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50 Jahre Mondlandung. Die Filme und Dokumentationen zu diesem Ereignis sind uns allen noch präsent und bereits plant die NASA Expeditionen zum Mars, unserem erdähnlichsten Planeten. Damit sind wir wieder bei der Frage: Gibt es eigentlich – ausser der Erde noch weitere, bewohnte Planeten?
Die Bandbreite für Leben ist sehr schmal und es muss dabei vieles stimmen. Der betreffende Planet darf nicht zu nah und nicht zu weit vom nächsten Stern (Sonne) entfernt sein und muss gemässigte Temperaturen aufweisen. Dazu braucht es Wasser, der Planet muss eine Atmosphäre besitzen und ein entsprechendes Magnetfeld aufweisen, damit die Luft nicht ins All entschwindet. Im Weiteren sollte der Planet eine Rotation um die eigene Achse besitzen und wenn möglich Jahreszeiten aufweisen, um nur einige Voraussetzungen zu nennen. Daraus ergab sich für Forscher die Vermutung, dass nur wenige Planeten diese Voraussetzungen mitbringen. In unserem Sonnensystem existiert nur die Erde, welche die erwähnten Kriterien erfüllt: Der Mars ist zu kalt und die Venus, der andere erdnahe Planet, bereits zu heiss ...
Doch wie sieht es in unserer unmittelbaren «Nachbarschaft» aus? Unser Sonnensystem ist Teil der Milchstrasse, einer Spiralgalaxie, mit einem Durchmesser von 100'00 Lichtjahren. Sie besteht aus einer riesigen Ansammlung von über 250 Milliarden Sternen, welche sich spiralförmig um ein Zentrum bewegen. In dieser Galaxis existieren rund 200 Milliarden Planeten, von denen nach Ansicht der Astronomen, ca. 500 Millionen in einer «bewohnbaren» Zone liegen (Exoplaneten). Nach Einschätzung der NASA könnte sogar jeder fünfte Stern einen Planeten besitzen, der unserer Erde ähnlich ist. Das wären Milliarden «bewohnbarer» Planeten, allein in unserer Milchstrasse!
Unsere nächste Galaxie ist «Andromeda», rund 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Wenn wir mit Lichtgeschwindigkeit reisen könnten, also mit 300'000 Kilometern pro Sekunde, bräuchten wir demzufolge 2,5 Millionen Jahre um unser Ziel Andromeda zu erreichen! Da unsere gegenwärtige Raketentechnik aber zigtausendmal langsamer ist, dürfen wir für eine Reise dorthin ruhig das Wort unmöglich gebrauchen. Die Andromedagalaxie umfasst nach Ansicht der Astronomen eine Billion Sterne. Zur Erinnerung: 1 Billion sind 1'000 Milliarden, 1 Milliarde sind 1'000 Millionen! Doch erst mit der neuesten Weltraum- Technologie zeigt sich das Unvorstellbare: Neben den zwei erwähnten Galaxien gibt es nach Meinung der Astronomen zusätzlich einige hundert Milliarden Galaxien im unendlichen Weltall, von denen jede einen Durchmesser zwischen 100 und 300'000 Lichtjahren aufweist. Und diese Galaxien beherbergen wieder Milliarden Planeten, von denen ein Teil davon eine «höhere Lebensform» aufweisen kann. Deshalb lautet heute die Botschaft vieler Wissenschaftler und Astronomen: Leben im Universum ist vermutlich nicht die Ausnahme, sondern die Regel – wenn die Voraussetzungen dafür stimmen!
Von Dr. Richard F. Estermann, Mentalcoach
27.2.2020
Gab es ein Universum vor dem Urknall?
Wenn die Physikerin Anna Ijjas recht hat, begann die Geschichte des Universums anders, als sie in den Lehrbüchern steht. Künftige Experimente sollen darüber Aufschluss geben.
Es klingt verwegen: Unser Universum begann nicht mit dem Urknall, sondern es ist lediglich ein zweiter Aufguss eines älteren Kosmos. Oder der dritte oder der vierte oder der x-te. So genau kann sie es auch nicht sagen, aber sie ist sich ziemlich sicher, dass die Geschichte nicht erst vor 13,8 Milliarden Jahren begann, wie es in Lehrbüchern zu lesen ist. «Das Modell, nach dem der Urknall der Anfang von allem sei, wirft einige Probleme auf», sagt Anna Ijjas vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover. «Ich arbeite deshalb an einer besseren Erklärung.» Urprall statt Urknall, könnte man sagen. Ein zyklisches Universum, das sich ausdehnt und irgendwann wieder zusammenzieht, dann wieder ausdehnt und so weiter.
Die These vom Urknall ist in der Wissenschaft heftig umstritten. Den ganzen Artikel vom DER STANDARD lesen Sie hier.
Die Bilder aus dem Universum - Was wir wirklich sehen
Nehmen wir zum Beispiel die Andromedagalaxie: Der Andromedanebel, oder besser: die Andromedagalaxie, ist - neben der Milchstrasse, unserer Heimatgalaxie - die zweite grosse Galaxie unseres «Heimat-Galaxienhaufens», der lokalen Gruppe. Messier 31 (M31), wie die Andromedagalaxie auch genannt wird, lässt sich bei optimalen Sichtbedingungen schon mit blossem Auge erkennen und ist damit das entfernteste Objekt, bei dem dies regelmässig möglich ist. M31 ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, das Licht benötigt also 2,5 Millionen Jahre für die Strecke von der Andromedagalaxie zur Erde.
Bei der Angabe von Entfernungen jenseits von Erde und Mond haben sich Kilometer als sehr unhandlich erwiesen: Schon die Entfernungen im Sonnensystem sind nämlich so gross, dass sich riesige Kilometerzahlen ergeben.
Innerhalb von Galaxien verwendet man daher das Lichtjahr, also die Strecke, die das Licht mit seiner Geschwindigkeit von rund 300.000 Kilometern pro Sekunde in einem Jahr zurücklegt. Professionelle Astronomen verwenden statt des Lichtjahres lieber das sogenannte Parsec, was sich aber leicht in Lichtjahre umrechnen lässt. Ein Lichtjahr sind 9,460 Billionen Kilometer, also 9.4<ip-pii> Kilometer. Um die Entfernung in Kilometer zu erhalten, gilt es also 9,460 Billionen mit 2,5 Millionen zu multiplizieren. Es ergeben sich 23,65 Trillionen Kilometer oder 23.6<ip-pii>.000.000 Kilometer. Da wird deutlich, warum sich Kilometerangaben bei galaktischen Entfernungen nicht bewährt haben. Schreibt AstroNews.
Was sagt uns das? Licht ist das «Archiv» des Universums. Jedes Bild von Andromeda, ob auf der Erde am Sternenhimmel beobachtet oder aufgenommen von einem Teleskop im All oder auf der Erde, ist bereits 2,5 Millionen Jahre alt. Wir sehen nicht, wie Andromeda jetzt wirklich aussieht, sondern wie sie vor 2,5 Millionen Jahren ausgesehen hat. Dass unter den Wissenschaftlern ein wahrer Krieg um die Urknall-Theorie herrscht, ist mehr als verständlich.