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Der Künstler
Der in Basel lebende Künstler Aldo Solari (*1947) wendet sich mit grosser Konsequenz dem Thema der menschlichen Figur zu. Wie den Vertretern der Pop-Art gelingt es Solari, malerische Sinnlichkeit und plakative Wirkung mit Hintersinn zu verbinden. Mit seinen Motiven von Uniformierten, Puppen und Wettkämpfern interessiert er sich für inhaltliche Belange wie den tägliche Konkurrenzkampf oder das Machtspiel der Gängelei. Dabei hält seine Malerei jedoch eine perfekte Balance zwischen cooler Sinnlichkeit und kritischer Distanz. Das Kunstmuseum seiner Heimatstadt Solothurn widmet Aldo Solari eine Überblicksausstellung mit Werken der Jahre 1989 bis 2012.
Die Ausstellung
Die Präsentation setzt mit Gemälden der späten 1980er Jahre ein, in denen Menschengruppen von oben gezeigt werden. Die distanzierte Erfassung resultiert nicht nur aus der Vogelperspektive, sondern auch aus der Uniformierung der Menschen, die sich in ihrem Gleichschritt und ihren Kleidern anpassen und im Muster eines ausschnitthaften «all over» auflösen. Bei aller formalen Strenge bleiben für Solari malerische Fragen wichtig. In den 1990er Jahren beschäftigt sich Solari hauptsächlich mit dem Motiv der Gliederpuppe und führt so das Thema der Uniformierung weiter. Die aus sieben Gliedern bestehende Puppe verwendet er für eine Vielzahl von Variationen und entwickelt daraus auch Karton-Objekte, deren Elemente er zu Topografien stapelt oder zu einer Figur zusammensteckt. Ab 2003 tritt das Kompositionsschema der Schwimmer auf, die die Themenkreise von Individuum und Masse, von Wettbewerb und Ziel miteinander verbinden. Mit den Crawlern entwickelt Solari eine dekorative Bildsprache, mit der Wellen, Spritzer und Reflektionen zu einer bunten musterartigen Fläche geschlossen werden. Aus diesen organischen Formen leiten sich in den folgenden Jahren nicht nur die Abtaucher, sondern auch die Wende-Bilder und die Karten ab.