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Das Fricktal* bildete in der römischen Epoche eine relativ geschlossene bzw. gut abgrenzbare Siedlungskammer, die zwischen städtischen Zentren in Augusta Raurica (Augst/BL; Kaiseraugst/AG) und dem Legionslager und vicus von Vindonissa (Windisch/AG ) lag.
Im Rahmen des Projekts sollen die über 800 römischen Münzfunde aus dieser Siedlungskammer vollständig erfasst und aus einer numismatischen und archäologischen Perspektive näher untersucht werden. Nicht berücksichtigt wird der gut aufgearbeitete Münzniederschlag in dem (ebenfalls im Fricktal liefende) Siedlungsperimeter der kaiserzeitlichen Koloniestadt Augusta Raurica, andererseits auch die Gemeinden berücksichtigt, die an der wichtigen und über den Bözberg führenden Passstrasse liegen, ebenso den Wachturm auf der Mandacher Egg. Dieser lag an der durch das Mettauertal führenden rückwärtigen Verbindung des spätantiken Hochrhein-Limes.
* Das Fricktal umfasst im Wesentlichen die beiden Bezirken Rheinfelden/AG und Laufenburg/AG. Die politische Einteilung entspricht weitgehend auch den naturräumlichen Voraussetzungen: Im Norden begrenzt der Rhein das Gebiet, im Süden sind es die Höhenzüge des Faltenjura sowie der in nordwestlicher Richtung verlaufende Ausläufer des Tafeljura (Limperg-Sunneberg-Blosenberg), im Osten die Aare sowie die westlich anschliessenden Höhenzüge Bözberg-Geissberg-Rotberg.