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Nach bisher 6 Runden bogen die Teams in das letzte Drittel der Saison ein. Noch ein letztes Mal spielt man gegen sämtliche Gegner. Die Zürisee-Damen mussten sich knapp dem Leader Obwalden beugen (1:3), bevor sie gegen die White Indians nichts anbrennen liessen und nun Punktgleich mit dem Zweiten auf dem dritten Platz weilen.
Für die siebte Runde ging es für die Zürisee-Frauen nach, man ist in dieser Saison geradezu versucht zu sagen «nahegelegene», Baar. Gebeutelt durch etliche Absenzen von wichtigen Teamstützen sowie einigen angeschlagenen Spielerinnen ging es in dieser Runde um die letztmögliche Chance noch um den Gruppensieg mitreden zu wollen. Die Zürisee-Frauen starteten in ihren ersten Match gegen die Leaderinnen aus Obwalden. Die “Hoffnung”, dass auch die Gegnerinnen mit Absenzen zu kämpfen hatten, war leider schnell verflogen, Obwalden kam mit 3.5 Linien und dem Ziel nichts mehr anbrennen zu lassen. Zürisee auf der anderen Seite nahm entsprechend den gleichen Gameplan wie im letzten Vergleich mit. Mit aufopferungsvollem Elan die Gegnerinnen auf die “Aussenbahn” zu schieben, selber aber jeden Konter konsequent zu Ende zu spielen. Es war ab der ersten Minute an ein Kampf. Die Zürisee-Frauen verteidigten souverän und stiessen mit Kontern immer wieder vors gegnerische Tor, die Obwaldnerinnen versuchten sich auf der Seite der Züriseelerinnen festzukrallen. Trotz guter Pace gab es wenige wirklich nenneswerte Torchancen bis in der Mitte der ersten Halbzeit es die zweite, neuformierte Youngster-Linie war, die zu einem weiteren Konter kam. Fabienne ersprintete den Ball, überlief ihre Gegnerinnen und schoss den Ball eiskalt ins weite Eck. 1:0 für Zürisee! Die Natur des Spieles änderte sich nicht wirklich, Obwalden hatte den Ball mehrheitlich, selten aber in der gefährlichen Zone. Aus eben einer solchen relative ungefährlichen Zone in der eigenen Ecke, flipperte der Ball auf die Seite des Zürisee-Tors, wo dieser dann, für alle überraschend, irgendwie zwischen Claudia und dem Pfosten ins Tor purzelte. Ein unglaublich ärgerlicher Ausgleich war Tatsache, wenig später ging es in die Pause.
Die zweite Hälfte setzte eigentlich nahtlos an die Erste an, viel Kampf und trotzdem torlos. Entsprechend dem Spielstand wurde die Gangart nun immer härter. Obwalden hatte zwar die besseren Chancen, hätte sich aber mehr als einmal nicht über eine Zweiminutenstrafe beklagen dürfen. Gegen Ende des Spiels zeigte sich der Fitnessunterschied, begünnstigt durch die nummerische Überlegenheit, immer mehr, die Damen in Blau liessen aber nicht nach. In der hitzigen Schlussphase erwischte Obwalden die Zürcherinnen doch noch. Knappe fünf Minuten vor Schluss erzielten sie den Führungstreffer. Eine Gegnerin wurde in der Hitze des Gefechts vor dem Tor sträflich alleine gelassen und versenkte einen Pass ihrer Mitspielerin von hinter dem Tor. Die Zürisee-Frauen hatten nun nichts mehr zu verlieren und spielten deshalb noch etwas aktiver nach vorne, um den Ausgleichstreffer zu erzielen. Schliesslich waren es dann aber die Gegnerinnen, die nochmals jubeln konnten und zum 1:3 Schlussstand trafen. Der Treffer war auch eher reingewurstelt, aber die zählen bekanntlich genau so viel. Gemessen an den Chancen war das Resultat aber auch sicherlich nicht gestohlen. Da das zweitplatzierte Hünenberg in ihrem ersten Spiel auch einen Punkt abgab, stand eigentlich schon nach diesem Spiel der Gruppensieg von Floorball Obwalden fest.
