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Guido Fluri (56) startete mit nichts und baute sich in den 1990er Jahren ein grosses Immobilienportfolio auf, das er vor zwei Jahren zum Teil an Swiss Life verkaufte. Öffentlich bekannt ist der in Zug lebende Oltner etwa für die Wiedergutmachungs-Initiative, mit der er Schweizer Opfern von Missbrauch zu Anerkennung verhalf. Kürzlich lancierte er die Stiftung «Justice Initiative», um europaweit Betroffenen ein Gesicht zu geben. Dazu lud er im Frühling an der Biennale in Venedig zur Ausstellung «Shame – European Stories».
Fluri selbst legte der Legende nach während seiner Lehre zum Tankwart die Trinkgelder beiseite, holte sich mit den Ersparnissen von 5000 Franken zusätzlich einen Bankkredit und kaufte sich mit 20 Jahren ein Stück Land, auf das er ein Haus baute und dieses gewinnbringend verkaufte. Es war der Startschuss für sein Vermögen. Geschäftlich lief es dieses Jahr trotz der fallenden Börsenkurse im Bereich Asset Management gut für seine GF Group – nicht zuletzt dank Short-Positionen, die gegen den amerikanischen Tech-Index Nasdaq abgeschlossen wurden. Auch sein Immobilienportfolio entwickelte sich konstant, wie zu hören ist – einige Objekte wurden verkauft, andere sind an städtischen und entwicklungsfähigen Lagen dazugekommen. Und auch seine Firmenbeteiligungen lieferten Mehrwerte. Beteiligt ist Fluri etwa an Swiss Commerce, die im Handel mit Nischenprodukten tätig ist, und an Rush Entertainment, die eine Plattform für E-Sports betreibt.
(Stand: November 2022)