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Piotr Anderszewski © Simon Fowler/Warner
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Abschlusskonzert
Piotr Anderszewski
Bach | Beethoven
So, 25.11. | 18.30 Uhr | Nr. 18516
Vergangenes Konzert
Piotr Anderszewski © Simon Fowler/Warner
25.
Nov
Sonntag
18.30
Abschlusskonzert
Piotr Anderszewski
Piotr Anderszewski und Beethovens Diabelli-Variationen: Das ist eine lange Geschichte. Normalerweise nehmen sich Pianisten dieses interpretatorisch extrem anspruchsvolle Spätwerk erst vor, wenn sie auf dem Zenit ihrer künstlerischen Erfahrungen stehen – Anderszewski aber studierte es schon als 19-Jähriger ein. Und stellte sich damit 1990 beim berühmten Klavierwettbewerb von Leeds vor. Alle sahen in ihm damals den sicheren Sieger der Konkurrenz, doch Anderszewski selbst war mit sich so unzufrieden, dass er im Halbfinale ausstieg: ein radikaler Schritt, der ihm allerdings grossen Respekt eintrug und seine Karriere nur beförderte. Zehn Jahre später war seine Deutung dann so ausgereift, dass der Regisseur Bruno Monsaingeon einen Film darüber drehte. Und heute, weitere zwei Jahrzehnte danach, wendet sich Anderszewski abermals dem berüchtigten Zyklus zu und erreicht nochmals ein neues Level: «Vielleicht war das die überzeugendste Lesart der Diabelli-Variationen, die ich jemals im Konzertsaal gehört habe», urteilte Andrew Clements im Guardian, nachdem der polnische Klavierpoet das Werk im April 2018 in London gespielt hatte.
Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.
Piotr Anderszewski © Simon Fowler/Warner Classics
Piotr Anderszewski
Piotr Anderszewski, geboren 1969 in Warschau, stammt aus einer polnisch-ungarischen Familie. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von sechs Jahren; später studierte er an der Chopin-Akademie seiner Heimatstadt, an den Konservatorien von Strasbourg und Lyon sowie an der University of Southern California. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er durch Kurse bei Murray Perahia, Fou Ts’ong und Leon Fleisher. Mit seinem Debut in der Londoner Wigmore Hall nahm Anderszewski 1991 seine internationale Karriere auf, die ihn mittlerweile in alle grossen internationalen Konzertsäle und zu Orchestern wie den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Philadelphia Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra und der Berliner Staatskapelle geführt hat. In der Saison 2018/19 konzertiert er u. a. mit dem Philharmonia Orchestra, dem London Symphony Orchestra und dem Leipziger Gewandhausorchester; beim Gulbenkian Orchestra in Lissabon ist er «artist-in-residence». Mit Rezitalen ist er in der Berliner Philharmonie und im Wiener Konzerthaus, in München, New York und San Francisco zu hören. Ausserdem geht er mit dem Belcea Quartet auf Europa-Tournee. Für seine CDs wurde Piotr Ander-szewski vielfach ausgezeichnet, so etwa mit dem «Gramophone Award», dem «Choc du Monde de la Musique» und dem «BBC Music Magazine Award». Zuletzt veröffentlichte er Anfang 2018 Mozart-Konzerte mit dem Chamber Orchestra of Europe. Der kanadische Regisseur Bruno Monsaingeon hat mehrere Dokumentationen über Anderszewski gedreht; für den Film Je m’appelle Varsovie, der um seine Heimatstadt Warschau kreist, begab sich Anderszewski 2016 selbst hinter die Kamera. Piotr Anderszewski ist Träger des Szymanowski-Preises und des «Gilmore Artist Award». 2015 wurde ihm der Orden «Polonia Restituta» verliehen.
Debut am 13. September 2001 mit Werken von Johann Sebastian Bach und Karol Szymanowski.
Oktober 2018
17.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium