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Dieses Forschungsprojekt recherchiert inwiefern sich die neuen Realitäten der Weltwirtschaft auf die Operationen der multilateralen Entwicklungsbanken in Afrika auswirken. Obwohl Afrika die ärmste Region der Welt ist, wachsen viele afrikanische Länder wegen einer Rohstoffpreissteigerung und steigender Investitionen sehr schnell.

Haben die stärkere Wirtschaft und Kreditaufnahme Optionen eine Wirkung auf die Nachfrage nach MDB Dienstleistungen in Afrika, und wenn ja, in welcher Hinsicht? Man kann sich vorstellen, dass eine MDB weniger Hebelwirkung haben würde, um eine bestimmte Entwicklungsvision unter diesen Umständen erzwingen zu können. Eine Regierung mit alternativen Finanzoptionen könnte zum Beispiel restriktive ökologische oder soziale Bedingunen ablehnen.
Ziel dieses Projekts ist es zu untersuchen, wie diese neue Dynamik auf der Ebene des Kontinents und in bestimmten Länder in drei verschiedenen multilateralen Banken: der Weltbank, der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB ) und der östlichen und südlichen Afrika Handels- und Entwicklungsbank (PTA Bank), spielt. Die übergreifende Hypothese des Forschungsprojektes ist, dass i) die unterschiedlichen wirtschaftlichen Umstände in Entwicklunsländer und ii) die unterschiedlichen Governance-Strukturen der multilateralen Entwicklungsbanken zwei wichtigen Variablen sind, die Variationen in Aspekten der MDB Operationen erklären kann.
Dieses Projekt will aufzeigen, wie die sich im Wandel befindende Weltwirtschaft eine Neugestaltung multilateraler Entwicklungsaktivitäten in Afrika erzeugt. Dazu gehört nicht nur die Gesamtentwicklungsfinanzierung, sondern auch die Wirkung auf sektorspezifische Projekte und Policy-basierte Kreditgewährung. Diese Themen sind von grosser Bedeutung nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für den breiteren Entwicklungssektor, einschließlich multilateralen Entwicklungsbanken, bilateralen Gebern und Nichtregierungsorganisationen.