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Ausgangspunkt dieser Studie ist die "Welt", und zwar als Präfix. In beinahe inflationärer Verwendung zeigt sie sich 'um 1900' so unterschiedlichen Projekten vorangestellt wie der Durchsetzung einer Welt-Hilfssprache, der Verbreitung und Zirkulation von Welt-Geld oder der Standardisierung unserer Zeit zur Welt-Zeit. In drei Teilen wird diese Konjunktur von Welt-Bildungen umkreist, beschrieben und analysiert. Der erste Teil "Welt um 1900" widmet sich neben einer begrifflichen Herleitung von "Welt", "Projekt" und "Weltprojektmacher 1900" vor allem dem sich allmählich etablierenden Weltverkehr. Welchen besonderen Bedingungen und Situationen, welchen Kontexten und Entwicklungen genügen diese Initatiativen, mit einem Mal die ganze Welt zu erfassen? Was ermutigt deren Protagonisten zu ihren mitunter waghalsigen Projekten? Der zweite Teil besteht aus drei charakteristischen Fallstudien, drei Projekten, die nach einer jeweils eigenen Logik "Welt" erschließen: 1. Wilhelm Ostwald und seine Initiativen, 2. Franz Maria Feldhaus und seine Weltgeschichte der Technik und 3. Walther Rathenau in der Kriegsrohstoffabteilung 1914. Im dritten Teil schließlich wird danach gefragt, was diese drei Fallbeispiele eint. Welchen gemeinsamen Strukturen und Prädispositionen folgen die Weltprojektmacher? Es läßt sich dabei eine spezifische Formation von Vorstellungen und Determinanten ausmachen, ein gemeinsames Dispositiv, das unter der Bezeichnung "Restlosigkeit" erörtert wird, um schließlich zu einer kleinen Theorie des Übrigen zu führen.