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Im Jahr 2017 läuft das Sonderprogramm Humanmedizin im Umfang von 100 Millionen Franken an, das im Rahmen der BFI-Botschaft 2017-2020 verabschiedet wurde. Dessen Ziel ist es, die Anzahl der Absolventen in Humanmedizin von 860 im Jahr 2014 auf 1350 im Jahr 2025 zu erhöhen. Die Notwendigkeit dieses Programmes ist unbestritten, jedoch ist es leider zeitlich begrenzt. Es läuft 2020 aus und hinterlässt den Kantonen hohe finanzielle Belastungen.
Mit Medical Schools zu weniger Kosten
Mit der Einführung von Medical Schools, wie sie bereits im angelsächsischen Raum existieren, liessen sich die Kosten des Medizinstudiums endlich anpacken. Medical Schools trennen ein ausschliesslich vorklinisches Bachelorstudium vom klinischen Masterstudiengang; hingegen schliesst die aktuelle Struktur des Medizinstudiums die klinische Ausbildung bereits im Bachelor-Studium ein. Diese gemischte Struktur verhindert Transparenz bei den Studienkosten, wie der vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation veröffentlichte Bericht belegt.
Ausserdem könnten Medical Schools Studierenden aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen den Zugang zum Masterstudiengang in Humanmedizin ermöglichen, wo die Kapazitäten vergrössert werden müssen. Damit liessen sich die Zugangswege zum Medizinstudium verbreitern und die Gesamtkosten des Studiums senken, während der heute von einigen Kantonen angewandte Numerus clausus hinfällig würde. Medical Schools erlauben zudem eine Verbesserung und Spezialisierung der vorklinischen Ausbildung, einschliesslich des Bereichs Hausarztmedizin.