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Riesbach
(Kt., Bez. und Gem. Zürich, Stadtkreis V). Ehemalige «Aussengemeinde» der Stadt Zürich, mit der sie am vereinigt worden ist. 1099 Häuser, 15923 Ew. Bildet zusammen mit den Quartieren Hottingen und Hirslanden die Kirchgemeinde Neumünster. ¶
forlaufend
Postbureau, Telegraph, Telephon. Vergl. den Art. Zürich.
Auf dem Grossen und Kleinen Hafner im Zürichsee hat man Pfahlbauten aus der
Steinzeit aufgefunden; Grabhügel aus der Hallstatt Periode im Burghölzli. Hier ging die grosse römische Heerstrasse von
Zürich
längs dem linken Ufer des Zürichsees nach Chur durch. Um 930: Riedispach, d. h. Bach, der aus dem Ried
kommt. Das Grundeigentum in
Riesbach stand bis gegen die Mitte des 13. Jahrhunderts zum grössten Teil dem Fraumünster in
Zürich
zu, das von 1243 an allmählig einzelne Landstücke an das Dominikanerinnenkloster am Oetenbach und Reben an das Zisterzienserkloster
Kappel verkaufte.
Zehntenherr war das Chorherrenstift Zürich.
Die vereinigte niedere und hohe Gerichtsbarkeit stand ursprünglich
dem Reichsvogt über die Stadt zu und kam dann wahrscheinlich schon 1218 als Reichslehen in den erblichen Besitz der Familie
Mülner, die sie 1357 für 400 Mark Silber an die Stadt Zürich verkaufte. Die Entstehung der Gemeinde
Riesbach reicht in den
Anfang des 15. Jahrhunderts zurück. Gehörte ursprünglich zur Kirchgemeinde Grossmünster in Zürich
und wurde 1834 zusammen
mit Hirslanden und Hottingen zur eigenen Kirchgemeinde «Neumünster» erhoben. Nüscheler, Arn. Ein histor. Gang durch die Nachbargemeinden
der Stadt Zürich (in Salom. Vögelins Werk Das alte Zürich.
2. Aufl. Zürich
1890).