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In Hongkong ist die neue Regierungschefin Carrie Lam vereidigt worden. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping nahm der 59-Jährigen am Samstag den Amtseid ab. Die Zeremonie fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Rückgabe Hongkongs an China statt.
In der Nähe des Kongresszentrums demonstrierten Demokratie-Aktivisten gegen die neue Regierungschefin. Sie argumentieren, die Wahl der Karrierebeamtin durch ein Peking-treues Komitee stehe sinnbildlich für die fehlende Unabhängigkeit der chinesischen Sonderverwaltungszone.
Anhänger der Zentralregierung in Peking schwenkten chinesische Flaggen und stellten sich dem Protestmarsch in den Weg. Die Polizei nahm daraufhin einige der Demokratie-Befürworter vorübergehend in Gewahrsam.
Grossbritannien hatte seine Kronkolonie Hongkong am 1. Juli 1997 an die Volksrepublik übergeben. Die beiden Länder vereinbarten, dass Hongkong nach dem Prinzip «Ein Land, zwei Systeme» für 50 Jahre Sonderrechte eingeräumt werden. Das Aussenministerium in Peking teilte aber am Freitag mit, es fühle sich nicht länger an die Vereinbarung gebunden.
Mit einer Fahnenzeremonie haben in Hongkong am Morgen die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an China begonnen. Vor dem Kongresszentrum am Hafen hissten Polizisten die Flaggen der Volksrepublik und der chinesischen Sonderverwaltungszone, die eine weisse Orchideenbaum-Blüte ziert. Ausser rund 2400 geladenen Gästen war während der streng bewachten Zeremonie keine Öffentlichkeit zugelassen. (sda/afp/dpa)