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Heißsiegeln
Das Heißsiegeln von Folien ist in der Verpackungstechnologie von besonderer Bedeutung. Es ist wegen seiner hohen Wirtschaftlichkeit das mit Abstand bedeutendste Verfahren zum Verschweißen von Folien. Man unterscheidet im Wesentlichen die folgenden Varianten:
Siegeln mit Heizstab oder Heizlineal zwischen Siegelbacken (auch Kontaktsiegeln genannt):
Die bewegliche Siegelbacke trägt den beheizten Stab. Die feststehende untere Siegelbacke ist mit einer Oberfläche aus elastischem Material ausgerüstet, um Unebenheiten in der Siegelnaht auszugleichen. Siegelelemente dieser Art werden in den meisten Maschinen zur Herstellung und zum Verschließen von Beuteln und in Form-, Füll-, und Verschließmaschinen eingesetzt.
Bei sehr langen Siegelnähten müssen die Heizstäbe äußerst maßgenau und ohne jede Abweichung gearbeitet sein, um einen gleichmäßigen Druck über die gesamte Siegelfläche zu gewährleisten. Um saubere Siegelnähte zu erzielen, werden die Folien vor Eintritt in das Siegelwerkzeug häufig mit Hilfe von Streckvorrichtungen flachgelegt. Eine andere Möglichkeit ist die Anwendung von Heizstäben mit sägeartiger Siegelfläche, jedoch besteht dann die Gefahr der Lochbildung.
Für die federnde Oberfläche der feststehenden, kalten Siegelbacke hat sich Silikongummi bewährt. Oft gibt man diesem Gegendruckbalken eine leicht gewölbte Form. Beim Siegelvorgang wird zunächst in der Mitte der Siegelnaht ein Druck aufgebaut, der sich beim Schließen des Werkzeugs zu den Rändern hin ausbreitet. So soll eine optimale Siegelnaht erzeugt werden. Außerdem sollen kleine Flüssigkeitströpfchen aus dem Siegelbereich herausgedrückt werden, die durch Entstehung von Wasserdampf die Siegelnaht zerstören würden.
Das Siegeln mit Heizstäben und Siegelbacken wird auch zum Aufschweißen von Deckelfolien auf Becher, Schalen oder Trays angewendet. Die Siegelwerkzeuge müssen dabei dem Rand des zu verschließenden Behälters angepasst sein.
Impulssiegeln
Bei diesem Verfahren wird die Temperatur der Siegelbalken nur für einen kurzen Moment und nicht über den gesamten Siegelzyklus aufrechterhalten. Die nötige Energie wird durch zwei kleine Widerstandselemente auf beiden Siegelbacken erzeugt.
Sobald das Siegelwerkzeug über der zu siegelnden Folie geschlossen ist, wird durch einen kurzen Stromstoß die Verschweißung durchgeführt. Im Vergleich zu den Heizstabsiegeln ist die Zeit der Wärmeeinwirkung kürzer und die überschüssige Wärme wird sofort abgeleitet.
Die Siegelfläche des Werkzeugs kann noch durch eine dünne, isolierende Folie aus hitzebeständigem Material abgedeckt sein, um ein Festkleben des gesiegelten Materials zu verhindern.
Quelle: VERPACKUNGSLEXIKON - Nabenhauer Consulting GmbH, CH-9323 Steinach, Tel. +41 (0) 8 44 - 00 01 55

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