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Paare und Familien unter Stress
Aufgrund des Lockdowns könnten die Spannungen in den eigenen vier Wänden zunehmen. Es ist wichtig zu wissen, dass:
- Sich für eine Weile zurückzuziehen, sich Zeit für sich selbst zu nehmen oder einen Spaziergang zu machen (unter Einhaltung der Vorschriften) nützlich sein kann, um den Druck in der Familie zu verringern.
- Es Ratschläge und Hilfenummern speziell für Männer, die sich unter Druck fühlen, gibt.
- Die Folgen der neuen Coronavirus-Epidemie keinesfalls Gewalt rechtfertigen.
- Die Polizei, sowie die Hilfs- und Unterstützungsdienste für Opfer häuslicher Gewalt weiterhin über die üblichen Wege zur Verfügung stehen.
- Opfer von häuslicher Gewalt die Wohnung verlassen dürfen, um Hilfsangebote von ausserhalb der Wohnung zu kontaktieren.
- Nachbarn die Polizei rufen sollten, wenn sie Gewalt vermuten.
Während des Lockdowns ist man gezwungen, in den eigenen vier Wände noch enger zusammenzuleben. Dies kann Stress, Angst und Isolation verstärken und Spannungen verschärfen. Falls der Druck zunimmt, ist es wichtig, dies zu berücksichtigen. Um diesen Druck zu verringern, kann es nützlich sein, sich etwas Zeit für sich selbst zu nehmen, z.B. für sportliche Aktivitäten, die mit den Vorschriften vereinbar sind, sich für einen Moment zurückzuziehen, Freundinnen, Freunde oder Verwandten anzurufen oder unter Einhaltung der Vorschriften Luft zu schnappen.
Konkrete Empfehlungen können auch dazu beitragen, die Spannungen zu Hause zu bewältigen. Ratschläge für Männer, die sich unter Druck fühlen, finden Sie hier.
Bei Paaren und Familien, die bereits häusliche Gewalt erlebt haben, besteht die Gefahr, dass sich die Situation verschlimmert. Die vielfältigen Folgen der neuen Coronavirus-Epidemie stellen uns alle auf die Probe, aber sie rechtfertigen in keiner Weise Gewalt. Zögern Sie nicht, um Hilfe zu bitten. Ambulante Unterstützungs- und Beratungsdienste stehen weiterhin durch telefonische Beratung zur Verfügung. Die Notunterkünfte sind geöffnet und die Polizei ist 24 Stunden am Tag erreichbar.
Jeder von uns trägt bei Verdacht auf häusliche Gewalt Verantwortung. Wenn wir Zeugen häuslicher Gewalt sind oder einen Verdacht haben, ist es unsere Pflicht, die Polizei zu rufen. Wir können auch den Kontakt zu Freundinnen, Freunden oder Verwandten verstärken, von denen wir wissen, dass sie in ihrer Beziehung Schwierigkeiten haben.
Alle verfügbaren Ressourcen in Ihrem Kanton, die sich mit häusliche Gewalt auseinandersetzen, sind nachstehend aufgeführt.
TELEFONNUMMERN UND NÜTZLICHE ADRESSEN NACH KANTONEN
- Telefonnummern sind 24 Stunden am Tag verfügbar
- Informationen der Eidgenossenschaft :
- Freiburg
- Wallis
RESSOURCEN
- Überlebenskit für Männer unter Druck, hergestellt von Männer.ch; erhältlich in 10 weiteren Sprachen
- Konkrete Empfehlungen für den Umgang mit Spannungen zu Hause, erstellt von der Vereinigung EX-expression
- SRF Fokus – 10 vor 10 – 31.03.2020 :
- Sendung Echo der Zeit - Radio SRF1, 23.03.2020 «Corona und häusliche Gewalt»
- Neue Zürcher Zeitung Artikel, 24.03.2020 - Angst vor häuslicher Gewalt