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Die Tampa Bay Buccaneers gewinnen die Super Bowl
Goat Tom Brady zeigte es in der Super Bowl dem Kid Mahomes
Das grosse Super-Bowl-Duell hielt nicht, was es versprochen hatte. Die Tampa Bay Buccaneers dominieren die Kansas City Chiefs und gewinnen mit 31:9 als erstes Team die Super Bowl im eigenen Stadion.
Die Buccaneers waren sehr gut. Der 43-jährige Quarterback Tom Brady war zu gut. Und die Kansas City Chiefs, die vor einem Jahr in der Super Bowl triumphiert hatten, waren gar nicht gut.
Die Vorentscheidung fiel schon früh. Die Kansas City Chiefs gingen zwar mit einem „Field Goal“ 3:0 in Führung, verpassten aber in dieser Angriffs-Sequenz den ersten Touchdown, weil Tyreek Hill in der Endzone einen Pass nicht fangen konnte.
Touchdowns gelangen nur den Tampa Bay Buccaneers: Tom Brady warf drei perfekte Pässe in die Endzone – zwei zu Rob Gronkowski, einen zu Antonio Brown. Gronkowski und Brown stiessen wie Tom Brady und dank Brady ebenfalls diese Saison zu den Buccaneers.
Brady und Gronkowski schrieben schon in der ersten Halbzeit gemeinsam Geschichte. Das Duo Brady (als Passer) und Gronkowski (Empfänger) zeichnete für die ersten zwei Touchdowns verantwortlich, die Touchdowns Nummern 13 und 14 dieses Tandems in Super Bowls. Zuvor hatten sich Brady und Gronkowski den Rekord mit Quarterback Joe Montana und Wide Receiver Jerry Rice geteilt, die vor mehr als einem Vierteljahrhundert für die San Francisco 49ers zwölf Super-Bowl-Touchdowns produzierten.
Die drei Touchdowns der Tampa Bay Buccaneers schon in der ersten Halbzeit erwiesen sich für die Kansas City Chiefs als viel zu grosses Handicap. Tampa Bay verlor die gesamte Saison kein Spiel, wenn es bei Halbzeit nicht in Rückstand lag (11:0 Siege). Alle Hoffnungen der Chiefs auf eine wundersame Wende, wie in der Super Bowl vor einem Jahr gegen San Francisco, als sie 31:20 gewannen, obwohl sie bis sechs Minuten vor Schluss 10:20 in Rückstand lagen, zerschlugen sich schon nach sieben Minuten der zweiten Halbzeit, als den Buccaneers ein vierter Touchdown (zum 28:9) gelang.
Tom Brady (43), der GOAT (Greatest Of All Time), zeigte es dem „Kid“, dem aufstrebenden Patrick Mahomes (25). Eine Wachablösung liess er nicht zu. Ganz im Gegenteil: Brady wurde erneut „MVP“ (wertvollster Spieler) der Super Bowl. Und Tampa Bay wurde zu „Champa Bay“ (in Anlehnung an Champion) oder zu „Tampa Brady“.
Für die Kansas City Chiefs lief bei der Brady-Show (fast) alles schief. Hätte Tyreek Hill in der Startphase in der Endzone den Ball fangen können, wäre die Partie vielleicht anders gelaufen. Später gelang dem Kansas-City-Team in der Startphase ein erfolgreicher „Goal-Line-Stand“, ein gestoppter Angriff auf der Torlinie. Das war’s dann aber auch fast schon an Erfolgsmeldungen für die Chiefs. Sie spielten schlecht, verloren das Selbstvertrauen, begannen zu hadern und leisteten sich gravierende Undiszipliniertheiten. 95 Yards an Strafen gegen die Chiefs (gegenüber nur 5 der Buccaneers) begünstigten in der ersten Halbzeit das Davonziehen des Heimteams.
Patrick Mahomes gelang bis zuletzt kein Touchdown. So früh und derart klar wie gegen Tom Brady war Mahomes, das vielgepriesene Quarterback-Wunderkind, noch nie in seiner dreijährigen Karriere in Rückstand geraten.
So gehörte die Show allein Tom Brady und den Buccaneers. Brady gewann seinen siebenten Super-Bowl-Ring, den alle Akteure des Siegerteams erhalten. Das sind grosse, teure, auffällige Ringe. Es ist nicht anzunehmen, dass Brady irgendwann einmal alle seine sieben Ringe gleichzeitig wird tragen können. Die ersten sechs Super Bowls hatte Brady während zwei Jahrzehnten mit den New England Patriots gewonnen, die er nach der letzten Saison verlassen hatte.
Der Grosserfolg muss nicht Bradys letzter gewesen sein. Tom Brady wird auch nächste Saison für die Tampa Bay Buccaneers spielen. Im Vorfeld der Super Bowl hatte Brady angekündigt, dass er in Betracht zieht, über seinen 45. Geburtstag hinaus spielen zu wollen. Seinen Coach, Bruce Arians, wirds freuen. Arians wurde mit 68 Jahren der älteste Headcoach, der mit seinem Team die Vince-Lombardi-Trophy (Meisterpokal) gewinnen konnte.
(sda)
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