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Kommende Versionen von Microsoft Windows und des Internet Explorers kommen mit einem Identitäts- und Passwort-Management-Tool.
Gestern hielt Microsoft-Chefarchitekt Bill Gates eine viel beachtete Rede an der "RSA Conference" in Kalifornien. Einen rechten Teil seiner Rede widmete Gates dem Konzept der "InfoCard". Mit "InfoCard" will Microsoft dem grassierenden Problem des "Identitätsdiebstahls" (z.B. "Phishing") zu Leibe rücken.
Im Konzept der "InfoCards" gibt es drei involvierte Parteien. Der Anbieter, ein "identity provider" (z.B. eine Bank oder eine Behörde) und der Kunde. Benützt ein Kunde eine "InfoCard", so sendet die Microsoft-Software eine Anfrage an den "Identity Provider", der dem Anbieter der Dienstleistung oder der Ware die Identität des Kunden bestätigt. Technisch wird das Konzept über Web Services umgesetzt. '"InfoCard" unterstützt eine ganze Reihe von bekannten Web Service-Protokollen wie SOAP (Simple Object Access Protocol).
Man wird sich selbst ebenfalls "InfoCards" austellen können. Die eigene Identität wird dann nicht von einer dritten Stelle bestätigt, sondern auf dem eigenen PC verschlüsselt und vor Internet-Zugriff geschützt gespeichert.
Abschied von 'Passport'
Microsoft hat sich mit "InfoCard" von "Passport" mehr oder weniger verabschiedet. Bei "Passport" wollte Microsoft selbst als "Identity Provider" auftreten und die Daten der Benützer speichern und verifizieren. Nun werden - vernünftigerweise - Drittparteien einbezogen. Ein Anbieter von Dienstleistungen oder Waren im Internet kann seinen Kunden selbst "InfoCards" ausstellen und diese über eine Drittpartei online überprüfen.