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Bürki, Roland
Roland Bürki (* 10.4.1906; † 25.5.1984)
Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).
Leben
"An der zweiteiligen Schule in Detligen wirkte lange Jahre ein Lehrerehepaar: Jakob Bürki, als Volksschriftsteller weit herum unter dem Namen Vettergötti bekannt, und seine Frau, eine lebensfrohe, temperamentvolle Ostschweizerin. Am 10. April 1906 wurde ihnen ein Sohn geboren, dem sie den Namen Roland gaben. Früh schon zeigte dieser Neigung, Märchen, Skizzen, kleine Geschichten, Fabeln und Sprüche zu schreiben.
Roland Bürki bildete sich seiner pädagogischen Anlage folgend im Staatsseminar Bern-Hofwil zum Lehrer aus. Kaum neunzehnjährig wirkte er als solcher in Madiswil. Im Jahre 1933 wurde er nach Langenthal und zwei Jahre später nach Bern gewählt, wo er noch heute amtet. Um Welt und Leben in ihren mannigfachen Erscheinungsformen kennen zu lernen, hatte er noch in seine Madiswiler-Zeit einen längeren Schul-Urlaub geschoben, den er zu einem Reise- und Studienaufenthalt in Deutschland und Österreich benutzte und sich dabei an den Universitäten München und Berlin in Literaturgeschichte und Psychologie weiter ausbildete.
Damals war er schon längst Mitarbeiter an der 'Berner Woche' und verschiedenen anderen Zeitschriften und Zeitungen. Begegnungen mit Hugo Marti, Rudolf von Tavel, Waldemar Bonsels und Thomas Mann, sowie ein Briefwechsel mit Stefan Zweig bestärkten ihn immer mehr in seinen literarischen Versuchen. 1936 erschien dann sein erstes eigenes Buch, dem seither einige andere, wie auch die Bearbeitungen des väterlichen Nachlasses folgten. Was ihm an knapper Zeit neben der Arbeit als Lehrer und Erzieher und seiner schriftstellerischen Tätigkeit übrig bleibt, wird der Musik und der Malerei gewidmet." (Quelle: Berner Schrifttum 1925-1950, Francke 1949, S. 36-37)