Spielern gezählt, die ausgeliehen werden sollten, um die Lohnkosten senken zu können. -- Als im Februar 1993 die Ausleihe nach Wil (NLB) bekannt wurde, hiess es, dass Cimino davor einen einjährigen Auslandaufenthalt eingeschaltet habe. -- Bis Juni 1994 gehörte er dem FC Wil an, doch wurde Cimino vor dem Saisonstart im Juli 1993 als Abgang in die 2. Mannschaft genannt. -- Spätestens ab 1996 (möglicherweise schon 1995) beim FC Vaduz in der 1. Liga.
Januar 1999 bis 30. März 2002 und 1. Juli 2002 bis 1. Oktober 2003 im FCSG. -- 93 (76 NLA/5 Cup/9 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 3 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. März 1999 bei der 2:3-Niederlage in Neuenburg gegen Xamax.
Sergio Colacino trug mit 20 Einsätzen zum Meistertitel 2000 bei. -- Der Aargauer - gebürtiger Italiener - wurde von Marcel Koller ein halbes Jahr zuvor aus dem Nachwuchs der Grasshoppers verpflichtet. -- Im März 2002 wurde der Mittelfeldspieler dem FC Wil ausgeliehen und feierte mit den Fürstenländern den Aufstieg in die NLA. -- Danach wieder im FCSG. 2002/03 brachte es Colacino noch auf 11 Einsätze, gehörte Ende Saison zu den von Heinz Peischl Aussortierten. -- Schliesslich wurde er im Herbst 2003 vom FC Wohlen übernommen. -- 2006 wechselte Colacino zur AC Bellinzona. -- Nach einem halben Jahr im Tessin kehrte er für ein halbes Jahr aus Studium-Gründen in die Deutschschweiz zurück, bestritt eine halbe Saison mit YF Juventus Zürich (2 NLB-Spiele). -- Schloss sich im Sommer 2007 dann erneut Wohlen an, ehe er ein Jahr später zum SC Kriens in die 1. Liga ging. -- Mit Kriens schaffte Colacino die direkte Rückkehr in die Challenge League. -- Am Pilatus stieg er im Sommer 2009 in die 11. Saison im Schweizer Profifussball; dabei hat er einzig mit den Espen in der höchsten Liga gespielt. -- Colacino bat im Januar 2010 um Auflösung des Vertrags und wechselte zum FC Muri AG (2. Liga interregional). -- Stammt ursprünglich aus den Junioren des FC Fislisbach, 1991 - 97 im Nachwuchs des FC Baden.
1. Juli 1996 bis 30. Juni 2001 als Spieler und seit 4. Mai 2017 als Trainer im FCSG. -- 164 (144 NLA/13 Cup/3 Europacup/4 UI-Cup) Spiele und 32 (25 NLA/6 Cup/1 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Juli 1996 beim 0:0 in Lugano.
Zudem war Contini zwischen 2006 und 2011 als Nachwuchs- und Assistenztrainer in verschiedenen Funktionen im FCSG tätig.
Giorgio Contini stürmte für den FCSG zum Meistertitel 2000. -- Der Winterthurer kam mit der Empfehlung von 18 Toren in 36 NLB-Spielen mit dem FC Baden aufs Espenmoos. -- Eine schwere Knieverletzung im Dezember 1997 kostete ihn ein halbes Jahr und die den Einsatz im Cupfinal 1998. -- Obwohl eher ein Leichtgewicht, behauptete Contini fortwährend seinen Platz im Angriff der Espen.
In der Meistersaison kam Contini nur in zwei Spielen nicht zum Einsatz (wovon einmal wegen einer Sperre); in der Qualifikation stand er in sämtlichen 22 Spielen auf dem Platz. -- Dabei musste er sich von der 2. bis zur 13. Runde 12 Mal mit der Rolle als Joker begnügen. Als er Anfang Oktober im Letzigrund wieder in der Startformation stand (Ionel Gane fiel verletzt aus), nutzte er die Chance, traf beim 3:1 -Sieg gegen den FCZ zum frühen 2:0. -- Schon 1998/99 hatte Contini 9 Tore erzielt und war damit in der Saison vor dem Meistertitel bester Schütze der Espen.
