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Kompetenzzentrum Psychische Gesundheit
Insgesamt leidet jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens an einer psychischen Belastung. Diese kann von einer leichten Einschränkung des psychischen Wohlbefindens bis hin zu Diagnosen wie Depressionen oder stress-assoziierten Erkrankungen reichen. Dennoch ist die psychische Gesundheit eines der am meisten vernachlässigten Bereiche der öffentlichen Gesundheit. Weltweit wie auch in der Schweiz. Infolgedessen ist die Lücke zwischen dem Bedarf, die bestehenden Angebote zur Förderung der psychischen Gesundheit, der Prävention und den Behandlungsmöglichkeiten eine globale Herausforderung. Trotz dem Ausbau von und dem verbesserten Zugang zu Angeboten für die psychische Gesundheit, bleiben etwa drei Viertel der psychischen Erkrankungen weiterhin unbehandelt. Unbehandelte psychische Erkrankungen wirken sich ungünstig auf die Betroffenen und die Gesellschaft aus: Sie verursachen Leid, vermindern die Produktivität, erhöhen die Behandlungskosten, verlängern die Krankenhausaufenthalte, verringern die Lebenserwartung und können Lebensbereiche, wie zum Beispiel die Arbeitsfähigkeit, die sozialen Beziehungen und die Fähigkeit zur Teilhabe an der Gemeinschaft beinträchtigen.
Wir verstehen die psychische Gesundheit als mehr als nur die Abwesenheit von psychischen Erkrankungen und stützen uns auf aktuelle Definitionen, wie die der WHO. Die psychische Gesundheit wird dabei definiert als "ein Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine eigenen Fähigkeiten erkennt, mit den regelmässigen Belastungen des Lebens zurechtkommt, produktiv arbeiten kann und einen Beitrag zu seiner Gemeinschaft leisten kann". Diese Komponenten tragen zu einem dynamischen Zustand des inneren Gleichgewichts bei, der es dem Einzelnen ermöglicht, seine Fähigkeiten im Einklang mit den universellen Werten der Gesellschaft zu nutzen.
Das Kompetenzzentrum für Psychische Gesundheit versteht sich als eine Antwort auf die Bedürfnisse der Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen, aber auch auf diejenigen der Gesellschaft und adressiert die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind.