Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/253593

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, in einem Bericht darzulegen, wie Endometriose in der Schweiz behandelt wird, und zwar unter dem Gesichtspunkt der Frühbehandlung, der Sensibilisierung von Gesundheitspersonal, Arbeitgebenden, Bildungseinrichtungen und Sportverbänden, sowie der Forschung. Im Bericht sind die Massnahmen aufzuführen, die erforderlich sind, um eine angemessene Behandlung dieser Krankheit zu gewährleisten, unter der jede zehnte Frau leidet.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie in der Antwort auf die Interpellation 21.4253 Suter "Unerkannte Krankheit Endometriose. Starke Periodenschmerzen sind nicht normal" und in den Stellungnahmen zur Motion 22.3223 Suter "Endometriose. Nationale Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagne" und zur Motion 22.3869 SGK-N "Förderung von Forschung und Therapie für spezifische Frauenkrankheiten" dargelegt, anerkennt der Bundesrat, dass die Endometriose eine Krankheit ist, die die soziale, physische und psychische Gesundheit stark beeinträchtigen kann und dass es einer adäquaten Versorgung und Begleitung betroffener Frauen bedarf.</p><p>In den laufenden Arbeiten zum Postulat 19.3910 Fehlmann Rielle "Gesundheit der Frauen. Bessere Berücksichtigung ihrer Eigenheiten" verschafft sich der Bund vertiefte Kenntnisse dazu, ob frauenspezifische Bedürfnisse in der medizinischen Forschung, Versorgung und Prävention zu wenig berücksichtigt werden, mit welchen Massnahmen die Situation verbessert werden kann und welche Akteure in der Verantwortung stehen, diese Massnahmen umzusetzen. Im Rahmen der Vorarbeiten für den Postulatsbericht werden zurzeit sechs identifizierte Problembereiche (wie beispielsweise Forschung und Medikamentenentwicklung; Erkennung, Diagnostik und Behandlung sowie Aus-, Weiter- und Fortbildung von Gesundheitspersonal) anhand von fünf beispielhaften Krankheitsbildern analysiert. Die Endometriose ist eines dieser Krankheitsbilder.</p><p>Es zeigt sich bereits jetzt, dass sich eine Vielzahl von Akteuren die Verantwortung und Kompetenzen teilen, um Massnahmen zur besseren Berücksichtigung von frauenspezifischen Bedürfnissen im Gesundheitsbereich umzusetzen. Der Bund selbst verfügt aufgrund der Zuständigkeitsordnung jedoch über wenig Spielraum, um eigene zielführende Massnahmen umzusetzen. Dies ist auch beim Krankheitsbild der Endometriose der Fall. Für die Sensibilisierung von Gesundheitsfachpersonen sowie für die Verbesserung und Weiterentwicklung von Behandlungsansätzen sind die Akteure in der Gesundheitsversorgung, allen voran die entsprechenden medizinischen Fachgesellschaften, zuständig. Umfassende Präventionsmassnahmen liegen primär in der Kompetenz der Kantone. Und es stehen Forschenden bereits Gefässe der Forschungsförderung für die weitere Versorgungsforschung rund um die Krankheit Endometriose zur Verfügung.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Resultate des übergeordneten Berichts zu frauenspezifischen Bedürfnissen im Gesundheitsbereich abzuwarten sind, bevor weitere Berichte in Auftrag gegeben werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.