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Dresden gilt gemeinhin als Stadt der Musik und der bildenden Künste. Die große Zahl der Dichter und Literaten dagegen, die in Dresden geboren wurden, gestorben sind, hier Asyl fanden, lebten und schrieben, scheint vergessen. Die baulichen Veränderungen und vor allem die Zerstörung Dresdens in der Bombennacht vom 13. Februar 1945 haben viele Spuren und Zeugnisse des literarischen Lebens getilgt. Und doch gibt es sie, die Häuser Dresdner Dichter und Literaten: Das malerische Weinberghaus Körners in Loschwitz, wo Schiller seinen Don Carlos schrieb, die Mietshäuser in der Dresdner Neustadt, wo Erich Kästner ein kleiner Junge war, der abseits gelegene Waldhof Carl Sternheims und die Häuser, in denen der polnische Schriftsteller Kraszewski wohnte und arbeitete."Mein Eindruck wechselte täglich: Bald meine ich, ein Hundebudchen vor mir zu haben, bald sieht die Sache reputierlicher aus.", notiert der Romanist Victor Klemperer 1934 über den Bau seines Hauses. Sechs Jahre später wird er von de n Nazis wegen seiner jüdischen Herkunft aus diesem Haus vertrieben. Die Häuser der Dichter und Literaten, sie sind Puzzleteile in der Biografie ihrer Bewohner und Zeugnisse der Zeitgeschichte. Auf den Spuren Dresdner Dichter und Literaten - ein Spaziergang durch Herrensitze und Mietshäuser, der dem Leser Biographien und Zeugnisse der Zeitgeschichte gleichermaßen nahe bringt.
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