Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03551.jsonl.gz/405

Dass die Grossbank eine hohe Busse bezahlt hat, wusste man schon zu Beginn der Woche. Immerhin konnte die UBS unter der ursprünglich geforderten Summe bleiben.
Die Schweizer Grossbank UBS hat ihren Rechtsstreit in den USA über umstrittene Hypothekengeschäfte durch eine Zahlung von 885 Millionen Dollar (828 Millionen Franken) beigelegt. Die für die beiden grössten staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zuständige Aufsichtsbehörde, die Federal Housing Finance Agency (FHFA), gab den Vergleich gestern bekannt.
Demnach zahlt die UBS rund 415 Millionen Dollar an Fannie Mae und 470 Millionen Dollar an Freddie Mac. Im Gegenzug lasse die FHFA ihre Vorwürfe fallen, die Grossbank habe die beiden professionellen Investoren bei Hypotheken-Geschäften in die Irre geführt.
Die UBS hatte bereits am Montag mitgeteilt, sich im Rechtsstreit mit der FHFA grundsätzlich geeinigt zu haben. Die Einigung bedeutet laut der US-Behörde kein Schuldeingeständnis der UBS.
Auch Credit Suisse betroffen
Die Regulierungsbehörde hatte der UBS vorgeworfen, Fannie Mae und Freddie Mac zwischen 2005 und 2007 Subprime-Hypotheken auf der Basis von Dokumenten verkauft zu haben, welche falsche Angaben enthielten oder nicht vollständig waren. Die FHFA hatte einen finanziellen Schaden von mehr als 1,1 Milliarden Dollar geltend gemacht.
Mit ähnlichen Vorwürfen war die Behörde gegen zahlreiche weitere Institute vorgegangen, unter ihnen auch die Credit Suisse.
Die beiden grössten Baufinanzierer der USA waren ursprünglich private, aber vom Staat unterstützte Unternehmen. Sie hatten Hypotheken von Banken und anderen Kreditinstituten gekauft, sie gegen Kreditausfall versichert und die Pakete an Investoren in der ganzen Welt verkauft.
Als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise immer mehr Schuldner ihre Kredite nicht mehr abbezahlen konnten, mussten Fannie Mae und Freddie Mac für die Verluste aufkommen und gerieten ins Straucheln.
Im September 2008 wurden die Geldhäuser wegen drohenden Konkurses schliesslich verstaatlicht und von der US-Regierung mit Milliardenbeträgen gerettet.
(jev/tke/sda)