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Was sind BCAA?
Hinter der Abkürzung BCAA verbergen sich die essentiellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Sie werden auch als „Branched chained amino acids“ bezeichnet, als „verzweigtkettige Aminosäuren“. Valin, Isoleucin und Leucin müssen dem Körper also über die Nahrung zugeführt werden. Dabei soll Leucin den Muskelaufbau verbessern, während Valin und Isoleucin die Energiegewinnung der Muskelzellen aus der Nahrung regulieren. Leucin ist zudem ein wichtiger Baustein vieler Proteine und wirkt in der Leber an der Proteinsynthese mit. Es ist unter anderem auch an Heilungsprozessen beteiligt.
BCAA im Sport
Vor allem von Sportlern werden BCAA geschätzt. Sie sollen dafür sorgen, dass der Körper die eigenen Energiereserven schont und eine schnelle Muskelermüdung verhindert wird. Kraftsportler erhoffen sich durch BCAA einen schnelleren Muskelaufbau. Jedoch gibt es von wissenschaftlicher Seite bisher keine Hinweise auf einen tatsächlichen Effekt, in Berichten und im Austausch unter Kraftsportlern finden sich hingegen meist positive Erfahrungen.
BCAA in der Medizin
Bei Erkrankungen, die mit einem erhöhten Proteinabbau einhergehen wie Tumorerkrankungen, aber auch im Zuge der natürlichen Abnahme der Muskelmasse mit zunehmendem Alter kann der Einsatz von BCAA sinnvoll sein. Ebenso verhält es sich bei chronischen Lebererkrankungen, da BCAA am Abtransport schädlicher Substanzen beteiligt sind. Bei Diäten, die mit einem Fitnessprogramm einhergehen und sehr kohlehydratarm sind, können BCAA ebenfalls hilfreich sein. Sie wirken an der Bereitstellung von Glucose mit. Außerdem wird die Ausschüttung von Insulin angeregt und damit der Blutzucker reguliert.