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Der Gesamtbetrag der an die Führungsinstanzen der SPI-Unternehmen ausbezahlten Vergütungen sei um 2% gestiegen, heisst es in der neusten Jahresstudie, welche alle 204 SPI-Unternehmen unter die Lupe nahm.
An die CEO der zwanzig SMI-Unternehmen seien dabei im Schnitt 7,2 Mio CHF ausbezahlt worden, an die SMI-Verwaltungsratspräsidenten je 2,4 Mio CHF, schreibt Ethos weiter. Die absoluten Beträge hätten damit "global auf hohem Niveau" verharrt, so das Fazit.
Ein Zusammenhang zwischen der Entwicklung der variablen Vergütung der der Unternehmensleistung war laut der Anlagestiftung nicht systematisch erkennbar. Zum Beispiel habe bei der Hälfte der analysierten Unternehmen der Rückgang des operativen Gewinns nicht zu einer Verringerung des Bonus geführt.
Frauenanteil unterdurchschnittlich
Kritisiert wird in der Studie ausserdem, dass viele Unternehmen nach wie vor über Schutzmassnahmen verfügten, welche die Gleichbehandlung der Aktionäre in Frage stellten und für bestimmte Aktionäre ein Risiko darstellen könnten.
Im Hintertreffen sei die Schweiz, was den Frauenanteil in den Verwaltungsräten angehe. Im SPI betrage er 14% im SMI 20%. In Frankreich (37%) sowie Deutschland und Grossbritannien (je 27%) sei der Anteil deutlich höher. Nach wie vor sitze bei fast 40% der SPI-Unternehmen keine einzige Frau im obersten Führungsgremium, schreibt Ethos: "Das zeigt, dass die Selbstregulierung in diesem Bereich Mühe hat zu greifen", lautet das Urteil.
Mangelhaft sei nach wie vor auch die Unabhängigkeit der Verwaltungsräte. So seien bei 45% der SPI-Firmen und 20% der SMI-Konzerne weniger als die Hälfte der Gremiumsmitglieder unabhängig.
Verbesserte Transparenz
Doch es gibt auch Lob: So hat sich laut Ethos die Transparenz der Vergütungssysteme bei den börsenkotierten Unternehmen markant verbessert. Sie schreibt dies den Bestimmungen der Minder-Initiative zu, die den Druck stark erhöht habe.
Positiv gewürdigt wird ausserdem, dass inzwischen 57% aller SPI-Firmen eine Obergrenze für variable Vergütungen hätten und diese in den allermeisten Fällen nicht das Dreifache des Fixlohnen ausmache. Zufrieden ist Ethos auch damit, dass immer weniger Unternehmen eine variable Vergütung an ihre Verwaltungsräte auszahlen.
(AWP)