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Silvio Denz hat reichlich Erfahrung im Weingeschäft: Sieben Weingüter, darunter fünf im Bordelais, gehören zu seinen Vignobles. Nun hat sich der 63-Jährige über die Lalique Group, die er als VR-Präsident und Mehrheitsaktionär dominiert, auch noch die Welt des Whiskys erschlossen. Zusammen mit dem Medtech-Unternehmer Hansjörg Wyss (84) kaufte sich Denz für 15,5 Millionen britische Pfund beim schottischen Single-Malt-Hersteller The Glenturret ein. Die traditionsreiche Destillerie wurde 1775 gegründet und nimmt für sich in Anspruch, die älteste noch produzierende Brennerei Schottlands zu sein.
Denz verspricht sich von diesem Einkauf Synergien mit Lalique, etwa im Design von Whiskyflaschen durch die Kristallmanufaktur, im Vertrieb in den eigenen Hotels und Restaurants sowie im Marketing. Bis sie greifen, fallen aber erst mal Kosten an, die auf den Gewinn drücken. Die Akquisition von The Glenturret wurde über eine Kapitalerhöhung finanziert, bei der Denz seine Beteiligung an der börsenkotierten Lalique von rund 72 auf etwas über 58 Prozent verringerte.
Gleichzeitig holte er einen neuen Grossaktionär in Gestalt der indischen Dharampal Satyapal Group an Bord. Seit der Finanztransaktion halten die Inder an Lalique einen Anteil von 18,3 Prozent, davon rund ein Drittel via Optionen. Der neue Partner mit Hauptsitz in Noida, einer Satellitenstadt in der Nähe von Delhi, ist ein stark wachsendes, breit diversifiziertes Konglomerat mit Aktivitäten auf den Gebieten Gewürze, Getränke, Milchprodukte, Hotellerie, Tabak und Landwirtschaft.
(Stand: November 2019)