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Im Falle eines bewaffneten Konflikts mit Russland werden die europäischen NATO-Länder mit ernsthaften Problemen konfrontiert sein, sagt Jan Broeks, Leiter des Internationalen Militärkorps der Atlantischen Allianz (NATO).
In Bezug auf dieses Entwicklungsszenario in den Beziehungen zwischen der NATO und Russland wies der Militärkommandant, zitiert von der Zeitung Defense News, auf die Nachteile hin, die die gemeinsame Armee der Mitgliedsländer der Organisation derzeit hat.
In diesem Zusammenhang, so Broeks, müssten die NATO-Alliierten mehr Aufmerksamkeit auf logistische Fragen richten. Es ist von entscheidender Bedeutung, die Umschlagkapazität der wichtigsten Häfen zu erhöhen, Straßen zu finden, die das Gewicht von militärischer Ausrüstung tragen können, und veraltete Eisenbahnen reparieren.
Gleichzeitig ist es seiner Ansicht nach notwendig, rechtliche Fragen zwischen der Europäischen Union und der NATO zu lösen. Das heißt, Mitglieder des Militärblocks müssen die Erlaubnis aller EU-Länder einholen, die Grenzen ihres Luftraums zu überfliegen.
Die Erklärungen des Generaloffiziers wurden im Zusammenhang mit großen NATO-Militäroperationen in Norwegen abgegeben.
Die Übungen der NATO Trident Juncture 2018 finden seit dem 25. Oktober in Norwegen unter Beteiligung von 31 Ländern statt.
Die Manöver umfassen 50 Schiffe, 250 Flugzeuge, 10.000 Fahrzeuge und 50.000 Mitarbeiter. Schweden und Finnland nehmen ebenfalls an den Manövern teil.
Alle Teilnehmer und Organisatoren der Trident Juncture, einschließlich NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, versuchen in ihren Reden zu betonen, dass die Manöver völlig offen, transparent und defensiv sind. Damit niemand daran zweifelt, wurden alle Vertreter der Länder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), einschließlich Russland, eingeladen, die Übungen zu verfolgen.
Moskau glaubt jedoch nicht an die Unbedenklichkeit dieser Trainingsübungen. Das russische Außenministerium hat die NATO-Manöver als antirussische Provokation eingestuft und seine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit aller Länder der Region betont. Der russische Verteidigungsminister Sergej Shoigu sagte am Mittwoch, dass die militärische Aktivität der Atlantischen Allianz in der Nähe der russischen Grenzen ein beispielloses Niveau erreicht habe.