Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03265.jsonl.gz/274

un, deux, trois, quatre, cinq, six, sept, huit, neuf, dix, once, douce, treize, quattorce, quinze, seize, dix-sept, dix-huit, dix-neuf, vingt, vint et un, vingt-deux ... trente, quarante, cinquante, soixante, septante, quatre-vingt, quatre-vingt-dix, cent, deux cents, trois cents... mille, deux milles ... un million
Linard Bardill (* 16. Oktober 1956 in Chur) wuchs im deutschsprachigen Bündner Dorf Cazis auf. Über seine Mutter hat er Wurzeln ins rätoromanischsprachige Unterengadin und Val Müstair. In Cazis wurde schon in frühen Jahren seine Stimme im Kirchenchor geschult. Auf Empfehlung seiner Kircherchor-Leiterin begann er im Alter von 13 Jahren an Hochzeiten und Familienfeiern aufzutreten. Bardill absolvierte nach der Matura an der Evangelischen Mittelschule Schiers das Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Zürich, das er 1984 abschloss. Im Alleingang nahm Linard Bardill einige Jahre nach seinen ersten privaten Gesangsauftritten die erste Schallplatte "Meine Wege führen zu den Dichtern" auf. Diese war eigentlich nur für den Familienkreis gedacht, darauf enthalten waren aber bereits einige Stücke, die später auf der veröffentlichen Platte "Lieder verbrannter Dichter" (1988) erschien - Gedichte von bekannten Dichtern, die Linard Bardill musikalisch untermalte. Seit seinem Erfolg "Luege was der Mond so macht", getextet vom Berner Kindergärtner Lorenz Pauli, startete er seine Karriere als Schweizer Kinderliedermacher.
Linard Bardills Werke sind CDs und Romane, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche. Sein erstes Programm "Cul asen pel muond aint" von 1985 war eine Liederreise von Dorfplatz zu Dorfplatz, das erste Bühnenprogramm war 1986 "Das Feuerwasser der Rätoromanen heisst Marenghin". Seither tritt er mit Liedern und Geschichten sowohl solo als auch mit anderen Künstlern wie Pippo Pollina, Walter Lietha, Roland Zoss oder Corin Curschellas auf. Seine Werke sind in Deutsch, Vallader und Rumantsch Grischun geschrieben.
Meine romanische Kindheit ist im Engadin. Ich habe zwei Kindheiten, ich habe eine deutsche Kindheit und eine romanische. Und die romanisch ist sehr mit dem Münstertal verbunden, mit Fuldera und der Schule. Und die andere Seite der Kindheit ist eben hier in Cazis am Berg. Und dies bedeutet, dass mein Romanisch mit meiner Mutter war, nur mit einer Person, verbunden an einer Person, ohne Kreis. Und, im Münstertal hatte ich einen Kreis, das ganze Dorf redete. Und dies ist jetzt auch interessant: Ich rede jetzt mit meinen kleinen Kindern wieder romanisch und ich merke sofort, dass der Kreis fehlt, da sie mir auf Deutsch antworten. Und ich will, ich habe noch keinen Kreis gefunden, aber ich will dass die Kinder zwei Wochen oder drei Wochen im Jahr einen romanischen Kreis haben und somit gibt es auch eine Geschichte, ein Ort, wo das Romanische wirklich gelebt wird. Mit mir wird er es nicht gelebt, sondern nur geredet.
Findest du die passende Antwort? Wenn nicht, kann dir das mehrsprachige Glossar weiterhelfen. Zieh die Übersetzung nur bei, wenn's wirklich nicht anders geht.
Facettenreich und bilingual
Schau dir den Ausschnitt noch einmal an. Den Text kannst du ein- und ausblenden.
Mia infanzia rumantscha es in Engiadina. Eu n’ha duos infanzias, eu n’ha ün’infanzia tudais-cha ed üna rumantscha. E quella rumantscha es fich collià culla Val Müstair, cun Fuldera e la scola e tschel- tschella part da l’infanzia es quia apunta a Chazas illa Muntogna. E quai voul dir cha meis rumantsch d’eira cun mia mamma fich, be cun üna persuna, colliada vi dad üna persuna, senza ravuogl. E, in Val Müstair vaiva eu ün ravuogl, tuot il cumün chi discurriva. E quai es uossa eir interessant: eu discuor uossa cun meis pitschens uffants darcheu rumantsch ed eu bad subit, i manca il ravuogl, perche chi’m respuondan in tudais-ch. Ed eu less, eu nun ha amo chattà il ravuogl, ma eu less avair duos eivnas o trais eivnas l’on cha’ls uffants han ün ravuogl rumantsch ed uschè daja eir ün’istorgia, ün lö ingio cha’l rumantsch vegn propi vivü. Cun mai nu vegna’l vivü, be discurrü.