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Geht es um die Entstehung unserer Erde, ist der Urknall längst wissenschaftlicher Konsens. Woher das Wasser auf unserer Erde stammt, rätseln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jedoch bis heute. Denn als sich unser Planet formte, war es mit Temperaturen von 180 Grad viel zu heiss für das Molekül. Die gängigste Theorie über den Ursprung des Wassers sind eisige Kometen und Asteroiden, die vor Jahrmilliarden mit unserem Planeten kollidierten und ihre Kühlfracht bei uns deponierten.
Die riesigen Felsbrocken eigneten sich hervorragend als Wasserspeicher: Beim Aufprall auf der Erdoberfläche schmolz das Gestein und das Eis der Kometen verdampfte. Weil der Wasserdampf viel leichter war als das geschmolzene Gestein, blubberte er nach oben Richtung Oberfläche. Dort entwich er durch Vulkane in die Atmosphäre.
Zehntausend Jahre Regen
Als sich die Erde im Lauf der nächsten Milliarden Jahre langsam abkühlte, wurde der Dampf zu flüssigem Wasser. Wahre Sintfluten gingen darauf auf die Erde nieder; stärker als jedes Gewitter, das wir uns heute vorstellen können. Und weitaus länger, denn das Unwetter dauerte mehrere zehntausend Jahre. Grosse Teile der jungen Erdoberfläche wurden überflutet – an manchen Stellen bis zu zehn Kilometer hoch. So entstanden die Ozeane.
Womöglich kommt aber ein Teil des Wassers auf der Erde auch woanders her. So könnte es etwa von Staub- und Gaswolken der damals noch jungen Sonne stammen. Laut einer anderen wissenschaftlichen Studie stammt das Wasser hingegen nicht aus den Tiefen des Alls, sondern aus dem Bauch der Erde: in 400 Kilometer Tiefe reagieren Quarz und Wasserstoff stark erhitzt und unter Druck gesetzt miteinander zu Wasser. Gelöst ist das Rätsel um die Herkunft des Wassers auf der Erde also noch lange nicht.