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Mitte Dezember 2013 kamen in der Stadt Shirakawa die Berater für Strahlenrisiko von der Präfektur Fukushima zusammen, um über die Auswirkungen der Strahlung zu diskutieren. Dem alternativen Online-Medium OurPlanet-TV zufolge kamen sie zum Schluss, dass die Behauptung, das Krebsrisiko würde sich bei einer niedrigen Strahlungsdosis unterhalb von 100 mSv nicht erhöhen, falsch ist.
Professor Toshihide Tsuda an der Uni Okayama, einer der Redner an der Sitzung, wies darauf hin, dass die obenerwähnte Behauptung unter Fachleuten und Regierungsorganen verbreitet ist. „Die Empfehlungen von 2007 der ICRP (Internationalen Strahlenschutzkommission) besagt nicht, dass bei einer Strahlungsdosis unterhalb von 100 mSv kein Krebsrisiko besteht, sondern die Rede ist lediglich davon, dass es kein statistischer signifikanter Unterschied erkennbar ist. Das Ministerium für Erziehung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) sowie das Umweltministerium etwa verbreiten eine falsche Interpretation unter der Bevölkerung“, kritisierte der Umweltepidemiologie-Spezialist.
Er nannte dabei einige Studien, die resultieren, dass selbst eine niedrige Dosis unterhalb von 10 mSv zu einer Zunahme des Krebses führen kann. Auch in Fukushima erkrankten überdurchschnittlich viele Kinder an Schilddrüsenkrebs, sagte Tsuda im Vortrag.
Laut OurPlanet-TV waren danach zahlreiche Gegenmeinungen bei den Beratern von den Gemeinden zu hören. Trotzdem waren die Fachleute in dem Punkt übereinstimmig, dass die Krebserkrankung auch bei einer Strahlungsdosis unterhalb von 100 mSv zunehmen kann. Es gab auch Stimme, die meint, es gebe Pseudo-Fachleute, die in den Medien das Gegenteil behaupten.