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Astrocast aus Ecublens/VD will im Rahmen einer sogenannten Privatplatzierung bis zu 50 Millionen Schweizer Franken einnehmen und dann im Herbst an die Börse. Das sagten Manager des Unternehmens im Gespräch mit 'Bloomberg'. Demnach will Astrocast im dritten Quartal 2021 zwischen 30 bis 40% seiner Aktien an einer der Euronext-Börsen über ein Direktlisting notieren.
Hinter dem Startup stehen beispielsweise der Risikokapitalgeber Adit Ventures, die Venture-Sparte von Airbus, die sich bereits 2017
an einer Finanzierungsrunde beteiligt hatte. Unterstützt werde die Firma aber auch durch die Europäische Weltraumagentur, wird weiter berichtet.
Derzeit habe Astrocast 7 Satelliten im Einsatz, 5 weitere sollen am 25. Juni 2021 von Elon Musks SpaceX gestartet werden. Bis Ende 2024 sollen es 100 Satelliten im Erdorbit sein. Aber während Musks Satellitendienst Starlink alle die mit einem schnellen Internet versorgen will, die keinen Zugang zu Glasfaserkabeln haben, adressieren die Westschweizer IoT-Geschäftsmodelle.
"Das Geschäft ist global, die Konnektivität aber nicht, und das ist ein riesiges Problem", wird Astrocast-Chef Fabien Jordan zitiert. Terrestrische IoT-Netzwerke inklusive Mobilfunk würden nur etwa 10% des Planeten abdecken. "Wir können diese Abdeckung erweitern und bieten IoT-Firmen die Möglichkeit, die Kommunikation auch in entlegenen Gebieten aufrechtzuerhalten, unabhängig davon, wo sich Anlagen befinden, sei es am Nordpol, mitten in der Wüste oder im Meer", sagte Jordan zu 'Bloomberg'.
Laut dem Bericht bringt der direkte Börsengang einige Vorteile für das Startup. So verlangten traditionelle Börsengängen hohe Gebühren für die Banken und eine langwierige Phase des Sammelns von Investorenaufträgen. Das werde mit dem Direktlisting umgegangen, indem der öffentliche Markt schnell erschlossen werde.