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Fallstudie: Dehisziertes Beintrauma, Hauttransplantationen
Das Avance Solo Unterdruck-Wundtherapiesystem ist für Patienten indiziert, die von der Wundversorgung durch Anwendung von Unterdruck profitieren. Insbesondere fördert das System die Wundheilung durch Entfernung von Exsudat und infektiösem Material.
Fotos und Fallnotizen freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Sanna Kouhia, Gefässchirurgin; Tuula Eskelinen, Wundpflegefachkraft; Arja Korhonen, Wundpflegefachkraft, ambulante OP-Klinik / Wundambulanz, Kainuu Central Hospital, Kajaani, Finnland
Wundverlauf
72-jährige Frau mit aktueller Behandlung von Hypertonie, peripherer Gefässerkrankung und chronischer Lungenerkrankung mit dehiszierter Beinwunde.
44 Tage vor der ersten Visite war die Patientin gestürzt, wobei sie ihren rechten Knöchel verletzte und zudem proximal und anterior eine kleine Prellung im rechten Bein aufzeigte.
Im Bereich der Prellung entwickelte sich ein grosses Hämatom und die Haut ging in eine Nekrose über. Die Knöchelwunde wurde primär genäht, jedoch dehiszierte sie. Aufgrund des negativen Verlaufs der Wunden wurde eine Revision durchgeführt und ein herkömmliches NPWT-System angewendet. Im späteren Verlauf zeigten die Wunden noch Fibrinbeläge. Zwischen den Wundversorgungsterminen gab es eine Therapie mit Maden, während der die NPWT gestoppt wurde.
Behandlungsschema
44 Tage nach dem Trauma wurde eine zusätzliche Wundrevision mit Hauttransplantationen durchgeführt.
Ein tragbares Unterdruck-Therapiesystem mit einem Verband der Grösse 15 cm x 30 cm wurde erfolgreich unter der Kompressionsbandage und den Stützstrümpfen angelegt.
Ergebnis
Die Untersuchung zu Studienbeginn zeigte zwei Wunden mit den Grössen 10 cm x 3 cm und 12 cm x 4 cm, jeweils mit einer Tiefe von 1 cm. Die meisten Wundbereiche waren granuliert (90 %) und zeigten Schorf (10 %), aber kein nekrotisches Gewebe. Die Exsudatmenge war niedrig und hatte ein klares/seröses Aussehen.
12 Tage nach dem ersten Besuch hatten sich die Wunden negativ entwickelt und 80 % der Wunden waren nun epithelialisiert und 20 % granuliert. Exsudatmengen im Kanister waren klein, während um die Wunden herum mittlere, braun/blutig sowie visköse Exsudatmengen vorhanden waren.
Bei der Nachuntersuchung 3 (30 Tage) hat sich die Wunde am Knöchel auf 0,4 cm x 1 cm mit einer Tiefe von 0,2 cm verringert, wobei 90 % der Oberfläche epithelialisiert und 10 % granuliert waren, während die zweite Wunde nun vollständig verheilt war.
Das Exsudat zeigte sich immer noch braun/blutig und viskös mit mässiger Menge.
44 Tage nach der ersten Visite (88 Tage nach der Verletzung) waren beide Wunden vollständig verheilt.
In keiner der Wunden gab es während der Behandlungsdauer Anzeichen einer Infektion und es wurden keine Antibiotika verabreicht.
Die wundumgebende Haut erschien die ganze Zeit über kontinuierlich gesund und es wurde kein Wundfüller verwendet.
Keine zusätzlichen Verbandswechsel ausserhalb der geplanten Nachuntersuchungen.
Bei jeder Nachuntersuchung wurde ein scharfes Debridement durchgeführt, ausser bei Besuch 4 (44 Tage nach Studienbeginn).
Die Patientin berichtete über keinerlei Schmerzen vor oder während der Entfernung des Verbands.
Leistung
Alle Leistungsaspekte des Produkts wurden als «sehr gut» wahrgenommen, einschliesslich der Eignung für Grösse und Form des Verbands. Die Verbandsgrösse von 15x30 cm bildete sich gut an der Tibia aus und bedeckte beide Hauttransplantate.
Die Exsudatmanagement-Fähigkeit des Geräts war gut und funktionierte sehr zufriedenstellend, obwohl ein Verband zwei Wunden abdeckte.
Der Gesamteindruck war sehr gut, da sich die Hauttransplantation bei der Nachsorge einer komplizierten Traumawunde, gefolgt von Revision und erneuter Hauttransplantation schnell verbessert hatte und das Gerät einfach und mühelos zu bedienen war.
Patientenerfahrung
Die Patientin war mit der Behandlung während der gesamten Behandlungsphase zufrieden und empfand sie als mühelos und schmerzlos. Sehr zufrieden war sie mit den wenigen Verbandswechseln und der einfachen Behandlung.