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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00138 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom 16. August 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Dr. Peter Rüegger goldbach law Gustav-Silber Weg 4, Postfach 645, 8700 Küsnacht ZH gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Die 1966 geborene X.___ meldete sich am 20. Dezember 2016 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4). Im Zeitpunkt der Anmeldung war sie in einem 50%-Pensum als Sozialberaterin bei der Y.___ angestellt (Urk. 7/4/4, Urk. 7/19). Nachdem das Arbeitsverhältnis von der Arbeitgeberin per 31. Mai 2017 gekündigt worden war (Urk. 7 / 39/5 ), gewährte die IV-Stelle der Versicherten für die Zeit vom 11. April bis 11. Dezember 2017 Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (Urk. 7/24). Mit Mitteilung vom 6. November 2017 schloss die IV-Stel l e die Arbeitsvermittlung erfolglos ab (Urk. 7/38). In der Folge tätigte die IV-Stelle weitere medizinische und erwerbli che Abklärungen. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/47) ver neinte sie mit Verfügung vom 31. Januar 2018 einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/51). 1.2 Am 9. Mai 2018 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) ersuchte die Ver sicherte die IV-Stelle um berufliche Eingliederungsmassnahmen (Urk. 7/55). Die IV-Stelle kam daraufhin für die Kosten für ein v om 20. August bis 30. Novem ber 2018 dauerndes Arbeitstraining (Urk. 7/71 ; Urk. 7/62, Urk. 7/65) sowie für die Kosten einer Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche auf (Urk. 7/73; Urk. 7/76). Mit Mitteilung vom 2. Juli 2019 hielt die IV-Stelle fest, dass Ein gliederungsmassnahmen zurzeit nicht möglich seien (Urk. 7/77). Nachdem die IV-Stelle von den behandelnden Ärzten Berichte eingeholt hatte, gab sie bei der MEDAS R.___ ein polydisziplinäres Gutachten (Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Neuropsychologie, Rheumatologie) in Auftrag (Urk. 7/106), welches am 16. Juni 2021 erstattet wurde (Urk. 7/110). Mit Vorbescheid vom 5. August 2021 (Urk. 7/114) stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Leistungs anspruch der Versicherten zu verneinen. Die Versicherte liess dagegen am 13. September 2021 Einwand erheben (Urk. 7/117) und am 26. Oktober 2021 (Urk. 7/123) einen Austrittsbericht der Klinik Z.___, in welcher sie vom 22. Juli bis 30. September 2021 hospitalisiert gewesen war, (Urk. 7/122) einrei chen. Am 23. November 2021 (Urk. 7/124) stellte die Versicherte der IV-Stelle sodann einen Bericht von MS c A.___, Psychologin FSP, und Dr. med. B.___, Verhaltensneurologin, vom 8. November 2021 zu (Urk. 7/125). Am 1. September 2022 wurde der IV-Stelle zudem ein Bericht der Fachperso nen der Klinik Z.___ zum aktuellen Therapieverlauf eingereicht (Urk. 7/131, Urk. 7/132). Am 22. September 2022 setzte die IV-Stelle die Versicherte darüber in Kenntnis, dass sie im Internet Abklärungen zu ihr getätigt habe und setzte ihr Frist an, um dazu Stellung zu nehmen (Urk. 7/133-135). Die Versicherte liess sich am 14. Oktober 2022 vernehmen (Urk. 7/137-139). Zudem liess sie weitere Berichte der Klinik Z.___, in welcher sie vom 16. November bis 21. Dezem ber 2022 erneut hospitalisiert gewesen war, einreichen (Urk. 7/140, 7/146). Mit Verfügung vom 2. Februar 2023 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 2). 2. Dagegen liess die Versicherte mit Eingabe vom 6. März 2023 (Urk. 1) unter Beilage eines Berichts von C.___, Pflegefachfrau Psychiatrie, Spitex D.___, (Urk. 3/3) und einer Stellungnahme von PD Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum MEDAS-Gutachten (Urk. 3/4) Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflich ten, ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, zu erbringen, eventualiter sei ein neues psychiatrisches Gutachten zu veranlassen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. April 2023 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfü gung vom 2. Mai 2023 angezeigt wurde (Urk. 8). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da jedoch die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschrif ten anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 1.4 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsis tenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.5 1.5.1 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamne se) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Her kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auf trag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 1.5.2 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweis würdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Be weis themen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamt bild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesentli chen (Urk. 2), sie folg t en der somatischen Beurteilung des MEDAS-Gutachtens vom 16. Juni 2021. Demnach sei aus rheumatologischer Sicht bei schmerzbedingt vermehrte m Pausenbedarf und langsamere m Arbeitstempo eine Einschränkung von etwa 10 % nachvollziehbar. In der neuropsychologischen Begutachtung hätten Hinweise auf eine insgesamt ungenügende Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie eine Symptomver deutlichung vorgelegen, sodass die neuropsychologischen Befunde nicht genü gend aussagekräftig seien. Es sei von Aggravation auszugehen. Es sei deshalb keine nachvollzieh b are Beurteilung der Leistungsfähigkeit aus neuropsychologi scher Sicht möglich gewesen. Die psychiatrisch erhobenen Befunde und Einschränkungen seien versicherungs rech t lich mittels strukturierten Bewei s verfahren s zu validieren. Diese Prüfung ergebe, dass die Beschwerdeführerin über verschiedene persönliche wie berufliche Ressourcen verfüge. Die Einschränkungen wirkten si ch nicht in allen Lebensbe reichen gleichermassen aus. Bei der psychiatrischen Begutachtung sei zudem keine beobachtete traumaspezifische Symptomatik beschrieben, obwohl ausführ lich über die Traumata berichtet worden sei. Der psychiatrische Gutachter habe praktisch nur auf die Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt. Ihre Angaben und Beschwerdeschilderungen während der psychiatrischen Begutachtung könn ten jedoch nicht klar als authentisch beurteilt werden, da von wahrscheinlicher Aggravation während der neuropsychologischen Begutachtung ausgegangen werden könne. Nachdem die posttraumatische Belastungsstörung schon sehr lange vorliegen müsste, sei es auch nicht plausibel nachzuvollziehen, dass erst im Jahr 2020 und grundlos eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf treten sollte. Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden sei daher zu verneinen. 2.2 Die Beschwerdeführerin liess dagegen im Wesentlichen einwenden (Urk. 1), die Untersuchung durch Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin und für Endokrinologie und Diabet ologie, von der MEDAS sei grob und übergriffig gewesen. Die Beschwerdegegnerin schreib e in diesem Zusammenhang, dass eine Retraumatisierung durch den fallführenden Gutachter wenig nachvollziehbar sei, habe dieser sie doch am 13. Apri l 2021 untersucht, worauf bei der psychiatrischen Untersuchung vom 22. April 2021 keine traumaspezifische Symptomatik habe beobachtet werden können. Dem sei entgegenzuhalten, dass sie sowohl gegen über dem rheumatologischen Gutachter wie auch gegenüber dem psychiatrischen Gutachter von der groben Untersuchung berichtet habe. Zur Prüfung ihrer Ressourcen durch die Beschwerdegegnerin sei festzuh a lten, dass gerade die im Gutachten diagnostizierten Störungen sie an der Nutzung ihrer Ressourcen hinderten. Die von ihr geklagten Beschwerden würden nicht be rücksichtigt und der dargestellte Tagesablauf gehe an der Realität vorbei. Ein strukturiertes Beweisverfahren, das alle Umstände berücksichtige, zeige, dass sie aufgrund der diagnostizierten Störungen ihre Ressourcen nur wenig zu nutzen vermöge und in der Bewältigung des Alltags teilweise erheblich eingeschränkt sei. Dies werde durch die Beobachtungen der psychiatrischen Spitex bestätig t. Die allein auf das neuropsychologische Teilgutachten abge stützten wiederholten Vorwürfe der Beschwerdegegnerin, wonach bei ihr eine ungenügende Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie eine Symp tomverdeutlichung vorlägen, liessen sich gestützt auf alle übrigen Akten, namentlich den neuropsychologischen Bericht von Dr. B.___, nicht auf rechterhalten. Der psychiatrische Gutachter habe gestützt auf seine eigene Explo ration und in Kenntnis der Anamnese gut nachvollziehbar und schlüssig darge stellt, weshalb sich die posttraumatische Belastungsstörung und ihre Folgen erst spät zeig t en. Gerade deshalb sei im Rahmen der Konsensfindung seine Beur teilung übernommen worden. Eine unabhängige, rein faktengestützte Überprü fung durch PD Dr. E.___ vom 3. März 2023 habe ergeben, dass die im Gutachten postulierte Arbeitsfähigkeit von unter 20 % in der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiterin sowie in angepassten Tätigkeiten als plausibel erscheine. Die Schlussfolgerungen des polydisziplinären Gutachten, das massgeblich auf das psychiatrische Teilgutachten abstelle, erwiesen sich – auch unter Ausseracht lassung des Teilgutachtens der Inneren Medizin – in der Beurteilung der medi zinischen Zusammenhänge als schlüssig. Entsprechend liege ihre momentane Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit unter 20 % der Norm. Sie habe deshalb Anspruch auf eine ganze Rente. Sollte trotz des überzeugenden psychiatrischen Teilgutachtens eine erneue Begutachtung als not wendig erachtet werden, so könne es nur um eine neue einlässlich e psychiatrische Begutachtung gehen. 3. 3.1 Im MEDAS-Gutachten vom 16. Juni 2021 (Urk. 7/110) werden die bis zur Begut achtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen medizinischen Berichte zusam men gefasst (Urk. 7/110/2 ff.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wie dergegeben werden. 3.2 Die MEDAS-Gutachter nannten in ihrem Gutachten (Urk. 7/110) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/110/38, Urk. 7/110/33): - p osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.41) mit - rezidivierender depressiver Störung (aktenanamnestisch, aktuell weit gehend remittiert; ICD - 10 F33.4) - chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), bei - neuropsychologisch unplausibler und inkonsistenter Symptompro duktion vor dem Hintergrund einer ungenügenden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie Symptomverdeutlichung - c hronisches zervikospondylogenes und zervikovertebragenes Schmerz syndrom myofaszialer Ausprägung, rechtsbetont, bei - Haltungsinsuffizienz, zervikaler Streckhaltung und Segmentkyphose C6/C7 und rechtskonvexer Skoliose - fortgeschrittener Segmentdegeneration C6/C7 - manifest e, anamnestisch rezidivierend aktivierte und deformier e nde Finger gelenksarthrose, besonders an beiden Zeig- und Kleinfingern, rechtsbetont - Metatarsalgie rechts bei - Knick-Senk-Spreizfüssen, Halluces valgi, mit - leichter Grosszehengrundgelenksarthrose links - Verdacht auf Morton-Neurom zwischen den Metatarsal ia III/IV und IV/V Als weitere Diagnose führten die Gutachter an (Urk. 7/110/33): - c hronisch rezidivierendes lumbospondylogenes Syndrom myofaszialer Ausprägung links, bei - Fehlstatik und Haltungsinsuffizienz, muskulärer Dysbalance, Dekon ditionierung und antalgischer Schonhaltung - d iskreten degenerativen Veränderungen - leichtgradiges Übergewicht (156,5 cm/64 kg, BMI 26,1) - Hypermetropie beidseits (Brille) - leichte Bursa-Reizung an der rechten Ellbogenstreckseite - Polyallergie (anamnestisch; gegen Haselnüsse und Mandeln, Äpfel und Birnen, Kirschen und Kiwi, Zitrusfrüchte und «Waldbeeren», Insekten stiche X sowie Peni z il l in) Die posttraumatische Belastungsstörung wirke sich immer noch in Form von Hypervigilanz, Angstträumen, Panikattacken, Schlafstörung, erhöhter Schmerz empfindlichkeit etc. aus. Eine hohe Konzentrationsfähigkeit mit entsprechendem Durchhaltevermögen wäre für die erneute Ausübung der früheren Beratungs tätigkeit unabdingbar. Im rheumatologischen Sektor wirkten sich der rechts be t onte myofasziale Reizzustand im Bereich der Nacken-/Schulterpartie und der linksbetonte in den Lendenwirbelsäulen-, Bec k e n - und Hüftregion sowie die in termittierend aktivierten Heberden -Arthrosen und die Metatarsal g ien am rechten Fuss mit beginnender Grosszehengrundgelenksarthrose behindernd aus. Sie seien aber meist behandelbar oder hielten sich in Grenzen, sodass die frühere Tätigkeit als Beraterin im Sozialbereich mit wenigen Kautelen durchaus zumutbar wäre. Aus dem psychiatrischen Blickwinkel bestünden keine Inkonsistenzen, alle An gaben seien plausibel und mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwer deführerin verständlich, währen dd em somatischerseits doch eine Diskrepanz von mannigfaltigen Klagen und objektivierbaren Befunden vorliege (Urk. 7/110/3 8 ). Sowohl für die bisherige Tätigkeit als Sozialarbeiterin als auch für eine an gepasste Tätigkeit schätz t en sie die momentane Arbeitsfähigkeit auf weniger als 20 % der Norm, wobei die psychiatrischen Befunde limitierend wirkten (Urk. 7/110/39). 3.3 Am 9. Juli 2021 nahm Dr. med. G.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle zum MEDAS-Gutachten Stellung (Urk. 7/112/8-9). Sie erklärte, im Gutachten würden die beklagten Beschwerden berücksichtigt und das Gutachten sei in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstellt worden. Das psychiatrische Teil gutachten sei jedoch in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge nicht einleuchtend. Ebenso wenig könnten die gezogenen Schlussfolgerungen nach vollzogen werden. Mehrfachen Traumat a ausgesetzt zu sein begründe nicht per se eine p osttraumatische Belastungsstörung. Der Gutachter habe praktisch aus schliesslich au f die Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt, wie im Übrigen auch schon die früheren Behandler. Eine traumaspezifische Symptomatik habe während der Begutachtung nicht beobachtet werden können, obwohl die Be schwerdeführerin offenbar ausführlich über die Traumata berichtet habe. Auf fällig seien zudem die Aussagen der Beschwerdeführerin, dass sie sich nach der Trennung 2012 beruflich habe weiterentwickeln können, Interessen an unserer Kultur gehabt, Fitness ausgeübt, Sport getrieben und am sozialen Leben teilge nommen habe. Über mehrere Jahre habe sie einen Freund gehabt. Den jetzigen Freund habe sie 2017, bereits erkrankt, kennengelernt. Vor zwei Jahren sei si e in sein Elternhaus gezogen. Sie habe sich sehr gut integriert, was gegen die Angabe «Erst nach misslungener Infiltration seien Albträume und offenbar die ganzen weiteren traumaspezifischen Symptome aufgetreten» spreche ( vgl. Urk. 7/110 /78). Der psychiatrische Behandler, Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe im Arztbericht vom 6. November 2017 die Diagnose einer depressiven Episode leicht- bis mittelgra d i g (ICD-10 F32.1), Diffe rentialdiagnose Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) sowie emotional instabile, beziehungsabhängige und impulsive Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) be schrieben und angegeben, dass es zu einer Dekompensation im Rahmen eines unerwarteten Arbeitsplatzverlustes per Ende Mai 2017 gekommen sei. Damals habe die Beschwerdeführerin offensichtlich über keine traumaspezifische Symp tomatik berichtet. Die Beschwerdeführerin habe sich, nachdem sie sich über Traumafolgestörungen informiert und bei sich selber diese Diagnose gestellt habe, selbständig für eine Traumatherapie in die Klinik Z.___ eingewiesen. Eine Herleitung gemäss den ICD-10-Krit erien (unter E in b ezug von beobachteten Kri terien) habe im Gutachten nicht stattgefunden. Die Diagnose posttraumatische Belastungsstörung sei nicht klar nachzuvollziehen. Weiter seien im Gutachten, wie auch in de n übrigen Arzt b erichten, keinerlei psychischen Faktoren beschrieben worden, die eine wichtige Rolle für Schwere grad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen gespielt hätten (Hauptkriterium des chronischen Schmerzsyndroms mit somatischen und psy chischen Faktoren), daher s ei nicht ersichtlich, wie die Diagnose chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) zustande gekommen sei. Im Gutachten würden weder Ressour c en noch Belastungen noch Aktivitätsniveau beschri e ben. Im Mini-ICD-APP seien beispielsweise eine mässig ausg e prägte Ein schränkung bei Flexibil i tät/Umstellungsfähigkeit und Proaktivität/Spontanakti vität sowie eine erhebliche Beeinträchtigung der Widerstands- und Durchhalte fähigkeit angegeben, jedoch seien diese nicht begründet, sodass eine praktisch volle Arbeitsunfähigkeit nicht plausibel nachzuvollziehen sei. Zudem sei auch kein Verlauf der Arbeitsfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit festgehalten worden. Die unplausible und inkonsisten t e Symptomproduktion vor dem Hintergrund einer ungenügenden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie Symptom verdeutlichung währen d der neuropsychologischen Begutachtung seien vom psy chiatrischen Gutachter weder berücksichtigt noch im Rahmen einer möglichen Aggr avation diskutiert worden. Da von wahrscheinlicher Aggravation während der neuropsychologischen Begutachtung ausgegangen werden könne, könnten die Angaben der Beschwerdeführerin sowie die Beschwerdeschilderungen wäh ren d der psychiatrischen Begutachtung nicht klar als authentisch beurteilt werden. Die im Gutachten festgehaltenen Diagnosen, Einschränkungen und Arbeits unfähigkeit seien nicht nachvollziehbar. Die Überprüfung durch den Rechts anwender w e rd e empfohlen. 3.4 Dr. med. I.___, Oberarzt, und Dr. med. J.___, Ärztliche Direktion, von der Klinik Z.___, in welcher die Beschwerdeführerin vom 22. Juli bis am 30. September 2021 (zum dritten Mal) hospitalisiert gewesen war, nannten mit Bericht an Dr. H.___ vom 8. Oktober 2021 (Urk. 7/122) als Diagnosen : - p osttraumatische Belastungsstörung (komplexe posttraumatische Bel a s tungsstörung nach ICD 11; ICD-10 F43.1) - c hronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren ( ICD-10 F45.41) - d issoziative Störung (Konversionsstörung), nicht näher bezeichnet ( ICD-10 F44.9) Bei der Beschwerdeführerin liege eine schwere sequenzielle Entwicklungstrau matisierung vor, die zu einer komplexen Traumafolgestö r ung mit dissoziativer Symptomatik (körperbezogene, Stupor, anamnestisch) sowie Teil abgespalten Persönlichkeitsanteilen geführt habe. Darüber hinaus liege eine Schmerzstörung vor. Im Rahmen einer Trauma-Konfrontation sei es ihr gelungen, den Symptom druck etwas zu reduzieren. E ine weitere Behandlung der Traumafolgesympto matik sei dringend erforderlich. Während des stationären Aufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. 3.5 MS c A.___ und Dr. B.___ führten mit Bericht an Dr. H.___ vom 8. November 2021 ( U r k. 7/125 /1-6 ) als Diagnosen an : - mittelschwere neurokognitive Funktionsstörung als Folge einer - affek t pathologischen Störung, assoziiert an eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine dissoziative Störung bei biographischer Vulnerabilität (aktenanamnestisch: posttraumatische Belastungs störung bei Entwicklungstrauma in der Kindheit, dysfunktionale Fami lienstruktur) - DD Aggravation durch Retraumatisierung im Sommer 2021 Zurzeit sei aufgrund der eingeschränkten Belastbarkeit und der objektiv e n Befunde von keiner verwertbaren Arbeitsleistung auszugehen. Primär sei auf grund der im Vordergrund stehenden komplexen affektpatholo g ischen Symp tomatik aber eine Beurteilung aus fachpsychiatrischer Sicht notwendig. 3.6 Am 29. August 2022 nah men K.___, Psychologi n, L.___, Oberarzt a.i., sowie D r. J.___ von der Klinik Z.___ zu Händen des Rechts vertreters der Beschwerdeführerin Stellung (Urk. 7/131). Sie erklärten, betreffend Anpassung an Regeln und Routinen liege eine mittelgradige bis schwere Beein trächtigung vor. Die Beschwerdeführer in schaffe es, sich an Regeln und Routinen anzupassen. Dennoch sei dieser Prozess mit grosser Anstrengung und Stress ver bunden. Hinsichtlich Planung und Strukturierung von Aufgaben bestehe eine schwere Beeinträchtigung. Die Strukturierung und Planung von Aufgaben falle der Beschwerdeführerin schwer. Si e konzent r iere sich auf eine Tätigkeit und vergesse anderes, was noch zu erledigen gewesen wäre. Die Aufmerksam keitskapazität sei sehr gering. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sei in Abhängigkeit des Anspannungsgrades mittelgradig eingeschränkt. Bei der An wendung fachlicher Kompetenzen bestehe eine schwere Beeinträchtigung. Die Anwendung ihrer fachlichen Kompetenzen könne im therapeutischen Setting nicht beurteilt werden. Fachwissen sei laut der Beschwerdeführerin überhaupt nicht mehr abrufbar. Dinge, die sie mal gewusst habe, könne sie nicht mehr abrufen. Dies führe zu einem hohen Leidensdruck. Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, sei stark eingeschränkt. Sie habe wenig Gespür für sich, wisse nicht mehr, wa s ihr gefalle und was nicht. B evor sie eine n Entscheid treffe, gr üble sie lange Zeit und danach zweifle sie, ob sie di e richtige Entscheidung getroffen habe. Das Wahrnehmen von Gefühlen und Bedürfnissen sei stark eingeschränkt. Ent scheidungen nähmen viel Zeit und Energie in Anspruch. Sie verliere sich in Details. Dies setze sie zusätzlich unter Druck und sie habe Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und sei diesbezüglich auf Hilfe von aussen angewi e sen. E s führe zu einer grossen Entlastung, wenn ihr Entscheidungen abgenommen w e rden. Die Durch h altefähigkeit sei schwer beeinträchtigt. Bei komplexeren Tätigkeiten liege die Durchhaltefähigk e it bei etwa 10 Minuten, bei leichteren Tätigkeiten etwas länger. Bei arbeitsbezogenen Tätig k eiten wie beispielsweise dem L es en von Fallberichten fehle ihr die Konzentration, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Sie benötige auch hier Unterstützung von aussen. Einfache und handlungsbezogene Tätigke i ten fi e len ihr etwas leichter, bei einer Durch haltefähigkeit von etwa 30 Minuten. Bei der Selbstbehauptungsfähigkeit be stünden mittelgradige Beeinträchtigungen. Die Meinung könne gesagt werden, aber die Argumentation falle ihr schwer. Die Selbstbehauptung in grösseren Gruppen sei stärker beeinträchtigt, weil ihr die Argumentationsfähigkeit und dann das Selbstvertra u en fehle. Sie vermeide es, in grösseren Gruppen ihre Meinung zu äussern oder Bedürfnisse durchzusetzen. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit seien schwer beeinträchtigt. Die Konzentration könne nicht lange genug aufrechterhalten werden, um den Gesprächen zu folgen. Im Zweierkontakt falle es ihr etwas leichter. Die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten sei schwer beeinträchtig t. Sie bra u che mindestens einen Tag für die Voraus planung. Sonst träten Überforderungsgefühle und dissoziative Symptome und Angstzustände auf. Die Selbstpflege falle ihr schwer, sie müsse sich jeden Tag dazu zwingen. E s löse einen innerlichen Kampf aus, da ihr häufig der Antrieb dazu fehle. Sie wisse jedoch, wie sie früher sehr viel Wert auf ihre Selbstpflege gelegt habe, weshalb die Schwierigkeiten mit dem Thema auch Schamgefühle auslösten. Die Verkehr s fähigkeit sei mittelschwer beeinträchtigt. Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln funkt i oniere für sie aufgrund von Angstzuständen, dissoziativen Symptomen sowie Angst, die Orientierung zu verlieren, nicht mehr. Sie fahre nicht mehr ohne Begleitung. Das Autofahren gehe etwas besser. Trotz dem würde das Autofahren aufgrund mehrerer Verkehrsunfälle Stresssymptome auslösen, aber sie nehme diese in Kauf, um noch eine gewisse Alltagsfunktiona lität aufrechtzuerhalten. 3.7 Mit Stellungnahme vom 11. November 2022 erklärte Dr. G.___ (Urk. 7/147/ 5- 11), mit dem Einwand seien keine neuen Tatsachen vorge bracht worden. Da aufgrund der Unterlagen keine psychiatrischen Diagnosen nachzuvollziehen seien, müsse eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliegen. Allerdings habe der RAD die Beschwer deführerin nicht persönlich gesehen, weshalb eine erneute Begutachtung zu dis kutieren wäre. Wenn allerdings tatsächlich von Aggravation ausgegangen wer den müsse, werde auch ein neues Gutachten nicht aussagekräftiger sein. 3. 8 Am 2. Dezember 2022 beantworteten die Psychologin K.___ und Dr. med. M.___, Chefarzt, von der Klinik Z.___ Fragen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin (Urk. 7/140). Sie erklärte n dabei unter anderem, aufgrund von Ge P._ __ fahrungen bestehe bei der Beschwerdeführeri n eine ausgeprägte Angst davor, Fehler zu machen, da diese früher mit Gewalt sanktioniert worden sei e n. In einer Situation mit einem Arzt, was einem gewissen Autoritätsverhältnis entspreche, werde diese Angst vor Fehlern ausgelöst. Entsprechend des Fu r cht strukturmodells würden physiologische, emotionale und motorische Reaktionen aktiviert, die auch den Gang beeinflussen könnten. Eine Situation, in der sie von einer subjektiv wahrgenommenen Autoritätsperson beobachtet werde, werde stärker mit Angst assoziiert und löse entsprechen d vermehrt Angstreaktionen aus als eine Situation, in der sie nicht beobachtet werde. 3.9 Mit Stellungnahme vom 16. Dezember 2022 (Urk. 7/147/12) erklärte RAD-Ärztin Dr. G.___, der neu eingereichte Bericht der Fachpersonen der Klinik Z.___ vom 2. Dezember 2022, der überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich von der Psychologin geschrieben und vom Arzt nur visiert worden sei, führe zu kei nen neuen Erkenntnissen. Es könne weiterhin auf die RAD-Stellungna h me vom 9. Juli 2021 abgestellt werden. 3. 10 Vom 16. November bis 21. Dezember 2022 war die Beschwerdeführerin (zum vierten Mal) in der Klinik Z.___ hospitalisiert. Mit Bericht vom 5. Janu ar 2023 (Urk. 7/146) erklärten Psychologin K.___ und Oberarzt L.___ zu den Zuweisungsumstände n, d ie Beschwerdeführerin leide weiterhin unter den Folgen multipler traumatischer Erfahrungen. Diese würden sich unter anderem durch Intrusionen, Al b träume, Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten wie Auf fassung, Konzentration und Gedächtnis, dissoziative Symptome wie Depersona lisation und Derealisation und Angstzustände zeigen. Besonders im Vordergrund stünden aktuell überflutende Gefühle von Traurigkeit und Insuffizienzgefühle, die sie im stationären Aufenthalt bearbeiten wolle. Die Beschwerdeführerin sei in die angestammten Wohnverhältnisse entlassen worden. Es habe zum Austritt keine Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden. Psychologin K.___ und Oberarzt L.