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Die Menopause ist definiert «als das permanente Ausbleiben der Menstruation wegen des Verlustes der Hormonbildung durch die Eierstöcke», wie die Oberärztin und Leiterin des Zentrums für Wechseljahre am Inselspital Bern, Dr. med. Petra Stute, sagt. Sie tritt spontan (natürliche Menopause) oder als Folge einer Operation, Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie ein. In der Medizin spricht man dann von der «iatrogen oder induzierten Menopause».
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Die natürliche Menopause ist eingetreten, wenn während eines Zeitraumes von zwölf Monaten keine Regelblutung mehr aufgetreten ist, und es dafür keinen anderen Grund als die natürliche, altersbedingte Hormonveränderung gibt. In den westlichen Ländern tritt die Menopause durchschnittlich im Alter von 51 Jahren ein. Ausnahme sind starke Raucherinnen, die oft zwei Jahre früher in die Menopause eintreten als Nichtraucherinnen. Interessant ist: «Trotz steigender Lebenserwartung hat sich der Zeitpunkt der natürlich eintretenden Menopause in den letzten Jahrhunderten nicht wesentlich verändert», weiss Dr. Petra Stute. Somit verbringt eine Frau heute etwa ein Drittel ihres Lebens nach der Menopause.
Langsame Entwicklung
Im Zusammenhang mit der Menopause spricht man auch von der Perimenopause, der Prämaturen Menopause und der Postmenopause. Was bedeuten diese Begriffe?
- Perimenopause
Perimenopause
Die ersten Anzeichen der nahenden Menopause beginnen oft Jahre vor der eigentlich letzten Blutung. Diese menopausale Übergangsphase wird Perimenopause (besser bekannt als Wechseljahre) genannt. Sie kann sechs oder mehr Jahre andauern und endet ein Jahr nach der letzten Regelblutung. «Die perimenopausalen Veränderungen beziehungsweise dafür typische Beschwerden entstehen durch die wechselnden Hormonspiegel in dieser Zeit», erklärt die Oberärztin. In der Perimenopause nehmen die Östrogene – die wichtigsten weiblichen Sexualhormone – nach und nach ab: «Allerdings in nicht kalkulierbarer Weise.» Das heisst, vorübergehend können sie sogar höher als in den vergangenen Jahren sein. Blutungsstörungen, Hitzewallungen, Scheidentrockenheit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind häufige, typische Zeichen der Perimenopause. Wichtig zu wissen: «In der Perimenopause besteht weiterhin die Möglichkeit des Schwangerwerdens, auch wenn die Fruchtbarkeit insgesamt sehr niedrig ist», erklärt Petra Stute, «wenn eine Schwangerschaft nicht gewünscht wird, ist daher ein Verhütungsmittel solange notwendig, bis die Menopause erreicht ist.»
- Prämature Menopause
Prämature Menopause
Tritt die Menopause vor dem 40. Lebensjahr ein spricht man vor prämaturer oder vorzeitiger Menopause (med. Klimakterium praecox). Das Auftreten einer prämaturen Menopause kann genetisch oder aber krankheitsbedingt (induziert) sein. Frauen mit genetisch bedingter, vorzeitiger Menopause erleben wie Frauen mit natürlicher Menopause die Perimenopause mit all ihren Symptomen: «Im Gegensatz jedoch zu Frauen mit natürlicher Menopause verbringen Frauen mit prämaturer Menopause einen längeren Zeitraum in einer Östrogenmangelsituation», erklärt Petra Stute, «und sie sind daher grösseren Risiken für bestimmte gesundheitliche Probleme im späteren Leben wie zum Beispiel Osteoporose oder Herzgefässerkrankungen ausgesetzt.» Die Ärztin weisst zudem darauf hin, dass die vorzeitige Menopause eine psychische Stresssituation auslösen kann, wenn etwa «die Familienplanung nicht abgeschlossen ist oder aber Fruchtbarkeit mit Weiblichkeit und sexueller Attraktivität verbunden wird».
- Postmenopause
Postmenopause
Der Begriff Postmenopause bezieht sich auf alle Jahre nach der Menopause unabhängig davon, ob sie natürlich oder krankheitsbedingt eintritt. Die späte Postmenopause nach dem 65. Lebensjahr wird auch als Senium bezeichnet.
Umfrage
- Quelle
Zentrum für Wechseljahre, Inselspital, PD Dr. med. Petra Stute