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Zur Geschichte:
Die Winterzeit ist die eigentliche Normalzeit. Am 28. Mai 1978 sagte das Schweizer Volk NEIN zur Zeitumstellung – gegen den Willen von Parlament und Bundesrat. Was geschah vorher? Europa war in den 1970er Jahren in punkto Zeitumstellung ein Flickenteppich: Frankreich stellte ab 1976 jeweils am 28. März die Uhrzeiger um ein Stunde vor, Grossbritannien tat dies jeweils bereits einige Tage früher und andere Länder stellte die Uhren gar nicht um.
Das ging bis zum Oktober 1979 so weiter und dann musste es plötzlich sehr schnell gehen. Die EG (heute EU) beschloss die Vereinheitlichung der Zeitumstellung immer zum letzten Wochenende des Oktobers und März. Vorher drängte die EG auf eine flächendeckende Einführung und Harmonisierung der Zeitumstellung. Dies scheiterte jedoch daran, weil sich DDR und BRD nicht einigen konnten.
Der Bundesrat war somit überrumpelt und führte im Oktober 1980 ebenfalls die Winterzeit ein. Ab dann wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Wohlverstanden über den Entscheid der Schweizer hinweg! Er musste sich sozusagen "fügen".
Was bringt uns die Zeitumstellung?
Ja, im Sommer sind die Tage länger und wegen der Zeitumstellung (im letzten Wochenende des März um eine Stunde VOR) sind die Abende viel länger hell. Das passiert jedoch automatisch, weil die nördliche Halbkugel sich in einem Winkel zur Sonne befindet, welche längere Tage zur Folge hat. Eigentlich sollte Energie gespart werden.
Durch die Zeitumstellung ist es am Morgen früher hell (ab November). Folge dessen benötigt man nicht mehr so viel Licht. Was ist allerdings mit dem Abend, dann wenn die Leute am meisten zu Hause sind? Da ist es ab dem Zeitpunkt der Zeitumstellung zur Winterzeit viel zu dunkel, um sich ohne Licht in der Wohnung zu bewegen.
Und im Sommer? Da mag es vielleicht Sinn machen, wenn abends mehr Licht von aussen vorhanden ist. Aber brauchen wir dafür die Zeitumstellung? Aufgrund der Erdachse haben wir im Sommer mehr Licht und längere Tage auf der nördlichen Halbkugel. Im Winter gibt es weniger Licht und kürzere Tage. Es wird also im Sommer ausgeglichen, was wir im Winter verbrauchen.
Was kostet die Zeitumstellung jedes Jahr?
Über die Kosten spricht in Sachen Zeitumstellung niemand gerne. Es entstehen jedoch Probleme. Gerade bei Sicherheitssystemen sowie beim öffentlichen Verkehr.
Während der Winterzeit können Sie zurück in die Vergangenheit reisen. Fährt Ihr Zug in der Nacht um 02.59 Uhr los, so ist er um 03.00 Uhr beziehungsweise nach Winterzeit um 02.00 Uhr noch gar nicht losgefahren. Trotzdem sind Sie unterwegs.
Das Selbe gilt im Sommer. Dann reist man in die Zukunft. Wenn Ihr Zug also um 01.59 Uhr abfährt, so ist er bereits eine Minute später bereits eine Stunde unterwegs. Genial oder?
Die Kosten entstehen eher beim Beheben von auftretenden Fehlern in IT-Systemen. Zur Winterzeit ist ein Eintrag doppelt vorhanden und im Sommer ist der Eintrag zwischen 02.00 und 03.00 Uhr nicht vorhanden - weil diese Stunde schlichtweg nicht existiert.
Entscheiden Sie selbst, ob die Sommer- und Winterzeit (oder heisst es Winter- und Sommerzeit?) sinnvoll ist. Teilen Sie diesen Beitrag. Wir sind Ihre Reaktionen gespannt.
Artikelfoto: infoticker.ch (Symbolbild)