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«Carte Blanche»
Die «Carte Blanche» in der Höhe von 80’000 Franken wird nicht ausgeschrieben, sondern alle zwei Jahre direkt von einer Fachjury vergeben. Die «Carte Blanche» soll es dem/der Begünstigten ermöglichen, sich während eines längeren Zeitraumes vollständig auf sein/ihr musikalisches Schaffen und seine/ihre künstlerische Weiterentwicklung zu konzentrieren.
Cécile Marti hat sich in den letzten Jahren mit ihren Orchester- und Kammermusikwerken in der Schweiz einen hervorragenden Ruf erarbeitet. So wurde etwa ihr Orchesterzyklus «Seven Towers», in 7 Teilen und für 120 Musiker, 2016 durch das SOBS in Biel uraufgeführt. Teile daraus wurden seit der Entstehung durch das Berner Symphonieorchester, der Geneva Camerata und der Sinfonietta Basel gespielt. Parallel dazu doktorierte Marti mit einer Arbeit, die sich mit musikalischen Zeitverläufen befasst. Die «Carte Blanche» ermöglicht es ihr nun, die initiierte Forschung auf diesem Gebiet in einen künstlerischen Kontext zu stellen. Die erforschten Zeitverläufe sollen mit Hilfe eines Balletts und in skulpturaler Form (Marti ist auch Steinbildhauerin) sichtbar gemacht werden. Die Jury schreibt dazu: «Ihr Ansatz erfüllt perfekt die Kriterien für die Carte Blanche: Cécile Marti verfolgt verschiedenste künstlerische Ausdrucksformen, um die von ihr initiierte Forschung weiter zu entwickeln. Die hohe Qualität sowohl ihrer musikalischen wie plastischen Arbeiten und der von ihr angedachte Ansatz einer Sichtbarwerdung und eines Brückenschlags verdienen eine substanzielle finanzielle Förderung.»