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Weitere Luftaufnahmen von Senarclens
Einer halben Stunde zu Fuss im Südwesten von Cossonay steht Senarclens, ein altes Schloss, das aus der feudalen Zeit nur noch einen malerischen Turm von seiner Originalform behalten hat.
Die Familie von Senarclens wird bereits in 1164 erwähnt. Sie baute das erste Schloss, von dem wahrscheinlich der Turm geblieben ist, dessen Form in Mode im 13. Jahrhundert war. Da der letzte Erbe der Familie in 1379 starb, gelangte das Schloss an Margerite von Grandson, dann an andere, die es den Brüdern des Reformators Farel wiederverkauften.
Später wurde es von der Familie Charrière von Cossonay erworben und in 1584 wieder aufgebaut durch einen Mitglied dieser Familie, Jean-François Charrière, der dort einige grosse Akkoladenfenster mit Rahmen aus hartem Stein verschonte.
Seit langer Zeit war dieses befestigte Haus unbewohnbar, und man benutzte es nur noch als Speicher oder Lagerhaus.
Im Jahre 1926 wurde es gänzlich umgewandelt, um daraus eine komfortable Wohnung zu machen. Ein zweiter Turm mit Wendeltreppe vor der Fassade wurde dann abgerissen.
Der runde Turm zeigt ein hervorragendes Böschungsbeispiel. So nannte man eine Erweiterung der Basismauer, um die Geschosse, die gegen die oberen Mauern trafen, in Richtung der Angreifer zurückzuschleudern. In Senarclens allerdings ist es möglich, dass der Konstrukteur auf "die Böschung" einfach zurückgegriffen hat, um seinen Turm mehr Festigkeit zu geben.
Die Basis wird noch mit Schiessscharten in "Schlüssellöchern" durchbohrt. Im runden Loch setzten die Verteidiger die Kanone und visierten den Feind dank der vertikalen Rille an. Diese Art von Schiessscharten wurde in fast allen Schlössern des 16. Jahrhunderts eingeführt.
Bibliographie