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Schmuck als Körperkult hat eine lange Tradition. Je nach Kultur sind die unterschiedlichsten Körperschmucktrends und Körperkulte zu sehen. Der Schmuck für den Körperkult ist meistens ganz simpel. Überwiegend werden einfache silberne Nieten, Ringe und Ohrringe verwendet, die an verschiedenen Stellen am Körper getragen werden.
Inhaltsverzeichnis:
Geschichte
Padaung Frauen in Myanmar tragen große goldene Ringe um den Hals. Bereits mit 5 Jahren bekommen Mädchen ihren ersten Halsring. Im Laufe der Jahre kommen immer mehr Ringe dazu. Zusätzlich zu den über 20 Pfund schweren Ringen um ihren Hals, tragen diese Frauen auch ebenso viele Ringe um ihre Waden. Dadurch können einige Hälse bis zu 10-15 cm lang werden. Dieser Brauch hat offensichtliche Auswirkungen auf die Gesundheit und wird darum auch seit ein paar Jahren weniger ausgeübt.
Verwandte Stämme mit den Padaung sowie andere Kulturen auf der ganzen Welt verwenden Schmuck, um Ihre Ohrlöcher zu dehnen oder vergrößern. In Amerika wurden die Labrets bereits schon vor dem ersten Kontakt mit den Innu und den ersten Völkern der Nordwestküste getragen.[1] Lippen-Platten werden von der afrikanischen Völkern Mursi und Sara, sowie einigen südamerikanischen Völkern getragen.
Im späten 20. Jahrhundert führte der Einfluss des modernen Primitivismus dazu, dass viele dieser Praktiken in westlichen Subkulturen integriert wurden. Viele dieser Praktiken stützen sich auf eine Kombination von Körperkult und dekorativen Objekten und verwischt so die Unterscheidung zwischen diesen beiden Arten der Dekoration miteinander.
In vielen Kulturen wird Schmuck als temporäre Körperveränderung verwendet, wobei in einigen Fällen Haken oder sogar Objekte so groß wie Fahrradstangen in die Haut des Trägers platziert werden. Obwohl dieses Verfahren häufig von Stamm- oder Halb-Stamm-Gruppen und oft im Rahmen einer Trance während religiöser Zeremonien durchgeführt wird, kam dieser Brauch auch in der westlichen Kultur auf. Viele Juweliergeschäfte mit Extrem-Piercings kümmern sich jetzt auch um die Menschen, die große Haken oder Stacheln in die Haut gesetzt bekommen möchten. In den meisten Fällen werden diese Haken in Verbindung mit Seilrollen verwendet, um den Träger in die Luft heben zu können.
Piercingschmuck
Der Körperschmuck wurde erst vor kurzem zum Gegenstand ernster wissenschaftlicher Forschung von Archäologen, die bei der Untersuchung von Körperpiercing durch eine Spärlickeit von Primärquellen behindert werden.[2] Frühe Aufzeichnungen erwähnen die Verwendung von Piercings oder deren Bedeutung nur selten, und während Schmuck als Grabbeigabe üblich war, macht der Verfall des Fleisches, dass es einmal schmückte, nur schwierig zu erkennen, wie der Schmuck wirklich verwendet wurde.[2] Auch wurden moderne Aufzeichnungen mit den Erfindungen des Piercing-Enthusiasten des 20. Jahrhunderts Doug Malloy beeinträchtigt. [2] In den 1960er und 1970er Jahren, vermarktete Malloy die zeitgenössischen Piercings mit der Patina der Geschichte. [3] Seine Broschüre über Körper & Genital-Piercing beinhaltete so häufig erzählte düstere Legenden, wie der Idee, dass Prinz Albert das Piercing mit demselben Namen erfand, um die Wölbung seines großen Penis in engen Hosen zu verringern, und dass die römischen Zenturio ihre Umhänge an Nippel-Piercings befestigten. [4][5] Einige der Mythen von Malloy wurden als Fakten in nachträglich veröffentlichten Piercinggeschichten gedruckt. [2]
Körperpiercingschmuck
Körperpiercing-Schmuck ist Schmuck, welcher speziell für die Verwendung als Körperpiercing hergestellt wird. Ursprünglich wurde kaum ein anderer Schmuck als kreisförmige Ohrringe für moderne westliche Piercings verwendet. Da das Körperpiercing mehr und mehr zur Mode wurde, wurde auch eine große Vielfalt von speziell gefertigtem Schmuck verfügbar. Übliche Arten von Körperschmuck sind nun auch Hanteln, Klemmringe, Stecker, Nabelringe, Stöpsel, Spiralen und viele weitere.
