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Der Grundgedanke
Bei Demenzerkrankungen verliert das Gehirn zuerst das lebenslang gelernte und angeeignete Wissen. Die emotionale Ebene (Limbisches System) ist jedoch immer noch voll funktionsfähig. Im limbischen System werden die Sinneseindrücke nur noch auf zwei Ebenen verarbeitet - entweder sind diese der „Bedrohung“ oder der „Freude“ zugeordnet. Die Erfahrungen, die wir im Leben gemacht haben und auch das Gelernte, können durch den Gedächtnisverlust nicht mehr zu Hilfe gezogen werden. Das heisst, eine empfundene Bedrohungssituation wirkt sich ebenso direkt auf das Verhalten der Betroffenen aus, wie eine gezielte Freude die übermittelt wird. Ein kleiner aber wichtiger Unterschied dabei ist, dass im Gehirn die Bedrohungssituationen immer als wichtiger eingestuft werden, als die freudigen Ereignisse.
Um Menschen mit Gedächtnisverlust gerecht zu werden, sollte die erste Überlegung den Bedrohungen gewidmet werden. So können beispielsweise schlechte Gerüche, Licht und Schatten emotional ebenso als Bedrohung wirken, wie aggressive oder laute Stimmen und Geräusche.