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Alfred Häsler ist bekannt wegen seines von Markus Imhoof verfilmten Werkes "Das Boot ist voll", das die Schweizer Flüchtlingspolitik während des 2. Weltkriegs kritisiert. Häsler starb am 7. April im Alter von 88 Jahren.Dieser Inhalt wurde am 15. April 2009 - 11:12 publiziert
Der aus kleinbäuerlich-pietistischen Verhältnissen stammende Berner Oberländer begann nach einer Typografenlehre im 2. Weltkrieg zu schreiben. Er wandte sich gegen den Nationalsozialismus und setzte sich für Flüchtlinge ein.
Nach dem Krieg trat Häsler, der sein Engagement für Gerechtigkeit laut Autobiografie aus seiner frömmlerischen Umgebung heraus destilliert hatte, der kommunistischen Partei der Arbeit (PdA) bei, in der er bis zum Ungarnaufstand 1956 blieb.
Er schrieb für die Tat, die Weltwoche und für Ex Libris und arbeitete für Schweizer Fernsehen und Radio.
1967 enthüllte er in "Das Boot ist voll", wie die traditionell humanitäre Schweiz mit ihrer restriktiven Asylpraxis den Nazis in die Hände arbeitete.
Betroffenheit erzielte er, indem er menschliche Schicksale ins Zentrum rückte. Das Buch wurde von Markus Imhoof verfilmt; 1981 wurde der Streifen für einen Oscar nominiert.
Häsler war unter anderem Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Zürich und Honorary Fellow der Hebräischen Universität Jerusalem. 1992 erhielt er als erster den Fischhof-Preis der "Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus".
swissinfo und Agenturen
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