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Der 20-jährige Berner Oberländer Kilian Wenger gewann den Titel beim Eidgenössischen in hochüberlegener Manier mit Siegen in allen acht Kämpfen. Über 250'000 Menschen kamen zum Schwing- und Älplerfest nach Frauenfeld.
Wenger, der Metzgerlehrling aus Horboden im Diemtigtal, stand zwar schon vor dem Schlussgang gegen den Innerschweizer Martin Grab als Festsieger fest. Den Titel des Schwingerkönigs sicherte er sich aber erst durch den Sieg in der Endausmarchung. Mit Wenger stellten die Berner zum ersten Mal seit 18 Jahren wieder den Schwingerkönig.
Bei einer Niederlage hätte das Kampfgericht den Entscheid fällen müssen, ob sich der junge Berner Oberländer Schwingerkönig oder lediglich "Erstgekrönter" hätte nennen dürfen. Der enttrohnte König Jörg Abderhalden wurde Zweiter.
Wenger war mit dem Vorsprung von 1,75 Punkten zum Schlussgang angetreten. Die uneinholbare Marge hatte sich nach dem siebenten Gang ergeben. Letztmals hatte Ernst Schläpfer vor 30 Jahren alle acht Gänge gewonnen.
Derweil Wenger mit einer weiteren blanken Zehn den überraschenden Appenzeller Michael Bless bodigte, trennten sich seine ersten Verfolger im Klassement, Martin Grab und Christian Stucki, mit einem Gestellten.
Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest ist ein Ringerturnier der besonderen Art. Über 250'000 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen heuer, um zu erleben, wie ein Schweizer König gekürt wird.
swissinfo.ch und Agenturen