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wohl Schweiz, um 1890
Holz,Glas, Eisen, Messing, Kupferwicklung (Induktionspulen)
H. 18,7 cm, B. 44,6 cm, T. 7,7 cm
Inv. 2012.182.
Am Ende des 19. Jahrhunderts wurden in vielen grossen und fortschrittlichen Haushalten der Wohlhabenden eine elektrische Klingelanlage („Sonnerie“) eingebaut. Sie diente dazu, bequem und lautlos (für die „Herrschaft“) mit den Hausangestellten zu kommunizieren. Ein Knopfdruck auf eine der im Haus verteilten Klingeln löste im Arbeitsbereich - und oft auch in den Schlafräumen der Dienstboten - einen Klingelton aus. Gleichzeitig wurde in dem Anzeigekasten ein Mechanismus ausgelöst, der die entsprechende Nummer umklappen und sichtbar werden liess. So war auf der Anzeigetafel ablesbar, in welchem Raum die Dienste der Angestellten benötigt wurden.
Diese Tafel stammt aus einem mässig grossen Haushalt am Steinenring und war wohl bis zum Ende der 1930er Jahre in Gebrauch. In grossen Villen des Gellertquartiers konnten solche Anzeigentafeln allerdings auch über 20 Nummern besitzen, was auf die entsprechende Zahl von Wohn- und Schlafräumen schliessen lässt.