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Schleicher K-8 HB-620
Der 20-jährige P. J. aus Kappelen startete am 17. Mai 1964 zu einem Trainingsflug. Er flog die Schleicher K-8 mit der Registrierung HB-620, ein Flugzeug der Segel- und Motorfluggruppe Grenchen. P. J. hatte die Fliegerische Vorschulung absolviert und war als Militärpilotanwärter ausgehoben. Er war fliegerisch sehr gut qualifiziert und als Charakter „einwandfrei“, wie es im Untersuchungsbericht festgehalten ist. Während dem Fliegen am Bettlachstock verlor er in einer Kurve den Druck am Steuerknüppel. Statt nach rechts, wie es seine Absicht war, drehte das Flugzeug nach links gegen den Hang. Er gab sofort Querruder und Seitensteuer rechts, aber die Drehung ging weiter langsam nach links. Er drückte den Steuerknüppel nach vorne, aber das Flugzeug folgte nicht richtig. Dann stiess er mit dem linken Flügel an einen Baum, die K-8 schieferte horizontal über drei weitere Baumkronen hinweg und stürzte anschliessend mit der Rumpfnase in eine Lichtung. Der unverletzte P. J. konnte sich befreien, stieg zum Berghaus Bettlachstock hinauf, um zu telefonieren. Er besass eine Fotokamera bei sich, mit der er schon während des Fluges Aufnahmen gemacht hatte. Auch die Unfallstelle hielt er gleich fotografisch fest. Die K-8 HB-620 wurde bei der Herstellerfirma in Deutschland wieder repariert und war noch viele Jahre im Einsatz. Peter Brotschi, der Autor dieses Beitrags flog genau diese K-8 HB-620 als 18-jähriger Segelflieger in den Jahren 1975 und 1976 fast zehn Stunden lang – aber damals ohne zu wissen, dass dieses Flugzeug mal in den Bäumen des Bettlachstocks hing. Später wurde es von der Segel- und Motorfluggruppe Grenchen nach Frankreich verkauft.
Quellen[Bearbeiten]
- Text von Peter Brotschi