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Risiko
Effekten- und vor allem Derivatgeschäfte bringen finanzielle Risiken mit sich. Derviate sind als abgeleitete, bisweilen aus verschiedenen Elementen zusammengesetzte Finanzinstrumente nicht immer leicht zu verstehen. Das gilt namentlich für "exotische" Optionen.
Grundsätzlich ist zwischen Finanzinstrumenten mit begrenztem und solchen mit unbegrenztem Risiko zu unterscheiden. Beim Kauf von Aktien oder Obligationen, wird ein begrenztes Risiko eingegangen. Im ungünstigsten Fall geht das eingesetzte Kapital verlustig oder und es wird kein Ertrag erzielt.
Demgegenüber gibt es gewisse Derivate, bei denen unter Umständen über den investierten Betrag hinaus noch Geld nachgeschossen werden muss. Eine solche Nachschusspflicht kann ein Mehrfaches des Kaufpreises betragen. Zu den Produkten mit unbegrenztem Risiko zählen insbesondere:
- der Verkauf (das Schreiben) einer Call-Option ohne Deckung,
- der Verkauf (das Schreiben) einer Put-Option oder
- der Abschluss eines Termingeschäfts.
Das Börsengesetz verpflichtet den Effektenhändler, seine Kunden über die mit einer Geschäftsart verbundenen Risiken zu informieren.
Die Informationspflicht richtet sich nach Geschäftserfahrenheit und fachlichen Kenntnissen des Kunden. Zu informieren ist über Geschäftsarten mit erhöhtem Risikopotenzial oder komplexem Risikoprofil, nicht über die spezifischen Risiken einzelner Effektengeschäfte.
Siehe auch: