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Friedhof Zürich Schwandenholz
Seebacherstrasse 130
8052 Zürich
044 302 17 66
Der Friedhof Schwandenholz befindet sich am Übergang vom gleichnamigen Waldgebiet und dem Quartier Seebach. In seiner Nähe treffen sich zudem mehrere wichtige Strassen. Kulturell und sozial wichtige Bauten wie die reformierte Markuskirche oder das Schulhaus Staudenbühl befinden sich in Reichweite des Friedhofs. Die Hanglage gewährt aus dem Friedhofsareal verschiedene Ausblicke auf die nähere Umgebung, die vom Wechsel zwischen Naherholungsgebiet und Siedlungszonen geprägt ist. Der Friedhof besitzt einen Grundriss, der sich einem gleichschenkligen Dreieck annähert. Den örtlichen Umständen entsprechend verläuft die Hauptachse des Geländes von Ost nach West. Dieser Achse folgt eine breite Serpentine, welche den Eingangsbereich und seine Dienst- und Verwaltungsgebäuden mit dem am anderen Ende des Friedhofs errichteten Abdankungsgebäude verbindet. Dieses erhebt sich einer Akropolis gleich auf der Anhöhe des Friedhofs.
Vor dem Abdankungsgebäude steht der 13 Meter hohe Pylon des Bildhauers Franz Fischer. Die Innenseite des Pylon trägt eine Reihe verschieden gestalteter Kreuze, die dem Pylon entlang aufsteigen. Die Betonwand der Aufbahrungshalle trägt ein 2 auf 3,3 Meter grosses Relief des Lausanner Künstlers J. P. Bloch aus dem Jahr 1965, welches das Motiv des Lebensbaums variiert. Ein drittes Kunstwerk auf dem Friedhofsgelände ist die Schreitende, eine Bronzefigur von Nelly Bär-Theilheimer beim älteren Gemeinschaftsgrab. Eine Besonderheit stellt der an die japanische Gartenkunst angelehnte Trostgarten neben dem Verwaltungsbüro und der Aufbahrungshalle dar. Gut ablesbar ist auf dem Areal die historische Entwicklung des Friedhofs: Die älteren Gräberfelder befinden sich im Norden der Anlage. Ihnen schliessen sich die Familiengräber in südwestlicher Richtung an. Dieser Bereich am Waldrand wurde als Hain mit imposanten Rotbuchen gestaltet. Der jüngere Bereich des Friedhofs befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Mittelachse: Die Grabfelder entlang der Seebacherstrasse wurden als in sich geschlossene Buchten gestaltet.
Diese im Friedhofbau erstmals angewandte Gestaltung ermöglichte eine wesentliche Einsparung an Wegen, ohne die Intimität und den menschlichen Massstab der einzelnen Einheiten zu mindern.