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Die Gesundheitskosten machten demnach 11,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) aus, 0,7 Prozentpunkte weniger als in der provisorischen Statistik vom Frühjahr 2020 angenommen. Damals wurden die Gesundheitskosten 2018 mit 81,9 Milliarden Franken beziffert und der Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit 2,8 Prozent. Schon das hatte unter dem Wachstum von 3,4 Prozent im Fünfjahresmittel gelegen.
Die Veränderungen gegenüber den provisorischen Daten hätten sich hauptsächlich für die Arztpraxen und ambulanten Zentren ergeben, deren Bilanzen 1,8 Milliarden Franken tiefer lagen als angenommen. Das sei «auf Tarif- und Statistikeffekte zurückzuführen», schreibt das BFS in seiner definitiven Abrechnung vom Freitag. Veränderungen im Verhältnis zum BIP hätten sich auch durch die Revision 2020 der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ergeben, die ein höheres BIP zur Folge hatten.
Historisch: Erstmals kein Anstieg
Pro Einwohner und Monat ergibt die neue Rechnung einen Aufwand von 785 Franken, gleich viel wie im Jahr davor. 2018 war demnach gemäss BFS-Zahlen das allererste Jahr, in dem die Gesundheitskosten pro Kopf und Monat nicht stiegen. Nominal haben sie zwar um 600 Millionen Franken zugenommen, aber das ist weniger als im langjährigen Durchschnitt.
Zum Vergleich: 1960 betrugen die Gesundheitsausgaben pro Kopf und Monat 31 Franken. 1973 überstieg der Posten erstmals die 100-Franken-Grenze. 1982 stiegen die Kosten über 200 Franken. Im Jahr 2000 lagen die Gesundheitsausgaben knapp unter 500 Franken. Danach stiegen sie im 7-Jahre-Rhythmus um 100 Franken. Die 700-Franken-Grenze wurde 2013 erreicht.