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Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Im Atitlán-Hochland in Guatemala ist der Zugang zu sauberem Wasser jedoch schwierig, das Wasser muss täglich von weit her geholt werden. Und oft ist dieser Wasser-Transport auch lebensgefährlich; eine Wasserquelle wird auch mal mit Waffengewalt vom Nachbarn «verteidigt».
Mit der simplen, wie bestechenden Idee des Nebelfängers holt das Hilfswerk «Vivamos Mejor» nun buchstäblich das Wasser vom Himmel.
Vorbild Käfer
Als Vorbild für den Nebelfänger diente ein Käfer. Genauer gesagt der Nebeltrinker-Käfer «Onymacris unguicularis» aus der Namibwüste in Namibia. Er stellt sich morgens mit seinen Hinterfüssen gegen den, in der Namibwüste oft vom Meer kommenden, Nebel und fängt mit seinem Rücken die Aerosol-Tröpfchen auf. Langsam werden diese grösser und fliessen dann der Schwerkraft folgend seinen Rücken herunter bis in den Mund.
Der Nebelfänger ähnelt einem Volleyballnetz, dass etwa anderthalb Meter über dem Boden zwischen zwei Masten straff gezogen wird. Das «geerntete» Wasser wird in einer Rinne aufgefangen und in einen Kanister gesammelt.