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Mary McDonald ist eine amerikanische Komponistin, Dirigentin und Organistin. Nachdem sie mehr als zwanzig Jahre lang als Redakteurin für geistliche Musik für den Verlag Lorenz gearbeitet hatte, ist sie seit 2011 als unabhängige Künstlerin tätig. In den USA ist sie als Leiterin von Komponistenwochenenden sehr gefragt. Im Jahr 2000 wurde sie die erste weibliche Präsidentin der Southern Baptist Church Music Conference. Weiterlesen
Elizabeth Stirling (1819-1895) war eine englische Organistin. Sie wurde in Greenwich geboren und starb in London. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie an der Royal Academy of Music in London in den Fächern Klavier, Orgel und Musiktheorie. Trotz ihrer herausragenden Leistungen erhielt sie aner keinen Abschluss in Oxford, da zu dieser Zeit keine Abschlüsse an Frauen verliehen wurden. Bereits im Alter von zwanzig Jahren wurde sie zur Organistin an der Al Saints’ Poplar ernannt. Von 1858 bis 1880 war sie Organistin von St. Andrew Undershaft in London. 1863 heiratete sie Frederick Albert Bridge, Fotograf, Chorleiter von St Martin-in-the-Fields und Organist und Chorleiter von St Martin, Ludgate.
Stirling verfügte über eine aussergewöhnliche Pedaltechnik, sie war auch eine der ersten Organistinnen, die die Werke von Johann Sebastian Bach spielte. Ein Konzert, das sie im Alter von 18 Jahren gab, wurde wie folgt rezensiert: “Diese junge Dame … spielte fast drei Stunden lang die schwierigsten Pedalfugen und Präludien von Bach, mit einem Grad an Präzision und Meisterschaft, von dem man fast sagen kann, dass er konkurrenzlos ist. Wir hoffen, dass Miss Stirling Gerechtigkeit widerfährt. Das Vorurteil gegen Organistinnen kann nicht bestehen bleiben, wenn ein solches Beispiel dagegen spricht.”
Stirlings Kompositionen konzentrierten sich auf Klavier, Orgel und Vokalmusik, ihr größtes Werk war der Psalm 130. Von ihren etwa 50 Vokalwerken wurde das Chorlied All Among the Barley sehr bekannt.
Orgelwerke von Elizabeth Stirling
- Two Grand Organ Voluntaries (1851)
- Six Pedal Fugues (5 davon auf englische Psalmmelodien, 1857) *
- Eight Slow Movements for The Organ (1857) *
- Arrangements: Comfort ye my people und Ev’ry valley shall be exalted (1866, aus Händels Messias). Wir setzen uns mit Tränen nieder (1866, aus Bachs Matthäuspassion)
- All Among the Barley (als Walzer für Orgel arrangiert)
* Neuausgabe im Verlag J. W. Pepper www.jwpepper.com, herausgegeben von Barbara Harbach. erhältlich als gedruckt uns als ePrint. Auszug aus dem Begleittext dieser Ausgaben:
Elizabeth Stirling ist eine der wenigen Frauen der Romantik, die für die Orgel geschrieben haben und barocke Techniken des Kontrapunkts verwendeten (wie Clara Schumanns Präludien und Fugen op. 16). Sie ist eine der wenigen Komponistinnen der Romantik, die die Formen des Barocks aufgriffen und sie mit ihrem eigenen Stil und Geist erfüllten.
Ihre Sechs Fugen für Orgel umfassen sechs Pedalfugen (von denen fünf auf englische Psalmtöne zurückgehen) und ein Präludium und eine Fuge in B-Dur. In Sir Fugues for Organ wird allen Fugen eine einfache Vertonung des Chorals vorangestellt.
Elizabeth Stirlings “Romantische Stücke für Orgel” bestehen aus acht Sätzen in ABA-Form, oft mit einer Coda. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist das sechste Stück, ein Maestoso in d-Moll. Das letzte Werk ist das einzige in der Form von Thema und Variation. Diese Kompositionen von Elizabeth Stirling sind typische Beispiele für langsame Sätze der Romantik. Sie eignen sich als Vortragsstücke, insbesondere das Maestoso, als Gottesdienst- oder Unterrichtsstücke.
