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- Die Buschbrände in Australien bedrohen nicht nur Menschenleben und ganze Ortschaften. Sie haben auch bereits mehr als 5.5 Millionen Hektar Land verwüstet.
- Experten schätzen, dass allein in dem besonders betroffenen Bundesstaat New South Wales bereits fast eine halbe Milliarde Tiere in den Flammen ums Leben gekommen sind.
- Besonders betroffen sind die Koalas. Sie sind nicht schnell genug, um sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen.
Eine Studie der Universität von Sydney schätzt die Zahl der seit September im Staat New South Wales verendeten Tiere auf 480 Millionen – wobei es sich um eine «sehr zurückhaltende» Kalkulation handelt, wie die Autoren betonten. Die wahre Zahl könne noch «bedeutend höher» liegen.
Er gehe davon aus, dass landesweit bereits Milliarden von Tieren durch die Feuer ums Leben gekommen seien, «wenn man Säugetiere, Vögel, Reptilien und grössere Insekten wie Schmetterlinge mit einrechnet», sagte Professor Andrew Beattie von der Macquarie-Universität.
Besonders betroffen sind die ohnehin schon durch Krankheiten und den Verlust ihres Lebensraums bedrohten Koalas. Die Beuteltiere leben auf Bäumen, ernähren sich nur von bestimmten Eukalyptus-Arten und sind nicht schnell genug, um vor den Flammen zu fliehen.
Schon vor den derzeitigen Buschbränden ging die Zahl der Koalas in New South Wales und Queensland zwischen 1990 und 2010 um 42 Prozent zurück – keiner weiss, wie viele nun durch die Buschbrände verendeten.
Regeneration kann Jahrzehnte dauern
Wie die Zukunftsaussichten für die Tier- und Pflanzenwelt sind, wenn die Brände endlich gelöscht sind, ist noch völlig unklar. Studien zeigen, dass Buschbrände sich nicht gleichmässig über die Landschaft ausbreiten. In den Brandgebieten gibt es immer wieder von den Flammen unberührte «Inseln».
Falls es genug solcher «Inseln» gebe und sich die äusseren Bedingungen rasch verbesserten, gebe es Hoffnung, dass die Wälder und Buschgebiete sich wieder erholen können. Die Zukunft der am schwersten verbrannten Gebiete hängt nach Beatties Worten von Faktoren wie dem Niederschlag und dem Klima in den kommenden Monaten ab. Es könne bis zu 40 Jahre dauern, bis die Lebensräume wiederhergestellt seien.