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In der Bahnhofsstrasse wird die bestehende alte Bahnhofsapotheke abgebrochen. An ihrer Stelle wird ein Neubau erstellt mit einem Untergeschoss und 4 Obergeschossen. Das Untergeschoss kragt in den Innenhof aus. Das Erdgeschoss und die Obergeschosse übernehmen den Grundriss der alten Bahnhofs-apotheke. Die vorgesehene Nutzung variiert zwischen Gastrobetrieb und Verkauf (UG, EG), Büro (1.OG, 2.OG) und Wohnen (1.DG, 2.DG). Alle Wände und Deckenuntersichten sind Sichtbetonoberflächen.
Das Gebäude weist eine Flachfundation in den gut tragfähigen Niederterrassenschottern auf.
Die Baugrube wird mit 3 verschiedene Baugrubenabschlüsse ausgeführt:
Im Bereich Bahnhofstrasse ist eine Nagelwand direkt entlang der Grundstücksgrenze vorgesehen. Die Bodennägel ragen unter die Bahnhofstrasse und müssen an den zahlreichen Werkleitungen vorbei geplant werden. Im hinteren Baugrubenbereich wird eine gespriesste Rühlwand erstellt, da der Einsatz einer Nagelwand infolge benachbarter Untergeschosse nicht möglich ist. Im mittleren Bereich unter dem direkt anschliessenden Nachbargebäude ist eine konventionelle Unterfangung mit Spritzbeton und Bodennägeln vorgesehen. Während der Erstellung der Baugrube werden die Setzungen aller Nachbar-gebäude periodisch überwacht.
Das gesamte Untergeschoss wird aufgrund der vorgesehen Nutzung als Restaurant oder Verkaufsfläche als weisse Wanne ausgebildet
Alle Aussenwände bestehen aus einem Dämmbeton mit Blähton-Zuschlag. Dieser Beton weist gute Dämmeigenschaften auf, welche den Einsatz eines einschaligen Mauerwerks ohne zusätzliche Dämm-ebene ermöglichen. Die Aussenwände werden geschossweise in je 3 Etappen in einem Guss betoniert. Die Eigenschaften des Betons, die zahlreichen Fensteröffnungen, Absätze und Verwinkelungen sowie die hohen Sichtbetonanforderungen führen zu einer sehr komplexen Bewehrung und zu hohen Anforderungen an den Betoniervorgang.