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Für die Schweiz als kleine, offene Volkswirtschaft ist die Einbindung in globale Wertschöpfungsketten (Global Value-Added Chains, GVC) wichtig. Der Integrationsgrad[1] der Schweiz liegt etwa im Mittelfeld der OECD-Länder. Der Anteil der ausländischen Wertschöpfung an den Schweizer Exporten betrug im Jahr 2009 etwa 28% (Backward Participation).[2] In für die Schweiz bedeutenden Sektoren wie der Chemie-, der Maschinen- und der Elektronikindustrie lag der ausländische Wertschöpfungsanteil an den Exporten sogar deutlich über 30% und damit im internationalen Vergleich eher am oberen Ende. Da der Frankenkurs längerfristig eine Aufwertungstendenz aufweist und seit Beginn der jüngsten Wirtschaftskrise anhaltend hoch ist, stellt sich die Frage, ob der negative Zusammenhang zwischen Aufwertung und Exporten bei fortschreitender Integration in GVC abgefedert wird. Theoretisch kann man davon ausgehen, dass die negativen Effekte einer Frankenaufwertung auf Profitmargen und Nachfrage in Branchen mit höherem Anteil an importierten Vorleistungen abgeschwächt werden: Ein stärkerer Franken sollte die Preise der importierten Vorleistungen senken und die Notwendigkeit von Exportpreiserhöhungen verringern. Die Folge wäre eine höhere Widerstandsfähigkeit der Exportnachfrage gegenüber Wechselkursschwankungen. Dieser Mechanismus wird als Natural Hedging bezeichnet.Um den ganzen Beitrag zu lesen, auf «Artikel als PDF laden» klicken (oben rechts).
- Der Integrationsgrad in GVC wird gemessen als Summe der Backward- und der Forward-Participation-Rate. Die Backward-Participation-Rate bezeichnet den Anteil der ausländischen Wertschöpfung an den inländischen Exporten. Demgegenüber misst die Forward-Participation-Rate den Anteil der inländischen Exporte, welche als Wertschöpfung in die ausländischen Exporte einfliesst.
- Hinzu kommt noch ein Exportanteil von 23%, der von Schweizer Zulieferern an ausländische Exporteure weitergereicht
wird (Forward Participation). Quelle: OECD/WTO, Trade in Value Added (TiVA), Mai 2013.