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Ortsdurchfahrt
Von 2021 bis 2026 saniert der Kanton Bern die Ortsdurchfahrt von Münsingen. Das Projekt umfasst Verbesserungen für den privaten und öffentlichen Verkehr, für Fussgänger und Velofahrerinnen. Zudem wird der Strassenraum attraktiver gestaltet. Die Arbeiten werden inhaltlich und zeitlich mit Strassenbauprojekten der Gemeinde koordiniert.
Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Münsingen werden zeitlich gestaffelt an fünf Abschnitten umgesetzt. Unterbrüche zwischen den einzelnen Etappen ergeben sich aus der Koordination mit verschiedenen Projekten der Gemeinde. Gebaut wird von Anfang 2021 bis Ende 2022 und dann – nach dem Bau der Entlastungsstrasse Nord – in den Jahren 2024 und 2025. Mitte 2026 werden als Abschluss die Deckbeläge eingebaut.
TerminplanDorfzentrum (22. Februar 2021 – Ende November 2022)
Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Münsingen beginnen im Februar 2021. Bis Ende 2022 wird im Dorfzentrum sowie bei den Ortseinfahrten Nord und Süd gebaut. Die wichtigsten Massnahmen auf diesen drei Abschnitten sind:
Ortseinfahrt Nord, aus Richtung Rubigen (22. Februar 2021 – Ende November 2021)
- Einrichten des Installationsplatzes
- Bau des neuen Kreisels, vorgängig Rückbau der Verkehrsinseln und des heutigen Kreisels
- Bau neuer, hindernisfreier Haltestellen für den öffentlichen Verkehr
- Bau breiter, farbig gestalteter Querungszonen
- Sanierung des Unterbaus und der Beläge der Strasse
- Bau diverser neuer Werkleitungen (Wasser, Beleuchtung, Leitung Pförtneranlage, Strassenentwässerung)
Ortseinfahrt Süd, aus Richtung Wichtrach (6. April 2021 – Juni 2022)
- Bau des Kreisels Bernstrasse (Anschluss Entlastungsstrasse Nord)
- Bau einer neuen Umweltspur für Bus und Velo
- Umbau der Haltestelle «Schwand» zu einer hindernisfreien Haltestelle
- Bau einer Pförtneranlage (Ampel) zur Regulierung bei starkem Verkehrsaufkommen
- Sanierung des Unterbaus und der Beläge der Strasse
- Bau diverser neuer Werkleitungen (Wasser, Beleuchtung, Leitung Pförtneranlage, Strassenentwässerung)
- Bau einer neuen Umweltspur für Bus und Velo
- Bau einer neuen, hindernisfreien Haltestelle beim «Aeschikreisel» Umbau der Haltestelle «Industrie/USM» zu einer hindernisfreien Haltestelle
- Bau einer Pförtneranlage (Ampel) zur Regulierung bei starkem Verkehrsaufkommen
- Sanierung des Unterbaus und der Beläge der Strasse
Diese Arbeiten sind Ende 2022 abgeschlossen. Erst nach Abschluss der Projekte der Gemeinde (Entlastungsstrasse Nord, Industriestrasse) nimmt der Kanton die Arbeit an der Ortsdurchfahrt wieder auf: Im Jahr 2024 folgen Arbeiten an der Bernstrasse, im Jahr 2025 Arbeiten an der Thunstrasse, 2026 werden abschliessend die Deckbeläge eingebaut.
Die Baustelle rund um den Kreisel im Dorfzentrum
Die Arbeiten verschieben sich rund um den Kreisel, so dass nie an allen Zufahrten gleichzeitig gebaut wird. Anfang Jahr wird der Installationsplatz eingerichtet, der bis zum Abschluss der Bauarbeiten als Materialdepot und Parkplatz der Baumaschinen dient. Im Mai 2021 starten die Bauarbeiten an der Schulhausgasse und entlang der Bernstrasse bis zum Gasthof Ochsen. Der Baubereich wird im Juli 2021 an die Tägertschistrasse verschoben. Ab Oktober 2021 wird entlang der Bern- und Thunstrasse sowie an der Tägertschistrasse in Kreiselnähe gebaut. Über die Bauarbeiten ab 2022 informiert der Kanton zu einem späteren Zeitpunkt.
