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- Kanada gewinnt an der Eishockey-WM in Tampere den Halbfinal gegen Tschechien problemlos mit 6:1.
- Den Unterschied macht der Titelverteidiger mit drei Toren innert drei Minuten im 2. Drittel.
- Im Final trifft Kanada auf Finnland. Der WM-Gastgeber setzte sich im ersten Halbfinal gegen die USA mit 4:3 durch.
Kanada kann an der Eishockey-WM in Tampere die Titelverteidigung anpeilen. Dank einem souveränen 6:1-Sieg im Halbfinal gegen Tschechien zieht der Weltmeister des Vorjahres in den WM-Final ein. Wie schon 2019 und 2021 heisst der Gegner am Sonntag Finnland (19:20 Uhr, live auf SRF zwei).
Im Gegensatz zum spektakulären 4:3-Sieg im Viertelfinal gegen Schweden konnten sich die «Ahornblätter» im Duell mit Tschechien im Schlussdrittel zurücklehnen. Spätestens nach dem 5:1 von Cole Sillinger (44.) war der Widerstand der Osteuropäer gebrochen und der dritte Finaleinzug des Weltmeisters in Folge nur noch Formsache.
Tschechien zu wenig effizient
Nach einem guten Start hatte Kanada sich im 1. Drittel mit diversen Undiszipliniertheiten noch in die Bredouille gebracht. Nicht weniger als acht Minuten verbrachten die «Ahornblätter» in der Anfangsphase auf der Strafbank. Das rächte sich gegen das beste Powerplay der Titelkämpfe in der 8. Minute: Nach einem Zuckerpass von Lakers-Stürmer Roman Cervenka traf David Krejci mit einem platzierten Schuss zum 1:0 für Tschechien.
Trotz zwei weiteren Powerplays konnte das Team von Ex-SCB-Trainer Kari Jalonen die Führung nicht ausbauen. 33 Sekunden vor Ablauf des 1. Abschnitts bestrafte Kanada die mangelhafte Kaltblütigkeit mit dem Ausgleich. Die Tschechen brachten die Scheibe nicht aus der eigenen Zone, was von Dylan Cozens mit dem Treffer zum 1:1 bestraft wurde.
Kanadas Zwischenspurt im Mitteldrittel
Im 2. Drittel war es Tschechien, das sich mit unnötigen Strafen selber in Rücklage brachte. Nachdem David Pastrnak für ein Revanche-Foul auf die Strafbank geschickt worden war, dauerte es nur 16 Sekunden, ehe Adam Lowry zur erstmaligen Führung für die Nordamerikaner traf. Der Stürmer der Winnipeg Jets liess den tschechischen Goalie gekonnt mit einer Drehung aussteigen.
Nur 3:19 Minuten später lag Kanada schon mit drei Längen in Front. Erst stellte Kent Johnson bei numerischer Gleichheit auf 3:1 (29.), dann erzielte Matt Barzal in Überzahl mit einem platzierten Schuss ins hohe Eck den 4. Treffer für den Titelverteidiger. Von diesem dreifachen Rückschlag sollte sich die tschechische Equipe nicht mehr erholen.