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Delinquenz
Von allgemeinen gesellschaftlichen und gesetzlichen Normen abweichen-des Verhalten, wie z. B. zu lügen oder zu stehlen
Dyade
Beziehung zwischen zwei Personen
Effektstärke
Statistisches Maß für die Stärke des Zusammenhangs zwischen Variablen oder die Größe des Unterschieds eines Merkmals zwischen verschiedenen Gruppen bzw. zwischen verschiedenen Messzeitpunkten bei einer Gruppe. Beim Gruppenvergleich gibt man Effektstärken meist als Standardabwei-chungseinheiten (d) an, wobei d = 1 bedeutet, dass die Ausprägung eines Merkmals in der ersten Gruppe um eine Standardabweichung größer als in der zweiten Gruppe ist
Elterntraining
Bildungsangebot für Eltern mit dem Ziel einer Stärkung der Erziehungs-kompetenz.
Emotion
Spezifische Zustände eines Menschen, die auftreten, wenn die aktuelle Situation, ein erwartetes oder vorgestelltes Ereignis oder die Erinnerung an ein vergangenes Erlebnis als relevant für die eigenen Bedürfnisse und Ziele bewertet werden
Emotionsregulation
Prozesse der Überwachung, Bewertung und Veränderung von Emotionen hinsichtlich ihrer Qualität, ihrer Intensität, der Dynamik ihres zeitlichen Verlaufs und ihres Ausdrucks
ENtwicklung
Geordnete (regelhafte), gerichtete und längerfristige Veränderung des Erlebens und Verhaltens über die gesamte Lebensspanne.
Entwicklungspsychologie
ilbereich der Psychologie, welcher psychische Entwicklungsprozessebeschreibt, erklärt, vorhersagt und zu optimieren versucht.
Entwicklungsstörung
Eine Gruppe psychischer Störungen, deren Beginn ausnahmslos in der Kindheit liegt, die mit einer Verzögerung oder Verhinderung der Ausbildung altersentsprechender Fähigkeiten einhergeht und einen stetigen Verlauf ohne sonst typische Rückbildung der Symptomatik und Rückfälle zeigt. Ein Beispiel ist die Lese- und Rechtschreibstörung
Event Sampling
Beobachtungsverfahren, bei dem ein Zielverhalten in einer vorher definier-ten Situation registriert wird.
Externalitätseffekt
Bevorzugung von Säuglingen, äußere Umrisse und nicht das Innere eines Musters anzuschauen
Explizites und implizites Wissen
Explizites Wissen kann in Worte gefasst werden, während implizites Wissen nur indirekt im Handeln zum Ausdruck kommt, ohne dass dies klar in Worte gefasst werden kann.
Fremde Situation
Paradigma zur Untersuchung der Bindungssicherheit bei 1- bis 2-jährigen Kindern, indem man das Verhalten der Kinder analysiert, wenn die Be-zugsperson (z. B. die Mutter) das Kind in einem fremden Raum zurücklässt und wenn sie nach kurzer Trennung zurückkehrt.
Frühkindliche Amnesie
Damit ist gemeint, dass ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich typischerweise nicht mehr an Inhalte der ersten beiden Lebensjahre erin-nern können.
Gender Intensification Hypothese
Annahme, dass zu Beginn der Pubertät Geschlechtsstereotypien vorübergehend rigider werden und sich Jugendliche stärker geschlechtstypisch verhalten.
Genom-Umwelt Korrelation
Häufung bestimmter Genome in bestimmten Umwelten. Dies kann ohneKorrelationZutun des Kindes (passive G-U-K), als Reaktion der Umwelt auf Äußerun-gen der Gene im Verhalten (evokative G-U-K) und durch aktive Verände-rung oder Wahl der Umwelt geschehen (aktive G-U-K)
Genom Umwelt Interaktion
Statistische Wechselwirkung zwischen einem bestimmten Gen und bestimmten Umweltbedingungen: Die Wirkung eines Umweltmerkmals auf die Ausprägung eines psychischen Merkmals variiert in Abhängigkeit von der Ausprägung eines bestimmten Gens.
