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Im Mai 2015 hat der Bundesrat den Aktionsplan Radium 2015–2019 verabschiedet; mit diesem soll das Problem der radiologischen Altlasten bewältigt werden, das durch die Verwendung von Radium-Leuchtfarbe in der Uhrenindustrie bis in die 1960er-Jahre entstanden ist.
Unter radiologischen Altlasten versteht man Hinterlassenschaften aus der Vergangenheit, die den heutigen Anforderungen der Strahlenschutzgesetzgebung nicht entsprechen. Die vier wichtigsten Stossrichtungen des Aktionsplans Radium sind:
- Historische Nachforschungen zur Identifikation potentiell mit Radium kontaminierter Gebäude;
- Diagnostische Radiummessungen in den betroffenen Gebäuden;
- Die Umsetzung von Sanierungen im Falle einer Überschreitung des Dosisgrenzwerts von 1 Millisievert pro Jahr für die Bewohner;
- Die Überwachung von Deponien, die Radium-Abfälle enthalten könnten.
Im "Teilprojekt Gebäude" ist vorgesehen, potentiell mit Radium kontaminierte Standorte ausfindig zu machen, diese zu messen und, wo nötig, zu sanieren:
Teilprojekt "Gebäude"
Im "Teilprojekt Deponien" ist geplant, Deponien zu überwachen, die radiumkontaminierte Abfälle enthalten könnten:
Teilprojekt "Deponien"
Einige Messlaboratorien bieten an, Uhren kostenlos auf Radium zu untersuchen:
Uhren auf Radium untersuchen
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Letzte Änderung 27.04.2018