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Cachaca darf rechtlich gesehen nur in Brasilien hergestellt werden. Die Spirituose aus Zuckerrohrsaft erinnert unweigerlich an einen Rhum Agricole, der einen sehr ähnlichen – wenn auch nicht identischen – Herstellungsprozess durchläuft. Weist ein Cachaca einen höheren Alkoholgehalt als 48% auf, wird er als „Aguardente“ (= Feuerwasser) bezeichnet. Mit der Rohstoffbeziehung dürften die Hersteller keinerlei Probleme haben, immerhin ist Brasilien der weltweit grösste Zuckerrohr-Produzent und sorgte zuletzt für über 600 Millionen Tonnen Zuckerrohr pro Jahr, die auf nationaler und internationaler Ebene zu Süssungsmitteln, Biokraftstoff oder auch zu Spirituosen weiterverarbeitet wurden. Der mit Wasser verdünnte und mit Hefe versetzte Pflanzensaft gärt etwa 24 bis 36 Stunden lang, bevor er auf kontinuierliche oder diskontinuierliche Weise destilliert wird. Ist von einem „Cachaca artesanal“ die Rede, darf man davon ausgehen, dass das Zuckerrohr von Hand geerntet wurde, die Hefekulturen natürlichen Ursprungs sind und die Destillation chargenweise in Kupferbrennblasen stattfand – diese Erzeugnisse finden sich allerdings nur selten auf dem Exportmarkt wider. Bei Pitú, Ypióca, Cachaca 51, Sagatiba, Armazem und Germana handelt es sich um altbekannte Marken, von denen die europäischen Gaumen bereits voll und ganz überzeugt sind.
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