Für Zürisee hiess es sich bestmöglich vom harten Fight zu erholen, spielte man im zweiten Spiel doch gegen die White Indians die noch kein Spiel in den Beinen hatten. Erfreulicherweise gewannen die Blackcreeks überraschend aber verdient gegen Hünenberg, mit einem Sieg konnte Zürisee also gleichziehen. Die White Indians liegen in der Tabelle weit hinter den Zürisee-Frauen, weshalb die Devise klar war: Ein Sieg musste her und möglichst viele Tore, da diese im Kampf um den zweiten Platz noch wichtig werden könnten.
Das Spiel startet ganz im Sinne der Blau-Weissen, wobei halt!: In diesem Spiel erschienen die Zürisee-Frauen in leuchtend gelben Überzieher, dies war der ähnlichen Trikot-Farbe der Gegnerinnen geschuldet. Ob nun in Blau-Weiss oder Gelb, das war Tämi gänzlich egal und so erzielte sie schon früh das 1:0 gegen die Gastgeberinnen. Die Zürisee-Frauen hatten das Spiel fest im Griff und hielten sich strikte an die taktische Vorgabe: Bei Unsicherheiten sogleich Druck machen, sonst aber nicht unnötig Körner verschwenden. Nach wenigen Minuten erhöhte Christina auf 2:0 nachdem sie vor dem Tor am schnellsten auf einen Abpraller reagierte. Die Gegnerinnen kamen ab und an zu halben Konterchancen, diese wurden von den Verteidigerinnen oder spätestens von Torfrau Claudia aber allesamt vernichtet. Bei den Gegnerinnen verlief die Verteidigungsarbeit weit weniger souverän, weshalb Leonie kurz vor der Pause zum 3:0 einnetzen konnte. Auch sie hatte sich im Slot durchgesetzt.
Die Zürisee-Frauen sollten genauso weiterspielen und nicht nochmals einen Gegner heranlassen, wie das noch in der letzten Runde passierte. Exakt wie im Training eingeübt, erspielten sich die Damen in Blau resp. Gelb während des ganzen Spiels viele offene Räume und bauten ihr Spiel bedacht aus. Der sich gebotene Platz wurde dann auch ausgenutzt: Nadine passte Christina den Ball quer übers Feld zu, diese leitete den Ball direkt weiter zu Tämi, welche ebenfalls mittels “one-timer” abschloss und zum 4:0 traf. Eine Bilderbuchstaffete mit dem perfekten Schlusspunkt der Aktion.
Wie schon in der ersten Halbzeit, gab es auch in der Zweiten eine Zweiminuten-Strafe gegen die Frauen aus Baar. Ebenfalls wie schon in der ersten Halbzeit konnte aber auch diese Überzahlsituation nicht in einen Torerfolg für Zürisee umgemünzt werden. Aufgrund der zahlreichen Absenzen hatte man keine eingespielte Überzahlformation und spielte einfach mit denselben zwei Linien weiter. Es schien fast so, als dass die Zürisee-Frauen fünf Gegnerinnen gegenüber brauchen, um Tore zu schiessen. Diese Vermutung bestätigte sich wenig später: Ladina lief von hinten los, zog in die Mitte und ballerte den Ball in Richtung Tor. Tämi wartete schon vor dem Tor und nahm der Torhüterin die Sicht, wodurch Ladinas Schuss präzise den Weg ins Tor fand. Ein Briefkastentor Marke A-Post. 5:0 für Zürisee!
Das letzte Wort war aber noch nicht gesprochen. Nadine hatte wohl bemerkt, dass sie als einzige aus der ersten Linie noch kein Tor erzielt hatte. So konnte sie das natürlich nicht auf sich sitzen lassen und verwandelte einen Freistoss mittels Weitschuss zum 6:0. Einige Unachtsamkeiten in den letzten Minuten ermöglichte den Gegnerinnen noch ein paar gute Chancen, Claudia hatte dafür aber kein “Musikgehör” und hielt ihren Shutout fest. So endete das Spiel dann verdient mit dem klaren Resultat.
Die Zürisee-Frauen stehen nach diesem Spieltag zwar weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz, sind aber, was die Punkte angeht, mit dem Zweitplatzierten gleichgezogen. In der Direktbegegnung am nächsten Spieltag Anfang März können sich die Zürisee-Frauen mit einem Sieg gegen die Einhörner aus Hünenberg den zweiten Tabellenplatz sichern. Diese müssen dann in der letzten Runde auch noch gegen Obwalden antreten. Das Team will den zweiten Platz unbedingt, die Zugerinnen haben da aber auch noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Mehr werden wir am 3. März wissen.
Hopp Zürisee!