Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/110226

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie beim Flughafen Köln-Bonn wurde 2009 eine Korrelation festgestellt zwischen Nachtfluglärm und Krebserkrankungen.</p><p>Berücksichtigt wurden Zeitfenster zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr.</p><p>- Ist diese Studie dem Bundesrat bekannt?</p><p>- Kennt er ähnliche Studien?</p><p>- Ist er auch der Meinung, dass grundsätzlich auch aus gesundheitlichen Gründen eine Nachtflugruhe von acht Stunden zu gelten hätte?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dass der Fluglärm - wie auch der Strassen- oder Schienenverkehrslärm - Gesundheitsbeeinträchtigungen wie Einbussen beim Wohlbefinden, Stressreaktionen, Schlafstörungen sowie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen  verursachen kann, ist in verschiedenen wissenschaftlichen Studien aufgezeigt worden. Der Bundesrat hat in seinem Bericht vom 26. Oktober 2005 über Stand und Perspektiven der Lärmbekämpfung in der Schweiz darauf hingewiesen, dass dem Aspekt des  Gesundheitsschutzes der Bevölkerung ein grösserer Stellenwert einzuräumen ist.</p><p>Die Fall-Kontroll-Studie im Umfeld des Flughafens Köln-Bonn zum Einfluss des Fluglärms auf die Entstehung von Tumoren ist bekannt. Die Ergebnisse der Studie können nicht unbesehen auf die Schweiz übertragen werden, sind doch die lokalen Verhältnisse nicht miteinander vergleichbar. Während bei verschiedenen deutschen Flughäfen praktisch rund um die Uhr Flugverkehr zugelassen ist, gelten in der Schweiz strengere Regelungen. Der Flughafen Zürich zum Beispiel verfügt über eine der strengsten Nachtflugregelungen in Europa. Der Betrieb ist heute von 06.00 bis 00.30 Uhr zugelassen, wobei die letzte halbe Stunde nur für den Abbau von Verspätungen dient. Sobald das vom Bund bereits genehmigte vorläufige Betriebsreglement in Kraft tritt, gilt die Nachtruhe von 23.30 bis 06.00 Uhr. Eine noch weiter gehende Einschränkung der Betriebszeiten würde die Funktion des Flughafens Zürich als wichtige Drehscheibe für den internationalen Luftverkehr beeinträchtigen.</p>