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Buchtipp
Zugegeben, in diesem Buch geht es nicht nur um das Sehen oder die Augen. Hier steht der ganze Körper im Fokus. Aber wo sonst sieht man beinahe massstabsgetreu, wie die Sehnerven mit dem Hirn verbunden sind?
«Ich glaube, das kleine Walross braucht eine Brille», sagt der besonnene Eisbär, als das kleine Walross bei der Generalprobe die Töne auf seinem Kontrabass nicht trifft. Ein Walross mit Brille? – Klar! Zumindest in diesem zweisprachigen Bilderbuch ist das möglich.
Der 5-jährige Robbie ist eigentlich ein fröhlicher Junge. Dass er aber mit einem Auge nicht gut sieht, bekümmert ihn. Ausserdem fürchtet er sich vor dem bevorstehenden Besuch in der Augenarztpraxis.
Zuerst habe ich gedacht, es handelt sich bei diesem Buch um einen weiteren Titel, der auf «wissenschaftliche» Art und Weise erklärt, wie unser Auge beziehungsweise unser Gehirn Farben wahrnimmt; doch ich hatte mich geirrt.
Das Buch beginnt mit einem Auszug aus dem Immorality Act (Unsittlichkeitsgesetz), welches am 30. September 1927 in Südafrika in Kraft trat. Es wirft einen schlagartig zurück in die Realität zu Zeiten der Apartheid – in die Wirklichkeit, in welcher 1984 Trevor Noah als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers zur Welt kam.