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Der Basler Degenfechter Benjamin Steffen muss sich im Einzel-Wettkampf an Olympia mit dem ungeliebten vierten Platz begnügen.
Als Olympiadebütant ist Benjamin Steffen nach Rio gereist. Im April konnte er sich im Testevent bis in den Final fechten. Dass Steffen sich in der Carioca Arena wohl fühlt, sah man ihm bereits im ersten Gefecht an. Gegen den hartnäckigen Amerikaner Jason Pryor gewann der 34-jährige Routinier am Ende knapp mit 15:14. Im Achtelfinal führte Steffen zwischenzeitlich mit 14:8, ehe der Ukrainer Bohdan Nikischyn zur Aufholjagd ansetzte und zum 14:14 ausgleichen konnte. In der Verlängerung setzte Steffen aber zum entscheidenden Treffer an und qualifizierte sich für die Runde der letzten acht.
Steffen «rächt» Teamkollegen
Der Basler bekam es mit Yannick Borel, dem amtierenden Europameister zu tun, der in der vorangegangenen Runde Steffens Teamkollege Fabian Kauter eliminierte. Steffen zeigte eine formidable Leistung und liess dem Franzosen keine Chance (15:10). Die Tagesform stimmte, die Medaillen lagen in Reichweite. Noch einen Sieg war Steffen vom olympischen Edelmetall entfernt. Im Halbfinal traf Linkshänder Steffen auf den Südkoreaner Sang-young Park. Mit pfeilschnellen Angriffen auf Steffens Körper liess der 20-Jährige seinen um 14 Jahre älteren Kontrahänten fast verzweifeln. Der Basler konnte dem agilen Park gegen Ende des Gefechts nicht mehr viel entgegensetzen und musste sich mit 9:15 geschlagen geben. «Ich wollte gegen Park unbedingt gewinnen, da ich wusste, wer im kleinen Final auf mich warten würde», sagte Steffen gegenüber dem Schweizer Fernsehen.
Das gute Gefühl bleibt
Nach der Halbfinalniederlage musste er im Kampf um Bronze wohl oder übel gegen die aktuelle Weltnummer 1 Gauthier Grumier antreten. Der Franzose, ebenfalls Linkshänder, gehört auch aufgrund seines Stils nicht zu Steffens Lieblingsgegnern. Das Gefecht war zu Beginn sehr ausgeglichen. Steffen, der neben seiner Fechtkarriere als Sport- und Englischlehrer auf Gymnasialstufe unterrichtet, musste dem Franzosen mit Fortdauer des Gefechts einige Treffer zugestehen. Der Basler verlor den Anschluss nie ganz, kämpfte sich sogar bis auf zwei Punkte heran. Am Ende war Grumier aber zu stark und holte sich verdientermassen die Bronzemedaille. Trotz der verpassten Medaille, zeigte Steffen einen hervorragenden Wettkampf. Das gute Gefühl auf der Planche in Rio wird er in den Team-Wettkampf vom Sonntag mitnehmen. Dort gehören die Schweizer zu den Favoriten auf eine Medaille. Steffen kann also Verpasstes nachholen.
Starker Auftritt mit bitterem Ende für Steffen
- Mittwoch, 10 August 2016 12:09
- geschrieben von Ilan Olstein
Der Basler Degenfechter Benjamin Steffen muss sich im Einzel-Wettkampf an Olympia mit dem ungeliebten vierten Platz begnügen.
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