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Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey sieht die künftige Rolle der Schweiz in Libyen bei der Entwaffnung der Rebellen, der Reformierung des Sicherheitsapparates und der humanitären Minenräumung. Das sagte sie im Gespräch mit drei Sonntagszeitungen.
Die weite Verbreitung von Waffen werde eines der grossen Probleme nach dem Ende des Bürgerkriegs sein. "Hier kann die Schweiz helfen, denn sie verfügt über ein besonderes Know-how in diesem Bereich, sagte Calmy-Rey gegenüber dem "Sonntag", der "Zentralschweiz am Sonntag" und der "Sonntagszeitung".
Die Schweiz sei auch bereit, sich an der Mission der UNO zu beteiligen. Doch letztlich gehöre die libysche Revolution dem libyschen Volk. "Wir können sie auf dem Weg der Demokratie lediglich begleiten, wenn dies gewünscht ist", sagte Calmy-Rey.
Auf die verbliebenen libyschen Gelder in der Schweiz angesprochen, sagte Calmy-Rey, die Schweiz habe ein Interesse daran, dass auch die restlichen 265 Mio. Fr. rasch an Libyen zurückgegeben werden könnten.
Rund 90 Prozent davon gehöre libyschen Staatsfirmen. "Wir gehen davon aus, dass der UNO-Sicherheitsrat relativ bald über die Freigabe dieser staatlichen Gelder entscheiden wird", sagte Calmy-Rey.