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Die vom Verwaltungsrat festgelegte Vergütungspolitik der BKW leitet sich direkt aus der Strategie der BKW ab und bezweckt insbesondere die Förderung der langfristigen Unternehmensinteressen. Sie ist nach den folgenden Prinzipien ausgerichtet.
Um die Unabhängigkeit der Verwaltungsräte in ihrer Aufsichtstätigkeit zu stärken, erhalten sie ausschliesslich eine fixe Vergütung und Sitzungsgelder in bar. Zudem haben sie die Möglichkeit, eine begrenzte Anzahl Aktien des Unternehmens zu Vorzugsbedingungen zu erwerben.
Das Vergütungssystem ist darauf angelegt, für diese entscheidenden Funktionen die am besten geeigneten Personen im freien Markt rekrutieren zu können und diese zur Erfüllung der übergeordneten Unternehmensziele zu motivieren und somit den Unternehmenswert (Shareholder Value) nachhaltig zu steigern. Das Vergütungssystem basiert auf den folgenden Grundsätzen:
Die Vergütung der Konzernleitung ist mit dem Unternehmenserfolg verknüpft. Ein bedeutender Teil der Vergütung wird in Form von gesperrten Aktien ausbezahlt, um die Interessen der Konzernleitung mit den Interessen der Aktionäre zu verknüpfen.
Das Vergütungssystem der BKW ist gleichzeitig auf Kontinuität und Stabilität ausgerichtet. Es sorgt dafür, dass die Interessen der Konzernleitungsmitglieder, der BKW und der Aktionäre gleichgerichtet sind. Zudem soll es gewährleisten, dass keine übermässigen Risiken eingegangen werden und die Ausrichtung auf langfristiges Wachstum gestärkt wird. Deshalb hat das Vergütungssystem weniger Hebel als andere Modelle von börsenkotierten Unternehmen.
Die BKW strebt über sämtliche Funktionen hinweg eine marktgerechte Vergütung an, unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität und anderen demografischen Merkmalen. Entlöhnt werden Kompetenz und Verantwortung sowie erbrachte Leistung mit Fokus auf die Strategieumsetzung und das Unternehmensergebnis. Um markt- und leistungsgerechte Gesamtvergütungen zu gewährleisten, überprüft die BKW regelmässig, dass die Salärbänder der einzelnen Berufsgruppen dem Marktmedian entsprechen.
Das Vergütungssystem ist einfach und transparent gestaltet.
Im Rahmen dieser Vergütungspolitik überprüft die BKW ihr Vergütungssystem für den Verwaltungsrat und die Konzernleitung regelmässig (d. h. in Abständen von zwei bis drei Jahren). Im Jahr 2019 hat die BKW das spezialisierte Beratungsunternehmen HCM International AG mit der Überprüfung der Vergütung der Konzernleitung beauftragt. Dieses Unternehmen hat keine zusätzlichen Mandate der BKW. Die Ergebnisse der Analyse wurden vom Verwaltungsrat genutzt, um Änderungen zum Vergütungssystem ab 2021 festzulegen. Diese Änderungen werden im Ausblick detailliert beschrieben.
Im Hinblick auf die Überprüfung des Vergütungssystems wurde gleichzeitig ein Marktvergleich der Höhe der Vergütung der Konzernleitung durchgeführt. Um die Spezifika der BKW gebührend zu berücksichtigen, wurde die Vergütung einem repräsentativen Vergleich unterzogen.
Der relevante Markt für die Rekrutierung von Talenten für die BKW besteht grossenteils aus börsenkotierten Industrieunternehmen ähnlicher Grösse und Komplexität. Berücksichtigt wurden demzufolge börsenkotierte Schweizer Industrieunternehmen (ohne zur Hochlohnbranche gehörende Finanz und Pharmaunternehmen) mit vergleichbarer Marktkapitalisierung (insgesamt 14 Unternehmen mit einer Bandbreite von 2 600 Mio. CHF bis 9 800 Mio. CHF) und vergleichbaren Umsatzzahlen (insgesamt 16 Unternehmen mit einer Bandbreite von 1 560 Mio. CHF bis 4 300 Mio. CHF). Da manche Unternehmen beide Kriterien erfüllten, umfasste die gesamte Vergleichsgruppe 22 Unternehmen.
Energiekonzerne wurden zwar betrachtet, konnten aber im Benchmark nicht eingeschlossen werden: Seitdem Alpiq ihre Börsenkotierung aufgehoben und zudem ihr Geschäftsmodell primär auf Energieproduktion umgestellt hat, besteht in der Schweiz bezüglich Börsenkotierung, Grösse, Tätigkeitsbereiche und verfügbarer Informationen kein vergleichbares Energieunternehmen mehr.
Die Vergleichsgruppe setzt sich somit aus den folgenden Unternehmen zusammen: ams, Bucher Industries, Clariant, Conzzeta, Daetwyler, dormakaba, Fraport, Geberit, Georg Fischer, Givaudan, Landis + Gyr, Lonza, Implenia, OC Oerlikon, SIG Combibloc, Schmolz + Bickenbach (heute: Swiss Steel Group), Sonova, Straumann, Sulzer, Swisscom, Tecan und VAT Group.
Der Marktvergleich zeigte, dass die Gesamtvergütung der Konzernleitung der BKW im Mittelfeld, jedoch deutlich unter Median liegt, was hinsichtlich der Vergütung der CEO noch ausgeprägter zutrifft. Wird auch die Performance der Vergleichsunternehmen (gemessen am Total Shareholder Return und an der Entwicklung der Marktkapitalisierung) berücksichtigt, ergibt dies infolge der überdurchschnittlich starken Entwicklung der BKW eine noch niedrigere Positionierung der Vergütung der Konzernleitung wie auch insbesondere der CEO.
Die BKW hat zudem im Jahr 2019 einen Vergleich der Vergütungen von Verwaltungsratspräsidenten (VRP) durchgeführt (Vergleichsjahr 2018). Aufgrund der Verfügbarkeit der Daten unterscheidet sich die Liste der Vergleichsunternehmen leicht von derjenigen, welche dem Vergleich der Konzernleitung zugrunde liegt: Alpiq, Autoneum, Barry Callebaut, Bell, Bobst, Bucher Industries, Clariant, Conzzeta, Dätwyler, dormakaba, Emmi, EMS Chemie, Georg Fischer, KTM Industries, Landis + Gyr, Lindt & Sprüngli, Logitech, OC Oerlikon, Panalpina, SFS, SIG Combibloc, Sonova, Straumann, Sulzer, Swisscom, Temenos und VAT Group. Insgesamt weisen diese Unternehmen eine sehr hohe Streuung der VRP-Gesamtvergütung von rund 150 TCHF bis zu 6 150 TCHF auf. Die Vergütung des BKW Präsidenten mit 387 TCHF liegt im Vergleich im unteren Bereich.