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1947, als Europa in Schutt und Trümmern lag, gründeten humanistisch gleichgesinnte Fotografen in Paris die Agentur “Magnum Photos”. Sie gilt bis heute als die renommierteste und älteste Fotoagentur der Welt. Viele ihrer Bilder wurden zu weltweiten Ikonen. Doch inwiefern war die Schweiz ein Motiv für die rund 90 Fotografen, die für Magnum gearbeitet haben oder immer noch arbeiten?
Wer im Magnum-Archivexterner Link den Begriff "Switzerland" eingibt, kriegt etwa 9000 Treffer. Martin Parr hat sich ausführlich mit eidgenössischen Besonderheiten beschäftigt, das WEF in Davos ist immer wieder ein Thema, Henri Cartier-Bresson reiste durchs Land, und die legendären Fotografen René Burri und Erwin Bischof prägten mit ihren Bildern in der Nachkriegszeit die Sicht auf die Schweiz.
1947, in der Hochblüte der Fotoreportage, gründeten Robert Capa, George Rodger, David "Chim" Seymour und Henri Cartier-Bresson die Agentur als Kooperative. Sie stellten sich in den Dienst der Menschlichkeit, der conditio humana. Bilder durften nicht beschnitten werden, eine Namensnennung war zwingend, und die Negative und Rechte am Bild blieben bei den Autoren. Ursprünglich waren die Fotografen als Zeitzeugen für Bildermagazine wie "Look", "Life" oder "Vu" in allen Krisenherden der Welt unterwegs, inzwischen hat sich das Spektrum der Sujets erweitert. Wer Mitglied werden will – es gibt pro Jahr mehrere hundert Bewerbungen – muss einen langen, basisdemokratischen Prozess durchlaufen.