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Die drei Männer, die in der Schweiz Asylgesuche stellten, waren Opfer von Misshandlungen und einer unbegrenzten Gefangenschaft in Guantánamo. Es war wichtig, ihre rasche Freilassung zu erreichen, weshalb Amnesty International die Asylgesuche unterstützte.
Das Bundesamt für Migration lehnte die Asylgesuche im November 2008 ab. Im Januar 2009 kündigte der Bundesrat dagegen an, er werde die Aufnahme von Ex-Gefangenen aus Guantánamo in der Schweiz prüfen, worauf schliesslich ein Usbeke in Genf und zwei Uiguren im Kanton Jura aufgenommen wurden. Keiner dieser drei hatte ein Asylgesuch eingereicht, es handelte sich vielmehr um eine humanitäre Aufnahme.
Amnesty International unterstützte die Einsprache gegen den ablehnenden Asylentscheid, was zum Teilerfolg führte, dass das Bundesverwaltungsgericht das Dossier des algerischen Gefangenen für eine Neubeurteilung an das Bundesamt für Migration zurückwies.
Im Juli 2010 wurde der algerische Gefangene jedoch von den amerikanischen Behörden nach Algerien ausgeschafft. Amnesty International verurteilt dieses Vorgehen, das gegen den Willen des Betroffenen geschah. Immerhin wurde dieser nach seiner Ankunft nicht von den algerischen Behörden misshandelt, jedenfalls soweit Amnesty International Informationen hierüber beschaffen konnte. Dass dies nicht geschah, dürfte mit der grossen Aufmerksamkeit für die Ex-Gefangenen aus Guantánamo zu tun haben. Es wurde jedoch ein juristisches Verfahren gegen den Algerier eröffnet. Amnesty International wird seine Situation weiterhin verfolgen und falls nötig auch sein Asylgesuch in der Schweiz weiter unterstützen.