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Gründungstag der Schweizerischen Volkspartei SVP ist der 22. September 1971 (Konstituierung: 18. Dezember 1971). Hinter diesem "jungen" Datum liegt eine respektable Parteigeschichte, handelt es sich doch bei der SVP - so lautet die offizielle Abkürzung - um einen Zusammenschluss zweier traditionsreicher Parteien: der Schweizerischen Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) und der Demokratischen Partei der Kantone Glarus und Graubünden.
Die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) wurde am 23. Dezember 1936 als gesamtschweizerische Partei gegründet (Konstituierung: 30. Januar 1937). Im Kanton Zürich bestand jedoch bereits seit 1917 eine Bauernpartei, und im Kanton Bern erfolgte die Gründung der Bauernpartei im Jahre 1918. Die Anstösse zur Gründung einer Bauernpartei waren zugleich wirtschaftspolitischer sowie rein politischer Natur: Einerseits war es der wirtschaftspolitische Gegensatz zwischen Bauern und Unternehmern innerhalb der Freisinnigen Partei, anderseits die Untervertretung der Landwirte in der Freisinnigen Partei. Der Vormarsch der Sozialisten sowie die Überzeugung jüngerer Bauernpolitiker, der Freisinn trete zu wenig energisch gegen sozialistische, antimilitaristische und internationalistische Tendenzen ein, spielte eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Gründung der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB).
Im Jahre 1921 stiessen der Gewerbeflügel und die alten Liberalkonservativen des Kantons Bern dazu. Die Gründung der eigentlichen schweizerischen Partei erfolgte aufgrund einer Existenzkrise, hervorgerufen durch die sogenannte Jungbauernbewegung. 1929 wurde die (damals noch bernische) BGB, ursprünglich Oppositionspartei gegen den vorherrschenden Freisinn, Bundesratspartei. Ihr erster Vertreter in der Landesregierung war der legendäre Berner Bundesrat Rudolf Minger. Von diesem Zeitpunkt an war die BGB ununterbrochen in der Landesregierung vertreten. Die BGB politisierte in den Kantonen Aargau, Baselland, Bern, Freiburg, Schaffhausen, Tessin, Thurgau, Waadt und Zürich und stellte im eidgenössischen Parlament zur Zeit des Zusammenschlusses 21 National- und 3 Ständeräte.
Die Gründung der Demokratischen Partei der Schweiz erfolgte im Kriegsjahr 1942, als sich mehrere zum Teil schon lange bestehende Kantonalparteien zu einem schweizerischen politischen Verband zusammenschlossen. Dabei spielte die Demokratische Partei des Kantons Zürich in Kanton und Bund eine bedeutende Rolle. Bis 1941 war sie Mitglied der Freisinnigen Partei, der sie sich im Sommer 1971 wiederum anschloss. In den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts entstand die Demokratische und Arbeiter-Partei des Kantons Glarus. Auch die nach dem Ersten Weltkrieg in Graubünden gegründete Demokratische Partei war aus dem Freisinn hervorgegangen. Nach der Herkunft der Mitglieder beurteilt, waren die Demokraten in Graubünden und Glarus vorwiegend die Partei der Kleinbauern, Angestellten und freien Berufe. Im eidgenössischen Parlament waren die Demokraten der Kantone Graubünden und Glarus mit je zwei National- und Ständeräten vertreten. Diese bildeten zusammen mit dem demokratischen Zürcher Nationalrat und mit den drei Nationalräten der EVP bis Ende der Legislaturperiode 1967 - 1971 eine Fraktion.
Fortan nannte sich die kleine Bundesratspartei "Schweizerische Volkspartei SVP". Auch wenn die Politik und nicht der Name das Profil einer Partei bestimmen, so kündigte die Namensänderung doch den Aufbruch zu neuen Ufern an. Waren sowohl die ehemaligen BGB-Politiker wie auch die Demokraten ausgesprochene Vertreter von beruflichen Interessengruppen (Landwirtschaft, Gewerbe, freie Berufe), so begann sich der Blick der SVP nun doch zu weiten. Mit dem Begriff "Volkspartei" verleugnet die SVP aber nicht die noch heute tragenden politischen Säulen aus dem Kreis der Landwirtschaft und des Gewerbes. Vielmehr bringt die SVP damit zum Ausdruck, dass die Arbeitnehmer und weitere Bevölkerungskreise als gleichberechtigte und gleichwertige Kraft den Parteikurs mitbestimmen. Erneut dokumentiert wurde dieser Anlauf zur Verbreiterung der Basis im Jahre 1977, als eine Arbeitsgruppe unter dem damaligen Parteipräsidenten Dr. Fritz Hofmann einen Bericht über die Reorganisation und die Öffnung der Partei vorstellte. In einer Serie von vielbeachteten Programmparteitagen in den Jahren 1977 und 1978 gab sich die SVP mit einem Grundsatzprogramm ein neues und modernes Kleid.
Gründe zur Vereinigung von BGB, Bündner und Glarner Demokraten gab es viele. Im Vordergrund stand die Basisverbreitung und damit die Verstärkung der Parteien, die umso notwendiger erschien, desto eidgenössischer geprägt die Politik wurde. Mitbestimmend war aber auch der Versuch, der zunehmenden Zersplitterung der Parteien entgegenzuwirken.
Die Geschichte der SVP im Kanton Solothurn beginnt 1944. Damals existierte die Partei wie erwähnt unter dem Namen BGB, als Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei. Die BGB war durch Ernst Wyss von Ramsern (Bezirk Bucheggberg) mit einem Kantonsrat im Solothurner Parlament vertreten. Aus heute nicht bekannten Gründen trat er aber nach nur einem Jahr von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger hiess Fritz Eggli und stammte aus Lüsslingen, ebenfalls aus dem Bucheggberg. Nach drei Jahren beendete er 1947 aus gesundheitlichen Gründen nicht nur die Legislaturperiode im Kantonsrat, sondern besiegelte wegen personellen Nachfolgeproblemen in der Partei auch das vorläufige politische Ende der BGB im Kanton Solothurn.
Als Gründungsdatum und Wiedergeburt der eigentlichen SVP Kanton Solothurn gilt der 20. Juni 1991. An diesem Tag verhalfen ehemals Freisinnige und einige parteilose Männer und Frauen aus Gerlafingen der heutigen SVP im Kanton Solothurn zu einem neuen Start.
1. Kantonalpräsident, 20.06.91 - 17.08.94:
Hansjörg Hauser, Gerlafingen
2. Kantonalpräsident, 18.08.94 - 31.12.01:
Kurt Küng, Feldbrunnen
3. Kantonalpräsident, 01.01.02 - 24.11.11:
Heinz Müller, Grenchen
4. Kantonalpräsident, 25.11.11 - 16.05.13:
Walter Wobmann, Gretzenbach
5. Kantonalpräsident, 17.05.13 - 20.04.17:
Silvio Jeker, Erschwil
6. Kantonalpräsidenten, 21.04.17 - 23.08.17:
Christian Imark, Fehren (Co-Präsident)
Walter Wobmann, Gretzenbach (Co-Präsident)
7. Kantonalpräsident, 24.08.17 -
Christian Imark, Fehren