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Heute (12. November 2021) spielt die Schweizer Fussball Nationalmannschaft ihr entscheidendes Qualifikations-Spiel zur Fussball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar gegen Italien.
Es ist seit längerer Zeit üblich, dass sich die Schweizer Nati in Feusisberg oder Bad Ragaz auf die anstehenden Länderspiele vorbereitet. Im September 1984 absolvierte die Nati kurz vor dem ersten WM-Qualifikations-Spiel für die Fussball-Weltmeisterschaften 1986 in Mexiko ein Trainingslager im Kanton Glarus. Übernachtet hat das Team in Elm im Hotel Sardona. Trainiert wurde im Buchholz in Glarus. Dabei bestritt die Nati ein Testspiel gegen die U23 Nationalmannschaft der Schweiz im Buchholz in Glarus.
Das Nachfolgende WM-Qualifikations-Spiel vom 12. September 1984 in Oslo gegen Norwegen gewann die Schweiz im Übrigen mit 0:1.
Für die Schweizer Fussball Nationalmannschaft spielten:
Torhüter:
Karl Engel (26 Länderspiele; spielte für Servette Genf und Neuenburg Xamax)
Feldspieler:
Roger Wehrli (68 Länderspiele; spielte für GC, den FC Luzern und den FC Aarau)
Charly In-Albon (40 Länderspiele; FC Sion und GC)
Marco Schällibaum (31 Länderspiele; GC, FC Basel, Servette Genf)
Georges Bregy (54 Länderspiele / 12 Tore; FC Sion, YB; nahm an der Fussball-WM 1994 für die Schweiz teil)
Alain Geiger (112 Länderspiele / 5 Tore; FC Sion, Servette Genf, Neuenburg Xamax, AS Saint-Étienne, GC; war Captain der Schweizer Nati an der Fussball WM 1994 in den USA)
Heinz Hermann (117 Länderspiele / 15 Tore; GC, Neuenburg Xamax, Servette Genf; Rekord-Nationalspieler der Schweizer Nati)
Umberto Barberis (54 Länderspiele / 7 Tore; FC Sion, GC, Servette Genf, AS Monaco)
Beat Sutter ( 60 Länderspiele / 13 Tore; FC Basel, Neuenburg Xamax)
Jean-Paul Brigger (35 Länderspiele / 3 Tore; FC Sion, Servette Genf)
Hanspeter Zwicker (25 Länderspiele; FC Zürich, FC St. Gallen, Neuenburg Xamax)
Einwechslungen:
Manfred Braschler (22 Länderspiele ; FC St. Gallen)
Raimondo Ponte (34 Länderspiele / 2 Tore; FC Aarau, GC, Nottingham Forest, SC Bastia)
In der U23 Nationalmannschaft der Schweiz spielten:
Torhüter:
Martin Brunner (absolvierte später 36 Länderspiele für die Schweiz; spielte für GC und Lausanne Sport)
Feldspieler:
Pierre Thévénaz (Neuenburg Xamax)
Fournier
Bonato
André Ladner (3 Länderspiele; GC)
Müller
Roger Kundert (1 Länderspiel; FC Zürich)
Marcel Koller (55 Länderspiele / 3 Tore; GC; nahm an der Fussball-EM 1996 in England teil)
Christoph Gilli (1 Länderspiel; FC Aarau)
Pascal Zaugg (6 Länderspiele; Neuenburg Xamax)
Christian Matthey (12 Länderspiele; FC La-Chaux-de-Fonds, GC)
Einwechslungen:
Martin Andermatt (11 Länderspiele; FC Basel, GC)
Massimo Alliata (FC Zürich)
Bericht aus dem Sport-Magazin der Glarner Nachrichten vom 11. September 1984
Das Trainingsspiel der Fussball-Nationalmannschaft in Glarus:
Das A-Team gewann gegen die U-23-Auswahl mit 4:3 Toren
Unterhaltsames Spiel mit vielen Toren, aber nicht überzeugenden Siegern – Tore durch Zwicker, Zaugg, Koller, Hermann, Braschler, Eigentor – rund 1’200 Zuschauer bei guten Bedingungen – gut organisiertes Trainingslager im Glarnerland mit positivem Echo bei den Medien.
Der Zuschaueraufmarsch zum Trainingsspiel der Nationalmannschaft gegen die Auswahl U-23 hielt sich mit rund 1’200 Schaulustigen in Grenzen, und Stimmung kam, man möchte fast sagen, „wie gewohnt im Buchholz“, nur wenig auf, obwohl die beiden Mannschaften ein gefälliges Spiel mit vielen Toren boten. Hatte man von den Internationalen mehr erwartet, oder hätten sie höher gewinnen sollen? Nun, ehrlich gesagt, etwas überzeugender hätten die A-Internationalen spielen können, zumal die Nachwuchsspieler überhaupt nicht abfielen und einsatzmässig aber auch technisch gut gefielen.
