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2) Bela II., der
Blinde, Enkel des vorigen, war, als
Knabe mit seinem
Vater Almus vom König
Koloman geblendet, ein unselbständiger
Fürst, gegen welchen als Prätendent
Boris, Sohn der von
Koloman wegen
Ehebruchs verstoßenen
Gattin, der russischen
Prinzessin
Pendslawa, auftrat, regierte 1131-1141, wurde beherrscht von seiner Gemahlin
Helena, Tochter des Serbenfürsten
Wrosin, die zur Einschüchterung der Gegenpartei den sogen.
Arader Bluttag in
Szene setzte.
Nach dem Abzug der Mongolen that Bela alles zur Herstellung des Wohlstandes: er rief deutsche Kolonisten herbei, hob die Städte,
sorgte für bessern Anbau des Bodens, siedelte die Kumanen in den Einöden an der Theiß an und beförderte
eine bessere Stellung des Bauernstandes. Auch eroberte er 1246 die an HerzogFriedrich abgetretenen Landstriche zurück. 1262 wehrte
er einen neuen Einfall der Mongolen in Ungarn siegreich ab. Zuletzt geriet er noch in einen Krieg mit seinem
Sohn Stephan, der sich gegen ihn empört hatte.
5) Bela V., der unter diesem Namen 1305 als Kronprätendent auftretende Otto vonBayern,
[* 10] dessen Großvater von mütterlicher Seite
Bela IV. war.