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Es waren einmal zwei Verbände. In beiden wurden die Radsportarten Radball und Kunstrad betrieben. In beiden gab es einen Vorstand. Beide hatten ihre eigenen Kader und ihre eigenen Meisterschaften. Da es pro Nation nur einen Verband geben kann, der an die UCI angeschlossen ist, war es klar, dass dieser auch das Tor für die internationalen Meisterschaften darstellte. Der eine, UCI angeschlossene Verband war damals der SRB (heute Swiss Cycling), der andere der ATB Schweiz. Gleichzeitig war im ATB Schweiz (ATB) auch der Einradsport, welcher seinerseits wieder in verschiedensten Disziplinen, wie Einradhockey, Rennen und weiteren Kategorien, national und international sehr erfolgreich waren.
Zu dem Zeitpunkt, als Athleten des ATB im Hallenradsport leistungsmässig auf dem Niveau für internationale Meisterschaften in Frage kamen – dies war Ende der 70er-Jahre der Fall – mussten Lösungen gesucht werden, um eine Teilnahme zu ermöglichen.
Mit den Jahren fanden die beiden Verbände adäquate Lösungen dafür. Um die Selektionen fair durchführen zu können, wurden die nationalen Wettkämpfe, zuerst im Kunstrad, dann auch im Radball zusammengelegt. Einige Jahre später wurden dann auch die Kader zusammengelegt. Währenddem es für die Funktionäre immer noch relativ harzig war, da beide an ihrer Vergangenheit festhielten, waren die jungen Athleten weniger davon betroffen. Für sie war es wichtig, dass sie trainieren und Wettkämpfe bestreiten konnten.
Mit der Zeit vermischten sich die Vereine und Athleten immer mehr. Beide Verbände bestanden weiter, doch währenddem Swiss Cycling für den operativen Betrieb des Hallenradsportes zuständig war - welcher durch die Fachkommission sichergestellt wurde - und auch die Entwicklung vorantrieb, blieben für den ATB immer weniger Aufgaben im Hallenradsportbereich übrig. Sie setzten sich zwar nach wie vor dafür ein, u.a. mit dem Sponsoring von Wettkämpfen, der Veranstaltung von Pfingst- und anderen Lagern für den Spitzen-und Breitensport, mit Präsenz an den verschiedensten Wettkämpfen und aktiver Mitarbeit in der Fachkommission. Es fiel ihnen jedoch immer schwerer die Chargen im Vorstand zu besetzen.
Immer wieder gab es Diskussionen im Vorstand und auch an den Delegiertenversammlungen, wie der Weg des ATB weiter gehen solle.
An der Delegiertenversammlung 2016, notabene im Jubiläumsjahr „100 Jahre ATB Schweiz“, erhielt der Vorstand von der Delegiertenversammlung den Auftrag, einen Vorschlag für die Zukunft des ATB zu erarbeiten. In die gleiche Zeitperiode fällt auch der Austausch zwischen Swiss Cycling und dem ATB betreffend der Zukunft des Hallenradsports.
Es wurde eine Arbeitsgruppe initiiert, um abzuklären ob und in welcher Form eine gemeinsame Lösung realisiert werden könnte.
Diese bestand aus Mitgliedern von ATB und Swiss Cycling und präsentierte dann an der ordentlichen DV 2018, nach 2-jähriger Vorbereitungszeit, eine Lösung die vornehmlich den Fokus auf den Hallen- und Einradsport setzte. Allerdings sollte der Bereich Freizeit auch darin Platz haben. An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung wurde, gemeinsam von den ATB-Mitglieder und den Hallenradsporttreibenden Mitglieder von Swiss Cycling, die Umstrukturierung des ATB beschlossen. Genauso wie der neue Verbandsname „Swiss Insoor- & Unicycling“.
Am 01. Januar 2019 startete der neue Verband Swiss Indoor- & Unicyling (SIUC) offiziell unter neuem Konzept und Verbandsführung in eine hoffentlich lange und erfolgreiche Zukunft.