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Zirknitz
(slowen. Cirknica),
Marktflecken im österreich. Herzogtum
Krain,
[* 2] Bezirkshauptmannschaft Loitsch, mit gotischer
Dechanteikirche, Brettsägen, Holzhandel und (1880) 1477 Einw. In der
Nähe, 8 km östlich von
Adelsberg, der merkwürdige
Zirknitzer
See. Derselbe liegt 573 m ü. M. in einem von Kalksteingebirgen
gebildeten Thalkessel ohne
Ausgang, im
SW. vom Javornik, im
NO. vom Slivenzaberg (dem
»Hexentanzplatz« der
Umgegend) überragt, hat einen vom Wasserstand abhängigen Flächenraum von 21-56 qkm, eine sehr unregelmäßige Gestalt
und eine mittlere Tiefe von 6 m. Auf der größten von vier kleinen
Inseln, welche er enthält, liegt ein Dörfchen,
Namens
Otok.
Zahlreiche Höhlen und Spalten des felsigen Grundes und Ufers bilden natürliche Abzugskanäle, welche das Wasser des Sees bei anhaltend trockner Witterung abführen, nach anhaltenden Regengüssen es ihm aber auch wieder zuführen. Dunklere bewegte Stellen im Wasserspiegel verraten das Vorhandensein trichterähnlicher Löcher, deren man wohl an 40 kennt. Das durch dieselben abgelaufene Wasser tritt im Thal [* 3] von Laibach [* 4] in der Bistrizza und Borunizza wieder zu Tage.
Nach anhaltenden Regengüssen erreicht der See die Höhlen Velka-Karlauza und Mala-Karlauza und durch sie das Thal St. Canzian, nach mehrmaligem Verschwinden oberhalb Planina die Unz. Wenn infolge zu beträchtlichen Wasserandrangs die Höhlen nicht alles Wasser aufnehmen können, erhebt es sich bis 1,3 m über den gewöhnlichen Stand, und es werden dann die Ufer weithin überschwemmt. Da der wechselnde Wasserstand bloß von der Witterung abhängig ist, so findet irgend welche Regelmäßigkeit dabei nicht statt, wie z. B. 1707-14 der See nur einmal abfloß, dagegen 1834-35 über ein Jahr trocken lag.
Nach dem Zurücktreten des Wassers wird das schnell emporschießende Gras eingeheimst. Der See ist übrigens reich an Fischen, namentlich Hechten und Schleien, und dient vielen Wasservögeln, wenn er ausgetrocknet ist, auch Wachteln und Hasen zum Aufenthalt, was zu den Berichten älterer Schriftsteller Veranlassung gegeben hat, daß man je nach der Jahreszeit im See fische, ernte und jage. Die Ufer des Sees sind sehr malerisch; es liegen nicht weniger als 9 Dörfer, 20 Kirchen und 2 Schlösser um ihn herum.