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FAIRMED wurde 1959 als «Aussätzigenhilfe Emmaus Schweiz» gegründet und setzt sich heute dafür ein, den Ärmsten der Welt ein Leben in Gesundheit zu ermöglichen.
Chronologie
1959
Mitglieder der «Freunde von Emmaus Bern» beschliessen, etwas ge- gen die Lepra zu unternehmen. Im Sinne der Devise «Hilf zuerst dem Ärmsten» entsteht so das Nationale Komitee für die Aussätzigen.
1960
Als Zweig der Schweizerischen Emmaus-Vereinigung und wenig später als unabhängige Institution nimmt die Aussätzigenhilfe unter ihrem ersten Präsidenten Marcel Farine ihre Tätigkeit auf. Erste Projekte in Kamerun, Indien und Tanganjika, der Vorgänger-Republik Tansanias, werden unterstützt.
1964
60 Leprastationen erhalten in 28 Ländern Zuwendungen im Wert von 1,4 Mio. Schweizer Franken. Bedeutungsvoll sind in den 60er Jahren die eigenen Projekte mit Schweizer Krankenschwestern, Therapeuten und Ärzten, welche massgeblich zum Aufbau namhafter Leprazentren beitragen.
1965
Erstausgabe des Mitteilungsblattes, welches noch heute vierteljährlich unter dem Namen «FAIRMED vor Ort» an Tausende Schweizer Haus- halte verschickt wird.
1966
Die Aussätzigenhilfe gehört zu den Gründungsmitgliedern der Internationalen Vereinigung der Lepra-Hilfswerke (ILEP). Erster Präsident wird Marcel Farine, der die ILEP-Statuten verfasste.
1966 - 1974
Übernahme der ILEP-Koordination in Marokko, der Türkei, Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik.
1975
Die ILEP wird mit der Aufnahme von Mitgliedern aus dem amerika- nischen und pazifischen Raum zu einer weltweiten Organisation, die über 900 Projekte unterstützt. Übernahme der ILEP-Koordination in
Sri Lanka.
1976
Bau des Emmaus-Lepraspitals im südindischen Hubli. Eröffnung des Regionalbüros für Indien und Sri Lanka im südindischen Chennai.
1977
In Palamaner, im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh, wird das Emmaus Lepra-Zentrum eröffnet.
1980
Eröffnung des Regionalbüros für Äquatorialafrika in Yaoundé (Kamerun).
1984
Mit der Einführung der wirksamen Kombinationstherapie kann Lepra geheilt werden. Die neue Strategie der aktiven Fallfindung beginnt.
1989
Marcel Farine übergibt die Präsidentschaft der Aussätzigenhilfe nach 30 Jahren Amtszeit an Walter Rosenfeld.
1991
Die 44. Weltgesundheitsversammlung WHO beschliesst die Eliminie- rung der Lepra als Volkskrankheit bis zum Jahr 2000.
1995
Rolf Lehmann löst Walter Rosenfeld als Präsident der Aussätzigenhilfe ab.
1997
Übernahme der ILEP-Koordination im indischen Staat Karnataka.
1999
Die Strategie der WHO beinhaltet die Integration der Lepra in die Strukturen der öffentlichen Gesundheit. Die aktive Fallfindung wird eingestellt und die Gesundheitsdienste werden in der Pflege von Leprakranken geschult. René Stäheli wird neuer Geschäftsführer
der Aussätzigenhilfe.
2000
Namensänderung von «Aussätzigenhilfe Emmaus Schweiz» zu «Leprahilfe Emmaus Schweiz».
2001
In Kamerun wird das erste Buruli-Projekt lanciert.
2002
Diversifizierung der behandelten Krankheiten in den indischen Spitälern.
2007
Das neue Leitbild beschreibt den neuen Fokus der Aktivitäten in der Überlappung von Armut und Krankheit. Erste Projekte mit diesem Schwerpunkt beginnen in Kamerun und Indien.
2009
Namensänderung zum 50-Jahr-Jubiläum: Aus Leprahilfe Emmaus Schweiz wird FAIRMED.