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der Fluorskandal
Der Fluor-Skandal, der im Sommer 1975 dank der Tätigkeit der Vereinigung gegen die schädlichen Ausdünstungen durch die Aluminiumfabrik von Martigny zu Tage kam, hat viel Tinte produziert. Bis zum Urteil vor dem Bundesgericht im Jahr 1983 häufen sich Artikel, Bücher, Berichte und Sendungen. Die Presse ist in Aufruhr und die Parteien liefern sich eine mediale sowie juristische, finanzielle und emotionale Schlacht. Jahre später befassen sich Historiker und Opfer mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Interessen erneut mit der Affäre. In ihrer Masterarbeit übernimmt Coralie Fournier-Neurohr die Perspektive des Skandals als Standpunkt. In seinem „Baroud de survie“ liefert François Piot, Gegner der ersten Stunde, ein ergreifendes autobiografisches Zeugnis von seinem Kampf gegen die Fluorverschmutzung und die Fabriken. Beide appellieren an das schriftliche Gedächtnis, an Archivdokumente und dokumentarische Spuren aus der Presse zur Rekonstruktion ihres Diskurses.