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Straflager in Nordkorea: Amnesty fordert Untersuchung
- Donnerstag, 7. März 2013, 9:30 Uhr, aktualisiert um 11:43 Uhr
Nordkoreanische Straflager schliessen immer mehr umliegende Siedlungen ein. Das zeigen neue Satellitenbilder. Amnesty International schlägt nun Alarm. Die Menschenrechtsorganisation will die Vereinten Nationen einschalten.
Amnesty International fordert, dass die UNO die Situation in nordkoreanischen Straflagern untersucht. Neue Satellitenbilder zeigen die Ausweitung der Lager auf umliegende Siedlungen.
Laut Amnesty ist auf den Satellitenbildern ein neuer Kontrollzaun im Umkreis von 20 Kilometern um das Choma-Bong-Tal und seinen Bewohnern zu erkennen. In diesem Gebiet befindet sich das weiträumige Gefangenenlager Nummer 14.
Die Linien zwischen den Gefangenen und den Bewohnern des Tals würden durch die Ausdehnung «verwischt», sagt Amnesty. Das Lager liegt rund 70 Kilometer nordöstlich von Pjöngjang.
Seit Jahren im Fokus von Amnesty
Amnesty prangert seit Jahren an, dass in den nordkoreanischen Straflagern auch Kinder gravierenden Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.
Amnesty beruft sich auf frühere Gefangene oder Wachleute. In den Lagern, die zum Teil ganze Dörfer umfassen, hält das Regime nach Schätzungen 150'000 bis 200'000 Menschen gefangen.
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