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Spürbare Kraft Der Mond hat verschiedene Einflüsse auf unsere Erde. Er bewegt die Weltmeere und bremst die Erdrotation. Der bekannteste und grossräumigste Einfluss des Mondes auf unseren Erdball zeigt sich in den Gezeiten. Aufgrund der Mondanziehung haben die Wassermassen an der Erdoberfläche auf der dem Mond zugewandten Seite die Tendenz, sich in Richtung Mond zu erheben. Der gleiche Vorgang findet aber auch auf der dem Mond abgewandten Seite der Erdkugel statt. Dies rührt daher, dass sich genau genommen nicht der Mond um die Erde dreht, sondern beide Körper um ihr gemeinsames Schwerezentrum. Dadurch überwiegt auf der mondabgewandten Seite die Fliehkraft, die die Wassermassen nach aussen zieht. Diese Kräfte verursachen in den Weltmeeren zwei Erhebungen, dazwischen befinden sich zwei «Täler». Die Erhebungen zeigen sich dem Beobachter als Flut, die «Täler» als Ebbe. Während einer vollen Umdrehung der Erdkugel in bezug auf den Mond treten also zwei Ebben und zwei Fluten auf. Dies entspricht einer Zeitspanne von einem Tag zuzüglich der durchschnittlichen täglichen Aufgangsverzögerung des Mondes – also 24 Stunden und rund 50 Minuten. Auch die Sonne übt Gezeitenkräfte auf die Erde aus. Diese sind wegen ihrer grösseren Entfernung allerdings kleiner als die des Mondes. Gleichsinnige oder gegenläufige Überlagerung der Gezeitenkräfte von Sonne und Mond führen jedoch zu einer mehr oder minder starken Ausprägung von Ebbe und Flut. Bei Vollmond und bei Neumond summieren sich die Kräfte, und es kommt zu Springfluten, also besonders hohen Fluten. Bei Halbmond schwächt die Gezeitenkraft der Sonne die des Mondes, daher sind die Gezeiten dann weniger stark ausgeprägt, und es kommt zur Nippflut. 28 Schweizer Hausapotheke 1-2018 Es sind aber nicht nur die Wassermassen allein, die den Gezeitenkräften unterworfen sind. Selbst die Erdkruste wird von diesen Kräften beeinflusst und reagiert darauf, allerdings in sehr viel geringerem Masse als das Wasser. Wäre die Erdkugel aus kompaktem Stahl, würde die Erhebung bei «Flut» etwa einen halben Meter betragen. Auch in der Erdatmosphäre sind die Einflüsse der Gezeitenkräfte zu beobachten. Sie äussern sich in wellenförmigen Luftdruckschwankungen, die jedoch keinen spürbaren Einfluss auf die meteorologischen Erscheinungen haben. Ebenso konnte bisher kein eindeutiger Nachweis dafür gefunden werden, dass der Einfluss des Mondes geologische Aktivitäten wie beispielsweise Erdbeben oder Vulkanausbrüche auslöst oder begünstigt. Die Erde dreht sich immer langsamer Die Reibung der durch die Gezeiten bewegten Wassermassen entzieht der Erde Rotationsenergie. Diese «Gezeitenreibung» bremst also die Drehung der Erdkugel nach und nach ab, daher werden unsere irdischen Tage sehr langsam, aber stetig immer länger. Zurzeit nimmt die Tageslänge auf der Erde in jedem Jahrhundert um etwa zwei Millisekunden zu. Gleichzeitig führt dieser Effekt zu einer allmählichen Entfernung des Mondes von der Erde. Jedes Jahr vergrössert sich die Distanz von Erde und Mond um zirka 3,8 Zentimeter. Durch diesen Effekt werden in etwa 550 Millionen Jahren auf der Erde nur noch ringförmige und keine totalen Sonnenfinsternissen mehr beobachtet werden können. Neben der Gezeitenreibung sorgen aber auch Massenverlagerungen im glutflüssigen Erdinneren, jahreszeitliche Luftmassenumlagerungen und Abschmelzvorgänge in den Polargebieten für kleinere Schwankungen in der Rotationsdauer. Wenn die Summe all dieser Einflüsse zu einer Verlängerung der Umlaufdauer von mehr als 0,6 Sekunden führt, wird zum nächstmöglichen Termin – jeweils Ende Juni oder Ende Dezember – eine zusätzliche Sekunde, eine Schaltsekunde, eingeschoben. Irgendwann in sehr, sehr ferner Zeit wird die Rotation der Erde abgebremst sein, und sie wird dem Mond immer dieselbe Seite zuwenden. Doch bevor es dazu kommt, wird sich unsere Sonne zu einem Roten Riesen aufgebläht und Erde und Mond vernichtet haben. Dr. Andreas Walker ist Wissenschaftsjournalist, Buchautor und Naturfotograf.
Perfektes Schmiermittel für Körper und Geist Omega-Fettsäuren sind gesund. Diese Erkenntnis hat sich in den letzten Jahren etabliert. Mit der stetig steigenden Popularität sogenannter Superfoods wuchs auch der Stellenwert ungesättigter Fettsäuren. Ernährungsexpertin Sandra Auf der Maur erklärt, was sich dahinter verbirgt und in welcher Form sich Omega-3 besonders gut verzehren lässt. Omega-3-Fettsäuren gehören zur Kategorie «mehrfach ungesättigt». Diese leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit, wie Sandra Auf der Maur betont: «Sei es für die Zellstruktur, die Bekämpfung von Entzündungen, die Regulation des Blutzuckers oder die Leistung des Gehirns.» Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können vom Körper selbst nicht hergestellt werden. Das erklärt, weshalb ein Mangel an Omega-3 in unserer Gesellschaft verbreitet ist. Entscheidend ist die Aufnahme von Alpha-Linolensäure. Aus diesem Rohstoff kann der Körper hochwirksame Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA synthetisieren. DHA ist besonders wichtig für das Gehirn. Das menschliche Denkorgan besteht nämlich zu 60 Prozent aus Fett, die Hälfte davon ist DHA. Die physiologische Wirkung kann insbesondere bei Leistungs- und Konzentrationsschwächen, ADH sowie ADHS genutzt werden. Das Mischverhältnis ist entscheidend Samen, Kleien und Keime gehören neben Fisch zu den bekanntesten natürlichen Trägern von Omega-3. Für die Aufnahme und Verwertbarkeit sei das Verhältnis der verschiedenen essentiellen Omega-Fettsäuren 3, 6 und 9 entscheidend. Im Beratungsalltag empfiehlt Sandra Auf der Maur deshalb gerne Udo`s Choice Omega-3-Plus Bio-Pflanzenöl: «Dabei handelt es sich um ein optimal abgestimmtes Gemisch aus verschiedenen kaltgepressten Ölen.» Um den Mangel auszugleichen brauche es eine Einnahme über mehrere Monate. Insbesondere winterliche Kälte und trockene Luft machen ein gutes Schmiermittel unverzichtbar. www.chrisana.ch Sandra Auf der Maur ist Ernährungsexpertin und Filialleiterin des Müller Reformhaus Vital Shop in Luzern. PAPER_ADVERT_MediaPresse_OlivaFix_189by126mm 195 R20092017DBJ DE.pdf 4 20/09/2017 10:41:07 C M Y CM MY CY CMY K Schweizer Hausapotheke 1-2018 29