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Ältere Kinder sind häufiger übergewichtig als jüngere
Gesundheitsförderung Schweiz veröffentlicht zum zweiten Mal einen umfassenden Bericht zu den Gewichtsdaten von Kindern und Jugendlichen. Die Ergebnisse sind zwiespältig: Zwar stagniert die Zahl übergewichtiger und adipöser Kinder, dies jedoch auf einem hohen Niveau.
Demnach sind rund 17% der Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder adipös. Knapp vier Prozent der Schüler/innen sind gar stark übergewichtig (adipös). Übergewicht ist auf allen Schulstufen nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem. Auf der Basisstufe sind 12 % der Kinder übergewichtig, auf der Mittelstufe bereits 18% und auf der Oberstufe 21%.
Das aktuelle Monitoring des Body-Mass-Index (BMI) von Gesundheitsförderung Schweiz ermöglicht einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von Übergewicht bei Schulkindern in der Schweiz.
Der vorliegende Bericht präsentiert Ergebnisse aus verschiedenen Kantonen und Städten und vergleicht sie – soweit möglich – mit früheren Resultaten. Obwohl kein weiterer Anstieg der Zahl übergewichtiger Kinder und Jugendlichen beobachtet wird, gilt es, mit geeigneten Präventionsmassnahmen die Situation zu stabilisieren. Mittelfristig müssen die Impulse für eine Trendumkehr verstärkt werden. Dazu sollten die Kantonalen Aktionsprogramme (KAP) fokussiert weiterentwickelt und das Monitoring der Gewichtsdaten als bewährtes Instrument fortgeführt werden.
Wichtigste Erkenntnisse des Berichts
Das sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem aktuellen Bericht von Gesundheitsförderung Schweiz:
- Über alle Schulstufen betrachtet müssen rund 17 % der Kinder und Jugendlichen als übergewichtig oder adipös bezeichnet werden. Knapp vier Prozent der Schüler/innen sind stark übergewichtig (adipös).
- Gesundheitsförderung Schweiz beobachtet eine Stagnation der Entwicklung, jedoch auf hohem Niveau. Von einer Trendwende zu sprechen ist demnach verfehlt.
- Ausländische Kinder (25%) sind signifikant häufiger übergewichtig als Schweizer Kinder (15%).
- In den grösseren Städten und städtischen Kantonen ist das Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen stärker verbreitet.
- Insgesamt zeigt sich auch, dass Übergewicht bei Kindern von Eltern mit einem tieferen Bildungsabschluss deutlich häufiger auftritt. Dies gilt sowohl für Kinder ausländischer als auch schweizerischer Herkunft. Diese Kinder sind in der Regel zwischen doppelt bis viermal so häufig von Übergewicht betroffen wie Kinder von Eltern mit einer Hochschulbildung.
Daten aus den schulärztlichen Diensten
Für das BMI-Monitoring werden einerseits seit dem Schuljahr 2005/06 jährlich die Daten der schulärztlichen Dienste der Städte Bern, Basel und Zürich mit Fokus auf Übergewicht ausgewertet. Andererseits werden alle drei bis vier Jahre zusätzlich Daten aus weiteren Kantonen analysiert und für einen umfassenden Vergleich berücksichtigt. Während 2010 Daten aus vier Kantonen und vier Städten in die Analyse einflossen, sind es im aktuellen Bericht Daten aus neun Kantonen und zwei Städten. Es sind dies die Kantone Basel- Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, Obwalden und St. Gallen sowie die Städte Bern und Zürich.
Konsequente Präventionsarbeit
Die Stabilisierung des Anteils der übergewichtigen Kinder auf den verschiedenen Schulstufen kann als positives Zeichen gewertet werden. „Wir sehen uns in unserer täglichen Arbeit bekräftigt und werden den eingeschlagenen Weg der Prävention konsequent weitergehen“, so Thomas Mattig, Direktor Gesundheitsförderung Schweiz. Dennoch: der Anteil übergewichtiger Kinder ist in allen Schulstufen zwar konstant, aber konstant zu hoch.
gesundheitsförderung schweiz
03.09.2013 - dzu