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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Graubünden lehnt Entwurf für Stauanlagen-Gesetz rundweg ab

Der Entwurf für ein Bundesgesetz über Stauanlagen wird von den betroffenen Gebirgskantonen und damit auch von Graubünden mit Nachdruck zurückgewiesen. Der Bund beabsichtigt, die Haftung der Stauanlagen-Betreibenden markant zu verschärfen.

Die Gebirgskantone haben sich bereits Ende Februar gemeinsam zum Entwurf für ein Stauanlagen-Gesetz geäussert und die Vorlage arg zerrissen. Nun doppelt Graubünden nach und erinnert nochmals in aller Schärfe an die Einwände gegen das geplante neue Bundesgesetz. Die Regierungen von sieben Alpenkantonen (GR, VS, UR, TI, GL, OW und NW) bilden die Regierungskonferenz der Gebirgskantone (RKGK). Vom Entwurf des Stauanlagen-Gesetzes sind die Kraftwerk-Gesellschaft in ihrem Gebiet besonders betroffen, befinden sich doch die meisten Stauanlagen naturgemäss in den Gebirgskantonen.

Alles in allem ändert der Entwurf an der Sicherheit der Anlagen nichts. Vielmehr handelt es sich um eine zusätzliche finanzielle Belastung der Kraftwerk-Gesellschaften, die es im Kontext der Strommarkt-Liberalisierung nicht erträgt. Wieder einmal will der Bund neue Bestimmungen schaffen und deren finanzielle Folgen indirekt auf die Kantone in den Randgebieten überwälzen.

Beim Entwurf handelt es sich in erster Linie um eine haftungs- und versicherungsrechtliche Vorlage. Sie geht von einem Schadenspotenzial bei totalem Dammbruch von gefüllten Staubecken aus. Eine Haftpflicht-Regelung sollte aber vom realistischen Schandenspotenzial und nicht von irgendwelchen hypothetischen Annahmen ausgehen. Die Realität ist die, dass die Sicherheit der Schweizer Stauanlagen als sehr hoch und weltweit beispielhaft eingestuft wird. Diese Tatsache wird dadurch belegt, dass die Anlagen während nunmehr 100 Jahren nahezu störungsfrei in Betrieb stehen. Die beiden einzigen in der Vergangenheit aufgetretenen grösseren Störungsfälle in Zeuzier (VS) und Albigna (GR) haben geradezu exemplarisch gezeigt, dass die Überwachung der grösseren Stauanlagen bestens funktioniert. Statt nun die Versicherungsprämien anheben zu wollen, sollten die Gelder sinnvoller für eine verstärkte Aufsicht auch über die kleinen Stauwerke eingesetzt werden.

Unisono mit den anderen Gebirgskantonen lehnt die Bündner Regierung den Entwurf für ein Stauanlagen-Gesetz ab und beantragt, die Vorlage zurückzustellen, da sie weder sachlich noch zeitlich dringend ist. Vielmehr ist zuzuwarten, bis die Auswirkungen der Strommarkt-Liberalisierung klar sind und auch die Revision und Vereinheitlichung des Haftpflicht-Rechts klarere Konturen gewonnen hat. Die Sicherheit ist gewährleistet, die Überwachung der grossen Stauanlagen funktioniert bestens und in den wichtigsten "Wasserschloss-Kantonen" Graubünden und Wallis besteht bereits ein Versicherungsobligatorium. Die sachliche Notwendigkeit der Vorlage wird zwar nicht grundsätzlich in Abrede gestellt. Sie muss aber inhaltlich überarbeitet werden. Die Haftung der Kraftwerk-Betreibende für Schäden, die durch ausserordentliche Naturvorgänge, kriegerische Erreignisse oder grobes Verschulden von Drittpersonen verursacht werden, wird abgelehnt.

