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Es wird vermutet, dass der mittelalterliche Wohnturm der einstigen Herren de Pont Zarasino (von Pontresina), welcher vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert gebaut wurde, nicht mit den Sarazenen-Einfällen im Jahr 952 in Verbindung steht. Der Name Spaniola (in romanisch Spagniöl= spanisch) scheint eher jungen Ursprungs zu sein und könnte auf eine längst vergessene Anekdote zurückführen.
Der gut erhaltene fünfeckige Wohnturm, welcher 1994 durch die Gemeinde restauriert wurde, ist aus unregelmässigen Bruchsteinen und Findlingen gebaut worden. Die Ecksteine sind grob behauen. Die Schneide ist gegen den Berg gerichtet - zum Schutz gegen Lawinen und Steinschlag. Gut sichtbar und einzigartig sind der rundbogige Hocheingang sowie der Abortanbau im zweiten Geschoss. Im Erdgeschoss waren lediglich kleine Luftlöcher, im zweiten und dritten Geschoss Schmalscharten und auf der vierten Ebene ein Viereckfenster eingebaut. Ob der Spaniolaturm durch einen unterirdischen Zugang mit einem Wohnhaus verbunden war, ist heute nicht mehr festzustellen.