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Nichtverbale Kommunikation ist jeden Tag, in jeder Situation, bei jedem Menschen, beabsichtigt oder unbewusst präsent. Es stellt sich bloss die Frage, ob du die Signale erkennen, lesen und dann auch deuten kannst.
In unserem Blog werden wir alle Themen rund um die Kommunikation und im Besonderen die Körpersprache als deren Essenz behandeln und auf gängige Fragen und Themen aus unserem Schulungs- und Einzelcoaching-Alltag eingehen.
Bevor Menschen überhaupt miteinander über die gesprochene Sprache kommuniziert haben, waren es die nicht ausgesprochenen körpersprachlichen Ausdrücke, die den Austausch ermöglicht haben. Durch Laute allein wurden Signale kommuniziert. Viel später wurden den Massen dann die Neuigkeiten des Weltgeschehens im gedruckten Wort nähergebracht und da waren klar die Menschen im Vorteil, die sich schriftlich gut ausdrücken und Gefühle in Worte formulieren konnten. Menschen, die besser im mündlichen Ausdruck kommunizierten, kamen erst zum Zug, als das Radio erfunden wurde. Einige Zeit später kam dann noch das Fernsehen dazu.
Da die Körpersprache zwar von dem untrainierten Auge hauptsächlich nur unterbewusst wahrgenommen, als intuitives Gefühl bemerkt und allenfalls damit als belanglos abgetan wird, gibt es in den meisten Sprachen heutzutage gängige Redewendungen, die auf die Körpersprache als Hauptausdrucksform hinweisen.
Die Welt auf seinen Schultern tragen. Sich den Kopf zu zerbrechen.
Jemanden auf Armeslänge halten. Wo steht dir bloss der Kopf?
Ich drücke mal ein Auge zu. Die Hände in den Schoss zu legen.
Zeige mir, was du mir sagen willst
Charles Darwin hat mit seinem Buch zur Körpersprache im Jahr 1872 die Körpersprache als akademisches Interessensgebiet eröffnet und seine Beobachtungen und Aufzeichnungen wurden seither weltweit von Forschern studiert, erforscht und dann grösstenteils validiert. Um Mitte des 20. Jahrhunderts wurden aufgrund der zunehmenden Wichtigkeit der Körpersprache in der Kommunikation viele Mittel in die Forschung eingesetzt. Ein Forscher namens Albert Mehrabian kam zum Schluss, dass lediglich 7 Prozent der Kommunikation verbal, also das gesprochene Wort, ist. Es geht nicht darum, was du mir sagst, sondern wie du ausgesehen hast, als du es mir gesagt hast. Trotzdem gibt es noch immer Menschen, die vermeintlich nur das verbal gesprochene Wort als Nachrichtenüberbringer ansehen, was viele Menschen dazu verleitet, die offensichtlichen Signale der Körpersprache zu ignorieren oder uninformiert darüber zu bleiben, obwohl dies der grösste und aussagekräftigste Faktor der Kommunikation ist. Seit damals haben Forscher nämlich beinahe eine Million kleine und grosse körpersprachlichen Signale entdeckt und aufgezeichnet.
Es fällt noch immer einigen Menschen schwer, einzusehen, dass wir als Menschen biologische und instinktive Wesen sind. Obwohl wir uns in der Evolution verändert und unsere Fähigkeiten verbessert haben, so sind wir doch noch immer durch gewisse intuitive Verhaltensweisen gesteuert. Deswegen ist auch die Körpersprache nur bis zu einem gewissen Grad und mit viel Training kontrollierbar. Die meisten Menschen realisieren nicht einmal, dass ihre Körperhaltung, Gestik und die kleinsten Gesichtsausdrücke so viel mehr als die gesprochenen Worte aussagen. Wir können nur für wenige Momente unsere Körpersprache kontrollieren, danach übernimmt wieder unser natürlich ungesteuertes, biologisches Wesen.
Alle körpersprachlichen Signale sind Zeichen von sich im Inneren abspielenden Emotionen, Absichten, Gedanken und Gefühle.