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Projektwettbewerb Selektiv, Arealentwicklung Bostudenzelg - Ideenwettbewerb im selektiven Verfahren
Die Anbindung und Intergration der neuen Überbauung in das bestehende Quartier soll mit einer angemessenen Dichte und dem Erhalt und Stärkung der bestehenden und angrenzenden Aussenräume erfolgen. Gleichzeitig soll eine primäre Durchwegungsachse die neuen Bauten zusammenhalten, an die angrenzenden Quartiere anschliessen und durch ein sekundäres, feingliedriges Wegsystem erweitert werden. Um den Spagat zwischen der einerseits geforderten neuen hohen Dichte und der teils sehr kleinteiligen, heterogenen Umgebung zu bewältigen, verdichtet sich die Bebauung von aussen nach innen. Die Mitte ist also dicht, hoch, urban und öffentlich während die Randbereiche aufgelockert, grün und eher gemeinschaftlichen bis privaten Charakter haben. Diese sehr situative Vorgehensweise ermöglicht es, die unmittelbaren Qualitäten und Typologien von Volumen und Aussenräumen zu adaptieren, zu integrieren und allenfalls zu ergänzen. So entstehen drei äussere Siedlungsgebiete: Die Gartenstadt im Nordosten (III), die Werkgasse mit den grossen, offenen Spielwiesen im Nordwesten (IV) und der Hochstammobstgarten im Süden (V). Alle drei Gebiete stossen an die zentrale Mitte an, welche mit langen Zeilen und vier, zueinander versetzt stehenden hohen Häusern das für das städtebauliche Grundkonzept bauliche Rückgrat bildet. Hier entstehen die beiden inneren Siedlungsgebiete: Die Wohngasse (II) und die beiden Plätze auf den Baubereichen A und B (I). Der klar gefasste öffentliche Raum - die Hauptdurchwegung - bildet beim Eintritt im Norden vom Robinsonspielplatz her einen gassenartigen Raum, welcher sich nach Süden hin zu den zwei zentralen Plätzen hin aufweitet. Das Vorbild für diese Raumypologie findet sich in der Altstadt von Thun. Untermauert mit einer atmosphärischen Pflästerung liegt dieser Weg auf einem 90cm höheren Niveau und wird so noch stärker akzentuiert. Die räumliche Disposition der zentralen Gasse und der beiden Plätze bilden eine starke, zusammenhängende Raumfi - gur und Identität - die Lebensader durchs Quartier.
Auftraggeberschaft: Stadt Thun
Zusammenarbeit: Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur
2019 - 2020