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René de Nicolay, Dr.
- Affiliated Researcher
René de Nicolay absolvierte seine Universitätsstudien in Frankreich (ENS Paris, 2011-2017; B.A. in Klassischer Altertumswissenschaft, Sorbonne - Paris IV, 2012; M.A. in Alter Geschichte, EPHE, 2015; agrégation de lettres classiques, 2017) und den USA (Ph.D. in Klassischer Altertumswissenschaft, Princeton, 2021). Den Hauptschwerpunkt seiner Arbeit bildet die politische Theorie der klassischen Antike. Teile seiner Doktorarbeit (The Origins of Licence: Excessive Freedom in Ancient Political Philosophy) sind als Artikel in den Zeitschriften Polis ("Shameless Freedom in Plato’s Laws") und Classical Philology ("Licentia: Cicero on the Suicide of Political Communities") erschienen; ein weiteres Kapitel, "Freedom and Fetishism in book 8 of Plato’s Republic", wurde 2021 am Treffen der Society of Classical Studies vorgestellt. René de Nicolays Forschungsinteresse erstreckt sich auch auf die Rezeptionsgeschichte antiker politischer Ideen; dabei liegt sein Schwerpunkt vor allem auf Texten der Spätantike, des Mittelalters und der Renaissance, wie sie sowohl die griechischen und lateinischen als auch die hebräischen und arabischen Traditionen hervorgebracht haben. Als Affiliated Researcher des JustCity-Projekts untersucht René den Gerechtigkeitsbegriff Ciceros in dessen philosophischen Hauptwerken und einigen ausgewählten Reden, um die eigentliche Kernthese des Gesamtprojekts - dass Cicero dem tugendlastigen Gerechtigkeitsbegriff der griechischen Tradition einen neuen, auf dem Recht beruhenden Gerechtigkeitsbegriff entgegenstellte - einer kritischen Prüfung zu unterziehen.