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Eine funktionierende Demokratie bedingt einen aufgeklärten Souverän, der Entscheidungen auf der Grundlage von Fakten fällen kann. Wenn die Herrschenden Informationen im Dunkel der Machtstrukturen und Verwaltungsapparate verstecken wollen, bringen sie Whistleblower ans Licht.
Der berühmteste politische Gefangene, WikiLeaks-Gründer Julian Assange, der das Schlaglicht auf die politischen Verbrechen der Mächtigen dieser Welt richten wollte, rückte als Symbol für den weltweiten Kampf gegen die Einschränkung der Pressefreiheit, gegen korrupte Regierungen und ungestrafte Kriegsverbrechen selbst in den Fokus der Aufmerksamkeit.
Der Dokumentarfilm von Lawrence zeigt die persönlichen und intimen Seiten dieses Kampfes von David gegen Goliath. Assanges Ehefrau, Stella Moris, und sein Vater, John Shipton, kämpfen Tag für Tag für seine Freilassung aus dem britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Assanges schlechter gesundheitlicher Zustand und die drohende Ausschaffung an die USA, wo ihm unter anderem wegen Spionage 175 Jahre Haft drohen, lässt ihnen nicht viel Zeit. Assange verbrachte sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London, danach bis heute viereinhalb Jahre in Einzel- und Isolationshaft in britischer Haft.
Der Film wird im «Neues Kino Basel» am Donnerstag 21.9. und Freitag 22.9 ab 21h gezeigt. John Shipton wird am Freitag 22. September persönlich nach Basel kommen. Im Anschluss an den Film wird er an Ort für Gespräche mit dem Publikum zur Verfügung stehen. Die Reihe zum Thema «Whistleblower» wird am Donnerstag 28.9. und Fr 29.9. – auch jeweils ab 21h – noch bereichert mit dem Film «Who is Mordechai Vanunu?»