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Medienmitteilung vom 19. Juni 2008
Schulversuch Basisstufe/Grundstufe
Zwischenergebnisse der Evaluation und Erfahrungen
In verschiedenen Kantonen der Deutschschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein laufen seit dem Schuljahr 2004/2005 Schulversuche mit der Basis- oder der Grundstufe. Dieses Schulentwicklungsprojekt ist bereits im Jahre 2002 von der Erziehungsdirektorenkonferenz der Ostschweiz und des Fürstentums Liechtenstein lanciert worden und steht damit nicht im Zusammenhang mit dem HarmoS-Konkordat. Es geht dabei um die Erprobung einer pädagogischen und organisatorischen Neukonzeption der Eingangsstufe. Die Kinder spielen und lernen in einer altersdurchmischten Klasse; sie werden von zwei Lehrpersonen unterrichtet und gefördert. Die Schulversuche werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Mehrheitlich wurden bisher gute Erfahrungen mit der Basis- und Grundstufe gemacht.
In der Basis- oder Grundstufe lernen Kinder in einer altersdurchmischten Klasse. Die Basisstufe umfasst die ersten beiden Kindergarten- und die ersten beiden Primarschuljahre, die Grundstufe die ersten beiden Kindergartenjahre und das erste Primarschuljahr. In zehn Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein werden diese beiden Modelle in rund 160 Schulversuchsklassen erprobt. Die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung erfolgt durch das Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich und das Institut für Lehr- und Lernforschung der Pädagogischen Hochschule des Kantons St. Gallen. Sie befragen während fünf Jahren 1000 Kinder ab dem ersten Kindergartenjahr bis zur dritten Primarklasse aus Schulversuchs- und traditionell geführten Schulklassen sowie deren Eltern und Lehrpersonen. Es handelt sich um die erste Längsschnittstudie über die Entwicklung von Kindern vom ersten Kindergartenjahr bis zur dritten Klasse.
Gemeinsam legen nun die Erziehungsdirektoren-Konferenz der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein (EDK-Ost) sowie die weiteren beteiligten Kantone der Deutschschweiz erste Zwischenberichte vor, in denen die Schulversuche aus wissenschaftlicher Sicht beurteilt werden. Zudem präsentieren die Projektleitung und die Projektverantwortlichen aus den Kantonen - im Sinne einer Zwischenbilanz - einen Lagebericht zum Projektstand.
Chancen nutzen - Optimierungen anstreben
In der Basis- und Grundstufe wird ein eigenes pädagogisches Profil entwickelt und umgesetzt, indem die Kinder Aufgaben erhalten, die sich unabhängig von ihrem Alter am jeweiligen Entwicklungs- und Lernstand sowie an ihren Interessen orientieren. Die Chancen der Zusammenführung der Kulturen des Kindergartens und der Unterstufe werden genutzt: Es gelingt, die Schnittstelle „Schuleintritt“ zu entschärfen zugunsten einer gemeinsamen und kontinuierlichen Unterstützung der einzelnen Kinder. Spielen und Lernen in einer altersdurchmischten Gruppe ist möglich, und der Unterricht kann abwechslungsreich gestaltet werden. Die Kinder profitieren von den vielfältigen sozialen Kontakten und können voneinander und miteinander lernen. Die Befürchtung, dass Kinder zu wenig spielen können, kann nicht bestätigt werden.
Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen beider Stufen
Von guten Erfahrungen berichten die Lehrpersonen: Sie arbeiten in einem Team. Die Verantwortung für den Unterricht wird gemeinsam getragen. Diese Doppelbesetzung macht es möglich individuell auf die Kinder und deren Eltern einzugehen. Die fachlichen Kompetenzen werden ausgetauscht, gezielt eingesetzt und zugunsten der Kinder genutzt.
