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Ist eine Interimsdividende (Ausrichtung einer Dividende während des Geschäftsjahres zu Lasten des Ergebnisses der laufenden Periode) zulässig?
Die Antwort der Merki-Experten
In der Schweiz – im Gegensatz zu anderen Ländern – ist eine Interimsdividende grundsätzlich abzulehnen, da die rechtliche Grundlage dafür fehlt. Das Obligationenrecht besagt, dass Ausschüttungen nur aus dem Bilanzgewinn und den übrigen freien Reserven zulässig sind. Eine Interimsdividende würde beschlossen, ohne dass eine Jahresrechnung vorläge, die aufzeigen würde, ob gesetzeskonforme ausschüttbare Substanz vorhanden ist. Insofern widerspricht die Interimsdividende den aufgeführten Kriterien des Obligationenrechts.
Wir planen, unseren Aktionären eine Dividende auszuschütten. Was müssen wir bei der Verrechnungssteuer speziell beachten?
Die Antwort der Merki-Experten
Innert 30 Tagen nach der Generalversammlung ist der Eidgenössischen Steuerverwaltung Bern – mittels Formular 103 – die beschlossene Dividende zu melden sowie die Verrechnungssteuer von 35% zu bezahlen. Gelangt das Meldeverfahren (Konzernverhältnis) zur Anwendung, sind die Formulare (103 + 106) ebenfalls zwingend innert 30 Tagen einzureichen.
Ich habe einen Ehevertrag und einen Erbvertrag abgeschlossen sowie ein Testament und eine Patientenverfügung aufgesetzt. Sollte ich auch noch einen Vorsorgeauftrag erstellen?
Die Antwort der Merki-Experten
Ja, unbedingt, denn Ehevertrag, Erbvertrag und Testament regeln die Angelegenheiten nach dem Tod. Für die Regelung der Angelegenheiten vor dem Tod reicht eine Patientenverfügung allein nicht aus. Es braucht zusätzlich einen Vorsorgeauftrag.