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Kobayashi nimmt Kurs auf den zweiten Titel beim Traditions-Event, den er vor drei Jahren per Grand Slam einflog. Er könnte als erster Skispringer überhaupt zweimal alle vier Wettkämpfe gewinnen. In der nunmehr 70-jährigen Geschichte des Klassikers über die Neujahrstage haben nebst ihm erst Sven Hannawald (2002) und Kamil Stoch (2018) beim Abschluss in Bischofshofen zum vierten Mal zugeschlagen.
Der 25-jährige Japaner segelte am Samstag 143 und 135,5 m weit und besiegte den Deutschen Markus Eisenbichler bloss um 0,2 Punkte. Der Bayer wäre der erste deutsche Sieger in Garmisch seit Sven Hannawald im Januar 2002 gewesen. Das Podium komplettierte Lovro Kos aus Slowenien. Kobayashi weist nun wie Simon Ammann 23 Weltcupsiege aus.
Killian Peier klassierte sich wie bereits in Oberstdorf knapp hinter den Top Ten. Der Waadtländer legte Flüge von 130,5 und 132 m in den Hang. Dies ergab Platz zwölf im Einzel- und im Gesamtklassement. Die Overall-Wertung führt Kobayashi mit 13,2 Punkten Vorsprung auf den Norweger Marius Lindvik an.
Gregor Deschwanden zeigte an der zweiten Tournee-Station einen ansprechenden Wettkampf. Die Flüge auf 129 und 130,5 m trugen ihm den 25. Rang ein. Nach Tournee-Hälfte belegt der Luzerner den 14. Rang.
Ammann, der in Oberstdorf mit Platz 13 die siebte Olympia-Teilnahme in trockene Tücher gelegt hatte, kam als 34. nicht in den Finaldurchgang. Er verlor das Duell gegen den Österreicher Daniel Huber, den er mit der von ihm, Martin Schmitt und Hubert Schiffmann gegründeten Firma managt.
Der Tournee-Titelverteidiger Stoch verpasste wie schon in Oberstdorf den Finaldurchgang. Österreichs Mitfavorit Stefan Kraft war an Silvester sogar in der Qualifikation gescheitert.
Nach dem zweiten und letzten Ruhetag am Sonntag geht es nun in Österreich weiter. Am Bergisel in Innsbruck hebt Killian Peier auf jener Schanze ab, auf der er im Februar 2019 zu WM-Bronze gesprungen war.