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Der Start der Sojus-Fregat-Rakete mit dem Schweizer Weltraumteleskop an Bord hatte ursprünglich am Dienstagmorgen stattfinden sollen. Der Countdown war eine Stunde und 25 Minuten vor dem Start abgebrochen worden. Zunächst hiess es, es habe ein Softwareproblem im Bereich der Fregat-Oberstufe gegeben.
Nach Analyse des Problems teilte Arianespace am späten Dienstagabend Schweizer Zeit mit, der Abbruch sei auf ein fehlerhaftes Stück Equipment zurückzuführen. Um welche Komponente es sich handelt, wurde nicht bekannt gegeben.
Die fehlerhafte Komponente werde nun ersetzt und ein neuer Startversuch sei für Mittwochmorgen 9.54 Schweizer Zeit geplant. Die Startprozedur wird somit erneut begonnen. Eine erneute Verzögerung, beispielsweise aufgrund ungünstigen Wetters für den Start, ist nicht auszuschliessen.
Extrem kleines Startfenster
Das Startfenster für Cheops ist extrem klein und misst nur wenige Sekunden. Grund dafür ist, dass Cheops auf einen Orbit exakt entlang der Tag-Nacht-Grenze gebracht werden soll, den sogenannten «Terminator». Dadurch erhält das Weltraumteleskop fortlaufend Energie über Solarpanele, die zur Sonne gerichtet sind. Das Teleskop ist dabei von der Sonne weg gerichtet und wird durch die Solarpanele vom störenden Licht abgeschirmt.
Cheops steht für «Characterising Exoplanet Satellite» und ist die erste ESA-Mission unter Schweizer Leitung. Das Weltraumteleskop wurde unter Leitung eines Teams um Willy Benz von der Universität Bern entwickelt und gebaut. Beteiligt waren rund 130 Forschende und Ingenieure aus elf Nationen.
Ziel der Cheops-Mission ist, Exoplaneten bei Sternen ausserhalb unseres Sonnensystems genauer zu studieren und Aufschluss über ihre Beschaffenheit zu geben, also ob es sich um einen Gas-, einen Gesteins- oder einen Metallplaneten handelt, oder um einen, der von tiefen Ozeanen bedeckt ist. Daraus erhoffen sich Astronomen Erkenntnisse, unter welchen Bedingungen ein Sonnensystem wie unseres mit lebensfreundlichen Planeten entstehen kann.