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Der iranische Unternehmer Majid Pishyar ist neuer Präsident von Servette Genf. Pishyar, der vor knapp drei Monaten in Genf noch unerwünscht war, wird Nachfolger von Francisco Viñas, der am 17. September seinen Rücktritt erklärt hatte.
Auch auf dem Posten des Vize-Präsidenten gab es eine Veränderung. Der Genfer Didier Henriod ersetzt Sébastien Fournier, der aber Sportchef bleibt. Demnächst soll ein Generaldirektor bestimmt werden; zudem will Pishyar so rasch wie möglich eine Aktiengesellschaft gründen. Dafür dürften rund vier Millionen Franken benötigt werden.
Pishyar, dessen Sohn Amin bei Servette neu ebenfalls involviert ist, kündigte Neuzugänge in den kommenden Wochen an: «Ich bereite Überraschungen vor.» Der 17-fache Meister Servette feierte erst am letzten Samstag in Wil anlässlich der 8. Challenge-League-Runde seinen ersten Saisonsieg. Die sportliche Misere dürfte stark dazu beigetragen haben, Pishyar als Präsidenten an Bord zu holen. Noch vor drei Monten hatten sich sowohl die Klub-Vertreter als auch die Generalversammlung gegen den Iraner ausgesprochen.
Über finanzielle Zuschüsse, die er gewillt ist zu leisten, sprach Pishyar nicht. Das oberste Ziel sei aber die Rückkehr in die Axpo Super League. «Wir werden soviel Geld ausgeben wie nötig, um unsere Ziele zu erreichen», versprach der Iraner, der Vorsitzender eines Unternehmenskonglomerat (32group) ist.
Einem Fussballverein stand Pishyar bereits einmal vor. Mit sehr schwachem Ergebnis: Nach der Übernahme des neunfachen österreichischen Meisters Admira Wacker stieg der Klub zunächst ab und musste später wegen finanzieller Probleme sogar auf Regionalebene spielen. Vor den Servette-Delegierten rechtfertigte er das österreichische Fiasko damit, dass er vor seinem Einstieg falsche Angaben betreffend den finanziellen Verhältnissen des Vereins erhalten habe. /20 min.ch
Was macht Stefan Wolf, der mit Servette den Meister und den Cup gewann heute?