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AKWS | Nummern 39 / 44 / 45 / 50
Kugel-Orchis
(Traunsteinera globosa)
Obwohl die Kugelorchis bis 40 cm hoch werden kann, ist sie eine unauffällige Orchidee. Sie besitzt eine pyramidenförmige bis kugelige Ähre aus leuchtend rosafarbenen Blüten. Ihre schmalen Blätter sind ungefleckt. Da sie meist in hohen, staudenreichen Wildheuplanken oder frischen Bergwiesen vorkommt, ist sie manchmal schwierig zu erkennen. In den Churfirsten wächst in ihrer Nachbarschaft meist noch eine andere Orchideenart, die Langspornige Handwurz. Sie ist wie alle Orchideenarten geschützt.
Alpen-Aster
(Aster alpinum)
Die Alpen-Aster ist eine auffällige und attraktive Vertreterin aus der Familie der Korbblütler. Die 5 bis 20 cm hohen Stengel tragen jeweils nur einen grossen Blütenkopf. Die goldgelben, röhrenförmigen Blüten im Zentrum des Kopfes sind von einem Strahlenkranz aus hellvioletten, zungenartigen Blüten umgeben. Der knorrige, unterirdische Wurzelstamm kann über Jahre hinweg zahlreiche Blütenstengel hervorbringen. Die mehrjährige Pflanze besiedelt mit vielen anderen Arten Kalkfelsen und steinige Rasen und ist in den Churfirsten vom Walensee bis in die Gipfelregionen zu finden.
Alpen-Wundklee
(Anthyllis vulneraria ssp. alpestris)
Der Alpen-Wundklee ist ein auffälliger Vertreter aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Der Blütenstand besteht aus vielen Einzelblüten mit weisshaarigen, zuletzt aufgeblasenen Kelchen, die an einen Wundverband erinnern. Tatsächlich wird die Pflanze in der Volksmedizin auch zur Behandlung von Wunden eingesetzt, da sie reich an Gerbstoffen ist. Auch für die Tierwelt ist der Alpen-Wundklee von Nutzen. So ernährt sich beispielsweise die Raupe des Zwergbläulings (Nr. 60) ausschliesslich vom Wundklee.
Die Vogelbeere oder Eberesche
Die anspruchslose, etwa 10 bis 15 m hohe Vogelbeere besiedelt schnell verschiedene Lebensräume, auch Moorböden und trockene Standorte bis zur Waldgrenze. Sie ist frost- und windresistent. Der zierliche Baum oder Strauch wird 80, selten bis 120 Jahre alt. Die Blätter erinnern an die Esche, mit der sie jedoch nicht verwandt ist. Die roten Beeren werden gerne von den Vögeln gefressen, daher der Name. Wenn man diese genau ansieht, merkt man, dass die Vogelbeere wie der Apfelbaum zu den Kernobstgewächsen gehört. Für 31 Säugetier- und 72 Insektenarten ist sie erwiesenermassen Futterpflanze, 63 Vogel- und 20 Säugetierarten nutzen die Früchte. Diese sind für uns roh nicht geniessbar. Mit Zucker können sie eingemacht und als Kompott oder Gelee genossen werden. Auch als Heilpflanze findet sie Verwendung.