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Milben:Wenige Völker überleben
Im Frühjahr 2011 hat Imkerin Erika Freiburghaus 20 Bienenkästen erneuert. «Ich hatte letzten Sommer starke Völker wie noch nie, und diese brachten auch eine gute Honigernte ein», schaut die Imkerin auf das vergangene Jahr zurück. Am 18. Juli wurde der Honig geschleudert. Drei Tage später hat sie mit den empfohlenen Behandlungen gegen die Varroamilben mit Ameisensäure begonnen. Bei der Einwinterung der Bienen führte sie eine Träufelbehandlung mit Oxalsäure durch. «Alles richtig gemacht, und trotzdem dieser grosse Verlust», fasst die etwas entmutigte Imkerin zusammen. Die idealen Verhältnisse in den Bienenstöcken begünstigten auch die Entwicklung der Milben. Möglicherweise sind die Milben zudem noch mit Viren infiziert gewesen, vermutet sie. Von den 22 Völkern, die sie im Herbst hatte, würden höchstens zwei bis vier überleben.
Schon vor Jahren begann die Bäuerin, sich für die Bienenzucht zu interessieren. Sie erhielt die Gelegenheit, dieses Hobby mit ihrem Schwiegervater auszuüben. Deshalb schrieb sie sich im Jahre 2000 für einen Grundkurs ein. Vor drei Jahren übernahm sie die Verantwortung für die Bienenzucht. Um sich vertieft mit der Imkerei auseinanderzusetzen, besuchte sie einen weiteren Kurs. Wie sie sagt, ist die Bekämpfung der Varroamilbe zu einer aufwendigen Daueraufgabe geworden. Deshalb sei es wichtig, sich mit den verschiedenen Methoden vertraut zu machen. Bei diesem enormen Rückgang der Bienenpopulation müsse eine Gefährdung der Bestäubung der Obstbäume und anderer Pflanzen befürchtet werden. ju