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Spezialpanzer
Brücken-und Entpannungspanzer Centurion
Um den Schwung von Panzeraktionen über Gräben und sonstige Hindernisse zu gewährleisten, ist eine Brücke notwendig, die unter Panzerschutz schnell und sicher verlegt werden kann. Nachdem eine Schweizerdelegation aus Vertretern des Gst,Versuchsstab MLT und KTA (jetzt GRD) in Chobham, England, den englischen Centurion Bridgelayer MKV besichtigt hatte, wurde am 30.6.1960 der Antrag zur Beschaffung eines Versuchsmusters gestellt. Anfang 1961 wurde ein Pz55 aus Südafrika direkt nach England zum Umbau spediert. Der Brückenpanzer (Brü Pz) traf im Juni 1963 in der Schweiz ein. Der Einbau der Funkstation SE-407 und die üblichen Anpassungen erfolgten wiederum in der K+W Thun. Die Basis des Brü Pz bildet ein analoges Chassis wie für den entsprechenden Kampfpanzer. Im ehemaligen Kampfraum wurde neu die hydraulische Einheit mit dem dazugehörenden Motor eingebaut. Der Ablegemechanismus ist auf der Frontplatte befestigt.
1964 besichtigte eine Delegation bei der Königlichen Niederländischen Armee eine Brü Pz Centurion mit USA Faltbrücke. Ab 1963 wurden Versuche mit zwei Brü Pz Centurion durchgeführt. Nach diesen Ergebnissen sind die Anforderungen und das Pflichtenheft für eine schweizerische Lösung erarbeitet worden, welche dann zur Entwicklung des Brückenpanzers 68 führten (Fahrgestell Pz 68). Der Centurion Brückenpanzer kann im Panzermuseum in Thun besichtigt werden.
Der Entpannungspanzer hat die Aufgabe, als fahrende Werkstatt, die Panzerfahrzeuge der Panzerformationen zu entpannen und abzuschleppen. Es wurden gegen 30 Entpannungspanzer (1956 und zusätzlich 1960 weitere 10 Stück) in die Schweiz eingeführt, die die Bezeichnung Entp Pz 56 erhielten. Die Entp Pz 56 sind aus Pz 55 und Pz 57 entstanden. Auch diese Panzer wurden verschiedenen Revisionen unterzogen. Sie sind mit dem PzMg 51/71 und mit 24 8,O-cm- Nebelwerfern 51 ausgerüstet.