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Netzwerke
Aus den Einträgen zu den einzelnen Personen lassen sich unzählige Berufslaufbahnen rekonstruieren, die nach Zeitraum, Geschlecht und Beruf stark variierten. Durch die Personeneinträge werden aber zusätzlich Institutionen sichtbar, in denen sich die Akteure und Akteurinnen engagierten, sowie thematische Handlungsfelder, in denen sie sich bewegten. Erkennbar werden solche Tätigkeitsgebiete nicht zuletzt durch die beruflichen Kontakte, die Individuen untereinander pflegten. Die Zusammenstellung von themenspezifischen Gruppierungen macht zudem Beziehungen sichtbar und generiert Einsichten, die sonst leicht übersehen werden. So zeigt ein Blick auf die Gruppe derjenigen Frauen und Männer, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hauptberuflich mit der Haltung und Züchtung von Geflügel beschäftigten, dass diese ihr Handwerk entweder in Nordamerika oder an bäuerlich-hauswirtschaftlichen Schulen in der Schweiz erlernten und nicht, wie die Getreide- und Viehzüchter, in der agrarischen Praxis, den landwirtschaftlichen Fachschulen oder an der ETH Zürich. Abteilung für Landwirtschaft - Institut für Agrarwissenschaften, AfA77. Das Fach Geflügelkunde wurde in der Schweiz lange gar nicht unterrichtet. In den USA jedoch wurde die Zucht und Haltung von Geflügel von Lehrstuhlinhabern an Universitäten gelehrt, wie Agronomen und Landwirte auf ihren Reisen immer wieder verwundert feststellten. So wird allein aus den Einträgen zu den Personen im AfA Portal ersichtlich, dass in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz die Tier- und Pflanzenzucht von Bauern und Agronomen, die Haltung und Zucht von Geflügel hingegen von Bäuerinnen und (ehemaligen) Lehrern dominiert wurde.
Anhand der folgenden acht Themenbereiche sollen Netzwerke und Verbindungen zwischen Institutionen und Akteur*innen sichtbar gemacht werden, die sich auf der Grundlage der Gesamtheit der Einträge auch für zahlreiche andere Tätigkeitsfelder konstruieren liessen.