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Nachdem am 17. und 18. April 2011 mehrere deutschsprachige Medien über einen Wolfsangriff in Schweden berichteten und dabei fälschlicherweise den Eindruck vermittelten, dass es sich dabei um einen Angriff auf Menschen handelte, veröffentliche die Gruppe Wolf Schweiz eine Stellungnahme. In dieser wird richtig gestellt, dass lediglich der nicht angeleinte Hund der schwedischen Familie von einem Wolf angegriffen wurde.
Wie die Gruppe Wolf Schweiz in ihrer Stellungnahme berichtet, war die Familie mit ihrem Wachtelhund (Jagdhund) in einem Waldgebiet nördlich von Stockholm unterwegs. In diesem Gebiet lebt ein Wolfsrudel. Der Hund war nicht angeleint. Zwei Wölfe tauchten auf, einer attackierte und verschleppte den Hund, der später tot aufgefunden wurde. Der andere blieb zwar anfänglich in sichtweite der Familie, verschwand aber sobald die Frau laut zu sprechen begann und die Arme bewegte. Keiner der Wölfe zeigte aggressives Verhalten gegenüber der Familie.
In ihrer Stellungnahme erläutert die Gruppe Wolf Schweiz, dass es bekannt ist, dass gelegentlich Hunde von Wölfen attackiert werden, meistens zur Revierverteidigung. Angriffe auf Menschen hingegen sind eine absolute Ausnahme und wurden in Europa seit vielen Jahren nicht mehr dokumentiert, in Italien und Frankreich, wo die Schweizer Wölfe herkommen, sogar seit Jahrhunderten nicht mehr.