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Zwei Wochen vor Beginn der Eishockey-WM in der Slowakei testet das Nationalteam in Siders am Freitag und in Genf am Samstag gegen Frankreich. Nach zwei klaren Niederlagen in Russland wollen die Schweizer in der Heimat Selbstvertrauen tanken.
Zwei Wochen vor Beginn der Eishockey-WM in der Slowakei testet das Nationalteam in Siders am Freitag und in Genf am Samstag gegen Frankreich. Nach zwei klaren Niederlagen in Russland wollen die Schweizer in der Heimat Selbstvertrauen tanken.
Patrick Fischer brachte es nach dem Abschlusstraining am Donnerstagmittag auf den Punkt: «Die WM rückt näher, entsprechend sind alle Spiele wichtig. Gegen Frankreich wollen wir uns mit dem Puck, also in der Offensive, gegenüber der Vorwoche und den Länderspielen in Sotschi steigern und dabei die Abwehrarbeit nicht vernachlässigen. Es ist entscheidend, dass man in der Defensive sauber und fehlerfrei spielt.»
Tor: Reto Berra (Fribourg-Gottéron), Gauthier Descloux (Genève-Servette), Robert Mayer (Genève-Servette).
Verteidigung: Michael Fora (Ambri-Piotta), Lukas Frick (Lausanne), Andrea Glauser (SCL Tigers), Joël Genazzi (Lausanne), Samuel Kreis (Biel), Romain Loeffel (Lugano), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Biel), Yannick Rathgeb (Bridgeport Sound Tigers/AHL).
Sturm: Andres Ambühl (Davos), Alessio Bertaggia (Lugano), Christoph Bertschy (Lausanne), Kevin Fiala (Minnesota Wild/NHL), Jason Fuchs (Biel), Nico Hischier (New Jersey Devils/NHL), Grégory Hofmann (Lugano), Denis Hollenstein (ZSC Lions), Philipp Kuraschew (Québec Remparts/QMJHL), Marco Müller (Ambri-Piotta), Vincent Praplan (Springfield Thunderbirds/AHL), Damien Riat (Biel), Noah Rod (Genève-Servette), Samuel Walser (Fribourg-Gottéron).
Für viele Akteure steht ausserdem das Ringen um WM-Tickets im Vordergrund. 26 Spieler bestritten die zweite Trainingswoche in Genf. Nächste Woche stossen die Playoff-Finalisten plus weitere NHL-Akteure zur Mannschaft. Eine Einladung dürften Leonardo Genoni, Ramon Untersander, Gaëtan Haas, Simon Moser, Tristan Scherwey (alle Bern), Raphael Diaz und Reto Suri (beide Zug) erhalten haben. Roman Josi und Yannick Weber verstärken die Nati definitiv. Bei Jonas Siegenthaler ist die Freigabe noch ausstehend.
Auch wenn nicht alle einrücken oder nicht alle die Freigabe für die WM erhalten sollten: Mehr als ein Dutzend Spieler bangt noch um den Platz im Team für Bratislava.
Keine Sorgen um die WM-Teilnahme muss sich Nico Hischier machen. Der 20-jährige Walliser kommt am Freitag in Siders zu seinem Debüt in der Nationalmannschaft. Aber Hischier kommt durchs grosse Portal. Nach zwei Saisons in der NHL mit 100 Skorerpunkten für die New Jersey Devils steht ihm auf Anhieb eine Schlüsselposition zu. Die Vorfreude aufs Debüt ist gross. In Siders wird Hischier zwischen Vincent Praplan und Kevin Fiala die designierte Paradelinie anführen.
Für Hischier wird das Länderspiel im Wallis definitiv zum Heimspiel. Der Youngster wuchs in Naters auf und durchlief in Visp die Juniorenabteilung. Speziell wird die Partie indes auch für Hischiers Liniengefährten Vincent Praplan, auch er ein Walliser. Praplan will mit dem Nationalteam eine verkorkste Saison retten.
Er hatte sie bei den San Jose Sharks begonnen, wurde am 22. Februar zu den Florida Panthers transferiert und beendete in dieser Organisation die Saison im Farmteam (Springfield). Praplan bestritt diese Saison erst 41 Spiele und kann sich nicht erinnern, wann er zuletzt so wenig gespielt hat. Praplan: «In der Regel bestritt ich in den letzten Jahren mindestens doppelt so viele Partien.»
