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Im Goms VS ist ein Wolf getötet worden. Ein Wildhüter hat das Tier in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erlegt. Es handelt sich um eine Wölfin, die im Sommer innerhalb von 30 Tagen 26 Schafe gerissen hat. Der Kanton hatte das Tier deshalb Ende August zum Abschuss freigegeben.
Unklar ist, ob die Wölfin wirklich alle ihr zur Last gelegten Schafsrisse begangen hat. „Bislang ist dies genetisch nicht nachgewiesen“, sagte Reinhard Schnidrig vom Bundesamt für Umwelt (BAFU).
Die Gruppe Wolf Schweiz schreibt zum Abschuss in einem Communiqué: „Der Wolf konnte nur so viele Schafe reissen, weil der Bund nicht genug finanzielle Mittel zugesprochen hat, um sämtliche Schafherden im Gebiet zu schützen. So konnte der Wolf auf noch immer ungeschützte Herden ausweichen.“ Im “Konzept Wolf Schweiz“ stehe klar, dass der Bund in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft Herdenschutzmassnahmen zu treffen habe und dass diese Massnahmen nicht nur auf den vom Wolf geschädigten Alpen angewendet werden sollten, sondern auch auf anderen Alpen im Gebiet des Wolfs (was im Goms aber scheinbar nicht der Fall war). Das Konzept müsse dahingehend präzisiert werden, dass Herdenschutzmassnahmen in jedem Fall bezahlbar seien. Aus diesem Grund fordert die Gruppe Wolf Schweiz dringend eine Änderung des Konzepts. (sb)
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