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«Doppeladler», «charge mentale» und «gesto dell`aquila» sind die Schweizer Wörter des Jahres. Kein Wort prägte den Deutschschweizer Diskurs in diesem Jahr stärker als der Doppeladler, der damit das EU-«Rahmenabkommen» und das Lied «079» überflügelte.
Ein Jahr nach «#metoo» war es eine einfache Geste, die für hitzige Diskussionen am Stammtisch sorgte und die medialen Analysten zur Hochform auflaufen liess: Aus dem Torjubel der Schweizer Nati-Kicker Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri beim WM-Spiel gegen Serbien wurde nahezu eine Staatsaffäre mit politischer Tragweite, als sich unter anderem Bundesrat und Sportminister Guy Parmelin sowie Aussenminister Ignazio Cassis in die Debatte einschalteten.
Gemäss dem Departement Angewandte Linguistik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) gehörte der Doppeladler zu den zwanzig Wörtern, die im Jahr 2018 deutlich häufiger verwendet wurden als in den Jahren zuvor. Aus dieser Liste, aus Publikumsvorschlägen und auf Basis ihrer eigenen Einschätzung wählte eine Jury von Sprachschaffenden dann «die drei markantesten Wörter».
«Im Doppeladler konzentrieren sich so hochaktuelle und tiefgründige Themen wie Polarisierung und Ausgrenzung, Nationalismus und die Loyalität von Doppelbürgern», begründete die Jury am Donnerstag ihre Entscheidung.
Die Wahl der Wörter des Jahres erfolgte mehrsprachig und erstmals auch auf Italienisch. Im nächsten Jahr kommt Rätoromanisch dazu, erklärte das verantwortliche Departement der ZHAW.