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Promillegrenzen
In fast allen Ländern der europäischen Gemeinschaft gilt im Strassenverkehr die Alkohol-Promillegrenze von 0,5 oder weniger Promille. Einzelne Länder wie Spanien oder Österreich kennen zudem eine strengere Regelung für Neulenkende in Bezug auf die Promillewerte. Die Strafen bei Übertretung der jeweiligen Promillegrenzen in den einzelnen Ländern sehen je nach Schwere des Delikts Bussen, Führerscheinentzug und/oder Gefängnisstrafen vor.
In den meisten direkten Nachbarländern der Schweiz hat der Gesetzgeber den Blutalkoholgrenzwert auf 0.5 Promille festgelegt. In Liechtenstein liegt der Höchstwert jedoch bei 0.8 und in Österreich bei <0.5, also 0.49 Promille. In Norwegen und Schweden, aber auch in Polen und Estland gelten 0.2 Promille als Maximum. In den meisten osteuropäischen Ländern gilt die 0.0-Promillegrenze.
Quelle: TCS (2016) Website.
Gemäss der Bevölkerungsbefragung der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) kannten im Jahr 2016 66% aller befragten Autofahrerinnen und –fahrer den zulässigen Blutalkoholgrenzwert von 0,5 Promille. Nach dessen Einführung Anfang 2005 war der neue Grenzwert bei 92% der Befragten bekannt gewesen; seither hat sich der Kenntnisstand der Fahrerinnen und Fahrer also deutlich verschlechtert. Diese Entwicklung könnte das geläufige Phänomen bestätigen, dass die Einhaltung neuer Regeln mit fortschreitender Zeit eher abnimmt. Allerdings kannten 2016 immerhin 80% der Neulenkerinnen und Neulenker den korrekten Wert, in der Altersgruppe der unter 30-Jährigen mit Ausweis auf Probe waren es sogar 93%.
Der Anteil jener Automobilistinnen und Automobilisten, welche die aktuelle geltende Promillegrenze bei der Befragung im Jahr 2016 korrekt genannt hatte, war in der Gruppe der Männer mit 73% höher als derjenige der Frauen: hier betrug er nur noch 60%.
Zwischen den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz gibt es ebenfalls Unterschiede: der Grenzwert war, laut der von der bfu durchgeführten Befragung im Jahr 2016, den Autofahrerinnen und -fahrern im Tessin mit 55% weniger gut bekannt als den Automobilistinnen und Automobilisten der Deutschschweiz (67%) oder der Romandie (69%).
Quelle: Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). (2016). Status 2016.