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Noch nie hat jemand so viel Vermögen auf einen Schlag verloren wie Elon Musk
Obwohl es praktisch unmöglich ist, den genauen Betrag zu ermitteln, übertrifft Musks Minus bei weitem den bisherigen von Guiness World Records aufgezeichneten Verlust, wie es auf der Website der Organisation heisst. Der bisherige Rekord war vom Tech-Investor Masayoshi Son im Jahr 2000 aufgestellt worden. Der Japaner hatte im Dot-com-Crash knapp 55 Milliarden Franken abschreiben müssen.
Vermögen mehr als halbiert
Laut dem Finanzmagazin Forbes sank Musks Nettovermögen von einem Höchststand von 300 Milliarden im Jahr 2021 auf noch 130 Milliarden Franken im Januar 2023, was vor allem auf die schlechte Entwicklung der Tesla-Aktie zurückzuführen ist. «Kurzzeitiger Börsenwahnsinn» habe zum Riesenverlust geführt, schrieb der Unternehmer auf Twitter. Die Aktie verlor 2022 65 Prozent ihres Wertes.
Der grösste Teil von Elon Musks Vermögen besteht aus Tesla-Aktien. Deren Wertverlust beschleunigte sich im Oktober 2022, nachdem er Twitter gekauft hatte. Die turbulente Übernahme, verbunden mit Musks polarisierendem Verhalten im Internet, löste den grössten Ausverkauf von Tesla-Aktien seit dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 2010 aus.
Vom Louis-Vuitton-Boss überholt
Musks Börsenpech führte ausserdem dazu, dass er seinen Status als reichster Mensch der Welt an den Franzosen Bernard Arnault, den Gründer des Luxusgüterkonzerns LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy), verlor. Arnault kann ein geschätztes Nettovermögen von 180 Milliarden Franken sein Eigen nennen.
Die Messung des Nettovermögens von Einzelpersonen zu einem bestimmten Zeitpunkt ist eine knifflige Angelegenheit. Bei Unternehmern, deren Vermögen an den Wert einer bestimmten Aktie gebunden ist, kann es aufgrund externer Faktoren wie Marktbedingungen oder politischen Entscheidungen innerhalb kurzer Zeit zu grossen Schwankungen kommen. Musk hat schon in der Vergangenheit beträchtliche Geldbeträge verloren – und sich wieder erholt.
Doch der Verlust im vergangenen Jahr hat sich Musk zum Teil auch selbst zuzuschreiben, wie die «Washington Post» schreibt. Er verkaufte erhebliche Mengen seiner Tesla-Aktien, um Twitter zu erwerben, während der Autohersteller unter dem zunehmenden Wettbewerb auf dem Markt für Elektrofahrzeuge, Engpässen bei Chips und Rohstoffen sowie Produktionsverzögerungen und verpassten Terminen litt.
(osc)