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Der folgende Text basiert auf den Daten der Erhebung 2020 für den Nachhaltigkeitsbericht
Der Kanton Aargau hat das von Bund und Kantonen angestrebte Ziel, dass 95 Prozent aller 25-Jährigen über einen Abschluss auf Sekundarstufe II verfügen, noch nicht erreicht, liegt aber über dem Schweizer Durchschnitt. Sowohl bei diesem Abschluss der nachobligatorischen Ausbildung, als auch in der Volksschule, sind deutliche Unterschiede zwischen den Nationalitäten erkennbar. Die Arbeitsmarktintegration eines Teils der ausländischen Bevölkerung erweist sich ebenfalls als schwieriger. Frauen sind insbesondere in Kaderpositionen nach wie vor deutlich untervertreten. Die Sozialhilfequote sinkt im Aargau erstmals seit 10 Jahren, der Anteil an Kindern und Jugendlichen an den Sozialhilfeempfangenden bleibt hoch.
Sicherheit und Gesundheit der Aargauer Bevölkerung sind auf einem hohen Niveau, wobei die psychische Gesundheit eher abnimmt. Die Gesundheitskosten nehmen weiter zu, bei den Gesundheitsberufen besteht ein Fachkräftemangel. Die Anzahl schwerer Gewaltstraftaten liegt unter dem Schweizer Durchschnitt. Die Anzahl Verkehrstote lag auf einem historischen Tiefststand, hingegen stieg die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle. Ein tendenziell sinkender Anteil der Bevölkerung fühlt sich vom Verkehrslärm gestört.
Die Beteiligung der Bevölkerung an der institutionellen Freiwilligenarbeit stagniert in den Kantonen der Nordwestschweiz seit 2013; Aargauer Gemeinden bekunden Mühe bei der Rekrutierung von Personen für Exekutivämter. Die Beteiligung der stimm- und wahlberechtigten Aargauer Bevölkerung liegt bei eidgenössischen Wahlen und Abstimmungen im schweizweiten Durchschnitt bzw. leicht darunter. Bei den Kulturausgaben pro Person konnte der Kanton Aargau im interkantonalen Vergleich Ränge gutmachen, der Aargau liegt jedoch weiterhin im hintersten Viertel aller Kantone.
Indikatoren der Dimension Gesellschaft
Lesebeispiel für den Indikator G1 "Direkte Übertritte in die nachobligatorische Bildung": Der Indikator "Direkte Übertritte in die nachobligatorische Bildung" hat sich langfristig betrachtet positiv (grün), also im Sinne der Nachhaltigkeit, entwickelt. Kurzfristig hat sich der Indikator weder positiv noch negativ entwickelt, er blieb unverändert (gelb). Der Vergleich mit dem Schweizer Durchschnitt ist nicht möglich, da es keine entsprechenden schweizweiten Datensätze gibt (grau).
Aussagekraft der Tabelle: Die Tabelle zeigt, inwiefern sich die Indikatoren in Richtung Nachhaltigkeit entwickelt haben. Einerseits langfristig (in der Regel ab 2000), andererseits kurzfristig (in der Regel ab 2016). Zudem wird dargestellt, wo der Kanton Aargau im Vergleich mit dem Schweizer Durchschnitt, respektive anderen Kantonen steht. Der Vergleich mit dem Schweizer Durchschnitt ist dann nicht möglich, beziehungsweise sinnvoll, wenn es keine entsprechenden schweizweiten Datensätze gibt (zum Beispiel G1 "Direkte Übertritte in die nachobligatorische Bildung") oder wenn der Indikator bereits schweizweite Zahlen verwendet, da kantonsspezifische Daten fehlen (zum Beispiel G6 "Lebenserwartung bei guter Gesundheit"). Nicht ersichtlich wird in der Tabelle, ob die Entwicklung eine geringe oder starke Ausprägung hat und inwieweit sie, falls vorhanden, auf einem angestrebten Zielpfad liegt (zum Beispiel G1 "Quote Erstabschlüsse Sekundarstufe II").