___ empf a hlen die Fortführung der ambulanten Psychotherapie und die Installation einer psychiatrischen Spitex. Die Beschwerdeführerin habe sich motiviert gezeigt und habe gegen Ende der Therapie einen Kontakt herstellen können, welcher jedoch noch nicht final bestätigt worden sei. Sie hätten der Beschwerdeführerin zum Aufbau einer Tagesstruktur, Ressourcenaktivierung sowie Verbesserung der kognitiven Fähig keiten eine tagesklinische Behandlung empfohlen und eine Zuweisung für die Tagesklinik Q.___ erstellt. 3.1 1 Pflegefachfrau Psychiatrie C.___ von der Spitex D.___ erklärte mit Bericht vom 21. Februar 2023 ( Urk. 3/3), im Alltag zeigten sich deutliche Beeinträch tigung en. Die Beschwerdeführerin leide an Konzentrationsstörungen und ver minderter Merkfähigkeit. Eine dementielle Entwicklung habe jedoch ausge schlossen werden können. Deshalb müsse von einer Dissoziation ausgegangen werden. Diese trete meist ganz unvermittel t, au c h während eines Gesprächs, auf. Die Beschwerdeführer in habe von der regelmässig stattfindenden Physiotherapie berichtet, die nun in neuen Räumlichkeiten im Souterrain stattfinde. Beim Zuhö ren sei zu beobachten gewesen, dass die Beschwerdeführerin plötzlich innerlich zurückgezogen, zeitweise abwesend gewirkt habe. Im Gespräch könne sie dann mitteilen, dass sie davon ausgehe, dass diese Situation mit den Räumlichkeiten (Keller) zusammenhänge und dass sie deswegen dissoziiert habe. Sie könne jedoch keinen Bezug herstellen. Sie gehe jedoch davon aus, dass es einen Zusammen hang mit ihren traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit gebe. Es seien auch Gegebenheiten zu beobachten gewesen, wo dieses Phänomen ohne ersicht lichen oder erkennbaren Grund aufgetreten sei. Anschliessend fühle sich die Beschwerdeführerin jeweils physisch und psychisch total erschöpft und kraftlos, einer Lethargie gleich. Die Einsätze der Spitex unterstützten die Beschwerde führerin beim Abgleichen der erwähnten Situationen ins Hier und Jetzt, wodurch sie auch mit sich selber wieder in Kontakt komme, und bei der Aktiv i erung, zum Beispiel nach draussen zu gehen. In Phasen der Lethargie schaffe sie das aus eigener Kraft nicht mehr. D as Erledigen des Haushaltes f a lle ihr dann sehr schwer und sie müsse einzelne Tätigkeiten weglassen. 3.1 2 Am 3. März 2023 nahm PD Dr. E.___ zum MEDAS-Gutachten Stellung (Urk. 3/4). Er erklärte dabei unter anderem, die Analyse der Aussagen der Be schwerdeführerin zeigten, dass die funktionellen Beeinträchtigungen in der über wiegenden Zahl der Themenbereich e des Alltags aufträten. Die Beeinträchti g ungen könnten durch Hilfsmittel und/oder Anpassungen ganz, teilweise oder gar nicht kompensiert werden, sodass die Unterstü t zung durch eine Hilfsperson notwendig sei. Die im Gutachten postulierte Arbeitsunfähigkeit (richtig: Arbeits fähigkei t) von weniger als 20 % in der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiterin und in angepassten Tätigkeiten erscheine vor dem Hintergrund der bereits im pr i vaten Alltag vorhandenen relevanten Beeinträchtigungen als plausibel. 4. 4.1 4.1.1 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spe zialärzte (sog. Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 m.w.H.). 4.1.2 L ic. phil. N.___ und lic. phil. O.___, beide Fachpsychologinnen für Neuropsychologie FSP, welche das neuropsychologische Teilgutachten der MEDAS erstellten, erklärten (Urk. 7/110/94), dass aufgrund von Auffälligkeiten und Inkonsistenzen respektiv e der nicht ausreichend gegebenen Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie der Symptomverdeutlichung das im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung ermittelte kognitive Testprofil zu wenig Aussagekraft besitze. Sie könnten dementsprechend keine Aussage über die tat sächliche kognitive Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin machen. Es sei nicht auszuschliessen, dass alltagsrelevante kognitive Defizite vorlägen. Sie könnten diese jedoch unter den aufgeführten Umständen nicht beurteilen respek tive diese nicht quantifizieren. Ob die verminderte Anstrengungs- und Leistungs bereitschaft sowie die Symptomverdeutlichung und die konsekutiv ausgeprägten kognitiven Minderleistungen während der Testung mit einer bestehenden psy chopathologischen Symptomatik in Zusammenhang stünden und dadurch voll ständig erklärbar seien, oder ob die Symptomverdeutlichung bewusstseinsnah (Aggravation) erfolge, müsse abschliessend aus fachärztlicher (psychiatrischer) Sicht beurteilt werden. Dem psychiatrischen MEDAS- Teilgutachten von Dr. med. P.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist betreffend Konsistenz und Plausibil i tät zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin überzeugend die ganze Vorgeschichte, die ihr heute zugänglich sei und die in den Akten mindestens in den f r üheren Jahren noch nicht aufgedeckt gewesen sei, geschildert habe. Es ergäben sich in diesem Sinne keine Inkonsistenzen. Alle Angaben seien plausibel, mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwerdeführerin verständlich (Urk. 7/110/83). Zum neuropsychologischen Teilgutachten und den dabei festge stellten Inkonsistenzen erklärte Dr. P.___ einzig, die Ergebnisse der aktuellen Neuropsychologie erlaubten keine weiteren Schlussfolgerungen (Urk. 7/110/83). Der Konsensbeurteilung der MEDAS- Gutachter ist zur Konsistenz zu entnehmen, aus dem psychiatrischen Blickwinke l bestünden keine Inkonsistenzen, alle Anga ben seien plausibel und mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwer deführerin verständlich, währenddem somatischerseits doch eine Diskrepanz von mannigfaltigen Klagen und objektivierbaren Befunden vorlieg e (U r k. 7/110/38). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass im neuropsychologischen Teilgutachten er hebliche Inkonsistenz en festgestellt wurden. Für die Würdigung der festgestellten Inkonsistenzen erachteten die neuropsychol o g i schen Gutachterinnen eine fach psychiatrische Einschätzung als erforderlich. Eine solche findet sich jedoch weder im psychiatrischen Teilgutachten noch im Rahmen der Konsensbeurteilung, beschränkte sich der fachpsychiatrische Gutachter doch auf die Feststellung, dass die neuropsychologische Abk l ä r ung keine weiteren Schlussfolgerungen erlaube. Es ergibt sich aus dem Gutachten aber weder, weshalb die neuropsychologische Abklärung keine Schlussfolgerung zulasse, noch wie das Verhalten der Beschwer deführerin im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung aus psychiatri scher Sicht zu erklären ist. 4.1.3 Dem MEDAS-Gutachten bzw. insbesondere dem psychiatrischen Teilgutachten fehlt es aber nicht nur an einer psychiatrischen Einschätzung der im Rahmen der neuropsychologischen Beurteilung gezeigten Inkonsistenzen, sondern auch an einer schlüssigen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anhand der Standardindika toren (Urk. 7/110/81-84 ; vgl. E. 1.3). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. P.___ ist daher nicht nachvollziehbar. Dieser Ansicht ist denn auch RAD-Ärztin Dr. G.___, erklärte sie doch die im Gutachten festgehaltenen Diagnosen, Einschränkungen und Arbeitsunfähigkeit als nicht nachvollziehbar (E. 3.3; vgl. auch Urk. 7/113, Urk. 7/135 ). 4.2 4.2.1 Auf die Einschätzung von RAD-Ärztin Dr. G.___ kann aber ebenfalls nicht abgestellt werden. Bei ihren A u sführungen vom 9. Juli 2021 ( E. 3.3 ), vom 11. Novem ber 2022 ( E. 3.7 ) und vom 16. Dezember 2022 ( E. 3.9 ) handelt es sich mangels selber durchgeführter Untersuchungen nämlich lediglich um eine Emp fehlung zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht im Sinne von Art. 49 Abs. 1 IVV (BGE 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweis). Man gels eigener Untersuchungen ve rmögen ihre Berichte lediglich dazu Stellung zu nehmen, ob der einen oder anderen Ansicht zu folgen oder aber eine zusätzliche Untersu chung vorzunehmen sei (Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2008 vom 4. Juni 2009 E. 4.4). Zwar können grundsätzlich auch Berichte und Stel lungnahmen des RAD, die sich allein auf die Akten stützen, beweiskräftig sein. Hierzu ist aber erforderlich, dass ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 9C_524/2017 21. März 2018 E. 5.1). Dies ist vorliegend angesichts der diagnos tischen Unklarheit indes nicht der Fall. 4.2.2 Im Übrigen ändert auch der Umstand, dass r echtsprechungsgemäss regelmässig dann kein versicherter Gesundheitsschaden vor liegt, wenn die Leistungs einschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht ( vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.1), nicht s daran, dass auf die RAD-Stellungnahmen nicht abgestellt werden kann. Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstella tionen beruhende Leistungseinschränkung vermag nämlich einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Ein zelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig über wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos über schritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zurückzuführen wäre ( Urteil des Bundes gerichts 9C_154/2016 vom 19. Oktober 2016 E. 4.3 ). Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass eine Aggravation oder eine ähnliche Erscheinung die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbietet, so besteht von vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung gegeben sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG). Soweit die betreffenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a) auftreten, sind deren Auswirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E. 2.2.2, Urteil des Bundes gerichts 8C_553/2021 vom 13. April 2023 E. 6.3.3). Mangels fachpsychiatrischer gut achterlicher Stellungnahme dazu kann vorli e gend jedoch gerade nicht beurteilt werden, ob das im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung gezeigte Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zu rückzuführen ist. 4.3 Nachdem sich auch gestützt auf die übrigen ärztlichen Berichte (E. 3.4, E. 3.5, E. 3.6, E. 3.8, E. 3.10, E. 3.11 und E. 3.12) die Leistungsfähigkeit der Beschwerde führerin nicht schlüssig beurteilen lässt, erweist sich der rechtserhebliche Sach verhalt als ungenügend abgeklärt. 5. 5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor instanz zurückweisen, besonders, wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). In BGE 137 V 2010 (E. 4.4.1) hielt das Bundesgericht fest, dass i m Prozess um Zusprechung oder Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen die Beschwerdeinstanz in der Regel ein Gerichtsgutachten ein holt, wenn sie im Rah men der Beweiswürdigung zum Schluss kommt, eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt jedoch möglich, wenn es darum geht, zu einer bisher vollständig ungeklärten Frage ein Gutachten einzuholen. Ebenso steht es dem Versicherungs gericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzi sierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist. 5.2 Vorliegend steht die Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin nicht entgegen. RAD-Ärztin Dr. G.___ würdig t e das MEDAS-Gutachten und kam zum Schluss, dass auf das psychiatrische Teilgut achten nicht abgestellt werden könne (E. 3.3, E. 3.7, E. 3.9 ). Die Beschwerde gegnerin, welche eine psychiatrische Begutachtung als erforderlich erachtet hatte, entschied somit im Wissen, dass k eine schlüssige psychiatrisch-gutachterliche Abklärung vorlag. Wenn die Verwaltung von vornherein darauf bauen könnte, dass ihre Arbeit ohnehin in jedem verfügungsweise abgeschlossenen Sozialver sicherungsfall auf Beschwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unter läge, litte die Rechtsstaatlichkeit der Versicherungsdurchführung empfindlich und wäre von einem Substanzverlust bedroht (BGE 137 V 210 E. 4.2). BGE 137 V 210 änderte zudem auch nichts an der gesetzlichen Ordnung, wonach der Beweis über sozialversicherungsrechtliche Ansprüche primär auf der Stufe des Administrativ verfahrens (vgl. Art. 43 f. ATSG) und nicht im gerichtlichen Prozess geführt wird (vgl. BGE 137 V 210 E. 2.2.2 und 4.2). 5.3 Nach dem Gesagten ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den rechtserheblichen Sachverhalt schlüssig abgeklärt. Hernach hat sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu zu entscheiden. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen. 6. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000. -- festgelegt. Vorliegend sind sie auf Fr. 8 00. -- festzusetzen. Die Rückweisung an die Verwaltung gilt nach ständiger Rechtsprechung als voll ständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. 6.2 Die vertretene Beschwerdeführer in hat Anspruch auf eine Prozessentschädigung (§ 34 Abs. 1 GSVGer ). Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Die de r Beschwerdeführer in von der Beschwerdegegnerin auszurichtende Prozessentschädigung ist unter Berücksich tigung der genannten Kriterien ermessensweise auf Fr. 2’ 0 00.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) festzusetzen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2. Februar 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu ver füge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteientschä digung von Fr. 2’ 0 00.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Dr. Peter Rüegger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bun desgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstWyler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00138 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom 16. August 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Dr. Peter Rüegger goldbach law Gustav-Silber Weg 4, Postfach 645, 8700 Küsnacht ZH gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Die 1966 geborene X.___ meldete sich am 20. Dezember 2016 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4). Im Zeitpunkt der Anmeldung war sie in einem 50%-Pensum als Sozialberaterin bei der Y.___ angestellt (Urk. 7/4/4, Urk. 7/19). Nachdem das Arbeitsverhältnis von der Arbeitgeberin per 31. Mai 2017 gekündigt worden war (Urk. 7 / 39/5 ), gewährte die IV-Stelle der Versicherten für die Zeit vom 11. April bis 11. Dezember 2017 Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (Urk. 7/24). Mit Mitteilung vom 6. November 2017 schloss die IV-Stel l e die Arbeitsvermittlung erfolglos ab (Urk. 7/38). In der Folge tätigte die IV-Stelle weitere medizinische und erwerbli che Abklärungen. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/47) ver neinte sie mit Verfügung vom 31. Januar 2018 einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/51). 1.2 Am 9. Mai 2018 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) ersuchte die Ver sicherte die IV-Stelle um berufliche Eingliederungsmassnahmen (Urk. 7/55). Die IV-Stelle kam daraufhin für die Kosten für ein v om 20. August bis 30. Novem ber 2018 dauerndes Arbeitstraining (Urk. 7/71 ; Urk. 7/62, Urk. 7/65) sowie für die Kosten einer Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche auf (Urk. 7/73; Urk. 7/76). Mit Mitteilung vom 2. Juli 2019 hielt die IV-Stelle fest, dass Ein gliederungsmassnahmen zurzeit nicht möglich seien (Urk. 7/77). Nachdem die IV-Stelle von den behandelnden Ärzten Berichte eingeholt hatte, gab sie bei der MEDAS R.___ ein polydisziplinäres Gutachten (Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Neuropsychologie, Rheumatologie) in Auftrag (Urk. 7/106), welches am 16. Juni 2021 erstattet wurde (Urk. 7/110). Mit Vorbescheid vom 5. August 2021 (Urk. 7/114) stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Leistungs anspruch der Versicherten zu verneinen. Die Versicherte liess dagegen am 13. September 2021 Einwand erheben (Urk. 7/117) und am 26. Oktober 2021 (Urk. 7/123) einen Austrittsbericht der Klinik Z.___, in welcher sie vom 22. Juli bis 30. September 2021 hospitalisiert gewesen war, (Urk. 7/122) einrei chen. Am 23. November 2021 (Urk. 7/124) stellte die Versicherte der IV-Stelle sodann einen Bericht von MS c A.___, Psychologin FSP, und Dr. med. B.___, Verhaltensneurologin, vom 8. November 2021 zu (Urk. 7/125). Am 1. September 2022 wurde der IV-Stelle zudem ein Bericht der Fachperso nen der Klinik Z.___ zum aktuellen Therapieverlauf eingereicht (Urk. 7/131, Urk. 7/132). Am 22. September 2022 setzte die IV-Stelle die Versicherte darüber in Kenntnis, dass sie im Internet Abklärungen zu ihr getätigt habe und setzte ihr Frist an, um dazu Stellung zu nehmen (Urk. 7/133-135). Die Versicherte liess sich am 14. Oktober 2022 vernehmen (Urk. 7/137-139). Zudem liess sie weitere Berichte der Klinik Z.___, in welcher sie vom 16. November bis 21. Dezem ber 2022 erneut hospitalisiert gewesen war, einreichen (Urk. 7/140, 7/146). Mit Verfügung vom 2. Februar 2023 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 2). 2. Dagegen liess die Versicherte mit Eingabe vom 6. März 2023 (Urk. 1) unter Beilage eines Berichts von C.___, Pflegefachfrau Psychiatrie, Spitex D.___, (Urk. 3/3) und einer Stellungnahme von PD Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum MEDAS-Gutachten (Urk. 3/4) Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflich ten, ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, zu erbringen, eventualiter sei ein neues psychiatrisches Gutachten zu veranlassen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. April 2023 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfü gung vom 2. Mai 2023 angezeigt wurde (Urk. 8). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da jedoch die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschrif ten anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 1.4 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsis tenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.5 1.5.1 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamne se) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Her kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auf trag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 1.5.2 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweis würdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Be weis themen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamt bild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesentli chen (Urk. 2), sie folg t en der somatischen Beurteilung des MEDAS-Gutachtens vom 16. Juni 2021. Demnach sei aus rheumatologischer Sicht bei schmerzbedingt vermehrte m Pausenbedarf und langsamere m Arbeitstempo eine Einschränkung von etwa 10 % nachvollziehbar. In der neuropsychologischen Begutachtung hätten Hinweise auf eine insgesamt ungenügende Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie eine Symptomver deutlichung vorgelegen, sodass die neuropsychologischen Befunde nicht genü gend aussagekräftig seien. Es sei von Aggravation auszugehen. Es sei deshalb keine nachvollzieh b are Beurteilung der Leistungsfähigkeit aus neuropsychologi scher Sicht möglich gewesen. Die psychiatrisch erhobenen Befunde und Einschränkungen seien versicherungs rech t lich mittels strukturierten Bewei s verfahren s zu validieren. Diese Prüfung ergebe, dass die Beschwerdeführerin über verschiedene persönliche wie berufliche Ressourcen verfüge. Die Einschränkungen wirkten si ch nicht in allen Lebensbe reichen gleichermassen aus. Bei der psychiatrischen Begutachtung sei zudem keine beobachtete traumaspezifische Symptomatik beschrieben, obwohl ausführ lich über die Traumata berichtet worden sei. Der psychiatrische Gutachter habe praktisch nur auf die Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt. Ihre Angaben und Beschwerdeschilderungen während der psychiatrischen Begutachtung könn ten jedoch nicht klar als authentisch beurteilt werden, da von wahrscheinlicher Aggravation während der neuropsychologischen Begutachtung ausgegangen werden könne. Nachdem die posttraumatische Belastungsstörung schon sehr lange vorliegen müsste, sei es auch nicht plausibel nachzuvollziehen, dass erst im Jahr 2020 und grundlos eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf treten sollte. Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden sei daher zu verneinen. 2.2 Die Beschwerdeführerin liess dagegen im Wesentlichen einwenden (Urk. 1), die Untersuchung durch Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin und für Endokrinologie und Diabet ologie, von der MEDAS sei grob und übergriffig gewesen. Die Beschwerdegegnerin schreib e in diesem Zusammenhang, dass eine Retraumatisierung durch den fallführenden Gutachter wenig nachvollziehbar sei, habe dieser sie doch am 13. Apri l 2021 untersucht, worauf bei der psychiatrischen Untersuchung vom 22. April 2021 keine traumaspezifische Symptomatik habe beobachtet werden können. Dem sei entgegenzuhalten, dass sie sowohl gegen über dem rheumatologischen Gutachter wie auch gegenüber dem psychiatrischen Gutachter von der groben Untersuchung berichtet habe. Zur Prüfung ihrer Ressourcen durch die Beschwerdegegnerin sei festzuh a lten, dass gerade die im Gutachten diagnostizierten Störungen sie an der Nutzung ihrer Ressourcen hinderten. Die von ihr geklagten Beschwerden würden nicht be rücksichtigt und der dargestellte Tagesablauf gehe an der Realität vorbei. Ein strukturiertes Beweisverfahren, das alle Umstände berücksichtige, zeige, dass sie aufgrund der diagnostizierten Störungen ihre Ressourcen nur wenig zu nutzen vermöge und in der Bewältigung des Alltags teilweise erheblich eingeschränkt sei. Dies werde durch die Beobachtungen der psychiatrischen Spitex bestätig t. Die allein auf das neuropsychologische Teilgutachten abge stützten wiederholten Vorwürfe der Beschwerdegegnerin, wonach bei ihr eine ungenügende Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie eine Symp tomverdeutlichung vorlägen, liessen sich gestützt auf alle übrigen Akten, namentlich den neuropsychologischen Bericht von Dr. B.___, nicht auf rechterhalten. Der psychiatrische Gutachter habe gestützt auf seine eigene Explo ration und in Kenntnis der Anamnese gut nachvollziehbar und schlüssig darge stellt, weshalb sich die posttraumatische Belastungsstörung und ihre Folgen erst spät zeig t en. Gerade deshalb sei im Rahmen der Konsensfindung seine Beur teilung übernommen worden. Eine unabhängige, rein faktengestützte Überprü fung durch PD Dr. E.___ vom 3. März 2023 habe ergeben, dass die im Gutachten postulierte Arbeitsfähigkeit von unter 20 % in der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiterin sowie in angepassten Tätigkeiten als plausibel erscheine. Die Schlussfolgerungen des polydisziplinären Gutachten, das massgeblich auf das psychiatrische Teilgutachten abstelle, erwiesen sich – auch unter Ausseracht lassung des Teilgutachtens der Inneren Medizin – in der Beurteilung der medi zinischen Zusammenhänge als schlüssig. Entsprechend liege ihre momentane Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit unter 20 % der Norm. Sie habe deshalb Anspruch auf eine ganze Rente. Sollte trotz des überzeugenden psychiatrischen Teilgutachtens eine erneue Begutachtung als not wendig erachtet werden, so könne es nur um eine neue einlässlich e psychiatrische Begutachtung gehen. 3. 3.1 Im MEDAS-Gutachten vom 16. Juni 2021 (Urk. 7/110) werden die bis zur Begut achtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen medizinischen Berichte zusam men gefasst (Urk. 7/110/2 ff.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wie dergegeben werden. 3.2 Die MEDAS-Gutachter nannten in ihrem Gutachten (Urk. 7/110) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/110/38, Urk. 7/110/33): - p osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.41) mit - rezidivierender depressiver Störung (aktenanamnestisch, aktuell weit gehend remittiert; ICD - 10 F33.4) - chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), bei - neuropsychologisch unplausibler und inkonsistenter Symptompro duktion vor dem Hintergrund einer ungenügenden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie Symptomverdeutlichung - c hronisches zervikospondylogenes und zervikovertebragenes Schmerz syndrom myofaszialer Ausprägung, rechtsbetont, bei - Haltungsinsuffizienz, zervikaler Streckhaltung und Segmentkyphose C6/C7 und rechtskonvexer Skoliose - fortgeschrittener Segmentdegeneration C6/C7 - manifest e, anamnestisch rezidivierend aktivierte und deformier e nde Finger gelenksarthrose, besonders an beiden Zeig- und Kleinfingern, rechtsbetont - Metatarsalgie rechts bei - Knick-Senk-Spreizfüssen, Halluces valgi, mit - leichter Grosszehengrundgelenksarthrose links - Verdacht auf Morton-Neurom zwischen den Metatarsal ia III/IV und IV/V Als weitere Diagnose führten die Gutachter an (Urk. 7/110/33): - c hronisch rezidivierendes lumbospondylogenes Syndrom myofaszialer Ausprägung links, bei - Fehlstatik und Haltungsinsuffizienz, muskulärer Dysbalance, Dekon ditionierung und antalgischer Schonhaltung - d iskreten degenerativen Veränderungen - leichtgradiges Übergewicht (156,5 cm/64 kg, BMI 26,1) - Hypermetropie beidseits (Brille) - leichte Bursa-Reizung an der rechten Ellbogenstreckseite - Polyallergie (anamnestisch; gegen Haselnüsse und Mandeln, Äpfel und Birnen, Kirschen und Kiwi, Zitrusfrüchte und «Waldbeeren», Insekten stiche X sowie Peni z il l in) Die posttraumatische Belastungsstörung wirke sich immer noch in Form von Hypervigilanz, Angstträumen, Panikattacken, Schlafstörung, erhöhter Schmerz empfindlichkeit etc. aus. Eine hohe Konzentrationsfähigkeit mit entsprechendem Durchhaltevermögen wäre für die erneute Ausübung der früheren Beratungs tätigkeit unabdingbar. Im rheumatologischen Sektor wirkten sich der rechts be t onte myofasziale Reizzustand im Bereich der Nacken-/Schulterpartie und der linksbetonte in den Lendenwirbelsäulen-, Bec k e n - und Hüftregion sowie die in termittierend aktivierten Heberden -Arthrosen und die Metatarsal g ien am rechten Fuss mit beginnender Grosszehengrundgelenksarthrose behindernd aus. Sie seien aber meist behandelbar oder hielten sich in Grenzen, sodass die frühere Tätigkeit als Beraterin im Sozialbereich mit wenigen Kautelen durchaus zumutbar wäre. Aus dem psychiatrischen Blickwinkel bestünden keine Inkonsistenzen, alle An gaben seien plausibel und mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwer deführerin verständlich, währen dd em somatischerseits doch eine Diskrepanz von mannigfaltigen Klagen und objektivierbaren Befunden vorliege (Urk. 7/110/3 8 ). Sowohl für die bisherige Tätigkeit als Sozialarbeiterin als auch für eine an gepasste Tätigkeit schätz t en sie die momentane Arbeitsfähigkeit auf weniger als 20 % der Norm, wobei die psychiatrischen Befunde limitierend wirkten (Urk. 7/110/39). 3.3 Am 9. Juli 2021 nahm Dr. med. G.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle zum MEDAS-Gutachten Stellung (Urk. 7/112/8-9). Sie erklärte, im Gutachten würden die beklagten Beschwerden berücksichtigt und das Gutachten sei in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstellt worden. Das psychiatrische Teil gutachten sei jedoch in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge nicht einleuchtend. Ebenso wenig könnten die gezogenen Schlussfolgerungen nach vollzogen werden. Mehrfachen Traumat a ausgesetzt zu sein begründe nicht per se eine p osttraumatische Belastungsstörung. Der Gutachter habe praktisch aus schliesslich au f die Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt, wie im Übrigen auch schon die früheren Behandler. Eine traumaspezifische Symptomatik habe während der Begutachtung nicht beobachtet werden können, obwohl die Be schwerdeführerin offenbar ausführlich über die Traumata berichtet habe. Auf fällig seien zudem die Aussagen der Beschwerdeführerin, dass sie sich nach der Trennung 2012 beruflich habe weiterentwickeln können, Interessen an unserer Kultur gehabt, Fitness ausgeübt, Sport getrieben und am sozialen Leben teilge nommen habe. Über mehrere Jahre habe sie einen Freund gehabt. Den jetzigen Freund habe sie 2017, bereits erkrankt, kennengelernt. Vor zwei Jahren sei si e in sein Elternhaus gezogen. Sie habe sich sehr gut integriert, was gegen die Angabe «Erst nach misslungener Infiltration seien Albträume und offenbar die ganzen weiteren traumaspezifischen Symptome aufgetreten» spreche ( vgl. Urk. 7/110 /78). Der psychiatrische Behandler, Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe im Arztbericht vom 6. November 2017 die Diagnose einer depressiven Episode leicht- bis mittelgra d i g (ICD-10 F32.1), Diffe rentialdiagnose Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) sowie emotional instabile, beziehungsabhängige und impulsive Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) be schrieben und angegeben, dass es zu einer Dekompensation im Rahmen eines unerwarteten Arbeitsplatzverlustes per Ende Mai 2017 gekommen sei. Damals habe die Beschwerdeführerin offensichtlich über keine traumaspezifische Symp tomatik berichtet. Die Beschwerdeführerin habe sich, nachdem sie sich über Traumafolgestörungen informiert und bei sich selber diese Diagnose gestellt habe, selbständig für eine Traumatherapie in die Klinik Z.___ eingewiesen. Eine Herleitung gemäss den ICD-10-Krit erien (unter E in b ezug von beobachteten Kri terien) habe im Gutachten nicht stattgefunden. Die Diagnose posttraumatische Belastungsstörung sei nicht klar nachzuvollziehen. Weiter seien im Gutachten, wie auch in de n übrigen Arzt b erichten, keinerlei psychischen Faktoren beschrieben worden, die eine wichtige Rolle für Schwere grad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen gespielt hätten (Hauptkriterium des chronischen Schmerzsyndroms mit somatischen und psy chischen Faktoren), daher s ei nicht ersichtlich, wie die Diagnose chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) zustande gekommen sei. Im Gutachten würden weder Ressour c en noch Belastungen noch Aktivitätsniveau beschri e ben. Im Mini-ICD-APP seien beispielsweise eine mässig ausg e prägte Ein schränkung bei Flexibil i tät/Umstellungsfähigkeit und Proaktivität/Spontanakti vität sowie eine erhebliche Beeinträchtigung der Widerstands- und Durchhalte fähigkeit angegeben, jedoch seien diese nicht begründet, sodass eine praktisch volle Arbeitsunfähigkeit nicht plausibel nachzuvollziehen sei. Zudem sei auch kein Verlauf der Arbeitsfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit festgehalten worden. Die unplausible und inkonsisten t e Symptomproduktion vor dem Hintergrund einer ungenügenden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie Symptom verdeutlichung währen d der neuropsychologischen Begutachtung seien vom psy chiatrischen Gutachter weder berücksichtigt noch im Rahmen einer möglichen Aggr avation diskutiert worden. Da von wahrscheinlicher Aggravation während der neuropsychologischen Begutachtung ausgegangen werden könne, könnten die Angaben der Beschwerdeführerin sowie die Beschwerdeschilderungen wäh ren d der psychiatrischen Begutachtung nicht klar als authentisch beurteilt werden. Die im Gutachten festgehaltenen Diagnosen, Einschränkungen und Arbeits unfähigkeit seien nicht nachvollziehbar. Die Überprüfung durch den Rechts anwender w e rd e empfohlen. 3.4 Dr. med. I.___, Oberarzt, und Dr. med. J.___, Ärztliche Direktion, von der Klinik Z.___, in welcher die Beschwerdeführerin vom 22. Juli bis am 30. September 2021 (zum dritten Mal) hospitalisiert gewesen war, nannten mit Bericht an Dr. H.___ vom 8. Oktober 2021 (Urk. 7/122) als Diagnosen : - p osttraumatische Belastungsstörung (komplexe posttraumatische Bel a s tungsstörung nach ICD 11; ICD-10 F43.1) - c hronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren ( ICD-10 F45.41) - d issoziative Störung (Konversionsstörung), nicht näher bezeichnet ( ICD-10 F44.9) Bei der Beschwerdeführerin liege eine schwere sequenzielle Entwicklungstrau matisierung vor, die zu einer komplexen Traumafolgestö r ung mit dissoziativer Symptomatik (körperbezogene, Stupor, anamnestisch) sowie Teil abgespalten Persönlichkeitsanteilen geführt habe. Darüber hinaus liege eine Schmerzstörung vor. Im Rahmen einer Trauma-Konfrontation sei es ihr gelungen, den Symptom druck etwas zu reduzieren. E ine weitere Behandlung der Traumafolgesympto matik sei dringend erforderlich. Während des stationären Aufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. 3.5 MS c A.___ und Dr. B.___ führten mit Bericht an Dr. H.___ vom 8. November 2021 ( U r k. 7/125 /1-6 ) als Diagnosen an : - mittelschwere neurokognitive Funktionsstörung als Folge einer - affek t pathologischen Störung, assoziiert an eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine dissoziative Störung bei biographischer Vulnerabilität (aktenanamnestisch: posttraumatische Belastungs störung bei Entwicklungstrauma in der Kindheit, dysfunktionale Fami lienstruktur) - DD Aggravation durch Retraumatisierung im Sommer 2021 Zurzeit sei aufgrund der eingeschränkten Belastbarkeit und der objektiv e n Befunde von keiner verwertbaren Arbeitsleistung auszugehen. Primär sei auf grund der im Vordergrund stehenden komplexen affektpatholo g ischen Symp tomatik aber eine Beurteilung aus fachpsychiatrischer Sicht notwendig. 3.6 Am 29. August 2022 nah men K.___, Psychologi n, L.___, Oberarzt a.i., sowie D r. J.___ von der Klinik Z.___ zu Händen des Rechts vertreters der Beschwerdeführerin Stellung (Urk. 7/131). Sie erklärten, betreffend Anpassung an Regeln und Routinen liege eine mittelgradige bis schwere Beein trächtigung vor. Die Beschwerdeführer in schaffe es, sich an Regeln und Routinen anzupassen. Dennoch sei dieser Prozess mit grosser Anstrengung und Stress ver bunden. Hinsichtlich Planung und Strukturierung von Aufgaben bestehe eine schwere Beeinträchtigung. Die Strukturierung und Planung von Aufgaben falle der Beschwerdeführerin schwer. Si e konzent r iere sich auf eine Tätigkeit und vergesse anderes, was noch zu erledigen gewesen wäre. Die Aufmerksam keitskapazität sei sehr gering. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sei in Abhängigkeit des Anspannungsgrades mittelgradig eingeschränkt. Bei der An wendung fachlicher Kompetenzen bestehe eine schwere Beeinträchtigung. Die Anwendung ihrer fachlichen Kompetenzen könne im therapeutischen Setting nicht beurteilt werden. Fachwissen sei laut der Beschwerdeführerin überhaupt nicht mehr abrufbar. Dinge, die sie mal gewusst habe, könne sie nicht mehr abrufen. Dies führe zu einem hohen Leidensdruck. Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, sei stark eingeschränkt. Sie habe wenig Gespür für sich, wisse nicht mehr, wa s ihr gefalle und was nicht. B evor sie eine n Entscheid treffe, gr üble sie lange Zeit und danach zweifle sie, ob sie di e richtige Entscheidung getroffen habe. Das Wahrnehmen von Gefühlen und Bedürfnissen sei stark eingeschränkt. Ent scheidungen nähmen viel Zeit und Energie in Anspruch. Sie verliere sich in Details. Dies setze sie zusätzlich unter Druck und sie habe Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und sei diesbezüglich auf Hilfe von aussen angewi e sen. E s führe zu einer grossen Entlastung, wenn ihr Entscheidungen abgenommen w e rden. Die Durch h altefähigkeit sei schwer beeinträchtigt. Bei komplexeren Tätigkeiten liege die Durchhaltefähigk e it bei etwa 10 Minuten, bei leichteren Tätigkeiten etwas länger. Bei arbeitsbezogenen Tätig k eiten wie beispielsweise dem L es en von Fallberichten fehle ihr die Konzentration, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Sie benötige auch hier Unterstützung von aussen. Einfache und handlungsbezogene Tätigke i ten fi e len ihr etwas leichter, bei einer Durch haltefähigkeit von etwa 30 Minuten. Bei der Selbstbehauptungsfähigkeit be stünden mittelgradige Beeinträchtigungen. Die Meinung könne gesagt werden, aber die Argumentation falle ihr schwer. Die Selbstbehauptung in grösseren Gruppen sei stärker beeinträchtigt, weil ihr die Argumentationsfähigkeit und dann das Selbstvertra u en fehle. Sie vermeide es, in grösseren Gruppen ihre Meinung zu äussern oder Bedürfnisse durchzusetzen. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit seien schwer beeinträchtigt. Die Konzentration könne nicht lange genug aufrechterhalten werden, um den Gesprächen zu folgen. Im Zweierkontakt falle es ihr etwas leichter. Die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten sei schwer beeinträchtig t. Sie bra u che mindestens einen Tag für die Voraus planung. Sonst träten Überforderungsgefühle und dissoziative Symptome und Angstzustände auf. Die Selbstpflege falle ihr schwer, sie müsse sich jeden Tag dazu zwingen. E s löse einen innerlichen Kampf aus, da ihr häufig der Antrieb dazu fehle. Sie wisse jedoch, wie sie früher sehr viel Wert auf ihre Selbstpflege gelegt habe, weshalb die Schwierigkeiten mit dem Thema auch Schamgefühle auslösten. Die Verkehr s fähigkeit sei mittelschwer beeinträchtigt. Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln funkt i oniere für sie aufgrund von Angstzuständen, dissoziativen Symptomen sowie Angst, die Orientierung zu verlieren, nicht mehr. Sie fahre nicht mehr ohne Begleitung. Das Autofahren gehe etwas besser. Trotz dem würde das Autofahren aufgrund mehrerer Verkehrsunfälle Stresssymptome auslösen, aber sie nehme diese in Kauf, um noch eine gewisse Alltagsfunktiona lität aufrechtzuerhalten. 3.7 Mit Stellungnahme vom 11. November 2022 erklärte Dr. G.___ (Urk. 7/147/ 5- 11), mit dem Einwand seien keine neuen Tatsachen vorge bracht worden. Da aufgrund der Unterlagen keine psychiatrischen Diagnosen nachzuvollziehen seien, müsse eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliegen. Allerdings habe der RAD die Beschwer deführerin nicht persönlich gesehen, weshalb eine erneute Begutachtung zu dis kutieren wäre. Wenn allerdings tatsächlich von Aggravation ausgegangen wer den müsse, werde auch ein neues Gutachten nicht aussagekräftiger sein. 3. 8 Am 2. Dezember 2022 beantworteten die Psychologin K.___ und Dr. med. M.___, Chefarzt, von der Klinik Z.___ Fragen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin (Urk. 7/140). Sie erklärte n dabei unter anderem, aufgrund von Ge P._ __ fahrungen bestehe bei der Beschwerdeführeri n eine ausgeprägte Angst davor, Fehler zu machen, da diese früher mit Gewalt sanktioniert worden sei e n. In einer Situation mit einem Arzt, was einem gewissen Autoritätsverhältnis entspreche, werde diese Angst vor Fehlern ausgelöst. Entsprechend des Fu r cht strukturmodells würden physiologische, emotionale und motorische Reaktionen aktiviert, die auch den Gang beeinflussen könnten. Eine Situation, in der sie von einer subjektiv wahrgenommenen Autoritätsperson beobachtet werde, werde stärker mit Angst assoziiert und löse entsprechen d vermehrt Angstreaktionen aus als eine Situation, in der sie nicht beobachtet werde. 3.9 Mit Stellungnahme vom 16. Dezember 2022 (Urk. 7/147/12) erklärte RAD-Ärztin Dr. G.___, der neu eingereichte Bericht der Fachpersonen der Klinik Z.___ vom 2. Dezember 2022, der überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich von der Psychologin geschrieben und vom Arzt nur visiert worden sei, führe zu kei nen neuen Erkenntnissen. Es könne weiterhin auf die RAD-Stellungna h me vom 9. Juli 2021 abgestellt werden. 3. 10 Vom 16. November bis 21. Dezember 2022 war die Beschwerdeführerin (zum vierten Mal) in der Klinik Z.___ hospitalisiert. Mit Bericht vom 5. Janu ar 2023 (Urk. 7/146) erklärten Psychologin K.___ und Oberarzt L.___ zu den Zuweisungsumstände n, d ie Beschwerdeführerin leide weiterhin unter den Folgen multipler traumatischer Erfahrungen. Diese würden sich unter anderem durch Intrusionen, Al b träume, Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten wie Auf fassung, Konzentration und Gedächtnis, dissoziative Symptome wie Depersona lisation und Derealisation und Angstzustände zeigen. Besonders im Vordergrund stünden aktuell überflutende Gefühle von Traurigkeit und Insuffizienzgefühle, die sie im stationären Aufenthalt bearbeiten wolle. Die Beschwerdeführerin sei in die angestammten Wohnverhältnisse entlassen worden. Es habe zum Austritt keine Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden. Psychologin K.___ und Oberarzt L.___ empf a hlen die Fortführung der ambulanten Psychotherapie und die Installation einer psychiatrischen Spitex. Die Beschwerdeführerin habe sich motiviert gezeigt und habe gegen Ende der Therapie einen Kontakt herstellen können, welcher jedoch noch nicht final bestätigt worden sei. Sie hätten der Beschwerdeführerin zum Aufbau einer Tagesstruktur, Ressourcenaktivierung sowie Verbesserung der kognitiven Fähig keiten eine tagesklinische Behandlung empfohlen und eine Zuweisung für die Tagesklinik Q.___ erstellt. 3.1 1 Pflegefachfrau Psychiatrie C.___ von der Spitex D.___ erklärte mit Bericht vom 21. Februar 2023 ( Urk. 3/3), im Alltag zeigten sich deutliche Beeinträch tigung en. Die Beschwerdeführerin leide an Konzentrationsstörungen und ver minderter Merkfähigkeit. Eine dementielle Entwicklung habe jedoch ausge schlossen werden können. Deshalb müsse von einer Dissoziation ausgegangen werden. Diese trete meist ganz unvermittel t, au c h während eines Gesprächs, auf. Die Beschwerdeführer in habe von der regelmässig stattfindenden Physiotherapie berichtet, die nun in neuen Räumlichkeiten im Souterrain stattfinde. Beim Zuhö ren sei zu beobachten gewesen, dass die Beschwerdeführerin plötzlich innerlich zurückgezogen, zeitweise abwesend gewirkt habe. Im Gespräch könne sie dann mitteilen, dass sie davon ausgehe, dass diese Situation mit den Räumlichkeiten (Keller) zusammenhänge und dass sie deswegen dissoziiert habe. Sie könne jedoch keinen Bezug herstellen. Sie gehe jedoch davon aus, dass es einen Zusammen hang mit ihren traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit gebe. Es seien auch Gegebenheiten zu beobachten gewesen, wo dieses Phänomen ohne ersicht lichen oder erkennbaren Grund aufgetreten sei. Anschliessend fühle sich die Beschwerdeführerin jeweils physisch und psychisch total erschöpft und kraftlos, einer Lethargie gleich. Die Einsätze der Spitex unterstützten die Beschwerde führerin beim Abgleichen der erwähnten Situationen ins Hier und Jetzt, wodurch sie auch mit sich selber wieder in Kontakt komme, und bei der Aktiv i erung, zum Beispiel nach draussen zu gehen. In Phasen der Lethargie schaffe sie das aus eigener Kraft nicht mehr. D as Erledigen des Haushaltes f a lle ihr dann sehr schwer und sie müsse einzelne Tätigkeiten weglassen. 3.1 2 Am 3. März 2023 nahm PD Dr. E.___ zum MEDAS-Gutachten Stellung (Urk. 3/4). Er erklärte dabei unter anderem, die Analyse der Aussagen der Be schwerdeführerin zeigten, dass die funktionellen Beeinträchtigungen in der über wiegenden Zahl der Themenbereich e des Alltags aufträten. Die Beeinträchti g ungen könnten durch Hilfsmittel und/oder Anpassungen ganz, teilweise oder gar nicht kompensiert werden, sodass die Unterstü t zung durch eine Hilfsperson notwendig sei. Die im Gutachten postulierte Arbeitsunfähigkeit (richtig: Arbeits fähigkei t) von weniger als 20 % in der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiterin und in angepassten Tätigkeiten erscheine vor dem Hintergrund der bereits im pr i vaten Alltag vorhandenen relevanten Beeinträchtigungen als plausibel. 4. 4.1 4.1.1 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spe zialärzte (sog. Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 m.w.H.). 4.1.2 L ic. phil. N.___ und lic. phil. O.___, beide Fachpsychologinnen für Neuropsychologie FSP, welche das neuropsychologische Teilgutachten der MEDAS erstellten, erklärten (Urk. 7/110/94), dass aufgrund von Auffälligkeiten und Inkonsistenzen respektiv e der nicht ausreichend gegebenen Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie der Symptomverdeutlichung das im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung ermittelte kognitive Testprofil zu wenig Aussagekraft besitze. Sie könnten dementsprechend keine Aussage über die tat sächliche kognitive Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin machen. Es sei nicht auszuschliessen, dass alltagsrelevante kognitive Defizite vorlägen. Sie könnten diese jedoch unter den aufgeführten Umständen nicht beurteilen respek tive diese nicht quantifizieren. Ob die verminderte Anstrengungs- und Leistungs bereitschaft sowie die Symptomverdeutlichung und die konsekutiv ausgeprägten kognitiven Minderleistungen während der Testung mit einer bestehenden psy chopathologischen Symptomatik in Zusammenhang stünden und dadurch voll ständig erklärbar seien, oder ob die Symptomverdeutlichung bewusstseinsnah (Aggravation) erfolge, müsse abschliessend aus fachärztlicher (psychiatrischer) Sicht beurteilt werden. Dem psychiatrischen MEDAS- Teilgutachten von Dr. med. P.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist betreffend Konsistenz und Plausibil i tät zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin überzeugend die ganze Vorgeschichte, die ihr heute zugänglich sei und die in den Akten mindestens in den f r üheren Jahren noch nicht aufgedeckt gewesen sei, geschildert habe. Es ergäben sich in diesem Sinne keine Inkonsistenzen. Alle Angaben seien plausibel, mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwerdeführerin verständlich (Urk. 7/110/83). Zum neuropsychologischen Teilgutachten und den dabei festge stellten Inkonsistenzen erklärte Dr. P.___ einzig, die Ergebnisse der aktuellen Neuropsychologie erlaubten keine weiteren Schlussfolgerungen (Urk. 7/110/83). Der Konsensbeurteilung der MEDAS- Gutachter ist zur Konsistenz zu entnehmen, aus dem psychiatrischen Blickwinke l bestünden keine Inkonsistenzen, alle Anga ben seien plausibel und mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwer deführerin verständlich, währenddem somatischerseits doch eine Diskrepanz von mannigfaltigen Klagen und objektivierbaren Befunden vorlieg e (U r k. 7/110/38). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass im neuropsychologischen Teilgutachten er hebliche Inkonsistenz en festgestellt wurden. Für die Würdigung der festgestellten Inkonsistenzen erachteten die neuropsychol o g i schen Gutachterinnen eine fach psychiatrische Einschätzung als erforderlich. Eine solche findet sich jedoch weder im psychiatrischen Teilgutachten noch im Rahmen der Konsensbeurteilung, beschränkte sich der fachpsychiatrische Gutachter doch auf die Feststellung, dass die neuropsychologische Abk l ä r ung keine weiteren Schlussfolgerungen erlaube. Es ergibt sich aus dem Gutachten aber weder, weshalb die neuropsychologische Abklärung keine Schlussfolgerung zulasse, noch wie das Verhalten der Beschwer deführerin im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung aus psychiatri scher Sicht zu erklären ist. 4.1.3 Dem MEDAS-Gutachten bzw. insbesondere dem psychiatrischen Teilgutachten fehlt es aber nicht nur an einer psychiatrischen Einschätzung der im Rahmen der neuropsychologischen Beurteilung gezeigten Inkonsistenzen, sondern auch an einer schlüssigen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anhand der Standardindika toren (Urk. 7/110/81-84 ; vgl. E. 1.3). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. P.___ ist daher nicht nachvollziehbar. Dieser Ansicht ist denn auch RAD-Ärztin Dr. G.___, erklärte sie doch die im Gutachten festgehaltenen Diagnosen, Einschränkungen und Arbeitsunfähigkeit als nicht nachvollziehbar (E. 3.3; vgl. auch Urk. 7/113, Urk. 7/135 ). 4.2 4.2.1 Auf die Einschätzung von RAD-Ärztin Dr. G.___ kann aber ebenfalls nicht abgestellt werden. Bei ihren A u sführungen vom 9. Juli 2021 ( E. 3.3 ), vom 11. Novem ber 2022 ( E. 3.7 ) und vom 16. Dezember 2022 ( E. 3.9 ) handelt es sich mangels selber durchgeführter Untersuchungen nämlich lediglich um eine Emp fehlung zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht im Sinne von Art. 49 Abs. 1 IVV (BGE 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweis). Man gels eigener Untersuchungen ve rmögen ihre Berichte lediglich dazu Stellung zu nehmen, ob der einen oder anderen Ansicht zu folgen oder aber eine zusätzliche Untersu chung vorzunehmen sei (Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2008 vom 4. Juni 2009 E. 4.4). Zwar können grundsätzlich auch Berichte und Stel lungnahmen des RAD, die sich allein auf die Akten stützen, beweiskräftig sein. Hierzu ist aber erforderlich, dass ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 9C_524/2017 21. März 2018 E. 5.1). Dies ist vorliegend angesichts der diagnos tischen Unklarheit indes nicht der Fall. 4.2.2 Im Übrigen ändert auch der Umstand, dass r echtsprechungsgemäss regelmässig dann kein versicherter Gesundheitsschaden vor liegt, wenn die Leistungs einschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht ( vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.1), nicht s daran, dass auf die RAD-Stellungnahmen nicht abgestellt werden kann. Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstella tionen beruhende Leistungseinschränkung vermag nämlich einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Ein zelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig über wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos über schritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zurückzuführen wäre ( Urteil des Bundes gerichts 9C_154/2016 vom 19. Oktober 2016 E. 4.3 ). Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass eine Aggravation oder eine ähnliche Erscheinung die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbietet, so besteht von vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung gegeben sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG). Soweit die betreffenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a) auftreten, sind deren Auswirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E. 2.2.2, Urteil des Bundes gerichts 8C_553/2021 vom 13. April 2023 E. 6.3.3). Mangels fachpsychiatrischer gut achterlicher Stellungnahme dazu kann vorli e gend jedoch gerade nicht beurteilt werden, ob das im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung gezeigte Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zu rückzuführen ist. 4.3 Nachdem sich auch gestützt auf die übrigen ärztlichen Berichte (E. 3.4, E. 3.5, E. 3.6, E. 3.8, E. 3.10, E. 3.11 und E. 3.12) die Leistungsfähigkeit der Beschwerde führerin nicht schlüssig beurteilen lässt, erweist sich der rechtserhebliche Sach verhalt als ungenügend abgeklärt. 5. 5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor instanz zurückweisen, besonders, wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). In BGE 137 V 2010 (E. 4.4.1) hielt das Bundesgericht fest, dass i m Prozess um Zusprechung oder Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen die Beschwerdeinstanz in der Regel ein Gerichtsgutachten ein holt, wenn sie im Rah men der Beweiswürdigung zum Schluss kommt, eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt jedoch möglich, wenn es darum geht, zu einer bisher vollständig ungeklärten Frage ein Gutachten einzuholen. Ebenso steht es dem Versicherungs gericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzi sierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist. 5.2 Vorliegend steht die Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin nicht entgegen. RAD-Ärztin Dr. G.___ würdig t e das MEDAS-Gutachten und kam zum Schluss, dass auf das psychiatrische Teilgut achten nicht abgestellt werden könne (E. 3.3, E. 3.7, E. 3.9 ). Die Beschwerde gegnerin, welche eine psychiatrische Begutachtung als erforderlich erachtet hatte, entschied somit im Wissen, dass k eine schlüssige psychiatrisch-gutachterliche Abklärung vorlag. Wenn die Verwaltung von vornherein darauf bauen könnte, dass ihre Arbeit ohnehin in jedem verfügungsweise abgeschlossenen Sozialver sicherungsfall auf Beschwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unter läge, litte die Rechtsstaatlichkeit der Versicherungsdurchführung empfindlich und wäre von einem Substanzverlust bedroht (BGE 137 V 210 E. 4.2). BGE 137 V 210 änderte zudem auch nichts an der gesetzlichen Ordnung, wonach der Beweis über sozialversicherungsrechtliche Ansprüche primär auf der Stufe des Administrativ verfahrens (vgl. Art. 43 f. ATSG) und nicht im gerichtlichen Prozess geführt wird (vgl. BGE 137 V 210 E. 2.2.2 und 4.2). 5.3 Nach dem Gesagten ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den rechtserheblichen Sachverhalt schlüssig abgeklärt. Hernach hat sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu zu entscheiden. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen. 6. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000. -- festgelegt. Vorliegend sind sie auf Fr. 8 00. -- festzusetzen. Die Rückweisung an die Verwaltung gilt nach ständiger Rechtsprechung als voll ständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. 6.2 Die vertretene Beschwerdeführer in hat Anspruch auf eine Prozessentschädigung (§ 34 Abs. 1 GSVGer ). Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Die de r Beschwerdeführer in von der Beschwerdegegnerin auszurichtende Prozessentschädigung ist unter Berücksich tigung der genannten Kriterien ermessensweise auf Fr. 2’ 0 00.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) festzusetzen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2. Februar 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu ver füge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteientschä digung von Fr. 2’ 0 00.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Dr. Peter Rüegger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bun desgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstWyler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2023.00138 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom 16. August 2023

