Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03112.jsonl.gz/1945

Die Vereinigten Staaten von Amerika verfügen laut dem vom US-Verteidigungsministerium jährlich herausgegeben Base Structure Report über etwa 4.855 Militärinstallationen weltweit mit einer zusammengerechneten Fläche von der Größe Bulgariens.[1] Zeigt man mit dem Finger auf einen Globus, so wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Nähe eine Antenne, ein Militärstützpunkt oder auch ein Munitionslager der USA oder der NATO zu finden sein. Die US-Militärstrukturen, die ein weltweites logistisches und operatives Netzwerk der Kriegsführung bilden, erfüllen zahlreiche Funktionen, mit denen jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf das zivile Umfeld, in dem sie eingebettet sind, einhergehen. Es ist zunehmend schwer, US-Militärbasen als solche zu definieren, weil die offiziellen US-Stützpunkte einerseits immer mehr auch generell in NATO-Aktivitäten und Strukturen eingebunden werden und andererseits handelt es sich bei primär vom US-Militär genutzten Stützpunkten oftmals formell um Basen des jeweiligen Gastlandes. Unabhängig davon, inwiefern sie zu klassifizieren sind, wirken sie sich in ähnlichem Ausmaß auf ihr ziviles Umfeld aus. Die Anthropologin Catherine Lutz betrachtet in ihrem Buch „Homefront“ die Dynamiken zwischen diesem und den lokalen…..