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Im indopazifischen Ozean werden Seegraswiesen von lokalen handwerklichen Fischern genutzt, um Millionen von Menschen mit Nahrung und Einkommen zu versorgen. In einer Studie mehrerer Universitäten wurden Fischerhaushalte in Sri Lanka, Kambodscha, Indonesien und Tanzania interviewt. Fast die Hälfte von ihnen sagte, dass sie lieber in Seegraswiesen auf Fang gehen als über Korallenriffen, in Mangroven, über Fels oder Schlick oder auf dem offenen Ozean. Als Grund hierfür nannten sie die Zuverlässigkeit der Fänge: in Seegraswiesen fänden sich immer viele Fische und andere Wassertiere. Das hat mit der ökologischen Rolle von Seegraswiesen für Fische zu tun.
Die strandnahen Seegraswiesen werden vor allem von ärmeren Familien genutzt, die über keinen Bootsmotor verfügen. Es gibt aber auch reiche Familien die bevorzugt in Seegraswiesen fischen, weil sie sich spezielles Fanggerät leisten können, mit dem sie bei geringem Aufwand hohe Erträge erzielen. Dies zeigt, dass die Seegraswiesen nicht nur vor Übernutzung zu schützen sind, sondern dass auch ein gleichberechtigter Zugang zu dieser Ressource sichergestellt werden muss.