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Die kolumbianische Polizei hat mit fast fünf Tonnen Kokain den grössten Drogenfund in Kolumbien seit Beginn der Corona-Pandemie gemacht. Ein Drogenspürhund machte das Rauschgift bei der Kontrolle einer Fracht in zwei Containern mit Gummigranulat im Hafen der Stadt Buenaventura aus, berichteten kolumbianische Medien am Dienstag (Ortszeit).
Demnach sollte die Fracht über Mittelamerika in die Türkei gehen. Das Kokain hatte einen Wert von schätzungsweise 265 Millionen Dollar (234 Mio Euro), schrieb Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo in einem Tweet. Das südamerikanische Land ist einer der weltgrössten Produzenten von Kokain, das aus der Kokapflanze hergestellt wird.
Nach Daten der US-Regierung wurde dort im vergangenen Jahr auf 2120 Quadratkilometern Koka angebaut, gegenüber 2080 Quadratkilometern im Jahr 2018. Weder der Friedensvertrag mit der Guerilla-Organisation Farc, die sich vor allem mit Drogenhandel und Schutzgeldern finanzierte, noch die Corona-Krise haben den grossflächigen Anbau von Koka in Kolumbien stoppen können. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben die kolumbianischen Sicherheitskräfte nach einem Bericht der Zeitung «El Tiempo» zufolge bereits rund 180 Tonnen Kokain beschlagnahmt, acht Prozent mehr als in dem Vorjahreszeitraum.
Das für das erste Augustwochenende geplante Musikfestival Lollapalooza in Chicago ist wegen Coronavirus abgesagt worden. Das teilten die Organisatoren am Dienstag (Ortszeit) auf ihrer Internetseite mit. Der Schutz der Fans, Künstler und Mitarbeiter habe oberste Priorität. Sie würden aber an einer «spektakulären Feier» im Sommer 2021 zum 30. Jubiläum des Festivals arbeiten, hiess es.
Als Ersatz für das ausgefallene Festival in diesem Jahr soll es vom 30. Juli bis zum 2. August eine virtuelle Veranstaltung mit Auftritten und Konzertmitschnitten vergangener Jahre geben.
UN-Generalsekretär António Guterres hat in der Coronavirus-Pandemie vor einem «globalen Lebensmittel-Notstand» gewarnt, falls die weltweiten Nahrungsmittelversorgungssysteme nicht so schnell wie möglich verbessert würden.
Obwohl es ausreichend Nahrungsmittel gebe, um die 7,8 Milliarden Bewohner der Welt zu ernähren, litten mindestens 820 Millionen Menschen unter Hunger, sagte Guterres am Dienstag in New York per Videobotschaft. «Unser Nahrungsmittelversorgungssysteme versagen und die Covid-19-Pandemie macht es noch schlimmer.»
US-Präsident Donald Trump will trotz der anhaltenden Corona-Pandemie Wahlkampfveranstaltungen wieder aufnehmen. Dafür gebe es «grosse Nachfrage», schrieb er am Dienstag auf Twitter und fügte hinzu, dass damit «vielleicht» schon kommende Woche wieder begonnen werden könnte.
Trump bestätigte mit seinem Tweet Medienberichte vom Vortag. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA ist Trump seit Anfang März nicht mehr vor seinen Anhängern aufgetreten.
New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat sich bei Hollywood-Schauspieler Sean Penn für dessen Unterstützung beim Kampf gegen die Corona-Pandemie bedankt. Penn habe mit der von ihm mitgegründeten Hilfsorganisation «Core»» unter anderem dazu beigetragen, Test-Zentren in besonders stark betroffenen Gegenden der Millionenmetropole New York einzurichten und zu betreiben, sagte Cuomo am Dienstag bei seiner täglichen Pressekonferenz.
Lettland wird den wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht verlängern. Dies beschloss die Regierung in Riga am Dienstag. Der Notstand war Mitte März ausgerufen worden und läuft zum 10. Juni aus. Einige der auferlegten Schutzmassnahmen bleiben aber weiter bestehen – sie wurden vom Parlament bereits auf neue Rechtsgrundlagen übertragen.
Die Corona-Krise und das Debakel um den Unglücksflieger 737 Max setzen Boeing weiter schwer zu. Im Mai wurden lediglich vier Verkehrsflugzeuge ausgeliefert, wie der US-Luftfahrtkonzern am Dienstag bekanntgab. Vor einem Jahr waren es noch 30 gewesen, obwohl das wichtigste Modell 737 Max wegen zweier Abstürze mit 346 Toten damals schon mit Startverboten belegt war.
Auch die Auftragslage beim US-Konzern bleibt kritisch – im vergangenen Monat kamen lediglich neun neue Bestellungen rein, darunter keine Passagiermaschinen. Die Stornierungswelle dauert indes an: Im bisherigen Jahresverlauf bis Ende Mai gingen unterm Strich insgesamt 602 Aufträge verloren. 615 stornierte Max-Bestellungen konnte Boeing kaum mit anderen Modellen abfedern.
Der Sport wird an den Folgen der Corona-Pandemie langfristig zu leiden haben. An einem Zukunftstag in Bern arbeiteten die Interessenvertreter im Rahmen des neu lancierten Projekts «Strategie Sportwirtschaft 5.0» an einer Krisenstrategie.
(Video: Keystone)
Die am 15. Juni anstehende Grenzöffnung soll unter möglichst einheitlichen Bedingungen geschehen. Das fordern die deutschsprachigen Verbände des Gastgewerbes und der Hotellerie aus Deutschland, Österreich, Italien (Südtirol), Liechtenstein und der Schweiz.
Bei der Umsetzung der Reisefreiheit in Europa und der Schutzkonzepte brauche es eine bessere Koordination, zeigten sich rund 20 Vertreter der Organisationen nach einer Videokonferenz des Verbands Hotelleriesuisse vom Montag überzeugt.
Die Bewältigung der «verheerenden Langzeitfolgen» solle der Branche nicht noch durch uneinheitliche Schutzkonzepte erschwert werden, teilte Hotelleriesuisse am Dienstag mit. Die geltenden Schutzkonzepte würden sich von Land zu Land oder sogar innerhalb eines Landes stark unterscheiden. Das verunsichere die Gäste und dämpfe das Geschäft.
Die Bevölkerung hat während der Hochphase der Corona-Pandemie grosse Mengen Medikamente gekauft und gehortet. Das gab der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse am Dienstagabend in einer Medienmitteilung bekannt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Medikamentenverkäufe während der ersten vier Monate des Jahres seien eindeutig: Im März 2020 wurden 14,7 Millionen Medikamentenpackungen abgegeben, 40 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Besorgte Kunden tätigten Hamsterkäufe von Grippe- und Schmerzmitteln.
Daraufhin zog der Bundesrat am 18. März 2020 die Konsequenz, die Abgabe bestimmter Medikamente zu beschränken, um die Versorgung mit wichtigen Medikamenten langfristig zu sichern. Diese Verordnung bleibt noch bis 31.08.2020 in Kraft.
Im April wiederum ging die Nachfrage in den Offizinapotheken stark zurück. Nach der Wiedereröffnung von Arztpraxen und der schrittweisen Lockerung der Corona-Massnahmen nimmt der Geschäftsgang in den Apotheken langsam wieder zu, allerdings liegt er laut der Mitteilung aktuell unter dem Durchschnitt.
pharmaSuisse fordert zudem die Behörden auf, die Apotheken enger in die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren des Gesundheitswesens bei der Verhinderung einer zweiten Wele einzubinden. Die Apotheken hätten die erforderlichen Kompetenzen für die Durchführung von serologischen Tests und Impfungen.
Der Eiffelturm in Paris soll Ende des Monats wieder für Besucher zugänglich sein. Ab dem 25. Juni öffne das weltberühmte Bauwerk in der französischen Hauptstadt wieder für Touristen, teilte der Betreiber am Dienstag mit.
