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A wie Absage-Flut: Je 45 Rennen für beide Geschlechter waren ursprünglich angesetzt. Deren 39 bei den Frauen und gar nur 35 bei den Männern fanden schliesslich statt. Vor allem Marco Odermatt und Co. mussten sich zu Saisonbeginn gedulden: Von den ersten neun angesetzten Rennen kamen nur zwei zur Austragung.
B wie Brasilien: Wird kommende Saison im Weltcup so erfolgreich wie nie zuvor abschneiden. Der im letzten Oktober zurückgetretene Lucas Braathen, mit dem norwegischen Verband im Clinch wegen Vermarktungsmöglichkeiten, startet künftig für Brasilien, das Heimatland seiner Mutter.
C wie Clown: Diesen Ausdruck gebrauchte Odermatt als Reaktion auf eine Aussage von FIS-Generalsekretär Michel Vion. Der ehemalige Kombinations-Weltmeister hatte zuvor den Nidwaldner aufgefordert, zwischendurch mal auf ein Rennen zu verzichten. Das seien diese Clowns, die locker vom Büro aus den Rennkalender planten, so Odermatt in Gröden.
D wie Differenz: Nie war die Marge zwischen dem Ersten und Zweiten im Gesamtklassement so gross wie heuer: 874 Punkte mehr auf dem Konto hat Odermatt Ende Saison als der erste Verfolger Loïc Meillard.
E wie Europacup: Auch auf dieser Stufe gab es Schweizer Erfolge zu verzeichnen. Allen voran brillierte die St. Gallerin Janine Schmitt, die sich den Gesamtsieg und damit einen fixen Weltcup-Startplatz in allen vier Disziplinen für den kommenden Winter sicherte.
F wie Fluor: Das Verbot, mit fluorhaltigen Produkten zu wachsen, war vor Beginn der Saison eines der ganz grossen Themen. Alle fürchteten sich vor einer Flut von Disqualifikationen. Am Ende sollte es jedoch nur eine Fahrerin erwischen: Ragnhild Mowinckel gleich im ersten Saisonrennen in Sölden.
G wie Gut-Behrami, Lara: Erlebte die erfolgreichste Saison der Karriere mit acht Siegen und acht weiteren Top-3-Plätzen. Die Gesamtweltcup-Siegerin ist zudem die Fahrerin mit der längsten Spanne zwischen erstem und letztem Sieg im Weltcup: 15 Jahre und zweieinhalb Monate liegen zwischen der Premiere in St. Moritz und dem jüngsten Triumph Anfang März in Kvitfjell.
H wie hundert Weltcup-Siege: Mikaela Shiffrin hat sich dieser magischen Marke mit 97 stark angenähert. Ohne verletzungsbedingte Pause von rund sechs Wochen nach ihrem Sturz in Cortina wäre die 29-Jährige der Marke wohl noch näher gekommen.
I wie Italiener: Dominik Paris gewann Mitte Dezember die Abfahrt in Gröden. Mit 34 Jahren und 8 Monaten ist er der älteste Sieger dieser Saison.
J wie jüngster Sieger: Es war eine Saison für die erfahrenen Athleten. Kaum zu glauben: In diesem Winter war keine Siegerin oder kein Sieger jünger als der am 8. Oktober 1997 geborene Marco Odermatt.
K wie Konditionstrainer: Sorgten beim Weltcup-Finale in Saalbach für Schlagzeilen. Zuerst gab Kurt Kothbauer seinen Abschied aus Odermatts Umfeld bekannt. Wenige Tage später wurde Alejo Hervas von Gut-Behrami, die er seit 2019 begleitete, per sofort heimgeschickt - weil er ohne ihr Wissen mit dem Schweizer Männerteam in Verhandlungen stand.
L wie Liechtenstein: Konnte dank Charlotte Lingg den Saison-Nuller abwenden. Die 24-Jährige klassierte sich im zweiten Slalom in Levi als 29.
