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Von 2015 bis 2017 erkrankten in der Schweiz jährlich 43 394 Personen neu an Krebs, das sind 475 Personen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Männer waren häufiger betroffen als Frauen. Bei den Männern war in diesem Zeitraum eine Neuerkrankung an Prostatakrebs am häufigsten, gefolgt von Bronchien-, Lungen- und Luftröhrenkrebs. Bei den Frauen war es von 2015 bis 2017 Brustkrebs, gefolgt von den Kolon- und Rektumkarzinomen.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Krebs ist nach den Herzkreislaufkrankheiten die zweithäufigste Todesursache in der Schweiz. Mit der demografischen Alterung der Bevölkerung in der Schweiz werden Krebserkrankungen zukünftig ein noch wichtigeres Thema werden, denn für die meisten Krebsarten steigt das Erkrankungsrisiko mit dem Lebensalter an. Zu den häufigsten Krebsarten bei Männern und Frauen in der Schweiz in Bezug auf die Risikofaktoren Ernährung, Bewegung, Alkohol und Tabak gehören Dickdarmkrebs (Kolon- und Rektumkarzinome), Brustkrebs, Prostatakrebs und Bronchien-, Lungen- und Luftröhrenkrebs.
Um die Wirkung von Massnahmen im Bereich der Prävention oder Behandlung von Krebs-Erkrankungen zeigen zu können, ist eine Darstellung der wichtigsten Krebserkrankungen von grosser Relevanz.
Der Indikator zeigt die Anzahl der Neuerkrankungen, die innerhalb einer festgelegten Bevölkerungsgruppe in einem bestimmten Zeitraum auftreten. In der Epidemiologie wird dafür auch der Begriff Inzidenz verwendet. Im vorliegenden Indikator wird als Rate die Anzahl der Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner/-innen pro Jahr gezeigt. Die Daten nach Kanton und Geschlecht sind gemäss der Europäischen Standardbevölkerung 1976 altersstandardisiert, bei den Daten nach Alter und Geschlecht handelt es sich um die rohen Raten.
Die Krebstypen wurden anhand ihrer ICD-10-Codes (ICD-10, WHO-Version) bestimmt:
Es gibt mehrere Ursachen für räumlich-zeitliche Differenzen zwischen kantonalen Krebsinzidenzraten (Umweltfaktoren, diagnostische Faktoren, Datenverfügbarkeit, etc.). Die dargestellten Inzidenzraten müssen daher mit Vorsicht interpretiert werden. Mit dem Krebsregistrierungsgesetz wurde eine gesamtschweizerisch vereinheitliche Krebsregistrierung geschaffen, was die Vergleichbarkeit der Daten zur Krebsbelastung in allen Kantonen weiter verbessert.
Der Indikator zeigt zudem die Verteilung der Krebsarten in Prozent.
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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