Der Eiffelturm ist wegen der Coronavirus-Pandemie seit Mitte März geschlossen. Die Besucher können dem Betreiber zufolge zunächst nur über die Treppen bis in den zweiten Stock des Eiffelturms, die Spitze und Aufzüge sollen zunächst noch geschlossen bleiben. Alle Besucher ab elf Jahren müssen eine Schutzmaske tragen.
Damit der Kontakt zwischen den Menschen möglichst gering sei, werde der Anstieg auf den Eiffelturm auf der Osttreppe und der Abstieg auf der Westtreppe erfolgen, erklärte der Betreiber der Sehenswürdigkeit. Ob die Aufzüge in den zweiten Stock genutzt werden könnten, hänge von der aktuellen Gesundheitslage ab. Die Aussichtsplattform auf der Spitze solle im Laufe des Sommers wieder öffnen, so der Betreiber. Der Zugang zum Vorplatz des Eiffelturms werde beschränkt. Der Online-Ticketshop sollte demnach bald wieder öffnen.
Südtirol lockert weiter die Massnahmen gegen das Coronavirus. Mund-Nasenschutz muss man in der italienischen Urlaubsregion nun nur noch tragen, wenn man keinen Ein-Meter-Abstand halten kann, wie die Landesverwaltung der Autonomen Provinz Bozen am Dienstag mitteilte. Die Abstandsregel von einem Meter gilt im Freien und in geschlossenen Räumen.
Nun können auch Naturbadeteiche, Thermalbäder, Kinderbecken und Hallenbäder wieder öffnen. Saunen und Dampfbäder dürfen wieder besucht werden, allerdings nur von Menschen aus dem gleichen Haushalt oder des selben Hotelzimmers.
In Hotels soll es sogenannte Covid-Protected-Areas geben. In diese dürfen nur Besucher, die vorher negativ auf das Virus getestet worden seien. Die Provinz bietet dazu Tests an. In diesen Schutzzonen dürfen sich die Menschen dann zum Beispiel auch wieder an Buffets bedienen.
Der französische Conseil d’Etat, vergleichbar mit dem Bundesverwaltungsgericht in der Schweiz, hat nicht unerwartet die Relegation von Amiens und Toulouse in die Ligue 2 aufgehoben. Die beiden Klubs hatten die Justiz bemüht, nachdem sie aufgrund des Abbruchs der Ligue-1-Meisterschaft wegen des Coronavirus von der Fussball-Liga Frankreichs relegiert worden waren.
Liga und Verband wurden angewiesen, eine Lösung für die kommende Saison zu finden. Es ist davon auszugehen, dass die Ligue 1 auf 22 Mannschaften aufgestockt wird. Aufsteiger aus der Ligue 2 sind Lorient und Lens.
Abgewiesen wurde dagegen das Begehren von Olympique Lyon, die Saison wieder aufzunehmen und zum Abschluss zu bringen.
Die EU will wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ihre Handelspolitik überprüfen. Ziel sei, die richtige Balance zu finden zwischen einem Europa, das «offen für Geschäfte» ist und einem Europa, das seine Bürger und Unternehmen schütze, sagte EU-Handelskommissar Phil Hogan am Dienstag bei einem Online-Treffen der Handelsminister der EU-Staaten. So solle zum Beispiel sichergestellt werden, dass die EU die richtigen Instrumente habe, um sich vor unfairen Wettbewerbspraktiken zu schützen.
Auf konkrete Forderungen der europäischen Stahlindustrie ging Hogan nicht ein. Diese hatte vor dem Treffen gefordert, wegen der Corona-Krise Zollvergünstigungen für den Import von Stahl aus Nicht-EU-Staaten zu reduzieren. Die globalen Überkapazitäten seien massiv angestiegen und es drohe eine Importkrise, hiess es zur Begründung.
Der Sport wird an den Folgen der Corona-Pandemie langfristig zu leiden haben. An einem Zukunftstag in Bern arbeiteten die Interessenvertreter im Rahmen des neu lancierten Projekts «Strategie Sportwirtschaft 5.0» an einer Krisenstrategie.
Mit dem koordinierten Vorgehen sollen die finanziellen Einbussen aufgefangen und die Vielfalt des Schweizer Sports langfristig erhalten werden, wie Swiss Olympic und das Bundesamt für Sport (Baspo) mitteilten.
Das Stabilisierungspaket von 500 Millionen Franken, das der Bundesrat Mitte Mai gesprochen hat, werde substanziell dazu beitragen, die kurzfristigen Auswirkungen der Coronakrise aufzufangen. Weil die Erfahrungen zeigten, dass der Sport bei einer Krise stärker und länger betroffen sei als andere Teile der Wirtschaft, brauche es zusätzliche Massnahmen.
Ein Richter des Obersten Gerichts in Brasilien hat die Regierung seines Landes aufgefordert, die Corona-Zahlen wieder komplett und auf der Seite des Gesundheitsministeriums zu veröffentlichen.
Alexandre de Moraes sagte in einer Erklärung am Montagabend (Ortszeit), dass der Staat verpflichtet sei, der Gesellschaft die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Seit dem Wochenende waren auf der Webseite des Gesundheitsministeriums für Corona-Statistiken nur noch täglich die in den vorangegangenen 24 Stunden neu registrierten Zahlen und nicht mehr die Gesamtzahlen von Infizierten und Todesopfern bekanntgegeben worden.
Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung begonnen, die Corona-Zahlen statt um 19 Uhr um 22 Uhr zu veröffentlichen. Damit kamen sie erst nach Ende der am meisten geschauten Nachrichtensendung des Landes. Gesundheitsexperten, Parlamentarier und Juristen kritisierten die Änderungen scharf.
Der Walliser Verfassungsrat benötigt wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mehr Zeit für die Vorlage seines neuen Verfassungsentwurfs. Das Präsidium hat beim Kantonsparlament eine Verlängerung der Frist um sechs Monate beantragt.
Der Verfassungsrat hat eigentlich vier Jahre Zeit, dem Staatsrat einen Entwurf der neuen Verfassung vorzulegen. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie geriet der ursprüngliche Zeitplan ziemlich durcheinander.
Mehrere Plenarsitzungen zwischen Anfang April und Anfang Juni hätten wegen der Krise abgesagt werden müssen, teilte der Verfassungsrat am Dienstag mit. Über 20 Prozent der Mitglieder des 130-köpfigen Gremiums gehörten einer Risikogruppe an. Erst im September sind wieder Plenarsitzungen geplant.
Die spanischen Inseln bereiten sich auf die Sommersaison vor. Um zu proben, wurden 11’000 Deutsche zwei Wochen vor dem Start eingeladen.
Der britische Premierminister Boris Johnson hat Verständnis für die wachsenden Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in seinem Land und weltweit geäussert.
Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd habe ein «unwiderlegbares, nicht zu leugnendes Gefühl der Ungerechtigkeit» geweckt, sagte Johnson in einer Videobotschaft, die in der Nacht zum Dienstag auf seinem Twitter-Account veröffentlicht wurde.
Let us work peacefully and lawfully to defeat racism and discrimination wherever we find it, and let us continue to work together as we put Britain back on its feet. pic.twitter.com/onUqXbcCGB
— Boris Johnson #StayAlert (@BorisJohnson) June 8, 2020
Grossbritannien habe im Kampf gegen Rassismus grosse Fortschritte gemacht in den vergangenen Jahrzehnten, aber es gebe noch viel zu tun, so der Premier. Er bejahe daher friedlichen Protest unter Einhaltung der Abstandsregeln. Nicht akzeptabel seien hingegen Demonstrationen, bei denen die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus missachtet würden oder das Gesetz anderweitig gebrochen werde. «Ich werde diejenigen nicht unterstützen oder mit Nachsicht behandeln, die das Gesetz brechen, die Polizei angreifen oder öffentliche Denkmäler entweihen», sagte Johnson.
