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1855 wurde im Vorderberg die Lesegesellschaft Langrüti gegründet. Deren Mitglieder konnten noch in den 1950er Jahren aus einer Bibliothek Bücher entleihen und halbmonatlich eine Lesemappe mit verschiedenen Zeitschriften beziehen. Hin und wieder lud die Gesellschaft zu einem Vortrag ein, den der Männerchor und der Gemischte Chor mit Liedern umrahmten.
Abonnierte Zeitschriften sowie Radio und Fernsehen machten dann die Lesemappe überflüssig, und die Lesegesellschaft hatte in ihrem ursprünglichen Zweck ausgedient. Eine neue Ausrichtung war gefragt. Am 27. Februar 1961 erging ein Schreiben an die Bevölkerung der Langrüti, welches die Gründung eines Quartiervereins anregte. Dieser sollte gemeinsamen Anliegen zum Durchbruch verhelfen und Kontakte zwischen Bewohnern und Behörden knüpfen.
Am 4. März 1961 trafen sich Interessierte zu ersten Gesprächen. Am 21. September 1961 folgte eine öffentliche Versammlung über Schulprobleme und am 6. Januar 1962 eine Zusammenkunft, an der über die Öffnungszeiten der Wahlurnen diskutiert wurde.
Das Bedürfnis nach einem Quartierverein war damit ausgewiesen, und so vereinigte sich am 24. Februar 1962 eine Schar Interessierter zur Gründungsversammlung. Diese diskutierte vorerst über den Vereinsnamen. Zur Debatte standen «Quartierverein Vorderberg», «Sektionsverein Langrüti», «Quartierverein der Sektion Langrüti» und die schliesslich gewählte Bezeichnung «Quartierverein Langrüti». Die anschliessend genehmigten Statuten umschrieben den Vereinszweck:
«§1 Der Quartierverein Langrüti ist eine konfessionell und politisch neutrale Vereinigung der Einwohner und Einwohnerinnen der Sektion Langrüti.
§2 Der Verein nimmt Wünsche und Anregungen entgegen. Er vertritt die Interessen der Sektion Langrüti gegenüber Behörden und anderen Körperschaften. Nötigenfalls gibt der Quartierverein dem Willen der Mitglieder auch durch die Presse Ausdruck.»
Festgehalten wurde zudem, dass die Leihbibliothek im Winterhalbjahr weiterbestehen solle.
Dann erfolgte die Wahl der sieben Mitglieder des ersten Vorstandes:
Jakob Hauser-Sulger, Präsident
Henri Hauser, Vizepräsident
Hermann Schweizer, Aktuar
Marta Odermatt, Protokollführerin
Ernst Mörgeli, Kassier
Elsi Grob, Beisitzerin
Sepp Pianta, Beisitzer
Die ersten Statuten blieben bis 1972 in Kraft. Die dann beschlossene Revision übertrug die Aufnahme neuer Mitglieder von der Mitgliederversammlung an den Vorstand, schuf die neuen Kategorien Ehrenmitglied und Gönnermitglied, reduzierte den Vorstand auf mindestens fünf Mitglieder und hob die Leihbibliothek auf. Mit der Statutenrevision von 2006 schuf der Quartierverein die Familien- oder Ehepaar-Mitgliedschaft und schloss die persönliche Haftung der Vereinsmitglieder für die Verbindlichkeiten des Vereins aus.
Ein erstes Geschäft betraf den Kindergarten Langrüti. Seit 1926 finanzierte der Pestalozziverein Wädenswil einen Kindergarten im Herrlisberg. Dieser lag jedoch am Rande der Sektion. Ende Juni 1962 richtete der Vorstand daher eine Eingabe an die Primarschulpflege, diese solle in der Nähe der Schulhäuser Land erwerben und darauf einen Pavillon für einen Doppelkindergarten erstellen. Die Anregung hatte Erfolg: Auf Beginn des Schuljahres 1966/67 wurde der Pavillon bezogen und am Chilbi-Samstag, 26. August 1967, offiziell eingeweiht. Nun besass die Sektion Langrüti auch einen Versammlungsraum für Vereine, für Gottesdienste und Feiern.
1992 rief der Zustand des Pavillons dringend nach Reparaturen und es stellte sich die Frage, ob er überhaupt noch benötigt werde. Der Quartierverein bestätigte der Schulpflege die grosse Bedeutung des Pavillons für die Bevölkerung. Darum wurde der alte hölzerne Bau 1998 durch einen neuen ersetzt und am 7.November der Lehrerschaft übergeben.
