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Seoul - In Südkorea kommen fast 2500 verurteilte Straftäter in den Genuss einer Sonderamnestie. Das gab am Freitag das Justizministerium in Seoul zum Tag der Befreiung Koreas von japanischer Kolonialherrschaft (1910-45) am 15. August bekannt.
Im Zuge der Amnestie will Staatspräsident Lee Myung Bak auch den inhaftierten älteren Bruder seines Vorgängers Roh Moo Hyun sowie mehr als ein Dutzend verurteilte Manager begnadigen.
Roh Moo Hyun hatte sich im Mai 2009 das Leben genommen, nachdem gegen ihn und Mitglieder seiner Familie wegen Korruptionsvorwürfen ermittelt worden war.
Roh Gun Pyeong soll während der Präsidentschaft seines Bruders zwischen 2003 und 2008 Geld von einem Unternehmer angenommen haben. Er wurde im vergangenen Jahr wegen Bestechlichkeit zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Von dem Erlass von Präsident Lee profitiert auch der frühere Vizevorsitzende des südkoreanischen Mischkonzerns Samsung, Lee Hak Soo. Er war wegen Untreue und anderer Vergehen zu einer mehrjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Von den insgesamt 2493 Nutzniessern der Amnestie sind die meisten Politiker und Beamte, die wegen Verstössen gegen die Wahlgesetze verurteilt wurden. Zum Befreiungstag werden in Südkorea traditionell Amnestien gewährt.
SDA-ATS