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Thema: "Die Stimmrechtsvertretung in der schweizerischen Publikumsgesellschaft"
Mit Inkrafttreten der Verordnung gegen übermässige Vergütungen börsenkotierter Aktiengesellschaften (VegüV) am 1. Januar 2014 wurde die institutionelle Stimmrechtsvertretung für Publikumsgesellschaften grundlegend geändert. Organ- und Depotstimmrechtsvertretung wurden abgeschafft und die Wahl des unabhängigen Stimmrechtsvertreters der Kompetenz der Generalversammlung zugewiesen. Die individuelle Stimmrechtsvertretung ist in Publikumsgesellschaften demgegenüber nach wie vor zulässig. Mit der VegüV wurden überdies neue Vorschriften hinsichtlich der Erteilung von Weisungen und Ausübung der Stimmrechte eingeführt. Diese Normen werden nach momentanem Stand von der laufenden Aktienrechtsreform übernommen. Zusammen mit den bereits geltenden Bestimmungen des Obligationenrechts ist die institutionelle Stimmrechtsvertretung somit Gegenstand eines engen Regelungskonzepts.
Das vorliegende Dissertationsprojekt untersucht diese Möglichkeit von Aktionären, sich anlässlich der Generalversammlung börsenkotierter Gesellschaften bei der Ausübung ihres Stimmrechts vertreten zu lassen. Besondere Beachtung wird den bei der institutionellen Vertretung bestehenden Rechtsverhältnissen zwischen Gesellschaft, Aktionariat und Stimmrechtsvertretung geschenkt. Im Zentrum stehen speziell die Rolle des unabhängigen Stimmrechtsvertreters in diesem Dreiecksverhältnis sowie die Diskussion seiner Pflichten vor und während der Generalversammlung.