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Bei der Bezeichnung des neuen Autos haben sie in Hinwil gleich zwei Schritte auf einmal getan. Auf den C39 folgt der C41. Als Begründung wird die Angleichung an die letzte Ziffer des aktuellen Jahres genannt. Das «C» bleibt sakrosankt, als Kürzel für Christiane, den Vornamen der Ehefrau von Team-Gründer Peter Sauber.
Ein derart grosser Schritt werden die Ingenieure unter der Leitung des Franzosen Jan Monchaux beim Bau des neuen Wagens wohl nicht vollzogen haben. Die Homologierung des Grossteils der letztjährigen Komponenten und der damit verbundene stark beschnittene Spielraum haben dies verunmöglicht. Rund drei Viertel der Teile des Vorsaisonmodells sollen wiederverwendet worden sein.
Die für diese Saison geltenden Vorschriften verlangen Anpassungen im Bereich der Aerodynamik, im Besonderen am Unterboden und beim Diffusor zur Reduzierung des Abtriebs. Auffallendste Veränderung im Vergleich zum C39 ist die Frontnase, die nun schlanker daherkommt.
Die grosse Lücke
Trotz den reglementarisch vorgeschriebenen Einschränkungen hofft Teamchef Frédéric Vasseur auf eine Steigerung gegenüber dem letzten Jahr. Mit acht Punkten, die zum achten Platz unter den zehn Teams reichten, gehörte Alfa Romeo zu den Habenichtsen. Die im siebten Rang klassierte Equipe AlphaTauri sammelte stattliche 99 Punkte mehr - eine Lücke, die in der bevorstehenden Saison kaum zu schliessen sein wird, zumal sich das zweite Team von Red Bull seinerseits nach vorne orientieren will.
Vasseur knüpft seine Erwartungen (auch) an Fremdleistung und diesbezüglich vor allem an mehr Pferdestärken aus dem Hause Ferrari. Das vom langjährigen Partner aus Maranello in der vergangenen Saison gelieferte Antriebsaggregat war deutlich schwächer als die Produkte der Konkurrenten Mercedes, Renault und Honda. Zur Steigerung soll ausserdem der vor gut einem Jahr in der Basis im Zürcher Oberland in Betrieb genommene Simulator beitragen, an dessen Optimierung weiter gefeilt wird. Der Pole Robert Kubica wird in der Entwicklungsarbeit nunmehr von Marcel Fässler unterstützt. Der Schwyzer, unter anderem dreifacher Gewinner des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, hat in der vergangenen Woche seinen Rücktritt als Autorennfahrer bekannt gegeben.
Über 400 problemlose Runden
Vasseurs Optimismus teilt Antonio Giovinazzi. Der Italiener sieht nach den drei Testtagen in Sakhir im neuen Auto eine Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger, zusätzliche Motorkraft eingeschlossen. Giovinazzi und sein Teamkollege Kimi Räikkönen haben in Bahrain ohne gravierende Probleme insgesamt über 400 Runden und damit sieben Grand-Prix-Distanzen abgespult. Seine Standfestigkeit hat der C41 also schon einmal bewiesen.
Giovinazzi und der finnische Altmeister bilden in der dritten Saison in Folge das Fahrerduo. Vasseur setzt beim erhofften Schritt nach vorne auf Kontinuität.