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Grundsätzlich ist jede Kapitalgesellschaft in der Schweiz wie AG und GmbH revisionspflichtig. Die Revisionsstelle muss dem Verwaltungsrat jährlich einen Bericht über die Geschäftsführung vorlegen. Es gibt drei verschiedene Arten der Revision.
Ordentliche Revision
Die ordentliche Revision verlangt eine umfassende Prüfung durch eine staatlich zugelassene Revisionsstelle. Dies ist obligatorisch, sobald zwei der drei nachfolgenden Werte erreicht werden oder auf Verlangen von Aktionären, die zusammen mindestens zehn Prozent des Aktienkapitals besitzen.
- Bilanzsumme von 20 Mio. während zwei aufeinanderfolgenden Jahren
- Umsatzerlös von 40 Mio. während zwei aufeinanderfolgenden Jahren
- 250 Vollzeitstellen im Jahresdurschnitt
Eingeschränkte Revision
Sind die oben genannten Schwellwerte nicht überschritten, ist das Unternehmen zu einer eingeschränkten Revision verpflichtet. Sie ist weniger umfangreich und kann nur beschränkter feststellen, ob eine Jahresrechnung wesentliche Fehlaussagen enthält. Des Weiteren sind die Vorschriften über die Unabhängigkeit der Revisionsstelle weniger restriktiv.
Verzicht auf eine Revisionsstelle
Es besteht die Möglichkeit, ganz auf eine Revision Ihres Unternehmens zu verzichten. Das sogenannte Opting-Out wird in der Praxis insbesondere während der Gründungsphase häufig angewendet. Voraussetzung ist, dass die AG weniger als zehn Vollzeitangestellte beschäftigt und alle Gesellschafter dem Verzicht zustimmen.
💡 Gut zu wissen
Egal, welcher Revision Sie Ihr Unternehmen unterstellen oder ob Sie zu Beginn ganz darauf verzichten, eine Anforderung bleibt gleich: In jedem Fall muss der Entscheid notariell beglaubigt und in einer Erklärung festgehalten werden.