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In einem hochstehenden Final bei den Männern behielt Sergej Ustjugow gegenüber dem Franzosen Richard Jouve und dem Amerikaner Simeon Hamilton um acht respektive neun Hundertstelsekunden die Oberhand. Für den 23-jährigen Russen, der Mitte Februar in Falun bereits über 15 km Skating siegreich gewesen war, war es der dritte Sieg auf Weltcup-Stufe. In der Weltcup-Gesamtwertung war der U23-Sprint-Weltmeister von 2014 bereits vor Beginn der Tour in Kanada als Fünfter der beste Nicht-Norweger gewesen. Wenig überraschend schafften es drei Athleten des “Norges Skiforbund” in den Final der besten sechs, dass jedoch weder der Weltcup-Zweite Finn Haagen Krogh (4.), Ola Vigen Hattestad (5.) noch Petter Northug (6.) später vom Podest grüssen durften, überraschte allerdings umso mehr.
Bei den Frauen setzte sich Maiken Caspersen Falla bereits zum vierten Mal in dieser Saison in einem Sprint in der freien Technik durch. Häufiger als die norwegische Olympiasiegerin von 2014, die im Final die Schwedin Stina Nilsson und die Amerikanerin Jessica Diggins auf die weiteren Plätze verwies, war noch nie eine Athletin in einem Winter in dieser Disziplin siegreich gewesen. Die Weltcup-Leaderin Therese Johaug scheiterte in den Viertelfinals, für ihre härteste Konkurrentin um den Gesamtweltcupsieg, Ingvild Flugstad Östberg, bedeuteten die Halbfinals Endstation.
Bester Swiss-Ski-Starter bei der Weltcup-Premiere in Gatineau war Jovian Hediger mit Platz 15. Der 25-jährige Waadtländer verpasste den Halbfinal-Vorstoss in seinem Heat um vier Zehntelsekunden, setzte sich im Zielsprint jedoch immerhin vor dem Weltcup-Leader Martin Johnsrud Sundby durch. Erwartungsgemäss ausser Reichweite lagen die Viertelfinals für den Langdistanz-Spezialisten Jonas Baumann (69.). Für Curdin Perl wiederum endete die Ski Tour Canada, bevor sie begonnen hatte. Der 31-jährige Engadiner konnte aufgrund einer starken Erkältung nicht zur ersten Etappe antreten.
Mit einer Enttäuschung der anderen Art begann die Tour in Kanada für Laurien van der Graaff. Wie zuletzt in Lahti vermochte sich die 28-jährige Sprint-Spezialistin in der von ihr bevorzugten Skating-Technik nicht für die Viertelfinals zu qualifizieren; sie erreichte lediglich den 36. Rang. Am Ende fehlten ihr im Jacques Cartier Park zwei Sekunden. Nach fünf Top-15-Klassierungen in der ersten Saisonhälfte blieb Van der Graaff nun bereits zum vierten Mal de suite in der Qualifikation hängen. Nathalie von Siebenthal, die sich im Weltcup bislang erst einmal für die K.o.-Runde in einem Sprint zu qualifizieren vermochte, erreichte Platz 47.
Fortgesetzt wird die Ski Tour Canada in Montreal am Mittwochabend Schweizer Zeit mit Massenstartrennen in der klassischen Technik.
(SDA)