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Luis Frois (1562), ein portugiesischer Jesuit, fragte sich reflektiert während seines Missionsaufenthalts in Japan:
„egal was wir in Euopa essen, wir benutzen immer die Hände dazu, während man in Japan, sei man ein Kind oder ein Erwachsener, zwei Stäbchen benutzt;
Wir trinken nur frisches klares Wasser, während die Japaner ausschließlich heißes mit Bambus-Besen gerührtes Wasser mit Tee zu sich nehmen;
Wir betrachten Gold, Silber und Edelstein als wertvoll, während die Japaner alte Töpfe, kaputte Keramik und Steingut als Schätze aufbewahren.“
Warum braucht man eine Grasshütte, um Tee zu trinken? Warum bewahrt man solche „ebay-taugliche“ kaputte Schalen und Töpfe auf, um Tee zuzubereiten? Warum sind solche Dinge genau so wertvoll wie Gold?
Im 16. Jahrhundert war Europa alles andere als eine Wohlstandsgesellschaft. Im 16. Jahrhundert war Asien das Sinnbild des Paradieses. Das Paradies der Gewürze und der Seide, die den Geschmack und die Kontur dem europäischen Alltag gaben. Teppich, Porzellan und Baumwolle… Der Orient war das Lebenselixier für den Okzident. Die Sehnsüchte nach dem Paradies zu gelangen, trieben unzählige Seemänner und Abenteurer ins Meer. Sie entdeckten Tee, der bereits eine eigene Geschichte besaß.
Man baut sich eine Grasshütte, wo man sich einfach zum Tee trifft. Man entwickelt eine Beziehung zum Tee und zu den Dingen um den Tee. Alte Teekannen sind wertvoller als neue. Man geht in die Berge, um Quellwasser für Tee zu sammeln. All das zeigte, dass „Tee“ nicht nur die Teeblätter bedeutet. Es geht um viele andere Dinge. Was denn?
Genau diese Frage hat sowohl der portugiesische Jesuit als auch alle Seeleute beschäftigt, die mit Tee in China und Japan in Berührung kamen. Sie brachten neben dem Tee auch Porzellan nach Europa. Sie sprachen und berichteten von Chinesen, Japaner und ihrem Tee… Es ist ein Lebensgefühl, das mit Tee in Verbindung gebracht wurde. Eine Mode verbreitete sich und bis heute…
Wenn Gewürze die treibende Kraft für die Entdeckung der neuen Welt war, war der Tee wohl eines der Impulse des modernen Kapitalistischen Zeitalters.
Ein Grasshütte zum Tee – ein Teehaus der Urasenke-Schule 又 隠（ゆういん）
Yi-Xing Teekanne, die durch Benutzung und Jahre an Wert gewinnt.