Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03641.jsonl.gz/1421

Flexible Arbeitsmodelle steigern die Produktivität
Im Rahmen dieser Untersuchung versuchten rund 260 Mitarbeitende der beiden ehemaligen Staatsbetriebe, Fahrten während der Stosszeiten zu vermeiden, indem sie zu Hause blieben oder zu einer anderen Uhrzeit aufbrachen. Mitunter haben sie auch unterwegs gearbeitet.
Die Ergebnisse dieser Studie, die von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ausgewertet wurde, zeigen, dass der Versuch erfolgreich war: Für Unternehmen ist es möglich, ihren Mitarbeitenden bei gleichbleibender Arbeitszeit flexible Mobilitätsmodelle anzubieten. 66% der Fahrtzeit konnten in die Nebenverkehrszeiten verlegt werden. Der Prozentsatz der zu Hause geleisteten Arbeitsstunden erhöhte sich von 14 auf 21%.
Die Auswirkungen auf die Work-Life-Balance sind unverkennbar: Alle Zufriedenheitsfaktoren haben sich während dieses Feldversuchs verbessert. Knapp 53% der Teilnehmenden erklärten, durch ihre berufliche Tätigkeit stärker motiviert zu sein. Zugleich stieg die Produktivität der Angestellten, was auch von den Vorgesetzten bestätigt wurde.
Ferner konnte die Nutzung der Züge während der Rush-Hour deutlich reduziert werden. Gemäss den Schätzungen der FHNW würde der Schienenverkehr zu den Stosszeiten bereits um 7% entlastet, wenn alle Bahn-Pendler, die flexibel arbeiten könnten, nur 20% ihrer Fahrten verlegten.
Für dieses mobile und flexible Arbeitsmodell müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein: viel Vertrauen in die Mitarbeitenden, Eigenverantwortung und eine entsprechende technische Ausstattung.