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[* 2] ein für einen regelmäßigen wirtschaftlichen Betrieb eingerichteterWald. Ursprünglich
bedeutete das
WortForst den befriedeten, gebannten
Wald, welcher der allgemeinen Benutzung entzogen war, und bildete somit den
Gegensatz gegen die »gemeine
Mark« (silva communis der alten
Urkunden). Latinisierte
Formen des
Wortes sind foresta, forestis,
forestum, foreste (altfranz. forest); auch ein gebanntes, der gemeinen Benutzung entzogenes Fischwasser hieß foresta
piscationis. Das
Wort ist wohl fränkischen Ursprungs und (nach J.
Grimm) aus dem althochdeutschen foraha
(Föhre) abzuleiten.
Vgl.
Bernhardt, Geschichte des Waldeigentums, Bd. 1, S. 50 ff.
(Berl. 1872).
(Der) (Kt. Bern,
Amtsbez. Bern u. Laupen).
Eine der grössten Waldungen des schweizerischen Mittellandes; nimmt
den zentralen Teil des von den Thälern der Aare, Saane undSense umgrenzten Plateaus ein. Die rund 1200 ha des Forstes im engeren
Sinne verteilen sich auf die Gebiete der Gemeinden Neuenegg, Mühleberg, Bümpliz und Köniz. Der Boden des Waldes ist leicht
gewellt, seine Höhe schwankt zwischen 580 und 660 m. Einige Thalgräben durchfurchen die randlichen Partien. Eiszeitlicher
Rhonegletscherschutt bedeckt die Molasse an sehr vielen Stellen. Neben der Rottanne bildet auch die Buche ansehnliche Bestände.
Dieser Wald ist eine alte Staatsdomäne der Stadt Bern gewesen. In der Handveste von 1218 erteilt Friedrich
II. den BürgernBerns das Nutzungsrecht im Forstwald, der auf Reichsboden lag. 1310 erwarb die Stadt die ganze Landschaft
im Winkel der drei Flüsse zugleich mit dem Forst und 1339 behauptete sie diese Erwerbung in der Schlacht von Laupen, die aber
nicht am westlichen Saum des Forstes, wo jetzt das Denkmal steht, sondern noch näher gegen Laupen hin,
bei Widen, zur entscheidenden Entwicklung kam. 1803 ging der Wald nach längeren Verhandlungen in den Besitz der bernischen
Burgerschaft über. Noch heute bildet er den Hauptbestandteil der burgerlichen Forsten.