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Die berühmtesten Chemiker aller Zeiten
Zahlreiche chemische Entdeckungen und Erfindungen gehen auf das Konto von berühmten Chemikern, die sich Experimenten widmeten und so die Forschung vorantrieben, respektive dies immer noch tun. Ihre Entdeckungen waren teilweise absolut bahnbrechend in der Forschung, aber auch für die Menschheit allgemein. Man denke dabei vor allem an die Heilkunde, aber auch etliche Gegenstände und Substanzen, die aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken sind. Einige dieser Wissenschaftler werden nun hier vorgestellt:
Marie Curie
Die in Polen geborene Französin gilt als die Entdeckerin der Radioaktivität. Da sie damals in Kongresspolen kein Studium absolvieren durfte, zog sie im jungen Alter nach Paris und studierte an der heute noch bekannten Sorbonne-Universität. Mit ihrem Partner Pierre Curie entdeckte sie im Rahmen ihrer Forschungen die Substanzen Polonium und Radium. Sie erhielt 1903 den Nobelpreis für Physik gemeinsam mit ihrem Ehemann und Henri Becquerel. Acht Jahre später, 1911, also nach dem Tod ihres Ehemannes, erhielt sie den Nobelpreis für Chemie zugesprochen. Marie Curie ist damit bis heute eine von nur vier Frauen, die mehrere Nobelpreise erhalten haben und auch eine von nur zwei Personen, welche je Nobelpreise in verschiedenen Kategorien verliehen bekommen haben. Im Ersten Weltkrieg entwickelte sie einen Röntgenwagen, der bei der Behandlung von verletzten Soldaten behilflich war. Röntgenapparate existierten zu jener Zeit zwar schon, war allerdings noch nicht mobil.
John Dalton
Zum Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der englische Naturforscher und Lehrer John Dalton im Bereich der Atomforschung tätig. Nach ihm wurde eine Masseneinheit für atomare Masse benannt. Die Einheit ist gemäß SI als “unified atomic mass unit” oder “u” bekannt, wird aber im englischsprachigen Raum anhand ihres Namensgebers als Dalton oder “Da” bezeichnet. 1822 wurde Dalton in die Royal Society aufgenommen, die britische Gelehrtengesellschaft zur Pflege der Wissenschaften. Dalton entdeckte zudem selber die Rot-Grün-Sehschwäche, die deswegen auch als Daltonismus bekannt wurde. Er litt selber unter dieser Sehschwäche und bat einen seiner Freunde, nach seinem Tod eines seiner Augen zu sezieren, um dieser Sehschwäche weiter auf den Grund zu gehen.
Dmitri Mendelejew
Der Russische Chemiker Dmitri Mendelejew erarbeitete eine Systematik der chemischen Elemente und erkannte dabei eine eindeutige Gesetzmäßigkeit. Seine Arbeit ermöglichte eine Anordnung der chemischen Elemente in Form einer Tabelle. Diese Tabelle wird heute das Periodensystem der Elemente (PSE) genannt und ist so an vielen Orten, an denen Chemie gelehrt wird, zu finden. Dieses Periodensystem umfasste damals noch weit weniger Elemente als heute bekannt sind. Heute sind 118 chemische Elemente bekannt und entsprechend in diesem Periodensystem enthalten. Das 101. chemische Element wurde 1955 nach Mendelejew benannt und heißt seither Mendelevium. Mendelejew wurde 1892 in die Royal Society aufgenommen, gewann allerdings nie einen Nobelpreis.