Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/67878

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Informatikleitbild des Bundes aus dem Jahr 2000 enthält sechs Ziele für die Bundesinformatik bis 2005.</p><p>1. Das Produkt "Information" wird der Bevölkerung und den Partnern der Bundesverwaltung zeitgerecht, wirtschaftlich und in bester Qualität angeboten.</p><p>2. Der Verkehr der Bevölkerung, der Wirtschaft sowie von interessierten Organisationen mit der Verwaltung ist erleichtert und vereinfacht, die Transparenz des Handelns von Bundesrat und Verwaltung erhöht.</p><p>3. Es besteht eine gemeinsame Informationsplattform in der Schweiz, zu welcher der Bund einen wesentlichen Beitrag leistet.</p><p>4. Die Prozesse der Bundesverwaltung (Führung, Gesetzgebung, Verwaltung, Vollzug) werden durch die IKT unterstützt.</p><p>5. Die Arbeitsplatzqualität in der Bundesverwaltung ist weiter verbessert, insbesondere ist die Flexibilität für neue Modelle der Arbeit und der Arbeitszeit erhöht.</p><p>6. Die Informatikprozesse des Bundes sind so effizient und sicher, dass sie auch von aussen Anerkennung finden.</p><p>Das Jahr 2005 ist abgeschlossen, der Bundesrat wird ersucht, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen:</p><p>- Wie beurteilt er den generellen Stand der Zielerreichung für diese sechs Ziele?</p><p>- Welche konkreten Ergebnisse für die einzelnen Ziele sind erzielt worden?</p><p>- Ist eine formelle Berichterstattung bezüglich der Erreichung dieser Ziele vorgesehen?</p><p>- Wenn ja, in welcher Form und zu welchem Zeitpunkt?</p><p>- Welcher Nutzen wurde mit diesen Zielen erreicht?</p><p>- Stehen die entsprechenden Kosten in einem vernünftigen Verhältnis zum erzielten Nutzen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Informatikleitbild des Bundes wurde 2000 während der Reform Nove-IT erarbeitet. Der Bundesrat gab damit die Richtung im Wandel vor. Der Informatikrat des Bundes leitete daraus die für die Bundesverwaltung verbindlichen Informatikvorgaben ab.</p><p>Über den Einsatz der IKT in der Bundesverwaltung wurde seither mehrfach Bericht erstattet. Nach Abschluss des Programms Nove-IT wurde 2004 eine umfassende externe Evaluation durchgeführt.</p><p>Seit 2000 sind bedeutende Fortschritte erzielt worden. Das Informatikleitbild hat den wirtschaftlichen und zielgerichteten Einsatz der IKT in der Bundesverwaltung massgeblich unterstützt.</p><p>Zu den konkreten Ergebnissen kann kurz Folgendes festgehalten werden:</p><p>1. Der IKT-Einsatz ist heute ein Mittel der Führung, eine Unterstützungsfunktion und nicht mehr Selbstzweck. Die kreditwirksame Leistungsverrechnung ab 1. Januar 2007 und eine gezielte Schulung der Leistungsbezüger verankern die Professionalität des IKT-Einsatzes in der Bundesverwaltung.</p><p>2. Dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit wird vorrangig Beachtung geschenkt, ohne dass die Qualität der Leistungen darunter gelitten hat. Im Gegenteil, die E-Government-Leistungen des Bundes konnten gezielt ausgebaut werden, auch wenn die Schweiz dort noch Nachholbedarf hat.</p><p>3. IKT-Prozesse, Steuerungs- und Führungsinstrumente wurden bereitgestellt und werden angewendet. Projektmanagement- und Controlling-Methodik liefern die entscheidrelevanten Informationen.</p><p>4. Mit dem Schweizer Portal www.ch.ch, das seit Ende 2005 als nationale Einstiegsseite online ist, wurde eine gesamtschweizerische Informationsplattform geschaffen, welche den elektronischen Zugriff auf alle Angebote von Bund, Kantonen und Gemeinden ermöglicht.</p><p>Insgesamt stellt der Bundesrat fest, dass das Leitbild seinen Zweck erfüllt hat. Die IKT der Bundesverwaltung gehört gemäss Urteil von Gartner zu den modernsten und am besten geführten in Europa.</p><p>Ins Zentrum rückt jetzt die Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden. Gegenwärtig läuft bei den Kantonen eine Anhörung zur neuen E-Government-Strategie Schweiz. Die Kantone und die Wirtschaft sprechen zudem gleichberechtigt mit bei der Erarbeitung von Standards im Rahmen von eCH.</p><p>Die das Informatikleitbild 2000 ablösende Informatikstrategie 2007-2011 der Bundesverwaltung wird ganz auf diese Entwicklung ausgerichtet sein.</p>  Antwort des Bundesrates.