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Die Peterskirche Basel besitzt eine sehr wertvolle Orgel. Das Gehäuse und ein Teil der Pfeifen sind Originale vom berühmten Strassburger Orgelbauer Johann Andreas Silbermann. Ergänzt wurde das barocke Werk im Jahre 1968 von der Orgelbaufirma Neidhart und Lhôte, CH-Neuchâtel. Durch ihren seltenen Aufstellungs-Ort im Kirchenraum, nämlich auf dem Lettner und somit in Blickrichtung des Publikums, sowie ihrem ausgewogenen, klaren und warmen Klang ergibt sich eine ideale Situation für Orgelkonzerte.
“Ein Werck, wie keines im gantzen Rheinstrom zu finden seyn solle”,
so beschrieb Andreas Silbermann seine 1712 fertiggestellte Orgel für die Peterskirche. Nach dem Bau der Münsterorgel war dies der zweite Auftrag aus Basel für den berühmten Strassburger Orgelbauer. Die Orgel wurde bereits 1895 abgebrochen und durch ein romantisches Instrument der Firma Goll, Luzern, ersetzt, das bis 1962 blieb. Die Goll-Orgel wurde in den 60-er Jahren überholungsbedürftig und es stellte sich die in solchen Momenten übliche Gretchenfrage: Renovation oder Neubau? Eine dritte Lösung wurde realisiert und erwies sich als glückliche Fügung. Man griff auf eine Orgel zurück, die Andreas Silbermanns Sohn Johann Andreas Silbermann 1770 für die Theodorskirche gebaut hatte, die aber schon lange nicht mehr in der Theodorskirche stand. Die Theodorsgemeinde verkaufte die Orgel 1916 nach St. Imier, das Historische Museum Basel kaufte sie 1951 zurück, holte sie wieder nach Basel und stellte sie zunächst in der Barfüsserkirche auf. Ein Register der Orgel, eine Quinte, kam in die Silbermannorgel des Arlesheimer Doms und ist heute noch dort zu hören. Man entschloss sich 1968, dieses Silbermanngehäuse in der Peterskirche aufzustellen und es wieder zum Klingen zu bringen. So steht seither zur Freude Aller das Gehäuse der Silbermannorgel als Depositum des Historischen Museums auf dem Lettner der Peterskirche. Es birgt ein1968 gebautes Werk der Orgelbaufirma Neidhart und Lhôte, St. Martin/Neuchâtel, gebaut im neobarocken Stil unter Verwendung der originalen Prospektpfeifen und einigen weiteren originalen Pfeifen von Johann Andreas Silbermann.