Document ID: /entscheidsuche_html/filtered/documents_0419.jsonl.gz/669

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2011.01077 III. Kammer Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer als Einzelrichterin Gerichtsschreiber Sonderegger Urteil vom 28. Mai 2013 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Sonja Gabi Gabi Zarro von Gunten, Rechtsanwälte Flurstrasse 30, 8048 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Mit Verfügung(en) vom 26. August 2011 (Urk. 2/1-3) sprach die Sozialversiche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, X.___ mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010 eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 40 %), mit Wirkung ab 1. März bis 31. Mai 2010 eine ganze Rente (Invaliditäts grad 100 %) und mit Wirkung ab 1. Juni 2010 wiederum eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 45 %) zu, nebst einer (akzessorischen) Kinderrente für die Tochter Y.___ bis und mit August 2010 (vgl. Urk. 2/3). 2. Gegen den ersten Teil der Rentenverfügung vom 26. August 2011 beziehungs weise gegen die Zusprechung der Viertelsrente für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 (Urk. 2/1) liess X.___, vertreten durch Rechtsanwäl tin Dr. Sonja Gabi, Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihr für diese Monate eine volle (gemeint wohl: eine ganze) Invalidenrente zuzusprechen; unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). Die IV-Stelle stellte in ihrer Vernehmlassung vom 9. November 2011 (Urk. 6) den Antrag auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 10. November 2011 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde. Am 15. November 2011 (Urk. 10) liess die Beschwerdeführerin eine Aufstellung ihrer Arbeitsunfähigkeiten vom 14. November 2007 „bis heute“ und die entspre chenden Arztzeugnisse in chronologischer Reihenfolge nachreichen (Urk. 11/1-18; siehe auch Urk. 3); diese Unterlagen wurden in der Folge der Beschwerde gegnerin in Kopie zugestellt (Urk. 12). 3. Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer ). 2. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind. Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf e i ne halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.2 Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bedeutet begrifflich die durch den Gesundheitsschaden bedingte Einbusse an funktionellem Leis tungsvermögen im bisherigen Beruf (Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl., S. 278). 3. 3.1 Strittig ist vorliegend lediglich die Höhe der Invalidenrente für die ersten drei Monate des Rentenanspruchs (Monate Dezember 2009 bis Februar 2010). Aus drücklich nicht bestreiten lässt die Beschwerdeführerin hingegen den Beginn der (für den strittigen Rentenanspruch massgeblichen) Wartezeit im Dezember 2008 (siehe zum Ganzen: Beschwerdeschrift Urk. 1). Für die Höhe der Invalidenrente der ersten drei Anspruchsmonate ist die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Wirtin während des einjährigen Wartejahres von Dezember 2008 bis Dezember 2009 ausschlagge bend. 3.2 Aus dem „Feststellungsblatt für den Beschluss“ vom 11. Februar 2011 und demje nigen vom 6. Juni 2011 (Urk. 8/90/7 und Urk. 8/97/2) geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit wie folgt berechnete: Sie ging vom 26. Dezember 2008 bis 31. August 2009 (= 249 Tage) von einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % sowie vom 1. September 2009 bis 25. Dezember 2009 (= 116 Tage) von einer solchen von 60 % und damit von einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während 365 Tagen von 40 % aus. Nach Meinung der Beschwerdeführerin betrug demgegenüber die durchschnittli che Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres gestützt auf die ärztlichen Bescheinigungen mehr als 75 % (Urk. 1). Die diesen Zeitraum betreffenden Arztzeugnisse für Arbeitsunfähigkeit (Übersicht: Urk. 3 und 11/1) sind - bis auf das letzte (Urk. 11/11) – alle von Dr. med. Z.___, Leitender Arzt Orthopä die/Handchirurgie der A.___, Zürich, unterschrieben worden und ergeben eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 79.58 % (Urk. 11/5-10). 4. 4.1 Den Akten ist bezüglich der Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres (Dezem ber 2008 bis Dezember 2009) Folgendes zu entnehmen: 4.1.1 Die IV-Stelle hatte am 18. März 2008 Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Rheumatologie, Innere Medizin und Manuelle Medizin (SAMM), den Auftrag erteilt, die Versicherte zu begutachten. Im Gutachten vom 6. Juni 2008 stellte Dr. B.___ die folgenden (Haupt-)Diagnosen: aktivierte Gonarthrose rechts, fort geschrittene Rhizarthrose rechts, schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Daumengrundgelenk links und Status nach arthroskopischer Limbuskapselrefi xation ventral, dosierte Acromioplastik und Resektion AC Gelenk Schulter links 04.03.08 (Urk. 8/17/6). Zum Grad der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig keit als selbständige Wirtin führte er aus, die 54-jährige Explorandin sei durch die verminderte Belastbarkeit des rechten Knies wegen der aktivierten Gon arthrose, durch die Einschränkung im Gebrauch der rechten dominanten Hand wegen der subluxierten aktivierten Rhizarthrose, durch die eingeschränkte Greiffähigkeit der linken Hand wegen Kraftminderung und durch die Bewe gungseinschränkung des Daumens limitiert. Die operierte linke Schulter schliesse Überkopfarbeiten aus. Die Gehfähigkeit sei zurzeit deutlich einge schränkt. Manuelles Hantieren sei leicht ganztags möglich, mittelschwer nur selten und schwer ausgeschlossen. Die Explorandin könne administrative Arbeiten ausführen, vorwiegend sitzend. Sie sei nicht in der Lage sich am Ser vice zu beteiligen, Tische zu decken oder Geschirr aufzutragen. Stehende Arbeiten am Buffet seien höchstens im Umfang von 30 % möglich. Das Herum tragen von Flaschen oder Harassen sei ausgeschlossen. Aufgrund der vorliegen den Dokumentation bestehe die Einschränkung in diesem Umfang seit August 2007 wegen der aktivierten Gonarthrose und seit Mai 2007 wegen der Funk tionseinschränkung der linken Hand. Wann die Rhizarthrose rechts symptoma tisch geworden sei, lasse sich nicht mit Sicherheit objektivieren (Urk. 8/17/7 und 8). 4.1.2 Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin vom Regionalen Ärztli chen Dienst der IV-Stelle (RAD), fand diese Einschätzung - 30%ige Arbeitsfä higkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit Mai 2007 - in seiner Stellung nahme vom 27. Juni 2008 nachvollziehbar (Urk. 8/21/4). Die (damalige) Ermittlung des Invaliditätsgrades (gemäss der ausserordentlichen Methode) ergab aber lediglich einen Invaliditätsgrad von 36 % (siehe Feststellungsblatt für den Beschluss, Urk. 8/21/4) und damit keinen Anspruch auf eine Rente (Vorbescheid vom 28. Oktober 2008, Urk. 8/23 und 24). 4.1.3 Die Beschwerdeführerin liess gegen den vorgesehenen Entscheid am 21. Januar 2009 Einwände erheben und monieren, dass sich das Gutachten nicht zum Grad der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit äussere. Denn wenn der RAD schreibe, eine 30%ige Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ab Mai 2007 sei nachvollziehbar, so könne sich diese Aussage jedenfalls nicht auf das Gutachten B.___ abstützen. Im Gutachten B.___ sei von 30 % Arbeits fähigkeit die Rede, allerdings nur in Bezug auf stehende Arbeiten am Buffet. Es sei aufgrund der dokumentierten multiplen Schäden des Bewegungsapparates offensichtlich, dass der Gesamtgrad der Arbeits [ un ] fähigkeit der Versicherten deutlich höher sein müsse. Sofern die IV Stelle an den „%-Ausfall-Zahlen“ ge mäss Abklärungsbericht festhalte, so werde der Antrag gestellt, den Gutachter zu ersuchen, den Grad der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht nachträglich noch festzulegen (Urk. 8/32/2). 4.1.4 In der Folge antwortete Dr. B.___ auf die entsprechende Anfrage der IV-Stelle, es sei schon richtig, dass die Festsetzung eines Prozentausfalls durch die allei nige medizinisch theoretische Einschätzung bei der bestehenden Multimorbidi tät schwierig sei. Eine differenzierte Abklärung, welche Tätigkeiten in welchem Umfang bei der Arbeit als Wirtin noch möglich und zumutbar seien, könne nur durch eine Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) mit Jobmatch beurteilt werden. Da aber offenbar ein operativer Eingriff unmittelbar bevorstehe, werde diese ergänzende Abklärung sinnvollerweise danach durchgeführt (Urk. 8/35/1). 4.1.5 Die Beschwerdeführerin musste sich am 20. Januar 2009 einer Operation in der A.___ (Operateur Dr. Z.___) an der rechten (dominanten) Hand unterziehen. Gemäss Schreiben der Rechtsvertreterin vom 5. Mai 2009 ist die Beschwerdeführerin „seither und noch bis Ende dieses Monats 100 % arbeits unfähig“. Sie gehe davon aus, dass unter diesen Umständen die von Dr. B.___ vorgeschlagene EFL mit Jobmatch nicht durchgeführt werden könne. Sodann habe ihre Mandantin den Pachtvertrag für ihr Restaurant per Ende Mai 2009 auflösen können. Sie sei nun auf der Suche nach einer neuen, der bestehenden Multimorbidität besser angepassten Arbeit. Ab Juni 2009 beziehungsweise ab Erreichen des Endzustandes nach der Handoperation werde die Situation ohne hin neu beurteilt werden müssen (Urk. 8/38/1). 4.1.6 Die IV-Stelle ersuchte in der Folge Dr. Z.___ um einen Arztbericht (Urk. 8/42). Unter anderem weil die Patientin offenbar bereits einmal medizinisch beurteilt worden sei, ihm diese Akten aber nicht vorlägen, und „bei dieser Arthrose von verschiedensten Gelenken eine korrekte medizinische Beurteilung, wahrschein lich interdisziplinär, angezeigt“ sei, wollte Dr. Z.___ medizinisch keine Stel lung beziehen (Schreiben vom 27. Mai 2009; Urk. 8/42/6). Es liegen somit lediglich der Operationsbericht vom 20. Januar 2009 (Urk. 8/52/9) sowie Berichte über Konsultationen beziehungsweise Verlaufskontrollen - so vom 2. März, 7. und 29. April sowie vom 27. Mai 2009 (Urk. 8/52/3-8) - vor. 4.1.7 Die Beschwerdegegnerin veranlasste deshalb ein Gutachten bei D.