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Gefahrenhinweiskarte
Die Gefahrenhinweiskarte gibt ausserhalb der Bauzonen und Siedlungsgebiete darüber Auskunft, ob ein Gebiet möglicherweise durch Naturgefahren betroffen ist.
Einleitung
Für den Kanton Zug wurde 2003 eine Naturgefahrenhinweiskarte im Massstab 1:10'000 erstellt. Sie ermöglicht einen groben Überblick, welche Gebiete potenziell durch Naturgefahren gefährdet sind.
Die Gefahrenhinweiskarte basiert auf computergestützten Modellierungen ohne Feldverifikation, ist in einem groben Massstab gehalten und erhebt keinen Anspruch auf Detailgenauigkeit (nicht parzellenscharf).
Wo keine Gefahrenkarten existieren, ist die Gefahrenhinweiskarte neben der Gefährdungskarte Oberflächenabfluss die wichtigste Grundlage für die erste Beurteilung einer Gefährdung. Daher soll die kantonale Naturgefahrenhinweiskarte in den kommenden Jahren revidiert werden.
Gefahrenhinweiskarte
Im Kanton Zug existiert eine flächendeckende Naturgefahrenhinweiskarte zu den folgenden Prozessarten:
- Überflutung, Übersarung und Übermurung durch Fliessgewässer und Seen
- Murgänge
- Rutschungen
- Hangmuren
- Seeuferrutschungen
- Steinschlag und Blockschlag
Karte der Phänomene
Die Karte der Phänomene dokumentiert die Spuren von Naturprozessen, die im Gelände erkennbar sind. Sie erlaubt es, künftige Gefahrenprozesse zu erkennen und abzuschätzen, und ist damit einie wichtige Grundlage für die Erstellung der Gefahrenhinweiskarte.
Die Geländeanalyse ist eine wichtige Grundlage für die Erstellung von Gefahrenkarten. Dabei werden einerseits «stumme Zeugen» abgelaufener Prozesse (z.B. abgestürzte Felsblöcke, Baumstrünke) identifiziert und interpretiert sowie andererseits kritische Stellen oder das Zusammenspiel verschiedener Naturprozesse beurteilt. Beides dient der Abklärung von Disposition, Auslösemechanismen und möglicher Wirkung künftiger Gefahrenprozesse. Die Geländeanalyse stützt sich primär auf Feldbegehungen, aber auch auf die Auswertung von Luftbildern und geologischen Karten. Die festgestellten Merkmale und Interpretationen werden auf Karten eingetragen. Zur Karte der Phänomene gehört ein Beschrieb, der die massgebenden Gebiete und Prozesse erläutert.
Grundlage für die Kartierung der Phänomene bildet die Bundesempfehlung «Symbolkasten zur Kartierung der Phänomene».