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Mit seinen Mundartliedern ist der Brunner Lehrer Padi Bernhard weit über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus bekannt geworden.
Padi Bernhard wurde 1970 geboren und wuchs in Brunnen auf, wo er heute noch lebt. Als Kind wollte er Coiffeur werden, weil sein Vater einen Coiffeurladen betrieb. In der Sek entschloss er sich, Primarlehrer zu werden, was er bis heute geblieben ist. Im Lehrerseminar Rickenbach interessierte er sich für Malen und Zeichnen und begann Gedichte zu schreiben. Musik rückte für ihn erst gegen Ende des Semis in den Vordergrund,als er Bassgitarre beim Semi Pops Orchestra spielte. Für die daraus entstandene Semiband komponierte er erstmals ein Lied. Aus den Gedichten, die er bereits schrieb, entwickelten sich Songs. Daneben lernte er Klavier und Gitarre spielen, und in der Rekrutenschule kam unverhofft noch Schlagzeug hinzu.
Mash
Padi Bernhard entdeckte 1993 im «Bote der Urschweiz» ein kleines Inserat: «Band sucht Sänger.» Er meldete sich und wurde aufgenommen.Die Band Snap It, die bereits sieben Jahre existierte und Covers spielte, änderte dann den Namen zu mash. Nach zwei Jahren entstand im Studio Da Capo die erste CD «Hard to Ignore», die englische Eigenkompositionen enthält. 1997 beschloss mash, nur noch mit eigenen Rocksongs in Mundart aufzutreten. Das Album «nidvobärn» wurde ihr grösster Erfolg und errang Platinstatus. Mash tourte jahrelang erfolgreich durch die Schweiz, bis sich die Formation 2007 auflöste.
Geschenk für damalige Freundin
An einem grauen Novembertag im Jahr 1995 sass Padi Bernhard alleine an seinem Klavier und schrieb einen neuen Song, ein Weihnachtsgeschenk für seine damalige Freundin. An diesem Nachmittag war ihm sofort klar, ein gelungenes Werk geschrieben zu haben. Für ihn persönlich war es eine Sternstunde. Allerdings konnte er nicht wissen, dass dieser Tag sein Leben verändern würde. Bandkollege Hansjörg Römer arrangierte die Musik zum Lied, und das Kind «Ewigi Liäbi» war geboren.
Ballade passte nicht zu Mundartrock
Das Kind wurde fortan an die Konzerte mitgenommen und fand Gefallen bei Band und Publikum. Die Ballade passte jedoch nicht zum Mundartrock von mash und wurde 2000 bei der Produktion der CD «nidvobärn» als letztes Stück gewählt. Die CD schaffte es in die Hitparade, und das sechsjährige Kind wurde landesweit bekannt. Mit zehn Jahren erreichte «Ewigi Liäbi» Kultstatus in der Schweiz. Das Kind entwickelte sich sozusagen zu einer Persönlichkeit mit einer unheimlichen Eigendynamik.
Heute ist «Ewigi Liäbi» volljährig und längst bei Mami und Papi Bernhard- Römer ausgezogen. Das Lied befindet sich auf einer ausgedehnten Weltreise und erobert Land um Land. Eine Touristin traf es beispielsweise auf Sumatra am Rande des Urwaldes. In einer Bar sangen zwei Indonesier mit Gitarre und Trommel «Ewigi Liäbi» im Schwyzer Dialekt. Der Song ist heute grösser und berühmter als seine Schöpfer. Seine Geschichte ist noch lange nicht fertig geschrieben.
Mash zum Zweiten
Ab 2009 war der Brunner im Bandprojekt Bernhard mit neuen Leuten unterwegs, und 2010 war er im Schweizer Fernsehen im «Kampf der Chöre» als Chorleiter zu sehen. Über sechs Sendungen hinweg erreichte er mit seinem BernHeart Chor das Finale und landete auf dem zweiten Platz. Seit zwei Jahren ist mash wieder zurück, mit Bernhard als einzigem Originalmitglied. Die Gruppe ist neuerdings mit Mundartpop unterwegs.
Komponieren
Über 80 Songs gehen mittlerweile auf das Konto von Padi Bernhard. Er sieht sich selber allerdings nicht so recht als Komponisten. «Ich gebäre Lieder und gehe eher vom Text aus als von der Musik», meint er. Mit seinen Liedideen und Fragmenten geht er zu seinen Mitmusikern – den wahren Komponisten –, wo sie diese dann zu einem Song ergänzen. Die Musik entsteht also im Dialog mit den Musikern. Dabei spielt Weggefährte Hansjörg Römer noch immer eine wichtige Rolle für Bernhards Schaffen.
Überall Ideen
Musikalische Ideen können bei ihm jederzeit unangemeldet auftauchen – irgendwo und irgendwie. Songs tauchen einfach so in seinem Kopf auf und lassen ihm keine Ruhe mehr. Wenn sie sich bemerkbar machen und geschrieben werden wollen, kö
Autor
Höfner Volksblatt & March Anzeiger
Kategorie
- Musik
Publiziert am
Webcode
schwyzkultur.ch/tPqXJ9