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Jedes Jahr am Ende des Sommers, wenn es im Norden dunkelt und kälter wird, entwickelt sich über dem Nordpol ein grosser Wirbel in der Atmosphäre. Er ist weit oben, in der so genannten Stratosphäre, zwischen 8 und 50 km Höhe. Er heisst «Polarer Stratosphärenwirbel» oder auch «Polar Vortex» und macht immer dann Schlagzeilen, wenn er im Winter auseinander bricht und für Kaltluftausbrüche sorgt.
Hoch über dem Nordpol gibt es zwei Phasen in der Strömung: Die Hochdruckphase im Sommer und die Tiefdruckphase im Winter, wenn der Stratosphärenwirbel dort ist und der Wind im Gegenuhrzeigersinn um den Nordpol weht. Der Tag des Wechsels von Hoch zu Tief markiert den Übergang zum Winterhalbjahr. Und dieser Übergang ist dieses Jahr in der Nacht auf Donnerstag, 5. September.
Was macht der Wirbel mit unserem Wetter?
Alle paar Jahre bricht der Wirbel mitten im Winter auseinander, die Stratosphäre erwärmt sich dann plötzlich um 20 bis 50 Grad. Und obwohl der Stratosphärenwirbel weit oberhalb der Wetterschicht dreht, hat dies einen Einfluss auf unser Winterwetter: Bricht der Wirbel auseinander, kommt es bei uns zu Kaltluftausbrüchen.