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Eine Ökobilanz (engl. Life Cycle Assessment, LCA) ist eine Methode zur Bewertung der Umweltauswirkungen eines Produkts, einer Dienstleistung oder eines Prozesses über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Dies umfasst sämtliche Phasen, angefangen bei der Beschaffung der Rohstoffe über die Produktion, den Transport, die Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung. Eine Ökobilanz bewertet die Umweltauswirkungen in verschiedenen Kategorien wie beispielsweise Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch oder Energieverbrauch. Ihr Hauptziel besteht darin, umfassende Informationen zur Nachhaltigkeit bereitzustellen und Massnahmen zur Reduzierung negativer Umweltauswirkungen zu identifizieren.
Doch gerade in der Landwirtschaft verläuft die Produktion, verglichen mit der Industrie, selten standardisiert. Inputs und Outputs können nur schwer gemessen und wichtige Aspekte (z.B. Tierwohl und Landschaftsschutz) nicht berücksichtigt werden. Je nach Rahmenbedingungen und Verteilung der Umweltbelastung führt dies zu unterschiedlichen Ergebnissen. Ökobilanzen zur Bewertung von Lebensmitteln und auch die Ergebnisse sind daher kritisch zu betrachten und jeweils in Kontext zu setzen.
Laut einer Ökobilanz-Studie (2017) von Agroscope ergeben sich für eine umwelt- und ressourcenschonende Ernährung, die zugleich die Gesundheit verbessert, die folgende Empfehlungen:
- Grösserer Anteil an pflanzlichen Produkten: vor allem Getreide, Kartoffeln, Nüsse und Früchte
- Weniger Food Waste, vor allem vermeidbare Lebensmittelverluste, die z.B. im Haushalt anfallen
- Optimierung der Produktionsverfahren