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Musik über Mittag - Träumereien für Klarinette
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Paul Juon
Johannes Brahms
Mit dem Streichquintett op. 111 gedachte Johannes Brahms seine kompositorische Laufbahn zu beenden, und es ist einzig dem als unvergleichlich weich gerühmten Klang des Solo-Klarinettisten der Meininger Hofkapelle, Richard Mühlfeld, zu verdanken, dass Brahms sich entschloss, nochmal zur Feder zu greifen. Neben dem Trio op. 114 entstanden das Klarinettenquintett op. 115 sowie die beiden Sonaten für Klarinette op. 120, die allesamt in ihrer Abgeklärtheit den Prototyp des Brahms'schen Spätwerkes darstellen. Auch wenn im Trio eine Csardas-Melodie das letzte Wort hat, bestimmt zarte Verhaltenheit das gesamte Werk. Eine Eigenschaft, die auch die beiden mit "Reverie" und "Elegie" überschriebenen Sätze aus den "4 Miniatures" des Spätromantikers Paul Juon auszeichnet, einer Bearbeitung seiner frühen Klavierstücke op. 18.