Traditionsgemäss trafen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Langrüti nach dem Urnengang in einem Restaurant des Quartiers zum Apéro oder gar zu einem Jass. Als Anfang der 1990er Jahre an Sonntagen kein Restaurant im Quartier mehr geöffnet war, entschloss sich der Quartierverein, im Pavillon eine eigene Abstimmungsbeiz zu eröffnen. Am 7. März 1993 wurde das Beizlein zum ersten Mal betrieben. Schon bald sprach sich die gute Idee in der ganzen Stadt herum, so dass immer mehr Stimmberechtigte ihre Pflicht mit einem Spaziergang auf die Langrüti verbinden. 2008 besuchten an den vier Abstimmungssonntagen 308 Wählerinnen und Wähler das Abstimmungsbeizlein.
1969 kämpfte der Quartierverein mit einer Inseratenkampagne vehement gegen den geplanten Schiessplatz Beichlen. Unter anderem liess er am 30. Mai 1969 im «Allgemeinen Anzeiger vom Zürichsee» unter dem Titel «Schiessunfall auf dem Zürichsee» folgenden Bericht veröffentlichen:
«Gestern Sonntagmorgen um 10.40 Uhr wurde ein 18-jähriger Bursche aus Wädenswil in seinem Ruderboot von einer Gewehrkugel getroffen und ernsthaft verletzt… Die polizeilichen Ermittlungen haben ergeben, dass bei einem Schiessanlass in der Schiessanlage Beichlen aus einem Sturmgewehr ein unbeabsichtigter Schuss losgegangen war …»
In der Urnenabstimmung vom 1. Juni 1969 verwarfen die Stimmberechtigten den Kredit von 1,3 Millionen Franken für eine gemeinsame Schiessanlage für Wädenswil und Richterswil mit 923 Ja gegen 1484 Nein.
Als 1973 das Projekt Schiessplatz Beichlen II zur Diskussion stand, machte der Verein nur noch verdeckte Propaganda. Ab 1976 favorisierte er im erneuten Kampf gegen den Schiessplatz Beichlen in zahlreichen Inseraten den Standort Grossholz. Am 26. Februar 1978 beschloss die Gemeindesabstimmung den Schiessplatz Beichlen, der 1980 eingeweiht werden konnte.
Der Quartierverein hatte den Bau des Schiessplatzes Beichlen nicht verhindern können. 1982 drang er hingegen mit Erfolg auf Lärmmessungen und bessere Schallschutzmassnahmen. Beim Fussballbetrieb forderte er Massnahmen gegen übermässigen Lautsprecherlärm und gegen das wilde Parkieren von Autos in Wiesen und auf Trottoirs.
Mit verschiedenen Eingaben an die Behörden hatte der Quartierverein Erfolg. Einige davon seien hier aufgeführt:
1963 Pfaden der Postautohaltestellten Feld und Beichlen
1968 Verbreiterung und Teerung der Langrütistrasse und Verschiebung der Einmündung in die Schönenbergstrasse nach Süden.
1970 Instandstellung des Furthof-, Grundhof- und Neumattweges. Eingabe an den Gemeinderat für die Beleuchtung der Gerenholzstrasse. Eingabe an die Polizeikommission für einen Fussgängerstreifen über die Schönenbergstrasse beim Feld.
1971 An der Generalversammlung erhält der Vorstand den Auftrag, sich für einen Vita-Parcours im Gerenholz einzusetzen. Wegen der Nähe zur Autobahn (Abgase, Lärm) und im Hinblick auf den geplanten Schiessplatz Beichlen lehnt der Gemeinderat dieses Begehren ab.
1974 Geschwindigkeitsbegrenzung 60 auf der Unteren Bergstrasse erreicht.
1982 Kampf gegen die Deponie Mosli.
1983 Kampf gegen die Deponie Grindel.
1988 Kampf gegen die Deponien Schründlen und Langholz/Hinter Widen.
1990 Das geforderte und durch die Stadt erstellte Trottoir macht den Schulweg Sunft – Beichlen – Langrüti sicherer.
1991 Pferdemist auf Fuss- und Spazierwegen sind ein Ärgernis. Im Gespräch mit der Reitwegkommission des Bezirks Horgen wird mehr Rücksicht und Toleranz gegenüber Spaziergängern gefordert.
