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Unter Bern gehörte Ringgenberg zur Landvogtei Interlaken. Auf Bitten der dortigen Bevölkerung beschloss die Berner Obrigkeit 1670, die alte Kirche in Goldswil (Ringgenberg) aufzugeben und an deren statt in der Burgruine Ringgenberg ein neues Gotteshaus einzurichten. In der Folge wurde dort nach Plänen des Berner Architekten und Bildhauers Abraham I. Dünz ein rechteckiger Predigtsaal errichtet. Im Innern erhielt der Bau 1670/71 eine dekorative Ausmalung von Hans Conrad Heinrich Friedrich. Fast alle Ausstattungsstücke stammen aus der damaligen Bauzeit, so auch der von Berns Obrigkeit in den Neubau gestiftete Scheibenzyklus. Über dem Portal befindet sich eine Inschriftentafel des Kirchenerbauers Dünz von 1671 zum Andenken an den Neubau. Sie ist mit den auch in drei Glasgemälden festgehaltenen Wappen Berns, des Seckelmeisters Johann Jakob Bucher und des Landvogts Gerhard Rohr geschmückt. Renovationen an der ganzen Burganlage erfolgten 1928, 1946/49 und 2006–2008. Die Kirche selbst erfuhr 1964 eine Gesamtrenovation.
Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).