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Nach dem Besuch im spektakulären Purnululu National Park und seinen Bungle Bungles machten wir uns auf den Weg zurück in Richtung Broome. Wir folgen dieses Mal nicht der Gibb River Road, sondern dem weit besser ausgebauten Great Northern Highway. So kommen wir zügig voran, machen aber noch halt am einen oder anderen Ort. Ein erster Halt machen wir an einem ganz speziellen Ort. Der chinesischen Mauer in Australien in der Nähe der Ortschaft Halls Creek. Etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Der grosse unterschied zur Mauer in China ist, dass die australische Version nicht durch Menschenhand entstanden ist. Es ist eine Ader von weissem Quarzgestein, die harter ist als das der umliegende Sandstein und erodiert somit entsprechend langsamer. So entsteht eine sich über mehrere Kilometer erstreckende natürliche Mauer. Sie wird auch tatsächlich als Mauer verwendet, um Rinderweiden voneinander zu trennen.
Weiter ging es nach Old Halls Creek. Old Halls Creek war ein Dorf, das am Ende vom 19. Jahrhundert durch den Goldrausch entstanden ist. Es wurde dann nach dem Goldrausch zum regionalen Zentrum mit Postbüro, Telegrafenamt, und Polizeiposten. Nach dem Bau vom Flugplatz verlagerte sich das Dorf nach und nach an den neuen Standort, und übrig blieb ein verlassener Ort, der nun als Old Halls Creek bekannt ist.
Old Halls Creek hat eine interessante Geschichte, und zwar diejenige von einem gewissen Jimmy Darcy, ein Cowboy der 1917 einen Unfall hatte. Zurück in Halls Creek erhielt er Pflege, aber nicht von einem Arzt, sondern vom Pöstler. Dieser erhielt Anweisungen wie er Jimmy operieren soll per Telegraf von einem gewissen Dr. Holland im fast 3000 km entfernten Perth. Als sich der Zustand von Jimmy weiter verschlechterte, entschied sich Dr. Holland, die Reise nach Halls Creek zu unternehmen um Jimmy zu helfen. Leider starb Jimmy kurz bevor Dr. Holland eintraf. Diese Geschichte hat viele Leute berührt, und führte letztendlich zur Gründung vom Royal Flying Doctor Service in Australien, welcher entlegene Orte in Australien aus der Luft medizinisch versorgt.
Für Lunch hatte sich Sam, unser Guide, ein schöner Ort ausgesucht: Nach einer weiteren halben Stunde im Bus kamen wir zu einer Art Oase, ein kleiner See wo wir uns kurz abkühlen können, und auch super geeignet war um ein Pick-nick Lunch zu geniessen.
Nach einer Nacht auf dem Camping Platz in Fitzroy Crossing durften wir den Geikie Gorge per Boot erkunden. Geikie Gorge ist ein Teil vom Fitzroy River, welcher als National Park deklariert wurde. Es ist auch klar weshalb. Die charakteristischen Kalksteinwände der Schlucht entstanden unter Wasser, und wurden dann im Laufe der Zeit durch geologische Vorgänge angehoben. Später suchte sich dann der Fitzroy River seinen Weg durch dieses Gebiet, was schlussendlich einen schönen Querschnitt offenlegt. Die Umgebung ist zudem ein Zuhause von vielen Vogelarten, Fischen und Süsswasserkrokodilen.
Am Abend erreichten wir dann Broome, gerade richtig um den Sonnenuntergang am ikonischen Cable Beach zu geniessen, mit einem Drink und ein paar Snacks. Das war dann auch das Ende von dieser Tour. Ich habe mich dann alleine aufgemacht in Richtung Northern Territory und dessen Hauptstadt Darwin. Davon bald mehr!