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Das Cello gehört zu den tiefen Instrumenten der Streicherfamilie und bezaubert mit seinem warmen Klang. Es wird im Sitzen gespielt, meist mit einem Bogen gestrichen, kann aber auch mit den Fingern wie eine Gitarre gezupft werden. Es kann schöne Melodien singen, da es der menschlichen Stimme sehr ähnlich klingt. Sehr gerne spielt es auch tiefe Basstöne in einer musizierenden Gruppe oder einem Orchester.
Tonbeispiel
Geschichte
Das Cello wurde als tiefstes Instrument der Geigenfamilie im 15. und 16. Jahrhundert als Bassinstrument entwickelt. Wegen seiner Grösse und seines Gewichts hat man es im Sitzen zwischen den Knien gehalten, später kam die Erfindung des Stachels dazu. So konnte man das Cello bequem auf dem Boden abstellen. Die Bauform des Cellos wurde seit Mitte des 16. Jahrhunderts kaum mehr verändert. Antike Instrumente werden heute sogar besonders gerne gespielt und teuer gehandelt.
Neu dazugekommen sind in den letzten Jahren elektrische Celli, welche sehr robust sind und sich gut für Klangeffekte in Rock und experimenteller Musik eignen. Auch gibt es Cellobögen, die aus Kunststoff statt Holz gefertigt sind. Doch die allermeisten Musiker bevorzugen Instrumente und Bögen aus Holz, weil sie am schönsten Klingen und eine wohltuende Vibration erzeugen.
Bau und Klangerzeugung
Der Resonanzraum des Cellos ist aus einer dünnen Holzdecke und einem Holzboden gefertigt und wird seitlich mit einer noch dünneren Wand, der Zarge, geschlossen. Die dekorativen beiden F-Löcher auf der Decke wirken wie Lautsprecher. Am Resonanzkörper ist der Hals angebracht mit dem Griffbrett. Darüber befindet sich der Wirbelkasten, wo die 4 Saiten befestigt sind. Die Saiten laufen über den Steg.
Der Bogen besteht aus einer Holzstange und dem Frosch, an welchem man den Bogen hält und wo die Pferdeschweifhaare eingespannt werden. Mithilfe der Schraube können die Haare stärker oder weniger stark gespannt werden.
Um einen Klang zu erzeugen, streicht man mit dem Bogen über die Saite. So wird sie in Schwingung versetzt und der Klang über den Steg auf die Decke, dann via Stimmstock auch auf den Boden übertragen. Schlussendlich schwingt das ganze Instrument mit, das spürt man auch im Bogen oder Stachel. Um die Tonhöhe zu verändern, kann man verschiedene Saiten wählen und die Finger der linken Hand benutzen, um auf dem Griffbrett die Saite hinunterzudrücken. Bei den Streichinstrumenten gibt es keine Bünde, das heisst die richtige Position der Finger muss eingeübt und mit dem Ohr ständig kontrolliert werden.
Instrumentenfamilie
Das Cello gehört zu den Streichinstrumenten und klingt tiefer als eine Violine/Bratsche und höher als ein Kontrabass.
Verwendung / Stilistische Vielfalt
Der Verwendung des Cellos sind keine Grenzen gesetzt!
- Als Soloinstrument
- Für Kammermusik
- Im Orchester
- In der klassischen Musik
- In Volksmusik
- Im Pop, Jazz, Rock etc.
Kosten Miete / Kauf
Das Cello wächst mit. Falls ein Kind im Wachstum ist, braucht es ca. alle zwei Jahre eine neue Grösse. Daher bieten sich Mietinstrumente an.
Miete ab ca. CHF 55.- monatlich.
Es können auch Kindergrössen gekauft werden. Je nach Qualität des Instrumentes kosten diese CHF 600.- bis CHF 2‘000.-.
Wenn die ganze Grösse erreicht ist, lohnt es sich, ein eigenes, gutes Instrument zu kaufen. Preis ist sehr unterschiedlich, ab ca. CHF 3‘500.-.
Mitspielmöglichkeiten
Ensemble Cellibassi
Streicherensemble (projektweise)
Einstiegsalter
Ca. 2. Klasse, ein früherer Einstieg ist nach Abklärung möglich.
Das Cello braucht viel Geduld und Konzentration, da das Auffinden und Hören der richtigen Tonhöhe anspruchsvoll ist. Wer gerne richtig kräftig anpackt, aber auch Freude an eleganten, fliessenden Bewegungen hat, könnte sich mit dem Cello wohl fühlen.