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Irland hatte für drei Milliarden Euro ein Aktienpaket von 25 Prozent am Markt verkauft. Damit hat der Staat in etwa die Hälfte der 21 Milliarden Euro wieder rausbekommen, die er für die Rettung des Instituts ausgegeben hatte. AIB ist der drittgrösste Bankbörsengang in Europa seit der weltweiten Finanzkrise 2008 und die grösste Emission in London seit sechs Jahren.
Sollte die Nachfrage nach den Papieren hoch bleiben, könnte der Staat in den kommenden Wochen weitere 400 Millionen Euro durch die Platzierung der Mehrzuteilungsoption einnehmen. Weitere Anteilsverkäufe hatte Irland ursprünglich bis Ende 2018 ausgeschlossen. Man könne dies angesichts des Erfolgs des AIB-Börsengangs jedoch überdenken, sagte Finanzminister Paschal Donohoe vergangene Woche.
AIB-Chef Bernard Byrne riet der Regierung, bald weitere Anteile auf den Markt zu werfen. "Wenn es eine Gelegenheit gibt, sollte man sie nicht verpassen", sagte Byrne der Nachrichtenagentur Reuters. "Es ist ihre Entscheidung, aber es hat sich gezeigt, dass es im Moment eine sehr grosse Nachfrage gibt."
Das Geldhaus war während der Finanzkrise in Schieflage geraten, wurde 2009 vom Staat gerettet und anschliessend nahezu komplett übernommen. Nach jahrelanger Sanierung war die AIB vor drei Jahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Als erste vom Staat aufgefangene irische Bank sieht sich das Institut mittlerweile wieder in der Lage, eine Dividende zu zahlen.
(AWP)