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Mit dem "Summit" hat das US-amerikanische Oak Ridge National Laboratory (ORNL) einen neuen Supercomputer vorgestellt, der mit seinen 200 PFlops theoretischer Rechenleistung (200 Billionen Berechnungen pro Sekunde) den chinesischen Spitzenreiter auf der Top-500-Liste ablösen wird.
Summit kann innerhalb von einer Stunde ein Problem lösen, für welches ein durchschnittlicher Heimcomputer 30 Jahre brauchen würde. Der Supercomputer wird in dem vom US-Energieministerium finanzierten Oak Ridge National Laboratory (ORNL) im US-Bundesstaat Tennessee aufbewahrt. Für diese extreme Leistung sind 4.608 Server mit über 9.000 IBM-Power9-Prozessoren mit 22 Kernen und über 27.000 NVidia-Tesla-V100-Grafikkarten notwendig. Pro Minute sind umgerechnet rund 15.000 Liter (4.000 Gallonen) Wasser notwendig, um das System zu kühlen. Mit dem Energieverbrauch pro Minute könnte man 8.100 Haushalte mit Strom versorgen. Insgesamt verbraucht Summit so viel Platz wie zwei Tennisplätze.
Eine zentrale Aufgabe von Summit ist es, künstliche Intelligenz anzuwenden. Mittels Machine und Deep Learning soll die Forschung unter anderen in den Bereichen Gesundheit, Physik und Klimamodellen vorangetrieben werden. Die Hochleistungsmaschine wurde bereits genutzt, um die nach eigenen Aussagen erste Exascale-Berechnung durchzuführen – das sind eine Trillionen Rechenoperationen. Geplante Projekte sind, Supernovas zu analysieren und herauszufinden, wie Elemente wie etwa Gold sich durch das Universum bewegen, sowie auch die Krebsforschung voranzutreiben. Grundsätzlich sind aber nicht nur Gesundheits- und Klimaforschung der Fokus solcher Supercomputer – oft werden sie auch genutzt, um Kriegswaffen zu erforschen.
Sollte also in den nächsten Wochen nicht noch überraschender Weise ein anderer, schnellerer Supercomputer auftauchen, wird "Summit" die demnächst erscheinende neue Top-500-Liste anführen. Auch die EU will im Rennen der Supercomputer mithalten und bis 2022 mit Hilfe eines Konsortiums ein Exaflop-System mit europäischer Technik lancieren.