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Um den Massen-Tourismus künftig aus der Stadt zu bringen: Wirtschaftsprofessor Bruno Frey schlägt vor, die Luzerner Kappellbrücke an einem anderen Ort nachzubauen.
Der Massentourismus zieht wieder an. Um dem entgegenzuwirken, gibt es an vielen Orten strengere Massnahmen. Der Wirtschaftsprofessor Bruno Frey hat eine Theorie erarbeitet, die dem widerspricht: Das Angebot soll erweitert werden.
Anstatt Massentourismus komplett einzudämmen, schlägt Frey eine Erweiterung des Angebots als «Neue Originale» vor. Im Interview mit SRF sagt der Experte: «Schliesslich werden heute weltweit schon überall Kopien verwendet und den Leuten ist es egal. In einer Ausstellung von da Vinci im Louvre Paris waren ein Teil der ausgestellten Werke Kopien. Trotzdem sind die Leute in Massen hingegangen.» Schon heute werden auf der ganzen Welt Kopien verwendet. Für viele mache das keinen Unterschied.
Nachbau von Sehenswürdigkeiten
Und wie sieht es mit dem Nachbau von Sehenswürdigkeiten in der Schweiz aus? Bruno Frey: «Beispielsweise die Kappellbrücke in Luzern könnte man an einem anderen Ort nachbauen.» Ob und wann es dazu kommt, darüber kann nur spekuliert werden.
Die Kapellbrücke ist eine mittelalterliche gedeckte Holzbrücke über die Reuss in Luzern. Sie gilt als ein Wahrzeichen und eine der bedeutendsten Touristenattraktionen der Stadt. In ihrer Mitte steht der Wasserturm. Der Bau der Kapellbrücke ist vor dem Hintergrund der Stadtentwicklung und der Errichtung von Befestigungsanlagen zu sehen.
Zwischen 1230 und 1270 wuchs die Grossstadt von der Landseite gegen das Wasser hin an und auch am linken Ufer der Reuss dehnte sich die Kleinstadt aus. In dieser Zeit entstand der Innere Befestigungsring der Grossstadt und auch in der Kleinstadt wurde der Innere Ring errichtet. Um die Stadtteile miteinander zu verbinden wurden Brücken gebaut.