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Die Schweiz subventioniert die Nahrungsmittelproduktion jährlich mit 3.5 Milliarden Franken. Damit werden auch Erzeugnisse finanziert, die unter Verwendung von Pestiziden, Antibiotika und eingeführtem Futter hergestellt werden. Die Initiative Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung fordert umweltverträgliche und gesunde Lebensmittel für die Bevölkerung.
Sie verlangt, dass Direktzahlungen landwirtschaftlichen Betrieben vorzubehalten sind, die auf Pestizide und den prophylaktischen Einsatz von Antibiotika verzichten und deren Viehbestände aus Eigenfutterproduktion versorgt werden.
Die Initiative gefährdet jedoch den Fortbestand zahlreicher Betriebe. Für die Empfänger von Direktzahlungen hätte das Verbot von Pestiziden und zugekauftem Futter einen sofortigen, existenzbedrohenden Produktionsrückgang zur Folge. Man sollte auch nicht ausser Acht lassen, dass der Bund bereits jetzt eine gesunde Produktion fördert und dass die bestehenden landwirtschaftspolitischen Massnahmen trotz der Aussetzung der Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2022 (PA22+) verstärkt werden sollen.
Schlussendlich gefährdet die Initiative die Schweizer Landwirte, weil sie diese gegenüber ausländischen Erzeugnissen benachteiligt.
In Anbetracht der angespannten Wirtschaftslage und insbesondere der potentiell grossen Auswirkungen auf diesen für den Kanton Freiburg bedeutenden Wirtschaftssektor, der auch zahlreiche Zulieferer betrifft, wäre eine Annahme der beiden Initiativen unverantwortlich. Die Mitglieder der Arbeitgeberkammer haben deshalb mit grosser Mehrheit beschlossen, die Ablehnung beider Initiativen zu empfehlen.