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Anfangs der 1960er-Jahre machte die St. Galler Regierung ernst mit der Dezentralisierung des Mittelschulwesens: Sie gründete die erste «Zweigschule» der Kantonsschule St. Gallen in Sargans. Ihr sollten später Wattwil (1970), Heerbrugg (1975) und Wil (2002) folgen.
Überfüllte Mensa, Seminare in der Turnhalle
In über 50 Jahren hat sich diese «Zweigschule» in eine vollwertige Kantonsschule mit sämtlichen Mittelschultypen, also Gymnasium, Fachmittelschule und Wirtschaftsmittelschule entwickelt. Die Schülerzahl hat sich bei rund 720 stabilisiert. Das sind allerdings mehr, als die alten Gebäude fassen können.
Die Folge: Es fehlt überall an Platz. In den Chemieräumen stapeln sich Chemikalien und Geräte, es fehlt an geschützten Arbeitsplätzen, Seminare und Prüfungen müssen teils in der ehemaligen Turnhalle abgehalten werden und in der Mensa wurde mangels Sitzplätzen ein Schichtbetrieb eingeführt.
Breite Zustimmung quer durch die Parteienlandschaft
Am 28. September stimmen die St. Galler Stimmbürger über einen 50-Millionen-Franken-Kredit für die Sanierung respektive den Neubau der Kanti Sargans ab. Damit sollen die Missstände behoben werden. Der Kantonsrat hat diese Vorlage im Februar 2014 mit 114 zu 0 Stimmen abgesegnet und auch die Parteien stehen ausnahmslos hinter dem Kredit.