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Die Ölnotierungen steigen weiter an. Abgesehen von einer kurzen Entspannung der Preise Mitte letzter Woche gibt es keine Anzeichen für eine bevorstehende Trendwende.
Die globale Rohölnachfrage steigt ungebremst weiter. Im Vordergrund stehen weiterhin die bekannten preistreibenden Faktoren. Weniger Einschränkungen bedeuten eine höhere Mobilität und damit eine höhere Nachfrage nach Kerosin, Benzin und Diesel. Diese Nachfrage trifft jedoch auf niedrige Lagerbestände und eine OPEC+, welche die Versorgung knapp hält. Es ist daher nachvollziehbar, dass die Preise weiter steigen. Hinzu kommt, dass die US-Regierung vorerst kein Rohöl aus ihren strategischen Reserven freigeben will. Der Ölpreisanstieg wird durch die steigenden Gaspreise verstärkt, weil viele Industriebetriebe und Kraftwerke auf Öl für die Strom- und Wärmeerzeugung umgestiegen sind. Ausserdem wird die Anhebung der Förderung durch die OPEC+ Allianz um 400'000 Fass pro Tag im November als zu gering angesehen, um das Angebotsdefizit auszugleichen. Eine zusätzliche Erhöhung der Fördermenge ist bis mindestens Ende November ausgeschlossen.