Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03354.jsonl.gz/2569

Vor bald vier Jahren hat die Zürcher Stimmbevölkerung an der Urne mehr günstigen Wohnraum im Kanton verlangt. Nun hat der Regierungsrat Regeln vorgelegt, die dieses Ziel erreichen sollen.
Wenn eine Gemeinde ein Gebiet aufzont, kann sie darin einen Mindestanteil an preisgünstigem Wohnraum festsetzen. Josua Raster vom kantonalen Amt für Raumentwicklung macht ein Beispiel: «Die Gemeinde kann einen Anteil von fünfzig Prozent für günstigen Wohnungen reservieren, wenn neu gebaut wird.»
Die Änderungen dürften wohl vor allem die grösseren Gemeinden im Kanton betreffen, so Raster: «Es benötigt einen gewissen bürokratischen Aufwand und eine professionelle Administration.» Auch wenn jede Gemeinde frei sei, das Mittel einzusetzen, werde es wohl vor allem in den grossen Städten wie Zürich, Winterthur und Uster angewendet.
Mieterverband ist zufrieden
Mit Freude nimmt der Zürcher Mieterinnen- und Mieterverband die Vorschläge des Regierungsrats zur Kenntnis. Verbandssprecher Walter Angst findet es wichtig, dass eine Gegenmassnahme zur Verdichtung geschaffen wird: «Im Kanton Zürich geht durch das verdichtete Bauen preisgünstiger Wohraum verloren. Da ist es entscheidend, dass man von den Hauseigentümern einen Mindestanteil an güsntigen Wohnungen einfordern kann.»
Wenn das Kantonsparlament den Vorschlägen des Regierungsrats zustimmt, gelten die neuen Regeln für die Gemeinden ab dem 1. Januar 2019.