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Die „Verwertungsbefugnis“ ist ein zentraler Begriff im Urheberrecht, der das Recht eines Urhebers bezeichnet, sein Werk wirtschaftlich zu nutzen oder anderen die Nutzung zu gestatten. Dieses Recht ist ein wichtiger Bestandteil des Urheberrechts, das die persönlichen und wirtschaftlichen Interessen der Urheber von Werken der Literatur, Kunst, Musik, Film, Software und anderen Bereichen schützt.
Die Verwertungsbefugnis kann in zwei Formen auftreten: einfach oder ausschließlich. Eine einfache Verwertungsbefugnis erlaubt es dem Urheber oder dem Inhaber des Nutzungsrechts, das Werk selbst zu nutzen oder anderen die Nutzung zu gestatten, ohne das Recht zu verlieren. Im Gegensatz dazu ermöglicht eine ausschließliche Verwertungsbefugnis dem Urheber oder dem Inhaber des Nutzungsrechts, das Werk allein zu nutzen oder anderen die Nutzung ausschließlich zu gestatten und andere von der Nutzung auszuschließen.
Die Verwertungsbefugnis umfasst verschiedene Arten der Werknutzung. Dazu gehören die Vervielfältigung, die beispielsweise das Kopieren oder Speichern eines Werkes auf einem Datenträger umfasst, die Verbreitung, die das Anbieten oder Inverkehrbringen eines Werkes an die Öffentlichkeit beinhaltet, die öffentliche Wiedergabe, die das Aufführen, Vorführen, Senden oder Zugänglichmachen eines Werkes für die Öffentlichkeit umfasst, und die Bearbeitung, die das Umgestalten oder Abwandeln eines Werkes beinhaltet. Diese verschiedenen Aspekte der Verwertungsbefugnis sind in § 15 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) geregelt.
Die Verwertungsbefugnis spielt eine entscheidende Rolle im Kontext des geistigen Eigentums. Sie ermöglicht es den Urhebern, ihre Werke zu schützen und gleichzeitig deren Nutzung durch andere zu ermöglichen. Sie fördert nicht nur die Verbreitung und Zugänglichkeit von Kultur und Wissen, sondern trägt auch zur Förderung von Innovation und Kreativität bei.