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Ein halbes Jahr nach der Geburt ihrer Tochter feiert Serena Williams in Indian Wells ein erfolgreiches Comeback. Die frühere Nummer 1 gewinnt ihr Auftaktspiel gegen die Kasachin Sarina Diyas 7:5, 6:3.
"Ich habe vor dem Spiel beinahe geweint", gab Williams Einblick in ihre Gefühlswelt. "Ich habe meine Tochter vermisst. Aber am Abend zu spielen half mir. Weil ich wusste, dass sie dann schläft." Für das erste Turnier seit 14 Monaten setzt sich Williams kein Ziel. "Ich versuche, hier alles locker zu nehmen, mich nicht zu stark unter Druck zu setzen und nicht zu viel zu erwarten. Es ist eines der wenigen Male, bei denen es mir gelungen ist."
Ende Januar 2017 hatte die mittlerweile 36-jährige Amerikanerin am Australian Open ihr letztes offizielles Einzel bestritten, bereits schwanger gewann sie damals in Melbourne im Final gegen ihre Schwester Venus ihren 23. Grand-Slam-Titel.
Am 1. September 2017 kam ihre Tochter Alexis Olympia zur Welt. Seitdem spielte Serena Williams nur bei einem Showturnier in Abu Dhabi im Dezember, sie bestritt im vergangenen Monat mit ihrer Schwester Venus ein Doppel im Fed Cup und am Montagabend ein Tiebreak-Turnier in New York. "Ich bin noch ein bisschen eingerostet, aber das macht nichts. Ich bin wieder hier und gebe mein Bestes", sagte Williams.
Am WTA-Premier-Turnier in Indian Wells ist Serena Williams erstmals seit Cincinnati 2011 nicht gesetzt. In der 2. Runde bekommt sie es mit der als Nummer 29 gesetzten Niederländerin Kiki Bertens zu tun, danach wartet ein mögliches Duell mit ihrer Schwester Venus.
Auch Asarenka gewinnt beim Comeback
Das Comeback gab auch Viktoria Asarenka, und das mit einem 6:4, 6:2-Sieg gegen die Britin Heather Watson ebenfalls erfolgreich. Die Weissrussin hatte nach ihrer Babypause im Frühsommer 2017 nur auf Mallorca und in Wimbledon gespielt, wo sie im Achtelfinale der Rumänin Simona Halep unterlag.
In einem Sorgerechtsstreit hat ein Gericht danach entschieden, dass Asarenka den US-Bundesstaat Kalifornien mit ihrem Sohn Leo nicht verlassen dürfe. Nun kam sozusagen die WTA-Tour zu Asarenka.