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Trial
Trial ist eine Fahrraddisziplin, bei der Hindernisse mit dem Fahrrad überwunden werden müssen. Trial kommt wie BMX aus dem Motorsport. Es geht darum, unwegsames Gelände mit einem Motorrad, einem Auto oder sogar mit einem Lkw zu durchqueren. Seit Anfang der 70er Jahre hat sich auch der Radsport solcher Trialwettbewerbe angenommen.
Das Trialbike hat keinen Sattel und kann je nach Größe des Rahmens zwei verschiedene Formen annehmen: Fahrräder mit Rädern von 26 oder 20 Zoll Durchmesser. Die 26er machen es möglich, höher zu springen, während die Velos mit 20-Zoll-Rädern handlicher sind. Trialwettbewerbe finden auf allen Geländearten statt: im Wald, auf dem Land, in der Stadt, in natürlichen oder künstlichen Gebieten, wobei es vor allem darum geht, Hindernisse zu überwinden.
Im Wettbewerb müssen Hindernisse zonenweise und in einer vorgegebenen Zeit überquert werden, ohne den Boden zu betreten. Strafpunkte werden von Richtern vergeben: 1 Punkt, wenn der Athlet einen Fuß nach unten setzt, 5 Punkte, wenn der Athlet beide Füße nach unten setzt. Auch bei Zeitüberschreitung werden Strafen verhängt. 20 Zoll und 26 Zoll sind in zwei verschiedene Kategorien unterteilt.
Trial bietet Platz für spektakuläre Wettkämpfe, bei denen die Piloten verschiedenste Sprünge machen müssen und sich oft auf einem Rad im Gleichgewicht befinden. Die Disziplin erfordert viel Konzentration, körperliche Stärke und Gleichgewicht.
Trial in der Schweiz
Auch wenn es seit 1980 praktiziert wird, wurde der Trialsport auf dem Fahrrad in der Schweiz erst Anfang der 2000er Jahre wirklich populär. Die Wettkämpfe fanden hauptsächlich im Wald mit natürlichen Hindernissen statt. Seit 2005 werden immer mehr künstliche Zonen genutzt. Dieser Trend ermöglicht es insbesondere, näher an die Städte heranzukommen.
Auf höchstem Niveau liegt die Schweiz knapp hinter den beiden grossen Nationen Frankreich und Spanien. Joël Gavillet war 1993 der erste Schweizer UCI-Weltmeister. Die Aargauerin Karin Moor hat neun Weltmeistertitel gewonnen. Die Schweiz hat kürzlich mit der Champéry-Weltmeisterschaft (2011) und der Europameisterschaft in Moudon (2018) zwei grosse Wettkämpfe ausgetragen.