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Kit Armstrong © J.F. Mousseau
Gesamt
CHF 440.50
Verrückt 3
Kit Armstrong
Schumann | Liszt
Mi, 01.09. | 12.15 Uhr | Nr. 211324
Lukaskirche, Kirchensaal
Vergangenes Konzert
Preise (CHF)
CHF 30
Kit Armstrong © J.F. Mousseau
Am 27. Februar 1854, es war Rosenmontag, mischte sich Robert Schumann, nur bekleidet mit einem Morgenrock und Filzpantoffeln, ins Düsseldorfer Narrentreiben – aber nicht um mitzufeiern. Nein, er ging geradewegs auf die Pontonbrücke zu und stürzte sich in den Rhein, wollte sein Leben beenden. Zwar wurde er von Fischern gerettet, aber als «geistig umnachtet» in die Nervenheilanstalt Endenich eingewiesen. Noch an jenem verhängnisvollen Tag hatte er an seinem letzten Werk gearbeitet, den Geistervariationen über ein Thema, das ihm die Engel vorgesungen haben sollen. Hört man dieser Musik Schumanns Verfassung an? Kit Armstrong bietet in seinem «Verrückt »-Rezital interessante Antworten. Einerseits koppelt er das Werk mit Clara Schumanns Variationen op. 20, die dem Schwanengesang ihres Ehemanns als Vorlage gedient haben könnten. Andererseits beweist er mit den Klavierstücken in Fughettenform, dass Schumann schon vorher ähnlich verrückte Konzepte verfolgte. Und mit Werken von Franz Liszt präsentiert Armstrong exzentrische Klavierkunst, bei der es ebenfalls nicht mit rechten Dingen zugeht.
Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.
Kit Armstrong © Neda Navaee
Kit Armstrong
Der 1992 in Los Angeles geborene Kit Armstrong begann im Alter von fünf Jahren mit dem Komponieren und erhielt kurz darauf seinen ersten Klavierunterricht. Später studierte er am Curtis Institute of Music in Philadelphia und an der Royal Academy of Music in London. Als Dreizehnjähriger lernte er Alfred Brendel kennen, der ihn als Lehrer und Mentor stark geprägt hat. Neben seiner musikalischen Ausbildung belegte Armstrong auch naturwissenschaftliche Fächer und schloss ein Mathematikstudium an der Universität von Paris mit dem Master ab. Als Pianist konzertiert er heute in Sälen wie dem Musikverein Wien, dem Amsterdamer Concertgebouw, der Berliner Philharmonie, der NHK Hall in Tokio oder dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel. Er trat mit den Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig sowie dem NHK Symphony Orchestra auf und arbeitete dabei mit Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Kent Nagano, Esa-Pekka Salonen und Christian Thielemann zusammen. Intensiv widmet sich Armstrong der Kammermusik, vor allem im Zusammenspiel mit dem Geiger Renaud Capuçon, dem Cellisten Daniel Müller-Schott, dem Tenor Julian Prégardien sowie dem Quatuor Ebène und dem Armida Quartett. Seit 2016 gibt er auch Rezitale auf der Orgel. Überdies ist Kit Armstrong ein erfolgreicher Komponist und erhielt Werkaufträge vom Gewandhaus zu Leipzig, von der Schubertiade Hohenems, vom Konzerthaus Dortmund und vom Musikkollegium Winterthur. 2013 kaufte er die Église Sainte-Thérèse im französischen Hirson (Picardie), wo er seither Konzerte und Ausstellungen veranstaltet. Auf CD legte Armstrong Werke von Bach, Ligeti und Liszt vor; im Juli 2021 erschien sein Debut-Album bei der Deutschen Grammophon mit Werken der englischen Virginalisten William Byrd und John Bull. 2010 erhielt Kit Armstrong den Leonard Bernstein Award, 2018 wurde ihm der Beethoven-Ring verliehen.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. November 2016 mit Werken von William Byrd, Wolfgang Amadé Mozart und Franz Liszt.
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