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In den Jahren des Zweiten Weltkrieges begann Josef Limacher mit einer kleinen Hafenbrennerei (Häfeli) seine Tätigkeit als Lohnbrenner.
Nach Überwindung verschiedener Hindernisse konnte er 1944 die erste fahrbare Brennerei mit einem Hafeninhalt von 160 Litern und die notwendige Konzession der Alkoholverwaltung erwerben. Ihm wurden die Gemeinden Entlebuch, Hasle, Schüpfheim und das Lehn in Escholzmatt zugeteilt. Dank sauberer und zuverlässiger Arbeit konnte er den Kundenkreis stets ausweiten. In den Jahren 1950, 1965 und 1980 (Fassungsvermögen der Brennhäfen inzwischen 930 Liter) wurden jeweils leistungsfähigere und modernere fahrbare Brennereien angeschafft. Der Transport der Brennerei erfolgte mit dem Traktor der Landwirte von Bauernhof zu Bauernhof.
Im Jahr 1978 begann Bruno Limacher mit der Brenntätigkeit. Zuerst als Begleitperson seines Vaters, um das traditionelle Handwerk und die bewährten Techniken zu erlernen. Nach dem plötzlichen Tod von Josef Limacher im Jahr 1980 trat Bruno in die Fussstapfen seines Vaters und übernahm die Brenntätigkeit. Anno 1985 fand die offizielle Übernahme der Brennerei und Liegenschaft statt. So erfolgte der Wechsel des «Entlebucher Hochaltars» an die nächste Generation und das Weiterbestehen der Brennerei Limacher war gesichert.
Im Verlaufe der folgenden Jahre konnte Bruno Limacher die Gemeinden Flühli, Werthenstein und Wolhusen als Brenngebiete in seinen Kundenkreis aufnehmen.
Im Winter 1991/1992 wurde mit Unterstützung von Brunos Bruder Kurt die bestehende Brennerei auf einen Lastwagen gebaut. Der Grund für diesen Umbau war die Selbstständigkeit. Mit dem Lastwagen konnte Bruno Limacher von nun an eigenständig von Bauernhof zu Bauernhof fahren und war nicht mehr auf die Landwirte und deren Traktoren angewiesen.
Früher, das heisst in den achtziger- und neunziger-Jahren, dauerte die Brennsaison bestenfalls von Februar bis Ende Oktober. Neue Gesetzgebung seitens der Alkoholverwaltung sowie der starke Befall des Feuerbrandes im Gebiet Entlebuch und Umgebung, liessen das Brennen drastisch zurückgehen. Inzwischen dauert die Brennsaison noch knapp zwei bis drei Monate pro Jahr.
Erfreulicherweise konnte in den letzten Jahren der Hauptkundenkreis der Landwirte mit dem Kundenkreis von privaten Produzenten ergänzt werden. Seit ein paar Jahren brennen immer mehr private Produzenten ihre Früchte. Aus diesem Grund wurde ein Hafen der Brennerei abgeändert, damit Kleinstmengen in bester Qualität gebrannt werden können.
Nach Erhalt der gewerblichen Konzession hat sich die Familie Limacher dazu entschlossen, eigene Produkte zu lancieren. Im Jahr 2000 nahm die Brennerei Limacher zum ersten Mal am Weihnachtsmarkt in Entlebuch teil. Seit diesem Zeitpunkt stösst das Angebot der Brennerei Limacher auf grosses Echo.