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London (awp/sda/reu) - Britische Grossbanken bereiten sich angesichts des Brexit-Votums auf einen zügigen Wegzug aus Grossbritannien vor. Sie wollten das Land bereits Anfang 2017 verlassen, sagte der Chef des Lobbyverbandes BBA, Anthony Browne, der Zeitung "Observer".
Kleinere Banken schmiedeten sogar Pläne noch vor Weihnachten abzuziehen. "Viele kleine Banken planen, die Verlagerungen vor Weihnachten zu beginnen. Bei den grösseren Banken wird damit im ersten Quartal nächsten Jahres gerechnet", sagte Browne. "Die meisten internationalen Banken haben jetzt Projekt-Teams, die sich damit beschäftigen, welche Massnahmen sie benötigen, um Kunden weiter bedienen zu können."
Gleichzeitig warnte der BBA-Chef, ein "harter Brexit" würde nicht nur Grossbritannien, sondern auch der Wirtschaft der verbleibenden EU-Länder Schaden zufügen. "Handelsbarrieren für Finanzdienstleistungen im Ärmelkanal zu errichten, wird uns allen schaden", sagte der Verbandschef.
Hintergrund der Aussagen ist die Unsicherheit über die EU-Austrittsverhandlungen. Die britische Bevölkerung hatte sich im Juni mehrheitlich für einen Brexit ausgesprochen.
Ob das Land weiter Zugang zum europäischen Binnenmarkt mit seinem zollfreien Warenverkehr bekommen wird, muss in den Verhandlungen geklärt werden.
(AWP)