Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03462.jsonl.gz/3674

An der Jahresversammlung des Gotthard-Komitees vom 21. August 2017 beleuchtete Bahnexperte Werner Stohler die zentrale Funktion des Durchgangsbahnhofs im internationalen und nationalen Schienenverkehr. In seinen Ausführungen zeigte er insbesondere auf, wie der Durchgangsbahnhof die Mobilität auf der Nord-Süd- und West-Süd-Achse verbessert:
Grafik: Werner Stohler
Eine Stunde schneller von Karlsruhe/Basel nach Mailand und gegen eine halbe Stunde Zeitgewinn auf der West-Süd-Achse dank Durchgangsbahnhof. Für die westlich gelegenen Kantone ist die Verbindung via Luzern in den Süden schneller und attraktiver als via Zürich. Das entlastet nicht zuletzt den stark frequentierten Hauptbahnhof Zürich.
Grafik: Werner Stohler
Von Basel rund eine halbe Stunde schneller in Lugano dank Durchgangsbahnhof. Die nationale Nord-Süd-Verbindung via Luzern ist für die westlich gelegenen Kantone ebenfalls schneller und attraktiver als via Zürich.
Grafik: Werner Stohler
Der Durchgangsbahnhof beschleunigt auch die Fahrt auf der West-Süd-Achse – von Lausanne nach Lugano bspw. gewinnt man gegen eine halbe Stunde.
Grafik (beispielhafte Darstellung): Werner Stohler
Der Gotthard-Zug (Basel–Tessin) fährt 5 bis 6 Minuten früher in den Durchgangsbahnhof ein als heute und hält da nicht mehr 13 Minuten, sondern nur noch 3 Minuten. Das reicht aus, um von Bern und aus der Westschweiz am selben Bahnsteig umzusteigen. Dank der direkten Weiterfahrt nach Ebikon (Durchmesserlinie) werden weitere 4 bis 5 Minuten eingespart. So macht der Durchgangsbahnhof auf der Nord-Süd- bzw. West-Süd-Achse rund 20 Minuten wett.