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Geburtshilfe
Die Gesundheit Ihres Babys
Körpertemperatur
Die normale Körpertemperatur eines Kindes, im Anus gemessen, beträgt zwischen 36,5 und 37,5° C. Hände und Füsse sind häufig etwas kühler. Im Nacken können Sie fühlen, ob das Kind warm genug hat.
Bei Verdacht auf Fieber messen Sie die Temperatur. Bei einer Körpertemperatur von über 38,0° C (in Ruhe gemessen) hat Ihr Kind Fieber. Befreien Sie es von warmen Kleidern, geben Sie ihm etwas zu trinken und messen Sie die Temperatur erneut. Hat Ihr Kind weiterhin Temperatur, konsultieren Sie sofort Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.
Wir empfehlen Ihnen, die ersten 12 Monate ein Thermometer mit beweglicher Spitze für die Messung im Anus zu verwenden. Nach 12 Monaten können Sie ein Ohrthermometer benutzen.
Aufenthalt im Freien
Sie können mit Ihrem Kind sofort ins Freie gehen. Ziehen Sie es der Jahreszeit entsprechend an.
Bei kühlem Wetter verwenden Sie für das Gesicht Mandelölsalbe oder bei sehr kaltem Wetter eine Wind-und-Wetter- Schutz-Creme.
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt wird, da die Babyhaut im ersten Lebensjahr sehr empfindlich ist. Ziehen Sie Ihrem Kind langärmlige luftige Kleider und einen Sonnenhut an und lassen Sie es im Schatten.
Sonnenschutzcremes sollten im Säuglingsalter nur in Ausnahmesituationen verwendet werden. Lassen Sie sich von Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt oder der Mütter- und Väterberatung diesbezüglich beraten.
Vitamin D
Für einen optimalen Knochenaufbau wird ab der 2. Lebenswoche bis Ende des 3. Lebensjahrs täglich Vitamin D (Tropfen) empfohlen. Bei Fragen rund um die Ernährung empfehlen wir Ihnen unsere ambulante Stillberatung.
Weinen
Weinen ist die wichtigste Möglichkeit Ihres Kindes, seine Empfindungen wie Hunger, Schmerzen, Müdigkeit, Langeweile, aber auch Überreizung oder das Bedürfnis nach Nähe auszudrücken. Mit dem Kennenlernen Ihres Kindes werden Sie sein Weinen besser verstehen und wissen, welchen Grund es hat.
Weint oder schreit Ihr Kind ohne ersichtlichen Grund und ist es schwer zu beruhigen, dann geben Sie ihm in einem ersten Schritt Nähe, z. B. durch Herumtragen im Tragetuch. In den ersten Monaten ist das nie falsch.
Lässt sich Ihr Kind dadurch nicht beruhigen oder sind Sie erschöpft, verzweifelt oder fühlen sich überfordert, beziehen Sie eine Vertrauensperson ein oder wenden Sie sich an Ihre Kinderärztin respektive Ihren Kinderarzt oder die Mütter- und Väterberatung. Sie können sich rund um die Uhr beim Kindernotfall im KSW melden.
Untersuchungen im Wochenbett
Ihr Baby wird im Wochenbett von einer hauseigenen Kinderärztin bzw. einem Kinderarzt untersucht.
Neugeborenen-Screening
Durch das Neugeborenen-Screening lassen sich Stoffwechsel- und Hormonkrankheiten schon kurz nach der Geburt nachweisen. Für diese wichtige Untersuchung im Wochenbett müssen dem Neugeborenen nur wenige Tropfen Blut aus der Ferse abgenommen werden.
Hörtest
Der Neugeborenen-Hörtest wird idealerweise durchgeführt, wenn Ihr Baby schläft oder ganz entspannt ist. Er ist schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen. Eine Pflegefachperson prüft die Funktionsfähigkeit des Innenohrs, das die ankommenden Schallwellen in Nervenimpulse für das Gehirn umwandelt. So lassen sich angeborene Hörstörungen frühzeitig erkennen und wenn möglich behandeln.