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Der Wissenschaftspreis der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung geht an
PD Dr. med. Maurizio Taramasso
in Anerkennung seiner wissenschaftlichen und klinischen Tätigkeit an der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie am UniversitätsSpital Zürich den Wissenschaftspreis 2018 für seine Arbeit im Hauptforschungsschwerpunkt «Transcatheter Tricuspid Valve Therapies; Establishment of the international TriValve Registry».
Maurizio Taramasso schloss im 2008 sein Studium der Allgemeinmedizin und Chirurgie ab an der Vita-Salute-Universität in Mailand, wo eine Dissertation über die funktionelle Tricuspidale Regurgitation diskutiert wurde. Von 2008 bis 2014 absolvierte er an der gleichen Universität unter der Leitung von Prof. Ottavio Alfieri seine Facharztausbildung in Herz-Thorax-Chirurgie. Parallel zu seiner chirurgischen Ausbildung hatte er in den Jahren 2013 und 2014 ein Crosstraining in der Interventionellen Kardiologie unter der Leitung von Prof. Antonio Colombo.
Im Jahr 2014 wechselte er zu Prof. Francesco Maisano an das Universitätsspital Zürich, wo er heute als Oberarzt tätig ist (seit 2015). Maurizio Taramasso ist ein angesehener Arzt und Operator. Er ist einer der wenigen echten Hybridchirurgen in Europa, der in der Lage ist, Operationen am offenen Herzen und transkatheter sowie strukturelle Eingriffe durchzuführen. Er ist zudem Mitverantwortlicher des Structural Valve Programms im USZ.
Im Jahr 2017 startete er das Transkatheter-Tricuspidalklappenprogramm mit der Einführung verschiedener Geräte und leitet das Programm gemeinsam mit Prof. Maisano. Insbesondere die Trikuspidalklappe hat sich in den letzten 2 Jahren zu seinem klinischen und Forschungsschwerpunkt entwickelt. Im Jahr 2017 schuf er ein internationales Register von Patienten, die sich einer Transkathetertherapie zur funktionellen Trikuspidalinsuffizienz unterziehen, um diese Patientenpopulation besser zu verstehen.
Er hat mehrere Publikationen in Fachzeitschriften im Bereich der kardiovaskulären Medizin veröffentlicht. Als international anerkannter Experte für Transkatheterklappentherapien ist er ein begehrter Referent bei wichtigen internationalen Treffen. Er ist Präsident und Organisator des Tricuspid-Workshops am jährlichen Mitralklappen-Treffen in Zürich.
Er ist in die Lehrtätigkeit an der Universität Zürich als Privatdozent involviert seit 2015, und als Co-Direktor des CAS in Structural Aortic Intervention, das im Dezember 2017 begann. Im Oktober 2017 promovierte er in Interventioneller Kardiologie an der Universität Maastricht (NL) und verteidigte eine Dissertation über perkutane Mitralklappenbehandlungen. Im November 2017 gewann er den «Thomas J. Linnemeier Spirit of Interventional Cardiology Young Investigator Award 2017» als erster Chirurg überhaupt am weltweit grössten Interventionellen Kardiologie-Meeting TCT.