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Hardern - Schule
ab 1900 - 1978 werden weitere Beiträge zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht
ab 1978 bis heute besuchen unsere Kinder aus der Hardern in Lyss den Schul-Unterricht ....
Walter Kohler und Markus Hauswirth - berichten über die alte Schule Hardern , die 1804 gegründet wurde.
Die Entwicklung der Schulen im Kanton Bern
Im ausgehenden Mittelalter finden wir die Anfänge des bernischen Schulwesens hauptsächlich in den Städten. So wurden in den grösseren Orten Lateinschulen geführt, deren Hauptziel es war, die lateinische Sprache zu vermitteln. Sie werden in den Urkunden Bern (1240), Aarberg (1262), Thun (1266), Biel (1269) und Burgdorf (1300) erwähnt.
Klosterschulen bestanden in Amsoldingen(1310) und Interlaken(1400)
Die bernische Stadtschule war öffentlich und wurde von der Bürgerschaft getragen. Leider findet man nur spärliche Aufzeichnungen zu ihrer Geschichte. So wurden über lange Zeit nur die Namen der Schulmeister aufgeführt. Nur die Lehrer der Lateinschule durften diesen Titel tragen. Sie waren im Hauptberuf vorwiegend Notare. Geistliche, oder Ärzte.
In den Stadtschulen wurden die Schüler auf die Hochschule vorbereitet, deren Anforderungen relativ bescheiden waren. Von der Lateinschule aus konnten die Schüler ohne Examen in die Hochschule übertreten.
In den ländlichen Gegenden des Kantons wurden nach der Reformation Schulen geführt, so ist es nicht erstaunlich, dass erst 1804 in der Hardern eine Schule eröffnet wurde. Erste Protokolle, die von Ernst Affolter aus der deutschen Schrift übersetzt wurden, stammen aus dem Jahre 1835 und geben Einblick in die damaligen Schulprobleme.
Von der Hardernschule
Foto Bruno Affolter - Unser "Schulhaus" heute
Die erste Schule in der Hardern wurde im Jahr 1804 errichtet. 1805/06 wurde ein erstes Schulhaus gebaut am gleichen Ort wo das jetzige Schulhaus steht. Vorher mussten die Schüler aus der Hardern nach Lyss in die Schule, (seit 1633 bestand in Lyss eine Schule) was sie nur sehr unregelmässig taten und die Eltern immer wieder verwarnt werden mussten.
Von 1804 bis 1835 sind keine schriftliche Aufzeichnungen vorhanden und ich verweise auf die Schrift von Max Gribi (Von der Hardern-Schule) Neujahrsblätter von 1984.
Von 1835 wurde regelmässig Protokoll geführt über die Verhandlungen und Beschlüsse der Ortsgemeinde und späteren Schulgemeinde Hardern.
Bis zum Jahre 1872 wurde die Schule von der Kirche beaufsichtigt. Wichtig war, dass die Kinder lesen und schreiben lernten damit sie die Bibel lesen konnten.
Von 1872 übernahm die Schulkommission die Aufsicht über die Schule. Neben der Schulkommission gab es noch einen Verwaltungsrat, der die Geschäfte der Orts- späteren Schulgemeinde zu erledigen hatte. Die Bevölkerung der Hardern war fast ausschliesslich in der Landwirtschaft tätig.
Im Gewerbe waren tätig: ein Baumeister (Joh. Bürgi),ein Tierarzt (Rufer), ein Küffer (Joh. Affolter), ein Käser und später noch ein Sodmacher (Joh. Rufer, „Joggi Hans"), ein Bannwart (Gottlieb Zahnd) und ein Wagner (Gottfried Friederich). Aber auch diese betrieben nebenbei noch einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb.
Das Land war Zehntpflichtig. Der Zehnten musste zum grössten Teil der Kirche abgegeben werden. Einen kleinen Teil konnten sie behalten zur Bestreitung der laufenden Ausgaben wie Lehrerbesoldung, Schulhausreparaturen. In den fünfziger Jahren konnte das Land vom Zehnten mit Geld losgekauft werden und es wurde eine Telle eingeführt zur Bestreitung der Auslagen. In den Jahren 1881 - 1882 wurde ein neues Schulhaus erbaut, das heutige Schulhaus. 1882 konnte die Schulgemeinde durch ein Legat von Bendicht Kräuchi das Hallereggengut erben, welches sie 1893 verkauften und so die Schulden vom Schulhausneubau bezahlen konnten.
