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Die Solidarhaftung gilt für das Bauhaupt- und Baunebengewerbe.
Dadurch können Erstunternehmer zivilrechtlich für Arbeitnehmerforderungen belangt werden, wenn die in einem allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertragt festgelegten minimalen Lohn- und Arbeitsbedingungen von einem Subunternehmer nicht eingehalten werden. Der Erstunternehmer haftet für jeden einzelnen Subunternehmer innerhalb einer Vergabekette.
Wenn der Erstunternehmer nachweisen kann, dass er seine gebotene Sorgfaltspflicht eingehalten hat, kann er sich von der Haftung befreien.
Der Erstunternehmer haftet subsidiär zum Subunternehmer: Der Arbeitnehmer muss zuerst seinen eigenen Arbeitgeber belangen, bevor er seine Ansprüche vom Erstunternehmer einfordern kann.