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Das Wasserbauprojekt Aufwertung Südufer Alpnachersee, Teilprojekt Mündungsbucht startet im Mai 2019 mit der Umsetzung der vorgezogenen Massnahmen sowie den ersten Seeschüttungen. Dazu wird voraussichtlich in der zweiten Maiwoche mit dem Ausbaggern und der Sicherung der Fahrrinne in die Mündungsbucht begonnen. Die Arbeiten werden durch die Firma Arnold & Co. AG, Flüelen, durchgeführt und dauern etwa drei Wochen an. Derzeit wird davon ausgegangen, dass mit den Seeschüttungen in der zweiten Junihälfte begonnen werden kann. Dazu werden bis zu zwei Schiffen jeweils am Morgen und am Abend eintreffen. Diese Schüttungen, welche bis im Winter 2019/2020 andauern, erfolgen ausschliesslich unter Wasser und sind oberhalb des Wasser nicht sichtbar.
Das Material für die vorgezogenen Massnahmen im Jahr 2019 kommt aus dem Tessin vom Projekt Kraftwerkerneuerung Ritom der SBB. Hier können Synergien genutzt werden, da mit den Seeschüttungen im Alpnachersee dieses Material nicht auf eine Deponie im Schweizer Mittelland gebracht werden muss, sondern für die Aufwertung der aquatischen Lebenswelt am Südufer des Alpnachersees verwendet werden kann. Der Transport des Materials von Piotta (Kanton Tessin) zum Alpnachersee erfolgt mit dem Zug und dem Schiff. Im Jahr 2020 wird das Projekt zusätzlich mit Material, welches aus dem Tunnelvortrieb für den Hochwasserentlastungsstollen anfällt, fortgesetzt.
Auch wenn die Schüttungen im Jahr 2019 unterhalb der Wasseroberfläche stattfinden, werden die Arbeiten im See durch Trübungen erkennbar sein. Die Trübungen erfolgen vor allem in und vor der Mündungsbucht und werden durch das Einbringen des Schüttmaterials sowie das Aufwirbeln der Seegrundablagerungen verursacht. Trübungen lassen sich nicht vermeiden, jedoch wird der Schüttvorgang möglichst umweltverträglich durchgeführt. Zudem werden sie durch die eingesetzte Umweltbaubegleitung mittels regelmässiger Kontrollen und Messungen überwacht.