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Vereidigung – Pierre-André Monnard rückt für Laurent Favre im Nationalrat nach
Der Freisinnige Pierre-André Monnard, seit sechs Jahren Mitglied der Stadtregierung von La Chaux-de-Fonds NE, folgt im Nationalrat auf den zurückgetretenen Laurent Favre. Am 8. Dezember 2014 ist der 57-jährige Neuenburger vereidigt worden.
Monnard will sein Exekutivamt vorläufig behalten und sich in Bernfür Verkehr und Mobilität einsetzen. Er ist seit 2008 Mitglied der Stadtexekutive von La Chaux-de-Fonds, der zweitgrössten Stadt des Kantons Neuenburg. In der Deutschschweiz ist der FDP-Politiker bisher kaum in Erscheinung getreten.
Bevor er in die Politik einstieg, war Monnard als Wirtschaftsprüfer tätig. 2011 kandidierte er erstmals für den Nationalrat. Er erreichte den vierten Listenplatz hinter Parteikollegin Sylvie Perrinjaquet, die 2013 für den in die Neuenburger Regierung gewählten AlainRibaux nachrutschte.
Nun beerbt Monnard Laurent Favre im Nationalrat, der im Oktober 2014 den Sitz des wegen Erschöpfung zurückgetretenen SVP- Staatsrats Yvan Perrin eroberte und seinen Sitz in der grossen Kammer abgab. Laurent Favre gewann am 28. September die Ersatzwahl klar.
Zu seiner Motivation, das Nationalratsmandat zu übernehmen, sagte Monnard in einem Interview mit den Zeitungen «L'Express» und «L'Impartial»: «Ich habe Lust, die Interessen des Kantons Neuenburg in Bern zu verfechten. Dabei denke ich vor allem an die Mobilität.»
Die Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds liegt im oberen Teil des Kantons Neuenburg und muss ständig darum kämpfen, dass sie vom unteren Teil nicht abgehängt wird. Umso dramatischer war deshalb die äusserst knappe Ablehnung der Bahnverbindung TransRUN im September 2012 an der Urne. Nun will der Kanton einen neuen Anlauf für eine direkte Schnellbahn zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds nehmen, und dafür braucht er Subventionen vom Bund.
Monnard will sein Amt als Nationalrat bis zu den Wahlen im Oktober 2015 parallel zu seinem Exekutivamt ausüben. Wenn er in Bern wiedergewählt werde, werde er sein Doppelmandat voraussichtlich noch bis zu den Kommunalwahlen im April 2016 beibehalten. Weiter wolle er nicht planen. «Ich will keine Luftschlösser bauen», sagte er.
Monnard wurde am Montag auch gleich als Ersatzstimmenzähler ins Ratsbüro gewählt. Er erhielt 110 von 145 gültigen Stimmen. Vor einer Woche, nach der Wahl des Ratspräsidiums, war die Wahl eines Ersatzstimmenzählers aus Zeitmangel vertagt worden.
Quelle: SDA