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Zu einer Eisenunterversorgung kann es aus verschiedenen Gründen kommen: beispielsweise durch eine ungenügenden Eisenzufuhr über die Nahrung oder wenn der Körper zu wenig Magensäure bildet. Auch entzündliche Magen-Darm-Krankheiten wie wie Zöliakie oder Morbus Crohn können zu Eisenmangel führen oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Antibiotika und Lipidsenker. Allerdings gibt es Risikogruppen, die generell einen erhöhten Eisenbedarf haben.
Frauen
Durch die Menstruation verlieren Frauen viel Blut und dadurch Eisen. Pro Monat verliert eine Frau durchschnittlich 25 – 60 ml Blut, jede zehnte Frau sogar über 80 ml, was einen Eisenverlust von über 40 mg bedeutet. Ist eine junge Frau auch noch im Wachstum, ist der Eisenbedarf erst recht erhöht. Empfohlen wird dieser Risikogruppe 15 mg Eisen pro Tag.
Schwangere
Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Eisenbedarf (30 mg/Tag). Bei Schwangeren vergrössert sich das Blutvolumen im Körper vor allem in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft stark. In der Schweiz haben bis zu 32 Prozent aller Schwangeren Eisenmangel. Empfehlenswert sind für sie pflanzliche Eisenpräparate.
Vegetarier und Veganer
Vegetarier und Veganer, die nebst Fleisch sämtliche Nahrungsmittel tierischen Ursprungs (z.B. Milch, Eier, Honig) haben oft niedrigere Eisenwerte als Menschen, die tierische Produkte essen. Grund: Pflanzliche Nahrungsmittel liefern das Nicht-Häm-Eisen. Dieses kann vom Körper schlechter aufgenommen werden als Häm-Eisen, das vor allem in Fleisch und Fisch enthalten ist.
Jugendliche
Der Eisenbedarf ist bei Jugendlichen sehr hoch, nämlich 10 – 15 mg pro Tag. Grund dafür ist die Vergrösserung von Blutvolumen und Muskelmasse während der pubertären Wachstums- und Entwicklungsphase. Bei Mädchen geht durch die einsetzende Menstruation zusätzlich Eisen verloren. Eisenmangel bei Jugendlichen verschlechtert die Sauerstoffversorgung in Gehirn- und den Körperzellen, die Konzentration und sportliche Ausdauer.
Ältere Menschen
Ältere Menschen leiden oft unter Eisenmangel. Schuld daran können eine einerseitige Ernährung, Krankheiten oder Medikamente (z.B. Antazida, Antibiotika, Lipidsenker) sein.
Sportler
Untersuchungen zeigen, dass die Eisenwerte bei intensiv trainierenden Sportlern bis zu 10 Prozent unter dem Normalwert liegen. Intensives Training kann das Blutvolumen um 10 – 20 Prozent erhöhen. Körperlich aktive Menschen verlieren oft auch viel Schweiss und dadurch Mineralstoffe und das Spurenelement Eisen. Es kommt zudem vor, dass durch Sport Blutgefässe im Darm verletzt werden und durch das Bluten Eisen verloren geht. Ausdauersportler brauchen etwa 20 mg Eisen pro Tag.
Eisenspeicher füllen
Geht es darum, die Eisenreserven aufzufüllen, sind Eisentabletten mit Vitamin B12 und anderen wichtigen Komponenten zur Herstellung der roten Blutkörperchen und deren Farbstoff empfehlenswert, wie zum Beispiel Vitamin B1, B2, B6, Folsäure und Vitamin C. Betroffene, denen das Tablettenschlucken nicht behagt, sind mit einem pflanzlichen Tonikum gut beraten, das mit Vitamin C aus Früchten angereichert ist. Eisenpräparate gibt es auch in anderen Darreichungsformen, zum Beispiel als Brausetabletten, Kapseln oder Tropfen. Ideal ist eine Kur von ein bis zwei Monaten. Parallel dazu sollte die Ernährung entsprechend ausgerichtet werden. Da Eisen am besten resorbiert wird, wenn es auf nüchternen Magen eingenommen wird, kann dies zu Problemen führen. Insbesondere bei hoch dosierten Präparaten können Nebenwirkungen wie Magenschmerzen, Übelkeit und Verstopfung auftreten. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten.
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- Quellen
«Drogistenstern»
«d-inside»