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Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden will offenbar in Russland Asyl beantragen. Das habe der von den USA per Haftbefehl gesuchte IT-Spezialist am Freitag bei einem Treffen mit Menschenrechtsaktivisten in Moskau gesagt, berichteten am Freitag mehrere russische Nachrichtenagenturen.
Grund sei, dass er nicht ausreisen könne, zitierte die Agentur Interfax Tanja Lokschina einen Vertreter der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Der 30-Jährige wolle in Russland bleiben und habe um Hilfe beim Erstellen des Asylantrags gebeten. Sein endgültiges Ziel sei aber weiterhin Lateinamerika, meldete WikiLeaks über Twitter am Freitag.
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Snowden, der umfassende Spähprogramme von Geheimdiensten in den USA und Grossbritannien enthüllt hatte, sitzt nach seiner Flucht aus den USA über Hongkong seit knapp drei Wochen auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo fest.
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Snowden am 1. Juli bereits Asyl angeboten - allerdings unter der Bedingung, den USA keinen Schaden zuzufügen. Putins Sprecher hatte daraufhin am 2. Juli erklärt, dass Snowden das Angebot abgelehnt habe. Demnach hatte er sich nicht auf einen Handel mit dem Kreml einlassen wollen.
(tke/sda)