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1) oström.
Kaiser, Sohn
Michaels II., schon von diesem zum Mitkaiser erhoben, bestieg nach dem
Tode desselben
im
Oktober 829 den
Thron.
[* 8] Er war ein talentvoller, hochgebildeter
Fürst, welcher strenge
Gerechtigkeit übte, die
Wissenschaften
und
Künste förderte, die Hauptstadt mit prächtigen Bauten schmückte und ihre Festungswerke verstärkte.
Er war ein eifriger Bilderfeind und verfolgte die Verehrer derselben, namentlich die halsstarrigen
Mönche. Er kämpfte tapfer
gegen die Araber, erlitt aber mehrere
Niederlagen und konnte nicht verhindern, daß 838 der
Kalif Mutassim auf einem großen
Heereszug seine Heimatstadt Amorion in
Phrygien eroberte und zerstörte. Er starb 20. Jan. 842 und hinterließ
die
Regierung seinem unmündigen Sohn
Michael III. unter der
Vormundschaft seiner Gemahlin
Theodora.
3) Nach der
Legende Bistumsverweser zu
Adana in
Kilikien, verschrieb sich, infolge von
Verleumdungen seines
Amtes entsetzt, dem
Teufel und ward hierauf restituiert. Von Gewissensbissen gefoltert, wandte er sich später an die heilige
Jungfrau, erhielt
von dieser die verhängnisvolle
Handschrift zurück und starb drei
Tage darauf. Diese schon im 10. Jahrh.
vorhandene
Legende, eine Vorläuferin der Faustsage, ward bis in das 16. Jahrh. herab dichterisch
behandelt. Bearbeitungen wurden herausgegeben unter andern von
Blommaert (eine niederländische metrische des 14. Jahrh.,
Gent
[* 10] 1836);
von
Pfeiffer (Stuttg. 1846) aus den Marienlegenden des Verfassers des alten
Passionals;
Theiß (Nordh.
1837) und
Müller in den »Historicorum graecorum fragmenta« (Bd.
1, Par. 1841).
Vgl. Pflugk,DeTheopompi vita et scriptis (Berl. 1827).
2) Griech.Komödiendichter, ein jüngerer Zeitgenosse des
Aristophanes, dichtete noch um 370
v. Chr. Von
seinen 24
Dramen, von denen die spätern den Übergang von der alten zur mittlern
Komödie anbahnten, sind nur geringe Bruchstücke
erhalten (gesammelt in
Meinekes »Fragmenta comicorum graecorum«, Bd.
2, Berl. 1840).
(griech.), eigentlich das Betrachten, Beschauen, vorzugsweise aber das geistige
Anschauen und Untersuchen, die daraus hervorgehende wissenschaftliche
Erkenntnis und
Entwickelung der einzelnen
Erscheinungen
einer
Wissenschaft in ihrem innern Zusammenhang. Jeder
Kreis
[* 16] von Gedankenobjekten hat demnach seine besondere
Theorie, welche darauf hinausläuft, aus allgemeinen
Gesetzen, welche nicht erfahren, sondern denkend gefunden werden, die Mannigfaltigkeit
der auf irgend eine
Weise erkannten Einzelheiten in ihrem Kausalnexus zu begreifen.
Jede auf
Erfahrung gegründete
Wissenschaft kommt von selbst, je mehr der innere Zusammenhang klarer vor die
Augen tritt, zu
Theorien, welche umso vollkommener aufgestellt werden können, je mehr die
Masse der
Erscheinungen Anhaltspunkte
für die wissenschaftliche Untersuchung darbietet. Bei der Endlichkeit des menschlichen
Geistes behalten alle Theorien ihre
Mängel; die beste wird die sein, welche am einfachsten und ungezwungensten die Ergebnisse der
Erfahrung aus einem oder einigen
Grundprinzipien herzuleiten im
¶
mehr
stande ist. Im gemeinen Leben pflegt man unter im Gegensatz zur Praxis die bloße Erkenntnis einer Wissenschaft ohne Rücksicht
auf Anwendung derselben zu besondern Zwecken zu verstehen (danach theoretisch, s. v. w. der Theorie angehörig, wissenschaftlich).
In dieser Beziehung behauptet man oft, daß etwas in der Theorie wahr, für die Praxis aber unbrauchbar sei,
welche Behauptung insofern gegründet sein kann, als die Gedanken nach des Dichters Wort »leicht bei einander wohnen«, die
Sachen aber, deren die That zur Verkörperung des Gedankens bedarf, »sich hart im Raume stoßen«. - Bei den Griechen hießen
Theorien insbesondere auch die Festgesandtschaften, welche von den einzelnen Staaten zu den großen Nationalfesten
sowie zu den Festen befreundeter Staaten geschickt wurden, um sich offiziell an der Feier zu beteiligen. Diese Festgesandtschaften
waren Ehrengäste des betreffenden Staats.