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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat schwere Vorwürfe gegen das Emirat Katar erhoben. Grund dafür sei der Tod tausender Menschen in den vergangenen zehn Jahren, die in Katar nicht vollständig untersucht worden seien, obwohl es Hinweise gebe, dass er mit den gefährlichen Arbeitsbedingungen in Zusammenhang stehe, erklärte Amnesty am 26. August 2021 bei der Vorstellung eines neuen Berichts in Berlin. In dem Bericht heisst es weiter, dass Totenscheine für Arbeitsmigranten routinemässig ausgestellt worden seien, ohne die genaue Todesursache zu untersuchen.
Amnesty International befragte nach eigenen Angaben führende Mediziner, prüfte Regierungsangaben zu den Todesfällen, analysierte Todesscheine und befragte Familienmitglieder verstorbener Arbeitsmigranten, schreibt das Online-Portal „welt-sichten“ am 26. August 2021. Offizielle Statistiken besagen, dass zwischen 2010 und 2019 insgesamt 15‘021 Staatsangehörige anderer Staaten in Katar gestorben sind.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Arbeitsbedingungen im Emirat kritisiert werden. Hinsichtlich der Fussball-WM, die 2022 in Katar stattfinden wird, wurde der Staat etliche Male der katastrophalen Arbeitsbedingungen bezichtigt. Ob sich durch den Vorstoss von Amnesty International etwas zum Positiven ändern wird, bleibt fraglich.