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Eine Französin als Volunteer in der Schweiz!
Während meiner Studienzeit habe ich Sportanlässe gesucht, an denen ich im Sommer als Freiwillige mithelfen könnte. Ich wollte neue Erfahrungen sammeln und herausfinden, wie ein Anlass zustande kommt und was dort für eine Stimmung herrscht.
Ich bin recht sportlich und habe bereits diverse Turniere organisiert. Auch beruflich möchte ich mich auf das Management von Sportanlässen spezialisieren. Zuvor habe ich diverse Anlässe in Frankreich, in der Schweiz und in Italien mitverfolgt; vor allem deshalb, weil ich französisch, englisch und italienisch spreche. Ich bin schon mehrmals in diese Länder gereist und wollte gerne zurückkehren, um zu erfahren, wie dort Sport gelebt und getrieben wird.
Als ich diesen Sommer Turniere und Meisterschaften, die in der Schweiz stattfanden, angeschaut habe, entdeckte ich Swiss Olympic Volunteer. Die Idee, als nationale Plattform mit Sportveranstaltungen mit Freiwilligen zu arbeiten, erschien mir sehr innovativ und nützlich. Ich habe mich sogleich auf der entsprechenden Website angemeldet und diverse Veranstaltungen ausgewählt, an denen ich teilnehmen wollte.
Bevorzugt habe ich Turniere in der Westschweiz und in Italien, da ich leider kein Deutsch spreche. Ich wollte vor allem an Tennis- und Volleyballturnieren aktiv helfen, weil die beiden meine Lieblingssportarten sind. Das «Montreux Volley Masters» war somit eine naheliegende Option. Ich gab meine Verfügbarkeiten und die Bereiche, in denen ich am liebsten eingesetzt werden wollte, an, und sagte, wofür ich meiner Meinung nach am besten geeignet wäre. Kurz darauf kontaktierte mich jemand vom OK – ich habe sofort zugesagt.
Nach dem letzten Turniertag, dem 5. Juni, reiste ich vom «Roland Garros Turnier» direkt nach Montreux. Ich traf dort zwei Tage vor dem Beginn des «Volley Masters» ein. Dies ermöglichte es mir, das Organisationskomitee des Volleyballturniers zu Informationsveranstaltungen zu den Meisterschaften zu begleiten und an Präsentationen der Teams, Funktionäre und Vertreter der wichtigsten internationalen und nationalen Volleyballorganisationen teilzunehmen. Ich arbeitete im Sekretariat des Turniers mit, und konnte die Umsetzung vieler verschiedener Aspekte (zum Beispiel Sport, Logistik und Medienarbeit) mitverfolgen. Ich hatte zudem die Gelegenheit, meine Chefin bei Koordinationsaufgaben eines Seminars für Schiedsrichterinnen der internationalen Meisterschaften zu unterstützen. Das Seminar fand parallel zum «Montreux Volley Masters» statt und wurde von der European Confederation of Volleyball (ECV) organisiert. Die Zeit als Freiwillige in der Schweiz war eine Erfahrung, die mich nicht nur weitergebracht, sondern auch viel Freude bereitet hat.
Ich glaube nicht, dass es in Frankreich eine ähnliche Plattform für freiwillige Mitarbeiter gibt; zumindest wüsste ich nichts davon. Die Schweiz geht mit gutem Beispiel voraus – Swiss Olympic Volunteer ist eine tolle Plattform, die viel Potential hat!
Meine Einsätze würde ich gerne wiederholen, sofern es meine Termine zulassen. Vor allem die Arbeit am «Montreux Volley Masters» hat mir sehr gefallen. Die Erlebnisse waren nicht nur in sportlicher, sondern vor allem auch in menschlicher Hinsicht super. Ich werde alle, mit denen ich am Turnier zusammen gearbeitet habe, bestimmt nie mehr vergessen!
Anne-Sophie wurde 1988 in Frankreich geboren. Zur Zeit absolviert sie ein Masterstudium in Sport Management in New York.