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Die Rote Liste der gefährdeten Grosspilze der Schweiz listet 937 Arten als gefährdet auf. Sie basiert auf der Anwendung der international anerkannten IUCN-Kriterien. In einem mehrjährigen Projekt haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WSL Daten zu einheimischen Pilzarten zusammengetragen und diese auf aktuelles und potenzielles Verbreitungsgebiet sowie effektiv besiedeltes Gebiet, Populationsgrösse und Populationsfluktuationen hin untersucht und damit eine Abschätzung der gegenwärtigen Gefährdung gemacht.
Die Untersuchungen zeigen, dass mindestens 1876 Pilzarten, darunter viele geschätzte Speisepilze, nach wie vor häufig und verbreitet sind und als nicht gefährdet eingestuft werden können. Die Rote Liste ist eine Vollzugshilfe im Artenschutz.
Auch in anderen europäischen Ländern gibt es eine rote Liste für Pilze (siehe Box).
Geschützte Arten
12 Pilzarten sind auf nationaler Ebene geschützt (siehe Verordnung über den Natur- und Heimatschutz). Damit ist «das unberechtigte Pflücken, Ausgraben, Ausreissen, Wegführen, Anbieten, Verkaufen, Kaufen oder Vernichten, insbesondere durch technische Eingriffe, von wildlebenden Pflanzen der im Anhang 2 aufgeführten Arten untersagt».