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Als ersten Quarterback für sein Team verpflichtete Adams George Blanda, welcher zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung bereits auf eine elfjährige Karriere zurückblicken konnte – und noch weitere 15 Jahre vor sich haben sollte. Die Verpflichtung des Veteranen zahlte sich für Houston aus: Gleich in der ersten Saison der neuen Liga gewannen die Oilers die Meisterschaft gegen die Los Angeles Chargers. Ein Jahr später verteidigten sie ihren Titel erfolgreich, im Jahr darauf scheiterten sie bei der erneuten Titelverteidigung nur knapp: In einem Spiel, welches wegen zwei Verlängerungen 77 Minuten und 54 Sekunden dauerte – das längste Spiel in der Geschichte des Profi-Footballs überhaupt –, unterlagen sie den Dallas Texans mit 20:17.
Nach den frühen Anfangserfolgen wechselten sich Phasen mit guten Jahren regelmässig mit solchen mit schlechten Spielzeiten ab. So erreichten die Oilers nach einer Durststrecke von beinahe zehn Jahren unter Head Coach «Bum» Phillips 1978 und 1979 zweimal das AFC Championship Game, nur um anschliessend wiederum für beinahe zehn Jahre im Dunkel der hinteren Ränge zu verschwinden. Zwischen 1997 und 1993 folgten dann unter Jerry Glanville und Jack Pardee sieben Playoff-Teilnahmen in Folge, die Oilers schieden jedoch immer frühzeitig aus.
Mit George Blanda in den 1960er Jahren, Dan Pastorini in den 1970er Jahren und Warren Moon in den späten 1980er und den frühen 1990er Jahren konnten die Oilers immer auf starke Quarterbacks vertrauen. Mit Earl Campbell besassen sie Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahren zudem einen Running Back der Extraklasse. Dieser bezahlte aber seine herausragende Karriere – 1978 wurde er als Rookie zum wertvollsten Spieler der gesamten Liga gewählt – teuer:
Noch heute kämpft er mit den Spätfolgen der vielen Schläge, die sein Körper während seiner Karriere einstecken musste.
1968 verliessen die Houston Oilers das angestammte Rice Stadium und wechselten in den neuerbauten Astrodome. Dadurch wurden sie zum ersten Dome-Team der NFL und zum ersten Team, welches auf künstlichem Rasen spielte. Es dauerte nicht lange und andere Teams folgten dem Beispiel der Oilers.
1997 entschied sich Oilers-Besitzer Adams, sein Team nach Tennesse zu verlegen – eine Entscheidung, welche ihm die Fans noch heute übelnehmen, was sich jeweils an der aufgeheizten Stimmung zeigt, wenn die Titans beim neuen Team in der «Space City», den Houston Texans, antreten müssen. Die Oilers fanden in Tennessee zu Beginn keine feste Heimat, spielten abwechslungsweise in Nashville und Memphis. Ihr neues Stadion in Nashville wurde schliesslich 1999 eingeweiht, im selben Jahr, in welchem die Tennessee Oilers auch ihren alten Übernahmen ablegten und seither als Tennessee Titans firmieren. Dieses Jahr brachte auch sonst die Wende zum Besseren: Die Titans erreichten zum erstenmal in ihrer Geschichte die Super Bowl. In einem dramatischen Spiel mussten sie sich allerdings den St. Louis Rams mit 23:17 geschlagen geben.
TITANS FACTS
Mitglied der AFL:
14. August 1959, Gründungsmitglied
1960-1996 Houston Oilers
1997-1998 Tennessee Oilers
seit 1999 Tennessee Titans
Erste Saison:
1960
Super Bowl-Verlierer:
XXXIV
AFL/AFC-Meister:
1960, 1961, 1999
AFL/AFC-Vizemeister:
1962, 1967, 1978, 1979, 2002, 2019
Divisions-Meister:
1960, 1961, 1962, 1967, 1991, 1993, 2000, 2002, 2008, 2020
Hall of Fame-Mitglieder:
Elvin Bethea
George Blanda
Robert Brazile
Earl Campbell
Curley Culp
Ken Houston
Bruce Matthews
Warren Moon
Mike Munchak