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Pastor in den USA wegen Verstössen gegen Corona-Anordnungen festgenommen
Das Wichtigste in Kürze
- Ein US-Pastor wurde verhaftet, da er die Corona-Richtlinien ignorierte.
- Rodney Howard-Browne hielt das Virus nicht für gefährlich und hielt zwei Gottestdienste.
Der 58-jährige evangelikale Geistliche wurde in Gewahrsam genommen, weil er am Sonntag zwei Gottesdienste in der Stadt Tampa abgehalten hatte, wie aus Dokumenten der örtlichen Gefängnisverwaltung hervorging. Er habe damit gegen die Versammlungs- und Ausgangsverbote verstossen, hiess es in den Unterlagen.
Der Pastor habe sich «absichtlich und wiederholt» über die geltenden Anweisungen zum Schutz vor der Pandemie hinweggesetzt, schrieb der örtliche Polizeichef Chad Chronister im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er habe damit seine eigene Kirchengemeinde sowie die gesamte Gemeinde Tampa in Gefahr gebracht.
Der Geistliche glaubt entgegen der Warnungen der medizinischen Fachwelt nicht daran, dass das neuartige Coronavirus gefährlich sein kann. Seine Gottesdienste bezeichnet er zudem als essenzielle Dienstleistungen, die folglich trotz der geltenden Restriktionen des öffentlichen Lebens fortgeführt werden dürften.
Der US-Sender CNN schrieb am Montag: «Pastor Rodney Howard-Browne sagte, er werde die Türen seiner Megakirche in Tampa, Florida, nicht schliessen, bevor nicht die Endzeit beginnt. Die Polizei war nicht bereit, solange zu warten.»
Nach Ausstellung eines Haftbefehls hatte sich der Pastor selbst der Polizei gestellt. Er kam gegen eine Kaution von 500 Dollar nach weniger als einer Stunde wieder auf freien Fuss. In Florida gab es bis Montag rund 5400 bestätigte Corona-Infektionsfälle und 63 Todesopfer.
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