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Genfer Tageszeitung. Der C. wurde 1868 als "Feuille religieuse et nationale" -- so lautet sein Untertitel -- gegründet, um die kath. Interessen im ref. Genf zu wahren. Die Zeitung erschien anfänglich am Sonntag, seit 1892 täglich. Ab 1923 verfolgte der C. einen dezidiert sozialen Kurs, schwenkte aber später wieder auf die Linie der röm.-kath. Kirche ein, welche die Zeitung finanziell unterstützte. Seit 1966 enge Zusammenarbeit mit der Freiburger Zeitung La Liberté, welche den Ausland-, Inland- und Wirtschaftsteil liefert. Die Auflage stieg in den 1970er Jahren bis auf 9'000 Exemplare. Der C. definiert sich seit 1982 als humanist. Meinungsblatt und setzt den Schwerpunkt auf christl. und soziale Fragen. 1996 kam es zum endgültigen Bruch mit der kath. Kirche. Die chronischen finanziellen Schwierigkeiten versucht die einzige von Edipresse unabhängige Zeitung der Region, die seit 2000 in Genf gedruckt wird, mit regelmässigen Spendeaktionen sowie einem in Gewerkschaftskreisen verankerten Unterstützungsverein zu lösen. 2000 erreichte die nunmehr einzige linke Tageszeitung der Schweiz eine Auflage von 9'860 Exemplaren.
Literatur
– Blaser, Bibl., 227
– C. Philipona, Le Courrier, 1993
Autorin/Autor: Ernst Bollinger