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Viele Unternehmen müssen bei der digitalen Transformation eine neue Strategie verfolgen, damit ihre Mitarbeiter die zunehmende geschäftliche Komplexität besser bewältigen können. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Pegasystems.
In der weltweiten Studie von Pegasystems gaben fast drei Viertel (71 Prozent) der Befragten an, dass die Komplexität ihrer Aufgaben zunimmt. Mitarbeiter aller Ebenen fühlen sich von Informationen, Systemen und Prozessen überlastet und haben Schwierigkeiten, die wachsenden Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie führten viele Unternehmen kurzfristig Transformationsprojekte durch, um sich an die neue Realität anzupassen. Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass diese Projekte oft nicht weit genug gingen oder nur in Silos umgesetzt wurden. 42 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die digitale Transformation die Komplexität ihrer Arbeit weiter erhöht hat. Das sollte Unternehmen dazu veranlassen, ihren digitalen Ansatz zu überdenken. Auf die Frage, was für die gestiegene Komplexität verantwortlich ist, antworteten die Umfrageteilnehmer mit einem Mix aus organisatorischen, technologischen und gesellschaftlichen Faktoren.
Die fünf häufigsten Antworten waren:
- die Informationsflut (90 Prozent)
- interne Prozesse und Bürokratie (89 Prozent)
- das Management von Projekten, Teams und Mitarbeitern (88 Prozent)
- der schnelle Wandel (87 Prozent)
- Ressourcenmangel (86 Prozent).
Wie können Unternehmen diese Komplexitätsfaktoren besser in den Griff bekommen? Den Befragten zufolge sollten sie vor allem damit beginnen, technologische Silos aufzubrechen. 43 Prozent von ihnen sehen zu viele unterschiedliche Systeme als grössten technologischen Grund für Komplexität. Auf die Frage, was Unternehmen tun könnten, um die Komplexität ihrer Technologien zu reduzieren, nannten 40 Prozent die Bereitstellung von Systemen, die sich leichter mit anderen Technologien integrieren lassen. Diese Antworten legen nahe, dass Unternehmen bei der digitalen Transformation einen ganzheitlicheren Ansatz verfolgen sollten als isolierte Einzelprojekte durchzuführen.
Die Umfrage zeigt auch, wie insbesondere die Corona-Pandemie die geschäftliche Komplexität weiter erhöht hat:
- die Mehrheit der Befragten (56 Prozent) ist davon überzeugt, dass die Pandemie das Arbeitsleben generell komplexer gemacht hat;
- rund jeder dritte Mitarbeiter (35 Prozent) ist der Meinung, dass hybride Arbeitsmodelle das Geschäftsleben komplexer gestalten. Als wesentlichen Grund dafür sieht diese Gruppe die schwierige Abgrenzung von Arbeit und Privatleben;
- fast jeder dritte Befragte (32 Prozent) glaubt, dass es durch die Pandemie schwieriger geworden ist, passende Mitarbeiter zu finden. Der Großteil dieser Gruppe gab an, dass ihr Unternehmen vor allem nicht in der Lage ist, Talente mit den erforderlichen technischen Kenntnissen zu rekrutieren.
Die Pandemie hat einen raschen Wandel ausgelöst und viele Mitarbeiter wünschen sich, dass ihr Unternehmen sich schneller daran anpasst. Einer von drei Befragten gab an, dass sein Arbeitgeber zu langsam auf die neuen Bedingungen reagiert. Trotz der Komplexität von Technologie sehen die Befragten sie als den Schlüssel zur Rationalisierung ihrer Aufgaben. 98 Prozent sind der Meinung, dass Technologie für die ordnungsgemässe Erledigung ihrer Aufgaben unerlässlich ist. „Angesichts der zunehmenden Komplexität des Geschäftslebens müssen Unternehmensleiter ihre Strategien zur Digitalen Transformation überdenken“, sagt Tom Libretto, Chief Marketing Officer bei Pega. „Viele Unternehmen haben in den ersten Tagen der Pandemie schnelle Lösungen umgesetzt, die in sich geschlossen waren und einfach nicht weit genug gingen. Jetzt ist es an der Zeit, einen Schritt zurückzutreten und einen intelligenteren, ganzheitlichen und einheitlichen Ansatz zu implementieren, der Arbeitsabläufe vereinfacht und rationalisiert.“