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Ponte del Diavolo
Anscheinend hat sich Martin Ebel für dieses Spiel von Alex Randolphs Klassiker Twixt inspirieren lassen. Dass eine gewisse Ähnilichkeit besteht, ist denn auch nicht zu übersehen. Mit Ponte del Diavolo haben wir aber trotzdem ein völlig eingenständiges Spiel bekommen, an dem 2 Personen viele Male ihre Freude haben können.
Ponte del Diavolo gehört zu jener Sorte Spiel „Einfache Regel – schwierig zu spielen“. Wer am Zug ist, legt entweder zwei quadratische Plättchen seiner Farbe auf einen Spielplan mit 10x10 Feldern. Oder er verbindet zwei seiner Plättchen mit einer Brücke.
Einige Regeln schränken dies alles noch etwas ein. So dürfen nie mehr als 4 Plättchen der selben Farbe einander berühren. Und eine Brücke muss stets über leere Felder gelegt werden, darf also keine eigenen oder gegnerischen Plättchen überqueren.
Sobald nicht mehr und nicht weniger als 4 Plättchen einer Farbe zusamen auf dem Plan liegen, bilden sie eine Insel. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele derartige Inseln mit Brücken zu verbinden und dementsprechend Punkte zu sammeln. So gibt eine einzelne Insel jeweils einen Punkt. Zwei mit einer Brücke verbundene Inseln geben 3 und 3 zusammenhängende Inseln 6 Punkte usw.
Natürlich ist es bei Ponte del Diavolo erlaubt, die Absichten des Gegners zu stören, etwa indem man ein Inselplättchen genau dort hinlegt, wo er eine Brücke bauen könnte. Oder indem man seine Brücke so platziert, dass seine angefangene Insel derart blockiert ist, dass sie gar nicht mehr die erforderliche Grösse erreichen kann. Dies ist sogar von grosser Wichtigkeit, denn wer dem Gegner zu viel Platz lässt, kann seine Hoffnungen auf einen Sieg begraben.
Vielleicht hat Ponte del Diavolo etwas weniger strategischen Tiefgang als sein Vorbild Twixt. Das heisst aber nicht viel, es hat immer noch sehr viel zu bieten. Dafür ist es nicht so trocken, sondern bringt neben der Grüblerei auch noch Unterhaltung.