Bereits im Winter 2001 wollte der FC Luzern Contini übernehmen, ein halbes Jahr später wechselte er schliesslich in die Innerschweiz. -- Dort blieb er nur eine halbe Saison, weil der Club in schweren finanziellen Problemen steckte. -- Danach bestritt er zwei halbe Saisons für Lausanne-Sports. -- Er beschloss seine Aktiv-Karriere beim FC Winterthur, wo er bis 2005 weitere 72 NLB-Spiele bestritt.
Aus den Junioren des SC Veltheim kommend, war Contini 1989-1991 erstmals beim FC Winterthur (Nachwuchs), spielte eine Saison für YF Juventus Zürich in der 1. Liga, ehe er 1992-1994 mit Winterthur zwei Spielzeiten in der NLB bestritt. -- 1994/95 nochmals in der 1. Liga, beim FC Frauenfeld. -- Contini Bestritt ein Länderspiel am 28. Februar 2001: 0:4-Niederlage im Test gegen Polen in Larnaca (Zypern).
Trainerlaufbahn
Giorgio Contini sammelte noch als Spieler erste Trainererfahrungen im Nachwuchs des FC Winterthur. -- Im Sommer 2005 erste "richtige" Trainerstelle im FC Oberwinterthur (2. Liga interregional). -- Dann wurde er 2006 zum FCSG zurück geholt, zuerst als Assistenztrainer der ersten Mannschaft unter Ralf Loose. Später übernahm er die Verantwortung der U21, die er gemeinsam mit Sportchef René Weiler trainierte. -- Er blieb auch nach der Entlassung von Loose unter Rolf Fringer Assistent. -- Ab Herbst 2008 und mit der Ankunft des Trainers Krasimir Balakov war Contini ausschliesslich und alleine für die U21 verantwortlich. -- Vom 1. bis 7. März 2011 zusammen mit Roger Zürcher interimistisch für die 1. Mannschaft verantwortlich. Nachdem Uli Forte freigestellt war, waren die beiden am 5. März 2011 in Sion (0:2-Niederlage) zusammen Chef. Danach bis Saisonende wieder bei der U21, die am Ende komfortabel den Verbleib in der 1. Liga geschafft hatte. -- Dennoch wurde im Frühling 2011 bekannt gegeben, dass der Vertrag mit Contini nicht verlängert würde.
Der FCSG-Meisterstürmer wechselte im Sommer 2011 zum FC Luzern und wurde dort Assistenztrainer von Murat Yakin. Der FCL begeisterte in seiner ersten Saison im neuen Stadion und wurde Zweiter. -- Danach lief es unter dem Pilatus nicht mehr so rund: Mit der Entlassung von Yakin im August 2012 wurde dessen Assistent in Luzern ebenfalls freigestellt.
Am 15. November 2012 wurde Contini als Cheftrainer zum FC Vaduz geholt (damals in der Challenge League). -- Nach durchzogenen ersten Monaten konnte Contini im Sommer 2013 die Mannschaft weitgehend umbauen. In der 8. Runde übernahm Vaduz die Tabellenführung - und gab sie nicht mehr Preis. Contini führte den FCV im Sommer 2014 zum zweiten Super-League-Aufstieg der Klubgeschichte, zudem gewann sein Team wie schon im Vorjahr den Liechtsteiner Cup (und gewann diesen auch in den folgenden drei Jahren). -- Zweimal führte der Winterthurer Vaduz recht souverän zum Klassenerhalt. Nicht zuletzt die Duelle gegen den FCSG verhalfen zum Erfolg, blieben doch die "Residenzler" unter Contini in 11 Duellen gegen den Nachbarn ohne Niederlage. -- Am 7. März 2017 beendeten Contini und der FCV die Zusammenarbeit. Die Mannschaft war zwar wieder einmal im letzten Rang klassiert, hatte aber zuvor gegen Basel ein 1:1 erzielt. Zur Trennung kam es aufgrund unterschiedlicher Auffassung für die langfristige sportliche Entwicklung. Contini war zu dem Zeitpunkt dienstältester Trainer im Schweizer Profifussball.
Am 4. Mai wurde Giorgio Contini als Nachfolger von Joe Zinnbauer Cheftrainer in St. Gallen. Die Mannschaft war nach fünf Niederlagen in Serie in Abstiegsgefahr geraten. Mit Contini kam es drei Tage später zu einem glückhaften 1:0-Sieg in Lausanne. Als eine Woche später das Heimspiel gegen Vaduz 2:0 gewonnen wurde, wurde nicht nur der Letzte vorentscheidend distanziert. Es war auch der erste Sieg in der höchsten Liga gegen den hartnäckigen Nachbarn.
