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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00496 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Barblan Urteil vom 22. Juni 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Y.___ gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1978, Mutter eines 2017 geborenen Sohnes, bezieht seit 2012 eine ganze Rente der Invaliden ver sicherung und seit Januar 2018 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades (Urk. 7/320 S. 1 oben). Am 5. Oktober 2020 ersuchte sie um Ausrichtung eines Assistenzbeitr ag e s (Urk. 7/306). Am 26. Oktober 2020 erfolgte eine Abklärung vor Ort betreffend Assistenzbeitrag ( Standardisiertes Abklärungsinstrument, FAKT2; Bericht er stattung vom 5. November 2020; Urk. 7/308). Mit Vorbescheid vom 9. November 2020 stellte die IV-Stelle ab dem 1. Oktober 2020 die Gewährung eines Assistenzbeitrags an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 1'863.85 respektive bis Ende Dezember 2020 maximal Fr. 5'591.55 sowie ab 1. Januar 2021 von maximal Fr. 22'366.20 pro Kalenderjahr in Aussicht (Urk. 7/311). Ebenfalls mit Vorbescheid vom 9. November 2020 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Gesuchs um Erhöhung der Hilflosen entschädigung in Aussicht (Urk. 7/312). Nachdem die Versicherte am 9. Dezember 2020 Einwände gegen die Vorbescheide erhoben hatte (Urk. 7/315), tätigte die IV-Stelle weitere Abklärungen (Urk. 7/318-320, Urk. 7/323 ) und sprach der Versicherten mit Ver fügung vom 22. Juni 2021 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades ab 1. Oktober 2020 zu (Urk. 7/321-322, Urk. 7/326-329 ). Mit Verfügung vom 23. Juni 2021 passte die IV-Stelle den Assistenzbeitrag an die Erhöhung der Hilflosenent schädigung an und sprach der Versicherten einen Assistenzbeitrag an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 1'817.05 respek tive bis Ende Dezember 2020 maximal Fr. 5'451.15 sowie ab 1. Januar 2021 von maximal Fr. 21'804.60 pro Kalenderjahr zu (Urk. 7/325). 2. Die Versicherte erhob am 25. August 2021 Beschwerde (Urk. 1) gegen die Verfü gung vom 23. Juni 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, eine rechtsgenüglich begründete Verfügung zu erlassen (S. 1 Ziff. 1), eventuell sei die Sache zu ergänzender Abklärung und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 1 Ziff. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2021 (Urk. 6 ) die Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 1. Oktober 2021 (Urk. 8) nahm die Beschwerdeführerin Stellung, wobei sie das beschwerdeweise (Urk. 1 S. 1 und S. 10) gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung zurückzog (S. 1). Dies e wurde der Beschwerde gegnerin am 8. Oktober 2021 und der Beschwerdeführerin gleichzeitig die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (Urk. 9). Am 25. Oktober 2021 (Urk. 10) nahm die Beschwerdeführerin wiederum Stellung, was der Beschwerdegegnerin am 1. November 2021 zur Kenntnis und freiwilligen Stellungnahme gebracht wurde (Urk. 11). Mit Eingabe vom 23. November 2021 hielt die Beschwerdegegnerin unter Verzicht auf eine Stellungnahme an ihren Anträgen fest (Urk. 12). Dies wurde der Beschwerdefüh rerin am 25. November 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 13). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (BGE 148 V 174 E. 4.1). 1. 2 Gemäss Art. 42 Abs. 1 IVG haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG ) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42 bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa chung bedarf (Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beein trächtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 IVV ). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a): - Ankleiden, Auskleiden; - Aufstehen, Absitzen, Abliegen; - Essen; - Körperpflege; - Verrichtung der Notdurft; - Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme. 1. 3 Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln: a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb li cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb li cher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist. Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2). 1. 4 Nach Art. 42 quater Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf einen Assistenz bei trag: a. denen eine Hilflosenentschädigung der IV nach Artikel 42 Absätze 1-4 aus ge richtet wird; b. die zu Hause leben; und c. die volljährig sind. 1. 5 Nach dem Wortlaut von Art. 42 sexies Abs. 1 IVG ist der Ausgangspunkt für die Berechnung des Assistenzbeitrages die gesamthaft für Hilfeleistungen benötigte Zeit. Dazu ist in der Regel eine Abklärung an Ort und Stelle (Art. 57 Abs. 1 lit. f IVG in Verbindung mit Art. 69 IVV) erforderlich. Ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs hat folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf all tägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachperso nen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plau sibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensver richtungen sowie den tatbestandsmässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht. Diese Rechtspre chung ist auch massgeblich beim Eruieren des gesamten Hilfebedarfs mit Blick auf den Assistenzbeitrag (BGE 140 V 543 E. 3.2.1). Gemäss Art. 42 sexies Abs. 4 lit. a IVG legt der Bundesrat die Bereiche und die minimale und maximale Anzahl Stunden, für die ein Assistenzbeitrag ausgerich tet wird, fest. 1. 6 In Art. 39c IVV hat der Verordnungsgeber festgelegt, dass unter anderem in den Bereichen der alltäglichen Lebensverrichtungen ( lit. a) und der Erziehung und Kinderbetreuung ( lit. d) ein Hilfebedarf anerkannt werden kann. Gemäss Art. 39e IVV gelten als monatliche Höchstansätze für Hilfeleistungen in den Bereichen nach Art. 39c lit. a-c IVV pro alltägliche Lebensverrichtung, die bei der Festsetzung der Hilflosenentschädigung festgehalten wurde, bei mittlerer Hilflosigkeit 3 0 Stunden (Abs. 2 lit. a Ziff. 2) und für Hilfeleistungen in den Bereichen nach Art. 39c lit. d-g IVV insgesamt 60 Stunden (Abs. 2 lit. b). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) fest, dass der Anspruch auf Hilflosenentschädigung ab 1. Oktober 202 0 auf eine solche mittleren Grades erhöht worden sei. Infolgedessen gelte beim Assistenzbeitrag eine individuelle Höchstgrenze von 60 Stunden für die Bereiche «alltägliche Lebens verrichtungen, Haushalt, gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestal tung». Zu berücksichtigen sei ferner die Kinderbetreuung (Stufe 3) von 30.42 Stunden. Vom Total von 90.42 Stunden sei der für die Hilflosenentschädigung neu mittleren Grades massgebende Aufwand von 35.69 Stunden abzuziehen, was einen Assistenzbeitrag für 54.73 Stunden pro Monat ergebe. Daraus resultiere bei einem Ansatz von Fr. 33.20 ein Anspruch von Fr. 1'817.05 monatlich bezie hungsweise Fr. 21'804.60 jährlich. Aufgrund der individuellen Höchstgrenze sowie des höheren Abzugs der Hilflosenentschädigung ergebe dies eine leichte Reduktion der im Vorbescheid aufgeführten Assistenzstunden. Hinzu komme, dass eine akute Phase nur bei einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades anerkannt werden könne. Diese entfalle vorliegend somit (S. 2 f.). Mit Beschwerdeantwort (Urk. 8) hielt die Beschwerdegegnerin daran fest, verwies insbesondere auf den Verfügungsteil 2 betreffend Hilflosenentschädigung vom 23. Juni 2021 sowie die Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 23. Juni 2021 und ergänzte, dass der Beschwerdeführerin die sachgerechte Anfechtung des Entscheids möglich gewesen und der Rückweisungsantrag daher abzuweisen sei. 2.2 D i e Beschwerdeführerin machte beschwerdeweise (Urk. 1) geltend, mangels genügender Begründung der Verfügung sei das rechtliche Gehör verletzt. So gehe daraus nicht hervor, ob und gegebenenfalls wie die Beschwerdegegnerin den Hil febedarf beim Essen und Trinken und die diesbezüglichen Schilderungen der Unterstützungspersonen geprüft und berücksichtigt habe und ob der Bedarf mit der Stufe 2 gedeckt werde (S. 4 ff., S. 9 oben). Der Mangel werde rechtsprechungs gemäss auch nicht durch den FAKT-Ausdruck beseitigt (S. 3). Ferner habe die Beschwerdegegnerin keine Gelegenheit zur Stellungnahme zur telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 17. bis 30. Mai 2021 gegeben (Urk. 10 S. 3 unten). Die Beschwerdeführerin sei bei der Lebensverrichtung Essen und Trinken auf die Hilfe Dritter angewiesen, da sie sonst nicht rechtzeitig und ausreichend esse und trinke. Eine verbale Anleitung reiche nicht aus, die Drittperson müsse so lange neben ihr stehen und sie überwachen, bis sie tatsächlich ausreichend gegessen und getrunken habe ( Urk. 1 S. 4 f., S. 8; Urk. 10 S. 3 oben). Sodann sei die von der Beschwerdegegnerin genannte individuelle Höchstgrenze bei Hilflosigkeit mittleren Grades von 60 Stunden unzutreffend; die Höchstgrenze betrage gemäss Art. 39e Abs. 2 lit. a IVV vielmehr 30 Stunden pro alltägliche Lebensverrichtung, unter Berücksichtigung der drei Bereiche An-/Auskleiden, Körperpflege und Essen und Trinken demnach 90 Stunden ( Urk. 1 S. 5). Damit sei der ganze ermit telte Bedarf von 82.16 Stunden zu berücksichtigen. Ferner gehe weder aus der Verfügung noch dem Berechnungsblatt hervor, ob und wie die Vorbringen der Beschwerdeführerin und der Unterstützungspersonen in Bezug auf das An- und Auskleiden berücksichtigt worden seien. So sei nicht ersichtlich, mit wie vielen Stunden der Bedarf aufgeführt sei und woraus sich die dafür eingesetzte Stufe 2 herleite und ob dieser den Bedarf decke. Angesichts der psychischen Erkrankung sei die Stufe 4 anwendbar ( Urk. 1 S. 6, S. 9 oben). Sodann sei nicht ersichtlich, wie mit dem als Summe für die drei alltäglichen Lebensverrichtungen anerkann ten Hilfebedarf von monatlich 27.88 Stunden oder 55 Minuten täglich der Bedarf abgedeckt werde ( Urk. 1 S. 9 oben); auch der für Essen und Trinken allein fest gestellte Hilfebedarf von 22 Minuten pro Tag sei zu tief (Urk. 10 S. 4 oben). Der Abklärungsbericht genüge den Anforderungen nicht, da er die Angaben der Hilfe leistenden Personen nicht berücksichtige und nicht zeige, warum die jewei lige Stufe gewählt worden und wie diese mit dem Ausmass an Hilfe vereinbar sei. Auch sei nicht ersichtlich, ob die Abklärungsperson Kenntnis der ärztlichen Ein schätzung gehabt habe (Urk. 8 S. 2 Mitte, Urk. 10 S. 2 f.). Indirekte Hilfe, die zur Hauptsache psychisch Behinderte betreffe, setze voraus, dass die Drittperson regelmässig anwesend sei und die Versicherte insbesondere bei der Ausführung der in Frage stehenden Verrichtung überwache. Sie sei von der lebenspraktischen Begleitung zu unterscheiden, welche die Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen nicht beinhalte ( Urk. 1 S. 7). Für den zeit lichen Aufwand bei der Überwachung sei irrelevant, ob eine funktionelle Selb ständigkeit vorliege oder nicht (Urk. 8 S. 2 unten). Es werde nicht begründet, ob und warum beim Essen nur eine verbale Anleitung nötig sei und aus welchen Gründen diese nicht über das Ausmass einer blossen lebenspraktischen Beglei tung hinaus gehe. Die pauschale Abgeltung widerspreche sowohl den Schilderun gen der Unterstützungspersonen als auch der telefonischen Auskunft des Sana toriums Z.___ über den Aufenthalt vom 17. bis 30. Mai 2021 (Urk. 10 S. 2 unten). Der Hilfebedarf im Bereich Essen und Trinken sei im vorliegenden Zusammen hang unbesehen der Feststellungen zur Hilflosenentschädigung anzuerkennen, da diese Vorbringen entscheidwesentliche Bedeutung hätten und in Bezug auf die Hilflosenentschädigung nur das Dispositiv in Rechtskraft erwachsen sei. Diesbe zügliche Vorbringen seien demnach zulässig, wenn sie nichts am Grad der Hilf losenentschädigung änderten, aber – wie vorliegend - für den Anspruch auf den Assistenzbeitrag bedeutsam seien (S. 8; Urk. 8 S. 2 oben ). Angesichts der Verletzung des rechtlichen Gehörs habe die Beschwerdeführerin unabhängig vom Verfahrensausgang und der allfälligen Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs Anspruch auf eine Parteientschädigung ( Urk. 1 S. 10 oben) und es seien ihr keine Verfahrenskosten aufzuerlegen ( Urk. 1 S. 10 f.; Urk. 8 S. 1). 2.3 Strittig und zu prüfen sind die Verletzung des rechtlichen Gehörs und die Höhe des Anspruchs auf einen Assistenzbeitrag. In diesem Zusammenhang ist insbe sondere zu prüfen, ob für den Bereich Essen und Trinken zusätzliche Assistenz stunden anzurechnen sind. 3. 3.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrische Klinik B.___, berichtete am 6. Oktober 2020 (Urk. 7/307) und führte aus, die Beschwerdeführerin befinde sich in ihrer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung. Im Verlauf des Jahres sei es zu einer deutli chen Zustandsverschlechterung mit starken Ängsten, Überforderungs erleben, emotionaler Instabilität sowie Zunahme der Zwangssymptomatik gekommen. Dadurch sei die Beschwerdeführerin in der Bewältigung des Alltags stark einge schränkt. Die Zwangssymptomatik äussere sich darin, dass die Beschwerdefüh rerin ständig Listen anlege über Dinge, die sie noch putzen müsse oder über das Geld, das sie ausgebe. Diese Listen würden einen Grossteil des Tagesablaufs bestimmen. Dem Reinigungsdrang würden gewisse Kontamina tionsbefürchtun gen zugrunde liegen, diese kenne sie schon seit der Pubertät. Zielführende Hand lungen zur Alltagsbewältigung seien durch diese Symptomatik nur noch sehr eingeschränkt möglich. Die Beschwerdeführerin habe einen dreijährigen Sohn, dessen Versorgung sie auch unter den aktuellen Bedingungen sehr herausfordere. Ein Klinikaufenthalt komme deshalb für die Beschwer deführerin nicht in Frage und auch aus medizinischer Sicht sei eine Unterstützung im ambulanten Rahmen deshalb sehr sinnvoll. Bislang habe sich die Beschwer deführerin Unterstützung durch das soziale Umfeld (Mutter, Schwester) orga nisiert. Die dadurch entste hende Belastung für das Umfeld sei jedoch nicht länger zumutbar. Eine privat organisierte Unterstützung habe deutliche Entlastung und eine rasche vorüber gehende Zustandsverbesserung gebracht, sei jedoch aus finanziellen Gründen nicht länger möglich gewesen. Es werde deshalb um Erhöhung der Hilflosenent schädigung ersucht, um eine Assistenz zu ermöglichen. 3. 2 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin stellte mittels FAKT2 zum Assistenzbeitrag aufgrund der Abklärung vom 26. Oktober 2020 am 5. November 2020 einen anerkannten Hilfebedarf von 70.42 Stunden fest (Urk. 7 / 308 /70 ). Am 9. November 2020 nahm die zuständige Sachbearbeiterin Stellung sowohl zur Hilflosenentsc h ädigung (Urk. 7/309) wie auch zum Assistenzbeitrag (Urk. 7/310). Zur Hilflosenentschädigung führte sie aus, seitens der Beschwerdeführerin sei in Übereinstimmung mit dem Bericht von Dr. A.___ vor Ort eine Verschlechte rung ihres Gesundheitszustandes deklariert worden. Durch den Lockdown sei ihr alles über den Kopf gewachsen. Die Zwänge/Ängste hätten stark zugenommen und sie habe für die Alltagbewältigung keine Kraft/Energie mehr. Das S chlimmste sei, dass sie seit Mai 2020 aufgrund der bestehenden Problematik nicht mehr in der Lage sei, ihren Sohn alleine zu betreuen. Seit Mai 2020 werde die Betreuung von ihren Eltern – sowie an zwei Wochenenden pro Monat vom Vater ihres Sohnes – übernommen. Laut Angaben der Beschwerdeführerin sehe sie ihren Sohn stunden weise und bei guter Tagesform schlafe er bei ihr. Ihr Ziel sei jedoch, dass sie ihren Sohn wieder zu sich nehmen und die Betreuung wieder wahrnehmen könne (S. 1). Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin sowie de s Schreiben s von Dr. A.___ sei aufgrund der Diagnose eine strukturierte Begleitung in den alltags relevanten Verrichtungen weiterhin zwingend notwendig, was unverändert täglich durch das Hometreatment, Frau C.___ (telefonisch) oder durch die Familie (Mutter und Schwester) wahrgenommen werde. In den alltäglichen Lebens verrichtungen bestehe unverändert eine funktionelle Selbständigkeit. Die telefonische Unterstüt zung bei der Kleider wahl werde bei der lebenspraktischen Begleitung berücksich tigt. Trotz aktuell verschlechtertem Gesundheitszustand bestehe unverändert eine Selbständigkeit in den alltäglichen Lebensverrichtungen. Die verbale Unterstüt zung sowie die strukturierte Begleitung zur Erledigung von alltagsrelevanten Ver ric h tungen werde du r ch die lebenspraktische Begleitung abgegolten. Das Erhö hungsgesuch werde abgewiesen, womit weiterhin Anspruch auf eine Hilflosenent schädigung leichten Grades bestehe (Urk. 7/309). Zum Assisten z beitrag hielt s ie fest, dass die Betreuung des Sohnes mit sechs Tagen pro Woche auf Stufe 3 zu berücksichtigen sei (Urk. 7/310). 3. 3 Herr D.___ gab am 30. Januar 2021 an (Urk. 7/319 /2-4 ), er habe die Beschwerdeführerin vor kurzer Zeit besucht. Er kenne sie seit vielen Jahren und er habe gewusst, dass sie körperliche und psychische Probleme habe. Die Situation, die er bei der Beschwerdeführerin angetroffen habe, habe jedoch alles übertroffen. Sie sei massiv abgemagert gewesen. Er habe innerhalb kürzester Zeit bemerkt, dass sie schlicht nicht mehr in der Lage sei, ihren Alltag alleine zu bewältigen. Er habe ihr angeboten, das Wochenende bei ihr zu verbringen, um sie zu unterstützen. Da die Beschwerdeführerin nicht mehr für sich selber sorgen könne, sei die zusätzliche Betreuung für ihren Sohn eine absolute Überforderung. Die Beschwerdeführerin sei in einer Verfassung, welche einen normalen, geregelten Tagesablauf verunmögli che. Damit die Beschwerdeführerin nicht wochenlang in den gleichen Kleidern schlafe und lebe, müsse man ihr behilflich sei n, die Wäsche zu wechseln. Weil sie die Kleidung nicht mehr ausziehe, wasche sie sich auch nicht mehr regelmässig und nur sehr oberflächlich. Am schlimmsten sei die Situation mit dem Essen. Sie koche nichts und sage, sie habe keinen Hunger. Man müsse ihr das Essen hinstellen, daneben sitzen und sie immer wieder auffordern, zu essen. Die Beschwerdeführerin brauche Unterstützung für den ganzen Tag. Wenn sie nicht schnell Hilfe bekomme, werde es zu einem völligen physischen und psychischen Zusammenbruch kommen und die Beschwerdeführerin werde verwahrlosen. 3.4 Frau E.___ gab am 1. Februar 2021 an (Urk. 7/319/1), sie sei in der Zeit zwischen Juli und August 2020 für einige Tage bei der Beschwerdeführerin gewe sen, um sie zu unterstützen. Es sei der Beschwerdeführerin schlecht gegangen. Sie sei nicht wirklich in der Lage gewesen, etwas zu machen und habe sich schlecht ernährt. Sie habe oft geweint und habe keine Energie mehr gehabt. Sie habe der Beschwerdeführerin den Haushalt gemacht, ihr bei den Büroarbeiten geholfen, sei für sie einkaufen gegangen und habe den Sohn der Beschwerdeführerin in die Kin derkrippe gebracht. Sie habe geschaut, dass die Beschwerdeführerin genügend esse und trinke. Die Beschwerdeführerin sei um jede Hilfe und Unterstützung froh gewesen. 3. 5 Frau F.___, Mutter der Beschwerdeführerin, gab am 1. Februar 2021 an (Urk. 7/318), die Beschwerdeführerin sei mittlerweile seit bald einem Jahr instabil und brauche viel Hilfe, weshalb sie Tag und Nacht bei ihr sei. Die Beschwerdefüh rerin habe grosse Schwierigkeiten in sehr vielen Bereich en, mittlerweile auch kör perlich, weshalb das Ganze unglaublich komplex sei. Die Beschwerdeführerin beschäftige sich oft den ganzen Tag mit dem Erstellen von Plänen, Listen, und damit, alles zu protokollieren und aufzuschreiben. Wenn sie das nicht mache, über komme sie eine Angst/Panik und dann gehe gar nichts mehr. Sie lasse auch einfach das E ssen und T rinken aus, weil es gerade nicht ins Schema oder den Ablauf passe, gehe nicht duschen, putze die Zähne nicht, wolle keine Kleid ung tragen und am liebsten immer nackt herumlaufen. Duschen könne sie einerseits nicht, weil es nicht in ihren Ablauf passe und andererseits habe sie Probleme mit dem Wasser, es störe sie, wenn Wasser auf ihrer Haut sei. Wenn sie sich pflege, zum Beispiel die Nägel schneide, dann mache sie das so extrem bis sie blute. Sie verstecke sich von der Aussenwelt und gehe nur noch zu den allerwichtigsten Terminen. Wenn sie einige Termine habe, sei sie danach wieder in einem Loch und es vergehe viel zu viel Zeit, bis sie das Erledigen eines Telefonats oder einer E-Mail schaffe. Weiter habe die Beschwerdeführerin ein sehr ungesundes Schlafverhalten und schlafe nicht wann sie sollte. Entweder müsse man sie ins Bett «zwingen» und dabei sein, damit sie wirklich einschlafe oder aber sie schaffe es kaum, um 20 Uhr noch wach zu bleiben. Dann müsse man sie immer wieder wecken und schauen, dass sie die Zeit nicht mit etwas Aufwühlendem verbringe. Oft werde sie nicht richtig wach. Sie könne sich dann nicht richtig bewegen, ihr Herz klopfe stark und sie sei wie betrunken oder auf Drogen. Sie könne dann nicht aufstehen, zittere, ihre Beine und Arme (Mus keln) würden schmerzen und sie habe Kreislaufprobleme. All das verunmögliche es ihr, einen Haushalt zu führen, überhaupt ein Leben alleine zu führen. Man könne die Beschwerdeführerin nicht mehr alleine lassen. 3. 6 Frau G.___ vom Sanatorium Z.___ gab auf telefonische Anfrage der Beschwerdegegnerin in Bezug auf den stationären Aufenthalt der Beschwerdefüh rerin vom 17. bis 20. Mai 2021 an (Urk. 7/320 S. 2 Mitte), die Unterstützung bei der Beschwerdeführerin übersteige in hohem Masse die Betreuung im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung. Die direkte Hilfe bei den verschiedenen Lebensver richtungen sei ebenfalls zwingend notwendig. Vorübergehend sei die Beschwerde führerin nach dem Austritt bei ihren Eltern. Dies sei jedoch auch nicht die ideale Lösung für beide Seiten. Es würden nun weitere Lösungen via Spitex, Assistenz etc. gesucht. 3.7 Die zuständige Sachbearbeiterin des Abklärungsdienstes nahm am 21. Juni 2021 Stellung zur Hilflosenentschädigung (Urk. 7/320 S. 2) und führte aus, aus dem Einwandschreiben gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin neben der intensiven Unterstützung im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung ebenfalls beim Ankleiden/Auskleiden sowie bei der Körperpflege auf regelmässige und erhebliche direkte Hilfe einer Drittperson angewiesen sei. Eine verbale Anleitung reich e nicht aus. Die Drittperson müsse neben der Kundin stehen und sie direkt anleite n und unterstützen. G emäss gesetzlichen Richtlinien gingen diese Unterstützungen über das Ausmass einer blossen lebenspraktischen Begleitung hinaus und seien deshalb nicht bei der lebenspraktischen Begleitung, sondern direkt bei den alltäglichen Lebensverrichtungen zu berücksichtigen. In Bezug auf die Lebensverrichtung Essen bestehe eine funktionelle Selbständigkeit. Das Zubereiten von Mahlzeiten sowie die Aufforderung zu Essen sowie zu Trinken werde durch die lebenspraktische Beglei tung a b gegolten. Aufgrund der neuen Sachlage könne ab 1. Oktober 2020 die Hilf losenentschädigung auf eine solche mittleren Grades erhöht werden. Dies aufgrund der lebenspraktischen Begleitung sowie der regelmässigen direkten Hilfe in den Lebensverrichtungen An-/Auskleiden und Körperpflege. 3.8 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin ermittelte mittels FAKT2 zum Assistenzbeitrag am 21. Juni 202 1 neu einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stunden (Urk. 7/ 323 /63 ). Sie führte aus, beim An-/Auskleiden sei die Beschwerdeführerin durch die Zwänge bei der Kleiderwahl oft überfordert. In solchen Situationen sei sie auf die beratende Unterstützung einer Drittperson angewiesen, was via Telefon erfolge. Ab und an müsse die Beschwerdeführerin aufgefordert werden, die Kleider zu wechseln. Die Beschwerdeführerin brauche Strukturierungshilfe, um Initiative zu ergreifen. Sie ziehe sich selbständig aus, zusätzlich brauche sie Hilfe bei Anklei desituationen ausserhalb der täglichen Routine (Urk. 7/323/10 -12 ). Zum Bereich Essen und Trinken führte die Sachbearbeiterin aus, die Beschwerde führerin sei funktionell selbständig. Die Handhabung des Bestecks sei ihr selb ständig möglich. Aufgrund der Angst/Zwänge sei es der Beschwerdeführerin ver mehrt nicht möglich zu essen. Sie könne zum Beispiel kein sauberes Glas aus dem Kasten nehmen, wenn noch verschmutztes Geschirr im Waschbecken stehe. Des halb ernähre sie sich oft von Fastfood. Die Beschwerdeführerin müsse vermehrt zur Nahrungsaufnahme motiviert werden (Urk. 7/323/15- 17). Im Bereich Körperpflege sei die Beschwerdeführerin ebenfalls funktionell selb ständig. Sie müsse regelmässig für die Körperpflege motiviert werden. Laut Angaben der Beschwerdeführerin wisse diese, dass sie die Zähne putzen müsse. Aufgrund der Zwänge komme es jedoch immer wieder vor, dass sie es nicht schaffe, die Zähne zu putzen. Sie könne zum Beispiel nicht entscheiden, ob sie nun zuerst die Zähne putzen oder etwas anderes machen soll e. Es sei regelmässige Unterstützung notwendig. Bei der periodischen Körperpflege (Haarpflege, Nagel pflege, Monatshygiene) sowie der Kosmetik (eincremen, rasieren, kämmen, bürs ten, frisieren, schminken) sei en eine Anleitung und direkte Hilfe notwendig (Urk. 7/323/17- 21). Im Bereich Alltägliche Lebensverrichtungen ermittelte sie einen Hilfebedarf von insgesamt 55 Minuten pro Tag (Urk. 7/323/26). Im Bereich Haushalt stehe sich die Kundin durch ihre Zwänge, alles perfekt zu machen, selbst im Weg. Bei administrativen Tätigkeiten sei sie auf Unterstützung angewiesen. Es sei ihr jedoch möglich, Assistent/innen anzuweisen und Termine zu vereinbaren. Administrative Tätigkeiten seien ein schwieriges Thema. Auf grund der Zwänge/Ängste könne sie nichts fortwerfen, wodurch der Poststapel immer grösser werde. Die Zahlung der Rechnungen hätten für sie erste Priorität. Für die Miete und die Krankenkasse habe sie je einen Dauerauftrag. Bei Notwen digkeit habe ihr Vater die Vollmacht für ihr Konto (Urk. 7/323/27- 28). Bei der Ernährung schaffe es die Beschwerdeführerin durch die Zwänge sowie ihren Perfektionismus nicht täglich, eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Diesbe züglich sei eine Anleitung durch eine Drittperson notwendig. Die Zubereitung von kalten Speisen sei möglich. Die Beschwerdefüh r erin wasche selt en das Geschirr sofort ab. Ohne Anleitung und Kontrolle würde es tagelang herumliegen. Auch bei der Reinigung sei jeweils die Anleitung zwingend notwendig, teilweise sogar eine vollständige Übernahme durch eine Drittperson (Urk. 7/323/29-30). Je nach Tagesform seien oberflächliche Reinigungsarbeiten selbst möglich. Oft verhinderten jedoch die Zwänge, dass die Beschwerdeführerin etwas in Angriff nehmen könne. Es sei eine Anleitung/Motivation nötig. Die Beschwerdeführerin sehe die Arbeit, durch die Zwänge schaffe sie es jedoch nicht, aus eigener Initia tive Reinigungsarbeiten zu übernehmen. Es sei eine Anleitung/Führung durch eine Drittperson notwendig, teilweise sogar die vollständige Übernahme durch eine Drittperson ( U rk. 7/323/ 31 - 33). Die Beschwerdeführerin erstelle keine Einkaufsliste, da der Einkauf sie völlig überfordere. Das Prüfen der Vorräte erfolge mit Unterstützung. Der Umgang mit dem Geld sei selbständig möglich. Sie achte auf Aktionen und gehe auch in den Caritasladen einkaufen. Es sei stark von der Tagesform abhängig, ob sie es schaffe, in den Laden zu gehen. Am besten klappe der Einkauf auf dem Heimweg von der Psychotherapie. Kleine persönliche Einkäufe seien je nach Tagesform selbständig möglich. Bei Behörden/Ämtern sei eine Begleitung notwendig. Beim Kleiderkauf sei eine Begleitung notwendig, da sich die Kundin nicht entscheiden könne (Urk. 7/323/34- 37). Die Beschwerdeführerin wisse, dass sie waschen müsse, schaffe es jedoch durch die Zwänge mehrheitlich nicht aus eigener Initiative. Es sei eine Anlei tung/Führung durch eine Drittperson, teilweise auch die vollständige Übernahme durch eine Drittperson notwendig. Aufgrund der Zwänge bleibe die saubere Wäsche liegen. Es sei eine Motivation notwendig, damit die Beschwerdeführerin die Wäsche zusammen lege und im Kasten versorge ( Urk. 7/323/37- 39). Im Bereich Haushalt wurde ein täglicher Hilfebedarf von insgesamt 81 Minuten ermittelt (Urk. 7/323/39). Die Beschwerdeführerin brauche Unterstützung bei der Freizeitgestaltung, dies in Form von Motivation. Sie könne telefonieren und pflege Kontakte mit Freunden, den Eltern etc. (Urk. 7/323/40- 41). Funktionell bestehe keine Einschränkung in der Mobilität. Je nach Tagesform gehe die Beschwerdeführerin alleine nach draussen. Öffentliche Verkehrsmittel meide die Beschwerdeführerin, die Benützung sei jedoch möglich. Sie sei ver mehrt mit dem Velo unterwegs. Aktuell sei mehrheitlich eine Begleitung notwen dig (Urk. 7/323/42 ). Bei Reisen/Ferien sei aufgrund der Zwänge/Ängste eine Begleitung no t wendig (Urk. 7/323/43). Im Bereich Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung wurde ein Hilfebe darf von 26 Minuten pro Tag festgehalten (Urk. 7/323/43). Durch die Zwänge/Ängste sei es der Beschwerdeführerin seit Mai 2020 nicht mehr möglich, ihren Sohn zu betreuen. Die Betreuung werde aktuell von den Eltern der Beschwerdeführerin übernommen. S tundenweise sowie ab und an eine Nacht übernehme die Beschwerdeführerin die Betreuung. Das Ziel sei, dass sie ihren Sohn wieder zu sich nehmen könne. Die Obhut des Sohnes sei bei ihr. Bei der Erziehung und Kinderbetreuung sei ein Hilfebedarf von 60 Minuten pro Tag an zu erkennen (Urk. 7/323/44 -45 ). Die Notwendigkeit einer dauernde n persönliche n Überwachung sei zum heutigen Zeitpunkt nicht gegeben (Urk. 7/323/55). Gestützt auf diese Erhebungen hielt die Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin in der Zusammenfassung der Berechnung einen für den Assistenzbetrag relevan ten Hilfebedarf von monatlich 27.88 Stunden im Bereich Alltägliche Lebensver richtungen, von 41.10 Stunden im Bereich Haushalt, von 13.18 Stunden im Bereich Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung und von 30.42 Stunden im Bereich Erziehung und Kinderbetreuung, mithin von total 112.58 Stunden fest (Urk. 7/323/ 63). Unter Berücksichtigung der individuellen Höchstgrenze von 60 Stunden in den Bereichen 1-3 (Alltägliche Lebensverrichtungen, Haushalt und Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung) sowie von 51.43 Stunden in den Bereichen 4-7 (Erziehung und Kinderbetreuung, Gemeinnützige oder ehren amtliche Tätigkeit, Aus- oder Weiterbildung, Berufliche Tätigkeit auf dem regu lären Arbeitsmarkt) ermittelte sie einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stun den. 3.9 Die zuständige Sachbearbeiterin nahm am 23. Juni 2021 zum Assistenzbeitrag Stellung (Urk. 7/324) und führte aus, aufgrund der neuen Sachlage könne die Hilflosenentschädigung ab 1. Oktober 2020 auf eine solche mittl e ren Grades erhöht werden. Denn neu seien neben der lebenspraktischen Begleitung der Bedarf an regelmässige r direkte r Hilfe in den Lebensverrichtungen «An-/Ausklei den» und «Körperpflege» ausgewiesen. Der FAKT sei dementsprechend angepasst worden. Bei einer Hilflosenentschädigung mittleren Grades (2 Lebensverrichtun gen und die lebenspraktische Begleitung) sei beim Assistenzbeitrag gemäss den gesetzlichen Richtlinien die individuelle Höchstgrenze für die Bereiche «alltägli che Lebensverrichtungen, Haushalt, gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestal tung» mit 60 Stunden pro Monat festgelegt. Dazu werde noch die Kinderbetreu ung (Stufe 3) mit 30.42 Stunden berücksichtigt. Dies ergebe ein Total von 90.42 Stunden pro Monat. Abzüglich der Hilflosenentschädigung neu mittleren Grades mit einem Bedarf von 35.69 Stunden ergebe dies einen Assistenzbeitrag von 54.73 Stunden pro Monat. Aufgrund der individuellen Höchs t grenze sowie des höheren Abzugs der Hilflosenentschädigung ergebe dies eine leichte Reduktion der im Vorbescheid aufgeführten Assistenzstunden. Gemäss gesetzlichen Richtli nien könne eine akute Phase nur bei einer leichten Hilflosenentschädigung aner kannt werden. 4. 4.1 Die Beschwerdeführerin rügte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Urk. 10 S. 3 unten) sowie der Begr ü ndungspflicht (Urk. 1 S. 3 ff., S. 9 oben). Sie habe von der Beschwerdegegnerin keine Gelegenheit zur Stellungnahme zur telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ über ihren Aufenthalt vom 17. bis 30. Mai 2021 erhalten. Aus der Verfügung gehe zudem nicht hervor, ob und gegebenen falls wie die Beschwerdegegnerin den Hilfebedarf beim Essen und Trinken und die diesbezüglichen Schilderungen der Unterstützungspersonen geprüft und berücksichtigt habe und ob der Bedarf mit der Stufe 2 gedeckt werde. Dieser Mangel werde auch nicht durch den FAKT-Ausdruck beseitigt. 4.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen. Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden Einspracheentscheide begründet. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung ( BV ) fliessende Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich das kantonale Gericht beziehungs weise der Versicherungsträger mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinan dersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigs tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht respek tive der Versicherungsträger hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2, 136 I 229 E. 5.2, je m.w.H.). 4.3 Am 23. Dezember 2020 (Urk. 7/317) sowie am 19. August 2021 (Urk. 7/331) wurde jeweils Akteneinsicht gewährt und wurden dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die Akten zugestellt. Damit erhielt d er Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor Verfügung serlass Kenntnis der seit dem Vorbescheid ein gegangenen Berichte zu r Fremdunterstützung (Urk. 7/318-319), nicht jedoch von der kurzen telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ (Urk. 7/320 S. 2 Mitte). Letztere war jedoch nicht entscheidend für die – im Übrigen zu Gunsten der Beschwerdeführerin - erfolgte Erhöhung der Hilflosenentschädigung. Zudem erhielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin Gelegenheit, sich im vorlie genden Verfahren dazu zu äussern. Auch bezüglich der gerügten fehlenden Begründung der Verfügung ist vorliegend kein Mangel erkennbar. Auch wenn die Beschwerdegegnerin nicht zu jedem ein zelnen Punkt der Rügen der Beschwerdeführerin Stellung bezog, so erläuterte sie doch die für die Bemessung des Assistenzbeitrags entscheidwesentliche Abhän gigkeit des Assistenzbeitrags von der Anza h l der in der Berechnung der Hilflo senentschädigung anerkannten alltäglichen Lebens verrichtungen korrekt (vgl. Urk. 2 S. 3 ). Diese wurden i n der tags zuvor erlassenen Verfügung betreffend Hilflosenentschädigung aufgeführt (Urk. 7/32 2 S. 2 ), worin auch dargelegt wurde, weshalb der Bereich «Essen/Trinken» als in der lebenspraktischen Begleitung ent halten erachtet wird und infolgedessen nicht separat auszuweisen ist. Damit beschränkte sich die Beschwerdegegnerin in noch ausreichendem Masse auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte und nannte wenigstens kurz die Überle gungen, von denen sie sich hat leiten lassen, wobei die Begründungspflicht nicht gebietet, dass sich der Versicherungsträger mit allen Parteistandpunkten einläss lich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Der Beschwerdeführerin war es jedenfalls gestützt auf die Begründung möglich, die Tragweite der Verfügung einzuschätzen und diese substantiiert mit Beschwerde und nachfolgenden einlässlichen Stellungnahmen anzufechten. