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Ist das Herz nicht in der Lage seiner Arbeit so nachzugehen, dass alle Organe genügend Sauerstoff erhalten und der Druck im Herzen und den Organen im normalen Bereich liegt so spricht man von der Herzinsuffizienz.
Die Therapie der Herzinsuffizienz muss immer auf verschiedenen Ebenen greifen.
Medikamente entlasten das Herz und führen in vielen Fällen mit der Zeit zu einer Besserung der Leistungsfähigkeit und zu einer Abnahme der Symptome.
Medikamente werden auch dazu eingesetzt, die Ursache der Herzinsuffizienz zu behandeln und so z.B. einen erneuten Herzinfarkt zu verhindern oder den Blutdruck zu normalisieren.
Wie bereits erwähnt werden Medikamente auch zur Verhinderung von Rhythmusstörungen und Eindämmung eingesetzt.
Devices, Schrittmacher und ICD’s, werden zur Behandlung von Rhythmusstörungen, der assynchronen Herztätigkeit (biventrikuläre SM) und zur Verhinderung des plötzlichen Herztodes eingesetzt.
Bei der terminalen Herzinsuffizienz ist die Herztransplantation die Therapie der Wahl.
Die Entwicklung neuer Medikamente und ihr Einsatz in gross angelegten Studien haben in den letzten Jahren die Behandlung der Herzinsuffizienz revolutioniert. Ihnen ist es zu verdanken, dass heute deutlich weniger Patienten auf eine Herztransplantation warten als noch vor 10 Jahren.
ACE-Hemmer und AT2-Antagonisten
Diese Medikamente bilden das Rückgrad der Herzinsuffizienztherapie. Sie führen zur Gefässerweiterung, senken den Blutdruck und entlasten dadurch das Herz. Im Weiteren beeinflussen Sie das „Remodeling“, also die Anpassung des Herzens an neue Situationen z.B. nach einem Infarkt oder bei Herzinsuffizienz positiv.
Diese Medikamente schützen gleichzeitig die Nieren und sollten daher auch bei Diabetikern eingesetzt werden (Organ-Protektion).
Betablocker
Weil Betablocker negativ inotrop sind, das Herz also „schwächen“, ist man jahrelang davon ausgegangen, dass diese Medikamente bei der Herzinsuffizienz nicht eingesetzt werden sollten. In den letzten Jahren hat man jedoch gelernt, dass der positive Effekt der Betablocker bei weitem überwiegt und jeder HI-Patientient damit behandelt werden sollte.
Diuretika
Harntreibende Medikamente sind vor allem in der Akutphase wichtig, da sie das durch die Herzinsuffizienz z.B. in den Beinen oder in der Lunge eingelagerte Wasser in kürzester Zeit aus dem Körper treiben können.
In den letzten Jahren haben Studien gezeigt, dass der Einsatz eines speziellen Harntreibenden Medikamentes (Spironolacton = Aldactone®) einen positiven Effekt auf die Herzinsuffizienz hat und bei Herinsuffizienz eingesetzt werden sollte.
Entresto
Entresto ist ein Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Hemmer (ARNI), der Sacubitril und Valsartan (einen Angiotensin-Rezeptor-Blocker, ARB) enthält. Das Medikament ist relativ neu in der Herzinsuffizienz (2016).
Digitalis
Eines der ältesten Medikamente ist Digitalis, es wird aus Pflanzen, dem Fingerhut, gewonnen. Es hat positive, stärkende Wirkungen auf das Herz und wird bei symptomatischen Patienten (zusätzlich zu den oben erwähnten Medikamenten) eingesetzt, allerdings nur noch in Ausnahmefällen.
Antiarrhythmika
Medikamente gegen Rhythmusstörungen (vor allem Amiodarone = Cordarone®) aber in einzelnen Fällen auch andere Antiarrhythmika sind wichtig um Ursachen aber auch Folgen der HI zu behandeln.
Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz sind gefährdet durch Rhythmusstörungen plötzlich zu sterben („Plötzlicher Herztod“).
Implantierbare Defibrillatoren (ICD) sind in der Lage im Falle von gefährlichen Rhythmus-störungen mittels elektrischen Impulsen (Overdrive-Pacing) oder einem Elektroschock den normalen Rhythmus wieder herzustellen.
Wie im Bild erkennbar, sind moderne ICD’s sehr klein und problemlos unter der Haut implantierbar.
Wenn die einzelnen Anteile des Herzmuskels sich nicht synchron kontrahieren (Assynchronie), kann dies die Herzinsuffizienz verstärken.
Eine neue Gruppe Schrittmacher mit 3 Elektroden, die gleichzeitig die rechte und die linke Herzkammer stimulieren (Biventrikuläre Stimulation) kann dieses Problem beheben und die Symptomatik verbessern.
(c) der Bilder Medtronic
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