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Die Geschichte gehört seit der Gründung des Polytechnikums zum Kern des geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächerangebotes. Traditionellerweise existierte je eine Professur für Geschichte in deutscher und in französischer Sprache. Letztere besetzte von 1935 bis 1968 Jean Rodolphe von Salis; ihm folgte 1969 Jean-François Bergier nach. Die Professur für Geschichte in deutscher Sprache bekleidete von 1958 bis 1971 Herbert Lüthy; seine Nachfolge trat 1973 Hans Werner Tobler an. 1974 wurde aus den beiden Professuren für Geschichte und dem Archiv für Zeitgeschichte (Leitung Klaus Urner) das Institut für Geschichte gegründet.
Jean-François Bergier befasste sich schwerpunktmässig mit Fragen der schweizerischen Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte vom ausgehenden Mittelalter bis zur Gegenwart, insbesondere auf den Gebieten der Industrialisierung, der Ernährungsgeschichte und der Geschichte des Alpenraums. Über seine Emeritierung an der ETH Zürich im Jahre 1999 hinaus präsidierte er von 1996 bis 2001 zudem die "Unabhängige Expertenkommission: Schweiz – Zweiter Weltkrieg" (UEK).
Einem alten Desiderat folgend wurde 1997 eine Assistenzprofessur für Technikgeschichte geschaffen und mit David Gugerli besetzt. Nach dem Rücktritt Jean-François Bergiers wurde dessen Professur in ein Ordinariat für Technikgeschichte umgewandelt, auf das 2001 nach einer internationalen Ausschreibung David Gugerli berufen wurde.
In der neueren allgemeinen Geschichte gehen die Lehrveranstaltungen meist von einem ausgesprochenen Gegenwartsbezug aus. Zentral ist dabei die Vermittlung grundlegender politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungstendenzen insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts und deren Bedeutung für die Entstehung der modernen Welt. Entsprechend den Forschungsinteressen Hans Werner Toblers kommen dabei auch aussereuropäische Entwicklungen ausführlich zur Sprache.
In der Forschung befasst sich Hans Werner Tobler vor allem mit der Neueren Geschichte Mexikos und Lateinamerikas, der vergleichenden internationalen Geschichte und Fragen der internationalen Migrationsgeschichte.

Technikgeschichte versteht sich als problemorientierte und theoriegeleitete Disziplin. Dabei steht weniger die Geschichte der Erfinder und Erfindungen sowie herausragender Persönlichkeiten und Ereignisse im Vordergrund als vielmehr die Darstellung technischer Entwicklungen in ihren vielfältigen Kontexten. Verschiedene in die Curricula einzelner Departemente integrierbare Lehrmodelle widmen sich Themen wie Kommunikation, Energie, Produktion, Transport und Umwelt; auch wurde eine webgestützte Lehr- und Lernumgebung für die Technikgeschichte entwickelt.

||In der Forschung David Gugerlis stehen Themenbereiche aus der Geschichte der Vermessungstechnik, Energietechnik, Telekommunikation und Medizintechnik im Vordergrund.|
Das Archiv für Zeitgeschichte hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer führenden Institution auf dem Gebiet der schweizerischen Zeitgeschichtsforschung entwickelt. Hauptaufgabe des Archivs ist die Erschliessung historischer Quellenbestände. Schweizerische Aussen-, Innen- und Handelspolitik, Emigration, Flüchtlingspolitik, Jüdische Geschichte, Antisemitismus und Rechtsextremismus bilden thematische Schwerpunkte, wobei sich das Gros der Bestände auf die Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg bezieht.
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2005
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| Last update:
2.4.2005 |
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