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Kritik zum Film «Warm Bodies» von Regisseur Jonathan Levine
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Land: USA
Jahr: 2013
Regisseur: Jonathan Levine
Schauspieler: Teresa Palmer, Dave Franco, Nicholas Hoult, John Malkovich, Analeigh Tipton, Cory Hardrict, Rob Corddry, Patrick Sabongui, Justin Bradley, Debbie Wong, Diana Laura, Tod Fennell…
Laufzeit: ca. 97 Minuten
Altersfreigabe: Ab 14 Jahren
Release-Datum: 21. Februar 2013 (Kino – Ascot Elite)
Offizielle Homepage: www.facebook.com/warmbodiesswitzerland
Inhalt: Nach einer Seuche ist der Grossteil der amerikanischen Bevölkerung zu Zombies geworden und wandelt stöhnend schlürfenden Schrittes durch die Strassen auf der Suche nach menschlicher Beute. Diese hat sich zum Schutz in einer Stadt verbarrikadiert und versucht dem Schrecken durch die Untoten zu entgehen. Als sich der Zombie R (Nicholas Hoult) eines Tages in Richtung Stadt auf Nahrungssuche begibt, sieht er das menschliche Mädchen Julie (Teresa Palmer), das von einigen Untoten angegriffen wird. Kurzentschlossen beschliesst er sie zu retten und versteckt sie in seinem Zuhause, einer abgestürzten Boeing 747. Bald merkt Julie, dass R anders ist als die übrigen Zombies. Durch den Verzehr von Gehirnen hat er die Erinnerungen seiner Opfer übernommen und ist dadurch zu Gefühlen fähig. Ausserdem ist er mehr und mehr in der Lage, vollständige Sätze zu sprechen und verweigert fortan sogar den Verzehr von Menschenfleisch, um wieder menschlicher zu werden. Obwohl R und Julie erste zarte Bande knüpfen, muss sie zurück in die Stadt und lässt R mit gebrochenem Herzen zurück. Getrieben von dem Wunsch, sie wiederzusehen, fasst er den Plan sich in die Stadt einzuschleichen… (Ascot Elite)
Einige Bilder zum Film
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Mein Fazit:
„Warm Bodies“ ist der 4. Film von Regisseur Jonathan Levine. Sein Film-Debüt gab Levine 2006 mit dem eher schlechten Horrorstreifen „All the Boys love Mandy Lane„. Seine nächsten beiden Filme, „The Wackness“ und „50/50„, waren jedoch vorzüglich und überzeugten mit einfühlsamen Geschichten und grossartigen Soundtracks. Und jetzt also „Warm Bodies“ – Eine Liebes-Komödie mit Zombies.
Die Twilight-Verbindung, welche prominent auf dem Plakat angepriesen wird, ist völlig deplatziert. Dies wirkt höchstens abschreckend gegenüber einer männlichen Zielgruppe, die sich aber durchaus auch am Film erfreuen könnten. „Warm Bodies“ hat schlussendlich so viel mit einem „Twilight“-Film zu tun, wie ein Apfel mit einer Birne.
Die erste Hälfte des Filmes ist eine witzige Zombie-Persiflage à la „Shaun of the Dead„. Levine beweist hierbei ein gutes Händchen: Der Entscheid, die Geschichte aus der Sicht eines Zombies zu erzählen, erweist sich als Glücksgriff. Durch diese Erzählperspektive entstehen sehr lustige Szenen mit unglaublich viel Situationskomik.
Sonst bietet die Geschichte jedoch nicht viel. Die Story um den verliebten Zombie R und seine auserwählte Dame Julie, verläuft nach Schema F und streift derweilen sogar den Rand vom Kitschigen. Horror & Zombie-Liebhaber werden hier wohl die Nase rümpfen.
Das eigentliche Highlight von „Warm Bodies“ ist der Soundtrack. Grandiose Bands wie Bon Iver, M83 und The National sind prominent im Film vertreten. Levine setzt die Lieder gekonnt in Szene, so dass der Sound und nicht die Bilder aim Vordergrund steht.
„Warm Bodies“ kann leider nur begrenzt überzeugen. Vor allem wenn man weiss, dass Jonathan Levine viel besser Geschichten erzählen kann, als er das hier tut. Der Zombie-Teil des Filmes ist zwar witzig, kann jedoch in keiner Weise mit z.B. einem „Shaun of the Dead“ mithalten. Die Zombie-Jokes sind nett, der Soundtrack ist fett. That’s it.
3/5 Totenköpfen
US-Trailer
Schweizer Trailer
Bilder: © Ascot Elite. All Rights Reserved.