Foto Bruno Affolter "Enkel von Ernst Affolter"
Die Übersetzungen aller Protokolle und Schulgutsrechnungen wurden von Ernst Affolter gemacht. Wir möchten ihm hier an dieser Stelle für die grosse Arbeit recht herzlich danken.
Es war sein Wunsch diese Protokolle und Schulgutrechnungen von der alten deutschten Schrift in die heutige zu übersetzen, so dass sie der Nachwelt erhalten bleiben und gelesen werden können.
Ernst Affolter verstarb am 28. November 2002 im hohen Alter von 94 Jahre.
Aus den Protokollen
(im Wortlaut) der Verhandlungen der Ortsgemeinde Hardern und der Schulgemeinde erhalten wir
Einblicke in die Aktivitäten der Schule:
Gemeindeversammlung den 13ten April 1835
Verhandlungen:
1. Zu einem Schweinehirten wurde angenommen Johann Bleuer und ihm für jedes Schwein das ihm zum Hüten übergeben wird Bz. 5 Rp 1, zu bezahlen, von denjenigen Schweinen die nur kurz vor oder nach St. Johann gehütet wurden ist nur die Hälfte von Obigen zu bezahlen. End der Hütungszeit, Anfang der Winterschule.
2. Zu einem Viehhirten wurde angenommen Bendicht Rufer. Für jedes Stück soll ihm Bz 8 bezahlt werden, überdies noch von jeder Haushaltung die ihm Vieh zur Hütung gibt ein Laibchen Brod. End der Hütungszeit alt Michael.
Versammlung den 25ten April 1835
Aus der Bekanntmachung und Aufforderung des Erziehungsdepartements betreffend der Sommerschulen, hat die Versammlung, nach vorheriger Beratung beschlossen die Sommerschulzeit für dieses Jahr auf 15 Wochen, wöchentlich vier Tage, täglich 3 Stunden auszudehnen. Die Besoldung des Lehrer wurde auf £ 2 Bz 5 per Woche bestimmt.
£ Pfund - Livre oder alter Franken Wert heute ungefähr Fr. 1.30
BZ Bazen, ein £ 10 Bazen, ein Bazen 10 Rp
Versammlung den 1. August 1835
Verhandlungen:
Schätzung der Schullehrerbesoldung des Lehrer der Ortschaft, auf Verlangen der Schulkommission der Kirchgemeinde.
Diese besteht gegenwärtig:
a. Benutzung von 3 Jucharten Landes
Schätzung des jährlichen Ertrags £= 6
b. Benutzung der Wohnung im Schulhause
Schatzung £: 25 £= 25
c. Bezug von £: 50 von der Ortschaft £= 50
Demnach Betrag der Lehrerbesoldung £= 135
Versammlung den 8. Juli 1836
1. der Schulkommissar Kramer von Seedorf eröffnet der Schulkommission ein Kreissschreiben des Tit. Erziehungs-Departementes wodurch dasselbe die Gemeinden zur Errichtung von Mädchen-Arbeitsschulen zu bewegen sucht und denselben seine Beiträge dazu verheisst. Die Schulkommission wird dieses Kreisschreiben an die Ortsgemeinden mit dem Gutachten dass dem Wunsche des Tit. Erziehungs-Departementes möchte entsprochen werden, und verlangt von denselben eine Antwort.
Die Versammlung beschloss, wegen der geringen Anzahl von Mädchen und der Grösse der Kosten, einstweilen keine Arbeitsschule zu errichten.
Versammlung den 7. April 1838
2. Es wurde erkennt der Schulkommission den Wunsch einzureichen, dass es für dieses Jahr in der Schulgemeinde Hardern mit der Sommerschule, sowohl in Hinsicht der Verlegung als der Dauer der Schulzeit und den Ferien gehalten werden möchte wie im früheren Jahr.
Versammlung den 4. Januar 1841
2. Da die Amtsdauer des Vorstehers und Schreibers der Ortsgemeinde verflossen war, so wurde zu einer neuen Wahl geschritten. Zu einem neuen Vorsteher wurde erwählt Rudolf Rufer, Sittenwächter, zu einem neuen Schreiber Lehrer Rufer.
