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Die Renten der Frauen in der Schweiz sind im Durchschnitt 37 Prozent tiefer als die der Männer. Das entspricht fast 20 000 Franken pro Jahr. Damit liegt die Schweiz leicht unter dem EU-Durchschnitt von 40 Prozent. Dies zeigt eine Studie des Bundesamtes für Sozialversicherungen und des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung.
Vergleicht man die durchschnittlichen Renten der Frauen mit jenen der Männer, so ergibt sich ein deutliches Gefälle: Im Durchschnitt sind die Renten der Frauen 37% oder fast 20’000 Franken pro Jahr tiefer als die Renten der Männer (= Gender Pension Gap GPG). Werden die drei Säulen separat betrachtet, so ergeben sich bei der AHV nur sehr geringe Unterschiede von knapp 3%. Gross sind die Unterschiede jedoch bei den Leistungen der beruflichen Vorsorge, wo der Unterschied der Renten 63% beträgt. Auch bei der dritten Säule kann ein Unterschied von 54% festgestellt werden, wobei die dritte Säule für die gesamte Rente nur eine geringe Bedeutung hat.
Der Gesamt-GPG von 37% ist somit hauptsächlich durch die grossen Unterschiede bei den Leistungen der beruflichen Vorsorge bedingt. Hier wirken sich Lücken aufgrund eines vorübergehenden oder dauerhaften Rückzugs aus dem Erwerbsleben oder einer Reduktion des Beschäftigungsumfangs direkt auf die Altersvorsorge aus. Zudem ist zu berücksichtigen, dass in den untersuchten Kohorten auch Frauen dabei sind, die sich früher bzw. bei der Heirat das bis dahin in der zweiten Säule angesparte Kapital ausbezahlen liessen.
Bei der AHV werden Unterschiede bei den Erwerbsbiografien zwischen Männern und Frauen durch das Splitting, die Erziehungs- und Betreuungsgutschriften und die relativ geringe Bandbreite bei den Renten (die Maximalrente beträgt das Doppelte der Minimalrente) weitgehend ausgeglichen.