IV.2023.00138

IV.2023.00138

IV.2023.00138 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler

Urteil vom 16. August 2023

Urteil vom 16. August 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Dr. Peter Rüegger

vertreten durch Dr. Peter Rüegger goldbach law

goldbach law Gustav-Silber Weg 4, Postfach 645, 8700 Küsnacht ZH

Gustav-Silber Weg 4, Postfach 645, 8700 Küsnacht ZH gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Die 1966 geborene X.___ meldete sich am 20. Dezember 2016 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4). Im Zeitpunkt der Anmeldung war sie in einem 50%-Pensum als Sozialberaterin bei der Y.___ angestellt (Urk. 7/4/4, Urk. 7/19). Nachdem das Arbeitsverhältnis von der Arbeitgeberin per 31. Mai 2017 gekündigt worden war (Urk. 7 / 39/5 ), gewährte die IV-Stelle der Versicherten für die Zeit vom 11. April bis 11. Dezember 2017 Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (Urk. 7/24). Mit Mitteilung vom 6. November 2017 schloss die IV-Stel l e die Arbeitsvermittlung erfolglos ab (Urk. 7/38). In der Folge tätigte die IV-Stelle weitere medizinische und erwerbli che Abklärungen. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/47) ver neinte sie mit Verfügung vom 31. Januar 2018 einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/51).

