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<h2>SubmittedText<h2><p>Flug- und Autoreisen führen zu einer grossen Klimabelastung. Gemäss Umweltbericht der Bundesverwaltung haben 2008 neun Rumba-Einheiten die CO2-Belastung ihrer Flugreisen mit Klimazertifikaten kompensiert. Drei Rumba-Einheiten haben sogar alle bei Rumba ausgewiesenen CO2-Emissionen kompensiert.</p><p>1. Wie haben sich die Flug-, Bahn- und Autoreisen in den einzelnen Rumba-Einheiten 2009 entwickelt, welche Veränderungen gab es im Vergleich zu 2008?</p><p>2. Welche Rumba-Einheiten haben 2009 ihre Flugreisen mit Klimazertifikaten kompensiert?</p><p>3. Wie viele Flugkilometer wurden 2009 insgesamt in der Bundesverwaltung zurückgelegt, und wie viele davon wurden mit Klimazertifikaten kompensiert?</p><p>4. Wie viele Flugkilometer haben die einzelnen Bundesräte 2009 zurückgelegt?</p><p>5. Wie viele Rumba-Einheiten haben alle ausgewiesenen CO2-Emissionen kompensiert?</p><p>6. Beabsichtigt der Bundesrat, in Zukunft die CO2-Emissionen aller Flugreisen zu kompensieren?</p><p>7. Beabsichtigt er, in Zukunft, alle in Rumba ausgewiesenen CO2-Emissionen zu kompensieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Fachgruppe Rumba koordiniert im Auftrag des Bundesrates die Arbeiten zum Umweltbericht der Bundesverwaltung. Sie erstattet im Zweijahresrhythmus Bericht über die Entwicklung der Umweltkennzahlen der Rumba-Einheiten. Die Dienstreisen (Auto-, Bahn- und Flugkilometer je Vollzeitstelle) sind Teil des Kennzahlensets. Der letzte Umweltbericht wurde im Jahre 2009 publiziert und enthält die Angaben für die Jahre 2007 und 2008. In den Zwischenjahren wird kein Bericht erstellt. Es liegt daher für das Jahr 2009 noch keine Gesamtsicht der Umweltkennzahlen über alle Rumba-Einheiten vor. Der Bundesrat hatte sich aus verwaltungsökonomischen Gründen hinsichtlich der Berichterstattung für einen Zweijahresrhythmus entschieden. Die Entwicklung der Kennzahlen im Jahr 2009 und 2010 wird daher im kommenden Jahr im Rahmen der ordentlichen Berichterstattung dargestellt werden.</p><p>2. Im Jahr 2009 haben die folgenden Verwaltungseinheiten ihre Flugreisen kompensiert:</p><p>a. EDA (inklusive Deza): Kompensation aller Flugreisen der Mitarbeitenden der Zentrale;</p><p>b. EDI:</p><p>- Bundesamt für Kultur: Kompensation aller Flugreisen und weiterer CO2-Emissionen;</p><p>- Meteo Schweiz: alle bei Rumba ausgewiesenen CO2-Emissionen plus zusätzlich die indirekten CO2-Emissionen der Kantine (klimaneutraler Betrieb gemäss MyClimate);</p><p>c. EFD, BBL Bauten: Teile der Flugemissionen;</p><p>d. EVD:</p><p>- Bundesamt für Landwirtschaft: alle bei Rumba ausgewiesenen CO2-Emissionen;</p><p>- Seco: Teile der Flugemissionen;</p><p>e. UVEK:</p><p>- GS: Flugreisen;</p><p>- ARE: alle bei Rumba ausgewiesenen CO2-Emissionen;</p><p>- Bafu, Bazl: Mehrheit der Flugreisen;</p><p>- Bakom, BAV: Teile der Flugreisen;</p><p>- BFE: Flug- und Autoreisen.</p><p>3. Eine Gesamtübersicht über sämtliche von der Bundesverwaltung bezogenen Flugkilometer existiert nicht, da keine zentrale Beschaffung der Flugreisen aller Organisationseinheiten der Bundesverwaltung erfolgt und daher Flugreisedaten nicht zentral erfasst werden. Die Mehrheit der Verwaltungseinheiten des Bundes bucht die Flüge über die Bundesreisezentrale. Die Bundesreisezentrale verfügt jedoch nicht über die Möglichkeit, den Flugreisen die Streckenlänge zuzuordnen. Zudem buchen nicht alle Organisationseinheiten ihre Flugreisen über die Bundesreisezentrale, da keine Bezugspflicht bei der Bundesreisezentrale besteht.</p><p>Im Rahmen des Ressourcen- und Umweltmanagements der Bundesverwaltung (Rumba) erstellen die angeschlossenen Rumba-Einheiten für die eigenen Dienstreisedaten eine Übersicht und berechnen mit Hilfe spezieller Auswertungstools die Dienstreisekilometer. Eine Übersicht über die Flugreisekilometer 2008 der Rumba-Einheiten gibt der Umweltbericht 2009 der Bundesverwaltung. Je Vollzeitstelle wurden 3035 km zurückgelegt. Diese Zahl liegt leicht unter den Werten der Vorjahre. Total wurden durch die 15 230 Mitarbeitenden (in Vollzeitstellen) der Rumba-Einheiten rund 46,2 Millionen Flugkilometer zurückgelegt. Bezogen auf die Rumba-Einheiten wurden im Jahre 2008 durch neun Organisationseinheiten rund 12 250 Tonnen CO2-Äquivalente kompensiert. Dies entspricht rund 58 Prozent der von den Rumba-Einheiten ausgewiesenen CO2-Emissionen durch die Flugreisen. Im Jahre 2009 dürfte diese Zahl höher liegen, kompensieren doch bereits 13 Organisationseinheiten der Bundesverwaltung sowie die Parlamentsdienste ihre Flugemissionen. Gegenüber 2008 neu hinzugekommen sind das Bundesamt für Kultur, das Bundesamt für Bauten und Logistik (Bereich Bauten), das Bundesamt für Kommunikation, das Bundesamt für Verkehr sowie die Parlamentsdienste.</p><p>4. Soweit die Bundesräte mit Linienmaschinen fliegen, werden die Reisen nicht separat ausgewiesen. Für Reisen mit dem Bundesratsjet hat der Bundesrat im ersten Halbjahr 2010 rund 150 Flugstunden beansprucht. Die dabei zurückgelegte Distanz kann nicht eruiert werden. Die Flugstatistik ist über die vergangenen Jahre stabil.</p><p>5. Im Jahr 2009 haben Meteo Schweiz, das Bundesamt für Landwirtschaft und das Amt für Raumentwicklung alle im Rahmen der Rumba-Methodik ausgewiesenen CO2-Emissionen kompensiert.</p><p>6./7. Der Bundesrat vertritt nach wie vor die Meinung, dass eine obligatorische Kompensation aller CO2-Emissionen der Bundesverwaltung nicht angezeigt ist. Er setzt vielmehr auf den freiwilligen Ansatz und möchte interessierten Einheiten die Möglichkeit bieten, die Kompensation zentral zu beschaffen. Die Fachgruppe Rumba ist momentan daran, eine zentrale Beschaffungsstelle zu organisieren. Damit sollen die Beschaffung für die Organisationseinheiten vereinfacht, die Qualität der bezogenen Zertifikate sicher gestellt und die Kosten gesenkt werden. Ein Pilot der Ausschreibung soll im Herbst 2010 durchgeführt werden. Es ist geplant, dass die erste Beschaffung für alle interessierten Organisationseinheiten 2011 stattfinden soll.</p>  Antwort des Bundesrates.