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Vergütungsbericht Raiffeisen Schweiz
Vergütungsgovernance
Der Verwaltungsrat überprüft regelmässig die Vergütungspolitik und das Vergütungsreglement. Im Jahr 2018 hat der Verwaltungsrat die Vergütungsgovernance, das Vergütungssystem und die Vergütungshöhen des Verwaltungsrats einer eingehenden Überprüfung unterzogen. Die Anpassungen sind am 1. Januar 2019 in Kraft getreten.
Der Nominations- und Vergütungsausschuss ist für die Ausführung des vom Verwaltungsrat erlassenen Reglements verantwortlich. Dieser besteht aus mindestens drei Verwaltungsratsmitgliedern. Der Nominations- und Vergütungsausschuss prüft Vorschläge bezüglich der Vergütungen der Geschäftsleitung sowie des Verwaltungsrats und unterbreitet dem Verwaltungsrat Empfehlungen zur Genehmigung. Zudem beurteilt der Nominations- und Vergütungsausschuss gemeinsam mit dem Verwaltungsrat die Leistung des Vorsitzenden der Geschäftsleitung und prüft gemeinsam mit diesem die Leistungsbeurteilungen der übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung.
Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist verantwortlich für die nachfolgenden Punkte:
- –Er erlässt die Vergütungspolitik in Form eines Reglements für Raiffeisen Schweiz und in Form von Empfehlungen für die Raiffeisenbanken.
- –Er genehmigt den ihm jährlich vom Nominations- und Vergütungsausschuss vorgelegten Bericht zu den Vergütungen.
- –Er überprüft seine Vergütungspolitik in regelmässigen Abständen als auch bei Vorliegen von Hinweisen, die eine Überprüfung beziehungsweise Überarbeitung notwendig erscheinen lassen.
- –Er lässt regelmässig durch die externe und bei Bedarf die interne Revision die Ausgestaltung und Umsetzung seiner Vergütungspolitik überprüfen.
- –Er entscheidet regelmässig über die Höhe des Gesamtpools der variablen Vergütungen.
- –Er legt für die Mitglieder der Geschäftsleitung den festen und variablen Teil der Vergütung fest, inklusive Zuwendungen an die berufliche Vorsorge.
Der Nominations- und Vergütungsausschuss behandelt jährlich Vergütungsthemen anlässlich der mindestens vier vorgegebenen Sitzungen. Im Jahr 2018 hielt der Nominations- und Vergütungsausschuss 21 Sitzungen ab (einschliesslich Telefonkonferenzen) mit einer allgemeinen Anwesenheitsquote von 99 Prozent. Die Schwerpunktbereiche des Nominations- und Vergütungsausschusses im Jahr 2018 waren folgende:
- –Die Suche nach sieben neuen Verwaltungsratsmitgliedern,
- –die Suche nach einem neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung Raiffeisen Schweiz,
- –die Überprüfung der Vergütungsgovernance,
- –die Überprüfung des Vergütungssystems für den Verwaltungsrat und
- –die intensive Kommunikation mit internen und externen Anspruchsgruppen.
Der Vorsitzende des Nominations- und Vergütungsausschusses entscheidet nach Bedarf über die Teilnahme weiterer Mitglieder des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung, weiterer Fachspezialisten, Vergütungsberater und externer Rechtsberater. An Gesprächen, die sich mit ihrer eigenen Vergütung befassen, nehmen betroffene Personen nicht teil. Zudem fand im Jahr 2018 ein intensiver Austausch mit der Koordinationsgruppe der Regionalverbandspräsidenten sowie weiteren Vertretern der Raiffeisenbanken statt, die an der Delegiertenversammlung vom Juni 2018 in die Arbeitsgruppe «Vergütung» delegiert wurden.
Die Genehmigungsstruktur der Vergütung lässt sich wie folgt zusammenfassen:
1 Zusammen mit dem VGL
An der Delegiertenversammlung 2019 wird der Verwaltungsrat zuhanden der Delegierten beantragen, dass konsultativ über den Vergütungsbericht abgestimmt wird.