Finanzielle Hilfe für «Brautkäufe» in Russland und Frankreich wird seine Stoffmasken nicht mehr los: Wie das Coronavirus die Welt veränderte. Eine Übersicht.
Die Justiz in Frankreich untersucht mögliche Versäumnisse im Umgang mit der Covid-19-Pandemie. Die nun untersuchten Vorwürfe lauten unter anderem fahrlässige Tötung, fahrlässige Köperletzung, unterlassene Hilfeleistung oder Gefährdung des Lebens, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.
Seit dem 24. März seien dazu 62 Klagen eingegangen. Es wurde eine Voruntersuchung eingeleitet, um eventuell begangene Straftaten aufzudecken.
Die Klagen richten sich der Staatsanwaltschaft zufolge meist gegen namentlich nicht genannte Personen und stammen von Einzelpersonen, Gewerkschaften oder Verbänden. Sie betreffen etwa Behörden, Ministerialabteilungen sowie Verwaltungsbeamte und öffentliche Entscheidungsträger. Drei Beschwerden, die sich namentlich auf Einrichtungen für ältere Menschen beziehen, seien der Polizei bereits zur Untersuchung vorgelegt worden und nicht Gegenstand der Ermittlungen.
Dank eines Sonderabkommens dürfen knapp 11’000 Urlauber aus Deutschland schon ab Montag, zwei Wochen vor Wiederöffnung der Grenzen des Corona-Hotspots Spanien, wieder auf die Insel.
Der Countdown für deutsche Mallorca-Fans wird kürzer als erwartet: Mit Hilfe von bis zu 10’900 Deutschen, die ab Montag nach und nach auf die Balearen dürfen, testen Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera den Ernstfall für den Sommerurlaub in Corona-Zeiten.
Die Corona-bedingte Schliessung der Gastronomie und der Grenzen hat dafür gesorgt, dass die Lebensmittelumsätze im Detailhandel im April im Vorjahresvergleich stark angestiegen sind. Im Unterschied zum März kam es aber kaum mehr zu Hamsterkäufen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in einem Sonderbericht feststellt.
Rund 639 Millionen Franken sind im April im Detailhandel mit Lebensmitteln und Getränken in der Schweiz umgesetzt worden. Gegenüber April 2019 entspricht dies einem Plus von 21 Prozent. Im Vergleich zum März 2020 stieg der Umsatz noch um 4,6 Prozent.
Nochmals deutlich angestiegen ist nach Angaben des BLW gegenüber dem Vormonat ist im April die Nachfrage nach Frischprodukten wie Früchte, Gemüse, Eier oder Fleisch. Das Bundesamt bezieht sich nach eigenen Angaben auf Daten des Marktforschungsunternehmens Nielsen zu den Einkäufen im Schweizer Detailhandel und hat eine Analyse von ausgewählten Agrarmärkten vorgenommen.
Als erstes deutsches Bundesland hebt Thüringen die wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen zum 13. Juni auf. In einer neuen Grundverordnung wird lediglich empfohlen, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen.
Diese neue Regelung beschloss das Kabinett in Erfurt am Dienstag. Bund und Länder hatten in Deutschland ursprünglich miteinander vereinbart, die Kontaktbeschränkungen in einer abgemilderten Form noch bis zum 29. Juni zu verlängern. Etliche Bundesländer haben die Regeln bereits gelockert. Die Länder sind in Deutschland für die Seuchenbekämpfung zuständig.
Eine Maskenpflicht bleibt in Thüringer Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr bestehen. Mit der neuen Verordnung dürfen aber noch mehr Einrichtungen wieder öffnen – zum Beispiel Schwimm- und Freizeitbäder in geschlossenen Räumen sowie Thermen, Saunen und Kinos. Allerdings müssen dafür zunächst Infektionsschutzkonzepte genehmigt werden.
Der Kanton Freiburg löst das Covid-Führungsorgan per Ende Juni auf. Die Verantwortung für das Krisenmanagement liegt wieder bei der Gesundheitsdirektion, die eine Task Force bildet. Die Reserven an Schutzmasken werden von einer breit abgestützten Kommission verwaltet.
Während der ausserordentlichen Lage hatte das Führungsorgan für über zwölf Millionen Franken Schutzmaterial gekauft, wie aus der Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Die Masken waren vor allem für das Gesundheitssystem bestimmt.
Zur Verwaltung der Reserven wurde nun eine Kommission gebildet, an der alle betroffenen Akteure vertreten sind – von Gesundheitsbereich über die Schulen bis zum Bevölkerungsschutz.
Die dänische Regierung hofft im Streit um den kommenden EU-Haushalt und um Corona-Hilfen innerhalb Europas auf eine sowohl solidarische als auch verantwortungsvolle Lösung.
Dänemark sei Anhänger der Idee eines grossen Wiederaufbauprogramms, das den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Ländern helfe, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag im dänischen Parlament in Kopenhagen. Es müsse jedoch auch Raum für Diskussionen geben, wie all das finanziert werden könne.
Bei den anstehenden Verhandlungen gehe es nicht darum, ein Veto einzulegen, sondern eine Lösung zu finden. Grundlegend halte sie es für richtig, dass man selbst für seine Schulden bezahlen müsse.
Die EU-Kommission hat ein viele Milliarden schweres Paket für den nächsten Haushalt und ein Wiederaufbauprogramm nach der Pandemie geschnürt. Einigkeit herrscht darüber unter den EU-Mitgliedstaaten jedoch noch nicht. Dänemark hat bei den Corona-Hilfen gemeinsam mit Österreich, Schweden und der Niederlande Einspruch dagegen erhoben, dass als Schulden aufgenommene Mittel als Zuschüsse weitergegeben werden.
Die US-Juwelierkette Tiffany leidet stärker als erwartet unter der Corona-Pandemie. Im Geschäftsquartal bis Ende April brachen die Erlöse im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 556 Millionen Dollar ein, wie Tiffany am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich gab es einen Verlust von 65 Millionen Dollar nach einem Gewinn von gut 125 Millionen im Vorjahr.
Die Ergebnisse lagen damit deutlich unter den Prognosen der Wall-Street-Analysten. Der Edeljuwelier mit der berühmten Vorzeigefiliale neben dem Trump Tower an der New Yorker Fifth Avenue hatte pandemiebedingt etliche Geschäfte vorübergehend schliessen müssen.
Als eines der wenigen Musik- und Theaterfestivals in Europa werden die Salzburger Festspiele in diesem Sommer auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie stattfinden.
«Wir haben keinen Moment daran gezweifelt, dass wir spielen werden, aber grossen Respekt vor dem, was vor uns steht», sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler am Dienstag in Salzburg bei der Präsentation des nur auf den Monat August (1. bis 30 August) beschränkten und deutlich abgespeckten Programms. Die Festspiele feiern dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.
The 2020 Salzburg Festival will take place from 1 to 30 August, but in a modified and shortened form, due to coronavirus containment measures. Learn more: https://t.co/tARh9QePfy #salzburgerfestspiele #salzburgfestival #sbgfestival100 📸 SF/Leo/Neumayr pic.twitter.com/QaiYbO7628
— Salzburg Festival (@SbgFestival) May 25, 2020
Der um rund die Hälfte reduzierte und nur auf wenige Orte beschränkte Spielplan präsentiert in der Musiktheatersparte nur noch die einaktige Oper «Elektra» von Richard Strauss und «Cosi fan tutte» von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Probenzeiten würden drastisch reduziert, um den behördlichen Auflagen gerecht zu werden, sagte Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser. Auch der Aufwand für Bühnenbild und Kostüme werde wesentlich geringer ausfallen als zu normalen Zeiten.
Es bleibt dabei: Der Bundesrat muss eine Gesetzesvorlage ausarbeiten, um von der Corona-Krise betroffenen Betrieben einen Teil der Geschäftsmiete zu erlassen. Die Motionen, die beide Kammern überwiesen haben, sind identisch.
