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Larimar
Mineralogie:
Mohshärte 4, Dichte 3,18
Vorkommnisse: Dominikanische Republik
Farbe:
Der Larimar ist mineralogisch gesehen ein Pektolith und gehört in die Mineralgruppe der Kettensilikate. Er ist somit ein Silikat mit der chemischen Formel NaCa2Si3O8(OH. Das Mineral ist normalerweise weiss, allenfalls leicht rosa gefärbt.
Die Variante Larimar variiert jedoch mit den Farben in verschiedenen Blautönen, bis hin zu grünen Farbtönen. Diese Färbung rührt von Spuren des Elementes Vanadium her.
Die Qualität des Steins wird anhand der Intensität des Blautons gemessen: je dunkler und reiner das Blau, desto wertvoller. Der tiefe, dunkle Blauton ist eine absolute Rarität und sehr selten anzutreffen. Zu einer zweiten Rarität gehören die wunderschönen roten Hämatiteinschlüsse, die sich oftmals wie ein Farnmuster durch den Larimar ziehen. Oft sind die Larimarsteine von weissen Adern durchzogen, welche jedoch zum Charme und Charakter des einzelnen Larimars beitragen.
Tiefblaue Stücke besitzen eine höhere Härte als der normale Pektolith und lassen sich gut schleifen. Jedoch besteht der Larimar aus sehr faserigen Aggregaten und ist sehr heikel zu verarbeiten wodurch sehr grosse materielle Verluste entstehen. Bislang ist der blaue Pektolith nur an einem Ort der Welt gefunden worden, in einem Basalt in der Sierra de Baoruco, in der der Dominikanischen Republik. Seit den 70er Jahren wird der Larimar abgebaut und man weiss bis heute nicht, wie lange diese Adern den karibischen Juwel noch hergeben werden.
Gemäss Legenden geht der Ursprung des Larimars zurück auf Atlantis. Danach soll der Larimar das letzte Überbleibsel der versunkenen Stadt sein. Viele Menschen glauben, dass Atlantis in der Region versunken liegt, wo der Heilstein herkommt. Deshalb bezeichnet man den Larimar auch als Atlantisstein. Diverse Geschichten, Mythen und Legenden weisen auf eine sehr enge Verbindung zwischen dem Stein und der heiligen Stadt hin. So erzählen griechische Überlieferungen von einem Volk, welches heilende blaue Steine habe und als Bewohner des Inselstaates Atlantis bezeichnet wird.
Ausserdem hat Edgar Cayce (1877 - 1945) ein US-amerikanisches Medium, auch bekannt als der "schlafende Prophet", auf die Verbindung zwischen Atlantis und dem Larimar hingewiesen. Er begab sich zwischen 1901 und 1944 immer wieder in Trance, wobei er Antworten zu Fragen über Themen wie Gesundheit, Astrologie, Reinkarnation und auch Atlantis gab. Über Atlantis äusserte sich Cayce, dass es einen blauen Stein gäbe, der atlantischen Ursprungs und auf einer Insel in der Karibik zu finden sei. Dieser Stein soll nach Cayce heilende Kräfte besitzen. Und tatsächlich wurde 1974 ein meeresblauer Pektolith in der Dominikanischen Republik gefunden wurde, dem man heilende Kräfte nachsagt.