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Ich kann mich erinnern, daß eine Frau Pauli als Politikerin, mal eine Laufzeitbegrenzung für die Ehe vorschlug. Hatte einen kollektiven Aufschrei der unchristlichen bayerischen Partei zur Folge und sicherte ihr jede Menge der erwünschten Aufmerksamkeit.
Dennoch, die Idee ist doch im Grunde nicht schlecht, es müssen ja nicht gerade diese sieben starren Jahre sein, sondern vielleicht der Zeitpunkt, an dem das jüngste Kind ein bestimmtes Alter erreicht hat...
Dann könnte man doch noch einmal ein Fest feiern zur bisher gelungenen Ehe - oder aber unkomplizierter als beim jetztigen Scheidungsrecht auseinandergehen und sein Leben neu orientieren. Und wenn man diesen Zeitpunkt im Voraus weiß, kann man sich langsam einvernehmlich lösen oder sich zusammensetzen und versuchen, das Verbindende zu vertiefen und festzuhalten. Man ist sich nun wirklich im Klaren, was man am anderen hat.
Die "Versorgerehe" halte ich für Auslaufmodell, es gibt immer mehr aktive Väter, die ihre Kinder genauso gut betreuen, wie die Mütter - vom Stillen mal abgesehen. Wenn sich beide diese Arbeit teilen, muß die Frau den Anschluß im Beruf nicht verlieren und bleibt wirtschaftlich gleichbereichtigt. (In Skandinavien scheint das so zu funtionieren.)
Sich dann bei der zweiten Hochzeit noch einmal füreinander zu entscheiden, wäre ein wahrlich ehrliches Bekenntnis, kostet aber eine Menge Arbeit an der Beziehung.
Wenn die Ehe ehrlicher wäre, wäre die Affaire überflüssig.
Nun zerreißt mich!