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|Kloster Rheinau (Heute Musikinsel Rheinau)|
|Blick auf den zum Kloster gehörenden Klosterkeller auf dem "Festland"|
|Sicht auf das Kloster vom Rebberg "Chorb" aus.|
|Das Kloster vom Klostergarten aus gesehen.|

Geschichte
Die Gründung des Klosters Rheinau auf einer strategisch hervorragend geschützten Rheininsel die von einer Rheinschlaufe umflossen wird, soll ins Jahr 778 fallen. Von Deutschland aus erreicht man es über die alte Rheinbrücke RheinauAltenburg. Gegenüber befand sich einst das Keltische Oppidum Altenburg-Rheinau.
In einer Urkunde erscheint das Kloster erstmals 844. Im Jahr 850 wird als erster Abt Anwarth genannt. Der zweite Abt, Abt Wolven (858-878) übergibt das von seinen Vorfahren gegründete Kloster dem König Ludwig dem Deutschen und erhält es am 12. April 858 zu lebenslangem Besitz zurück. Zeitgenosse von Wolven I. ist der hl. Fintan von Rheinau. Bereits im 13. Jahrhundert bestand hier schon eine Klosterschule. Besonders gefördert wurde das Kloster von dem Bischof Salomo II. von Konstanz der im Umkreis des Kaisers Arnulf von Kärnten genannt wird, der ein Nachfolger und Neffe von Kaiser Karl der Dicke war. Mit Altenburg-Rheinau sind die Namen der vermutlichen Vorfahren der Begründer des Hauses Habsburg, der Grafen des Klettgaus: Radbot, Guntram und Lanzelin verbunden, eine Urkunde aus dieser Zeit ist ausgestellt in: Actum in pago Clegowe in villa Altenburg, coram Gozberto Comite, anno V. regis Arnulfi.
Bereits 1114 wurde eine romanische Basilika geweiht und 1120 die heute noch existierende Urkundensammlung angelegt. Die frühe Geschichte des Klosters wie bei den meisten Klöstern dieser Zeit wechselt zwischen reicher Beschenkung und Privilegierung durch die Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie Bedrängung und Beraubung durch die Schirmvögte. Im Jahr 1126 befestigte Graf Rudolf von Lenzburg die beim Kloster entstandene Siedlung Rheinau.
Gegen den stärker werdenden Anspruch der Grafen von Sulz wurde 1455 mit der Eidgenossenschaft ein Schutzvertrag abgeschlossen, der das Kloster zunächst vor weiteren Übergriffen der benachbarten klettgauischen Adelsfamilien bewahrte. Von Zürich her griff 1529 die Reformation auch auf Rheinau über, und das Kloster musste kurze Zeit aufgegeben werden. 1532 wurde das Kloster wiederhergestellt und entwickelte sich dann zu einem Zentrum der Gegenreformation.
Im 18. Jahrhundert erlebte das Kloster Rheinau, ähnlich wie das Kloster St. Gallen, eine späte Blüte unter dem Abt Gerold II. Zurlauben. Er liess die Klosterkirche St. Maria mit ihrer wuchtigen Doppelturmfront (1710 geweiht) und die Konventsgebäude bis 1744 im barocken Stil prunkvoll erneuern. Die Klosteranlage hat bis heute im Wesentlichen die damals geschaffene Gestalt bewahrt.
Aufhebung des Klosters
|Einzigartig für unsere Region: Die Kirchtürme!|
|Eingang zum Klostergebiet.||Eindrückliche Sicht über das Städtchen und das Kloster von der Hauptstrasse aus gesehen.|
|Deckengemälde vom Tessiner Francesco Antonio Giorgioli Anfang 18. Jahrhundert geschaffen und diverse kunstvolle Altäre schmücken das Kircheninnere.

Im mittleren Bild ist eine Darstellung der Klosterinsel und des Rheinfalles zu sehen (Detailvergrösserung unten).
|Auf diesem Ausschnit eines Altarbildes sind interessante Details aus dem Mittelalter zu sehen, so zum Beispiel hatte der Rheinfall noch drei Felsen im Wasserfall und im Rheinfallbecken lagen drei riesige Felsbrocken. Rheinau bestand dazumal praktisch nur aus der Klosteranlage mit wenigen Häusern im Städtchen. An der oberen Rheinschlaufe wird auch der Galgen, der im Mittelalter noch häufig zum Einsatz kam, vom Künstler dargestellt.|
|Detail aus dem Klostergarten.||Einer der mächtigen Mammutbäume im Hof.||St. Blasius wacht über die Zugangsbrücke.|
|Die Magdalenenkapelle ganz am nördlichen Ende der Klosterinsel.|
|Sicht auf das Kloster vom Wanderweg um die Rheinschlaufe her gesehen.|
|1930 wurden die im Jahre 1612 erstellten Fresken in der Kapelle wieder entdeckt und restauriert. Heute wird die romantische Kapelle für Hochzeiten benutzt.|
|Das Kloster liegt auf einer Insel im Rhein, durch eine Steinbrücke mit dem Klosterkeller und dem Oekonomiegebäude (rechts) auf der Landseite verbunden.|