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Peter Marti zählte zum festen Stamm der erfolgreichen FCB-Mannschaft, die in der Nach-Karli-Odermatt-Ära unter Trainer Helmut Benthaus zwei Meistertitel gewann. Nun ist er im Alter von 70 Jahren gestorben.
Peter Marti zählte zum festen Stamm der erfolgreichen FCB-Mannschaft, die in der Nach-Karli-Odermatt-Ära unter Trainer Helmut Benthaus zwei Meistertitel gewann. Nun ist er im Alter von 70 Jahren gestorben.
Als Peter Marti 1980 seinen zweiten Meistertitel mit dem FC Basel feierte, erhielten er und seine Teamkollegen vom grossen Jean Tinguely eine individuell gestaltete Collage geschenkt. Auf dem Exemplar des Stürmers zeichnete der Künstler ganz oben eine Rakete hin. Treffender hätte die persönliche Widmung nicht sein können, denn wenn Peter Marti steil geschickt wurde, sprintete er los wie eine Rakete und war oft nicht mehr aufzuhalten. Mit handgestoppten 10,70 Sekunden auf 100 Meter zählte er wohl zu den schnellsten FCB-Spielern aller Zeiten. Doch er war nicht nur schnell, sondern auch dribbelstark. Mit seinen scharfen Flanken vom rechten Flügel aus bereitete er so manches Tor vor.
In Langenthal geboren, spielte er nebst dem Fussball zuerst auch noch Eishockey und brachte es in beiden Sportarten zum Junioren-Internationalen. Als er sich schliesslich entscheiden musste, soll er eine Münze geworfen haben. Zum Glück zeigte sie ihm an, dass er auf Fussball setzen soll. Denn da war er bald erfolgreich, zuerst zum Leidwesen des FCB. Denn im Cupfinal von 1973 war es ausgerechnet Peter Marti, der in der zweiten Minute der Verlängerung mit seinem Tor den 2:0-Sieg des FCZ gegen den FCB einleitete. 1975 wechselte er zu den Baslern, für die er wettbewerbsübergreifend in 203 Spielen 64 Tore schoss. Bei seinem ersten Engagement für Rotblau feierte er 1977 und wie oben beschrieben 1980 den Meistertitel. Bei diesem zweiten Triumph traf er im entscheidenden Spiel gegen den FCZ dieses Mal aus Basler Sicht ins richtige Tor und trug so seinen Teil zum 4:2-Sieg bei. Nach einem Abstecher zu Aarau kehrte er nochmals für ein einjähriges Gastspiel nach Basel zurück. «Obwohl schon 30 Jahre alt, war er immer noch pfeilschnell», erinnert sich sein damaliger Mitspieler Martin Jeitziner, «und sein Antritt weiterhin fulminant.»
Nach seiner Karriere betrieb der Vater zweier erwachsener Kinder mit seiner Lebenspartnerin Beatrice Straumann von Pfeffingen aus eine Reinigungsfirma. Nun ist Peter Marti im Alter von 70 Jahren viel zu früh gestorben. Der FC Basel 1893 wird ihn gebührend in Erinnerung behalten und spricht den Hinterbliebenen sein tiefstes Beileid aus.
Text: Andreas W. Schmid