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Die Organisation
Chiapas, der südlichste Bundesstaat Mexikos, ist durch die grosse Zahl indigener Völker geprägt: ca. ein Drittel der 4 Mio. Bewohner sind Indígenas. Seit jeher leidet diese Region unter den Auseinandersetzungen zwischen der Urbevölkerung und den Grossgrundbesitzern. In praktisch allen 118 Gemeinden des Bundesstaates leidet die Bevölkerung an Hunger und Unterernährung. Jährlich sterben immer noch tausende Ureinwohner an Krankheiten, die mit einer ausreichenden medizinischen Betreuung hätten geheilt werden können. Vielen Gemeinden fehlt der Anschluss an die Kanalisation, Elektrizität und sauberem Trinkwasser – und das, obwohl mehr als die Hälfte des durch Wasserkraft in Mexiko erzeugten Stromes von diesem Bundesstaat geliefert wird. Es fehlt des Weiteren an Telefon- und Strassenverbindungen und ca. 30% der Bevölkerung Chiapas sind Analphabeten. Seit dem bewaffneten Aufstand der Zapatisten im Jahre 1994 – zur Verteidigung der Rechte der indigenen Bevölkerung – hat sich die politische und soziale Situation in der Region noch verschärft.
Der Bundesstaat Chiapas verfügt aber auch über eine reiche Vegetation, was sich u.a. in der Vielfalt des Kaffees äussert. Die kleinbäuerliche Kaffeeproduktion hilft den Familienbetrieben oft das dringend benötigte Basiseinkommen zu sichern. Da der Marktzugang für Kleinbetriebe praktisch unmöglich ist, organisieren sich diese zu Kooperativen, wodurch die Vermarktung des Kaffees sichergestellt wird. Más Café setzt sich seit 1999 außerdem das Ziel, die Verkäufe der fünf angeschlossenen Organisationen zu fördern und die Produkte der über 2000 Produzenten zu exportieren. Wichtigstes Ziel von Más Café bleibt dabei weiterhin die nachhaltige Unterstützung der Kleinbauern. So fliessen die Erträge aus den Verkäufen und die Prämiengelder direkt in die Verbesserung der Anbaumethoden, in den Ausbau der Qualitätssicherheit oder in die Unterstützung der sozialen – und an Más Café angelehnten – Beratungsfirma Kaffe (Konsultoria Administrativa Financiera y Fiscal Empresarial). Diese wurde 2008 durch Más Café selbst gegründet, mit dem Ziel die Produktion der Kleinbauern zu begleiten, Bio- und Fairtrade-Kompatibilität sicherzustellen, sowie Ausbildungstrainings zum Kaffeeanbau zu organisieren und dient somit als wichtigste Stütze der Mitglieder von Más Café.
Das Produkt
Der Arabica Kaffee von Más Café fliesst in die Mischungen Bio Crema und Bio Classico sowie in die Portionen 44mm und 55mm ein und glänzt durch seine natürliche Milde, seinen aromatischen Geschmack und seine angenehme und leichte Fülle.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Nutzung der Prämien für die kontinuierliche Verbesserung des Kaffeeanbaus und der Qualität
- Technische Assistenz und Begleitung von Aktivitäten zur Anpassung der durch den Klimawandel bedrohten Produktion durch die Partnerorganisation Kaffe sowie Finanzierung von Baumschulen