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Die NZZ berichtet unter dem Titel «Sensationsfund am Bürkliplatz-Flohmarkt» über wertvolle Ansichten von Zürich aus den Anfangszeiten der Fotografie:
«Es sah aus wie ein kleines rotes Buch. Martin Last, der bis zu diesem Zeitpunkt verschiedenes sammelte – alte Fotos, Autogramme oder Filmplakate – nahm das vermeintliche Buch in die Hände. «G. A. Wegmann. Architekt. Zürich», stand auf dem Cover. Doch es war kein Buch; als Last den Deckel öffnete, sah er, dass darin wohl eine alte Fotografie unter Glas steckte. Er zahlte die verlangten fünfzig Franken und verliess den Flohmarkt am Bürkliplatz.
Erst zu Hause schaute er sich die Schatulle näher an – und entdeckte, dass gleich vier Daguerreotypien darin lagen; Bilder also, die mit dem ersten kommerziell nutzbaren Fotoverfahren aufgenommen worden waren. Sie zeigen alle Bauwerke aus den 1840er Jahren vom damals sehr bekannten Zürcher Architekten Gustav Albert Wegmann. Last googelte, fand drei Experten für Daguerreotypien und fragte per Mail an, was das für Bilder sein könnten. Innert Stunden hätten alle drei geantwortet, sagt Last. «Da wusste ich, dass es sich um etwas sehr Spezielles handeln muss.» (…)
Wie viel die Bilder wert sind, weiss Martin Last selber nicht. Allein mit dem Geld, das die Restaurierung gekostet habe, hätte man einen Kleinwagen kaufen können, sagt er nur. Der Wert der Daguerreotypien dürfte also ein Vielfaches davon betragen.»