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Die verborgene Perle
Es handelt vom antiken aramäischen Erbe und von der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien.
Die zwei italienischen Firmen bereiten dieses Projekt seit einiger Zeit sorgfältig mit den aramäischen Gastgebern vor. Insgesamt werden drei Video-Filme und drei Bücher über die Syrisch-Orthodoxe Kirche verfasst. Es ist vorgesehen, das Projekt bis zum Sommer 2000 zu beenden und auf den Markt zu bringen. Hierfür sind einige westliche Wissenschaftler, wie Sebastian Brock, David G. K. Taylor und Witold Witakowski verantwortlich. Es wird in sieben Sprachen, unter anderem in Deutsch und Aramäisch übersetzt. Die letzte redaktionelle Arbeit des deutschen Teiles übernehmen einige Akademiker von der aramäischen Föderation Deutschland.
Das alte aramäische Erbe und die syrisch-orthodoxe Kirche
1. Das alte aramäische Erbe
2. Die Blüte der aramäischen Tradition
3. An der Schwelle zum dritten Jahrtausend: das syrisch-orthodoxe Zeugnis
Texte von Sebastian P. Brock, David G. K. Taylor, Witold Witakowski
Größe: cm 24,5 x 21,5
Seiten: 224 pro Band
Bilder: 80 in Farbe pro Band
Papier: matt, 100 gr. pro qm
Einband: harte Deckel mit Leinen
Dieses Projekt ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen:
11 Ländern auf 5 Kontinenten
30 Ministern
14 Botschaften
34 Museen rund um die Welt
160 Ausgestellten Arbeiten
300 Beteiligten Leuten (Kleriker, Laien, Gelehrte)
11 Universitäten auf drei Kontinenten (Europa, USA, Asien)
11 Luftfahrtgesellschaften
1.000 kg Technischen Materials
12 Feldtechniker
15.000 km Auf dem Landweg zurückgelegt
Oktober 1999
Die verborgene Perle
Das alte aramäische Erbe und die syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien
Texte von Sebastian P. Brock, David G. K. Taylor, Witold Witakowski
Den meisten Leuten ist Aramäisch nur als die Sprache Jesu bekannt, jedoch war sie über ein Jahrtausend (600 v. Chr. - 650 n. Chr.) die Hauptkultursprache für einen Großteil des Mittleren Ostens, und hat so eine größere Rolle in der Kulturgeschichte dieser Region gespielt. Im Altertum ist der Gebrauch des Aramäischen von Afghanistan bis Westeuropa nachweisbar. Im Mittelalter reichte die Ausdehnung sogar bis nach China, während im 20. Jahrhundert die modernen Vertreter der aramäischen Tradition auf allen Kontinenten zu finden sind.
In diesen drei Bänden wird der Leser auf eine Reise über drei Jahrtausende mitgenommen, von der Zeit der frühesten Inschriften auf Aramäisch bis zur Gegenwart, wobei das Schwergewicht auf eine der Hauptvertreter dieser Tradition bis zum heutigen gelegt wird, nämlich die syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien und ihre Angehörigen, die Aramäer. Dies ist eine erstaunliche Geschichte, die noch nie in ihrem vollen Umfang erzählt wurde.
1. Das alte aramäische Erbe
Der erste Band berichtet über das erste Jahrtausend vor Christus. Durch den Gebrauch der Nachweise von den überlebenden aramäischen Inschriften und Monumenten, ergänzt durch die Information in den Annalen der Assyrischen Könige und die Geschichtsbücher des Alten Testaments, wird ein Bild von den aramäischen Stadtstaaten in Aram (Syrien) und Aram-Nahrin (Nordmesopotamien) in den ersten Jahrhunderten des ersten Jahrtausends entworfen. Einige der wichtigen aramäischen Inschriften aus dieser Zeit sind erst kürzlich entdeckt worden und nicht allgemein bekannt.
Obwohl diese aramäischen Königreiche, wie dieses des alten Israels in der Bibel, schließlich durch das assyrische Reich besiegt wurden, begann nichtsdestotrotz die aramäische Sprache ihren Siegeszug von Akkadien aus als internationale Hauptsprache im Mittleren Osten. Dramatische Beweise hierfür geben Archive aramäische Dokumente aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, die in Ägypten dank seines trockenen Klimas erhalten geblieben sind. Aus dieser Zeit stammt eines der großen Meisterwerke der aramäischen Literatur, die Geschichte von Ahiqar, die aramäischen Weisen. Dieses Werk wurde später in viele verschiedene Sprachen übersetzt, von Armenisch, Äthiopisch, Arabisch, Frühtürkisch bis Griechisch, Romanisch und verschiedene slawische Sprachen einschließlich Russisch. Zur Zeit Alexander des Grossen finden wir Aramäisch im Gebrauch von der Westtürkei bis Afghanistan, und vom Kaukasus und Nordwestiran bis Südägypten. Der erste Band schließt mit den aramäischen Denkmälern von Tadmor (Palmyra), Hatra und nabatäischen Königreichen von Petra.
