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- US-Sonderermittler Robert Mueller bezichtigt Trumps früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort der Lüge.
- Er soll gegenüber den Ermittlern in der Russland-Untersuchung wiederholt Falschaussagen gemacht haben. Manafort weist die Anschuldigungen zurück.
- Manafort war eine Vereinbarung mit der Justiz eingegangen. Er verpflichtete sich zur Zusammenarbeit mit Muellers Team.
Manafort habe das FBI und das Büro des Sonderermittlers bei einer Reihe von Themen angelogen und damit seine Vereinbarung mit der Justiz gebrochen, hiess es in einem Gerichtsdokument, das von Robert Mueller unterzeichnet ist. Was dies für Falschaussagen waren, bleibt unklar.
Manafort wies die Anschuldigung laut dem Gerichtsdokument zurück. Beide Seiten verständigten sich darauf, dass in dem Gerichtsverfahren gegen den 69-Jährigen ein Termin für die Urteilsverkündigung festgelegt werden soll.
Der «Plea Deal»
Manafort war einen «Plea Deal» eingegangen, eine Vereinbarung mit der Justiz. Er hatte sich in einem Gerichtsverfahren, das mit seiner früheren Beratertätigkeit in der Ukraine zusammenhängt, schuldig bekannt und einer Zusammenarbeit mit Muellers Team zugestimmt. Dank dieser Kooperation hatte er Aussichten auf eine mildere Strafe. Laut seinen Anwälten traf er sich mehrfach mit den Ermittlern.
Der US-Sonderermittler Robert Mueller untersucht, ob es bei den mutmasslich russischen Einflussversuchen auf den Präsidentschaftswahlkampf 2016 geheime Absprachen mit Trumps Wahlkampflager und russischen Vertretern gab.
Manafort war von März bis August 2016 Mitglied in Trumps Wahlkampfteam, davon drei Monate lang als dessen Leiter. Dass er sich im September bereit erklärte, mit den Ermittlern zusammenarbeiten zu wollen, kam überraschend und galt als entscheidender Schritt. Er war eine zentrale Figur in einer kritischen Phase von Trumps Wahlkampf. Allerdings war nicht klar, worin seine Kooperation genau bestand.
Verhängnisvolles Treffen
Manafort hatte im Juni 2016 an einem Treffen mit einer russischen Anwältin im Trump-Tower in New York teilgenommen, um das sich viele Fragezeichen ranken. Der älteste Sohn des heutigen Präsidenten, Donald Trump Jr., hatte der Begegnung mit der Anwältin zugestimmt. Ihm wurde kompromittierendes Material über die Konkurrentin seines Vaters, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, versprochen.
In einer E-Mail an Trump Jr. ist von einem Versuch der russischen Regierung die Rede, dem älteren Trump zu helfen. Neben Trump Jr. und Manafort nahm auch Trumps Schwiegersohn, Jared Kushner, teil.