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danke für deinen Rat. Ich hätte es vielleicht nicht probieren sollen! Ich hatte bis jetzt einen regelmäßigen täglichen Stuhlgang. Mir wurde ebenfalls von einem Bekannten gesagt, die Öle würden Gifte im Darm aufnehmen. Dass ich jetzt mit Verstopfung reagiere verwundert mich. Heute werde ich dann einmal viel trinken und mich versuchen mehr als sonst zu bewegen.
Qi Gong versuche ich so weit als möglich täglich zu machen.
mich würde mal interessieren, wie oft man nach dieser Rizinuskur üblicherweise Stuhlgang hat.
Ich habe bisher immer die Shankprakshalana Darmspülung gemacht, die sehr einfach durchzuführen und effizienter als z.B. die Colon-Hydrotherapie ist.
Hier gibt es einen Link dazu: http://www.scand-yoga.org/deutsch/bi...6/24t_shnk.htm
Da eine stärkere Gallenprovokation aber wohl von Öl zu erwarten ist und ich vor dem puren Olivenöl (Clark Kur) etwas zurückschrecke, habe ich nun die Rizinus-Orangensaftemulsion (mit 50ml Rizinusöl) ausprobiert.
Passiert ist komischerweise nicht viel. Die Galle hat sich zwar etwas aufgeregt und der Magen nahm mir den Orangensaft nüchtern ziemlich übel, aber ich war gerade ein Mal zur Toilette und das Ergebnis sah mir auch nicht sehr nach Entgiftung der Galle aus.
viele Grüße
Iris
Iris,
Du hattest gefragt, "wie oft man nach dieser Rizinuskur üblicherweise Stuhlgang hat." - Hierzu ist festzuhalten, daß nach der Einnahme von Rizinusöl die Häufigkeit des Stuhlgangs ausschließlich davon abhängt, in welchem Umfang bei einem Menschen Gifte ausgeschieden werden:
- Bei einem giftfreien Menschen hat die Einnahme von Rizinusöl nur wenige Ausscheidungen zur Folge, die bald beendet sind - im Extremfall nur eine -; die Galle ist farb- und geruchlos.
- Bei einem vergiftetem Menschen hat die Einnahme von Rizinusöl zahlreiche Ausscheidungen zur Folge, die sich lange hinziehen können; die Galle ist von dunkler Farbe, im Extremfall schwarz, und riecht ekelerregend.
Eine Bekannte, die sich für weitgehend giftfrei gehalten hatte, hatte die letzte Ausscheidung 20 Stunden nach der Einnahme von Rizinusöl!
Nach dem, was Du berichtet hast, bist Du weitgehend frei von Giften - sei froh und dankbar dafür!
danke für deinen Rat. Ich hätte es vielleicht nicht probieren sollen! Ich hatte bis jetzt einen regelmäßigen täglichen Stuhlgang. Mir wurde ebenfalls von einem Bekannten gesagt, die Öle würden Gifte im Darm aufnehmen. Dass ich jetzt mit Verstopfung reagiere verwundert mich. Heute werde ich dann einmal viel trinken und mich versuchen mehr als sonst zu bewegen.
Qi Gong versuche ich so weit als möglich täglich zu machen.
Liebe Grüße
Anne S.
Anne,
nach dem Aführen mit Rizinusöl ist der gesamte Darm völlig entleert. Damit ist es naturgegeben, daß sich erst nach einigen Tagen mit normaler Kost wieder ein normaler Stuhlgang einstellt. Hier gilt es, sich in Geduld zu üben.
dann sind die Mythen über Rizinusöl als sehr brachiales Abführmittel (ähnlich Sennesblättertee, mit viel Bauchkrämpfen etc.) wohl doch nicht ganz so ernst zu nehmen.
Um sich von innen intensiv zu „duschen“ finde ich die andere Methode mit dem isotonischen Wasser auch sehr gut und effektiv.
Dabei kamen bei mir viele Schlacken raus und vermutlich war der Sog auf die Galle auch bei dieser Variante recht hoch. (Nach dem üblichen Stuhl erst viel schwarze „Jauche“, dann schwarze Stückchen, die an Schiefersplitter erinnern und zum Ende nur noch leicht gelbes, völlig klares Wasser.)
