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- Wassermassen aus einem eingestürzten Staudamm im Südosten von Laos haben Tausende Häuser und Wohnungen weggespült.
- Die Behörden sprechen von mindestens 26 Todesopfern und Hunderten Vermissten.
- Schwere Regenfälle hätten den Kollaps ausgelöst, erklärte die Baugesellschaft.
- Rund 6600 Personen seien obdachlos geworden.
Der Staudamm ist in der südöstlichen Provinz Attapeu gebrochen und hatt die Umgebung mit fünf Milliarden Kubikmeter Wasser überflutet, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur von Laos.
Den Angaben zufolge war der Damm Xepian-Xe Nam Noy bereits am späten Montagabend gebrochen. Wie die Nachrichtenagentur Lao berichtete, kamen in der Provinz Attapeu mehrere Menschen ums Leben.
Die Provinzregierung bat die Öffentlichkeit laut einem Bericht der «Laotian Times» um Hilfsgüter wie Kleidung, Nahrung, Trinkwasser und Medikamente sowie Geldspenden.
Tausende verlieren Obdach
Über die Ursache des Dammbruchs gibt es noch keine gesicherten Angaben. In einer ersten Reaktion nannte eine der an dem Projekt beteiligten Firmen starken Regen als Grund für Risse im Damm.
Mehr als 6600 Menschen verloren ihr Zuhause, schrieb die amtliche Nachrichtenagentur Lao News Agency. Tausende Menschen sitzen einem Bericht der «Laotian Times» zufolge noch in den überfluteten Gebieten fest. Andere suchten Zuflucht in Schulen und Regierungsgebäuden. Die Pegelstände steigen zudem wegen starker Monsun-Regenfälle noch immer.
Das sagt Südasien-Korrespondentin Karin Wenger:
Der Damm war offenbar schon fertig gebaut, noch nicht aber das Kraftwerk dazu. Laut Aussagen eines Schweizer Ingenieurs, der an einem anderen Kraftwerk in der Region arbeitet, ist die Tragödie damit vergleichbar, wie wenn man den ganzen Mekong in die Limmat leiten würde. Der Unfall ist sicher ein Rückschlag für die Strategie der laotischen Regierung, dank Dutzender Kraftwerke zur Batterie der Region zu werden.
Der Staudamm soll von dem Energieunternehmen Xe Pien-Xe Namnoy (PNPC) gebaut worden sein. Das kommunistische Laos, eines der ärmsten und abgeschottetsten Länder Asiens, will die Batterie der Region werden und baut daher eine Reihe von Wasserkraftwerken. Das Kraftwerk am gebrochenen Damm sollte 2019 den Betrieb aufnehmen.