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Es gibt jedoch auch jene Neophyten, welche Probleme verursachen, sei es, weil sie einheimische Arten durch aggressive Ausbreitung verdrängen, sei es weil sie gesundheitliche Probleme beim Menschen hervorrufen können oder weil sie den Ackerbau beeinträchtigen.
Eine dieser Pflanzen ist das Aufrechte Traubenkraut (ambrosia artemisiifolia). Das Traubenkraut zeichnet sich unter anderem durch eine starke Samen- und Pollenproduktion aus. Die Pollen der Ambrosia fliegen vornehmlich von anfangs August bis anfangs Oktober. Das bedeutet, dass die Leidenszeit der PollenallergikerInnen in den betroffenen Gebieten entscheidend verlängert wird.
Bei 10-15% der Menschen können die Pollen allergische Reaktionen hervorrufen. Bei rund einem Viertel der PollenallergikerInnen kann zudem zusätzlich Asthma auftreten. Die Pflanze führt auch zu sogenannten „Kreuzallergien". Das bedeutet, dass bei jemandem, der allergisch auf Ambrosiapollen reagiert, durch den Kontakt zu den Pollen auch eine Allergie gegen Bananen, Melonen oder Kamille ausgelöst werden kann.
Die indirekten Folgen einer Verbreitung dieser Pflanze sind somit hohe Gesundheitskosten. Gemäss verschiedener Untersuchungen können die Gesamtkosten für das Gesundheitswesen – bei Nichtbekämpfung des Traubenkrauts – auf bis zu 325 Millionen Franken ansteigen. Dies hat den Bund veranlasst zu handeln. Für das Aufrechte Traubenkraut wurde ein Freisetzungsverbot beschlossen und von Privatpersonen gefundene Populationen müssen den Behörden gemeldet werden. Dadurch soll das Übel im Keim erstickt, und die Kosten für Umwelt, Mensch und Wirtschaft tief gehalten werden.