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Das Fahrgast Durchsagesystem der ErvoCom besteht aus einem zentralen Rechner (RCSS2170), welcher für die digitale Vermittlung zuständig ist, sowie den eigentlichen Audioverstärkern (PAS2171, PAA2171). Beide Komponenten werden über Ethernet miteinander verbunden, wodurch eine beliebige Skalierung der Systemkomponenten erfolgen kann. Der zentrale Rechner (RCSS2071) synchronisiert die Audioausgabe der verschiedenen Verstärker.
Als Audioquelle können Bediengeräte, Notrufsäulen, Fahrertelefone oder andere VoIP-fähige Geräte eingesetzt werden, welche mittels Ethernet mit dem Vermittlungsrechner verbunden werden.
Audiovermittlung
Für die Vermittlung des Audiostreams ist der Rechner RCSS2170 zuständig. Audioquellen werden auf Grund ihrer Priorität kategorisiert und ausgegeben. Durch die digitale Verarbeitung der Audioinformationen ist es möglich das System stufenweise zu erweitern und zusätzliche Audioquellen und andere Funktionen hinzuzufügen.
Audioverstärker können einzeln angesteuert werden, wodurch eine selektive Durchsage und Lautstärkeregelung der einzelnen Passagierwagen ermöglicht wird. Für die Lautstärkeregelung können unterschiedliche Kriterien, wie Fahrzeuggeschwindigkeit oder Geräuschpegel im Fahrgastraum verwendet werden.
Audioverstärker
Die digitalen Audiodaten des Vermittlungsrechners werden vom Audioverstärker in analoge Signale umgewandelt und mittels Endstufe an die Lautsprecher ausgegeben. Zusätzlich sind die digitalen Verstärker mit einem UIC-Interface ausgerüstet und können so, beispielsweise als Redundanz oder im Brandfall, Audioausgaben im Analogbetrieb gemäss UIC-Standard ausführen.
Das PAS2171 kann für den Aufbau eines klassischen Systems eingesetzt werden, bei welchem die Verstärker für gewöhnlich im Triebwagen installiert werden und den gesamten Zug mit Audio versorgen. Dabei erfolgt die Audioverteilung durch den gesamten Zug mittels 100V-Technologie.
Der PAA2171 wird für die dezentrale Beschallung des Schienenfahrzeuges eingesetzt. Dabei verfügt jeder Wagen über einen eigenen Audioverstärker, wodurch die Verteilung des Audiosignals über 100V-Technologie entfällt und die Lautsprecher direkt am Verstärker angeschlossen werden. Da die Audioleitungen nicht über die Zugskupplungen geführt werden müssen, kann die Audioqualität auf Grund tiefere Störungen erheblich gesteigert werden.