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Dietrich Schindler-Kuhn promovierte im Winter 1950 an der damaligen Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Bevor er im 1957 an der Universität Zürich habilitierte, forschte und lehrte er in verschiedenen amerikanischen Universitäten. 1964 wurde Dietrich Schindler-Kuhn von der Universitär Zürich zum Extraordinarius ernannt. Seine Beförderung zum Ordinarius erfolgte im Jahr 1968. Von 1970 bis 1972 war er Dekan der Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät.
Die mehrfach ausgezeichneten wissenschaftlichen Arbeiten von Dietrich Schindler-Kuhn überzeugten durch hohe Gründlichkeit, Ausgewogenheit und Klarheit. Diese Charakteristiken vermochte er auch in seine Vorlesungen zu übertragen, bei denen er durch seine Offenheit und Dialogbereitschaft von seinen Studierenden in verschiedenen Universitäten sehr geschätzt wurde. Auch war er gern gesehener Gast und Referat an verschiedenen Fachtagungen und Kongressen. Durch seinen gewissenhaften Einsatz für sein Fach prägte er ganze Generationen von Staats- und Völkerrechtlern.
Neben seinen Tätigkeiten in Forschung und Lehre war Dietrich Schindler-Kuhn Mitglied in diversen Fachgremien und Kommissionen. So war er unter anderem völkerrechtlicher Berater beim Generalstabschef der Armee und langjähriges Mitglied des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, von dem er später zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Ab 1977 gehörte er dem Ständigen Schiedshof in Den Haag an. 1993 wurde Dietrich Schindler-Kuhn zum Ehrendoktor der Universität Basel ernannt.