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Schweizerische Ostwestbahn
|Kürzel||OWB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1860-12-03|
|Mutiert||Ab 1861-06-01 Bernische Staatsbahn|
|Daten vorhanden||nein|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die im Volksmund aufgrund chronischer Geldprobleme als «Oh-Weh-Bahn» bezeichnete OWB plante ein Schienennetz, das unter anderem von Bern durch das Entlebuch und über Luzern und Zug bis nach Zürich reichen sollte. Massgeblicher Initiator und Direktionspräsident der OWB war der Berner Professor Bruno Hildebrand, der mit der genannten Linienführung die Nordostbahn (NOB) konkurrenzieren wollte, mit deren Patron, Alfred Escher, er im persönlichen Zwist lag. Der Kanton Bern unterstützte die OWB mit einer Beteiligung von 2 Mio. Franken. 1861, mitten in den Bauarbeiten, ging jedoch die OWB in Konkurs. Undurchsichtiges Finanzgebahren, Probleme bei der Geldbeschaffung (unter anderem lehnte das Luzerner Kantonsparlament eine von der Regierung beantragte Aktienbeteiligung von 1 Mio. Franken ab) sowie ein sich auftürmender Schuldenberg von letztlich über 8 Mio. Franken gaben den Ausschlag zum Bankrott. Die Baukosten bezifferten sich zu diesem Zeitpunkt auf über 10 Mio. Franken, rund 5 Mio. Franken des Anlagekapitals mussten aufgrund der Liquidation abgeschrieben werden. Die im Bau befindlichen OWB-Streckenabschnitte zwischen Luzern und Zug erwarb die Nordostbahn (NOB). Den Rest der Konkursmasse kaufte angesichts seiner bereits getätigten Investitionen der Kanton Bern, woraus die Bernische Staatsbahn (BSB) entstand.
Die Datenbank enthält keine Zahlen zur OWB, da sie gleichzeitig mit der Eröffnung ihrer ersten Strecke (Biel–Landeron-Combes) im Dezember 1860 in Konkurs ging.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: