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Forscher am College für Agrarwissenschaften der Pennsylvania State University (Penn State) haben einen Pilzernte-Roboter entwickelt, der von einem Bildverarbeitungssystem gesteurt wird. Dieses erkennt erntereife Pilze und steuert einen Saugnapf und auch ein Messer so, dass die Champignons präzise erfasst und in einen Sammelbehälter gelegt werden.
Die "Hände" des Roboters können sich in vier Achsen bewegen, sodass sie auch mit Pilzen fertig werden, die etwa noch nicht ausgewachsen sind. Als Greifer fungiert eine kleine Saugglocke, deren Kraft gerade ausreicht, um den Schirm festzuhalten. Sie darf nicht zu gross sein, um den Pilz nicht zu beschädigen. Die richtige Kraft haben die Forscher in zahlreichen Versuchen ermittelt.
Im ersten Durchgang hat es der Roboter geschafft, 90 Prozent der reifen Pilze zu ernten, nach einem zweiten Scan-Durchgang waren es fast 95 Prozent. Bisher hat Penn-State-Assistenzprofessor Long He einen Prototypen gebaut, der Pilze, die in Pflanzschalen wachsen, zuverlässig erntet, ohne Schäden anzurichten. Das war ein komplexes Unterfangen. Menschliche Pflücker packen den Schirm mit drei Fingern, schneiden ihn mit einem Messer ab, das sie in der anderen Hand halten und legen ihn in einen Sammelbehälter. Das musste der Roboter nachvollziehen.
US-Bürger verbrauchen im Jahr rund 400.000 Tonnen Champignons (Deutschland: 160.000 Tonnen). Zwei Drittel davon werden in Pennsylvania angebaut. "Die Züchter haben Schwierigkeiten, Arbeitskräfte für die Ernte zu finden, eine sehr arbeitsintensive und schwierige Aufgabe. Daher wäre ein automatisiertes Erntesystem wie das, an dem wir arbeiten, eine grosse Hilfe", erläutert He. Zudem seien die Lohnkosten mit 15 bis 30 Prozent sehr hoch.
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