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Die Sopranistin Sybille Diethelm stammt aus Schübelbach SZ. Ihr Gesangsstudium begann sie an der Zürcher Hochschule der Künste bei Lena Hauser. Nach dem Vordiplom wechselte sie an die Musikhochschule München in die Gesangsklassen von Juliane Banse und Wolfgang Brendel. Gleichzeitig wurde sie in die Bayerische Theaterakademie August Everding aufgenommen. Im Frühjahr 2012 schloss sie mit den beiden Solistendiplomen als Opern- und Konzertsängerin ab.
Sie besuchte Meisterkurse bei Margreet Honig, Klesie Kelly, Edith Mathis sowie Silvana Bazzoni-Bartoli und ist Preisträgerin des Migros-Gesangswettbewerbs. Erste Opernpartien verkörperte sie in Glucks „Pilger von Mekka“ und Purcells „The Fairy Queen“ im Prinzregententheater München sowie in der Uraufführung von Müller-Wielands Oper „Aventure Faust“ in der Reaktorhalle München.
Seit 2009 ist sie Mitglied im Konzert- und Opernensemble des „Festival Cultural Origen“, in dessen Rahmen sie unter der Leitung von Clau Scherrer diverse Oratorien- und Opernpartien erarbeiten konnte. Unter Helmuth Rilling sang sie Bachs „Johannespassion (2011)“ sowie die „Matthäuspassion (2013)“ in der Stuttgarter Stiftskirche.
Viel Aufmerksamkeit schenkt sie der Kammermusik und dem Kunstlied. Mit ihren beiden Duopartnern Fabienne Romer und Edward Rushton arbeitet sie beständig an neuen Programmen. Im Sommer 2012 nahm sie in Moskau ihre erste Kammermusik-CD auf, im Frühjahr 2014 folgt eine CD mit Liedern von Schweizer Komponisten.
Wenn man über das Galatea Quartett schreibt, muss man sich gleich ins Bild setzen, ob es nicht gerade wieder einen illustren Preis geholt hat, den man unter allen Umständen nicht unterschlagen sollte. Und genau so ist es auch jetzt: Im Juni dieses Jahres hat es den Förderpreis des Kantons Zürich erhalten, für die Vielfältigkeit seiner Tätigkeit, die bis in die modernste Musik hineinreicht und auch nicht vor spartenübergreifenden Projekten zurückschreckt. Schon mehr als fünfzig Mal hat es die von Daniel Fueter arrangierte Musik der Pink Floyd zum Stück „To the dark Side of the Moon“ gespielt. Zwei Frauen und zwei Männer huldigen seit der Gründung des Quartetts im Jahre 2005 der schönen Galatea, die als Elfenbeinstatue den griechischen König Pygmalion derart fasziniert hat. Sie erwecken aber nicht den schönen Stein, sondern das papierene Notenmaterial zum Leben: Yuka Tsuboi aus Japan (Violine, Studium in England), die Geschwister Sarah (Violine) und Julien Kilchenmann (Cello) sowie der Violaspieler Hugo Bollschweiler, alle drei aus der Schweiz.
Mit von der Partie ist Vital Julian Frey, der dank der Konzentration auf das Cembalo heute zu den profiliertesten Spielern seines Fachs gehört; als Solist und Kammermusiker pflegt er ein breites Repertoire, mit dem Ziel, sein Instrument „in der Musikszene neu zu positionieren“.
Jakob Knaus