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Seit 47 Jahren ist Maria Muniz der spanische Sonnenschein beim FTV. Kurz bevor sie sich in den Ruhestand verabschiedet, hat sie uns ein paar Anekdoten aus ihrem Berufsleben erzählt.
1973 bot mir eine Freundin an, an ihrer Stelle zu einem Vorstellungsgespräch zu gehen. Ein paar Wochen später begann ich meine Lehre beim FTV.
Sechs Direktoren haben sich in diesen 47 Jahren die Klinke in die Hand gegeben und wir sind viermal umgezogen.
Anfangs hatten wir unsere Büros in normalen Wohnungen. Die Offset-Druckmaschine stand in der Küche und die Prospekte wurden in der Badewanne gelagert.
Als ich anfing, versammelte sich das Personal jeden Morgen im Büro des Direktors. Der Reihe nach sagten alle, was sie an diesem Tag vorhatten. Häufig kam die Rückfrage: «Glauben Sie wirklich, dass das reicht?»
Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, blieb ich alleine im Büro, während die anderen zu einer Werbeaktion nach Paris reisten. Ich sollte «das Haus bewachen» und wurde angewiesen, im Notfall den Schlüssel unter die Fussmatte zu legen ... Zum Glück hatte das Baby etwas Verspätung!
Ein italienischer Journalist, den ich am Bahnhof Freiburg abholte, verriet mir, dass er grosse Angst vor Frauen am Steuer hat ... Aber er hatte keine Wahl, also hielt er sich mit beiden Händen am Griff seiner Autotür fest. In Le Mouret schnarchte er ... und in Charmey wachte er pünktlich zum Alpabzug wieder auf.
Eines Tages am späten Nachmittag bestand ein Journalist darauf, alleine zu Fuss die Jaunbachschlucht zu durchqueren. Da es in der Region kurz darauf ein starkes Gewitter gab, wartete ich in Broc in meinem Auto auf ihn. Als ich um 21.30 Uhr immer noch nichts von ihm gehört hatte, informierte ich die Polizei ... Der Katalane, der kein Freund von Mobiltelefonen war, hatte auch noch meine Kontaktdaten im Hotel vergessen. Er schaffte es aus eigenen Mitteln nach Freiburg, klatschnass, schlammig und durchgefroren. Nachdem mich die Polizei angerufen hatte, übergab sie ihm den Hörer, seine einzige Frage war: «Maria, wo essen wir heute Abend?»
Anekdoten hat Maria viele zu erzählen, aber nicht alle sind für die Öffentlichkeit bestimmt … Wie ihre lieben Kollegen bewahrt sie sie sicher in ihrem Gedächtnis an die Zeit im Dienste des Freiburger Tourismus auf!