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Als die 67-jährige pensionierte Beschäftigungstherapeutin Margareta Winberg eine hochoffizielle Einladung zu einem festlichen Abendessen am Sitz der schwedischen Regierung erhielt, war sie etwas überrascht - aber sie zog sich schick an und ging zu dem Dinner.
Dort waren es dann die Gastgeberin, Umweltministerin Lena Ek, und ihre Gäste aus der Welt der Diplomatie und Politik, die sprachlos waren: Sie hatten statt der Therapeutin Margareta Winberg die frühere schwedische Umweltministerin gleichen Namens erwartet.
Es handle sich um eine bedauerliche Verwechslung, erklärte Eks Sprecher Erik Bratthall am Donnerstag. Doch die Umweltministerin habe sofort beschlossen, das beste aus der Situation zu machen. Sie habe die "falsche" Winberg zum Bleiben aufgefordert und alles getan, damit die Rentnerin sich wohlfühle.
Winberg sagte der Tageszeiten "Dagens Nyheter", sie sei ein bisschen erstaunt über die Einladung gewesen. Doch habe das Schreiben sehr echt gewirkt, "und deshalb dachte ich, ich sollte vielleicht hingehen". Vor Ort sei ihr die Verwechslung klargeworden, "aber sie sagten 'Willkommen', also bin ich geblieben".
Nach dem Dinner wurde sogar ein offizielles Gruppenfoto samt Winberg gemacht. Umweltministerin Ek entschuldigte sich nach Angaben ihres Sprechers inzwischen bei der "richtigen" Margareta Winberg und vereinbarte mit ihr ein baldiges Abendessen zu zweit.
SDA-ATS