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Der Form des Offenen Briefes hat sich Karl Barth mehr als ein halbes Jahrhundert lang immer wieder bedient. Manche Stücke dieser Gattung gehören zu seinen weithin bekannten und wirksam gewordenen Veröffentlichungen. Andere sind, an verstreuten ...
Die «Prolegomena zur christlichen Dogmatik» sind die erste dogmatische Monographie Karl Barths. Sie ist, zusammen mit «Fides quaerens intellectum», das wichtigste Dokument zwischen «Römerbrief 1922» und der «Kirchlichen Dogmatik». Der Weg zu ...
Die Tatsache, daß Karl Barth seit einigen Jahren hin und wieder in der Strafanstalt predigt, ist weithin bekannt geworden und hat mancherlei Echo ausgelöst: Erstaunen, Befremden, Kopfschütteln, weit mehr aber Verständnis und Freude. …
Ja ...
In dieser Vorlesung wird Schleiermacher in seiner Eigenschaft als Pfarrer, Theologieprofessor und Philosoph behandelt. Dieser Dreiteilung entsprechend wird begonnen mit einer Analyse der Predigten, d.h. der letzten Sonntagspredigten, der christlichen Festpredigten und der Hausstandspredigten von 1818. Der zweite Teil heißt schlicht "Die Wissenschaft". Er führt von der Enzyklopädie und Hermeneutik Schleiermachers zu einer eingehenden Behandlung der "Glaubenslehre". Ein Abschnitt über die "Reden" (d.h. die philosophische Tätigkeit Schleiermachers) beschließt die Vorlesung.
Neben seinen dogmatischen und theologiegeschichtlichen Vorlesungen hat Karl Barth in den ersten anderthalb Jahrzehnten seiner akademischen Wirksamkeit nahezu regelmäßig auch exegetische Kollegs gehalten. Die vorliegende Auslegung des Johannes-Evangeliums gelangt bis zum Ende des achten Kapitels, nachdem sie sich zu Beginn in größter Ausführlichkeit mit dem Prolog befaßt hat.
Barth war von 1911–1921 Pfarrer in der Bauern-und Arbeitergemeinde Safenwil (Kanton Aargau, Schweiz). Er hat sich in diesen Jahren ganz dem Gemeindeaufbau gewidmet. Dies bedeutete für ihn auch die sorgfältige Ausarbeitung der sonntäglichen Predigt. Diese frühen Predigten Barths zeichnen sich aus durch breite Auslegung des biblischen Textes und eine nicht weniger eindringliche Anleitung zu christlicher Lebenshaltung, wobei der Frage nach den praktisch-politischen Konsequenzen des Glaubens nicht ausgewichen wird.
Der Band enthält die 1959–1961 entstandenen, bisher nicht publizierten Texte Karl Barths zur «Kirchlichen Dogmatik». Von den im Kolleg vorgetragenen Teilen des geplanten Bandes IV,4 wurde seinerzeit nur § 75 als Fragment unter dem Titel «Die Taufe als Begründung des christlichen Lebens» veröffentlicht. In diesem Band der Gesamtausgabe folgen nun als Ergänzung dazu: der als Eröffnung des 17. Kapitels gedachte § 74 («Ethik als Aufgabe der Lehre von der Versöhnung») sowie drei auf die Tauflehre folgende Paragraphen, nämlich: «Die Kinder und ihr Vater» (§ 76), «Eifer um die Ehre Gottes» (§ 77) und «Der Kampf um menschliche Gerechtigkeit» (§ 78). Die Veröffentlichung dieser Fragmente ist ein wichtiger Beitrag zur Frage nach den politischen und sozialen Implikationen von Barths Theologie.
Zeitlebens hat Barth neben seiner sonstigen Arbeit einen umfangreichen Briefwechsel geführt. Nach seiner Emeritierung im Jahr 1961 gewinnt die briefliche Äußerung weiter an Bedeutung. Barths Briefpartner sind Menschen aller Schichten und Bildungsgrade. Darunter finden sich Frauen und Männer; Adressaten sind hohe kirchliche Würdenträger und Theologen ebenso wie der Strafgefangene, der Politiker oder der Schüler. Dieser Briefwechsel dokumentiert aufs ergiebigste, wie intensiv Barth auch in seinen letzten Lebensjahren an großen und kleinen Ereignissen Anteil nimmt. So vermittelt der Band ein Bild der 60er Jahre, faszinierend zu lesen.
2. erg. Aufl.
1979,
XXXII/621 Seiten,
Leinen mit SU
In den 53 Predigten des Jahres 1914 zeichnet sich eine Wende in Barths politischer und theologischer Existenz ab. In der ersten Jahreshälfte sieht man ihn gleichsam an der Entfaltung eines theologischen Programms: In sechs Predigten über Römer 1,16 entwirft er eine Art «Wesen des Christentums», das sodann in einer fortlaufenden Auslegung der Passionsgeschichte nach Matthäus 6,33 ethisch zugespitzt wird. Die Predigten wirken noch heute aktuell und zeigen, daß Barths bewegtes Denken sich jeder Etikettierung von rechts wie von links entzieht.
Die Anfänge von Barths Theologie sind im ständigen Austausch mit seinem Freund Eduard Thurneysen entstanden, mit dem er bis zu seinem Tode in enger Verbindung blieb. Die gesamte Korrespondenz zwischen beiden umfaßt über 1000 Briefe und Postkarten.
Während in Barths Hauptwerk, der "Kirchlichen Dogmatik", auch die darin eingeschlossene Ethik Fragment geblieben ist, wird mit dieser Vorlesung aus seiner mittleren Zeit eine geschlossene Darstellung des Themas vorgelegt. Auf dem schmalen Grat zwischen abstrakter Situations- und abstrakter Prinzipienethik sich bewegend, hat sich Barth hier erstmals der heute so viel verhandelten Frage nach dem Beziehungsfeld für das sittliche Handeln gestellt. Doch tut er das in Abgrenzung gegen andere Ansätze konsequent und ausschließlich als Theologe.
Neuanfang in Basel: Die Texte aus Barths ersten Jahren nach der Ausweisung aus Deutschland zeigen ihn weiterhin als scharfsinnigen Kritiker des deutschen Kirchenkampfs. Doch neben seinen weltweit beachteten, oft in Zeitungen publizierten Artikeln entstanden zwischen 1935 und 1937 auch Texte wie «Evangelium und Gesetz» oder «Gottes Gnadenwahl», die heute noch zu Grundlagentexten der Theologie gehören.
2021,
XXX/826 Seiten,
12.5 x 20.0 cm,
Leinen mit SU