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Der Mauersegler (Apus apus) ist in der Region Basel weit verbreitet und macht mit seinen gellend scharfen «Sriie, Sriie»-Rufen auf sich aufmerksam. Vermutlich liegt dieser Ruf auch dem Basler Dialektnamen «Spyyre» zugrunde. Der Mauersegler ist dunkelbraun gefärbt und hat einen hellen Kehlfleck. Er trifft Ende April bei uns ein, brütet hier und fliegt bereits im August zurück in sein Winterquartier nach Afrika.
Der Mauersegler ist perfekt an das Leben in der Luft angepasst. Die Nahrung, welche aus Insekten besteht, Wasser und Nistmaterial werden während dem Flug aufgenommen. Mauersegler übernachten oft in der Luft in bis zu 3000 Metern Höhe. Mauersegler leben monogam und brüten während rund 20 Tagen zwei bis drei Eier aus. Nach 36-48 Tagen fliegen die Jungen aus und sind sofort selbstständig. Mauersegler leben und brüten in Kolonien, wobei jede Nisthöhle einen eigenen Eingang benötigt. Während Schlechtwetterphasen verlassen vor allem einjährige Tiere die Kolonien und kehren erst nach Tagen wieder zurück. Grössere Nestlinge können währenddessen die Körpertemperatur senken und ohne Nahrung bis zu zehn Tagen überleben.
Mauersegler nisten in dunklen Höhlen und Nischen hoch oben an Gebäuden, oft im Unterdach oder in Rollladenkästen. Der Mauersegler ist eine verstädterte Vogelart; in der Region Basel ist der Mauersegler ausschliesslich ein Gebäudebrüter. Am Isteiner Klotz wurden 2004 Felsenbruten des Mauerseglers beobachtet. Bevorzugte Brutstandorte sind alte, mehrstöckige Gebäude in städtischen Siedlungen mit Einflugschneisen ohne Flughindernisse. Haben Mauerseglerpärchen einmal einen geeigneten Nistplatz gefunden, kehren sie jedes Jahr wieder zum gleichen Nest zurück, um dort zu brüten. Der Mauersegler ist in der Schweiz, im Elsass und in Baden-Württemberg nicht akut gefährdet.
Der Alpensegler ist deutlich grösser als der Mauersegler und hat einen weissen Bauch. Er ist ursprünglich ebenfalls ein Felsenbrüter, der in der Region Basel ausschliesslich in hohen Gebäuden nistet. Er ist ein schneller Dauerflieger, der Geschwindigkeiten bis 100 Kilometer pro Stunde, bei Flugspielen sogar 250 Kilometer pro Stunde erreicht. Erstmals brütete der Alpensegler 1980 in Basel; dem damaligen Brutplatz im Dach der Berufs- und Frauenfachschule am Kohlenberg ist er bis heute treu geblieben. Weitere Brutkolonien gibt es in Mulhouse, in Freiburg i.Br. und in Waldshut. Die Alpensegler sind auch im Oktober, wenn die Mauersegler längst weggezogen sind, noch in Europa, ziehen dann aber auch nach Afrika südlich der Sahara.
Oft werden Mauersegler für Schwalben gehalten oder umgekehrt. Die beiden Vögel sind aber nicht miteinander verwandt. Mehlschwalben und Rauchschwalben brüten ebenfalls regelmässig an oder in Gebäuden. Gemeinsam sind ihnen auch die Ausdauer und Geschicktheit beim Fliegen und bei der Jagd nach Fluginsekten. Ihr Körperbau und ihre Lebensweise unterscheiden sich jedoch markant. Die Nester der beiden häufigsten Schwalbenarten bestehen beide aus Lehm. Die am unteren Rücken weiss gefärbte Mehlschwalbe baut diese an Wände, während die braunbrüstige Rauchschwalbe im gut zugänglichen Gebäudeinneren zum Beispiel auf Dachbalken nistet.
Als Hauptgrund für den Rückgang der Seglerbestände in der Schweiz gilt das Verschwinden vieler Brutplätze. Da sich die Nistplätze vorwiegend an alten Gebäuden befinden, fallen diese oftmals Umbauten und Renovationen zum Opfer. Um die Segler zu fördern, sollen bei Gebäuderenovationen die bestehenden Nistplätze möglichst unverändert erhalten bleiben. Ist dies nicht möglich, soll im nahen Umfeld Ersatz entstehen. Bauarbeiten im Bereich der Nistplätze müssen ausserhalb der Brutzeit durchgeführt werden. Bei Neubauten können Mauersegler-Nistplätze als geeignete Hohlräume in Gebäude integriert werden, oder es werden Nistkästen angebracht.
DK / CA