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SWING ÄRA
Über’s Swing Tanzen/History:
Swingtanz ist ein Überbegriff für alle Tänze, welche im 20. Jahrhundert zu Jazz und Swing Musik entstanden sind und getanzt wurden (auch die „Swing-Ära“ genannt). Zu diesen Tänzen gehören Lindy Hop, Charleston, Balboa, Boogie Woogie, Vernacular Jazz und verschiedene Formen von Shag. Das Swing tanzen wurde nach den 30’ und 40’ Jahren relativ unpopulär in den Vereinigten Staaten, erlebte aber ein Revival in den späten 80’ und 90’ Jahren. Seither haben sich die verschiedenen Tänze rund um den Globus etabliert und gewinnen fortlaufend an Interesse.
Lindy Hop
Lindy Hop ist als Grossvater der modernen Swingtänze bekannt. Der Tanzstil ist afro-amerikanischen Ursprungs und entstand in den 1920er und 1930er Jahren in New York. Er ist der bekannteste Paartanz der Swing-Ära. Die Vielseitigkeit des Tanzes reicht von sehr schnellen zu sehr langsamen Tempi, von energiearm bis sehr energiegeladen und wird ergänzt durch die hohe individuelle Interpretationsmöglichkeit der TänzerInnen.
Vernacular
Jazz Dance
Vernacular Jazz bezieht sich auf den originalen Stil des Jazz Tanzes: Bewegungen welche von den TänzerInnen des frühen 20. Jahrhunderts kreiert wurden. Der Tanzstil wird of alleine getanzt oder in einer Gruppe von Solo-TänzerInnen. Die Bewegungen und Schritte dieses Solo Tanzstils werden zudem auch im Paartanz eingebaut und erweitert die Möglichkeiten zur Interpretation der Musik. Zu den bekanntesten Vernacular Jazz Tanzstilen gehört Stepptanz, Charleston, Black Bottom, Snake Hips, Boogie, Big Apple, Cake Walk, Truckin’ und viele mehr.
Balboa
Balboa ist ein Paartanz welcher mehrheitlich in der geschlossenen Tanzposition getanzt wird. Der Tanzsstil hat sich mangels Platz für grosse Bewegungen in den Ballrooms von Kalifornien entwickelt. Balboa ist bekannt als „der Tanz der Tänzer“ und wird sowohl im puren als auch im swing Stil getanzt. Hierbei bleibt das Paar bei Ersterem in der nahen Tanzposition, während bei Zweiterem auch Figuren in der offenen Position getanzt werden, um ein höheres Figuren- und Bewegungs-Repartoire zu erlangen.
Shag
Das Wort Shag bedeutet im amerikanischen Swing-Ära Vokabular lediglich «tanzen» oder «swing tanzen» heisst. Die zwei bekanntesten Versionen dieses Tanzstils sind Collegiate Shag und St. Louis Shag.
Collegiate Shag
Dieser Tanzstils entstand in den 1920er Jahren in afro-amerikanischen Communities in Carolina, USA. Während der Swing-Ära hat sich Collegiate Shag in den ganzen USA verbreitet und wurde vor Allem an Colleges sehr populär, woraus sich nebst verschiedenen Stilen auch der Name entwickelt hat. Charakteristiken dieses Stils sind einfache rhythmische Muster, schnelle tempi, die Verwendung von Hops und Kicks sowie verschiedene Breaks.
St. Louis Shag
Dieser Tanzstil kommt, wie der Name schon sagt, aus der Stadt St. Louis, USA, und wurde im Club Imperial und bis heute in anderen Ballrooms der Stadt getanzt. Während der Stil eher ein Nischen Tanz war bis in die frühen 2010er Jahre, hat der Tanz in den letzen Jahren an Bedeutung und Interesse gewonnen und wird meistens zusammen mit Collegiate Shag unterrichtet. Der Tanz ist charakterisiert durch seinen einzigartigen drive-Rhythmus sowie rotierende Kicks, was ihm einen scharfen und stilisierten Look gibt.
Boogie
Woogie
Boogie Woogie ist ein Swing-Tanzstil, der in Europa entstanden ist und zu der gleichnamigen Musik getanzt wird. Als die Rock'n'Roll-Musik populär wurde, wurde ein Lindy-Hop-Stil aus Südkalifornien mit einem treibenden Rhythmus, der zur neuen Musik passte, auf Film festgehalten und in Europa adaptiert, um einen neuen Tanzstil zu schaffen. Im Gegensatz zu anderen Swingtänzen ist beim Boogie die Grenze zwischen Gesellschafts- und Turniertanz fliessend, wobei letzterer von der World Rock'n'Roll Confederation (WRRC) streng geregelt wird.