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Naja philippinensis
Die Philippinen- Kobra (Taylor, 1922)
Naja philippinensis lebt auf den Philippinen, nachgewiesen auf den Inseln Luzon, Mindoro, Marinduque und Masbate und ist eine Speikobra.
Die Färbung von Naja philippinensis ist von ocker bis braun, heller und dunkler. Unsere Tiere sind ein helles Ocker.
Sie besitzt um den Nacken 23 bis 27, meist 25 Schuppen in schräger Reihe und 21 bis 23 in der Körpermitte. 182 bis 193 Ventralia und 36 bis 49 geteilte Subcaudalia, wovon einige auch ungeteilt sein können.
Die Männchen sollen etwas kleiner bleiben, bis 122 cm, die Weibchen werden bis 134 cm lang. Vor allem Tiere der Insel Mindoro können auch bis 200 cm lang werden.(Mario Lutz, Sauria, Sept. 2006)
Lebensraum
Wie viele asiatischen Kobras ist auch philippinensis nicht gerade Wählerisch. Wo es Futter ( am liebsten Mäuse und Ratten ) gibt da ist sie anzutreffen. Zum Jagen bevorzugt sie die Dämmerung und die Nacht. Weiter gehören noch Frösche, Skinke und andere Schlangen zum Beuteschema.
Klimawerte
Auf den Philippinen herrscht ein tropisches, durch eine ständige Seebrise gemildertes Klima. Es gibt drei Jahreszeiten: Von Juni bis Oktober dauert die Regenzeit, es ist kühl und trocken von November bis Februar und von März bis Mai ist es heiß und weitgehend trocken. Kühler wird es an den Abenden. Taifune kommen gelegentlich zwischen Juli und Oktober vor. Die Durchschnittstemperaturen liegen im: Dezember-März 21-31 Grad. Von März bis Mai 25-40 Grad.
Haltung und Zucht
Im Sep. 2006 hatte ich das Glück, ein Päärchen von Naja philippinensis zu bekommen. Die zwei Tiere waren ca. 60 bis 70 cm lang. Durch die lange und anstrengende Reise brauchten sie einige Zeit um sich einzuleben. Zuerst wollten sie nichts fressen und waren etwas letargisch. Ein guter Freund gab mir den Tipp, eine Bodenheizung zu verwenden, da sie sehr warm brauchen. Da ich eigentlich ein Gegner von Bodenheizungen bin habe ich sie mit den Boxen leicht erhöht über eine Leuchtstoffröhre gestellt. Torfersatz, eine Korkrinde als Unterschlupf und ein Wasserbecken bereichern die Ausstattung der Box. Nach ein paar Tagen haben sie tatsächlich ihr erstes Futter bei mir angenommen. Seit diesem Zeitpunkt fressen sie sehr gut frisch getötete Mäuse, die ich hinein lege.
Bis jetzt waren sie sehr Ruhig und haben höchstens ein wenig gefaucht. Auch beim Hantieren haben sie noch nie gespukt. Doch sie sind sehr scheu.
Später, nach der Quarantaine von sicher 6 Monaten werden sie ein grösseres Becken bekommen welches Torfersatz als Bodengrund hat. Ein grösseres Wasserbecken, genügend Versteckmöglichkeiten und auch Klettermöglichkeiten aus Holz und Steinen werden geboten. Die Tagestemperaturen sollten zwischen 25 und 28° C sein sowie eine örtliche Wärmequelle die bis 33° C reicht. In der Nacht kann die Temperatur bis auf 22°, im Winter bis auf max. 20° C fallen.
Die Paarungszeit ist das ganze Jahr über. Die 10 bis ? 40 Eier die eine länge zwischen 40 und 60 mm lang sind und ein Gewicht zwischen 16 und 25 gramm haben. Die Trächtigkeit dauert 50 bis 60 Tage. Die Inkubation bei ca. 28 bis 29,5° C dauert 55 bis 80 Tage. Die Jungen kommen mit einer Länge zwischen 25 bis 35 cm auf die Welt. Die erste Häutung ist nach 10 bis 15 Tagen. Danach fressen sie meist selbständig nackte Mäuse. Wie alle Kobras sollte man die Aufzucht der kleinen einzeln in kleinen ausbruchsicheren Becken machen. Temperaturen zwischen 28 und 32° C sind Ideal.
Giftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können:
Lokale Gifteffekte
Das Gift von Naja philippinensis ist vorwiegend Neurotoxisch und sehr stark. Es kann eine schnelle Atemlähmung eintreten. Hämotoxisches Gift welches unter anderem Nekrosen verursacht sind angeblich seltener.
Antivenin
- Monovalent Antivenin, Naja philippinensis, Department of Health, Research Institute for Tropical Medicine, FCC, Alabang, Muntinlupa City.