Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03303.jsonl.gz/897

| Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über die Verklärung Christi

15.
Wenn er nicht Gott und Mensch war, dann ist unsere Erlösung nur Lüge und sind die Aussprüche der Propheten Lügen; aber die Propheten redeten die Wahrheit, und ihre Zeugnisse sind ohne Trug. Was sie sagen mußten, das redete der Hl. Geist durch sie. Daher belehrte uns auch der keusche Johannes, der an der Brust des Feuers lag, die Stimmen der Propheten bekräftigend, von Gott in den Evangelien sprechend, also: „Im Anfange war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Alles ist durch dasselbe gemacht worden, und nichts, was gemacht wurde, ist ohne dasselbe gemacht worden. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Der aus Gott ist, Gott das Wort, der eingeborene Sohn aus dem Vater, wesensgleich mit dem Vater, das ewige Wort, das da ist aus dem, der ist, vor allen Zeiten auf unaussprechliche Weise ohne Mutter aus dem Vater gezeugt: eben dieser wurde am Ende [der bestimmten Zeit] aus einer Menschentochter, aus Maria, der Jungfrau, ohne Vater geboren. Der fleischgewordene Gott nahm von ihr das Fleisch an und wurde Mensch, was er vorher nicht war, blieb aber Gott, was er war, um die Welt zu erlösen. Dies ist Christus, der Sohn Gottes, der Eingeborene aus dem Vater und der Eingeborene aus der Mutter.