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die Anhänger des Hauses Orleans, dessen Regierungsansprüche in Frankreich jetzt Herzog Philipp von Orleans
(s. Orleans, Fürstengeschlecht) vertritt. Die Orléanisten wurden nach dem SturzeLudwig Philipps durch die Februarrevolution
von 1848 von den Republikanern, Bonapartisten und Legitimisten in den Hintergrund gedrängt und waren unter dem Zweiten Kaiserreich
von geringer Bedeutung. Nach der Errichtung der Republik (1870) traten sie wieder mehr hervor
und bildeten in der Nationalversammlung (1871 - 75) unter Führung des GrafenDaru das rechte Centrum.
Dadurch, daß der Graf von Paris 1873 den Grafen Chambord als Haupt der Familie anerkannte und besonders nachdem dieser 1883 gestorben
war, verschmolzen die Orléanisten allmählich mit den Legitimisten (s. d.).
Bei denWahlen von 1889 und auch schon früher unterstützten sie auf die Weisung des Grafen von Paris im
geheimen das TreibenBoulangers, in der Hoffnung, ihn für ihre Zwecke nutzbar zu machen. Ihre Bedeutung nahm jedoch immer mehr
ab, je mehr sich die Republik konsolidierte.
Besonders schädigte sie auch 1892 die Aufforderung des Papstes an alle Katholiken Frankreichs, die bestehende
Staatsform anzuerkennen, infolge deren sich aus ihren Reihen die Konstitutionelle Rechte (s. d.) bildete. Bei denWahlen von
1893, wo sich Bonapartisten und Orléanisten unterstützten, errangen sie zusammen nur 58 Sitze. Ihre hervorragendsten Vertreter in der
Kammer sind der Herzog von Larochefoucauld, Baudry d'Asson u. a. Ihr Hauptorgan ist der «Soleil», und auch
der «Figaro» tritt für die royalistischen Ideen ein.
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