Neue Fahrplan-Regionen beim öffentlichen Verkehr

Die Regierung eröffnet die Vernehmlassung über eine Teilrevision der regierungsrätlichen Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über den öffentlichen Verkehr. Die Frist läuft bis Ende Juni 2000. Die Revision bezweckt, die Fahrplan-Regionen Agglomeration Chur und Regionen Heinzenberg-Domleschg, Hinterrhein und Mittelbünden neu einzuteilen:

- Die heutige Fahrplan-Region 1 (Stadt Chur, Gemeinden Domat/Ems, Felsberg, Tamins, Haldenstein, Trimmis und Says) und die heutige Fahrplan-Region 3 (Herrschaft und Kreis Fünf Dörfer ohne Haldenstein, Trimmis und Says) sollen neu abgegrenzt werden. Region 1: Stadt Chur, Kreise Fünf Dörfer und Maienfeld, Region 4: Stadt Chur, Kreis Rhäzüns, Gemeinden Felsberg und Tamins.

- Die heutige Fahrplan-Region 6 (Heinzenberg-Domleschg, Hinterrhein und Mittelbünden) soll neu unterteilt werden in eine Region 5: Heinzenberg-Domleschg und Hinterrhein und eine Region 7: Mittelbünden.

Auch vierjährige Kinder sollen Kindergarten besuchen können

Vierjährige Kinder konnten bisher nur dann den Kindergarten besuchen, wenn diese Möglichkeit in ihrer Wohngemeinde bereits vor 1992 bestanden hatte. Nun sollen alle Gemeinden entsprechende Angebote schaffen können.

Das seit 1992 geltende Kindergarten-Gesetz verpflichtet die Wohngemeinden, jedem Kind zu ermöglichen, mindestens ein Jahr lang den Kindergarten besuchen zu können. Der Kanton subventioniert höchstens zwei Jahre. In den meisten Gemeinden gehen die Kinder während zwei Jahren in den Kindergarten. Vor allem in Südbünden war und ist eine andere vorschulische Kinderbetreuung verbreitet, bei der die Kinder drei Jahre lang den Kindergarten besuchen. Damit Gemeinden mit Drei-Jahre-Modell dieses weiterführen konnten, wurde ihnen dies in der Verordnung betreffend Aufnahme von vierjährigen Kindern in den Kindergarten gestattet.

In der Zwischenzeit hat das Bedürfnis nach dreijährigen Kindergärten auch in Deutsch- und Romanischbünden spürbar zugenommen. Dadurch können nämlich kleine Gemeinden den Kindergarten im Dorf behalten und mit einer pädagogisch sinnvollen Gruppe führen. Auf Grund dieser Sachlage wird es ab nächstem Schuljahr allen Gemeinden möglich gemacht, den dreijährigen Kindergarten einzuführen. Die bezügliche Verordnung wird entsprechend geändert. Weil der Kanton zwei Kindergarten-Jahre vor Schuleintritt als ausreichend erachtet, wird er nach wie vor keine längere Periode subventionieren. Mit der Teilrevision wird aber der Spielraum der Gemeinden vergrössert. Für den Kanton entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Humanitäre Hilfe

Es werden humanitäre Hilfsbeiträge im Gesamtbetrag von 22'000 Franken gesprochen an:

- Schweizerisches Rotes Kreuz zu Gunsten der "Hilfe für die Bevölkerung im südlichen Afrika",

- Schweizer Freunde der SOS-Kinderdörfer zu Gunsten des Projekts "Aufbau des SOS-Kinderdorfs in Monaragala, Sri Lanka",

- Helvetas zu Gunsten des Projekts "Postcosecha, Verminderung von Nachernte-Verlusten in Paraguay", und

- Auslandschweizer-Dienst des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten zu Gunsten der "Subventionen 1999/2000 an schweizerische Hilfsgesellschaften im Ausland".

Aus den Gemeinden

Die Gemeinde Poschiavo darf während eines vorerst drei Jahre dauernden Versuchs eine Berufswahl-Klasse (zehntes Schuljahr) führen.

Die Gemeindeverfassungen von Pagig, Riein und Medel/Lucmagn werden genehmigt.

Die Teilrevision der Ortsplanung von Rueun wird gutgeheissen, jene von Ruschein teilweise.

Für verschiedene Strassenbau-Projekte im Kanton werden Kredite im Gesamtbetrag von rund vier Mio. Franken freigegeben (Belagsarbeiten in der Viamala, auf dem Abschnitt Soazza-San Bernardino und zwischen Fideris Au und Küblis, Berninastrassen-Korrektion Resgia-Montebello, Landerwerb für Korrektion Julierstrasse im Bereich Crap Ses und neuer Radweg Campagnastrasse in Bonaduz).

