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Küsnacht (awp) - Die Bank am Bellevue teilt die Vorwürfe der Finanzmarktaufsicht (FINMA) in Sachen sia Abrasives nicht. Sie legt laut Mitteilung vom Mittwochabend deshalb beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde ein.
Im Zusammenhang mit dem Beteiligungsaufbau des Industrieinvestor Giorgio Behr am Schleifmittel-Hersteller hatte die FINMA bei der Bank am Bellevue, bei der Behr einer der Mitbegründer und bis 2005 auch Verwaltungsrat war, Mitte März eine Verletzung der Organisations- und Gewährspflichten festgestellt.
Gegen die Bank wurden laut Aufsichtsbehörde diverse Massnahmen eingeleitet, um organisatorische Mängel zu beheben. Gleichzeitig drohte ihr die FINMA für den Wiederholungsfall mit dem Entzug der Banklizenz.
Laut FINMA waren die Anteile Behrs an sia Abrasives von der Bank am Bellevue bereits mindestens seit Januar 2008 gekauft worden. Dabei habe sie sia-Aktien auf Rechnung ihrer Kunden gekauft und bei diesen "parkiert", obwohl eine Weiterveräusserung an Behr geplant gewesen sei, hiess es.
Die Bank am Bellevue zeigt sich in der aktuellen Mitteilung überzeugt, dass der Vorwurf des "Parkierens" von sia-Aktien unzutreffend ist. Diese Einschätzung werde auch von einem renommierten Gutachter gestützt, schreibt das Institut. Die Bank reiche deshalb beim Bundesverwaltungsgericht in diesem Punkt sowie gegen weitere daraus abgeleitete Verfügungsinhalte Beschwerde ein.
Behr hatte am 1. April 2008 mitgeteilt, er habe seit 26. März seinen Anteil an sia Abrasives von unter 3% auf über 20% der Stimmrechte gesteigert. sia Abrasives wehrte sich gegen Behrs Übernahmeversuch und gehört inzwischen dem deutschen Bosch-Konzern. Behr konnte seine Beteiligung von schliesslich 40% mit grossem Gewinn verkaufen.
cc
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