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Es ist wie verhext, Lore Hoffmann muss bereits die dritte Enttäuschung in Serie verarbeiten. An den Olympischen Spielen in Tokio fehlte als Neunte ein Zehntel für den Finaleinzug, vor einem Monat an der WM in Eugene waren es deren drei.
Viel vorwerfen muss sich die Walliserin nicht. Die Polin Anna Wielgosz verfügte über den besseren Finish und fing die Schweizerin noch ab. Lore Hoffmann ging die zwei Runden verhalten an und wartete geduldig am Ende des Feldes, bis die Lücke aufging. Extra-Meter lief sie keine, in 1:59,92 Sekunden gelang ihr ein starker Wert.
Die 26-Jährige wirkte nach dem Rennen nicht endlos betrübt. 4. Ränge sind bei knappen Entscheidungen besonders hart zu verdauen, andererseits hat Lore Hoffmann aus einer bislang mässigen Saison das Beste gemacht. Sie lief diesen Sommer erst zwei starke Rennen - im WM-Halbfinal und im EM-Final.
«Kann mich nicht an ein schlimmeres Rennen erinnern»
Chiara Scherrer büsste im Rennen über 3000 m Steeple für ihren offensiven Start. Die Ostschweizerin ging das Tempo der Spitzenläuferinnen mit und brach prompt ein. Die 26-Jährige ging das Rennen schnell an und lief auf dem ersten Kilometer vorne mit – brach dann aber prompt ein. Als Nummer 5 der Meldeliste schielte die Schweizer Rekordhalterin (9:20,28) auf die Medaillenränge. Chiara Scherrer wurde auf Platz 13 durchgereicht, der Rückstand auf ihren Schweizer Rekord betrug 23 Sekunden. Im Interview mit SRF sagte sie: «Ich kann mich nicht an ein schlimmeres Rennen erinnern.» Sie sei einfach zu schnell gestartet und hätte schon nach einem Kilometer müde Beine gehabt. «Das war nicht der Plan.»
Glück gehabt
Die Hürdensprinterin Noemi Zbären darf am Sonntagabend zusammen mit der gesetzten Ditaji Kambundji in die Ausmarchung über 100 m Hürden steigen. Die Emmentalerin hängte am letzten Hindernis an und strauchelte ins Ziel. Der Fehler blieb dank einer Marge von 3 Hundertstel ohne Konsequenzen.
Die Schweizer Frauenstaffel über 4x400 m verpasste in 3:26,94 (7. Rang) den Schweizer Rekord von Tokio 2021 um eine Sekunde. Dominik Alberto schaffte im Final der Stabhochspringer die Einstiegshöhe (5,50) nicht.