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Das Asylgesuch von Mamadou Dabo – einem Pfeiler des Treffpunktes in der ASZ – wurde definitiv abgelehnt. Er ist trotz aller Probleme, die ihn persönlich erwarten können, bereit in sein Herkunftsland zurückzukehren. Zusammen mit seinem Bruder hat er ein Projekt entworfen: Den Aufbau einer Fischzucht in der Provinz Sédhiou im Süden von Senegal (Casamance). Ziel ist es, den lokalen Markt mit Fisch zu versorgen und Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung zu schaffen.
Der Fischfang nimmt in der senegalesischen Wirtschaft noch immer eine wichtige Stellung ein, auch wenn die Überfischung des Meeres viele Fischer gezwungen hat, ihren Beruf aufzugeben. Fisch ist für die Ernährung der Bevölkerung nach wie vor zentral, jedoch nicht in allen Regionen leicht verfügbar.
Die Provinz Sèdhiou ist mehr als 200 km vom Meer entfernt. Der Fluss Casamance durchfliesst die gleichnamige Region von Ost nach West. Dijredji liegt direkt am Fluss, wenn auch abgelegen im Buschland. Ländliche Regionen im Senegal finden ohne externe Unterstützung kaum Investoren für lokale Projekte. Dies trifft erst recht auf die südlich von Gambia weit weg von der Hauptstadt Dakar gelegene Region Casamance zu. Anhand einer kolonialen Grenzziehung dem ‚französischen‘ Kolonialreich zugeschlagen, erhält die Casamance kaum Kredite von staatlichen Institutionen, und die Bankzinsen bewegen sich im Bereich des Wuchers. Das Festhalten an der eigenständigen Identität und die Forderung nach Autonomie verstärken dies noch.
Der Fluss Casamance und seine zahlreichen Arme bieten ideale Voraussetzungen, um in der Haute Casamance eine Fischzucht anzusiedeln und zu betreiben. Der Aushub der Teiche auf dem ans Wasser grenzenden Landstück, das im Besitz der Familie Dabo ist, der Kauf und Transport der Brutfische sowie des technischen Materials benötigen aber ein Startkapital in der Grössenordnung von 23‘000 Franken. Dabei handelt es sich um Investitionen, die getätigt werden müssen, bevor die ersten Fische gefischt und verkauft werden können. Mamadou Dabo erwartet, dass das Projekt innerhalb eines Jahres selbsttragend sein wird. Vorgesehen sind für die Startphase vier feste Arbeitsplätze und mehrere Arbeitsstellen im Auftragsverhältnis (Verkauf und Vertrieb der Fische). Die Fische sollen im lokalen Umfeld verkauft werden. Für den Transport der Fische soll in der Startphase ein Kühltransporter gemietet werden.
Die Fischnahrung wird lokal hergestellt, d.h. in diesem Projekt werden die Fische nicht mit Fischmehl gefüttert. Stattdessen kann die Fischzucht auf Reste aus der lokalen Ölproduktion zurückgreifen: Soja- und Erdnussöl werden in kleinen Mühlen aus der Frucht gepresst. Die in der Mühle verbleibenden Reste werden meist mit Mais und Sorghum vermischt und als Viehfutter verwendet. Vermischt man diese Reste aber mit Algen, so erhält man eine Paste, die sich sehr gut als Fischfutter eignet. Diese Paste hat Dabo bereits in seiner Kindheit als Köder verwendet, um Fische zu fangen.
Die Ziele des Projekts sind:
Moderierende der Autonomen Schule Zürich haben Dabo als sehr engagierten, täglich präsenten Koch und Mithelfer und ruhigen, aber bestimmten Aktivisten der Schule kennen und schätzen gelernt. Mit der Fischzucht in seiner Heimat will Dabo mehr als nur eine neue Existenzgrundlage für sich und seine Familie schaffen. Unser Projekt gewährt einem guten Freund Rückkehrhilfe. Darüber hinaus leistet es einen Beitrag zur Entwicklung einer abgelegenen Region im Senegal.
Um Geld für den Projektstart zu sammeln und Dabo darin zu unterstützen, nachhaltige Projekte in der Schweiz zu besuchen, haben wir einen Verein gegründet:
Casamangepoissons.ch
Freundschaft mit Djiredji
8000 Zürich
PC: 61-286805-5
IBAN CH60 0900 000 6128 6805 5
Wir freuen uns über jede Unterstützung!