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WM-Final verpasst
Es sollte auch in London nicht sein.Nach der WM in Peking vor zwei Jahren sowie den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro verpasst Selina auch in London den Finaleinzug äusserst knapp und beendet ihre zweite WM auf dem 11. Schlussrang.
Selina muss weiterhin auf den Finaleinzug an einem globalen Grossanlass warten. Im Vorlauf vom Donnerstagabend qualifizierte sie sich als Drittplatzierte ihres Vorlaufes direkt für den Halbfinal vom Freitagabend. In der zweiten von insgesamt drei Halbfinalserien traf sie unter anderem auf die Olympiasiegerin Caster Semenya (Südafrika), die Britin Lynsey Sharp, Charlene Lipsey (USA) und die amtierende 1500-Meter-Europameisterin Angelika Cichocka aus Polen. Die ersten zwei pro Lauf plus die zwei zeitschnellsten Halbfinalistinnen qualifizierten sich für den Final vom Sonntag. Lange Zeit machte Selina alles richtig. Auf der Innenbahn laufend konnte sie Kraft sparen und blieb vor Rangeleien verschont. Auf der Zielgerade wurde sogar eine Lücke auf der Innenbahn frei, doch anders als die Polin Angelica Cichocka, die noch an drei Konkurrentinnen vorbei auf Rang zwei vorstürmte, konnte Selina nicht mehr zusetzen. Im Gegenteil: Sie musste die Konkurrentinnen ziehen lassen und erreichte das Ziel lediglich als Fünfte.
Birmingham und Zürich zum Saisonabschluss
«Ich war leer und habe mich auf den letzten Metern verkrampft.» Mit 1:59.85 – vier Zehntelssekunden über der Saisonbestzeit – verpasste sie den Finaleinzug um 38 Hundertstelsekunden. «Das ist extrem schade. Die Finalqualifikation wäre möglich gewesen. Doch am Ende fehlte mir die Form.» Nach der SM laborierte sie mehrere Tage an einer Erkältung herum.» Bereits den Vorlauf fand ich sehr hart, obwohl meine Endzeit mit 2:00.23 nicht besonders schnell war», so die 26-Jährige. Zum Vergleich: Bereits viermal in der laufenden Saison war sie die zwei Bahnrunden unter zwei Minuten gelaufen. Vor zwei Jahren in Peking hatte Selina den Finaleinzug um sechs Hundertstel verpasst. An den Olympischen Spielen in Rio fehlten drei Zehtel, nun waren es vier Zehntel. «Schade, dass ich an diesen zwei Tagen nicht in Topform gewesen bin. Der Finaleinzug wäre wirklich möglich gewesen.» Nach der Enttäuschung versucht sie nun wieder zurück in den Trainingsrhythmus zu finden. «Ich freue mich auf die zwei letzten Saisonrennen in Birmingham und Zürich und hoffe, dass ich dort gute Leistungen zeigen kann.»