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In der Ökonomie wird ja über vieles gestritten. David Ricardos «Theorie der komparativen Kostenvorteile» wird aber praktisch von niemandem in Frage gestellt. Auch bald 200 Jahre nach ihrer «Erfindung» ist die Idee, dass internationaler Freihandel in der langen Frist allen beteiligten Ländern zu höherer Wohlfahrt verhilft, noch immer ein Kernstück der geltenden Aussenhandelstheorie.
Was uns heute als selbstverständlich scheint, war zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als weite Teile Europas noch in der merkantilistischen Tradition standen und von Handelshemmnissen übersät waren, stark umstritten. David Ricardo kämpfte als Abgeordneter im britischen Unterhaus gegen die «Corn Laws», die den Preis für britisches Getreide durch Importverbote künstlich hoch hielten. Abgeschafft wurden sie erst 1846 – 23 Jahre nach seinem Tod.
Die britische «Open University» hat mit diesem Beitrag aus der Reihe «60 Second Adventures in Economics» eine unterhaltsame Lektion in Aussenwirtschaftstheorie produziert:
Ökonomie kommt oft kompliziert daher. Dabei gibt es auch humorvolle Wege, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu erklären. Für unsere Sommerreihe «Ökonomie einmal anders» haben wir auf Youtube nach guten und unterhaltsamen Videos gesucht.