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In einem Versuch mit 36 Mutterkühen der Rassen Angus (AN), Limousin (LM) und einer Kreuzung aus Limousin und Red Holstein (F1) wurde der Einfluss der Rationsbeschaffenheit auf den Verzehr untersucht. Zwei isoenergetische Rationen wurden ad libitum vorgelegt und miteinander verglichen: eine aus Heu und Emd bestehende Trockenration (T) und eine aus Heu und Grassilage bestehende Feuchtration (F). Die Kühe, welche die Ration T erhielten, verzehrten ab dem 2. Laktationsmonat täglich 0,87 kg TS mehr als diejenigen, welche die Ration F erhielten (P < 0,001). Über die gesamte Versuchsdauer betrachtet betrug diese Differenz 0,76 kg TS pro Tag (P = 0,07). Zwischen den verschiedenen Rassen treten hierbei deutliche Unterschiede auf (F1 > AN > LM; P < 0,001). Der Vergleich der in diesem Versuch erhobenen Verzehrsdaten mit Werten, die mit den aktuell verwendeten Schätzgleichungen erhalten werden, zeigt, dass es bei den Schätzungen zu einer systematischen Unterschätzung des Futterverzehrs kommt. Zudem berücksichtigt keine einzige Gleichung gleichzeitig die Einflüsse von Rationsbeschaffenheit und Rasse. Eine neue Schätzgleichung, welche diese neuen Daten berücksichtigt, wird demnächst im Rahmen der Überarbeitung des Kapitels über Mutterkühe im Grünen Buch veröffentlicht werden.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.