Die interne Revision beurteilt regelmässig die operative Umsetzung des Vergütungsreglements bei Raiffeisen Schweiz, um sicherzustellen, dass die Vergütungssystematik der Raiffeisen Schweiz befolgt wird. Gestützt auf Risk- und Compliance-Reports aus dem Jahr 2018 nehmen die Bereichsleiter der Gruppenrisikosteuerung und von Legal & Compliance Stellung zur Risikosituation und zur Compliance Performance und geben ihre Einschätzung zur Lage ab. Diese Einschätzung, welche explizit die Risikoklassen Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationelle Risiken einbezieht, wird bei der Festlegung des Gesamtpools der variablen Vergütungen berücksichtigt. Die dabei verwendeten Risikomasse umfassen Value at Risk, Limitenauslastungsgrössen, aber auch Revisionspendenzen (Entwicklung und Erledigungsgrad). Alle einbezogenen Risikomasse werden durch eine qualitative Einschätzung der zuständigen Kontrollfunktionen ergänzt. Damit fliesst die Bewertung aller wesentlichen Risikoklassen in den Vergütungsprozess ein. Der Verwaltungsrat wird dem Risikoprofil von Raiffeisen Schweiz entsprechend hinsichtlich Risikoentwicklung regelmässig und umfassend informiert und nimmt die Risk- und Compliance-Reports ab.
Vergütungspolitik
Unsere Vergütungspolitik ist darauf ausgerichtet, die Interessen unserer Mitarbeitenden mit jenen unserer Kunden in Einklang zu bringen. Raiffeisen Schweiz hat ein eigenständiges Vergütungssystem. Das Vergütungssystem regelt die Vergütung der Verwaltungsratsmitglieder und der Geschäftsleitung im Detail sowie die Grundsätze der Gesamtvergütung aller Mitarbeitenden. Raiffeisen Schweiz gibt zudem Vergütungsempfehlungen für die Raiffeisenbanken ab.
Für alle Gruppen von Risikoträgern sind nach oben limitierte Maximalvergütungen («Caps») definiert. Der Anteil der variablen Vergütungen ist eingeschränkt und die gesamte Vergütung wird als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet. Das Vergütungssystem setzt angemessene Anreize im Sinne einer Leistungsorientierung und -differenzierung.
Als Genossenschaft strebt Raiffeisen Schweiz nach stabilen Ertragsverhältnissen sowie nachhaltigem Erfolg, was sich massgebend auf das Vergütungssystem auswirkt. Die Vergütungspolitik strebt nach Konstanz. Die Anreize sind so gestaltet, dass ein angemessenes Geschäftsverhalten gefördert wird und potenzielle Interessenkonflikte und übermässiger Risikoappetit vermieden werden.
Das Vergütungssystem ist auf die Geschäftsstrategie abgestimmt. Dabei werden Ziele, Werte, Genossenschaftskultur und langfristige als auch nachhaltige Ausrichtung der Gruppe angemessen berücksichtigt.
Raiffeisen Schweiz legt zudem grossen Wert auf gesellschaftliche Verantwortung und ein einfach als auch transparent gestaltetes Vergütungssystem. Dabei folgt Raiffeisen Schweiz dem Grundsatz «gleicher Lohn für gleiche Arbeit». Das Resultat der zweiten Lohngleichheitsanalyse, welche Raiffeisen Schweiz vom gleichen unabhängigen Partner 2014 als auch 2017 durchführen liess, zeigt erneut klar auf, dass die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau bei Raiffeisen Schweiz eingehalten wird. Das Vergütungssystem soll dabei attraktiv genug sein, um Talente zu rekrutieren, zu motivieren und langfristig zu binden.
Die nachfolgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung unserer Grundsätze der Vergütungspolitik.
Vergütungssystem
Die Vergütung aller Mitarbeitenden (inklusive der Mitglieder der Geschäftsleitung, des Senior Managements, weiterer Risikonehmer und anderer Kontrollfunktionen) setzt sich aus den nachfolgenden Komponenten zusammen:
- –Marktgerechte feste Vergütung: Die feste Vergütung wird individuell vereinbart. Sie orientiert sich an einer klar definierten Funktion und den Fähigkeiten und Kenntnissen des Mitarbeitenden. Zudem muss sie im Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig sein. Die gesamte feste Vergütung wird als Barzahlung ausgerichtet.
- –Massvolle variable Vergütung: Die variable Vergütung basiert auf dem nachhaltigen Erfolg der Gruppe und der Leistungsbeurteilung sowie der Einschätzung bezüglich Unternehmenskulturbeitrag der einzelnen Mitarbeitenden. Sie kann allen Funktionen, einschliesslich Kontrollfunktionen, ausgerichtet werden. Bei Kontrollfunktionen wird insbesondere darauf geachtet, dass das Vergütungssystem keine Anreize setzt, die zu Interessenkonflikten mit ihren Aufgaben führen könnten. Es besteht im Allgemeinen kein vertraglich garantierter Anspruch auf die Auszahlung einer variablen Vergütung. Ausnahmen sind im Abschnitt «Weitere Entschädigungen» aufgeführt. Die gesamte variable Vergütung wird als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet.
