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Die nachfolgende Studie, deren Veröffentlichung in der Schweizer Briefmarken- Zeitung von Juni 1938 bis Oktober 1941 erfolgte, behandelt zwei verschiedene Probleme der Ersten Eidgenössischen Freimarkenausgabe. Teil A und B, die inhaltlich zusammengehören, beschäftigen sich mit der Frage nach der näheren Beschaffenheit und der Anzahl der von Durheim für sie benutzten Drucksteine. Diese Frage wird in Teil A in allgemeiner Hinsicht beantwortet, während der spezielle Teil B eine genaue Unterscheidung und Beschreibung der sieben Drucksteine der Rayon U gibt, deren detaillierte Kenntnis und deren Rekonstruktion im Laufe seiner Veröffentlichung — die sich fast ohne Unterbruch über mehr als, zwei Jahre erstreckte — immer weitere Fortschritte machte und vor ihrem Abschluss so gut wie beendet war. Der Tatsachenkomplex, der in Teil A, B besprochen wird, war mir also bei Beginn ihrer Veröffentlichung noch nicht so vollständig und genau wie beim Abschluss von Teil B bekannt. Daher sind manche frühere Angaben in ihnen durch spätere in Teil B ergänzt, modifiziert oder richtiggestellt, man vergleiche z. B. die provisorische Tabelle der R. II-Steine auf Seite 23 mit den endgültigen auf Seite 100, 102. Dieser «Schönheitsfehler », der in der Buchausgabe zwar abgeschwächt, aber nicht beseitigt werden konnte — weil das mehrfach einen Neusatz ganzer Seiten erfordert hätte —, war dadurch bedingt, dass mir das Material zur völligen Durchleuchtung des Gegenstands erst auf Grund der bereits veröffentlichten Teile allmählich zugänglich gemacht wurde; ja die Voraussicht, dass es so kommen würde, war sogar von vornherein die Veranlassung, dass ich den Beginn der Veröffentlichung nicht weiter hinausschieben wollte. Uebrigens liegt ein Hauptwert dieser beiden Teile schon in dem Nachweis, dass und wodurch man überhaupt nur die verschiedenen Drucksteine jeder Markensorte unterscheiden kann, welche besonderen Hilfen und Täuschungen man dazu kennen und welche besondere Methode man bei ihrer Rekonstruktion befolgen muss. Der Umstand, dass mir bei der Rayon II unerwarteterweise auch schon die vollständige Lösung dieser Aufgabe gelang, erweckt dagegen nur das weitere Bedürfnis, auch die Drucksteine der Rayon I und womöglich der beiden 2l/2 R.-Marken in gleicher Weise kennen zu lernen, wie in der Philatelie überhaupt der Appetit erst beim Essen zu kommen pflegt.
Auf Grund der in Teil A, B ermittelten Tatbestände behandelt dann Teil C das alte Problem der ganzen und teilweisen Kreuzeinfassungen der Durheim-Drucke, das er an band der nunmehr genau bekannten Drucksteine der Rayon II endgültig löst. Dieser Teil hat nicht den oben erwähnten «Schönheitsfehler» der beiden ersten, weil mir seine massgebenden Tatsachen alle schon bei Beginn seiner Veröffentlichung bekannt waren. Er ist daher auch einheitlicher und gedrängter wie seine Vorgänger ausgefallen. Da ausserdem sein Inhalt für Sammler und Händler ein unmittelbares «praktisches» Interesse hat und er diesbezüglich sogar die grössten Ueberraschungen der ganzen Veröffentlichung enthält, dürften sich manche Leser mit seiner Lektüre begnügen. Ich möchte deswegen darauf hinweisen, dass er ohne Kenntnis wenigstens der wichtigsten Tatsachen aus Teil A, B nicht richtig verstanden werden kann. Insbesondere verweise ich auf die mit Seite 21 bis 23 eingeführte besondere Nomenklatur der Arbeit, ohne deren Kenntnis auch Teile von ihr unverständlich bleiben müssen. Die Anzahl derjenigen, die mich durch Material unterstützt haben, ist seit der auf Seite 20 veröffentlichten Liste so angewachsen, dass ich mich mit einem generellen Dank an alle Sammler und Händler begnügen muss, die mir bei meinen Untersuchungen irgendwie geholfen haben. Ebenso danke ich der Bibliothek der Generaldirektion der P. T. T. dafür, dass sie mir wiederholt die Manuale der 0. P. D. Bern sowie die Seltenheiten des Postmuseums zugänglich gemacht hat.
Ruvigliana, im Oktober 1941.