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Der Rohstoffkonzern Glencore hat seine auf Freitag angesetzte Generalversammlung über die Fusion mit dem Bergbaukonzern Xstrata vertagt.
Als Grund wurden «Ereignisse über Nacht» genannt. Wie sich an dem der Generalversammlung von Xstrata vorausgehenden «Court Meeting» zwei Stunden später herausstellte, hat Glencore das Angebot auf 3,05 Aktien pro Aktie von Xstrata erhöht.
Dies führte zu Spekulationen, es sei doch Bewegung in die festgefahrenen Fusionsverhandlungen gekommen. Glencore beantragte zudem den Handel mit ihren Aktien an den Börsen in Hongkong und London auszusetzen.
Besseren Preis verlangt
Die Generalversammlung von Glencore hätte um 9.15 Uhr beginnen sollen, jene Xstrata war auf 11 Uhr angesetzt. Der Erfolg der angestrebten Übernahme schien im Vorfeld zweifelhaft, da sich Grossaktionäre der Übernahmekandidatin Xstrata querstellten. Sie verlangten einen besseren Preis.
Qatar Holding, der Staatsfond des Golfemirats Katar, forderte als zweitgrösster Xstrata-Aktionär, dass Glencore seine Übernahmeofferte von 2,8 eigenen Aktien auf 3,35 je Xstrata-Titel erhöht. Auch der norwegische Staatsfonds wollte Nachbesserungen sehen.
Die Generalversammlungen von Xstrata und Glencore waren bereits im Juli verschoben worden. Grund war damals auch eine Nachbesserungsforderung von Qatar Holding sowie der Groll der Aktionäre wegen Prämien für 73 Xstrata-Manager, unter ihnen Generaldirektor Mick Davis.
Nach der Bekanntgabe der Vertagung sank die Aktie von Glencore, während Xstrata gewann.
(jev/aho/sda)