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Quelle: Goldman Sachs
Das Risiko eines Bärenmarktes an der US-Börse nimmt zu. Das behauptet nicht irgendein verschrobener «Permabär», sondern Marktstratege Peter Oppenheimer von der US-Bank Goldman Sachs (GS 328.21 -0.61%).
Der von ihm und seinem Team kreierte Bull/Bear Market Risk Indicator, der unter anderem die Aktienmarktbewertung, die Inflation und die Wachstumsdynamik in den USA berücksichtigt, leuchtet nämlich dunkelrot auf.
Das Barometer, das Werte zwischen 0 und 100% annehmen kann, liegt aktuell bei 75% – und damit höher als vor der Finanzkrise 2007 oder vor dem Platzen der Internetblase zur Jahrtausendwende. Man muss rund fünfzig Jahre zurückblenden, um vergleichbare Notierungen zu finden.
Was heisst das nun für Investoren?
Oppenheimer liefert zwei Szenarien, wie sich die Börsen entwickeln könnten: Erstens, es kommt – wie meist, wenn der Risikoindikator so hoch war – zu einem heftigen Einbruch an den Aktienmärkten, der die Bewertungen wieder auf ein vernünftigeres Niveau bringt.
Oder aber die Kurse dümpeln über längere Zeit ohne klaren Trend vor sich hin, was zu entsprechend niedrigen Renditen führen wird.
Wenig überraschend favorisiert der Stratege das zweite Szenario. Da er das Inflationsrisiko als überschaubar einschätzt, glaubt er nicht an eine allzu kräftige Straffung der Geldpolitik, was das Rezessionsrisiko – und damit die Gefahr eines Bärenmarktes – reduzieren sollte.
Egal, welches Szenario eintritt: Keines ist für Anleger berauschend.