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Acker-
und Weinbau. An der Mündung der
Paudèze eine grosse
Fabrik von «Paudézite», Kalk und Zement, die 200 Arbeiter beschäftigt.
Im
Tobel der
Paudèze n. vom Dorf Eingang zum Schieferkohlen (Lignit-)bergwerk, dessen Abbau aber seit der massenhaften Zufuhr
von fremder Steinkohle viel von seiner früheren Bedeutung verloren hat. 1768 hat man einen römischen
Meilenstein aus der Zeit des Antoninus Pius entdeckt.
Auf Boden der Gemeinde das
SchlossBochat (s. diesen Art.) und ein Teil
des über das
Tobel der
Paudèze setzenden schönen Viaduktes der Simplonbahn.
oder PAUDÈZE (La) (Kt. Waadt,
Bez.
Lavaux und Lausanne).
Bach des s.
Jorat und Zufluss zum
Genfersee; entspringt
1,5 km nw.
Savigny (880 m) und fliesst fast stets in der Richtung SW.
Tritt bald in ein
Tobel ein, das immer tiefer und enger
wird, und mündet nach 8 km langem
Lauf zwischen dem
Hafen von
Pully und
Paudex in 375 m von rechts in den
Genfersee. Einzugsgebiet 18,6 km2, mittlere Wasserführung in der Sekunde 0,3 m3. Sie erhält von rechts den ihr
an Wasserführung ebenbürtigen
Chandelard, dessen Quelle ganz nahe derjenigen der Paudèze liegt. Im Unterlauf befinden sich
am linken
Ufer die Schieferkohlen- oder Lignitbergwerke von
Belmont und
Paudex.
Treibt im Unterlauf 3
Mühlen; an der Mündung die bedeutende Zementfabrik von
Paudex. Wird von 4 Strassenbrücken
und den Brücken der Linie
Lausanne-Bern und der Simplonbahn überschritten, die der
Tiefe des
Tobels wegen kühne Bauten darstellen.
Die in eine Kurve der Linie eingeschaltete Bahnbrücke
Lausanne-Bern besteht ganz aus Mauerwerk und ist 199 m
lang und 47 m hoch. Die
Brücke der Simplonbahn hat eine eiserne Fahrbahn und 3 Pfeiler aus Mauerwerk; sie ist 166 m lang
und 30 m hoch. Der Unterlauf der
Orbe liegt im Oligocän, das mehrere Schieferkohlen- oder Lignitflöze enthält, von denen
einige noch abgebaut werden. Die bekanntesten sind die von La
Conversion und
Rochette. Heute wird besonders
Zementmergel ausgebeutet. Bedeutende Funde von aquitanischen Fossilien (Anthracotherium, Schildkröten, Mollusken, Pflanzen).