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Gemäss den ersten Versen des Jeremiabuches wirkte der Prophet Jeremia unter den Königen Joschija, Jojakim und Zidkija, sein Wirken begann also in einer Blütezeit des Staates Juda 627 v. Chr. und endete mit der Katastrophe der Zerstörung Jerusalems und Deportation 586 v. Chr.
Jeremia beurteilt die politischen Situationen mit Assyrien, Ägypten und Babylon sehr scharf, sieht die Gefahren und warnt vor dem Unheil, das durch unüberlegte Koalitionen entsteht.
Zum Ende der Exilszeit überarbeitet die deuteronomistische Redaktion das Jeremiabuch; seine Gerichtsankündigungen hatten sich erfüllt, daher kommt ihm diese Ehre zu. Die Redaktion will durch den Rückblick auf diesen gerechten Propheten helfen, die Katastrophe von 586 zu bewältigen: Die Zerstörung und Deportation wird als Strafgericht YHWHs gedeutet, für die Kette der Vergehen des Volkes gegen den göttlichen Willen, den es durch Jeremia wusste. Für die Zukunft wird eine Heilserwartung aufgebaut, indem sie den Versprengten die Rückkehr verspricht.
Evangelien – AT-Lesungen – NT-Lesungen – Lesejahre A,B,C
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