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Optimale Fahrstabilität, guter Komfort, hohe Lenkpräzision, wenig Rollwiderstand, perfekter Grip auf nasser und trockener Fahrbahn - die Anforderungen an moderne Autoreifen sind mannigfaltig und hoch. Als das Automobil noch in den Kinderschuhen steckte, hatten die Pneus ein einfaches Leben. Die ersten Benz-Motorwagen rollten noch auf hölzernen Speichenrädern, hatten aber immerhin Bandagen aus Vollgummi. Die legendäre "Fernfahrt", die Bertha Benz (übrigens ohne das Wissen ihres Mannes Carl) mit den beiden Söhnen Eugen und Richard von Mannheim nach Stuttgart 1888 unternahm, dürfte trotzdem keine komfortable Angelegenheit gewesen sein.
Etwas bequemer ging es da schon mit den Luftreifen zu. Sie wurden zuerst von Dunlop für Fahrräder patentiert und waren wenig später auch für Autos zu haben. Continental zum Beispiel baute von 1898 an seine "Pneumatics".
Durch Luftreifen wurden hohe Geschwindigkeiten erst möglich. Bald folgten die ersten Profilreifen, und die Beimengung von Ruß verlieh den Reifen ihre schwarze Farbe. Cordreifen sowie Niederdruckreifen (mit knapp drei statt vorher fünf Bar Druck) waren weitere Meilensteine in der Pneu-Entwicklung.