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von Grilly (468 m) mit dem Grenzstein Nummer 26 beginnend, zieht sie sich auf eine Strecke von 4 km Länge südostwärts, um mit dem Grenzstein Nr 1 den See zu erreichen. Dieser Grenzverlauf resultiert aus der Eroberung der Waadt und des Pays de Gex durch die Berner 1536 und aus der nachherigen Rückgabe dieses letztern an Savoyen durch den Vertrag von Lausanne vom der aber erst im Jahr 1567 vollzogen wurde. Im Lyoner Vertrag von 1601 kam das Pays de Gex an Frankreich, das damit auf dieser Grenzstrecke Berns Nachbar ward.
Der Wiener Vertrag gliederte dann das Gebiet von Versoix der Republik Genf an, um deren Gebiet an die übrige Schweiz anzuschliessen. Die genaue Festlegung der Grenze zwischen beiden Kantonen erforderte mehrere Protokolle, deren jüngstes dasjenige vom 5., 6. und ist. Die Genfer Gemeinde Céligny bildet im Kanton Waadt eine doppelte Enklave mit dem Dorf Céligny einerseits und den Häusergruppen der Grande Coudre und der Petite Coudre andrerseits. Diese Gebiete haben von jeher dem Bischof von Genf und nachher der Stadt Genf angehört. Eine Uebereinkunft vom legte die endgiltige Grenze der beiden Enklaven fest und versicherte sie mit 61 Marchsteinen. Die Enklave von Céligny (im eigentlichen Sinn) ist etwa 3 km lang und nicht über 1,5 km breit.
b) Im S. wird der Kanton Waadt durch den Genfersee von Frankreich geschieden. Die schon im Vertrag von 1564 festgelegte Grenze verläuft in der Mittellinie des Wasserspiegels.
c) Die Grenze gegen das Wallis ergibt sich aus den nach Beendigung der Burgunderkriege von der Freiburger Konferenz vom Juli und August 1476 gefassten Beschlüsse. Nach langwierigen Verhandlungen erhielt Bern die vier Mandamente Aigle, Ollon, Bex und Les Ormonts zugesprochen, die heute den Bezirk Aigle bilden. Seither hat der Grenzverlauf keine nennenswerten Aenderungen mehr erfahren. Endgiltig festgelegt wurde er in drei Uebereinkommen zwischen Waadt und Wallis: 1) durch das Uebereinkommen vom betr. die Grenze längs der Rhone von der Mündung in den Genfersee bis hinauf zum sog. Torrent Sec;
2) durch ein Protokoll vom betr. die Festlegung der Grenze von der Mündung des Torrent Sec in die Rhone bis zum Gipfel der Dent de Morcles;
3) durch ein Protokoll vom betr. die Grenze zwischen dem Gipfel der Dent de Morcles und dem Oldenhorn.
Die Kantonsgrenze gegen das Wallis beginnt in der Seemitte gegenüber der Mündung der Morge von Saint Gingolph an der Stelle, wo Frankreich, die Waadt und das Wallis zusammenstossen. Von da an zieht die Grenze zur Mündung der Rhone und folgt der Mitte des Flusslaufes auf eine Länge von 30 km bis zur Einmündung des Torrent Sec, um nun abzubiegen und nordostwärts bis zum Oldenhorn zu ziehen, welcher Gipfel einen Dreiländerstein zwischen Waadt, Wallis und Bern darstellt. Die hauptsächlichsten Fixpunkte dieser 25 km langen und namentlich durch in den Fels gehauene grosse Kreuze markierten Grenzlinie sind: Torrent Sec, Gipfel der Dent de Morcles (2980 m), Tête Noire (2885 m), Dent aux Favres (2927 m), Grand Muveran (3061 m), Pascheu (2803 m), Tête à Pierre Grept (2910 m), Roc Percé de Derbon (2590 m), Ueberquerung des Pas de Cheville (2040 m), Diablerets (3217 m), Gipfel des Oldenhorns (3124 m).
