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Kim Gubsers WM-Bronze war keine Medaille mit so langer Ansage wie der WM-Titel von Andri Ragettli im Slopestyle vom Samstag. Aus dem Nichts kam der Exploit des Davosers aber nicht. Gubser hatte schon im Slopestyle mit dem 5. Rang bewiesen, dass ihm die Anlage in Aspen liegt und ihn die Wichtigkeit des Anlasses nicht übermannt. In der Summe führte diese Ausgangslage zum Grundstein für den grössten Erfolg in Gubsers Karriere, der es im Weltcup noch nie auf ein Podium geschafft hat.
Vor drei Jahren hatte Gubser auf Juniorenstufe im Slopestyle WM-Bronze geholt, in der Saison darauf wechselte er zur Elite. Seither wies er im Big Air zwei Top-5-Klassierungen auf, der 4. Platz beim bislang einzigen Big-Air-Weltcup dieser Saison im Januar war bis zu den Weltmeisterschaften sein bestes Ergebnis. In Aspen legte Gubser den Grundstein für die Medaille mit seinen ersten beiden Versuchen, die er im Gegensatz zu diversen Konkurrenten sauber in den Hang stellte. «Auf den letzten Run gab es etwas Schnee, die Verhältnisse wurden schwieriger. Ich hatte da aber zum Glück schon zwei perfekte Runs und darum keinen Druck mehr», sagte der Schweizer. Nur gegen Weltmeister Oliwer Magnusson aus Schweden (185,25 Punkte) und den Kanadier Edouard Therriault (183,00) blieb Gubser (180,75) das Nachsehen.
Dass der Schweizer an der WM vom Startverzicht des Topfavoriten Birk Ruud aus Norwegen profitierte, der wegen familiären Gründen nach der Qualifikation in die Heimat zurück reiste, schmälert die Leistung keinesfalls. Mit Alexander Hall (7.), Henrik Harlaut (15.) oder Teamkollege Ragettli (6.) setzte sich Gubser gegen absolute Stars der Szene durch. Seine Medaille federt den Ausfall von Titelverteidiger Fabian Bösch ab, der verletzungsbedingt nicht antreten konnte. Wie Bösch besuchte auch Gubser die Sportmittelschule Engelberg.
Für das restliche Schweizer Freeski-Teams ging die WM ernüchternd zu Ende. Mathilde Gremaud, nach der Absage von Giulia Tanno die Topfavoritin auf den Titel bei den Frauen, blieb in der Qualifikation hängen. Slopestyle-Olympiasiegerin Sarah Höfflin fiel nach zwei Stürzen im Final vorzeitig aus der Entscheidung, sie wurde Achte. Und Slopestyle-Weltmeister Ragettli konnte den Zielhang nach einem Sturz bei seinem letzten Versuch nicht mehr aus eigener Kraft verlassen.