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USA: freiwillig weniger Treibhausgase - Leistungssteigerungsprogramm der Kernkraftwerke
Das amerikanische Department of Energy (DOE) hat mit «Power Partners» - einer Interessengruppe bestehend aus der American Public Power Association, dem Edison Electric Institute, der Electric Power Supply Association, dem Large Public Power Council, der National Rural Electric Coopérative Association, dem Nuclear Energy Institute (NEI) und der Tennessee Valley Authority - ein Memorandum of Understanding zur Reduktion der Treibhausgase im Stromsektor unterzeichnet.
Ziel dieser freiwilligen Public-private-partnership ist es, gemeinsam die prioritären Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsfelder für neue Technologien zur Reduktion von Treibhausgasen zu identifizieren. Das Übereinkommen ist das erste dieser Art im Elektrizitätsbereich und Teil des Programms «Climate VISION» (Voluntary Innovative Sector Initiatives: Opportunities Now). Mit dieser am 12. Februar 2003 lancierten Initiative will der Präsident die Treibhausgas-Emissionsintensität der amerikanischen Wirtschaft (Emission von Kohlenstoff-Äquivalenten pro Einheit Wirtschaftsleistung) zwischen 2002 und 2012 um 18% reduzieren.
Bereits Ende 2002 hatte das NEI dem damaligen Energieminister Spencer Abraham in einem Schreiben mitgeteilt, dass in Unterstützung der Ziele des Präsidenten die amerikanischen Kernkraftwerke ihre Leistung um rund 10'OOO MW steigern könnten. In seinem Statusbericht vom 13. Dezember 2004 teilt jetzt das NEI mit, dass die Nuclear Regulatory Commission (NRC) bis heute Leistungssteigerungen von 2296 MW bewilligt hat und gegenwärtig weitere Leistungserhöhungen von 1072 MW prüft. Zudem erwarte die NRC aufgrund der Angaben der Kernkraftwerksbetreiber bis Ende 2008 Gesuche für weitere 947 MW. Schliesslich werde der Block 1 des Kernkraftwerks Browns Ferry nach einer Investition von USD 1,7 Mrd. im Jahr 2007 wieder den Betrieb aufnehmen, wodurch nochmals 1280 MW zur Verfügung stehen werden.
Insgesamt stehen nach Angaben des NEI somit Kapazitätssteigerungen von 5595 MW in Aussicht - mehr als die Hälfte der anvisierten 10'OOO MW. Weitere Steigerungen der nuklearen Stromproduktion erwartet das NEI unter anderem von der weiteren Verbesserung der Verfügbarkeit der Kernkraftwerke.
Quelle
M.S. nach Medienmitteilungen DOE und NEI, 13. Dezember 2004