d) Die Grenze gegen den Kanton Bern ergab sich als Folge der endgiltigen Abtrennung der Waadt von Bern durch die Mediationsakte von 1803 und durch die Wiener Beschlüsse von 1815. Nachdem ein erstes Uebereinkommen von 1812 im Jahr 1821 bestätigt und genauer bestimmt worden war, fand die endgiltige Festlegung der Grenze am ihren Abschluss. Markiert ist die 27 km lange Grenze durch 59 Steine und in den Fels eingehauene Zeichen. Im ganzen verläuft sie vom Oldenhorn bis zur Dent de Ruth in nördl. Richtung, und zwar über folgende Punkte: Oldenhorn (3124 m), Ueberquerung des Col de Pillon (1401 m), Arnenhorn (2214 m), Grand Meiel (2353 m), Col de Jable (1888 m), Gummfluh (2461 m), Ostfuss der Ketten der Gummfluh und des Rübli, Uebergang über mehrere Zuflüsse der Berner Saane, Querung der Saane (1011 m), Ruisseau des Fenils (Grischbach) bis zur Quelle und Dent de Ruth (2239 m), an welch letzterer die Kantone Bern, Freiburg und Waadt zusammenstossen.
e) Die Grenze gegen Freiburg ergibt sich aus der Eroberung eines Teiles des savoyischen Waadtlandes durch die Stadt Freiburg im Jahr 1536. Eine genaue Festlegung und Vermarchung der Grenze fand durch beidseitige Spezialkommissäre zwischen 1826 und 1842 statt, mit Ausnahme des Grenzverlaufes im Murtensee und längs der Broye bei ihrer Mündung in den Neuenburgersee, der Gegenstand eines am in Freiburg unterzeichneten Uebereinkommens war. Die ganze Grenze gegen Freiburg ist vom Kommissär Golay bis in alle Einzelheiten in einem dicken Manuskriptband beschrieben, der im waadtländischen Katasterbureau aufbewahrt wird.
Infolge der verwickelten Verhältnisse hinsichtlich der Enklaven erscheint die Grenze durch acht verschiedene Linien bestimmt:
1) Vom Gipfel der Dent de Ruth bis zur Mündung des kleinen Ruisseau à Robin in den Neuenburgersee zwischen Gletterens und Chevroux;
2) rund um die in der Gemeinde Corcelles eingeschlossene Enklave von Tours;
3) um die Enklave Vuissens;
4) um die Enklave Surpierre;
5) um die von der Gemeinde Granges eingeschlossene winzige Enklave von Noyeret (Gem. Menières);
6) um die Enklave Estavayer;
7) um die Exklave Cudrefin-Avenches, erste Hälfte: vom Neuenburgersee zwischen Delley und Chabrey bis zur Berner Exklave Clavaleyres;
8) um die Exklave Cudrefin-Avenches, zweite Hälfte: vom Berner Gebiet von Clavaleyres bis zur Mündung der Broye in den Neuenburgersee bei La Sauge. Wir lassen hier noch eine Einzelbeschreibung all dieser Grenzlinien folgen.
1) Dent de Ruth-Neuenburgersee; 671 Grenzsteine. Erster Abschnitt im Gebiet der Waadtländer und Freiburger Alpen vom Gipfel der Dent de Ruth zum Nordfuss der Rochers de Naye. Allgemeine Richtung NO.-SW. Länge 25 km. Hauptfixpunkte: Grat der Dent de Ruth, Passage du Jeu de Quilles (1404 m), Kamm und Gipfel des Vanil Noir (2397 m), Wasserscheide zwischen dem Torrent und der Taouna (Freiburg) einerseits und der waadtländischen Saane andrerseits, Becca de Cray (2074 m), Aiguille de Culand (1716 m), Quelle der Ondine, Kamm nördl. über dem Thal der Ondine, Uebergang über die Saane (833 m), Biegung um die Dent de Corjon, Uebergang über den Hongrin (1030 m), Ostausläufer der Rochers de Naye.-
Zweiter Abschnitt durch die Voralpen bis zur Veveyse; Hauptrichtung SO.-NW. Verlauf über ¶
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die Grande Chaux de Naye (1985 m) und die Dent de Hautaudon (1874 m), Querung des Col de Jaman (1283 m), Kamm der Verraux (1868 m), Gipfel der Cape au Moine (1946 m), Lauf der Veveyse de Feygire bis zu ihrer Vereinigung mit der Veveyse de Châtel und Lauf dieser letztern bis zum Grenzstein Nr. 50 (808 m). - Dritter Abschnitt durch den Jorat und das Einzugsgebiet der Broye. Beide Endpunkte liegen nahezu im selben Meridian, während die Grenzlinie dazwischen vielfach gekrümmt und verwickelt ist.
