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«Seit ich fünf Jahre alt bin, hole ich mit meiner Schwester Wasser aus dem Tal», erzählt die 13-jährige Doreen. «Ein Weg beträgt etwa 3 Kilometer, die Strecke ist sehr steil. Wir brauchen etwa 2 Stunden dafür und müssen zwei mal pro Tag gehen. Wenn wir zu schnell laufen, um mehr Zeit für die Arbeit im Garten oder die Schule zu haben, kriege ich Brustschmerzen.»
Die Gegend im Südwesten Ugandas ist gebirgig und liegt auf einer Höhe von 1'800 bis 2'600 m.ü.M. Lediglich 60% der Bevölkerung in Uganda haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, Wasserquellen im Projektgebiet sind weit entfernt.
Zudem sind die Mädchen in Gefahr. Doreen erzählt: «Ich wurde auch schon von jungen Männern angegriffen. Sie nahmen mir das Wasser weg und ich kämpfte, um davon zu kommen.» Immer wieder kommt es zu Vergewaltigungen auf dem Weg. Zu der sehr strengen Arbeit und dem Zeitverlust kommt also eine ständige Angst. Doreen hofft auf eine bessere Zukunft: «Unser grösster Wunsch als Familie ist es, einen Wassertank zu haben. Viele unserer Probleme wären so gelöst.»
TearFund hilft Familien wie derjenigen von Doreen, ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern: Durch Hygieneschulungen sowie Anleitung zu Bau und Unterhalt von Wassertanks erhalten sie wirksame Hilfe zur Selbsthilfe. Folgen davon sind verbesserte Gesundheit und Hygiene, sowie mehr Zeit – zum Beispiel für den Schulbesuch der Mädchen, die Kinderbetreuung durch die Mutter oder den Aufbau eines Nebenerwerbs.