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Mechanische Kreislaufunterstützungssysteme, oder auch Assist-Devices genannt, werden bei fortgeschrittener, medikamentös therapierefraktärer Herzinsuffizienz eingesetzt. Für die Unterstützung des linken Herzens kommen Turbinenpumpen (z.B. HeartMate II® der Firma Thoratec oder INCOR® der Firma Berlin Heart) und Zentrifugalpumpen (z.B. HVAD® der Firma HeartWare) zum Einsatz.
Sie sind in den Herzbeutel implantierbar und über ein dünnes Steuerkabel, das die Haut im Bereich des Bauches nach aussen ausgeführt wird, mit der Steuereinheit verbunden. Diese wird vom Patienten in einer Tasche getragen, die zusätzlich zwei Batterien enthält, die die Steuereinheit mit Energie versorgen. Damit ist der Patient komplett mobil und kann alle üblichen Tätigkeiten des Alltags verrichten.
Wenn zusätzlich zum linken Herzen auch das rechte Herz unterstützt werden muss, werden sogenannte parakorporale Herzunterstützungssysteme eingesetzt, bei welchen das rechte und linke Herz über jeweils eine Einfluss- und Ausflusskanüle mit jeweils einer Pumpkammer verbunden wird. Die beiden Pumpkammern befinden sich ausserhalb des Körpers auf dem Bauch des Patienten. Sie sind mit einer pneumatischen Antriebseinheit verbunden, die der Patient auf einem kleinen Transportwagen mit sich führt. Auch mit diesen Systemen sind die Patienten komplett mobil.
In den letzten Jahren wurden am UniversitätsSpital Zürich (USZ) über 100 Herzunterstützungssysteme implantiert. Davon wurde aufgrund der Schwere der Erkrankung bei etwas mehr als einem Drittel der Patienten das rechte und linke Herz unterstützt.
Während diese Systeme sehr effektiv sind in der Unterstützung des Kreislaufs und Blutvolumina bis zu 6-7 l/min pumpen können, können andererseits Komplikationen auftreten. Der Kontakt von Blut mit den nicht körpereigenen Materialien der Systeme kann die Bildung von Blutgerinnseln verursachen, welche die Funktion der Pumpe beeinträchtigen und zu Embolisation in die Körperorgane führen können. Um dies zu vermeiden, werden die Patienten mit Medikamenten zur Blutverdünnung und Hemmung der Blutplättchen therapiert. Dies erhöht andererseits das Blutungsrisiko. Das Steuerkabel sowie die Kanülen führen zu einer Verbindung des Körperinneren mit der Haut und ihren Keimen, was ein erhöhtes Risiko für eine Infektion des Systems darstellt. In sehr seltenen Fällen kann ein mechanischer oder elektronischer Defekt mit folglichem Gerätestillstand auftreten.
Die Herzunterstützungssysteme werden traditionell als Überbrückung bis zur Herztransplantation verwendet, wenn die Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit die Wartezeit bis zur Verfügbarkeit eines passenden Spenderorgans nicht erleben würden.
Seit einigen Jahren werden die implantierbaren Linksherzunterstützungssysteme auch als definitive, lebenslange Behandlung eingesetzt (sogenannte „destination therapy"); vor allem bei Patienten die für eine Herztransplantation aus Alters- oder medizinischen Gründen nicht mehr in Frage kommen. Die Herztransplantation stellt aktuell noch für viele Patientinnen und Patienten mit terminaler Herzkrankheit die einzige längerfristige Option dar.
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