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Deutschland, um 1910
Holz, Metallblech, Draht
H. 23 cm, B. 20,5 cm, T. 8 cm
Inv. 2008.367.
Von einem Köder angelockt, der in unerreichbaren Seitenabteilen deponiert ist, begibt sich die Maus in den Mäusefangapparat „Capito“ hinein. Eine Klappe fällt herunter, die Maus ist gefangen. Nun folgt eine Kletterpartie nach oben durch den Gitterkorridor, wo das Tier eine Rampe passiert und sich nach deren Überschreiten am oberen Abschluss des Couloirs selbst einsperrt. Einen Ausweg findet es jetzt in einem Loch, das zum Wasserbehälter hinüber führt. Wagt sich die Maus hindurch, so gerät sie auf eine Art Falltür, die sich augenblicklich senkt. Dabei fällt das Tier in den mit Wasser gefüllten Blechbehälter und ertrinkt. Da Falltür und Eingangsklappe durch eine Verstrebung verbunden sind, öffnet sich Letztere bei diesem Vorgang und macht den Weg frei für das nächste Opfer. Diese Art von Mausefalle war zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit verbreitet, was deutsche, französische und niederländische Händlerkataloge jener Zeit belegen. Auf der Eingangsklappe weisen die Prägungen «Made in Germany» und D.R.G.M. (Deutsches Reichsgebrauchsmuster) auf ihren Herstellungsort hin.