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23.09.2018 00:34:20

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Feuerwehr
Die 1798 geschaffene Politische Gemeinde Hütten hatte eine eigene Feuerwehr. Als deren Kommandant wird im Jahre 1800 Feuerhauptmann Bär erwähnt. 1829 kaufte Wädenswil eine neue Feuerspritze und überliess die alte der Gemeinde Hütten. Schläuche, Windlichter, Wassereimer, Haken und andere Gerätschaften wurden im Spritzenhaus aufbewahrt; der älteste erhaltene Feuerkübel (Wassereimer) stammt aus dem Jahre 1841. Nachdem Einwohner wiederholt Löschgeräte zu privatem Gebrauch aus dem Spritzenhaus geholt hatten, bestimmte der Gemeinderat im Jahr 1857, der Gemeindepräsident persönlich solle den Schlüssel zum Spritzenhaus verwahren.
Löschwasser bezog man aus Bächen und Weihern.1856 wurde im Weiher Segel ein Feuerweiher gegraben. 1858 versah man den Feuerweiher im Dörfli Hütten mit einer Einzäunung, damit Kinder nicht mehr hineinfallen konnten.
Ein Feuerdienstreglement von 1860 die heutige gültige Feuerwehrordnung datier von 1982 gibt Aufschluss über die Gliederung und das Alarmsystem der Feuerwehr Hütten, die unter dem Kommando eines Ober- und eines Unterfeuerkommandanten stand. Zum Löschkorps gehörten drei Offiziere, zwei Handrohrführer, zwei Windlichtträger, 16 bis 20 Pumper, sechs bis acht Schlauchleiter, zehn bis zwölf Wasserträger und sechs Wasserschöpfer. Im Flöchnerkorps dienten sechs bis acht Mann mit Säcken und Seilen, im Feuerlaufkorps neun Mann mit Haken und Eimern; dazu kam das Wachtkorps für die Feuerwache und die Feuerboten, ein Reiter und vier Fussgänger. Feueralarm gab man durch Mörserschüsse, Feuerhorn oder Sturmläuten mit den Kirchenglocken. Der Sammelplatz lag beim Schulhaus.
1882 regte das Oberfeuerkommando an, die Gemeinde solle eine neue Feuerspritze anschaffen. Die Alte sei sehr gebrechlich geworden und müsse nach jedem Einsatz repariert werden. Trotzdem wurde der Kauf bis zum Jahre 1895 aufgeschoben. Dafür liess man für Langmoos und Chneus einen gemeinsamen Feuerweiher anlegen, und 1883 erhielt Hütten die ersten, an die private Wasserversorgung angeschlossenen Hydranten. Am 17. Dezember 1883 macht die Feuerwehr eine Spritzenprobe im Chneus. Es soll mehr Wasser in die Spritze geflossen sein, als Mannschaft und Schläuche zu fördern vermochten. Traditionsgemäss fand die Hauptfeuerwehrübung am Vormittag des Kirchenweihmontags statt.
Zwischen 1809 und 1850 ereignete sich in Hütten nur ein einziger Brand. Am 15. Februar 1880 brannten auf Mistlibüel zwei Wohnhäuser und drei Scheunen nieder und am 27. September 1893 auf Schönau zwei Wohnhäuser.
Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Wasserversorgung konnte im Jahre 1933 auch das Hydrantennetz ausgeweitet werden. 1986 verfügte die Gemeinde Hütte über 60 Hydranten, dazu über Löschwasserreserven im Gebiet Schönau Oerischwand Heiten.
Nachdem zuerst das Schulhaus, dann die Kronenscheune als Gerätelokal gedient hatten, bezog die Feuerwehr Hütten 1955 die alte Postgarage. Das Löschmaterial wurde laufenden neusten Entwicklungen angepasst. 1953 beschaffte die Gemeinde eine Zweirad-Motorspritze Vogt, 1969 ein Ölwehr-Ortsbesteck, 1970 eine Schlauchwaschmaschine, 1971 einen zweiten Hydrantenwagen, und 1979 bewilligten die Stimmberechtigten den Kredit für die Anschaffung eines Klein-Tanklöschfahrzeugs. Seit dem Jahre 1966 erfolgt der Gruppenalarm mit dem Telefon.
Quelle: Prof. Peter Ziegler, Wädenswil
letzte Nachführung: 1987
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