1998 bis 31. August 2006, vom 1. Januar 2007 bis 30. Juni 2010 sowie seit 1. Juli 2019 im FCSG. -- Bisher 86 (49 NLA/1 Barrage/27 NLB/9 Cup) Spiele und 28 Tore (14 NLA/14 NLB) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. Mai 2006 beim 3:0-Heimsieg gegen Schaffhausen.
Costanzo hatte nach dem Abstieg 2008 endgültig den Durchbruch geschafft, als er in den ersten sechs Runden stets ein Tor erzielte. -- Zuvor galt der Angreifer aus dem Toggenburg bereits lange als grosses Stürmertalent, musste sich nach frühem Debüt im Fanionteam aber einen Schritt zurück in die U21 machen. -- An der Seite von Moreno Merenda beendete Costanzo die Aufstiegssaison als sechstbester Torschütze der Liga (und zweitbester der Mannschaft hinter dem Sturmpartner mit dem gleichen Vornamen).
Als Uli Forte nach dem Aufstieg 2009 keinen Regisseur verpflichten konnte, setzte er darauf, Moreno Costanzo in dieser Rolle aufzubauen. -- Die Rechnung ging auf, Costanzo gefiel auch hinter den Spitzen, schon in den ersten Runden sorgte er mit einigen schönen Toren für Aufsehen. -- Die Saison wurde für ihn zur Bestätigung, dass er auch auf höchstem Niveau den Ansprüchen genügt. -- Das Jahr lief nicht zuletzt dank Costanzo besser als erwartet. Kein Wunder, war der zum Spielmacher gewordene Offensivspieler gefragt. -- Schliesslich konnten ihn die Young Boys im Sommer 2010 abwerben und boten einen Vierjahres-Vertrag . -- Es sollte sich bald herausstellen, dass die Ablösesumme - es war die Rede von einer Million - für den FCSG existenziell wichtig war - Fiannzierungsprobleme brachten den Klub in eine neuerliche Krise. -- Costanzo konnte nicht annähernd ersetzt werden - die Espen fanden sich bald wieder im Abstiegskampf. -- Bis zur letzten Runde hätte sich St. Gallen retten können - am Ende war es ausgerechnet ein Treffer von Costanzo, der den Abstieg besiegelte.
In Gelb-Schwarz
Moreno Costanzo spielte längst auf ganz anderem Niveau. -- Nach seinem Wechsel nach Bern kam er bald zu seinem ersten Aufgebot für die Nationalmannschaft. Nachdem Xavier Margairaz kurzfristig absagen musste, beorderte Ottmar Hitzfeld den Toggenburger kurzfristig aus der U21- in die A-Nati für das Länderspiel vom 11. August 2010 gegen Österreich. -- Costanzo nutzte die Chance, wurde in Klagenfurt in der 71. Minute für Hakan Yakin eingewechselt und erzielte zwei Minuten später mit der ersten Ballberührung den 1:0-Siegtreffer. -- Auch in den folgenden zwei Länderspielen gegen Australien (in der AFG ARENA) und England kam er als Joker ins Spiel. -- Bisher bestritt Costanzo 7 A-Länderspiele.
Unter Vladimir Petkovic hatte Costanzo in Bern eine unbeschwerte Zeit, unter den Nachfolgern Christian Gross und Martin Rueda lief es ihm etwas harziger. -- Als Uli Forte 2013 zu YB kam, schien dies für Costanzo die Erlösung zu sein. Er hatte wieder das volle Vertrauen des Trainers, und nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam auch die Mannschaft in Fahrt - die Young Boys beendeten die Saison auf Platz 3 und spielten im Herbst 2014 wieder in der Europa League. -- In der zweiten YB-Saison mit Forte geriet Costanzo hingegen bald in eine Nebenrolle, nachdem er beim ersten Spiel in St. Gallen die Mannschaft noch als Captain aufs Feld führte.
