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Verona verzichtet auf Plan eines mobilen Dachs für die Arena
Entgegen den ursprünglichen Plänen wird die Arena von Verona nun doch nicht überdacht. Dies weil die Denkmalschutzbehörde sich gegen das Projekt am Wahrzeichen der Stadt ausgesprochen hat: Es würde das 2000-jährige Bauwerk und den Platz davor entstellen.
Das mobile Dach würde die Arena und den gesamten Platz davor entstellen, so der Denkmalschutz laut Medienangaben. Damit wurde das Projekt einer Gruppe deutscher Architekten und Ingenieure abgelehnt, die 2017 eine internationale Ausschreibung für das Projekt am Amphitheater der norditalienischen Stadt gewonnen hatte (Baublatt berichtete).
Laut dem Plan hätte eine Art Segel entstehen sollen, das je nach Witterung auch zur Seite geschoben hätte werden können. Die Saison der Arena von Verona hätte damit weit über die Sommermonate hinaus ausgedehnt werden können. 84 Vorschläge waren von einer internationalen Jury geprüft worden. Viele trafen aus dem Ausland ein. Für die Kosten des mobilen Dachs wollte der in Verona angesiedelte Strumpfhersteller Calzedonia aufkommen, der auch den Ideenwettbewerb finanziert hatte.
Instandhaltung wichtiger
«Die Arena ist ein einmaliges Monument. Dieses Juwel mit einer Überdachung zu entstellen, wäre eine Wunde nicht nur für das Amphitheater, sondern auch für den ganzen Platz davor», kommentierte der neue Bürgermeister von Verona, Federico Sboarina, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Flavio Tosi das Überdachungsprojekt bekämpft hatte. Wichtiger als eine Überdachung sei die Instandhaltung der Arena. Dafür sollen in fünf Jahren 14 Millionen Euro ausgegeben werden, kündigte der Bürgermeister an.
Die Arena in Verona ist nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua das drittgrösste der erhaltenen antiken Amphitheater. Die 45 Stufenränge des Zuschauerraums sind jeweils circa 45 Zentimeter hoch und bieten heute 22'000 Zuschauern Platz. Seit 1913 wird das Bauwerk als Theater genutzt. (sda/pb)