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Das SIF und vier einflussreiche Verbände, die Schweizer Finanzinstitute vertreten, lancieren die «Net-Zero Data Public Utility». Die zentrale Datenbank soll freien Zugang zu überprüfbaren und grundlegenden Informationen über den Klimawandel bieten.
Das Staatssekretariat für internationale Finanzen (SIF) und vier Verbände, die Schweizer Finanzinstitute vertreten, haben am «Point Zero Forum» die erste nationale Initiative angekündigt, die öffentliche und private Institutionen zusammenbringt, um zur Entwicklung der «Net-Zero Data Public Utility» (NZDPU) beizutragen. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden führende Schweizer Finanzinstitute die Klimadatenplattform testen. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Lancierung einer zentralen Datenbank, die freien Zugang zu überprüfbaren, grundlegenden Informationen über den Klimawandel bietet.
Mangelnde Datenlage gefährdet Kampf gegen den Klimawandel
Der Mangel an zugänglichen, qualitativ hochstehenden und konsistenten Daten ist im Kampf gegen den Klimawandel nach wie vor eine der grössten Herausforderungen. Um den Zugang zu verlässlichen Daten für Organisationen und Regierungen zu fördern, und ihnen die Umsetzung der Net-Zero-Versprechen (Klimaneutralität) damit zu erleichtern, wurde das «Climate Data Steering Committee» (CDSC) geschaffen. Es hat 2022 die Entwicklung einer Klimadatenplattform empfohlen, wobei ein Pilotmodell an der «COP28» im Dezember 2023 vorgestellt werden soll.
Überprüfbare Daten lassen Fortschritte weltweit messen
In einer ersten Entwicklungsphase soll die Plattform Details von Scope 1, 2 und 3 Emissionen sowie Emissions-Reduktionsziele umfassen, wobei mit der Zeit weitere Masseinheiten hinzukommen sollen. Finanzinstitute benötigen diese Daten, um die effektive Anhäufung von Emissionen in ihren Portfolios eruieren und Übergangspläne entwickeln zu können.
Scope 1: umfasst die direkte Freisetzung klimaschädlicher Gase im eigenen Unternehmen. Scope 2: umfasst die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase durch Energielieferanten. Scope 3: umfasst die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase in der vor- und nachgelagerten Lieferkette. (Quelle: Kluthe Magazin)
Zu den Verbänden, welche die Entwicklung der Klimadatenplattform (NZDPU) unterstützen, gehören:
Das SIF und diese Verbände werden mit Schweizer Finanzinstituten, welche Mitglied der «Glasgow Financial Alliance for Net Zero» sind, oder die «Task Force on Climate-related Financial Disclosures» (TCFD) Empfehlungen implementieren, zusammenarbeiten, um den ersten Nutzern der Klimadatenplattform Anregungen geben zu können.
Firmen, die daran teilnehmen wollen, sind:
Die Erfahrungen, die diese Institutionen mit aktuellen Klimadatensystemen machen, sowie ihr Feedback zu den ersten Tests, wird Einfluss auf die Entwicklung der Klimadatenplattform (NZDPU) und auf weitere Arbeiten am Climate Data Steering Committee nehmen.
Über das Climate Data Steering Committee
Das Climate Data Steering Committee (CDSC or Committee) wurde vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron sowie dem «United Nations Special Envoy for Climate Ambition and Solutions» Michael R. Bloomberg im Juni 2022 ins Leben gerufen. Den Vorsitz hat Mary Schapiro. Das Komitee unterstützt die Klimaziele der UNO und unterstützt Klimabestrebungen, indem es verlässliche Daten aus dem Privatsektor zusammenträgt. Diese sind für eine «Net-Zero-Wirtschaft» wichtig.
Das Komitee bringt zudem eine Gruppe global führender Persönlichkeiten zusammen, wie Regulatoren und politische Entscheidungsträger, die sich bei Datenanbietern und zivilgesellschaftlichen Organisationen informieren, um die Herausforderungen mit Klimadaten über die globale Wirtschaft hinweg adressieren zu können.