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Der Premierminister der Bahamas, Hubert Minnis, erklärte am Dienstagabend (Ortszeit) zwei Menschen, die aus den besonders betroffenen Abaco-Inseln in ein Krankenhaus geflogen worden waren, seien ihren Verletzungen erlegen. Weitere Opfer würden erwartet.
"Dies sind nur vorläufige Informationen", sagte er. Zuvor hatte sich Premierminister Minnis erstmals aus der Luft ein Bild der Lage auf den Abaco-Inseln gemacht. Der Ort Marsh Harbour, in dem rund 6000 Menschen lebten, sei zu mehr als 60 Prozent beschädigt, sagte der Regierungschef.
Der Slum The Mudd, in dem vor allem haitianische Einwanderer lebten, sei komplett zerstört worden. Bei dem Überflug entdeckte das Regierungsteam nach Worten von Minnis auch 30 Menschen, die von der Aussenwelt abgeschnitten waren. Diese seien gerettet worden.
Zum Zeitpunkt seiner Ankunft in dem karibischen Inselstaat hatte "Dorian" Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde entwickelt - und gehörte damit zu den Hurrikans der gefährlichsten Kategorie fünf.
Rettungseinsätze waren unter den Wetterbedingungen zunächst unmöglich. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen.
Er traf zunächst am Sonntag die Abaco-Inseln und zog dann sehr langsam über die Insel Grand Bahama. Die Lage dort war am Dienstag noch völlig unübersichtlich.
Das Rote Kreuz schätzte die Zahl der beschädigten oder zerstörten Häuser auf 13'000. Mindestens 61'000 Menschen sind nach Uno-Schätzungen auf Lebensmittellieferungen angewiesen.
Der zuletzt leicht abgeschwächte Wirbelsturm zog am Dienstag weiter in Richtung des US-Bundesstaats Florida. US-Präsident Donald Trump rief die Bevölkerung dazu auf, trotz der Herabstufung von "Dorian" zu einem Sturm der Kategorie zwei wachsam zu bleiben.
"Viele sehr schlechte und unvorhersehbare Dinge können passieren", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Bis Mittwochabend (Ortszeit) dürfte sich "Dorian" nach Angaben der Wetterbehörden der Ostküste Floridas nähern.
(SDA)