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Sina Candrian schafft es als Achte als einzige Schweizerin in den Final des Big-Air-Contest. Dominiert wird die Qualifikation von der Österreicherin Anna Gasser.
Candrian musste bei ihrer Final-Qualifikation grossem Druck standhalten: Die WM-Dritte im Big Air von 2015 war bei ihrem ersten Sprung auf der grossen Schanze im Alpensia Centre gestürzt. Die Bürde, ihren zweiten Sprung zu stehen, aber trotzdem ein Flugmanöver zu zeigen, dass für den Finaleinzug reichen würde, meisterte sie letztlich ansprechend.
Die 29-jährige Flimserin verpasste bei ihrer Dreifachdrehung zwar den Grab, also den Griff mit der Hand an das Snowboard während der Flugphase, erhielt von der Jury aber dennoch 86,00 Punkte. "Wenn es im Training immer aufgeht, muss es ja auch im Wettkampf klappen", analysierte Candrian nach bestandenem Nerventest. Bis zum Final am Freitag hat Candrian nun Zeit, weiter an ihrem Sprung zu feilen.
Die weiteren Schweizerinnen Carla Somaini, Elena Könz und Isabel Derungs schafften den Sprung unter die besten 12 erwartungsgemäss nicht. Als 15. der Vorausscheidung kam Somaini, die in diesem Winter überraschend den Big-Air-Contest in Mönchengladbach für sich hatte entscheiden können, dem Final noch am nächsten.
Favoritin Gasser gegen starke Japanerinnen
Dominiert wurde das Springen von der Österreicherin Anna Gasser, die mit Pyeongchang und den Olympischen Spielen noch eine Rechnung zu begleichen hat. Der 26-jährigen Weltmeisterin, X-Games-Siegerin und Dominatorin im Weltcup fehlt nämlich noch olympisches Edelmetall. 2014 in Sotschi war Gasser im Slopestyle nach dem 1. Rang in der Qualifikation im Final nicht über den 10. Platz herausgekommen, in Pyeongchang musste sie sich in der gleichen Disziplin gar mit Rang 15 begnügen.
Davon liess sich Gasser in der Big-Air-Qualifikation aber nicht beeindrucken. Die grosse Favoritin hatte nach dem ersten Run mit 88,25 Punkten die Final-Qualifikation bereits in der Tasche, zementierte ihren Status als Gold-Anwärterin Nummer 1 aber mit einem Skore von 98,00 Punkten, das sie für ihren zweiten Sprung erhielt.
Gasser verhinderte damit auch eine japanische Gala auf der Schanze. Mit Yuka Fujimori (94,25) und der X-Games-Zweiten Reira Iwabuchi (92,75) kristallisierten sich in der Vorausscheidung zwei Japanerinnen als ärgste Widersacherinnen der Österreicherin heraus.
SDA-ATS