Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03357.jsonl.gz/661

SRF Tagesschau: Wie sieht die Situation bei Ihnen aus?
Ruth Bossart: Ich bin am Flughafen Manila. Neben dem Flughafengelände befindet sich eine Militärbasis. Von dort starteten den ganzen Tag Maschinen mit Armeeangehörigen zu den betroffenen ostphilippinischen Inseln Leyte und Samar. Mittlerweile ist es dunkel geworden, der Flugverkehr wurde eingestellt. Ich habe gehört, dass es den Rettungkräften bisher noch immer nicht gelungen ist, alle Krisengebiete zu erreichen.
Wie geht es den Menschen in den zerstörten Gebieten?
In vielen Krisengebieten gibt es auch am dritten Tag keinen Strom, keine Telefonverbindungen, keine Nahrungsmittel, keine Notunterkünfte und ganz schwierig – kein sauberes Trinkwasser.
Die meisten Gebiete sind vorerst, wenn überhaupt, nur aus der Luft erreichbar. Die Koordination ist damit eine Herkulesaufgabe. In diesem Bereich werden die Philippinen von der UNO unterstützt.
Es sind viele internationale Hilfsangebote eingegangen. Wann treffen die aus der Schweiz erwarteten Experten vor Ort ein?
In wenigen Stunden landen hier acht Schweizerinnen und Schweizer des Katastrophenhilfekorps. Sie müssen vor Ort zuerst abklären, wie die Schweiz am effektivsten helfen kann. Anschliessend wird so bald wie möglich im grösseren Rahmen Hilfe geleistet.