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Etwa jede dritte Frau über 35 hat ein Myom (Gebärmuttergeschwulst) – manchmal, ohne etwas davon zu ahnen: Oft verursachen Myome keinerlei Symptome. Die Diagnose erfolgt dann meist zufällig im Rahmen einer frauenärztlichen Untersuchung.
Ein Myom ist ein gutartiger Tumor, der sich aus Muskelzellen der Gebärmutter (Uterus) entwickelt und hormonabhängig ist: Östrogene regen das Wachstum von Myomen an, weshalb sie nur während der Geschlechtsreife wachsen. Kinder können also nicht betroffen sein. Vor dem 25. Lebensjahr sind Gebärmuttermyome sehr selten. Meist treten sie zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auf.
Wenn Frauen sich wegen einer Gebärmuttergeschwulst in Behandlung begeben, sind sie jedoch meistens über 45 Jahre alt, denn: Kleine Myome der Gebärmutter sind meist beschwerdefrei. Erst ab einer bestimmten Grösse oder bei ungünstiger Lage stellt ein Myom ein Problem dar. Die häufigsten Symptome sind Zyklusstörungen – zum Beispiel in Form von verstärkten Blutungen, weshalb Myome auch mit einer Eisenmangelanämie verbunden sein können. Zu den weiteren möglichen Anzeichen für ein Myom gehören:
Ein Myom in der Schwangerschaft muss nicht unbedingt stören. Insgesamt haben Frauen mit Myom allerdings ein höheres Risiko für eine Fehlgeburt oder Frühgeburt. Ausserdem kann eine tief sitzende Gebärmuttergeschwulst ein Geburtshindernis darstellen.
Zur Behandlung einer Gebärmuttergeschwulst stehen die unterschiedlichsten Methoden zur Verfügung: Ein einzelnes Myom können Ärzte unter Erhaltung der Gebärmutter durch Ausschälung entfernen. Bei mehreren Myomknoten (Uterus myomatosus) ist meist eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) notwendig. Alternativ ist es bei Frauen kurz vor den Wechseljahren versuchsweise möglich, ein Myom mit einer Hormontherapie zu behandeln. Modernere nicht-operative Behandlungsmethoden sind die Myom-Embolisation oder der MRT-gelenkte fokussierte Ultraschall. Bei jüngeren Frauen mit behandlungsbedürftigem Myom versucht man stets, die Gebärmutter bei der Therapie zu erhalten, damit sie einen zukünftigen Kinderwunsch erfüllen können.
Ein Myom (Gebärmuttergeschwulst) ist eine gutartiger Tumor der Muskelschicht (Myometrium) der Gebärmutter (Uterus). Es besteht aus einem mehr oder weniger stark entwickelten bindegewebigen Anteil und kann mehrere Zentimeter gross sein. Im weit fortgeschrittenen Fall können Myome den Umfang einer hochschwangeren Gebärmutter annehmen und den Bauchraum fast vollständig ausfüllen.
Das Myom ist ein sogenannter hormonabhängiger Tumor: Östrogene regen sein Wachstum an. Da die Eierstöcke (Ovarien) diese weiblichen Geschlechtshormone bilden, ist das Wachstum von Myomen an deren Funktion gebunden. Myome wachsen demnach nur während der Geschlechtsreife. Bei schwangeren Frauen wächst ein Myom meist hormonbedingt, bildet sich aber nach der Schwangerschaft zum Teil wieder zurück. Kinder können keine Myome entwickeln und auch in der Postmenopause kann kein neues Myom entstehen (die Postmenopause ist die Phase der Wechseljahre, die der letzten spontan von den Eierstöcken gesteuerten Menstruationsblutung – der Menopause – folgt).
Das Myom (Gebärmuttergeschwulst) weist von allen gutartigen Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane die grösste Häufigkeit auf. Etwa ein Drittel aller Frauen über 35 hat Myome.