___, Facharzt für Rheumatologie, Innere Medizin sowie Manuelle Medizin (SAMM) und Ultraschall am Bewegungsapparat (SGUM). Am 24. August 2009 führte dieser die Untersuchung für sein Gutachten vom 18. Oktober 2009 durch. Als Hauptdiagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (ganzer Diagnosenka talog siehe Urk. 8/55/9) nannte er posttraumatische Rhizarthrosen bds. symp tomatisch rechts (ICD-10: M18.2), posttraumatische Pangonarthrose rechts (ICD 10: M17.3) und symptomatische Periarthropathia humeroscapularis (ICD 10: M75.4). Unter Ziffer 6.2. „Beurteilung der Arbeitsfähigkeit“ führte er unter anderem aus, aus rheumatologischer Sicht sei die Versicherte in der zuletzt aus geübten Tätigkeit einer Wirtin ohne Hebe- und Tragbelastungen, vorzugsweise für leichte Büroarbeiten noch zu 25 % einsatzfähig ab Datum der Begutachtung. Die vorbestehende Einschätzung durch Dr. B.___ erscheine bei damals noch klinisch stummer rechter Schulter nachvollziehbar, dies auch bezüglich der ret rospektiven Festsetzung der Einsatzfähigkeit. Seit dem Vorgut achten sei die Versicherte operiert worden und sei demzufolge sowohl peri operativ als auch im Heilungsverlauf nach der Handoperation zusätzlich in der Restarbeitsfähigkeit beeinträchtig gewesen; zu dieser wären Angaben der den Verlauf betreuenden Ärzte nötig. Für die „spezielle Frage der IV“ nach dem Grad der Arbeitsunfähig keit im bisherigen Arbeitsverhältnis (Ziffer 6.4.2.) verwies D.___ auf die erwähnten Ausführungen. Zum Grad der Arbeits unfähigkeit in angepasster Tätigkeit schrieb er ergänzend, dass aufgrund der vorliegenden Dokumentation keine lückenlose Einschätzung der Arbeits fähigkeit durch die vorbehandelnden oder voroperierenden Ärzte dokumentiert sei. Die im Vorgutachten abgegebene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Verlauf erscheine nachvollziehbar. Während vormals stattgehabter Operationen respektive der postoperativen Rehabilitationsphasen sei somit davon auszu gehen, dass auch höhergradige Arbeitsunfähigkeiten bestanden hätten respek tive noch eine Belastungs- oder Arbeitskarenz verordnet worden sei, an die sich die selbständige Wirtin auf grund der Notwendigkeit im Betrieb mitzuhelfen dann teilweise nicht oder nur unzureichend gehalten habe. Detailliertere Aus sagen zum Ablauf der Arbeits unfähigkeit seien nicht möglich (Urk. 8/55/12). Und zur Zusatzfrage „AF-Grad für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (bisher Wirtin) seit Mai 2007?“ antwortete er, dass diese seit Mai 2007 bei 30 % anzusiedeln sei, ab Datum der Begutachtung infolge zusätzlicher Schulter problematik eher bei 20 bis 25 % (Urk. 8/55/14). 4.1.8 Für die Taggeldversicherung wurde die Versicherte überdies am 8. September 2009 von Dr. med. E.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, F.___, untersucht. Gemäss Dr. E.___ ist von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % wegen des rechten Daumens seit dem 3. Dezember 2008 bis zum 23. August 2009 auszugehen. Wegen massiver Beschwerden im Bereich des rechten Dau mens nach unzureichender Wirkung konservativer Behandlungs massnahmen sei am 20. Januar 2009 die Operation in der Handchirurgie der A.___ erfolgt. Nach seiner Beurteilung besteht nun eine arbeitsrelevante Leistungsein busse der rechten Hand, insbesondere des rechten Daumens nach Oper a tion einer Daumensattelgel e nksarthrose rechts vom 20. Januar 2009. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit seit dem 3. Dezember 2008 als selbständig erwerbende Wir tin sei vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Ebenfalls adäquat sei die Wiederaufnahme der Arbeitsfähigkeit mit 50 % ab 24. August 2009 im Gastro service aufgrund des erhobenen aktuellen Befundes (Urk. 8/53/1 und 2; siehe auch Stellungnahme der Rechtsvertreterin dazu, Urk. 8/57). 4.1.9 Am 16. Februar 2010 musste sich die Versicherte einer Operation an der rechten Schulter unterziehen (siehe Operationsbericht von Dr. med. G.___, Chefarzt Orthopädie (Obere Extremitäten) der A.___ vom gleichen Tag; Urk. 8/66/11). Seinem Schreiben vom 16. April 2010 an die IV-Stelle (Urk. 8/66/5) legte er diverse Berichte (auch die rechte Schulter betreffend) bei. Aus diesen wird ersichtlich, dass Dr. Z.___ die Versicherte infolge massivster Schulterprobleme anfangs Oktober 2009 an Dr. G.___ überwies (Urk. 8/66/25), welcher in der Folge die Indikation zur Arthroskopie stellte („KG-Eintrag“, 15. Oktober 2009; Urk. 8/66/27). Gemäss der definitiven Bespre chung anlässlich der Konsultation bei Dr. G.___ vom 12. November 2009 musste der vor Weihnachten geplante Operationstermin von der Beschwerde führerin aus geschäftlichen Gründen auf Februar 2010 verschoben werden. Im betreffenden Bericht über diese Konsultation vermerkte Dr. G.___ überdies: „50%ige Arbeitsfähigkeit“ (Urk. 8/66/28). 4.1.10 Schliesslich hielt die IV-Stelle im Feststellungsblatt für den Beschluss vom 11. Februar 2011 zusammengefasst fest: „AF angestammt Tätigkeit als Wirtin 30% ab 5/2007“ (Urk. 8/90/6). Dazu ist anzumerken, dass die anschliessende Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit aber nicht auf diesen Angaben beruht, sondern im Widerspruch dazu auf einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % vom 26. Dezember 2008 bis 31. August 2009 sowie auf einer solchen von 60 % vom 1. September bis 25. Dezember 2009 (siehe vorne Erwägung 3.2; Urk. 8/90/7). 4.2 Gestützt auf die Angaben im Gutachten von Dr. B.___ und diejenigen von RAD-Arzt Dr. C.___ ist bezüglich der Wartezeit von einer anfänglichen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Wirtin von 70 % auszugehen (siehe Erwägungen Ziffer 4.1.1 – 4.1.4), dann ab der Handoperation am 20. Januar 2009 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit (Ziffer 4.1.5 und 4.1.6) und schliesslich ab Datum der Begutachtung durch D.___ von einer solchen von 75 % (Ziffer 4.1.7 und 4.1.8). An der über die ganze Wartezeit sich daraus ergebenden durchschnittlichen Arbeitsunfähig keit von weit über 70 % – siehe Berechnung in untenstehender Tabelle - ändert sich schliesslich auch nichts, wenn für den letzten Zeitraum berücksichtigt wird, dass die Versicherte ihr eigenes Restaurant aufgegeben und eine unselbständige Tätigkeit in einem Gastrobetrieb angenommen hat und so ihre Arbeitsfähigkeit auf 50 % steigern konnte (Ziffer 4.1.8 und 4.1.9). von - bis Tage % AUF Total ø AUF in % 26.12.2008 -19.01.2009 25 70 1750 20.01.2009 – 24.08.2009 217 100 21700 25.08.2009 – 25.12.2009 123 75 bzw. 50 9225 bzw. 6150 Total Tage: 365 32675 bzw. 29600 Durchschnittliche AUF in %: 89.52 bzw. 81 % 4.3 4.3.1 Die Stufe der zu gewährenden Rente wird nach dem Ausmass der während der Wartezeit bestehenden Arbeitsunfähigkeit und – kumulativ - nach Massgabe der nach zurückgelegter Wartezeit verbliebenen Erwerbsunfähigkeit bestimmt (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG). Es bleibt somit das Ausmass der an die zurückge legte Wartezeit anschliessende Erwerbsunfähigkeit zu prüfen. 4.3.2 Die IV-Stelle hatte aufgrund des Einwands der Rechtsvertreterin auf den Vorbe scheid hin die zuvor angenommene Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab 16. Februar 2010 auf 0 % korrigiert beziehungsweise herabgesetzt. Grund dafür war die auf den chirurgischen Eingriff an der Schulter folgende postoperative Phase (siehe zum Ganzen vorne Erwägung Ziffer 4.1.9 sowie Urk. 8/92, 94, 96 und 97). Der daraufhin neu vorgenommene Einkommensvergleich ergab einen Invaliditäts grad von 100 % und damit - wie am 26. August 2011 schliesslich korrekt ver fügt (vgl. Urk. 2/2) – Anspruch auf eine ganze Rente ab dem 1. März bis zum 31. Mai 2010. Für die Zeit vorher, das heisst direkt nach Ablauf der Wartezeit am 26. Dezember 2009, ergab der auf den gleichen Grundlagen durchgeführte Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad von 60 %. Es ist kein Grund ersichtlich, wieso für diese Zeitperiode nicht auch auf diesen Einkommensver gleich beziehungsweise die ihm zugrundeliegenden Validen- und Invalidenein kommen abzustellen wäre. Dies umso mehr als die Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift an das Sozialversicherungsgericht (Urk. 1) das Validenein kommen nicht mehr in Frage stellt (so aber noch im Einwand auf den Vorbe scheid hin; Urk. 8/94). Zudem überzeugen die dort vorgebrachten Argumente der IV-Stelle (vgl. Urk. 8/96) völlig. Nach dem Gesagten ist folglich für Dezem ber 2009 von einem IV-Grad von 60 % auszugehen. Ein solcher vermag aber lediglich einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und nicht auf eine ganze Rente auszulösen. 4.4 Zusammengefasst steht damit fest, dass die Beschwerdeführerin für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. Inso weit ist folglich die Rentenverfügung vom 26. August 2011 (Urk. 2/1) abzuän dern; dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde. 5. 5.1 Die in Anwendung von Art. 69 Abs. 1 bis IVG auszufällende Gerichtskostenpau schale ist auf Fr. 400.-- festzusetzen und entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gegenüber der Beschwer degeg nerin ausgangsgemäss Anspruch auf eine ohne Rücksicht auf den Streit wert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessende Entschädigung (inklusive Barauslagen und Mehr wertsteuer; § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG), welche auf Fr. 600.-- fest zu setzen ist. Die Einzlrichterin erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Rentenverfügung der Sozialver si che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 26. August 2011 inso weit abge ändert, als festgestellt wird, dass die Versicherte für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schä digung von Fr. 600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dr. Sonja Gabi - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der an gefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die Einzelrichterin Der Gerichtsschreiber Daubenmeyer Sonderegger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2011.01077 III. Kammer Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer als Einzelrichterin Gerichtsschreiber Sonderegger Urteil vom 28. Mai 2013 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Sonja Gabi Gabi Zarro von Gunten, Rechtsanwälte Flurstrasse 30, 8048 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Mit Verfügung(en) vom 26. August 2011 (Urk. 2/1-3) sprach die Sozialversiche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, X.___ mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010 eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 40 %), mit Wirkung ab 1. März bis 31. Mai 2010 eine ganze Rente (Invaliditäts grad 100 %) und mit Wirkung ab 1. Juni 2010 wiederum eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 45 %) zu, nebst einer (akzessorischen) Kinderrente für die Tochter Y.___ bis und mit August 2010 (vgl. Urk. 2/3). 2. Gegen den ersten Teil der Rentenverfügung vom 26. August 2011 beziehungs weise gegen die Zusprechung der Viertelsrente für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 (Urk. 2/1) liess X.___, vertreten durch Rechtsanwäl tin Dr. Sonja Gabi, Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihr für diese Monate eine volle (gemeint wohl: eine ganze) Invalidenrente zuzusprechen; unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). Die IV-Stelle stellte in ihrer Vernehmlassung vom 9. November 2011 (Urk. 6) den Antrag auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 10. November 2011 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde. Am 15. November 2011 (Urk. 10) liess die Beschwerdeführerin eine Aufstellung ihrer Arbeitsunfähigkeiten vom 14. November 2007 „bis heute“ und die entspre chenden Arztzeugnisse in chronologischer Reihenfolge nachreichen (Urk. 11/1-18; siehe auch Urk. 3); diese Unterlagen wurden in der Folge der Beschwerde gegnerin in Kopie zugestellt (Urk. 12). 3. Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer ). 2. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind. Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf e i ne halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.2 Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bedeutet begrifflich die durch den Gesundheitsschaden bedingte Einbusse an funktionellem Leis tungsvermögen im bisherigen Beruf (Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl., S. 278). 3. 3.1 Strittig ist vorliegend lediglich die Höhe der Invalidenrente für die ersten drei Monate des Rentenanspruchs (Monate Dezember 2009 bis Februar 2010). Aus drücklich nicht bestreiten lässt die Beschwerdeführerin hingegen den Beginn der (für den strittigen Rentenanspruch massgeblichen) Wartezeit im Dezember 2008 (siehe zum Ganzen: Beschwerdeschrift Urk. 1). Für die Höhe der Invalidenrente der ersten drei Anspruchsmonate ist die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Wirtin während des einjährigen Wartejahres von Dezember 2008 bis Dezember 2009 ausschlagge bend. 3.2 Aus dem „Feststellungsblatt für den Beschluss“ vom 11. Februar 2011 und demje nigen vom 6. Juni 2011 (Urk. 8/90/7 und Urk. 8/97/2) geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit wie folgt berechnete: Sie ging vom 26. Dezember 2008 bis 31. August 2009 (= 249 Tage) von einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % sowie vom 1. September 2009 bis 25. Dezember 2009 (= 116 Tage) von einer solchen von 60 % und damit von einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während 365 Tagen von 40 % aus. Nach Meinung der Beschwerdeführerin betrug demgegenüber die durchschnittli che Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres gestützt auf die ärztlichen Bescheinigungen mehr als 75 % (Urk. 1). Die diesen Zeitraum betreffenden Arztzeugnisse für Arbeitsunfähigkeit (Übersicht: Urk. 3 und 11/1) sind - bis auf das letzte (Urk. 11/11) – alle von Dr. med. Z.___, Leitender Arzt Orthopä die/Handchirurgie der A.___, Zürich, unterschrieben worden und ergeben eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 79.58 % (Urk. 11/5-10). 4. 4.1 Den Akten ist bezüglich der Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres (Dezem ber 2008 bis Dezember 2009) Folgendes zu entnehmen: 4.1.1 Die IV-Stelle hatte am 18. März 2008 Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Rheumatologie, Innere Medizin und Manuelle Medizin (SAMM), den Auftrag erteilt, die Versicherte zu begutachten. Im Gutachten vom 6. Juni 2008 stellte Dr. B.___ die folgenden (Haupt-)Diagnosen: aktivierte Gonarthrose rechts, fort geschrittene Rhizarthrose rechts, schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Daumengrundgelenk links und Status nach arthroskopischer Limbuskapselrefi xation ventral, dosierte Acromioplastik und Resektion AC Gelenk Schulter links 04.03.08 (Urk. 8/17/6). Zum Grad der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig keit als selbständige Wirtin führte er aus, die 54-jährige Explorandin sei durch die verminderte Belastbarkeit des rechten Knies wegen der aktivierten Gon arthrose, durch die Einschränkung im Gebrauch der rechten dominanten Hand wegen der subluxierten aktivierten Rhizarthrose, durch die eingeschränkte Greiffähigkeit der linken Hand wegen Kraftminderung und durch die Bewe gungseinschränkung des Daumens limitiert. Die operierte linke Schulter schliesse Überkopfarbeiten aus. Die Gehfähigkeit sei zurzeit deutlich einge schränkt. Manuelles Hantieren sei leicht ganztags möglich, mittelschwer nur selten und schwer ausgeschlossen. Die Explorandin könne administrative Arbeiten ausführen, vorwiegend sitzend. Sie sei nicht in der Lage sich am Ser vice zu beteiligen, Tische zu decken oder Geschirr aufzutragen. Stehende Arbeiten am Buffet seien höchstens im Umfang von 30 % möglich. Das Herum tragen von Flaschen oder Harassen sei ausgeschlossen. Aufgrund der vorliegen den Dokumentation bestehe die Einschränkung in diesem Umfang seit August 2007 wegen der aktivierten Gonarthrose und seit Mai 2007 wegen der Funk tionseinschränkung der linken Hand. Wann die Rhizarthrose rechts symptoma tisch geworden sei, lasse sich nicht mit Sicherheit objektivieren (Urk. 8/17/7 und 8). 4.1.2 Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin vom Regionalen Ärztli chen Dienst der IV-Stelle (RAD), fand diese Einschätzung - 30%ige Arbeitsfä higkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit Mai 2007 - in seiner Stellung nahme vom 27. Juni 2008 nachvollziehbar (Urk. 8/21/4). Die (damalige) Ermittlung des Invaliditätsgrades (gemäss der ausserordentlichen Methode) ergab aber lediglich einen Invaliditätsgrad von 36 % (siehe Feststellungsblatt für den Beschluss, Urk. 8/21/4) und damit keinen Anspruch auf eine Rente (Vorbescheid vom 28. Oktober 2008, Urk. 8/23 und 24). 4.1.3 Die Beschwerdeführerin liess gegen den vorgesehenen Entscheid am 21. Januar 2009 Einwände erheben und monieren, dass sich das Gutachten nicht zum Grad der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit äussere. Denn wenn der RAD schreibe, eine 30%ige Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ab Mai 2007 sei nachvollziehbar, so könne sich diese Aussage jedenfalls nicht auf das Gutachten B.___ abstützen. Im Gutachten B.___ sei von 30 % Arbeits fähigkeit die Rede, allerdings nur in Bezug auf stehende Arbeiten am Buffet. Es sei aufgrund der dokumentierten multiplen Schäden des Bewegungsapparates offensichtlich, dass der Gesamtgrad der Arbeits [ un ] fähigkeit der Versicherten deutlich höher sein müsse. Sofern die IV Stelle an den „%-Ausfall-Zahlen“ ge mäss Abklärungsbericht festhalte, so werde der Antrag gestellt, den Gutachter zu ersuchen, den Grad der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht nachträglich noch festzulegen (Urk. 8/32/2). 4.1.4 In der Folge antwortete Dr. B.___ auf die entsprechende Anfrage der IV-Stelle, es sei schon richtig, dass die Festsetzung eines Prozentausfalls durch die allei nige medizinisch theoretische Einschätzung bei der bestehenden Multimorbidi tät schwierig sei. Eine differenzierte Abklärung, welche Tätigkeiten in welchem Umfang bei der Arbeit als Wirtin noch möglich und zumutbar seien, könne nur durch eine Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) mit Jobmatch beurteilt werden. Da aber offenbar ein operativer Eingriff unmittelbar bevorstehe, werde diese ergänzende Abklärung sinnvollerweise danach durchgeführt (Urk. 8/35/1). 4.1.5 Die Beschwerdeführerin musste sich am 20. Januar 2009 einer Operation in der A.___ (Operateur Dr. Z.___) an der rechten (dominanten) Hand unterziehen. Gemäss Schreiben der Rechtsvertreterin vom 5. Mai 2009 ist die Beschwerdeführerin „seither und noch bis Ende dieses Monats 100 % arbeits unfähig“. Sie gehe davon aus, dass unter diesen Umständen die von Dr. B.___ vorgeschlagene EFL mit Jobmatch nicht durchgeführt werden könne. Sodann habe ihre Mandantin den Pachtvertrag für ihr Restaurant per Ende Mai 2009 auflösen können. Sie sei nun auf der Suche nach einer neuen, der bestehenden Multimorbidität besser angepassten Arbeit. Ab Juni 2009 beziehungsweise ab Erreichen des Endzustandes nach der Handoperation werde die Situation ohne hin neu beurteilt werden müssen (Urk. 8/38/1). 4.1.6 Die IV-Stelle ersuchte in der Folge Dr. Z.___ um einen Arztbericht (Urk. 8/42). Unter anderem weil die Patientin offenbar bereits einmal medizinisch beurteilt worden sei, ihm diese Akten aber nicht vorlägen, und „bei dieser Arthrose von verschiedensten Gelenken eine korrekte medizinische Beurteilung, wahrschein lich interdisziplinär, angezeigt“ sei, wollte Dr. Z.___ medizinisch keine Stel lung beziehen (Schreiben vom 27. Mai 2009; Urk. 8/42/6). Es liegen somit lediglich der Operationsbericht vom 20. Januar 2009 (Urk. 8/52/9) sowie Berichte über Konsultationen beziehungsweise Verlaufskontrollen - so vom 2. März, 7. und 29. April sowie vom 27. Mai 2009 (Urk. 8/52/3-8) - vor. 4.1.7 Die Beschwerdegegnerin veranlasste deshalb ein Gutachten bei D.