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«Vor ein paar Monaten hat niemand erwartet, dass ich hier gewinnen werde», sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) in Las Vegas. Er geht nun mit kräftigem Rückenwind in den «Super Tuesday» am kommenden Dienstag, dem 1. März. Dann stehen bei den Republikanern Vorwahlen in zwölf Bundesstaaten an.
In diesen Vorwahlen sieben die Demokraten und Republikaner ihre Bewerber aus. Die eigentliche Kandidatenkür erfolgt dann auf Parteitagen im Sommer. Gewählt wird der Nachfolger von US-Präsident Barack Obama, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf, am 8. November.
Für den rechtspopulistischen Geschäftsmann Trump ist es bereits der dritte Sieg in Folge, nachdem er zuvor die Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina für sich entschieden hatte.
«Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen», sagte Trump. Er zeigte sich zuversichtlich, dass er die Nominierung bei den Republikanern holen werde.
Das republikanische Bewerberfeld konzentriert sich nun immer mehr auf Trump, Cruz und Rubio. Rubio lag am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) mit 23,5 Prozent der Stimmen an zweiter Stelle, Cruz mit 22,4 Prozent auf Platz drei. Die beiden anderen Bewerber - Ohios Gouverneur John Kasich und Ex-Neurochirurg Ben Carson - lagen in Nevada im einstelligen Bereich. Cruz gratulierte Trump noch am Abend.
Ein zweiter Platz in dem Bundesstaat im Westen der USA dürfte Rubios Position gegen Cruz stärken. Nach dem Ausscheiden des Mitbewerbers Jeb Bush wurde der Senator von Florida in den vergangenen Tagen immer wieder als möglicher Kompromisskandidat gegen Trump ins Spiel gebracht. Der 44-Jährige vertritt ähnlich harte Positionen wie der Unternehmer, vor allem was das Thema Einwanderung angeht.
Ein Grossteil des republikanischen Establishments wolle nicht, dass Trump die Nominierung gewinne, sagte der Politologe Dan Lee von der Universität von Nevada in Las Vegas. «Sie wollen, dass Cruz aussteigt und dass Rubio dann Trump gegenübersteht.» Das wäre «die beste Möglichkeit, Trump zu schlagen».
Trump konnte in Nevada bei so ziemlich allen Wählergruppen Stimmen holen, wie der Sender CNN berichtete. «Wir haben bei den Evangelikalen gewonnen. Wir haben bei den Jungen gewonnen, wir haben bei den Alten gewonnen. Wir haben bei den gut Gebildeten gewonnen, wir haben bei den schlecht Gebildeten gewonnen. Ich liebe die schlecht Gebildeten», sagte Trump.
Auch bei den Wählern mit hispanischem Hintergrund kam er laut CNN auf einen hohen Anteil. Trump hetzte im Wahlkampf immer wieder gegen Einwanderer. Er will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen, um Menschen von der illegalen Einreise abzuhalten.
Nevada war die erste Vorwahl im Westen der USA. Was die Zahl der zu vergebenden Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli angeht, spielt der Staat eine untergeordnete Rolle. Für den Gesamtsieg braucht ein Bewerber bei den Republikanern 1237 Delegierte. In Nevada ging es um 30.
Die nächste Vorwahl bei den Demokraten steht am Samstag in South Carolina an. In dem Südstaat führt die frühere Aussenministerin Hillary Clinton vor ihrem Konkurrenten Bernie Sanders in den Umfragen. Dieser setzt sie aber von links unter Druck. (SDA)Publiziert am 24.02.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016