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Ein neuer Tag, eine neue Meldung darüber, dass die People for the Ethical Treatment of Animals sich publikumswirksam für das Wohl der Tierwelt einsetzen: gegen Tierfabriken, gegen das Pelztragen – allesamt noble Ziele. Doch nun soll es der Eggs and Bacon Bay im australischen Tasmanien an den Kragen gehen.
Wie bitte? Eggs and Bacon Bay? Eier-und-Speck-Bucht, also? Jap. Dort ist sie, im Süden der Insel, etwa eine Stunde von der Stadt Hobart entfernt:
Und das ist nicht der einzige, sagen wir mal, etwas exzentrische Ortsname in Tasmanien. Ausserdem wären da noch Cape Grim (ja, es ist ordentlich düster dort), Penguin (ja, es gibt dort Pinguine), Adventure Bay, Flowerpot, Cramps Bay und natürlich Nowhere Else.
Aber wir schweifen ab. Zurück zur malerischen Bucht, die offenbar nicht, wie allgemein angenommen, nach dem Frühstück von der Gouverneursgattin aus dem 18. Jahrhundert, Lady Jane Franklin, benannt wurde, sondern nach den gelben und roten Blumen, die entlang dem Sandstrand wachsen! Dort nämlich hat nun Claire Fryer, Kampagnen-Verantwortliche bei PETA Australia, bei der örtlichen Behörde einen Antrag eingereicht, wonach die Bucht in Apple and Cherry Bay umgetauft werden soll. Dies, weil die Tierrechts-Gesellschaft «es als besserer, netterer, mitfühlenderer und gesünderer Name für den Ort betrachtet.»
«Wenn man die hohen Cholesterin-Werte und die von gesättigten Fetten sowohl in Eiern als auch in Speck bedenkt, könnte der Ort doch gleich Herzinfarkt-Bucht heissen!», so Fryer. Nein, dies ist keine Satire-Meldung, imfall.
«Natürlich wäre eine solche Namensänderung nur eine kleine Geste, doch es würde eine starke Botschaft aussenden», so Fryer weiter, «eine Botschaft des Mitgefühls und ein Reminder dafür, was Leute essen sollten, um gesund zu bleiben».
Derweil zeigten sich die Bewohner von Eggs and Bacon Bay wenig beeindruckt vom Vorhaben:
Andere Bewohner sagten, man wäre «äusserst betrübt», sollte der Ort umbenannt werden. «Jedermann hier liebt die Ortsbezeichnung und Besucher finden sie originell», so Terry Dyer, «meine Nichte ist Veganerin und sie hat es noch gar nie erwähnenswert empfunden. Und sie ist sehr, sehr vegan».
Claire Fryer von der PETA will sich darob nicht abbringen lassen. Im Gegenteil: «Gewiss, wir überlegen uns, andere Ortschaften in Australien anzuschreiben, die unangebrachte Ortsnamen haben.»
Aber wetten, dass sie an Coffin Bay nichts auszusetzen haben wird? Und, bitte, erlaubt mir diesen Kommentar: Sagt mal, PETA, habt ihr nichts Besseres zu tun? So schwierig ist die Unterscheidung nicht: Einsatz gegen Käfighaltung, Pelztragen usw. = gut. Aussichtsloser Namensänderungsantrag an ein verschlafenes tasmanisches Dörfchen = mediengeiles Propagandageschwafel.
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