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Ägyptens König Tut-ench-Amun liebte Rotwein. Das schliessen zwei US-Forscherinnen aus der Untersuchung von Grabbeigaben, die die Reise ins Jenseits erleichtern sollten. In einem Krug in der Grabkammer des jungen Königs entdeckten die Ägyptologin Maria Rosa Guasch-Jané und die Lebensmittelchemikerin Rosa Lamuela-Raventós Rotweinreste, wie sie im Fachjournal "Analytical Chemistry" vom 16. März 2004 berichten.
Tut-ench-Amun war erst 16 oder 17 Jahre alt, als er um 1350 vor Beginn unserer Zeitrechnung starb.
Mit Tut-ench-Amuns Rotwein sei es erstmals gelungen, die Farbe von Wein in einer archäologischen Probe zu analysieren, heisst es weiter. Das Team stützte sich bei der Untersuchung auf Malvadin-Glukosid, eine Substanz, die jungem Rotwein seine Farbe gibt, und die in keinem anderen Saft aus der Mittelmeerregion vorkommt.
Frühgeschichte des Alkohols und des Rebbaus
Der Name
Alkohol entstammt dem Arabischen "al´khol" und bezeichnet ursprünglich eine aus
Antimon bereitete Augenschminke, bedeutet jedoch eigentlich "Etwas Feines" im
Sinne eines Auszugs von etwas Größerem, dem Ausgangsmaterial für die
Destillation. Der Name kann jedoch auch aus der Nachsilbe "-kaly" hervorgegangen
sein, die soviel wie "braten oder rösten" bedeutet und somit ebenfalls auf die
Destillation hinweist.
Mit der Entwicklung des Ackerbaus standen alkoholische Getränke in größerem Umfang zur Verfügung. Alkohol wurde wichtiges Nahrungsmittel, ist jedoch auch als die wohl älteste Droge zu religiösen Riten verwendet worden. Aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. existiert von den Summerern das "monument bleu", das die Göttin Nina bei der Zubereitung von Opferbier zeigt. Aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. stammen Belege aus Ägypten, die die Wein- und Bierherstellung darstellen. Osiris selbst soll die Ägypter Weinanbau und Bierherstellung gelehrt haben. Die Biere dieser Zeit waren von süsslichem Geschmack, mit Safran, Myrthe und Anis gewürzt und von geringer Haltbarkeit.
Um 1'000 v. Chr. muss wohl die Erfindung des Rebschnitts gelegt werden. Der Legende nach frass ein Esel seinem Herrn ein paar Rebstöcke kahl. Dieser war zunächst erbost und bangte um das Überleben seiner Reben. Im nächsten Jahr jedoch wuchsen an den Rebstöcke kräftigere Triebe als je zuvor und die Trauben reiften grösser und süsser heran. Da erkannte der kluge Mann, dass das Einkürzen der Triebe dem Stock zu neuer Kraft verholfen hatte. Von da an beschnitt er seine Reben.
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Tut in Basel
Zum ersten Mal seit über 20 Jahren verlässt Tutanchamun seine Heimat: Dem Antikenmuseum Basel ist es gelungen, rund 50 auserlesene Originale aus dem Grabschatz des Tutanchamun nach Basel zu bringen. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Grabbeigaben der Könige und anderer hochgestellter Persönlichkeiten der 18. Dynastie. Neben dem einzigartigen Grabschatz des Tutanchamun und dem originalgetreuen Nachbau seiner Grabkammer bilden die Beigaben des Grabes von Juja und Tjuju, den Schwiegereltern von Amenophis III, einen weiteren Höhepunkt. Insgesamt umfasst die Ausstellung 120 Originale aus dem berühmten Tal der Könige. Viele der gezeigten Stücke verlassen zum ersten Mal das Ägyptische Museum Kairo.
Diese Ausstellung schliesst am 3. Oktober 04 mit einem riesigen Erfolg. Anstatt der erwarteten 500.000 Zuschauer schauten sich über 600.000 Besucher die Grabschätze an. Die Stadt Basel profitierte mit zusätzlich 40.000 Uebernachtungen.
Das Reich
der Ägypter unter der Herrschaft der Pharaonen wurde um 3000 v.Chr. begründet
und unter dem Pharao Narmer vereint. Es dauerte bis zum Jahr 300 n.Chr. an. Der
letzte Pharao war ein Römer namens Garerius. Das Alte Ägypten überstand als
Kultur damit mehr als 3000 Jahre.
Durch diesen natürlichen Schutz bekamen die Ägypter das Wichtigste zum Aufbau
einer großen Kultur geschenkt - Zeit. Zeit, um Ackerbau und Viehzucht zu
perfektionieren, Zeit für ein Gesetzbuch, für Kunst, Architektur, Sprache,
Musik.
Tut - Bier nach altem Rezept neu geschaffen
Die
Brauerei Fischerstube, Basel hat sich für die Ausstellung „Tutanchamun – Das
goldene Jenseits“ im Antikenmuseum Basel etwas ganz
Besonderes einfallen lassen: Sie offeriert ein Bier nach einem echten Rezept aus
dem alten Aegypten, wie es schon die Pharaonen tranken: aus Gerstenmalz, Emmer,
Hopfen und Datteln. Emmer, eine Kulturform des Urweizens gibt den spritzigen
Bier kräftigen Geschmack und Datteln den zusätzlichen, leicht süssen Abgang.
Gebraut wird das Sonder-Bier in der Privatbrauerei Lasser in Lörrach,
Deutschland im Auftrag der Brauerei Fischerstube (Ueli-Bier).