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Der Gigant der Lüfte
Einst wurde der Bartgeier als "Lämmergeier" verschrien, gnadenlos gejagd und schliesslich ausgerottet. Heute kehrt der Bartgeier nach und nach wieder zurück.
Der WWF gehörte 1978 zu den Gründern des internationalen Projektes zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen. Die Auswilderung des Bartgeiers hat sich zu einer der bedeutendsten Artenschutz-Projekte Europas entwickelt.
Zwischen 1991 und 2007 wurden 26 Bartgeier im Schweizerischen Nationalpark ausgewildert. Heute gehört das Engadin zu den produktivsten Brutgebieten der Alpen. Mit seiner sehr langsamen Fortpflanzung reagiert der Bartgeier jedoch sehr empfindlich auf Verluste. Ungestörte Gebiete sind darum für den Bartgeier überlebenswichtig.
Der Bartgeier ernährt sich von Aas und Knochen. Mit einer Spannbreite von 3 Metern ist er der grösste Vogel Europas.
Der WWF Graubünden setzt sich ein:
- für einen störungsfreien Lebensraum rund um Brutplätze der Bartgeier (z.B. mit stengen Auflagen beim Klettersteig Pontresina)
- gegen Projekte, die zur Aufgabe von Brutplätzen führen könnten (z.B. KW-Projekt im Val Chamuera)
- gegen Windkraftanlagen in Bartgeier-Lebenräumen (Vernehmlassung Kant. Richtplan Windkraft)