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Games haben seit ihrer Entstehung einen Quantensprung hingelegt. Wie sehr sie sich in den letzten 60 Jahren verändert haben, zeigen die folgenden Beispiele.
Eine der ersten Erfindungen, die als Videospiel bezeichnet wird, ist das über 50 Jahre alte «Tennis for Two». Für den Besuchertag des US-Forschungszentrums Brookhaven National Laboratory entwickelte William Higinbotham auf einem analogen Computer und dem Display eines Oszilloskops ein kleines Tennisspiel. Es diente dazu, Atomenergie zu bewerben.
Ähnlich rudimentär wie «Tennis for Two» war das Game «Spacewar!». Gespielt wurde zu zweit, weil der Computer nicht leistungsfähig genug war, um einen Gegner zu simulieren. Entwickelt hat es Steve Russel an der Technischen Universität MIT in den USA.
Die meisten Menschen verbinden mit «Pong» das erste Videospiel. Es ist zumindest das erste Spiel, das weltweit Erfolg hatte. Ralph Baer entwickelte es für die Firma Magnavox. Nolan Bushnell, Gründer von Atari, sah es und beauftragte wiederum Allan Alcorn, es für die eigene Firma zu produzieren. Weil der Name Ping Pong geschützt war, einigte man sich auf «Pong». Der Rest ist Geschichte.
Nolan Bushnell entwarf das Design für «Breakout», während die Spielelektronik von Apple-Mitgründer Steve Wozniak stammte, der damals noch für HP arbeitete. 1978 erschien die farbige Version für den Atari 2600.
«Asteroids» setzte statt auf Pixel auf die sogenannte Vektorgrafik. Das heisst, das Spiel bestand vollständig aus Linien. Daraus entstand der unverkennbare Look und das flüssige Spielgeschehen, das mit Pixeln nicht möglich war. Lyle Rains und Ed Logg von Atari entwarfen das Spiel.
Das Spiel, das wir alle als «Pac-Man» kennen, erschien 1980 in Japan unter dem Namen «Puck Man». Weil man in den USA befürchtete, der Name könnte zu leicht wegen eines ähnlichen Worts, das mit F anfängt, missbraucht werden, änderte man ihn in «Pac-Man».
So langsam nehmen die Spiele bekannte Formen an. «Mario Bros.» vom berühmten japanischen Schöpfer Shigeru Miyamoto erschien wie die meisten Spiele damals zuerst auf Spielautomaten.
Einen riesigen grafischen Sprung machte das cinematische «Dragon’s Lair». Es wurde für die sperrigen Laserdiscs entwickelt und anfangs auch gleich mit dem entsprechenden Abspielgerät ausgeliefert. Dank dem ehemaligen Disney-Zeichner Don Bluth sah das Spiel aus wie ein Trickfilm. Das Gameplay beschränkte sich meist auf kurze Reaktions-Spielchen.
Nintendo macht mit der Kultkonsole NES Spielen zum Massenphänomen wie kein zweites Unternehmen. Das 8-bit-Gerät brachte unzählige fantastische Spiele hervor wie beispielsweise den Klassiker «Super Mario Bros.».
Sega, der damals grösste Konkurrent von Nintendo, legte mit der 16-Bit-Konsole Sega Mega Drive noch eine Schippe drauf. Vorzeigespiel war das rasante «Sonic The Hedgehog».
Mit «Doom» erschuf die texanische Firma id einen Meilenstein. Noch nie dagewesene Grafik, ballern aus der Egoperspektive und einen Mehrspielermodus machten das PC-Spiel umgehend zu einem Mega-Hit.
Im gleichen Jahr wie «Doom» erschien noch ein weiteres Computerspiel, das die Branche im Sturm erobern sollte – das Adventure «Myst». Das Spiel war das pure Gegenteil von «Doom». Langsam und gewaltfrei, dafür mit einem bisher ungekannten Detailreichtum. «Myst» verhalf gleichzeitig dem neuen Medium CD-Rom zum Durchbruch.
Der Nintendo 64 besass einen 64-Bit-Prozessor und brachte damit zahlreiche fantastische Spiele hervor. Eines davon hiess «Super Mario 64» und erschien rechtzeitig zum Marktstart. Zum allerersten Mal konnte man sich mit Mario in einem dreidimensionalem Raum bewegen. Ein weiterer Meilenstein der Spielegeschichte.
Das erste Spiel der «Unreal»-Serie erschien 1998 für PC und hinterliess mit seiner beeindruckenden Grafik einen bleibenden Eindruck bei den Spielern.
Bereits der erste Teil begeisterte mit seinen Feuergefechten in Zeitlupe. Der Nachfolger legte grafisch noch einmal nach.
Das blutige Ballergame mit dem Motorsägengewehr war für viele der Kaufgrund für die neue Xbox 360. Noch nie sah man so detailliert, wie jemand sein Inneres nach Aussen kehrte – wortwörtlich.
Die «Crysis»-Serie ist primär für eines berühmt und das ist die Grafik. Schon den ersten Teil konnten die Wenigsten mit allen Details flüssig spielen. Aber auch mit Abstrichen sah das Spiel immer noch unfassbar gut aus.
Die blutigen Kämpfe gegen gigantische Titanen liessen reihenweise Kinnladen herunterklappen. «God of War 3» kitzelte noch einmal ordentlich Leistung aus der PS3 raus.
Zwar nicht unbedingt das Spiel mit der höchsten Pixeldichte dafür der bekannteste Vertreter der Cel-Shading-Technik, die Spiele einen comic-haften Stil verleiht. Games mit fett gezeichneten schwarzen Ränder waren einen Zeitlang omnipräsent. Der Witz daran: «Borderlands 2» benutzt gar kein Cel-Shading, sondern sieht bloss so aus.
Eines der letzten exklusiven Spiele für die betagte PS3 und gleich noch eines der schönsten überhaupt. «The Last of Us» kratzte das letzte bisschen Leistung aus der Maschine bis die Lüfter aufheulten. Das Resultat kann sich sehen lassen.
Das Spiel war zwar zu Beginn geplagt von unzähligen Fehlern, an der wunderschönen Grafik ändert dies nichts. Paris mit seinen Denkmälern und die riesigen wuselnden Menschenmassen bieten ein eindrückliches Schauspiel.
Seit «Tennis for Two» hat die Welt der Spiele einen Quantensprung hingelegt und es geht im Eiltempo weiter. Zwei besondere Highlights, die kürzlich erschienen oder demnächst auf den Markt kommen werden, sind das Rollenspiel «The Witcher 3» und die Rennsimulation «Project Cars». Besonders wer einen potenten PC Zuhause stehen hat, darf sich über diese Grafikbomben freuen.
Wer noch nicht genug hat, sollte sich diese Videos zu Gemüte führen. Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen.