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Wahlkreis Oberland
FDP
1. Welche Bedeutung hat für Sie die Holzherkunft – also z.B. die Verwendung von Schweizer Holz?
Weibel Urs (FDP): Für mich ist es als Politiker, Architekt und Bürger wichtig, dass immer dort, wo sich das Schweizer Holz für einen bestimmten Verwendungszweck eignet auch wirklich Schweizer Holz verwendet wird.
2. Unter welchen Voraussetzungen werden Sie Projekte für die Strom- und Wärmeerzeugung aus Holz unterstützen?
Weibel Urs (FDP): Wo immer Investoren den Mut haben solche Anlagen zu realisieren und zu betreiben sind sie (auch finanziell) zu unterstützen; es ist nicht zielführend den Atomausstieg zu begrüssen und gleichzeitig Projekte mit allen Mitteln zu bekämpfen, welche den Ausstieg abfedern können.
3. Wie stehen Sie zum Einführen nicht heimischer trockenheitsresistenter, wärmeliebender Gastbaumarten im
Zusammenhang mit der Anpassung der Wälder an den Klimawandel?
Weibel Urs (FDP): Wenn der Waldbewirtschafter die Einführung als notwendig erachtet, kann ich persönlich damit leben; das Waldbild soll sich aber dabei nicht signifikant verändern.
4. Können Sie sich vorstellen, dass Wald gerodet wird, um einheimische Stämme zu lagern, der Holzindustrie bessere Rahmenbedingungen zu verschaffen und damit die Waldpflege zu unterstützen?
Weibel Urs (FDP): Vergleiche Antwort 3: Wenn das die Waldbewirtschaftung und -pflege unterstützt, kann ich mir das vorstellen.
5. Wer sollte aus Ihrer Sicht die Kosten, die das Betretungsrecht und darüber hinausgehende Forderungen mit sich bringen, tragen?
Weibel Urs (FDP): Ich habe Verständnis für die Waldbesitzer, wenn sie keine Freude an Übernutzungseffekten haben. Ich habe aber Mühe damit, wenn das «normale» Betreten des Waldes reglementiert würde und wenn für das Spazieren eine «Waldvignette» gekauft werden müsste. Wir leiden schon heute an Überreglementierung und (zu) viele Regelung wer-den erlassen, aber die Umsetzung nicht überwacht. Wem bringt das etwas?
6. Kommen für Sie nebst der Jagd auch andere Regulationsmechanismen wie Abschuss durch vom Staat beauftragte Personen oder die Verbreitung von Grossraubwild (Wolf & Luchs) in Frage?
Weibel Urs (FDP): Das sind zwei Fragen, die getrennt zu betrachten sind:
- Jagd und Wald: Ich bin klar der Auffassung, dass die beiden Partner auch andere Regulati-onsmechanismen entwickeln müssen (vgl. kürzliches Interview mit dem Präsidenten der Berner Jäger und einem Förster)-
- Ich bezweifle, dass die die Verbreitung von Grossraubwild (Wolf & Luchs) für die Regula-tion zielführend ist; das führt nur zu Problemen an anderer Stelle (Tierrisse, usw.)
7. Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit im Wald? Wie weit sind Sie bereit sich dafür zu engagieren?
Weibel Urs (FDP): Die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ist unabdingbar für eine erfolgreiche Zukunft des Waldes. Ich engagiere mich als Gemeinderatspräsident im Kandertal für eine Optimierung der Waldpflege; ich kann mir auch vorstellen, dass ich mich auf freiwilliger Basis tageweise an Waldpflegeprojekten beteilige.
8. Wie und in welcher Form werden Sie sich im Bereich invasive Neobioten engagieren?
Weibel Urs (FDP): Ich kenne das Problem als Präsident einer Schwellenkorporation. Je nach Pflanzenart ist die Bekämpfung nicht ganz einfach. Ein Engagement ist für mich vorstellbar; ich kann mir die konkreten Massnahmen aber nicht genau vorstellen (nur mit Ausreissen von Pflanzen ist es ja nicht getan).