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Heimfall - Typen
Bei der technischen Ausgestaltung der Wasserkraftwerke unterscheidet man:
- Niederdruck-Laufkraftwerke (theoretische Fallhöhe unter 25 m)
- Hochdruck-Laufkraftwerke (theoretische Fallhöhe über 25 m)
- Speicherkraftwerke ohne Pumpen (sog. "reine" Speicherwerke)
- Pumpspeicherkraftwerke (sobald sie mehr als 50 % Speicherwerkanteil haben und die Leistung der Pumpen 8 % der Leistung der Turbinen ausmacht)
Die Besonderheiten auf der Ertrags- und der Kostenseite legen die Unterschiede dieser vier Typen von Wasserkraftwerken nahe. Eine Unterscheidung zwischen Laufkraftwerken und Speicherkraftwerken drängt sich nicht nur wegen des Marktwerts der produzierten Energie sondern auch wegen der unterschiedlichen Kosten auf.
Bei den Laufkraftwerken unterscheidet man zwischen Werken, die eine grössere Fallstrecke nutzen, z.B. am Ausgang der Alpentäler, und Werken, die grössere Wassermassen ausschöpfen, z.B. an der Rhone. Man spricht im ersten Fall von Hochdruck-, im zweiten Fall von Niederdruck-Laufkraftwerken. Bei ersteren sind Druckleitungen, bei den zweiten breitere Dämme oder Wehre erforderlich.
Bei den Speicherkraftwerken ergibt sich auch ein Unterschied. Speicherkraftwerke ohne Pumpen nutzen das im Stausee zurückgehaltene Wasser einmalig pro Saison. Bei Speicherkraftwerken mit Pumpen wird über Zubringerpumpen Wasser in den Speicher gepumpt und bedarfsorientiert turbiniert. Speicherwerke im Umwälzbetrieb pumpen in Zeiten eines niedrigen Elektrizitätspreises Wasser aus einem tiefer gelegenen Becken in ein höher gelegenes. Zusätzlich zu einem Speicherkraftwerk sind Investitionen in die Pumpanlage und ein Becken am Ende der Fallstrecke notwendig. Ferner fallen die Elektrizitätskosten für den Betrieb der Pumpen an. Aufgrund der Kostenunterschiede ist eine differenzierte Betrachtung von Speicherkraftwerken und Pumpspeicherkraftwerken mit erheblichem Einsatz von Pumpen angebracht [1]. mehr...