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Die Reste der einstigen Auen der Thur an ihrer Mündung in den Rhein umfassen noch gut 3 km2. Es ist die grösste Auenlandschaft des Schweizer Mittellandes. Am Ticino inferiore erstreckt sich allein die Kernzone der Aue mit Fluss, Kiesbänken und Wald über 300 km2. Die Fläche des gesamten «Parco Ticino» in den zwei italienischen Provinzen Lombardei und Piemont beträgt rund 980 km2. Das entspricht etwa dem Kanton Thurgau. Längst nicht alles ist «Wildnis». Im 100 km langen Korridor zwischen Lago Maggiore und Pavia, wo der Ticino dann in den Po mündet, wohnen eine halbe Million Menschen. 66 Dörfer und Städte befinden sich im «Parco», auch der interkontinentale Flughafen Malpensa, ein grosses Gaskraftwerk, intensiv bewirtschaftete Landwirtschaftsflächen, Auto- und Eisenbahnen – es ist eine der dichtest besiedelten und genutzten Regionen Italiens. Trotzdem haben sich alle Beteiligten in den vergangen 40 Jahren immer wieder auf eine nachhaltige Entwicklung einigen können. So haben ein Stopp der Kiesausbeutung das Flussbett stabilisiert und eine vorausschauende Raumplanung dafür gesorgt, dass der Ticino seit den ersten Schutzmassnahmen nie mehr Hochwasserschäden verursacht hat. Davon wollen wir lernen auf dieser Exkursion!
In diesem Kurs erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in das Funktionieren der Wasserversorgung und lernen die grundlegenden Betriebsabläufe kennen. Sie verfügen über erste Branchenkenntnisse und sind über die aktuellen Herausforderungen informiert. Sie verstehen die Bedeutung des Trinkwassers sowie der nachhaltigen Versorgung.