Versammlung den 8. Mai 1842
2. Die Dorfgemeinde soll ersucht werden Ausgeschossene zu ernennen um mit solchen von der Ortschaft Hardern zusammen zu treten zu vorläufigen näheren Bestimmung der Schulbezirke Hardern und Lyss. Von der Ortschaft wurde zu diesem Geschäft beauftragt Schullehrer Rufer.
Versammlung den 23. Hornung 1845
1. Es wurde der Versammlung durch Tit. Einwohnergemeinderat-Präsidenten angezeigt, dass der Einwohnergemeinderat ihrem Ansuchen vom 23, Januar letzthin betreffend die Ausbesserung des sogenannten Grentschelbodenweges entsprochen und der Ortsgemeinde Hardern unter Oberaufsicht des Präsidenten von bemehltem Gemeinderat übertragen habe die allfällig nötige Bewilligung beim Oberförster einzuholen. Auf diese Anzeige hin wurde beschlossen dem Tit. Oberförster zu ersuchen zu diesem Unternehmen seine Einwilligung zu erteilen zuvor aber bei der Holzkommission um die Empfehlung zu diesem Ansuchen nachzusuchen. Zur Besorgung dieses Geschäfts wurde beauftragt Lehrer Rufer.
Versammlung den 19. Januar 1848
Verhandlungen:
1. Es wurde beschlossen zur Bezahlung, der von der Ortsgemeinde an verschiedene Personen schuldende Gelder deren Betrag laut aufgenommenen Verzeichnis mit Einschluss der dem Lehrer Rufer zu bezahlenden £ 5 für seine Bemühungen wegen dem Zehnten auf £ 80 belauft, die laut Rechnung von Lehrer Rufer, noch von Alt-Kirchmeier Rudolf Rufer zu fordern habenden £ 40.65 und der Restanz vom Zehnten 1845 der £ 12 Rp 72 ½ beträgt, zu verwenden und für den Rest £ 26.62 ½ eine Telle nach der früheren Schatzung der Liegenschaften zu erheben. Zur Einziehung dieser Telle und des Feldhirtenlohns wurde Bendicht Affolter Sohn beauftragt.
2. Die Rechnung von Lehrer Rufer über seine Einnahmen und Ausgaben für die Ortschaft Hardern während der Zeit von 1840 bis 1848 wurde unter Vorbehalt von Irr und Missrechnung genehmigt.
3. Die vorläufige Berechnung und Einteilung über die Zehntliquitation wurde unter Vorbehalt Irr und Missrechnung genehmigt.
Versammlung den 19. Dezember 1851
Verhandlungen:
1. Den auf 1. November 1851 verfallene Schullohn soll wie das frühere Jahr auf die Pflichtigen verteilt werden, zugleich soll auch der Betrag für in diesem Jahr am Schulhause in hiergemachten Reparaturen und die Brandversicherungsgebühr pro 1850 im Betrage von £ 9 Rp 97 ½ auf die Liegenschaften verlegt und bezogen werden.
Versammlung den 30. Heumonat 1855
Verhandlungen:
1. Es wurde erkannt die Frist am Schulhause zu reparieren und drei neue Fenster machen zu lassen. Es wurde Lehrer Rufer beauftragt dieselben machen zu lassen und zur Bestreitung dieser Kosten wurde bekennt als Vorschuss von dem Zehntengeld zu nehmen.
Versammlung den 13te April 1857
Da nach der Ansicht der Versammlung das von der Einwohnergemeinde Lyss angenommene Reglement über den sogenannten Schulwald die Rechte der Schulgemeinde Hardern schmälert, so wurde erkennt die nötigen Schritte zu thun um zu bewirken, dass anerkannt wurde, dass nach altem Urbar das Bedürfnis der verschiedenen Schulen der Kirchgemeinde ihr verhältnismässiges Recht zum Holzbezug bestimme und dass namentlich für einen Lehrer in Hardern so viel Klafter Holz berechnet werden sollen, wie für einen der Schulgemeinde Lyss.
Zur Besorgung dieser Angelegenheit wurde beauftragt Lehrer Rufer.
