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Die PEMFC-Brennstoffzelle verwendet zwei Elektroden, die von einer Kunststoffmembran getrennt werden. Diese Membran ist gasdicht und verhindert so die unkontrollierte, explosive Reaktion durch Vermischung der eingesetzten Gase Wasserstoff und Sauerstoff. PEM steht für proton exchange membrane, zu Deutsch Protonenaustauschmembran oder polymer electrolyte membrane zu deutsch Polymerelektrolytmembran. Es wird ein Elektrolyt aus Kunststoff (Folie) verwendet. Die Membran lässt nur die von Elektronen befreiten Wasserstoff-Atomkerne durch, Protonen genannt. Die Protonen reagieren an einer Elektrode mit Sauerstoff, wobei Elektrizität und – als einziges Nebenprodukt – Wasser produziert werden.
Dies ist in der Regel eine Niedertemperatur-Brennstoffzelle. Der Vorteil: Ein Kaltstart ist möglich, das heisst, es ist keine lange Vorwärmzeit erforderlich. Deshalb ist die PEM-Zelle auch gut geeignet für Fahrzeuge. Der Wasserstoff wird dabei aus Erdgas gewonnen, durch ein als Reformierung bezeichnetes chemisches Verfahren. In Japan profitiert man von der Tatsache, dass das einheimische Erdgas sehr rein ist. Das ist ein kritischer Faktor, denn PEM-Brennstoffzellen vertragen kaum Verunreinigungen. Zum Beispiel ist das Gas Kohlenmonoxid, das bei der Reformierung entsteht, ein Gift für den Katalysator, der die elektrochemischen Reaktionen in der Brennstoffzelle erst ermöglicht. Im Katalysator selbst wird Edelmetall wie Platin zur Beschleunigung der Reaktionen eingesetzt. Das erhöht die Herstellungskosten der Geräte.
Kommentare: Was denken Sie?
MyTreeTv
Vor 8 Jahren
«… der Gesamtwirkungsgrad für die Strom- und Wärmeversorgung liegt bei über 90 Prozent – »
Bitte legen Sie dar, wie Sie auf über 90% kommen.
Besten Dank und bäumige Grüsse, Stefan
Sandra Aeberhard
Vor 8 Jahren
Laut Volker Nerlich von Hexis wird der Brennstoff in der Brennstoffzelle zu etwa 95 % genutzt. Die Brennstoffzelle wandelt die eingesetzte Energie (Erdgas) zu 35 % in Strom (elektrische Energie) und zu 60 % in Wärme (thermische Energie) um. Dies sind laut Nerlich Werte, die am Prüfstand ermittelt wurden. Diese dezentrale Art der Strom- und Wärmeerzeugung am Ort des Verbrauchs lässt Gesamtwirkungsgrade von 90 % zu, bezogen auf den Einsatz von Primärenergie und unter Berücksichtigung der Verluste. Bei getrennter Energiebereitstellung von Strom (zentrales, fossil befeuertes Kraftwerk) und Wärme (Heizkessel) betrage der Gesamtwirkungsgrad derzeit etwa 60 %, da rund 40 % als Abwärmeverluste an die Umgebung abgegeben werde.
Herbert Brüllmann
Vor 8 Jahren
Kosten einer Anlage für ein EFH?
Sandra Aeberhard
Vor 8 Jahren
Galileo kostet inkl. einer Betriebsgarantie über 7 Jahre 29’000 CHF, ohne MwSt.. Die Betriebsgarantie umfasst über den genannten Zeitraum alle Wartungs- und Servicearbeiten, alle Verbrauchs- und Ersatzteile sowie die Fernwartung. Was die gesamte und installierte Anlage kostet, also inkl. Installation und Zubehör, kann der Installateur nach einer Ortsbegehung im Rahmen einer Offerte angeben.
Bernhard Rindlisbacher
Vor 8 Jahren
Hört sich gut an. Nur gibt es meines Wissens da wo wir wohnen weit und breit keinen Gasanschluss.Womit eine Nutzung für uns mit vertretbaren Gesamtkosten wohl nicht möglich ist.
Sandra Aeberhard
Vor 8 Jahren
Es ist tatsächlich so, dass Galileo nur mit Erdgas funktioniert. Flüssiggas, also Gas aus einem Tank, kann leider nicht eingesetzt werden.
Stefan Haberl
Vor 6 Jahren
Gibt es das ganze System auch auf Wasserstoffbasis mit der Kombination den Wasserstoff selbst herzustellen über die Solaranlage und hydrolyse, damit man autark werden kann?
