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China startet weltgrössten Emissionshandel in Shanghai
Im Kampf gegen den Klimawandel hat in China der weltgrösste CO2-Emissionshandel begonnen. Der Preis für eine Tonne des Treibhausgases lag am Freitag zum Handelsauftakt in Shanghai bei 48 Yuan (etwa 6,80 Franken), wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
Am Handel sollen demnach zu Beginn mehr als 2000 Unternehmen aus der Energiebranche teilnehmen, die für rund vier Milliarden Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr verantwortlich sind, womit die Volksrepublik der grösste Markt für Treibhausgasemissionen wäre. Später sollen weitere Industriezweige hinzukommen.
Laut der US-Denkfabrik Rhodium Group überstieg Chinas jährlicher Ausstoss von Treibhausgasen zuletzt die Emissionen aller entwickelten Länder zusammen. Der Handel soll der zweitgrössten Volkswirtschaft dabei helfen, seine Emissionen zu senken und die von Staats- und Parteichef Xi Jinping vorgegebenen Klimaziele zu erreichen. Er hat zugesagt, dass China den Höhepunkt seiner CO2-Emissionen vor 2030 anstrebe und Kohlendioxid-Neutralität bis 2060 erreichen wolle. Das bedeutet, dass kein Kohlendioxid ausgestossen wird oder die CO2-Emissionen vollständig kompensiert werden.
Im Rahmen des neuen Handelsprogramms erhalten Unternehmen laut Xinhua Quoten für CO2-Emissionen und können überschüssige Emissionszertifikate an diejenigen verkaufen, die mehr Verschmutzungsrechte benötigen. Experten bemängelten jedoch, dass die Quoten äusserst grosszügig zugeteilt würden, womit zunächst kaum Anreize geschaffen würden, den Ausstoss zu mindern. China wolle erreichen, dass sich die Unternehmen erstmal an das System gewöhnten. Später könnte es strenger werden.
Bereits seit 2013 hatten mehrere Städte und Provinzen in Pilotprojekten den Emissionshandel aufgenommen. Der nationale Start hatte sich aber verzögert.
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