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Ausgabe von Transparenzen und Verläufen aus Quark XPress 7
Ich habe ein Logo mit Transparenzen und Verläufen in Quark XPress 7 erstellt. Das Problem ist, dass wenn ich ein pdf vom Dokument schreibe, die Transparenzen verloren gehen oder fehlerhaft (Pixelbildung an verschiedenen Stellen) sind.
Ich schreibe das ps. in Quark (PostScript 3) und wandle es im Distiller um. Das gleiche Problem habe ich auch, wenn ich ein eps schreibe oder es sonstwie konvertiere (AI, PS etc.). Es klappt auch nicht über den direkten PDF-Export (den ich übrigens nie benutze).
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und konnte das Problem lösen? Müsstedoch klappen, wenn Version 7 Transparenzen anbietet.
Wo liegt der Fehler? Muss ich in die Programmeinstellungen oder Änderungen im Druckmenü vornehmen?
dazu müsste die Datei aver erst verflacht werden, d.h. in eine Ebene umgerechnet werden. Die würde bedeuten, dass Sie die PDF-Datei, die die überdruckenden CMYK-Objekte beinhaltet zuerst aus Acrobat bei aktiver Überdruckenvorschau ausgeben, anschließend re-distillen und dann in den gewünschen Farbraum transformieren. Dieses Vorgehen ist notwendig, weil ein gleichzeitiges Simulieren des Überdrucks bei der Ausgabe und ein Ausgeben im RGB-Farbraum Technologie-bedingt nicht zum gewünchten Ergebnis führen kann.
Was Gremlin meint ist, dass eine PDF-Datei, die überdruckende CMYK-Elemente beinhaltet, welche auf Sonderfarben liegen, nach einer pauschalen Wandlung nach CMYK, zu einer Datei wird, welche überdruckende CMYK-Objekte beinhaltet, die nun wiederum auf CMYK-Objekten liegen. Dadurch entsteht eine "CMYK überdruckt CMYK" Situation. Dies ist aber nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Was z.B. nicht geht ist: - CMYK-Verlauf überdruckt CMYK - CMYK-Bild überdruck CMYK - DeviceCMYK überdruckt CMYK ohne OPM = 1 - DeviceGray überdruckt CMYK
Alle oben genannten Fälle sind unkritisch, solange im Hintergrund jeweils eine Sonderfarbe liegt.
Nun den Weg nach RGB habe ich Ihnen ja oben nun schon genannt. Im Falle von gemischten CMYK und Sonderfarben Jobs. ist es abhängig davon, ob wir über reines überdrucken oder auch über Transparenz sprechen. Ersteres ist unkritisch und kann genauso ablaufen wie oben beschreiben. Im Fall von Transparenz MUSS die Wandlung der Sonderfarbe(n) nach CMYK VOR der Transparenzreduzierung stattfinden, weil Sie nichts gegen die technischen Restriktionen des Überdruckens zwischen zwei CMYK-Objekten unternehmen können, und genau diese Situationen würden dabei aber entstehen, wenn die Reihenfolge nicht stimmt. ...
Wenn Text mit Pixel in einer Transparenz-Situation zusammengebracht wird, muss er beim PostScript-Schreiben in Pfade umgewandelt werden. Text, der in Pfade umgewandelt wurde, wird in bestimmten Situationen fetter gezeichnet als Text, der nicht in Pfade umgewandelt wurde. Die Details:
Wann besteht eine Transparenz-Situation zwischen Text und Pixelobjekt?
- Der Text liegt hinter einem transparenten Pixelobjekt. Solche sind im Wesentlichen -- PSDs und TIFs mit Transparenz-Maske -- Objekte mit weicher Kante -- Objekte mit Schlagschatten -- Illustrator-Dateien mit semi-transparenten Verläufen
- Der Text liegt vor einem Pixelobjekt, hat aber selbst eine Transparenz-Eigenschaft. Also: -- Der Text hat eine andere Deckkraft als 100% -- Der Text hat einen anderen Füllmodus als "Normal" -- Der Text hat eine weiche Kante Dazu zählt NICHT: -- Der Text hat einen Schlagschatten. Ein Schlagschatten ist ein transparentes Objekt, das hinter dem Text liegt. Dazu zählt sehr wohl: -- Der Text steht auf Überdrucken (z.B. weil er [Schwarz] ist) und im Druckdialog wurde unter "Ausgabe" die Option "Überdrucken simulieren" angestellt. Es kann auch passieren, dass der Text in Pfade umgewandelt wird, weil die Transparenz im Hintergrund viel zu komplex ist. Das wurde schon bei einigen hundert transparenten Verläufen in einer AI Datei beobachtet.
Unter welchen Bedingungen wird der in Pfade gewandelte Text fetter gezeichnet?
Hintergrund: jeder Font enthält sogenannte Hinting-Informationen, die dafür sorgen, dass die Buchstaben auch bei niedrigen Auflösungen korrekt gezeichnet werden. Sobald Text in Pfade gewandelt wird, fällt diese Hinting-Information weg.
Das Schlagwort ist niedrige Auflösung. Ob eine Auflösung niedrig oder ausreichend ist, hängt also vom Druckverfahren und von der verwendeten Schrift und von der Schriftgröße ab. Folgendes gilt als Daumenregel:
- Texte, die größer als ~20pt sind, zeigen das Problem kaum. - Im Offset-Druck, wo mit Auflösungen zwischen 2000 und 3000 dpi gearbeitet wird, taucht das Problem nicht auf. - Folgende Druckverfahren sind anfällig für gefettete Schriften: -- Farblaser-Drucke -- Ausgabe über TIFF-IT -- Proofs -- Digitaldruck (vor allem bei mageren und leichten Schnitten)
Die Darstellung des PDFs am Monitor ist auch eine Situation mit niedriger Auflösung. Wenn die ganze Seite zu sehen ist.
Resümee
- Fließtext unter 18pt gehört nach OBEN. - Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass der Text im Hintergrund steht, gibt es zwei Möglichkeiten: -- wenn ich ein hochauflösendes Druckverfahren anstrebe wie den Offset-Druck, kann ich das Problem sehr wahrscheinlich ignorieren. -- sonst muss ich mit einem Transparenzreduzierungsformat ausgeben, das den gesamten Text in Pfade umwandelt. ...