Die für die Produktion verwendeten Materialien erweiterten sich vom traditionellen Gold und Silber zum vielfältigen Einsatz von chirurgischem Stahl, sowie Titan, Niob, Glas, verschiedene Arten von Kunststoffen (PTFE, Tygon, Bioplast, Nylon), Holz, Horn, Bernstein, Stein, Bambus, Silikon, versteinertes Elfenbein, Stoßzähne und andere Knochen und sogar Porzellan. Bei so vielen verschiedenen verwendeten Materialien kann der Körperschmuck ein sehr einzigartiges Design haben.
Körperpiercing-Materialien
Für moderne westliche Piercings werden eine Vielzahl von Materialien verwendet. Einige können nicht autoklaviert sein und andere können allergische Reaktionen hervorrufen oder Bakterien anhäufen. Einige Länder, wie z.B. die EU-Staaten, haben gesetzliche Regelungen, die festlegen, welche Materialien für neue Piercings eingesetzt werden dürfen.
Metalle
Stahl
Wenn allergische Reaktionen auftreten, werden sie selten durch den Edelstahl ausgelöst, sondern aufgrund anderer Faktoren (meist aufgrund der mechanischen Reizung oder starken Reinigungsmittel). Allergische Reaktionen verursachen in der Regel Juckreiz, Rötungen und Schwellungen, die von einer klaren Flüssigkeit begleitet werden, die nicht Lymphe ist. Das Element im Edelstahl, welches bei manchen Menschen allergische Reaktionen verursacht, ist Nickel. Durch das Polieren des Schmucks bis zum Spiegelglanz erzeugt man eine Schutzschicht aus Chromoxid, welche die Aufnahme von Nickel in das Gewebe reduziert.
Ein Nachteil von Stahl ist sein Gewicht. Bei größeren Schmuckstücken kann dies zu einem Problem werden, da er Spannungen im Körpergewebe verursachen kann, und auch unerwünschtes Dehnen oder Reißen eines Piercings. In Bereichen mit geringer Durchblutung, wie z.B. dem Ohrläppchen, kann dies gefährlich sein. Allerdings gibt es bei kleineren Schmuckstücken keinen Grund zur Sorge.
Ein weiterer Nachteil ist, dass Stahl im Winter sehr kalt werden kann. Dies kann zu Problemen führen; darum tauschen viele ihren Schmuck im Winter gegen einen anderen aus Horn, Knochen, Holz, Kunststoff oder Glas ein. Stahl-Körperschmuck kann in einem Autoklaven sterilisiert werden. Die beiden häufigsten Normen, die für den Körperschmuck aus Stahl gelten, sind ASTM F138[6] und ISO 5832-1[7], die die Qualitäten von Stahl für chirurgische Implantate definieren.
Die einzige Qualität, die von der Vereinigung der professionellen Piercer für die Nutzung empfohlen wird, ist Stahl, der nach ASTM- oder ISO-Standards für die chirurgische Implantatverwendung zertifiziert wurde. „Chirurgischer Stahl wird aus einer Vielzahl von Legierungen hergestellt. Viele davon werden für den Körperschmuck verwendet, doch nur ein paar bestimmte Qualitäten gelten als biokompatibel“.[8]
Titan
Titan-Körperschmuck wird oft entweder in kommerziell reinen Graden von 1 bis 5 hergestellt oder als Grad 23 Ti6AL4V ELI-Legierung.
