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Es war eine harmlose Frage, gestellt kurz vor Mitternacht, neun Stunden nach einer anstrengenden parlamentarischen Anhörung zum Wirecard-Skandal.
“Haben Sie eigentlich jemals Wirecard-Aktien besessen?” fragte die sozialdemokratische Abgeordnete Cansel Kiziltepe Ralf Bose, den Chef der deutschen Wirtschaftsprüferaufsicht Apas. Seine Antwort löste ein politisches Erdbeben aus und beendete abrupt seine mehr als 30-jährige Karriere.
Als ehemaliger Partner bei KPMG leitete Bose eine staatliche Behörde, die normalerweise durch strenge Geheimhaltungsgesetze vor der Öffentlichkeit geschützt ist. Aber diese Gesetze gelten nicht für die Untersuchung des Bundestages über Wirecard. Bose enthüllte, dass er Wirecard-Aktien gekauft und verkauft hatte, während Apas gegen den Wirecard-Prüfer EY (Ernst&Young) ermittelte. Nur Stunden später begann die deutsche Regierung, die Transaktionen zu untersuchen. Und innerhalb weniger Wochen war Bose gefeuert worden.
Sein spätabendliches Eingeständnis im vergangenen Dezember war einer der Höhepunkte einer Untersuchung, die die politische Klasse