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«Spiels noch einmal Sam», sagt Ingrid Bergman in ihrer Rolle als Ilsa zum Pianisten. Das sind die berühmtesten Worte aus ihrem wohl bekanntesten Film «Casablanca» (1942) an der Seite von Humphrey Bogart. Der Charme der schwedischen Schauspielerin, ihre Verletzlichkeit und ihre natürliche Schönheit machten Bergman auch in Filmen wie «Das Haus der Lady Alquist» (1943) und «Anastasia» (1956) zu einer der bedeutendsten Schauspielerinnen ihrer Zeit. Das, obwohl die Traumfabrik anfangs nichts von ihr wissen wollte. Starproduzent David Selznick («Vom Winde verweht») meinte, sie hätte eine viel zu grosse Nase und schiefe Zähne. Trotzdem oder vielleicht eben weil sie nicht dem typischen Hollywood-Klischee entsprach, drehte sie 45 Filme, erhielt dafür drei Oskars, vier Golden Globes und zwei Emmy Awards.
Mit ihrer Affäre – als verheiratete Frau – mit dem italienischen Regisseur Roberto Rossellini, die während der Dreharbeiten 1949 zum Film «Stromboli» begann, schockierte sie ganz Hollywood und die spiessige Gesellschaft der 1950er. Für Rossellini verliess Bergman ihren ersten Mann, den Zahnarzt Petter Lindström, und ihre damals elfjährige Tochter Pia. Sie hatte mit Rossellini drei weitere Kinder, Roberto sowie die Zwillinge Isabella und Isotta. Die Ehe dauerte sieben Jahre. In dieser Zeit verschwand die Bergman von den amerikanischen Leinwänden, auf die sie erst nach ihrer Trennung von Rossellini zurückkehrte – nachdem Hollywood ihr den Skandal verziehen hatte.
Ingrid Bergman starb an ihrem 67. Geburtstag in London im Beisein ihres dritten Ex-Mannes Lars Schmidt. Ihre Schönheit hat ihrer jüngste Tochter Isabella Rossellini (63) geerbt. Sie ist ebenfalls Schauspielerin und war von 1982 bis 1993 Model für die französische Kosmetikfirma Lancôme.Publiziert am 29.08.2015 | Aktualisiert am 29.08.2015