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Während einer Abendandacht in der Kirche schlief ein Knabe ein. Niemand beachtete ihn. Die Leute verliessen die Kirche, und der Siegrist verschloss die Türen. Nachdem um Mitternacht die Glocke den 12. Schlag verkündet hatte, erwachte der Knabe und sah vor sich eine schwarze Gestalt. Diese stellte sich vor den Altar und rief: „Ist denn niemand da, der mir dient!“ Der Knabe wollte die Kirche eilends verlassen, aber alle Türen waren verriegelt. Er versteckte sich in einem Beichthäuschen und wartete dort voller Schrecken den Morgen ab. Kreidebleich erzählte er am Morgen dem Pfarrer, was sich zugetragen hatte. Dieser bat den Knaben, die folgende Nacht wieder in der Kirche zu verbringen. Wenn er die Aufforderung wieder höre, soll er sagen: „Ich bin bereit zum Ministrieren.“ Und so geschah es. Das Vorkommnis der vergangenen Nacht wiederholte sich. Die schwarze Gestalt stellte sich vor den Altar und rief: „Ist denn niemand da, der mir dient!“ Der Knabe ging nun zur schwarzen Gestalt an den Altar, und die Messfeier begann. Bei der Handwaschung verschwand die Gestalt, die Lichter erloschen, der Knabe stand allein im Dunkeln. Der Schreck setzte ihm so sehr zu, dass er schwer erkrankte.