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Das Esmé Quartet, dessen Name sich vom altfranzösischen Begriff für «geliebt» oder «geschätzt» ableitet, wurde 2016 an der Kölner Musikhochschule von vier koreanischen Musikerinnen gegründet, die derzeit ihre Ausbildung bei Heime Müller in Lübeck fortsetzen. Schon bald sorgte das Ensemble bei internationalen Wettbewerben für Furore: Im Frühjahr 2018 gewann das Esmé Quartet den Ersten Preis und vier Sonderpreise bei der «Wigmore Hall International String Quartet Competition», im Herbst desselben Jahres wurde es mit dem HSBC-Preis bei der Académie du Festival d’Aix ausgezeichnet. Schon 2017 war es erfolgreich aus der Kammermusikkonkurrenz im norwegischen Trondheim hervorgegangen. Die vier Musikerinnen, die zunächst in Korea und später in Deutschland studierten, haben allesamt solistische Qualifikationen erworben, die sie nun in den Dienst des gemeinsamen Quartettspiels stellen. Wichtige Anregungen erhielten sie dabei in Meisterkursen mit András Keller und Eberhard Feltz, mit Günter Pichler und Gerhard Schulz vom Alban Berg Quartett, Christoph Poppen vom Cherubini Quartett und Jonathan Brown vom Cuarteto Casals. Das Esmé Quartet konzertierte in der Londoner Kirche St Martin in the Fields und auf Schloss Esterházy, beim Flagey Musiq’3 Festival in Brüssel, beim Festival d’Aix-en-Provence und beim Heidelberger Streichquartettfest. Im ersten Halbjahr 2019 absolvierten die vier eine Italien-Tournee mit Stationen in Modena, Camerino, Mailand, Neapel und Reggio Emilia; sie traten in Berlin und in Lübeck auf und stellten sich in Portugal sowie in der Lotte Concert Hall in Seoul vor. Im Herbst werden sie auf Gastspielreise durch Grossbritannien gehen und dabei auch in der Londoner Wigmore Hall zu hören sein.
August 2019