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3500 Jahre vor unserer Zeitrechnung trat ein neues Metall seinen Siegeszug an. Aus dem erzreichen Anatolien entdeckte man die positiven Eigenschaften des Zinns. Kupfer liess sich nicht besonders gut giessen und war für viele Zwecke einfach zu weich.
Doch mit einer Zinnlegierung trat eine entscheidende Verbesserungein. So erstaunt es nicht, dass mit der Entdeckung des Zinns auch die Bronzezeit Einzug hielt. Man mischte 90% Kupfer mit 10% Zinn. In Mesopotamien und Anatolien wurden Schmuck und Waffen immer häufiger aus Bronze hergestellt.
Das neue, begehrte Metall wurde nun in Barrenform gehandelt und transportiert. Woher als das Zinn stammte ist bis zum heutigen Tage noch ungewiss. In der Bronzezeit gehörten Zinn, Kupfer und Lapislazuli im Orient zu den wichtigsten Handelsgütern. Ein damals grosses Vorkommen wird im Zinnerz-Revier bei Karnab in Usbekistan vermutet.
Nach mehr als 1000 Jahren entdeckten die Mitteleuropäer Zinn und Bronze für sich und die Bronzezeit hielt ca. 2200 vor unserer Zeitrechnung Einzug in unsere Breiten. Schmuck, Waffen und Gebrauchsgegenstände wurden nun mit der einfacheren Technik der Bronze angefertigt. Um 335 Jahren vor unserer Zeitrechnung wurde die Kupfer-Zinnlegierung abermals verändert (80% Kupfer / 20% Zinn) und mit einer feinen Zugabe von Blei vermengt.
Mit dieser neuen Legierung wurde die Messingverarbeitung ins Leben gerufen, die vor allem in Griechenland gepflegt wurde. Mit der Zeit gelang sie zu den Römern und wurde auch von den Germanen übernommen. Messing ist härter als Kupfer und weicher als Bronze.