___, Facharzt für Rheumatologie, Innere Medizin sowie Manuelle Medizin (SAMM) und Ultraschall am Bewegungsapparat (SGUM). Am 24. August 2009 führte dieser die Untersuchung für sein Gutachten vom 18. Oktober 2009 durch. Als Hauptdiagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (ganzer Diagnosenka talog siehe Urk. 8/55/9) nannte er posttraumatische Rhizarthrosen bds. symp tomatisch rechts (ICD-10: M18.2), posttraumatische Pangonarthrose rechts (ICD 10: M17.3) und symptomatische Periarthropathia humeroscapularis (ICD 10: M75.4). Unter Ziffer 6.2. „Beurteilung der Arbeitsfähigkeit“ führte er unter anderem aus, aus rheumatologischer Sicht sei die Versicherte in der zuletzt aus geübten Tätigkeit einer Wirtin ohne Hebe- und Tragbelastungen, vorzugsweise für leichte Büroarbeiten noch zu 25 % einsatzfähig ab Datum der Begutachtung. Die vorbestehende Einschätzung durch Dr. B.___ erscheine bei damals noch klinisch stummer rechter Schulter nachvollziehbar, dies auch bezüglich der ret rospektiven Festsetzung der Einsatzfähigkeit. Seit dem Vorgut achten sei die Versicherte operiert worden und sei demzufolge sowohl peri operativ als auch im Heilungsverlauf nach der Handoperation zusätzlich in der Restarbeitsfähigkeit beeinträchtig gewesen; zu dieser wären Angaben der den Verlauf betreuenden Ärzte nötig. Für die „spezielle Frage der IV“ nach dem Grad der Arbeitsunfähig keit im bisherigen Arbeitsverhältnis (Ziffer 6.4.2.) verwies D.___ auf die erwähnten Ausführungen. Zum Grad der Arbeits unfähigkeit in angepasster Tätigkeit schrieb er ergänzend, dass aufgrund der vorliegenden Dokumentation keine lückenlose Einschätzung der Arbeits fähigkeit durch die vorbehandelnden oder voroperierenden Ärzte dokumentiert sei. Die im Vorgutachten abgegebene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Verlauf erscheine nachvollziehbar. Während vormals stattgehabter Operationen respektive der postoperativen Rehabilitationsphasen sei somit davon auszu gehen, dass auch höhergradige Arbeitsunfähigkeiten bestanden hätten respek tive noch eine Belastungs- oder Arbeitskarenz verordnet worden sei, an die sich die selbständige Wirtin auf grund der Notwendigkeit im Betrieb mitzuhelfen dann teilweise nicht oder nur unzureichend gehalten habe. Detailliertere Aus sagen zum Ablauf der Arbeits unfähigkeit seien nicht möglich (Urk. 8/55/12). Und zur Zusatzfrage „AF-Grad für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (bisher Wirtin) seit Mai 2007?“ antwortete er, dass diese seit Mai 2007 bei 30 % anzusiedeln sei, ab Datum der Begutachtung infolge zusätzlicher Schulter problematik eher bei 20 bis 25 % (Urk. 8/55/14). 4.1.8 Für die Taggeldversicherung wurde die Versicherte überdies am 8. September 2009 von Dr. med. E.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, F.___, untersucht. Gemäss Dr. E.___ ist von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % wegen des rechten Daumens seit dem 3. Dezember 2008 bis zum 23. August 2009 auszugehen. Wegen massiver Beschwerden im Bereich des rechten Dau mens nach unzureichender Wirkung konservativer Behandlungs massnahmen sei am 20. Januar 2009 die Operation in der Handchirurgie der A.___ erfolgt. Nach seiner Beurteilung besteht nun eine arbeitsrelevante Leistungsein busse der rechten Hand, insbesondere des rechten Daumens nach Oper a tion einer Daumensattelgel e nksarthrose rechts vom 20. Januar 2009. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit seit dem 3. Dezember 2008 als selbständig erwerbende Wir tin sei vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Ebenfalls adäquat sei die Wiederaufnahme der Arbeitsfähigkeit mit 50 % ab 24. August 2009 im Gastro service aufgrund des erhobenen aktuellen Befundes (Urk. 8/53/1 und 2; siehe auch Stellungnahme der Rechtsvertreterin dazu, Urk. 8/57). 4.1.9 Am 16. Februar 2010 musste sich die Versicherte einer Operation an der rechten Schulter unterziehen (siehe Operationsbericht von Dr. med. G.___, Chefarzt Orthopädie (Obere Extremitäten) der A.___ vom gleichen Tag; Urk. 8/66/11). Seinem Schreiben vom 16. April 2010 an die IV-Stelle (Urk. 8/66/5) legte er diverse Berichte (auch die rechte Schulter betreffend) bei. Aus diesen wird ersichtlich, dass Dr. Z.___ die Versicherte infolge massivster Schulterprobleme anfangs Oktober 2009 an Dr. G.___ überwies (Urk. 8/66/25), welcher in der Folge die Indikation zur Arthroskopie stellte („KG-Eintrag“, 15. Oktober 2009; Urk. 8/66/27). Gemäss der definitiven Bespre chung anlässlich der Konsultation bei Dr. G.___ vom 12. November 2009 musste der vor Weihnachten geplante Operationstermin von der Beschwerde führerin aus geschäftlichen Gründen auf Februar 2010 verschoben werden. Im betreffenden Bericht über diese Konsultation vermerkte Dr. G.___ überdies: „50%ige Arbeitsfähigkeit“ (Urk. 8/66/28). 4.1.10 Schliesslich hielt die IV-Stelle im Feststellungsblatt für den Beschluss vom 11. Februar 2011 zusammengefasst fest: „AF angestammt Tätigkeit als Wirtin 30% ab 5/2007“ (Urk. 8/90/6). Dazu ist anzumerken, dass die anschliessende Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit aber nicht auf diesen Angaben beruht, sondern im Widerspruch dazu auf einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % vom 26. Dezember 2008 bis 31. August 2009 sowie auf einer solchen von 60 % vom 1. September bis 25. Dezember 2009 (siehe vorne Erwägung 3.2; Urk. 8/90/7). 4.2 Gestützt auf die Angaben im Gutachten von Dr. B.___ und diejenigen von RAD-Arzt Dr. C.___ ist bezüglich der Wartezeit von einer anfänglichen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Wirtin von 70 % auszugehen (siehe Erwägungen Ziffer 4.1.1 – 4.1.4), dann ab der Handoperation am 20. Januar 2009 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit (Ziffer 4.1.5 und 4.1.6) und schliesslich ab Datum der Begutachtung durch D.___ von einer solchen von 75 % (Ziffer 4.1.7 und 4.1.8). An der über die ganze Wartezeit sich daraus ergebenden durchschnittlichen Arbeitsunfähig keit von weit über 70 % – siehe Berechnung in untenstehender Tabelle - ändert sich schliesslich auch nichts, wenn für den letzten Zeitraum berücksichtigt wird, dass die Versicherte ihr eigenes Restaurant aufgegeben und eine unselbständige Tätigkeit in einem Gastrobetrieb angenommen hat und so ihre Arbeitsfähigkeit auf 50 % steigern konnte (Ziffer 4.1.8 und 4.1.9). von - bis Tage % AUF Total ø AUF in % 26.12.2008 -19.01.2009 25 70 1750 20.01.2009 – 24.08.2009 217 100 21700 25.08.2009 – 25.12.2009 123 75 bzw. 50 9225 bzw. 6150 Total Tage: 365 32675 bzw. 29600 Durchschnittliche AUF in %: 89.52 bzw. 81 % 4.3 4.3.1 Die Stufe der zu gewährenden Rente wird nach dem Ausmass der während der Wartezeit bestehenden Arbeitsunfähigkeit und – kumulativ - nach Massgabe der nach zurückgelegter Wartezeit verbliebenen Erwerbsunfähigkeit bestimmt (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG). Es bleibt somit das Ausmass der an die zurückge legte Wartezeit anschliessende Erwerbsunfähigkeit zu prüfen. 4.3.2 Die IV-Stelle hatte aufgrund des Einwands der Rechtsvertreterin auf den Vorbe scheid hin die zuvor angenommene Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab 16. Februar 2010 auf 0 % korrigiert beziehungsweise herabgesetzt. Grund dafür war die auf den chirurgischen Eingriff an der Schulter folgende postoperative Phase (siehe zum Ganzen vorne Erwägung Ziffer 4.1.9 sowie Urk. 8/92, 94, 96 und 97). Der daraufhin neu vorgenommene Einkommensvergleich ergab einen Invaliditäts grad von 100 % und damit - wie am 26. August 2011 schliesslich korrekt ver fügt (vgl. Urk. 2/2) – Anspruch auf eine ganze Rente ab dem 1. März bis zum 31. Mai 2010. Für die Zeit vorher, das heisst direkt nach Ablauf der Wartezeit am 26. Dezember 2009, ergab der auf den gleichen Grundlagen durchgeführte Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad von 60 %. Es ist kein Grund ersichtlich, wieso für diese Zeitperiode nicht auch auf diesen Einkommensver gleich beziehungsweise die ihm zugrundeliegenden Validen- und Invalidenein kommen abzustellen wäre. Dies umso mehr als die Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift an das Sozialversicherungsgericht (Urk. 1) das Validenein kommen nicht mehr in Frage stellt (so aber noch im Einwand auf den Vorbe scheid hin; Urk. 8/94). Zudem überzeugen die dort vorgebrachten Argumente der IV-Stelle (vgl. Urk. 8/96) völlig. Nach dem Gesagten ist folglich für Dezem ber 2009 von einem IV-Grad von 60 % auszugehen. Ein solcher vermag aber lediglich einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und nicht auf eine ganze Rente auszulösen. 4.4 Zusammengefasst steht damit fest, dass die Beschwerdeführerin für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. Inso weit ist folglich die Rentenverfügung vom 26. August 2011 (Urk. 2/1) abzuän dern; dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde. 5. 5.1 Die in Anwendung von Art. 69 Abs. 1 bis IVG auszufällende Gerichtskostenpau schale ist auf Fr. 400.-- festzusetzen und entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gegenüber der Beschwer degeg nerin ausgangsgemäss Anspruch auf eine ohne Rücksicht auf den Streit wert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessende Entschädigung (inklusive Barauslagen und Mehr wertsteuer; § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG), welche auf Fr. 600.-- fest zu setzen ist. Die Einzlrichterin erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Rentenverfügung der Sozialver si che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 26. August 2011 inso weit abge ändert, als festgestellt wird, dass die Versicherte für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schä digung von Fr. 600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dr. Sonja Gabi - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der an gefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die Einzelrichterin Der Gerichtsschreiber Daubenmeyer Sonderegger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2011.01077 IV.2011.01077

