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Wir versuchen, deine Sorgen zu zerstreuen und bieten dir Tipps, was du tun kannst. Weiter unten findest du Rat, damit deine geliebte Fellnase bald wieder frisst.
Futterverweigerung bei Hunden oder Welpen kann auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein:
Von einem veränderten Gesundheitszustand
über eventuelle Verhaltensprobleme
bis hin zum Futter, das du anbietest
Soviel vorab: Hunde können von Natur aus längere Zeit problemlos ohne Nahrung auskommen, sofern sie ansonsten gesund sind. Ist ihr Appetitverlust auf ihr Verhalten zurückzuführen, ist ein Hund in der Regel noch bereit, irgendetwas zu essen - insbesondere neues Futter oder Leckerlis.
Um die Appetitlosigkeit eines Hundes richtig zu behandeln, musst du jedoch wissen, woher diese kommt. Deswegen haben wir dir einen Leitfaden für die häufigsten Ursachen von verminderter Nahrungsaufnahme und völliger Nahrungsverweigerung bei Hunden zusammengestellt. Zudem haben wir verschiedene Tipps parat, welche du anwenden kannst, damit dein bester Freund bald wieder frisst.
Hunde werden nicht wählerisch geboren - sie lernen, wählerisch zu sein. Dies ist am häufigsten bei kleineren Hunderassen der Fall, denen eine Reihe von Lebensmitteln angeboten wurde.
Zusätzliche Angebote wie Leckereien können den Hund mit einer höheren Anzahl an Kalorien versorgen, als es dem Besitzer bewusst ist, sodass sich dein Hund nicht so hungrig fühlt und auf andere Nahrungsmittel problemlos verzichten kann.
Ebenfalls ist zu beachten, dass Hunde, die Tischabfälle und Reste von Lebensmitteln bekommen, oft zusätzlich noch wählerischer sind.
Gleiches gilt für Hunde, die nicht nach einem Zeitplan gefüttert werden - Vierbeiner, welche lernen, zu bestimmten Zeiten gefüttert zu werden, fressen viel eher als diejenigen, die sich nicht sicher sind, wann sie das nächste mal gefüttert werden.
Ein wählerischer Hund wird sich häufig weigern, vertraute Futtermittel zu fressen - aber er freut sich sehr über neue oder fettreiche Futter- und Lebensmittel.
Kann es auch sein, dass mein Hund einfach gelangweilt von seinem bisherigen Futter ist? Höchstwahrscheinlich nicht.
Das scheint ohne einen anderen Faktor, wie die Einführung neuer Futter- oder Lebensmittel oder Leckerchen, sehr ungewöhnlich zu sein. Viele Hunde sind zufrieden, die gleiche Nahrung zu fressen, solange sie angeboten wird. Wenn ein Hund nicht weiß, dass andere Möglichkeiten existieren, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass er sich langweilt.
Wenn ein Hund plötzlich entscheidet, dass er sein gewohntes Futter einfach nicht mehr fressen möchte, könnte er es sich angeeignet haben, wählerisch zu sein. Außerdem könnte es auch sein, dass die Rezeptur des gewohnten Futters und somit auch sein Geschmack verändert wurde.
Neue Vierbeiner oder neue Menschen im Haushalt können für Deinen Hund stressig sein, besonders wenn er schon etwas älter, sehr routiniert oder von Natur aus eher scheu ist.
Stress kann den Appetit von Hunden erheblich beeinflussen, da sie sich meist mehr auf das konzentrieren, was um sie herum stattfindet, anstatt zu fressen.
Beurteile, ob dein Hund eine grundlegende Begeisterung für sein Futter zeigt, je nachdem, wie routiniert und ruhig seine Umgebung ist. Hunde mit neuen, permanenten Veränderungen im Haus (wie ein neues Haustier oder ein Baby) gehen normalerweise nach ein oder zwei Wochen wieder zu ihren gewohnten Fressgewohnheiten zurück.
