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CD-Rezension Lang Lang
Liszt akrobatisch
Nach eigenen Angaben hatte Lang Lang seinen ersten Kontakt mit dem Œuvre Liszts, als er im zarten Alter von zwei Jahren (!) einen „Tom und Jerry“-Trickfilm sah, mit Liszt-Klängen als Filmmusik. So ähnlich fasst er Liszt wohl noch immer auf: Das Hochvirtuose wird flink gemeistert, etwa im ersten Klavierkonzert oder in spektakulären Perlen wie La campanella und Grand galop chromatique. Wenn es aber ruhiger wird, wie im Liebestraum oder in der Transkription von Schuberts Ave Maria, entlockt Lang Lang den Stücken nicht ihr volles Ausdruckspotenzial. Auch bei zwei der Ungarischen Rhapsodien können furiose Umspielungen nicht über fehlendes Feuer hinwegtäuschen.
Liszt. My Piano Hero
Liszt: Klavierkonzert Nr. 1, Liebestraum Nr. 3, Ungarische Rhapsodien u.a.
Lang Lang (Klavier), Wiener Phil-
harmoniker, Valery Gergiev (Leitung)
Sony Classical. CD + DVD-Video
Weitere Rezensionen
Termine
Beethoven: Ouvertüre c-Moll op. 62 zu „Coriolan“, Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37 &
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67