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(Val)(Kt. Tessin,
Bez. Locarno).
2400-800 m. Kleines linksseitiges Nebenthal zum
ValVerzasca. Auf die bei
Lavertezzo ins Hauptthal ausmündende, von einem schäumenden
Wildbach durchbrauste enge
Schlucht konvergieren drei Thälchen,
nämlich von N. das
Val d'Agro, von NO. das Val Pincascia und von O. das
Val Careggio. Alle drei umschliesst eine Bergkette,
die von der gemeinsamen Mündungsschlucht an bis zur
Cima di Cagnone (2516 m) nach N. streicht, dann nach
SO. umbiegt und in vielfach gebrochener Linie bis zum
Madone (2393 m) zieht, um dann gegen W. wieder zur
Schlucht zurückzukehren.
Die grosse Axe der von dieser Kette umschlossenen geräumigen Ellipse misst vom Cagnone bis zum
Madone etwa 10 km. Zwei seitlich
abzweigende
Kämme trennen diesen Raum in die genannten drei Thälchen, von denen das Val Pincascia das
mittlere ist. Das steil geböschte Thal umschliesst mehrere Alpweiden und wird von der
Cima Lunga (2529 m), der
Punta del Rosso
(2510 m), dem Poncione di Precastello (2361 m) und einem n. Ausläufer desPoncione dei Laghetti überragt.
Die oben mit Alpweiden und unten zum Teil mit
Wald bestandenen Thalgehänge werden durch eine Reihe von Felsbändern gegliedert,
die oft in mehreren Etagen übereinanderfolgen. In der Mündungsschlucht gedeihen noch
Kastanienbäume; höher oben Mischwald
mit vielen Lärchen.
Wird
im Frühjahr und Herbst mit einigen Kühen und zahlreichen Ziegen bezogen.
Herstellung von Butter und
Käse. Im April 1888 deckte
eine mächtige Lawine eine Anzahl von
Hütten und eine Ziegenhirtin zu, die nach 48 Stunden gesund und
unverletzt aus dem
Schnee wieder ausgegraben wurde.
Telephon. 12
Häuser, 53 reform. und kathol. Ew.
Kirchgemeinden
Carouge.
Lehmgruben mit einer heute nicht mehr betriebenen Ziegelei.
Ein aus Privatmitteln erbautes Krankenhaus.
In der Nähe das Fort d'Arve.
Pinchat ist der Schauplatz einer Reihe von Gefechten gewesen, deren bedeutendstes am zwischen den
Genfern und den Truppen des Herzogs Karl Emmanuel von Savoyen stattfand und mit dem
Sieg der erstern endigte. 500 m
ö. Pinchat stehen am Ufer der
Arve 4
Häuser mit 17 Ew., die den Namen
SousPinchat (390 m) tragen.
(Furcadi) (Kt. Tessin,
Bez. Blenio).
2370 m. Passscharte im
Kamm der
Colma, zwischen dem Bleniothal und dem
Val Carasina
und n. unter der
Cima di Pinaderio. Während der Zugang von
Val Carasina her leicht ist, befinden sich auf der
Seite gegen das
Bleniothal brüchige Steinplatten, die ziemlich schwierig zu begehen sind. Man zieht daher meist den Uebergang über eine
etwas weiter nördlich und direkt s. unter der
Cima Giu befindliche
Lücke vor, die auf der Siegfriedkarte
zwar mit einem Fussweg versehen aber unbenannt ist. Auch hier ist jedoch der Abstieg nach NW. gegen
Olivone oder nach SW.
gegen
Aquila einigermassen schwierig.
(Val)(Kt. Tessin,
Bez. Leventina).
2370-1012 m. Seitenthal der
Leventina, dessen Bach, der Riale
Foss, bei
Piotta etwa 6 km unterhalb
Airolo von links oder N. in den Tessin
mündet. Das Val Piora ist gewiss eines der lieblichsten Hochthäler der
Schweiz, eine herrliche,
mit mehreren
Seen geschmückte Mulde auf der
S.-Seite der östl. Gotthardgruppe.
Kein anderes Thal des Kantons Tessin
erfreut sich eines solchen
Rufes und so zahlreichen Besuches wie das Val Piora, das jetzt zu den bekanntesten und höchstgelegenen
Kurlandschaften Europas gehört. Gewöhnlich erreicht man es von
Airolo aus auf einem
Alpweg über Brugnasca
und
Altanca in etwa 2½ Stunden. Bis
Altanca führt dieser Weg östl. über schöne Rasenhänge und durch einen kleinen Lärchenwald
hoch über dem Tessinthal dahin, dann biegt er scharf nach N. um, wird steiler und leitet an den prächtigen Kaskaden des
Fossbaches vorbei zu dem wunderbar schön gelegenen Hotel Piora am untern Ende des
Lago Ritom (1829 m).
Hier sieht man sich, aus einer engen
Schlucht heraustretend, plötzlich in eine weite, sonnbeglänzte Thalmulde und an die
Ufer eines 2 km langen und ½ km breiten
Sees versetzt, der zu den schönsten
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