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An der vierzigsten Jahreskonferenz des UNESCO-Welterbe-Komitees übergibt der WWF die Namen von 143’951 Menschen. Sie haben dem Premierminister von Belize ein Email geschrieben und ihn aufgefordert, das Barrier Riff in Belize zu schützen. Das Riff gehört zu den 229 Naturerbe-Stätten der UNESCO und ist, wie die Hälfte aller Stätten, durch industrielle Zerstörung akut bedroht.
Insgesamt 143’951 Menschen fordern den Premierminister von Belize in der Email auf, Offshore Ölbohrungen zu verbieten. Davon seien 20’000 Mails aus der Schweiz, schreibt WWF Schweiz in seiner Mitteilung. Er zeige der UNESCO-Kommission in Istanbul eine Liste aller Supporter. Die Kommission bespreche dort den Schutz des Barrier Riffs.
2009 hat die UNESCO das Belize-Barrier-Riff in der Karibik auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Mindestens 1400 Tier- und Pflanzenarten leben in einer einzigartigen Umgebung von Atollen, Sandinseln, Mangroven, Lagunen und Flussmündungen. In den letzten Jahren hat das Riff durch Küstenbebauungen, Ölbohrungen und Wasserverschmutzung aus der Landwirtschaft stark gelitten. 6500 Hektaren Mangrovenwälder wurden bereits abgeholzt.
Das ist nicht nur für die Natur dramatisch, sondern auch für die Menschen. Die Lebensgrundlage der Hälfte der Belizer Bevölkerung hängt vom Tourismus und der Fischerei und somit von einem intakten Riff ab. Ausserdem würde die Regierung Belizes mit weiteren Investitionen in die Ölförderung ihr Klimaversprechen von Paris brechen, so Alice Eymard-Duvernay, Meeresschutzexpertin beim WWF Schweiz.