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Ringvorlesung der Kommission UZH Interdisziplinär (UZH-i)
Die vom Victoria and Albert Museum konzipierte Ausstellung Postmodernism
– Style and Subversion, 1970-1990, die 2012 im Landesmuseum zu sehen
war, markierte einen Einschnitt in der Einschätzung der kulturellen und
theoretischen Produktion kurz vor Ende des Kalten Krieges. Erstmals
wurde die Postmoderne in einer populären Ausstellung als historische
Epoche begriffen, als sozusagen aus der Distanz erklär- und rezipierbare
Konstruktion. Diese ist in jüngerer Zeit von einer Reihe neuer
wissenschaftlicher Publikationen vorweggenommen worden, die die
Postmoderne in Bezug setzen zu Globalisierung, Interdisziplinarität und
selbstreflexiven Wissensdiskursen. Die Skepsis gegenüber dem
Fortschrittsdenken und den Meta-Erzählungen der Moderne und von
Geschichtlichkeit im Allgemeinen, das Hinterfragen von Autor und
Autorität und die Neudefinition von ökonomischen und wissenschaftlichen
Systemen als relationale Netzwerke sind bezeichnende Faktoren
postmodernen Denkens, die weiterhin prägend für das heutige Verständnis
der Welt sind.
Die Ringvorlesung nimmt die wichtige Erkenntnis von der Notwendigkeit auf, die Postmoderne historisch einzuordnen, und versucht, vormals latentes Wissen explizit zu thematisieren. Im Zentrum steht die These, dass postmodernes Denken – in oftmals verwandelter Form – die heutige Wissensproduktion weiterhin massgeblich bestimmt.
Programm
Die Veranstaltung vom 23.4. ist leider abgesagt!