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Es gibt Krankheiten über die man als Hundebesitzer immer wieder mal spricht ohne sich aber bewusst zu sein wie gefährlich sie für den Menschen sein können. Eine dieser Krankheiten ist ein kleiner Bandwurm, der Funchsbandwurm.
Der Fuchsbandwurm ist ein für den Menschen sehr gefährlicher, von Wildtieren übertragener Parasit. Ein Befall kann zum Tod 1. ein Muttertier führt ein Junges; 2. ein Gewehr benutzen; 3. einen Jagdhund halten; 4. ein Leittier führt ein Rudel, weil die Finne aufgrund ihres tumorartigen Wachstums kaum operativ entfernt werden kann.Jagen in der Schweiz.
Kleine Larven die grosse Probleme machen.
Eckpunkte
Die Endwirte von Echinococcus multilocularis, einem winzigen Bandwurm von lediglich 4 mm Länge sind in erster Linie Füchse. Als Zwischenwirte dienen Kleinsäuger wie Feld- und Schermäuse. Der Mensch ist gefährdet, wenn er zum sogenannten akzidentellen Zwischenwirt wird.
Die daraus resultierende alveoläre Echinokokkose des Menschen verläuft unbehandelt tödlich.
Lebenszyklus
Die adulten Bandwürmer (mit nur 2 bis 6 Proglottiden) leben in den Zotten des Dünndarms vom Fuchs (gelegentlich auch bei Hund und 1. weibliches Murmeltier; 2. weibliche Wildkatze (Kätzin)). Nach einer Präpatenzzeit von 5 bis 7 Wochen werden Eier mit dem Stuhl freigesetzt.
Nach ihrer per oralen Aufnahme durch den Zwischenwirt schlüpft nach der Magenpassage eine hakentragende Larve (Oncosphäre), welche die Darmwand passiert und über den Blutkreislauf in die Leber (oder in andere Organe) gelangt.
In diesen Zielorganen entwickeln sich die Finnen (Metazestoden), bei denen es sich um kleine (wenige mm bis 2 cm grosse) Bläschen handelt. Durch Sprossungsvorgänge kommt es zu einem Tumor-artigen Wachstum. Nach einigen Monaten entwickeln sich innerhalb der Finnen Kopfanlagen (Protoscolices), die sich nach der per oralen Aufnahme durch den Endwirt zur neuen Bandwurmgeneration entwickeln.
Lebenszyklus
Der Lebenszyklus des Fuchsbandwurm beginnt mit dem erwachsenden Wurm der im Dünndarm seines Endwirtes lebt.
In seinem letzten Körpersegment (Proglottis) Wild wird eine kurze Zeit bis zu einigen Tagen in die Kühlung gehängt die selbstbefruchteten Eier heran. Diese Eier enthalten das erste Larvenstadium des Wurmes.
Durch abwerfen des letzten Proglottis werden pro Tag bis zu 200 Eier in den Darm des Endwirtes abgegeben und gelangen so mit der hinterlassene Exkremente in die Umwelt.
Die Eier sind sehr kältebeständig und können monatelang infektiös bleiben.
Als Zwischenwirt dienen vor allem Wühlmäuse, aber auch alle anderen Säugetiere einschließlich des Menschen können als Fehlzwischenwirt fungieren.
Selbst Hunde können bei Aufnahme von Fuchskot gleichzeitig Zwischen- und Endwirt sein.
Nach der Aufnahme der Eier durch einen Zwischenwirt löst sich die Eikapsel auf und die so genannte Onkosphäre oder Hexacanthenlarve (6-Haken-Larve) wird frei.
Die Larve durchdringt das Epithelgewebe der Darmwand und gelangt über die Mesenterialvenen und die Pfortader zur Leber des Zwischenwirts, sie kann aber in Ausnahmefällen auch Lunge, Herz oder Milz befallen. Innerhalb des Gewebes setzt sich die Onkosphäre fest und bildet als zweites Larvenstadium die Finne, eine mit gallertartiger Masse gefüllte Blase, die gegen das sie umgebende Organ durch eine Wand aus Bindegewebe abgegrenzt ist.
Aus der Wand der Metazestode entspringen im weiteren Verlauf der Infektion durch Knospung stetig weitere Finnen; es entsteht eine Larvenstruktur, die aus einer Anhäufung blasenartig erscheinender Finnen besteht und das Wirtsgewebe infiltriert.
Diese Infiltration macht das operative Entfernen der Finnen praktisch unmöglich!
Nach zwei bis vier Monaten in einem geeigneten Zwischenwirt bilden sich in den Finnen als drittes Larvenstadium die Protoscolices mit eingestülpten Kopfanlagen, und Knospung und Wachstum der Metazestode kommen zum Stillstand.
