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Kontrollen nach illegalem Kunsthandel in Frankreich verstärkt
Nach Enthüllungen um illegalen Handel mit Antiquitäten in Frankreich will Kulturministerin Rima Abdul-Malak eine Kontrollmission ins Leben rufen.
Nach Enthüllungen um illegalen Handel mit Antiquitäten in Frankreich will Kulturministerin Rima Abdul-Malak eine Kontrollmission ins Leben rufen.
Diese soll unter anderem den Rechtsrahmen und das Erwerbungsverfahren überprüfen, wie das Ministerium mitteilte. In den Fall soll auch der ehemalige Louvre-Chef Jean-Luc Martinez verwickelt sein, gegen den Ermittlungen laufen. Er wird der Beihilfe zu bandenmässigem Betrug und Verschleierung der Herkunft von unrechtmässig erworbenen Gütern beschuldigt.
Wie das französische Kulturministerium weiter bestätigte, wurde Martinez vorläufig seiner Funktion als Botschafter für internationale Zusammenarbeit im Bereich des Kulturerbes enthoben.
Bei dem illegalen Handel soll es sich um fünf Güter aus dem alten Ägypten handeln, die der Louvre Abu Dhabi erstanden habe, darunter auch eine Stele von Tutanchamun. Die fünf Güter seien fragwürdiger Herkunft. Martinez und andere sollen die Augen vor falschen Herkunftszertifikaten verschlossen und den Kauf genehmigt haben. Einem Bericht von «Le Monde» zufolge wurden die fünf Antiquitäten für mehr als 15 Millionen Euro (rund 15,6 Mio Franken) erworben.
Martinez bestreitet die Beschuldigungen. Er wurde nach seiner Festnahme Ende Mai unter Auflagen freigelassen.