Die einzige Qualität, die für die Nutzung von der Vereinigung der professionellen Piercer empfohlen wird, ist Titan, welches nach ASTM- oder ISO-Standards für chirurgische Implantatverwendungen zertifiziert wurde. „Suchen Sie nach zertifizierten Titanimplantaten (Ti6Al4V ELI), welche ASTM F136 [9] kompatibel oder ISO 5832-3 [10] kompatibel sind, oder kommerziell reines Titan, welches ASTM F67 kompatibel ist.“.
Reine und legierte Qualitäten werden schon lange für Piercings sowie auch für chirurgische Implantate verwendet, und ist nur von sehr wenigen langfristigen Allergien und anderen Komplikationen bekannt. Doch wie bei jedem Material können diese erst nach längerem Kontakt mit dem menschlichen Körper entstehen. Die empfohlene Ti6Al4V ELI Legierung enthält Aluminium und Vanadium.
Als die EU-Nickelrichtlinie in Kraft trat, wurden Legierungen mit hohem Nickelgehalt in der Verwendung für primäre (neue) Piercings beschränkt. Da Titan fast „nickelfrei“ ist, wurde es zu einem der bevorzugten Materialien für Piercingschmuck innerhalb des EU-Raums.
Titanschmuck ist leicht (etwa 60% des Gewichts von Edelstahl bei gleichem Volumen), sehr korrosionsbeständig und reagiert weniger mit Körperflüssigkeiten. Es ist nicht magnetisch und es kann eloxiert werden, um eine Schicht farbiges Oxid auf der Oberfläche zu erzeugen. Die häufigsten Farben sind gelb, blau, violett, grün und Regenbogen-farbig. Titan kann in einem Autoklaven sterilisiert werden.
Niob
Niob ist ein Titan-ähnliches Metall, aber es ist weicher und schwerer. Bei der Verwendung von Niob für einen Piercingschmuck muss es so rein wie möglich sein, wobei der Schwellenwert 99,9 % Niob ist. Dieser wird manchmal als „999 Niob“ bezeichnet. Verunreinigungen bei Materialien von geringer Qualität können zu Allergien führen .
Reines Niob reagiert nicht auf Körperflüssigkeiten, Sauerstoff – oder Reinigungsmittel. Es kann auch sicher autoklaviert werden. Es wird als Heilungspiercing vom EU-Nickelgesetz erlaubt. Niobium kann wärmebehandelt werden, um eine dauerhafte trübe schwarze Oberfläche zu erhalten. Ein Nasenwandpiercing in schwarzem Niob ist praktisch unsichtbar.
Die Auswahl von Niobschmuck ist viel kleiner als die von Titan und anderen unedlen Metallen, vor allem weil Niobschmuck teurer und schwieriger herzustellen ist.
Bronze
Bronze wird oft für größere Piercings in Form von Ohrgewichten und ethnischen Schmuck aus Indonesien und anderen Orten der Welt verwendet. Bronze ist eine Legierung verschiedener Metalle, aber die häufigste Mischung (für Piercingschmuck ) ist 90 % Kupfer und 10% Zinn.
Beim Kauf von Bronzeschmuck sollten Sie sich versichern, diesen von einem ernsthaften Hersteller zu kaufen, da einige Bronzearten Arsen enthalten, welche in Ihrem Körper „bluten“. Bronze kann auch die Haut grünlich verfärben, doch lässt sich die Farbe entfernen. Wenn sie allerding in eine offene Wunde kommt, wird das Gewebe dauerhaft verfärbt.
