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Die armen Familien
Die armen Familien hatten nicht viel zu essen. Sie wurden nicht immer gut behandelt von den Reichen. In der Stadt, wo die armen Familien häufig in Fabriken arbeiteten, konnten sie in Häusern oder Wohnungen leben, die ihnen der Fabrikbesitzer zur Verfügung stellte. Die Miete dafür wurde ihnen direkt vom Lohn abgezogen.
Auf dem Lande waren die Familien bessergestellt und lebten auf Bauernhöfen als Knechte oder waren Taglöhner.
Auch die Armen gingen in die Kirche. Der Weg dort hin war sehr lange. Sie gingen normalerweise zu Fuss und mussten dafür lange Wege in Anspruch nehmen.
Manchmal mussten sie auch am Sonntag arbeiten.
Die Frauen
Die ärmeren Frauen waren in erster Linie für die familiären Angelegenheiten zuständig, mussten aber sowohl auf dem Lande als auch in der Stadt arbeiten.
Auf dem Lande arbeiteten die Frauen als Dienstmagd, Köchin oder mit ihren Männern auf dem Feld.
In der Stadt mussten die Frauen nebst ihren familiären Pflichten auch in der Fabrik harte Arbeit leisten.
Das Leben von wohlhabenden Frauen sah jedoch ganz anders aus. Solche die eine Ausbildung hatten, konnten zum Beispiel als Gouvernante, ein Dienstmädchen/Hausangestellte, arbeiten.
Ganz reiche Frauen aber arbeiteten nicht, sie waren vor allem Ehefrau und für die Erziehung der Kinder zuständig. Sie konnte sich jemand leisten, der für die kochte, putze, aufräumte, Kleider wusch und bügelte.
Auf dem Land
Bis zu Jahre 1910 hatten ungefähr 80% der Kinder Eltern, die auf dem Land tätig waren. Nur die übrigen 20% waren Arbeiter, Händler, Handwerker oder arbeiteten in der Verwaltung. Die Verwaltung erledigt verschiedene Büro arbeiten, wie Buchhaltung, Briefe schreiben, Rechnungen verschicken usw.
Die reichen Familien
Die reichen Familien lebten meist in einer herrschaftlichen Villa mit vielen Dienstboten. Sie hatten genügend zu essen und die Kinder mussten nicht arbeiten, sondern durften zur Schule oder wurden zu Hause unterrichtet.
Die Kinder hatten Spielsachen und schöne Kleider. Ihre Eltern konnten sich ein Auto leisten und mussten nicht in einer Fabrik arbeiten.
Die reichen Familien gingen in die Kirche und trugen dabei ihre besten Kleider. Sie konnten mit der Kutsche hinfahren und danach im Kreise der Familie den Sonntagsbraten verspeisen.
Kinderarbeit
Heutzutage können sich Kinder schwer vorstellen zu arbeiten oder Geld zu verdienen. Vor 100 Jahren war das ganz anders. Viele Leute lebten in Armut. Schon sehr früh mussten Kinder mitarbeiten.
Doch man seinen Eltern hilft oder nicht war hier nicht die Frage. Man musste. Kinderarbeit zu Hause war sehr verbreitet.
Industriestädte waren Orte, meist Städte, wo viele Fabriken waren, die Sachen herstellten. Zum Beispiel gab es die Textilindustrie, wo Fabriken Stoffe mit Hilfe vieler Maschinen herstellten. In den Industriestädten arbeiteten 30% bis 50% der Kinder zu Hause.
Oft betrachteten die Eltern die Schule als Hindernis zum Geldverdienen.