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Die Lehrstellensituation in der Schweiz ist nach Angaben des Bundes trotz angespannter Wirtschaftslage aufgrund der Corona-Pandemie insgesamt weitgehend stabil. Gesamtschweizerisch wurden per Ende Mai vier Prozent weniger Lehrverträge abgeschlossen als vor einem Jahr.
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An der ETH Lausanne (EPFL) ist in Zusammenarbeit mit der Empa in St. Gallen die erste vollständig transparente Operationsmaske entwickelt worden. Sie bildet eine Barriere für Viren, nicht aber für Emotionen.
Die Idee entstand noch vor der Covid-19-Pandemie. Sie stammt von Diane Baatard, einer ehemaligen Geschichtenerzählerin am Genfer Universitätsspital (HUG). Sie besuchte vier Mal pro Woche krebskranke Kinder, die soeben operiert worden waren oder im Sterben lagen.
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Wegen der Corona-Pandemie ist der Wechsel auf den Fahrplan 2021 anspruchsvoll. Die SBB kann zwar den Grossteil des geplanten Angebots am 13. Dezember 2020 umsetzen; einzelne Angebote können voraussichtlich aber nur verzögert eingeführt werden. Insgesamt bringt der Fahrplan 2021 viele Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr in der Schweiz und International.
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Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein verzeichneten bisher insgesamt 30’988 laborbestätigte Fälle, damit 16 zusätzlich gemeldete Fälle innerhalb eines Tages. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit jeweils tieferen Zahlen am Wochenende.
Die Inzidenz beträgt 361 pro 100 000 Einwohner. Bisher traten 1663 To- desfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten COVID-19-Erkrankung auf. Alle Kantone der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein sind von COVID-19 betroffen.
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Kein Jungfrau-Marathon in diesem Jahr. Bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie kann das Laufhighlight der Jungfrau Region nicht wie geplant am 11. und 12. September 2020 durchgeführt werden.
Mehr Schutzmasken, Handschuhe und Desinfektionsmittel: Der Kanton Tessin hat neue Richtlinien betreffend Vorräten von Schutzmaterial erlassen. Dieses soll in einer möglichen künftigen Pandemie zum Einsatz kommen.
Ausgearbeitet haben die Richtlinien die Abteilungen des Tessiner Kantonsarztes und des Tessiner Kantonsapothekers, wie das Departement für Gesundheit am Dienstagvormittag mitteilte. Die neuen Direktiven sollten sicherstellen, dass in einer möglichen künftigen Pandemie genügend Schutzmaterial vorhanden ist.
Nach dem Sechseläuten und der Street Parade muss mit dem Knabenschiessen ein weiterer Zürcher Traditionsanlass wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.
Die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften und die Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit möglicher Infektionsketten seien weder beim Schiesswettbewerb mit rund 4’000 Jugendlichen noch bei den mehreren hunderttausend Besucherinnen und Besuchern der Chilbi möglich, teilte die Schützengesellschaft der Stadt Zürich am Dienstag mit. Der Anlass hätte vom 12. bis 14. September stattfinden sollen.
Das Knabenschiessen 2021 soll laut Mitteilung vom 11. bis 13. September stattfinden.
Der brasilianische Verband (CBF) richtete einen Corona-Hilfsfonds ein, um Vereinen bei der Bewältigung der Krise zu helfen. Die Klubs der obersten Liga werden mit umgerechnet knapp 20 Millionen Franken unterstützt.
Zudem wurden auch finanzielle Hilfen für die zweite, dritte und vierte Liga sowie für die beiden obersten Frauen-Ligen beschlossen.
Brasilien ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder weltweit.
Der Rocker Chris von Rohr nutze die Chance nach der Öffnung des Flugverkehrs sogleich und reiste nach Griechenland. Da er im Flugzeug keine Schutzmaske trug musste er in Griechenland für 24 Stunden in Quarantäne. Mittlerweile ist er aber wieder draussen und geniesst seine Ferien, wie «Blick» schreibt.
Genau 100 Tage nach der ersten bestätigten Coronavirus-Infektion hat die Millionenmetropole New York mit ersten Lockerungsmassnahmen begonnen.
Bei strahlendem Sonnenschein dröhnten am Montag wieder Presslufthammer, zahlreiche Geschäfte öffneten für eingeschränkten Betrieb, und deutlich mehr Menschen waren auf den Strassen unterwegs.
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Der Detailhändler Galaxus.ch hat anhand der Online-Bestellungen eine Grafik zusammengestellt, wie sich das Kaufverhalten der Schweizerinnen und Schweizer während dem Lockdown und der Corona-Pandemie verändert hat und welche Produkte besonders beliebt waren oder noch immer sind.
(Video: Youtube/galaxus.ch)
Die Fluggesellschaft Cathay Pacific will ihr Überleben in der Corona-Krise mit milliardenschweren staatlichen Finanzhilfen sichern.
Die Airline soll über die Ausgabe von Vorzugsaktien, Stammaktien und einen staatlichen Überbrückungskredit insgesamt 39 Milliarden Hongkong-Dollar (umgerechnet rund 4,8 Mrd Franken) erhalten, wie sie am Dienstag in Hongkong mitteilte.
Präsident von Gastrosuisse Casimir Platzer ist wenig erfreut über die Mitteilung, dass in den Schulen die Zwei-Meter-Abstandsregel nicht mehr gilt, aber die Gastronomiebetriebe sich nach wie daran halten müssen.
Er fordert den Bundesrat auf die Lockerungen auch im Gastrogewerbe vorzunehmen, wie er gegenüber «BlickTV» mitteilt.
«Ich habe in der letzten Zeit sehr wenig geschlafen», erwähnt Tanguy Nef gegenüber «BlickTV». Das Slalom-Talent wurde im März positiv auf das Coronavirus getestet.
Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Mai von 3,3 Prozent auf 3,4 Prozent gestiegen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Vor der Corona-Krise – im Februar – hatte sie noch bei 2,5 Prozent gelegen.
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Conzzeta spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie verstärkt. Trotz einer gewissen Erholung in China hätten sich die Marktbedingungen im zweiten Quartal weiter verschlechtert, teilte der Mischkonzern am Dienstag mit.
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Mehr Armut und Gewalt, weniger Bildung und medizinische Versorgung – die Corona-Pandemie führe nicht nur akut, sondern auch langfristig zu drastischen Verschlechterungen für Kinder weltweit.
«Ohne umgehende Massnahmen zur Abfederung der Corona-Krise für Familien und Kinder werden wir die UN-Entwicklungsziele bis 2030 nicht erreichen», sagt Erika Dittli, Programmleiterin bei SOS-Kinderdorf Schweiz. «Familien, die es erst gerade geschafft haben den Teufelskreis von Armut und mangelnder Bildung zu durchbrechen, droht ein herber Rückschlag.»
Der namhafte Unternehmer Michael Pieper hat sich positiv über die Wirtschaftsentwicklung der Schweiz gezeigt. «Ich bin überzeugt, dass das Nachholbedürfnis kommen wird und sich die Wirtschaft wieder erholt», sagte er den «Zeitungen von CH-Media» vom Dienstag.
«Ich habe viele Anzeichen, dass es gegen Ende des Jahren wieder besser laufen wird», erklärte der erfahrene Manager weiter. Er glaube zudem nicht, dass es nun ein Unternehmen nach dem anderen Konkurs gehe.
Sein Optimismus begründet er unter anderem damit, dass Unternehmer ständig Tiefschläge erleiden würden. Zudem hätten seine Geschäftsaktivitäten, etwa beim Küchenausstatter Franke, nicht so starke Einbrüche wie die klassische Gastronomie erlebt, weil sich der Konzern ohnehin auf Drive-ins, Convenience-Ketten und Heimlieferungen konzentriere. Kurzarbeit sei zudem ein gutes Instrument – «das hilft uns durch die Delle. Denn danach werden wir die Angestellten wieder brauchen», sagte der 74-Jährige.
