Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/81870

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Klimawandel ist eine Tatsache: Immer häufiger kommt es zu extremen Naturereignissen wie heftigen Regenfällen, Sturmwinden, Erdrutschen und Murgängen, Lawinenniedergängen, Hitzewellen usw., jeweils mit den entsprechenden Auswirkungen (z. B. Überflutung von Kulturen oder Wassermangel, Rückgang der Stromproduktion von Wasserkraftwerken usw.). All dies erfordert eine Karte der Gefahrengebiete und eine Planung der zu ergreifenden Massnahmen (Kontrollen, Verlegung von Strassen und Stromnetzen, Anpassung der anzubauenden Kulturen usw.).</p><p>Hat der Bundesrat bereits entsprechende Massnahmen vorgesehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen seiner Naturgefahrenstrategie unterstützt der Bund die Kantone nicht nur bei der Prävention und der Realisierung von Schutzbauten, sondern auch bei der Erarbeitung von Gefahrenkarten für die verschiedenen Naturgefahrenprozesse (Lawinen, Hochwasser, Rutschungen und Sturzprozesse). Schweizweit sollen die Gefahrenkarten durch die Kantone bis 2011 realisiert werden. Der Bund misst der Erarbeitung dieser Grundlagen sehr grosse Bedeutung bei: Aus diesem Grund beteiligt er sich mit 50 Prozent an diesen Kosten.</p><p>In diesem Zusammenhang hat der Bund den Kantonen auch eine Permafrosthinweiskarte zur Verfügung gestellt, die bei der Abklärung neuer Risiken aufgrund des Permafrostrückganges eingesetzt werden kann. Die ETH Zürich (VAW) führt ein Gletscherinventar, welchem im Zusammenhang mit dem Gletscherschwund ebenfalls einige Bedeutung zukommt.</p><p>Die Erfassung und Kartierung von Risiken bedingt durch die Klimaänderung gestaltet sich schwierig. Das hat damit zu tun, dass sich die Variabilität des Klimas nur schwer systematisch erfassen und räumlich zuordnen lässt. Bei der Erstellung von Gefahrenkarten wird dieser Tatsache mit Überlegungen zu Szenarien und Wahrscheinlichkeiten begegnet.</p>