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Wer sein Gewicht reduzieren möchte, verzichtet in den meisten Fällen auf Kohlenhydrate. Die Theorie besagt, sie machen dick und erschweren die Reduzierung des Gewichtes. Wer sich exakter mit dieser Thematik auseinandersetzt wird feststellen, es gibt grosse Differenzen bezüglich Kohlenhydrate. Einfachheitshalber können sie in gute und nicht so empfehlenswerte Kohlenhydrate aufgeteilt werden.
Warum werden Kohlenhydrate als Dickmacher eingestuft?
Sie gehören in Kombination mit Fett und Eiweiss zu den drei elementaren Nährstoffen, die in allen Lebensmitteln zu finden sind. Spezielle kohlenhydratreiche Lebensmittel sind Nudeln, Reis, Fast Food, Kartoffeln, Kuchen, Brot oder Süssigkeiten. Ebenfalls Kohlenhydrate enthalten auch Obst und Gemüse, im Gegensatz zu Fisch, Eier und Fleisch. Kohlenhydrate sollen für eine Gewichtszunahme sorgen, dass der Körper nach dem Genuss von Süssigkeiten oder Nudeln genügend Insulin herstellt, um den im Blut befindlichen Zucker in die Zellen weiterzuleiten. Genügend Insulin im Blut fördert die Einlagerung von Bauchfett und blockiert die Fettverbrennung.
Gute und schlechte Kohlenhydrate
Nach dem Genuss von Lebensmitteln mit genügend Kohlehydraten wird der Blutzuckerspiegel unterschiedlich gesteigert. In Weissbrot oder Süssigkeiten sind zahlreiche einfache Kohlenhydrate enthalten und sorgen für einen immensen Anstieg. Werden allerdings gute, bzw. komplexe Kohlenhydrate verzehrt, die u.a. in Hülsenfrüchten oder Vollkornprodukten zu finden sind, ist ein deutlich langsamer Anstieg des Blutzuckerspiegels festzustellen. Eine Blockierung der Fettverbrennung wird vermieden und Sie verlieren trotzdem Gewicht. Setzen Sie nicht radikal alle Kohlenhydrate auf den Index, sondern konsumieren bewusst Lebensmittel mit guten Kohlehydraten. In ihnen sind viele Ballast- und Mineralstoffe sowie Vitamine beheimatet. Zusätzlich sind sie Energieträger für Ihren Körper bezüglich neuer Energie. Komplexe, gute Kohlenhydrate sind auch in Haferflocken, Obst (z.B. Äpfel, Trauben, Bananen, Orangen, Mandarinen) und im Gemüse (u.a. Karotten, Blumenkohl, Mais, Tomaten) zu finden.
Kein Zählen der Kalorien notwendig
Täglich greift der Körper die Fettdepots an, wenn mehr Energie benötigt als zugeführt wird, z.B. durch sportliche Aktivitäten. Nehmen Sie abends keine Kohlenhydrate zu sich, dürfen Sie auch tagsüber nicht mehr essen als üblich. Eine Zählung der Kalorien vor jeder Mahlzeit ist nicht notwendig, jedoch sollten Sie weniger von bestimmten Lebensmitteln verzehren. Auch in Speisen aus weissem Mehl und zuckerhaltigen Limonaden sind Kohlenhydrate enthalten, genau wie in Kartoffeln und Obst. Jedoch ist die Sorte davon abhängig.
Sie möchten weniger Kohlenhydrate konsumieren, sollten Sie vor allen Dingen bei Süssigkeiten und zuckerhaltigen Limonaden Rücksicht üben. Wöchentlich zwei bis drei Leckereien sind tatsächlich in Ordnung, allerdings nicht jeden Tag. Vollkornprodukte und Obst sollten keinesfalls gemieden werden. Relativ viel Glukose sind in Kiwis, Bananen und Trockenfrüchten zu finden, allerdings verfügen sie über wichtige Vitamine, Ballaststoffe sowie Mineralien.
Fertige Dressings sind oft ein Garant für viel Zucker
Vorschlag: Die Portionen bei Vollkornprodukten können Sie minimieren. Ein geringerer Teil Nudeln oder Reis, dafür ein höherer Anteil mit Gemüse auf den Teller. Keinesfalls jeden Tag die warme Mahlzeit nur mit Kohlenhydraten kreieren. Dafür Fisch oder Geflügel und einen Salat verköstigen. Fertige Dressings beinhalten einen hohen Anteil an Zucker, deswegen sind eigenproduzierte Soßen mit Essig und Öl auf jeden Fall besser geeignet. Auch durch Brot kann die Nachfrage an Kohlenhydraten gesenkt werden. Entweder wird eine dünnere Scheibe genommen oder als Ersatz von zwei Scheiben Brot eine Schnitte in Kombination mit Salat, Joghurt oder Radieschen.
Wenn Sie sich nur auf den Verzicht von Kohlenhydraten konzentrieren, sollten Sie auch bedenken, dass Fett ein Lieferant für Kalorien ist. Ein Gramm Fett beinhaltet neun Kilokalorien, Zucker bei der gleichen Einheit nur vier Kilokalorien. Fettige Kalorienbomben und Süssigkeiten senken nicht die Pfunde.
Eine wichtige Hilfe für das Abnehmen sind geringere Mengen an Kohlenhydraten zu konsumieren – allerdings auf den ganzen Tag verteilt. Dieses Konzept kann leicht realisiert werden und vermindert Kalorien. Das trifft jedoch nur zu, wenn Sie sich allgemein kalorienarmer ernähren. Ist Zucker bei Ihnen tabu, aber Sie nutzen mehr Fett oder weitere Energiespender ist es zwecklos.
Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de