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Geografie
Appenzell Innerrhoden liegt südlich des Bodensees im Nordosten der Schweiz und ist von den Nachbarkantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden umgeben. Es umfasst die geschlossene Kernregion des Inneren Landes, das Äussere Land Oberegg und die weiteren Exklaven der Frauenklöster Grimmenstein und Wonnenstein. Der verwinkelte und komplizierte Grenzverlauf ist vorwiegend auf historische und politische Entwicklungen zurückzuführen.
Die Bodenfläche von Innerrhoden beträgt 172.46 km², davon 14.6 km² in Oberegg. Das sei nicht viel, erklären die Innerrhoder und fügen schmunzelnd hinzu, dafür hätten sie sich das schönste Gebiet ausgesucht. Dieser spasshaften Argumentation kann nicht ganz widersprochen werden. Denn die geographisch vielfältige und reiche Beschaffenheit verleiht Innerrhoden einen besonderen Reiz.
Nördlich von Appenzell erhebt sich der Burgstock als markanter Teil einer Hügelkette, die sich von der Hundwiler Höhi bis gegen Oberegg hinzieht. Die kuppelartige Anhöhe ist von Appenzell aus bequem in einer Stunde erreichbar und wurde im Mittelalter von der Burg Clanx beherrscht, deren Trümmer heute noch auf die überragende Stellung dieses Aussichtspunktes hinweisen. Von hier aus lässt sich das bewohnte Gebiet des Inneren Landes fast vollständig überblicken:
Im Nordwesten liegen die Höfe von Lank und Rapisau mit der Hauptverkehrsachse über Enggenhütten nach Herisau oder Stein. Die Strasse nach Haslen führt auf der rechten Talseite über dem ins wellenartige Hügelland eingeschnittenen Sittergraben. Darüber erhebt sich an einem sonnigen Hang Schlatt. Südwärts senkt sich das Wiesland am Lehn in den Talkessel von Appenzell hinunter. Östlich des Hauptortes führen Bahn und Strasse auf den Sammelplatz, der als wichtiger Übergang die Zufahrtswege von St. Gallen und vom Rheintal über Gais erfasst. Hinter dem Hirschberg steigt eine weite Wiesen- und Moorfläche gegen Eggerstanden hin. Von dort führt die kürzeste Verbindung ins Rheintal. Am Fusse das Fähnernkopfes liegen locker hingestreut Dutzende von Bauernhöfen. Sie ziehen sich dem Talgrund entlang von Steinegg über Weissbad/Schwende bis nach Brülisau.