Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03575.jsonl.gz/624

hier möchte ich Ihnen einige Modelle aus meiner Sammlung etwas näher vorstellen
Stationäre
In der Vergangenheit wurden stationäre Dampfmaschinen hauptsächlich im Fabrikbetrieb eingesetzt. Stationäre Modelldampfmaschinen zB von Wilesco, sind meistens auf einer Grundplatte montiert. Im Dampfkessel wird Wasser durch Feuer od. elektrisch zum Kochen gebracht, wodurch Dampf entsteht, welcher durch Expansion Druck erzeugt. Durch die Leitungsrohre wird der Dampfdruck zur eigentlichen Maschine, der konstruktiven Einheit von Zylinder, Kolben, Pleuel und Schwungrad geleitet. Das Aggregat arbeitet bei einfacheren Ausführungen oszillierend, aufwendigere Modelle laufen mit einer vorbildgerechteren Schiebersteuerung.
Damit der Schornstein des Kesselhauses richtig raucht, kann der Abdampf hierfür umgeleitet werden.
Wilesco D 24el aus den 60igern
Eine wunderschöne Maschine aus den 60iger. Die D24 hat einen hartgelöteten Kessel mit einer Größe von 8 x 17 cm und einem Volumen von 570 ccm. Zur besseren Wärmenutzung ist der Kessel in einer zusätzlichen Verkleidung eingebettet. Zur Bedienung gibts ein Steuerpult mit Manometer, Dampfhahn und Dampfstrahlöler. Der normale Betriebsdruck liegt bei ca. 1,5 Bar, bei etwa 1,8 Bar öffnet sich das Sicherheitsventil und lässt überschüssigen Dampf ab. Eine Dampfpfeife gibts natürlich auch. An der Schnurlaufrolle können Antriebsmodelle angeschlossen werden.
Stirlingmotor
Dieses Modell wurde 1998 in der Berufsschule Liestal mit Schülern des tech. Gymnasiums Emmendingen erbaut weitere Infos unter: https://www.aschaub.ch/+GIB-Liestal/+Projekte/1998_KP_Stirlingmotor/+Stirlingmotor.htm
Der Stirlingmotor wurde 1816 von dem damals 26-jährigen schottischen Geistlichen Robert Stirling erfunden. Er ist nach der Dampfmaschine die zweitälteste Wärmekraftmaschine. Stirling wollte mit seinem Motor eine Alternative zu den damals aufkommenden Hochdruckdampfmaschinen bieten. Das Arbeitsprinzip des Stirlingmotors: Der Brenner erhitzt die Luft, die sich im Motor befindet. Bedingt durch die Wärmeausdehnung werden der Arbeitskolben und die Schwungräder in Bewegung gesetzt. Während sich der Arbeitskolben nach außen bewegt, wird der Verdrängerkolben in den Heizzylinder geschoben. Da der Verdrängerkolben keine Abdichtung besitzt, wird die heiße Luft an seiner Aussenwand vorbei in den durch Kühlrippen gekühlten Zylinderteil gedrückt. Da hier die Temperatur weit niedriger ist, kühlt sich die Luft schnell ab und verringert dabei ihr Volumen. Dadurch wird der Arbeitskolben wieder in den Zylinder gesaugt und die Schwungräder in Bewegunggehalten. Durch die Drehbewegung wird der Verdrängerkolben wieder in den Kühlteil zurückgezogen, wodurch die in diesem Raum befindliche Luft wieder in den Heizzylinder vorströmt. Sie heizt sich erneut auf, dehnt sich aus und leistet wieder Arbeit.
(bereits verkauft)