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Es war in Cortina angerichtet für den vierten Super-G-Triumph in Serie von Lara Gut. Doch die Tessinerin, die Siegerin in Lake Louise, Val d’Isère und vor Wochenfrist in Garmisch schied kurz vor dem Ziel nach mit Abstand bester Zwischenzeit aus.
Gut berührte bei annähernd Tempo 100 mit ihrer rechten Körperseite schmerzhaft ein Tor. Von der Wucht wurde die 25-Jährige gedreht und schied aus. Auf der folgenden kurzen Fahrt ins Ziel schüttelte Gut ihre rechte Hand, auch hielt sie sich kurz den rechten Oberschenkel.
Im Zielraum blieb die fünffache Saisonsiegerin, die am Vortag in Cortina in der Abfahrt triumphiert hatte, längere Zeit im Schnee liegen. Dies geschah aber wohl mehr aus Enttäuschung, denn einige Minuten später gab Gut Entwarnung. Es sei nichts Gravierendes, so die allerdings leicht humpelnde Tessinerin, die vor ihrem Ausfall um nicht weniger als 0,78 Sekunden vor der nachmaligen Siegerin lag.
Danach begab sich Gut sofort ins Teamhotel, um sich möglichst schnell von ihrem vor Ort anwesenden Osteopathen behandeln zu lassen. Zog sich Gut ausser den vermuteten Prellungen am Oberarm und Oberschenkel nicht mehr zu, dann bleibt sie trotz des ärgerlichen Zwischenfalls für den WM-Super-G in zehn Tagen die grosse Favoritin.
Durch ihren Ausfall verpasste Gut auch die Ablösung von Mikaela Shiffrin an der Spitze des Gesamtklassements. Die Amerikanerin klassierte sich auf dem vom amerikanischen Trainer ausgeflaggten Kurs, der stark der Abfahrt vom Vortag ähnelte, nach einer Glanzleistung im 4. Rang. Mit ihrem mit Abstand besten Speed-Resultat baute Shiffrin in der Gesamtwertung entgegen den Erwartungen ihren Vorsprung auf Gut deutlich aus (1103:1023 Punkte).
Die Schweizerin behielt immerhin die Führung in der Super-G-Wertung vor der in Cortina siebtklassierten Liechtensteinerin Tina Weirather (300:256).
Der Sieg auf der Olympia delle Tofane ging an Ilka Stuhec. Die 26-jährige Slowenin, die zuvor im Super-G noch nie auf dem Podest gestanden war, kam zu ihrem fünften Weltcup- und Saisonsieg. Stuhec siegte mit 0,31 Sekunden Vorsprung vor Sofia Goggia. Die im Weltcup noch sieglose Italienerin hatte sich schon tags zuvor in der Abfahrt als Zweite klassiert.
Dritte wurde Anna Veith. Die Österreicherin kam zu ihrem ersten Podestplatz nach ihrer im Oktober 2015 erlittenen Knieverletzung. Die zweifache Gesamtweltcup-Siegerin hatte erst Ende Dezember in Semmering ihr Comeback gegeben, war aber noch in keiner Disziplin über den 19. Rang hinausgekommen.
Ohne seine Spitzenfahrerin verpasste das Schweizer Frauenteam in Cortina eine Top-20-Platzierung. Beste war Jasmine Flury als 26. Unmittelbar hinter der Bündnerin, die 2,25 Sekunden auf Stuhec einbüsste, folgten Joana Hählen (27.), Fabienne Suter (28.) und Corinne Suter (29.).
(SDA)