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Man kann gewinnen und man kann verlieren - und im Leben wird beides passieren. Aber was ich nicht akzeptieren kann, ist aufgeben.
Zu Anfang eines Semesters scheinen sie noch in sehr weiter Ferne, aber sie kommen früher oder später auf dich zu: die Prüfungen. Ob nun mündlich (als Vortrag, im Rahmen einer Präsentation oder als klassischer Frage-Antwort-Test) oder schriftlich (als Klausur, in Form einer Hausarbeit oder eines Essays). In der Regel belegest du ein Modul und nimmst an einer (zumeist vorgegebenen) Prüfungsform teil. Die Prüfungen dienen der Abfrage des Wissens in dem Fach, das du belegt hast. Das Ergebnis entscheidet über deine Note.
Prüfungen sind immer ein Grund für Nervosität und Anspannung. Manche haben mit mehr Prüfungsangst zu kämpfen, andere belastet das nur teilweise. Wie gehst du gut vorbereitet in deine Prüfung? Wie nimmst du dir die Nervosität?
Je besser du vorbereitet bist, desto ruhiger kannst du an einer Prüfung teilnehmen. Wir haben ein paar Tipps für die Prüfungsvorbereitung zusammengefasst.
Bereits während deiner Schulzeit hast du für dich schon festgestellt, auf welche Art und Weise du am besten den Lernstoff für die bevorstehenden Klausuren lernen kannst. Allgemein werden vier Lerntypen unterschieden:
Der Auditive Lerntyp eignet sich sein Wissen bereits während der Vorlesung an, da er gehörte Informationen leichter aufnehmen, behalten und anderen Kommilitonen wiedergeben kann. Die Erklärungen des Dozenten während der Vorlesung sind für ihn verständlich und kann diese auch auf weitere Situation analog anwenden. Des Weiteren zeichnest du dich auch aus, dass du einen Text nur laut vorlesen musst, um dir den Inhalt zu merken und ggf. auswendig zu können. Insbesondere mündliche Prüfungen sind für auditive Lerntypen kein großer Aufwand.
Falls du Bilder, Grafiken und Abbildungen für das Lernen von Inhalten benötigst, zählst du zum visuellen Lerntyp. Du liest dir die Inhalte gerne durch und versuchst anhand von Lernkarteien oder Notizzetteln die wichtigsten Begriffe sowie Erklärungen aufzuschreiben. Deine Umgebung ist in der Prüfungsphase nur noch von den oben genannten Lernhilfen geschmückt, sodass du beim Vorbeigehen, beim Zähneputzen Stichwörter, Begriffserklärungen oder Formeln aufnehmen und wiederholen kannst. Während deiner mündlichen Prüfung zum Beispiel stichst du mit kreativen Mindmaps, mit der Nutzung von Flipcharts oder aufwendigen Power-Point-Präsentationen heraus.
Nach der Vorlesung versuchst du den Lernstoff mit deinen Kommilitonen aufzubereiten und lernst in Gesprächen oder auch Diskussionen viel besser den Inhalt, als wenn du dich alleine Zuhause an deinen Schreibtisch setzt. Der Austausch mit Dozenten, Freunden oder auch in Tutorien hilft dir, den Prüfungsinhalt zu verstehen und anschließend analog auf andere Aufgaben anzuwenden. Demnach gehörst du auch zu den Typen, die viele Fragen stellen und erst dann Ruhe geben, wenn du es zu 100 Prozent verstanden hast. Für die Vorbereitung auf Prüfungen nutzt du als kommunikativer Lerntyp daher Lerngruppen oder auch Frage-Antwort-Spiele.
„Learning by doing“ heißt deine Devise und zeichnet dich somit als motorischen Lerntypen aus. Du liebst es Rollenspiele durchzuführen und die Inhalte anhand von Handlungsabläufen zu lernen. Durch deine aktive Beteiligung fällt es dir leichter, Sachverhalte zu verstehen und eigenständige Erfahrungen zu sammeln. Wenn der Lernstoff sich nicht nur durch Rollenspiele oder Experimente darstellen lässt, lernst du am besten, wenn du dich bewegst. Du wiederholst den Lernstoff beim Auf- und Ablaufen im Zimmer, bei einem Spaziergang an der frischen Luft oder auch bei sportlichen Aktivitäten.
Generell gilt: Eine frühzeitige Vorbereitung spart viel Zeit und Nerven während der Klausurphase. Außerdem gibt es dir eine gewisse Sicherheit für die anstehenden Prüfungen und Unklarheiten können noch rechtzeitig mit Kommilitonen oder auch Dozenten geklärt werden.
Der Stoff, der in den Vorlesungen und Seminaren vorkam ist zumeist Grundlage für Prüfungen. Insbesondere lohnt es sich in den letzten Wochen an Vorlesungen teilzunehmen, da Dozenten gerne noch ein paar wichtige Hinweise zum Ablauf oder Inhalt der Prüfung mitteilen.
Je nachdem, was dir am besten liegt, kannst du folgende Lernvarianten, -methoden wählen:
Das Thema „Zeit“ ist in Prüfungen so eine Sache. Generell ist diese immer relativ knapp bemessen, sodass insbesondere schriftliche Prüfungen unter enormen Zeitdruck geschrieben werden.
Eine gesunde Prüfungsangst ist natürlich und nicht negativ zu sehen! Sie mobilisiert deine Energien und schärft deine Konzentration auf das Wesentliche. Folgende Tipps können dir helfen, deine Angst zu mindern:
Verantwortlich für den Blackout sind zumeist der Stress und die Angst, die in einer Prüfungssituation empfunden werden. Also bedarf es nun Maßnahmen, die den Stresspegel reduzieren und den Körper beruhigen.
Bestehst du die Prüfung, steht deine Note in dem Fach fest. Eine Nachprüfung ist (meistens) nicht möglich. Einige wenige bieten Verbesserungsprüfungen an, bei der du die Prüfung erneut ablegen kannst. Dies ist allerdings eine Ausnahme und wird der zuständige Dozent/Fachbereich entscheiden.
Eine Prüfung muss i. d. R. innerhalb von drei Versuchen bestanden werden. Bestehst du die Erstprüfung nicht, hast du normalerweise noch die Möglichkeit in die Zweit- und bei Bedarf in die Drittprüfung zu gehen. Werden auch diese nicht bestanden, so bedeutet das, dass das Modul endgültig nicht bestanden ist und das Studium nicht weiter fortgeführt werden kann.
Manche bestehen eine Prüfung auch mit Absicht nicht, beantworten bei schriftlichen Tests nicht alle Fragen, oder streichen das bereits geschriebene durch (ein Zeichen, dass diese Prüfung nicht bewertet werden soll). Einige Studenten tun dies bspw., weil sie wissen, dass sie den Stoff beherrschen, an dem Prüfungstag allerdings nicht mit den Fragen zurechtkommen, oder einen Blackout haben. In der Hoffnung, in der Zweitprüfung besser abzuschneiden, entscheiden sie sich während einer laufenden Prüfung für das nicht Bestehen.