Eltern sehr zufrieden - Integration gelingt
Aufgrund der aktuellen Daten kann festgehalten werden, dass die Eltern sehr zufrieden sind mit dem neuen Modell. Die überwiegende Mehrheit der Kinder erbringt gute Leistungen. In der Basis- oder Grundstufe gelingt die Integration von Kindern mit Lernschwierigkeiten sehr gut; es braucht daher beispielsweise keine speziellen Einschulungsklassen mehr.
Die Basisstufe/Grundstufe ist ein Teil der Primarstufe
Die Basis- oder Grundstufe ist ein Teil der Primarstufe und kann nicht isoliert beurteilt werden. Im Hinblick auf eine mögliche Einführung der Basis- oder Grundstufe sind daher noch Fragen zur allfälligen Weiterführung der altersdurchmischten Klassen zu klären.
Weiteres Vorgehen
Es gilt abzuwarten, wie sich die Kinder in den verbleibenden zwei Jahren der Evaluation weiter entwickeln. Erst wenn der Schlussbericht vorliegt, kann definitiv Bilanz gezogen werden und eine abschliessende Beurteilung der verschiedenen Modelle erfolgen. Dann werden wichtige Hinweise in Bezug auf die Unterstützung und frühe Förderung der Kinder zur Verfügung stehen, aber auch Vorstellungen wie die Basis- oder Grundstufe optimiert werden könnte.
Die Auftraggeber dieser umfassenden Beurteilung und Begleitung der Schulversuche sind die Kantone der Deutschschweiz. Sie werden im Jahr 2010 aufgrund der dannzumal vorliegenden Schlussberichte der Experten und der kantonalen Verantwortlichen Empfehlungen für eine organisatorische und pädagogische Neuausrichtung der Eingangsstufe verabschieden. Der Entscheid, ob das Modell einer Basis- oder Grundstufe eingeführt oder das Modell des Kindergartens weitergeführt wird, steht in der abschliessenden Kompetenz jedes einzelne Kantons. Dieser wird in den Kantonen unter Berücksichtigung des pädagogischen Mehrwertes für das Kind und der Folgekosten für den Kanton zu treffen sein.
Siehe Beilage 1 -2 Kurzfassung: Zwischenergebnisse der summativen Evaluation von Dr. Urs Moser, Institut für Bildungsevaluation, Universität Zürich
Kurzfassung: Zwischenergebnisse der formativen Evaluation von Dr. Franziska Vogt, Institut für Lehr- und Lernforschung, Pädagogische Hochschule St. Gallen
Der Lagebericht der Projektkommission 4bis8 und weitere Unterlagen sind abrufbar unter: www.edk-ost.ch
Für generelle Auskünfte zum Projekt stehen zur Verfügung:
- Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel, Präsidentin der EDK-Ost
- Dr. Raphael Rohner, Regionalsekretär EDK-Ost
- Brigitte Wiederkehr Steiger, Projektleiterin EDK-Ost 4bis8
Expertenteam:
Zur Befragung von Eltern und Lehrpersonen (formative Evaluation)
- Dr. Franzisak Vogt und lic.phil. Bea Zumwald, Institut für Lehr- und
Lernforschung, Pädagogische Hochschule des Kantons St.Gallen, St. Gallen
Telefon:079 769 23 20
Erreichbarkeit: ab 10.00 - 12.30 und 15.00 - 17.00 Uhr
Zur Erhebung des Lernstandes der Kinder (Summative Evaluation)
- PD Dr. Urs Moser, Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich, Zürich
Telefon: 043 268 39 01
Erreichbarkeit: ab 10.00 Uhr
Für kantonsspezifische Fragestellungen:
- Bildungsdirektorinnen und Bildungsdirektoren der Kantone der
Deutschschweiz
Kantone mit Schulversuchsklassen: AG, AR, BE, FR, GL, LU, NW, SG, TG, ZH und Fürstentum LiechtensteinKantone ohne Schulversuchsklassen: AI, BL, BS, GR, SH, SZ, UR, OW, ZG, SO, VS
Medienmitteilung 22. Juni 2007
Tagung über den Stand der Schulversuche zur Grund- und Basisstufe
320 Personen informierten sich über Grund- und Basisstufe
In der Kartause Ittingen haben sich am Donnerstag und Freitag, 21. und 22. Juni 2007, über 320 Personen aus Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Schulen informiert über den Stand des Schulentwicklungsprojekts zur Grund- und Basisstufe der Erziehungsdirektorenkonferenz Ostschweiz (EDK-Ost) und ihrer Partnerkantone. Ziel der Tagung war es, eine sorgfältige Meinungsbildung zur Grundstufe/Basisstufe zu ermöglichen.
