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Hodenhochstand: Orchidopexie vor Pubertät verringert Hodenkrebs-Risiko
Hodenhochstand ist ein Risikofaktor für Hodenkrebs. Die Autoren einer im NEJM publizierten Studie in Schweden haben untersucht, in wie weit der Zeitpunkt der Orchidopexie (Alter des Kindes) das Hodenkrebsrisiko beeinflusst.
Im Swedish Hospital Discharge Register wurden die Daten von 16'983 Knaben und Männern identifiziert, welche sich zwischen 1964 und 1999 aufgrund eines Hodenhochstandes einer Orchidopexie unterzogen. Anhand verschiedener Regressionsmodelle berechneten die Autoren das relative Hodenkrebsrisiko dieser Kohorte je nach Alter bei Orchidopexie und verglichen es mit dem Hodenkrebsrisiko der Allgemeinpopulation.
Innerhalb des Follow-ups von 209'984 Patientenjahren verzeichneten die Autoren 56 Fälle eines Hodenkrebses. Männer, bei welchen die Orchidopexie vor dem 13. Lebensjahr erfolgte, hatten im Vergleich zur Allgemeinpopulation ein relatives Hodenkrebsrisiko von 2.23. Erfolgte die Operation nach dem 13. Lebensjahr, stieg das relative Risiko auf 5.4 an.
Konklusion der Autoren: Die operative Behandlung eines Hodenhochstandes vor dem 13. Lebensjahr reduziert das Hodenkrebsrisiko wesentlich.
Link zur Studie
NEJM 2007;356:1835-1841 - Pettersson A et al
04.05.2007 - dde