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Zystitis (Blasenentzündung) ist fast ausschliesslich eine Frauenkrankheit. Die Entzündung wird meist durch die Proliferation (Vermehrung) von Darmbakterien vom Typ Escherichia coli verursacht, die rund um den Anus sehr zahlreich vorhanden sind. Die Bakterien gelangen aus der Region des Afters und der Vulva über die Harnröhre in die Blase. Alles was die Blasenentleerung beeinträchtigt, erhöht das Blasenentzündungsrisiko, weil der Harn länger in der Blase verbleibt und sich somit die Zeitspanne verlängert, in der sich die Bakterien vermehren können. Eine Blasenentzündung geht immer mit einer Harnröhrenentzündung (Urethritis) einher.
Ein paar einfache Massnahmen, um das Risiko einer Harnwegsinfektion zu vermindern …
- Ausreichend trinken, insbesondere Wasser. Es wird empfohlen, täglich sechs bis acht Gläser Wasser oder andere Getränke (Säfte, klare Suppen, Tee usw.) zu trinken. Diese Mengenangabe dient als Richtlinie, beruht jedoch nicht auf genauen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Cranberry-Saft ist ein wirksames Mittel, um Rückfällen vorzubeugen, da er die Bakterien anscheinend daran hindert, sich an den Zellwänden der Harnwege Ein gesunder Erwachsener sollte täglich zwischen einem halben Liter und zwei Litern Urin ausscheiden.
- Harndrang nicht zu lange zurückhalten, da den Bakterien in einer vollen Blase Zeit gelassen wird, sich zu vermehren.
- Verdauungsstörungen und insbesondere Verstopfungen bekämpfen, da in solchen Fällen Bakterien im Mastdarm verbleiben und dadurch Blasenentzündungen begünstigt werden.
… insbesondere bei Frauen
- Junge Mädchen und Frauen können Blasenentzündungen am besten vorbeugen, indem sie sich nach dem Stuhlgang oder Wasserlassen mit Toilettenpapier immer von vorn nach hinten säubern (von der Scheide zum After).
- Die Anal- und Vulva-Region täglich waschen. Allerdings ist von einer zu «aggressiven» Intimpflege abzuraten, da sie die Schleimhäute angreift. Von parfümierten Pflegemitteln (Intimparfums, Vaginalduschen) im Genitalbereich sowie von Badezusätzen und Schaumbädern wird abgeraten, da die Schleimhaut der Harnröhre dadurch gereizt werden kann. Solche Reizungen können Symptome hervorrufen, die denen einer Blasenentzündung sehr ähnlich sind. Wer unbedingt ein Pflegemittel verwenden möchte, sollte darauf achten, dass es keine Reizstoffe enthält und einen neutralen pH-Wert aufweist.
- Nach jedem Geschlechtsverkehr sofort die Blase entleeren. Verwenden Sie immer Kondome mit Gleitgel, die den Genitalbereich besser schützen. Zögern Sie nicht, zusätzliches Gleitgel zu verwenden. Bei Vaginaltrockenheit empfiehlt es sich, während des Geschlechtsverkehrs ein wasserlösliches Gleitmittel zu benutzen, um Reizungen zu vermeiden.
- Bei häufigen Entzündungen, die auf die Verwendung eines Diaphragmas zurückzuführen sind, wird ein anderes Verhütungsmittel empfohlen.
Quelle: www.passeportsante.net