Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/2296

Zwischen 2007 und 2016 haben Spaniens Finanzinstitute ihr Personal um rund 83.000 auf etwa 195.000 abgebaut und mehr als 16.000 Filialen geschlossen, wie aus Daten der spanischen Notenbank hervorgeht. Dieser Trend setzte sich im ersten Quartal mit weiteren 400 Schliessungen fort.
Die spanische Bankenlandschaft hat sich im Laufe des letzten Jahrzehnts nach dem Platzen einer Immobilienpreisblase im Lande grundlegend verändert. Ihren Höhepunkt erreichte die Krise 2012, als die Regierung in Madrid die Europäische Union um Hilfskredite zur Bankensanierung in Höhe von 41 Mrd. Euro ersuchen musste. Die Bankenrettung löste eine Konsolidierungswelle aus und drängte Zombie-Institute aus dem Geschäft.
Selbst nach dieser Bereinigung versuchen die Banken weiter ihre Kosten weiter zu verringern. Hintergrund sind Margendruck, der sich aus dem Niedrigzinsumfeld ergibt, Überkapazitäten und weniger Geschäfte im Zusammenhang mit Aktivitäten im Baugewerbe.
Dennoch bleibt Spanien das Land mit der stärksten Bankendichte im Euro-Raum, wenn das Verhältnis zwischen Einwohnerzahl und Anzahl der vorhandenen Bankfilialen betrachtet wird. Es steht also noch ein gutes Stück des Weges bevor.
(Bloomberg)