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Zu glauben, dass die Reichen reicher werden, weil die Steuern gesenkt werden, hat das Prinzip des Geldverdienens (noch) nicht verstanden.
Eine alte Weisheit besagt, dass arme Leute Ramsch kaufen. Weil sie sich eh nicht viel leisten können, kaufen sie Schnäppchen, die sie gar nicht brauchen, fallen auf Aktionen herein, die sie nicht wirklich wollen und so kommen sie nie auf einen grünen Zweig.
Der Mittelstand kauft zwar auch zwischendurch Ramsch ein (deindeal.ch ;-), er macht aber meist etwas Schlimmeres: Der Mittelstand kauft sich Verpflichtungen. Anstatt das günstige japanische Auto zu kaufen, least er den deutschen Luxusschlitten und noch ein Zweitauto dazu. Anstatt mit vorhandenem Geld in die Ferien zu gehen, nimmt er eine Hypothek auf eine Ferienwohnung auf und die eigene Wohnung war auch doppelt so teuer, wie er sie vermögen würde. So hat der Mittelstand zwar ein hohes Einkommen, vor lauter Verpflichtungen bleibt Ende Monat trotzdem nichts übrig.
Anders handelt der Reiche. Zwischendurch postet auch er Ramsch oder geht eine Verpflichtung ein, hauptsächlich investiert er aber in Firmen, die Ramsch produzieren und diesen den Armen verkaufen. Und er investiert in Eigentumswohnungen, welche er dann dem Mittelstand mit Gewinn verkauft. Und weil der Mittelstand nicht genügend Geld hat, gibt er ihm über die Bank auch noch eine Hypothek.
So ist es nicht das Steueramt, welches dafür sorgt, dass der Reiche reicher wird, sondern die Armen und der Mittelstand, welche das Geld freiwillig zum Reichen bringen. Wer diese Situation ändern will, muss dort ansetzen, wo die grösste Macht liegt; beim Konsumenten. Überlegt sich der Konsument, was er wirklich braucht, fängt er an bewusster einzukaufen oder lebt sogar etwas bescheidener. Damit wird der Konsument reicher und der Reiche ärmer.