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In jeder Stadt gibt es Viertel, die scheinbar nicht dazugehören, an den Rand gedrängt, gemieden von Touristen und Besuchern. Das Amsterdamer Seeviertel, wegen der vielen marokkanischen Einwanderer „Marokko am See“ genannt, ist solch ein Stadtteil. Hier lebt Issa, ein 13-jähriger Junge, mit seiner marokkanischen Familie. Den älteren, vom Vater verstossenen Bruder bewundert er, hat aber zugleich Zweifel an dessen westlicher Lebensweise. Von seinen Eltern nach den Regeln des Islam erzogen, ist Issa hin- und hergerissen zwischen seiner eigenen Kultur und der ihm fremden, aber verlockenden Welt ausserhalb seines begrenzten Lebens. Issa kann drei Sprachen, aber keine so richtig. Er hat Schwierigkeiten in der Schule und wird auf eine vorwiegend von Niederländern besuchte „Förderschule“ geschickt. Hier lernt er das Leben von einer anderen Seite kennen. Werte und Normen, mit denen er aufgewachsen ist, gelten plötzlich nicht mehr, dafür treten andere in den Vordergrund. Ein alter Nachbar, ein Niederländer, sowie sein Erzähltalent helfen dem sensiblen Jungen, seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Der bewegende, atmosphärisch dichte, differenziert und humorvoll erzählte Jugendroman eignet sich bestens als Diskussionsgrundlage.