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Bei der Wasserpfeife (auch Shisha, Nargileh oder Kalian genannt) rauchen Erwachsene aromatisierten Tabak aus einer Wasserpfeife, durch die sie einen Schlauch ziehen und im Kreise ihrer Familie oder Freunde einen Zug nehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei Gespräche und die Förderung der Verbundenheit zwischen den Teilnehmern. Die Wasserpfeife ist tief in einer kulturellen Tradition verwurzelt, die seit Generationen in indischen, persischen, türkischen, ägyptischen und anderen Familien des Nahen Ostens gepflegt wird. Die Geste der Wasserpfeife ist mehr als eine unterhaltsame soziale Aktivität oder ein Mittel zur Entspannung, sie ist ein Mittel, mit dem Familien, Verwandte, Freunde und Geschäftspartner in diesen Kulturen Gastfreundschaft üben und die Beziehungen zueinander stärken.
Die erste Wasserpfeife in der Form, wie wir sie heute kennen, stammt aus dem Indien des 16. Jahrhunderts, als die indische Glasherstellung durch den Export von Glas durch die Britische Ostindien-Kompanie begann. In dieser Zeit wurde das Rauchen von Tabak auch unter den Adligen der High Society populär. In einem Versuch, den Rauch durch Wasser in einem Glasgefäß namens „Shisha“ zu reinigen, wurde die Wasserpfeife erfunden. Diese ersten Versionen des heute klassischen Designs hatten einen hölzernen Schaft mit einem zweiten, am Herzen befestigten Schaft, mit dem geraucht wurde. Mit diesem Design etablierte sich die Wasserpfeife bald als ein Mittel für Adlige, um ihren hohen sozialen Status zu zeigen.