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Am 9. Juni, es war ein regnerischer und grauer Sonntag, trafen wir in Arlington, bei Washington, ein. Nach etlichem Suchen fanden wir einen Parkplatz. Von dort waren sowohl das Capitol als auch der Obelisk von Washington zu sehen. Doch das waren dieses Mal nicht unsere Ziele. (Das Weisse Haus schon gar nicht, seit Donald dort sein Unwesen treibt.)
Unser Ziel war ein Ort, dem wir sonst mehrheitlich aus dem Weg gehen: ein Friedhof. Doch dieser hier war etwas Spezielles. Heute wollten wir Arlington, dem Nationalen Friedhof der USA einen Besuch abstatten. Hier liegen seit dem Bürgerkrieg von 1861 – 1865 alle begraben, die in irgendeiner Weise dem Land gedient haben. Zum Beispiel Präsident John F. Kennedy und seine Frau Jacqueline. Nicht weit davon entfernt liegt sein Bruder Robert, der ebenfalls erschossen wurde.
In Arlington begraben zu sein, bedeutet Teil der Geschichte dieses Landes zu sein. So ist hier zum Beispiel auch die Mannschaft der Raumfähre Challenger begraben, die 1986, kurz nach dem Start, explodierte. Oder die Opfer von 9/11, Kriegskorrespondenten und der Unbekannte Soldat. Und natürlich hohe Militärs wie zum Beispiel General Westmoreland, der unglückliche Oberbefehlshaber des Vietnam-Kriegs und sein damaliger Verteidigungsminister, Robert McNamara. Logisch, dass die Grabsteine der Generäle und höheren Befehlshaber, diejenigen der Soldaten um einiges überragen!
Es sind jedoch die Gräber der Soldaten, die uns am meisten Eindruck gemacht haben. Das Bild der unzähligen weissen Grabsteine, die in militärischer Ordnung ausgerichtet sind, wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Über 400’000 «Service Members», Veteranen und ihre Familienangehörigen haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. So hoffen wir wenigstens!
PS. Wir hoffen ebenfalls, dass Donald seine letzte Ruhestätte an einem anderen Ort findet. Zum Beispiel im Keller seines Trump Towers!