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Hat Bernie Ecclestone Gerhard Gribkowsky, Verwaltungsrat der BayernLB, bestochen? Diese Frage bewegt nach dem Saisonfinale in Brasilien die Formel 1. Wie die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) schreibt, laufen in der Formel 1 detaillierte Vorbereitungen, Ecclestone als Chef abzulösen.
Ausschlaggebend ist eine mögliche Klage gegen den Formel-1-Boss in München. Mit einer Klage gegen Ecclestone wegen Bestechung wird in den nächsten Wochen gerechnet.
Das Landgericht München hatte im Juni dieses Jahres Gerhard Gribkowsky, Verwaltungsrat der BayernLB, wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 54-Jährige hatte in dem Verfahren angegeben, beim Verkauf von Formel-1-Anteilen von Ecclestone Schmiergeld empfangen zu haben. Ecclestone bestreitet diesen Vorwurf.
Wie die «SZ» nun berichtet, will das oberste Gremium der Firma Delta Topco - diese fungiert als Obergesellschaft des Formel-1-Imperiums - anstelle Ecclestones einen Interims-Chef einsetzen, sobald die Anklage in München gegen den 82-Jährigen zustande gekommen ist.
Doch nicht nur intern, auch von aussen steht Bernie Ecclestone vermehrt im Gegenwind: Der Daimlerkonzern hat sich bereits entschieden - im Falle einer Anklage ist Ecclestone für die Stuttgarter nicht mehr haltbar.
Im Rennsport stellt sich laut «SZ» niemand offen gegen Ecclestone. So haben auf Anfrage der Zeitung alle Teamchefs abgelehnt, über Ecclestone zu sprechen.
(tke/rcv)