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Europameister Michael Schmid und Patricia Merz haben an den Ruder-Weltmeisterschaften in Sarasota im Bundesstaat Florida im leichten Einer den A-Final der besten sechs Boote vom Freitag erreicht.
Schmid musste sich im Halbfinal bei sehr heissen und feuchten Bedingungen einzig dem irischen Titelverteidiger Paul O'Donovan geschlagen geben. Der Rückstand betrug 3,74 Sekunden, nachdem der 29-jährige Luzerner bei den ersten drei Zwischenzeiten noch in Führung gelegen hatte.
Im gleichen Rennen nicht unter die ersten drei schafften es der Pole Artur Mikolajczewski (4.), der Sieger am Weltcup-Final auf dem Rotsee, und der ungarische EM-Zweite und mehrfache WM-Medaillengewinner Peter Galambos (6.), der sich in dieser Saison drei packende Duelle mit Schmid geliefert hatte, die zweimal zu Gunsten des Schweizers ausgingen. Verbandsdirektor Christian Stofer sprach von einem "Favoritensterben". Somit stiegen die Chancen Schmids, zum zweiten Mal nach 2014 (3.) den Sprung aufs WM-Podest zu schaffen.
Patricia Merz kann sich ebenfalls einiges ausrechnen. Die 24-jährige Zugerin klassierte sich im Halbfinal im 2. Rang. Allerdings verlor sie lediglich acht Hundertstelsekunden auf die Rotsee-Siegerin Kirsten McCann aus Südafrika. Stofer bezeichnete den Auftritt von Merz als "genial". Mehr könne man sich nicht wünschen. Merz stand in diesem Jahr in sämtlichen drei Weltcup-Regatten sowie an den Europameisterschaften (3.) auf dem Podest. Diese Serie will sie in Sarasota fortsetzen - eine Medaille wäre eine Premiere an Elite-Weltmeisterschaften.
Beim Leichtgewichts-Vierer mit Matthias Fernandez, Andri Struzina, Fiorin Rüedi und Schlagmann Pascal Ryser hatte die Qualifikation für den A-Final nicht unbedingt erwartet werden können. Das Quartett, im Vorlauf lediglich Fünfter und deshalb in den Hoffnungslauf verwiesen, erreichte hinter Frankreich und Italien den 3. Platz. Die viertklassierten Deutschen verloren mehr als zwei Sekunden auf die Schweizer WM-Neulinge, die im Juli mit Julian Müller anstelle von Rüedi U23-Weltmeister geworden waren. "Das war eine riesige Leistung", sagte Stofer. "Die Konkurrenz in dieser Kategorie ist so stark wie schon lange nicht mehr."
Am Freitag besitzen mit Jeannine Gmelin und Nico Stahlberg im Skiff sowie dem Doppelzweier Barnabé Delarze/Roman Röösli drei weitere Schweizer Boote realistische Chancen auf den Einzug in den A-Final.
SDA-ATS