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Für Guyer-Zeller war klar, dass seine Industriebetriebe im Neuthal den Bahnanschluss brauchten. Er engagierte sich daher 1865 im Comité der Tössthalbahn TTB mit der Absicht, diese von Winterthur über Bauma und Bäretswil Richtung Gotthard zu führen. Aber der in Mailand zu grossem Reichtum gekommene Fischenthaler Johannes Schoch durchkreuzte seine Pläne, indem er mit viel Geld die Fortführung der TTB von Bauma zu seinem Fischenthal und weiter nach Wald (1876) erreichte.
Verärgert trat Guyer-Zeller 1870 aus dem TTB-Comité aus und begann mit der Planung seiner Konkurrenz Bahn. Seine Visionen gingen etwas weiter als Fischenthal und Wald. Die Bahn sollte vom Bodensee via Eschlikon – Turbenthal kommend über Bäretswil die Anschlüsse nach Sargans – Arlberg, nach Davos – Konstantinopel und Richtung Gotthard – Mailand sicher stellen. Und sein Bahnhof im Nabel der Welt sollte natürlich nicht Müedsbach, sondern Neuthal heissen.
Nicht alle seine Visionen wurden realisiert – einige Zeitgenossen sahen es anders. Den Bündnern passte es nicht, dass die Linie Bäretswil – Konstantinopel nicht durch Chur führte, sondern ab Landquart – ähnlich wie die jetzige Vereina Linie – über Davos durch den Scaletta Tunnel nach Susauna (S-chanf) ins Oberengadin. Und den endgültigen Todesstoss versetzte die Regierung in Chur dem Projekt mit der Einführung der Schmalspurbahn für Graubünden.
Auch seine Gotthardlinie endete schliesslich in Uerikon am Zürichsee, trotz des 1882 eröffneten Gotthardtunnels. Beim Ausflug mit seiner Tochter ins Berner Oberland im Sommer 1893 kamen ihm nämlich Idee und Begeisterung für eine Jungfraubahn, die ihm noch attraktiver als die Bahn nach Bäretswil schien. Aber sein früher Tod 1899 mit 60 Jahren verhinderte, dass er seine Bahnen fahren sehen durfte. Die UeBB dampfte 1901 erstmals durch Bäretswil und die Jungfraubahn fuhr am 1. August 1912 erstmals bis zum Jungfraujoch, wo sie nun auch endet.