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Der Armenierjunge Wahram wächst in der Altstadt von Van in einer Wunderwelt auf. Im geheimnisvollen Keller des großen Hauses findet er Folianten mit Geschichten über wundersame Heilige und vergrabene Schätze. Als er mit seiner Großmutter darüber reden will, fährt sie ihm über den Mund und beruft den großen Familienrat ein. Wahram lernt, dass ein Armenier im Osmanischen Reich schweigen muss.
Die Großmutter ist die Zentralfigur der Sippe und versucht unbeugsam, die Familie in den Stürmen der Zeit zusammenzuhalten. Im Weltkrieg wird Wahrams verzauberter Garten zum Lageplatz der Truppen, und als der Sultan gestürzt wird, muss er mit seiner Familie fliehen.
Dieser autobiografische Roman erzählt die armenische Tragödie – als einziger aus armenischer Feder.
In der Altstadt von Van wächst der Armenierjunge Wahram in einer Wunderwelt auf. Im geheimnisvollen Keller des großen Hauses findet er versteckte Folianten mit Geschichten über wundersame Heilige und vergrabene Schätze. Als er mit seiner Großmutter darüber reden will, fährt sie ihm über den Mund und beruft den großen Familienrat ein. Wahram lernt, dass ein Armenier im Osmanischen Reich schweigen muss.
Hautnah bekommt er mit, welche Katastrophen sich die Armenier anbahnen. Der Vater, ein politischer Führer, steht im Zentrum der Verhandlungen mit den Mächten in Istanbul.
Seine Großmutter ist die Zentralfigur der Sippe. Sie weiß für alles das passende Sprichwort, steckt voller uralter Geschichten und versucht unbeugsam, die weitverzweigte Familie zusammenzuhalten in den Stürmen der Zeit.
Im Weltkrieg wird Wahrams verzauberter Garten zum Lageplatz der Truppen und als der Sultan gestürzt wird, muss er mit seiner Familie fliehen - diese Flucht wird ihnen zum Todesmarsch.
»Es ist dem lyrisch-magischen Erzählton zu danken, dass Victor Gardon eine versunkene Welt in ihrer ganzen Detailfülle wieder hervorzaubern kann. Eine Welt wie aus dünner Spitze geflochten, in der es einem ist, als hörte man die Sprache der Armenier Anatoliens, als sähe man ihre Gesichter.«
»Trotz der historischen Dimension, einem Völkermord, über den man Bescheid weiß, ist das Buch voll Wärme und Herzlichkeit. Aus literarischer Sicht ist nicht verständlich, weshalb es nicht denselben Status hat wie Franz Werfels Die 40 Tage des Musa Dagh. Mit unvergleichlicher Poesie und zauberhaftem Witz hat Victor Gardon seine eigene Geschichte aufgeschrieben.«
»Wie ist es möglich, dass bitteres historisches Geschehen zur märchendurchwirkten Legende wird und unsägliches Leid sich in der Erinnerung mit paradiesischem Zauber verbindet? Victor Gardons ›Brunnen der Vergangenheit‹ gleicht einer unerschöpflichen Quelle lebendigen Wassers im biblischen Garten Eden, der der Überlieferung nach unweit der armenischen Heimat des Autors gelegen haben soll. Es bleibt ein Rätsel, und das spricht für westliche Ignoranz, dass der Roman, erstmals 1961 in Frankreich erschienen, viel weniger beachtet wurde als Berichte ›aus zweiter Hand‹ wie Franz Werfels Armenier-Roman, der damals fast ein Kultbuch war. Zu spät ist es aber nicht, an die schmerzvolle Geschichte von Wahrams Volk zu erinnern.«
»Im Mittelpunkt dieses erzählerischen Meisterwerkes steht der Armenierjunge Wahran in der Altstadt von Van. Durch dieses Stilmittel kann Gardon aus kindlicher Sicht das Unverständnis für die Ungerechtigkeiten und die Gräueltaten darstellen. Ein ergreifendes Buch über ein fast vergessenes Kapitel Weltgeschichte.«
»Dem bereits 1973 in Paris gestorbenen Autor ist eine Art armenisches Epos in einer poetischen Sprache gelungen. Er verband die Geschichte eines gewitzten Kindes mit dem eines ganzen Volkes und lieferte auch eine besondere Sicht auf eine Türkei, die gerade heutzutage noch dabei ist, ihre Vergangenheit neu zu bewerten. Hochaktuell und mindestens ab mittleren Beständen empfohlen.«
»Den Zauber, die Kraft und die mannigfaltigen Stimmungen dieses Buches kann man fast nicht beschreiben. Es ist von einer außergewöhnlichen Intensität und Poesie.«
»Dieses Buch füllt eine Lücke. Es kommt genau zur rechten Zeit.«