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Zu allen Zeiten, von der Vorgeschichte über das Mittelalter bis in die Neuzeit, wurde Bergbau betrieben. Die heute in der Schweiz noch erhaltenen Bergwerke entstanden vor rund 500 bis 600 Jahren. Hier wurden hauptsächlich blei-, zink-, kupfer-, eisen- und goldhaltige Erze abgebaut. Hierzulande gibt es viele Minen und Bergwerke, aber keine wirklich mächtigen Erz-Vorkommen. So wurden im Laufe der letzten 200 Jahre viele Bergwerke wegen Unrentabilität aufgegeben, darunter auch die grössten: Gonzen (Sargans SG) und Herznach (Frick AG).
Je nach Alter der Anlage finden sich zeittypische Baumerkmale. So erfolgte das Auffahren eines Stollens ursprünglich mit Hammer und Meissel. In hartem Gestein wurde, von der Antike bis zum Ende des 18.Jahrhunderts, die Technik des Feuersetzens angewandt, um das Gestein vor dem eigentlichen Abbau mürbe zu machen. Diese Technik führte zu charakteristischen glatten, leicht ovalen Stollenquerschnitten. Weiches Gestein ergab beim Abbau die typischen Meisselspuren. Der spätere Einsatz von Sprengstoff (ab Mitte 17. Jh.) ist anhand der noch vorhandenen Bohrlöcher ersichtlich.
An den Stollenwänden entdeckt man Jahreszahlen, die den damaligen Vortrieb veranschaulichen. Ist das Umgebungsgestein nicht stabil, treffen wir auf Zimmerungen aus Holzstämmen, um das Stollenprofil zu erhalten. Weiter gibt es Steigbäume und Leitern, Schienen und Haspeleinrichtungen. Irgendwo steht vielleicht noch ein Wasserrad oder liegt ein Teil einer Pumpe. Meist sind all diese Zeugen der Bergbaukultur aber nicht so einfach zugänglich: Metalle sind verrostet, Zimmerungen verfault, Stollen eingestürzt.
Bild: Peter Aeberhard, Kirchenthurnen
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