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- Kevin McAllister wird mit sofortiger Wirkung von Stan Deal abgelöst, teilt das Unternehmen mit.
- Der Wechsel ist laut Experten der bisher wichtigste Personalentscheid bei Boeing seit Beginn der 737-Max-Krise.
- Bei zwei Abstürzen von 737-Max-Flugzeugen in Indonesien und Äthiopien sind 346 Menschen ums Leben gekommen. Seit März gilt für diesen Flugzeugtyp ein weltweites Flugverbot.
«Wir sind Kevin dankbar für seinen engagierten und unermüdlichen Einsatz», wird Vorstandschef Dennis Muilenburg in der Medienmitteilung zitiert. Kevin McAllister stand seit Ende 2016 an der Spitze von Boeing Commercial Airplanes.
Sein Nachfolger Stan Deal kam 1986 zum Flugzeugbauer. Er leitete zuvor den für Kundendienstleistungen zuständigen Geschäftsbereich Global Services.
Boeing ist nach zwei Flugzeugunglücken mit dem Maschinentyp 737-Max in eine tiefe Krise geraten. Seit März gilt für das Modell ein weltweites Flugverbot.
Ermittler vermuten, dass die Unglücke mit einem Stabilisierungssystem zusammenhängen, das bei einem drohenden Strömungsabriss die Flugzeugnase nach unten drückt.
Heute Mittwoch will Boeing die jüngsten Geschäftszahlen bekanntgeben. Boeings Geschäfte litten schon im Vorquartal erheblich unter der 737-Max-Krise.
Von «stabil» auf «negativ» bewertet
Die Ratingagentur Standard & Poor’s senkte derweil den Ausblick für die Kreditnote des angeschlagenen US-Flugzeugbauers Boeing von «stabil» auf «negativ».
Die Agentur begründeten den Entscheid am Dienstag mit den jüngsten Berichten, wonach Boeing die US-Flugaufsicht FAA bei der Zulassung des nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Krisenjets 737 Max getäuscht haben könnte.
Dadurch könnte sich eine Wiederzulassung weiter verzögern. Zudem könnten Boeings Ruf, die Wettbewerbsposition, die Profitabilität sowie die Finanzstärke des Konzerns noch stärker leiden, hiess es.