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Die jährliche Lebensmittelpreisinflation erreichte im August 2019 den höchsten Stand seit 18 Monaten, wobei der Preis für Spezialmaismehl den grössten Anstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Dies sei eine besonders schlechte Nachricht für die ärmsten Verbraucher, deren Grundnahrungsmittel Maismehl oder Brot seien, so Marlene Louw, Ernährungswirtschafterin beim Bureau for Food and Agricultural Policy (BFAP). "Es gibt nicht wirklich eine billigere Alternative, auf die sei ausweichen können", sagte sie gegenüber dem Farmers Journal von heute.
"Die Abwertung der Landeswährung Rand hat die Paritätspreise in die Höhe getrieben, und jetzt sehen wir auch die Auswirkungen des Anstiegs der Erzeugerpreise im Einzelhandel." Als es in der Vergangenheit zu so hohen Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln gekommen sei, hätten sich einige einkommensschwache Verbraucher für Reis als billigere Alternative entschieden, so Louw. "Dies ist jedoch aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht ideal, da Reis nicht wie Maismehl mit Spurenelementen und Vitaminen angereichert ist. Das kann längerfristige Auswirkungen auf die Gesundheit der Familien haben."
"Da es wegen den teureren Grundnahrungsmitteln nun weniger verfügbare Einkommen gibt, wird die Nachfrage nach Fleisch sinken. Dies wird die Inflation der Lebensmittelpreise eher dämpfen und nicht weiter anheizen", betonte Marlene Louw in einem Ausblick.