Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03097.jsonl.gz/419

- Montag 19:15 Uhr
Eine Flugreise ist sicherer als eine Autofahrt. Doch wenn im Jet dann doch etwas passiert, können die Folgen katastrophal sein. „Mayday“ gewährt neue Einblicke in die Sicherheitsrisiken der Luftfahrt. Jede Folge widmet sich einem spezifischen Problem der modernen Flugsicherheit. Es geht um Flugzeugentführungen, Wartungsfehler und Kollisionen in der Luft. Auch die Auswirkungen der zunehmenden Automatisierung werden kritisch unter die Lupe genommen.
Am 8. September 1989 hebt in Oslo eine Propellermaschine der norwegischen Fluggesellschaft Partnair in Richtung Hamburg ab. An Bord der 36 Jahre alten Convair des Fluges 394 befinden sich 50 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder. Als die Maschine eine Flughöhe von etwa 6.500 Metern über dem Meeresspiegel erreicht hat, geschieht plötzlich das Unfassbare: Ohne erkennbaren Grund verliert die betagte Convair binnen Sekunden massiv an Höhe und stürzt schliesslich vor der Küste Dänemarks in die eiskalte Nordsee. Keiner an Bord überlebt die Katastrophe. Was hat zum Absturz der Maschine geführt?
Am Abend des 12. November startet 1996 Saudi Airways, Flug 763 in Neu Delhi. Die Maschine ist in der Luft und wartet auf die Erlaubnis vom Tower, höher aufsteigen zu dürfen. Zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand: Sie ist auf Kollisionskurs mit der Air Kasachstan. Die Maschinen prallen frontal aufeinander, alle 349 Passagiere der beiden Maschinen finden den Tod. Waren mangelhafte Sprachkenntnisse der Piloten die Ursache für den falschen Kurs?
April 1975. Das Ende des Vietnamkriegs steht kurz bevor. Rund um die südvietnamesische Hauptstadt Saigon überschlagen sich die Ereignisse. Hunderttausende sind auf der Flucht vor den nahenden Truppen des Vietcong. Da ordnet der amerikanische Präsident Gerald Ford eine dringende Rettungsaktion an: die „Operation Babylift“. Es geht darum, vietnamesische Waisenkinder aus dem Chaos des Krieges herauszuholen und in die sicheren USA zu bringen. Insgesamt 3.000 Kinder gelangen so in die USA, nach Kanada oder Europa. Doch gleich der erste Rettungsflug gerät zur Katastrophe.
Am 28. November 1987 bricht auf Reiseflughöhe über dem Indischen Ozean im Frachtraum einer Boeing 747 Combi ein Feuer aus. Bald darauf verliert die Flugsicherung den Kontakt mit der Crew. Die Brandursache im Frachtraum ist ungeklärt. Dies ist die Geschichte des South-African-Airways-Flug 295.
Ein kleines Passagierflugzeug startet voll besetzt mit Jobpendlern zu einem Routineflug. Wenige Momente nach dem Start wird die Nase des Fliegers plötzlich nach oben gerissen. Die Maschine taumelt, zieht nach links – und stürzt schliesslich in einen Hangar. Alle Menschen an Bord sterben. Bei ihren Untersuchungen stossen die Ermittler auf einen ebenso winzigen wie verheerenden Fehler.
Am 6. August 2005 ist eine Maschine der Fluggesellschaft Tuninter auf dem Weg zu der tunesischen Ferieninsel Djerba. Hoch über dem Mittelmeer fällt plötzlich der rechte Motor aus. Die Piloten leiten sofort eine Notlandung ein, doch dann kommt es noch schlimmer: Auch der zweite Motor arbeitet nicht mehr. Das Flugzeug stürzt ab. Während des Sturzes versucht die Crew immer wieder, die Motoren neu zu starten - vergeblich. Die letzte Chance ist eine Landung auf dem Meer. 20 Menschen überleben das Manöver.
Am 1. Januar 2007 startet Flug 574 der Adam Air vom indonesischen Flughafen Suribaya. Das Ziel, die zwei Flugstunden entfernte Stadt Manado, wird die Boeing 747 niemals erreichen: Über der Javasee gerät der Airliner plötzlich in Turbulenzen und kommt hunderte Kilometer von seiner vorgesehenen Route ab. Fluglotsen nehmen Kontakt mit der verirrten Maschine auf und versuchen, sie zurück auf Kurs zu bringen – doch die Navigationsinstrumente an Bord versagen den Dienst. Kurz darauf verschwindet die Maschine von den Radarschirmen.