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Für die meisten Frauen, die sehr unter den Beschwerden vor der Menopause leiden, ist eine Hormontherapie die wirkungsvollste Methode. Dennoch könnten begleitend Alternativen sinnvoll sein und sich auch für weniger ausgeprägte Symptome als Massnahmen eignen. Yoga, Achtsamkeit und Stressreduktion, Entspannungstechniken, Massagen und Akupressur kommen bereits zum Einsatz. In der neuen Studie standen die therapeutische Berührung und Musik im Fokus. Therapeutische Berührungen sollen energetische Blockaden lösen und ausgleichend auf die Energieflüsse wirken. Bei der Energietherapie nutzt der Therapeut seine heilende Energie, sein Biofeld, und beeinflusst das der anderen Person durch die Bewegung seiner Hände über dem Körper.
Die Studie
108 Frauen wurden in drei Gruppen unterteilt: Bei einer Gruppe wurde für vier Wochen einmal pro Woche die therapeutische Berührung angewendet, Gruppe zwei wurde gebeten, in diesen vier Wochen jeden Abend 30 Minuten lang vor dem Schlafengehen Musik zu hören und die dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe ohne solche Massnahmen. Vorab wurden die Daten zu den Wechseljahresbeschwerden (Menopause Rating Scale), der Schlafqualität (Pittsburgh Sleep Quality Index) und der auf die Menopause bezogenen Lebensqualität mittels Fragebögen erhoben. Nach Ablauf der vier Wochen hatte sich bei der Musik- und Berührungsgruppe jeweils eine Verbesserung der Werte gezeigt. In beiden Gruppen hatten sich die Schlafqualität, Schlafstörungen und die Schlaflatenz, also die Einschlaffähigkeit, signifikant verbessert. Darüber hinaus zeigte sich auch eine positive Tendenz bei der Lebensqualität und bei der Reduktion der Symptome.
Die Autoren möchten die Studie an einer grösseren Anzahl an Frauen wiederholen, um die Wirksamkeit dieser potenziellen Vorteile zu bestätigen. Musik und therapeutische Berührungen sind nebenwirkungsfrei und kosteneffizienter als pharmazeutische Lösungen und daher besonders interessant.
Häufige Beschwerden der Menopause
Die Wechseljahre verlaufen individuell sehr unterschiedlich – während manche Frauen länger und sehr intensiv unter den Symptomen der Hormonumstellung leiden, verläuft sie bei anderen mild. Zirka je ein Drittel der Frauen klagt über keine, leichte bis mittlere oder starke Beschwerden. Ein Jahr nach der letzten Periode spricht man von der Menopause, davor sind es die Wechseljahre. Der Prozess kann zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren andauern.
Häufige Symptome sind:
- Hitzewallungen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schlafstörungen
- Gereiztheit und Nervosität
- Veränderung von Haut und Haaren
- Vaginale Trockenheit und eine verminderte Libido
- Unregelmässigkeiten im Zyklus bis zum Aussetzen der Menstruation
- Gewichtszunahme
Es gibt vielfältige Ansätze, um die einzelnen Symptome zu behandeln oder mit einer ganzheitlichen Therapie diese Lebensphase zu erleichtern. Die Möglichkeiten reichen von Anpassungen des Lebensstils bis hin zur Hormonersatztherapie, je nachdem wie stark die Lebensqualität der Frau beeinträchtigt wird.
Wer sich für sein eigenes Rating interessiert, kann selbst den Test machen und herausfinden, wo man auf der Menopause Rating Scale rangiert. Sind die Beschwerden eher stark, lohnt sich der Besuch beim Hausarzt oder bei einem Spezialisten, um die Symptomatik zu behandeln und die Lebensqualität zu steigern.