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Obere Gemeinde: Niederscherli, Oberscherli, Mittelhäusern
Wie schon im Wangental sind die Verkehrswege auch in der Oberen Gemeinde eng mit der Siedlungs- und Entwicklungsgeschichte verbunden. Die Ansiedlung von Gewerbe am Scherlibach ist ein Beispiel für die Rolle, die den Wasserwegen zukam.
In der Scherliau, an der Strasse von Köniz nach Riggisberg, erhob sich die Burg Sternenberg. Quellen zu dem nach ihr benannten Grafenhaus oder zu ihrem Schicksal sind keine überliefert.
Am rechten Steilufer des Schwarzwassers stand die letzte der fünf auf dem Gemeindegebiet Köniz befindlichen Burgen, die Riedburg. Spätere Quellen sowie die Funde der Grabung von 1959 machen eine Datierung des Wohngebäudes um 1330 wahrscheinlich. Die Burg beherrschte den Zugangsweg, der zur Brücke und über das Schwarzwasser führte.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts trugen die Inbetriebnahme eines Postkutschenverkehrs (1883) und die Einweihung der Bern-Schwarzenburg-Bahn (1907) zur Entwicklung bei. Ab 1950 siedelten sich in Niederscherli zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen an.
Literatur: Koshy, Verena (Hrsg.), Niederscherli : Begegnungen mit einem Dorf, Niederscherli 2012
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