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In der heilen Welt der 50er-Jahre verkörpern die Whitakers den amerikanischen Traum. Sie haben in einem grossen Unternehmen führende Positionen inne, besitzen ein stattliches Haus, beschäftigen mehrere Hausangestellte und sind Eltern reizender Kinder. Gegenüber der Öffentlichkeit wirken die Whitakers wie der Idealtypus einer amerikanischen Familie der Oberschicht. Doch hinter der Fassade bröckelt die heile Welt: Zum einen freundet Cathy sich mit dem Sohn des verstorbenen Gärtners an, der Afroamerikaner ist. 1957 gilt der Umgang mit ihm in den Kreisen, in denen die Whitakers verkehren, als Tabu. Zum anderen erwischt sie ihren Gatten, wie er einen anderen Mann küsst. Neben dem innerfamiliären Konflikt wird sie mit dem allgegenwärtigen Rassismus der vermeintlich feinen Gesellschaft konfrontiert.
«Todd Haynes’ Far From Heaven ist ein besonderes Stück Kino. Haynes entdeckt die Melodramen der fünfziger Jahre neu und macht mit deren Formen, Farben und Tönen grosses, bewegendes, physisches Kino. Eine filmische Hommage, wie es noch keine gab.» (FAZ)
«Haynes gelingt es wie damals Sirk, eine verstörende emotionale Erfahrung in eine überzeitliche Fabel zu übertragen.» (NZZ)