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Safari zu den Buschmännern in der Zentalkalahari (Botswana)
Reise in die Vergangenheit
Während Jahrtausenden belebten die Buschmänner
oder San wie es wissenschaftlich heisst das ganze südliche
Afrika. Sie führten ein ungestörtes Leben als Sammler und Jäger.
Durch das Vordringen europäischer Siedler und diverser afrikanischer
Volksstämme wurden viele von ihnen ausgerottet und ihr Lebensraum
immer weiter eingeschränkt. Heute leben im ganzen südlichen
Afrika gerade noch 60000 bis 100000 Buschmänner in abgelegenen Gebieten,
beispielsweise in der Zentralkalahari.
Die Buschmänner sind ein Nomadenvolk,
bei dem sich die Frauen um das Essen kümmern, während die Männer
auf die Jagd gehen. Sie besitzen die Fähigkeit in extrem lebensfeindlicher
Umgebung zu überleben. Ausgerüstet mit einem Grabstock, mit
Pfeil und Bogen beschaffen sie sich alle lebensnotwendigen Dinge. Dies
wiederum bedingt ein grosses Wissen und eine natürliche Begabung,
Fauna und Flora für sich optimal zu nutzen. Eine Reise zu den Buschmännern
erinnert an eine Reise in die Vergangenheit.
Impressionen einer Kalahari-Safari
Nach einer stundenlangen Fahrt über die holprige Sandpiste, nur unterbrochen
durch die Mittagsrast und einen Radwechsel die messerscharfen Dornen
eines der allgegenwärtigen Dornensträucher hatten den Pneu unseres
robusten Geländewagens einfach aufgeschlitzt erreichen wir
die ersten Hütten von Molapo, einer Siedlung der Buschmänner
im Central Kalahari Game Reserve. Das Hauptziel unserer einwöchigen
Safari zu den Buschmännern ist erreicht. Diese unwirtliche und lebensfeindliche
Wüste ist ihre Heimat. Willem, er ist unser Fahrer, Guide und gleichzeitig
der Chef von Penduka-Safaris, stoppt das schwere Fahrzeug, während
wir gespannt die weitere Entwicklung des Geschehens abwarten. Wir brauchen
nicht lange zu warten.
Die ersten Kinder rennen herbei und bald danach scheint sich das ganze
Dorf bei uns zu versammeln: Junge und Alte, Männer und Frauen, Kinder
und selbst die abgemagerten Hunde scheinen uns begrüssen zu wollen.
Das Zusammentreffen ist herzlich, es wird gelacht, man nickt uns freundlich
zu und alle sprechen mit einer Art melodischem Singsang durcheinander.
Es ist ein Freudentag, wenn Besucher zu den Buschmännern kommen.
Wir befinden uns unvermittelt in einer anderen Welt, an die man sich erst
gewöhnen muss.
Nachdem uns die Einheimischen in unserem
Zeltcamp, ausserhalb Molapos besucht haben, werden wir vom Dorfältesten
zur Besichtigung seiner Hütte und des Ortes eingeladen. Spätestens
jetzt registrierte auch der letzte von uns, in welchem Überfluss
wir leben, und mit wie wenig man eigentlich auch leben könnte. Dabei
sind die Buschmänner keineswegs unglücklich. Trotz der äusserst
kargen Umwelt wirken diese freundlichen Leute gelassen und zuversichtlich.
Sie sind mit sich und der Natur im Einklang.
Ein Tag im Leben der Buschmänner
Am nächsten Tag begleiten wir die Männer auf die Jagd nach Springhasen
und nach zwei erfolgreichen Versuchen zeigen sie uns, wie man Fallen baut,
mit zwei Stäbchen Feuer entfacht oder aus den Fasern von Pflanzen
Seile dreht. Am Nachmittag sind es die Frauen, die uns mit den Geheimnissen
der Pflanzen vertraut machen. Während aus gewissen Pflanzen Flüssigkeit
gewonnen wird, dienen andere als pflanzliche Nahrung und viele Kräuter
dienen als Arznei gegen die unterschiedlichsten Beschwerden.
Gegen Abend wird ein Lagerfeuer entfacht, und dann werden uns von den
jungen Männern einige der traditionellen Tänze gezeigt. Diese
Tänze sind keine folkloristische Veranstaltung für uns Touristen,
denn es lässt sich unschwer feststellen, dass aus Freude und Begeisterung
getanzt wird. Wir Gäste sind für die Buschmänner lediglich
ein guter Grund, um ein Fest zu feiern
Ein heikles Thema
Reisen zu Naturvölkern liegen im Trend der Zeit, sind aber gleichzeitig
ein heikles Thema. Derartige Reisen können viel zerstören, wenn
der Reiseveranstalter bei der Planung und Durchführung der Reise
nicht äusserst vorsichtig und sensibel vorgeht. Das gilt auch für
Spezialreisen zu den Buschmännern in der Kalahari. Deshalb ist es
wichtig, dass sich die ReiseteilnehmerInnen seriös auf eine solche
Erlebnisreise vorbereiten. Es wird vorausgesetzt, dass die uralten Rituale
und Traditionen respektiert werden. Leute, die alles einfach als Folklore
abtun wollen, sind auf einer Safari zu den Buschmännern fehl am Platz.
In der Schweiz werden solche Reisen durch den erfahrenen Afrika-Spezialisten
DreamMaker in Dielsdorf angeboten.
Kalahari, Bilder und Kontakt
Die Wüste
lebt
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von den Buschmännern der Kalahari
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© Kurt Riedberger, pbr, Dielsdorf