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Kurze Geschichte über die Arepas und ihre Vielseitigkeit
Die Arepa ist die Grundlage der Ernährung der Venezolaner, aber sie ist auch in anderen Nachbarsländern beliebt, wie zum Beispiel in Kolumbien. Zwischen diesen beiden Schwesternationen gibt es einen stillen Kampf darüber, wer für die Erfindung der so beliebten Arepa verantwortlich ist. Die Wahrheit ist, dass es schwierig ist, den Ursprung der Arepa, zu bestimmen, da an einem Punkt in der Geschichte Südamerikas, beide Länder ein Gebiet geteilt haben. Daher sind sehr wahrscheinlich die Ureinwohner für die Erfindung der Arepas verantwortlich.
Gerne würde ich nun ein wenig über dieses lateinamerikanische Gericht erzählen. Es stellte sich heraus, dass der Ursprung dieses Grundnahrungsmittels von den indigenen Völker stammt, und ursprünglich aus Maniok hergestellt wurde. Die Ureinwohner Südamerikas, vertrieben sich die Zeit mit der Jagd, dem Angeln und dem Sammeln von Getreiden um diese dann zu kochen und weiter zu verwerten. Aus dem Getreide wurden Getränke und Beilagen hergestellt. Es verging nicht viel Zeit, bis sie anfingen Mais zu sammeln und weiterzuverarbeiten.
Die erste Stufe der Herstellung der Arepa war ein Prozess, bei dem das Maiskorn von den Ureinwohnern in einem Behälter gesammelt wurde um dieses dann durch Kauen weiterzuverarbeiten. Durch das Kauen wurde der Mais zu einer breiigen Masse aus welcher Teig für rundes Fladenbrot entstand. Mit der Zeit, kamen die Ureinwohner auf die Idee den Mais zuerst zu trocknen und dann mit einem Stein zu mahlen. Die Maiskörner wurden in eine Tonschale gegeben und mit Hilfe eines Steines gemahlen. Das durch das Mahlen entstandene Maismehl, wurde mit Wasser angereichert um eine knetbare Masse zu erhalten. Mit Hilfe eines Baumstammes wurde die Masse gewallt, um so die flachen Teigtaschen zu erhalten. Die Teigtaschen wurden dann auf dem Feuer gebraten bis sie knusprig waren.
Die Vielseitigkeit der Arepa liegt in der Tatsache, dass es sich um ein Lebensmittel handelt ,welches zu keiner festen Tageszeit eingenommen wird, sondern zum Frühstück, zum Mittagessen wie sowohl auch zum Abendessen zubereitet werden kann. Die Venezolaner bevorzugen die Arepas nach einer langen Partynacht um keinen Kater zu erhalten, sowie auch bei Festen und Hochzeiten darf dieses Menü nicht fehlen.
Die Besonderheit der Arepas ist, dass man bis vor ca. 30 Jahren in vielen Häusern in Venezuela das trockene Mais immer noch auf diese altmodische Art gemahlen und zu Mehl verarbeitet wurde. Die Arepas die auf diese Weise entstanden, wurden «Arepas Pilao Mais» genannt. und wurden ausschliesslich im Holzofen oder auf Grills gebacken wurde. Die Arepa «Pilao Mais» oder auf Deutsch «abgeschälte Arepa» blieb die beliebteste Methode für die Herstellung der Arepas. Heutzutage werden die Arepas aus gekauftem Maismehl gemacht und man benötigt nur noch wenige Zutaten für die Fladen, wie zum Beispiel Wasser und Gewürze. Die Arepas können auf verschiedene Arten gekocht werden. Hier beginnt nicht nur die Arepa Diversifizierung aber seine Internationalisierung, denn dieses Gericht ist in seiner elementaren Form sehr einfach zuzubereiten.
In Venezuela wir der Teig für die Arepas auf verschiedene Arten zubereitet. Beispielsweise wird dem Teig Maniok oder Bananen hinzugefügt um den Geschmack vielseitig zu gestalten. Ebenso wird der Teig teilweise mit Käse oder Speck angereichert, um variierende Geschmäcke zu produzieren. Dank der Neutralität des Geschmackes des Maismehls lassen sich diese Kombinationen gut mit Fleisch oder Gemüse mischen.
Nun kehren wir zurück zur Geschichte der Arepas in Venezuela und Kolumbien. Obwohl in beiden Ländern die Arepa als Hauptspeise gilt, werden sie an beiden Orten verschieden zubereitet. In Kolumbien wird bei der Herstellung der Arepas der Teig unterschiedlich hergestellt. Die kolumbianischen Arepa sind genauso köstlich wie die venezolanischen, unterscheiden sich jedoch leicht im Geschmack. Eine sehr bekannte Kochweise der Arepas in Kolumbien ist die mit einem Spiegelei. Bei diesem Gericht wird die Arepa mit einem Spiegelei gefüllt und dann gebraten.
Im Gegensatz dazu, ist die venezolanische Arepa international bekannt für ihr gefülltes und malerisches Aussehen. Sie erlangte auch internationale Bekanntheit durch ihre historischen Namen wie zum Beispiel «Reina Pepiada» (zu Deutsch; Königin «Pepiada») gefüllt mit Huhn, Avocado, Mayonnaise und Erbsen), Sifrina (gefüllt mit Schinken und Käse), Pelua (gefüllt mit geschreddertem Rindfleisch und einem speziellen, venezolanischen gelben Käse), Domino (gefüllt mit Käse und schwarzen Bohnen), Llanera (gegrilltes Fleisch mit Tomaten und Käse) und noch viele mehr.