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Da viele Kolleg:innen - und auch ich - bald die Schauspielschule absolvieren und in das Arbeitsfeld Theater einsteigen werden, sorge ich mich um unser Wohlergehen in diesem Beruf. Aus den Erfahrungsberichten von vielen theaterschaffenden Menschen, ist zu entnehmen, dass dieses Wohlergehen beispielsweise bei den Proben nicht gewährleistet ist.
Ich, als weisser Cis-Mann, ertappe mich immer wieder dabei in die gleichen diskriminierenden Fettnäpfchen zu treten. Zum Beispiel beim Nicht-Gendern in meinem alltäglichen Sprachgebrauch, beim Mansplaining in der abendlichen Runde unter Freund:innen oder beim Verwenden von politisch inkorrekten Worten.
Ich bin verantwortlich und sehe es als meine Aufgabe, aus meinen Fehlern zu lernen, und mich auf dem Weg zur Gleichberechtigung und Chancengleichheit, weiterzubilden, mir einen kritischeren Blick auf die Welt anzutrainieren, denn das ist nicht die Aufgabe der diskriminierten Menschen sondern die der Privilegierten.
Meine These ist also, dass der weiße Cis-Mann eine aktive Rolle im Kampf gegen die Diskriminierung am Theater und in der Welt hat und diese vor allem Lernen heisst.