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Die Preise hätten die Belastungsgrenze überschritten und gefährdeten die Wettbewerbsfähigkeit von Swiss Steel und anderen energieintensiven Unternehmen in der Schweiz. In Emmenbrücke arbeiteten rund 750 Personen. Insgesamt komme der Konzern, der unter anderem auch in Deutschland, Frankreich, den USA und Kanada produziert, auf über 10'000 Mitarbeiter.
Zwar kaufe Swiss Steel einen Teil der Energie in der Schweiz mit einem gewissen Vorlauf, sagte der Sprecher. Doch alle Verträge beinhalteten auch variable Faktoren. Zudem erwerbe das Unternehmen die Energie teilweise auch zu Spotmarktpreisen.
Preise mehr als verzehnfacht
Dem Schweizer Stromkonzern Axpo zufolge haben sich die Grosshandelspreise für Strom gemessen am Stand von September 2021 inzwischen mehr als verzehnfacht. Die Stahlindustrie gehört neben der Chemie-, Aluminium-, Papier- und Zementindustrien zu den energieintensivsten Branchen überhaupt.
Swiss Steel steht mit den Problemen nicht alleine da. Vergangene Woche teilte der weltgrösste Stahlkonzern ArcelorMittal mit, dass vorübergehend zwei Anlagen in Deutschland abgeschaltet und die Kurzarbeit ausgeweitet werde.
Swiss Steel betreibt in Emmenbrücke ein Elektrostahlwerk. Im Gegensatz zu Hochofenwerken erlaube es diese Technologie, die Öfen kurzfristig ab- und anzuschalten. "Wir versuchen im Einklang mit den Mitarbeitern, den Strom dann zu nutzen, wenn er nicht zu Spitzenpreisen angeboten wird", erklärte der Sprecher. Doch diese Optimierung reiche nicht aus. Er forderte die Politik auf, Massnahmen zu ergreifen, um den betroffenen Industrieunternehmen zu tieferen Energiepreisen zu verhelfen.
(Reuters)