Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/2231

Am Wochenende vom 29. und 30. Januar kämpften die Alpin-Snowboarderinnen und -Snowboarder in Davos um den Schweizer Meistertitel im Parallel-Riesenslalom. Xenia Spörri und Sebastian Schüler setzten sich dabei in Abwesenheit der Olympia-Athletinnen und -Athleten durch und sicherten sich jeweils den nationalen Titel.
Die diesjährigen Schweizer Parallel-Riesenslalom-Meisterschaften wurde im Rahmen der Audi Snowboard Series durchgeführt. Nebst dem höchsten nationalen Elite-Titel wurden an den beiden Tagen in Davos auch Europacup-Punkte verteilt, was das Feld trotz Abwesenheit der Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer international erweiterte.
Die Schweizer Frauen lieferten sich einen spannenden Kampf um den Schweizer Meistertitel, wobei jedoch keine von ihnen um das Rennen der Europacup-Podestplätze mithalten konnte. Xenia Spörri konnte sich im Achtelfinal überraschend gegen die Weltcup-Fahrerin Larissa Gasser durchsetzen und sich für den Viertelfinal qualifizieren. Trotz optimaler Pistenverhältnisse und gewonnenem Selbstvertrauen blieb jedoch ein Europacup-Exploit für die Bündnerin aus. Mit ihrem siebten Rang holte sich die Challenger-Fahrerin trotzdem wertvolle FIS-Punkte und als bestplatzierte Schweizerin den Titel der Schweizer Meisterin 2021/22.
Im Kampf um die Medaillen lieferten sich die beiden Italienerinnen Jasmin Coratti und Elisa Caffont im Small Final ein hitziges Duell, wobei die Zweitgenannte sich schlussendlich durchsetzen konnte. Im Big Final traten die erst 17-jährige Darina Klink aus Russland und die 24-jährige Australierin Millie Bongiorno gegeneinander an, wobei die besser gesetzte Russin die Australierin auf den zweiten Platz verwies.
Die drei gestarteten Schweizer Männer zogen einen rabenschwarzen Tag ein. Trotz Abwesenheit der grossen Namen konnte sich keiner in die Finalrunden retten. Bester Schweizer und damit nationaler Meister 2021/22 wurde Sebastian Schüler als 20. Die Podestplätze machten die Österreicher und Italiener untereinander aus. Die Weltnummer 1 im Parallelslalom und somit der grosse Favorit, Arvid Auner (AUT), setzte sich dabei vor Gabriel Messner (ITA) und Fabian Obmann (AUT) durch.
Im Europacup am Sonntag konnten sich die Schweizerinnen und Schweizer im Vergleich zum Vortag deutlich steigern. Insbesondere bei den Frauen fand Larissa Gasser zur alten Stärke zurück und wurde als Zweite hinter der Österreicherin Miriam Weis beste Schweizerin. Die bronzene Medaille sicherte sich Jasmin Coratti.
Auch bei den Männern konnte sich Sebastian Schüler im Vergleich zum Vortag steigern und schloss im 1/8-Final als 11. ab. Die Italiener holten sich am Sonntag mit Maurizio Bormolini vor Gabriel Messner einen Doppelsieg. Auf dem dritten Rang platzierte sich der Österreicher Fabian Obmann.
Nebst den beiden Europacup-Rennen vom Samstag und Sonntag fanden an den beiden Tagen auch PSL Open Wettkämpfe statt. Die Kids hatten ab der Kategorie U11 (W/M) bis U15 (W/M) die Möglichkeit, sich gegeneinander zu messen und um den Titel "Junior Swiss Champ" zu kämpfen. Nebst den Junioren-Kategorien bekamen auch die Erwachsenen die Chance, selber in die Snowboardschuhe zu steigen und an den Open-Rennen gegeneinander anzutreten.