1993 Die Reduktion der Strassenbeleuchtung aus Spargründen wird teilweise rückgängig gemacht.
2000/01 Auf Anregung des Quartiervereins wird an der Unteren Bergstrasse im Wendel ein Trottoir erstellt.
2006/07 Der Vorstand hat betreffend die Verkehrssituation im Berg mit den zuständigen Behörden Kontakt aufgenommen. Beschränkte finanzielle Mittel und die dünne Besiedelung im Berg sind Gründe dafür, dass keine rasche Verbesserung zu erwarten ist.
2010 Die Stadt soll wegen lärmigen Technopartys im Geren in die Pflicht genommen werden.
2012 Am 24. Januar überreichen der Quartierverein und über 500 Mitunterzeichner dem Stadtpräsidenten eine Petition und fordern den Anschluss des Wädenswiler Bergs an das Breitband-Internet. Die langsame Internetübertragung ist hier ein unhaltbarer Zustand.
Bis 1982 fanden die Generalversammlungen des Quartiersvereins Langrüti an einem Samstagabend im Restaurant Feld statt. 1983 war Saal am Samstag ausgebucht und man wich für die Versammlung auf einen Freitag aus. Dieser Tag wurde in der Folge beibehalten. 1984 stand die Zusammenkunft unter dem Motto: «Mir gönd na lang nüd hei, es isch na lang nüd zwei!» Auch dies gilt noch heute für manche Teilnehmende.
1989 verlegte der Vorstand die die Generalversammlung erstmals in den Pavillon, da sich das Restaurant Feld im Umbau befand. Und seither tagt man dort. Die Einladungen dazu erfolgen seit 2006 auch per E-Mail.
Aus den Jahresberichten lässt sich die Mitgliederbewegung ablesen. 1963 zählte der Verein 77 Mitglieder, 1974 103, 2002 230 und 2012 deren 246, nämlich 54 Einzelmitglieder, 192 Familien- und Paarmitglieder.
Der Mitgliederbeitrag war 1963 auf drei Franken festgesetzt, wurde 1975 auf fünf Franken erhöht und lag 1987 bei sechs Franken. Seit 1991 bezahlen Einzelpersonen zehn Franken und Familien 20 Franken für die Mitgliedschaft.
Seit der Gründung schliesst sich jeder Generalversammlung ein Unterhaltungsteil an. Von 1963 bis 1970 standen Tonfilme, Diavorträge und Reiseberichte aus fremden Ländern auf dem Programm. 1970 spielte erstmals ein Handörgeler zum Tanz auf. 1974 war der Päcklimärt neu, 1989 der Lottomatch, 1991 das Schoggispiel, 1992 ein Imbiss und ein Wettbewerb mit Preisverteilung. Seit 1995 wird an der Generalversammlung ein Nachtessen serviert. 2003 stiess das Menü mit Geschnetzeltem, Reis und Gemüse auf positives Echo. Seit 2009 werden jeweils Braten, Kartoffelgratin und Rüebli aufgetischt. Und auch ein reichhaltiges Dessertbuffet fehlt nie.
Seit 1997 lädt der Quartierverein seine Mitglieder meist jedes Jahr zu einer Vereinsreise ein. Dies waren die Ziele:
1997 Reise mit Fuhrwerken zum Restaurant Feld Feusisberg.
1999 Besichtigung der Klosterbibliothek Einsiedeln, dann Fahrt von Sattel mit der Sesselbahn aufs Hochstuckli.
2001 Reise mit Ross und Wagen ins Spyri-Museum Hirzel.
2003 Carreise zum Schlachtdenkmal Sempach und Mittagessen im Landwirtschaftsmuseum Burgrain.
2004 Rheinschifffahrt von Schaffhausen nach Eglisau.
2005 Rundfahrt mit Ross und Wagen im Wädenswiler Berg.
2006 Reise im Doppelstock-Car zum Schloss Hallwil und zur Vogelwarte Sempach.
2007 Besuch der stillgelegten Schiefertafelfabrik Elm.
2008 Höllgrotten Baar – Gubel – Tierpark Goldau.
2009 Dampfbahnfahrt im Zürcher Oberland, Besuch des Industrie-Ensembles Neuthal.
2010 Fahrt ins Entlebuch, Einführung in die Köhlerei. Am Nachmittag Besichtigung des Kräuteranbaubetriebs der Familie Theiler in Hergiswil.
