Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03268.jsonl.gz/516

Nutzung von Adjektiven im Briefverkehr von Auswanderern um 1855
In der vorliegenden Forschungsarbeit wird die Verwendung von Adjektiven in Auswandererbriefen beleuchtet. Hierfür wurden Adjektive gekennzeichnet, gezählt und anschließend auf den Prozentsatz ausgerechnet.
Dabei haben wir uns an der Frage orientiert, inwieweit der Gebrauchswortschatz diese Briefe und Berichte beeinflusst hat, oder in Briefen eine "ausschweifendere" Sprache verwendet wurde.
Bei dem privaten Briefverkehr muss vorab auch festgehalten werden, dass es sich um "praktische" Schriftstücke handelt.
Wir konnten auch hier unterschiedliche Funktionen feststellen. Einmal wird im Brief von z.B. Weitz Martin eine genaue Reisebeschreibung festgehalten, die dem Leser einen Einblick in die damaligen Verhältnisse gibt, auf der anderen Seite werden Briefe geschrieben die klare Aussagen/Aufforderungen enthalten, wie das "braf" sein in der Familie oder etwaige Streitereien zu begraben.
Berechnung der Adjektive:
Um den prozentualen Anteil zu errechnen, wurde die nachstehende Formel verwendet.
Adjektive/Wortanzahl * 100
Dies ergibt den Prozentsatz an Adjektiven, die in den Texten verwendet worden sind.
In einem ausführlicheren Verlauf müssten noch die Arten der Adjektive berücksichtigt werden und z.B. Zahlen und verschiedene Steigerungsformen einzeln gezählt werden, dies würde natürlich die Prozentsatz der benutzten Adjektive deutlich verringern.