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Sousse
Weltkulturerbestätten, antike Ruinen und internationales Flair machen Tunis zum Highlight einer Reise nach Tunesien. Die tunesische Hauptstadt liegt im Norden des Landes am Mittelmeer am Ufer einer Lagune - dem See von Tunis.
Die Medina von Tunis
- Die im 9. Jahrhundert angelegte Medina ist eine der ältesten arabischen Städte in Nordafrika und gehört zum Weltkulturerbe. Ihr Eingang, die Port de France, liegt an der Place de la Victoire.
- Die beiden Hauptgassen werden von Souks gesäumt, die landestypisches Kunsthandwerk anbieten. Hier macht das Handeln richtig Spaß. Zwischen den Geschäften finden sich Cafés, die bei einer Wasserpfeife zum Verweilen einladen.
- An einem offenen Platz steht die Ez-Zitouna-Moschee, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Ihr Grundstock geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Im Mittelalter zu einer Hochschule erweitert, war sie lange Zeit eine der führenden Lehreinrichtungen der islamischen Welt.
Die Neustadt von Tunis
- Die Neustadt wurde während der französischen Kolonialzeit im 19. Jahrhundert angelegt. Ihre Hauptachse ist die Prachtallee Avenue Habib Bourguiba, die mit ihren Geschäften, Restaurants und Terrassencafés das moderne Gesicht Tunesiens zeigt. Sie endet an dem berühmten Glockenturm, der zum Wahrzeichen des Arabischen Frühlings geworden ist.
- Im Westen der Innenstadt liegt das Regierungs- und Villenviertel Le Bardo. Die ehemalige Residenz des Beys von Tunis wird heute als Parlamentsgebäude genutzt, in dem die Nationalversammlung zusammenkommt.
- Im ehemaligen Harem des Bey befindet sich das Nationalmuseum. Seine Exponate stellen eine der bedeutendsten archäologischen Sammlungen Nordafrikas dar. Besonders sehenswert sind die gut erhaltenen Fußbodenkacheln der römischen Mosaiken.
- Im Belvedere Park mit seinen Baumarten aus allen fünf Kontinenten erholen sich Einwohner und Besucher.
Die Vororte von Tunis
- Im Norden der Lagune liegt das moderne Viertel Le Lac, das von saudischen Investoren angelegt wurde und wo deshalb kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. Dieser Stadtteil lockt mit luxuriösen Markengeschäften und gehobenen Restaurants.
- In der Hafenstadt La Goulette, arabisch Halq al-Wad, legen die Fähren aus Italien an. Ein 10 km langer Straßen- und Eisenbahndamm überquert die Lagune und verbindet den Hafen mit Tunis. Entlang der Avenue Franklin Roosevelt bieten zahlreiche Restaurants zum Teil fangfrischen Fisch an. Da koschere Restaurant Mamie Lilyerinnert an die einst blühende jüdische Gemeinde.
- Ein Schmuckstück ist der Ort Sidi Bou Said, der im Norden von Tunis auf einem Hügel liegt. Nach einem gemütlichen Spaziergang können Besucher auf der Anhöhe die bildschönen Häuser mit ihren blauen Fenstern bewundern. Ein Highlight ist das Café des Nattes, auf dessen Terrasse mit Blick auf das Mittelmeer Minztee serviert wird.
- Die nördlichen Vororte Gammarth und La Marsa verlocken mit ihren Stränden zum Baden. In der Hotelzone von Gammarth finden Urlauber alle erdenklichen touristischen Annehmlichkeiten.
Punische und römische Ruinen
- Im Vorort Karthago sind der punische Hafen und die Ruinen von Byrsa zu besichtigen, sowie das römische Theater und die Thermen.
- Ein Ausflug nach Dougga führt zur besterhaltenen römischen Kleinstadt in Nordafrika, die Weltkulturerbe ist. Mit dem Mausoleum sind hier ebenfalls punische Ruinen zu finden.
Info:
Sprache: Tunesisch-Arabisch, Standard-Arabisch, Französisch
Einwohnerzahl: ca. 2 Mio. im Großraum Tunis
Flugzeit: Wien - Tunis ca. 2 Std. 15 min
Zeitzone: MEZ
Währung: Tunesischer Dinar