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Die Sortenorganisation Bündnerkäse hat 2007 ein Gesuch um Eintragung von Bündner Bergkäse als GUB eingereicht, das 2010 vom BLW gutgeheissen wurde. In der Folge nahm das BLW 14 Einsprachen aus dem Bündnerland entgegen. Die Einsprecher stellten laut heutiger Medienmitteilung des BLW, insbesondere die Repräsentativität der Sortenorganisation in Frage.
Die Sortenorganisation Bündnerkäse (SOBK) reagierte in einer Mitteilung enttäuscht über den Entscheid. So bestehe das Risiko, dass der Bündner Bergkäse zur Mogelpackung für die Konsumenten verkomme, da sämtliche im Bündnerland hergestellten Käse den Namen Bündner Bergkäse tragen dürfen – selbst dann, wenn die Milch beispielsweise aus Zürich kommt.
Das BLW schreibt jedoch, dass es nach der Prüfung der Einsprachen zum Schluss kam, dass die Sortenorganisation den Beweis ihrer Repräsentativität sowohl bezüglich der produzierten Käsemenge als auch bezüglich der Anzahl der Käsereien nicht genügend erbracht hat. Die Mehrheit der Akteure gehöre nicht nur der gesuchstellenden Gruppierung an, auch das Pflichtenheft sollte eine Herstellungsmethode beschreiben, die von den meisten Produzenten eingehalten werde. Das ist laut BLW beim Gesuch Bündner Bergkäse nicht der Fall. Es sei somit keine klare Abgrenzung zwischen dem Bündner Bergkäse und dem übrigen Bergkäse möglich, der im Kanton Graubünden hergestellt und mit lokalen Bezeichnungen (zum Beispiel Savogniner oder Davoser Bergkäse) gekennzeichnet werde. Es sei daher nicht einfach zu definieren, was unter Bündner Bergkäse verstanden werde, und welche Produkte für die Berechnung der Repräsentativität der Sortenorganisation zu berücksichtigen seien. hps