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Dies bestätigte BNFL in Beantwortung einer Medienanfrage. Die revidierte Struktur bedarf noch der Genehmigung durch die US-Regierung. Die Revision ist ein Hinweis darauf, dass der Kauf nahezu abgeschlossen ist. Gemäss BNFL wurde ursprünglich eine Aufteilung des Kernenergie-Portofolios der Westinghouse im Verhältnis 40/60 (BNFL/MK) vorgeschlagen. Dieses setzt sich aus kommerziellen kerntechnischen Aktivitäten wie Kernbrennstoff-Herstellung, Reaktordienstleistungen, Dienstleistungen im Bereich Umweltsanierung und Regierungsaufträgen einschliesslich militärischen zusammen.
Die Struktur wurde nun modifiziert, um den Bedürfnissen der BNFL, der MK und eines der wichtigsten Westinghouse-Kunden, des Department of Energy (DOE), gerecht zu werden. Die modifizierte Struktur umfasst drei verschiedene Firmen. Die kommerziellen kerntechnischen Aktivitäten der Westinghouse Energy Systems werden unter dem Namen Westinghouse Electric Company weitergeführt und sich im alleinigen Besitz der BNFL Nuclear Services Inc. befinden. Die letztgenannte Firma ist eine neugegründete 100%ige BNFL-Tochter. Geschäftsleiter wird Charlie Pryor, der Westinghouse schon während der Übergangsperiode geführt hat.
Die verbleibenden Regierungs- und Umweltdienstleistungen (Gesco) werden in zwei getrennten Einheiten organisiert, nämlich die Westinghouse Government Services Company und die Westinghouse Government und Environmental Services Company. Die erstgenannte wird vollständig unter der Kontrolle von MK sein und sich mit den militärischen Programmen des DOE und des Department of Defence beschäftigen. Finanziell wird sich BNFL daran mit 40% beteiligen. Die letztgenannte Firma wird der BNFL (40%) und der MK (60%) gemeinsam gehören. Sie wird die bestehenden und zukünftigen Aufträge im Bereich Wiederherstellung der Umwelt weiterführen. Beiden Gesellschaften wird der jetzige Präsident von Gesco, Jim Gallagher vorstehen. Daneben wird BNFL ihre US-Tochter, BNFL Inc., als separate Einheit weiterführen. Diese hat seit ihrem Entstehen 1990 Aufträge im Umfang von $ 9 Mrd. für nukleare Aufräum- und Sanierungsarbeiten erhalten.
Quelle
H.K. nach Nucleonics Week Extra, 24. Februar 1999