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Daraus abzuleiten, über das Projekt «Sion 2026» herrsche Uneinigkeit, sei «voreilig», sagte Bundesratssprecher André Simonazzi auf eine Frage vor den Medien. Die Landesregierung nehme sich ganz einfach die Zeit, die sie für ein Geschäft dieser Grössenordnung benötige. Es gehe um ein komplexes Dossier und viel Geld.
Auf die Frage eines Journalisten, ob es dem Bundesrat schwer falle, eine Lösung im Konsens zu finden, sagte Simonazzi: «Überhaupt nicht.» Die Frage nach der Dauer der Diskussion im Bundesrat liess er – wie gewöhnlich – unbeantwortet.
Anfang August hatten Swiss Olympic und das Bewerbungskomitee «Sion 2026» das Dossier zur Machbarkeit von Olympischen Winterspielen im Wallis beim Bund und den beteiligten Kantonen eingereicht. Sie schätzen die Kosten für die Organisation der Spiele auf 1,86 Milliarden Franken.
Das Komitee hofft darauf, dass der Bund 0,8 bis 1 Milliarde Franken beisteuern wird, wie OK-Präsident Jean-Philippe Rochat Ende Juli gegenüber der Nachrichtenagentur sda bestätigte.
Das Projekt will mehrheitlich auf bereits bestehende Infrastrukturen bauen. Eingebunden sind nebst dem Kanton Wallis auch der Kanton Freiburg sowie die Kantone Bern und Waadt. Die meisten Wettkämpfe sollen allerdings im Wallis stattfinden. Beteiligt wäre auch Graubünden mit der Bobanlage in St. Moritz.
Nach dem Bundesrat entscheidet das Parlament über die finanzielle Beteiligung des Bundes am Projekt. Es ist damit zu rechnen, dass der Schweizer Olympia-Kandidatur politische Hürden in den Weg gestellt werden. Das Internationale Olympische Komitee hat als Frist den 30. Januar 2019 gesetzt. Bis dahin müssten alle administrativen Verfahren erledigt sein, andernfalls sei «Sion 2026» aus dem Rennen.
(SDA)