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Brief description of trial (Source of data: BASEC)
Die Studie prüft, ob die Behandlung von Verengungen in den Herzkranzgefäßen mit einem Sirolimus-beschichteten Ballonkatheter das Risiko einer erneuten Wiederverengung im Vergleich zur Behandlung mit einem Paclitaxel beschichtetem Ballonkatheter ebenso senkt.
Es handelt sich um eine randomisierte (Zuteilung in die Behandlungsruppe nach dem Zufallsprinzip) Studie, welche in mehreren Kliniken in Deutschland und der Schweiz durchgeführt wird. Insgesamt sollen 70 Patienten, 10 davon am Universitätsspital Basel eingeschlossen werden. Die Gesamtdauer Ihrer Teilnahme beträgt 12 Monate.
In dieser Studie werden ausschließlich Ballonkatheter verwendet, die bereits CE-zertifiziert und somit für den Einsatz im klinischen Alltag zugelassen sind und routinemäßig zur Behandlung Ihrer Erkrankung verwendet werden.
Es können Personen teilnehmen, bei welchen Hinweise auf eine Minderdurchblutung des Herzmuskels infolge einer behandlungsbedürftigen Verengung in einem oder mehreren Herzkranzgefäßen besteht und bei denen eine Aufweitung der verengten Stelle mittels Ballonkatheter vorgesehen ist.
Die Studienteilnahme beginnt für Sie mit der Unterzeichnung der Einwilligungserklärung. Zeitnah findet dann die Behandlung Ihres Herzkranzgefäßes statt. 30 Tage nach dem Eingriff werden Sie telefonisch zu Ihrem Befinden befragt. Nach 6 Monaten kommen Sie für eine Kontrolluntersuchung in die Klinik. 12 Monate nach dem Eingriff werden Sie noch einmal zu Ihrem Befinden befragt.
Diese Behandlung mit einem Ballon ist bei Ihnen ohnehin vorgesehen, d.h. sie würde auch erfolgen, wenn Sie nicht an dieser Studie teilnehmen. Die nach 6 Monaten geplante Kontrollangiographie (ohne PTCA) ist – sofern es keine klinisch erkennbaren Zeichen einer Gefäßverengung gibt – eine zusätzlich zur standardmäßigen Routinebehandlung durchgeführte Maßnahme zur Überprüfung des Behandlungserfolges.
Health conditions investigated (Source of data: BASEC)
Behandlung von Verengungen in den Herzkranzgefäßen
Rare disease (Source of data: BASEC)No
Intervention investigated (e.g. drug, therapy or campaign) (Source of data: BASEC)
Der Ablauf des Eingriffes (der bei Ihnen auch ohne Teilnahme an dieser Studie vorgesehen ist) unterscheidet sich nicht von einer routinemäßigen Ballonaufweitung (PTCA, perkutane transluminale koronare Angioplastie) des verengten Herzkranzgefäßes.
Die Behandlungsgruppen sind:
1. Ein mit Sirolimus beschichteter Ballonkatheter SeQuent® SCB der Firma B. Braun Melsungen AG ist
2. Ein mit Paclitaxel beschichteter Ballonkatheter SeQuent® Please oder SeQuent® Please Neo der Firma B. Braun Melsungen AG
Es wird nach dem Zufallsprinzip festgelegt, zu welcher der beiden Behandlungsgruppen Sie zugeordnet werden. Die Chancen für einen der beiden Behandlungsarme sind gleich gross (1:1 Randomisierung). Sie erfahren nicht, welcher Behandlungsgruppe Sie zugeordnet werden (einfach verblindete Studie).
Wenn Sie der Behandlung mit einem Paclitaxel beschichteten Ballon zugeordnet werden, entscheidet Ihr behandelnder Arzt, ob der SeQuent® Please oder der SeQuent® Please Neo Ballonkatheter bei Ihnen zur Anwendung kommt. Beide Ballonkatheter sind im Rahmen der Studie erlaubt.
Bei der Zuordnung in die Sirolimus beschichtete Ballongruppe erfolgt die Behandlung mit dem SeQuent® SCB Ballonkatheter.
Nach dem Eingriff werden Sie in der Regel für einen weiteren Tag stationär im Krankenhaus bleiben. Sie erhalten routinemäßig Aspirin und Clopidogrel. Es handelt sich bei beiden Medikamenten um Substanzen, die für einen besseren Blutfluss sorgen und eine Verklumpung des Blutes verhindern. Aspirin sollten Sie lebenslang und Clopidogrel für 1 Monat einnehmen. Die Therapie mit beiden Medikamenten entspricht dem empfohlenen Standard und würde auch ohne die Studie unserem Therapieschema entsprechen.
Nach 30 Tagen würden wir Sie gern anrufen und uns nach Ihrem Befinden erkundigen.
Nach 6 Monaten wird eine erneute Herzkatheteruntersuchung durchgeführt. Diese gehört bei Beschwerdefreiheit nicht zum klinischen Standard sondern ist eine studienbedingte Untersuchung. Eine genaue Bestimmung des Blutflusses im Bereich des behandelten Gefäßabschnittes ist nur mit dieser Methode möglich. Falls es zu einer Einengung des Gefäßes gekommen sein sollte (Restenose), ist dies nach diesem Zeitraum zu erwarten. Eine Wiederverengung, aus der sich möglicherweise eine Behandlungsindikation ergeben würde, kann nur sicher mit der Angiographie dargestellt werden. Die Angiographie wird nur zu diagnostischen Zwecken durchgeführt, dauert meist nur 15 - 20 Minuten und ist daher mit dem Vorgehen beim eigentlichen Eingriff nicht zu vergleichen. Nach einer kurzen Überwachungszeit können Sie im Regelfall wieder nach Hause gehen. Vor der Kontrolluntersuchung werden wir Sie nach Ihrem Befinden befragen und ein EKG durchführen.
Nach 12 Monaten würden wir Sie gern wieder zu Ihrem Befinden befragen.
Criteria for participation in trial (Source of data: BASEC)
o Stabile oder instabile Angina Pectoris-Symptomatik oder positiver Stress-Test
o Patienten mit einer signifikanten koronaren de-novo Stenose (≥ 70% Diameter Stenose)
o Patienten für perkutane koronare Intervention (PCI) mit einem Medikamenten beschichteten Ballon geeignet
Exclusion criteria (Source of data: BASEC)
o Unverträglichkeit und / oder Allergie gegen Sirolimus
o Unverträglichkeit oder Allergie gegen Paclitaxel
o Patienten mit Begleiterkrankung, die zytostatische Therapie oder Bestrahlung erfordert