Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03218.jsonl.gz/2565

Die Bewerbung mit dem St. Jakob-Park in Basel als Austragungsort von Gruppenspielen wurde am Stichtag, Freitag 25. April, nicht bestätigt. Der Schweizer Verband begründet den Entscheid damit, dass Länder, die in den vergangenen 12 Jahren Europameisterschaften durchgeführt haben, nur geringe Chancen hätten auf eine Berücksichtigung für die EM in 6 Jahren.
Höchstens zweite Priorität
SFV-Präsident Peter Gilliéron meinte, die Schweizer Kandidatur für 2020 hätte bei der Auswahl höchstens zweite Priorität genossen. Generalsekretär Alex Miescher ergänzte: «Darum wollen wir weder unnötig Geld in die Ausarbeitung der Kandidatur Schweiz/Basel stecken, noch mit spezifischen Arbeiten Stadt- und Kantonsregierungen sowie andere Instanzen vergeblich bemühen.»
Jubiläums-Ausgabe
Der Entscheid, die EM 2020 in mehreren Ländern auszutragen, geht auf eine Idee von UEFA-Präsident Michel Platini zurück. Das Exekutivkomitee des europäischen Verbandes hatte im Dezember 2012 dem Ansinnen des Franzosen, anlässlich des 60. Geburtstages der Europameisterschaft den gesamten Kontinent einzubeziehen, zugestimmt.
Eine Neuerung bringt bereits die EM 2016. In Frankreich sind zum ersten Mal 24 Nationalmannschaften zugelassen.
Weitere Rückzieher
Neben der Schweiz haben auch Frankreich (Gastgeber 2016) und überraschend die Türkei ihre Kandidatur für die EM 2020 zurückgezogen. Die Türkei war als Favorit für die Austragung der Finalspiele gehandelt worden. Nun ziehe man eine Bewerbung als alleiniger Ausrichter für 2024 in Betracht, hiess es aus Istanbul.