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I Was a Male War Bride
Regie: Howard Hawks
Darst.: Cary Grant, Ann Sheridan, Marion Marshall, Randy Stuart, Bill Neff, King Donovan, Charles B. Fitzsimons, Robert Stevenson, Otto Waldis, Robert Adair u.a.
Der Franzose Henri versieht 1949 seinen Dienst im Hauptquartier der U.S. Army in Heidelberg. Er ist Verbindungsoffizier der alliierten Streitkräfte und erhält einen brisanten Auftrag: Zusammen mit der US-Offizierin Catherine soll er im mehrere hundert Kilometer entfernten Bad Nauheim einen Deutschen ausfindig machen, der den Alliierten im besetzten Nachkriegsdeutschland bei der Bekämpfung des Schwarzmarktes nützlich sein kann. Catherine kennt Henri von einem früheren gemeinsamen Einsatz und ist alles andere als begeistert über diese Dienstreise, denn sie hat ihn als notorischen Frauenhelden in Erinnerung. Mit einem Motorrad mit Seitenwagen geht es los, mit Catherine am Lenker, weil nur sie den entsprechenden Führerschein hat. Unterwegs muss sie die Avancen des offensichtlich ernsthaft in sie verliebten Henri mehrfach handfest abwehren. Doch als bei einem Unfall der Seitenwagen samt Henri in einem riesigen Heuhaufen landet, gesteht überraschenderweise auch sie ihm ihre Liebe. Als sie den Auftrag erfolgreich ausgeführt haben, begibt sich das Paar nach der Rückkehr in die Residenz des zuständigen Offiziers zwecks Bekanntgabe der Heiratsabsicht. Aber: Alle Hochzeiten zwischen US-Militärpersonal und Alliierten – Aliens nennt sie die zuständige Sekretärin – bedürfen der Genehmigung durch das Oberkommando. Was nun folgt, ist ein wilder Trip durch einen irrsinnig gewordenen Paragrafendschungel … Cary Grant ist in dieser klassischen Screwball Comedy, von Altmeister Howard Hawks hervorragend elegant inszeniert, in komödiantischer Höchstform und spielt mit vollem Körpereinsatz. In der Demontage tradierter Männlichkeit mutet Hawks seinem Protagonisten groteske Verrenkungen zu – immer wieder muss sich der grossgewachsene Schauspieler wie eine Fledermaus zusammenfalten: im Seitenwagen, in einem Sessel, in einer Badewanne –, um ihn zuletzt in Rock und Perücke zu stecken, was der überlegen lächelnde Antiheld stoisch hinnimmt. Seine Filmpartnerin Ann Sheridan bietet ihm und ihren bürokratischen Landsleuten in ungemein witzigen, oftmals improvisierten Dialogen Paroli. Das Lexikon des Internationalen Films schreibt: «Übermütige, sehr witzig gespielte Verkleidungsgroteske; eine treffsichere Parodie auf amerikanischen Bürokratismus.»