2. Die Blütezeit der aramäischen Tradition
Der zweite Band beginnt mit dem Aramäischen als die Sprache Christi und der meisten Juden in Palästina im 1. Jh. n. Chr. Das Aramäische ist in seinem Gebrauch in einigen Qumranrollen und in gesetzlichen sowie auch in anderen Dokumenten, die in den letzten Jahren in der jüdischen Wüste gefunden wurden, hervorgehoben.
Dieser Band beschreibt weiterhin die Wichtigkeit des Aramäischen im Judentum, Mandaismus und einigen anderen nichtchristlichen Religionen des ersten Jahrtausends nach Christus. Danach konzentriert sich dieser Band auf die spezifischen Zweige des uralten aramäischen Erbe.
Besondere Aufmerksamkeit erhalten die berühmten Schulen von Edessa und Nisibis; die architektonischen Monumente, wie Kallat Siman in Syrien und die uralten Kirchen und Klöster des Tur-Abdin und Irak; sowie künstlerische Tradition, dargestellt in Manuskripten hoher Qualität. Unter anderem wird über die Verbreitung des aramäischen Christentums nach Südindien und durch Asien, bis hin nach China berichtet, wie es die berühmten chinesisch-aramäischen Inschriften in Xiang des späten 8. Jahrhundert vor Christus bezeugen.
Dieser zweite Band endet mit einem Kapitel über die Geschichte der Bibel in Syrien und ihrer späten Übersetzungen ins Arabische, Sogdische, Persische, Modernsyrische, Malayalam und Englische. Eine wichtige Rolle bekommt Mushe von Mardin, der größtenteils verantwortlich war für das erste gedruckte aramäische NT – veröffentlicht in Wien im Jahre 1555.
3. An der Schwelle zum dritten Jahrtausend:
Das syrisch-orthodoxe Zeugnis
Der dritte Band berichtet größtenteils über das 20. Jahrhundert. Er beginnt mit einem kurzen Überblick auf die Überlebenden des Aramäischen außerhalb des Christentums (unter Juden, Muslimen und Mandäer), bevor es sich den wichtigsten Vertretern der aramäischen Tradition widmet. Einiges wird hier über die historischen Unterschiede zwischen diesen Kirchen aufgezeigt, bevor der Schwerpunkt auf die syrisch-orthodoxe Kirche und ihre Gemeinden eingegangen wird. Durch den Vergleich der Verteilung syrisch-orthodoxer Gemeinden vor und nach den Massakern (Sayfo), die während des ersten Weltkriegs stattfanden, wird dem Leser klar, wie traumatisch diese Massaker waren, und welche langfristigen Effekte sie auf die syrisch-orthodoxen Aramäern hatten. Dies führte zur Vertreibung und Auswanderung in alle Welt.
Es werden Hinweise gegeben über die hauptsächlichen Orten der syrisch-orthodoxen Gemeinden am Ende des 20. Jahrhunderts, im Mittleren Osten, in Indien und in den vielen anderen Ländern, in die sie ausgewandert sind, u.a. Europa, Nord- und Südamerika und Australien. Daraus resultiert praktisch eine weltweite Präsenz von aramäischer Tradition und Erbe. Verschiedene kulturelle Aktivitäten werden erwähnt, das Lehren des Syrischen, das Schreiben sowohl in Kthobonoyo und in Turoyo und anderen modernen aramäischen Dialekten, zusammen mit Veröffentlichung von Zeitschriften und Büchern in Aramäisch.
Der zweite Teil des dritten Bandes wird dem aramäischen Literaturerbe gewidmet. Ein Überblick über den Einfluss der aramäischen Literatur auf Westeuropa über die Jahrhunderte. Eine Liste der großen Monumente aramäischer Literatur über die Jahrhunderte und die Erfolge aramäischer Schriftsteller auf verschiedenen Gebieten folgt, sowohl religiöser als säkularer, zum Beispiel die wichtigen Beiträge aramäischer Gelehrter im Mittelalter in der Medizin, Astronomie und Philosophie.
Der Rest des dritten Bandes widmet sich einem kleinen Wörterbuch der wichtigsten aramäischen Autoren, von Bar Daisan (2. bzw. 3. Jh. n. Chr.) bis zu den Autoren des 20. Jahrhunderts (noch lebende Autoren sind nicht berücksichtigt). Grundsätzliche Information, wer wo und wann lebte, wird in Kurzform gegeben.
Das erste Ziel der drei Bände besteht darin, dem modernen Leser mit einer Übersicht über die großen Reichtümer und Erfolge der aramäischen Tradition während einer Zeit von 30 Jahrhunderten zu geben. Der Text wird begleitet von reichlicher Bebilderung, Tabellen und Diagrammen zum besseren Verständnis für die Leser.