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Schon mehrmals hat Katie Price den Schritt angekündigt – und dann doch gezögert und ihren Sohn möglichst nahe bei sich behalten. Harvey kam 2002 mit einer Sehbehinderung zur Welt, leidet an Autismus und dem Prader-Willi-Syndrom, das unter anderem ein starkes Hungergefühl zur Folge hat.
Seit seiner Geburt kümmerte sich die Britin, die Ende der 1990er-Jahre als «Playboy»-Model und später als Reality-Sternchen weltweit Berühmtheit erlangte, mehrheitlich alleine um ihren Sohn. Seit Anfang des letzten Jahres besuchte Harvey dann unter der Woche eine Wohnschule, kehrte im März wegen Corona aber wieder ganz nach Hause zurück.
Jetzt aber will Katie Price den Schritt endgültig durchziehen: Ihr Sohn soll in ein betreutes Wohnheim eines Colleges ziehen, wie sie gegenüber «The Sun» bestätigt.
«Das ist die Chance auf ein unabhängiges Leben»
Einer der Gründe ist, dass Harvey ihr körperlich längst überlegen ist. Wie die britische Zeitung schreibt, habe Harveys Autismus zur Folge, dass er bei lauten Geräuschen plötzlich zuschlagen könne. Für Katie Price sei es dann schwierig, ihren Sohn zu beruhigen oder ihn zurückzuhalten – immerhin ist er 1.87 Meter gross und über 180 Kilogramm schwer.
Vor allem aber will Katie Price ihrem Sohn die Möglichkeit geben, sich weiterzuentwickeln: «Es bricht mir das Herz. Ich will nicht, dass Harvey denkt, dass ich ihn nur loswerden will. Das ist die Chance auf ein unabhängiges Leben, darauf, soziale Fähigkeiten zu erlernen und neue Kontakte zu knüpfen», so die 42-Jährige, die sich seit Jahren für die Rechte von Behinderten einsetzt und offen über ihr Leben mit Harvey berichtet.
Schon seit Monaten habe sie nun zusammen mit Harvey Colleges für Kinder mit Autismus und Lernschwierigkeiten angeschaut, erzählt Katie Price. Wichtig sei ihr dabei auch gewesen, dass die Schule nicht allzu nahe bei ihrem Zuhause sei. «Ich muss lernen, loszulassen, aber das ist schwer – jeder in meiner Position weiss, wie schwer das ist.»
Sie hätten eine enorm enge Beziehung und es sei aufwühlend, daran zu denken, dass sie Harvey zukünftig nicht mehr jeden Tag sehen werde. Die fünffache Mutter ist aber überzeugt, dass das Beste für Harvey sei.
«Wenn er aufs College geht, wird er lernen, ein Erwachsener zu sein. Er sagt jetzt schon: ‹Mami, ich bin kein Junge, ich bin ein Mann.›» Auch seine Geschwister würden sich für Harvey freuen. «Sie sehen die Fortschritte, die Harvey macht, werden aber auch traurig sein, wenn sie ihn nun wochenlang nicht sehen.»