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Die vergangenen Tage waren durch viel Spannung im Wettergeschehen geprägt. Zuerst kam es durch Zufuhr von sehr feuchter und warmer Luft zu intensiven Stauniederschlägen auf der Alpensüdseite. In drei Tagen kamen zwischen 150 und über 500 mm Regen zusammen.
Am Montagabend zog ein Tief mit dem Namen „Vaia“ auf einer ungewöhnlichen Zugbahn von Süden nach Norden über die Alpen. Dabei kam es am Abend im Süden, später auch in der Ostschweiz zu kräftigen Sturmböen. Im Tessin ist Lugano Spitzenreiter mit einer Orkanböe von 128 Km/h.
Am Montagabend um 19 Uhr sah die Situation wie folgt aus:
Gut zu erkennen ist das kräftige Tiefdruckgebiet über den Alpen mit einem Kerndruck von unter 985 hPa. Es zog in der Nacht auf Dienstag weiter nach Norden. Durch die Druckunterschiede stellte sich nördlich der Alpen eine starke Föhnströmung ein. Die Wettermodelle waren sich sehr uneinig bezüglich der Böenspitzen und setzten diese mehrheitlich zu tief an. Um etwa Mitternacht kam es besonders im Appenzellerland, aber auch im Rheintal und Toggenburg zu teils orkanartigen Föhnböen. Die Böenspitzen erreichten 80 bis 112 Km/h. Es stürtzten an mehreren Orten Bäume um, was zu Stromausfällen führte. In Bühler AR wurde zudem das Dach einer Firma abgedeckt, wie FM1 berichtet.
Meine Wetterstation registrierte keine wirklich hohen Böen, sie steht aber immernoch in geschützter Lage. Der Mittelwind erreichte 20 Km/h, was einem typischen Wintersturm entspricht.