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Der Anteil sowohl der Erwerbstätigen, die einer Teilzeitarbeit nachgehen, als auch der Arbeitnehmenden mit einem befristeten Arbeitsvertrag hat in der Schweiz seit 2000 zugenommen. Zudem verdienen berufstätige Frauen für die gleiche Arbeit noch immer deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen, wie aus einem Bericht des Bundesamts für Statistik hervorgeht.
Der Anteil der Erwerbstätigen, die einer Teilzeitarbeit nachgehen, hat seit 2000 stetig zugenommen. Arbeiteten zu Beginn des Jahrzehnts noch 29,3% der Bevölkerung mit einem Teilzeitpensum, waren es 2010 bereits 34,1%. Dies geht aus dem Bericht des Bundesamts für Statistik (BFS) zur Qualität der Beschäftigung in der Schweiz hervor.
Auch der Anteil der Arbeitnehmenden mit einem befristeten Arbeitsvertrag nahm zwischen 2000 und 2010 zu, und zwar von 4,5 auf 5,9%. 21,9% der 182 000 Temporärangestellten im Jahr 2010 besassen gemäss BFS einen Vertrag, der innerhalb der nächsten sechs Monate auslaufen sollte.
Frauen verdienen weniger
Gemäss den Zahlen des BFS belief sich der durchschnittliche monatliche Bruttolohn im Jahr 2008 für Männer auf 6392 und für Frauen auf 5255 Franken. Während 61,1% dieser Lohndifferenz durch Unterschiede bei Ausbildung, Berufserfahrung oder Alter zu erklären seien, gingen die restlichen 38,9% auf Lohndiskriminierung zurück, teilte das BFS mit. Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) dagegen geht lediglich von einem Lohnunterschied von bis zu 8 % aus, der statistisch nicht direkt erklärbar ist und deshalb als diskriminierend gelten kann. Zudem verweist der SAV auf den Lohngleichheitsdialog für Unternehmen.
Laut BFS betrug der monatliche Bruttolohn durchschnittlich 5978 Franken, wenn Männer und Frauen zusammengerechnet werden. Dies entspricht einer Zunahme von 15% gegenüber zehn Jahren zuvor, währenddessen die Konsumentenpreise in dieser Zeitspanne nur um 11,3% stiegen. Von der Lohnerhöhung profitierten laut BFS aber vor allem die oberen Lohnklassen.
Weniger Unfälle an der Arbeit
Zudem sind die Arbeitsplätze in der Schweiz sicherer geworden. Registrierte das BFS 1999 noch 7760 nicht-tödliche Unfälle pro 100 000 Vollbeschäftigte, so waren es 2009 “nur” noch 6325. Die Häufigkeit tödlicher Berufsunfälle ist laut BFS zwar Schwankungen unterworfen, nahm aber in diesem Zeitraum ebenfalls leicht ab, und zwar auf 2,2 Unfälle pro 100 000 Beschäftigte.