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In der Kernzone von Neerach stand der Bauernhof Zwinghof, am Ort der ursprünglichen Gerichtsstätte der Grafen von Kyburg. Durch einen Brand in den Nachkriegsjahren wurde die ursprüngliche Bausubstanz komplett zerstörrt und mit einer Scheune mit Wohnteil wiederaufgebaut.
Heute finden im Volumen der Scheune drei, aneinander gereihte Wohnungen platz, der Wohnteil wird als eigenständige Einheit bewohnt.
Die drei Wohneinheiten in der ehemaligen Scheune erstrecken sich mit zum Teil geschossübergreifenden Räumen über drei Geschosse. Ebenerdig wird gewohnt, die Schlafzimmer und Galerie finden unter dem grossen Dach platz. Erschlossen werden die drei Geschosse über das innere Treppenhaus. Zur Ostseite hin setzt sich der Wohnraum fliessend über drei Stufen von der Küche ab und erweitert sich über eine zweigeschossige Verglasung in die Loggia. Räumlich erstreckt sich der Wohnraum somit bis unter das Dach und erinnert an die räumlichen Grosszügigkeit der Scheune.
Das Wohnen im Wohnteil wird geprägt von der dreiseitigen Orientierung. Umlaufend wie der Ausblick ist auch die Raumaufteilung und der Umgang durch die einzelnen Kammern konzipiert. Komplett vom Boden abgesetzt wird im Erdgeschoss gekocht, gegessen und gewohnt. Die Schlafzimmer befinden sich in Obergeschoss sowie im Dach.
Die einfache vertikale Deckelschalung der ehemaligen Scheune ist mit einer oxydroten Öllasur gestrichen. Sämtliche Öffnungen folgen dem Rhythmus der Holzschalung. Die Fassade des ehemaligen Wohnhauses ist weiss gekalkt und mit Lochfenstern und Klappläden ausgerüstet. Über die Materialisierung der Fassade behält der Zwinghof seinen ursprünglichen Charakter, aufgeteilt in Wohnhaus und Scheune.