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Ureterabgangsstenose vs. Multizystische Nierendegeneration (Aplastische Zystenniere)
Links im Bild: Es handelt sich um eine angeborene subpelvine Ureterstenose (sogenannte Ureterabgangsstenose); beachte die Einschnürung des proximalen Ureters. Das Präparat täuscht noch relativ viel intaktes Nierenparenchym vor; in Wirklichkeit ist das Nierenbecken intrarenal viel stärker aufgeweitet als der äusserlich sichtbare Nierenbeckenteil, wobei eine persistierende fetale Lappung vorgetäuscht wird. Rechts im Bild: Bei dieser Patientin liegt eine multizystische Nierendegeneration vor (= aplastische Zystenniere). Man sieht kaum Nierenparenchym und keinen proximalen Ureter. Nicht die aplastische Zystenniere ist Ursache der Harnwegsinfekte, sondern allfällige Zusatzmissbildungen der Niere der Gegenseite oder des gleichseitigen, blind endenden Ureters (in diesem Fall ein Reflux in den Ureterstumpf), der entfernt werden musste.
Links im Bild: Blick auf die Hinterfläche der rechten Niere eines 9jährigen Mädchens, die bei einem Funktionsanteil von weniger als 10 % an der Gesamtfunktion beider Nieren wegen Harnwegsinfekte entfernt werden musste. Das Nierenbecken ist zystisch aufgeweitet. Rechts im Bild: Präparat eines knapp vier Jahre alten Mädchens mit Harnwegsinfekten. Es liegt eine als solches kaum erkennbare Niere vor mit mindestens drei zystischen Hohlräumen und mit Hilusstrukturen.