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RAQUEL CAMARINHA, Sopran
Die portugiesische Sopranistin Raquel Camarinha begann ihr Gesangsstudium an der „Escola de Musica da Povoa de Varzim“. 2004 wurde sie mit einem ersten Preis für Gesang mit Gratulation der Jury ausgezeichnet.
Danach studierte sie in der Berufsklasse von Chantal Mathias am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse Paris, wo sie den Master für Gesang sowie das Diplom Artiste Interprète Chant et Répertoire Contemporain et Création erhielt.
Raquel Camarinha ist Preisträgerin mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe. 2017 war sie Finalistin des wichtigsten Nachwuchswettbewerbs in Frankreich, den Victoires de la Musique Classique in der Kategorie Artiste Lyrique, 2011 erhielt sie den ersten Preis des Concours National de Chant Luisa Todi in Portugal und den Preis für die „Beste weibliche Interpretin“ an der Armel Opera Competition in Ungarn. 2013 errang sie den 1. Preis und den Publikumspreis am Concours International de Chant Baroque de Froville. Ihr Repertoire erstreckt sich vom Barock bis hin zur Zeitgenössischen Musik. Sie hat die grossen Mozartrollen gesungen (Pamina, Susanna, Zerlina) und wichtige Bühnenerfahrung gesammelt mit Morgana, Bellezza (Händel) Titania (The Fairy Queen, Purcell), Polly (Die Dreigroschenoper, Weill/Brecht).
Raquel Camarinha ist regelmässig in der Opéra Comique und in der Philharmonie von Paris zu hören.
CAROLE REY, Sopran
Die im Wallis geborene Schweizer Sopranistin Carole Rey begann ihr Gesangsstudium am Konservatorium Sitten (Schweiz) bei Jean-Luc Follonier. Im Anschluss daran begann sie zunächst das Studium im Fach Sozialpädagik in Sitten (Schweiz), das sie 2007 mit einem Diplom abschloss. Gleichzeitig begann sie ihr Studium in klassischem Gesang an der HKB Bern bei Janet Perry.
Sie war Preisträgerin der Friedl Wald-Stiftung 2010, des «Migros»-Wettbewerbs 2011, der Irene Dénéréaz Stiftung 2011 und erhielt das Förderstipendium
„MusiquePro“ 2012-2014 des Staates Wallis. Sie besuchte Meisterkurse bei Laura Sarti, Peter Berne, Noëmi Nadelmann, Paolo Vaglieri und Klaus Hubert. Im Opernstudio Schweiz sowie an der Accademia musicale di Savona unter Maestro Paolo Vaglieri, ehemaligem Chef der Mailänder Scala, vertiefte sie sich im Opernfach.
Erste Opernpartien sowie zahlreiche Konzerte, Liederabende und Auftritte im In- und Ausland folgten, u. a. Marzelline (Le Nozze di Figaro / W.A Mozart), Diane (Orphée aux enfers / J. Offenbach), Euridice (Orfeo ed Euridice / Ch. W Gluck) Alcina (Alcina/Händel) sowie Konzerte von Berlioz, Mendelssohn „Lobgesang“, Rossini „Petite Messe Solennelle“ ua. Ihre Liebe gilt auch dem Liedgesang (besonders den französischen Komponisten wie Duparc, Ravel, Debussy, Poulenc) und der zeitgenössischen Musik (Uraufführung Ezko Kikoutchi 2009).
JAN BÖRNER, Countertenor
Jan Börner begann seine sängerische Ausbildung bereits mit neun Jahren, als er Mitglied der Singknaben der St. Ursenkathedrale Solothurn wurde. Mit elf Jahren genoss er seinen ersten grossen Soloauftritt als Knabensopran. Zunächst studierte Jan Börner als Privatschüler bei Richard Levitt, bevor er 2004 bis 2010 sein Gesangsstudium bei Prof. Ulrich Messthaler an der Schola Cantorum Basiliensis absolvierte und mit dem Diplom für Alte Musik abschloss. Daneben erhielt er auch Unterricht bei Andreas Scholl und Margreet Honig. Seit einigen Jahren arbeitet Jan Börner intensiv mit dem Ensemble Il Profondo zusammen, mit dem er bereits verschiedene Konzerte realisiert hat. Eine erste CD mit Deutschen Frühkantaten und Geistlichen Konzerten des 17. Jahrhunderts unter dem Titel „absorta est…“ erschien 2015 beim Label resonando. Die CD erhielt viele positive Rezensionen und wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2015 nominiert.
Zu seinen bisher besonderen Auftritten gehören u.a. Konzerttourneen mit dem Ricercar Consort (Philippe Pierlot) durch Belgien und Frankreich, Auftritte in J.S. Bachs Matthäuspassion in der Berliner Philharmonie, am Internationalen Bachfest Schaffhausen oder als Händels Solomon in der Victoria Hall in Genf. Konzertengagements führten ihn auch schon nach Norwegen und Brasilien. Im Sommer 2015 war Börner mit Fairy Queen von H. Purcell, 2016 als Ruggiero in Alcina von G.F. Händel am Stadttheater Biel Solothurn zu erleben. Jan Börner ist Migros-Kulturprozent- Preisträger.
ANDREAS BEINHAUER, Bariton
Aus dem süddeutschen Aalen stammend, begann der Bariton Andreas Beinhauer 2007 seine Gesangsausbildung bei Matthias Müller in Stuttgart.
