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der Augsburgischen Konfession, symbolisches Buch der lutherischen Kirche, eine Rechtfertigung der Augsburgischen Konfession
und eine Widerlegung der auf kaiserlichen Befehl angefertigten Konfutation derselben. Verfaßt wurde sie von Melanchthon nach
den mündlichen und schriftlichen Relationen über die Konfutation, die den evangelischen Ständen nicht eingehändigt wurde.
Die Apologie ward 22. Sept. 1530 dem Kaiser Karl V. überreicht, aber von ihm nicht angenommen. Da die Katholiken
wiederholt behaupteten, daß die Augsburgische Konfession widerlegt sei, so unternahm Melanchthon auf Grund einer jetzt erst
erlangten Abschrift der Konfutation eine gründliche Umarbeitung der Apologie, die er »Apologie
der Konfession« nannte. Dieselbe erschien im April 1531 lateinisch, im Oktober d. J. deutsch von Justus
Jonas.
Vgl. Plitt, Die Apologie der Augustana geschichtlich erklärt (Erlang. 1873).
der Augsburgischen Konfession, eins der symbolischen Bücher der luth. Kirche. Als am 3. Aug. 1530 auf dem Reichstag
zu Augsburg die sog. Konfutation, d. h. die Widerlegung der Augsburgischen Konfession (s. d.) durch die kath.
Theologen verlesen worden war, erhielt Melanchthon den Auftrag, eine Gegenschrift zu verfassen. Da eine
Abschrift der Konfutation den Evangelischen verweigert war, konnte Melanchthon zu seinem Entwurfe nur die während der Verlesung
von Camerarius und andern Theologen nachgeschriebenen Bemerkungen benutzen.
Dieser Entwurf ward 22. Sept. 1530 bei Gelegenheit des Reichstagsabschieds dem Kaiser übergeben, aber von
diesem nicht angenommen. Da indessen der Reichstagsabschied vom 19. Nov. wiederholte, daß die Konfession der Protestanten widerlegt
sei, so schritt Melanchthon auf Grund einer jetzt erlangten Abschrift der kath. Konfutation zu einer gründlichen Umarbeitung
(vom Nov. 1530 bis Mitte April 1531) seiner Schrift und nannte sie «Apologie der Konfession».
Diese erschien Mitte April 1531 lateinisch, im Okt. 1531 in einer deutschen Übersetzung, die Justus Jonas angefertigt, Melanchthon
mehrfach verändert hatte. Auch an den spätern Ausgaben der zweiten lateinischen von 1531 (der Oktavausgabe) und der deutschen
von 1533 hat Melanchthon noch vielfach gebessert. Im lat. Konkordienbuche ist seit 1581 die erste lat.
mehr
Ausgabe (die Quartausgabe) wiederholt. Die Apologie K., ursprünglich eine Privatschrift, wurde 1537 auf dem Konvent zu Schmalkalden
von den evang. Ständen unterschrieben und dadurch als symbolische Schrift anerkannt. Der Lehrentwicklung nach gehört sie
noch in diejenige Periode des Protestantismus, in der die Verständigung mit den Katholiken nicht ausgeschlossen
schien, der Unterschied luth. und melanchthonischer Lehrweise noch nicht hervorgetreten war, doch fanden strenge Lutheraner
manche Wendungen darin anstößig. -
Vgl. Plitt, Die Apologie der Augustana geschichtlich erklärt (Erlangen 1873).