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Besten Dank an Sigi Heggli und Walter Zweifel für die Beiträge.
C. P. Goerz. Sehr interessant! Der Mann in den ersten zwei Bildern gleicht dem Herren Goerz auf jeden Fall.
Die Datierung scheint mir allerdings klar zu sein. 14. April 1892 steht auf dem Notizblock im dritten Bild. Ich wüsste nicht, was dieses Datum sonst anzeigen sollte?
Als astronomisches Instrument sehe ich das Gerät weniger. Es kann, soweit ich das verstehe, nur ein paar Grad über dem Horizont beobachten.
Ich habe vor ein paar Tagen mit der Gesellschaft für Artilleriekunde in Deutschland Kontakt aufgenommen. Eine Antwort wurde mir versprochen, ist aber noch nicht eingetroffen. Ich bin gespannt, ob diese Leute etwas beitragen können.
Ich habe diesen Beitrag schon am Dienstag geschrieben, er ist aber vom System wohl ins binäre Nirwana geschickt worden. Ich hoffe, heute klappt das Posting.
Weitere Beobachtungen:
– Der optische Teil (abgesehen vom Periskop) wird wahrscheinlich erst nach dem Ausfahren des Geräts eingesetzt (siehe GLAZ-21, wo man durch das Gehäuse unter den Federn durchschauen kann).
– Das Periskop schaut nach hinten, d.h. der Beobachter am Okular sitzt mit dem Rücken zu seinem Objekt.
– Das Gerät verfügt über mechanische Sicherungen, die eine Beschädigung beim Einfahren verhindern sollen (GLAZ-24, rechts am Gerät.)
– Das Gerät und der Bediener sind gegen Erschütterungen gesichert. Das Periskop ist an den vier Federn elastisch aufgehängt. Der Bediener sitzt auf einem gefederten Sattel, der wiederum auf einer gefederten Stütze angebracht ist.
– Das Stativ und der Schutzbehälter sind äusserst massiv ausgeführt. Im Endausbau wäre das Gerät wohl mit sechs dicken Bolzen festgeschraubt. Beide Eigenschaften scheinen auf eine militärische Verwendung hinzudeuten.
Schauen wir vielleicht einen Artillerierichtkreis an?
Hier ein viel leichteres und etwas moderneres Modell. Von Aufbau und Funktion her sehr ähnlich.
Aber, was macht man mit einem fest installierten Artillerierichtkreis? Die eigene Stellung immer und immer wieder vermessen? Hmmm…
Danke für das Angebot, Nicole.
Ich würde mich natürlich freuen, wenn du das ins Blog aufnehmen könntest. Ich habe schon recht viel Zeit aufgewendet und bin der Lösung trotzdem nicht viel näher gekommen. Hilfe aus dem Blog wäre folglich sehr willkommen.
Ich wüsste auch sehr gern, was da auf diesen Bildern ist…26. August 2020 um 20:05 Uhr als Antwort auf: Zu Weihnachten: Mittelholzers LBS_MH05-02-20 "Glarneralpen" #12847
Bald ist wieder Weihnacht…
Hypothese: Das Bild ist im Raum Oberiberg zu verorten.
Begründung: -Dort gibt es viele Kalksteingipfel im Bereich bis ca. 1800m.
-Dort gibt es eine grosse Anzahl von Bergkirchlein und -kapellen.
-Der Raum Oberiberg ist nur ein paar Flugminuten vom Zürichsee (LBS_MH05-02-19) entfernt.
Ich habe schon ein paar Gipfel ausprobiert, aber den Durchbruch noch nicht geschafft. Aber bis Weihnacht…
Adresse gefunden. Das Gebäude trug die Anschrift Clausiusstrasse 21 und diente damals als Studentenheim mit Mensa und Aufenthalts- und Leseräumen. Ans_00265 zeigt das Haus. Die Konferenz fand im Anbau im Vordergrund statt.
Ich habe mir die Platzschilder noch einmal angeschaut. Hier findet man eine Abbildung der Sitzordnung.
