Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03620.jsonl.gz/2253

»Geschiedkundig overzicht der beoefening
van kunsten en wetenschappen in Nederlandsch-Indië«, ferner
»Batavia in 1740«, »Onderzoek naar de oorzaken van het onderscheid
tusschen de Soendaneezen en eigenlijke Javanen«, endlich »Aanteekeningen
omtrent de Badoeïnen in het zuiden van Banten« heraus und übersetzte das alte malaiische Gedicht »Bidasari«.
Seine
Schrift, die sich mit der
Emanzipation der Sklaven im niederländischen
Indien
(»De emancipatie der slaven in Ned.-Indië«,
1848) beschäftigt, machte das größte Aufsehen. 1848 kehrte Hoëvell nach
Holland zurück, wo
er an die
Spitze der liberalen kolonialen
Bewegung trat. Er wurde in die
Kammer gewählt, der er 14 Jahre als einer der glänzendsten Redner angehörte;
seine
Reden, eine lange
Verteidigung der
SacheIndiens, gab er selbst noch in 4
Bänden (»Parlementaire redevoeringen«,
Zalt-Bommel
1862-65) heraus.
Schon früher hatte er »Uit het indische leven« (1860),
Skizzen, die auch großes litterarisches
Verdienst
haben, veröffentlicht. 1862 wurde er zum
Staatsrat ernannt und starb im
Haag.
[* 4]
[* 12]freier, eingefriedigter Platz, besonders der
Raum neben einem Gebäude, zu demselben gehörig und mit
Mauern, einem
Geländer oder mehreren Gebäuden eingeschlossen. Bei größern Bauwerken unterscheidet man Vorder- und Hinter- oder
Haupt- und
Nebenhöfe.
Landwirtschaftlich versteht man unter auch ein ganzes
Gut mit
Feldern etc. oder bloß den gesamten
Gebäudekomplex
(Gehöft). Hofraum oder
Hofraite heißt dann der von diesem umschlossene
Raum. Man liebt die
Anlage im (länglichen)
Viereck,
[* 13] damit vom
Wohnhaus
[* 14] aus alles übersehen werden kann, zieht aber da, wo sehr weitläufige Bauten nötig sind, dieAnlage
von Querbauten vor, um nicht zu viel Hofraum mit unnötigen Unterhaltungskosten
(Pflaster, Reinigen etc.) zu haben. In solchem
Fall kann im Mittelbau ein
Turm
[* 15] mit Uhrwerk und Verwalterstube zu freiem Überblick angebracht werden.
Gebäude mit feuergefährlichen
Anlagen vereinigt man wohl in einem besondern Hof, freier (Maschinenhof, Brennereihof etc.),
sowie man auch gesonderte
Höfe für Futteraufbewahrung (Feimenhof),
Stallungen
(Viehhof), Schäferei (Schafhof
etc.) hat. Für die ganze Hofanlage wird vorteilhaft die Mitte der Längsachse des
Gutes gewählt, oder es entscheidet die
Nähe des
Wassers, der Landstraße etc. Bei kleinern
Anlagen bringt man die Düngerstätte in der Mitte des
Hofs an, damit sie
von allen
Stallungen gleich zugänglich sei und bequeme An- und Abfahrt biete.
vorüberziehen, und zeigen sich ganz nahe um den leuchtenden Körper. Dieser ist zunächst von einem gräulichblauen Kreis
umgeben, welcher nach innen in ein helleres Weiß übergeht und nach außen von einem gelben und roten Kreis begrenzt ist.
Auf diese folgen zuweilen noch anders gefärbte Kreise,
[* 23] welche nach außen hin abwechselnd grün und rot
sind. In dieser Vollständigkeit erscheinen die Höfe nur selten, meistens sind die Farben nur schwach oder verschwinden ganz,
so daß dann nur ein Hof ohne Farben sichtbar ist.
Die Durchmesser der farbigen Ringe sind nach der Größe der Nebelbläschen veränderlich; je größer die letztern sind, desto
kleiner werden die erstern, und es kann die Größe der Nebelbläschen aus dem Durchmesser der Ringe berechnet
werden. Die kleinern Höfe werden durch die sogen. Beugung
[* 24] der Lichtstrahlen (s. d.) hervorgerufen, welche diese erfahren,
wenn sie durch die kleinen Öffnungen zwischen den Nebelbläschen hindurchgehen, und lassen sich nachahmen, wenn man eine
Flamme
[* 25] durch ein schwach angehauchtes oder mit feinem Staub (Semen Lycopodii) bestreutes Glas
[* 26] betrachtet.
