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Seit Jahren impfen wir regelmässig unsere Haustiere, weshalb die Auseinandersetzung mit dieser Frage von besonderer Wichtigkeit ist.
Impfungen der Hunde:
Die Bedingungen, um überhaupt eine grossflächige Impfkampagne gegen eine bestimmte Krankheit innerhalb einer Population durchzuführen, liegen u.a. darin, dass die entsprechenden Krankheiten durch sehr aggressive Keime ausgelöst werden, welche sich rasch im Körper ausbreiten, die unterschiedlichsten Organe befallen und diese rasch beschädigen und zerstören, was dramatische Funktionsstörungen innerhalb des Körpers zur Folge hat. Damit kommt auch eine sofort eingesetzt Therapie oft zu spät.
Die rasche, epidemieartige Ausbreitung mit einer hohen Zahl von Todesfällen bildet den Hauptgrund für das Einführen einer Impfung. Dass sich dieses Vorgehen bewährt, zeigt sich heute bereits in der Tollwutimpfung: die Tollwut gilt seit dem Herbst 2000 als in der Schweiz "ausgestorben"! Sie wird lediglich noch zur Sicherheit (?) für den Grenzübertritt ins Ausland verlangt.
Die Krankheiten der Kombinationsimpfung sind leider noch nicht verschwunden.
Jährlich gibt es immer wieder erkrankende Hunde im unzureichendem Impfstatus, schwachem Immunsystem oder Tiere, welche aus Ländern kommen (Ost-Europa, Süd-Europa), wo diese Impfungen nicht verbreitet sind. Es ist furchtbar mitzuerleben, wie innerhalb kürzester zeit unzählige Tiere einer dieser Epidemien zum Opfer fallen und auf grässliche Weise zugrunde gehen müssen. Diese Bilder zu kennen, unterstützt in jedem Fall den Aufwand, unsere Tiere einmal jährlich nachzuimpfen.
Einige neuartige Impfungen haben sich durch den zunehmenden Aufenthalt unserer Hunde und ihrer Besitzer im Ausland ergeben: die durch Zecken übertragene Borreliose und Piroplasmose (=Babesiose). Diese Krankheiten sind viel seltener hier, aber aufgrund der beobachteten Zunahme an infizierten Zecken in der Schweiz, oder aber bei häufigem Auslandaufenthalt in warm-feuchten Gebieten, erscheint eine Impfung als sinnvoll.
Imfpungen für Katzen:
Katzenseuche/Katzenschnupfen, Leukose (FeLV), FIP
Noch vor Jahren führte eine weite Ausbreitung des dramatischen Katzenschnupfens zu unzähligen dahinsiechenden Katzen und Todesfällen. Nur dank einer intensiven Impftherapie konnte – und kann in Zukunft – dieses Krankheitsbild verschwunden bleiben!
Die wohl noch aktuellste aller geimpfen Krankheiten ist leider nach wie vor die Katzenleukose. Die Katze erkrankt an einfachen Infektionen, und kann mit der Krankheit nicht mehr fertig werden; sie geht daran zugrunde.
Insbesondere mit der Katzenleukose werden wir nur fertig, wenn ohne Impflücken alle Katzen geimpft werden können. Dann oft produzieren ungemipfte Elterntiere Leukose-positive Jungtiere, welche wiederum zu einer Verbreitung der Krankheit führen! Deshalb klärt ein Leukostets im jüngsten Alter bereits auf über den Leukose-Status in einem Jungtier, und eine darauf erfolgende Impfung schützt sofort vor der Gefahr einer Neuinfektion!
Eine etwas neuere, aber ebenfalls bereits weitbekannte Impfung ist die durch die *Nase durchgeführte FIP-Impfung: insbesondere in grösseren Katzenpopulationen scheint sich diese Impfung sehr zu bewähren.
*Sie wird über die Nase verabreicht, da die Nasenschleimhaut als Haupteintrittspforte für das Eindringen der Viren in den Körper gilt.