Personelles

René Simeon, geb. 1964, von Bonaduz, wohnhaft in Chur, wird Oberarzt am Frauenspital Fontana in Chur.

Standeskanzlei Graubünden

Gremium: Regierung

Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

Data: 16.03.2000

Il Grischun refusa il sboz per ina lescha federala davart implants da fermada

Il sboz per ina lescha federala davart implants da fermada vegn refusà energicamain dals chantuns alpins pertutgads ed uschia er dal Grischun. La confederaziun vul augmentar marcantamain la responsabladad dals possessurs d'implants da fermada.

Ils chantuns alpins èn s'exprimids communablamain gia la fin da favrer davart il sboz per ina lescha davart implants da fermada ed han scarplinà zunt fitg il project. Uss turna il Grischun a rebatter e fa anc ina giada endament cun tutta forza las objecziuns cunter la nova lescha federala planisada. Las regenzas da set chantuns alpins (GR, VS, UR, TI, GL, OW e NW) furman la conferenza da las regenzas dals chantuns alpins (CRCA). Dal sboz per ina lescha davart implants da fermada vegn pertutgada spezialmain ferm la societad d'ovras electricas da lur territori, perquai che la gronda part da las ovras electricas sa chatta natiralmain en ils chantuns alpins.

Tut en tut na mida il sboz nagut vi da la segirezza dals implants. I sa tracta plitost d'ina grevezza finanziala supplementara per las societads d'ovras electricas. Questa grevezza n'è betg supportabla en il context da la liberalisaziun dal martgà d'electricitad. La confederaziun vul puspè ina giada crear novas disposiziuns e surdar las consequenzas finanzialas da quellas indirectamain als chantuns en las regiuns periferas.

Il sboz è en emprima lingia in project davart il dretg da responsabladad e d'assicuranza. El parta d'in potenzial da donn en cas d'ina ruttadira totala dal mir da fermada da lais artifizials emplenids. Ina regulaziun da responsabladad duess dentant partir dal potenzial realistic da donn e betg da tschertas supposiziuns ipoteticas. La realitad è quella che la segirezza dals implants svizzers da fermada vegn valitada sco fitg auta ed exemplara per l'entir mund. Quest fatg vegn cumprovà da la realitad, ch'ils implants vegnan duvrads uss durant pressapauc 100 onns quasi senza disturbis. Ils dus sulets disturbis ch'èn succedids en il passà a Zeuzier (VS) ed Albigna (GR) han mussà a moda exemplara che la surveglianza dals implants da fermada pli gronds funcziuna fitg bain. Enstagl da vulair augmentar uss las premias d'assicuranza duessan ils daners vegnir impundids meglier per pudair survegliar pli ferm er las ovras da fermada pli pitschnas.

Ensemen cun ils auters chantuns alpins refusa la regenza grischuna il sboz per ina lescha federala davart implants da fermada e propona da remetter il project, perquai ch'el n'è betg urgent ni materialmain, ni temporalmain. Ella manegia ch'i saja plitost da spetgar fin che las consequenzas da la liberalisaziun dal martgà d'electricitad èn cleras e fin che la revisiun da l'unificaziun dal dretg da responsabladad ha obtegnì conturas pli cleras. La segirezza è garantida, la surveglianza dals implants gronds da fermada funcziuna fitg bain ed en ils chantuns Grischun e Vallais che cuntegnan las "chombras d'aua" las pli impurtantas exista gia oz ina obligaziun d'assicuranza. La necessitad materiala dal project na vegn dentant da princip betg snegada. Ma ella sto vegnir elavurada concernent il cuntegn. La responsabladad dals possessurs da las ovras idraulicas per donns che vegnan chaschunads tras eveniments extraordinaris da la natira, guerrescs u tras greva culpa da terzas persunas vegn refusada.

Novas regiuns d'urari per il traffic public

La regenza iniziescha la consultaziun davart ina revisiun parziala da las disposiziuns executivas da la regenza tar la lescha davart il traffic public. Il termin scroda la fin da zercladur 2000. La revisiun ha l'intent da repartir da nov las regiuns d'urari da l'agglomeraziun da Cuira e da las regiuns Mantogna-Tumleastga, Valragn e Grischun central:

- La regiun d'urari 1 actuala (citad da Cuira, vischnancas Domat, Favugn, Tumein, Haldenstein, Trimmis e da Says) e la regiun d'urari 3 actuala (Signuradi e circul dals Tschintg Vitgs senza Haldenstein, Trimmis e Says) duain vegnir cunfinadas da nov. Regiun 1: citad da Cuira, circuls Tschintg Vitgs e Maiavilla, regiun 4: citad da Cuira, circul da Razén, vischnancas da Favugn e Tumein.

