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Hergestellt von Sony, Tokyo.
Während es den PRO-70 auch in einer postfrommen Variante gab, bekam der mit einem Konverter zum Empfang der VHF-Bereiche ausgestattete PRO-80 keine FTZ-Zulassung.
Beim Sony ICF-PRO70 handelt es sich um einen Scanner - Empfänger der in verschiedenen Versionen mit limitiertem Frequenzbereich vertrieben wurde, um die Postzulassung (z. Bsp. in Deutschland) zu erhalten.
Die Variante 1 deckt den gesamten Bereich von Lang- / Mittel- und Kurzwellen bis in den UKW-Bereich 108 MHz ab; die Geräte mit FTZ-Zulassung haben eine Empfangslücke zwischen dem oberen Ende des Kurzwellenbands und dem UKW-Bereich. Nur die Version ICF-PRO80 kann mit aufgestecktem Frequenzkonverter auch den VHF-Bereich von 115 bis 223 MHz und somit den Flugfunk- und 2 m - Amateurfunkbereich abdecken.
Von der Bauform her hat das Gerät das Aussehen und die Abmessungen eines Handsprechfunkgerätes, es misst genau gleich wie der AIR-7 9 x 18 x 5 cm und bringt 650 g auf die Waage. Anstelle der knubblig-gummigen Gummiwendelantenne des AIR-7 kommt eine Teleskopantenne zum Einsatz, das unterste Glied ist mit goldgelben Kunststoff eingefasst. Die Antenne ist auf einer BNC-Buchse oben aufs Gerät aufgesetzt.
Das Gerät wird mit vier UM-3 Batterien, einem speziellen Sony-Akku, einem „Car Adapter“ oder mit einem center-negativen Netzteil mit der nötigen Betriebsspannung versorgt.
An der Geräteoberseite findet sich vorne links der als grüne Taste ausgeführte Hauptschalter, daneben der Lautstärke- und der Squelchregler, durch Eindrücken wird eine Tonblende mit Beschneiden der hohen Töne und beim Squelchregler eine Automatikposition aktiv. Mit dem äusseren Ring des Drehschalters zur Rechten wurden die vier Speicher„seiten“ abgerufen, ein innerer Ring dient zur Feinabstimmung zwischen den 5 kHZ-Schritten beim AM- und vor allem CW-Empfang.
In einer hinteren Reihe finden sich neben dem BNC-Antennenanschluss je eine Klinkenbuchse für Kopfhörer und Tonbandaufnahme.
Auf der Frontplatte findet sich oben das LCD-Display zur Frequenzanzeige und Betriebszustand / Scanning - Anzeige mit Markierungen für die zehn Speicherplätze, unten links eine rote LED zur Tuning - Anzeige.
Das Tastenfeld darunter wirkt auf den ersten Blick etwas unübersichtlich:
Die Taste DIRECT leitet die direkte Frequenzeingabe mit den Zifferntasten ein, die mit EXECUTE abgeschlossen wird, die gewünschte Station ertönt im Lautsprecher - oder ein „Try again“ weist auf Eingabefehler hin. Durch Drücken der ENTERtaste in der linken unteren Ecke und einer Zifferntaste wird die aktuelle Frequenz auf dem gewählten Speicherplatz abgelegt, durch erneuten Druck auf die Zifferntaste wird die gespeicherte Station wieder aufgerufen. Je nach Stellung des PAGE-Drehschalters werden die Plätze in der entsprechenden Speicherseite beschrieben (1 - 0bis9 / 2 - 0bis9 / etc.), das Gerät verfügt also über vierzig Speicherplätze Die Tasten + / - (SCAN) werden zum manuellen Abstimmen ausgehend von der aktiven Frequenz benötigt, über einen manuell zu bedienenden Tuning-Knopf verfügt der ICF-PRO70 nicht.
Durch längeren Druck auf die SCAN - Tasten (+ / -) wird ein automatischer Suchlauf aktiviert, durch erneuten Tastendruck stoppt das Scanning. Die Suchlaufschwelle wird mit der Einstellung des Squelch-Knopfs festgelegt. Ob die Scanfunktion beim nächsten empfangswürdigen Signal stehen bleibt (SCAN 1), nach 2 Sekunden weiterläuft (SCAN 2) oder beim nächsten Signal stehenbleibt und automatisch weiterläut, wenn der Träger nicht mehr da ist (SCAN 3) kann mittels der gelben Funktionstaste und den Zifferntasten 1 - 3 festgelegt werden.
Um einen gewissen Bereich zu scannen, wird die Startfrequenz durch Druck auf FUNCTION / DIRECT und die Endfrequenz mittels FUNCTION / EXECUTE festgelegt, Mittels FUNCTION + 0 wird der Suchlaufmodus eingestellt und mit Druck auf die SCAN-Taste gestartet.
Durch Tastendruck auf die Memory-Scan - Taste springt der Empfänger zum nächsten Speicherplatz, ein längerer Tastendruck lässt ihn automatisch alle eingespeicherten Frequenzen durchlaufen. Durch Einsatz der Taste PROGRAM können die Speicher auf den verschiedenen Seiten hintereinander dem Suchlauf zum Scannen übergeben werden. Der Empfänger kann auch im laufenden Betrieb einen Prioritätskanal automatisch abhören, dazu wird die entsprechende Frequenz aufgerufen und dann gleichzeitig PRIORITY + die Speichernummer gedrückt, die Frequenz wird nun alle 3 Sek. auf Aktivität untersucht.
Mit der FUNCTIONstaste und einer Zifferntaste 4, 5, 7, 8 , 9 kann die Betriebsart gewählt werden, der Empfänger verfügt über zwei AM-Filter und FM-wide und narrow, lediglich die Veriante 3 des Empfängers ist nicht mit Schmalband-FM ausgerüstet. Beim SSB/CW-Betrieb kann mit dem FINE Regler die CW-Tonhöhe reguliert resp. feinabgestimmt werden. In den Betriebsarten AM-W und AM-N muss die Feinabstimmung mit FUNCTION + 6 aktiviert werden. Im Mittelwellenbereich sollte auch der Schalter im Batteriefach zur Wahl des 9 / 10 kHz-Kanalrasters richtig stehen.
Der kleine Lautsprecher findet sich unten auf der Frontplatte, er ist mit HI SCAN beschriftet, so kann der ICF-PRO70 auf Distanz vom AIR-7 unterschieden werden.
Der Sony PRO-70 ist als kurzwellentauglicher Scanner - Empfänger wohl mit der Frequenzeinschränkung in Deutschland nicht allzu oft verkauft worden, ein Gerät vom Schlag des ICF-7600D leistet mindestens ebensogute Dienste, solange die Scanfunktionen nicht wichtig sind.
Zur Beobachtung des Flugfunks oder des 2 m - Amateurfunkbands eignet sich der Empfänger nur, wenn die Version ICF-PRO80 mit installiertem Konverter eingesetzt wird.
So bleibt dem ICF-PRO70 die etwas undankbare Aufgabe, als Kurzwellen- / UKW- Empfänger einen BOS-Funk - Scanner darzustellen, der er eigentlich gar nicht ist…
Das Gerät ist halbleiterbestückt.