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Der Name »Odessa« steht für eines der irritierendsten Kapitel der Nachkriegsgeschichte: die massenhafte Flucht namhafter NS-Kriegsverbrecher - unter ihnen Adolf Eichmann, Klaus Barbie und Josef Mengele -, die sich mithilfe eines hoch organisierten Netzwerkes der Gerichtsbarkeit entziehen konnten. Goñis Standardwerk legt erstmals den Blick auf das gesamte Panorama dieser komplexen Operation frei. Hauptaufnahmeland und zentrale Drehscheibe war das Argentinien unter Juan Domingo Perón. Die Fluchthilfeorganisation verfügte über Basen in Skandinavien, Spanien und Italien, aktive Hilfe leisteten Schweizer Behörden - und im Vatikan liefen alle Fäden zusammen. Platz 3 der Sachbuchbestenliste März 2007!
Portrait
Uki Goñi wurde 1953 in Washington DC als Sohn einer argentinischen Diplomatenfamilie geboren. Während der argentinischen Militärdiktatur berichtete er für die englischsprachige Zeitschrift "Buenos Aires Herald" über die Menschenrechtsverletzungen des Regimes. Im Jahr 2002 publizierte er nach jahrelange Recherchen in argentinischen, US-amerikanischen und europäischen Archiven sein internationales Standardwerk "The Real Odessa", welches erstmals das gesamte Panorama einer internationalen Fluchthilfeoperation freilegt, welche es Hunderten von NS-Kriegsverbrechern ermöglichte, nach 1945 in Lateinamerika ein sichere Zuflucht zu finden. Uki Goñi lebt in Buenos Aires und ist als Journalist, Historiker und Musiker aktiv.