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Die Grenzen von Patras fasern bis zum Horizont aus, und die Strassen hören einfach plötzlich auf. In Patras sagen junge Männer mit halb durchsichtigen Sonnenbrillen, man dürfe auf keinen Fall den Zug nach Athen nehmen, denn nur Dealer und Diebe würden Zug fahren. Jörg sagt, die Croissants von Patras würden schmecken wie eine Schwimmweste, die mit Nutella eingestrichen wurde. Ich mag die Croissants. Und natürlich ist Patras nicht Bari, dieses Geschenk am Mittelmeer, wo man vor Demut niederknien möchte. Aber auch Patras kann schön sein, wenn die Wolken dramatisch über der Stadt hängen und Regenvorhänge heranwehen; wenn das Meer lustig schäumt und so hellblau ist wie der Lidschatten von Lady Gaga; und wenn in den Gärten der Stadt Zitronen und Orangen wachsen.
Und wenn man davonfährt und denkt, dass man doch eigentlich hätte bleiben sollen.
(Patras)