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Die beiden TVT-Talente Lea Ammann (Mitteldistanz) und Simon Schenk (Stabhochsprung) nahmen vom 5. bis 8. Juli 2018 an den U18-Europameisterschaften im ungarischen Györ teil. Unterstützung
erhielten sie vor Ort nicht nur von ihren Familien, sondern auch von einer Gruppe TVTlern.
Lea Ammann hatte sich die Limite für die U18-EM gleich in zwei Disziplinen erkämpft: zuerst im 2000m-Steeple-Lauf an den Steeple-Schweizermeisterschaften und danach über 800m am Citius Meeting. Weil der 800er ihre Paradedisziplin ist, entschied sie sich, an der EM in dieser Disziplin an den Start zu gehen. Der Vorlauf am ersten Wettkampftag war "ein Rennen auf Quali und nicht auf Zeit", wie Lea meinte. Die erste Rennhälfte war ein Gebummel, auf den letzten 300 Metern jedoch war es ein harter Sprint. Leider gelang es Lea nicht, sich für den Halbfinal zu qualifizieren. Ihre Enttäuschung darüber konnte sie nicht verbergen. Trotzdem ist sie natürlich um eine wertvolle Erfahrung reicher!
Lange Saison gespürt
Simon Schenk seinerseits holte sich die EM-Qualifikation an den Staatsmeisterschaften in New Jersey (USA), wo er mit seiner Familie zurzeit zuhause ist. An der EM musste er gegen 35 Konkurrenten antreten. Der Wettkampf begann ungünstig: Weil die Stäbe zu spät auf den Platz gebracht wurden, hatte Simon nur noch 40 Minuten Zeit, um einzuspringen. Auch der Wettkampf selber verlief für ihn holprig: Seine Anfangshöhe von 4.20m und die nächste Höhe von 4.40m übersprang er jeweils erst im dritten Versuch. Coach und Zuschauer waren unter Strom. Bei 4.45m verliess ihn dann das Glück. Dreimal fiel die Latte runter, womit der Wettkampf für Simon zu Ende war. Die lange Saison und entsprechende mentale Schwierigkeiten hatten sich bemerkbar gemacht. Verständlich, dass auch er mit seinem Auftritt nicht vollends zufrieden war. Für den Finaleinzug hätte Simon eine neue persönliche Bestleistung (4.80m) springen müssen.
Rückblickend können die beiden sehr stolz auf sich sein. Nicht viele schaffen es, international Luft zu schnuppern. Im TV Thalwil gelang dies zuvor erst zwei anderen Nachwuchsathleten. Wir sind gespannt, was Lea und Simon in Zukunft noch zeigen werden.
Autorin: Alex Ganz