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Chronik Stadtsaal Wil
März 1978
Auslöser der Stadtsaalfrage in Wil war die Schliessung des traditionellen Schwanensaals. Im Verlauf der 80er-Jahre wurden auch der Landhaussaal und der Ölbergsaal geschlossen.
Bürgerversammlung 10. April 1978
Die Bürgerschaft beauftragte den damaligen Gemeinderat, das Problem Stadtsaal sofort und speditiv an die Hand zu nehmen.
Bürgerversammlung 9. April 1979
Auf eine Lösung des Saalproblems im Zusammenhang mit dem Bau der Dreifachturnhalle der Schulanlage Lindenhof wurde verzichtet.Die Bürgerschaft bewilligte aber für die Ausarbeitung eines Raumprogramms für eine Stadthalle sowie für die Standortevaluation einen Planungskredit von 50‘000 Franken.
Bürgerversammlung 14. April 1980
Die Bürgerschaft stimmte der Durchführung eines öffentlichen Wettbewerbes für eine Stadthalle auf dem Bleicheareal zu und bewilligte dafür einen Kredit bis 180’000 Franken. Die damals vorgesehene Stadthalle war Teil eines Gesamtkonzeptes mit weiteren Hochbauten und einer Tiefgarage.
1981/1982
In den Jahren 1981/82 lösten sich Teile des Gesamtkonzeptes Bleicheplatz ab. Gleichzeitig veränderte sich die Situation am Bahnhofplatz wesentlich: Projekte für den Bahnhof der Frauenfeld-Wil-Bahn, für eine Tiefgarage und eine generelle Neugestaltung des Bahnhofplatzes gewannen an Aktualität. Die damalige Alleewiese, die sich im Besitz der Ortsbürgergemeinde Wil befand, rückte ins Zentrum des öffentlichen Interesses.
Bürgerversammlung 8. April 1983
Die Bürgerschaft bewilligte für die Durchführung eines öffentlichen Wettbewerbes zur Erlangung eines zweckmässigen und wirtschaftlichen Projektes für einen Stadtsaal auf der Alleewiese einen Kredit von 180‘000 Franken.
1985
Das Projekt von Monika Jauch-Stolz, Dipl. Architektin ETH/SIA, Bürgerin von Kirchberg SG, ging aus den 37 eingereichten Wettbewerbsprojekten als siegreiches hervor.
Volksabstimmung 30. August 1987
Die Bürgerschaft lehnte einen Projektierungskredit von 648‘000 Franken zur Ausarbeitung von Detailprojekt und Kostenvoranschlag für einen Stadtsaal mit Park-Anlage auf der Alleewiese ab.
Volksabstimmung 2. Dezember 1990
Die Bürgerschaft bejahte das generelle Bedürfnis für einen Stadtsaal und gab im Rahmen einer Vorabstimmung dem Standort Alleewiese gegenüber dem Standort Bleicheareal den Vorzug.
Volksabstimmung 3. März 1991
In einer Grundsatzabstimmung entschied sich die Bürgerschaft definitiv für den Standort Alleewiese.
21. März 1991
Aufgrund des klaren Volksentscheides vom 3. März 1991 wurde die Volksinitiative «für die Erstellung eines Mehrzwecksaales am Bleicheplatz» zurückgezogen.
3. Oktober 1991
Das Gemeindeparlament bewilligte zur Ausarbeitung eines Detailkonzeptes mit Kostenvoranschlag für einen Stadtsaal auf der Alleewiese einen Projektierungskredit von 790‘000 Franken. Die Bürgerschaft hiess diesen Kredit gut, indem sie auf das Ergreifen des Referendums verzichtete.
Volksabstimmung 6. Dezember 1992
Die Wiler Stimmberechtigten lehnten den fürden Bau eines Stadtsaals auf der Alleewiese erforderlichen Nettokredit von 23,017 Mio. Franken mit 4‘164 Nein zu 3‘879 Ja ab (Differenz: 285 Stimmen). Die Stimmbeteiligung betrug 80 Prozent. (Am gleichen Abstimmungssonntag fand die Eidgenössische Abstimmung betreffend EWR-Beitritt statt.)
