Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03480.jsonl.gz/1031

Ein Riesenspektakel war’s, das sich in der Nacht auf Montag im Super Dome von New Orleans abspielte. Alicia Keys sang die Nationalhymne, Beyoncé lieferte eine beeindruckende Halbzeitshow, bei der auch ihre Band Destiny’s Child zum ersten Mal nach der Auflösung 2005 wieder zusammen auftrat. Entblösste Brüste oder ähnliche “Skandale”, die die Reporter gleich eine “abnehmende Moral in der amerikanischen Gesellschaft”, feststellen liessen, wie einst beim “Nipplegate” 2004, blieben diesmal aus.
Dennoch: Ein Ereignis wird noch lange zu reden geben. Kurz nach Beginn des dritten Viertels fiel die Hälfte der Lichter aus, was zu einer 34-minütigen Unterbrechung führte. Ob dies im Zusammenhang mit Beyoncés feurigem Auftritt stand, kann nicht abschliessend geklärt werden. Die San Francisco 49ers, die zur Halbzeit noch 21:6 zurücklagen, kamen bis auf zwei Punkte wieder an die Baltimore Ravens heran. Der Stecker, der dem Super Dome gezogen wurde, schien den 49ers eingesteckt worden zu sein. Das Spiel endete trotzdem 34:31 zugunsten der Raben.
Man fragt sich jedoch als verzweifelter, auf bessere Zeiten wartender Skifan: Wäre das auch ein Rezept für die Schweizer Skicracks? In der Hälfte eines Rennens, wenn die Tabelle wieder einmal umgedreht werden müsste, damit die Schweizer in den oberen Rängen zu finden wären, einfach mal den Stecker ziehen, durchatmen, sich sammeln und dann die Aufholjagd starten. Einen Versuch wäre es doch wert, denn schlimmer kann es um Janka, Défago und Co. nun wirklich nicht mehr kommen. Also, zieht die Stecker und “Hopp Schwiiz!”