Was einen Hund natürlich auch dazu bringen kann, nicht zu fressen, ist eine vermeintlich mangelnde Qualität des Futtermittels. Folgende Probleme können dazu führen:
Essen, das ranzig geworden ist: Einige Hunde erkennen und verweigern Lebensmittel, die ranzig sind. Das kann passieren, wenn sich die enthaltenen Fette durch schlechte Lagerung oder aufgrund Alters des Produktes verschlechtert haben.
Ballaststoffreiche Lebensmittel: Ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind für Hunde weniger schmackhaft als Nahrungsmittel mit einem niedrigeren Ballaststoffgehalt.
Vorheriger Kontakt mit frischen, konservierten oder rohen Diäten: Hunde können gewöhnliche Futtermittel meiden, nachdem sie frische, konservierte oder rohe Lebensmittel genossen haben. Diese sind aufgrund ihrer zusätzlichen Feuchtigkeit reicher an Aromen, auf die Hunde stark reagieren.
Wenn du deinem Hund eine neue Portion seines üblichen Futters anbietest und er es sofort frisst, kann es sein, dass die vorherige Portion nicht gut war. Natürlich bemerkt man einen Mangel der Qualität auch an veränderter Konsistenz, üblem Geruch des Futters oder einem anderen Erscheinungsbild.
Leckereien sind sehr oft der Grund dafür, dass dein Hund wählerisch wird. Wenn Vierbeiner eine Menge Leckereien verschiedenster Art und Geschmäcker bekommen, erwarten sie das gleiche von ihrem Futter. Außerdem versorgen die Leckereien deinen Hund mit zusätzlichen Kalorien, sättigen deine Fellnase enorm und machen es ihr leicht, auf das Futter zu verzichten.
Hunde zeigen ihren Besitzern oft nicht, wenn sie Schmerzen haben. Zahnschmerzen sind da keine Ausnahme. Routinemäßige Zahnkontrollen beim Tierarzt sind die beste Vorbeugung. Unter Zahnproblemen versteht man Wurzel- und Kieferinfektionen, Zahnbeweglichkeit oder gar einen Zahnverlust.
Wenn solche Probleme auftreten, kann ein Hund seine Nahrungsaufnahme reduzieren, Nahrung fallen lassen oder Nahrung ablehnen (besonders harte Nahrungsmittel wie Knochen und Trockenfutter).
Wenn dein Hund aufhört, zu essen, ist es keine schlechte Idee, mal einen Blick in das Maul des Hundes zu werfen oder eine tierärztliche Kontrolle vorzunehmen. Fauler Geruch, lose Zähne oder große Mengen von Zahnstein können ebenfalls Anzeichen dafür sein, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Die meisten Fälle einer langanhaltenden, also länger als drei bis fünf Tage dauernden, vollständigen Nahrungsverweigerung und damit chronischer Unterversorgung resultieren in einem bestimmten körperlichen oder medizinischen Zustand.
Beispiele für krankheitsbedingte Ursachen einer Appetitlosigkeit können Schmerzen, verursacht beispielsweise durch akute Verletzungen des Gewebes oder Entzündungen der Gelenke, sein. Nieren-, Leber- oder Herzerkrankungen, die zu einer veränderten Blutkonzentration führen, können Übelkeit oder Erbrechen hervorrufen, genauso wie Magen-Darm-Probleme.
Verstopfungen, Durchfall, Unverträglichkeiten oder Allergien gegen ein bestimmtes Futtermittel, Parasiten oder Darmerkrankungen können ebenfalls dazu führen, dass dein Liebling nicht mehr fressen möchte.
Es ist sehr wichtig, bei Anzeichen eines krankheitsbedingten Problems, einen Tierarzt aufzusuchen und beschreibe welche Veränderungen du bei deinem Vierbeiner beobachten kannst. Oft kann dir dieser durch Blut- , Kot- oder Urinuntersuchungen deines Hundes helfen, eine Ursache für die Veränderung zu finden und die Fütterung den Bedürfnissen deines Vierbeiners anzupassen.
