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Marco Odermatt dominiert den Ski-Weltcup der Herren. Er fährt konstant an die Spitze und weist Aleksander Kilde, den Zweiten der Rangliste, in die Schranken. Dass «Odi» nicht nur sportlich, sondern auch finanziell an der Spitze steht, verwundert nicht.
Im Preisgeld-Ranking des Ski-Verbands FIS führt Odermatt mit grossem Abstand – er verdiente bisher 438’000 Franken. In der gesamten letzten Saison summierten sich die Preisgelder auf 565’000 Franken. Gut möglich also, dass es in diesem Jahr noch mehr wird.
Grosse Einkommensunterschiede
Loic Meillard, der zweite Schweizer unter den Top-Ten, verdient auf dem sechsten Platz bereits «nur» noch gut 90’000 Franken und Daniel Yule auf dem achten Platz muss sich mit knapp 65’000 Franken zufriedengeben. Insgesamt ist auffallend, wie stark das Gefälle ist: Der Zehnte verdiente bisher fast siebenmal weniger als der Erste.
Die Ski-Cracks verdienen natürlich nebst den Preisgeldern noch Geld durch Sponsoring – auch hier zeigt sich aber die Bandbreite zwischen den Besten und den hinteren Rängen. Diese Einkommen sind geheim, läppern sich aber zusammen. So soll Marco Odermatt sicherlich eine sechsstellige Summe kassiert haben durch seinen neuen Sponsor Red Bull, wie «Watson» berichtete.
Mikaela Shiffrin einsame Spitze
Bei den Frauen ist die Situation ähnlich. Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die den Frauen-Weltcup dominiert, hat auch bereits reichlich Preisgeld angehäuft: Mit 480'000 Franken verdiente sie sogar um einiges mehr als Marco Odermatt. Die zweitplatzierte Petra Vlhova kommt nicht auf halb so viel, sie verdiente unter 200'000 Franken bisher.
Lara Gut-Berahmi und Wendy Holdener auf den Plätzen vier und fünf verdienten noch um die 150'000 Franken und die dritte Schweizerin in den Top-Ten, Corinne Suter, 100'000. Sie gehören somit noch zu den «Gutverdienerinnen» – denn die Gewinnsummen nehmen gegen hinten schnell ab.
Andere Sportarten zahlen besser
Roger Federer verdiente in seiner Karriere bisher über 130 Millionen Franken an Preisgelder. Natürlich ist der Ausnahmekönner kein Massstab, aber er zeigt die Dimensionen des Tennissports. Denn nur schon beim Sieg eines Grand-Slam-Turniers sind schnell zwei Millionen Franken Preisgeld beisammen, wie «SRF» berichtete.
Ebendarum ist für die Skifahrerinnen und Skifahrer das Sponsoring so wichtig. Denn der Verband Swiss-Ski zahlt keinen Lohn, übernimmt aber Reisen, Hotels und Trainings. Doch auch hier gilt: Das rechnet sich nur, wenn man zu den Besten gehört.
(pal)