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Der kleine Muntermacher am Morgen, das gesellige Heissgetränk am Nachmittag: Für viele Menschen gehört Kaffee zum Alltag. Wie sich das koffeinhaltige Getränk während der Schwangerschaft auf das Baby auswirkt, hat der Gesundheitsforscher Jack James von der Universität Reykjavik untersucht. Dafür verglich er 37 Einzelstudien, die sich mit diesem Thema beschäftigten.
Das Ergebnis zeigt, dass mitunter schon ein niedriger Kaffeekonsum erhebliche Folgen für den Schwangerschaftsverlauf und die Gesundheit des Babys hat. So steigt das Risiko für Fehlgeburten um bis zu 36 Prozent, jenes für Totgeburten um das Fünffache.
Auch ein niedrigeres Geburtsgewicht und eine geringere Körpergrösse des Kindes werden durch Kaffeekonsum während der Schwangerschaft wahrscheinlicher. Die Gefahr, dass das Kind in den ersten fünf Lebensjahren Übergewicht oder Adipositas entwickelt, wird durch Kaffeekonsum mehr als verdoppelt.
All diese Risiken zeigten sich bereits bei einer Tagesmenge von 100 bzw. 150 Milligramm Koffein. Zum Vergleich: Eine Tasse Filterkaffee enthält – je nach Art der Röstung und Zubereitung – etwa 80 Milligramm Koffein.
Bislang galt Kaffee in geringen Mengen als unbedenklich. Diese weitverbreitete Ansicht wird von der aktuellen Studie revidiert.