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Soja ist ein typisches Lebensmittel der kulinarischen Kultur der asiatischen Bevölkerungen (man bedenke, dass es in China seit über 5000 Jahren angebaut wird), das ein integraler Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sein sollte, da es reich an Proteinen, Mineralien wie Eisen und Kalium und Vitaminen der B-Gruppe ist.
Es handelt sich um eine Hülsenfrucht, die besser verdaulich und reicher an Proteinen ist (mit einer Konzentration von 42% des Gesamtgehalts ist sie eines der proteinreichsten Lebensmittel, das es in der Natur gibt) als andere Lebensmittel ihrer Kategorie (z.B. Kichererbsen, Erbsen oder Linsen).
Leider haben wir in den letzten Jahren eine Reihe von Kontroversen gegen dieses kostbare Lebensmittel erlebt: Insbesondere das Auftreten von Brustkrebs wird häufig darauf zurückgeführt.
In der Tat ist es angebracht, eine Klarstellung zu machen: Östrogene können die Proliferation von Brustkrebs fördern, aber in unserem Körper gibt es zwei Arten von Rezeptoren, die sie binden: den Alpha-Rezeptor und den Beta-Rezeptor.
Im Gegensatz zu den von unserem Körper autonom produzierten Östrogenen binden die in Sojabohnen enthaltenen Phytoöstrogene (Isoflavone) hauptsächlich an Beta-Rezeptoren, was eine antiöstrogene Wirkung ergibt, die das Wachstum von Tumoren hemmt. Diese Verbindungen wie Genistein, Daidzein und Glycitein erinnern chemisch an weibliche Geschlechtshormone und können daher ähnliche Funktionen wie das menschliche Östrogen erfüllen.
Die wissenschaftliche Forschung hat hinreichend nachgewiesen, dass der Konsum von Soja eine signifikante Aktivierung des Beta-Rezeptors stimulieren kann.
Die Statistiken bestätigen auch die gesundheitlichen Qualitäten, indem sie hervorheben, dass in den asiatischen Bevölkerungsgruppen, die sie in grossem Umfang nutzen (z. B. China und Japan), die Anzahl der Tumorinzidenzen geringer ist als in westlichen Bevölkerungsgruppen.
Epidemiologische Studien bestätigen in der Tat, dass eine pflanzliche Ernährung, die reich an Ballaststoffen und Hülsenfrüchten (insbesondere Soja) ist, dazu beiträgt, das Auftreten von Endometrium-, Prostata- und Brustkrebs zu verringern.
Seine krebshemmenden Eigenschaften sind für diese Art von Tumoren besonders gut bekannt, und viele Studien haben gezeigt, dass es der unkontrollierten Vermehrung von Tumorzellen durch eine Senkung der Sexualhormonspiegel entgegenwirken kann.
Das American Institute for Cancer Research hat eine klare Position bezogen und argumentiert, dass der Verzehr von Sojabohnen eine wertvolle Hilfe bei der Brustkrebsprävention ist, während eine andere massgebliche amerikanische Vereinigung, die American Cancer Society, Ernährungsrichtlinien für Krebspatienten festgelegt hat, die vorschlagen, wie der Verzehr von Sojabohnen grosse Vorteile bringen kann.
Nach der Überwachung von über 10.000 Patienten über 7 Jahre hinweg wurde die Einnahme von Sojabohnen mit einer verringerten Mortalität und dem Rückgang des Wiederauftretens von Brustkrebsfällen in Verbindung gebracht.
Eine kürzlich veröffentlichte Studie unterstreicht auch die Fähigkeit der Isoflavone, die Strahlentherapie gegen Lungenkrebs wirksamer zu machen und gleichzeitig vor den Schäden der Chemotherapie zu schützen.
Dieses Lebensmittel ist jedoch auch in den Wechseljahren sehr nützlich, wenn Sie aufgrund der Abnahme des Östrogens bis zu 15% der Knochenmasse verlieren: Zwei vorläufige Studien belegen die therapeutischen Wirkungen bei Frauen nach der Menopause.
Soja eignet sich auch hervorragend gegen Herzkrankheiten: Die American Heart Association unterstreicht seine Eigenschaften bei der Verringerung des Auftretens von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund des Faser- und Isoflavongehalts sowie anderer Komponenten, die das Risiko von Koronopathien verringern können.
Über 30 Jahre Forschung haben gezeigt, dass es den Cholesterinspiegel im Blut bei Menschen mit Hypercholesterinämie senken und die Elastizität der Arterienwände verbessern kann (insbesondere bei Frauen nach der Menopause).
Durch den konstanten Konsum kann das LDL-Lipoprotein (auch bekannt als schlechtes Cholesterin) um 10-15% abgebaut werden.
Alle seine wohltuenden Wirkungen finden sich im Naturprodukt und seinen Derivaten wie Tofu, Tempeh, pflanzlichen Getränken und Joghurt wieder, nicht aber bei solchen, die mit Proteinisolaten hergestellt wurden (z.B. Proteinriegel oder Proteinzusätze).
Wie bei allen Nahrungsmitteln wird empfohlen, sie zu verzehren, aber nicht zu missbrauchen, was sich als kontraproduktiv erweisen könnte: Wer beispielsweise an Autoimmunerkrankungen oder intestinaler Permeabilität leidet, sollte sie in Massen verzehren, um eine übermässige Aufnahme von Lektinen und Saponinen zu vermeiden.
Wenn Sie sich entscheiden, Sojaprodukte zu konsumieren, achten Sie immer auf den Natriumgehalt, der manchmal sehr hoch sein kann (z.B. bei Zubereitungen wie Burger oder Gemüsefrikadellen).
Ich rate Ihnen jedoch, sich immer auf die Angaben Ihres vertrauenswürdigen Ernährungsberaters zu verlassen: Er kann Sie über die besten Kombinationen für Ihre Gesundheit beraten. Wenn Sie möchten, können Sie einen Termin mit mir in der Praxis vereinbaren, indem Sie auf diesen Link klicken.