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Tunnel LEB: Installation schwimmender Bodenplatten
Um die Avenue d'Echallens in Lausanne verkehrssicherer zu machen, beschlossen die Verantwortlichen der Compagnie Lausanne-Echallens-Berger (LEB) und der öffentlichen Verkehrsbetriebe der Region Lausanne, der Kanton Waadt und die Stadt Lausanne, den Abschnitt ausgehend vom Bahnhof Union Prilly bis zum Bahnhof Lausanne Chauderon unterirdisch zu verlegen und an den bereits bestehenden Tunnel zwischen den Haltestellen Chauderon und Flon anzuschliessen.
Die Gleise des neuen Tunnels werden nicht auf einem klassischen System von Schwellen und Schotter, sondern mit einer nicht geschotterten Platte auf schwimmenden Platten mit einer Frequenz von 20 Hz gebaut sein. Im Interesse der Durchgängigkeit hat der Bauherr beschlossen, auch den bestehenden Gleisabschnitt zwischen Chauderon und Flon mit demselben System auszustatten.
Aufgrund unserer anerkannten Erfahrung in diesem Bereich, hat uns die ARGE GIT-LEB im Januar 2020 gebeten, uns anzuschliessen, damit wir uns um den Teil der schwimmenden Bodenplatten und der Gleisanlagen im Bereich des bestehenden Tunnels von Lausanne-Chauderon bis Lausanne-Flon kümmern. Das erhaltene Mandat umfasst die SIA-Phasen 32 bis 53.
Im betreffenden Abschnitt befindet sich ein zweigleisiger Trog, der auch vier Weichen für zwei Querverbindungen zwischen den Gleisen beherbergt. Für die beiden Bahnhöfe Flon und Chauderon, welche über Mittelbahnsteige verfügen, mussten eingleisige Troganlagen geschaffen werden.
Das typische Fahrbahnprofil besteht aus einer 20 mm dicken schwingungsdämpfenden Matte, auf die eine bewehrte Betonplatte mit einer Stärke von etwa 23 cm (in der Mitte) gegossen wird.
Anschliessend verlegt das Unternehmen die Gleise und nimmt die entsprechenden Einstellungen vor, bevor ein Keilbeton gegossen wird. Die Schienen werden mit einem Befestigungssystem DFF 21 der Firma Vossloh fixiert.
Die Arbeiten wurden von Ende September 2021 bis Anfang März 2022 durchgeführt, d. h. über eine Dauer von 6 Monaten, und zwar in einem Handstreich mit vollständiger Ausserbetriebsetzung der bestehenden Gleisanlage.
Zunächst mussten die vorhandene Bahnanlage und der Schotter abtransportiert werden. All dieser Bestand wurde durch die einzige Zugangsstelle abtransportiert. Dann wurde die Bodenplatte des bestehenden Tunnels abgefräst, um eine ausreichende Bauhöhe für die Dicke der schwimmenden Bodenplatte und ein entsprechendes Gefälle für die Ableitung des Wassers durch den Kanal in der Mitte zu schaffen.
Anschliessend wurden 20 mm dicke Anti-Vibrationsmatten auf dem Boden des Trogs und 10 mm dicke Matten an den Seiten verlegt.
Schlussendlich blieben noch die Bewehrung der Bodenplatte und das Einbringen des tragenden Teils der schwimmenden Bodenplatte mit einer Dicke von ca. 23 cm zu erstellen. Der Beton wurde mit einer Pumpe von der Haltestelle Flon aus gefördert, was eine maximale Pumplänge von 450 m notwendig machte.
Nach Fertigstellung der schwimmenden Platte wurde das Gleis verlegt und eingestellt, dann wurden die Befestigungen vom Typ DFF21 mit Keilbeton blockiert. Die Wasserableitung erfolgt über den Kanal an der Oberfläche, welcher in Kammern und anschliessend dem Kanalisationssystem zugeführt wird.
Dank der Professionalität und des ausgezeichneten Einvernehmens zwischen den Vertretern der ARGE GIT-LEB+ und den Unternehmen der ARGE IGCS konnte die Inbetriebnahme termingerecht erfolgen. Wir danken der Bauherrin und unseren verschiedenen Partnern für ihr Vertrauen.