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Der 42-jährige Argentinier übernimmt als Interimstrainer den Posten des entlassenen Julen Lopetegui bei Real Madrid. Aber wer ist Santiago Solari?
Als Trainer ist Solari bisher noch nicht grossartig in Erscheinung getreten, als Fussballer allerdings dürfte er dem einen oder anderen noch in guter Erinnerung sein. Der Mittelfeldspieler startete seine Karriere in Argentinien und wechselte 1999 von River Plate zu Atlético Madrid. Nur eineinhalb Jahre später holte ihn Vincente del Bosque zum Stadtrivalen Real Madrid, wo Solari während fünf Jahren seine grössten Erfolge feierte. Als Stammspieler gewann er die Champions League und wurde zweimal spanischer Meister.
Im Jahr 2005 verliess Solari Real Madrid zwischenzeitlich und wechselte für drei Jahre in die Serie A, wo er mit Inter Mailand in drei Jahren drei Meistertitel feierte. Seine Spielerkarriere beendete der Argentinier 2011 in Südamerika und kehrte erst danach als Trainer nach Madrid zurück.
Wenig Erfahrung als Trainer
Er ist also alles andere als ein Neuling bei den Königlichen. Seit 2015 agierte er zuerst als Trainer für die U18, dann die U19 und stand bis anhin als Coach der zweiten Mannschaft an der Seitenlinie. Dabei leitete er in etwas mehr als zwei Jahren 86 Partien und holte durchschnittlich 1,45 Punkte pro Spiel. Mit Real Madrid B belegte er in der 3. spanischen Liga in den letzten beiden Saisons Platz elf und acht und blieb damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem gewährt ihm Real-Boss Perez nun die Möglichkeit, die 1. Mannschaft zu übernehmen.
Die Statuten des spanischen Fussballverbandes erlauben es den Klubs, einen Interimstrainer für zwei Wochen einzustellen. Für Solari bedeutet das, dass er sich in den Partien gegen Drittligist UD Melilla (Pokal), Valladolid (Liga), Pilsen (Champions League) und Celta (Liga) beweisen kann. Sollte der Argentinier in diesen vier Spielen überzeugen, so steht die Tür für einen Verbleib offen. Als Alternativen handelt die spanische Presse zurzeit Guti, Roberto Martinez, José Mourinho und vor allem Antonio Conte. Gemäss neuesten Berichten sollen die Verhandlungen mit dem Ex-Chelsea-Trainer allerdings ins Stocken geraten sein.