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Die Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft befasst sich mit älteren und jüngeren Sprachen und Sprachstufen der indogermanischen Sprachfamilie: Anatolisch, Griechisch, Indisch, Iranisch, Italisch, Keltisch, Germanisch, Armenisch, Tocharisch, Slavisch, Baltisch, Albanisch sowie verschiedene Kleinkorpussprachen. Die Mitglieder dieser heute weltweit zahlenmässig meistgesprochenen Sprachfamilie reichen von Indien und Zentralasien über Europa bis in die neue Welt. Das Ziel der Indogermanistik in Zürich ist die linguistische Beschreibung und Modellierung der Entwicklung der Einzelsprachen in ihren jeweiligen historischen, geographischen, kulturellen, sozialen und literarischen Kontexten sowie die Rekonstruktion der Eigenschaften der gemeinsamen Grundsprache und der gesamten Sprachfamilie.
Diese Ziele setzen ein gründliches philologisches Verständnis der bezeugten Einzelsprachen sowie der diachronen und synchronen Sprachwissenschaft voraus. Die Zürcher Indogermanistik beschäftigt sich derzeit vor allem mit dem Indoiranischen, Griechischen, Keltischen, Baltischen und Tocharischen. Zu den Schwerpunkten gehören auch die Entwicklung und Implementierung von Analyse- und Beschreibungsmethoden der diachronen Sprachwissenschaft und der Auf- und Ausbau von Dateninfrastrukturen und Datengrundlagen.