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Hier finden Sie Antworten, nützliche Informationen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu zwei Themen, die den Laufsport bewegen: „Wie entstehen Überlastungsbeschwerden im Laufsport?“ und „Was ist eine gute Lauftechnik/Laufökonomie?“. Und das Allerwichtigste, wir beantworten Ihnen die Frage, wie Analyz3d Ihnen persönlich helfen kann, Ihre Verletzungsprobleme in Griff zu bekommen und Ihre Lauftechnik zu verbessern.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bis zu 90% der Läuferinnen und Läufer jedes Jahr an einer Überlastungsbeschwerde leiden, was zu Trainingseinschränkungen oder gar Trainingspausen im Breiten- wie im Spitzensport führen kann.
Hierbei sind vor allem das Kniegelenk (z.B. Läuferknie oder iliotibiales Bandsyndrom, etc.), die Achillessehne (Achillessehnenentzündung), die Schienbeinkante (Shin Splints) und die Fußsohle (Fersensporn) betroffen.
Aktuell wird vermutet, dass bei deren Entstehung, unterschiedliche Muster existieren, welche sich immer aus klinischen, biomechanischen und trainingsspezifischen Risikofaktoren zusammensetzen.
Das bedeutet, dass Schwächen in Beweglichkeit, Kraftfähigkeit, Bewegungsablauf und Fehler in der Trainingsgestaltung zu chronischen Verletzungen im Laufsport führen können.
Klinische / Anthropometrische Risikofaktoren
Eine hohe Anzahl unterschiedlicher klinischer Parameter wurde untersucht und mit der Entstehung von Überlastungsbeschwerden wie dem „Runners Knee“ oder „Jumpers Knee“ in Verbindung gebracht. Dazu gehören Unterschiede in Beinlänge und Fußgewölbehöhe, eingeschränkte sowie erhöhte Gelenkbeweglichkeit, veränderte statische Ausrichtung der unteren Extremität, einschränkte Beweglichkeit der laufrelevanter Muskelgruppen wie der Hüftbeuger und viele mehr.
Biomechanische Risikofaktoren
Die biomechanische Analyse der Fußbewegung hinsichtlich einer erhöhten Pronationsbewegung (Überpronation) gilt als meist verbreitetster wissenschaftlicher Erklärungsansatz für Laufverletzungen unterhalb des Kniegelenks. Oberhalb des Kniegelenks gelten Auffälligkeiten in der Hüftbewegung und eine instabilen Beinachse als Risikofaktoren für Verletzungen im Laufsport.
Aktuell werden zudem neue Ansätze präsentiert, welche Koordinationsmuster der unteren Extremität untersuchen. Es scheint zudem eine Verbindung zwischen erhöhter Gelenkbelastung durch veränderte Bewegungsabläufe und der Entstehung von Überlastungssymptomen zu geben. Nicht zuletzt werden Schwächen der muskulären Kraftfähigkeit sowie muskuläre Dysbalancen als weitere Einflussfaktoren genannt.
Trainingsspezifische Risikofaktoren
Überlastungsbeschwerden scheinen außerdem durch Fehler in der Trainingsgestaltung wie beispielsweise erhöhte Kilometerleistung oder Laufumfänge, Laufdauer, Trainingsfrequenz und Intensität ausgelöst zu werden und können somit durch verändertes Trainingsverhalten vermieden werden. Aktuell wird vermutet, dass auch eine extreme Veränderung in der Trainingsgewohnheit, d.h. zu schnelle Steigerung der Intensität bzw. wöchentlichen Laufkilometer oder eine Veränderung hin zu hartem Untergrund schlussendlich als Auslöser für die Verletzung gelten kann.
Beispiel 1 – Läuferknie (Runners‘ knee, Iliotibiales Bandsyndrom)
Laut einem aktuellen Übersichtsartikel scheinen Auffälligkeiten in Hüft-, Knie- und Sprunggelenksbewegung Auswirkung auf die Entstehung des Iliotibialen Bandsyndroms (ITBS) zu haben. Es wird vermutet, dass eine instabile Beinachse nach innen (mehr Hüftadduktion) zu Beginn des Bodenkontaktes zu mehr Stress auf das Kniegelenk und auf das IT Band und letztendlich zu ITBS führen kann.
Keine übereinstimmenden Meinungen scheint es bezüglich der Kraftfähigkeit von LäuferInnen mit ITBS zu geben. Jedoch gibt es Anzeichen aus Studien und der praktischen Arbeit mit Sportlern, dass eine schwache oder nicht balancierte Kraft im Oberkörper (Bauch und Rücken) sowie der hüftumgebende Muskulatur zu einer instabilen Beinachse führen kann. Diese Muskelgruppen lassen sich untersuchen, und können durch gezieltes Training aufgebaut werden, so dass ein Verletzungsrisiko minimiert werden kann.
Beispiel 2 – Achillessehne
Ein systematischer Überblick zum Thema Achillessehnenbeschwerden zeigt, dass vor allem Bewegungen des Sprunggelenks und Rückfusses (Überpronation und Dorsalextensionsgeschwindigkeit) sowie des Kniegelenks (reduziertes Beugungsausmass) Faktoren sein können, die das Risiko eine Achillessehnenbeschwerde erhöhen.
