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Let's get radical
Der Nutzen des Community Organizing für die Soziokulturelle Animation am Beispiel von Basel
Soziokulturelle Animation ist ein Berufsfeld, welchem sowohl ein grosses Potential zugeschrieben wird, das aber auch als vom Untergang bedroht angesehen werden kann. Welches der beiden Szenarien eintrifft, wird sich zeigen. Möglicherweise ist es an der Zeit, dass sich die Soziokulturelle Animation mehr zutraut und sich vermehrt verantwortlich fühlt, um gewisse Veränderungen voranzutreiben. Diese qualitative Forschungsarbeit setzt sich mit der Frage auseinander, ob, und falls ja wie, das Community Organizing der Soziokulturellen Animation von Nutzen sein könnte. Die Begründung von Community Organizing wird Saul D. Alinsky zugeordnet. Er mobilisierte in den 1930er Jahren die benachteiligten Menschen in Chicago und setzte sich mit ihnen für eine gerechtere Verteilung der Macht ein. Seine Taktiken zeigten Erfolg und seine Ideen leben bis heute weiter, in den USA aber auch in anderen Teilen der Welt. Eine Vorgehensweise, wie beispielsweise das Community Organizing oder auch die Soziokulturelle Animation, entwickelt sich immer in Verbindung mit den gegebenen Umständen vor Ort. So wird deutlich, dass es nicht möglich sein wird, ein Konzept wie das Community Organizing als Ganzes auf ein anderes Gebiet zu übertragen. In fünf soziokulturellen Institutionen in Basel haben die Autorin und der Autor erforscht, ob bereits Haltungen und Handlungen erkennbar sind, welche mit denen des Community Organizing übereinstimmen. Daraus werden Empfehlungen für neue mögliche Handlungen abgeleitet. Die Arbeit beinhaltet die Forderung, bestimmt und ausdauernd, oder in den Worten Alinskys radikal, etwas gegen eine ungleiche Verteilung von Macht zu unternehmen.