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zum gedenken
= Paul Thalmann, Schwarzsee
Paul Thalmann wurde am 24. Februar 1932 in Freiburg als achtes Kind der Eltern Alfons und Bertha Thalmann-Neuhaus geboren. Sein Vater Alfons arbeitete als Steinhauer im Steinbruch Zollhaus und bewirtschaftete gemeinsam mit Gattin Bertha den kleinen Bauernbetrieb Gantersli oberhalb Zollhaus.
Paul verbrachte seine Kindheit mit neun Geschwistern umgeben von der freien Natur, was ihn sehr stark geprägt hat. Mit zehn Jahren verlor er seinen Bruder Joseph durch einen geplatzten Blinddarm.
Nach der Schulzeit in der Lichtena arbeitete er wie sein Vater im Steinbruch. Nach der Rekrutenschule fand er eine Anstellung bei einer Holzerequipe im Kanton Bern. 1954 wurde er Strassenwärter beim Staat Freiburg und sorgte nun sehr verantwortungsbewusst für sichere und gut gepflegte Strassen.
Am 19. November 1956 heiratete er Cecile Mauron vom Unteren Hapferen. Anfangs wohnten sie im elterlichen Daheim. 1958, nach der Geburt von Robert und Bernhard, konnten sie das Gantersli erwerben. Mit Peter, Franz und Josef kamen drei weitere Söhne dazu, 1971 dann Tochter Helene. In dieser Zeit hatte Paul Thalmann grosse gesundheitliche Probleme. 1972 musste er sich einer Rückenoperation unterziehen. Nach neun Wochen im Spital erholte er sich gut und konnte seine Arbeit wieder aufnehmen. Beim Faustballspiel in der Männerriege Plaffeien fand er viele Jahre einen Ausgleich zu seiner schweren Arbeit.
Als Vater legte er grossen Wert auf Respekt und Ehrlichkeit. Er war ein streng, aber er wusste wohl, dass seine Gattin für den nötigen Ausgleich in der Erziehung sorgte. Oft war er mit seinen Söhnen an der Kalten Sense und brachte ihnen das Fliegenfischen bei.
Hart traf es die Familie, als im August 1965 sein Vater Alfons im Hochwasser der Sense den Tod fand. Im Januar 1984 starb seine geliebte Mutter Bertha im 88. Lebensjahr; sie hatte bis zu ihrem Tod im Gantersli gewohnt. Noch viel schlimmer traf Paul der Verlust seines Sohnes Bernhard, der 1996 mit 38 Jahren nach einer schweren Krankheit starb. Nach langer Trauerzeit konnte sich Paul an seiner stetig wachsenden Familie wieder aufrichten. Stiller geworden, freute er sich an seinen 13 Enkel- und zwei Urenkelkindern. Ihnen war er ein grossartiger Gross- und Urgrossvater. Das Jassen hat ihn sein Leben lang begleitet und tröstete ihn über manch schwere Stunde hinweg. An vielen Sonntagen nach der Morgenmesse, wenn seine Geschwister zu Besuch kamen, spielte er stundenweise Schieber.
Nach 38 Dienstjahren als Strassenwärter, davon 22 Jahre als Gruppenchef, trat Paul im 60. Lebensjahr in den wohlverdienten Ruhestand. Die Rückenschmerzen und die Knieprobleme tauchten später wieder vermehrt auf. Zuletzt wurde das Gehen für ihn immer schmerzhafter. Dank der aufopfernden Pflege seiner Gattin war es Paul möglich, im geliebten Gantersli zu bleiben.
Am Freitag, den 6. Januar 2012, beim Morgenessen klagte Paul Thalmann plötzlich über starke Schmerzen. Die Stunde war nun gekommen, in der er sein geliebtes Gantersli verlassen musste.Eing.