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Die Wertschriftenabteilung der Credit Suisse First Boston (CSFB) in Indien darf während zwei Jahren keine Geschäfte mehr tätigen. Dies hat die zuständige Aufsichtsbehörde entschieden.
Die "Auszeit" dauert allerdings nur noch zehn Monate, da das Urteil auf den 18. April 2001 zurückdatiert wurde, wie Tom Grimmer, CSFB-Sprecher in Hongkong, einen entsprechenden Bericht der "Financial Times" (Dienstagausgabe) bestätigte. Damals war die Abteilung vom Börsenhandel ausgeschlossen worden.
Der CSFB werden Manipulationen bei Aktienpreisen vorgeworfen. Laut SEBI handelt es sich um den "verheerendsten Skandal" des Landes des letzten Jahrzehnts.
CSFB enttäuscht
Grimmer zeigte sich enttäuscht über das Verdikt. Es sei aber noch offen, wie die CSFB reagieren werde. Möglicherweise werde man rechtliche Schritte dagegen ergreifen. Offen sei auch, was mit den rund dreissig Händlern und Analysten der betroffenen Abteilung geschehen werde.
Gemäss "Financial Times" ist dies das erste Mal, dass indische Behörden einem ausländischen Finanzinstitut die Ausübung der Geschäftstätigkeit untersagt haben. Das Investment-Banking-Geschäft ist vom Urteil nicht betroffen.
swissinfo und Agenturen