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Winkelfehlsichtigkeit ist eine Augenkoordinationsstörung, bei der die beiden Augen in ihrer natürlichen Stellung nicht genau ausgerichtet sind. Dabei können die Augen in ihrer Stellung nach aussen, innen, oben oder unten abweichen. Am häufigsten kommt eine Kombination von Seiten- und Höhenabweichung vor.
Damit keine störenden Doppelbilder entstehen, versucht das System Auge-Gehirn, die Augenstellung so zu korrigieren, dass die entstehenden Bilder deckungsgleich aufeinander zu liegen kommen.
Mittels Nervenimpulsen und Augenmuskelarbeit werden die Abweichungen mehrere Male pro Sekunde korrigiert. Diese Korrektureinstellung erfolgt zusätzlich zu den normalen Einstellbewegungen der Augen auf neu angeblickte Objekte. Dies erfordert sehr viel Kraft und Konzentration.
Viele Menschen haben genügend Kraftreserven, diese Korrektureinstellungen so auszuführen, dass sie die Abweichungen nicht störend behindern.
Sobald diese Korrektureinstellungen nicht mehr andauernd und optimal ausgeführt werden können, zum Beispiel durch Ermüdung, entstehen leichte Doppelbilder. Die Seheindrücke scheinen sich zu bewegen, Schriften beginnen sich zu verschieben, Einzelbuchstaben oder Wortendungen werden übersehen oder Zeilen verschmelzen und werden übersprungen.