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Der chilenische Weinanbau mit rund 150000 Hekaren Reben ist viel mehr an Frankreich gebunden, als es die Tradition und die Entwicklung des Landes erahnen lassen, sei es im Anbau der Rebsorten oder in der önologischen Beratung. Boden und Klima südwestlich der Landeshauptstadt Santiago de Chile behagen den Reben so sehr, dass sich dieses wunderbar zwischen den höchsten Andenspitzen und der Pazifikküste eingebettet liegende Fleckchen Erde zur Königsregion des chilenischen Weinbaus aufschwang.
Das Klima in Chile ist ein Mix aus Bordeaux und Napa Valley. Die klimatischen Voraussetzungen des Landes mit heissen Tagen und mit schon kalten nächtlichen Temperaturen von weniger als 10 Grad bietet optimale Bedingungen für komplexe kraftvolle Rotweine. Aus Chile kommen wunderbare Bordeaux-Blends, die die Franzosen das Fürchten lernen, nicht zuletzt aufgrund der kühleren Lage und der teureren Arbeitskraft, die dort herrschen.
Central Valley oder Valle Central ist die wichtigste Weinregion in Chile. Dieser Region erstreckt sich über eine Länge von 100 km,
im Westen begrenzt von Küstengebirge und im Osten vom riesigen Anden-Gebirge. Die zahlreichen Flüsse kommend von den Anden ergeben ein riesiges Wasserreservoir für die Bewässerung der Rebberge.
Im südlichen Teil des Central Valley liegt das berühmteste Anbaugebiet des Landes, das Maipo-Valley. Das dort herrschende mediterrane Klima bringt Cabernet-Weine von erstklassiger Qualität und bewundernswerte Carmenère-Weine hervor, die Vorzeigetraube Chiles.