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An der diesjährigen Generalversammlung lobte ACTARES die Veröffentlichung der Credit-Suisse-Richtlinien zu ausgewählten Sektoren und die Zustimmung zur geplanten Bankenregulierung. Grosser Handlungsbedarf besteht jedoch bei der Klimapolitik und bei den Vergütungen.
Positiv aufgefallen ist im letzten Jahr, dass Credit Suisse mit nur wenigen Einwänden die geplanten staatlichen Regulierungen akzeptiert, dass unter den neuen Bedingungen realistischerweise die Gewinnziele gesenkt worden sind und dass eine Zusammenfassung der Sektor-Weisungen und Richtlinien zu heiklen Geschäftsgebieten veröffentlicht wurde.
Weisungen und Richtlinien veröffentlicht
Die von Credit Suisse 2010 veröffentlichte Zusammenfassung der Weisungen und Richtlinien zu Forstwirtschaft, Bergbau, Öl- und Gasgewinnung, Palmöl und Wasserkraft ist ein grosser Fortschritt. Gewisse schädliche Aktivitäten werden ohne Wenn und Aber ausgeschlossen. ACTARES ist gespannt auf die Berichterstattung.
Leider sind die Menschenrechte nur in einzelnen Sektoren explizit aufgeführt, dabei sollten sie für alle Tätigkeiten von Credit Suisse übergeordnet gelten. Noch ungenügend sind die Weisungen zum Beispiel in Bezug auf Kohle- und Atomkraftwerke sowie Ölsand- und Ölschieferabbau.
«Credit Suisse Cares for Climate»
Im Klimabereich sieht Credit Suisse zwar grossen Handlungsbedarf und rühmt sich der Klimaneutralität im Betrieb, klammert aber die Geschäfte in klimasensiblen Bereichen aus. Deren Klimawirksamkeit beträgt jedoch ein x-Faches der betrieblichen Auswirkungen. ACTARES verlangte die Planung des Ausstiegs.
Vergütungen
Das Vergütungssystem wurde deutlich verbessert, extreme Auswüchse sollten nicht mehr möglich sein. Eine Rückkehr zu vertretbaren Summen ist trotzdem nicht in Sicht. ACTARES lehnte daher den Vergütungsbericht ab.