Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03285.jsonl.gz/1846

Tag: Neupressung
Sind Vinylschallplatten überhaupt noch analoge Tonträger? Vordergründig sind sie das bestimmt, man sieht es ihnen an. Mit ihrer Produktion verhält es sich allerdings anders. Dort ist digitale Bearbeitung nicht mehr wegzudenken.
Wenn man eine Vinylschallplatte kauft oder besitzt, die z.B. in den 1960er Jahren hergestellt wurde, dann besitzt man einen durchgängig analogen Tonträger. Kauft man sich aber heute eine Neupressung derselben Schallplatte, dann ist das grösstenteils nicht mehr der Fall. Selbst dann nicht, wenn dasselbe analoge Masterband verwendet wurde.
Analogtechnik bis Ende der 1970er Jahre
Damals erfolgte die Aufnahme analog und führte zum sog. Masterband. Daraus wurde mit dem Lathe eine Lackfolie geschnitten. Daraus entstand dann in einem mehrstufigen Prozess die Pressmatritze für beide Seiten der Schallplatte und damit wurde produziert.
Digitaltechnik ab Ende der 1970er Jahre
Plötzlich gab es „Digital Recording“. Anfänglich wurde ebenfalls ein Masterband produziert, aber es enthielt digitale Informationen, also Daten. Die Daten wurden mit damals üblichen D/A-Wandlern in ein analoges Signal umgewandelt. Der weitere Prozess blieb sich gleich.
Re-Mastering und Restaurierung
Als die Schallplatte um die Jahrtausendwende wieder vermehrt in Mode kam, wurde sie wieder neu produziert. Es gab von den alten Schallplatten in neuwertigem Zustand nur noch geringe Lagerbestände und Originale aus der Zeit auf dem Gebrauchtmarkt zu kaufen. Die analogen … Read More »
Für die einen ist das ein klarer Fall und wird mit JA beantwortet. Für die anderen bestehen Zweifel an der klanglichen Überlegenheit von Vinyl-Schallplatten. Hier einige Fakten und Erfahrungen mit dem ‚vinylen Gutklang‘.
Auch viele Anhänger der hochauflösenden digitalen Musikwiedergabe räumen ein, dass Musik von Schallplatten klanglich überlegen sein kann, sofern die Qualität der Schallplatte (Pressung), der Aufnahme und die Qualität der Komponenten (Laufwerk, Tonarm, Tonabnehmer und Phono-Verstärkung) stimmt. Auf der Suche nach Gründen für das Phänomen kristallisieren sich die folgenden möglichen Ursachen heraus:
Frequenzumfang:
Lange Zeit wurde der grössere Frequenzbereich der Schallplatte als Ursache genannt. Die Schallplatte kann Frequenzen bis ca. 40kHz speichern. Instrumente erzeugen tatsächlich messbare Oberwellen bis in diesen Grenzbereich. Aufnahme-Mikrophone können das übertragen und die Tonabnehmer ebenfalls. Bei den Lautsprechern und Kopfhörern sind hingegen Grenzen gesetzt, genau wie beim Gehör. Bei einem Menschen mittleren Alters ist bei 16kHz spätestens Schluss. Der Einfluss dieser Oberwellen auf die Wellenform tieferer Oberwellen ist nicht schlüssig nachweisbar. Seit die digitale Musikwiedergabe mit hoher Auflösung aber ebenfalls in diesen Frequenzbereich vorstösst, hat diese mögliche Ursache endgültig an Bedeutung eingebüsst.
Grundgeräusch:
Die Schallplatte erzeugt beim Abspielen ein Grundgeräusch in Form eines deutlich wahrnehmbaren Rauschens, welches auch tieffrequente Anteile enthält. Das Grundgeräusch vermischt sich mit dem massiv lauteren … Read More »