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Mehrfrequenzausbreitung
Durch Reflexionen an Gebäuden oder natürlichen Hindernissen gelangt das Signal auf mehreren Wegen von der Sendeantenne zum Empfänger. Bei analogen Systemen wie UKW führt dies zu Empfangsstörungen, während bei T-DAB und DVB-T eine Verbesserung der Empfangsqualität erreicht wird. (siehe auch SFN)
Mobiler Empfang
Als mobiler Empfang wird beim Rundfunk der Empfang von digitalen Radio- oder Fernsehsignalen bei "Reise"-Geschwindigkeiten zwischen 10 und 150km/h bezeichnet (beispielsweise TV-Empfang im fahrenden Zug). Siehe auch portabler Empfang.
Mode
DAB kann in vier verschiedenen Modes übertragen werden (nicht zu verwechseln mit den protection levels). Diese Modes stellen Optimierungen für verschiedene Übertragungsarten und Ausbreitungsgebiete dar. Dabei geht es vor allem darum das COFDM Gleichwellennetz optimal abzustimmen. Bei jedem der vier Modes (I, II, III, IV) wird eine andere Zusammenstellung von Parametern wie Symboldauer, Schutzintervall, Nullsymboldauer, Unterträgerzahl, Unterträgerabstand, etc. gewählt.
- Mode I: Optimiert für die Übertragung im VHF Bereich (Band III - Kanal 12) und deshalb verwendet für die landesweiten Ensembles. Erlaubt ungestörten Empfang bis ca. 240 km/h. Verwendet 1536 Unterträger.
- Mode II: Optimiert für eine Aussendung im Bereich bis 1.5 GHz. Es wird eine kleinere Unterträgerzahl, ein grösserer Trägerabstand und ein kürzeres Schutzintervall verwendet. Geeignet für die Verwendung in kleinen Gleichwellennetzen, z.B. für die regionalen/lokalen Ensembles im L-Band.
- Mode III: Optimiert für die Aussendung von DAB über Satellit, über Frequenzen bis 3 GHz. Hat eine kurze Symboldauer und ein kurzes Schutzintervall.
- Mode IV: Ist ein Kompromiss zwischen Mode I und Mode II mit einigen speziellen Auslegungen.
MOT
Abkürzung für Multimedia Object Transfer - Übertragung multimedialer Daten
MPEG
Abkürzung für "motion pictures expert group". Die Abkürzung bezeichnet den heute meist verwendeten Standard zur Datenreduktion bewegter (Video-) Bilder. Von dieser Gruppe wurden bzw. werden Dateiformate und Verfahren zum Platz sparenden Komprimieren und Speichern von Video- bzw. Multimediadaten (Video, Bild- und Tondaten) in hoher Qualität festlegt. Der MPEG-Standard unterteilt sich inzwischen in MPEG-1, MPEG-2, MPEG-3 und MPEG-4, wobei der MPEG-3-Standard mittlerweile in MPEG-2 integriert wurde. Um die riesige Datenmenge von Filmen (90 Minuten Spielfilm, 25 Einzel-Bilder pro Sekunde, hohe Auflösung, viele Farben ergeben ca. 120 GByte) mit "normalen" Computern verarbeiten und transportieren zu können, werden nur die Veränderungen zum Vorgängerbild abgespeichert. Mit dieser Methode lässt sich der Datenaufwand für einen Video-Film um etwa 99% verringern. Die mögliche Kompression geht bis 200:1.
Multiplex
Aus frequenztechnischen Gründen werden beim digitalen Rundfunk nicht einzelne Programme sondern Programmpakete verbreitet. Der Multiplexer ist ein Rechner, der mehrere Programm- und Datensignale zu einem gemeinsamen Transportstrom - dem so genannten Multiplex - zusammenfasst, bevor sie zum Endgerät übertragen werden. Da es sich um digitale Daten handelt, können sowohl Audio-, Video- als auch andere Daten jeglicher Art gemeinsam verbreitet werden. Ein Radiodatenpaket umfasst acht bis zehn, ein TV-Paket vier bis zehn Programme. Der Multiplex verarbeitet eine fixe Gesamtkapazität, die aber flexibel unter den verschiedenen Programmen und Diensten aufgeteilt werden kann. Je mehr Programme in einem Multiplex zusammengefasst werden, desto tiefer ist die Ton- und Bildqualität der einzelnen Programme. (siehe auch Ensemble und Bouquet)
MUSICAM
Abkürzung für Masking Pattern Universal Sub-Band Integrated Coding and Multiplexing - Verfahren zur Tondatenreduktion; Töne unterhalb der Ruhehörschwelle und der Mithörschwelle werden ausgefiltert, ohne dass ein hörbarer Qualitätsverlust entsteht.
NPAD
Non Programme Associated Data - Von den Radioprogrammen unabhängige Datendienste