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Das musst du wissen
- Unser Gehirn registriert wütende Stimmen schneller als fröhliche oder neutrale und reagiert stärker auf sie.
- Jedoch verlängert sich die Reaktionszeit, da eine wütende Stimme vom Hirn ausführlicher analysiert wird.
- Der Grund: Menschen bewerten bedrohliche Geräusche genauer, um die Gefahr, die von ihnen ausgeht, zu beurteilen.
Hören wir eine wütende oder aggressive Stimme, reagiert unser Gehirn ganz anders, als wenn es sich um eine fröhliche Stimme handelt. Das haben Psychologen der Universität Genf herausgefunden.
Dafür spielten die Forschenden 35 Probanden eine Auswahl an kurzen Tonaufnahmen von wütenden, fröhlichen oder neutralen Stimmen vor und massen dabei deren Hirnaktivität. Beim Hören einer wütenden Stimme zeigte sich in den Hirnarealen, die für die Verarbeitung von Geräuschen zuständig sind, schneller eine Reaktion. Diese Reaktion fiel zudem auch noch deutlich stärker aus, als beim Hören von fröhlichen oder neutralen Stimmen.
Zusätzlich zu den Messungen der Hirnaktivität wollten die Forschenden herausfinden, ob sich die Stimmlage auch auf die motorische Reaktionszeit auswirkt. Um das zu testen, wiesen sie die Testpersonen an, auf einen Knopf zu drücken, sobald sie eine fröhliche oder wütende Stimme erkannten. Das Resultat: Die Probanden brauchten mehr Zeit, um den Knopf zu drücken, wenn sie eine wütende Stimme hörten.
Diese Effekte erklären sich die Forschenden dadurch, dass das Gehirn Geräusche, die Anzeichen einer Bedrohung sein könnten, länger analysiert. So kann das Denkorgan beurteilen, ob es sich tatsächlich um eine Gefahr handelt.