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Sie spielen oft Helden im Kino. Haben Sie selbst schon etwas Heldenhaftes getan?
Nein, leider nichts, was mit dem zu vergleichen wäre, was andere in ihrem Leben bewältigt haben. Menschen, die gegen Krieg, Armut und Ungerechtigkeit gekämpft haben. Ausser, dass ich die Ehe eingegangen bin und vier Kinder gezeugt habe, glaube ich nicht, dass ich viel Heldenhaftes geleistet habe. Ich finde, dass ich ein ziemliches Weichei bin.
Was würden Sie als den persönlichen Höhepunkt Ihres Lebens betrachten?
Ich habe fabelhafte Kinder, die mehr oder weniger auf eigenen Füssen stehen. Zufrieden macht mich auch, dass ich meinen Blutzucker kontrolliere und meine Knie ihren Dienst noch nicht aufgegeben haben.
Jetzt verraten Sie uns bitte auch noch einen Tiefpunkt.
Das war Ende der 80er-Jahre. Ich hatte zwei Kinder und liess mich von meiner ersten Frau scheiden. Ich lebte mit einem anderen geschiedenen Mann in dessen Haus irgendwo im Nimmerland. Ich hatte Steuerprobleme. Dann kam «Big» heraus, ich war plötzlich mit Rita verheiratet, und ich dachte mir: Du kannst die Miete bezahlen, dein Auto reparieren lassen und für die Kinder Geschenke kaufen. Du bist okay.
Bereiten Sie sich auf körperlich anspruchsvolle Rollen wie in «Inferno» oder «Sully» anders vor als noch vor 20 Jahren?
Gar nicht. Ich gehe seit jeher jeden Job gleich an. Sobald ich zugesagt habe, gebe ich hundert Prozent für die Rolle. Ich schlafe, esse, lebe sie.
Kürzlich haben Sie wieder einmal Ihren Ruf als nettester Schauspieler Hollywoods bestätigt, als Sie einfach in ein Fotoshooting eines Brautpaars im New Yorker Central Park geplatzt sind.
Ich bin ein Meister des Photobombing. Die Kunst ist es, die richtigen Orte und den richtigen Moment zu finden (lacht). Ich bin da zufällig vorbeigelaufen und habe dieses nette Brautpaar gesehen. Ich wollte den beiden nur gratulieren und habe dann noch ein bisschen mit der Kamera herumgealbert.