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Landwirtschaft – Landwirte von 1900 - heute – aktuell
Landwirt. Schwandenholzstrasse 157. Alte Assek-Nr. 97, neu 213. Achtung: Der Wohnhausteil dieses Bauernhauses sieht dem abgetragenen Wohnhaus von Hans Meier an der Schwandenholzstrasse äusserst ähnlich. Bei älteren Aufnahmen kann man die beiden Häuser dadurch unterscheiden, dass vor demjenigen der Meiers ein kleines Waschhaus stand. Bei den neueren Aufnahmen ist die Unterscheidung auch leicht möglich, weil Haus Nr. 157 auf der rechten Seite einen Anbau bekam.
Robert Götsch ist Vollwertbauer, das bedeutet Viehhaltung + Ackerbau. Er betreibt einen städtischen Bauernhof in Pacht und bewirtschaftet 35 Hektaren Land, davon sind 3,2 Hektaren vom Bund gepachtet, welches sich auf dem Areal der Landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) befindet. Auf diesem Hof trat er die Nachfolge der Bauernfamilie Brunnschweiler an.
In unmittelbarer Nähe seines Hofes beabsichtigt die ETH zusammen mit der ART im Jahr 2008 ein Feld mit Gentech-Weizen zu bepflanzen. Da Robert Götsch seinen Hof nach biologischen Grundsätzen bepflanzt, scheint hier ein gewisser Widerspruch vorzuliegen. Es passt irgendwie nicht ganz zusammen. In einem Interview mit «Zürich Nord» weist Robert Götsch aber darauf hin, dass die Abstandsvorschriften eingehalten werden und er zur ART ein gutes Verhältnis habe. Er weist zudem darauf hin, dass die ART auf seinem Gelände auch Bioversuche durchführe.
Greenpeace veranstaltete Mitte März 2008 eine Aktion namens «Zukunft säen - ohne Gentechnik», wobei Robert Götsch den Leuten von Greenpeace ein Ackerfeld von 30 Aren zum Anbau von natürlichem Weizen zur Verfügung stellt. Verbunden war dies mit der Auflage, dass die ganze Aktion friedlich verläuft, um das gute Verhältnis zur ART nicht zu trüben. Die Aktion wurde von Greenpeace am 15. März durchgeführt und es verlief alles in Ruhe.
Der von Robert Götsch betriebene Hof hatte zahlreiche verschiedene Vorpächter bzw. Vorbesitzer: In rückwärtiger Reihenfolge sind bekannt: Georges Brunnschweiler (1944- ca. 1989), Hans Breitenstein (ca. 1940-1944) und mehrere Generationen der Strehlers, zuletzt Hans Strehler (1836-1940), welche den Hof auch erbaut haben und zwar im Jahr 1836.
Im Rahmen einer Projektwoche haben 9 Schülerinnen der Primarschule «Im Isengrind» auf dem Bauaernhof der Familie Götsch beim Waidhof einen Barfusspfad erstellt. Geleitet wurde das Team von Yvonne Schnetzer und Francine Renggli, beide Mitglieder des Elternrates. Interessierte können sich ab sofort von der wohltuenden Wirkung des Barfussweges überzeugen. Siehe Foto nebenan!