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Die digitale Edition bietet über verschiedene und mehrfache Pfade einfachen Zugriff auf die edierten Dokumente. Im Zentrum stehen die Korrespondenzen Alfred Eschers, die mittels verschiedener Browsing-Zugänge oder einer facettierten Suche ebenso erreicht werden können wie über Register und Verzeichnisse. Die Dokumente der Edition sind untereinander wie auch mit externen Ressourcen eng und vielfach vernetzt. Navigation, Oberfläche und Benutzerführung sind auf eine intuitive, selbsterklärende Benutzung ausgelegt. Wo es zweckmässig erscheint, bieten Kontexthilfen an Ort und Stelle weiterführende Hinweise auf die Bedienung bestimmter Elemente.
Der direkte Zugang zu den edierten Korrespondenzen erfolgt über die Schaltfläche Alle Briefe. Eine sortier- und filterbare Liste führt sämtliche in der Edition enthaltenen Briefe von und an Alfred Escher auf. Die Menge der angezeigten Briefe kann mittels der Kriterien Korrespondent, Datum/Zeitraum und Schlagwörter eingeschränkt werden.
Jeder einzelne Brief wird in drei unterschiedlichen Darstellungsformen angeboten: als «Edierter Text», als «Diplomatischer Text und Bild» und als «Faksimile». Die Ansicht «Edierter Text» bietet eine normierte Transkription, die der Wiedergabe in den Bänden der gedruckten Editionsreihe entspricht (Alfred Escher | Briefe. Herausgegeben und unter wissenschaftlicher Leitung von Joseph Jung im Auftrag der Alfred Escher-Stiftung). Ein kontextuelles Menü ermöglicht dem Benutzer, im Text Markierungen für Personen, Orte und Eisenbahnen sowie Verknüpfungshinweise zu Briefen und Überblickskommentaren einzeln oder für ganze Kategorien einzublenden. Über dieses Menü gelangt der Benutzer auch zu den entsprechenden Inhalten der Edition. Ein Teil der Briefe ist mit Stellenkommentaren versehen, die mittels Endnotenzeichen mit der relevanten Briefstelle verlinkt sind. Stellenkommentare, Personen, Orte, Abkürzungen und abgekürzt ausgewiesene Literatur werden direkt an der relevanten Textstelle als Tooltip aufgelöst. Die Ansicht «Diplomatischer Text und Bild» bietet eine quellennahe Transkription, die von editorischen Eingriffen weitgehend freigehalten wird, dafür Eigenheiten des Originaldokuments wie Zeilenfall, Ausrichtung der Absätze, Einfügungen und Streichungen abbildet. Ergänzt wird diese Ansicht durch eine synoptische Anzeige der Originalquelle: Beim Bewegen des Maus-Cursors über den Text wird zeilengenau die passende Textstelle als Tooltip angezeigt. Dieser Tooltip kann fixiert, verschoben und rotiert werden. In der Ansicht «Faksimile» können die digitalisierten Originalquellen seitenweise betrachtet und zur besseren Lesbarkeit vergrössert werden. Bei allen drei Ansichten besteht die Möglichkeit, zu den «benachbarten» Briefen (chronologische Reihung; Briefwechselreihung) zu navigieren.
Unter den Menüpunkten Alle Personen bzw. Alle Orte sind alphabetisch gegliedert sämtliche Personen und Orte aufgeführt, die in Korrespondenzen, Überblickskommentaren oder Kurzbiographien Erwähnung finden. Bei jedem einzelnen Eintrag sind unter «Erwähnungen» die Fundstellen des Begriffes aufgeführt und können von dort aus direkt angesteuert werden. Bei den Personen sind zusätzlich jene Briefe separat aufgeführt, bei denen die betreffende Person als Korrespondent in Erscheinung tritt. Sämtliche Korrespondenten sowie ausgewählte weitere Personen sind mit biographischen Angaben in Form einer Kurzbiographie versehen. Zu ausgewählten Personen und Orten wird zudem eine Galerie mit Illustrationen (Porträts der Person) angeboten sowie Weblinks zu weiterführenden Informationen auf externen Webseiten. Das Verzeichnis der Orte verfügt als Orientierungshilfe über Kartenmaterial: eine Karte mit sämtlichen erwähnten Orten als Einstieg sowie eine Karte zur Verortung des jeweiligen Ortes bei jedem einzelnen Eintrag.
