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Nach über 100jährigem Dornröschenschlaf der Partituren wurde die „Messa per Rossini“ 1988 in Stuttgart unter Helmuth Rilling uraufgeführt. 1989 veröffentlichte hänssler CLASSIC in Cooperation mit dem SWR diese Aufnahme. Die internationale Presseresonanz war überragend. Die Totenmesse zum Gedächtnis für Gioacchino Rossini, ein nahezu zweistündiges Werk – besetzt mit fünf Soli, Chor und grossem Orchester – lag im Jahr 1869 komplett in handschriftlicher Partitur vor, geschrieben von dreizehn italienischen Komponisten. Die Messe sollte, auf Wunsch des Initiators Guiseppe Verdi, mindestens einmal, und zwar in Bologna, aufgeführt werden. Das Unternehmen scheiterte an organisatorischen, finanziellen, ideologischen und kulturpolitischen Gründen. Mit dieser Wiederveröffentlichung möchte hänssler CLASSIC nochmals unterstreichen, wie wichtig diese Aufnahme für die Musikwelt ist – es gibt weltweit keine weitere Veröffentlichung dieses Werks. Zudem zeigt die Aufnahme einen Querschnitt italienischer Komponisten, die grösstenteils und zu Unrecht in Vergessenheit gerieten.