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Australian Open: Federer konnte Nadal in Melbourne noch nie bezwingen. Er musste sich einmal im Final und zweimal im Halbfinal geschlagen geben. Aber: Der Schweizer hat die Australian Open schon 4 Mal gewonnen, Nadal 1 Mal.
Belag: Die Lieblingsunterlagen der beiden sind kein Geheimnis. Die beste Sieg/Niederlage-Statistik weist Nadal auf Sand auf, Federer bevorzugt Rasen. Auf einer harten Unterlage wie in Melbourne hat der Spanier die Nase im Vergleich mit dem Schweizer mit 9:7 vorne.
Comeback: Federer brach die Saison im letzten Jahr Ende Juli ab, Nadal im Oktober. Nun stehen beide im Final der Australian Open – wer hätte das gedacht! Siehe auch T und V.
Debüt: Im Juli 1998 absolvierte Federer seine 1. Partie im Hauptfeld eines ATP-Turniers. Er unterlag in Gstaad Lucas Arnold Ker (Arg) in 2 Sätzen. Gut 3 Jahre später debütierte Nadal in Sevilla.
Einunddreissig: Seit Federers 1. Grand-Slam-Sieg 2003 wurden 53 weitere Major-Turniere gespielt. Insgesamt haben Federer/Nadal 31 Titel eingeheimst.
Finals: 21 der bisherigen 34 Direktduelle waren Finals. In dieser Statistik führt der Spanier mit 14:7. 136 Mal stand Federer in einem Endspiel auf der Tour (88 Siege), Nadal 101 Mal (69 Siege).
Grand Slams: Die wichtigste aller Statistiken geht an Federer: 17 Titel gegenüber 14 von Nadal. Aber: Der Schweizer hat 9 von 11 Grand-Slam-Partien gegen den Spanier verloren.
Head-to-Head: Auch hier liegt der Baselbieter im Hintertreffen. 11:23 lautet die klare Bilanz. Das letzte Aufeinandertreffen entschied Federer 2015 im Final von Basel für sich.
Iberico-Schinken: Diesen liebt Nadal über alles. Auch Federer isst mittlerweile wieder Fleisch, nachdem er als Teenie kurze Zeit als Vegetarier gelebt hatte.
Jungspund: Mit 30 Jahren ist Nadal der jüngste Final-Teilnehmer in den Einzelbewerben von Melbourne. Federer ist 5 Jahre älter. Bei den Frauen trafen die 35-jährige Serena und die 36-jährige Venus Williams aufeinander.
Kalender-Grand-Slam: Haben beide keinen vorzuweisen. 2006 und 2007 war Nadal mit den Final-Siegen über Federer an den French Open der Spielverderber.
Lacher: «Match for Africa 2010» – Federer und Nadal wollten Werbung für das Exhibition-Spiel machen. Es brauchte allerdings einige Anläufe, bis der Spot im Kasten war.
Minuten: 1136 Minuten stand Nadal an den diesjährigen Australian Open auf dem Platz. Das sind umgerechnet knapp 19 Stunden. Bei Federer sind es 816 Minuten, also rund 5 Stunden weniger.
Nummer 1: Mit 302 Wochen an der Weltranglistenspitze hält Federer den Rekord. Zuletzt war er im Oktober 2012 die Nummer 1. Nadal steht bei 141 Wochen (zuletzt im Juni 2014).
Onkel: Seit seinem 4. Lebensjahr wird Nadal von seinem Onkel Toni Nadal trainiert. Der 56-Jährige ist der Bruder von Nadals Vater Sebastian.
Paradeschlag: Bei beiden unbestritten die Vorhand. Während der «Maestro» mit dieser ungemein präzise und variabel agieren kann, erzeugt «Rafa» mit seinem Paradeschlag so viel Spin wie kaum ein anderer auf der Tour.
Qual: Ein Spaziergang war der Finaleinzug für beide nicht. Sowohl Federer als auch Nadal mussten auf dem Weg ins Endspiel zweimal über die volle Distanz. Alles in allem stand der Spanier deutlich länger auf dem Court als der Schweizer (siehe M).
Roland Garros: Was Wimbledon für Federer ist (siehe W), sind die French Open für Nadal. Auf der roten Asche von Paris hat der 30-Jährige zwischen 2005 und 2014 9 seiner 14 Major-Titel eingefahren.
Siegercheck: Der Australian-Open-Champion 2017 streicht satte 2,8 Millionen Franken ein, der Verlierer immerhin gut die Hälfte.
Traumfinal: Epische Final-Duelle gab es zwischen den beiden schon etliche, das letzte liegt aber verhältnismässig weit zurück (French Open 2011). Dass es ausgerechnet «Down Under» zum Nostalgiker-Endspiel kommt, darauf hätten wohl wenige gewettet.
US Open: Obwohl sich die beiden bereits fast überall auf der Welt grossartige Duelle geliefert haben, standen sich die beiden in New York noch nie gegenüber. Federer weist in Flushing Meadows 5, Nadal 2 Titel auf.
Verletzung: Federer riss sich im Januar 2016 den Meniskus, Anfang Mai plagten ihn Rückenschmerzen, ehe er Ende Juli wegen anhaltender Knieprobleme seine Saison abbrach. Nadal schlug sich seit der 3. Runde der French Open mit Handgelenksproblemen herum. Siehe auch C.
Wimbledon: Hier hat Federer 7 seiner 17 GS-Titel geholt, 2 davon im Final gegen Nadal. Der Spanier konnte auf dem heiligen Rasen «nur» zweimal triumphieren.
Xisca: Die langjährige Freundin von Nadal ist erstmals bei den Australian Open vor Ort mit dabei. Bislang hat sie ihm Glück gebracht.
Youngster: Auch diese konnten die beiden «Oldies» in diesem Turnier nicht stoppen. Während Federer mit Noah Rubin (20 Jahre) kurzen Prozess machte, rang Nadal Alexander Zverev (19) nieder.
Zukunft: Zu weit in die Zukunft blicken wollen und können wir nicht. Je nach Ausgang des Finals lautet die Grand-Slam-Bilanz der beiden 18:14 oder 17:15. Ob Nadal den Schweizer in dieser Hinsicht noch einholen wird, muss die Zukunft zeigen.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 27.01.2017, 09:30 Uhr