Unter dem Menüpunkt Historischer Kontext sind Überblickskommentare versammelt, welche verschiedene Escher-relevante Themen behandeln und die Briefe in einen thematischen Rahmen einordnen. Jeder Überblickskommentar verfügt, analog der Briefansicht «Edierter Text», über ein kontextuelles Menü zur Markierung und Ansteuerung von erwähnten Personen und Orten sowie relevanten Briefen und Überblickskommentaren. Stellenkommentare sind durch verlinkte Endnotenzeiten gekennzeichnet und werden auch als Tooltip angezeigt, Personen, Orte, Abkürzungen und Literaturkürzel werden mittels Tooltip aufgelöst. Die in der digitalen Edition publizierten Überblickskommentare werden aus den gedruckten Editionsbänden übernommen, die unter der Herausgeberschaft und wissenschaftlichen Leitung von Professor Joseph Jung im Auftrag der Alfred Escher-Stiftung im Verlag NZZ Libro in Zürich erscheinen: Band 1: Alfred Escher zwischen Lukmanier und Gotthard. Briefe zur schweizerischen Alpenbahnfrage 1850–1882, Zürich 2008. – Band 2: Alfred Eschers Briefe aus der Jugend- und Studentenzeit (1831–1843), bearbeitet und kommentiert von Bruno Fischer, Zürich 2010. – Band 3: Alfred Eschers Briefwechsel 1843–1848. Jesuiten, Freischaren, Sonderbund, Bundesrevision, bearbeitet und kommentiert von Björn Koch, Zürich 2011. – Band 4: Alfred Eschers Briefwechsel 1848–1852. Aufbau des jungen Bundesstaates, politische Flüchtlinge und Neutralität, bearbeitet und kommentiert von Sandra Wiederkehr, Zürich 2012. – Band 5 (in Drucklegung): Alfred Eschers Briefwechsel 1852–1866. Wirtschaftsliberales Zeitfenster, Gründungen, Aussenpolitik. – Band 6 (Projekt in Planung): Alfred Eschers Briefwechsel (1867–1882) [Arbeitstitel].
Einen anderen Zugang zu den edierten Dokumenten und eine Verortung dieser Dokumente im Kontext stellt die Chronologie dar. Diese umfasst die Jahre von 1819 bis 1882 und somit den Zeitraum von Alfred Eschers Leben. Dabei stehen zwei Ansichtsebenen zur Verfügung: eine jahresgenaue Ansicht, die einen Zeitraum von 20 Jahren abbildet, und eine tagesgenaue Ansicht, die einen Zeitraum von 40 Tagen umfasst. In der Jahresansicht wird im oberen Bereich die Anzahl der Briefe je Jahr als Briefstapel abgebildet, während im unteren Bereich Eschers politischen, wirtschaftlichen und sonstigen Ämter und Funktionen dargestellt werden. Hatte Escher bei einem Amt das Präsidium inne, wird dies auf dem jeweiligen Balken vermerkt. In der Tagesansicht werden die einzelnen Briefe an ihrem Entstehungstag abgebildet. Ergänzt werden diese mit zahlreichen Ereignissen aus Eschers Leben und mit Bezug zu Escher sowie mit Eschers Ämtern und Funktionen. Zu Briefen und Ereignissen werden Kurzinformationen als Tooltip angezeigt, wenn der Cursor über das jeweilige Icon bewegt wird. Bei Klick auf das Icon öffnet sich eine Box mit weiterführenden Informationen zum entsprechenden Eintrag. In der Informationsbox der Briefe führt ein Link zum entsprechenden Brief. Zur Navigation in der Jahres- und in der Tagesansicht dienen Pfeile am linken und rechten Rand sowie ein Schieber unterhalb des Zeitbalkens.