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt demnach nicht vor. Ausserdem hatte die Beschwer deführerin die Möglichkeit, sich vor dem hiesigen Gericht zu äussern, das sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Eine Rückweisung aus formellen Gründen würde ferner zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der Beschwerdeführerin an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären. Demnach hätte - selbst wenn von einer nicht beson ders schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs auszugehen wäre – diese ausnahmsweise als geheilt zu gelten. 5. 5.1 Die IV-Stellen benutzen zur Berechnung des Assistenzbeitrags das vom Bundes amt für Sozialversicherungen ( BSV ) entwickelte standardisierte Abklärungsin strument FAKT 2. Dessen Funktionsweise in Bezug auf den gesamten Hilfebedarf wird im Kreisschreiben des BSV über den Assistenzbeitrag (KSAB, gültig ab 1. Januar 2015, Stand: 1. Januar 2021 ) erläutert. Zur Bestimmung der notwendigen Einstufung pro Hilfeleistungen müssen die IV Stellen Aussagen der versicherten Person, Anmerkungen der Abklärungs per son sowie Erfahrungswerte berücksich tigen. Als Unterstützung sind im FAKT Fallbei spiele hinterlegt, die eine möglichst standardisierte Erfassung erlauben ( Rz 4101 KSAB). Der Hilfebedarf jedes (Teil-)Bereichs ist in fünf Stufen eingeteilt. Jede Stufe umfasst Zeitwerte entsprechend des Hilfebedarfs (von Stufe 0 = kein Bedarf, volle Selbstständigkeit bis Stufe 4 = umfassender Bedarf, keinerlei Selbstständigkeit). Die Stufen mit den dazugehörenden Bandbreiten sind pro Bereich erfasst und befinden sich im Anhang 3 ( Rz 4009 KSAB). Wenn bei mehreren (einigen, ein paar, verschiedenen) Teilhandlungen Hilfe geleistet werden muss, aber noch eine wesentliche Eigenleistung möglich ist, ist Stufe 2 anwendbar. In der Stufe 2 kann die versicherte Person einen Teil der Ver richtungen selbständig übernehmen, andernteils ist eine direkte Hilfe oder stete Anleitung und Kontrolle (dazwischen erledigt die versicherte Person Teil handlungen selbständig) nötig ( Rz 4012 KSAB). Stufe 3 ist anwendbar, wenn der versicherten Person nur eine kleine Mithilfe bei der Teilhandlung oder eine bescheidene Eigenleistung, die die Ausführung erleich tert, möglich ist. In der Stufe 3 braucht die versicherte Person demnach Hilfe bei den meisten Verrichtungen, sie kann nur geringe Eigenleistung voll brin gen, benötigt in grossem Umfang direkte Hilfe oder häufig Überwachung (Assis tenzperson muss anleiten und meistens die Teilhandlung unmittelbar beglei ten, Rz 4013 KSAB). Schliesslich kommt Stufe 4 zur Anwendung, wenn keine bescheidene Mithilfe bei einer Teilhandlung oder Erleichterung bei der Ausführung der Tätigkeit möglich ist. In der Stufe 4 ist die versicherte Person auf umfassende und ständige Hilfe bei allem angewiesen, sie kann gar nichts selbständig tun, braucht umfassende direkte Hilfe oder ständige Anleitung und Überwachung bei allen Verrichtungen ( Rz 4014 KSAB). Jeder (Teil-)Bereich ist in verschiedene Tätigkeiten unterteilt. Für jede Tätigkeit muss entschieden werden, welche Stufe der versicherten Person für die jeweilige Tätigkeit zuzuordnen ist. Bei jeder Stufe ist ein Minutenwert hinterlegt. Die Summe der Minutenwerte jeder Tätigkeit ergibt dann die Stufe des entspre chen den (Teil-)Bereichs. Die Stufe bestimmt sich nach den Bandbreiten gemäss dem Anhang 3 des KSAB ( Rz 4015 KSAB). In jedem Bereich kann bei Versicherten, deren Bedarf begründet über dem ver fügbaren Zeitrahmen liegt, ein Zusatzaufwand gewährt werden (z.B. bei starken Spasmen im Bereich An-/Ausk leiden ein Zusatzaufwand von 10 Minuten). Der Zusatzaufwand kann in der Regel nur gewährt werden, wenn der normale Hilfe bedarf im entsprechenden (Teil -) Bereich mindestens die Stufe 3 erreicht ( Rz 4016 KSAB). 5.2 Verwaltungsweisungen, wie etwa Wegleitungen oder Kreisschreiben, richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwend baren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestre ben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 146 V 224 E. 4.4.2, 141 V 365 E. 2.4 m.w.H.). 5.3 D as Abklärungsinstrument FAKT2 ist laut bundes ge richtlicher Rechtsprechung grundsätzlich geeignet zur Abklärung des Hilfe bedarfs (BGE 140 V 549 E. 3.2.2.4 und die Regeste ). Die Bestimmung der Anzahl anrechenbarer Minuten liegt dabei nicht im Ermessensspielraum der Abklärungs person, sondern wird automatisch durch die im standardisierten Abklärungsin strument vorgesehene Stufenhöhe vor gegeben (vgl. vorstehend E. 5.1 ). Die einzelnen - abgestuften - zeitlichen Vorga ben in FAKT2 geben den durch schnittlichen Aufwand für die entsprechenden Hilfeleistungen wieder. Die Vorgabe bestimmter Zeiteinheiten dient der Objekti vierung des Bedarfs, den nach subjektiven Gesichtspunkten festzulegen das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 BV) gerade verbietet. Den individuellen Gegeben heiten ist dennoch Rechnung zu tragen, was einerseits durch die Wahl der zutref fenden Stufe und anderseits durch die allfällige Berücksichtigung von Zusatz- und Minderaufwand (Reduktionen) geschieht (BGE 140 V 543 E. 3.2.2.3 mit Hin weisen). 5.4 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin hielt mittels FAKT2 am 21. Juni 2021 einen für den Assistenzbeitrag relevanten Hilfebedarf von insge samt 112.58 Stunden fest und ermittelte unter Berücksichtigung der individuellen Höchstgrenze einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stunden (Urk. 7 / 323 / 58, vorstehend E. 3.8 ). D er Abklärungsbericht (Urk. 7 / 323 ) beschreib t ausführlich die Einschränkungen in den einzelnen ( Teil )B ereiche n sowie die jeweils benötigten Hilfestellungen. So hält er insbesondere im vorliegend strittigen Bereich der A lltäglichen Lebensver richtungen unter detaillierter Bezugnahme auf die einzelnen Einschränkungen der Beschwerdeführerin einen täglichen Bedarf von 11 Minuten im Teilbereich An- und Auskleiden fest (Urk. 7/323/10-12 ; Zusammenstellen der Klei der/Wäschewechsel, An- und Auskleiden, Ziff. 1.1.1-1.1.2 ), von 22 Minuten im Teilbereich Essen und Trinken (Urk. 7/323/15-17 ; Vorbereiten der Nahrungsauf nahme, Essen und Trinken, Ziff. 1.3.1-1.3.2 ) und von 20 Minuten im Teilbereich Körperpflege (Urk. 7/323/17-21 ; Körperwäsche, Zahnpflege/Mundhygiene, peri odische Körperpflege, Kosmetik, Ziff. 1.4.1, 1.4.3-1.4.5 ). Unter Berücksichtigung des Zusatzaufwandes für die Vorbereitung der Medikamente von 2 Minuten täg lich (Urk. 7/323/25, vorstehend E. 5.1 3 ) wurde dabei ein Aufwand von 55 Minu ten täglich beziehungsweise von 27.88 Stunden monatlich im Bereich der alltäg lichen Lebensverrichtungen ermittelt (Urk. 7/323/26). Die für die einzelnen Stufen massgebenden Kriterien w e rden sodann eingangs aufgeführt (Urk. 7/323/10 oben) und die für den konkreten Teilbereich massgebende Stufe einzeln angege ben. Unter Berücksichtigung des medizinischen Sachverhalts (vgl. Urk. 7/309, Urk. 7/320 S. 2, Urk. 7/323/4) sowie der Vorbringen der Unterstützungspersonen (vgl. Urk. 7/318-319) und der Auskunft des Sanatoriums Z.___ (Urk. 7/320 S. 2 ) wurde in Bezug auf die Teilbereiche im Abklärungsbericht beziehungsweise in der Stellungnahme dazu erläutert, inwiefern den indi viduellen Einschränkun gen mit Hilfe des FAKT2 Rechnung getragen wurde. Der Bericht über die Abklärung vor Ort mittels FAKT2 und die Stellungnahme vom 22. Juni 2021 (Urk. 7/320 ) erweisen sich hinsichtlich des festgestellten Hilfebedarfs als umfassend und nach vollziehbar und im Einklang mit der Rechtsprechung (BGE 140 V 543). D ie Ein schränkungen der Beschwerdeführerin wurden ange messen berück sichtigt, erfolgten doch die Einschätzungen der Abklärungs person in Kenntnis der medi zinischen Verhältnisse, die im FAKT2 vermerkt wurden (Urk. 7/323/ 3- 4), und der Angaben der Unterstützung spersonen und des Sana toriums Z.___, die i n de r Stellungnahme vom 22. Juni 2021 wiederg egeben wurden (Urk. 7/ 3 20 S. 2). Es sind demnach keine besonderen Umstände im Sinne der Rechtsprechung (vor stehend E. 1. 5 ) gegeben, welche die aufliegenden Abklärungsberichte und FAKT2 für die Festsetzung der Hilfebedarf als mangelhaft oder ungeeignet erscheinen liessen, so dass grundsätzlich darauf abgestellt werden kann. 6. 6.1 Strittig sind vorliegend die Einstufungen und Anrechnungen bei den alltäglichen Lebensv errichtungen «An-/Auskleiden» (Ziff. 1.1), «Körperpflege» (Ziff. 1.4) und «Essen und Trinken » (Ziff. 1.3). Anzumerken i st diesbezüglich, dass d as Gericht, sofern der Abklärungsbericht - wie hier - eine zuverlässige Entschei dungs grund lage bildet, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur eingreift, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Dies gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkre ten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 547 E. 3.2.1; vorstehend E. 1. 5 ). 6.2 Zur Berechnung des Höchstbetrags in den Bereichen alltägliche Lebensverrich tungen, Haushalt und Freizeit ist vom Grad der Hilflosigkeit und der Anzahl all täglicher Lebensverrichtungen auszugehen. Gemäss Art. 39e IVV Abs. 2 lit. a sind in den genannten Bereichen pro alltägliche Lebensverrichtung, die bei der Fest setzung der Hilflosenentschädigung festgehalten wurde, 30 Stunden anzurech nen, womit sich bei einer Einschränkung in zwei alltäglichen Lebensverrichtun gen eine Maximalstundenzahl von 60 Stunden ergibt. Das Gleiche gilt bei mit telschwerer Hilflosigkeit wegen lebenspraktischer Begleitung, auch hier ist auf die Anzahl der alltäglichen Lebensverrichtungen abzustellen. Die Addierung von Stunden im Rahmen von Höchstgrenzen in den Bereichen alltägliche Lebensver richtungen, Haushaltsführung und gesellschaftliche Teilnahme und Freizeitge staltung ist – von Sonderfällen abgesehen - nicht möglich (vorstehend E. 1.6, Rz 4086, 4093, 4093.1 KSAB). Gemäss Art. 39e Abs. 2 lit. b IVV können für Hilfe leistungen im Bereich Erziehung und Kinderbetreuung sodann maximal 60 Stun den angerechnet werden. 6.3 Die Beschwerdegegnerin erachtete in der Verfügung betreffend Hilflosenentschä digung den Bedarf an lebenspraktischer Begleitung sowie die regelmässige Hilfe in zwei Bereichen (An- / Auskleiden, Körperpflege) als ausgewiesen ( Urk. 7/320, Urk. 7/ 321-322, Urk. 7/326-329 ). Im Abklärungsbericht vom 21. Juni 2021 hielt sie einen für den Assistenzbeitrag relevanten Hilfebedarf von 27.88 Stunden für die alltäglichen Lebensverrichtungen, von 41.10 Stunden für den Haushalt und von 13.18 Stunden für gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung fest (Urk. 7/323/63) und rechnete diese Bereiche mit den Höchstansätzen von 2 x 30 Stun den an. Angesichts der bei der Festsetzung der Hilflosenentschädigung ausgewie senen Einschränkungen in zwei alltäglichen Lebensverrichtungen ( An-/Ausklei den und Körperpflege ) wurden die Höchstansätze mit 2 x 30 Stunden korrekt gewährt und die Maximalstundenzahl von 60 Stunden insgesamt ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Richtig ist insbesondere, dass allein auf die Anzahl der alltäglichen Lebensverrichtungen abgestellt und der in den Bereichen Haushalt sowie G esellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung ermittelte Hilfebedarf nicht zusätzlich berücksichtigt wurde (vorstehend E. 6.2). Zutreffend ist sodann die gesonderte Berücksichtigung des Hilfebedarfs bei der Erziehung und Kinder betreuung von 30.42 Stunden ( Urk. 7/323/63; vgl. vorstehend E. 1. 6 und E. 6.2 ). Angesichts der angerechneten Maximalstundenzahl und der Mass geblichkeit der Anzahl alltäglicher Lebensverrichtungen erübrigen sich weitere Ausführungen zur Stufe beziehungsweise zum anzurechnenden effek tiven Zeitaufwand. 6.4 Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, d ass die Beschwerdegegnerin den Bereich «Essen und Trinken» zu Unrecht nicht als weitere (dritte) alltägliche Lebensverrichtung anerkannt und dafür zusätzliche 30 Stunden angerechnet habe. Inwiefern dies – nachdem die Verfügung betreffend Hilflosenentschädigung ausdrücklich nicht angefochten wurde – im vorliegenden Verfahren betreffend Assistenzbeitrag vorgebracht werden kann, kann offen bleiben. Denn dass bei funktioneller Selbständigkeit (vgl. hierzu Urk. 7/322 S. 2) das Zubereiten von Mahlzeiten sowie die Aufforderung zu Essen und zu Trinken durch die lebens praktische Begleitung abgegolten wird, steht im Einklang mit der gesetzlichen Regelung. So darf, sofern zusätzlich zur lebenspraktischen Begleitung auch die Hilfe bei der Teilfunktion einer alltäglichen Lebensverrichtung benötig t wird, die gleiche Hilfeleistung nur einmal – entweder als Hilfe bei der Teilfunktion der alltäglichen Lebensverrichtung oder als lebenspraktische Begleitung – berück sichtigt werden. So beinhaltet d ie Hilfe bei der Tagesstrukturierung beispielsweise die Aufforderung aufzustehen, und die Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen umfasst ebenfalls Anleitungen und Aufforderungen; im Bereich der Hygiene ist dies beispielsweise die Erinnerung zu duschen, nicht aber direkte Hilfe beim Duschen, welche unter der alltäglichen Lebensverrichtung der Körperpflege zu berücksichtigen ist ( Rz 8048 und 8050 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung ( KSIH ), gültig ab 1. Januar 2015, Stand : 1. Januar 2021 ; Urteil des Bundesgerichts 9C_691/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 4.2 ). Vor diesem Hintergrund sind die Erwägungen in der Stellungnahme der Abklä rungsperson, welche in die Ve rfügung betreffend Hilflosenentschädigung vom 22. Juni 2021 übernommen wurden ( Urk. 7/320 S. 2 unten, Urk. 7/322 S. 2), wonach im Bereich «Essen/Trinken» funktionelle Selbstständigkeit besteh t und das Zubereiten von Mahlzeiten und die Aufforderung zum Essen und Trinken in der lebenspraktischen Begleitung enthalten und nicht separat auszuweisen ist, nicht zu beanstanden. Die fachlich kompetente Abklärungsperson war nah am konkreten Sachverhalt und nahm in Kenntnis der Fremdauskünfte (vorstehend E. 3.3-3.6, Urk. 7/320 S. 2 ) die Einschätzung vor, dass im Bereich Essen und Trinken - dies im Unterschied zu den Bereichen Ankleiden/Auskleiden und Körperpflege – keine direkte Dritth ilfe erforderlich ist, die über das Ausmass einer lebensprak tischen Begleitung hinausgeht. Darauf ist abzustellen, sodass es auch für die Belange des Assistenzbeitrags bei der Anerkennung eines Hilfebedarfs für zwei alltägliche Lebensverrichtungen bleibt. 6.5 Zusammenfassend sind die gestützt auf den Abklärungsbericht mittels FAKT2 und die Stellungnahmen des Abklärungsdienstes erfolgten Einschätzungen des Assistenzbedarfs plausibel und begründet und es liegen keine klar feststellbaren Fehleinschätzungen vor, welche im Rahmen der gerichtlichen Ermessenskontrolle ein Einschreiten erfordern würden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 7. 7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kos ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule gen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00. -- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 7.2 Ausgangsgemäss – auch mangels Verletzung des rechtlichen Gehörs - ist der Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung geschuldet. Im Übrigen wurde d em Ver tre ter der Beschwerdeführerin vom Bundesgericht wiederholt eröffnet, dass er mangels eines Anwaltspatentes beziehungsweise Erfüllung der persönli chen Voraussetzungen für einen Registereintrag im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA) nicht als unentgeltlicher Vertreter im Sinne von Art. 37 Abs. 4 des Bundesgeset zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) bestellt wer den kann und der von ihm vertretenen Person aus diesem Grund bei Obsiegen auch kein Anspruch auf eine Parteientschädigung nach Art. 52 Abs. 3 ATSG zusteht (Urteil des Bundesgerichts 9C_628/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 4). Bei dieser eindeutigen und bekannten Rechtslage – sowie entsprechend dem Aus gang des Verfahrens - ist der Antrag auf Parteientschädigung ohne Weiterungen abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden den Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Y.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes ge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensBarblan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00496 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Barblan Urteil vom 22. Juni 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Y.___ gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1978, Mutter eines 2017 geborenen Sohnes, bezieht seit 2012 eine ganze Rente der Invaliden ver sicherung und seit Januar 2018 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades (Urk. 7/320 S. 1 oben). Am 5. Oktober 2020 ersuchte sie um Ausrichtung eines Assistenzbeitr ag e s (Urk. 7/306). Am 26. Oktober 2020 erfolgte eine Abklärung vor Ort betreffend Assistenzbeitrag ( Standardisiertes Abklärungsinstrument, FAKT2; Bericht er stattung vom 5. November 2020; Urk. 7/308). Mit Vorbescheid vom 9. November 2020 stellte die IV-Stelle ab dem 1. Oktober 2020 die Gewährung eines Assistenzbeitrags an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 1'863.85 respektive bis Ende Dezember 2020 maximal Fr. 5'591.55 sowie ab 1. Januar 2021 von maximal Fr. 22'366.20 pro Kalenderjahr in Aussicht (Urk. 7/311). Ebenfalls mit Vorbescheid vom 9. November 2020 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Gesuchs um Erhöhung der Hilflosen entschädigung in Aussicht (Urk. 7/312). Nachdem die Versicherte am 9. Dezember 2020 Einwände gegen die Vorbescheide erhoben hatte (Urk. 7/315), tätigte die IV-Stelle weitere Abklärungen (Urk. 7/318-320, Urk. 7/323 ) und sprach der Versicherten mit Ver fügung vom 22. Juni 2021 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades ab 1. Oktober 2020 zu (Urk. 7/321-322, Urk. 7/326-329 ). Mit Verfügung vom 23. Juni 2021 passte die IV-Stelle den Assistenzbeitrag an die Erhöhung der Hilflosenent schädigung an und sprach der Versicherten einen Assistenzbeitrag an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 1'817.05 respek tive bis Ende Dezember 2020 maximal Fr. 5'451.15 sowie ab 1. Januar 2021 von maximal Fr. 21'804.60 pro Kalenderjahr zu (Urk. 7/325). 2. Die Versicherte erhob am 25. August 2021 Beschwerde (Urk. 1) gegen die Verfü gung vom 23. Juni 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, eine rechtsgenüglich begründete Verfügung zu erlassen (S. 1 Ziff. 1), eventuell sei die Sache zu ergänzender Abklärung und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 1 Ziff. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2021 (Urk. 6 ) die Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 1. Oktober 2021 (Urk. 8) nahm die Beschwerdeführerin Stellung, wobei sie das beschwerdeweise (Urk. 1 S. 1 und S. 10) gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung zurückzog (S. 1). Dies e wurde der Beschwerde gegnerin am 8. Oktober 2021 und der Beschwerdeführerin gleichzeitig die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (Urk. 9). Am 25. Oktober 2021 (Urk. 10) nahm die Beschwerdeführerin wiederum Stellung, was der Beschwerdegegnerin am 1. November 2021 zur Kenntnis und freiwilligen Stellungnahme gebracht wurde (Urk. 11). Mit Eingabe vom 23. November 2021 hielt die Beschwerdegegnerin unter Verzicht auf eine Stellungnahme an ihren Anträgen fest (Urk. 12). Dies wurde der Beschwerdefüh rerin am 25. November 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 13). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (BGE 148 V 174 E. 4.1). 1. 2 Gemäss Art. 42 Abs. 1 IVG haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG ) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42 bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa chung bedarf (Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beein trächtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 IVV ). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a): - Ankleiden, Auskleiden; - Aufstehen, Absitzen, Abliegen; - Essen; - Körperpflege; - Verrichtung der Notdurft; - Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme. 1. 3 Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln: a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb li cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb li cher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist. Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2). 1. 4 Nach Art. 42 quater Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf einen Assistenz bei trag: a. denen eine Hilflosenentschädigung der IV nach Artikel 42 Absätze 1-4 aus ge richtet wird; b. die zu Hause leben; und c. die volljährig sind. 1. 5 Nach dem Wortlaut von Art. 42 sexies Abs. 1 IVG ist der Ausgangspunkt für die Berechnung des Assistenzbeitrages die gesamthaft für Hilfeleistungen benötigte Zeit. Dazu ist in der Regel eine Abklärung an Ort und Stelle (Art. 57 Abs. 1 lit. f IVG in Verbindung mit Art. 69 IVV) erforderlich. Ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs hat folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf all tägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachperso nen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plau sibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensver richtungen sowie den tatbestandsmässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht. Diese Rechtspre chung ist auch massgeblich beim Eruieren des gesamten Hilfebedarfs mit Blick auf den Assistenzbeitrag (BGE 140 V 543 E. 3.2.1). Gemäss Art. 42 sexies Abs. 4 lit. a IVG legt der Bundesrat die Bereiche und die minimale und maximale Anzahl Stunden, für die ein Assistenzbeitrag ausgerich tet wird, fest. 1. 6 In Art. 39c IVV hat der Verordnungsgeber festgelegt, dass unter anderem in den Bereichen der alltäglichen Lebensverrichtungen ( lit. a) und der Erziehung und Kinderbetreuung ( lit. d) ein Hilfebedarf anerkannt werden kann. Gemäss Art. 39e IVV gelten als monatliche Höchstansätze für Hilfeleistungen in den Bereichen nach Art. 39c lit. a-c IVV pro alltägliche Lebensverrichtung, die bei der Festsetzung der Hilflosenentschädigung festgehalten wurde, bei mittlerer Hilflosigkeit 3 0 Stunden (Abs. 2 lit. a Ziff. 2) und für Hilfeleistungen in den Bereichen nach Art. 39c lit. d-g IVV insgesamt 60 Stunden (Abs. 2 lit. b). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) fest, dass der Anspruch auf Hilflosenentschädigung ab 1. Oktober 202 0 auf eine solche mittleren Grades erhöht worden sei. Infolgedessen gelte beim Assistenzbeitrag eine individuelle Höchstgrenze von 60 Stunden für die Bereiche «alltägliche Lebens verrichtungen, Haushalt, gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestal tung». Zu berücksichtigen sei ferner die Kinderbetreuung (Stufe 3) von 30.42 Stunden. Vom Total von 90.42 Stunden sei der für die Hilflosenentschädigung neu mittleren Grades massgebende Aufwand von 35.69 Stunden abzuziehen, was einen Assistenzbeitrag für 54.73 Stunden pro Monat ergebe. Daraus resultiere bei einem Ansatz von Fr. 33.20 ein Anspruch von Fr. 1'817.05 monatlich bezie hungsweise Fr. 21'804.60 jährlich. Aufgrund der individuellen Höchstgrenze sowie des höheren Abzugs der Hilflosenentschädigung ergebe dies eine leichte Reduktion der im Vorbescheid aufgeführten Assistenzstunden. Hinzu komme, dass eine akute Phase nur bei einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades anerkannt werden könne. Diese entfalle vorliegend somit (S. 2 f.). Mit Beschwerdeantwort (Urk. 8) hielt die Beschwerdegegnerin daran fest, verwies insbesondere auf den Verfügungsteil 2 betreffend Hilflosenentschädigung vom 23. Juni 2021 sowie die Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 23. Juni 2021 und ergänzte, dass der Beschwerdeführerin die sachgerechte Anfechtung des Entscheids möglich gewesen und der Rückweisungsantrag daher abzuweisen sei. 2.2 D i e Beschwerdeführerin machte beschwerdeweise (Urk. 1) geltend, mangels genügender Begründung der Verfügung sei das rechtliche Gehör verletzt. So gehe daraus nicht hervor, ob und gegebenenfalls wie die Beschwerdegegnerin den Hil febedarf beim Essen und Trinken und die diesbezüglichen Schilderungen der Unterstützungspersonen geprüft und berücksichtigt habe und ob der Bedarf mit der Stufe 2 gedeckt werde (S. 4 ff., S. 9 oben). Der Mangel werde rechtsprechungs gemäss auch nicht durch den FAKT-Ausdruck beseitigt (S. 3). Ferner habe die Beschwerdegegnerin keine Gelegenheit zur Stellungnahme zur telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 17. bis 30. Mai 2021 gegeben (Urk. 10 S. 3 unten). Die Beschwerdeführerin sei bei der Lebensverrichtung Essen und Trinken auf die Hilfe Dritter angewiesen, da sie sonst nicht rechtzeitig und ausreichend esse und trinke. Eine verbale Anleitung reiche nicht aus, die Drittperson müsse so lange neben ihr stehen und sie überwachen, bis sie tatsächlich ausreichend gegessen und getrunken habe ( Urk. 1 S. 4 f., S. 8; Urk. 10 S. 3 oben). Sodann sei die von der Beschwerdegegnerin genannte individuelle Höchstgrenze bei Hilflosigkeit mittleren Grades von 60 Stunden unzutreffend; die Höchstgrenze betrage gemäss Art. 39e Abs. 2 lit. a IVV vielmehr 30 Stunden pro alltägliche Lebensverrichtung, unter Berücksichtigung der drei Bereiche An-/Auskleiden, Körperpflege und Essen und Trinken demnach 90 Stunden ( Urk. 1 S. 5). Damit sei der ganze ermit telte Bedarf von 82.16 Stunden zu berücksichtigen. Ferner gehe weder aus der Verfügung noch dem Berechnungsblatt hervor, ob und wie die Vorbringen der Beschwerdeführerin und der Unterstützungspersonen in Bezug auf das An- und Auskleiden berücksichtigt worden seien. So sei nicht ersichtlich, mit wie vielen Stunden der Bedarf aufgeführt sei und woraus sich die dafür eingesetzte Stufe 2 herleite und ob dieser den Bedarf decke. Angesichts der psychischen Erkrankung sei die Stufe 4 anwendbar ( Urk. 1 S. 6, S. 9 oben). Sodann sei nicht ersichtlich, wie mit dem als Summe für die drei alltäglichen Lebensverrichtungen anerkann ten Hilfebedarf von monatlich 27.88 Stunden oder 55 Minuten täglich der Bedarf abgedeckt werde ( Urk. 1 S. 9 oben); auch der für Essen und Trinken allein fest gestellte Hilfebedarf von 22 Minuten pro Tag sei zu tief (Urk. 10 S. 4 oben). Der Abklärungsbericht genüge den Anforderungen nicht, da er die Angaben der Hilfe leistenden Personen nicht berücksichtige und nicht zeige, warum die jewei lige Stufe gewählt worden und wie diese mit dem Ausmass an Hilfe vereinbar sei. Auch sei nicht ersichtlich, ob die Abklärungsperson Kenntnis der ärztlichen Ein schätzung gehabt habe (Urk. 8 S. 2 Mitte, Urk. 10 S. 2 f.). Indirekte Hilfe, die zur Hauptsache psychisch Behinderte betreffe, setze voraus, dass die Drittperson regelmässig anwesend sei und die Versicherte insbesondere bei der Ausführung der in Frage stehenden Verrichtung überwache. Sie sei von der lebenspraktischen Begleitung zu unterscheiden, welche die Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen nicht beinhalte ( Urk. 1 S. 7). Für den zeit lichen Aufwand bei der Überwachung sei irrelevant, ob eine funktionelle Selb ständigkeit vorliege oder nicht (Urk. 8 S. 2 unten). Es werde nicht begründet, ob und warum beim Essen nur eine verbale Anleitung nötig sei und aus welchen Gründen diese nicht über das Ausmass einer blossen lebenspraktischen Beglei tung hinaus gehe. Die pauschale Abgeltung widerspreche sowohl den Schilderun gen der Unterstützungspersonen als auch der telefonischen Auskunft des Sana toriums Z.___ über den Aufenthalt vom 17. bis 30. Mai 2021 (Urk. 10 S. 2 unten). Der Hilfebedarf im Bereich Essen und Trinken sei im vorliegenden Zusammen hang unbesehen der Feststellungen zur Hilflosenentschädigung anzuerkennen, da diese Vorbringen entscheidwesentliche Bedeutung hätten und in Bezug auf die Hilflosenentschädigung nur das Dispositiv in Rechtskraft erwachsen sei. Diesbe zügliche Vorbringen seien demnach zulässig, wenn sie nichts am Grad der Hilf losenentschädigung änderten, aber – wie vorliegend - für den Anspruch auf den Assistenzbeitrag bedeutsam seien (S. 8; Urk. 8 S. 2 oben ). Angesichts der Verletzung des rechtlichen Gehörs habe die Beschwerdeführerin unabhängig vom Verfahrensausgang und der allfälligen Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs Anspruch auf eine Parteientschädigung ( Urk. 1 S. 10 oben) und es seien ihr keine Verfahrenskosten aufzuerlegen ( Urk. 1 S. 10 f.; Urk. 8 S. 1). 2.3 Strittig und zu prüfen sind die Verletzung des rechtlichen Gehörs und die Höhe des Anspruchs auf einen Assistenzbeitrag. In diesem Zusammenhang ist insbe sondere zu prüfen, ob für den Bereich Essen und Trinken zusätzliche Assistenz stunden anzurechnen sind. 3. 3.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrische Klinik B.___, berichtete am 6. Oktober 2020 (Urk. 7/307) und führte aus, die Beschwerdeführerin befinde sich in ihrer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung. Im Verlauf des Jahres sei es zu einer deutli chen Zustandsverschlechterung mit starken Ängsten, Überforderungs erleben, emotionaler Instabilität sowie Zunahme der Zwangssymptomatik gekommen. Dadurch sei die Beschwerdeführerin in der Bewältigung des Alltags stark einge schränkt. Die Zwangssymptomatik äussere sich darin, dass die Beschwerdefüh rerin ständig Listen anlege über Dinge, die sie noch putzen müsse oder über das Geld, das sie ausgebe. Diese Listen würden einen Grossteil des Tagesablaufs bestimmen. Dem Reinigungsdrang würden gewisse Kontamina tionsbefürchtun gen zugrunde liegen, diese kenne sie schon seit der Pubertät. Zielführende Hand lungen zur Alltagsbewältigung seien durch diese Symptomatik nur noch sehr eingeschränkt möglich. Die Beschwerdeführerin habe einen dreijährigen Sohn, dessen Versorgung sie auch unter den aktuellen Bedingungen sehr herausfordere. Ein Klinikaufenthalt komme deshalb für die Beschwer deführerin nicht in Frage und auch aus medizinischer Sicht sei eine Unterstützung im ambulanten Rahmen deshalb sehr sinnvoll. Bislang habe sich die Beschwer deführerin Unterstützung durch das soziale Umfeld (Mutter, Schwester) orga nisiert. Die dadurch entste hende Belastung für das Umfeld sei jedoch nicht länger zumutbar. Eine privat organisierte Unterstützung habe deutliche Entlastung und eine rasche vorüber gehende Zustandsverbesserung gebracht, sei jedoch aus finanziellen Gründen nicht länger möglich gewesen. Es werde deshalb um Erhöhung der Hilflosenent schädigung ersucht, um eine Assistenz zu ermöglichen. 3. 2 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin stellte mittels FAKT2 zum Assistenzbeitrag aufgrund der Abklärung vom 26. Oktober 2020 am 5. November 2020 einen anerkannten Hilfebedarf von 70.42 Stunden fest (Urk. 7 / 308 /70 ). Am 9. November 2020 nahm die zuständige Sachbearbeiterin Stellung sowohl zur Hilflosenentsc h ädigung (Urk. 7/309) wie auch zum Assistenzbeitrag (Urk. 7/310). Zur Hilflosenentschädigung führte sie aus, seitens der Beschwerdeführerin sei in Übereinstimmung mit dem Bericht von Dr. A.___ vor Ort eine Verschlechte rung ihres Gesundheitszustandes deklariert worden. Durch den Lockdown sei ihr alles über den Kopf gewachsen. Die Zwänge/Ängste hätten stark zugenommen und sie habe für die Alltagbewältigung keine Kraft/Energie mehr. Das S chlimmste sei, dass sie seit Mai 2020 aufgrund der bestehenden Problematik nicht mehr in der Lage sei, ihren Sohn alleine zu betreuen. Seit Mai 2020 werde die Betreuung von ihren Eltern – sowie an zwei Wochenenden pro Monat vom Vater ihres Sohnes – übernommen. Laut Angaben der Beschwerdeführerin sehe sie ihren Sohn stunden weise und bei guter Tagesform schlafe er bei ihr. Ihr Ziel sei jedoch, dass sie ihren Sohn wieder zu sich nehmen und die Betreuung wieder wahrnehmen könne (S. 1). Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin sowie de s Schreiben s von Dr. A.___ sei aufgrund der Diagnose eine strukturierte Begleitung in den alltags relevanten Verrichtungen weiterhin zwingend notwendig, was unverändert täglich durch das Hometreatment, Frau C.___ (telefonisch) oder durch die Familie (Mutter und Schwester) wahrgenommen werde. In den alltäglichen Lebens verrichtungen bestehe unverändert eine funktionelle Selbständigkeit. Die telefonische Unterstüt zung bei der Kleider wahl werde bei der lebenspraktischen Begleitung berücksich tigt. Trotz aktuell verschlechtertem Gesundheitszustand bestehe unverändert eine Selbständigkeit in den alltäglichen Lebensverrichtungen. Die verbale Unterstüt zung sowie die strukturierte Begleitung zur Erledigung von alltagsrelevanten Ver ric h tungen werde du r ch die lebenspraktische Begleitung abgegolten. Das Erhö hungsgesuch werde abgewiesen, womit weiterhin Anspruch auf eine Hilflosenent schädigung leichten Grades bestehe (Urk. 7/309). Zum Assisten z beitrag hielt s ie fest, dass die Betreuung des Sohnes mit sechs Tagen pro Woche auf Stufe 3 zu berücksichtigen sei (Urk. 7/310). 3. 3 Herr D.