Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03357.jsonl.gz/1220

Das Auktionshaus Koller in Zürich hat eine chinesische Bronzeglocke von 1761 versteigert. Mit 1,2 Millionen Franken lag das höchste Gebot weit über dem Schätzpreis.
Eine chinesische Bronzeglocke von 1761 mit kaiserlicher Inschrift aus deutschem Privatbesitz hat bei einer Auktion in Zürich den Schätzpreises übertroffen. Das 85 Zentimeter grosse Musikinstrument wechselte für 1,2 Millionen Franken den Besitzer, wie das Auktionshaus Koller am Dienstag berichtete.
Eine auch aus deutschem Besitz stammende drei mal vier Meter grosse hölzerne Palastwand aus China wurde für 940'000 Franken versteigert und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Das seltene Stück aus dem 19. Jahrhundert wurde wahrscheinlich von der Kaiserinwitwe Cixi in Peking in Auftrag gegeben. Über die neuen Eigentümer bewahrte das Auktionshaus Koller Stillschweigen.
Verschlungene Blätterkronen
Die Wand kam nach Angaben des Auktionshauses mit dem Dampfer «Gera» nach Deutschland und stand im Haus eines Offiziers, ehe das Hamburger Völkerkundemuseum sie als Leihgabe bekam. Seit 1954 stand sie im Privathaus des bisherigen Besitzers, der anonym bleiben wollte. Die geschnitzte Wand mit einer achteckigen Öffnung zeigt Wutong-Bäume, deren dichte Blätterkronen ineinander verschlungen den Bogen bilden.
(sda/gku)