Zusätzlich zu diesen Browsing-Zugängen bietet die Suche eine weitere Möglichkeit zum Zugriff auf die Inhalte. Briefe, Überblickskommentare, Personen und Kurzbiographien, Orte, Chronologie sowie die Bibliographie können in Form einer Volltextsuche durchsucht werden. Ausser dem Volltext können auch die normierten Auszeichnungen der Personen, Orte und Datumsangaben durchsucht werden, um diese Angaben trotz unterschiedlicher Orthographie und impliziter Erwähnung auffindbar zu machen. Der Suchbereich kann dabei individuell gewählt werden. Neben der Suche nach einzelnen Begriffen können mehrere Begriffe gesucht werden (zurzeit OR-Verknüpfung), feste Phrasen (mit Anführungs- und Abführungszeichen „") sowie Wortteile mittels Platzhalter (*; ?). Die resultierende Trefferliste kann im Sinne einer erweiterten Suche mit verschiedenen Filteroptionen (Person, Ort, Brief-Metadaten) weiter eingeschränkt werden.
Die digitale Edition bietet Möglichkeiten zu einer Personalisierung durch den Benutzer. Um diese nutzen zu können, ist eine Anmeldung im Benutzerkonto Mein Escher unter Angabe einer E-Mail-Adresse erforderlich. In diesem Konto wird der Verlauf der zuletzt besuchten Seiten festgehalten. In Arbeitsmappen können verschiedene Dokumente der Edition unter individuellen Gesichtspunkten zusammengestellt werden. Diese Arbeitsmappen können mittels einer «Teilen»-Funktion anderen Benutzern der Edition zugänglich gemacht werden. Dies ermöglicht etwa den Austausch von thematisch zusammengestellten Dossiers untereinander. Der Benutzer, der seine Arbeitsmappe mit anderen Benutzern teilt, kann dabei wählen, ob er sie unbeschränkt oder einem eingeschränkten Benutzerkreis zur Verfügung stellt. Ein Benutzer, dem Zugriff auf die Arbeitsmappe eines anderen Benutzers gewährt wird, kann seinerseits wählen, ob er lediglich in die entsprechende Arbeitsmappe Einblick nehmen oder ob er die Inhalte der Arbeitsmappe in eine eigene Mappe kopieren will. Ein Benutzer, der seine Arbeitsmappe zugänglich macht, kann dies jederzeit wieder aufheben.
Jede Seite der digitalen Edition ist mit einer Druckfunktion ausgestattet. So können alle Inhalte in einer druckerfreundlichen Ansicht im Browser betrachtet und ausgedruckt werden.
Die einzelnen Inhalte der digitalen Edition verfügen über persistente URLs zur direkten Adressierung, wodurch diese von anderen Online-Angeboten aus einfach und direkt referenziert werden können.
Der Verknüpfung der Edition mit externen Angeboten des World Wide Web dienen sodann verschiedene Web-2.0-Funktionen: Über den Google+- bzw. den Facebook-Empfehlen-Button können die Inhalte der Edition auf diesen Social-Network-Seiten bekanntgemacht und empfohlen werden. Die Option «Einem Freund empfehlen» ermöglicht es, gezielt über E-Mail jemanden auf die Alfred Escher-Briefedition aufmerksam zu machen.
Sämtliche Inhalte der digitalen Edition liegen im XML-Format vor. Nach dem Single-Source-Prinzip werden aus diesen Daten die verschiedenen Präsentationsformen erzeugt. Das Datenmodell folgt dabei dem verbreiteten Standard für die Codierung von Texten und Dokumenten aus dem Kulturerbe, den Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI), wurde aber für die besonderen Bedürfnisse und Anforderungen der Edition entwickelt und angepasst. Die Struktur der XML-Dateien ist in DTDs bzw. XML-Schemata definiert. Für die Erstellung und Bearbeitung der XML-Dateien werden XML-Editoren eingesetzt (Altova XMLSpy; oXygen XML Editor; EditiX).
Die Datenhaltung der XML-Daten erfolgt in einer nativen XML-Datenbank (eXist). Ebenfalls in dieser Datenbank sind XQueries abgelegt sowie XSL-Transformationen als Bestandteil der XQueries. Mittels dieser XQueries aufbereitete XML-Daten werden an einen Web-Server weitergeleitet. Dort werden die Inhalte mittels PHP, Javascript oder CSS für die Ausgabe als HTML-Dokument im Webbrowser verarbeitet.
Ausnahmen von der geschilderten Struktur bilden zum einen die in HTML erstellten einleitenden Texte. Die Benutzerdaten für «Mein Escher» werden in einer relationalen Datenbank (MySQL) verwaltet.