___ gab am 30. Januar 2021 an (Urk. 7/319 /2-4 ), er habe die Beschwerdeführerin vor kurzer Zeit besucht. Er kenne sie seit vielen Jahren und er habe gewusst, dass sie körperliche und psychische Probleme habe. Die Situation, die er bei der Beschwerdeführerin angetroffen habe, habe jedoch alles übertroffen. Sie sei massiv abgemagert gewesen. Er habe innerhalb kürzester Zeit bemerkt, dass sie schlicht nicht mehr in der Lage sei, ihren Alltag alleine zu bewältigen. Er habe ihr angeboten, das Wochenende bei ihr zu verbringen, um sie zu unterstützen. Da die Beschwerdeführerin nicht mehr für sich selber sorgen könne, sei die zusätzliche Betreuung für ihren Sohn eine absolute Überforderung. Die Beschwerdeführerin sei in einer Verfassung, welche einen normalen, geregelten Tagesablauf verunmögli che. Damit die Beschwerdeführerin nicht wochenlang in den gleichen Kleidern schlafe und lebe, müsse man ihr behilflich sei n, die Wäsche zu wechseln. Weil sie die Kleidung nicht mehr ausziehe, wasche sie sich auch nicht mehr regelmässig und nur sehr oberflächlich. Am schlimmsten sei die Situation mit dem Essen. Sie koche nichts und sage, sie habe keinen Hunger. Man müsse ihr das Essen hinstellen, daneben sitzen und sie immer wieder auffordern, zu essen. Die Beschwerdeführerin brauche Unterstützung für den ganzen Tag. Wenn sie nicht schnell Hilfe bekomme, werde es zu einem völligen physischen und psychischen Zusammenbruch kommen und die Beschwerdeführerin werde verwahrlosen. 3.4 Frau E.___ gab am 1. Februar 2021 an (Urk. 7/319/1), sie sei in der Zeit zwischen Juli und August 2020 für einige Tage bei der Beschwerdeführerin gewe sen, um sie zu unterstützen. Es sei der Beschwerdeführerin schlecht gegangen. Sie sei nicht wirklich in der Lage gewesen, etwas zu machen und habe sich schlecht ernährt. Sie habe oft geweint und habe keine Energie mehr gehabt. Sie habe der Beschwerdeführerin den Haushalt gemacht, ihr bei den Büroarbeiten geholfen, sei für sie einkaufen gegangen und habe den Sohn der Beschwerdeführerin in die Kin derkrippe gebracht. Sie habe geschaut, dass die Beschwerdeführerin genügend esse und trinke. Die Beschwerdeführerin sei um jede Hilfe und Unterstützung froh gewesen. 3. 5 Frau F.___, Mutter der Beschwerdeführerin, gab am 1. Februar 2021 an (Urk. 7/318), die Beschwerdeführerin sei mittlerweile seit bald einem Jahr instabil und brauche viel Hilfe, weshalb sie Tag und Nacht bei ihr sei. Die Beschwerdefüh rerin habe grosse Schwierigkeiten in sehr vielen Bereich en, mittlerweile auch kör perlich, weshalb das Ganze unglaublich komplex sei. Die Beschwerdeführerin beschäftige sich oft den ganzen Tag mit dem Erstellen von Plänen, Listen, und damit, alles zu protokollieren und aufzuschreiben. Wenn sie das nicht mache, über komme sie eine Angst/Panik und dann gehe gar nichts mehr. Sie lasse auch einfach das E ssen und T rinken aus, weil es gerade nicht ins Schema oder den Ablauf passe, gehe nicht duschen, putze die Zähne nicht, wolle keine Kleid ung tragen und am liebsten immer nackt herumlaufen. Duschen könne sie einerseits nicht, weil es nicht in ihren Ablauf passe und andererseits habe sie Probleme mit dem Wasser, es störe sie, wenn Wasser auf ihrer Haut sei. Wenn sie sich pflege, zum Beispiel die Nägel schneide, dann mache sie das so extrem bis sie blute. Sie verstecke sich von der Aussenwelt und gehe nur noch zu den allerwichtigsten Terminen. Wenn sie einige Termine habe, sei sie danach wieder in einem Loch und es vergehe viel zu viel Zeit, bis sie das Erledigen eines Telefonats oder einer E-Mail schaffe. Weiter habe die Beschwerdeführerin ein sehr ungesundes Schlafverhalten und schlafe nicht wann sie sollte. Entweder müsse man sie ins Bett «zwingen» und dabei sein, damit sie wirklich einschlafe oder aber sie schaffe es kaum, um 20 Uhr noch wach zu bleiben. Dann müsse man sie immer wieder wecken und schauen, dass sie die Zeit nicht mit etwas Aufwühlendem verbringe. Oft werde sie nicht richtig wach. Sie könne sich dann nicht richtig bewegen, ihr Herz klopfe stark und sie sei wie betrunken oder auf Drogen. Sie könne dann nicht aufstehen, zittere, ihre Beine und Arme (Mus keln) würden schmerzen und sie habe Kreislaufprobleme. All das verunmögliche es ihr, einen Haushalt zu führen, überhaupt ein Leben alleine zu führen. Man könne die Beschwerdeführerin nicht mehr alleine lassen. 3. 6 Frau G.___ vom Sanatorium Z.___ gab auf telefonische Anfrage der Beschwerdegegnerin in Bezug auf den stationären Aufenthalt der Beschwerdefüh rerin vom 17. bis 20. Mai 2021 an (Urk. 7/320 S. 2 Mitte), die Unterstützung bei der Beschwerdeführerin übersteige in hohem Masse die Betreuung im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung. Die direkte Hilfe bei den verschiedenen Lebensver richtungen sei ebenfalls zwingend notwendig. Vorübergehend sei die Beschwerde führerin nach dem Austritt bei ihren Eltern. Dies sei jedoch auch nicht die ideale Lösung für beide Seiten. Es würden nun weitere Lösungen via Spitex, Assistenz etc. gesucht. 3.7 Die zuständige Sachbearbeiterin des Abklärungsdienstes nahm am 21. Juni 2021 Stellung zur Hilflosenentschädigung (Urk. 7/320 S. 2) und führte aus, aus dem Einwandschreiben gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin neben der intensiven Unterstützung im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung ebenfalls beim Ankleiden/Auskleiden sowie bei der Körperpflege auf regelmässige und erhebliche direkte Hilfe einer Drittperson angewiesen sei. Eine verbale Anleitung reich e nicht aus. Die Drittperson müsse neben der Kundin stehen und sie direkt anleite n und unterstützen. G emäss gesetzlichen Richtlinien gingen diese Unterstützungen über das Ausmass einer blossen lebenspraktischen Begleitung hinaus und seien deshalb nicht bei der lebenspraktischen Begleitung, sondern direkt bei den alltäglichen Lebensverrichtungen zu berücksichtigen. In Bezug auf die Lebensverrichtung Essen bestehe eine funktionelle Selbständigkeit. Das Zubereiten von Mahlzeiten sowie die Aufforderung zu Essen sowie zu Trinken werde durch die lebenspraktische Beglei tung a b gegolten. Aufgrund der neuen Sachlage könne ab 1. Oktober 2020 die Hilf losenentschädigung auf eine solche mittleren Grades erhöht werden. Dies aufgrund der lebenspraktischen Begleitung sowie der regelmässigen direkten Hilfe in den Lebensverrichtungen An-/Auskleiden und Körperpflege. 3.8 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin ermittelte mittels FAKT2 zum Assistenzbeitrag am 21. Juni 202 1 neu einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stunden (Urk. 7/ 323 /63 ). Sie führte aus, beim An-/Auskleiden sei die Beschwerdeführerin durch die Zwänge bei der Kleiderwahl oft überfordert. In solchen Situationen sei sie auf die beratende Unterstützung einer Drittperson angewiesen, was via Telefon erfolge. Ab und an müsse die Beschwerdeführerin aufgefordert werden, die Kleider zu wechseln. Die Beschwerdeführerin brauche Strukturierungshilfe, um Initiative zu ergreifen. Sie ziehe sich selbständig aus, zusätzlich brauche sie Hilfe bei Anklei desituationen ausserhalb der täglichen Routine (Urk. 7/323/10 -12 ). Zum Bereich Essen und Trinken führte die Sachbearbeiterin aus, die Beschwerde führerin sei funktionell selbständig. Die Handhabung des Bestecks sei ihr selb ständig möglich. Aufgrund der Angst/Zwänge sei es der Beschwerdeführerin ver mehrt nicht möglich zu essen. Sie könne zum Beispiel kein sauberes Glas aus dem Kasten nehmen, wenn noch verschmutztes Geschirr im Waschbecken stehe. Des halb ernähre sie sich oft von Fastfood. Die Beschwerdeführerin müsse vermehrt zur Nahrungsaufnahme motiviert werden (Urk. 7/323/15- 17). Im Bereich Körperpflege sei die Beschwerdeführerin ebenfalls funktionell selb ständig. Sie müsse regelmässig für die Körperpflege motiviert werden. Laut Angaben der Beschwerdeführerin wisse diese, dass sie die Zähne putzen müsse. Aufgrund der Zwänge komme es jedoch immer wieder vor, dass sie es nicht schaffe, die Zähne zu putzen. Sie könne zum Beispiel nicht entscheiden, ob sie nun zuerst die Zähne putzen oder etwas anderes machen soll e. Es sei regelmässige Unterstützung notwendig. Bei der periodischen Körperpflege (Haarpflege, Nagel pflege, Monatshygiene) sowie der Kosmetik (eincremen, rasieren, kämmen, bürs ten, frisieren, schminken) sei en eine Anleitung und direkte Hilfe notwendig (Urk. 7/323/17- 21). Im Bereich Alltägliche Lebensverrichtungen ermittelte sie einen Hilfebedarf von insgesamt 55 Minuten pro Tag (Urk. 7/323/26). Im Bereich Haushalt stehe sich die Kundin durch ihre Zwänge, alles perfekt zu machen, selbst im Weg. Bei administrativen Tätigkeiten sei sie auf Unterstützung angewiesen. Es sei ihr jedoch möglich, Assistent/innen anzuweisen und Termine zu vereinbaren. Administrative Tätigkeiten seien ein schwieriges Thema. Auf grund der Zwänge/Ängste könne sie nichts fortwerfen, wodurch der Poststapel immer grösser werde. Die Zahlung der Rechnungen hätten für sie erste Priorität. Für die Miete und die Krankenkasse habe sie je einen Dauerauftrag. Bei Notwen digkeit habe ihr Vater die Vollmacht für ihr Konto (Urk. 7/323/27- 28). Bei der Ernährung schaffe es die Beschwerdeführerin durch die Zwänge sowie ihren Perfektionismus nicht täglich, eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Diesbe züglich sei eine Anleitung durch eine Drittperson notwendig. Die Zubereitung von kalten Speisen sei möglich. Die Beschwerdefüh r erin wasche selt en das Geschirr sofort ab. Ohne Anleitung und Kontrolle würde es tagelang herumliegen. Auch bei der Reinigung sei jeweils die Anleitung zwingend notwendig, teilweise sogar eine vollständige Übernahme durch eine Drittperson (Urk. 7/323/29-30). Je nach Tagesform seien oberflächliche Reinigungsarbeiten selbst möglich. Oft verhinderten jedoch die Zwänge, dass die Beschwerdeführerin etwas in Angriff nehmen könne. Es sei eine Anleitung/Motivation nötig. Die Beschwerdeführerin sehe die Arbeit, durch die Zwänge schaffe sie es jedoch nicht, aus eigener Initia tive Reinigungsarbeiten zu übernehmen. Es sei eine Anleitung/Führung durch eine Drittperson notwendig, teilweise sogar die vollständige Übernahme durch eine Drittperson ( U rk. 7/323/ 31 - 33). Die Beschwerdeführerin erstelle keine Einkaufsliste, da der Einkauf sie völlig überfordere. Das Prüfen der Vorräte erfolge mit Unterstützung. Der Umgang mit dem Geld sei selbständig möglich. Sie achte auf Aktionen und gehe auch in den Caritasladen einkaufen. Es sei stark von der Tagesform abhängig, ob sie es schaffe, in den Laden zu gehen. Am besten klappe der Einkauf auf dem Heimweg von der Psychotherapie. Kleine persönliche Einkäufe seien je nach Tagesform selbständig möglich. Bei Behörden/Ämtern sei eine Begleitung notwendig. Beim Kleiderkauf sei eine Begleitung notwendig, da sich die Kundin nicht entscheiden könne (Urk. 7/323/34- 37). Die Beschwerdeführerin wisse, dass sie waschen müsse, schaffe es jedoch durch die Zwänge mehrheitlich nicht aus eigener Initiative. Es sei eine Anlei tung/Führung durch eine Drittperson, teilweise auch die vollständige Übernahme durch eine Drittperson notwendig. Aufgrund der Zwänge bleibe die saubere Wäsche liegen. Es sei eine Motivation notwendig, damit die Beschwerdeführerin die Wäsche zusammen lege und im Kasten versorge ( Urk. 7/323/37- 39). Im Bereich Haushalt wurde ein täglicher Hilfebedarf von insgesamt 81 Minuten ermittelt (Urk. 7/323/39). Die Beschwerdeführerin brauche Unterstützung bei der Freizeitgestaltung, dies in Form von Motivation. Sie könne telefonieren und pflege Kontakte mit Freunden, den Eltern etc. (Urk. 7/323/40- 41). Funktionell bestehe keine Einschränkung in der Mobilität. Je nach Tagesform gehe die Beschwerdeführerin alleine nach draussen. Öffentliche Verkehrsmittel meide die Beschwerdeführerin, die Benützung sei jedoch möglich. Sie sei ver mehrt mit dem Velo unterwegs. Aktuell sei mehrheitlich eine Begleitung notwen dig (Urk. 7/323/42 ). Bei Reisen/Ferien sei aufgrund der Zwänge/Ängste eine Begleitung no t wendig (Urk. 7/323/43). Im Bereich Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung wurde ein Hilfebe darf von 26 Minuten pro Tag festgehalten (Urk. 7/323/43). Durch die Zwänge/Ängste sei es der Beschwerdeführerin seit Mai 2020 nicht mehr möglich, ihren Sohn zu betreuen. Die Betreuung werde aktuell von den Eltern der Beschwerdeführerin übernommen. S tundenweise sowie ab und an eine Nacht übernehme die Beschwerdeführerin die Betreuung. Das Ziel sei, dass sie ihren Sohn wieder zu sich nehmen könne. Die Obhut des Sohnes sei bei ihr. Bei der Erziehung und Kinderbetreuung sei ein Hilfebedarf von 60 Minuten pro Tag an zu erkennen (Urk. 7/323/44 -45 ). Die Notwendigkeit einer dauernde n persönliche n Überwachung sei zum heutigen Zeitpunkt nicht gegeben (Urk. 7/323/55). Gestützt auf diese Erhebungen hielt die Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin in der Zusammenfassung der Berechnung einen für den Assistenzbetrag relevan ten Hilfebedarf von monatlich 27.88 Stunden im Bereich Alltägliche Lebensver richtungen, von 41.10 Stunden im Bereich Haushalt, von 13.18 Stunden im Bereich Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung und von 30.42 Stunden im Bereich Erziehung und Kinderbetreuung, mithin von total 112.58 Stunden fest (Urk. 7/323/ 63). Unter Berücksichtigung der individuellen Höchstgrenze von 60 Stunden in den Bereichen 1-3 (Alltägliche Lebensverrichtungen, Haushalt und Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung) sowie von 51.43 Stunden in den Bereichen 4-7 (Erziehung und Kinderbetreuung, Gemeinnützige oder ehren amtliche Tätigkeit, Aus- oder Weiterbildung, Berufliche Tätigkeit auf dem regu lären Arbeitsmarkt) ermittelte sie einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stun den. 3.9 Die zuständige Sachbearbeiterin nahm am 23. Juni 2021 zum Assistenzbeitrag Stellung (Urk. 7/324) und führte aus, aufgrund der neuen Sachlage könne die Hilflosenentschädigung ab 1. Oktober 2020 auf eine solche mittl e ren Grades erhöht werden. Denn neu seien neben der lebenspraktischen Begleitung der Bedarf an regelmässige r direkte r Hilfe in den Lebensverrichtungen «An-/Ausklei den» und «Körperpflege» ausgewiesen. Der FAKT sei dementsprechend angepasst worden. Bei einer Hilflosenentschädigung mittleren Grades (2 Lebensverrichtun gen und die lebenspraktische Begleitung) sei beim Assistenzbeitrag gemäss den gesetzlichen Richtlinien die individuelle Höchstgrenze für die Bereiche «alltägli che Lebensverrichtungen, Haushalt, gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestal tung» mit 60 Stunden pro Monat festgelegt. Dazu werde noch die Kinderbetreu ung (Stufe 3) mit 30.42 Stunden berücksichtigt. Dies ergebe ein Total von 90.42 Stunden pro Monat. Abzüglich der Hilflosenentschädigung neu mittleren Grades mit einem Bedarf von 35.69 Stunden ergebe dies einen Assistenzbeitrag von 54.73 Stunden pro Monat. Aufgrund der individuellen Höchs t grenze sowie des höheren Abzugs der Hilflosenentschädigung ergebe dies eine leichte Reduktion der im Vorbescheid aufgeführten Assistenzstunden. Gemäss gesetzlichen Richtli nien könne eine akute Phase nur bei einer leichten Hilflosenentschädigung aner kannt werden. 4. 4.1 Die Beschwerdeführerin rügte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Urk. 10 S. 3 unten) sowie der Begr ü ndungspflicht (Urk. 1 S. 3 ff., S. 9 oben). Sie habe von der Beschwerdegegnerin keine Gelegenheit zur Stellungnahme zur telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ über ihren Aufenthalt vom 17. bis 30. Mai 2021 erhalten. Aus der Verfügung gehe zudem nicht hervor, ob und gegebenen falls wie die Beschwerdegegnerin den Hilfebedarf beim Essen und Trinken und die diesbezüglichen Schilderungen der Unterstützungspersonen geprüft und berücksichtigt habe und ob der Bedarf mit der Stufe 2 gedeckt werde. Dieser Mangel werde auch nicht durch den FAKT-Ausdruck beseitigt. 4.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen. Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden Einspracheentscheide begründet. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung ( BV ) fliessende Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich das kantonale Gericht beziehungs weise der Versicherungsträger mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinan dersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigs tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht respek tive der Versicherungsträger hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2, 136 I 229 E. 5.2, je m.w.H.). 4.3 Am 23. Dezember 2020 (Urk. 7/317) sowie am 19. August 2021 (Urk. 7/331) wurde jeweils Akteneinsicht gewährt und wurden dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die Akten zugestellt. Damit erhielt d er Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor Verfügung serlass Kenntnis der seit dem Vorbescheid ein gegangenen Berichte zu r Fremdunterstützung (Urk. 7/318-319), nicht jedoch von der kurzen telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ (Urk. 7/320 S. 2 Mitte). Letztere war jedoch nicht entscheidend für die – im Übrigen zu Gunsten der Beschwerdeführerin - erfolgte Erhöhung der Hilflosenentschädigung. Zudem erhielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin Gelegenheit, sich im vorlie genden Verfahren dazu zu äussern. Auch bezüglich der gerügten fehlenden Begründung der Verfügung ist vorliegend kein Mangel erkennbar. Auch wenn die Beschwerdegegnerin nicht zu jedem ein zelnen Punkt der Rügen der Beschwerdeführerin Stellung bezog, so erläuterte sie doch die für die Bemessung des Assistenzbeitrags entscheidwesentliche Abhän gigkeit des Assistenzbeitrags von der Anza h l der in der Berechnung der Hilflo senentschädigung anerkannten alltäglichen Lebens verrichtungen korrekt (vgl. Urk. 2 S. 3 ). Diese wurden i n der tags zuvor erlassenen Verfügung betreffend Hilflosenentschädigung aufgeführt (Urk. 7/32 2 S. 2 ), worin auch dargelegt wurde, weshalb der Bereich «Essen/Trinken» als in der lebenspraktischen Begleitung ent halten erachtet wird und infolgedessen nicht separat auszuweisen ist. Damit beschränkte sich die Beschwerdegegnerin in noch ausreichendem Masse auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte und nannte wenigstens kurz die Überle gungen, von denen sie sich hat leiten lassen, wobei die Begründungspflicht nicht gebietet, dass sich der Versicherungsträger mit allen Parteistandpunkten einläss lich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Der Beschwerdeführerin war es jedenfalls gestützt auf die Begründung möglich, die Tragweite der Verfügung einzuschätzen und diese substantiiert mit Beschwerde und nachfolgenden einlässlichen Stellungnahmen anzufechten. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt demnach nicht vor. Ausserdem hatte die Beschwer deführerin die Möglichkeit, sich vor dem hiesigen Gericht zu äussern, das sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Eine Rückweisung aus formellen Gründen würde ferner zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der Beschwerdeführerin an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären. Demnach hätte - selbst wenn von einer nicht beson ders schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs auszugehen wäre – diese ausnahmsweise als geheilt zu gelten. 5. 5.1 Die IV-Stellen benutzen zur Berechnung des Assistenzbeitrags das vom Bundes amt für Sozialversicherungen ( BSV ) entwickelte standardisierte Abklärungsin strument FAKT 2. Dessen Funktionsweise in Bezug auf den gesamten Hilfebedarf wird im Kreisschreiben des BSV über den Assistenzbeitrag (KSAB, gültig ab 1. Januar 2015, Stand: 1. Januar 2021 ) erläutert. Zur Bestimmung der notwendigen Einstufung pro Hilfeleistungen müssen die IV Stellen Aussagen der versicherten Person, Anmerkungen der Abklärungs per son sowie Erfahrungswerte berücksich tigen. Als Unterstützung sind im FAKT Fallbei spiele hinterlegt, die eine möglichst standardisierte Erfassung erlauben ( Rz 4101 KSAB). Der Hilfebedarf jedes (Teil-)Bereichs ist in fünf Stufen eingeteilt. Jede Stufe umfasst Zeitwerte entsprechend des Hilfebedarfs (von Stufe 0 = kein Bedarf, volle Selbstständigkeit bis Stufe 4 = umfassender Bedarf, keinerlei Selbstständigkeit). Die Stufen mit den dazugehörenden Bandbreiten sind pro Bereich erfasst und befinden sich im Anhang 3 ( Rz 4009 KSAB). Wenn bei mehreren (einigen, ein paar, verschiedenen) Teilhandlungen Hilfe geleistet werden muss, aber noch eine wesentliche Eigenleistung möglich ist, ist Stufe 2 anwendbar. In der Stufe 2 kann die versicherte Person einen Teil der Ver richtungen selbständig übernehmen, andernteils ist eine direkte Hilfe oder stete Anleitung und Kontrolle (dazwischen erledigt die versicherte Person Teil handlungen selbständig) nötig ( Rz 4012 KSAB). Stufe 3 ist anwendbar, wenn der versicherten Person nur eine kleine Mithilfe bei der Teilhandlung oder eine bescheidene Eigenleistung, die die Ausführung erleich tert, möglich ist. In der Stufe 3 braucht die versicherte Person demnach Hilfe bei den meisten Verrichtungen, sie kann nur geringe Eigenleistung voll brin gen, benötigt in grossem Umfang direkte Hilfe oder häufig Überwachung (Assis tenzperson muss anleiten und meistens die Teilhandlung unmittelbar beglei ten, Rz 4013 KSAB). Schliesslich kommt Stufe 4 zur Anwendung, wenn keine bescheidene Mithilfe bei einer Teilhandlung oder Erleichterung bei der Ausführung der Tätigkeit möglich ist. In der Stufe 4 ist die versicherte Person auf umfassende und ständige Hilfe bei allem angewiesen, sie kann gar nichts selbständig tun, braucht umfassende direkte Hilfe oder ständige Anleitung und Überwachung bei allen Verrichtungen ( Rz 4014 KSAB). Jeder (Teil-)Bereich ist in verschiedene Tätigkeiten unterteilt. Für jede Tätigkeit muss entschieden werden, welche Stufe der versicherten Person für die jeweilige Tätigkeit zuzuordnen ist. Bei jeder Stufe ist ein Minutenwert hinterlegt. Die Summe der Minutenwerte jeder Tätigkeit ergibt dann die Stufe des entspre chen den (Teil-)Bereichs. Die Stufe bestimmt sich nach den Bandbreiten gemäss dem Anhang 3 des KSAB ( Rz 4015 KSAB). In jedem Bereich kann bei Versicherten, deren Bedarf begründet über dem ver fügbaren Zeitrahmen liegt, ein Zusatzaufwand gewährt werden (z.B. bei starken Spasmen im Bereich An-/Ausk leiden ein Zusatzaufwand von 10 Minuten). Der Zusatzaufwand kann in der Regel nur gewährt werden, wenn der normale Hilfe bedarf im entsprechenden (Teil -) Bereich mindestens die Stufe 3 erreicht ( Rz 4016 KSAB). 5.2 Verwaltungsweisungen, wie etwa Wegleitungen oder Kreisschreiben, richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwend baren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestre ben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 146 V 224 E. 4.4.2, 141 V 365 E. 2.4 m.w.H.). 5.3 D as Abklärungsinstrument FAKT2 ist laut bundes ge richtlicher Rechtsprechung grundsätzlich geeignet zur Abklärung des Hilfe bedarfs (BGE 140 V 549 E. 3.2.2.4 und die Regeste ). Die Bestimmung der Anzahl anrechenbarer Minuten liegt dabei nicht im Ermessensspielraum der Abklärungs person, sondern wird automatisch durch die im standardisierten Abklärungsin strument vorgesehene Stufenhöhe vor gegeben (vgl. vorstehend E. 5.1 ). Die einzelnen - abgestuften - zeitlichen Vorga ben in FAKT2 geben den durch schnittlichen Aufwand für die entsprechenden Hilfeleistungen wieder. Die Vorgabe bestimmter Zeiteinheiten dient der Objekti vierung des Bedarfs, den nach subjektiven Gesichtspunkten festzulegen das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 BV) gerade verbietet. Den individuellen Gegeben heiten ist dennoch Rechnung zu tragen, was einerseits durch die Wahl der zutref fenden Stufe und anderseits durch die allfällige Berücksichtigung von Zusatz- und Minderaufwand (Reduktionen) geschieht (BGE 140 V 543 E. 3.2.2.3 mit Hin weisen). 5.4 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin hielt mittels FAKT2 am 21. Juni 2021 einen für den Assistenzbeitrag relevanten Hilfebedarf von insge samt 112.58 Stunden fest und ermittelte unter Berücksichtigung der individuellen Höchstgrenze einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stunden (Urk. 7 / 323 / 58, vorstehend E. 3.8 ). D er Abklärungsbericht (Urk. 7 / 323 ) beschreib t ausführlich die Einschränkungen in den einzelnen ( Teil )B ereiche n sowie die jeweils benötigten Hilfestellungen. So hält er insbesondere im vorliegend strittigen Bereich der A lltäglichen Lebensver richtungen unter detaillierter Bezugnahme auf die einzelnen Einschränkungen der Beschwerdeführerin einen täglichen Bedarf von 11 Minuten im Teilbereich An- und Auskleiden fest (Urk. 7/323/10-12 ; Zusammenstellen der Klei der/Wäschewechsel, An- und Auskleiden, Ziff. 1.1.1-1.1.2 ), von 22 Minuten im Teilbereich Essen und Trinken (Urk. 7/323/15-17 ; Vorbereiten der Nahrungsauf nahme, Essen und Trinken, Ziff. 1.3.1-1.3.2 ) und von 20 Minuten im Teilbereich Körperpflege (Urk. 7/323/17-21 ; Körperwäsche, Zahnpflege/Mundhygiene, peri odische Körperpflege, Kosmetik, Ziff. 1.4.1, 1.4.3-1.4.5 ). Unter Berücksichtigung des Zusatzaufwandes für die Vorbereitung der Medikamente von 2 Minuten täg lich (Urk. 7/323/25, vorstehend E. 5.1 3 ) wurde dabei ein Aufwand von 55 Minu ten täglich beziehungsweise von 27.88 Stunden monatlich im Bereich der alltäg lichen Lebensverrichtungen ermittelt (Urk. 7/323/26). Die für die einzelnen Stufen massgebenden Kriterien w e rden sodann eingangs aufgeführt (Urk. 7/323/10 oben) und die für den konkreten Teilbereich massgebende Stufe einzeln angege ben. Unter Berücksichtigung des medizinischen Sachverhalts (vgl. Urk. 7/309, Urk. 7/320 S. 2, Urk. 7/323/4) sowie der Vorbringen der Unterstützungspersonen (vgl. Urk. 7/318-319) und der Auskunft des Sanatoriums Z.___ (Urk. 7/320 S. 2 ) wurde in Bezug auf die Teilbereiche im Abklärungsbericht beziehungsweise in der Stellungnahme dazu erläutert, inwiefern den indi viduellen Einschränkun gen mit Hilfe des FAKT2 Rechnung getragen wurde. Der Bericht über die Abklärung vor Ort mittels FAKT2 und die Stellungnahme vom 22. Juni 2021 (Urk. 7/320 ) erweisen sich hinsichtlich des festgestellten Hilfebedarfs als umfassend und nach vollziehbar und im Einklang mit der Rechtsprechung (BGE 140 V 543). D ie Ein schränkungen der Beschwerdeführerin wurden ange messen berück sichtigt, erfolgten doch die Einschätzungen der Abklärungs person in Kenntnis der medi zinischen Verhältnisse, die im FAKT2 vermerkt wurden (Urk. 7/323/ 3- 4), und der Angaben der Unterstützung spersonen und des Sana toriums Z.___, die i n de r Stellungnahme vom 22. Juni 2021 wiederg egeben wurden (Urk. 7/ 3 20 S. 2). Es sind demnach keine besonderen Umstände im Sinne der Rechtsprechung (vor stehend E. 1. 5 ) gegeben, welche die aufliegenden Abklärungsberichte und FAKT2 für die Festsetzung der Hilfebedarf als mangelhaft oder ungeeignet erscheinen liessen, so dass grundsätzlich darauf abgestellt werden kann. 6. 6.1 Strittig sind vorliegend die Einstufungen und Anrechnungen bei den alltäglichen Lebensv errichtungen «An-/Auskleiden» (Ziff. 1.1), «Körperpflege» (Ziff. 1.4) und «Essen und Trinken » (Ziff. 1.3). Anzumerken i st diesbezüglich, dass d as Gericht, sofern der Abklärungsbericht - wie hier - eine zuverlässige Entschei dungs grund lage bildet, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur eingreift, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Dies gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkre ten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 547 E. 3.2.1; vorstehend E. 1. 5 ). 6.2 Zur Berechnung des Höchstbetrags in den Bereichen alltägliche Lebensverrich tungen, Haushalt und Freizeit ist vom Grad der Hilflosigkeit und der Anzahl all täglicher Lebensverrichtungen auszugehen. Gemäss Art. 39e IVV Abs. 2 lit. a sind in den genannten Bereichen pro alltägliche Lebensverrichtung, die bei der Fest setzung der Hilflosenentschädigung festgehalten wurde, 30 Stunden anzurech nen, womit sich bei einer Einschränkung in zwei alltäglichen Lebensverrichtun gen eine Maximalstundenzahl von 60 Stunden ergibt. Das Gleiche gilt bei mit telschwerer Hilflosigkeit wegen lebenspraktischer Begleitung, auch hier ist auf die Anzahl der alltäglichen Lebensverrichtungen abzustellen. Die Addierung von Stunden im Rahmen von Höchstgrenzen in den Bereichen alltägliche Lebensver richtungen, Haushaltsführung und gesellschaftliche Teilnahme und Freizeitge staltung ist – von Sonderfällen abgesehen - nicht möglich (vorstehend E. 1.6, Rz 4086, 4093, 4093.1 KSAB). Gemäss Art. 39e Abs. 2 lit. b IVV können für Hilfe leistungen im Bereich Erziehung und Kinderbetreuung sodann maximal 60 Stun den angerechnet werden. 6.3 Die Beschwerdegegnerin erachtete in der Verfügung betreffend Hilflosenentschä digung den Bedarf an lebenspraktischer Begleitung sowie die regelmässige Hilfe in zwei Bereichen (An- / Auskleiden, Körperpflege) als ausgewiesen ( Urk. 7/320, Urk. 7/ 321-322, Urk. 7/326-329 ). Im Abklärungsbericht vom 21. Juni 2021 hielt sie einen für den Assistenzbeitrag relevanten Hilfebedarf von 27.88 Stunden für die alltäglichen Lebensverrichtungen, von 41.10 Stunden für den Haushalt und von 13.18 Stunden für gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung fest (Urk. 7/323/63) und rechnete diese Bereiche mit den Höchstansätzen von 2 x 30 Stun den an. Angesichts der bei der Festsetzung der Hilflosenentschädigung ausgewie senen Einschränkungen in zwei alltäglichen Lebensverrichtungen ( An-/Ausklei den und Körperpflege ) wurden die Höchstansätze mit 2 x 30 Stunden korrekt gewährt und die Maximalstundenzahl von 60 Stunden insgesamt ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Richtig ist insbesondere, dass allein auf die Anzahl der alltäglichen Lebensverrichtungen abgestellt und der in den Bereichen Haushalt sowie G esellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung ermittelte Hilfebedarf nicht zusätzlich berücksichtigt wurde (vorstehend E. 6.2). Zutreffend ist sodann die gesonderte Berücksichtigung des Hilfebedarfs bei der Erziehung und Kinder betreuung von 30.42 Stunden ( Urk. 7/323/63; vgl. vorstehend E. 1. 6 und E. 6.2 ). Angesichts der angerechneten Maximalstundenzahl und der Mass geblichkeit der Anzahl alltäglicher Lebensverrichtungen erübrigen sich weitere Ausführungen zur Stufe beziehungsweise zum anzurechnenden effek tiven Zeitaufwand. 6.4 Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, d ass die Beschwerdegegnerin den Bereich «Essen und Trinken» zu Unrecht nicht als weitere (dritte) alltägliche Lebensverrichtung anerkannt und dafür zusätzliche 30 Stunden angerechnet habe. Inwiefern dies – nachdem die Verfügung betreffend Hilflosenentschädigung ausdrücklich nicht angefochten wurde – im vorliegenden Verfahren betreffend Assistenzbeitrag vorgebracht werden kann, kann offen bleiben. Denn dass bei funktioneller Selbständigkeit (vgl. hierzu Urk. 7/322 S. 2) das Zubereiten von Mahlzeiten sowie die Aufforderung zu Essen und zu Trinken durch die lebens praktische Begleitung abgegolten wird, steht im Einklang mit der gesetzlichen Regelung. So darf, sofern zusätzlich zur lebenspraktischen Begleitung auch die Hilfe bei der Teilfunktion einer alltäglichen Lebensverrichtung benötig t wird, die gleiche Hilfeleistung nur einmal – entweder als Hilfe bei der Teilfunktion der alltäglichen Lebensverrichtung oder als lebenspraktische Begleitung – berück sichtigt werden. So beinhaltet d ie Hilfe bei der Tagesstrukturierung beispielsweise die Aufforderung aufzustehen, und die Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen umfasst ebenfalls Anleitungen und Aufforderungen; im Bereich der Hygiene ist dies beispielsweise die Erinnerung zu duschen, nicht aber direkte Hilfe beim Duschen, welche unter der alltäglichen Lebensverrichtung der Körperpflege zu berücksichtigen ist ( Rz 8048 und 8050 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung ( KSIH ), gültig ab 1. Januar 2015, Stand : 1. Januar 2021 ; Urteil des Bundesgerichts 9C_691/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 4.2 ). Vor diesem Hintergrund sind die Erwägungen in der Stellungnahme der Abklä rungsperson, welche in die Ve rfügung betreffend Hilflosenentschädigung vom 22. Juni 2021 übernommen wurden ( Urk. 7/320 S. 2 unten, Urk. 7/322 S. 2), wonach im Bereich «Essen/Trinken» funktionelle Selbstständigkeit besteh t und das Zubereiten von Mahlzeiten und die Aufforderung zum Essen und Trinken in der lebenspraktischen Begleitung enthalten und nicht separat auszuweisen ist, nicht zu beanstanden. Die fachlich kompetente Abklärungsperson war nah am konkreten Sachverhalt und nahm in Kenntnis der Fremdauskünfte (vorstehend E. 3.3-3.6, Urk. 7/320 S. 2 ) die Einschätzung vor, dass im Bereich Essen und Trinken - dies im Unterschied zu den Bereichen Ankleiden/Auskleiden und Körperpflege – keine direkte Dritth ilfe erforderlich ist, die über das Ausmass einer lebensprak tischen Begleitung hinausgeht. Darauf ist abzustellen, sodass es auch für die Belange des Assistenzbeitrags bei der Anerkennung eines Hilfebedarfs für zwei alltägliche Lebensverrichtungen bleibt. 6.5 Zusammenfassend sind die gestützt auf den Abklärungsbericht mittels FAKT2 und die Stellungnahmen des Abklärungsdienstes erfolgten Einschätzungen des Assistenzbedarfs plausibel und begründet und es liegen keine klar feststellbaren Fehleinschätzungen vor, welche im Rahmen der gerichtlichen Ermessenskontrolle ein Einschreiten erfordern würden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 7. 7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kos ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule gen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00. -- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 7.2 Ausgangsgemäss – auch mangels Verletzung des rechtlichen Gehörs - ist der Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung geschuldet. Im Übrigen wurde d em Ver tre ter der Beschwerdeführerin vom Bundesgericht wiederholt eröffnet, dass er mangels eines Anwaltspatentes beziehungsweise Erfüllung der persönli chen Voraussetzungen für einen Registereintrag im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA) nicht als unentgeltlicher Vertreter im Sinne von Art. 37 Abs. 4 des Bundesgeset zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) bestellt wer den kann und der von ihm vertretenen Person aus diesem Grund bei Obsiegen auch kein Anspruch auf eine Parteientschädigung nach Art. 52 Abs. 3 ATSG zusteht (Urteil des Bundesgerichts 9C_628/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 4). Bei dieser eindeutigen und bekannten Rechtslage – sowie entsprechend dem Aus gang des Verfahrens - ist der Antrag auf Parteientschädigung ohne Weiterungen abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden den Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Y.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes ge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensBarblan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2021.00496 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Barblan Urteil vom 22. Juni 2023

