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Das Naturphänomen
Gletscher gehören zu den grossartigsten Naturwundern unserer Erde. Gletscher, Eiskappen und Eisschilde bedecken heute einen Zehntel der Landoberfläche. Während Jahrmillionen haben sie Felsen abgeschliffen und die Sedimente weit von ihrem Ursprung weggetragen. Ihr Schmelzwasser treibt Turbinen an, bringt mineralreiche Böden hervor und hat uns wertvolle Sand-und Kieslager beschert. Doch Gletscher stellen auch eine stete Bedrohung für Leben und Besitzgüter der Menschen dar. Unsere Zukunft ist indirekt mit dem Schicksal der Gletscher und ihrem Einfluss auf Klima und Meeresspiegel verbunden. Die folgenden Abbildungen aus der ganzen Welt illustrieren diese Zusammenhänge.
Bilder aus «Glaciers» (CUP, 2004) von M. Hambrey and J. Alean. Die Bildlegenden sind denjenigen des Buches ähnlich, wurden aber zum Teil gekürzt. Deutsche Übersetzung: Stefan Walter, Inka Koch und Andrea Meier.
Die Front eines ins Meer kalbenden Gletschers wird in einem Tümpel aus schmelzendem Meereis gespiegelt; Nokiöldbreen, Billefjorden, westliches Spitzbergen. MH
Die zerfallende Zunge des Wright Lower Glacier in der Polarwüste der Dry Valleys, Antarktis, löst sich in spektakuläre Eistürme auf. MH
Vom höchsten Gipfel der Erde, dem Mount Everest (8848 m, links), fliesst das Eis des Khumbugletschers über einen gewaltigen Eisfall (ganz links) und nachher unterhalb der Nuptse- Westflanke vorbei, im Bild nach rechts unten. MH
Prächtige Mittelmoränen auf dem Edward Bailey-Gletscher, Milne Land, Ost-Grönland. Gut sichtbar ist, wie der Zusammenfluss zweier Eisströme zusammen mit den seitlichen Schuttablagerungen Mittelmoränen entstehen lassen. MH
Sherpa-Dörfer des Khumbu Himal vor der Kulisse einiger der höchsten Gipfel der Erde und deren ausgedehnter Gletscher. In der Nähe von Dingboche bilden Buddhisten beim Gebet den Vordergrund zu den eisbedeckten Spitzen des Thamserku. MH
Der seitliche Rand des Taylor Glacier in den Dry Valleys von Victoria Land, Antarktis. Dieser Gletscher ist ein Ausläufer des ostantarktischen Eisschildes, doch reicht er nicht bis zum Meer, sondern endet in einem Salzsee. MH
Blick von Montenvers auf das Mer de Glace bei Chamonix, Frankreich, einen der ersten Gletscher, der Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen des 19.Jahrhunderts war; heute ist er viel besuchtes Ziel von Touristen und Bergsteigern. MH
|Photos: Michael Hambrey (MH), Jürg Alean (JA)|