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Als schienen sie miteinander zu spielen: vergnügt hockt das Kind auf der Schulter seiner Mutter, welche jenes behutsam mit ihren Händen festhält. Die dargestellte Frau trägt ein langes Kleid und sitzt auf einem Hocker, welcher wiederum auf einem Sockel zu stehen kommt. Innerhalb der Darstellung sind geschwungene und waagrechte Linien zu erkennen, so dass die Figuren gleichzeitig den Eindruck von Lebendigkeit und Gleichgewicht erwecken. Die bewusst gewählte Symmetrie wird durch die ebenmässigen Gesichtszüge unterstrichen. Der Thuner Künstler Ernst Schneider hält mit der Bronze-Plastik eine idealisierte Mutter-Kind-Situation fest, welche auf der Südseite des 1966 neu eröffneten Spitals an der Krankenhausstrasse zu stehen kommt. Das Werk des Bildhauers ist ein Geschenk der Gewerbeschule, wie auf der Plakette am Sockel nachzulesen ist.
Katrin Sperry
Ein Kind über-ragt seine Mutter.
Es sitzt auf der Schulter der Mutter.
Die Mutter hält das Kind fest.
Es ist sicher.
Alles ist im Gleich-gewicht.
Das ist ein Bild von einem Ideal.
Die Skulptur steht beim Spital.
Sara Smidt