Die Angehörigen von zahlreichen Toten durch das Coronavirus in Italien erheben schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Zu viele Menschen seien in der Corona-Krise wegen Fahrlässigkeit und Inkompetenz gestorben, berichtete die Gruppe Noi Denunceremo (Wir prangern an) vor Auslandsjournalisten in Rom.
Sie setzt sich aus Familienmitgliedern von Menschen zusammen, die an der Lungenkrankheit gestorben sind. Diesen Mittwoch wollen sie in der norditalienischen Stadt Bergamo symbolisch rund 50 Strafanzeigen gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft einreichen.
Nach abgeschlossener Anti-Corona-Mission in Italien hat ein kubanisches Medizinerteam bei der Rückkehr in die Heimat einen triumphalen Empfang erhalten. Die 36 Ärzte und 15 Krankenpfleger hatten nach Angaben des kubanischen Gesundheitsministeriums während ihres gut zweimonatigen Einsatzes in der Lombardei 516 Covid-19-Patienten behandelt.
Die Region war ein Brennpunkt der globalen Pandemie, als die Kubaner Ende März dorthin geschickt wurden. Ein weiteres Team arbeitet noch immer in Turin. Insgesamt schickte der sozialistische Inselstaat nach offiziellen Angaben 34 Medizinerteams in 27 Länder, um diese im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen. Schon vor der Krise war die Entsendung von Ärzten und Pflegern ins Ausland die wichtigste Einnahmequelle Kubas.
Hält sich nicht an die Corona-Regeln: Luka Jovic. (Bild: Keystone)
Luka Jovic zog sich durch neue Eskapaden erneut den Ärger seines Vereins Real Madrid zu. Der verletzte Stürmer hielt sich bei einer Barbecue-Party erneut nicht an die Corona-Regeln, berichtet die spanische Zeitung «AS» in ihrer Online-Ausgabe. Der 22-Jährige soll demnach mit Freunden gefeiert haben und dabei den geforderten Sicherheitsabstand nicht eingehalten haben.
Auf seinem Instagram-Profi postete er zunächst Foto, auf dem er selbst mit freiem Oberkörper mit einem Freund zu sehen war, dem er eine Hand auf die Schulter legte. Weitere Freunde waren im Hintergrund zu sehen. Später löschte er das Foto, in der «As» ist es zu sehen.
Bereits sorgte Jovic für Aufsehen, als er die Quarantäne-Regeln nicht einhielt. Damals drohte ihm sogar eine Anzeige.
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Die nächste Generaldebatte der UN-Vollversammlung soll wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals ohne die Anwesenheit der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten stattfinden. Weil es im September wahrscheinlich nach wie vor Reisebeschränkungen gebe, wäre es den Staats- und Regierungschefs der 193 Mitgliedstaaten und ihren Delegationen nicht möglich, nach New York zu reisen, sagte der Präsident der UN-Vollversammlung, Tijjani Muhammad-Bande, am Montag vor Journalisten in New York. «Wir wollen die Generaldebatte wie geplant abhalten, aber wir können es nicht vor Ort machen wie in den vergangenen 74 Jahren.»
Wie die Generaldebatte stattdessen genau ablaufen soll, müsse nun noch abgesprochen werden, sagte Muhammad-Bande weiter. Er hoffe, dass die Details in den kommenden zwei Wochen von den Mitgliedsstaaten abschliessend geklärt werden könnten.
Betriebe, die wegen der Corona-Pandemie im Frühjahr nicht haben arbeiten können, sollen einen Mietzinserlass von 60 Prozent erhalten. Die Räte haben sich auf diesen Kompromiss geeinigt. Der Ständerat sagte am Montag mit 20 zu 19 Stimmen und 4 Enthaltungen Ja dazu. Alle Details erfahren Sie hier.
Der italienische Fussballverband will die Serie A bei einem erneuten Saisonabbruch wegen des Coronavirus mit Playoffs entscheiden.
Sollte auch dies nicht möglich sein – etwa weil die Sperre vor dem Wiederaufnahmedatum am 20. Juni erfolgt oder zu nah am Schlusstermin Ende August liegt – soll einen auf Punktdurchschnitt basierender Algorithmus über die Abschlusstabelle und damit die Teilnehmer am Europacup und Absteiger entscheiden.
In diesem Fall würde kein Meister gekürt werden und es auch keine Absteiger geben. Das beschloss der Verband FIGC am Montag. Er lehnte mit 18:3 Stimmen die Forderung der Serie A ab, auch in diesem Fall Meister und Absteiger zu bestimmen.
Das US-Pharmaunternehmen Gilead hat offiziell die begrenzte Zulassung von Remdesivir als Mittel gegen Covid-19 auf dem europäischen Markt beantragt. Das teilte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Montag in Amsterdam mit. Die Prüfung der vorgelegten Daten und die Abwägung von Wirkung und Risiken soll nach einem verkürzten Verfahren erfolgen. Mit einer Entscheidung werde «in einigen Wochen» gerechnet. Es wäre die erste Zulassung eines Medikaments gegen Covid-19 in Europa.
Die Behörde hatte bereits am 30. April ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Remdesivir gestartet und Daten aus Studien ausgewertet. Davon war der erste Zyklus am 15. Mai beendet worden. Ende Mai hatte die EMA angekündigt, dass sich eine Entscheidung über die Zulassung verzögerte. Zuerst musste der Hersteller offiziell den Antrag stellen.
Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelten Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. In Deutschland ist das Mittel innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet.
Das Coronavirus breitet sich nach Ansicht von Ärzte ohne Grenzen besorgniserregend schnell in Haiti aus. Als die Hilfsorganisation am 16. Mai in der Hauptstadt Port-au-Prince ein Behandlungszentrum für Covid-19-Patienten eröffnete, habe die Zahl der positiven Corona-Tests in Haiti noch bei 100 gelegen, hiess es in einer Mitteilung am Montag. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums des armen Karibik-Staates liegt diese Zahl inzwischen bei 3334. 51 Covid-19-Erkrankte starben demnach.
Da nur zwei Labors im Land die Tests bearbeiten könnten, sei die wahre Zahl der Infektionen deutlich höher, teilte Ärzte ohne Grenzen mit. Hinzu komme, dass Infizierte stigmatisiert würden und sich daher oft nicht in einem Krankenhaus behandeln liessen. «Unter den vielen Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert ist, ist die andauernde Rückkehr Tausender haitianischer Migranten aus dem Nachbarland Dominikanische Republik, das mit mehr als 17.000 registrierten Fälle die grösste Häufung in der Karibik hat», hiess es.
Vier Pflegekräfte im Spital Martigny VS haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Zu den Ansteckungen kam es Ende letzter Woche und am Wochenende. Die Betroffenen wurden den nötigen Massnahmen unterzogen, wie das Spital am Montag mitteilte.
Nach einer ersten positiven Probe am Freitag wurde das Umfeld untersucht und zwei weitere angesteckte Angestellte gefunden. Eine weiter Pflegekraft wurde aufgrund von Symptomen als infiziert erkannt.
Alle diese Pflegenden seien in Kontakt mit Patienten gewesen, hätten sich aber an die Schutzmassnahmen gehalten.
Der reguläre Einsatz der Schweizer Corona-Warn-App rückt näher. Nach dem Ständerat hat am Montag auch der Nationalrat der gesetzlichen Grundlage zugestimmt. Nach den Schlussabstimmungen von Ende kommender Woche soll das technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen.
Nach der Swiss ist auch die österreichische Lufthansa-Tochter AUA fürs Erste über den Berg. Ein Rettungspaket soll die Airline aus der Corona-Krise führen. Ein Schritt auch mit klimapolitischen Zielen.
