Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/1479

Ein persönliches Leistungsprofil erstellen: Du bist vielleicht schon eine erfahrene Läuferin oder ein erfahrener Läufer und hast einige Wettkämpfe hinter dir. Wahrscheinlich bist du bereits auf verschiedenen Distanzen angetreten und hast dir schon überlegt, wie du deine Ergebnisse der Läufe vergleichen kannst.
Leistungsprofil erstellen
Während du einen 10-km-Lauf zeitweise über der anaeroben Schwelle (Verbrauch von Sauerstoff höher als Bereitstellung) läufst, absolvierst du einen Halbmarathon direkt an dieser Schwelle. Für einen 5-km-Wettkampf benötigst du eine besondere Tempofähigkeit, während ein Marathon deine Ausdauerfähigkeit auf die Probe stellt.
Resultate miteinander vergleichen
Hast du nun über ein paar verschiedene Distanzen aktuelle Resultate, so kannst du diese mit einer Tabelle in Bezug zueinander stellen.
Wie beim Laufrechner lassen sich die Daten natürlich nur oberflächlich vergleichen: Der 10-km-Lauf hatte ein ganz anderes Streckenprofil, beim Halbmarathon war es heiss und der Fünfer war „nur“ ein Testlauf auf einer Bahn. Trotzdem kann der Vergleich eventuelle Schwächen im Bereich Ausdauer- oder Tempofähigkeit aufdecken und dir für den weiteren Trainingsplan Orientierungshilfen geben.
Anleitung Leistungsprofil:
- Drucke dir das PDF Leistungsprofil aus.
- Markiere deine Laufzeiten in den entsprechenden Spalten mit einem Leuchtstift.
- Ziehe eine grüne Linie unterhalb des besten (auf der Tabelle am weitesten oben markierten) Resultates.
- Vergleiche die Zeiten untereinander.
- Verbinde deine besten Spaltenzeiten mit einer roten Linie.
- Vergleiche Laufzeiten mit unterschiedlichem Höhenprofil mit dem Höhenmeter-Rechner oder dem Leistungskilometer-
- Rechner. Du kannst damit die ungefähren Referenzzeiten für flaches Gelände simulieren.
Auswertung Beispiel 1:
Grün markiert ist die „Vision“, das Optimum, welches nur sehr schwer erreicht werden kann (und nicht unbedingt erreicht werden muss…).
Eigentlich würde eine 10-km-Zeit von 47:50 für rund 1:46:00 bei einem Halbmarathon reichen. Die rote Linie zeigt rechts nach unten. Das deutet darauf hin, dass die Ausdauerfähigkeit zu wenig ausgebildet ist und wahrscheinlich die langen Läufe zu kurz gekommen sind.
Mit dem Optimieren des Trainings vor dem Halbmarathon wäre eine Zeit unter den erreichten 1:55:30 problemlos möglich.
Auswertung Beispiel 2:
Grün wieder die „Vision“ auf der Höhe des besten Zeitergebnisses.
Im Halbmarathon hast du die „beste“ Zeit erreicht. Das Leistungsvermögen würde für eine bessere 5-km-Zeit sprechen. Die Ausdauerfähigkeit ist, beachtet man das Halbmarathon-Ergebnis, gut. Möchte diese Person eine bessere 5er- oder 10er-Zeit laufen, wäre im Folgetraining die Tempofähigkeit besser zu schulen. Wer schneller laufen will, muss auch im Training schneller laufen.
Varianten:
Möchtest du gerne andere Wettkampf-Distanzen untereinander vergleichen, kannst du diese mit dem Wettkampfrechner bestimmen lassen. Mit dem Höhenmeterrechner kannst du zudem die Zeit für flaches Gelände umrechnen lassen.
Bitte denke daran, dass dies nur ungefähre „Richtzeiten“ sind und dass diese Methode eine genaue Leistungsdiagnostik (zum Beispiel ein Laktatstufentest) in keiner Weise ersetzen kann.
Infos zum Laktatstufentest unter: www.conconi.ch
Seitencode: LT123, Formbestimmung, Leistungsniveau