Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/101736

<h2>SubmittedText<h2><p>Demnächst kommt das Obligatorium für Kindersitze im Auto für Kinder bis zu 12 Jahren. Ist sich der Bundesrat bewusst, welche zusätzlichen Kosten für kinderreiche Familien entstehen? Dies sind vielmals Familien mit tiefem Einkommen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Sicherheit hat im Strassenverkehr oberste Priorität. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die im Einzelfall anfallenden Mehrkosten durch den Sicherheitsgewinn mehr als aufgewogen werden. Verschiedene Tests mit simulierten Kollisionen haben deutlich gezeigt, dass die Unfallverletzungswahrscheinlichkeit und -schwere für Kinder, die kleiner als 150 Zentimeter sind, bei Verwendung von Kinderrückhaltevorrichtungen wesentlich geringer sind, als wenn sie lediglich mit den Sicherheitsgurten gesichert werden. Bestehende Gurtsysteme in Personenwagen sind mit ihrer Verankerung auf Personen mit einer Körpergrösse von mindestens 150 Zentimeter ausgerichtet und können bei kleineren Personen schwere Bauch- und Halsverletzungen verursachen. Aus diesem Grund hat der Bundesrat beschlossen, die Vorschriften anzupassen und die in der europäischen Richtlinie vorgesehene Regelung zu übernehmen. In unseren Nachbarländern gilt die Richtlinie bereits. Allerdings gibt es in der Umsetzung Unterschiede. Die Pflicht, Kinder mit einer speziellen Kinderrückhaltevorrichtung zu sichern, ist nicht neu. Geändert hat sich einzig, dass diese Pflicht auf Kinder bis 12 Jahre bzw. bis 150 Zentimeter Grösse ausgedehnt wurde und dass Sitze, welche vor deutlich mehr als zehn Jahren produziert wurden, nicht mehr verwendet werden dürfen. In der Regel können die Kindersitze für ein siebenjähriges Kind auch in den nachfolgenden Jahren weiterverwendet werden, also bis es 12 Jahre alt bzw. 150 Zentimeter gross ist.</p>