- La regiun d'urari 6 actuala (Mantogna-Tumleastga, Valragn e Grischun central) duai vegnir separada da nov en ina regiun 5: Mantogna-Tumleastga e Valragn ed en ina regiun 7: Grischun central.

Er uffants da quatter onns duain pudair ir a scolina

Uffants da quatter onns pudevan ir fin uss be alur a scolina, sche questa pussaivladad existiva en lur vischnanca da domicil gia avant l'onn 1992. Uss duain tut las vischnancas pudair crear purschidas correspundentas.

La lescha da scolina valaivla dapi l'onn 1992 oblighescha las vischnancas da domicil da pussibilitar a mintga uffant da pudair frequentar almain durant in onn la scolina. Il chantun subvenziunescha maximalmain dus onns. En la gronda part da las vischnancas frequentan ils uffants durant dus onns la scolina. Surtut en il Grischun dal sid era ed è derasada in'autra assistenza prescolara dals uffants, en la quala ils uffants van durant trais onns a scolina. Per che las vischnancas cun in model da trais onns possian cuntinuar cun quel, è quai vegnì permess ad ellas en l'ordinaziun concernent l'admissiun d'uffants da quatter onns en scolina.

En il fratemp è il basegn per scolinas da trais onns s'augmentà cleramain er en il Grischun tudestg e rumantsch. Tras questa pussaivladad pon numnadamain vischnancas pli pitschnas mantegnair la scolina en il vitg e la manar cun ina gruppa raschunaivla dal punct da vista pedagogic. Sin fundament da quests fatgs vegni ad esser pussaivel a partir dal proxim onn da scola d'introducir la scolina da trais onns en tut las vischnancas. L'ordinaziun respectiva vegn midada correspundenta-main. Perquai ch'il chantun resguarda dus onns da scolina avant l'entschatta da la scola sco suffizients, na vegn el anc adina betg a subvenziunar periodas pli lungas. Cun la revisiun parziala vegn dentant augmentada la libertad d'agir da las vischnancas. Per il chantun na resultan nagins custs supplementars.

Agid umanitar

I vegnan concedidas contribuziuns d'agid umanitar d'in import total da 22'000 francs a:

- Crusch cotschna svizra en favur da "Agid a la populaziun dal sid da l'Africa",

- Amis svizzers dals vitgs d'uffants SOS en favur dal project "Construcziun dal vitg d'uffants SOS a Monaragala, Sri Lanka",

- Helvetas en favur dal project "Postcosecha, reducziun da perditas da la segunda racolta a Paraguay", e

- Servetsch dals Svizzers a l'exteriur dal departament federal dals affars exteriurs en favur da las "subvenziuns 1999/2000 a las societads svizras d'agid a l'exteriur".

Da las vischnancas

La vischnanca da Puschlav dastga manar ina classa da tscherna da professiun (dieschavel onn da scola) durant in'emprova che dura ad interim trais onns.

Las constituziuns communalas da Pagig, Riein e Medel/Lucmagn vegnan approvadas.

La revisiun parziala da la planisaziun locala da Rueun vegn approvada, quella da Ruschein per part.

Per differents projects da construcziun da vias en il chantun vegnan dads libers credits d'in import total da var quatter milliuns francs (lavurs da cuvrida en la Viamala, sin il traject Soazza-San Bernardino e tranter Fideris Au e Küblis, correcziun da la via dal Bernina tranter Resgia-Montebello, acquist da terren per la correcziun da la via dal Güglia en il sectur dal Crap Ses e nova via da velos Campagnastrasse a Panaduz).

Persunal

René Simeon, naschì 1964, da Panaduz, domicilià a Cuira, daventa medi superiur a l'ospital da dunnas Fontana a Cuira.

Chanzlia chantunala dal Grischun

Gremi: regenza

Funtauna: rg chanzlia chantunala dal Grischun

Data: 16.03.2000