Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03471.jsonl.gz/1750

Wie schon erwähnt wird der Begriff „Virulenz“ nicht einheitlich definiert. Wir möchten den Begriff nicht auf Pathogenität allein bezogen haben. Zu den Virulenzfaktoren zählen wir also nicht nur Pathogenitätsfaktoren, sondern auch andere Faktoren wie Vermehrungsrate, genetische Flexibilität oder Evasionsstrategien vor der Wirtsabwehr (z.B. Antigenvarianz).
Wichtige Gruppen von bakteriellen Virulenzfaktoren:
1. Adhäsine: Erkennungsmoleküle auf der Oberfläche des Parasiten (sog. Adhäsine auf Pili/ Fimbrien, Zellwand oder der Kapsel) interagieren mit Rezeptoren an den Wirtszellen. So erkennen Kohlenhydrat-bindende Adhäsine (Lektine) bestimmte Zucker oder Zuckerkombinationen der Wirtszellrezeptoren. Bei andern Adhärenzreaktionen handelt es sich um Protein-Protein-Interaktionen, bei welchen oft die Tripeptid-Sequenz Arg-Gly-Asp (RGD im Ein-buchstabencode) benötigt wird. Adhäsine fördern die Haftung an Wirtszellen über Adhäsion-Rezeptor-Interaktion und stellen so eine Kolonisationshilfe dar.
2. Invasionsfaktoren: Sie dienen der Erleichterung und Verbreitung (Invasion) der Keime im Körper:
3. Toxine: Schädigung der Funktion bzw. Abtötung der Wirtszellen:
4. Evasionsstrategien
a) Antiphagozytose-Faktoren bieten Schutz vor dem Angriff durch Phagozyten:
b) Antikörper-Zerstörungsfaktoren