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Das Gottesteilchen
Die NZZ vom 8. Juli, 2012. Der Mann, der das Teilchen vorhergesagt hat,
verhält sich zurückhaltend.
Die Karikaturisten hatten auch einiges zu tun:
Das CERN ist im Glück. Das "Higgs Boson" ist gefunden.
Die Presse nennt es auch das "Gottesteilchen". Das
Interesse des Publikums und der Presse war bei der Ankündigung gesichert.
Mit einem Namen "Brout-Englert-Higgs-Hagen-Guralnik-Kibble Boson"
hätte wohl nur ein kleines Publikum zugehört.
Wissenschaftler vermeiden trotzdem den Term "Gottesteilchen".
Es ist zu sensationalistisch und übertrieben. Der Name
wurde von Leon Lederman
im Buch "Das Gottesteilchen" in
Umlauf gebracht.
Die Geschichte zeigt, dass Public Relations (PR) auch in der Forschung eine
Rolle spielen kann. So kann eine falsche oder voreilige Ankündigung
eines Resultats eine PR Katastrophe sein. Die Meldung, dass Neutrinis schneller
als das Licht unter der Schweiz durchtunneln konnten war so ein Fall.
Es hatte sich später herausgestellt, dass ein Kabel schuld am Messfehler
war.
Die Entdeckung wurde aber erstaunlich geheim gehalten. Nur
Wochen vor der Ankündigung sickerten Gerüchte heraus.