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- Der heranziehende Tropensturm «Ian» hat die jüngsten Pläne der Nasa für die Mondmission «Artemis» durcheinander gebracht.
- Die Nasa hat entschieden, die Rakete für die Mondmission «Artemis» vom Launchpad in den Hangar zu verlegen.
- Bereits am Samstag war der für Dienstag anvisierte Start wegen «Ian» abgesagt worden.
Die Mondmission «Artemis» zögert sich noch eine Weile hinaus. Wegen einer Sturmwarnung für den US-Bundesstaat Florida hat die Nasa noch am Montag entscheiden, die Rakete von ihrer derzeitigen Position am Launchpad zurück in die Wartungszone zu ziehen. Das teilte die Raumfahrtbehörde auf Twitter mit.
«Die Entscheidung gibt den Mitarbeitern Zeit, sich um die Bedürfnisse ihrer Familien zu kümmern und das integrierte Raketen- und Raumfahrzeugsystem zu schützen», erklärte die US-Raumfahrtbehörde. Der Rücktransport der Rakete ist ein komplizierter Prozess, der zwischen acht und elf Stunden dauert.
So läuft die Mondmission «Artemis» ab
Ein halbes Jahrhundert nach der letzten Apollo-Mission soll im Rahmen der Mission «Artemis I» das neue Crew-Raumschiff Orion mit einem unbemannten Mondflug getestet werden. Nach dem Start soll die Orion-Kapsel rund 90 Minuten später die Erdumlaufbahn verlassen. Danach soll Orion bis auf knapp 100 Kilometer an die Mondoberfläche heranfliegen und bei der Rückkehr im Pazifik wassern.
Wenn das Vorhaben gelingt, sollen 2024 bei der Nachfolgemission «Artemis II» erstmals wieder Astronauten um den Mond fliegen. Frühestens 2025 sollen mit «Artemis III» wieder Menschen auf dem Mond landen.
Der heranziehende Tropensturm «Ian» könnte nach Prognosen der Behörden am Montag in der Karibik zu einem Hurrikan werden. Mit Starkregen und heftigen Winden könnte der Sturm diese Woche Florida treffen.
Mondmission «Artemis» unter Zeitdruck
Die problemgeplagte Mondmission «Artemis» gerät damit weiter unter Zeitdruck, denn das derzeitige Startfenster schliesst laut Nasa am 4. Oktober. Ein weiteres Planungszeitfenster sieht einen möglichen Start der Rakete zwischen dem 17. und 31. Oktober vor.
Vor rund drei Wochen waren zwei Startversuche fehlgeschlagen – unter anderem wegen eines undichten Tankschlauchs. Auch bei früheren «Artemis»-Tests waren schon Probleme aufgetreten, die schliesslich eine erste wesentliche Verzögerung des Projekts zur Folge hatten.