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- Den Goldenen Löwen für den besten Film erhält Laura Poitras für «All the Beauty and the Bloodshed».
- Die Australierin Cate Blanchett hat bei den Filmfestspielen Venedig den Preis für die beste Schauspielerin gewonnen.
- Der Preis als bester Schauspieler geht an den irischen Schauspieler Colin Farrell. Das gab die Jury bekannt.
Der Dokumentarfilm «All the Beauty and the Bloodshed» der US-Regisseurin Laura Poitras hat den Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig gewonnen. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt. Das Werk handelt vom Leben der Fotografin Nan Goldin. Der Film erzählt von Goldins Familie, ihrem künstlerischen Schaffen und ihrem Kampf gegen die Familie Sackler, die für die Vermarktung des abhängig machenden Medikaments Oxycontin und Kultursponsoring bekannt ist. Goldin war selbst abhängig davon.
Der Grosse Preis der Jury ging in diesem Jahr an die Französin Alice Diop für «Saint Omer». In dem Drama verfolgt eine Frau namens Rama (Kayije Kagame) den Prozess gegen eine junge Frau wegen Kindsmord. Sie möchte daraus ein Buchprojekt machen. Während der Prozess langsam voranschreitet, überkommen Rama, die selbst schwanger ist, Ängste über ihre Mutterschaft und Sorgen, was ihre eigene Familiengeschichte angeht.
Spezialpreis der Jury geht in den Iran
Für seinen Film «No Bears» hat der inhaftierte iranische Regisseur Jafar Panahi bei den Filmfestspielen Venedig den Spezialpreis der Jury gewonnen. Panahi war im Juli im Iran festgenommen worden. Der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher («Taxi Teheran») hatte in der Vergangenheit trotz Arbeitsverbot im Iran und Ausreisesperre mehrere Filme gedreht. In «No Bears» spielt der 62-jährige Panahi sich selbst.
Den Silbernen Löwen für die beste Regie erhielt der italienische Regisseur Luca Guadagnino für «Bones and All» – ein Liebesfilm über zwei junge Kannibalen. Die Hauptdarstellerin Taylor Russell erhielt den Marcello-Mastroianni-Preis für die beste Jungdarstellerin.
Filmfestival in Venedig
Die Filmfestspiele Venedig, die am 31. August begonnen hatten, zählen neben den Filmfestspielen in Cannes und der Berlinale zu den drei bedeutendsten der Welt. Im diesjährigen Wettbewerb hatten 23 Werke um die Preise konkurriert. Die Auszeichnungen wurden von einer internationalen Jury verliehen. Ihre Vorsitzende war die US-amerikanische Schauspielerin Julianne Moore.
Der Preis für die beste Schauspielerin ging an Cate Blanchett für ihre Rolle in «Tár» (Regie: Todd Field). Sie spielt die fiktive erste Chefdirigentin der Berliner Philharmoniker namens Lydia Tár. Sie hat alles erreicht, was man als Dirigentin schaffen kann. Um sich in der patriarchalen Welt der klassischen Musik zu behaupten, hat sie eine spröde Kompromisslosigkeit entwickelt. Doch dann gerät ihr Leben wegen Missbrauchsvorwürfen aus dem Ruder. Blanchett brilliert in der Rolle einer Frau, die meist kühl wirkt. Es sei denn, sie verbringt Zeit mit der Tochter ihrer Partnerin Sharon (Nina Hoss) – oder steht am Dirigentenpult.
Colin Farrell erhielt für «The Banshees of Inisherin» den Preis als bester Schauspieler. Er stellt in der schwarzen Komödie «The Banshees of Inisherin» (Regie: Martin McDonagh) den Iren Pádraic dar, dessen bis dato bester Freund plötzlich und ohne Grund beschliesst, ihre Freundschaft zu beenden. Völlig irritiert versucht Pádraic, die Freundschaft wieder aufleben zu lassen, und akzeptiert das Nein seines ehemaligen Freundes nicht. Dieser greift daraufhin zu drastischen Mitteln.