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Kopral, der Orang-Utan ohne Arme, schafft es in die Freiheit!
© BOS Foundation
Es ist eine kleine Sensation, die damals wohl niemand für möglich gehalten hätte: Ein Orang-Utan ohne Arme schafft es in die Freiheit. Kopral hat es allen gezeigt.
Seit Februar lebt er eigenständig in der begrenzten Freiheit auf der Insel #3 und muss sich nun um vieles selber kümmern.
Ende Februar entschied BOS, dass er die Chance für ein Leben auf der bewaldeten Flussinsel #3 in Samboja Lestari erhält. Das «Warum» hinter diesem Entscheid ist die Geschichte einer Rivalität:
Anfang 2020 wurden die drei jungen Orang-Utans Leann, Mayer und Andreas von der Waldschuldgruppe 1 in die von Kopral angeführte Gruppe 2 befördert. Mit Andreas, einem dominanten Männchen, sah sich Kopral plötzlich einem Rivalen gegenüber. Umgehend stellte er seine Dominanz und seine Abneigung gegenüber dem Neuankömmling zur Schau, nicht ohne Folgen: Schon nach kurzer Zeit gerieten die zwei Männchen in einen intensiven und ernsthaften Revierkampf. Die gefährliche Rivalität von Kopral und Andreas führte zu langen Diskussionen zwischen den BOS-Mitarbeitenden vor Ort. Zum Schutz beider Tiere wurde entschieden, Kopral auf die Insel #3 innerhalb der Rettungsstation Samboja Lestari zu verlegen. Dort wird er mit Baby Marlon, Mama Marlin und Lesley zusammenleben, die er bereits aus der Waldschule kennt.
Kopral heute auf der Insel
Das erste Video von der Insel
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Umzug in eine grüne Zukunft
Am Tag seines Umzugs holten sieben Mitarbeitende Kopral im Käfig-Komplex der Gruppe 2 ab. Weil er Andreas bei einem weiteren Kampf in den Finger gebissen hatte, war er vorübergehend dort untergebracht. Für den Transport wurde Kopral sediert und mit dem Auto auf die ungefähr 15 Minuten entfernte Insel #3 transportiert. Am Flussufer warteten bereits mehrere Techniker, die halfen, Kopral mit dem Boot über den Fluss zu befördern. Sicher auf der Insel angekommen, kam er langsam wieder zu Bewusstsein und erhaschte einen ersten Blick auf sein neues, grünes zu Hause.
Kopral ist jetzt 14 Jahre alt. Als er nach Samboja Lestari kam, waren beide Arme von einem Stromschlag schwer verletzt und zeigten bereits Anzeichen von Fäulnis. Ohne eine andere Wahl zu haben, beschloss das Ärzteteam, ihm beide Arme zu amputieren, um sein Leben zu retten. Es war damals unklar, was diese Amputation für die Zukunft von Kopral bedeuten würde. Was für eine Leben hatte ein Orang-Utan ohne Arme und Hände noch vor sich? Kopral bewies möglichen Zweiflern, dass mit Überlebenswille und Kreativität auch ohne Arme sehr viel möglich ist.
Kopral vor einem Jahr
Das neue Leben auf der Insel #3 bietet ihm nun die Möglichkeit, Freiräume in einer Umgebung zu geniessen, die seinem natürlichen Lebensraum, dem Regenwald ähnelt. In diesen kann er aufgrund seiner körperlichen Beeinträchtigung nicht mehr zurückkehren – zu seiner eigenen Sicherheit. Kopral hat jedoch die Fähigkeiten erlangt, auf Bäume zu klettern und nach natürlicher Nahrung zu suchen. Er benutzt dazu seine Beine und Füsse und hat sich dank dieser Technik zu einem relativ unabhängigen Individuum zu entwickeln. Das BOS-Team vor Ort ist überzeugt, dass Kopral die neuen Herausforderungen auf der Insel ohne Probleme meistern wird.
Geniess Dein Leben auf der Insel, Kopral!
Werden Sie Gotte oder Götti von Kopral
Trotz seines Umzugs auf die Insel wird Kopral nach wie vor Teil unseres Patenschaftsprogramms bleiben. Seien Sie weiterhin für ihn da, indem Sie eine Patenschaft für ihn übernehmen oder verschenken. Herzlichen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung!
Prominente Unterstützung
Seit 2018 hat Kopral ein prominentes Gotti: Oscar-Preisträgerin Judi Dench hat Kopral in ihr Herz geschlossen und eine Patenschaft für ihn übernommen.