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Roman Schaad punktete zweimal
Rang 22 im Einzelsprint und Rang 8 im Teamsprint in Schweden: Nun stehen die WM-Selektionen an
Roman Schaad hat in den Weltcup-Sprint-Rennen im schwedischen Ulricehamn 17 weitere Weltcuppunkte dazugewonnen.
KONRAD SCHULER
Drei von sechs gestarteten Schweizer Männer überstanden am Samstag bei winterlichen Verhältnissen in Schweden die Qualifikation. Einer von ihnen war Roman Schaad. Er belegte mit 6,11 Sekunden Rückstand auf den finnischen Qualifikationssieger Joni Maki den 18. Platz. Zwei Ränge vor ihm war der junge Obwaldner Janik Riebli bester Schweizer. Auf den 29. Rang kam Erwan Käser. Valerio Grond, Jovian Hediger und Roman Furger überstanden mit den Rängen 33, 34 und 38 die Qualifikation nicht.
Zweimal eingeklemmt
Im Viertelfinal startete Roman Schaad zusammen mit Janik Riebli im Heat 5. Stets hielt sich der Unteriberger in der hinteren Hälfte der sechs Athleten auf. Nach etwa der Hälfte des Rennens unternahm er mehrere Anläufe, um nach vorne zu kommen. Mindestens zweimal wurde er etwas eingeklemmt und schaffte so den Sprung in den Halbfinal als Fünfter des Viertelfinals nicht. Besser machte es Janik Riebli, der gegen Ende der Strecke mutig und stark mitmischte und den Heat gewann.Schliesslich belegte Janik Riebli als Vierter des zweiten Halbfinals den achten Rang, Roman Schaad fiel auf den 22. Platz zurück, Erwan Käser wurde 25.
Am Sonntag wurden bei erneut winterlichen Verhältnissen die Teamsprints ausgetragen. Im ersten und zweiten Halbfinal traten je 13 Teams an. Qualifiziert für den Final wurden die beiden besten Teams jedes Halbfinals plus die sechs Zeitschnellsten ab Rang drei.
Stark unterwegs
Im ersten Halbfinal feierten die Franzosen einen Sieg vor Schweiz 1 mit Jovian Hediger und Roman Furger. Im zweiten Halbfinal mischte Schweiz 2 mit Roman Schaad und Erwan Käser bis ins Ziel vorne mit und belegte mit nur 1,63 Sekunden Rückstand den siebten Platz. Da der zweite Halbfinal rund drei Sekunden schneller gelaufen worden war, reichte dies gerade noch für den Einzug in den Final. Selbst Schweiz 2 auf dem siebten Halbfinalrang war schneller gelaufen als Frankreich 1 als Sieger des ersten Halbfinals. Die Schweizer hatten auch etwas Glück, denn kurz vor dem Ziel nahmen sich Russland und Finnland 1 wegen eines Sturzes aus dem Rennen.
Die Schweizer zeigten sich stark. Nur gerade die Schweden hatten ebenfalls beide Teams in den Final gebracht. Im Final blieben acht der zehn Mannschaften bis in die Mitte der letzten der insgesamt sechs Runden zusammen, darunter waren erfreulicherweise auch beide Schweizer Teams. Schweizer erstmals auf Podest
Roman Schaad übergab für Schweiz 2 als Vierter an Erwan Käser,Jovian Hediger für Schweiz 1 als Fünfter an Roman Furger. Währenddem Roman Furger sich auf den letzten etwa dreihundert Metern sehr mutig und angriffig zeigte, büsste Erwan Käser kontinuierlich Zeit ein.
Am Schluss spurtete Roman Furger hinter Federico Pellegrino aus Italien auf den feinen zweiten Platz. Erstmals überhaupt sicherte sich damit ein Schweizer Männer-Team im Teamsprint einen Podestplatz in dieser Disziplin. Erwan Käser sicherte sich mit 3,92 Sekunden Rückstand den achten Platz.
Roman Schaad übergab nach der ersten Runde an neunter Stelle, nach der dritten Runde als Dritter und nach der fünften Runde als Vierter. Erwan Käser schickte Roman Schaad nach der zweiten Runde als Neunter auf die Strecke, nach der vierten Runde als Dritter und am Schluss lief er als Achter ins Ziel. Der Unterschied zwischen den Teams Schweiz 1 und Schweiz 2 auf den Rängen zwei und acht wurde also einzig auf der sechsten und letzten Runde gemacht. Die beiden Schweizer Teams haben nicht nur einen sehr guten Eindruck hinterlassen zweieinhalb Wochen vor den Weltmeisterschaften in Oberstdorf, sie haben auch echten und grossen Teamspirit nach dem Zieldurchlauf gezeigt. Roman Schaad hievte seinen Namensund Teamkollegen Roman Furger gleich nach dem Ziel vor Freude auf die Schultern.
Nun stehen auch bei den Langläufern die Selektionen an. Wenn Athleten selektioniert werden, ist es noch keineswegs sicher, dass sie dann an der Weltmeisterschaft auch starten können. Genau so wie bei den Alpinen haben nämlich mehr als vier startberechtigte Läufer die Selektionskriterien erfüllt.
Noch nie so weit vorne platziert Roman Schaad nahm an sieben Rennen teil. In den vier Einzelsprints im freien Stil belegte er die Ränge 10, 11, 19 und 22 und holte viermal in überzeugender Manier Weltcuppunkte. In den zwei Teamsprints holte er die Ränge fünf und acht heraus und punktete ebenfalls beide Male. Einzig im einen gelaufenen Klassisch-Sprint gab es keine Punkte. Er liegt im Sprintweltcup mit 90 Punkten auf dem 19. Rang. Noch nie war er so weit vorne platziert in seiner Karriere, noch nie hat er in einer Saison so viele Weltcuppunkte gesammelt.
Noch nie war der Unteriberger Roman Schaad so gut platziert: Er liegt im Sprintweltcup auf dem 19. Platz.
Foto: zvg