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um 1465 Virieu-le-Grand (Dep. Ain, F), 23.8.1519 Genf, von Genf, 1513 Bürger von Freiburg. Sohn des Antoine, der in Valromey Weinberge und eine Gerberei besass und 1464 Bürger von Genf wurde. ∞ Amblarde Du Crest. B. studierte wahrscheinlich in Chambéry (Savoyen), wo er sich 1485 aufhielt, Jurisprudenz. 1482 und 1485 erwarb er zwei Häuser in Genf, wobei er weiterhin mit seiner Heimat Savoyen in Verbindung stand. Bei der Auflösung der Herrschaft Virieu vertrat er die Interessen von Hzg. Philipp II. Später begab er sich in den Dienst des neuen Herrschers, des Bastarden René von Savoyen, den er 1502-03 auf seinem Italienfeldzug mit den Armeen Ludwigs XII. begleitete. Nach der Rückkehr liess er sich endgültig in Genf nieder. 1505 wurde er Hauptmann der Bogenschützenkompanie und Mitglied des im selben Jahr wiederhergestellten Rats der Fünfzig. Bereits 1506 widersetzte er sich Hzg. Karl III. von Savoyen, indem er sich weigerte, ihm die Artillerie der Stadt zur Verfügung zu stellen. 1512 wurde er in den Kl. Rat gewählt. Er trat die Nachfolge des letzten Führers der mit der Stadtbewachung betrauten Enfants de Genève an und wurde deren erster Generalhauptmann. 1517 wurde B. zu Unrecht wegen der Beteiligung an einem Komplott gegen den Bf. angeklagt. Er flüchtete nach Freiburg, wo er sich mehrere Monate aufhielt und ein Burgrecht zwischen den beiden Städten aushandelte. Anfang 1519 wurde er von den Genfer Syndics freigesprochen. Einige Monate später liess ihn jedoch der Bf. durch seinen Vizedominus festnehmen und verurteilte ihn, entgegen den Rechten der Bürger, zum Tod. B. wurde vor dem Château de l'Ile hingerichtet.
Literatur
– C. Borgeaud, «Philibert B., Bezanson Hugues, pères de la combourgeoisie de Genève avec Fribourg et Berne», in Etrennes genevoises, 1927, 18-45
Autorin/Autor: Micheline Tripet / EM