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Der bekannte Schauspieler Par Par Lay wurde am 30. Oktober aus dem Ohbo Gefängnis in der Stadt Mandalay freigelassen. Ihm seien bei seiner Festnahme die Augen verbunden worden, erklärte der 60-Jährige nach seiner Freilassung gegenüber den Medien.
Sein Berufskollege Zargana war am 17. Oktober aus dem Insein Gefängnis in der Hauptstadt Yangon freigelassen worden. Am 29. Oktober wurde er erneut für kurze Zeit festgenommen - sehr warscheinlich, weil er in Interviews mit verschiedenen internationalen Zeitungen über die unmenschlichen Haftbedingungen im Insein Gefängnis sprach. Er erzählte, ohne Zugang zur Aussenwelt unter schrecklichen Hygienebedingungen über eine Woche lang festgehalten worden zu sein, wobei er von rund 30 Hunden bewacht wurde. Seither leidet er an einer Lungenentzündung.
Freigelassen wurde auch der unabhängige Politiker Amyotheryei U Win Naing, der am 30. Oktober das Gefängnis verlassen konnte. Inhaftiert worden war er am 25. September, weil er den demonstrierenden Mönchen Essen angeboten hatte.
Freigelassene erzählen von grausamen Haftbedingungen
In der vergangenen Woche sind rund hundert Inhaftierte aus dem Gefängnis entlassen worden, darunter 55 Mitglieder der Nationalen Liga für Demokratie NLD. Verschiedene der Freigelassenen haben über grausame Haftbedingungen in den Gefängnissen gesprochen, von Misshandlungen, katastrophalen hygienischen Zuständen, verbreiteten Krankheiten, fehlendem Zugang zu Gesundheitsversorgung und häufiger Isolationshaft.