Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03160.jsonl.gz/1024

Als Sommerwanderung 14 folgten Irma, Leo und ich in fünf Ettappen der ViaSuworow*. Aus Zeitgründen war für uns im Glarnerland Schluss. Die letzten Etappen über den Panixerpass werden wir ein anderes Mal nachholen.
Airolo – Hospental
Hospental – Schöllenen – Wassen
Biel – Kinzig Chulm – Muotathal
Muotathal – Pragelpass – Richisau
Richisau – Klöntalersee – Rohdannenberg
* Gegen Ende des 18. Jahrhunderts mussten sich die Eidgenossen dem französischen Feldherrn Napoleon Bonaparte unterwerfen. Im Jahr 1799 versuchten vor allem die Russen den französischen Herrscher und sein mächtiges Heer zu besiegen.
Der russische General Suworow stiess nach siegreichen Gefechten in Oberitalien am 24. September 1799 gegen den Gotthard vor, um sich mit Truppen vor Zürich zu vereinen. Nach harten Kämpfen in der Schöllenen erreichte er zwei Tage später den Urner Hauptort Altdorf. Dort aber gab es kein Weiterkommen, da die Franzosen alle Schiffe von Flüelen hatten wegbringen lassen. Aus diesem Grund befahl der General am 27. September 1799 seinen Truppen den Abmarsch nach Bürglen und weiter über den Chinzigpass Richtung Muotathal. Das 22’000 Mann starke Heer kroch wie eine ungeheure Raupe bei Regen und Schnee auf die 2’073 m hohe Chinzig Chulm. Die erschöpften Soldaten mussten vom Muotathal noch weiter über den Pragel- und Panixerpass marschieren, da der Weg nach Zürich auch hier abgeschnitten war.
Die Truppen mit lediglich 14’000 Überlebenden verliessen am 11. Oktober 1799 auf dem Weg über Ilanz und Chur, zur österreichischen Grenze, die Schweiz.