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Generalversammlung der Linux User Group Switzerland
Traktanden:
1. Begrüssung
Die GV wurde am 16. Juni 2006 um 19:20 vom Präsident Matthias Weyland
eröffnet. Es sind 22 stimmberechtigte Mitglieder anwesend, davon ein Firmenmitglied. Insgesamt ergeben sich damit 23 Stimmen, somit sind 12
Stimmen für eine einfache Mehrheit nötig und 16 Stimmen für eine 2/3-Mehrheit.
2. Wahl der Stimmenzähler
Die folgenden zwei Stimmenzähler stellen sich zur Verfügung: Martin Elmer und Benedikt Trefzer.
3. Abnahme des Jahresberichtes der Rechnungen.
a) Protokoll der letzten Generalversammlung
Zum Protokoll der GV 2005 gibt es keine Bemerkungen.
Das Protokoll wird mit 20 Stimmen ohne Gegenstimmen angenommen.
b) Jahresrückblick des Präsidenten
Der Präsident Matthias Weyland gibt einen kurzen Überblick über das vergangene Jahr.
Der Jahresbericht wird mit 22 Stimmen ohne Gegenstimmen angenommen.
c) Rechnung 2004
Christof Bürgi stellt die Rechnung 2004 vor.
Die Rechnung ist dieses Jahr etwas komplizierter, da der Kontenplan umgestellt wurde und ab jetzt eine Bilanzierungssoftware eingesetzt wird, die vom nächsten Kassier übernommen werden kann.
Im Frühjahr 2005 hat die LUGS durch A. Vontobel ein Begehren um die Fortsetzung einer Betreibung bei der Stadt Uster gestellt. Die Stadt hat uns nun einen Verlustschein ausgestellt. Da wir sehr weit hinten auf der Liste der Gläubiger stehen, ist damit zu rechnen, dass das Geld verloren ist. Christof Bürgi hat den entsprechenden Posten nun auf CHF 1 abgeschrieben.
Die LUGS hat 2005 einen Gewinn von CHF 9'593.86 erzielt und damit CHF 62'813.16 an Aktiven.
d) Revisorenbericht
Martin Elmer liest den schriftlichen Bericht der Revisoren vor.
Die Revisoren haben die Konten und die Belege geprüft. Es konnten keine Unstimmigkeiten gefunden werden. Zusammen mit dem Kassier wurde ein neuer Kontenplan erstellt.
Der Bericht wird mit 22 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen.
4. Wahlen
Der gesamte Vorstand hat sich zur Wiederwahl gestellt.
a) Wahl des Präsidenten
Der Präsident wurde mit 22 Stimmen bei einer Enthaltung wiedergewählt.
b) Wahl des Vorstandes (Bestätigung)
Thierry Dussuet, Marius Rieder und Aaron Digulla haben sich zur Wiederwahl gestellt.
Sie werden mit 20 Stimmen ohne Gegenstimme bestätigt.
c) Wahl des Kassiers
Christof Bürgi stellt sich zur Wiederwahl.
Er wird mit 21 Stimmen ohne Gegenstimme bestätigt.
Eintreffen eines weiteren Mitgliedes an der GV, die Anzahl der Stimmberechtigten erhöht sich somit auf 24, einfache Mehrheit sind jetzt 13, 2/3-Mehrheit 16 Stimmen.
d) Wahl eines neuen Revisors
Turnusgemäss wird ein neuer Revisor gewählt, der Martin Elmer ersetzt. Priska Rubischon und Martin "Venty" Ebnöther stellen sich zur Wahl. Beide Kandidaten stellen sich kurz vor.
Martin erhielt 4 Stimmen, Priska 18. Damit ist Priska Rubischon im ersten Wahlgang für zwei Jahre zu einem der zwei Revisoren der LUGS gewählt.
5. Anträge
a) Der Austritt aus der LUGS per Brief oder e-Mail
Es wurde der Antrag gestellt, den Punkt 5.2 der Statuten abzuändern.
Bisher lautete er: "5.2 Der Austritt hat stets schriftlich zu erfolgen."
Neu: "5.2 Der Austritt hat stets schriftlich (Brief oder e-Mail) zu erfolgen."
