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Anina hatte Mitte März die Gelegenheit mit Eliteläufern in Süditalien zu trainieren. Sie schildert ihre Erlebnisse im nachfolgenden Bericht.
Trainingslager in Süditalien
Mitte März reiste ich mit einigen Eliteläufern nach Italien, um während einer Woche an meinen Sprintfähigkeiten zu arbeiten. Die ersten Tage im Trainingslager verbrachten wir rund um Vieste, ein Städtchen an der Ostküste. Dort trainierten wir mit ungefähr 100 weiteren Athletinnen und Athleten aus beinahe 20 Nationen. Wir absolvierten täglich mehrere Sprintformen in den verwinkelten Gassen der Region Gargano. Highlight war ganz klar das Jagdstartrennen in Vico del Gargano, in welchem um die 40 Eliteläuferinnen innert kurzer Zeit dieselbe Bahn abspulten. Obwohl der Wettkampf eher einem Laufwettkampf glich, war es dennoch ein Erlebnis. Auch der Sprint-Marathon auf der legendären Karte Monte Sant’ Angelo mit 42 Posten war ein unvergessliches Training.
Für die restlichen Tage reisten wir wieder zurück an die Westküste, wo rund um Neapel die drei Wettkämpfe der MOC (Mediterranean Open Championship) stattfanden. Unsere Unterkunft befand sich direkt am Meer, sodass bereits im März Sommergefühle aufkamen. Am Freitagabend wurde in Agropoli zu einem Nachtsprint gestartet. Der Lauf gelang mir nicht wunschgemäss, weil mir eine passierbare Mauer (im Gelände mit rund 2.5 Metern eher unpassierbar) zum Verhängnis wurde und ich bei diesem Posten einen grossen Zeitverlust hinnehmen musste. Die zweite Etappe gelang mir dafür umso besser. Diese fand im Archäologischen Park von Paestum statt, wo sich während der Hochsaison vermutlich Touristen aus aller Welt tummeln. Um die ganze Sache zu erschweren, durfte man keine Mauern überqueren, auch wenn diese nur einige Zentimeter hoch waren. Wie erwartet hielten sich aber nicht alle Athleten daran und die Organisatoren waren mit der Situation überfordert. Am Schluss entschied die Jury, den Wettkampf nicht zu werten. Die letzte Etappe fand im Park der legendären Reggia di Caserta statt. Für mich ein Déja-vu, da ich bereits während eines Sozialpraktikums in der Kantonsschule diesen Ort besucht hatte. Leider wurde ich durch starke Schmerzen in der Achillessehne gezwungen, meinen Lauf aufzugeben. Kurz vor unserem Rückflug machten wir noch einen Ausflug auf den Vesuv. Die Aussicht war gigantisch!
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