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Hans Huber – Basels Meister
Ausstellung und Konzerte zu Hans Huber im Museum Kleines Klingental, Unterer Rheinweg 26, Kleinbasel, 8. Februar – 31. August
Von Shirley L. Kearney, Deutsch von Martin Pütter
Hans Huber kam zwar in Solothurn zur Welt, studierte in Leipzig, erholte sich von verschiedenen Krankheiten in Vitznau am Vierwaldstättersee, aber Basel war seine Wahlheimat. Er legte das Fundament für die Musikstadt. Als Chor- und Orchesterdirigent war er allgegenwärtig. Als Direktor der Musikschule (heute Musikakademie) förderte er die Musikausbildung. Das Schulgebäude an der Leonhardstrasse ist ihm zu verdanken. Wer ein Kammermusik-Konzert im Stadtcasino besucht hat, war ziemlich sicher im Hans-Huber-Saal, der bekannt ist für seine gute Akustik. Seine Erfolge widerspiegeln Basels Kulturleben zwischen 1890 und 1920, seine Werke umfassen unter anderem fünf Opern, neun Symphonien, mehrere Konzerte für Klavier und Geige sowie 24 Präludien und Fugen für Klavier. Huber erhielt eine Einladung, in Chicago zu unterrichten – er schlug sie aus, um Privatlehrer im Elsass und schliesslich in Basel zu sein. Eine fast vollständige Liste seiner Werke ist hier zu finden.
Nach dem Besuch der vielgerühmten Arnold Böcklin-Ausstellung 1892 komponierte Huber seine Symphonie Nr. 2, Böcklin-Symphonie genannt, und lässt darin musikalisch die Visionen des international berühmten Künstlers aufleben, der 1827 in Basel geboren wurde und 1901 nahe Florenz starb. Während der «Europäischen Kulturerbe-Tage 2012 feierte Basels Symphonie-Orchester sein gigantisches Werk in der «Ersten Kirche Christi» am Picassoplatz.
Zu seinen Lebzeiten wurde Huber regional als Meister betrachtet, er war derart beliebt beim Volk, dass Postkarten mit seinem Konterfei gedruckt wurden. Nun ehrt Basel seine Bedeutung für die Stadt und seine Musik mit einer Ausstellung im Museum Kleines Klingental, welche den Schwerpunkt auf sein facettenreiches Leben über die zahlreichen musikalischen Werke, Dokumente, Aufnahmen, Photos und Bilder setzt. Dazu sagte Daniel Schneller von der Denkmalpflege Basel-Stadt: «Wir wollen Hans Huber aufleben lassen und ein Stück Musikgeschichte präsentieren, aber hauptsächlich geht es darum, gute Musik anzubieten.»
Das nächste Konzert findet am Freitag, 21. März statt (19.30 Uhr). Mit dem Basler Streichquartett und dem niederländischen Pianisten Jan Schultsz.