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In den Hochtälern des Schweizer Jura können sich im Winter markante Kaltluftseen entwickeln. Bis in hohe Lagen sind Sommertage mit mindestens 25°C die Regel. Der Jura funktioniert als Barriere, an der viele von Westen kommende Fronten ausregnen.
Temperatur
Im Allgemeinen sind die Temperaturen im Jura ähnlich wie oder leicht niedriger als diejenigen des Schweizer Mittels der jeweiligen Höhenlage. Die Hochtäler im Inneren des Jura sind vor allem im Winter deutlich kälter als im Schweizer Mittel. Im Winter herrscht häufig Frost, im Sommer gibt es heute schon bis in die höheren Regionen einige Sommertage.
Niederschlag
Dadurch, dass der Jura die erste grössere Gebirgsbarriere in den Zugbahnen der Wettersysteme östlich des Atlantiks ist, sind die Niederschlagsmengen vergleichsweise hoch (in den höheren Lagen zwischen 100 und 170 mm pro Monat). Es zeigt sich vor allem im westlichen Jura kaum ein Jahresgang. Zudem gibt es mit meist über 10 Tagen pro Monat relativ viele Regentage. Im Winter liegt vor allem in den erhöhten Lagen oft Schnee. Im Sommerhalbjahr treten recht häufig Gewitter mit grosser Intensität und zum Teil mit Hagel und in ganz seltenen Fällen sogar Tornados auf.
Besonderheiten
Der innere Jura bleibt häufig vom winterlichen Hochnebel verschont. Die Besonnung ist deutlich höher als im Mittelland, aber kleiner als in den Alpen und der Alpensüdseite. Die mittleren Windgeschwindigkeiten zählen zusammen mit denjeniden auf den Alpengipfeln zu den höchsten der Schweiz.
Quelle: Klimaszenarien Schweiz – eine regionale Übersicht, Fachbericht MeteoSchweiz Nr. 243, im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU).
Letzte Änderung 08.11.2018