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In einer zähen Final-Partie scheint für Casper Ruud die Zahl 5 der Schlüssel zum Erfolg gewesen zu sein. Und zwar aus mehrfachem Grund:
- Der Spieler aus Oslo benötigt im umkämpften Startsatz 5 Anläufe, um Umgang 1 an sich zu reissen. Nach einem Fehlstart ins Tiebreak (0:1 bei eigenem Service) bringt sich der Weltranglisten-21. mit 6:2 in Position. Nach einer Zusatzschlaufe hat er den Durchgang doch noch mit 8:6 in der Tasche – dank einem einfachen Volleyfehler von Denis Shapovalov.
- Die Weichen endgültig auf Sieg stellt der Norweger im fünften Game des zweiten Satzes, als er sich das erste (und bis zum Schluss einzige) Break der Partie sichert. Ruud verwertet den fünften Breakball, wiederum bringt ein verschlagener Volley die Entscheidung.
Im Duell der beiden 22-Jährigen liess sich Ruud danach nicht mehr aufhalten. Auf fast schon bestechende Art und Weise brachte er gegen den kanadischen Linkshänder (ATP 15) das 7:6, 6:4 über die Ziellinie. Bis zum Schluss hatte er in der 101-minütigen Partie keinen einzigen Breakball abzuwehren.
Auf den Spuren von Zverev
Der aufschlagstarke Sandspezialist kam bei seiner Premieren-Teilnahme in der Romandie zum 2. Titelgewinn seiner Karriere. Im Vorjahr setzte er sich in Buenos Aires durch – auf der gleichen Unterlage.
Mit seiner souveränen Vorstellung gab er bei den 18. Geneva Open auch ein Versprechen für die French Open ab, die ab 30. Mai anstehen. Der formstarke Ruud machte sich zudem zum Nachfolger von Alexander Zverev. Der Deutsche hatte in Genf 2019 triumphiert – in der vergangenen Saison fiel das Turnier wegen der Corona-Pandemie aus.