IV.2021.00496

IV.2021.00496

IV.2021.00496 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Barblan

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Barblan

Urteil vom 22. Juni 2023

Urteil vom 22. Juni 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Y.___

vertreten durch Y.___ gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1978, Mutter eines 2017 geborenen Sohnes, bezieht seit 2012 eine ganze Rente der Invaliden ver sicherung und seit Januar 2018 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades (Urk. 7/320 S. 1 oben). Am 5. Oktober 2020 ersuchte sie um Ausrichtung eines Assistenzbeitr ag e s (Urk. 7/306). Am 26. Oktober 2020 erfolgte eine Abklärung vor Ort betreffend Assistenzbeitrag ( Standardisiertes Abklärungsinstrument, FAKT2; Bericht er stattung vom 5. November 2020; Urk. 7/308). Mit Vorbescheid vom 9. November 2020 stellte die IV-Stelle ab dem 1. Oktober 2020 die Gewährung eines Assistenzbeitrags an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 1'863.85 respektive bis Ende Dezember 2020 maximal Fr. 5'591.55 sowie ab 1. Januar 2021 von maximal Fr. 22'366.20 pro Kalenderjahr in Aussicht (Urk. 7/311). Ebenfalls mit Vorbescheid vom 9. November 2020 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Gesuchs um Erhöhung der Hilflosen entschädigung in Aussicht (Urk. 7/312). Nachdem die Versicherte am 9. Dezember 2020 Einwände gegen die Vorbescheide erhoben hatte (Urk. 7/315), tätigte die IV-Stelle weitere Abklärungen (Urk. 7/318-320, Urk. 7/323 ) und sprach der Versicherten mit Ver fügung vom 22. Juni 2021 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades ab 1. Oktober 2020 zu (Urk. 7/321-322, Urk. 7/326-329 ). Mit Verfügung vom 23. Juni 2021 passte die IV-Stelle den Assistenzbeitrag an die Erhöhung der Hilflosenent schädigung an und sprach der Versicherten einen Assistenzbeitrag an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 1'817.05 respek tive bis Ende Dezember 2020 maximal Fr. 5'451.15 sowie ab 1. Januar 2021 von maximal Fr. 21'804.60 pro Kalenderjahr zu (Urk. 7/325).

