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Erfahrene Katzenhalter wissen, dass Katzen ab und an erbrechen, ohne dass eine ernsthafte Krankheit dafür verantwortlich ist. Dennoch ist dieser Moment für den Menschen irritierend. Die Erscheinung Erbrechen, Volmitus genannt, ist ein Anzeichen für eine gesundheitliche Störung oder für ein einfaches Unwohlsein. Würgen ist aber nicht gleich Erbrechen. Katzenhalter sollten den Unterschied zwischen dem Würgen und dem Erbrechen kennen. Dazu finden Sie später eine Textpassage.
Gründe für das Erbrechen gibt es viele:
Eine eher lapidare Ursache, warum die Katze erbrechen muss, ist die Ansammlung von Fellhaaren im Magenraum. Die Haarballen werden im Rahmen des Säuberns ausgewürgt. Sie erkennen das oft daran, dass dieser Vorgang durch die Aufnahme von Gras willentlich herbeigeführt wird. Bei diesem Auswürgen wird vom Regurgitieren gesprochen. Dann handelt es sich nicht im eigentlichen Sinn um ein Erbrechen.
Sollte eine Katze erbrechen, dann kommen meist noch weitere Begleiterscheinungen hinzu. Charakteristisch sind unter anderem Symptome wie:
Die Dehydratation oder Austrocknung der Katze ist die Folge eines immensen Verlustes an körpereigener Flüssigkeit. Sind Parasiten die Auslöser, erbrechen die Katzen und der Kot zeigt deutliche Hinweiszeichen wie Blut- und Schleimbeimengungen oder er wird ockerfarben. Zusätzlich dazu entsteht massiver Durchfall. Bei einer Blutung im Magen verfärbt sich der Kot Schwarz, weil okkultes Blut vorhanden ist. Dieselben Anomalien sehen Sie unter Umständen bei Erbrochenem. Diese Veränderungen (rötliche, gelbliche oder grünliche Verfärbungen) sollten Sie sich merken. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Diagnostik durch den Tierarzt.
Allgemeinwissen Katzenhalter: Schauen Sie bei der Katze die Nickhäutchen der Augen an. Fällt die dritte Nickhaut hervor, ist das Tier krank. Dann nimmt der Flüssigkeitsgehalt in den Augen ab. Der Glaskörper fällt in die Augenhöhle zurück und die Nickhäute sind sichtbar.
Erbricht eine Katze dunkel verfärbte Substanzen, die einen starken Fäkalgeruch aufweisen, dann deutet das auf einen Darmverschluss hin. Das ist lebensbedrohlich. Die betroffene Katze stellt sofort das Fressen ein.
Wurde die Katze beim Tierarzt eingehend untersucht, erfolgt die gezielte Behandlung. Diese beruht einerseits auf der Beseitigung beziehungsweise der Linderung der Symptome (symptomatisch). Andererseits muss eine krankheitsbezogene Therapie erfolgen.
In Abhängigkeit vom jeweiligen Symptom kann die Katze eine Infusion (Zufuhr von Flüssigkeit und Elektrolyten) erhalten. Gegen das Erbrechen helfen Arzneimittel der Gruppe Antiemetika. Um die Magenschleimhaut zu schützen, können Magenschoner verschrieben werden. Daheim sorgen dann die Halter für die Verabreichung von Schonkost. Eine solche medizinische Schonkost halten die meisten Veterinäre in ihren Praxen vor.
Je nachdem, welche Diagnose gestellt wurde, liegt nunmehr die Indikation für die Behandlung spezifischer Beschwerden vor. Eine infektiöse Erkrankung des Magen-Darm-Traktes wird mit Antibiotika oder Virostatika geheilt. Stecken Parasiten hinter dem Erbrechen, dann sind Entwurmungsmittel angebracht. Weitere bedeutsame Arzneistoffe sind Schmerzmittel und entzündungshemmende Präparate. Fremdkörper oder Tumore werden operativ entfernt. Diätfutter gibt es bei einem Verdacht auf eine Futtermittelallergie, bis die Untersuchung abgeschlossen ist.
