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ergoveda.ch war der Name der Webseite meiner ehemaligen Praxis für Ergotherapie und Ayurveda-Therapie.
In dem Wort ergoveda sah ich von Beginn an eine Verbindung zur Achtsamkeitspraxis: "Ergo" kommt vom grieschischen Wort "ergein" und bedeutet tun, handeln. "Veda" ist ein Sanskrit-Wort und bedeutet Wissen, Weisheit.
"ergoveda" ist also das Wissen oder das Bewusstsein über das, was wir gerade tun. Deshalb gab mir der Name "ergoveda.ch" schon die Richtung an, wohin meine Arbeit gehen soll.
In meiner neuen Arbeit lasse ich meine Freunde mich Anitya nennen, was soviel heisst wie Unbeständigkeit (Sanskrit: Anitya und Pali: Anicca). In der buddhistischen Lehre ist die Unbeständigkeit das Erste der drei Merkmale des Daseins. Ohne Unbeständigkeit gibt es kein Leben.
Wachstum, Veränderung, Entwicklung sind nur durch die Unbeständigkeit möglich. Im ganzen Leben bin ich (sind wir) ständig daran, das Eine loszulassen, um das Neue anzunehmen. Loslassen ist kein Verlust, wie ich früher dachte, sondern mehr ein Akt der Befreiung und der Liebe.
Und mit Anitya, der Unbeständigkeit beginnt erst meine Reise in die grosse Buddha-Lehre, die ich Dank meines ehrwürdigen Lehrers, Thay*, begonnen habe.
*Thay (vietnamesisch) bedeutet Lehrer, so wird Thich-Nhat-Hanh von seinen Schüler genannt.