Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03275.jsonl.gz/2312

Ascona (200 m)
liegt auf der gegenüberliegenden Seite von Locarno, westlich der Maggiamündung. Der Ort dehnt sich nach Südwesten zur Längsseite des Lago Maggiores aus. Eine am Hang ansteigende Strasse verbindet Ascona (200 m) mit dem auf einer Terrasse hoch über dem See liegenden Dorf Ronco (351 m). Die Uferstrasse erreicht über Porto Ronco und Brissago die italienische Grenze.
Asconas Stadtgeschichte
Die Geschichte dieses wunderschönen Ortes unterscheidet sich nur wenig von der Locarnos, dem grösseren Nachbarort. Ein prähistorischer Urnenfriedhof belegt eine erste Besiedlung in der Bronzezeit,
ca. 800 Jahre vor Chr. Es folgten ligurische Stämme, keltische Lepontier und schliesslich die Römer um die Zeitenwende. Zum Ende des 4 Jahrhunderts begann Ambrosius, Bischof von Mailand, mit der Christianisierung. Etwa 500 Jahre später, unter den Karolingern, verwalteten Grafen vom Südende des Lago Maggiore die Pfarren von Locarno und Ascona. Im Mittelalter setzte sich Ascona aus den Vicinanzen Ascona, Ronco und Castelletto zusammen.( "vicinanza" > früher oberstes Organ der demokratischen Selbstverwaltung des Tessin )
Einigen Familien gewährte der Kaiser Lehensrechte. 1581 wurden die Castelli grössteils von den Eidgenossen zerstört. Bis 1789, der Zeit der Vögte, wanderten viele Asconeser aus, vor allem nach Rom oder in die Toskana. Auch Amerika war eine Auswanderungsziel der Asconeser.
Waren um 1900 schon Neuzuzügler zu verzeichnen, die Intellektuellen - Gemeinde rund um den Monte Verita, so setzte sich diese Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg fort. Nicht nur Touristen kamen und blieben für einige Tagen oder Wochen, ein Bauboom begann, liess das Dorf die Hänge hinaufwachsen und schuf neue Häuser für Langzeitgäste. In den 60er Jahren war Ascona eines der beliebtesten Reiseziele Europas. So beliebt das sogar ein deutsches Autofabrikat danach benannt wurde, der "Opel Ascona"
Aus den Musikboxen erklang der gute alte Rock and Roll, deutsche und italienische Schlager erweckte diesen wunderschönen Ort am Lago Maggiore. Lange ist es her, es ist stiller geworden aber Ascona hat trotz allem nichts von seinem Reiz verloren.