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Die „Nächte in spanischen Gärten“, Manuel de Fallas wohl bekanntestes Orchesterwerk, gelten als Liebeserklärung des Komponisten an seine andalusische Heimat. Und das zu Recht, entstand der dreisätzige Zyklus doch wesentlich in Paris; hier, in der Metropole, „malte ich die spanischen Nächte vielleicht noch schöner, als sie in Wirklichkeit sind“, so de Falla rückblickend.
Andererseits wäre das Stück ohne die künstlerischen Anregungen, die de Falla in Paris empfing, nie entstanden. Während er zuhause in Spanien mit Missachtung gestraft wurde, bestärkten ihn Kollegen wie Dukas und Ravel auf seinem kompositorischen Weg. Ein weiterer Exilant, der Pianist Ricardo Viñes, riet de Falla, das ursprünglich für Klavier konzipierte Material zu einem grossen sinfonischen Werk auszuarbeiten. Zur Uraufführung kam es erst 1916, sieben Jahre nach den ersten Entwürfen.
Stilistisch stellen die „Nächte in spanischen Gärten“ eine Mischung zwischen Klavierkonzert und Tondichtung dar; de Falla selbst bezeichnete sie als „sinfonische Impressionen“. Von ihren zum Teil konkret benannten Schauplätzen (Granada, das Hinterland Córdobas) abgesehen, gibt es keine programmatischen Hinweise. Dass beim Hören dennoch sehr plastische, farbenreiche Bilder entstehen, liegt an de Fallas fantasiereicher Klangregie, einer Kombination von andalusischen Themen, arabischem Musikgut und impressionistischer Instrumentierung. Der solistische Klavierpart ist sehr brillant gehalten, aber stets in das orchestrale Stimmengewebe eingebunden.