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Der Beginn des Marché-Concours geht ins 19. Jahrhundert zurück. Er fand zum ersten Mal im Jahre 1897 statt. Der landwirtschaftliche Bezirksverein der Freiberge gründete diese Ausstellung und war auch erster Organisator.
Zu dieser Zeit teilten sich die Pferdezüchter in zwei Lager auf. Das eine war Anhänger eines Warmblutpferdes, das andere hielt am einheimischen Jurapferd fest. Die Armee setzte aufs Warmblutpferd. Wegen dieser Situation kämpften die Züchter in den Freiberger mit Absatzschwierigkeiten.
Weil man die Vorzüge des Pferdes der Freiberge zeigen wollte, gründeten die Bauern der Region den Marché-Concours. Die kantonalen Behörden versuchten Ordnung in die damalige Pferdezucht zu bringen und nahmen die Förderung eines einheimischen Zugpferdes wahr, denn es wurden viele Pferde aus ganz Europa, auch viele Zuchthengste, in unser Land eingeführt. Man eröffnete Herdebücher für Pferde. Bald fanden Pferdeschauen in allen Bezirken des Juras statt. Eine geordnete Pferdezucht entstand.
Der erste Marché-Concours fand also am 28., 29. und 30. August des Jahres 1897 statt. Er war eine reine Landwirtschaftsausstellung und unterschied sich deutlich vom heutigen Pferdefest.
Unter der Leitung des Regierungsstatthalters wurden Pferden, Rind- und Kleinvieh aufgeführt.
Mit dem ersten Marché-Concours wurde kein finanzieller Erfolg erwirtschaftet, deshalb entschied man sich mit einer weiteren Ausgabe zwei Jahre zuzuwarten. Bei diesem Anlass fand ein Trachtenumzug mit Pferden in den Strassen des Dorfes statt. Am Montagnachmittag gab es Pferderennen, nachdem am Morgen ein Velorennen über eine Distanz von 45 Kilometern durchgeführt wurde.
Im Jahre 1901suchte man wieder nach einer einfacheren Form, um die Kasse zu schonen. Man verzichtete auf die Auffuhr von Rind- und Kleinvieh, auf die Präsentation von Landesprodukten, auf den Umzug und die Rennen. Dafür organisierte man Vorführungen mit 500 Pferden.
Der 4. Marché-Concours 1904 fiel mit der Einweihung der Kantinenhalle zusammen, die dank eines von der Gemeinde Saignelégier bewilligten Kredits von 30’000 Franken errichtet wurde. Die Vorbereitungen für das Fest wurden erheblich vereinfacht.
Seitdem findet der Marché-Concours alljährlich statt, mit Ausnahme von drei Jahren während des Ersten Weltkrieges.
Saignelégier, ein Dorf mit 2’500 Einwohnern, beherbergt die Zeit eines unvergleichbaren Wochenendes 40’000 bis 50’000 Besucher.
Den Marché-Concours muss man erleben!