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«Wenn ich plötzlich sehe, aha, das wirkt von sich selber aus weiter.» Mit diesen Worten beschreibt 2007 der Basler Jakob Tschopp-Janssen (1937–2013) pointiert seine Faszination und Freude an kulturfördernden Aktivitäten. Seit den 1980er Jahren engagierte sich der damalige Leiter der Benutzungsabteilung der Basler Universitätsbibliothek für die junge Basler Künstlergeneration. Als Verhandlungsführer und Vermittler nahm er eine wichtige Rolle in der Werkraumbewegung ein. Er machte sowohl das Pilotprojekt Schlotterbeck (1990–1993) als auch den darauffolgenden Werkraum Warteck möglich.
Die Kunstsammlung, die Jakob und seine Frau Theresa Tschopp-Janssen seit den späten 1960er Jahren aufgebaut haben, verdankt ihren Kernbestand den Kunsträumen für junge Kunst seit den 1980er Jahren und dem Galerie-Umfeld der Art Basel. Sie birgt daher auch manch (Früh-)Werk heute international etablierter Künstler:innen. In ihrer Wohnung lebte das Ehepaar stets umgeben von ihrer Kunst. Sie war «wie ein Teil von uns», beschreibt es Theresa Tschopp-Janssen. Fast alle Künstler:innen ihrer Sammlung kannten sie persönlich und standen mit einigen von ihnen in engem Kontakt.
Rund 500 Werke der Sammlung, die das Ehepaar den Freunden des Kunstmuseums schenkte, gelangten über die letzten zwei Jahrzehnte als Depositum in die Sammlung des Kupferstichkabinetts. Die Kabinettausstellung versammelt einige Highlights der Sammlung Tschopp-Janssen unter der Leitlinie «Raum – Mensch – Natur – Wachstum»: Das Spektrum reicht von frühen Gemeinschaftswerken von Silvia Bächli (*1956) und Eric Hattan (*1955) über Positionen von Mireille Gros (*1954), Anselm Stalder (*1956) und dem italienischen Poeten und Psychoanalytiker Ernesto Tatafiore (*1943) bis hin zum Postminimalismus der US-Amerikanerin Ree Morton (1936–1977).
Mortons Dreierserie Manipulation of the Organic bezeichnete das Ehepaar Tschopp-Janssen 2009 als eines ihrer Lieblingswerke. Sinnbildlich entlehnt, spielt der Titel der Ausstellung auf das organische Beziehungsgeflecht der Sammlung an.