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Förderung von Peerbeziehungen durch soziales Fantasiespiel : eine wirksame Interventionsstrategie bei Kindern mit eingeschränktem Sprachverständnis?
Kinder mit einem eingeschränkten Sprachverständnis haben ein erhöhtes Risiko für negative Peerbeziehungen. Die Förderung der Qualität von Fantasiespiel hat sich als wirksame Förderstrategie für die Peerbeziehungsqualität erwiesen. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob die Förderung der Fantasiespielqualität auch bei Kindern mit eingeschränktem Sprachverständnis eine wirksame Förderstrategie ist. Insgesamt 207 drei- bis vierjährige Kinder (Alter: M = 43.3 Monate, SD = 6.5; 48% weiblich) aus 27 Schweizer Spielgruppen nahmen an der Studie teil; 29% der Kinder hatten einen mehrsprachigen (inkl. deutsch) und 19% einen nicht-deutschsprachigen Familienhintergrund. Die Spielgruppen wurden randomisiert einer von drei Aktivitätsgruppen zugeordnet: Spieltutoring, Materialgruppe und Spielgruppenalltag. Die soziale Fantasiespielqualität während der Spielsessionen wurde beobachtet. Das Sprachverständnis wurde mit einem Untertesteines standardisieren Sprachtest (SETK 3–5) getestet. Die Spielgruppenleiterinnen berichteten über die Peerbeziehungsqualität (Akzeptanz und Peer Viktimisierung) zum Pre-test, Post-test und Follow-up. Die Analysen zeigten, dass die Kinder – unabhängig von ihrem Sprachverständnis – durch aktive Spielbegleitung in ihrer Fantasiespielqualität gefördert werden können. Je höher die soziale Fantasiespielqualität (experimentell manipuliert), desto grösser die Verbesserungen in der Peerbeziehungsqualität (d.h. verbesserte Akzeptanz und verringerte Peer Viktimisierung). Je eingeschränkter das Sprachverständnis der Kinder, umso stärker waren die Effekte der sozialen Fantasiespielqualität auf die Peerbeziehungsqualität. Die Studie zeigt, dass die Förderung der sozialen Fantasiespielqualität eine wirksame pädagogische Strategie zur Förderung der sozialen Integration Kindern mit eingeschränktem Sprachverständnis ist.