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Società tramvie elettriche locarnesi
|Kürzel||STL|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1908-07-03|
|Mutiert||Ab 1923-01-01 Ferrovie regionali ticinesi|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1908 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte STL gehörte einer Aktiengesellschaft. Sie führte von der Station S. Antonio der Locarno–Ponte Brolla–Bignasco-Bahn (LPB) quer durch Locarno über den SBB-Bahnhof bis nach Minusio. Eine Zweiglinie erschloss ausserdem das Ufer des Lago Maggiore. 1914 erfuhr die STL in Minusio eine gerinfügige Erweiterung. Gemäss der Statistik soll sich im gleichen Jahr die Zahl der Stationen von 18 auf 14 vermindert haben. Auf dem durchgehend einspurigen STL-Netz verkehrten zwischen S. Antonio und dem SBB-Bahnhof ebenfalls die Züge der LPB.
Finanziell sah es bei der STL von Anfang an nicht sehr gut aus. Dass die in der Statistik aufgeführten Anleihezinsen tatsächlich (vollumfänglich) bezahlt wurden, darf angesichts der Betriebsergebnisse bezweifelt werden. Dazu kamen noch die Zinsen für die schwebenden Schulden. Der Kriegsausbruch 1914 traf das touristisch orientierte Locarno schwer. Ab 1916 stieg der Passivsaldo der STL rapide an. Die Betriebserträge konnten sich zwar im Vergleich zur Vorkriegszeit bis 1920 mehr als verdoppeln, das Ausgabenwachstum stand dem jedoch nicht nach. Ab 1919 wurde das Transportangebot (Züge pro Tag) erheblich eingeschränkt. Wie die auffällige Reservenbildung 1918 zustande kam, ging aus den Angaben der Statistik nicht schlüssig hervor.
Die Baukosten der STL waren mit 85'700 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1920) ausgesprochen tief. Die primären Kostenpunkte waren der Oberbau und das Rollmaterial, die je 30 respektive 28 Prozent der Gesamtaufwendungen ausmachten. Abgesehen von der Streckenerweiterung 1914 wurden im beobachteten Zeitraum praktisch keine weiteren Investitionen mehr in die STL getätigt.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: