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Wiederbeschreibbare DVDs werden in der Schweiz ab 1. Januar 2003 deutlich teurer. Denn analog zur bereits bekannten "Leerkassettenvergütung" werden ab dann auch auf DVD-RAM, DVD-RW und DVD+RW Urheberrechtsabgaben erhoben. In der Auseinandersetzung zwischen den Verwertungsgesellschaften (z. B. SUISA, Suissimage oder Pro Litteris) und den Nutzerverbänden (z.B. DUN oder SWICO) hat die Eidgenössische Schiedskommission nun für die genannten DVDs eine Urheberrechtsabgabe von ca. Fr. 2,- festgelegt, für doppelseitige DVDs also ca. Fr. 4,-. Um mindestens diesen Betrag werden demnach alle wiederbeschreibbaren DVDs teurer und dies, obwohl auf einem hohen Prozentsatz dieser Datenträger niemals urheberrechtlich geschütztes Material aufgezeichnet wird. Diese unbefriedigende Situation, die dem Verursacherprinzip widerspricht, kennt man schon von der CD-R. Jetzt wird das Gerechtigkeitsempfinden der Konsumenten jedoch weiter strapaziert: Pro CD-R mit 700 MB Kapazität bekommen die Urheberrechts-Verwertungsgesellschaften ca. Fr. 0,08. Die Kapazität einer DVD-RAM, DVD-RW oder DVD+RW ist etwa 6,8x so gross, die Abgabe dafür beträgt aber das 25-fache, was von den Nutzern dieser Technik als grobe Ungerechtigkeit empfunden wird. Die Regelung soll zunächst für 2 Jahre gelten.