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Das 2. Liga-Frauenteam von Rätia Volley hat am letzten Wochenende in souveräner Art und Weise den Aufstieg in die nationale 1. Liga bewerkstelligt und das hochgesteckte Saisonziel voll und ganz in die Tat umgesetzt. Somit ist Graubünden in der nächsten Saison wieder mit zwei Teams im nationalen Volleyballgeschehen vertreten, weil sich das 1. Liga-Männerteam des VBC Chur den Ligaerhalt bekanntlich schon vor einiger Zeit gesichert hat.
Nachdem Rätia Volley aus der nationalen 1. Liga der Frauen abgestiegen war, wurde der sofortige Wiederaufstieg unter Trainer und Coach Philip Brunner mit einem aus ehrgeizigen und motivierten Talenten zusammengesetzten Team angestrebt. Die Rätierinnen schieden zwar im Schweizer Cup frühzeitig aus, bekundeten dann aber keine Mühe, die diesjährige regionale 2. Liga-Meisterschaft von A bis Z zu dominieren und sich somit ungeschlagen und nur mit einem einzigen Punktverlust den Regionalmeistertitel zu sichern.
Nach dem vor Wochenfrist problemlos errungenen Bündner Cupsieg standen nun zum Abschluss der Hallensaison noch die 2./1. Liga-Aufstiegsspiele auf dem Programm, in denen Rätia Volley auf Volley Sense und den VBC Meyrin, die jeweiligen Meister der Regionen Fribourg und Genève, traf. Da über die Stärke dieser Teams weitgehend Ungewissheit herrschte, ging der Stadtclub mit eher gemischten Gefühlen in diese Spiele.
Am Samstag mussten die Rätierinnen nach einer langen Autofahrt in der Turnhalle von St. Antoni gegen Volley Sense antreten, wobei sie eine gewisse Nervosität nicht verbergen konnten und die ersten zwei Sätze mit 24:26- und 20:25-Punkten abgeben mussten. In der Folge vermochten sich die Gäste aber klar zu steigern, übernahmen resolut das Spieldiktat und konnten die übrigen drei Sätze mit 25:21-, 25:14- und 15:13-Punkten sowie die bis zuletzt spannend verlaufene Partie mit 3:2-Sätzen für sich entscheiden.
Nach der Pflicht folgte die Kür
Mit der halben Miete wollten sich die Rätierinnen aber noch nicht zufrieden geben, sondern auch das Heimspiel vom Sonntag gegen den VBC Meyrin gewinnen. Rätia Volley machte dann vor 100 Zuschauern in der Halle 1 der Sportanlage Sand mit seinem Gegner kurzen Prozess und schickte ihn mit 3:0-Sätzen geschlagen nach Hause.
Vor allem im ersten Satz, der mit 25:14-Punkten an Rätia Volley ging, hatten die in jeder Hinsicht überforderten Gäste dem druckvollen Spiel der Einheimischen nichts entgegenzusetzen. Erst als diese im zweiten Satz zurücksteckten, konnten die bemitleidenswerten Westschweizerinnen das Spiel etwas ausgeglichener gestalten und die Rätierinnen zwischendurch in Bedrängnis bringen. Aber auch in diesem Satz vermochten sich diese mit 25:22-Punkten durchzusetzen.
Dies sollte bereits die Vorentscheidung sein, denn die Gäste schienen resigniert zu haben, zumal das Heimteam die Führung im dritten Satz sofort wieder an sich riss, diese bis zuletzt nicht mehr abgab und absolut verdient mit 25:17-Punkten die Oberhand behielt. Dank diesem 3:0-Sieg steht der Aufstieg des Stadtclubs in die nationale 1. Liga der Frauen definitiv fest, was für den in letzter Zeit doch arg gebeutelten Churer Sport eine spürbare Aufwertung bedeutet. Herzliche Gratulation an die erfolgreichen Volleyballerinnen und ihren Trainer und Coach Philip Brunner.
Folgende Spielerinnen waren an diesem Erfolg beteiligt: Loredana Cantoni, Janina Florin, Michelle Degiacomi, Nina Gallmann, Belinda Jehle, Melanie Gruber, Andrea Härtner, Jasmin Hunger, Xenia Melas, Lara Maffiew, Michelle Tijkorte, Marie-Claude Toschini und Anna-Calista Joos.