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Jacques Giovanola ist seit dem 1. Januar 2012 Mitglied des ENSI-Rats. Durch seine Ausbildung und Erfahrung liegt sein Schwerpunkt auf der technischen Aufsicht und der Forschung des ENSI.
Seit April 2015 ist Jacques Giovanola Ehrenprofessor der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL). Er war von 1996 bis 2015 ordentlicher Professor für Maschinenbau. Seine Forschungsaktivitäten an der EPFL deckten in der Grundlagenforschung die duktile Bruchmechanik und in der angewandten Forschung, die nicht-konventionellen Herstellungsverfahren (Mikrobearbeitung und Ultraschallbearbeitung) und hochdynamische Systeme (z. B. Hochgeschwindigkeitsspindeln), die für die Umsetzung solcher Verfahren notwendig sind, ab. Die Grundlagenforschungsprojekte wurden durch den Schweizer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanziert. Die Finanzierung für die angewandte Forschung erfolgte entweder durch die Schweizer Kommission für Technik und Innovation (KTI) oder direkt über schweizerische industrielle Unternehmen. Von 2006 bis 2012 war Jacques Giovanola zudem Dekan der EPFL Ecole Doctorale.
Jacques Giovanola wirkte in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien mit:
- Experte der KTI für den Bereich Ingenieurwesen
- Vertreter der Schweiz im Lenkungsausschuss der internationalen Organisation «Intelligent Manufacturing Systems» (IMS)
- Vertreter der EPFL in der Forschungskommission Swissmem und im wissenschaftlichen Rat des Universitätsinstituts Kurt Bosch
- Vorstandsmitglied des Schweizerischen Vereins für Schweisstechnik und des Vereins Manufuture-CH (Gründermitglied des letzteren Vereins)
- Verwaltungsratsmitglied von Plumettaz SA, Bex und von Giovanola Amusement Rides Worldwide SA, Monthey
Von 1980 bis 1996 nahm Jacques Giovanola verschiedene Funktionen an bei SRI International, Menlo Park Kalifornien, ein privates Forschungsinstitut. In dieser Firma untersuchte er die Bruch- und Strukturdynamikprobleme, finanziert durch US-Regierungsbehörden (Air Force Office of Scientific Research, Army Research Office, Naval Surface Weapons Center, Oak Ridge National Laboratory/Nuclear Regulatory Commission) wie auch Privatunternehmen aus den USA und dem Ausland (Electric Power Research Institute, Isuzu Motors, Komatsu, United Technologies Chemical Systems Division, IRSID). Unter anderem beschäftigte er sich mit der Forschung auf dem Gebiet des «Pressurized Thermal Shock» in Reaktordruckbehältern und der Charakterisierung von Alterungsprozessen strahlenexponierten Materials anhand von kleinen Materialproben. Ausserdem hat er Unfallgutachten erstellt (z. B. Rakete Titan 34D-9, welche nach dem Start im Flug explodierte, April 1986).
Jacques Giovanola schloss sein Maschinenbau-Studium 1976 an der EPFL ab und promovierte 1980 an der University of California in Berkeley. Seine Promotionsarbeit wurde durch das «US Department of Energy» finanziert und behandelte Zähbruch in Druckbehältern von Kernkraftwerken und Kohlevergasungsanlagen. Er arbeitete zudem an Bruchmechanik von Keramiken und an der duktilen Bearbeitung von asphärischen Glaslinsen für die Laserkernfusion (Lawrence Livermore National Laboratory).