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Seit den 1990er-Jahren wird die Schulentwicklung als Entwicklung der einzelnen Schulen gesehen, da das bis dahin vorherrschende "Top-down"-Modell in Form von zentralen Vorgaben, Richtlinien und Lehrplänen sowie einer darauf ausgerichteten Schulaufsicht nicht mehr den Qualitätsanforderungen einer modernen Schule zu entsprechen schien. Ein Grund dafür war die Individualität der Einzelschulen.
Somit fand ein Perspektivenwechsel statt und die Einzelschule wurde sozusagen "zum Motor der Entwicklung". Das heisst, die Lehrpersonen und die Leitung sind selbst verantwortlich für die Schulentwicklung, während andere Instanzen eher unterstützende und Ressourcen sichernde Funktionen ausüben (vgl. Buhren, 2016).
Die Schul- und Qualitätsentwicklung an der Schule Dürrenroth legt den Fokus auf fünf Qualitätsbereiche. Der erste Bereich der gesunden Schule ist ein wichtiges Fundament für eine gut funktionierende Schule. Die drei weiteren Bereiche Organisation, Unterrichtsentwicklung und Personalentwicklung innerhalb des "Drei-Wege-Modells der Schulentwicklung" sind in den Qualitätsbereiche Gesunde Schule eingebettet. Der fünfte Qualitätsbereich ist die Ebene Schulleitung. Er ist nicht in der Darstellung aufgeführt.
Die Darstellung zeigt auf, dass alle Bereiche voneinander abhängig sind. Wird also beispielsweise der Unterricht verändert, müssen mit grosser Wahrscheinlichkeit auch Veränderungen in den Bereichen Organisation und Personalentwicklung vor genommen werden.
Mit der Schulentwicklung einher geht auch die Qualitätssicherung und -entwicklung. Das "Pädagogische Qualitätsmanagement" ist an der Schule Dürrenroth in einem Qualitätsmanagement-Konzept (QM-Konzept) festgehalten. Es ist eine Art Rezeptbuch und verweist einerseits auf Konzepte und andererseits auf das Qualitätsmanagement-Handbuch. In Konzepten und im QM-Handbuch wird im Detail beschrieben, wie Abläufe, Vorgehens- und Handlungsweisen an der Schule geregelt sind.
Ein entscheidendes Instrument zur Qualitätssicherung und -entwicklung ist die Evaluation. Sie dient dazu, Qualitätsbemühungen zu überprüfen. Eine grössere Evaluation findet mindestens alle drei Jahre statt. Evaluationen sind in einem Qualitätsprozess unumgänglich, denn es besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen gefühlter Qualität (Wir sind eine gute Schule, wissen aber nicht warum) und gemessener Qualität (Wir können belegen, dass wir aus bestimmten Gründen in diesen Bereichen eine gute Schule sind).
Das Leitbild unserer Schule soll die Identifikation mit unserem Handeln in den Vordergrund stellen. Motivation, Zukunftsorientierung und Freude am Lernen sind das grosse Thema. Es zeigt unsere zentralen Werte und die leitenden Ziele auf, welche für alle Schulmitglieder eine geltende Wirkung haben.