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Atatürk-Streit verhindert türkisches Fußball-Supercup-Finale in Riad
Wegen eines Streits mit den saudischen Behörden über die Trikots der Spieler ist das für Freitag geplante türkische Super Cup-Fußballspiel in Saudi-Arabien abgesagt worden. Medienberichten zufolge sollte das Spiel zwischen Galatasaray und Fenerbahçe am Freitagabend in der saudischen Hauptstadt Riad stattfinden, musste aber wegen „einiger Probleme“ bei der Organisation der Veranstaltung verschoben werden.
Der Fernsehsender Habertürk und andere Medien berichteten, dass die Spieler von Fenerbahçe und Galatasaray beim Aufwärmen vor dem Spiel T-Shirts mit dem Konterfei des Gründers der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, tragen wollten, dies aber von den saudischen Organisatoren nicht gestattet wurde, wie die Associated Press berichtete.
Die Spieler hätten darauf bestanden, die T-Shirts zu tragen, da 2024 der 100. Jahrestag der Ausrufung der türkischen Republik durch Atatürk sei, hieß es in den Berichten. Galatasaray und Fenerbahçe hatten zuvor darauf gedrängt, das Spiel auf heimischem Boden und nicht in Saudi-Arabien auszutragen.
„Atatürk – Saudi-Arabien: 10-0“, twitterte der rechtspopulistische niederländische Politiker Geert Wilders, der im Oktober die Wahlen in den Niederlanden gewonnen hatte, mit einem Daumen-hoch-Emoji.
In einer gemeinsamen Erklärung des türkischen Fußballverbandes und der Vereine hieß es, das Finale sei wegen „organisatorischer Probleme“ auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden. Sie dankten Saudi-Arabien für seine Bemühungen, das Spiel zu organisieren. Saudi-Arabien hat in den letzten Jahren begonnen, internationale Spiele und Turniere auszurichten und wird im Januar den spanischen und italienischen Super Cup ausrichten.
Wo und wann das Finale des türkischen Super Cups stattfinden wird, ist noch unklar.
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