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Geburtsvorbereitung
Bei der Geburtsvorbereitung geht es darum, werdende Mütter physisch und psychisch auf die Geburt vorzubereiten.
Grundlagen
Die Frauen werden umfassend in Bezug auf ihre Schwangerschaft, die bevorstehende Geburt, das Wochenbett und die erste Zeit mit dem Säugling informiert. In der Geburtsvorbereitung erlernen die werdenden Mütter Übungen und Techniken zur Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden sowie Atem- und Entspannungstechniken für die Geburt. Teilweise werden in Geburtsvorbereitungskursen auch die werdenden Väter mit einbezogen. Sie werden geschult in einem geburtserleichternden Verhalten und lernen verschiedene Massagearten und -techniken kennen, die sie vor, während und nach der Geburt anwenden können. Ausserdem lernen sie die Wirkung von Mental-Techniken, bewusster Atemarbeit, Selbsthypnose (Hypnobirthing), der Kraft von Gedanken und Vorstellungen, positiven Suggestionen u.v.m. für eine angstfreie, entspannte und schmerzarme Geburt im Flow kennen. Durch Geburtsvorbereitung wird unter anderem folgendes erreicht: Schmerzreduktion während der Wehen, aktiv und selbstbestimmt die Geburt mitgestalten, Geburtsängste auflösen, Selbstsicherheit für eine natürliche Geburt erlangen, Selbstvertrauen in die eigenen Kräfte stärken, Verkürzung der Geburt, körperliche und mentale Entspannung während der Geburt, geringere oder keine Einnahme von Schmerzmedikamenten.
Herkunft
Um 1900 wurden in der Schweiz die ersten „Mütterschulen“ gegründet, die unter anderem Säuglingspflegekurse für werdende Mütter anboten. Als Hauptförderer der Geburtsvorbereitung gilt allerdings der englische Geburtshelfer Dr. Grantly Dick-Read (1890-1959) der beobachtete, dass manche Frauen ihre Kinder scheinbar völlig leicht und ohne viel Aufhebens natürlich und sicher zur Welt brachten, und andere unter äussert schmerzhaften und langwierigen Geburten litten. Seine Beobachtungen und Erfahrungen liessen ihn folgende Lehre entwickeln: Angst und Unwissenheit sind die schlimmsten Feinde der natürlichen Entbindung. Bei einer normalen Geburt beeinflusst nicht der Schmerz der Wehen den Gemütszustand der Frau, sondern der Gemütszustand löst den Schmerz erst aus. Frauen, die Schmerzen erwarten und Angst davor haben, können sich nicht entspannen. Die Anspannung hemmt den natürlichen Geburtsvorgang und verursacht so zusätzliche Schmerzen und oft sogar Komplikationen. Eine Art Teufelskreis entsteht – das Angst-Spannung-Schmerz-Syndrom. Heute gilt Dr. Grantly Dick-Read als Vater der natürlichen Geburt. Sein Buch ’Mutter werden ohne Schmerz’ (Hoffmann & Campe, 1953) ist auch eine der Grundlagen des HypnoBirthing®.
Zielgruppe
Werdende Mütter
Weitere Kursbezeichnungen
- Geburtshypnose
- Geburts-Selbsthypnose
- Hypnobirthing
- Geburtsmassagen
Anforderungen
- Präsenz 50h
- Selbststudium 25h
- Berufspraxis 25h
Krankenversicherungen
Folgende Krankenversicherungen unterstützen die Methode «Geburtsvorbereitung» mit einem finanziellen Beitrag.
Informationen zu den Gesundheitsförderungsbeiträgen der Krankenversicherer finden Sie hier.