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Neues Projekt zum Umbau des Zentrums St. Paul
Seit mehr als drei Jahren wird in der Pfarrei St. Niklaus/St. Paul intensiv an Projekten zur Erweiterung des Zentrums St. Paul gearbeitet. Dabei geht es darum, verschiedene Probleme zu lösen: Da die deutsch- und die französischsprachige Pfarreigemeinschaft und ihre Priester die Sakristei oft gemeinsam benützen, ist diese viel zu klein. Sie muss dringend vergrössert werden. Die Totenkapelle genau gegenüber der Sakristei ist sehr ungünstig gelegen. Es fehlt jede intime Atmosphäre für die Familien der Verstorbenen. Schliesslich hat die Pfarreigemeinschaft immer noch kein Pfarrhaus. Viele Gläubige vermissen den Kontakt zum Priester in der Nähe der Kirche.
Erstes Projekt
mit falscher Berechnung
Im Herbst 1998 hatte die Pfarreiversammlung das Projekt von Architekt Pascal Macheret genehmigt, mit welchem die erwähnten Probleme hätten gelöst werden können. Die Versammlung hatte damals mit grossem Mehr einen Kredit von 2,58 Mio. Franken bewilligt. Der Architekt war auf 2,34 Mio. Franken gekommen.
Im Anschluss darauf wurde eine Baukommission mit der Verwirklichung beauftragt. Zusammen mit dem Pfarreirat hatte diese bald einmal herausgefunden, dass die Berechnungen falsch waren. Ein überarbeiteter Kostenvoranschlag belief sich auf 3,5 Mio. Franken. Eine externe Expertise ergab sogar 4 Mio. Franken. Das Projekt, das die finanziellen Möglichkeiten bei weitem überstieg, wurde sofort aufgegeben.
Schlanke Version beschlossen
In Anbetracht der umfangreichen Vorarbeiten wurden in der «Ideengruppe» andere Vorschläge diskutiert, um den dringendsten Bedürfnissen nachzukommen. Diese Vorschläge wurden nun anfangs Woche der Pfarreiversammlung unterbreitet.
Die Arbeitsgruppe schlug vor, die Sakristei in das aktuelle Projektionslokal hinten in der Kirche zu verlegen. Dieses Lokal wird zurzeit als Abstellraum benützt und würde eine grössere Nutzfläche als die jetzige Sakristei bieten. Das 1998 beschlossene Projekt sah vor, dieses Lokal zu entfernen resp. als Durchgang zu benützen.
Mit der Verlegung der Sakristei können die Verhältnisse der Totenkapelle am jetzigen Standort, unter Einbezug des frei gewordenen Platzes, entscheidend verbessert werden. Die Arbeiten werden durch den Architekten AndréSchenker geleitet, der schon Mitglied der Baukommission war. Die rund 50 an der Pfarreiversammlung anwesenden Personen haben den notwendigen Kredit von 320000 Franken einstimmig beschlossen. Die Arbeiten können mit Eigenmitteln finanziert werden.
Planungskredit für Pfarrhaus
Die Verantwortlichen der Pfarrei wollen das Projekt des so oft vermissten Pfarrhauses weiterverfolgen. Eine grobe Schätzung lautet auf 1,5 Mio. Franken. Es soll an der gleichen Stelle wie im ersten Projekt gebaut werden, jedoch in einem reduzierten Umfang und zu einem späteren Zeitpunkt. Das Gebäude soll Verwaltungsräume sowie zwei Wohnungen für Priester resp. Pastoralassistenten umfassen.
Neben den Befürwortern zweifelten einige Personen an der Notwendigkeit des Neubaus. Gerade mit der Neuordnung der Pastoral für die Deutschsprachigen in der Stadt ist der Bedarf nicht mehr derselbe wie noch vor kurzer Zeit. Schliesslich wurde dann aber ein Planungskredit von 30000 Franken bewilligt.