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Das Insekt, das mich in den Centovalli als Kind am meisten faszinierte, war die Gottesanbeterin (Mantis religiosa), und es freut mich, dass sie im Okanagan Valley auch um unser Haus herum vorkommt. Ich gehe davon aus, dass es sich beim hellbraunen Exemplar auf meiner Hand (Foto Marianne) um eine Variante der meist grünen europäischen Art handelt, die um 1899 zufällig mit Pflanzen aus Südeuropa nach Nordamerika kam. 1896 war eine chinesische Art eingeführt worden, in der Hoffnung, sie würde möglichst viele Schädlinge vertilgen. Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Gottesanbeterinnen unterscheiden nicht zwischen – aus menschlicher Sicht- Schädlingen und Nützlingen. Freilandstudien haben übrigens bestätigt, dass das Weibchen von Mantis religiosa gelegentlich vor, während oder nach der Paarung das Männchen auffrisst.
Eidechsen – ich beobachtete sie als Kind in den Centovalli besonders gern – gibt es im Okanagan Valley keine mehr. Diesen „Western Skink“ fotografierte ich in unserem Nachbartal Similkameen. Die jungen Tiere fallen mit ihrem blauen Schwanz besonders auf.
Die einheimische Echse, die wir gern in unserer Umgebung antreffen würden, gilt als ausgestorben. 1898 wurden in Osoyoos (etwa 30 Autominuten südlich von uns) noch zwei „Pigmy Short-horned Lizards“ gefunden, später ein paar weitere gemeldet. Fotografische Belege fehlen. Mit der Erlaubnis des Naturfotografen Gary Nafis kann ich hier trotzdem ein Exemplar zeigen. In den USA kommen diese Echsen zum Glück immer noch vor. Weitere Fotos und Informationen sind bei www.californiaherps.com zu finden.