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Kommerzielle Verwertung
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Die ETH Zürich ist der Lehre und Forschung verpflichtet. Sie erarbeitet neue wissenschaftliche Kenntnisse, Methoden und Technologien, die der Wirtschaft und Gesellschaft durch wirkungsvollen Technologie-Transfer zugänglich gemacht werden sollen. Durch die erfolgreiche Nutzung vorhandenen Wissens kann die Schaffung innovativer Produkte und von Arbeitsplätzen vorangetrieben werden. Nicht nur Erfindungen, die zum Patent angemeldet werden, können kommerziell verwertet werden, sondern auch Know-How, das nötig ist, um eine bestimmte Technologie oder Anwendung zu ermöglichen, Computerprogramme (Software) oder biologisches Material.
Die wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen an der ETH Zürich wird in den Verwertungsrichtlinien geregelt. Diese Richtlinien sind für alle Angestellten der ETH Zürich verbindlich.
Kommerzielle Verwertung von Forschungsergebnissen
Es gibt zwei Möglichkeiten der Verwertung:
- Ein Wissenschaftler, seine Technologie selbst bis zur Marktreife zu entwickeln und zu vermarkten, indem eine eigene Firma gegründet wird (Spin-off der ETH Zürich).
- Ein Wissenschaftler sucht eine Firma, die aus der Technologie ein marktfähiges Produkt macht und dieses dann kommerzialisiert.
In beiden Fällen müssen die Rechte zur Nutzung der Technologie von der ETH Zürich an die jeweilige Firma übertragen werden. Die Bedingungen und die Art und Höhe der Entschädigung dafür werden in einem Lizenzvertrag festgehalten, der durch ETH transfer ausgearbeitet wird.
Eine weitere Variante ist, dass sich eine Firma bereits durch eine Zusammenarbeit gewisse Verwertungsrechte «reserviert» hat. In diesen Fällen regelt der Zusammenarbeitsvertrag, wer die Ergebnisse wie nutzen darf.
Wenn Sie Forschungsergebnisse oder Computerprogramme verwerten möchten, wenden Sie sich bitte an ETH transfer. Wir beraten Sie gerne über Möglichkeiten einer Verwertung und unterstützen Sie dabei.
Lizenzverträge müssen zwingend im Namen der ETH vom Vizepräsidenten für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen unterzeichnet werden.
An der ETH Zürich werden die Erfinder an den Einkünften beteiligt, welche die ETH Zürich z.B. durch Lizenzierung einer Erfindung oder anderer Immaterialgüter erzielt.
Die ersten Lizenzeinnahmen werden zunächst zur Deckung der Patentierungs- und Verwertungskosten (z.B. für Patentanwälte) verwendet. Die restlichen Einnahmen werden in der Regel wie folgt aufgeteilt (soweit keine finanziellen Ansprüche Dritter bestehen):
- 1/3 geht an die Erfinder
- 1/3 geht für Forschungszwecke an die Professur, aus welcher die Erfindung hervor gegangen ist
- 1/3 geht an die ETH Zürich zur Unterstützung der Forschung und des Technologietransfers an der ETH Zürich
Verwertung unter Open Source Lizenzen
Open Source ist eine spezielle Art der Lizenzierung Geistigen Eigentums. Sie wird besonders häufig bei Computerprogrammen angewendet, kann aber auch zum Beispiel auf Musik, Graphiken, wissenschaftliche Texte oder Know-how zutreffen. Die folgenden Punkte beziehen sich hauptsächlich auf Software, da hier Open Source Lizenzen am häufigsten Anwendung finden.