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Dass er die Wahlsprache so liebte wie die Muttersprache, zeigte sich in seiner Unterstützung, als diese Zeitung gegen Auswüchse der Rechtschreibreform in Wort und Tat protestierte.
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löw.
Die Forschungsgruppe Deutsche Sprache, ein Zusammenschluß von Reformgegnern, äußerte die Sorge, "daß nunmehr die orthographische Spaltung endgültig" Einzug halte.
Stoiber hielt dieses Ergebnis dem Vorgehen Bayerns und Nordrhein-Westfalens zugute, die im vergangenen Jahr die damalige Reform "nicht umgesetzt" hätten. Das sei "die einzige Möglichkeit" gewesen, daß der Rat für deutsche Rechtschreibung die Chance bekommen habe, Verbesserungen herbeizuführen.
Die Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung sind am Donnerstag von der Kultusministerkonferenz (KMK) einstimmig beschlossen worden. […] Der sachsen-anhaltische Kultusminister Olbertz (parteilos) lobte den Beschluß, "weil damit der gordische Knoten durchschlagen und vielleicht auch das Elend beendet ist". Jetzt könne man vielleicht die Lehre ziehen, "aus der Politik heraus eine solche Geschichte nicht noch mal zu machen". Er empfehle der KMK einen Beschluß, der laute: "Wir machen so was nie wieder."
Gut ein Jahr nach der verbindlichen Einführung der Reform an den Schulen soll damit der Kritik an den Regelungen Rechnung getragen werden. KMK-Präsidentin Erdsiek-Rave sagte, sie hoffe, "daß wir jetzt zu einer verläßlichen Grundlage kommen" und daß die Regelungen "überall, wo gedruckt und geschrieben wird", Akzeptanz fänden. Sie rechne allerdings damit, daß es "eine Generation" dauern werde, bis sich die Reformregeln durchsetzten; sie hoffe bis dahin auf ein "friedliches Nebeneinander".
Um ein Jahr möchte der kulturpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Otto, die Einführung der Rechtschreibreform verschieben. Der Rat könne bis zum 1. August dieses Jahres "die unbestritten bestehenden Probleme der Rechtschreibreform" nicht lösen
In einem Jahr, am 1. August 2005, soll die reformierte Rechtschreibung an deutschen Schulen verbindlich werden. Das hat die Kultusministerkonferenz am 3./4. Juni dieses Jahres einstimmig beschlossen. Dennoch werden zuvor noch einmal die Ministerpräsidenten (am 6. bis 8. Oktober in Berlin) und die Kultusminister (am 14./15. Oktober in Mettbach/Saarland) auf ihren turnusgemäßen Konferenzen über das Thema debattieren.
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