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Einen ganzen heissen Sommer lang waren die die Delegierten zusammengesessen und hatten einen Verfassungstext verfasst, der schliesslich auf vier Bogen Pergament Platz fand. Darin wurde das Prinzip der Gewaltenteilung eingeführt, das gerne mit «Checks and Balances» beschreiben wird. Das heisst, jede Gewalt im Staat wird durch die anderen kontrolliert und keine bekommt den anderen gegenüber ein Übergewicht.
Zum ersten Mal wurde damit der Versuch unternommen, ein Regierungssystem zu schaffen, das nicht auf Willkür und Zufall basiert, sondern auf vernünftigen Entscheidungen und vorhersehbaren Abläufen. Natürlich war auch dieser kurze Text ein Kompromisswerk, auf das man sich nach langen Diskussionen und unter strengster Geheimhaltung – die Fenster der Versammlungshalle waren zum Schutz vor Lauschern zugenagelt worden – geeinigt hatte.
Benjamin Franklin, Delegierter des Staates Pennsylvania, gab denn auch heute vor 234 Jahren unumwunden zu, dass dieser Text lange nicht perfekt sei. Aber er sei zufriedenstellend und mehrheitsfähig. Alle anwesenden 39 Delegierten unterschrieben, und sie unterzeichneten damit die erste Verfassung, die konsequent bestrebt war, eine moderne staatliche Gemeinschaft von Gleichen zu schaffen. Es erstaunt nicht, dass «We the people...» die am häufigsten zitierten Worte der Verfassung sind.