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Eine hohe Zufuhr an kohlenhydratehaltigen Lebensmitteln ist für die meisten Leute keine sinnvolle Sache. Die daraus resultierende hohe glycämische Last ist mehrfach mit einer kürzeren Lebenserwartung in Verbindung gebracht worden. Wie sieht es aber mit Vollkornprodukten aus?
Zwei der grössten Langzeitstudien Amerikas liefern schon fast im Wochentakt neue Ergebnisse: die Nurses’ Health Study (74 341 Frauen, untersucht von 1984–2010) und die Health Professionals Follow-Up Study (43 744 Männer, untersucht von 1986–2010). Diesmal wird über den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Vollkornprodukten und der Gesamtsterblichkeit berichtet.
Wer mehr Vollkornprodukte futterte, lebte signifikant länger. Der Zusammenhang war aber eher bescheiden. Diejenigen, die am meisten Vollkornprodukte auf dem Speiseplan hatten, wiesen ein um 9 % tieferes Risiko auf, verfrüht zu sterben. Bei denejenigen, welche am zweitmeisten Vollkornprodukte assen, war das Risiko nur noch 3 % tiefer.
Sobald man entsprechende Zusammenhänge bei anderen Risikofaktoren betrachtet, wird sehr schnell klar, wie bescheiden eine tiefere Gefahr von wenigen Prozenten ist. Im Vergleich zu Nicht-Rauchern haben Raucher beispielsweise ein 750 % höheres Risiko, Lungenkrebs zu entwickeln. Dies gilt auch für Frauen.
Fazit: Wer Getreideprodukte üblicherweise isst, sollte dies im bescheidenen Rahmen tun (ausser man ist ein echter Sportler oder Sportlerin). Bei einer geringen Menge an Getreideprodukten spielt es dann schon fast keine nennenswerte Rolle mehr, ob es Vollkornprodukte sind oder nicht. Hier soll dann der Geschmack entscheiden.