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Neuberufungen und Ehrungen
Ausserordentliche Professorin für Entwicklungspsychologie
Die Universitätsleitung hat auf den 1. September Françoise D. Alsaker zur ausserordentlichen Professorin für Entwicklungspsychologie ernannt.
Françoise D. Alsaker (55) ist in Deauville, Frankreich, aufgewachsen. In Caen und Göttingen studierte sie Germanistik und deutsche Literatur und schloss mit dem Lizentiat an der Universität Caen in Frankreich ab. Von 1977 bis 1983 studierte sie Psychologie in Bergen, Norwegen und erhielt 1984 die norwegische Zulassung als klinische Psychologin. Von 1984 bis 1989 war sie dort wissenschaftliche Assistentin und die Universität Bergen berief sie 1989 als Associate professor in Entwicklungspsychologie – eine Tätigkeit, die sie bis 1992 ausübte. Bevor sie 1992 als Gastprofessorin der Jacob Stiftung ans Institut für Psychologie an der Universität Bern eingeladen wurde, errang sie an der Universität Bergen den Abschluss als Dr.philos., ein Titel, der einer Habilitation im deutschsprachigen Raum entspricht. 1993 berief sie die Universität Bergen als Professorin für Entwicklungspsychologie. Lehraufträge hatte sie auch an den Universitäten Freiburg und Zürich. Seit 1997 arbeitet sie am Institut für Psychologie der Uni Bern und von 1994 bis 2003 war sie Mitglied der Expertengruppe des Nationalen Forschungsprogrammes NFP 40, zur organisierten Kriminalität und Gewalt im Alltag.
Ausserordentlicher Professor für Veterinär-Physiologie
Die Universitätsleitung hat auf den 1. Oktober Rupert M. Bruckmaier zum ausserordentlichen Professor für Veterinär-Physiologie ernannt. Rupert Bruckmaier (46) ist in Schliersee, Deutschland, aufgewachsen und hat an der Technischen Universität München Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Tierproduktion studiert. Er doktorierte 1988 an der Uni München am Lehrstuhl für Physiologie der Fortpflanzung und Laktation. Noch im gleichen Jahr wurde er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Tierzucht der Universität Bern und habilitierte sich auch hier, 1997, im Fach Tierphysiologie. 1998 ging er als Oberassistent zurück an die Uni München an den Lehrstuhl für Physiologie. Die Uni München ernannte ihn 2003 zum ausserplanmässigen Professor für Tierphysiologie.
Ausserordentlicher Professor für Archäologie des Mittelmeerraumes
Die Universitätsleitung hat auf den 1. Oktober Michael Heinzelmann zum ausserordentlichen Professor für Archäologie des Mittelmeerraumes und zum Mitdirektor des Instituts für Archäologie und Leiter der Abteilung für Archäologie des Mittelmeerraumes ernannt.
Michael Heinzelmann ist in Tübingen, Deutschland, aufgewachsen und hat in Freiburg, Heidelberg, Köln und München Klassische Archäologie sowie Kunstgeschichte und Alte Geschichte studiert. In München doktorierte er 1996 in Klassischer Archäologie. Nach einem einjährigen Reisestipendium war er sechs Jahre Referent am Deutschen Archäologischen Institut in Rom und dort Leiter eines deutsch-amerikanischen Forschungsprojekts in Ostia. 2002 ging er als wissenschaftlicher Angestellter zuerst an die Bayerische Akademie der Wissenschaften, danach an die Technische Universität Darmstadt. 2004 habilitierte er sich und übernahm die Leitung des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft in Jerusalem, von wo er Forschungen im Nahen Osten und in Ägypten durchführt.
Ordentlicher Professor für Wirtschaftsrecht
Der Regierungsrat hat auf die neu geschaffene Professur für Wirtschaftsrecht auf den 1. Oktober Peter V. Kunz berufen. Er wird ordentlicher Professor für Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung und Mitdirektor des Instituts für Wirtschaftsrecht im Departement für Wirtschaftsrecht.
