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Was genau ist Mate Tee, welchen Nutzen hat der Mate Tee für unseren Organismus ?
Definition und Ursprung des Mate Tee
Viele Leute denken, dass Mate Tee ebenfalls aus der Teepflanze gewonnen wird, dies ist nicht der Fall.
Der Mate-Strauch, oft auch Mate-Baum genannt gehört zu der Gattung Stechpalmen und ist bis heute in Südamerika beheimatet. Streng genommen ist Mate eigentlich der Name des speziellen Trinkgefäßes, aus dem der Tee traditionellerweise getrunken wurde. Heutzutage ist damit aber ausschließlich der Aufguss der Blätter des Mate-Strauchs gemeint.
Die Guarani gelten als Entdecker oder Erfinder des Mate Tees. Dieser Indianerstamm lebte in Gebieten, die heute zu den Ländern Uruguay, Brasilien, Argentinien, Bolivien und Paraguay gehören.
Die Inhaltsstoffe
Der Aufguss von reinem Mate Tee hat eine grünlich gelbe Färbung und enthält eine beachtliche Menge an Koffein, zum anderen auch das farbgebende Chlorophyll und Gerbstoffe. Theobromin und Theophyllin sollten ebenfalls erwähnt werden. Mate Tee enthält ätherische Öle, sensibilisierte Gaumen schmecken gerne auch das Vanillin heraus. Diese verschiedenen Komponenten sind die Erklärung, warum Mate Tee gleichzeitig süß, bitter, frisch, auch leicht erdig und verwelkt schmecken kann.
An Vitaminen liefert Mate Tee in erster Linie A, B1 und B2, sowie Vitamin C. Doch dies war einigen Wissenschaftlern noch nicht genug. Sie analysierten das Aroma von geröstetem Mate Tee in einem Gaschromatographen und konnten dabei mehr als 250 verschiedene Substanzen nachweisen. Es sind bis heute “nur” 200 davon identifiziert. Einige davon entstehen selbstverständlich erst während des Röstvorgangs.
Die Utensilien
Traditionellerweise wird Mate Tee aus einer sogenannten Kalebasse getrunken. Dabei handelt es sich um das ausgehöhlte und getrocknete Stielende eines Flaschenkürbisses. Dazu wird der Kürbis quer durchgeschnitten, dass man ein etwa bechergroßes Stück erhält. Dieses Stück wird sorgfältig ausgehöhlt und getrocknet. Meist wird der obere Rand zur bessern Haltbarkeit mit einem Metallband versehen und die Kalebasse an sich beispielsweise mit Schriftzügen oder anderen Verzierungen versehen.
Für eine bessere Stabilität werden gerne Stützmulden aus Naturkautschuk, Metall, Leder oder ebenfalls aus Kürbis, verwendet. Je nach Region können diese Kalebassen unterschiedlich aussehen. Man findet alles von klein und schrumpelig, bis groß und edel verziert. In der heutigen Zeit werden Kalebassen gerne auch aus Horn, Holz, Porzellan oder sogar Plastik hergestellt.
Da die Indianer Südamerikas kein Teesieb oder Filter verwendet haben, benötigten sie eine effektive Lösung um beim Trinken die Blattreste zurück halten zu können. So wurde der sogenannte “Bombilla” kreiert, ein Metallstab, der als Strohhalm fungiert, an seinem unteren Ende allerdings mit einem Sieb die Teeblätter zurückhält. Sollte dieser zu grobmaschig sein, kann seine Wirkung durch einen kleinen Stoff- oder Nylonbeutel verbessert werden. Dieser Beutel wird dann einfach über das Ende des Bombilla gestülpt und hält so selbst gemahlenen Mate Tee zurück.
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