Wie immer während der WM-Vorbereitung richtet sich der Fokus aber auch auf Akteure, die nicht oder noch nicht mit von der Partie sind. Roman Josi und Yannick Weber schieden am Ostermontag in der NHL aus den Playoffs aus, noch immer warten die Schweizer aber auf die Freigabe Nashvilles. «Wir hatten Kontakt mit den Spielern. Und wir rechnen mit ihnen. Aber wir müssen auf das Okay des Klubs warten», so Nationalcoach Patrick Fischer.
26. April, Siders: Schweiz - Frankreich, 20.15 Uhr
27. April, Genf: Schweiz - Frankreich, 18.00 Uhr
3. Mai, Herisau: Schweiz - Lettland, 20.15 Uhr
4. Mai, Weinfelden: Schweiz - Lettland, 18.30 Uhr
Aufgekocht und zu einem «Fall» wurde am Donnerstag die Nichtberücksichtigung von Denis Malgin, der von Fischer keine Einladung erhalten hatte, weil Malgin, wie es Fischer ausdrückte, «in unseren Augen früher nicht immer hundert Prozent Lust auf die Nationalmannschaft hatte».
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Ich finde es schade, wie sich der Trainer der Nationalmanschaft in den Medien über mich geäussert hat. Ich will immer dabei sein und für die Nati spielen. Den Ausdruck „nicht immer 100% Lust" zu haben, um für die Schweiz zu spielen, ist nicht korrekt. Jeder, der mich kennt, weiss das! Die Entscheidung, dass ich dieses Jahr nicht für die Schweiz an der WM spiele, ist 100% nicht meine. Ich wünsche der Nati viel Erfolg an dieser WM.
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Am Donnerstag folgte zwei Wochen nach Fischers Erklärung die späte Antwort Malgins - via seinen persönlichen Twitter-Kanal. Malgin bedauerte Fischers Aussagen und erklärte: «Ich will immer dabei sein und für die Nati spielen. Der Ausdruck ‹nicht immer hundert Prozent Lust zu haben, um für die Schweiz zu spielen› ist nicht korrekt. Jeder, der mich kennt, weiss das. Der Entscheid, dass ich dieses Jahr nicht für die Schweiz an der WM spiele, ist zu hundert Prozent nicht meiner.»
Fischer wiederholte nach dem Schweizer Abschlusstraining in Genf die ursprünglichen Vorwürfe. «Wir haben Regeln. Vor zwei Jahren erfolgte kein hundertprozentiges Commitment Malgins für die Nationalmannschaft. Er ist nicht immer gekommen, wenn er aufgeboten worden ist.»
Malgin hat vor zwei Jahren als 20-Jähriger an der WM in Paris im Schweizer Nationalteam debütiert. Vorher stand ein Aufgebot für die A-Nationalmannschaft nie zur Diskussion. Ein Jahr später erhielt Malgin von den Florida Panthers keine WM-Freigabe. Einzig im Spätsommer 2017 rückte er nicht ins Prospect Camp in Bern ein, weil er zum Zeitpunkt des Aufgebots bereits mit seinem persönlichen Trainer ein Alternativprogramm zusammengestellt hatte. (abu/sda)
Checks, bei denen es Brunner und drüber geht. Tore, die Freudensprunger verursachen. Memes von Fora und hinten aus der Tabelle. Diaz alles findest du auf unserem Hockey-Account auf Instagram.
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Dank einem 3:1-Sieg in Grenoble steht der SC Bern in der K.o.-Phase der Champions Hockey League. Grenoble liegt nur zwei Stunden von der Schweizer Grenze entfernt – und doch gibt es Franzosen, die das Nachbarland nicht zu kennen scheinen. Denn empfangen wird der SCB mit der schwedischen Nationalhymne und statt der Schweizer Flagge wird auf dem Videowürfel die blau-gelbe Schwedens eingeblendet. Das kommt selbst dem finnischen SCB-Coach Kari Jalonen spanisch vor. (ram)