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Montagabend, 2. September, kurz nach 22 Uhr, gehen bei der Polizei in England die Sirenen los. Die Bewegungssensoren im Buckingham-Palast schlagen Alarm. Ein grosses Team rückt aus und tatsächlich: Ein Einbrecher steht mitten im Palast. Und zwar in einem sehr prunkvollen Raum, der mit vielen Kostbarkeiten ausgestattet ist. Verschiedene wertvolle Gemälde und Artefakte sind in diesem Teil des Palastes zu finden. Es sind Gemälde von Rembrandt und Rubens vorhanden und klassische englische und französische Möbel, Uniformen, Roben und Juwelen, die am Tag der Krönung der Königin vor 60 Jahren eingesetzt worden sind - die Beute wäre also gross gewesen.
Der Eindringling wurde wegen des Verdachts auf Einbruch, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung verhaftet. Letzteres, weil er einen hohen Zaun durchschnitten hat, um in den Palast zu kommen. Ausserhalb des Palastes fand die Polizei einen weiteren, verdächtigen Mann. Dieser wurde nun wegen Verdachts auf Beihilfe zum Einbruch aufs Polizeirevier gebracht.
Es waren keine Royals anwesend im Buckingham-Palast. Queen Elizabeth, 87, sei inzwischen über den Vorfall informiert worden. Sie wünscht künftig noch höhere Sicherheitsmassnahmen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen kann. Von einer Quelle erfährt die britische «Sun»: «Die Sicherheitslücke wird mit grösster Ernsthaftigkeit behandelt. Es gibt viele rote Gesichter aufgrund der Tatsache, dass ein Mann die Möglichkeit hatte, über die Tore zu springen und sich auf diese Weise Zugang verschaffen konnte. Dieses Individuum war tief im Inneren des Palastes.»
Dieser Vorfall erinnert an ein Ereignis, das sich im Jahr 1982 abgespielt hatte. Einbrecher Michael Fagan brach in den Palast ein und ging in das Schlafzimmer der Königin - während sie schlief. Danach wurde er eine richtige Berühmtheit. Schon damals verlangte die Queen höhere Sicherheitsmassnahmen.