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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, nach Anhörung der betroffenen Kreise eine eidgenössische Stelle zur Beobachtung der Entstehung und der Entwicklung von Berufen zu schaffen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Berufsbildung ist eine längerfristige Aufgabe. Sie baut auf grundlegenden Handlungskompetenzen auf, setzt eine umfassende Infrastruktur der Vermittlung von Kompetenzen voraus und führt zu Qualifikationen, die am Markt bekannt und nachgefragt sind. Dies ist mit dem bestehenden System der Verbundpartnerschaft zwischen Bund, Kantonen und Wirtschaft und ihren erprobten Mechanismen garantiert.</p><p>Das neue Berufsbildungsgesetz hält in Artikel 1 Absatz 1 fest: "Die Berufsbildung ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt (Sozialpartner, Berufsverbände, andere zuständige Organisationen und andere Anbieter der Berufsbildung). Sie streben ein genügendes Angebot im Bereich der Berufsbildung, insbesondere in zukunftsfähigen Berufsfeldern an."</p><p>Die Partner nehmen dabei spezifische Aufgaben wahr: Der Bund sorgt für gesamtschweizerisch geltende Regelungen und die Qualitätssicherung des Systems, die Kantone sind für den Vollzug vor Ort zuständig, die Organisationen der Arbeitswelt entwickeln Bildungsangebote, definieren die Inhalte und stellen Ausbildungsplätze zur Verfügung, die einen Anschluss an Arbeitsplätze haben. Jeder der drei Verbundpartner kann jederzeit Reformen anregen. Dieses System garantiert arbeitsmarktnahe Qualifikationen und eine ständige Anpassung an die Erfordernisse der Wirtschaft.</p><p>Eine Ergänzung dieser bewährten Struktur durch ein "Observatorium" würde lediglich zu Doppelspurigkeiten führen und keinen zusätzlichen Nutzen bringen. Ein allgemeines, national angesiedeltes Gremium kann angesichts der Vielfalt der Branchen und Berufe die Praxisfähigkeit und die Praxistauglichkeit einer Reform oder eines neuen Berufes nicht beurteilen. Es braucht die Nähe zur einzelnen Branche, um die Entwicklungen in ihrer Tragweite, in ihren Auswirkungen auf die Ausbildungsbereitschaft und die Arbeitsplätze abzuschätzen und um die entsprechenden Qualifikationen zu bestimmen.</p><p>Die Orientierung der in Ausbildung befindlichen Jugendlichen, Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz und die Wiedereingliederung von Menschen ohne Arbeit ist Aufgabe von Institutionen wie Berufsberatung, Arbeitsmarkt- und Sozialversicherungsbehörden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.