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Mein Name ist Manu Dorothée. Ich bin 1994 in Bern als Kind einer Heilpädagogin und eines Pfarrers geboren und bin trans*. Heute lebe ich in Zürich mit meinem Beziehungsmensch zusammen, welches selbst agender ist. Ich arbeite als Physiklaborantin in einem kleineren Unternehmen und engagiere mich in der Freizeit für die Jugend von Transgender Network Switzerland (TGNS).
Früher habe ich mich oft als sehr emanzipierten Mann gesehen, der auch gerne mal Röcke trägt. Nicht etwa weil ich einen Rock tragen wollte, sondern um den Menschen um mich herum zeigen zu können, dass ich auch als Mann einen Rock anziehen kann. Durch den Kontakt mit dem Milchbüechli und die erste Milchreise kam die Annahme, dass ich ein Mann bin, immer mehr ins Wanken. Als Geschlechtsbezeichnung kam an diesem Punkt für mich der Begriff „whatever“ ins Spiel. Ich traute mich immer mehr an Veranstaltungen teilzunehmen, die sich mit dem Thema trans* befassten und kam für mich zu dem Schluss: Ich möchte in einer Gesellschaft, die nur zwei Geschlechter kennt, als Frau wahrgenommen werden. Davon abgesehen sehe ich mich eher als genderqueere Frau, die sich nur ungern gewissen Normen beugt.
Nach meinem ersten Coming-out in meinem Freundeskreis war das zweite Coming-out zwar ein persönliches, emotionales Feuerwerk, aber für niemanden wirklich überraschend. Schon vor dem Coming-out war es vielen nicht ganz leicht gefallen, mich als „Mann“ zu sehen. Das Coming-out bei meinen Eltern war etwas schwieriger. Daran war nicht etwa der Beruf meines Vaters schuld, sondern es waren grosse Ängste im Spiel. Inzwischen konnten wir die Ängste minimieren und für meine Eltern ist es mittlerweile auch kein Problem mehr, mich als ihre Tochter zu sehen.
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