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1914-1980, geboren in München, gestorben in Berzona
Er absolvierte eine Buchhändlerlehre. Als Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Südbayern bzw. der Kommunistischen Partei Deutschlands wurde er für sechs Monate im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Wurde 1940 zum Kriegsdienst eingezogen und stand an mehreren Fronten. Desertierte 1944 an der Arno-Front aus der Deutschen Armee; Kriegsgefangener in den USA. Nach Kriegsende war er wieder in Deutschland tätig. 1945-1946 Tätigkeit als Redaktionsassistent von Erich Kästner bei der "Neuen Zeitung" deren Chefredaktor Hans Habe war. Andersch lebte ab 1958 in Berzona im Valle Onsernone, im Haus, das vor ihm einem Bildhauer Berger gehört hatte. In Berzona waren Max Frisch und Golo Mann seine Nachbarn. 1972 erhielt er die Schweizer Staatsbürgerschaft. Er war verheiratet mit der Malerin und Fotografin Gisela, sie hatten vier Kinder. Nach Anderschs Tod schrieb Golo Mann: "Der Umgang mit ihm war schierig und wurde immer schwieriger, was mit latenten Krankheiten zusammenhing, aber ich mochte ihn immer und schätze ihn immer noch, autant l'homme comme l'écrivan." Thomas Mann schrieb in einem Brief an Andersch: "Welche Wohltat ist die Stimme des Wissens und der loyalen Intelligenz inmitten des quälenden Geschreis der Dummheit!" Anderschs Grab befindet sich auf dem Friedhof von Berzona.