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In Südafrika hat Land Grabbing eine lange Tradition. Während der Apartheid wurden ganze Dörfer umgesiedelt. Und die Vertreibungen gehen bis heute weiter. Betroffen sind vor allem Farmarbeiter.
Bis zur Ernte der Kartoffeln hätte nicht mehr viel gefehlt. Doch eines Morgens kamen sie mit einem Bulldozer und zerstörten seinen Garten. Thembile Kaza* war machtlos. Den Schopf mit seinem Gartenwerkzeug konnte er gerade noch in Sicherheit bringen.
Thembile Kaza ist ein Berg von einem Mann. Hochgeschossen, breite Schultern und mit Händen, die es gewohnt sind, anzupacken. Das Dilemma hat ihn ratlos gemacht. Der Boden hier ist trocken und das Leben hart. Doch dank Ecarp, einer Partnerorganisation von Fastenopfer, hat Kaza gelernt, wie er mit Mulchen die Feuchtigkeit im Boden behält und mit Dung dessen Fruchtbarkeit verbessert.
«Mein Leben hat sich durch Ecarp verbessert.» Denn dank der von Ecarp begleiteten Spargruppen konnten sie Nahrungsmittel günstiger einkaufen. Über Ecarp organisierten sich die Farmarbeiter zudem in einem Area Comittee, in dem sie ihre Rechte kennenlernen und eine Lohnerhöhung einfordern konnten. Und Ecarp hilft den Farmarbeitern auch, wenn ihnen eine Vertreibung droht. Von Ecarp weiss Kaza, dass er auf der Farm ein Bleiberecht hat. Das Gesetz legt fest, dass er bei einem erzwungenen Wegzug Anspruch hat auf eine gleichwertige Bleibe oder eine angemessene Entschädigung.