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Der Klimawandel in der Arktis könnte zu mehr Schnee in Nordeuropa führen.
In den kommenden Jahren könnten häufiger Flocken rieseln. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Erwärmung des arktischen Wassers zu mehr Schneefall führen kann.
"Die Klimaerwärmung sorgt für mehr Schneefall in Nordeuropa." - Diese Aussage erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich. Forscher der Universität Hokkaido in Japan haben diesbezüglich ein neues Klimamodell entwickelt. Daraus geht hervor, dass die Klimaerwärmung eine grössere Verdunstung über dem Arktischen Ozean zur Folge hat.
Die überschüssige Feuchtigkeit wird durch Wettersysteme weiter Richtung Süden transportiert. Im Winter ist dadurch in den nördlichen Regionen Eurasiens mit mehr Schneefall zu rechnen.
Während mit steigenden Temperaturen die Eiskappen am Nordpol langsam dahinschmelzen, zeigen Daten aus den letzten 55 Jahren, dass die Schneebedeckung im Norden Eurasiens tatsächlich zugenommen hat.
Gleichzeitig wurde eine Zunahme der Wasserverdunstung über dem Arktischen Ozean in den letzten 40 Jahren beobachtet. Besonders in den Monaten zwischen Oktober und Dezember sind deutliche Spitzen in der Kara- und Barentssee nördlich von Sibirien zu erkennen.
Schon gewusst?
Der Nordpol erwärmt sich schneller als jede andere Region auf dem Planeten. Einige Berichte deuten auf einen Temperaturanstieg hin, der über dem Dreifachen des Durchschnitts liegt.
Zu dieser Jahreszeit ist der Arktische Ozean noch nicht grossflächig von Eis bedeckt und die Wassertemperaturen sind verhältnismässig mild.
Schneereicher Herbst
Derzeit ist die Schneeausdehnung auf der Nordhalbkugel aussergewöhnlich hoch. Nach Angaben des Finnischen Meteorologischen Instituts liegt die Bodenschneehöhe in diesem Jahr deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 1982 bis 2012.
Die Schneeausdehnung hat vor allem in den letzten 30 Tagen rasant zugenommen. Das ist keineswegs ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Bisher ist im Herbst 2022 auf der Nordhalbkugel aber überdurchschnittlich viel Schnee gefallen.
Welche Auswirkungen diese grosse Ausdehnung schneebedeckter Böden auf die atmosphärische Zirkulation haben könnte, ist noch nicht absehbar. Allgemein spielt die Schneebedeckung für Winterprognosen aber eine wichtige Rolle. Diese ist für Wettermodelle einer von vielen Faktoren, die zur Berechnung saisonaler Prognosen verwendet werden.
Wegen eines drohenden Vulkanausbruchs sind die chilenischen Behörden in Alarmbereitschaft. Der Feuerberg rumort schon seit Längerem und wird daher regelmässig beobachtet. Aussergewöhnliche Bilder liefern Drohnen.
Im Süden Chiles droht der Vulkan Villarrica auszubrechen, er ist einer der aktivsten Südamerikas. Sein Krater mit einem Durchmesser von 200 Metern liegt in der Nähe mehrerer Städte wie Lican Ray, Coñaripe und Pucón. Aufgrund seiner ständigen Aktivität in den letzten Wochen gilt für den Vulkan derzeit die gelbe Alarmstufe.
In der vergangenen Woche hat eine Drohne spektakuläre Bilder eingefangen. Über den Rand des Kraters war Lava zu erkennen.
Der Villarrica ist ein schneebedeckter, 2860 Meter hoher Stratovulkan in den Anden. Beeindruckend ist, dass der Feuerberg sich hoch über einen See und die gleichnamige Stadt Villarrica erhebt. Die Besonderheit des Vulkans ist der Lavasee, in dem sich ständig glühende Lava im Krater befindet.
Die gelbe Alarmstufe gilt für einen Radius von fünfhundert Metern um den Vulkan, da aus dem Krater pyroklastisches Material ausgeworfen wird. Dieses Verbot richtet sich an Wanderer und auch an Unternehmen, die touristische Dienstleistungen anbieten. Die umliegenden Gemeinden wurden dazu aufgerufen, ihre Evakuierungszonen und Notfallprotokolle auf dem neuesten Stand zu halten.
08:26
28. November 2022
14-Tage-Wetter
Unten oft grau - oben zeitweise blau
Das ruhige Hochdruckwetter geht zu Ende. In der neuen Woche ziehen Tiefausläufer von West nach Ost. In den Bergen fällt zeitweise etwas Schnee. Ab Wochenmitte gibt es eine Wetteränderung.
Die neue Woche startet oft trüb. Somit ist es am Montag und Dienstag meist stark bewölkt und zeitweise fällt Regen wie in unserem WetterRadar zu sehen ist. Oberhalb von rund 1200 Meter tanzen Schneeflocken vom Himmel. Die Schneedecke wächst damit um weitere 5 bis 10 Zentimeter an. Einzelne Aufhellungen gibt es am ehesten in den Südlichen Alpen und auf der Alpensüdseite.
Die Höchstwerte liegen im Mittelland zwischen 4 und 8 Grad, im Tessin bis 10 Grad. Auf 2000 Meter werden minus 3 Grad gemessen. In den bergen bläst ein mässiger Nordostwind.
