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Mitweinen, mitfühlen, mitkämpfen, mitnötig sein: Nichts kennzeichnet den Menschen Käthe Kollwitz und das Werk besser als diese emotionale und auf Gemeinsamkeit zielende Präposition "mit". Käthe Kollwitz wollte wirken, nicht um des Erfolges willen, sondern aus innerer Notwendigkeit heraus und um einzugreifen in ihre Zeit; sie wollte nicht dürres Blatt am absterbenden Baum sein. Der Mensch steht im Mittelpunkt dieses Werkes. Er beherrscht es exklusiv; Käthe Kollwitz' Œuvre enthält weder Landschaften noch Stilleben
Portrait
Catherine Krahmer, 1937 in Ostpreussen geboren und in Frankreich aufgewachsen, studierte in Oxford, München und Paris Soziologie, Literatur und Kunstgeschichte. Sie promovierte bei André Chastel an der Sorbonne und lehrte an der Universität von Eugene, Oregon/USA. Sie lebt als freie Autorin in Paris. Sie veröffentlichte in Deutschland 'Der Fall Yves Klein' und zusammen mit J. Müller-Marein '25mal Frankreich' (1974 bzw. 1977). Herausgeberin der Korrespondenz Richard Dehmel – Henri Albert (1998) sowie der Briefe und der Tagebücher von Julius Meier-Graefe (2001 bzw. 2009). Für 'rowohlts monographien' schrieb sie die Bände über Ernst Barlach und Käthe Kollwitz.