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Sie werden sicher staunend beobachten, wie sich Ihre Brüste während der Schwangerschaft verändern – vor allem, wenn dies Ihre erste Schwangerschaft ist.
Die Brust reagiert schnell auf eine Schwangerschaft
Die Veränderungen treten schon bald, nachdem sich die Eizelle in der Gebärmutterwand eingenistet hat, auf. So bereiten siech die Brustdrüsen bereits jetzt auf das Stillen vor.
Sie werden merken, dass Ihre Brust grösser, geschwollen und etwas fester ist. Sie fühlt sich ungefähr so schwer und empfindlich an wie vor der Periode. Vielleicht verspüren Sie auch ein leichtes Kribbeln und bemerken, dass die Venen in Ihren Brüsten stärker sichtbar sind.
Die Brustwarzenhöfe färben sich dunkel und die Brustwarzen werden grösser. Die sogenannten Montgomery-Drüsen sondern eine ölige Substanz ab. Diese hält die Brustwarzen weich und geschmeidig und bereitet sie so auf die Beanspruchung in der Stillzeit vor.
Dies sind alles Symptome des veränderten Hormonspiegels. Östrogen und HPL (Humanes Plazenta-Laktogen) bewirken die Entwicklung der Milchdrüsen. HPL ist darüber hinaus für die Brustvergrösserung verantwortlich. Trotzdem sollten Sie natürlich Ihre Frauenärztin informieren, wenn Sie Knoten ertasten, die vor der Schwangerschaft nicht vorhanden waren.
Die Vormilch wird gebildet
Nach der 12. Schwangerschaftswoche werden die Brustwarzen noch dunkler, Brust und Brustwarzen vergrössern sich weiter. Spannungsgefühle und Schmerzen in diesem Bereich lassen zwar meist nach, die Venen auf den Brüsten treten aber noch deutlicher hervor.
Bei einigen Frauen tritt zum Ende des zweiten Trimenons eine weisslich-gelbe Flüssigkeit aus den Brustwarzen aus, die Vormilch oder Kolostrum genannt wird. Sie dient Ihrem Baby in den ersten Tagen nach der Geburt als Nahrung, ist reich an Protein, Abwehrstoffen und Vitaminen und ausserdem leichter verdaulich als die reife Muttermilch. Bei Austreten blutiger Flüssigkeit aus den Brustwarzen sollten Sie Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme informieren.
Das hilft gegen das Spannungsgefühl in den Brüsten
Damit Sie sich wohler fühlen und um das Bindegewebe zu stützen, empfiehlt sich die Anschaffung eines gut sitzenden BHs zu Beginn der Schwangerschaft. Dieser leistet unter Umständen auch nachts gute Dienste. Frauen mit kleineren Brüsten kommen oft auch mit einem Bustier zurecht. Ausserdem hilft bei spannenden, schmerzenden Brüsten ein Vollbad oder ein warmer Umschlag mit Lavendel.
Ein Abhärten der Brustwarzen durch Reiben mit einem Frotteetuch oder mit einer Zahnbürste wird nicht mehr empfohlen, solche Massnahmen können vorzeitige Wehen auslösen. Vorbeugend gegen wunde Brustwarzen wirken beim Stillen vor allem das richtige Anlegen und eine gute Stillhaltung.