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Das Projekt fördert in Léogâne und Carrefour die Nutzung nachhaltiger Energie durch die Herstellung, Vermarktung und den Verkauf von sogenannten Pyrolysekochern. Dies vermindert die negativen Effekte der Klimaveränderung. Weiter werden neue Einkommensmöglichkeiten generiert und gleichzeitig der nachhaltige Anbau in der Landwirtschaft gefördert. In Léogâne und Carrefour ist eine Wiederaufforstung aufgrund der starken Abholzung und der damit verbundenen Bodenerosion von grosser Priorität, weshalb die Gemeinden auch direkt in der Wiederaufforstung lokaler Wälder unterstützt werden.
Das Projekt fördert das Kochen mit landwirtschaftlich organischen Abfällen mittels sogenannter Pyrolysekochern. Damit steht armen Haushalten eine Alternative zum Gebrauch von Holzkohle zu Verfügung, für deren Produktion ansonsten verbleibende Waldbestände weiter abgeholzt werden müssten. Gegenüber der herkömmlichen Energiegewinnung durch Verbrennung produziert die Pyrolyse (Verbrennung fast ohne Sauerstoff) weniger Rauch und Schadstoffe.
Um eine warme Mahlzeit zuzubereiten, kommen trockene Blätter und Ernterückstände statt Holzkohle zum Einsatz. Die Biokohle, welche als Pyrolyserückstand entsteht, kann zur Bodenverbesserung eingesetzt werden. Mit Kompost angereicherte Pflanzenkohle, die in den Boden eingearbeitet wird, steigert die Bodenfruchtbarkeit, wirkt als einfacher CO2-Speicher und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Klimaschonung.
Des Weiteren lanciert das Projekt die Etablierung einer Werkstätte, in welcher energieeffiziente Pyrolysekocher und Pellets aus organischen Abfällen hergestellt werden. Eine Gruppe von Unternehmern und Lehrlingen werden in der Produktion und in der Unternehmensführung ausgebildet und in ihrem Unterfangen begleitet, den Markt für Pellets in städtischen Zonen zu vergrössern. Auf dem Land wird der Akzent auf den Gebrauch von lokal vorhandenen organischen Abfällen gelegt.
Wiederaufforstungskampagnen in Haiti werden bisher weder systematisch durchgeführt, noch sind sie nachhaltig finanziert. Aus diesem Grund unterstützt das Projekt die Kommunalverwaltungen in ihrem Vorhaben, Wiederaufforstungspläne zu erstellen. Diese Pläne werden dann dank einem nachhaltigen Zahlungssystem für Umweltdienstleistungen realisiert. Die Finanzierung wird durch eine geringfügige Erhöhung des Preises von zum Kauf angebotenen Pellets erreicht. Parallel dazu wird eine Sensibilisierungskampagne durchgeführt, um die Bevölkerung über die Problematik der Klimaveränderung zu informieren.
Um trotz Klimawandel eine stabile landwirtschaftliche Produktion zu garantieren, wird die Agroforstwirtschaft mittels Austauschbesuchen zwischen den beiden beteiligten Regionen und direkter Begleitung durch Experten gefördert. Biokohle (Biochar), die als Abfallprodukt vorliegt, wird für die Düngung der Küchengärten verwendet. Die Kleinbauern werden mittels der Demonstration vergleichender Versuche in Küchengärten für diese Technik sensibilisiert.