IV.2011.01077 III. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer als Einzelrichterin

Gerichtsschreiber Sonderegger

Urteil vom 28. Mai 2013

Urteil vom 28. Mai 2013 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Sonja Gabi

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Sonja Gabi Gabi Zarro von Gunten, Rechtsanwälte

Gabi Zarro von Gunten, Rechtsanwälte Flurstrasse 30, 8048 Zürich

Flurstrasse 30, 8048 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Mit Verfügung(en) vom 26. August 2011 (Urk. 2/1-3) sprach die Sozialversiche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, X.___ mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010 eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 40 %), mit Wirkung ab 1. März bis 31. Mai 2010 eine ganze Rente (Invaliditäts grad 100 %) und mit Wirkung ab 1. Juni 2010 wiederum eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 45 %) zu, nebst einer (akzessorischen) Kinderrente für die Tochter Y.___ bis und mit August 2010 (vgl. Urk. 2/3).

1. Mit Verfügung(en) vom 26. August 2011 (Urk. 2/1-3) sprach die Sozialversiche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, X.___ mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010 eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 40 %), mit Wirkung ab 1. März bis 31. Mai 2010 eine ganze Rente (Invaliditäts grad 100 %) und mit Wirkung ab 1. Juni 2010 wiederum eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 45 %) zu, nebst einer (akzessorischen) Kinderrente für die Tochter Y.___ bis und mit August 2010 (vgl. Urk. 2/3). 2. Gegen den ersten Teil der Rentenverfügung vom 26. August 2011 beziehungs weise gegen die Zusprechung der Viertelsrente für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 (Urk. 2/1) liess X.___, vertreten durch Rechtsanwäl tin Dr. Sonja Gabi, Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihr für diese Monate eine volle (gemeint wohl: eine ganze) Invalidenrente zuzusprechen; unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1).

2. Gegen den ersten Teil der Rentenverfügung vom 26. August 2011 beziehungs weise gegen die Zusprechung der Viertelsrente für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 (Urk. 2/1) liess X.___, vertreten durch Rechtsanwäl tin Dr. Sonja Gabi, Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihr für diese Monate eine volle (gemeint wohl: eine ganze) Invalidenrente zuzusprechen; unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). Die IV-Stelle stellte in ihrer Vernehmlassung vom 9. November 2011 (Urk. 6) den Antrag auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 10. November 2011 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde. Am 15. November 2011 (Urk. 10) liess die Beschwerdeführerin eine Aufstellung ihrer Arbeitsunfähigkeiten vom 14. November 2007 „bis heute“ und die entspre chenden Arztzeugnisse in chronologischer Reihenfolge nachreichen (Urk. 11/1-18; siehe auch Urk. 3); diese Unterlagen wurden in der Folge der Beschwerde gegnerin in Kopie zugestellt (Urk. 12).

Die IV-Stelle stellte in ihrer Vernehmlassung vom 9. November 2011 (Urk. 6) den Antrag auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 10. November 2011 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde. Am 15. November 2011 (Urk. 10) liess die Beschwerdeführerin eine Aufstellung ihrer Arbeitsunfähigkeiten vom 14. November 2007 „bis heute“ und die entspre chenden Arztzeugnisse in chronologischer Reihenfolge nachreichen (Urk. 11/1-18; siehe auch Urk. 3); diese Unterlagen wurden in der Folge der Beschwerde gegnerin in Kopie zugestellt (Urk. 12). 3. Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer ).

1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer ). 2.

2. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:

2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind. Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf e i ne halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf e i ne halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.2 Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bedeutet begrifflich die durch den Gesundheitsschaden bedingte Einbusse an funktionellem Leis tungsvermögen im bisherigen Beruf (Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl., S. 278).

2.2 Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bedeutet begrifflich die durch den Gesundheitsschaden bedingte Einbusse an funktionellem Leis tungsvermögen im bisherigen Beruf (Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl., S. 278). 3.

3. 3.1 Strittig ist vorliegend lediglich die Höhe der Invalidenrente für die ersten drei Monate des Rentenanspruchs (Monate Dezember 2009 bis Februar 2010). Aus drücklich nicht bestreiten lässt die Beschwerdeführerin hingegen den Beginn der (für den strittigen Rentenanspruch massgeblichen) Wartezeit im Dezember 2008 (siehe zum Ganzen: Beschwerdeschrift Urk. 1). Für die Höhe der Invalidenrente der ersten drei Anspruchsmonate ist die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Wirtin während des einjährigen Wartejahres von Dezember 2008 bis Dezember 2009 ausschlagge bend.

3.1 Strittig ist vorliegend lediglich die Höhe der Invalidenrente für die ersten drei Monate des Rentenanspruchs (Monate Dezember 2009 bis Februar 2010). Aus drücklich nicht bestreiten lässt die Beschwerdeführerin hingegen den Beginn der (für den strittigen Rentenanspruch massgeblichen) Wartezeit im Dezember 2008 (siehe zum Ganzen: Beschwerdeschrift Urk. 1). Für die Höhe der Invalidenrente der ersten drei Anspruchsmonate ist die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Wirtin während des einjährigen Wartejahres von Dezember 2008 bis Dezember 2009 ausschlagge bend. 3.2 Aus dem „Feststellungsblatt für den Beschluss“ vom 11. Februar 2011 und demje nigen vom 6. Juni 2011 (Urk. 8/90/7 und Urk. 8/97/2) geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit wie folgt berechnete: Sie ging vom 26. Dezember 2008 bis 31. August 2009 (= 249 Tage) von einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % sowie vom 1. September 2009 bis 25. Dezember 2009 (= 116 Tage) von einer solchen von 60 % und damit von einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während 365 Tagen von 40 % aus.

3.2 Aus dem „Feststellungsblatt für den Beschluss“ vom 11. Februar 2011 und demje nigen vom 6. Juni 2011 (Urk. 8/90/7 und Urk. 8/97/2) geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit wie folgt berechnete: Sie ging vom 26. Dezember 2008 bis 31. August 2009 (= 249 Tage) von einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % sowie vom 1. September 2009 bis 25. Dezember 2009 (= 116 Tage) von einer solchen von 60 % und damit von einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während 365 Tagen von 40 % aus. Nach Meinung der Beschwerdeführerin betrug demgegenüber die durchschnittli che Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres gestützt auf die ärztlichen Bescheinigungen mehr als 75 % (Urk. 1). Die diesen Zeitraum betreffenden Arztzeugnisse für Arbeitsunfähigkeit (Übersicht: Urk. 3 und 11/1) sind - bis auf das letzte (Urk. 11/11) – alle von Dr. med. Z.___, Leitender Arzt Orthopä die/Handchirurgie der A.___, Zürich, unterschrieben worden und ergeben eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 79.58 % (Urk. 11/5-10).

Nach Meinung der Beschwerdeführerin betrug demgegenüber die durchschnittli che Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres gestützt auf die ärztlichen Bescheinigungen mehr als 75 % (Urk. 1). Die diesen Zeitraum betreffenden Arztzeugnisse für Arbeitsunfähigkeit (Übersicht: Urk. 3 und 11/1) sind - bis auf das letzte (Urk. 11/11) – alle von Dr. med. Z.___, Leitender Arzt Orthopä die/Handchirurgie der A.___, Zürich, unterschrieben worden und ergeben eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 79.58 % (Urk. 11/5-10). 4.

4. 4.1 Den Akten ist bezüglich der Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres (Dezem ber 2008 bis Dezember 2009) Folgendes zu entnehmen:

4.1 Den Akten ist bezüglich der Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres (Dezem ber 2008 bis Dezember 2009) Folgendes zu entnehmen: 4.1.1 Die IV-Stelle hatte am 18. März 2008 Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Rheumatologie, Innere Medizin und Manuelle Medizin (SAMM), den Auftrag erteilt, die Versicherte zu begutachten. Im Gutachten vom 6. Juni 2008 stellte Dr. B.___ die folgenden (Haupt-)Diagnosen: aktivierte Gonarthrose rechts, fort geschrittene Rhizarthrose rechts, schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Daumengrundgelenk links und Status nach arthroskopischer Limbuskapselrefi xation ventral, dosierte Acromioplastik und Resektion AC Gelenk Schulter links 04.03.08 (Urk. 8/17/6). Zum Grad der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig keit als selbständige Wirtin führte er aus, die 54-jährige Explorandin sei durch die verminderte Belastbarkeit des rechten Knies wegen der aktivierten Gon arthrose, durch die Einschränkung im Gebrauch der rechten dominanten Hand wegen der subluxierten aktivierten Rhizarthrose, durch die eingeschränkte Greiffähigkeit der linken Hand wegen Kraftminderung und durch die Bewe gungseinschränkung des Daumens limitiert. Die operierte linke Schulter schliesse Überkopfarbeiten aus. Die Gehfähigkeit sei zurzeit deutlich einge schränkt. Manuelles Hantieren sei leicht ganztags möglich, mittelschwer nur selten und schwer ausgeschlossen. Die Explorandin könne administrative Arbeiten ausführen, vorwiegend sitzend. Sie sei nicht in der Lage sich am Ser vice zu beteiligen, Tische zu decken oder Geschirr aufzutragen. Stehende Arbeiten am Buffet seien höchstens im Umfang von 30 % möglich. Das Herum tragen von Flaschen oder Harassen sei ausgeschlossen. Aufgrund der vorliegen den Dokumentation bestehe die Einschränkung in diesem Umfang seit August 2007 wegen der aktivierten Gonarthrose und seit Mai 2007 wegen der Funk tionseinschränkung der linken Hand. Wann die Rhizarthrose rechts symptoma tisch geworden sei, lasse sich nicht mit Sicherheit objektivieren (Urk. 8/17/7 und 8).

