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Inhaltsverzeichnis
Empfehlungen
In erster Linie für besonders gefährdete Personen
Im Zentrum der aktuellen Impfempfehlung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) steht der Schutz besonders gefährdeter Personen (BGP) vor einer schweren Erkrankung. Dazu gehören:
Vorteile:
- Personen, die 65 Jahre alt oder älter sind;
- Personen zwischen 16 und 64 Jahre, die ein erhöhtes individuelles Erkrankungsrisiko haben aufgrund einer Vorerkrankung, Schwangerschaft oder Trisomie 21.
Eine Auffrischimpfung bietet ihnen mindestens vorübergehend einen verbesserten Schutz vor schwerem Krankheitsverlauf und wird ihnen daher stark empfohlen.
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Gesundheitspersonal und Betreuungspersonen
Die Empfehlung gilt in zweiter Linie für Personen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren ohne Risikofaktoren, die in der Akut- und Langzeitbetreuung tätig sind oder beruflich oder privat besonders gefährdete Personen betreuen. Die Auffrischimpfung wird allen Personen aus dieser Gruppe empfohlen, die ihr Risiko für eine Infektion etwas vermindern möchten, um die Betreuung besonders gefährdeter Personen aufrechtzuerhalten und die Gesundheitsversorgung sicherzustellen.
Alle weiteren Personen im Alter von 16–64 Jahren
Eine allgemeine Empfehlung resultiert auch für Personen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren ohne Risikofaktoren. Die Auffrischimpfung kann nach individueller Abwägung und Einschätzung bei Personen erfolgen, die das Risiko einer Infektion oder eines seltenen schweren Verlaufs aus privaten und/oder beruflichen Gründen (z. B. in Organisationen bzw. Betrieben mit essentiellen infrastrukturellen Aufgaben) vermindern möchten.
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Nicht empfohlen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren
Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ohne chronische Krankheiten empfehlen BAG und EKIF für Herbst 2022 keine Auffrischimpfungen, da schwere Krankheitsverläufe in dieser Alterskategorie selten sind.
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Keine Impfempfehlung
Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren empfehlen das BAG und die EKIF grundsätzlich keine Impfung im Herbst/Winter 2022/23 und es werden keine Kosten für die Booster-Impfung übernommen. Dies unabhängig vom Impfstatus und der Infektionsgeschichte. Über 90 % der Jugendlichen und Kinder ab dem Alter von 5 Jahren haben Antikörper gegen SARS-CoV-2, welche von einer Impfung, Infektion oder Kombination der beiden stammen können.
Ausnahme
- Ungeimpfte Kinder und Jugendliche von 5–15 Jahren mit chronischen Krankheiten: 1 Dosis eines mRNA-Impfstoffes, präferenziell Comirnaty von Pfizer.
Besteht die Annahme, dass ungeimpfte Kinder oder Jugendliche von 5–15 Jahren (mit oder ohne chronische Krankheiten) bisher keine Infektion hatten, ist ein Impfschema von 2 Impfdosen im Abstand von 4 Wochen möglich, wenn die Eltern oder Erziehungsberechtigten dies für ihr Kind wünschen.
Für Kinder unter 5 Jahren ist die Impfung nicht empfohlen.
Wo Kinder und Jugendliche geimpft werden
- Kinder bis 11 Jahren werden in Kinderarztpraxen sowie im Referenz-Impfzentrum EBPI in Zürich geimpft.
- Jugendliche ab 12 Jahren werden in Kinderarztpraxen, im Referenz-Impfzentrum EBPI in Zürich sowie in den Impfzentren Uster und Winterthur geimpft.
Begleitung von Jugendlichen ab 12 bis 15 Jahren empfohlen
12- bis 15-jährige Jugendliche müssen zur Impfung von einer gesetzlichen Vertreterin bzw. einem gesetzlichen Vertreter begleitet werden oder eine von dieser unterschriebene Einwilligungserklärung beibringen.
Einwilligungserklärung der gesetzlichen Vertretung:
Frühestens nach vier Monaten
Auffrischimpfungen sollen frühestens vier Monate nach der letzten COVID-19-Impfung oder vier Monate nach einer bekannten Infektion mit dem Coronavirus erfolgen. Dies gilt auch für besonders gefährdete Personen, die bereits eine Auffrischimpfung erhalten haben. Andere Impfungen mit inaktivierten Impfstoffen (wie z. B. die Grippeimpfung) können gleichzeitig mit, vor oder nach einer COVID-19-Impfung erfolgen.
Empfohlene Impfungen sind kostenfrei
Alle Impfungen, die den Empfehlungen von BAG und EKIF entsprechen, sind für die Impfenden kostenlos. Personen, welche seit dem 10.10.2022 bereits eine Auffrischimpfung erhalten haben, wird keine weitere Auffrischimpfung nach 4 Monaten empfohlen. Wer eine erneute Auffrischimpfung wünscht, kann diese daher ab dem 10.02.2023 nur mehr als Selbstzahler erhalten.
Impftermine buchen
Ab 16 Jahren
Walk-Ins in Impfzentren
In den Impfzentren werden innerhalb der jeweiligen Öffnungszeiten auch Impfungen ohne Voranmeldung angeboten. Neben den kantonalen Impfzentren wird im Kanton Zürich in Apotheken und Hausarztpraxen geimpft.
Impfstoffe
Die Impfstoffe werden vom Bund beschafft, derzeit sind vier zugelassen:
Vorteile:
- mRNA-Impfstoff Comirnaty von Pfizer/BioNTech
- mRNA-Impfstoff Spikevax von Moderna
- Proteinimpfstoff Nuvaxovid von Novavax
- Vektorimpfstoff Janssen von Janssen
Bevorzugt mit bivalenten mRNA-Impfstoffen
Es wird empfohlen, die Auffrischimpfung vorzugsweise mit einem (angepassten) bivalenten mRNA-Impfstoff oder mit Nuvaxovid durchzuführen, soweit diese verfügbar sind. Diese Impfstoffe, wie auch die monovalenten mRNA-Impfstoffe, sind grundsätzlich geeignet und empfohlen, um schwere Infektionen zu verhindern. Der bivalente Impfstoff Comirnaty ebenso wie Nuvaxovid sind für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Bei Personen zwischen 16 und 18 Jahren handelt es sich um einen «off label use». Nuvaxovid wird aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit ausschliesslich in den Impfzentren angeboten.
Heterologe Auffrischimpfung möglich
Die Auffrischimpfung ist sowohl homolog als auch heterolog (gleicher oder anderer Impfstoff als bei vorhergehenden Impfungen) möglich.
Dokumentation der Impfung
Impfnachweis / Impfausweis
Ihre Impfungen sind im kantonalen Impftool dokumentiert und Sie können sich den Nachweis dort herunterladen. Auf Wunsch erhalten Sie auch bei der Impfstelle einen ausgedruckten Impfnachweis. Der Impfnachweis enthält den Ort und das Datum der Impfung sowie Informationen zum verabreichten Impfstoff (Handelsname, Hersteller, Lot-Nr.). Falls vorhanden, nehmen Sie zudem Ihren Impfausweis («Impfbüchlein») zu den Impfterminen mit, dann werden die COVID-19-Impfungen auch dort eingetragen.
Beim Impfnachweis/-ausweis handelt es sich um eine ärztliche Bescheinigung und nicht um ein amtliches Dokument.
Für Gesundheitsfachpersonen
Services und Formulare
BAG-Infoline Coronavirus-Impfung für Fachpersonen
+41 58 462 21 00 (Montag bis Freitag, 8–18 Uhr)