Kann mir vorstellen, dass dadurch meine Leber/Galle bereits einigermaßen giftfrei ist, wobei ich vom Rest des Körpers noch nicht wirklich überzeugt bin…
aus meiner Sicht siehst Du dies völlig richtig: Gifte sind nicht nur in der Leber deponiert, sondern auch in der Milz, dem Rückenmark, dem Gehirn. Nach meiner Erfahrung benötigt es etliche Anwendungen von Rizinusöl, bis auch diese Gifte im Wortsinn ans Tageslicht kommen. Charakteristisch hierfür ist, daß zunächst etliche Anwendungen von Rizinusöl völlig unverdächtig und harmlos sind, und es dann plötzlich und unvermutet ganz hart wird, indem es einem einen ganzen Tag lang richtig beutelt; ich habe dies alles schon erlebt!
Beim Gebrauch von Rizinusöf list auf eine genaue Dosierung zu achten. Rizinus ( rikinos=Wunderbaum) enthält nämlich das für Menschen giftigeAlkaloid Ricin. Bereits 1mg Lectin(Ricin) kann für einen Mesnchen tödlich sein. Die Giftigkeit ist mit dem Bis einer Kobra vergleichbar. Bereits ein zerkauter Samen kann zu schwerwiegenden Krankheitszeichen führen.
Rizinus darf wegen seiner Giftigkeit nur von erfahrenen Therapeuten verwendet werden. Rizinusöl kann die Darmschleimhaut reizen und zu allergischen Reaktionen führen. Dennoch heißt es im etwa 3500 Jahre alten Papyrus Ebers zu Rizinus "Wirklich vorzüglich" unzählige Male erprobt-
Als Dosierung werden einmalig ca. 3 ml reines Rizinusöl (0,96 g/cm3) verwendet, das sind etwa 1,5 Teelöffel. Sinnvoll ist es, wenn das Öl vor dem Runterschlucken eingespeichelt wird. Dadurch steigt die Magenverträglichkeit.
Bei Rizinusöf handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Abführmittel. Das Öl wirkt an sich nicht abführend, sondern es werden durch die entstehende Rizinolsäure Histamine stimuliert, die wiederum die Darmbewegung fördern.
-- Wesentlich einfacher ist die Verwendung von Lactulose-Sirup, eine Dosis von 10 - 15 ml 1-2 mal täglich eingenommen.
--Trockenextrakt aus Sennesblättern und Früchten, Aloe Vera-Saft, Indischer Flohsamen können als Alternative genutzt werden.
Vorsicht: Sennesblätter und Rizinus dürfen in der Schwangerschaft nicht verwendet werden.
Es wäre schön, wenn sich der Verfasser des Artikels in "Natur und Heilen" der pharmakologischen Fachliteratur bedient hätte.
1. zur Giftigkeit von Rizinusöl:
Zepernick, Langhammer, Lüdecke: Lexikon der offizinellen Arzneipflanzen / Berlin; New York: Walter de Gruyter, 1984 unter "Ricinus L. - Wunderbaum":
"Charakterisierung: Das Öl wird aus dem Samen durch Pressen ohne Wärmezufuhr erhalten. Auf diese Weise sollen die toxischen Lectine (Ricin) im Preßkuchen zurückbleiben. Die letzten Ricin-Spuren werden durch Behandlung des Öles mit Wasserdampf entfernt (Denaturierung von Eiweiß in der Hitze)."
2. zur Dosierung von Rizinusöl:
F. v. Bruchhausen u. a.: Pharmakotherapie, klinische Pharmakologie - 9. Aufl. / Stuttgart; Jena; New York: G. Fischer, 1995.
S. 177, Abb. 15.4: Dosis und Latenzzeiten einiger Laxantien:
"Arzneistoff Rizinusöl
Dosis Erwachsene: 15-60 ml, Kinder: 5-10 ml
Latenzzeit bis zum Wirkungseintritt: 2-6 Std."
