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Fütterung von erwachsenen Hunden
Fütterung Ihres erwachsenen Hundes
Sobald Ihr Hund das Erwachsenenalter erreicht, ist es an der Zeit, auf eine routinemässige Ernährung umzustellen. Zur Erhaltung einer optimalen körperlichen Verfassung muss die Ernährung Ihres Hundes die richtige Ausgewogenheit von sechs wichtigsten Nährstoffgruppen umfassen: Proteine, Fette und Öle, Mineralstoffe, Vitamine, Kohlenhydrate und Wasser. Jede hochwertige und vollwertige Fertig-Heimtiernahrung sollte Ihren Hund mit dieser grundlegenden nährstofflichen Ausgewogenheit versorgen.Angesichts der Fortschritte im Bereich Heimtiernahrung steht heutzutage ein breites Sortiment von Hunde-Fertignahrung zur Auswahl, die entwickelt wurde, um den speziellen Bedürfnissen Ihres Hundes stärker zu entsprechen. Diese Nährstoffbedürfnisse können je nach Hunderasse und Körpergrösse unterschiedlich sein. Kleinere Rassen haben einen schnelleren Stoffwechsel und benötigen jeden Tag die doppelte Kalorienmenge. Grössere Hunderassen haben einen grösseren Appetit und profitieren von einer Nahrungsmischung aus verschiedenen Mineralstoffen und Vitaminen zur Unterstützung schwacher Gelenke und Knorpel.Wenn Sie einen besonders aktiven Hund haben, könnten Sie eine speziell abgestimmte „Aktiv"-Nahrung erwägen. Diese enthält mehr Fett, Protein und Vitamine wie B12 für eine leichtere Energiegewinnung aus der Nahrung. Weniger aktive Hunde benötigen weniger Fett, wodurch sich durch eine kalorienarme Nahrungsmischung eine Gewichtszunahme verhindern lässt.Manche Hunde entwickeln eine Empfindlichkeit gegenüber Nahrungsmittelgruppen. In solchen Fällen kann Ihnen Ihr Tierarzt eine alternative Nahrungsmischung empfehlen. Es sind auch spezielle Nahrungen zur Behandlung bestimmter Herzbeschwerden oder für eine bessere Genesung erhältlich.Es gibt keinen Grund von der Fütterungsroutine Ihres Hundes, von den frühen Tagen des Erwachsenenalters mit 12-24 Monaten bis zum Ende des sechsten Lebensjahres, abzuweichen, es sei denn, die Lebensumstände Ihres Hundes haben sich wesentlich verändert.
Fütterungsanleitung
Füttern Sie Ihren Hund einheitlich ein oder zwei Mal täglich. Hunde mit tiefer Brust wie der Dobermann profitieren insbesondere von zwei kleineren Mahlzeiten.Servieren Sie die Nahrung bei Zimmertemperatur, damit Ihr Hund den Geschmack und Geruch richtig wahrnehmen kann. Bei Dosennahrung kann es bis zu zwei Stunden dauern, bis sich eine geöffnete Dose nach Entnahme aus dem Kühlschrank erwärmt hat. Alternativ können Sie erwägen, Nassnahrung (aus der Dose entnommen) kurz in einem Mikrowellenherd aufzuwärmen. Bieten Sie Ihrem Hund jedoch keine zu heisse oder zu kalte Nahrung an.Trocken-Vollnahrung bewahren Sie in einer trockenen, sauberen Umgebung auf. Eine wieder verschliessbare Verpackung oder ein luftdichter Behälter erhalten den Geschmack der Nahrung, da das Aroma geschützt wird.Der Fressplatz Ihres Hundes sollte sich an einem ruhigen Platz befinden, an dem der Hund nicht abgelenkt wird, aber auch in einiger Entfernung von Ihrem Essplatz. Es bietet sich stets an, das Futter auf einer leicht zu reinigenden Oberfläche wie beispielsweise einem gekachelten Boden oder einer Unterlage zu servieren. Erlauben Sie Kindern nicht, Ihren Hund beim Fressen zu stören, da der Hund die Kinder dann versehentlich als „Raubtiere" betrachtet, die sein Futter zu stehlen versuchen und somit aggressiv reagieren könnte. Wenn Sie mehrere Hunde haben, sollten Sie diese separat füttern, um Konflikte oder Kämpfe zu verhindern.Sie sollten Ihren Hund unmittelbar vor oder nach einer Bewegungseinheit nicht füttern, da sich bei vielen Hunden der Darm verdrehen oder eine Blockierung des Magens auftreten kann, was sofort tierärztlich behandelt werden muss. Setzen Sie daher eine Pufferzeit von je einer Stunde an.
Welche Mengen?
Befolgen Sie die Anleitung auf der Packungsrückseite, aber bedenken Sie, dass diese Angaben lediglich als Hilfestellung gedacht sind. Jeder Hund ist individuell. Die wichtigste Überlegung besteht darin, ausreichend Nahrung zu verfüttern, damit Ihr Hund schlank und gesund bleibt. Sorgen Sie stets für eine Schale mit frischem Trinkwasser.Wenn Sie Ihrem Hund Hundekuchen oder Leckerbissen geben, sollten Sie daran denken, die Grösse seiner Hauptmahlzeiten entsprechend zu reduzieren. Die Ernährung Ihres Hundes sollte niemals zu mehr als 15% aus Leckerbissen bestehen.
Was nicht verfüttert werden darf
Obwohl dies viele Halter machen, wird nicht empfohlen, Hunden Essensreste zu geben, da so eine gut ausgewogene Ernährung fast unmöglich ist. Verfüttern Sie niemals fettige Essensreste oder ungekochtes Gemüse, da Ihr Hund dadruch Gewicht zunimmt. Rohes Fleisch kann mit Bakterien verseucht sein, während Knochen den Zähnen schaden und Darmverstopfungen verursachen können. Auch Katzenfutter empfiehlt sich für Hunde nicht - da es für Katzen entwickelt wurde, bietet es nicht die richtige Ausgewogenheit von Vitaminen und Mineralstoffen. Geben Sie Hunden niemals Schokolade, da es für das Körpersystem tödlich sein kann.
Nahrungsumstellung
Natürlich kann es Situationen geben, in denen Sie für Ihren Hund eine Nahrungsumstellung erwägen müssen: Liegt eine medizinische Notwendigkeit vor, könnte eine spezielle Ernährung erforderlich sein. Ihr Hund könnte ein paar Pfunde zugelegt haben. Manche Hunde zeigen an ihrem bisherigen Futter einfach kein Interesse mehr.Weil Hunde auf Veränderungen ihrer Ernährung empfindlich reagieren können, sollten Sie jegliche Umstellung möglichst reibungslos gestalten. Mischen Sie anfangs die neue Nahrung mit der bisherigen Marke und erhöhen Sie den Anteil der neuen Nahrung zunehmend über einen Zeitraum von einer Woche bis 10 Tagen, bis Sie Ihren Hund ausschliesslich mit der neuen Nahrung füttern.