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Grosses Lexikon der Philatelie
Alexander Bungerz
Wissen Sie, welche Stempel die Hongkong-Post um 1870 verwendete?
Wissen Sie, wer General Balcarce war, der auf der violetten 1 Centavo-Marke von 1873 aus Argentinien abgebildet ist?
Wissen Sie, was ein Bahnhofsbrief ist?
Wissen Sie, welches Postamt den norwegischen Nummerstempel 184 benutzte?
Wissen Sie, was die Abkürzung M.B.D. im Kontrollaufdruck der indischen Lokalausgaben 1891 von Nandgaon bedeutet?
Antworten auf diese und noch viel mehr Fragen finden Sie in Alexander Bungerz’ „Grosses Lexikon der Philatelie“ aus dem Jahre 1923. Dieses Nachschlagewerk enthält auf 800 Seiten mehr als zehntausend Lexikoneinträge. Das besondere an diesem Buch ist, dass es oft weiterführende Quellenangaben gibt, die auf Bücher oder Zeitschriftenartikel verweisen. Damit ist dieses Buch eine ideale Quelle, um sich ein klassisches oder auch älteres modernes Sammelgebiet zu erschliessen oder auch um -für uns exotische- ältere Marken oder Briefe zuordnen zu können.
Alle auf Briefmarken bis 1922 aufgedruckten Abkürzungen, Initialen u.ä. sind aufgeführt, englische, französische, portugiesische Fachbegriffe übersetzt, Währungsbezeichnungen werden erklärt und oft auch noch umgerechnet. Besonders erwähnenswert ist, dass Nummernstempel verschiedener Sammelgebiete den Postanstalten zugeordnet werden, dass bei bestimmten Sammelgebieten alle Postämter angegeben werden.
Die Diskussion um Neudrucke, Nachdrucke und Fälschungen klassischer Ausgaben wird hier schon geführt und auf die einschlägigen Quellen verwiesen.
Viele Informationen, die vor fast einhundert Jahren allgemein bekannt waren und mittlerweile vergessen wurden, finden sich in diesem monumentalen Werk, damit gehört dieses Buch in den Schrank eines fortgeschrittenen Philatelisten, der sich mit der ganzen philatelistischen Welt beschäftigt.
Da es dieses Werk im Buchhandel natürlich nicht mehr gibt und man in Antiquariaten lange suchen muss, finden Sie es natürlich am einfachsten in der Bibliothek der Stiftung Basler Taube.
Johannes Hoffner, Vizepräsident Briefmarkensammler-Verein Baselland
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Hier noch die Antworten zu den eingangs gestellten Fragen:
1. Amoy A1, Amoy C27, Canton C1, Futschau F1… S 323
2. Führte die argentinische Armee in die Unabhängigkeitskriege gegen Peru und Spanien.
3. Diese Briefe konnten in Deutschland direkt im Postwagen eines Zuges aufgegeben werden und vom Empfänger im Bahnhof abgeholt werden. Der Umschlag trug einen roten Rand. Sie wurden am 15.6.1874 eingeführt.
4. Das Postamt Lom
5. Mahant Balram Das war der Name des Fürsten von Nandgaon.