1.1 Die 1966 geborene X.___ meldete sich am 20. Dezember 2016 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4). Im Zeitpunkt der Anmeldung war sie in einem 50%-Pensum als Sozialberaterin bei der Y.___ angestellt (Urk. 7/4/4, Urk. 7/19). Nachdem das Arbeitsverhältnis von der Arbeitgeberin per 31. Mai 2017 gekündigt worden war (Urk. 7 39/5 ), gewährte die IV-Stelle der Versicherten für die Zeit vom 11. April bis 11. Dezember 2017 Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (Urk. 7/24). Mit Mitteilung vom 6. November 2017 schloss die IV-Stel l e die Arbeitsvermittlung erfolglos ab (Urk. 7/38). In der Folge tätigte die IV-Stelle weitere medizinische und erwerbli che Abklärungen. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/47) ver neinte sie mit Verfügung vom 31. Januar 2018 einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/51). 1.2 Am 9. Mai 2018 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) ersuchte die Ver sicherte die IV-Stelle um berufliche Eingliederungsmassnahmen (Urk. 7/55). Die IV-Stelle kam daraufhin für die Kosten für ein v om 20. August bis 30. Novem ber 2018 dauerndes Arbeitstraining (Urk. 7/71 ; Urk. 7/62, Urk. 7/65) sowie für die Kosten einer Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche auf (Urk. 7/73; Urk. 7/76). Mit Mitteilung vom 2. Juli 2019 hielt die IV-Stelle fest, dass Ein gliederungsmassnahmen zurzeit nicht möglich seien (Urk. 7/77). Nachdem die IV-Stelle von den behandelnden Ärzten Berichte eingeholt hatte, gab sie bei der MEDAS R.___ ein polydisziplinäres Gutachten (Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Neuropsychologie, Rheumatologie) in Auftrag (Urk. 7/106), welches am 16. Juni 2021 erstattet wurde (Urk. 7/110). Mit Vorbescheid vom 5. August 2021 (Urk. 7/114) stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Leistungs anspruch der Versicherten zu verneinen. Die Versicherte liess dagegen am 13. September 2021 Einwand erheben (Urk. 7/117) und am 26. Oktober 2021 (Urk. 7/123) einen Austrittsbericht der Klinik Z.___, in welcher sie vom 22. Juli bis 30. September 2021 hospitalisiert gewesen war, (Urk. 7/122) einrei chen. Am 23. November 2021 (Urk. 7/124) stellte die Versicherte der IV-Stelle sodann einen Bericht von MS c A.___, Psychologin FSP, und Dr. med. B.___, Verhaltensneurologin, vom 8. November 2021 zu (Urk. 7/125).

1.2 Am 9. Mai 2018 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) ersuchte die Ver sicherte die IV-Stelle um berufliche Eingliederungsmassnahmen (Urk. 7/55). Die IV-Stelle kam daraufhin für die Kosten für ein v om 20. August bis 30. Novem ber 2018 dauerndes Arbeitstraining (Urk. 7/71 ; Urk. 7/62, Urk. 7/65) sowie für die Kosten einer Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche auf (Urk. 7/73; Urk. 7/76). Mit Mitteilung vom 2. Juli 2019 hielt die IV-Stelle fest, dass Ein gliederungsmassnahmen zurzeit nicht möglich seien (Urk. 7/77). Nachdem die IV-Stelle von den behandelnden Ärzten Berichte eingeholt hatte, gab sie bei der MEDAS R.___ ein polydisziplinäres Gutachten (Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Neuropsychologie, Rheumatologie) in Auftrag (Urk. 7/106), welches am 16. Juni 2021 erstattet wurde (Urk. 7/110). Mit Vorbescheid vom 5. August 2021 (Urk. 7/114) stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Leistungs anspruch der Versicherten zu verneinen. Die Versicherte liess dagegen am 13. September 2021 Einwand erheben (Urk. 7/117) und am 26. Oktober 2021 (Urk. 7/123) einen Austrittsbericht der Klinik Z.___, in welcher sie vom 22. Juli bis 30. September 2021 hospitalisiert gewesen war, (Urk. 7/122) einrei chen. Am 23. November 2021 (Urk. 7/124) stellte die Versicherte der IV-Stelle sodann einen Bericht von MS c A.___, Psychologin FSP, und Dr. med. B.___, Verhaltensneurologin, vom 8. November 2021 zu (Urk. 7/125). Am 1. September 2022 wurde der IV-Stelle zudem ein Bericht der Fachperso nen der Klinik Z.___ zum aktuellen Therapieverlauf eingereicht (Urk. 7/131, Urk. 7/132). Am 22. September 2022 setzte die IV-Stelle die Versicherte darüber in Kenntnis, dass sie im Internet Abklärungen zu ihr getätigt habe und setzte ihr Frist an, um dazu Stellung zu nehmen (Urk. 7/133-135). Die Versicherte liess sich am 14. Oktober 2022 vernehmen (Urk. 7/137-139). Zudem liess sie weitere Berichte der Klinik Z.___, in welcher sie vom 16. November bis 21. Dezem ber 2022 erneut hospitalisiert gewesen war, einreichen (Urk. 7/140, 7/146). Mit Verfügung vom 2. Februar 2023 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 2).

Am 1. September 2022 wurde der IV-Stelle zudem ein Bericht der Fachperso nen der Klinik Z.___ zum aktuellen Therapieverlauf eingereicht (Urk. 7/131, Urk. 7/132). Am 22. September 2022 setzte die IV-Stelle die Versicherte darüber in Kenntnis, dass sie im Internet Abklärungen zu ihr getätigt habe und setzte ihr Frist an, um dazu Stellung zu nehmen (Urk. 7/133-135). Die Versicherte liess sich am 14. Oktober 2022 vernehmen (Urk. 7/137-139). Zudem liess sie weitere Berichte der Klinik Z.___, in welcher sie vom 16. November bis 21. Dezem ber 2022 erneut hospitalisiert gewesen war, einreichen (Urk. 7/140, 7/146). Mit Verfügung vom 2. Februar 2023 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 2). 2. Dagegen liess die Versicherte mit Eingabe vom 6. März 2023 (Urk. 1) unter Beilage eines Berichts von C.___, Pflegefachfrau Psychiatrie, Spitex D.___, (Urk. 3/3) und einer Stellungnahme von PD Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum MEDAS-Gutachten (Urk. 3/4) Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflich ten, ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, zu erbringen, eventualiter sei ein neues psychiatrisches Gutachten zu veranlassen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. April 2023 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfü gung vom 2. Mai 2023 angezeigt wurde (Urk. 8).

2. Dagegen liess die Versicherte mit Eingabe vom 6. März 2023 (Urk. 1) unter Beilage eines Berichts von C.___, Pflegefachfrau Psychiatrie, Spitex D.___, (Urk. 3/3) und einer Stellungnahme von PD Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum MEDAS-Gutachten (Urk. 3/4) Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflich ten, ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, zu erbringen, eventualiter sei ein neues psychiatrisches Gutachten zu veranlassen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. April 2023 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfü gung vom 2. Mai 2023 angezeigt wurde (Urk. 8). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da jedoch die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschrif ten anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da jedoch die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschrif ten anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).

1.3 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben,

Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).

Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 1.4 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

1.4 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsis tenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsis tenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.5

1.5 1.5.1 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

1.5.1 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamne se) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Her kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auf trag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamne se) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Her kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auf trag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 1.5.2 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1).

1.5.2 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweis würdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Be weis themen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamt bild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ).

Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweis würdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Be weis themen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamt bild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesentli chen (Urk. 2), sie folg t en der somatischen Beurteilung des MEDAS-Gutachtens vom 16. Juni 2021. Demnach sei aus rheumatologischer Sicht bei schmerzbedingt vermehrte m Pausenbedarf und langsamere m Arbeitstempo eine Einschränkung von etwa 10 % nachvollziehbar.

2.1 Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesentli chen (Urk. 2), sie folg t en der somatischen Beurteilung des MEDAS-Gutachtens vom 16. Juni 2021. Demnach sei aus rheumatologischer Sicht bei schmerzbedingt vermehrte m Pausenbedarf und langsamere m Arbeitstempo eine Einschränkung von etwa 10 % nachvollziehbar. In der neuropsychologischen Begutachtung hätten Hinweise auf eine insgesamt ungenügende Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie eine Symptomver deutlichung vorgelegen, sodass die neuropsychologischen Befunde nicht genü gend aussagekräftig seien. Es sei von Aggravation auszugehen. Es sei deshalb keine nachvollzieh b are Beurteilung der Leistungsfähigkeit aus neuropsychologi scher Sicht möglich gewesen.

In der neuropsychologischen Begutachtung hätten Hinweise auf eine insgesamt ungenügende Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie eine Symptomver deutlichung vorgelegen, sodass die neuropsychologischen Befunde nicht genü gend aussagekräftig seien. Es sei von Aggravation auszugehen. Es sei deshalb keine nachvollzieh b are Beurteilung der Leistungsfähigkeit aus neuropsychologi scher Sicht möglich gewesen. Die psychiatrisch erhobenen Befunde und Einschränkungen seien versicherungs rech t lich mittels strukturierten Bewei s verfahren s zu validieren. Diese Prüfung ergebe, dass die Beschwerdeführerin über verschiedene persönliche wie berufliche Ressourcen verfüge. Die Einschränkungen wirkten si ch nicht in allen Lebensbe reichen gleichermassen aus. Bei der psychiatrischen Begutachtung sei zudem keine beobachtete traumaspezifische Symptomatik beschrieben, obwohl ausführ lich über die Traumata berichtet worden sei. Der psychiatrische Gutachter habe praktisch nur auf die Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt. Ihre Angaben und Beschwerdeschilderungen während der psychiatrischen Begutachtung könn ten jedoch nicht klar als authentisch beurteilt werden, da von wahrscheinlicher Aggravation während der neuropsychologischen Begutachtung ausgegangen werden könne. Nachdem die posttraumatische Belastungsstörung schon sehr lange vorliegen müsste, sei es auch nicht plausibel nachzuvollziehen, dass erst im Jahr 2020 und grundlos eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf treten sollte. Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden sei daher zu verneinen.

Die psychiatrisch erhobenen Befunde und Einschränkungen seien versicherungs rech t lich mittels strukturierten Bewei s verfahren s zu validieren. Diese Prüfung ergebe, dass die Beschwerdeführerin über verschiedene persönliche wie berufliche Ressourcen verfüge. Die Einschränkungen wirkten si ch nicht in allen Lebensbe reichen gleichermassen aus. Bei der psychiatrischen Begutachtung sei zudem keine beobachtete traumaspezifische Symptomatik beschrieben, obwohl ausführ lich über die Traumata berichtet worden sei. Der psychiatrische Gutachter habe praktisch nur auf die Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt. Ihre Angaben und Beschwerdeschilderungen während der psychiatrischen Begutachtung könn ten jedoch nicht klar als authentisch beurteilt werden, da von wahrscheinlicher Aggravation während der neuropsychologischen Begutachtung ausgegangen werden könne. Nachdem die posttraumatische Belastungsstörung schon sehr lange vorliegen müsste, sei es auch nicht plausibel nachzuvollziehen, dass erst im Jahr 2020 und grundlos eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf treten sollte. Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden sei daher zu verneinen. 2.2 Die Beschwerdeführerin liess dagegen im Wesentlichen einwenden (Urk. 1), die Untersuchung durch Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin und für Endokrinologie und Diabet ologie, von der MEDAS sei grob und übergriffig gewesen. Die Beschwerdegegnerin schreib e in diesem Zusammenhang, dass eine Retraumatisierung durch den fallführenden Gutachter wenig nachvollziehbar sei, habe dieser sie doch am 13. Apri l 2021 untersucht, worauf bei der psychiatrischen Untersuchung vom 22. April 2021 keine traumaspezifische Symptomatik habe beobachtet werden können. Dem sei entgegenzuhalten, dass sie sowohl gegen über dem rheumatologischen Gutachter wie auch gegenüber dem psychiatrischen Gutachter von der groben Untersuchung berichtet habe.

2.2 Die Beschwerdeführerin liess dagegen im Wesentlichen einwenden (Urk. 1), die Untersuchung durch Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin und für Endokrinologie und Diabet ologie, von der MEDAS sei grob und übergriffig gewesen. Die Beschwerdegegnerin schreib e in diesem Zusammenhang, dass eine Retraumatisierung durch den fallführenden Gutachter wenig nachvollziehbar sei, habe dieser sie doch am 13. Apri l 2021 untersucht, worauf bei der psychiatrischen Untersuchung vom 22. April 2021 keine traumaspezifische Symptomatik habe beobachtet werden können. Dem sei entgegenzuhalten, dass sie sowohl gegen über dem rheumatologischen Gutachter wie auch gegenüber dem psychiatrischen Gutachter von der groben Untersuchung berichtet habe. Zur Prüfung ihrer Ressourcen durch die Beschwerdegegnerin sei festzuh a lten, dass gerade die im Gutachten diagnostizierten Störungen sie an der Nutzung ihrer Ressourcen hinderten. Die von ihr geklagten Beschwerden würden nicht be rücksichtigt und der dargestellte Tagesablauf gehe an der Realität vorbei. Ein strukturiertes Beweisverfahren, das alle Umstände berücksichtige, zeige, dass sie aufgrund der diagnostizierten Störungen ihre Ressourcen nur wenig zu nutzen vermöge und in der Bewältigung des Alltags teilweise erheblich eingeschränkt sei. Dies werde durch die Beobachtungen der psychiatrischen Spitex bestätig t. Die allein auf das neuropsychologische Teilgutachten abge stützten wiederholten Vorwürfe der Beschwerdegegnerin, wonach bei ihr eine ungenügende Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie eine Symp tomverdeutlichung vorlägen, liessen sich gestützt auf alle übrigen Akten, namentlich den neuropsychologischen Bericht von Dr. B.___, nicht auf rechterhalten. Der psychiatrische Gutachter habe gestützt auf seine eigene Explo ration und in Kenntnis der Anamnese gut nachvollziehbar und schlüssig darge stellt, weshalb sich die posttraumatische Belastungsstörung und ihre Folgen erst spät zeig t en. Gerade deshalb sei im Rahmen der Konsensfindung seine Beur teilung übernommen worden. Eine unabhängige, rein faktengestützte Überprü fung durch PD Dr. E.___ vom 3. März 2023 habe ergeben, dass die im Gutachten postulierte Arbeitsfähigkeit von unter 20 % in der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiterin sowie in angepassten Tätigkeiten als plausibel erscheine.

Zur Prüfung ihrer Ressourcen durch die Beschwerdegegnerin sei festzuh a lten, dass gerade die im Gutachten diagnostizierten Störungen sie an der Nutzung ihrer Ressourcen hinderten. Die von ihr geklagten Beschwerden würden nicht be rücksichtigt und der dargestellte Tagesablauf gehe an der Realität vorbei. Ein strukturiertes Beweisverfahren, das alle Umstände berücksichtige, zeige, dass sie aufgrund der diagnostizierten Störungen ihre Ressourcen nur wenig zu nutzen vermöge und in der Bewältigung des Alltags teilweise erheblich eingeschränkt sei. Dies werde durch die Beobachtungen der psychiatrischen Spitex bestätig t. Die allein auf das neuropsychologische Teilgutachten abge stützten wiederholten Vorwürfe der Beschwerdegegnerin, wonach bei ihr eine ungenügende Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie eine Symp tomverdeutlichung vorlägen, liessen sich gestützt auf alle übrigen Akten, namentlich den neuropsychologischen Bericht von Dr. B.___, nicht auf rechterhalten. Der psychiatrische Gutachter habe gestützt auf seine eigene Explo ration und in Kenntnis der Anamnese gut nachvollziehbar und schlüssig darge stellt, weshalb sich die posttraumatische Belastungsstörung und ihre Folgen erst spät zeig t en. Gerade deshalb sei im Rahmen der Konsensfindung seine Beur teilung übernommen worden. Eine unabhängige, rein faktengestützte Überprü fung durch PD Dr. E.___ vom 3. März 2023 habe ergeben, dass die im Gutachten postulierte Arbeitsfähigkeit von unter 20 % in der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiterin sowie in angepassten Tätigkeiten als plausibel erscheine. Die Schlussfolgerungen des polydisziplinären Gutachten, das massgeblich auf das psychiatrische Teilgutachten abstelle, erwiesen sich – auch unter Ausseracht lassung des Teilgutachtens der Inneren Medizin – in der Beurteilung der medi zinischen Zusammenhänge als schlüssig. Entsprechend liege ihre momentane Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit unter 20 % der Norm. Sie habe deshalb Anspruch auf eine ganze Rente. Sollte trotz des überzeugenden psychiatrischen Teilgutachtens eine erneue Begutachtung als not wendig erachtet werden, so könne es nur um eine neue einlässlich e psychiatrische Begutachtung gehen.

Die Schlussfolgerungen des polydisziplinären Gutachten, das massgeblich auf das psychiatrische Teilgutachten abstelle, erwiesen sich – auch unter Ausseracht lassung des Teilgutachtens der Inneren Medizin – in der Beurteilung der medi zinischen Zusammenhänge als schlüssig. Entsprechend liege ihre momentane Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit unter 20 % der Norm. Sie habe deshalb Anspruch auf eine ganze Rente. Sollte trotz des überzeugenden psychiatrischen Teilgutachtens eine erneue Begutachtung als not wendig erachtet werden, so könne es nur um eine neue einlässlich e psychiatrische Begutachtung gehen. 3.

3. 3.1 Im MEDAS-Gutachten vom 16. Juni 2021 (Urk. 7/110) werden die bis zur Begut achtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen medizinischen Berichte zusam men gefasst (Urk. 7/110/2 ff.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wie dergegeben werden.