Peter V. Kunz (40) ist in Dulliken, Solothurn, aufgewachsen und hat an der Universität Bern Rechtswissenschaft studiert. 1991 wurde er Bernischer Fürsprecher, arbeitete danach als Journalist sowie Dozent für Rechtskunde an der Berufsschule Bern und doktorierte zwei Jahre später. 1995 ging er für ein Jahr an das Georgetown University Law Center in Washington, wo er mit dem Master of Law abschloss. 2001 habilitierte er sich für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Bern und erhielt diverse Lehraufträge in Privat- und Wirtschaftsrecht. Seit 1993 bis zu seiner Berufung nach Bern arbeitete Peter V. Kunz als Rechtsanwalt und Partner in einer wirtschaftsrechtlich orientierten Kanzlei in Zürich, ab 1998 auch als Emittenten-/IPO-Spezialist an der Schweizer Börse.
Ordentlicher Professor für Alte Geschichte
Der Regierungsrat hat auf den 1. Oktober Stefan Rebenich zum Nachfolger von Bruno Bleckmann, der 2003 zurückgetreten ist, ernannt. Er wird Ordentlicher Professor für Alte Ge-schichte unter besonderer Berücksichtigung der Antikenrezeption bis ins 20. Jahrhundert sowie Mitdirektor des Historischen Instituts und Leiter der Abteilung für Alte Geschichte.
Stefan Rebenich ist in Jugenheim, Deutschland, aufgewachsen und hat auch dort die Schulen besucht. Zuerst studierte er an der Universität Mannheim Geschichte, Latein und Griechisch, danach am Queen’s College in Oxford Alte Geschichte. Er machte 1985 die Prüfung für das Lehramt an Gymnasien in Geschichte und Latein und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Alte Geschichte an der Uni Mannheim. 1990 promovierte er in Alter Geschichte und arbeitete danach wiederum in Mannheim als Hochschulassistent. 1995 habilitierte er sich in Alter Geschichte und erhielt ein Jahr später einen Lehrauftrag an der Universität Bielefeld. Von1997 bis 2003 war er Hochschuldozent an der Universität Mannheim; in dieser Zeit vertrat er die Lehrstühle für Alte Geschichte an der Universität Bielefeld (1997) und an der Universität München (2001) und nahm verschiedene Lehraufträge wahr, so an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken (1997), an der Universität Basel (2000) und an der Technischen Universität Darmstadt (2002). Stefan Rebenich wurde 2001 zum ausserplanmässigen Professor an der Universität Mannheim ernannt und absolvierte 2003 die zweite Staatsprüfung für den höheren Schuldienst an Gymnasien in den Fächern Latein und Geschichte.
Die Universität Bielefeld berief ihn 2003 zum Universitätsprofessor für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung für Alte Geschichte. Dort beteiligte er sich er an dem Sonderforschungsbereich «Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte» und an dem Graduiertenkolleg «Archiv, Macht, Wissen. Organisieren, Kontrollieren und Zerstören von Wissensbeständen von der Antike bis zur Gegenwart». Die Forschungsschwerpunkte von Stefan Rebenich sind die Geschichte Spartas, das Christentum im Römischen Reich, die Sozial-, Kultur- und Religionsgeschichte der Spätantike sowie die Rezeptionsgeschichte der Antike und die Wissenschaftsgeschichte. Seit einigen Jahren schreibt Stefan Rebenich für die «Süddeutsche Zeitung» und «Die Zeit».
Gerhard Knolmayer zum «GI-Fellow» ernannt
Prof. Gerhard Knolmayer vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern wurde am 20. September von der Gesellschaft für Informatik (GI), der mit rund 25'000 Mitgliedern grössten Informatikfachvertretung im deutschsprachigen Raum, als Fellow ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist einer kleinen Gruppe von Personen vorbehalten, die herausragende Beiträge zur Informatik erbracht haben. Knolmayer wird als erster in der Schweiz tätiger Wissenschaftler auf diese Weise geehrt. Er erhält die Auszeichnung gemäss GI, weil er «zu den herausragenden Vertretern der Wirtschaftsinformatik gehört und dieses Fachgebiet massgeblich vorangetrieben hat».
29.09.2005