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Was sind Muskelverspannungen?
Fast jeder kennt sie, die schmerzenden, kleinen Verhärtungen. Sie können an allen Muskeln im Körper auftauchen. Am häufigsten treten Verspannungen im Schulter- und Rückenbereich oder etwa an der Nackenmuskulatur auf. Übt man Druck auf diese Punkte aus, führt das zu Schmerzen, die in den ganzen Muskelstrang oder im schlimmsten Fall in andere Bereiche ausstrahlen.
Verspannungen ertasten
Bei Verspannungen verhärtet sich die Muskelpartie, es bildet sich eine sogenannter «Hartspannstrang», der gut fühlbar ist. Reizt man einen verspannten Punkt mit Druck, kann das lokales Zucken auslösen, indem der Knoten «springt».
So entstehen Muskelverspannungen
Warum Verspannungen der Muskulatur entstehen, ist bis jetzt nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Überdehnungen, Muskeltraumata, Überlastungen, starke Krafteinwirkungen, Kälte oder auch Stress auf Dauer Muskelverhärtungen auslösen. Sie führen letztendlich in einen Kreislauf, bei dem der Körper Entzündungsbotenstoffe ausschüttet und so die Schmerzrezeptoren reizt.
Mögliche Auslöser von Muskelverspannungen
- Überdehnungen
- Muskeltraumata
- Überlastung
- Starke Krafteinwirkungen
- Kälte
- Stress
Schmerzhafte Triggerpunkte
Verschiedene Untersuchungen fanden im verhärteten Gewebe einen niedrigen pH-Wert und eine höhere Konzentration an Stoffen, die Entzündungen und Schmerzen auslösen. Unterbricht man diesen Kreislauf nicht, bilden sich Triggerpunkte. Als Folge wird das Gewebe in diesem Bereich nicht mehr richtig durchblutet – Schmerzen sind die Folgen.
3 Tipps gegen Verspannungen
Das Problem verspannter Muskeln ist, dass das Gewebe nicht mehr richtig durchblutet wird. Mit einfachen Mitteln unterbrechen Sie diesen Kreislauf und regen die Durchblutung an.
Muskulatur mit Bewegung unterstützen
Bewegung ist eines der besten Mittel um die Durchblutung der Muskeln anzuregen. Deshalb soll man versuchen, bei Verspannungen nicht in eine Schonhaltung zu verfallen, sondern sich weiterhin vielseitig zu bewegen. Was bedeutet vielseitig? Damit ist gemeint, dass auch Bewegungen – z.B. in Form von Übungen – ausgeführt werden, die im Alltag oft zu kurz kommen.
Dehnübung für den Nacken
- Aufrechte Sitzhaltung einnehmen.
- Den Kopf langsam und kontrolliert so weit wie möglich nach links bewegen.
- Die Position zwischen 10 und 20 Sekunden halten.
- Danach den Kopf kontrolliert nach rechts drehen.
- Zwischen 10 und 20 Sekunden in der Position verharren.
- Bewegungen ein paar Mal wiederholen.
Bereits kleine Bewegungen und Mobilisation können helfen, Verspannungen der Muskulatur graduell zu lösen und Nackenschmerzen zu lindern. Wichtig ist, dass die kurzen Übungen mehrmals täglich und regelmässig durchgeführt werden – eine Minute pro Übung reicht bereits.
Wärme-Behandlung für bessere Durchblutung
Wärmeflaschen und wärmende Cremes haben eine durchblutungsfördernde Wirkung in der Muskulatur. Wer unterwegs nicht auf die Wärmewirkung verzichten will, kann ein spezielles Wärmepflaster zum Aufkleben mitnehmen. Das lockert Verspannungen und hilft gegen Muskel-Schmerzen.
Verspannungslösende Massage
Wärme und Druck regt die Durchblutung an und löst so Verspannungen. Eine druckvolle Massage drückt das Gewebe wie ein Schwamm zusammen. Dabei werden Stoffe und Körperflüssigkeiten herausgepresst. Fällt der Druck anschliessend wieder weg, kommt es zu einer Mehrdurchblutung des Muskel-Gewebes – so versorgt man es mit Nährstoffen. Gerade bei Verspannungen der Nacken-Muskulatur kann eine Nackenmassage schnell für Linderung sorgen. Das Schöne? Den eigenen Nacken kann man gut selbst massieren.
Nackenschmerzen loswerden
Verspannte Muskeln kann man grundsätzlich am ganzen Körper haben. Besonders ein verspannter Nacken macht aber vielen Leuten zu schaffen. Er ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann weitere zahlreiche Symptome wie Müdigkeit und Schwindel verursachen. Neben dem Wärmen der Muskeln und regelmässigem Massieren gibt es weitere Tricks, die Linderung verschaffen.