Versammlung den 8ten April 1861
Verhandlungen:
In Betreff der Arbeiten beim Schulhause, das holzen des Schulholzes, wurde folgendes erkennt und angenommen: Jede im Schulbezirk wohnenden Haushaltung hat im Umgang 2 Tage zu machen und vom Vermögen 4000 £ Schatzung 1 Tag. Mit den Fuhrungen soll es sich so verhalten für ein Zugtier wird 1 Tag für 2, 2 Tage und so weiter, zu halben Tagen ist das Rikartsholz die Hälfte mehr. Wer seine Tage nicht in der gehöhrigen Zeit verrichtet wen es ihm angezeigt wird, verfällt in eine Busse von £ 1.50. Der jeweilige Vorsteher der Ortschaft hat die Pflicht ein Verzeichnis über die Gemeindewerkverrichtungen zu führen.
Versammlung den 9te Herbstmonat 1860
Verhandlungen:
Durch Schreiben vom 19, Juli und 19, August 1860 verlangte der Regierungsstatthalter in Aarberg zu Handen der Erziehungsdirektion Auskunft von den Beschlüssen der Schulgemeinde in betreffend die Lehrerbesoldung. Es wurde Ihm folgendes beantwortet: Dem Lehrer das gesetzliche Minimum der Besoldung zu geben und wird diese bestritten
wie folgt:
1. Das in Paragraf 12 vorgeschriebene wird in Natura geleistet.
2. Überlässt Sie dem Lehrer 2 3/8 Jucharten à £ 100.
3. Wird von jeder Haushaltung im Schulbezirk £ 1.43 Schulgeld bezogen wofür eine Bewilligung vom Regierungsrat verlangt werden soll.
Versammlung den 8ten April 1861
Verhandlungen:
In Betreff der Arbeiten beim Schulhause, das holzen des Schulholzes, wurde folgendes erkennt und angenommen: Jede im Schulbezirk wohnenden Haushaltung hat im Umgang 2 Tage zu machen und vom Vermögen 4000 £ Schatzung 1 Tag. Mit den Fuhrungen soll es sich so verhalten für ein Zugtier wird 1 Tag für 2, 2 Tage und so weiter, zu halben Tagen ist das Rikartsholz die Hälfte mehr. Wer seine Tage nicht in der gehöhrigen Zeit verrichtet wen es ihm angezeigt wird, verfällt in eine Busse von £ 1.50. Der jeweilige Vorsteher der Ortschaft hat die Pflicht ein Verzeichnis über die Gemeindewerkverrichtungen zu führen.
Versammlung der Schulgemeinde Samstag den 8. Dezember 1866
1. Es wurde erkennt für die Jahre 1866 und 1867 nebst dem reglementarischen Haushalts-Geld jeweilen 50 Rappen auf 1000 Schatzungswert per Jahr zu beziehen.
2. Die Schulgutsrechnung von Rudolf Rufer pro 1865 und 1866 wurde ohne Bemerkung passiert.
3. Die Note von Bendicht Rufer, Lehrer mit £ 18,20 wurde an den Schaffner Samuel Affolter zur Bezahlung angewiesen, so wie auch diejenige von Joh. Bürgi von £ 5.20 jedoch soll ihm £ 1.50 für ersteigertes Kris abgezogen werden.
4. Es wird erkennt das Kapital von £ 150.73 welches Witwe Baumgartner der Schulgemeinde Hardern schuldet, einzufordern und solches in der Ersparniskasse des Amtsbezirks Aarberg einzulegen. Dazu wird beauftragt Samuel Affolter .
5. Der neue Verwaltungsrat soll die nötigen Reparaturen am Schulhause besorgen, namentlich das Dach, wozu erkennt wird, dass Schindeln genommen werden sollen, sowie auch das Kellerhalsgewölbe und Mauer.
Versammlung den 11ten Dezember 1869
Verhandlungen:
1. Die Schulgutsrechnung von Samuel Affolter pro 1867 und 1868 wird unter Vorbehalt von Irr und Missrechnung gut geheissen, und dem Tit. Regierungsstatthalteramt zur Passation empfohlen.
2. Dem Joh. Bläuer wird eine Gratifikation von Fr. 10 für seine ausserordentlichen Bemühhungen als Weibel gesprochen, dieselben sollen ihm am rückständigen Zehnten abgezogen werden.
