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Während sowohl in den USA als auch in verschiedenen Mitgliedstaaten der EU ein kollektives Rechtsschutzmittel in Form einer Sammelklage besteht, wurde in der Schweiz bei der Schaffung der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) bewusst auf die Einführung einer Sammelklage in Form der US-amerikanischen class action verzichtet. Diese ablehnende Haltung gegenüber dem kollektiven Rechtsschutz hat jedoch in den vergangenen Jahren einen Wandel durchlebt, weshalb der Bundesrat im Jahr 2013 den kollektiven Rechtsschutz in der Schweiz in einem Bericht analysiert und dabei Rechtsschutzdefizite festgestellt hat. Am 2. März 2018 hat er gestützt auf diesen Bericht einen Vorentwurf für eine punktuelle Anpassung der ZPO erlassen. Der vorliegende Beitrag zeigt auf, dass die Anpassung des schweizerischen Zivilprozessrechts zur Stärkung des kollektiven Rechtsschutzes wünschenswert wäre und stellt dabei mögliche Alternativen vor.