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Jaguar Land Rover plant, innerhalb der nächsten vier Jahre eine Flotte von mehr als 100 Forschungsfahrzeugen aufzubauen, um damit ein breites Spektrum an Technologien für das vernetzte und autonome Fahrzeug (Connected and Autonomous Vehicle, CAV) zu entwickeln und zu testen. Das erste dieser Forschungsfahrzeuge wird noch dieses Jahr auf einer neuen, 66 Kilometer langen Strecke aus Schnellstrassen und Stadtverkehr rund um Coventry und Solihull unterwegs sein.
In der Anfangsphase der Tests kommen Technologien für Car-to-Car- und Car-to-Infrastructure-Kommunikation zum Einsatz, die Fahrzeugen erlauben, untereinander sowie mit Strassenschildern, Schilderbrücken und Ampelanlagen zu kommunizieren. Der Austausch von Daten soll es zukünftigen vernetzten Fahrzeugen ermöglichen, zu kooperieren und den Fahrer zu unterstützen, um Spurwechsel sowie das Überqueren von Kreuzungen einfacher und sicherer zu gestalten.
«Unsere vernetzte und automatisierte Technologie kann helfen, den Verkehrsfluss zu optimieren, Staus zu reduzieren und das Unfallrisiko zu verringern. Zudem verbessern wir das Fahrerlebnis, indem wir dem Fahrer die Möglichkeit bieten, selbst zu entscheiden, wie viel Unterstützung er erhalten möchte. So kann er sich etwa bei eintönigen und anstrengenden Reiseabschnitten für die autonome Unterstützung entscheiden», führt Tony Harper, Head of Research bei Jaguar Land Rover, aus.
Das Forschungsprojekt umfasst das Testen mehrerer Technologien, darunter auch «Safe Pullaway». Das System überwacht mittels einer Stereokamera den Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug und verhindert so Kollisionen bei niedriger Geschwindigkeit, zu nahes Auffahren im Stau oder das Rammen von Mauern, Garagentoren oder parkierten Autos, wenn beim Wegfahren aus Versehen der Vorwärts- statt der Rückwärtsgang eingelegt wird. Erkennt das System Objekte wie Fahrzeuge oder Mauern und erhält gleichzeitig Signale vom Gaspedal oder dem Getriebe, die auf eine bevorstehende Kollision schliessen lassen, aktiviert es automatisch die Bremsen und warnt den Fahrer mit einem akustischen Signal.
Zudem werden Forschungen mit sogenannten «Over the horizon»-Warnungen durchgeführt. Dabei werden Geräte getestet, die über Funksignale relevante Daten zwischen Fahrzeugen übertragen. Wenn Fahrzeuge in der Lage sind, unabhängig zu kommunizieren, können Fahrer und autonome Fahrzeuge vor Gefahren und Hindernissen jenseits des Horizonts oder hinter unübersichtlichen Kurven gewarnt werden.
Wenn ein Fahrzeug langsamer wird oder zum Stehen kommt und somit ein Risiko für andere Verkehrsteilnehmer darstellt, sendet es eine Warnung an Fahrzeuge in der Nähe. Deren Fahrer werden dann mittels eines optischen und akustischen Signals über die Gefahrensituation informiert.
«Emergency Vehicle Warning» erlaubt vernetzten Rettungs-, Polizei- oder Feuerwehrfahrzeugen, mit anderen Verkehrsteilnehmern zu kommunizieren. Ein Gerät im herannahenden Einsatzfahrzeug sendet ein Warnsignal, noch bevor die anderen Verkehrsteilnehmer das Blaulicht sehen oder die Sirene hören können. Das gibt ihnen die Möglichkeit, gefahrlos zur Seite zu fahren und das Einsatzfahrzeug vorbeizulassen. So können Verzögerungen für Rettungskräfte minimiert und Unfälle verhindert werden.
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