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Von Adelaide ging es zuerst durchs Land zum Grapians National Park. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch weisse Kängurus. Inmitten des Nationalparks uebernachteten wir nach einem Barbeque. Die Gruppe war aussergewoehnlich klein, nur ich und drei Girls Yenta (Holland), Mina (Taiwan), Ali (Deutschland) und die Tourguidein. Mit Yenta verstand ich mich ganz besonders gut, sie fliegt beinahe gleichchzeitig wie ich nach Neu Seeland, reist aber von Norden Richtung Sueden, ich eben genau umgekehrt. Ich hoffe aber, dass ich sie irgendwo wieder treffen werde.
Am naechsten Morgen stiegen wir auf den hoechsten Berg im Nationalpark und machten uns dann weiter ueber die Grenze in den Staat Victoria. In Warrnambool erreichten wir dann die Great Ocean Road. Die zweite Uebernachtung war in Port Campbell. Die Great Ocean Road ist eine rund 250 km lange Strasse entlang der australischen Südküste. Sie wurde zwischen 1919 und 1932 von Soldaten, die vom ersten Weltkrieg nach Hause kehrten, als Arbeitsbeschaffungsmassnahme gebaut. Heute gilt die Strasse am Southern Ocean als zweittollstes Naturwahrzeichen von Australien, nach dem Ayers Rock. Ein Wahrzeichen der kurvenreichen Panoramastrasse ist die Felsformation “Zwoelf Apostel”. Ich kam leider beim zaehlen nie auf zwoelf. Das wird dran liegen, dass ich mit Jesus und dem Neuen Testament nicht allzuviel am Hut habe. Bis zu 65 Meter ragen die ockerfarbenen Felsen aus den stürmischen Fluten, die seit Jahrtausenden am weichen Kalkstein nagen. Ein ebenfalls sehenswerter Felsen ist die “London Bridge” mit ursruenglich zwei natuerlichen Brueckenbogen. Im Januar 1990 viel aber der Brueckenbogen auf der Landseite ohne Vorwarnung zusammen. Zwei Besucher mussten mit einem Helikopter gerettet werden. Diese wurden dann im Fernsehen mit unkenntlich gemachten Gesichtern gezeigt, da es sich um ein Liebespaar handelte, welche beider verheiratet waren und sich zu Hause gesagt hatten, sie seien fuer einen Businesslunsch verabredet. Zwischen Apollo Bay und Princeton schlängelt sich die Great Ocean Road durch den Regenwald des Otway National Parks. Wir sahen dort viele schlafende Koalas auf den Baeumen. An der Shipwreck Coas liefen mehr als 200 Schiffe an den Riffs auf Grund. Tragische Berühmtheit erlangte der Untergang der “Loch Ard”. Am Morgen des 1. Juni 1878 zerschellte der Dreimaster im dichten Nebel an der 100 Meter hohen Wand von Mutton Bird Island. Nur 2 der 54 Passagiere überlebten. Es ist schwierig alles hier zu erklaeren. Wenn du aber mal in Australien sein solltest, musst du dir dies unbedingt ansehen. Am Samstagabend erreichten wir dann Melbourne, wo voraussichtlich ich bis am Mittwoch bleiben werde.