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Gemäss dem feministischen Hochschulkollektiv sind Frauen an der Universität stark unterrepräsentiert. Diesen Donnerstag wurden fünf Ehrendoktortitel vergeben, vier davon an Männer und nur einer an eine Frau. Dies nahm das feministische Hochschulkollektiv zum Anlass, um vor dem Luzerner Theater zu demonstrieren.
Diesen Donnerstag fand der jährliche Tag der Akademik der Universität Luzern statt. In diesem Jahr ging er nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne. Die Gäste wurden von 20 Studierenden empfangen, die mit Bannern und Flyern vor dem Luzerner Theater protestierten. Die Studentinnen wollen auf die strukturellen Ungleichheiten im Universitätsbetrieb aufmerksam machen.
Eine Studentin, die einen Anzug trug und sich einen kleinen Schnurrbart aufmalte, erklärte: «In diesem Semester habe ich Vorlesungen oder Seminare ausschliesslich bei männlichen Dozenten und Professoren.»
Obwohl 58 Prozent der Studierenden der Uni Luzern Frauen sind, schafft es nur ein kleiner Teil von ihnen in Führungspositionen. Lediglich 24 Prozent der Professuren werden von Frauen besetzt. Auch Institutionen wie die Universität müssen dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen, so die Studentin.
Universität Luzern braucht Veränderungen
Nebst der Protestaktion schrieb das feministische Hochschulkollektiv vor einer Woche einen Brief an die verschiedenen Organe der Universität. Darin äusserte das Kollektiv 15 Forderungen, wie es in einer Mitteilung schreibt. Diese beinhalten eine grössere Geschlechtervielfalt in der Wissenschaft und in der Lehre, einen Hochschulalltag ohne Diskriminierung und ohne Sexismus und eine Bildung mit kritischem Blick.
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