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Sehr klein und doch ein Stück Geschichte - Auf der Suche dieser wenigen Mauerreste konnte mir keiner wirklich behilflich sein, denn niemandem aus der Umgebung war eine Ruine im Wald unterhalb von Regensberg bekannt. Nach langem Suchen stand ich schliesslich vor den umstrittenen Mauerresten. Imposant wirkten die geringen historischen Reste der Mauern nicht gerade, weitaus interessanter ist die Begebenheit, dass man sich nicht ganz einig ist beziehungsweise war, worum es sich bei den Mauerresten genau handelt...
Bei einer Ausgrabung in den Jahren 1961/62 konnten in der "Pflasterwiese" die Mauerreste eines annähernd quadratischen Gebäudes mit drei Räumen freigelegt werden. Der Raum im Nordwesten ist als Keller abgetieft. In der Auffüllung des Kellers lagen zahlreiche Scherben von Keramikgeschirr und Kachelöfen des 15. bis 17. Jahrhunderts.
Da ein Rittergeschlecht von Sünikon im 13. und 14. Jahrhundert
in schriftlichen Quellen auftaucht und auf der Karte von Jos Murer von 1566
auch eine Burg Sünikon als Ruine neben der Kapelle Pflasterbach eingetragen
ist, wurde nach der Ausgrabung die damals konservierte Ruine oft als Rest dieser
Burg Sünikon gedeutet.
In den Jahren 1961/62 kamen indessen keine Gegenstände aus der Zeit der Ritter von Sünikon zum Vorschein, und auch damals ausgegrabene Gebäude können nicht als Burg des 13. Jahrhunderts gedeutet werden. Immer wieder wurden deshalb Zweifel an der Interpretation als Burg geäussert.
In der Tat muss es sich bei der Ruine um den Rest einer Pilgerherberge handeln. Sie wurde, wie die schriftlichen Quellen aber auch archäologische Funde zeigen, bis ins 17. Jahrhundert als Taverne weiterbenutzt. Wo dagegen die einst viel besuchte in Schriften erwähnte Wallfahrtskapelle Maria Pflasterbach, welche im 16. Jh. am alten Pilgerweg vom Schwarzwald nach Einsiedeln lag, und das Haus des Priesters standen, weiss man bislang noch nicht.
Wenn man von Sünikon (Steinmaur) ZH her Richtung Regensberg fährt, der Wald am linken Strassenrand aufhört, ist es die nächste Abzweigung rechts in den Wald hinein (Feldweg). In diesem Waldstück sind jedoch einige Fahrverbote vorhanden, welche es möglicherweise erschweren, direkt zur Ruine hervorzufahren. Genügend Parkplätze wären anfangs Regensberg vorhanden.
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