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Halbarte
Kompakte Halbarte mit hochrechteckigem Blatt. Dieses ist oben eingezogen und geht in eine Stossklinge über. Die Stossklingenspitze ist abgebrochen. Am Rücken wurde ein Dorn/Haken ausgeformt. Die Tülle wurde in der Flucht der Stossklinge gearbeitet und ist gegen oben hin abgeschrägt. Nach unten verlängert sich die Tülle in zwei seitliche Schaftfedern. Die Halbarte ist mit dem Zeughausschlag «KZ» versehen.
Im 13. Jahrhundert tauchte beim Fussvolk eine neue Waffe auf. Bis dahin wurde vorwiegend mit Schwert, Spiess und Schild gekämpft. Bei der neuen Waffe handelte es sich um die Halbarte (mittelhochdeutsch «helmbarte», zusammengesetzt aus «helm», «halm» für Stiel, Stange und «barte» für Beil, Streitaxt), welche durch das Zusammenfügen von Klinge und Stange entstanden war. Sie war vorerst nicht zum Hieb, sondern zum Schneiden und zum Stoss geeignet. Erst durch die Verbreitung des Klingenblattes zu einer Breitklinge erhielt die Halbarte ihr endgültiges Aussehen und ihre Funktion als Hieb- und Stichwaffe. Die Waffe wurden in den ersten Schlachten der Eidgenossen im 14. Jahrhundert verwendet und blieben bis ins 18. Jahrhundert in Gebrauch, obwohl seit dem 15. Jahrhundert vermehrt Spiesse eingesetzt wurden. Seit dem 17. Jahrhundert wurden Halbarten immer mehr als Paradewaffen sowie als Rangabzeichen für Unteroffiziere und Subalternoffiziere verwendet. Weitere Informationen zur Halbarte findet man im Blogbeitrag «Aufstieg einer Allzweckwaffe» von Adrian Baschung im Namen des Nationalmuseums Schweiz.
Die oben beschriebene Halbarte ist im Museum Burg Zug (1. Obergeschoss, Turmraum) ausgestellt.