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Claude Mellan, Agrippine (détail), [circa 1671], Kupferstich, 404 x 286 mm, Musée Jenisch Vevey – Cabinet cantonal des estampes, Fondation William Cuendet & Atelier de Saint-Prex, Privatsammlung. Foto Olivier Christinat
Claude Mellan (1598-1688) Schrift über die Methode
von 30. Oktober 2015 bis 7. Februar 2016
Légende
Für Druckgrafik-Freunde glänzt der Name von Claude Mellan besonders hell am Firmament des Kupferstichs. Der französische Künstler (1598–1688), der Virtuosität und Intelligenz vereinte, erfand eine neuartige Sprache, indem er mit einem Netz aus geschmeidigen, leichtfüssigen Linien arbeitete, die allein das Licht wirken lassen. Nach und nach gab er den systematischen Einsatz der Schraffierungen auf und entwickelte eine Kupferstichtechnik, die auf nichts weiter als dem Abstand der Linien und ihrer plötzlichen Verdickung beruht. Mit Hilfe dieser Schrift über die Methode, die voraussetzte, dass er das Bild schon lange zuvor im Geist entworfen hatte, schuf Mellan lebensvolle Porträts seiner Freunde, setzte überraschende Heiligenbilder in Landschaften und erweckte die Modellierung und den Glanz des antiken Marmors auf der Kupferplatte zu neuem Leben. Die Fondation William Cuendet & Atelier de Saint-Prex sieht sich in der glücklichen Lage, das nahezu vollständige Werk dieses Künstlers als Schenkung erhalten zu haben.
Schenkung Isabelle und Jacques Treyvaud Eine Ausstellung der Fondation William Cuendet & Atelier de Saint-Prex