Eigene Untersuchungen von Dr. Tobias Hein aus dem Jahr 2013 zeigen ebenso, dass eine Überpronation, eine reduzierte Dorsalextension des Sprunggelenks sowie eine reduzierte Kniebeuge zu Achillessehnenproblemen führen können. Zudem scheint es, dass eine Kombination aus verändertem Bewegungsablauf der unteren Extremität, geringerer Kraftfähigkeit in der Kniebeugemuskulatur und erhöhten Aufprallkräften (als Folge von schnelleren Trainingseinheiten) zu einer erhöhten Belastung der Achillessehne während der Lastaufnahme und dann resultierend zu Achillessehnenbeschwerden führt.
Durch das klinisch-biomechanische Untersuchungsprotokol der Analyz3d-Laufanalyse können individuelle Risikofaktoren, welche Ihnen möglichweise in Zukunft Probleme machen könnten, oder Ursachen für die bereits bestehenden Beschwerden identifiziert werden.
So können Defizite des Bewegungsapparates und der Muskulatur bezüglich Dehnfähigkeit, Flexibilität oder funktioneller Kraftfähigkeit zunächst erkannt und durch individuelle Trainingsempfehlungen oder individualisiertes Personaltraining ausgebessert werden. Ebenso werden Auffälligkeiten bzw. Schwachstellen in Ihrer Lauftechnik aufgezeigt, welche durch gezielte Bewegungs-, Mobilisierungs- und Stabilisierungsaufgaben minimiert werden können.
Somit sind Sie in der Lage Ihr eigenes Verletzungsrisiko zu minimieren, um besser traininieren zu können. Zudem gehören Empfehlungen zur perfekten Schuhwahl, falls notwendig zur Physiotherapie oder Einlagenversorgung sowie zur optimalen Regenration zu jeder Laufanalyse dazu.
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Egal ob Laufanfänger oder Profiläufer, alle kennen das Gefühl dass der eigene Laufstil vielleicht nicht optimal ist und dass man die aufgewendete Energie nicht richtig in Geschwindigkeit umsetzen kann. Je weniger Energie Ihnen durch eine ineffiziente Lauftechnik z.B. durch fehlende Koordination oder asymmetrische Belastung zur Verfügung steht, desto schwieriger wird es für Sie schnell und erfolgreich zu laufen.
Laufökonomie beschreibt die Fähigkeit eines Athleten die aufgenommene Menge an Sauerstoff in mechanische Arbeit umzuwandeln, um so bei einer vorgegebenen Geschwindigkeit die Menge an Energieverbrauch zu minimieren. Somit ist klar; je besser die Lauftechnik eines Athleten ist, desto besser ist die Laufökonomie und desto besser wird die komplette Laufleistung.
So kann man sich die Frage stellen, „Was ist eine gute Lauftechnik / Laufökonomie?“ und „Wie lässt sich diese verbessern?“ Nun, es gibt sehr wohl einige biomechanische Faktoren, die mit einer guter Laufökonomie in Verbindung gebracht und auch individuell optimiert werden können.
Beispielsweise zeigen einige wissenschaftlichen Studien verschiedene Ansatzpunkte, um die Laufökonomie aus biomechanischer Sicht zu steigern. Zum Beispiel kann es durch eine Veränderung der Lauftechnik hin zu einer geringeren Schrittlänge sowie einer reduzierten vertikalen Schwingung des Beckens zu einer Erhöhung des submaximalen Sauerstoffvolumens kommen. Aber auch durch eine gezielte Trainingsveränderung, in dem Falle durch eine Kombination aus hochintensivem Intervall und Krafttraining, kann man die individuelle Laufökonomie um bis zu 7 Prozent steigern.
In einer Studie der Universität Göteborg in Kooperation mit der ETH Zürich, an der ich mitgearbeitet habe, wurden neben zahlreichen physiologischen und biomechanischen Parametern auch Muskel- und Blutproben zur Bestimmung u.a. der zellulären Atmungsaktivität der Muskulatur aller Athleten genommen. Im Hinblick auf die biomechanischen Bewegungsparameter konnte festgestellt werden, dass der Parameter „Ankle Path“ (zurückgelegter Weg des Fußes während eines Schrittes) mit verbesserter Laufökonomie ebenso korreliert wie die vertikale Schwankung des Beckens.
Das bedeutet, je geringer die vertikale Bewegung des Beckens während Abdruck- und Flugphase ist, desto geringer werden die Bewegungsausmasse der Hüft- sowie Kniegelenke, desto geringer wird die Länge des „Ankle Path“ und desto besser ist die Laufökonomie.
Mittels Analyz3d-Laufanalyse können genau diese biomechanischen Laufparameter individuell analysiert werden, welche eine gute oder schlechte Lauftechnik ausmachen. Weitere wichtige Parameter in der Gesamtanalyse sind:
Durch diese detaillierte Analyse des Bewegungsablaufes und der darauf abgeleiteten Tainingsempfehlungen zur Technikoptimierung und gleichzeitig zur Ausbesserung eventueller Defizite der Kraft- und Dehnfähigkeit sowie zur schnelleren Regeneration, werden Sie Ihren Laufstil verbessern und Ihr Verletzungsrisiko minimieren können, was letztendlich zu einer Steigerung Ihre gesamten Lauf-Leistungsfähigkeit führen wird.
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