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Im Herbst 2012 führte die Kantonsarchäologie, ausgelöst durch die geplante Erweiterung der Manor-Filiale, eine Notgrabung im Hof der Liegenschaft Gurzelngasse 14 durch. Auf einer Fläche von rund 120 Quadratmetern kamen Befunde und Funde aus verschiedenen Epochen zum Vorschein. Zu den ältesten Strukturen gehörten mehrere römische Gruben, die zahlreiche Fehlbrände und andere Abfälle einer Töpferei aus dem 2./3. Jahrhundert n.Chr. enthielten. Diese Töpferwerkstatt lag am nördlichen Rand des damaligen römischen Vicus Salodurum.
Zwei rechteckige Grubenhäuser datieren ins Früh- oder Hochmittelalter. Weitere zwei Gruben, aus dem 15./16. Jh., lieferten gut erhaltenes Fundmaterial wie Glaskelche, Keramikschüsseln oder Öllämpchen. Zudem wurde ein Abschnitt einer „Teuchelleitung“ aus dem 13./14. Jh. erfasst. Diese führte mittels zusammengefügter Holzröhren Frischwasser in die Stadt.
Direkt unter der Aufschüttung der modernen Gartenanlage waren ausserdem die Reste eines frühneuzeitlichen Gebäudes zum Vorschein gekommen (16.-18. Jh.). Dazu gehörten ein kleiner Steinkeller und ein gemauerter Sodbrunnen, der in etwa 3,5 Meter Tiefe das Grundwasser anzapfte. Zu den aussergewöhnlichsten Funden aus dieser Zeit gehört eine Ofenkachel mit Inschrift, Familienwappen und Jahreszahl 1564.