M wie Marathonfrau: Michelle Gisin ist die Schweizer Fahrerin mit den meisten Weltcup-Starts der Saison. Eigentlich wollte sie alle 39 Rennen bestreiten, wegen einer bei ihrem Sturz in Cortina erlittenen Schuhrandprellung verpasste sie deren vier. Zweimal schaffte sie es als Dritte auf das Podest.
N wie Nationen: 30 Länder stellten zumindest einmal eine Fahrerin oder einen Fahrer in den Top 30.
O wie Odermatt, Marco: Stand auch in diesem Winter deutlich über allen anderen Fahrern und bei 24 Starts deren 20-mal auf dem Podest.
P wie Premieren: Stefan Rogentin feierte im letzten Super-G der Saison in Saalbach den ersten Sieg, dies bei seinem 100. Weltcup-Start. Nur vier Rennen weniger benötigte Timon Haugan für seinen Premierensieg. Sein Triumph im finalen Slalom in Saalbach war zugleich der einzige Männer-Sieg für Norwegen.
Q wie Quäntchen Glück: Lara Gut-Behrami war für die zwei knappsten Siege der Saison verantwortlich. Zum Saisonauftakt in Sölden betrug ihr Vorsprung auf Federica Brignone zwei Hundertstel, Mitte Februar in Soldeu auf Alice Robinson gar nur einen Hundertstel - beides im Riesenslalom.
R wie Rücktritte: Ragnhild Mowinckel verabschiedete sich in Saalbach ebenso vom Ski-Zirkus wie früher in der Saison bereits Thomas Dressen, Stefan Hadalin und Roland Leitinger. Speziell war der Rücktritt von Christopher Neumayer: Der Österreicher sagte unmittelbar nach seinem besten Resultat der Karriere - Rang 12 in Kitzbühel - Tschüss.
S wie Sorgenkind: Aus Schweizer Sicht ist das Ramon Zenhäusern. Von Position 3 in der Weltrangliste fiel er aus den Top 25. Der Walliser Doppelmeter verpasste mit nur 67 Punkten aus zehn Slaloms gar die Teilnahme am Weltcup-Finale.
T wie Top 5: Manuel Feller beendete jeden Slalom in den ersten fünf, vier gewann er - und folgerichtig auch erstmals die Kristallkugel.
U wie USA: Trotz mehreren Wochen Verletzungspause holte Mikaela Shiffrin in der zu Ende gegangenen Saison fast 100 Punkte mehr als das US-Männerteam.
V wie Verletzungsserie: Aus internationaler Sicht mussten Stars wie Marco Schwarz, Aleksander Kilde, Alexis Pinturault, Petra Vlhova, Sofia Goggia und Valérie Grenier die Saison vorzeitig beenden. Das gleiche Schicksal ereilte auch die starken Schweizer Fahrerinnen Wendy Holdener, Corinne Suter, Joana Hählen und Jasmine Flury sowie den aufstrebenden Berner Marco Kohler.
W wie WM-Hauptprobe: Nach dem Kugelsegen beim Finale in Saalbach ist die Hoffnung gross, dass die Schweizer Alpinen gleichenorts im kommenden Februar viele Medaillen einheimsen werden.
X wie X X: Wird im FIS-Verzeichnis als 19-jährige Slowakin geführt. Diese Mrs. X hat allerdings gemäss Website des Weltverbands noch nie in ihrer Karriere ein Rennen bestritten.
Y wie Yule, Daniel: Verbesserte sich im zweiten Lauf des Slaloms von Chamonix von Position 30 auf 1, was zuvor noch nie einem Fahrer im Weltcup gelungen ist. Wäre der nun siebenfache Weltcup-Sieger im ersten Lauf nur um sechs Hundertstel langsamer gefahren, hätte er die Teilnahme am Final verpasst.
Z wie Zermatt: Im zweiten Winter in Folge konnte in Zermatt/Cervinia wetterbedingt von den vier angesetzten Abfahrten keine einzige stattfinden. Am Sonntag wurde bekannt, dass die Rennen am Fusse des Matterhorns nicht mehr im Kalender der kommenden Saison figurieren werden.