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Für zahlreiche Sportarten werden die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro der Höhepunkt des Jahres 2016 sein. So auch für den Pferdesport. Die Schweizer Reiterinnen und Reiter werden mit grossen Ambitionen an den Start gehen, insbesondere nach dem grossartigen Titelgewinn im Springreiten von Steve Guerdat und Nino des Buissonnets in London im Jahr 2012.
Der Jurassier Steve Guerdat hofft, diesen Sommer in Brasilien seinen Titel erneut im Sattel von Nino des Buissonnets verteidigen zu können. Die Mannschaft wird sich nicht ohne Ambitionen auf den Weg nach Rio machen. Dies insbesondere nach dem Bronzemedaillengewinn von Paul Estermann mit dem noch jungen Team an den Europameisterschaften letzten Sommer in Aachen.
Der Pferdesport ist für unser Land eine der Olympischen Disziplinen, in der am meisten Erfolge erzielt wurden: Insgesamt wurden 23 Medaillen für die Schweiz gewonnen, was den Pferdesport zur zweiterfolgreichsten Disziplin aller Sommersportarten macht. Der Schweiz fehlt es wahrhaftig nicht an zwei- oder vierbeinigen Helden: Von Alfons Gemuseus bis Steve Guerdat, über Hans Moser, Henri Chammartin und Christine Stückelberger -1976 in Montréal Goldmedaillengewinnerin mit Granat und zweifache Medaillengewinnerin 1988 in Seoul mit Gauguin de Lully CH - Heidi Hauri Robbiani mit der flinken Jessica V oder nicht zu vergessen, Willi Melliger mit dem weissen Riesen Calvaro V.
Medaillen, Filme, Archivmaterial
All diese Gründe haben das Pferdemuseum von La Sarraz, angesiedelt in der idyllischen Schlossanlage des Waadtländischen Städtchens La Sarraz, dazu veranlasst, seine jährliche Sonderausstellung dieses Jahr unter dem Titel «L’Olympe des cavaliers suisses » den Olympiamedaillen zu widmen, die im Pferdesport von Schweizer Athletinnen und Athleten gewonnen wurden. Es werden verschiedene Gegenstände, die mit den Erfolgen zusammenhängen, ausgestellt werden: Olympische Medaillen, bei den Spielen benutzte Reitbekleidung und -zubehör, aber auch Filme, Fotos und Archivmaterial. Auf diese Weise können die Besucher die Schweizer Olympiareiter und -pferde entdecken oder sie sich wieder vergegenwärtigen. Die Entwicklung der Wettkämpfe von den Spielen von Paris 1924 bis zu den Spielen in London 2012 wird veranschaulicht und stimmt auf das aktuelle Olympia-Jahr ein.
Anekdoten in Hülle und Fülle
In der Ausstellung werden auch zahlreiche, spannende Anekdoten erzählt: Wussten Sie zum Beispiel, dass die Pferde für die Reise an die Olympischen Spiele von Tokio 1964 zum ersten Mal überhaupt mit dem Flugzeug transportiert wurden? Und dass die Reise sehr lang und anstrengend war? Denn diese führte von Zürich über Athen, Bahrain, Bombay und Rangun nach Hongkong. Oder wussten Sie, dass Hans Moser, Dressur-Olympiasieger 1948 in London, nach seinem Sieg mit Hummer, noch zweimal mit seinem Reservepferd Forban sein Programm reiten musste, da Hummer verletzt war? Ein erstes Mal an der Schlusszeremonie im Wembley-Stadion und ein zweites Mal exklusiv für die britische Königin!
Begegnung mit den Olympiasiegern
Die offizielle Eröffnung dieser Sonderausstellung, die mit der Unterstützung des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport SVPS in Zusammenarbeit mit der Fédération Equestre Internationale FEI, dem Schweizerischen Sportmuseum und dem Pferdesportmagazin Le Cavalier Romand organisiert wurde, wird am Mittwoch dem 30. März ab 18.00 Uhr stattfinden. Die Eröffnung wird insofern etwas Besonderes sein, da nebst dem Goldmedaillengewinner von London 2012, Steve Guerdat, weitere Medaillengewinner wie unter anderem Christine Stückelberger (Dressur),Marianne Fankhauser-Gossweiler (Dressur) und Rudolf Günthardt (Military) ebenfalls in La Sarraz erwartet werden. Die Reiter werden an einer Diskussion unter der Leitung von Sportjournalist Alban Poudret teilnehmen, in der sie ihre Olympia-Erfahrungen schildern und die Fragen des Publikums beantworten werden (zwischen 19:00 und 20:00 Uhr).
Anschliessend berichtet die Teamchefin der Schweizer-Pferdesportdelegation an den Olympischen Spielen von Rio 2016, Evelyne Niklaus, über ihre Eindrücke vom Testevent, über die Bedingungen vor Ort für die Athleten und Betreuer sowie über die sich stellenden Herausforderungen in der Organisation für die Teilnahme an einem solchen Grossanlass.
Danach bietet sich natürlich die Gelegenheit, die Ausstellung « L’Olympe des cavaliers suisses » zu entdecken und das Pferdemuseum zu besichtigen.
Reservieren Sie sich das Datum: Treffpunkt ist am 30. März um 18.00 Uhr im Schloss La Sarraz, um diesen magischen Ort, seine Museen und seinen Park zu entdecken!
Weitere Informationen
Öffnungszeiten:
- April, Mai, September, Oktober: Offen am Wochenende und an Feiertagen von 13.00 bis 17.00 Uhr.
- Juni, Juli, August: täglich ausser montags von 13.00 bis 17.00 Uhr.
Weitere Informationen zum Museum finden Sie unter: http://www.museeducheval.ch/
Eintritt: Gratis für Kinder unter 6 Jahren in Begleitung der Familie. 6 bis 16 Jahren Fr. 5.-. Studenten und AHV Fr. 8.-. Erwachsene Fr. 12.-.
Die Besichtigung des Museums und Verfolgung der Podiumsdiskussion am 30. März sind kostenlos.
Kontakt:
Charles Trolliet, Tel. +41 79 205 32 91, E-Mail: <email-pii>
Verantwortlicher Sonderausstellung Pferdemuseum La Sarraz