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Wenn sich Rockmusik und Modern Dance zusammentun, ist das Ergebnis ein Tanzabend voller energiegeladener Choreografien, mit ausdrucksstarker und ungemein mitreissender Musik. Mit «My Rock» führt uns Jean-Claude Gallotta vor Augen, dass im zeitgenössischen Tanz, sowie in der Rockmusik, von romantisch bis hart, dynamisch bis sanft, alles möglich ist.
Wie kann es sein, dass Modern Dance und Rockmusik ein halbes Jahrhundert lang nebeneinander existieren, aber sich nie kreuzen? Beide Kunstformen sind praktisch zeitgleich in den USA entstanden. Doch man sieht nie die Namen Elvis Presley und Merce Cunningham auf demselben Plakat, obwohl man die Geburtsstunde von Rockmusik und Modern Dance ziemlich genau auf das Jahr 1953 datieren kann.
Jean-Claude Gallotta, geboren und aufgewachsen mit beiden Strömungen, hat sich sozusagen zwangsläufig sowohl von Presley als auch von Cunningham genährt. «Der Rock», so sagt er, «hat meine jugendlichen Träumereien beeinflusst und mir damit möglicherweise erlaubt, andere verlorene Seelen kennenzulernen und mir aus meiner Existenzangst herauszuhelfen.»
«My Rock» besteht aus fünfzehn kurzen Tanzsequenzen zu emblematischen Titeln der Rockgeschichte. Von Elvis Presley zu Patti Smith, von Leonard Cohen zu den Rolling Stones, von Bob Dylan zu Velvet Underground … Der Choreograf versucht, eine physische, fast erotische Annäherung zwischen der Rockmusik und dem zeitgenössischen Tanz herzustellen, indem er poetische Szenenbilder voller Emotionen erschafft, die mit brennendem leidenschaftlichem Furor gefüllt sind: Tanz und Musik vereinen sich mehr denn je in Leben und Tod.
Fotos © Guy Delahaye