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Potentielle Energie ist eine typisch verkürzte Redeweise, die einiges ducheinander bringt. Mit einem Liter Benzin kann ein bestimmtes Auto beispielsweise 10 Kilometer weit fahren. Dabei verbrennt das Benzin. Es ist danach nicht mehr vorhanden und kann deshalb nicht noch einmal verwendet werden. Das ist eine Erfahrungstatsache, die ich jenseits von Energie machen kann.
Dann kann ich beispielsweise sagen, dass ich mit dem Liter Benzin 10 Kilometer weit fahren könnte. Und solange ich es nicht gemacht habe, könnte ich es tun. Gammatikalisch spreche ich bei solchen Formulierungen vom Potentialis, einer Möglichkeitsform.
"Potentielle Energie" steht in dieser verkürzten Redeweise für etwas, was ich verbrauchen oder aufbewahren kann - was mit Energie ja gerade nicht geht, aber beispielsweise mit Benzin.

Mit der Redeweise von "potentieller Energie" verweise ich auf eine vorerst zurückgehaltene mechanische Wirkung, die sich als Bewegung einer Kraftmaschine zeigen würde.
Beispiel:
Erläuterungen:
Technisch ist überdies eine weitere Unterscheidung sehr wichtig. Nämlich die räumlich und zeitliche Verfügbarkeit der Träger der potentiellen Energie. Die Unterscheidung betrifft, ob ich die Kraftmaschine zum Energieträger bringen muss, oder ob ich den Energieträger zur Kraftmaschine bringen kann. (Manche Menschen machen sogar davon abhängig, ob sie überhaupt von Kraftmaschinen sprechen).

Bildquelle: Wikipedia
Wenn ich mein Schiff mittels eines Segels bewege, bin ich davon abhängig, dass es der Wind weht. Wenn ich es mittels einer Dampfmaschine bewege, kann ich Kohlen an Bord nehmen.
Der elektrische Strom kann mit einer mächtigen Infrastruktur vor Ort gebracht werden. Aber für viele Verhältnisse brauchen wir überdies Batterien.