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Block macht für einen Moment Ordnung
Block legte das Messer ab. Es drehte sich vom Teller weg und zeigte in die Leere der Wohnung. Er sah es nicht. Block war weit weg.
“Was denkst Du?” fragte sie.
Seltsamerweise bedrängte sie ihn diesmal nicht, diese Frage aller Fragen unter Eheleuten. Obwohl er keine Antwort darauf hatte. Er wusste nicht, was er gedacht hatte. Er wusste nur, dass er ganz bestimmt etwas gedacht hatte. Etwas Unwichtiges, Unbestimmtes. Fern und nicht greifbar war er, auf seinen unsteten Gedanken reitend und sich ständig mit ihnen auflösend, wie ein Geruch, der sich in der Luft verliert, bevor er sich bestimmen lässt.
Sie rührte mit dem Löffel in ihrer Suppe, und es schien, als würde sie ebenfalls zu einem unbestimmten Duft. Fern genug war sie ihm in diesem Augenblick. Block fühlte eine Wehmut in sich aufsteigen, die ihn schlucken liess. Und jetzt roch er tatsächlich etwas. Den Broccoli in der Suppe. Er liebte Broccoli. Block griff zum Messer und richtete es am Teller aus, bevor er die Hand erneut wegnahm. Einem Ding seine Ordnung geben, das hatte was. Das schenkte Ruhe, ja, eine Spur von Glück, wenn man für einen Moment an nichts anderes denken konnte, als daran, ein Messer gerade zu rücken.
Block griff zum Löffel und hörte sich sagen: “Guten Appetit, mein Liebes. Es riecht phantastisch.”