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Das sogenannte Standardmodell ist die aktuell gültige Erklärung für alle uns bekannten Phänomene des Mikrokosmos. Das Standardmodell beschreibt insbesondere die Materieteilchen und die zwischen ihnen wirkenden Kräfte (ausgenommen die Gravitationskraft). Physiker haben das Standardmodell im wesentlichen von 1961 bis 1973 ausgedacht und in der Sprache der Mathematik formuliert. Das Higgs war das letzte noch nicht experimentell nachgewiesene Teilchen des Standardmodells.
Das Standardmodell erklärt viel, vom Big Bang, bis zum iPhone. Doch auf viele Fragen hat es keine Antwort. Was ist die Gravitationskraft? Was ist dunkle Materie, was dunkle Energie? Um diese Fragen zu klären, arbeiten Physiker an neuen Erklärungsmodellen, die das erfolgreiche Standardmodell erweitern sollen, darunter der Supersymmetrie und der Stringtheorie.
Die Physiker hoffen, dass sie bei der Jagd nach dem Higgs-Teilchen nicht nur bisheriges Wissen bestätigt bekommen, sondern auch neue Erkenntnisse gewinnen. Der Physiker Günther Dissertori: „Das wäre für viele Physiker sogar noch interessanter. Dann müsste man sich überlegen, welche anderen Mechanismen dafür verantwortlich sind, dass Elementarteilchen Masse erlangen.“