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„Üben ist eine zielgerichtete musikalische Betätigung, die dem Erwerb, der Verfeinerung und dem Erhalt sensomotorischer, auditiver, visueller, struktureller und emotionaler Repräsentationen von Musik dient.“
(Altenmüller, 2006)
Studien haben gezeigt, dass Studierende, welche die herkömmliche, instrumentenbezogene Übweise mit mentalem Üben kombinierten, am Schnellsten und am Sichersten Lernerfolge erzielten. Ein angenehmer Nebeneffekt dieser Art des Übens ist auch die Verminderung von Lampenfieber. Zudem werden körperliche Abnützungserscheinungen vermieden.
Ein weiterer wichtiger Punkt kommt noch aus psychologischer Sicht hinzu. Verspielt sich ein Musiker, so nimmt er das Musizieren als Misserfolg wahr. Ist dieselbe Stelle aber im rein mentalen Prozess noch nicht korrekt „durchdenkbar“, so wird dies als Ansporn für weitere Arbeit betrachtet.
„Nun ist beim Musizieren nicht die richtige Ausführung einer Bewegung die wesentliche Zielvorstellung, sondern der daraus entstehende Klang. Mentales Training beim Üben auf dem Instrument, Dirigieren oder beim Singen ist denn auch viel mehr als nur das geistige Einüben von Bewegungen, weil die Klangvorstellung immer einbezogen werden soll. Eine differenzierte Klangvorstellung, das heisst ein genaues Bild von der angestrebten Wiedergabe einer Komposition, ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung.“
(Klöppel, 2008)
Basierend auf den Erkenntnissen der Pianistin Orloff-Tschekorsky, Karl Leimer und Walter Kieseking existieren diverse Techniken, um Musik mental einstudieren zu können. Dabei sind das Anwenden diverser Entspannungstechniken genau so wichtig wie das Erlernen von Visualisierungs-Strategien.