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Am 24. August 1942 um 14:03 landete eine britische DH. 98 Mk IV notfallmässig in Bern Belp. Pilot: F/Lt Gerald Wooll ↔; Navigator: Sgt John Fielden ↔
„(…) Obschon es schon seit Beginn des Krieges viele Luftraumverletzungen durch britische Flugzeuge gab, landete erst im Spätsommer des Jahres 1942 eine britische Maschine auch auf Schweizer Boden.
Ein de Havilland Mosquito-Aufklärer der No. 1 Photographic Reconnaissance Unit, welche in Benson Oxfordshire stationiert war, musste am Nachmittag des 24. August 1942 in Bern-Belp notlanden. Die Maschine war schon wegen technischer Probleme in die Schweiz eingeflogen, um einen kürzere Rückflug zu haben, wurde jedoch von der Schweizer Luftwaffe abgefangen. Die Maschine wäre jedoch ohnehin nicht bis nach England gekommen. Bei einem der beiden Rolls-Royce Merlin Motoren hatte sich ein Schlauchband des Kühlers gelöst, was in der Folge zur Überhitzung des Motors geführt hatte. Die Mosquito DK.310 war die erste, welche in die Hände einer anderen, nicht alliierten Nation fiel.
Die Maschine wurde nach zähen Verhandlungen mit der britischen Regierung am 1. August 1943 zur Erprobung freigegeben. Nochmals fast ein Jahr später, am 3. Juli 1944 konnte die Maschine auch gekauft werden. Im Oktober übernahm die Post die Maschine für Postflüge unter der Bezeichnung HB-IMO.
Kurz nach Kriegsende übernahm die Schweizer Luftwaffe die Maschine wieder. 1946 flog diese in der Schweiz mit der Markierung B-4 gekennzeichnete Mosquito das letzte Mal. 1951 wurde diese dann verschrottet.
Die beiden Besatzungsmitglieder Flight Lieutenant G. R. Wooll der kanadischen Air Force und Sgt John Fielden der RAF konnten nach einem Gefangenenaustausch gegen die deutschen Villing und Scharf und den Italiener Porta die Schweiz wieder verlassen. )“
(Aus: The RoyalAir Force over Switzerland 1940-1945 / © by Patrick Schlenker 2011)
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ETH-Archiv: „(…) …Nach Verhandlungen mit England wurde das Flugzeug repariert und am 06.09.1943 mit der Immatrikel E-42 nach Emmen überflogen. Am 13.10.1944 wurde sie „leihweise“ der Swissair überlassen und durch den KTA Einflieger Hptm. Läderach zusammen mit Swissair-Captain Hans Ernst nach Dübendorf überflogen.
Ab dem 01. 01.1945 flog die Mosquito mit der neuen Immatrikulation HB-IMO und mit Neutralitätsbemalung. Am 20.03.1945 fanden mit 6 Swissair Piloten 16 Angewöhnungsflüge mit total 126 Flugminuten statt (Landetraining). Die vorgesehenen Kurier-Flüge nach England wurden jedoch nie aufgenommen und am 10. 02.1946 ging die Mosquito zurück zur Luftwaffe und erhielt die Militärimmatrikel B-5. Später diente die B-5 als Versuchsträger für das Mamba Triebwerk des „N-20″ Nurflügel Prototypes. Nach 143 Flügen und 3724 Flugminuten wurde die D.H.98 ausser Betrieb gesetzt und 1953 demontiert.)“
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August Cueni + schrieb in: Militärflugplatz Buochs-Ennetbürgen – Entstehung und Entwicklung bis 31. 12. 1989:
„(…) Bei Angewöhnungsflügen ereignete sich am 01. 12. 1950 auf dem Flugplatz Buochs-Ennetbürgen ein Unfall. Das rechte Fahrwerk und die Fahrwerksnische wurden dabei stark beschädigt. Personal des Eidg. Flugzeugwerkes Emmen (F+W) nahmen sich der Reparatur an. Erst im Mai 1951 war die Reparatur beendet.)“
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Zu erwähnen bleibt, dass die Mosquito B-5 in dieser Zeit auch bei Pilatus war, wo offenbar am Motor gearbeitet wurde Motor und der Austausch des Propellers vorgenommen wurde.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Die Flieger inklusive das Bodenpersonal wusstenstets, wie man einen Ausgleich zur Arbeit schafft!
