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Vor genau 35 Jahren wurde der erste Pelletofen eingefeuert – entwickelt vom amerikanischen Flugzeugingenieur Jerry Whitfield aus Seattle. Auslöser war die weltweite Ölkrise in den frühen 1970er Jahren. Seither suchten Forscher nach einer umweltfreundlichen Alternative zu Öl und Gas.
Die Ölkrise der Siebziger Jahre verdeutlichte, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weltweit ein gefährliches Unterfangen war – insbesondere in den USA. Dies bewog Forscher und Entwickler, eine kostengünstigere Alternative zu suchen, die auch eine gewisse Versorgungssicherheit garantieren konnte. Die Lösung fand man in Skandinavien. Dort waren Holzreste und gepresstes Sägemehl als Brennstoff in Industrieanlagen bereits bekannt und etabliert. Bereits Mitte der Achtziger Jahre wurden dann in Schweden die ersten Holzpellets für die Versorgung grosser Kraftwerke hergestellt.
Nun musste eine Technologie für die privaten Haushalte entwickelt werden. Jerry Whitfield aus Seattle – ein Flugzeugingenieur – soll in den Achtziger Jahren in seiner Garage den ersten Pelletofen konstruiert haben. Seine Erfindung fand rasch Anklang: Wenige Tage nach seiner Präsentation auf der Wood Heating Alliance Show sollen bereits über 1'000 Öfen bestellt worden sein.
In der Schweiz dauerte es länger, bis sich die Technologie durchsetzen konnte: Erst im Jahr 2000 wurden die ersten Anlagen installiert; bis 2005 hat sich der Bestand von Pelletsfeuerungen jährlich verdoppelt. Aktuell sind gegen 17'000 im Einsatz.
Eine Nasenlänge voraus sind uns hier die Österreicher: 1989 brachte ein österreichisches Familienunternehmen die erste Pelletfeuerung in Europa auf den Markt. Rasch erkannte man das Potenzial der bislang weitgehend ungenutzten Säge- und Hobelspäne aus den Sägereien.