Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/220937

<h2>SubmittedText<h2><p>Die KPMG-Evaluation zum Zulassungssystem PSM kritisiert in klaren Worten die unzureichende Trennung von Risikobeurteilung (Agroscope) und Risikomanagement (BLW) sowie den fehlenden Einbezug des BAFU bei der Beurteilung der PSM-Produkte. Die Dominanz von BLW und Agroscope haben uns die letzten Jahre gravierende Umweltprobleme mit Stoffen wie Neonicotinoide, Chlorothalonil oder Pyrethroide beschert.</p><p>- Ist der Bundesrat der Meinung, das BLW komme als Zulassungsstelle noch in Frage?</p><p>- Wenn ja, warum?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die KPMG hat den Evaluationsbericht zum Zulassungsverfahren Pflanzenschutzmittel am 12. November 2019 vorgelegt. Der Steuerungsausschuss für Chemikalien und Pflanzenschutzmittel hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die Empfehlungen des KPMG-Berichts analysiert und Verbesserungsvorschläge für die Optimierung des Zulassungsverfahrens ausarbeitet. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern von Agroscope, den Bundesämtern für Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft sowie Lebensmittel und Veterinärwesen und dem Staatssekretariat für Wirtschaft zusammen. Analyse und Optimierung haben sich an den 10 Handlungsempfehlungen gemäss KPMG-Bericht zu orientieren. Die erste Handlungsempfehlung betrifft unter anderem die organisatorische Zuordnung der Zulassungsstelle. Dazu wurden verschiedene Varianten erarbeitet, die das heutige System verbessern sollen. Die Ergebnisse werden dem Steuerungsausschuss nächstens unterbreitet. Auf dieser Basis wird der Steuerungsausschuss dem Bundesrat Vorschläge zur Optimierung des Zulassungsverfahrens unterbreiten.</p>