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Fritz Brun - Othmar Schoeck
Streichquartette
Tracks
Schoeck: Streichquartett Nr. 2 in C-Dur, op.37; Brun: Streichquartett Nr. 3 in F-Dur
Beschreibung
Die "späten Romantiker" Othmar Schoeck und Fritz Brun gelten als Beispiele einer damals typisch schweizerischen Stilverspätung. Schoeck vollendete sein Streichquartett Nr. 2 1923, kurz nachdem der Komponist am Kammermusikfest der internationalen Gesellschaft für Neue Musik in Salzburg mit der musikalischen Moderne konfrontiert worden war. In Briefen anerkannte Schoeck danach ausdrücklich die Innovationskraft der Dissonanzen und bewunderte insbesondere die "Messerschärfe des Rhythmus" eines Strawinsky. Das in fünf Sätzen angelegte C-Dur-Quartett zeigt durchaus Bezüge zu den aktuellen Tendenzen. So verbindet sich die weit gespannte Melodik des ersten Satzes mit einer aufgerauhten Harmonik, die sich im vierten Satz mit ausgehaltenen Dissonanzen und parallelen Akkordführungen noch verdichtet. Bruns 1943 geschriebenes Streichquartett Nr. 3 steht in seiner Zeit ungleich isolierter da. Vorherrschend ist eine sinnliche, in hohen Lagen schwelgerisch ausgekostete Klanglichkeit. Mit der Geschmeidigkeit der Melodik und dem mitunter schroffen Gestus trifft Brun dennoch einen eigenwilligen Ton. Dem Amar-Quartett gelingt hier eine stilgerechte Interpretation in technischer Perfektion, gepaart mit künstlerischer Ausdruckskraft.
Komponist
Fritz Brun (1878-1959) - Othmar Schoeck (1886-1957)
Künstler
Amar Quartett: Anna Brunner und Igor Keller, Violinen, Hannes Bärtschi, Viola, Maja Weber, Violoncello.
CD-Bestellnummer
MGB 6238