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Die Schweizer Benin Initiative hat bisher rund 100 Objekte aus dem Königreich Benin (Nigeria) untersucht, die sich in acht Schweizer Museen befinden. In Zusammenarbeit mit Partner:innen aus Nigeria haben diese acht Museen, darunter das Völkerkundemuseum, die Herkunft dieser Sammlungen erforscht. Von den 18 Objekten im Völkerkundemuseum wurden 14 mit einer erheblichen Wahrscheinlichkeit im Jahr 1897 von der britischen Armee geplündert und sind so gewaltsam aus Nigeria entwendet worden.
Die Ergebnisse (PDF, 8 MB)wurden der nigerianischen Regierung und dem Palast von Benin beim Swiss Benin Forum im Februar 2023 vorgestellt, wo die Partner aus Nigeria und der Schweiz eine gemeinsame Erklärung (PDF, 92 KB)abgaben. Darin zeigen sich die beteiligten Museen offen gegenüber einer Übertragung des Eigentums («transfer of ownership») an den geplünderten und wahrscheinlich geplünderten Objekten, die eine Rückführung («repatriation»), eine Zirkulation oder Leihgaben an die Schweizer Museen beinhalten können.
Nun wird eine zweite Phase der Benin Initiative Schweiz eingeleitet, die vom Bundesamt für Kultur und den beteiligten Museen finanziert wird (Medienmitteilung (PDF, 142 KB)vom 14.06.2023). In der zweiten Phase der BIS sollen nicht nur Forschungslücken geschlossen, sondern auch neue Methoden der Museumskooperation sowie gemeinsame Vermittlungsprojekte entwickelt werden. Die enge Zusammenarbeit mit Vertretern der Urhebergesellschaft in Nigeria wird auch in der zweiten Phase der BIS im Mittelpunkt stehen.
Das Völkerkundemuseum hat mit den Vorbereitungen für eine Ausstellung und eine Veranstaltungsreihe über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Benin-Sammlungen begonnen, die in Kooperation mit nigerianischen Partner:innen entwickelt wird und im Herbst 2024 lanciert werden soll.
Völkerkundemuseum UZH