Sandra Aeberhard
Vor 6 Jahren
Volker Nerlich von Hexis beantwortet die Frage von Stefan Haberl wie folgt:
Galileo wird ausschliesslich mit Erdgas, Biogas oder «Windgas», also Methan, betrieben. Die Methan-Infrastruktur existiert bereits flächendeckend und macht eine grossflächige Markteinführung bzw. breite Vermarktung möglich. Alle uns bekannten Wettbewerber vertreten diesbezügliche eine vergleichbare Strategie.
Windgas wird mittels des «Power to Gas»-Verfahrens (PtG) mittels Elektrolyse hergestellt. PtG wird zur Zeit im Grossmassstab getestet. Eine Herausforderung dabei sind der apparative Aufwand und die damit verbundenen Verluste.
Hr. Meier
Vor 5 Jahren
Wir planen auf 2018 einen Neubau. ca 15 Whg.
Gasanschluss ist beim jetztigen Altbau schon vorhanden.
Autark wäre mein Traum aber es sollte noch bezahlbar sein.
An wenn kann ich mich wenden für Beratung /Planung ?
Muss aber Jemand sein der flexibel ist, da ich schon ein paar fixe Wünsche habe.
Energie-Experten
Vor 5 Jahren
Guten Tag Herr Meier
Wenn Ihnen vorschwebt, mittels einer Brennstoffzellen-Heizung autark zu werden, dann sollten Sie es direkt bei der HEXIS AG in Winterthur versuchen (Tel. 052 262 63 11 / E-Mail: <email-pii>).
Freundliche Grüsse
Ihre Energie-Experten
Jocke Hollmann
Vor 4 Jahren
Hallo,
ich wunder mich ein bisschen, wieso so eine Brennstoffzellenheizung nur eine thermische Leistung von 1.8kW hat. Das ist weniger als ein handelsüblicher Heizlüfter. Dass es dann zusätzlich noch einen 7 bis 20kW starken Gasbrenner gibt, um doch noch auf die benötigte Leistung einer Heizung für ein Haus zu kommen, ist interessant, weil es heisst, dass bei Spitzenlast über 90% der Energie aus dem Gasbrenner kommen und nur 10% aus der Brennstoffzelle.
Warum stellt man nicht eine grössere oder mehrere Brennstoffzellen zur Verfügung und warum kombiniert man diese nicht eine Wärmepumpe (wo man durch die Brennstoffzelle doch «gratis» Strom zur Verfügung hätte). Damit sollte sich der Wirkungsgrad doch deutlich steigern lassen – oder?
Herzliche Grüsse,
Jocke
Roland Graf
Vor 4 Jahren
Die Idee mit der Brennstoffzellenheizung find ich gut.Aber nicht jedes Haus hat einen Gasanschluss oder eine Möglichkeit dazu.Ausserdem kostet ein Gasanschluss auch viel Geld und man ist wiedEr von der Oel und Gaslobby abhängig.
Warum also produziert man den H2 nicht im eigenen Haus mit Solarzellen oder Strom? Daran sollte man nach meiner Meinung forschen.
Wir wohnen in einem Dreifamilienhaus und in ein paar Jahren müssen wir die Oelheizung erneuern, ich hoffe dass es bis dann eine bessere Lösung gibt als mit einem Gasanschluss.
Mfg
R.Graf
Manfred Moser
Vor 4 Jahren
Ist auch eine Verwendung in einem Mehrfamilienhaus (1200m2 Raum für mehrere Studio’s) möglich?
Braucht es eine fixen Gasanschluss, oder könnte ein Gastank verwendet werden.
Nicole Frei
Vor 4 Jahren
Da die Firma Hexis keine Geräte mehr vertreibt, für die Furma Viessmann der schweizer Markt zu klein ist würde es mich interessieren welche Brennstoffzellenheizung in der Schweiz installiert werden kann.
Wie sieht das mit der Förderung PACE aus?
Danke.
Karl Walter
Vor 4 Monaten
die Fa. Hexis hat die Wartung trotz 10-Jahresvertrag einseitig eingestellt, welche Fa. liefert Ersatzteile oder übernimmt Wartungsarbeiten ?
Sven Bucher
Vor 4 Jahren
Heizen mit Wasserstoff ist sicherlich zukunftsorientierter im Sinne der Ersetzens von fossilen Brennstoffen. Auch in der Automobil-, Schiffs- und Flugzeugbauindustrie wird auf diese Technologie zunehmend gesetzt, da sie ökologische sowie ökonomische Vorteile zu bieten scheint. Ich denke, dass die Installateure eine solche Art des Heizens empfehlen könnten.
Ivan Silvester
Vor 4 Jahren
Die Idee der Brennstoffzelle ist gut, jedoch in dieser Konzeption unbrauchbar da hiermit die unabhängigkeit von der erdölindustrie nicht gewährt ist.
