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Nach
seinem Rausschmiss aus dem seiner einvernehmlichen Trennung vom Weissen Haus kehrt Steve Bannon, der ehemalige strategische Berater von US-Präsident Donald Trump, als «Executive Chairman» an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Er übernimmt die Leitung von «Breitbart», einer Newsseite am äussersten rechten Rand des politischen Spektrums. Sie ist eine der wichtigsten Plattformen der «Alt Right»-Bewegung. Hier holt sich die News, wer Hillary Clinton für eine Verbrecherin und die Demokraten und das Establishment der Republikaner für Verräter hält.
Steve Bannon leitete Breitbart bereits bis zum Sommer 2016, als er als Kampagnenleiter zu Donald Trump stiess. Was die Qualität der Arbeit seiner Bildredaktion angeht, gibt es für Bannon noch einiges zu tun: Eine Agenturmeldung der AFP, wonach die spanische Polizei einer Bande von Schleppern das Handwerk gelegt hat, wurde naheliegend mit dem Bild eines Jetskis illustriert: Schliesslich waren die Schlepper, welche in der Nähe der Meeresenge von Gibraltar operierten, darauf spezialisiert, Flüchlinge per Jetski auf den bloss 18 Kilometern zwischen Marokko und Spanien zu transportieren.
Ein genauerer Blick aufs Bild – gepaart mit zumindest oberflächlichen Fussballkenntnissen – hätte gezeigt: Der Mann, der sich auf dem Jetski transportieren lässt, ist kein «Wirtschaftsflüchtling» aus Afrika, der es auf den Wohlstand Europas abgesehen hat. Es ist der deutsche Fussballstar und Weltmeister Lukas Podolski. Er ist seit diesem Sommer bei Vissel Kobe in der japanischen J-League unter Vertrag. Sein Jahresgehalt: geschätzte acht Millionen Euro. (cbe)