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97 Prozent aller Schweizer lesen Zeitung. Immerhin 81 Prozent führen sich Bücher zu Gemüte, leicht mehr als Zeitschriften (79 %). Nur jeder fünfte liest Comics. Das hat die Studie "Kulturverhalten 2008" ergeben.Dieser Inhalt wurde am 30. Juni 2010 - 11:37 publiziert
Im Vergleich mit dem europäischen Durchschnitt ist die Schweizer Wohnbevölkerung leicht lesefreudiger: Zeitungen lesen gemäss einer EU-Studie aus dem Jahr 2002 87% der Europäer, die nördlichen deutlich mehr als die südlichen.
Bücher lesen die Schweizer 10% mehr als der Durchschnitts- Europäer und exakt gleichviel wie die Deutschen.
Ausbildung, Einkommen, Geschlecht, Alter und Urbanität haben keine Auswirkung auf das Zeitungslesen an sich, wie die Studie des Bundesamts für Statistik nachweist.
Unterschiede zeigen sich aber in der Häufigkeit: Männer lesen regelmässiger Zeitung als Frauen, über 45-Jährige häufiger als Junge, von den über 60-Jährigen lesen sogar 85% täglich Zeitung.
Punkto Literaturkonsum unterscheiden sich die Bevölkerungsgruppen deutlicher als beim Zeitungslesen: Frauen lesen mehr Bücher als Männer, unter 30 Jahren lieber als ab 45 Jahren, Gebildete öfter als andere, Reichere lieber als Ärmere, Städter mehr als Landbewohner und Schweizer häufiger als Zugezogene.
Comics schliesslich werden häufiger von Männern als von Frauen und öfter von Gebildeten als anderen gelesen.
Schweizer Meister in diesem Bereich sind die Romands: Westlich der Saane liest jeder Dritte "bandes dessinées", während es in den übrigen Landesteilen nur halb so viele sind.
swissinfo.ch und Agenturen
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