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US-Präsident Barack Obama erklärte Florida am Donnerstag zum Notstandsgebiet. Damit kann leichter Geld aus Washington in den Staat fliessen.
Schon in der Nacht auf Freitag könnte der Hurrikan der zweitstärksten Kategorie 4 in Florida aufs Festland treffen. Mehr als zwei Millionen Menschen bringen sich in Sicherheit. Es ist die grösste Zwangsevakuierung seit 2012. Im Sturmgebiet leben elf Millionen Menschen
Mehr als 100 Tote
Experten nannten “Matthew” den möglicherweise gefährlichsten Sturm seit “Andrew”, der Florida vor 24 Jahren traf. Er hatte damals schwere Verwüstungen angerichtet und 65 Menschen getötet.
Mit Windgeschwindigkeiten von 185 Kilometern pro Stunde ist der Sturm über die Bahamas gezogen. Zuvor hatte er vor allem in Haiti schwere Überschwemmungen und Zerstörungen verursacht. 108 Menschen kamen ums leben. Es wird jedoch damit gerechnet, dass die Zahl der Toten weiter steigt. Viele Gebiete der Insel sind nur schwer oder gar nicht zugänglich.
— Kevin Bente (@KBente95) 6. Oktober 2016
Tausende Häuser zerstört
Berichte über schwerere Zerstörungen auf den Bahamas gab es zunächst nicht. Dagegen wurden in Haiti nach Angaben von Hilfsorganisationen Tausende Häuser zerstört. “Im Süden der Insel wurden wichtige Gebäude wie Kirchen, Kliniken und Gesundheitsstationen beschädigt. Millionen Menschen in Haiti sind von diesem gewaltigen Sturm betroffen”, sagte der Landesdirektor der Hilfsorganisation World Vision, John Hasse, am Mittwoch.
— CNN (@CNN) 6. Oktober 2016
Sorgen wegen Seuchengefahr
Sorgen bereitet den Helfern vor allem die Seuchengefahr durch stehende Gewässer und Unrat. “Wir hatten erst kürzlich wieder einen Cholera-Ausbruch, und solche Überflutungen können einen erneuten Ausbruch natürlich begünstigen”, sagte die stellvertretende Care-Länderdirektorin Laura Sewell. “Es wird jetzt in den nächsten Stunden und Tagen wichtig sein, sauberes Wasser bereitzustellen.” Die Wahlbehörde sagte die für Sonntag geplante Präsidentenwahl wegen der Folgen von “Matthew” ab. Ein neuer Termin soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Damit ist vorerst kein Ende der seit Monaten andauernden politischen Krise in dem völlig verarmten Karibikstaat in Sicht. (red/sda)