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Professur für Islamwissenschaft
Maurus Reinkowski ist seit 2010 Professor an der Universität Basel.
Er studierte an den Universitäten LMU München, Bogazici Istanbul und Wien. Im Anschluss an ein Fellowship am Van Leer Jerusalem Institute (1995-1996) und zwei Jahre Tätigkeit als Referent am Orient-Institut Istanbul (1996-1998) war er in den Jahren 1998-2004 Assistent an der Universität Bamberg. Von 2004 bis 2010 war Maurus Reinkowski an der Universität Freiburg im Breisgau; 2008-2010 Senior Fellow an der School of History, Freiburg Institute of Advanced Studies. Seit 2010 korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Im Herbst 2015 Gastprofessor an der Sabanci-Universität Istanbul.
Die Forschungsschwerpunkte von Maurus Reinkowski liegen auf der neueren und neuesten Geschichte des Nahen Ostens und des östlichen Mittelmeerraums.
Seine frühen monographischen Arbeiten sind Filastin, Filistin und Eretz Israel: Die Sicht der späten osmanischen Herrschaft über Palästina in der arabischen, türkischen und israelischen Historiographie (1995) und Die Dinge der Ordnung. Eine vergleichende Untersuchung über die osmanische Reformpolitik im 19. Jahrhundert (2005).
In seiner späteren Forschung hat sich Maurus Reinkowski den Arbeitsgebieten Nationalismus und Minderheiten im Nahen Osten, imperiale Ordnung, Verschwörungstheorien, Konversion, Krypto-Religiösität und der Geschichte der Orientalistik zugewandt.
Zu seinen neueren monographischen Veröffentlichungen gehören die gemeinsam mit mehreren Kollegen herausgebrachten Buchbände Conspiracy Theories in the United States and the Middle East. A Comparative Approach (de Gruyter, 2014), World War I and the End of the Ottomans: From the Balkan Wars to the Armenian Genocide (Tauris, 2015) und Arabellion – Vom Aufbruch zum Zerfall einer Region? (Nomos, 2017).
Seit 2010 hat sich das Seminar für Nahoststudien in Lehre und Forschung neu positioniert. Die Nahoststudien verstehen sich als ein regional ausgerichtetes geschichts- und gesellschaftswissenschaftliches Fach. Die politische und intellektuelle Geschichte des Nahen Ostens im 19. und 20. Jahrhundert steht dabei im Vordergrund. Hinzu treten die moderne Gesellschaftsgeschichte der Region sowie die aktuelle Politik und die heutigen internationalen Beziehungen des Nahen Ostens.