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Das grösstmögliche Tierwohl ist ein zentrales Anliegen des Biolandbaus. Um eine Verbesserung des Tierwohls zu erreichen und um den Ansprüchen des Tierschutzes noch besser gerecht zu werden, haben deutsche und britische Bioverbände Instrumente entwickelt, die Tierwohl On-Farm erheben können. Die Instrumente können vom Tierhalter, der Tierhalterin und bei Biokontrollen eingesetzt werden. Für die Schweiz stehen für Biobetriebe und Biokontrollen solche Hilfsmittel noch nicht zur Verfügung. Mit der «Checkliste Tierwohl» und dem «Beurteilungsinstrument Tierwohl» sind zwei Instrumente entwickelt worden, um das Tierwohl in der Schweizer Rindermast zu erheben und zu kontrollieren. Die dazu verwendeten Indikatoren sind aus der wissenschaftlichen Literatur abgeleitet und verbinden Beobachtungen der Tiere (direkte Parameter) mit Messungen im Umfeld der Tiere (indirekte Parameter). Beide Instrumente haben das Potenzial, Tierwohl auf Biobetrieben zu verbessern, ohne dass Richtlinien, Gesetze oder Verordnungen angepasst werden müssen. Zudem verbessern sie das Wissen der Landwirte im Bereich Tierwohl und sind so angelegt, dass sie auch auf nichtbiologisch wirtschaftenden Betrieben eingesetzt werden können.
Sowohl im Sport als auch in der alternativen Landwirtschaft werden Pferde wieder vermehrt als Zugtiere eingesetzt. Auch bei Zugpferden kommt der effizienten Kraftübertragung eine wichtige Rolle hinsichtlich des Wohlbefindens zu.
Eine Vetsuisse-Studie zeigt, dass mit dem Konzept Freiluftkalb der Antibiotikaverbrauch in der Käl-bermast um 80 % reduziert wird. AGRIDEA hat die Wirtschaftlichkeit der Freiluftkalbhaltung geprüft und festgestellt, dass sie nicht mit der herkömmlichen Kälbermast mithalten kann.
Im Gegensatz zu Schweinen wird Milchvieh bisher kaum proteinreduziert gefüttert. Studien zeigen, dass es auch beim Rindvieh Potential zur Proteineinsparung und damit zur Reduktion von Ammoniak-Emissionen gibt.