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Theater Ariane, Winterthur„Eines der grössten Werke der Weltliteratur“
Der Landarzt Charles Bovary heiratet die junge Emma, die Liebe seines Lebens. Doch Emma liebt die Visionen und Rollenspiele ihrer Leidenschaft mehr als das reale Leben. Der Ehemann, die Tochter und die wechselnden Liebhaber werden zu Statisten in ihrem Theater der Sentimentalität, das ihr im bürgerlichen Alltag Abwechslung und Einfluss verspricht.
Emma Bovary verkörpert einerseits eine starke feministische Gestalt für ihre Zeit, mit einer fast männlichen Herrschsucht (Baudelaire) und andererseits ein vorweggenommenes Spiegelbild vom modernen Menschen, in seinem sinnlosen Konsumrausch.
Als Flauberts Roman 1857 veröffentlicht wurde, feierten Künstler und Kritiker das Werk als Neuerfindung des Romans. Heute gilt dieser Gesellschaftsroman als eines der grossen Werke der Weltliteratur.
Gustave Flaubert wurde 1821 in Rouen geboren. Seinem Vater, einem Chirurgen, sah er als Kind heimlich beim Sezieren zu. Als literarischer Realist machte er seine Schreibfeder zum Skalpell. Romane und Dramen schrieb er schon in der Schule, wo er vom „tiefen Abscheu vor der Menschheit“ ergriffen worden war. Nach einem heftigen epileptischen Anfall brach er sein Jurastudium ab und zog sich auf den Familienbesitz in Croisset bei Rouen zurück. Er nahm sich vor, nie zu heiraten und widmete sich fast ausschliesslich dem Schreiben. Nach einer Reise in den Orient beschloss Flaubert, Croisset nie mehr zu verlassen.
Einführung mit Jordi Vilardaga um 18.45 Uhr
Mitarbeit Spielfassung: Rachel Matter
Musik: Murat Parlak
Lichtdesign: Martin Burkhardt
Mit Mona Petri, Rachel Matter, Antonio da Silva, Christof Oswald und Bernhard Schneider sowie Murat Parlak am Flügel
Abonnemente A, C und D
Vergünstigungen: LP-Gutscheine, 20Jahre100Fr.
Aufführungsdauer: ca. 95 Minuten ohne Pause