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Zum Saisonstart: Spielplatzfest Urania
Am 13. Mai 2019 fand auf der Urania-Wiese erneut das vom Elternverein organisierte Spielplatzfest statt. Das Datum fiel just auf den Muttertag und manch ein Kind dürfte sich am Vormittag den Zeitpunkt herbeigesehnt haben, an dem der fürs Mami bereitete Zmorge verdrückt war und die Heintje-Schallplatte wieder auf dem Estrich versorgt werden durfte. Um halb drei Uhr war es dann so weit: Chef-Organisator Alex Goldsmith gab den Startschuss für das mittlerweile fast schon zur Tradition gewordene Turnier um die Disziplinen «Wasser-Stafette», «Salzbrezeli-Wettessen» und «Enten-Schiessen».
Vorab galt es, die rund vierzig Kinder auf drei Gruppen (Teams Blau, Rosa und Grün) mit möglichst gerecht austarierten Kräfteverhältnissen aufzuteilen. In der ersten Disziplin, der Wasser-Stafette, hatten die Spieler der jeweiligen Teams einen anspruchsvollen Zickzackparcours zurückzulegen, vom Ziel des Parcours einen möglichst vollgesogenen Schwamm zu einem Eimer beim Start zu tragen, dort zu entleeren und dem Folgeläufer zu übergeben. Die Rangierung ergab sich dann aus der Menge an angesammeltem Wasser in den Eimern der jeweiligen Teams. Bei der zweiten Disziplin, dem Salzbrezeli-Wettessen, galt es, am Klettergerüst aufgehängte Salzbrezeli möglichst schnell von dort abzuknabbern. Jeder Mitspieler eines Teams musste (bzw. durfte) nur ein einziges Mal knabbern. Entscheidend war hier auch eine clevere Zuteilung der in unterschiedlichen Höhen hängenden Brezeli an die kleineren und grösseren Kinder.
Das Turnier endete mit dem Enten-Schiessen. Anstatt sich dem Vorwurf auszusetzen, Schleichwerbung für oder gegen die gerade anstehende Waffenschutzgesetz-Abstimmung zu machen, änderte das Organisationskomitee dabei die Spielregeln. So wurde im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mit Wasserpistolen auf Plastikenten gefeuert, sondern mit Bällen auf Büchsen geworfen, auf denen die Enten platziert waren. Diese politisch korrekte Abwandlung des Spiels schmälerte den Spass aber kaum.
Am Schluss bot sich eine Rangliste, wie man sie sich für ein Kinderturnier kaum zu erträumen wagt: sämtliche Teams wiesen gleich viele Punkte auf. Es gab somit nur Erstplatzierte, die den wohlverdienten Preis, ein von Cheforganisator Alex überreichtes Glacé, allesamt stolz in Empfang nehmen durften.
Obschon sich die Eisheiligen an jenem Tag gerade im Anmarsch befanden und für eine eher kühle Witterung sorgten, wurden im Anschluss an das Turnier auch dieses Jahr wieder die Grills eingefeuert. Und so klang dieser Muttertag mit einer Disziplin aus, die einzig und allein den grössten Kindern gehörte: den Vätern.
Christoph Fraefel