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Der Bau erstreckt sich auf dem ehemaligen Gartengrundstück eines klassizistischen Wohnhauses in der Kleinbasler Altstadt, das später auf drei Seiten von hohen Brandmauern eingefasst wurde. Das neue Gebäude ist wie ein Passstück zwischen den Brandmauern in den leicht schiefwinkeligen Hofraum eingespannt. Seine L-förmige Figur besetzt drei Quadranten der viereckigen Fläche, im vierten, offenen Teil des Hofes blieb das Wohnhaus stehen.
Das Haus dient als Einkaufszentrale einer Kaufhauskette, die hier Musterkollektionen zusammengestellt und verwaltet. Die Waren werden nicht im herkömmlichen Sinn gelagert, sondern fortlaufend bearbeitet. Durch den rohen Ausbau ist im ganzen Haus die Atmosphäre einer Warenbörse spürbar, bis hinein in das Treppenhaus aus Sichtbeton.
Die Hoffassaden aus zueinander versetzt montierten grünlich eingefärbten Kunststeinrahmen und Fenstern wirken wie ein erstarrtes Gewebe, offen und zugleich stabil. Die oberen, umlaufend zurückgesetzten Geschosse sind mit Klinkersteinen verblendet. Der obere und der untere Baukörper sind ineinander verschränkt. Der untere , von Fenster an Fenster geprägte Teil, scheint an das schaftförmige Volumen darüber festgemacht zu sein. Das übereck fortlaufende Gewebe der überspielt die innere, an der Strasse ausgerichtete Geometrie des Stützenrasters.. Die Fassade wirkt nur auf sich selbst bezogen.
Die Fassade entlang der Strasse ist als Mauer mit einer Nische ausgeführt. Wie früher ist an dieser Stelle ein öffentlicher Brunnen eingelassen sowie zwei Mosaike, die der Künstler Carlo König 1954 für die alte Brunnenanlagegeschaffen hatte.
Datum: 1984—1990
Auftraggeber: Maus Frères
Ort: Rebgasse, Basel, Schweiz
Bruttogeschossfläche (BGF): 12.870 m²
Programm: Büros, Musterräume
Bauingenieur: Léon Goldberg
Technische Gebäudeplanung: D. Studer