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Nach Hahnemann, Kent, Phatak, Allen usw. ist die Homöopathie durch ein Meer
der Unsicherheit gesegelt. Der Wissensreichtum der großen Weisen der Homöopathie
ist so umfangreich, daß die Nachfolger, als Interpreten einer homöopathischen
Bibel, persönliche Theorien neu erschufen, um Lücken zu füllen, die von ihrer
Unfähigkeit herrührten, die Grundlagenwerke der Meister zu verstehen.
Daher sind in diesem Jahrhundert verschiedene Schulen mit unterschiedlichen
Namen und vielfältigen Theorien entstanden, die für sich die ganze Wahrheit
in Anspruch nehmen. Es trifft zu, daß laut besagten Schulen alles wahr ist,
was mit ihnen übereinstimmt und alles falsch, was nicht hineinpaßt. Aus einem
solchen Widerspruch folgt unmittelbar, daß der „vorurteilslose Beobachter"
- wie Hahnemann ihn sich wünscht - keine Wahl hat, als sich nach der einen oder
anderen Theorie zu richten - oder sich an gar keine zu halten - bei schwierigen
Fällen immer zu zweifeln, anscheinend ohne Lösung, zu resignieren und auf andere
therapeutische Hilfsmittel zurückzugreifen, weil sie an die scheinbaren „Grenzen"
der Homöopathie stoßen, und dies führt meist zu Verwirrung.
Dr. Marcelo Candegabe und Dr. Hugo Carrara widmen sich der Aufgabe, mit größtmöglicher
Objektivität die äußerst genaue und beinahe mathematische Methode zu erarbeiten
und zusammenzustellen, um das begehrte „Simillimum" zu finden, das den
Erfolg jeder homöopathischen Bemühung krönt.
Dr. Eugenio Candegabe
ISBN 3-9801945-8-2
Seiten 243, gebunden