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Ein Grossteil des Schweizer Stroms stammt aus alten Wasser- und Kernkraftwerken, die bereits lange abgeschrieben worden sind. Das heisst der Strompreis muss nur noch die Betriebs- und die Erneuerungskosten decken.
Wenn nun aber neue Kraftwerke für erneuerbare Energien gebaut werden, dann werden alle Kosten, also Bau- und Betriebskosten in den Preis eingerechnet. Es ist klar, dass dieser Strompreis höher ist, als der heutige. Das wäre auch bei neu gebauten Wasser- und besonders Kernkraftwerken so.
Wenn man bei fossilen und Atomkraftwerken alle Kosten einrechnen würde, die bei der Nutzung entstehen, z.B. Ausgaben für Gesundheit, Umwelt und die korrekten Entsorgungs- und Versicherungsgebühren, Subventionen, dann wäre der Preis vermutlich deutlich höher als der von neuen Wind- und Solaranlagen. Siehe auch: Atomvollkosten
Ein weiterer Punkt ist die Investition in die Zukunft. Mit dem Bau von neuen, saubere Kraftwerken investieren wir Geld in die Stromversorgung der Zukunft. Wir hinterlassen unseren Kindern damit einen emissionsfreien Kraftwerkspark, der ohne Import von fossile Energien betrieben werden kann und den Wohlstand und Unabhängigkeit der Schweiz langfristig sicherstellt.
Unsere Urgross- und Grosseltern haben in weiser Vorrausicht grosse Wasserkraftwerke gebaut, die mehr Strom erzeugen, als damals denkbar nötig war. Diese für damalige Verhältnisse grossen Investitionen sorgen heute für eine sichere Stromversorgung und einen riesigen Standortvorteil im Vergleich mit den Nachbarländern. Im Vergleich mit unseren Nachbarländern Deutschland, Italien und Frankreich müssen wir nur 40% unserer Stromerzeugung umstellen, um komplett erneuerbare Energien zu nutzen.