Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03603.jsonl.gz/1848

MURAVEY-KLASSE
PROJEKT 133, mit dem Decknamen "Antares", von der NATO als MURAVEY-KLASSE bezeichnet, war eine Klasse von Tragflügelbooten, die in der Sowjetunion im Kalten Krieg, als U-Jagd-Boote für Grenzsicherungsverbände konstruiert wurde. PROJEKT 133, MURAVEY-KLASSE wurde unter der Leitung von B.F. Orlow Mitte der 1970er-Jahre für die Grenztruppen der UdSSR als Tragflügelboot mit Artillerie und Torpedobewaffnung entwickelt. Als Antriebssystem sind zwei M-70-Gasturbinen im Rumpf montiert. Sie konnten die Schiffe bei Gleitfahrt auf 61 Knoten beschleunigen. Hauptbewaffnung war ein 75-mm-L/60-Geschützturm AK-176M, der auf der Back montiert wurde. Zur Verteidigung im Nahbereich wurde eine 30-mm-L/54-Maschinenkanone AK-630M auf den hinteren Teil des Aufbaus gesetzt. Zur Bekämpfung von U-Booten waren am Heck zwei Torpedorohre im Kaliber 40,6 cm montiert, je eines an Back- und Steuerbord. Sie konnten SET-40-Torpedos ausstoßen. Zusätzlich waren zwei Absetzvorrichtung für Wasserbomben vorhanden. Zur Suche nach Luft- und Oberflächenkontakten war auf PROJEKT 133, MURAVEY-KLASSE ein Radar vom Typ MR-220 "Reyd" (NATO: "Peel Cone") eingeplant, das auf dem Mast montiert wurde. Zur Suche nach U-Booten war ein Tauch-Sonar vom Typ "Ros-K" am Heck installiert. Die Feuerleitung der Rohrwaffen wurde durch das MR-123-Radar "Wympel" (NATO: "Bass Tilt") unterstützt, dessen Sensor auf dem Peildeck montiert war. Es wurden elf Boote des Projekts 133 MURAVEY-KLASSE gebaut. Sie wurden zunächst in der sowjetischen Schwarzmeerflotte und der Baltischen Flotte eingesetzt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden drei Boote an die Ukraine übergeben. Ein weiteres Boot fiel, noch unfertig, auf der Feodossija-Werft ebenfalls an die Ukraine. Sämtliche Projekt-133-Boote wurden mittlerweile außer Dienst gestellt; die letzten russischen Boote wurden 2009, die ukrainischen bis 2008 aus den Flottenlisten gestrichen.