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Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen zeichnet sich in Malta ein Sieg der regierenden Labour-Partei von Premierminister Joseph Muscat ab. Sein Herausforderer Simon Busuttil von der konservativen Nationalist Party räumte seine Niederlage ein.
«Es ist klar, dass sich die Menschen dafür entschieden haben, Kurs zu halten», sagte Muscat im staatlichen Fernsehen nach der Auszählung erster Stimmen am Sonntag. Die offiziellen Ergebnisse werden erst im Laufe des Sonntags erwartet.
Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Malta haben sich am Samstag insgesamt 92 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt. Diese Beteiligung liege jedoch um einen Prozentpunkt unter dem Ergebnis der Wahlen im Jahr 2013, teilte die Wahlkommission in La Valetta in der Nacht zu Sonntag mit.
Den Wahlkampf hatte eine Korruptionsaffäre überschattet, die im Zusammenhang mit dem «Panama Papers»-Skandal stand. Dabei wurde auch Muscats Frau vorgeworfen, eine geheime Offshore-Firma in Panama zu haben. Muscat hatte die Wahlen wegen der Vorwürfe ausgerufen - rund ein Jahr vor dem regulären Ende des Legislaturperiode. Malta ist das kleinste EU-Land und hat noch bis Ende Juni die EU-Ratspräsidentschaft inne. (sda/dpa)