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Suez
(Sues), Stadt in Ägypten, [* 2] an der Nordspitze des Roten Meers, welches hier in den Golf von S. ausläuft, an der Mündung des Suezkanals (s. d.) in denselben und der Eisenbahn Kairo-Ismailia-S., mit (1882) 10,919 Einw., worunter 1183 Ausländer. Die Stadt besteht aus dem arabischen Viertel und dem regelmäßig angelegten europäischen Viertel mit großen Warenlagern, Magazinen der Peninsular and Oriental-Dampfergesellschaft und einer vizeköniglichen Villa.
Nordöstlich die Mündung des hier 2 m ü. M. liegenden Süßwasserkanals mit großem Schleusenwerk, nordwestlich ein großes englisches Hospital. Zu den Hafenanlagen, welche in S. weit ins Meer hinausgebaut sind, führt ein 3 km langer Damm; auf diesem läuft die Eisenbahn zum Bassin der Kanalgesellschaft mit Leuchtturm und der Statue des Leutnants Waghorn. Das große Hafenbassin, Port Ibrahim genannt, wird durch eine mächtige Mauer in den Kriegs- und den Handelshafen geschieden und kann 500 Schiffe [* 3] fassen.
Der Handel hat sich aber nicht hier konzentriert, sondern mehr nach Port Said und Alexandria gezogen, und S. ist mehr ein Durchgangspunkt geblieben. 1886 betrug die Einfuhr 594,385, die Ausfuhr 42,697 ägyptische Pfund. Die Stadt ist Sitz eines deutschen Konsuls. Wahrscheinlich steht S. auf der Stätte des alten Klysma, von den Arabern Quolzum genannt. Es war vor der Entdeckung des Seewegs nach Indien um das Kap als Hauptniederlage europäischer und indischer Waren ein blühender Platz, verfiel aber danach und zählte bei Beginn der Kanalbauten nur 1500 Einw.