Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/3827

Forum Homo Harmonicus
Stefan von Jankovich ist am 23.Januar 2002 um 01:00, drei Tage vor der Vollendung seines 82. Lebensjahres, ins Licht gegangen und hat seinen physischen Körper, der schon sehr schwach war, aufgegeben. Obwohl wir wussten, dass Stefan in letzter Zeit immer mehr erschöpft war, kam sein Tod für die meisten von uns sehr überraschend. Er hat vielen Menschen auf den geistigen Weg geführt und uns alle während vieler Jahre inspiriert. Auch jetzt fühlen wir sein Wirken von der geistigen Ebene und erhalten seine Eingebungen, in einer wichtigen Zeit des Neuaufbaus des Forum Homo Harmonicus.
Stefan von Jankovich, Sohn einer bekannten ungarischen Architekten- und Künstlerfamilie, war erfolgreich in allem, was er anfasste. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Budapest studierte er Architektur in London, München und Rom und erwarb 1942 sein Diplom an der Technischen Hochschule in Budapest. In den Jahren 1945 bis 1948 arbeitete er für das Internationale Rote Kreuz in Ungarn. Er war nicht nur als Architekt tätig, sondern beschäftigte sich auch mit Malerei und Bildhauerei. Aber unter dem kommunistischen Regime, das nach dem Krieg in Ungarn herrschte, fühlte er sich in seiner freien künstlerischen Entfaltung gehemmt. so wurde er Dozent an der Technischen Hochschule in Budapest, wo er bis zum Ausbruch der ungarischen Revolution arbeitete.
Die Revolution stellte die erste grosse Zäsur in seinem Leben dar. An der Hochschule war Stefan von Jankovich massgeblich an der Abfassung einer Menschenrechtserklärung beteiligt, wofür er wenig später in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde. Als der Aufstand 1956 niedergeworfen wurde, floh er mit seiner Familie über vermintes Gebiet zunächst nach Österreich, dann in die Schweiz, die seine Wahlheimat wurde.
Hier in Zürich baute sich von Jankovich ein neues Leben, eine neue Existenz auf. Er arbeitete zunächst bei bekannten Architekten. Zahlreiche Mehr- und Familienhäuser, Kirchen und Geschäftshäuser bezeugen sein Können. 1961 machte er sich mit dem von ihm entwickelten Jankoswiss-Baukastensystem selbstständig, wodurch er sehr bekannt wurde. Als Städteplaner arbeitete er u.a. in Saudi Arabien.
Und dann kam jenes Erlebnis, das sein gesamtes bisheriges Leben auf den Kopf stellte und eine neue Wende erzwang. Durch einen schweren Autounfall, den er 1964 während einer Geschäftsreise in der Nähe von Bellinzona erlitt, kam es zum Herzstillstand. nach fünfeinhalb Minuten holte ihn ein Arzt mit einer neuartigen Herzspritze wieder auf die Erde zurück. In diesen fünfeinhalb Minuten Jenseitserfahrung hat Stefan von Jankovich so viel spirituelles Wissen erfahren, dass er nach drei Jahren Krankenhaus und Rekonvaleszenz (über 30 Knochenbrüche wurden in elf Operationen behandelt) sich einer neuen Lebensaufgabe stellte. In Seminaren und Vorträgen, durch Bücher und durch visionäre Malerei lehrte er die Menschen, den Tod als Freund zu betrachten, der uns hinüberbringt in eine wunderschöne, harmonische Welt - oder der uns wieder entlässt auf die Erde, damit wir Gelegenheit haben, in einem neuen Durchgang unsere früheren Fehler abzustreifen und uns zu vervollkommnen. Stefan sagte : "Durch die Erfahrung des Sterbens habe ich erst richtig leben gelernt." Stefan von Jankovich fühlte, dass er seine Erkenntnisse im klinischen toten Zustand nicht für sich behalten durfte. So gab er sein Wissen in Form von Büchern, Vorträgen, Seminaren und Workshops weiter, um den Menschen Denkanstösse zu vermitteln, sie zum suchen anzuregen, und um das Material der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung zu stellen.
Er gründete 1984 das Forum Homo Harmonicus in Zürich, um dort Menschen zu helfe, ihren Weg zu finden und ihnen Lebensberatung anzubieten. Die bedingungslose Liebe lag Stefan von Jankovich ganz besonders am Herzen.
Bekannt wurde Stefan von Jankovich auch durch verschiedene Fernsehsendungen zu den Themen Tod, Reinkarnation, Praxis Leben etc. und als Autor diverser Bücher.