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Die Rigibahn hat die Entwicklung des Dorfes entscheidend beeinflusst. Noch bis in die Mitte des 19. Jh. hinein war Vitznau ein kleines verschlafenes Fischerdörfchen. Jagd und Fischfang waren Hauptbeschäftigung. Mit der Aufforstung der Gegend begann die Viehzucht und Alpwirtschaft.
Das milde Klima erlaubte sogar den Anbau von Wein. Noch heute zeigt das
gute Gedeihen mehrerer exotischer Bäume die Milde des Klimas. Seit 1816
auf der Rigi das erste Kulmhaus entstand, verdienten sich einige
Vitznauer ein paar zusätzliche Franken durch die beschwerliche
Rigiträgerei. Reichlich floss aber diese Verdienstquelle nicht, da das
Dorf allzu abseits von den Verkehrswegen lag.
Erst 1866 baute der Kanton
den steinigen Fussweg nach Weggis zu einer Strasse aus, zwanzig Jahre
späer, 1886 folgte die Strassenverbindung nach Gersau. Auch für den
Verkehr über den See blieb Vitznau lange Zeit ein Stiefkind: Vitznau
profitierte wenig von der Dampfschiffahrt, man musste in Weggis oder
Hertenstein einsteigen. Später kam das Schiff nach Vitznau, allerdings
legte es nicht an. Ein Ruderboot, ein sogenanntes Stationsschiffchen,
brachte die Passagiere von der Pension Pfyffer (Park Hotel Vitznau)
hinaus zum Schiff.
Beim Bau der Rigibahn verlegte man dann die
Schiffsanlegestelle ins Dorf hinein zur Bahnstation. Der Bau der
Rigibahn durch Nikolaus Riggenbach entwickelte schliesslich Vitznau vom
Fischerdorf zum Kurort, brachte den eigentlichen Aufschwung des
Fremdenverkehrs in der Schweiz, ganz besonders in Luzern und auf dem
Vierwaldstättersee.
Textauszüge aus der Homepage der Gemeinde Vitznau, 'Geschichte von Vitznau'