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Während sich die Berichte über den Verkauf des Kerngeschäfts von Yahoo immer mehr verdichten, hat der Internet-Konzern Yahoo tiefrote Quartalszahlen kommuniziert. Insbesondere eine weitere Abschreibung auf die 2013 übernommene Blog-Plattform Tumblr wird verantwortlich gemacht für den Verlust von 440 Millionen Dollar in den letzten drei Monaten, wie Yahoo am Montag mitteilte
. Ein Jahr zuvor lag das Minus noch bei 21 Millionen Dollar.
Obwohl Yahoo-Chefin Marissa Mayer dem Konzern zuletzt Anfang Jahr eine drastische Schrumpfungskur verpasst hat, Mitarbeiter abbaut und Büros schliesst
nicht in die Erfolgszone bringen. Das Hauptgeschäft mit der Suchmaschine und Werbung im Internet bleibt angeschlagen. Zwar legte der Umsatz um fünf Prozent auf gut 1,3 Milliarden Dollar zu, doch wenn der Umsatz mit den Gebühren herausgerechnet wird, die an Partnerwebseiten abgeführt werden, sogenannten Traffic Acquisition Costs (TAC), resultieren nur noch rund 841 Millionen Dollar. Das waren fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Yahoos Anteile am chinesischen Onlinehändler Alibaba und an Yahoo Japan sind inzwischen viel wertvoller als das eigene Internetgeschäft, heisst es in den Analysen.
Befeuert insbesondere von der Berichterstattung des 'Wall Street Journal'
häufen sich inzwischen die Meldungen, dass nur noch drei Interessenten als Käufer des Kerngeschäfts in Frage kommen: Verizon, der Finanzinvestor TPG Capital und ein Bieterkonsortium, an dem der Milliardär Warren Buffett beteiligt sein soll. Unklar ist, warum der Verkauf noch immer nicht abgeschlossen ist. Investment-Spezialisten sehen als einzigen Grund, dass der Preis (noch) zu hoch ist. In der Presse wird ein Preis von fünf Milliarden Dollar und mehr kolportiert. (sda/vri)