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Im April 2006 flohen 13000 Dajos aus Darfur und fanden Unterschlupf auf der Ebene von Gouroukoun im Osten des Tschad. Alle sind sie Überlebende des Krieges in Darfur. Von der Welt abgeschnitten, haben sie mitten in der Sahelzone ein Lager aufgebaut, sich eingerichtet und eine Form des Überlebens gefunden. Flüchtlinge erzählen, Kinder machen Zeichnungen vom Krieg, Mädchen singen Kriegslieder: Ein Film vom Krieg ohne ein einziges Kriegsbild. Der Autor hat sich in dieses Gefängnis ohne Mauern begeben und nach und nach das Vertrauen der Vertriebenen gewonnen. In ruhigen, geduldigen Aufnahmen erzählt er von der endlos wirkenden Zeit des Wartens: Ein Leben in Zeitlupe, ein Leben in der Schwebe, ein Leben in der Not.