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Ein Zipfel am südwestlichen Rande der Schweiz rund um den Lac Leman beheimatet den Kanton
Genf. 103 Kilometer lang ist die Grenze des Kantons zu Frankreich, jene zum Nachbarkanton
Wadt nur 4.5 Kilometer. Daher überrascht es nicht, dass Genf lange Zeit zu Frankreich gehörte.
Auch wenn die Region sich im 16. Jahrhundert der Eidgenossenschaft annäherte, war sie stets
leichtes Opfer für französische Eroberungszüge. Erst mit der Niederlage Napoleons und dem
Wiener Kongress konnte sich der Kanton aus der Fremdbeherrschung lösen.
Namensgeber und Hauptort ist die Stadt Genf. Rund die Hälfte der 202’000 Einwohner der Stadt
sind Ausländer. Das liegt daran, dass Genf das Zentrum der internationalen Diplomatie ist. UNO,
IKRK, WHO, WTO und viele weitere berühmte Organisationen haben hier ihre Sitze. Genf ist nach
Zürich die zweitgrösste Stadt der Schweiz und zweitwichtigster Finanzplatz. Die Lebensqualität in
Genf gehört zu den höchsten Europas. Mit dem Genfer See und der freien Sicht auf den Mont
Blanc gehört Genf zu den berauschendsten Städten der Schweiz. Zudem eignet sich Genf sehr für
politisch-kulturelle Besuche. Nebst all den internationalen Organisationen kann man auch viele
Museen in der Stadt besuchen und historische Bauten bestaunen. Dazu gehören der Palais des
Nations, das Musée Ariana oder die Basilika Notre Dame de Genève. Genf war eine der
Geburtsstätten der Reformation und Aufklärung. Das Collège Calvin und die Universität Genf
strahlen noch heute die Energie von Calvin, Rousseau, Montesquieu und Voltaire aus.
Ausserhalb von politischen Kreisen ist Genf insbesondere für das CERN bekannt und seit dem Bau
des Large Hadron Colliders in aller Munde. Insbesondere Hollywood Produktionen, die sich
wissenschaftliche Legitimität verschaffen wollen, bauen Subplots rund um das CERN auf. Beim Film
Angels and Demons mit Tom Hanks Brown ging es sogar soweit, dass das Institut ein Merkblatt
herausgeben musste, um klarzustellen, dass sie keines der im Film beschriebenen «geheimen
Experimente mit Antimaterie» durchführen.