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Diese geographische Abteilung ist gartenarchitektonisch betrachtet eine der reizvollsten Anlagen im Botanischen Garten. Die rund 400 Arten stammen aus den Steppen-, Wald- und Gebirgsgegenden der gemässigten bis polaren Klimazonen Asiens. Darunter befinden sich viele altbekannte Pflanzen, die grösstenteils im 19. Jahrhundert in europäische Gärten gelangt sind: Forsythien, Strauch-Hortensien oder Etagen-Primeln. Arten der tropischen und subtropischen Gebiete finden sich im Tropenhaus.
Das Japangärtchen im Zentrum wird wesentlich durch eine Steinlaterne geprägt, die einem Beispiel aus dem Garten des japanischen Kaisers nachgebildet wurde. Bei der Bepflanzung rund um den kleinen Weiher dominieren typische Arten der Flora Japans.
Die Asienpergola, eine Laube, die dicht mit asiatischen Kletterpflanzen berankt ist, gehört zu den beliebtesten Aufenthaltsorten im Botanischen Garten. Beachtung verdient hier auch der ornamentale Bodenbelag aus verschiedenen Natursteinen.
Als Besonderheit blühen in der Abteilung alljährlich Hunderte von Knabenkraut-Primeln (Primula vialii). Aus Distanz erinnert die Schlüsselblume tatsächlich an eine Orchidee aus der Gattung Orchis (Knabenkraut). Zu diesem Eindruck tragen auch die ungewöhnlich langen Blätter und die späte Blütezeit bei. Die natürlichen Standorte der Orchideen-Primel befinden sich in den chinesischen Provinzen Jünnan und Sichuan in Höhen zwischen 3'100 und 3'900 m.ü.M.
Der reiche Baumbestand in der Abteilung widerspiegelt den Gehölzreichtum der gemässigten Zonen Ostasiens. Der Grund dafür liegt darin, dass Asien stets von Eiszeiten verschont blieb.