Von mindestens drei Ländern fehlt jeder brauchbare Hinweis.
Wenn ich jetzt mal annehme, dass die 3 Länder Dänemark, Frankreich und Griechenland heissen, hätten wir die Gründungsnationen des CERN plus Finnland, Israel und Spanien, die alle an ihrem eigenen Tisch sassen. Beobachter? CERN würde auch zeitlich sehr gut passen. Die Gründung fand am 1.7.1953 in Paris statt.
Ich habe versucht, die Gesichter mit bekannten Initianten des CERN in Verbindung zu bringen. Bisher leider ohne Erfolg. Aber vielleicht sitzt hier ja auch eher die zweite Riege, die sich ums Tagesgeschäft kümmert?
Ideen?
Tgau Flurina
Danke für die Hinweise. Mal schauen, ob die weiter führen.
Was heisst ME im Bildcode?
Danke für deine Hilfe. Die Bildbeschreibung in der englischen Ausgabe ist eine ziemlich wörtliche Übersetzung. Ich frage mich echt, woher der Mt. Olsen im Archiv gekommen ist? Einewäg, ich habe Mittelholzers (so ungefähr) Beschreibung ans Archiv geschickt, womit die Sache wohl erledigt wäre.
Der zeitliche Ablauf ist im Allgemeinen einfach zu rekonstruieren. Es gab insgesamt 4 Flüge in Spitzbergen.
Der Erste fand am 5. Juli statt und führte nach Adventfjorden.
Der Zweite fand am 6. Juli statt und führte nach Norden und Nordosten. Was heisst, dass das Bild nicht am 6. entstanden ist.
Der Dritte fand am 7. Juli statt und führte zum Trollheim Plateau. Nach Mittelholzer entstand das Bild auf diesem Flug. (Seite 145 in der englischen Ausgabe).
Der Vierte, berühmte, und letzte fand dann am 8. Juli statt.
Nach diesem Flug war Schluss, weil der Motor einen irreparablen Schaden erlitt.
Voilà.
Ciao Koni
Danke für die Reaktion.
Ich bin eigentlich nur an der Bildunterschrift im Original interessiert. Ein Föteli oder eine Kopie würde ausreichen.
Im ganzen Mittelholzer/Spitzbergen Umfeld gäbe es zwar noch mehr zu ermitteln. Ein Bild (LBS_MH02-01-0008) wird zum Beispiel mit Mt. Svea beschrieben. Der Berg ist aber bestimmt nicht Svea. Die Form stimmt überhaupt nicht. Trotz langer “Tiefflüge” über Svalbard ist es mir aber noch nicht gelungen, den Berg richtig zu verorten.
Ich weiss nicht, ob die Originalausgabe mehr Bilder und Text enthält als die englische Übersetzung (die es auf archive.org zu sehen gibt)?
Viel Spass in der Bibliothek im Jahr 1 nach Covid19.
Ich habe unterdessen Mittelholzers Buch zum Bild gefunden, wenn auch nur in der englischen Ausgabe. Dort wird das Bild wie folgt beschrieben:
View to the northwest of the Trollheim Plateau at a height of twelve hundred metres. In front of John Bay is Hermann Island in the Foreland Sound. There the cloud cap has been dispersed, owing to the warm radiation of the shallow sound. In the background, Prince Charles Foreland.
Also, kein Wort von Mt. Olsen. Hat jemand die deutsche Ausgabe im Bücherschrank?
Kein Problem, die ETH Bibliothek hat das Werk. Der Status ist allerdings eher kryptisch. Da steht: “Evtl. verfügbar”. Aber die netten Frauen und Männer in der Bibliothek können da sicher weiterhelfen.
Wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen???
Danke Koni. Ich habe mir die Resultate deiner Recherche heute angeschaut. Tipptopp! Ich bin froh, dass ich dich nicht für nichts in die Bibliothek gejagt habe.
Die Zusammenarbeit hat wieder mal Früchte getragen. Ich freue mich jetzt schon auf ein nächstes gemeinsames Projekt.
Und übrigens: HX! 😉
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