1. X.___, geboren 1978, Mutter eines 2017 geborenen Sohnes, bezieht seit 2012 eine ganze Rente der Invaliden ver sicherung und seit Januar 2018 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades (Urk. 7/320 S. 1 oben). Am 5. Oktober 2020 ersuchte sie um Ausrichtung eines Assistenzbeitr ag e s (Urk. 7/306). Am 26. Oktober 2020 erfolgte eine Abklärung vor Ort betreffend Assistenzbeitrag ( Standardisiertes Abklärungsinstrument, FAKT2; Bericht er stattung vom 5. November 2020; Urk. 7/308). Mit Vorbescheid vom 9. November 2020 stellte die IV-Stelle ab dem 1. Oktober 2020 die Gewährung eines Assistenzbeitrags an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 1'863.85 respektive bis Ende Dezember 2020 maximal Fr. 5'591.55 sowie ab 1. Januar 2021 von maximal Fr. 22'366.20 pro Kalenderjahr in Aussicht (Urk. 7/311). Ebenfalls mit Vorbescheid vom 9. November 2020 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Gesuchs um Erhöhung der Hilflosen entschädigung in Aussicht (Urk. 7/312). Nachdem die Versicherte am 9. Dezember 2020 Einwände gegen die Vorbescheide erhoben hatte (Urk. 7/315), tätigte die IV-Stelle weitere Abklärungen (Urk. 7/318-320, Urk. 7/323 ) und sprach der Versicherten mit Ver fügung vom 22. Juni 2021 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades ab 1. Oktober 2020 zu (Urk. 7/321-322, Urk. 7/326-329 ). Mit Verfügung vom 23. Juni 2021 passte die IV-Stelle den Assistenzbeitrag an die Erhöhung der Hilflosenent schädigung an und sprach der Versicherten einen Assistenzbeitrag an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 1'817.05 respek tive bis Ende Dezember 2020 maximal Fr. 5'451.15 sowie ab 1. Januar 2021 von maximal Fr. 21'804.60 pro Kalenderjahr zu (Urk. 7/325). 2. Die Versicherte erhob am 25. August 2021 Beschwerde (Urk. 1) gegen die Verfü gung vom 23. Juni 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, eine rechtsgenüglich begründete Verfügung zu erlassen (S. 1 Ziff. 1), eventuell sei die Sache zu ergänzender Abklärung und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 1 Ziff. 2).

2. Die Versicherte erhob am 25. August 2021 Beschwerde (Urk. 1) gegen die Verfü gung vom 23. Juni 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, eine rechtsgenüglich begründete Verfügung zu erlassen (S. 1 Ziff. 1), eventuell sei die Sache zu ergänzender Abklärung und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 1 Ziff. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2021 (Urk. 6 ) die Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 1. Oktober 2021 (Urk. 8) nahm die Beschwerdeführerin Stellung, wobei sie das beschwerdeweise (Urk. 1 S. 1 und S. 10) gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung zurückzog (S. 1). Dies e wurde der Beschwerde gegnerin am 8. Oktober 2021 und der Beschwerdeführerin gleichzeitig die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (Urk. 9). Am 25. Oktober 2021 (Urk. 10) nahm die Beschwerdeführerin wiederum Stellung, was der Beschwerdegegnerin am 1. November 2021 zur Kenntnis und freiwilligen Stellungnahme gebracht wurde (Urk. 11). Mit Eingabe vom 23. November 2021 hielt die Beschwerdegegnerin unter Verzicht auf eine Stellungnahme an ihren Anträgen fest (Urk. 12). Dies wurde der Beschwerdefüh rerin am 25. November 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 13).

Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2021 (Urk. 6 ) die Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 1. Oktober 2021 (Urk. 8) nahm die Beschwerdeführerin Stellung, wobei sie das beschwerdeweise (Urk. 1 S. 1 und S. 10) gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung zurückzog (S. 1). Dies e wurde der Beschwerde gegnerin am 8. Oktober 2021 und der Beschwerdeführerin gleichzeitig die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (Urk. 9). Am 25. Oktober 2021 (Urk. 10) nahm die Beschwerdeführerin wiederum Stellung, was der Beschwerdegegnerin am 1. November 2021 zur Kenntnis und freiwilligen Stellungnahme gebracht wurde (Urk. 11). Mit Eingabe vom 23. November 2021 hielt die Beschwerdegegnerin unter Verzicht auf eine Stellungnahme an ihren Anträgen fest (Urk. 12). Dies wurde der Beschwerdefüh rerin am 25. November 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 13). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (BGE 148 V 174 E. 4.1).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (BGE 148 V 174 E. 4.1). 1. 2 Gemäss Art. 42 Abs. 1 IVG haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG ) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42 bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa chung bedarf (Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beein trächtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 IVV ). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):

1. 2 Gemäss Art. 42 Abs. 1 IVG haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG ) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42 bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa chung bedarf (Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beein trächtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 IVV ). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a): - Ankleiden, Auskleiden;

Ankleiden, Auskleiden; - Aufstehen, Absitzen, Abliegen;

Aufstehen, Absitzen, Abliegen; - Essen;

Essen; - Körperpflege;

Körperpflege; - Verrichtung der Notdurft;

Verrichtung der Notdurft; - Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.

Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme. 1. 3 Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:

1. 3 Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln: a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb li cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder

b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb li cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb li cher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist. c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb li cher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist. Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2).

Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2). 1. 4 Nach Art. 42 quater Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf einen Assistenz bei trag:

1. 4 Nach Art. 42 quater Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf einen Assistenz bei trag: a. denen eine Hilflosenentschädigung der IV nach Artikel 42 Absätze 1-4 aus ge richtet wird;

a. denen eine Hilflosenentschädigung der IV nach Artikel 42 Absätze 1-4 aus ge richtet wird; b. die zu Hause leben; und

b. die zu Hause leben; und c. die volljährig sind. c. die volljährig sind. 1. 5 Nach dem Wortlaut von Art. 42 sexies Abs. 1 IVG ist der Ausgangspunkt für die Berechnung des Assistenzbeitrages die gesamthaft für Hilfeleistungen benötigte Zeit. Dazu ist in der Regel eine Abklärung an Ort und Stelle (Art. 57 Abs. 1 lit. f IVG in Verbindung mit Art. 69 IVV) erforderlich.

1. 5 Nach dem Wortlaut von Art. 42 sexies Abs. 1 IVG ist der Ausgangspunkt für die Berechnung des Assistenzbeitrages die gesamthaft für Hilfeleistungen benötigte Zeit. Dazu ist in der Regel eine Abklärung an Ort und Stelle (Art. 57 Abs. 1 lit. f IVG in Verbindung mit Art. 69 IVV) erforderlich. Ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs hat folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf all tägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachperso nen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plau sibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensver richtungen sowie den tatbestandsmässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht. Diese Rechtspre chung ist auch massgeblich beim Eruieren des gesamten Hilfebedarfs mit Blick auf den Assistenzbeitrag (BGE 140 V 543 E. 3.2.1).

Ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs hat folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf all tägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachperso nen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plau sibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensver richtungen sowie den tatbestandsmässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht. Diese Rechtspre chung ist auch massgeblich beim Eruieren des gesamten Hilfebedarfs mit Blick auf den Assistenzbeitrag (BGE 140 V 543 E. 3.2.1). Gemäss Art. 42 sexies Abs. 4 lit. a IVG legt der Bundesrat die Bereiche und die minimale und maximale Anzahl Stunden, für die ein Assistenzbeitrag ausgerich tet wird, fest.

Gemäss Art. 42 sexies Abs. 4 lit. a IVG legt der Bundesrat die Bereiche und die minimale und maximale Anzahl Stunden, für die ein Assistenzbeitrag ausgerich tet wird, fest. 1. 6 In Art. 39c IVV hat der Verordnungsgeber festgelegt, dass unter anderem in den Bereichen der alltäglichen Lebensverrichtungen ( lit. a) und der Erziehung und Kinderbetreuung ( lit. d) ein Hilfebedarf anerkannt werden kann.

1. 6 In Art. 39c IVV hat der Verordnungsgeber festgelegt, dass unter anderem in den Bereichen der alltäglichen Lebensverrichtungen ( lit. a) und der Erziehung und Kinderbetreuung ( lit. d) ein Hilfebedarf anerkannt werden kann. Gemäss Art. 39e IVV gelten als monatliche Höchstansätze für Hilfeleistungen in den Bereichen nach Art. 39c lit. a-c IVV pro alltägliche Lebensverrichtung, die bei der Festsetzung der Hilflosenentschädigung festgehalten wurde, bei mittlerer Hilflosigkeit 3 0 Stunden (Abs. 2 lit. a Ziff. 2) und für Hilfeleistungen in den Bereichen nach Art. 39c lit. d-g IVV insgesamt 60 Stunden (Abs. 2 lit. b).

Gemäss Art. 39e IVV gelten als monatliche Höchstansätze für Hilfeleistungen in den Bereichen nach Art. 39c lit. a-c IVV pro alltägliche Lebensverrichtung, die bei der Festsetzung der Hilflosenentschädigung festgehalten wurde, bei mittlerer Hilflosigkeit 3 0 Stunden (Abs. 2 lit. a Ziff. 2) und für Hilfeleistungen in den Bereichen nach Art. 39c lit. d-g IVV insgesamt 60 Stunden (Abs. 2 lit. b). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) fest, dass der Anspruch auf Hilflosenentschädigung ab 1. Oktober 202 0 auf eine solche mittleren Grades erhöht worden sei. Infolgedessen gelte beim Assistenzbeitrag eine individuelle Höchstgrenze von 60 Stunden für die Bereiche «alltägliche Lebens verrichtungen, Haushalt, gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestal tung». Zu berücksichtigen sei ferner die Kinderbetreuung (Stufe 3) von 30.42 Stunden. Vom Total von 90.42 Stunden sei der für die Hilflosenentschädigung neu mittleren Grades massgebende Aufwand von 35.69 Stunden abzuziehen, was einen Assistenzbeitrag für 54.73 Stunden pro Monat ergebe. Daraus resultiere bei einem Ansatz von Fr. 33.20 ein Anspruch von Fr. 1'817.05 monatlich bezie hungsweise Fr. 21'804.60 jährlich. Aufgrund der individuellen Höchstgrenze sowie des höheren Abzugs der Hilflosenentschädigung ergebe dies eine leichte Reduktion der im Vorbescheid aufgeführten Assistenzstunden. Hinzu komme, dass eine akute Phase nur bei einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades anerkannt werden könne. Diese entfalle vorliegend somit (S. 2 f.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) fest, dass der Anspruch auf Hilflosenentschädigung ab 1. Oktober 202 0 auf eine solche mittleren Grades erhöht worden sei. Infolgedessen gelte beim Assistenzbeitrag eine individuelle Höchstgrenze von 60 Stunden für die Bereiche «alltägliche Lebens verrichtungen, Haushalt, gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestal tung». Zu berücksichtigen sei ferner die Kinderbetreuung (Stufe 3) von 30.42 Stunden. Vom Total von 90.42 Stunden sei der für die Hilflosenentschädigung neu mittleren Grades massgebende Aufwand von 35.69 Stunden abzuziehen, was einen Assistenzbeitrag für 54.73 Stunden pro Monat ergebe. Daraus resultiere bei einem Ansatz von Fr. 33.20 ein Anspruch von Fr. 1'817.05 monatlich bezie hungsweise Fr. 21'804.60 jährlich. Aufgrund der individuellen Höchstgrenze sowie des höheren Abzugs der Hilflosenentschädigung ergebe dies eine leichte Reduktion der im Vorbescheid aufgeführten Assistenzstunden. Hinzu komme, dass eine akute Phase nur bei einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades anerkannt werden könne. Diese entfalle vorliegend somit (S. 2 f.). Mit Beschwerdeantwort (Urk. 8) hielt die Beschwerdegegnerin daran fest, verwies insbesondere auf den Verfügungsteil 2 betreffend Hilflosenentschädigung vom 23. Juni 2021 sowie die Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 23. Juni 2021 und ergänzte, dass der Beschwerdeführerin die sachgerechte Anfechtung des Entscheids möglich gewesen und der Rückweisungsantrag daher abzuweisen sei.

Mit Beschwerdeantwort (Urk. 8) hielt die Beschwerdegegnerin daran fest, verwies insbesondere auf den Verfügungsteil 2 betreffend Hilflosenentschädigung vom 23. Juni 2021 sowie die Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 23. Juni 2021 und ergänzte, dass der Beschwerdeführerin die sachgerechte Anfechtung des Entscheids möglich gewesen und der Rückweisungsantrag daher abzuweisen sei. 2.2 D i e Beschwerdeführerin machte beschwerdeweise (Urk. 1) geltend, mangels genügender Begründung der Verfügung sei das rechtliche Gehör verletzt. So gehe daraus nicht hervor, ob und gegebenenfalls wie die Beschwerdegegnerin den Hil febedarf beim Essen und Trinken und die diesbezüglichen Schilderungen der Unterstützungspersonen geprüft und berücksichtigt habe und ob der Bedarf mit der Stufe 2 gedeckt werde (S. 4 ff., S. 9 oben). Der Mangel werde rechtsprechungs gemäss auch nicht durch den FAKT-Ausdruck beseitigt (S. 3). Ferner habe die Beschwerdegegnerin keine Gelegenheit zur Stellungnahme zur telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 17. bis 30. Mai 2021 gegeben (Urk. 10 S. 3 unten).

2.2 D i e Beschwerdeführerin machte beschwerdeweise (Urk. 1) geltend, mangels genügender Begründung der Verfügung sei das rechtliche Gehör verletzt. So gehe daraus nicht hervor, ob und gegebenenfalls wie die Beschwerdegegnerin den Hil febedarf beim Essen und Trinken und die diesbezüglichen Schilderungen der Unterstützungspersonen geprüft und berücksichtigt habe und ob der Bedarf mit der Stufe 2 gedeckt werde (S. 4 ff., S. 9 oben). Der Mangel werde rechtsprechungs gemäss auch nicht durch den FAKT-Ausdruck beseitigt (S. 3). Ferner habe die Beschwerdegegnerin keine Gelegenheit zur Stellungnahme zur telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 17. bis 30. Mai 2021 gegeben (Urk. 10 S. 3 unten). Die Beschwerdeführerin sei bei der Lebensverrichtung Essen und Trinken auf die Hilfe Dritter angewiesen, da sie sonst nicht rechtzeitig und ausreichend esse und trinke. Eine verbale Anleitung reiche nicht aus, die Drittperson müsse so lange neben ihr stehen und sie überwachen, bis sie tatsächlich ausreichend gegessen und getrunken habe ( Urk. 1 S. 4 f., S. 8; Urk. 10 S. 3 oben). Sodann sei die von der Beschwerdegegnerin genannte individuelle Höchstgrenze bei Hilflosigkeit mittleren Grades von 60 Stunden unzutreffend; die Höchstgrenze betrage gemäss Art. 39e Abs. 2 lit. a IVV vielmehr 30 Stunden pro alltägliche Lebensverrichtung, unter Berücksichtigung der drei Bereiche An-/Auskleiden, Körperpflege und Essen und Trinken demnach 90 Stunden ( Urk. 1 S. 5). Damit sei der ganze ermit telte Bedarf von 82.16 Stunden zu berücksichtigen. Ferner gehe weder aus der Verfügung noch dem Berechnungsblatt hervor, ob und wie die Vorbringen der Beschwerdeführerin und der Unterstützungspersonen in Bezug auf das An- und Auskleiden berücksichtigt worden seien. So sei nicht ersichtlich, mit wie vielen Stunden der Bedarf aufgeführt sei und woraus sich die dafür eingesetzte Stufe 2 herleite und ob dieser den Bedarf decke. Angesichts der psychischen Erkrankung sei die Stufe 4 anwendbar ( Urk. 1 S. 6, S. 9 oben). Sodann sei nicht ersichtlich, wie mit dem als Summe für die drei alltäglichen Lebensverrichtungen anerkann ten Hilfebedarf von monatlich 27.88 Stunden oder 55 Minuten täglich der Bedarf abgedeckt werde ( Urk. 1 S. 9 oben); auch der für Essen und Trinken allein fest gestellte Hilfebedarf von 22 Minuten pro Tag sei zu tief (Urk. 10 S. 4 oben).

Die Beschwerdeführerin sei bei der Lebensverrichtung Essen und Trinken auf die Hilfe Dritter angewiesen, da sie sonst nicht rechtzeitig und ausreichend esse und trinke. Eine verbale Anleitung reiche nicht aus, die Drittperson müsse so lange neben ihr stehen und sie überwachen, bis sie tatsächlich ausreichend gegessen und getrunken habe ( Urk. 1 S. 4 f., S. 8; Urk. 10 S. 3 oben). Sodann sei die von der Beschwerdegegnerin genannte individuelle Höchstgrenze bei Hilflosigkeit mittleren Grades von 60 Stunden unzutreffend; die Höchstgrenze betrage gemäss Art. 39e Abs. 2 lit. a IVV vielmehr 30 Stunden pro alltägliche Lebensverrichtung, unter Berücksichtigung der drei Bereiche An-/Auskleiden, Körperpflege und Essen und Trinken demnach 90 Stunden ( Urk. 1 S. 5). Damit sei der ganze ermit telte Bedarf von 82.16 Stunden zu berücksichtigen. Ferner gehe weder aus der Verfügung noch dem Berechnungsblatt hervor, ob und wie die Vorbringen der Beschwerdeführerin und der Unterstützungspersonen in Bezug auf das An- und Auskleiden berücksichtigt worden seien. So sei nicht ersichtlich, mit wie vielen Stunden der Bedarf aufgeführt sei und woraus sich die dafür eingesetzte Stufe 2 herleite und ob dieser den Bedarf decke. Angesichts der psychischen Erkrankung sei die Stufe 4 anwendbar ( Urk. 1 S. 6, S. 9 oben). Sodann sei nicht ersichtlich, wie mit dem als Summe für die drei alltäglichen Lebensverrichtungen anerkann ten Hilfebedarf von monatlich 27.88 Stunden oder 55 Minuten täglich der Bedarf abgedeckt werde ( Urk. 1 S. 9 oben); auch der für Essen und Trinken allein fest gestellte Hilfebedarf von 22 Minuten pro Tag sei zu tief (Urk. 10 S. 4 oben). Der Abklärungsbericht genüge den Anforderungen nicht, da er die Angaben der Hilfe leistenden Personen nicht berücksichtige und nicht zeige, warum die jewei lige Stufe gewählt worden und wie diese mit dem Ausmass an Hilfe vereinbar sei. Auch sei nicht ersichtlich, ob die Abklärungsperson Kenntnis der ärztlichen Ein schätzung gehabt habe (Urk. 8 S. 2 Mitte, Urk. 10 S. 2 f.).

Der Abklärungsbericht genüge den Anforderungen nicht, da er die Angaben der Hilfe leistenden Personen nicht berücksichtige und nicht zeige, warum die jewei lige Stufe gewählt worden und wie diese mit dem Ausmass an Hilfe vereinbar sei. Auch sei nicht ersichtlich, ob die Abklärungsperson Kenntnis der ärztlichen Ein schätzung gehabt habe (Urk. 8 S. 2 Mitte, Urk. 10 S. 2 f.). Indirekte Hilfe, die zur Hauptsache psychisch Behinderte betreffe, setze voraus, dass die Drittperson regelmässig anwesend sei und die Versicherte insbesondere bei der Ausführung der in Frage stehenden Verrichtung überwache. Sie sei von der lebenspraktischen Begleitung zu unterscheiden, welche die Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen nicht beinhalte ( Urk. 1 S. 7). Für den zeit lichen Aufwand bei der Überwachung sei irrelevant, ob eine funktionelle Selb ständigkeit vorliege oder nicht (Urk. 8 S. 2 unten). Es werde nicht begründet, ob und warum beim Essen nur eine verbale Anleitung nötig sei und aus welchen Gründen diese nicht über das Ausmass einer blossen lebenspraktischen Beglei tung hinaus gehe. Die pauschale Abgeltung widerspreche sowohl den Schilderun gen der Unterstützungspersonen als auch der telefonischen Auskunft des Sana toriums Z.___ über den Aufenthalt vom 17. bis 30. Mai 2021 (Urk. 10 S. 2 unten).

Indirekte Hilfe, die zur Hauptsache psychisch Behinderte betreffe, setze voraus, dass die Drittperson regelmässig anwesend sei und die Versicherte insbesondere bei der Ausführung der in Frage stehenden Verrichtung überwache. Sie sei von der lebenspraktischen Begleitung zu unterscheiden, welche die Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen nicht beinhalte ( Urk. 1 S. 7). Für den zeit lichen Aufwand bei der Überwachung sei irrelevant, ob eine funktionelle Selb ständigkeit vorliege oder nicht (Urk. 8 S. 2 unten). Es werde nicht begründet, ob und warum beim Essen nur eine verbale Anleitung nötig sei und aus welchen Gründen diese nicht über das Ausmass einer blossen lebenspraktischen Beglei tung hinaus gehe. Die pauschale Abgeltung widerspreche sowohl den Schilderun gen der Unterstützungspersonen als auch der telefonischen Auskunft des Sana toriums Z.___ über den Aufenthalt vom 17. bis 30. Mai 2021 (Urk. 10 S. 2 unten). Der Hilfebedarf im Bereich Essen und Trinken sei im vorliegenden Zusammen hang unbesehen der Feststellungen zur Hilflosenentschädigung anzuerkennen, da diese Vorbringen entscheidwesentliche Bedeutung hätten und in Bezug auf die Hilflosenentschädigung nur das Dispositiv in Rechtskraft erwachsen sei. Diesbe zügliche Vorbringen seien demnach zulässig, wenn sie nichts am Grad der Hilf losenentschädigung änderten, aber – wie vorliegend - für den Anspruch auf den Assistenzbeitrag bedeutsam seien (S. 8; Urk. 8 S. 2 oben ).

Der Hilfebedarf im Bereich Essen und Trinken sei im vorliegenden Zusammen hang unbesehen der Feststellungen zur Hilflosenentschädigung anzuerkennen, da diese Vorbringen entscheidwesentliche Bedeutung hätten und in Bezug auf die Hilflosenentschädigung nur das Dispositiv in Rechtskraft erwachsen sei. Diesbe zügliche Vorbringen seien demnach zulässig, wenn sie nichts am Grad der Hilf losenentschädigung änderten, aber – wie vorliegend - für den Anspruch auf den Assistenzbeitrag bedeutsam seien (S. 8; Urk. 8 S. 2 oben ). Angesichts der Verletzung des rechtlichen Gehörs habe die Beschwerdeführerin unabhängig vom Verfahrensausgang und der allfälligen Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs Anspruch auf eine Parteientschädigung ( Urk. 1 S. 10 oben) und es seien ihr keine Verfahrenskosten aufzuerlegen ( Urk. 1 S. 10 f.; Urk. 8 S. 1).

Angesichts der Verletzung des rechtlichen Gehörs habe die Beschwerdeführerin unabhängig vom Verfahrensausgang und der allfälligen Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs Anspruch auf eine Parteientschädigung ( Urk. 1 S. 10 oben) und es seien ihr keine Verfahrenskosten aufzuerlegen ( Urk. 1 S. 10 f.; Urk. 8 S. 1). 2.3 Strittig und zu prüfen sind die Verletzung des rechtlichen Gehörs und die Höhe des Anspruchs auf einen Assistenzbeitrag. In diesem Zusammenhang ist insbe sondere zu prüfen, ob für den Bereich Essen und Trinken zusätzliche Assistenz stunden anzurechnen sind.

2.3 Strittig und zu prüfen sind die Verletzung des rechtlichen Gehörs und die Höhe des Anspruchs auf einen Assistenzbeitrag. In diesem Zusammenhang ist insbe sondere zu prüfen, ob für den Bereich Essen und Trinken zusätzliche Assistenz stunden anzurechnen sind. 3.

3. 3.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrische Klinik B.___, berichtete am 6. Oktober 2020 (Urk. 7/307) und führte aus, die Beschwerdeführerin befinde sich in ihrer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung. Im Verlauf des Jahres sei es zu einer deutli chen Zustandsverschlechterung mit starken Ängsten, Überforderungs erleben, emotionaler Instabilität sowie Zunahme der Zwangssymptomatik gekommen. Dadurch sei die Beschwerdeführerin in der Bewältigung des Alltags stark einge schränkt. Die Zwangssymptomatik äussere sich darin, dass die Beschwerdefüh rerin ständig Listen anlege über Dinge, die sie noch putzen müsse oder über das Geld, das sie ausgebe. Diese Listen würden einen Grossteil des Tagesablaufs bestimmen. Dem Reinigungsdrang würden gewisse Kontamina tionsbefürchtun gen zugrunde liegen, diese kenne sie schon seit der Pubertät. Zielführende Hand lungen zur Alltagsbewältigung seien durch diese Symptomatik nur noch sehr eingeschränkt möglich. Die Beschwerdeführerin habe einen dreijährigen Sohn, dessen Versorgung sie auch unter den aktuellen Bedingungen sehr herausfordere. Ein Klinikaufenthalt komme deshalb für die Beschwer deführerin nicht in Frage und auch aus medizinischer Sicht sei eine Unterstützung im ambulanten Rahmen deshalb sehr sinnvoll. Bislang habe sich die Beschwer deführerin Unterstützung durch das soziale Umfeld (Mutter, Schwester) orga nisiert. Die dadurch entste hende Belastung für das Umfeld sei jedoch nicht länger zumutbar. Eine privat organisierte Unterstützung habe deutliche Entlastung und eine rasche vorüber gehende Zustandsverbesserung gebracht, sei jedoch aus finanziellen Gründen nicht länger möglich gewesen. Es werde deshalb um Erhöhung der Hilflosenent schädigung ersucht, um eine Assistenz zu ermöglichen.

