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«Wie lange noch?» – das fragt sich Ali Al-Ahmad, der aus der Nähe von Aleppo mit seiner Familie nach Damaskus fliehen musste, jeden Tag. Seit März 2011 herrscht in Syrien ein Bürgerkrieg, für den noch immer keine politische Lösung in Sicht ist. Der Krieg hat zur grössten humanitären Katastrophe in der Geschichte geführt: Laut dem Büro der Vereinten Nationen zur Koordinierung der humanitären Hilfe UNOCHA sind 6,6 Millionen Menschen innerhalb Syriens auf der Flucht, über 4,9 Millionen suchten Schutz in den Nachbarländern. Wer in seinem Heimatort bleiben konnte, lebt häufig unter prekärsten Bedingungen. Insgesamt sind zwei Drittel der syrischen Bevölkerung - rund 13,5 Millionen Menschen - auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Wegen massiver Unterfinanzierung für die notwendige Hilfe müssen die Vereinten Nationen wie auch die Nachbarländer ihre Unterstützungen für die Flüchtenden immer wieder einschränken. Die Nachbarländer können die hohe Anzahl von Flüchtlingen nicht bewältigen und schlossen bereits vor Jahren ihre Grenzen, so dass nun zusätzlich tausende Menschen in unzugänglichem Niemandsland feststecken und kaum Unterstützung erhalten.
Caritas Schweiz leistet mit ihren Partnerorganisationen seit April 2012 Not- und Überlebenshilfe in Syrien und den Nachbarländern, um die dringendsten Bedarfe der Menschen abzudecken. Sie hat zudem ihr Engagement im Bereich Bildung und Einkommenssicherung stetig ausgebaut. Die Hälfte der Geflüchteten sind Kinder. Sie haben oft keinen Zugang zu einer qualitativ guten Schulbildung. Je länger die Menschen nicht in ihre Heimat zurückkehren können, desto wichtiger wird es, dass sie sich an ihrem vorübergehenden Aufenthaltsort Einkommensmöglichkeiten aufbauen können, um nicht langfristig von Nothilfe abhängig zu werden.