Hintergrund: Viele Mitglieder treten bereits heute zwanglos per e-Mail aus. Diese Praxis sollte ratifiziert werden.
Nach längerer Diskussion schritt man zur Wahl. Wie in den Statuten festgelegt, bedürfen Statutenänderungen einer 2/3-Mehrheit.
20 Mitglieder stimmten für die Änderung, 3 enthielten sich der Stimme. Damit wurde die Statutenänderungen angenommen.
Der Vorstand wird das Dokument entsprechend anpassen.
b) Automatischer Austritt bei Nichtbezahlen
Der Absatz "Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag nicht fristgemäss einzahlen, werden ohne Abmahnung ausgeschlossen." aus Paragraph 6 der Statuten sollte durch eine der folgenden Varianten ersetzt werden:
Variante 1: Punkt 5.3 um folgenden Satz erweitern: "Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag nicht fristgemäss einzahlen, treten automatisch aus dem Verein aus."
Variante 2: Die alte Formulierung erweitern: "Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag nicht fristgemäss einzahlen, werden ohne Abmahnung, ohne Brief und ohne Mitgliederversammlung ausgeschlossen."
Hintergrund: Aktuell sendet der Verein Mitgliedern eine Mail, wenn diese ihren Jahresbeitrag nicht fristgerecht bezahlen. Mitglieder, die ihn dann immer noch nicht bezahlen, werden in der Mitglieder-Liste als "ausgetreten" markiert, sonstige Auswirkungen hat das Unterlassen des Zahlens des Mitgliederbeitrags nicht.
Insofern scheint "werden ohne Abmahnung ausgeschlossen" aus den Statuten zu scharf formuliert und die Formulierung entspricht auch nicht der Praxis.
Auch dieser Punkt führte zu langen Diskussionen, vor allem der Wahlmodus war nicht allen klar. Während der Diskussion stellte der Präsident klar, dass er am Vorgehen einen säumigen Zahler per Mail zu mahnen festhalten wolle.
Erste Abstimmung: Soll die alte Formulierung geändert werden?
13 dafür, 4 dagegen, 6 Enthaltungen.
Die Stimmenanzahl reichte damit bereits nicht für eine Statutenänderung aus. Dennoch wurden die einzelnen Varianten noch gegenübergestellt.
Bei "Variante 1 gegen Variante 2" gab es 16 Stimmen für Variante 1 und 1 für 2 bei 4 Enthaltungen.
Bei "Variante 1 gegen alte Formulierung" stimmten 11 für Variante 1 und 9 für die alte Formulierung bei einer Enthaltung.
Damit wurde die notwendige 2/3-Mehrheit für die Statutenänderung nicht erreicht und der Antrag abgelehnt.
c) Abschaffung des Status Firmenmitglied
Neil Franklin brachte den Antrag, Firmenmitglieder genauso wie normale Mitglieder zu behandeln.
Während der Diskussion stellte sich heraus, dass in den Statuten keine Sonderbehandlung von Firmenmitgliedern festgelegt war, was den Verdacht aufkommen liess, dass die vorliegenden Ausdrucke nicht auf dem neuesten Stand waren.
Bei einer kurzen Prüfung nach der GV stellte sich aber heraus, dass Firmenmitglieder wirklich nicht in den Statuten erwähnt werden, weder im TeX-Code noch in der Web-Version.
Der Vorschlag wurde mit 20 zu 3 Stimmen abgelehnt.
d) Erlass des Mitgliederbeitrags 2006 für Mitglieder, die schon 2005 Mitglied waren
Da unsere Vereinskasse immer weiter wächst, schlägt Priska Rubischon vor, die Beiträge 2006 für alle Mitglieder zu erlassen, die seit mindestens 2005 Mitglied sind.
Der Vorschlag wurde mit 17 zu 2 Stimmen bei 5 Enthaltungen angenommen.
e) Anträge an die GV müssen persönlich oder durch Stellvertreter repräsentiert werden
Im letzten Jahr haben sich die Forderungen an die LUGS gehäuft, wobei einige Anträge von Personen kamen, die sich bisher noch nie im Verein engagiert hatten. Daher forderte Martin Ebnöther, dass Anträge in Zukunft persönlich an der GV repräsentiert werden müssen.
