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Nach der Schlacht bei Grandson, am 2. März 1476, erobern die Eidgenossen eine enorme Beute, eine der unglaublichsten der Geschichte! Warum beinhaltete das Burgunderlager solchen Reichtum und was ist daraus geworden?
Der Staat Burgund ist besonders reich und seine Herzoge von Burgund stellen sich umso mehr zur Schau als die Macht ihrer Dynastie bestritten ist : der Hof brüstet sich mit seinen Reichtümern um sich zu behaupten, und so den Anspruch auf den von Karl dem Kühnen beanspruchten Königstitel zu beeinflussen.
Das Schicksal der Beute in den Händen der Eidgenossen
Nach der Niederlage Karls des Kühnen plündern die Eidgenossen das Lager der Burgunder; sie erobern eine unermesslich grosse Beute : Schmucksachen, Gold-schmiedearbeiten, Wandteppiche, religiöses Gut – wie zum Beispiel Reliquien, Monstranzen, Gebetbücher und liturgische Gewänder – sowie Waffen, Artilleriege-schütze, Standarten, Zelte, Gewänder und ebenso Nahrung für das Vieh.
Die Waffen werden in den Zeughäusern verwahrt, während die zahlreichen Fahnen als Eroberungsstücke aufgelistet, restauriert und in den Kirchen zur Schau gestellt werden. Nahrung und Vieh werden auf der Stelle verteilt.
Die Eidgenossen erwarteten nicht, solchen Reichtum zu erobern, was zu unbeholfenem Benehmen und zu Disziplinproblemen führt : ein umfangreicher, illegaler Handel richtet sich ein!
Da jeder einen Profit aus der Beute sucht, werden viele Sachen auseinander genommen und in kleineren Stücken zu unbedeutenden Preisen verkauft. In Luzern erstellt man ein Inventar der eroberten Reichtümer, welches jedoch nur einen kleinen Teil der Beute beinhaltet. Mit der Zeit können einige Stücke wieder zusammengetragen werden und viele werden von Händlern oder von Kriegern zurückgegeben.