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Einmal mehr darf sich das Schweizer Stimmvolk zur Landwirtschaft äussern. Doch diesmal geht es nicht um das gross Ganze, sondern um ein pointiertes Anliegen: Die Hornkuh-Initiative, die am 25. November zur Abstimmung kommt, verlangt Subventionen für Tiere mit Hörnern. Bei einer Annahme müsste der Bund Beiträge bezahlen für Kühe, Zuchtstiere, Ziegen und Ziegenböcke, die Hörner tragen.
Heute haben rund drei Viertel der Kühe und ein Drittel der Ziegen in der Schweiz keine Hörner. Der Anteil an hornlosen Tieren hat über die letzten zwei Jahrzehnte zugenommen, weil immer mehr Landwirtinnen und Landwirte ihre Tiere in Freilaufställen halten. In solchen Ställen ist es einfacher, hornlose Tiere zu halten als behornte. Die Hornlosigkeit kann auf zwei Arten erreicht werden: Man entfernt den Jungtieren in den ersten drei Lebenswochen die Hornanlagen, oder man züchtet hornlose Tiere.
Die Volksinitiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (HornkuhInitiative)» wurde 2016 von der Interessen gemeinschaft Hornkuh eingereicht. Sie hat zum Ziel, dass es in der Landwirtschaft wieder mehr Kühe und Ziegen mit Hörnern gibt. Die Initiative will verhindern, dass sich die Landwirtinnen und Landwirte aus rein wirtschaftlichen Gründen für Tiere ohne Hörner entscheiden. Da die Haltung von Tieren mit Hörnern mit höheren Kosten verbunden ist, soll der Bund Halterinnen und Halter von ausgewachsenen behornten Kühen, Zuchtstieren, Ziegen und Zuchtziegenböcken mit einem Beitrag unterstützen. Das Enthornen der Jungtiere mit lokaler Betäubung wäre weiterhin erlaubt.