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Der Konzern habe sich entschieden, wegen der herrschenden Unsicherheit alle grösseren Produktanläufe in den USA aus seinen zuvor kommunizierten Zielen für 2017 zu streichen und erst im kommenden Jahr zu berücksichtigen, erläuterte Konzernchefin Heather Bresch. Hierzu gehört etwa ein Nachahmer für das Atemmittel Advair von GlaxoSmithKline .
Mylan peilt nun für das laufende Jahr einen Umsatz zwischen 11,5 und 12,5 Milliarden US-Dollar an und einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 4,30 und 4,70 Dollar. Zuvor hatte der Konzern noch als Richtschnur 12,25 bis 13,75 Milliarden Dollar für die Erlöse ausgegeben und den Ergebnis-Korridor bei 5,15 bis 5,55 Dollar gesehen. Für 2018 kürzte Mylan gleichwohl sein Ziel von 6 Dollar je Aktie auf nunmehr "mindestens 5,40 Dollar". Analysten hatten bislang mit mehr gerechnet.
Mylan kämpft wegen der zunehmenden Konkurrenz durch andere Generikahersteller in seinem Heimatmarkt mit Preisdruck und Umsatzrückgängen, kontert nun aber mit einer weltweit breiteren Aufstellung - auch durch Zukäufe. Europa und die übrigen Auslandsmärkte machen inzwischen mehr als die Hälfte des Umsatzes aus. Dank des Wachstums in diesen Regionen stiegen die Erlöse im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 2,96 Milliarden Dollar. Positiv wirkte sich auch der schwedische Zukauf Meda aus. Unter dem Strich stieg der Gewinn von 168 Millionen auf 297 Millionen Dollar, dabei profitierte Mylan allerdings von einem hohen Sondereffekt durch eine Neubewertung von Geschäftsteilen./tav/jha/he
(AWP)