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Die Studie wurde unter der Leitung von Robert Howarth, einem bekannten Wissenschaftler der renommierten Cornell University, veröffentlicht. Sie kommt zum Schluss, dass Erdgas gar ein grösserer Klimakiller sein soll als Kohle, besonders wenn es mit der sogenannten Fracking Methode gefördert wird. Bei dieser Methode wird der Untergrund mehrfach mit einer Mischung aus Wasser, Quarzsand und teils giftigen Chemikalien aufgebrochen. Die Wissenschaftler merken allerdings an, dass die aktuelle Untersuchung in weiteren Studien geprüft werden muss. Würden sich die Ergebnisse jedoch erhärten, hätten sie das Potential die Klima- und Energiepolitik weltweit zu verändern.
In der Studie heisst es, dass für die Berechnung des CO2-Abdrucks von Gas nicht bloss die Emissionen bei der Gasverbrennung berücksichtigt werden dürfen. Vielmehr gelange durch die Bohrung, Förderung, Veredelung und Transport ein Teil des Rohstoffs direkt in die Umwelt und verursache somit Treibhausgas-Emissionen. Je nachdem wo das Erdgas im Untergrund vorkommt und wie es gefördert wird, entweichen bis zu 7.9 Prozent des Gases in die Umwelt. Da Erdgas zu einem grossen Teil aus Methan besteht, das viel klimaschädlicher ist als CO2, ist der Treibhauseffekt ungefiltert austretenden Gases umso grösser.
Die Forscher gelangen zum Schluss, dass bei schwer zugänglichen Erdgasvorkommen das Treibhauspotential in einem Zeitraum von 20 Jahren mindestens 20 Prozent höher ist als das von Kohle und 50 Prozent höher als das von Öl. Dass die Studie aufgrund solcher Schlussfolgerungen Kritik provoziert, liegt auf der Hand. Verschiedene Ökoorganisationen werfen den Forschern vor, für Kohle zu werben. Gesponsert wurde die Studie allerdings nicht von der Kohleindustrie, sondern von der Park Foundation, einer Initiative die Forschung und Nachhaltigkeit unterstützt. Die Wissenschaftler selbst weisen darauf hin, dass sie nur den Anstoss für tiefergehende Untersuchungen geben wollen. Forschungen, die längst hätten gemacht werden sollen. Denn die Prüfung von möglichen Umweltrisiken ist auch bei diesem Energieträger von grosser Bedeutung.