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In Victoria riefen die Behörden Menschen in tiefgelegenen Gebieten auf, sich in höhere Lagen zu begeben. In der Millionenmetropole Melbourne, der Hauptstadt von Victoria, waren laut AAP in der Nacht fast 10 000 Haushalte ohne Strom. Auf Fotos waren Autos zu sehen, die bis zur Motorhaube im Wasser standen. Der Regierungschef von Victoria, Daniel Andrews, rief dazu auf, kein Auto zu fahren oder durch das Hochwasser zu laufen. In Teilen von New South Wales rief der Katastrophenschutz ebenfalls dazu auf, Häuser etwa in der besonders gefährdeten Gegend um Forbes zu verlassen. Die Regenfront sollte demnach mindestens bis Freitag andauern.
Australiens Ostküste war in diesem Jahr schon öfter von aussergewöhnlich starkem Regen und Überschwemmungen betroffen. Anfang Juli wurden Gebiete in der Millionenstadt Sydney im Bundesstaat New South Wales meterhoch überflutet, auch im März gab es rund um die Metropole und in weiten Teilen von New South Wales und Queensland heftige Überschwemmungen.
Ein Bericht des Weltklimarates (IPCC) vom Februar 2022 geht davon aus, dass Australien in Zukunft noch häufiger von verheerenden Naturereignissen heimgesucht wird. Stärkere Hitze, gefährlichere Feuer, mehr Dürren und Überschwemmungen, ein höherer Meeresspiegel und trockenere Winter sind demnach zu erwarten./aae/DP/ngu
(AWP)