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LVMH nimmt die Entscheidung des Delaware Court of Chancery zur Kenntnis, wonach der Prozess im Januar 2021 und nicht an dem von Tiffany geforderten Datum am 24. November 2020 beginnen sollte. Ob dies ein Vorteil für LVMH ist, wird sich zeigen.
Die Schlammschlacht mit Tiffany vor den Gerichten, die mit Klage und Gegenklage in dieser Woche begonnen hat, könnte anders ausgehen. Auf eine halbe Milliarde Euro wird die „break-up-fee“ beziffert, die Summe, die derjenige zahlen muss, der aus dem Vertrag aussteigt. Hinzu kommen Kosten für die Rückabwicklung von Kreditverträgen und Devisenabsicherung. Das LVMH-Argument, die größte Übernahme in der eigenen Geschichte, ein fast 14 Milliarden Euro schweres Geschäft, müsse wegen einer Aufforderung des Außenministers abgeblasen werden, wirkt nicht überzeugend. Doch in Paris traut sich niemand, diese Version zu kritisieren: Politiker, PR-Berater, Anwälte, alle sind sie irgendwie von LVMH abhängig – oder könnten es werden.
“LVMH ist voll und ganz zuversichtlich, Tiffanys Anschuldigungen widerlegen und den Gerichtshof davon überzeugen zu können, dass die für die Übernahme von Tiffany erforderlichen Bedingungen nicht mehr erfüllt sind. In diesem Zusammenhang wird LVMH in den kommenden Monaten dem amerikanischen Justizsystem aufzeigen, dass das Missmanagement von Tiffany während der COVID-19-Krise einen wesentlichen nachteiligen Effekt darstellt und somit der vereinbart Kaufpreis von einst 14 Milliarden Euros nicht mehr gerechtfertigt ist”, lässt LVMH verlautbaren.
KOMMENTAR:
An Bernard Arnault und LVMH kommt niemand vorbei, er hat Sie alle in der Tasche, die Politik und die Hochfinanz, zudem ist er als bekennender und praktizierender Jude weltweit vernetzt. Tiffany hat also schlechte Karte bei diesem Knatsch.