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Röntgen und Durchleuchtung
Die konventionelle Röntgenuntersuchung wird auch als "Projektionsradiographie" bezeichnet. Hierbei werden Röntgenstrahlen zur Erzeugung von zweidimensionalen Bildern eingesetzt. Eine Röntgenröhre erzeugt die Röntgenstrahlen, die den zu untersuchenden Körperteil des Patienten durchdringen bevor sie einen Film oder ein Messmedium belichten.
Je nach Dichte des durchleuchteten Gewebes werden die Strahlen dabei unterschiedlich stark abgeschwächt, was zu einer unterschiedlich starken Belichtung des Films führt. So lässt dichtes Knochengewebe nur wenig Strahlung durch und erscheint auf dem Röntgenbild heller als die mit Luft gefüllte Lunge, die inneren Organe, Muskel oder Fettgewebe. Klassischerweise werden auf diese Art und Weise die Knochen, der Brustraum (Thorax) und der Bauchraum (Abdomen) untersucht.
Bei der Durchleuchtung wird mit Hilfe von Röntgenstrahlen die Funktion der inneren Organe sowie deren Bewegung untersucht. Hierbei sendet eine Röntgenröhre niedrig dosierte Röntgenstrahlen. Die Bilder kann der Radiologe auf einem Monitor in Echtzeit betrachten. Der Untersuchungstisch und die Röntgeneinheit sind bei der Durchleuchtung frei beweglich und ermöglichen die Erstellung von Bildern in allen erdenklichen Lagen.
Vor der Untersuchung müssen Sie die zu untersuchenden Körperregionen frei machen. Um eine gute Bildqualität zu erreichen, werden Sie für gewisse Aufnahmen gebeten den Atem anzuhalten.
Bei einer Röntgenuntersuchung beispielsweise der Lunge werden meist 2 Aufnahmen von Ihrem Brustkorb inkl. Lunge und Herz aufgenommen und beurteilt. In Einzelfällen wird der Brustkorb nur in einer Ebene geröntgt.
Die Strahlenbelastung beispielsweise einer Lungen-Röntgenaufnahme entspricht ungefähr einem Tag Aufenthalt in 3000m Höhe und einem Bruchteil der Strahlenbelastung nach einem Transatlantikflug.
Röntgenstrahlen werden im Körper nicht gespeichert. Auch wird der Körper durch Röntgenstrahlen nicht radioaktiv. Somit besteht auch keine schädigende Wirkung auf andere Personen.
Bei einer möglichen oder bestehenden Schwangerschaft sollte man sich nach Möglichkeit nicht einer Röntgenuntersuchung unterziehen. Wenn die Röntgenaufnahme jedoch benötigt wird, informieren Sie bitte unbedingt den behandelnden Arzt.