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Im Fall einer indirekten Amortisation werden die Amortisationszahlungen in aller Regel auf ein steuerbegünstigtes Säule-3a-Konto oder ein Säule-3b-Konto einbezahlt. Dies im Unterschied zur direkten Amortisation, bei der die Zahlungen direkt bei der Hypothek in Abzug gebracht werden.
Die Rückzahlungen dienen den Anbietern von Hypotheken als Pfand, auf welches sie zurückgreifen können, wenn der Schuldner seinen Pflichten nicht nachkommt, das heisst wenn er die Hypothekarzinsen nicht bezahlt. Die Hypothek verkleinert sich während der Amortisationsdauer nicht. Folglich ist die Hypothekarzinsbelastung in dieser Zeitspanne grösser als bei der direkten Amortisation.
Steuerlich hat dies angenehme Konsequenzen: Hypothekarzinsen und Hypothekarschuld können fortwährend in vollem Umfang vom steuerbaren Einkommen beziehungsweise vom steuerbaren Vermögen abgezogen werden. Deshalb ist die indirekte Amortisation steuerlich optimaler.
Oft wird das verpfändete Säule-3a-Guthaben, welches während der Amortisationsdauer stückweise angewachsen ist, beim Erreichen des Rentenalters zur vollständigen Rückzahlung der zweiten Hypothek eingesetzt. Der Zeitpunkt kann günstig sein, weil nach der Pensionierung oft mit Einkommenseinbussen zu rechnen ist. Der Einkommensrückgang wird dann begleitet von einer Verminderung der Hypothekarzinsbelastung. Auf das verpfändete Guthaben kann aber auch zu früheren Zeitpunkten für teilweise Rückzahlungen zurückgegriffen werden.
Schliesslich sollten Sie beachten, dass die 2. Hypothek auch im Fall einer indirekten Amortisation spätestens nach 15 Jahren zurückbezahlt sein muss.