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Alles das gleiche – oder nicht?
Beim Hörverlust unterscheidet man landläufig nach dem Schweregrad – leicht-, mittel- oder hochgradige Schwerhörigkeit. Ausserdem gibt es verschiedene Formen.
Schalleitungsschwerhörigkeit
Wie der Name schon sagt, wird bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit der Schall nicht mehr zum Innenohr geleitet. Das kann an Störungen im Gehörgang liegen, zum Beispiel Ohrenschmalz, Entzündungen oder auch Missbildungen. Auch Erkrankungen des Mittelohrs oder Veränderungen in der Gehörknöchelchenkette können ursächlich sein.
In vielen Fällen wird eine Schallleitungsschwerhörigkeit medikamentös oder operativ behoben oder zumindest verringert. Generell gilt: Menschen mit Schallleitungshörverlust hören leiser und gedämpft, aber meist richtig. Ein Hörgerät bringt vielen Betroffenen grossen Nutzen.
Schallempfindungsschwerhörigkeit
Weiter verbreitet als die Schallleitungsschwerhörigkeit ist die Schallempfindungsschwerhörigkeit, auch Innenohrschwerhörigkeit genannt. Sie entsteht durch eine Funktionsstörung im Innenohr oder an den Nervenbahnen, die vom Innenohr zum Gehirn führen. Die häufigsten Ursachen hierfür sind Alter und Lärm.
Menschen mit Schallempfindungsschwerhörigkeit hören verzerrt. Ein Hörgerät verbessert deshalb das Sprachverstehen nur teilweise.
Ertaubung und Gehörlosigkeit
Verliert ein Mensch das Gehör durch Vererbung, Krankheit oder Unfall nach dem Spracherwerb, also etwa ab dem dritten Lebensjahr, spricht man von Ertaubung. Wer dagegen schon seit Geburt nicht hört, ist gehörlos.