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Die Italiener nennen Ihn den Schwaben und für die Deutschen ist er der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, der aus der Staufer-Dynastie stammt. Nach seinem Tod herrschten während mehreren Jahrzehnten chaotische Zustände an der Spitze des Reiches. Bis mit Rudolf von Habsburg ein Schweizer Kaiser wurde.
Friederich der Zweite wurde in Italien (in Jesi, Provinz Ancona) geboren und starb in Lucera (Provinz Foggia) und verbrachte die grösste Zeit seines Lebens in Süditalien, obwohl er über ein riesiges Reich herrschte, das von Sizilien bis an die Grenzen Dänemarks und von der Provence bis Estland und Lettland ging.
Reisen war zu diesen Zeiten nicht einfach. Friedrich baute zahlreiche Burgen, die berühmteste in Castel Del Monte (Provinz Bari), damit er überall übernachten konnte. Einige diese Burgen sind wie Rocca Imperiale im historischen Lukanien, andere wie Melfi in dem Teil der Basilicata, der nicht zu Lukanien gehört. In Melfi entstand unter seiner Führung die erste weltliche Rechtskodifikation des Mittelalters. Friedrich war ein gebildeter Mann, Liebhaber der Künste und liess sich nicht alles vom Papst vorschreiben. Die Päpste sahen das überhaupt nicht gerne und Friedrich wurde gleich zweimal exkommuniziert.
Friedrich hinterliess nicht nur Bauten, sondern auch Universitäten und ein Buch über die Falknerei, das noch heute ein Standardwerk ist. Die Tradition der Falknerei wird in Lukanien weiterhin gelebt und gepflegt.
In Italien blieb das Friedrich-Bild durch die päpstliche Propaganda lange Zeit negativ. Erst in der Epoche des Risorgimento wurde Friedrich im Ringen um eine nationale Einigung als „Vater des ghibellinischen Vaterlandes“ gefeiert. In Lukanien geniesst er hohes Ansehen, weil Lukanien unter ihm zum Machtzentrum des Heiligen Römisches Reiches gehörte und weil Friedrich in der Region mehr verwirklichte als je jemand vor oder nach ihm.