Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/137284

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, in dem er beschreibt, welche Strategie er verfolgen will, um auf dem Gebiet der Schweiz die Grundversorgung mit  kabellosem Internetzugang (WLAN) zu gewährleisten.</p><p>Er stellt insbesondere die Möglichkeiten vor, wie der Grossteil des Landes mit kabellosem Internet versorgt werden kann und wie dieser Dienst in Zusammenarbeit mit den Kantonen, Gemeinden und anderen Körperschaften an gewissen Orten gratis angeboten werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bereits heute ist in der Schweiz die Versorgung im Bereich der drahtlosen Telekommunikation vielfältig, reichhaltig und qualitativ hochstehend. Die bestehenden Infrastrukturen - Mobilfunknetze oder Wi-Fi-Anlagen - bieten den Endnutzern in unserem Land eine fast vollständige und oft sogar redundante Abdeckung.</p><p>Das drahtlose lokale Netzwerk (WLAN für Wireless Local Area Network, auch Wi-Fi, Wireless Fidelity, genannt) ist ein Telekommunikationsnetz, mit dem normalerweise ein Gebiet von einigen Dutzend Quadratmetern versorgt werden kann. In WLAN können in der entsprechenden Zone befindliche Endgeräte lokal miteinander kommunizieren und rasch Daten aller Art austauschen. Diese Art von Netzen ergänzt die Mobilfunknetze der grossen Betreiberinnen und verbessert das Angebot insbesondere an Orten, an denen die Kapazität und Verfügbarkeit der Mobilfunknetze eingeschränkt sind oder fehlen.</p><p>In der Schweiz sind im Bereich der Wi-Fi-Netze rund zwanzig spezialisierte Dienstanbieterinnen aktiv, indem sie kostenlose oder kostenpflichtige Hotspots bereitstellen. Daneben stellen natürlich auch die Swisscom, die SBB, Postauto Schweiz oder die Migros den Nutzern Internet-Zugangspunkte mit unterschiedlichen Tarifmodellen zur Verfügung. Da der Konsum von elektronischen Daten durch die Endnutzer stark wächst, sind auch die Mobilfunkbetreiberinnen gezwungen, entsprechende Infrastrukturen zur Entlastung ihrer bestehenden Netze einzurichten.</p><p>Der Telekommunikationsmarkt in der Schweiz funktioniert also gut. Es ist deshalb nicht Aufgabe des Bundes, als Dienstanbieter tätig zu werden oder die Einrichtung drahtloser Netzwerke zu fördern und dadurch die auf dem Markt tätigen spezialisierten Unternehmen zu konkurrenzieren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.