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(grch.), Farbenerzeuger,
Substanzen, welche fähig sind, Farbstoffe zu liefern. In denselben ist eine besondere
Atomgruppe als
Grund dieser Fähigkeit vorhanden, die man
Chromophor oder chromophore Gruppe nennt. Solche chromophore Gruppen
sind z. B. die Nitrogruppe, NO2 , die Azogruppe, -N=N-, die Chinongruppe
u. s. w., die jeden
Kohlenwasserstoff zum Chromogene machen. Um aber letztern zum wirklichen Farbstoff umzuwandeln, müssen zu den
chromophoren Gruppen noch gewisse salzbildende Gruppen, wie NH2 oder OH, hinzutreten. So ist z. B.
das
Azobenzol, C6H5.N:N.C6H5 ^[C6H5.N:N.C6H5], obwohl selbst gefärbt, kein Farbstoff, wohl aber
eine chromogene
Substanz vermöge der Azogruppe. Das
Amidoazobenzol, C6H5.N:N.C6H4.NH2 ^[C6H5.N:N.C6H5.NH2],
ist dagegen ein wirklicher Farbstoff mit färbenden Eigenschaften.
K2Cr2O7 + S = Cr2O3 + K2SO4 ^[K2Cr2O7 + S = Cr2O3 + K2SO4].
Nach dem Erkalten wird die
Masse mit Wasser ausgekocht, um das Kalisalz zu lösen, und das grüne Chromoxyd gewaschen. Oder man glüht
chromsaures
Quecksilberoxydul, wobei unter Verflüchtigung des
Quecksilbers Chromoxyd zurückbleibt. Oder man erhitzt dichromsaures
Ammoniak gelinde, wobei das
Salz
[* 8] unter Erglimmen und starkem
Aufblähen das Chromoxyd in einer Form zurückläßt,
die dem grünen
Thee ähnlich ist. Nach diesen Methoden dargestellt, ist das Chromoxyd amorph, es läßt sich jedoch auch krystallisiert
erhalten (s.
Chrombronze).
Das geglühte
Oxyd ist in Säuren sehr schwer löslich, es löst sich in schmelzendem saurem schwefelsaurem Natrium, durch
Schmelzen mit Salpeter verwandelt es sich in chromsaures
Salz. Schmelzendes
Glas
[* 9] färbt es grün (s.
Chromgrün).
Chromoxydhydrat oder
Chromhydroxyd, Cr2(OH)6 ^[Cr}2}(OH)6], entsteht beim Vermischen von Lösungen von Chromoxydsalzen
mit
Ammoniak als graugrüner Niederschlag, der nach dem Waschen und
Trocknen bei 100° obiger Zusammensetzung entspricht, bei
stärkerm Erhitzen verliert er Wasser und geht bei schwacher
Glühhitze in Chromoxyd über. Fällt man Chromoxydsalze
mit Alkalihydrat, so entsteht ein
Chromoxydhydrat, das sich im Überschuß zu einer grüngefärbten Flüssigkeit von Kaliumchromit
löst.
BeimKochen der Lösung scheidet sich daraus grünes, unlösliches
Chromoxydhydrat ab. Das
Chromoxydhydrat ist in Säuren
leicht löslich und bildet damit Chromoxydsalze. Ein
Anhydrohydrat von der Zu-
^[Artikel, die man unter C vermißt, sind unter K aufzusuchen.]
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sammensetzung Cr2O(OH)4 ^[Cr2O(OH)4] ist unter dem NamenGuignetsgrün eine schön grüne Malerfarbe.
Chromoxydsalze treten in zwei verschiedenen Modifikationen auf. In der einen sind sie grün gefärbt, ihre Lösungen hinterlassen
beim Verdampfen grüne, nicht krystallisierbare Rückstände, in der andern sind sie rot bis violett, ihre Lösungen krystallisieren
leicht. Primär entstehen immer die Salze der grünen Modifikation, dieselben gehen bei längerm Stehen
der Lösung freiwillig in die violette über und letztere werden durch Kochen wieder in grüne Salze verwandelt. Wodurch diese
Unterschiede bedingt sind, ist nicht bekannt.