Vor dem 25. Lebensjahr treten Gebärmuttermyome sehr selten auf. Mit grösster Häufigkeit entwickeln sie sich zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr. Frauen mit einem behandlungsbedürftigen Myom sind meist über 45 Jahre alt.
Worin ein Myom (Gebärmuttergeschwulst) seine Ursachen hat, ist nicht genau bekannt. Der gutartige Tumor der Gebärmutter (Uterus) entwickelt sich aus normalen Muskelzellen der Gebärmutter, die an einer bestimmten Stelle eine erhöhte Wachstumsneigung zeigen. Dabei könnte es sich um ein Freiwerden von Wachstumsenergie handeln, die der Körper normalerweise nur für die Schwangerschaft bereitstellt.
Bei der Entstehung der Gebärmuttergeschwulst scheinen genetische Faktoren (d.h. Veränderungen am Erbgut) eine Rolle zu spielen. Für erbliche Ursachen spricht zum Beispiel, dass Myome der Gebärmutter bei Frauen, deren Mütter schon betroffen waren, deutlich häufiger auftreten als bei Frauen, deren Mütter kein Myom hatten.
Ein Myom entsteht und wächst unter der Einwirkung von Östrogenen und ist demnach ein sogenannter hormonabhängiger Tumor. Vor der Pubertät kommen Myome deshalb nicht vor. Und während der Wechseljahre – genauer nach der letzten spontan von den Eierstöcken gesteuerten Menstruationsblutung (Menopause) – kommt das Wachstum einer Gebärmuttergeschwulst in der Regel zum Stillstand. Ein schon vorhandenes Myom kann jedoch aus bis jetzt unbekannten Ursachen ausnahmsweise auch nach der Menopause weiterwachsen.
Ein Myom (Gebärmuttergeschwulst) verursacht bei etwa einem Viertel der betroffenen Frauen keinerlei Symptome. Wenn der gutartige Muskeltumor der Gebärmutter (Uterus) mit Beschwerden verbunden ist, können diese recht unterschiedlich sein:
Häufige Myom-Symptome sind Zyklusstörungen: Insgesamt ist bei der Hälfte aller Frauen mit einem Myom mit Menstruationsstörungen zu rechnen – wie einer zu langen und/oder verstärkten Regelblutung. Schmerzen treten bei etwa einem Drittel der Betroffenen auf. Die Intensität reicht von einem leichten Druck- oder Fremdkörpergefühl bis zu krampfartigen schmerzhaften Regelblutungen.
Als allgemeines Anzeichen für ein Myom kann eine Eisenmangelanämie entstehen, die eventuell mit Herz-Kreislauf-Beschwerden einhergeht. Eine Anämie kann sich nach lang anhaltenden und starken Blutungen entwickeln. Die Haut ist dann blass und es können Symptome wie Herzklopfen, Schwindel und Kopfschmerzen auftreten.
Durch ein Myom kann ausserdem die Gebärmutter deutlich vergrössert sein. Je nach Grösse, Lage und Wachstum kann die Gebärmuttergeschwulst auch benachbarte Organe (wie die Harnblase oder der Enddarm) beeinträchtigen. So können Myome zum Beispiel für folgende Symptome verantwortlich sein:
Bereitet ein Myom (Gebärmuttergeschwulst) keine Beschwerden, erfolgt die Diagnose meist im Rahmen der frauenärztlichen Untersuchung zufällig. Ansonsten suchen die Betroffenen aufgrund ihrer Schmerzen ärztliche Hilfe. In dem Fall erfolgt zunächst eine gynäkologische Untersuchung, bei der Myome, die sich am Gebärmuttermund befinden, sichtbar sind. Grössere Myome kann der Arzt ertasten. Oft entziehen sich Myome jedoch dieser einfachen Diagnostik.
