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Periodische Auswanderung der Männer als
Maurer in die
welsche
Schweiz und nach Frankreich.
Ostarietta ist ein Deminutivum des italien. osteria = Herberge oder Wirtschaft.
Die mit
Beihilfe des Bundes 1905 begonnene Korrektion des
Vedeggio sieht u. a. den Bau eines 4 km langen Kanales
vor, der bei der
Brücke von Ostarietta beginnen soll und die
Wasser des
Vedeggio auf dem nächsten Weg in den
Luganersee führen
wird.
(Kt. und Amtsbez. Bern).
732 m. Bewaldeter Höhenrücken, vom Bantiger im S. durch das Worblenthal getrennt.
In der Richtung N.-S. etwa 2 km lang; ö. über Ostermundigen und dem Schiessplatz, n. über Gümligen
und w. über dem Gümligenthal. Bekannt durch seine Molassebrüche, die grössten der Schweiz, aus deren Material ein grosser
Teil der Stadt Bern erbaut ist.
(Piz) oder Hohe Spitze (Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2760 m. Schlanke Felsspitze, 3-4 Stunden nw. über dem Dorf Samnaun. Bildet zusammen
mit der Grappa Grischa und einigen anderen Gipfeln eine kleine Kette, die das obere Samnaun von der Alp Salas trennt. Der Hang
gegen das Samnaun sehr steil und von zahlreichen Runsen durchfurcht.
Otannaz,Utane,Utannaz,Hautannaz etc. Diese Namen finden
sich in stark felsigen Teilen der Alpen der welschen Schweiz zu
wiederholten Malen und sind wahrscheinlich von dem allgemein
üblichen Dialektausdruck tanne oder tannaz herzuleiten, mit dem man einen an seiner Basis ausgewaschenen und daher meist
überhängenden Felsen zu bezeichnen pflegt.
(Kt. Zürich,
Bez. Dielsdorf).
447 m. Gem. und Pfarrdorf, am S.-Fuss der Lägern und an der Vereinigung der Linien Bülach-Baden
und Oerlikon-Wettingen. Station 1 km s. vom Dorf. Postbureau, Telegraph, Telephon. 69 Häuser, 481 Ew. (wovon 41 Katholiken).
Acker- und Weinbau. Funde aus der Stein- und der Bronzezeit;
römische Münzen. Nach diesem Dorf nannte
sich ein 1248 bis 1288 vorkommendes ritterliches Dienstmannengeschlecht der Grafen von Kiburg.
Die Lage der Burg ist nicht
bekannt. 1409 ging Otelfingen zusammen mit der Stadt und HerrschaftRegensberg von Herzog Friedrich von Oesterreich an die
Stadt Zürich über.
Vor der Reformation nach Würenlos eingepfarrt und nachher zur eigenen Kirchgemeinde
erhoben.
(Kt. Aargau,
Bez. Lenzburg).
406 m. Gem. und Pfarrdorf, an der Bünz und an der Strasse Mellingen-Lenzburg. Station der Linien
Brugg-Wohlen-Bremgarten und Aarau-Suhr-Wettingen. Postbureau, Telegraph, Telephon. 113 Häuser, 903 reform.
Ew. Acker- und Obstbau, Viehzucht und Milchwirtschaft. Strohhut- und Strohwarenfabrikation. Eine Zuckerwarenfabrik, mechanische
Werkstätten, je eine Fabrik chemischer Produkte und eine Ofen- und Kochherdfabrik. Ziegelei. Steinbruch. Fund eines Bronzebeiles;
Reste einer Römersiedelung sw. vom Dorf. 1180: Otwizzingen; 1189: Othmisingin; dann bis ins 16. Jahrhundert
Otmissingen. Vom Personennamen Otmar, im Dialekt Otmi; wäre also richtiger Otmarsingen zu schreiben.
464 m. Teil des Dorfes La Bâtiaz und 700 m vor diesem an der Strasse nach
Vernayaz gelegen;
zwischen der Bahnlinie und dem Sturzschuttfeld am Fuss des Mont d'Ottan. In der Nähe stand einst die sog.
Croix d'Ottan, die die Grenze zwischen dem savoyischen Chablais und dem zum Bistum Sitten gehörigen Wallis
bezeichnete.
