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||Das Quartett entstand 2012 im Rahmen eines Aufenthalts im «Golden State» Kalifornien, der ihn mit der Flötistin und AACM-Aktivistin Nicole Mitchell und dem Bassisten Mark Dresser in Kontakt brachte. Mit ihnen soielte er auch eine erste CD ein. Seither hat sich Golden State etwas verändert, den Schwerpunkt leicht verschoben. Neben Schoenbeck, die das im Jazz selten gespielte Fagott (Bassoon) spielt, gehört neu der junge deutsche Bassist Pascal Niggenkemper dazu. Der versierte Altsaxofonist Michael Moore, der als prägender «American in Amsterdam» im Umfeld von Misha Mengelberg und Han Bennink und mit eigenen Gruppen aktiv ist, spielt hier Klarinette.

Das kompositorische Geschick von Eisenstadt kann sich in Golden State voll entfalten, nicht zuletzt, weil die improvisatorische Gabe und eine profunde Kenntnis der Jazztradition alle beteiligten MusikerInnen verbindet. Gemeinsam finden sie zu einem intimen und feinsinnigen Gespräch, bei dem sich niemand in den Vordergrund drängt. Die kurzen Kompositionen wirken songhaft leicht, und die Musik bewahrt trotzdem einen zarten Biss. Golden State bewegt sich mit tänzerischer Anmut, mäandert ruhig und entwickelt so eine kammermusikalische, modern angehauchte Version des Jazz.
Diskografie: Harris Eisenstadt: «Golden State», Songlines, 2013. Harris Eisenstadt: «Canada Day III», Songlines, 2012. Harris Eisenstadt: «Canada Day II», Songlines, 2011.