2011 Weesen – Freulerpalast Näfels – Tannenbodenalp – Maschgenchamm.
2012 Mit Ross und Wagen durch die Region Zimmerberg.
Auch Besichtigungen standen oft auf dem Jahresprogramm:
1970 Ortsmuseum Wädenswil.
1976 Bundeshaus Bern.
1982 Freilichtmuseum Ballenberg.
1991 Rundgang auf der Halbinsel Au.
1993 Rundgang im Vorderberg.
2001 Kriminalmuseum in Zürich.
2003 Bergwerk Käpfnach.
2004 Kantonsrat Zürich.
2006 Postverteilzentrum Hintere Rüti.
2007 Werft der ZSG in Wollishofen.
2010 Durchmesserlinie im Zürcher Hauptbahnhof.
Zum 10-Jahr-Jubiläum lud der Quartierein1972 zu einem Mondscheinbummel auf den Etzel ein. Dieser Anlass wurde 1973, 1974, 1976 sowie 1982 zum 20-Jahrjubiläum und 1987 zum 25-Jahr-Jubiläem wiederholt. Das 30-Jahr-Jubiläum beging der Verein 1992 im Restaurant Aesch/Schindellegi mit Essen, Jassen und Kegeln.
Und dies waren die weiteren Ausflugsziele:
1998 Von Obersaxen auf den Sez Nair.
2000 Jonental-Kapelle und Schloss Wildegg.
2000 Vom Splügenpass nach Splügen und um den Suferser-See
2001 Langrüti – Bachgadenweiher – Burstel – Grillplatz im Aabach-Tobel – Restaurant Meilibach.
2002 Holzsteg Hurden – Rapperswil, Schifffahrt zur Ufnau, Obersee-Rundfahrt.
2002 Vollmondwanderung Mosli – Rechberg – Schlieregg.
2004 Exkursion Fledermäuse auf der Halbinsel Au.
2006 Vollmondwanderung Langrüti – Moosli – Chaltenboden – Rechberg – Schlieregg.
Gemäss Statuten sollten im Verein auch Vorträge gehalten werden. Dies waren unter anderem die Redner bzw. ihre Themen:
1985 Dr. Fritz Schwarzenbach, Birmensdorf: Was weiss die Forschung über das Waldsterben?
1987 Prof. Dr. Robert Fritzsche: China.
1994 Fritz Keller FAW: Die Tomate.
2000 Grasfermentation in der Beichlen
2004 Fledermäuse.
2005 Peter Ziegler: Frühlingsbräuche.
2008 Vergessene Heilmittel aus dem Garten.
Der im November 1995 organisierte erste Spielabend wurde ein grosser Erfolg. Er steht daher immer wieder auf dem Jahresprogramm. Nebst dem traditionellen Jass um den Früchtekorb kam 2003 erstmals eine Playstation für Jüngere zum Einsatz.
Seit vielen Jahren organisierten der Quartierverein, der Männerchor und der Gemischte Chor Langrüti für die Bevölkerung im Berg eine Bundesfeier im Geren. Nachdem der Verkehrsverein Wädenswil die Bundesfeier im Dorf aufgegeben hatte, ist die abendliche Feier im Geren der offizielle Anlass der Stadt. Traditionsgemäss hält der amtierende Gemeinderatspräsident die musikalisch umrahmte Festansprache. Wettermässig hat man hier schon alles erlebt: Sonnenschein und Wärme, aber auch heftige Gewitter und Platzregen. Eine Equipe des Vorstandes leistet jedes Jahr einen Einsatz am Getränkebuffet.
Auf der Sparrenweid im Raum Menzingen führte der Quartierverein Langrüti im Jahre 1981 zum ersten Mal das Sparrenhüttenfest durch, im folgenden Jahr verbunden mit einem Spielnachmittag für Kinder. 1990 fand diese Zusammenkunft bei Speise, Trank, Unterhaltungsmusik und Tanz zum letzten Mal statt. Das Langrütifest löste die Sparrenhüttenfeste ab.
