Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03535.jsonl.gz/2049

Vögel haben ein viel empfindlicheres Atmungssystem als wir Säuger. Darum Obacht beim Raclette-Plausch: Das Erhitzen die Teflonpfännchen verursacht tödliche Gase für Vögel. Wellensittiche sollten besser dem Esszimmer verwiesen werden.
Wenn das Thermometer sinkt stellen Herr und Frau Schweizer die Raclette-Öfeli wieder vermehrt auf den Tisch. Damit der Abend nicht in einen Tränenreiches Desaster endet, sollten Vogelvolieren in ein anderen Raum gestellt werden. Denn wenn die Pfännchen aus Polytetrafluorethylen (PTFE), auch als Teflon bekannt, für das Raclette erhitzt werden, entweichen PTFE-Gase. Diese sind für uns oder für die Hauskatze ungiftig, jedoch für Vögel nicht. Nach einer Koordinationsstörung ersticken sie erbärmlich.
Früher hat man sich den sensiblen Atmungssysteme zum Nutzen gemacht, so wurden Kanarienvögel als Warngerät im Bergbau verwendet. Wenn der Kanarienvogel starb, wusste die Bergarbeiter, dass es höchste Zeit war den Stollen zu verlassen, denn beim Bergbau entweichen oft gefährliche Gase. Heute werden zum Glück elektronische Gasmessgeräte verwendet.
Im Gegensatz zu Säugern besitzen Vögel Luftsäcke. Das sind Anhängsel der Lunge die wie Blasebälge funktionieren und die Luft kontinuierlich durch die Lunge pumpen. So findet ein viel effizienterer Gasaustausch statt als bei Säuger. Ein Vogel kann etwa dreimal mehr Luft einatmen als ein vergleichbar grosser Säuger.