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"Schlau wie ein Fuchs."
Die Redewendung «Schlau wie ein Fuchs» ist eine bekannte Metapher, die verwendet wird, um eine Person zu beschreiben, die klug und geschickt ist. Aber woher stammt diese Aussage und warum wird der Fuchs als Symbol für Klugheit und Geschicklichkeit betrachtet?
Der Fuchs und die Mythologie
Der Fuchs ist ein Tier, das seit Jahrhunderten in vielen Kulturen eine wichtige Rolle spielt. In der griechischen Mythologie war der Fuchs ein Symbol für List und Schläue und in der römischen Mythologie wurde der Fuchs mit dem Gott der Täuschung und des Handels, Merkur, in Verbindung gebracht. Im alten China galt der Fuchs als Symbol für Weisheit und Glück und in der nordischen Mythologie war der Fuchs der Begleiter von Loki, dem Gott des Streits und der Täuschung.
Die Redewendung «Schlau wie ein Fuchs» geht wahrscheinlich auf die Beobachtung zurück, dass Füchse oft sehr geschickt und raffiniert agieren. Füchse sind bekannt für ihre Fähigkeit, sich schnell anzupassen und aus schwierigen Situationen herauszukommen. Sie sind in der Lage, Hindernisse zu überwinden, Fallen zu umgehen und ihre Beute mit Tricks zu fangen.
Im Laufe der Zeit wurde der Fuchs daher zu einem Symbol für Klugheit, Geschicklichkeit und Listigkeit. In vielen Fabeln und Märchen tritt der Fuchs als kluge Figur auf, die andere Tiere austrickst und sich aus schwierigen Situationen befreit. Eine der bekanntesten Figuren in diesem Zusammenhang ist der Fuchs Reinicke Fuchs, der in der mittelalterlichen Dichtung und im späteren Volksbuch als gerissener und listiger Held auftritt.
Der Fuchs und der Igel
Eine weitere bekannte Anekdote erzählt von einem Fuchs, der es immer wieder darauf abgesehen hat, Igel zu fangen, aber jedes Mal scheitert, weil sich die Igel zu einer festen Kugel zusammenrollen und somit für den Fuchs unerreichbar sind.
Eines Tages jedoch ersinnt der Fuchs eine ausgefuchste (😏) List: Er lockt die Igel an den Fluss und überzeugt sie, mit ihm zusammen schwimmen zu gehen. Während des Schwimmens rollt der Fuchs die Igel immer wieder ins Wasser, so dass sie sich nicht mehr einrollen können und somit schutzlos sind. Der Fuchs nutzt dies aus und frisst die Igel.
Diese Anekdote zeigt deutlich, wie schlau und raffiniert Füchse sein können und wie sie ihre Intelligenz und ihre Fähigkeit zur Anpassung an neue Situationen nutzen, um ihre Beute zu fangen.
Von Füchsen, foxes, renards und zorros…
In vielen Kulturen und Sprachen gibt es ähnliche Redewendungen, die sich auf den Fuchs beziehen. Im Englischen wird der Fuchs als «cunning as a fox» bezeichnet, im Französischen als «rusé comme un renard» und im Spanischen als «astuto como un zorro». Die Vielfalt und Verbreitung dieser Redewendungen zeigt, wie tief die Vorstellungskraft der Menschheit von der Natur und den Tieren geprägt ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Redewendung «Schlau wie ein Fuchs» auf die mythologischen und kulturellen Konnotationen des Fuchses als Symbol für Klugheit und Geschicklichkeit zurückgeht. Die Fähigkeit des Fuchses, sich schnell anzupassen und Hindernisse zu überwinden, hat ihn zu einer Metapher für List und Schläue gemacht, die auch heute noch gerne verwendet wird, um eine Person zu beschreiben, die besonders klug und geschickt ist.
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