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Das Valiant Murten Open ging letzten Samstag zu Ende - eine überragende Woche voller Emotionen, starker Hitze und spannenden Partien. Über die ganze Woche verteilt besuchten rund 650 Personen das Tennisturnier am Gerbeweg.
Am Freitagabend standen die beiden Turnier-Exponenten Nelio Rottaris (N3) und Jan Schaller (R1) auf dem DermaMurtensee Center Court im Einsatz. In der ersten Partie des Abends trafen Rottaris und der Jurassier Arthur Neuhaus (N3) aufeinander. Nach einem ausgeglichenen Start konnte Neuhaus das erste Break realisieren und sich den Startsatz sichern. Die Hitze sowie die harten Grundschläge seines Gegners setzten Rottaris zu und er musste sich nach einer Stunde und 20 Minuten geschlagen geben. Den Match of the Day bestritten Schaller und die Nummer 50 der Schweiz - somit die Nummer 1 des Turniers - Keivon Tabrizi (N3). Tabrizi erwischte den besseren Start und konnte sich mit Break-Vorsprung absetzen. In der Folge fand Schaller immer besser ins Spiel, verlor aber dennoch den ersten Satz. Im zweiten Durchgang konnte Schaller seinen Aufwärtstrend bestätigen und gewann diesen diskussionslos mit 6:1. Zum Ende der Partie erhitzten sich die Gemüter, Schaller verlor kurz die Konzentration und Tabrizi erzielte das entscheidende Break.
Auch in der R5/R9 Kategorie fanden Spiele statt. Der Murtner Noah Thurnherr (R7) unterlag einem starken Simon Stalder (R5) klar in zwei Sätzen. Im Lokalduell zwischen Dion Brunner (R6) und Daniel Offner (R5) verbuchte Letzterer einen Sieg in zwei Sätzen.
Valentin Friedli aus Avenches im Halbfinal
Erste Spiele am Samstagmorgen waren die Viertelfinalspiele der Herren-Kategorie R5/R9. Als einziger ungesetzter Spieler, konnte sich Valentin Friedli den Halbfinaleinzug sichern. Ab 11 Uhr starteten die Spiele der Trostrunde. Hervorzuheben ist hier die Leistung von Nino Bühlmann (R7) aus Kerzers, welcher mit dem Sieg über Patrick Meier (R5) einen deutlich besser klassierten Spieler bezwingen konnte.
Am Nachmittag fanden die Halbfinalspiele beider Herren-Konkurrenzen statt. In der Kategorie R5/R9 schieden beide Spieler aus dem Grossraum Murten aus. Daniel Offner (Galmiz) und Valentin Friedli (Avenches) zogen beide den Kürzeren. Speziell der Einzug von Friedli in den Halbfinal ist zu loben, hatte er auf dem Weg dorthin vier besser klassierte Spieler bezwingen können. Nummer 69 gegen Nummer 53 der Schweiz - so lautete der Halbfinal der N3/R4-Kategorie. Dario Huber (Nummer 69) genügten zwei Servicedurchbrüche zu einem ungefährdeten 6:4, 6:4 Erfolg. Im anderen Halbfinale setzte sich der Bieler Nico Borter durch.
Spannende Finalspiele
Nach einer kurzen Pause starteten die Finalspiele. Im Damen-Finale triumphierte Tamara Scheidegger (R3) in zwei Sätzen über Vanessa Meyer (R3) mit 7:6 und 6:3. Der einzige Murtner in einem Finale war Manfred Aebischer (R7), der im Jungsenioren-Finale auf Pablo Richart (R6) traf. Der Jurassier Richart präsentierte sich in blendender Form, liess kaum Gegenwehr zu und konnte sich in zwei Sätzen den Titel sichern. Die zweite Herren-Kategorie wurde überlegen von Timothée Charlet (R5) gewonnen, der in fünf Spielen nur gerade zehn Games abgab. Simon Stalder verwies er auf den Ehrenplatz.
Das grosse Spiel des Abends war die Begegnung zwischen Nico Borter und Dario Huber. Der Start der Partie war äusserst umkämpft. Borter konnte seine einhändige Rückhand konsequent einsetzen und realisierte den ersten Servicedurchbruch der Partie. Huber konnte jedoch umgehend reagieren, sicherte sich das Rebreak und konnte nach guten 50 Minuten den ersten Satz mit 6:4 gewinnen. Auch im zweiten Durchgang war Huber der überlegene Mann und zog mit zwei Breaks 5:1 davon. Borter wehrte sich nach Kräften, konnte vier Matchbälle abwehren, doch sein Aufbäumen kam zu spät. Huber sicherte sich mit einem seiner zahlreichen Vorhand-Winner den Sieg und damit auch die 1’000 Franken Preisgeld.
Im Jahr 2020 wird das Turnier um ein Wochenende verlängert werden. Zusätzlich werden sich erstmals Junioren am Murten Open messen. Vom 27. Juni bis am 4. Juli des nächsten Jahres wird wieder Spitzentennis am Gerbeweg zu bestaunen sein.
Jonas Aebischer
(eingesandt)