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Das teilte die Wahlkommission am Sonntag auf ihrer Internetseite mit. Die Opposition machte «Unregelmässigkeiten» geltend und erkannte das Wahlergebnis nicht an.
Die Oppositionskandidaten Sidi Mohamed Ould Boubacar und Biram Ould Dah Ould Abeid landeten laut Wahlkommission mit jeweils rund 18 Prozent der Stimmen auf Platz zwei und drei. Ghazouani hatte sich bereits am Sonntagmorgen nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklärt. Die Opposition wies das Wahlergebnis noch vor der offiziellen Bekanntgabe zurück.
Wegen «mehrerer Unregelmässigkeiten» habe die Wahl «jegliche Glaubwürdigkeit» verloren, sagte Ould Boubacar bei einer Pressekonferenz mit drei weiteren Oppositionskandidaten am Sonntag. Das Wahlergebnis bringe «in keiner Weise den Willen des mauretanischen Volkes zum Ausdruck», sagte er.
Die Opposition werde mit allen Rechtsmitteln versuchen, die Wahl anzufechten. Die vier Politiker appellierten an die Bevölkerung, «sich im Rahmen des Gesetzes» gegen den «Staatsstreich» zu wehren.
Die Wähler in Mauretanien hatten am Samstag einen neuen Präsidenten gewählt. Amtsinhaber Abdel Aziz, der sich im Jahr 2008 an die Macht geputscht hatte und bei Wahlen 2009 und 2014 bestätigt wurde, war nach zwei Amtszeiten nicht wieder angetreten. Als grosser Favorit unter den insgesamt sechs Kandidaten galt Ex-Generalstabschef Ghazouani, der im Wahlkampf vor allem Kontinuität und Sicherheit versprochen hatte.
Sein grösster Herausforderer war der ehemalige Regierungschef Ould Boubacar, der von mehreren Oppositionsparteien unterstützt wurde, darunter die islamistische Partei Tewassoul. Die vier anderen Kandidaten galten als Aussenseiter.
Vier Kandidaten, darunter Ould Boubacar und Ould Abeid, hatten bereits am Samstagnachmittag über Unregelmässigkeiten bei der Abstimmung und den Rauswurf von Vertretern der Opposition aus einigen Wahllokalen geklagt.
Die Wahlkommission erklärte hingegen, es habe keine grösseren Probleme gegeben. Sie rief die Kandidaten zu «Umsicht und Zurückhaltung» auf. Sie hoffe, dass das ruhige Klima des Wahlkampfs und des Wahltags bestehen bleibe, hiess es in einer Mitteilung.
Die Opposition hatte schon vor der Abstimmung vor Wahlbetrug gewarnt und die Nationale Wahlkommission als parteiisch kritisiert. Ausländische Wahlbeobachter wurden nicht zugelassen.
Rund 1,5 Millionen der insgesamt 4,5 Millionen Einwohner des überwiegend muslimischen Staates waren zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei rund 63 Prozent.
(SDA)