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Lumbalkanalstenose
Unter einer degenerativen Spinalkanalstenose versteht man eine Einengung des Wirbelkanals durch Veränderungen der Strukturen (Abnützungen, Verknöcherungen, Verbreiterungen der Bänder oder durch Arthrose bedingte Veränderungen). Dadurch werden die Nerven des Rückenmarks im Wirbelkanal zusammengedrückt. Je nach Körperhaltung und Belastung führt dies zu Symptomen wie Schmerzen, Taubheitsgefühl, Kontrollverlust über die Muskulatur, Kribbeln und Brennen oder auch Krämpfen.
Befindet sich diese Verengung im unteren Rücken (Lendenwirbelsäule), spricht man von einer lumbalen Spinalkanalstenose (Synonyme: Lumbalstenose, Lumbalkanalstenose) und die neuralen und muskulären Beeinträchtigungen äussern sich vor allem im Gesäss, in den Beinen und den Füssen.
Typisch für Menschen mit einer Lumbalkanalstenose ist, dass sie zwar oft beschwerdefrei Fahrradfahren, aber nur kurze Strecken zu Fuss schmerzfrei gehen können. Die Beschwerden werden durch Sitzen oder Vorneigen des Oberkörpers gelindert. Sport und aktive Physiotherapie helfen oft wenig bis gar nicht, da sich die Ursache in der Verengung zwischen den knöchernen Strukturen und nicht im muskuloskelettalen Zusammenhang befindet.
Das Durchschnittsalter der LSOS-Teilnehmenden liegt bei über 74 Jahren. Mit höherer Lebenserwartung und der besseren medizinischen Versorgung, steigt auch das Mobilitätsbedürfnis der Menschen bis ins hohe Alter an. Einschränkungen in den täglichen Aktivitäten durch eine Lumbalkanalstenose können weitreichende Folgen haben.
Therapeutisch werden Lumbalkanalstenosen bei kleinem Leidensdruck, in der Klinik zuerst mit Physiotherapie oder Schmerzmedikamenten behandelt. Oft werden danach Infiltrationen in den Wirbelkanal gemacht und erst bei steigendem Leidensdruck wird eine Operation empfohlen.
MRI Beispiel-Bilder einer Lumbalkanalstenose
Transversale (=axiale) MRI-Aufnahme eines Patienten mit einer deutlichen Verengung des Wirbelkanals (= Spinalkanalstenose) auf Höhe des dritten Lendenwirbelkörpers (LWK3). Die Nervenstränge in der Mitte des Wirbelkanals sind stark komprimiert. In der seitlichen Ansicht (sagittal) ist ein Bandscheibenvorfall zu erkennen, der mitunter die Ursache für die Verengung des Spinalkanals sein könnte (durch Pfeil markiert).
Beispiel-Bilder eines gesunden Menschen
In der MRI-Aufnahme eines gesunden Menschen mit normaler Weite des Wirbelkanals, lässt sich sowohl im axialen (links) als auch im sagittalen Bild (rechts) keine Verengung des Spinalkanals erkennen.