Silber
Schmuck aus dem Edelmetall Silber ist seit Jahrhunderten in allen Formen von Schmuck üblich. Es hat einen gewissen Glanz und kann auch behandelt werden, um bestimmte Bereiche für einen schönen Kontrast schwarz zu färben. Allerdings ist Silber auch einer der häufigsten Gründe für eine Nickel-Allergie, denn einige Silberlegierungen enhalten Nickel.
Es sollte auch nie für neue Piercings oder beschädigte Piercings verwendet werden, da Blut, Schweiß und anderen Körperflüssigkeiten, sowie Reinigungsmittel, das Silber zum oxidieren bringen. Dies färbt das Silber schwarz und es löst auch Silbersalze, welche schwere Allergien auslösen können und den Bereich um das Piercing verfärben. Eine Verfärbung , die ein Leben lang halten wird.
Die Reinheit des Silbers wird in Hunderten gemessen. Die eingeprägten Zahlen auf dem Silberschmuck zeigen dies an. Zum Beispiel bedeutet 925 – 92,5% Silber und 7,5% andere Metalle, häufig Nickel.
Gold
Gold ist ein Edelmetall. Es ist ein schönes Metall für die Verwendung bei Schmuck und hat eine lange Tradition.[11] Wenn Gold für Piercings verwendet wird, ist eine geringere Reinheit als 14 oder 18 Karat (58 bis 75%) nicht empfehlenswert. Gold sollte nie als Heilungspiercing verwendet werden, ebenso kein vergoldeter Schmuck, auch wenn es die EU zulässt.
Gold ist etwa so weich wie Blei und kann leicht zerkratzt werden. Diese Kratzer können den Körper reizen, vor allem bei neuen Piercinglöchern. Zungenschmuck aus Gold wird allgemein nicht empfohlen, da ein Kauen auf den Kügelchen häufig vorkommt. Um die Reizung von beschädigtem Schmuck aufgrund von Kratzern und Fehlern zu vermeiden, ist goldfarbener Titanschmuck ein sicherer Ersatz dafür.
Piercingschmuck wird oft aus einer Goldlegierung hergestellt, wobei die üblichste 18k ist, da 24-Karat pur und viel weicher ist. 18karätiges Gold enthält in der Regel 75% Gold und die restlichen 25% sind Kupfer, Silber und Spuren anderer Metalle. Bei Gold von geringerer Qualität können Zink, Nickel und auch andere Reizstoffe gefunden werden.
Wie bereits erwähnt, sollte der Goldschmuck nie als Heilungspiercing verwendet werden, da Körperflüssigkeiten die unedlen Metalle in der Legierung verfärben und diese so trüb werden können. Eine Goldallergie ist selten, kommt aber vor und ist dann meist gegen Weißgold.[12] In einigen extremen Fällen kann das Kupfer im Schmuck trüb werden und grünliche Verfärbungen des Gewebes verursachen.
Gold kann durch Autoklaven verfärbt werden. Es können mehrere Dinge vorkommen, wie eine Reaktion auf die chemischen Indikatoren, Rückstände von Polier- oder Reinigungsmittel, oder Korrosion der Elemente im Gold selbst. Erfahrene Piercingstudios reinigen den Schmuck mit einem Schmuck-Dampfer, einem darauffolgenden Ultraschallverfahren mit warmen alkalischen Reinigungsmitteln, danach durch eine Spülung mit destilliertem oder deionisiertes Wasser mit letztendlicher Alkoholspülung zur Beseitigung von Rückständen.
Porzellan
Porzellan ist ein durch hohe Temperatur gebranntes Steingut. Wenn die Glasur nicht porös und frei von toxischen Elementen wie Blei und Cadmium ist, kann es als Heilungspiercing getragen werden.
Glas
Glas ist ein übliches Piercingmaterial, welches bereits seit Tausenden von Jahren verwendet wird. Zum Beispiel wurden Ohrstöpsel aus Glas in altägyptischen Gräbern gefunden.
