Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03341.jsonl.gz/1070

Rechtliche Situation
Die Steuerpflicht von Margrith endet mit ihrem Ableben. Für die Zeit vom 1. Januar bis zum Todestag haben die Kinder eine sogenannte unterjährige Steuererklärung zu erstellen.
Die Kinder selber werden bereits nach dem Tod ihrer Mutter steuerpflichtig. Dies bedeutet, dass die Kinder nicht nur diejenigen Vermögenswerte versteuern müssen, die sie im laufenden Jahr aus dem Nachlass ihrer Mutter bereits erhalten haben, sondern auch ihre Anteile am noch unverteilten Nachlass. Diese Steuerpflicht würde selbst dann bestehen, wenn die Erben aus dem Nachlass noch gar nichts erhalten hätten.
Was die Erben zu beachten haben
Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass sich die Kinder bis Ende Jahr nicht über das weitere Vorgehen bezüglich des Mehrfamilienhauses und der Ferienwohnung geeinigt haben werden. Ferner sind noch einige Bankkonten vorhanden, die zwar zusammengelegt werden, aber mangels Überblick über die noch anfallenden Nachlasskosten noch nicht verteilt werden können.
Peter, Susanne und Matthias haben in ihrer Steuererklärung somit nicht nur ihr eigenes Vermögen und Einkommen, die von der Mutter übernommenen Wertschriften und die daraus erzielten Erträge, sondern auch ihren Anteil von je einem Drittel am per Ende Jahr noch unverteilten Reinvermögen der Mutter sowie die bis Ende Jahr angefallenen Erträge auf dem unverteilten Nachlassvermögen aufzuführen und zu versteuern.
Hat die Mutter einen Willensvollstrecker ernannt, wird dieser den Erben zuhanden ihrer Steuererklärung eine entsprechende Übersicht über ihre Anteile am noch unverteilten Nachlass und an den angefallenen Erträgen des vergangenen Jahres erstellen. Wurde kein Willensvollstrecker ernannt, bleibt dies Aufgabe der Erben.
Kategorien: Geld