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Aktualisiert: Aug 11
Wer kennt sie nicht, die Mutter aller Achtsamkeitsübungen: Die Rosinenübung!
Ich finde sie genial, denn sie bringt dir achtsames Essen näher. Dies darum, weil du fast alle Sinne dafür brauchst: Schmecken, Riechen, Tasten und Sehen. Wenn du dich auf die einzelnen Sinneseindrücke konzentrierst und sie auf dich wirken lässt, hast du einen Zustand der Achtsamkeit erreicht.
Lass dich auf die Übung ein - Ich wünsche dir genussvolle Momente!
Herzlich, Gabriela
Die Rosinenübung ist sehr einfach. Lass dir mit den einzelnen Schritten soviel Zeit, wie du brauchst:
Sehen Nimm eine Rosine in deine Hand und stell dir vor, dass du sie jetzt wirklich zum allerersten Mal in deinem Leben siehst. Welchen Eindruck macht sie auf dich? Wie liegt sie in der Hand? Nimm sie zwischen deine Finger und schau sie dir ganz genau an. Welche Farben entdeckst du? Ändern sie sich, wenn du die Rosine in einem andern Winkel ins Licht hältst? Wie ist die Oberfläche beschaffen?
Riechen Führe deine Rosine zur Nase. Was riechst du? Woran erinnert dich der Geruch? Wie fühlst du dich dabei?
Falls du sie jetzt schon verspeisen möchtest, gib dieser Versuchung nicht nach. Versuche einfach, dieses Gefühl als Beobachter wahrzunehmen und vorbeiziehen zu lassen. Akzeptiere den Zustand. Dies entspricht der Grundhaltung der Achtsamkeit.
Tasten/Schmecken Befühle jetzt die Rosine mit deinen Fingern. Kannst du die Unebenheiten spüren? Erzeugt das Befühlen ein Geräusch? Wenn du sie jetzt zum Mund führst, kannst du sie leicht über deine Unter- und Oberlippen streichen lassen. Wie fühlt sich das an? Gleich, wie wenn du sie mit den Fingern berührst?
Nun legst du die Rosine auf deine Zunge. Wie fühlt sich ihr Gewicht an? Kannst du ihren Geschmack bereits schmecken? Du kannst die Rosine mit der Zunge im Mund umherbewegen. Konzentriere dich dabei wie es sich anfühlt. Ändert sich dabei die Konsistenz? Schluck die Rosine noch nicht herunter, auch wenn der Impuls da ist. Akzeptiere einfach den Zustand, den du gerade wahrnimmst.
Jetzt darfst du die Frucht langsam zerbeissen. Welche Geschmacksnuancen nimmst du wahr? Wie ist ihre Konsistenz? Wie fühlt sich das Fruchtfleisch an? Konzentriere dich auf die Kaubewegungen und darauf, wie sich die Rosine langsam auflöst. Hörst du dabei etwas? Spür, wie es sich anfühlt, wenn du sie hinunterschluckst und welcher Geschmack im Mund bleibt.
Bevor du nun die Übung beendest, nimm dir kurz Zeit und denk darüber nach, wie es sich angefühlt hat, die Rosine achtsam zu essen. Welche Unterschiede nimmst du war zum "normalen" Essen? Was hat dich überrascht? Was enttäuscht? Sind deine Gedanken abgedriftet oder konntest du dich ganz auf die Übung einlassen?
Beurteile nicht, nimm deine Gedanken und Empfindungen einfach neutral an. Es ist deine subjektive Erfahrung von heute und so ist es genau richtig. Schon morgen ergeben sich für dich vielleicht ganz andere Erfahrungen mit dieser Übung.
Inspirationsquelle/Literaturverweis:
So funktioniert die genussvolle Achtsamkeitsmeditation – Die Rosinenübung: evidero.de