Wenn es richtig geformt und hergestellt wird, kann Glas ein funktionielles Material sein: angenehm zu tragen, hart, und sicher für den Körper. Allerdings können billigere Glasperlen, die nicht in einer Metallschale eingesetzt sind, leicht in Scherben zerbrechen. Wenn Ihnen der Glasschmuck auf den Boden fällt, werden Sie ihn wahrscheinlich nicht mehr verwenden können. Wenn Sie eine billige Perle in einem Zungenpiercing haben und versehentlich darauf kauen, kann diese in winzige Scherben zerbrechen und Schnittwunden verursachen.
Es ist möglich Glas in einem Dampf-Autoklaven zu sterilisieren, aber die Hitze kann Risse bei billigeren Produkte verursachen.
Polymer
Polymere (Kunststoffe) werden bereits seit langem für Implantate und Piercings verwendet. Frühe Piercer verwendeten es oft als Heilungsschmuck. Nachdem das Durchstechen durchgeführt wurde, wurde ein Produkt so ähnlich wie eine dicke Angelschnur in das Loch eingeführt und seine Enden wurde zusammen genietet. Sobald das Piercing abgeheilt war, wurde der Kunststoff durchgeschnitten und herausgezogen, und anschließend wurde ein echtes Schmuckstück eingeführt. Dieses Verfahren wird heute noch praktiziert, doch in einem viel geringeren Ausmaß. Heutzutage gibt viele bessere und sicherere Möglichkeiten.
Polymere können leicht sein, resistent gegen die körpereigenen chemischen Reaktionen und sicher bei den meisten Allergien. Allerdings sind viele Polymere saugfähig und haben eine poröse Oberfläche. Darum ist es notwendig, diesen Schmuck oft herauszunehmen und gründlich zu reinigen oder zu ersetzen, um eine Infektion oder Sensibilisierung von Rückständen zu vermeiden.
PTFE
PTFE oder Teflon wurde 1938 erfunden und kann verfeinert werden, um für den Einsatz in der medizinischen Industrie und dem längeren Kontakt mit der Haut geeignet zu sein.
Verfeinertes PTFE kann biokompatibel gemacht werden.[13] Es ist ein leichter Kunststoff, er ist biegsam, autoklavierbar, unter Röntgenstrahlen nicht sichtbar, nicht magnetisch und sehr stabil. Es eignet sich für Implantate und Piercings, insbesondere wenn eine gewisse Flexibilität des Materials gewünscht wird.
Acryl , Plexiglas
Acryl , welches als Plexiglas oder unter einer Vielzahl von Namen verkauft wird, ist ein transparenter Kunststoff, der als Piercing meist für Stecker und Kegel verwendet wird. Aufgrund der Glätte des Materials kann es zum Dehnen verwendet werden. Viele übereifrige Träger haben ihre Löcher mit Acrylkegeln verletzt.
Es ist kein gutes Material für verletzte oder neue Piercinglöcher und es kann nicht durch Autoklaven hitzesterilisiert werden, da es schmelzen oder sich verfärben kann. Es ist auch ein zerbrechliches Material und kann leicht rissig werden oder splittern, wenn es auf den Boden fällt. Acrylschmuck neigt dazu, Körperflüssigkeiten und Hautpartikel in winzigen Poren und Rissen anzusammeln. Die Vereinigung der professionellen Piercer empfiehlt, dass es nur vorübergehend bei abgeheilten Piercinglöchern verwendet werden sollte.[14]
Acryl kann chemisch reizend oder allergen sein, wobei Acrylmonome Dermatitis durch die Zersetzung von Methylmethacrylat ausgelöst wird.
Edelsteine
Edelsteine oder Schmucksteine werden meist als Inlay in Steckern und als Perlen bei BCR´s verwendet . Die Qualität variiert durch die verschiedenen Edelsteine und es kann schwer sein Steine zu finden, die groß genug sind und keine Risse und Kratzer vorweisen.
