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Seit 2017 ist die Joomla Organisation, wie wir sie heute kennen, im Einsatz. Mit Sitz in den Vereinigten Staaten musste man so einige Hürden überwinden, um das Konstrukt zum Fliegen zu bekommen. Nun möchte man den Koloss etwas zähmen und sich schlankere Strukturen verpassen.
Die frühere Joomla Organisation (bis 2017)
Früher wurde das Joomla Projekt von drei Gremien geleitet:
- PLT (Production Leadership Team)
- CLT (Community Leadership Team)
- OSM (Opensource Matters)
Diese drei Teams haben sich die Aufgaben im Projekt unter sich aufgeteilt:
PLT war das „Production Leadership Team“ und sollte das «Produkt» leiten. Also alle Aspekte und Teams, die mit der Software, ihrer Entwicklung, Wartung, Tests usw. zu tun hatten.
CLT war das «Community Leadership Team» und sollte die «Leute» leiten, also alle Aspekte und Teams, die mit der Gemeinschaft, der Rekrutierung, dem Engagement, den Veranstaltungen, der Öffentlichkeitsarbeit usw. zu tun haben.
OSM stand für «Open Source Matters» und war die juristische Person, die gemeinnützige Organisation hinter dem Projekt, die sich um alle rechtlichen und finanziellen Aspekte kümmerte: Markenzeichen, Sponsoring, Budgets und so weiter.
Mit den Jahren traten in dieser Joomla Organisation verschiedene Probleme auf. Es gab Überschneidungen von Funktionen und Verantwortlichkeiten mit endlosen Diskussionen darüber, wer die «Entscheid-Kompetenz» über das Projekt hatte. Es ging darum, zu klären, welcher der drei Gremien das mächtigste war. Diese langen Diskussionen veranlassten die Teams, eine tiefgreifende Reform der Leitungsstruktur anzugehen.
Die bisherige Joomla Organisation (seit 2017)
Diese Erkenntnis brachte viele Leute zusammen und man hat die Joomla Organisation von Grund auf überarbeitet. Nach mehreren Vorschlägen, Anpassungen und Abstimmungen durch die Community wurde das neue System schliesslich Anfang 2017 eingeführt.
Bis zur Wahr der neuen Mitglieder und der Einführung der neuen Struktur leitete ein Übergangsgremium die Geschäfte.
Die wichtigsten Änderungen waren:
- die Zusammenführung der Teamleiter in einem einzigen Gremium
- die Umwandlung der Organisation in eine Unternehmens-Körperschaft
- Festlegung von drei Mitgliedschaftskategorien
- die Schaffung von sechs Abteilungen und die Zuweisung von Teams auf Basis ihrer Tätigkeit
- die Schaffung eines Vorstands, der sich aus Vertretern aller Abteilungen sowie den 4 Amtsträgern zusammensetzt.
Diese neue Struktur brachte viele Verbesserungen mit sich und versuchte, einige «Silos» zwischen den Teams aufzubrechen.
Kontinuierliche Verbesserungen an der bisherigen Joomla Organisation
Seit 2017 haben sich viele Änderungen ergeben, wie z. B. der Übergang zu einem einfacheren Abstimmungssystem, das jedem Mitglied der Organisation eine Stimme gibt.
Eine weitere Änderung war die Umstellung auf ein Selbst-Nominierungsverfahren, bei dem sich der Kandidat für einen Vorstandsposten selbst nominiert und ein Lebenslauf / einen Leistungsausweis / eine Vision vorschlägt.
Eine aufgeblähte OSM
Derzeit verfügt Open Source Matters über ein komplexes und gut strukturiertes Organigramm. Die OSM wurde zu einer Zeit entworfen, als die neue Führungsstruktur in der Diskussionsphase war. Damals hatte OSM etwa 200 Mitglieder.
Im Laufe der Zeit und aus verschiedenen Gründen schrumpfte die Mitgliederzahl, sodass sich die bestehende Struktur als viel zu kompliziert/überdimensioniert erweisen hat.
Bei den letzten Wahlen im Sommer 2021 zählte die OSM gerade noch 87 Mitglieder. Zudem gibt es Abteilungen, die nur ein oder zwei offizielle Teams stellen, wodurch die Machtverhältnisse ziemlich unausgewogen ist.
Der Vorschlag für eine überarbeitete Joomla Organisation
Derzeit wird ein Vorschlag sowohl im Vorstand als auch in der Community selbst diskutiert.
Dieser Vorschlag zielt darauf ab, den Vorstand und die Organisation zu verkleinern, indem zwei Abteilungen zusammengelegt werden und einige Teams in die am besten geeignete Abteilung verschoben werden.
Die vorgeschlagene Struktur hätte neu vier Abteilungen (statt der derzeitigen 6). Der Vorstand hätte neu acht Mitglieder (4 Amtsträger + 4 Direktoren) anstelle von bisher zehn Mitglieder.
Der Bereich Marketing- und Kommunikation, die Programmabteilungen und der Bereich Events sollen in einer neuen „Outreach-Abteilung“ zusammengelegt werden. Diese Abteilung wäre für alle Marketingaktivitäten, die Kommunikation und den Kontakt mit der Community durch Events (JoomlaDays, Weltkonferenzen usw.) und lokale Aktivitäten wie Joomla-Benutzergruppen (JUG’s) zuständig.
Das Team für das Zertifizierungsprogramm würde in die Betriebsabteilung verlegt werden, da das Programm bereits in Betrieb ist und mehrere Teile der Infrastrukturwartung und -verwaltung umfasst.
Das Joomla Magazin Team würde in die neu geschaffene Abteilung «Outreach» verschoben. Seine Aufgabe ist es, mit der Community zu kommunizieren und seine Aktivitäten würde als Teil der Marketingaktivität angesehen.
Der vollständige Vorschlag ist auf GitHub zur Ansicht und Diskussion verfügbar. Der Vorstand nimmt noch weiteres Feedback und Vorschläge gerne entgegen.
Sobald ein allgemeiner Konsens über die Anpassungen besteht, wird der Vorschlag den Weg der Statutenänderungen durchlaufen. In einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung sollen die Anpassungen mit einem entsprechenden Antrag an die Mitglieder zur Annahme der Änderungen abgeschlossen werden.
Falls du selber einen Kommentar dazu abgeben möchtest oder einen weiteren Verbesserungsvorschlag hast, hinterlasse dein Feedback oder Anregung direkt im Vorschlag auf GitHub.
Quelle: magazine.joomla.org