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Schneehoehen
Schneeverfrachtung
Meterhohe Schneewechten können eindrücklich Zeugnis davon ablegen, wie stark der Wind die Schneedecke in den Alpen prägt. Wir erforschen in einem Windkanal und auf Messflächen, wo der Wind Schnee erodiert und ablagert und wie sich der Schnee bei der Verfrachtung verändert.
Abb. 1: Grosse Wechten am La Pare. Bild: Ueli Grundisch
Im alpinen Gelände bläst häufig ein stürmischer Wind. Er formt Windgangel und Schneewechten (Abb.1), die über Leehänge ragen. In unebenem Gelände verfrachtet er den Schnee von Kuppen und Rücken, füllt Mulden und Rinnen auf und kann ganze Verkehrswege unpassierbar machen. Dabei verändern sich nicht nur die Schneemenge, sondern auch die Schichtung und die Stabilität der Schneedecke. Auch die Schneekristalle selber wandeln sich beim Transport: durch Kollision mit der Oberfläche und Verdunstung werden sie unterwegs kleiner. Oft bilden sich aus Triebschneeansammlungen Schneebrettlawinen. Fachleute nennen den Wind deshalb auch den „Baumeister der Lawinen“.
In verschiedenen Projekten untersuchen wir, wie Schnee verfrachtet wird und wo Erosion, respektive Ablagerung im Gelände stattfindet. Die Messergebnisse fliessen in Computermodelle ein, welche die Eigenschaften der Schneedecke simulieren und z.B. helfen Schutzmassnahmen gegen Schneeverfrachtung zu entwickeln. [weiter]