3.1 Im MEDAS-Gutachten vom 16. Juni 2021 (Urk. 7/110) werden die bis zur Begut achtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen medizinischen Berichte zusam men gefasst (Urk. 7/110/2 ff.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wie dergegeben werden. 3.2 Die MEDAS-Gutachter nannten in ihrem Gutachten (Urk. 7/110) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/110/38, Urk. 7/110/33):

3.2 Die MEDAS-Gutachter nannten in ihrem Gutachten (Urk. 7/110) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/110/38, Urk. 7/110/33): - p osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.41) mit

p osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.41) mit - rezidivierender depressiver Störung (aktenanamnestisch, aktuell weit gehend remittiert; ICD - 10 F33.4)

rezidivierender depressiver Störung (aktenanamnestisch, aktuell weit gehend remittiert; ICD 10 F33.4) - chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), bei

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), bei - neuropsychologisch unplausibler und inkonsistenter Symptompro duktion vor dem Hintergrund einer ungenügenden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie Symptomverdeutlichung

neuropsychologisch unplausibler und inkonsistenter Symptompro duktion vor dem Hintergrund einer ungenügenden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie Symptomverdeutlichung - c hronisches zervikospondylogenes und zervikovertebragenes Schmerz syndrom myofaszialer Ausprägung, rechtsbetont, bei

c hronisches zervikospondylogenes und zervikovertebragenes Schmerz syndrom myofaszialer Ausprägung, rechtsbetont, bei - Haltungsinsuffizienz, zervikaler Streckhaltung und Segmentkyphose C6/C7 und rechtskonvexer Skoliose

Haltungsinsuffizienz, zervikaler Streckhaltung und Segmentkyphose C6/C7 und rechtskonvexer Skoliose - fortgeschrittener Segmentdegeneration C6/C7

fortgeschrittener Segmentdegeneration C6/C7 - manifest e, anamnestisch rezidivierend aktivierte und deformier e nde Finger gelenksarthrose, besonders an beiden Zeig- und Kleinfingern, rechtsbetont

manifest e, anamnestisch rezidivierend aktivierte und deformier e nde Finger gelenksarthrose, besonders an beiden Zeig- und Kleinfingern, rechtsbetont - Metatarsalgie rechts bei

Metatarsalgie rechts bei - Knick-Senk-Spreizfüssen, Halluces valgi, mit

Knick-Senk-Spreizfüssen, Halluces valgi, mit - leichter Grosszehengrundgelenksarthrose links

leichter Grosszehengrundgelenksarthrose links - Verdacht auf Morton-Neurom zwischen den Metatarsal ia III/IV und IV/V

Verdacht auf Morton-Neurom zwischen den Metatarsal ia III/IV und IV/V Als weitere Diagnose führten die Gutachter an (Urk. 7/110/33):

Als weitere Diagnose führten die Gutachter an (Urk. 7/110/33): - c hronisch rezidivierendes lumbospondylogenes Syndrom myofaszialer Ausprägung links, bei

c hronisch rezidivierendes lumbospondylogenes Syndrom myofaszialer Ausprägung links, bei - Fehlstatik und Haltungsinsuffizienz, muskulärer Dysbalance, Dekon ditionierung und antalgischer Schonhaltung

Fehlstatik und Haltungsinsuffizienz, muskulärer Dysbalance, Dekon ditionierung und antalgischer Schonhaltung - d iskreten degenerativen Veränderungen

d iskreten degenerativen Veränderungen - leichtgradiges Übergewicht (156,5 cm/64 kg, BMI 26,1)

leichtgradiges Übergewicht (156,5 cm/64 kg, BMI 26,1) - Hypermetropie beidseits (Brille)

Hypermetropie beidseits (Brille) - leichte Bursa-Reizung an der rechten Ellbogenstreckseite

leichte Bursa-Reizung an der rechten Ellbogenstreckseite - Polyallergie (anamnestisch; gegen Haselnüsse und Mandeln, Äpfel und Birnen, Kirschen und Kiwi, Zitrusfrüchte und «Waldbeeren», Insekten stiche X sowie Peni z il l in)

Polyallergie (anamnestisch; gegen Haselnüsse und Mandeln, Äpfel und Birnen, Kirschen und Kiwi, Zitrusfrüchte und «Waldbeeren», Insekten stiche X sowie Peni z il l in) Die posttraumatische Belastungsstörung wirke sich immer noch in Form von Hypervigilanz, Angstträumen, Panikattacken, Schlafstörung, erhöhter Schmerz empfindlichkeit etc. aus. Eine hohe Konzentrationsfähigkeit mit entsprechendem Durchhaltevermögen wäre für die erneute Ausübung der früheren Beratungs tätigkeit unabdingbar. Im rheumatologischen Sektor wirkten sich der rechts be t onte myofasziale Reizzustand im Bereich der Nacken-/Schulterpartie und der linksbetonte in den Lendenwirbelsäulen-, Bec k e n - und Hüftregion sowie die in termittierend aktivierten Heberden -Arthrosen und die Metatarsal g ien am rechten Fuss mit beginnender Grosszehengrundgelenksarthrose behindernd aus. Sie seien aber meist behandelbar oder hielten sich in Grenzen, sodass die frühere Tätigkeit als Beraterin im Sozialbereich mit wenigen Kautelen durchaus zumutbar wäre.

Die posttraumatische Belastungsstörung wirke sich immer noch in Form von Hypervigilanz, Angstträumen, Panikattacken, Schlafstörung, erhöhter Schmerz empfindlichkeit etc. aus. Eine hohe Konzentrationsfähigkeit mit entsprechendem Durchhaltevermögen wäre für die erneute Ausübung der früheren Beratungs tätigkeit unabdingbar. Im rheumatologischen Sektor wirkten sich der rechts be t onte myofasziale Reizzustand im Bereich der Nacken-/Schulterpartie und der linksbetonte in den Lendenwirbelsäulen-, Bec k e n - und Hüftregion sowie die in termittierend aktivierten Heberden -Arthrosen und die Metatarsal g ien am rechten Fuss mit beginnender Grosszehengrundgelenksarthrose behindernd aus. Sie seien aber meist behandelbar oder hielten sich in Grenzen, sodass die frühere Tätigkeit als Beraterin im Sozialbereich mit wenigen Kautelen durchaus zumutbar wäre. Aus dem psychiatrischen Blickwinkel bestünden keine Inkonsistenzen, alle An gaben seien plausibel und mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwer deführerin verständlich, währen dd em somatischerseits doch eine Diskrepanz von mannigfaltigen Klagen und objektivierbaren Befunden vorliege (Urk. 7/110/3 8 ).

Aus dem psychiatrischen Blickwinkel bestünden keine Inkonsistenzen, alle An gaben seien plausibel und mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwer deführerin verständlich, währen dd em somatischerseits doch eine Diskrepanz von mannigfaltigen Klagen und objektivierbaren Befunden vorliege (Urk. 7/110/3 8 ). Sowohl für die bisherige Tätigkeit als Sozialarbeiterin als auch für eine an gepasste Tätigkeit schätz t en sie die momentane Arbeitsfähigkeit auf weniger als 20 % der Norm, wobei die psychiatrischen Befunde limitierend wirkten (Urk. 7/110/39).

Sowohl für die bisherige Tätigkeit als Sozialarbeiterin als auch für eine an gepasste Tätigkeit schätz t en sie die momentane Arbeitsfähigkeit auf weniger als 20 % der Norm, wobei die psychiatrischen Befunde limitierend wirkten (Urk. 7/110/39). 3.3 Am 9. Juli 2021 nahm Dr. med. G.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle zum MEDAS-Gutachten Stellung (Urk. 7/112/8-9). Sie erklärte, im Gutachten würden die beklagten Beschwerden berücksichtigt und das Gutachten sei in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstellt worden. Das psychiatrische Teil gutachten sei jedoch in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge nicht einleuchtend. Ebenso wenig könnten die gezogenen Schlussfolgerungen nach vollzogen werden. Mehrfachen Traumat a ausgesetzt zu sein begründe nicht per se eine p osttraumatische Belastungsstörung. Der Gutachter habe praktisch aus schliesslich au f die Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt, wie im Übrigen auch schon die früheren Behandler. Eine traumaspezifische Symptomatik habe während der Begutachtung nicht beobachtet werden können, obwohl die Be schwerdeführerin offenbar ausführlich über die Traumata berichtet habe. Auf fällig seien zudem die Aussagen der Beschwerdeführerin, dass sie sich nach der Trennung 2012 beruflich habe weiterentwickeln können, Interessen an unserer Kultur gehabt, Fitness ausgeübt, Sport getrieben und am sozialen Leben teilge nommen habe. Über mehrere Jahre habe sie einen Freund gehabt. Den jetzigen Freund habe sie 2017, bereits erkrankt, kennengelernt. Vor zwei Jahren sei si e in sein Elternhaus gezogen. Sie habe sich sehr gut integriert, was gegen die Angabe «Erst nach misslungener Infiltration seien Albträume und offenbar die ganzen weiteren traumaspezifischen Symptome aufgetreten» spreche ( vgl. Urk. 7/110 /78). Der psychiatrische Behandler, Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe im Arztbericht vom 6. November 2017 die Diagnose einer depressiven Episode leicht- bis mittelgra d i g (ICD-10 F32.1), Diffe rentialdiagnose Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) sowie emotional instabile,

3.3 Am 9. Juli 2021 nahm Dr. med. G.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle zum MEDAS-Gutachten Stellung (Urk. 7/112/8-9). Sie erklärte, im Gutachten würden die beklagten Beschwerden berücksichtigt und das Gutachten sei in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstellt worden. Das psychiatrische Teil gutachten sei jedoch in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge nicht einleuchtend. Ebenso wenig könnten die gezogenen Schlussfolgerungen nach vollzogen werden. Mehrfachen Traumat a ausgesetzt zu sein begründe nicht per se eine p osttraumatische Belastungsstörung. Der Gutachter habe praktisch aus schliesslich au f die Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt, wie im Übrigen auch schon die früheren Behandler. Eine traumaspezifische Symptomatik habe während der Begutachtung nicht beobachtet werden können, obwohl die Be schwerdeführerin offenbar ausführlich über die Traumata berichtet habe. Auf fällig seien zudem die Aussagen der Beschwerdeführerin, dass sie sich nach der Trennung 2012 beruflich habe weiterentwickeln können, Interessen an unserer Kultur gehabt, Fitness ausgeübt, Sport getrieben und am sozialen Leben teilge nommen habe. Über mehrere Jahre habe sie einen Freund gehabt. Den jetzigen Freund habe sie 2017, bereits erkrankt, kennengelernt. Vor zwei Jahren sei si e in sein Elternhaus gezogen. Sie habe sich sehr gut integriert, was gegen die Angabe «Erst nach misslungener Infiltration seien Albträume und offenbar die ganzen weiteren traumaspezifischen Symptome aufgetreten» spreche ( vgl. Urk. 7/110 /78). Der psychiatrische Behandler, Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe im Arztbericht vom 6. November 2017 die Diagnose einer depressiven Episode leicht- bis mittelgra d i g (ICD-10 F32.1), Diffe rentialdiagnose Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) sowie emotional instabile, beziehungsabhängige und impulsive Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) be schrieben und angegeben, dass es zu einer Dekompensation im Rahmen eines unerwarteten Arbeitsplatzverlustes per Ende Mai 2017 gekommen sei. Damals habe die Beschwerdeführerin offensichtlich über keine traumaspezifische Symp tomatik berichtet. Die Beschwerdeführerin habe sich, nachdem sie sich über Traumafolgestörungen informiert und bei sich selber diese Diagnose gestellt habe, selbständig für eine Traumatherapie in die Klinik Z.___ eingewiesen. Eine Herleitung gemäss den ICD-10-Krit erien (unter E in b ezug von beobachteten Kri terien) habe im Gutachten nicht stattgefunden. Die Diagnose posttraumatische Belastungsstörung sei nicht klar nachzuvollziehen. beziehungsabhängige und impulsive Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) be schrieben und angegeben, dass es zu einer Dekompensation im Rahmen eines unerwarteten Arbeitsplatzverlustes per Ende Mai 2017 gekommen sei. Damals habe die Beschwerdeführerin offensichtlich über keine traumaspezifische Symp tomatik berichtet. Die Beschwerdeführerin habe sich, nachdem sie sich über Traumafolgestörungen informiert und bei sich selber diese Diagnose gestellt habe, selbständig für eine Traumatherapie in die Klinik Z.___ eingewiesen. Eine Herleitung gemäss den ICD-10-Krit erien (unter E in b ezug von beobachteten Kri terien) habe im Gutachten nicht stattgefunden. Die Diagnose posttraumatische Belastungsstörung sei nicht klar nachzuvollziehen. Weiter seien im Gutachten, wie auch in de n übrigen Arzt b erichten, keinerlei psychischen Faktoren beschrieben worden, die eine wichtige Rolle für Schwere grad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen gespielt hätten (Hauptkriterium des chronischen Schmerzsyndroms mit somatischen und psy chischen Faktoren), daher s ei nicht ersichtlich, wie die Diagnose chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) zustande gekommen sei.

Weiter seien im Gutachten, wie auch in de n übrigen Arzt b erichten, keinerlei psychischen Faktoren beschrieben worden, die eine wichtige Rolle für Schwere grad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen gespielt hätten (Hauptkriterium des chronischen Schmerzsyndroms mit somatischen und psy chischen Faktoren), daher s ei nicht ersichtlich, wie die Diagnose chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) zustande gekommen sei. Im Gutachten würden weder Ressour c en noch Belastungen noch Aktivitätsniveau beschri e ben. Im Mini-ICD-APP seien beispielsweise eine mässig ausg e prägte Ein schränkung bei Flexibil i tät/Umstellungsfähigkeit und Proaktivität/Spontanakti vität sowie eine erhebliche Beeinträchtigung der Widerstands- und Durchhalte fähigkeit angegeben, jedoch seien diese nicht begründet, sodass eine praktisch volle Arbeitsunfähigkeit nicht plausibel nachzuvollziehen sei. Zudem sei auch kein Verlauf der Arbeitsfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit festgehalten worden.

Im Gutachten würden weder Ressour c en noch Belastungen noch Aktivitätsniveau beschri e ben. Im Mini-ICD-APP seien beispielsweise eine mässig ausg e prägte Ein schränkung bei Flexibil i tät/Umstellungsfähigkeit und Proaktivität/Spontanakti vität sowie eine erhebliche Beeinträchtigung der Widerstands- und Durchhalte fähigkeit angegeben, jedoch seien diese nicht begründet, sodass eine praktisch volle Arbeitsunfähigkeit nicht plausibel nachzuvollziehen sei. Zudem sei auch kein Verlauf der Arbeitsfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit festgehalten worden. Die unplausible und inkonsisten t e Symptomproduktion vor dem Hintergrund einer ungenügenden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie Symptom verdeutlichung währen d der neuropsychologischen Begutachtung seien vom psy chiatrischen Gutachter weder berücksichtigt noch im Rahmen einer möglichen Aggr avation diskutiert worden. Da von wahrscheinlicher Aggravation während der neuropsychologischen Begutachtung ausgegangen werden könne, könnten die Angaben der Beschwerdeführerin sowie die Beschwerdeschilderungen wäh ren d der psychiatrischen Begutachtung nicht klar als authentisch beurteilt werden.

Die unplausible und inkonsisten t e Symptomproduktion vor dem Hintergrund einer ungenügenden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie Symptom verdeutlichung währen d der neuropsychologischen Begutachtung seien vom psy chiatrischen Gutachter weder berücksichtigt noch im Rahmen einer möglichen Aggr avation diskutiert worden. Da von wahrscheinlicher Aggravation während der neuropsychologischen Begutachtung ausgegangen werden könne, könnten die Angaben der Beschwerdeführerin sowie die Beschwerdeschilderungen wäh ren d der psychiatrischen Begutachtung nicht klar als authentisch beurteilt werden. Die im Gutachten festgehaltenen Diagnosen, Einschränkungen und Arbeits unfähigkeit seien nicht nachvollziehbar. Die Überprüfung durch den Rechts anwender w e rd e empfohlen.

Die im Gutachten festgehaltenen Diagnosen, Einschränkungen und Arbeits unfähigkeit seien nicht nachvollziehbar. Die Überprüfung durch den Rechts anwender w e rd e empfohlen. 3.4 Dr. med. I.___, Oberarzt, und Dr. med. J.___, Ärztliche Direktion, von der Klinik Z.___, in welcher die Beschwerdeführerin vom 22. Juli bis am 30. September 2021 (zum dritten Mal) hospitalisiert gewesen war, nannten mit Bericht an Dr. H.___ vom 8. Oktober 2021 (Urk. 7/122) als Diagnosen :

3.4 Dr. med. I.___, Oberarzt, und Dr. med. J.___, Ärztliche Direktion, von der Klinik Z.___, in welcher die Beschwerdeführerin vom 22. Juli bis am 30. September 2021 (zum dritten Mal) hospitalisiert gewesen war, nannten mit Bericht an Dr. H.___ vom 8. Oktober 2021 (Urk. 7/122) als Diagnosen : - p osttraumatische Belastungsstörung (komplexe posttraumatische Bel a s tungsstörung nach ICD 11; ICD-10 F43.1)

p osttraumatische Belastungsstörung (komplexe posttraumatische Bel a s tungsstörung nach ICD 11; ICD-10 F43.1) - c hronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren ( ICD-10 F45.41)

c hronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren ( ICD-10 F45.41) - d issoziative Störung (Konversionsstörung), nicht näher bezeichnet ( ICD-10 F44.9)

d issoziative Störung (Konversionsstörung), nicht näher bezeichnet ( ICD-10 F44.9) Bei der Beschwerdeführerin liege eine schwere sequenzielle Entwicklungstrau matisierung vor, die zu einer komplexen Traumafolgestö r ung mit dissoziativer Symptomatik (körperbezogene, Stupor, anamnestisch) sowie Teil abgespalten Persönlichkeitsanteilen geführt habe. Darüber hinaus liege eine Schmerzstörung vor. Im Rahmen einer Trauma-Konfrontation sei es ihr gelungen, den Symptom druck etwas zu reduzieren. E ine weitere Behandlung der Traumafolgesympto matik sei dringend erforderlich. Während des stationären Aufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden.

Bei der Beschwerdeführerin liege eine schwere sequenzielle Entwicklungstrau matisierung vor, die zu einer komplexen Traumafolgestö r ung mit dissoziativer Symptomatik (körperbezogene, Stupor, anamnestisch) sowie Teil abgespalten Persönlichkeitsanteilen geführt habe. Darüber hinaus liege eine Schmerzstörung vor. Im Rahmen einer Trauma-Konfrontation sei es ihr gelungen, den Symptom druck etwas zu reduzieren. E ine weitere Behandlung der Traumafolgesympto matik sei dringend erforderlich. Während des stationären Aufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. 3.5 MS c A.___ und Dr. B.___ führten mit Bericht an Dr. H.___ vom 8. November 2021 ( U r k. 7/125 /1-6 ) als Diagnosen an :

3.5 MS c A.___ und Dr. B.___ führten mit Bericht an Dr. H.___ vom 8. November 2021 ( U r k. 7/125 /1-6 ) als Diagnosen an : - mittelschwere neurokognitive Funktionsstörung als Folge einer

mittelschwere neurokognitive Funktionsstörung als Folge einer - affek t pathologischen Störung, assoziiert an eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine dissoziative Störung bei biographischer Vulnerabilität (aktenanamnestisch: posttraumatische Belastungs störung bei Entwicklungstrauma in der Kindheit, dysfunktionale Fami lienstruktur)

affek t pathologischen Störung, assoziiert an eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine dissoziative Störung bei biographischer Vulnerabilität (aktenanamnestisch: posttraumatische Belastungs störung bei Entwicklungstrauma in der Kindheit, dysfunktionale Fami lienstruktur) - DD Aggravation durch Retraumatisierung im Sommer 2021

DD Aggravation durch Retraumatisierung im Sommer 2021 Zurzeit sei aufgrund der eingeschränkten Belastbarkeit und der objektiv e n Befunde von keiner verwertbaren Arbeitsleistung auszugehen. Primär sei auf grund der im Vordergrund stehenden komplexen affektpatholo g ischen Symp tomatik aber eine Beurteilung aus fachpsychiatrischer Sicht notwendig.