Mit der Eroberung der Vogteien Saint Maurice und Monthey durch die Walliser 1476 und 1536 verschwand diese Grenzmarke und wurde
zugleich der Begriff Chablais auf seinen heutigen Umfang eingeschränkt.
Auf dem Isenberg ein Grabhügel aus der Hallstattperiode und Reste einer Römersiedelung.
Alemannengräber
nahe dem Dorf. 831: Marcha Hottumbacharia.
Ein Arnold von Ottenbach kommt 1167, wahrscheinlich als Lenzburger Dienstmann,
vor. 1255: Hottonbach;
1285: Ottenbach. Vom Personennamen Otto herzuleiten.
Der Ort wurde 1415 anlässlich der Eroberung
des Knonauer Amtes Eigentum der Stadt Zürich, deren Rat den Kirchensatz schon vor der Reformation zustand.
Nach den das Dorf
zur Hälfte zerstörenden Bränden von 1753, 1771 und 1786 sind die Häuser in ziemlichen Abständen voneinander neu aufgebaut
worden. 1847 wurden die DörferToussen, Oberlunnern, Niederlunnern, Wolsen und Bickwil von Ottenbach abgetrennt
und zu der neuen Gemeinde Obfelden vereinigt.
Wiesenbau. Strohflechterei. Im Juli 1849 deckte
man auf der Hochweid über der Oelmühle römische Altertümer auf, nämlich eine Mauer mit Fresken, Ziegel,
Scherben von Vasen, verschiedene Gegenstände aus Eisen (z. B. eine Pfeife), Münzen aus den Jahren 80-240 und endlich eine
sehr schöne Merkurstatuette.
Alle diese Funde wurden zusammen für 80 alte Franken an den Fünförtigen geschichtsforschenden
Verein verkauft und befinden sich heute im Historischen Museum zu Luzern.
Vergl.
Die Merkurstatuette von Ottenhusen
(im Geschichtsfreund. 14, 1858. S. 100).
(Kt. Solothurn,
Amtei Olten).
500-650 m. So heisst der schroff zum linken Ufer der hier engen und tief eingeschnittenen Aare abfallende
SO.-Hang des Born gegenüber Aarburg. Zum grossen Teil bewaldet, aber auch mit schönen Wiesen bestanden.
An seinem Fuss die Strasse Aarburg-Bonigen. Im oberen Abschnitt steht der blosse Fels an.
(Kt. Waadt,
Bez. und Gem. Lausanne).
380 m. Vorstadt und Seehafen von Lausanne, am rechten Ufer des Genfersees 1,5 km s. vom Zentrum
der Stadt, mit der der Ort durch eine ununterbrochene Reihe von Häusern in Verbindung steht. Das Dorf Ouchy selbst ist nur
klein, bildet aber mit den in seiner unmittelbaren Nähe stehenden Siedelungsgruppen Les Jordils, Petit Ouchy, Le Denantou etc.
eine nicht unbeträchtliche Ortschaft. Zusammen 125 Häuser, 1758 reform. Ew. Kirchgemeinde Lausanne. Es
sind hier viele Ortsfremde
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verschiedener Konfessionen ansässig. Die reform. Kirche steht an der sog. Croix d'Ouchy 500 m n. vom Dorf und auf der O.-Seite
der nach Lausanne führenden Strasse; sie ist mit freiwilligen Beiträgen von wohlhabenden Privaten 1840 erbaut und kürzlich
restauriert und vergrössert worden. Nahe daneben stehen eine auf Kosten eines reichen Privatmannes erstellte
katholische Kirche und das 1894 erbaute Schulhaus der Croix d'Ouchy, das für die Kinder des untern Stadtteiles von Lausanne
bestimmt ist.
Die bemerkenswerteste Baute von Ouchy ist der am See stehende alte Turm, der letzte Ueberrest eines vom Bischof Landry de Durnes 1170 aufgeführten
Schlosses, das später zerstört und dann vom Bischof Roger wieder hergestellt worden ist. Dieses den Bischöfen
zeitweise zum Wohnsitz dienende Schloss wurde mit Ausnahme des Turmes gegen Ende des 17. Jahrhunderts abgetragen und durch
ein Zollhaus ersetzt, an dessen Stelle heute ein grosser Gasthof steht. 1877 erbaute man eine Drahtseilbahn, die von Ouchy
zum Hauptbahnhof und zu der durch die Anffüllung und Zudeckung des Flonthälchens w. vom Grand Pont geschaffenen Place du
Flon.
