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Dies teilte der Chefankläger und Untersuchungsleiter der schwedischen Behörde für Wirtschaftskriminalität, Thomas Langrot, am Dienstag mit. Laut Anklage hatte die in Dänemark geborene Bonnesen als Bankchefin zwischen Oktober 2018 und Februar 2019 mehrmals irreführende Informationen verbreitet, wonach das Institut keine Probleme beim Kampf gegen Geldwäsche bei Geschäften in Estland hatte.
Auch die Offenlegung von Insider-Informationen wird ihr vorgeworfen. Ihr Anwalt Per Samuelson sagte der Nachrichtenagentur TT, man weise die Vorwürfe des Betrugs und der Verbreitung von Insider-Informationen zurück. Er will demnach von weiteren Stellungnahmen absehen, bis er den Inhalt der Anklage kennt.
Verdacht der Geldwäsche von fast 4 Mrd Euro
Ein Investigativteam des schwedischen Rundfunksenders SVT hatte im Februar 2019 schwere Vorwürfe gegen die Swedbank erhoben. Über Konten des Geldhauses sollen nach SVT-Recherchen im Zuge des Geldwäscheskandals bei der dänischen Danske Bank zwischen 2007 und 2015 umgerechnet fast vier Milliarden Euro gewaschen worden sein.
Die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität leitete kurz darauf Voruntersuchungen gegen die Swedbank wegen des Verdachts des unbefugten Offenlegens von Insider-Informationen ein, weil die Grossaktionäre der Bank laut SVT Vorabinfos zur mutmasslichen Geldwäscheaffäre erhalten haben sollen.
Nach einer Razzia im Hauptsitz der Bank in Sundbyberg nordwestlich von Stockholm wurden die Ermittlungen auch auf schweren Betrug ausgeweitet. Im März 2019 wurde Bonnesen dann entlassen. Ein Jahr später akzeptierte die Swedbank eine Strafe von umgerechnet rund 360 Millionen Euro wegen Versäumnissen im Kampf gegen mögliche Geldwäsche.