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Eine Schweizer Stimme für die Instruktion aus Rom: Pro Ecclesia
In der Schweizer Kirche ist die Instruktion römischen Kleruskongregation, welche die Leitung von Pfarreien ausschliesslich Priestern vorbehalten und Nichtpriestern die Predigt in einer Eucharistiefeier verbieten will, überwiegend auf Kritik gestossen. Der Bischof von Basel und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Felix Gmür, bezeichnete das am 20. Juli in Rom veröffentlichte Dokument in einem Schreiben vom 29. Juli als «theologisch defizitär und klerikalistisch verengt» und hielt fest, in seinem Bistum würden die jetzigen Leitungsmodelle sowie die Berufs- und Amtsbezeichnungen unverändert weiter gelten. Mit der Vereinigung «Pro Ecclesia» – sie bezeichnet sich selbst als «Katholische Volksbewegung» – hat sich nun eine Stimme zur Verteidigung der Instruktion aus Rom gemeldet: «Die konsequente Übertragung der Kirchenleitung an Priester würde es ermöglichen, dass der katholische Glaube, wie ihn die katholische Kirche lehrt, in allen Pfarreien wieder gelebt und gefeiert werden könnte», schreibt die vom Badener Juristen Herbert Meier präsidierte Pro Ecclesia. In ihrer vom 25. September datierten Stellungnahme kritisiert die konservative Vereinigung auch die heutige Praxis der Predigt durch nicht geweihte Theologinnen und Theologen, das Pfarrwahlrecht der Kirchgemeinden und die Tatsache, dass Kirchgemeinden und Landeskirchen unabhängig von Bischöfen und Pfarrern über die Verwendung der Kirchensteuern entscheiden können.
kh