Beim Menschen als Fehlwirt ist die Knospung der Metazestoden stark verlangsamt und es bilden sich allenfalls wenige Protoscolices. Die Metazestode wächst nach außen, und es kommt in ihrem Zentrum zu Abbauprozessen. So entsteht eine langsam zunehmende Masse aus nekrotisiertem Gewebe, das von einer relativ dünnen Schicht lebenden Parasitengewebes umhüllt ist.
Durch die Erkrankung wird der Zwischenwirt immer schwächer und damit eine leichte Beute für den Endwirt (Hund, Fuchs, Katze). Selbst nach dem natürlichen Tod des Zwischenwirtes bleiben die Metazestoden noch lange infektiös, so dass auch Tiere, die sich von Aasernähren, zum Endwirt werden können. Nimmt der Endwirt mit der Nahrung Metazestoden auf, so werden sie verdaut und die freigewordenen Protoscolices stülpen ihre Halteorgane aus, mit denen sie sich im Dünndarm des Wirtes festsetzen. Sie wachsen zur neuen Bandwurmgeneration heran, indem sie an dem nun zum Scolex des neuen Bandwurms umgeformten „Kopf“ frisch gefallener Schnee, der beim Fährten hilft Proglottiden bilden.
Wirte
Der Fuchsbandwurm infiziert als Hauptwirte vor allem Angehörige der Gattung Vulpes, in Mitteleuropa, Asien und Nordamerika den Rotfuchs und in den zirkumpolaren Regionen den Polarfuchs. Daneben können Kojote, Wolf und Haushund sowie seltener Wildkatze und Hauskatze befallen werden. Fuchsbandwürmer sind selbst bei starkem Befall des Endwirts für diesen kaum schädlich. Katzen scheinen in der Epidemiologie des Fuchsbandwurms keine Rolle zu spielen, die Anzahl der ausgeschiedenen Eier ist nur gering und ihre Infektiosität ist nicht erwiesen.
Zwischenwirte
Als Zwischenwirt dienen kleine Säugetiere, vor allem Wühlmäuse, die in Deutschland die häufigsten Zwischenwirte sind. Bei ihnen führt eine Infektion mit den Larven des Fuchsbandwurms innerhalb weniger Monate zu einer starken Schwächung oder zum Tod.
Durch die Aufnahme von Eiern des Fuchsbandwurms können auch Hirsche, Elche, Rentiere, Bisons, Haus- und Wildschweine, Pferde, Nutrias und Primaten einschließlich des Menschen infiziert werden. Wenn die in ihnen heranwachsenden Larven des Fuchsbandwurms nicht durch den Verzehr von Fleisch oder Aas des Zwischenwirts auf neue Hauptwirte übergehen, handelt es sich um Fehlzwischenwirte, da der Lebenszyklus des Parasiten mit dem Tod seines Wirts erlischt. Beim Menschen wird durch eine Infektion mit den Eiern des Fuchsbandwurms die Alveoläre Echinokokkose ausgelöst, eine lebensgefährliche Wurmerkrankung. Anders als beim Befall regulärer Zwischenwirte ist der Krankheitsverlauf beim Menschen schleichend, die Inkubationszeit kann bis zu 15 Jahren betragen.
Verbreitung
Der Kleine Fuchsbandwurm ist vor allem in Nord- und Mitteleuropa, im nördlichen Asien und in Nordamerika verbreitet. In der Schweiz wurde er in 21 von 26 Kantonen infizierte Füchse festgestellt. In der Nähe der Stadt Zürich wurden 195 Füchse untersucht.
Diagnose
Der Befall des Endwirtes wird durch den Nachweis der Eier oder durch Koproantigen-Tests erbracht. Bei der alveolären Echinokokkose des Menschen spielt der serologische Nachweis von spezifischen Antikörpern eine wichtige Rolle.
Medizinische Bedeutung
Generell
Nach einer langen Inkubationszeit von 10 bis 15 Jahren, die symptomlos verläuft, kommt es zu einer Lebersymptomatik. Bis vor kurzer Zeit betrug die Sterberate der alveolären Echinokokkose über 90%. Dank intensiver medizinischer Betreuung und Chemotherapie (Mebendazol oder Albendazol) sank sie in der Schweiz unter 20%.
In der Schweiz
In der Schweiz werden jedes Jahr ca. 10 neue Fälle mit alveolärer Echinokokkose diagnostiziert (mittlere Inzidenz ca. 0,18 Neuerkrankungen pro 100’000 Einwohner und Jahr).
BAZ-Artikel: Der Fuchsbandwurm kommt auch in die Stadt
Prophylaxe
Für den Menschen gilt in erster Linie die Expositionsprophylaxe: Sorgfältiges Waschen von Waldbeeren und der Hände nach Erdarbeiten und Vorsicht beim Umgang mit Fuchsbälgen.
Bekämpfung
Noch keine geeigneten Massnahmen bekannt.