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Das Pulverfass im Ostchinesischen Meer
Der Streit um die Senkaku-Inselgruppe zwischen Japan und China beschäftigt weiterhin Tokios Regierung. Obwohl fast 2 Wochen seit dem Konflikt um einen von der japanischen Marine verhafteten Fischkutter-Kapitän in den Gewässern der Inseln vergangen ist (Asienspiegel berichtete), hat das japanische Aussenministerium auf Chinesisch eine Erklärung abgegeben, um ihrem Anspruch auf das umstrittene Territorium zwischen Taiwan und Okinawa zu unterstreichen.
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Sowohl Japan wie auch China und Taiwan beanspruchen die Senkaku-Inseln für sich. Bislang war das Dokument ausschliesslich in Japanischer und Englischer Sprache erhältlich. In der chinesischen Version heisst es nun: «Die Senkaku-Inselgruppe gehört zu den Nansei-Shoto-Inseln, die japanisches Territorium sind. Diese Inseln waren nie Teil Taiwans oder der Pescadores, die mit dem Vertrag von Shimonoseki 1895 von der Qing-Dynastie an Japan abgetreten wurden.»
Google in der Zwickmühle
Zuvor hatte der japanische Aussenminister Seiji Maehara den Streit um das Territorium fortgesetzt, indem er Google dafür kritisierte die Inselgruppe auf dem Kartenservice nicht nur nur die japanische Bezeichnung Senkaku, sondern auch den chinesischen Begriff Diaoyu zu verwenden. Maehara forderte Google, auf den chinesischen Eintrag zu löschen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, zwischen 1945 und 1972, kamen die Senkaku-Inseln unter die Militärverwaltung der USA, die zu jener Zeit Okinawa besetzt hielten. Mit der formellen Rückgabe Okinawas wurden auch die Senkaku-Inseln zu japanischem Territorium.
Zeitgleich erhob China plötzlich seinen Anspruch auf das winzige Territorium. Ein Grund dafür war die Entdeckung von Erdöl- und Gasreserven rund um die Inselgruppe. Auch Taiwan möchte die nahe gelegenen Inseln für sich. Die USA unterstützen derweil den japanischen Souveränitätsanspruch. ja.
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