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Erstkommunionfeiern werden heuer verschoben
Traditionell wird Erstkommunion am Weissen Sonntag gefeiert. Eine Umfrage bei den Kirchgemeinden zeigt auf: In diesem Jahr finden die meisten Feiern im Juni statt – wegen des Coronavirus. Firmungen gehen heuer gleichsam im Brachmonat vonstatten. Konfirmationen werden Corona-konform in mehreren Feiern aufgeteilt.
MAGNUS LEIBUNDGUT
«Die Erstkommunionfeiern in der Pfarrei Einsiedeln werden heuer Coronavirus-bedingt in den Juni verschoben», sagt Pater Basil: Am 6. Juni gibt es in Einsiedeln und in Bennau eine Feier, am 13. Juni in Trachslau und in Euthal und am 20. Juni in Gross und in Willerzell.
«Die Erstkommunionfeiern werden in den einzelnen Viertel gefeiert – und nicht, wie einmal vorgesehen, in einer gemeinsamen Feier in der Klosterkirche», erklärt Pater Basil. «Wenn die Situation gleich bleibt wie jetzt, können an den Feiern maximal fünfzig Personen teilnehmen, und es muss auf das Singen in den Gottesdiensten verzichtet werden. Wir wissen aber nicht, wie sich die Situation im Juni darstellen wird.» «In diesem Jahr findet die Firmung in der Pfarrei Einsiedeln am 5. Juni statt», berichtet Pater Aaron: «Die Firmung wird von Abt Urban und Pater Basil gespendet. » 50-Personen-Regel könnte demnächst aufgehoben werden Die Firmfeier werde ausserordentlicherweise nicht in der Klosterkirche, sondern vermutlich in der Jugendkirche stattfinden: «Da davon auszugehen ist, dass nur eine beschränkte Anzahl Leute die Feier besuchen können, ist ein Gottesdienst in der Jugendkirche etwas heimeliger als in der Klosterkirche, in der sich die Besucher eher verlieren können», erklärt Pater Aaron.
Geplant ist vorläufig, dass die Firmfeier am 5. Juni doppelt geführt wird: Weil über fünfzig Jugendliche gefirmt werden, die je einen Paten mitbringen dürfen, muss der Anlass in zwei Gruppen aufgeteilt werden.
Es bestehe allerdings Hoffnung, dass in den kommenden Wochen die Auflagen geändert werden könnten, führt Pater Aaron aus: «Wir hoffen, dass die 50-Personen-Regel aufgehoben wird und die Kirchenräume zu zwei Dritteln gefüllt werden können. Diese Anpassung würde eine gemeinsame Feier ermöglichen », konstatiert Pater Aaron: «Dem Coronavirus zum Opfer fällt allerdings die stimmungsvolle Prozession der Firmanden, die hinter der Jugendmusik über den Klosterplatz marschieren.» Firmweg-Anlässe sind praktisch vollends ausgefallen Bereits der Firmweg, die gesellschaftlichen Anlässe der Firmanden, hätten heuer empfindliche Abstriche erleiden müssen, schildert Pater Aaron: «Der Bereich Gemeinschaftsanlässe, Spass- und Freiwilligenangebote, die verschiedenen Gruppenlager sind praktisch vollends ausgefallen.» In Oberiberg hält man derweil daran fest, dass die Erstkommunionfeier wie gewohnt am Weissen Sonntag, der heuer auf den 11. April fällt, stattfindet. «Das ist kein grösseres Problem für uns», sagt Pfarrer Josip Karas: «Es sind ja bei uns nur vier Kinder, welche die Erstkommunion empfangen.» Die Firmfeier mit 17 Firmanden findet in Oberiberg am 12. Juni statt.
In Unteriberg findet die Erstkommunionfeier an Fronleichnam, 3. Juni, statt, informiert Pfarrer Roland Graf: Drei Tage später, am 6. Juni, empfangen die Kinder in Studen die Erstkommunion. Eine Woche später, am 13. Juni, feiern die Kinder in Alpthal Erstkommunion.
In Rothenthurm empfangen am Weissen Sonntag, 11. April, 26 Kinder die Erstkommunion, sagt Pfarrer Erich Camenzind: «Damit das Feiern in einem Corona- konformen Rahmen abgehalten werden kann, teilen wir die Kinder in zwei Gruppen auf.» Dementsprechend finden zwei Gottesdienste statt, an denen je 13 Erstkommunikanten teilnehmen werden. Drei Konfirmationsfeiern in der reformierten Kirchgemeinde Auch in der reformierten Kirchgemeinde Einsiedeln zeitigt die Corona-Pandemie Folgen – die Konfirmation ist davon betroffen. «Es gibt drei Feiern statt nur einer», sagt Pfarrerin Réka Jaeggi: «Es werden insgesamt 16 Jugendliche konfirmiert.» Eine erste Gruppe feiert am Palmsonntag, 28. März, Konfirmation (mit zwei Teilnehmern). Eine weitere Gruppe wird am Pfingstsonntag, 23. Mai, konfirmiert (zehn Jugendliche werden konfirmiert). Die dritte Konfimationsfeier geht dann am 4. Juli über die Bühne (mit vier Teilnehmern).
Jaeggi weisst darauf hin, dass Corona-bedingt maximal dreissig Personen in der reformierten Kirche Einsiedeln Platz finden. Eine Teilnahme an den Feiern in beschränkter Zahl sei auch für Gemeindemitglieder möglich und erwünscht, eine Anmeldung erforderlich. «Das Coronavirus verhindert naturgemäss, dass wir gemeinsam mit den ganzen Familien im üblichen Rahmen Konfirmation feiern können», schildert die Pfarrerin: «Wir hoffen, dass bald wieder Schritte zurück in die Normalität möglich sein werden.»
Am 6. Juni ist es so weit: Die Kinder aus dem Dorf Einsiedeln empfangen die Erstkommunion. Derzeit ist noch offen, ob die Feier in der Klosterkirche oder in der Jugendkirche stattfinden wird. Foto: Archiv EA