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Wie Sie dank Prototyping Ihre Innovationsgeschwindigkeit erhöhen
Helbling Ideation Blog
Schnelle und gute Entscheidungen zu treffen ist eine Kernkompetenz im Innovationsbereich. «Wir kommen im Innovationsprozess immer wieder an einen Punkt, der eine Entscheidung fordert. Die Herausforderung dabei ist, die Entscheidung und deren Konsequenzen für alle so begreifbar wie möglich zu machen. Hier sind Prototypen ein entscheidendes Element in unserer täglichen Arbeit.» sagt Thomas Siegrist, Senior Project Manager Ideation bei Helbling.
Essenziell für ein effizientes Prototyping ist, dass zu Beginn eine klare Kernfrage formuliert wird. Je klarer die Frage, desto klarer das Ergebnis. In Anlehnung an das Zitat von Abraham Lincoln «Wenn ich 8 Stunden Zeit hätte, einen Baum zu fällen, würde ich 7 Stunden die Axt schleifen!» bedeutet das für das Prototyping im übertragenen Sinn, dass Sie 7 Stunden aufwenden sollten, um Ihre Frage zu schärfen und genau zu überlegen, welche Entscheidung Sie herbeiführen wollen. Danach überlegen Sie, welcher Prototyp und welcher Test Ihnen bei der Beantwortung der Frage helfen.
Es liegt dabei in der Natur der Sache, dass es so viele verschiedene Prototypen gibt, wie es verschiedene Fragen gibt. Entlang des Innovationsprozesses gilt es jedoch, drei Grundfragen zu beantworten:
- Erfüllt die Innovation ein Kundenbedürfnis? (Desirability)
- Ist die Innovation technisch machbar? (Feasibility)
- Ist die Innovation wirtschaftlich tragfähig? (Viability)
Ein Prototyp, der die Kundenattraktivität testet, bildet die Produktoberfläche nach, um den Nutzer in die Entscheidungssituation für oder gegen das Produkt zu führen (z. B. eine Website oder ein Flyer eines Produktes, das es noch nicht gibt, ein einfacher Kartonaufbau, ein wireframe usw.). Ein Prototyp, der die Machbarkeit testet, reproduziert die technisch kritischen Funktionen – ohne schöne Benutzeroberfläche, rein technisch. Ein Prototyp, der die Wirtschaftlichkeit testet, fasst die finanziellen Eckdaten in einem Business Model Canvas oder einem groben Business-Case zusammen.
Dabei ist es wichtig, nicht von der ursprünglichen Fragestellung abzuweichen. Und es sollte nie versucht werden, zwei Fragen mit einem Prototyp zu beantworten. Bei einem Desirability Prototypen legen Sie Wert auf den Kundennutzen, und zeigen noch nicht die Funktion, so können Sie schnell iterieren. Bei einem Funktions-Prototypen ist es genau umgekehrt, so können Sie schnell technisch dazulernen. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, so schnell wie möglich die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Denn Innovation lebt von Schnelligkeit.
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