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Wie 20 Minuten heute schreibt:
"Beim Flughafen Basel-Mühlhausen ist es im Sommer zu einer Fastkollision eines Easyjet-Flugzeugs mit einer Drohne gekommen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) fordert in ihrem summarischen Bericht nun Massnahmen, um die Sichtbarkeit unbemannter Fluggeräte zu verbessern."
(Ganzer Artikel hier: http://www.20min.ch/...chine-20416600)
Ich glaube, der Journi hat den Bericht der Sust falsch interpretiert.
Link zum Bericht:
https://www2.sust.ad...ZPA_Art45_D.pdf
Zitat:
Aus Sicht der Flugsicherheit zählen hierzu insbesondere solche (Massnahmen), welche die Sichtbarkeit unbemannter Fluggeräte sowohl für direkt Betroffene als auch Drittpersonen wie z.B. die Flugsicherung ermöglicht
(detect and avoid).
Zusammengefasst: Massnahmen, welche die Sichtbarkeit ermöglicht sind gesucht. Vermutlich sind da eher Radar / Flarm / oderwasweissichwas gesucht, nicht ausschliesslich das "1 zu 1" visuelle.
Ich finde den Sust-Bericht sehr gut. Die Aussage, dass eine Kollision zwischen einem Verkehrsflugzeug und einer Drohne nur eine Frage der Zeit sei, ist schon sehr eindrücklich....
Es gibt doch bereits Regeln? Die besagen, im Umkreis von 5 Meilen um einen Flugplatz ist der Betrieb von Modellflugzeugen verboten. Ist es so schwierig, diese Regel auch auf Drohnen anzuwenden?
In der Schweiz gibt es gesetzlich keinen Unterschied zwischen "Drohnen" und "Modellflugzeugen". Unterschiede gibt es vorallem im Gewicht:
0-500 Gramm (darf auch in Flugverbotszone fliegen)
500 Gramm bis 30 Kilo
über 30 Kilo (benötigt eine generelle Bewilligung, auch ausserhalb von Flugverbotszonen)
Die "Anwendung" ist weniger das Problem, die "Durchsetzung" schon eher....
...kann ich sagen, dass die professionellen Operator ja nicht das Problem sind.
Die verdienen meistens Geld mit deren Fliegerei und halten sich dementsprechend genau an die Regeln....
Das Problem sind hier eher "Papi und Sohn" Teams, welche das neue Geburtstagsgeschenk testen wollen und halt leider zufällig in Rümlang wohnen....
Stimmt genau, dieselben Erfahrungen habe ich auch schon gemacht (privat und beruflich).
wobei die Gefahr, dass ein Flugzeug bei einem Zusammenstoss abstürzen würde, sehr gering wäre. Der schlimmste Fall wäre wahrscheinlich, wenn die Drohne vom Triebwerk eingesogen würde, dann würde das Triebwerk vielleicht ausfallen. Die andere Düse würde jedoch halten. Analog grosser Vogel. Dass eine Drohne beide Triebwerke zerstört, ist sehr unwahrscheinlich.
"Spielzeugdrohnen" sind höchstens 2-3 kg schwer. Gute Drohnen wie die von DJI (der Marktführer) können in Flughafennähe gar nicht betrieben werden (No fly Zone eingebaut).
Da hätte ich noch eine Frage an einen ATPL: wie gefährlich ist ein Tiebwerksausfall im Anflug / Final? Ich als PPL (H) habe da halt schon gar keine Ahnung....
Betreffend No fly Zone: dieses Geofencing funktioniert nur sehr bedingt. Zum einen haben nicht alle Hersteller diese Limitationen verbaut und zum anderen kann man diese auch überlisten, resp. abschalten. Dazu gibt's bereits youtube-Filmchen... Aber das ist schon mal ein guter Ansatz von Seiten der Hersteller.
Das dürfte ihm ziemlich teuer zu stehen kommen, dem Drohnen "Piloten";-), und bald würde er ausfindig- und dingfest gemacht, vermute ich mal.
Ein neues Geschäftsfeld für die Versicherungs-Gesellschaften;
"Drohnen Versicherungen".
(Oder ist das abgedeckt durch die Hausratsversicherung ?)
Gruss
Richard
Diese Spielzeugdrohnen müssten eigentlich unter Modellflugzeuge fallen und da war es zu meiner Zeit so, dass die elektrisch mit von der persönlichen Haftpflichtversicherung gedeckt waren, lediglich mit Verbrennungsmotor nicht, da braucht man eine extra z.B. über den Modellfliegerverband.
Wenn man allerdings illegal, z.B. um Flugplätze oder zu hoch fliegt, ist die Frage ob die Versicherung zahlen muss, wie eigentlich immer wegen irgendwas.
In der Schweiz ist eine Versicherung Pflicht, sobald die Drohne / Modellflugzeug schwerer als 500 Gramm ist (Antrieb spielt keine Rolle). Meistens ist das in der Privat-Haftpflicht inbegriffen oder wird dort als Zusatz aufgenommen. Man muss es jedoch in jedem Fall der Versicherung melden. Meiner Erfahrung nach gibt es nur wenige Versicherungen, welche zusätzliche Prämien verlangen. Die Haftpflicht muss 1 Mio CHF abdecken.
Etwas anderes ist es, wenn man kommerziell Drohnen fliegt. Das braucht eine etwas andere Versicherung und dürfte dementsprechend auch etwas kosten.
Vielleicht wäre es auch an der Zeit, hier deutlich mehr öffentlichkeitswirksame Aufklärung zu betreiben.
Ich denke, jeder Drohnennutzer tut dies meist aus Spaß und denkt nicht automatisch über die Folgen nach. Niemand wird beabsichtigen, mit so einem Teil ein Verkehrsflugzeug runter zu holen.
Man muss die Leute also sensibilisieren, dass so etwas im schlimmsten Fall passieren kann, und dass dies im Hinterkopf ist wenn man mit den Dingern hantiert.
Aktuell schreiben etliche Zeitungen Artikel über solche Drohnen. Grund dafür ist eine vom BAZL veröffentlichte, interaktive Karte, welche die Flugverbots- und Beschränkungszonen für Modellflugzeuge / Drohnen aufzeigt.:
https://map.geo.admi...talogNodes=1379
Das Spannende daran ist, dass diese Flugverbots- und Beschränkungszonen schon seit Jahren bestehen. Aber erst aufgrund der "Visualisierung" dieser Zonen ist es in manchen Köpfen angekommen. Sehr schade ist jedoch, dass in dieser Karte nicht auch noch Naturschutzzonen aufgenommen worden sind.
Lg Roger