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Marie-Antoinettes Schmuck erzielt in Genf einen neuen Rekordpreis
tsch
15.11.2018
Nachdem sie zuvor in London, Hongkong, Dubai, Singapur und Taipeh ausgestellt wurden, kamen in Genf gestern Schmuckstücke von Königin Marie-Antoinette unter den Hammer – und brachen einen 30 Jahre alten Preisrekord.
Auf ein bis zwei Millionen Franken hatte das Auktionshaus den Anhänger mit der aussergewöhnlich grossen Naturperle geschätzt, der sich einst im Besitz von Frankreichs Königin Marie-Antoinette befand. Doch der Preis, den Sotheby's am Mittwoch in Genf mit dem Schmuckstück erzielte, überstieg den Schätzwert deutlich: 36,4 Millionen Franken liess sich der Gewinner eines 14-minütigen Bieterwettstreits den diamantbesetzten Anhänger mit der birnenförmigen Perle kosten. Ein so hoher Preis sei noch nie für eine Naturperle bezahlt worden, teilte Sotheby's im Nachgang mit.
Neben dem Anhänger kamen in Genf noch neun weitere Schmuckstücke unter den Hammer, die einst von Marie-Antoinette getragen wurden. Bevor sie im Zuge der Französischen Revolution verhaftet und 1793 schliesslich enthauptet wurde, hatte die Königin die Schmuckstücke sorgsam verpackt nach Brüssel geschickt, von wo aus sie nach Wien verbracht wurden. Ihr Neffe, der Kaiser, bewahrte die Juwelen auf, bis Marie-Antoinettes Tochter Marie Thérèse Charlotte 1795 freigelassen wurde. Die folgenden 200 Jahre blieb der Schmuck im Besitz der Familie Bourbon-Parma.
Insgesamt 100 Stücke
Aus dem Schmuckkästchen von Marie-Antoinette wurde unter anderem auch eine dreireihige Perlenkette für 2,295 Millionen Franken versteigert, eine Diamantbrosche mit gelbem Stein für 2,115 Millionen Franken. Ein Diamantring mit den Initalien Marie-Antoinettes, in dem sich noch eine Locke der Königin befand, erzielte 447'000 Franken, den fünfzigfachen Schätzpreis.
Zusammen mit 90 weiteren Stücken aus dem Besitz der Familie Bourbon-Parma erzielten Marie-Antoinettes Juwelen einen Gesamtpreis von 53,5 Millionen Franken – eine neue Rekordsumme für royalen Schmuck. Den höchsten Erlös hatte bis dato die Schmuckkollektion von Wallis Simpson, der skandalträchtigen Duchess of Windsor, erzielt. Sie wurde 1987 für rund 50,5 Millionen Franken versteigert.