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Sucht ist eine Krankheit und zeichnet sich dadurch aus, dass Betroffene ein zwanghaftes Verlangen nach bestimmten Substanzen oder Erlebnissen haben und auch dann ihr Verhalten nicht ändern, wenn es für sie und ihre Umwelt schädlich ist. Sucht kennt viele Formen: Sie betrifft nicht nur den übermässigen und unkontrollierten Konsum von Substanzen wie Alkohol, Drogen oder Medikamenten, sondern auch das exzessive Spielen um Geld oder die übermässige Nutzung des Internets.
Für die betroffenen Personen und deren Mitmenschen kann eine Sucherkrankung gravierende Folgen haben. Einige Zahlen: Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) geht durchschnittlich jeder siebte Todesfall in der Schweiz – rund 9500 Tote jährlich – auf das Rauchen zurück. An Wochenenden ist in den Nächten bei jedem zweiten schweren Verkehrsunfall Alkohol im Spiel. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 200 000 Personen in der Schweiz exzessiv um Geld spielen und damit sich selber und ihrem Umfeld schaden.
Sucht verursacht neben den direkten Gesundheitskosten für die Betroffenen auch volkswirtschaftliche Ausgaben. Das BAG schätzt, dass der Schweizer Volkswirtschaft pro Jahr ungefähr 7,7 Mrd. Franken entgehen, weil dem Arbeitsmarkt aufgrund von suchtbedingten Krankheiten, vorzeitigen Pensionierungen und Todesfällen, welche auf eine Sucht zurückzuführen sind, Ressourcen verloren gehen.
In der Verfassung steht «Der Bund trifft im Rahmen seiner Zuständigkeiten Massnahmen zum Schutz der Gesundheit». Wie soll sich die Schweizer Suchtpolitik in Zukunft gestalten? Braucht es neue Gesetze?