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Viele Amerikaner prosten sich diesen Sommer mit «America» zu: Denn der Braugigant Budweiser wird sein beliebtes Bier vorübergehend umtaufen. Der Anlass für die Umbenennung ist der Wahlkampf um die US-Präsidentschaft, die Werbeaktion läuft vom 23. Mai bis zu den Wahlen im November. Budweiser hofft offensichtlich, mit dem patriotischen Namen bei den Biertrinkern zu punkten. Allerdings ist der Mutterkonzern InBev gar nicht amerikanisch – der Sitz ist in Belgien.
Der Zeitpunkt für die Werbeaktion ist nicht zufällig gewählt: Die Amerikaner sind im Sommer besonders durstig. Fast ein Drittel des Biers wird von Mitte Mai bis Anfang September verkauft, und Budweiser ist die am drittmeist verkaufte Marke. Neben dem Namen ändert Budweiser auch das Motto «King of Beers», König der Biere: «America» kommt mit dem Zusatz «E Pluribus Unum» in die Läden. Der lateinische Ausspruch «Aus vielen eines» steht auf dem Siegel der Vereinigten Staaten.
«America» ist nicht geschützt
Budweiser hat sich schon in der Vergangenheit spezielle Werbeaktionen ausgedacht. Letzten Sommer versah der Konzern die Bierdosen mit einem Bild der Freiheitsstatue. Dafür musste er allerdings den US-Nationalparkdienst für die Bilderrechte entschädigen, wie das «Wall Street Journal» schreibt. Diesen Nachteil hat Budweiser mit «America» nicht: Der Name ist nicht geschützt. Sonst hätte Präsidentschaftskandidat Donald Trump wohl auch einen anderen Slogan als «Make America great again» gewählt.