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Ab 1977 war das Schweizer Mandat als Schutzmacht für die USA primär formeller Natur. Im Mai 1980 kam es jedoch nochmals zu einer Situation, die die Dienste der Schweiz als Schutzmacht notwendig machte. Rund 800 ehemalige politische Gefangene versammelten sich vor der US-Interessenssektion in Havanna und forderten Einlass in die USA. Als sie mit einer Gruppe von Regierungsunterstützern zusammentrafen, kam es zu Tumulten – über 300 Männer, Frauen und Kinder, die vor dem Gebäude für ein Visum anstanden, drängten sich ins Botschaftsgebäude. Einige blieben über fünf Monate im Innern des Gebäudes.
Der damalige Schweizer Botschafter in Havanna, Jean-Pierre Ritter, betonte gegenüber dem kubanischen Aussenministerium die diplomatische Immunität der Interessenssektion. Gleichzeitig organisierte er Nahrung und Medikamente für die Menschen im Botschaftsgebäude.
Diplomatische Dokumente der Schweiz:
dodis.ch/49645 (fr)
dodis.ch/49370 (de)
dodis.ch/49371 (en)
dodis.ch/49647 (de)
dodis.ch/50604 (fr)
dodis.ch/49668 (es)
dodis.ch/49372 (de)