An der Tagung beteiligten sich mehrere Regierungsrätinnen und -räte, Vertreterinnen und Vertreter der Bildungsverwaltung und der pädagogischen Hochschulen, Schulbehörden, Eltern, Schulleitungen und Lehrpersonen. Elf Kantone stellten am Donnerstag ihre Schulversuchsprojekte vor und beantworteten die Fragen des Publikums. Am Freitag diskutierten die Teilnehmenden in zehn Workshops verschiedene Fragen zur Grundstufe/Basisstufe. Sie beschäftigten sich dabei unter anderem mit möglichen Lehrmitteln in der Grundstufe/Basisstufe, mit dem Übergang nach der Basisstufe und mit der Frage, wie die Lernschritte der Kinder dokumentiert werden können und wie die Beobachtung, Förderung und Promotion in einer Basisstufe gelingt.
Raphaël Rohner (Präsident der Kommission des Schulentwicklungsprojektes und Departementssekretär des Kantons Schaffhausen) betonte im Eröffnungsreferat, dass die Neugestaltung der Eingangsstufe zu den Eckpfeilern der aktuellen Reformbestrebungen gehört. Der Thurgauer Regierungsrat Jakob Stark und der St.Galler Regierungsrat Hans Ulrich Stöckling wiesen in ihren Referaten auf die verschiedenen nationalen und sprachregionalen Projekte hin, die sich nachhaltig auf die zukünftige Ausgestaltung der Volksschule auswirken. Zudem wurden in diversen Referaten die verschiedenen Aspekte einer Neuorganisation der Eingangsstufe beleuchtet.
Die Tagungs- und Projektleiterin Brigitte Wiederkehr war sehr zufrieden mit dem Verlauf der Tagung. Die Tagung sei für konstruktive Gespräche genutzt worden und für die Diskussion über Chancen, Risiken und Herausforderungen der Grund- und Basisstufe.
Die Erziehungsdirektorenkonferenz der Ostschweiz und des Fürstentums Liechtenstein (EDK-Ost) hat das Schulentwicklungsprojekt "Erziehung und Bildung in Kindergarten und Unterstufe im Rahmen der EDK-Ost" im Jahr 2002 gestartet. Mittlerweile beteiligen sich 21 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein an diesem Projekt; an den Schulversuchen nehmen mehr als 150 Klassen in 11 Kantonen teil. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Evaluation. Sie ist vor zwei Jahren angelaufen und ihr Schlussbericht bildet 2010 den Abschluss des Projekts.
Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
Brigitte Wiederkehr Steiger, Regionalsekretariat EDK-Ost, Tel: 071 229 46 50, Mobil: 079 424 07 10
Raphaël Rohner, Departementssekretär Kanton Schaffhausen, Tel: 052 632 72 51
Werner Stauffacher, Departementssekretär Kanton St. Gallen und Regionalsekretär EDK-Ost, Tel: 071 229 32 29
Medienmitteilung vom 4. Juli 2005
Schulversuche mit Basisstufe und Grundstufe laufen nach Plan Die Schulversuche des Entwicklungsprojektes "Erziehung und Bildung in Kindergarten und Unterstufe im Rahmen der EDK-Ost" sind gut angelaufen. Am Entwicklungsprojekt beteiligt sich mittlerweile fast die gesamte deutsche Schweiz. Die EDK-Ost befasst sich mit den Zwischen-Ergebnissen des Entwicklungsprojektes an einer Klausursitzung im ersten Quartal des neuen Schuljahres. Anschliessend wird die Öffentlichkeit über eine Medienkonferenz informiert. Von den Versuchsergebnissen werden bis zum Jahr 2008 Grundlagen erwartet, die für Gesetzesänderungen in den Kantonen benötigt werden. Mit einer allfälligen flächendeckenden Einführung einer neuen Eingangsstufe ist daher nicht vor dem Jahr 2011 zu rechnen.
