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2013 ging der Alumni-Preis an Eric Cosandey und Florian Kohler für die Arbeit «Can a Paths Catalogue in European High-Speed Rail Operations Enhance Competition?»
In ihrer Masterarbeit befassten sich die beiden Autoren mit den Rollen und Anreizstrukturen verschiedener Stakeholder in einer liberalisierten Bahnindustrie. Dabei legten sie ein Augenmerk auf die Beziehung zwischen Infrastrukturmanagern und -managerinnen sowie Eisenbahnunternehmen, beispielweise in Bezug auf die Aufnahmefähigkeit des entsprechenden Marktes. Mithilfe von ausführlichen Experteninterviews werteten Cosandey und Kohler ihre Annahmen zur Planung und regulatorischer Anforderungen an einen Trassenkatalog für den internationalen Personenverkehr aus. Die Autoren kamen zum Schluss, dass ein internationaler Trassenkatalog im Falle einer breiten Akzeptanz zu einem nachhaltigen Wettbewerb in der Bahnindustrie beitragen könne. Einerseits seien sich die Experten darüber einig, dass der Trassenkatalog Transparenz in die Kapazitätsplanung und -zuteilung bringen könne. Andererseits, so die Autoren differenzierend, hätten die Befragten gleichzeitig Zweifel über die praktische Anwendbarkeit des Trassenkatalogs im offenen Markt geäussert. Die Arbeit bietet geradezu visionäre Einsichten, wie in einem hart umkämpften Markt verbesserte Strukturen und wirtschaftliche Anreize für Infrastrukturbetreiber und Eisenbahnunternehmen geschaffen werden können.