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Die Klage, dass es immer mehr Vorschriften und Verbote gebe, gehörte zu den liebevoll gepflegten Steckenpferden von Albert Haubensack. Nichts konnte ihn höher auf die Palme bringen als Berichte über geplante Gesetzesrevisionen oder Erweiterungen des Bussenkatalogs. Dann griff er in die Tasten, schrieb Leserbriefe und Hate-Mails, rief bei Lokalsendern an, und sogar sein Hund wurde nicht verschont. Ihm trug er brillant formulierte Brandreden über die Meinungs- und Bürgerfreiheit vor. Doch als eines Morgens ein Nachbar auf seinem Vorplatz eine Monstrosität installierte, die er dann auch noch als Kunst bezeichnete, konnte es ebenjener Haubensack nicht fassen, dass so etwas erlaubt war.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.