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An den Curling-Europameisterschaften in St. Gallen gewinnen die Schweizerinnen die ersten drei Partien allesamt. Am Sonntag besiegen sie Deutschland 8:5 und Ungarn 8:6.
Silvana Tirinzoni und ihre Mitspielerinnen Marlene Albrecht, Esther Neuenschwander und Manuela Siegrist hätten nicht besser in ihr erstes EM-Turnier starten können. Die Duelle mit den auf dem Papier stärksten Teams stehen den Curlerinnen des CC Aarau noch bevor. Aber bei ihren ersten drei Siegen zeigten sie überzeugende Leistungen.
Für den 8:5-Erfolg am Sonntagmorgen gegen Deutschland mussten die Schweizerinnen härter kämpfen als für den Auftaktsieg gegen Dänemark. Die Deutschen, deren Skip Daniela Jentsch in vier EM-Teilnahmen nie besser platziert war als im 7. Rang, dominierten in den ersten drei Ends. Die Wende glückte den Schweizerinnen im 5. End. In diesem bauten sie einen Druck auf, dem Jentsch mit ihrem letzten Stein nicht gewachsen war. Auf diese Weise stahlen die Schweizerinnen drei Steine zur 5:2-Führung. Danach kamen die Deutschen aus Füssen bestenfalls noch auf einen Stein heran.
Im Abendspiel gegen die Ungarinnen – die Aufsteigerinnen waren mit überraschenden Siegen gegen Deutschland und Tschechien gestartet – gerieten die Schweizerinnen abermals früh mit zwei Steinen in Rückstand. Ungarns Skip Dorottya Palancsa hatte mit einem prächtigen Doppel-Takeout im 1. End ein Zweierhaus herausgeholt. Die Schweizerinnen wendeten das Blatt noch in der ersten Spielhälfte und liessen die Gegnerinnen nie mehr näher als auf einen Stein herankommen. Zuletzt stand es 8:6.
Am Montag müssen die Schweizerinnen gegen zwei Titelanwärter antreten, zuerst gegen Russland und am Abend gegen Schweden. Die Russinnen stehen nach drei Runden ohne Sieg da, doch können sie jederzeit ins Turnier zurückfinden.