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Um es gleich vorweg zu sagen: Das erste vorgesehene Highlight des Tages fand nicht statt. Zuerst wollten wir die im Morgenrot vom Schlafplatz auffliegenden Kraniche fotografieren. Das Morgenrot wurde durch unfreundliche Wolken verhindert und ausserdem starteten die Kraniche wegen des starken Windes in eine etwas andere Richtung und flogen nicht bei uns vorbei.
Tagsüber war es zwar sonnig mit blauem Himmel, aber es blies dauernd ein kräftiger Wind. Durch den Wind entwickelte sich kein warmer Aufwind, die sogenannte Thermik. Die Thermik würde von den Kraniche benötigen, um in grössere Höhen zu gelangen und weiter nach Norden zu segeln. So konnten aber keine Kraniche von der Lagune wegziehen, da aber auch weiter südlich die selben Bedingungen herrschten, zogen auch keine Kraniche aus der Extremadura zu uns und so blieb die Zahl der anwesenden Kraniche bei etwa 83’800 Tieren konstant.
Das nächste Highlight hätten eigentlich die Fotos von den einfliegenden Kranichen in der Abenddämmerung werden sollen. Wenn die Kraniche nicht weiterziehen können, dann fliegen sie am Tag auf bis zu 40 Kilometer entfernte Felder, um nach Futter zu suchen. Erst am Abend kommen sie zur Laguna de Gallocanta zurück, um zu schlafen. Logischerweise zogen rechtzeitig vor dem Einflug der Kraniche Wolken auf und so wurde auch nichts aus dem Foto „Kranichzug vor Abendrot“.
Aber trotzdem, einfach unter der Einflugschneise der Kraniche zu stehen und zu sehen, wie hunderte Kraniche zur Lagune fliegen… Einfach nicht in Worte zu fassen.