Am Entwicklungsprojekt "Erziehung und Bildung in Kindergarten und Unterstufe im Rahmen der EDK-Ost" beteiligen sich die Kantone Zürich, Glarus, Schaffhausen, Appenzell-Ausserrhoden, Appenzell-Innerrhoden, St.Gallen, Graubünden, Thurgau, Aargau, Bern, Solothurn, Basel-Landschaft, die Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz und das Fürstentum Liechtenstein, d.h. beinahe die gesamte deutschsprachige Schweiz. Nicht alle Kantone führen eigene Schulversuche durch. Die Rückmeldungen der Kantone, welche Schulversuche durchführen (Zürich, Glarus, St.Gallen, Thurgau, Aargau, Nidwalden) zeigen, dass diese gut angelaufen sind. Im Sommer 2005 werden weitere Schulklassen in den Kantonen Bern, Luzern und Freiburg in die Versuche einbezogen.
Im Herbst 2004 ist mit Untersuchungen zum Entwicklungsprojekt begonnen worden. Unter der Leitung des Kompetenzzentrums für Bildungsevaluation und Leistungs-
messung der Universität Zürich wurde eine summative Evaluation durchgeführt. Diese verfolgt den Lernstand der Kinder vom Eintritt in das erste Schuljahr der Grund-/Basisstufe bis zum Ende der dritten Primarklasse. Insgesamt werden die Kompeten-
zen in Sprache und Mathematik, sozial-emotionale Kompetenzen sowie Selbstkompe-
tenz und Wohlbefinden im Verlauf der Schulversuche fünf Mal erhoben. Der Lernfort-
schritt der Kinder in der Grund-/Basisstufe wird mit dem Lernfortschritt von Kindern verglichen, die während zwei Jahren einen Kindergarten besuchen und anschliessend in die erste Klasse der Primarschule übertreten. Eine durch das Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschulen St.Gallen und Rorschach durchgeführte formative Evaluation untersuchte das Entwicklungsprojekt selber. Durch Befragungen der Lehrkräfte, welche die Schulversuche durchführen, und der Eltern der Kinder in den Schulversuchen wurden erste Meinungen und Erfahrun-
gen zu den Schulversuchen erhoben. Die Ergebnisse der Evaluationen werden den am Entwicklungsprojekt beteiligten Kantonen Hinweise geben für die weitere Gestaltung des Projektes und für die allfällige spätere Einführung einer neuen Eingangsstufe.
Hinweis an die Redaktionen: Weitere Auskünfte erteilen:
Werner Stauffacher, Regionalsekretär der EDK-Ost, Generalsekretär des Erziehungsdepartementes des Kantons St.Gallen, Tel. 071 229 32 31
Dr.Raphaël Rohner, Präsident des Lenkungsausschusses Weiterbildung/Schulentwicklung der EDK-Ost, Departementssekretär des Erziehungsdepartementes des Kantons Schaffhausen, Tel. 052 632 71 11
Medienmitteilung vom 4. November 2005
Schulversuche zur Basisstufe auf dem Prüfstand
Unter Federführung der EDK-Ost beteiligen sich alle deutsch- und gemischt-
sprachigen Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein am Projekt zur Erprobung eines flexiblen Eintritts in die Primarschule (Modelle Basisstufe und Grundstufe). In neun Kantonen werden 108 Erprobungsklassen geführt. An einer Klausurtagung in Flims setzten sich die Bildungsdirektorinnen und -direktoren der EDK-Ost und des Fürstentums Liechtenstein sowie Vertretungen weiterer beteiligter Kantone und der Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz (BKZ) mit dem aktuellen Projektstand auseinander.
