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Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin wird Brasilien dieses Jahr gleich mit sechs Beiträgen vertreten sein. Seine Weltpremiere wird beim Wettbewerb der Berlinale der Film “Joaquim“ feiern, bei dem die Zuschauer in das Brasilien des 18. Jahrhunderts entführt werden:
Hintner Joaquim verbirgt sich “Tiradentes”, der im 18. Jahrhundert gelebt hat. Er gilt als Revolutionär und Mitglied der “Inconfidência Mineira”, eine Konspiration von hohen Militärfunktionären, Poeten, Kirchenmännern und hochgestellten Persönlichkeiten, die eine von Portugal unabhängige Republik gründen wollten.
“Joaquim“ ist eine brasilianisch-portugiesische Coproduktion und stammt vom Filmemacher Marcelo Gomes.
“Estás vendo coisas“ (Du siehst Dinge) von Bárbara Wagner und Benjamin de Burca wird bei den Kurzfilmen antreten. In der Kategorie “Generation 14plus“ ist “Mulher do pai“ (Nalu on the Border) von Cristiane Oliveira vertreten.
Im Mittelpunkt steht die Vater-Tochter-Beziehung der 16-jährigen Nalu, die sich alleine um ihren blinden Vater kümmert. “As duas Irenes“ (Two Irenes) von Fabio Meira läuft bei “Generation Kplus“. In dem Langfilmdebüt des Brasilianers entdeckt eine 13-Jährige, dass ihr Vater eine zweite Familie und eine zweite Tochter mit gleichem Namen hat.
In der Kategorie “Panorama“ gibt es zwei brasilianische Beiträge. Mit “Vazante“ gibt Daniela Thomas nach vielen Produktionen als Co-Regisseurin von Walter Salles ihr Debüt in Eigenregie. Auch ihr Film dreht sich um die Minen von Minas Gerais, dem Reichtum, der aus dem Land geschafft wird, und um die Sklaven, ohne die Brasilien heute nicht das wäre, was es ist.
Als Entdeckung gilt die junge Regisseurin Julia Murat, die mit ihrem Film “Pendular“ bei der Berlinale ihre Weltpremiere gibt. Ihr Werk wird als “philosophisch-originäre“ Genderbetrachtung eingestuft.
Zu sehen sein werden die Filme bei den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin vom 9. bis zum 19. Februar.