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Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)
Depots, Garagen und Werkstätten
Hauptwerkstätte Klybeck (seit 1897)

Nach der Eröffnung des Depots Wiesenplatz anno 1907 konnte der Depotbetrieb im Depot Klybeck aufgegeben und die Gebäude als reine Werkstätte für Reparaturen und Revisionen genutzt werden. Die alte Wagenhalle aus dem Jahr 1897 wurde jedoch erst 1909–10 entsprechend angepasst, mit einer Krananlage versehen und fortan als Revisionshalle verwendet. Die übrigen Abteilungen wie Schreinerei, Malerei, Wicklerei, Schneiderei, Sattlerei sowie die Umkleide- und Waschräume verblieben in den Anbauten von 1899–1900.
Zur Erweiterung der Anlagen erwarben die Basler Strassenbahnen 1912 das Wohnhaus Nr. 31 an der Gärtnerstrasse sowie ein unbebautes Grundstück an der Holderstrasse.
Die 1935 erfolgte Verbreiterung der Gärtnerstrasse bedingte eine Zurücksetzung der Einfriedung. Dies nahm man zum Anlass, im Hof einen Schuppen für die Magazinierung der Radsätze zu errichten.
Die Gebäude aus der Jahrhundertwende konnten im Laufe der Zeit die Anforderungen je länger je weniger erfüllen. Insbesondere die Revisionsabteilung in der alten Depothalle litt unter schlechten Licht- und Lüftungsverhältnissen. Die Krananlage war mit den immer höher werdenden Wagengewichten überfordert. Die Malerie klagte über zu enge Platzverhältnisse, um drei- oder vierachsige Fahrzeuge überholen zu können. Eine grundlegende Erneuerung der Anlagen hätte jedoch grosse Geldsummen verschlungen, so dass es lange Zeit zu keiner befriedigenden Lösung kam. Erst 1937–41 ergab sich im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprojektes «Basler Arbeitsrappen» die Möglichkeit, die Werkstätte beinahe grosszügig erneuern zu können. Um den Werkstattbetrieb nicht gänzlich lahmgelegt werden musste, gliederten sich die Arbeiten in drei Bauetappen.
Bauetappe I (1937–38): Die erste Bauetappe betraf die Nordwestecke des Areals. 1937 erfuhr die 1899–1900 erstellte Malerei und Schreinerei einen Ausbau. Der Malerei standen fortan 65 m Gleis in einem geschlossenen Raum zur Verfügung. 1938 folgte der Bau einer neuen Magazinrampe. Die Anlieferung konnte nun von der Holderstrasse her erfolgen, so dass sich der verhältnissmässig kleine, von der Klybeckstrasse her erschlossene Werkstatthof mit seiner Gleisanlage vom Lieferantenverkehr entlasten liess. Der hintere Teil der elektrischen Abteilung erfuhr eine Vergrösserung. Darüber fand nun die Sattlerei ihren Platz. Ferner erneuerte man die Heizungsanlage durch den Einbau neuer Kessel und errichtete neue Aborte sowie ein geeignetes Magazin für verschiedene Brennstoffe und Lösungsmittel.
Bauetappe II (1939–40): Um diese Bauetappe durchführen zu können musste die Revisionsabteilung vorübergehend in die Nebenhalle des Depots Wiesenplatz verlegt werden. Nur so konnte das alte Hallendach abgebrochen und durch eine neue, 15 m hohe Konstruktion ersetzt werden. Eine solche war nötig, um die neue Krananlage aufnehmen zu können, mit welcher die Wagenkästen von den Untergestellen oder den Drehgestellen abgehoben wurden. Die neue Dackonstruktion war so ausgeführt, dass links und rechts des 13 m breiten mittleren Hallenteils ca. 7 m breite Galerien entstanden. Jene über dem Wasch- und Ankleideraum nahm einen geräumigen Saal für Instruktionen oder andere Anlässe jeglicher Art auf. Die östliche Galerie (auf der Seite Gärtnerstrasse) nutzte man zunächst als Lagerraum, etwa für die Unterbringung der Gussmodelle.
Bauetappe III (1940–41): Die dritte Bauetappe betraf die sich hinter der Revisionhalle befindende mechanische Abteilung (es handelte sich hierbei um die ehemalige Werkstätte des Depots Klybeck). Die Dachkonstruktion der Revisionshalle mitsamt ihren seitlichen Galerien wurde über die mechanische Abteilung bis zum Giebel des angrenzenden Wohnauses weitergezogen. Die östliche Galerie nahm in diesem Bereich das technische Büro mit Dunkelkammer und Lichtpauseinrichtung auf. Gegenüber kam die Werkzeugabteilung zu liegen, wobei deren Galerie in der Höhe nochmals unterteilt war, um zusätzlichen Lagerraum zu schaffen.
Die so ausgebaute Hauptwerkstätte genügte allerdings nur für kurze Zeit. Die Einführung moderner Gelenkwagen sowie der Einzug der Elektronik zwangen die Basler Verkehrs-Betreibe bald, sich erneut Gedanken über ihre Werkstätte zu machen. Mitte der Sechzigerjahre begann die Planung einer neuen Zentralwerkstätte auf einem Areal beim Walkeweg, dies auch mit dem Hintergedanken, dass sämtliche Verkehrsbetriebe der beiden Halbkantone dereinst zusammengelgt werden würden. Die 1974 gegründete Baselland Transport AG übertrug den Unterhalt ihres Rollmaterials jedoch der Industrie, so dass die BVB vom Projekt einer Zentralwerkstätte wieder Abstand nahmen und sich auf den Ausbau und die Modernisierung der Werkstätte Klybeck konzentrierten.
Anstelle zweier 1968 bzw. 1973 errichten Provisorien für die Wartung der Billettautomaten und der Fahrzeugelektronik, des Holzmagazins sowie der Wohnhäuser Klybeckstrasse 222, 224 und 226 entstand in den Jahren 1979–80 ein fünfgeschossiger, rund 90 m langer Neubau. Das Bau 1 genannte Gebäude war zur Aufnahme folgender Abteilungen bestimmt:
Die bestehende Revisionshalle, nun Bau 4 genannt, blieb erhalten. Allerdings wurde deren Westflügel mit dem grossen Instruktionssaal zum Teil neu aufgebaut, um im Erdgeschoss ein Reinigungszentrum aufzunehmen. Die Schreinerei dislozierte in die östlichen Galerie.
So umgebaut existiert die BVB-Hauptwerkstätte Klybeck heute noch. Als letzte Ergänzung wurde 2014 eine neue Hebeeinrichtung in der Revsionshalle in Betrieb genommen.

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