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Beklemmende Atmosphäre
Im Osten von Berlin, in Berlin-Köpenick, ist dieses ehemalige Gefängnis Teil der Gedenkstätte der Köpenicker Blutwoche.
Das Köpenicker Amtsgerichtsgefängnis war seit 1901 in Betrieb. Die Zellen mit den vergitterten Oberlichtern waren winzig, eine Heizung fehlte. Aborte gab es keine, hierzu diente lediglich ein einfacher Metalleimer. Die sanitären und hygienischen Zustände müssen damals äusserst prekär gewesen sein. Ab Mai 1933 diente dieses Gefängnis der SA, welche die Gemäuer als zentrale Haft- und Folteranstalt nutzte.
Die Köpenicker Blutwoche fand vom 21. bis 26. Juni 1933 statt, in welcher die SA mehr als 500 politisch Missliebige und Juden verschleppte und misshandelte – mindestens 23 Menschen starben.
Das Gebäude wurde nach dem zweiten Weltkrieg in der Zeit der DDR noch als Männer- und Jugendgefängnis genutzt und später als Untersuchungshaftanstalt umfunktioniert. Ab 1964 wurden die Räumlichkeiten zweckentfremdet, indem das Fernsehen der DDR darin einen Kostümfundus mit eigener Schneiderei unterbrachte. Ab den Achtzigern stand dann das Gebäude weitgehend leer…