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US-Präsident propagiert, sein Land sei voll, es vertrage keine neuen Einwanderer mehr. Ökonomen und Demografen widersprechen. Sie sagen, das Gegenteil sei der Fall.
Donald Trump hat ein neues Mantra, das er nicht müde wird zu wiederholen: «Unser Land ist voll.» Die Vereinigten Staaten würden aus allen Nähten platzen, es vertrage deshalb keine höhere Einwanderungsrate.
Doch diese Aussage steht im Widerspruch zu dem, was amerikanische Demografen und Ökonomen sagen. Sie sehen reichlich Beweise dafür, dass das Land nicht annähernd voll ist. Vielmehr kämpfe es mit einer alternden Bevölkerung und einer sinkenden Geburtenrate. Städte und Gemeinde seien unterbevölkert, Wohnungen blieben leer, die öffentlichen Finanzen befänden sich in der Schieflage.
Wie die «New York Times» in einem Artikel schreibt, beobachten viele lokale Beamte vor Ort eine schrumpfende Bevölkerung und einen Mangel an Arbeitskräften. Phil Scott, republikanischer Gouverneur von Vermont habe der Zeitung zufolge bei einem öffentlichen Auftritt gesagt: «Die sinkende Zahl an Arbeitskräften ist die grösste Bedrohung für uns. Sie ist Ursache für jedes Problem, mit dem wir zu tun haben.»
Das Congressional Budget Office, die Behörde, die über das US-Haushaltsbudget verfügt, prognostiziert, dass die amerikanische Erwerbsbevölkerung in den kommenden zehn Jahren nur um 0,5 Prozent pro Jahr steigt. Das ist etwa ein Drittel so schnell wie von 1950 bis 2007. Laut «New York Times» ist das ein wesentlicher Grund dafür, dass das Wirtschaftswachstum voraussichtlich deutlich unter dem Niveau des späten 20. Jahrhunderts bleiben wird.
In kleineren Städten und ländlichen Gebieten ist der demografische Rückgang eine Tatsache. Eine aktuelle Studie der Economic Innovation Group ergab, dass in 80 Prozent der Bundesstaaten von 2007 bis 2017 die Zahl der Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter zurück ging.
Das Bevölkerungswachstum in den Vereinigten Staaten hat inzwischen den niedrigsten Stand seit 1937 erreicht, was zum Teil auf eine rekordverdächtige niedrige Geburtenrate zurückzuführen ist. Wie es im Artikel heisst, weisen die USA zunehmend eine ähnliche Bevölkerungswachstumsrate auf wie Japan und Westeuropa, wobei die Einwanderung diese Verschiebung teilweise kompensiert.
Die Trump-Regierung stellt den Anstieg der Asylbewerber an der Südgrenze als Krise dar und wendet aggressive Taktiken an, um die unregistrierten Einwanderer in den USA abzuschieben. US-Ökonom Matthew Kahn sagt gegenüber der New York Times: «Dass Einwanderer immer wieder hier auftauchen, ist ein Beweis für unsere Freiheit und die wirtschaftliche Chance hier.» Würden Migranten glauben, dass die Vereinigten Staaten voll sind, wäre das laut Kahn ein Problem.
Zusammenfassend heisst es im Artikel: «Zumindest was die Wirtschaft betrifft, sieht das Land eher aus wie eines, das zu leer als zu voll ist.» (sar)
Donald Trump hat bei einem Abendessen vor republikanischen Abgeordneten lautstarke Kritik an Windturbinen geäussert. Der US-Präsident ist kein Freund von Windenergie, das hat er bereits in der Vergangenheit mehrfach zum Ausdruck gebracht.
Windmühlen würden tausende Vögel umbringen und den Wert der Immobilien senken, falls sie in der Nähe gebaut würden, so die Meinung Trumps.
Doch nun sollen Windmühlen auch die Gesundheit der Menschen gefährden, wie der 72-Jährige diese Woche behauptet hat. Man …