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Chinesische Forscher haben eine effektive Methode zur Wettermodifikation gefunden, um mehr Niederschlag zu erzeugen. Die Methode funktioniert, indem niederfrequente Schallwellen auf Wolken abgefeuert werden, um Wassertröpfchen in Schwingung zu versetzen und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sie sich zu größeren Tröpfchen zusammenschließen.
In einer in der Zeitschrift Science China Technological Sciences veröffentlichten Arbeit berichten die Forscher, dass die Methode die Niederschlagsmenge um bis zu 17 Prozent erhöhen kann. Sie stellten fest, dass die Technologie noch verfeinert werden muss, hoffen aber, dass sie dazu beitragen wird, die Niederschlagsmenge in dürregefährdeten Gebieten zu erhöhen.
Kritiker sind jedoch besorgt, dass die Methode wissenschaftlich nicht fundiert ist und Lärmbelästigung erzeugt.
Künstlichen Regen über Schallwellen erzeugen
In China gibt es etwa 22 Billionen Tonnen atmosphärischen Wasserdampf, aber nur 20 Prozent davon erreichen jedes Jahr den Boden. Besonders betroffen sind die westlichen Regionen, die typischerweise geringere Regenmengen erhalten als der Landesdurchschnitt.
Deshalb versuchten die Forscher, Regen auszulösen, indem sie niederfrequente Schallwellen aus einem Schallgenerator ausstießen. Der Schallgenerator wird von einem Dieselmotor angetrieben und ist in der Lage, Luft auf ein Vielfaches des atmosphärischen Drucks auf Meereshöhe zu komprimieren.
Die Forscher testeten das Gerät in der tibetischen Hochebene, um Schallwellen mit einer Frequenz von etwa 50 Hertz zu erzeugen, was für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar ist, und einer Lautstärke von bis zu 160 Dezibel (dB), was so laut ist wie ein Düsentriebwerk, das mit voller Geschwindigkeit läuft. Die Schallwellen hatten auf Meereshöhe eine Lautstärke von 160 dB, aber wenn sie die Wolken erreichten, sank die Lautstärke aufgrund des geringeren Drucks auf 30 dB.
Mit Hilfe von Radarsignalen, um die Wassertröpfchen in den Wolken vor und nach dem Abfeuern des Geräts zu messen, fanden die Forscher heraus, dass die Schallwellen deutlich mehr Wassertröpfchen produzierten und die Niederschlagsmenge in einem Radius von ca. 500 Meter um den Schallgenerator um zwischen 11 und 17 Prozent erhöhten.
Diese Zunahme, so die Forscher, wird dadurch verursacht, dass kleinere Partikel oszillieren und sich zu größeren zusammenschließen, die dann schwer genug werden, um als Regen herunterzukommen.
GuangQian Wang, ein Forscher an der Tsinghua Universität in Peking und der Leiter der Studie, sagte, dass die Schallenergie-Technik ein Game-Changer in der Wolkenphysik sein könnte. Wang sagte, dass im Gegensatz zu anderen Regenerzeugungstechniken die ihre keine chemische Verschmutzung erzeugt, weil sie keine Flugzeuge oder Raketen benötigt. Außerdem können weitere Verfeinerungen die Kosten senken und eine Fernsteuerung des Schallgenerators ermöglichen.
Diese Methode zur Erzeugung von regen kann schädlich sein, wissenschaftlich wackelig
Kritiker befürchten, dass die Schallenergie-Methode Lärmbelästigung erzeugt und Tieren schadet. Während Menschen die Geräusche kaum hören werden, könnten einige Wildtiere sie aufschnappen und Störungen in ihrem natürlichen Rhythmus erleiden.
Ein Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der nicht an der Studie beteiligt war und nicht genannt werden möchte, sagte außerdem, dass das Experiment mehrmals wiederholt werden muss, um die Ergebnisse des Teams zu bestätigen. Der Forscher fügte hinzu, dass es keine wirklichen Beweise für die Idee gibt, dass Niederschlag mit Schall zusammenhängt und bezeichnete diese Verbindung eher als Mythos denn als Wissenschaft.
Dies kam, als China plant, sein Wettermodifikationsprogramm zu erweitern, um künstlichen Regen in einem Gebiet zu erzeugen, das größer als die Größe Indiens ist. Der Staatsrat der Volksrepublik China kündigte in einer Erklärung im vergangenen Jahr an, dass das Land mit Durchbrüchen in der Forschung in der Lage sein wird, innerhalb der nächsten fünf Jahre ein entwickeltes System zur Wettermodifikation zu produzieren.
Das kommunistische Land versucht schon seit einiger Zeit, das Wetter zu manipulieren. Im Jahr 2008 experimentierte es zum Beispiel mit Cloud Seeding, um die Niederschläge rechtzeitig für die Olympischen Spiele 2008 in Peking zu reduzieren.
Cloud Seeding ist eine Methode zur Regenerzeugung, bei der Substanzen wie Trockeneis und Silberjodid in Wolken eingebracht werden, um Regen zu erzeugen, Nebel aufzulösen und einige Stürme zu schwächen. Die Sicherheitsbedenken bezüglich des Cloud Seeding konzentrierten sich auf die Verwendung von Silberjodid, das einigen Studien zufolge potenziell giftig ist.