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Das Goldschlägi-Areal befindet sich im Zentrum von Schlieren, unmittelbar neben dem Bahnhof. Das Grundstück grenzt im Norden an ein Eisenbahnfeld, auf der Südseite bildet es eine grüne Vorzone, die als Aussichts- und Zugangsraum für die Wohnungen dient. Die langen, schmalen Wohngebäude verstärken die Ausrichtung der Parzelle parallel zu den Gleisen, lockern diese jedoch durch eine versetzte Anordnung auf. Die gestaffelte Höhenentwicklung variiert zwischen drei und sechs Geschossen. Somit ergibt sich ein gegliedertes Volumen, das differenzierte Aussenräume schafft.
Das städtebauliche Konzept findet in der Entwicklung der einzelnen Wohnungstypen eine Fortsetzung. Die lärmunempfindlichen Räume, das heisst die Erschliessungskerne, Sanitärzellen und Küchen, sind auf der Nordseite, Richtung Gleisfeld, angeordnet. Nach Süden, zum Grünbereich, orientieren sich alle Wohn- und Schlafräume sowie die grosszügigen, auskragenden Balkone. Ihre versetzte Anordnung bietet den Bewohnern ein- bis zweigeschossige überdeckte Aussenbereiche. Die Brüstungen und die Trennelemente bestehen aus farbigen Glaspaneelen, die eine gegenseitige Einsicht verhindern und im Sonnenlicht blau leuchtende Schatten bilden.
105 Wohnungen unterschiedlichen Typs und unterschiedlicher Grösse (2,5-, 3,5- und 4,5-Zimmer) verteilen sich über die Anlage. Alle besitzen einen offenen, beidseitig belichteten Wohn-, Ess- und Küchenraum. Die Küche bildet jeweils mit Bad/Dusche ein Modul, das durch wechselnde Anordnung verschiedene Wohnungstypen generiert.
Zu den Gleisen hin sind die vor- und rückspringenden Fassaden in einem leuchtenden Rot gestrichen. Schwarz gerahmte Fenster von wechselnder Grösse und Teilung – Küchen-, Essbereich-, Badezimmer- und Treppenhausfenster – erzeugen im Zusammenspiel ein rhythmisches Muster. Die Süd- und Stirnseiten der Gebäude sind weiss verputzt, Fensterrahmen und Sonnenschutz sind hier in natureloxiertem Aluminium gehalten.
Flachdecken in Ortbeton bilden mit vorfabrizierten Betonstützen eine klare, regelmässige Baustruktur. Die Aussteifung erfolgt durch die Treppenkerne sowie die Wandscheiben der Stirnfassaden. Das Betonskelett wird durch grosse vorfabrizierte und isolierte Holzelemente geschlossen, die mit einer hinterlüfteten, verputzten Fassadenverkleidung beplankt sind. Die konsequente Skelettbauweise und ein sparsamer Umgang mit tragenden Innenwänden gewährleisten eine hohe Flexibilität in der Grundrissgestaltung.