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Neufundland
(Kanada)
24. Juni - 14. Juli 2017
Nach 2011 besuchten wir bereits zum zweiten Mal die Insel Neufundland.
Auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht.
Beschreibung Neufundland
Quelle: Wikipedia
Die Insel Neufundland (englisch Newfoundland, französisch Terre-Neuve) liegt vor der Nordostküste Nordamerikas im Atlantischen Ozean, hier im
äussersten Mündungsgebiet des Sankt-Lorenz-Stroms. Die kanadische Provinz Neufundland und Labrador erstreckt sich zudem über die weitaus grössere Labrador-Region, die sich im nördlichen Teil der
Provinz auf kanadischem Festland befindet. Die Insel Neufundland selbst ist der am dichtesten besiedelte Teil der Provinz.
Geographie und Klima
Von Labrador ist Neufundland durch die Belle-Isle-Strasse getrennt, von der Kap-Breton-Insel durch die Cabotstrasse. Die Provinz von Neufundland und
Labrador hat eine Gesamtfläche von 404.720 km². Die Insel selbst hat eine Fläche von 108.860 km² (mit allen vorgelagerten Inseln wie Twillingate, Fogo und Bell Island insgesamt 111.390 km²). Der
östlichste Vorposten der Insel, die Halbinsel Avalon mit der Hauptstadt St. John's, verfügt hingegen lediglich über eine Fläche von 9700 km². Dabei wird die Insel – von den Einheimischen als „The
Rock“ bezeichnet – von mehr als 500.000 Einwohnern bewohnt. Auf dem Festland von Labrador mit 294.330 km² Fläche leben hingegen nur 28.000 Menschen.
Die Insel Neufundland bietet einen 9656 km langen Küstenstreifen. Zusammen mit den 7886 Küstenkilometern von Labrador besitzt die Provinz eine
insgesamt 17.542 km lange Küste. Die Provinzhauptstadt St. John’s mit gut 100.000 Einwohnern befindet sich auf der im äussersten Südosten der Insel gelegenen Halbinsel Avalon. Etwa die Hälfte der
Bevölkerung (250,000) lebt im Einzugsgebiet von St. John’s. Die Stadt verfügt über ein hervorragendes natürliches Hafengelände für Fischerei und Hochseeschifffahrt; die Universitätsstadt unter
dem Signal Hill ist zudem die älteste Hafenstadt Nordamerikas. Dieser äusserste Osten Nordamerikas liegt Europa am nächsten, insofern bot sich der Naturhafen in St. John's auch als erster
Anlandepunkt für Neusiedler aus der Alten Welt an. Der Provinzhauptstadt vorgelagert ist Cape Spear, das nicht nur der östlichste Punkt der Insel („First to See the Sun“), sondern auch des
gesamten nordamerikanischen Kontinents (ohne Grönland) ist.
Etwa 25 km südlich von Neufundland liegt die Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon, ein französisches Überseegebiet (collectivité d’outre-mer,
offiziell mit COM abgekürzt).
Höchster Punkt der Insel ist der 814 m hohe Berg The Cabox in den Long Range Mountains an der Westküste bei Corner Brook. Längster Fluss ist der 322
km lange Exploits River, der vom Red Indian Lake aus nach Nordosten fliesst.
Neufundland ist ein raues, vom Wetter und vom Einfluss des Atlantiks geprägtes Land. Der Labradorstrom führt im Frühsommer zahlreiche Eisberge mit
sich. Obwohl sich die Insel mit ihren zerklüfteten, felsigen Küsten auf derselben geographischen Breite wie Mitteleuropa befindet, liegen die Temperaturen deutlich tiefer. Das Wetter ist
ganzjährig kühl. Die Sommer sind kurz, mit Temperaturen um 16 °C. In den Küstengebieten kann ganzjährig mit Niederschlag gerechnet werden. Lediglich im Bereich der Küstenregionen sorgt maritimes
Klima für milde Winter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. In den Festlandbereichen Neufundlands ist es generell trockener; die Winter in Labrador sind deutlich kälter als auf der Insel selbst.
Trotz der kühlen und kurzen Sommer sind vereinzelte hohe Temperaturen selbst in den subarktischen Bereichen im Norden der Provinz keine Seltenheit.
Geschichte
Im 15. Jahrhundert kam der portugiesische Seefahrer João Cortes Real Neufundland nahe. Aber erst am 24. Juni 1497 sah nachweislich der erste
Europäer – John Cabot (anglisiert; italienisch Giovanni Caboto), ein italienischer Seefahrer in Diensten des englischen Königs, der von Bristol kam – das amerikanische Festland in Labrador,
nachdem er auf der gleichen Reise schon in Bonavista auf Neufundland gelandet war. Der Name Neufundland leitet sich von Cabots Bezeichnung newe founde islande ab (deutsch neu gefundene Insel).
1583 nahm England die Insel offiziell in Besitz. Ab 1610 entstand hier die Kolonie Neufundland.
Im 17. Jahrhundert konkurrierten England und Frankreich um die Insel; damals erreichte der Kabeljaufang durch baskische und französische Fischer aus der Bretagne und Normandie seinen Höhepunkt. Beide Seiten setzten Gouverneure ein und förderten die Ansiedlung ihrer Landsleute. Durch den Frieden von Utrecht 1713 fiel Neufundland endgültig an England, Frankreich behielt jedoch das sogenannte "French Shore" bis 1904 als Fischereigebiet. Im Jahre 1832 erhielt Neufundland eine regionale Vertreterversammlung.
Im 19. Jahrhundert setzte eine weitere Einwanderungswelle ein, vor allem aus Irland, aber auch aus Schottland und Skandinavien. Die Insel
prosperierte.
Im Juni 1882 wurde die erste Eisenbahnlinie über die Insel gebaut. Die ersten Passagiere wurden aber erst 1898 mit dem Zug befördert, der wegen
seiner Geschwindigkeit „Newfie Bullet“ genannt wurde.
Im Juni 1919 führten John Alcock und Arthur Whitten Brown von Neufundland aus den ersten Non-Stop-Flug über den Atlantik durch.
Neufundland (engl. Dominion of Newfoundland) existierte von 1907 bis 1934 als eigenständiges Dominion innerhalb des Britischen Reiches. Am 31. März
1949 wurde Neufundland eine Provinz von Kanada.
Bis zur Fertigstellung des Trans-Canada-Highway (TCH) im Jahr 1967 war die Bahnlinie die einzige Überlandverbindung von Port aux Basques im Westen
zur Provinzhauptstadt St. John’s im Osten. Kurz nach Fertigstellung des TCH, am 2. Juli 1969, wurde der letzte Passagier befördert. Ganz eingestellt wurde die Eisenbahn am 1. September 1988,
nachdem die Bundesregierung den weiteren Ausbau des TCH zugesichert hatte. Heutzutage ist man dabei, die gesamte Strecke für den Tourismus zugänglich zu machen, indem man sie in den Newfoundland
T'Railway Provincial Park umwandelt.
Lange Zeit galt Neufundland als die ärmste Provinz Kanadas. Seit der Jahrtausendwende erlebt die Provinz einen Ölboom, heute prosperiert das Land und hat teil an einem der höchsten Lebensstandards weltweit.