4.1.1 Die IV-Stelle hatte am 18. März 2008 Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Rheumatologie, Innere Medizin und Manuelle Medizin (SAMM), den Auftrag erteilt, die Versicherte zu begutachten. Im Gutachten vom 6. Juni 2008 stellte Dr. B.___ die folgenden (Haupt-)Diagnosen: aktivierte Gonarthrose rechts, fort geschrittene Rhizarthrose rechts, schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Daumengrundgelenk links und Status nach arthroskopischer Limbuskapselrefi xation ventral, dosierte Acromioplastik und Resektion AC Gelenk Schulter links 04.03.08 (Urk. 8/17/6). Zum Grad der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig keit als selbständige Wirtin führte er aus, die 54-jährige Explorandin sei durch die verminderte Belastbarkeit des rechten Knies wegen der aktivierten Gon arthrose, durch die Einschränkung im Gebrauch der rechten dominanten Hand wegen der subluxierten aktivierten Rhizarthrose, durch die eingeschränkte Greiffähigkeit der linken Hand wegen Kraftminderung und durch die Bewe gungseinschränkung des Daumens limitiert. Die operierte linke Schulter schliesse Überkopfarbeiten aus. Die Gehfähigkeit sei zurzeit deutlich einge schränkt. Manuelles Hantieren sei leicht ganztags möglich, mittelschwer nur selten und schwer ausgeschlossen. Die Explorandin könne administrative Arbeiten ausführen, vorwiegend sitzend. Sie sei nicht in der Lage sich am Ser vice zu beteiligen, Tische zu decken oder Geschirr aufzutragen. Stehende Arbeiten am Buffet seien höchstens im Umfang von 30 % möglich. Das Herum tragen von Flaschen oder Harassen sei ausgeschlossen. Aufgrund der vorliegen den Dokumentation bestehe die Einschränkung in diesem Umfang seit August 2007 wegen der aktivierten Gonarthrose und seit Mai 2007 wegen der Funk tionseinschränkung der linken Hand. Wann die Rhizarthrose rechts symptoma tisch geworden sei, lasse sich nicht mit Sicherheit objektivieren (Urk. 8/17/7 und 8). 4.1.2 Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin vom Regionalen Ärztli chen Dienst der IV-Stelle (RAD), fand diese Einschätzung - 30%ige Arbeitsfä higkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit Mai 2007 - in seiner Stellung nahme vom 27. Juni 2008 nachvollziehbar (Urk. 8/21/4). Die (damalige) Ermittlung des Invaliditätsgrades (gemäss der ausserordentlichen Methode) ergab aber lediglich einen Invaliditätsgrad von 36 % (siehe Feststellungsblatt für den Beschluss, Urk. 8/21/4) und damit keinen Anspruch auf eine Rente (Vorbescheid vom 28. Oktober 2008, Urk. 8/23 und 24).

4.1.2 Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin vom Regionalen Ärztli chen Dienst der IV-Stelle (RAD), fand diese Einschätzung - 30%ige Arbeitsfä higkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit Mai 2007 - in seiner Stellung nahme vom 27. Juni 2008 nachvollziehbar (Urk. 8/21/4). Die (damalige) Ermittlung des Invaliditätsgrades (gemäss der ausserordentlichen Methode) ergab aber lediglich einen Invaliditätsgrad von 36 % (siehe Feststellungsblatt für den Beschluss, Urk. 8/21/4) und damit keinen Anspruch auf eine Rente (Vorbescheid vom 28. Oktober 2008, Urk. 8/23 und 24). 4.1.3 Die Beschwerdeführerin liess gegen den vorgesehenen Entscheid am 21. Januar 2009 Einwände erheben und monieren, dass sich das Gutachten nicht zum Grad der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit äussere. Denn wenn der RAD schreibe, eine 30%ige Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ab Mai 2007 sei nachvollziehbar, so könne sich diese Aussage jedenfalls nicht auf das Gutachten B.___ abstützen. Im Gutachten B.___ sei von 30 % Arbeits fähigkeit die Rede, allerdings nur in Bezug auf stehende Arbeiten am Buffet. Es sei aufgrund der dokumentierten multiplen Schäden des Bewegungsapparates offensichtlich, dass der Gesamtgrad der Arbeits [ un ] fähigkeit der Versicherten deutlich höher sein müsse. Sofern die IV Stelle an den „%-Ausfall-Zahlen“ ge mäss Abklärungsbericht festhalte, so werde der Antrag gestellt, den Gutachter zu ersuchen, den Grad der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht nachträglich noch festzulegen (Urk. 8/32/2).

4.1.3 Die Beschwerdeführerin liess gegen den vorgesehenen Entscheid am 21. Januar 2009 Einwände erheben und monieren, dass sich das Gutachten nicht zum Grad der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit äussere. Denn wenn der RAD schreibe, eine 30%ige Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ab Mai 2007 sei nachvollziehbar, so könne sich diese Aussage jedenfalls nicht auf das Gutachten B.___ abstützen. Im Gutachten B.___ sei von 30 % Arbeits fähigkeit die Rede, allerdings nur in Bezug auf stehende Arbeiten am Buffet. Es sei aufgrund der dokumentierten multiplen Schäden des Bewegungsapparates offensichtlich, dass der Gesamtgrad der Arbeits [ un ] fähigkeit der Versicherten deutlich höher sein müsse. Sofern die IV Stelle an den „%-Ausfall-Zahlen“ ge mäss Abklärungsbericht festhalte, so werde der Antrag gestellt, den Gutachter zu ersuchen, den Grad der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht nachträglich noch festzulegen (Urk. 8/32/2). 4.1.4 In der Folge antwortete Dr. B.___ auf die entsprechende Anfrage der IV-Stelle, es sei schon richtig, dass die Festsetzung eines Prozentausfalls durch die allei nige medizinisch theoretische Einschätzung bei der bestehenden Multimorbidi tät schwierig sei. Eine differenzierte Abklärung, welche Tätigkeiten in welchem Umfang bei der Arbeit als Wirtin noch möglich und zumutbar seien, könne nur durch eine Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) mit Jobmatch beurteilt werden. Da aber offenbar ein operativer Eingriff unmittelbar bevorstehe, werde diese ergänzende Abklärung sinnvollerweise danach durchgeführt (Urk. 8/35/1).

4.1.4 In der Folge antwortete Dr. B.___ auf die entsprechende Anfrage der IV-Stelle, es sei schon richtig, dass die Festsetzung eines Prozentausfalls durch die allei nige medizinisch theoretische Einschätzung bei der bestehenden Multimorbidi tät schwierig sei. Eine differenzierte Abklärung, welche Tätigkeiten in welchem Umfang bei der Arbeit als Wirtin noch möglich und zumutbar seien, könne nur durch eine Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) mit Jobmatch beurteilt werden. Da aber offenbar ein operativer Eingriff unmittelbar bevorstehe, werde diese ergänzende Abklärung sinnvollerweise danach durchgeführt (Urk. 8/35/1). 4.1.5 Die Beschwerdeführerin musste sich am 20. Januar 2009 einer Operation in der A.___ (Operateur Dr. Z.___) an der rechten (dominanten) Hand unterziehen. Gemäss Schreiben der Rechtsvertreterin vom 5. Mai 2009 ist die Beschwerdeführerin „seither und noch bis Ende dieses Monats 100 % arbeits unfähig“. Sie gehe davon aus, dass unter diesen Umständen die von Dr. B.___ vorgeschlagene EFL mit Jobmatch nicht durchgeführt werden könne. Sodann habe ihre Mandantin den Pachtvertrag für ihr Restaurant per Ende Mai 2009 auflösen können. Sie sei nun auf der Suche nach einer neuen, der bestehenden Multimorbidität besser angepassten Arbeit. Ab Juni 2009 beziehungsweise ab Erreichen des Endzustandes nach der Handoperation werde die Situation ohne hin neu beurteilt werden müssen (Urk. 8/38/1).

4.1.5 Die Beschwerdeführerin musste sich am 20. Januar 2009 einer Operation in der A.___ (Operateur Dr. Z.___) an der rechten (dominanten) Hand unterziehen. Gemäss Schreiben der Rechtsvertreterin vom 5. Mai 2009 ist die Beschwerdeführerin „seither und noch bis Ende dieses Monats 100 % arbeits unfähig“. Sie gehe davon aus, dass unter diesen Umständen die von Dr. B.___ vorgeschlagene EFL mit Jobmatch nicht durchgeführt werden könne. Sodann habe ihre Mandantin den Pachtvertrag für ihr Restaurant per Ende Mai 2009 auflösen können. Sie sei nun auf der Suche nach einer neuen, der bestehenden Multimorbidität besser angepassten Arbeit. Ab Juni 2009 beziehungsweise ab Erreichen des Endzustandes nach der Handoperation werde die Situation ohne hin neu beurteilt werden müssen (Urk. 8/38/1). 4.1.6 Die IV-Stelle ersuchte in der Folge Dr. Z.___ um einen Arztbericht (Urk. 8/42). Unter anderem weil die Patientin offenbar bereits einmal medizinisch beurteilt worden sei, ihm diese Akten aber nicht vorlägen, und „bei dieser Arthrose von verschiedensten Gelenken eine korrekte medizinische Beurteilung, wahrschein lich interdisziplinär, angezeigt“ sei, wollte Dr. Z.___ medizinisch keine Stel lung beziehen (Schreiben vom 27. Mai 2009; Urk. 8/42/6). Es liegen somit lediglich der Operationsbericht vom 20. Januar 2009 (Urk. 8/52/9) sowie Berichte über Konsultationen beziehungsweise Verlaufskontrollen - so vom 2. März, 7. und 29. April sowie vom 27. Mai 2009 (Urk. 8/52/3-8) - vor.

