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Am letzten Donnerstagnachmittag und Abend wurde der Film unter Anwesenheit des spanischen Regisseurs Juan Manuel Cotelo vor viel Publikum gezeigt.
Das Thema des Films «Mary’s Land» liegt auf der Hand, in ein konkretes Genre passt er aber nicht. Er liegt irgendwo zwischen Dokumentation und Fiktion.
Wenn es doch kein Märchen ist?
Hauptdarsteller und zugleich Regisseur Juan Manuel Cotelo mimt einen Agenten und erhält in der Kathedrale von Valencia den Auftrag, eine Verschwörung aufzudecken. Es gehe dabei um drei Männer, die handeln wie einer und als Botschafterin agiere eine gewisse «Mutter» namens Maria. Es folgt eine unterhaltsame Video-Kurzfassung der Bibel. Dann startet der eigentliche Film – Cotelo besucht als Teufelsadvokat verschiedenste Personen auf der ganzen Welt, die spezielle Marienerfahrungen hatten und versucht herauszufinden: Sind sie Betrüger? Oder gar Betrogene? Und was, wenn es doch kein Märchen ist?
Neue Beziehung zu Gott
Als zweite Person besucht Juan Manuel Cotelo das kolumbianische Model Amada Rosa. Sie war berühmt und hatte Geld, trotzdem merkte sie, dass ihr etwas fehlte. Im Glauben fand sie den nötigen Halt – heute wendet sie sich täglich an Maria und betet den Rosenkranz. Juan Manuel Cotelo drehte «Tierra de Maria» im Jahr 2012 und in spanischen Kinos feierte er ein Jahr später Premiere. Der Regisseur ist katholisch aufgewachsen und wollte etwas zum Thema der Muttergottes machen. Dann fand er via Internet und anderen Kanälen Aussagen über Marienerscheinungen und nahm mit Menschen aus verschiedensten Ländern und beruflichen und persönlichen Hintergründen Kontakt auf und filmte die Begegnungen. Am Donnerstagabend sagte Cotelo in Einsiedeln: «Durch diese Menschen habe ich selber eine neue Beziehung zu Gott gefunden.» Er ist sich sicher, dass Maria alle Menschen wie ihre eigenen Kinder liebt. Die Interviews im Film sind unterhaltsam, interessant und vielschichtig.
Muttergottes heute
Cotelo ist kein Historiker, deshalb war es ihm wichtig, zu zeigen wo Maria in der heutigen Welt wirkt. Das Filmprojekt dauerte eineinhalb Jahre und kostete800’000 Euro. Da es praktisch kein Werbebudget gibt, verbreitete sich der Film bis heute nur langsam von Spanien über Lateinamerika und wieder zurück nach Europa. Deshalb feierte «Mary’s Land» im 29. Land, in der Schweiz, drei Jahre nach der Erstausstrahlung Premiere. Als nächste Länder stehen unter anderem Irland, Japan und Rumänien auf dem Programm. In allen gezeigten Ländern erreichte der Film bisher eine grosse Aufmerksamkeit und auch das BAK stufte ihn als «sehenswert» ein. Der knapp zweistündige Streifen bietet viel Abwechslung, ist auf Deutsch synchronisiert und mündet in einem Besuch im bosnisch-herzegowinischen Medjugorje, das durch diverse Marienerscheinungen in den 1980er-Jahren Bekanntheit erlangte und heute noch von vielen Hunderttausend Katholiken besucht wird.
www.maryslandfilm.ch
Einsiedler Anzeiger (pp)
Autor
Einsiedler Anzeiger
Kategorie
- Film
Publiziert am
Webcode
www.schwyzkultur.ch/DP6CcX