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Abwasserreinigung
Die Sitter dient einem erheblichen Teil der Kantone Appenzell I.Rh. und A.Rh., eines Teils der Stadt St. Gallen und der Gemeinde Gaiserwald als Einleitungsgewässer für das gereinigte Abwasser. Aus dem Kanton Thurgau gelangen keine geklärten Abwasser in die Sitter. Über 95% der Liegenschaften im Einzugsgebiet sind an die kommunalen Kläranlagen angeschlossen. Die ARA Appenzell mit 20'000 Einwohnergleichwerten (EG) ist die wichtigste Anlage des Innerrhoder-, die ARA Bühler-Gais und Teufen (18'000 EG) sind die wichtigsten des Ausserrhoder Gebiets. In St. Gallen gelangt das gereinigte Abwasser des Westteils der Stadt und der Gemeinde Gaiserwald in die ARA St. Gallen-Au (66'000 EG). Seit 2000 wurden bei den ARA entlang der Sitter zahlreiche Ausbauten und Neuerungen umgesetzt, mit dem Effekt, dass heute die Wasserqualität der Sitter als gut bezeichnet werden kann. Die wichtigsten noch geplanten Massnahmen sind der Anschluss der ARA Teufen an die ARA St. Gallen-Au und die Erweiterung der ARA St. Gallen-Au mit einer Stufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen.
Kanalnetze
Die Sittergemeinden im Kanton Appenzell A.Rh. werden mehrheitlich im Trennsystem entwässert, während in Appenzell I.Rh. und in der Stadt St. Gallen mehrheitlich das Mischsystem umgesetzt ist. Häusliche, industrielle und gewerbliche Abwasser werden hier gemeinsam mit Niederschlagswasser von befestigten Flächen (Dächer, Strassen, Plätzen) zur zentralen Kläranlage geleitet. Dies hat zur Folge, dass bei Regenwetter Mischabwasser in die Gewässer entlastet werden muss. Im Rahmen der generellen Entwässerungsplanungen der Gemeinden (GEP) wurden bereits und werden weiterhin zahlreiche Massnahmen zur Reduktion der Entlastungen getroffen.