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Die extra-zellulären Matrix (EZM) verbindet die Zellen im Gewebe über Proteinstrukturen (z.B. Kollagen oder Fibronectin) miteinander und gibt dem Gewebe die dreidimensionale Stabilität. Die Bedeutung der EZM wurde für die Entwicklung verschiedener Erkrankungen in den letzten Jahren stark unterschätzt. Mittlerweile ist klar, dass das EZM eine wichtige, wenn nicht sogar eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und der Erhaltung von vielen Erkrankungen spielt. Die Mechanismen dafür sind noch weitgehend unklar. In diesem Projekt planen wir, radioaktive markierte Peptide zu entwickeln, welche an die Proteinstrukturen Fibronectin und Kollagen der EZM binden. Es sollen Methoden entwickelt werden, welches es erlauben die Prozesse im EZM in vitro und in vivo mittels Bildgebung besser zu verstehen, die Entwicklung eine innovative neue Methode für ein Targeting von wirksamen Substanzen (inkl. Radioisotope) ins pathologisches Gewebe und schlussendlich die Diagnose (in vivo Pathologie) und Therapie von verschiedenen Krankheiten in der Klinik zu verbessern.
Wir haben ein erstes Peptide, welches spezifisch an entspanntes Fibronectin bindet, mit In-111 markiert und evaluiert (In-111-FnBPA). Entspanntes Fibronectin wird vor allem in pathologischem Gewebe wie Krebs oder Fibrosen ausgebildet.
Die langfristigen Ziele des Projektes sind die weitere Optimierung von In-111-FnBPA über die genaue präklinische Evaluation bis hin zur klinischen Anwendung, die Evaluation weiterer Fibronectin und Kollagen bindenden Peptide, die Durchführung von präklinischen Experiment um den Bindungsmechanismus der Peptide besser zu verstehen und mit dem pathologischen Gewebe korrelieren zu können, sowie das Potential der Substanzen für einen klinischen Einsatz besser abzuschätzen zu können.