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Sobald zwei Menschen aufeinandertreffen, entsteht eine eigene Beziehungsdynamik. Sie sprechen miteinander, hören sich zu, sie antworten einander und interpretieren sich gegenseitig. Diese Dynamik kann sich positiv oder negativ entwickeln. Empfinden Menschen ihre Beziehung zueinander als negativ, schwierig und unproduktiv, kann es sein, dass sie sich in einem Teufelskreis befinden. Dabei verstärkt jeder der Beteiligten durch sein eigenes Verhalten das störende Verhalten des andern. Typischerweise gibt es bei diesem Modell kein Anfang oder Ende. Alle Beteiligten erleben ihr eigenes Verhalten jeweils als Reaktion auf das Verhalten des Gegenübers. Die Dynamik des Teufelskreises schaukelt sich immer weiter auf, so dass zuletzt Kleinigkeiten genügen, um den Konflikt eskalieren zu lassen. Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick erklärt den Teufelskreis anhand eines klassischen Beispiels: Die Ehefrau beklagt sich, dass Ihr Mann abends häufig weggeht. Der Ehemann geht abends weg, weil er das Klagen seiner Frau nicht mehr hören mag.
Das Teufelskreismodell von Schulz von Thun soll helfen die negative Dynamik des Konfliktes zu erkennen, Hintergründe zu verstehen, Stolpersteine zu erkennen und sie zu beheben.
Durch eine Mediation können Beteiligte, die in einer solchen Dynamik gefangen sind, wirkungsvoll unterstützt werden. Dabei wird das Modell bei Familienkonflikten, aber auch bei Konflikten am Arbeitsplatz angewendet.