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Vereins-Chronik MSV Wiesen
Vereinschronik MSV Wiesen
Der MSV Wiesen besteht seit 1877, was von der ersten Vereinsfahne zu entnehmen war. Diese ist erstmals im Jahr 1899 im Vermögensausweis mit einem Wert von Fr. 106.- verbucht worden. Nachdem in Mosnang zwei Vereine fusionierten, hatte der MSV Gelegenheit, 1923 eine preisgünstige Fahne zu erwerben. Ein offizieller Preis kann nicht ermittelt werden, jedoch mussten 28 Mitglieder einen Betrag von je Fr. 2.50 leisten. 1973 ersetzte man das bisherige Vereinsbanner. In einem unvergesslichen Festakt wurde die neue Fahne eingeweiht. (Fahnengotte, Lina Loser damalige Schäflewirtin und Fahnengötti, Brändle Johann Ehratsrick). 1998 kam noch eine Standarte dazu. 2001 schneiderte die Frauengruppe eigens für ihre Auftritte eine Standarte.
Aus dem ersten noch vorhandenen Protokoll vom April 1893 ist zu entnehmen, dass die neuen Statuten genehmigt und die Vereinsführung genau geregelt wurde. Wer die Hauptversammlung nicht besuchte, zahlte eine Busse von 50 Rappen und zu spätes Erscheinen wurde mit 20 Rappen bestraft. Bei einer Schiessübung musste Fr. 1.- Schussgeld bezahlt werden. An der letzten Übung im Jahr wurden die geschossenen Punkte zusammengezählt. Dem Gewinner wurde eine Prämie von Fr. 3.-, dem Zweiten Fr. 2.- und dem Dritten Fr. 1.- ausbezahlt.
Vorstandsmitglieder 1893:
Schützenmeister: Meile Johann Joseph, untere Hüsliweid/ Kassier: Loser Josef Jakob, Roten/ Schreiber: Loser Johann Jakob. Weitere: Gübeli Johann Joseph, Rachlis und Meile Johnann Heinrich, Wohlgensingen/ Fähnrich: Baumann Josef Martin, Wiesen/ Zeiger: Loser Georg Anton.
1894 ist erstmal ein Vermögensausweis von Fr. 213.- festgehalten. Der Beitritt in den Bezirksschützenverband Alttoggenburg wurde im zweiten Anlauf nach heftigen Diskussionen 1896 beschlossen. Als 1917/18 die Schiesspflicht mit dem Karabiner Modell 11 eingeführt wurde, musste eine neue Zeigerwehr zu einem Preis von Fr. 154.- erstellt werden. Weil der Mitgliederbestand auf 15 Schützen schrumpfte, beschloss man den Vorstand von 5 auf 3 Personen zu reduzieren. Zu dieser Zeit betrug der Munitionspreis 10 Rappen. Da der alte Standort der Schiessanlage und Zeigerwehr sich als ungünstig erwies, wurde am 14. Februar 1943 beschlossen, am jetzigen Standort mit Fronarbeit und gespendetem Holz eine neue Schiessanlage zu bauen. In den Kriegsjahren schränkte sich die Schiesstätigkeit stark ein, da fast keine Munition mehr käuflich war.
1966 begann der Bau eines Zugscheibenstandes. Der Baugrubenaushub von 48m3 musste von Hand getätigt werden. Mit einer Seilbahn transportierte man 38m3 Beton in den Zielhang und verlegte 341m Eisenrohre für die Verkabelung. Das Total der errechneten Koste, ohne Frondienst, betrug 36650.- Franken.
Bei der Standerneuerung 1990/91 wurde die Anlage auf elektronische Trefferanzeige umgestellt. Mit circa 2300 Frondienststunden konnte der alte Bretterschopf in ein kleines, aber heimeliges Schützenhaus verwandelt werden.
Das erste dokumentierte auswärtige Schiessen war das Fahnenweihschiessen in Mühlrüti vom 5. August 1900. Die 16 Schützen erreichten den ersten Rang, was von einer Erinnerungstafel zu entnehmen ist. Eine Gruppe besuchte 1920 das Fahnenweihschiessen in Tannen. In den Jahren 1900 bis 1940 sind immer wieder auswärtige Schiessen im Bezirk besucht worden: Gruppenwettkämpfe, Sektionswettschiessen, Jubiläumsschiessen und Bezirkswettschiessen. 1929 ist erstmals ein Grümpelischiessen erwähnt worden.
Erstes Schützenfest im kleinen Weiler Wiesen war das Standweihschiessen 1967. Weitere folgten: 1973 Fahnenweihschiessen, 1977 Jubiläumsschiessen, 1992 Standweihschiessen und 2002 Jubiläumsschiessen 125 Jahre MSV Wiesen. Vermehrt beteiligte sich unsere Sektion an Eidgenössischen und Kantonalen Schützenfesten. Ein erster Höhepunkt war die Qualifikation für den Schweizerischen Sektionsfinal in Luzern 1994 und danach im Jahr 2002 die Bronze-Medaille und im 2003 die sensationelle Silber-Medaille.
An Kantonalen und Eidgenössischen Wettkämpfen erreichten Schützen, wie auch Gruppen beachtliche Resultate, zum Teil auch Medaillenränge.
An der Schweizermeisterschaft 2010 erreichte Marion Lusti- Breitenmoser im Nachwuchswettkampf den Meistertitel. Sie erreichte im Dreistellungswettkampf «3x 20» sensationelle 576 Punkte und neuen Schweizer-Rekord.Hier Text eingeben ...