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England 1850, Zeit der Industrialisierung. Vom ungeliebten Stiefvater nach London verdingt, findet das Waisenkind David Copperfield in dieser stinkigen, sumpfigen und rauchigen Stadt seine Lebensträume vernichtet. Aber David gibt nicht auf. Er flieht zu seiner ihm kaum bekannten, schrulligen Tante Betsey. Diese rät ihm: „Wir müssen Schicksalsschlägen kühn ins Gesicht sehen. Wir müssen das Unglück müde machen, David“. Er findet gute und weniger gute Freunde, streitet mit seinem grössten Feind Uriah Heep und beginnt, sich für die Damenwelt zu interessieren. Schafft es David Copperfield, seinen Platz in der Welt zu finden?
„David Copperfield“ wird bis heute als einer der bedeutendsten Kindheits- und Jugendromane der Weltliteratur angesehen. In diesem Roman, der deutliche autobiografische Züge aufweist, in dem der Titelheld ähnliche Stationen wie Dickens in seiner Jugend durchläuft, zeigt sich Dickens überragendes Talent für die Darstellung von Stimmungen, Erlebnissen und Gefühlen der Kindheit. Mit der Kritik an der Missachtung des Kindes, die der Kritik an sozialen Missständen vorangeht, appellierte er an das Gewissen der Menschen – mit der Absicht, den Weg für soziale Reformen zu ebnen.