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In Aesch Nord hat man seit 2016 die Absicht, Hochhäuser mit einer Höhe von 40 bis 50 m zu bauen, welche im unteren Bereich Platz für grosse Büroflächen/Industrie 4.0 bieten und im oberen Bereich Wohnungen beherbergen.
Anscheinend wurden bisher keine Investoren gefunden. Um mitten im Gewerbegebiet Wohnungen zu bauen, muss man quasi als Lärmschutz im unteren Bereich der Hochhäuser grosse Büroflächen anbieten. In anbetracht der Büro-Leerstände im Birstal und dem geringen Potential von Aesch Nord ist das Risiko sehr gross, dass diese Flächen leer bleiben. Die Investoren können sich aber aufgrund tiefer Zinsen die Subventionierung leerer Büroflächen durch Wohnungen erlauben.
Aufgrund des Anlagenotstandes haben Investoren/Pensionskassen gar keine andere Wahl als solche Projekte zu kaufen. Auch in Pratteln bei der S-Bahn sind die Hälfte der Büroflächen in den Wohn/Büro-Hochäusern seit mehreren Jahren leer. Die Gemeinde Aesch rechfertigt diese Hochhäuser mit der notwendigen Verdichtung. Wollen die Aescher wirklich eine Betonwüste vor den Toren ihres Dorfes?
Gerade erst kürzlich äusserte sich der Architekt Lampugnani – er hat die Pläne für die Klybeckinsel/Westquai in Basel entworfen – in der NZZ vom 2.11.2019 wie folgt zur dieser Problematik: „Das Prinzip der Dichte wurde von der Bauspekulation gierig aufgenommen, pervertiert und bald diskreditiert, weil die erhöhte Ausnutzung der städtischen Grundstücke in den Dienst der Quantität und nicht der Qualität gestellt wurde. Nicht eine rein ökonomisch getriebene Dichte steht an. Wir werden nicht auf die grossen Plätze, die weiten Esplanaden, die schönen Freianlagen verzichten.“