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Ferd., Freiherr von, der letzte Großmeister des Johanniterordens, aus altem, später in den Grafenstand
erhobenem Geschlechte, geb. zu Düsseldorf, kam in seinem 12. Jahre nach Malta, wo er vom Pagen
des Großmeisters nach und nach zum Großkreuz aufstieg, lange Zeit die Gesandtenstelle des WienerHofs bei seinem Orden bekleidete
und 1797 durch den Einfluß Österreichs zum Großmeister gewählt ward. Als Bonaparte auf der Fahrt nach Ägypten
[* 9] vor
Malta erschien, verweigerte Hompesch die Einfahrt in den Hafen und ließ seine Truppen unter die Waffen treten.
Diese wurden jedoch durch einige ans Land gesetzte Abteilungen der Franzosen sehr bald über den Haufen geworfen. Hompesch, ein unfähiger
kurzsichtiger Mann, verlor völlig den Kopf, kapitulierte und übergab Hauptstadt und Festung
[* 10] Lavalette
den Franzosen. Kaum waren sie im Besitz der ganzen Insel, als sie den Großmeister mit Strenge behandelten und, unter dem Versprechen
einer jährlichen Pension, ihn zwangen, mit den Rittern die Insel zu verlassen. Hompesch schiffte sich nach Triest ein, wo er später
seine Würde in die Hände des KaisersPaul von Rußland niederlegte, der sie bis zu seinem Tode (1801) bekleidete
und Hompesch eine Pension aussetzte. Nach PaulsTode ging er nach Montpellier und starb daselbst Anfang 1803.