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Was für ein Tag für den früheren Schweizer Cheftrainer Martin Rufener. Als kanadischer Alpin-Direktor durfte er sich in St. Moritz im WM-Super-G der Männer über Gold und Bronze freuen. Die Schweizer um Beat Feuz enttäuschten.
Wie schon tags zuvor im Super-G der Frauen gewann auch bei den Männern der grosse Favorit zwar eine Medaille, aber nicht die goldene. Der Norweger Kjetil Jansrud, der drei der vier Super-G in diesem Winter gewonnen hatte, musste sich um 45 Hundertstel dem Kanadier Erik Guay geschlagen geben. Guay gewann seinen zweiten WM-Titel, nachdem er 2011 Abfahrts-Weltmeister geworden war. Als 36-Jähriger ist er der älteste Titelträger der WM-Geschichte. Bronze errang mit Manuel Osborne-Paradis ein zweiter der unerwartet starken Kanadier.
Für das Schweizer Quartett erfüllten sich die Hoffnungen nicht, im Kampf um die Medaillen mitmischen zu können. Carlo Janka schaffte es als bester Mann von Swiss-Ski auf den 8. Platz. 48 Hundertstel fehlten dem Bündner zu einem Platz auf dem Podium. Janka zeigte einen guten Mittelteil, doch sowohl im obersten als auch im untersten Abschnitt liess der 30-Jährige etwas zu viel Zeit liegen. Die Leistung war aber so schlecht nicht. Nur einmal, als Vierter in Val d'Isère, war er in diesem Winter im Super-G in den Top 10 präsent gewesen.
Mehr erhofft hätte sich dagegen Beat Feuz, der im März des Vorjahres beim Finale in St. Moritz sowohl die Abfahrt als auch den Super-G gewonnen hatte. Der Emmentaler machte ein paar Fehler zu viel und musste sich mit Rang 12 begnügen. Feuz war im letzten Super-G vor der WM in Kitzbühel Dritter geworden. «In dieser Disziplin sah ich mich aber nie als Favoriten», sagte Feuz, «die Abfahrt ist mir lieber, und auf die freue ich mich.»
Und auch der Bündner Mauro Caviezel und der Glarner Patrick Küng konnten die Schweizer Bilanz nicht verschönern. Ihnen reichte es lediglich zu den Plätzen 20 und 22. (jwe/sda)