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Turnier Dan Kolov in Sofia und anschliessendes TL in Tata (HUN)
Am Freitag 3. März flog ich nach Sofia um am renommierten Turnier Dan Kolov+ Nikola Petrov teilzunehmen.
Nachdem wir nach einem recht kurzen und daher ziemlich hektischen Zwischenstopp in Frankfurt in Sofia ankamen, mussten wir leider feststellen, dass unser Gepäck den Transfer nicht geschafft hatte.
Doch glücklicherweise, wurde uns am lost and found Schalter mitgeteilt, dass unser Gepäck voraussichtlich noch am selben Abend in unser Hotel geliefert werden würde.
Trotz der lästigen und unnötigen Turbulenzen gelang es mir ohne grössere Probleme beim Training am Abend noch das überschüssige Gewicht abzutrainieren.
Die Auslosung ergab, dass ich in der ersten Runde auf den Einheimischen Athleten Deyvid Dimitrov treffen würde. Mit Sicherheit ein ungemütlicher Gegner, aber durchaus möglich zu bezwingen.
Die Taktik war es, im Boden keine Punkte abzugeben, im Stand die Bodenlage zu erzwingen und dann den Kampf im Boden zu meinen Gunsten zu entscheiden.
Ich startete etwas verhalten in die erste Kampfhälfte, weshalb ich von den Kampfrichtern als erster in die Bodenlage geschickt wurde. Das beunruhigte mich nicht allzu sehr, da ich mir zutraute, die Angriffe von Dimitrov abzuwehren.
Der Bulgare schaffte es jedoch mich zu überraschen und konnte mich ausheben. Leider griff ich an sein Bein, beim Versuch seinen Wurf zu verhindern, was mir jedoch nicht gelang. Somit musste ich ihm eine 2er Wertung zugestehen und er schaffte es gleich noch einmal, mich auszuheben. Doch dieses Mal konnte ich ihn abfangen und kontern. Leider erhielt ich für meine Aktion keine Punkte, da die bulgarischen Betreuer eine Challenge forderten (wegen meiner Beinarbeit, welche von den Kampfrichtern nicht gesehen wurde) und diese gewannen.
Somit stand es nun 5:0 für Dimitrov und ich musste noch einmal in die Bodenlage. Dieses Mal gelang es mir jedoch, mich erfolgreich zu verteidigen.
Nun musste ich im Stand aus allen Rohren feuern um meinen Gegner passiv zu stellen, oder mit einer Technik Punkte zu erzielen. Das hatte zur Folge, dass Dimitrov gegen Ende der ersten Hälfte begann, konditionell etwas nachzulassen.
Zum Start in die zweite Hälfte gelang es mir, das Kampfdiktat zu übernehmen, was zur Folge hatte, dass Dimitrov vom Kampfgericht in die Bodenlage geschickt wurde.
Somit hatte ich nun meinerseits die Chance zu punkten. Es gelang mir ihn auszuheben, jedoch konnte ich keine Wertung erzielen. Die Schiedsrichter waren jedoch der Meinung, dass mein Gegner mithilfe seiner Beine verteidigt hatte, verwarnten ihn und gaben mir 2 Punkte. Diese wurden mir nach einer erneut erfolgreichen Challenge der Bulgaren wieder aberkannt.
Somit ging der Kampf mit einem Zwischenstand von 5:1 im Stand weiter.
Ich versuchte nun im Stand alles um Punkte zu erzielen. Es gelang mir zu einem Rumreisser anzusetzen, Dimitrov wehrte diesen aber ab. Da mein Coach Bozo Starcevic der Meinung war, dieser habe sich unerlaubt mit den Beinen verteidigt, versuchten wir eine Challenge.
Diese wurde vom Kampfgericht aber abgewiesen mit der Begründung, Dimitrov sei der Ringer im Angriff gewesen.
Kurz vor Kampfende gelang es mir Dimitrov aus der Zone zu schieben und mithilfe eines diesmal erfolgreichen Rumreissers eine 2er Wertung zu erzielen. Leider reichte das nicht mehr um den Kampf noch zu drehen und ich verlor mit 6:4.
Da der Bulgare im 1/4 Finale am Türken scheiterte war das Turnier für mich gelaufen.
Nach dem Turnier in Sofia reiste ich zusammen mit einigen weiteren Kaderkollegen und Trainer Bozo Starcevic weiter nach Ungarn, wo wir ein Trainingslager in Tata absolvierten.
Die Trainingseinheiten waren ziemlich lang und sehr intensiv, wodurch es ein sehr harte Woche wurde.
Mit meiner Leistung vom Turnier in Sofia bin ich grösstenteils zufrieden. Leider gelang es mir nicht ganz , die guten Leistungen aus den Trainings zu bestätigen. Die Abwehr im Boden war ungenügend, was mich am meisten ärgert, da ich mich dort in diesem Jahr kontinuierlich steigern konnte. Trotzdem gibt es auch viele positive Punkte die ich für die anstehenden Aufgaben mitnehmen kann. Auch die allgemeine Entwicklung geht in die richtige Richtung.
Nun gehe ich es ein paar Tage zu Hause etwas ruhiger an, denn bereits Ende März steht mit den Thor Masters in Dänemark der letzte Härtetest vor der Europameisterschaft auf dem Plan.