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Die 23-jährige Zürcherin Mamié, vergangenes Jahr über die gleiche Distanz an den kontinentalen Titelkämpfen in Budapest bereits Zweite, triumphierte im Foro Italico in der Zeit von 2:23,27 mit 37 Hundertsteln Vorsprung vor der Italienerin Martina Carraro. Dritte über 200 m Brust wurde die Litauerin Kotryna Teterevkova in 2:24,16.
EM-Gold stellt für eine Schwimmerin oder einen Schwimmer aus der Schweiz immer noch eine Seltenheit dar. Im 50-m-Becken gelang der Gold-Coup an Europameisterschaften vor Lisa Mamié erst einem Duo.
Die Pionierin heisst Flavia Rigamonti. Die Langstrecken-Crawlerin aus dem Tessin triumphierte 2000 in Helsinki erstmals (über 800 m), der zweite Sieg folgte acht Jahre später in Eindhoven über die nicht-olympischen 1500 m. Vor vier Jahren in Glasgow schwamm zudem Jérémy Desplanches über 200 m Lagen zu Gold.
EM-Silber auch für Antonio Djakovic
24 Stunden nach Noè Pontis Silber über 100 m Delfin und wenige Minuten vor Lisa Mamiés Gold-Triumph durfte auch Antonio Djakovic in Rom über eine Medaille jubeln. Im Sog des überlegen siegreichen Rumänen David Popovici sicherte sich der 19-jährige Thurgauer über 200 m Crawl Silber.
Djakovic passierte bei allen drei Wenden als Zweiter. In 1:45,60 unterbot er abermals seinen vor Rom gültigen Schweizer Rekord. Zugleich blieb er allerdings um 0,28 Sekunden über seiner am Vortag im Halbfinal aufgestellten Bestmarke.
Popovici, dem wie im Juni an der WM das Double 100/200 m Crawl gelang, schlug nach den vier Bahnlängen in 1:42,97 an. Der 17-Jährige verfehlte damit den Weltrekord von Paul Biedermann aus der Ganzkörperanzug-Ära um weniger als eine Sekunde. Bronze ging in 1:46,89 an den Österreicher Felix Auböck.
Noè Ponti überzeugt auch am Tag nach Silber
Noé Ponti nimmt in Rom Kurs auf seine zweite EM-Medaille. Der 21-jährige Tessiner, am Sonntag über 100 m Delfin Zweiter geworden, qualifizierte sich tags darauf auch über die doppelte Distanz höchst souverän für den Final. Dieser findet im Foro Italico am Dienstagabend statt.
Ponti war in den Halbfinals in 1:55,28 der drittschnellste Schwimmer. Deutlich früher als der Olympia-Dritte aus Gambarogno schlug einzig Kristof Milak an. Der ungarische Weltrekordhalter blieb scheinbar ohne zu forcieren unter der 1:54er-Marke. Im Gegensatz zu Milak scheint der Italiener Alberto Razzetti, der nur einen Zehntel schneller als Ponti war, in Reichweite.
Zu den 16 Halbfinalisten über 200 m Delfin gehörte auch Marius Toscan. Der 20-jährige Ostschweizer schied - allerdings in 1:58,81 mit persönlicher Bestzeit - als 13. aus.
Ugolkova ebenfalls im Final
Neben Ponti wird am Dienstagabend im Foro Italico auch Maria Ugolkova im Einsatz stehen. Die 33-jährige Schweizerin schaffte die Finalteilnahme auf ihrer Paradestrecke 200 m Lagen als Sechste. In 2:12,92 war Ugolkova nur rund eine Sekunde langsamer als die Halbfinal-Schnellste Katie Shanahan aus Grossbritannien.
In den Halbfinals über 50 m Crawl schied Sasha Touretski in 25,49 als 13. aus. Für den Final der Top 8 hätte die 27-Jährige eine halbe Sekunde schneller sein müssen.