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Auf Juniorparl.ch finden Sie verschiedene aktuelle politische Themen mit einer Aufgabenstellung. Jede Kommission muss ein Thema wählen und dazu einen Lösungsvorschlag formulieren. Wichtig ist, die Vor- und Nachteile einer Lösung genau abzuwägen und sie dahingehend zu prüfen, ob sie in der Abstimmung vor der ganzen Klasse Chancen auf Erfolg hat.
Jede Kommission muss eine/n Sitzungsleiter/in, eine/n Protokollführer/in, eine/n Kommissionssprecher/in und eine/n Medienverantwortliche/n bestimmen.
Der oder die Sitzungsleiter/in ist dafür verantwortlich, dass sich die Kommissionsmitglieder regelmässig zu vorbereitenden Sitzungen treffen und dass die Sitzungen zu einem Resultat führen. Der oder die Protokollführer/in schreibt bei allen Sitzungen mit und hält die wichtigsten Überlegungen und Entscheide fest.
Er oder sie verfasst am Ende ein Beschlussprotokoll, das den Lösungsvorschlag enthält. Die ganze Kommission soll sich zum Lösungsvorschlag äussern. Der oder die Kommissionssprecher/in ist jedoch die Hauptansprechperson, wenn es darum geht, den Lösungsvorschlag in Bern zu präsentieren. Der oder die Medienverantwortliche/n tritt im Anschluss an die Abstimmung vor die Medien und gibt ein maximal 20-sekündiges Statement über den Ausgang der Abstimmung ab. (Es handelt sich dabei um ein Spielelement. Es sind keine echten Medien anwesend.)
Die Lehrperson teilt den Parlamentsdiensten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mindestens eine Woche vor dem Besuch des Spiels die Lösungsvorschläge der Kommissionen mit.
Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler
Um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, müssen sich die Kommissionsmitglieder zunächst über das Vorgehen einig werden. Sie legen z.B. drei Kommissionssitzungen fest, die im Abstand von einer Woche stattfinden.
Vor der ersten Sitzung ist eine gründliche Einarbeitung ins Thema nötig. Nebst den angegebenen Internetseiten empfehlen wir, die Dokumentationen auf den Webseiten des Parlaments sowie die Sites der verschiedenen Schweizer Parteien zu besuchen. In der Sitzung wird die Aufgabe mit der ganzen Kommission besprochen.
Vor der zweiten Sitzung macht sich jedes Kommissionsmitglied Gedanken zu möglichen Lösungsansätzen und überlegt sich, was für oder gegen die Ideen spricht. In der Sitzung werden alle Lösungsansätze und Argumente zusammengetragen und diskutiert.
Vor der dritten Sitzung legt sich jedes Kommissionsmitglied auf eine Meinung fest und entscheidet sich für eine Lösung. In der Sitzung einigt sich die Kommission auf einen gemeinsamen Lösungsvorschlag (z.B. per Abstimmung). Der oder die Protokollführer/in hält die beschlossene Lösung schriftlich fest. Niedergeschrieben werden auch die drei wichtigsten Argumente, die für diese Lösung sprechen.
Jede Kommission verteilt ihren Lösungsvorschlag mit den drei wichtigsten Argumenten an die übrigen Klassenkameradinnen und -kameraden. Damit haben diese die Gelegenheit, Argumente für oder gegen den Vorschlag für die Diskussion im Parlament zu sammeln.
Im Nationalratssaal: Die Debatte im Plenum
Die Klasse wird im Nationalratssaal von einer Spielleiterin oder einem Spielleiter empfangen. Diese/r moderiert die Debatte und sorgt - wie die Ratspräsidentin oder Ratspräsident im richtigen Parlament - dafür, dass die Redezeiten eingehalten werden.
Der oder die erste Sprecher/in trägt den Lösungsvorschlag seiner/ihrer Kommission vor.
Anschliessend können Mitschülerinnen und Mitschüler, die nicht in dieser Kommission waren, Fragen stellen oder Gegenargumente einbringen. In dieser Diskussion wird sich zeigen, wer gut vorbereitet ist und die kritischen Ratskolleginnen und –kollegen mit guten Argumenten überzeugen kann.
Schliesslich stimmt der ganze Rat über Annahme oder Ablehnung des Vorschlags ab. Bei einer Pattsituation (50% dafür, 50% dagegen) fällt die Spielleiterin oder der Spielleiter den Stichentscheid.
Die gleiche Vorgehensweise folgt für die Vorschläge der anderen zwei Kommissionen.
Die schriftlichen Lösungsvorschläge werden auf juniorparl.ch publiziert. Das Resultat ist nun öffentlich und erreicht die Aufmerksamkeit der richtigen Parlamentarierinnen und Parlamentarier!