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Zeichnungen und Cartoons, welche Selbstverletzung und Suizid darstellen, sollen auf Instagram künftig verboten werden, schreibt die britische Zeitung «The Guardian». Treibende Kraft ist der Brite Ian Russel, Vater der 14-jährige Molly Russell, welche sich im November 2017 das Leben genommen hatte.
Instgram soll Mitschuld am Tod haben
Die Eltern von Molly Russell halten Instagram für mitschuldig an dem Selbstmord ihrer Tochter. Sie hatten nach dem Tod von Molly unter anderem auf ihrem Instagram-Profil verstörende Inhalte entdeckt, welche Selbsttötung glorifizieren. Molly soll ausserdem Instagram-Bilder von Selbstverletzungen angeschaut haben.
Filter macht Bilder unscharf
Auf die Proteste von Vater Ian Russel hatte Instagram bereits im Februar mit einer Art Filter reagiert. Der sogenannten «Sensitivity Screen» macht Bilder von Selbstverletzungen schwieriger zugänglich. Die Fotos erscheinen unscharf, erst wer gezielt darauf klickt, kann sie sehen.
Auch Zeichnungen sollen verschwinden
Das Verbot soll nun auf Zeichnungen und Cartoons mit suizidalem Inhalt ausgeweitet werden, sagt Instagram-Chef Adam Mosseri gegenüber BBC News. Dies könne aber einige Zeit dauern und werde bestimmt nicht der letzte Schritt sein. Ian Russel heisst die Bestrebungen von Instagram gut, sagte jedoch, das Unternehmen müsse schneller handeln.
Eine trostlose Welt
Ian Russel erzählte BBC News ausserdem von seiner Tochter: «Ich denke, Molly war depressiv. Ich glaube, sie hat im Internet nach Hilfe gesucht und dabei eine dunkle Welt mit trostlosem Inhalt gefunden. Dazu gehörte zum Beispiel eine schwarz-weisse Bleistiftzeichnung eines Mädchens auf der stand: Wer würde schon ein suizidales Mädchen lieben?» Umso wichtiger sei es, dass solche Inhalte in Zukunft verboten würden.