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Du schreibst eine Geschichte über einen Knaben, der nein sagt. Er trifft darin einen alten Mann, der in dem Krieg gedient hatte. In den Jahrzehnten danach legte sich das Nein stumm über sein Leben. Es ist dein Grossvater.
Das Abendlicht legt sich auf den Goldregen-Strauch im Garten von Virginia Woolf’s Monk House. Deine Augen leuchten. Ein paar Meter dahinter liegt das Schreibhäuschen. Und noch etwas weiter entfernt fliesst der River Ouse, den sie sich ausgesucht hatte.
Kinder spielen. Du siehst den Ball im grossen Garten in der Hecke verschwinden. Eine Träne fliesst über deine Wange. Wieso nur hat Fritz diesen einen Kopfball im grossen Cupfinal 1976 nicht versenkt? Die Pflegerin stösst den Rollstuhl zurück ins Haus. Deine Augen schliessen sich.
Aus weiter Ferne schwebt der Klang dieser Musik zu dir. Du hörst das Lachen auf der Tanzbühne, dein Strumpfbein, rote Gesichter, Jugend und hoffender Übermut. Du stehst aus deiner Nacht auf.
Der Text ist aus dem Band Auf der Schaukel der Sprache, Caracol Verlag, Warth 2022.
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