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Diese entstehe durch den immer intensiveren Einsatz von synthetischem Stickstoff, der in die Gewässer ausgewaschen werde. Greenpeace setzt sich in Neuseeland schon seit einiger Zeit dafür ein, den Verkauf und die Verwendung von mineralischem Stickstoff zu verbieten.
Damit verfolgt die Umweltorganisation ein weiteres Ziel, nämlich die „industrielle Milchwirtschaft“ zurückzudrängen, die durch ihre Ausscheidungen ebenfalls für zu hohe Gewässerbelastungen verantwortlich sei. Auf den Plakaten ist deshalb auch der Hashtag #TooManyCows zu lesen. Daten des Statistikamtes in Neuseeland zufolge hat der Milchviehbestand zwischen 1994 und 2017 von 3,8 Millionen auf 6,4 Millionen Tiere und damit um rund 70% zugenommen.
Gleichzeitig hat sich der jährliche Verbrauch von mineralischem Stickstoff von 4,3Mio kg auf 25,4Mio kg versechsfacht. Für Greenpeace ist klar, dass der Anstieg des Nitrateintrags in die Flüsse mit dem deutlichen Anstieg der Stickstoffverwendung und dem Wachstum des Milchkuhbestandes einhergeht. Die Organisation drängt deshalb auf eine extensivere Milchviehhaltungmit einer grösserenArtenvielfalt auf den Weiden anstelle des üblichen Klees.
Experten wiesen darauf hin, dass selbst ein Verbot von mineralischem Stickstoff allein nicht viel bringe, denn Hauptquelle für den Nitrateintrag in Gewässer seien die Ausscheidungen von Kühen und Schafen. Bei einem Stickstoffverbot würde auf grösseren Flächen mehr Klee angebaut, was aber die Stickstoffausscheidungen der Kuh nicht verringere. Alternativen zu einer Abstockung des Bestandes seien möglicherweise auch technische Lösungen.