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Widerristhöhe: Rüden 62 – 68 cm / Hündinnen 60 – 65 cm
Lebenserwartung: 10 – 14 Jahre
Herkunft: Argentinien
Art: Jagdhund (Grosswild)
Charakter: der Dogo Argentino ist wachsam, unerschrocken, treu, ausdauernd, zuverlässig
Farben: weiß
Besonderheit: Listenhund (Ortschaftsabhängig)
Verhalten und Wesen vom Dogo Argentino
Der Dogo Argentino zeichnet sich durch sein unerschrockenes Wesen aus. Seiner Familie gegenüber ist er sehr anhänglich und treu. Fremden gegenüber ist der Argentiner sehr neutral eingestellt. Lauert jedoch Gefahr, verteidigt er sein Hab und Gut zur Not mit allen Mitteln. Die Rasse ist sehr sport- und naturbegeistert, wobei sie täglich gefordert werden möchte.
Ursprung und Geschichte
Name: Dogo Argentino = Argentinische Dogge
Der Standard für den Dogo Argentino wurde im Jahr 1928 erstmals von Dr. Antonio Nores Martinez aufgestellt. Sein Ziel war es, einen Hund zu züchten, der für verschiedene Aufgaben wie als
- Hofbewacher,
- Familienhund,
- Wachhund
- sowie als Jagdhund für Großwild (Wildschweine und Raubkatzen)
eingesetzt werden konnte. Als Basishund nahm er den Old Fighting Dog of Cordoba, welcher früher als Jagd- und Kriegshund diente und kreuzte diesen mit doggenartigen Hunderassen wie Bullterrier, Englische Bulldogge und einen Boxer.
Die weiße Fellfarbe war ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Zucht, weshalb Dr. Antonio Nores Martinez einen pyrenäischen Berghund einkreuzte. Mittels dieser hellen Fellfarbe konnten Jäger ihre Hunde gut vom Wild unterscheiden.
Im Laufe der Jahre wurden dann noch andere Hunderassen eingekreuzt, um den Hund zu einen Gesellschaftshund heranzuzüchten. 1973 wurde die Rasse als eigenständig anerkannt.
Haltungsempfehlung
Der Dogo Argentino ist nicht als Anfängerhund geeignet, da er jede Unsicherheit und jeden kleinen Fehler ausnützen würde. Die Rasse braucht aufgrund seiner verschiedenen Charakterzüge eine sehr konsequente aber liebevolle Erziehung mit einer sicheren Führung.
Er sollte früh an seine Artgenossen gewöhnt werden, damit er lernt, mit seiner Härte umzugehen. Weiter hat der Hund einen sehr hohen Bewegungsdrang, weshalb es sehr wichtig ist, dass ihm bereits im Welpenalter Ruhe beigebracht wird. Eine Haltung im Zwinger kommt für den menschenbezogenen Hund überhaupt nicht in Frage.
Die Rasse hat wie bereits erwähnt einen großen Bewegungsdrang, weshalb es von Vorteil ist, wenn sich Wald und Wiese in der Nähe befinden wo er sich austoben und die Natur erkundigen kann.
Weiter ist der Dogo Argentino sehr wasserbegeistert und zeigt bei einem Ausflug an den See große Freude. Noch heute zeigt der weiße Argentiner einen starken Jagdinstinkt. Darum ist es sinnvoll, ihn draußen an der Leine zu halten.
Wer sich einen Dogo Argentino zulegen möchte, dem sollte bewusst sein, dass es sich je nach Ortschaft um einen sogenannten „Listenhund“ handelt. An vielen Orten gelten für solche Hunde gewisse Regeln, wobei man sich am Wohnort und auch beim Züchter genau über die Haltung und die entsprechenden Vorschriften informieren sollte!
Beschäftigungsmöglichkeiten
Der Dogo Argentino ist ein ausdauernder Sportler, welcher viel Bewegung fordert. Dazu eignen sich Fahrradtouren, Wanderungen, Joggen sowie viele verschiedene Hundesportarten. Unten findest Du ein paar wenige Beispiele dafür. Auch Nasenbeschäftigung bereitet dem weißen Hund in der Regel sehr viel Freude.
Krankheiten
Hüftgelenksdysplasie (HD)
Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne. Das kann zu ausgeprägten Problemen führen, die in Schmerzen resultieren.
Die Krankheit ist vererbbar und bei zahlreichen Hunderassen anzutreffen. Ist die Erkrankung genetisch bedingt, kann der Besitzer dieser durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Mehr Infos über Hüftgelenksdysplasie findest Du hier.
Taubheit
Ist der Hund von einer Taubheit betroffen, unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten:
Die sensorineurale Taubheit:
Das Innenohr eines Hundes besteht aus der sogenannten Schnecke, der Cochlea. Diese ist mit kleinen feinen Haarzellen ausgestattet, welche für die Schallübertragung zuständig sind.
Ist dieser Mechanismus gestört, werden die Signale nicht bis hin zum Gehirn geleitet und es kommt zu einer Degeneration und Zerstörung der Innenohrstrukturen. Die Folge davon ist eine ein- oder beidseitige Taubheit.
Die konduktive Taubheit:
Diese Art von Taubheit entsteht durch einen Defekt im äußeren Gehörgang des Mittelohres. Schuld daran ist meistens eine Tumorbildung oder eine chronische Ohrenentzündung (Otitis).