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Tozeur, die Perle und Hauptstadt des Djerid, liegt im Herzen einer der berühmtesten Oasen der Welt. Hier lag in der Antike Thusuros, eine der Siedlungen an der Römerstraße von Biskra nach Gabès.
Die Oase ist der größte Dattelproduzent, wobei vor allem die als hervorragend geltende Sorte „Deglet en-Nour“ angebaut wird.
Tozeur: Tor zur Wüste
Tozeur bildete gewissermaßen das Tor zur Wüste und war ein geschäftiges Zentrum des Karawanenhandels in der Sahara. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 14. Jahrhundert.
Zahlreiche Orte in Tozeur sind einen Besuch wert: Am Fuß des Belvédère (Ras El Ayoun), von dem aus man ein großes Gebiet überblicken kann (den Palmenhain, die Stadt, das Chott El Djerid und die Sahara), entsprangen früher zahlreiche Quellen. Nachdem sie versiegt waren, wurden sie durch artesische Brunnen ersetzt.
Bled El Hadher ist ein kleiner Weiler am früheren Standort der römischen Stadt, von der heute nur noch ein Fundament existiert, auf dem die Ruine eines aus Ziegelsteinen erbauten Minaretts steht. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Moschee aus dem 11. Jahrhundert. Der Mihrab ist mit einem spanisch-maghrebinischen Dekor versehen, das Ende des 12. Jahrhundert entstanden ist.
In diesem Weiler befindet sich auch das Grab des 1282 verstorbenen Ibn Chabbat, der für seine bedeutenden Arbeiten zum Palmenanbau und die Erfindung eines Wasserverteilungssystems bekannt ist. Nach ihm ist der Platz im Zentrum der Stadt benannt.
Le Paradis ist ein außergewöhnlicher, kleiner botanischer Garten, in dem hunderte Blumensorten zu sehen sind. Es ist sehr angenehm, durch den Garten zu spazieren. Ouled Hadef ist das älteste Viertel der Stadt. Ein Spaziergang durch die unter Gewölben durchführenden Gassen, über kleine charmante Plätze, vorbei an Zaouïas und Moscheen mit Ziegelfassaden ist schlichtweg faszinierend.
Die Architektur ist typisch für die Region des Djerid. Die Häuser sind in der Regel große Ziegelbauten und weisen, egal ob alt oder neu, eine Fassade mit einem recht eigentümlichen geometrischen Dekor auf, bei dem die ockerfarbenen Ziegel vorspringend oder zurückgesetzt angeordnet sind, sodass äußerst originelle geometrische Reliefmuster entstehen.
Diese Muster erinnern an Teppiche bzw. verschiedene lokale Webarbeiten und sollen berberischen Ursprungs sein. Diese Technik kommt in zunehmendem Maße beim Bau von Verwaltungsgebäuden und Hotels zum Einsatz.
Im Museum Dar Chraiet werden bestimmte Aspekte des traditionellen Lebens rekonstruiert. Besonders sehenswert ist das Volkskundemuseum in der Koubba des Sidi Bou Aïssa. Dort ist die Wasserfläche der Oase im 13. Jahrhundert sehr gut dargestellt. In den eher kleinen Ausstellungsräumen werden Szenen des sozialen und häuslichen Lebens gezeigt. Im Brautzimmer kann man eine überaus kostbare Sammlung bewundern, darunter das Hochzeitskleid, Hochzeitstruhen, Couscoussiers, Schmuck, Parfumfläschchen, Hennadosen, andere Gegenstände und Küchenutensilien.
Gezeigt werden außerdem Bettdecken in einem für Tozeur typischen Stil, Kilims (Teppiche), die Kleidung, die Jungen bei der Beschneidungszeremonie tragen, und viele andere Gegenstände wie Waffen, Öllampen und römische Töpferarbeiten.
Planetoasis
Planetoasis ist ein 4 Hektar großes Veranstaltungszentrum mit einem riesigen Zelt, das Platz für einen Galaabend mit bis zu 1.200 Personen bietet.