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Nach Auszählung von 90% der Gemeinden zeichnet sich bei den Walliser Regierungsratswahlen eine herbe Schlappe für den bisherigen SVP-Regierungsrat Oskar Freysinger und sein "Rechtsbürgerliches Bündnis" ab. Während Freysinger vor vier Jahren mit rund 53'000 Stimmen sowohl im ersten wie auch im zweiten Wahlgang das beste Resultat aller Kandidierenden erzielt hatte, liegt er momentan mit rund 25'000 Stimmen lediglich auf dem fünften Rang.
Ein Glanzresultat gelingt dagegen dem Oberwalliser CVP-Kandidaten und Nationalrat Roberto Schmidt mit zurzeit 42'000 Stimmen. Allerdings schafft auch er gemäss Zwischenstand das absolute Mehr von derzeit rund 47'500 Stimmen nicht.
Im ersten Wahlgang dürfte keiner der elf Kandidaten und zwei Kandidatinnen die Wahl schaffen. Es wird voraussichtlich am 19. März zu einem zweiten Wahlgang kommen.
Der bisherige CVP-Regierungsrat Jacques Melly und CVP-Kandidat Christophe Darbellay liegen gemäss derzeitigem Stand etwa gleichauf auf dem zweiten respektive dritten Platz. Die CVP-Wählerschaft dürfte auch recht geschlossen für die bisherige SP-Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten votiert haben, liegt diese doch mit 29'000 Stimmen noch vor Freysinger auf dem vierten Platz.
Hinter Freysinger folgt der zweite SP-Kandidat, der ehemalige Nationalratspräsident Stéphane Rossini. Der dissidente CVP-Kandidat Nicolas Voide, der mit Freysinger auf der Liste des "Rechtsbürgerlichen Bündnisses" kandidierte, liegt nach der bisherigen Auszählung auf dem 7. Platz, noch vor der zweiten SVP-Kandidatin, Sigrid Fischer-Willa aus Brig.
Freysinger verlor im Oberwallis gegenüber seinem Resultat vor vier Jahren rund 35 Prozent seiner Stimmen. Aber auch im Unterwallis konnte er nicht mehr gleich brillieren wie vor vier Jahren.
(AWP)