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Am 24. August 2014 ereignete sich im Grossraum San Francisco ein Erbeben mit der Stärke M 6.0 . Das Beben fand 6 km nordwestlich des American Canyons im Bereich des Rodgers Creek Fault statt. Der American Canyon liegt zwischen Vallejo, einer Stadt an der San Francisco Bay, und der Stadt Santa Rosa.
Das Hypozentrum des Beben lag in 11,2 km Tiefe. In der Nähe des Epizentrums wurden starke Gebäudeschäden und Beschädigungen an der Infrastruktur wie Strassen usw. gemeldet. Die Behörden meldeten 130 Verletze. In San Francisco und Sacramento wurden leichte Erschütterungen verspürt. Hier gab es keine Schäden.
Das Erdbeben erfolgte nach einer Serie von Vorbeben, welche Stärken zwischen 4,0 und 5,5 aufwiesen. Durch diese Vorbeben genährt, steigt im Grossraum San Francisco die Angst, dass sich das vorhergesagte Megaerdbeben bald ereignen könnte.
Das Bebenzentrum liegt in einem rund 70 km breiten Streifen von grösseren Grabenbrüchen, welche zum San Andreas Grabenbruchsystem gezählt werden. Das San Andreasgrabensystem bildet die Grenze zwischen derPazifischen Erdplatte und der Nordamerikanischen Kontinentalplatte. Das Erdbebenzentrum befand sich am Ostufer der San Pablo Bay, welchesich zwischen zwei äusserst aktiven Bruchsystemen des Hayward-Rodgers Creek-Grabens und und Concord-Green Valley-Grabens befindet.
Die aktuelle Erdverschiebung ereignete sich im bekannten West Napa Fault, welcher in der Vergangenheit ab und zu für Erderschütterungen gesorgt hat. Er besteht aus im Holozän gebildeten Sedimentschichten, welche in den letzten 11'000 Jahren immer wieder brachen und an der Erdoberfläche deutlich sichtbare Risse erzeugten.
Das stärkste Erbeben mit einer Stärke von M 7,8 fand 1906 in San Francisco statt. Erdbeben über eine einer Stärke von M 6,5 werden in den stark besiedelten Agglomerationen von San Francisco und Los Angeles gefürchtet. In den dichtbesiedelten Städten werden bei solchen Ereignisse grosse Opferzahlen erwartet.
Das Erdbeben hat auch im Napa Valley, dem bekanntesten Weinanbaugebiet Kaliforniens, beträchtliche Schäden verursacht. In den Weingütern sind viele Flaschen mit den vorzüglichen Weinen von den Regalen gefallen. Zahlreiche Weinflaschen mit sehr teuren, alten Weinen zerbrachen am Boden.
Das Napa Valley ist ein Anziehungspunkt für Touristen. Die Infrastruktur wurde dem Tourismus angepasst. Viele touristisch bedeutsame Gebäude wurden während des Erdbebens beschädigt.
Die Behörden schätzen die Gesamtschäden auf rund 1 Milliarde USD.
Die Region um die San Francisco Bay ist von einem vielfältigen Grabensystem durchzogen. Die wichtigsten Gräbenbrüche sind der San Andreas Fault, der Rodgers Creek Fault, der Hayward Fault, der Greenville Fault, der Calaveras Fault, der Concord Green Valley Fault und der San Gregorio Fault.
Der bekannteste Graben ist der San Andreas Grabenbruch. Dieser Grabenbruch zieht von Eureka im Norden von Kalifornien über Los Angeles bis nach Niederkalifornien (Baja California) in Mexiko. Die Wahrscheinlichkeit, dass entlang seiner verzweigten Bruchlinien ein Erdbeben der Stärke 6,7 und höher bis 2032 auftritt, liegt bei 21%.
Nach dem Erdbeben von 2003 haben Wissenschaftler des U.S. Gelogical Survey USGS die Höhe der Wahrscheinlichkeit für ein Erbeben in Kalifornien der Stärke M 6,7 und höher in Zeitraum bis 2032 berechnet. Die höchste Wahrscheinlicht wurde mit 27% für Rodgers Creek Fault bzw. den Hayward Fault berechnet. Beide Grabenbrüche treffen sich in der Bucht von San Francisco. Für die ganze Region um die San Francisco Bay lag die 2003 berechnete Wahrscheinlichkeit für ein Beben von M 6,7 und und höher bei 62%.