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Mittwoch, 20. Juni 2012 – 57. Reisetag
Für das Frühstück wählen wir das Burger King. Es wird wohl bei diesem einen Besuch bleiben. Die Feststellung, dass es bei McDonalds besser war, sagt schon alles. Auf der vierspurigen „Business California 18“ nähern wir uns Los Angeles. Unsere Aufmerksamkeit gilt nun vornehmlich dem starken Verkehr. Trotzdem entdecken wir noch einige Motels, die gemäss Empfehlungen gut unterhalten sind, so das „El Rey“ aus dem Jahr 1950.
Fontana
Das „Sand and Sage Motel“ empfiehlt sich (gemäss „the Route 66 Dining & Lodgin Guide“). Auf der anderen Strassenseite entdecken wir einen „Bono’s Historic Orange Stand“, vermutlich der Letzte seiner Art aus dem Jahre 1935, die einstmals auf Kaliforniens Strassen zu finden waren. „Bono’s Old Route 66“ muss wohl der Strassenverbreiterung weichen.
Rancho Cucamonga
Die „Ancil Morris’s Richfield Oil Station“, erbaut 1921, das gegenüber liegende „Deli“ und der Blumenverkauf ab Lastwagen laden zu einem Halt ein. Das “Syncamore Inn“ geht zurück auf 1848 und war früher eine Postkutschen-Haltestelle. Auch das „Magic Lamp“ wäre einen Besuch wert. Leider kann man nicht alle Restaurants am Weg besuchen. Der Foothill Boulevard ist bereits teilweise neu gestaltet.
Roamin Rich hat im Noember 2016 ein Video über die gelungene Restaurierung der Rancho Cucamonga Station veröffentlicht.
Glendora
Mittagessen im nett eingerichteten „Flappy Jacks Pancake House“, einem Kultrestaurant, das wirklich bestens empfohlen werden darf.
Azusa
Auf dem Gelände des ehemaligen „Foothill Drive-Inn Theatre“ wurden die umgebenden Wände abgerissen. Das Land dient heute der Universität. Die „Neon Marquee“ steht unter Denkmalschutz. Die Stadt ist stolz auf ihr 1932 gebautes Rathaus.
Monrovia
Eine antike Tankstelle vor „Dale’s Garage“ hat überlebt und diente gar schon als Filmkulisse.
Silvia fotografiert das „Aztec“ Motel aus dem Jahre 1925. Sie winkt mir von der anderen Strassenseite zu, dass es im Gebäude einen Coiffeur habe. Zwei ältere Herren springen auf, als ich den Salon betrete und ich setze mich spontan auf einen Sitz. Für $12 + Trinkgeld erhalte ich einen ganz passablen Haarschnitt, oben nicht ganz so kurz wie gewohnt aber akzeptabel. Ich darf wieder unter die Leute. Allerdings fahre ich danach auf der vierspurigen Strasse etwas gar zu schnell.
Pasadena
Wir wollen den letzten Tag durch Los Angeles nach Santa Monica ausgeruht antreten und beschliessen, noch einen Abend in Pasadena zu verbringen. Hier beginnen wir unsere Hotelsuche im zentral gelegenen Marriott. Sie verlangen $290 für eine Nacht. Das ist uns zu teuer. Ein anderes Motel ist wegen zwei Hochzeitsgesellschaften (!) ausgebucht. Wir finden aber doch noch eine Bleibe im Vagabond Inn Executive zu einem vernünftigen Preis, wenn auch nicht ganz im Stadtzentrum.
Wie ich am Abend dem Internet entnehmen konnte, sind die Hotels in Santa Monica gut belegt und die bekannteren Häuser extrem teuer. Nachdem das führende „Shutter on the beach“ nur Zimmer ab $600 – notabene ohne Meersicht – und Suiten ab $1,000 pro Nacht offeriert, beginne ich mich näher damit zu beschäftigen. Wir finden „Loews“, das Preise unter 500$ mit Meersicht offeriert und buchen für zwei Tage. Wie es im Programm dann weitergehen soll, wissen wir noch nicht. Wir fragen uns, ob wir noch Disneys kürzlich eröffnetes Car Land ansehen wollen, das verschiedene Themen aus der Route 66 zeigt. Wir lassen es vorläufig offen.