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Das Paketpost-Debakel kostet die Post zwischen 80 und 100 Mio. Franken. Das erklärte Verwaltungsrats- präsident Gerhard W. Fischer in der Samstagsrundschau von Radio DRS. Den vorzeitigen Abgang von Reto Braun bezeichnete er als 'fast unverantwortlich'.Dieser Inhalt wurde am 15. Januar 2000 - 15:50 publiziert
Das Paketpost-Debakel kostet die Post zwischen 80 und 100 Millionen Franken. Das erklärte Verwaltungsrats- präsident Gerhard W. Fischer (Bild) am 15. Januar in der Samstags- rundschau von Radio DRS. Trotzdem hoffe man auf einen Jahresgewinn in der Grössenordnung von 1998, sagte Fischer. Damals hatte die Post einen Gewinn von 241 Millionen Franken erwirtschaftet.
Informatikprobleme bei den neuen Verteilzentren in Daillens VD, Härkingen SO und Frauenfeld TG hatten letztes Jahr zeitweise zu einem Paketrückstau geführt. Vorübergehend musste zum manuellen Sortieren zurückgekehrt werden.
Brauns Abgang “fast unverantwortlich”
Deutliche Kritik übte Fischer am vorzeitigen Abgang von Konzernleiter Reto Braun. Es sei “fast unverantwortlich, in einer solchen Position nach 16 oder 18 Monaten den Bettel hinzuschmeissen”, sagte Fischer. Der Abgang treffe ihn “furchtbar”, er sei “gewaltig enttäusch”, zumal er sich mit Braun “eigentlich nicht schlecht vertragen” habe und ihm in Kommunikationsfragen zur Seite gestanden sei. Auf die Frage, ob er Braun erneut ins Amt des Konzernleiters berufen würde, sagte Fischer: “Möglicherweise nicht.”
Braun wird die Post per Anfang Februar 2000 auf eigenen Wunsch verlassen. Der 58-jährige wird Konzernchef von Fantastic Corporation, eines Informationstechnologie-Unternehmens mit Sitz in Zug.
SRI und Agenturen
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