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Tod des Musikwissenschaftlers Max Lütolf
Der emeritierte Zürcher Professor für Musikwissenschaft Max Lütolf ist laut einer Meldung der Universität Zürich im Alter von 81 Jahren verstorben. Einen exzellenten Ruf erwarb er sich nicht zuletzt mit der Katalogisierung und Edition mittelalterlicher Quellen.
Max Lütolf habilitierte sich 1976 an der Universität Zürich. 1977 wurde er zum Extra- ordinarius ernannt, 1988 zum Ordinarius befördert. In den Ruhestand trat er im Jahr 2000.
Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Zürich umreisst seine Forschungs-schwerpunkte folgendermassen: «Seine breit ausgreifenden wissenschaftlichen Interessen galten der liturgischen Musik im weitesten Sinne, mit einem besonderen Schwerpunkt im Mittelalter. Immer wieder hat er sich dabei mit grossräumigen Editionsvorhaben befasst. So erstellte er das Register zur monumentalen Sammlung der Analecta hymnica, er edierte etliche mittelalterliche Handschriften, unter denen die bis heute Referenzcharakter besitzende Ausgabe des Graduale von S. Cecilia in Trastevere herausragt. Immer wieder hat er sich editorisch auch mit der Musik des römischen Barock befasst, so in seiner Ausgabe der opera I und III von Arcangelo Corelli. Das bedeutendste Vorhaben war und ist aber zweifellos seine monumentale, achtbändige Edition der Geistlichen Gesänge des deutschen Mittelalters, die kurz vor dem Abschluss steht und deren Vollendung er nun nicht mehr erleben kann. Er war für lange Jahre verantwortlicher Herausgeber der Werke Othmars Schoecks, zudem Koordinator des schweizerischen Orgelinventars.»