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Ursprünglich stammt die Knollenfrucht Topinambur aus Nord- und Südamerika. Seefahrer brachten sie 1612 nach Europa. Sie wurde später von der Kartoffel verdrängt. Topinambur ist verwandt mit der Sonnenblume. Es ist eine Kurztagpflanze, an deren Sprossbasis unterirdische Ausläufer entspringen, die an ihren Spitzen zu etwas buckligen, birnenförmigen, kartoffelgrossen Knollen anschwellen, und die dem Ingwer ähnlich sehen. Kleine Knollen, die im Boden vergessen werden, wachsen im folgenden Jahr zu neuen Pflanzen heran. In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach Topinambur wieder zugenommen. In der Schweiz wird die Pflanze nur von wenigen Bioproduzenten angebaut. Dies obwohl die Frucht im Bezug auf Boden und Klima anspruchslos und der Anbau einfach ist. Die Knollenfrüchte sind nur kurz haltbar, weil die Knollen nach der Ernte sofort viel Wasser verlieren. Topinambur kann roh oder gekocht konsumiert werden. Die eiweissreiche Pflanze kann aber auch als Futter für Schweine verwendet werden.