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Der Vorstand der Handelskammer bedauerte in einer Mitteilung vom Montag ausserordentlich den Rücktritt ihres Präsidenten. Man respektiere «mit Hochachtung die honorige Haltung von Herrn Sarasin, die Handelskammer keiner eventuellen Belastung aussetzen zu wollen». Sarasin war seit Mai 2003 Präsident der Handelskammer.
In der Mitteilung wird der Abgang, wie bereits Sarasins Rücktritt bei der Bank J. Safra Sarasin vom vergangenen Freitag, damit begründet, dass Sarasin «sich unbelastet von anderen Verpflichtungen seiner eigenen Verteidigung widmen» wolle. Sarasin wies erneut die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen «mit aller Entschiedenheit» zurück.
Seit langem in den Schlagzeilen
Die Bank steht seit längerem in den Schlagzeilen. Sie soll reichen Kunden jahrelang empfohlen haben, in bestimmte Fonds zu investieren. Im Nachhinein erwiesen sich diese Investitionen offenbar als Flaute.
Durch Transaktionen um den Zeitpunkt der Dividendenzahlung, sogenannte Cum-Ex-Transaktionen, sollen Steuerrückerstattungen doppelt bezogen worden sein. In Deutschland und der Schweiz sind diese Cum-Ex-Geschäfte inzwischen verboten.
Wie nachteilig die besagten Fonds-Geschäfte für den deutschen Fiskus tatsächlich waren, klärt die Justiz derzeit ab. Kürzlich gab es in diesem Zusammenhang bei der seit 2012 mehrheitlich zur brasilianischen Safra Gruppe gehörenden Bank J. Safra Sarasin und weiteren Beschuldigten eine Razzia.
(sda/ise/ama)