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Wohnheim Säget Belp BE
Projektwettbewerb im offenen Verfahren | 2013 | 3. Preis | Auftraggeber Natalie Stiftung
Die Nathalie Stiftung besitzt und betreibt in Belp ein kleines Wohnheim für Erwachsene, welche ein autistisches Syndrom mit einer ausgeprägten geistigen Behinderung aufweisen. Der geplante Neubau ist für Menschen mit Autismusspektrumsstörungen (ASS) und herausfordernden Verhaltensweisen, die auf ein Leben in kleinen Gruppen angewiesen sind. Die insgesamt 17 BewohnerInnen sollen einerseits in überschaubaren, familienartigen kleinen Gruppen von vier Personen, anderseits in Studios, welche ein Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Behinderung ermöglichen, wohnen.
Diese klare, funktionale Trennung zwischen Wohngruppen und Studiowohnungen zeichnet sich durch zwei ineinander geschobene Volumen auch im äusseren Erscheinungsbild ab. Schnittstelle ist das Haupttreppenhaus, welches als Splitlevel angelegt ist. Dies ermöglicht eine räumliche Verzahnung mit dem leicht abfallenden Gelände und bietet ebenerdige Zuteilung der individuellen, terrassierten Aussenbereiche. Da der Betrieb temporär im benachbarten Spycher untergebracht werden muss, wird als Bauweise ein System vorgeschlagen, welche ein hohes Mass an vorfabrizierten Bauteilen vorsieht und auf eine möglichst kurze Bauzeit hinzielt.
Weit ausladende Dächer und Veranden in Holz erinnern an die ortstypischen Laubenhäuser, welche die Aussentreppen selbstverständlich und von der Witterung geschützt integrieren. Abgeleitet von diesen Prototypen gliedert sich das neue Gebäude in einen verputzten Hauptkörper, der von laubenartigen Vorbauten flankiert und von weiten Dachvorsprüngen abgeschlossen wird. An den Stirnfassaden der beiden Volumen befinden sich die zwei Laubenanbauten. Aus Holz konstruiert und mit einläufigen Treppen versehen, erinnern sie an die regional verbreiteten, traditionellen Vorbilder.