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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Um die Veränderungen der sozialen Praktiken in Zeiten der Krise erfassen zu können, werden erstens die Bewältigungs- und Lebensstrategien der Individuen und Haushalte innerhalb sowie ausserhalb des ökonomischen Feldes identifiziert, beschrieben und klassifiziert. Diese umfassen unter anderen Tätigkeiten im formellen sowie informellen Wirtschaftssektor, spezifische Bildungsinvestitionen, die Familienplanung sowie nationale und transnationale Unterstützungsnetzwerke (beispielsweise Remissen). Zweitens sollen Veränderungen der Konsummuster und Lebensstile analysiert werden. Drittens sollen Unterschiede zwischen Strategien und Lebensstilen herausgearbeitet werden, die sich einerseits zwischen sozio-ökonomischen Gruppen innerhalb der Länder und andererseits zwischen den Ländern ergeben.
Zur Bearbeitung dieser Fragen wird ein Mixed-Methods Design verfolgt, bei dem quantitative sowie qualitative Methoden zum Einsatz kommen. Es werden umfassende standardisierte Befragungen in den südost-europäischen Ländern durchgeführt, die durch halb-offene Interviews mit ausgewählten Probanden und ihren Familienmitgliedern ergänzt werden. Um die transnationalen Unterstützungsnetzwerke zwischen diesen Ländern und der Schweiz zu erfassen, wird zudem eine standardisierte Befragung in der Schweiz durchgeführt.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Die Aktualität und politische Brisanz des Themas, der innovative Ansatz eines Mixed-Method Designs sowie die enge Zusammenarbeit von Forschungsgruppen aus unterschiedlichen Ländern im Zuge des SCOPES Projektes verspricht eine hohe Qualität der theoretischen sowie empirischen Erkenntnisse, die für die sozialwissenschaftliche Gemeinschaft aber auch die politischen Entscheidungsträger von grossem Wert sind.