Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/124838

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird, um die Anglerausbildung breiter abzustützen, aufgefordert, die Erweiterung des "Netzwerks Lenkungsausschusses Anglerausbildung" um je einen Vertreter bzw. einer Vertrerinnen einer Tierschutzorganisation, einer Naturschutzorganisation und von Fischereivereinen, welche nicht im Schweizerischen Fischerei-Verband organisiert sind, zu prüfen. Um das Ziel der breiteren Abstützung zu erreichen, können auch andere Schritte geprüft und geeignete Massnahmen in die Wege geleitet werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Unter Federführung des Bafu und des BVET hat der Bund den Aufbau der Anglerausbildung mit Sachkundenachweis (SaNa) in der Startphase stark unterstützt. Der Bund regte mit der Vollzugshilfe "Anforderungen an die Fangberechtigung" die Kantone weiter zur Zusammenarbeit in der Anglerausbildung an und schlug dazu das "Netzwerk Anglerausbildung" als Koordinationsgremium und Dienstleistungsorgan vor. Dazu wurde der Verein "Netzwerk Anglerausbildung" gegründet. Der Lenkungsausschuss des "Netzwerk Anglerausbildung" setzt sich gemäss Statuten vom 1. Januar 2010 aus folgenden fünf Mitgliedern mit je einer Stimme zusammen:</p><p>- je einer Vertretung eines Pacht- und eines Patentkantons (gewählt von der Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz);</p><p>- einer Vertretung, die durch den Schweizerischen Fischerei-Verband bestimmt wird;</p><p>- je einer vom Bafu und vom BVet bestimmten Vertretung.</p><p>Damit sind jene Kreise in einer schlanken Organisationsform eingebunden, die hauptsächlich für die Umsetzung der Anglerausbildung zuständig sind. Das Schweizer Fischerei-Magazin "Petri-Heil" ist nicht Mitglied des Lenkungsausschusses. Der Bundesrat sieht zurzeit keinen dringenden Handlungsbedarf bei der Zusammensetzung des fünfköpfigen Ausschusses, der den Vollzug des Sachkundenachweises lenkt.</p><p>Der Lenkungsausschuss arbeitete allerdings in der Aufbauphase bei der Erarbeitung der Ausbildungsunterlagen mit wesentlich grösseren Arbeitsgruppen, in denen beispielsweise auch der Schweizer Tierschutz STS vertreten war. Auch bei einer zukünftigen Überarbeitung der Ausbildungsunterlagen und der Weiterentwicklung der Anglerausbildung soll dem Anliegen des Postulanten Rechnung getragen werden, indem eine erweiterte Gruppe gebildet wird. In dieser sollen Tierschutz- und Naturschutzorganisationen sowie verbandsunabhängige Fischereiorganisationen Einsitz nehmen können. Hierbei soll sichergestellt werden, dass die Anglerausbildung in einem breiten und partizipativen Prozess weiterentwickelt wird.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.