4.1.6 Die IV-Stelle ersuchte in der Folge Dr. Z.___ um einen Arztbericht (Urk. 8/42). Unter anderem weil die Patientin offenbar bereits einmal medizinisch beurteilt worden sei, ihm diese Akten aber nicht vorlägen, und „bei dieser Arthrose von verschiedensten Gelenken eine korrekte medizinische Beurteilung, wahrschein lich interdisziplinär, angezeigt“ sei, wollte Dr. Z.___ medizinisch keine Stel lung beziehen (Schreiben vom 27. Mai 2009; Urk. 8/42/6). Es liegen somit lediglich der Operationsbericht vom 20. Januar 2009 (Urk. 8/52/9) sowie Berichte über Konsultationen beziehungsweise Verlaufskontrollen - so vom 2. März, 7. und 29. April sowie vom 27. Mai 2009 (Urk. 8/52/3-8) - vor. 4.1.7 Die Beschwerdegegnerin veranlasste deshalb ein Gutachten bei D.___, Facharzt für Rheumatologie, Innere Medizin sowie Manuelle Medizin (SAMM) und Ultraschall am Bewegungsapparat (SGUM). Am 24. August 2009 führte dieser die Untersuchung für sein Gutachten vom 18. Oktober 2009 durch. Als Hauptdiagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (ganzer Diagnosenka talog siehe Urk. 8/55/9) nannte er posttraumatische Rhizarthrosen bds. symp tomatisch rechts (ICD-10: M18.2), posttraumatische Pangonarthrose rechts (ICD 10: M17.3) und symptomatische Periarthropathia humeroscapularis (ICD 10: M75.4). Unter Ziffer 6.2. „Beurteilung der Arbeitsfähigkeit“ führte er unter anderem aus, aus rheumatologischer Sicht sei die Versicherte in der zuletzt aus geübten Tätigkeit einer Wirtin ohne Hebe- und Tragbelastungen, vorzugsweise für leichte Büroarbeiten noch zu 25 % einsatzfähig ab Datum der Begutachtung. Die vorbestehende Einschätzung durch Dr. B.___ erscheine bei damals noch klinisch stummer rechter Schulter nachvollziehbar, dies auch bezüglich der ret rospektiven Festsetzung der Einsatzfähigkeit. Seit dem Vorgut achten sei die Versicherte operiert worden und sei demzufolge sowohl peri operativ als auch im Heilungsverlauf nach der Handoperation zusätzlich in der Restarbeitsfähigkeit beeinträchtig gewesen; zu dieser wären Angaben der den Verlauf betreuenden Ärzte nötig. Für die „spezielle Frage der IV“ nach dem Grad der Arbeitsunfähig keit im bisherigen Arbeitsverhältnis (Ziffer 6.4.2.) verwies D.___ auf die erwähnten Ausführungen. Zum Grad der Arbeits unfähigkeit in angepasster Tätigkeit schrieb er ergänzend, dass aufgrund der vorliegenden Dokumentation keine lückenlose Einschätzung der Arbeits fähigkeit durch die vorbehandelnden oder voroperierenden Ärzte dokumentiert sei. Die im Vorgutachten abgegebene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Verlauf erscheine nachvollziehbar. Während vormals stattgehabter Operationen respektive der postoperativen Rehabilitationsphasen sei somit davon auszu gehen, dass auch höhergradige Arbeitsunfähigkeiten bestanden hätten respek tive noch eine Belastungs- oder Arbeitskarenz verordnet worden sei, an die sich die selbständige Wirtin auf grund der Notwendigkeit im Betrieb mitzuhelfen dann teilweise nicht oder nur unzureichend gehalten habe. Detailliertere Aus sagen zum Ablauf der Arbeits unfähigkeit seien nicht möglich (Urk. 8/55/12). Und zur Zusatzfrage „AF-Grad für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (bisher Wirtin) seit Mai 2007?“ antwortete er, dass diese seit Mai 2007 bei 30 % anzusiedeln sei, ab Datum der Begutachtung infolge zusätzlicher Schulter problematik eher bei 20 bis 25 % (Urk. 8/55/14).

4.1.7 Die Beschwerdegegnerin veranlasste deshalb ein Gutachten bei D.___, Facharzt für Rheumatologie, Innere Medizin sowie Manuelle Medizin (SAMM) und Ultraschall am Bewegungsapparat (SGUM). Am 24. August 2009 führte dieser die Untersuchung für sein Gutachten vom 18. Oktober 2009 durch. Als Hauptdiagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (ganzer Diagnosenka talog siehe Urk. 8/55/9) nannte er posttraumatische Rhizarthrosen bds. symp tomatisch rechts (ICD-10: M18.2), posttraumatische Pangonarthrose rechts (ICD 10: M17.3) und symptomatische Periarthropathia humeroscapularis (ICD 10: M75.4). Unter Ziffer 6.2. „Beurteilung der Arbeitsfähigkeit“ führte er unter anderem aus, aus rheumatologischer Sicht sei die Versicherte in der zuletzt aus geübten Tätigkeit einer Wirtin ohne Hebe- und Tragbelastungen, vorzugsweise für leichte Büroarbeiten noch zu 25 % einsatzfähig ab Datum der Begutachtung. Die vorbestehende Einschätzung durch Dr. B.___ erscheine bei damals noch klinisch stummer rechter Schulter nachvollziehbar, dies auch bezüglich der ret rospektiven Festsetzung der Einsatzfähigkeit. Seit dem Vorgut achten sei die Versicherte operiert worden und sei demzufolge sowohl peri operativ als auch im Heilungsverlauf nach der Handoperation zusätzlich in der Restarbeitsfähigkeit beeinträchtig gewesen; zu dieser wären Angaben der den Verlauf betreuenden Ärzte nötig. Für die „spezielle Frage der IV“ nach dem Grad der Arbeitsunfähig keit im bisherigen Arbeitsverhältnis (Ziffer 6.4.2.) verwies D.___ auf die erwähnten Ausführungen. Zum Grad der Arbeits unfähigkeit in angepasster Tätigkeit schrieb er ergänzend, dass aufgrund der vorliegenden Dokumentation keine lückenlose Einschätzung der Arbeits fähigkeit durch die vorbehandelnden oder voroperierenden Ärzte dokumentiert sei. Die im Vorgutachten abgegebene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Verlauf erscheine nachvollziehbar. Während vormals stattgehabter Operationen respektive der postoperativen Rehabilitationsphasen sei somit davon auszu gehen, dass auch höhergradige Arbeitsunfähigkeiten bestanden hätten respek tive noch eine Belastungs- oder Arbeitskarenz verordnet worden sei, an die sich die selbständige Wirtin auf grund der Notwendigkeit im Betrieb mitzuhelfen dann teilweise nicht oder nur unzureichend gehalten habe. Detailliertere Aus sagen zum Ablauf der Arbeits unfähigkeit seien nicht möglich (Urk. 8/55/12). Und zur Zusatzfrage „AF-Grad für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (bisher Wirtin) seit Mai 2007?“ antwortete er, dass diese seit Mai 2007 bei 30 % anzusiedeln sei, ab Datum der Begutachtung infolge zusätzlicher Schulter problematik eher bei 20 bis 25 % (Urk. 8/55/14). 4.1.8 Für die Taggeldversicherung wurde die Versicherte überdies am 8. September 2009 von Dr. med. E.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, F.___, untersucht. Gemäss Dr. E.___ ist von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % wegen des rechten Daumens seit dem 3. Dezember 2008 bis zum 23. August 2009 auszugehen. Wegen massiver Beschwerden im Bereich des rechten Dau mens nach unzureichender Wirkung konservativer Behandlungs massnahmen sei am 20. Januar 2009 die Operation in der Handchirurgie der A.___ erfolgt. Nach seiner Beurteilung besteht nun eine arbeitsrelevante Leistungsein busse der rechten Hand, insbesondere des rechten Daumens nach Oper a tion einer Daumensattelgel e nksarthrose rechts vom 20. Januar 2009. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit seit dem 3. Dezember 2008 als selbständig erwerbende Wir tin sei vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Ebenfalls adäquat sei die Wiederaufnahme der Arbeitsfähigkeit mit 50 % ab 24. August 2009 im Gastro service aufgrund des erhobenen aktuellen Befundes (Urk. 8/53/1 und 2; siehe auch Stellungnahme der Rechtsvertreterin dazu, Urk. 8/57).

4.1.8 Für die Taggeldversicherung wurde die Versicherte überdies am 8. September 2009 von Dr. med. E.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, F.___, untersucht. Gemäss Dr. E.___ ist von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % wegen des rechten Daumens seit dem 3. Dezember 2008 bis zum 23. August 2009 auszugehen. Wegen massiver Beschwerden im Bereich des rechten Dau mens nach unzureichender Wirkung konservativer Behandlungs massnahmen sei am 20. Januar 2009 die Operation in der Handchirurgie der A.___ erfolgt. Nach seiner Beurteilung besteht nun eine arbeitsrelevante Leistungsein busse der rechten Hand, insbesondere des rechten Daumens nach Oper a tion einer Daumensattelgel e nksarthrose rechts vom 20. Januar 2009. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit seit dem 3. Dezember 2008 als selbständig erwerbende Wir tin sei vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Ebenfalls adäquat sei die Wiederaufnahme der Arbeitsfähigkeit mit 50 % ab 24. August 2009 im Gastro service aufgrund des erhobenen aktuellen Befundes (Urk. 8/53/1 und 2; siehe auch Stellungnahme der Rechtsvertreterin dazu, Urk. 8/57). 4.1.9 Am 16. Februar 2010 musste sich die Versicherte einer Operation an der rechten Schulter unterziehen (siehe Operationsbericht von Dr. med. G.___, Chefarzt Orthopädie (Obere Extremitäten) der A.___ vom gleichen Tag; Urk. 8/66/11). Seinem Schreiben vom 16. April 2010 an die IV-Stelle (Urk. 8/66/5) legte er diverse Berichte (auch die rechte Schulter betreffend) bei. Aus diesen wird ersichtlich, dass Dr. Z.___ die Versicherte infolge massivster Schulterprobleme anfangs Oktober 2009 an Dr. G.___ überwies (Urk. 8/66/25), welcher in der Folge die Indikation zur Arthroskopie stellte („KG-Eintrag“, 15. Oktober 2009; Urk. 8/66/27). Gemäss der definitiven Bespre chung anlässlich der Konsultation bei Dr. G.___ vom 12. November 2009 musste der vor Weihnachten geplante Operationstermin von der Beschwerde führerin aus geschäftlichen Gründen auf Februar 2010 verschoben werden. Im betreffenden Bericht über diese Konsultation vermerkte Dr. G.___ überdies: „50%ige Arbeitsfähigkeit“ (Urk. 8/66/28).

4.1.9 Am 16. Februar 2010 musste sich die Versicherte einer Operation an der rechten Schulter unterziehen (siehe Operationsbericht von Dr. med. G.___, Chefarzt Orthopädie (Obere Extremitäten) der A.___ vom gleichen Tag; Urk. 8/66/11). Seinem Schreiben vom 16. April 2010 an die IV-Stelle (Urk. 8/66/5) legte er diverse Berichte (auch die rechte Schulter betreffend) bei. Aus diesen wird ersichtlich, dass Dr. Z.___ die Versicherte infolge massivster Schulterprobleme anfangs Oktober 2009 an Dr. G.___ überwies (Urk. 8/66/25), welcher in der Folge die Indikation zur Arthroskopie stellte („KG-Eintrag“, 15. Oktober 2009; Urk. 8/66/27). Gemäss der definitiven Bespre chung anlässlich der Konsultation bei Dr. G.___ vom 12. November 2009 musste der vor Weihnachten geplante Operationstermin von der Beschwerde führerin aus geschäftlichen Gründen auf Februar 2010 verschoben werden. Im betreffenden Bericht über diese Konsultation vermerkte Dr. G.___ überdies: „50%ige Arbeitsfähigkeit“ (Urk. 8/66/28). 4.1.10 Schliesslich hielt die IV-Stelle im Feststellungsblatt für den Beschluss vom 11. Februar 2011 zusammengefasst fest: „AF angestammt Tätigkeit als Wirtin 30% ab 5/2007“ (Urk. 8/90/6). Dazu ist anzumerken, dass die anschliessende Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit aber nicht auf diesen Angaben beruht, sondern im Widerspruch dazu auf einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % vom 26. Dezember 2008 bis 31. August 2009 sowie auf einer solchen von 60 % vom 1. September bis 25. Dezember 2009 (siehe vorne Erwägung 3.2; Urk. 8/90/7).

