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Trio Rafale
Maki Wiederkehr, Klavier - Daniel Meller, Violine - Flurin Cuonz, Violoncello
«Wenn junge Musiker zu einem Kammermusik-Ensemble zusammenfinden, ist das immer einen Konzertbesuch wert. Um aber das junge Trio Rafale hören zu können, sollte kein Weg zu weit sein."
So schrieb die Oberbadische Zeitung 2016 über das aufstrebende Schweizer Klaviertrio Rafale mit dem französischen Namen für Windböe – wobei Wind neben dem stürmischen Windstoß auch ein warmer Luftstrom oder eine kühle Brise sein kann und damit Metapher für jede Art von musikalisch belebter Bewegung ist.
Eine Anfrage für das Klaviertrio von Maurice Ravel führte die drei jungen Studenten der Zürcher Hochschule der Künste im Frühjahr 2008 zusammen. Ab September 2009 wurde das Trio Rafale von Eckart Heiligers betreut. 2014 bis 2015 nahm das Trio Unterricht bei Rainer Schmidt in Basel. Weitere wertvolle musikalische Impulse erhielt das Trio u.a. bei Eberhard Feltz und Bernard Greenhouse.
Seit seiner Gründung spielte das Trio zahlreiche Konzerte in allen größeren Städten der Schweiz und war 2012 u.a. bei der Lenzburgiade und den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker zu Gast. Im Sommer 2013 gab es sein erfolgreiches Debüt in Paris und folgte einer erneuten Einladung nach Hitzacker. Im Herbst 2013 war das Trio Rafale mit dem Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester unter der Leitung von Kai Bumann mit Beethovens Tripel-Konzert auf Tournee. In den vergangenen Saisons folgten Konzerte u.a. in Frankfurt/Main, Hamburg, München und Ulm, sowie beim Schleswig-Holstein Musik Festival und beim Davos Festival – young artists in concert.
Mit 1. Preisen sowohl bei der Osaka International Chamber Music Competition (Mai 2014) als auch der Melbourne International Chamber Music Competition (2011) konnte das Trio Rafale an zweien der weltweit renommiertesten Wettbewerben für Kammermusik überzeugen. Des Weiteren zu erwähnen sind der 1. Preis beim „Concours national pour Trio instrumental Prix Geraldine Whittaker“ der Jeunesses Musicales de Suisse (2010) sowie der Gewinn des Kammermusikwettbewerbs des Migros Kulturprozents 2013, bei dem das Ensemble zudem mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. 2014 wurde dem Trio von der Musikkommission der Stadt Zürich ein Werkjahrespreis für Interpretation zugesprochen.
Im März 2018 tourte das Trio Rafale durch Hawaii. Im selben Jahr kann das Trio sein 10-Jahres-Jubiläum mit einem Konzert feiern, welches mit dem 27. Mai auf den Tag genau 10 Jahre nach dem ersten Konzert des Trios stattfinden wird.
Maki Wiederkehr, Klavier
Geboren 1986 in Solothurn, erhielt Maki Wiederkehr ihren ersten Klavierunterricht im Alter von drei Jahren, ein Jahr später schliesslich auch Geigenunterricht. 2003 trat sie in die Solistenklasse für Klavier bei Prof. Homero Francesch ein. Nach der Matura 2004 begann sie zusätzlich ein Violinstudium, konzentrierte sich aber seit Sommer 2005
auf das Klavierstudium in der Klasse von Prof. Francesch. Maki Wiederkehr hat im Januar 2009 das Lehrdiplom mit Auszeichnung und dem Werner und Berti Alter Preis für Pädagogik abgeschlossen und im April 2009 das Konzertdiplom ebenfalls mit Auszeichnung erlangt. Im September 2011 hat sie das Solistendiplom mit Ravels Konzert für die linke Hand abgeschlossen und ihre Studien mit dem Certificate of advanced studies CAS in der Klasse von Prof. Homero Francesch an der Zürcher Hochschule der
Künste ZHdK im Sommer 2012 beendet. Von 2010-2014 unterrichtete sie eine Klavierklasse an der Musik-Akademie Basel und ist nun seit 2014 an der Musikschule Konservatorium Zürich tätig.
Maki Wiederkehr wurde mit 1. Preisen an Wettbewerben in der Schweiz und Italien ausgezeichnet, zuletzt 2012 beim Rahn Musikpreis Wettbewerb, welcher ihr ein Konzert im grossen Saal der Tonhalle ermöglichte. Zudem erhielt sie 2010 den Werkjahrespreis für Klavier der Curt und Marianne Dienemann-Stiftung Luzern, 2009 den Werkjahrespreis des Kantons Solothurn und den Kiwanis Kammermusikpreis. Studienpreise erhielt sie 2009 und 2010 vom Migros Kulturprozent in Zusammenarbeit mit der Ernst Göhner Stiftung, 2007 und 2008 von der Kiefer Hablitzel Stiftung und 2006 von der Friedl-Wald Stiftung.
