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Die historische Untersuchung rollt die Geschichte des Standortes auf und bringt damit die möglichen Gründe und die Art der Belastung erstmals ans Licht: Alle über den Standort bekannten umweltrelevanten Daten werden zusammengetragen - mittels Aktenauswertung, Befragung von Zeitzeugen oder persönlichem Augenschein.
Der Blick in die Vergangenheit ist jedoch nicht immer einfach und manchmal auch nur bedingt möglich. So sind belastete Standorte häufig mehrfach genutzt worden (z.B. Tankstelle auf einem ehemaligen Gaswerkareal) - ein erschwerender Faktor für die weiteren Abklärungen.
Die Genauigkeit der oft spärlich verfügbaren Daten verdient daher besonders viel Aufmerksamkeit. Je umfangreicher das Wissen über einen Standort, desto gezielter und effizienter kann anschliessend die technische Untersuchung gestaltet werden - sofern sich diese nicht bereits erübrigt hat. Auf eine Technische Untersuchung kann verzichtet werden, wenn etwa die Abklärungen der historischen Untersuchung belegen, dass die Belastung des Untergrundes nur auf unproblematische Abfälle wie Ziegel- oder Mauerbruch zurückzuführen ist - oder dass der Standort gar nicht mit Abfällen belastet sein kann und demzufolge aus dem Kataster zu löschen ist.
Was will die Historische Untersuchung?
- Frühere Tätigkeiten und Nutzungen erkennen und beschreiben.
- Verwendete umweltgefährdende Stoffe identifizieren sowie ihre Einsatzbereiche lokalisieren: Gibt es Bereiche wo stark erhöhten Schadstoffkonzentrationen zu erwarten sind ("Hot Spots")?
- Schadstoffmengen abschätzen
- Zonen identifizieren und eingrenzen, welche durch Schadstoffe belastet sein können
- Eruieren, ob möglicherweise gefährdete Schutzgüter betroffen sind
- Abklären, ob es zwingende Gründe für einen Verzicht auf eine technische Untersuchung gibt