2008 begann er sein Studium an der Hochschule für Musik in Karlsruhe Gesang in den Fächern Liedgestaltung und Gesang bei Prof. Mitsuko Shirai und Prof. Hartmut Höll und schloss seinen Master dort 2014 mit Auszeichnung ab. Während seines Studiums wurde er von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert und war Stipendiat des Richard Wagner Verbandes Karlsruhe. Zudem wurde ihm 2014 in besonderer Anerkennung seiner Bemühungen um das deutsche und internationale Lied der Förderpreis des Kulturfonds Baden verliehen.
Wichtige Impulse für sein künstlerisches Schaffen erhielt Andreas Beinhauer im regelmäßigen Unterricht von Udo Reinemann sowie in Meisterkursen und Privatstunden unter anderem von Thomas Hampson, Brigitte Fassbaender, Christa Ludwig, Julia Varady, Thomas Quasthoff und Hanno Müller-Brachmann.
Auf der Opernbühne stand er erstmals in Hochschulproduktionen in Karlsruhe und Stuttgart unter anderem als Conte Almaviva in Wolfgang Amadeus Mozarts „Le Nozze di Figaro“. Er gastierte er am Nationaltheater Mannheim, den städtischen Bühnen Wuppertal und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe und ist seit der Spielzeit 2015/16 Mitglied des Opernensembles am Theater Chemnitz. Dort verkörpert er unter anderem Albert in Jules Massenets Oper „Werther“, Fürst Jeletzkij in Tschaikowskis „Pique Dame“, Argante in „Rinaldo“ von G.F. Händel, Conte Almaviva in „Le Nozze di Figaro“ und gab 2018 sein Wagner-Debut als Wolfram von Eschenbach in „Tannhäuser“. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Michael Güttler, Frank Beermann, Gerrit Prießnitz, Ekkehard Klemm und Ariane Matiakh.
Der Konzertgesang bildet einen Schwerpunkt im künstlerischen Schaffen von Andreas Beinhauer. Konzertreisen mit Liederabenden und Oratorien führten ihn unter anderem nach Frankreich (Paris), Österreich (Wien), in die Schweiz, nach Ägypten (Kairo), Südafrika (Kapstadt, Stellenbosch) und an Veranstaltungsorte wie die Philharmonie und das Konzerthaus Berlin und das Basler Münster. Liederabende gab er unter anderem mit Hartmut Höll, Wolfram Rieger und Markus Hadulla.
Das Repertoire des jungen Baritons reicht von sakralen Werken Heinrich Schütz‘ über die Oratorien Johann Sebastian Bachs und wichtige Werke der Klassik und Romantik (u.a. Brahms‘ Requiem und Mendelssohns Oratorien) bis in die Musik der Gegenwart, wie die Teilnahme an einer Uraufführung bei den Donaueschinger Tagen für neue Musik dokumentierte.
Andreas Beinhauer war bereits vor seinem Studium beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erfolgreich, gewann dann gemeinsam mit der Pianistin Melania Kluge im Mai 2011 den 1. Preis beim Bundes-Hochschulwettbewerb für Liedduo in Lübeck und den 3. Preis beim Internationalen Wettbewerb für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart 2012. Im Duo mit Anna Graczykowska gewann er in der Sparte Lied den 2. Preis beim internationalen Wettbewerb Franz Schubert und die Moderne 2015 in Graz. Im September des selben Jahres wurde das junge Liedduo mit dem 1. Preis beim internationalen Wettbewerb für das Lied des 20. und 21. Jahrhunderts in Karlsruhe ausgezeichnet.
FRITZ SPENGLER, Countertenor
Saverio Suarez-Ribaudo in München. Parallel ergänzte er seine Ausbildungdurch Meisterkurse bei Marilyn Schmiege, Angelika Kirchschlager und Trevor Pinnock.
Von 2009 bis 2015 studierte er an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Kjellaug Tesaker und schloss sein Studium mit Auszeichnung ab. Während des Studiums war er Stipendiat der Hübelstiftung.
Erste Bühnenerfahrung sammelte Fritz Spengler bei seinem Operndebüt 2008 als Prinz Orlofsky in „Die Fledermaus“ und bei drei Produktionen am theater // an der rott. Dort spielte er 2013 den Amor (Orfeo ed Euridice), die Knusper Hexe (Hänsel &Gretel) sowie Prinz Paul (Großherzogin von Gerolstein).
Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn bereits an zahlreiche Bühnen im In- und Ausland, wie z. B. nach Italien, Österreich, Tschechien.
Bisher arbeitete er unter anderem mit folgenden Dirigenten: Caspar Richter, Michi Gaigg, Wouter Padberg, Lancelot Fuhry, Jochen Hochstenbach, Roman Brogli-Sacher. Zu Regisseuren, unter denen er spielte, zählen beispielsweise: Manuel Schmitt, Christian von Götz, Jasmina Hadziahmetovic, Sam Brown.
Beim „Internationalen Lions Gesangswettbewerb: Gut Immling“ wurde er 2009 als bester Nachwuchskünstler ausgezeichnet. Im Wettbewerb „Concorso Internationale Arte Musicale e Talento“ in Vicenza 2010 erhielt er zwei Auszeichnungen: „All’Artista piu giovane“ und den „Premio Comitato l’onore Villa Cordellina“.
Seit der Spielzeit 2015/2016 ist er Ensemblemitglied am Theater Trier, wo er unter andern Partien wie Idamante (Idomeneo), Knusper Hexe (Hänsel & Gretel), Oberon (A Midsummer Nigth’s Dream), Nicklausse / La Muse (Les contes d’Hoffmann) und andere übernahm.
Im Mai 2017 erschien sein Debütalbum „German Arias“, das für den Preis der Deutschen Schallplattenkritiker nominiert wurde.