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Es ist zwar bloss ein Einseiter, aber es ist das Dokument des Jahres: die Rechnungsstellung basierend auf einer angeblichen Abmachung zwischen Sepp Blatter und Michel Platini, in der sich der damalige Fifa-Präsident zu einer Zahlung von 2 Millionen Franken verpflichtet, einzahlbar auf ein UBS-Konto Platinis. Überschrieben ist die Rechnung mit «Concerne: salaires 1998/9, 1999/0, 2000/1, 2001/2», firmiert von Blatter und von Platini, damals Uefa-Präsident und Fifa-Vizepräsident.
Über dieses «Salaires»-Dokument wird dieser Tage vor dem Bundesstrafgericht Bellinzona gestritten. Am Fall besteht weltweites Interesse, denn es geht um das Schicksal von zwei Fussballgrössen, die jahrzehntelang allerlei Bälle in der Luft hielten. Doch entgegen der Aufregung im Gericht und in den Medien war der Fund der schriftlichen Abmachung zwischen Blatter und Platini ein profaner Akt. Am 25. September 2015 führte die Bundeskriminalpolizei am Fifa-Hauptsitz eine Hausdurchsuchung durch und stiess im Präsidentenbüro im «Korpus hinter Schreibtisch» auf das Papier.