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Johann Karl Wezels «Herrmann und Ulrike» aus dem Jahr 1780 ist ein sprachmächtiger und hochkomischer Bildungsroman.
Ein unmöglicher Kerl muss er gewesen sein, dieser Sohn eines in fürstlichen Diensten reisenden Kochs und einer fürs Tafelsilber zuständigen Dienerin. Als Jüngling ist er so aufgeweckt wie aufmüpfig. Seine ärmliche Herkunft macht ihn misstrauisch gegenüber allen Autoritäten. Aufbrausend ist er, sarkastisch, frech. Seine polemischen Schriften bringen ihn in Konflikt mit der Zensur. Regelmässig überwirft er sich mit seinen Förderern.