Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03647.jsonl.gz/414

Jules Bianchi war vergangenen Herbst im japanischen Suzuka mit seinem Auto gegen einen Bergungskran gerast und hatte sich weitreichende Verletzungen im Gehirn zugezogen.
Die Familie erklärte in der am frühen Samstagmorgen verbreiteten Erklärung: «Jules hat bis zum Ende gekämpft, wie er es immer gemacht hat, aber gestern ist sein Kampf zu Ende gegangen.»
Die Familie dankte dem medizinischen Personal des Spitals, das den im Koma liegenden Jules Bianchi «mit Liebe und Hingabe» gepflegt habe. Sein Rennstall Manor bestätigte den Tod.
Erstes Todesopfer seit 1994
Bianchi stieg 2012 in die Formel 1 ein und bestritt in seiner kurzen Karriere insgesamt 34 Rennen. Höhepunkt war ein 9. Rang für das unterlegene Team Marussia beim GP von Monaco 2013. Es sind bis heute die einzigen WM-Punkte, die der russische Rennstall holen konnte.
Jules Bianchi ist das erste Todesopfer in der Formel 1 seit über 20 Jahren. Zuletzt hatte es 1994 in Imola mit Ayrton Senna und Roland Ratzenberger zwei Todesfälle am gleichen Weekend gegeben.
Sendebezug: Radio SRF 1, 18.07.2015, 08:05 Uhr