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harzglänzende Masse eingesprengt.
Calcutta-B. kommt in grossen, porösen, rothbraunen, harzglänzenden Massen, die nur kleinere Thränen enthalten, in den Handel.
Bestandtheile. Benzoesäure 10-15 %;
Spuren von äth. Oel;
verschiedene Harze.
Anwendung medizinisch in Form von Tinktur;
ferner zu kosmetischen und Räucherzwecken.
Ausser den oben genannten Sorten kommen in neuerer Zeit noch 2 andere in den Handel, welche, während die ersteren einen vanilleartigen Geruch haben, mehr an Styrax erinnern und die anstatt der Benzoesäure Zimmtsäure enthalten;
sie dürfen für medizinische Zwecke nicht verwendet werden, eignen sich aber vorzüglich zur Parfümerie, da ihr Geruch ganz besonders fein ist. Es sind dies Sumatra-B. in grossen viereckigen Blöcken, aussen Eindrücke von Matten zeigend;
von matter, grauröthlicher Grundmasse mit zahlreichen, weissgelblichen Mandeln.
Penang-B. braune Massen ohne Mandeln, augenscheinlich durch Zusammenschmelzen gewonnen, meistens porös mit vielen Unreinigkeiten. Ob diese beiden letzten Sorten von anderen Styraxarten abstammen, ist nicht bekannt.
Sie enthalten neben wenig Benzoesäure 10-12 % Zimmtsäure.
Genau unterscheiden lassen sich diese beiden Benzoegruppen nur auf chemischem Wege.
Man kocht B. mit Wasser aus, dampft die Lösung ziemlich ein und giebt kochend ein wenig Kali hypermanganicum zu.
Zimmtsäure wird dabei in Bittermandelöl übergeführt und zeigt sofort den charakteristischen Geruch, Benzoesäure nicht.
Benzoe ist in Chloroform sehr wenig, in Aether nur zum Theil, in Alkohol vollständig löslich.
Die alkoholische Lösung in Wasser gegossen giebt eine milchige Mischung (Jungfernmilch).
In konzentrirter Schwefelsäure löst sie sich karminroth, dann mit Wasser vermischt färbt sich die Flüssigkeit dunkelviolett.
Copal oder Résina Copal.
Kopal.
Unter dieser Gesammtbezeichnung kommen eine ganze Reihe verschiedener Harze in den Handel, die zum Theil den Namen Kopal mit Unrecht führen.
Alle wirklichen echten K. sind fossiler Natur, d. h. sie werden nicht von lebenden Bäumen gesammelt, sondern werden gegraben oder aus dem Sande der Flüsse ausgeschwemmt.
Ueber ihre Stammpflanzen lässt sich daher selten Bestimmtes angeben, doch werden von neueren Naturforschern Bäume aus der Familie der Caesalpineen, namentlich Hymenaea verrucosa, Trachylobium Petersianum, dafür gehalten.
Das Vaterland der echten K. ist Afrika und zwar die Ost- und Westküste, doch ist dabei zu bemerken, dass die ostafrikanischen Sorten, namentlich Zanzibar, früher häufig über Ostindien in den Handel kamen, daher fälschlich als ostindischer oder Bombay-K. bezeichnet wurden.
Ausser ¶
Afrika liefern Ostindien, Australien und Südamerika Kopalsorten, die auch wohl falsche K. genannt werden. In der Lackfabrikation, deren wichtigstes Material die K. bilden, unterscheidet man «harte» und «weiche» K. Erstere, die eigentlich echten K., haben durch längere Lagerung in der Erde ihre Harznatur insofern verändert, als sie weder in Alkohol, noch in Terpentinöl direkt löslich sind.
Man muss hier Umwege einschlagen, wie wir sie später, beim Kapitel der Lacke besprechen werden.
Sie schmelzen erst bei einer Temperatur von 300-350 °;
liefern daher, nebst dem Bernstein, die härtesten Lacke und können für die feineren, namentlich Schleiflacke, durch kein anderes Material ersetzt werden.
Die weichen K., hierher gehören hauptsächlich ost- und westindische Sorten, lösen sich dagegen in heissem Alkohol und Terpentinöl direkt, erweichen und schmelzen bei weit niedrigeren Temperaturen und sind daher nur für geringe Lacke verwendbar.
Afrikanische Kopale.
Diese sämmtlich gegrabenen oder geschlämmten Sorten sind im frischen Zustände meist von einer erdigen, halb verwitterten Kruste bedeckt, von welcher sie jedoch, bevor sie in den Handel kommen, gewöhnlich durch Behandlung mit verdünnter Kalilauge befreit werden.
Nach dieser Behandlung zeigen sie auf der Oberfläche häufig ein feinwarziges Aussehen, die sog. Gänsehaut, und gilt diese als ein besonderes Zeichen der Güte und Härte.
Nach einigen sollen diese Warzen davon herrühren, dass der anfangs weiche K. sich beim Erhärten zusammengezogen hat;
nach Anderen sind es die Eindrücke der sie umlagernden Sandkörner.
Man unterscheidet von den afrikanischen Sorten wiederum ostafrikanische und westafrikanische. Zu den Ersteren, welche besonders hoch geschätzt werden, gehören nach L. E. Andes «Rohmaterialien f. Lack- und Firniss-Fabrikation», namentlich folgende:
Zanzibar-Kopal. Diese Sorte wird am höchsten geschätzt, soll aber nicht in Zansibar selbst, sondern an der gegenüberliegenden Küste Ostafrikas in einer Breite von 8 Meilen landeinwärts gegraben werden.
Kam früher als Bombay-K. viel in den Handel.
Grössere oder kleinere, meist glatte Stücke mit Gänsehaut;
Farbe hellgelb bis rothbraun;
Bruch flachmuschelig, glasglänzend oder matt.
Mozambique-K. von der Mozambique-Küste;
flache Platten und Körner;
weingelb bis röthlich, Aussenflächen roth gefärbt, vielfach mit Blasen und Sprüngen;
Brust flach, glasglänzend;
weniger rein und warzig wie der Zanzibar-K.
Madagaskar-K. soll von Trachylobiumarten abstammen, bildet bald platte, bald längliche, dann meist rundliche oder ovale Stücke von hellgelber Farbe mit weisser Verwitterungskruste, nach Entfernung dieser ohne Gänsehaut.
Das Harz selbst ist vielfach mit Pflanzenresten durchsetzt.
Von den westafrikanischen K. sind die wichtigsten:
Sierra Leone-K. Die ordinärste Sorte;
sehr unrein, hellgelbe, aussen oft schwärzlich aussehende Stücke bis zur Grösse einer Nuss. ¶