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Diabetes
ZUCKERKRANKHEIT
Unter Blutzucker versteht man im Allgemeinen den Glukoseanteil im Blut. Er gibt Auskunft darüber, wie viel Zucker (Glukose) bei einem Menschen im Blut in gelöster Form vorhanden ist. Glukose ist ein wichtiger Energielieferant für die Zellen im Körper und ein natürlich vorkommendes Kohlenhydrat. Der Blutzucker wird durch körpereigene Hormone (z.B. Insulin) in engen Grenzen gehalten. Wird dieses Gleichgewicht durch eine Erkrankung, zum Beispiel durch einen Ausfall der Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse gestört, so kommt es zu einem Anstieg der Blutzuckerwerte.
Man unterscheidet dabei den jugendlichen Diabetes Typ 1, der häufig bereits in jungen Jahren durch einen Produktionsausfall des Insulins verursacht wird, vom „Altersdiabetes“ Typ 2. Beim letzteren wird zwar Insulin von der Bauchspeicheldrüse produziert, aber das Insulin wirkt an den Körperzellen nicht mehr richtig. Die Zellen nehmen den Blutzucker nur noch in geringem Ausmass auf. Man nennt dies auch „Insulinresistenz“.
Der Blutzucker kann entweder direkt im Blut gemessen werden, oder man kann auch einen „Langzeitblutzucker“-Wert, den sogenannten „HbA1c“ ermitteln, welcher die Blutzuckereinstellung über mehrere Wochen widerspiegelt.
Bei beiden Diabetes-Formen können schwere Folgeerkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Netzhautschäden am Auge, offene Stellen an den Beinen) auftreten, wenn der Blutzucker nicht medikamentös wieder auf Normalwerte abgesenkt wird.