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Churer Bundesratskandidat
Für eine Reportage der RSI kehrte Jon Pult 18 Jahre nach seinem politischen Auftakt im Churer Gemeinderat wieder in ebendiesem Saal zurück, wo seine eindrückliche politische Karriere seinen Lauf nahm. Gespannt schaut die Stadt Chur auf die Bundesratswahlen vom 13. Dezember.
Im Rahmen einer Reportage über seine Nominierung zum Bundesrat fand der Bündner SP-Nationalrat Jon Pult sein weg zurück in den Churer Gemeinderatssaal, der den Anfang seiner politischen Karriere markiert. Der schweizerisch-italienische Doppelbürger zog in der frühen Kindheit nach Chur, wo er seine Schulzeit bis zum Gymnasium verbrachte. Pult wurde im Alter von 20 Jahren in den Gemeinderat von Chur gewählt und ist bis heuet der jüngste je Gewählte im Rat. Dort politisiert er bis 2011. Mit 24 Jahren übernahm er das Präsidium der SP Graubünden, nahm mit 26 im Grossrat Einsitz und wurde im Alter von 35 Jahren in den Nationalrat nach Bern gewählt. Die Politkarriere, die einst in der Stadt Chur begann, könnte als fünfter Bündner und zweiter Churer Bundesrat gekrönt werden, vorausgesetzt, dass er am 13. Dezember 2023 von der vereinigten Bundesversammlung gewählt wird.
Spannende Wahl
Nach der Gesamterneuerung des Nationalrates findet im Dezember auch die Gesamterneuerung des Bundesrates für die Amtsperiode 2024 bis 2027 statt. Die Sitze werden einzeln und nacheinander, in der Reihenfolge des Amtsalters der bisherigen Amtsinhaberinnen oder Amtsinhaber, besetzt. Zuerst werden somit die sechs bisherigen Mitglieder des Bundesrates gewählt. Der zuletzt zu vergebende Sitz ist die Ersatzwahl des scheidenden SP-Bundesrats Alain Berset. Für die Neuwahl hat die SP - nach 18 Parteiinternen Wahlgängen - den Bündner Pult sowie den Baselstädter Regierungspräsident Beat Jans auf das Bundesrats-Ticket gesetzt. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der Stimmen – also das absolute Mehr – erreicht hat. So wird es voraussichtlich wohl einer dieser beiden Namen sein, welcher im siebten Wahlgang am Ende der Bundesratswahlen mit den Worten "und gewählt ist.." als neuer Bundesrat hervorgeht. Die Churerinnen und Churer dürfen ganz besonders gespannt sein, ob es einen Bundesrat aus den eigenen Reihen gibt.