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Christopher Wood, Global Head of Equity Strategy bei Jefferies, hat eine weitere fünfprozentige Allokation in Bitcoin vorgenommen. Damit verdoppelt sich der Anteil an Bitcoin auf Kosten von Gold, dessen Gewichtung zugleich um denselben Prozentsatz reduziert wurde. Gewinnt das „digitale Gold“ an Bedeutung?
In einem wöchentlichen Investorenbrief mit dem Titel „Gier und Angst“ kündigte Wood die Reallokation der milliardenschweren Investmentbank an. Er hätte Gold noch nicht aufgegeben, doch es sei riskant für ältere Goldbugs, die Realität zu ignorieren. Bitcoin sei ein klarer Konkurrent als Wertaufbewahrungsmittel. Ether (ETH) wiederum würde er nicht in das Pensionsfondsportfolio aufnehmen, da es diese Funktion nicht aufweist.
Institutionelle Adoption
Laut Wood bedeutet die Ankunft des ersten börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) in den Vereinigten Staaten und die wachsende Adoption von Kryptowährungen, dass es an der Zeit ist, eine weitere Anpassung des globalen Rentenfondsportfolios vorzunehmen. Dieses wurde Ende des dritten Quartals 2002 eingerichtet, um das Risiko des Zusammenbruchs des US-Dollar-Papierstandards abzusichern. In dieser Hinsicht bleibe die Performance von Gold in diesem Jahr äusserst enttäuschend, wenn man bedenke, dass die Zinsen in den USA negativ sind.
„Wenn die Blockchain-Technologie das langfristige Potenzial hat, das konventionelle Finanzwesen zu übernehmen, indem sie den Bedarf an Vermittlern eliminiert, dann hat sie auch das Potenzial, das Ende des derzeitigen Dollar-Papierstandards auf eine harmlosere Weise auszulösen, als es sonst der Fall gewesen wäre.“ – Christopher Wood, Global Head of Equity Strategy bei Jefferies
Kritik des Dollar-Standards
Dieses Konzept hat laut Wood begonnen, das konventionelle Finanzwesen zu fressen. Das sei ein Grund, warum sich alle Banken auf die Technologie konzentrieren sollten, anstatt zu warten und davon disruptiert zu werden. Der Dollar-Papierstandard würde irgendwann sein Ende haben, nachdem der ehemalige US-Präsident Richard Nixon vor 50 Jahren die letzte formale Bindung des Dollars an Gold aufgehoben hat.
Es werde immer offensichtlicher, dass die Notenbanken in den Industrieländern in eine selbst geschaffene Falle geraten sind. Sie seien in den 13 Jahren seit Ben Bernankes erstem Quantitative Easing (QE) Programm Ende 2008 nicht in der Lage gewesen, sich von der unkonventionellen Politik zu lösen. Diese Falle werde für jeden sichtbar, wenn sich die Inflation tatsächlich als mehr als nur vorübergehend erweist.