- –Lohnnebenleistungen werden im Rahmen der gültigen Reglemente und Weisungen im branchenüblichen Masse ausgerichtet.
Die Festlegung des Gesamtpools der variablen Vergütungen orientiert sich zu gleichen Teilen an der langfristigen Entwicklung der folgenden Kriterien:
- –Relative Gewinnentwicklung im Vergleich zum Markt
- –Entwicklung der Eigenmittel
- –Entwicklung strategischer Initiativen und Projekte
- –Entwicklung des ökonomischen Kapitalbedarfs im Verhältnis zum Kernkapital
Festlegung der Vergütung des Verwaltungsrats
Die Mitglieder des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz werden entsprechend ihrer Verantwortung und ihrem Zeitaufwand vergütet. In diesem Rahmen werden jene Mitglieder höher entschädigt, die einem Ausschuss angehören, einen Ausschuss leiten oder den Verwaltungsrat präsidieren. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten keine variable Vergütung. Für den Verwaltungsrat existieren keine Leistungskennzahlen, die zu unnötigen risikoaffinen Handlungen führen würden.
Im Jahr 2018 behielt das bestehende Vergütungsreglement grundsätzlich seine Gültigkeit. Der damalige Präsident des Verwaltungsrats erhielt demnach eine jährliche, feste Vergütung von 450‘000 Franken und hatte keinen Anspruch auf eine Ausschussvergütung. Die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats bezogen eine feste Vergütung von 100‘000 Franken. Der Verwaltungsratspräsident bezog eine jährliche Spesenpauschale von 9‘000 Franken für seine Repräsentationspflichten.
Des Weiteren erhielten die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats:
- –30‘000 Franken als Mitglieder eines Verwaltungsratsausschusses pro Ausschuss,
- –zusätzlich 30‘000 Franken als Präsident eines Verwaltungsratsausschusses pro Ausschuss.
Zusätzlich bezogen die Mitglieder des Verwaltungsrats pro Teilnahme an einer Sitzung ein Sitzungsgeld von 1‘500 Franken und eine pauschale Spesenentschädigung pro Sitzungstag von 200 Franken. Die Gesamtvergütungen an die einzelnen Verwaltungsratsmitglieder sind den weiter unten aufgeführten Vergütungstabellen zu entnehmen.
Für den Zeitraum nach der Delegiertenversammlung vom 17. Juni 2018 hat der Verwaltungsrat eine freiwillige Reduktion der Vergütung beschlossen, die für alle Mitglieder des Verwaltungsrats ab dem 17. Juni bis zum 31. Dezember gültig war. Die tatsächlich ausbezahlten Grund- und Ausschussvergütungen sowie Sitzungsgelder waren daher von Juni bis Dezember niedriger als die im Reglement ausgewiesenen Beträge (vergleiche Kapitel «Vergütung an den Verwaltungsrat 2018»).
Festlegung der Vergütung der Geschäftsleitung
Die Gesamtvergütung der Geschäftsleitung setzt sich aus vier Elementen zusammen. Diese sind gegliedert in Grundgehalt, variable Vergütung, Nebenleistungen sowie einer Altersvorsorge und Sozialleistungen. Die Organkredite an Mitglieder der Geschäftsleitung sind im Geschäftsbericht unter Anhang 17 dargestellt. Bei Krediten an die Geschäftsleitungsmitglieder ist der Nominations- und Vergütungsausschuss die Bewilligungsinstanz. Zudem gelten für die Geschäftsleitung wie für die übrigen Mitarbeitenden branchenübliche Vorzugskonditionen.
Feste Vergütung
Die feste Vergütung für die Mitglieder der Geschäftsleitung und der Leitung der internen Revision wird nach dem Arbeitsmarktwert, den Anforderungen des zugeteilten Departements, der Führungsverantwortung und der Seniorität vereinbart. Jedes Mitglied der Geschäftsleitung erhält ein festes Grundgehalt, das jährlich vom Nominations- und Vergütungsausschuss überprüft wird. Die feste Vergütung (ohne Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge- und Sozialversicherungen) beträgt reglementarisch maximal 1‘200‘000 Franken. Die Vorsorge- und Nebenleistungen für Geschäftsleitungsmitglieder entsprechen den marktüblichen Bedingungen.
