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Methodik für effektives Lernen
- Basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Kognitionswissenschaft sowie empirischer Forschung
- Fördert Problemlösung, um tiefere und länger anhaltende Ergebnisse zu erzielen
- Folgt einem spiralförmigen Lehrplan, um das zuvor gelernte Material zu verfestigen; Themen kehren mehrfach wieder, jedes Mal mit einem höheren Schwierigkeitsgrad und in differenzierterer Form
- Das Abrufen von Wissen wird in bestimmten Abständen geübt; Tests, die korrigierendes Feedback beinhalten, dienen hier als ein effektives Werkzeug
- Die gemischte Anwendung verschiedener Methoden und das häufige Wechseln von Themen hilft Lernenden, das richtige Werkzeug aus einer wachsenden Werkzeugkiste auszuwählen
Unser Ansatz für Unterricht und Lernen basiert nicht auf einer bestimmten Lerntheorie, sondern greift auf die neuesten Erkenntnisse der Kognitionswissenschaft zurück. Seine Effektivität ist durch Experimente und empirische Forschung gut belegt.
Viele traditionelle Lernstrategien haben sich als wenig effektiv und sogar kontraproduktiv erwiesen. Lehr- und Lernmittel wie Bücher, digitale und Online-Ressourcen folgen aber oft noch diesen Prinzipien. Daher wenden Lehrerinnen und Lehrer diese Strategien auch immer noch an.
Das sind Methoden wie stures Einpauken oder Lernen in Blöcken: Eine bestimmte Übung oder Aufgabe wird geübt, bis sie „sitzt“. Oder das wiederholte Lesen eines Textes, wobei wichtige Punkte unterstrichen werden. Dass diese Techniken zu einer Beherrschung des Stoffs führen, ist eine Illusion. Das angeeignete Wissen verschwindet schon in kurzer Zeit aus dem Gedächtnis der/des Lernenden.
Es sind nicht nur eminente Psychologen und Akademiker, die entdeckt haben, dass es effizientere Lernmethoden gibt. Auch viele Praktiker/innen haben ihre Methoden geändert, auf der Basis ihrer praktischen Erfahrung mit dem, was funktioniert und was nicht. Zu diesen Praktikern gehören beispielsweise die Farmers Insurance in den USA mit 21.000 Mitarbeitern und 48.000 selbständigen Vertretern, die alle vom Unternehmen ausgebildet werden, Business-Coaches auf der ganzen Welt und sogar professionelle Sportvereine.
Eine Strategie, die zu tiefem und langanhaltendem Lernen führt, basiert auf:
- herausfordernder Aneignung
- Verknüpfung von aktuellem Lernen mit Vorwissen
- Abruf-Übungen, die herausfordernd und verschachtelt sind sowie in Abständen stattfinden
Herausfordernde Aneignung
Damit Lernen tiefer geht und Ergebnisse länger anhalten, muss ein gewisses Schwierigkeitsniveau bestehen. Ein Problem und dessen Lösung vorzustellen, ist „leichtes“ Lernen, aber es hält nicht lange vor. Sie können zum Beispiel jemandem die Definition von X sagen, aber diese Person wird das bald vergessen. Ein besserer Ansatz wäre es, Lernende mit einer Audioaufnahme, einem Video oder einem Text zu konfrontieren, wo X in einem Kontext verwendet wird, und sie dann aufzufordern, selbst eine Definition von X zu geben.
Das Üben von herausfordernder Aneignung bedeutet, dass Lernende aufgefordert werden, ein Problem selbst zu lösen, zum Beispiel mit Hilfe von offenen Fragen, anstatt ihnen zu sagen, dass sie eine Lösung oder einen Ratschlag aufschreiben (und sich merken) sollen.
Verknüpfung von aktuellem Lernen mit Vorwissen
Hier gibt es zwei Aspekte: Inhalte und Kursstruktur.
Bei traditionellen Methoden werden Inhalte in abgeschlossenen Blöcken gelernt, wobei man sich jeweils nur auf ein Thema konzentriert. Um Informationen in unserem Langzeitgedächtnis zu verankern, müssen wir aber mehrere Verbindungen dahin herstellen. Stellen Sie sich ein kleines Dorf vor, in das nur ein einziger Weg führt, und vergleichen Sie das mit einer riesigen Stadt, in die zahlreiche Verkehrswege führen. Generell kann man sagen, dass die Stadt häufiger besucht wird als das Dorf und bekannter ist.
