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Haben Sie geboren und fühlen sich nicht glücklich?
Nach einer Geburt kann es unterschiedliche Gründe geben, weshalb sich eine Frau nicht glücklich fühlt.
«Baby-Blues» und «Postnatale Depression» gibt es häufig. Der Körper leistet eine riesige Arbeit um ihn und die Hormone wieder in den nicht schwangeren Zustand zu bringen. Dies kombiniert mit der neuen Rolle im Leben und körperlicher Erschöpfung kann dazu führen, dass sich eine Frau leer und niedergeschlagen fühlt und an einer postnatalen Depression leidet.
Manchmal verläuft eine Geburt vollkommen anders als frau/man sich das gewünscht hat. Schwierige Geburten mit akuten Notsituationen können von einer Frau, aber auch von ihrer*m Partner*in als traumatisches Ereignis erlebt werden.
Das Leben mit einem neugeborenen Kind kann sehr belastend sein. Schlaflose Nächte und keine Möglichkeit zur Regeneration können dazu führen, dass eine Mutter, aber auch ein Vater einen Erschöpfungszustand erlebt und an persönliche Grenzen stösst.
Der Rollenwechsel von einer im Beruf aktiven Frau in die Mutterrolle mit Betreuung eines Neugeborenen kann dazu führen, dass sich eine Frau einsam fühlt und das Gefühl hat «die Decke falle ihr auf den Kopf». Dies besonders, wenn sie im unmittelbaren Umfeld wenig Kontakte pflegt.
Es gibt auch Frauen, bei denen das Kind während der Schwangerschaft, während oder nach der Geburt oder in den ersten Lebenswochen stirbt. Manche Frauen erleben eine «stille Geburt» und müssen ihr totes Kind gebären. Solche Situationen sind für eine Frau, ihre*en Partner*in und die Familie enorm belastend.
Mögliche Schritte nach der Geburt eines Kindes
Sprechen Sie mit einer Person, der Sie vertrauen. Zum Beispiel mit einer guten Freundin, ihrer*em Partner*in, Verwandten oder einer guten Nachbarin.
Bitten Sie eine*n Babysitter*in aus ihrem Umfeld um Unterstützung. Sie brauchen manchmal auch eine kinderfreie Insel. Und sei es nur für eine begrenzte Zeit für sich alleine; z.B. für einen Coiffeur-Besuch, zum Shoppen, für einen Waldspaziergang, um einen Film zu schauen oder für die Yogastunde.
Erkundigen Sie sich im Internet, lesen sie Bücher dazu, tauschen Sie sich in Foren aus. Sprechen Sie mit Frauen in ähnlichen Situationen.
Suchen Sie eine Beratungsstelle auf, z.B. Adebar Fachstelle für sexuelle Gesundheit und Familienplanung Graubünden. Jeder Kanton hat eine Fachstelle.
Holen Sie sich psychologische Unterstützung bei einer spezialisierten Fachperson.
Informieren Sie ihre Ärztin / ihren Arzt und holen Sie sich medizinische, psychologische oder psychiatrische Hilfe.