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Bedingungen für Schulübereinkunft erfüllt; Kanton kann Subventionsgarantie geben
Die beiden Gemeindeversammlungen in Cordast und in Guschelmuth hatten die Kehrtwende eingeläutet. Die Bürger beider Orte verlangten dort im Dezember von ihren Gemeindebehörden, sie sollten die Schulübereinkunft zwischen Cordast und Guschelmuth unterschreiben, damit mit dem Bau eines neuen Schulhauses und einer Turnhalle endlich begonnen werden könnte.
Dies taten beide Gemeinderäte auch, doch Cordast knüpfte an seine Unterschrift die Bedingung, dass der Kanton bis zum 5. Januar eine Subventionszusage nicht nur für das Schulhaus, sondern auch für die Turnhalle sprechen sollte.
Diese Subventionszusage kann jetzt erfolgen, wie der stellvertretende Dienstchef für Schulbauten, Charles Ducrot, am Freitag gegenüber den FN bestätigte. Man habe noch einmal von sämtlichen Gemeinden des Turnhallenkreises, nämlich von Kleinbösingen, Gurmels, Guschelmuth und Cordast eine Unterschrift verlangt, dass diese mit dem Bau einer Turnhalle in Cordast einverstanden seien. Diese Unterschriften liegen nun vor.
Die Voraussetzung für eine Subventionsgarantie, so Ducrot, sei damit erfüllt.
Gurmelser Unterschrift ist
ein «Ja, aber»
Eine der vier Unterschriften, jene der Gemeinde Gurmels, sei noch mit einer Einschränkung verbunden gewesen, sagt Ducrot. Damit würde die Gurmelser Unterschrift aber nicht in Frage gestellt.
Dies bestätigt auch der Gurmelser Ammann Alfons Blanc. «Wir präzisierten, dass die Turnhalle Cordast für den Primarschulkreis und den Kindergarten Cordast gebaut werden sollte, und nicht wie von der Erziehungsdirektion geschrieben für die ganze Region.»
«Mit diesem Passus wollten wir aber vor allem darauf aufmerksam machen, dass wir über die kantonale Turnhallenplanung nicht glücklich sind. Gemäss dieser gehört nämlich Kleinbösingen zur Region, aber Kleinbösingen bildet mit Liebistorf einen Primarschulkreis, und dort steht bereits eine Turnhalle.»
Es brauchte nochmals
drei Sitzungen
Bis diese Einigung erzielt werden konnte, waren im Verlaufe des Monats Januar noch einmal drei Sitzungen mit dem Oberamtmann, den Vertretern von Cordast und Guschelmuth auf der Erziehungsdirektion notwendig geworden.
Diese Gespräche, so Oberamtmann Daniel Lehmann, habe man auch genutzt, um über eine spätere Gesamtschule zu diskutieren. Die Schulübereinkunft sieht vorläufig vor, dass vier Klassen im künftigen Schulhaus Cordast und zwei Schulklassen im Schulhaus Guschelmuth unterrichtet werden sollen.
Cordast hatte zusammen mit der Unterschrift für die Schulübereinkunft auch von einer Gesamtschule gesprochen, und auch an der Guschelmuther Generalversammlung war klar hervorgegangen, dass man zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Gesamtschule einverstanden sei. Zuerst müsse man aber eine zukünftige Nutzung des Guschelmuther Schulhauses regeln.
In Bezug auf diese Gesamtschule habe tatsächlich bereits eine Annäherung zwischen den beiden Gemeinden stattgefunden, konnte Daniel Lehmann nach den neusten Sitzungen Bilanz ziehen. Auch die Erziehungsdirektion hatte hierzu gute Neuigkeiten für Guschelmuth und Cordast: Wenn tatsächlich einmal sämtliche Klassen im neuen Cordaster Schulhaus unterrichtet werden, könnten immer noch nachträglich Subventionen für sämtliche Klassenzimmer ausgeschüttet werden.