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"Mitochondrien sind, abgesehen von den roten Blutkörperchen, in allen menschlichen Zellen vorhanden. Wir leben nur dank ihnen und trotzdem wissen wir über die Mitochondrien nur wenig."
Was sind Mitochondrien und was ist ihre Aufgabe?
Mitochondrien sind die Kraftwerke der eukaryotischen Zelle (Zellen mit Zellkern): Aus Sauerstoff und Zucker gewinnen sie Energie, die die Zellen verwerten können. In jeder einzelnen Zelle produzieren bis zu tausende von Mitochondrien unaufhörlich, Tag und Nacht die Energie für den ganzen Körper wie z.b. für den Denkapparat, für die Pumpe des Herzens, für unsere Sehzellen und für jeden Nerv.
Wo kommen Mitochondrien vor?
Mitochondrien kommen in allen eukaryotischen Zellen vor, die Sauerstoff verbrauchen. Ihre Zahl pro Zelle kann je nach Zelltyp stark variieren, stoffwechselaktive Zellen enthalten besonders viele Mitochondrien: Leberzellen enthalten ca. 1'000 bis 2'000, ein Amphibienei enthält sogar ca. 300'000 Mitochondrien, - die roten Blutkörperchen (den Erythrozyten) enthaltn keine Mitochondrien.
Wie sehen Mitochondrien aus?
Mitochondrien besitzen eine in etwa elliptische Form und sind aufgrund ihrer geringen Größe lichtmikroskopisch oft nur schwer zu erkennen (Länge: ca. 2-4 Mikrometer, Dicke: ca. 1 Mikrometer). Allerdings sind Mitochondrien in ihrer Form und Gestalt relativ flexibel, sie können sogar miteinander fusionieren ("verschmelzen") und sich auch wieder trennen.
Wie werden die Mitochondrien bei der Zellteilung weitergegeben?
Vor der Bildung von Tochterzellen werden die Mitochondrien zunächst verdoppelt (die Tochterzellen erhalten somit die gleiche Zahl an Mitochondrien) und dann offenbar rein zufällig (also ohne erkennbaren Sortiervorgang) auf die Zellen verteilt.
Besitzen Mitochondrien eigene DNA?
Mitochondrien enthalten eigene DNA (so genannte mitochondriale DNA, kurz: mtDNA). Anders als die DNA im Zellkern ist die DNA der Mitochondrien ringförmig (zirkulär). Die mitochondriale DNA umfasst vergleichsweise wenig Gene - beim Menschen sind es 37 (ein durchschnittliches Chromosom des Menschen enthält etwa 100-mal mehr). Diese 37 Gene der mtDNA beim Menschen sind 16569 Basenpaare lang, haben keine Introns und kodieren für 13 Proteine, 22 tRNAs und 2 rRNAs. Allgemein kann man sagen, dass die mtDNA ungefähr 0,5 bis 1 % der Gesamt-DNA-Menge einer Körperzelle ausmacht.
Wie werden Mitochondrien von Eltern an ihre Kinder weitergegeben?
Im Hinblick auf die Vererbung der Mitochondrien ist interessant, dass Mitochondrien unter anderem beim Menschen immer nur von der Mutter an die Kinder vererbt werden: Bei der Befruchtung der Eizelle "bricht" gewissermaßen der Schwanz des Spermiums, der die Mitochondrien enthält, ab, sodass sich in der befruchteten Eizelle (Zygote) nur die Mitochondrien der Eizelle (also der Mutter) befinden. Aus dieser Zygote entwickelt sich dann das neue Lebewesen.
Wie beeinflussen Mitochondrien unsere Gesundheit?
Die Gewinnung der Energie ist ein lebenswichtiger Stoffwechselprozess. Durch Umwelteinflüsse von Schwermetallen, Chemikalien, Medikamenten oder Stress können Mitochondrien so stark in Mitleidenschaft gezogen werden, dass sie die lebensnotwendigen Stoffwechselprozesse nicht mehr ausführen können. Im Endeffekt führt es dazu, dass unser Immunsystem geschwächt ist und wir anfälliger für Krankheiten sind. Chronische Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Depressionen, Erschöpfungssyndrom oder chonische Schmerzen sind typische Krankheiten, welche auf einen gestörten Stoffwechsel und mangelnder Energiegewinnung der Zellen zurückzuführen sind.
Kann der Gesundheitszustand der Mitochondrien gemessen werden?
Mit unserer Stoffwechsel-Messung können wir z.B. die Energiegewinnung, den Energieverbrauch oder auch die Sauerstoffverwertung der Zellen messen. Die Analyse zeigt zudem das Potenzial der Leistungssteigerung der Mitochondrien auf. Daraus können zugeschnittene Behandlungen mit dem ZELLTRAINING erstellt werden.
"Zellen sind die kleinsten Einheiten des Lebens. Sie ist das biologische Material aus dem nahezu alle bekannten Lebewesen aufgebaut sind, auch der Mensch"
Wie viele Zellen ergeben einen Menschen?
Der menschliche Körper besteht aus mehr als 10 000 Milliarden Zellen. Sie sind die kleinsten Funktionseinheiten, durch deren organisierte Zusammenarbeit ein funktionsfähiger Mensch entsteht. Innerhalb jeder einzelnen Zelle finden Tausende aufeinander abgestimmte chemische Reaktionen statt, die die Zelle am Leben erhalten. Das Steuerzentrum für Betrieb und Reparatur der Zellen befindet sich im Zellkern. Die Vereinigung unterschiedlicher Zelltypen führt zur Bildung von Geweben, die bestimmte Aufgaben im Körper übernehmen. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Gewebe entstehen wiederum größere Strukturen, die Organe. Miteinander verbundene Organe fügen sich zu Körpersystemen zusammen, deren koordinierte Zusammenarbeit schließlich den gut funktionierenden menschlichen Körper ausmacht.