Dass aus den Pilatus-Leuten etwas wurde, müsste nicht speziell erwähnt werden. Ich will es aber doch tun! Pius Giezendanner und seine Frau Lydia betrieben später die Seilbahn von Brunnen auf den Timpel in eigener Regie, wobei Pius für das Technische und die Seilbahn zuständig war, während seine Frau die Gäste bewirtete. Beide leben heute im Ruhestand in Brunnen.
Charlie Dettling wurde Meister der Mechanischen Werkstatt bei Pilatus und Meiri Ulrich wurde sein Werkstattschreiber. Nach Abschluss der Lehre bei Pilatus war Charlie kurze Zeit mein Chef und Meiri kontrollierte meine Auftragszeiten für die Prämienabrechnung. Es gab stets etwas zu verdienen! Charlie trat die Nachfolge von Hans Zimmermann an, der sich nun voll der Ausbildung der Mechaniker-Leherlinge annahm. „Beyli-Hans“, er war Imker in der Freizeit und er erbaute sich zwei Häuser an der Bürgenstockstrasse in Ennetbürgen, entwickelte sich zu einem der besten Lehrmeister! Dass er sich mit Physiognomie nach der Lehre von Karl Hutter beschäftigte fand ich noch während der Lehre eher zufällig heraus! Für Hans Zimmermann galt zu 100 Prozent: – „Man muss Menschen mögen!“, die vier berühmten „M“. Für ihn war es jedoch kein Müssen sondern eher ein gewolltes Dürfen!
Der überzeugte „Sozi“ Fredy Röthlisberger mit dem Nikname Humpley Bill, er kam aus Winterthu,r wo er bei Sulzer und bei der „Loki“ tätig war, bekannt für seine träfen Sprüche hatte es mit Charlie nicht so gut! Er nannte ihn „Waldi“. Warum Waldi? Fredy spontan:“ Waldi ist der Name von Jagdhunden und der trifft beim Meister voll zu. He ja, bei uns bellt er dauernd und „über oben“ ( also hierarchisch im oberen Stock) lässt er jeweils den Schwanz hängen!“ – Fredy glaubte, dass bei entsprechendem Einsatz für die „Chrampfer“ etwas mehr an Lohn im gelben Säcklein am Monatsende herausschauen würde…!
Reini Günthard wurde Kontrolleur im Q-Bereich bei Pilatus (er kam vom Flugzeugwerk Alfred Comte in Oberrieden am Zürichsee).
Adolf Föllmi kam ebenfalls von Oberrieden nach Stans. Er war ein eifriger Segelflieger und er betrieb auch einen Piper J3 C, mit 65 PS, den HB-OFK. So nahm er u.a. am ostschweizerischen Segelfluglager vom 30. Mai bis 2.Juni 1941 in Flims wie auch am Forschungslager der SG Obwalden auf der Alp Iwy teil. Dölf Föllmi verweilte nach seiner aktiven Fliegerzeit oft in seienem Boot auf dem Vierwaldstättersee. Eines Tages stürzte aus dem Boot und ertrank!
Othmar Schwarzenberger zog es nach den USA, wo er eine Ingenieurschule besuchte und in der Fliegerei seine berufliche Befriedigung fand. Er lernte berühmte Persönlichkeiten kennen. Sein Name ist bekannt! Er blieb dem Segelflug bis heute verbunden!
Geri Bünter schlug die mlitärische Fliegerlaufbahn ein wo er leider mit einer DH. 100 Vampire, tödlich verunglückte.
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Zurück zur Mosquito mit technischen Daten sowie dem Ende des einst stolzen Flugzeuges. Als man für die Mosquito keine Verwendung mehr fand, wurde sie Opfer einer Luftschutzübung! Das Umweltschutzdenken war offenbar ausgeschaltet! Ein Demontage sieht anders aus!
Ich danke Othmar Schwarzenberger (Oats) für die guten Bilder aus der damaligen Zeit, die man vermutlich nicht einmal bei Pilatus kennt! Lesen Sie über „Oats“: Othmar „Oats“ Schwarzenberger und Gruss aus Texas