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Ingolf Wunder
"A pianist who inhabits Chopin from the inside" Gramophone
Mit seinem Erfolg beim Chopin-Wettbewerb 2010 in Warschau hat Ingolf Wunder eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er ein Chopin-Interpret allerersten Ranges ist. So erspielte sich der junge österreicher bei dem legendären Klavierwettbewerb nicht nur den 2. Preis, sondern auch mehrere Sonderpreise und den Publikumspreis. Nicht zuletzt löste die Juryentscheidung eine lebhafte öffentliche Debatte aus und sorgte weltweit für Aufmerksamkeit. Als Preisträger tritt der 25-Jährige in die Fussstapfen so bedeutender Pianisten wie Martha Argerich, Krystian Zimerman, Vladimir Ashkenazy, Mitsuko Uchida und Maurizio Pollini.
Highlights der Saison 2011/12 sind die Debüts mit dem Mozarteumorchester Salzburg, den Münchner Symphonikern, dem Wiener Kammerorchester und der Tapiola Sinfonietta. Zudem konzertiert er wiederholt mit den Philharmonikern in Krakau und Warschau. Er spielt Rezitale in den bedeutendsten Sälen Polens, im Konzerthaus Berlin, der Laeiszhalle Hamburg, im Musikverein Wien, der Tonhalle Zürich, im Rudolfinum Prag, in Moskau, Shanghai, Tokyo und zahlreichen weiteren Städten.
Bereits mit 14 Jahren debütierte Wunder im Schubertsaal des Wiener Konzerthauses. Zwei Jahre später spielte er im Pariser Théâtre des Champs-élysées mit dem Orchestre National de France Prokofieffs 3. Klavierkonzert. Konzerte und Soloauftritte führten ihn u.a. nach Lissabon, Madrid, Budapest, Vancouver, ins Mariinsky-Theater St. Petersburg, die Tonhalle Zürich, den Musikverein Wien und das Konzerthaus Berlin. Er war Gast bei so renommierten Festivals wie dem Internationalen Klavierfestival in La Roque d'Anthéron und dem Klavierfestival Ruhr. 2011 begleitete er die Warschauer Philharmoniker unter Antoni Wit als Solist auf einer Japantournee.
Seit Februar 2011 ist Ingolf Wunder Exklusivkünstler beim Label Deutsche Grammophon. Erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine CD mit Solowerken von Chopin, die bereits wenige Monate später veröffentlicht und von der Kritik mit grossem Lob bedacht wurde. 2006 erschien sein Debütalbum mit Chopin und Ravels Gaspard de la nuit (ORF).
Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. So erhielt er unter anderem 1. Preise beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg, bei "Prima la musica" im österreichischen Feldkirch und beim "Concours Musical de France" in Asti. 2001 nahm er am 36. Internationalen Liszt-Wettbewerb in Budapest teil und wurde mit dem Preis der Stadt Budapest ausgezeichnet.
Ingolf Wunder wurde in Klagenfurt geboren. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er mit vier Jahren. Zunächst widmete er sich dem Violinspiel und erzielte hier schon früh erste Erfolge. Mit dem Klavier befasste er sich erst im Alter von 14 Jahren intensiver. Er besuchte die Konservatorien in Klagenfurt und Linz, und studierte anschliessend Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Heute holt er sich gelegentlich Rat bei seinem Mentor Adam Harasiewicz, dem polnischen Pianisten und Gewinner des Warschauer Wettbewerbs 1955.