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Am 12.08.22 hemmer üs ade türkische grenze id kolone greiht. Nochdem s tatütata desinfiziert worde isch, het s chaos agfange. Niemmert het so richtig gwüsst i weler spur er muess fahre, a welem schalter er wele stempel muess hole und wies wiiter goth. Ohni wiiteri problem simmer noch öppe einenhalb stund am zoll is land cho.
Üsi route isch nöd über Istanbul, wie mer viellicht als ersts denkt, sondern überd Canakkale-1915-Brugg, wo aafangs das johr eröffnet worde isch. Das isch mit guet 4,5 kilometer die längsti hängebrugg uf de welt.
In Pamukkale hemmer über die bis ezz steilsti offroadstrecki en super stellplatz mit blick uf die spektakuläre „kalksteiterrasse“ erreicht. Die ufstiigende heissluftballön zum sunneufgang hend s bild no verschöneret. Mit en huufe anderne touriste hemmer die „thermalpools“ besichtigt. Damit die natürlich entstandene beckene erhalte bliibed, hends für de tourismus extra beckene baut, womer het dörfe barfuess dure und drüber laufe. S mineralhaltige thermalwasser wo do de hügel durabflüsst, chunnt usere quelle wo pro sekunde 250 liter wasser usströmed. Die antiki bäderstadt Hierapolis („heilige stadt“) befindet sich grad nebedzue. Unter anderem chamer do es guet erhaltes theater und nekropole (gräberstätte) go aaluege.
Für üs ischs denn wiiter an Salda Gölü, en Kratersee mit türkisblauem wasser. D stränd sind ufgrund vom sehr magnesiumhaltige gstei so wiis und drum schiint s wasser au so traumhaft blau. Enstande isch de see vor sehr langer ziit ufgrund vonere erdplatteverschiebig. Es het üs do so guet gfalle, dass mir grad es paar tägli bliibe sind.
S nögste abedtüür isch d Saklikent-Schlucht xi. D felswänd sind bis zu 300 meter hoch. De erst streckeabschnitt isch überloffe mit mensche. Abeme gwüsse punkt dörf mer nur no mit guide wiiter, wa mir denn au gmacht hend. Mit vollem körperiisatz simmer en wasserfall durufgkletteret, gschwumme und hend üs abgseilt. So simmer a stelle i dere schlucht cho, wo täglich höchstens 20 lüütlis verbii chömed. Am nögste tag hemmer denn echli muskelkater gha.
Dank em tipp vo de Solveig, d cousine vom Manuel, simmer a die lykischi küste. Merci vielmol für dini empfehlig! Vom dörfli Bezirgan us, hemmer e teilstrecki vom lykische fernwanderweg erkundet. Es isch sehr schön xi, jedoch zum teil wüesteartig und total heiss. Anere wasserzisterne hemmer drum es paar chübel wasser ufezoge und üs das herrliche nass über de chopf gleert.
Adere küste entlang simmer wiiter und befinded üs im moment grad in Çirali ame strand, wo d meeresschildchrote ihri eier leged. Die siedlig isch illegal errichtet worde und lebt ezz vor allem vom Ökotourismus. Es het kei grossi hotelbaute, sondern hauptsächlich bungalows und d stimmig isch entspannt „hippig“. S klima isch mit 69% luftfüechtigkeit und 37°C eher tropisch. Vo do us simmer gest obig bi sunneuntergang zum berg Chimaera zu de „brennende stei“ gloffe. Ufgrund vo methan und anderne gas wo usem gstei ustretet brenned die füürli siit ewigs und ständig. Früehner sinds sogar e orientierigshilf fürd schifffahrer xi.
D türke sind au wieder total gastfründlichi lüüt. Mir hend scho einigi tolli bekanntschafte gmacht und sind zu tee und kaffi iiglade worde. Dass sie eso es campervolk sind, het üs sehr überrascht. No nie uf üsere reis simmer so viilne iiheimische camper begegnet wie do.
Bitteri wohrheit: ide nögste paar wuche wirds uscho, öbs mit de visa für de iran klappet und mir wiiter in oste reise chönd, oder öb do scho bald de wendepunkt isch und mir en andere weg iischloh werded…
Fun fact: jedes mol, wenn s navi soKAK (isch türkisch und heisst stross) seit, muess de manuel luut uselache soKAK links abbüge, soKAK rechts abbüge…
D türkei isch soo gross und es gfallt üs sehr guet do, dass mir no es wiili werded i dem land umereise.
Liäbi grüess manuel & ilona