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Wie lassen sich ungerechte internationale Verträge zum Abbau von Öl, Gold oder Uran überhaupt nachbessern? Wie die Transparenz erhöhen? Diese und ähnliche Fragen kommen im westafrikanischen Niger an einer dreitägigen Konferenz Mitte September aufs Tapet. Der Westschweizer Journalist Gilles Labarthe wird für www.swissaid.ch darüber berichten.
Vom 17. bis 19. September 2013 findet in der nigrischen Hauptstadt Niamey ein Forum zur Ausbeutung der Rohstoffvorkommen des Landes statt. Organsiert wird die Veranstaltung von der langjährigen SWISSAID-Partnerorganisation GREN ("Groupe de réflexion et d'action sur les industries extractives au Niger"), die sich seit mehreren Jahren für Transparenz im Geschäft mit Bodenschätzen einsetzt. An der Konferenz kommen Vertreter aus allen Landesteilen zu Wort, in denen Öl, Gold oder Uran gefördert werden. Sie berichten aus erster Hand über die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Rohstoff-Abbaus.
Von zentraler Bedeutung wird an der Konferenz die rechtliche Frage sein, wie bestehende Abbauverträge - häufig mit international tätigen Konzernen - so nachverhandelt werden können, dass das Land tatsächlich von den Bodenschätzen profitiert. Denn eine gerechtere Verteilung und transparente Verwaltung der Einnahmen aus dem Geschäft mit den Reichtümern im Boden ist überfällig - noch immer lebt die grosse Mehrheit der Bevölkerung im Niger in tiefer Armut.
Der Genfer Gilles Labarthe, Journalist und Autor mehrerer Bücher über Afrika («L’or africain» und «Sarko l’africain»), wird als Experte an der Konferenz teilnehmen und regelmässig auf der Website von SWISSAID mit Interviews und kleinen Beiträgen über die Diskussionen in Niamey berichten. Labarthe ist Mitglied des Vereins SWISSAID Genève.