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Die USA wollen Russlands Vorschlag zu einer internationalen Kontrolle der syrischen Chemiewaffen prüfen. «Wir werden uns die russische Erklärung sehr genau ansehen müssen», sagte die Sprecherin des US-Aussenministeriums, Marie Harf, am Montag in Washington. «Um es klar zu sagen, wir sind sehr skeptisch.» US-Aussenminister John Kerry habe nach dem Vorstoss seines russischen Kollegen Sergej Lawrow mit diesem telefoniert. Dabei sei über die syrischen Chemiewaffen gesprochen worden.
Syrien hat bereits positiv auf den russischen Vorschlag reagiert. Aussenminister Walid al-Mualem sagte in Moskau, er begrüsse diesen Vorstoss. Dass der syrische Präsident Baschar al-Assad den Vorschlag ausdrücklich akzeptiert habe, sagte er aber nicht. Lawrow hatte kurz zuvor erklärt, er wolle die Regierung in Damaskus dazu drängen, ihr Chemiewaffenarsenal unter internationale Kontrolle zu stellen, wenn sich dadurch Angriffe verhindern liessen. Russland ist einer der engsten Verbündeten der syrischen Führung und hat das Land regelmässig mit Waffen beliefert.
Wenige Stunden zuvor hatte Kerry in London gesagt, Assad könne einen US-Militärschlag noch vermeiden, wenn er innerhalb einer Woche alle Chemiewaffen an die internationale Staatengemeinschaft übergebe. Später erklärte sein Ministerium aber, dies sei «rhetorisch» gemeint gewesen. Wenn Assad dies wollte, hätte er es längst getan.
(reuters/tke)