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Die Grenze zwischen «normalem» Schwitzen und Hyperhidrose kann oft nicht genau definiert werden. Eine quantitative Angabe der Schweisssekretion und somit eine Graduierung der Hyperhidrose ist deshalb entscheidend. Dies gelingt durch zwei Untersuchungen: der gravimetrischen Messung (quantitativ) und dem Iod-Stärke-Test nach Minor (semiquantitativ).Liegt eine fokale Hyperhidrose vor, welche durch emotionale Stimuli ausgelöst oder verstärkt wird, sollte unbedingt ein Stufenplan durchgeführt werden. Dabei eignen sich einige Therapien besser für die axilläre Hyperhidrose und andere besser für die vermehrte Schwitzneigung im Bereiche der Hand- und Fussflächen sowie der Stirne. Die generalisierte Hyperhidrose verlangt ebenfalls nach speziellen Massnahmen.
Gravimetrische Messung
Bei der gravimetrischen Schweissekretionsmessung wird der Schweissfluss während einer Minute in Milligramm gemessen. Dabei wird ein saugfähiges Material während einer bestimmten Zeit in das hyperhidrotische Areal gelegt. Das Fliesspapier wird vor und nach der Messung gravimetrisch exakt gemessen. Die Differenz des Wertes (Wert nach der Messung minus Wert vor der Messung) ergibt die Schweisssekretion in Milligramm pro Minute.
Minor'scher Schweisstest
Beim Iod-Stärke-Test wird das hyperhidrotische Areal zunächst mit einer jodhaltigen Lösung befeuchtet und anschliessend mit Stärkepulver bestäubt. Im Bereich einer vermehrten Schweisssekretion kommt es dadurch zu einer dunkelvioletten Verfärbung. Dieser semiquantative Test erlaubt eine visuelle Darstellung der Hyperhidrose. Er eignet sich somit sehr gut zur Verlaufskontrolle von behandelten Patienten.