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Im Bereich Übersetzungen, speziell auf Twitter stösst man immer wieder auf die Abkürzungen L10n und I18n. Aber was bedeuten sie?
I18n (mit einem i am Anfang) steht für Internationalisierung (oder Internationalization auf Englisch) und beschreibt den Prozess wie man ein Produkt entwirft, damit es auf verschiedene Sprachen und Kulturen adaptiert werden kann ohne dass dabei die ganze Architektur angepasst werden muss.
Nehmen wir Supertext als Beispiel. Wir haben unsere Applikation so programmiert, dass die Texte nicht direkt im ASP.NET Code sondern in externen Resource Files abgelegt sind. ASP.NET hat Mechanismen eingebaut, die dann für jede Sprache das richtige Resource File auswählen.
L10n heisst Lokalisierung, nicht im Sinne von GPS, sondern für Software (Localization auf Englisch). Es bezeichnet die Anpassung von Software und Dokumentation an ein bestimmtes Land.
Die Schwierigkeit bei der Lokalisierung ist somit nicht die Mehrsprachigkeit. Dafür können einfach die externen Resource Files übersetzt werden. Viel komplexer und komplizierter ist die Unterstützung für verschiedene Zeitzonen und Währungen. Da liegt der Hund begraben.
Zum Schluss noch G11n. Das bezeichnet den ganzen Prozess, vom Design eines Produktes, über die Entwicklung bis zur Adaption und dem Marketing in verschiedenen Ländern. Diese Abkürzung wird aber eher selten verwendet.