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10 bekannte Marooner nahmen sich die Zeit am Mittwoch-Abend an den südlichen Zipfel des Neuenburgersees zu reisen, um Servette ein weiteres Mal zu unterstützen.
Nach ein paar wohl nicht ganz frischen Bratwürsten startete das Spiel auf einem hohen Rasen mit einem Servette-Angriff in der 1. Minute. Tozé kam alleine vor Yverdon-Keeper Jayson Leutwiler zum Abschluss, wurde aber von Schiedsrichter Jaccottet wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen.
Nach 10 Minuten deutete Yverdon zum ersten Mal Gefahr an. Laugeois kam über rechts und hämmerte den Ball scharf vors Tor, wo ihn Celestini ins Toraus bugsierte.
Danach verstrichen die Minuten ohne gefährliche Chancen. Bei Servette mangelte es an Bewegung im Angriffsspiel, Yverdon konnte sich auch nicht in Szene setzen.
Nach 32 Minuten hiess es Freistoss für Yverdon. Mica nahm Anlauf und flankte den Ball in die Mitte, wo Kapitän Sejmenovic am höchsten stieg und zum 1:0 einnickte. Die „Yverdon-Kurve“ tobte.
In der 43. Minute spielte Kouassi den Ball nach Vorne zu Tréand. Tréand fackelte nicht lange und zog ab. Der Ball prallte an den linken Pfosten und ins Tor. Ein wichtiges 1:1 im Hinblick auf die zweite Halbzeit.
Denn zur Halbzeit stand es 1:1.
Unter den Augen von Majid Pishyar, Gérard Castella und Thun-Coach Murat Yakin startete die zweite Hälfte mit einem Yverdon-Angriff über die linke Seite. Osmani schlägt den Ball auf die andere Seite und läuft im Rücken von Schneider weg. Der Ball kommt von Mica hoch zurück und Osmani schiesst ihn direkt aus 2 Metern Entfernung aufs Tor, wo David Gonzalez mit einer weltklasse Parade den Schuss noch aus der linken Ecke fischte. Dies war in der 48. Minute. Yverdon Coach VittorioBevilacqua, der diese Woche noch sagte, dass Servette die beste Mannschaft der Challenge League sei, fühlte sich in seiner Aussage sicherlich noch nicht bestätigt.
Denn es dauerte wieder ein bisschen bis zu einer guten Chance. Ein Schuss von Grischok wurde gehalten und ein Kouassi-Schuss in der 74. Minute verfehlte das Tor. Auch ein Schuss von Esteban nach einem kurzen Antritt in der 81. Minute verfehlte das Ziel.
Zwei Minuten später, in der 83. Minute, pfiff der Schiedsrichter Freistoss für Servette. Grischok sollte den Ball von links in die Mitte bringen. Der Deutsch-Pole trat den Freistoss hoch ins Getümmel vor dem Yverdon-Tor. Die waadtländer Verteidigung wehrte nur ungenügend ab. So sprang der Ball zu Tréand, welcher das Leder reaktionsschnell mit einem Volley in die Maschen drosch. Die 2:1 Führung stand fest, doch konnte man sie auch über die Runden bringen?
Jetzt rannte Yverdon an. In der 84. Minute traf Begzadic mit einem Flachschuss nur nebens Tor.
In Minute 86 fing Gonzalez eine Flanke ab. Bei der Landung glitt ihm der Ball aber aus den Fingern. Yverdon-Stürmer N’Kufo stand gleich daneben und versuchte sofort das 2:2 zu erstochern. N’Zay, der auf der Torlinie stand versuchte zu klären, schoss aber an den Rücken von Gonzalez. Der Ball sprang zur Seite ab. Begzadic versuchte ihn unter Kontrolle zu bringen, doch Deugoué und N’Zay konnten einen Eckball erzwingen, welcher dann missriet.
Die Grenats konnten den Sieg aber ins trockene bringen und holten sich mehr oder weniger verdient 3 Punkte.
Die Heimreise barg keine Schwierigkeiten,endete aber mit einer stinkenden Jacke (Grund: Bratwurst).
Servette gab soeben in einer Pressemitteilung bekannt, dass das Stade de Genève weiterhin bloss für Spiele von Servette und Nationalmannschaften gebraucht wird.
Die Tribune de Genève berichtete vor ein paar Monaten, dass der aus Frankreich stammende FC Evian-Thonon-Gaillard ein Gesuch gestellt habe, dass er bei einem allfälligen Aufstieg in die Ligue 2 seine Heimspiele anstelle im heimischen Thonon-les-Bains im knapp 40km entfernten Genf austragen dürfte.
Dies aufgrund zu wenigen Plätzen und den Sicherheitsstandarts der französischen Liga. Der FC ETG belegt 6 Runden vor Schluss den 1. Platz der National D3 (So heisst die französische 3. Liga). Der Vorsprung auf den Zweiten Stade Reims beträgt 6 Punkte, der Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz beträgt sogar 16 Punkte.
Servette lehnte das Gesuch wie gesagt ab.
Die Besitzer des FC ETG (früher Olympique Croix de Savoie 74) sind die französischen Ex-Nationalspieler Alain Boghossian, Bixente Lizarazu und kein geringerer als Zinédine Zidane.