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Wenn ein Kraftwerk mit Wasser aus einem Stausee Strom produziert, nimmt der Abfluss im Unterlauf des Kraftwerks zu; wird die Stromproduktion beendet, nimmt der Abfluss ab. Diese Abflussschwankungen nennt man Schwall und Sunk.
Schwall und Sunk kann dazu führen,
- dass Organismen im Gewässer stranden.
- dass sie verdriftet (Fluss abwärts geschwemmt) werden.
- dass Temperaturschwankungen im Gewässer auftreten.
- dass die Gewässersohle kolmatiert (verdichtet) wird.
Der 2014 veröffentlichte Bericht Strategische Planung Sanierung Schwall und Sunk: Defizitanalyse, Massnahmenplanung Kanton Graubünden zeigt die durch Schwall und Sunk verursachten Defizite auf. Er enthält zudem Einschätzungen, wie stark man die Werte für Schwall und Sunk korrigieren müsste, um die Defizite zu beheben. Aufgrund dieser Werte wurden die Massnahmenvorschläge bezüglich ihrer Wirksamkeit grob beurteilt.
Der Bericht dient dem Kanton Graubünden dazu, die Verfügungen an die Inhaber von Wasserkraftwerken vorzubereiten, welche sanierungspflichtige Anlagen besitzen.
Stand der Sanierung von Schwall und Sunk im Jahr 2022
Verschiedene Kraftwerksanlagen in den Einzugsgebieten der Moesa, des Hinterrheins, des Vorderrheins und des Alpenrheins sind an einer Studie beteiligt, bei der es um Art und Umfang von Massnahmen zur Sanierung von Schwall und Sunk geht. Die Sanierung des Alpenrheins wird aufgrund seiner Funktion als Grenzfluss mit den anderen Anrainerstaaten abgestimmt. Dazu wurde die Internationale Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) gegründet.