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In der Sowjetunion galten die Russlanddeutschen als die Deutschen, obwohl viele von ihnen kein Deutsch mehr sprachen. In Deutschland hingegen bezeichnete man sie dann aber häufig als Russen - wegen ihres Akzents. Für Sergej spielt die Frage nach Nation und Nationalität allerdings keine große Rolle. Sich selber, mit der deutschen und russischen Kultur aufgewachsen, bezeichnet er als nationalitätenlos. Für ihn ist es nicht das Land, was ihm eine Identität verleiht, sondern die Erfahrungen, die er in seinem Leben gesammelt hat. Im Gespräch mit uns redet er darüber wie seine Familie nach Deutschland gekommen ist und welche Rolle Politik für sie spielt.