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Der Regisseur Christoph Schlingensief ist tot. Er erlag seinem Krebsleiden. Er erregte 2001 mit seiner Inszenierung von Hamlet am Schauspielhaus Zürich Aufsehen und wurde dadurch in der Schweiz bekannt.
Schlingensief wäre im Oktober 50 Jahre alt geworden. Sein für die diesjährige Ruhr-Triennale vorgesehenes Stück "S.M.A.S. H. - In Hilfe ersticken" hatte er bereits Anfang Juli nach einer neuen, schweren Krebsdiagnose abgesagt.
Schlingensief galt als einer der umstrittensten Vertreter des deutschsprachigen Kulturbetriebs. Er war der wohl bekannteste Theater-Provokateur im deutschsprachigen Raum.
Am Schauspielhaus Zürich verwirklicht Schlingensief gemeinsam mit ausstiegswilligen Neonazis den HAMLET (2001), seine einzige Klassikerinszenierung, aus der unter dem Namen REIN ein eigener Verein zur Resozialisierung ehemaliger Rechtsextremisten hervorgeht.
Weiter inzenierte er das Stück "Attabambi Pornoland" (2004) und
zuletzt in Zusammenarbeit mit dem Theater Neumarkt "Sterben lernen!
Herr Andersen stirbt in 60 Minuten" (2009).
swissinfo.ch und Agenturen