3.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrische Klinik B.___, berichtete am 6. Oktober 2020 (Urk. 7/307) und führte aus, die Beschwerdeführerin befinde sich in ihrer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung. Im Verlauf des Jahres sei es zu einer deutli chen Zustandsverschlechterung mit starken Ängsten, Überforderungs erleben, emotionaler Instabilität sowie Zunahme der Zwangssymptomatik gekommen. Dadurch sei die Beschwerdeführerin in der Bewältigung des Alltags stark einge schränkt. Die Zwangssymptomatik äussere sich darin, dass die Beschwerdefüh rerin ständig Listen anlege über Dinge, die sie noch putzen müsse oder über das Geld, das sie ausgebe. Diese Listen würden einen Grossteil des Tagesablaufs bestimmen. Dem Reinigungsdrang würden gewisse Kontamina tionsbefürchtun gen zugrunde liegen, diese kenne sie schon seit der Pubertät. Zielführende Hand lungen zur Alltagsbewältigung seien durch diese Symptomatik nur noch sehr eingeschränkt möglich. Die Beschwerdeführerin habe einen dreijährigen Sohn, dessen Versorgung sie auch unter den aktuellen Bedingungen sehr herausfordere. Ein Klinikaufenthalt komme deshalb für die Beschwer deführerin nicht in Frage und auch aus medizinischer Sicht sei eine Unterstützung im ambulanten Rahmen deshalb sehr sinnvoll. Bislang habe sich die Beschwer deführerin Unterstützung durch das soziale Umfeld (Mutter, Schwester) orga nisiert. Die dadurch entste hende Belastung für das Umfeld sei jedoch nicht länger zumutbar. Eine privat organisierte Unterstützung habe deutliche Entlastung und eine rasche vorüber gehende Zustandsverbesserung gebracht, sei jedoch aus finanziellen Gründen nicht länger möglich gewesen. Es werde deshalb um Erhöhung der Hilflosenent schädigung ersucht, um eine Assistenz zu ermöglichen. 3. 2 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin stellte mittels FAKT2 zum Assistenzbeitrag aufgrund der Abklärung vom 26. Oktober 2020 am 5. November 2020 einen anerkannten Hilfebedarf von 70.42 Stunden fest (Urk. 7 / 308 /70 ).

3. 2 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin stellte mittels FAKT2 zum Assistenzbeitrag aufgrund der Abklärung vom 26. Oktober 2020 am 5. November 2020 einen anerkannten Hilfebedarf von 70.42 Stunden fest (Urk. 7 308 /70 ). Am 9. November 2020 nahm die zuständige Sachbearbeiterin Stellung sowohl zur Hilflosenentsc h ädigung (Urk. 7/309) wie auch zum Assistenzbeitrag (Urk. 7/310). Zur Hilflosenentschädigung führte sie aus, seitens der Beschwerdeführerin sei in Übereinstimmung mit dem Bericht von Dr. A.___ vor Ort eine Verschlechte rung ihres Gesundheitszustandes deklariert worden. Durch den Lockdown sei ihr alles über den Kopf gewachsen. Die Zwänge/Ängste hätten stark zugenommen und sie habe für die Alltagbewältigung keine Kraft/Energie mehr. Das S chlimmste sei, dass sie seit Mai 2020 aufgrund der bestehenden Problematik nicht mehr in der Lage sei, ihren Sohn alleine zu betreuen. Seit Mai 2020 werde die Betreuung von ihren Eltern – sowie an zwei Wochenenden pro Monat vom Vater ihres Sohnes – übernommen. Laut Angaben der Beschwerdeführerin sehe sie ihren Sohn stunden weise und bei guter Tagesform schlafe er bei ihr. Ihr Ziel sei jedoch, dass sie ihren Sohn wieder zu sich nehmen und die Betreuung wieder wahrnehmen könne (S. 1). Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin sowie de s Schreiben s von Dr. A.___ sei aufgrund der Diagnose eine strukturierte Begleitung in den alltags relevanten Verrichtungen weiterhin zwingend notwendig, was unverändert täglich durch das Hometreatment, Frau C.___ (telefonisch) oder durch die Familie (Mutter und Schwester) wahrgenommen werde. In den alltäglichen Lebens verrichtungen bestehe unverändert eine funktionelle Selbständigkeit. Die telefonische Unterstüt zung bei der Kleider wahl werde bei der lebenspraktischen Begleitung berücksich tigt. Trotz aktuell verschlechtertem Gesundheitszustand bestehe unverändert eine Selbständigkeit in den alltäglichen Lebensverrichtungen. Die verbale Unterstüt zung sowie die strukturierte Begleitung zur Erledigung von alltagsrelevanten Ver ric h tungen werde du r ch die lebenspraktische Begleitung abgegolten. Das Erhö hungsgesuch werde abgewiesen, womit weiterhin Anspruch auf eine Hilflosenent schädigung leichten Grades bestehe (Urk. 7/309).

Am 9. November 2020 nahm die zuständige Sachbearbeiterin Stellung sowohl zur Hilflosenentsc h ädigung (Urk. 7/309) wie auch zum Assistenzbeitrag (Urk. 7/310). Zur Hilflosenentschädigung führte sie aus, seitens der Beschwerdeführerin sei in Übereinstimmung mit dem Bericht von Dr. A.___ vor Ort eine Verschlechte rung ihres Gesundheitszustandes deklariert worden. Durch den Lockdown sei ihr alles über den Kopf gewachsen. Die Zwänge/Ängste hätten stark zugenommen und sie habe für die Alltagbewältigung keine Kraft/Energie mehr. Das S chlimmste sei, dass sie seit Mai 2020 aufgrund der bestehenden Problematik nicht mehr in der Lage sei, ihren Sohn alleine zu betreuen. Seit Mai 2020 werde die Betreuung von ihren Eltern – sowie an zwei Wochenenden pro Monat vom Vater ihres Sohnes – übernommen. Laut Angaben der Beschwerdeführerin sehe sie ihren Sohn stunden weise und bei guter Tagesform schlafe er bei ihr. Ihr Ziel sei jedoch, dass sie ihren Sohn wieder zu sich nehmen und die Betreuung wieder wahrnehmen könne (S. 1). Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin sowie de s Schreiben s von Dr. A.___ sei aufgrund der Diagnose eine strukturierte Begleitung in den alltags relevanten Verrichtungen weiterhin zwingend notwendig, was unverändert täglich durch das Hometreatment, Frau C.___ (telefonisch) oder durch die Familie (Mutter und Schwester) wahrgenommen werde. In den alltäglichen Lebens verrichtungen bestehe unverändert eine funktionelle Selbständigkeit. Die telefonische Unterstüt zung bei der Kleider wahl werde bei der lebenspraktischen Begleitung berücksich tigt. Trotz aktuell verschlechtertem Gesundheitszustand bestehe unverändert eine Selbständigkeit in den alltäglichen Lebensverrichtungen. Die verbale Unterstüt zung sowie die strukturierte Begleitung zur Erledigung von alltagsrelevanten Ver ric h tungen werde du r ch die lebenspraktische Begleitung abgegolten. Das Erhö hungsgesuch werde abgewiesen, womit weiterhin Anspruch auf eine Hilflosenent schädigung leichten Grades bestehe (Urk. 7/309). Zum Assisten z beitrag hielt s ie fest, dass die Betreuung des Sohnes mit sechs Tagen pro Woche auf Stufe 3 zu berücksichtigen sei (Urk. 7/310).

Zum Assisten z beitrag hielt s ie fest, dass die Betreuung des Sohnes mit sechs Tagen pro Woche auf Stufe 3 zu berücksichtigen sei (Urk. 7/310). 3. 3 Herr D.___ gab am 30. Januar 2021 an (Urk. 7/319 /2-4 ), er habe die Beschwerdeführerin vor kurzer Zeit besucht. Er kenne sie seit vielen Jahren und er habe gewusst, dass sie körperliche und psychische Probleme habe. Die Situation, die er bei der Beschwerdeführerin angetroffen habe, habe jedoch alles übertroffen. Sie sei massiv abgemagert gewesen. Er habe innerhalb kürzester Zeit bemerkt, dass sie schlicht nicht mehr in der Lage sei, ihren Alltag alleine zu bewältigen. Er habe ihr angeboten, das Wochenende bei ihr zu verbringen, um sie zu unterstützen. Da die Beschwerdeführerin nicht mehr für sich selber sorgen könne, sei die zusätzliche Betreuung für ihren Sohn eine absolute Überforderung. Die Beschwerdeführerin sei in einer Verfassung, welche einen normalen, geregelten Tagesablauf verunmögli che. Damit die Beschwerdeführerin nicht wochenlang in den gleichen Kleidern schlafe und lebe, müsse man ihr behilflich sei n, die Wäsche zu wechseln. Weil sie die Kleidung nicht mehr ausziehe, wasche sie sich auch nicht mehr regelmässig und nur sehr oberflächlich. Am schlimmsten sei die Situation mit dem Essen. Sie koche nichts und sage, sie habe keinen Hunger. Man müsse ihr das Essen hinstellen, daneben sitzen und sie immer wieder auffordern, zu essen. Die Beschwerdeführerin brauche Unterstützung für den ganzen Tag. Wenn sie nicht schnell Hilfe bekomme, werde es zu einem völligen physischen und psychischen Zusammenbruch kommen und die Beschwerdeführerin werde verwahrlosen.

3. 3 Herr D.___ gab am 30. Januar 2021 an (Urk. 7/319 /2-4 ), er habe die Beschwerdeführerin vor kurzer Zeit besucht. Er kenne sie seit vielen Jahren und er habe gewusst, dass sie körperliche und psychische Probleme habe. Die Situation, die er bei der Beschwerdeführerin angetroffen habe, habe jedoch alles übertroffen. Sie sei massiv abgemagert gewesen. Er habe innerhalb kürzester Zeit bemerkt, dass sie schlicht nicht mehr in der Lage sei, ihren Alltag alleine zu bewältigen. Er habe ihr angeboten, das Wochenende bei ihr zu verbringen, um sie zu unterstützen. Da die Beschwerdeführerin nicht mehr für sich selber sorgen könne, sei die zusätzliche Betreuung für ihren Sohn eine absolute Überforderung. Die Beschwerdeführerin sei in einer Verfassung, welche einen normalen, geregelten Tagesablauf verunmögli che. Damit die Beschwerdeführerin nicht wochenlang in den gleichen Kleidern schlafe und lebe, müsse man ihr behilflich sei n, die Wäsche zu wechseln. Weil sie die Kleidung nicht mehr ausziehe, wasche sie sich auch nicht mehr regelmässig und nur sehr oberflächlich. Am schlimmsten sei die Situation mit dem Essen. Sie koche nichts und sage, sie habe keinen Hunger. Man müsse ihr das Essen hinstellen, daneben sitzen und sie immer wieder auffordern, zu essen. Die Beschwerdeführerin brauche Unterstützung für den ganzen Tag. Wenn sie nicht schnell Hilfe bekomme, werde es zu einem völligen physischen und psychischen Zusammenbruch kommen und die Beschwerdeführerin werde verwahrlosen. 3.4 Frau E.___ gab am 1. Februar 2021 an (Urk. 7/319/1), sie sei in der Zeit zwischen Juli und August 2020 für einige Tage bei der Beschwerdeführerin gewe sen, um sie zu unterstützen. Es sei der Beschwerdeführerin schlecht gegangen. Sie sei nicht wirklich in der Lage gewesen, etwas zu machen und habe sich schlecht ernährt. Sie habe oft geweint und habe keine Energie mehr gehabt. Sie habe der Beschwerdeführerin den Haushalt gemacht, ihr bei den Büroarbeiten geholfen, sei für sie einkaufen gegangen und habe den Sohn der Beschwerdeführerin in die Kin derkrippe gebracht. Sie habe geschaut, dass die Beschwerdeführerin genügend esse und trinke. Die Beschwerdeführerin sei um jede Hilfe und Unterstützung froh gewesen.

3.4 Frau E.___ gab am 1. Februar 2021 an (Urk. 7/319/1), sie sei in der Zeit zwischen Juli und August 2020 für einige Tage bei der Beschwerdeführerin gewe sen, um sie zu unterstützen. Es sei der Beschwerdeführerin schlecht gegangen. Sie sei nicht wirklich in der Lage gewesen, etwas zu machen und habe sich schlecht ernährt. Sie habe oft geweint und habe keine Energie mehr gehabt. Sie habe der Beschwerdeführerin den Haushalt gemacht, ihr bei den Büroarbeiten geholfen, sei für sie einkaufen gegangen und habe den Sohn der Beschwerdeführerin in die Kin derkrippe gebracht. Sie habe geschaut, dass die Beschwerdeführerin genügend esse und trinke. Die Beschwerdeführerin sei um jede Hilfe und Unterstützung froh gewesen. 3. 5 Frau F.___, Mutter der Beschwerdeführerin, gab am 1. Februar 2021 an (Urk. 7/318), die Beschwerdeführerin sei mittlerweile seit bald einem Jahr instabil und brauche viel Hilfe, weshalb sie Tag und Nacht bei ihr sei. Die Beschwerdefüh rerin habe grosse Schwierigkeiten in sehr vielen Bereich en, mittlerweile auch kör perlich, weshalb das Ganze unglaublich komplex sei. Die Beschwerdeführerin beschäftige sich oft den ganzen Tag mit dem Erstellen von Plänen, Listen, und damit, alles zu protokollieren und aufzuschreiben. Wenn sie das nicht mache, über komme sie eine Angst/Panik und dann gehe gar nichts mehr. Sie lasse auch einfach das E ssen und T rinken aus, weil es gerade nicht ins Schema oder den Ablauf passe, gehe nicht duschen, putze die Zähne nicht, wolle keine Kleid ung tragen und am liebsten immer nackt herumlaufen. Duschen könne sie einerseits nicht, weil es nicht in ihren Ablauf passe und andererseits habe sie Probleme mit dem Wasser, es störe sie, wenn Wasser auf ihrer Haut sei. Wenn sie sich pflege, zum Beispiel die Nägel schneide, dann mache sie das so extrem bis sie blute. Sie verstecke sich von der Aussenwelt und gehe nur noch zu den allerwichtigsten Terminen. Wenn sie einige Termine habe, sei sie danach wieder in einem Loch und es vergehe viel zu viel Zeit, bis sie das Erledigen eines Telefonats oder einer E-Mail schaffe. Weiter habe die Beschwerdeführerin ein sehr ungesundes Schlafverhalten und schlafe nicht wann sie sollte. Entweder müsse man sie ins Bett «zwingen» und dabei sein, damit sie wirklich einschlafe oder aber sie schaffe es kaum, um 20 Uhr noch wach zu bleiben. Dann müsse man sie immer wieder wecken und schauen, dass sie die Zeit nicht mit etwas Aufwühlendem verbringe. Oft werde sie nicht richtig wach. Sie könne sich dann nicht richtig bewegen, ihr Herz klopfe stark und sie sei wie betrunken oder auf Drogen. Sie könne dann nicht aufstehen, zittere, ihre Beine und Arme (Mus keln) würden schmerzen und sie habe Kreislaufprobleme. All das verunmögliche es ihr, einen Haushalt zu führen, überhaupt ein Leben alleine zu führen. Man könne die Beschwerdeführerin nicht mehr alleine lassen.

3. 5 Frau F.___, Mutter der Beschwerdeführerin, gab am 1. Februar 2021 an (Urk. 7/318), die Beschwerdeführerin sei mittlerweile seit bald einem Jahr instabil und brauche viel Hilfe, weshalb sie Tag und Nacht bei ihr sei. Die Beschwerdefüh rerin habe grosse Schwierigkeiten in sehr vielen Bereich en, mittlerweile auch kör perlich, weshalb das Ganze unglaublich komplex sei. Die Beschwerdeführerin beschäftige sich oft den ganzen Tag mit dem Erstellen von Plänen, Listen, und damit, alles zu protokollieren und aufzuschreiben. Wenn sie das nicht mache, über komme sie eine Angst/Panik und dann gehe gar nichts mehr. Sie lasse auch einfach das E ssen und T rinken aus, weil es gerade nicht ins Schema oder den Ablauf passe, gehe nicht duschen, putze die Zähne nicht, wolle keine Kleid ung tragen und am liebsten immer nackt herumlaufen. Duschen könne sie einerseits nicht, weil es nicht in ihren Ablauf passe und andererseits habe sie Probleme mit dem Wasser, es störe sie, wenn Wasser auf ihrer Haut sei. Wenn sie sich pflege, zum Beispiel die Nägel schneide, dann mache sie das so extrem bis sie blute. Sie verstecke sich von der Aussenwelt und gehe nur noch zu den allerwichtigsten Terminen. Wenn sie einige Termine habe, sei sie danach wieder in einem Loch und es vergehe viel zu viel Zeit, bis sie das Erledigen eines Telefonats oder einer E-Mail schaffe. Weiter habe die Beschwerdeführerin ein sehr ungesundes Schlafverhalten und schlafe nicht wann sie sollte. Entweder müsse man sie ins Bett «zwingen» und dabei sein, damit sie wirklich einschlafe oder aber sie schaffe es kaum, um 20 Uhr noch wach zu bleiben. Dann müsse man sie immer wieder wecken und schauen, dass sie die Zeit nicht mit etwas Aufwühlendem verbringe. Oft werde sie nicht richtig wach. Sie könne sich dann nicht richtig bewegen, ihr Herz klopfe stark und sie sei wie betrunken oder auf Drogen. Sie könne dann nicht aufstehen, zittere, ihre Beine und Arme (Mus keln) würden schmerzen und sie habe Kreislaufprobleme. All das verunmögliche es ihr, einen Haushalt zu führen, überhaupt ein Leben alleine zu führen. Man könne die Beschwerdeführerin nicht mehr alleine lassen. 3. 6 Frau G.___ vom Sanatorium Z.___ gab auf telefonische Anfrage der Beschwerdegegnerin in Bezug auf den stationären Aufenthalt der Beschwerdefüh rerin vom 17. bis 20. Mai 2021 an (Urk. 7/320 S. 2 Mitte), die Unterstützung bei der Beschwerdeführerin übersteige in hohem Masse die Betreuung im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung. Die direkte Hilfe bei den verschiedenen Lebensver richtungen sei ebenfalls zwingend notwendig. Vorübergehend sei die Beschwerde führerin nach dem Austritt bei ihren Eltern. Dies sei jedoch auch nicht die ideale Lösung für beide Seiten. Es würden nun weitere Lösungen via Spitex, Assistenz etc. gesucht.

3. 6 Frau G.___ vom Sanatorium Z.___ gab auf telefonische Anfrage der Beschwerdegegnerin in Bezug auf den stationären Aufenthalt der Beschwerdefüh rerin vom 17. bis 20. Mai 2021 an (Urk. 7/320 S. 2 Mitte), die Unterstützung bei der Beschwerdeführerin übersteige in hohem Masse die Betreuung im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung. Die direkte Hilfe bei den verschiedenen Lebensver richtungen sei ebenfalls zwingend notwendig. Vorübergehend sei die Beschwerde führerin nach dem Austritt bei ihren Eltern. Dies sei jedoch auch nicht die ideale Lösung für beide Seiten. Es würden nun weitere Lösungen via Spitex, Assistenz etc. gesucht. 3.7 Die zuständige Sachbearbeiterin des Abklärungsdienstes nahm am 21. Juni 2021 Stellung zur Hilflosenentschädigung (Urk. 7/320 S. 2) und führte aus, aus dem Einwandschreiben gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin neben der intensiven Unterstützung im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung ebenfalls beim Ankleiden/Auskleiden sowie bei der Körperpflege auf regelmässige und erhebliche direkte Hilfe einer Drittperson angewiesen sei. Eine verbale Anleitung reich e nicht aus. Die Drittperson müsse neben der Kundin stehen und sie direkt anleite n und unterstützen. G emäss gesetzlichen Richtlinien gingen diese Unterstützungen über das Ausmass einer blossen lebenspraktischen Begleitung hinaus und seien deshalb nicht bei der lebenspraktischen Begleitung, sondern direkt bei den alltäglichen Lebensverrichtungen zu berücksichtigen. In Bezug auf die Lebensverrichtung Essen bestehe eine funktionelle Selbständigkeit. Das Zubereiten von Mahlzeiten sowie die Aufforderung zu Essen sowie zu Trinken werde durch die lebenspraktische Beglei tung a b gegolten. Aufgrund der neuen Sachlage könne ab 1. Oktober 2020 die Hilf losenentschädigung auf eine solche mittleren Grades erhöht werden. Dies aufgrund der lebenspraktischen Begleitung sowie der regelmässigen direkten Hilfe in den Lebensverrichtungen An-/Auskleiden und Körperpflege.

3.7 Die zuständige Sachbearbeiterin des Abklärungsdienstes nahm am 21. Juni 2021 Stellung zur Hilflosenentschädigung (Urk. 7/320 S. 2) und führte aus, aus dem Einwandschreiben gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin neben der intensiven Unterstützung im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung ebenfalls beim Ankleiden/Auskleiden sowie bei der Körperpflege auf regelmässige und erhebliche direkte Hilfe einer Drittperson angewiesen sei. Eine verbale Anleitung reich e nicht aus. Die Drittperson müsse neben der Kundin stehen und sie direkt anleite n und unterstützen. G emäss gesetzlichen Richtlinien gingen diese Unterstützungen über das Ausmass einer blossen lebenspraktischen Begleitung hinaus und seien deshalb nicht bei der lebenspraktischen Begleitung, sondern direkt bei den alltäglichen Lebensverrichtungen zu berücksichtigen. In Bezug auf die Lebensverrichtung Essen bestehe eine funktionelle Selbständigkeit. Das Zubereiten von Mahlzeiten sowie die Aufforderung zu Essen sowie zu Trinken werde durch die lebenspraktische Beglei tung a b gegolten. Aufgrund der neuen Sachlage könne ab 1. Oktober 2020 die Hilf losenentschädigung auf eine solche mittleren Grades erhöht werden. Dies aufgrund der lebenspraktischen Begleitung sowie der regelmässigen direkten Hilfe in den Lebensverrichtungen An-/Auskleiden und Körperpflege. 3.8 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin ermittelte mittels FAKT2 zum Assistenzbeitrag am 21. Juni 202 1 neu einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stunden (Urk. 7/ 323 /63 ).

3.8 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin ermittelte mittels FAKT2 zum Assistenzbeitrag am 21. Juni 202 1 neu einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stunden (Urk. 7/ 323 /63 ). Sie führte aus, beim An-/Auskleiden sei die Beschwerdeführerin durch die Zwänge bei der Kleiderwahl oft überfordert. In solchen Situationen sei sie auf die beratende Unterstützung einer Drittperson angewiesen, was via Telefon erfolge. Ab und an müsse die Beschwerdeführerin aufgefordert werden, die Kleider zu wechseln. Die Beschwerdeführerin brauche Strukturierungshilfe, um Initiative zu ergreifen. Sie ziehe sich selbständig aus, zusätzlich brauche sie Hilfe bei Anklei desituationen ausserhalb der täglichen Routine (Urk. 7/323/10 -12 ).

Sie führte aus, beim An-/Auskleiden sei die Beschwerdeführerin durch die Zwänge bei der Kleiderwahl oft überfordert. In solchen Situationen sei sie auf die beratende Unterstützung einer Drittperson angewiesen, was via Telefon erfolge. Ab und an müsse die Beschwerdeführerin aufgefordert werden, die Kleider zu wechseln. Die Beschwerdeführerin brauche Strukturierungshilfe, um Initiative zu ergreifen. Sie ziehe sich selbständig aus, zusätzlich brauche sie Hilfe bei Anklei desituationen ausserhalb der täglichen Routine (Urk. 7/323/10 -12 ). Zum Bereich Essen und Trinken führte die Sachbearbeiterin aus, die Beschwerde führerin sei funktionell selbständig. Die Handhabung des Bestecks sei ihr selb ständig möglich. Aufgrund der Angst/Zwänge sei es der Beschwerdeführerin ver mehrt nicht möglich zu essen. Sie könne zum Beispiel kein sauberes Glas aus dem Kasten nehmen, wenn noch verschmutztes Geschirr im Waschbecken stehe. Des halb ernähre sie sich oft von Fastfood. Die Beschwerdeführerin müsse vermehrt zur Nahrungsaufnahme motiviert werden (Urk. 7/323/15- 17).

Zum Bereich Essen und Trinken führte die Sachbearbeiterin aus, die Beschwerde führerin sei funktionell selbständig. Die Handhabung des Bestecks sei ihr selb ständig möglich. Aufgrund der Angst/Zwänge sei es der Beschwerdeführerin ver mehrt nicht möglich zu essen. Sie könne zum Beispiel kein sauberes Glas aus dem Kasten nehmen, wenn noch verschmutztes Geschirr im Waschbecken stehe. Des halb ernähre sie sich oft von Fastfood. Die Beschwerdeführerin müsse vermehrt zur Nahrungsaufnahme motiviert werden (Urk. 7/323/15- 17). Im Bereich Körperpflege sei die Beschwerdeführerin ebenfalls funktionell selb ständig. Sie müsse regelmässig für die Körperpflege motiviert werden. Laut Angaben der Beschwerdeführerin wisse diese, dass sie die Zähne putzen müsse. Aufgrund der Zwänge komme es jedoch immer wieder vor, dass sie es nicht schaffe, die Zähne zu putzen. Sie könne zum Beispiel nicht entscheiden, ob sie nun zuerst die Zähne putzen oder etwas anderes machen soll e. Es sei regelmässige Unterstützung notwendig. Bei der periodischen Körperpflege (Haarpflege, Nagel pflege, Monatshygiene) sowie der Kosmetik (eincremen, rasieren, kämmen, bürs ten, frisieren, schminken) sei en eine Anleitung und direkte Hilfe notwendig (Urk. 7/323/17- 21).

Im Bereich Körperpflege sei die Beschwerdeführerin ebenfalls funktionell selb ständig. Sie müsse regelmässig für die Körperpflege motiviert werden. Laut Angaben der Beschwerdeführerin wisse diese, dass sie die Zähne putzen müsse. Aufgrund der Zwänge komme es jedoch immer wieder vor, dass sie es nicht schaffe, die Zähne zu putzen. Sie könne zum Beispiel nicht entscheiden, ob sie nun zuerst die Zähne putzen oder etwas anderes machen soll e. Es sei regelmässige Unterstützung notwendig. Bei der periodischen Körperpflege (Haarpflege, Nagel pflege, Monatshygiene) sowie der Kosmetik (eincremen, rasieren, kämmen, bürs ten, frisieren, schminken) sei en eine Anleitung und direkte Hilfe notwendig (Urk. 7/323/17- 21). Im Bereich Alltägliche Lebensverrichtungen ermittelte sie einen Hilfebedarf von insgesamt 55 Minuten pro Tag (Urk. 7/323/26).

Im Bereich Alltägliche Lebensverrichtungen ermittelte sie einen Hilfebedarf von insgesamt 55 Minuten pro Tag (Urk. 7/323/26). Im Bereich Haushalt stehe sich die Kundin durch ihre Zwänge, alles perfekt zu machen, selbst im Weg. Bei administrativen Tätigkeiten sei sie auf Unterstützung angewiesen. Es sei ihr jedoch möglich, Assistent/innen anzuweisen und Termine zu vereinbaren. Administrative Tätigkeiten seien ein schwieriges Thema. Auf grund der Zwänge/Ängste könne sie nichts fortwerfen, wodurch der Poststapel immer grösser werde. Die Zahlung der Rechnungen hätten für sie erste Priorität. Für die Miete und die Krankenkasse habe sie je einen Dauerauftrag. Bei Notwen digkeit habe ihr Vater die Vollmacht für ihr Konto (Urk. 7/323/27- 28).

