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Klänge aus den Banlieues
Junge Künstler widerlegen die Vorurteile gegenüber der pariser Vorortsbewohner.
Junge Kreative aus den Pariser Aussenbezirken kämpfen gegen das gängige Bild von Kriminalität und Gewalt, das ein grosser Teil der französischen Bevölkerung von den Banlieues hat.
Der 25-jährige Rapper Ichon, dessen Eltern von Kamerun nach Frankreich gekommen sind, ist bis über die Grenzen der Banlieues hinaus bekannt. Wenn er mit Jugendlichen aus seiner Nachbarschaft spricht und ihnen sagt, dass er in Paris war, dann reagieren sie erstaunt und sagen «Wow, Paris!», als ob es etwas spezielles wäre. Die Jugendlichen denken, dass das nicht für sie gedacht ist. Er probiert ihnen dann zu erklären, dass man das selber bestimmen kann.
Die Modedesignerin Aisse N’diaye hat ihre Wurzeln in Mauritius. Ihre aktuelle T-Shirt-Kollektion namens «Liberté, Egalité, Affaire de papiers», spielt auf das verzerrte Verhältnis der Vision zur Zeit der Staatsgründeung zur Schwierigkeit für Immigranten korrekte Ausweispapiere zu erhalten. Das Thema nimmt sie in ihren Entwürfen auf, indem sie sie mit napoleonmässigen Epauletten aus gewobenen PVC Einkaufstaschen versieht.
Der ursprünglich aus Algerien stammende Rapper Worms-T lebt in zwei Welten gleichzeitig. Er lebt zusammen mit seiner Frau, seinem Vater und seinen Kindern, raucht nicht und trinkt nicht. Seine Texte erzählen aber von einem anderen Banlieue. Er singt von Gewalt, Kriminalität und Easy Money, so wie sich das der grösste Teil der französischen Bevölkerung wohl vorstellt. Auf die Vorurteile angesprochen meint er, das man hier zusammenhalte. Wenn die Leute auf Gewalt und Easy Money stehen würden dann wäre man ja reich. Die Reichen, die leben auf der anderen Seite der Autobahn, die die Aussenbezirke vom Stadtzentrum trennt.