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Als erster Fifa-Offizieller hat die Schweiz Jeffrey Webb an die USA ausgeliefert. Nachdem er eine 10-Millionen-Dollar-Kaution weiter absicherte, profitiert er von besseren Haftbedingungen.
In Georgetown gehörte Jeffrey Webb eine Backstube. Doch dem Kleingewerbe ist der von den Cayman Islands stammende Brite längst entwachsen. Vor drei Jahren betrat er die Bühne des Weltfussballs, als er zum Fifa-Vizepräsidenten gewählt wurde. Zuvor war er am Hauptsitz in Zürich tätig, als Mitglied der «Transparency & Compliance»-Kommission und galt als Sepp Blatters Wunschnachfolger.
Nun ist alles anders, als er am Vorabend des Fifa-Kongresses von der Schweizer Polizei verhaftet und diesen Juli als erster von sechs festgenommenen hohen angeklagten Fifa-Funktionäre in die USA ausgeliefert wurde.
Webb plädiert auf «not guilty»
In den Vereinigten Staaten plädierte er auf «unschuldig» und hinterlegte eine Kaution von 10 Millionen Dollar. Damit entkam er der Untersuchungshaft, stand aber in New York unter Hausarrest und ständiger elektronischer Überwachung.
Nun hat sein Anwalt erreicht, dass Webb nach Loganville im Bundesstaat Georgia zu seiner Familie übersiedeln darf, zeigen Gerichtsdokumente. Der finanzielle Aufwand für seine New Yorker Residenz sei beträchtlich gewesen und hätte sich verschärft, weil praktisch seine gesamten Geldmittel in trockengelegten Bankkonten lagerten.
Hoffen auf Verminderung der Reisekosten
Webb erhoffe sich auch eine Verminderung der Reisekosten, da seine Familie nicht dauern von Atlanta herreisen müsse. Zudem könne er nun sein Kind mitbetreuen.
Da die Staatsanwaltschaft nichts dagegen einzuwenden hatte - ausser, dass er nochmals zwei Sicherheiten zur 10-Millionen-Kaution hinterlegen muss -, bewilligte das zuständige Gericht das Begehren von Webbs Anwalt. Die elektronische Überwachung und sonstigen Bedingungen bleiben gleich.