Das einzige was sinn macht ist eine Anlage in kombination mit Solarenergie oder Wärmetauscher.
Beat
Vor 3 Jahren
Grüezi
Gibt es den Gallileo noch, resp. wieder?
mfg Beat
Energie-Experten
Vor 3 Jahren
Hallo Beat, danke für das Interesse. Gemäss Website des Herstellers wird das Gerät Galileo 1000 N nicht mehr hergestellt:
http://www.hexis.com/de/galileo-1000-n
Bei der Mutterfirma Viessmann sind allenfalls neuere Modelle verfügbar, die infrage kommen:
https://www.viessmann.ch/de/wohngebaeude/kraft-waerme-kopplung/blockheizkraftwerk.html
So oder so gilt aber: Interessierte sollten mit einem qualifizierten Installationsbetrieb Kontakt aufnehmen und sich beraten lassen.
Alessandro Picciati
Vor 3 Jahren
Leider gibt es in der Schweiz absolut keinen Anbieter für Brennstoffzellen-Heizung für ein EFH. Ich hatte mich dieses Jahr dafür interessiert und praktisch alle möglichen Hersteller kontaktiert. Solange der Strompreis in der Schweiz so niedrig ist, lohnt es sich für die Anbieter, bzw. Nutzer nicht in das System zu investieren. Sollten Sie einen Anbieter in der Schweiz kennen, der ein solches System installiert, können Sie mich gerne kontaktieren.
Herbert Uebelhart
Vor 3 Jahren
Sind in der Schweiz Brennstoffzellenheizungen mit Gasanschluss nach den heutigen oder zukünftigen Energievorschriften erlaubt und werden sie subventioniert.
Energie-Experten
Vor 3 Jahren
Hallo Herr Uebelhart, danke für Ihre Fragen. Überall dort in der Schweiz, wo Gasheizungen noch erlaubt sind – und das dürften die meisten Orte sein – wären im Prinzip wohl auch Brennstoffzellenheizungen mit Gasanschluss heute noch erlaubt, wobei das jeweils spezifisch abzuklären ist. Zukünftig dürften sie wegen dem fossilen Brennstoff nicht mehr erwünscht sein, ausser sie würden mit Biogas betrieben. Subventionen sind uns keine bekannt, und last but not least auch keine Anbieter, die so eine Anlage in die Schweiz verkaufen wollen.
Thomas Schmucki
Vor 2 Jahren
homepowersolutions.de
+ Idee:
In Kombination mit einer Eisheizung zur Kühlung der Hybrid Solarmodule im Sommer.
Kosten Nutzen noch nicht so weit.
Das kommt schon noch.
sven
Vor 2 Jahren
https://www.homepowersolutions.de
gibt es aktuell eine Brennstoffzellen-Heizung, analog zum HPS Produkt, dass den Wasserstoff selber produziert?
leider wird HPS zur Zeit noch nicht in der CH angeboten…
vielen Dank fürs Feedback
Energie-Experten
Vor 2 Jahren
Hallo sven, uns ist kein Produkt bekannt, das dem HPS System picea ähnlich ist.
Bruno Ruoss
Vor 2 Jahren
Wasserstoff mittels Fotovoltaik (ohne Gas) herstellen und für den Betrieb von Heizung und Warmwasser speichern; evt. auch als Tankstelle für Wasserstoffautos nutzen…. ist das realistisch? Zukunft?
Energie-Experten
Vor 2 Jahren
Guten Tag Herr Ruoss, danke für Ihre Fragen. Erste Häuser mit Wasserstoff als Saisonspeicher sind gebaut, für Heizung und Warmwasser ist das im Einfamilienhaus möglich, aber (noch) sehr teuer. Für Mehrfamilienhäuser geht es schon eher, da hat in der Schweiz gerade EKZ ein Projekt vorgestellt:
https://www.ekz.ch/de/blue/innovation/2021/mit-wasserstoff-solarstrom-lagern.html
Eine eigene Tankstelle zu bauen und zu betreiben, dürfte für Private eher weniger infrage kommen.
Gottfried Raab
Vor 1 Jahr
Das scheint mir die beste Lösung für die Zukunft zu sein. Wir hoffen unsere alte Ölheizung hält noch bis wir eine Brennstoffzelle erwerben und einbauen können.
Martin Schönholzer
Vor 12 Monaten
Diese Heizung PICEA ist das einzig richtige. Da sollte mehr gefoescht werden. Auch um den Preis zu senken so das Familien eine solche Heizung kaufen können. 85000-. ist schon ein stolzer Preis. Aber läst keine Fragen offen. Gibt es breits alternativen dazu?