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Wagen 801 im Ablieferungszustand.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 118.10)
Die zwölf 1995–96 von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) in Dienst gestellten Autobusse mit den Nummern 801 bis 812 ersetzten Altfahrzeuge aus den Sechzigerjahren. Gleichzeitig läuteten sie eine neue Ära ein, waren sie doch erstmals für den Betrieb mit Erdgas statt mit flüssigem Treibstoff ausgelegt.
Im Vorfeld dieser Ersatzbeschaffung erprobte die BVB auf der damaligen Linie 37 verschiedene zweiachsige Niederflurbusse führender europäischer Hersteller. Im Verlaufe dieses Evaluationsverfahrens fiel auch der Entscheid für den Erdgasbetrieb, da sich mit diesem eine markante Reduktion des Schadstoffausstosses erzielen liess. Allerdings erforderte die Umstellung auf diese neue Treibstoffart die Errichtung einer entsprechenden Betankungsanlage in der Garage Rankstrasse.
Das Modell O 405 N2 CNG von Mercedes-Benz/EvoBus entsprach den Anforderungen der BVB am besten. Dieser Bustyp basiert auf dem O 405, der zweiten Generation deutscher Standardlinienbusse. Mercedes entwickelte den O 405 gegen Ende der Achtzigerjahre zum Niederflurbus O 405 N weiter. Während in den ersten Produktionsjahren die Sitze im vorderen Teil des Fahrzeugs noch auf Podesten angeordnet waren, erschien 1994 eine weiterentwickelte, als O 405 N2 bezeichnete Variante ohne Podeste und mit heruntergezogenen Seitenscheiben
Die von der BVB georderte Ausführung des O 405 N2 verfügte über drei Türen (zwei davon mit bequemem, stufenlosem Einstieg) und eine Vollklimatisierung. Der geräuschgekapselte, sechszylindrige Heck-Unterflurmotor entwickelte eine Leistung von 175 kW bzw. 238 PS. Die Gasbehälter befanden sich unter einer Abdeckung auf dem Wagendach. Dieser buckelförmige Aufbau verlieh dem Wagen 801 den Namen «Quasimodo».
Ersetzt durch eine zweite Generation von Erdgasbussen mussten die Wagen 801–812 Mitte 2008 Basel verlassen und wurden wie gewöhnlich an einen Zwischenhändler veräussert. Ein Exemplar (Wagen 806) gelangte direkt nach Polen und wurde auf den Betrieb mit Dieselkraftstoff umgerüstet, die übrigen elf Fahrzeuge fanden in Plovdiv (Bulgarien) ein neues Betätigungsfeld. Die Zweitbetreiber haben die Wagen mittlerweile wieder ausgemustert und verschrottet.