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Die Holzschlagmethoden, bei welchen grosse Schneisen in den Wald geschlagen werden, um das Holz mit einer Seilbahn herauszunehmen, werden heute vermehrt auch im Schutzwald des Berggebietes angewendet. Dies ist in mehrfacher Hinsicht schädlich und bringt kleine Waldeigentümer um einen willkommenen Nebenverdienst, während andere die Subventionen einkassieren. Anschauungsunterricht für solch ruinöse Methoden erhielt man im vergangenen und in diesem Jahr wieder auf der Südseite zwischen Jaun-Dorf und Im Fang.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Wälder oberhalb der Kantonalstrasse von den Eigentümern gut gepflegt, so dass sie ihre Schutzfunktion gegen Lawinen wahrnehmen konnten. Wie nun in diesen Wäldern Holz geschlagen wird, ist für die privaten Eigentümer skandalös. Die jungen Förster haben diesbezüglich keine Erfahrung. Die in den Wald geschlagennen Schneisen schwächen den Wald gravierend. Und dies geschieht mit Subventionen, die die Holzerfirmen erhalten, während der Waldeigentümer mit einem sehr bescheidenen Kubikmeterpreis abgespeist wird. Würden die öffentlichen Subventionen den Waldeigentümern zugeschlagen, die Jahr für Jahr den Wald mit einem kleineren Holzschlag nutzen und somit pflegen, würde die Schutzfunktion nicht infrage gestellt, und der kleine Eigentümer hätte noch einen willkommenen Nebenverdienst, auf den der Berglandwirt mehr denn je angewiesen ist. Auch würde die Bergstrasse nicht mit grossen Fahrzeugen befahren, für die sie nicht gebaut ist. Es bleibt noch anzuführen, dass in den Wäldern oberhalb Im Fang Richtung Maischüpfen namentlich im Winter viel Wild (Hirsche, Gämsen) Schutz findet. Bei den heutigen Holzschlagmethoden, wo die Äste und anderer «Holzabfall» einfach liegen gelassen werden, wird der Bewegungsspielraum der Tiere sehr eingeschränkt; zum Teil wird ihr Lebensraum auch einfach zerstört. Hat das alles mit Waldpflege und mit Schutz für Mensch und Tier noch etwas zu tun?