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Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Naturtrompete ‘wieder entdeckt’. Die Pioniere kamen alle mit ihrem Wissen und Können von der modernen Trompete her (dies ist auch heute meist noch so). Die historischen Techniken wie das Treiben von Tönen, vor allem um den zu hohen 11. und den zu tiefen 13 Partialton zu korrigieren, waren weitgehend unbekannt (geworden), da man auf der modernen Trompete dafür ja die Ventile hatte. So entwarf Otto Steinkopf eine Naturtrompete mit einem Korrekturloch, das, wenn geöffnet den 11. und 13. Naturton korrigiert erklingen liess. Bald darauf folgten ein Überblasloch für die geradzahligen Naturtöne, sowie ein einem zusätzlichen Loch, welches die Korrektur des 11. Partialtones in einen um einen Halbton höheren Ton zuliess (ein wichtiger Ton in der barocken Trompetenliteratur).
Damit hatte man nicht nur Korrekturmöglichkeiten sondern zusätzlich auch noch Treffsicherheit gewonnen, da man mit diesem Grifflochsystem nun eigentlich die Rohrlängen verkürzte und so die ‘gefährlichen’ Töne in der Nähe des anzuspielenden ausschaltete.
Ob ein Instrument nun Barocktrompete oder Naturtrompete genannt wird ist im Moment noch ein Streitpunkt. In der Praxis werden die Trompeten ohne Korrekturhilfen Naturtrompete, jene mit Grifflöcher Barocktrompete genannt.
Heute werden Naturtrompeten,wieder von einigen wenigen Spezialisten gespielt. Die Grosszahl der heutigen Konzerte und CD-Einspielungen finden aber immer noch auf der Barocktrompete statt.