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Ist Lean Management wirklich nur die Reduktion von Muda (Verschwendung)? Bis zum Aushungern?
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Im Lean Managment/ Toyota System gibt es unter anderem für die Entwicklung und die Produktion "drei M", die eliminiert werden sollten, um eine gute Effizienz zu erhalten:
- Muda: Verschwendung, Vergeudung und nutzlose Arbeiten
- Mura: Unausgeglichenheit, Ungleichmässigkeit und Unregelmässigkeit
- Muri: Überlastung, Überforderung und Übermass
In einigen westlichen Beiträgen und Firmen fallen Mura und Muri unter den Tisch, wenn "Lean" eingeführt wird. Es gilt die Formel: Verschwendung reduzieren führt zu mehr Effizienz. Übrigens ist "Agil" auch ein Kind von "Lean"...
Is es wirklich so, dass wir mit der reinen Verhinderung von Verschwendung effizienter werden? Wird da nicht die Zitrone ausgepresst, bis es keine Zitrone mehr ist?
Findet ohne die Gegenpole Mura und Muri eine reine Abmagerungskur statt? Führt das nicht dazu, dass "Lean" am Schluss nur noch hager und disfunktional ist? Machen dann Unausgeglichenheit und Überlastung von Systemen und Menschen die reduzierte Verschwendung nicht wett oder überkompensieren sie?
Andreas Stucki