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Der FC Chelsea ist dank eines 1:0-Finalsiegs über Manchester City Sieger der Champions League 2020/21. Damit du nicht nur die Tore gesehen hast, sind hier 9 Fakten, Videos und Statistiken, die du kennen solltest.
Zum zweiten Mal nach 2012 gewinnt der FC Chelsea die Champions League. Vom damaligen Siegerteam war allerdings niemand mehr im Kader. Ausser für Mateo Kovacic, der bereits mit Real Madrid drei Mal triumphierte, war es zudem für alle Spieler der Premierensieg im wichtigsten Klubwettbewerb Europas. Dementsprechend emotional war die Pokalübergabe.
Der eben angesprochene Mateo Kovacic wurde gestern in der 80. Minute eingewechselt und konnte damit erstmals in einem CL-Final auch auf dem Feld zum Titelgewinn beitragen (2016, 2017 und 2018 wurde er nicht eingesetzt).
Mit dem Sieg des FC Chelsea findet eine beeindruckende Serie ihre Fortsetzung: Im neunten Jahr in Folge hat mindestens ein Kroate die Champions League gewonnen.
Zum besten Spieler des Champions-League-Finals wurde N'Golo Kanté gewählt. Der Franzose beeindruckte im Mittelfeld mit vielen gewonnenen Zweikämpfen, guten Pässen und seiner gewohnten Laufstärke. Schön zusammengefasst hat es die spanische Sportzeitung «Marca».
Auch Ex-Arsenal-Trainer Arsène Wenger zeigte sich im Fernsehstudio beeindruckt und hob den Franzosen hervor.
N'Golo Kanté hat in den letzten sieben Jahren einen märchenhaften Aufstieg hingelegt und wurde dabei zwei Mal englischer Meister, Weltmeister, gewann die Europa League und nun auch die Champions League.
Neben N'Golo Kanté stach auch Kai Havertz hervor. Der Deutsche wechselte im Sommer für 80 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea und wurde damit zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte. Der 21-Jährige erzielte nach einem Traumpass von Mason Mount gestern kurz vor der Pause das einzige Tor der Partie.
Im Interview nach der Partie wurde Havertz gefragt, ob er nun einen Teil seiner Ablöse zurückgezahlt habe. Der Deutsche hatte aber gar keine Lust, näher auf die Frage einzugehen und sagte nur: «Um ehrlich zu sein, gebe ich im Moment einen F*** darauf. Wir haben gerade die verdammte Champions League gewonnen.»
Ein grosser Gewinner des Champions-League-Finals ist auch Chelsea-Trainer Thomas Tuchel. Der Deutsche wurde im Dezember 2020 bei Paris Saint-Germain entlassen und übernahm die «Blues» im Januar 2021 von Frank Lampard.
Der 47-jährige Tuchel, der letztes Jahr das Champions-League-Finale mit PSG gegen Bayern verlor, ist der dritte (unterschiedliche) deutsche Trainer in Folge, der die Champions League gewinnt.
Die Parallelen von Tuchel zu Landsmann Jürgen Klopp sind nicht nur wegen des Werdegangs (über Mainz nach Dortmund) verblüffend. Beide haben nun mit englischen Teams die Champions League gewonnen. Und beide haben es als einzige geschafft, Pep Guardiola drei Niederlagen in Folge zu bescheren. Tuchel gelang dies mit Chelsea innert nur 6 Wochen.
Pep Guardiola versuchte mit einem Kniff in der Aufstellung sein Gegenüber zu überraschen: Er stellte in seinem 4-3-3 äusserst offensiv auf und verzichtete auf einen defensiven Mittelfeldspieler, um Chelsea zu überrennen. Der Plan misslang.
Wie stark Thomas Tuchel sein Team auf Guardiola einstellte, zeigt die Statistik der erwartbaren Tore «Expected Goals (xG)». Diese lag bei Manchester City gestern bei 0.52 und war damit so tief wie noch nie in dieser Saison.
Mastermind Thomas Tuchel kann nicht nur Taktik, sondern auch feiern. Mit einer Champagner-Flasche bewaffnet stürmte er nach der Pokalübergabe in die Kabine und sorgt dafür, dass keiner seiner Spieler trocken blieb.
Eine ganz starke Champions-League-Kampagne zeigte Chelsea-Keeper Edouard Mendy. Der Senegalese, der im September von Stade Rennes verpflichtet wurde, setzte eine neue Bestmarke und blieb in 12 Champions-League-Partien zum neunten Mal ohne Gegentor.
Die Karriere des 29-jährigen Mendy ist damit auf dem Höhepunkt angelangt. Dabei sah es lange nicht nach einer grossen Karriere aus. Mit 22 meldete sich Mendy in seiner französischen Heimat Le Havre als arbeitslos. Mit 24 Jahren konnte er den Zweitligisten Reims davon überzeugen, ihn als Ersatztorhüter unter Vertrag zu nehmen. Es war sein erster Profivertrag. Nun, 5 Jahre später, ist er der erste afrikanische Torhüter, der die Champions League gewonnen hat.