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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat spricht sich für die Einführung der obligatorischen Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln aus. Weshalb ist er gegen die Einführung der Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Europäische Union hat am 25. Oktober 2011 die neue Verordnung über die Information der Verbraucher über Lebensmittel publiziert (Verordnung - EU - Nr. 1169/2011). Der Bundesrat plant, wie in der Antwort zur Motion Graf-Litscher 11.3538, "Verpflichtende Nährwertkennzeichnung für Lebensmittel", ausgeführt, in einem ordentlichen Verfahren die Umsetzbarkeit der neuen Bestimmung in der Schweiz zu prüfen. Dabei ist insbesondere zu klären, inwiefern neben dem Bereich der Nährwertdeklaration auch weitere Regelungen der neuen EU-Verordnung ins schweizerische Recht übernommen werden sollen. Gewisse Elemente der neuen EU-Verordnung sind bereits Gegenstand des laufenden Anhörungsverfahrens des EDI zur Revision der Verordnung über die Kennzeichnung und Anpreisung von Lebensmitteln.</p><p>Die Harmonisierung mit EU-Bestimmungen hat zum Ziel, neue Handelshemmnisse zu vermeiden, stellt aber auch sicher, dass den Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz die gleichen Informationen wie in unseren Nachbarländern zur Verfügung stehen. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollten demnach in der Lage sein, bewusste Kaufentscheide treffen zu können.</p><p>Auf eine schweizerische Sonderregelung, wie eine verpflichtende Ampelkennzeichnung, soll jedoch verzichtet werden. Diese würde zu einem technischen Handelshemmnis führen. Produkte aus dem Ausland müssten eigens für den Schweizer Markt mit einer spezifischen Etikette versehen werden, was die Importe verteuern würde.</p><p>Das Ampelsystem ist auch aus wissenschaftlicher Sicht kritisch zu hinterfragen. Es ist kaum möglich, Lebensmittel mit einem so vereinfachten System, wie es das Ampelsystem ist, in die Kategorien "gesund" bzw. "ungesund" einzuteilen. So müssten z. B. nach dem Ampelsystem sowohl eine Portion Lachs, eine Portion Rapsöl oder auch eine Portion Mandeln aufgrund der hohen Gehalte an Fett mit einer roten Ampel ausgezeichnet werden. Diese Produkte nehmen aber in einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung einen wichtigen Platz ein.</p>  Antwort des Bundesrates.