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Die Narkolepsie (im Volksmund „Schlafkrankheit“) ist eine seltene neurologische Krankheit. Sie ist charakterisiert durch eine Störung der Schlaf-Wach-Regulation.
Symptome:
Tagesschläfrigkeit: Diese ist entweder ständig vorhanden oder tritt in Form von anfallsartigen Einschlafattacken auf. Meist sind kurze Schläfchen von 15-30
Minuten erholsam und beseitigen die Schläfrigkeit für die nächsten paar Stunden
Kataplexie: vorübergehender Kontrollverlust über definierte Muskelgruppen bei wachem Bewusstsein, welche je nach individueller Ausprägung am gesamten
Körper oder nur lokal auftreten. Beispielsweise fällt der Patient in sich zusammen, kann Dinge für einige Sekunden nicht mit der Hand festhalten, lässt den Kopf hängen, spricht undeutlich
oder fängt an zu schielen. Im Extremfall bricht der Narkoleptiker in sich zusammen ohne jedoch das Bewusstsein zu verlieren. Kataplexien werden meist durch starke Emotionen (Freude,
Lachen, Scham, Begeisterung, Ärger, Erregung oder Schreck) ausgelöst.
Abnormer Schlafrhythmus: Typischerweise besteht bei der Narkolepsie ein abnormer Schlafrhythmus (beispielsweise 4 Stunden wach, 4 Stunden Schlaf), sowie
verschobenen REM-Phasen (Traumschlaf-Phasen), die untypisch dem traumlosen Schlaf vorausgehen. Wir sprechen dann von Sleep-Onset-REM (SOREM, vorzeitiger Traum-Schlaf). Dadurch können
beim Einschlafen Wach- und Traumvorstellungen vermischt werden und zu sog. hypnagogen (dem Schlaf vorausgehenden) Halluzinationen führen.
Schlaflähmung: Beim Schlafbeginn oder beim Aufwachen tritt plötzlich eine Lähmung der Körpermuskulatur ein. Man spricht von Schlafparalyse (Schlaflähmung). Der
Betroffene nimmt seine Umgebung wahr, kann sich jedoch nicht bewegen.
Diagnose:
Bei Verdacht auf Narkolepsie sind Untersuchungen im Schlaflabor notwendig.