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Die am Dienstagvormittag im Zentrum von Berlin gefundene Weltkriegsbombe ist am Mittwoch kurz nach Mitternacht von Spezialisten der Polizei entschärft worden. Das teilte die Polizei über Twitter mit.
Die wegen der Entschärfung angeordneten Sperrungen würden aufgehoben, hiess es in der Nachricht. Die Menschen, die ihre Wohnungen hatten verlassen müssen, sollten so rasch wie möglich wieder zurückkehren können. Die Polizei hatte eine Sperrzone rund um den Fundort der Bombe in der Nähe des Alexanderplatzes festgelegt.
Alle Menschen mussten das Gebiet verlassen. Darunter waren 1900 Bewohner von Wohnungen, Hotel- und Restaurantgäste, Angestellte in Büros und Verkäufer in Geschäften. Viele Menschen mussten sich in Notunterkünften aufhalten.
Auch der öffentliche Verkehr war beeinträchtigt: Unter anderem hielten die S-Bahnen und Strassenbahnen nicht mehr am "Alex", wie Deutsche Bahn und Berliner Verkehrsbetriebe mitteilten. Busse wurden umgeleitet. Auch der Fernsehturm lag im Sperrbereich.
Neben elf grossen Mietshäusern - einige davon im historischen Nikolaiviertel - wurden auch zahlreiche Bürogebäude und das Rote Rathaus geschlossen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte eine Veranstaltung im Rathaus ab. Läden waren ebenso betroffen von der Evakuierung wie ein Hotel.
Die Bombe war bei Bauarbeiten gefunden worden. Nach Angaben der Polizei ist sie deutscher Bauart und verfügt über einen mechanischen russischen Zünder. Sie musste vor Ort entschärft werden, weil sie nicht gefahrlos abtransportiert werden konnte.