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Kein Biathlon in Russland: Um einem Boykott von anderen Biathlon-Nationen zuvorzukommen, hat der russische Biathlon-Verband sowohl den Weltcup in Tjumen als auch die Juniorenweltmeisterschaft in Ostrow zurückgegeben.
Olympia-Starter gesperrt
In der Vorwoche hatte Anders Besseberg, Chef des Biathlon-Weltverbands IBU, Doping-Vorwürfe gegen 31 russische Biathleten veröffentlicht. 2 nicht genannte Olympia-Starter wurden vorläufig mit Sperren belegt. Zudem leitete die IBU formelle Untersuchungen gegen den russischen Verband und 29 der im McLaren-Report erwähnten Dopingverdächtigen ein.
Besseberg: «Ein wichtiger Schritt»
Besseberg gab zu Protokoll, die Rückgabe der Veranstaltungen sei ein wichtiger Schritt, «um der IBU und der Sportwelt zu zeigen, dass die aktuelle Situation sehr ernst genommen» werde. Alexander Tichonow zeigte sich vom vorläufigen Urteil erleichtert. «Ich hatte befürchtet, dass unsere Sportler disqualifiziert werden», so das Vorstandsmitglied der russischen Biathleten.
Auch ISU handelt
Die Internationale Eislauf-Union (ISU) hat ebenfalls Konsequenzen aus dem zweiten Teil des McLaren-Reports zum staatlich geförderten Doping in Russland gezogen und dem russischen Eisschnelllauf-Verband das Weltcup-Finale in Tschjeljabinsk (10. bis 12. März) entzogen. Das gab die ISU am Donnerstag bekannt.