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Das erste Schweizer Glamour Girl ist gestorben
04.02.2011 Zum Tod von Syra Marty
Syra Marty ist am frühen Donnerstagabend US-Ortszeit in Naples Florida friedlich für immer eingeschlafen. Sie verbrachte die letzten Monate in einem Alterswohnheim. Sie war einerseits traurig, dass sie ihr geliebtes Haus verlassen musste. Andererseits hatte sie dadurch wieder vermehrt sozialen Kontakt.
Ich persönlich habe Syra im Mai 2010 letztmals gesehen und werde
sie nie vergessen. Von ihrer Heiterkeit und ihrer positiven
Lebenseinstellung kann man nur lernen. Syra Marty war in vielen Belangen eine
einzigartige Frau.
Kurzbiografie
Syra Marty hiess eigentlich Josefina Magdalena Marty, hatte Jahrgang 1921 und war in Goldau im Kanton Schwyz aufgewachsen. Da sie anfangs der 1940er-Jahre im Berggasthaus Rigi-Dächli im elterlichen Betrieb arbeitete, wurde das lebenslustige Mädchen Dächli Leni genannt.
Bereits 1942 zog Lena Marty nach Zürich, wo sie anfänglich als Serviertochter arbeitete und später Assistentin des Handstandartisten Billy Frick wurde. Dieser war nicht nur von der natürlichen Schönheit vom Dächli Leni fasziniert, sondern auch von ihrem Traum, Tänzerin zu werden.
Von 1945 bis 1977 waren die beiden ein Paar. Billy Frick und Lena Marty heirateten 1946. Während 32 Jahren war Billy Frick Mentor, Manager und Beschützer von Syra Marty.
Der Film
Das Berggasthaus Rigi Dächli auf 947 Metern hoch über Goldau im Herzen der Zentralschweiz ist Ausgangspunkt des Films "Syra Marty - Dächli Leni goes to Hollywood". Hier arbeitete Leni Marty anfangs der 1940er-Jahre im elterlichen Betrieb und träumte von einer Karriere als Tänzerin. 1942 brach sie aus ihrer konservativ-ländlichen Heimat aus und zog nach Zürich.
Ihr kometenhafter Aufstieg zur ersten Schweizer Werbeikone und Striptease-Tänzerin werden genauso gezeigt wie der euphorische Start in die goldene Zeit des damaligen Hollywoods.
Die Geschichte von Syra Marty ist ein permanentes Abenteuer. Sie wurde von Hollywoods männlicher Elite verehrt und stand im Zickenkrieg mit Marylin Monroe. Teddy Stauffer engagierte Syra Marty in Acapulco und sie tanzte in Wien für den damaligen UDSSR-Präsidenten Nikita Chruschtschow. Syra Marty sorgte im Zusammenhang mit der Ermordung des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy wie auch am Hof des Königreichs Nepal für grosse Medienskandale.
Im Film kommen Zeitzeugen, Familienmitglieder und vor allem Syra Marty selber zu Wort. Präsentiert werden Ausschnitte aus ihren Filmen, ihrer 32jährigen Partnerschaft mit Billy Frick und vor allem unzählige Fotos und Magazinausschnitte, die belegen, dass Syra Marty während drei Jahrzehnten auf der nördlichen Hemisphäre für viel Wirbel sorgte und eine höchst emanzipierte und humorvolle Frau war ...
Der Film "Syra Marty - Dächli Leni goes to Hollywood" ist sowohl eine Biografie über eine unglaublich faszinierende und völlig vergessene Persönlichkeit wie auch ein faszinierendes und sehr amüsantes Kinovergnügen für Jung und Alt.
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