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Abgefahren!
Mami oder Astrid?
Ein Mann Mitte 40 sitzt im Zug von Bern nach Zürich. Schütteres Haar, unsicherer Blick. Er ruft seine Mutter an, bei der er offenbar noch wohnt. Ob es ganz schlimm wäre, fragt er vorsichtig, wenn er den
24. Dezember dieses Jahr a-u-s-n-a-h-m-s-w-e-i-s-e mit seiner neuen (ersten?) Freundin (nennen wir sie Astrid) bei deren Familie verbringen würde. Er hört zu und schluckt leer. Ja, er habe Astrid gegenüber schon versucht zu erklären, dass der Heiligabend heilig sei für sein Mami, aber Astrids Mami scheine da nicht kompromissbereit zu sein. Wieder hört er zu. Er würde halt furchtbar gern bei seiner Freundin sein, sagt er nun und macht ein Gesicht, das jedes treuherzige Hundewelpen in den Schatten stellt. Soweit sich das Gespräch interpretieren lässt, scheint aber auch seine Mutter nicht sehr kompromissbereit. Sie vertagen das Thema, ohne eine Lösung gefunden zu haben. Er wirkt geknickt. Seine letzte Frage, bevor er auflegt: Gell, du überlegst dir noch, welche selbst gemachten Weihnachtsgeschenke wir dieses Jahr wieder zusammen basteln …?