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Das Solwaybiwak wird noch immer "Solwayhütte" genannt. Auch wenn es keine Hütte mit Infrastruktur ist, sondern wirklich nur ein Biwak. Die Schutzhütte dient noch heute Alpinisten, die am Matterhorn wegen Wetterumsturz oder aus anderen Gründen in Bergnot geraten sind.
Es waren bekannte Alpinisten, Buchautoren und Bankiers, die mit finanziellen Mitteln dafür sorgten, dass dieses Biwak errichtet wurde. Grosser Mäzen für das Biwak war der belgische Chemiker, Philanthrop und Bergsteiger Ernest Solvay. Er stiftete vor über 100 Jahren den Betrag von damals viel Geld, nämlich 20'000 Schweizer Franken.
Seilbahn am Hörnligrat
Architekt für das Solwaybiwak war Philippe de Kalbermatten. Bis das Biwak eingeweiht werden konnte, verging Zeit, weil zuerst Uneinigkeiten, später auch der Erste Weltkrieg die Pläne durchkreuzte. Ab Sommer 1915 konnte mit höchst aufwändigen Materialtransport durch Bergführer und Träger aus dem Tal begonnen werden. Eine kleine archaische Seilbahn führte das Baumaterial über sieben Etappen von der Hörnlihütte auf den 800 Meter höher gelegenen Bauplatz. Am 08. August 1917 konnte das Biwak schliesslich eingeweiht werden. Leider ohne den Stifter Ernest Solvay, der aufgrund der Kriegswirren nicht aus Belgien anreisen konnte.
Feier mit den Nachfahren von Solvay
Am 08. August 2017 wird nun in einer schlichten, nicht öffentlichen Feier das Solvaybiwak in Zermatt gefeiert. Anwesend sind Nachfahren von Ernest Solvay sowie Honorationen der SAC-Zentralsektion Bern. Die Zentralsektion Bern nennt nur eine einzige «Hütte» ihr Eigen – das Solwaybiwak. Mit dabei auch Vertreter von Zermatt, unter anderem von der Burgergemeinde, von der Rettungsstation Zermatt und vom Yeti Club.