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Warum konnte die CIA die Anschläge vom 11. September 2001 nicht verhindern? Die Untersuchung des CIA-Generalinspektors zur Rolle des US-Geheimdienstes bei den Terroranschlägen der Al Kaida in den USA wurde vor zehn Jahren abgeschlossen. Am Freitag ist der Report von der CIA freigegeben worden, wie CNN berichtet.
Auf beinahe 500 Seiten geht der Bericht einer Reihe von «systemischen Problemen» nach, die in der Summe dazu führten, dass Warnungen vor Bin Ladens Terrorplänen nicht genügend ernst genommen wurden. Der Report, bei dem mehrere Stellen vor der Publikation redigiert wurden, biete «keine dramatischen neuen Enthüllungen», schreibt CNN, sondern bestätige das Bild, das auch andere offizielle Untersuchungen gezeichnet hätten.
Hauptursache für das Versagen der amerikanischen Schlapphüte war demnach Schlamperei: «In einigen Punkten kam das Team zum Schluss, dass die CIA und ihre Beamten ihre Aufgaben nicht in einer zufriedenstellenden Weise erfüllten», stellt der Bericht fest. Dagegen habe kein Angestellter der CIA Gesetze verletzt, und die Fehler bei der Informationsbeschaffung und
-verarbeitung seien nicht die Folge von Amtsvergehen.
Der Report untersuchte auch die Rolle des US-Verbündeten Saudi-Arabien und dessen mögliche Verbindungen zu Al Kaida. Offenbar gab es unter US-Geheimdienstlern Spekulationen, wonach «ein paar» saudische Regierungsbeamte Bin Laden unterstützt hätten. Der Bericht hält jedoch fest, die vorliegenden Informationen könnten dies nicht bestätigen: «Das Team fand keine Belege dafür, dass die saudi-arabische Regierung wissentlich und willentlich Al-Kaida-Terroristen unterstützte.»
Allerdings wurde ein grosser Teil dieses Abschnitts vor der Veröffentlichung redigiert, wie CNN feststellt. (dhr)