Zum ersten Langrütifest kam es am 29. Juni 1991. Sechs Schüler- und sieben Erwachsenengruppen begaben sich am Nachmittag auf einen Orientierungslauf. Am Abend trafen sich bis zu 150 Personen zu gemütlichem Beisammensein. 1993 wirkte zum ersten Mal auch der Männerchor Langrüti mit, was zu einem Grossaufmarsch führte. Später standen die als Schuljahresende-Fest für die Kinder gedachten Langrütifeste unter einem Motto. Dieses hiess 1997 «Zirkus», 1999 «Unser Pavillon, ein Haus gefüllt mit Leben», 2000 «Puppentheater», 2001 «Insekten», 2002 «Schattenspiele», 2003 «Wind und Wasser», 2004 «Prinzessinnen, Könige und Hexen». 2005 lautete das Motto «Du bist einmalig», 2006 «Krimi, Fahndung und Verfolgung», 2008 «Shakespeare, Schiller und andere grosse Dichter». Mit grossem Engagement boten die Schülerinnen und Schüler stets ihre originellen Darbietungen dar. Und geschätzt wurde auch der jährliche Postenlauf mit kniffligen Aufgaben und Geschicklichkeitsspielen.
2009 führten die Unterstufe Stocken und die Mittelstufe Langrüti eine gemeinsame Projektwoche durch. Aus 4000 Milchtüten wurde ein Boot gebaut und im Bachgadenweiher gewassert. Unter dem Motto «Schiff Ahoi!» führten die Quartiervereine Langrüti und Stocken ein gemeinsames Schulendfest durch. Dieses findet seither alljährlich vor den Sommerferien für Kinder, Eltern und Bevölkerung als Bergfest im Hessen statt.
Ende Mai 2005 organisierten die Schulkinder den ersten Langrüti Flohmarkt als Ausstellung unter Sonnenschirmen. Leider fehlte die interessierte Kundschaft für die angebotenen Kuriositäten. Dies führte vorwiegend zu Tauschgeschäften untereinander. Manche Mutter wird gestaunt haben, dass ihre Kinder mehr Sachen mit nach Hause brachten, als sie am Morgen eingepackt hatten! Der 2007 wiederholte Kinderflohmarkt verlief ähnlich und war deshalb der letzte auf der Langrüti.
Der Quartierverein Langrüti pflegt seit 1970 eine schöne Sitte, indem er Jubilarinnen und Jubilare beschenkt. Zwei vom Vorstand beauftragte Mitglieder überbringen diesen zum 75., 80., 85. und 90. Geburtstag und dann alle Jahre einen Blumenstock. Ab dem 80. Geburtstag erhält jedes Vereinsmitglied eine Gratulationskarte.
Auf 1. Januar 1995 lud der Quartierverein Langrüti erstmals zu einer Neujahrswünschete mit Apéro in den Pavillon ein. Der Anlass wurde ein Erfolg, und seither gehört der Neujahrsapéro in jedes Jahresprogramm. Von 2000 bis 2009 bereicherte das von Frau Kalberer geleitete Flötenspiel der Schulkinder den Anlass. 2010 blieb dieses aus; 2011 stimmten drei vorgelesene Kurzgeschichten von Franz Hohler zum Thema «Wünsche» ins neue Jahr ein.
Im März 1999 führte der Quartierverein Langrüti im Wädenswilerhaus Miraniga in Obersaxen ein erstes Skiwochenende durch. Dieses wurde im Winter 2004 von 23 Erwachsenen und 26 Kindern besucht. Seit 2009 nimmt auch der Gesangsverein Stocken an diesem Treffen teil. Zu den Skifahrern gesellen sich mittlerweile auch Snowboardfahrer und Schneewanderer.
Auf Anregung von Kathrin Meister schmückten im Dezember 2000 verschiedene Familien im Vorderberg die Fenster ihrer Häuser und Wohnungen weihnächtlich. Der neue Brauch fand Anklang. Bereits 2002 leuchteten in der Adventszeit viele bunte Fenster. Familien luden zu Stubeten-Besuchen ein, und in der St.-Anna-Kapelle wurde gesungen und musiziert. 2009 beteiligte sich erstmals auch der Quartierverein Stocken an der Adventsfenster-Aktion. So kam es im Vorder- und Hinterberg zu 14 Stubeten und vielen geschätzten nachbarschaftlichen Begegnungen.
1962–1971 Jakob Hauser
1971–1976 Kurt Rohr
1976–1982 Willy Hitz
1982–1987 Hans Kälin
1987–1990 Ernst Stocker jun.
1990–1996 Christian Steuble
1996–2002 Ueli Waser
2002–2008 Kathrin Meister
Seit 2008 Susanna Kramer
Peter Ziegler