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Die Bedeutung der Abfallwirtschaft hat sich seit ihrer Entstehung stark gewandelt: Bis Mitte des 20. Jahrhunderts stand die Abfallwirtschaft im Hinblick auf die hygienischen Verhältnisse in den Siedlungen im Vordergrund. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren rückte der Gewässerschutz zunehmend ins Zentrum des Interesses. Seit Beginn der Achtzigerjahre ist der Umweltschutz die treibende Kraft in der Abfallwirtschaft.
Dieser Wandel schlägt sich auch in der Gesetzgebung der Schweiz nieder. Während zu Beginn der Siebzigerjahre noch kaum gesetzliche Vorschriften bestanden, nahm in den letzten Jahrzehnten die Regelungsdichte stark zu.
In der Schweiz fallen jährlich rund 2.65 Millionen Tonnen nicht verwerteter Siedlungsabfälle an (Stand: 2009). Die durchschnittliche Menge beträgt damit rund 340 kg je Einwohner und Jahr. Dazu kommen rund 2.81 Millionen Tonnen verwerteter Siedlungsabfälle aus Haushaltungen und Kleingewerbe, also etwa 360 kg je Einwohner und Jahr. Dabei handelt es sich z.B. um Altpapier, Glas, elektrische und elektronische Geräte, PET, Weissblech usw