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Das Wichtigste in Kürze
- Lloyd Austin hält eine weitere Eskalation im Ukraine-Krieg für möglich.
- Der US-Verteidigungsminister empfindet Putins Vorgehen bereits jetzt als eskalativ.
- Er betont, dass der russische Präsident den Krieg heute beenden könnte.
Der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hält eine weitere Eskalation des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine für denkbar. Es gebe mehrere Dinge, die der russische Präsident Wladimir Putin zur Eskalation tun könne. Dies sagte Austin am Dienstag bei einer Anhörung im US-Senat auf eine entsprechende Frage.
Dazu gehöre beispielsweise eine grössere Cyber-Attacke oder der Einsatz von chemischen oder biologischen Waffen. Und schon jetzt sei Putins Vorgehen eine Eskalation. Er nannte Angriffe auf die Zivilbevölkerung, die Zerstörung von Städten und Dörfern und wahllose Attacken.
Putin «kann Krieg heute beenden»
Austin betonte zugleich mit Blick auf den Kremlchef: «Er kann diesen Krieg heute beenden.» Putin habe diesen Krieg gewählt und könne jederzeit entscheiden, die Kämpfe einzustellen und seine Streitkräfte aus der Ukraine abzuziehen. «Dies ist die Entscheidung eines einzelnen Mannes.»
Auf die Frage, ob im Fall einer weiteren Eskalation durch Russland doch ein Einsatz von US-Soldaten denkbar wäre, sagte Austin: «Das ist eine politische Entscheidung, die mein Chef zu treffen hat.»
US-Präsident Joe Biden hat bislang kategorisch ausgeschlossen, amerikanische Soldaten in die Ukraine zu schicken. So soll eine direkte militärische Konfrontation der USA mit Russland vermieden werden. Die USA unterstützen die Ukraine stattdessen im grossen Stil mit Waffenlieferungen und wirtschaftlicher Hilfe im Krieg gegen Russland.