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Die wichtigsten Eigentümer der Parzellen im Kasernenareal, die Stadt Aarau, der Kanton Aargau und der Bund planen die schrittweise Entwicklung des Kasernenareals. Basierend auf dem bereits beschlossenen Masterplan entwirft das Planerteam im nächsten Schritt ein städtebauliches Richtprojekt und ein Mobilitätskonzept. Im Herbst findet ein weiteres öffentliches Forum statt, um die Ergebnisse vorzustellen.
Durch Einbezug der wichtigen Wegbeziehungen und der Parzellierung ergeben sich 13 Areal-Sektoren (A bis M) (Grafik: Stadt Aarau)
Das zentrumsnahe Kasernenareal in Aarau misst 47'243 m², die verteilt sind auf Stadt (5 Prozent), Kanton (67 Prozent), Bund (14 Prozent) und mehrere Private (13 Prozent). Ab 2031 soll das Areal für die Bevölkerung, unter Berücksichtigung der Anliegen der verschiedenen Grundstückeigentümer, teilweise geöffnet werden. Ab 2031 entsteht in Etappen ein vielfältig genutztes, weitgehend geöffnetes und zentrales Stadtquartier. Die für die Entwicklung bilden der Masterplan und der Zusatz zum Letter of Intent, welche der Stadtrat und der Regierungsrat bereits im März 2021 beschlossen haben.
Erarbeitung städtebauliches Richtprojekt und Mobilitätskonzept
Im Rahmen des nun beauftragten städtebaulichen Richtprojekts und Mobilitätskonzepts sollen die bauliche Nutzung, das Freiraumkonzept, die Erschliessung und Nachhaltigkeit untersucht und präzisiert werden. Zudem werden unterschiedliche Nutzungsoptionen geprüft, verglichen und bewertet.
Das städtebauliche Richtprojekt definiert, aufbauend auf dem verabschiedeten Masterplan, wie die Freiräume, die Piazza und die Wege genutzt und gestaltet werden. In Zusammenarbeit mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Analyse verschiedener Möglichkeiten der Bebauung auf den Baufeldern. Dazu gehören auch die durch das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bestärkten Interessen einer langfristigen Arealnutzung. Das Mobilitätskonzept zeigt die erwartete Verkehrserzeugung, deren umwelt- und stadtgerechte Verkehrsabwicklung und die erforderlichen Rahmenbedingungen für die späteren Projekte auf.
Das Richtprojekt und das Mobilitätskonzept dienen später als Grundlagen für die verbindlichen Planungsinstrumente, für eine Teilzonenrevision und für einen Rahmengestaltungsplan.
Für die Bearbeitung wurden verschiedene ausgewiesene Büros angefragt und mit Hosoya Schaefer Architekten, Fontana Landschaftsarchitektur und dem Verkehrsplanungsbüro Kontextplan erfahrene Planungsbüros ausgewählt.
Die Ausarbeitung des Richtprojekts und des Mobilitätskonzepts erfolgt schrittweise in einem Workshopverfahren. Ein fachlich breit zusammengesetztes Begleitgremium aus Vertretungen der Stadt Aarau, des Kantons Aargau, des VBS sowie unabhängigen Experten diskutieren und begleiten in vier Workshops die Entwürfe. Des Weiteren werden die privaten Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer im bewährten Rahmen in das Verfahren miteinbezogen.
Präsentation der Entwürfe im Forum V
Am 16. November 2022 laden Stadt und Kanton alle Interessierten ein, die vorliegenden Entwürfe in einem weiteren Forum zu diskutieren.