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Inhibace ist ein Arzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdruckes und zur Behandlung der schweren Leistungsschwäche des Herzens. Seine Wirkung beruht auf der Hemmung von körpereigenen Stoffen, die für den erhöhten Blutdruck oder die Leistungsschwäche des Herzens mitverantwortlich sind. Dadurch kann der Blutdruck gesenkt und die Leistung des Herzens verbessert werden.
Inhibace darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.
Zur Behandlung des hohen Blutdruckes empfiehlt es sich, in Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, neben der Einnahme des Arzneimittels auch Ihr Gewicht zu reduzieren und sich mehr Bewegung zu verschaffen.
Inhibace darf nicht angewendet werden
Inhibace kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Bei schwerer Leber- oder Nierenerkrankung wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin vor allem zu Beginn der Behandlung die Dosis entsprechend anpassen.
Wenn Sie unter Schwellungen im Gesicht oder im Hals leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mitteilen. Treten diese Schwellungen nach der Einnahme von Inhibace auf, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin umgehend aufsuchen und das Arzneimittel erst wieder einnehmen, wenn Ihnen der Arzt oder die Ärztin dies gestattet.
Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie dem Arzt oder der Ärztin vorher mitteilen, dass Sie Inhibace einnehmen.
Die Anwendung von ACE-Hemmern (z.B. Inhibace) in Kombination mit Arzneimitteln, die den Wirkstoff Aliskiren enthalten, wird nicht empfohlen.
Gewisse Patienten bzw. Patientinnen, die nach der Einnahme von Inhibace eine Dialysebehandlung (Hämofiltration oder Entfernung von Abbauprodukten aus dem Blut) erhielten, erlitten schwere allergische Reaktionen. Sie müssen deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, falls Sie vor einer Dialysebehandlung Inhibace einnehmen. Aus dem gleichen Grund müssen Patienten bzw. Patientinnen den Arzt oder die Ärztin informieren, die sich einer LDL-Apherese (Entfernung von Fett aus dem Blut durch Filtration) unterziehen, falls Sie Inhibace einnehmen, bevor die Apherese durchgeführt wird.
Werden Sie dialysiert, nehmen Sie Inhibace nur an den dialysefreien Tagen ein.
Allergische Reaktionen können auch bei Patienten bzw. Patientinnen auftreten, die während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer - zum Beispiel Inhibace - eine Therapie zur Desensibilisierung mit Wespen- oder Bienengift erhalten. Falls Sie Inhibace einnehmen, müssen Sie dies dem Arzt oder der Ärztin mitteilen. Bevor Sie mit der Desensibilisierung beginnen, müssen Sie die Einnahme von Inhibace beenden. Selten kann es auch nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie Lithium einnehmen, weil bei gleichzeitiger Gabe von Lithium und Inhibace sich der Lithium-Blutspiegel erhöhen und zu vermehrten Lithium-bedingten Nebenwirkungen führen kann.
Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit von Inhibace beeinflussen, insbesondere harntreibende Mittel (Diuretika), kaliumhaltige Mittel, Präparate zur Blutzuckersenkung und bestimmte Rheumamittel inkl. Aspirin, Goldpräparate, Mittel gegen Depression (hier trizyklische Antidepressiva z.B. Amitryptilin, Clomipramin), Mittel gegen Schizophrenie (psychotrope Substanzen mit antipsychotischer, sedierender und psychomotorischer Wirkung), Arzneimittel, die z.B. bei Operationen oder operativen Eingriffen eingesetzt werden, um Bewusstlosigkeit oder Schmerzunempfindlichkeit zu erzeugen, Mittel zur Anregung des Kreislaufs, der Atmung und des Herzens (Wirkung auf das vegetative Nervensystem), Mittel zur Stärkung des Herzschlags und der Senkung der Herzfrequenz (Digitalis-Präparate).
Inhibace enthält Milchzucker (Laktose). Sie sollten das Arzneimittel nicht einnehmen, wenn Sie an gewissen erblichen Störungen des Stoffwechsels von Zuckern leiden.
Bei Patienten afrikanischer Abstammung mit schwarzer Hautfarbe sind ACE-Hemmer weniger wirksam in der Blutdrucksenkung. Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe ist darüber hinaus das Risiko für das Auftreten von bestimmten Schwellungen, sogenannten Angioödemen, erhöht.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben, oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Dies gilt insbesondere für gewisse Arzneimittel, die bei einigen Krebsarten eingesetzt werden (sogenannte mTOR-Hemmer) oder bestimmte Arzneimittel gegen Diabetes (sogenannte DPP IV-Hemmer).
Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Inhibace nicht eingenommen werden.
Inhibace sollte immer etwa zur gleichen Tageszeit vor oder nach dem Essen, gemäss den Angaben Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin, eingenommen werden.
Falls Sie die Einnahme von Inhibace an einem Tag vergessen, sollten Sie am darauffolgenden Tag zur gewohnten Tageszeit die übliche Anzahl Filmtabletten Inhibace einnehmen und auf keinen Fall die verpasste Dosis nachholen.
Die Dosis von Inhibace wird von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin festgelegt. Sie liegt meistens zwischen 2,5 und 5 mg pro Tag. In besonderen Fällen, zum Beispiel bei schweren Nierenleiden, wird der Arzt oder die Ärztin Ihnen eine niedrigere Dosierung verschreiben. Zu Beginn der Behandlung wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eventuell 1 Filmtablette zu 1 mg Inhibace submite oder ½ Filmtablette zu 2,5 mg (½ Filmtablette Inhibace mite) einmal pro Tag verschreiben.
In manchen Fällen wird der Arzt oder die Ärztin nach einiger Zeit zusätzlich ein wassertreibendes Arzneimittel (Diuretikum) verordnen, da sich diese beiden Arzneimittel ideal ergänzen. Wenn Sie vor der Behandlung mit Inhibace bereits Diuretika eingenommen haben, wird der Arzt oder die Ärztin das Absetzen der Diuretika zwei bis drei Tage vor Beginn der Einnahme von Inhibace anordnen oder Ihnen ½ Filmtablette zu 1 mg (= ½ Filmtablette Inhibace submite) als erste Dosis in seiner Praxis verabreichen und dabei den Blutdruck überwachen.
Die Dosis von Inhibace liegt zwischen 0,5 und 2,5 mg pro Tag. Der Arzt oder die Ärztin legt die genaue Dosis fest und bestimmt eventuell weitere Arzneimittel, die Sie mit Inhibace gemeinsam einnehmen sollten. Sie müssen sich strikt daran halten.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Inhibace auftreten:
Häufig beobachtet werden: Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Benommenheit, Husten, Übelkeit.
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:
Gelegentlich: Hautausschläge, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht oder Hals, Geschmacksstörung, Erbrechen, Durchfall, Herzklopfen, Ohnmacht, Brustschmerzen, niedriger Blutdruck.
Selten: allergische Reaktionen, Ekzeme, akute Oberbauchbeschwerden, Nierenbeschwerden bzw. Verschlechterung der Nierenfunktion, Blutarmut, akute arterielle Durchblutungsstörung, Herzinfarkt, Hirninfarkt, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Leberfunktionsstörungen (ggf. mit Gelbsucht), Haarausfall.
Diese Nebenwirkungen sind meistens vorübergehend. Lassen Sie sich daher nicht davon abhalten, Inhibace in der Dosierung einzunehmen, die Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verschrieben hat. Sollten jedoch unerwünschte Wirkungen länger andauern oder Sie sehr stören oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie kurz nach der Einnahme von Inhibace an Schwindel und/oder Ohnmacht leiden sollten. Dies könnte auf einen zu starken Blutdruckabfall zurückzuführen sein.
Wenn Sie unter Schwellungen im Gesicht oder im Hals leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mitteilen. Treten diese Schwellungen nach der Einnahme von Inhibace auf, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin umgehend aufsuchen und das Arzneimittel erst wieder einnehmen, wenn Ihnen der Arzt oder die Ärztin dies gestattet (siehe auch Kapitel «Wann ist bei der Einnahme von Inhibace Vorsicht geboten?»).
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Das Arzneimittel ist nicht über 25 °C und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Bitte bringen Sie nicht mehr benötigte Arzneimittel zur Entsorgung in Ihre Apotheke zurück.
Die Filmtabletten zu 1 mg (hellgelb), zu 2,5 mg (rosa) und zu 5 mg (rotbraun) enthalten als Wirkstoff wasserfreies Cilazapril (als Cilazapril-Monohydrat); als Farbstoffe: Titandioxyd (E 171), Eisenoxyd (E 172) im Überzug; Milchzucker (Laktose) sowie weitere Hilfsstoffe.
50373 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Inhibace submite: Packung mit 30 Filmtabletten (mit Bruchrille) zu 1 mg.
Inhibace mite: Packungen mit 28 und 100 Filmtabletten (mit Bruchrille) zu 2,5 mg.
Inhibace: Packungen mit 28 und 100 Filmtabletten (mit Bruchrille) zu 5 mg.
Roche Pharma (Schweiz) AG, 4153 Reinach.
Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.