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Couperose
Der Ausdruck Couperose kommt aus dem Französischen und lautet übersetzt “Kupferrose” oder “Kupferfinne”. Damit sind Erweiterungen kleiner oberflächlicher Blutgefäße gemeint, die sich durch eine charakteristische kupferrote Farbgebung auszeichnen. Sie deuten auf eine Schwäche des Bindegewebes hin.
Diese erweiterten Äderchen namens Teleangiektasien treten sowohl bei den Hautkrankheiten Couperose und Rosazea auf: makroskopisch sichtbare Erweiterungen oberflächlich gelegener kleinster Blutgefäße (z.B. Kapillaren) auf der Haut.
Woher kommen die roten Äderchen (Teleangiektasien)?
Die feinen roten Äderchen, die durch die Haut schimmern, zeigen sich meist am deutlichsten auf den Wangen und rund um die Nase.
Die Ursachen: Meist ist Couperose tatsächlich eine Folge von Veranlagung, aber auch von intensiven Sonnenbädern, Bluthochdruck, Alkohol, Bindegewebsschwäche – oder die Folge einer Rosazea. Das ist eine entzündliche Hautkrankheit, deren Auslöser noch nicht ausreichend geklärt sind, die aber leider sehr häufig vorkommt (sogar öfter als Neurodermitis). Das Rhinophym, eine gerötete, knollenförmige Verdickung der Nasenspitze, die sogenannte Knollnase, ist zwar gefürchtet, tritt aber nur im fortgeschrittenen Stadium der Rosazea auf und betrifft meist ältere Männer.
Was tun bei Couperose?
Für die Hautpflege sollte man unbedingt auf eine Spezialpflege zurückgreifen, besonders Kosmetikstudios haben sich auch auf dieses Hautphänomen spezialisiert wie auch Apotheken. Achtet besonders die Inhaltsstoffe der Pflegeprodukte: Parfümierte Produkte enthalten ätherische Öle, die eine übermäßige Durchblutung der feinen Äderchen fördern. Außerdem sollten die Produkte keinen Alkohol, keine Mineralöle und Silikonöle enthalten, denn bei Couperose-anfälliger Haut ist das Auftragen einer fetten Creme eher kontraproduktiv: Die Creme bildet eine Isolierschicht und das Hautgewebe erhitzt sich. Die roten Äderchen treten noch deutlicher hervor. Zu empfehlen ist daher vielmehr eine Versorgung mit ausreichender Feuchtigkeit.
Couperose überschminken: Make-up in Grün
Couperose lässt sich mit speziellen grünen Abdeckstiften kaschieren. Die grüne Schminke wird auf die betroffenen Hautstellen getupft und mit den Fingern oder einem weichen Schwämmchen verteilt und in die Haut eingeklopft. Das Grün ( by nee make up) neutralisiert die geröteten Partien. Anschließend kommt eine normale Grundierung im Hautton darüber, zum Schluss mit Puder mattieren. Wichtig bei der Wahl der Foundation: Ein gut deckendes, hochpigmentiertes Make-up wählen, das langen Halt verspricht. Es gibt auch spezielle kaschierende Kompakt-Puder (mit Grünpigmenten), die zuverlässigdie Rötungen nicht so stark ausgeprägt sind, genügt auch ein hautfarbener dermatologischer Gesichtspuder (einige Produkte enthalten zum Beispiel Rose, Wundklee, Zaubernuss, Schwarztee oder Seide), der optimalerweise talkumfrei ist und nicht austrocknend wirkt.
Ganz wichtig, nicht nur im Sommer: Sonnenschutz
Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (50) oder Sunblocker sind wichtig. Hautärzte empfehlen sogar, nie ohne Sonnenschutz aus dem Haus zu gehen. Denn Sonne kann Couperose verschlimmern. Besonders die Überhitzung der Haut durch direkte Infrarotstrahlung des Sonnenlichts schadet Couperose-Haut. Bei der Wahl der Sonnencreme darauf achten, dass sie keine ätherischen Öle oder starken Duftstoffe enthält. Auch Konservierungsstoffe wie Parabene mag die empfindliche Haut nicht. Es gibt auch Sonnencremes mit kaschierenden grünen oder hautfarbenen Pigmenten, die das zusätzliche Überschminken sparen.
DIY-Couperose-Behandlung durch Gesichtsmassage
Massagen und starkes Rubbeln der geröteten Partien sollten grundsätzlich vermieden werden. Allerdings gibt es eine besondere Massage-Technik, die in der medizinischen Kosmetik angewandt wird. Sie setzt auf Training der Gefäße und kann Couperose mit durchblutungsfördernden Masken und Stimulation des Bindegewebes mildern. Die Behandlung sollte über eine Dauer von drei Monaten erfolgen, am besten einmal wöchentlich. Von medizinisch ausgebildeten Kosmetikerinnen, ab ca. 60 Franken.
Artikel bei www.Brigitte.de