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Das Wichtigste über CHEOPS
Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems erkunden
CHEOPS (CHaracterising ExOPlanet Satellite) ist eine Mission zur Untersuchung von Exoplaneten. Das Weltraumteleskop beobachtet helle Sterne, von denen bereits bekannt ist, dass Planeten um sie kreisen. Dabei misst es winzige Helligkeitsänderungen, die entstehen, wenn ein Planet vor seinem Wirtsstern durchzieht. Die Mission konzentriert sich auf Sterne, um welche Planeten im Grössenbereich von Erde bis Neptun kreisen, und wird genaue Daten zu den Planetengrössen liefern.
Diese Daten, zusammen mit bereits vorhandenen Informationen zu den Massen der Planeten, werden es ermöglichen, ihre Dichte zu bestimmen. Dadurch lassen sich diese Welten ausserhalb unseres Sonnensystems erstmals charakterisieren. Die Dichte eines Planeten liefert wichtige Hinweise auf seine Zusammensetzung und Struktur – etwa, ob er überwiegend felsig ist oder aus Gasen besteht, und ob sich auf ihm grosse Ozeane befinden.
Start ab Weltraumzentrum Kourou in Französisch-Guyana
CHEOPS wird als zweiter Passagier auf einer Sojus-Fregat-Rakete abheben. Er wird die Fahrt in den Weltraum zusammen mit einem Satelliten antreten, der zum italienischen Cosmo-SkyMed-Satellitenprogramm gehört. Die Trägerrakete wird zudem fünf «CubeSats» an Bord haben, Kleinsatelliten auf Einheiten, die aus jeweils standardisierten, 10cm3 grossen Kuben zusammengefügt werden.
CHEOPS ist die erste und bisher einzige S-Klasse-Mission der ESA. Sie wurde im Oktober 2012 ausgewählt. CHEOPS wurde im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der ESA und der Schweiz entwickelt. Unter der Leitung der Universität Bern und der ESA war fünf Jahre lang ein Konsortium mit mehr als hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Ingenieurinnen und Ingenieuren aus insgesamt zwölf Nationen am Bau des Satelliten beteiligt.
Finanzierung über PRODEX-Programm
CHEOPS wird von der Abteilung Raumfahrt, SBFI, durch das PRODEX-Programm der Europäischen Weltraumorganisation ESA mitfinanziert. Bei allen Instrumenten, die in der Schweiz entwickelt werden, stammen wesentliche Beiträge auch aus der Schweizer Industrie.
Das PRODEX-Programm, in dessen Rahmen wissenschaftliche Instrumente oder Teilsysteme bereitgestellt werden, verlangt eine industrielle Beteiligung und verschafft dem Werkplatz Schweiz einen strukturellen Wettbewerbsvorteil – nicht zuletzt auch dank Spill-over-Effekten auf andere Sektoren der beteiligten Unternehmen.