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Bei europäischen Fledermäusen ist der Erreger des „Weissnasen-Syndrom“ nachgewiesen worden. Im Gegensatz zu amerikanischen Arten scheinen die europäischen Tiere jedoch nicht zu erkranken. Der auslösende Pilz Geomyces destructans hat in den vergangenen fünf Jahren bereits über eine Million amerikanische Fledermäuse getötet.
Ein Forscherteam aus der Schweiz, Deutschland, Ungarn und Grossbritannien hat Proben aus über 350 Fledermauswinterquartieren verschiedener europäischer Länder analysiert und stellte fest, dass 21 Tiere vom Pilz befallen waren. Die Krankheit wird Weissnasen-Syndrom genannt, weil der Pilz in kleinen, weissen Polstern um die Nase und auf den Flügeln wächst. In den USA führt der Pilz in Fledermäusen zu Gewebezerstörungen, die zum Tode führen. Die Forscher wollen nun abklären, warum der Pilzbefall bei europäischen Fledermäusen nicht zum Tode führt. Die Untersuchungen sollen helfen, die Fledermauspopulationen in Europa und Nordamerika zu schützen.