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Sein auf fast vollständiges Desinteresse stossendes Werk betrachtend, stellte sich Maler Drumingum die Sinnfrage. Lohnte es sich, an einer harzigen und mühseligen Künstlerexistenz festzuhalten, oder war es endlich Zeit, eine Umschulung vorzunehmen, um Hauswart oder Lehrer zu werden und sein Leben in geordnete Bahnen zu lenken? Die in jungen Jahren verhöhnte Sicherheit eines regelmässigen Einkommens mit Pensionsaussicht dem selbstbestimmten Nonkonformismus vorzuziehen, der immer schwieriger zu definieren war, weil heutzutage ohnehin alle machten, was sie wollten, sein durften, wer sie waren, lebten statt zu träumen? Drumingum entschied sich weiterzumachen und gewann bereits zwölf Jahre später bei einer Gruppenausstellung den dritten Preis.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Die WOZ hat eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben, das unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich ist. Sein Krimi «Mordgarten» ist unter www.woz.ch/shop/buecher zu haben.