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Was ist „hepatische Enzephalopathie“?
Die Leber ist das Kraftwerk im menschlichen Verdauungstrakt. Sie kann Nährstoffe verarbeiten und das Blut von unerwünschten Schadstoffen befreien. Ist die Leber jedoch krank, so kann sich das auch aufs Gehirn auswirken. Giftstoffe, die von der Leber nicht mehr abgebaut werden können, weil sie z.B. durch eine Krankheit oder durch dauernden Alkohol-Missbrauch in ihrer Funktion beeinträchtigt ist, gelangen mit dem Blut ins zentrale Nervensystem und schädigen es. Ursache ist meist eine fortgeschrittene Leberzirrhose.
Kann die Leber ihre Reinigungs-Funktion nicht mehr wahrnehmen, bleiben Abfallstoffe, insbesondere Ammoniak, im Körper zurück. Gelangen sie ins Gehirn, so schwellen dort bestimmte Gehirnzellen an, was bei den Betroffenen zu Verhaltens-Störungen führen kann wie Konzentrationsschwierigkeit und dauernde Müdigkeit, Depression, Apathie und ein gestörter Schlaf/Wach-Rhythmus, aber auch zu Sprachstörungen und Beeinträchtigungen der Feinmotorik.
Angesichts der vielen unterschiedlichen Symptome bleibt diese Krankheit oft lange unbemerkt, bis die Ausfälle so gravierend sind, dass sie sich nicht mehr übersehen lassen. Um dieser Entwicklung vorzubeugen empfiehlt sich eine regelmässige Kontrolle der Leberwerte (durch ein Blutbild). Die Erkrankung verläuft über verschiedene Stadien bis hin zum Tod.
(SAPS – Quellen: t-online/medizin; NetDoctor.de, e.a.)