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Als die spanischen Invasoren in Südamerika einfielen, brachten sie trotz allem Unheils auch etwas Schönes mit: eine Harfe. Im Laufe der Zeit breitete sich die Harfe in ganz Mittel- und Südamerika aus und brachte typische Formen in den verschiedenen Regionen hervor.
Im südamerikanischen Harfenstil wird über einem meist gradlinigen Akkordbass die Melodie fast immer synkopisch versetzt, was diese Musik sehr lebensfroh und mitreissend macht.
In den verschiedenen Regionen Südamerikas variiert sie Harfe besonders in der Form und Größe des Korpus. Der Hals ist meist sanft geschwungen und sehr oft doppelt ausgeführt – die Saiten sind dann zwischen diesen beiden Hälsen in der Mitte an den Wirbeln befestigt. Dieser Typ hat dann keine Möglichkeit, Umstimmer zu montieren. Auf dem Photo ist eine in Europa gebaute Llanera- Harfe zu sehen, die mit Umstimmern ausgestattet ist. Meist wird sie stehend gespielt, oft auch umgehängt und sogar im Gehen, was nicht so schwer ist wie es scheint, da die Harfen sehr leicht gebaut sind.
In manchen Ländern sind die Farben in der Besaitung anders als es bei uns üblich ist: dann ist das c blau und das g rot.