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Im deutschsprachigem Raum hat das Arbeitszeugnis eine sehr lange Tradition. Früher galt das Zeugnis als eine Art Leumundszeugnis welches die Menschen auf sich getragen haben, um jederzeit ihr Leumund beweisen zu können. Die Zeugnisse waren dazumal verziert um so auch dem Ganzen eine gewisse Bedeutung zu geben. Dazumal wurden die Leumundszeugnisse wie die heutigen Arbeitsbestätigungen abgefasst. Also mit der Art der Beschäftigung, Dauer und Beendigung der Anstellung. Später wurde dann auch noch Leistung und Verhalten beurteilt. Bis in die 30er Jahre wurde das Zeugnis neutral, d.h. ohne weibliche und männliche Form gehalten. Dazumal wurde das Zeugnis unverblümt, klar und deutlich verfasst, ohne irgendwelche Abschweifungen oder Schönrederei. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde das Zeugnis auch als Hilfe einer neuen Stelle eingesetzt und es entwickelte sich dann Zusendens eine eigene Sprache, die wir heute Zeugnissprache nennen.