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Es war das schlimmste Unglück in der Geschichte des Bergsteigens am Mount Everest: Vor fast einem Jahr löste sich eine riesige Eislawine im Khumbu-Gletscher und tötete 16 Nepalesen. Die Saison wurde daraufhin abgeblasen.
Nun erhalten die 334 Bergsteiger, die nach dem Unglück ihre geplante Mount-Everest-Bezwingung aufgeben mussten, eine zweite Chance: Die 10'000 Dollar teuren Genehmigungen zum Gipfelsturm werden bis zum Jahr 2019 verlängert.
Die Bergsteiger könnten zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der nächsten fünf Jahre zurückkehren und den Aufstieg versuchen, sagte ein Sprecher des nepalesischen Tourismusministeriums.
Allerdings muss jeder Bergsteiger noch einmal 1000 US-Dollar zahlen, weil die Gebühren für Expeditionen für dieses Jahr von 10'000 auf 11'000 US-Dollar pro Person angehoben wurden. Solo-Bergsteiger, die bislang 25'000 US-Dollar hinblättern mussten, zahlen nun ebenfalls 11'000 US-Dollar.
Sicherere Route wird vorbereitet
Die kurze Bergsteigersaison am höchsten Berg der Welt (8848 Meter) dauert von April bis Ende Mai, wenn die günstigsten Wetterbedingungen herrschen. Nach dem Unglück im vergangenen Jahr hat Nepal eine Reihe von Verbesserungen angekündigt. So sollen Ärzte in den Basislagern stationiert und die Wettervorhersagen verbessert werden.
Zudem wird nun eine sicherere Route zum Gipfel vorbereitet. «Der Khumbu-Eisbruch, an dem die Lawine vergangenes Jahr abging, gilt als schwieriger Weg», sagte der Vizepräsident des nepalesischen Verbands für die Ausbildung von Bergführern. «Deshalb werden wir in diesem Jahr eine zentralere Route benutzen, die den linken Teil des Gletschers meidet.» Auf dem neuen Pfad sei die Lawinengefahr geringer.
Mit dem Entscheid der Regierung Nepals auf den letzten Drücker, die diesjährigen Genehmigungen für den Aufstieg auf den Mount Everest zu erteilen, ermöglicht sie unzähligen Bergsteigern den Traum vom Everest-Aufstieg.