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Durch den Hurrikan «Irma» sind mindestens vier Menschen auf den Amerikanischen Jungferninseln ums Leben gekommen. Das teilten Behördenvertreter des zu den USA gehörenden Gebiets am Donnerstag (Ortszeit) mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Zuvor waren mindestens sieben Menschen durch den Wirbelsturm getötet worden, der bereits verheerende Zerstörungen auf den Ferieninseln Saint-Martin, Saint Barthélemy und Barbuda anrichtete. Durch die Wucht des Hurrikans wurde ein Grossteil der Häuser zerstört, die Versorgung mit Strom, Trinkwasser und Benzin brach zusammen. Bäume knickten reihenweise um.
Mindestens zwei Todesopfer wurden aus Puerto Rico gemeldet. In dem US-Aussengebiet war mehr als die Hälfte der drei Millionen Einwohner ohne Strom. Angesichts von Überschwemmungen im Zentrum und Norden der Insel mobilisierte der Gouverneur von Puerto Rico, Ricardo Rossello, die Nationalgarde. Zudem liess er Notunterkünfte für bis zu 62'000 Menschen einrichten.
Notstand ausgerufen
Hurrikan «Irma» wütete auf seinem Durchzug durch die Karibik auch auf den Britischen Jungferninseln. Gouverneur Gus Jaspert sagte in einer vom britischen Sender BBC in der Nacht zum Freitag verbreiteten Audionachricht, es gebe Berichte von Toten und Verletzten. Er rief den Notstand für das britische Überseegebiet aus. «Ich bin tief getroffen», sagte Jaspert.
«Irma» war am Mittwoch mit Hurrikan-Stärke 5 über die nördlichen Antillen hinweggefegt. Nach Angaben von Meteorologen zählt er zu den stärksten Stürmen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Atlantik.
Der amerikanische Energieversorger Florida Power & Light nimmt unterdessen wegen des heranziehenden Wirbelsturms «Irma» vorsorglich zwei Atomkraftwerke vom Netz. «Wir werden sie sicher herunterfahren», sagte Unternehmenssprecher Rob Gould am Donnerstag (Ortszeit).
Die Atomkraftwerke Turkey Point und St. Lucie liegen an der Atlantikküste Floridas rund sechs Meter über dem Meeresspiegel. Florida Power & Light ist eine Tochter des börsennotierten Konzerns NextEra Energy. (sda/afp/reu/dpa)