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Der Traum bei Lacan und Morgenthaler
DOI:https://doi.org/10.18754/jfp.58.10
Schlagworte:Traum bei Morgenthaler und Lacan, Traum und Begehren, Traum und Fantasma, Traum und Übertragung
Abstract
Der Artikel geht der Frage nach Gemeinsamkeiten und Differenzen in der Arbeit mit dem Traum bei Morgenthaler und bei lacanianisch arbeitenden Analytikern nach. Interviews, die wir in Paris mit einem Analytiker und einer Analytikerin durchführten, vermitteln etwas von der gelebten Umsetzung der Lacanschen Arbeit mit Träumen. Das eine Interview fokussiert auf das Verhältnis von Traum und Begehren anhand einer detailliert nachgezeichneten Arbeit mit einem Traum eines Analysanden. Das andere Gespräch stellt die Beziehung zwischen Traum und Fantasma anhand eines Traums von Freud ins Zentrum. Wie Morgenthaler (und Lacan) heben beide Kollegen hervor, dass es nicht um den konkreten Inhalt des Traumes gehe, also nicht um eine blosse Dechiffrierung der Traumbilder und auch nicht um eine Interpretation auf der imaginären Ebene. An die Stelle des Wunsches bei Freud rückt das Begehren; an die Stelle des Bezugs zur ödipalen Situation hilft der Traum bei der Bewusstwerdung des Fantasmas. Bezugnehmend auf Morgenthalers «emotionale Bewegung» zwischen Analytiker und Analysand und deren Bedeutung für die Arbeit mit dem Traum gehen die Autoren im weiteren der Frage nach der Bedeutung der Übertragung in der klinischen Arbeit mit dem Traum nach. Dabei nehmen sie eine kritische Position gegenüber den beiden Lacanschen Kollegen ein.
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