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Es war am 23. Mai 1939, als Rösli als erstgeborenes Kind des lgnaz und der Rosa Cotting-Baeriswyl das Licht der Welt erblickte. Mit ihren Geschwistern durfte sie eine schöne und behütete Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof im Obermoos bei Tafers erleben. Obschon die Schule und die täglichen Arbeiten auf dem Betrieb viel Zeit in Anspruch nahmen, fehlte es nie an Spiel und Spass. Nach der Schulzeit fand Rösli eine Anstellung bei der Firma Gfeller in Flamatt.
Bereits 1958 trat Rösli mit Peter Siffert vor den Traualtar, und die beiden verbrachten einige Zeit in Obermettlen bei Ueberstorf. 1960 bezogen sie eine Wohnung bei Röslis Schwester im Steinigenweg in Tafers. Inzwischen war die Geburt von Hans-Peter erfolgt, und 1963 kam der zweite Sohn, René, zur Welt. 1966 errichtete die junge Familie in unmittelbarer Nähe ein Eigenheim und zog am 1. Juli 1967 ein. 1968 kam das dritte Kind zur Welt: Das Mädchen wurde auf den Namen Fabienne getauft. In den 1970er-Jahren begleitete Rösli mit ihrer Schwester Hyazintha als Köchin etliche Jungwacht-Sommerlager.
Viele Wochenenden verbrachte sie mit der Familie im Chalet im Fang, wo sich oft drei Generationen begegneten. Der Höhepunkt ihres Lebens war der Besuch der Schweizergarde 1987, wo Sohn René als Gardist tätig war. Unvergesslich war die Messe mit Papst Johannes Paul II und die anschliessende Zeremonie mit dem Händedruck des Papsts. 1988 erwarb Rösli ein Chalet und verbrachte viel Zeit am Schwarzsee. Mit grosser Freude bewirtete sie Familie und Gäste. Manch schönes Familien- und Geburtstagsfest erlebte Rösli Siffert-Cotting.
In den letzten Jahren hatte sie gesundheitliche Probleme. Nach mehreren Hüft- und Rückenoperationen konnte sie nur noch mit dem Rollator laufen. Letztes Jahr wurden bei ihr mehrere Krankheiten festgestellt. Dennoch gab sie nicht auf. Es folgten verschiedene Therapien. Trotz ihrem starken Lebenswillen erlag sie am Mittwochabend, 12. August 2020, im Beisein ihrer Liebsten im Spital Tafers ihren Leiden. Der Kreis eines erfüllten Lebens hat sich geschlossen. Rösli hat das Schwere ohne Klagen angenommen, genauso wie sie einst das Schöne und Gute empfangen und weiterverschenkt hat.