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Der französische CAC-40-Index rückte um 0,47 Prozent auf 4436,25 Zähler vor, während der Londoner FTSE-100-Index 0,27 Prozent auf 6827,28 Punkte gewann. Kurz zuvor noch war er bei knapp unter 6834 Punkten auf den höchsten Stand seit Juni 2015 geklettert.
Die chinesischen Inflationsdaten wurden als Anzeichen einer Stabilisierung interpretiert. In Grossbritannien legte die Industrieproduktion im Juni wie erwartet leicht zu. Die meiste Aufmerksamkeit wurde aber den Aussagen des Notenbank-Ratsmitglied Ian McCafferty gezollt. Sollte die britische Wirtschaft tatsächlich wegen des Brexit-Votums schrumpfen, werde eine weitere geldpolitische Lockerung notwendig, schrieb er in einem Gastbeitrag in der "Times" (Dienstagausgabe). Zuvor schon hatte Notenbankchef Mark Carney eine neue Lockerung angedeutet.
Der Blick auf die Branchen Europas zeigte den Öl- und Gassektor mit plus 0,75 Prozent als grössten Gewinner, nachdem sich die Ölpreise nach einem schwächeren Start an diesem Tag weitgehend erholten. Der Rohstoffsektor dagegen war mit minus 0,55 Prozent die schwächste Branche.
Im britischen "Footsie" zogen nach der Bekanntgabe ihrer Quartalsbilanzen Standard Life und Legal & General Group die Aufmerksamkeit auf sich. Mit einem rund 4 prozentigen Aufschlag nahmen die Aktien von Standard Life den zweitbesten Platz ein, nachdem die Versicherungsgruppe für das erste Halbjahr einen Anstieg des verwalteten Gesamtvermögens von 7 Prozent gemeldet und die Zwischendividende angehoben hatte. Legal & General, Grossbritanniens grösster Verwalter von Pensionsvermögen, büsste am Index-Ende fast 5 Prozent ein. Die Halbjahreszahlen seien solide gewesen, allerdings hätten die deutlich rückläufigen Mittelzuflüsse enttäuscht, sagte ein Börsianer.
Die Anteilsscheine des Zahlungsabwicklers Worldpay gewannen als Index-Favorit fast 6 Prozent. Der Nettoumsatz im ersten Halbjahr übertraf die Erwartungen und die mittelfristigen Ziele wurden bekräftigt.
In Amsterdam verloren Randstad moderate 0,54 Prozent. Der Personaldienstleister will das US-Jobportal Monster Worldwide für 429 Millionen US-Dollar übernehmen. Je Monster-Aktie liegt der Kaufpreis damit bei 3,40 Dollar, was einen 23-prozentigen Aufschlag auf den Schlusskurs bedeutet./ck/das
(AWP)