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In den vergangenen Jahren gab es in der Philanthropie eine vielversprechende Wende. Wohlhabende Einzelpersonen, Familien und Unternehmen wollen mehr geben, vor allem auf strategische Weise, und die Wirkung ihrer sozialen Investitionen erhöhen. Immer mehr Wohltäter schaffen Stiftungen und Institutionen, um diese Investitionen zu bündeln, durchzuführen und ihren Effekt zu verstärken. Dabei handelt es sich um ein relativ neues Phänomen: So wurden 72% aller Stiftungen in den vergangenen 25 Jahren gegründet. Dabei sind 60 Prozent der über 260'000 Stiftungen in Europa und 35 Prozent in Nordamerika ansässig.
Obschon das Gesamtvermögen aller Stiftungen weltweit auf knapp USD 1,5 Billionen geschätzt wird, verfügt über die Hälfte der Stiftungen über kein bezahltes Personal und Budgets unter einer Million US-Dollar. Lediglich 10 Prozent der identifizierten Stiftungen verfügen über ein Vermögen von mehr als 10 Millionen US-Dollar.
Zusammenarbeit steigert Wirkung
Diese finanziellen Mittel konzentrieren sich stark auf einzelne Sektoren. Bildung ist dabei weltweit der beliebteste Investitionsbereich. Trotz des gemeinsamen Fokus arbeiten 58 Prozent der im Bericht identifizierten Stiftungen nicht mit anderen Stiftungen zusammen. Während die Welt weit davon entfernt ist, die notwendigen 5 bis 7 Billionen US-Dollar an jährlichen Investitionen bereitzustellen, die nötig wären, um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen, betrachtet UBS die Ergebnisse des Berichts als Aufruf an alle Wohltäter zur Zusammenarbeit, um ihre Wirkung zu steigern.
Der Global Philanthropy Report wurde über drei Jahre mit Beiträgen von zwanzig Forschungsteams aus neunzehn Ländern und aus Hongkong entwickelt und stellt einen wichtigen Meilenstein beim Verständnis des Umfangs der wohltätigen Investitionen weltweit dar. Er soll zu einer faktenbasierten Diskussion über Philanthropie auf der Welt beitragen.