Sie nimmt folgenden Verlauf: Grenzstein 50 (808 m) an der Veveyse de Châtel, Wasserscheide zwischen Veveyse und Broye, Mont de Cheseaux (Signal in 985 m), Waldrand des Bois du They, Uebergang über die Eisenbahnlinie Lausanne-Oron, Lauf des Corbéron bis zur Mündung in die Biordaz, Lauf dieser letztern bis zur Kote 654 m, gerade Linie ostwärts bis zur Broye, der Broye entlang aufwärts bis zur Kote 689 m, über Aecker und Felder, wiederum Lauf der Broye von Kote 738 m bis Kote 811 m. gebrochene Linie quer durch das Thal der Mionnaz (761 m) bis zum Flon von Oron, diesen Flusslauf 500 m weit abwärts, bis zur Longine, Lauf der Longine auf eine Strecke von 500 m Länge, gerade Linie bis zur Broye, Lauf der Broye bis zum Grenzstein 181 an der Mündung des Parimbot, Lauf des Parimbot auf eine Strecke von 2 km, 5 km lange Gerade nordwärts bis zur Broye, über diese hinüber nach den Höhen östl. des Broyethales und ob den Dörfern Brenles, Lovatens, Prévonloup, Dompierre, Villars-Bramard, Bossens, Villarzel und Trey, durch die Waldungen von Les Isemens und Les Tailles, Lauf des Motélon, Ausbiegung nach Osten, Lauf der Arbogne, Uebergang über die alte Broye beim Grenzstein 595 (449 m), Uebergang über die Broye, dieser entlang abwärts auf eine Strecke von 500 m, Ausbuchtung um die Gemeinde Missy, gerade Linie SO.-NW. zum Ruisseau à Robin und zum Grenzstein 671 am Neuenburgersee.
2) Die kleine Enklave von Tours gehört zur Freiburger Gemeinde Montagny les Monts und wird ganz von der Gemeinde Corcelles sur Payerne umschlossen. Ihre Grenze ist durch acht Marksteine festgelegt.
3) Die Enklave Vuissens hat die Gestalt eines unregelmässigen Vielecks mit einer Länge von 4 km auf eine mittlere Breite von etwa 1,5 km. Sie wird durch 78 Marksteine begrenzt, die die Freiburger Gemeinde Vuissens (Bezirk Broye) von sieben Waadtländer Gemeinden der Bezirke Payerne, Moudon und Yverdon scheiden.
4) Die Enklave Surpierre umfasst die sechs Freiburger Gemeinden Villeneuve, Chapelle, Praratoud, Prévondavaux, Cheiry und Surpierre und wird durch 209 Grenzsteine von den Waadtländer Bezirken Payerne, Moudon und Yverdon geschieden. Im O. folgt die Grenze der Broye und überschreitet sie bei der Häusergruppe Les Treize Cantons sogar um ein weniges; dann zieht sie bis Prévondavaux westwärts, nachher bis Punkt 651 m ob Sassel nordostwärts und endlich südostwärts zurück zur Broye. Grösste Länge (von Prévondavaux bis Punkt 651 m) 8 km und mittlere Breite 3 km. Die Ostgrenze längs der Broye ist etwa 4 km lang.
