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Kjell Inge Røkke, der als Fischer begann, bevor er in Norwegens Offshore-Industrie ein Vermögen machte, ist nach Lugano umgezogen. Dies schreibt «Bloomberg» in Bezugnahme auf die norwegische Zeitung «Dagens Næringsliv».
Røkke, der die Investmentgesellschaft Aker kontrolliert und in Asker im Grossraum der norwegischen Hauptstadt wohnte, räumte in einem Brief an Aktionäre, Aktionärinnen und Mitarbeitende ein, dass Lugano sicherlich nicht die billigste Stadt sei und auch nicht die tiefsten Steuern habe. Ein Vorteil sei jedoch, dass die Stadt zentral in Europa gelegen sei.
Bereits im Jahr 2006 trieb es einen anderen norwegischen Milliardär in die Ferne. John Fredriksen, der sein Vermögen mit Öltankern machte, nahm damals die zyprische Staatsbürgerschaft an. Dies, nachdem es «immer schwieriger» geworden war, die norwegischen Vermögenssteuern zu vermeiden, wie die Tageszeitung «Verdens» damals schrieb.
Jachtbesitzer, Fussballclubeigner, Ex-Sträfling
Der Geschäftsmann und Unternehmer Kjell Inge Røkke gilt nicht nur als einer der reichsten Norweger, sondern ist auch für einen ausschweifenden Lebensstil mit gewissen Eskapaden bekannt. Zu seinem Immobilienbesitz zählen eine «Hütte» im norwegischen Oppdal, die umgerechnet rund 14,5 Millionen Franken wert sein soll, und ein neu erbautes «Herrenhaus» in Konglungen.
Er ist ferner Eigner der Luxusyacht «Reverie», einer der grössten Yachten der Welt, mit eigenem Hubschrauber, und ihm gehören auch die Yacht «Celina Bella», eine privaten Boeing 737, ein Lamborghini Diablo, mehrere Land Rover, ein Audi S8 und ein Mercedes-Benz CL 600.
Der ehemalige Fischer Røkke ist zudem Fussballfan. Er war 2004 am Transfer des Fussballvereins Wimbledon FC von London nach Milton Keynes beteiligt. Des Weiteren ist er Sponsor des Molde FK.
Vor sieben Jahren wurde Kjell Inge Røkke wegen Korruption zu einer dreissigtägigen Freiheitsstrafe verurteilt. Er trat seine Haftstrafe im Herbst 2007 an und wurde nach 25 Tagen aus dem Gefängnis entlassen.
(Bloomberg/cash/mth)