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Detlev von Uslar studierte von 1946 bis 1950 in Göttingen Philosophie bei Nicolai Hartmann und Theologie bei Friedrich Gogarten und von 1950 bis 1953 in Freiburg im Breisgau Philosophie bei Martin Heidegger und Wilhelm Szilasi sowie Psychologie bei Robert Heiss und Hans Bender. 1953 promovierte er in Philosophie mit einer Arbeit zum Thema «Vom Wesen der Begegnung». Von 1962 bis 1966 war er als Verkehrspsychologe in Freiburg im Breisgau tätig. 1967 wurde er als Extraordinarius für allgemeine theoretische Psychologie und philosophische Grundlagen der Psychologie an die Universität Zürich berufen. 1974 wurde er schliesslich zum Ordinarius ad personam befördert. 1993 wurde Detlev von Uslar emeritiert.
Detlev von Uslar vertrat ein integratives Verständnis des seelischen Geschehens, das natur- und geisteswissenschaftliche Methoden und Denkansätze verband. Er hatte eine bedeutende Ausstrahlung als akademischer Lehrer und genoss als Forscher internationales Ansehen. Im Rahmen seiner Tätigkeit an der Universität Zürich begründete er eine eigenständige Fachrichtung, die anthropologische Psychologie. Detlev von Uslar beschäftigte sich in seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit mit ganz unterschiedlichen Themen, zu denen etwa Traum und Traumdeutung, Begegnung und Beziehung, Leib und Organismus, die Geschichte der philosophischen Psychologie, die Psychologie der Kunst und Architektur, Ausdruckspsychologie und Tiefenpsychologie gehörten.
Früchte dieser thematisch breiten wissenschaftlichen Beschäftigung waren viel beachtete Publikationen wie etwa «Der Traum als Welt» (1964), «Psychologie der Religion» (1978) und die dreibändige Anthologie «Sein und Deutung» (1987 bis 1991). Neben der UZH hielt Detlev von Uslar auch regelmässig Vorlesungen an der Hochschule für Angewandte Psychologie und am C.G. Jung-Institut und er war in verschiedenen Aufsichtsgremien beratend tätig.