Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/3436

Wie entsteht die Acne vulgaris?
In der Pubertät nimmt die Produktion der männlichen Geschlechtshormone (Androgene) bei Mädchen und Jungen zu. Die Talgdrüsen werden dadurch zur vermehrten Produktion von Hautfett (Talg) angeregt. Die Empfindlichkeit der Talgdrüsen gegenüber den Androgenen bestimmt das Ausmaß der Talgproduktion und ist individuell unterschiedlich.
Was verschlimmert die Akne?
- Psychische Faktoren, wie Stress, Kummer, Depression
- Arbeit in feuchtem Milieu
- Fett oder Öl: Gelegentlich bildet sich Akne auch bei Menschen, deren Haut durch starke Wärme oder Verschmutzung (Öle, Schmiermittel etc.) extrem belastet wird (exogen bedingte Akne)
- Menstruation: Bei Frauen kommt es häufig kurz vor der Menstruation zu einer Verschlechterung des Hautbildes, da zu diesem Zeitpunkt der Östrogenspiegel im Blut abfällt (Östrogene haben eine hemmende Wirkung auf die Talgproduktion) und gleichzeitig der Androgenspiegel im Blut ansteigt . In der Schwangerschaft leiden nur wenige Frauen an Akne.
- Ausdrücken der Pickel
- Bestimmte Arzneimitte (z.B. Kortisone) und Chemikalien
- Rauchen
Was kann ich selbst dagegen tun?
- Waschen Sie sich zwei Mal täglich das Gesicht mit einem milden, hautfreundlichen Reinigungsmittel („seifenfreie“ Seifen, Waschgels etc.). Der pH-Wert sollte etwa 5,5 – 6,5 betragen.
- Waschen Sie Ihre Haut, wenn Sie geschwitzt haben. Sie sollten das Gesicht aber nicht scheuern.
- Vermeiden Sie, dass Haare ins Gesicht hängen.
- Drücken Sie Pickel nicht aus – die Akne verschlimmert sich und es bleiben Narben.
- Schützen Sie die Haut vor zu viel Kälte, Wärme und Sonnenlicht. Sonne führt zwar zu einer kurzfristigen Milderung der Akne, sie kann diese aber nicht heilen. Außerdem kann eine zu lange Sonneneinstrahlung zu Hautkrebs führen.
- Verwenden Sie Feuchtigkeitscremes, Sonnenschutz und Kosmetika auf Wasserbasis. Fett- oder ölhaltige Cremes und Kosmetika verstopfen die Poren der Haut und verschlechtern die Akne.
- Es ist wissenschaftlich nicht nachweisbar, dass bestimmte Nahrungsmittel Akne hervorrufen. Bemerken Sie allerdings, dass Sie ein paar Tage nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel wie etwa Tomaten,Zucker oder Schokolade mehr Pickel bekommen, sollten Sie diese Speisen meiden.
- Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich, trinken Sie viel Wasser und bewegen Sie sich regelmäßig. Wenn Sie sich wohl fühlen, geht es auch Ihrer Haut besser.
- Suchen Sie eine Kosmetikerin auf, die Sie bei der Hautpflege berät. Eine fachkosmetische Hautreinigung kann die Abheilung der Akne beschleunigen.
- Wenden Sie sich zur Einleitung einer medikamentösen Behandlung an einen Hautarzt und unterlassen Sie Selbstversuche mit diversen „Mittelchen“.
Artikel bei www.Netdoktor.ch