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Auf einem mittelschweren, schwach humosen Boden am Inforama Rütti in Zollikofen BE wurden 2005 die Humusgehalte nach 11 Jahren Direktsaat und Pfluganbau gemessen. Dazu wurden bis in 40 cm Tiefe schichtweise Proben genommen und neben den Humusgehalten auch die Lagerungsdichten bestimmt. Aufgrund der unterschiedlichen Lagerungsdichten wurden die Humusgehalte nicht auf ein bestimmtes Bodenvolumen, sondern auf die Masse mineralisches Material bezogen. Nach 11 Versuchsjahren unterscheiden sich die gesamten Humusmengen unter Direktsaat und Pflug nicht signifikant. Dagegen zeigt der Tiefenverlauf der Humusgehalte grosse Unterschiede zwischen den beiden Anbausystemen. Unter Direktsaat wurden in den obersten 10 cm meist deutlich höhere Gehalte gemessen; dies wird durch die fast durchwegs höheren Werte in den tieferen Schichten (20-40 cm) der Pflugparzellen kompensiert. Aufgrund der stabileren Bodenstruktur und der besseren Wassereinsickerung ist das Direktsaatsystem eine wirkungsvolle Schutzmassnahme gegen Bodenerosion. Da mit der Abschwemmung der obersten Bodenschicht grosse Mengen an organischem Material verloren gehen, dürfte eine Umstellung auf Direktsaat in stark erosionsgefährdeten Ackerbaugebieten der Schweiz (ca. 17 % der Ackerfläche) zu einer deutlichen Zunahme der Humusgehalte im Oberboden führen. Zusätzlich kann das Direktsaatsystem durch die Einsparung von Treibstoff und durch eine Reduktion der energieintensiven N-Mineraldünger nachhaltig zur CO2-Reduktion in der Atmosphäre beitragen.
Symbiotische Stickstofffixierung durch Bakterien im Boden im Zusammenleben mit Leguminosen führt zu einem reduzierten Düngerbedarf. Auf Landwirtschaftsbetrieben kann diese Grösse jedoch nicht einfach gemessen werden. Nun haben Forschende von Agroscope eine Schätzmethode entwickelt, die es erlaubt, die Stickstoffeinträge über die symbiotische Fixierung auf Betriebsebene abzuschätzen.
Mit der Zunahme der globalen und regionalen Temperatur hat sich die Vegetationszeit auch in der Schweiz deutlich verlängert. Agroscope zeigt mit Daten des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie die Entwicklung der Vegetationsperiode seit Beginn des letzten Jahrhunderts.
Die mineralischen Phosphorreserven für die Herstellung von Düngemitteln dürften in einigen Jahrzehnten weltweit erschöpft sein. Diese Studie zeigt einen Weg auf, wie ein Nebenprodukt der Schweizer Industrie für die Phosphatdüngung rezykliert werden kann.