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In einem Feldversuch haben die Agroscope-Forscher zeigen können, dass Wildbienen, die in Blühstreifen nisten, ihre Nachkommen zum grössten Teil auch mit Pollen von Pflanzen von Blühstreifen versorgten. Dies führte laut der Agroscope-Studie zu kürzeren Futtersuchflügen aller in Blühstreifen nistenden Bienenarten im Vergleich zu den Bienen, die an isolierten Standorten nisten. Der Fortpflanzungserfolg von Bienen, die in Blühstreifen nisten, war ebenfalls höher und die Parasitenrate niedriger als bei Bienen, die beispielsweise an Waldrändern nisten.
Die Insekten könnten also dank kürzeren Wegen ihren Zeitaufwand für die Nahrungssuche verringern, was die Effizienz der weiblichen Bienen beim Füttern des Nachwuchses erhöhe. In der Studie werde ersichtlich, dass so pro Biene mehr Nachkommen erzeugt werden, sofern ausreichend Nistmöglichkeiten vorhanden seien. Dies sei nicht nur im Interesse des Naturschutzes, sondern auch der Landwirtschaft, denn Wildbienen leisteten punkto Bestäubung landwirtschaftlicher Kulturen etwa gleich viel wie Honigbienen. Allerdings sei ein relativ feinmaschiges Netzwerk von Blühstreifen mit Wildblumenpflanzungen und Brutlebensräumen erforderlich, um die Fortpflanzung und die Populationen von Einzelbienen in Agrarlandschaften am effektivsten zu verbessern.