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Von den 69,2 Millionen Haushalten Brasiliens sind lediglich 65,9 Prozent an die Kanalisation angeschlossen. Ein Drittel muss somit auf ein geregeltes Abwassersystem verzichten. Das geht aus der Studie “Pesquisa Nacional por Amostra de Domicílios“ (Pnad) des Statistikamtes IBGE hervor.
Nach dieser sind vor allem die Häuser in den Städten des Südostens an die Kanalisation angeschlossen Dort hat die Deckung 2016 bereits 89 Prozent betragen. Im Süden sind es 64,8 Prozent. Wesentlich schlechter schneidet der Norden, Nordosten und der Zentrale Westen ab.
Gigantische Lücken gibt es vor allem im Norden, zu dem die Amazonas-Region zählt. Dort verfügen lediglich 18,9 Prozent der Haushalte über einen Anschluß an die Kanalisation, während das Abwasser von vier Fünfteln nach wie vor über Sickergruben, Gräben oder direkt in die Flüsse geleitet wird.
Ein Grund für die geringe Deckung könnte die weitfläche Verteilung der Häuser sein, was den Bau eines Kanalisationssystems zu sehr verteuern würde, wie IBGE-Geschäftsführerin Maria Lucia Vieira vermutet.
Besser sieht es bei der Versorgung mit Trinkwasser aus. Laut Pnad kommt das Trinkwasser in 97,2 Prozent der Haushalte aus dem Wasserhahn. Von ihnen erhalten allerdings nur 85,8 Prozent das Lebensgut über eine zentrale Trinkwasserversorgung. Sieben Prozent der Familien greifen auf Wasser aus artesischen oder Tiefbrunnen zurück.
Eine regelmäßige Müllabfuhr ist laut dem Bericht in 82,6 Prozent der Hausstände garantiert. Die Stromversorgung ist hingegen mittlerweile nahezu flächendeckend gegeben. Nach Angaben des IBGE sine 99,5 Prozent der Gebäude an das Stromnetz angeschlossen.
Erstellt wurde die Studie anhand von in 166.000 Haushalten des Landes gesammelten Daten.