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Zwar wird der Grundbesitz in der Schweiz durch die Verfassung und das bürgerliche Gesetzbuch geschützt, jedoch können das Erbrecht und Immobilientransaktionen mit der Zeit zu allmählicher Aufteilung führen. Weingüter entgehen diesem Phänomen nicht, das Anlass zu mehreren Flurbereinigungen im Lavaux gab. Aber das Gemeinwesen sah sich auch der Notwendigkeit gegenüber, die Autobahn A9 durch diesen sensiblen Bereich zu führen.
In den 1930er Jahren bildeten sich die ersten Flurbereinigungsverbände im Lavaux. Seitdem wurden 14 Flurbereinigungen auf unterschiedlichen Geländeabschnitten durchgeführt, die insgesamt von Lutry bis Vevey 2270 Hektar ausmachen.
Zusammenlegung von Parzellen
Das erste Gesetz über Flurverbesserungen (es stammt aus dem Jahre 1907, es wird durch das Gesetz von 1961 ersetzt, das regelmässig angepasst und ergänzt wird) hatte den Zweck „Unterfangen zu fördern, die darauf abzielten, die Flur zu verbessern oder Infrastrukturen zu schaffen, um deren Nutzung zu erleichtern“, insbesondere durch Flurbereinigung - die gestattet, die Zerstückelung des Grundbesitzes erheblich zu vermindern durch Zusammenlegung der Parzellen ein und desselben Eigentümers – durch Anlegen von Wegen in den Weinbergterrassen, die deren Bedienung und Erosionsbekämpfung ermöglichen, durch Sanierung und Entwässerung, oder durch Arbeiten zum Schutz des Bodens vor Erdrutsch.
Neben den Flurbereinigungsarbeiten, die die Terrassenzusammensetzung des Weinbergs berücksichtigen mussten, wurden andere wichtige Arbeiten punktuell durchgeführt, um Felswände zu konsolidieren, die in der Osthälfte des Standorts liegen, zwischen Dézaley und dem Dorf Corseaux, und somit die Weinbaubetriebe und die bebauten Bereiche zu schützen und die Verkehrswege zu sichern.
Bibliografie: ANNEN, Jean-Marc, « Améliorations foncières », in Lavaux, Vignoble en terrasses face au lac et aux Alpes, Dossier de candidature de Lavaux au patrimoine mondial de l’UNESCO, Cully, Janvier 2006, pp. 122-128.