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Zwei Fünftel der gesamten Meeresoberfläche sind im Jahresdurchschnitt tropisch und mehr als die Hälfte
über 20° erwärmt. Zugleich lassen die
Zahlen erkennen, in wie hohem
Maße die nördliche
Halbkugel in Bezug auf die ozeanische
Wärmeverteilung begünstigt ist. Die
Flächen hoher
Temperatur verschieben sich mit dem Sonnenstand, so daß im
Sommer der
Nordhemisphäre der größere Teil der erstern nördlich, im
Winter aber südlich vom
Äquator liegt. Im
Jahresmittel tritt die thermische
Begünstigung der nördlichen
Halbkugel deutlich hervor, wie folgende
Tabelle zeigt, welche
angibt, wieviel
Prozent der gesamten über 24°, bez. über 20° erwärmten Meeresfläche
der nördlichen und wieviel der südlichen
Hemisphäre zukommt.
über 24°
über 20°
Febr.
Aug.
Jahr
Febr.
Aug.
Jahr
NH.
42
68
55
43
59
51
SH.
58
32
45
57
41
49
Der größere Teil der tropisch warmen Meeresfläche gehört der Nordhemisphäre an.
in
Arkadien ist bisher niemals genauer in seinen
Ruinen untersucht worden,
obwohl an mehreren
Stellen antike
Gebäude sichtbar waren. Erst 1890 hat die englische archäologische
Schule in
Athen
[* 7] dort zu graben und
namentlich das südlich vom Helisson gelegene
Theater
[* 8] freizulegen begonnen.
Wider Erwarten sind nicht nur die untern Sitzreihen,
sondern auch die Untermauern des Bühnengebäudes recht gut erhalten, und obwohl der
Grundriß bisher noch nicht ganz klar
ist, so nimmt der
Bau doch jedenfalls eine hervorragendeStelle unter den in
Griechenland
[* 9] erhaltenen
Theatern
ein.
Über die
Topographie und Geschichte der heiligen Stadt, deren nähere Kenntnis bisher noch immer wesentlich
auf
BurckhardtsBericht aus dem Jahre 1815 zurückging, da sich die Angaben des
Barons v.
Maltzan als höchst
unzuverlässig erwiesen haben, gibt ein grundlegendes Werk (»Mekka«,
Haag,
[* 11] 1888-89,2 Bde. u.
Bilderatlas) des niederländischen
Orientalisten C.
Snouck-Hurgronje (s. d.), der, als mohammedanischer Rechtsgelehrter verkleidet,
ein halbes Jahr lang in Mekka sich aufgehalten, geforscht und photographiert hat, neue Aufschlüsse. Mekka hat
sich danach seit Anfang des
Jahrhunderts wenig verändert; nur südöstlich vom Haram hat sich der Stadtteil
el Dschijâd vergrößert.
Dort liegt unter anderm das geschmackvolle neue Serai, die
Hauptwache und die drei
Kasernen, welche
das Haram vollständig beherrschen.
ein 1889 von J. ^[Jules] Carpentier erfundener
Apparat, durch welchen mit
Hilfe der
Elektrizität
[* 14]
Improvisationen
auf dem
Klavier festgehalten werden. Er besteht aus
Geber, Papierführung und Empfänger. Der der gebräuchlichen
Form der
Klaviere angepaßte
Geber besteht im wesentlichen aus einer Art hölzernen
Lineals, welches so viele bewegliche Metallzungen
trägt, wie das
KlavierTasten hat. Unter jeder
Taste befindet sich eine
Zunge, mit jener so verbunden, daß sie jede
Bewegung
der
Taste mitmacht, beim Niederdrücken derselben sich senkt, so lange niedergedrückt bleibt, wie die
Taste selbst, und beim Loslassen derselben sich wieder hebt.
Die Papierführung wird auf elektrischem Wege mittels kleiner
Akkumulatoren betrieben; durch sinnreiche Vorkehrungen ist die
unbedingte Gleichmäßigkeit des im Wege praktischer
Versuche auf 3 m in der
Minute bemessenen
Vorrückens des Papierstreifens
sichergestellt. Der Empfänger ist ziemlich verwickelt. Oberhalb des Papierstreifens befindet sich ein
mit
Einschnitten versehener
Cylinder, der gewissermaßen eine Anzahl von kleinen
Scheiben darstellt; letztere werden dauernd
mit
Farbe benetzt gehalten und dienen als Schreibrädchen.
Unterhalb des Papierstreifens und genau gegenüber dem Schreibrädchen ist eine Anzahl senkrechter
Stifte; zu jedem derselben
gehört ein
Elektromagnet, dessen Umwindungen mit einer der vorerwähnten
Zungen metallisch verbunden sind.
Es steht hiernach je ein Elektromagnetsystem in Zusammengehörigkeit mit einer bestimmten
Taste der
Klaviatur.
[* 15] Wird eine
Taste
angeschlagen, so findet ein Stromschluß statt; der betreffende
Elektromagnet wird erregt und wirkt auf den zugehörigen
Stift;
der Papierstreifen wird nunmehr gegen das demStifte gegenüberstehende Farbrädchen gehoben und
¶
mehr
solchergestalt ein sichtbares Zeichen für den angeschlagenen Ton auf dem Streifen festgehalten.