Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03401.jsonl.gz/1657

Was ist passiert?
Die Witwe des Apple-Gründers Steve Jobs hat öffentlich erklärt, dass sie ihr Vermögen von weit über 20 Milliarden US-Dollar nicht an ihre Kinder vererben werde. Sie plane, das Geld für wohltätige Zwecke zu spenden. Laurene Powell Jobs machte die Ankündigung in einem Zeitungsinterview, das die «New York Times» am 27. Januar 2020 veröffentlichte.
Wer ist die Frau, die sich lang im Schatten ihres berühmten Mannes hielt und öffentliche Auftritte mied? Hier sind die spannendsten Fakten zur Unternehmerin, die 20 Jahre mit dem Apple-Gründer verheiratet war und aus deren Ehe drei (mittlerweile erwachsene) Kinder hervorgingen.
Wie viel Geld hat Laurene Powell Jobs?
Ihr Vermögen beläuft sich auf deutlich mehr als 20 Milliarden US-Dollar (wobei der genaue Wert von der Entwicklung an den Börsen abhängt). Laut «New York Times» ist Laurene Powell Jobs auf Platz 35 der reichsten Menschen auf dem Planeten.
Der grösste Anteil ihres Vermögens stammt aus Disney- und Apple-Aktien ihres 2011 gestorbenen Mannes. Dieser hatte abgesehen von Apple auch die Pixar Animation Studios geführt und in das Unternehmen investiert. Mit der Fusion wurde er grösster Einzelaktionär des Disney-Konzerns.
Was ist ihre Mission?
Sie sagt, sie habe ihr Leben der Aufgabe gewidmet, das viele Geld effektiv zu verteilen, und zwar auf eine Weise, die Einzelpersonen und Gemeinschaften nachhaltig helfe. Sie sagt: «Ich habe mein Vermögen von meinem Mann geerbt, dem die Anhäufung von Reichtum egal war. Ich tue dies zu Ehren seiner Arbeit.» Nicht unerwähnt bleiben darf, dass Powell in der Vergangenheit auch fragwürdige Investitionen tätigte, die sich nicht unbedingt mit ihrem Image als Wohltäterin decken.
Warum will sie nun alles verschenken?
Powell sagte laute «New York Times», sie sei nicht an vererbten Vermögenswerten interessiert, und ihre Kinder wüssten das seit langem. Auch ihr Mann habe das nicht gewollt. Und: «Wenn ich lang genug lebe, endet es mit mir.» Sie seien sich darüber einig gewesen, dass die Anhäufung von riesigem Reichtum gefährlich sei für die Gesellschaft.
Powell erinnert im Interview an US-Dynastien wie die Carnegies und die Rockefellers: «Es ist nicht richtig, dass Einzelpersonen eine riesige Menge an Reichtum anhäufen, die Millionen und Abermillionen anderer Menschen zusammengenommen entspricht. Daran ist nichts fair.»
Was hat sie von Steve Jobs gelernt?
Powell erzählte der «New York Times»: «Ich lernte Steve kennen, als ich 25 Jahre alt war. Und vom Tag unserer Begegnung an waren wir 22 Jahre lang zusammen. Er hat also alles beeinflusst.»
Eine tiefgreifende Erkenntnis, die sie dank ihm gewonnen habe, sei, dass man die Welt, in die man hineingeboren werde, nicht einfach als gegeben akzeptieren müsse: «Wenn man heranzoomt, sind es nur Atome, genau wie wir. Und sie bewegen sich die ganze Zeit. Und durch Energie und Willenskraft und Absicht und Fokussierung können wir sie tatsächlich verändern. Etwas bewegen.»