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Was ist LIONS
Die Geschichte der Lions
Melvin Jones war im Jahre 1917 ein junger Chicagoer Versicherungsagent und diente als Sekretär des Business Circle, einer Herren-Luncheon-Gruppe, die daran interessiert war, die Geschäftsinteressen ihrer Mitglieder zu fördern. Als er die Wachstumsapathie in seinem Club bemerkte, fragte er: «Was wäre, wenn man diese Männer, die wegen ihrer Intelligenz und ihrer Ambitionen Erfolg haben, zur Verbesserung ihrer Gemeinden anstellen würde.» Diese Idee wurde verwirklicht, als auf sein Dringen hin sich Vertreter von Herrengruppen in Chicago trafen und am 7. Juni 1917 «Lions Club International» offiziell gegründet wurde. Zum ersten Konvent im Oktober desselben Jahres kamen bereits 63 Delegationen von 22 Clubs nach Dallas und unterzeichneten die «Lions Clubs»-Erklärung. Zum ersten Präsent wurde Dr. William P. Woods aus Indiana gewählt. Initiant und Gründer Melvin Jones, der bald seine eigene Versicherungsagentur aufgab, um sich ganz dem Lionismus zu widmen, wurde zum Sekretär gewählt - und blieb es bis zu seinem Tode im Jahre 1961.
An dieser ersten Sitzung wurden auch der «Lionismus» definiert:
- Das Emblem
- Das Motto
- Die Ziele
- Der Ehren-Kodex
Die Teilnehmer des ersten Konvents organisierten nun Clubs in ganz Amerika nach dem Gedanken von Jones. 1920 wurde mit dem Lions Club Windsor, Ontario, Kanada, der erste ausländische Club gegründet. 1927 hatten umfasste «Lions Clubs International» bereits 60 000 Mitglieder und 1 183 Clubs.
In die Schweiz kam die Idee der Lions nach dem 2. Weltkrieg: Am 5. Mai 1948 wurde der erste Club, LC Genève, gegründet. Clubs in Asien, Latein-Amerika, Afrika und dem Mittleren Osten wurden ebenfalls aktiv.
Heute ist die «International Association of Lions Clubs» die grösste Vereinigung von Service Clubs weltweit: Sie umfasst in 199 Ländern rund 40 000 Clubs mit 1.4 Millionen Mitgliedern, darunter 170 000 Frauen (entspricht 12 Prozent). Im District MD 102 Schweiz/Liechtenstein zählt man 210 Clubs mit über 7500 Mitgliedern.
Adresse des Lions Headquaters:
Lions Clubs International
300 22nd Street
Oak Brook, Illinois 60523-8842, USA
phone (630) 571-5466
fax (630) 571-8890
Das soziale Engagement
Lions Clubs International ist die grösste Non-Goverment-Organisation (NGO), die mit den Vereinigten Nationen (UNO) vereinigt ist.
Mit sogenannten «Activities» unterstützen sowohl die einzelnen Clubs als auch ihre internationale Organisation Bedürftige und Benachteiligte. Diese Tätigkeiten reichen vom sozialen Engagement für Behinderte und dem Dienst an Betagten bis zur Katastrophenhilfe und zur Förderung kultureller Vorhaben und solcher zum Schutz der Umwelt.
Im internationalen Bereich stehen die weltweite Bekämpfung der Blindheit, die Aufklärung über Diabetes, die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen sowie die Unterstützung von Entwicklungsprojekten im Vordergrund: internationale Jugendlager dienen der Völkerverständigung.
Lions: eine Berufung
Lions wird man nicht aus eigenem Antrieb, sondern auf Einladung. Damit soll allerdings nicht etwa elitäres Statusbewusstsein gefördert werden; um die genannten anspruchsvollen Ziele zu erreichen, ist vielmehr eine enge kameradschaftliche Verbundenheit unter den Mitgliedern und deren Einsatzbereitschaft erforderlich.
Die Mitgliedschaft in einem Lions Club steht Männer und Frauen offen. Die Clubprogramme sehen ab und zu auch Veranstaltungen vor, an denen Familienmitglieder teilnehmen können. Es gibt Männerclubs, Frauenclubs und gemischte Clubs.
Der Ehren-Kodex
Ich will meinen Glauben an die Würde meines Berufes durch tätige Bemühungen so bekunden, dass ich den Ruf verdiene, etwas Gutes geleistet zu haben.
Ich bin bestrebt, im Beruf erfolgreich zu sein und auch eine gerechte Entschädigung zu erlangen, ohne jedoch einen Gewinn anzunehmen, der auf Kosten meiner Ehre gehen und der durch zweifelhafte Handlungen erzielt würde, durch die meine Mitmenschen Schaden erleiden.
Ich bin mir bewusst, dass es nicht notwendig ist, die Geschäfte der andern zu ruinieren, um selbst erfolgreich zu sein. Ich werde meinen Kunden oder Geschäftsfreunden gegenüber loyal und mit mir selbst wahrhaftig sein.
Beim Auftauchen eines Zweifels an der Richtigkeit und Sauberkeit meiner Einstellung oder meines Verhaltens gegenüber meinen Mitmenschen will ich einen solchen Zweifel gegen mich selbst richten. Ich betrachte die Freundschaft als Ziel und nicht als Mittel.
Ich bin mir bewusst, dass sie nicht erwiesener Dienste wegen besteht, sondern dass echte Freundschaft nichts verlangt, aber Freundesdienste in dem Sinne und Geiste entgegennimmt, in dem sie geleistet wurden.
Ich bin mir meiner Pflichten gegenüber meinem Vaterland und meiner Gemeinschaft bewusst und werde ihnen in Wort und Tat unerschütterliche Treue entgegenbringen. Ich werde ihnen willig mit meiner Zeit und meinen Mitteln dienen.
Ich werde meinen Mitmenschen helfen, indem ich den Unglücklichen mit Trost, den Schwachen mit Tatkraft, den Bedürftigen mit meiner Habe beistehe.
Ich werde behutsam sein mit meiner Kritik und freigebig mit meinem Lob und werde mich bemühen, aufzubauen und nicht niederzureissen.