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"Ohne Handel wird Amerika niemals 'great again'", sagte WTO-Chef Roberto Azevedo der deutschen Zeitung "Bild" laut Vorabbericht vom Dienstag. "Wenn wir einen Handelskrieg erleben, wäre das katastrophal."
Folgen hätten Strafzölle und neue Handelsbarrieren vor allem auch für die deutsche Wirtschaft. "Speziell für das Exportland Deutschland wäre das eine Katastrophe", sagte Azevedo der deutschen Zeitung. Der WTO-Chef kritisierte zudem die weltweit zunehmende Skepsis gegenüber dem Freihandel: "Das Problem ist ein irrationaler Umgang mit diesem Thema."
Es gebe einen "Mangel an Informationen" und "ein Bedürfnis nach einfachen und schnellen Antworten". Die Leute würden "vielen Fehlwahrnehmungen und Missverständnissen" aufsitzen. "Da sind zu viele Gefühle und zu wenig Fakten im Spiel."
BILDUNG STATT STRAFZÖLLE
Statt durch Strafzölle US-Unternehmen zu schützen, solle Trump die eigene Wirtschaft durch Bildungs-Investitionen langfristig stärken, forderte Azevedo: "Sie können doch als Politiker nicht bloss andere Länder und böse Kräfte von aussen dafür verantwortlich machen", sagte der WTO-Chef an den US-Präsidenten gerichtet.
Trump hat einen protektionistischen Wirtschaftskurs angekündigt. Er drohte Strafzölle auf Waren aus dem Ausland an und erwähnte in diesem Zusammenhang ausdrücklich deutsche Autobauer.
Zudem besiegelte er den Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP und will das Nafta-Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko neu aushandeln. International löste Trump die Sorge vor einer Ära internationaler Handelsschranken aus.
(AWP)