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Feuerthalen und der Finanzausgleich
1932 – 1950

1932 baut der Kanton Zürich den Finanzausgleich zwischen reichen und armen Gemeinden deutlich aus. Feuerthalen zählt in der Zwischenkriegszeit nicht zu den finanzstarken Kommunen im Kanton Zürich. Das Dorf kann sich nicht auf eine starke Wirtschaft stützen und die Bevölkerung gehört überwiegend dem (unteren) Mittelstand an. Der kantonale Finanzausgleich wird 1932 deutlich ausgebaut. Trotzdem profitiert Feuerthalen in den ersten Jahren kaum. Im ersten Jahr werden der Gemeinde nur 411 Franken zugesprochen. Mit Ausnahme von 1935, als Feuerthalen 15‘000 Franken erhält, bleiben die Zuschüsse entweder auf dieser Höhe oder fallen ganz aus. Im Zweiten Weltkrieg (1941) wird die Gesamtsumme, die in den Finanzausgleich fliesst, markant ausgebaut. Nun kann auch Feuerthalen stärker vom kantonalen Geldsegen profitieren. Ab 1944 wird die Rechnung der Gemeinde und der Schule Feuerthalen jeweils um einen Betrag zwischen 27‘000.— und 40‘000 Franken entlastet. Dank diesen Beiträgen kann der maximale Steuerfuss von 180 Prozent eingehalten werden.
Gleichwohl ist Feuerthalen nicht glücklich, zu den Bezügergemeinden zu gehören. Der Gemeinderat empfindet die strenge Aussicht, die der Kanton über die Finanzen ausübt, als Last. Am 24. November 1950 schreibt der Gemeinderat in den Schaffhauser Nachrichten deshalb: «Gemeinden wie Feuerthalen, die sich auf der Grenzlinie der Ausgleichsberechtigung bewegen, sollten sich daher beizeiten auf eigene Füsse stellen, was sicher möglich sein sollte, wenn man bedenkt, dass sich die Staatssteuererträge der Gemeinde in den letzten zehn Jahren rasch verdreifacht haben.»