Seit 1903 steht Ouchy ferner mit der Stadt durch einen Zweig der städtischen Strassenbahn in Verbindung. Ortschaft und Hafen
sind zu wiederholten Malen verschönert und verbessert worden. 1790 erstellte man nach den Plänen des
Ingenieurs Céard einen nahe vom Schloss aus in den See vorspringenden Damm von etwa 100 m Länge, der einen Teil des Hafens
vor den durch den SW.-Wind erzeugten Wellen zu schützen bestimmt war. Grosse Arbeiten fanden namentlich im Zeitraum 1855-1860
statt, indem man einen nach SSW. gerichteten neuen Quai anlegte, der einen Teil des Dammes überdeckte,
östl. vom Hafen einen öffentlichen Platz schuf und an diesem das von einem Park umgebene grosse Hotel Beau Rivage (Aktienunternehmung)
erbaute.
Zwischen 1870 und 1880 entstanden w. von Ouchy ein neuer Platz und neue Strassenzüge. Ganz neu ist ein 1050 m
langer und 45 m breiter Quai, der vom Hotel bis zur Mündung der Vuachère nach O. zieht und in Lutry in die Strasse über die
Croix d'Ouchy einmündet. 1904 und 1905 endlich brach man eine Reihe von alten Häusern ab, verbreiterte die Strassen und erbaute
zwischen Lausanne und Ouchy zahlreiche neue Häuser. Als Hafen der nach Genf
grössten Stadt am Genfersee ist
Ouchy sehr bedeutend und zwar sowohl für den Waren (besonders Baumaterialien)-Verkehr als für den Personenverkehr. Im Sommer
kursieren an beiden Seeufern zahlreiche Dampferkurse zwischen Genf,
Vevey und Villeneuve, die zwar im Winter merklich eingeschränkt,
aber nie ganz aufgehoben werden. 1898-1902 haben in Ouchy jährlich 116500 Personen verkehrt.
Ouchy ist der zweitbedeutendste Hafen des Sees und trägt für sich allein 16% der Gesamteinnahmen der Dampfschiffahrt auf
dem Genfersee. Westl. vom Hafen hat die Dampfschiffahrtsgesellschaft 1888 eine Werft mit Reparaturwerkstätte für ihr Schiffsmaterial
einrichten lassen. Nahe dabei befindet sich die aus 1847 stammende Gasanstalt der Stadt Lausanne. Ouchy
hat sich seit dem Bau des Hotel Beau Rivage, dem sich andere Gasthöfe angeschlossen haben, auch zur beliebten Sommerfrische
entwickelt.
Zwei Erziehungsanstalten für junge Leute. In Ouchy besassen einst der Bischof und das Stift zu SittenGüter, die dann 1245 an
das Stift zu Lausanne verkauft wurden. Es existierte längs dem Ufer lange Zeit der Brauch des Ziehens
der Schiffe, wofür eine Abgabe erhoben wurde, die
1558 durch Kauf an die Stadt kam und bis 1798 bestehen blieb. Die Berner
Regierung unterhielt in Ouchy eine Kriegsflottille, um mit Genf
verkehren zu können und gegen allfällige
Ueberfälle von Seiten der Herzoge von Savoyen gerüstet zu sein. In Ouchy vollendete Lord Byron seine Dichtung Der GefangenevonChillon. Geburtsort des Theologen Ch. François Gabriel Recordon (1800-1870) und von Alexandre Vinet (1797-1847). Im 11. Jahrhundert:
Osciacum; 1170, 1228: Oschye; 1359: Oschie.
(Kt. Waadt,
Bez. Nyon,
Gem. Arzier). 1060 m. Ehemaliges Karthäuserkloster, am SO.-Hang des Jura 2 km w. Arzier.
Wurde um die Mitte des 11. Jahrhunderts von Louis de Mont gestiftet, der Mönche von der Regel des h. Bruno hierher berief.
