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Klappscheibe
Klappscheiben als Hauptsignale wurden vor allem auf einspurigen Nebenstrecken verwendet. Im Gegensatz zu mehrflügligen Semaphoren können sie nur Halt oder Fahrt signalisieren.
Klappscheibe bedeutet, dass sich das Signal um eine waagrechte Achse bewegt, also von vorne gesehen nach hinten. Dies im Gegensatz zur Wendescheibe (siehe vorangehendes Kapitel).
Klappscheiben waren weniger verbreitet als Semaphore. Sie wurden nur als Einfahrsignale aufgestellt, als Ausfahrsignale dienten ausschliesslich Semaphore. Auch auf Hauptlinien kamen sie nicht vor, höchstens als Einfahrsignal einer einmündenden Nebenstrecke. Das traf auch auf die letzte Klappscheibe bei den SBB zu, jene von Puidoux-Chexbres. Link
Gelegentlich wurden Klappscheiben sogar durch Semaphore ersetzt, die andernorts nicht mehr benötigt wurden. So war wenigstens eine leichte Modernisierung möglich, wenn die Finanzen nicht für ein Lichtsignal gereicht haben.
Bei den Privatbahnen waren Klappscheiben relativ verbreitet, beispielsweise auf den Strecken der damaligen EBT / VHB / SMB.
Sehr selten war die Kombination mit einem Durchfahrsignal, also eine rote Scheibe und eine orange. Das gab es nur auf der Strecke der damaligen BN (Bern - Neuenburg, heute BLS).
Klappscheibe als Einfahrsignal von Zollikon Seite Küsnacht ZH.
Foto SBB-Historic Signatur CH-000699-3C_0032_0013 Januar 1958
Einfahr - und Durchfahrsignal Gümmenen (BN) Seite Rosshäusern. Beide Signale geschlossen.
Foto SBB-Historic CH-000699-3R_0836_01 26. Juli 1944
Einfahr - und Durchfahrsignal Gümmenen (BN) Seite Rosshäusern, Einfahrsignal offen.
Foto SBB-Historic CH-000699-3R_0836_02 26. Juli 1944
Links Klappscheiben - Hauptsignal in geschlossener und geöffneter Stellung, rechts zusätzlich mit einem Durchfahrsignal (siehe nachfolgendes Kapitel).
Zeichnung H. Russenberger