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Romani ist die Sprache der Roma und Sinti. Sie zählt zur indoarischen Sprachfamilie und obwohl sie eine offiziell anerkannte Sprache der Minderheiten ist, ist sie dennoch fast ausgestorben.
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Sechs Millionen Menschen sprechen die Sprache der Roma, davon fast fünf Millionen in Europa. Heutzutage vermutet man, dass sie ursprünglich aus dem zentralindischen Raum stammt. Sie ist zum Teil dem Sindhi ähnlich und gilt als schwierig zu erlernen. Dennoch bildet sie die Grundlage für weitere Sprachen und Dialekte.
Romani ist eine in unterschiedliche Varietäten gegliederte Sprache. Sie zählt zum indoiranischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie. Romani gilt als direkter Nachfolger eines Dialekts, der eng verwandt, wenn auch nicht unbedingt identisch mit der volkssprachlichen Grundlage des Sanskrit gewesen sein dürfte. Hierfür sprechen viele Gemeinsamkeiten sowohl mit zentralindischen als auch mit nordwestindischen Sprachen auf. Sprachgeschichtlich geht man davon aus, dass Romani zunächst an einer frühen Entwicklung der zentralindischen Sprachen teilhatte, sich dann allerdings über eine lange Zeitspanne der sprachlichen Entwicklung der nordwestindischen Sprachen wie Sindhi anschloss. Auf Grund dieser Meinung wird vermutet, dass die Sprecherinnen und Sprecher des damaligen Romani ursprünglich aus Zentralindien kamen, ihre Siedlungsgebiete jedoch wahrscheinlich seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. nach Nordwestindien verlegten. Wann die Migration nach Westen einsetzte, ist wissenschaftlich nicht genau nachweisbar. Grundsätzlich geht man jedoch davon aus, dass der Start zwischen dem 5. und 10. Jahrhundert liegt. Allerdings gab es mit grosser Wahrscheinlichkeit mehrere Migrationsbewegungen.
Die Dialekte des Romani haben sich somit seit mehr als 800 Jahren unabhängig von anderen indischen Sprachen entwickelt. Zudem fand die Entwicklung seit mehr als 700 Jahren in Europa statt. In Wortschatz und Syntax unterlag Romani besonders dem Einfluss der Balkansprachen, insbesondere des Mittelgriechischen der byzantinischen Periode.