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London - Zwei Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers sind in London Kunstwerke und andere Andenken aus deren europäischen Filialen versteigert worden. Insgesamt brachte die Auktion bei Christie's am Mittwoch umgerechnet 2,5 Millionen Franken ein.
Viele Exponate erzielten das Mehrfache ihres Schätzwerts. Unter den Bietern waren viele ehemalige Mitarbeiter der Pleite-Bank. Neben Kunstwerken von Lucian Freud und Gary Hume gehörte zu den Objekten auch das Schild, das über dem Europa-Hauptquartier der Bank in der britischen Hauptstadt hing.
Ein anonymer Bieter erhielt bei umgerechnet 65'000 Franken den Zuschlag - dem 14-fachen des Schätzwerts. Für das 20-fache des Schätzwerts ging eine kleine Gedenktafel weg, die an die feierliche Eröffnung der Europa-Zentrale vor sechs Jahren durch den damaligen Finanzminister und späteren Regierungschef Gordon Brown erinnert.
Bei einer ähnlichen Auktion in New York waren am vergangenen Samstag knapp 12 Millionen Franken zusammengekommen. Mit den Erlösen sollen Gläubiger der Bank bezahlt werden - deren Forderungen sich allerdings auf mehr als 590 Milliarden Franken summieren.
Lehman Brothers meldete am 15. September 2008 Insolvenz an, wodurch viele Anleger ihr Geld verloren. Durch den grössten Bankenkollaps in der US-Geschichte wurde die weltweite Finanzkrise massiv verschärft.
SDA-ATS