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Die Entwicklung des Schulwesens im Kanton Freiburg hat zu zwei Systemen geführt, die ganz auf die beiden Sprachregionen abgestimmt sind. So habe im Verlauf der Zeit jedes der beiden Systeme ihm eigene Charakteristika gebildet. In einem Postulat fordern nun Laurent Thévoz (Grüne, Freiburg) und Nadia Savary (FDP, Vesin) sowie 30 weitere mitunterzeichnende Grossräte, dass aus den Unterschieden der beiden Systeme ein möglichst grosser Nutzen gezogen wird.
«Diese aussergewöhnliche Situation hat den Vorteil, dass zwei gross angelegte ‹Laboratorien› vorhanden sind, innerhalb derer Lern- und Unterrichtsformen angewendet werden, die sich bewährt haben», heisst es im Postulat. Die sehr guten Ergebnisse der Freiburger Schüler unterstrichen dies.
Das Postulat wolle nun beitragen, die Qualität der obligatorischen Schule im Kanton weiter zu verstärken und verbessern. Es biete sich nämlich die Gelegenheit, aus beiden Systemen die besten Praktiken herauszustellen, damit auch der jeweils andere Kantonsteil davon profitieren könne.
Externes Mandat?
Der Vorstoss stellt deshalb vier Fragen: Welches sind die hauptsächlichen Unterschiede zwischen den beiden Schulsystemen? Welche Unterschiede zeichnen sich besonders durch ihren Beitrag zur Qualität des Unterrichts aus? Welche Unterschiede in den beiden Sprachgruppen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Qualität des Unterrichts? Welche Unterschiede führen zu einer Ungleichbehandlung der beiden Sprachregionen?
Den Grossräten scheint es angebracht, die Thematik der beiden Schulsysteme durch ein externes Mandat untersuchen zu lassen. Im Postulat wird spezifisch das Institut für Mehrsprachigkeit der Universität Freiburg erwähnt.