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Foxconn ist eine der grössten Fabriken, die Geräteteile für Firmen wie Apple, Intel oder Nokia herstellt. Über 1,2 Millionen Mitarbeitende erwirtschafteten letztes Jahr drei Milliarden Franken Gewinn — mussten aber für einen Hungerlohn 60 Stunden in der Woche schuften. Wer sich an diesen Arbeitsbedingungen stört, soll nicht mehr Apple kaufen, sondern ein Fairphone. Das zumindest findet die gleichnamige Firma aus den Niederlanden.
Kostentransparenz soll Vertrauen schaffen
Der Hersteller verspricht auf seiner Website jeden involvierten Arbeiter fair zu bezahlen. Zudem sollen die eingesetzten Materialien nicht in Minen abgebaut werden, die ein Kriegsherr kontrolliert. Die Hersteller setzen zudem auf eine längere Haltbarkeit: Sie verbauen im Gegensatz zu allen wichtigen Herstellern eine austauschbare Batterie und bieten die Möglichkeit, zwei SIM-Karten einzusetzen. Zum Fotografieren steht eine 8-Mpx-Kamera zur Verfügung. Die vollständige Liste der technischen Spezifikationen finden Sie unter diesem Link .
Nicht zuletzt veröffentlicht Fairphone eine exakte Auflistung, wie die Gesamtkosten von umgerechnet 400 Franken (325 Euro) zustande kommen: Der Mammutanteil von 230 Franken entfällt auf Herstellung, Verpackung und Patente. Die Personalkosten betragen 55 Franken, die Ausgaben für nachhaltige Materia- lien, faire Löhne, Entwicklungskosten und Recycling 30 Franken. Die Differenz zum Verkaufspreis kassieren Vater Staat in Form der Mehrwertsteuer und Händler. Für diesen günstigen Preis baut Fairphone nicht das leistungsfähigste Telefon auf dem Markt, aber eines fürs gute Gewissen.
Autor: Reto Vogt