Ein sehr häufiger Grund für das Erbrechen bei Katzen ist der Befall mit Parasiten. Das sind Würmer und/oder Giardien. Dann muss sofort entwurmt werden oder es wird eine Giardienbehandlung eingeleitet. Dazu werden Kotproben genommen. Die Eier der Bandwürmer lassen sich bei starker Belastung des Verdauungstraktes sogar in Erbrochenem erkennen.
Bei einer Konsultation des Veterinärs stellt sich oftmals heraus, dass eine Katze lediglich auf eine Futterumstellung mit Erbrechen antwortet. Katzen sind recht empfindlich, wenn es um ein wechselndes Futterangebot geht.
Eine Katze erbricht ungefähr zwei bis drei Stunden nach Aufnahme des Futters die Nahrung. Dann muss eine Fütterungspause eingelegt werden. Das ist allerdings nur nötig, wenn die Katze tatsächlich erbrochen und nicht regurgitiert hat. Ist es Erbrechen, dann wird die Fütterung für 24 Stunden ausgesetzt. Das Tier bekommt lediglich die Möglichkeit, ausreichend zu trinken. Wird die Fütterung wieder angesetzt, sind leicht verdauliche Zutaten sinnvoll. Das ist beispielsweise fettarmes gegartes Hühnerfleisch, Reis und Möhren. Günstig sind erstmal nur geringe Portionen. Nach etwa zwei Tagen kann langsam wieder normales Trocken- oder Nassfutter gegeben werden.
Verlieren Sie nicht zu viel Zeit, wenn die Katze erbrechen muss und das zum Dauerzustand wird. Vereinbaren Sie einen Termin beim Tierarzt. Alle Kontaktdaten finden Sie übersichtlich geordnet auf local.ch. An dieser Stelle sind gleichfalls tierärztliche Not- und Bereitschaftsdienste verzeichnet.
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Hat sich das Erbrechen nach zwei Tagen nicht eingestellt und verschlechtert sich der Allgemeinzustand des Tieres, sollte es dem Arzt vorgestellt werden. Hält das Erbrechen über 24 Stunden hinweg an, ist das ebenfalls ein Fall für den Mediziner. Ähnelt das Erbrochene Exkrementen und sind Blutspuren sichtbar, ist höchste Eile geboten. Dasselbe gilt bei Fieber über 39,2 °C und bei Schmerzen.
Liegt es an Magenproblemen, muss passendes Futter verabreicht werden. Hat sich eine Futtermittelallergie entwickelt, sollte auf andere Nahrung umgestellt werden. Gegen Haarballen im Magenbereich hilft regelmässiges Bürsten des Fells. Stellen Sie Katzengras und fettreiche Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung, dann klumpen die Haare weniger zusammen. Achten Sie auf eine kontinuierliche Entwurmung und darauf, dass sich mehrere Tiere nicht mit Parasiten anstecken.
Weisser Schaum wird immer dann erbrochen, wenn im Magenraum zusätzlich Schleim gebildet wird. Ursachen sind harmloses Unwohlsein oder Krankheiten. Schaumiger Schleim wird ebenfalls bei einer Unverträglichkeit auf Futtermittel, eine Infektion des Magen-Darm-Kanals und Diabetes erbrochen. Der weisse Schaum kann mit wässrigem Erbrochenem wechseln. In diesem Fall sollte vorübergehend kein Trockenfutter verabreicht werden, bis sich der Zustand wieder gebessert hat.
Beim sogenannten Regurgitieren fliesst aufgenommenes Futter einfach aus der Speiseröhre in die Mundhöhle zurück. Die geschluckte Futtermenge hat den Magenraum noch nicht erreicht. Der Auswurf ähnelt einem noch nicht anverdauten Futter. Erbrochenes wurde demgegenüber bereits von der Magensäure angegriffen. Es riecht daher gallig oder sauer. Der Mageninhalt wird beim Erbrechen durch die Kontraktion der Muskulatur in das Maul zurücktransportiert.
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