Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03598.jsonl.gz/528

Der Radius des Tieres sei in den letzten Wochen immer enger geworden, sagte der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi. Seit einer Woche seien vom GPS-Sender, den das Tier um den Hals trägt, überhaupt keine Daten mehr geliefert worden. Das bedeute, dass sich der Bär nicht mehr bewege.
Wo sich der mittlerweile fast dreijährige und geschätzte 150 Kilogramm schwere Braunbär genau zur Ruhe gelegt hat, will Brosi nicht verraten, um das Tier zu schützen. «Der Bär schläft im Puschlav», verriet Brosi nur, in einer Gegend, in der derzeit ein halber bis ein Meter Schnee liege.
Im vergangenen Winter hielt sich M13 im norditalienischen Trentino auf und machte keine Winterruhe. Er legte über die kalten Wintermonate sogar an Gewicht zu.
Einbruch in Ferienhaus
Für Aufregung hatte der eingewanderte Braunbär vor etwas mehr als zwei Wochen im Südtal Puschlav gesorgt, als er in ein Ferienhaus einbrach und in Abwesenheit des Bewohners Kartoffeln frass. Er wurde damit endgültig zum Problembären.
Seither fiel M13 nicht mehr gross auf. Die Behörden machten aber klar, dass das Tier erlegt werden müsse, sollte es zum Risiko für den Menschen werden. Die Winterruhe hat diese Gefahr vorerst gebannt.
Winterruhe beim Braunbär
Die Winterruhe der Braunbären ist nicht mit dem von echten Winterschläfern zu verwechseln, weil die Körpertemperatur während ihrer Ruhephase nie so stark abfällt.
Braunbären verbringen bis zu 7 Monate in einem Dämmerschlaf, wobei sie weder Kot abgeben noch urinieren und auch nicht fressen oder trinken, sondern von ihren Fettreserven leben.