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Die Nachlassverwaltung muss Manager „Dr. Thome Thome“ drei Millionen US-Dollar bezahlen.
Hier zudem Updates zu den Klagen von Wade Robson und James Safechuck, sowie zur Klage gegen den TV-Sender HBO.
Eigentlich hatten sich die Nachlassverwalter mit „Thome Thome“ aussergerichtlich geeinigt. Er war einer der letzten Manager an Michael Jacksons Seite. Doch die Angelegenheit musste erneut vor Gericht verhandelt werden, da die Nachlassverwalter den Manager nicht auszahlten. Nun hat ein Gericht das MJ Estate zu einer Zahlung von drei Millionen US-Dollar verpflichtet.
Der Hollywood Reporter berichtet hier. Zwei unserer bisherigen Meldungen hierzu:
9. Mai 2019; Prozessbeginn: Thome Thome vs. MJ Estate
20. Oktober 2019; Einigung mit Thome Thome scheitert
Die engagiert MJ-Aktivistin Phalae Cattleya, Moderatorin in mehreren Facebook-Gruppen, darunter „MJ – Parties + Events„, hat ausführlich zum obigen Gerichtsentscheid berichtet. Sie hat sich die Mühe gemacht, den juristischen Artikel zu verstehen und auf deutsch wiederzugeben.
Phalae Cattleya hat zudem aktuelle Infos zu den Prozesse von Wade Robson und James Safechuck geteilt, ebenso zur Klage vom MJ Estate gegen HBO. (> nach unten scrollen…)
Hier ihre Zusammenfassung des Artikels zu Thome Thome vom Hollywood Reporter:
Ich bin nicht so richtig gut in Gerichtssachen. Aber in der letzten Zeit sind wesentlichen Verfahren vorangekommen. Zu Tohme vs. Estate of Michael Jackson: Das Verfahren begann im Jahr 2012. Tohme Tohme, der obskure Ex-Manager klagte einen Anteil von 15% an den Gewinnen von Michael Jackson aus dem letzten Jahr seines Lebens für sein Management und einen nicht-unerheblichen Anteil an den Einnahmen von „This Is It“, an dem er nicht beteiligt war, ein. 2019 vereinbarten der Estate of Michael Jackson und Tohme zu einen außergerichtlichen Vergleich. Laut einem Gerichtsdokument, das unsachgemäß redigiert wurde, sollte Tohme jedoch 3 Millionen US-Dollar als Teil des Vergleichs erhalten. Der Estate of Michael Jackson zahlte nie, weil dieser Vergleich ihre Vereinbarung nie schriftlich umgesetzt wurde und der Vergleich eine gegenseitige Unterschrift erfordere. Tohme verklagte daraufhin John Branca und John McClain im November als Vertreter des Nachlasses wegen Vertragsbruchs, um das Gericht zur Zahlung zu zwingen. Er behauptet, dass der Entwurf des Vertrages, den der Nachlass ihm schickte, Bedingungen enthielt, denen er nicht zugestimmt hatte, und er wurde nie unterzeichnet, aber das spielt keine Rolle, weil sie eine mündliche Vereinbarung getroffen haben.
L.A. County Superior Court Richter Mark A. Young gab am 14. Juli 2020 Tohmes Antrag recht. Er stellte fest, dass beide Parteien eine mündliche Vergleichsvereinbarungen Vereinbarung vor dem Gericht getroffen hatten, Denn er nahm an, dass die von Tohme vorgelegten Beweise darauf hindeuten könnten, dass der Estate of Michael Jackson, indem er sich weigerte zu zahlen, den Vergleich nicht gedenke aufrecht zu erhalten. „Hier haben die Parteien mündlich allen Bedingungen eines Vergleichsabkommens zugestimmt“, fand Richter Young und weist ausdrücklich darauf hin, dass ihre mündliche Vereinbarung eine gegenseitige allgemeine Freigabe von Ansprüchen beinhaltete. Obwohl Tohme sich bei Gericht durchgesetzt hat, ist die Entscheidung kein wirklicher Verlust für den Estate, da das Gericht die mündliche Vereinbarung über den gegenseitige Vergleich für bindend hielt. So wird Tohme seine 3 Millionen Dollar bekommen und für den Estate of Michael Jackson ist damit klar, dass er nicht mehr in Rechtsstreitigkeiten mit Tohme verwickelt werden wird.
Hier ihre Meldung zur Millionen-Klage von Wade Robson und James Safechuck
Wie geht es in Sachen WR/JS weiter? 25. Juni 2020: Der Anwalt Finaldi hatte argumentiert, dass sich WR und JS beide als Kind kannten (was ja nicht stimmt) und jeder als Zeuge in den Prozess des anderen aufgerufen wird. Deshalb sei es sinnvoll, beide Prozesse gegen die Firmen von Michael Jackson zu einem Prozess zusammenzulegen. Der Richter ging nicht darauf ein, so dass es nach wie vor zwei Prozesse geben wird. Dieses ist gut da verhindert wird, dass es eine Absprache zwischen Zeugen und Kläger geben könnte. Nächster Termin des „Demurrer“ für das Berufsverfahren für WR ist 8. September 2020. Das eigentliche Verfahren WR vs. Michael Jackson Firmen könnte der 14. Juni 2021 sein. Es wird mit der Auswahl der Jury beginnen, was circa zwei bis drei Wochen dauern könnte.