Das Kloster besass in seiner Umgebung und an der W.-Flanke des Jura ziemlich ausgedehnte Ländereien, deren Besitz ihm aber
durch die Herren von Prangins zum Teil bestritten wurde. Diese Streitigkeiten fanden ihren Abschluss durch
einen ums Jahr 1211 in Prangins aufgesetzten und mit den Siegeln von Jean de Prangins, Bischof Bernhard von Genf
und Amadeus von Gex
versehenen Vertrag.
Nach dem Sturz der Herrschaft derer von Prangins erhob Ludwig I. von Savoyen, Herr der Waadt,
der die Güter des
genannten Hauses erworben hatte, den Anspruch der Kastvogtschaft über das Kloster Oujon und erhielt diese in einer 1317 in
Morges vereinbarten Verständigung auch wirklich zugesprochen. Doch erlosch mit seinem Tod die Kastvogtschaft wieder,
trotz aller Ansprüche seiner Nachfolger. Das Kloster bestand bis 1536, in welchem Jahre es in Flammen
aufging.
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In einer sehr einsamen und abgelegenen Gegend gelegen, war es einer ausserordentlich strengen Disziplin unterworfen, die
namentlich lange dauerndes Fasten und Schweigen forderte. Es erfreute sich wegen der Mildtätigkeit der Klosterbrüder grossen
Ansehens in der Gegend, blieb aber trotz Schenkungen von Seiten zahlreicher Herren und anderer mächtiger Persönlichkeiten
arm. Heute ist die Stelle mitten im Wald von Oujon, wo einst das Kloster stand, kaum mehr zu erkennen.
Altes Besitztum des Klosters sind die Hütten von Les Argozats und La Conriéry bei Saint Cergue. Im 12. Jahrhundert: Algio,
Augio; 1235: Oujon.
Cecca,OuilleSecca oder auch MontOuille (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
3550 m. Gipfel in der Kette zwischen dem Otemmagletscher und
der Valpelline. Auf der alten Karte des S. A. C. Oulie Cecca, auf der Karte von Bobba und Vaccarone Monte
Oulie Cecca, auf der Siegfriedkarte La Sangla, auf der Dufourkarte La Sciassa, auf der italienischen Generalstabskarte Mont
Oulie und auf der Karte von Adams Reilly Bec d'Épicoun geheissen. Im Dialekt von Aosta bedeuten oulie, ouille, aouille etc.
s. v. a. aiguille (Nadel), cecca oder Becca = sec (trocken);
Ouille Cecca also = Felsnadel mit trockenen,
d. h. nicht ständig verschneiten Hängen.
Trägt in der alpinen
Literatur auch den Namen Col d'Otemma.
Die Siegfriedkarte gibt die Bezeichnung Col de l'Oulie Cecca einer Scharte ö.
vom Bec de la Sziassa, die vom Otemmagletscher aus leicht erreicht werden kann, von der italienischen Seite dagegen nicht zugänglich
ist.
(Kt. Wallis,
Bez. Conthey).
2200-2500 m. Felshang s. vom Glacier de Forclaz und vom Grand Muveran. 1866 hat man ihn mit einem seither
wieder aufgegebenen Stollen durchbrochen, um das Schmelzwasser des Gletschers nach Chamosentze im gleichnamigen Thälchen
abzuleiten. Oxfordschiefer mit gestreckten Belemniten.
450 m. Kirchgemeinde, ihrer isolierten Lage rechts der Rhone zwischen der Arête
des Follaterres im SSO. und den untern Hängen der Dent de Morcles im N. so genannt.
Umfasst die zwei politischen
Gemeinden Collonges im N. und Dorénaz oder Diablay im S. Die der h. Anna geweihte Pfarrkirche steht in Collonges.
Diese beiden
Gemeinden sind 1729 von der Pfarrei Saint Maurice abgetrennt und zusammen zur eigenen Pfarrei Outre Rhône vereinigt
worden.
Das ganze Gebiet ist in der Hauptsache aus Karbon und aus krystallinen Schiefern aufgebaut.
Das erstere besteht aus
wechsellagernden Schichten von fossilführenden Kohlenschiefern und von oft rotgefärbter metamorpher Nagelfluh, sog. Poudingue
d'Outre Rhône, die mit der Nagelfluh von Valorsine identisch ist und, wie diese w. der Rhone im Chablais,
hier ö. der Rhone und n. vom Genfersee als erratische Blöcke sich überall findet.
Die krystallinen Schiefer sind wahrscheinlich
hier nichts
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