Die größern Höfe (Sonnen- oder Mondringe, griechisch-lat. Halo) zeigen sich in ihrer einfachsten Form als helle, zuweilen
als farbige Kreise, in deren Mittelpunkt der leuchtende Körper steht. Ihr Radius hat entweder eine Große von 22-23° oder von
46-47°, der innere Rand ist schärfer, der äußere mehr verwaschen, und wenn Farben sichtbar sind, befindet sich das Rot auf
der innern Seite. Zu diesem einfachen Kreis treten öfters noch andre Erscheinungen hinzu.
Oft sind von der ganzen Erscheinung nur die Nebensonnen ohne irgend welche Kreise sichtbar, und endlich zeigt sich zuweilen
auch ein der Sonne genau gegenüberstehender und mit derselben in gleicher Höhe befindlicher weißer Fleck, Gegensonne genannt,
der im horizontalen Streifen steht, wenn dieser sichtbar ist. Man sieht diese Erscheinungen der größern
Höfe am häufigsten in nördlichen Gegenden und während der kältern Jahreszeit. Sie haben ihren Ursprung in kleinen in der
Atmosphäre schwebenden Eisnadeln oder Eiskristallen.
[* 12] (lat.
Curia, Aula, franz. Cour, engl. Court), ursprünglich der von den Gebäuden eines Gutes umschlossene freie Platz,
auf welchem sich die Gefolgschaft des Gutsherrn versammelte, dann diese Gefolgschaft selbst; ferner Bezeichnung für die
Residenz eines Fürsten (Hoflager) sowie für den Fürsten selbst mit seiner Familie und seiner Umgebung.
Die hervorragende Stellung, welche das Staatsoberhaupt in monarchischen Staaten einnimmt, rechtfertigt und erheischt einen
gewissen äußern Glanz, mit welchem sich die Majestät umgibt.
Freilich liegt dabei die Gefahr der Übertreibung nahe, und so ist es erklärlich, daß zuweilen an den Fürstenhöfen ein
leeres Formenwesen und sinnliche Verflachung Platz gegriffen haben (man denke z. B.
an das üppige Hofleben in Frankreichvor derRevolution); die Beispiele von Höfen, an welchen die geistigen Interessen der Nation
gefördert und Wissenschaft und Kunst gepflegt wurden, wie an dem Hof der Mediceer und an dem weimarischen Musenhof, standen
in früherer Zeit nur vereinzelt da. Im übrigen sind die Hofhaltungen in ihrem Wesen und in ihrer Einrichtung
je nach der Kulturstufe der einzelnen Völkerschaften sehr verschieden; doch ist es unverkennbar, daß das Hofwesen des Orients,
welches zum Teil theokratischen Anschauungen seine Entstehung verdankte, vielfach in den abendländischen Staaten nachgeahmt
worden ist, und daß sich gewisse Spuren davon bis in die Gegenwart hinein erhalten haben. Im Altertum
fielen die Funktionen der Hofbeamten regelmäßig mit denen der Staatsdiener zusammen, wie dies heutzutage noch bei solchen
Völkerschaften der Fall ist, die sich noch nicht aus den Banden des Absolutismus befreit haben. So war es z. B. unter
den römischen Cäsaren, bei welchen die hohen Militärbeamten zugleich die unmittelbare Umgebung und den Hofstaat des Kaisers
bildeten.
Als dann in Versailles
[* 32] durch Ludwig XIV. ein glänzendes und üppiges Hofleben geschaffen und an die Stelle
der spanischen Grandezza ein leichtlebiger Ton getreten war, fand das französische Mode- und Etikettewesen an den deutschen
Höfen vielfach Nachahmung. Wie schon bemerkt, trat die Revolution den Ausschreitungen des französischen Hofwesens entgegen;
doch suchte Napoleon I. durch eine glänzende Hofhaltung den ihm fehlenden Glanz derLegitimität zu ersetzen.
Die Höfe der Gegenwart sind zwar im großen und ganzen in konformer Weise organisiert, im einzelnen aber ist die vielfache
Gliederung der Hofbediensteten und ihrer Funktionen, namentlich auch mit Rücksicht auf den Umfang der Hofhaltung, sehr verschieden.
Diese Hofbediensteten bilden zusammen den Hofstaat des Fürsten; sie zerfallen in Hofbeamte und Hofdiener
(Hofoffizianten), je nachdem es sich um den Ehrendienst bei dem Monarchen und seiner Familie oder um die höhere Hofverwaltung
oder nur um niedere Dienstverrichtungen handelt. Die höhern Hofbeamten sind die Inhaber der eigentlichen Hofämter (Hofchargen,
Hofstäbe), während die übrigen bloße Ehrendienste zu verrichten haben
¶