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Sudan
Die Tauchplätze im Sudan gehören zu den besten und unberührtesten des Roten Meeres. Neben schönen Korallen werden hier auch sehr häufig Grossfische wie Mantas, Hammerhaie, Barrakudas, Silberspitzenhaie und mit etwas Glück sogar Tigerhaie gesehen. Besonders beliebt sind die tief im Süden liegenden Riffe, die mit ihrer ganzen Farbenpracht protzen. Entdeckt werden kann dieses Naturschauspiel fernab von jeglicher touristischer Infrastruktur auf einer Tauchkreuzfahrt.
Tauchen
Im Norden sind die Atolle und Riffe häufig grösser als im Süden. Bei Shaab Rumi hat Jaques Coustea 1962 seine Unterwasserstation aufgebaut, und es lebten zum ersten Mal Menschen für sieben Tage in einer Tiefe von 27 Metern unter Wasser. In der Lagune von Masharifa können von August bis November Mantas gesehen werden. Die Umbria ist ein Transportschiff, das im zweiten Weltkrieg von seinem eigenen Kapitän versenkt wurde, damit es nicht in die Hände der Gegner fiel. Heute hat es einen wunderschönen Bewuchs und viele Fischschwärme patrouillieren um das Wrack. Beim Suakin-Archipel gibt es viele Inseln mit schön bewachsenen Riffen mit Hart- und Weichkorallen, deren Steilwände in grosse Tiefen abfallen. Die Chance auf Begegnungen mit Grossfischen ist sehr gut. Im tiefen Süden gibt es neun kleine Inseln und einige Habilis. Bei diesen handelt es sich um Riffe, die nicht bis ganz an die Oberfläche kommen. Hier werden noch mehr Fische und Haie gesehen als im Rest vom Sudan.
Land
Der Sudan ist das drittgrösste Land Afrikas. Die Einwohner verteilen sich auf ungefähr 570 verschiedene Stämme. Ein grosser Teil wird von der Wüstenlandschaft der Sahara beherrscht. Die vielfältige Tierwelt umfasst vor allem im Zentralsudan Elefanten, Büffel, Giraffen, Antilopen, Hyänen, Löwen, Flusspferde und Krokodile sowie zahlreiche Greif- und Wasservögel.
Klima und Reisezeiten
Wann der richtige Zeitpunkt für das Tauchen im Sudan ist, wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Als beste Reisezeit zum Tauchen gilt Ende Februar bis Anfang Juni, dann ist die Sprungschicht in ca. 25-30 Meter Tiefe und der Wind ist weniger stark. Von Mitte Juni bis Mitte September ist es sehr heiss und die Wüstenwinde sorgen auch für viel Sand in der Luft. Von Ende September bis November herrscht in der Regel weniger Wind und mit etwas Glück ist die Sprungschicht weiter oben. Im Nordsudan bei Mascharifa ist im Oktober und November Manta-Saison, da sich im warmen Oberflächenwasser viel Plankton befindet.
Die Wassertemperaturen betragen im Januar und Februar kühle 24-26 °C, ab März bis Juni steigen diese im Flachwasser auf 27°C bis 29°C, und unter der Sprungschicht betragen diese 25°C bis 26°C. Ab Ende Juni wird das Wasser mit 30°C bis 32°C sehr warm und die Sichtweiten eher schlecht. Ab September sinken die Wassertemperaturen dann langsam wieder. Die Lufttemperatur ist in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar mit 20°C bis 24°C recht kühl, danach wird es langsam wärmer. In den Sommermonaten ab Ende Juni ist es sehr heiss und die Lufttemperaturen steigen auf 35°C bis 45°C.