Geschlechtsidentität
Sie umfasst die Selbstwahrnehmung als männlich oder weiblich, die Selbstbeschreibung anhand geschlechtsbezogener Eigenschaften und Verhaltensweisen, das Anstreben solcher Eigenschaften und Verhaltens-weisen und die positive oder negative Bewertung des eigenen Geschlechts
Geschlechtskonstanz
Wissen über die Stabilität und Unveränderbarkeit des Geschlechts
Hyperkinetische Störungen (ADHS)
ychische Störungen, die durch Schwierigkeit bei der Fokussierung, plötzliches unüberlegtes Handeln (Impulsivität) und über-tätsstörung; ADHS)mäßige motorische Aktivität gekennzeichnet sind.
Identität
Persönliche Identität ist die Kombination jener wahrgenommenen Merk-male, welche die Individualität der Person ausmacht. Gemäß Marcia wer-den bei der Identitätsentwicklung die Prozesse der Exploration und der Festlegung unterschieden und anhand der Kombination einer hohen oder niedrigen Ausprägung dieser Prozesse vier Identitätszustände (diffuse Identität, Moratorium, vorweggenommene Identität, erarbeitete Identität).
Induktives Schließen
Fähigkeit, die Regelmäßigkeiten bzw. Unregelmäßigkeiten in Beobachtun-gen oder Materialien zu erkennen, und daraus allgemeingültige Regeln abzuleiten.
Internales Arbeitsmodell (IAM)
In der Bindungsforschung psychische Repräsentation der Bindungser-(IAM)fahrungen (von Erfahrungen über die emotionale Verfügbarkeit von Bin-dungspartnern und die damit ausgedrückte Wertschätzung für die eigene 101GlossarPerson). Das IAM beeinflusst die Interpretation des bindungsbezogenen Verhaltens anderer Menschen und das eigene Sozialverhalten
Internaisiertes und externalisiertes Problemverhalten
Eine häufige Unterteilung psychischer Auffälligkeiten in Probleme mit sichund externalisierendes selbst (wie Ängstlichkeit, Schüchternheit) und Problemen im Umgang und im Zusammenleben mit anderen Menschen (wie Stehlen, Schuleschwänzen und aggressives Verhalten).
Kohortensequenzstudien
Hierbei werden mehrere Altersgruppen zu einem Messzeitpunkt mit dem gleichen Messinstrument untersucht und dann längsschnittlich zu mehre-ren (mindestens 2) Messzeitpunkten weiter untersucht.
Komorbidität
Gemeinsames Auftreten von mehr als einer Störung.
Kontinuität
Der Zusammenhang interindividueller Unterschiede in der Ausprägung von Merkmalen mit vorherigen interindividuellen Unterschieden in diesen (oder analogen) Merkmalen. Kontinuität kann bei direkt beobachtbaren Merkmalen (homotypische Kontinuität) und bei indirekt erschlossenen Merkmalen (heterotypische Kontinuität) auftreten.
Kontrastsensitivität
Sie gibt an, wie viel Kontrast ein Betrachter benötigt, um ein Muster mit gegebener Raumfrequenz zu erkennen
Flüssige (fluide) und kristallisierte Intelligenz
Auf Cattell zurückgehende Unterscheidung einer stark genetisch bedingten Intelligenzkomponente, welche beim Lösen neuartiger Probleme zur Anwendung kommt, bei denen man nicht auf Vorwissen zurückgreifen kann (flüssige Intelligenz), und einer durch Lernen erworbenen Intelligenz-komponente, die sich in der Anwendung erworbenen Wissens äußert (kristallisierte Intelligenz).
Lebenskompetenzen
Psychosoziale Fertigkeiten, die Kinder und Jugendliche befähigen, Anfor-derungen und Schwierigkeiten des täglichen Lebens erfolgreich zu be-wältigen und angemessenen Kontakt mit Mitmenschen zu haben, wie z. B. Einfühlungsvermögen, Problemlösefähigkeit und die Fähigkeit zur Stress-bewältigung.