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Beschreibung
In der Schweiz werden jährlich etwa 600’000 Tiere in Versuchen eingesetzt. Die Regeln dafür, wer eine Tierversuchsbewilligung bekommt und wie stark Alternativen zu Tierversuchen gefördert werden, basieren auf philosophischen Grundgedanken.
Ein Beispiel ist das Verfahren der sogenannten Güterabwägung: Belastungen für Tiere müssen durch einen überwiegenden Nutzen gerechtfertigt werden. Ein anderes Beispiel sind die 3R: Forschende erhalten nur eine Bewilligung, wenn sie nachweisen können, dass man ihren Versuch nicht durch andere Methoden ersetzen kann («replace»), dass sie nicht weniger Tiere einsetzen können («refine») und dass man den Versuch nicht schonender durchführen kann («refine»).
- Welche Philosophie steckt in diesen Regelungen?
- Welchen Stellenwert gesteht diese Philosophie Tieren zu?
- Wie könnte man sie weiterdenken?
Im Vortrag mit anschliessender Diskussion widmet sich Tierphilosoph Dr. Nico Müller (Universität Basel, NFP 79) diesen Fragen kritisch und konstruktiv.
Referent
Dr. Nico Müller
Ist Philosoph an der Universität Basel und ist Teil des Nationalen Forschungsprogramms 79 “Advancing 3R”.
Sein Projekt befasst sich mit der langfristigen Ausstiegsplanung aus Tierversuchen.
Sein Buch zur Tierrechtsphilosophie und weitere Fachartikel sind hier zugänglich.