Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03604.jsonl.gz/2408

Eine Kamera des Massachusetts Institute of Technology nimmt 3D-Bilder in fast kompletter Dunkelheit auf. Dazu werden reflektierte Photonen aufgenommen.
Die Photonen-Kamera modelliert fast ohne Licht
Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine Kamera entwickelt, die bei fast kompletter Dunkelheit 3D-Bilder aufnehmen kann. Die ultimative Spionagekamera nutzt einen Laser, der Photonenstrahlen in die Blickrichtung aussendet. Die reflektierten Photonen werden auf dem Kamerasensor registriert. Aus der verstrichenen Zeit zwischen dem Aussenden des Lasers und der Wiederaufnahme der Reflektion, berechnet die Kamera ein 3D-Modell des «fotografierten» Objekts.
Die Technologie hinter der Kamera ist nicht komplett neu, sondern wurde mit einem «herkömmlichen» Photonendetektor gebaut. Laut Projektleiter Ahmed Kirmani wird die Technologie hauptsächlich zur Erkennung von Oberflächenstrukturen verwendet. Die Kamera seines Teams könne aber dieselben Informationen mit einem Hundertstel der Photonen vergleichbarer Techniken einfangen.
So sehen die übertragenen Daten aus
Die Bilder der Photonenkamera sind zwar schwarz-weiss, da der Laser nur Licht auf einer einzelnen Wellenlänge aussendet, dafür kann sie einige Materialien an der Art der Reflektion erkennen. Ob und wie die Technologie von herumschleichenden Agenten in geheimer Mission eingesetzt werden wird, ist noch unklar. Das Potenzial scheint aber gegeben.