Wussten Sie, dass …
.. Zellen ein eigenes Recycling-System haben? Die Lysosomen – winzige, mit Verdauungsenzymen gefüllte Membransäckchen – sorgen für die Aufbereitung ausgedienter Zellbestandteile. .. die grösste menschliche Zelle die reife Eizelle ist? Sie hat einen Durchmesser von 0,15 Millimeter, kann also mit blossem Auge gesehen werden. .. die Nervenzellen die längsten Zellen des menschlichen Körpers sind? Einige erreichen eine Länge von bis zu einem Meter. .. Muskelzellen sich von anderen Zellen insbesondere dadurch unterscheiden, dass sie sich zusammenziehen können? .. die Muskelzellen mehrere Zellkerne enthalten, die roten Blutkörperchen dagegen keine? .. die Körperzellen der Fruchtfliege nur 4 Chromosomen haben, dagegen die des Pferdes 64 Chromosomen aufweisen? .. der genetische Plan eines Menschen bereits bei der ersten Zellteilung nach der Befruchtung feststeht? .. die DNA einer Zelle etwa zwei Meter lang wäre, wenn man sie »entspiralisieren« würde? .. in jeder Sekunde mehrere Millionen Zellen zugrunde gehen und ebenso viele neu gebildet werden? .. das endgültige Längenwachstum und Körpergewicht des Erwachsenen bei Frauen im Alter von 17 bis 19 Jahren erreicht wird? Bei Männern liegt das Alter zwischen 19 und 21 Jahren. .. die zu den weissen Blutkörperchen gehörenden Lymphozyten eine Lebenserwartung von mehreren Jahrzehnten haben? Ihre Funktion ist die Identifizierung und Beseitigung von Bakterien und anderen Krankheitserregern. .. niedere Tiere ganze Körperteile oder Gliedmassen regenerieren können? Das ist beim Menschen nicht möglich.
"Übergewicht schadet der Gesundheit. Je früher man im Leben zu viele Kilos ansetzt,
desto mehr Lebensqualität hat man zu verlieren"
Jeder zweite Schweizer wiegt zu viel - Die jüngste Ernährungserhebung hat ergeben; 55.5% der Schweizer Männer bringt zu viele Kilos auf die Waage. Bei Frauen sind 31.2% über dem Soll. Fettleibig sind 41.9% der Männer und Frauen 19.6%. Definition von Übergewicht und Fettleibigkeit wird durch die Weltgesundheitsverordnung festgelegt (siehe Tabelle)
Gewichtsklasse
BMI
Begleiterkrankung
Untergewicht
<18.5
niedriges Risiko
Normalgewicht
18.5-24.9
normales Risiko
Übergewicht
25-29.9
leicht erhöhtes Risiko
Fettleibigkeit Grad I
30-34.9
erhöhtes Risko
Starke Fettleibigkeit Grad II
35-39.9
hohes Risiko
Starke Fettleibigkeit Grad III
>=40
sehr hohes Risiko
Die Lebenszeit kann um acht Jahre schrumpfen
In einer kanadischen Studie verloren Männer, die im Alter von 20-40 Jahren stark fettleibig (hohes bis sehr hohes Risko von Begleiterkrankungen) waren 18.8 gesunde Lebensjahre. Bei Gleichaltrigen, die "nur" fettleibig waren, betrug der Lebenszeitverlust 5.9 Jahre.
Bis zu zehnfach höheres Risiko an Begleiterkrankungen zu leiden
Lebenszeit- und Qualität sinkt, weil Übergewichtige für andere Krankheiten bis zu einem zehnfachhöheres Risiko haben. Überdurchschnittlich verbreitet sich HERZ-KREISLAUF-LEIDEN wie GEFÄSSKRANKHEITEN, BLUTHOCHDRUCK SCHALGANFALL und HERZINFARKTE, Störung des STOFFWECHSELS wie beispielsweise DIABETES TYP II oder höhere BLUTFETTWERTE. Im weiteren besteht hohes Risiko für DICKDARMKREBS, SCHLAFAPNOE, EREKTIONSSTÖRUNGEN oder GICHT. Begleitend leidet oft auch die PSYCHE.
Am Bauch zeigt sich das Risiko
Das Gesundheitsrisiko hängt stark von der Fettverteilung ab. Birnentypen sitzen die Polster im Hintern und Oberschenkel und sind weniger gefährdet. Ernste Schäden drohen bei Fettpolstern am Bauch beim Apfeltypen. Bauchfett greift negativ in den Stoffwechsel ein. Der Taillenumfang ist für das Risiko an einer Folgeerkrankungen zu leiden wichtig. Bei 94cm gilt erhöhtes Risiko , ab 102cm gilt hohes Risiko und ab 112cm ist man stark gefährdet. Welcher Typ sind Sie?
Die verflixten Geniesserkilos
Mit einer Diät ist der erste Erfolg des Gewichtsverlustes rasch sicht- und spürbar. Das ist der einfache Teil und Angebote dazu gibt es im Überfluss. Viel schwieriger ist der zweite Teil, die Geniesserkilos. Eine leichte Umstellung der Essgewohnheiten oder moderater Sport reicht auch auf Dauer nicht aus. Langfristig helfen hier nur tiefgreifende Massnahmen im Stoffwechsel. Welche Massnahmen wirksam sind, erfahren sie mit unserem GESUNDHEITS-CHECKUP.