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Was hilft arbeitenden Kindern? Der neue TDH-Kinderarbeitsreport ist erschienen!
Mehr als 150 Millionen Kinder fallen weltweit in die Kategorie Kinderarbeiter, fast jedes zweite davon erleidet "die schlimmsten Formen von Kinderarbeit" und über vier Millionen sind Opfer von Zwangsarbeit. Angesichts dieser erschütternden Zahlen erachtet es Terre des Hommes als eine Priorität, denjenigen zu helfen, denen es am schlechtesten geht. Aber was hilft arbeitenden Kindern wirklich?
Terre des Hommes hat aus der Erfahrung gelernt: Es ist sehr wichtig, arbeitenden Kindern Gehör zu schenken, um Kinderarbeit zu verstehen und die am besten geeigneten Wege zu finden, das Leben dieser Kinder zu verbessern. Unser neu veröffentlichte Bericht hebt die Vorteile einer Einbeziehung der arbeitenden Kinder hervor und beschreibt fünf Methoden für den Umgang mit Kinderarbeit:
- Die erste Methode besteht darin, zu sehen, wie die Regierungspolitik eine Schlüsselrolle bei der Herbeiführung eines Wandels spielen kann, indem sie eine Grundschulpflicht einführt. Das Mindestalter, ab dem Jugendliche arbeiten dürfen, muss mit dem Alter am Ende der Schulpflicht übereinstimmen bzw. dem Alter, ab dem die Kinder die Schule verlassen dürfen, und darf keine Schlupflöcher bieten, die es Kindern ermöglichen, zu arbeiten statt zur Schule zu gehen.
- Die zweite Methode konzentriert sich auf die Rolle von Nichtregierungsorganisationen, um Kinder aus den schlimmsten Formen von Kinderarbeit herauszuholen und sie viel weniger schädlichen Jobs zuzuführen, die ihnen einen Teilzeit-Schulbesuch erlauben.
- Die dritte Methode betrifft Aktionen bei Unternehmen, um Kindern zu helfen, die in die schlimmsten Formen von Arbeit involviert sind, zum Beispiel in der Produktion von Exportware wie Edelmetallen oder bei der Herstellung von gesponnener Baumwolle für die Kleiderindustrie. Terre des Hommes und ihre Partner haben die Macht, die Unternehmenswelt zu beeinflussen, und können arbeitenden und gefährdeten Kindern praktische Unterstützung bieten.
- Der vierte Teil konzentriert sich auf Anstrengungen der Gemeinschaft, um Kindern zu helfen, die als Hausangestellte arbeiten, aber auch Kindern, die Opfer der schlimmsten Formen von Kinderarbeit sind. TDH hat zum Beispiel ein Frühwarnsystem zur Erkennung von Kindern eingeführt, die in traditionellen Goldminen in Burkina Faso zu arbeiten beginnen.
- Der letzte Teil betrifft die Prävention von Kinderarbeit nach humanitären Katastrophen oder bei bewaffneten Konflikten. Davon betroffen sind insbesondere syrische Flüchtlingskinder in Nachbarländern.
Zum Schluss empfiehlt TDH, dass Projekte in Zusammenhang mit Kinderarbeit und die Plädoyer-Arbeit evidenzbasiert sind und ihre Wirkung das Wohl des betroffenen Kindes im Auge hat . Es sollte eine Schulpflicht bis zu einem bestimmten Alter eingeführt werden. Die Beeinflussung von Richtlinien zur Kinderarbeit kann ein wirksames Mittel sein, arbeitende Kinder zu unterstützen. Diese sollten folglich Informationen zu den Risiken von Missbrauch am Arbeitsplatz und alternative Arbeitsmöglichkeiten erhalten, wenn sie gefährliche Arbeiten ausüben müssen. Wir rufen auch Unternehmen dazu auf, aktiv zu werden, um die schlimmsten Formen von Kinderarbeit in ihren Lieferketten zu stoppen.