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<h2>SubmittedText<h2><p>Phosphor wird als Dünger für die Nahrungsmittelproduktion eingesetzt. Da der globale Vorrat an Phosphatgestein jedoch abnimmt, ist ein geschlossener Phosphorkreislauf zentral.</p><p>Die Abfallverordnung VVEA vom Dezember 2015 beinhaltet die Pflicht, ab 2026 Phosphor aus phosphorreichen Abfällen zurückzugewinnen. Das BAFU schreibt auf seiner Webseite: «Damit ist die einheimische Landwirtschaft in der Lage, ihren Bedarf am wertvollen Nährstoff aus hiesigen Quellen zu decken.»</p><p>Bezüglich der Machbarkeit der Rückgewinnung berichtete SRF-Kultur am 21. Januar 2023 von einer Studie der Uni Hohenheim und des Leibniz-Instituts, die nachweist, dass Dünger aus menschlichen Fäkalien geeignet für den Gemüseanbau ist. Mit menschlichem Urin gedüngter Kohl lieferte in den Feldversuchen gleichviel Ertrag wie jener, bei dem ein etablierter Bio-Dünger verwendet wurde. Menschlicher Urin-Dünger steht in der Schweiz bereits im Verkauf («Aurin»), hergestellt von einem Spin-Off der EAWAG. Kot-Dünger ergebe zwar weniger Ertrag und trage das Risiko von Medikamentenrückständen, fördere jedoch mit der Einbringung von organischem Kohlenstoff in den Boden eine klimaschonende Nahrungsmittelproduktion. Diese Formen der Düngerverarbeitung und -verwendung sind laut SRF klima-, umwelt- und ressourcenschonend.&nbsp;</p><p>Die Empfehlungen des wissenschaftlichen Gremiums zur Ernährungszukunft Schweiz, die Bundesrat Parmelin am 2. Februar 2023 im Rahmen des Ernährungssystemgipfels überreicht wurden, schlagen vor, dass Phosphor ab 2030 vollständig aus Abwasser, Klärschlamm und Tiermehl zurückgewonnen werden soll.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Wo steht der Bundesrat bezüglich der Umsetzung der VVEA und Phosphorrückgewinnung bis 2026? Was sind die nächsten Schritte?</li><li>In Bezug auf die Versorgungssicherheit, plant der Bundesrat einen schrittweisen Ausstieg bei Kunstdünger? Wenn ja, bis wann? Wenn nein, warum nicht?</li><li>Was ist der Stand der technischen Möglichkeiten zur Schliessung des Phosphorkreislaufs, was sind insbesondere die Probleme? Treibt der Bundesrat entsprechende Anstrengungen voran? Welche weiteren Möglichkeiten gibt es?</li><li>Erachtet der Bundesrat die Ziele des wissenschaftlichen Gremiums zur Ernährungszukunft Schweiz bezüglich Phosphor-Reduktion bei der Produktion als machbar? Plant er konkrete Massnahmen?</li><li>Sieht der Bundesrat vor, auch bei den Ernährungsempfehlungen anzusetzen, um dadurch den Phosphorüberschuss zu reduzieren?</li></ol>