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- Die US-Raumfahrtbehörde Nasa muss den Start der unbemannten Mondrakete Artemis erneut verschieben.
- Grund ist ein undichter Wasserstoff-Tankschlauch, der nicht repariert werden konnte, wie die Nasa auf Twitter schreibt.
- Nach der zweiten Verschiebung innert Wochenfrist wird es kommende Woche keinen Startversuch geben. Dies ist frühestens ab dem 19. September möglich.
Die Start-Leiterin von «Artemis I», Charlie Blackwell-Thompson, habe den Versuch wenige Stunden vor dem geplanten Start am Samstag abgesagt, teilt ein Sprecher mit. Es sei nicht gelungen, das mehrere Stunden vor dem geplanten Abheben aufgetretene Leck zu schliessen.
Mehrere Versuche, dieses Problem während des Betankens von «Artemis I» mit flüssigem Wasserstoff zu lösen, waren gescheitert. Drei Stunden vor dem Beginn eines möglichen Zeitfensters für den Start wurde dieser dann abgesagt. Zu diesem Zeitpunkt seien die Wasserstofftanks zu elf Prozent gefüllt gewesen, heisst es weiter.
Der erste Startversuch von «Artemis I» war vergangenen Montag ebenfalls wegen eines Tanklecks abgebrochen worden. Ausserdem hatte ein Triebwerk nicht auf die nötige Temperatur heruntergekühlt werden können. Als weitere mögliche Starttermine hatte die Nasa danach neben Samstag auch Montag, 5. September, genannt.
Nächstes Zeitfenster öffnet sich ab 19. September
Wie Nasa-Manager Jim Free am späten Samstagabend (MESZ) vor den Medien bekannt gab, wird die US-Raumfahrtbehörde nun allerdings in der kommenden Woche keinen neuen Versuch unternehmen. Die Probleme würden nun untersucht. Noch könne man nicht sagen, ob ein erneuter Startversuch schon im nächsten möglichen Zeitfenster vom 19.9. bis 4.10. oder im übernächsten vom 17.10. bis 31.10. erfolgen werde.
Die Nasa will die «Orion»-Raumkapsel mithilfe der Schwerlastrakete «Space Launch System» vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus starten, dann den Mond umkreisen und rund 40 Tage später wieder im Pazifik landen. Der Testflug «Artemis I» dient auch dazu, in wenigen Jahren wieder Menschen mit der Mission «Artemis II» zum Erdtrabanten schicken zu können.