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Eine Stunde lang bot Titelverteidiger Roger Federer eine seiner schwächsten Leistungen in der jüngeren Vergangenheit. Bereits im ersten Game kassierte er das erste von insgesamt fünf Breaks.
Bei eigenem Aufschlag bekundete der Weltranglisten-Zweite auch in der Folge ungewohnte Probleme, was aber nur zum Teil an den guten Returns des gleichaltrigen Franzosen lag.
Chancen zum Satzausgleich
Erst nachdem Federer im zweiten Satz 1:4 in Rückstand gelegen hatte, vermochte er sich ein wenig zu steigern. Mit einem nahezu perfekten Rückschlagspiel holte er sich das Rebreak. Beim Stand von 5:5 boten sich dem Baselbieter sogar 3 Breakchancen zum 6:5 und zur möglichen Wende.
Doch Benneteau überstand die aus seiner Sicht kritische Phase und verwertete nach knapp 81 Minuten und einem Rückhandfehler von Federer seinen ersten Matchball.
Federer schon in Wimbledon mit Mühe gegen Benneteau
Dass Federer die Spielweise des in Genf wohnhaften Franzosen nicht sonderlich liegt, war bereits im letzten Sommer in Wimbledon ersichtlich gewesen. Auf dem Weg zu seinem 17. Grand-Slam-Titel war Federer in der 3. Runde gegen Benneteau nur 2 Punkte vom Ausscheiden entfernt, ehe er sich in 5 Sätzen doch noch durchsetzte.
Mit Ausnahme von Grand-Slam-und Masters-Events hatte der Baselbieter 5 Jahre lang nicht mehr in einer solch frühen Phase eines Turniers verloren. 2008 verlor Federer in Dubai im Achtelfinal gegen den damals erst 20-jährigen Andy Murray.