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Von Juni bis Oktober 2016 zeigt das Kunstmuseum Bern in der Ausstellung «Without Restraint» eine Auswahl von Werken zeitgenössischer mexikanischer Künstlerinnen aus der Daros Latinamerica Collection in Zürich, erstmals vereint unter einem Dach. «Die Fotografien, Videos, Objekte und Installationen von Ximena Cuevas (*1963), Claudia Fernández (*1965), Teresa Margolles (*1963), Betsabeé Romero (*1963), Maruch Sántiz Gómez (*1975), Teresa Serrano (*1936) und Melanie Smith (*1965) greifen das Konzept der nationalen Identität in Mexiko auf und stellen die traditionelle Rolle und den sozialen Raum in Frage, die Frauen und Minderheiten von der herrschenden Machthierarchie zugewiesen werden. Die sieben Künstlerinnen unterwandern die bestehende Ordnung des Alltags und die Routine, die Frauen in ein Labyrinth tradierter Archetypen verbannen, und tragen dadurch zu einem umfassenderen feministischen Diskurs bei. Themen wie Leben und Tod, der geschändete Körper, Identität und Migration, Natur und Metropole werden in ihren Werken kritisch untersucht.»
Parallel dazu präsentiert das Kino Rex von Juni bis Oktober zweimal wöchentlich Filme von mexikanischen Regisseuren und Regisseurinnen, die sich mit der Rolle der Frau befassen. Neben Werken von Emilio Fernández aus dem «Goldenen Zeitalter» der mexikanischen Filmindustrie in den 1940er Jahren, die für die enge Verflechtung zwischen einer archetypischen Darstellung der Frau und dem Konzept der nationalen Identität (mexicanidad) im post-revolutionären und machistischen Mexiko stehen, Filme von jüngeren Filmemacherinnen wie Busi Cortés, Dana Rotberg, Guita Schyfter und Marisa Sistach, die sich produktiv, kritisch, provokativ damit auseinandersetzen und eine ganz andere weibliche Identität sichtbar machen.
Zum neuen mexikanischen Kino siehe auch Filmbulletin 6.16