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Maurizio Cattelan (Toiletpaper, 2012)
Der aus Mailand stammende und in New York lebende Maurizio Cattelan zählt zu den führenden Künstlern der Gegenwart. Seine Retrospektive, die im letzten Herbst im Guggenheim Museum in New York für Furore sorgte, bildete den selbst deklarierten Abschluss seiner Künstler-Karriere. Cattelan, der schon häufig mit provokanten Werken im öffentlichen Raum für Furore sorgte – u. a. mit einer Gruppe von Kinderpuppen, die an einem Baum in der Innenstadt von Mailand aufgehängt waren oder mit einem Stinkefinger aus Marmor vor der Mailänder Börse – gibt seit 2010 eine Zeitschrift heraus, die Toiletpaper heisst und vollkommen ohne Text auskommt. Inhalt des Heftes, das im normalen Zeitschriftenhandel vertrieben wird, sind besonders skurrile oder schockierende Sujets, die Cattelan aus allen möglichen Quellen zusammenträgt. Ab August wird im Stadtraum von Zürich eine Reihe von Titelbildern der Zeitschrift plakatiert, die zwar für Toiletpaper werben, aber, und das ist typisch Cattelan, ein Fälschung sind – es gab nie Covers mit diesen Sujets.
MAURIZIO CATTELAN, I, *1960, lebt und arbeitet in New York
Kooperation mit Kunsthalle Zürich