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Symptome Diagnose Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerzen Ursachen und Auslöser Therapie Ärztliche Beratung
Obwohl Migränesymptome bereits 3000 v. Chr. erstmals beschrieben wurden, sind die Ursachen und Auslöser von Migräne bis heute noch nicht vollständig verstanden. Fest steht, Migräne ist eine neurologisch bedingte Funktionsstörung des Gehirns, der Hirnhaut (Dura) und der jeweiligen Blutgefässe. Es kommt zu einer vorübergehenden Fehlfunktion schmerzregulierender Systeme. Das führt dazu, dass Betroffene überempfindlich auf bestimmte Reize reagieren, wobei sich die Migräne sehr unterschiedlich und individuell zeigt.¹
Ursachen von Migräne
Früher vermuteten Wissenschaftler, dass sich kurz vor einer Migräneattacke die Blutgefässe im Gehirn krampfartig verengen und wieder weiten und so die migränetypischen Schmerzen auslösen. Aktuellen Untersuchungen zufolge beginnt eine Migräneattacke jedoch mit einer Überaktivität von Nervenzellen im „Migränezentrum“ im Hirnstamm. Diese Überaktivität hat unter anderem eine vermehrte Ausschüttung sogenannter Botenstoffe (Neurotransmitter) zur Folge, die zu einer Dehnung der Blutgefässe führen. Dadurch werden die Gefässwände durchlässig und bestimmte Blutbestandteile, wie entzündliche Eiweissstoffe, werden freigesetzt. Daraufhin kommt es zu einer Aufschwemmung sowie einer Art Entzündung des Hirngewebes und der Hirnhäute, die sich in Migränekopfschmerzen äussern.¹
Zu den fehlregulierten Botenstoffen zählen vor allem Serotonin und Noradrenalin. Untersuchungen konnten ausserdem zeigen, dass zu Beginn der Migränesymptomatik auch das Calcitonin Gene-related Peptide (CGRP) im Blut erhöht ist und am Ende der Attacke wieder auf das normale Niveau zurückgeht.² Das Molekül ist vermutlich mitverantwortlich für die Übertragung der Schmerzsignale.²
Häufige Auslöser
Ebenfalls noch nicht vollständig aufgeklärt sind die Faktoren, die einen Migräneanfall herbeiführen können. Sowohl eine erbliche Veranlagung als auch die individuelle Reiz-Reaktions-Bereitschaft und verschiedene Auslöser (Trigger) können eine Migräne begünstigen. Als häufige Auslöser werden genannt:¹
Tatsächlich ist bekannt, dass bestimmte Rotweine Migräneattacken begünstigen können. Die Ansicht, Schokolade sei ein direkter Auslöser, ist heute hingegen überholt. Der häufig beobachtete Heisshunger auf Süsses vor einem Migräneanfall hat seine Ursache in der plötzlichen übermässigen Hirnaktivität der betroffenen Hirnareale. Diese müssen mit Energie versorgt werden, die sich das Gehirn in Form von Kohlenhydraten holt.
Der Übergebrauch jeglicher Schmerz- oder Migränemedikation kann ebenfalls zu Kopfschmerzen führen. Dieses Symptom wird als MÜKS bezeichnet. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Quellen
CH2205246078