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Heute übergaben Bäuerinnen und Bauern sowie Vertreter des nationalen Komitees zum UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe Bundesrat Schneider-Ammann eine Deklaration mit Forderungen. Sie entstand an einer Tagung Ende Juni und verlangt weltweit bessere Rahmenbedingungen für bäuerliche Familienbetriebe. Die Deklaration ist von fünf Organisationen der Landwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit unterzeichnet und richtet sich an Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Beratung.
Bäuerliche Familienbetriebe leisten einen wichtigen Beitrag an die weltweite Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln. Um sie zu stärken, muss die Ernährungssouveränität anerkannt, der faire Handel gefördert und die Rechte der Frauen in der Landwirtschaft verbessert werden. Die Bildung und Beratung in Zusammenhang mit einer auf die bäuerlichen Familienbetriebe fokussierten Entwicklungszusammenarbeit sind zu vertiefen. Dies fordern die HELVETAS, die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete, der Schweizer Bauernverband, der Schweizer Bäuerinnen- und Landfrauenverband und die SWISSAID in einer Deklaration, die sie heute dem Departementsvorsteher für Wirtschaft, Bildung und Forschung, Bundesrat Johann Schneider-Ammann, übererreichten. Die Deklaration entstand im Rahmen der nationalen Tagung zum UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe in Grangeneuve, wo sie von den rund 150 Teilnehmenden aus dem In- und Ausland verabschiedetet wurde. Bundesrat Schneider-Ammann bedankte sich bei den Anwesenden und versprach, die Anliegen im Rahmen seiner Arbeit zu berücksichtigen. Er sei sich der Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe sehr bewusst. Das nationale Komitee des UNO-Jahres 2014 erwartet, dass diesen Worten auch Taten folgen.
Deklaration
Die unterzeichnenden Organisationen – Schweizer Bauernverband, die Schweizerische Arbeitsge-meinschaft für die Berggebiete, der Schweizer Bäuerinnen- und Landfrauenverband, SWISSAID und HELVETAS – würdigen die Leistungen der bäuerlichen Familienbetriebe in Bezug auf die nachhaltige ländliche Entwicklung und Ressourcennutzung. Zur Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe fordern sie:
- Den Grundsatz der Ernährungssouveränität einhalten
- Landwirte und Angestellte sollten angemessenes Einkommen in der Landwirtschaft erwirtschaften können
- Faire Handelsbedingungen für alle ermöglichen
- Die Multifunktionalität der Landwirtschaft fördern
- Entwicklungszusammenarbeit vertiefen
- Die Rolle der Frau in der Landwirtschaft und ihre Rechte anerkennen und durchsetzen
- Forschung, Bildung und Beratung ausbauen
Die Deklaration richtet sich an Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft, Landwirtschaft und anderen Bereichen, die auf die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen Einfluss haben. Die Deklaration dient als Richtschnur für zukünftige Entscheidungen.
Das UNO-Jahr in der Schweiz
Die Tagung zum UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe ist ein Projekt des nationalen Komitees. SAB und AGRIDEA als Mitorganisatorin hatten die Leitung inne. Der internationale Bäuerinnendialog mit Abschluss am Tag der Bäuerin am 16. Oktober an der OLMA in St. Gallen ist ein weiteres Projekt. Die Facebook-Aktion „Mein Bauer. Meine Bäuerin.“ läuft bereits seit anfangs Jahr sehr erfolgreich. Mehr als 26'000 Personen haben bei einer der 33 Familien aus der Schweiz und Entwicklungsländern „Gefällt mir“ geklickt und erhalten regelmässig Einblick in deren Alltag. Im nationalen Komitee engagieren sich der Schweizer Bauernverband (SBV), die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB), Helvetas, SWISSAID, der Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauen Verband (SBLV) und die AGRIDEA. Das Bundesamt für Landwirtschaft und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit unterstützen die Aktivitäten, als Hauptsponsoren konnten Raiffeisen und Coop gewonnen werden. Alle Aktivi-täten zum UNO-Jahr sind zu finden auf: www.familyfarming.ch.
Rückfragen:
- Jörg Beck, Projektleiter Tagung & Ressortleiter Agrarwirtschaft SAB, Tel. 076 549 69 46
- Francis Egger, Präsident nationales Komitee mit Mitglied GL Schweizer Bauernverband, Mobile 079 280 69 6