Costanzo musste sich immer öfter mit Teil-Einsätzen begnügen und konnte kaum mehr Einfluss auf das Spiel nehmen - das zudem immer besser lief. -- Im Januar 2015 wurde Costanzo dem FC Aarau ausgeliehen, dem er im Abstiegskampf helfen sollte. -- Bei seinem FCA-Debüt in Thun glückte ihm mit einem herrlichen Weitschuss ein toller Einstand. -- Dann aber konnte auch Costanzo nur wenig bewirken, Aarau fiel ans Tabellenende und stieg letztlich ab. Der Ex-St. Galler bestritt 14 Spiele (2 Tore) für Aarau. -- Zum Trainingsbeginn der Young Boys rückte Costanzo im Sommer 2015 wieder bei den Gelb-Schwarzen ein. Kurz vor Saisonstart wurde er für eine Saison dem FC Vaduz ausgeliehen. -- 6 Tore und 5 Vorlagen Costanzos verhalfen dem FCV zum Klassenerhalt und sorgten dafür, dass ihn Vaduz im Sommer 2016 von YB übernahm.
Die Anfänge
Moreno Costanzo war schon lange im FCSG-Nachwuchs, als er am 14. Mai 2006 im letzten Saisonspiel gegen Schaffhausen für Goran Ljubojevic eingewechselt wurde. Costanzo hatte mit der U21 eine herausragende 1.-Liga-Saison gespielt und in 25 Matches 20 Tore erzielt. -- Rolf Fringer wechselte das Talent in der neuen Saison ein weiteres Mal ein, Ende August wurde jedoch entschieden, ihn in Wil in der Challenge League zu mehr Spielpraxis kommen zu lassen. -- Nach nur 6 Einsätzen verzichtete Uli Forte auf eine Verlängerung des Leihvertrages. Noch hatte sein späterer Förderer wenig von ihm gehalten, nur einmal liess er den Jungstürmer mit Wil in der Startformation auflaufen.
Als Nachwuchs-Internationaler bestritt Costanzo 2005 die U17-EM-Endrunde in Italien (1 Einsatz beim 2:5 gegen Kroatien). -- Später kam er zu 14 U21-Länderspielen (1 Tor). Darunter hatte er 2 Teilensätze bei der EM-Endrunde 2011 in Dänemark, in dem die Schweiz bis in den Final vorgestossen war und die Olympia-Qualifikation schaffte.
Erster Junioren-Klub des Doppelbürgers aus Wattwil war der FC Kirchberg.
3. Februar 2016 bis 30. Juni 2017 im FCSG. -- 21 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG Debüt am 7. März 2016 beim 2:0-Heimsieg gegen die Grasshoppers.
Lucas Cueto kam vom 1. FC Köln nach St. Gallen und bestritt davor bereits das Traininsglager in der Südtürkei. -- Zwei Jahre nach Mikael Ishak war er der zweite Nachwuchsstürmer, der von den "Geissböcken" in die Ostschweiz kam. -- Er wurde als "Perspektivspieler" angekündigt, der aufgebaut werden sollte. -- Bald schon kam Cueto zu ersten Teileinsätzen, zweimal stand er im Frühling, als es der ganzen Mannschaft schlecht lief, in der Startformation. -- Lucas Cueto konnte wenig bewirken, erhielt aber auch selten Gelegenheit, sich zu beweisen. -- Nach dem Trainerwechsel war bald klar, dass auch Giorgio Contini nicht mehr auf ihn setzen würde. -- Lucas Cueto wechselte zum SC Preussen Münster in Deutschlands 3. Liga.
Cuetos erster Juniorenclub in Köln war der SV Lövenich/Widdersdorf. Über Bayer Leverkusen, West Ham United und den Bonner SC fand er Anfang 2014 zum 1. FC Köln. Für die Geissböcke spielte der Nachwuchs-Internationale zuerst eine halbe Saison in der U19. Mit 19 Toren war er Torschützenkönig der U19-Bundesliga West (die erste Saisonhälfte hatte er für den Bonner SC in derselben Liga bestritten). -- Danach eineinhalb Jahre in der Regionalliga (vierthöchste Liga), wo er in 42 Matches 11 Tore schoss. -- Anfang April 2015 stand Cueto das einzige Mal im Aufgebot für die Bundesliga-Mannschaft. -- Anfang Januar 2016 erfuhr er, dass sein Vertrag beim 1. FC Köln nicht verlängert würde.
Mit Deutschlands U19 qualifizierte sich Cueto für die EM-Endrunde 2015 in Griechenland, in der er ebenfalls alle 3 Gruppenspiele bestritt.