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Einen überwältigen Eindruck auf den Besucher macht der imposante Dachstock
des Wasserturmes. Der mächtige Mittelpfosten trägt die Hauptlast des
pyramidenförmigen Daches. Eine Untersuchung ergab, dass die für den
Dachstock verwendeten Balken im Jahre 1339 geschlagen wurden. Vermutlich
verfügte der Wasserturm also in den ersten Jahren seines Bestehens über
eine offene Zinne.
Mit der Pfostenwinde konnten in früherer Zeit Waren ausserhalb des Turmes
auf den Dachboden gehievt werden.
Die Bretterverschalung ragt rund um den Turm 1m über das Mauerwerk hinaus
und verfügt über 15 Aussparungen, die sich mit Läden schliessen lassen.
Oberhalb befinden sich die Nistkästen der Alpenseglerkolonie, die
seit ca. 1890 den Wasserturm bewohnt. Die Zugvögel treffen in der Regel
Anfangs April in ihrem Sommerquartier ein und verlassen es nach Aufzucht
der Jungvögel Ende September.
Vor den Alpenseglern wurde der Wasserturm auch von Störchen als Nistplatz
benutzt. Das Storchennest, das die Krönung der Turmspitze bildet wurde
leider 1887 verlassen und blieb seither unbewohnt.