4.1.10 Schliesslich hielt die IV-Stelle im Feststellungsblatt für den Beschluss vom 11. Februar 2011 zusammengefasst fest: „AF angestammt Tätigkeit als Wirtin 30% ab 5/2007“ (Urk. 8/90/6). Dazu ist anzumerken, dass die anschliessende Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit aber nicht auf diesen Angaben beruht, sondern im Widerspruch dazu auf einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % vom 26. Dezember 2008 bis 31. August 2009 sowie auf einer solchen von 60 % vom 1. September bis 25. Dezember 2009 (siehe vorne Erwägung 3.2; Urk. 8/90/7). 4.2 Gestützt auf die Angaben im Gutachten von Dr. B.___ und diejenigen von RAD-Arzt Dr. C.___ ist bezüglich der Wartezeit von einer anfänglichen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Wirtin von 70 % auszugehen (siehe Erwägungen Ziffer 4.1.1 – 4.1.4), dann ab der Handoperation am 20. Januar 2009 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit (Ziffer 4.1.5 und 4.1.6) und schliesslich ab Datum der Begutachtung durch D.___ von einer solchen von 75 % (Ziffer 4.1.7 und 4.1.8). An der über die ganze Wartezeit sich daraus ergebenden durchschnittlichen Arbeitsunfähig keit von weit über 70 % – siehe Berechnung in untenstehender Tabelle - ändert sich schliesslich auch nichts, wenn für den letzten Zeitraum berücksichtigt wird, dass die Versicherte ihr eigenes Restaurant aufgegeben und eine unselbständige Tätigkeit in einem Gastrobetrieb angenommen hat und so ihre Arbeitsfähigkeit auf 50 % steigern konnte (Ziffer 4.1.8 und 4.1.9).

4.2 Gestützt auf die Angaben im Gutachten von Dr. B.___ und diejenigen von RAD-Arzt Dr. C.___ ist bezüglich der Wartezeit von einer anfänglichen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Wirtin von 70 % auszugehen (siehe Erwägungen Ziffer 4.1.1 – 4.1.4), dann ab der Handoperation am 20. Januar 2009 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit (Ziffer 4.1.5 und 4.1.6) und schliesslich ab Datum der Begutachtung durch D.___ von einer solchen von 75 % (Ziffer 4.1.7 und 4.1.8). An der über die ganze Wartezeit sich daraus ergebenden durchschnittlichen Arbeitsunfähig keit von weit über 70 % – siehe Berechnung in untenstehender Tabelle - ändert sich schliesslich auch nichts, wenn für den letzten Zeitraum berücksichtigt wird, dass die Versicherte ihr eigenes Restaurant aufgegeben und eine unselbständige Tätigkeit in einem Gastrobetrieb angenommen hat und so ihre Arbeitsfähigkeit auf 50 % steigern konnte (Ziffer 4.1.8 und 4.1.9). von - bis von - bis

von - bis Tage Tage

Tage % AUF % AUF

% AUF Total ø AUF in % Total ø AUF in %

Total ø AUF in % 26.12.2008 -19.01.2009 26.12.2008 -19.01.2009

26.12.2008 -19.01.2009 25 25

25 70 70

70 1750 1750

1750 20.01.2009 – 24.08.2009 20.01.2009 – 24.08.2009

20.01.2009 – 24.08.2009 217 217

217 100 100

100 21700 21700

21700 25.08.2009 – 25.12.2009 25.08.2009 – 25.12.2009

25.08.2009 – 25.12.2009 123 123

123 75 bzw. 50 75 bzw. 50

75 bzw. 50 9225 bzw. 6150 9225 bzw. 6150

9225 bzw. 6150 Total Tage: Total Tage:

Total Tage: 365 365

365 32675 bzw. 29600 32675 bzw. 29600

32675 bzw. 29600 Durchschnittliche AUF in %: 89.52 bzw. 81 %

Durchschnittliche AUF in %: 89.52 bzw. 81 % 4.3

4.3 4.3.1 Die Stufe der zu gewährenden Rente wird nach dem Ausmass der während der Wartezeit bestehenden Arbeitsunfähigkeit und – kumulativ - nach Massgabe der nach zurückgelegter Wartezeit verbliebenen Erwerbsunfähigkeit bestimmt (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG). Es bleibt somit das Ausmass der an die zurückge legte Wartezeit anschliessende Erwerbsunfähigkeit zu prüfen.

4.3.1 Die Stufe der zu gewährenden Rente wird nach dem Ausmass der während der Wartezeit bestehenden Arbeitsunfähigkeit und – kumulativ - nach Massgabe der nach zurückgelegter Wartezeit verbliebenen Erwerbsunfähigkeit bestimmt (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG). Es bleibt somit das Ausmass der an die zurückge legte Wartezeit anschliessende Erwerbsunfähigkeit zu prüfen. 4.3.2 Die IV-Stelle hatte aufgrund des Einwands der Rechtsvertreterin auf den Vorbe scheid hin die zuvor angenommene Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab 16. Februar 2010 auf 0 % korrigiert beziehungsweise herabgesetzt. Grund dafür war die auf den chirurgischen Eingriff an der Schulter folgende postoperative Phase (siehe zum Ganzen vorne Erwägung Ziffer 4.1.9 sowie Urk. 8/92, 94, 96 und 97). Der daraufhin neu vorgenommene Einkommensvergleich ergab einen Invaliditäts grad von 100 % und damit - wie am 26. August 2011 schliesslich korrekt ver fügt (vgl. Urk. 2/2) – Anspruch auf eine ganze Rente ab dem 1. März bis zum 31. Mai 2010. Für die Zeit vorher, das heisst direkt nach Ablauf der Wartezeit am 26. Dezember 2009, ergab der auf den gleichen Grundlagen durchgeführte Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad von 60 %. Es ist kein Grund ersichtlich, wieso für diese Zeitperiode nicht auch auf diesen Einkommensver gleich beziehungsweise die ihm zugrundeliegenden Validen- und Invalidenein kommen abzustellen wäre. Dies umso mehr als die Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift an das Sozialversicherungsgericht (Urk. 1) das Validenein kommen nicht mehr in Frage stellt (so aber noch im Einwand auf den Vorbe scheid hin; Urk. 8/94). Zudem überzeugen die dort vorgebrachten Argumente der IV-Stelle (vgl. Urk. 8/96) völlig. Nach dem Gesagten ist folglich für Dezem ber 2009 von einem IV-Grad von 60 % auszugehen. Ein solcher vermag aber lediglich einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und nicht auf eine ganze Rente auszulösen.

4.3.2 Die IV-Stelle hatte aufgrund des Einwands der Rechtsvertreterin auf den Vorbe scheid hin die zuvor angenommene Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab 16. Februar 2010 auf 0 % korrigiert beziehungsweise herabgesetzt. Grund dafür war die auf den chirurgischen Eingriff an der Schulter folgende postoperative Phase (siehe zum Ganzen vorne Erwägung Ziffer 4.1.9 sowie Urk. 8/92, 94, 96 und 97). Der daraufhin neu vorgenommene Einkommensvergleich ergab einen Invaliditäts grad von 100 % und damit - wie am 26. August 2011 schliesslich korrekt ver fügt (vgl. Urk. 2/2) – Anspruch auf eine ganze Rente ab dem 1. März bis zum 31. Mai 2010. Für die Zeit vorher, das heisst direkt nach Ablauf der Wartezeit am 26. Dezember 2009, ergab der auf den gleichen Grundlagen durchgeführte Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad von 60 %. Es ist kein Grund ersichtlich, wieso für diese Zeitperiode nicht auch auf diesen Einkommensver gleich beziehungsweise die ihm zugrundeliegenden Validen- und Invalidenein kommen abzustellen wäre. Dies umso mehr als die Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift an das Sozialversicherungsgericht (Urk. 1) das Validenein kommen nicht mehr in Frage stellt (so aber noch im Einwand auf den Vorbe scheid hin; Urk. 8/94). Zudem überzeugen die dort vorgebrachten Argumente der IV-Stelle (vgl. Urk. 8/96) völlig. Nach dem Gesagten ist folglich für Dezem ber 2009 von einem IV-Grad von 60 % auszugehen. Ein solcher vermag aber lediglich einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und nicht auf eine ganze Rente auszulösen. 4.4 Zusammengefasst steht damit fest, dass die Beschwerdeführerin für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. Inso weit ist folglich die Rentenverfügung vom 26. August 2011 (Urk. 2/1) abzuän dern; dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.

4.4 Zusammengefasst steht damit fest, dass die Beschwerdeführerin für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. Inso weit ist folglich die Rentenverfügung vom 26. August 2011 (Urk. 2/1) abzuän dern; dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde. 5.

5. 5.1 Die in Anwendung von Art. 69 Abs. 1 bis IVG auszufällende Gerichtskostenpau schale ist auf Fr. 400.-- festzusetzen und entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

5.1 Die in Anwendung von Art. 69 Abs. 1 bis IVG auszufällende Gerichtskostenpau schale ist auf Fr. 400.-- festzusetzen und entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gegenüber der Beschwer degeg nerin ausgangsgemäss Anspruch auf eine ohne Rücksicht auf den Streit wert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessende Entschädigung (inklusive Barauslagen und Mehr wertsteuer; § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG), welche auf Fr. 600.-- fest zu setzen ist.

5.2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gegenüber der Beschwer degeg nerin ausgangsgemäss Anspruch auf eine ohne Rücksicht auf den Streit wert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessende Entschädigung (inklusive Barauslagen und Mehr wertsteuer; § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG), welche auf Fr. 600.-- fest zu setzen ist. Die Einzlrichterin erkennt:

Die Einzlrichterin erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Rentenverfügung der Sozialver si che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 26. August 2011 inso weit abge ändert, als festgestellt wird, dass die Versicherte für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat.

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Rentenverfügung der Sozialver si che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 26. August 2011 inso weit abge ändert, als festgestellt wird, dass die Versicherte für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schä digung von Fr. 600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schä digung von Fr. 600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dr. Sonja Gabi

Rechtsanwältin Dr. Sonja Gabi - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der an gefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der an gefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Die Einzelrichterin Der Gerichtsschreiber

Daubenmeyer Sonderegger