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Rosetta-Sonde mit dem Landegerät Philae trafen den Kometen Tschurjumow.
Die Rosetta-Mission der ESA wird am 30. September 2016 mit dem kontrollierten Abstieg der Sonde zur Oberfläche ihres Kometen Tschurjumow enden, dem sich die Sonde 10 Jahre lang genähert und ihn schlussendlich vor 2 Jahren punktgenau getroffen hatte. Die Uni Bern war am Projekt beteiligt und überträgt die letzten Momenten der Mission live und im Internet:
Uni Bern feiert Rosetta-Finale
Die Universität Bern hat bei der ESA-Mission eine wichtige Rolle gespielt, insbesondere mit dem Instrument Rosina an Bord der Rosetta. Sie organisiert am 30. September einen Anlass zur Live-Übertragung der letzten Momente der Mission und zur Feier des Erfolgs dieses unglaublichen Abenteuers, das sie gemeinsam mit anderen Schweizer Akteuren meisterte. Weitere Informationen finden Sie unter www.rosetta-finale.ch
Die Rosetta-Mission
Rosetta wurde am 2. März 2004 gestartet und erreichte den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko nach einer zehnjährigen Reise durch das Sonnensystem am 6. August 2014. Das Landegerät Philae wurde am 12. November 2014 auf der Oberfläche des Kometen abgesetzt. Nachdem die Sonde den Kometen zwei Jahre lang auf Schritt und Tritt begleitet und bei dessen Annäherung an die Sonne eine beispiellose Flut an wissenschaftlichen Daten bereitgestellt hat, entfernen Rosetta und ihr Komet sich nun wieder über die Umlaufbahn des Jupiter hinaus von der Sonne.
Da sich Rosetta nun weiter von der Sonne wegbewegt als jemals zuvor und damit erheblich weniger für ihren Betrieb erforderliche Solarenergie zur Verfügung hat, ist das Schicksal der Sonde besiegelt: Sie wird Philae auf die Oberfläche des Kometen folgen.
Letzte interessante Kometen-Messungen und -Bilder von Rosetta
Die Bestätigung des Missionsabschlusses wird im Hauptkontrollraum der ESA am 30. September für 13.20 Uhr MESZ +/- 20 Minuten erwartet; die Sonde wird bereits am Vorabend auf Kollisionskurs mit dem Kometen geschickt. In den letzten Stunden ihres Abstiegs wird Rosetta zahlreiche einmalige Messungen durchführen können, darunter die Untersuchung von Gas und Staub in nie dagewesener Nähe zur Oberfläche sowie hochauflösende Aufnahmen des Kometenkerns einschliesslich der offenen Gruben in der Ma’at-Region, wo voraussichtlich der kontrollierte Aufprall des Raumfahrzeugs stattfinden wird. Diese Daten dürften der ESA bis zum endgültigen Aufprall übertragen werden, danach wird eine Kommunikation mit der Sonde nicht länger möglich sein, wie die ESA mitteilte. – Doch das dachte man auch von der NASA Mars-Sonde Curiosity im November 2011, die aber heute noch, zwar etwas lädiert, trotzdem munter Bilder vom roten Wüstenplaneten sendet.
Die letzten Betriebsstunden der Mission werden im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) der ESA in Darmstadt vom gesamten internationalen Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Ingenieurinnen und Ingenieuren, Rosetta-Missionskontrollexpertinnen und -experten sowie Vertretenden der ESA, ihrer Partneragenturen und der Industrie mitverfolgt.
Liveübertragung im Internet
Die Veranstaltungen am 29. und 30. September können unter www.esa.int live im Internet verfolgt werden.
Quelle: Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
Bild: © SBFI