3. Die Gemeinderechnung von Friedrich Rufer vom 1. Juli 1867 bis 1. Dezember 1869 wird unter Vorbehalt von Irr und Missrechnung gutgeheissen. Die Rückständigen sollen im Laufe des nächsten Jahres angehalten werden ihres rückständige Gemeindewerk zu leistenwenn Gelegenheit dazu geboten wird. Wer dieselben alsdann nicht macht, soll nach dem Reglement behandelt werden.
4. Dem Lehrer Rufer soll jährlich für das fehlende halbe Klafter Holz 9 Fr in Geld vergütet werden.
4. Die Restanz von Samuel Affolter von Fr. 89 soll kapitalisiert werden und zwar als bleibendes Schulgut.
Versammlung den 8. April 1871
2. Der Turnplatz wird längs des gemeinen Weg östlich dem Schulhaus bezeichnet. Die Grösse zu bezeichnen, wird dem jetzigen Schulrat in der Hardern überlassen, ebenso werden die Funktionen der beir nächsten Gemeindeversammlung zu wählenden Schulkommission derselben bis dahin übertragen.
Versammlung der Schulgemeinde Samstag den 9. Dezember 1871
5. Es wurde erkennt das Schulzimmer zu erweitern und der Verwaltungsrat mit den daherigen Arbeiten betreut. Ferner wird der Verwaltungsrat beauftragt den Schindelmnantel anstreichen zu lassen.
Versammlung der Schulgemeinde Samstag den 14. Dezember 1872
1. Es wurde auf die Dauer von 2 Jahren erwählt zu einem Präsident Niklaus Affolter, zum Schreiber: Lehrer Rufer zum Schaffner: Rudolf Rufer, zum Weibel: Joh. Affolter.
3. Es wird erkennt die Besoldung der Arbeitslehrerin um 10 Fr. zu erhöhen, dazu sollen von jedem Mädchen das in die Arbeitsschule geht, 50 Rp per Jahr bezahlt werden, das übrige soll durch die Schulkasse gedeckt werden.
4. Der Verwaltungsrat wird autorisiert die Schulexamengelder aus der Kasse zu entrichten.
5. Im fernern wird derselbe beauftragt allfällige Reparaturen am Schulhause nach Bedürfnis auszuführen.
Versammlung der Schulgemeinde den 18. Dezember 1874
4. Dem Samuel Affolter soll ein Streifen Land an der Westgrenze des Schullandes von zirca 2500 p Fuss kaufweise à 5 Rp per Fuss zur Erweiterung eines Bauplatzes abgetreten werden, sobald er es zu diesem Zwecke verwenden will.
5. Zur Besorgung der nötigen Vorkehren zur Ausmittlung des Schulbezirkes werden beauftragt: Friedrich Rufer und Samuel Affolter.
Versammlung der Schulgemeinde Samstag den 9. Dezember 1876
4. Der stattgefundene Verkauf eines Stück Landes der Schulgemeinde von 4166¨ Fuss à Rp 5 für Fr. 208.30 an Samuel Affolter wird Namens der Schulgemeinde genehmigt und Zinsesanfang auf 1. April 1877 festgesetzt.
6. Es wird beschlossen ein Register über Grösse und Schatzung des Schulbezirkes abzufassen und dasselbe durch den Verwaltungsrat fortführen zu lassen.
7. Wird beschlossen ob gleichzeitig mit der Teilung des Schulwaldes zwischen Lyss und Werdt auch gleiches mit dem Schulwald Hardern geschehen könne. Zur Vornahme eines Versuches werden ausgeschossen: Samuel Affolter und Joh. Bleuer.
Versammlung der Schulgemeinde Samstag den 17. März 1877
1. Zum Lehrer wurde wiedergewählt: der Bisherige.
4. Dem Lehrer Rufer wurde seine ½ Jucharte angewiesen ob dem Weg gegen Mitternacht. Mit den übrigen 2 Jucharten wird der Verwaltungsrat beauftragt mit dem Lehrer zu unterhandeln und im nicht Vereinigungsfall es zu verpachten.
5. Auf Wunsch der Schulkommission wurde erkannt die Mitglieder um 2 zu vermehren und es wurden gewählt: Fried. Rufer & Niklaus v. Dach.