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Sanierung Alp- und Fussweg Garzotto-Motterascio
Das Projekt
Der Fussweg vom Stausee Luzzone auf 1'628 m.ü.M. zum "Rifugio" auf 1'686 m.ü.M. und hinauf zur SAC Hütte Motterascio auf 2'171 m.ü.M gehört dem Patriziato Generale Aquila-Torre-Lottigna und dient den Bauern dazu, das Vieh auf die Alp Motterascio und auf die Alp Rafuisc-Motterascio zu treiben. Der Weg wird aber auch zunehmend von Bergwanderern der Greina Route benutzt.
Die Alp Motterascio liegt auf 2'189 m.ü.M. im Gebiet der Greina-Hochebene, angrenzend an den Kanton Graubünden. Die Alpgebäude wurden im Jahre 1963 und 1964 erstellt. Seither haben sich sowohl die Ansprüche der Konsumenten wie auch die Vorschriften der eidgenössischen und kantonalen Kontrollorgane geändert.
Gemäss Verfügung des SICL (Servizio Ispezione Consulenza Lattiera) war die Weiterführung des bisherigen Betriebes ab dem 31. Oktober 2001 nicht mehr zulässig. Die Arbeitsplätze entsprachen nicht mehr den hygienischen und sicherheitstechnischen Vorschriften. Auch hatten Stürme und Unwetter Schäden angerichtet.
Die Weiterführung des Alpbetriebes und der Milchverarbeitung war nur durch eine Gesamtsanierung gewährleistet.
Deshalb hat das Patriziato im Jahre 2003 verschiedene Massnahmen auf der Alp Motterascio umgesetzt. Dazu gehört eine Materialseilbahn, die tierschutzkonformen Anpassungen der Ställe sowie Anpassungen, um die hygienischen und lebensmitteltechnischen Vorschriften zu erfüllen.
Auf der Alp Motterascio werden jährlich während rund 60 - 65 Tagen 50 Milchkühe und 45 Rinder gesömmert und ca. 4'500 kg Alpkäse pro Saison hergestellt.
Auf der Alp Rafuisc-Motterascio sömmern 1'300 Geissen aus dem Kanton Tessin und aus dem Kanton Graubünden.
Das Patriziato Generale muss den Fuss- und Viehtriebweg, der wegen der starken Niederschläge in den letzten Jahren grossen Schaden genommen hat, sanieren und sichern, ansonsten müsste der Durchgang gesperrt werden. Die teilweise prekären Stellen müssen ausgebessert werden, damit auch zukünftig die Sicherheit von Fussgängern und Tieren garantiert werden kann und die Weganlagen vor Erdrutschen besser geschützt sind.
Das Patriziato Generale Aquila-Torre-Lottigna hat an der Versammlung vom 24. Juli 2014 den Beschluss für die Wegsanierung gefasst.
Wegen einem Erdrutsch unterhalb des Luzzone Staudamms können die Arbeiten erst im September 2017 starten. Das Patriziato hofft, die Arbeiten im Oktober 2018 abschliessen zu können.
Kosten und Finanzierung
|Gemäss Voranschlag verursachen die Sicherung und Ausbesserung an den Weganlagen Gesamtkosten von Fr. 1'106'306.--.|
|Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:|
|Gesamtkosten||Fr.||1'106'306.--|
|./. Subvention Bund 39 % von Fr. 518'700.--||Fr.||202'293.--|
|./. Subvention USTRA 10 % von Fr. 468'350.--||Fr.||47'000.--|
|./. Subvention Kanton 45 % von Fr. 518'700.--||Fr.||233'400.--|
|./. Subvention Sezione della mobilità||Fr.||49'000.--|
|./. Beitrag ERSBV||Fr.||30'000.--|
|./. Beitrag Gemeinde Blenio||Fr.||100'000.--|
|./. Beitrag Parc Adula||Fr.||25'000.--|
|./. Beitrag Gruppo di Gestione dei Sentieri||Fr.||21'000.--|
|./. Eigene Mittel||Fr.||50'000.--|
|Verbleibende Restkosten||Fr.||348'613.--|
Der Fonds Landschaftsschutz Schweiz FLS wurde ebenfalls um einen Beitrag angefragt. Die Zusicherung liegt noch nicht vor.
Das Patriziato Aquila-Torre-Lottigna unterhält verschiedene Alpen, welche eine grosse Ver-antwortung aber auch eine grosse finanzielle Last bedeuten.
Für die Bewirtschaftung der Alp Motterascio und der Alp Rafuisc-Motterascio sind sichere Zugänge unumgänglich. Der Weg wird so ausgebaut, dass er auch grossen Wasser- und Schneemengen standhalten sollte. Wo der Weg durch Rutschgebiet führt, müssen Verbauungen und Verankerungen angebracht werden.
Die Kosten für die Instandstellung des Weges sind sehr teuer, da die Arbeiten sich vor allem aus Mannstunden zusammensetzen. Es kann nur ein kleiner Bagger eingesetzt werden. Die meisten Arbeiten müssen in Handarbeit erledigt werden.
Wir möchten Ihnen die Unterstützung dieses Projektes sehr empfehlen.
Für dieses Projekt konnten wir bis anhin Spenden in der Höhe von Fr. 50'650.-- vermitteln.