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Beschreibung
Ende des XIX. Jahrhunderts kam Château Bouscaut mit seinen Weinbergen in den Besitz der Familie Chabanneau. 1881 ersetzte der berühmte Name Bouscaut den vorherigen Namen Haut Truchan. Die Parkanlagen wurden 1920 komplett umgestaltet. Victor Place und der Comte de Rivaud beschlossen 1925 dem Anwesen neuen Glanz zu verleihen: die Gebäude wurden restauriert sowie ein Turm ergänzt, die Keller renoviert, die Weinberge erhielten eine Drainage.
1929 wurde das benachbarte Château Valoux hinzugekauft. In den 30er Jahren erhielt Château Bouscaut den Titel Vorzeigeweingut von der Landwirtschaftskammer. Immer wieder wurden die Weine hochdekoriert. Sie galten als Lieblingsweine bekannter Persönlichkeiten: Maurice Chevalier, Gilbert Bécaud usw.
Seit 1953 dürfen die Rotweine und Weissweine des Châteaus den Titel Cru Classé de Graves tragen.
Nachdem 1961 ein Grossbrand das Château komplett zerstörte und nur die Keller erhalten blieben, beauftrage Robert Place den Bordelaiser Architekten Michel Garros dieses gemäss den alten Plänen wiederaufzubauen. Eine Investorengruppe aus New York kaufte 1968 Château Bouscaut und übergab die Leitung an Madame Delmas Ehefrau des Direktors von Château Haut Brion.
Lucien Lurton -bekannter Winzer im Bordeaux erwarb das Château 1979 und fügte es seinen andern Grand Cru Châteaux (ca. 12) hinzu, baute einen neuen Gärkeller und ein Barriquelager. 1992 verteilte er die Châteaux an seine 11 Kinder. Marie-Jeanne erhielt Bouscaut. Seit 1999 gehört Lamothe-Bouscaut mit seinen Weinbergen ebenfalls zu Bouscaut.
Die Weine aller Châteaus wachsen in den besten Lagen des Bordelais auf kalkhaltigen oder lehmig-kiesigen Böden. Die Weine (Grand Cru bzw. Grand Cru Classé) werden immer wieder von zahlreichen internationalen Wettbewerben und Weinkritikern hochgelobt.