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1. Yo No Se Mañana
2. Como Volver A Ser Feliz
3. Sonrie
4. Sombras Nada Mas
5. Parte De Este Juego
6. No Me Des La Espalda
7. Autobiografia
8. Cambia
9. Inocencia
10. Abre Tus Ojos
11. Yo No Se Manana (Pop)
Select-O-Hits
CD-Besprechung von latinmusik.ch
Nach Rey Ruiz meldet sich nun auch der Prinz des romantischen Salsas zurück. Geboren wurde Luis Enrique Mejía López 1962 in Nicaragua. Er stammt aus einer bekannten Künstlerfamilie, welches ihr Wissen von Generation zu Generation weitergibt. Sein Vater war Maler und seine Onkel Luis Enrique Mejía Godoy und Carlos Mejía Godoy sind bekannte Trobadores in Nicaragua. Die ersten Schritte an der Gitarre brachte ihm jedoch sein Grossvater bei. Angetrieben durch die Unruhen und Turbulenzen in Nicaragua wanderte der junge Luis Enrique 1978 nach Los Angeles aus. In seiner Zeit in LA vertiefte er seine musikalischen Fähigkeiten im Autodiktat.
1987 konnte er in Miami bei einer Salsaband vorsingen, dabei entstand ein Demotape das den Weg zu Sony fand, welche ihn sogleich unter Vertrag nahmen. Im selben Jahr erschien auch seine erste Platte "Amor de Medianoche". Den grossen Durchbruch erreichte er allerdings in Puerto Rico, wo er zusammen mit Eddie Santiago seine grössten Erfolge feierte. Die Beiden stellten dann auch 1990 mit "Que locura fue enamorarte de ti" einer der grössten und schönsten Hits des Salsa Romantica vor. Mit ihrer Musik und vor allem ihren Texten führten sie den Salsa von seinem anrüchigen und erotischen Image hin zur Romantik und öffneten damit Musiker wie Marc Anthony oder La India die Türen.
In den späten 90er Jahren verschlug es ihn mehr zur Popmusik, er produziert und schrieb in dieser Zeit Songs für Gloria Estefan, Ricky Martin und Chayanne, seine eigenen Alben blieben aber hinter den Erwartungen zurück. Mit dem neuen Album kehrt er zu seinen Wurzeln zurück und legt uns ein wunderschönes Salsa Romántica Album vor. Produziert wurde "Ciclos" von den Hitgaranten Sergio George und Bob Benozzo. Trotz den Hitproduzenten behält es seinen eigenen Charakter, da Luis Enrique das Schreiben von Songs nicht verlernt hat und den grössten Teils des Album aus seiner Feder stammt. "Ciclos" knüpft nahtlos an den Salsa Romántica der 90er Jahre an, keine Experimente, keine Ausflüge, er spielt die Musik die ihn berühmt gemacht hat, als hätte es nie etwas anderes gegeben. Beim romantischen Salsa ist die Balance zwischen Kitsch und Emotionen sehr klein, sowohl inhaltlich wie auch musikalisch. Ein Spur zu dick aufgetragen und das Ganze fällt in den kitschigen Abgrund. Luis Enrique beherrscht diesen Drahtseilakt wie kaum ein Zweiter. Er führt seine Songs an die Grenzen und findet kurz vor dem Absturz den Weg zurück. Das Album beinhaltete wunderschöne Songs für die Tänzer und Balladen für die Liebhaber dieses Generes.
Der Start des Album wir zurzeit in den Radiostationen in den USA und Lateinamerika rauf und runter gespielt. "Yo No Se Mañana" wir von Piano, dem Gesang und einem Hauch Pop eröffnet. In diesem Intro kommt die Leidenschaft durch den Gesang zum tragen, bis der Refrain ertönt und das Stück eröffnet wird. Danach bauen sie gekonnt die Dramaturgie auf und lassen im richtigen Moment Raum für die Melodie und den Gesang. Die Melodie ist einprägsam und schön, zusammen mit dem Gesang von Luis Enrique kam man sich in einen wunderbaren romantischen Salsa fallen lassen, der zum Schluss an Fahrt und Intensität gewinnt. "Yo No Se Mañana" ist der grosse Hit des Albums, aber auch das darauf folgende Lied "Como Volver A Ser Feliz" weiss zu gefallen. Hier kann er mit seinem Gesang dem Lied das i-Tüpfchen aufsetzten und nach zweieinhalb Minuten schwelgen erhöhen sie die Intensität und Ausstrahlung.
Auch "Sonrie" ist ein feiner Track für die Tanzfläche, das Piano treibt, der Swing stimmt und Luis Enrique verleiht dem Lied das gewisse Extra. Danach wird das Album leider ein bisschen sehr romantisch und ruhig. Kurz vor Schluss holen sie uns mit "Abre Tus Ojos" nochmals ab, bevor sie mit der Pop Version des Startliedes die CD abschliessen. Auf der DVD ist das ganze Album nochmals als Konzert zu sehen und zu hören, ebenso ein "Making Of" des Albums.
Der Prinz bricht wieder Herzen.