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Quetiapin und Fluoxetin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen und zentralnervöse UAW
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit sowie vestärkt unerwünschte zentralnervöse Effekte.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Desweiteren besteht unter der Kombination eines Neuroleptikums und SSRIs ein erhöhtes Risiko für unerwünschte zentralnervöse Effekte. Die gleichzeitige Verabreichung von Fluoxetin, einem CYP3A4 und CYP2D6 Inhibitor, veränderte die pharmakokinetischen Parameter von Quetiapin klinisch nicht signifikant [Potkin SG, 2002].
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit sowie der Elektrolytkonzentrationen (hier insb. Kalium), insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Zudem sorgfältiges Monitoring bezüglich unerwünschten ZNS-Effekten. Fluoxetin und sein Desmethylmetabolit haben eine lange Halbwertszeit (4-6 Tage bzw. 4-16 Tage), sodass die Interaktion auch nach Absetzen von Fluoxetin noch einige Zeit bestehen bleiben kann.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018