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Edward Mills Purcell
* 30. August 1912 in Taylorville, Illinois; † 7. März 1997 in Cambridge, Massachusetts
Edward Mills Purcell, ein amerikanischer Physiker, ist am 30. August 1912 in Taylorville, Illinois, geboren. Er besucht die öffentlichen Schulen in Taylorville und Mattoon, Illinois, beginnt 1929 an der Purdue University in Indiana zu studieren und schließt 1933 mit dem Bachelor-Abschluss in Elektrotechnik ab. An der Harvard University beendet er sein Studium 1935 mit dem Master-Abschluss und wird 1938 promoviert. Professor Karl Lark-Horovitz erkennt sein Talent und fördert ihn. Purcell erhält die Möglichkeit, ein Jahr an der Technischen Hochschule Karlsruhe bei Professor Walter Friedrich Karl Weizel seine Studien fortzusetzen. Er kehrt 1934 in die Vereinigten Staaten zurück, geht an die Harvard University, um dort 1938 den Doktor der Philosophie zu erringen. Zwei Jahre ist er Lehrer für Physik an der Harvard University, wechselt 1941 an das Radiation Laboratory des Massachusetts Institutes of Technology, das 1940 für militärische Forschung und Entwicklung von Mikrowellen-Radar gegründet wurde. Er wird Leiter der Gruppe grundlegende Entwicklungen, die sich mit der Erforschung neuer Frequenzbänder und der Entwicklung neuer Techniken auf dem Gebiet der Mikrowellen befasst. Er arbeitet u.a. mit Isidor Isaac Rabi zusammen. Purcell entdeckt unabhängig und etwa gleichzeitig mit Felix Bloch 1945 die Kernspinresonanz (NMR), die die Grundlage für die Entwicklung der Kernspinresonanzspektroskopie (NMR-Spektroskopie) ist, mit deren Hilfe z. B. die Struktur von Molekülen untersucht werden kann und die weit reichende Anwendung in den Naturwissenschaften und der Medizin (z. B. Kernspintomographie) findet. 1951 entdeckt er zusammen mit Harold Irwing Ewen und Gart Westerhout Eigenschaften des atomaren Wasserstoffes der Milchstraße, die 1944 von Hendrik Christoffel van de Hulst theoretisch vorhergesagt worden waren. Er erhält 1952 zusammen mit Felix Bloch für seine Arbeiten zur Kernspinresonanz (NMR) den Nobelpreis für Physik mit der Begründung für die Preisvergabe: “für ihre Entwicklung verfeinerter und vereinfachter Methoden zur Messung magnetischer Kraftfelder im Atomkern“. Edward Mills Purcell stirbt am 7. März 1997 in Cambridge, Massachusetts.
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte Edward Mills Purcell u.a. mit Walter Friedrich Karl Weizel, Karl Lark-Horovitz, Isidor Isaac Rabi, Harold Irwing Ewen, Gart Westerhout, Felix Bloch.
Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Mills_Purcell
http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Mills_Purcell
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1952/purcell-bio.html