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Bevor die Wolle versponnen oder gefilzt werden kann, lohnt es sich, die Fasern zu öffnen und zu kämmen. Dies kann ohne jegliche Hilfsmittel geschehen; nur mit den Händen, was dann Wolle zupfen genannt wird.
Mit der Handkarde ist das Lockern schneller und gleichmässiger möglich. Handkarden sind zwei Brettchen mit Handgriffen, die an der Innenseite mit vielen kleinen abgewinkelten Häkchen aus Stahl besetzt sind. Eine Handhabung zu studieren lohnt sich allerdings, sonst werden die Fasern mehr verwirrt als gelegt.
Wenn häufig grössere Mengen Wolle kardiert werden, empfiehlt sich die Verwendung einer Handkardiermaschine.
Will man die zeitraubende Arbeit des Kardierens sparen und trotzdem die Wolle der eigenen Schafe verarbeiten, kann sie auch in Wollverarbeitungsbetrieben auf grösseren Maschinen kardiert werden. Sie kommt dann als breiteres Vlies von der Maschine und ist auch wesentlich feiner und flauschiger gekämmt als mit der Handkarde oder der Handkardiermaschine.