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Informelle und unentgeltlich erbrachte Unterstützungsleistungen sind eine wichtige Dimension der Beziehung zwischen Kindern und Eltern. Obwohl die gegenseitige Hilfe zwischen Eltern und Kindern einen wichtigen Teil ausmacht, wird Care-Arbeit auch zugunsten von weiteren nahestehenden Personen geleistet. Diese Beiträge können in gewissen Fällen staatliche Leistungen ergänzen oder ersetzen.
Das Alter hat einen Einfluss darauf, welche Art von Care-Arbeit geleistet wird, wobei die 55-64 und die 65-80-Jährigen am meisten Care-Arbeit leisten.
Insbesondere bei den 55- bis 64-Jährigen, bei denen die Mehrheit noch erwerbstätig ist, können die Erwerbsarbeit und die verschiedenen Care-Aufgaben in Konkurrenz zueinander treten und zu einer hohen emotionalen und zeitlichen Belastung führen.
Ein starkes berufliches Engagement geht in der Regel mit einem geringeren Engagement im Care-Bereich einher. Allerdings ist der Anteil der 55- bis 64-jährigen Frauen, die Care-Arbeit leisten unabhängig von der Erwerbssituation rund doppelt so hoch wie jener der Männer.
Neben der Care-Arbeit – einer Form von immaterieller Unterstützung – findet auch ein materieller Austausch zwischen verwandten oder einander nahe stehenden Personen statt, die in unterschiedlichen Haushalten leben.
Materielle Transfers gibt es hauptsächlich zwischen Eltern und Kindern. Am meisten finanzielle Unterstützung leisten die 55-64-Jährigen. Knapp eine von zehn Personen dieser Altersgruppe hat in den letzten 12 Monaten einen Betrag von mindestens 500 Franken an ihre Kinder geleistet.
Abgesehen von einzelnen sehr hohen Zuwendungen betragen die finanziellen Transfers in der Hälfte der Fälle zwischen 1 500 und 9 000 Franken, wobei je ein Viertel über und ein Viertel unter dieser Bandbreite (1. und 3. Quartil) liegt.
Die Höhe der Zuwendungen ist abhängig von der Beziehung zwischen der leistenden und der empfangenden Person. Am höchsten sind die Beträge, die Eltern ihren ausserhalb des Haushalts lebenden Kindern zukommen lassen.