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Die Liberalisierung des internationalen Handels ermöglicht es, Produkte so günstig wie möglich herzustellen und möglichst teuer wieder zu verkaufen. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im Globalen Süden haben im internationalen Handel keine Chance gegen die Verhandlungsmacht multinationaler Konzerne.
Weltweit tätige Firmen haben die Möglichkeit ihre Produktion auf der Suche nach dem billigsten Produktionsstandort laufend zu verschieben. Daraus entsteht Druck auf die Löhne der ArbeiterInnen, diese konstant tief zu halten. Darüber hinaus subventionieren viele Industriestaaten ihre Produkte, um diese günstig anbieten zu können.
Dies sind einige der Gründe dafür, weshalb viele ProduzentInnen im Weltsüden nicht genug verdienen, um Ihre Existenz und jene der eigenen Familie zu sichern.
Die unwürdigen Arbeitsbedingungen, die aus den ungleichen Machtverhältnissen entlang globaler Lieferketten entstehen, betreffen vor allem jene, die wenig Möglichkeiten haben, ihre Rechte durchzusetzen. Oft sind das Frauen, Kinder und Angehörige ethnischer Minderheiten.
Der Faire Handel versucht diesen Ungleichheiten entgegenzuwirken, indem er
- möglichst viel Wertschöpfung in den Ländern des Südens schafft,
- faire Preise zahlt, die den ProduzentInnen die wirtschaftliche Existenz und eine Anhebung des Lebensstandards ermöglicht,
- langfristige und partnerschaftliche Handelsbeziehungen pflegt, welche den ProduzentInnen im Süden einen fairen Zugang zum Weltmarkt verschaffen und das Produktionsrisiko minimieren,
- Produzenten-Zusammenschlüsse oder Kooperativen fördert, welche die Produktionsmöglichkeiten weiterentwickeln und den Marktzugang verbessern,
Beteiligte in Entscheidungsprozesse mit einbezieht und ausgeglichene Entscheidungsgremien schafft,
- Zugang zu Ressourcen wie Land, Produktionsmitteln und Kapital verschafft,
- Zugang zu Bildung schafft.
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