Mit einer Unterstützung von 600 Millionen Euro soll die AUA die Corona-Krise überstehen. Die Hälfte davon entfalle auf staatlich garantierte Bankkredite, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag in Wien. 150 Millionen erhalte die AUA von der Republik als frisches Eigenkapital. 150 Millionen Euro schiesse die Mutter Lufthansa zu.
Im Gegenzug erhalte Österreich eine zehnjährige Standortgarantie für die AUA. Das sei eine gute Nachricht für den Standort Österreich generell, so Kurz. Viele unter den 7000 AUA-Mitarbeitern könnten aufatmen. «Diese Einigung wird dazu führen, dass die Masse dieser Arbeitsplätze aufrecht erhalten bleiben kann», so der Regierungschef.
Die Zahl der Corona-Infektionen steigt weiter an. 136’000 Menschen erkrankten weltweit innerhalb der letzten 24 Stunden.
Sieben Prozent der Waadtländer Bevölkerung haben sich mit dem Coronavirus infiziert und eine Immunabwehr entwickelt. Dies geht aus den vorläufigen Ergebnissen einer Studie hervor, die Unisanté (Unispital für allgemeine Medizin und öffentliche Gesundheit) im Auftrag der kantonalen Behörden durchgeführt hat.
Das ist weniger als im Kanton Genf, wo eine ähnliche Untersuchung durch das Unispital (HUG) eine Seroprävelenz von zehn Prozent festgestellt hatte, wie Unisanté am Montag mitteilte. Bei der Seroprävalenz wird bei einer Untersuchungsgruppe die Häufigkeit von Antikörpern im Blut gemessen, die auf eine durchgemachte oder bestehende Infektion hindeuten.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine Ansteckungsrate von 50 bis 60 Prozent die Ausbreitung des Virus begrenzen kann. Eine Rate von 80 bis 90 Prozent könne eine weitere Ausbreitung verhindern, schreibt Unisanté.
Gemäss der Studie steckten Coronavirus-Infizierte in der Waadt im Durchschnitt die Hälfte der im selben Haus lebenden Menschen an. Eine Isolierung der Erkrankten und die Quarantäne aller engen Kontaktpersonen sei – wie es die von den Behörden zu Beginn der Pandemie empfohlen hatten – nach wie vor unerlässlich.
Die Studienergebnisse basieren auf einer relativ kleinen Anzahl von Personen. Insbesondere liessen sie keine Unterschiede zwischen Kindern, Erwachsenen und Senioren zu, schrieb Unisanté weiter.
Angesichts eines Neuanstiegs von Corona-Infektionen verzichtet Israel vorerst auf weitere Lockerungen. Nach einer Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts teilte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montag mit, es gebe nach Angaben von Experten «einen sehr starken Anstieg von Neuerkrankungen».
Deswegen habe man beschlossen, «erstmal die Handbremse zu ziehen».
Nur die Eröffnung von Festhallen solle wie geplant erfolgen, alles andere aber vorerst gestoppt werden, hiess es in der Mitteilung. Dies betrifft unter anderem die Eröffnung von Theatern, Kinos und anderen Kultureinrichtungen.
Israelische Medien berichteten, die Regierung habe ausserdem Vorbereitungen für ein Gesetz eingefroren, das den Einsatz von Überwachungstechnologie im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus regeln sollte. Israels Höchstes Gericht hatte die Überwachung der Handys von Erkrankten im April verboten und vorgeschrieben, diese müsse erst gesetzlich geregelt werden.
Einreisende nach Grossbritannien müssen sich von dieser Woche an zwei Wochen in Selbstisolation begeben. Die Luftfahrtbranche geht auf die Barrikaden. Selbst in der konservativen Regierungspartei rumort es.
Der Chef der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair, Michael O’Leary, hat die seit Montag geltende Quarantänepflicht für Einreisende scharf kritisiert. Im BBC-Radio bezeichnete er die Regelung als «irrational, ineffektiv und komplett undurchführbar». Er warnte vor einem «unermesslichen Schaden» für die Luftfahrtbranche und die britische Tourismusindustrie.
Innenministerin Priti Patel zufolge soll durch die Massnahme verhindert werden, dass in Grossbritannien eine zweite Welle an Coronavirus-Infektionen entsteht. Doch Kritiker bezweifeln, ob sie dazu wirklich geeignet ist. Befürchtet wird, dass die Regelung hauptsächlich wirtschaftlichen Schaden anrichten wird. Selbst innerhalb der konservativen Regierungspartei ist sie heftig umstritten.
Nach mehr als zwei Monaten massiver Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie kehrt die russische Hauptstadt Moskau von Dienstag an zum normalen Leben zurück. Die Bewohner könnten wieder ohne Beschränkung auf die Strasse gehen, sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Montag.
Das System der «Selbstisolation» und Passierscheine werde aufgehoben. Das ist auch mit Blick auf die hohen Infektionszahlen in Europas grösster Stadt ein unerwartet grosser Schritt der Lockerung der Antivirus-Beschränkungen. Auch Friseure und Schönheitssalons dürften am 9. Juni wieder öffnen.
«Moskau kehrt praktisch zum normen Lebensrhythmus zurück», sagte Sobjanin. Die Stadt sei bereit für diese neue Etappe. «Der Kampf ist aber noch nicht beendet», betonte er. Es müssten weiter Hygiene-Regeln befolgt werden. Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin gefordert, dass die strengen Massnahmen gelockert werden sollen.
Vom 16. Juni an dürften Museen, Ausstellungen und Sommerterrassen von Cafés wieder öffnen. Am 23. Juni seien dann Fitness-Zentren, Schwimmhallen, Kindergärten und Restaurants an der Reihe, hiess es. Spaziergänge waren zuletzt nur tageweise erlaubt – bei einer strengen Maskenpflicht. Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und die Metro durften nur mit einem Passierschein genutzt werden. Der Verkehr wird demnach wieder freigegeben.
Das Parlament hat an der ausserordentlichen Session einen Kredit in Höhe von 65 Millionen Franken zugunsten von Kitas gesprochen, die im Zuge der Corona-Krise ins Schlingern geraten sind. Spielgruppen profitieren nicht von den Subventionen.
Spielgruppen gehörten nicht zur familienergänzenden Kinderbetreuung und hätten deshalb keinen Anspruch auf die Kredite, sagte Innenminister Alain Berset am Montag im Nationalrat. Bei Spielgruppen stehe nicht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vordergrund, sondern die soziale Integration der Kinder.
Berset äusserte sich im Rahmen der Fragestunde. Nationalrätin Sandra Locher Bengeruel (SP/GR) kritisierte, dass das Parlament die Spielgruppen explizit als Betroffene genannt habe, als es dem Bundesrat den Auftrag für Finanzhilfen erteilt habe. Spielgruppen gehörten demnach auch in die Covid-19-Verordnung.
Im Kampf gegen das Coronavirus soll in Deutschland die lange geplante staatliche Warn-App für Smartphones in der kommenden Woche an den Start gehen. Die Anwendung soll dann vorgestellt und auch gleich zum Herunterladen angeboten werden, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin sagte.
Der genaue Tag wurde noch nicht genannt. Gesundheitsminister Jens Spahn machte deutlich, dass die freiwillige App zum digitalen Nachverfolgen von Infektionsketten technisch attraktiv gestaltet werden soll, um eine breite Nutzung zu erreichen.
Spahn sagte der «Rheinischen Post» (Montag), die Entwicklungszeit sei gebraucht worden, um hohe Anforderungen zu erfüllen. «Die App muss auf allen Endgeräten genutzt werden können und soll beispielsweise auch dann messen, wenn man mit dem Handy Musik hört.» Hinzu kämen Vorgaben bei Datenschutz, Datensicherheit und Energieeffizienz. «Eine App, die in wenigen Stunden den Akku des Handys leerzieht, nutzt keiner.»
Die Regierung wolle in einer breiten Kampagne für die Nutzung werben. «Wenn wir in den kommenden Wochen einige Millionen Bürger von der App überzeugen, dann bin ich schon zufrieden.»
