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In Düsseldorf und in Stuttgart wollten Crews Flüge nicht antreten, die mit dem Flugzeugtyp Airbus bedient werden sollten. Auf den Anzeigetafeln seien mehrere Flüge von Germanwings und Lufthansa als «gecancelt» angezeigt worden, obwohl die Flugzeuge einsteigebereit am Gate standen, so Passagiere. Auch am Stuttgarter Flughafen wurden drei Germanwings-Flüge annulliert. In Düsseldorf bekamen wartende Passagiere die Auskunft vom Bodenpersonal, dass sich die Crews zurückgezogen hätten, um über ihre «Fluguntauglichkeit» zu beraten. Ein einziger Germanwings-Flug von Düsseldorf sei nach Berlin-Tegel aufgebrochen. Es gebe «in der Tat Germanwings-Crews, die heute ihren Dienst aus persönlichen Gründen nicht antreten konnten», bestätigte ein Lufthansa-Sprecher gegenüber Spiegel Online
. Allerdings sei nicht bekannt, «dass dies aus Sorge geschah, dass etwas nicht in Ordnung war», so der Sprecher.
Hintergrund für die Weigerung
etlicher Piloten, ihren Dienst im Cockpit aufzunehmen, ist offenbar die Tatsache, dass die Unglücksmaschine gestern den ganzen Tag im sogenannten AOG-Modus («Aircraft on Ground») in Düsseldorf am Boden gestanden hat - wegen technischer Probleme.
Es habe ein «Problem an der «Nose Landing Door»
gegeben, bestätigte Lufthansa.
Die «Nose Landing Door» ist die Klappe, die sich am Rumpf öffnet und schliesst, wenn das Bugrad raus- und reingefahren wird. «Dieses Problem war aber vollständig behoben worden, so dass das Flugzeug seit 10 Uhr gestern Vormittag wieder im regulären Flugdienst unterwegs war»
, so der Lufthansa-Sprecher.