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Unwetter im Rückblick
Orkantief "Fridtjof" aktiv
Große Schäden im Südwesten
Das Windfeld des Sturmtiefs "Fridtjof" hat am Abend des 2.12.2007 und in der Nacht zum Montag, den 03.12.2007 weite Teile Deutschlands überquert. Dabei traten im Bergland verbreitet Orkanböen auf. Die größte Böe wurde mit 162 Stundenkilometer auf dem Brocken im Harz registriert. Im Flachland wurden vielfach schwere Sturmböen um 90 Stundenkilometer gemessen. Örtlich gab es sogar orkanartige Böen. Die größte Böe im Flachland wurde in Karlsruhe mit 108 Kilometer pro Stunde registriert, gefolgt von Harburg (Bayern) mit 104 und Trier mit 101 Stundenkilometer.
Das Hauptsturmfeld traf vor allem den Südwesten Deutschlands, wo auch im Flachland Bäume umstürzten oder Gerüste und Bauzäune vom Wind umgerissen wurden. Im Schwarzwald knickten Strommasten um. Im Alb-Donau-Kreis und bei St. Georgen prallten zwei Regionalzüge gegen umgestürzte Bäume. In Rheinland-Pfalz und im Saarland wurden Stromleitungen abgerissen. Kleinere Ortschaften bei Trier und im Kreis Cochem-Zell waren stundenlang ohne Strom.
Zu Beeinträchtigungen kam es auch auf einigen Weihnachtsmärkten. In Köln wurde der Weihnachtsmarkt am Abend aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auf dem Weihnachtsmarkt in Gera stürzte ein Weihnachtsbaum auf einige Verkaufsstände. Auf dem Gothaer Weihnachtsmarkt stürzte die Spitze eines Weihnachtsbaums auf eine Tribüne.