Exakt 100 Tage, nachdem in New York der erste Corona-Fall bestätigt wurde, sind am Montag in der Millionenmetropole erste Lockerungen monatelanger Massnahmen in Kraft getreten. Mit dem Start von Phase eins eines vierstufigen Öffnungsplans des Bundesstaates New York dürfen unter anderem die Arbeiten auf mehr als 32.000 Baustellen in der Stadt wieder starten.
Ausserdem können Einzelhändler telefonisch und online Bestellungen annehmen und ihren Käufern im Laden übergeben. Publikumsverkehr ist in den Geschäften noch nicht erlaubt.
Gaststätten und Bars bleiben für Gäste zum Hinsetzen geschlossen, Essen und Getränke ausser Haus sind aber wie bisher auch erlaubt. Auch der reguläre Betrieb in Büros ist noch untersagt. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 400 000 Menschen wieder ihre Arbeit aufnehmen könnten. Die nächste Öffnungsphase soll frühestens in zwei Wochen in Kraft treten.
US-Präsident Donald Trump (73) besuchte am Freitag eine Wattestäbchen-Firma im Bundesstaat Maine. Die Hygieneprodukte sollten eigentlich für Covid-19-Tests eingesetzt werden. Da Trump sich allerdings – wie immer – weigerte, eine Maske aufzusetzen, musste die komplette Charge im Anschluss seines Besuchs vernichtet werden.
Das bestätigt die die Firma dem Portal «USA Today». Die genauen Gründe für die Vernichtung werden zwar nicht genannt, sehr wahrscheinlich dürfte es aber an den strengen Hygieneregeln liegen, die in einer solchen Produktionsstätte grundsätzlich, also unabhängig von der Pandemie, gelten. Bis auf Trump hätten alle andere Schutzmasken getragen – die Fabrikarbeiter waren sogar mit Haarnetzen und Kitteln bekleidet.
Die Vernichtung der Wattestäbchen sei nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden für den Hersteller, sondern für die ganze Region. So seien medizinische Wattestäbchen in Maine derzeit Mangelware. Es wird befürchtet, dass nun weniger Tests durchgeführt werden können. Ein Drittel der Pflegeheime in Maine hätten laut dem Bericht aktuell gar keine Wattestäbchen zur Verfügung.
Die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben Analysen zufolge allein in elf europäischen Ländern bis Anfang Mai etwa 3,1 Millionen Todesfälle verhindert. Der grossangelegte Lockdown samt Grenzschliessungen, Kontaktsperren und Schulschliessungen habe eine Kontrolle des Pandemie-Verlaufs ermöglicht.
Wenn der gegenwärtige Trend anhalte, bestehe Anlass zu Hoffnung, berichtet ein britisches Forscherteam um Seth Flaxman vom Imperial College London (Grossbritannien) nach der Analyse der Todesfallzahlen im Fachmagazin «Nature».
Bis zum 6. April hätten die Massnahmen rund 530 Millionen Infektionen allein in sechs Ländern verhindert, berichtet ein zweites Forscherteam ebenfalls in «Nature». Sie hatten den Infektionsverlauf bis zu diesem Stichtag in China, Südkorea, Italien, Iran, Frankreich und den USA analysiert. «Ich denke, kein anderes menschliches Unterfangen hat jemals in so kurzer Zeit so viele Leben gerettet», sagte Studienleiter Solomon Hsiang von der UC Berkeley (USA).
Nach einigen Wochen Fernunterricht starten am Montag nun auch die älteren Jugendlichen und ihre Lehrpersonen wieder mit dem Unterricht unter Einhaltung der BAG-Richtlinien. Für viele Schulen bedeutet das Unterricht in Halbklassen.
(Video: Keystone)
Mit grossem Optimismus aber auch flauem Gefühl im Magen: Die Spanier bereiten sich auf die Wiedereröffnung des Landes für den Massentourismus am 1. Juli vor.
Die Swiss Retail Federation fordert das Bundesamt für Gesundheit auf, die strikten Abstandsregeln zu lockern. Die noch geltenden Schutzkonzepte im Detailhandel wie zur Zeit der Peak-Phase der Corona-Krankheitsfälle bremsten die bereits verhaltenen Kundenfrequenzen zusätzlich.
In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages sieben neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden.
— BAG – OFSP – UFSP (@BAG_OFSP_UFSP) June 8, 2020
Insgesamt gab es 30’972 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntagmittag mitteilte.
Der Einbruch der Produktion in der deutschen Industrie hat sich nochmals verschärft – doch nun könnte allmählich die Trendwende einsetzen. Der konjunkturelle Tiefpunkt sei erreicht, stellte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag fest.
Mit der schrittweisen Lockerung der Schutzmassnahmen und der Wiederaufnahme der Produktion in der Automobilindustrie setze nun die wirtschaftliche Erholung ein, teilte die Behörde weiter mit. Noch ist die Krise aber nicht ausgestanden.
Viele Unternehmen rechnen wegen der Corona-Krise jedoch in den kommenden drei Monaten mit einem Produktionsrückgang, wie eine Umfrage des Ifo-Instituts ergab. Immerhin dürfte sich der Einbruch deutlich abschwächen.
Der Flughafendienstleister Swissport International stellt die Finanzierung für zwei belgische Tochtergesellschaften ein. Auch die Gruppe insgesamt leidet mit einem rund 80-prozentigen Umsatzeinbruch unter den Folgen der Covid-19-Pandemie und braucht Liquidität. Das Unternehmen rechnet nur mit einer langsamen Erholung der Branche.
Die am Flughafen Brüssel tätigen Swissport Belgium und Swissport Belgium Cleaning werden Insolvenz beantragen und ihre Aktivitäten einstellen. Das teilte Swissport am Montag in einem Communiqué mit. Das Frachtgeschäft an den Flughäfen Brüssel und Lüttich sei davon nicht betroffen.
Italien setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie jetzt in vier Regionen seine angekündigte Warn-App ein. Den Start in den Pilot-Gebieten bestätigte die für Innovation zuständige Ministerin Paola Pisano am Montag.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa haben bisher rund zwei Millionen Menschen die Anwendung auf ihre Smartphones heruntergeladen. Der Zugriff auf die App ist nach Behördenangaben in allen 20 Regionen schon möglich. Testgebiete für die Warnmeldungen sind aktuell die Abruzzen, Ligurien, die Marken und Apulien.
Nicht nur Schuhe, Kleider oder Möbel sind in Corona-Zeiten im Internet rege bestellt worden, sondern auch teure Uhren und Schmuck erlebten einen Onlineboom.
Nun da die Shops ihre Türen wieder öffnen dürfen, kaufen die Liebhaber dieser luxuriösen Produkte wieder vermehrt in den Geschäften an der Zürcher Bahnhofstrasse oder am Schwanenplatz in Luzern ein. Das Internet bleibt aber als Informationsquelle beliebt.
Mit grossem Optimismus aber auch einem flauen Gefühl im Magen bereiten sich die Spanier auf die Wiedereröffnung des Landes für den Massentourismus am 1. Juli vor. Werden sich die Urlauber nach den Schreckensmeldungen aus dem Corona-Hotspot wieder an die Strände und in die Tapasbars wagen?
Seit Montag können nachobligatorische Schulen wie Berufsschulen und Gymnasien den Präsenzunterricht wieder aufnehmen. Die Abstandsregel von zwei Metern muss nicht mehr konsequent eingehalten werden.
Im neuen Schutzkonzept des Bundesamtes für Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für nachobligatorische Schulen heisst es, dass «wann immer möglich» der Abstand von zwei Metern in den Unterrichtsräumen und bei allen übrigen interpersonellen Kontakten eingehalten werden soll.
Mehr dazu in diesem Artikel.
Der Monat April geht als rabenschwarzer Monat in die Geschichte der Schweizer Hotelerie ein. Infolge der Coronakrise bewegten sich die registrierten Hotelübernachtungen nahe dem Nullpunkt.
