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Am Sternenhimmel im Oktober 2020
Die Sommerzeit endet am Sonntag, 25.10. um 03:00 Uhr. Die Uhr muss ab diesem Moment um eine Stunde zurückgestellt, d.h. von 3 Uhr auf 2 Uhr umgestellt werden. Der Nachtbeginn verschiebt sich dadurch ebenfalls um eine Stunde, wodurch die Sternwarte SIRIUS ab November bereits um 20 Uhr geöffnet werden kann.
Die Erdachse neigt sich im Spiel der Jahreszeiten nun bereits deutlich von der Sonne ab, so dass die Tages-länge bis zum Monatsende um 97m von 11h 40m auf 10h 3m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 31.10. das Sternbild der Jungfrau, um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild der Waage fortzusetzen.
Merkur bewegt sich den ganzen Monat über scheinbar an der Sonne vorbei und kann nicht gesehen werden. Merkur steht am 25. Oktober in unterer Konjunktion zur Sonne.
Venus nähert sich zwar scheinbar der Sonne zu, kann den ganzen Monat über als prächtiger Morgenstern tief über dem östlichen Horizont gesehen werden.
Der rote Planet Mars durchläuft den ganzen Monat scheinbar weiter das Sternbild der Fische und kann von Nacht zu Nacht immer besser am Abend über dem östlichen Horizont gesehen werden. Mars steht am 14.10. in Opposition zur Sonne.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft den ganzen Monat über weiterhin scheinbar das Sternbild des Schützen und kann den ganzen Monat über am frühen Abend scheinbar vor Saturn laufend tief über dem südwestlichen Horizont gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft den ganzen Monat über ebenfalls scheinbar das Sternbild des Schützen und kann den ganzen Monat über am Abend scheinbar hinter Jupiter laufend über dem südwestlichen Horizont gesehen werden.
Der Lauf des Mondes:
Vollmond am 1.10. um 23:04 Uhr
Letztes Viertel am 10.10. um 2:39 Uhr
Neumond am 16.10. um 21:31 Uhr
Erstes Viertel am 23.10. um 15:22 Uhr
Vollmond am 31.10. um 15:48 Uhr (Blauer Mond)
Den ganzen Monat über ist mit dem Auftreten von Sternschnuppen aus den beiden jährlich auftretenden Meteorströmen der Draconiden und der Orioniden zu rechnen. Das Maximum an Erscheinungen wird bei den Draconiden am Abend vom 8.10. und bei den Orioniden am Morgen vom 21.10. erwartet. Jede einzelne dieser Erscheinungen ist die Leuchtspur von einem etwa staubkorngrossen Partikel, welches von einem Kometen stammt – bei den Draconiden vom Kometen Giacobini-Zinner und bei den Orioniden vom Kometen Halley. Beim Eindringen in die Erdatmosphäre wird die Luft entlang der Flugbahn des Partikels zum Leuchten gebracht. Dabei verglüht das Material selber vollständig, so dass kein Meteorit gefunden werden kann.
In den frühen Nachtstunden im Oktober zeigt sich hoch im Südwesten immer noch das Sommerdreieck mit dem hellen Stern Wega im Sternbild der Leier – im Teleskop prächtig anzuschauen ist hier der Planetarische Nebel M57 – Altair im Sternbild des Adlers und Deneb im Sternbild des Schwans – im Teleskop wunderschön anzuschauen ist hier der Doppelstern Albireo. Im Südosten rücken die beiden Sternbilder Pegasus und Andro-meda nach und lassen den Wechsel der Jahreszeiten eindrücklich erkennen. Hoch am Himmel im Osten thront die bereits von blossem Auge sichtbare grosse Spiralgalaxie M31 in der Andromeda und lädt ein um 2.5 Millionen Jahre zurück in die Vergangenheit zu blicken. Weit im Nordosten und tief über dem Horizont kündigt das Siebengestirn der Plejaden bereits den kommenden Winter an. In den mondlos dunklen Nächten des Herbstes gibt es zwischen unserem Hier und dem Rand des Universums noch unsagbar viel zu entdecken.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!