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Die Gewerkschaft Unia hat den Abstimmungskampf um die im September vors Volk kommende 1:12-Initiative mit einer Studie lanciert: 2012 bestand bei den 41 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn ein Verhältnis von 1:135. Gemäss Unia lag dieser Faktor 2011 noch bei 1:120. Den wachsenden Abstand zeigen auch Zahlen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB. Hier wurden nicht Tiefst-, sondern Durchschnitts- mit Toplöhnen verglichen. Sie verhielten sich 1984 wie 1:6, 1998 wie 1:14 und 2011 wie 1:93. Selbstverständlich lässt sich über die Methodiken dieser wie aller derartigen Erhebungen trefflich streiten. Nicht zu bestreiten ist hingegen die Tendenz; und die ist exorbitant. Soll also der Staat mit seiner Verfassung bei den Löhnen für nicht-anstössige Relationen sorgen, indem er tief in die Vertragsfreiheit privater Unternehmen eingreift? Die einen werden diese heikle Frage aus ordnungs- und wettbewerbspolitischer Sicht mit Nein, andere aus einem Empfinden für soziale Gerechtigkeit mit Ja beantworten. Der im Herbst fällige Entscheid des Souveräns wird sich aus vielen Pros und Kontras sowie aus widerstreitenden Emotionen herausschälen. Eines aber werden die Gegner der Initiative im Abstimmungskampf (leider) nicht überzeugend vorbringen können: dass die Wirtschaft ohne staatliche Bevormundung aus eigener Einsicht für Remedur sorgen werde. (Urs Meier)
Am kommenden Sonntag um 22.50 Uhr findet an den Olympischen Spielen der Final im 100 Meter-Lauf statt. Den Weltrekord hält der Jamaikaner Usain Bolt mit 9,58 Sekunden. Wie langsam er doch ist.
Langsam im Vergleich zu Tieren. Der Gepard, das schnellste Landtier, legt die gleichen 100 Meter in 5,8 Sekunden zurück. Usain Bolt ist immerhin knapp schneller als ein Dromedar, das die 100 Meter in 9,8 Sekunden schafft.
Bei längeren Strecken ist der Unterschied zwischen Mensch und gewissen Tieren noch grösser. Die 200 Meter rennt Usain Bolt in 19,19 Sekunden. Drei Mal langsamer als der Gepard, der die Strecke in 6,9 Sekunden meistert. Ein Rennpferd ist mit 9,9 Sekunden doppelt so schnell wie Bolt.
Die 400 Meter legt ein Rennpferd in 19,9 Sekunden zurück. Weltrekordhalter Michael Johnson brauchte dafür 43,18 Sekunden. Ein Hase rennt doppelt so schnell wie Johnson.
Für die 800 Meter-Strecke braucht die Antilope 33 Sekunden, der kenianische Weltrekordhalter David Lekuta Rudisha benötigt dazu drei Mal länger, nämlich 1:41.01 Minuten.
Eine Studie zum Schmunzeln
Dies geht aus einer Studie hervor, die Craig Sharp zusammengestellt hat. Sharp ist Professor am „Centre for Sports Medicine and Human Performance“ an der Brunel University in London. Veröffentlicht wurde die Studie im Magazin "Veterinary Record". Es ist eine Studie zum Schmunzeln.
Gewisse Tiere sind nicht nur schneller als Menschen, sie springen auch höher, weiter und sind stärker.
Der Amerikaner Mike Powell schaffte 1991 im Weitsprung fast unglaubliche 8,95 Meter. Ein Känguru kommt auf 12,8 Meter.
Im Hochsprung überquerte der Kubaner Javier Sotomayor die Latte bei 2,45 Metern. Das Känguru springt 3,1 Meter hoch.
Im Gewichtheben stiess Hossein Rezazadeh, der „iranische Herkules“ 263,5 Kilo. Eine Lappalie für einen Gorilla, der 900 Kilogramm hebt.
Die Giraffe gab nicht ihr Bestes
Der 13-fache italienische Meister-Schwimmer Filippo Magnini trat im letzten Jahr auf der 100 Meter-Strecke gegen einen Delfin an – und verlor deutlich. Ein Delfin schwimmt drei Mal schneller als ein Mensch.
Der Amerikaner Shawn Crawford, Olympia-Sieger im 200 Meter-Lauf, rannte 2003 gegen eine Giraffe - und gewann. Doch das Tier wirkte unkonzentriert, wenig motiviert und gab nicht sein Bestes. Gegen ein Zebra verlor Crawford zwei Mal deutlich.
In einer Disziplin allerdings, so schreibt Craig Sharp, ist der Mensch den Tieren überlegen: im Zehnkampf. Zwar verliert der Mensch in jeder der zehn Einzelsportarten gegen die Tiere. Doch ein Tier ist immer nur in einer oder wenigen Disziplinen stark, nicht aber in allen zehn gemeinsam. „Unsere Stärke ist die Polyvalenz“, sagt Sharp.
(hh)