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Die Gründung der heutigen Feldmusik fällt in das Jahr 1880. Als erste Vorstandsmitglieder funktionierten die Herren Jakob Wolf (Präsident), Johann Teuffer (Direktor) und Anton Wüest (Aktuar und Kassier). Diese drei Männer dürfen als die eigentlichen Gründer der Feldmusik betrachtet werden.
Damals zählte die Musik mit dem Fähnrich und dem Direktor gerade mal 23 Mitglieder. Die ersten Instrumente (ausschliesslich Blech- und Schlaginstrumente) wurden von den Vereinsmitgliedern selbst angeschaft. Schon kurz nach der Gründung besuchte die Feldmusik 1881 das erste Musikfest in Münster.
Die überaus rege Vereinstätigkeit hielt in den folgenden Jahren an. Es entwickelte sich ein Vereinsleben, wie es die Feldmusik vielleicht seit ihrem Bestand bis heute nie mehr erlebte. Eine Konzerttournee setzte ein, und im ganzen Kanton löste ein Konzert das andere ab.
Die Feldmusik führte diverse Konzerte – auch unter Mitwirkung anderer Vereine, zum Beispiel dem Turnverein – auf. Das folgende Inserat erschien am 5. Januar 1888 in den beiden Luzerner Tageszeitungen „Tagblatt“ und „Vaterland“:
Nach diversen Engagements und Aufführungen an Festen oder Konzerten der Feldmusik Neuenkirch in den Jahren 1889 – 1892 wurde in den Jahren 1891 und 1892 durch verschiedene Musikgesellschaften, unter anderen auch durch die Feldmusik Neuenkirch, der kantonale Musikverband gegründet.
Am 17. Juni 1894 fand das erste kantonale Musikfest in Luzern statt, an welchem auch die Feldmusik Neuenkirch teilnahm.
Durch die gute Wahl des Stückes (Finale aus „Trovatore“ von Verdi) und der guten Vorbereitungsarbeit blieb der Erfolg nicht aus. Unbeschreiblich war die Siegesfreude, als der Fähnrich den ersten Lorbeer entgegennehmen durfte. Im Wettkampfbericht steht folgendes über die Leistung der Feldmusik am ersten Musikfest:
„Die Auswahl darf als vorzüglich und ebenso die Ausführung als gelungen bezeichnet werden. Besonders verdient das Arrangement lobende Erwähnung und zeugt von Routine in der Behandlung der einzelnen Instrumente. Die Stimmung war mit Ausnahme der drei letzten Takte vor dem Allegro eine recht gute. Melodie-Althorn stellenweise zu tief. Im Anfang des Allegro klangen die Sechszehntelfiguren etwas verschwommen, solche Stellen sind immer etwas heikler Natur. Dynamik und Rhythmik wurden recht brav beachtet.“
Das nächste grosse Ereignis für die Feldmusik Neuenkirch war am 4. Juni 1896. Die Feldmusik Neuenkirch organisierte das zweite kantonale Musikfest in Sempach. Zu erwähnen ist, dass damals die Musikgesellschaft Sempach die Durchführung des Festes nicht übernehmen konnte. Sempach wurde dennoch als Festort erkoren, weil die Musikgesellschaft die grosse Festhütte in wohlwollender Weise zur Verfügung stellte.
Das Fest war ein voller Erfolg es wurden gemäss dem Bericht des sogenannten Kampfgerichtes wieder Fortschritte in den Leistungen der einzelnen Vereine erzielt.
Der 5. Juni 1898 ist in der Geschichte der Feldmusik Neuenkirch wiederum ein grosser Ehren- und Freudentag. Zum zweiten Mal errang der Verein unter bewährter Leitung von Direktor Oswald mit der Ouvertüre zur Oper „Nabuccodonosor“ von Verdi den 1. Lorbeerkranz in der Abteilung B für Blechmusik.
Nach dem erspielten 4. Rang am vierten kantonalen Musikfest am 27. Mai 1900 in Hochdorf, erreichte die Feldmusik Neuenkirch am fünften kantonalen Musikfest in Zell am 8. Juni 1902 in der 2. Klasse, Abteilung B für Blechmusik den 2. Rang und somit noch knapp ein Lorbeerkranz.