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Fortifikation, die Kunst der Umgestaltung des Geländes zum Zweck des Kampfes, sei
es zum eigenen Nutzen, sei es zum Schaden des Feindes. Diese Umgestaltung, bezüglich Herrichtung des Geländes kann sich
beziehen:
2) auf den Marsch zu und auf dem Kampffelde, indem man die Bewegungen der eigenen Truppen erleichtert und
die des Feindes erschwert (Neubau, Ausbesserung, Zerstörung von Verkehrswegen);
3) auf das Feuergefecht, indem man die Wirkung der eigenen Waffen
[* 4] vorteilhaft zur Geltung bringt und sich gegen die
feindlichen deckt (Einrichten des Vorgeländes, Anlage von Deckungen);
4) auf den Nahangriff (Sturm), indem man sich durch oder über die den Gegner schützenden Anlagen einen
Weg bahnt, andererseits den Gegner aufhält (Beseitigung und Überschreitung sowie Anlage von Hindernissen).
Je nach dem dauernden oder nur vorübergehenden Zweck dieser Bauten, der zur Ausführung vorhandenen Zeit und den dazu verfügbaren
Mitteln unterscheidet man:
a. Permanente Befestigung (s. d.);
befestigungskunst Provisorische Befestigung (s. d.);
Über die verschiedenen Befestigungsmanieren s. Festungen.
Die Gesamtheit aller mit der in Zusammenhang stehenden Einrichtungen in Bezug auf Personal und Material werden unter dem NamenGeniewesen zusammengefaßt. Solche Truppen, die ausdrücklich zur Ausführung von Befestigungsarbeiten bestimmt sind, heißen
technische Truppen, auch Genie- oder Ingenieurtruppen.