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Charmante Langblüher
Stauden-Clematis sind robust, frosthart und unempfindlich gegen Welke. Sie blühen im Sommer über mehrere Monate und haben filigrane Fruchtstände. Nur eines können sie nicht: klettern.
Krautige Clematis unterscheiden sich von den populären verholzenden Waldrebenarten darin, dass sie eine Stütze brauchen. Dies kann eine standfeste Nachbarstaude oder ein lockeres Gehölz sein, woran sie sich anlehnen oder die sie durchwachsen können. Ohne Halt liegen ihre Triebe am Boden oder fallen, was durchaus reizvoll sein kann, über Mauerkronen. Stauden-Clematis variieren stark in ihrer Wuchslänge sowie in den Blütenfarben und -formen.
Die bekannteste Stauden-Clematis ist die Aufrechte Waldrebe (Clematis recta). Von Juni bis Juli bringt sie an grossen Dolden eine Fülle weisser, zart duftender Blüten hervor, die später in fedrige Fruchtstände übergehen.
Durands Waldrebe (Clematis x durandii, Foto), eine der ältesten heute noch erhaltenen Clematis-Sorten, wurde bereits 1874 in Lyon ausgelesen. Sie entsprang der Vermählung von C. integrifolia mit C. lanuginosa und ist bis heute eine der besten C.-integrifolia-Hybriden. Ihre grossen blauvioletten Blüten sind zuerst glockenförmig, breiten sich dann aber flach aus.
Bild: Annemarie Haller