1993
Aufgrund des ausgewiesenen Bedürfnisses (Volksabstimmung Dezember1990) und des klaren Entscheides betreffend Standortwahl (Volksabstimmung März 1991) entschied sich der Stadtrat in neuer Zusammensetzung zu Beginn der Amtsperiode 1993197, die Projektierung eines modifizierten und kostengünstigeren Stadtsaals nochmals aufzunehmen.
Angesichts des sehr komplexes Bauprojektes mit verschiedenen Beteiligten (Ortsbürgergemeinde als Baurechtsgeberin, Wipa Wiler Parkhaus AG, Drittnutzer und Politische Gemeinde) beschloss der Stadtrat Anfang 1993, die Zusammenarbeit mit einer Generalunternehmung anzustreben.
Nach eingehender Prüfung der eingereichten Offerten fiel die Wahl auf die HRS Hauser Rutishauser Suter AG,
St. Gallen.
1994
Während der intensiven Projektierungsphase bewarb sich die Wiler Nachrichten AG als Betreiberin der beiden Kinos in der Stadt Wil noch 1993 für eine mögliche Drittnutzung innerhalb des Stadtsaalprojektes.
Aufgrund der zu erwartenden Synergieeffekte und aus Gründen einer Kostenoptimierung entschied sich der Stadtrat im Frühjahr 1994 für eine Zusammenarbeit mit der Wiler Nachrichten AG.
Mitte August 1994 verabschiedete der Stadtrat das modifizierte Stadtsaal-Vorprojekt mit optimiertem Betriebs- und Nutzungskonzept.
1995
Am 5. April 1995 verabschiedete der Stadtrat den Bericht und Antrag an das Gemeindeparlament betreffend Baukredit für einen Stadtsaal.
Das Gemeindeparlament beriet die Vorlage des Stadtrates am 1. Juni und 6. Juli 1995 in zwei Lesungen. Mit 29 Ja, 5 Nein und 1 Enthaltung genehmigte das Parlament Bauprojekt und Kostenvoranschlag für einen Stadtsaal am Bahnhofplatz und bewilligte dafür den erforderlichen Nettokredit von 16,838 Mio. Franken.
Am 24. September 1995 bewilligten die Stimmberechtigten bei einer Stimmbeteiligung von 50,1 Prozent mit 2‘923 Ja zu 2‘195 Nein für den Bau des Stadtsaals am Bahnhofplatz den Nettokredit von 16,838 Mio. Franken. Anfang November 1995 wurde das Baugesuch Stadtsaal eingereicht.
1996
Am 22. Mai 1996 hat die Baukommission der Stadt Wil das Baugesuch Stadtsaal unter der Voraussetzung, dass verschiedene Bedingungen und Auflagen erfüllt werden, bewilligt. Sowohl eine öffentlich-rechtliche Einsprache als auch eine privatrechtliche Einsprache gegen das geplante Bauvorhaben wurden abgewiesen. Gegen den Entscheid der Baukommission hat ein Einsprecher beim Stadtrat Rekurs erhoben. Mit einer Vergleichsvereinbarung zwischen der Stockwerkeigentümergemeinschaft Stadtsaal Wil und dem Rekurrenten konnte im November 1996 eine einvernehmliche Lösung gefunden werden.
1997
Gegen die Projektänderungen, die nochmals öffentlich aufgelegt wurden, erhob der VCS Einsprache. Mangels Einspracheberechtigung trat die Baukommission auf die Einsprache nicht ein und bewilligte im Februar 1997 die Projektänderungen.
7. Juli 1997: Spatenstich zum Wiler Stadtsaal mit Multiplex-Kino (4 Kinos)
1998
Am 21. August 1998 wurde das Aufrichtefest gefeiert.
Oktober 1998: Die Stadt schloss mit der Säntis Gastronomie AG, Gossau, einen Mietvertrag ab. Die Säntis Gastronomie AG übernimmt Anfang Oktober 1999 das Restaurant, den Saal und die vier Konferenzsäle im neuen Stadtsaal am Bahnhofplatz ab Pächterin. Die Pächterin wird das Restaurant als klassisches italienisches Restaurant mit Pizzeria führen. Die Vorzugsstellung einheimischer Vereine gegenüber auswärtigen Saalmietern ist Bestandteil des Vertrages.
1999
Ende Februar 1999 wurde das Multiplex-Kino im Stadtsaal eröffnet.
21. bis 24. Oktober 1999: Eröffnung des Stadtsaals am Bahnhofplatz