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Zwischen der Schweiz und der franz. Kolonie bestanden nur spärl. Beziehungen: 1940 waren weniger als ein Dutzend Schweizer auf dem Konsulat in Dakar eingetragen. Am 3.8.1960 anerkannte der Bundesrat N. und nahm 1961 diplomat. Beziehungen auf. Die Schweizer in N. waren v.a. Experten für bi- und multilaterale Zusammenarbeit, Missionare und Geschäftsleute und zählten nie mehr als hundert Personen. Die 1973 eröffnete Konsularagentur war der Botschaft in Abidjan unterstellt und wurde 1977 durch das Koordinationsbüro der schweiz. Entwicklungshilfe in Niamey ersetzt. 1962 kam ein Abkommen über Handel, Investitionen und techn. Zusammenarbeit zur Unterzeichnung, 1963 ein Vertrag über Schlichtung, gerichtl. Zuständigkeit und Schiedsgerichtsbarkeit. Mangels Hafen und natürl. Ressourcen entwickelten sich kaum wirtschaftl. Beziehungen zur Schweiz. Seit Ende der 1960er Jahre zählt N. zu den Schwerpunktländern der schweiz. Entwicklungszusammenarbeit. Zusammen mit privaten und internat. Organisationen engagiert sich die Schweiz v.a. in der Ressourcenverwaltung, bei Wasserbohrungen, im Gemüseanbau, in der Aufforstung gegen die Verwüstung, in der Alphabetisierung der Erwachsenen und in der Vergabe von Stipendien.
Archive
– EDA, Dok.
Literatur
– D. Dériaz, Rivage du désert, 1988
Autorin/Autor: Marc Perrenoud / AHB