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Seit der Einführung des gemeinsamen Sorgerechts (2014) können beide Eltern über den Wohnsitz des Kindes entscheiden (dieser ergibt sich aus dem Sorgerechts, welche grundsätzlich gemeinsam ausgeübt wird).
Es stellt sich somit die Frage des Umzuges eines Elternteils und des Kindes:
- Ist der neue Aufenthaltsort im Ausland, so ist die Zustimmung des anderen Elternteils unentbehrlich (Art. 301a II a ZGB);
- Bleibt der neue Aufenthaltsort in der Schweiz, so ist die Zustimmung des anderen Elternteils nur nötig wenn der Wechsel erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und den persönlichen Kontakt durch den andern Elternteil hat (Art. 301a II b ZGB).
Dies kann der Fall sein bei einer alternierenden Obhut, wenn die Mutter mit den Kindern von Genf nach Zürich ziehen will. Eine alternierende Obhut ist unter diesen Umständen nicht mehr möglich und dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und den persönlichen Kontakt durch den andern Elternteil haben.
Können sich die Eltern über den Wohnsitz des Kindes nicht einigen, so entscheidet das Gericht oder die Kindesschutzbehörde (Art. 301a V ZGB).
Wer den Wohnsitz eines Kindes, ohne Einverständnis vom anderen Sorgerechtsinhaber, umsiedelt, begeht eine Kindesentführung im Sinne von Art. 220 StGB und kann mit einer Freiheitsstrafe bis u frei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden. Ausserdem stellt dies eine traumatische Erfahrung für das Kind dar.