Zurzeit sei aufgrund der eingeschränkten Belastbarkeit und der objektiv e n Befunde von keiner verwertbaren Arbeitsleistung auszugehen. Primär sei auf grund der im Vordergrund stehenden komplexen affektpatholo g ischen Symp tomatik aber eine Beurteilung aus fachpsychiatrischer Sicht notwendig. 3.6 Am 29. August 2022 nah men K.___, Psychologi n, L.___, Oberarzt a.i., sowie D r. J.___ von der Klinik Z.___ zu Händen des Rechts vertreters der Beschwerdeführerin Stellung (Urk. 7/131). Sie erklärten, betreffend Anpassung an Regeln und Routinen liege eine mittelgradige bis schwere Beein trächtigung vor. Die Beschwerdeführer in schaffe es, sich an Regeln und Routinen anzupassen. Dennoch sei dieser Prozess mit grosser Anstrengung und Stress ver bunden. Hinsichtlich Planung und Strukturierung von Aufgaben bestehe eine schwere Beeinträchtigung. Die Strukturierung und Planung von Aufgaben falle der Beschwerdeführerin schwer. Si e konzent r iere sich auf eine Tätigkeit und vergesse anderes, was noch zu erledigen gewesen wäre. Die Aufmerksam keitskapazität sei sehr gering. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sei in Abhängigkeit des Anspannungsgrades mittelgradig eingeschränkt. Bei der An wendung fachlicher Kompetenzen bestehe eine schwere Beeinträchtigung. Die Anwendung ihrer fachlichen Kompetenzen könne im therapeutischen Setting nicht beurteilt werden. Fachwissen sei laut der Beschwerdeführerin überhaupt nicht mehr abrufbar. Dinge, die sie mal gewusst habe, könne sie nicht mehr abrufen. Dies führe zu einem hohen Leidensdruck. Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, sei stark eingeschränkt. Sie habe wenig Gespür für sich, wisse nicht mehr, wa s ihr gefalle und was nicht. B evor sie eine n Entscheid treffe, gr üble sie lange Zeit und danach zweifle sie, ob sie di e richtige Entscheidung getroffen habe. Das Wahrnehmen von Gefühlen und Bedürfnissen sei stark eingeschränkt. Ent scheidungen nähmen viel Zeit und Energie in Anspruch. Sie verliere sich in Details. Dies setze sie zusätzlich unter Druck und sie habe Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und sei diesbezüglich auf Hilfe von aussen angewi e sen. E s führe zu einer grossen Entlastung, wenn ihr Entscheidungen abgenommen w e rden. Die Durch h altefähigkeit sei schwer beeinträchtigt. Bei komplexeren Tätigkeiten liege die Durchhaltefähigk e it bei etwa 10 Minuten, bei leichteren Tätigkeiten etwas länger. Bei arbeitsbezogenen Tätig k eiten wie beispielsweise dem L es en von Fallberichten fehle ihr die Konzentration, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Sie benötige auch hier Unterstützung von aussen. Einfache und handlungsbezogene Tätigke i ten fi e len ihr etwas leichter, bei einer Durch haltefähigkeit von etwa 30 Minuten. Bei der Selbstbehauptungsfähigkeit be stünden mittelgradige Beeinträchtigungen. Die Meinung könne gesagt werden, aber die Argumentation falle ihr schwer. Die Selbstbehauptung in grösseren Gruppen sei stärker beeinträchtigt, weil ihr die Argumentationsfähigkeit und dann das Selbstvertra u en fehle. Sie vermeide es, in grösseren Gruppen ihre Meinung zu äussern oder Bedürfnisse durchzusetzen. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit seien schwer beeinträchtigt. Die Konzentration könne nicht lange genug aufrechterhalten werden, um den Gesprächen zu folgen. Im Zweierkontakt falle es ihr etwas leichter. Die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten sei schwer beeinträchtig t. Sie bra u che mindestens einen Tag für die Voraus planung. Sonst träten Überforderungsgefühle und dissoziative Symptome und Angstzustände auf. Die Selbstpflege falle ihr schwer, sie müsse sich jeden Tag dazu zwingen. E s löse einen innerlichen Kampf aus, da ihr häufig der Antrieb dazu fehle. Sie wisse jedoch, wie sie früher sehr viel Wert auf ihre Selbstpflege gelegt habe, weshalb die Schwierigkeiten mit dem Thema auch Schamgefühle auslösten. Die Verkehr s fähigkeit sei mittelschwer beeinträchtigt. Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln funkt i oniere für sie aufgrund von Angstzuständen, dissoziativen Symptomen sowie Angst, die Orientierung zu verlieren, nicht mehr. Sie fahre nicht mehr ohne Begleitung. Das Autofahren gehe etwas besser. Trotz dem würde das Autofahren aufgrund mehrerer Verkehrsunfälle Stresssymptome auslösen, aber sie nehme diese in Kauf, um noch eine gewisse Alltagsfunktiona lität aufrechtzuerhalten.

3.6 Am 29. August 2022 nah men K.___, Psychologi n, L.___, Oberarzt a.i., sowie D r. J.___ von der Klinik Z.___ zu Händen des Rechts vertreters der Beschwerdeführerin Stellung (Urk. 7/131). Sie erklärten, betreffend Anpassung an Regeln und Routinen liege eine mittelgradige bis schwere Beein trächtigung vor. Die Beschwerdeführer in schaffe es, sich an Regeln und Routinen anzupassen. Dennoch sei dieser Prozess mit grosser Anstrengung und Stress ver bunden. Hinsichtlich Planung und Strukturierung von Aufgaben bestehe eine schwere Beeinträchtigung. Die Strukturierung und Planung von Aufgaben falle der Beschwerdeführerin schwer. Si e konzent r iere sich auf eine Tätigkeit und vergesse anderes, was noch zu erledigen gewesen wäre. Die Aufmerksam keitskapazität sei sehr gering. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sei in Abhängigkeit des Anspannungsgrades mittelgradig eingeschränkt. Bei der An wendung fachlicher Kompetenzen bestehe eine schwere Beeinträchtigung. Die Anwendung ihrer fachlichen Kompetenzen könne im therapeutischen Setting nicht beurteilt werden. Fachwissen sei laut der Beschwerdeführerin überhaupt nicht mehr abrufbar. Dinge, die sie mal gewusst habe, könne sie nicht mehr abrufen. Dies führe zu einem hohen Leidensdruck. Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, sei stark eingeschränkt. Sie habe wenig Gespür für sich, wisse nicht mehr, wa s ihr gefalle und was nicht. B evor sie eine n Entscheid treffe, gr üble sie lange Zeit und danach zweifle sie, ob sie di e richtige Entscheidung getroffen habe. Das Wahrnehmen von Gefühlen und Bedürfnissen sei stark eingeschränkt. Ent scheidungen nähmen viel Zeit und Energie in Anspruch. Sie verliere sich in Details. Dies setze sie zusätzlich unter Druck und sie habe Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und sei diesbezüglich auf Hilfe von aussen angewi e sen. E s führe zu einer grossen Entlastung, wenn ihr Entscheidungen abgenommen w e rden. Die Durch h altefähigkeit sei schwer beeinträchtigt. Bei komplexeren Tätigkeiten liege die Durchhaltefähigk e it bei etwa 10 Minuten, bei leichteren Tätigkeiten etwas länger. Bei arbeitsbezogenen Tätig k eiten wie beispielsweise dem L es en von Fallberichten fehle ihr die Konzentration, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Sie benötige auch hier Unterstützung von aussen. Einfache und handlungsbezogene Tätigke i ten fi e len ihr etwas leichter, bei einer Durch haltefähigkeit von etwa 30 Minuten. Bei der Selbstbehauptungsfähigkeit be stünden mittelgradige Beeinträchtigungen. Die Meinung könne gesagt werden, aber die Argumentation falle ihr schwer. Die Selbstbehauptung in grösseren Gruppen sei stärker beeinträchtigt, weil ihr die Argumentationsfähigkeit und dann das Selbstvertra u en fehle. Sie vermeide es, in grösseren Gruppen ihre Meinung zu äussern oder Bedürfnisse durchzusetzen. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit seien schwer beeinträchtigt. Die Konzentration könne nicht lange genug aufrechterhalten werden, um den Gesprächen zu folgen. Im Zweierkontakt falle es ihr etwas leichter. Die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten sei schwer beeinträchtig t. Sie bra u che mindestens einen Tag für die Voraus planung. Sonst träten Überforderungsgefühle und dissoziative Symptome und Angstzustände auf. Die Selbstpflege falle ihr schwer, sie müsse sich jeden Tag dazu zwingen. E s löse einen innerlichen Kampf aus, da ihr häufig der Antrieb dazu fehle. Sie wisse jedoch, wie sie früher sehr viel Wert auf ihre Selbstpflege gelegt habe, weshalb die Schwierigkeiten mit dem Thema auch Schamgefühle auslösten. Die Verkehr s fähigkeit sei mittelschwer beeinträchtigt. Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln funkt i oniere für sie aufgrund von Angstzuständen, dissoziativen Symptomen sowie Angst, die Orientierung zu verlieren, nicht mehr. Sie fahre nicht mehr ohne Begleitung. Das Autofahren gehe etwas besser. Trotz dem würde das Autofahren aufgrund mehrerer Verkehrsunfälle Stresssymptome auslösen, aber sie nehme diese in Kauf, um noch eine gewisse Alltagsfunktiona lität aufrechtzuerhalten. 3.7 Mit Stellungnahme vom 11. November 2022 erklärte Dr. G.___ (Urk. 7/147/ 5- 11), mit dem Einwand seien keine neuen Tatsachen vorge bracht worden. Da aufgrund der Unterlagen keine psychiatrischen Diagnosen nachzuvollziehen seien, müsse eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliegen. Allerdings habe der RAD die Beschwer deführerin nicht persönlich gesehen, weshalb eine erneute Begutachtung zu dis kutieren wäre. Wenn allerdings tatsächlich von Aggravation ausgegangen wer den müsse, werde auch ein neues Gutachten nicht aussagekräftiger sein.

3.7 Mit Stellungnahme vom 11. November 2022 erklärte Dr. G.___ (Urk. 7/147/ 5- 11), mit dem Einwand seien keine neuen Tatsachen vorge bracht worden. Da aufgrund der Unterlagen keine psychiatrischen Diagnosen nachzuvollziehen seien, müsse eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliegen. Allerdings habe der RAD die Beschwer deführerin nicht persönlich gesehen, weshalb eine erneute Begutachtung zu dis kutieren wäre. Wenn allerdings tatsächlich von Aggravation ausgegangen wer den müsse, werde auch ein neues Gutachten nicht aussagekräftiger sein. 3. 8 Am 2. Dezember 2022 beantworteten die Psychologin K.___ und Dr. med. M.___, Chefarzt, von der Klinik Z.___ Fragen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin (Urk. 7/140). Sie erklärte n dabei unter anderem, aufgrund von Ge P._ __ fahrungen bestehe bei der Beschwerdeführeri n eine ausgeprägte Angst davor, Fehler zu machen, da diese früher mit Gewalt sanktioniert worden sei e n. In einer Situation mit einem Arzt, was einem gewissen Autoritätsverhältnis entspreche, werde diese Angst vor Fehlern ausgelöst. Entsprechend des Fu r cht strukturmodells würden physiologische, emotionale und motorische Reaktionen aktiviert, die auch den Gang beeinflussen könnten. Eine Situation, in der sie von einer subjektiv wahrgenommenen Autoritätsperson beobachtet werde, werde stärker mit Angst assoziiert und löse entsprechen d vermehrt Angstreaktionen aus als eine Situation, in der sie nicht beobachtet werde.

3. 8 Am 2. Dezember 2022 beantworteten die Psychologin K.___ und Dr. med. M.___, Chefarzt, von der Klinik Z.___ Fragen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin (Urk. 7/140). Sie erklärte n dabei unter anderem, aufgrund von Ge P._ __ fahrungen bestehe bei der Beschwerdeführeri n eine ausgeprägte Angst davor, Fehler zu machen, da diese früher mit Gewalt sanktioniert worden sei e n. In einer Situation mit einem Arzt, was einem gewissen Autoritätsverhältnis entspreche, werde diese Angst vor Fehlern ausgelöst. Entsprechend des Fu r cht strukturmodells würden physiologische, emotionale und motorische Reaktionen aktiviert, die auch den Gang beeinflussen könnten. Eine Situation, in der sie von einer subjektiv wahrgenommenen Autoritätsperson beobachtet werde, werde stärker mit Angst assoziiert und löse entsprechen d vermehrt Angstreaktionen aus als eine Situation, in der sie nicht beobachtet werde. 3.9 Mit Stellungnahme vom 16. Dezember 2022 (Urk. 7/147/12) erklärte RAD-Ärztin Dr. G.___, der neu eingereichte Bericht der Fachpersonen der Klinik Z.___ vom 2. Dezember 2022, der überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich von der Psychologin geschrieben und vom Arzt nur visiert worden sei, führe zu kei nen neuen Erkenntnissen. Es könne weiterhin auf die RAD-Stellungna h me vom 9. Juli 2021 abgestellt werden.

3.9 Mit Stellungnahme vom 16. Dezember 2022 (Urk. 7/147/12) erklärte RAD-Ärztin Dr. G.___, der neu eingereichte Bericht der Fachpersonen der Klinik Z.___ vom 2. Dezember 2022, der überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich von der Psychologin geschrieben und vom Arzt nur visiert worden sei, führe zu kei nen neuen Erkenntnissen. Es könne weiterhin auf die RAD-Stellungna h me vom 9. Juli 2021 abgestellt werden. 3. 10 Vom 16. November bis 21. Dezember 2022 war die Beschwerdeführerin (zum vierten Mal) in der Klinik Z.___ hospitalisiert. Mit Bericht vom 5. Janu ar 2023 (Urk. 7/146) erklärten Psychologin K.___ und Oberarzt L.___ zu den Zuweisungsumstände n, d ie Beschwerdeführerin leide weiterhin unter den Folgen multipler traumatischer Erfahrungen. Diese würden sich unter anderem durch Intrusionen, Al b träume, Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten wie Auf fassung, Konzentration und Gedächtnis, dissoziative Symptome wie Depersona lisation und Derealisation und Angstzustände zeigen. Besonders im Vordergrund stünden aktuell überflutende Gefühle von Traurigkeit und Insuffizienzgefühle, die sie im stationären Aufenthalt bearbeiten wolle.

3. 10 Vom 16. November bis 21. Dezember 2022 war die Beschwerdeführerin (zum vierten Mal) in der Klinik Z.___ hospitalisiert. Mit Bericht vom 5. Janu ar 2023 (Urk. 7/146) erklärten Psychologin K.___ und Oberarzt L.___ zu den Zuweisungsumstände n, d ie Beschwerdeführerin leide weiterhin unter den Folgen multipler traumatischer Erfahrungen. Diese würden sich unter anderem durch Intrusionen, Al b träume, Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten wie Auf fassung, Konzentration und Gedächtnis, dissoziative Symptome wie Depersona lisation und Derealisation und Angstzustände zeigen. Besonders im Vordergrund stünden aktuell überflutende Gefühle von Traurigkeit und Insuffizienzgefühle, die sie im stationären Aufenthalt bearbeiten wolle. Die Beschwerdeführerin sei in die angestammten Wohnverhältnisse entlassen worden. Es habe zum Austritt keine Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden. Psychologin K.___ und Oberarzt L.___ empf a hlen die Fortführung der ambulanten Psychotherapie und die Installation einer psychiatrischen Spitex. Die Beschwerdeführerin habe sich motiviert gezeigt und habe gegen Ende der Therapie einen Kontakt herstellen können, welcher jedoch noch nicht final bestätigt worden sei. Sie hätten der Beschwerdeführerin zum Aufbau einer Tagesstruktur, Ressourcenaktivierung sowie Verbesserung der kognitiven Fähig keiten eine tagesklinische Behandlung empfohlen und eine Zuweisung für die Tagesklinik Q.___ erstellt.

Die Beschwerdeführerin sei in die angestammten Wohnverhältnisse entlassen worden. Es habe zum Austritt keine Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden. Psychologin K.___ und Oberarzt L.___ empf a hlen die Fortführung der ambulanten Psychotherapie und die Installation einer psychiatrischen Spitex. Die Beschwerdeführerin habe sich motiviert gezeigt und habe gegen Ende der Therapie einen Kontakt herstellen können, welcher jedoch noch nicht final bestätigt worden sei. Sie hätten der Beschwerdeführerin zum Aufbau einer Tagesstruktur, Ressourcenaktivierung sowie Verbesserung der kognitiven Fähig keiten eine tagesklinische Behandlung empfohlen und eine Zuweisung für die Tagesklinik Q.___ erstellt. 3.1 1 Pflegefachfrau Psychiatrie C.___ von der Spitex D.___ erklärte mit Bericht vom 21. Februar 2023 ( Urk. 3/3), im Alltag zeigten sich deutliche Beeinträch tigung en. Die Beschwerdeführerin leide an Konzentrationsstörungen und ver minderter Merkfähigkeit. Eine dementielle Entwicklung habe jedoch ausge schlossen werden können. Deshalb müsse von einer Dissoziation ausgegangen werden. Diese trete meist ganz unvermittel t, au c h während eines Gesprächs, auf.

3.1 1 Pflegefachfrau Psychiatrie C.___ von der Spitex D.___ erklärte mit Bericht vom 21. Februar 2023 ( Urk. 3/3), im Alltag zeigten sich deutliche Beeinträch tigung en. Die Beschwerdeführerin leide an Konzentrationsstörungen und ver minderter Merkfähigkeit. Eine dementielle Entwicklung habe jedoch ausge schlossen werden können. Deshalb müsse von einer Dissoziation ausgegangen werden. Diese trete meist ganz unvermittel t, au c h während eines Gesprächs, auf. Die Beschwerdeführer in habe von der regelmässig stattfindenden Physiotherapie berichtet, die nun in neuen Räumlichkeiten im Souterrain stattfinde. Beim Zuhö ren sei zu beobachten gewesen, dass die Beschwerdeführerin plötzlich innerlich zurückgezogen, zeitweise abwesend gewirkt habe. Im Gespräch könne sie dann mitteilen, dass sie davon ausgehe, dass diese Situation mit den Räumlichkeiten (Keller) zusammenhänge und dass sie deswegen dissoziiert habe. Sie könne jedoch keinen Bezug herstellen. Sie gehe jedoch davon aus, dass es einen Zusammen hang mit ihren traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit gebe. Es seien auch Gegebenheiten zu beobachten gewesen, wo dieses Phänomen ohne ersicht lichen oder erkennbaren Grund aufgetreten sei. Anschliessend fühle sich die Beschwerdeführerin jeweils physisch und psychisch total erschöpft und kraftlos, einer Lethargie gleich. Die Einsätze der Spitex unterstützten die Beschwerde führerin beim Abgleichen der erwähnten Situationen ins Hier und Jetzt, wodurch sie auch mit sich selber wieder in Kontakt komme, und bei der Aktiv i erung, zum Beispiel nach draussen zu gehen. In Phasen der Lethargie schaffe sie das aus eigener Kraft nicht mehr. D as Erledigen des Haushaltes f a lle ihr dann sehr schwer und sie müsse einzelne Tätigkeiten weglassen.

Die Beschwerdeführer in habe von der regelmässig stattfindenden Physiotherapie berichtet, die nun in neuen Räumlichkeiten im Souterrain stattfinde. Beim Zuhö ren sei zu beobachten gewesen, dass die Beschwerdeführerin plötzlich innerlich zurückgezogen, zeitweise abwesend gewirkt habe. Im Gespräch könne sie dann mitteilen, dass sie davon ausgehe, dass diese Situation mit den Räumlichkeiten (Keller) zusammenhänge und dass sie deswegen dissoziiert habe. Sie könne jedoch keinen Bezug herstellen. Sie gehe jedoch davon aus, dass es einen Zusammen hang mit ihren traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit gebe. Es seien auch Gegebenheiten zu beobachten gewesen, wo dieses Phänomen ohne ersicht lichen oder erkennbaren Grund aufgetreten sei. Anschliessend fühle sich die Beschwerdeführerin jeweils physisch und psychisch total erschöpft und kraftlos, einer Lethargie gleich. Die Einsätze der Spitex unterstützten die Beschwerde führerin beim Abgleichen der erwähnten Situationen ins Hier und Jetzt, wodurch sie auch mit sich selber wieder in Kontakt komme, und bei der Aktiv i erung, zum Beispiel nach draussen zu gehen. In Phasen der Lethargie schaffe sie das aus eigener Kraft nicht mehr. D as Erledigen des Haushaltes f a lle ihr dann sehr schwer und sie müsse einzelne Tätigkeiten weglassen. 3.1 2 Am 3. März 2023 nahm PD Dr. E.___ zum MEDAS-Gutachten Stellung (Urk. 3/4). Er erklärte dabei unter anderem, die Analyse der Aussagen der Be schwerdeführerin zeigten, dass die funktionellen Beeinträchtigungen in der über wiegenden Zahl der Themenbereich e des Alltags aufträten. Die Beeinträchti g ungen könnten durch Hilfsmittel und/oder Anpassungen ganz, teilweise oder gar nicht kompensiert werden, sodass die Unterstü t zung durch eine Hilfsperson notwendig sei. Die im Gutachten postulierte Arbeitsunfähigkeit (richtig: Arbeits fähigkei t) von weniger als 20 % in der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiterin und in angepassten Tätigkeiten erscheine vor dem Hintergrund der bereits im pr i vaten Alltag vorhandenen relevanten Beeinträchtigungen als plausibel.