5) Die Enklave Noyeret ist ein durch vier Steine begrenztes winziges Viereck, das zur Freiburger Gemeinde Menières gehört und von der Waadtländer Gemeinde Granges umschlossen wird.
6) Die Enklave Estavayer bildet ein unregelmässiges Vieleck und wird von 360 Steinen umgrenzt. Verlauf der Grenzlinie: Ufer des Neuenburgersees südl. von Chevroux, südostwärts zum Grenzstein 65 (447 m) an der Petite Glâne, Lauf der Petite Glâne auf 2 km Länge, gebrochene Linie bis Grenzstein 134 (454 m) an der Broye, Lauf der Broye auf 3 km Länge, dann westwärts und endlich nordwestwärts zum Grenzstein 360 zwischen Cheyres und Yvonand am Neuenburgersee. Die Entfernung zwischen den Steinen 1 und 360 längs dem Ufer des Neuenburgersees beträgt 13 km. Grösste Breite (vom See zur Broye) 9 km.
7) Die Waadtländer Exklave Cudrefin-Avenches wird vom Körper des Kantons durch einen Streifen Freiburger Boden von 1-4 km Breite getrennt, der den Neuenburgersee bei Portalban erreicht. Ihre Gestalt ist diejenige eines unregelmässigen Trapezes, dessen Grundlinie vom Seeufer dargestellt wird. Vom Markstein 1 am Neuenburgersee bis zum Stein 134 an der Berner Exklave Clavaleyres nimmt die Grenze folgenden Verlauf: südostwärts zur Broye, dieser auf eine Strecke von 1,4 km entlang, hinüber zur alten Broye, dieser auf eine Strecke von 1 km entlang, Polygonzug um die Gemeinden Avenches und Oleyres bis zur Berner Grenze bei Clavaleyres. Die 1 km lange Grenze zwischen Bern und der Waadt ist an dieser Stelle durch Uebereinkunft vom festgelegt.
8) Die Grenzlinie der Exklave Cudrefin-Avenches von Clavaleyres zurück zum Neuenburgersee ist durch 9 Steine fixiert und nimmt folgenden Verlauf: von Clavaleyres zum Murtensee zwischen Faoug und Greng, über den See hinüber, gerade Linie vom Seeufer zur Broye, Lanf der Broye auf eine Länge von 1,4 km bis zur Mündung in den Neuenburgersee bei La Sauge.
f) Grenze gegen Neuenburg. Durch den nach der Schlacht bei Murten abgeschlossenen und am unterschriebenen Vertrag von Freiburg kam die Vogtei Grandson an Bern und Freiburg. Deren Grenze gegen das Fürstentum Neuenburg ist dreimal begangen und durch die Protokolle vom und festgelegt worden. Sie zieht sich vom Stein 119 am Neuenburgersee zwischen Vaumarcus und Concise nordwärts über die erste Jurakette zum Solliat (1455 m) über dem Creux du Van, biegt dann südwestwärts ab und folgt dem N.-Hang der Kette des Chasseron etwas unter der Wasserscheide, quert bei Le Bas de Noirvaux (982 m) die Noiraigue, den Quelllauf des Buttes, und schliesst beim Punkt 1089 m auf dem Sennberg Le Gros Vuitiaux und unweit Les Grangettes an den Markstein 182 zwischen Frankreich und Neuenburg an. Wenige Meter davon entfernt steht der Stein Nummer 1 der waadtländisch-neuenburgischen Grenze.
g) Der Verlauf der Grenze gegen Frankreich ist durch das Uebereinkommen vom zwischen dem Königreich Frankreich und dem Kanton Waadt festgelegt. Durch diese Konvention wurden die Bestimmungen des Pariser Vertrages vom vollzogen, die den Bestand der Grenzen vom wiederhergestellt hatten. Frühere Grenzbereinigungen zwischen der Regierung von Bern und dem Königreich Frankreich datieren u. a. vom 6. und 27. September und vom vom und vom Die stets vorbehaltene Frage des Dappenthales fand ihre endgiltige Erledigung durch den Staatsvertrag vom zu dessen ¶