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Der international bedeutende Pianist ANATOL UGORSKI (1942) studierte Klavier am Leningrader Konservatorium bei Nadeschda Golubowskaja. Bereits während des Studiums machte er in der Sowjetunion mit Erstaufführungen von in der UdSSR umstrittenen Komponisten wie Arnold Schönberg, Alban Berg, Olivier Messiaen und Pierre Boulez auf sich aufmerksam.
1982 wurde er zum Professor an das Leningrader Konservatorium berufen. Im Sommer 1990 flüchtete Anatol Ugorski mit Frau und Kind nach Berlin. Fast zwei Jahre lebte die Familie in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft. 1992 begann für den mittlerweile fünfzigjährigen Pianisten eine internationale Karriere, die mit spektakulären Konzerten am Konservatorium von Mailand und bei den Wiener Festwochen ihren Anfang nahm. Seitdem ist Anatol Ugorski als Solist oder mit führenden Orchestern (u.a. Sinfonieorchester des WDR, Tschechische Philharmonie, Concertgebouw-Orchester, Orchestre de Paris, Chicago Symphony Orchestra, Hamburger Symphoniker) in vielen Konzertsälen der Welt zu Gast und tritt regelmäßig bei den wichtigsten Festivals auf.
Er ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik in Detmold.
Anatol Ugorski hat zahlreiche Werke, v. a. der klassischen und romantischen Klavierliteratur, auf CD veröffentlicht. Zu seinen bedeutendsten Aufnahmen zählen der „Catalogue d‘Oiseaux“ von Olivier Messiaen und das Klavierkonzert von Alexander Skrjabin, mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Pierre Boulez. Zuletzt hat er mit seiner Tochter Dina Ugorskaja Doppelkonzerte für Klavier von Bach, Mozart und Schostakovitsch eingespielt. In seinen Interpretationen verbinden sich analytische Schärfe und feinsinnige Empfindung zu einer charakteristischen und sehr persönlichen musikalischen Sprache.
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