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Vorrede
S. 7 Unmittelbar vor Ausbruch des Weltkrieges war in dieser Sammlung der erste Hieronymusband erschienen. Nicht zum kleinsten Teile trägt die nachkriegszeitliche Entwicklung daran Schuld, wenn erst jetzt die geplanten weiteren Bände folgen können. Sie umfassen eine Auswahl aus den Briefen des großen Dalmatiners. Daß sie in dieser Sammlung mit zwei Bänden vertreten sind, bedarf bei ihrer kulturellen Bedeutung und bei der Beliebtheit, deren sie sich zu allen Zeiten erfreuten, keiner weiteren Rechtfertigung. Der Übersetzung wurde die neue Textausgabe von Hilberg, die inzwischen vollständig erschienen ist, zugrunde gelegt. Nur an vereinzelten, in der Übersetzung kenntlich gemachten Stellen finden sich Abweichungen. In wenigen Fällen entschied sich der Übersetzer auch für eine andere sinngemäßere Zeichensetzung. Die Übersetzung ist selbständig und enthält auch eine Anzahl von Briefen, die meines Wissens bisher noch nicht ins Deutsche übertragen wurden. Hoffentlich ist es gelungen, das gesetzte Ziel zu erreichen und eine Übertragung zu bieten, welche dem deutschen Sprachgefühl gerecht wird, ohne der Originalität des Verfassers abträglich zu sein» Die ausgiebige Zusammenstellung der neueren Hieronymus-Literatur im ersten Bande bedurfte einer Ergänzung, da vor allem das Gedenken des 1500. Todestages unseres Kirchenvaters eine außer gewöhnliche Bereicherung des einschlägigen Schrifttums veranlaßte. S. 8 Unberücksichtigt blieb hierbei die ausgedehnte Literatur zur kritischen Vulgataforschung, die als Sonderzweig der theologischen Wissenschaft zu gelten hat.
Um den Gesamteindruck nicht zu stören, werden die Briefe an Theophilus von Alexandrien und an Augustinus nicht auf die Einzelgruppen verteilt, sondern als geschlossene Einheit gebracht.
Dem Leiter unserer Anstalt, Herrn Oberstudiendirektor Trantow, und meinem Kollegen, Herrn Professor Michels, sei auch an dieser Stelle für ihre nie versagende Hilfsbereitschaft wärmstens gedankt.
Berlin, am Feste des hl. Hieronymus 1936 Der Übersetzer