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Forschungsdatenmanagementpolitik der Universität Freiburg
Präambel
Die vorliegende Politik betrifft Forschungsdaten in all ihrer Vielfalt, die im Rahmen von an der Universität Freiburg durchgeführten Forschungsaktivitäten geschaffen oder erworben wurden, unabhängig von der Herkunft der Finanzierungsmittel.
Die Universität anerkennt die Bedeutung eines guten Datenmanagements für die Qualität und Integrität der Forschung und fördert dessen Anwendung. Zudem unterstützt sie die Veröffentlichung von offenen Daten (Open Data), um die Transparenz der Forschung zu gewährleisten, ihre Ergebnisse reproduzierbar zu machen, die Wiederverwendung von Daten zu erleichtern und die Zusammenarbeit inner- und ausserhalb der Fachbereiche zu stärken.
Grundsätze
Die an der Universität Freiburg produzierten Forschungsdaten sind so offen wie möglich und so geschützt wie nötig.
Sie entsprechen den FAIR1-Prinzipien und werden langfristig gespeichert.
Das Forschungsdatenmanagement berücksichtigt die ethischen und sozialen Anforderungen sowie den Schutz von insbesondere sensiblen Daten sowie das entsprechende Urheberrecht.
Nach Möglichkeit soll die Kontrolle über die Rechte an den Daten nicht an Dritte (insbesondere kommerzielle Server und Verlage) abgetreten werden.
Die Politik der Universität Freiburg im Bereich des Forschungsdatenmanagements steht im Einklang mit der nationalen und internationalen Forschungspolitik. Die Politik berücksichtigt die Vielfalt der Disziplinen und der dort produzierten Daten.
Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten der Universität
Die Universität unterstützt die Forschenden und fördert ihre Ausbildung im Bereich der Forschungsdaten. Zu diesem Zweck vernetzt sie die notwendigen Angebote und Dienstleistungen.
Sie garantiert den Zugang zu (mindestens) einer Infrastrukturlösung für die langfristige Hinterlegung von Forschungsdaten. Sie setzt sich auch für die langfristige Erhaltung der Daten ein und definiert dafür Kriterien unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, technischer, rechtlicher und administrativer Aspekte, damit die für die Archivierung und den Zugang zu den Daten zu treffenden Vorkehrungen für die Institution tragbar sind.
Die Universität anerkennt den Wert von Forschungsdaten. Bei der Bewertung der Forschung (z. B. bei Einstellungen und Beförderungen) berücksichtigt sie die Arbeit, die im Rahmen des Datenmanagements geleistet wurde.
Sie setzt sich für den Aufbau von Infrastrukturen ein, die es ihr ermöglichen, die von ihren Forschenden erzeugten Forschungsdaten zu identifizieren.
Engagements et responsabilités des chercheurs et chercheuses
Wenn eine Forschungsarbeit von einer Gruppe durchgeführt wird, muss eine Bezugsperson benannt werden, die über deren Umsetzung wacht.
Die Forschenden sind für die ordnungsgemässe Verwaltung ihrer Daten während des gesamten Lebenszyklus verantwortlich, d. h. von der Erstellung der Daten bis zu deren Veröffentlichung und Langzeitarchivierung.
Ein gutes Forschungsdatenmanagement beinhaltet die Erstellung eines Datenmanagementplans (Data Management Plan = DMP) zu Beginn des Projekts sowie dessen regelmässige Überprüfung. Die Forschenden verpflichten sich, ihren DMP mit der Universität zu teilen.
Sie verpflichten sich, die FAIR-Prinzipien einzuhalten und ihre Forschungsdaten baldmöglichst frei zugänglich zu machen.
Sie bereiten die Daten gemäss den von der Universität festgelegten Kriterien für die Archivierung vor und bewahren mindestens die Daten auf, die ihren Veröffentlichungen zugrunde liegen.
Sie respektieren den Schutz insbesondere von sensiblen Daten und berücksichtigen dabei die geltenden Gesetze und Vorschriften. Ebenso berücksichtigen sie das Urheberrecht sowie ethische und soziale Anforderungen.
Sie verpflichten sich, die Wiederverwendung von offenen Daten zu bevorzugen.
Genehmigt durch das Rektorat am 28. November 2022
Kontakt
Arbeitsgruppe Open Science, <email-pii>
1 FAIR = Findability, Accessibility, Interoperability and Reuse (Auffindbarkzeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Wiederverwendung). Cf. https://www.go-fair.org/fair-principles