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Christophe Büchi beschliesst seine äusserst materialreiche Studie mit einer übersichtliche Auflistung von Faktoren, deren Zusammenspiel die Beziehungen zwischen Deutschschweiz und Romandie entschärft haben, einer Zusammenstellung von latenten Problemen zwischen den Sprachgruppen und einem engagiertes Plädoyer für die Pflege der Mehrsprachigkeit. Dabei vermissen wir allerdings eine Auseinandersetzung mit dem Freiburger Modell der «Partnersprache» .
Weiter ist es aus Freiburger Sicht bedauerlich, dass auch hier das Territorialitätsprinzip ausschliesslich als Mittel beschrieben wird, das hilft, der einen oder der anderen Sprache zu einem klar abgegrenzten Gebiet zu verhelfen. Völlig ausser Acht gelassen wird dabei die Überlegung, dass der Staat in Anwendung eben dieses Territorialitätsprinzips auch die Möglichkeit hätte, gewisse Gebiete für zwei- oder mehrsprachig zu erklären: gerade hinsichtlich der zu erwartenden Diskussionen von Sprachenfragen im Freiburger Verfassungsrat eine auch dort nicht zu vernachlässigende Option.
Vor dem Hintergrund der Volksabstimmung über das Referendum zur Änderung des Freiburger Schulgesetzes sei zum Schluss kommentarlos einer der letzten Abschnitte aus Büchis Buch zitiert: «Die Pflege der Mehrsprachigkeit müsste aufhören, eine in Erst-August-Ansprachen bemühte staatsbürgerliche Sonntagspflicht zu sein, und zu einer vorrangigen politischen Aufgabe erklärt werden, für die auch entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Sprachkenntnisse und Kommunikationsfähigkeit sind in der globalisierten Informationsgesellschaft ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Weshalb sollte die Schweiz [oder der Kanton Freiburg] nicht versuchen, in diesem Bereich zu einem center of excellence zu werden?»