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Filme können als komplexe audiovisuelle Texte verstanden werden. So wie "Film" für eine komplexe, multimediale Textform steht, kann die "Kamera" als ‚Schreibwerkzeug‘ stehen. Diese Sichtweise hat zur Konsequenz, dass für audiovisuelle, digitale Daten ebenso fundierte inhaltlichen Gütekriterien wie für Texte angewendet werden können.
Um einen Film herzustellen, befasst man sich mit dem zu verarbeitenden Stoff zyklisch in mehreren Phasen: materiell, verbal und mental. In der materiellen Phase werden Lerninhalte durch konkrete Materialien oder konkrete Visualisierung begreifbar gemacht und mit entsprechenden Werkzeugen festgehalten (Kamera, Beleuchtung). In der verbalen Phase werden Lerninhalte und Erkenntnisse versprachlicht und verstehbar organisiert, z.B. in einem Drehbuch oder mit Interviewfragen. In der mentalen Phase gelangt man durch gegenseitigen Austausch oder innerem Monolog zu einem vertieften Verständnis.
In diesem Verständnis entspricht die Herstellung eines Films dem Deeper Learning gemäss Prof. Oliver Meyer. (Inter)connected Media Learning stellt somit eine weiterentwickelte Form des Deeper Learnings dar. Zwei Personengruppen (Kreative und Prozessbegleitende) sind an einem Projekt beteiligt, in dem auf Basis von Lerninhalten und geleitet durch eine konkrete Fragestellung ein (Dokumentations)film entsteht, der anschliessend als Wissensspeicher, zur Leistungsbeurteilung und zum vernetzten Austausch zur Verfügung steht.