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Als Heimarbeit gilt die Arbeit, die eine Person in der eigenen Wohnung oder in einem eigenen Büro gegen Lohn leistet. Bis 2012 vertrat ein Verband die Interessen der Heimarbeitnehmer. Der Bund unterstützte die Heimarbeit mit jährlich 400'000 Franken, sofern diese von sozialer oder staatspolitischer Bedeutung war und die Existenzverhältnisse der Bevölkerung in den Berggebieten verbesserte.
2011 strich Parlament Förderung
Damit war Ende 2011 Schluss: Das Parlament schloss sich dem Vorschlag des Bundesrats an, die Förderung der Heimarbeit zu streichen. Der Heimarbeitsverband wurde aufgelöst. Die Nachfrage nach Heimarbeitskräften sei gesunken, hiess es damals.
Die Geschäftsstelle wurde in der Folge von der SAB übernommen. Sie setzte sich unter anderem für die Vermittlung von stellensuchenden Heimarbeitenden ein - dazu bestand bis Ende 2014 ein Zusammenarbeitsvertrag mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Mit dem Vertrag endet nun auch das Engagement der SAB, die Abteilung wird geschlossen. Dies bestätigte das Seco gegenüber der Nachrichtenagentur sda.
Genügend Arbeitsvermittlungsstellen
Gemäss dem Direktor der SAB, Thomas Egger, ist die Arbeit der Abteilung in der aktuellen Form nicht mehr vonnöten, es gebe heute genügend Arbeitsvermittlungsstellen. Zudem hätten sich nach der Auflösung des Verbandes und der Überführung in die Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete praktisch alle Kantone zurückgezogen.
«Die Heimarbeit ist weiterhin ein Zukunftsmodell», hält Egger fest. Der Begriff hat sich allerdings gewandelt. Die traditionelle Heimarbeit beschränkte sich auf gewerbliche und industrielle Arbeiten. Heute wird die Heimarbeit als «Home Office» oder Telearbeit bezeichnet und von Grossunternehmen wie Swisscom gefördert.