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In der Kindheit/Jugend bin ich ziemlich schnell gewachsen und kriegte Probleme in beiden Ellbogen. Röntgenbilder und weitere Untersuchungen ergaben, dass ich Knorpelabsplitterungen in beiden Gelenken hatte. Rechts hat sich das ausgewachsen, den linken Ellbogen musste ich zweimal operieren lassen. Ich erinnere mich an ein Arztgespräch bei dem gesagt wurde, dass ich an einer "Krankheit" leide welche zur Folge hat, dass die Knorpelmasse langsamer wächst als die Knochen. Deshalb die Absplitterungen. Das hätte auch zur Folge, dass ich "im Alter" mit grosser Wahrscheinlichkeit mit Arthrose gesegnet würde...
Das ist schon ewig her, längst vergessen und über 40 Jahre lang war ich seither ohne jegliche Beschwerden. Vor einem oder auch schon zwei Jahren verspürte ich dann erstmals Schmerzen in der rechten Schulter, die vor allem beim Anheben des Arms über den Kopf auftraten. Die Ellbogen-Geschichte hatte ich längst vergessen und dachte mir dann, dass ich mir eine Muskelentzündung geholt habe. Dies auch deshalb, weil die Schmerzen nach ein paar Tagen wieder verschwanden.
Ein paar Monate später dann wieder das Gleiche. Die Schmerzen wurden etwas stärker und es dauerte etwas länger, bis es wieder abgeklungen war. Noch genau erinnere ich mich an Anfang Februar, als es erneut losging. Diesmal schmerzte es heftig und ich hatte schon Bedenken, wegen den Bikeferien auf Sizilien. Doch: Während dem biken oder beim normalen Radfahren habe ich keine Schmerzen oder Beeinträchtigungen (denn dabei hebe ich den Arm ja nicht über Kopf). Die Schmerzen liessen wieder nach, die Ferien kamen, waren traumhaft schön, und somit war das Thema wieder gegessen.
Vor etwa einer Woche begann es dann erneut. Zuerst nur ein leichtes Stechen bei entsprechenden Bewegungen, in den Folgetagen nahmen die Schmerzen zu und der schmerzfreie Bewegungsradius schränkte sich weiter ein. Am Montag registriete ich dann ganztags Schmerzen und es fiel mir zunehmend schwer, den Arm seitlich auszustrecken oder Dinge anzuheben. Am Dienstag wurde es noch etwas heftiger und ich musste mir eingestehen, dass es wohl etwas Ernsthaftes sein könnte. Plötzlich tauchte da wieder die oben geschilderte Erinnerung auf. Genau! Die Arthrose-Aussage kam damals nach der Untersuchung des Schultergürtels... Mal Google fragen... Shit! Die beschriebenen Symptome stimmen zu 100 Prozent...
In der Nacht auf heute bin ich mehrmals aufgewacht und hatte heftigste Schulterschmerzen. Eigentlich nahm ich mir für heute vor, einen Arzttermin zu vereinbaren, weil der Internet-Doktor sagt, dass man Arthrose-Beschwerden frühzeitig behandeln soll, bevor der Schaden zu gross ist (und nur noch operative Eingriffe weiterhelfen).
Scheisse! Nun ist es also soweit! Es geht los mit Zieperlein und chronischen Beschwerden. Der körperliche Zenith ist längst überschritten und auf dem absteigenden Ast beginnen nun die Leiden... Tja, ich werde nicht nur alt, mit knapp 57 bin ich alt!
Noch fällt es mir schwer, mir dies einzugestehen. Deshalb habe ich den Anruf in die Arztpraxis auf Morgen verschoben... doch leider: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich muss mich dem stellen. Ignorieren wird (diesmal) nicht helfen.