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1790 – 1887
Die ältesten bekannten Bauten in Rorschacherberg bilden die vier Schlösser, das St. Anna Schloss (12. Jh.), das Schloss Wartensee (13. Jh.), das Schloss Wartegg (1558) und das Schloss Wiggen. Diese verteilen sich über das ganze Gemeindeareal und prägen die Landschaft des Rorschacherbergs. Neben den Schlössern entwickelte sich das Gebiet aus einzelnen Weilern, Hofgruppen und Einzelhöfen, welche sich über die Hügellandschaft verteilen. Diese bestanden über mehrere Jahrhunderte und wurden teilweise schon im Jahr 1350 oder noch früher beurkundet. So besteht Rorschacherberg bei der Gründung der Gemeinde im Jahr 1803 aus einem zersiedelten Geflecht von Weilern ohne Dorfkern und ohne Kirche.
1887 – 1958
Durch die Erschliessung von Rorschach und Rorschacherberg mit der Bodenseelinie Rorschach – Rheintal (1856) und der Zahnradbahnlinie Rorschach – Heiden (1875) entwickelten sich am Seeufer über die Zeit vermehrt Industrieanlagen, die die Lage am See und an der Bahnlinie nutzen. Prägnante Vertreter sind die Starrag Maschinenfabrik und die Gebrüder Kopp Textilveredelung, welche sich im heutigen Neuseeland befinden. Die Weiler entwickeln sich nach und nach zu einzelnen Quartieren, welche heute noch oft dieselben Flurnamen tragen, wie die früheren Weiler.
1958- 2022
Durch die räumliche Enge im Bezirkshauptort Rorschach erhielt Rorschacherberg in den 50er und 60er Jahren einen grossen Bevölkerungswachstum, welcher sich in den neu erstellten Grossbausiedlungen und Einfamilienhausquartieren zeigt. Die Quartiere fügen sich der bestehenden Topografie und entwickeln sich entlang dieser. Weiter erkennt man wie zwischen Rorschach und Rorschacherberg ein fliessender Übergang der Bebauung entsteht. Durch die Fertigstellung der Autobahn 1972 entstand in Rorschacherberg eine klare Zäsur, welche die Ortsbebauung einschränkt.