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Man müsse an der Reparatur des Systems arbeiten und es nicht nur als Problem einer bestimmten Region sehen.«Wenn wir uns der Unzulänglichkeiten des gegenwärtigen Anti-Doping-Systems annehmen, können wir nicht in eine Haltung wie im Kalten Krieg – wir gegen sie – verfallen», sagte Probst vor der Olympischen Versammlung der USA in Colorado Springs. «Doping im Sport ist nicht einfach nur das Problem eines Landes. Man kann es nicht lösen, wenn man nur ein Team ins Visier nimmt», sagte er.
Probst hatte sich in der Affäre um russisches Doping hinter den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees IOC, Thomas Bach, gestellt. Unter Führung Bachs hatte das IOC einen kompletten Ausschluss des Teams Russlands von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro abgelehnt und eine Einzelfallprüfung für den Start russischer Sportler durchgesetzt.
Kurz vor den Rio-Spielen hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) Beweise über systematisches, staatlich gedecktes Doping in Russland bei den Winterspielen 2014 in Sotschi zusammengetragen. Die WADA hatte daraufhin dem IOC empfohlen, das russische Team auszuschliessen. Dieser Forderung hatte sich auch der Chef der US-Anti-Doping-Agentur (USADA), Travis Tygart, angeschlossen.
Probst forderte, dass die WADA mehr Ermittlungsbefugnisse bekommen und in der Lage sein müsse, Strafen zu verhängen. Auch das IOC will in den kommenden Monaten Vorschläge machen, wie Anti-Doping-Massnahmen verschärft werden können.
(SDA)