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Landenhof, Unterentfelden
Kurzbeschrieb
Die Stiftung Landenhof beauftragte das Architekturbüro Hertig Noetzli Wagner Architekten, Aarau, auf dem Hintergrund des 1997 dazu ausgeschriebenen Projektwettbewerbs mit einem Neubau für ein modernes Schulhaus und zusätzlich einem Wohnheim.
Über eine Präqualifikation im November 1999 und die Generalübernehmer-Offerte im April 2000 wurde die Gross AG damit beauftragt, dieses Bauprojekt und die Sanierung von Haus A mit Kostengarantie zu realisieren.
Je ein Drittel der Baukosten übernahmen Bund, Kanton und Stiftung.
Die Neubauten wurden in die gewachsene Struktur der Anlage eingefügt, die durch das Hauptgebäude mit Mensa und Verwaltungsräumen sowie die ganz im Norden des Areals platzierte Turnhalle vorgegeben waren. Das neue Schulhaus bildet als dreigeschossiger Baukörper mit einfacher, klarer Struktur den Sockel der Gesamtanlage, während mit dem Wohnhaus die bestehende Gebäudereihe entlang der Erschliessungsstrasse fortgeführt wurde.
Die beiden neuen Baukörper werden über einen direkten Zugang in Form einer Brücke im 1. Obergeschoss und einem gedeckten Verbindungsweg darunter miteinander verbunden. Die Hauptfassade orientiert sich jeweils nach Süden und führt durch grosse Fensteröffnungen das Licht tief in die Räume hinein. Die Rückseite ist mural materialisiert.
Das Wohnhaus wurde in einem ersten Bauabschnitt fertig gestellt. Hingegen entstand das Schulhaus in zwei Abschnitten. Während der ersten Phase wurde das alte Schulhaus noch genutzt bis der erste Teil des Neubaus bezugsbereit war. Im zweiten Abschnitt wurde der Altbau abgerissen und der Neubau fortgeführt, wobei in dieser Phase provisorisch auch Räume des Wohnheimes für den Unterricht genutzt wurden.
Diese Umstände erforderten eine ausgereifte, optimale Planung der einzelnen Bauschritte. Ebenfalls erforderlich war ein hohes Mass an Flexibilität aller Beteiligten.
Nebst den baulichen Aspekten war auch grösste Rücksichtnahme auf die hörbehinderten Kinder oberstes Gebot. Dies erforderte von allen Beteiligten grosse Vorsicht und Verständnis.
Nach den etappierten Übergaben der einzelnen Bauteile endete mit der definitiven Übergabe des Wohnheims im März 2004 eine intensive und erfolgreiche Bauzeit.
Eine erfreuliche und stets loyale Zusammenarbeit zwischen Architekten, Bauherrschaft, resp. Baukommission und GU hat zu einem ausserordentlich erfreulichen Resultat geführt.
Architekt und Ingenieure
Architektur:
Hertig Noetzli Wagner Architekten, Aarau
Bauingenieur:
Bodmer, Matter, Healy dipl. Ing. Hoch- und Tiefbau, Aarau
Elektroingenieur:
Herzog Kull Group Elektro-Engineering, Aarau
Haustechnik:
Hans Abicht AG Beratende Ingenieure für Energie- und Haustechnik USIC, Aarau
Bauherrschaft
Stiftung Landenhof Zentrum und Schweiz. Schule für Schwerhörige, 5035 Unterentfelden
Kennzahlen
Umbauter Raum nach SIA:
Wohnheim: 9‘570 m3
Schule 1. + 2. Etappe: 17‘560 m3
Verwaltung Haus H: 12‘495 m3
Bruttogeschossfläche:
Wohnheim: 2‘144 m2
Schule 1. + 2. Etappe: 4‘199 m2
Verwaltung Haus H: 3‘357 m2
Termine
Baubeginn:
07/2001
Bauende:
03/2004
Projekt- und Bauleitung
Projektleiter:
G. Baer
Bauleiter:
H. Hoppe