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Hinter Hamilton hatte Max Verstappen im Red Bull das Ziel erreicht. Der Niederländer musste wegen einer Berührung mit dem Mercedes von Bottas bei der Wegfahrt nach dem Reifenwechsel aber den Zuschlag von fünf Sekunden auf die Fahrzeit in Kauf nehmen und fiel damit auf Platz 4 zurück.
Hamilton wurde auf dem Weg zu seinem insgesamt 77. Sieg in der Formel 1 zum Reifenflüsterer und zum Kämpfer. Mit immer mehr nachlassenden Vorderreifen schleppte er sich buchstäblich ins Ziel. "Das war das härteste Rennen, das ich je gefahren bin. Ich habe alles gegeben und alles versucht, keine Fehler zu machen. Ich habe die Runden gezählt und gedacht, dass ich nicht durchfahren kann", sagte der erleichterte Hamilton. Im Gegensatz zu Verstappen, Vettel und Bottas, die den Grossteil der Distanz allesamt mit den härtesten Pneus hinter sich brachten, hatte er sich beim Boxenstopp von Reifen der weichsten auf solche der mittleren Mischung gewechselt. Ein Fehlentscheid der Boxencrew, der dank Hamiltons Klasse im Klassement nicht ins Gewicht fiel.
Der Engländer hatte in Monte Carlo schon 2008, damals noch in Diensten von McLaren, und 2016 gewonnen. Mit seinem vierten Sieg in dieser Saison baute er als Führender in der WM-Wertung seinen Vorsprung auf den zweitplatzierten Bottas um 10 auf 17 Punkte aus.
Die Fahrer des Teams Alfa Romeo, Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi, blieben ohne Chance auf ein zählbares Ergebnis. Der Finne klassierte sich als Siebzehnter, der Italiener als Neunzehnter.
Vettels Teamkollege Charles Leclerc hat vor seiner Haustüre ein Wochenende zum Vergessen hinter sich. Leclerc, der durch eine Fehleinschätzung am Kommandopult der Scuderia bereits im Qualifying der grosse Verlierer war und lediglich von Platz 15 losgefahren war, musste schon nach einem Viertel der Distanz aufgeben. Dem Monegassen wurden die Spätfolgen einer Kollision mit Nico Hülkenberg im Renault zum Verhängnis.
(sda)