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Die Polizei vermutet Selbstmord: Der Top-Mann von HSBC hatte sich in einem Londoner Hotel erhängt. Letztes Jahr war er aus Zürich nach London gewechselt.
Christen Schnor war in der Schweizer Finanzszene sehr bekannt: Seit 1990 hatte er für die Winterthur-Gruppe gearbeitet, von 2005 bis 2007 sass er in der Konzernleitung, wobei ihm das gesamte internationale Geschäft mit Ausnahme von Deutschland unterstand. Im Sommer letzten Jahres wechselte der Däne zu HSBC nach London, wo ihm alle Versicherungsaktivitäten für Grossbritannien, die Türkei und den Nahen Osten unterstellt wurden.
Am letzten Mittwoch wurde er in einem Fünf-Sterne-Hotel in Knightsbridge, West-London, tot aufgefunden. Laut derzeitigem Ermittlungsstand hatte er sich erhängt. Ernglische Zeitungen melden, dass ein Abschiedsbrief auf dänisch bei ihm lag. Scotland Yard bestätigte den Sachverhalt und meldete, dass kein Verdacht auf äussere Gewalteinwirkung bestehe.
17 Jahre bei der «Winterthur»
Christen Schnor, geboren 1959 in Dänemark, hatte in seinem Heimatland die Militärakademie besucht und bis 1988 als Offizier gedient. Nach einem zweijährigen Abstecher zu British Tyre & Rubber stieg er 1990 bei der «Winterthur» ein, wo er vor seinem Aufstieg in die Konzernleitung in verschiedenen Funktionen tätig war.
Schnor hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder, mit denen er im Sommer 2007 von seinem Zürcher Wohnsitz nach London umgezogen war.
Ein Überblick über die britischen Medienberichte zum Tod von Christen Schnor findet sich hier.