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Weil sich Tesla-Chef Elon Musk persönlich angegriffen fühlt, verweigert er einem Kunden die Auslieferung des bestellten Elektroautos.
Leg dich nicht mit Elon Musk an!
Diese Lehre ziehen wir aus einem Streit, der in den USA für ziemliches Aufsehen gesorgt hat. Der Tesla-Chef persönlich hat den Verkauf eines Fahrzeugs storniert, weil ein Kunde «super unhöflich» zu ihm war.
Er habe erfahren, dass seine Bestellung von Musk gestrichen worden sei. Dies sei eine bittere Enttäuschung für ihn, weil er nun nicht an der Automobil-Revolution teilhaben könne.
Die Vorgeschichte: Im vergangenen September hatte sich Alsop in einem offenen Brief an den Tesla-Chef über einen Kunden-Event beklagt, an dem die neuste Elektroauto-Generation, der Tesla Model X, vorgestellt wurde. Offenbar verlief die Veranstaltung nicht erwartungsgemäss, was den erbosten Tesla-Kunden zu einer Brandrede veranlasste. Unter dem Titel «Dear @ElonMusk: You should be ashamed of yourself» (Lieber Elon Musk, Sie sollten sich schämen) ging er bei medium.com zum Angriff über und erhielt auf seinen Post viele Reaktionen.
Seine Kritik zielte auf die schlechte Organisation des Events und er nahm dafür den Chef in die Verantwortung: Nachdem er wie viele andere Kunden 5000 Dollar auf das Auto angezahlt hatte, hätte er eine Testfahrt erwartet, schrieb Alsop. Doch stattdessen habe es nur eine Präsentation zur Sicherheit gegeben. Zudem habe die Show mit eineinhalb Stunden Verspätung angefangen.
Stewart Alsop der Zweite ist in den USA ein einflussreicher Technologie-Investor und ehemaliger Chefredaktor. Im Wikipedia-Beitrag zu seiner Person wird erwähnt, dass er der Gross-Grossneffe des US-Präsidenten Theodore Roosevelt sei.
In seinem aktuellen Beitrag kritisiert Alsop, dass die Tesla Motor Company zu seiner Überraschung keine Marketing-Abteilung besitze. Er habe zwar nicht die Gelegenheit gehabt, während seines Telefonats mit Musk darüber zu sprechen. Es sei aber an der Zeit, dass das Unternehmen eine solche «Funktion» einführe.
Musk hat am Mittwoch via Twitter auf den neuen Angriff reagiert. Er könne die Aufregung nicht verstehen, liess er seine fast 3,4 Millionen Follower wissen. Es sei wohl ein News-armer Tag gewesen, dass seine Aktion so viel Aufmerksamkeit erhielt.
In Online-Kommentaren wird derweil auch die Meinung geäussert, dass die Strafaktion auch einen präventiven Charakter habe. Nun werde sich wohl kaum mehr jemand, der an einen Tesla-Event eingeladen werde oder ein Elektroauto kaufen wolle, öffentlich beschweren...