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Die Alzheimer-Krankheit ist eine spezielle Form von Demenz. Sie ist gekennzeichnet vom fortschreitenden Verlust des Gedächtnisses und anderen intellektuellen Fähigkeiten. Zum Krankheitsbild der Alzheimer-Krankheit gehören Orientierungs- und Gedächtnisstörungen, Störungen des Urteils- und Denkvermögens, Sprachstörungen sowie oft auch eine Veränderung des Charakters. Je ausgeprägter diese Störungen sind, desto schwieriger wird die Bewältigung eines normalen Alltags.
Ursachen für die Alzheimer-Krankheit
Trotz intensiven Anstrengungen sind die genauen Ursachen für Alzheimer noch unbekannt. Gemäss herrschender Lehrmeinung führt die Erkrankung zur Zerstörung von Nervengewebe im Gehirn, was den Kontakt zwischen den intakten Zellen behindert. Forscher vermuten, dass eine übermässige Ablagerung von Proteinen im Gehirn diese Kommunikation verfälscht.
Eine Chemikalie Namens Acetylcholin könnte ebenfalls an diesem Vorgang beteiligt sein. Es hilft bei der Übertragung von Nachrichten zwischen Gehirnzellen. Der Acetylcholinspiegel beginnt bei Patienten mit Alzheimer zu sinken, was den Austausch zwischen den Hirnzellen behindert. Ab einem gewissen Punkt sind schliesslich die Gehirnzellen selbst betroffen und beginnen zu schrumpfen oder sterben.
Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit
- Alter: Die Alzheimer-Krankheit beginnt in der Regel nach dem 60. Altersjahr. Entsprechend gilt das Alter als grösster Risikofaktor für die Entwicklung der Erkrankung.
- Genetische Faktoren: Wenn andere Familienmitglieder – insbesondere Eltern oder Geschwister – an Alzheimer erkranken, steigt auch das Risiko selbst daran zu erkranken. Dementsprechend erhöhen bestimmte das Risiko für die Entwicklung von Alzheimer.
Symptome der Alzheimer-Krankheit
Alzheimer ist eine fortschreitende Krankheit, die in verschiedenen Phasen verläuft. Am Anfang äussert sich die Erkrankung darin, dass neue oder neuere Erinnerungen nur schwer abrufbar sind. Den Betroffenen fällt es schwer, Neues zu lernen und aufzunehmen. Bei fortgeschrittener Krankheit gehen auch ältere Erinnerungen verloren.
Weitere Symptome der Alzheimer-Krankheit sind:
- Schwierigkeiten beim Artikulieren oder Ausdrücken
- Das Ausführen einfacher Anweisungen gelingt gar nicht mehr oder nur noch teilweise
- Alltägliche Aufgaben werden je länger je mehr zum Problem. So können Alzheimer-Patienten unter anderem Mühe haben bei der regelmässigen Einnahme von Medikamenten und/oder Mahlzeiten, bei der Verwaltung ihrer Finanzen oder bei der Orientierung in ihrer Umgebung.
- Psychische Probleme wie Persönlichkeitsänderungen, Reizbarkeit, Angstzustände, Depressionen, Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder Aggressivität.
Diagnose der Alzheimer-Krankheit
Da betroffene Personen die eigenen Probleme beziehungsweise Schwierigkeiten oft nicht mehr erkennen, ist entsprechend auch deren Einsicht nur beschränkt vorhanden.. In der Regel bemerken Familienmitglieder und enge Freunde die Vergesslichkeit und Verhaltensänderungen. Dem Umfeld wird empfohlen, zur Abklärung einen Arzttermin zu vereinbaren.
Einen eindeutigen Test für die Diagnose der Alzheimer-Krankheit gibt es derzeit nicht. Deshalb wird der Arzt die Diagnose aufgrund einer gründlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung stellen. Zu diesem Verfahren gehört einerseits die Untersuchung des Gehirns durch visuelle und schriftliche Gedächtnistests und andererseits eine Untersuchung der geistigen Fähigkeiten.
Weil die Symptome der Alzheimer-Krankheit zum Teil auch auf andere medizinische Befunde zurückgehen, wird im Rahmen einer solchen Untersuchung auch oft noch ein Bluttest durchgeführt. Vor allem eine Unterversorgung von Vitamin B12 und des Schilddrüsenhormons können einen Gedächtnisverlust zur Folge haben, der bei einer passenden Behandlung wieder verschwindet.
Die Alzheimer-Krankheit ist irreversibel. Das heisst, dass die Schäden und Defizite bestehen bleiben und nicht rückgängig gemacht werden können. Nach der Diagnose nimmt die geistige Funktion in der Regel bis zum Tod ab.
Prävention der Alzheimer-Krankheit
Nach heutigem Wissensstand gibt es keine vorbeugende Massnahmen, um die Alzheimer-Krankheit zu verhindern. Wer körperlich und geistig aktiv bleibt, kann das Risiko einer Erkrankung aber aktiv senken. Um den Beginn der Symptome zu verzögern beziehungsweise das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, empfehlen Experten darüber hinaus eine ausgewogene Ernährung mit Fisch, Olivenöl und Gemüse sowie regelmässiger körperlicher Bewegung.
Behandlung der Alzheimer-Krankheit
Noch gibt es keine wirksame Therapie gegen die Alzheimer-Krankheit. Das Ziel aller Behandlungen ist es darum, die Symptome zu kontrollieren und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.
Die Verabreichung so genannter Cholinesterase-Hemmer können helfen, die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen wiederherzustellen. Bei einigen Menschen mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Krankheit hat die Einnahme dieser Medikamente zur Folge, dass sich der intellektuelle Rückgang verlangsamt.
Massnahmen zur Linderung der Symptome von Alzheimer-Krankheit
- Vertraute Menschen und Routinen, denn zu viel Veränderung kann Verwirrung und Unruhe hervorrufen
- Helle und aktive Umgebungen, um die Aufmerksamkeit der Person zu bündeln und sie an der Umwelt zu orientieren
- Sichere Umgebungen, so dass die Person nicht verletzt werden kann oder sich verirrt, wenn sie weggeht
- Geeignete Therapien, einschliesslich Musik, Kunst und Ergotherapie, um die Stimulation und die Kontrolle der Muskeln zu verbessern,
Prognose/Ausblick
Aktuell gibt es keine Medikamente zur Heilung der Alzheimer-Krankheit. Eine gezielte Unterstützung durch das Umfeld im Zusammenspiel mit Medikamenten können aber der erkrankten Person bei der Durchführung täglicher Aktivitäten helfen. Auch Verhaltensprobleme lassen sich damit lindern. Im Idealfall ist es für die betroffene Person möglich, trotz der Krankheit im eigenen Haus zu bleiben.