Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03482.jsonl.gz/2274

Heute hat sich Panhu bereit erklärt mir in einem Interview Rede und Antwort zu stehen und aus seinem persönlichem Leben zu berichten.
Danke Panhu, das du uns ein paar Fragen beantworten möchtest. Immer wieder werde ich nach deinem Namen gefragt und was er bedeutet. Magst du uns darüber etwas sagen?
Mein alter Meister in China hat mir gesagt das das ein toller Name ist. Du hast mir gesagt das man ihn nicht übersetzen kann.
Das stimmt beides, was weisst du denn über die Geschichte des Namens?
Vor vielen, vielen Hundeleben gab es einen Hund mit dem Namen PanHu. Angeblich hatte er so tolles Fell wie ich. Damals gab es auch einen König, der einen Feind hatte, den er nicht bezwingen konnte. Und ein guter Hund macht was ein guter Hund macht. Dieser PanHu hat den Feind getötet. Der Teil Geschichte gefällt mir nicht, denn ich bin Pazifist und gegen jede Gewalt. Aber du sagst immer das die Zeiten damals ganz anders waren. Aber weiter, dieser König war wohl sehr dankbar und gab dem Hund seine Tochter als Frau. PanHu und seine Frau sind dann in den Süden Chinas gezogen, wo sie 12 Kinder bekamen.
Diese Kinder gründeten eigene Clans die heute als ethnische chinesische Minoritäten bekannt sind. Deswegen wird PanHu bei einigen dieser Minoritäten bis heute als Hundegott verehrt und als Urahn angesehen. Was mir am besten gefällt ist, das es wegen diesem PanHu bei diesen ethnischen Minoritäten bis heute Tabu ist Hundefleisch zu essen. Mir gefällt es nämlich gar nicht, wenn irgendjemand meine Hundefreunde essen möchte!
Genau das gefällt mir an deinem Namen auch. Weißt du, was mir noch an deinem Namen gefällt?
Das man ihn nicht übersetzen kann und immer wenn du das mit deinem Handy machst sehr lustige Sachen dabei herauskommen. Das sind wohl all die anderen Namen die ich habe…. Beckentopf, Beckenpfanne, Pfannentopf… Aber ich mag es schon wenn du mich manchmal ganz lieb Töpfchen rufst.
Danke. Du kommst ja wie Diting aus China. Kannst du dich noch an dein Leben dort erinnern?
Ja, aber dort war mein Leben ganz anders als jetzt hier bei dir. Ich mag es hier sehr gerne, aber ich werde immer etwas traurig, wenn ich die Stimme von meinem alten Meister in China höre. Dann denke ich er sei hier und suche ihn. Du entschuldigst dich dann immer und erklärst mir das das nur seine Stimme aus deinem Handy ist.
In China hatte ich noch viel mehr Hundefreunde als hier. Aber mein Start ins Leben war nicht einfach wie mir der alte Meister immer gesagt hat. Als ich noch ganz ganz klein war, ist meine Mutter Jing Jie sehr plötzlich gestorben. Und ich war ganz alleine mit meinen Geschwistern. Der Meister war sehr traurig, denn meine Mutter war wohl sein Lieblingshund. Deswegen hat er sich noch mehr Mühe gegeben und uns alle ganz alleine gross gezogen.
Mich mochte der Meister am liebsten sagte er. Und immer wenn er Besuch bekam wollten mich alle sehen. Warum nur mich, dass weiss ich nicht, mir hat es aber gefallen. Denn jeder hat mir mir gespielt und mich gestreichelt. Als ich etwas grösser war hat mich der Meister überall mit hin genommen. Wir waren auf einer grossen Ausstellung wo ganz viele Hunde und Menschen waren. Und im Fernsehen war ich auch. Und in ganz vielen Restaurants, das hat mir am besten gefallen, denn dem Meister ist oft Essen vom Tisch gefallen.
Und dann war der Meister an einem Tag ganz traurig. Er sagte mir das ich umziehe. Ich wusste nicht was das heisst. Er sagte mir das ich am nächsten Tag mit einem Flugzeug ganz weit weg fliege und er mich dann nicht mehr sehen kann. Und seitdem ist mein Leben ganz anders.
Und dann warst du auf einmal bei uns in der Schweiz.
Ja. Und jetzt gefällt es mir hier sehr gut.
Was gefällt dir denn am besten hier?
Der Käse.
Ich wurde gebeten dich zu fragen, wie es für dich ist mit so vielen weiblichen Hunden zusammen zu leben.
Manchmal ist das sehr anstrengend. Vor allem draussen. Immer wenn die irgendwo Pipi machen, muss ich auch dahin pinkeln. Warum ich das mache weiss ich gar nicht. Ich weiss auch nicht warum ich manchmal denke ich müsste auf die Damen aufpassen. Ab und zu treffen wir draussen einen Rüden, dem traue ich nicht. Ich glaube der will meine Freunde stehlen. Deswegen habe ich dem schon oft meine Meinung gesagt.
Zuhause ist es sehr nett mit den drei Damen. Vor allem meine Tochter mag ich sehr. Mit ihr kann ich ganz prima spielen. Maya mag ich auch sehr gerne, sie ist immer ruhig und wir hatten noch nie Streit. Mit Diting hatte ich ganz am Anfang einen Streit, ich weiss nicht mehr warum. Aber ich war ziemlich sauer. Du hast mir dann gesagt das du das nicht magst wenn wir streiten. Und da ich nicht möchte das du enttäuscht von mir bist, streiten wir uns einfach nicht mehr.
Gibt es etwas was du gar nicht magst?
Ja, wenn du willst das ich bei Regen raus gehe. Das gefällt mir gar nicht. Manchmal ist es so nass, das ich mit meinen Pfoten Wasser berühre. Das ist ganz schlimm. Oder wenn du willst das wir über eine nasse Wiese laufen. Ich verstehe auch nicht warum die anderen das einfach so mitmachen.
PanHu, du lebst unter anderem mit deiner Tochter zusammen. Bist du gerne Vater?
Ja. Ich bin sehr gerne Vater. Meine Tochter und ich haben eine sehr gute Beziehung. Ich hoffe das sich das nicht ändert wenn sie in die Pubertät kommt. Sie war ja nicht mein erster Welpe, ich hatte schon ein wenig Erfahrung mit so ganz kleinen Hunden.
In China hatte ich schonmal eine Freundin mit der ich Welpen hatte. Mein alter Meister hat einen meiner Söhne behalten, der jetzt bei ihm wohnt und genauso lebt wie ich früher. Ich bin auch etwas stolz auf ihn. Er sieht mir sehr ähnlich und heisst PanLong. Mein alter Meister hat ihm den Namen gegeben, weil ich PanHu heiße.
Wünscht du dir noch mehr Kinder?
Ja, aber ich glaube an die Entscheidungsfreiheit der weiblichen Welt und es ist ihre Entscheidung, ob sie Kinder mit mir haben möchten oder nicht.
Wenn du dir etwas wünschen könntest, was wäre das?
Eine eigene kleine Katze mit der ich spielen könnte!
Vielen Dank Panhu für dieses Interview
Gerne, bekomme ich jetzt die versprochenen Kekse?