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Bild: Jesper Aggergaard - unsplash.com
Das Fibromyalgie-Syndrom, auch FMS genannt, ist eine Form von Rheuma. Das Wort setzt sich aus einem lateinischen und griechischen Begriff zusammen und bedeutet so viel wie Fasermuskelschmerz. Das Syndrom beschreibt einen ausgebreiteten Schmerz in verschiedensten Körperregionen – Schlafstörungen und Erschöpfung gehen mit dem Schmerz einher.
Wer von Fibromyalgie betroffen ist, leidet unter chronischen, diffusen Muskelschmerzen am ganzen Körper und zwar in Gelenknähe gleichzeitig auf beiden Körperseiten oder in beiden Körperhälften. Des Öfteren wird der Schmerz mit einem heftigen Muskelkater verglichen. Andere Betroffene beschreiben den Schmerz als einen schweren Mantel oder Panzer, der auf den Körper drückt, oder umschreiben die Schmerzen als «Migräne am ganzen Körper». In seiner intensiven Form wird der Schmerz als brennend, schneidend oder bohrend empfunden.
Weitere Symptome sind beispielsweise Leistungsschwäche, Morgensteifigkeit, Schwellungsgefühl, kalte Hände und Füsse, Kreislaufprobleme, Schwindelgefühl, Wetterfühligkeit, Unterleibsschmerzen, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen oder Seh- und Hörstörungen. An dieser Stelle könnten viele weitere Beschwerden genannt werden, welche die Fibromyalgiker plagen.
Weil die Krankheit sich so verschieden äussern kann und die Beschwerden sehr zahlreich sein können, wird den Betroffenen oft Simulation vorgeworfen. Sie würden sich die Krankheit lediglich einbilden und den Schmerz erfinden.
Warum Fibromyalgie entsteht, wissen Experten trotz intensiver Forschung noch nicht. Sie haben aber bestimmte Theorien entwickelt. Genetik, Schmerzstörung, Stress, Nährstoffmangel oder eine mitochondriale Fehlfunktion könnten die chronische Krankheit auslösen. Da eindeutige Befunde fehlen, erfolgt die Diagnose somit über ein Ausschlussverfahren – deshalb können bis zur Diagnose fünf bis zehn Jahre vergehen.
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Bislang können Ärzte die Krankheit nicht heilen. Eine Kombination aus nicht-medikamentösen Verfahren und Medikamenten lindert jedoch die Beschwerden und Betroffene können lernen, mit der Krankheit besser umzugehen.
Studien zeigen, dass körperliche Bewegung Schmerzen und Müdigkeit reduzieren und die Leistungsfähigkeit verbessern kann – und zwar mehr als die medizinische Routinebehandlung oder gar eine Therapie. Für das Ausdauertraining eignen sich zum Beispiel Nordic Walking, Velofahren, Schwimmen, Aquajogging oder Wassergymnastik.