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Schröpfen
Einfach un wirkungsvoll
Schröpfen ist ein altbewährtes Ausleitverfahren, welches durch das Anlegen von Gläsern auf der Haut und das Erzeugen eines Vakuums wirkt.
Anregung der Zirkulation
Durch die erhöhte lokale Zirkulation wird der pathogene Faktor ausgeleitet; Toxine und Schmerzen werden durch erhöhte Blutzirkulation und Öffnung des Gewebes aus dem Gewebe befördert. Der Stoffwechsel im Bindegewebe, im Muskel und derjenige der Haut wird angeregt.
Vorgehen
Klassisch und traditionell werden speziell geblasene Gläser verwendet, welche mit Feuer innen erhitzt werden. Die Ränder der Gläser bleiben auf Raumtemperatur, d.h. sie werden nicht erhitzt, was das Schröpfen sicher und wirkungsvoll macht.
Die Schröpfgläser werden dann nach genügend innerem Erwärmen auf die Haut des Patienten gesetzt und saugen sich dort lokal fest.
Anregung der Durchblutung
Die Durchblutung im Gewebe wird dadurch angeregt, was viele förderliche Eigenschaften hat.
Anwendungen sind zum Beispiel bei folgenden Erkrankungen oder Zuständen zu empfehlen:
Hitzezuständen oder Schmerzen an Gelenken und Muskeln, Rheumatischer Formenkreis, Zustände von Unruhe, usw.
Spezifische Anwendung
Schröpfen kann über schmerzende oder verspannte Körperregionen oder auch über Akupunkturpunkten angewendet werden.
Kontraindikation
Wer darf sich nicht schröpfen lassen? Im Allgemeinen wird Schröpfen in der Regel gut vertragen. Es gelten spezielle Regeln für bestimmte Körperbereiche. Es gibt gesundheitliche Zustände, in denen keine Schröpfbehandlung erfolgen darf oder sollte.
Wer blutverdünnende Medikamente einnimmt, darf nicht geschröpft werden.
Ob das Schröpfen als Behandlung indiziert ist, hängt von den Beschwerden ab.
Wer blutverdünnende Medikamente einnimmt, darf nicht geschröpft werden.
Ob das Schröpfen als Behandlung indiziert ist, hängt von den Beschwerden ab.
Wann Schröpfen nicht oder nur eingeschränkt angewendet werden darf:
- bei akuten Entzündungen oder Verletzungen der Haut
- bei allergischen Veränderungen der Haut
- bei Einnahme von Blutverdünnern
- bei generalisierten Ödemen und schweren Herzerkrankungen in der Schwangerschaft
- nach einer Strahlentherapie
- nach langer Behandlung der Haut mit Kortison (mit entsprechenden Hautveränderungen)
- bei erhöhter Blutungsneigung
Einschränkungen
Darüber hinaus gelten für das Schröpfen gewisse Einschränkungen:
- über Knochen darf nicht blutig geschröpft werden (Ausnahme Hypertoniezone L5/S1)
- über leeren Gelosen ( Blut staut sich im verhärteten Gewebe, was durch Fehlhaltungen oft geschieht) darf nicht blutig geschröpft werden
- bei Schwäche- und Kältezuständen darf nicht blutig geschröpft werden
- im Nackenbereich sollte nur sanft (=trocken) geschröpft werden
- bei Nieren- und Lebererkrankungen nur trockenes Schröpfen
Was bewirkt das Schröpfen?
Was bewirkt das Schröpfen?
Durch die Anwendung der Schröpfkugeln werden Wind, Kälte und Feuchtigkeit, die in den Körper eingedrungen sind, wieder aus dem Körper ausgeleitet.
Ausleitung durch Schröpfen in der TCM
Akupunktur & Schröpfen
Fülle-Zustände & Schröpfen
Die Kombination von Schröpfen und Akupunktur hat viele Indikationen.
so zum Beispiel bei
- Schlafstörungen
- Migräne
- zum Stressabbau
ist es oft sinnvoll, Schröpfen und Akupunktur anzuwenden.
In der TCM Praxis ist es wichtig, immer eine Differentialdiagnose zu machen und danach das Therapieprinzip auszurichten.
Ent-Spannung & Ent-Stauung durch Schröpfen
Schröpfen ist sehr entspannend, zwickt etwas und manchmal löst es einen wohltuenden Schmerz als Antwort aus. Diese Impulse dienen der Lockerung im Gewebe und helfen dem Körper zu Entgiften und Energie-Blockaden zu lösen.