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SZ0140605- Manche Arzneimittel, die auch von Schwangeren und Kleinkindern eingenommen werden, enthalten eine Substanz, die das Risiko für Fehlentwicklungen bei Föten und Kleinkindern erhöhen könnte. Die Rede ist vom Zungenbrecher Dibutylphthalat (DBP); der Hilfsstoff verhindert, dass sich Arznei-Kapseln schon im sauren Milieu des Magens auflösen. Im Darm steuert DBP dann die Freisetzung des Wirkstoffs. Derzeit enthalten 64 teilweise frei verkäufliche Präparate laut Medikamentenverzeichnis Rote Liste die Substanz DBP.
Forscher der Universität Erlangen um den Umweltmediziner Jürgen Angerer und den Lebensmittelchemiker Holger Koch bestätigen nun den Verdacht, dass manche Medikamente den Körper durch DBP belasten. Sie bestimmten die Menge der Abbauprodukte im Urin einer 32-jährigen Testperson, die zwei Kapseln eines frei verkäuflichen Mittels gegen Bronchitis eingenommen hatte. „Nach unseren Berechnungen überschreitet die DBP-Belastung den Vorsorgegrenzwert um das zwei bis vierfache“, sagt Koch.
„Besonders kritisch ist, dass es sich bei einigen Mitteln um pflanzliche Wirkstoffe handelt.“ Bei Schwangerschaften vertrauten Arzt wie Patientin auf nebenwirkungsarme Mittel, belasteten das heranwachsende Kind aber womöglich gerade durch die Wahl dieser Arzneien....
Wenn diese Testperson nur zwei Kapseln mit einem "rein pflanzlichen" Mittel eingenommen hat und damit schon über dem Grenzwert war, dann kann man sich ausrechnen, wieviel sie von dem Zeugs ißt, wenn sie eine ganze Packung zu sich nimmt .