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Durchschnittlich 80'000 Passagiere pro Tag
Nach einer sehr kurzen Nacht startete ich um 7 Uhr mit einem Frühstück in den Tag. Das Frühstück in der Jugendherberge war top. Weil meine Gruppe die längste Anfahrt hatte, gingen wir bereits um 8:30 Uhr aufs Tram bis zum Hauptbahnhof Zürich. Dort stiegen wir in den Zug zum Flughafen Zürich um.
Mit einer Fläche von 880ha und 3 Landebahnen ist der Flughafen Zürich zwar um einiges grösser als der in Samedan, aber noch lange nicht so gross wie der grösste Flughafen Europas, nämlich Istanbul mit 175'000 Passagieren pro Tag, also mehr als das doppelte wie Zürich. Der Flughafen Zürich wurde in einem Sumpfgebiet erbaut. Neben dem Flughafen befindet sich ein Naturschutzgebiet. Damit sich nicht so viele Vögel in der Nähe des Flughafens aufhalten, wird das Gras extra nicht tief runtergeschnitten, damit die Luftraubtiere ihre Beute nicht so einfach sehen.
Am Flughafen angekommen, bekam ich eine leuchtgelbe Weste. Danach ging es ich durch die Sicherheitskontrolle. Ein Flughafenmitarbeiter vor mir wurde kontrolliert und deshalb hatte ich ein bisschen Angst auch kontrolliert zu werden. Ich hatte aber Glück, ich trug nichts bei mir, was nicht erlaubt war. Nach der Sicherheitskontrolle liefen wir durch das ganze Abfluggate und ihr könnt mir glauben, am Flughafen macht man viele Schritte. Nach einer sehr langen Treppe wartete ein Bus, der uns zuerst übers Rollfeld in die Fliegerwerkstatt brachte. Auf den Aussenparkplätzen warteten 3 Flugzeuge auf geplante Reparaturen, erklärte uns der Tourguide. Einer davon, der Airbus A350-900, wartete auf eine spezielle Folierung.
Die Swiss hat fünf dieser neuen Flugzeuge in die Flotte aufgenommen. Diese Flugzeuge haben nur 2 Triebwerke, diese haben aber die Kraft von 8 gewöhnlichen Triebwerken. Auch sind diese Triebwerke sehr gross, ich hätte problemlos reingepasst. Dieses Flugzeug fliegt innerhalb von 11h von Zürich nach Singapur. Unser Gruppenführer hat uns sehr viel über verschiedene Flugzeuge erklärt. Auch konnte er per App die Flugzeuge "tracken" und uns sagen, wo diese schon hingeflogen sind. Wir haben ein Flugzeug starten sehen, mit der Zieldestination New York.
Auf dem Flughafen Areal gibt es auch ein Gefängnis. In dieses Gefängnis kommen Straftäter, welche in ihr Heimatland zurück müssen und in der Schweiz nicht mehr geduldet sind. Dieses Gefängnis hat Einzelzellen und die Gefangenen bleiben maximal eine Woche. Der Flughafen ist mit einer Schutz und Rettung Zürich Station ausgestattet, welche auch für den Norden von Zürich zuständig ist. Die Mitarbeiter der Feuerwehr arbeiten in 8h Schichten.
Danach ging es für mich in die Werkstatt. In der Werkstatt war es sehr laut. Falsch, es war nicht nur eine Werkstatt, sondern deren drei. In zwei Werkstärten wurden Flugzeuge repariert. In der dritten Werkstatt die Triebwerke getestet. Ein Flugzeug wurde neu gestrichen und ein anderes musste sich der 10-jährigen Kontrolle unterziehen. Diese hat es in sich. Jede Schraube, die man entfernen kann wird erneuert, nachdem man alles auf ihre Funktion untersucht hat. Dieser Test kann rund einen Monat dauern. Unser Gruppenführer stellte uns noch schnell einem Mitarbeiter vor, dieser reparierte gerade ein Triebwerk, welches von einem Vogel beschädigt worden war. Er hat uns auch erzählt, dass nichts passieren kann, wenn ein Blitz einschlägt, weil das Flugzeug in der Luft keinen Bodenkontakt hat. Auch ist die Chance sehr klein, dass ein Flugzeug von einem Blitz getroffen wird, da Piloten Gewitter in der Regel umfliegen.
Leider durfte ich keine Fotos vom Inneren der Werkstatt machen, da dies als Betriebsgeheimnis gilt. Neva, 2.Sek.