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Das Team der legendären Nationaltrainerin Lang Ping, die 1984 beim ersten chinesischen Olympiasieg in Los Angeles als Star-Aussenangreiferin dabei war und später das US-Team coachte, startete schlecht in die Partie und verlor den ersten Satz deutlich. Danach steigerten sich die Chinesinnen aber kontinuierlich und machten den serbischen Angreiferinnen insbesondere mit mirakulösen Abwehraktionen das Leben schwer.
Die Spielerinnen des zukünftigen Volero-Trainers Zoran Terzic steckten aber nie auf und trugen viel dazu bei, dass die Zuschauer in der Maracanãzinho-Halle bestens auf ihre Rechnung kamen, auch wenn die Brasilianerinnen überraschend nicht im Final standen. Die Olympiasiegerinnen von 2008 und 2012 waren bereits im Viertelfinal an China gescheitert. Nach gut eineinhalb Stunden konnten aber auch die beiden Spielerinnen von Volero Zürich die Niederlage nicht verhindern. Libero Silvija Popovic kam während allen vier Sätzen zum Einsatz, Ersatz-Passeuse Bojana Zivkovic erst in der Schlussphase für einige Punkte.
China verdiente sich den Sieg mit einem eigentlichen Steigerungslauf. Der Final war ein Abbild des gesamten Turniers. In der Vorrunde gewann der spätere Olympiasieger nur zwei von fünf Partien und unterlag unter anderem auch Serbien klar 0:3. Am Ende war die Nummer 3 der Welt aber am stärksten und feierte den dritten Titel nach 1984 und 2004. Serbien, das die Nummer 4 Russland und im Halbfinal den Topfavoriten USA ausgeschaltet hat, darf sich mit der ersten Volleyball-Medaille der Frauen überhaupt trösten.
(SDA)