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Verwendung der künstlichen Gebärden und der Fingersprache neben dem schriftlichen Verkehr besteht. Erst allmählich machte
er sich mit der Litteratur des Taubstummenwesens bekannt und räumte dann auch der Lautsprache einen beschränkten Platz
neben der Zeichensprache ein. Epée widmete, ermutigt durch glückliche Erfolge, von da an sein Leben der neuen Aufgabe,
gründete um 1770 ohne andres Vermögen als das einer jährlichen Rente von 12,000 Frank auf eigne Kosten die erste Taubstummenschule
in Paris, welche er einige Jahre später auf den Montmartre verlegte und in eine förmliche Erziehungsanstalt umwandelte. In
einem taubstummen Jüngling, den er 1773 in Péronne fand, glaubte er den verstoßenen Erben der gräflichen
FamilieSolar zu entdecken und setzte in der That in einem langwierigen Prozeß 1781 die Anerkennung desselben als GrafSolar und
die Einsetzung in das gräfliche Erbe durch, welches Urteil aber 1792 wieder umgestoßen wurde.
Überhaupt breitete sich seine Methode siegreich aus und herrschte Menschenalter hindurch selbst in Deutschland
[* 8] vor. Er starb in
Paris. Sein Hauptwerk ist: »Institution des sourds et muets par la voie des signes méthodiques« (Par. 1776, 2 Bde.; 2. Aufl.
u. d. T.: »La véritable manière d'instruire
les sourds et muets«, das. 1784).
Vgl. Bébian und Bazot, Éloges historiques de Ch. M. de l'Épée (Par. 1819);