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Reizdarmsyndrom
Was sind die Symptome?
Das Reizdarmsyndrom ist eine Störung der Darmfunktion. Es zeichnet sich aus durch:
- Unterleibsschmerzen
- Ein Gefühl des Unwohlseins, der Aufgeblähtheit
- Darmtransitstörungen (Durchfall oder Verstopfung oder sogar ein Wechsel der beiden)
Um diese Diagnose zu stellen, sucht der Arzt nach vorhandenen Beschwerden im Darm und stellt sicher, dass keine andere Pathologie für die beobachteten Probleme verantwortlich ist.
Die verschiedenen Arten von RDS:
Abhängig von der beobachteten Transitstörung gibt es 4 Formen des Reizdarmsyndroms:
RDS mit überwiegend Verstopfung (RDS-C): harter Stuhl > 25 % der Zeit und weicher Stuhl < 25 % der Zeit
RDS mit überwiegend Durchfall (RDS-D): weicher Stuhl > 25 % der Zeit und harter Stuhl < 25 % der Zeit
Gemischtes RDS mit abwechselnd Durchfall/Verstopfung (RDS-M): harter und weicher Stuhl > 25 % der Zeit
Nicht spezifiziertes RDS: Ein Patient, bei dem RDS diagnostiziert wurde, dessen Störungen jedoch nicht in eine der drei oben genannten Kategorien eingeteilt werden können (Fehlen ausreichender Kriterien, um die Kriterien von RDS-C, RDS-D, RDS-A zu erfüllen).
Welche Personen sind besonders oft betroffen?
Frauen: Sie sind 1,7-mal häufiger von RDS betroffen als Männer.
Europäische Länder, aber auch China und die Vereinigten Staaten sind mit einer Rate zwischen 5 bis 10 % stark betroffen.
Die Verteilung der Arten von RDS nach Transit-Subtyp ist relativ ausgeglichen.
Die Ursachen von RDS
Die Ursachen von RDS sind wenig bekannt und vielfältig, aber man beobachtet bei Patienten verschiedene Faktoren, die das Syndrom verursachen oder begünstigen:
Die Rolle der Emotionen: Stress und Angst können RDS begünstigen oder aufrechterhalten. Es ist auch möglich, dass dieses Syndrom seinen Ursprung in einem schmerzvollen Ereignis in der Vergangenheit hat: zum Beispiel körperlichem oder sexuellem Missbrauch in der Kindheit.
Die Art der Ernährung: Bei manchen Menschen können kalorien- und fettreiche Mahlzeiten ein Auslöser sein. In anderen Fällen sind es stärkehaltige Nahrungsmittel, Milchprodukte und Schokolade.
Überempfindlichkeit des Darms: Wenn sich unser Unterleib entspannt, spüren wir dies nicht auf schmerzhafte Weise. Bei einigen Menschen, insbesondere bei Menschen mit RDS, ist der Schmerz jedoch viel stärker zu spüren. Dies wird als viszerale Überempfindlichkeit bezeichnet.
Störungen der Verdauungsmotorik: Diese Störungen im Dünndarm sollen für Durchfall, Verstopfung und Blähungen verantwortlich sein, alles charakteristische Symptome von RDS.
Eine gestörte Darmflora: In der Darmflora, Mikrobiom genannt, leben Milliarden von Bakterien. Es wird angenommen, dass Mikrobiom-Störungen mit dem Reizdarmsyndrom zusammenhängen.
Genetische Veranlagung: Einige Studien lassen einen möglichen genetischen Ursprung für RDS vermuten.
Die Folgen einer Darminfektion: In einigen Fällen tritt RDS nach einer akuten Darminfektion auf. In diesem Fall können eine Entzündung des Darms und ein Ungleichgewicht der Darmflora (Mikrobiom) zu seinem Auftreten beitragen.