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In Baltimore kennt ihn jedes Kind: Mr. Trash Wheel. Er ist eine Konstruktion aus einem kleinen Lastkahn, einem Förderband und Mühlrädern. Und hat über 500 Tonnen Müll gefressen!
Mr. Trash Wheel steht an der Mündung des Jones Falls Flusses in den inneren Hafen Baltimores. Müll, der via Fluss ins Meer gelangen würde, wird von Mr. Trash Wheel abgefangen und gefressen. Dabei kombiniert die Maschine alte und neue Prinzipen.
So funktioniert Mr. Trash Wheel
Plastikflaschen, Verpackungen und anderer Abfall werden mit rotierenden Armen auf ein Förderband geschoben. Dies befördert den Müll direkt in einen Container. Wenn der voll ist, wird er geleert. Achja, Mr. Trash Wheel hat ausserdem zwei grosse, sympathische Augen!
Angetrieben wird das Konstrukt von einem einfachen Wasserrad. Falls die Strömung mal zu schwach ist, helfen Solarpanels auf dem Dach nach.
Erfunden hat Mr. Trash Wheel der Amerikaner John Kellet. Ihn störte all das Plastik, das er im Wasser treiben sah. 2008 baute er einen ersten Prototypen. Zusammen mit Fördergeldern der Stadt baute er dann 2014 den Mr. Trash Wheel, den man heute kennt. Ein Jahr später wurde die Maschine das erste Mal so richtig auf die Probe gestellt. Während eines starken Regensturms sammelte Mr. Trash Wheel an einem Tag 19 Tonnen Plastik ein.
Sauberes Wasser bis 2020
Mr. Trash Wheel soll der Stadt dabei helfen, bis 2020 die Gewässer so sauber zu bekommen, dass man darin schwimmen kann. Bei der Bevölkerung ist der kleine Müllschlucker sehr beliebt. Er hat sogar einen eigenen Twitter-Account.
Inzwischen hat Mr. Trash Wheel Freunde bekommen. Die weibliche Professor Trash Wheel und das genderneutrale Captain Trash Wheel. Stofftiere gibts übrigens auch. Und ein Mr. Trash Wheel Bier, dessen Verdienste an den Umweltschutz gehen.
Bilder: Matthew Bellemare CC BY 2.0 / Sarr Cat CC BY 4.0 / Twitter von Mr. Trash Wheel
Leo hat Journalismus studiert und arbeitet seit 4 Jahren in der Medienbranche. Er ist Textchef von Improve und interessiert sich für kreative Lösungen des Plastikproblems, grüne Energie und die Erforschung des Weltalls.
«When the wind of change blows, some people build walls, others build windmills.» – Chinesisches Sprichwort