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Die Sitzgruppe bestehend aus einer Bank, zwei Armlehnstühlen, drei einfachen Stühlen sowie eines Salontisches wurde in meinem Atelier neu gestrichen, neu gepolstert und bezogen.
Als die Stücke bei mir ankamen, war die weisse Farbe vergilbt und durch den häufigen Gebrauch teilweise bis auf das Holz abgenutzt. Auch der schwarze, bedruckte Leinenstoff mit dem grossen Blumenmuster war zerrissen und verblichen.
Als erstes wurde das alte Polster entfernt. Dabei bemerkte ich, dass das Holz an einigen Stellen gespalten war und die Möbel an sich ziemlich wackelig auf den Beinen standen. Daher machte ich mich erstmal daran, die Stühle neu zu verleimen und zu reparieren.
Dann gings ans Streichen. Da die Kunstharzfarbe in gebrochenem weiss in sehr dünnen Schichten aufgetragen werden musste um grobe Pinselstrukturen und herunterfliessende Tropfen zu vermeiden, benötigte ich einige Durchgänge bis die Farbe deckend wirkte und ich mit dem Resultat zufrieden war.
Die Sitzgruppe stammt übrigens aus der Zeit des Biedermeier und örtlich gesehen vermutlich aus dem Aargau, wie der Besitzer der Möbel wusste.
Soviel zur Geschichte, das Polster zu machen war nur noch formsache. Ich arbeitete hierzu mit einem Schaumstoff, den ich auf die Form zuschnitt un düber das zuvor gespannte Gurtgeflecht klebte.
Bei den Medallions musste erst der Stoff für die Rückseite seitenverkehrt aufgetuckert werden. Dann hinterlegte ich einen dünnen Karton, auf den der Schaumstoff geklebt wurde. Schlussendlich wurden die Polster mit dem selben Stoff bezogen wie schon zuvor darauf war (zum Glück hatte der Besitzer noch eine Restrolle auf dem Estrich gelagert) und mit einer schwarzen Herzgimpe abgeschlossen.