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Zecken und Lauftraining
Zecken sind kleine Spinnentiere aus der Unterfamilie der Milben. Sie sind etwa Stecknadelkopf gross und leben im Unterholz oder im Gras bis zu einer Höhe von ca. 80 cm.
Am häufigsten kommen Zecken in gemässigten Klimazonen bis auf eine Höhe von 1000 m.ü.M. vor. Sie sind sehr anpassungsfähig und lieben die Feuchtigkeit des Erdbodens.
Zecken übertragen Krankheiten
Zecken sind parasitäre Spinnentiere und haben es auf das Blut ihrer Wirte (verschiedene Tierarten und den Menschen) abgesehen.
Ihren Stich spürt man nicht, weil die Stelle betäubt wird. Am häufigsten sucht sich die Zecke Plätze wie Achsel- und Kniehöhle, Leistengegend, Hals oder Kopf auf. So wird sie meistens erst spät oder gar nicht erkannt. Besonders die winzigen, nur 0.5 bis 1mm kleinen Zecken-Jungtiere übertragen Krankheitserreger. Von der Grösse her werde diese oft übersehen.
Wenn Zecken Blut saugen, können Bakterien und Viren übertragen werden, welche Krankheiten wie die Lyme-Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine spezielle Art der Hirnhautentzündung, auslösen können.
Nicht jede Zecke ist Träger der Viren und Bakterien und nicht jeder Biss überträgt diese: Etwa jede dritte trägt den Borreliose-Erreger, nur etwa jede hunderste die FSME-Viren.
Lyme-Borreliose
Die Lyme-Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst und befällt zahlreiche Organe wie Haut, Bändern, Nervensystem, Herz, Muskeln und Gelenke. Gegen die Borreliose gibt es keine Impfung. Sie wird mit Antibiotika behandelt.
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Die FSME verläuft in den meisten Fällen unbemerkt mit Kopfschmerzen oder Symptomen einer leichten Grippe. Sie kann aber in gewissen Fällen zu bleibenden Lähmungen oder gar zum Tod führen.
Die Hirnhautentzündung ist weniger häufig als die Lyme-Borreliose und befällt das Nervensystem. Sie wird durch ein Virus ausgelöst und kann nicht mit Antibiotika behandelt werden. Gegen die FSME gibt es eine wirksame Impfung. In der Schweiz empfehlen Experten allen, die sich häufig in der Natur aufhalten, die Impfung, welche aus drei Teilimpfungen besteht kann das ganze Jahr über verabreicht werden.
Zecken entfernen
Wenn du ein Zecke entfernen musst, ist es wichtig, mit Bedacht vorzugehen. Auf keinen darf die Zecke zerquetscht oder wie früher propagiert mit Oel beträufelt werden. Die Gefahr, dass Erreger in die Wunde kommen würde, steigt damit stark an.
Die Zecke kann mit einer Pinzette ohne Drehung oder mit einer speziellen Zeckenkarte entfernt werden. Anschliessend die Stelle desinfizieren. Ein stecken gebliebener Stechapparat ist nicht gefährlich und könnte allenfalls eine übliche Fremdkörperreaktion auslösen.
Vor Zecken schützen
- Wer sich in Risikogebieten aufhält, kann sich mit einer Impfung gegen die FSME schützen.
- Hohes Gras und im Unterholz geschlossene Schuhe tragen. Eng anliegende Kleidung, Hosenbeine in die Socken stecken. Helle Kleidung erleichtert das Auffinden allfälliger Zecken.
- Zeckenspray als unterstützende Massnahme verwenden. Bietet aber keinen zuverlässigen Schutz.
- Nach dem Aufenthalt in Risikogebieten Körper besonders an den erwähnten Stellen absuchen.
- Bewusst sein, dass Zecken winzig klein sein können (ab 0.5mm Durchmesser!)
Verhalten nach einem Zeckenbiss
- Datum und Stelle des Stiches aufnotieren.
- Die Stelle mehrere Wochen beobachten und bei Rötungen um die Wunde oder grippeähnlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber...) sofort den Arzt aufsuchen.
Weitere Infos:
» www.zecken.ch - Der Zeckenexperte der Schweiz
» www.zeckenkarte.ch - Zeckenkarte im praktischen Kreditkartenformat