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|Erinnerung

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In der von Ruinen und toten Pflanzen bestimmten Szenerie scheint die Katastrophe, vor der sich die Generation X fürchtet, bereits vorweggenommen. Dies wird aber positiv, im Sinne des Wunsches nach einer "clean slate", gewendet: In der Tat bietet die Wüste jene Tabula rasa, die als Voraussetzung für den ersehnten Neuanfang nötig ist. Die Wüste ist das Niemandsland, wo die Werte und Ängste der verachteten Yuppie-Gesellschaft, belastende familiäre Beziehungen und die Gegenwart belastende *Erinnerungen vom Tisch gewischt scheinen. Die Wüste ist dem natürlichen Kreislauf der Jahreszeiten entzogen, befindet sich damit jenseits von Zeit, jenseits der belastenden Vergangenheit und einer von Ängsten beladenen Zukunft.
Zum zweiten bieten die klimatischen Bedingungen von Palm Springs einen rechtfertigenden Rahmen für jenes "Nichtstun", das die Generation X der manischen Produktivität einer vom Markt gesteuerten Gesellschaft als Alternative entgegenhält: Hitze und Sonne erschweren bzw. verunmöglichen produktive körperliche und geistige Arbeit zum vornherein und evozieren einen Zustand der Lethargie, der geistigen Leere. So schreibt Max Frisch in seiner Erzählung Montauk über die Wirkung der Sonne: "Sie schien aber so grell, dass man eigentlich nichts denken und nichts empfinden konnte" (205).
Schliesslich stellt die ausgedörrte Umgebung von Palm Springs, fern jeglicher Vegetation, einen objective correlative dar für die Geschlechtslosigkeit und Unfruchtbarkeit der (männlichen) Protagonisten.
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Ausschnitt aus: Wo spielt Couplands Generation X? Eine *Reise durch den Westen Nordamerikas.
Kolberg Sonja
NIGHT LINE, für Michael *Böhler, von Erdle Birgit R.
in der *Erinnerung an die ganz kurze Erzählung von einer langen Fahrt im City Night Line. Entsprechend kurz ist diese Reminiszenz, eine mail, nichts festschriftliches, in der Form eines Zitats. Es ist ein zufälliger Fund, an der Stelle, an der sich die *Reiseroute zwischen Zürich und *Berlin mit den Wegen der Assoziation kreuzt. Das Zitat misst eine grosse zeitliche Distanz aus, denn die Reise, auf die es sich bezieht, fand vermutlich im Jahr 1917 statt, am 31. Juli. Abfahrts- und Ankunftsort sind nicht überliefert, und auch nicht, wie lange die Fahrt dauerte: "In einem Eisenbahnzug sitzen, es vergessen, leben wie zuhause, plötzlich sich erinnern, die fortreissende Kraft des Zuges fühlen, Reisender werden, die Mütze aus dem Koffer ziehn, den Mit*reisenden freier, herzlicher, drin*gender begegnen, dem Ziel ohne Verdienst entgegengetragen werden, kindlich dies fühlen, ein Liebling der Frauen werden, unter der fortwährenden Anziehungskraft des Fensters stehn, immer zumindest eine ausgestreckte Hand am Fensterbrett liegen lassen. Schärfer zugeschnittene Situation: Vergessen dass man vergessen hat, mit einem Schlage ein im Blitzzug allein reisendes Kind werden, um das sich der vor Eile zitternde Waggon anstaunenswert im Allergeringsten aufbaut wie aus der Hand eines Taschenspielers."
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Die düsteren Granitmassen der nun bevorstehenden Schöllenenschlucht erschienen schon dem jungen Goethe "schröcklich" und waren nur mit "Not und Müh und Schweiss" zu bewältigen. In *Erinnerung daran entschliesst er sich jetzt, die Strecke bis Andermatt mit der Zahnradbahn zurückzulegen. Von Eisenbahnen hat er schliesslich zu seinen damaligen Lebzeiten noch gehört. Zu Fuss braucht man eine Stunde nach Andermatt und kann die perfekte Dramaturgie der berühmten Schlucht erleben: Nachdem sie immer enger und steiler geworden ist, kommt nach einer Wegbiegung überraschend die Teufelsbrücke in Sicht. Es ist nicht mehr diejenige aus Goethes Wandertagen sie zerfiel 1888 , sondern die von 1830, als der Pass für Kutschen befahrbar gemacht wurde. Über unsern Köpfen spannt sich auch die Autobrücke aus den 1950-er Jahren über die tobende Reuss. An dieser Schlüsselstelle des Gotthardwegs gehört die Prominenz für einmal nicht Goethe, sondern dem russischen General Suworow, der sich 1799 mit seinen Soldaten den Durchgang durch die Schlucht erkämpft hat.
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Ausschnitt aus: Mit *Goethe zum *Gotthard Ein Wandervorschlag für GermanistInnen und andere Bewegte
Wyder Margrit
*Erinnerungsmail
Wer noch einen Beitrag für die Fest-CD-ROM-Schrift für Michael *Böhler
leisten will (vgl. das mail vom 21. 3. 2000), soll ihn bitte bis zum 18.
Juni 2000 an eine der folgenden Adressen mailen: <email-pii>
<email-pii> <email-pii>
oder an untenstehende Adresse schicken. Wir werden uns darauf umgehend bei
den betreffenden Personen melden und den Empfang bestätigen (falls dies
nicht geschehen sollte, sich bitte versichern, ob das mail auch wirklich
abgeschickt wurde (oder sich bei uns melden)).
Zur CD-ROM-Produktion noch einige Anmerkungen:
Einige Teilnehmende haben den Wunsch geäussert, ihren Beitrag nur für die
CD-ROM, nicht aber für die Internet-Produktion zur Verfügung zu stellen.
Wer also seinen Beitrag NICHT für das Internet freigeben will, möge dies
bitte vermerken.
Die einzelnen *Beiträge sollen zu *Hypertexten ausgebaut und damit innerhalb
des Projektes miteinander verlinkt werden (etwa durch Verweise auf andere
Texte oder auf Fotografien). Wer diese »Eingriffe« in seinen Beitrag nicht
wünscht, soll dies ebenfalls vermerken.
Zur Illustration der Beiträge sind Fotografien und Illustrationen jeglicher
Art willkommen. Wir übernehmen das Einscannen und die weitere Bearbeitung.
Von allen Teilnehmenden benötigen wir kurze Angaben zu ihrer Person (nach
Wunsch auch eigene webpage-Adressen) sowie ein paar Worte über ihre
Bekanntschaft mit *Michael Böhler, z. B. wie Sie ihn kennengelernt haben.
Originell wäre natürlich auch eine gemeinsame Fotografie.
Für Fragen stehen wir unter den genannten mail-Adressen jederzeit zur
Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen, Sonja Kolberg, *Gabriele Schwieder, René Bauer,
Stefan Hofer
*Produktionsmails
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