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(23.12.2020) Die Schweizer Wirtschaft hat zu kämpfen. Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) fiel im November um 2,8 Punkte. Es handelt sich um den zweiten Rückgang in Folge, nachdem der Sommer eine Verbesserung gebracht hatte.
Das Barometer der KOF, das zwischen Oktober und November von 106,3 auf 103,5 Punkte abrutschte, scheint sich seinem langfristigen Mittelwert von 100 Punkten anzunähern. Da sich die Massnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie rasch ändern können, bleiben sämtliche Langzeitprognosen jedoch schwierig.
Der Rückgang ist zu einem massgeblichen Teil auf die Situation im Verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen. Die Metallindustrie, das Papier- und Druckgewerbe, der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die übrigen verarbeitenden Industrien stecken in Schwierigkeiten. In der Elektroindustrie ist die Entwicklung hingegen positiv, während die Indikatoren der anderen Sektoren, darunter die Textilindustrie die Bereiche Chemie, Pharma und Kunststoffe sowie die Nahrungsmittelindustrie, konstant blieben.
Der private Konsum, der durch die zweite Welle beeinträchtigt wird, zieht das Barometer der KOF ebenfalls nach unten. Das Gleiche gilt für die Indikatoren im Zusammenhang mit der Auslandsnachfrage und mit den übrigen Dienstleistungen. Die Indikatoren in den Bereichen Gastgewerbe, Bau sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen weisen eine gewisse Stabilität auf.
Im Produzierenden Gewerbe (Verarbeitendes Gewerbe und Bau) sind die Auftragseingänge und die Gewinnerwartungen rückläufig. Ähnlich sieht es mit der Bewertung der Produktion und der allgemeinen Geschäftslage aus. Die Teilindikatoren für die Exportaussichten deuten dagegen auf eine leichte Verbesserung hin.
Letzte Änderung 23.12.2020