Wenn jemand verhindert ist oder eine persönliche Anwesenheit unzumutbar ist (etwa, weil er aus dem Ausland anreisen müsste), kann ein Stellvertreter benannt werden.
Der Vorschlag wurde mit 23 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen.
f) Budget für Serverhardware bereitstellen
Der LUGS-Server Wigwam ist seit fünf Jahren in Betrieb. Es ist zu befürchten, dass er demnächst entweder durch Altersschwäche oder Überlastung zusammenbricht. Daher stellte Axel Beckert den Antrag ein Budget für die Beschaffung eines neuen Servers bereitzustellen.
Dieses Budget soll CHF 10'000,- betragen. Sofern die LUGS diesem Antrag zustimmt, würde Axel die entsprechenden Abklärungen (Bedarf, Projekte, die den neuen Server nutzen wollen, Kosten) treffen und dann auf einer Mitgliederversammlung vorstellen, wo dann das tatsächlich benötigte Budget vorgestellt und darüber abgestimmt werden müsste.
Der Vorschlag wurde mit 20 Stimmen bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen angenommen.
g) Rechnung und Budget der Einladung beilegen
Das Mitglied René Brückner stellte den Antrag, in Zukunft die Rechnung des Vorjahres und das vorläufige Budget des nächsten Jahren sowie die Traktanden vor der GV zugänglich zu machen. Aus Umweltschutz-Gründen sollten diese Dokumente nicht ausgedruckt werden, sondern z.B. in einem gesonderten Bereich der Website abgelegt werden, wo die Mitglieder sie sich vorab ansehen können.
In die Einladung selbst kommen dann wie gehabt die Traktanden und zusätzlich ein Hinweis auf diesen Bereich.
Der Vorschlag wurde mit 22 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen.
h) Abgelehnte Anträge
Der Präsident erläuterte an einer Liste alle Anträge, die im letzten Vereinsjahr an die LUGS gestellt worden und vom Vorstand abgelehnt worden sind.
Die meisten Anträge wurde abgelehnt, da sie nicht für die GV relevant sind. Wenn Mitglieder etwa eine aktualisierte Website wünschen, dann steht es ihnen jederzeit frei das Webteam zu verstärken und diese Aufgabe zu übernehmen. Auch ist es nicht Aufgabe der LUGS als Ganzes Vorträge und Promoting von Linux zu betreiben, sondern Mitglieder, welche solche Dinge organisieren wollen, mit Kontakten und eventuell Geld dabei zu unterstützen.
Der Vorstand wurde mit 24 Stimmen ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen in seiner Ansicht bestätigt.
6. Ausblick auf 2006
a) Jahresvorschau
Der Präsident führte aus, welche Projekte er im nächsten Jahr sieht:
- Der lange geplante Web-Workshop soll dieses Jahr endlich durchgeführt werden.
- Symlink soll durch neues Blut wieder mehr Fahrt gewinnen.
- Der alte Wigwam-Server soll durch eine zeitgemässe Hardware ersetzt werden
- Mehr Vorträge
- Die Spezialevents (z.B. der Grillevent) sollen auch dieses Jahr stattfinden
Der Präsident wünscht sich aber auch mehr Öffentlichkeitsarbeit von der Community. Die LUGS soll nicht zu einem Selbstbedienungsladen werden, sondern Mitgliedern eine Plattform bieten, selbst aktiv zu werden.
b) Budget
Christof Bürgi stellte das Budget 2006 vor. Es sind Total CHF 17'670 Aufwendungen budgetiert bei Erträgen von CHF 500, woraus sich ein voraussichtlicher Verlust von CHF 17'170 ergibt.
Das Budget wird mit 22 Stimmen bei 1 Enthaltung angenommen.
c) Beiträge
Es wurde der Vorschlag gemacht, die Beiträge beizubehalten.
Der Vorschlag wurde mit 23 Stimmen bei einer Enthaltungen angenommen.
7. Diverses
Es wurden keine zusätzlichen Bemerkungen gemacht.
8. Ende
Die GV endet um 21:30.
Nach der GV wurde den anwesenden Mitgliedern ein Essen spendiert. Wir bedanken uns beim Kassier für die Organisation.