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Die Glenlivet Destillerie am östlichen Rand der schottischen Highlands scheint der ideale Ort zu sein, um für ein paar Tage dem Grossstadtchaos zu entfliehen und die frische Landluft einzuatmen. Rund um die Brennereigebäude gibt es Gerstenfelder, Bächlein, sanft geschwungene Hügel, verstreute Häuser und extensive Feldwege zu entdecken. Die Idylle täuscht jedoch über die Tatsache hinweg, dass im Inneren der Brennerei Hochbetrieb herrscht: Hier arbeiten sieben Wash Stills mit 15.000 Liter und sieben Spirit Stills mit 10.500 Liter Füllvermögen daran, jährlich über 10 Millionen Liter Speyside-Whisky herzustellen. Damit ist Glenlivet die zweitgrösste Whiskybrennerei in ganz Schottland. Doch dem nicht genug: Gründer George Smith war der Erste, der sich 1823 den frisch verabschiedeten „Act of Excise“ zunutze machte und seine Brennerei auf legale Weise gründete. Zuvor war die gesetzeskonforme Produktion der Spirituose aufgrund der übermässig hohen Steuern schlichtweg unpraktisch gewesen. Zwar zog Smith damit zunächst den Unmut anderer Brennerfamilien auf sich, doch die verstummten oder verschwanden mit der Zeit. Der von Pernod Ricard übernommene Betrieb hält derweil an seinem Bestreben fest, Glenlivet zur Nummer 1 der weltweit meistverkauften Single Malts zu machen.
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