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Erneuerung Burgfelderstrasse 10 und 12
Die beiden Liegenschaften an der Burgfelderstrasse 10 und 12 sind Teil eines vierteiligen Ensembles in der Blockrandbebauung des Iselin Quartiers. Neben einer energetischen Sanierung der Gebäudehülle, der Erdbebenertüchtigung und der Verbesserung von Brand- und Schallschutz wurden auch räumliche Veränderungen vorgenommen. Die beiden mit Mansardenzimmern ausgestatteten Dachgeschosse wurden komplett aus- und umgebaut. Dadurch konnten zwei neue, offen gestaltete Wohnstudios in das bestehende Gebäudevolumen integriert werden.
Burgfelderstrasse 10/12
4055 Basel
Umbau und Sanierung 2013
Gian Fistarol, Dipl. Architekt ETH, Basel
Die beiden Wohnliegenschaften Burgfelderstrasse 10 und 12 wurden in den Jahren 1900 und 1902 durch den Basler Architekten Heinrich Flügel (1869-1947) erbaut. Sie waren für den noch jungen Architekten die ersten Bauten, die er selbständig ausführen konnte. Bauherr war der aus dem Elsass zugezogene Baumeister Argast, welcher das elterliche Baugeschäft von Flügel übernahm. Die Liegenschaften an der Burgfelderstrasse wurden 1957 das letzte Mal saniert und befinden sich in der Zone 5a. Bei der Sanierung im Jahr 2013 wurden ökologische, ökonomische wie auch gesellschaftliche Aspekte sorgfältig aufeinander abgestimmt. Nebst der zyklischen Erneuerung von Haustechnik und Gebäudehülle war die Verbesserung der Energieeffizienz ein wichtiges Ziel. Ebenfalls wurden die Dachgeschosse ausgebaut und damit neue Wohnungen geschaffen.
Die beiden Liegenschaften an der Burgfelderstrasse 10 und 12 sind Teil eines vierteiligen Ensembles in der Blockrandbebauung des Iselin Quartiers. Die ausgewogenen Strassenfassaden bestechen durch einen grossen Anteil an Fensterfläche. Die gestrichenen Holzfenster sind in Naturstein gefasst, die Fassade in Sichtmauerwerk gehalten. Der Erker der Liegenschaft 12 zeichnet sich durch Segmentbogen- und Dreieckverdachungen aus und wird mit einem Spitzdach abgeschlossen. Flügel, der von 1895 bis 1900 bei Rudolf Linder arbeitete, setzte bei der Liegenschaft 12 erstmals ein sehr schlankes Betonskelett als Tragstruktur ein. Dieses wurde im Rahmen der Sanierungsarbeiten mittels Materialproben auf seine Tragfähigkeit untersucht und, wo nötig, verstärkt.
Die Hoffassaden sind mit verputztem Mauerwerk und gestrichenen Fenstergewänden einfacher gestaltet. Hofseitig wurden die Fassaden neu gedämmt und mit neuen Terrassen für die Liegenschaft 12 ergänzt. Die Terrassen sind statisch vom Hauptbau getrennt und orientieren sich in ihrer Gestaltung mit Stahlrohrstützen und Ortbetonplatten an Vorbildern aus der Bauzeit der Liegenschaften.
In der Liegenschaft 10 wurden die Sanitärräume aus den 40er-Jahren zurückgebaut und die Küche und das Badezimmer neu angeordnet. In der Liegenschaft 12 wurde der bestehende Lichtschacht geschlossen und die Badezimmer vergrössert. Zur Bewahrung der bestehenden Bausubstanz wurde auf den Einbau einer kontrollierten Lüftung verzichtet. Das Dachwasser wurde neu im Vorgarten und Garten oberflächig versickert. Die Gartenanlagen wurden neu gestaltet und an die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst. So sind an der Burgfelderstrasse 10 neuwertige und attraktive Wohnungen entstanden