Wer soll in Oslo spielen?
Engel im Tor machte seine Sache gut, nur seine „Ausflüge“ in den Sechzehnmeterraum schienen hin und wieder etwas gewagt. Wehrli gefiel so weit gut, aber er schient nicht ganz der Libero zu sein, der die Abwehr dirigieren kann. Schällibaum kämpfte zwar, aber es geriet ihm nicht alles nach Wunsch. Geiger war eher blass und zeigte kaum sein ganzes Können. In-Albon ist ein sicherer Abwehrspieler, aber technisch ist er limitiert und kann deshalb wenig für den Aufbau leisten. Hermann spielte recht gut, er kann aber sicher mehr, als er im Buchholz zeigte. Gar nicht gefallen hat Barberis, der lange nicht mehr der spielbestimmende Spieler ist, der er einmal war. Bregy schien unbeweglich und ohne Schwung , obwohl er technisch einiges kann. sorgen bereitet Coach Wolfisberg sicher auch der Sturm, wo eigentlich Zwicker phasenweise dank seiner Schnelligkeit und Beweglichkeit überzeugte, die übrigen aber nie den Eindruck erweckten, sich gegen Klassespieler durchsetzen zu können.
Nun, zur Entschuldigung muss doch gesagt werden, dass es sich um ein Trainingsspiel handelte, aber echte Klassespieler erkennt man auch bei weniger wichtigen Partien, und an Klassenspielern mangelt es ganz offensichtlich.
In der Verteidigung fehlen Lüdi und Egli, wobei man vom Bundesligaspieler recht viel erwartet, Lüdi ist verletzt. im Mittelfeld wird wohl der Nachwuchsmann Koller zusätzlich aufgeboten, und im Sturm kann man nur hoffen, es gehe etwas besser als im Buchholz. Die Stimmung in der Mannschaft ist zwar gut, wofür nicht zuletzt das gut gelungene Trainingslager im Glarnerland beigetragen hat. Es bleibt den Fussballfreunden im Augenblick wohl nichts anderes als zu hoffen und am Mittwoch beide Daumen zu drücken.
Positiver Nachwuchs
Mit viel Schwung und Elan spielten die Nachwuchsleute unter 23 Jahren. Da wurde um jeden Ball gekämpft und ein erfreulich hohes Tempo vorgelegt. Einige unter den Jungen dürften bald einmal im A-Team erscheinen, so vor allem Goalie Brunner, Ladner, Müller, Kundert und Koller und die Stürmer Zaugg und Gilli. Was den Spielern noch etwas fehlte, war die Routine. Sie waren sicher ein guter Sparringspartner für die Nationalmannschaft.
Der Spielverlauf
Der Spielverlauf war gekennzeichnet durch die vielen Tore. Eröffnet wurde der Torsegen durch einen Prachtsschuss von Zwicker ins Lattenkreuz. In der 23. und 24. Minute erfolgte das 1:2 für den Nachwuchs durch Zaugg und Kundert, und in der 37. Minute erhöhte Koller gar auf 1:3. Hermann verkürzte dann postwendend auf 2:3. Nach der Pause erschienen statt Geiger und Barberis Braschler und Ponte, und Zwicker ging zurück in den Aufbau. Für Ladner (verletzt) und Kundert spielten nun Andermatt und Alliata. Die A-Leute spielten nun etwas besser als vorher, und in der 76. Minute erzielte Braschler den Ausgleich, nachdem das Publikum etwas ungeduldig geworden war. Für das schmeichelhafte 4:3 zugunsten der A-Mannschaft war der dunkelhäutige Bonato mit einem Eigentor besorgt.
Im Vorspiel trennten sich die Mannschaften des Landrats und der Kantonalbank unentschieden. Die beiden Teams boten ein gefälliges Spiel, und es gab kaum humoristische Einlagen zu sehen. Die Landräte hatten in verschiedenen Trainings seriös auf das Spiel vorbereitet.
Viel Interesse und gute Organisation
Das Trainingslager der Nationalmannschaft im Glarnerland war auch nach Aussagen der Spieler und Betreuer ein voller Erfolg. Alles war bestens organisiert, und sowohl die Trainingsmöglichkeiten im Buchholz in Glarus als auch die Unterkunft in Elm im Hotel Sardona fanden ungeteiltes Lob. Dank gebührt sicher auch der Kantonalbank, die das „Fussballereignis“ im Glarnerland ermöglichte und viel zum guten Gelingen und nicht zuletzt zum guten Eindruck auch nach aussen beitrug. Das konnte man mit Genugtuung beim Lesen der verschiedenen auswärtigen Zeitungen oder bei der Reportage im Fernsehen am Samstagabend feststellen. Dabei ging es ja sicher nicht nur ums Jubiläum der Kantonalbank, sondern auch ums Image unseres Kantons, der halt auch heute noch etwas „ausserhalb“ liegt.