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Was ist Diabetes?
Januar 2020
Wenn Sie an Diabetes leiden, bedeutet dies, dass Ihr Blutzuckerwert (Glukose) zu hoch ist. Es gibt zwei Typen von Diabetes.
Bei Typ-1-Diabetes attackiert und zerstört Ihr Immunsystem das körpereigene Insulin, das Hormon, das Ihren Blutzuckerspiegel regelt und dafür sorgt, dass die Glukose (Blutzucker) aus Ihrem Blut in die Körperzellen gelangt, wo sie als Energieträger dient. Wer an diesem Typ von Diabetes leidet, muss sich täglich Insulin spritzen.
Bei Typ-2-Diabetes produziert Ihr Körper entweder nicht genügend Insulin oder Ihre Zellen reagieren nicht darauf. Man bezeichnet dies auch als Insulinresistenz. Typ-2-Diabetes kommt wesentlich häufiger vor: 90 % der Menschen mit Diabetes leiden an dieser Variante.
Bei Prädiabetes liegt Ihr Blutzuckerspiegel über dem Normalwert, aber noch nicht so deutlich darüber, dass ein Diabetes diagnostiziert werden würde. Dies weist aber darauf hin, dass Sie möglicherweise an Typ-2-Diabetes erkranken, wenn Sie keine Änderungen an Ihrem Lebensstil vornehmen.
Durch welche Symptome äußert sich Diabetes?
Da sich Diabetes nach und nach entwickelt, zeigen sich anfangs möglicherweise keinerlei Symptome. Es können allerdings folgende Phänomene auftreten:
• Sie sind hungriger als normal.
• Sie sind durstiger als normal.
• Sie sind müder als normal.
• Sie verlieren aus keinem ersichtlichen Grund Gewicht.
• Sie haben häufigeren Harndrang.
Welche Ursachen hat Diabetes?
Es ist noch nicht ausreichend geklärt, wodurch Diabetes genau entsteht, aber es gibt verschiedene Risikofaktoren. Diese sind:
- Übergewicht. Falls Sie einen Body-Mass-Index von mehr als 25 haben, besteht ein viel höheres Risiko, dass Sie an Prädiabetes erkranken, insbesondere, wenn sich das zusätzliche Gewicht um die Körpermitte herum ansammelt.
- Zu wenig Bewegung. Ein aktiver Lebensstil führt dazu, dass Sie ein gesundes Körpergewicht halten, mehr Glukose verbrauchen und Insulin besser umsetzen.
- Familienanamnese. Diabetes weist eine erbliche Komponente auf.
- Ethnie. Typ-2-Diabetes tritt 6-mal häufiger bei Menschen südasiatischer Herkunft und 3-mal häufiger bei Menschen mit einem afro-karibischen Hintergrund auf.
- Alter. Die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, steigt ab 45 Jahren und erhöht sich ab 65 Jahren nochmal erheblich.
- Weitere Erkrankungen. Bluthochdruck und ein hoher Cholesterinspiegel erhöhen das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.
- Schwangerschaft. Gestationsdiabetes tritt dann auf, wenn Ihr Körper mit der zusätzlichen Belastung einer Schwangerschaft überfordert ist. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Alternativ lag die Erkrankung möglicherweise bereits vor der Schwangerschaft vor.
Tritt Diabetes aktuell immer häufiger bei Kindern auf?
Ja. In England leiden über 22.000 Kinder unter 17 Jahren an Diabetes. Die Mehrheit (97 Prozent) leidet an Typ-1-Diabetes, aber in den letzten Jahren wurden auch die ersten Fälle von Typ-2-Diabetes in dieser Altersgruppe bekannt.
Zu welchen Komplikationen kann Diabetes führen?
Wenn ein Diabetes nicht frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt wird, kann dies zu verschiedenen Komplikationen führen.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn Sie an Diabetes leiden, ist das Risiko, an einem Herzleiden oder anderen Krankheiten des Kreislaufsystems zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden, wesentlich höher. Es ist wichtig, regelmäßig Ihren Blutdruck zu messen, wenn Sie an Diabetes leiden. OMRON hat eine Reihe von Blutdruckmessgeräten im Angebot, die für die Verwendung bei Diabetespatienten klinisch validiert sind.
- Nierenleiden. Patienten mit Diabetes und Bluthochdruck haben häufiger mit Nierenleiden zu kämpfen.
- Augenerkrankungen. Diabetiker sind mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von Retinopathie betroffen. Dabei werden Blutgefäße geschädigt, die die Retina versorgen.
- Amputation. Diabetes kann die Nerven, Muskeln und Durchblutung der Beine und Füße beeinträchtigen.
Wie wird Diabetes behandelt?
Ernährung Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, reich an Obst, Gemüse, gesunden Kohlenhydraten, Protein und fettärmeren Milchprodukten, kann Sie dabei unterstützen, Ihren Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten.
Regelmäßige Bewegung kann das Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, um 40 Prozent senken. So können Sie ein gesundes Gewicht halten, die Menge an Glukose erhöhen, die Ihr Körper in Energie umsetzt, und Ihr Insulin effektiv nutzen.
Insulin Patienten, die an Typ-1-Diabetes leiden, und einige der Patienten mit Typ-2-Diabetes, werden mit Insulin behandelt, um ihren Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten. Das Insulin wird dabei über eine Spritze oder eine Pumpe verabreicht.
Sonstige Medikation Patienten mit beiden Typen von Diabetes benötigen Medikamente, um die Krankheit selbst zu behandeln sowie ihren Blutdruck und ihr Blutfett unter Kontrolle zu halten. Medikamente können Ihren Körper dabei unterstützen, mehr Insulin zu produzieren und Glukose effektiver umzusetzen.
Quellenangaben:
Diabetes Digital Media (2018). Diabetes and obesity. Retrieved from www.diabetes.co.uk/diabetes-and-obesity.html
British Diabetic Association. Diabetes: The basic. Retrieved from www.diabetes.org.uk/diabetes-the-basics
British Diabetic Association. Diabetes and blood pressure. Retrieved from www.diabetes.org.uk/guide-to-diabetes/managing-your-diabetes/blood-pressure
Foundation of European Nurses in Diabetes (2014). Diabetes in Europe. Retrieved from www.fend.org/sites/fend.org/files/ECD-PP4finalweb.pdf