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IEA-Ministerkonferenz: für eine nachhaltige und sichere Energiezukunft
Am Ministertreffen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) in Paris von Anfang Mai 2005 haben sich die Energieminister der OECD-Staaten für ein entschlosseneres Vorgehen bei der Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energiequellen und der Auswirkungen auf Umwelt und Klima ausgesprochen. Eine nachhaltige und sichere Energiezukunft kann erreicht werden, wenn rasch energischere Massnahmen ergriffen werden, so die Kernaussage der Konferenz.
In ihrem Standardszenario projiziert die IEA, dass 85% des zusätzlichen Weltenergiebedarfs in den nächsten 25 Jahren durch fossile Energieträger gedeckt werden, wenn sich nichts ändert. Der Weltenergieverbrauch wie auch die CO2-Emissionen nehmen um je 60% zu. Diesem Szenario zufolge verdoppelt sich der Kohlenstoffausstoss der Entwicklungsländer bis 2030 und wird den der OECD-Mitgliedsländer dann übertreffen, während nahezu 1,4 Milliarden Menschen auch 2030 noch keinen Zugang zu Strom haben werden. Das alternative Szenario der IEA zeigt, dass durch Umsetzung der zurzeit geprüften Massnahmen der Energieverbrauch in den lEA-Ländern bis 2030 um 10% und die CO2-Emissionen um 16% gegenüber dem Referenzszenario reduziert werden könnten. Eine bessere Endverbrauchseffizienz würde 60% zu diesem Ergebnis beitragen. Der Rest würde durch eine verbesserte Stromerzeugung mit Hilfe sauberer Kohletechnologien, den vermehrten Einsatz von Gas und erneuerbaren Energieträgern sowie durch Kernenergie in den Ländern erreicht, die sich für die Option Kernenergie entschieden haben.
Das Ministertreffen in Paris gab der Schweizer Delegation Gelegenheit zu bilateralen Gesprächen mit ihren europäischen Partnern. So traf Bundesrat Leuenberger den französischen Industrieminister Patrick Devedjian. Die Schweiz und Frankreich beschlossen, eine Arbeitsgruppe für die Behandlung von technischen Problemen und Managementfragen der grenzüberschreitenden Stromversorgung zu bilden, mit dem Ziel, die grösstmögliche Versorgungssicherheit zu erreichen.
Quelle
M.A. nach IEA, Pressemitteilung, 3. Mai 2005