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Weltweit sei die Lebenserwartung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts rasant gestiegen, heisst es in der am Montag veröffentlichten Studie. Dieser Anstieg habe sich in den vergangenen rund zehn Jahren etwas verlangsamt, doch sei die nächste Welle einer starken Verbesserung bereits in Sicht.
In den nächsten 20 Jahren würden medizinische Durchbrüche in der Krebsforschung oder bei alterstbedingten Krankheiten wie Alzheimer die Lebenserwartung verbessern, so die Studie. Bremsfaktoren seien aber die zunehmende Fettleibigkeit in Industrieländern, der ungleiche Zugang zum Gesundheitssystem oder die Opioidkrise und Waffengewalt in den USA.
Die USA sind gemessen an der Lebenserwartung zweigeteilt: Laut Zahlen von 2019 haben nur die sozioökonomisch obersten 10 Prozent der US-Bevölkerung bei Geburt eine Lebenserwartung, die auf OECD-Niveau liegt. Bei Männern sind dies rund 80 Jahre und bei Frauen 84 Jahre. Demgegenüber stehen die entsprechenden Werte bei den ärmsten US-Bürgern bei 73 und 80 Jahren. Diabetes und opioidbedingte Todesfälle belasteten da die Lebenserwartung, heisst es.
In Japan und der Schweiz werden die Menschen im Durchschnitt 84 Jahre alt. Damit liege die Lebenserwartung in den beiden Ländern ungefähr um 14 Jahre über den Werten von 1960, wie es in der Studie heisst. Gründe für den Anstieg seien die Verbesserung der Herz-Kreislauf-Gesundheit, ein vergleichsweise gesunder Lebensstil und der Zugang zu einem gut finanzierten Gesundheitssystem.
mk/tv
(AWP)