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Als die vermögende Ehefrau Margot Wendice ihren Ehemann, den einstigen Tennisprofi Tony, zu verlassen droht, lotst dieser einen gedungenen Mörder in die gemeinsame Wohnung. Doch der ausgeklügelte Mordplan misslingt, weil Margot im Kampf mit dem Killer nach einer spitzen Schere greift. Ein legendäres Kriminal- und Ehedrama, das buchstäblich «ins Auge sticht», denn Hitchcock drehte seine spannende Adaption eines eher konventionellen Bühnenstücks in 3D. Dabei kam ein nur selten verwendetes Polarisationsverfahren zum Einsatz: Natural Vision 3D. Um die dreidimensionale Wirkung noch zu steigern, liess der «Master of Suspense» im Studio Gräben ziehen, aus denen die Kamera das Geschehen partiell aus der Untersicht aufnahm. So konnte sich der Kinozuschauer der Illusion hingeben, er sässe in der ersten Reihe im Parkett, ganz nah dran am Geschehen. Digitale 3D-Projektion, hergestellt von Warner Bros. (Text: Berlinale 2013)
«Dial M for Murder» ist Hitchcocks einziger Film, der in «3D Naturalvision» gedreht wurde. Das sogenannte Polarisationsverfahren macht sich vor allem durch die Kamerapositionen und durch Bildausschnitte bemerkbar, bei denen im Vordergrund platzierte Objekte für Tiefe sorgen. Hitchcock selber hatte für diese Technik nicht viel übrig, wurde aber von Warner Bros. dazu gedrängt, den Film in 3D zu drehen. Als der Film fertiggestellt war, hatte sich allerdings die 3D-Euphorie bereits wieder gelegt und er gelangte – zumindest in Europa – nur in der 2D-Version in die Kinos. Erst 1980 wurde die 3D-Version wieder veröffentlicht und kam auch in der Polarisationsversion bei der «World 3D-Film Expo 2003» zur Aufführung. Am 28. August 2010 sendete der Fernsehsender ARTE den Film in der dreidimensionalen Fassung im Farbanaglyphenverfahren, 2013 wurde er in der dreidimensionalen Fassung auf der Berlinale gezeigt.
Das Kino Cameo zeigt den Film in 3D auf Englisch ohne Untertitel; am 4. September gibt es eine Einfühurng durch den Filmwissenschafter Johannes Binotto.