S. 178: "Für Rizinusöl sind spezifische unerwünschte Effekte nicht bekannt geworden."
G. Fischer und E. Krug: Heilkräuter und Arzneipflanzen: Tabellenbuch - 7. Aufl. / Wiesbaden: VMA, 1997, S. 311:
"Das Rizinusöl gehört zu den besten, mildesten und sichersten Abführmitteln, das auch in der Kinderpraxis mit Vorliebe verwendet wird ... Die Einzelgabe richtet sich nach Alter und Konstitution des Patienten ..."
Habe jetzt auch einmal Rizinusöl nach Gerolds Empfehlung eingenommen.
Hier ein kurzer Bericht:
Einnahme von 50 ml Rizinusöl und 200 ml Orangensaft am vergangenen Sonntag um 7:00 Uhr auf nüchternen Magen.
Danach legte ich mich wieder für 3 Stunden schlafen.
Um 10 Uhr begann ich dann zu trinken. Bis ca. 11:30 Uhr trank ich etwa einen Liter stilles Mineralwasser. Außer leichter Übelkeit und leichten Magenschmerzen zeigte mein Körper keinerlei Reaktionen. Dies 4,5 Stunden nach Einnahme des Rizinusöls.
Ich aß dann einen Apfel, und sofort setzten die Reaktionen ein! Nach dem ersten Stuhlgang nahm ich immer wieder Kleinigkeiten zu mir (Knäckebrot, Joghurt, usw.) und jedes Mal mußte ich umgehend die Toilette aufsuchen.
Zunächst schied ich durchfallartigen, weichen Stuhl aus. Nach einer Weile schied ich dann nur noch Galle aus. Diese war von dunkler Farbe und roch schwach, aber unangenehm. Die Verfärbung mag auch daran gelegen haben, daß ich bis Samstagabend Chlorella-Presslinge zu mir nahm. Ich habe jetzt vor, die Chlorellas zunächst für 2 Wochen auszusetzen, um die Gallenflüssigkeit besser analysiern zu können.
Die Ausscheidungen hielten bis ca. 18 Uhr an. Danach schien mein Magen sich erholt zu haben. Ich ernährte mich fortan normal, aber hatte erst am Dienstagmorgen wieder Stuhlgang.
Ich werde diesen Sonntag wieder Rizinusöl in gleicher Dosierung zu mir nehmen, und wieder hier berichten.
Was sagen die Experten - insbes. Gerold - zu dem von mir geschilderten Verlauf?
Die von Kuddelhh mitgeteilten Beobachtungen entsprechen dem typischen Verlauf bei einer mittelstarken Giftausleitung. Es ist damit zu rechnen, daß es bei weiteren Anwendungen von Rizinusöl lebhafter und heftiger werden wird: Zwar ist es mir bis jetzt nicht möglich, dies näher zu begründen, jedoch habe ich den Eindruck, daß die in der Leber und an anderen Stellen des menschlichen Körpers deponierten Gifte und Schwermetalle durch mehrere Anwendung erst "gelockert" werden müssen, bis diese in Massen ausgeschieden werden.
Meine Erfahrung bestätigt die in der pharmakologischen Fachliteratur mitgeteilte Angabe, daß vom Zeitpunkt der Einnahme von Rizinusöl bis zum Wirkungseintritt mit einer Zeitspanne von 1 bis 6 Stunden zu rechnen ist.
Hallo Gerold,
bei der Gelegenheit habe ich noch Fragen an Dich:
a) Wie läßt sich bei der Ausleitung mittels Rizinusöl feststellen, ob Schwermetalle aus dem Gehirn / bzw. dem Rückenmark ausgeleitet wurden? Die mit der Galle ausgeschiedenen Schwermetalle könnten auch ausschließlich aus dem Gewebe stammen.
b) Wenn bei einer Ausleitung nach Dr. Klinghardt Schwermetalle im wesentlichen durch die Gabe von Bärlauch und Koriander mobilisiert, und durch Chlorella gebunden werden, wäre evtl. auch eine Kombination der klinghardtschen Methode mit der Einnahme von Rizinusöl einen Versuch wert.
Die Durchführung könnte dann so aussehen, daß man in etwa zeitgleich mit der Einnahme von Rizinusöl ebenfalls Koriander und Bärlauch zu sich nimmt. Die mobilisierten Schwermetalle würden dann "ohne Umwege" direkt ausgeschieden werden.