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Bei der Oscar-Verleihung am Sonntag erhielt Kostümdesignerin Ruth Carter die Auszeichnung für das beste Kostümbild für den Film "Black Panther:Wakanda Forever" von Marvel Studios. Bis dato war nur wenig über die eindrucksvollen Technologien bekannt, die die Designerin und ihr Team nutzten, um die Garderobe und die Accessoires für den Film zu gestalten.
Eines der auffälligsten Designs im Film ist eine majestätische Krone und Halsschmuck. Die imposanten Stücke werden im Film von Königin Ramonda getragen, die von der ebenfalls nominierten Schauspielerin Angela Bassett verkörpert wurde. Sowohl die Krone als auch der Schmuck wurden von Julia Koerner entworfen und in Leuven, Belgien, vom 3D-Druck-Pionier Materialise hergestellt.
Materialise: zwischen der Automobilbranche und Hollywood
Das Unternehmen wird traditionell mit industrieller Arbeit für Airbus, Ray Ban, Automobil- und Fahrradhersteller in Verbindung gebracht, aber um die Kostüme des Films zu kreieren, brauchte es einen Innovator wie Materialise.
Für die Entwicklung der Designs mussten Tradition und Hypermoderne miteinander verschmelzen, um die einzigartige Zivilisation Wakandas, die tief in der afrikanischen Kultur verwurzelt ist, zu repräsentieren. Der 3D-Druck bot die nötige Gestaltungsfreiheit, um äußerst komplexe Entwürfe und Strukturen zu schaffen.
Materialise nutzte eine Technologie namens Laser Sintering, eine 3D-Drucktechnologie, bei der Pulverpartikel Schicht für Schicht mit einem Laser verschmolzen werden. Materialise verwendet Laser-Sintern. Bei dieser 3D-Drucktechnologie werden Pulverpartikel Schicht für Schicht mit einem Laser verschmolzen. Jede Schicht ist lediglich 0,1 mm dick. Die daraus resultierenden Stücke sind in der Regel robust und steif, doch die raffinierte Ausführung ermöglichte ein Design, das sowohl bequem genug war, um getragen zu werden, als auch steif genug, um die imposante königliche Optik beizubehalten.
Herausforderungen des 3D-Drucks
Eine Umfrage von Materialise zeigt, dass viele Unternehmen die einzigartigen Vorteile des 3D-Drucks kennen, aber bei der Einführung der Technologie und der Umstellung auf die Massenproduktion vor Herausforderungen stehen. In der Modebranche steckt der 3D-Druck noch in den Kinderschuhen und muss sich erst noch zu einer nachhaltigen Lösung für eine ultraschnelle Fast Fashion Modeproduktion entwickeln.Dieser übersetzte Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.com.