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Biomasse bezeichnet sämtliches, durch Fotosynthese erzeugtes, organisches Material. Bei der energetischen Nutzung von Biomasse kann nur so viel CO₂ freigesetzt werden, wie zuvor mit Hilfe von Sonnenenergie mittels Fotosynthese in der Biomasse gebunden war. Die energetische Nutzung von Biomasse ist deswegen CO₂-neutral.
Es wird unterschieden zwischen:
- holzartiger, trockener Biomasse wie Waldholz, Obstbau, Altholz, Restholz, festen Abfällen aus Industrie, Gewerbe und Haushalten
- wenig verholzter, nasser Biomasse wie Hofdünger (Gülle und Mist), Ernterückstände, biogener Abfälle aus der Lebensmittelindustrie, der Gastronomie und Haushalten
Geeignete Verfahren für die energetische Nutzung von trockener Biomasse sind die Verbrennung und Vergasung. Bei nasser Biomasse wird die Vergärung eingesetzt.
- Trockene Biomasse
- Nasse Biomasse
Energie aus trockener Biomasse (Holz)
Holz war während Jahrtausenden die einzige vom Menschen aktiv genutzte Energie. Mit der Industriellen Revolution gewannen fossile Energien eine immer grössere Bedeutung und verdrängten die Holzenergienutzung zunehmend. Potenzialabschätzungen in den aargauischen Forstkreisen zeigen, dass die Nutzung von Energieholz gegenüber dem heutigen Stand verdoppelt werden könnte, ohne dass eine Übernutzung unserer Wälder stattfindet.
Holzkraftwerke
Holzkraftwerke erzeugen Strom und Wärme. Wasserdampf oder ein anderes Arbeitsmittel (Organic Rankine Cycle ORC) werden in einer Turbine entspannt. Die Turbine treibt einen Generator zur Stromerzeugung an. Im Kanton Aargau wurden in den letzten Jahren mehrere Holzkraftwerke in Betrieb genommen wie zum Beispiel in Baden-Dättwil (Regionalwerke Baden AG; 2017), Rheinfelden (AEW Energie AG; 2018) oder auf dem Sisslerfeld (Energiepark Sisslerfeld AG, 2019).