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Mikroskopische und chemische Methoden sowie eine neue chemometrische Methode, die elektronische Nase, wurden eingesetzt, um gefälschte Maiskleberprodukte zu erkennen. Beobachtungen unter dem Mikroskop von zahlreichen Stärkekörnchen, Samenkapseln und Weizenkleiefragmente zeigten deutlich, dass atypische Maiskleberpartikel in Proben mit sonst normalem Rohproteingehalt (≥ 60%) und der üblichen gold-gelben Farbe vorhanden waren. Chemische Analysen bestätigten in einigen Proben die Präsenz von Harnstoff (19 bis 173 g/kg), Melamin (bis zu 20 g/kg) und Cyanursäure (bis zu 10 g/kg), die den niedrigen Methionin-Gehalt (meistens unter 2.5 g/kg) in gefälschten Produkten (echter Methionin-Gehalt von Maiskleber ≥ 16 g/kg) erklären. Mit der elektronischen Nase, einer massenspektrometrischen Schnellmethode, konnte gefälschter Maiskleber zuverlässig identifiziert werden: mit der Hauptkomponentenanalyse gelang es, sowohl sämtliche Referenzproben als auch alle unbekannten Stichproben korrekt zu klassifizieren. In der Folge hat die amtliche Futtermittelkontrolle 2’500 Tonnen gefälschte Produkte gesperrt beziehungsweise ihren Einsatz eingeschränkt.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.