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Unter der Bezeichnung Sachplakat eroberte sich in den 1940er-Jahren eine besondere Kategorie des Produktplakats einen Platz in der internationalen Plakatgeschichte. Im Sachplakat treten alltäg-liche Artikel des existentiellen Bedarfs als Hauptdarsteller auf und verführen als Objekt der Begierde zum Kauf. Niklaus Stoecklin verhalf dem Sachplakat in der Schweiz zum Höhepunkt. Die kompakte Verschmelzung von Produkt und Markenname wurde zum Charakteristikum dieses Plakatstils. Eine gekonnte Lichtführung und Perspektive verleiht den Dingen im Sachplakat eine fast magische Strahlkraft. Durch ihre Monumentalisierung und die meisterhafte, stofflich-haptische Wiedergabe strahlen sie eine betörende Sinnlichkeit aus. Bewusst gesetzte Schattenwürfe und Glanzlichter so-wie die effektvolle Komposition der Gegenstände als Stillleben verleihen ihnen auch eine grosse emotionale Anziehungskraft. Peter Birkhäuser, Donald Brun, Fritz Bühler oder auch Herbert Leupin sind weitere wichtige Vertreter des Sachplakats: Mit dem Glauben an eine objektiv erfassbare Wirklichkeit verband sich die Hoffnung auf eine besseres, durch moderne Markenartikel vereinfachtes Leben.
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