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Marcel Hug mit Gold – Manuela Schär mit Silber
Marcel Hug mit Gold über 5000 m und Manuela Schär mit Silber in der gleichen Disziplin sichern der Schweiz die ersten beiden Medaillen an den Paralympics in Tokio.
Zwar befand sich Hug vor der Zielgeraden als Dritter in einer ungünstigen Situation und musste nach aussen ausweichen, dennoch liess er der Konkurrenz im Endspurt keine Chance. „Zum Glück hatte ich noch genügend Energie, um nach vorne zu kommen“, sagte der 35-jährige Luzerner Rollstuhl-Leichtathlet im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. „Es ist gerade sehr emotional, ich fühle Dankbarkeit und Erleichterung.“
Hug verwies den Kanadier Brent Lakatos und den Thailänder Putharet Khongrak auf die weiteren Podestplätze. Es war für ihn die neunte Medaille an Paralympics, die dritte Goldmedaille, nachdem er 2016 in Rio de Janeiro über 800 m und im Marathon triumphiert hatte.
Hug hatte auf ein schnelles Rennen gehofft, darauf, dass eine Gruppe wegkommt. Deshalb machte er zu Beginn Tempo. Da der Plan nicht aufging, stellte er um, versuchte er, das Ganze vorne zu kontrollieren. „Ein Final ist oft extrem taktisch, da niemand zu viel Energie verlieren will“, so Hug.
Mit dem Gewinn von Gold ist eine grosse Last von seinen Schultern gefallen. Er wollte in Tokio seinem Team unbedingt etwas zurückgeben und zeigen, dass der neue Stuhl gut ist. „Mit diesem funktioniert es einfach. Es fühlt sich extrem gut an“, sagte Hug, der noch in drei weiteren drei Disziplinen an den Start geht. In dieser Verfassung ist ihm zuzutrauen, wie vor fünf Jahren in Rio de Janeiro mit vier Medaillen nach Hause zu kehren.
Zuvor hatte sich Schär ebenfalls über 5000 m nur der Amerikanerin Susannah Scaroni geschlagen geben müssen. Diese siegte mit einem Vorsprung von knapp acht Sekunden. Der drittklassierten Tatyana McFadden nahm die 36-jährige Krienserin beinahe 15 Sekunden ab. „Es war ein Lauf ganz nach meinen Vorstellungen“, sagte die mehrfache Europa- und Weltmeisterin, die zum vierten Mal an Paralympics auf dem Podest stand. Gold fehlt ihr noch.
Ihre Teamkollegin Patricia Eachus klassierte sich im 10. Rang. Die 31-Jährige aus Büron fuhr eine persönliche Saisonbestzeit.
(text:sda/bild:archiv)