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Angesichts des Brexit-Votums, das auf den Finanzmärkten Schockwellen ausgelöst hat, korrigierte der IWF seine Wachstumsprognose für Italien auf unter 1 Prozent (bisher 1,1 Prozent) in diesem Jahr und rund 1 Prozent im kommenden Jahr (bisher 1,3 Prozent) hinunter.
Zwar habe sich die Wirtschaft des Landes zuletzt etwas erholt, aber die strukturellen Probleme seien immer noch gross, heisst es in dem Bericht. Dazu gehörten eine geringe Produktivität, hohe Arbeitslosigkeit und wenig Investitionen.
Besonderes Augenmerk legte der Währungsfonds auf die Banken. In 2015 türmten die Geldhäuser in Italien notleidende Kredite im Wert von 360 Milliarden Euro an. Angesichts des geringen Wirtschaftswachstums würde es schwer für die Banken, aus eigener Kraft das Problem ihrer notleidenden Krediten zu lösen. "Das legt nahe, dass zusätzliche Massnahmen nötig werden", geht aus einem Arbeitspapier des IWF hervor.
Die Behörden hätten eine Reihe von wichtigen Reformen angestossen. "Es ist zwingend notwendig, dass diese Anstrengungen vollständig ausgeführt und vertieft werden", heisst es weiter.
Die Regierung von Matteo Renzi möchte die strauchelnden Banken mit öffentlichen Geldern unterstützen. Nach der neuen EU-Bankenrichtlinie sollen nach den Erfahrungen der Finanzkrise 2008/2009 staatliche Hilfen für angeschlagene Banken aber eigentlich erst fliessen dürfen, nachdem Aktionäre und private Gläubiger herangezogen wurden./reu/DP/bgf/
(AWP)