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Der bekannte Unternehmer und Risikokapitalgeber Peter Thiel ist der Meinung, dass der Preis von Bitcoin und anderen grossen Kryptowährungen zeigt, dass die Inflationssorgen real sind. Der Milliardär und Investor glaubt ausserdem, dass sich die Inflation in einem Krisenmoment befindet und kritisiert die US-Notenbank.
Der milliardenschwere Risikokapitalgeber Peter Thiel – Mitbegründer von PayPal und Palantir Technologies – ist der Meinung, dass die Preise Kryptowährungen wie Bitcoin die bestehenden Inflationssorgen beweisen. Thiel sprach auf einer Konferenz und äusserte sich zur steigenden Inflation und der Reaktion der US-Regierung. Er war nicht unglaublich begeistert von Bitcoin und anderen Kryptowährungen zum aktuellen Preis und sagte, dass er sich nicht sicher ist, ob man im Moment aggressiv kaufen sollte. Thiel glaubt jedoch, dass der Preis selbst ein Anzeichen für einen „Krisenmoment“ ist und bedauert es, nicht früher mehr Bitcoin gekauft zu haben.
Kritik an US-Notenbank
Ein Grossteil von Thiels Äusserungen bezog sich auf die Kritik an der Federal Reserve Bank für ihren Umgang mit der Wirtschaft. Er sagte, dass die Notenbank die Bedeutung der Situation nicht erkannt habe und dass ihre Entscheidung, mehr Geld zu drucken, keine positiven Auswirkungen auf die Inflation haben würde. Die US-Notenbank hat in den letzten Jahren Billionen von Dollar gedruckt, was von verschiedensten Seiten bereits scharf kritisiert wurde. Darüber hinaus hat sich die Bilanz der Behörde enorm ausgeweitet, und im Jahr 2020 wurden mehr Vermögenswerte gekauft als während der Weltwirtschaftskrise 2008.
Dies hat auch zu Sorgen über die Inflation geführt. In der Vergangenheit wurde die Sorge geäussert, dass die Entscheidungen der Federal Reserve zu negativen Zinsen führen könnten. In diesem Fall werden den Kreditnehmern Zinsen gutgeschrieben, während sie für die geliehene Summe keine Zinsen zahlen müssen. Der Vorsitzende der Federal Reserve Bank, Jerome Powell, hat die Idee negativer Zinssätze im vergangenen Jahr jedoch verworfen.
Bitcoin als Absicherung gegen Inflation
Bitcoin selbst hat eine niedrigere Inflationsrate als jede andere Fiat-Währung und gilt allgemein als gute Absicherung. Aus diesem Grund haben mehrere Unternehmen begonnen, den Vermögenswert in ihre Bilanz aufzunehmen. Zu den bekanntesten unter ihnen gehört MicroStrategy, das als Vorreiter für grosse Unternehmen gilt, die in Kryptowährungen investieren. CEO Michael Saylor vergleicht Bitcoin gerne mit digitalem Gold und ist der Meinung, dass es eine bessere Option ist als das Edelmetall selbst.
Unterdessen erwägt Thiels eigenes Unternehmen, Palantir, einen Vorstoss in die Krypto-Branche, indem es den Vermögenswert in seine Bilanzen aufnimmt. Das Unternehmen hat bereits damit begonnen, Bitcoin als Zahlungsmittel von Kunden zu akzeptieren und folgt damit seinen anderen ehemaligen Unternehmen PayPal und Venmo.