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Ikata-1 (PWR, 538 MW) nahm 1977 den Betrieb auf. Die Einheit würde 2017 das Ende der bewilligten Laufzeit von 40 Jahren erreichen. Die Shikoku hätte zwar bei der Nuclear Regulatory Authority (NRA) eine Laufzeitverlängerung von 20 Jahren beantragen können. Das Unternehmen kam jedoch zum Schluss, dass sich die dazu verlangten Sicherheitsnachrüstungen wegen der geringen Blockleistung wirtschaftlich nicht rechnen würden. Es teilte deshalb am 25. März 2016 mit, Ikata-1 werde stillgelegt.
Das Kernkraftwerk Ikata befindet sich an der Westküste von Shikoku, der kleinsten der vier Hauptinseln Japans. Es umfasst drei Kernkraftwerkseinheiten. Ob der zweite Block, ebenfalls ein Druckwasserreaktor mit der gleichen elektrischen Leistung wie Ikata-1, nachgerüstet und wieder ans Netz genommen wird, ist noch offen. Ikata-2 nahm 1982 den kommerziellen Betrieb auf.
Fortschritte bei Ikata-3
Hingegen sind Nachrüstarbeiten für Ikata-3 (PWR, 846 MW) am Laufen. Die Shikoku hofft, mit der Einheit im Sommer 2016 wieder elektrische Energie produzieren zu können. Ikata-3 wäre dann die fünfte Einheit Japans, die nach dem Fukushima-Daiichi-Unfall den regulären Betrieb wieder aufnimmt. Strom produzieren bereits wieder Sendai-1 und -2. Takahama-3 und -4 kamen Anfang 2016 ebenfalls ans Netz. Ihre Betreiberin musste die Einheiten indes wegen Einsprachen wieder herunterfahren. Ein Gerichtsverfahren ist hängig.
Quelle
M.B. nach Jaif, Atoms in Japan, 28. März 2016