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Utopia ist mein neuer Roman. Er besteht erst in Bruchstücken, die ich hier nach und nach veröffentlichen werde.
[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]
Noë lag wach in ihrem Bett. Sie wollte schon seit einer Weile aufstehen. Aber sie hatte sich bisher nicht dazu durchringen können. Wenn sie aufstand und ins Wohnzimmer gehen würde, dann läge da eine Zeitung auf dem Tisch.
[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]
Noë hatte viele Gedanken in ihrem Kopf, Gedanken, die sie der Welt nicht richtig anschliessen konnte. Sie wusste nicht, wie das, was sie täglich in der Zeitung las, zu ihrem wirklichen Leben passte. Sie konnte darum die Gedanken auch nicht richtig ordnen.
[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]
Noë schlug die Augen auf. Fahles Licht fiel durch die Gardinen. Sie hätte nicht sagen können, ob es erst kurz nach Morgendämmerung war oder sie schon weit in den Tag geschlafen hatte. Sie hätte auch nicht sagen können, ob es Sommer oder Winter war. Oder Herbst oder Frühling.
Noë erwachte in ihrem Bett und fühle sich erholt und entspannt. Das Zeitungslesen hatte sie angestrengt, aber nachdem sie die Zeitung weggelegt hatte, nachdem sie mit Luis darüber gesprochen hatte und er sie beruhigen konnte, hatte sie das alles gar nicht mehr so wichtig gefunden. Sie sah keinen Zusammenhang zu ihrem eigenen Leben hier und froh war sie eingeschlafen.
Noë ging nun jeden Tag ins Café Meetingpoint. Meist traf sie dort auf Luis und dieser hatte sie auch schon anderen Friends vorgestellt. Aber viele Friends waren da jeweils nicht. Die meisten, das hatte ihr Luis erklärt, blieben lieber für sich und unterhielten sich nur über Nachrichten mit anderen.
Das Zeitungslesen hatte Noë angestrengt. Da waren so viele Fakten und irgendwie schaffte sie es einfach nicht, diese angemessen einzuordnen. Sie wusste nicht, was sie mit all den Informationen anfangen sollte.
Als Noë wieder zu sich kam, befand sie sich in einem hellen Raum mit weichem Teppich und mit einem Blumenstrauss auf dem Tisch. Sie lag auf einem Sofa, unter einer Decke und fühlte sich erholt. Ruhig und ausgeschlafen.
Als Noë die Augen aufschlug, wurde sie von grellem weissem Licht geblendet. Schnell machte Sie die Augen wieder zu. Ein Blitz durchfuhr sie. Hatte sie das nicht schon einmal erlebt?
Immer wenn Noë ein goldenes Buch fertig gelesen hatte, verschwand es einfach, wenn sie einmal nicht hinguckte und jedes Mal fand sie in den Regalen ein neues leuchtendes Buch.
Noë begann sich allmählich etwas zu langweilen mit all den Büchern. Zwar liebte sie jede einzelne der vielen Geschichten, aber es waren halt doch nur Geschichten und es waren nicht eigene Erlebnisse und sie fragte sich manchmal, was das alles denn mit ihr zu tun hatte.