Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/65679

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, aus Anlass der Euro 2008 ein globales Konzept für nachhaltige Präventionsprojekte zu erarbeiten, die sich an junge Fans richten. Diese Fanprojekte sollen in der Verantwortung des Bundesamtes für Sport stehen und in Zusammenarbeit mit den Kantonen, den Fussballvereinen und dem Schweizerischen Fussballverband durchgeführt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass Gewaltexzesse anlässlich der Euro 2008 unbedingt zu vermeiden sind. Er ist ebenfalls der Ansicht, dass ausschliesslich repressive Massnahmen (Hooligan-Datenbank, Rayonverbot, Ausreiseverbot, Meldeauflage und Polizeigewahrsam) hierzu nicht genügen. Vielmehr sind anlässlich der Euro 2008 bereits im Vorfeld des Anlasses Aspekte der sozio-pädagogischen Fanarbeit mit den Aspekten der ordnungspolitischen Polizeiarbeit sowie infrastrukturellen Aspekten in den Stadien abzugleichen. Überdies darf die Fanarbeit im Rahmen der Euro 2008 nicht losgelöst von der Fanarbeit im nationalen Meisterschaftsbetrieb betrachtet und umgesetzt werden. Nur so können Synergien genutzt werden und die eingesetzten Mittel nachhaltig Wirkung zeigen.</p><p>Das Themenfeld "fairer und sicherer Sport" bildet einen der strategischen Schwerpunkte des Baspo. In diesen Zusammenhang gehört auch die Fanarbeit. Das Baspo plant in diesem Bereich u. a. einen "runden Tisch" mit sämtlichen betroffenen und interessierten Kreisen, namentlich aus den Sportarten Fussball und Eishockey. Der "runde Tisch" soll dazu dienen, Massnahmen zu harmonisieren und Konzepte abzusprechen.</p><p>In Bezug auf die Euro 2008 sollen mit dem für Massnahmen in der Schweiz beantragten Kredit von 5 Millionen Franken auch Projekte unterstützt werden, die die Fanbetreuung fördern und präventiv gegen Gewalt in den und um die Stadien wirken.</p><p>Es ist jedoch nicht Aufgabe des Baspo bzw. der öffentlichen Hand, Programme zur Entwicklung einer schweizerischen Fankultur auszuarbeiten und zu lancieren. Dies ist primär Sache der betroffenen Sportverbände, d. h. in erster Linie des Schweizerischen Fussballverbandes und des Schweizerischen Eishockeyverbandes. Diese sind im Übrigen bereits an der Arbeit und entwickeln, gemeinsam mit den jeweiligen Fachorganisationen (Football Supporters International FSI, Football against Racism in Europe Fare, Fanarbeit Schweiz Fach) und der Zentralstelle für Hooliganismus, längerfristige Programme, um der Gewalt inner- und ausserhalb der Stadien entgegenzuwirken.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.