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US-Aussenminister John Kerry nutzt Steueroasen für seine privaten Investments
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- Mittwoch, 27. April 2016 14:57
John Kerry ist US-Aussenminister und damit der weltweite Chefdiplomat. Er ist Demokrat und mit der Erbin des Ketchup-Heinz-Imperiums, Teresa Heinz, verheiratet.
Kerry gilt als zweitreichster Politiker in Washington – und er nutzt Offshore-Zentren für private Investments. Dies hat «Dailycaller» kürzlich enthüllt, eine gesponserte Newsseite in Washington D.C.
Die Enthüllung ist gut getimt – und sie kommt wohl gezielt. Kein einziger amerikanischer Politiker ist in den Panama Papers, deren Recherche vom liberalen US-Establishment um George Soros und auch vom Schweizer Bund gesponsert wurde, bislang genannt worden.
Der Schuss kommt von rechts
Mitten im hitzigen US-Präsidentschaftswahlkampf hat nun ein News-Service einen der mächtigsten und einflussreichsten US-Demokraten angeprangert.
«Dailycaller» ist vom konservativen Tucker Carlson und von Neil Patel, einem ehemaligen Berater von Dick Cheney 2010 gegründet worden. Cheney war unter George W. Bush Vize-Präsident der USA gewesen.
Die Dokumente legen dar, dass Kerry und seine Frau Teresa über anonyme Stiftungen Millionen von Dollars in Fonds investiert haben, die auf insgesamt elf Offshore-Zentren liegen. Darunter die Cayman Islands und die British Virgin Islands. In jedem Fonds seien mindestens eine Million Dollar investiert, heisst es.
Hätte Kerry die Investments offenlegen müssen?
Die Investments sind legal, dennoch wird sich Präsident Barack Obamas Chefdiplomat erklären müssen. Handelt es sich um Steuervermeidung oder –hinterziehung? Wie erklärt Kerry seinem Chef diese Investments, der nach der Veröffentlichung der Panama Papers Reiche geisselte, sie hätten Geld für Anwälte, um Systemlücken auszunützen.
Warum hat Kerry seine Investments nicht aufgelöst, als er 2013 Secretary of State wurde, sondern teilweise sogar noch erhöht?
Kerry-Sprecher in der Bredouille
Die Organisation Congress Watch ist hellhörig geworden. Die stellvertretende Direktorin, Susan Harley, sagte zu «Dailycaller»: «Das sieht gar nicht gut aus. Eigentlich wäre zu erwarten, dass Regierungsangestellte die Gesetze achten. Sie müssen die Standars einhalten wie alle anderen auch.»
Kerrys Sprecher John Kirby sagte zunächst, Kerry habe keine Offshore-Investments. Denn er sei nicht der Begünstigte dieser Anlagen, die vollständig von Stiftungen und unabhängigen Treuhändern betreut würden.
Das ist natürlich Unsinn: Durch seine Ehe mit Teresa Heinz ist Kerry Begünstigter, was auch Kirby später eingestehen musste.
Zudem gilt für Kerry seit seiner Ernennung zum Aussenminister das Bundesgesetz, sämtliche Geschenke, zusätzliche Einkommen und Investments, welche seine Unabhängigkeit in Frage stellen oder einen Interessenkonflikt beinhalten könnten, offenzulegen. Einer der Heinz-Fonds investiert unter anderem in staatlich kontrollierte Unternehmen in China.
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