Rosalie Bonighton war eine australische Organistin und Komponistin (1946–2011), geboren und verstorben in Ballarat, einer Stadt in den Central Highlands von Victoria, Australien. Sie erwarb einen Bachelor of Music an der University of Melbourne und schloss ihren Master of Arts an der La Trobe University im Fach Komposition ab. Weiterlesen
Joyce Alldred ist eine englische Organistin. Sie begann ihre musikalische Laufbahn in ihrer Heimatstadt Hyde in Cheshire, wo sie ab ihrem siebten Lebensjahr Klavier- und Orgelunterricht erhielt. Bereits als Teenager entdeckte sie ihr Interesse an der Theaterorgel. Weiterlesen
Sarah Watts ist eine britische Komponistin. Sie studierte Fagott und Klavier am Royal College of Music und spielt auch Flöte und Saxophon. Sie leitet oft Lehrworkshops und Fortbildungstage in England und in Amerika und hat sich im In- und Ausland einen Namen als produktive Komponistin gemacht.
Zu ihren veröffentlichten Werken gehören hauptsächlich Kompositionen und Bücher für den Unterricht sowie mehrere Musicals und Chorwerke. Im Verlag Kevin Mayhew erschien eine Sammlung von 28 kurzen Orgelstücken im Jazz-Stil: Cool Meditations for Organ
Maja Bösch-Schildknecht (*1978) wurde in Lichtensteig geboren. Nach der Ausbildung zur Primarlehrerin studierte sie Orgel und Chorleitung in Luzern und Lausanne. Während der Studienzeit war sie Organistin in Chur und Kirchenchorleiterin in Trimmis.
Seit 2008 ist sie Hauptorganistin an der grossen Willisau-Orgel in St. Maria Neudorf, St. Gallen und Leiterin verschiedener Chorprojekte.
Margreeth Chr. de Jong (*1961) ist eine niederländische Organistin und Komponistin. De Jong studierte am Konservatorium Rotterdam, wo sie im Jahre 1986 mit den Höchstnoten abschloss. Sie bildete sich anschliessend bei Guy Bovet in der Schweiz sowie bei Jean Langlais und Marie-Louise Jaquet-Langlais an der Schola Cantorum in Paris weiter, wo sie 1988 den Prix de Virtuosité ebenfalls mit der Höchtsnote gewann. Im gleichen Jahr errang sie erste Preise bei internationalen Wettbewerben für Orgel in Paris und Haarlem (César Franck-Concours). Weiterlesen
Élisabeth Jacquet de La Guerre (1665–1729) wurde als Tochter des Organisten Claude Jacquet in Paris geboren. Schon als Kind trat sie am Königshof als Cembalistin auf. Ludwig XIV. unterstützte sie finanziell und förderte die Aufführung ihrer Kompositionen. Im Jahre 1684 heiratete sie den Organisten Marin de la Guerre. Sie war Patin und Lehrerin von Louis-Claude Daquin.
Ihre Oper «Céphale et Procris» wurde als erste Oper einer französischen Komponistin an der Opéra Paris aufgeführt. Élisabeth Jacquet de La Guerre gehört zu den wenigen komponierenden Frauen der Barockzeit, die zu Lebzeiten ein hohes Ansehen und grosse Bekanntheit erlangten. Weiterlesen
Lili (Lilli) Wieruszowski (1899–1971) war eine deutsche Organistin und Komponistin, die lange Zeit in Basel lebte. Sie war eine der vier Töchter der Frauenrechtlerin Jenny Wieruszowski. Ihre Eltern waren an der Gründung des Humanistischen Mädchengymnasium in Köln beteiligt. Lili Wieruszowski studierte am Kölner Konservatorium, danach an der Hochschule für Musik Berlin. Ab 1925 hatte sie eine Anstellung als Organistin an der Charlottenburger Epiphaniengemeinde, wo sie durch ihr virtuoses Orgelspiel beeindruckte. Als Judenchristin wurde ihr aber 1933 das Orgelspiel verboten und sie ging im gleichen Jahr ins Exil nach Basel. Weiterlesen
Prinzessin Anna Amalie von Preussen (1723–1787) war eine deutsche Musikerin und die jüngste Schwester Friedrichs des Grossen. Aufgrund ihrer Eigenwilligkeit und ihrer Gesichtszüge sagte man Amalie nach, dass sie von allen Geschwistern ihrem königlichen Bruder am ähnlichsten war. Friedrich der Grosse machte Amalie 1756 zur Äbtissin des weltlichen Stifts Quedlinburg, um seine unverheiratete Schwester standesgemäss zu versorgen. Ihr Stift besuchte sie jedoch eher selten, meist weilte sie in Berlin.
Amalie von Preussen erhielt ca. ab dem 11. Lebensjahr gemeinsam mit ihrer Schwester Ulrike Musikunterricht beim Hoforganisten Gottlieb Hayne. Sie lernte Flöte, Laute, Orgel, Geige und Komposition. Weiterlesen