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DIE PFEIFENTABAKPRODUKTION
MISCHUNG
Anbruchlager
Hier liegen die Rohtabake für die Verwiegung bereit. Ein Blend (Mischung) kann aus bis zu
30 verschiedenen Rohtabaken bestehen, daher erfolgt das Blending streng nach den ausgearbeiteten
Rezepturen des Blend Managers. Ein Mitarbeiter wiegt die Rohtabake mit Hilfe der Waage rechts im
Bild ab und füllt die Mischungsbestandteile in die Tabakwagen bis zur weiteren Bearbeitung in der Vakuumkammer.
Vakuumkammer
Die zu einer Mischung zusammengestellten Tabakblätter werden anschließend in einer Vakuumkammer
mit Wasserdampf angefeuchtet und erwärmt. Durch das gleichzeitige Ziehen von Vakuum kann der Dampf
besser aufgenommen werden, da sich die Poren der Blätter öffnen. Zudem wird das Blatt geschmeidig
und die Brüchigkeit sinkt, was für die weitere Verarbeitung von Vorteil ist.
Feeder
Der Tabak wird aufgelockert und es erfolgt eine erste Zusammenmischung der Mischungsbestandteile.
Bandwaage
Auf der Bandwaage wird das Gewicht des Tabaks bestimmt und danach mittels Computersteuerung die Menge
der Sauce ermittelt, die in der Casing-Trommel dem Tabak aufgesprüht wird.
VEREDELUNG
Dämpftunnel
Im Dämpftunnel wird der Tabak durch Düsen mit Wasserdampf angefeuchtet und erwärmt, damit das
Casing in der Sauciertrommel besser aufgenommen und die Grusbildung verringert wird.
Casing-Trommel
Das dafür notwendige Casing wird in der Saucenküche rezeptgetreu aus natürlichen und naturidentischen Aromen
zusammengemischt. In der Sauciertrommel wird der Tabak mit dem Casing besprüht. Die Trommel gewährleistet durch
die Rotation eine gleichmäßige Saucenaufbringung und eine intensive Durchmischung des saucierten Tabaks.
Bei der Herstellung von Pueblo (100% Tabak ohne Zusatzstoffe) wird dem Tabak nur Wasser zugesetzt.
VERARBEITUNG
Mischboxen
Der saucierte Tabak wird zu den Mischboxen befördert, wo er gleichmäßig in horizontalen Schichten verteilt wird.
Die Mischungen bleiben längere Zeit in den Boxen, wo das aufgebrachte Casing einziehen kann und ein Feuchteausgleich
stattfindet. Durch die vertikale Entnahme ist eine Durchmischung der saucierten Blatttabake garantiert.
Schneidemaschine
Von den Mischboxen aus wird die Schneidemaschine beschickt. In ihr wird der Tabak von zwei übereinander
liegenden Ketten, in Keilform zur Schneidetrommel befördert. Sechs an der Trommel befestigte Messer schneiden
den Tabak in Abhängigkeit von der Trommeldrehzahl und dem Kettenvorschub in die gewünschte Schnittbreite.
Röste (Trockner)
Über einen Zusetzer wird der geschnittene Tabak der Röste zugeführt. Das Rösten des geschnittenen Tabaks
und die Abtrocknung auf die gewünschte Endfeuchte erfolgt in einem Trommeltrockner bei Temperaturen bis max. 180°C.
Dabei wird das während der Tabakaufbereitung beigefügte Wasser wieder entzogen und durch die Röstung
verbinden sich die Saucenzutaten mit dem Tabak.
Kühlband
Das Abkühlen erfolgt anschließend auf einem Kühlband mit reichlicher Frischluftzufuhr. Die fertigen Tabake
werden dann an einer Wiegestation abgewogen, in Kisten abgefüllt und in das Schnitttabaklager transportiert.
ENDPRODUKT
Schnitttabaklager
Der fertige Tabak wird hier zwischengelagert und dabei laufend auf seine Qualität überprüft. Vor allem die
Überwachung der Feuchtigkeit des Tabaks spielt hier eine sehr große Rolle, da der Tabak
weder zu feucht, noch zu trocken werden darf.
Flavourisierung
Hier erhalten manche Feinschnitte ihren Top-Flavour. Es handelt sich hierbei wiederum um natürliche oder
naturidentische Aromastoffe, z.B. Frucht- und Gewürzauszüge, die meist auf alkoholischer Basis (Weinbrand, Rum, Whiskey)
aufgebaut sind. In der Flavourtrommel wird der Top-Flavour durch eine Düse auf dem Tabak verteilt
und gibt jeder Tabakmischung ihren unverwechselbaren Charakter.
Die Abpackung von Rauchtabaken
In der Rauchtabakabpackung wird an vollautomatischen Maschinen abgefüllt. An mehreren Packmaschinen werden
in der Hauptsache Kartondosen mit unterschiedlichen Einfüllmengen hergestellt. Außerdem gibt es
Wickelbeutelpacker mit verschiedenen Füllmengenanforderungen. Im Rechteckdosenpacker wird nur Pfeifentabak
in Blechdosen vakuumverpackt. Durch das Vakuum erzielen wir eine lange Haltbarkeit. Die Fertigpackungen werden
durch eine Kontrollwaage überprüft. Entspricht die Nennfüllmenge nicht den Vorgaben der Fertigpackungsverordnung
so wird die Ware ausgeschleust. Nach der Kontrollwiegung erhält die Packung maschinell eine Steuerbanderole.
Anschließend werden die Fertigpackungen in Folie, Papier oder in Verkaufskartons zu Gebinden zusammengefasst.
Die Gebinde werden danach in Wellpappekartons oder in Plastikboxen verpackt, auf Paletten
gestapelt und dem Fertigwarenlager zugeführt.