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Auch wenn in früheren Jahrhunderten einzelne farbige Häuser das Stadtbild von Winterthur belebt hatten, so herrschte Mitte des 19. Jahrhunderts in der Altstadt ein Grau in verschiedenen Abtönungen vor.
In den 1920er-Jahren kam in Deutschland die Bewegung der «farbigen Stadt» auf. Das Gewerbemuseum Winterthur warb 1926 mit einer gleichnamigen Ausstellung für mehr Farbe im Stadtbild und übernahm damit schweizweit eine Pionierrolle. Es gab in der Stadt auch bereits einiges zu zeigen: Manche Bauten hatten ein farbiges Kleid erhalten und wurden zum Teil kontrovers diskutiert. Zeugen davon sind bis heute erhalten und lassen Rückschlüsse auf das damalige Stadtbild zu.
Wie entwickelte sich die «farbige Stadt» Winterthur? Welche Bedeutung hatte die Bewegung für das Erscheinungsbild der Stadt? Und überhaupt: Wie hat die Stadt Winterthur ihre heutige Farbigkeit erhalten?
Dr. Andres Betschart studierte Geschichte, Geografie und Kunstgeschichte. Er leitet die Sammlungen der Winterthurer Bibliotheken.