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Jahresbericht 2019
1. In Kürze
Das Jahr 2019 war durch die Aufforstungen geprägt. Der Verein „Árboles y Futuro“ führte wiederum Pflegekurse durch. Die Gemeinde Sivingani begann mit dem Bau der Wasserversorgung, der wegen der politischen Unruhen allerdings erheblich verzögert wurde.
2. Arbeiten in Mizque
Aufforstungen
Baumschule von Yana Qaq’a
Ausbildung Juni 2019
Im Januar 2019 pflanzten 49 Landbesitzer weitere 26'000 Pinien gepflanzt. In den Jahren 2015 bis 2019 wurden somit 126'700 Setzlinge gepflanzt. Die Pflanzungen der Jahre 2015 bis 2018 wurden jeweils nach der folgenden Regenzeit kontrolliert. In den vier Jahren zusammen wurzelten knapp 84'000 Setzlinge, im Durchschnitt 83 %. Leider kam 2016, das kaum Niederschläge kannte, nur auf 74 %.
In Sivingani und Yana Qaq’a halfen wir mit dem Kauf von Saatgut. Die beiden Gemeinden ziehen die Pflanzen selber auf und verteilen sie unter den Mitgliedern.
Die bolivianischen Fachleute des schweizerischen Hilfswerks „Árboles y Futuro“ haben – wie schon 2018 - zwei Kurse über die Baumpflege durchgeführt. Wir finanzierten die direkten Kosten ohne Personal.
Unsere Aufwendungen für die Aufforstungen betrugen 2019 knapp 9’000 Franken, inkl. lokales Personal.
Wasserversorgung
Bau der Wasserleitung
Zwei Gemeinden, Sivingani (wo wir auch die Baumschule unterstützen) und Puka Pampa baten uns um Unterstützung für die Wasserversorgung. Wegen des Aufwandes und der Kosten konnten wir nur eines unterstützen, wobei Sivingani mit der Planung und dem internen Prozess weiter fortgeschritten war.
Der Beginn des Projektes verzögerte sich erheblich durch die Präsidentenwahlen und die anschliessenden Unruhen. Die Strassen waren zwischendurch gesperrt, und in Cochabamba blieben die Läden mehrere Wochen geschlossen. Mit einem Beitrag von rund 9'000 Franken wird es das grösste Wasserversorgungsprojekt, das wir jemals finanziert haben. Die 26 Familien mit 96 Angehörigen tragen 10 %, also 900 Franken, bei und erledigen alle nicht qualifizierten Arbeiten kostenlos.
3. Mitglieder, Sponsoren und Helfer
Der Verein hat 14 Mitglieder. Ein Mitglied ist leider gestorben.
Der Swisslos-Fonds Basel-Landschaft überwies die 5. Tranche von 10'000 Franken. Damit haben wir den gesamten zugesagten Betrag von 50'000 Franken erhalten.
Die übrigen Mittel, mit denen wir arbeiteten, stammten von Verwandten und Freunden. Es sind oft wesentliche Beträge, die von einem grossen Vertrauen in unsere Arbeit zeugen.
Allen ein herzliches Dankeschön!
Dank gebührt auch unseren Partnern in Mizque, Jesús Padilla und Elmer Vargas. Gewiss: Sie werden von uns entschädigt. Der Aufwand, den sie betreiben müssen, ist jedoch enorm: Entgegennahme der Gesuche, Besichtigung der Örtlichkeiten, Klarstellung der Bedingungen, Planung der Projekte bis ins letzte Detail, Einkauf des Materials, Organisation der Transporte und der Fachleute, Begleitung der Bauten oder Pflanzungen und schliesslich die finanzielle Abwicklung. Allein um einen besseren Wechselkurs zu erhalten, fährt Jesús jeweils nach Cochabamba.
Ein Dankeschön den Mitgliedern mit besonderen Aufgaben: Vorstand, Buchhaltung und deren Revision, Website und Organisation der GV.
Sissach, 29. Februar 2020
Werner Mahrer