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Sehr warm war es in den Bergen auch anfangs September 1911
In den ersten Tagen des Monats September 1911 war es in der Schweiz ebenfalls sehr warm. Besonders in höheren Lagen und auf der Alpensüdseite konnten ausserordentlich hohe Temperaturen gemessen werden, besonders für die damalige Zeit. Die meisten Stationen besassen noch kein Extremthermometer, es standen nur die Terminwerte 07.30 Uhr, 13.30 Uhr und 21.30 Uhr zur Verfügung. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Höchstwerte noch etwas höher lagen als der Terminwert von 13.30 Uhr. Ausserdem waren die Aufstellungsbedingungen ganz anders. Die Temperatur wurde nämlich mit wenigen Ausnahmen in einem Zinkblechgehäuse an der schattigen Nordseite eines Gebäudes gemessen. Die Aufstellung war trotz Schattenposition nicht einwandfrei, da diffuse Strahlung und langwellige Einstrahlung das Zinkblechgehäuse erwärmten, so dass die in diesem Gehäuse gemessenen Temperaturen wohl zu hoch lagen.
Nichtdestotrotz kann gesagt werden, dass die Temperaturen für die erste Dekade des Septembers teils extreme Werte erreichten. In Reckingen im Goms wurde am 3. September um 13.30 Uhr eine Temperatur von 28.1 Grad gemeldet, in Zermatt konnten am gleichen Tag 26.4 Grad gemessen werden und auf dem Gr. St. Bernhard zeigte das Thermometer am 4. September um 13.30 Uhr 17.2 Grad an. Dies sind Werte, welche sich den aktuell gemessenen Temperaturen durchaus vergleichen lassen.