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EMDR
Therapie zur Behandlung von Belastungsstörungen
Was ist EMDR
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) wurde durch die US-Amerikanische Psychologin und Forscherin Dr. Francie Shapiro in Palo Alto, Kalifornien am "Mental Research Institute" (MRI) entwickelt.
Diese Methode dient der Verarbeitung von belastenden Erinnerungen, d. h. von Erinnerungen, die ihren Ursprung in äusserst stressvollen Situationen haben. Solche Erinnerungen können mit der Zeit im Alltag zu Gefühls- und Verhaltensstörungen führen, die sich u. a. äussern in Reizbarkeit, Angst, Albträumen, Depression, innerer Unruhe, Schmerzen, Suchtverhalten, Wutausbrüchen etc.
Derart belastende Ereignisse überfordern oftmals die Informationsverarbeitungsprozesse des Gehirns. Die erlebte Ohnmacht, Angst, der Schmerz etc. war zu überwältigend. Unter solchen Umständen wird eine Erinnerung dysfunktional gespeichert. Diese dysfunktional gespeicherte Erinnerung ist in der Folge Auslöser für die beschriebenen späteren Symptome.
EMDR ermöglicht die nachgewiesenermassen effiziente und nachhaltige Verarbeitung solcher Erinnerungen, wodurch diese funktional abgespeichert und somit integriert werden können. Die Folge dieser neuen Speicherung ist eine spürbare Entlastung und Symptombefreiung.
EMDR wird gemäss zahlreichen internationalen Leitlinien als sehr wirksame Methode zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung empfohlen, insbesondere durch die WHO, welche EMDR in den "MhGAP Guidelines for the Management of Problems and Disorders, that are specifically related to Stress, 2013" empfiehlt.
Für wen eignet sich EMDR?
Diese Methode eignet sich für Menschen jeden Alters, die an Symptomen infolge belastender Ereignisse leiden. Solche Ereignisse sind beispielsweise ein Unfall, Mobbing, eine schwere Erkrankung, schwere Verluste, Gewalt-Erlebnisse, sexuelle Übergriffe oder andere selbstwertschädigende Ereignisse.
EMDR ist effektiv in der Behandlung von allen möglichen Traumafolgestörungen sowie von Depression, Angst-, Phobie- und Panikstörungen, Suchterkrankungen, Schmerz-, Zwang- und Persönlichkeitsstörungen.