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Den Ausdruck "Grösse" verwende ich im Alltag sehr vielfältig für Körperlänge, Kleidergrösse oder wenn ich sage, dass Muhamed Ali der Grösste ist. Sehr oft verwende ich auch das Adjektiv "gross" in verschiedenen Bedeutungen.
Hier geht es mir um eine reflektierte Verwendung des Ausdruckes, die den SI-Normen der Physik zumindest nicht vollständig widerspricht. Die physikalische Grösse behandle ich aber mit etwas Sprachkritik separat.
Als Grösse bezeichne ich eine Hypostasierung eines Aspektes eines Vergleichs. Die Physik grenzt die Art des Vergleichens auf bestimmte, eben physikalische Messoperationen ein. Aber natürlich wird nicht nur in der Physik verglichen.
Die Physiker würden überdies besser von Mass (engl. measure(ment)) als von Grösse sprechen, denn ihre "Grössen" werden ja gemessen, während andere Grössen hergestellt werden.
Beispiele:
Als Grösse erscheint - umgangssprachlich verkürzt - eine quantitativ bestimmbare Eigenschaft eines Objektes, oder genauer gesprochen, eine Eigenschaftsdomäne, deren Werte in einer je bestimmten Einheit angegeben werden.
Ein paar relevante Grössen sind:
Als Grösse erscheint - umgangssprachlich verkürzt - eine quantitativ bestimmbare Eigenschaft eines Objektes, oder genauer gesprochen, eine Eigenschaftsdomäne, deren Werte in einer je bestimmten Einheit angegeben werden.
Sprachkritisch könnte ich einwenden, dass der Preis keine Eigenschaft des Objektes sei, sondern ein Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer. Dieses Verhältnis ist dann im Warenpreis verdinglicht und erscheint so als Eigenschaft.
Wenn ich einen Teller kaufe, interessieren mich sehr verschiedene Grössen. Ich will wissen, wie gross er ist, und meine damit dessen Durchmessergrösse in Centimetern. Ich will auch wissen, wie teuer er ist, also wie gross sein Preis ist. Unter Umständen will ich auch wissen, wie zerbrechlich er ist, was eine weitere Grösse impliziert, für die ich gar keine Einheit kenne, oder anders gesagt, für die ich die von mir unterstellte Einheit nicht kenne.
Ich unterscheide - ganz anders als die Physiker - verschiedene Grössenarten, die je einem Messverfahren entsprechen. Grössenart bezeichnet dabei eine Messoperation, während Grösse etwa über den vermessenen Gegenstand sagt. Ich messe mit dem Massstab und ich messe dabei etwas. Ich messe beispielsweise den Durchmesser eines Tellers. Weil ich dabei einen Massstab verwende, spreche ich von der Grössenart "Länge in Metern", während der jeder Teller eine bestimmte Grösse hat, die ich auch im Metern, respektiv in Bruchteilen davon angebe.
Es gibt ausserdem sehr viele abgeleitete Grössen, die auf Verrechnungen der Basisgrössen beruhen
Die Geschwindigkeit beruht auf der Messung einer Weg-Länge und der Zeit, die in ein Weg/Zeit-Verhältnis gesetzt werden, die Energie wird in Joule gemessen, usw.
Operative Bestimmung:
Jede Messoperation impliziert eine Grössenart und bestimmt einen Grössenwert. Wenn ich mit dem Masstab oder mit dem Urmeter messe, messe ich die Grössenart "Länge" in Metern und erhalte Werte wie 7,5 oder 0,034 eines Meters.
Viele Grössen kann ich durch sehr verschiedene Verfahren festellen. Die Grössenart Energie etwa kann ich als zusammengesetzte Grösse auffassen, die aus Kraft mal Weg pro Zeit besteht (Joule). Ich kann also messen, wie viel Gewicht ein Pferd in einer bestimmten Zeit hochheben kann. Ich kann aber auch messen, wieviel Erdöl ich brauche, um mein Haus zu heizen. Dabei verwende ich verschiedene Verfahren, also verschiedene Grössenarten, obwohl ich die Grösse in derselben Einheit ausdrücke.
Sprachkritische Anmerkungen:
Ich kann beispielsweise von einem grossen Abstand sprechen, also mithin von der Grösse eines Abstandes, und dann also von der Grösse einer Grösse, wodurch die Doppeldeutigkeit des Ausdruckes zutage tritt. Wenn ich von einem grossen Abstand spreche, verwende ich den Ausdruck "gross" relational. Ich sage dann, dass ein Abstand grösser ist als ein anderer.
Oft ist von der Grösse einer Menge die Rede. Dabei wird der Ausdruck "Grösse" anstelle von Mächtigkeit verwendet, also für die Anzahl der Elemente der Menge. Dabei messe ich nicht, sondern ich zähle.
Waren haben einen Preis. In der Ökonomie gibt es sicher seit Aristotels die Vorstellung, dass sich im Preis eine Art Wert zeige. Dabei wird unterschieden zwischen einem Gebrauchswert und einem Tauschwert. hier Wert ist Fiktion, Preis ist was ich zahlen muss: Wozu dient die Fiktion?