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Bericht von Ursula Spühler, zurzeit in einem freiwilligen Einsatz als Englischlehrerin:
Nach anhaltenden heftigen Regenfällen kam es in den vergangenen 2 Wochen in vielen Teilen Keralas zu verheerenden Überschwemmungen. Insbesondere in der Gegend um Kochi im Norden, wo weite Teile der Ebene unter Wasser standen, fanden hunderte Menschen den Tod. In etlichen Tälern traten die Flüsse über die Ufer, nachdem die Schleusen der Reservoirs (zu einem umstrittenen Zeitpunkt) geöffnet werden mussten. «Die Schäden im Bezirk Trivandrum sind deutlich geringer, obwohl auch hier etwa 3’000 Menschen in Notunterkünften untergebracht sind, bis sie wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Es wird eine Weile dauern, bis das Wasser abgelaufen ist, die Häuser gereinigt und getrocknet sind und alles, was verloren ging, ersetzt sein wird. Nachdem sehr viele Textilien und Lebensmittel gesammelt und verteilt wurden, werden jetzt vor allem cleaning agents gewünscht, brooms, bleaching powder etc. Gewarnt wird vor Schlangen, die sich eingenistet haben könnten, und vor ihren Bissen, und auch die Seuchengefahr ist nicht zu unterschätzen».
Die Studenten der THS (Trivandrum Hotel School) befanden sich zur Zeit der Katastrophe im Praktikum in Kochi, einer der vom Unwetter am stärksten betroffenen Gegend Keralas. «Eins der Hotels brachte zwei Studenten ausserhalb unter. Dort waren sie wegen der Überschwemmungen abgeschnitten und zuerst auch ohne tel. Verbindung. Sie konnten später aber telefonieren und sagen, sie seien nicht in Gefahr, hätten aber wenig zu essen und zu trinken. Es hat sich dann herausgestellt, dass auch das Hotel selber sehr betroffen ist vom Hochwasser und den Betrieb nicht weiterführen kann.» Die betroffenen Studenten konnten inzwischen in einem anderen Hotel ihr Praktikum fortführen.
«In Bethsaida hat immer alles funktioniert, abgesehen von den üblichen Wasserlachen nach heftigem Regen. Wir hatten etliche enorme Schauer, getrieben von heftigem Wind, da war es schnell einmal überall sehr nass. In der letzten Woche fiel zudem an zwei Tagen der Unterricht an allen Schulen und Colleges im Distrikt Trivandrum total aus, weil der öffentliche Verkehr nicht gewährleistet war.»
Über das Animatorinnen-Programm unterstützt Bethsaida die betroffenen Familien in den umliegenden Fischdörfern mit dem Nötigsten. Dafür sind sie auf unsere Solidarität angewiesen.