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Stan Wawrinka wird in diesem Jahr keine Spiele mehr bestreiten. Der Weltranglisten-Vierte muss sich einer Operation am linken Knie unterziehen, wie er auf seinen sozialen Kanälen mitteilt.
Der Schritt sei nötig, um wieder komplett fit zu werden und noch mehrere Jahre auf Top-Level spielen zu können. Zu diesem Schluss sei er nach Rücksprache mit seinem Arzt und seinem Trainerteam gelangt, schrieb Wawrinka und schloss mit den Worten: "I will see you all in 2018!" Der 32-jährige Romand wird damit seinen Titel am US Open von Ende August und Anfang September nicht verteidigen können. Wann und wo er sich operieren lassen wird, erwähnte er nicht.
Für Wawrinka endet ein bis Mitte Juni sehr gutes Jahr damit abrupt. Der Vierte im Jahresranking hinter Rafael Nadal, Roger Federer und Dominic Thiem stand am French Open und in Indian Wells im Final, erreichte am Australian Open die Halbfinals und gewann das Heimturnier in Genf. Seit dem French Open, an dem er sich im Halbfinal gegen Andy Murray einen Abnützungskampf über viereinhalb Stunden lieferte, war er körperlich angeschlagen. Zuletzt scheiterte er in Wimbledon in der Startrunde in vier Sätzen am Russen Daniil Medwedew. Er dürfte das neue Jahr aus der Region um Platz 8 bis 12 in der Weltrangliste in Angriff nehmen.
Federer als positives Beispiel
Dass es möglich ist, im gehobenen Tennis-Alter nach einer längeren Pause erfolgreich zurückzukehren, demonstriert Roger Federer in dieser Saison eindrücklich. Der Baselbieter, der am 8. August seinen 36. Geburtstag feiert, meldete sich im Frühjahr nach sechsmonatiger Turnierpause - ebenfalls wegen einer Knieverletzung - in alter Stärke zurück. In der Weltrangliste von Position 17 aus ins Jahr gestartet, fügte er seiner Grand-Slam-Sammlung am Australian Open und in Wimbledon die Titel Nummer 18 und 19 bei. Auch Rafael Nadal verhalf eine lange Pause zurück in die Erfolgsspur.
Mit Novak Djokovic hat vor Wawrinka ein zweiter Topspieler seine Saison verletzungsbedingt bereits für beendet erklärt. Auch Andy Murray, der in der Weltrangliste in der kommenden Woche von Nadal von der Spitze verdrängt werden kann, ist angeschlagen und pausiert derzeit.
SDA-ATS