3.1 2 Am 3. März 2023 nahm PD Dr. E.___ zum MEDAS-Gutachten Stellung (Urk. 3/4). Er erklärte dabei unter anderem, die Analyse der Aussagen der Be schwerdeführerin zeigten, dass die funktionellen Beeinträchtigungen in der über wiegenden Zahl der Themenbereich e des Alltags aufträten. Die Beeinträchti g ungen könnten durch Hilfsmittel und/oder Anpassungen ganz, teilweise oder gar nicht kompensiert werden, sodass die Unterstü t zung durch eine Hilfsperson notwendig sei. Die im Gutachten postulierte Arbeitsunfähigkeit (richtig: Arbeits fähigkei t) von weniger als 20 % in der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiterin und in angepassten Tätigkeiten erscheine vor dem Hintergrund der bereits im pr i vaten Alltag vorhandenen relevanten Beeinträchtigungen als plausibel. 4.

4. 4.1

4.1 4.1.1 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spe zialärzte (sog. Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 m.w.H.).

4.1.1 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spe zialärzte (sog. Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 m.w.H.). 4.1.2 L ic. phil. N.___ und lic. phil. O.___, beide Fachpsychologinnen für Neuropsychologie FSP, welche das neuropsychologische Teilgutachten der MEDAS erstellten, erklärten (Urk. 7/110/94), dass aufgrund von Auffälligkeiten und Inkonsistenzen respektiv e der nicht ausreichend gegebenen Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie der Symptomverdeutlichung das im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung ermittelte kognitive Testprofil zu wenig Aussagekraft besitze. Sie könnten dementsprechend keine Aussage über die tat sächliche kognitive Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin machen. Es sei nicht auszuschliessen, dass alltagsrelevante kognitive Defizite vorlägen. Sie könnten diese jedoch unter den aufgeführten Umständen nicht beurteilen respek tive diese nicht quantifizieren. Ob die verminderte Anstrengungs- und Leistungs bereitschaft sowie die Symptomverdeutlichung und die konsekutiv ausgeprägten kognitiven Minderleistungen während der Testung mit einer bestehenden psy chopathologischen Symptomatik in Zusammenhang stünden und dadurch voll ständig erklärbar seien, oder ob die Symptomverdeutlichung bewusstseinsnah (Aggravation) erfolge, müsse abschliessend aus fachärztlicher (psychiatrischer) Sicht beurteilt werden.

4.1.2 L ic. phil. N.___ und lic. phil. O.___, beide Fachpsychologinnen für Neuropsychologie FSP, welche das neuropsychologische Teilgutachten der MEDAS erstellten, erklärten (Urk. 7/110/94), dass aufgrund von Auffälligkeiten und Inkonsistenzen respektiv e der nicht ausreichend gegebenen Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie der Symptomverdeutlichung das im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung ermittelte kognitive Testprofil zu wenig Aussagekraft besitze. Sie könnten dementsprechend keine Aussage über die tat sächliche kognitive Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin machen. Es sei nicht auszuschliessen, dass alltagsrelevante kognitive Defizite vorlägen. Sie könnten diese jedoch unter den aufgeführten Umständen nicht beurteilen respek tive diese nicht quantifizieren. Ob die verminderte Anstrengungs- und Leistungs bereitschaft sowie die Symptomverdeutlichung und die konsekutiv ausgeprägten kognitiven Minderleistungen während der Testung mit einer bestehenden psy chopathologischen Symptomatik in Zusammenhang stünden und dadurch voll ständig erklärbar seien, oder ob die Symptomverdeutlichung bewusstseinsnah (Aggravation) erfolge, müsse abschliessend aus fachärztlicher (psychiatrischer) Sicht beurteilt werden. Dem psychiatrischen MEDAS- Teilgutachten von Dr. med. P.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist betreffend Konsistenz und Plausibil i tät zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin überzeugend die ganze Vorgeschichte, die ihr heute zugänglich sei und die in den Akten mindestens in den f r üheren Jahren noch nicht aufgedeckt gewesen sei, geschildert habe. Es ergäben sich in diesem Sinne keine Inkonsistenzen. Alle Angaben seien plausibel, mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwerdeführerin verständlich (Urk. 7/110/83). Zum neuropsychologischen Teilgutachten und den dabei festge stellten Inkonsistenzen erklärte Dr. P.___ einzig, die Ergebnisse der aktuellen Neuropsychologie erlaubten keine weiteren Schlussfolgerungen (Urk. 7/110/83). Der Konsensbeurteilung der MEDAS- Gutachter ist zur Konsistenz zu entnehmen, aus dem psychiatrischen Blickwinke l bestünden keine Inkonsistenzen, alle Anga ben seien plausibel und mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwer deführerin verständlich, währenddem somatischerseits doch eine Diskrepanz von mannigfaltigen Klagen und objektivierbaren Befunden vorlieg e (U r k. 7/110/38).

Dem psychiatrischen MEDAS- Teilgutachten von Dr. med. P.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist betreffend Konsistenz und Plausibil i tät zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin überzeugend die ganze Vorgeschichte, die ihr heute zugänglich sei und die in den Akten mindestens in den f r üheren Jahren noch nicht aufgedeckt gewesen sei, geschildert habe. Es ergäben sich in diesem Sinne keine Inkonsistenzen. Alle Angaben seien plausibel, mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwerdeführerin verständlich (Urk. 7/110/83). Zum neuropsychologischen Teilgutachten und den dabei festge stellten Inkonsistenzen erklärte Dr. P.___ einzig, die Ergebnisse der aktuellen Neuropsychologie erlaubten keine weiteren Schlussfolgerungen (Urk. 7/110/83). Der Konsensbeurteilung der MEDAS- Gutachter ist zur Konsistenz zu entnehmen, aus dem psychiatrischen Blickwinke l bestünden keine Inkonsistenzen, alle Anga ben seien plausibel und mindestens zum Teil auch aus der Kultur der Beschwer deführerin verständlich, währenddem somatischerseits doch eine Diskrepanz von mannigfaltigen Klagen und objektivierbaren Befunden vorlieg e (U r k. 7/110/38). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass im neuropsychologischen Teilgutachten er hebliche Inkonsistenz en festgestellt wurden. Für die Würdigung der festgestellten Inkonsistenzen erachteten die neuropsychol o g i schen Gutachterinnen eine fach psychiatrische Einschätzung als erforderlich. Eine solche findet sich jedoch weder im psychiatrischen Teilgutachten noch im Rahmen der Konsensbeurteilung,

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass im neuropsychologischen Teilgutachten er hebliche Inkonsistenz en festgestellt wurden. Für die Würdigung der festgestellten Inkonsistenzen erachteten die neuropsychol o g i schen Gutachterinnen eine fach psychiatrische Einschätzung als erforderlich. Eine solche findet sich jedoch weder im psychiatrischen Teilgutachten noch im Rahmen der Konsensbeurteilung, beschränkte sich der fachpsychiatrische Gutachter doch auf die Feststellung, dass die neuropsychologische Abk l ä r ung keine weiteren Schlussfolgerungen erlaube. Es ergibt sich aus dem Gutachten aber weder, weshalb die neuropsychologische Abklärung keine Schlussfolgerung zulasse, noch wie das Verhalten der Beschwer deführerin im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung aus psychiatri scher Sicht zu erklären ist. beschränkte sich der fachpsychiatrische Gutachter doch auf die Feststellung, dass die neuropsychologische Abk l ä r ung keine weiteren Schlussfolgerungen erlaube. Es ergibt sich aus dem Gutachten aber weder, weshalb die neuropsychologische Abklärung keine Schlussfolgerung zulasse, noch wie das Verhalten der Beschwer deführerin im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung aus psychiatri scher Sicht zu erklären ist. 4.1.3 Dem MEDAS-Gutachten bzw. insbesondere dem psychiatrischen Teilgutachten fehlt es aber nicht nur an einer psychiatrischen Einschätzung der im Rahmen der neuropsychologischen Beurteilung gezeigten Inkonsistenzen, sondern auch an einer schlüssigen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anhand der Standardindika toren (Urk. 7/110/81-84 ; vgl. E. 1.3). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. P.___ ist daher nicht nachvollziehbar. Dieser Ansicht ist denn auch RAD-Ärztin Dr. G.___, erklärte sie doch die im Gutachten festgehaltenen Diagnosen, Einschränkungen und Arbeitsunfähigkeit als nicht nachvollziehbar (E. 3.3; vgl. auch Urk. 7/113, Urk. 7/135 ).

4.1.3 Dem MEDAS-Gutachten bzw. insbesondere dem psychiatrischen Teilgutachten fehlt es aber nicht nur an einer psychiatrischen Einschätzung der im Rahmen der neuropsychologischen Beurteilung gezeigten Inkonsistenzen, sondern auch an einer schlüssigen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anhand der Standardindika toren (Urk. 7/110/81-84 ; vgl. E. 1.3). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. P.___ ist daher nicht nachvollziehbar. Dieser Ansicht ist denn auch RAD-Ärztin Dr. G.___, erklärte sie doch die im Gutachten festgehaltenen Diagnosen, Einschränkungen und Arbeitsunfähigkeit als nicht nachvollziehbar (E. 3.3; vgl. auch Urk. 7/113, Urk. 7/135 ). 4.2

4.2 4.2.1 Auf die Einschätzung von RAD-Ärztin Dr. G.___ kann aber ebenfalls nicht abgestellt werden. Bei ihren A u sführungen vom 9. Juli 2021 ( E. 3.3 ), vom 11. Novem ber 2022 ( E. 3.7 ) und vom 16. Dezember 2022 ( E. 3.9 ) handelt es sich mangels selber durchgeführter Untersuchungen nämlich lediglich um eine Emp fehlung zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht im Sinne von Art. 49 Abs. 1 IVV (BGE 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweis). Man gels eigener Untersuchungen ve rmögen ihre Berichte lediglich dazu Stellung zu nehmen, ob der einen oder anderen Ansicht zu folgen oder aber eine zusätzliche Untersu chung vorzunehmen sei (Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2008 vom 4. Juni 2009 E. 4.4). Zwar können grundsätzlich auch Berichte und Stel lungnahmen des RAD, die sich allein auf die Akten stützen, beweiskräftig sein. Hierzu ist aber erforderlich, dass ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 9C_524/2017 21. März 2018 E. 5.1). Dies ist vorliegend angesichts der diagnos tischen Unklarheit indes nicht der Fall.

4.2.1 Auf die Einschätzung von RAD-Ärztin Dr. G.___ kann aber ebenfalls nicht abgestellt werden. Bei ihren A u sführungen vom 9. Juli 2021 ( E. 3.3 ), vom 11. Novem ber 2022 ( E. 3.7 ) und vom 16. Dezember 2022 ( E. 3.9 ) handelt es sich mangels selber durchgeführter Untersuchungen nämlich lediglich um eine Emp fehlung zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht im Sinne von Art. 49 Abs. 1 IVV (BGE 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweis). Man gels eigener Untersuchungen ve rmögen ihre Berichte lediglich dazu Stellung zu nehmen, ob der einen oder anderen Ansicht zu folgen oder aber eine zusätzliche Untersu chung vorzunehmen sei (Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2008 vom 4. Juni 2009 E. 4.4). Zwar können grundsätzlich auch Berichte und Stel lungnahmen des RAD, die sich allein auf die Akten stützen, beweiskräftig sein. Hierzu ist aber erforderlich, dass ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 9C_524/2017 21. März 2018 E. 5.1). Dies ist vorliegend angesichts der diagnos tischen Unklarheit indes nicht der Fall. 4.2.2 Im Übrigen ändert auch der Umstand, dass r echtsprechungsgemäss regelmässig dann kein versicherter Gesundheitsschaden vor liegt, wenn die Leistungs einschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht ( vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.1), nicht s daran, dass auf die RAD-Stellungnahmen nicht abgestellt werden kann. Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstella tionen beruhende Leistungseinschränkung vermag nämlich einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Ein zelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig über wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos über schritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zurückzuführen wäre ( Urteil des Bundes gerichts 9C_154/2016 vom 19. Oktober 2016 E. 4.3 ). Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass eine Aggravation oder eine ähnliche Erscheinung die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbietet, so besteht von vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung gegeben sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG). Soweit die betreffenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a) auftreten, sind deren Auswirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E. 2.2.2, Urteil des Bundes gerichts 8C_553/2021 vom 13. April 2023 E. 6.3.3). Mangels fachpsychiatrischer gut achterlicher Stellungnahme dazu kann vorli e gend jedoch gerade nicht beurteilt werden, ob das im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung gezeigte Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zu rückzuführen ist.

4.2.2 Im Übrigen ändert auch der Umstand, dass r echtsprechungsgemäss regelmässig dann kein versicherter Gesundheitsschaden vor liegt, wenn die Leistungs einschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht ( vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.1), nicht s daran, dass auf die RAD-Stellungnahmen nicht abgestellt werden kann. Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstella tionen beruhende Leistungseinschränkung vermag nämlich einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Ein zelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig über wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos über schritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zurückzuführen wäre ( Urteil des Bundes gerichts 9C_154/2016 vom 19. Oktober 2016 E. 4.3 ). Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass eine Aggravation oder eine ähnliche Erscheinung die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbietet, so besteht von vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung gegeben sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG). Soweit die betreffenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a) auftreten, sind deren Auswirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E. 2.2.2, Urteil des Bundes gerichts 8C_553/2021 vom 13. April 2023 E. 6.3.3). Mangels fachpsychiatrischer gut achterlicher Stellungnahme dazu kann vorli e gend jedoch gerade nicht beurteilt werden, ob das im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung gezeigte Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zu rückzuführen ist. 4.3 Nachdem sich auch gestützt auf die übrigen ärztlichen Berichte (E. 3.4, E. 3.5, E. 3.6, E. 3.8, E. 3.10, E. 3.11 und E. 3.12) die Leistungsfähigkeit der Beschwerde führerin nicht schlüssig beurteilen lässt, erweist sich der rechtserhebliche Sach verhalt als ungenügend abgeklärt.

4.3 Nachdem sich auch gestützt auf die übrigen ärztlichen Berichte (E. 3.4, E. 3.5, E. 3.6, E. 3.8, E. 3.10, E. 3.11 und E. 3.12) die Leistungsfähigkeit der Beschwerde führerin nicht schlüssig beurteilen lässt, erweist sich der rechtserhebliche Sach verhalt als ungenügend abgeklärt. 5.

5. 5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor instanz zurückweisen, besonders, wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ).

5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor instanz zurückweisen, besonders, wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). In BGE 137 V 2010 (E. 4.4.1) hielt das Bundesgericht fest, dass i m Prozess um Zusprechung oder Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen die Beschwerdeinstanz in der Regel ein Gerichtsgutachten ein holt, wenn sie im Rah men der Beweiswürdigung zum Schluss kommt, eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt jedoch möglich, wenn es darum geht, zu einer bisher vollständig ungeklärten Frage ein Gutachten einzuholen. Ebenso steht es dem Versicherungs gericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzi sierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist.

In BGE 137 V 2010 (E. 4.4.1) hielt das Bundesgericht fest, dass i m Prozess um Zusprechung oder Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen die Beschwerdeinstanz in der Regel ein Gerichtsgutachten ein holt, wenn sie im Rah men der Beweiswürdigung zum Schluss kommt, eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt jedoch möglich, wenn es darum geht, zu einer bisher vollständig ungeklärten Frage ein Gutachten einzuholen. Ebenso steht es dem Versicherungs gericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzi sierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist. 5.2 Vorliegend steht die Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin nicht entgegen. RAD-Ärztin Dr. G.___ würdig t e das MEDAS-Gutachten und kam zum Schluss, dass auf das psychiatrische Teilgut achten nicht abgestellt werden könne (E. 3.3, E. 3.7, E. 3.9 ). Die Beschwerde gegnerin, welche eine psychiatrische Begutachtung als erforderlich erachtet hatte, entschied somit im Wissen, dass k eine schlüssige psychiatrisch-gutachterliche Abklärung vorlag. Wenn die Verwaltung von vornherein darauf bauen könnte, dass ihre Arbeit ohnehin in jedem verfügungsweise abgeschlossenen Sozialver sicherungsfall auf Beschwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unter läge, litte die Rechtsstaatlichkeit der Versicherungsdurchführung empfindlich und wäre von einem Substanzverlust bedroht (BGE 137 V 210 E. 4.2). BGE 137 V 210 änderte zudem auch nichts an der gesetzlichen Ordnung, wonach der Beweis über sozialversicherungsrechtliche Ansprüche primär auf der Stufe des Administrativ verfahrens (vgl. Art. 43 f. ATSG) und nicht im gerichtlichen Prozess geführt wird (vgl. BGE 137 V 210 E. 2.2.2 und 4.2).

5.2 Vorliegend steht die Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin nicht entgegen. RAD-Ärztin Dr. G.___ würdig t e das MEDAS-Gutachten und kam zum Schluss, dass auf das psychiatrische Teilgut achten nicht abgestellt werden könne (E. 3.3, E. 3.7, E. 3.9 ). Die Beschwerde gegnerin, welche eine psychiatrische Begutachtung als erforderlich erachtet hatte, entschied somit im Wissen, dass k eine schlüssige psychiatrisch-gutachterliche Abklärung vorlag. Wenn die Verwaltung von vornherein darauf bauen könnte, dass ihre Arbeit ohnehin in jedem verfügungsweise abgeschlossenen Sozialver sicherungsfall auf Beschwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unter läge, litte die Rechtsstaatlichkeit der Versicherungsdurchführung empfindlich und wäre von einem Substanzverlust bedroht (BGE 137 V 210 E. 4.2). BGE 137 V 210 änderte zudem auch nichts an der gesetzlichen Ordnung, wonach der Beweis über sozialversicherungsrechtliche Ansprüche primär auf der Stufe des Administrativ verfahrens (vgl. Art. 43 f. ATSG) und nicht im gerichtlichen Prozess geführt wird (vgl. BGE 137 V 210 E. 2.2.2 und 4.2). 5.3 Nach dem Gesagten ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den rechtserheblichen Sachverhalt schlüssig abgeklärt. Hernach hat sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu zu entscheiden. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen.

5.3 Nach dem Gesagten ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den rechtserheblichen Sachverhalt schlüssig abgeklärt. Hernach hat sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu zu entscheiden. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen. 6.

6. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000. -- festgelegt. Vorliegend sind sie auf Fr. 8 00. -- festzusetzen.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000. festgelegt. Vorliegend sind sie auf Fr. 8 00. festzusetzen. Die Rückweisung an die Verwaltung gilt nach ständiger Rechtsprechung als voll ständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.

Die Rückweisung an die Verwaltung gilt nach ständiger Rechtsprechung als voll ständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind. 6.2 Die vertretene Beschwerdeführer in hat Anspruch auf eine Prozessentschädigung (§ 34 Abs. 1 GSVGer ). Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Die de r Beschwerdeführer in von der Beschwerdegegnerin auszurichtende Prozessentschädigung ist unter Berücksich tigung der genannten Kriterien ermessensweise auf Fr. 2’ 0 00.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) festzusetzen.

6.2 Die vertretene Beschwerdeführer in hat Anspruch auf eine Prozessentschädigung (§ 34 Abs. 1 GSVGer ). Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Die de r Beschwerdeführer in von der Beschwerdegegnerin auszurichtende Prozessentschädigung ist unter Berücksich tigung der genannten Kriterien ermessensweise auf Fr. 2’ 0 00.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) festzusetzen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2. Februar 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu ver füge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2. Februar 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan tons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu ver füge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteientschä digung von Fr. 2’ 0 00.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteientschä digung von Fr. 2’ 0 00.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Dr. Peter Rüegger

Dr. Peter Rüegger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bun desgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bun desgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

HurstWyler