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1 Munitionsadditive:
Wenn das Standardprojektil in die Kammer eingelegt wird, kann es mit einem Munitionsadditiv versehen werden. Dieser spezielle Aufsatz verändert die Wirkung des Projektils beim Aufschlag. So wird aus der Standardmunition wahlweise Brand-, Leuchtspur-, Explosions-, panzerbrechende Schrapnell- oder Peilungsmunition. Jedes Additiv ist standardmäßig vierzigmal vorhanden.
2 KoToS:
Ein Kommunikations-Tornister zur Schwarmkontrolle ist eine tragbare multispektrale Funkeinheit, die meist über eine cerebrale Schnittstelle direkt mit dem Gehirn des Trägers verbunden ist. Durch den Tornister ist es dem Drohnenschwarmführer möglich nonverbal mit seinen Drohnen zu kommunizieren. KoToS gibt es in militärischen und nicht militärischen Ausführungen. Nichtmilitärische Tornister werden in der Sicherheit, dem Katastrophenschutz so wie in der Forschung und der Industrie eingesetzt.
3 Phantomausrüstung:
Der Hauptverwendungszweck dieser Spezialausrüstung ist es, seinen Benutzer unbemerkbar zu machen. Der Kampfanzug verfügt auf der Außenseite über partikellose Oberflächenbeschichtungen, die selbst unter Beschuss keinerlei Partikel in die Umgebungsluft abgeben. Auch bei neu hergestellten Anzügen liegt der Wert von abgegeben Geruchsstoffen bei unter einem ppb. Hinzu kommen die passiv gesteuerten, polyvisuellen Schichten, die den Träger unsichtbar machen. Selbst vor sich verändernden Hintergründen ist eine visuelle Adaption zu jeder Zeit gewährleistet. Die aerodynamische Außenhautarchitektur minimiert die Luftverwirbelungen beim Laufen. Aktive Vibrationsauslöschung verhindert eine Klangerzeugung bei jeder Art der Krafteinwirkung auf oder durch die Rüstung.
Zu der Ausrüstung gehört standardmäßig eine tarnbare Waffe, wie die semiautonome Balliste. Siehe Balliste.
4 Maser:
Eine Waffe, die kohärente Mikrowellenstrahlung verschießt, ähnlich wie ein Laser.
5 Hologrammlinse:
Ein Gerät zur Hologrammerzeugung, das ohne eine Leinwand auskommt. Stattdessen nutzt eine Hololinse den Effekt der Lichtinterferenz um ein schwebendes Bild in der Luft zu erzeugen. Die klassische Hololinse gleicht im Aufbau einer Schneekugel, nur dass die Glaskuppel aus zwei übereinander liegenden konvexen Glaslinsen besteht. Beide sind mit einer Reihe Materialien beschichtet, deren Lichtdurchlässigkeit und Brechungsindex punktgenau angesteuert werden können. Dieser Teil wird Umgangssprachlicht als „Kuppel“ bezeichnet.
Das Innenleben der Linse nennt man Lampe. Es besteht aus einer Landschaft von tausenden beweglichen Mikrolasern, die auf die Kuppel gerichtet sind. Das Herz dieser Laser ist der sogenannte „photo-Transistor“, ein Bauteil, das die Wellenlänge des emittierten Lichts innerhalb von Nanosekunden wechseln kann. Für ein Hologramm scheinen alle Laser gleichzeitig auf die Kuppel, sie werden dort abgelenkt oder abgeschwächt und können sich so in einiger Entfernung gegenseitig auslöschen oder verstärken. Diesen Effekt nennt man Lichtinterferenz. Am Schnittpunkt von zwei oder mehreren Lichtstrahlen in der Luft wird ein sichtbarer Punkt erschaffen, ein sogenannter „Holodot“. Durch diese Punkte entsteht ein holografisches Bild.
6 Expeditionseinheit für das Jüngste Gericht:
Eine Expeditionseinheit für das Jüngste Gericht ist ein autarkes Gefährt, das für Langzeitexpeditionen in tödlichen Atmosphären konstruiert wurde. Der ESA-Ingenieur Nickolas Alexejewitsch entwickelte den ersten Prototypen, um die Oberfläche der Venus zu erforschen. Damit die Autarkie auch bei unvorhergesehenen Beschädigungen der Expeditionseinheit gewährleistet wird, erdachte er das »Vier-Schalen-Modell«, nach dem alle späteren Raumschiffe der Flotte entworfen wurden, um die Versorgung der Passagiere, aber auch die reibungslose Funktion der Schiffe zu gewährleisten. Alexejewitschs Geschwister erkundeten in weiteren Expeditionseinheiten den Titan, Ganymed und Ubikron Alpha.
