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Eine Untersuchung von Peter Moser über die soziale Herkunft und politische Haltungen der Parteiwählerschaften in Kanton Zürich zeigt folgendes: Die Selects-Repräsentativbefragung, die im Nachgang der Nationalratswahlen 2007 gesamtschweizerisch bei den Stimmberechtigten durchgeführt wurde zeigt, dass sich die Parteiwählerschaften im Kanton Zürich unterschiedlichen sozialen Milieus zuordnen lassen. Die FDP und die SVP, aber auch die CVP haben verglichen mit den Linksparteien SP und Grüne sowie der GLP einen höheren Anteil von Wählern im Pensionsalter. Die SVP hat im Vergleich mit den anderen Parteien eine, an Indikatoren wie Bildung und Einkommen gemessen eher statusniedrige Wählerschaft: Arbeiter und Gewerbetreibende sind in der SVP übervertreten. Besonders ausgeprägt ist der Kontrast im Sozialstatus zu den Anhängern der FDP, in der Gutverdienende übervertreten sind.
Der typische Wähler der Linksparteien d.h. der SP und der Grünen, in urbanen Verhältnissen und arbeitet oft in gut qualifizierten spezialisierten soziokulturellen oder technischen Berufen. Die Wählerschaften der Grünen und der SP unterscheiden sich kaum voneinander: diejenige der Grünen ist allenfalls etwas jünger und besser ausgebildet.
Das soziodemographische Profil der grünliberalen Wählerschaft ähnelt jenem der Grünen, sie hat aber anders als jene ihren regionalen Schwerpunkt im suburbanen Raum und die soziokulturellen Berufe sind etwas weniger stark vertreten. Die CVP hat im Kanton Zürich nach wie vor einen sehr hohen Anteil katholischer Wähler, während in den Linksparteien Konfessionslose eher übervertreten sind. Die politischen Einstellungen der Parteiwählerschaften wurden in der Selects durch ein Bündel von Fragen zu zentralen Themen der schweizerischen Politik erfragt.
Eine zusammenfassende Analyse zeigt, dass es zwei wichtige Hauptdimensionen gibt: Die eine erfasst den kulturellen Gegensatz zwischen gesellschaftlich progressiven und traditionsorientiert-konservativen Einstellungen, während die zweite den ökonomischen Gegensatz zwischen den Anhängern staatlicher Regulierung und Umverteilung und den Marktwirtschaftlern aufspannt. Die Wählerschaften der SP und der Grünen haben in diesem Spannungsfeld eine fast deckungsgleiche Position: sie befürworten beide staatliche Regulierungen und sind gesellschaftlich progressiv. Am gegenüberliegenden Pol des ideologischen Spektrums positionieren sich die Wählerschaften der SVP und der FDP, zwischen denen allerdings deutliche Unterschiede bestehen: Erstere sind klar traditioneller eingestellt, letztere marktfreundlicher.
Die CVP und die GLP haben eine Wählerschaft, die sich im Schnitt – bei breiter Streuung – ziemlich genau in der ideologischen Mitte positioniert.