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Die Appartments Colon und die Bungalows Colon stehen nebeneinander in den Bergen über dem Meer bei Funcaliente im abgelegenen Dorf Los Quemados Ecke Calle Virgen Del Cobre und Calle Antonio Hernandez Rodriguez, ca. 200m südöstlich der Markierung Casas Colon bei Google Maps, dort erkennbar am geteilten Pool und der großen Gartenanlage. Laut Reiseleitung fahren Busse tagsüber mehrmals nach Fuencaliente und von dort in andere Orte der Kanareninsel La Palma, mehrstündige Wartezeiten sind möglich. Ein Mietwagen ist daher sehr sinnvoll. Im November war es im Ort sehr windig und meist bedeckt, unerwartet kühl und regnerisch bei etwa 17 Grad. Nur manchmal hatten wir einige Stunden Sonne. Grund: Die Wolken stauen sich an der Bergkette oder ziehen dort entlang und schatten die Sonne ab. Mit dem Mietwagen war man jedoch in einer Stunde in den sonnigen Touristenorten Puerto Naos, Tazacorte oder Cancachos. Zum Lädchen fuhr man 5 Minuten mit dem Auto Richtung Las Indias.
Wir hatten zuerst ein großes Appartment im Hauptgebäude, später einen Bungalow. Die Anlage hat am Eingang ein Schild mit 2 Schlüsseln, das die Kategorie laut spanischer Bewertung aufzeigt. Die Rezeption war nie besetzt. Das Appartment hatte ca. 63m² plus Balkon-Terrasse, ein Vollbad und eine kleine Küchenzeile mit 2 Kochplatten und einen Kühlschrank mit kleinem Gefrierfach. Ein 19"-TV hing an der Wand, ca. 20 spanische Programme, dazu CNN, Eurosport und RTL, wenn das Wetter es zuließ. Die Möbel waren ok, obwohl alles einige Jahrzehnte alt war. Das Haus stand in einer traumhaft schönen Gartenanlage mit kleinem, kaltem Pool, Feigen- und Orangenbäumen, Palmen und Blumen, äußerlich alles sehr schön. Besucher und Bewohner der Bungalows konnten über die unverschlossene Seitentür die Anlage mitnutzen. Die gedrängt nahbei am Hang stehenden Gebäude werden dort als Bungalows angesehen, es sind jedoch zweistöckige Gebäude mit einer Wohnung je Etage. Zwischen den Gebäuden ist ein 2 Meter breiter Treppengang. Umsäumt werden die Gebäude mit einem schmalen Streifen trockener Erde und wenigen kleinen Palmen. Etwa 200m entfernt und 50m höher gibt es einige kleinere Bungalows oberhalb der wenig befahrenen Ortsdurchfahrt.
Im Appartment fiel auf, daß der Wasserhahn an seinen Schläuchen in die Spüle hing, eine Lampe war defekt. Reinigungskraft und Reiseleitung wurden informiert, nach 2 weiteren Tagen wurde die Lampe ausgetauscht. Auf den Wasserhahn mußte ich nochmals hinweisen, es wurde dann miterledigt. Handtücher wurden alle zwei bis drei Tage ausgetauscht, grob gereinigt wurde wöchentlich. Wir fanden das Geschirr etwas schmuddelig vor. Eine Heizung gab es nicht, man konnte jedoch für 30 Euro wöchentlich einen kleinen Heizlüfter mieten. Das Heißwasser wurde über Sonnenkollektoren erzeugt. Bei der wenigen Sonne im November hatten wir leider ab dem 2. Tag kein heißes Wasser mehr. Nach mehrfachen Anrufen bei der Reiseleitung wurde uns statt des Appartments ein Bungalow zugewiesen. Der stand in einer Sackgasse bei den Bungalows Eva am ziemlich kahlen, windigen Hang, hatte aber Heißwasser und einen kleinen Heizlüfter. Weitere, kleinere Bungalows gab es an der relativ ruhigen Ortsdurchfahrt. Der DVBT-Receiver im Bungalow war nur für spanisches TV, Satelliten-TV gab es nicht. An der Eingangstür gab es Einbruchsspuren und die Terrassentüren waren nicht mehr verschließbar, die Schlösser hingen nur noch an je einer Schraube. Ich blockierte die Schiebetüren bestmöglich mit eingekeilten Tafelmessern. Die Liegen auf unserer Terrasse waren durchgebrochen, der Duschkopf im Bad war zugekalkt. Grobreinigung und Handtuchwechsel gab es 2x wöchentlich. Wir hatten am Ort ständig gehustet, auch anderen Gästen ging es so. Vielleicht lag es an der Nähe zum Vulkan Teneguia, nur 1km entfernt. In den anderen Orten war der Husten sofort weg. In der Anlage gab es ein kleines Restaurant neben dem Pool, es war das einzige am Ort. HP-Gäste bekamen hier Frühstück und Abendessen, andere Gäste konnten zwischen 18 und 22 Uhr dort speisen. Eine Nachbarin hatte HP und das Frühstück nur ausprobiert, sie aß seitdem morgens lieber im Zimmer. Das vorbereitete 3-Gänge-Menü abends hatte sie jedoch sehr gelobt. Wir hatten dort abends eine Paella bestellt. Das dauerte zwar insgesamt eineinhalb Stunden bis zur Lieferung an den Tisch, war aber sehr frisch und gut.
Wegen des sehr kühlen Klimas werden wir dort im Winterhalbjahr nicht mehr in die Bergregion reisen, obwohl die Anlage ruhig und die Appartments großzügig bemessen waren. Wegen des Reizhustens und der Kälte im November empfehlen wir die Anlage leider nicht weiter.
Für Badeurlaub und Rundfahrten auf der Insel finden wir die Orte in zentraler Lage an der Küste besser, aber auch lebhafter: Puerto Naos, Puerto de Tazacorte und Los Cancachos, eventuell noch Los Llanos in der Inselmitte und die kleine Hauptstadt Santa Cruz, wo gerade ein Badestrand entsteht. Ausflugtipp: Mittags mit dem Auto in die Caldera hinabfahren und ein wenig wandern und picknicken im riesigen Talkessel mit haushohen Felsbrocken und kühlen Wasserlöchern. Gut und günstig essen kann man meist an den Hauptstraßen in "Parilla" bzw. "Bodega" genannten Grill-Restaurants. Es gibt einen Tierpark Maroparque am Berghang in Brenja Alta bei Santa Cruz, dort werden tropische Vögel und Kleintiere gehalten, auch einige Aquarien und Terrarien mit Reptilien gibt es dort. Ein Wanderweg ist mittlerweile mautpflichtig: Der Vulkan San Antonio mit kleinem, aber nichtsnutzigen "Infocenter". Man kann dort auf einem schmalen Grat wandern, den kleinen Krater mit Baumbewuchs sehen und ganz tief nach unten zur Küste blicken. Der Faro-Leuchtturm an der Südspitze und die Saline sind für eine halbe Stunde Aufenthalt gut, das "Infocenter" am Leuchtturm für fünf Minuten. Schön ist auch der bergige Inselnorden mit Riesenfarn- und Kiefernwäldern.