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Generelle Anforderungen
Das 1997 in Betrieb genommene 1-Meter Laser- und Astrometrie-Teleskop (ZIMLAT) soll einerseits einen modernen Laserdistanzmessbetrieb zu Satelliten (SLR) ermöglichen, gleichzeitig aber auch als astronomisches Teleskop dienen, um mit digitalen Kameras (CCD) vor allem Positionen und Helligkeiten von erdnahen Objekten aller Art, insbesondere Raumschrott, bestimmen zu können.
Diese duale Nutzung des Systems erfordert eine hohe Komplexität des Designs. Es müssen gewisse Leistungseinschränkungen, z.B. in der Abbildungsqualität oder in der Beobachtungsdichte, in Kauf genommen werden.
Das Teleskop, seine Zusatzausrüstung aber auch die zusätzlichen Komponenten für die Laserdistanzmessung können über den Stationscomputer ferngesteuert werden.
Es wird eine hohe Positionierungs- und Nachführgenauigkeit verlangt:
Absolut: 1-2 Bogensekunden, wichtig für das Treffen der Satelliten bei der Distanzmessung mit enggebündeltem Laserstrahl
Relativ: Wenige 1/10 Bogensekunden, ermöglicht eine "glatte" Nachführung langsamer Objekte
Tagsüber sowie in der Dämmerung ist das System ausschliesslich im SLR-Modus in Betrieb. Während der Nacht wird die verfügbare Beobachtungszeit mit festlegbaren Prioritäten auf SLR und CCD aufgeteilt.
Die Umschaltung von einer zur anderen Betriebsart erfolgt rasch und computer-gesteuert (innerhalb einer halben Minute).
Ein vollautomatischer kombinierter SLR/ CCD-Betrieb wird angestrebt.
Astronomisches Teleskop (CCD)
1. stationäre Objekte (geostationäre Satelliten)
2. langsame Objekte (zum Beispiel Kleinplaneten)
3. schnelle Objekte (tieffliegende Satelliten)
4. zwei Nachführbereiche
Satelliten-Distanzmessung (SLR)