Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03472.jsonl.gz/504

Die Behandlung von Zähneknirschen richtet sich individuell nach der Diagnose, also der Form und den Ursachen des Bruxismus. Ist die Diagnose gestellt, ist die Verwendung einer Zahnschiene gegen das Knirschen ein einfaches, aber sehr effektives Hilfsmittel. Diese Schienen werden auch Knirschschiene, Aufbissschiene, Michigan-Schiene usw. genannt. Sie werden meist im Oberkiefer eingesetzt, sind aber grundsätzlich auch im Unterkiefer möglich. Durch die Knirschschiene wird einerseits der direkte Kontakt der Zähne von Ober- und Unterkiefer eliminiert, wodurch die Zähne vor einer weiteren übermässigen Abnutzung geschützt sind. Andererseits führt die Schiene zu einer Entlastung der Kiefergelenke und Entspannung der Kaumuskulatur, wodurch letztlich auch Verspannungen der Muskulatur im weiteren Bewegungsapparat gelöst und Schmerzen im Kopf-, Nacken- oder Rückenbereich gelindert werden können.
In Einzelfällen, insbesondere wenn sich die Beschwerden des Patienten unter der Schienen-Therapie über längere Zeit nicht bessern, kann auch eine medikamentöse Behandlung infrage kommen. Das Ziel ist auch hier letztlich eine Entspannung der Muskulatur und die damit einhergehende Schmerzlinderung für den Patienten.