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Diese Abhandlung entstand im Rahmen eines Forschungsprojektes, das zum Ziele hatte, tragfähige Schaumglasziegel von hohem Wärmedämmungsvermögen aus Altglas zu gewinnen. Es wurde ein Verfahren gefunden, das gestattet, Schaumglas aus einer Mischung von zerpulvertem Altglas und einem Blähstoff bei hoher Temperatur zu schäumen. Je nach Führung des Blähprozesses entstanden dabei verschiedene Schaumglastypen.
Anhand von Dünnschliffen und volumetrischen Messungen wurde die Mikrostruktur dieser Schaumgläser untersucht. Morphologisch kann zwischen Kugelschaumglas und Polyederschaumglas unterschieden werden! Insbesondere verdienen die gefundenen Zusammenhänge (Regressionen) zwischen Dichte (ρ) und Porengrösse (L̅3) sowie zwischen Dichte und innerer Gasverteilung (n,n∗) beim Polyederschaumglas Erwähnung.
Trotz dem Formenreichtum der Polyederzellblasen gelang es, ein Modell zu finden, das die innere Tragstruktur des Polyederschaumglases zufriedenstellend beschreibt. Dieses Modell steht angenähernd im Einklang mit den Prinzipien von J. Plateau für Flüssigkeitsschäume.
Am so gefundenen Modellschaumglas (TOP) wurde mittels numerischer Spannungsanalysen ein Zusammenhang zwischen seinen äusseren Belastungen und den Spannungszuständen auf seinen Polyederblasenoberflächen gefunden.
Auf Grund der soeben erwähnten Relation konnten mittels einer Bruchhypothese (Oberflächenhypothese) die mechanischen Eigenschaften des Polyederschaumglases in Abhängigkeit von seiner Dichte befriedigend vorausgesagt werden.
Die so gefundenen Bruchfestigkeiten (σdB,σB,τB) sowie elastischen Eigenschaften (E,ν) wurden mit den an Schaumglasprüfkörpern gemessenen Werten verglichen. Es zeigte sich dabei eine befriedigende Uebereinstimmung zwischen den theoretisch vorausgesagten und an wirklichen Prüflingen gemessenen Werten.