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Geschichte des Derby
Roller Derby als Sport gab es bereits früher, jedoch auf eine andere Art und Weise. Zu Beginn glich es eher einen 6 Tage rennen, danach war Roller Derby eher eine Show wie Wrestling und in den 70er Jahren verschwand Roller Derby komplett von der Bildfläche. Jedoch im Jahr 1999 wurde der Sport wiederentdeckt und die Regeln wurden komplett überarbeitet. Im Jahr 2004 wurde die Women’s Flat Track Derby Associaton gegründet. Mit der Gründung dieses gemeinnützigen internationalen Sportverbandes wurde der Grundstein für die Weiterentwicklung des Roller Derbys gelegt. Zum ersten Liga treffen im Jahr 2005 kamen 20 Flattrack Ligen, dabei wurden Prinzipien, Standards und Ziele festgelegt. Im Jahr 2009 trat der WFTDA das Team Montreal Roller Derby aus Kanada bei, dies war das erste Team, dass nicht aus der USA stammte. Das erste Team aus Europa welches der WFTDA 2012 beitritt war Bear City Roller Derby aus Berlin.
Der Sport sprang aber schon vor der Mitgliedschaft des ersten Europäischen Teams nach Europa über. 2006 wurden die London Rollergirls als erstes europäische Team gegründet. Bereits 2009 wurden auch die Zürich City Roller Girlz gegründet.
Das Ranking der WFTDA Mitglieder*innen erfolgt mehrmals im Jahr. Um auf dieser Liste aufzutauchen müssten die Teams in jenem Jahr mindestens 2 offizielle Spiele bestreiten.
Seit 2006 finden die Internationalen WFTDA-Meisterschaften jedes Jahr im Herbst statt. Die besten 28 Teams der Welt werden dafür in Betracht gezogen. Die vier bestplatzierten Teams erhalten automatisch eine Einladung, während die nächsten 24 Teams der Rangliste an zwei Playoffs-Turnieren teilnehmen, wobei die drei besten Teams jedes Turniers Einladungen zu den Meisterschaften erhalten – insgesamt also 10 Teams.
Nicht alle Teams sind Mitglieder*innen der WFTDA, jedoch bestreiten auch diese Spiele. Damit diese jeweils Gegner*innen finden und sich gegenseitig herausfordern können gibt es die flattrackstats. Es ist auch möglich, dass WFTDA Mitglieder*innen gegen Nicht-WFTDA Mitglieder*innen spielen, diese werden aber nicht als offizielle Spiele gelistet.
Spielgeschehen
Beim Roller Derby treten zwei Teams mit je max. 15 Spieler*innen gegeneinander an. Gespielt wird auf einem Oval (Track), gegen den Uhrzeigersinn. Ein Spiel (Bout) hat zwei Halbzeiten à 30 Minuten, unterteilt in max. 2-minütige Jams. In jedem Jam gehen pro Team fünf Spieler*innen an den Start: ein*e Jammer*in und vier Blocker*innen.
Die Blocker*innen beider Teams skaten zusammen im Pack. Ein*e Blocker*in ist der Pivot. Sie kann durch Übernahme der Sternhaube zur Jammer*in werden. Aufgabe der Jammer*in ist es, das Pack zu überholen, in dem sie sich mit Unterstützung der eigenen Blocker*innen durch die gegnerischen Blocker*innen kämpft. Diese versuchen, das durch Körpereinsatz zu verhindern. Legaler Körperkontakt begrenzt sich dabei auf die Hüften, Schultern und den Vorderkörper. Ein 30 Sekunden Strafe (Penalty) gibt es z.B. für: Festhalten, Ellbogenschübe, Bein stellen, in den Rücken fahren und Überholen ausserhalb des Tracks.
In der ersten Runde eines Jams werden noch keine Punkte vergeben – hier wird lediglich der Lead-Jammer-Status erkämpft: Lead-Jammer*in ist die Jammer*in, die als erste alle Pack-Skater*innen legal überholt. Sie ist im taktischen Vorteil, denn sie kann den Jam jederzeit durch Klopfen auf die Hüfte abbrechen (Call). So kann sie verhindern, dass ihre Gegner*in weitere Punkte sammelt. Nach dieser ersten Runde (Initial Pass) bekommen beide Jammer*innen für jede überholte Gegner*in einen Punkt. Der Jam endet nach Ablauf der 2 Minuten oder durch vorzeitiges Beenden der Lead Jammer*in. Nach 30 Sekunden Pause beginnt der nächste Jam. Das Team mit den meisten Punkten am Ende des Spiels gewinnt.
Regeln
Da es sich um einen Vollkontakt Sport auf Rollschuhen handelt, ist das Regelwerk dem entsprechen lange. Das rund 80 Seitige Dokument findest du hier, falls dich die Regeln im Detail interessieren. Wenn du verschiedene Regeln ausprobieren möchtest, dann findest du hier das URDUMB (the Ultimate Roller Derby Ubiquitous Magnet Board), geschrieben von Wonder Zebra ein Mitglied der Vienna Rollergirs.