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Hyponaträmie durch entmineralisiertes Wasser
Ein Auswanderer suchte in einer deutschen Hausarztpraxis wegen einer rezidivierenden Hyponatriämie Rat. Bei längeren Aufenthalten in Deutschland verschwanden seine heftigen Symptome, zurück auf den Philippinen kehrten sie umgehend wieder.
Vor zehn Jahren hatte der Mann Deutschland den Rücken gekehrt und war auf die Philippinen ausgewandert. Nun stellte er sich mit einer symptomatischen rezidivierenden Hyponatriämie in einer Hausarztpraxis vor. Seit etwa fünf Jahren bestehe die Hyponatriämie, berichtete der 51-Jährige. In den vergangenen zwei Jahren hätten sich die Symptome merklich verschlimmert.
Ursprünglich begonnen hatte es mit anhaltender Mund- und Augentrockenheit, gefolgt von starkem Durstgefühl und Harndrang. Dann waren Muskelkrämpfe an Armen und Beinen hinzugekommen, dazu innere Unruhe, Verwirrtheit, Gangunsicherheit und Synkopen.
In einer Klinik auf den Philippinen war erstmals ein Natriumwert von 119 mmol/l aufgefallen. Unter der Diagnose eines partiell zentralen Diabetes insipidus und eines renalen Salzverlustsyndroms war der Mann dort mit Desmopressin- und Kochsalztabletten behandelt und nach Hause entlassen worden.
Bildgebung und Durstversuch lieferten keine Diagnose
Trotz umfangreicher, auch bildgebender Diagnostik auf den Philippinen und später im Universitätsklinikum München blieb die Ursache für die niedrigen Natriumwerte und die heftigen Beschwerden unklar, berichten deutsche Autoren im Journal «Flug-, Tropen- und Reisemedizin» (1).