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G3.1.b Anteil Personen mit psychischer Belastung
Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Abnehmen oder halten

Tatsächliche Entwicklung
|Seit 2012||Seit 2014|

Im Jahr 2012 litt knapp ein Sechstel der ständigen Wohnbevölkerung des Kantons Thurgau an einer mittleren bis hohen psychischen Belastung. Aufgrund der Datenlage sind noch keine Vergleiche über die Zeit möglich.
Aussagekraft
Gesundheit betrifft nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Verfassung. Beides wirkt sich auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität aus.
Kommentar
Im Jahr 2012 gaben 16,4 % der ständigen Wohnbevölkerung des Kantons Thurgau an, innerhalb der letzten vier Wochen vor der Befragung an einer mittleren bis hohen psychischen Belastung gelitten zu haben. Frauen (20,1 %) waren häufiger betroffen als Männer (12,4 %). Zwischen den verschiedenen Altersgruppen gab es dagegen keinen signifikanten Unterschied. Tendenziell nimmt die psychische Belastung jedoch mit zunehmendem Alter ab. Diese kantonalen Werte sind mit den Anteilen für die Gesamtschweiz vergleichbar.
Rund jede vierte Person im Kanton Thurgau berichtete 2012 von Depressionssymptomen innerhalb der letzten zwei Wochen vor der Befragung. Bei 22,5 % waren dies leichte, bei 4,8 % mittlere bis schwere Depressionssymptome. Frauen (leicht: 25,8 %, mittel bis schwer: 5,9 %) waren tendenziell etwas häufiger betroffen als Männer (leicht: 19 %, mittel bis schwer: 3,6 %). Auch die Depressionssymptome nehmen mit zunehmendem Alter eher ab (siehe "Daten rund um den Indikator"). Die Anteile der Personen mit Depressionssymptomen in der Thurgauer Bevölkerung entsprechen jenen der Gesamtschweiz.
Definition
Anteil der Personen in der ständigen Wohnbevölkerung mit mittlerer oder hoher psychischer Belastung (in den letzten vier Wochen).
Grenzen der Aussagekraft
Die Grundgesamtheit umfasst nur Personen ab 15 Jahren, die in Privathaushalten leben. Personen unter 15 Jahren sowie Personen, die in Kollektivhaushalten leben, werden nicht berücksichtigt. Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren werden in einer gesonderten Studie (HBSC-Studie) zur Gesundheit befragt.
In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung werden keine klinischen Kriterien angewandt, um psychische Erkrankungen zu diagnostizieren. Es wird jedoch nach dem Ausmass einzelner Aspekte von psychischer Belastung wie Nervosität, Niedergeschlagenheit und Deprimiertheit, Ausbleiben von Ruhe, Gelassenheit und Glücksgefühlen bzw. nach Symptomen depressiver Erkrankungen gefragt (siehe Weitere Informationen, "Gesundheit im Kanton Thurgau", Seite 7 und folgende).
Verwandte Indikatoren
G3.1.a Anteil Personen, die ihre Gesundheit als gut oder sehr gut einschätzen
G3.2 Anteil Personen mit Übergewicht
G3.3.a Anteil körperlich inaktiver Personen
G3.3.b Anteil Personen mit Gesundheitsrisiken durch Alkoholkonsum
G3.3.c Anteil Personen mit Gesundheitsrisiken durch Tabakkonsum
Kontextindikatoren "Gesellschaft"
Weitere Informationen
Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Gesundheit
Bundesamt für Statistik
Schweizerische Gesundheitsbefragung, Ergebnisse