Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03638.jsonl.gz/1852

Das Wasserkraftwerk Matte in Bern musste zwei von vier Schwellen sanieren. Über die Schwellen fliesst bei hohem Pegelstand ein Teil des Wassers aus dem Kraftwerkkanal direkt in die Aare. Dieses Wasser aus Regenfällen oder Schneeschmelze führt häufig feine siltige Sande und grosse Gesteinsbrocken mit. Kombinierte Angriffe aus Schlag- und Verschleissbeanspruchungen (Hydroabrasion) können an den normalerweise mit Schmelzbasaltplatten beschichteten Flächen besonders im Bereich der Fugen kleine Schäden verursachen, von denen ausgehend die Beschichtung dann zunehmend zerstört wird. Dieses Schadensbild konnte an den Mattenschwellen beobachtet werden.
Die 60 mm dicke Schicht aus Ultrahochleistungs-Faserbeton (UHFB)
an den Schwellen schafft eine dauerhafte, fugenlose, duktile und sehr verschleissfeste Lösung. Die Ausführung erfolgte bei Niedrigwasser in den für den Betonbau schwierigen Monaten Februar und März. Die Schwellen wurden eingehaust, um trotz Winterkälte Temperaturen um 15 Grad Celsius während Einbau und Erhärtung sicherzustellen. Vor dem Auftrag der UHFB-Schicht wurde der Untergrund aufgeraut und mit Wasser gesättigt, stehendes Wasser wurde beseitigt.
Die Ergebnisse der Baustellenüberwachung entsprachen den erwarteten mechanischen Eigenschaften des Betons und belegten eindrücklich, dass UHFB neben einer hohen Druckfestigkeit von bis zu 190N/mm2 insbesondere durch eine sehr hohe Biegezugfestigkeit von über 45 N/mm2 überzeugt, die bei der Hydroabrasion vorteilhaft ist.