Das Einreichen des „Demurrer“ für JS ist der 16. Oktober 2020. Ein weiteres wichtiges Datum ist der 16. Mai 2020. Ein „Demurrer“ ein gerichtliches Dokument, das den Einwand einlegt, denn bei JS steht es noch nicht fest, ob es wirklich zu einem Zivilprozess auf den Grundlagen des neuen Gesetzes gegen „Kindesmissbrauch“ kommen wird. Wenn ein Klagegrund in einer Beschwerde keinen erkennbaren Anspruch angibt oder wenn er nicht alle erforderlichen Elemente angibt, dann kann der angegriffene Klagegrund oder möglicherweise die gesamte Beschwerde (informell) im Demurrer-Stadium als rechtlich nicht ausreichend verworfen werden.
Randbemerkung: Im Zuge der Anhörung bemerkten die gesetzlichen Vertreter der Michael-Jackson-Firmen, dass sie deutlich mehr Zeit benötigen, um etwa 75.000 Seiten in dem Fall WR aufzuarbeiten und weitere Fakten zusammenzusammeln, da LN weltweit Reaktionen hervorgerufen hatte. Der Anwalt der beiden Ankläger konnte die Vorbereitungszeit nicht abschätzen – und rechnete mit 30 Tagen.
Ach ganz wichtig – Klagegrund von WR ist ein „Call of Negligence“: die MJJ-Firmen sind dafür vollverantwortlich was MJ tat. Nachlässigkeit (Fahrlääsigkeit) ist ein Versäumnis, angemessene und ethisch geurteilte Sorgfalt zu üben, die unter bestimmten Umständen hätte ausgeübt werden sollen. Das Kernkonzept der Fahrlässigkeit ist, dass Menschen in ihrem Handeln angemessene Sorgfalt khätten walten lassen sollen, indem sie den potenziellen Schaden in Kauf nahmen, den sie vorhersehbar anderen Menschen hätten zufügen könnten. Jemand, der durch die Fahrlässigkeit eines anderen einen Schaden erleidet, kann möglicherweise auf Schadenersatz klagen, um seinen Schaden zu kompensieren.
Ich hoffe Ihr versteht das ein wenig. Ist für mich jetzt gerade nicht so einfach!
Hier ihre Meldung zur Klage gegen den TV-Sender HBO
Der Gerichtsfalll „MJ Estate v HBO“ läuft immer noch. Verzögerungen nicht nur wegen Covid19! Zur Erinnerung der MJ Estate besteht darauf, dass der 1996 immer noch rechtsgültig abgeschlossene und laufende Vertrag vor einem Schiedsgericht verhandelt wird, wie bei Vertragsbrüchen eigentlich üblich. Bei Schiedsgerichten handelt es sich um nicht-staatliche Gerichte, die allein aufgrund einer Abrede der jeweiligen Streitparteien zusammentreten und als Schiedssprüche bezeichnete Urteile aussprechen. Die Abrede erfolgt im Allgemeinen in Form eines Vertrags zwischen den Parteien, der Schiedsvereinbarung. Der Schiedsspruch ist für die Parteien in der Regel rechtlich bindend und kann vor staatlichen Gerichten für vollstreckbar erklärt werden. HBO will das nicht, sondern plädiert darauf, dass der seit 1996 laufende Vertrag zwischen Michael und HBO nicht mehr besteht. Ein Verfahren vor dem Schiedsgericht würde bedeuten, dass sie die immer noch gültigen Vertrag als laufend gültig sehen – und sie müssten dann mit der Schadensersatzforderung für LN wegen Vertragsbruch rechnen. Das ist jetzt aktuell: HBO hätte ursprünglich 21 Tage nach Einreichung des Antwortbriefs durch den MJ Estate Zeit gehabt, darauf eine Antwort einzureichen. Dieser Termin wäre der 29.07.2020 gewesen. HBO hat nun eine weitere Verlängerung beantragt und erhalten. Sie müssen erst am 31.08.2020 ihre Antwort einreichen. Zuvor hatte allerdings der MJ Estate drei Verlängerungen für die Beantwortung des Mandats beantragt, da auch in Los Angeles die Gerichte wegen Covid19 geschlossen blieben. Bis zu dieser Verlängerungen durch Covid19, hatte der MJ Estate für 0 Verlängerungen, HBO bereits um 6 Verlängerungen gebeten. Wenn nun HBO bis zum 31. August 2020 in seiner Erwiderungen ein Argument bringen würde, kann der MJ Estate noch eine weitere Verlängerung beantragen, sonst wird es an den Richter gehen. Bis zum Richterurteil könnten dann noch einige Monate vergehen.