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- Der Iran blockiert entgegen jüngster Zusagen die vollständige Überwachung seines Atomprogrammes.
- Das meldete Rafael Grossi in einem Sonderbericht in Wien. Er ist der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).
- Laut einem IAEA-Sprecher verweigert der Iran dem Inspektionsteam den Zugang zu einer Werkstatt, in der Teile für Zentrifugen zur Urananreicherung hergestellt werden.
Der Ausbau der iranischen Anreicherungsanlagen mit immer leistungsfähigeren Zentrifugen bereitet der IAEA und der internationalen Gemeinschaft Sorgen. Das verarbeitete Uran hat einen so hohen Reinheitsgrad, dass es relativ schnell zu waffenfähigem Material weiterverarbeitet werden könnte.
Laut Grossis Bericht wurde die Übereinkunft überall ausser in der Zentrifugenwerkstatt in Karadsch umgesetzt. Im Juni war es dort zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem auch IAEA-Kameras schwer beschädigt worden. Iranische Medien sprachen damals von einem missglückten Sabotageakt.
Als Reaktion auf den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen von 2015 ignoriert der Iran seit 2019 die vereinbarten nuklearen Beschränkungen, die die Entwicklung von Atomwaffen erschweren sollten. Die Verhandlungen zur Rettung des Paktes, an denen auch Deutschland beteiligt sind, sind seit Juni unterbrochen.