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Das Konzil von Ferrara-Florenz stellte mit der Bulle "Laetentur caeli" vom 6. Juli 1439 die Einheit der Kirche des Ostens und des Westens wieder her. Die Entscheidung des Konzils fand jedoch keine fruchtbare Rezeption. Kurz nach dem Konzil verhinderten entscheidende kirchliche und theologische Veränderungen eine unmittelbare Fortsetzung des Rezeptionsprozesses: im Osten der Fall Konstantinopels 1453, im Westen die Reformation, die zu einem antiprotestantischen Zentralismus führte. Umso bemerkenswerter sind die Ergebnisse zweier wissenschaftlicher Tagungen in Paris und Florenz im Jahr 2018, die in diesem Band dokumentiert sind: Eine gemeinsame Relektüre des Konzils von Florenz im historischen und aktuellen Kontext ist möglich, die Erinnerung kann gereinigt und durch eine versöhnte Erinnerung ersetzt werden.