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Brigitte von Rechenberg ist Schweizerin und wurde 1953 in Chur geboren, wo sie auch ihre Jugend verbrachte. An der UZH studierte sie von 1973 bis 1978 Veterinärmedizin und wurde 1978 promoviert. Nach einer Anstellung als Forschungsassistentin und einer Small Animal lnternship in den USA sowie einer zehnjährigen Tätigkeit als Chirurgin an einer Kleintierklinik im deutschen Würzburg engagierte sie sich von 1990 bis 1998 als Koordinatorin von Weiterbildungsprogrammen an den Universitäten Bern und Zürich. Die Approbation wurde ihr 1986 in Deutschland erteilt, und ein Jahr später erhielt sie das Diplom als Fachärztin in Chirurgie. An der UZH übernahm sie 1993 die Leitung der muskuloskelettalen Forschungsgruppe des Tierspitals und habilitierte sich im Jahre 2000. 2007 wurde Brigitte von Rechenberg zur ausserordentlichen Professorin ad personam für Experimentelle Chirurgie an der Vetsuisse-Fakultät, UZH, ernannt. Diese Professur wurde damals geschaffen, um die chirurgische und die translationale Forschung nachhaltig stärken zu können – zwei Ziele, die in der Zwischenzeit über die Erwartungen hinaus erreicht wurden: Nicht nur fand die Forschung von Brigitte von Rechenberg international grosse Beachtung, sie hat auch die bisher grösste Plattform für translationale Forschung an der UZH initiiert und aufgebaut. Und das von ihr geleitete Center for Applied Biotechnology and Molecular Medicine (CABMM) vereinigt heute über 55 Forschungsgruppen der ETH und UZH.
Anja Kipar: Mit Veterinärpathologie den Krankheiten von Tieren auf der Spur
Anja Kipar, deutsche Staatsangehörige mit Geburtsjahr 1964, studierte von 1983 bis 1989 Veterinärmedizin an der Justus-Liebig-Universität im deutschen Giessen. 1989 wurde ihr die Approbation als Tierärztin erteilt, worauf sie in verschiedenen Tätigkeiten an der Giessener Universität engagiert war. 1994 wurde sie zur Doktorin für Veterinärmedizin promoviert, im Jahr darauf wurde sie Fachtierärztin für Veterinärpathologie. Nach einem Aufenthalt als Gastforscherin an der Universität von Saskatchewan in Kanada war sie von 1996 bis 2001 wissenschaftliche Assistentin an den Universitäten in Giessen und Leipzig, und von Oktober bis November 1999 führt sie eine zweite Gastprofessur erstmals an die Vetsuisse-Fakultät der UZH. 2000 wurde sie zum Diplomate of the European College of Veterinary Pathologists gewählt, 2002 habilitierte sie sich in Giessen für den Fachbereich Veterinärpathologie, und seit 2006 ist sie Professorin für Veterinärpathologie an der Faculty of Veterinary Science der University of Liverpool, UK. Dort ist sie auch Programmdirektorin eines Trainingszentrums, war von 2008 bis 2009 Direktorin des Departements für Veterinärpathologie und seit 2009 Leiterin der Division für Pathologie. Im Mai 2010 wurde Anja Kipar zudem zur Direktorin des Finnish Centre of Laboratory Animal Pathology an der Universität von Helsinki, Finnland, berufen, und seit 2011 hat sie dort – zusätzlich zur Anstellung in Liverpool – eine Professur für Veterinärpathologie inne. Am Institut für Veterinärpathologie der Vetsuisse-Fakultät, UZH, wird Anja Kipar jetzt Nachfolgerin von Andreas Pospischil, der per Ende Juli 2013 in den Ruhestand tritt.
Nicole Borel stärkt veterinärpathologische Forschung am Vetsuisse-Standort Zürich
Nicole Borel ist 1974 geboren und schweizerische Staatsangehörige. Sie studierte von 1993 bis 1998 Veterinärmedizin an der Universität Zürich und erlangte 1998 das eidgenössische Diplom als Tierärztin. 1999 begann sie das Doktoratsstudium sowie ihre Tätigkeit am Institut für Veterinärpathologie der UZH, wo Sektionen aller Haus-, Heim- und Zootierarten sowie das Beurteilen forensischer Fälle zu ihren Aufgaben gehören. 2002 wurde sie promoviert, 2005 wurde ihr der Facharzttitel FVH für Pathologie verliehen, und 2008 habilitierte sie sich an der Vetsuisse-Fakultät der UZH. Es folgte ein zweijähriger, durch den Schweizerischen Nationalfonds finanzierter Forschungsaufenthalt am Infectious Diseases Laboratory der University of Louisville in Kentucky, USA, und 2011 wurde Nicole Borel Diplomate of the European College of Veterinary Pathologists. Ihr neues Amt tritt Nicole Borel in der Nachfolge von Felix Ehrensperger an, der als ausserordentlicher Professor für Immunpathologie am 31. Januar 2011 altershalber in den Ruhestand getreten war.
Die Veterinärpathologie hilft, Erkrankungen bei Tieren zu verstehen und ist entsprechend bedeutsam sowohl für die Forschung wie auch für die Lehre. Das Institut für Veterinärpathologie bietet darüber hinaus auch Dienstleistungen in den Bereichen Biopsie, Zytologie und Obduktion an, und mit dem Ziel, die veterinärpathologische Forschung am Vetsuisse-Standort Zürich weiter zu stärken, wurde es in den letzten Jahren neu strukturiert. Die Schaffung der Assistenzprofessur mit «tenure track» für Infektionspathologie ist eine erste Massnahme, um dieses Ziel zu erreichen. Mit ihr kann jetzt auch in diesem Bereich eine eigene, international kompetitive Forschungsgruppe aufgebaut werden.