Gleiches gilt für die Aneignung von Wissen. Dies bedeutet, dass wir zu einem „Stück“ Wissen in unserem Langzeitgedächtnis Verbindungen herstellen müssen, indem wir das Thema wieder aufgreifen. Das kann durch einen spiralförmigen Lehrplan geschehen: Der Kurs wird so strukturiert, dass neue Inhalte mit bisherigem Wissen verknüpft wird. Das verfestigt nicht nur das bisherig Gelernte, es ermöglicht den Lernenden auch, ihre Fähigkeiten und/oder ihr Wissen zu vertiefen, indem sie ein Thema auf einem höheren Schwierigkeitsgrad und detaillierter wieder aufgreifen.
Abruf-Übungen
Um sicherzustellen, dass neu erlerntes Wissen und/oder Fähigkeiten langfristig erhalten bleiben, müssen Sie üben, diese aus dem Gedächtnis abzurufen. Die meisten Menschen, die für eine Prüfung lernen müssen, lesen Texte vermutlich immer noch so oft wie möglich und markieren Stichworte oder sogar ganze Absätze, um sich den Inhalt einzuprägen. Das funktioniert, aber es ist nicht effektiv und das erlernte Material bleibt nicht langfristig haften. Es ist vielfach nachgewiesen worden, dass Tests aus verschiedenen Gründen ein sehr effektives Abruf-Werkzeug sind und sicherlich besser als endloses Lesen. Die Verwendung von alten Prüfungsaufgaben als Werkzeug zur Vorbereitung auf Schulprüfungen ist ein Beispiel für die Anwendung dieser Methode.
Abruf-Übungen sollten in Abständen stattfinden:
Ein Hauptproblem beim Lernen ist, dass die meisten Menschen gerne eine Woche oder sogar einen Monat nichts tun und dann alle Übungen, Tests usw. in letzter Minute vor einer Unterrichtsstunde oder einer Prüfung erledigen. Aufgrund der Arbeitsweise unseres Gehirns sollten wir im Idealfall eine gewisse Menge von dem, was gelernt werden soll, vergessen haben, bevor wir uns daran machen, es wieder im Gedächtnis zu finden. Eine Seite zu lesen und dann sofort einen Test zu machen, wird zunächst zu einer hohen Punktzahl führen, aber dieser „Erfolg“ lässt sehr schnell nach. Es ist viel effektiver, die Abruf-Übungen zu verschieben, indem Sie den Test zum Beispiel am nächsten Tag machen. Je härter das Gehirn arbeiten muss um Wissen abzurufen, desto stärker wirkt sich das auf den Erhalt im Gedächtnis aus.
Die Übungen sollten eine Herausforderung sein:
Ein einfacher Multiple-Choice-Test liefert bereits bessere Ergebnisse als das wiederholte Lesen von Texten. Je schwieriger die Übung, desto besser. Quizfragen, die kurze Antworten erfordern oder Übungen, bei denen z.B. in 200 Wörtern ein Thema reflektiert wird, sind noch effektiver.
Das Üben sollte abwechslungsreich und verschachtelt sein:
Blocklernen (heute lernen wir A, morgen B usw.) war schon immer sehr beliebt und bildet die Grundlage für die meisten Lehrbücher, insbesondere für Bücher im Bereich Fremdsprachen. Den Lernenden werden mehrere Seiten zum Präsens präsentiert, bevor es mit Seiten zum Perfekt weitergeht und so weiter. Das macht die Abruf-Übungen nicht nur todlangweilig, es reflektiert auch nicht das wirkliche Leben. Sie werden nie an einem Tag nur im Präsens kommunizieren und dann am nächsten Tag nur in einer Vergangenheitsform. Sinnvolle Abruf-Übungen mischen verschiedene Methoden (abwechslungsreich) und Themen (verschachtelt), so dass die Lernenden in jeder realen Situation das richtige Werkzeug aus ihrer wachsenden Werkzeugkiste wählen können.
Zum Thema Testen:
Wie oben erwähnt, kann Testen ein effektives Mittel für Abruf-Übungen sein. Zusätzlich zu dem oben genannten (bestimmte Abstände, herausfordernd, abwechslungsreich, verschachtelt), ist es wichtig, dass die Lernenden korrigierendes Feedback erhalten.
Was wir für Sie tun können
- Wir bieten Lernpakete nach Wunsch des Kunden an, deren Inhalte auf die von Ihnen gewählte Plattform und deren Funktionalität abgestimmt sind.
- Wir können Quiz, herausfordernde und abwechslungsreiche Übungen sowie andere Abruf-Übungen wie zum Beispiel Videos produzieren, um für Sie einen komplett neuen Kurs zu erstellen.
- Alternativ können wir Ihre aktuellen Inhalte in ein Format ändern, das unserer bewährten Methodik entspricht, um die Leistung Ihrer Lernenden zu verbessern.
- Wenn wir die Inhalte für Ihren Kurs kreieren, berücksichtigen wir nicht nur die gewünschten Lernergebnisse, sondern auch das Vorwissen der Lernenden.