Mit einer Ultraschalluntersuchung der Scheide gelingt die Myom-Diagnose jedoch: Hierbei sind Myome der Gebärmutter gut zu sehen. Per Ultraschall kann man zudem den Verlauf einer Gebärmuttergeschwulst gut kontrollieren. Je nachdem, wie weit sich das Myom ausgebreitet hat beziehungsweise welche Beschwerden es verursacht, können im Einzelfall weitere diagnostische Untersuchungen erforderlich sein:
Ein Myom (Gebärmuttergeschwulst) macht meist nur dann eine Therapie erforderlich, wenn es tatsächlich Beschwerden verursacht. Für die Behandlung der Myome standen früher nur die Operation und eine Hormontherapie durch Antiöstrogene zur Verfügung. Inzwischen haben sich die Therapiemöglichkeiten erweitert: Neben der Ausschälung (Enukleation) einzelner Myome stehen mit der Myom-Embolisation und dem MRT-gelenkten fokussierten Ultraschall auch nicht-operative Verfahren bereit.
Bei jüngeren Frauen mit behandlungsbedürftigem Myom versucht man stets, die Gebärmutter (Uterus) bei der Therapie zu erhalten, damit sie einen zukünftigen Kinderwunsch durch Schwangerschaft erfüllen können.
Bei einem einzelnen Myom kann zur Therapie eine operative Myomentfernung durch Ausschälung (Enukleation) erfolgen, wobei die Gebärmutter erhalten bleibt. Welches Verfahren bei dieser Myomenukleation zum Einsatz kommt, hängt von der Lage der Gebärmuttergeschwulst ab:
In den meisten Fällen bringt diese Therapie einen dauerhaften Erfolg. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Myom nach der Myomenukleation erneut auftritt (rezidiviert), beträgt etwa 15 Prozent.
Bei einem Myom (Gebärmuttergeschwulst) kann die Therapie auch in einer Gebärmutterentfernung (= Hysterektomie) bestehen. Diese Operation kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Erhaltung der Gebärmutter (Uterus) nicht beabsichtigt oder nicht möglich ist. Die Hysterektomie kann auf verschiedene Weise erfolgen:
Wenn die operierten Frauen unter 50 Jahre sind, belässt der Operateur die Eierstöcke bei der Hysterektomie in der Regel als Hormonproduzenten, wenn sie unverändert sind. Dann kommt es nach der Myom-Therapie zwar weiterhin zu zyklischen Hormonschwankungen, die monatliche Regelblutung bleibt aber aus.
Auch Hormone sind bei einem Myom (Gebärmuttergeschwulst) zur Therapie geeignet. Die Hormontherapie kommt für Frauen infrage, bei denen der Eintritt der letzten spontan von den Eierstöcken gesteuerten Menstruationsblutung (sog. Menopause) bald zu erwarten ist, oder als Überbrückungstherapie vor einer Operation. Die Hormontherapie macht sich die Tatsache zunutze, dass Myome hormonabhängig wachsen: Da Östrogene das Wachstum dieser gutartigen Tumoren der Gebärmutter anregen, kann man durch Antiöstrogene und Gestagene ihre Schrumpfung mit einem geringeren Operationsrisiko erreichen. Ausserdem ist es möglich, zu starke und verlängerte Regelblutungen mithilfe von Antiöstrogenen und Gestagenen zu behandeln. Die genaue Therapie erfolgt nach einem für jede betroffene Frau individuell festgelegten Schema.
Bei einem Myom (Gebärmuttergeschwulst) kommen zur Therapie zunehmend nicht-operative Verfahren zum Einsatz. Eins davon ist die sogenannte Myom-Embolisation, ein minimal-invasiver Eingriff, der eine erfolgreiche Alternative zur Operation darstellt. Diese Behandlung macht einen etwa dreitägigen Spitalaufenthalt erforderlich.
