Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03196.jsonl.gz/2302

Soeben habe ich in der Unia-Gewerkschaftszeitung "work" (Ausgabe vom 10. September 2010 / Seite 8) einen Bericht über Lena Müller gelesen, in welchem aufgezeigt wird, dass - wenn die Gesetzesänderung heute schon gültig wäre - sie bereits ausgesteuert sei.
Gemäss Bericht hat sie während des (abgebrochenen) Studiums als Serviceangestellte gearbeitet; danach als Lernende das Kaufmännische erlernt. Gemäss Revision müsste sie nun eine Arbeit im Service wieder annehmen (diese wäre zumutbar), was sie bis jetzt nicht gemacht hat: "Ich suche deshalb eine Arbeit, die meiner Qualifikation und meinen Vorstellungen entspricht."
Es gibt keine unwürdigen Arbeiten; höchstens unwürdige Arbeitsbedingungen. Da selbst zu diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten bei vielen Stellen (vor allem im Handwerk, in der Reinigung o.ä.) motivierte Personen gesucht sind, werden auch auf seiten der Arbeitgeber auf gute Arbeitsbedingungen grossen Wert gelegt.
Evtl. ist meine Einstellung zur Arbeit etwas altmodisch, aber weshalb darf man Arbeitslosengeld beziehen, nur weil man mögliche Stellen nicht möchte oder diese möglicherweise etwas anstrengend sind? Zahlen wir etwa dafür in eine Versicherung ein? Das Leben ist ja bekanntlich kein Ponyhof... :-)
Deshalb bin ich für ein Ja am 26. September.