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Inhalt und Ziel des Forschungsprojektes
Der urbane Wassersektor exemplifiziert die Relevanz von internationalisierten Regimen: Die technische Aufbereitung von Wasser und Abwasser erfolgt in verschiedensten Teilen der Welt anhand desselben Modells, welches auf expansiven Kanalnetzen, sowie zentralisierter Aufbereitung und Management der Stoffströme beruht. Verschiedenste international tätige Akteure (Wasserkonzerne, Investoren, Technologieexperten, etc.) stützen dieses Modell mit entsprechende Normen und Technologienstandards. GLORIWA untersucht anhand von globalen Datenbanken und basierend auf Experteninterviews, wie sich ein dominantes Regime in der urbanen Wasserbewirtschaftung ausgebildet hat, wie es global diffundiert, und wie seine Dominanz reduziert werden könnte, um Experimente mit lokal angepassten und potentiell nachhaltigeren Systemalternativen zu ermöglichen.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Die Untersuchung von Pfadabhängigkeiten in globalen sozio-technischen Systemen stellt eine Neuheit im Feld der Nachhaltigkeitsforschung dar. Aufschlüsse über die Dynamik in globalen Systemstrukturen können dabei helfen, urbane Transformationsprozesse zu unterstützen und die Erreichung von zentralen Zielen der nachhaltigen Entwicklung zu beschleunigen.