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Die rote Barbera-Traube zählt zwar nicht zur Spitzenklasse des Piemonts, hat sich aber im Lauf der Jahre eine Stellung als geachtetes Mitglied im Reigen der dortigen Rebsorten erworben. Die besten Barberas stammen aus den DOC-Regionen Asti, Alba und Monferrato. Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Stile: Wer die Sauerkirscharomen und die präsente Säure schätzt, greift am besten zu jungen Barbera-Weinen. Diese eignen sich hervorragend als Begleiter der einfachen, italienischen Küche (Pizza, Pasta, Antipasti). Freunde komplexerer Weine wählen dagegen gereifte Barberas. Damit Weine dieser Art überhaupt das erforderliche Reifepotenzial erlangen, ist es wichtig, im Weinberg die Erträge zu zügeln. Je weniger Trauben am Rebstock hängen, desto konzentrierter und aromatischer entwickeln sie sich. Qualitätsorientierte Winzer pflanzen die Reben, die sie für die besseren Qualitäten vorsehen, zudem in Lagen mit ausgeprägten Tag-Nacht-Temperaturschwankungen an. Dort dauert die Reifeperiode länger, was wiederum der Aromenentwicklung zuträglich ist. Im Keller reifen die Weine sodann in Barriques, wobei ihre charmante Frucht durch Röstnoten und zusätzliche Gerbstoffe des Eichenholzes abgerundet wird. Ausserhalb des Piemontes wir die Barbera-Rebe vorwiegend in der Emilia angebaut aber auch in anderen Regionen Italiens.