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1885 begann die Stadt Frauenfeld, ein Hydrantennetz zu erstellen. Damit verloren die personalintensiven Handdruckspritzen an Bedeutung.1922 wurde eine Motorspritze beschafft, wodurch die Schlagkraft der Feuerwehr ein weiteres Mal deutlich gesteigert werden konnte. Die Spritze mit einem Martini-Motor wurde von Ferdinand Schenkgeliefert. Mit ihrem Gewicht von 1.5 Tonnen hatte sie denn Nachteil, dass sie bei nassem Wetter und schlechtem Untergrund immer wieder einsank. Für die Bedienung waren zudem 12 Mann notwendig.
Wegen dieser Nachteile wurde 1944 eine zweirädrige Spritze beschafft, welche ebenfalls von Schenk in Worblaufen geliefert wurde. Aufgrund des noch tobenden Weltkrieges sollten beide Spritzen im Einsatz bleiben. Leider erlitt der Motor der MS von 1922 bei einem Einsatz kurz darauf einen irreparablen Lagerschaden und die Spritze musste ausgemustert werden. Als Ersatz wurde sofort eine baugleiche zweite, wie ein Jahr vorher, bestellt und 1945 geliefert.
Diese beiden Spritzen sind immer noch beim Feuerwehr-Verein: Diejenige von 1944 im Originalzustand, jene von 1945 wurde in aufwändiger Arbeit restauriert und funktionsfähig hergerichtet.