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Das Lesen ist für Menschen mit Dyslexie nicht unmöglich, es ist aber wesentlich schwieriger für sie, Texte zu entschlüsseln.
Wie erleben sie das Lesen? Wie nehmen sie den Text wahr und wie fühlen sie sich beim Lesen?
Wir bieten Ihnen einen Test an: Lesen mit Dyslexie.
Dys-Probleme
Dys-Probleme beschäftigen zunehmend Schulen und Eltern. Bei vielen Schülern scheint Dyslexie aufzutreten und es gibt viele spezifische Schulungen zu diesem Thema. Auch die Forschung zu diesem Thema wird immer umfangreicher und spezifischer.
- Konkret, so die WHO (Weltgesundheitsorganisation), "ist Legasthenie eine spezifische Lesestörung. Es ist auch ein anhaltendes Problem beim Erlernen des Schreibens, beim Erwerb und bei der Automatisierung der Mechanismen, die für das Erlernen der Schriftform notwendig sind (Lesen, Schreiben, Rechtschreibung...)."
Dyslexie ist kein intellektuelles Defizit, keine psychische Störung. Sie hat nichts mit dem soziokulturellen Umfeld zu tun.
Es gibt mehrere Arten: Dysphrasie, Dysorthographie, Dysgraphie oder Dyskalkulie. Alle stehen im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Dysphasie, Dyspraxie, Hyperaktivität und anderen Beeinträchtigungen, die Schwierigkeiten beim Lesen verursachen.
Die Schwierigkeiten treten vor allem bei der Verarbeitung der Übereinstimmung zwischen Klängen (Phonemen) und geschriebenen Zeichen (Graphemen) auf. Betroffene haben Schwierigkeiten, ähnliche Buchstabenformen zu unterscheiden oder die Buchstaben den Lauten zuzuordnen. Auch das Unterteilen von Wörtern in einzelne Laute und die richtige Reihenfolge der Buchstaben beim Schreiben kann Schwierigkeiten bereiten. Deshalb verdrehen und verwechseln Legastheniker im Allgemeinen die Buchstaben oder Silben von Wörtern. Diese Erkrankung tritt in allen Sprachen auf.
Dyslexie betrifft etwa 8 % der Bevölkerung (1 bis 2 Kinder pro Klasse).
Diese Erklärungen sind sehr allgemein gehalten und zeigen nicht auf, wie man mit einer Dysfunktion umgehen kann. Es gibt viele Bücher und Kurse zum Thema. Interessant sind auch Ansätze, die aufzeigen, wie man mithilfe von digitalen Technologien betroffenen Schülern das Lesen erleichtern kann.
Unser Test: Lesen mit Dyslexie
Wir bieten Ihnen einen erstaunlichen Test. Die Idee kam von einem Entwickler namens Victor Widell, der sich von dem inspirieren liess, was eine Freundin mit Legasthenie wahrnahm, wenn sie Texte lesen musste. Er versuchte diese Wahrnehmung mit einem kleinen Programm umzusetzen. Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre.
Dyslexie (Legasthenie) ist eine bestimmte Entwicklungsstörung der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten. Man spricht auch von einer "Werkzeugstörung, bei der trotz normalen Seh- und Hörvermögens die Fähigkeit eingeschränkt ist, Wörter oder Texte zu lesen" (Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Dyslexie). Um die Dyslexie besser verstehen zu können, kann man sie mit der Farbblindheit vergleichen: In Bezug auf Gesundheit und Intelligenz unterscheiden sich Betroffene nicht von ihren Mitmenschen. Sie können einfach – bei Farbblindheit – Farben nicht unterscheiden.
Die Schwierigkeiten der Dyslexie betreffen die phonologische Dekodierung, die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung, Rechtschreibkodierung, Kurzzeitgedächtnis, Sprachkenntnisse/verbales Verständnis und/oder schnelle Namensgebung.
Für einige unterscheidet sich die Dyslexie von Leseschwierigkeiten, die auf andere Ursachen zurückzuführen sind, wie z.B. nicht-neurologisches Sehen oder Hörverlust oder unzureichende oder unvollständige Leseanweisungen. Es werden drei kognitive Subtypen der Dyslexie (auditorisch, visuell und aufmerksam) vorgeschlagen, wobei einzelne Fälle von Legasthenie besser durch spezifische neuropsychologische Defizite und damit einhergehende Lernstörungen erklärt werden können (z. B. Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung, Dyskalkulie, etc.). Obwohl es in der Forschungsliteratur als rezeptive sprachbasierte Lernschwäche gilt, wirkt sich Legasthenie auch auf die expressiven Sprachkenntnisse aus. MIT-Forscher fanden heraus, dass Legastheniker an Spracherkennungsstörungen leiden.
In etwa so könnte ein Mensch mit Dyslexie das Lesen wahrnehmen.
Deine Wahrnehmung und Empfindungen sind hilfreich, um Personen mit Dyslexie besser zu verstehen und zu unterstützen.
Erstaunliche Erfahrung, nicht wahr?
Diese wenigen Abschnitte helfen Ihnen zu verstehen, dass Dyslexie das Lernen erschwert und die Lesezeit deutlich erhöht.
Das Lesen erleichtern
Wie man mithilfe von digitalen Technologien betroffenen Schülern das Lesen und Schreiben erleichtern kann, wird das Thema eines eigenen Artikels sein.
Als Anhaltspunkt kann die Verwendung von bestimmten Schriftarten erwähnt werden. Empfohlen werden serifenlose Schriftarten wie Arial, Comic Sans und Verdana. Andere Schriften wurden speziell für Legastheniker entwickelt.
Die folgenden Schriften werden für Legastheniker empfohlen:
Weiterführende Informationen: Beitrag von Puls (srf): Sinb Lehkasteniger dumm umb Fual?