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Am Wochenende fallen beim 8-Stunden-Rennen in Bahrain die Entscheidungen in der Langstrecken-WM. Mit Sébastien Buemi und Louis Delétraz stehen zwei Schweizer vor dem Titelgewinn.
Drei Mal ist Sébastien Buemi schon Langstrecken-Weltmeister geworden: 2014, 2018 sowie 2022. Am Wochenende könnte der Toyota-Werksfahrer beim Finale in Bahrain seinen vierten WM-Titel holen. Und dafür muss der Westschweizer noch nicht einmal das Rennen gewinnen. Wenn das Schwesterauto von Conway/Kobayashi/Lopez das Rennen gewinnt, reicht Buemi/Hartley/Hirakawa ein Platz auf dem Podium, um den Titel sicherzustellen. Geht die Pole-Position am Freitag an Conway/Kobayashi/Lopez und tags darauf zudem der Rennsieg, dann müssen Buemi/Hartley/Hirakawa Zweiter im Rennen werden, um den WM-Titel unter Dach und Fach zu bringen.
Dass Toyota, das den Konstrukteurstitel bereits in trockenen Tüchern hat, die Fahrermeisterschaft noch an Ferrari verliert, ist möglich. Allerdings müssten die in Köln ansässigen Japaner bei einem Ferrari-Sieg miserabel abschneiden, was angesichts der Dominanz und Zuverlässigkeit der vergangenen Jahre kaum denkbar ist.
Mit Louis Delétraz hat ein zweiter Westschweizer Chancen auf den Titel. Im Unterschied zu Buemi würde der Genfer aber keinen WM-Titel bekommen. Denn in der LMP2 wird (wie in der GTE-Klasse) lediglich eine Endurance-Trophy verliehen. Nichtsdestotrotz wäre der Gewinn dieser Meisterschaft für Delétraz eine grosse Genugtuung. Und nach zwei gewonnenen Meisterschaften in der ELMS (2021 und 2022) die logische Folgerung. Vor dem letzten Rennen liegen Delétraz/Kubica/Andrade 33 Punkte vor dem Interpol-Team mit Fabio Scherer. Bei noch maximal 38 zu vergebenen Punkten (plus ein Bonuspunkt für die Pole-Position) wird es für den Engelberger sehr schwierig, diesen Rückstand noch wett zu machen.
Bereits entscheiden ist die GTE-Klasse. Aber auch dort dürfen sich zwei Schweizer respektive Schweizerinnen Hoffnungen auf einen Podestplatz machen: Rahel Frey liegt vor dem Finale auf Gesamtrang 2, Thomas Flohr ist Dritter. Die beiden trennen nur sechs Punkte voneinander.
Ein Comeback gibt Nico Müller. Der Peugeot-Werksfahrer kehrt nach seiner Schlüsselbein-Verletzung zurück ins Cockpit.
Los geht das Rennen am Samstag um 14 Uhr Ortszeit (12 Uhr bei uns). Laut motorsport-total kann man das Rennen bei Eurosport verfolgen. Allerdings ist das Programm nicht frei empfangbar. Das komplette Rennen wird auf dem kostenpflichtigen Sender Eurosport 2 ausgestrahlt, der auch für DAZN-Kunden zu sehen ist. Wie immer bietet sport.de einen Livestream in voller Länge an. Der RTL-Ableger Nitro überträgt die Schlussphase live. In Österreich zeigt ORF Sport+ insgesamt 4:20 Stunden live, aufgeteilt auf die Start- und Schlussphase.