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Icons sind visuelle Darstellungen, die eine Information (z.B. Begriff, Befehl) auf einen Blick verdeutlichen. Sie bilden u.a. die Grundlage, um in Anwendungen (z.B. Software, Hardware) Aktionen auszulösen. Icons sind platzsparend, schnell zu erkennen, optisch ansprechend und unterstützen die Idee einer Produktfamilie (d.h. ein übergreifender Wiedererkennungswert aller Icons ist gegeben). Icons sind somit als hilfreiche Piktogramme für ein intuitives Design unabdingbar.
Dennoch sind viele Icons nicht selbsterklärend und werden von Benutzer oft missverstanden. Die Mehrdeutigkeit von vielen Icons ist für die Benutzerfreundlichkeit von Anwendungen hinderlich, da ihnen z.B. verschiedene Befehle zugeschrieben werden können. Hinzu kommt, dass die fehlende Standardisierung von Icons es den Benutzern erschwert, Icons richtig zu interpretieren. Denn selbsterklärende und global unumstrittene Icons sind sehr selten (z.B. Druckfunktion, Umschlag für E-Mails). Auch muss auf den Einsatz passender, wenn möglich bereits gelernter Metaphern (d.h. Bedeutungen, die aus der realen Welt ins Digitale übertragen werden können) geachtet werden (z.B. „Drucker“ für „Drucken“).
soultank AG ist den Fragen nachgegangen, welche Kriterien gute Icon-Usability erfüllen muss und was bei der Erstellung von Icons zu beachten ist.
Erfolgskriterien für Icons
- Wählen Sie, wenn möglich Metaphern und Icons, die dem Benutzer vertraut und bekannt sind. Nachfolgend zwei Beispiele dazu:
Reale Welt Digitale Welt
- Ein übergreifender Wiedererkennungswert aller Icons ist gegeben aufgrund gleicher Farbwerte und ähnlicher visueller Gestaltungssprache. Eine Icon-Familie wird als zusammengehörig wahrgenommen.
- Wählen Sie Icons, die auf den ersten Blick klar sind. Benutzer sollten schnell verstehen, welche Aktionen damit ausgelöst werden können.
- Icons sollten nicht zu komplex, abstrakt und klein sein.
- Aneinander gereihte Icons müssen unterscheidbar und gut wahrnehmbar sein (z.B. durch Farbigkeit, Kontraste, Grösse).
- Jedes Icon sollte immer nur eine Aktion auslösen, da der Benutzer sich auf die entsprechende Metapher verlässt.
- Text zum Icon kann zur besseren Verständlichkeit beitragen.
- Icons sollten, wenn möglich interkulturell verständlich sein. Im internationalen Kontext ist die Interpretation von Icons zusätzlich erschwert, da das Verständnis von Icons vom Vorwissen und der Erfahrung des Benutzers abhängig ist. Icons sollten also auch der kulturellen Benutzergruppe angepasst werden und lokale Besonderheiten berücksichtigen.
- Icons sollten der Zielgruppe angepasst werden und z.B. Altersunterschiede berücksichtigen. Wie nachfolgende Beispiele zeigen, können sich Metaphern über die Zeit ändern.
Früher Heute
Fazit
Bei der Entwicklung von Icons sollte darauf geachtet werden, dass die Erfahrung und das Wissen von Benutzern in die Konzeption und Gestaltung von Icons mit einbezogen werden. Neue Icons sind schwer zu erlernen und können zu unnötiger Verwirrung und Frustration führen. Beachten Sie nebst den Erfolgskriterien für benutzbare Icons, dass sich nicht nur Technologien weiterentwickeln, sondern sich auch die mentalen Modelle der Benutzer laufend verändern. Die Sicht und die sich verändernden Metaphern der Benutzer sollten somit laufend in die Icon-Gestaltung integriert und berücksichtigt werden.
Sandro Fernandes