Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03617.jsonl.gz/1086

Die Eisheiligen 2017
Zwischen dem 11. und dem 15. Mai sind die Eisheiligen. Dies sind die Tage, welche in langjährigen Beobachtungen mit tiefen Durchschnittstemperaturen auffallen. Die Gefahr eines nächtlichen Frosts lässt uns zögern, die zarten Setzlinge wie Basilikumpflänzchen, Kopfsalat & Co unbedeckt ins Freie zu stellen.
Diese Tendenz zum Winterfrost ist schon seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Die Kälteperiode ist nach fünf Heiligen benannt:
- 11. Mai: Mamertus
- 12. Mai: Pankratius
- 13. Mai: Servatius
- 14. Mai: Bonifatius
- 15. Mai: (kalte) Sophia
Ab dem 15. Mai können Sie in den Garten stechen, die Gartenhandschuhe überstreifen und alle Setzlinge nach draussen pflanzen.
Aus meteorologischer Sicht werden die Eisheiligen so erklärt:
Anfang Mai sind die Temperaturen am europäischen Festland bereits hoch. Der Kontinent erwärmt sich somit rasch. Das Meer hingegen erwärmt sich langsamer, was zu Temperaturdifferenzen führt zwischen Meer und Festland führt. So entstehen Tiefdruckgebiete.
Luftmassen verschieben sich – das heisst warme Luft vom Festland zieht nach Norden. Dadurch werden eisigkalte Luftströme aus den Polargebieten auf das Festland gedrückt. Bevor der Sommer kommt sinken die Temperaturen wieder und in der Nacht kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Wir wünschen Ihnen viel Gärtner-Erfolg und eine grosse Ernte.