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Edinburgh ist seit 2004 die erste UNESCO Literaturstadt der Welt. Kaum eine andere Stadt hat, über Jahrhunderte, eine Anzahl an Schriftstellern von Weltruf herausgebracht: Robert Burns, Sir Walter Scott, Robert Louis Stevenson, dann in der Neuzeit Ian Rankin und J K Rowling sind nur einige Namen, die jede(r) Literaturinteressierte kennt. Die Hauptstadt Schottlands ist eine Weltstadt im Taschenformat. Die Royal Mile, die Hauptstrasse der Altstadt, führt von der königlichen Residenz Holyrood Palace hoch hinauf zum Edinburgh Castle, mitten durch die mittelalterliche Stadt. Mit ihren bis zu sechsstöckigen Häusern, engen Gässchen, Museen und Pubs, lädt sie den Besucher zum Flanieren, aber auch zum Eintauchen in Geschichten und Legenden ein (R.L. Stevenson's "Dr. Jeckyll and Mr. Hyde" basiert auf dem unsäglichen Wirken eines Bürgers und Beamten von Edinburgh aus dem 17. Jh.). Mitten in der Altstadt befindet sich unsere Schule.
Nach dem Besuch des Edinburgh Castle lohnt es sich die Victoria Street hinunter zu gehen. Hier findet man Kleiderboutiquen (nicht billig!) und Läden mit einheimischem Handwerk. Dazwischen befinden sich einige der besten Restaurants von Edinburgh (auch nicht billig!). Anschliessend gelangt man zum Grassmarket. Auf der rechten Seite reiht sich Pub an Pub. Der interessanteste ist "Maggie Dickson's". 1724 wurde Maggie Dickson im Grassmarket gehängt wegen "Vertuschung von Schwangerschaft". Als man sie beerdigen wollte, hörte man aus dem Sarg Geräusche und stellte fest, dass sie noch am Leben war. Da ihr Tod aber bereits proklamiert war, konnte man sie nicht ein zweites Mal vor Gericht stellen, und sie durfte in Edinburgh weiterleben. Seither nannte man sie "Half-Hangit-Maggie".
Auch die Neustadt, das Quartier hinter der Prachtstrasse Princes' Street, ist einen Besuch wert. In der parallel verlaufenden Rose Street findet man viele atmosphärische Pubs und Restaurants, wo man zu vernünftigen Preisen sehr gut speisen kann. Im "Wildfire" verbindet die Küche Schottisches mit Französischem auf allerbeste Weise. Im "Kenilworth Pub" findet man eine grosse Auswahl an schottischen Bieren und preiswertes, gutes schottisches Essen. Wer gern Fisch und Meeresfrüchte isst, sollte unbedingt einmal bei "Fisher's Bar and Bistro" in der Thistle Street essen. Die Küche ist hervorragend, die Atmosphäre gepflegt und relaxed. In einer Querstrasse zur Rose Street, der Hannover Street, befindet sich die trendige, moderne, sehr atmosphärisch eingerichtete Cocktailbar "99 Hannover Street". Hier kann man abends in lässigem Ambiente einen kühlen Drink geniessen und gutem Jazz, Folk oder Pop, vorgetragen von jungen einheimischen Bands und Sängern, lauschen.
Der Stadtteil Leith, das ehemalige Hafenquartier, wurde in den letzten Jahren praktisch total renoviert und ist heute eine gesuchte und auch teure Wohnlage mit hervorragenden Restaurants. Hier gibt es ein zweites "Fisher's Bar and Bistro", genau so gut wie jenes in der Neustadt.
Das kulturelle Angebot Edinburghs hat Weltformat, das Edinburgh International Festival (Ende Juli/August) ist eines der führenden seiner Art. Edinburgh ist zudem eine lebensfrohe Ausgehstadt. Das Nachtleben ist sehr vielfältig mit unzähligen Discos und Clubs für jeden Geschmack und Altersstufen.
Es gäbe noch so Vieles zu erwähnen: Greyfriar's Bobby, der treue Hund, der 12 Jahre am Grabe seines Meisters Totenwache hielt und während dieser Zeit von den Einwohnern gefüttert wurde und dem die Stadt nach seinem Tod ein Denkmal errichtete und, als wohl einziger Hund weltweit, die Ehrenbürgerschaft der Stadt gewährte.
Edinburgh ist umgeben von grossartiger Landschaft. Südlich die schottischen Lowlands mit ihren milden Hügeln, nördlich die Highlands mit ihren wilden Tälern, stillen Seen, den geheimnisumwobenen Burgen und natürlich den vielen Distillerien. In dieser Umgebung kann man sich nicht "sattleben"!