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Am 18. August 2015 kurz vor 21:00, wurde ein in Rumänien immatrikulierter Sattelschlepper auf der Autobahn A9 angehalten und zum Schwerverkehrskompetenzzentrum (SVKZ) nach St. Maurice begleitet. Aufgrund angebrachter Änderungen am Tachographen, konnte der Lenker seine Fahrt nicht fortsetzen.
Bei der Tachograph Kontrolle, wurden mehrere Anomalien betreffend der Fahrzeit und der Kilometerzahl am Tachographen bemerkt. Die Untersuchung in Zusammenarbeit mit den Spezialisten der Grenzwache ergab, dass an der Gangschaltung ein System angebracht wurde, das zwischenzeitlich durch einen Impuls, die Angaben der Aktivitäten des Lastwagenfahrers fälschten (Arbeits-, Fahr- und Ruhezeit). Der Lenker hatte dabei die Möglichkeit, diesen Impuls mittels Fernbedienung die er in einem Plüschtier versteckt hatte, zu betätigen. Die Auswertung der Resultate ergab, dass der Lenker mehr als 6 Stunden ohne Pause unterwegs war. Ausserdem wurde der Geschwindigkeitsmesser deaktiviert, damit der Sattelschlepper eine Geschwindigkeit von mehr als 120 km/h als die erlaubten 80 km/h erreichen konnte. Der Sattelschlepper wurde während fünf Tagen auf Platz still gelegt. Das System wurde von einer spezialisierten Firma ersetzt. Die geschmiedeten Teile wurden sequestriert. Der Lastwagenlenker, ein 33-jähriger rumänischer Staatsangehöriger sowie sein Arbeitgeber wurden bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt verzeigt. Er leistete eine Bussengarantie von CHF 2670.–.