Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03405.jsonl.gz/1327

Das Training liess ich dementsprechend ruhig angehen. Ich fuhr die vollen 45 Minuten durch, ohne einen Schaden oder eine Berührung und versuchte meinen Rhythmus zu finden. Im Gegensatz zu normalen Rennstrecken kann man in Monaco nicht trainieren und muss deshalb auch jede Runde nützen, die man bekommt. Nach dem Training lag ich mit einem Rückstand von 3,7 Sekunden auf Platz 19 und wusste, wo verlorene Zeit zu holen war. Es folgte das Qualifying.
Mit zwei neuen Reifensätzen, die mir zur Verfügung standen, wollte ich noch einmal die Zeit maximal nutzen. Nach sieben Runden mit dem ersten Satz Reifen spürte ich, wie mein Auto bereit war für eine schnelle Runde. Auch ich hatte immer mehr Vertrauen in Strecke und Auto und war bereit für den zweiten Satz. Doch kurz bevor ich reinkam, leuchtete ein Alarm im Auto auf. Der Wasserdruck war zu niedrig. An der Box musste ich das Auto auch gleich parkieren. Die Kühlung des Motors ging durch einen Schlag von unten kaputt. Wenn ich daran denke, wie andere über diese Randsteine geflogen sind, ist es mir schleierhaft, wieso ausgerechnet bei mir wieder so etwas passieren konnte. Zudem wurde mir noch meine schnellste Runde gestrichen, da ich die Streckenbegrenzung überfahren hatte und daraus anscheinend einen Vorteil gewonnen haben sollte… Ich überholte lediglich einen Fahrer und erzielte in dieser Runde nicht einmal meine schnellste Rundenzeit. Fakt war jedoch, dass ich im Rennen von Platz 24 aus starten musste. Jeder der Monaco kennt weiss, dass es beinahe unmöglich ist zu überholen.
Ich erwischte einen guten Start und überholte gleich am Anfang einen Konkurrenten. Zwei Runden später folgte ein weiteres schönes Überholmanöver. Ich spürte das Potential meines Autos. Ich schloss zu den vorderen Wagen auf und fühlte mich so richtig wohl. Es folgten viele Zusammenstösse bei denen ich mich raushalten konnte und dementsprechend profitierte. Dank diversen spektakulären Manövern, landete ich auf dem 14. Schlussrang und war sehr zufrieden. Ich holte meine ersten Meisterschaftspunkte und hoffe in den nächsten Rennen an diese Leistung anknüpfen zu können!