Daniel Meller, Violine
Daniel Meller wurde 1986 in La Chaux-de-Fonds geboren. Seinen ersten Violin-Unterricht erhielt er im Alter von neun Jahren bei Lucyna Mroczkowska und später bei Carole Haering am Conservatoire de Neuchâtel. 2003, während der Vorbereitung zur Eidgenössischen Maturität am Gymnasium Denis-de-Rougemont in Neuchatel, wurde er als Jungstudent an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in die Klasse von Nora Chastain aufgenommen. Im Juni 2010 schloss er das Konzertdiplom mit Auszeichnung ab und erlangte im November 2012 das Solistendiplom. 2011/12 erhielt er zudem als Erasmus-Student bei David Takeno in London zusätzliche künstlerische Impulse.
Daniel Meller besuchte Meisterkurse bei Ana Chumachenco, Benjamin Schmid, Isabelle van Keulen, Viktor Pikaizen, Bernhard Greehouse, David Halen und Sylvia Rosenberg.
Er erspielte sich mehrere Preise am Schweizer Jugendmusik-Wettbewerb, wurde 2002 mit dem 3. Preis am holländischen Charles-Hennen-Concours ausgezeichnet und erhielt 2003 ein Stipendium der "Maurice Rubeli"-Stiftung in Neuchâtel.
2006 gewann er den 1. Preis beim „Duttweiler-Hug“ Wettbewerb für Violine an der ZHdK und bekam 2007 das Aspen-Stipendium von David Zinman. Im Weiteren wurde er 2008 mit dem Kiwanis Förderpreis für Kammermusik und dem Friedl Wald Studienpreis ausgezeichnet.
Daniel Meller trat bei mehreren Festivals auf, u.a Musikwoche Braunwald, Herbst in der Helferei, Ceresio Estate und Les Schubertiades d'Espace 2. 2008 wurde er zum Davos Festival eingeladen, wo er mit der Camerata Schweiz unter der Leitung von Jean Deroyer mit Helena Tulve's Violinkonzert auftrat. 2008/2009 war Daniel Meller 2. Konzermeister ad interim des Sinfonie Orchesters St.Gallen.
Flurin Cuonz, Violincello
Flurin Cuonz wurde 1986 in Winterthur geboren und erhielt seinen ersten Violoncello-Unterricht mit 8 Jahren bei Alfred Felder. 2001 wechselte er zu Rebecca Firth (Musikschule Konservatorium Zürich). Nach der Matura (2006) studierte er an der Zürcher Hochschule der Künste in der Klasse von Thomas Grossenbacher, wo er 2009 das Lehrdiplom "mit Auszeichnung" abschloss. Ab 2009 absolvierte Flurin Cuonz das Master-Studium bei Clemens Hagen an der Universität Mozarteum in Salzburg, welches er 2012 mit Höchstnote abschliessen konnte.
In den Jahren 2001-2006 war Flurin Cuonz Mitglied im Jugend Sinfonieorchester Zürich, davon 4 Jahre als Solocellist. Nach erfolgreichem Praktikum 2008/09 wurde er als Zuzüger/Aushilfe am Tonhalle Orchester Zürich akkreditiert. In der Saison 2014/15 hatte er während 5 Monaten eine Zeitstelle als Solocellist des Musikkollegiums Winterthur inne.
Flurin Cuonz konnte sich diverse Wettbewerbspreise erspielen, u.a. den 1. Preis am Cellowettbewerb "Enrico Mainardi" an der Universität Mozarteum Salzburg (2010), 1. Preis des Kiwanis-Wettbewerbes für Violoncello an der Zürcher Hochschule der Künste sowie Auszeichnung mit dem Förderpreis Kammermusik vom Kiwanis Club Zürich (2008). Auch bei verschiedenen Studienpreis-Wettbewerben war Flurin Cuonz erfolgreich, zuletzt 2012 beim Gewinn eines Musikpreises der Kiefer Hablitzel Stiftung (Zustiftung Hedwig Collard-Scherrer). 2009 und 2010 gewann er je einen Studienpreis beim Instrumentalmusik-Wettbewerb des Migros-Kulturprozentes (unterstützt durch die Ernst Göhner Stiftung) und wurde zudem in die Konzertvermittlung des Migros-Kulturprozentes aufgenommen.
Weitere wertvolle Anregungen erhielt Flurin Cuonz u.a. von Alexander Neustroev, Christian Proske, Eckart Heiligers, Rainer Schmidt, Walter Grimmer, Alexander Rudin, Martin Löhr, Christophe Coin und Bernhard Greenhouse.
Der Radiosender Ö1-ORF widmete Flurin Cuonz im April 2011 ein Radioportrait mit Internet-Profil in der Ö1-Talentebörse.
Flurin Cuonz spielt ein Violoncello von Peter Westermann aus dem Jahre 2003.