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Das Wachstum ist stark abhängig von den Standortsbedingungen (Bodengüte, Höhe über Meer, Klima) und je nach Baumart verschieden im zeitlichen Ablauf. Es gibt raschwachsende, eher kurzlebige Baumarten (meist Lichtbaumarten) und langsamwachsende, langlebige Baumarten (oft Schattenbaumarten). Während das Höhenwachstum durch die Konkurrenz etwa gleich hoher Bäume kaum beeinträchtigt wird, ist diese entscheidend bei den anderen Grössen.
Die Höhenzuwachskurve kann vier statt zwei Wendepunkte haben und für die Beschreibung verschiedener Altersphasen und die entsprechenden Eingriffsarten dienen.
Der Durchmesserzuwachs hält im Lebensablauf viel länger an, als der Höhenzuwachs, besonders in plenterähnlichen Beständen (an Solitärbäumen). Er kulminiert teilweise auch später als der Höhenzuwachs.
Grundflächen- und Volumenzuwachs stehen in mathematischer Abhängigkeit zum Durchmesserzuwachs. Sie kulminieren später als dieser, der Volumenzuwachs nach dem Grundflächenzuwachs (zunehmende Vollholzigkeit mit dem Alter).
Der für das Betriebsergebnis entscheidende Wertzuwachs ist neben dem Volumen von der Dimension und von der Qualität abhängig. Die Wert- und Wertzuwachskurven weisen aber Sprünge auf wegen den Wertunterschieden zwischen den einzelnen Sortimenten. Der Wertzuwachs kulminiert meistens nach dem Volumenzuwachs.
Durch den Einfluss der Witterung (Wachstumsschwankungen) entstehen charakteristische Jahrringabfolgen, die zur Entwicklung einer eigenen Wissenschaft, der Dendrochronologie, geführt haben.