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Neue Aufzeichnungsmedien haben im 20. Jahrhundert nicht nur die Verbreitung und die Rezeption von Musik verändert, sondern auch die kreativen Möglichkeiten: Klänge konnten an verschiedenen Orten drinnen oder draussen aufgezeichnet, kopiert, transformiert, geschnitten und neu angeordnet werden. Das führte zu kollektiven Arbeitsprozessen und künstlerischen Verfahren, die in heutigen digitalen Praktiken eine Fortsetzung finden. Das Projekt untersucht den kreativen Umgang mit Grammophon und Tonband in Musik- und Technikgeschichte. Es geht Fragen zum Einsatz neuer Technologien im kompositorischen Schaffen nach, aber auch zu Zugänglichkeit, kollektiven Praktiken, technischen Bedingungen und theoretischen Konzepten von Mensch und Maschine. Eine Fallstudie behandelt die kreative Auseinandersetzung mit dem Tonband in den frühen 1950er Jahren in Amateurszene, elektroakustischer Musik und Filmproduktion.