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Ölpreise bleiben auf tiefem Stand14.11.2014
Am Freitag haben die Ölpreise im frühen Handel uneinheitlich notiert. Ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Morgen 77.56 US-Dollar. Das waren sieben Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember sank um 39 Cent auf 73.82 US-Dollar. Die Ölpreise stehen weiterhin unter Druck und bewegen sich auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren. Es ist bereits die siebte Woche mit Preisabschlägen und bisher zeichnet sich keine Kehrtwende ab. Mittlerweile wird vom längsten Preisfall seit 30 Jahren gesprochen.
Hauptthema am Markt bleibt nach wie vor das hohe Angebot. Händler erwarten keinen Entschluss zur Reduktion der Ölförderung am nächsten Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Dieses findet Ende November statt.
Am Donnerstag wurden die offiziellen Daten zu den Ölreserven in den USA von der US-Regierung veröffentlicht. Die Bestände an Rohöl sind im Vergleich zur Vorwoche um 1.7 Millionen gesunken. Diese Meldung vermochte die Preise aber nicht anzuheben, die Grundstimmung am Markt bleibt gleich.
Das US-Energiedepartment (EIA) ist besorgt um die Lage am Ölmarkt. Die schleppende Weltkonjunktur und die steigende Schieferölförderung durch die Fracking-Methode in den USA werden als Hauptgründe für den tiefen Stand der Ölpreise gesehen. In einem Bericht teilt die IEA mit, dass die fallenden Ölpreise ein Risiko darstellen, wenn die Unternehmen deshalb mit Zurückhaltung bei den Investitionen reagieren. Langfristig werde der Erdölverbrauch wieder steigen. Eine grosse Bedrohung für die Ölversorgung stelle der Konflikt im Irak und die Unruhen im Nahen Osten dar. Diese Regionen exportieren viel Öl und sind von diesen Einnahmen abhängig.
In Venezuela, einem der weltweit grössten Ölexporteure, breitet sich ebenfalls Sorge aus. Die sinkenden Ölpreise führten bereits zu starken Verlusten bei den Deviseneinnahmen, wie Präsident Nicolas Madura am Donnerstag berichtete. Das OPEC-Mitglied deckt 96 Prozent seiner Deviseneinnahmen durch das Ölgeschäft.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten aus China, dem zweitgrössten Ölverbraucher der Welt, fielen enttäuschend aus. Die Industrieproduktion sowie die Einzelhandelsumsätze lagen im Oktober leicht unter den Erwartungen.
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Stand: 14.11.2014, nächstes Update: 15.11.2014
Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl, Diesel und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.
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