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Als V-Tal gilt ein V-förmiger Einschnitt in der Landschaft. Dieser hat seine Entstehung und seine Form dem Wirken des Wassers zu verdanken. Ein V-Tal ist eher schmal und tief im Gelände eingeschnitten. Von den Flanken lagert sich Verwitterungsmaterial im Talgrund ab. Im Falle starker Wasserführung wird dieses Gestein mitgerissen und wirkt mechanisch auf den Untergrund. Das Tal vertieft sich somit noch mehr. Ein solches Tal heisst Kerbtal, wenn sich wegen der andauernden Tiefenerosion noch kein eigentlicher Talboden gebildet hat. Durch verringertes Gefälle und das damit verbundene Mäandrieren* eines Baches oder verstärkte Materialablagerungen, welche den Talgrund auffüllen, kann ein breiter Talboden entstehen. Das V-Tal entwickelt sich so zu einem Sohlental. Als typisches V-Tal gilt das Riental, das vom Göschenertal her schön einzusehen ist. Das Göschenertal selbst entspricht in seiner heutigen Form einem Sohlental, geprägt durch die Göschenerreuss.
*Mäandrieren: Der Bach fliesst in Schlingen durch eine Ebene. Er schlängelt sich somit durch die Ebene.
Schema eines V-Tals
Schema einer Schlucht
Die Entstehung des Rientals ist seit der letzten Eiszeit weitgehend auf die Wirkung des Wassers zurückzuführen. Der Bach hat sich hier entlang einer geologischen Linie eingeschnitten. Auf der rechten Talseite treffen wir auf steilgestellte Gesteine, die Erosion ist auf dieser Talflanke geringer. In den unteren zwei Dritteln hat es die charakteristische V-Form.
Einblick ins Riental, einem charakteristischen V-Tal (Foto: Mattli Jonas)