Wetter zweigeteilt
Am Mittwoch ziehen vor allem im Norden des Landes einige Niederschläge durch. Besonders in der Zentral- und Ostschweiz bleibt es länger nass, die Schneefallgrenze liegt um 1000 Meter, stellenweise auch darunter. Meist kommen aber nur ein paar Zentimeter Neuschnee zusammen.
In den inneren Alpentäler und südlich des Alpenhauptkamms werden die Wolkenlücken wieder grösser und die Sonne kann sich immer mehr in Szene setzen. Das Thermometer zeigt Werte von 3 bis 8 Grad, in 2000 Meter minus 4 bis minus 1 Grad an. Dabei weht eine schwache bis mässige Bise.
Zum Start in den meteorologischen Winter sieht es verbreitet trocken aus. Allerdings hält sich gebietsweise zäher Hochnebel mit einer Obergrenze von teils über 1500 Meter. Darüber und in den Alpen kann der frisch gefallenen Neuschnee bei viel Sonnenschein genossen werden.
Temperaturhöchstwerte für einige ausgewählte Städte.
Von Freitag bis Sonntag kommt über den Alpen eine schwache Südföhnströmung auf. Diese sorgt auf der Alpensüdseite für schwache Niederschläge. In den Alpentälern kommt Föhn auf und treibt das Quecksilber über die 10-Grad Marke.
Ob uns zu Beginn der kommenden Woche kalte Luft von Russland über Deutschland erreicht, bleibt abzuwarten. Die Wettermodelle haben für den Nikolaustag und darüber hinaus verschiedene Lösungen mit im Gepäck. Am wahrscheinlichsten ist es, das die Bisenlage anhält. Um diese Jahreszeit würde das in den Niederungen oft graues und nebliges Wetter bedeuten. In den Bergen dagegen überwiegt blauer Himmel und Sonnenschein.
Ein Sturmtief hat das Mittelmeer in Italien ordentlich aufgewühlt. Bis zu 5 Meter hohe Wellen peitschten an Siziliens Küste. Hinzu kamen starke Regen- und Gewittergüsse, die örtlich zu Überflutungen führten. Ab Dienstag wird es wieder brenzlig.
Für den Osten Siziliens rief der Katastrophenschutz zwischenzeitlich die Alarmstufe Orange aus. In einigen Orten wurden öffentliche Einrichtungen geschlossen. Die Behörden rieten den Menschen, zu Hause zu bleiben.
Mancherorts fiel der Strom aus, des Weiteren blockierten umgestürzte Bäume und Lichtmasten einige Strassen. In der Provinz Syrakus kam es zu Hangabrutschungen. Stürmischer Wind mit Böen bis Tempo 90 fegte die Markisen von den Häusern weg. In Palermo fielen Bäume auf parkende Autos. Die Feuerwehr war in der Hauptstadt Siziliens im Dauereinsatz.
Neue Unwetter in Sicht
Das Unwettertief ist Richtung Libyen weitergezogen. Doch schon zum Wochenanfang zieht das nächste Tief von Westen heran.
Am Dienstag weht besonders von Sardinien bis Süditalien ein ruppiger Wind. Dieser kann Sturmstärke erreichen, wie im WindRadar zu sehen ist. Erneut ist von einer starken Brandung mit meterhohen Wellen auszugehen. Ausserdem hat das Tief teilweise ergiebige Regenfälle und Gewitter im Gepäck, sodass Überschwemmungen und Erdrutsche drohen.
Am vergangenen Samstag kamen auf Ischia nach einem schweren Unwetter und Erdrutschen mindestens 8 Menschen ums Leben. Auf der Urlaubsinsel im Golf von Neapel herrschten katastrophale Zustände. Aufnahmen dazu hier:
13:53
27. November 2022
Video: Geniales Spektakel
Feuerball erhellt Norwegens Himmel
Ein Feuerball hat den Himmel Norwegens erhellt. Einwohner meldeten sogar aussergewöhnliche helle Lichtblitze.
Am Abend des 19. Novembers hat ein ungewöhnlich heller Meteor den Nachthimmel erhellt. Der sogenannte Bolide ist eine Art Feuerkugel, die an ihrem Ende in einem hellen Blitz explodiert.
Boliden flitzen oft sehr weit über das Firmament, sie malen dabei ausgeprägte Lichtbahnen in den Himmel. Ihren hellen Leuchtspuren können sekundenlang nachglimmen. Gelegentlich erscheinen sie rötlich oder grünlich.
Der Bolide im obigen Video tauchte westlich von Florø an der norwegischen Küste auf und verglühte in der Atmosphäre in etwa 65 Kilometer Höhe. Der Meteor zählte wahrscheinlich zu den nördlichen Tauriden, einem Sternschnuppenschwarm. Zur gleichen Zeit war auch der Meteorschauer der Leoniden aktiv.
Die Tauriden gehen in der Regel mit nicht so vielen Meteoren einher wie die Leoniden. Sie sind aber dafür bekannt, dass sie sehr starke und helle Meteore hervorbringen, wie diesen hier:
Die Aufnahme stammt von Geir Øye / Norwegian Meteor Network.