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- Die Eltern eines toten Mädchens stehen im Verdacht, ihre elterliche Sorgfaltspflicht verletzt und die gemeinsame Tochter vernachlässigt zu haben.
- Der Prozess hat mit der Befragung der beiden Beschuldigten begonnen.
- Die Staatsanwaltschaft fordert unbedingte Freiheitsstrafen von 10,5 Jahren für die Mutter und acht Jahren für den Vater.
Den Eltern wird vorgeworfen, dass sie ihre knapp zweijährige Tochter nicht altersgemäss ernährt und ihr keine ausreichende Bewegung ermöglicht haben. Die Kantonspolizei hat den Leichnam des Kindes bei einer Hausdurchsuchung im Jahr 2015 im Keller entdeckt.
Auch wegen Drogen angeklagt
Die Eltern sind auch wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz angeklagt. Das Leben der Beschuldigten soll sich laut Anklageschrift, nach der Geburt des Kindes vorwiegend um den Konsum harter Drogen gedreht haben.
Hohe Freiheitsstrafen gefordert
Die Staatsanwaltschaft erhob im Februar 2018 beim Kreisgericht Rorschach Anklage. Die 35jährige Mutter soll unter anderem wegen vorsätzlicher Tötung, Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht und mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 10,5 Jahren, zu einer unbedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt werden.
Für den 55jährigen Vater beantragt die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Freiheitsstrafe von 8 Jahren und eine unbedingte Geldstrafe.