Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/161634

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Notfall muss im Kernkraftwerk Mühleberg automatisch Wasser vom Kondensator in den Reaktordruckbehälter gepumpt werden - mit Strom aus Susan-Batterien, die nicht erdbebenfest und nicht überschwemmungssicher sind. Dann muss der Innendruck so stark abfallen, dass Wasser aus dem Reservoir mit Eigendruck einfliessen kann, bis die Feuerwehr ihre Pumpen an den Reaktordruckbehälter anschliessen kann.</p><p>Glaubt der Bundesrat, dass sich das Kernkraftwerk Mühleberg im Notfall an die vorgedachte "Choreografie" hält und ohne redundante Notfallkühlung betrieben werden darf?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In den schweizerischen Kernkraftwerken sind sowohl der Normalbetrieb als auch die Beherrschung von Störfällen oder Extremereignissen geregelt. Aufseiten der Werke gibt es dazu betriebliche und aufseiten der Aufsichtsbehörde rechtliche Vorgaben. Im Rahmen von Sicherheitsanalysen werden zudem alle möglichen Störfallursachen und -abläufe untersucht und beurteilt. Die Behandlung von Notfallsituationen wird auch periodisch in breitangelegten Notfallübungen getestet.</p><p>Beim Kernkraftwerk Mühleberg haben aktuelle Überprüfungen des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorates (Ensi) gezeigt, dass das gesamte Susan-Notstandsystem gegen Überflutung und Erdbeben ausgelegt ist. Demnach besitzen die Notstandsysteme hinsichtlich der aktuellen Gefährdungen durch Erdbeben und Überflutung ausreichende Sicherheitsmargen, einschliesslich der Batterien des Susan.</p><p>Der Bundesrat ist davon überzeugt, dass das Ensi bei Bedarf die erforderlichen Massnahmen gegenüber dem Betreiber des Kernkraftwerks Mühleberg anordnet.</p>