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"Scrubs"-Star Zach Braff kann dank seiner Fans einen zweiten Kinofilm drehen: Er bekam im Internet die erbetenen zwei Millionen Dollar zusammen. Gut 28'000 Unterstützer spendierten den Betrag beim Portal Kickstarter zum Wochenende in rund vier Tagen.
Braff kann sich auch Hoffnungen auf ein etwas höheres Filmbudget machen: Die Aktion läuft noch knapp vier Wochen. Schon beim ersten Kickstarter-Projekt dieser Art kam vor wenigen Wochen deutlich mehr Geld zusammen als gefordert.
Die Macher der vor einigen Jahren abgesetzten Fernsehserie "Veronica Mars" mit Schauspielerin Kristen Bell baten Fans um Geld für eine Film-Fortsetzung. Der Erfolg war überragend: Statt der angepeilten 2 Millionen Dollar bekamen sie 5,7 Millionen.
Der Schauspieler und Regisseur Braff will den Film "Wish I Was Here" mit sich selbst in der Hauptrolle drehen. Braff ist vor allem bekannt als Doktor J.D. Dorian aus der Comedyserie "Scrubs".
Zuletzt war er in einer Nebenrolle in "Oz the Great and Powerful" im Kino zu sehen. 2004 gab Braff mit "Garden State" ein erfolgreiches Debüt als Regisseur, hatte seitdem aber Probleme, das nächste Film-Projekt zu finanzieren.
Kleine Rolle für 10'000 Dollar
Er weiss, wie man mit einem kleinen Budget dreht: "Garden State" mit Braff und Natalie Portman in den Hauptrollen hatte seinerzeit rund 4 Millionen Dollar gekostet, aber allein in den USA über 26 Millionen Dollar in den Kinos eingespielt.
Ähnlich wie bei "Garden State" steckt Braff beim neuen Projekt auch hinter dem Drehbuch. Er will die Hauptfigur spielen, einen erfolglosen Schauspieler, der die Privatschule seiner zwei Kinder nicht mehr bezahlen kann und sie deshalb zu Hause ausbildet.
Zugleich flüchtet er sich in Tagträume, in denen er ein Weltraum-Ritter ist. Wer bei Kickstarter mehr spendet, bekommt etwas zusätzlich geboten: Beim Braff-Film gab es zum Beispiel für 10'000 Dollar eine kleine Rolle mit Text, und für 7000 Dollar konnte man den Namen für eine der Figuren aussuchen.
Filmen ohne Kompromisse
Inzwischen entdecken immer mehr Kreative Crowdfunding als Finanzierungsmöglichkeit. So bekam Sängerin Amanda Palmer ("The Dresden Dolls") im vergangenen Jahr von ihren Fans 1,2 Millionen Dollar für die Produktion ihres neuen Albums.
Braff teilte mit, er habe bereits kurz davor gestanden, eine herkömmliche Finanzierung für den neuen Film abzuschliessen, als er von den Millionen für den "Veronica Mars"-Film erfuhr. Mit Geld der Fans könne er einen Film ohne die üblichen Kompromisse machen.