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RDI ist ein von Steven Gutstein entwickelter Ansatz der für Autisten jeden Lebensalters angewendet werden kann (im Gegensatz zu Mifne und ABA, die intensive Frühförderprogramme für kleine Kinder sind). Die Relationship Development Intervention geht von der grundlegenden Beobachtung aus, dass Autisten sich in statischen Systemen wohlfühlen und wenn sie in ein dynamisches System kommen, dann versuchen sie, dieses dynamische in ein statisches System umzufunktionieren. Als Beispiel die Situation in einem Warenhaus: nimmt man einen Autisten mit in so eine lebhafte Umgebung, dann fährt er vielleicht z.B. die ganze Zeit nur eine Rolltreppe hoch und die andere wieder herunter und wiederholt diesen Vorgang, schafft sich so in diesem Raum sein statisches System. RDI setzt an diesem Grundverhalten an und versucht, den Autisten dazu zu befähigen, sich in dynamischen Systemen zu bewegen. Autisten sind statischen Systemen verhaftet, weil ihnen die Fähigkeit zum Referenzieren fehlt, sie können darum soziale Interaktion nicht einordnen wie andere Menschen. Aus diesem Mangel entsteht eine elementare Unsicherheit und eine Vermeidung dynamischer Systeme. RDI setzt an der sozialen Interaktion an und zwar über den Ansatz des "experience sharing" (ein wesentlicher Unterschied zu sowohl Mifne als auch ABA, die beide auf ein Ziel ausgerichtet sind und mittels instrumenteller Interaktion arbeiten).
Den Ansätzen Mifne, ABA und RDI ist gemeinsam, dass sie alle drei hoch-intensive 1:1 Ansätze sind. Eine Gemeinsamkeit von Mifne und RDI ist es, dass sie speziell für Autisten entwickelt wurden (ABA ist ein grundsätzlicher, nicht nur für Autisten spezifischer lerntheoretischer Ansatz).