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«Le Livre de Job (Das Buch Hiob)» von Caroline Charrière, ein rund 80-minütiges Oratorium für Chor, Sprecherin, Solisten und Orchester, war ein Auftragswerk der Schweizer Kulturstiftung PRO HELVETIA und wurde durch das Divertimento vocale anlässlich des zehnten Jahrestages seiner Gründung im Mai 2001 in Freiburg und Bulle uraufgeführt.
Das Oratorium «Le Livre de Job» versucht, das Eintauchen Hiobs in sich selbst, das neue Bewusstsein, das er von seinem inneren Universum erlangt hat, und die Wiedergeburt eines nunmehr ganzen, vollendeten Wesens Schritt für Schritt nachzuempfinden und in Musik umzusetzen.
Der Chor spielt dabei eine wichtige Rolle: Gleichzeitig tritt er als Erzähler auf, stellt das Wort Gottes dar, verkörpert zwei von Hiobs Freunden und bringt in sieben Themen Hiobs Seelenzustand zum Ausdruck.
Hiob wird von einem Bass dargestellt und Elihu, der vierte Freund, von einer Sopranistin. Die Sprecherin erzählt die Geschichte, aber sie wirkt auch mit, indem sie die Rolle des Satans, dann die des zweiten Freundes und schliesslich die von Gott selbst übernimmt.
Mir gefiel die Vorstellung von Rollen, die sich vermischen, während Hiob sich selbst ausgeliefert bleibt. Ausserdem habe ich mich entschieden, Elihu, welcher die Ankunft Gottes und die Wandlung Hiobs vorbereitet, an dessen Seite zu stellen.
Ein kleines Orchester bestehend aus zwei Flöten, einer Oboe, einem Englischhorn, zwei Trompeten, zwei Tenor- und einer Bassposaune, einer Harfe sowie einer Gruppe von Streichern begleitet, unterstützt und erklärt die verschiedenen Szenen.