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Mit 21 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen beantragt die Kommission ihrem Rat, der Motion zuzustimmen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten.
Abschuss ohne tote Schafe
Die UREK nahm dabei zur Kenntnis, dass die Arbeiten am neuen Wolfskonzept sistiert wurden und die Verwaltung stattdessen zügig die Revision des Jagdgesetzes in Angriff nehmen will, wenn der Nationalrat der Motion zustimmt. Das Geschäft ist für den 4. Dezember traktandiert.
Die Motion fordert den Bundesrat auf, das Abschiessen von Wölfen zu ermöglichen, bevor diese Schaden angerichtet haben. Statt wie bisher den Schutz des Wolfes in den Vordergrund zu stellen, sollen die Interessen der Landwirtschaft, der Jagd, der öffentlichen Sicherheit und des Tourismus gleich hoch gewichtet werden.
Heute darf ein Wolf nur dann geschossen werden, wenn er Schafe reisst, grosse Schäden beim Wild anrichtet oder Menschen erheblich gefährdet. Für den Abschuss braucht es eine Ausnahmebewilligung. Nach Ansicht des Ständerates und der Nationalratskommission ist dieses Konzept angesichts der wachsenden Wolfspopulation überholt.
Keine Schweiz ohne Wolf
Es solle weder eine Schweiz ohne Wolf noch eine Schweiz ohne Wolfsregulierung geben, fordert die Nationalratskommission. Motionär Engler hatte im Ständerat festgestellt, mit einer neuen Regelung könnte die Akzeptanz des Wolfes bei der betroffenen Bevölkerung verbessert werden.
Nach Englers Vorschlag würde für ein bestimmtes Gebiet eine maximal tolerierbare Anzahl Wölfe festgelegt. Eine solche Regulierung der Wolfsbestände wäre laut dem Bundesrat vereinbar mit der Berner Konvention über den Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen. Der Wolf hat in den letzten Jahren in der Schweiz wieder Fuss gefasst. Die ersten Wölfe waren 1995 aus Italien eingewandert. Derzeit leben gemäss der Schweizer Raubtierforschungsstelle KORA 20 bis 25 Wölfe in der Schweiz.