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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Kann der Bundesrat nun, da laut Medienberichten die schwerwiegendsten Vorwürfe, insbesondere der Veruntreuung, zurückgewiesen wurden, Pierre Krähenbühl, dessen Rücktritt das Resultat politischen Drucks zu sein scheint, vollständig rehabilitieren?</p><p>2. Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass er einen hochrangigen Schweizer UNO-Beamten stärker unterstützen sollte, wenn er aufgrund von vor allem politischem Druck gezwungen wird, von seinem Posten in der internationalen Diplomatie zurückzutreten?</p><p>3. Liegen dem Bundesrat Antworten vor auf seine Anfrage an die UNO, die Ergebnisse des Untersuchungsberichts zu veröffentlichen?</p><p>4. Kann der Bundesrat heute eindeutig bestätigen, dass die UNRWA im Rahmen der israelisch-palästinensischen Beziehungen eine essenzielle Rolle in der Beschwichtigungspolitik spielt?</p><p>5. Falls ja, wäre nicht jetzt der Zeitpunkt, um zu verkünden, dass die Schweiz ihren Beitrag für den gesamten Zeitraum von vier Jahren bezahlen wird und nicht nur für zwei Jahre?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In Übereinstimmung mit seiner Strategie für den Mittleren Osten und Nordafrika 2021-2024 betrachtet der Bundesrat die UNRWA als wichtige Akteurin für die regionale Stabilität, solange es keine politische Lösung des Konflikts gibt. Die UNRWA trägt mit ihren Programmen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und soziale Hilfe dazu bei, das Risiko der Radikalisierung, insbesondere unter jungen Menschen, zu verringern. Die Schweiz hat sich verpflichtet, die UNRWA in der Periode 2021-2022 mit einem vergleichbaren Betrag wie bisher (20 Millionen Franken pro Jahr) zu unterstützen. Sie unterstützt auch ihre internen Reformen, die auf mehr Transparenz und eine bessere Gouvernanz der Organisation abzielen. Auf diese Weise nimmt die Schweiz aktiv Einfluss auf die Arbeitsweise der UNRWA. Damit sollen die Perspektiven von palästinensischen Jugendlichen im Nahen Osten verbessert werden.</p><p>Was die Situation von Herrn Krähenbühl betrifft, verweist der Bundesrat auf seine Antwort vom 19. Mai 2021 auf die Interpellation 21.3093 de la Reussille "Komplott gegen einen Schweizer Diplomaten?".</p>  Antwort des Bundesrates.