Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03613.jsonl.gz/1951

Vignette vom Volk gewählt
Bald 30 Jahre gehören die Kosten einer Autobahnvignette zu den fixen Ausgaben eines Schweizer Fahrzeughalters. Trotz einigen Gegnern, ist die Vignette wie auch die Abzocker-Initiative oder das Minarett-Verbot im Rahmen einer Volksabstimmung gutgeheissen worden. 53% der Bevölkerung stimmten im Februar 1984 für die Autobahnvignette und entgegen dem Willen des Bundesrates. Im Jahr 1994 wurde die Vignette nochmals mit 68.5% Ja-Stimmen bestätigt.
Die Preisentwicklung
Seit der Einführung der Autobahnvignette im Jahr 1985 wird der quadratische Aufkleber jedes Jahr aufs Neue in mühsamer Handarbeit von der Windschutzscheibe eines jeden Autos gekratzt. Es bleibt jedoch auch bei der Vignette nicht alles beim Alten. Nicht nur, dass die Autobahnvignette jährlich die Farbe ändert, auch der Preis wurde in der Zwischenzeit angepasst.
Die Autobahnvignette konnte bis 1994 für 30 CHF gekauft werden und wurde 1995 auf 40 CHF erhöht. Ab voraussichtlich 2015, genau 20 Jahre später, sollten Nutzer der Schweizer Autobahn für eine Vignette 100 CHF zahlen. Nach heissen Diskussionen ist der Nationalrat im dritten Anlauf doch auf die Linie des Bundesrates und Ständerats eingeschwenkt. Zuvor wurde von ihm eine Erhöhung auf lediglich 70 CHF verteidigt. Nachdem im Juli 2013 das Referendum eingereicht wurde, entschied sich das Schweizer Volk am 24. November 2013 mit rund 60 Prozent gegen die Preiserhöhung auf 100 Franken. Die Schweizer Autobahnvignette wird also weiterhin 40 Franken kosten.
Verwendung der Einnahmen
Mit der Preiserhöhung vom Faktor 2.5 wurden Mehreinnahmen von 305 Millionen Franken erwartet. Damit wollte der Bund vor allem das Strassennetz erweitern. Rund 390 Kilometer Strassen sollten ins Nationalstrassennetz aufgenommen werden. Nun wird diskutiert, ob resp. wie der Netzbeschluss umgesetzt werden kann.