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Die Schweizer Asylbehörden trennen Familien, reissen Kinder aus ihrer Schulklasse und unterbrechen die Behandlung von Kranken, damit ein anderes Land ihre Asylgesuche behandelt. Fordern Sie den Bundesrat und die Kantonsregierungen auf, die strikte Anwendung der Dublin-Verordnung nicht länger vor die Menschenrechte der Flüchtlinge zu stellen!
Hier finden Sie zusätzliche Informationen swoe die Möglichkeit den Appell online zu unterzeichnen.
Unter diesem Link können Sie den Unterschriftenbogen herunterladen, ausdrucken und in Ihrem Bekanntenkreis weitere Unterschriften sammeln. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz für die Menschenrechte.
Die Dublin-Verordnung umfasst ausdrücklich eine spezielle Klausel: Jeder Mitgliedstaat hat die Freiheit, ein eingereichtes Asylgesuch aus humanitären Gründen und in Härtefällen selber zu behandeln – auch dann, wenn nach Dublin-Kriterien ein anderes Land zuständig wäre.
Die Schweiz muss diesen humanitären Spielraum vermehrt nutzen und Asylgesuche, von Personen, die aus einem anderen europäischen Land in die Schweiz eingereist sind, selber behandeln, wenn:
- es sich um Familien / Alleinerziehende mit Kleinkindern oder Kindern im Schulalter handelt,
- medizinische Probleme eine regelmässige Behandlung erfordern,
- die Betroffenen in der Schweiz wohnhafte Familienangehörige haben,
- andere aussergewöhnliche Umstände und humanitäre Gründe vorliegen.
Es geht dabei nicht allein um die Menschenrechte von Flüchtlingen und um den Schutz besonders verletzlicher Personen, sondern auch um Solidarität mit Ländern wie Italien, die an den Aussengrenzen Europas liegen und aufgrund dessen mit viel mehr Asylgesuchen als die Schweiz konfroniert sind.