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22.01.2018 01:46:00

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AUSBAU DES SOZIALEN NETZWERKS UND DES BILDUNGSANGEBOTS1850 - 1914
Was sich in der ersten Jahrhunderthälfte zaghaft angebahnt hat, nimmt nun, in der zweiten Jahrhunderthälfte, klare Konturen an. Männedorfs soziale und gesellschaftliche Entwicklung geschieht vor dem Hintergrund eines Ortes, der landwirtschaftlich geprägt ist, aber gleichwohl über ein ansprechendes Arbeitsplatzangebot in Industrie und Gewerbe verfügt, und sie unterscheidet sich deutlich von der Entwicklung der grossen Städte und von Industriedörfern wie Uster oder Wädenswil.
Gesellschaftlich werden die Vereine zu den tragenden Säulen der Gemeinde. In sozialer Hinsicht baut Männedorf das Netz an Auffangeinrichtungen für Angehörige der Unterschichten deutlich aus. Das Bildungsangebot wird markant erweitert und die bislang allein präsente protestantische Kirche wird sowohl durch die römisch-katholische Kirche als auch durch verschiedene Freikirchen ergänzt.
Männedorf vermittelt in dieser Periode das Bild einer bescheidenen, mittelständischen Gemeinde mit einer erstaunlichen Offenheit für neue Strömungen und einem hohen Sensorium für die Bedürfnisse sozial benachteiligter Menschen. Möglicherweise liegt diese Offenheit darin begründet, dass sich in Männedorf keine eigentliche "Dynastie" entwickelt, die das dörfliche Geschehen über Jahrzehnte dominiert hätte.
Bild: Vereine wie der Musikverein Eintracht prägen das Männedörfler Kulturangebot in der zweiten Jahrhunderthälfte.
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