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Am 13. April 1965 kam ich in Wermelskirchen (das liegt in Nordrhein-Westfalen/Deutschland) zur Welt. Vier Brüder begleiteten mich durch meine Kindheit und Jugend, die wir zusammen mit meiner Mutter in Nordrhein-Westfalen und Bayern verbrachten.
Ganz nebenbei bemerkt, Webseiten meiner Mutter und meiner Brüder findest Du auch im Internet, wenn Du auf einen der folgenden Links klickst:
Ich will es Dir ersparen, jetzt alle Ortschaften lesen zu müssen, an denen ich schon gewohnt habe. Nur so viel: im Durchschnitt ist meine Familie alle zwei Jahre umgezogen. Ich habe also als Kind oft die Schule gewechselt und hätte die Möglichkeit gehabt, rheinisch, kölsch oder bayerisch zu sprechen, aber keiner dieser Dialekte hatte es mir als Kind wirklich angetan.
Witzig ist, dass ich dann mit 31 Jahren in New York den Schweizer Dialekt erlernte – jawohl, in New York! – und seither Schweizerdeutsch spreche und dies sehr geniesse, denn für mich ist es die schönste Sprache der Welt!
Nach dem Abitur (Matura) begann ich in München "Theaterwissenschaften" zu studieren und wechselte nach 4 Semestern und einem kurzen Intermezzo als Serviertochter im schweizerischen Samedan, an die Uni Bayreuth, wo ich "Interkulturelle Germanistik", "Ethnologie" und "Volkskunde" studierte.
Bist Du bei dem Begriff "Interkulturelle Germanistik" ein bisschen ins Stolpern geraten? Mein Neffe fragte mich mal im Alter von 6 Jahren: "Niccel, stimmt das, dass Du in der Untergerdaristik studiert hast?" Der schönste Name, den sich je ein Mensch für mein Studienfach ausgedacht hat! Untergerdaristik! Phantastisch. Nein, ich studierte tatsächlich "Interkulturelle Germanistik" und darunter versteht man nichts anderes als das Fach "Deutsch als Fremdsprache".
Während dieses Studiums absolvierte ich ein beeindruckendes Auslandspraktikum an der Reformuniversität von Ålborg in Dänemark. 1993 schloss ich mein Studium mit einer Magisterarbeit zu folgendem Thema ab – bitte jetzt nicht lachen:
"Das Lachen und Weinen des Clowns. Studien zum interkulturellen Erkenntnispotential einer komischen Figur am Beispiel von Heinrich Bölls 'Ansichten eines Clowns' ".
Zu meiner Verteidigung muss ich hier anmerken, dass sich diesen Titel mein Professor ausgedacht hat, ganz entgegen unserer Absprachen, denn eigentlich wollte ich über das "Vorurteil der humorlosen Deutschen" schreiben, und zwar aus der Aussenperspektive. Ohne mich darüber zu informieren, hat er mir einfach ein anderes Thema vorgeschrieben … und daran war leider nichts mehr zu ändern. Fast hätte ich zu diesem Zeitpunkt mein Studium hingeschmissen, so enttäuscht und unglücklich war ich.
1993, im Anschluss an mein Studium, entwickelte ich ein LachsemiNarr, in dem man während eines Wochenendes die Freude am Lachen und seinen Humor neu entdecken und auch weiterentwickeln kann.
Eine Teilnehmerin schrieb nach einem meiner Seminare:
"Es heisst, Glaube kann Berge versetzen, ich habe erfahren, Freude kann das auch."
1996 verschlug mich die Liebe nach New York. Nicht nur die Liebe zur Stadt New York City, nein, auch die Liebe zu meinem heutigen Mann, Emil Steinberger. www.emil.ch
Ich verbrachte mit ihm zwei wunderschöne und sehr interessante Jahre in New York und im Jahr 1999 heirateten wir in der City Hall des "Big Apple".
Dann zogen wir in die Französische Schweiz, nach Montreux, und lebten dort 15 Jahre am Genfersee in einem Haus, das seit 1913 den schönen Namen "Riant Château" trägt (auf deutsch: Lachendes Schloss).
Im Jahr 2000 gründeten wir gemeinsam den Verlag Edition E, in dem wir unsere Bücher, CDs und DVDs und in Zukunft vielleicht noch einiges mehr veröffentlichen. Wir geben allerdings in diesem Verlag – da wir nur ein 2-Personen-Betrieb sind – nur eigene Produkte heraus, was uns bereits mehr als genug in Beschlag nimmt.
Im November/Dezember 2006 fand in Maxe Sommers "Haus der Kunst St. Josef" in Solothurn (CH) unsere Ausstellung "Wochenblätter" statt, bei der wir erstmals unsere gemeinsam gestalteten Wochenblätter der Öffentlichkeit präsentierten. Seit dem Jahr 2000 haben wir jede Woche so ein Wochenblatt miteinander kreiert. Neben den Wochenblättern wurden aber auch noch andere Arbeiten von uns gezeigt.
Im November 2019 mache ich meine erste Einzelausstellung unter dem Titel "SpielArt". Diese Ausstellung wird in Nidau bei Biel in der Nidau Gallery stattfinden.
Hier erfährst Du mehr über unsere Ausstellungen.
In unserem Verlag erschienen seit 2001 mehrere Bücher von mir, die mehr oder weniger alle um meine Lieblingsthemen Lachen und Humor kreisen.
In der Edition E organisiere ich auch die Tourneen von Emil und meine LachsemiNarre. In Emils letztem Programm "Emil – No einisch!" habe ich sogar einen neuen Beruf ergriffen: Requisiteuse. Das Verrückte ist, dass er mir erst einen Tag vor der Première mitteilte, dass ich seine Requisiteuse sein sollte. Der Job machte mir Spass, und ich geniesse es, auch bei seinem aktuellen Programm "Alles Emil, oder?!" allabendlich das geballte Lachen des Publikums von der Nebenbühne aus hören zu dürfen.
Ich geniesse es aber auch mehr und mehr, mich meinen ganz eigenen kreativen Arbeiten zu widmen. Malen, Zeichnen, Texten, Fotografieren, Gestalten aller Art, das sind Tätigkeiten, denen ich in den nächsten Jahren viel mehr Zeit widmen werde. Emil freuts. Er sagte schon immer, ich sei eine "Wundertüte" und er geniesst es jeweils, sich von dieser Wundertüte und ihren neuesten Erzeugnissen und Ideen wieder überraschen zu lassen.
Jetzt wünsche ich Dir weiterhin viel Spass beim Surfen auf meiner Webseite … aber auch in Deinem Leben.
Komm doch von Zeit zu Zeit wieder mal vorbei und schau, was es Neues von mir gibt.
Herzlichst,
Niccel Steinberger