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Das Swiss Open endet bei Traumwetter nicht mit der Sensation. Der italienische Routinier Fabio Fognini gewinnt den Final gegen den deutschen Qualifikanten Yannick Hanfmann mit 6:4, 7:5.
Am Ende entschieden die grössere Klasse, die Erfahrung und die grösseren Kraftreserven zu Gunsten von Fabio Fognini (ATP 31). Yannick Hanfmann (ATP 170) wirkte im Final nicht mehr so schnell und vif wie in den Runden zuvor. Zwar erreichte auch Fognini den Final mit lauter Dreisatzsiegen, der Italiener profitierte aber im Gegensatz zu Hanfmann in den Sechzehntelfinals von einem Freilos und musste sich nicht vor einer Woche erst noch fürs Hauptfeld qualifizieren. Fognini stand inklusive dem 94-minütigen Final in Gstaad sieben Stunden und 11 Minuten auf dem Platz. Hanfmann, der innerhalb von acht Tagen sieben Partien bestritt, brachte es sogar auf elf Stunden und 12 Minuten.
Fognini triumphierte als erster Italiener seit Nicola Pietrangeli 1963 am Swiss Open. Er nützte gleich seinen ersten Matchball und gewann seinen fünften Titel auf der ATP Tour (alle auf Sand).
Finalverlierer Yannick Hanfmann steckte die Niederlage schnell und problemlos weg. Er hatte nie und nimmer damit gerechnet, an seinem erst dritten ATP-Turnier (nach Viertelfinal in München und Achtelfinal in Stuttgart) schon einen ersten Final zu erreichen. Die Eltern reisten für das Highlight aus Karlsruhe an. Am Ende fehlte in Hanfmanns Märchen aber das Happy-end - genau gleich wie vor 31 Jahren, als der Dübendorfer Roland Stadler als Qualifikant den Final in fünf Sätzen gegen Stefan Edberg verlor.
Der Brasilianer Thomaz Bellucci bleibt vorerst der einzige Qualifikant, der das Gstaader Traditionsturnier gewinnen konnte (2009).
SDA-ATS