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Die potenziellen Landbesitzenden werden kontaktiert und über die zukünftigen Verhandlungen, die im weiteren Verlauf des Projekts notwendig sind, informiert. Es gibt zwei mögliche Situationen: Die Windanlagen werden auf Gemeindeland oder auf Privatland installiert. In der Regel ist ein auf Gemeindegebiet geplantes Projekt einfacher umzusetzen, weil weniger Akteure involviert sind, bevorzugte Behandlungen von Eigentümern verhindert werden und die Gemeinschaft vom wirtschaftlichen Nutzen aus dem Betrieb des Windparks profitiert. Die nachfolgende gute und schlechte Praxis bezieht sich auf ein auf Privatgrund geplantes Projekt.
Vor der Kontaktierung der Landbesitzenden nimmt der Projektträger mit der Gemeinde Kontakt auf. Danach nehmen die Gemeinde und der Projektträger gemeinsam, beispielsweise im Rahmen einer Sitzung, Kontakt mit den Landbesitzern auf, um eine hohe Transparenz zu schaffen.
Achtung: Die Eigentümer erwarten oft die Präsentation eines Endprojekts mit definitiven Standorten, damit sie sich ein konkretes Bild von den Auswirkungen und Einnahmen machen können. Es ist wichtig, klar zu kommunizieren, was bereits definitiv ist, was noch nicht und was es demnächst und in welcher Etappe sein wird. Nur so ist ein guter Ablauf ab dem ersten Kontakt möglich.
Die Ausarbeitung eines Verteilschlüssels des Gewinns (= Rahmenbedingungen für die Entschädigung) für die umliegenden Grundstücke (wer, wie viel) kann einerseits verhindern, dass sich ein Eigentümer ohne Anlage auf seinem eigenen Land aus Verdruss gegen das Projekt stellt, nachdem er einen Verdienst erhofft hatte, und andererseits einer Eskalation in der Bevölkerung und deren Spaltung vormeiden helfen.
Aufgrund des Swissgrid-Anmeldeverfahrens für den Erhalt der Einspeisevergütung nimmt der Entwickler so rasch wie möglich direkt mit den Landbesitzenden Kontakt auf. Doch Abmachungen hinter dem Rücken der Gemeinde sind ein schlechter Projektstart.