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Andi Bösch (1964-2012)

Andi Bösch wurde am 3. Mai 1964, als erstes Kind von Ruth und Ruedi Bösch, in Uzwil SG geboren.
Seine Kindheit verbrachte er mit seinen Eltern und der jüngeren Schwester Barbara in Herisau AR.
Andi war ein neugieriger, aufgeweckter Junge. Schon früh interessierte er sich für Technik und baute (zuerst mit Lego, später mit Fischer Technik) die verrücktesten und kompliziertesten Konstruktionen. Ein grosses Hobby von Andi war auch die Modell-Fliegerei. Mit grosser Begeisterung besuchte er viele Jahre die Jungwacht Herisau, später wurde er dort auch Gruppenleiter und betreute seine Schützlinge pflichtbewusst. In der Natur zu sein bedeutete Andi viel. Deshalb verbrachte er oft die Freizeit in den Bergen, mit Wandern und Klettern.
Andi besuchte die Kantonsschule in Trogen AR und schloss mit einer Matura Typ C ab. Nach einem Jahr Physik und Mathematik an der ETH wandte er sich dem Studium der Soziologie, Informatik und Publizistik an der Uni ZH zu. Nach Abschluss des Studiums 1994 wurde er wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Hoffmann-Nowotny am Soziologischen Institut der Universität Zürich und arbeitete an Projekten zu "Bevölkerung und Wohlfahrt" sowie "Einstellungen gegenüber Fremden in der Schweiz". Ab 1998 gründete er "Cybervisuals" und war selbständig erwerbend in den Bereichen Webdesign, Programmierung, Spiele, Entwicklung interaktiver Lern- und Informationsmedien, 3D-Visualisierungen und digitale Bildbearbeitung.
Andi hatte vielfältige Interessen und ein grosses Wissen, seine Leidenschaft lag aber im Schnittbereich zwischen Computertechnik und Kunst. Viele seiner Werke sind auf der Seite "Cybervisuals" zugänglich.
Aus einer mehrjährigen Beziehung mit Denise Hafner hatte Andi einen Sohn, Vanja Hafner. Mit diesem pflegte er, auch nachdem die Beziehung mit Denise auseinander ging, einen sehr guten Kontakt. So verbrachte Vanja oft seine Ferien bei Andi. Andi war ein herzlicher Vater. Die beiden unternahmen die vielfältigsten Dinge miteinander; bauten eine grosse Anzahl von Konstruktionen, führten diverse Experimente durch und unternahmen verschiedene Ausflüge (Klettern, Velofahren, Nachtwanderungen……). Ab und zu waren auch die Herisauer (Andis Familie und Bettina Nüssli) mit von der Partie. Andi unterhielt sich mit seinem Sohn über alles Mögliche und Unmögliche. Sie pflegten eine innige und offene Beziehung zueinander.
Andi verband viele Gegensätze. Er konnte sehr schweigsam und in sich gekehrt sein - manchmal aber sein Gegenüber in stundenlange Gespräche und Diskussionen verwickeln. Er war ein extrem strukturierter und überaus genauer Mensch - als Künstler lebte er jedoch mit starkem Hang zur Mystik. Er konnte sich stunden-, tage- und wochenlang überlegen, ob er etwas tun wollte oder nicht - aber wenn er es dann tat, so legte er seine ganze Energie und Präzision in die Sache.
In den letzten Jahren seines Lebens lebte Andi eher zurückgezogen, hatte aber mit seiner Freundin, einigen Freunden, seiner Familie und vor allem seinem Sohn Vanja einen engen Kontakt.
Andi verstarb am 5. Oktober 2012 ganz unerwartet in seiner Wohnung in Rüti ZH.
Wir gedenken Andi in tiefer Verbundenheit
Vanja Hafner, Familie und Freunde
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