Bei der Myom-Embolisation führt der Arzt in der Leistengegend über einen kleinen Hautstich einen dünnen Katheter in die Leistenschlagader ein und schiebt ihn unter Röntgendurchleuchtung bis zur Gebärmutterarterie vor. Dort spritzt er feine Kunststoffkügelchen in die Arterie, um die kleinen Verästelungen, die das Myom mit Blut versorgen, zu verstopfen (Embolie = Verstopfung eines Blutgefässes). Dies mindert die Blutversorgung der Gebärmuttergeschwulst so, dass sie zu schrumpfen beginnt. Nach etwa drei bis sechs Monaten erreicht das Myom die maximale Schrumpfung. Die Symptome verbessern sich jedoch schon im ersten Monat nach der Therapie. Der Eingriff betrifft beidseits die Gebärmutterarterien. Während des Eingriffs sind die Betroffenen etwas schläfrig, aber bei Bewusstsein.
Mit dieser modernen Myom-Therapie ist es bei fast allen Frauen (80 bis 90 Prozent) möglich, die Beschwerden erfolgreich zu behandeln. Die Myom-Embolisation kann allerdings selbst unerwünschte Folgen haben:
Bei einem Myom (Gebärmuttergeschwulst) steht zur Therapie ein weiteres neues Verfahren zur Verfügung: ein sogenannter MRT-gelenkter fokussierter Ultraschall. Auch hier handelt es sich um eine nicht-invasive Methode, die eine Alternative zur Operation darstellt. Doch nicht jedes Myom und nur Myome mit einem Umfang unter acht Zentimetern kann man mit fokussiertem Ultraschall behandeln.
Während dieser Behandlung liegen die Betroffenen in Bauchlage in einem Magnetresonanztomographen (MRT), der genaue Aufnahmen des Myoms erzeugt. Dann richtet der Arzt die Ultraschallwellen gezielt auf das Myom, wodurch das Myom gewissermassen abschmilzt. Zwischen einzelnen Ultraschallphasen liegen Zeiten der Abkühlung. Ein MRT-gelenkter fokussierter Ultraschall zur Myom-Therapie dauert insgesamt etwa drei Stunden. Währenddessen können leichte Schmerzen auftreten. Weitere Nebenwirkungen sind beispielsweise milde Verbrennungen.
Ein Myom (Gebärmuttergeschwulst) ist ein gutartiger Tumor der Gebärmutter (Uterus), dessen Verlauf vor allem von seiner Grösse und Lage abhängt. Ein kleines Myom ist meist beschwerdefrei. Sogar in der Schwangerschaft stören Myome der Gebärmutter oft gar nicht. Nimmt ein Myom deutlich rasch an Grösse zu, ist jedoch seine operative Entfernung oder eine entsprechende Alternative zu empfehlen, denn:
Ein Myom kann im weiteren Verlauf so wachsen, dass es andere Organe wie Blase, Darm oder Niere in ihrer Funktion beeinträchtigt. Mögliche Folgen der Gebärmuttergeschwulst sind Harnwegsinfektionen, Nierenerkrankungen oder Probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang. Wächst ein Myom innerhalb der Gebärmutter, können Zyklusstörungen und eine Blutarmut auftreten. Darüber hinaus sind bei Frauen, die ein Myom haben, Fehlgeburten und Frühgeburten häufiger, da eine erhöhte Wehenbereitschaft besteht. Ausserdem kann ein tief sitzendes Myom ein Geburtshindernis darstellen.
Sehr selten (in bis zu 0,5% der Fälle) kann ein Myom bösartig entarten. Deshalb ist es für alle Frauen, die nachweislich ein Myom haben, ratsam, den Verlauf in viertel- bis halbjährlichen Abständen kontrollieren zu lassen.
Einem Myom (Gebärmuttergeschwulst) können Sie nicht vorbeugen. Allerdings sind regelmässige Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt sinnvoll, um Myome frühzeitig erkennen und behandeln zu können.