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ZHAW-Studie zu Sicherheitsempfinden
Bevölkerung fühlt sich in Winterthur überwiegend sicher
Die ZHAW hat in einer Studie das subjektive Sicherheitsempfinden der Winterthurerinnen und Winterthurer erfasst. Das Fazit: Ein Grossteil der Befragten fühlt sich in der Stadt sicher. Und die Bevölkerung ist mit der Arbeit der Stadtpolizei zufrieden.
In der Stadt und besonders in ihrem Wohngebiet fühlen sich über 80 Prozent der teilnehmenden Winterthurerinnen und Winterthurer eher sicher bis sehr sicher. Dies ergab eine Studie, welche die Stadt Winterthur bei der ZHAW in Auftrag gegeben hatte. Ziel der durchgeführten Online-Befragung war, das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu ermitteln. Teilgenommen haben 4841 Personen, je zur Hälfte männlich und weiblich.
Gemäss der Studie blieb für 60 Prozent der Befragten das Sicherheitsempfinden in den letzten drei Jahren unverändert. Von den 31 Prozent, bei denen sich das Sicherheitsempfinden verschlechtert hat, gab jede zweite Person als Hauptgrund aggressive oder respektlose Menschen und Gruppierungen an, und bei jeder zehnten Person waren es Lärm und Unruhe oder persönliche negative Erfahrungen.
Generell ist das Sicherheitsempfinden tagsüber etwas höher als nachts. Jüngere Menschen fühlen sich in Winterthur weniger sicher als ältere. Hinsichtlich des Geschlechts gibt es keine signifikanten Unterschiede.
Bahnhof und Stadtpark werden als unsicher empfunden
Fast die Hälfte aller Teilnehmenden gab an, dass es Stadtkreise gebe, in denen sie sich unsicher fühlten. Dabei wurden das Stadtzentrum und Töss mit Abstand am meisten genannt. Seen und Veltheim hingegen erhielten am wenigsten negative Voten. Als Orte, an denen sich Bewohnerinnen und Bewohner unwohl fühlen, nannten diese am häufigsten den Hauptbahnhof, gefolgt vom Stadtpark und Unterführungen.
Jeder fünfte Teilnehmende hat in den vergangenen fünf Monaten eine Situation erlebt, in der er oder sie sich bedroht gefühlt hat. Als Hauptgründe gelten das Verhalten von Einzelpersonen oder Gruppen oder Pöbeleien und Drohungen. Nur vereinzelt wurden ein tätlicher Angriff oder ein Einbruch zu Hause genannt.
Mehr Patrouillen, mehr Velowege und breitere Trottoirs
Als die grössten Probleme werden «Littering» und «undiszipliniert fahrende Velo- und Autofahrer» wahrgenommen. Die geringste Problematik wird Delikten gegen Leib und Leben sowie Terroranschlägen beigemessen.
Als eine der wichtigsten Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in Winterthur sieht eine Mehrheit der Befragten «mehr Polizistinnen und Polizisten, die zu Fuss oder mit dem Velo in der Stadt patrouillieren». Aber es soll auch mehr getan werden zum Schutz von Velofahrerinnen und Fussgänger. Gefordert werden etwa mehr Velostreifen und -wege sowie mehr und breitere Trottoirs.
Hohe Zufriedenheit mit der Stadtpolizei
Die allgemeine Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur und das Vertrauen in diese ist unter den Befragten hoch. So gaben 84 Prozent an, mit der Stadtpolizei eher bis sehr zufrieden zu sein.
Zugenommen hat auch die Akzeptanz von technischen Sicherheitsmassnahmen. So wünschen sich 70 Prozent eine «verstärkte Videoüberwachung». Die Bereiche, in denen die Stadtpolizei nach Ansicht der Befragten zu wenig macht, sind für 58 Prozent «uniformierte Fuss- und Velopatrouillen im Wohnquartier» und für 49 Prozent «in Uniform auf der Strasse und auf Plätzen in Winterthur präsent sein».
Städtisches Fazit aus dem Studienergebnissen
Die Ergebnisse der Studie wertet die Stadt Winterthur als Zeichen, dass sie mit ihrem 2018 beschlossenen, städtischen Sicherheitskonzept weiterhin auf dem richtigen Weg ist, wie sie in einer Medienmitteilung bilanziert. «Die von der Bevölkerung empfundenen Problemfelder stimmen weitgehend mit den im Sicherheitskonzept festgelegten Prioritäten überein.»
Bezüglich der strategischen Stossrichtungen «Verstösse und Störungen im öffentlichen Raum auf heutigem Niveau halten», «subjektive Sicherheit halten» und «Verkehrsunfälle mit Personenschaden reduzieren» werden laut Mitteilung bereits Aktionspläne umgesetzt. Die Befragung zeige aber auch, dass es weiterhin Handlungsbedarf gebe. Die Aktionspläne würden darum überprüft und gegebenenfalls angepasst. Ziel sei, das Sicherheitsempfinden weiter zu verbessern und die Polizeiarbeit weiterzuentwickeln.
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