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Wie
neurofeedback
funktioniert
Neurofeedback ist eine selbstregulierende Therapie, die hilft, die Gehirnfunktion zu normalisieren und zu optimieren. Neurofeedback funktioniert aufgrund der Plastizität des Gehirns (die Fähigkeit des Gehirns, seine Aktivität als Reaktion auf interne und externe Reize zu verändern).
Das menschliche Gehirn kann erstaunliche Veränderungen vollziehen, einschließlich Regeneration und Wachstum. Die meisten Gehirnstrukturen können durch Lernen verändert werden. Neurofeedback nutzt diese einzigartige Eigenschaft des Gehirns. Während des Trainings werden spezifische Erfahrungen genutzt, um die Zellstruktur des Gehirns zu verändern. Mit anderen Worten, wir ” vernetzen ” das Gehirn neu.
Neurofeedback hilft uns zu verstehen, was den Patienten stört und warum. Hierzu müssen wir direkt zu der Quelle vordringen, dem Gehirn. Die Hirnaktivität wird elektronisch durch Elektroden auf der Kopfhaut überwacht. Der Neurofeedback-Therapeut stellt Bedingungen ein, die die Person wissen lassen, wenn sich die Hirnwellenaktivität in die gewünschte Richtung bewegt.
Wie bei der klassischen medizinischen Behandlung beginnen wir mit einer Diagnose. Die Ergebnisse werden mit großen Datenbanken neurotypischer Hirnaktivitäten verglichen, einschließlich Alter und anderer Faktoren. Datenbanken dienen zu Vergleichszwecken. Während der Diagnose werden Bereiche im Gehirn, als hoch oder niedrig markiert (im Vergleich zu den typischen Werten in der Datenbank), das sind die Zielgebieten der Regulation.
Ein Paradigma für diese Art des regulierungsbasierten Lernens ist die Verwendung von Videos, Videospielen oder Musik als Feedback zur Unterstützung des Trainingsprozesses. Operant Conditioning wird verwendet, um dem Patienten zu helfen, eine Verbindung zwischen einem bestimmten Verhalten und einem lohnenden Ergebnis herzustellen.
Wer kann von
Neurofeedback
profitieren?
Neurofeedback hat nachweislich bei Personen mit Zuständen aufgrund von Funktionsstörungen des Geistes und des Körpers Vorteile, von denen einige im Folgenden aufgeführt sind:1
– Aufmerksamkeits-Defizit-Störungen (mit oder ohne Hyperaktivität)
– Depressionen und Stimmungsstörungen
– Posttraumatische Belastungsstörungen
– Fibromyalgie und chronische Schmerz-Müdigkeits-Erkrankungen
– Schlafstörungen
– Angst
– Burnout
Darüber hinaus hat Neurofeedback erwiesenermaßen einen positiven Einfluss auf die Leistungsoptimierung.
Literaturhinweise:
1. Swingle PG, Biofeedback for the brain, 2008, S. 2, 31, 32