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Beschreibung
Felicia Schmaedecke: Kloster Mariazell auf dem Beerenberg bei Winterthur. Neuauswertung der Ausgrabungen 1970–1972 im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift
Das ehemalige Kloster Mariazell (1318 urkundlich erwähnt) befindet sich auf einer kleinen Terrasse am Osthang des bewaldeten Beerenbergs westlich von Winterthur. Nach einer Blütezeit im 14. und 15. Jh. wurde das Augustinerchorherrenstift nach Einzug der Reformation aufgelassen. 1530 kaufte Hans Steiner, Gerichtsherr zu Pfungen und Wülflingen die Gebäude; dessen Familie bewohnten die Konventbauten bis in das frühe 17. Jh.. Die im Verfall begriffenen Klosterkirche wurde im 18. Jh. gezielt für den Bau Winterthurer Wohnhäuser ausgebeutet.
Umfassende archäologische Untersuchungen fanden 1970–1972 statt. Im Anschluss daran wurden die Ruinen der Kirche und des benachbarten Konventshauses konserviert. 2009–2010 konnten im Zuge einer Sanierung und Neugestaltung der Anlage eine kleine archäologische Nachuntersuchung sowie verschiedene geophysikalische Prospektionen durchgeführt werden.
Schwerpunkte der vorliegenden Publikation sind die Neubearbeitung der Altgrabung unter Einbezug der Ergebnisse der aktuellen Nachuntersuchung und die Vorlage der Funde, die durch die Neusichtung der schriftlichen Quellen, die anthropologische Bestimmung der Skelettfunde und die Ergebnisse der geophysikalischen Untersuchungen ergänzt werden.