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und Industrie. Nach einer Reise in den Orient kehrte er 1843 nach Paris zurück, führte mehrere Bauten aus und wurde 1848 Architekt
des Schlosses in St. Cloud. Seine gediegenen Aufnahmen der römischen
Thore in Autun, des Tempels des Augustus und der Livia
in Vienne, der
Thore und Mauern von Langres und des Dianatempels in Magnesia brachten ihm mehrere Medaillen, 1855 das
Ritter- und 1868 das Offizierkreuz der Ehrenlegion ein. Auch schriftstellerisch machte er sich im Fach der Ornamentik
bekannt.
Jean Baptiste Auguste, franz. Bildhauer, geb. zu
Besançon, war anfangs Schüler seines Vaters, der ebenfalls Bildhauer war, und bildete sich dann in
Italien durch das Studium der Werke älterer Meister aus. Nach seiner Rückkehr begann er mit Porträtbüsten (z. B.
Scribes, 1844) und brachte dann, dem Geschmack seiner Landsleute huldigend, vorzugsweise graziöse weibliche Figuren
von einer gewissen Weichheit in der Behandlung des Marmors, z. B.: eine junge
Nereïde, eine von einer
Schlange gebissene Frau, eine Bacchantin und eine Statue der Luise von Savoyen, Mutter
Franz' I. (1847, im Garten des Luxembourg).
Gebilde ernstern oder gar heroischen Inhalts gelangen ihm viel weniger, z. B.: die Kolossalstatue
der Brüderlichkeit für das Eintrachtsfest 1848, die Pietà (1851), die Tragödie im Foyer des Théâtre
français und die Schauspielerin Rachel in mehreren
Rollen; er stieg daher in der Gunst immer höher, je mehr er sich in seinen
Gebilden der koketten und lüsternen Seite zuneigte, z. B.: Sappho, Zingara, eine ruhende
Diana (1861), Bacchantin, sitzender Faun, Kleopatra vor Cäsar, Phryne vor ihren
Richtern, Europa auf dem Stier
und derartige pikante Stoffe. Ebenso sind auch seine weiblichen Porträtbüsten beliebter als die männlichen. Auf der Ausstellung
von 1878 hatte er unter anderm zwei Marmorgruppen: Entführung der Deïanira vom Kentauren Nessus und Befreiung der Andromeda
durch
Perseus. Auch in der Malerei versuchte er sich und stellte 1859 und 1864 eine Versuchung der
Eva
sowie einige landschaftliche Bilder aus. 1849 wurde er
Ritter und 1864 Offizier der Ehrenlegion.
(spr. klinnt),Alfred, engl. Landschaftsmaler, geb. 1807 zu
London, erhielt von seinem Vater, dem Maler und Kupferstecher George C. (gest. 1854), den ersten
Unterricht und studierte im Britischen Institut, wo er mit Porträtmalen begann. Später ging er zur
Landschaft und Marine über und hatte hierin großen Erfolg. 1850 wurde er Mitglied und 1869 Präsident der Gesellschaft
der britischen Künstler. Unter seinen sehr poetischen Bildern, besonders aus Südengland und den Inseln Jersey und Guernsey,
nennen wir: Einfahrt in den Hafen von Little Hampton in Sussex, der Abend, Sonnenuntergang in Hastings,
die Insel St.
Michael's Mount an der Südwestspitze von England, Zwielicht u. a.
1)
MichaelKonstantinowitsch,Baron, russ. Landschaftsmaler, geb. 1836 zu Petersburg, wurde
Schüler der dortigen Akademie, auf der er 1858 für eine Landschaft den ersten Preis erhielt. Seit 1864 ist er
Professor an derselben. Von seinen besonders wegen ihrer Lichtwirkungen gerühmten Landschaften werden genannt: eine
Straße
im Herbstregen, Partie aus dem Gouvernement Orel, Rückkehr vom Feld, Ebene mit Viehherde.
2)
MichaelPetrowitsch,Baron, russ. Genremaler, geb. 1839 zu Petersburg, Sohn des Bildhauers
Peter C.,
Baron von Jürgensburg (gest. 1867), besuchte die dortige Akademie,
wo er 1861 den ersten Preis erhielt und sich nachher im
Genre noch sehr vervollkommnete. Unter seinen dort sehr beliebten
Bildern werden genannt: Nähzimmer in einem Franziskanerkloster, das Gebet vor der Taufe, die Juden und Geburtstagsfeier
in Rußland.
(spr. klüs-),JeanAndréAlfred, belg. Historien-
und Genremaler, geb. zu Brüssel, bildete sich auf der dortigen
Akademie, in der École des beaux-arts in Paris und im Atelier vonL.Cogniet aus und machte Studienreisen in Italien, Holland
und Deutschland. Neben einigen recht
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mehr
anmutigen, gut charakterisierten Genrebildern malte er als sein Hauptwerk die Fresken in der Universität zu Gent, darstellend
die Zeit der römischen Weltherrschaft, Gründung des christlichen Dogmas, Kampf des Papsttums gegen die weltliche Herrschaft,
Reformation und Renaissance und die französische Revolution. Ziemlich verunglückt in der Auffassung war sein 1878 in Paris
ausgestelltes Bild: Heinrich IV. in Canossa. Er ist Ritter des belgischen Leopoldordens und des französischen Ordens der Ehrenlegion.