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Eine Sprache lernt man nicht von null auf hundert. Wir gehen verschiedene Etappen durch. Wenn wir dies mit einem Schema veranschaulichen wollen, würde dies etwa so aussehen:
Start mit dem Erlernen einer Sprache
> Zeitachse
Diese Lernersprachebenen können verschieden lang dauern, je nach Faktoren, die uns beim Sprachenlernen beeinflussen. Wenn wir eine Sprache lernen, die unserer Erstsprache nahe liegt, macht man zu Beginn schnell Fortschritte. Diese Fortschritte motivieren auch, weiter zu lernen. Hat man einmal ein solides Sprachniveau erreicht, ist es oft schwierig, Fortschritte zu erkennen. Oft kann es auch sein, dass man wieder eine Stufe im Lernprozess zurückfällt.
Oft erreicht man in einer Fremdsprache das höchste Niveau eines Native Speakers (Zielsprache) nie. Es kann vorkommen, dass wir auf einer Lernersprachebene stecken bleiben. Wir geben uns mit diesem Niveau zufrieden, obwohl wir die Sprache auf verschiedenen Ebenen noch nicht korrekt anwenden. Z. B. kann die Aussprache noch Fehler aufweisen, im Satzbau werden falsche Konstruktionen angewendet usw. Trotz dieser Defizite gelingt die Kommunikation. Dieses Phänomen, das sehr häufig auftritt, wird in der Sprachwissenschaft als „fossilisierte Lernersprache“ bezeichnet (Nodari, S. 48).
Beispiele für fossilisierte Lernersprachen findest du viele: Rolf Krüger, der Eishockey-Trainer der Schweizer Nationalmannschaft; Micheline Calmy-Rey, wenn sie Deutsch spricht usw.