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Am Donnerstag wird ein wichtiger Entscheid über die Vergabe von Internetadressen gefällt, der das Internet auf den Kopf stellen könnte. Und zwar entscheidet dann die Internet-Regierung Icann (Internet Corporation of Names and Numbers) über die Änderung der derzeit restriktiven Regeln bezüglich der Top-Level-Domains (TLD). Zu den TLD gehören die Endungen in E-Mail- und Web-Adressen wie «.ch», «.com» und «.biz». Diese werden derzeit nur an Staaten ausgegeben oder sind auf einen engen Benutzerkreis wie «.com» und «.biz» für Firmen, «.org» für Organisationen und «.edu» für US-Bildungseinrichtungen begrenzt. Diese Restriktionen sollen nun fallen, so dass im Grunde jede Firma und jeder User seine eigene TLD beantragen kann. Webadressen, die auf «.ibm» oder auf «.meier» enden, wären somit bald möglich. Auch TLD in anderen Schriftsystemen wie kyrillisch, arabisch und koreanisch sind dann erlaubt. "Der Vorschlag bedeutet die grösste Änderung in den letzten Jahrzehnten in der Art und Weise, wie das Internet funktioniert", kommentiert Icann-Chef Paul Twomey die Vorschläge. "Wir machen Neuland für Websiedler zugänglich", meint er und rechnet mit hunderten frischen TLD bis Ende Jahr und tausenden in der nahen Zukunft.