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Als das britische Bauunternehmen Carillion eine Transaktion über die Aufnahme eines Schuldscheins mit einem Volumen von 300 Millionen Euro startete, reihte es sich in die lange Liste von Unternehmen ein, die sich für ein im deutschsprachigen Raum sehr beliebtes Instrument entschieden, das eine einfache Alternative zum klassischen Kredit darstellt.
Das Volumen an Schuldscheinemissionen für Unternehmen sprang 2016 um 25 Prozent auf einen Rekordwert von mehr als 25 Milliarden Euro, so eine Studie der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).
Das Volumen stieg unter anderem auch wegen größerer Transaktionen von deutschen Unternehmen wie der 1,2-Mrd.-Euro-Emission der Deutsche Lufthansa und einer über 1 Mrd. € Fresenius Medical Care im Dezember. Die Dynamik hält auch im angelaufenen Jahr an, mit einer 500-Mio-Euro-Transaktion der KION Group, einer 100-Mio.-Euro-Emission des französischen Schiffs-Zubehör-Produzenten Neopost SA, sowie dem genannten Carillion-Schuldschein.
Während den 25 Mrd. Euro an neu emittierten Schuldscheinen ein Volumen von 272 Mrd. Euro im europäischen Investment-Grade-Loan-Universum, das hauptsächlich von Banken wie Citigroup und HSBC dominiert wird, gegenübersteht, sagten 55 Prozent der Investoren, sie planten, in Schuldscheine zu investieren.
Die Struktur des Schuldscheins macht es einfacher, auch kleinere Volumina zu platzieren. Es gibt weniger Restriktionen in Hinblick auf Größenordnung oder wie lange eine Transaktion vermarktet wird, und dies macht den Schuldschein zu einer interessanten Alternative zum klassischen Kredit.
Auf Grund der gestiegenen Investorennachfrage wurden 2016 ein Drittel der Emissionen mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro gezeichnet, schreibt die Helaba in ihrem Bericht.
(Bloomberg)