Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/162050

<h2>SubmittedText<h2><p>Welche Auswirkungen hätte eine Kündigung der Personenfreizügigkeit auf die Filmförderung in der Schweiz, insbesondere auf die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU im Media-Programm?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Verzögerungen in den Gesprächen zwischen der Schweiz und der EU nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative hat eine Teilnahme der Schweiz am Programm Media bereits seit 2014 verunmöglicht. Die Kündigung des Personenfreizügigkeitsabkommens hätte zur Folge, dass eine Wiederteilnahme weiter erschwert würde. Die entstandenen Nachteile durch die aktuelle Nichtteilnahme der Schweiz und die Konsequenzen daraus würden verstärkt. Die Filmproduzenten und Filmverleiher wie auch die Filmfestivals in der Schweiz wären weiterhin von der europäischen Filmförderung ausgeschlossen und würden dadurch nebst Subventionen auch das europäische wie auch das internationale Netzwerk verlieren, welche zum Beispiel Koproduktionen und den Filmhandel fördern.</p><p>Die finanziellen Verluste können kurzfristig mit den bestehenden Media-Ersatzmassnahmen kompensiert werden, aber auf die Dauer verliert der Schweizer Film an internationaler Visibilität, und die Angebotsvielfalt auf Schweizer Kinoleinwänden ist bedroht. Zudem ist zu beachten, dass auch die künstlerisch-technischen Berufstätigen (z. B. Kameraleute, Schauspieler usw.) unter ein mögliches Kontingent fallen könnten und der Inländervorrang zum Tragen kommt. Dies würde Dreharbeiten für Koproduktionen in der Schweiz erschweren und die Schweiz als Koproduktionsland schwächen. </p>