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Vor allem in europäischen Medien wurde in den letzten Tagen viel über den Wintersturm «Jonas» berichtet. So auch hier bei SRF.
Wetterdienst nicht erfreut
Der amerikanische Wetterdienst, The National Weather Service (NWS), ist über diese Namensgebung aber gar nicht erfreut. Als der private Wetterdienst The Weather Channel begann, Namen an Winterstürme zu vergeben, reagierte der NWS mit einer Mitteilung, er werde die Namen nicht nutzen und die Namen dürfen in den NWS Produkten nicht erwähnt werden. Der NWS vergibt Namen grundsätzlich nur an Hurrikans. Winterstürme sind bezüglich Schadenspotential mit Hurrikans nicht zu vergleichen.
Sturm besser verfolgen
The Weather Channel argumentiert, dass Winterstürme mit Namen besser verfolgt werden können. Dieses Argument greift nur bedingt, denn der besagte Sturm ist nun über den Atlantik gezogen, und kommt heute als Tiefdruckgebiet bei Grossbritannien an. Für den deutschsprachigen Raum vergibt die FU Berlin, Link öffnet in einem neuen Fenster die Namen von allen wetterrelevanten Tiefs und Hochs. Die FU Berlin hat nun «Jonas» in «Karin» umgetauft. Der Wintersturm hat also nicht nur den Namen, sondern auch gerade noch das Geschlecht gewechselt, da Tiefs im 2016 Frauennamen tragen.
Frank vs. Eckhard
Ein weiteres Beispiel mässig sinnvoller Namensgebung ist Sturm «Frank», welcher Ende 2015 Grossbritannien traf. Er wurde vom Britischen Wetterdienst Met Office so getauft. Die FU Berlin taufte das Tief aber «Eckhard». Die FU Berlin vergibt Namen für Tiefs und Hochs schon seit 1954, das Met Office hat erst gerade damit begonnen.