Variable Vergütung
Der Prozess der Festlegung der leistungsabhängigen Zuteilung umfasst die Festlegung der gesamthaft zur Verfügung stehenden variablen Vergütung. Die individuelle Zuteilung an die Mitglieder der Geschäftsleitung gestaltet sich wie folgt:
Die individuelle Zuteilung der variablen Vergütung erfolgt ebenfalls durch den Verwaltungsrat und kann im Einzelfall (ohne Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge- und Sozialversicherungen) höchstens zwei Drittel der festen Vergütung erreichen. Die Zuteilung erfolgt entlang der Zielerreichung auf Stufe Raiffeisen, Bereich, Team und Mitarbeitenden, wobei sowohl qualitative als auch quantitative Ziele berücksichtigt werden. Die Gewichtung der jeweiligen Ziele hängt dabei von der jeweiligen Funktion und Rolle ab.
Als Kriterien für die individuelle Zuteilung gelten:
- –die persönliche Zielerreichung
- –die Gewinnentwicklung der Raiffeisen Gruppe im Vergleich zum Markt
- –der Fortschritt von strategischen Initiativen und Projekten
- –die Entwicklung des eingegangenen Risikos
Gesonderte Behandlung von Risikoträgern ausserhalb der Geschäftsleitung
Neben den acht Mitgliedern der Geschäftsleitung und dem Leiter der Internen Revision von Raiffeisen Schweiz hat der Verwaltungsrat noch eine weitere Gruppe von Risikoträgern definiert: die Mitarbeitenden der Zentralbank mit Marktzugang und Handelsmöglichkeiten. Trotz der sehr moderaten Handelstätigkeiten und des umfassenden Limitensystems, dessen Einhaltung laufend durch unabhängige Kontrollfunktionen überprüft wird, ist eine gesonderte Behandlung der variablen Vergütung dieser Risikoträger angezeigt. Jährlich vor Beginn des Vergütungsprozesses werden die Risikoträger der Zentralbank neu bestimmt und vom Departementsleiter Zentralbank an den Bereichsleiter Human Resources Management gemeldet und bereits im Antrag zur Festlegung des Gesamtpools der variablen Vergütung namentlich von der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz abgenommen. Im Jahre 2018 umfasste diese Gruppe (ohne Mitglieder der Geschäftsleitung und Leiter der Internen Revision) 63 Personen.
Die Zuteilung der variablen Vergütung der Risikoträger wird einzeln durch die Geschäftsleitung bestimmt. Als Grundlagen dient die erreichte Performance der Zentralbank unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos. Über die Zuteilung der variablen Vergütung an die weiteren Mitarbeitenden entscheiden die Geschäftsleitung oder die nach Kompetenzordnung zuständigen Vorgesetzten. Für die individuelle Zuteilung wird insbesondere auf die Funktion, die Leistungsbeurteilung und die Beurteilung des Unternehmenskulturbeitrags durch den Vorgesetzten abgestellt. Dadurch bestehen keine Anreize für den Einzelnen, kurzfristige Erfolge durch das Eingehen von unverhältnismässig hohen Risiken erzielen zu wollen.
Die Vergütungsstruktur ist so ausgestaltet, dass die variablen Vergütungen der Kontrollfunktionen in keiner Art und Weise von den von ihnen überwachten Risiken abhängen. Sie müssen von ihrer Betragshöhe her (zivilrechtlich) grösstenteils als Gratifikationen qualifiziert werden.
Vergütungen an den Verwaltungsrat 2018
Im Berichtsjahr fand eine vertiefte Auseinandersetzung der Verwaltungsratsmitglieder mit regulatorischen Themenstellungen und Marktthemen statt. Diese bezog sich vor allem auf die Überprüfung des Vergütungsreglements, eine nachhaltige Neubesetzung des Verwaltungsrats mit sieben neuen Mitgliedern und die zunehmende inhaltliche Komplexität aufgrund der Systemrelevanz von Raiffeisen. Zudem wurde regulatorisch eine Splittung des Prüfungs- und Risikoausschusses in separate Ausschüsse auferlegt. Die vertiefte Auseinandersetzung mit diesen Themen spiegelte sich auch in der höheren Anzahl von Sitzungen wider.
