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Der Kleine Wasserfrosch und der Teichfrosch besiedeln Teiche, S√ľmpfe, Moore, Gr√§ben und Flutmulden, auch Kiesgruben und flache, gut bewachsene Seeufer. Der Kleine Wasserfrosch ist in Weihern und Kleingew√§ssern mit Torfb√∂den und krautigem Bewuchs h√§ufig st√§rker vertreten als der Teichfrosch, der aber in allen √ľbrigen Gew√§ssertypen meist dominiert und den konkurrenzschw√§cheren Kleinen Wasserfrosch oft verdr√§ngt.
Bei Teichfr√∂schen handelt es sich um Hybride, die durch die Kreuzung des einheimischen Kleinen Wasserfroschs mit dem eingeschleppten Seefrosch entstehen. F√ľr den Fortbestand ist der Teichfrosch auf den Kleinen Wasserfrosch angewiesen. Teichfr√∂sche k√∂nnen sich untereinander im Allgemeinen nicht fortpflanzen, und wenn dies doch gelingt, so entstehen als Nachkommen weibliche Seefr√∂sche.
Sowohl Wasser- wie Teichfrosch sind haupts√§chlich an Wasserfl√§chen und Uferzonen gebunden, k√∂nnen aber auch erstaunlich gro√üe Distanzen √ľber Land bew√§ltigen, etwa auf der Suche nach neuen Lebensr√§umen. In der Fortpflanzungszeit (Mitte Mai-Juni) bilden die M√§nnchen Reviere (Arenen), die sie heftig verteidigen. Die Weibchen setzen mehrere Laichpakete ab, die 1`000-8`000 Eier enthalten. Diese sind anfangs oberseits dunkelbraun, unterseits wei√ülich. Die Larven k√∂nnen 6-9 cm gro√ü werden.
Beide Gr√ľnfr√∂sche fressen fast alles Lebendige, das sie √ľberw√§ltigen k√∂nnen und das h√∂chstens die H√§lfte der eigenen K√∂rpergr√∂√üe erreicht. Auch Kannibalismus kommt vor. Vor allem gro√üe Teichfrosch-Populationen k√∂nnen anderen Amphibien-Arten ernstlich zusetzen und diese stark konkurrenzieren und dezimieren.
Die Unterscheidung zwischen Wasser- und Teichfrosch ist nur bei typischen Individuen m√∂glich. Da der Teichfrosch als Hybrid zwischen einem Wasser- und einem Seefrosch Merkmale von beiden Arten haben kann. Seefr√∂sche sind deutlich gr√∂√üer als Wasserfr√∂sche und haben generell eine d√ľstere F√§rbung mit weniger Gelbanteil. Die Rufe des Seefrosches unterscheidet sich wesentlich von den Rufen des Wasser- und des Teichfrosches. Als ein weiteres Bestimmungsmerkmal hat sich auch der innere Fersenh√∂cker herausgestellt, welcher sich in Gestalt und Gr√∂√üe zwischen den drei Formen unterscheidet. Alle Gr√ľnfr√∂sche kreuzen sich untereinander. In der Schweiz wurden als lebendige Froschschenkel mehrere Seefrosch-Linien und wohl auch andere Wasserfroscharten importiert. Immer wieder entwichen Tiere, so dass in der Schweiz heute viele Hybriden leben, welche √§u√üerlich nicht klar zu unterscheiden sind. Wir sprechen deshalb in der Regel nur noch vom Wasserfrosch-Komplex und verzichten die einzelnen Arten anzusprechen. Der Grasfrosch unterscheidet sich von Wasserfr√∂schen durch einen dunklen Schl√§fenfleck. Bei Wasserfr√∂schen, sowie bei Grasfr√∂schen, ist die Artbestimmung anhand der Farbe kritisch, da eine riesige Palette an Farbvariationen nachgewiesen werden kann.
Kleiner Wasserfrosch: 5.5-7.5 cm. Teichfrosch: 9-12 cm.
Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch
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Wasserfr√∂sche sind die Verursacher von lauten Froschkonzerten, welche besonders im Fr√ľhling und Sommer √ľber die verschiedensten Gew√§sser hallen. Dies kann¬† besonders in Wohngegenden zu √Ąrgernissen f√ľhren. Mit etwas Toleranz sollte diese n√§chtliche St√∂rung jedoch verkraftbar sein. Die Rufaktivit√§t dauert witterungsabh√§ngig nur ein paar Wochen. Als Ma√ünahme wird empfohlen, die Fenster nachts zu schlie√üen, einen pl√§tschernden Brunnen zu installieren oder die Schwimmpflanzen aus dem Teich zu entfernen, auf welchen die Wasserfr√∂sche gerne sitzen, w√§hrend sie rufen. Die Fr√∂sche selbst sind gesetzlich gesch√ľtzt und d√ľrfen nicht einmal aus dem eigenen Gartenteich entfernt werden.
Wasserfr√∂sche sind, wie ihr Name schon sagt, den gr√∂√üten Teil des Jahres am Wasser anzutreffen. Die Eiballen, welche Wasserfr√∂sche nach der Paarung ablegen, bestehen aus mehreren hundert Eiern und k√∂nnen im Teich gut beobachtet werden. Aus den Eiern schl√ľpfen die Kaulquappen und bereits Ende Juli kann man die ersten Jungfr√∂sche sehen. W√§hrend des Tages sonnen sich die Wasserfr√∂sche am Teichrand und h√ľpfen bei einer St√∂rung mit einem gro√üen Sprung in den Teich, wo sie sich am Gew√§ssergrund unter der Vegetation verstecken.
Wasser- und Teichfr√∂sche besiedeln neue Gew√§sser, z.B. Gartenteiche, rasch. Deshalb ist die Schaffung neuer Lebensr√§ume f√ľr diese Arten leicht m√∂glich, sofern die Vernetzung zu Lebensr√§umen in der Umgebung gew√§hrleistet ist. Man muss sich allerdings der Konsequenzen bewusst sein, denn sind die Wasserfr√∂sche am Gartenteich angelangt, werden sie auch dort laute Quak-Konzerte veranstalten und es ist gesetzlich verboten, die Wasserfr√∂sche aus dem eigenen Garten zu entfernen.
Neu geschaffene Kleingew√§sser werden von den geeigneten Arten von alleine besiedelt. Es m√ľssen keine Tiere ausgesetzt werden. Dies ist sogar per Gesetz verboten, denn eine Aussetzung kann mehr schaden als n√ľtzen.
Zerst√ľckelung des Lebensraums: Mit dem fortschreitenden Verlust der Feuchtgebiete, geht auch der Lebensraum der Wasserfr√∂sche verloren.
Herbizide und Pestizide: Aufgrund ihrer d√ľnnen und sehr durchl√§ssigen Haut sind Amphibien besonders empfindlich auf Pestizide und Herbizide.