Im Bereich Haushalt stehe sich die Kundin durch ihre Zwänge, alles perfekt zu machen, selbst im Weg. Bei administrativen Tätigkeiten sei sie auf Unterstützung angewiesen. Es sei ihr jedoch möglich, Assistent/innen anzuweisen und Termine zu vereinbaren. Administrative Tätigkeiten seien ein schwieriges Thema. Auf grund der Zwänge/Ängste könne sie nichts fortwerfen, wodurch der Poststapel immer grösser werde. Die Zahlung der Rechnungen hätten für sie erste Priorität. Für die Miete und die Krankenkasse habe sie je einen Dauerauftrag. Bei Notwen digkeit habe ihr Vater die Vollmacht für ihr Konto (Urk. 7/323/27- 28). Bei der Ernährung schaffe es die Beschwerdeführerin durch die Zwänge sowie ihren Perfektionismus nicht täglich, eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Diesbe züglich sei eine Anleitung durch eine Drittperson notwendig. Die Zubereitung von kalten Speisen sei möglich. Die Beschwerdefüh r erin wasche selt en das Geschirr sofort ab. Ohne Anleitung und Kontrolle würde es tagelang herumliegen. Auch bei der Reinigung sei jeweils die Anleitung zwingend notwendig, teilweise sogar eine vollständige Übernahme durch eine Drittperson (Urk. 7/323/29-30).

Bei der Ernährung schaffe es die Beschwerdeführerin durch die Zwänge sowie ihren Perfektionismus nicht täglich, eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Diesbe züglich sei eine Anleitung durch eine Drittperson notwendig. Die Zubereitung von kalten Speisen sei möglich. Die Beschwerdefüh r erin wasche selt en das Geschirr sofort ab. Ohne Anleitung und Kontrolle würde es tagelang herumliegen. Auch bei der Reinigung sei jeweils die Anleitung zwingend notwendig, teilweise sogar eine vollständige Übernahme durch eine Drittperson (Urk. 7/323/29-30). Je nach Tagesform seien oberflächliche Reinigungsarbeiten selbst möglich. Oft verhinderten jedoch die Zwänge, dass die Beschwerdeführerin etwas in Angriff nehmen könne. Es sei eine Anleitung/Motivation nötig. Die Beschwerdeführerin sehe die Arbeit, durch die Zwänge schaffe sie es jedoch nicht, aus eigener Initia tive Reinigungsarbeiten zu übernehmen. Es sei eine Anleitung/Führung durch eine Drittperson notwendig, teilweise sogar die vollständige Übernahme durch eine Drittperson ( U rk. 7/323/ 31 - 33).

Je nach Tagesform seien oberflächliche Reinigungsarbeiten selbst möglich. Oft verhinderten jedoch die Zwänge, dass die Beschwerdeführerin etwas in Angriff nehmen könne. Es sei eine Anleitung/Motivation nötig. Die Beschwerdeführerin sehe die Arbeit, durch die Zwänge schaffe sie es jedoch nicht, aus eigener Initia tive Reinigungsarbeiten zu übernehmen. Es sei eine Anleitung/Führung durch eine Drittperson notwendig, teilweise sogar die vollständige Übernahme durch eine Drittperson ( U rk. 7/323/ 31 33). Die Beschwerdeführerin erstelle keine Einkaufsliste, da der Einkauf sie völlig überfordere. Das Prüfen der Vorräte erfolge mit Unterstützung. Der Umgang mit dem Geld sei selbständig möglich. Sie achte auf Aktionen und gehe auch in den Caritasladen einkaufen. Es sei stark von der Tagesform abhängig, ob sie es schaffe, in den Laden zu gehen. Am besten klappe der Einkauf auf dem Heimweg von der Psychotherapie. Kleine persönliche Einkäufe seien je nach Tagesform selbständig möglich. Bei Behörden/Ämtern sei eine Begleitung notwendig. Beim Kleiderkauf sei eine Begleitung notwendig, da sich die Kundin nicht entscheiden könne (Urk. 7/323/34- 37).

Die Beschwerdeführerin erstelle keine Einkaufsliste, da der Einkauf sie völlig überfordere. Das Prüfen der Vorräte erfolge mit Unterstützung. Der Umgang mit dem Geld sei selbständig möglich. Sie achte auf Aktionen und gehe auch in den Caritasladen einkaufen. Es sei stark von der Tagesform abhängig, ob sie es schaffe, in den Laden zu gehen. Am besten klappe der Einkauf auf dem Heimweg von der Psychotherapie. Kleine persönliche Einkäufe seien je nach Tagesform selbständig möglich. Bei Behörden/Ämtern sei eine Begleitung notwendig. Beim Kleiderkauf sei eine Begleitung notwendig, da sich die Kundin nicht entscheiden könne (Urk. 7/323/34- 37). Die Beschwerdeführerin wisse, dass sie waschen müsse, schaffe es jedoch durch die Zwänge mehrheitlich nicht aus eigener Initiative. Es sei eine Anlei tung/Führung durch eine Drittperson, teilweise auch die vollständige Übernahme durch eine Drittperson notwendig. Aufgrund der Zwänge bleibe die saubere Wäsche liegen. Es sei eine Motivation notwendig, damit die Beschwerdeführerin die Wäsche zusammen lege und im Kasten versorge ( Urk. 7/323/37- 39).

Die Beschwerdeführerin wisse, dass sie waschen müsse, schaffe es jedoch durch die Zwänge mehrheitlich nicht aus eigener Initiative. Es sei eine Anlei tung/Führung durch eine Drittperson, teilweise auch die vollständige Übernahme durch eine Drittperson notwendig. Aufgrund der Zwänge bleibe die saubere Wäsche liegen. Es sei eine Motivation notwendig, damit die Beschwerdeführerin die Wäsche zusammen lege und im Kasten versorge ( Urk. 7/323/37- 39). Im Bereich Haushalt wurde ein täglicher Hilfebedarf von insgesamt 81 Minuten ermittelt (Urk. 7/323/39).

Im Bereich Haushalt wurde ein täglicher Hilfebedarf von insgesamt 81 Minuten ermittelt (Urk. 7/323/39). Die Beschwerdeführerin brauche Unterstützung bei der Freizeitgestaltung, dies in Form von Motivation. Sie könne telefonieren und pflege Kontakte mit Freunden, den Eltern etc. (Urk. 7/323/40- 41).

Die Beschwerdeführerin brauche Unterstützung bei der Freizeitgestaltung, dies in Form von Motivation. Sie könne telefonieren und pflege Kontakte mit Freunden, den Eltern etc. (Urk. 7/323/40- 41). Funktionell bestehe keine Einschränkung in der Mobilität. Je nach Tagesform gehe die Beschwerdeführerin alleine nach draussen. Öffentliche Verkehrsmittel meide die Beschwerdeführerin, die Benützung sei jedoch möglich. Sie sei ver mehrt mit dem Velo unterwegs. Aktuell sei mehrheitlich eine Begleitung notwen dig (Urk. 7/323/42 ).

Funktionell bestehe keine Einschränkung in der Mobilität. Je nach Tagesform gehe die Beschwerdeführerin alleine nach draussen. Öffentliche Verkehrsmittel meide die Beschwerdeführerin, die Benützung sei jedoch möglich. Sie sei ver mehrt mit dem Velo unterwegs. Aktuell sei mehrheitlich eine Begleitung notwen dig (Urk. 7/323/42 ). Bei Reisen/Ferien sei aufgrund der Zwänge/Ängste eine Begleitung no t wendig (Urk. 7/323/43).

Bei Reisen/Ferien sei aufgrund der Zwänge/Ängste eine Begleitung no t wendig (Urk. 7/323/43). Im Bereich Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung wurde ein Hilfebe darf von 26 Minuten pro Tag festgehalten (Urk. 7/323/43).

Im Bereich Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung wurde ein Hilfebe darf von 26 Minuten pro Tag festgehalten (Urk. 7/323/43). Durch die Zwänge/Ängste sei es der Beschwerdeführerin seit Mai 2020 nicht mehr möglich, ihren Sohn zu betreuen. Die Betreuung werde aktuell von den Eltern der Beschwerdeführerin übernommen. S tundenweise sowie ab und an eine Nacht übernehme die Beschwerdeführerin die Betreuung. Das Ziel sei, dass sie ihren Sohn wieder zu sich nehmen könne. Die Obhut des Sohnes sei bei ihr. Bei der Erziehung und Kinderbetreuung sei ein Hilfebedarf von 60 Minuten pro Tag an zu erkennen (Urk. 7/323/44 -45 ).

Durch die Zwänge/Ängste sei es der Beschwerdeführerin seit Mai 2020 nicht mehr möglich, ihren Sohn zu betreuen. Die Betreuung werde aktuell von den Eltern der Beschwerdeführerin übernommen. S tundenweise sowie ab und an eine Nacht übernehme die Beschwerdeführerin die Betreuung. Das Ziel sei, dass sie ihren Sohn wieder zu sich nehmen könne. Die Obhut des Sohnes sei bei ihr. Bei der Erziehung und Kinderbetreuung sei ein Hilfebedarf von 60 Minuten pro Tag an zu erkennen (Urk. 7/323/44 -45 ). Die Notwendigkeit einer dauernde n persönliche n Überwachung sei zum heutigen Zeitpunkt nicht gegeben (Urk. 7/323/55).

Die Notwendigkeit einer dauernde n persönliche n Überwachung sei zum heutigen Zeitpunkt nicht gegeben (Urk. 7/323/55). Gestützt auf diese Erhebungen hielt die Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin in der Zusammenfassung der Berechnung einen für den Assistenzbetrag relevan ten Hilfebedarf von monatlich 27.88 Stunden im Bereich Alltägliche Lebensver richtungen, von 41.10 Stunden im Bereich Haushalt, von 13.18 Stunden im Bereich Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung und von 30.42 Stunden im Bereich Erziehung und Kinderbetreuung, mithin von total 112.58 Stunden fest (Urk. 7/323/ 63). Unter Berücksichtigung der individuellen Höchstgrenze von 60 Stunden in den Bereichen 1-3 (Alltägliche Lebensverrichtungen, Haushalt und Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung) sowie von 51.43 Stunden in den Bereichen 4-7 (Erziehung und Kinderbetreuung, Gemeinnützige oder ehren amtliche Tätigkeit, Aus- oder Weiterbildung, Berufliche Tätigkeit auf dem regu lären Arbeitsmarkt) ermittelte sie einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stun den.

Gestützt auf diese Erhebungen hielt die Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin in der Zusammenfassung der Berechnung einen für den Assistenzbetrag relevan ten Hilfebedarf von monatlich 27.88 Stunden im Bereich Alltägliche Lebensver richtungen, von 41.10 Stunden im Bereich Haushalt, von 13.18 Stunden im Bereich Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung und von 30.42 Stunden im Bereich Erziehung und Kinderbetreuung, mithin von total 112.58 Stunden fest (Urk. 7/323/ 63). Unter Berücksichtigung der individuellen Höchstgrenze von 60 Stunden in den Bereichen 1-3 (Alltägliche Lebensverrichtungen, Haushalt und Gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung) sowie von 51.43 Stunden in den Bereichen 4-7 (Erziehung und Kinderbetreuung, Gemeinnützige oder ehren amtliche Tätigkeit, Aus- oder Weiterbildung, Berufliche Tätigkeit auf dem regu lären Arbeitsmarkt) ermittelte sie einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stun den. 3.9 Die zuständige Sachbearbeiterin nahm am 23. Juni 2021 zum Assistenzbeitrag Stellung (Urk. 7/324) und führte aus, aufgrund der neuen Sachlage könne die Hilflosenentschädigung ab 1. Oktober 2020 auf eine solche mittl e ren Grades erhöht werden. Denn neu seien neben der lebenspraktischen Begleitung der Bedarf an regelmässige r direkte r Hilfe in den Lebensverrichtungen «An-/Ausklei den» und «Körperpflege» ausgewiesen. Der FAKT sei dementsprechend angepasst worden. Bei einer Hilflosenentschädigung mittleren Grades (2 Lebensverrichtun gen und die lebenspraktische Begleitung) sei beim Assistenzbeitrag gemäss den gesetzlichen Richtlinien die individuelle Höchstgrenze für die Bereiche «alltägli che Lebensverrichtungen, Haushalt, gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestal tung» mit 60 Stunden pro Monat festgelegt. Dazu werde noch die Kinderbetreu ung (Stufe 3) mit 30.42 Stunden berücksichtigt. Dies ergebe ein Total von 90.42 Stunden pro Monat. Abzüglich der Hilflosenentschädigung neu mittleren Grades mit einem Bedarf von 35.69 Stunden ergebe dies einen Assistenzbeitrag von 54.73 Stunden pro Monat. Aufgrund der individuellen Höchs t grenze sowie des höheren Abzugs der Hilflosenentschädigung ergebe dies eine leichte Reduktion der im Vorbescheid aufgeführten Assistenzstunden. Gemäss gesetzlichen Richtli nien könne eine akute Phase nur bei einer leichten Hilflosenentschädigung aner kannt werden.

3.9 Die zuständige Sachbearbeiterin nahm am 23. Juni 2021 zum Assistenzbeitrag Stellung (Urk. 7/324) und führte aus, aufgrund der neuen Sachlage könne die Hilflosenentschädigung ab 1. Oktober 2020 auf eine solche mittl e ren Grades erhöht werden. Denn neu seien neben der lebenspraktischen Begleitung der Bedarf an regelmässige r direkte r Hilfe in den Lebensverrichtungen «An-/Ausklei den» und «Körperpflege» ausgewiesen. Der FAKT sei dementsprechend angepasst worden. Bei einer Hilflosenentschädigung mittleren Grades (2 Lebensverrichtun gen und die lebenspraktische Begleitung) sei beim Assistenzbeitrag gemäss den gesetzlichen Richtlinien die individuelle Höchstgrenze für die Bereiche «alltägli che Lebensverrichtungen, Haushalt, gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestal tung» mit 60 Stunden pro Monat festgelegt. Dazu werde noch die Kinderbetreu ung (Stufe 3) mit 30.42 Stunden berücksichtigt. Dies ergebe ein Total von 90.42 Stunden pro Monat. Abzüglich der Hilflosenentschädigung neu mittleren Grades mit einem Bedarf von 35.69 Stunden ergebe dies einen Assistenzbeitrag von 54.73 Stunden pro Monat. Aufgrund der individuellen Höchs t grenze sowie des höheren Abzugs der Hilflosenentschädigung ergebe dies eine leichte Reduktion der im Vorbescheid aufgeführten Assistenzstunden. Gemäss gesetzlichen Richtli nien könne eine akute Phase nur bei einer leichten Hilflosenentschädigung aner kannt werden. 4.

4. 4.1 Die Beschwerdeführerin rügte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Urk. 10 S. 3 unten) sowie der Begr ü ndungspflicht (Urk. 1 S. 3 ff., S. 9 oben). Sie habe von der Beschwerdegegnerin keine Gelegenheit zur Stellungnahme zur telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ über ihren Aufenthalt vom 17. bis 30. Mai 2021 erhalten. Aus der Verfügung gehe zudem nicht hervor, ob und gegebenen falls wie die Beschwerdegegnerin den Hilfebedarf beim Essen und Trinken und die diesbezüglichen Schilderungen der Unterstützungspersonen geprüft und berücksichtigt habe und ob der Bedarf mit der Stufe 2 gedeckt werde. Dieser Mangel werde auch nicht durch den FAKT-Ausdruck beseitigt.

4.1 Die Beschwerdeführerin rügte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Urk. 10 S. 3 unten) sowie der Begr ü ndungspflicht (Urk. 1 S. 3 ff., S. 9 oben). Sie habe von der Beschwerdegegnerin keine Gelegenheit zur Stellungnahme zur telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ über ihren Aufenthalt vom 17. bis 30. Mai 2021 erhalten. Aus der Verfügung gehe zudem nicht hervor, ob und gegebenen falls wie die Beschwerdegegnerin den Hilfebedarf beim Essen und Trinken und die diesbezüglichen Schilderungen der Unterstützungspersonen geprüft und berücksichtigt habe und ob der Bedarf mit der Stufe 2 gedeckt werde. Dieser Mangel werde auch nicht durch den FAKT-Ausdruck beseitigt. 4.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen. Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden Einspracheentscheide begründet. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung ( BV ) fliessende Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich das kantonale Gericht beziehungs weise der Versicherungsträger mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinan dersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigs tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht respek tive der Versicherungsträger hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2, 136 I 229 E. 5.2, je m.w.H.).

4.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen. Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden Einspracheentscheide begründet. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung ( BV ) fliessende Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich das kantonale Gericht beziehungs weise der Versicherungsträger mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinan dersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigs tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht respek tive der Versicherungsträger hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2, 136 I 229 E. 5.2, je m.w.H.). 4.3 Am 23. Dezember 2020 (Urk. 7/317) sowie am 19. August 2021 (Urk. 7/331) wurde jeweils Akteneinsicht gewährt und wurden dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die Akten zugestellt. Damit erhielt d er Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor Verfügung serlass Kenntnis der seit dem Vorbescheid ein gegangenen Berichte zu r Fremdunterstützung (Urk. 7/318-319), nicht jedoch von der kurzen telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ (Urk. 7/320 S. 2 Mitte). Letztere war jedoch nicht entscheidend für die – im Übrigen zu Gunsten der Beschwerdeführerin - erfolgte Erhöhung der Hilflosenentschädigung. Zudem erhielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin Gelegenheit, sich im vorlie genden Verfahren dazu zu äussern.

4.3 Am 23. Dezember 2020 (Urk. 7/317) sowie am 19. August 2021 (Urk. 7/331) wurde jeweils Akteneinsicht gewährt und wurden dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die Akten zugestellt. Damit erhielt d er Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor Verfügung serlass Kenntnis der seit dem Vorbescheid ein gegangenen Berichte zu r Fremdunterstützung (Urk. 7/318-319), nicht jedoch von der kurzen telefonischen Auskunft des Sanatoriums Z.___ (Urk. 7/320 S. 2 Mitte). Letztere war jedoch nicht entscheidend für die – im Übrigen zu Gunsten der Beschwerdeführerin erfolgte Erhöhung der Hilflosenentschädigung. Zudem erhielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin Gelegenheit, sich im vorlie genden Verfahren dazu zu äussern. Auch bezüglich der gerügten fehlenden Begründung der Verfügung ist vorliegend kein Mangel erkennbar. Auch wenn die Beschwerdegegnerin nicht zu jedem ein zelnen Punkt der Rügen der Beschwerdeführerin Stellung bezog, so erläuterte sie doch die für die Bemessung des Assistenzbeitrags entscheidwesentliche Abhän gigkeit des Assistenzbeitrags von der Anza h l der in der Berechnung der Hilflo senentschädigung anerkannten alltäglichen Lebens verrichtungen korrekt (vgl. Urk. 2 S. 3 ). Diese wurden i n der tags zuvor erlassenen Verfügung betreffend Hilflosenentschädigung aufgeführt (Urk. 7/32 2 S. 2 ), worin auch dargelegt wurde, weshalb der Bereich «Essen/Trinken» als in der lebenspraktischen Begleitung ent halten erachtet wird und infolgedessen nicht separat auszuweisen ist. Damit beschränkte sich die Beschwerdegegnerin in noch ausreichendem Masse auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte und nannte wenigstens kurz die Überle gungen, von denen sie sich hat leiten lassen, wobei die Begründungspflicht nicht gebietet, dass sich der Versicherungsträger mit allen Parteistandpunkten einläss lich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Der Beschwerdeführerin war es jedenfalls gestützt auf die Begründung möglich, die Tragweite der Verfügung einzuschätzen und diese substantiiert mit Beschwerde und nachfolgenden einlässlichen Stellungnahmen anzufechten. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt demnach nicht vor. Ausserdem hatte die Beschwer deführerin die Möglichkeit, sich vor dem hiesigen Gericht zu äussern, das sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Eine Rückweisung aus formellen Gründen würde ferner zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der Beschwerdeführerin an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären. Demnach hätte - selbst wenn von einer nicht beson ders schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs auszugehen wäre – diese ausnahmsweise als geheilt zu gelten.

Auch bezüglich der gerügten fehlenden Begründung der Verfügung ist vorliegend kein Mangel erkennbar. Auch wenn die Beschwerdegegnerin nicht zu jedem ein zelnen Punkt der Rügen der Beschwerdeführerin Stellung bezog, so erläuterte sie doch die für die Bemessung des Assistenzbeitrags entscheidwesentliche Abhän gigkeit des Assistenzbeitrags von der Anza h l der in der Berechnung der Hilflo senentschädigung anerkannten alltäglichen Lebens verrichtungen korrekt (vgl. Urk. 2 S. 3 ). Diese wurden i n der tags zuvor erlassenen Verfügung betreffend Hilflosenentschädigung aufgeführt (Urk. 7/32 2 S. 2 ), worin auch dargelegt wurde, weshalb der Bereich «Essen/Trinken» als in der lebenspraktischen Begleitung ent halten erachtet wird und infolgedessen nicht separat auszuweisen ist. Damit beschränkte sich die Beschwerdegegnerin in noch ausreichendem Masse auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte und nannte wenigstens kurz die Überle gungen, von denen sie sich hat leiten lassen, wobei die Begründungspflicht nicht gebietet, dass sich der Versicherungsträger mit allen Parteistandpunkten einläss lich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Der Beschwerdeführerin war es jedenfalls gestützt auf die Begründung möglich, die Tragweite der Verfügung einzuschätzen und diese substantiiert mit Beschwerde und nachfolgenden einlässlichen Stellungnahmen anzufechten. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt demnach nicht vor. Ausserdem hatte die Beschwer deführerin die Möglichkeit, sich vor dem hiesigen Gericht zu äussern, das sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Eine Rückweisung aus formellen Gründen würde ferner zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der Beschwerdeführerin an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären. Demnach hätte - selbst wenn von einer nicht beson ders schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs auszugehen wäre – diese ausnahmsweise als geheilt zu gelten. 5.

5. 5.1 Die IV-Stellen benutzen zur Berechnung des Assistenzbeitrags das vom Bundes amt für Sozialversicherungen ( BSV ) entwickelte standardisierte Abklärungsin strument FAKT 2. Dessen Funktionsweise in Bezug auf den gesamten Hilfebedarf wird im Kreisschreiben des BSV über den Assistenzbeitrag (KSAB, gültig ab 1. Januar 2015, Stand: 1. Januar 2021 ) erläutert. Zur Bestimmung der notwendigen Einstufung pro Hilfeleistungen müssen die IV Stellen Aussagen der versicherten Person, Anmerkungen der Abklärungs per son sowie Erfahrungswerte berücksich tigen. Als Unterstützung sind im FAKT Fallbei spiele hinterlegt, die eine möglichst standardisierte Erfassung erlauben ( Rz 4101 KSAB).

5.1 Die IV-Stellen benutzen zur Berechnung des Assistenzbeitrags das vom Bundes amt für Sozialversicherungen ( BSV ) entwickelte standardisierte Abklärungsin strument FAKT 2. Dessen Funktionsweise in Bezug auf den gesamten Hilfebedarf wird im Kreisschreiben des BSV über den Assistenzbeitrag (KSAB, gültig ab 1. Januar 2015, Stand: 1. Januar 2021 ) erläutert. Zur Bestimmung der notwendigen Einstufung pro Hilfeleistungen müssen die IV Stellen Aussagen der versicherten Person, Anmerkungen der Abklärungs per son sowie Erfahrungswerte berücksich tigen. Als Unterstützung sind im FAKT Fallbei spiele hinterlegt, die eine möglichst standardisierte Erfassung erlauben ( Rz 4101 KSAB). Der Hilfebedarf jedes (Teil-)Bereichs ist in fünf Stufen eingeteilt. Jede Stufe umfasst Zeitwerte entsprechend des Hilfebedarfs (von Stufe 0 = kein Bedarf, volle Selbstständigkeit bis Stufe 4 = umfassender Bedarf, keinerlei Selbstständigkeit). Die Stufen mit den dazugehörenden Bandbreiten sind pro Bereich erfasst und befinden sich im Anhang 3 ( Rz 4009 KSAB).

Der Hilfebedarf jedes (Teil-)Bereichs ist in fünf Stufen eingeteilt. Jede Stufe umfasst Zeitwerte entsprechend des Hilfebedarfs (von Stufe 0 = kein Bedarf, volle Selbstständigkeit bis Stufe 4 = umfassender Bedarf, keinerlei Selbstständigkeit). Die Stufen mit den dazugehörenden Bandbreiten sind pro Bereich erfasst und befinden sich im Anhang 3 ( Rz 4009 KSAB). Wenn bei mehreren (einigen, ein paar, verschiedenen) Teilhandlungen Hilfe geleistet werden muss, aber noch eine wesentliche Eigenleistung möglich ist, ist Stufe 2 anwendbar. In der Stufe 2 kann die versicherte Person einen Teil der Ver richtungen selbständig übernehmen, andernteils ist eine direkte Hilfe oder stete Anleitung und Kontrolle (dazwischen erledigt die versicherte Person Teil handlungen selbständig) nötig ( Rz 4012 KSAB). Stufe 3 ist anwendbar, wenn der versicherten Person nur eine kleine Mithilfe bei der Teilhandlung oder eine bescheidene Eigenleistung, die die Ausführung erleich tert, möglich ist. In der Stufe 3 braucht die versicherte Person demnach Hilfe bei den meisten Verrichtungen, sie kann nur geringe Eigenleistung voll brin gen, benötigt in grossem Umfang direkte Hilfe oder häufig Überwachung (Assis tenzperson muss anleiten und meistens die Teilhandlung unmittelbar beglei ten, Rz 4013 KSAB). Schliesslich kommt Stufe 4 zur Anwendung, wenn keine bescheidene Mithilfe bei einer Teilhandlung oder Erleichterung bei der Ausführung der Tätigkeit möglich ist. In der Stufe 4 ist die versicherte Person auf umfassende und ständige Hilfe bei allem angewiesen, sie kann gar nichts selbständig tun, braucht umfassende direkte Hilfe oder ständige Anleitung und Überwachung bei allen Verrichtungen ( Rz 4014 KSAB).

Wenn bei mehreren (einigen, ein paar, verschiedenen) Teilhandlungen Hilfe geleistet werden muss, aber noch eine wesentliche Eigenleistung möglich ist, ist Stufe 2 anwendbar. In der Stufe 2 kann die versicherte Person einen Teil der Ver richtungen selbständig übernehmen, andernteils ist eine direkte Hilfe oder stete Anleitung und Kontrolle (dazwischen erledigt die versicherte Person Teil handlungen selbständig) nötig ( Rz 4012 KSAB). Stufe 3 ist anwendbar, wenn der versicherten Person nur eine kleine Mithilfe bei der Teilhandlung oder eine bescheidene Eigenleistung, die die Ausführung erleich tert, möglich ist. In der Stufe 3 braucht die versicherte Person demnach Hilfe bei den meisten Verrichtungen, sie kann nur geringe Eigenleistung voll brin gen, benötigt in grossem Umfang direkte Hilfe oder häufig Überwachung (Assis tenzperson muss anleiten und meistens die Teilhandlung unmittelbar beglei ten, Rz 4013 KSAB). Schliesslich kommt Stufe 4 zur Anwendung, wenn keine bescheidene Mithilfe bei einer Teilhandlung oder Erleichterung bei der Ausführung der Tätigkeit möglich ist. In der Stufe 4 ist die versicherte Person auf umfassende und ständige Hilfe bei allem angewiesen, sie kann gar nichts selbständig tun, braucht umfassende direkte Hilfe oder ständige Anleitung und Überwachung bei allen Verrichtungen ( Rz 4014 KSAB). Jeder (Teil-)Bereich ist in verschiedene Tätigkeiten unterteilt. Für jede Tätigkeit muss entschieden werden, welche Stufe der versicherten Person für die jeweilige Tätigkeit zuzuordnen ist. Bei jeder Stufe ist ein Minutenwert hinterlegt. Die Summe der Minutenwerte jeder Tätigkeit ergibt dann die Stufe des entspre chen den (Teil-)Bereichs. Die Stufe bestimmt sich nach den Bandbreiten gemäss dem Anhang 3 des KSAB ( Rz 4015 KSAB).

