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„Mache Dir selbst klar, was Du zu tun hast, und dann tue, was Du zu tun hast.“
Epiket, antiker griechischer Philosoph
Als Führungskraft müssen Sie in Zeiten zunehmender Veränderungen mehr denn je wissen, was Sie heute zu tun haben, damit Sie und Ihr Unternehmen den richtigen Weg in die Zukunft einschlagen. Sie müssen auch darauf vertrauen können, dass Ihr persönliches Potenzial ausreicht, sowohl unvorhersehbare Hindernisse zu überwinden als auch mit den Folgen eigener Fehler und allfälligen Widerständen Ihrer Mitarbeitenden oder Vorgesetzten erfolgreich umzugehen. Nicht zuletzt gilt es auch zu wissen, wie Sie das Feuer Ihres eigenen Teams entfachen, um gemeinsam und mit Zuversicht die Zukunft zu bewältigen. Um mit gutem Beispiel voranschreiten zu können, brauchen Sie als Führungskraft ganz nach dem Motto des antiken Philosophen jedoch erstmal zu wissen, wohin Sie selbst gehen wollen, was Sie ausmacht und wofür Sie selbst einstehen.
So verschaffen Sie sich Klarheit über Ihre persönlichen Werte
Eine einfache Übung in Anlehnung an Kouzes und Posner kann Sie dabei unterstützen, Klarheit über Ihre eigene Wertorientierung zu verschaffen:
1. Gehen Sie untenstehende Liste mit den verschiedenen Werten durch und teilen Sie diese möglichst spontan und intuitiv in drei Kategorien ein:
A. "Werte, die mir sehr wichtig sind“
B. „Werte, die mir einigermassen wichtig sind“
C. „Werte, die mir nicht wichtig sind“
2. Fokussieren Sie sich nun auf die Werte, die Ihnen sehr wichtig sind (Kategorie A) und versuchen Sie, diese auf Ihre 5 Top-Werte zu reduzieren. Nehmen Sie sich dazu genügend Zeit. Schreiben Sie dann die 5 Top-Werte beispielsweise auf je eine Karteikarte oder in ein Notizbuch, das Sie immer bei sich führen. Beschreiben Sie jeden Ihrer 5 Werte so konkret wie möglich:
- Was bedeutet der Wert für mich?
- Nach welchen Kriterien habe ich entschieden/sortiert?
- Bei welchen Werten war ich mir über die Einordnung schnell klar, bei welchen unsicher?
- In welchen Arbeitssituationen helfen mir diese Werte? Woran hindern sie mich? Was verunmöglichen sie mir?
- Welche Konsequenzen hat dies auf meine Führungsarbeit?
- Woran erkennt mein Umfeld (Team, Vorgesetzte, Partner, Patienten) meine Werte?
3. Sprechen Sie nun mit einer Ihnen vertrauten Person darüber, warum Sie sich für diese 5 Werte entschieden haben. Erläutern Sie, was die Werte für Sie bedeuten und wie Ihre Werte in Ihren Alltagshandlungen als Führungskraft zum Ausdruck kommen. Wenn Ihrem/Ihrer Gesprächspartner/in Ihre Werte noch nicht ganz klar sind, sollte diese/r Sie darum bitten, deren Bedeutung weiter auszuführen.
Leben Sie in der Folge Ihre eigenen Werte in der Führungspraxis vor, definieren Sie ebenso gemeinsame Werte mit Ihrem Team, vereinbaren Sie Vorgehensweisen bei kritischen Ereignissen und anerkennen Sie Verhaltensweisen, die den gemeinsamen Werten entsprechen. So tragen Sie dazu bei, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in welcher die Authentizität als Wert verankert ist. Und Sie entwickeln zusammen mit Ihrem Team ein stabiles Selbstwertgefühl, um den Wandel der Zukunft erfolgreich zu meistern.
Quellen und weiterführende Literatur
- George, B. Authentic Leadership (2003). Rediscovering the Secrets of Creating Lasting Value. Jossey-Bass.
- Kernis, M. & Goldmann, B. M. (2006). A Multicomponent Conceptualization of Authenticity: Theory and Research. In M. P. Zanna (Ed.), Advances in Experimental Social Psychology: 283–357. Academic Press.
- Kouzes J. M., & Posner, B. Z. (2012). The Leadership Challenge Workbook. Viley-VCH Verlag.
- Küpers, W. (2014). Integrale und authentische Führung. In Führen mit Herz und Verstand – integral und authentisch. Kamphausen Verlag.
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