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Geschichte
|Die Ehrengarde ist eine Gruppe der Wylägerer Fasnachtsgesellschaft WFG. Diese Gruppe besteht aus Ehrenmitgliedern, Narrenmüttern und Ehrenbadjöggeln.

Die WFG wurde 1964 der WFG durch jugendliche Fastnächtler gegründet. Der 18 jährige Seppetoni Nussbaumer baute zusammen mit gleichaltrigen Schulkollegen ein neues Fasnachts OK auf. Dies nachdem die Mööslerkompanie seit Jahren keine Fasnacht Aktivitäten mehr organisierte. Die Strukturen der einzelnen Gruppen wurden nun laufend aufgebaut. Ab 1967 wählte man eine Narrenmutter. Die Erste, Elsbeth Pargätzi-Iten war dann 8 Jahre bis 1974 im Amt. 1967 ernannte die neue WFG erstmals einen Prominenten zum Ehrengast. Diese Ehre kam dem langjährigen Mööslervater Paul Iten, Wymatt-Pauli genannt zu teil. Er hatte in der Nachkriegszeit die Mööslerkompanie geführt. Von 1971 bis 1974 folgten noch vier prominente Ehrengäste. Ab 1975 wird nun jährlich ein Repräsentanten-Paar gewählt. Die Narrenmutter darf nicht über 30 Lenze zählen und muss unverheiratet sein. Der Ehrenbadjöggel ist immer ein Bekannter aus dem Dorf. Politiker und Geschäftsleute wechseln sich meistens ab.
Nachdem nun über zehn Jahre seit der Gründung vergangen war, hat sich die anfänglich, von Vielen, nicht ernst genommene Gruppe, zu einer gut strukturierten Gesellschaft entwickelt. Erst jetzt bemerkte man, dass die meist noch jungen Ehrenmitglieder und die Ehrenpaare keiner fastnächtlichen Gruppe mehr angehören. Man sucht nach einer Lösung wie diese Ehemaligen weiterhin eingebunden werden können, denn diese Leute sind weiterhin wichtig für den Rückhalt und für die Vernetzung im Dorf. Am Märchtbot 1979 trat Albert Iten (Sännbärtel) als Ehrengast zurück und wurde von der Versammlung zum ersten Ehrenbadjöggel ausgerufen. Somit hiessen nun alle Ehrengäste, Ehrenbadjöggel und bildeten ab jetzt, mit den Ehrenmitgliedern und den Alt-Narrenmüttern die Ehrengarde. Erster Obmann war Gusti Iten-Iten, Kreuzmühle (Schwendi Gusti geb. 1919). Die Kleidung bestand aus einer grünen Fuhrmannsbluse mit Zötteli am Hals und mit einer roten Zöttelkappe. Zum Schutz vor Schnee und Regen diente eine dunkelgrüne Lodenpelerine, diese gehört auch noch zum heutigen Tenü.
Seit dieser Zeit präsentiert sich die Ehrengarde immer am Fasnachtsumzug mit einem wuchtigen Wagen. Zuerst mit dem Narrenschiff auf dem 2 DM Lastwagen. Diesem folgte nun ein zweistöckiger Aufbau auf dem Tiefgänger der Firma Albisser. Die gesamte Konstruktion war im Baukastensystem aus Stahl und Blech erstellt. Der Auf- und Abbau sowie das Verräumen des Materials in den Dachstock war mit viel Arbeit verbunden. Im Jahr 2000 mussten wir eine neue Lösung suchen. Die Firma Gebr. Iten stellt uns seit dieser Zeit einen Tiefgänger zur Verfügung. 2004 entledigten wir uns von der schweren Konstruktion und stellten ein neues Baukastensystem in Leichtbauweise mit bemalten Blachen her.
Seit 1996 ist es Aufgabe der Ehrengarde, an der Inthronisation das Ehrenpaar zu präsentieren und es dem Narrenrat zu übergeben. Diese Aufgabe wird immer auf das Paar zugeschnitten erledigt. Seit 1999 besuchen wir zusammen mit den Möstliblösern das Behindertenheim Euw und bringen für eine kurze Zeit fastnächtliche Stimmung ins Haus, dabei dürfen wir jeweils auch einen Betrag zur freien Verfügung für das Haus übergeben.
Zweck der Ehrengarde:
- Sie ist Auffanggefäss für alle Ehemaligen, Ehrenmitglieder,
Narrenmütter und Ehrenbadjöggel.
- Förderung und Erhaltung der fastnächtlichen Tradition.
- Unterstützung und Rückgrat für die WFG und den Narrenrat.
- Mithilfe und Einsatz bei grösseren Projekten. (neuer Fahnen etc.)
- Aktive Teilnahme am Fastnachtstreiben