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Fairtrade-Reis
So funktioniert der faire Handel mit Reis
Weltweit werden jährlich 750 Mio. Tonnen Reis produziert. Die Schweiz importiert 48'000 Tonnen Reis pro Jahr, das heisst Schweizer:innen konsumieren rund 5.8 kg pro Jahr. Davon waren 2022 rund 3'500 Megatonnen Fairtrade-Reis. Reis mit dem Fairtrade-Label stammt aus Indien und Thailand.
Herausforderungen
Reis ist für mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung das Grundnahrungsmittel. Einen börsenkotierten Marktpreis gibt es nicht, die Preise variieren je nach Sorte und Produktionsregion.
Die Reisbäuer:innen stehen vor folgenden Herausforderungen:
- Die Weltmarktpreise für Reis sind stark schwankend und ermöglichen es den Landwirt:innen oft nicht einmal, ihre Grundbedürfnisse zu decken.
- Die kleinen Reisbäuer:innen im Süden müssen ihre Ernte auf den lokalen Märkten oft zu tiefen Preisen verkaufen, um ihre Schulden begleichen zu können.
- Kleinbäuer:innen verschulden sich häufig während des jährlichen Produktionszyklus, und ihre Produkte stehen im Wettbewerb mit dem hoch subventionierten Reis, der in anderen Ländern im industriellen Massstab angebaut wird.
Fairtrade ist ein ganzheitliches Konzept, das den Reisbäuer:innenfamilien eine Perspektive bietet und die Lebensbedingungen der Reisbäuer:innenfamilien verbessert. Der Fairtrade-Ansatz unterstützt Bäuer:innen dabei, mehr Kontrolle über ihr Leben zu haben und zu entscheiden, wie sie in ihre Zukunft investieren.
Fairtrade arbeitet mit Bäuer:innen in von unfairen globalen Handelsstrukturen benachteiligten Ländern zusammen, deren Parzellen im Durchschnitt nur wenige Fussballfelder gross sind, und ermöglicht ihnen, auf dem Weltmarkt Fuss zu fassen.
Die Fairtrade-Standards unterstützen auf folgenden Ebenen:
- Fairtrade-Mindestpreis, der als Puffer gegen fallende Preise dient. Mit dem Mindestpreis sollen die Kosten für eine nachhaltige Produktion gedeckt werden.
- Fairtrade-Prämie - einen zusätzlichen Geldbetrag zum Verkaufspreis, den die Bäuer:innen und Arbeiter:innen in Geschäfts- oder Gemeinschaftsprojekte ihrer Wahl investieren.
- Umweltstandards, die für einen nachhaltigen Reisanbau sorgen. So wird zum Beispiel die biologische Diversität geschützt, ein Abfall- und Pestizidmanagement betrieben.
Zudem arbeitet Fairtrade mit Kleinbäuer:innen zusammen, die sich in demokratisch geführten Kleinproduzent:innenorganisationen zusammengeschlossen haben, aber auch mit Reisbäuer:innen in Indien, die noch nicht über die notwendigen Strukturen verfügen, um als Kleinproduzent:innen zertifiziert zu werden. Durch die Unterstützung demokratischer Organisationen von Kleinbäuer:innen fördert Fairtrade eine stärkere, einheitlichere Stimme der Bäuer:innen in den Handelsbeziehungen.
Wir ermöglichen Ihrem Unternehmen, unter Fairtrade-Bedingungen zu handeln und dies durch das Fairtrade-Label auf den Produkten auszuloben.
Als Ergänzung zur Zertifizierung bieten wir Fairtrade-Programme an, um gemeinsam spezifische Themen in ihrer Lieferkette anzugehen. Zusätzlich beraten wir Sie dabei, effektive Nachhaltigkeitslösungen umzusetzen.
- Wirkungsvolle Nachhaltigkeitsstrategie in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Es wird auf Kundenbedürfnisse, gesellschaftliche Entwicklungen und gesetzliche Regulierungen reagiert.
- Aufwertung Ihres Angebots durch Rohstoffe aus nachhaltiger und fairer Produktion
- Risiko-Minimierung durch strenge und glaubwürdige Zertifizierung mit Transparenz
- Nutzung des Fairtrade-Labels, das ein positives Image bei Ihren Kund:innen geniesst
- Differenzierungsmöglichkeit für Ihr Unternehmen in der Kommunikation "Woher kommt unser Reis und welche Wirkung wird vor Ort erzielt"
- Unterstützung der Produzent:innen vor Ort durch ein globales Netzwerk
- Planung und Umsetzung individueller Projekte, die über die Zertifizierung hinausgehen
Lassen Sie sich gerne von unserer Rohstoffexpertin beraten:
- Lancierung: 2002
- Herkunft; Indien, Thailand
- Absatz: 2'040 t (2019) - Absatzentwicklung
- Marktanteil: 25% (Detailhandel geschätzt)
- Bioanteil: 55%
Ihre Rohstoffexpertin
Annet RöstE-Mail