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Änderungen von Umwelt- und sozio-ökonomische Bedingungen werden während der nächsten Jahrzehnte verschiedene Einflussgrössen der Wasserqualität stark beeinflussen. Es ist davon auszugehen, dass die Wasserqualität und der ökologische Zustand der Fliessgewässer sich stark verändern können. Um gezielt auf diese Veränderungen reagieren zu können, braucht es ein umfassendes Entscheidungsunterstützungsverfahren. Ziel des vorliegenden Projektes war es, einen Prototypen dafür zu entwickeln, ihn in zwei Testgebieten anzuwenden und dabei zu untersuchen, wie sich Wasserqualität und ökologischer Zustand in Zukunft ändern könnten.
Vier sozio-ökonomische Szenarien und 8 Handlungsalternativen wurden erarbeitet in zwei mittleren Einzugsgebieten des Mittellandes (Gürbe, Mönchaltorfer Aa) getestet. Die Modellergebnisse zeigen klar auf, dass der zukünftige Gewässerzustand mit Ausnahme der Wassertemperatur hauptsächlich durch die menschlichen Aktivitäten in den Einzugsgebieten bestimmt wird. Der Klimawandel übt nur einen begrenzten Einfluss aus.
Aus Managementsicht bedeuten die Ergebnisse, dass Massnahmen zur Behebung heutiger Defizite des ökologischen Zustands auch die meisten der erwartenden zukünftigen Probleme – zumindest beim Zeithorizont bis 2050 - vermindern werden. Kaum zu vermeiden ist jedoch die Zunahme der mittleren Wassertemperaturen.