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Die in den USA lebende Paganini unterstrich mit ihrem Auftritt eindrücklich, welche Fortschritte sie auf diese Saison hin gemacht hat. Sie ist reifer geworden. Die 18-jährige Tochter eines Bündners und einer Niederländerin zeigte ein Kurzprogramm ohne Fehl und Tadel. Zu Beginn stand sie die Kombination Dreifach-Lutz/Dreifach-Toeloop. Ausserdem wurden sämtliche drei Pirouetten sowie die Schrittfolge mit dem maximalen Level 4 bewertet. Als Belohnung erhielt Paganini 68,82 Punkte - so viele wie noch nie. Die bisherige Bestleistung betrug 65,64 Punkte.
«Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung», sagte Paganini, «aber es gibt immer kleine Dinge, die ich noch verbessern kann.» Sie sei nervöser als sonst gewesen, da sie noch nie so gut vorbereitet in einen Wettkampf gegangen sei. «Ich wollte hier wirklich, wirklich liefern.» Das gelang ihr eindrücklich.
Paganini, die als Letzte startete, war die Beste des Rests. Denn das das russische Trio, das Triple A genannt wird, lief wie erwartet in einer eigenen Kategorie. Die Führende Alena Kostornaja nahm der Schweizerin 16,10 Punkte ab. Die 16-Jährige profitierte davon, dass im ersten Wettkampfteil keine Vierfach-Sprünge erlaubt sind und sie die Einzige ist, die einen Dreifach-Axel im Programm hat, den sie ohne Probleme landete. Anna Schtscherbakowa (77,95) und Alexandra Trussowa (74,94), beide erst 15 Jahre alt, beherrschen im Gegensatz zur Leaderin Vierfach-Sprünge. Insofern ist trotz des ordentlichen Polsters von Kostornaja im Kampf um Gold noch alles offen.
Für Paganini dürfte in der Kür am Samstagabend das höchste der Gefühle sein, den 4. Platz zu verteidigen. An den Europameisterschaften vor einem Jahr war sie im Kurzprogramm gar Dritte gewesen, fiel dann allerdings noch in den 6. Schlussrang zurück. Nun scheint sie bereit für die Top 5 zu sein. Die fünftklassierte Finnin Emmi Peltonen, die Tochter von Ville Peltonen, dem Trainer des Lausanne HC, liegt 2,33 Punkte hinter Paganini, die sechstplatzierte Jekaterina Rjabowa aus Aserbaidschan 6,60 Punkte. Paganini erwartet einen harten Kampf. «Ich muss morgen meinen Job erneut erfüllen», ist sie sich bewusst.
Yasmine Kimiko Yamada, 2019 EM-15., qualifizierte sich hauchdünn für die Kür der besten 24 - die Differenz zur unmittelbar dahinter liegenden Israelin Nelli Ioffe betrug 0,07 Punkte. Bei der 22-jährigen Zürcherin waren sämtliche drei Dreifach-Sprünge unterrotiert, weshalb sie die persönliche Bestmarke (58,78) mit 51,77 Punkten deutlich verpasste. Dennoch zog sie ein positives Fazit. «Ich hatte heute ein super Gefühl», sagte Yamada.