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Der von der Internationalen Zuckerorganisation (ISO) für den Zeitraum Januar bis Mai 2013 berechnete Durchschnittspreis für Zucker lag mit 18,35 Cents/Bushel (rund 380 Fr./t) um gut 22% unter dem Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode. Für den vergangenen Mittwoch wies die ISO einen Preis von 17,47 cts/bu (361 Fr./t) aus.
Globale Rekordproduktion
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) rechnet auch für die zweite Jahreshälfte mit Preisdruck und verweist auf den erneuten Produktionsüberhang im laufenden Wirtschaftsjahr. Ihrer aktuellen Schätzung zufolge zeichnet sich für die noch bis Ende September dauernde Saison 2012/13 eine globale Rekordproduktion von 180 Mio. t Zucker ab, was imVergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 4,8 Mio. t (+3%).
Hinsichtlich des Zuckerverbrauchs erwartet die FAO eine Zunahme um lediglich gut 2 % auf 173,5 Mio. t. Demnach würde die Produktion erneut den Bedarf spürbar übersteigen. Die UN-Organisation rechnet denn auch mit einer Aufstockung der weltweiten Zuckerbestände bis zum Ende der Kampagne um etwa 4 Mio. t oder fast 6% auf 69,4 Mio t.
Handelsmenge steigt nicht mehr
Die internationale Handelsmenge dürfte das Niveau von 2011/12 nicht erreichen, da wichtige Importländer über ein höheres Inlandsangebot an Zucker als im Vorjahr verfügen. Die FAO schätzt, dass 2012/13 insgesamt 51,1 Mio. t Zucker international gehandelt werden. Das wären 1,4 Mio. t oder fast 3% weniger als im Wirtschaftsjahr zuvor. Die Hälfte davon soll Brasilien decken.
Noch keine Vorhersagen gaben die Agrarmarktexperten in Rom mit Blick auf das Zuckerwirtschaftsjahr 2013/14 ab. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hatte kürzlich prognostiziert, dass die globale Zuckererzeugung nochmals leicht zunehmen werde.