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Für die Entwicklung eines neuen Massnahmenpakets im Nitratprojekt Niederbipp-Gäu-Olten (NGO) sollen Vergleiche mit anderen Gebieten mit Nitratproblematik gezogen werden. Der Vergleich dient einer besseren Einordnung der Möglichkeiten und der Umsetzbarkeit bestimmter Massnahmen und wird anhand von Fallstudien aus anderen Gebieten im Spannungsfeld Landwirtschaft – Wasserwirtschaft, die bereits Massnahmenpakete umsetzen, dargestellt. Dafür wurde in einem ersten Schritt die Ist-Situation in der Region des Nitratprojektes NGO mit Hilfe von Kennzahlen zur landwirtschaftlichen Nutzung, Naturraum und Hydrogeologie beschrieben und visualisiert («Gebietsübersicht»). Als Quellen wurden Berichte aus dem Nitratprojekt und Daten zur lokalen Landwirtschaft und Wasserqualität zusammengestellt. Im zweiten Schritt wurden vier Fallstudien ausgewählt. In diesen Fallstudien werden die jeweiligen Rahmenbedingungen, die genutzten Instrumente zur Reduktion, aber auch des Vollzugs und der Kontrolle beschrieben und wo möglich mit einer Erfolgskontrolle präsentiert. Es wurde darauf Wert gelegt, Fallstudien sowohl aus der Schweiz als auch aus dem nahen Ausland auszuwählen. Die Auswahl der Fallstudien erfolgte nach Übertragbarkeit, Datenverfügbarkeit und Relevanz in Bezug auf die angewendeten Massnahmen zur Nitratreduktion. Die betrachteten Fallstudien sind: Nitratprojekt Klettgau (Kanton Schaffhausen), Nitratprojekt Wohlenschwil (Kanton Aargau), Wasserschutzgebiet Grünbachgruppe (Baden-Württemberg, D), Wasserschutzgebiet Lange Schneise Nord (Hessen, D). e Auswahl ist nicht erschöpfend, bildet aber eine grosse Bandbreite an Möglichkeiten zur Verbesserung der Nitratproblematik ab. Zur besseren Einordnung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen werden die in der Schweiz und in Deutschland ergriffenen Regelungen, die zum Schutz des Grundwassers vor Nitrat beitragen, den jeweiligen Gebieten vorangestellt (Absatz I und Absatz II).