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Vom Schlachtbruderhaus zum Gastronomiebetrieb
In den Quellen erscheint immer wieder ein "bruderhüsli" bei der Kapelle, erstmals 1416. Hier wohnte der vom Rat von Luzern ernannte Schlachtbruder, der das Schlachtgut zu verwalten hatte. Häufig versahen Sempacher dieses Amt. Dem Schlachtbruder stand seit jeher das Recht zu, an der Schlachtjahrzeit und an der Kirchweihe zu wirten. Im 19. Jahrhundert wurde dieses Recht allmählich ausgebaut und 1887 ein Sommerwirtepatent erteilt. Der Bruder empfing seine Gäste im Pächterhaus und in einer Kantine. 1924 wechselt man zum Ganzjahresbetrieb mit Wein- und Speisewirtschaft in Gaststube und Garten. 1828 ist eine Kegelbahn erwähnt und 1932 wird die Festhalle neu errichtet. Diese steht heute noch: Der Bauernschopf. 1963 bewilligt man das heutige Gebäude, bricht das Bruderhaus ab, und 1995 verkauft der Kanton den Gastbetrieb im Baurecht an Josef Wey-Meier, dem Vater des heutigen Gastwirtes und "Schlachtbruder" Rolf Wey. Rolf & Martina Wey-Emmenegger führen den Familienbetrieb nun in der 5ten Generation.