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- Wegen der Coronakrise ist der Güterverkehr in der Schweiz im ersten Halbjahr zurückgegangen.
- Beim alpenquerenden Güterverkehr waren es zwölf Prozent weniger.
- Anders als in früheren Krisen hat die Bahn dieses Mal aber keine Marktanteile an die Strasse verloren.
71 Prozent des Güterverkehrs durch die Schweizer Alpen wurden im letzten halben Jahr über die Bahn abgewickelt. Das ist deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren und als im umliegenden Ausland. Und es ist gleich viel wie im Vorjahr. Das ist deshalb bemerkenswert, weil die Bahn in vergangenen Krisen, zuletzt in der Finanzkrise von 2008, immer Marktanteile verloren hat.
Entscheidend für die schweizerische Verlagerungspolitik ist aber das Ziel, das seit der Abstimmung von 1994 in der Verfassung steht: Nämlich dass pro Jahr maximal 650’000 Lastwagenfahrten durch die Alpen zulässig sind. Das Ziel wurde im 2019 mit rund 900’000 Lastwagenfahrten deutlich verfehlt.
Verlagerungsziel wird trotz Ceneri verfehlt
In der ersten Hälfte dieses Jahres sind zwar zwölf Prozent weniger Lastwagen durch die Alpen gefahren, aber immer noch deutlich über 400’000. Prognosen für die zweite Jahreshälfte sind schwierig.
Klar ist, dass die Marke von 650’000 Fahrten auch im laufenden Jahr wieder deutlich übertroffen wird, obschon die Verlagerung durch den Ceneri-Basistunnel, der diese Woche eröffnet wird, weiteren Schub erhält.