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Eine rasante Sportart
für Blinde und Sehbehinderte
Showdown läßt sich aufgrund der Schnelligkeit und Dynamik des Spiels am ehesten mit Tischtennis vergleichen. Es ist ein 1-zu-1 Sport, der hauptsächlich von Blinden und Sehbehinderten ausgeübt wird, aber auch von Sehenden gespielt werden kann.
Der Spieltisch hat in etwa die gleichen Maße wie eine Tischtennisplatte, besitzt aber abgerundete Ecken und eine 14 cm hohe Bande. Auf beiden Endseiten gibt es je ein Tor, das durch eine quadratische Öffnung in der Bande und ein halbrundes Loch in der Tischplatte markiert wird. Anstelle eines Netzes ist überhalb der Bande eine vertikale Platte angebracht, unter welcher der Ball hindurch gespielt werden muss.
Gespielt wird mit einem Kunststoffball mit etwa 6 cm Durchmesser, in welchem sich Metallstifte befinden, so dass Rollbewegungen wahrgenommen werden können. Die Schläger sind rechteckig wie auch individuell abgerundet und dürfen eine maximale Blattlänge von 20 cm und eine Höhe von 7,5 cm besitzen, exklusive des Griffes welcher 10 cm lang sein darf. Das Material der Schläger ist nicht genau definiert aber größtenteils werden Holzschläger verwendet.
Beide Spieler tragen einen Sichtschutz, der sicher stellt, dass die Chancen gleich verteilt sind. Außerdem können (und sollten) die Spieler an der Spielhand einen Schutzhandschuh tragen, der die Finger gegen hart geschlagene gegnerische Bälle schützt.
Showdown ist in den 80-er Jahren in Kanada entstanden, wird heute weltweit gespielt und ist seit 1989 der International Blind Sport Federation (IBSA) angeschlossen. In Europa hat sich die Sportart inzwischen weit verbreitet und weiter entwickelt. Besonders aktiv sind Holland, Schweden, Finnland, Norwegen, sowie die Tschechische Republik und die Slowakei, wo bereits ein Ligabetrieb mit internen Ranglisten, nationalen und internationalen Turnieren existieren. In den vergangenen Jahren sind Slowenien, Frankreich, Italien, Deutschland, Polen, Litauen und Dänemark mit dazu gekommen.
IN DER SCHWEIZ
Im 2009 lancierte das Internationale Blindenzentrum in Landschlacht (IBZ), unter der Leitung von Max Bolliger, mit der Durchführung der 1. Schweizermeisterschaften die Bekanntmachung von Showdown in der Schweiz. Zwei Jahre später fand mit fachkundiger Unterstützung aus Deutschland ein weiteres Turnier statt. Dieses bewegte den Behinderten-Sport Club Zürich unter der damaligen Leitung von Thomas Häni selbst einen Tisch, in der Szene als Platte bezeichnet, zu bauen um Kurse anbieten zu können.
Anfangs nahmen vereinzelt Interessierte daran teil und seit Februar 2016 finden alle zwei Wochen offene Trainings statt
und können nach Vereinbarung besucht werden. Im Sommer folgte dann mit Winterthur ein weiterer Standort welcher dank Rita Dütsch entstanden ist und unterem Dach von Plusport Winterthur
steht.
Nebst den Platten im Internationalen Blindenzentrum in Landschlacht steht auch eine im Heilpädagogischen Schul- und Beratungszentrum Sonnenberg in Baar.
Die weitere Verbreitung in der Schweiz ist am Rollen und nimmt fahrt auf!
Es stehen neue Standorte von Platten und Kurse in Planung! (siehe Termine)