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Die Scouts von NHL Central Scouting haben Nico Hischier im Draft-Ranking auf die zweite Position gesetzt – hinter Nolan Patrick. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Der Walliser könnte dennoch der erste Schweizer Nummer-1-Draft werden.
Nico Hischier ist nicht die erste Wahl der NHL-Scouts für den Draft vom kommenden Sommer. Im letzten Ranking von NHL Central Scouting, dem offiziellen Scouting-Büro der NHL, wird der Walliser auf dem zweiten Rang geführt – hinter Nolan Patrick, der schon seit Beginn der Saison als Nummer 1 gehandelt wird.
Das muss allerdings nicht heissen, dass Hischier nicht doch an erster Stelle gezogen wird. In den vergangenen zehn Jahren wurde im Draft dreimal nicht der Top-Prospect an erster Stelle ausgewählt. Dann war es aber stets die Nummer 2 des Rankings, die stattdessen gewählt wurde. Dazu kommt noch der Spezialfall des letzten Jahres, als die beiden besten Draft-Prospects ausserhalb Nordamerikas spielten (Auston Matthews bei den ZSC Lions und Patrik Laine bei Tappara Tampere) und deshalb auf der Liste der europäischen Spieler geführt wurden.
Was Hischier zugute kommen könnte, ist die Verletzungsanfälligkeit Patricks. Der Center der Brandon Wheat Kings verpasste einen grossen Teil der Regular Season verletzungsbedingt. Er absolvierte nur 33 Spiele (20 Tore und 26 Assists). In den Playoffs fiel er erneut wegen einer Verletzung aus, worauf seine Mannschaft gegen die Medicine Hat Tigers sang- und klanglos in der 1. Runde ausschied.
Die besten Chancen, tatsächlich an erster Stelle gezogen zu werden, hätte Hischier, wenn der Nummer-1-Pick einem höher klassierten Team zufallen würde. Zu diesen Teams gehören beispielsweise New Jersey, Buffalo, Detroit oder Dallas. Die schlechtesten Teams der NHL (Colorado, Vancouver, Arizona oder auch Las Vegas) werden es nicht riskieren Patrick zu übergehen. Das würde sie bei schlechten Leistungen in den folgenden Saisons extrem angreifbar machen.
Hischier hat an der U18-WM (13.-23. April in der Slovakei) und vielleicht auch an der A-WM in Köln und Paris nochmals die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Die Chancen Nolan Patrick noch zu überholen sind allerdings gering – aber auch als Nummer 2 wäre das Wunderkind der höchste Schweizer Draft-Pick, den es je gegeben hat. (abu)