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Chorkonzert mit Werken von Gabriel Fauré, Paul Hindemith, Francis Poulenc, Maurice Ravel, a capella und mit Klavierbegleitung.
Klavierwerke von Claude Debussy und Maurice Ravel.
Puisque tout passe, faisons la mélodie passagère;
celle qui nous désaltère, aura de nous raison.
Chantons ce qui nous quitte avec amour et art;
soyons plus vite que le rapide départ.
Dieses Gedicht von Rainer Maria Rilke aus der Sammlung «Vergers» hat Paul Hindemith 1939 für den Trachtenchor in Bluche im Kanton Wallis vertont. Hindemith war für die Nationalsozialisten ein Vertreter der entarteten Musik. Deshalb setzte er sich 1938 zusammen mit seiner Frau Gertrud ins Wallis ab, wo er unweit von Rilkes früherem Wohnort lebte.
Auch Francis Poulenc setzte sich mit dem französischen Chanson auseinander. Die Grundlage für seine «Huit Chansons Françaises» waren bekannte Volkslieder, die Szenen aus dem unbeschwerten Alltag der Vorkriegszeit beschreiben. So erzählt zum Beispiel das Stück «Les Tisserands» augenzwinkernd von den Webern, die statt zu arbeiten lieber Feste feiern, dann den ganzen Freitag durcharbeiten und dennoch nicht mit ihrer Arbeit fertig werden.
Mit ähnlichem Schalk hat Ravel sein selbst gedichtetes «Nicolette» vertont, das eine Anspielung auf das Rotkäppchen ist. Ganz anders sein zweites Stück aus «Trois Chansons»: Es erzählt vom Krieg aus der Sicht der Geliebten, die zu Hause in Sorge auf ihren Freund wartet.
Chorwerke von Gabriel Fauré runden das Programm ab.
Die Pianistin Alexandra Sikorskaya spielt zwischen den Chorstücken einzelne Sätze aus der «Suite Bergamasque» von Claude Debussy und aus «Miroirs» von Maurice Ravel.