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Talsperren stemmen sich dem Wasserdruck entgegen
Die von einer Talsperre aufzunehmende Kraft des gestauten Wassers hängt von ihrer Höhe und der Talbreite ab, nicht aber - wie oft irrtümlich angenommen - von der Länge oder dem Inhalt des Stausees. Am naheliegenden ist es, dieser Kraft das Gewicht der Talsperre entgegenzustellen, mit Dämmen aus Erde und Steinen oder mit Gewichtsstaumauern aus Beton. Beide Talsperrentypen queren das Tal gewöhnlich geradlinig. Mit weniger Beton als bei Gewichtsstaumauern kommt man aus, indem man der Mauer eine gegen das Wasser gebogene Form gibt oder indem man sie in einzelne Pfeiler auflöst. Man spricht dann von einer Bogen- bzw. von einer Pfeilermauer.
Staumauern benötigen einen festen Felsuntergrund; hingegen können Dämme dank der Fähigkeit ihrer Baustoffe, Verformungen aufzunehmen, sowohl auf felsigem als auch auf tonigem, sandigem oder kiesigem Untergrund gebaut werden.
Staudämme lassen sich trotz der gewaltigen Bauvolumen verhältnismässig unauffällig in die Umgebung einfügen. Staudamm Marmorera (GR) des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich.
Die Bogenmauer ist der in der Schweiz am meisten verbreitete Talsperrentyp. Bogenstaumauer Luzzone der Blenio-Kraftwerke (TI).