Das Bundesamt für Statistik (BFS) zählte im April noch 0,20 Millionen Logiernächte. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 92,4 Prozent, wie das BFS anhand provisorischer Ergebnisse am Montag bekannt gab. Bereits im März waren die Übernachtungszahlen um fast zwei Drittel eingebrochen.
Von den wenigen Hotelübernachtungen entfielen im April 56’082 auf ausländische Gästen, was gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 96,3 Prozent entspricht. Die Logiernächte von Schweizer Hotelgästen gingen mit -87,4 Prozent auf 148’482 ebenfalls massiv zurück.
In Dänemark dürfen sich von nun an wieder bis zu 50 Menschen am selben Ort versammeln. Die in der Corona-Krise eingeführte maximale Teilnehmerzahl von bisher zehn Personen für öffentliche Versammlungen wurde entsprechend geändert, wie aus einer rechtlichen Bekanntmachung des dänischen Gesundheitsministeriums hervorgeht.
Die deutsche Industrie rechnet wegen der Corona-Krise laut einer Umfrage des Ifo-Instituts auch in den kommenden drei Monaten mit einem Produktionsrückgang. Allerdings dürfte sich der Einbruch deutlich verlangsamen. Im Mai ist der Ifo-Index zu den Produktionserwartungen auf minus 20,4 Punkte gestiegen nach minus 51,0 Punkten im April.
Epidemiologen werfen dem Bundesamt für Gesundheit und damit «Mr Corona» Daniel Koch vor, während der Corona-Krise wichtige Informationen ignoriert zu haben. Der Streit zwischen dem BAG und Schweizer Wissenschaftlern entstand bereits zu Beginn der Corona-Krise, also noch bevor die Schweiz am 25. Februar die erste Ansteckung verzeichnete.
Den ganzen Artikel gibt es hier.
Neuseeland hat das Coronavirus nach eigenen Angaben besiegt. Wie das Gesundheitsministerium am Montag bekanntgab, hat der letzte Patient im Land, eine Frau aus Auckland, seit 48 Stunden keinerlei Symptome mehr und gilt als genesen. Sie dürfe nun aus der Isolation entlassen werden. Da es damit keinen einzigen aktiven Infektionsfall mehr in Neuseeland gibt, werde man die Corona-Einschränkungen aufheben, kündigte die Regierung an.
Dass Neuseeland erstmals seit Februar keinen aktiven Fall habe, sei ein «bedeutendes Zeichen auf unserer Reise», sagte Gesundheits-Generaldirektor Ashley Bloomfield. Das letzte Mal, dass in Neuseeland eine Neuinfektion gemeldet wurde, ist 17 Tage her.
Mehr dazu gibt es hier.
Die Corona-Krise hat schwerwiegende Folgen für die Schweiz. Gegenüber der BaZ sagt Alexis Bill-Körber von BAK Economics: «Gesamtwirtschaftlich ist bis 2021 mit einem Verlust in der Grössenordnung von rund 95’000 Stellen auszugehen».
Die tatsächliche Zahl der verlorenen Jobs könne aber noch höher ausfallen, weil der BAK-Ökonom mit Vollzeitstellen rechnet. Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes rechnet sogar mit einem Rückgang von mehr als 100’000 Jobs.
Am stärksten betroffen ist der Tourismus. 3200 Betriebe sind vom Untergang bedroht, 30’000 Jobs verschwinden, geht aus Zahlen einer Umfrage der Fachhochschule Westschweiz-Wallis hervor. Aber auch in der Logistikbranche und der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sind laut den Berechnungen mehr als 50’000 Stellen bedroht.
Tausende Menschen haben in zahlreichen Städten in Brasilien gegen die Politik des Präsidenten Jair Bolsonaro und gegen Rassismus demonstriert. Allein in der bevölkerungsreichsten Stadt São Paulo kamen am Sonntag nach Schätzung der Militärpolizei rund 3000 Demonstranten bei einem Aufmarsch für Demokratie und gegen Rassismus zusammen. Dazu hatten organisierte Fussballfans der vier grossen Clubs der Stadt, soziale und schwarze Bewegungen aufgerufen.
Reisende nach Grossbritannien müssen vom heutigen Montag an für zwei Wochen in Quarantäne gehen, nachdem sie das Land betreten haben. Diese Quarantänepflicht gilt für alle Einreisenden, ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft. Ausgenommen sind nur wenige Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, medizinisches Personal und Erntehelfer sowie Reisende aus Irland, der Isle of Man und den Kanalinseln.
Wer sich nicht an die 14-tägige Pflicht zur Selbstisolation hält, muss mit einem hohen Bussgeld rechnen. Mit der Massnahme soll eine zweite Welle von Coronavirus-Infektionen in Grossbritannien verhindert werden. Die neuen Vorschriften stossen jedoch vor allem bei Unternehmen aus der Reisebranche auf heftige Kritik.
Mehr dazu hier.
Japan ist im Zuge der Coronavirus-Krise in eine Rezession gerutscht – allerdings nicht so tief wie zunächst berechnet worden war. Japans Bruttoinlandprodukt (BIP) sank im ersten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 2,2 Prozent.
Dies gab die Regierung Japans am Montag auf Basis revidierter Daten bekannt. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker in Tokio einen BIP-Rückgang um real 3,4 Prozent ermittelt.
Die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt war schon im Schlussquartal 2019 wegen einer Erhöhung der Mehrwertsteuer geschrumpft. Auf das Jahr hochgerechnet hatte der Rückgang 7,1 Prozent betragen. Sinkt die Wirtschaftsleistung eines Landes zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer Rezession.
Brasiliens Regierung gibt nicht mehr die Gesamtzahlen der Corona-Fälle in dem besonders stark betroffenen Land preis. Seit dem Wochenende werden auf der Webseite des Gesundheitsministeriums für Corona-Statistiken nur noch täglich die in den vorherigen 24 Stunden neu registrierten Zahlen von Infizierten und Todesopfern bekanntgegeben. Die Seite war für die Umstellung zwischenzeitlich nicht aufrufbar.
Der rechte Präsident Jair Bolsonaro schrieb auf Twitter von einer Anpassung. Die Staatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes leitete Ermittlungen ein und forderte den Übergangs-Gesundheitsminister, den General Eduardo Pazuello, auf, innerhalb von 72 Stunden den Schritt zu erklären.
Mit 13 Corona-Toten in den vergangenen 24 Stunden in Krankenhäusern hat Frankreich die niedrigste tägliche Todeszahl seit Mitte März verzeichnet. Insgesamt sind seit Beginn der Epidemie 29’155 Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen gestorben, wie die Statistik der Regierung am Sonntag angab. Niedriger war der Wert demnach zuletzt am 14. März mit zwölf Toten vor Beginn der strengen Ausgangsbeschränkungen. Diese traten am 17. März in Kraft.
Die Toten in den Altersheimen im Land werden derzeit nicht mehr täglich angegeben. Am Wochenende sind die Werte allerdings häufig niedriger als unter der Woche – häufig kommt es noch zu Nachmeldungen. Das Gesundheitsministerium hatte Freitag angekündigt, die Zahlen für das Wochenende nicht per Pressemitteilung zu veröffentlichen – die Statistik auf der Regierungsseite wurde aber aktualisiert. Anfang Juni hat in Frankreich die zweite Phase der Lockerungen – unter anderem mit Restaurantöffnungen – begonnen. (sda)
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit mehr als 400 000 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die meisten Opfer haben demnach die USA zu beklagen, hier starben rund 110 000 Menschen. An zweiter Stelle lag Grossbritannien mit mehr als 40 000 Toten, gefolgt von Brasilien mit mehr als 35 000 Todesopfern. Weltweit wurden von der Universität fast sieben Millionen Infektionen seit Beginn der Pandemie verzeichnet, 1,9 Millionen davon in den USA.
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