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Auslieferung Achrafs an Spanien verfügt
Medienmitteilungen, BJ, 28.01.2005
Bern, 28.01.2005. Das Bundesamt für Justiz (BJ) hat die Auslieferung Mohammed Achrafs an Spanien verfügt. Achraf kann den Auslieferungsentscheid des BJ innert 30 Tagen beim Bundesgericht anfechten.
Am 21. Oktober 2004 war Mohammed Achraf, der sich zu diesem Zeitpunkt im Flughafengefängnis Zürich in Ausschaffungshaft befand, aufgrund eines internationalen Fahndungsersuchens von Interpol Madrid in Auslieferungshaft gesetzt worden. Wie aus dem formellen Auslieferungsersuchen hervorgeht, verdächtigen ihn die spanischen Behörden, ein führendes Mitglied einer radikal-islamischen Gruppierung zu sein und zusammen mit weiteren Personen ein Sprengstoffattentat auf ein Gericht in Madrid vorbereitet zu haben.
Seit dem 22. Oktober 2004 befindet sich Achraf zudem im Rahmen eines Strafverfahrens der Bundesanwaltschaft (BA) wegen allfälliger, in der Schweiz vorgenommener Vorbereitungshandlungen in Untersuchungshaft. Das BJ kam in Übereinstimmung mit der BA zum Schluss, dass der Auslieferung und damit dem spanischen Strafverfahren im heutigen Zeitpunkt der Vorrang einzuräumen ist. Damit soll eine umfassende Beurteilung aller dem Verdächtigten zur Last gelegten Straftaten und eine einheitliche gerichtliche Beurteilung aller Mitbeschuldigten in Spanien ermöglicht werden. Ein solches Vorgehen entspricht der gängigen Praxis und Rechtsprechung.