Wenn Hunde älter werden, sind sie nicht mehr so aktiv und benötigen auch weniger Energie durch das Futter. Kleine Hunderassen werden erst ab 8-10 Jahren als Senior bezeichnet, große Hunderassen können bereits mit 6 Jahren ein Senior sein.
Wenn ein älterer Hund ansonsten gesund ist, können kognitive Veränderungen auch seinen Ernährungsplan beziehungsweise seinen Appetit beeinflussen. Es ist nicht unbedingt schlimm, wenn ein Senior weniger frisst, da er durch reduzierte Bewegung auch schnell zunehmen kann, was sich wiederum nicht gut auf die Gelenke des Hundes auswirkt.
Regelmäßige Routinekontrollen beim Tierarzt können frühzeitig Veränderungen erkennen, die Ernährung entsprechend anzupassen und somit eine Appetitlosigkeit umgehen.
Wenn du vermutest, dass das Fressverhalten deines Hundes durch Verhaltensprobleme beeinflusst wird, helfen dir vielleicht die folgenden Tipps, damit dein Liebling wieder normal frisst:
Probiere ein neues Futtermittel, um zu sehen, ob dein Vierbeiner generell nicht futtern will oder er einfach nur seines alten Essens überdrüssig ist.
Versuche, dich an einem recht strengen Fütterungsplan mit genauen Fütterungszeiten zu halten.
Nimm den Napf wieder weg, wenn dein Hund nach 10 Minuten noch nicht gefressen hat. So lernt der Hund, dass er nicht immer die Möglichkeit hat, zu fressen und sein Futter “verlieren” kann.
Verzichte auf Leckereien. So reduzierst du überschüssige Kalorien.
Erwärme das Futter leicht, beispielsweise durch ein Wasserbad, oder füge etwas warmes Wasser hinzu. Die Wärme verstärkt den Geruch des Futters und macht es so attraktiver.
Probiere doch mal einen neuen Fütterungsort aus. Vielleicht das Badezimmer oder den Flur. Kleinere, ruhige Räume bieten dem Hund mehr Sicherheit. Vermeide außerdem Lärm, Stress und die Anwesenheit fremder Menschen während der Hund fressen soll.
Betreibe gerne eine kleine Trainingseinheit mit deinem Hund, bevor er gefüttert wird. So wird der Stoffwechsel des Hundes angeregt und der Appetit gefördert.
Bringe etwas Abwechslung in die Fütterung. Zum Beispiel durch verschiedene Sorten des Futtermittels. Beachte aber hierbei, dass die Rotation der Sorten nicht zu oft vorgenommen werden sollte, damit der Hund nicht anfängt, auf etwas Besseres oder Neues zu warten.
Teste einen neuen Napf aus! Viele Hunde fressen nicht gerne aus Näpfen, welche aus Aluminium sind, da sie spiegeln. Das Geräusch des Futters im jeweiligen Napf kann auch ein Störfaktor sein. Plastiknäpfe können durch Weichmacher auch den Geschmack des Futters verändern. Teste beispielsweise mal Näpfe aus Keramik oder Glas oder gar einen ganz normalen Teller.
Du siehst, es gibt viele Stellschrauben, an denen man drehen kann, wenn der geliebte Vierbeiner sein Essen verschmäht. Und oft regelt sich das auch von alleine. Da es aber bei dauerhafter Verweigerung auch ein Anzeichen für ein physisches Problem sein kann, solltest du deinen Hund grundsätzlich beobachten, ob weitere Auffälligkeiten auftreten.
Sollte sich nach 3 Tagen keine Besserung des Verhaltens abzeichnen, suche den Tierarzt deines Vertrauens auf. Zusammen werdet ihr eine Lösung für das Problem finden, damit dein Vierbeiner wieder genüsslich seine Mahlzeiten zu sich nimmt.