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Das Unternehmen Wiking ist eines der bekanntesten und traditionsreichsten Hersteller von Modellautos aus Kunststoff. Die meisten Modelle werden im Massstab von 1:87 gefertigt, das entspricht der Modelleisenbahn-Spurgrösse H0. Nach der Gründung 1936 erzielte Wiking seine ersten Erfolge mit Militärmodellen für die Wehrmacht. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs orientierte sich das Unternehmen neu. Die Produktion wurde von Berlin nach Kiel verlegt und auf Automodelle und Zubehör für den Spielwarenhandel erfolgreich umgestellt. Zeitweilig fertigte der Betrieb Autos und andere Fahrzeuge als Werbeartikel, zum Teil in grossen Massstäben. Zum Erfolgsschlager wurde allerdings das klassische Wiking Modellauto in einem Massstab, der zu den Eisenbahn- und Strassenlandschaften von Märklin und anderen Unternehmen passte. Nach dem Tod des Firmengründers restrukturierte sich das Unternehmen erneut. Der Hauptsitz kehrte nach Berlin zurück, während die Produktion nach China und Polen sowie nach Lüdenscheid zu den Siku-Werken verlegt wurde. Aktuell umfasst das Produktspektrum von Wiking Modellauto klassischer und moderner Fabrikate im Massstab 1:160 und 1:87. Metallmodelle werden im Massstab 1:32 hergestellt. Die seit 1947 von Wiking angebotenen Modellautos wurden ständig weiterentwickelt und durchliefen neue Auflagen. So ging das Sortiment immer mit der Zeit und ein Modellauto nach dem anderen wurde den neuesten Typen und Modellen der Autoindustrie originalgetreu nachgebildet. Auch die Herstellungstechnik wurde im Laufe der Zeit stark verbessert und modernen Fertigungsmethoden angepasst. Anfangs bestand jedes Modellauto noch aus einem einzigen Formteil, das unten hohl war. Die Achsen waren noch aus Draht und nicht beweglich. Obwohl längst überholt, sind gerade diese Modelle bei Sammlern besonders begehrt. Seit den 1950er Jahren erhielten die Automodelle eine Bodenplatte und schliesslich auch eine bewegliche Achse und eine detailgenau gefertigte Karosserie. Zum Sortiment von Wiking gehören nicht nur die Modellautos selbst, sondern auch unzählige Zubehörteile, wie Häuser, Bäume, Verkehrszeichen, Figuren und Strassenpläne. Mit den heute nicht mehr so weit verbreiteten Plänen konnten ganze Strassenszenen nachgebildet werden. Diese Simulationsmöglichkeiten machten die Modelle nicht nur für die Spielwarengeschäfte, sondern auch zum Zweck der Verkehrserziehung interessant. So windet man die Wiking-Modelle noch heute bei Polizei und Fahrschulen. Überwiegend wurden die Modelle aber für den Spielzeugmarkt gefertigt, seit den 1980er Jahren verstärkt im H0-kompatiblen Massstab. In den 1990er Jahren kamen Präzisionsmodelle für die Autoindustrie hinzu. Wer Modellautos von Wiking in der Schweiz kaufen will, sollte sich im umfangreichen Angebot bei ricardo.ch einmal umsehen.