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Heute erhielt ich schlechte Nachrichten; unser Schiff kann wegen Treibeis die geplanten Stationen nicht anfahren. Ich habe deshalb viel freie Zeit. Kurzfristig konnte ich am Morgen ein Interview mit dem Direktor der nationalen Antarktis Forschung von Chile, der INACH (Instituto Antártico Chileno) führen. Im Gespräch erklärte mir José Retamales, dass in gewissen Teilen der Antarktis eine Erwärmung von durchschnittlich 2.5°C innerhalb der letzten 60 Jahren gemessen wurde. Damit bestätigte er meine Befürchtungen. Derzeit forscht eine Gruppe Chilenischer Wissenschaftler in einem der am meisten vom Klimawandel betroffenen Gebieten. Er erklärte mir weiter, dass der Klimawandel in der Antarktis weltweit am besten sichtbar sei.
In den nächsten Tagen hoffe ich auf besseres Wetter. Damit auch auf schöne Bilder, denn wir werden die Paradise Bay durchqueren. Gemäss José Retamales ist das der wunderschönste Platz der Antarktis.