Jeder (Teil-)Bereich ist in verschiedene Tätigkeiten unterteilt. Für jede Tätigkeit muss entschieden werden, welche Stufe der versicherten Person für die jeweilige Tätigkeit zuzuordnen ist. Bei jeder Stufe ist ein Minutenwert hinterlegt. Die Summe der Minutenwerte jeder Tätigkeit ergibt dann die Stufe des entspre chen den (Teil-)Bereichs. Die Stufe bestimmt sich nach den Bandbreiten gemäss dem Anhang 3 des KSAB ( Rz 4015 KSAB). In jedem Bereich kann bei Versicherten, deren Bedarf begründet über dem ver fügbaren Zeitrahmen liegt, ein Zusatzaufwand gewährt werden (z.B. bei starken Spasmen im Bereich An-/Ausk leiden ein Zusatzaufwand von 10 Minuten). Der Zusatzaufwand kann in der Regel nur gewährt werden, wenn der normale Hilfe bedarf im entsprechenden (Teil -) Bereich mindestens die Stufe 3 erreicht ( Rz 4016 KSAB).

In jedem Bereich kann bei Versicherten, deren Bedarf begründet über dem ver fügbaren Zeitrahmen liegt, ein Zusatzaufwand gewährt werden (z.B. bei starken Spasmen im Bereich An-/Ausk leiden ein Zusatzaufwand von 10 Minuten). Der Zusatzaufwand kann in der Regel nur gewährt werden, wenn der normale Hilfe bedarf im entsprechenden (Teil -) Bereich mindestens die Stufe 3 erreicht ( Rz 4016 KSAB). 5.2 Verwaltungsweisungen, wie etwa Wegleitungen oder Kreisschreiben, richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwend baren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestre ben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 146 V 224 E. 4.4.2, 141 V 365 E. 2.4 m.w.H.).

5.2 Verwaltungsweisungen, wie etwa Wegleitungen oder Kreisschreiben, richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwend baren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestre ben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 146 V 224 E. 4.4.2, 141 V 365 E. 2.4 m.w.H.). 5.3 D as Abklärungsinstrument FAKT2 ist laut bundes ge richtlicher Rechtsprechung grundsätzlich geeignet zur Abklärung des Hilfe bedarfs (BGE 140 V 549 E. 3.2.2.4 und die Regeste ). Die Bestimmung der Anzahl anrechenbarer Minuten liegt dabei nicht im Ermessensspielraum der Abklärungs person, sondern wird automatisch durch die im standardisierten Abklärungsin strument vorgesehene Stufenhöhe vor gegeben (vgl. vorstehend E. 5.1 ). Die einzelnen - abgestuften - zeitlichen Vorga ben in FAKT2 geben den durch schnittlichen Aufwand für die entsprechenden Hilfeleistungen wieder. Die Vorgabe bestimmter Zeiteinheiten dient der Objekti vierung des Bedarfs, den nach subjektiven Gesichtspunkten festzulegen das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 BV) gerade verbietet. Den individuellen Gegeben heiten ist dennoch Rechnung zu tragen, was einerseits durch die Wahl der zutref fenden Stufe und anderseits durch die allfällige Berücksichtigung von Zusatz- und Minderaufwand (Reduktionen) geschieht (BGE 140 V 543 E. 3.2.2.3 mit Hin weisen).

5.3 D as Abklärungsinstrument FAKT2 ist laut bundes ge richtlicher Rechtsprechung grundsätzlich geeignet zur Abklärung des Hilfe bedarfs (BGE 140 V 549 E. 3.2.2.4 und die Regeste ). Die Bestimmung der Anzahl anrechenbarer Minuten liegt dabei nicht im Ermessensspielraum der Abklärungs person, sondern wird automatisch durch die im standardisierten Abklärungsin strument vorgesehene Stufenhöhe vor gegeben (vgl. vorstehend E. 5.1 ). Die einzelnen - abgestuften - zeitlichen Vorga ben in FAKT2 geben den durch schnittlichen Aufwand für die entsprechenden Hilfeleistungen wieder. Die Vorgabe bestimmter Zeiteinheiten dient der Objekti vierung des Bedarfs, den nach subjektiven Gesichtspunkten festzulegen das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 BV) gerade verbietet. Den individuellen Gegeben heiten ist dennoch Rechnung zu tragen, was einerseits durch die Wahl der zutref fenden Stufe und anderseits durch die allfällige Berücksichtigung von Zusatz- und Minderaufwand (Reduktionen) geschieht (BGE 140 V 543 E. 3.2.2.3 mit Hin weisen). 5.4 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin hielt mittels FAKT2 am 21. Juni 2021 einen für den Assistenzbeitrag relevanten Hilfebedarf von insge samt 112.58 Stunden fest und ermittelte unter Berücksichtigung der individuellen Höchstgrenze einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stunden (Urk. 7 / 323 / 58, vorstehend E. 3.8 ). D er Abklärungsbericht (Urk. 7 / 323 ) beschreib t ausführlich die Einschränkungen in den einzelnen ( Teil )B ereiche n sowie die jeweils benötigten Hilfestellungen. So hält er insbesondere im vorliegend strittigen Bereich der A lltäglichen Lebensver richtungen unter detaillierter Bezugnahme auf die einzelnen Einschränkungen der Beschwerdeführerin einen täglichen Bedarf von 11 Minuten im Teilbereich An- und Auskleiden fest (Urk. 7/323/10-12 ; Zusammenstellen der Klei der/Wäschewechsel, An- und Auskleiden, Ziff. 1.1.1-1.1.2 ), von 22 Minuten im Teilbereich Essen und Trinken (Urk. 7/323/15-17 ; Vorbereiten der Nahrungsauf nahme, Essen und Trinken, Ziff. 1.3.1-1.3.2 ) und von 20 Minuten im Teilbereich Körperpflege (Urk. 7/323/17-21 ; Körperwäsche, Zahnpflege/Mundhygiene, peri odische Körperpflege, Kosmetik, Ziff. 1.4.1, 1.4.3-1.4.5 ). Unter Berücksichtigung des Zusatzaufwandes für die Vorbereitung der Medikamente von 2 Minuten täg lich (Urk. 7/323/25, vorstehend E. 5.1 3 ) wurde dabei ein Aufwand von 55 Minu ten täglich beziehungsweise von 27.88 Stunden monatlich im Bereich der alltäg lichen Lebensverrichtungen ermittelt (Urk. 7/323/26). Die für die einzelnen Stufen massgebenden Kriterien w e rden sodann eingangs aufgeführt (Urk. 7/323/10 oben) und die für den konkreten Teilbereich massgebende Stufe einzeln angege ben.

5.4 Die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin hielt mittels FAKT2 am 21. Juni 2021 einen für den Assistenzbeitrag relevanten Hilfebedarf von insge samt 112.58 Stunden fest und ermittelte unter Berücksichtigung der individuellen Höchstgrenze einen anerkannten Hilfebedarf von 90.42 Stunden (Urk. 7 323 58, vorstehend E. 3.8 ). D er Abklärungsbericht (Urk. 7 323 ) beschreib t ausführlich die Einschränkungen in den einzelnen ( Teil )B ereiche n sowie die jeweils benötigten Hilfestellungen. So hält er insbesondere im vorliegend strittigen Bereich der A lltäglichen Lebensver richtungen unter detaillierter Bezugnahme auf die einzelnen Einschränkungen der Beschwerdeführerin einen täglichen Bedarf von 11 Minuten im Teilbereich An- und Auskleiden fest (Urk. 7/323/10-12 ; Zusammenstellen der Klei der/Wäschewechsel, An- und Auskleiden, Ziff. 1.1.1-1.1.2 ), von 22 Minuten im Teilbereich Essen und Trinken (Urk. 7/323/15-17 ; Vorbereiten der Nahrungsauf nahme, Essen und Trinken, Ziff. 1.3.1-1.3.2 ) und von 20 Minuten im Teilbereich Körperpflege (Urk. 7/323/17-21 ; Körperwäsche, Zahnpflege/Mundhygiene, peri odische Körperpflege, Kosmetik, Ziff. 1.4.1, 1.4.3-1.4.5 ). Unter Berücksichtigung des Zusatzaufwandes für die Vorbereitung der Medikamente von 2 Minuten täg lich (Urk. 7/323/25, vorstehend E. 5.1 3 ) wurde dabei ein Aufwand von 55 Minu ten täglich beziehungsweise von 27.88 Stunden monatlich im Bereich der alltäg lichen Lebensverrichtungen ermittelt (Urk. 7/323/26). Die für die einzelnen Stufen massgebenden Kriterien w e rden sodann eingangs aufgeführt (Urk. 7/323/10 oben) und die für den konkreten Teilbereich massgebende Stufe einzeln angege ben. Unter Berücksichtigung des medizinischen Sachverhalts (vgl. Urk. 7/309, Urk. 7/320 S. 2, Urk. 7/323/4) sowie der Vorbringen der Unterstützungspersonen (vgl. Urk. 7/318-319) und der Auskunft des Sanatoriums Z.___ (Urk. 7/320 S. 2 ) wurde in Bezug auf die Teilbereiche im Abklärungsbericht beziehungsweise in der Stellungnahme dazu erläutert, inwiefern den indi viduellen Einschränkun gen mit Hilfe des FAKT2 Rechnung getragen wurde. Der Bericht über die Abklärung vor Ort mittels FAKT2 und die Stellungnahme vom 22. Juni 2021 (Urk. 7/320 ) erweisen sich hinsichtlich des festgestellten Hilfebedarfs als umfassend und nach vollziehbar und im Einklang mit der Rechtsprechung (BGE 140 V 543). D ie Ein schränkungen der Beschwerdeführerin wurden ange messen berück sichtigt, erfolgten doch die Einschätzungen der Abklärungs person in Kenntnis der medi zinischen Verhältnisse, die im FAKT2 vermerkt wurden (Urk. 7/323/ 3- 4), und der Angaben der Unterstützung spersonen und des Sana toriums Z.___, die i n de r Stellungnahme vom 22. Juni 2021 wiederg egeben wurden (Urk. 7/ 3 20 S. 2).

Unter Berücksichtigung des medizinischen Sachverhalts (vgl. Urk. 7/309, Urk. 7/320 S. 2, Urk. 7/323/4) sowie der Vorbringen der Unterstützungspersonen (vgl. Urk. 7/318-319) und der Auskunft des Sanatoriums Z.___ (Urk. 7/320 S. 2 ) wurde in Bezug auf die Teilbereiche im Abklärungsbericht beziehungsweise in der Stellungnahme dazu erläutert, inwiefern den indi viduellen Einschränkun gen mit Hilfe des FAKT2 Rechnung getragen wurde. Der Bericht über die Abklärung vor Ort mittels FAKT2 und die Stellungnahme vom 22. Juni 2021 (Urk. 7/320 ) erweisen sich hinsichtlich des festgestellten Hilfebedarfs als umfassend und nach vollziehbar und im Einklang mit der Rechtsprechung (BGE 140 V 543). D ie Ein schränkungen der Beschwerdeführerin wurden ange messen berück sichtigt, erfolgten doch die Einschätzungen der Abklärungs person in Kenntnis der medi zinischen Verhältnisse, die im FAKT2 vermerkt wurden (Urk. 7/323/ 3- 4), und der Angaben der Unterstützung spersonen und des Sana toriums Z.___, die i n de r Stellungnahme vom 22. Juni 2021 wiederg egeben wurden (Urk. 7/ 3 20 S. 2). Es sind demnach keine besonderen Umstände im Sinne der Rechtsprechung (vor stehend E. 1. 5 ) gegeben, welche die aufliegenden Abklärungsberichte und FAKT2 für die Festsetzung der Hilfebedarf als mangelhaft oder ungeeignet erscheinen liessen, so dass grundsätzlich darauf abgestellt werden kann.

Es sind demnach keine besonderen Umstände im Sinne der Rechtsprechung (vor stehend E. 1. 5 ) gegeben, welche die aufliegenden Abklärungsberichte und FAKT2 für die Festsetzung der Hilfebedarf als mangelhaft oder ungeeignet erscheinen liessen, so dass grundsätzlich darauf abgestellt werden kann. 6.

6. 6.1 Strittig sind vorliegend die Einstufungen und Anrechnungen bei den alltäglichen Lebensv errichtungen «An-/Auskleiden» (Ziff. 1.1), «Körperpflege» (Ziff. 1.4) und «Essen und Trinken » (Ziff. 1.3). Anzumerken i st diesbezüglich, dass d as Gericht, sofern der Abklärungsbericht - wie hier - eine zuverlässige Entschei dungs grund lage bildet, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur eingreift, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Dies gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkre ten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 547 E. 3.2.1; vorstehend E. 1. 5 ).

6.1 Strittig sind vorliegend die Einstufungen und Anrechnungen bei den alltäglichen Lebensv errichtungen «An-/Auskleiden» (Ziff. 1.1), «Körperpflege» (Ziff. 1.4) und «Essen und Trinken » (Ziff. 1.3). Anzumerken i st diesbezüglich, dass d as Gericht, sofern der Abklärungsbericht - wie hier - eine zuverlässige Entschei dungs grund lage bildet, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur eingreift, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Dies gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkre ten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 547 E. 3.2.1; vorstehend E. 1. 5 ). 6.2 Zur Berechnung des Höchstbetrags in den Bereichen alltägliche Lebensverrich tungen, Haushalt und Freizeit ist vom Grad der Hilflosigkeit und der Anzahl all täglicher Lebensverrichtungen auszugehen. Gemäss Art. 39e IVV Abs. 2 lit. a sind in den genannten Bereichen pro alltägliche Lebensverrichtung, die bei der Fest setzung der Hilflosenentschädigung festgehalten wurde, 30 Stunden anzurech nen, womit sich bei einer Einschränkung in zwei alltäglichen Lebensverrichtun gen eine Maximalstundenzahl von 60 Stunden ergibt. Das Gleiche gilt bei mit telschwerer Hilflosigkeit wegen lebenspraktischer Begleitung, auch hier ist auf die Anzahl der alltäglichen Lebensverrichtungen abzustellen. Die Addierung von Stunden im Rahmen von Höchstgrenzen in den Bereichen alltägliche Lebensver richtungen, Haushaltsführung und gesellschaftliche Teilnahme und Freizeitge staltung ist – von Sonderfällen abgesehen - nicht möglich (vorstehend E. 1.6, Rz 4086, 4093, 4093.1 KSAB). Gemäss Art. 39e Abs. 2 lit. b IVV können für Hilfe leistungen im Bereich Erziehung und Kinderbetreuung sodann maximal 60 Stun den angerechnet werden.

6.2 Zur Berechnung des Höchstbetrags in den Bereichen alltägliche Lebensverrich tungen, Haushalt und Freizeit ist vom Grad der Hilflosigkeit und der Anzahl all täglicher Lebensverrichtungen auszugehen. Gemäss Art. 39e IVV Abs. 2 lit. a sind in den genannten Bereichen pro alltägliche Lebensverrichtung, die bei der Fest setzung der Hilflosenentschädigung festgehalten wurde, 30 Stunden anzurech nen, womit sich bei einer Einschränkung in zwei alltäglichen Lebensverrichtun gen eine Maximalstundenzahl von 60 Stunden ergibt. Das Gleiche gilt bei mit telschwerer Hilflosigkeit wegen lebenspraktischer Begleitung, auch hier ist auf die Anzahl der alltäglichen Lebensverrichtungen abzustellen. Die Addierung von Stunden im Rahmen von Höchstgrenzen in den Bereichen alltägliche Lebensver richtungen, Haushaltsführung und gesellschaftliche Teilnahme und Freizeitge staltung ist – von Sonderfällen abgesehen - nicht möglich (vorstehend E. 1.6, Rz 4086, 4093, 4093.1 KSAB). Gemäss Art. 39e Abs. 2 lit. b IVV können für Hilfe leistungen im Bereich Erziehung und Kinderbetreuung sodann maximal 60 Stun den angerechnet werden. 6.3 Die Beschwerdegegnerin erachtete in der Verfügung betreffend Hilflosenentschä digung den Bedarf an lebenspraktischer Begleitung sowie die regelmässige Hilfe in zwei Bereichen (An- / Auskleiden, Körperpflege) als ausgewiesen ( Urk. 7/320, Urk. 7/ 321-322, Urk. 7/326-329 ). Im Abklärungsbericht vom 21. Juni 2021 hielt sie einen für den Assistenzbeitrag relevanten Hilfebedarf von 27.88 Stunden für die alltäglichen Lebensverrichtungen, von 41.10 Stunden für den Haushalt und von 13.18 Stunden für gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung fest (Urk. 7/323/63) und rechnete diese Bereiche mit den Höchstansätzen von 2 x 30 Stun den an. Angesichts der bei der Festsetzung der Hilflosenentschädigung ausgewie senen Einschränkungen in zwei alltäglichen Lebensverrichtungen ( An-/Ausklei den und Körperpflege ) wurden die Höchstansätze mit 2 x 30 Stunden korrekt gewährt und die Maximalstundenzahl von 60 Stunden insgesamt ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Richtig ist insbesondere, dass allein auf die Anzahl der alltäglichen Lebensverrichtungen abgestellt und der in den Bereichen Haushalt sowie G esellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung ermittelte Hilfebedarf nicht zusätzlich berücksichtigt wurde (vorstehend E. 6.2). Zutreffend ist sodann die gesonderte Berücksichtigung des Hilfebedarfs bei der Erziehung und Kinder betreuung von 30.42 Stunden ( Urk. 7/323/63; vgl. vorstehend E. 1. 6 und E. 6.2 ). Angesichts der angerechneten Maximalstundenzahl und der Mass geblichkeit der Anzahl alltäglicher Lebensverrichtungen erübrigen sich weitere Ausführungen zur Stufe beziehungsweise zum anzurechnenden effek tiven Zeitaufwand.

6.3 Die Beschwerdegegnerin erachtete in der Verfügung betreffend Hilflosenentschä digung den Bedarf an lebenspraktischer Begleitung sowie die regelmässige Hilfe in zwei Bereichen (An- Auskleiden, Körperpflege) als ausgewiesen ( Urk. 7/320, Urk. 7/ 321-322, Urk. 7/326-329 ). Im Abklärungsbericht vom 21. Juni 2021 hielt sie einen für den Assistenzbeitrag relevanten Hilfebedarf von 27.88 Stunden für die alltäglichen Lebensverrichtungen, von 41.10 Stunden für den Haushalt und von 13.18 Stunden für gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung fest (Urk. 7/323/63) und rechnete diese Bereiche mit den Höchstansätzen von 2 x 30 Stun den an. Angesichts der bei der Festsetzung der Hilflosenentschädigung ausgewie senen Einschränkungen in zwei alltäglichen Lebensverrichtungen ( An-/Ausklei den und Körperpflege ) wurden die Höchstansätze mit 2 x 30 Stunden korrekt gewährt und die Maximalstundenzahl von 60 Stunden insgesamt ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Richtig ist insbesondere, dass allein auf die Anzahl der alltäglichen Lebensverrichtungen abgestellt und der in den Bereichen Haushalt sowie G esellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung ermittelte Hilfebedarf nicht zusätzlich berücksichtigt wurde (vorstehend E. 6.2). Zutreffend ist sodann die gesonderte Berücksichtigung des Hilfebedarfs bei der Erziehung und Kinder betreuung von 30.42 Stunden ( Urk. 7/323/63; vgl. vorstehend E. 1. 6 und E. 6.2 ). Angesichts der angerechneten Maximalstundenzahl und der Mass geblichkeit der Anzahl alltäglicher Lebensverrichtungen erübrigen sich weitere Ausführungen zur Stufe beziehungsweise zum anzurechnenden effek tiven Zeitaufwand. 6.4 Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, d ass die Beschwerdegegnerin den Bereich «Essen und Trinken» zu Unrecht nicht als weitere (dritte) alltägliche Lebensverrichtung anerkannt und dafür zusätzliche 30 Stunden angerechnet habe. Inwiefern dies – nachdem die Verfügung betreffend Hilflosenentschädigung ausdrücklich nicht angefochten wurde – im vorliegenden Verfahren betreffend Assistenzbeitrag vorgebracht werden kann, kann offen bleiben. Denn dass bei funktioneller Selbständigkeit (vgl. hierzu Urk. 7/322 S. 2) das Zubereiten von Mahlzeiten sowie die Aufforderung zu Essen und zu Trinken durch die lebens praktische Begleitung abgegolten wird, steht im Einklang mit der gesetzlichen Regelung. So darf, sofern zusätzlich zur lebenspraktischen Begleitung auch die Hilfe bei der Teilfunktion einer alltäglichen Lebensverrichtung benötig t wird, die gleiche Hilfeleistung nur einmal – entweder als Hilfe bei der Teilfunktion der alltäglichen Lebensverrichtung oder als lebenspraktische Begleitung – berück sichtigt werden. So beinhaltet d ie Hilfe bei der Tagesstrukturierung beispielsweise die Aufforderung aufzustehen, und die Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen umfasst ebenfalls Anleitungen und Aufforderungen; im Bereich der Hygiene ist dies beispielsweise die Erinnerung zu duschen, nicht aber direkte Hilfe beim Duschen, welche unter der alltäglichen Lebensverrichtung der Körperpflege zu berücksichtigen ist ( Rz 8048 und 8050 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung ( KSIH ), gültig ab 1. Januar 2015, Stand : 1. Januar 2021 ; Urteil des Bundesgerichts 9C_691/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 4.2 ).

6.4 Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, d ass die Beschwerdegegnerin den Bereich «Essen und Trinken» zu Unrecht nicht als weitere (dritte) alltägliche Lebensverrichtung anerkannt und dafür zusätzliche 30 Stunden angerechnet habe. Inwiefern dies – nachdem die Verfügung betreffend Hilflosenentschädigung ausdrücklich nicht angefochten wurde – im vorliegenden Verfahren betreffend Assistenzbeitrag vorgebracht werden kann, kann offen bleiben. Denn dass bei funktioneller Selbständigkeit (vgl. hierzu Urk. 7/322 S. 2) das Zubereiten von Mahlzeiten sowie die Aufforderung zu Essen und zu Trinken durch die lebens praktische Begleitung abgegolten wird, steht im Einklang mit der gesetzlichen Regelung. So darf, sofern zusätzlich zur lebenspraktischen Begleitung auch die Hilfe bei der Teilfunktion einer alltäglichen Lebensverrichtung benötig t wird, die gleiche Hilfeleistung nur einmal – entweder als Hilfe bei der Teilfunktion der alltäglichen Lebensverrichtung oder als lebenspraktische Begleitung – berück sichtigt werden. So beinhaltet d ie Hilfe bei der Tagesstrukturierung beispielsweise die Aufforderung aufzustehen, und die Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen umfasst ebenfalls Anleitungen und Aufforderungen; im Bereich der Hygiene ist dies beispielsweise die Erinnerung zu duschen, nicht aber direkte Hilfe beim Duschen, welche unter der alltäglichen Lebensverrichtung der Körperpflege zu berücksichtigen ist ( Rz 8048 und 8050 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung ( KSIH ), gültig ab 1. Januar 2015, Stand : 1. Januar 2021 ; Urteil des Bundesgerichts 9C_691/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 4.2 ). Vor diesem Hintergrund sind die Erwägungen in der Stellungnahme der Abklä rungsperson, welche in die Ve rfügung betreffend Hilflosenentschädigung vom 22. Juni 2021 übernommen wurden ( Urk. 7/320 S. 2 unten, Urk. 7/322 S. 2), wonach im Bereich «Essen/Trinken» funktionelle Selbstständigkeit besteh t und das Zubereiten von Mahlzeiten und die Aufforderung zum Essen und Trinken in der lebenspraktischen Begleitung enthalten und nicht separat auszuweisen ist, nicht zu beanstanden. Die fachlich kompetente Abklärungsperson war nah am konkreten Sachverhalt und nahm in Kenntnis der Fremdauskünfte (vorstehend E. 3.3-3.6, Urk. 7/320 S. 2 ) die Einschätzung vor, dass im Bereich Essen und Trinken - dies im Unterschied zu den Bereichen Ankleiden/Auskleiden und Körperpflege – keine direkte Dritth ilfe erforderlich ist, die über das Ausmass einer lebensprak tischen Begleitung hinausgeht. Darauf ist abzustellen, sodass es auch für die Belange des Assistenzbeitrags bei der Anerkennung eines Hilfebedarfs für zwei alltägliche Lebensverrichtungen bleibt.

Vor diesem Hintergrund sind die Erwägungen in der Stellungnahme der Abklä rungsperson, welche in die Ve rfügung betreffend Hilflosenentschädigung vom 22. Juni 2021 übernommen wurden ( Urk. 7/320 S. 2 unten, Urk. 7/322 S. 2), wonach im Bereich «Essen/Trinken» funktionelle Selbstständigkeit besteh t und das Zubereiten von Mahlzeiten und die Aufforderung zum Essen und Trinken in der lebenspraktischen Begleitung enthalten und nicht separat auszuweisen ist, nicht zu beanstanden. Die fachlich kompetente Abklärungsperson war nah am konkreten Sachverhalt und nahm in Kenntnis der Fremdauskünfte (vorstehend E. 3.3-3.6, Urk. 7/320 S. 2 ) die Einschätzung vor, dass im Bereich Essen und Trinken - dies im Unterschied zu den Bereichen Ankleiden/Auskleiden und Körperpflege – keine direkte Dritth ilfe erforderlich ist, die über das Ausmass einer lebensprak tischen Begleitung hinausgeht. Darauf ist abzustellen, sodass es auch für die Belange des Assistenzbeitrags bei der Anerkennung eines Hilfebedarfs für zwei alltägliche Lebensverrichtungen bleibt. 6.5 Zusammenfassend sind die gestützt auf den Abklärungsbericht mittels FAKT2 und die Stellungnahmen des Abklärungsdienstes erfolgten Einschätzungen des Assistenzbedarfs plausibel und begründet und es liegen keine klar feststellbaren Fehleinschätzungen vor, welche im Rahmen der gerichtlichen Ermessenskontrolle ein Einschreiten erfordern würden.

6.5 Zusammenfassend sind die gestützt auf den Abklärungsbericht mittels FAKT2 und die Stellungnahmen des Abklärungsdienstes erfolgten Einschätzungen des Assistenzbedarfs plausibel und begründet und es liegen keine klar feststellbaren Fehleinschätzungen vor, welche im Rahmen der gerichtlichen Ermessenskontrolle ein Einschreiten erfordern würden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 7.

7. 7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kos ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule gen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00. -- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.

7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kos ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule gen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00. festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 7.2 Ausgangsgemäss – auch mangels Verletzung des rechtlichen Gehörs - ist der Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung geschuldet. Im Übrigen wurde d em Ver tre ter der Beschwerdeführerin vom Bundesgericht wiederholt eröffnet, dass er mangels eines Anwaltspatentes beziehungsweise Erfüllung der persönli chen Voraussetzungen für einen Registereintrag im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA) nicht als unentgeltlicher Vertreter im Sinne von Art. 37 Abs. 4 des Bundesgeset zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) bestellt wer den kann und der von ihm vertretenen Person aus diesem Grund bei Obsiegen auch kein Anspruch auf eine Parteientschädigung nach Art. 52 Abs. 3 ATSG zusteht (Urteil des Bundesgerichts 9C_628/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 4). Bei dieser eindeutigen und bekannten Rechtslage – sowie entsprechend dem Aus gang des Verfahrens - ist der Antrag auf Parteientschädigung ohne Weiterungen abzuweisen.

7.2 Ausgangsgemäss – auch mangels Verletzung des rechtlichen Gehörs - ist der Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung geschuldet. Im Übrigen wurde d em Ver tre ter der Beschwerdeführerin vom Bundesgericht wiederholt eröffnet, dass er mangels eines Anwaltspatentes beziehungsweise Erfüllung der persönli chen Voraussetzungen für einen Registereintrag im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA) nicht als unentgeltlicher Vertreter im Sinne von Art. 37 Abs. 4 des Bundesgeset zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) bestellt wer den kann und der von ihm vertretenen Person aus diesem Grund bei Obsiegen auch kein Anspruch auf eine Parteientschädigung nach Art. 52 Abs. 3 ATSG zusteht (Urteil des Bundesgerichts 9C_628/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 4). Bei dieser eindeutigen und bekannten Rechtslage – sowie entsprechend dem Aus gang des Verfahrens - ist der Antrag auf Parteientschädigung ohne Weiterungen abzuweisen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden den Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden den Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Y.___

Y.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes ge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes ge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

Grieder-MartensBarblan