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Bern (awp/sda) - Auf Antrag des Post-Regulators (PostReg) hat Postminister Moritz Leuenberger dem privaten Postanbieter MPC Mail & Packet Company die Konzession entzogen. Dies teilte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Dienstag mit.
Die kleine Firma aus Sirnach TG hatte nicht auf Anrufe und Briefe der Behörde reagiert und verletzte damit die Informationspflichten. Konkret wollte der Regulator prüfen, ob die branchenüblichen Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Mit den Prüfungen wollen die Behörden unter anderem Lohndumping verhindern.
Die Konzession für den Versand ins Ausland von Briefen und Paketen bis 20 Kilogramm hatte MPC im Juli 2007 erhalten. Deklariertes Ziel von MPC war es, für eine internationale Vertriebsgesellschaft, die ihr Lager in die Schweiz verlegt hatte, CDs und DVDs an ausländische Endkunden zu versenden.
Bei der Konzessionserteilung hatten der Regulator und das UVEK die Arbeitsbedingungen bei MPC als "gut" bezeichnet. MPC wollte den Mitarbeitenden gemäss Konzessionsgesuch einen Jahreslohn zahlen, der über dem branchenüblichen Mindestlohn von 42'000 Franken liegt. die wöchentliche Regelarbeitszeit sollte 42 Stunden betragen.
Der Regulator hatte aber schon 2008 Mühe, die Konzessionsbestimmungen zu überprüfen. In letzter Zeit reagierte MPC dann überhaupt nicht mehr auf Anfragen. Die Firma zählte bloss drei bis vier Angestellte, wie ein PostReg-Sprecher auf Anfrage sagte. Es mache den Anschein, dass MPC die Geschäftstätigkeit in der Schweiz eingestellt hatte.
Im Schweizerischen Handelsamtsblatt gab es seit dem Eintrag der Aktiengesellschaft ins Handelsregister im Januar 2007 nur noch eine Meldung zu MPC. Im Juni diesen Jahres wurde vermeldet, dass die Revisionsstelle KPMG ausgeschieden war. Als Aktionäre eingetragen sind zwei niederländische Staatsangehörige.
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