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Welche Argumente sprechen dafür, dass der Spracherwerb biologische Wurzeln hat?
Es gibt Hinweise auf eine angeborene Bereitschaft zum Spracherwerb wie den schnellen und geordneten Spracherwerb, der nicht allein aufgrund von Lernen und kommunikativen Einflüssen zu erklären ist. Kinder äußern sich zudem teilweise auf eine Art, welche sie sicherlich noch nie von Erwachsenen gehört haben. Außerdem findet sich von Geburt an ein extremes Bedürfnis, selbst bei gehörlosen Kindern, sprachähnliche Laute zu äußern. Des Weiteren ist das Entwickeln von Sprache nur Menschen und keinen anderen Lebe-wesen vorbehalten. Es existieren zwei für die Produktion und Verstehen von Sprache spezifische Hirnareale. Bereits das Gehirn sehr junger Kinder reagiert differenziert auf Sprache (Mismatch Negativity MMN). Es gibt eine angeborene Universalgrammatik und einen angeborenen Spracherwerbsmechanismus.
Anhand welcher vier Stufen kann man die Herausbildung eines Interesses beschreiben?
Am Anfang steht ein durch Anreize aus der Umwelt getriggertes situationales Interesse. Dieses kann über eine gewisse Zeit und über ähnliche Situationen hinweg aufrechterhalten werden (aufrechterhaltenes situ-ationales Interesse), sich dann zu einer Beschäftigung mit dem Interessengegenstand vorrangig aus eige-nem Antrieb entwickeln (entstehendes individuelles Interesse) bis hinzu einem voll entwickelten individuellen Interesse, das aus eigenem Antrieb verfolg wird und auch bei Misserfolgen und anderen Frustrationen beibehalten wird.
Welche Verhaltensweisen der Eltern und Lehrer fördern die Entwicklung einer hohen Leistungsmo-tivation?
Wärme und Wertschätzung, dem Alter der Kinder angemessene Forderungen zu stellen und die Unterstützung von Autonomie sind wichtige Bedingungen für die Förderung der Leistungsmotivation. Beim Lehrer-verhalten ist auch wichtig, dass Leistungsrückmeldungen die Veränderungen der individuellen Leistung betonen (individuelle Bezugsnormorientierung) und nicht, wie gut der Einzelne im Vergleich zu den Mit-schülern abgeschnitten hat
Domänenspezifische Theorien
Mit dem Begriff der Domänenspezifischen Entwicklungspsychologie ist die Erkenntnis impliziert, dass kognitive Entwicklung nicht über alle Wissensdimensionen gleichzeitig stattfindet, sondern abhängig ist vom Wissen über diesen Saschverhalt
Denkentwicklung innerhalb einzelner Domänen: In der kognitivistischen Entwicklungspsychologie geht man von vier Grunddomänen aus: Intuitive Physik, Intuitutive Psychologie, intuitive Biologie und die Welt der Zahlen.
evolutionär erworbenes Kernwissen und Lernmechanismen
Bsp. angeborenes Kernwissen: visuelle Struktur von Gesichtern
Bsp. angeborener Lernmechanismus: Fähigkeit, Sprache zu erlernen
Annahme der Wissensorganisation (intuitive Theorien)
Intuitive Physik
- physikalisches Wissen, Intuitionen über physikalische Phänomene -> Objektpermanenz, Studien zu Objektbewegungen
- nach Spelke (1994) bestimmen drei angeborene fundamentale Prinzipien physikalisches Denken: 1. Kohäsion: Objekte bewegen sich als zusammenhängende, begrenzte Einheiten 2. Kontinuität: Objekte sind feste Körper, kontinuierlich existierend -> Objektverständnis des Säuglings -> Kontinuitätsprinzig, 4 Monate alte Babys 3. Kontakt: ein Objekt beeinflusst Bewegung eines anderen nur über Kontakt
Wissen über Objekte (vgl. Wahrnehmungssitzung)
Wissen über bewegungen, Kräfte und Statik (Stabilität)
rudimentäres Zahlenverständnis
"Gerade-nach-unten"-Regel (Schwerkraftfehler)
Intuitive Psychologie
Theory of Mind (ToM), mentale Alltagspsychologie - Erklärung menschlichen Verhaltens über die Zuschreibung von Wünschen, Absichten und Überzeugungen - Vorhersage von Handlungen - ab ca. 4 Jahren entwickelt, aber schon im 1. Lj Hinweise aud psychologisches Handlungsverständnis
Premack und Woodruff (1878) "Ein Individuum hat eine Theorie des Geistes, wenn es sich und anderen mentale Zustände zuschreibt. Ein System von Schlussfolgerungen dieser Art wird zu Recht als Theorie angesehen, da solche Zustände nicht direkt beobachtbar sind und das System verwendet werden kann, um Vorhersagen über das Verhalten anderer zu treffen. "