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Erreger kennen keine Grenzen
Masernerreger können sich innerhalb weniger Wochen über den Globus verbreiten. Gesetzt der Fall: Ein Träger des Masernvirus aus der Schweiz löst in einem Drittweltland in Südamerika eine Masernepidemie aus. Die Menschen in diesem Land haben eine schlechte Gesundheitsversorgung. Masernpatienten können daher bei einem schweren Verlauf oft nicht genügend behandelt werden. Zudem sind meist keine Ärzte verfügbar. Aufgrund dieses Ausbruches sterben mehrere Menschen.
Es stellen sich die folgenden Fragen:
- Hat diese Person verantwortungslos gehandelt?
- Wäre es nicht Aufgabe der Regierung des betroffenen Landes, dafür zu sorgen, dass möglichst viele Menschen geimpft sind?
- Wie können wir von einem anderen Land erwarten, dass die Leute dort genügend geimpft sind, wenn die Durchimpfungsrate bei Masern in der Schweiz ungenügend ist? Müssten wir nicht mit gutem Beispiel vorangehen und sicherstellen, dass es zumindest in Europa keine Ausbrüche mehr gibt?