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Der schweizerisch-italienische Maler Antonio Ligabue kam in Zürich als uneheliches Kind einer italienischen Einwandererin zur Welt. Früh fiel er durch sein “schwachsinniges Verhalten” auf, kam ins Jugendheim und später in die Psychiatrie. Mit 18 Jahren wurde er nach Italien zwangsausgeschafft. Im Stück taucht Marco Michel in Ligabues Vergangenheit ein. Er zeichnet grossformatige Portraits, mit denen er in einen dramatischen Dialog tritt. So werden die Zeichnungen zu Spielpartnern und die Zuschauer zu Zeugen eines verkannten Menschen. Letztlich stellt sich die Frage nach der wirklichen oder vermeintlichen Verrücktheit von Aussenseitern — beziehungsweise von einer Gesellschaft, die Menschen an den Rand drängt.