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The Doors
1949: Ein Auto fährt durch die Wüste. Kaum hat die Mutter den kleinen Jungen auf dem Rücksitz aufgefordert, den Himmel zu betrachten, da fährt der Wagen an einer Unfallstelle vorbei. Als Erwachsener wird Jim Morrison dieses traumatische Kindheitserlebnis in einem Gedicht verarbeiten. Sprache ist das wichtigste Ausdrucksmittel des jungen Jim Morrison, der Lyrik und philosophische Texte mit Leidenschaft liest. Morrison interessiert sich aber auch für den Film. 1964 besucht der 19-jährige Jim an der Universität von Los Angeles Anfängerklassen in Kamera, Beleuchtung und Ton. Aber nach dem Misserfolg seiner ersten Studentenarbeit bricht Jim das Studium ab.
Ob die Filmgeschichte mit diesem Entscheid etwas verloren hat, ist schwer zu sagen. Sicher ist, dass die Geschichte der Rockmusik ohne Jim Morrison um eine ihrer schillerndsten Gestalten ärmer wäre. Nach dem abgebrochenen Studium vertieft sich Morrison am Strand von Venice in die Poesie. Hier lernt er seine spätere Freundin Pamela kennen, hier gründet Morrison mit seinen Freunden Ray Manzarek , Robby Krieger und John Densmore eine Band, der sie den Namen «Doors» geben. Der Rest ist Popgeschichte. Rasch entwickelt sich die Band von Lokalmatadoren zur Kultband ihrer Generation.
Von Beginn weg ist die Karriere der Gruppe von Skandalen begleitet. Morrisons anstössige Texte und sein anzügliches Auftreten auf der Bühne, das ihn rasch zum Sexsymbol werden lässt, rufen die Sittenwächter auf den Plan und heizen die Plattenverkäufe an. Der Sänger mit dem sanften Engelsgesicht und den düsteren Texten wird zum Superstar und zur Identifikationsfigur der rebellischen Jugend. Mit dem Ruhm beginnt aber auch Morrisons Selbstzerstörung. Seine Drogen- und Alkoholexzesse sind legendär und führen zu heftigen Zwistigkeiten mit den anderen Bandmitgliedern. Morrison wird immer unzuverlässiger und unberechenbarer, und gerät immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Der exzessive Drogenkonsum fordert seinen Tribut. Aus dem schönen jungen Mann wird innerhalb weniger Jahre ein aufgedunsenes Wrack. Die Reise nach Paris war als Umkehr gedacht, sie wurde für den Sänger zur Endstation. Aber als Mythos und in seinen Songs wie «Light my Fire» lebt Jim Morrison weiter.