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Basel, 14. Jahrhundert
Eisen- und Messingringe, geschweisst und genietet
L. 68 cm
Inv. 1874.104.
Der Maschenpanzer, ein Geflecht aus geschweissten, genieteten oder gestanzten Drahtringen, war bereits in der Antike eine bekannte Schutzwaffe. Der Maschenpanzer, auch bekannt unter dem Namen Kettenhemd, wurde über einem Lederpanzer getragen. Ein kapuzenartiges Maschengeflecht, die Brünne, schützte Kopf und Hals. Auch Pferde wurden vielfach mit einem Ringpanzergeflecht geschützt. Im 15. Jahrhundert wurde das Panzerhemd allmählich durch den Plattenharnisch verdrängt, aber vom Fussvolk noch während Jahrzehnten verwendet. Von den einst über 160 Panzerhemden, die in den Inventaren des Basler Zeughauses aufgeführt werden, haben sich fünf Exemplare erhalten. Die anderen waren aufgetrennt und als "Harnischblätze" zum Reinigen von Kochgeschirr oder als Einsatz in Spar- und Zollbüchsen verwendet worden. Beim ausgestellten Panzerhemd heben sich auf der linken Brustseite einige Messingringe von den übrigen Eisenringen ab und ergeben einen Baselstab.