Am Entwicklungsprojekt „Erziehung und Bildung in Kindergarten und Unterstufe“ sind alle deutsch- und gemischtsprachigen Kantone der Schweiz sowie das Fürstentum Liechtenstein beteiligt, wobei in neun Kantonen (AG, SG, GL, ZH, LU, NW, TG, FR, BE) Schulversuche laufen.
Die EDK-Ost hat vom Projektstand an einer Klausurtagung mit Befriedigung Kenntnis genommen. Die Schulversuche in den Kantonen laufen in 108 Versuchsklassen mit rund 2400 Schülerinnen und Schülern. Die beiden Versuchsmodelle Grundstufe
(2 Jahre Kindergarten und 1. Klasse) sowie Basisstufe (2 Jahre Kindergarten sowie 1. und 2. Klasse) werden in den Versuchen unter Beteiligung von rund 220 Lehrpersonen erprobt. Zudem werden pädagogische Grundlagen entwickelt, welche die Grundsätze der inhaltlichen Ausrichtung der Grund- und Basisstufe beinhalten.
Die Schulversuche werden in den Kantonen und nicht durch die EDK-Ost entsprechend ihrer jeweiligen kantonalen Rahmenbedingungen geführt. Die regionale Versuchsanlage verfolgt das Ziel, in den Kantonen nach vergleichbaren Grundlagen individuelle Entscheidungen zu fällen.
Entscheidungen über Empfehlungen an die Kantone zu einer Umsetzung mit Verankerung in den kantonalen Gesetzgebungen treffen die Kantone nach Abschluss der Evaluationsphase im Jahr 2009 aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie bildungs- und finanzpolitischer Überlegungen. Besonderes Augenmerk legt die EDK-Ost auf die bildungs- und finanzpolitischen Konsequenzen, welche mit der Einführung der Grund- bzw. der Basisstufe in den beteiligten Kantonen verbunden wären. Die Projektleitung der EDK-Ost hat den Auftrag, diese zu erheben und zu analysieren.
Die wissenschaftliche Begleitung der Schulversuche hat mit einer Bestandesaufnahme über den Lernstand der Kinder in Versuchs- und Kontrollklassen sowie mit der Befragung der involvierten Personen begonnen. Sie wird während der Versuchsdauer fortgesetzt und endet mit einem umfassenden Evaluationsbericht. Ein erster aussage-
kräftiger Zwischenbericht wird auf Anfang 2008 erwartet; der Schlussbericht liegt bis zum Jahr 2010 vor.
Zusammenfassung der Ersterhebung aus den Kantonen AG, SG, ZH, TG, GL, NW (Lernstand der Schülerinnen und Schüler / Befragungen beteiligter Personen)
Zusammenfassung der Ersterhebung aus den Kantonen AG, SG, ZH, TG, GL, NW (Lernstand der Schülerinnen und Schüler / Befragungen beteiligter Personen)
Hinweis an die Redaktionen: Weitere Auskünfte erteilt:
Werner Stauffacher, Regionalsekretär der EDK-Ost, Generalsekretär des Erziehungsdepartementes des Kantons St.Gallen: Freitag, 4. November 2005, 08.00 bis 11.30 Uhr über 071 / 229 32 31
Medienmitteilung vom 25. September 2004
Schulversuche bereits in sechs KantonenDas Schulentwicklungsprojekt der EDK-Ost für vier- bis achtjährige Kinder geht in die zweite Runde. Knapp 60 Versuchsklassen haben das neue Schuljahr als Basis- respektive Grundstufe begonnen, einige davon schon im zweiten Jahr. Neu kommen die Kantone Nidwalden und Zürich zu den bisherigen Versuchskantonen Aargau, Glarus, St. Gallen und Thurgau hinzu. Zudem laufen weitere Vorbereitungen im Kanton Bern und in der Zentralschweiz für den Einstieg im Schuljahr 2005/06.
