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Erst am Schnittplatz entsteht der eigentliche Film. Verschiedene Bildfolgen werden ausprobiert und Wirkungen wieder und wieder diskutiert. Wird auch nur wenige Einzelbilder früher oder später
geschnitten, so hat dies Auswirkungen auf die Wirkung resp. auf die Wahrnehmung. Auch Abweichungen zum Storyboard sind möglich.
Schneidet eine Szene wie die Profis.
Zur Verfügung stehen die ungeschnittenen Originalaufnahmen zur Filmsequenz "Ritt zur Farm". Sie beginnen teilweise mit der Klappe und dem Befehl „Action“ des Regisseurs und enden mit dem Befehl
„Cut“ (Schnitt), der jeweils die Aufnahme stoppt.
Illusionen können auch einfach, z.B mit einer gezielten Schnittfolge, erzeugt werden. Zeigen Sie den Schülern dazu das Beispiel „Trax“
Bild 1: Trax aus mittlerer Distanz gefilmt. Der Fahrer ist nicht erkennbar. Fokus liegt auf grosser Maschine.
Bild 2: Fokus auf Führerkabine. Erkennbar ist eine junge Person. Sie winkt Lela Woodland zu, womit klar wird, dass sie sich kennen und es sich vermutlich um einen Schüler handelt.
Bild 4: Trax wieder aus mittlerer Distanz gefilmt. Obwohl die Person im Führerstand nicht mehr zu erkennen ist (und in Wirklichkeit sicher nicht der Junge ist), ist allen klar, dass der Junge den Trax fährt.
Detail zum Geniessen: Beim Rückwärtsfahren endet die Szene mit einem Stillstand des Trax. Somit kann der Junge in der anschliessenden Szene ohne Fahrmanöver in der Kabine gezeigt werden. In der Szene darauf ist der Trax wieder in voller Fahrt. Dazwischen ist aber Woodland in Nahaufnahme geschnitten, wie sie zum Jungen zuwinkt. In dieser Zeit setzt sich der Trax für uns nicht sichtbar wieder in Bewegung.