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Er baute die Rheinfallbahn
Hinterlassene Aufzeichnungen 1855/56
Die vorliegenden "Erinnerungen an die Schweiz" des Münchner Ingenieurs Carl Ruland sind fast ausschliesslich persönliche Aufzeichnungen für den privaten Gebrauch mit allen stilistischen und orthografischen Unzulänglichkeiten. Die Reisebeschreibungen zeigen den Blickwinkel des Baufachmanns, aber auch einer recht kultivierten und politisch interessierten Persönlichkeit. Er beginnt mit einer Reise durchs Klettgau. In Freiburg im Breisgau skizziert er u.a. architektonische Details des Domes, befasst sich mit dem Bahnhof und mit der Geschichte der dortigen Bahn. Darauf fährt er mit der badischen Bahn nach Basel mit fachkundigem Blick auf bahntechnische Details. Der Weg führt weiter über die neuerrichtete Eilwagenroute dem linken Rheinufer entlang über Rheinfelden, Stein, Laufenburg, Zurzach, Kaiserstuhl, Eglisau nach Schaffhausen. Im Mai 1855 folgt eine Reise nach Zürich, wo er die sich im Bau befindliche Eisenbahnlinie nach Oerlikon besichtigt. Eine letzte Reise führt über Zürich, Baden, Ölten, Solothurn nach Bern, eine Dienstreise, auf der er mit manchen bekannten Persönlichkeiten der Eisenbahn-Pionierzeit zusammentrifft.
Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Band 52, Heft 1
Neujahrsblatt Nr. 147
Druckerei Leemann, Zürich (1983)