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1 Antwort
a. Unzulässige Kettenarbeitsverträge
Oft werden mehrere befristete Arbeitsverträge aneinandergereiht, um Bestimmungen zu umgehen, die dem Arbeitnehmerschutz dienen. Dabei handelt es sich etwa um Vorschriften zu den Kündigungsfristen, zu den Sperrfristen oder zur Probezeit. Dieses Vorgehen ist rechtsmissbräuchlich und nicht zulässig. Eine Umgehungsabsicht wird nicht verlangt. Es reicht, wenn für das atypische Handeln der Parteien kein vernünftiger Grund ersichtlich ist. Bei bloss zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsverträgen ist in aller Regel nicht von einer Gesetzesumgehung auszugehen. Ab dem dritten aufeinanderfolgenden Arbeitsvertrag kommt es auf den Einzelfall an. Zu berücksichtigen ist dabei etwa der Unterbruch, der zwischen zwei Arbeitsverträgen liegt. Längere Unterbrüche lassen vermuten, dass ein neuer Vertrag abgeschlossen wurde (vgl. BGE
112 II 51).
b. Rechtsfolge bei unzulässigen Kettenarbeitsverträgen
Unzulässige Kettenarbeitsverträge werden in einen einheitlichen unbefristeten Arbeitsvertrag umgedeutet. Entsprechend löst ein neuer Arbeitsvertrag beispielsweise keine neue Probez...