Einige Steine können den Körper beeinflussen, wie z.B. der Malachit, der Kupfer enthält, welches die Haut verfärben kann. Andere können Blei[15], Arsen oder andere gefährliche Stoffe enthalten. Allerdings stellen Steine normalerweise kein Problem für den Körper dar, solange sie keine scharfen oder spitzen Kanten haben oder nicht sehr schwer sind. Häufig können sie autoklaviert werden, aber einige Steine, wie Opale und Korallen, halten der Hitze nicht stand und sollten auf eine andere Weise gereinigt werden.
Natürliche Materialien
Holz
Holz ist ein übliches Material für Stecker und andere Formen. Holzteile neigen dazu bei kalten Bedingungen warm zu bleiben. Sie sind leicht und bleiben oft eher an der Stelle als andere Stecker und erlauben es auch dem Körper zu „atmen“. Darum wird solch ein Piercing weniger wahrscheinlich zu riechen anfangen, wie es oft bei anderen Materialien der Fall ist.
Der Nachteil von Holz als Körperschmuck ist, dass, wenn er nicht richtig gepflegt wird, austrocknen und seinen Glanz verlieren kann. Dies kann mit Mineralöl oder Jojobaöl verhindert werden und es sollte auch nicht übermäßig viel dem Wasser ausgesetzt werden. Es sollte nicht autoklaviert werden, denn dies könnte ein Brechen, Verformen oder eine Spaltung verursachen.
Holz hat eine Maserung, die sich heraushebt, wenn es keine richtige Oberflächenverarbeitung erhalten hat und auch die Textur kann sich dramatisch verändern. Die Porösität von Holz und weil es unmöglich ist, es sicher zu sterilisieren, macht es als Material für frische Piercinglöcher oder nicht verheilte Abschnitte ungeeignet.
Von einigen Holzarten als Piercingschmuck wird dringend abgeraten, da sie allergische Reaktionen verursachen oder sonst irgendwie die Haut reizen können. Hartholz wird bevorzugt. Wenn es richtig behandelt wird, kann es nicht anschwellen, sehr haltbar sein, stabil, nicht viel Feuchtigkeit oder Körperflüssigkeiten aufnehmen, und die Oberfläche kann poliert werden, um sehr glatt zu werden.
Holz ist auch eine ausgezeichnete Grundlage für komplizierteren Schmuck. Die ebenen Flächen eines Steckers können mit Edelsteinen oder Metallen, etc. eingelegt werden. Holz kann einfach geformt werden und ist in vielen Farben erhältlich.
Bernstein
Bernstein ist versteinertes Baumharz und hat eine lange Tradition in der Verwendung als Schmuck. Seine häufigste Farbe ist ein goldenes gelb, aber es gibt es auch in schwarz, grünlich, rötlich, weiß, braun und blau sowie in verschiedenen Mischungen. Es kann auch mit natürlichen Einschlüssen von kleinen Tieren, Insekten und Pflanzen vorgefunden werden, die erstaunlich gut erhalten sein können.
Bernstein wird häufig für Inlays im Metallschmuck oder Steckern aus Horn, Knochen oder Holz etc. verwendet, aber es gibt auch reine Bernsteinstecker. Das Material hat eine glatte Oberfläche, welche sich gut auf der Haut anfühlt. Doch es neigt auch dazu, ein wenig zerbrechlich zu sein und hält der Hitze nicht sehr gut stand. Darum sollte es nicht autoklaviert werden. Im Winter bleibt es warm.
