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Pssst! Bitte seid leise! Der Dahu ist ein sanftes, aber auch sehr furchtsames Tier. Falls du das Glück haben möchtest, ihn zu Gesicht zu bekommen, solltest du dich in unsere Wälder begeben und seinen charakteristischen Ruf, bzw. sein unverkennbares «Pfeifen» nachahmen. Aber sei bitte vorsichtig, wenn du dich hinter ihm befindest: Falls er sich umdreht, könnte er umfallen.
Der Dahu ist nämlich kein Tier wie jedes andere. Als naher Verwandter der Gams ist er so gross wie sie, besitzt das gleiche braun-graue seidige Fell, hat aber auch ein besonderes Erkennungszeichen: Um sich besser an das bergige Gelände anpassen zu können, sind die Läufe des Dahus Rupicapra Vacca Montanus auf der einen Seite kürzer als auf der anderen. Er gewinnt dadurch an Stabilität, verliert aber leider an Mobilität: Aufgrund seines besonderen Körperbaus ist der Dahu gezwungen, immer in die gleiche Richtung zu laufen, und er kann nicht umdrehen. Der Dahu hat übrigens zwei Unterarten, die entweder rechts oder links zwei längere Beine haben:
– Beim «rechtsläufigen» Dahu (dahus dextrogyrus) sind die beiden linken Beine länger, sodass er sich nur im Uhrzeigersinn fortbewegen kann.
– Der «linksläufige» Dahu (dahus levogyrus) ist durch seine längeren rechten Läufe gezwungen, gegen den Uhrzeigersinn am Hang entlangzurennen.