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Trüb und regnerisch
Der heutige Montag war in der ganzen Schweiz trüb und vielerorts auch nass. Nur im Süden wurden vereinzelt ein paar Minuten Sonnenschein registriert. Dementsprechend verhalten waren auch die Temperaturen mit Höchstwerten zwischen 12 und 15 Grad im Norden. Welcher Wetterlage wir das regnerische Wetter zu verdanken haben, lesen Sie im heutigen Blog.
Wetterlage
Im Bodenfeld lag das flache Tiefdruckgebiet „Axel“ mit Zentrum über Österreich. Das Höhentief verlagerte seinen Schwerpunkt von Norditalien über die Alpen hinweg Richtung Tschechien und führte mit einer Höhenströmung aus Nord bis Nordost sehr feuchte Luft zum Alpenraum. Diese wurde in der Folge am Alpennordhang gestaut.
Diese Wetterlage entspricht einer sogenannten Vb-Lage. Der Name geht auf die Zugbahnklassifikation von Wilhelm Jacob van Bebber zurück. Das Höhentief befand sich am Sonntagmorgen noch südwestlich der Schweiz über den Pyrenäen, zog bis heute Morgen über das Mittelmeer Richtung Norditalien und verlagerte sich am heutigen Montag weiter nordostwärts um die Schweiz herum Richtung Tschechien. Tiefdruckgebiete mit dieser Zugbahn führen meist warme und feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum nach Mittel- und Osteuropa und sorgen in diesen Gebieten oft für grössere Niederschlagsmengen. Die Niederschläge werden durch den Stau an den Alpen teils noch verstärkt.
Im Norden bedeckt und regnerisch
Nördlich der Alpen sorgte die Zufuhr der feuchten Luft für einen nassen und bewölkten Tag. Dabei wurden bis Redaktionsschluss um 17 Uhr verbreitet Tagessummen von 20 bis 40 mm, lokal bis 50 mm Niederschlag gemessen bei einer Schneefallgrenze um 2000 Meter. Der Schwerpunkt der Niederschläge lag in der zweiten Tageshälfte am zentralen und östlichen Alpennordhang, wo bis morgen Mittag noch weitere, teils intensive und länger anhaltende Niederschläge erwartet werden. Daher wurde für diese Gebiete eine Warnung der Stufe 3 ausgegeben. Weitere Informationen zu unseren Warnungen finden Sie hier.
Aufgrund der stark bewölkten Verhältnisse machten die Temperaturen heute keine grossen Sprünge. Die Tiefstwerte lagen bei 9 bis 11 Grad und die Höchstwerte erreichten zwischen 12 und 15 Grad. Mit der Verlagerung des Tiefs Richtung Nordosten nahm die Druckdifferenz zwischen Westen und Osten etwas zu. Dadurch kam im Tagesverlauf im Flachland teils mässiger Südwestwind mit Böenspitzen von 25 bis 40 km/h auf.
Im Süden ebenfalls bewölkt, aber nur wenig Niederschlag
Das Tief hat nicht nur für Bewölkung auf der Alpennordseite gesorgt, sondern auch auf der Alpensüdseite. Auch im Süden gelangten nur vereinzelt ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolkenschichten. Die Niederschlagsmengen südlich der Alpen waren mit 1 bis 2 mm jedoch deutlich geringer, während die Temperaturhöchstwerte mit 15 bis 18 Grad etwas höher waren als nördlich der Alpen.