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Das Wichtigste in Kürze
- Bundesstaat Oklahoma erhält 85 Millionen Dollar.
Teva zahle 85 Millionen Dollar (knapp 76 Millionen Euro) an den Bundesstaat Oklahoma, wie der dortige Generalstaatsanwalt am Sonntag mitteilte. Im Gegenzug wird ein Strafverfahren gegen Teva eingestellt.
Der israelische Konzern, Mutter des deutschen Pharmaherstellers Ratiopharm, folgt mit dieser Einigung dem US-Konzern Purdue Pharma, der im März 270 Millionen Dollar an den Staat Oklahoma zahlte. Der Konzern Johnson & Johnson steht in dem Bundesstaat ab Dienstag vor Gericht, er ist angeklagt, «aggressiv» für stark wirkende Schmerz- und Betäubungsmittel geworben zu haben, obwohl das Unternehmen das hohe Suchtpotenzial der Mittel kannte.
Oklahomas Generalstaatsanwalt Mike Hunter erklärte, die Einigung mit Teva zeige die Entschlossenheit des Staates, die «Angeklagten in diesem Fall für die Schmerzmittel-Überdosen und -Abhängigkeit verantwortlich zu machen, die jedes Jahr tausende Leben kostet». Das Geld fliesse in Programme zur Bekämpfung der Opioid-Krise in Oklahoma.
Der Missbrauch von Schmerzmitteln hat in den USA in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Durch Überdosen starben dort 2017 rund 70.000 Menschen, zehn Prozent mehr als 2016. US-Präsident Donald Trump hat den Kampf gegen die Drogenepidemie zu einer seiner Prioritäten erklärt.