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Das an den Universitäten Bern und Kiel situierte SNF/DFG-Projekt (Weave Lead Agency Initiative) untersucht in komparatistischer Perspektive die weltliche Verwaltung verschiedener geistlicher Fürstentümer des römisch-deutschen Reichs zwischen ca. 1440 und 1520. Es überprüft zwei Hypothesen: Die erste Hypothese geht davon aus, dass Hochstiftsverwaltungen Schnittfelder der spätmittelalterlichen Gesellschaft bildeten, weil sie ,Treffpunkte‘ unterschiedlichster herrschaftlicher Akteure an der ,Zentrale‘ eines geistlichen Fürstentums waren. Gemäß der zweiten Hypothese fungierten Hochstiftsverwaltungen als Schrittmacher für die Fortentwicklung von Verwaltungsstrukturen: So mussten Sie schon früh auf juristisch gebildetes Personal setzen und aufgrund der Besonderheiten bischöflicher Herrschaft innovative Lösungen finden, um Kontinuität zu wahren und um Konflikte zu vermeiden.