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Klimaänderung und Karst
Die Klimabedingungen haben vielerlei Einflüsse auf den Karst. Neben den zahlreichen Verbindungen untersucht das SISKA die Auswirkungen der Klimaänderung auf die nachfolgenden Elemente.
- Die Versickerung des Wassers im Untergrund und die Speisung der Aquifere. Sie beeinflusst direkt die Menge des unterirdischen Wassers und resultiert aus einem delikaten Gleichgewicht zwischen Klimafaktoren (Niederschlag, Temperatur, ...) und Bodenfaktoren (Vegetation und Böden).
- Die Ausscheidung von Calcit in den Tropfsteinen betrifft vor allem die Rekonstruktion des Klimas. Die Calcitschichten, die in den Tropfsteinen abgelagerrt werden, zeichnen die Klimabedingungen während ihres Wachstums auf, ähnlich wie die Jahrringe eines Baumes.
- Die Kalklösung spielt eine Rolle in der Verzögerung der Erwärmung. Es wurde gezeigt, dass die Erwärmung eine erhöhte Bodenaktivität nach sich zieht, was mit einer Erhöhung des CO2-Gehaltes im Boden einhergeht. Das durch den Boden sickernde Wasser löst infolgedessen mehr CO2, und somit kann es mehr Kalk lösen. Für jedes zusätzlich aufgelöste Molekül Kalk wurde ein Kohlendioxidmolekül vom Boden (und der Atmosphäre) entnommen. Diese Aktivität könnte einen grossen Teil des von den Wissenschaftlern "carbon sink" genannte Phänomen erklären, nämlich dass der Atmosphärengehalt an CO2 weniger schnell zunimmt, als er gemäss den Modellen sollte.