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| Eusebius von Cäsarea († um 340) - Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (Vita Constantini et Oratio ad coetum sanctorum)

Buch II
6. In den Städten des Licinius zeigen sich Erscheinungen, als ob die Heere Konstantins durchzögen.
Während dessen soll sich in den Städten, die dem Tyrannen Untertan waren, eine unbegreifliche Erscheinung gezeigt haben. Man glaubte nämlich zu sehen, wie verschiedene Scharen von Soldaten Konstantins sogar mitten am Tage wie nach einer gewonnenen Schlacht durch die Städte zogen, und dieses sah man, obwohl sich in Wirklichkeit nirgendwo je ein Soldat hatte sehen lassen; es war dies eine höhere und gewaltigere Kraft, die durch dieses Gesicht die Zukunft voraussehen ließ.
Als die Heere schließlich zum Angriff übergingen und jener zuerst den Kampf anfing, der die Freundschaftsverträge gebrochen hatte, da rief Konstantin den höchsten Herrn als Gott den Retter an, gab dies Wort auch seinen Soldaten als Losungswort und siegte gleich in der ersten Schlacht. Nicht lange danach behielt er dann auch in einem zweiten Zusammenstoß die Oberhand und errang da einen noch herrlicheren Sieg, während das heilbringende Zeichen seinem Heere voranzog.