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Indien: Abkommen mit Frankreich für sechs EPR am Standort Jaitapur
Das Abkommen zwischen der EDF und der NPCIL wurde im Rahmen eines Staatsbesuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron unterzeichnet, der am 9. März 2018 eine viertägige Reise nach Indien antrat. Nach Angaben der EDF beschreibt das Abkommen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Verantwortlichkeiten der Partner sowie einen Zeitplan für die nächsten Schritte. Es ist vorgesehen, dass der französische EPR-Anbieter für die ersten zwei geplanten Einheiten am Standort Jaitapur alle Ingenieursarbeiten durchführen sowie die Beschaffung der Komponenten übernimmt. Beim Bau der darauffolgenden Einheiten sollen zunehmend indische Unternehmen miteingebunden werden. Gemäss EDF ist die NPCIL als zukünftige Besitzerin und Betreiberin des Kernkraftwerks Jaitapur für die Einholung aller nötigen Bewilligungen und Nachweise verantwortlich.
Frankreich ist seit längerem darum bemüht, in Indien die EPR-Technologie einführen zu können. 2009 hatte die damalige Areva (heute Framatome) mit der NPCIL eine Absichtserklärung für den Bau von mindestens zwei EPR-Blöcken am Standort Jaitapur unterzeichnet. Im Jahr darauf wurde ein Abkommen für den Bau von zwei Blöcken abgeschlossen. 2015 unterzeichneten die Areva und die NPCIL eine Vorprojekt-Vereinbarung, mit der Vorbereitungen für die Lizenzierung die EPR-Auslegung in Indien getroffen wurden. Das Bauprojekt konkretisierte sich weiter, als die EDF 2016 mit der NPCIL eine Absichtserklärung zum Bau von sechs EPR-Einheiten am Standort Jaitapur schloss.