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© Marcel Burkhardt
Im Fokus
Zusammenfassung des Zustandsberichts 2021
Viele Brutvögel profitierten 2020 von einem milden Winter und optimalen Brutbedingungen. Die Corona-Pandemie führte aber durch den intensiven Freizeitbetrieb zu mehr Störungen, was sich auf den Bruterfolg negativ ausgewirkt haben dürfte.
Viele Bergvögel haben in Europa seit den 1980er-Jahren deutliche Arealverluste erlitten, vor allem in Gebirgen, die niedriger sind als die Alpen. Die Schweiz als zentrales Alpenland erhält dadurch eine noch höhere Verantwortung.
Die Schafstelze brütet bei uns in weitläufigen Ebenen mit Ackerbau. Eine schweizweite Bestandserhebung ergab gegen 500 Paare. Als Transsaharazieher, Insektenfresser und Bodenbrüter vereinigt sie aber einige Risikofaktoren auf sich.
Der Sichler steht stellvertretend für eine Reihe von Feuchtgebietsarten, die sich in Europa seit den 1980er-Jahren ausbreiten konnten. Auch in der Schweiz tritt er immer regelmässiger und in grösserer Zahl auf.
Im Januar 2021 wurden in der Schweiz 460 000 Wasservögel erfasst, so wenige wie letztmals in den 1970er-Jahren. Die Winterbestände von Tafelente, Reiherente, Stockente, Blässhuhn und Lachmöwe sind wegen der Klimaerwärmung rückläufig.
In Europa sind grossräumige Arealverschiebungen nach Norden im Gang. So haben etliche Singvogelarten ihr Brutgebiet seit den 1980er-Jahren deutlich nordwärts ausgedehnt. Im Süden gibt es indes Verluste.
Der zweite Europäische Brutvogelatlas (EBBA2) illustriert auch, dass ein verbesserter Schutz mittels Schutzgebieten und Jagdverboten Wirkung zeigt. Der Seeadler gehört zu den Arten mit den grössten Arealgewinnen.