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P. Rupert (Meinrad) Kälin von Einsiedeln
Geburtsjahr: 1683 |
Todesjahr: 1742
Professbuch:
Band B, Nr. 267
Kapitel:
9. Professen unter Abt Maurus von Roll 1698-1714.
P. Rupert (Meinrad) Kälin von Einsiedeln
Professjahr: 1704
Professbuchtext:
P. Rupert (Meinrad) Kälin von Einsiedeln. Geboren den 2. Dezember 1683 als Sohn des Georg Kälin und der Maria Lienhard, einer Schwester des P. Fintan Lienhard in Pfäfers, der P. Rupert die Primizpredigt hielt. Geboren 2. Dezember 1683. Profeß 25. März 1704. Priester 2. Juni, Primiz 10. Juni 1708.
P. Rupert wirkte zuerst als Lehrer der Rhetorik und als Kapellmeister (1714); kurze Zeit war er auch Direktor der Stiftsdruckerei und deren Korrektor. 1720, den 13. Januar, wurde er nach Sonnenberg geschickt, um bei P. Johannes das Anfertigen des Direktoriums zu erlernen. Am 23. Februar 1720 wurde er Vizepräses der Rosenkranzbruderschaft, bald darauf Präses. 1721 war er immer noch Lehrer der Rhetorik und der Humaniora. Er war auch Beichtiger für die Au; 1739 war er bereits Beichtiger in Fahr, wo er den 4. Januar 1742 im Alter von 58 Jahren starb. «Triginta fere annis constanter in vinea Mariana laboravit; docuit enim ter rhetoricam; musicam adornavit diutissime ut praefectus eiusdem; in cathedra et confessionali impiger; a typographia per sedulam correctionem errores abegit; SS. Rosarii laudes et vim egregie commendavit inque cordibus auditorum renovavit; Moniales in Augia paterno solatio replevit, ut aliud fere solatium non admittere viderentur; tandem et Fahrae Monialium curae praefectus cum laude id obivit, quo tandem ex apoplexia in Domino requievit.»
Als Lehrer und Präses der Rosenkranzbruderschaft war P. Rupert auch dichterisch sehr tätig. Er führte eine Reihe von Komödien auf, so den 15. August 1717 eine schöne und kurze Exhibition, in welcher Gerechtigkeit und Gnade um einen verzweifelten Sünder stritten, wobei die Gnade obsiegte. Das Spiel wurde nur von Knaben aufgeführt314
. Wiederum den 15. August 1720 wurde eine von ihm verfaßte Comoediola aufgeführt «at valde frigida et insipidaa P. Ruperto K. alias in componendo vir egregius at in repraesentando nullius florei» (Rusconi). 1722, am Neujahrstage, «exhibierten die Scholares im Konvent ein von ihm verfasstes Stück. Repraesentabatur amor Divinus, qui pro genere humano satisfacere cupiebat, etiam repugnante Justitia. Dum hic sum nullae comoedia tarn bene, tam pulchre agebatur». Besonders zeichnete sich dabei Jakob von Rechberg, der spätere P. Thomas, aus, der den Amor divinus spielte (Rusconi). Noch dreimal wurden in diesem Jahre von ihm verfaßte Stücke ausgeführt: am 14. Mai, als Nuntius Passionei kam, gaben die Schüler eine kleine Komödie zum besten; anläßlich der Prämienverteilung wurde am 24. September im Refectorium das Martyrium S. Viti gegeben und am Rosenkranzsonntag, den 4. Oktober, wurde das Martyrium Cathachnunzei nobilis Japonensis sub Quabacondo Imperatore Japoniorum gespielt; Regisseur war dabei P. Plazidus Beuret. Am Einsiedlerfest 1723, den 18. Juli, kam eine Komödie zur Aufführung: «Daemon cum peccatis capitalibus, qui mundum suis casibus involvere nitentur, sed per S. Scapulare B. V. M. eluduntur»; die Regie hatte diesmal P. Wolfgang Kienberger unter sich. Wahrscheinlich war auch die am Rosenkranzfest aufgeführte Komödie: «de tribus Equitibus Jerosolimitanis a Sultano Turca captis sed per B. V. M. liberatis» von ihm315
.