Bauphase 1 (22. Februar bis 5. März 2021)
Bauphase 2 (10. Mai bis 16. Juli 2021)
Bauphase 3 (19. Juli bis 1. Oktober 2021)
Bauphase 4 (4. Oktober bis 17. Dezember 2021)
Ziele
Die Sanierung der Ortsdurchfahrt durch den Kanton Bern hat zum Ziel, den Verkehr verträglicher zu machen. Der Verkehrsfluss wird verstetigt, die Situation für Fussgänger und Velofahrende verbessert und der Strassenraum attraktiver gestaltet. Die Ziele ergeben sich aus den drei Ansätzen:
- Koexistenz: Der Strassenraum wird von verschiedenen Verkehrsteilnehmenden genutzt und geteilt, mit gegenseitiger Rücksichtnahme.
- Dominanzausgleich: Die Dominanz des motorisierten Verkehrs wird reduziert. Der Strassenraum wird mit grösseren Fussgängerbereichen und Vorplätzen aufgewertet.
- Stetiger Verkehrsfluss: Die Reduktion des Tempos auf der Ortsdurchfahrt führt dazu, dass der Verkehr flüssiger und leistungsfähiger wird. Zugleich wird die Sicherheit, insbesondere für schwächere Verkehrsteilnehmende, erhöht.
Wichtige Elemente
- Neue Kreisel
Der heutige Kreisel im Dorfzentrum wird vergrössert und leicht nach Norden verschoben. Bei der Ortseinfahrt Nord (aus Richtung Rubigen) entsteht ein neuer Kreisel als Anschluss für die Entlastungsstrasse Nord.
- Tempo 30
Zwischen der Bernstrasse 36 und der Thunstrasse 15 wird auf der Kantonsstrasse neu Tempo 30 gelten. Kombiniert mit der Dosierung des Verkehrs wird so auch bei starker Belastung ein regelmässiger Verkehrsfluss auf der Ortsdurchfahrt gewährleistet. Mit Tempo 30 wird das Prinzip des Miteinanders der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden (Koexistenz) im bestehenden Strassenraum umgesetzt. Die Anzahl Parkplätze entlang der Strasse bleibt wie im ursprünglichen Projekt vorgesehen.
- Mehrzweckstreifen
Auf der gesamten Ortsdurchfahrt entsteht in der Mitte der Fahrbahn ein Mehrzweckstreifen. Dieser dient Zufussgehenden überall zum Queren der Strasse und ist auch Abbiegehilfe für Velos und Autos.
- Querungszonen
Auf den farbig gestalteten Querungszonen können Zufussgehende die Fahrbahn auf breitem Raum queren. Hier gilt kein Vortritt für den Fussverkehr sondern das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme und Verständigung. Die optische Gestaltung der Querungszonen hält die Autolenkenden zu vorsichtigem Fahren an.
- Separate Busspur / Umweltspur
Die Busse aus Richtung Rubigen und Wichtrach erhalten an den Ortseingängen eine separate Umweltspur. Dadurch wird der öffentliche Verkehr auch bei hoher Verkehrsbelastung pünktlich. Die Umweltspur darf auch von Velofahrenden benutzt werden.
- Verkehrsmanagement
Zählstellen entlang der Ortsdurchfahrt erfassen Verkehrsmenge und Geschwindigkeit. Bei starkem Verkehrsaufkommen im Zentrum werden die Lichtsignalanlagen an den Ortseingängen aktiviert. Der Verkehr auf der Ortsdurchfahrt wird dosiert und bleibt flüssig. An den Ortseingängen aus Richtung Rubigen und Wichtrach werden Busspuren von rund 600 und 400 Metern Länge und Ampeln eingerichtet, welche den Bussen bei Verkehrsüberlastung die Vorfahrt garantieren.
Kosten und Finanzierung
Die Kosten für die Sanierung der Ortsdurchfahrt betragen rund 22 Mio. Franken. Hinzu kommen die Kosten für die Sanierung der Werkleitungen. Der Bund steuert im Rahmen des Agglomerationsprogrammes 2,9 Mio. Franken bei.
Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis II
Schermenweg 11, 3001 Bern
Auskunft 031 636 50 50
<email-pii>
Häufige Fragen
Haben Sie Fragen zur Ortsdurchfahrt Münsingen? Antworten auf häufige Fragen finden Sie hier.