Fauna
Biologische organische Materialien sind in der Welt der Piercings recht häufig und wurden traditionell von vielen Kulturen verwendet . Wie Holz scheinen sie sich auch gut als Körperschmuck zu eignen, da man sie leicht formen kann. Knochen, Horn, Elfenbein usw. können zu einer angenehm glatten Oberfläche verarbeitet werden. Biologische organische Materialien lassen Ihren Körper „atmen“. Sie werden weniger kalt als andere harte, feste Materialien, aufgrund ihrer isolierenden Eigenschaften im Winter. Allerdings können sie auch trocknen und aufbrechen, wie Holz zum Beispiel.
Schlecht gereinigte Materialien können Restbakterien an den Körper des Trägers übertragen, und daher ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Schmuck von einem Unternehmen mit guten ethischen Herstellungspraktiken kaufen. Schmuck von schlechterer Qualität könnte Kratzer oder Risse aufweisen, in denen sich Bakterien ansammeln und schlechte Oberflächenverarbeitungen können zu rauen Texturen führen.
Tierische Erzeugnisse, die nicht legal erstanden wurden, eignen sich nicht als Rohstoff für die Herstellung von Körperschmuck. Es gibt ethische Alternativen für einige Materialien, wie z.B. fossiles Mammut, Mastodon oder Walross-Elfenbein, welches ein mineralisiertes Material ist und am häufigsten in Sibirien oder Alaska vorzufinden ist. Jedes Jahr werden große Mengen an Mammut-Elfenbein im Permafrost Sibiriens entdeckt. Die Überfülle an Mammut-Elfenbein und die Tatsache, dass der Handel legal ist, haben den illegalen Handel mit Elfenbein stark verdrängt. Mammut-Elfenbein kann in mehreren Farben vorgefunden werden, als die bekannten weiß/gelblichen Farben, die Elfenbein normalerweise hat. Dies liegt daran, dass die Mineralien im Boden manchmal das Elfenbein verfärben. Mammutelfenbein ist durch Veränderungen in Temperatur und Feuchtigkeit anfällig für Risse, wenn es nicht richtig gepflegt wird.
Knochen, Horn, Elfenbein und derähnlichen sollten nicht autoklaviert werden, da es sie zerstören würde. Sie eignen sich auch nicht für unverheilte Piercinglöcher.
Quellen[1] Moss, Madonna L. „George Catlin among the Nayas: Understanding the practice of labret wearing on the Northwest Coast.“ Ethnohistory Winter99, Vol. 46 Issue 1, p31, 35p.
[2] Angel, Elayne (2009). The Piercing Bible: The Definitive Guide to Safe Body Piercing. The Crossing Press. ISBN 1-58091-193-5. p. 2
[3] Smith, RJ (2002). „The Many Faces of Korla Pandit“. In Paul Bresnick. Da Capo Best Music Writing 2002: The Year’s Finest Writing on Rock, Pop, Jazz, Country, and More. Da Capo Press
[4] Woods, Stacey Grenrock (1 February 2006). „Why is the Prince Albert Piercing Named after Prince Albert?“. Esquire. Retrieved 5 December 2009.
[5] Ward, Jim (23 January 2004). „Who was Doug Malloy“. BMEzine. Retrieved 7 May 2010.
[6] http://www.astm.org/Standards/F138.htm
[7] http://www.iso.org/iso/catalogue_detail.htm?csnumber=39023
[8] http://www.safepiercing.org/publications/brochures/initial-jewelry/
[9] http://astm.org/Standards/F136
[10] http://www.iso.org/iso/iso_catalogue/catalogue_tc/catalogue_detail.htm?csnumber=23049
[11] http://www.safepiercing.org/publications/brochures/initial-jewelry/
[12] http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1600-0536.1984.tb00056.x/abstract
[13] „ASTM F754 – 08 Standard Specification for Implantable Polytetrafluoroethylene (PTFE) Sheet, Tube, and Rod Shapes Fabricated from Granular Molding Powders“. ASTM International.
[14] „Jewelry for Healed Piercings Brochure“. The Association of Professional Piercers. Retrieved 24 August 2012.
[15] „Lead glass“