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Als Naturwissenschaft bezeichne ich ein institutionelles Paradigma. In diesem Paradigma wird die Natur als objektiv gegebener Gegenstand untersucht. (Das Paradigma hat naive und raffinierte Versionen, den freien Fall von G. Galilei sehe ich als Repräsentant der ersteren, das Falsifikationsprinzip von K. Popper als Repräsentant der letzteren. Für beide aber gibt es die Natur.
Der naturwissenschaftliche Gegenstand wehrt sich nicht, er ist objektiv vorhanden. Kein Stein verändert sein "Verhalten" in Abhängigkeit davon, ob wir Naturgesetze und Schwerkraft postulieren oder nicht. Kein Mechanismus ändert seine Funktionsweise in Abhängigkeit davon, wie wir ihn begreifen. Deshalb kann sich die Naturwissenschaft in Form der Technologie entwickeln. Die Naturwissenschafter müssen sich dabei ihrer Sicht nicht bewusst werden, sie können sich zurecht Objektivität einbilden, und darin die Objekte immer besser sehen.
Ich schlage also auch hier eine Entwendung vor: Nachdem I. Kant allen Skeptizismus in die Form des Dinges an sich gebracht hat, herrscht die Ansicht, das jede Erkenntnis subjektiv sei. Wenn ich nun vorschlage, objektive Tatbestände anzunehmen, erwarte ich nicht, dass irgendein Mensch in die naive Sicht zurückfällt, dass es eine objektive Natur gibt, die erkennbar wäre. Ich schlage vor, dass das, was Beobachter konstruieren, Tatsachen im Sinne der naturwissenschaftlichen Objekte sind. Es scheint mir völlig sinnlos, von einer Maschine anzunehmen, das sie subjektiv funktioniert. Viel sinnvoller scheint mir, wenn ich mir bewusst mache, wo ich quasi naturwissenschaftlich von konstruierten Mechanismen spreche und wo nicht.
Die Naturwissenschaft ist in der dialogischen Perspektive der Du-Es-Differenz die nicht markierte Seite der Religion. Der (Natur)wissenschafter ist n dem Sinne ohne Verantwortung, als er nur sagt, wie ES wirklich ist. Er spricht nicht MIT sondern ÜBER Menschen ( Dialog mit der Natur., mit mir spricht die Natur so wenig wie Gott).
Siehe auch Wissenschaft und die Einleitung zu Hyperkommunikation.