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1. Eisbären in der Arktis profitieren davon, dass das Wasser immer auch Luftbläschen einfängt, wenn es gefriert. Darum schwimmen die Schollen auf dem Meer und können selbst die schweren Pelztiere tragen.
Falsch. Luft kann schon mal in Eis eingeschlossen sein. Aber dass die Schollen schwimmen, gefrorenes Eis also etwas leichter ist als flüssiges Wasser, ist dem Umstand zuzuschreiben, dass die Wassermoleküle im sich bildenden Kristallgitter etwas weiter auseinander liegen und darum pro Volumeneinheit weniger Moleküle Platz haben. Das vermindert die Dichte um etwa einen Zehntel.
2. Nicht umsonst heisst es das «Tal des Todes»: Unter dem kalifornischen Nationalpark «Death Valley» schlummert eine riesige Kammer von geschmolzener Magma, die ihre heisse Fracht in einer Riesenexplosion ausspucken könnte.
Falsch. Kalifornien ist zwar eine geologisch ziemlich unruhige Gegend, in der es auch aktive Vulkane gibt. Aber es ist nicht das Tal des Todes, sondern der berühmteste Nationalpark der USA, der Yellowstone-Park, unter dem ein Supervulkan liegt. Wo Büffel grasen, Wölfe und Bären leben, liegt tatsächlich eine kilometerdicke Kammer geschmolzenen Gesteins nahe der Erdoberfläche. Bei einem Ausbruch würden nach der Riesenexplosion bald weite Teile der USA von Asche bedeckt sein. Hunderte von Kubikkilometern Auswurf würden bis in die Stratosphäre geblasen. Auf dem ganzen Planeten würde es anhaltend Winter. Mit verheerenden Folgen für das gesamte Leben auf der Erde. Ob und wann es einen neuen Ausbruch geben wird, ist schwer zu sagen. Gut möglich aber, dass er in den nächsten Jahrtausenden mal stattfindet.
3. Die Larven unserer Maikäfer leben als Engerlinge drei bis fünf Jahre unter der Erde. Ganze 17 Jahre ist es dagegen den Larven amerikanischer Zikaden im Boden wohl. Dann schlüpfen die Tiere alle auf einen Schlag, um sich zu paaren.
Richtig! Die Jungformen der amerikanischen Singzikade «Magicicada septendecim» leben in verschiedenen Stadien 13 bis 17 Jahre lang in der Erde. Dann schlüpfen an einem Ort alle erwachsenen Tiere zur gleichen Zeit. Die lange Entwicklungszeit und das gleichzeitige, synchronisierte Auftreten wird damit erklärt, dass die Insekten so ihren Frassfeinden ein Schnippchen schlagen können. Anders als die Engerlinge sind die Zikaden-Larven keine Plage.
- Stefan Brodbeck, 4132 Muttenz
- Gabriela Friedli, 5503 Schafisheim
- Daniel Gasser, 9000 St.Gallen
- Esther Hächler, 8046 Zürich
- Beatrice Klein, 8038 Zürich
- Martin Oettli, 3076 Worb
- Susanne Poffet, 4805 Brittnau
- Alex Ritzmann, 8307 Effretikon
- Daniela Schöpfer, 6170 Schüpfheim
- Klaus Schreckling, 1806 St-Legier
Die Gewinner erhalten je ein Kochbuch «Küche zwischen Berg und Tal» des Sternekochs Markus Neff mit Fotos von Andri Pol – im Wert von 118 Franken, offeriert von AT-Verlag Baden und München; www.at-verlag.ch/