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Die Basler Beraterfirma Prognos schätzt, dass sich, trotz gestern verkündeter schneller Entbündelung der letzten Meile, der Wettbewerb auf dieser nur sehr langsam entwickeln werde.
Erfahrungen aus dem Ausland würden zeigen, dass eine rasche Entbündelung zu befürworten ist, es aber immer einige Jahre brauche, bevor die Entbündelung auf den Märkten nennenswert wirksam werde.
In der EU zum Beispiel wurden die Leitungen zwischen 1998 und 2000 entbündelt, Ende September 2002 lag aber der Anteil entbündelter Leitungen EU-weit noch unter einem Prozent. In Deutschland, einem Land mit relativ hohem Entbündelungsanteil, waren Ende 2002 nur knapp 4,4 Prozent der Anschlussleitungen entbündelt.
Die Entbündelung der letzten Meile in der Schweiz eröffne laut Prognos Chancen, sei aber noch lange kein Erfolgsgarant. Zudem sei zu befürchten, dass bei einer verzögerten Entbündelung die Kabelnetzbetreiber bevorzugt werden könnten. Diese erreichen den Endkunden bereits vor der Entbündelung unabhängig von der Swisscom.
So hat beispielsweise Cablecom
letzte Woche einen Telefoniedienst übers TV-Kabel lanciert . Prognos schätzt, dass bis 2006 15 bis 20 Prozent der Schweizer Privathaushalte übers TV-Kabelnetz telefonieren werden.