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Die ganz grosse Spannung herrschte in Samara nicht mehr. Sowohl Uruguay als auch Russland hatten sich die Qualifikation für die Achtelfinals schon im Vorfeld mit je zwei Siegen gesichert. Der Gastgeber verzichtete in der Startformation auf einige Leistungsträger, unter anderem auf die in den ersten beiden Spielen sehr starken Alexander Golowin und Mario Fernandes.
Fernandes konnte allerdings nur knapp 38 Minuten pausieren, bis sein Ersatz Igor Smolnikow nach der zweiten Verwarnungen vom Platz flog. Dann wurde der gebürtige Brasilianer eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Russen schon 0:2 zurück. Die Mannschaft von Stanislaw Tschertschessow war bemüht, rannte viel und kämpfte überzeugend, doch wenig gelang gegen die einmal mehr von Diego Godin hervorragend geführte Verteidigung der Uruguayer, die nunmehr seit sechs Partien ohne Gegentreffer ist.
Der zweifache Weltmeister spielte sich mit beeindruckender Routine durch die Partie, wobei der Spielverlauf ihm entgegen kam. Das 1:0 durch einen direkten Freistoss von Luis Suarez fiel schon in der 10. Minute und der zweite Treffer durch einen von Denis Tscheryschew abgefälschten Schuss kam keine Viertelstunde später zustande. Beim ersten Gegentreffer sah Goalie Igor Akinfejew schlecht aus. Er liess sich in seiner Torecke von Suarez überraschen, der im 101. Länderspiel seinen 53. Treffer erzielte, den siebten an einer WM. Das 3:0 fiel in der Nachspielzeit durch Edinson Cavani.
Uruguays Goalie Fernando Muslera, der sein 100. Länderspiel bestritt, war nur nach dem 0:1 zwischenzeitlich etwas gefordert. Ansonsten verbrachte er ein ruhiges Jubiläum. Bei den Russen dürfte sich die Euphorie nun etwas legen, nachdem sie mit zwei Siegen und 8:2 Toren in ihr Heimturnier gestartet waren. Weiter geht es für Russland am Sonntag im Moskauer Luschniki-Stadion gegen den Sieger der Gruppe B, während Uruguay bereits am Samstag in Sotschi auf den Zweiten der Gruppe trifft.