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Das jugendsprachliche Modewort bezieht sich auf ein uraltes Verb, das essen lassen, ernähren bedeutet. Noch heute spricht man in der Jägersprache davon, dass man einen Jungvogel atzt, d.h. ihn durch Fütterung aufzieht. Ab dem 15. Jh. wurde das Wort in die naturwissenschaftliche Fachsprache übernommen, wo es sich durchgesetzt hat: ätzend ist ein Stoff, der einen anderen zerfrisst (vgl. beizen = »beißen lassen«). Daraus hat sich die übertragene Verwendung entwickelt: etwas ätzt, d.h. es verletzt.
D: essen, beizen