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Geschichte
Früher war der Dürrboden eine wichtige Station auf der Säumerroute, die vom Montafon über Davos und den Scalettapass ins Engadin und weiter über den Berninapass ins Veltlin führte – die sogenannte Via Valtellina.
Über Jahrhunderte hinweg wurde auf dieser Route Vieh gehandelt, lebensnotwendiges Salz aus dem Tirol und Venedig sowie Wein aus dem Veltlin importiert. Während im Sommer Maultiere und Pferde im Einsatz waren, wurde die Ware in den Wintermonaten vornehmlich mit Ochsen und Schlitten transportiert. Vor dem beschwerlichen Aufstieg auf den Scalettapass stärkten sich die Säumer jeweils im Dürrboden, die Tiere wurden gefüttert oder ausgewechselt.
Erst mit dem Ausbau der Alpenstrassen und dem Aufblühen des Tourismus verlor das Säumerwesen ab 1850 an Bedeutung. Das stattliche Berggasthaus, das in den 1970er Jahren erbaut wurde, wurde als Truppenunterkunft für die Schweizer Armee erbaut und ist deshalb auf die Beherbergung einer ganzen Gebirgstruppe ausgelegt. Später wurde es zum Restaurant umfunktioniert.