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Tristan Albrecht
Trailer Faceless
Tristan Albrecht ©Aline Fournier | Plattform Kultur Wallis
Tristan Albrecht ©Aline Fournier | Plattform Kultur Wallis
Tristan Albrecht ©Aline Fournier | Plattform Kultur Wallis
Tristan Albrecht ©Aline Fournier | Plattform Kultur Wallis
Tristan Albrecht
Tristan Albrecht ©Aline Fournier | Plattform Kultur Wallis
Von Labyrinthen und Flügeln
Tristan Albrecht stammt ursprünglich aus Mörel. Aufgewachsen ist er in der Nähe von Chermignon in Lens. Nach dem der sein Maturitätszeugnis im Kollegium des Creusets erhalten hatte, verbrachte er einige Monate in Hollywood. Zurück in der Schweiz studierte er an der juristischen Fakultät in Genf. Nach dem Studium gab es für ihn zwei Optionen: Eine Karriere als Advokat einschlagen oder seiner Leidenschaft für das Kino folgen.?Der Ruf des Kinos war stärker. Tristan Albrecht konnte seine juristischen Kompetenzen betreffend die Vertragsrechte in einer Produktionsfirma einbringen. Die Firma Bohemian Films übertrug ihm die Produktionsleitung für den Film «Du Rouge sur la Croix », der unter der Regie von Dominique Othenin-Girard realisiert wurde. Es reihten sich weitere Projekte aneinander wie zum Beispiel der Film «La Grande Peur dans la Montagne», im Jahr 2006. Tristan Albrecht entschied nun, seine eigene Produktionsfirma zu gründen. Didier de Laco, aktueller Präsident Arkaös, war sein erster Geschäftspartner. Nach dessen Abgang arbeitete er mit Patrick Zenklusen zusammen und schliesslich versuchte es Tristan Albrecht im Alleingang. 2005 gab er mit dem Dokumentarfilm «Faceless» sein Debüt. Inspiriert von den Illegalen, die in den Türmen des World Trade Centers arbeiteten und nach dem Drama vom 11. September 2001 nie identifiziert werden konnten. Der Film durchläuft im Moment das Auswahlverfahren für mehrere Festivals 2012-2013. Zurzeit arbeitet Tristan Albrecht an neuen Dokumentarfilmen und Filmen mit fiktiven Inhalten.
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Elf Fragen - elf Antworten
Was war Ihr erster Gedanke heute Morgen?
Am Morgen bereite ich jeweils das Frühstück für die Kinder zu. Daran dachte ich bereits während dem Aufstehen.
Was wollten Sie als Kind werden?
Ich wollte Polizist werden und mit einem Motorrad herumfahren. Erinnern Sie sich an die amerikanische Fernsehserie Chips? Mein Vater bestätigte mich in diesem Ansinnen (lacht). Den zweiten Beruf, den ich ausführen wollte, war LKW-Fahrer.
Was sind Sie geworden?
Ein Produzent, der unterwegs ist.
Beeinflusst Ihr alltägliches Leben Ihre Kunst?
Vollständig. Mein Büro ist zu Hause eingerichtet. Wenn schönes Wetter ist, gehe ich nach draussen und erledige handwerkliche Arbeiten. Weil ich soeben mit meiner Frau ein Haus gebaut habe, gibt es noch einiges zu tun. Ich könnte nicht in einem Turm mit 80 Stockwerken arbeiten und den ganzen Tag vor einem Bildschirm sitzen.
Hat Sie das Wallis als Künstler geprägt?
Ich denke ja. Aber das hat jetzt nichts mit Kühen und Käse zu tun. Ich fühle mich als Walliser. Das Land hat eine Seele. Es gibt da diese harte erdige Seite, das Bodenständige, aber das ist nicht negativ, im Gegenteil. Es ist ein schönes Land mit dominanten Bergen. Ich bin stolz Walliser zu sein. Das ist jetzt kein Klischee. Das geht viel tiefer.
Welche Gedichtzeilen kennen Sie auswendig?
Ich kenne keine mehr. Ich bin sicher, dass Didier de Laco welche kennen würde. Ich habe vage Erinnerungen an lateinische Verse, die aus meinen Kollegiumszeiten an die Oberfläche kommen... aber nicht an Gedichte.
Sind Sie Tag- oder Nachtträumer?
Ich bin ein Nachtträumer. Während dem Tag realisiere ich Träume.
Wofür haben Sie nie Zeit?
Für die Langeweile.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welcher wäre das?
Ich möchte fliegen können..., wirklich.
Welche Frage würden Sie gerne beantworten?
Da habe ich überhaupt keine Ahnung.
Welchen Traum möchten Sie noch realisieren?
Ich möchte neben meinen Haus ein Dojo bauen, um Karate zu trainieren. Und eines Tages möchte ich in Montana leben, wie im Film «Aus der Mitte entspringt ein Fluss» und Lachs fischen.
Berufliches
Berufsbezeichnung
Produzent und Regisseur
Ausbildung
Jurist
Stichworte zum Kulturschaffen
Kino, Spielfilm, Fiktion, Dokumentarfilm
Muttersprache
Französisch
Weitere Sprachen
Spanisch, Englisch, Deutsch verstehe ich.
Geburtsjahr
1977
Erschienen: September 2012
Text: Marlène Mauris
Fotos: © Aline Fournier