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Falls es mit dem Makler nicht klappt: Suchen Sie unvoreingenommen nach den Gründen und beenden Sie den Vertrag nötigenfalls.
Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Makler, können Sie ihm kündigen
Stellen Sie sich zuerst die Frage, warum Sie mit Ihrem Makler unzufrieden sind. Erhalten Sie keine Angebote, weil Ihr Makler das Haus nicht gut vermarktet? Oder möchten Sie den Verkaufspreis nicht anpassen? Ist es der Zustand Ihres Hauses, der nicht den Anforderungen entspricht?
Der Hausverkauf ist ein langwieriger Prozess. Es ist schwierig, es nicht persönlich zu nehmen, wenn Ihr Haus scheinbar von Kunden abgelehnt oder ignoriert wird. Oft ist es einfacher, dem Makler die Schuld zu geben, als zu akzeptieren, dass Ihr Haus nicht so begehrenswert ist. Sind Sie unzufrieden mit dem Makler, weil er keine gute Arbeit leistet oder weil er Ihnen etwas sagt, was Sie nicht hören wollen?
Kommunikation vor der Kündigung
Kommunikation kann bei Unstimmigkeiten helfen: Sprechen Sie mit Ihrem Makler und drücken Sie Ihre Frustration aus. Hören Sie sich seine Ratschläge unvoreingenommen an. Befolgen Sie allfällige Ratschläge zur Attraktivitätssteigerung Ihrer Immobilie. Sie haben diesen Makler wegen seines Fachwissens eingestellt. Also nutzen Sie es auch.
Kommen Sie und Ihr Makler trotz allem nicht miteinander aus oder Sie glauben, dass er keine gute Arbeit für Sie leistet, kann es an der Zeit sein, den Vertrag aufzulösen.
Fallstricke bei der Kündigung
Ihr Maklervertrag verpflichtet Sie, für einen bestimmten Zeitraum exklusiv mit Ihrem Makler zusammenzuarbeiten. In den meisten Fällen müssen Sie eine Anfrage zur Beendigung des Mandates mit dem gewünschten Kündigungsdatum an den Makler schreiben. Ein fairer und ehrlicher Makler wird Sie vorzeitig von der Vereinbarung entbinden.
Selbstverständlich könnte der Makler versuchen, es Ihnen auszureden oder jemand anderes in seiner Agentur vorschlagen. Vermutlich hat er bereits Zeit und Mühe in das Inserat gesteckt. Wünschen Sie einen kompletten Abbruch, akzeptiert er jedoch normalerweise den Antrag.
Möglicherweise ist es jedoch keine saubere Trennung. Eventuell haben Sie eine Schutzklausel unterzeichnet. Diese garantiert dem Makler nach erfolgreichem Verkauf Ihres Hauses aufgrund seiner früheren Bemühungen Anspruch auf eine Provision. Mit anderen Worten: Hat der Käufer das Hofschild des Maklers gesehen oder an seinem Tag der offenen Tür teilgenommen und später ein Angebot abgegeben, müssen Sie die Provision des Maklers zahlen – auch wenn die Beziehung zum Makler schon beendet ist.
Eine Schutzklausel ist bei der Einstellung eines Maklers kein schlechtes Zeichen. Es gibt schlechte Verkäufer, die das System missbrauchen. Eine Schutzklausel schützt gute Makler. Immobilienmakler investieren Zeit und Geld für die Vermarktung eines Hauses. Sie müssen diese Investition schützen. Aber unterschreiben Sie keinen Maklervertrag mit einer Schutzfrist, die 60 bis 90 Tage übersteigt. Lesen Sie zudem den Wortlaut Ihres Maklervertrags zur Konfliktlösung.
Vorsicht: Auch der Makler kann künden
Der Vertrag mit Ihrem Makler ist keine Einbahnstrasse. Auch er kann sich von Ihnen trennen. Weigern Sie sich, Ihr Haus zu zeigen oder halten Sie an einen unangemessen hohen Listenpreis fest, kann Ihr Makler den Vertrag kündigen.