Im Berichtsjahr wurde das Vergütungssystem des Verwaltungsrats überprüft und per 1. Januar 2019 angepasst. Für das Berichtsjahr 2018 gilt für die Gesamtvergütung des Verwaltungsrats das 2018 gültige System, wobei folgende Sätze für die einzelnen Vergütungselemente galten: Von 1. Januar bis 16. Juni 2018 wurden die gültigen Sätze für die jeweiligen Vergütungselemente gemäss Reglement angewendet. Für den Zeitraum vom 17. Juni bis 31. Dezember 2018 hat der Verwaltungsrat freiwillig eine Reduktion der Vergütungen beschlossen und die Sätze für die Vergütungselemente auf Basis des im Jahr 2016 geltenden Vergütungsreglements angewendet. Damit ergibt sich für die Mitglieder des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz eine Entschädigung von insgesamt 2‘707‘748 Franken für 2018 (Vorjahr: 2‘561‘270 Franken*). Davon fallen 1‘449‘210 Franken für den Zeitraum von 1. Januar bis zur Delegiertenversammlung am 16. Juni an und 1‘258‘538 Franken für den Zeitraum ab dem 17. Juni bis zum 31. Dezember. Zusätzlich beträgt die Gesamtheit der Sozialleistungen zulasten des Arbeitgebers für die Mitglieder des Verwaltungsrats 423‘882 Franken für 2018 (Vorjahr: 328‘286 Franken*). Die Gesamtsumme 2018 ist vor allem bedingt durch regulatorische Vorgaben und strukturelle Veränderungen (ein zusätzlicher Ausschuss im Verwaltungsrat) sowie Neubesetzungen und der hohen Frequenz an Verwaltungsrats- als auch Ausschusssitzungen verbunden mit einem intensiven Gremienaustausch.
* Um die Vergleichbarkeit mit den Zahlen des Vorjahres zu gewährleisten, wurden Darstellung und Berechnung der Zahlen nach Anforderungen 2018 abgebildet.
Die Gesamtsummen verteilen sich gemäss der nachkommenden Tabelle wie folgt:
Vergütungen an den Verwaltungsrat 2017
Vergütungen an die Geschäftsleitung 2018
Die an die Mitglieder der Geschäftsleitung (inklusive Leiter Interne Revision) von Raiffeisen Schweiz für das Berichtsjahr geleisteten Gesamtentschädigungen (ohne Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) betragen 7‘323‘647 Franken. Davon fällt ein Betrag von 1‘537‘861 Franken auf Rolf Olmesdahl, Mitglied der Geschäftsleitung und Departementsleiter IT & Services von Raiffeisen Schweiz, als den höchsten auf ein Geschäftsleitungsmitglied entfallenden Betrag. Die Gesamtsumme für Rolf Olmesdahl setzt sich zusammen aus dem Grundgehalt, einer variablen Vergütung sowie einer Antrittsentschädigung in Höhe von 448‘178 Franken*. Die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen betragen gesamthaft 4‘020‘090 Franken; davon entfallen 649‘496 Franken auf Rolf Olmesdahl. In den festen Entschädigungen sind geschäftsbezogene Verwaltungsratshonorare von Geschäftsleitungsmitgliedern inbegriffen.
*Im Jahr 2015 vertraglich vereinbarte Verpflichtung.
Weitere Entschädigungen 2018
Unter weiteren Entschädigungen versteht Raiffeisen Schweiz garantierte Boni, Antrittsentschädigungen als auch Abgangsentschädigungen. Raiffeisen Schweiz vereinbart solche Entschädigungen nur in engen Grenzen und in begründeten Ausnahmefällen. Dahingehend sind Antrittsentschädigungen als Ausgleichszahlungen im Sinne eines Nachteilsausgleichs zu verstehen. Bei Raiffeisen Schweiz müssen Antritts- als auch Abgangsentschädigung unter Einhaltung klarer und nachvollziehbarer Entscheidungsprozesse genehmigt werden. Im Berichtsjahr wurden garantierte Boni in der Gesamthöhe von 200‘000 Franken an drei Mitarbeitende ausbezahlt. Diese zählen weder zur Geschäftsleitung noch zu den Risikoträgern. Die Gesamtbeträge der weiteren Entschädigungen werden in bar ausbezahlt. Mit Ausnahme der unter «Vergütungen an die Geschäftsleitung 2018» offengelegten Antrittsentschädigung für den Departementsleiter IT & Services wurden im Berichtsjahr weder Antritts- noch Abgangsentschädigungen entrichtet.