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Müller ging als 47. der Xbox-Weltrangliste in die Playoffs, für die sich die 60 punktbesten Spieler der Xbox-Weltrangliste qualifiziert hatten. Die bei den Playoffs erspielten Punkte wurden zu den während der gesamten FIFA19-Global-Series-Saison gesammelten Zählern hinzuaddiert, am Schluss gab es nur für die 16 punktbesten FIFA-eSportler ein Ticket zur WM.
Um genügend Punkte für die FeWC-Qualifikation zu sammeln, hätte Müller in seiner Geburtsstadt deshalb schon ins Finale kommen müssen. Diese schwierige Mission wurde durch einen Magen-Darm-Virus, den sich Müller am Tag vor dem Turnier einfing, noch komplizierter als ohnehin schon. Am ersten Turniertag musste Müller vormittags sogar noch zum Arzt und traf erst drei Minuten vor seinem ersten Spiel wieder am Veranstaltungsort ein.
Bedingungen getrotzt
Trotz dieser suboptimalen Bedingungen biss Müller auf die Zähne und gewann seine ersten drei Gruppenspiele. Dabei bezwang er mit dem früheren Gesamt-Weltmeister Spencer Ealing und dem Xbox-Vizeweltmeister 2018, Kurt Fenech, zwei grosse Namen der internationalen FIFA-Szene auf der Xbox. Nach zwei zwischenzeitlichen Niederlagen machte Müller mit einem 4:3-Erfolg gegen den Brasilianer Rodrigo den Einzug in die K.o.-Phase perfekt, wo er allerdings in Felipe Abd einem weiteren Brasilianer unterlag (1:5) und seine leisen WM-Hoffnungen endgültig begraben musste.
Mit den Punkten aus Hamburg belegte „CodyDerFinisher“ am Ende einer Saison mit Licht und Schatten Weltranglisten-Platz 44. Was angesichts von Millionen Spielern weltweit, die um ein FeWC-Ticket wetteifern, eine mehr als achtbare Leistung ist. Das dürfte für Müller persönlich dennoch nur ein schwacher Trost sein. Denn wie schon im Vorjahr, als er im alles entscheidenden Playoff-Spiel seinem Teamkollegen Tim „TheStrxngeR“ Katnawatos unterlag, hat der Xbox-Vizeweltmeister 2017 abermals sein grosses Saisonziel knapp verpasst.