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Steht an der Stelle des zur
Zeit des Hunneneinfalles zerstörten Mönchsklosters Babinchova. In der
Kapelle ein von E. Zardetti gemaltes schönes Gemälde
der Seeschlacht von Lepanto und andere Malereien von Vettiger.
Ehemals Wohnstätte des Priesters A. Widmer.
Neben der
Kapelle hat man vor einigen Jahren eine Herberge erstellt, in der wallfahrende Geistliche Unterkunft finden.
Benannt
nach einem zu Beginn des 16. Jahrhunderts hier befindlichen Standbild aus
Stein.
Vergl. Tremp, A. Pilgergeschichte von Maria Bildstein.
(Kt. St. Gallen,
Bez. und Gem. Rorschach).
440 m. Ehemaliges Kloster und heutiges kantonales Lehrerseminar, am
Rorschacherberg über
Rorschach schön gelegen. Aussicht auf den
Bodensee und seine Uferlandschaften. 1480 vom Abt
Ulrich Rösch gestiftet, der die
Abtei St. Gallen
hierher verlegen wollte; später von den St. Gallern und Appenzellern zerstört, dann von Abt
Ulrich
wieder aufgebaut und zum Sitz der St.
Galler Klosterverwaltung bestimmt. Schöne Wandmalereien und Verzierungen in Stukkarbeit.
Prachtvolle Kreuzgänge.
Von einem der Seitenaltäre führt eine Wendeltreppe zu Gallerien und
Kapellen, die in dem Fels ausgehauen sind.
Wände und
Altäre sind mit unzähligen Votivgemälden behangen. Kloster Mariastein wurde am von Fintan, dem Abt des 1085 gegründeten,
im Schwabenkrieg und Bauernkrieg verbrannten Benediktinerklosters
Beinwil (Kant. Solothurn),
gegründet und mit Erlaubnis
des Staates Solothurn
(als Kastvogt) zum künftigen Sitz der Benediktiner von
Beinwil bestimmt.
Die Klosterkirche zu St. Vinzenz wurde am geweiht; ihren prachtvollen Hauptaltar verdankt sie der Freigebigkeit
des Königs Ludwig XIV. von Frankreich. Das Kloster wurde von den Franzosen 1792 aufgehoben und später
mit allen seinen Ländereien von
Napoleon I. dem Politiker Reubel geschenkt. Vom Staat Solothurn
1804 wieder hergestellt und 1874 aufgehoben,
worauf die Mehrzahl der
Mönche sich nach
Delle und nachher nach Dürnberg in Oesterreich zurückzog. Einige Wenige blieben
in Mariastein zurück, um den Wallfahrern zur Verfügung zu stehen. Dem Kloster sind seit seiner Gründung 13 Aebte
vorgestanden, die alle das Recht zum Tragen der Mitra und des Kreuzstabes hatten. In der Felsenkirche steht
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mehr
das seit Jahrhunderten verehrte Muttergottesbild, zu dem jährlich mehr als 50000 Pilger zu wallfahren pflegen und das schon
von weltlichen und kirchlichen Fürsten und berühmten Männern aller Art besucht worden ist. Vor der Aufhebung des Klosters
hatten die Mönche in Mariastein eine in gutem Rufe stehende Lehranstalt unterhalten, die heute durch eine
Sekundarschule ersetzt ist. Das Wappen des Klosters zeigt ein goldenes Feld mit zwei gekreuzten silbernen Schienbeinen (Tibien).
Fund einer sequanischen Münze. Vergl. Eschle, Laurentius. Geschichte der Wallfahrt und desKlostersMariastein.Solothurn
1896.