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5.4.6. Die Arbeit
Jedes Bewusstsein strebt nach der Vergrösserung seines Besitzzustandes. Dieser Besitzzustand muss aber der Harmonisierung unterliegen.
Im Bezug auf den einzelnen Menschen überträgt sich dieses Prinzip auf das Recht auf Arbeit und auf die Pflicht zu arbeiten.
Das Recht auf Arbeit bedeutet, dass jedes kollektive Bewusstsein seine Entwicklung entsprechend steuern muss, um jedem Teilnehmer die Steigerung und die Harmonisierung seines Besitzzustandes zu ermöglichen. Das Recht auf Arbeit bedeutet somit auch eine entsprechende und würdige Besoldung.
Die Arbeitspflicht ergibt sich aus der Tatsache, dass der Besitzzustand aus eigener Kraft erreicht werden muss. Nur ein solcher Besitzzustand kann harmonisiert werden. Mit einfachen Worten: Der Mensch schätzt nur das, was er selbst erreicht hat. Ein Manager, welcher hundert mal mehr verdient als die Mitarbeiter der Firma, verletzt dieses Prinzip.
Die Arbeitspflicht sagt, dass jede Arbeit besser ist als gar keine. Es gibt keine schäbige Arbeit, es gibt nur schäbige Besoldung.
Das Glücksspiel oder das Erbrecht stehen im Widerspruch zur Arbeitspflicht. Das Erlangen von Besitzzustand auf eine andere Weise als durch die eigene Arbeit, ist nichts anderes als Raub. Ein derartig erlangter Besitz unterliegt nicht der Harmonisierung. Im Endeffekt wirkt es sich negativ auf das Bewusstsein aus.
Jeder Wert, welcher der Mensch besitzt, muss sich direkt aus seiner Arbeit ergeben. Es bedeutet aber nicht, dass jeder sein eigenes Brot backen muss, seine Kleidung selbst nähen muss oder sein Haus selbst bauen muss. Das kollektive Bewusstsein gibt dem Mensch die Möglichkeit Früchte seiner Arbeit in andere Werte umzutauschen. Wichtig ist allerdings, dass dies Früchte der eigenen Arbeit sind.
Das kollektive Bewusstsein lässt auch die „Zeitverschiebung“ zu. Die Kinder profitieren von der Arbeit der Eltern oder der Gesellschaft, um sich zu entfalten. Diese Schuld wird nachher den eigenen oder auch fremden Kindern zurückbezahlt. Diese Schuld muss aber mit eigener Arbeit bezahlt werden, und nicht mit dem Besitz, welches man von den Eltern geerbt hat.