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Vertreibungskrise im Irak
Im Februar 2018 hat HEKS den Unterstützungsbedarf in der Provinz Ninive entlang der alten Grenze geprüft. Die Projekte in dieser Region zielten darauf ab, die beschädigte oder zerstörte Infrastruktur wiederaufzubauen und die Lebensgrundlagen wiederherzustellen. Zwischen August 2018 und April 2019 hat HEKS die Einwohner von Felfel (Ninive) mit Cash-for-Work-Programmen unterstützt und Informationsveranstaltungen abgehalten, um für das Minenrisiko zu sensibilisieren. Im Dezember 2018 wurde im Dorf Al Ayadia ein Projekt initiiert, das schutzbedürftigen Personen ermöglichte, sicher in ihren Heimatort zurückzukehren. In Zusammenarbeit mit Better Shelter, das sich auf den Bau temporärer Behausungen für Vertriebene spezialisiert hat, hat HEKS 113 Unterkünfte errichtet, die bereits von den ersten Familien bezogen worden sind.
Im Jahr 2019 wurden in weiteren Kleinstädten der Provinz Ninive Unterkünfte für besonders verletzliche Familien bereitgestellt. Durch die Teilnahme an einem Cash-for-Work-Programm war es den Familien zudem möglich, ein Einkommen zu erwirtschaften. Den Kleinbauernfamilien wurden landwirtschaftliche Geräte und Saatgut zur Verfügung gestellt, damit sie ihre Tätigkeiten wieder aufnehmen und sich ihren Lebensunterhalt sichern konnten. Darüber hinaus sollten sanitäre Einrichtungen und die Infrastruktur zur Wasserklärung renoviert und so ein sicherer Zugang zu Trinkwasser geschaffen werden. Auch die Aufnahmegemeinschaften wurden mit Bargeldauszahlungen unterstützt.
Im Jahr 2020 erhielten 110 besonders verletzliche Familien je 200 US-Dollar, um Grundbedürfnisse wie Gesundheitsleistungen, Miete, Schulmaterialien, Kleidung und Nahrungsmittel zumindest teilweise zu decken.
Im Februar 2021 und im Juni 2021 besuchte ein HEKS-Team die Bezirke Tuz Khurmatu und Amerli nördlich von Bagdad, um abzuklären, welche dringenden Bedürfnisse die Rückkehrenden haben, und um Massnahmen zu definieren, die zu deren Unterstützung ergriffen werden müssen. Der Bedarf ist enorm, sei es beim Zugang zu Wasser, zu medizinischer Versorgung und zu Bildung oder beim Wiederaufbau. Häuser wurden verwüstet und die Infrastruktur ist nicht mehr vorhanden. Familien haben kaum genug zum Leben.