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Dank Beethoven kennen es alle, aber ursprünglich war „An die Freude“ ein Gedicht von Friedrich Schiller. Es war eher eine Ode an die Gleichberechtigung als eine Ode an die Freude – Schiller beschrieb die Freude als das Band, das Menschen gleichberechtigt auf dem ganzen „Erdenrund“ zusammenhält. Das Gedicht entstand 1785, als die Pariser sich bereits „Einheit, Freiheit, Gleichheit oder Tod“ auf die Häusermausern malten – im prärevolutionären Schwung also. Als dieser vorbei war, schämte sich Schiller ein bisschen für sein pathetisches Gedicht. Er hielt es keineswegs für ein Meisterwerk. Seit 1985 gilt Beethovens Vertonung davon als offizielle Europahymne. Sie versinnbildliche die Werte, die alle (sic!) teilten, sowie die Einheit in der Vielfalt. Ganz schön schwere Last für die Freude also.
Ich habe das kleine Video heute Morgen im Rahmen der Aktion #solidarityformusic gemacht, mit der das LUCERNE FESTIVAL und SONART gemeinsam auf die pandemische Lage der Musiker aufmerksam machen möchten. Es kann gefilmt und gespendet werden: www.solidarityformusic.ch