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Das richtige Studium
Es ist eine reelle Tatsache, dass ein abgeschlossenes Studium keinesfalls eine Jobgarantie bedeutet. Es gibt Fachrichtungen, die entweder zu spezialisiert sind oder zu sehr in der Nische stattfinden, als dass sie viele Möglichkeiten eröffnen würden. Genauso gibt es am anderen Ende des Spektrums Studiengänge, die sehr auf das Allgemeine setzen; auf eine breitgefächerte Wissensvermittlung in einem weitabgesteckten Feld. In die zweite Kategorie lassen sich viele Geisteswissenschaften einordnen, die zwar ohne jeden Zweifel inspirierend sein können, aber eine spezifische und praxisorientierte Wissensvermittlung oft nicht als oberste Priorität definieren. Natürlich muss das nicht die Maxime sein oder die einzige gültige Motivation, einen (Fach-)Hochschulabschluss anzustreben. Es schadet jedoch sicherlich nicht, die potenziellen Chancen auf eine Beschäftigung nach dem Studium im Blick zu behalten.
Auf Umwegen zum Ziel
Sabrina Känel hat zunächst eine Lehre bei der Mobiliar absolviert, anschliessend die Passerelle gemacht, um dann an der Universität Bern Geschichte und Germanistik zu studieren. Eine Kombination von Studienfächern, die beliebt ist, oft belegt wird und einen entsprechend umkämpften Arbeitsmarkt zur Folge hat. Für Sabrina Känel bedeutete diese Tatsache eine Rückbesinnung auf ihre Lehre und das Wahrnehmen einer sich ihr bietenden Chance. Ihr heutiger Arbeitgeber Mobi24 hat ihr die Möglichkeit gegeben, eine Stelle als Fachspezialistin im Schaden und Support anzutreten; eine Chance, die eine weitere brancheninterne Weiterbildung zur Folge hatte, die von ihrem Arbeitgeber selbstverständlich unterstützt und gefördert wurde.
In diesen zwei kurz aufeinanderfolgenden Weiterbildungen, dem Studium und der brancheninternen Fortbildung, werden ihre unterschiedlichen Anforderungen deutlich: der Modus eines geisteswissenschaftlichen Universitätsstudiums ist sehr an schulischen Abläufen orientiert, an einer theoretischen Wissensvermittlung und historischen Kontextualisierungen. Die berufsbegleitende Fortbildung auf der anderen Seite bedeutete im Fall von Sabrina Känel ein Arbeitspensum von 100% und zusätzliche drei Abend pro Woche auf der Schulbank: „Das war auch in der Prüfungsphase nicht immer leicht, da man sich eigentlich auf das Lernen konzentrieren wollte, aber natürlich auch bei der Arbeit weiterhin seine Leistung erbringen musste. Eine solche Form der Weiterbildung erfordert einen hohen Grad an Selbstverantwortung und Selbstorganisation.“ Der Umweg über das Studium ist für Sabrina Känel aber trotzdem keine verlorene Zeit gewesen, denn „es ist immer spannend, Neues zu lernen, auch wenn es vielleicht nicht unbedingt etwas mit der eigenen Arbeitstätigkeit zu tun hat. Man kann sich immer Dinge, die man persönlich interessant findet, herauspicken.“