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Durch die Ebola-Epidemie in Westafrika sind nach neuen Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wahrscheinlich bereits 1229 Menschen umgekommen.
Aus den vier direkt betroffenen Ländern Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone seien zwischen dem 14. und 16. August 113 neue Fälle gemeldet worden, teilte die WHO mit. 84 dieser Patienten seien gestorben.
Viele Sterbefälle nicht registriert
Von den nunmehr 1229 registrierten Todesfällen seien 760 eindeutig als Folge einer Infektion mit dem Ebola-Virus bestätigt, bei den anderen Fällen bestehe ein begründeter Verdacht auf Ebola.
Die WHO geht davon aus, dass die tatsächlichen Fallzahlen höher liegen, da vor allem in ländlichen Gebieten längst nicht aller Erkrankungen und Sterbefälle von den nationalen Gesundheitsbehörden registriert werden.
Verdachtsfall in Spanien
Derweil ist in Spanien erneut ein Ebola-Verdachtsfall aufgetreten. In der baskischen Wirtschaftsmetropole Bilbao wurde ein Patient wegen einer möglichen Ebola-Infektion in die Quarantäne-Station eines Spitals gebracht. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, war der Mann kürzlich von einer Dienstreise aus dem westafrikanischen Land Sierra Leone zurückgekehrt, das von der Ebola-Epidemie besonders betroffen ist.
Laboruntersuchungen sollen nun klären, ob er sich mit dem gefährlichen Virus infiziert hat. Am Sonntag hatte sich bei einem Patienten in der südostspanischen Hafenstadt Alicante ein Ebola-Verdacht nicht bestätigt.
Patienten melden sich zurück
Die am Wochenende aus einer Quarantänestation in Liberia entwichenen 17 Ebola-Patienten sind wieder in ärztlicher Obhut. Die Vermissten meldeten sich laut Behörden selbst in einem Spital in der Hauptstadt Monrovia. Am Sonntag hatte eine aufgebrachte Menschenmenge eine Ebola-Quarantänestation gestürmt und die Patienten weggebracht.