Die Erfahrungen des ersten Versuchsjahres sind durchwegs positiv. Die anfängliche Skepsis hat sich in Motivation umgewandelt. Kinder, Eltern, Lehrpersonen und Schulbehörden sehen sich in ihren Bedürfnissen besser wahrgenommen als in der herkömmlichen Jahrgangsklasse.
Das für die Schweizer Bildungslandschaft einmalige Grossprojekt wird wissenschaftlich begleitet. Verantwortlich dafür sind Fachleute der Universitäten Zürich und der Pädagogischen Hochschulen St. Gallen und Rorschach. Die Evaluation ist zweiteilig. Sie untersucht einerseits den Prozess und soll darüber Auskunft geben, wie die Einführung der dreijährigen Grund- und der vierjährigen Basisstufe verläuft, welche Auswirkungen sie im Unterricht hat und wie dafür die Rahmenbedingungen aussehen. Andererseits wird der Stand der Kinder in der Mathematik, in der Unterrichtssprache sowie im Wissens-, Gefühls- und Gemeinschaftsbereich erhoben.
Die breit angelegte Schulversuchsphase wird mit dem Schlussbericht im Jahr 2009 abgeschlossen.
Medienkonferenz vom 18. November 2003
Auf grosse Resonanz stiess die erste Medienkonferenz des Schulentwicklungsprojektes edk-ost-4bis8. Der Einladung nach St. Gallen ins Regionalsekretariat der EDK Ost waren mehr als zwanzig Medienfachleute gefolgt. Das Echo auf die Referate wurde im Regionaljournal SF DRS, im Tele-Top, in verschiedenen Lokalradios und in über zehn Printmedien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Stellvertretend für die Beiträge in den Tageszeitungen sei folgender Artikel zitiert:
Basisstufe im Schulversuch
Deutschweizer Kantone prüfen die Einführung des flexiblen Schuleintritts
Mit breit angelegten Schulversuchen prüfen zahlreiche Deutschschweizer Kantone in den nächsten Jahren die Tauglichkeit der Basisstufe. Im Jahr 2009 soll eine Auswertung vorliegen.
Die Ostschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK Ost) prüft die Einführung der Basisstufe, also einen flexibleren Schuleintritt. Gestern orientierten die Projektverantwortlichen in St. Gallen die Medien. In den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Glarus und Aargau laufen seit August in 20 Klassen Schulversuche. Keine Versuche führen die beiden Appenzell, Graubünden und Schaffhausen durch. Sie nehmen einen Beobachter-Status ein. Nächstes Jahr werden weitere Versuche in Zürich, Bern sowie in Zentralschweizer Kantonen anlaufen. Insgesamt sind 18 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein ins Projekt involviert.
Kantone sind frei
Die Federführung bei diesem wohl grössten kantonsübergreifenden Schulversuch hat die EDK Ost. Sie übernimmt die Projektleitung und Auswertung. Für das laufende Schuljahr sind für diese Arbeiten 280000 Franken budgetiert. Die Kantone teilen sich die Kosten. Die Finanzierung der Schulversuche ist Sache der einzelnen Kantone.
Über 100 Versuchsklassen
Ans Projekt der EDK Ost angehängt haben sich neben Bern die Kantone der Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz (Luzern, Ob- und Nidwalden, Uri, Zug, Schwyz sowie der deutschsprachige Teil der Kantone Wallis und Freiburg). Auch die Kantone der Nordwestschweiz haben Interesse signalisiert. Dieses und nächstes Jahr sind über 100 Versuchsklassen in den erwähnten Kantonen am Projekt beteiligt. Die EDK Ost will bis im Jahr 2009 einen Schlussbericht vorlegen. Sofern die Auswertung die Einführung der Basisstufe nahe legt, müsste die Gesetzgebung angepasst werden. Die Projektverantwortlichen gehen davon aus, dass kein Kanton vor dem Jahr 2010 in der Lage sein wird, die Basisstufe flächendeckend einzuführen.
(Andreas Fagetti, www.tagblatt.ch, 19. November 2003)