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Tsunami-Wellen ebben ab
Meeresbewegungen: Einwohner Hawaiis beobachten die Anzeichen eines Tsunamis, der wesentlich harmloser ausfiel als befürchtet. (Keystone)
Die Tsunami-Wellen nach dem schweren Pazifik-Beben in der Nacht auf Sonntag sind auf Hawaii, in Kalifornien und Kanada weit niedriger ausgefallen als befürchtet. Nach Angaben des Pazifik-Tsunami-Warnzentrum erreichten sie in Hawai rund 40 Zentimeter, in Kalifornien und an der kanadischen Küste knapp 70 Zentimeter.
Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke des Bebens bei den Haida-Gwaii-Inseln vor Kanadas Westküste mit 7,7 an. Sein Zentrum lag demnach knapp 140 Kilometer südlich der Stadt Masset.
Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst weder aus Hawaii, der US-Westküste noch aus Kanada vor. Auch von Haida-Gwaii-Inseln gab es keine Meldungen über Zerstörungen.
Riesenstau in Honolulu
Auf der Inselgruppe Hawaii hatten die Sirenen die Menschen über zwei Stunden vor einem durch das Erdbeben ausgelösten Tsunami gewarnt. Zehntausende Menschen in küstennahen Gebieten brachten sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit. Auf ihrer Flucht verursachten sie in Honolulu, der Hauptstadt der Inselgruppe, ein Verkehrschaos.
Eine Welle mit 57 Zentimetern wurde am späten Samstagabend (Ortszeit) von Kahului auf der Hawaii-Insel Maui gemessen. An anderen Stränden der Bucht von Hilo auf der Insel Hawaii erreichten die Wellen eine Höhe zwischen 16 und 43 Zentimetern.
Auch an der US-Küste in Nord-Kalifornien und Süd-Oregon riefen die Behörden Tsunami-Alarm aus. Wie ein Sprecher des Pazifik-Tsunami- Warnzentrums der Nachrichtenagentur dpa sagte, war die Welle jedoch lediglich 67 Zentimeter hoch. Sie sei an der Küste bei Arena Cove in Kalifornien gemessen worden. Dort sei nach bisherigen Informationen kein Schaden entstanden.
Kaum Schäden im Zentrum des Bebens
Auf der Inselgruppe Haida Gwaii vor Kanada, unter der das Zentrum des Bebens in 17 Kilometer Tiefe lag, wurden einige Gebiete evakuiert. Die Wellen erreichten dort eine Höhe von 69 Zentimetern. Die Gegend ist vor allem von Ureinwohnern besiedelt.
«Es sieht so aus, als seien sowohl die Auswirkungen als auch die Gefahren sehr gering geblieben», sagte Shirley Bond, die für den Notstand in der kanadischen Provinz British Columbia zuständige Ministerin, dem Sender CBC. (prus, sda)
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