Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03163.jsonl.gz/787

- Details
- Kategorie: Cutting
Woher kommt das Cutting?
Die Pferdesportliche Disziplin hat ihre Wurzeln im Ranchwork in Amerika. Um den heutigen Cuttingsport zu verstehen seien hier der Ursprung und der Werdegang dieser Disziplin im Westernsport etwas ausführlicher erklärt.
Schon im römischen Reich wurden in den Arenen Wettkämpfe durchgeführt, wo sich Pferd, Reiter und Stiere gegenüberstanden. Doch nicht diese Spektakel führten dazu das die Pferde zu guten Athleten ausgebildet wurden, sondern viel mehr die tägliche Arbeit die von den iberischen, berittenen Kuhhirten vollbracht werden musste. Möglicherweise war der Ursprung tatsächlich in den Arenen, weil bei den Wettkämpfen nur schnelle, sehr wendige und robuste Pferde eine Chance auf Sieg oder gar auf Überleben hatten. Genau diese Grundzüge soll ein Cuttingpferd auch heute noch in sich vereinen.
Zirka 100 Jahre nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus wurden die ersten spanischen Siedlungen im Süden des neuen Kontinents gegründet. So wurde im Jahr 1593 die Stadt Santa Fee, 1718 San Antonio im heutigen Arizona gegründet. Durch die Besiedelung durch die Spanier kamen auch Pferde und Rinder andalusischer Herkunft auf den neuen Kontinent. Durch die spätere Einwanderung der Engländer kamen auch englische Vollblutpferde auf dem neuen Kontinent. Diese zwei Pferderassen bilden den Grundstein der heute am meisten verbreiteten Pferderasse weltweit.
Bei dem 4-järigen Bürgerkrieg zwischen den Süd und Nordstaaten in den Jahren 1861-65 blieben die Nordstaaten wohl Sieger, aber der Bedarf an Fleisch im Norden war nicht mehr zu decken. Durch die inzwischen riesigen verwilderten andalusischen Rinderherden war im Süden genügend Vorrat vorhanden. So wurden Herden zusammengestellt und auf verschiedenen Routen Richtung Norden getrieben.
Diese Trails hatten allerdings nichts mit Cowboyromantik zu tun. Auch waren die Cowboys keine schiesswütigen Revolverhelden, sondern viel mehr arme, bescheidene Leute, die oft unter widrigsten Umständen 18 Stunden im Sattel sassen. Durch die Filmindustrie wurde der amerikanische Viehhirt viel später weltweit zum Helden gemacht.
Durch zu grosse Verluste an Tieren während der Trails wurden die Trails nach ca. 20 Jahren wieder eingestellt. Dadurch wurden die Cowboys nicht etwa Arbeitslos, sondern sie fanden Arbeit auf den Ranches. Nun begann das Zeitalter des Cuttings. Oftmals musste ein krankes Tier aus der Herde geholt werden um es zu behandeln oder es mussten die jungen Kälber gefangen werden um sie mit dem Branzeichen des Besitzers zu versehen. Für diese Arbeiten war es nötig, ein bestimmtes Tier ohne viel Hektik aus der Herde auszusondern. Das Cutting war geboren! Von dem Zeitpunkt her war unter den Cowboys der Ehrgeiz gross sich als elegantester 'Cutter' hervor zu tun. Die besten Cowboys waren verehrt und hoch angesehen.