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Siehe auch > BISS – Die USS Harry S. Truman im Mittelmeer
Im Kontext des NATO-Grossmanövers im östlichen Mittelmeer stellt sich die Frage, ob ein Verband von der Grösse und Kampfkraft der jetzt übenden Schiffe ins Schwarze Meer vorstossen soll. Mit anderen Worten: Plant das Pentagon die Passage der USS Harry S.Truman durch die türkischen Meerengen? Oberst i Gst Kürsener winkt entschlossen ab:
- Allein schon der Montreux-Vertrag von 1936 verbietet Flugzeugträgern die Durchfahrt durch die türkischen Meerengen. Ausnahmen gestattet der Vertrag Anrainern des Schwarzen Meeres.
- Nautisch wäre die Fahrt durch die Dardanellen, das von Frachtern stets “dicht besiedelte” Marmara-Meer und den engen, gewundenen Bosporus ein Abenteuer – von der Ägäis und dem Schwarzen Meer ganz zu schweigen.
- Auch politisch würde ein amerikanischer Antrag an die türkische Meerengen-Aufsicht ein falsches Signal aussenden. Es geht jetzt primär um den Schutz der NATO-Ostfront und nur sekundär um Kiew. Zur Verteidigung von Bulgarien, Rumänien und ihrer Nordostflanke braucht die NATO keinen komplexen Trägerverband im Schwarzen Meer.
- Das schliesst nicht aus, dass NATO-Nationen demonstrativ solche Einheiten ins Schwarze Meer entsenden, die das Montreux-Abkommen erlaubt. Auch sie müssen den Türken ihr Begehren auf Passage rechtzeitig – mindestens acht Tage zuvor – anmelden.
- Während der Durchfahrt ist Kriegsschiffen “ein offensives Verhalten” verboten. So dürfen Geschütztürme nicht gedreht werden.