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Vision, Ziel bis Entscheidung
Das Job-Erfindungs-Beispiel von Remo Baum zeigt, wie aus den Resultaten einer Standortbestimmung Job-Vorstellungen, Visionen werden, aus denen anschliessend auch konkrete, umsetzbare Ziele entstehen können. Die Arbeit von Baum gipfelt in einer konkreten be-Werbung auf ein Inserat und in einer Spontan-be-Werbung (siehe Dossier Remo Baum).
Zeigen Wunschvorstellungen noch keine klaren Funktionsbilder, so sind zusätzliche Schritte (Recherche) zu unternehmen, um die Kreation einer Vision zu ermöglichen.
Imagination des Alltages
Imagination ist bildhafte Vorstellung, Fantasie oder Prognose – in diesem Fall über die gewünschte Zukunft, über einen künftigen Lebens- und Arbeitsalltag.
Wenn Sie einige Wunsch-Job-Varianten erfunden haben, geht es darum, sich deren Alltag vorzustellen. Für Remo Baum heisst das, sich folgende Fragen zu stellen:
- Wie werde ich das erleben, wenn ich bei einem Grossunternehmen z.B. als Koordinator Gebäudetechnik tätig sein werde?
- Wie stelle ich mir einen Tagesablauf vor?
- Was enthält eine ganze Woche?
- Was läuft alles in einer längeren Phase, zum Beispiel in einem Monat oder einem Quartal?
- Wie fühle ich mich bei diesen Vorstellungen?
Remo Baum wird sich das detailliert ausmalen und sich fragen, ob jene seiner Zukunftsvorstellungen, die ihm wirklich wichtig sind, erfüllt werden.
Tun Sie es auch so. Wenn Sie mehrere Branchen, Funktionsbereiche und ein breites Tätigkeitsspektrum kombinieren, werden Sie es vielleicht bis zu einem Dutzend Job-Varianten bringen. Das führt zur Frage, wie man zu einem klaren Ziel und einer Entscheidung kommt.
Wenn Sie feststellen, dass eine oder mehrere Wunsch-Job-Varianten, die Sie interessieren, Ihnen noch etwas «spanisch» vorkommen, will heissen, dass es noch viele offene Fragen gibt, dann ist Recherche am Platz.
Was ist ein Ziel?
Ein Ziel benötigt ein Motiv, es kann von aussen oder von innen ausgelöst werden. Es können Zwänge, Unzufriedenheit oder Wünsche sein, die Sie antreiben, eine Veränderung anzustreben. Wenn Sie klare Bilder haben, was Sie anpeilen, werden Sie bald konkrete Ziele finden, wenn nicht, werden Sie vielleicht die Arbeit von Remo Baum leisten. Wie aber weiter, wenn Ihre Vision mehrere unterschiedliche Varianten möglich macht, somit unterschiedliche Ziele?
Ziele sind realisierbare Zustände in der Zukunft und sie sind (wie die Vision) mitbestimmt von Ihren Werthaltungen. Um erreichbar zu sein, müssen sie sorgfältig recherchiert sein. Je besser sie abgeklärt sind, desto eher sind Ziele brauchbare Grundlagen für Entscheidungen.
Wie kommt eine Entscheidung zustande?
Vor der Entscheidung steht die Qual der Wahl, sagt der Volksmund. Ein einfaches Entscheidungsmodell erklärt Ihnen anhand eines Beispieles, wie die Qual zur reich gefüllten Reise werden kann.
Drei-Säulen-Entscheidungsmodell
Eine Grundvoraussetzung für eine Entscheidung ist der Wille (W), etwas zu verändern, zu unternehmen. Für eine Entscheidung benötigen Sie Alternativen, die zu bewerten sind. Das bedarf der ausführlichen Recherche. Recherchieren, vergleichen, bewerten ist eine Angelegenheit des Verstandes (V). Hintergrund vernünftigen, verstandesgemässen Vorgehens sind Zweifel und Fragen zu Ihren Alternativen. Die Recherche, die Auseinandersetzung mit den Varianten, einerseits mit Verstand und andrerseits mit Ihren sinnlichen Wahrnehmungen, schafft ein Gefühl des Zutrauens (Z). Dahinter steht Ihr Bauchgefühl, Ihre Intuition. Wenn Sie Zweifel ausgeräumt haben, zu einer Variante tiefes Zutrauen gefasst haben, werden Sie die Entschlusskraft aufbringen für die Entscheidung und für konkrete Schritte.
Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Sofa kaufen. Das alte ist hart geworden und der Weinfleck von letzter Weihnacht keine Zier. Es muss sein (W). Sie durchforsten die Websites aller auffindbaren Möbelgeschäfte der Gegend, laden Fotos herunter, Kataloge und Preislisten. Vier Modelle gefallen Ihnen recht gut, doch haben Sie an jedem etwas Kleines auszusetzen (V). Was tun Sie nun? Keine Frage: Sie suchen die vier Geschäfte auf zum Augenschein und Probesitzen. Beim dritten Sofa ist alles klar, der Besuch des vierten Geschäftes nur noch Routine. Nummer drei gefällt Ihnen so gut, dass Sie keine Zweifel mehr spüren. Sie kaufen nun sogar ein rotes, obwohl Sie vorher stets mit Beige kokettiert haben. Es hat Klick gemacht, Ihre Intuition sagt, dass Sie dieser Lösung vertrauen können (Z). Sie haben auch einiges gelernt, können die vier Geschäfte beurteilen und wissen nach den Gesprächen mit den so unterschiedlichen Verkaufsmitarbeitenden, auf was es ankommt.