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8 Kreuzer:
Sind die größte und schlagkräftigste Klasse in der interstellaren Flotte. Ihre Form erinnert an einen Diskus, mit einem Volumen von sechzig Kubikkilometern. Zusammen mit ihrer schieren Größe ist die Vielfalt an Transformationsmodulen ihre größte Stärke. Durch die Transformation des Schiffes kann ein Kreuzer jede andere Schiffsklasse ersetzen, vom Pionierschiff bis hin zu Deepspace-Erkundungssprintern. Offiziell werden Kreuzer nicht als Werften eingesetzt, doch das Flottenoberkommando hat die Parole ausgegeben, jeden Kreuzer mit gleich mehreren Reparaturmodulen auszustatten, damit es ihnen möglich ist, auch schwer beschädigte Schiffe zu reparieren. Zudem verfügen Kreuzer über ein verbautes Sprungtor, wodurch sie zu jedem Tor in ihrer Reichweite springen können.
9 Ewige Dreißiger:
Als ewige Dreißiger wird der Altersabschnitt bezeichnet, der nach den ersten drei Dekaden des Lebens eingeläutet wird. Durch eine pharmakologische Behandlung wird der Alterungsprozess der Zellen bis zum Stillstand verlangsamt. Dieser Altersabschnitt dauert in der Regel siebzig Jahre, in denen ein Mensch nur unmerklich altert. Danach ist die maximale Zeitspanne erreicht, in der die zelluläre Alterung verlangsamt werden kann. Es folgen die letzten Lebensdekaden, in denen der Körper gemeinhin schneller altert als zu Beginn seines Lebens.
Es existieren zwar weitere lebensverlängernde Maßnahmen, diese lösen jedoch oft schwere zelluläre Nebenwirkungen aus. Gesellschaftlich ist eine noch längere Lebensspanne verpönt. Der natürliche Tod wird als trauriger, aber notwendiger Prozess der Erneuerung angesehen.
10 Avatar:
Avatare sind die moderne Variante einer Telepräsenz. Diese mechanischen Avatare besitzen einen einfachen humanoiden Körper. Per Gesetz ist es aber verboten, dass sie ein menschliches Aussehen besitzen. Daher erinnert ihr Körperbau oft an Strichmännchen. Um dem menschlichen Gesprächspartner jederzeit zu zeigen, wer diese Telepräsenz steuert, wird üblicherweise der Kopf des Benutzers über den Torso holographiert. Ein falsches Gesicht zu verwenden ist verboten. Ein Gespräch unter der Verwendung eines fremden Gesichts wird sogar als Betrug wie auch als Identitätsdiebstahl geahndet.
11 Friedrich Glasl:
Ein österreichischer Ökonom, der 1980 das Phasenmodell der Eskalation vorlegte. Mit diesem Modell lässt sich ein Konflikt in drei Hauptphasen mit jeweils drei Schwellen unterteilt. Durch das Phasenmodell lässt sich abschätzen, wie sich ein Streit entwickelt, wenn er nicht beigelegt wird. So wechseln die drei Hauptphasen von einer gütlichen Win-win-Lösung über die Phase, in der nur eine Seite gewinnt, bis hin zur letzten Lose-lose-Phase. In der letzten Phase ist jede Seite bereit, Schaden zu akzeptieren, wenn sie der anderen Seite damit ebenfalls schaden können.
12 Railgun:
Eine Railgun Beschleunigt ein Projektil durch einen Schlitten, der sich zwischen zwei stromführenden Schienen (Rail) befindet. Daher könnte man die Waffe auch eine elektromagnetische Zwille nennen. Die Beschleunigung des Schlittens wird nicht durch eine Explosion bestimmt, wie bei Patronen, sondern allein durch die Stärke des verwendeten Stroms, die Schienenlänge und die Anordnung der Schienen. In Gewehren werden Geschwindigkeiten von bis zu 3 km/s erreicht, bei Kriegsschiffen bis zu 10 km/s.
13 Silicium:
Das Metall Silicium liegt in seiner reinen Form normalerweise kompakt und temperaturstabil vor. Wird es jedoch in poröser Form aufgebaut, mit einer großen Oberfläche, aber geringer Dichte, kann es leichter verbrennen und gibt dabei viel Energie frei. Zusammen mit einem stickstoff- oder sauerstoffhaltigem Reaktionspartner entsteht eine ungewöhnlich heftige explosion.
Patent: DE102005021512A1. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/labor-unfall-muenchner-forscher-stossen-auf-super-sprengstoff-a-148161.html
Den zweiten Teil des Glossar finden sie hier.