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Folgeuntersuchungen
Worum geht es bei Folgeuntersuchungen nach einer Mammografie?
Bei einer Screening-Mammografie wird eine verdächtige Veränderung entdeckt. Das heisst, beim Brustgewebe ist eine Besonderheit sichtbar, die nicht ohne weiteres als normal bezeichnet werden kann und weiterer Abklärungen bedarf. Die Brust ist in der Tat ein komplexes Organ, in dem verschiedene Prozesse ablaufen können. Diese können physiologischer Natur sein oder durch eine gut-, bzw. bösartige Erkrankung verursacht sein.
All dies kann zu zahlreichen tief greifenden Veränderungen der Brustdrüse führen, die Ursachen für verdächtige Mammografien sind: grössere und kleinere Verkalkungen, dunkle Schatten oder Unregelmässigkeiten bei der Anordnung der Drüse.
In neun von zehn Fällen erweisen sich solche Veränderungen jedoch als gutartig.
Welche Folgeuntersuchungen werden vorgenommen?
Wird bei der ersten Mammografie-Untersuchung (zwei Aufnahmen pro Brust) eine Veränderung festgestellt, sind weitere Untersuchungen notwendig, damit eine Diagnose gestellt werden kann:
- Zusätzliche bildgebende Untersuchung
Aus den Statistiken der Früherkennungsprogramme geht hervor, dass eine bildgebende Untersuchung bei 96% der Fälle, die eine verdächtige Veränderung aufweisen, erfolgt. Meistens wird eine Detailröntgenaufnahme oder eine vergrösserte Röntgenaufnahme des Brustbereichs erstellt und/oder eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) durchgeführt, seltener ein MRI.
Meistens stellt sich nach diesen Untersuchungen heraus, dass eine festgestellte Veränderung gutartig ist. In gewissen Fällen bleibt der Verdacht einer womöglich bösartigen Veränderung aber bestehen, was eine Gewebsentnahme im verdächtigen Bereich zur Folge hat.
- Die Gewebeentnahmen
Sie werden bei 20% der Fälle vorgenommen, bei denen nach der Mammografie eine erkennbare Veränderung vorliegt. Zu diesem Zeitpunkt ist es wichtig zu wissen, dass nur eine mikroskopische Untersuchung des entnommenen Gewebes Gewissheit darüber liefern kann, ob es sich dabei um Krebszellen handelt. Bei der Gewebeentnahme kommen unterschiedliche Techniken zur Anwendung. Die Lokalisation und ihr Aussehen bestimmen, welche Methode für die Gewebeentnahme angewendet wird. Meistens wird eine Mikrobiopsie oder Makrobiopsie vorgenommen, seltener eine Zytopunktion oder eine chirurgische Biopsie.
All diese Techniken werden bildgesteuert oder sonografisch (mit Ultraschall) unterstützt, damit die Entnahme genau an der gewünschten Stelle erfolgt. Während dieser Phase ist es wichtig, sich über die allfällig anstehenden weiteren Schritte und Konsequenzen eingehend zu informieren. Mit guter Information können Ängste abgebaut werden. Man sollte sich nicht scheuen, alle Fragen, die einen beschäftigen, mit den Fachpersonen zu besprechen.