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Bericht von Daniel Enz nach seinem Besuch in Guatemala
Weil seine Beine gelähmt sind (Kinderlähmung), wurde der 10-jährige José von der staatlichen Schule abgelehnt. Ihm konnte ein Platz in der PENNAT-Schule
zugeteilt werden, wo er von allen freundlich aufgenommen wurde. Seine 14-jährige Schwester trug ihn jeden Tag zur Schule, da er nicht laufen konnte. Mit der Hilfe meiner Tante, die ebenfalls an Kinderlähmung leidet, konnten wir dem Jungen durch die Organisation AGREL Hilfe vermitteln. Diese Organisation kümmert sich um behinderte Menschen und sorgt für Hilfe. So wurde für den Jungen eine Therapie bei einem Physiotherapeuten organisiert. Damit die Schwester den Jungen nicht mehr in die Schule tragen musste, beschaffte ich mit einer Spende über die SKHS dem Knaben einen Rollstuhl.
Eine Schülerin der PENNAT
Ich verkaufe Besen, Wasser, Süssigkeiten und Orangen und helfe auch meiner Mutter Essen zu verkaufen. Nachmittags decke ich mein Geschäft ab und besuche die Schule, erzählt lächelnd die 11-jährige Zuleidi Herrera Hernandez über einen gewöhnlichen Tag in ihrem Leben. Jeden Tag, auch am Wochenende beginnt für Zuleidi und ihre Mutter der Arbeitstag um 7:00 Uhr am Bus - Terminal, wo Zuleidi von 15:00 - 17:00 Uhr auch die Pennat-Schule besucht, die sich im selben Gebäude befindet. Ihr grösster Wunsch ist, eine gute Ausbildung und später einen Beruf zu erlernen. Es ist ihr Ziel, die Primarschule sowie die Sekundarschule abzuschliessen. Ihr Traum, Krankenschwester zu werden um anderen helfen zu können.
Zuleidi, Ihre Schwester und ihre Mutter wurden vor 7 Jahren vom Vater verlassen. Er lebt heute mit einer anderen Frau zusammen.
Nebst Zuleidi sind weitere Kinder im PENNAT Schulprogramm. Auch sie arbeiten mit Ihren Eltern oder auch alleine im Bus-Terminal, das sich in der Zone 4 befindet. Täglich besuchen sie für ein paar Stunden die Schule und begeben sich danach wieder an die Arbeit. Sie sind glücklich, dass ihnen diese Ausbildung ermöglicht wurde, haben so die Hoffnung auf ein besseres Leben und dass Sie einmal einen Beruf erlernen dürfen. Tausende von Strassenkindern sehnen sich mit ihren Eltern danach, dass auch sie eines Tages die Schule besuchen dürfen. Ob dieser Traum wohl bald in Erfüllung geht?