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Die Ausgaben für Pensionen der ehemaligen Staatsbediensteten steigen stetig. Doch wer sind die größten Empfänger und wie hat sich die Scenario entwickelt?
München – Im Januar 2022 lag das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt der Rentnerinnen und Rentner bei 3240 Euro, eine Steigerung gegenüber den 3170 Euro des Vorjahres. Zusätzlich erhielten etwa 378.600 Hinterbliebene Versorgungsleistungen, was einer Zunahme von 0,3 Prozent entspricht. Die Gesamtausgaben für die Pensionen ehemaliger Staatsbediensteter beliefen sich im Jahr 2022 auf 53,4 Milliarden Euro. Zusammen mit den Hinterbliebenenversorgungskosten von 8,4 Milliarden Euro machte dies etwa 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.
Pensionäre: Starker Anstieg in den vergangenen Jahren
Im Jahr 2021 betrugen die Ausgaben 52,5 Milliarden Euro und zusammen mit der Hinterbliebenenversorgung von 8,3 Milliarden Euro machten sie 1,7 Prozent des BIP aus. Im Bundesbereich ging die Anzahl der Rentnerinnen und Rentner am 1. Januar 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent zurück. Im Landesbereich stieg ihre Anzahl um 1,8 Prozent und im kommunalen Bereich um 3,1 Prozent.
Mit 461.600 Personen und einem Anteil von 33,1 Prozent aller Rentnerinnen und Rentner bildeten die im Landesbereich tätigen Lehrkräfte wie in den Vorjahren die größte Gruppe der Ruhestandsbezieher in Deutschland. Ehemalige Beamte der Deutschen Bundesbahn und der Put up bildeten mit 284.100 Personen und einem Anteil von 20,4 Prozent die zweitgrößte Gruppe. Die restlichen Rentnerinnen und Rentner verteilten sich auf den Bundesbereich (10,6 Prozent), den Landesbereich (26,6 Prozent), den kommunalen Bereich (7,8 Prozent) und die Sozialversicherung (1,6 Prozent).
Zwischen 2000 und 2020 stieg die Anzahl der Rentnerinnen und Rentner stark an (+53,9 Prozent). Dieser Anstieg warfare hauptsächlich auf die hohe Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern zurückzuführen, die in den 1960er und 1970er Jahren eingestellt wurden.
So viele Pensionäre gehen vorzeitig in Rente
Aufgrund des Babybooms und des Traits zu höheren Schulabschlüssen stieg damals der Bedarf an Lehrkräften stark an. Im Landesbereich hat sich die Anzahl der Ruhestandsbezieher in diesen 20 Jahren quick verdreifacht (+181,1 Prozent). Die stärksten Einstellungsjahrgänge sind mittlerweile in Rente gegangen, so dass es im Jahr 2022 nur noch zu etwa 15.800 Neupensionierungen im Schuldienst kam. Die geringste Anzahl von Pensionierungen gab es zuletzt im Jahr 2004, die meisten Pensionierungen fanden mit jeweils 27.900 in den Jahren 2014 und 2015 statt.
Von den insgesamt 59.000 Neupensionären des Jahres 2022 traten 46.500 oder 79 Prozent mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren und 9 Monaten in den Ruhestand, nachdem sie das Rentenalter erreicht hatten. Allerdings erreichten nur 11.700 die gesetzliche Regelaltersgrenze (20 Prozent aller Neupensionierten). Die restlichen 34.800 (59 Prozent aller Neupensionierten) gingen vorzeitig in den Ruhestand oder erreichten eine besondere Altersgrenze, wie sie etwa im Vollzugsdienst oder für Berufssoldatinnen und -soldaten gilt. Weitere 10.300 Personen oder 17 Prozent aller im Jahr 2022 Neupensionierten wurden wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Sie waren bei Eintritt in den Ruhestand durchschnittlich 56 Jahre und 9 Monate alt. Die restlichen 4 Prozent der Pensionierungen entfielen auf Vorruhestandsregelungen oder andere Gründe.