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CBM leistet psychosoziale Hilfe
Damit Menschen mit psychischen oder geistigen Behinderungen ihr Potential voll ausschöpfen können.
Jeder vierte Mensch entwickelt irgendwann im Leben eine psychische Erkrankung oder mehrere. Weltweit leiden um die 150 Millionen Menschen unter Depression, weitere 54 Millionen unter Schizophrenie oder manisch-depressiver Krankheit. Begünstigt werden psychische Leiden zum Beispiel durch Armut, schwere Unfälle, Stress, Isolation, Gewalt oder Katastrophenerlebnisse. Oft gehen sie mit körperlichen Behinderungen einher. Nervenkrankheiten wie Parkinson, Epilepsie oder Multiple Sklerose können ebenfalls zu psychischen Störungen führen.
Häufig erkranken die Menschen in den produktivsten Jahren, was die Familien besonders stark in Mitleidenschaft zieht. Zudem leiden psychisch beeinträchtigte Personen häufig unter Vorurteilen, Aberglauben, Ausgrenzung und werden missbraucht. Zum Teil werden sie sogar an der Wahrnehmung ihrer eigenen Rechte wie etwa dem Wahlrecht gehindert. Das trifft aufgrund mangelnder Aufklärung vor allem auf Entwicklungsgebiete zu.
Unterschiedliche Behinderungen
Davon zu unterscheiden sind Menschen mit einer geistigen Behinderung. Hierbei handelt es sich um eine intellektuelle Behinderung, die häufig angeboren ist, wie etwa beim Down-Syndrom. Geistig beeinträchtigte Personen haben gewöhnlich Schwierigkeiten mit der Informationsaufnahme, -verarbeitung und -umsetzung.
Die Hauptursachen sind:
- Jodmangel
- Schwermetallbelastungen wie durch Blei
- Abweichungen in der Erbsubstanz
- Alkohol- oder Tabakkonsum während der Schwangerschaft sowie Krankheiten wie Röteln und Syphilis
- Geburtskomplikationen, andauerndes hohes Fieber sowie frühe Erkrankungen wie Entzündungen der Hirnhaut oder des Hirns
Weltweit sind ein bis drei Prozent der Menschen geistig beeinträchtigt. In den Entwicklungsgebieten sind liegt der Prozentsatz noch höher.
Aufklärung, Sensibilisierung und Förderung
Noch fristen Hilfsangebote für Menschen mit geistigen oder psychischen Behinderungen in vielen Entwicklungsgebieten ein Schattendasein. Deshalb fördert die CBM dort mit ihren lokalen Partnern psychosoziale Gesundheitsdienste und Projekte der gemeindebasierten inklusiven Entwicklung.
Wie wir die Betroffenen konkret unterstützen:
- Aufklärung über psychische und geistige Behinderungen, um sie möglichst früh erkennen zu können.
- Durch Sensibilisierung sollen Vorurteile bekämpft und Verständnis für die Betroffenen geschaffen werden.
- Psychisch erkrankte Menschen erhalten eine psychosoziale Behandlung und bei Bedarf Medikamente.
- Menschen mit einer psychischen oder geistigen Behinderung werden individuell gefördert, damit sie eine Schule besuchen, eine Berufsausbildung absolvieren beziehungsweise ihren Lebensunterhalt sichern können.
- Ihr soziales Umfeld wird in den Behandlungsprozess einbezogen und erhält Unterstützung von Gemeindehelferinnen und -helfern.
Dank der CBM wurden im Jahr 2017 127'000 Menschen mit psychischen Behinderungen behandelt. Von ihnen wurden 38'000 Personen sowie 29'000 Menschen mit geistigen Behinderungen an Schulen und weiteren Einrichtungen gefördert und betreut.
Wie die CBM-Hilfe wirkt, zeigt die Geschichte von Kasandra, die mit Down Syndrom lebt. Erst von einem CBM-geförderten dörflichen Dienst erfuhr ihre Mutter, auch Kasandra habe in Nicaragua das Recht auf die Regelschule. Die Schule scheute sich anfangs noch, Kasandra aufzunehmen. Gemeinsam mit den CBM-Fachkräften führte die Mutter mehrere Gespräche mit der Schule, und die CBM-Partner sicherten der Schule ihre fachliche Unterstützung zu. Nach zwei Jahren war es dann soweit: Kasandra wurde eingeschult!
Wie Sie helfen können
Setzen Sie Potential frei und unterstützen Sie Menschen mit psychischen oder geistigen Behinderungen.