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Pflanzen im Büroraum werden mit einer ganzen Reihe von positiven Effekten auf das Wohlbefinden von Gebäudenutzenden assoziert. Einige der Effekte sind grösser, andere kleiner und nicht alle sind eindeutig nachgewiesen. Entsprechend lässt sich auch kaum sagen, ob sich entsprechende Investitionen und Unterhaltsaufwände tatsächlich lohnen. Theoretisch lassen sich aber alle Effekte gut begründen, deshalb seien sie an dieser Stelle auch explizit erwähnt:
- Gemäss einigen (auch experimentellen) Studien erhöht das Vorhandensein von Pflanzen Wohlbefinden, die Kreativität und Aufgabenleistung von Menschen in Räumen. Je nach Methodik der Studie wurden diese Effekte aber auch nicht bestätigt.[1]
- Bestimmte Pflanzen (z.B. Zyperngras) können die Luftfeuchtigkeit im Büroraum über das Verdunsten des Giesswassers via die Blätter besonders gut regulieren. Bei niedrigen Luftfeuchten geben solche Pflanzen viel und bei höheren Luftfeuchten kaum Feuchtigkeit ab. Der Effekt der Luftfeuchteerhöhung ist dabei nicht nur theoretisch begründbar sondern auch tatsächlich empirisch nachgewiesen (bei einem Raum mit 74m3, 23 Grad, einer Luftwechselrate von 0.3, guter Beleuchtung und bedarfsgerechter Giessung ergab sich eine durchschnittliche Erhöhung der relativen Luftfeuchte von 1,73% pro Pflanze)[2]. Allerdings ist zu beachten, dass in der Praxis häufig höhere Luftwechselraten eingesetzt werden und die Effekte der Belegung, des Lüftungs- und Heizungsverhaltens sowie der Baukörpergestaltung weitaus grösser sind. Die Vorteile von Pflanzen gegenüber lokalen Luftbefeuchtern sind der wegfallende Energieverbrauch, die bessere Hygiene durch Befeuchtung in Gas- anstatt Tröpfchenform und die Geräuschlosigkeit.
- Eine Erhöhung der im Winter typischerweise niedrigen Luftfeuchte in Büroräumen, hängt zusammen mit dem Rückgang von Beschwerden wie Trockenheit der Haut, Reizung der Augen, Müdigkeit und Erkältungssymptomen
- Eine Erhöhung der im Winter typischerweise niedrigen Luftfeuchte in Büroräumen, führt ausserdem dazu, dass Menschen auch vergleichsweise niedrige Lufttemperaturen noch als komfortabel wahrnehmen. Auf diese Weise lassen sich theoretisch auch Heizkosten und Heizenergie sparen.
- Desweiteren können Pflanzen bestimmte geruchsaktive oder gesundheitsgefährdende Substanzen (Stäube, VOCs, CO2) aus der Luft entfernen und so zu einer verbesserten Luftqualität beitragen[3]
Umsetzen lassen sich Innenraumbegrünungen bspw. über grüne Topfpflanzen angrenzend an Verkehrsflächen, ein grünes Atrium, einen Business Garden aber auch über begrünte Innenwände.
[1] Bringslimark, Hartig, and Patil (2009)
[2] Köhler, Kohlrausch, and Röber (2004)
[3] Torpy, Irga, and Burchett (2015); Wood et al. (2006)