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In Paarbeziehungen ist man sich seiner Wahlmöglichkeiten manchmal nicht bewusst und kann sich in festgefahrenen Verhaltens- und Beziehungsmustern gefangen fühlen, insbesondere, wenn einem tief bewusst wird, dass sich der Partner (bzw. Partnerin) sich nicht (nie!) ändern wird. Da tut eine Öffnung der Sichtweise vielleicht gut.
Einerseits befindet man sich freiwillig in dieser Paarbeziehung und man hat die Wahl, die Beziehung zu beenden; doch dafür zahlt man einen hohen Preis, denn man verliert auch die positiven Aspekte dieser Beziehung. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich einen neuen Partner zu suchen, auf mehr Partnerglück zu hoffen, und sich erst dann vom gegenwärtigen Partner zu trennen; als Strategie empfinde ich persönlich diese Variante als unfair und belastend, was auch ein hoher Preis ist.
Abgesehen davon könnte man sich einen Geliebten/eine Geliebte suchen, um Bereiche abzudecken, die der/die PartnerIn nicht abdecken will oder kann. Das könnte in der Beziehung offen besprochen werden oder aber heimlich erfolgen - auch da hat man Wahlmöglichkeiten, die einen Preis mit sich bringen. Oder man könnte seinen Partner mit seinen Defiziten akzeptieren und auf andere Optionen verzichten, aus welchen Gründen auch immer - das hat ebenfalls seinen Preis.
Welcher Weg für den einzelnen Menschen stimmig ist, ist sehr individuell. Ich möchte einfach auf die Wahlmöglichkeit aufmerksam machen, was helfen kann, Ohnmachtsgefühle zu überwinden.