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Die Eltern des fünfjährigen britischen Jungen Ashya dürfen ihren Sohn zur Krebsbehandlung nach Prag bringen. Sie hatten das schwerkranke Kind Ende August ohne Einverständnis der Ärzte aus einem südenglischen Spital nach Spanien gebracht.
Dort wollen sie ihr Ferienhaus verkaufen, um Ashya eine moderne Behandlungsmethode im Kampf gegen seinen Hirntumor zu finanzieren, die in England nicht angeboten wurde. Weil der Fünfjährige ohne angemessene Behandlung in Lebensgefahr ist, hatten die Behörden eine internationale Fahndung eingeleitet.
Die Eltern wurden gefasst und verbrachten mehrere Tage in einem spanischen Gefängnis, bis Grossbritannien auf öffentlichen Druck hin die Vorwürfe zurücknahm.
Am Freitagabend entschied ein Gericht in London nun, das Ehepaar dürfe den Sohn für die Therapie nach Tschechien bringen. Über eine Spendenseite sind umgerechnet rund 70'000 Franken für die Behandlung zusammengekommen.
Statt der bisher angewandten Strahlen- und Chemotherapie wollten Ashyas Eltern eine Behandlung mit Protonen versuchen, wie sie in Tschechien und den USA verfügbar ist. Das Zentrum für Protonentherapie in Prag erklärte sich bereit, schnellstmöglich ein Flugzeug nach Spanien zu schicken und Ashya abzuholen. (erf/sda/dpa/afp)