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Sunrise spricht von wegweisendem Entscheid für die Marktöffnung. Swisscom zeigt sich "erstaunt".
Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde von Swisscom abgewiesen und die Auffassung der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) sowie der Wettbewerbskommission (Weko) bestätigt, wonach der Telekommunikationskonzern seinen Mitbewerbern den schnellen Bitstrom-Zugang zu regulierten Bedingungen anbieten muss. Die Swisscom hatte den von der ComCom gefällten Entscheid
im Januar 2008 vor das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen.
Gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters' erklärte ein Swisscom-Sprecher, dass man über das Urteil erstaunt sei und man weiter die Auffassung vertrete, keine marktbeherrschende Stellung einzunehmen. Swisscom will den regulierten Bitstrom-Zugang nun aber ermöglichen und so den Entscheid respektieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Aufgrund der umfangreichen technischen und vertraglichen Vorarbeiten würde es allerdings drei bis vier Monate dauern, bis die Vertragsentwürfe den Mitbewerbern unterbreitet werden könnten.
Für Sunrise ist das Urteil zwar ein "wegweisender Entscheid für die Marktöffnung", das Unternehmen weist aber gleichzeitig darauf hin, dass der Weg zu mehr Wettbewerb noch lange sein werde. Das Angebot von Swisscom müsse nämlich erst mit den Wettbewerbern verhandelt werden und könne danach erneut durch die Instanzen gezogen werden.
In Bezug auf das hängige Verfahren
betreffend der ADSL-Preisgestaltung von Swisscom für Wiederverkäufer sieht Sunrise im nun ergangenen Urteil Signalwirkung. Offen bleibe nur die Situation bei den Glasfaserverbindungen. Dies, weil in Bezug auf Glasfasern bisher keine fernmelderechtlichen Instrumente zur Bekämpfung von Marktmissbrauch existieren würden, wie Sunrise in einer Mitteilung schreibt. (bt)