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Nach Hillary Clinton hat auch Donald Trump am Dienstag bei der US-Präsidentenwahl seine Stimme abgegeben. Dabei wurde der Republikaner laut ausgebuht. Derweil berichtete der Sender CNN, dass Trumps Wahlkampflager Klage gegen ein Wahlamt in Nevada eingereicht habe.
Hintergrund ist demnach, dass die Öffnungszeiten mehrerer Wahllokale in einem Bezirk bei den Frühwahlen in der vergangenen Woche um bis zu zwei Stunden verlängert worden waren. Begründet wurde das damit, dass zahlreiche Menschen zur geplanten Schliessungszeit noch Schlange standen, um ihre Stimme abgeben zu können.
Nach geltenden Regeln können Wähler in solchen Fällen nicht abgewiesen werden. Das Trump-Lager beharrt dagegen darauf, dass es sich um einen Gesetzesverstoss handle. Daher dürften die Frühwahlstimmen nicht mitgezählt werden. Eine Anhörung dazu war für Dienstagnachmittag (Ortszeit) geplant.
Nevada zählt zu den besonders heiss umkämpften Staaten mit vielen Latino-Wählern. Ein grosser Teil von ihnen hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, vorzeitig wählen zu gehen. Trumps Rivalin, die demokratische Ex-Aussenministerin Hillary Clinton hat in dieser Bevölkerungsgruppe weitaus grösseren Rückhalt als Trump.
Trump äusserte am Dienstag zudem Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der im Einsatz stehenden Wahlmaschinen. Diese hätten an mehreren Orten nicht richtig funktioniert und Stimmen für Republikaner den Demokraten zugeordnet, sagte Trump im TV-Sender Fox.
«New York hasst dich»
Bei seiner Stimmabgabe in einem Wahllokal im New Yorker Stadtteil Manhattan wurde Trump von Dutzenden Menschen laut ausgebuht, als er mit seiner Frau Melania und Tochter Ivanka mit Geleit des Secret Service erschien. Vor dem Gebäude demonstrierten mindestens hundert Menschen gegen Trump und riefen Parolen wie «New York hasst dich».
Zuvor waren bereits zwei Frauen «oben ohne» aus demselben Wahllokal abgeführt worden, die dort gegen den für seine sexistischen Sprüche bekannten Rechtspopulisten protestiert hatten. Sie riefen nach Angaben des Senders NBC4 «Raus aus unseren Wahlen, Trump!»
Clinton hatte ihre Stimme bereits am frühen Morgen (Ortszeit) in der Nähe ihres Wohnortes in Chappaqua im US-Bundesstaat New York abgegeben.
Enges Rennen
In New York und in mehreren weiteren Bundesstaaten an der Ostküste der Vereinigten Staaten hatten am Morgen die ersten Wahllokale geöffnet. Die letzten Umfragen deuteten auf ein enges Rennen zwischen Trump und Clinton hin.
An der Ostküste und in einigen anderen Staaten schliessen die Wahllokale ab 01.00 Uhr in der Nacht am Mittwoch (MEZ), danach sind die ersten Prognosen und Auszählungsergebnisse zu erwarten. Da sich die Abstimmung wegen der Zeitunterschiede innerhalb der USA bis in die frühen europäischen Morgenstunden hinzieht, kann es bei einem knappen Rennen entsprechend lange dauern, bis der Nachfolger von Präsident Barack Obama feststeht. (sda/afp/dpa)