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Red Hat gab Ende 2020 bekannt, das reguläre CentOS Ende 2021 auslaufen zu lassen und den Fokus auf CentOS Stream zu verlagern. Dies führte zu einiger Kritik
aus der CentOS-Community. Mit Änderungen für die Nutzungsbedingungen von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) bot das Unternehmen für einige Anwendungsfälle den CentOS-Nutzern eine Alternative
. Nun werden diese ausgebaut.
Angekündigt wird "RHEL für Open Source Infrastructure", ein Programm für Open-Source-Projekte, -Vereine und weitere -Organisationen. Als Anwendungsfälle nennt Red Hat das eigene Hosting, inklusive Build-Server, CI-Systeme, Web- und Mail-Server.
Dieses Programm steht laut Mitteilung ausschliesslich Open-Source-Projekten und anderen Organisationen zur Verfügung, die die Produktion von Open-Source-Software unterstützen. Generell gelte jede Software, die unter einer von Fedora genehmigten Lizenz vertrieben werde, als Open Source für die Zwecke dieses Programms.
Projekte, die von gewinnorientierten Unternehmen gesponsert werden, können ebenfalls für RHEL for Open-Source-Infrastructure-Abonnements in Frage kommen, mit der Einschränkung, dass die über das Programm erworbenen Abonnements ausschliesslich für die unabhängige Projektinfrastruktur verwendet werden dürfen.
Erneut schreibt Red Hat, dass man sich bewusst sei, mit dem Programm nicht alle Bedürfnisse der Community erfüllen zu können. Der Anbieter betont, man arbeite an weiteren Anwendungsfällen und sei "definitiv noch nicht fertig mit der Erweiterung der RHEL-Programme".
Das Angebot umfasst bisher explizit nur Fedora-anerkannte OS-Projekte. Ob und inwiefern darüber hinaus künftig auch andere gemeinnützige Organisationen, akademische Institutionen oder weitere einen kostenfreien Zugriff auf RHEL erhalten, ist zwar derzeit noch nicht entschieden.