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Natürlich reicht ein kleiner Artikel nicht aus, um auf die Schweizer Literatur richtig eingehen zu können. Wir werden es dennoch versuchen und Ihnen eine Zusammenfassung anbieten.
Allgemeines über die Schweizer Einflüsse
Da es keine dominierende Nationalsprache gibt, bilden die vier Hauptsprachen Französisch, Italienisch, Deutsch und Rätoromanisch die vier Zweige, die die Literatur der Schweiz bilden. Die ursprüngliche Schweizerische Eidgenossenschaft, von ihrer Gründung im Jahre 1291 bis 1798, erwarb im heutigen Kanton Freiburg nur wenige französischsprachige Bezirke, und so dominierte die deutsche Sprache. Während dieser Zeit war die schweizerische Volkssprache in Deutsch, obwohl im 18. Jahrhundert Französisch in Bern und anderswo Mode wurde. Zu dieser Zeit waren Genf und Lausanne noch nicht in Schweizer Hand: Genf war ein Verbündeter und Waadt ein Land, dass erobert werden sollte. Die französischen Werke galten nicht als Schweizer Schriften, bis nach 1815, als die französischsprachigen Regionen den vollen Status der Schweizer Kantone erhielten. Die italienischen und romanisch-ladinischen Zweige sind weniger prominent.
Spätere Bündnisse zwischen den Kantonen sowie Dokumente, die den ganzen Bund betreffen – die Parsonsverordnung von 1370, die Sempacher Verordnung von 1393, der Pakt von Stans (1481) – wurden in deutscher Sprache zusammengestellt. Politische Dokumente sind nicht unbedingt Literatur, aber diese vorreformatorischen Allianzen beruhten auf der Zustimmung des Volkes und wurden in einer deutschsprachigen Version und nicht in Schreiberlatein ausgedrückt.
Schweizer Literatur
Die Schweiz hat eine reiche literarische Präsenz in ihren vier Landessprachen. Die Schweiz ist (und war nie) eine ethnisch und kulturell homogene Nation. Sie teilt ihre drei Hauptsprachen mit den Nachbarländern:
- Deutsch (73%, Zentral-, Nord- und Ostschweiz) mit Deutschland, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein
- Französisch (21%, Westschweiz) mit Frankreich
- Italienisch (5%) mit Italien
Die vierte Amtssprache, Rumantsch (Rätoromanisch), wird von einer Minderheit von weniger als 1% der Bevölkerung gesprochen, hat aber dennoch eine Tradition von mehr als 2000 Jahren in der Südostschweiz.
Schweizer Autoren, Dichter und Schriftsteller in deutscher Sprache:
- Johann Heinrich Pestalozzi
- Jeremias Gotthelf
- Gottfried Keller
- Conrad Ferdinand Meyer
- Johanna Spyri (Autor von Heidi)
- Carl Friedrich Georg Spitteler (Literaturnobelpreis 1919)
- Hermann Hesse (Literaturnobelpreis 1946)
- Max Frisch
- Friedrich Dürrenmattsind
im Ausland bekannt, aber es gibt noch viel mehr interessante Nachkriegsautoren zu entdecken: Friedrich Glauser, Peter Bichsel, Kurt Marti und Eveline Hasler sowie Franz Hohler, Zoë Jenny, Thomas Hürlimann sind auch zeitgenössischen Schweizer Schriftsteller in deutscher Sprache.
Schweizer Autoren, Dichter und Schriftsteller in französischer Sprache:
- Jean-Jacques Rousseau
- Madame de Staël und Benjamin Constant
- Blaise Cendrars
werden oft als französische Autoren angesehen, weil sie in Paris lebten und publizierten, aber alle hatten Schweizer Wurzeln.
Andere Schweizer Autoren wie
- Charles Ferdinand Ramuz
- Denis de Rougemont
- Alice Rivaz
- Anne-Lise Grobétyund viele andere blieben in der Schweiz und wurden von der französischsprachigen Gemeinschaft weniger beachtet.
Schweizer Autoren, Dichter und Schriftsteller in italienischer Sprache:
- Francesco Chiesa
- Piero Bianconi
- Ugo Canonica
und viele mehr.
Schweizer Autoren, Dichter und Schriftsteller in Rumantsch/ Rätoromanische Sprache:
- Peider Lansel
- Selina Chönz
- Peder Cadotsch
- Gion Deplazes
- Clo Duri Bezzola
- Linard Bardill
und viele mehr.