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Mexikanischer Künstler baut Mauer mitten in New York
Aus Protest gegen US-Präsident Donald Trump hat der mexikanische Künstler Bosco Sodi mitten in New York eine Mauer gebaut. Die Installation namens „Muro“ (Mauer) verschwand allerdings nur wenige Stunden nach ihrer Errichtung wieder.
Passanten jeglicher Nation durften kürzlich zwischen 15 Uhr und 20 Uhr Ortszeit die Ziegelsteine entfernen und mit nach Hause nehmen. Damit verschwand die Kunstinstallation sehr schnell wieder aus dem Washington Square Park. Der Künstler entschloss sich nach Trumps Amtsantritt im Januar zu dem Projekt. Im Gegensatz zu Trumps Mauerbau-Plänen an der mexikanischen Grenze habe er zeigen wollen, "wie Menschen, wenn sie zusammenkommen, jede Mauer einreissen können - sei sie mental, politisch oder psychologisch".
Die Idee wurde entwickelt, als er mit Handwerkern in Oaxaca in Mexiko Ziegelsteine für ein Projekt in Japan anfertigte und über deren Erfahrungen mit illegaler Einwanderung in die USA sprach.
Die 1600 Ziegel der zwei Meter hohen und acht Meter langen Kunstinstallation wurden mit einem Truck nach New York transportiert. Jeder einzelne Ziegelstein trägt die Signatur des Künstlers. Das erste Stück entfernte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. (sda/jod)