Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03485.jsonl.gz/1597

Ich spiele Violine, also bin ich
Bettina Bollers Bekanntheit basiert auf den in den 90er-Jahren realisierten, international ausgestrahlten, und teilweise preisgekrönten Musikvisualisierungen des Schweizer Fernsehens unter der Regie von Adrian Marthaler, bei welchen sie jeweils den Solopart innehatte. Ihre Ausbildung absolvierte Sie in Bern bei Ulrich Lehmann (Lehr- und Solistendiplom mit Auszeichnung). Zudem kurzer Studienaufenthalt in New York (Brooklyn College) in der Klasse von Izhak Perlman/Masao Kawasaki. Ihre Leidenschaft gilt den verschiedensten Stilrichtungen und musikalischen Tätigkeiten: neben der “klassischen” Musik mit Schwerpunkt beim beginnenden 20.Jahrhundert bis zu heutigen Tonschöpfungen liebt sie die Improvisation und Komposition (z.B. eigene Kadenzen zu allen Haydn- und Mozart-Konzerten, sowie Beethoven-Konzert, Bearbeitung von J.S. Bachs Partita in E-Dur für zwei, resp. drei Violinen, usw), die Beschäftigung mit Volksmusik aus Osteuropa und der eigenen Kultur, das Arrangieren und Komponieren von Theatermusik als violine-spielende Schauspielerin in Projekten mit dem Regisseur Volker Hesse und anderen. Einen besonderen Schwerpunkt nimmt die Arbeit mit ihrem Absolut Trio ein, einem Klaviertrio, welches regelmässig Kompositionsaufträge vergibt und dann die Musik der eigenen Zeit in spannungsreichen Programmen mit (Meister-)werken früherer Epochen in Beziehung setzt. Auch die Duo-Literatur kommt nicht zu kurz: Mit Ihrem Klavierpartner Walter Prossnitz gräbt sie immer wieder Raritäten aus, die das heutige Licht nicht zu scheuen brauchen.
Neben dem Konzertieren entwirft und verwirklicht Bettina Boller Musikvermittlungskonzepte für Kinder und Jugendliche und betreut seit August neu eine Violinklasse an der MKZ.
Ort: Cafeteria TEZET, Gubelstrasse 10, 8050 Zürich