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Keine Disziplin ist in dieser Ski-Weltcup-Saison so spannend wie der Slalom der Herren. Die bisherigen sechs Rennen waren derart offen, dass es beim Olympia-Rennen von Peking wohl über 30 mögliche Medaillen-Kandidaten gibt. Auch am Dienstag in Schladming setzte sich dieser Trend fort – wie verrückt die bisherige Slalom-Saison war, zeigen diese acht Zahlen auf.
In dieser Saison scheinen fast alle Fahrer ein grosses Problem damit zu haben, konstant zu fahren. So schafften es bisher nur gerade zwei Athleten, in sämtlichen sechs Rennen in die Punkte zu fahren: der Norweger Lucas Braathen und der Italiener Tommaso Sala. Zum Vergleich: In der letzten Saison gab es zu diesem Zeitpunkt noch sieben Fahrer, welche in jedem Rennen gepunktet hatten. Braathen und Sala gehörten beide nicht dazu.
In den bisherigen sechs Saisonrennen gab es schon ganze fünf Fahrer, welche zum ersten Mal überhaupt das Slalom-Podest besteigen durften: Filip Zubcic, Kristoffer Jakobsen, Johannes Strolz, Lucas Braathen und Atle Lie McGrath. Strolz und Braathen schafften es gar, bei ihrer Podestpremiere ganz oben zu stehen.
Sechs Rennen gab es in dieser Saison, sechs verschiedene Fahrer konnten dabei gewinnen: Clément Noël, Sebastian Foss-Solevaag, Johannes Strolz, Lucas Braathen, Dave Ryding und Linus Strasser.
Eine solche Vielfalt gab es in dieser Saison nur im Slalom. In der Abfahrt gab es in sieben Rennen immerhin fünf Sieger, in den anderen zwei Disziplinen ist die Angelegenheit deutlich weniger spannend: In den fünf Riesenslaloms gab es nur zwei verschiedene Sieger (viermal Marco Odermatt, einmal Henrik Kristoffersen), im Super-G ebenso (dreimal Aleksander Kilde, zweimal Marco Odermatt).
Ebenfalls ein Zeichen für die unglaubliche Ausgeglichenheit in der Slalom-Weltspitze: In den bisherigen sechs Rennen standen 14 verschiedene Fahrer auf dem Podest. Nur gerade vier Athleten gelang es, dieses zweimal zu besteigen: Kristoffer Jakobsen, Lucas Braathen, Linus Strasser und Manuel Feller.
Das pure Gegenteil gibt's derweil im Slalom-Weltcup der Damen. In sieben Rennen gab es nur gerade sieben Podestfahrerinnen.
Nicht nur bei den einzelnen Fahrern ist die Weltspitze äusserst breit, auch die verschiedenen Länder rücken immer näher zusammen. So konnten in dieser Saison bereits 17 verschiedene Nationen im Männerslalom Punkte sammeln, darunter auch solche, die nicht zu den traditionell ganz grossen Skinationen gehören.
Mit Albert Popov und Kamen Zlatkov holten gleich zwei Fahrer Punkte für Bulgarien, Belgien ist mit Armand Marchand vertreten, Japan mit Yohei Koyama und Spanien mit Joaquim Salarich. Und für Grossbritannien punktete nicht nur Kitzbühel-Sieger Dave Ryding, sondern auch Billy Major und Laurie Tylor.
In keiner Disziplin gilt es als so wichtig wie im Slalom, mit einer frühen Startnummer ins Rennen gehen zu können. In dieser Saison scheint dies aber fast keine Rolle zu spielen. Die Durchschnitts-Startnummer der sechs Sieger ist mit 17,3 bemerkenswert hoch, vor allem, weil mit Lucas Braathen und Johannes Strolz zwei Fahrer mit einer Nummer über 30 sensationell gewannen.
Gleichzeitig ist bemerkenswert, wie schwer sich die nominellen Topfahrer tun. Nur bei den ersten Rennen konnte ein Fahrer mit einer Nummer zwischen 1 und 7 am Ende das Rennen gewinnen. In Val d'Isère schaffte dies Clément Noël, in Madonna di Campiglio Sebastian Foss-Solevaag.
Als 29. nach dem ersten Lauf hatte in Wengen wohl kaum jemand Lucas Braathen als Podestkandidat auf dem Zettel. Doch der Norweger zeigte einen hervorragenden zweiten Lauf und profitierte davon, dass einige der Topfavoriten ausschieden – so schaffte er tatsächlich nicht nur den Sprung aufs Podium, sondern gleich auf Rang 1. 28 Plätze machte der Norweger damit in einem Lauf gut – ein neuer Rekord.
Manuel Feller gelang gestern in Schladming ähnliches: Der Rückkehrer fuhr von Rang 28 als Dritter aufs Podest.
So viele Punkte sammelte Lucas Braathen in sechs Rennen, also knapp 43 pro Event. Damit führt der junge Norweger drei Rennen vor Schluss die Slalomwertung an.
Für den Saisonabschluss ist damit Spannung pur garantiert: Während bei den Damen Petra Vlhova zwei Rennen vor dem Ende mathematisch schon als Kugel-Gewinnerin feststeht, kann sich bei den Männern jeder Fahrer noch diese Trophäe holen – theoretisch sogar einer, der bisher noch keinen Punkt sammeln konnte.
Als am Samstag Paris St-Germain zum Auswärtsspiel gegen den HSC Montpellier antrat, fehlte Idrissa Gueye überraschend in der Mannschaft. Der 32-jährige Senegalese war zwar im Kader und machte die Reise in den Süden Frankreichs mit, doch auf dem Matchblatt war er nicht zu finden.