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Die 39-köpfige Schweizer Delegation kämpft seit dem 6. August in den Sportarten Badminton, Basketball, Bogenschiessen, Cycling, Sportschiessen und Tennis um Medaillen. Heute standen fünf Athletinnen und Athleten auf dem Podest der Radsport-Wettkämpfe. Medaillenhoffnungen darf die Schweiz auch beim Badminton weiterhin haben.
Para-Cycling
Timothy Zemp (Zürich) durfte als erster jubeln. Der Informatiker hatte erst 2020 mit dem Radsport begonnen. Daher ging es für ihn dieses Jahr darum, international Wettkampferfahrung zu sammeln. An der WM in Glasgow vor knapp zwei Wochen war sein bestes Resultat ein siebter Platz im Zeitfahren. Aus diesem Grund darf er sich über die Silbermedaille in Rotterdam besonders freuen.
Kurz nach Timothy Zemp starteten die Frauen in den stehenden Kategorien. Sowohl Flurina Rigling (Hedingen), Franziska Matile-Dörig (Winterthur) als auch Celine van Till (Grand-Lancy) erkämpften sich in ihrer jeweiligen Kategorie die Goldmedaille im Zeitfahren. Für Flurina Rigling bedeutet dies die Fortsetzung einer Erfolgsserie. Sie gewann an der WM im Glasgow fünf Goldmedaillen und befindet sich in Höchstform. Auch Celine van Till hatte an der WM in Glasgow mit einer Gold- und einer Silbermedaille bewiesen, dass sie zu den Besten ihrer Kategorie gehört.
Handbiker Benjamin Früh (Grüt) wurde für eine hervorragende Leistung mit der Bronzemedaille belohnt. Auch die Handbikerin Sandra Stöckli (Jona) fuhr ein starkes Rennen, musste sich am Schluss aber mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Die anderen Athletinnen und Athleten konnten nicht ganz vorne mitfahren. Sie erreichten in ihren Klassen folgende Platzierungen: Heinz Frei (Oberbipp) 16. Platz., Nick Fankhauser (Wanden an der Aare) 23. Platz, Tobias Lötscher (Nottwil) 8. Platz, Felix Frohofer (Russikon) 9. Platz, Yves Schmied (Berlens) 11. Platz, Cornel Villinger (Muri) 26. Platz, Roger Bolliger (Bottenwil) 8. Platz, Laurent Garnier (Grandson) 9. Platz und Fabiano Wey (Schenkon) 5. Platz.
Sportschiessen
Nicole Häusler (Pfaffnau) startete gut in die EM. Als einzige Athletin behauptete sie sich gegen ihre männlichen Konkurrenten und belegte mit 630.9 Punkten in der Vorrunde Platz 6. Somit qualifizierte sie sich für den Final. Das Ziel für die European Para Championships war für sie und ihren Coach somit bereits erreicht. Sie ist mit dem siebten Platz zufrieden, sieht aber Luft nach oben: «Klar, ich hätte gerne noch weiter vorne mitgemischt – der Ehrgeiz ist da. Der Lärmpegel beim Final war aber etwas problematisch. Das hat die Kommunikation mit meinem Coach erheblich erschwert. Aber als einzige Frau im Mixed darf ich schon ein wenig stolz sein.» Am Sonntag startet sie erneut im R5 und hofft auf weitere gute Resultate: «Bei der liegenden Disziplin kann alles passieren. Ich würde mich über eine weitere Finalqualifikation freuen, aber davon ausgehen kann ich nicht. Wir werden sehen!»
Finaleinzug im Badminton
Das Badminton Team schloss die Gruppenphase mit Erfolg ab. Cynthia Mathez (Boningen) und Ilaria Renggli (Hottwil) haben ihren Gegnerinnen mit 21:3/21:4 nichts geschenkt und ziehen verdient in den Halbfinal ein, dies nicht nur im Doppel, sondern auch im Einzel. Luca Olgiati (Hottwil) konnte in den letzten Tagen ebenfalls überzeugen und zieht ins Halbfinale.
Ebenfalls in den Halbfinal ziehen Lars Porrenga (Oberlunkhofen) (Mixed) und Marc Elmer im Doppel ein. Im Achtelfinal sind Dominik Bützberger (Thun) sowie Maurin Stübi (Emmenbrücke) leider ausgeschieden.
Basketball
Noch vor Ende der EM war klar: das Schweizer Basketballteam steigt in die B-Klasse ab. Damit ist das erklärte Ziel des Klassenerhalts leider nicht zustande gekommen. Nach Niederlagen in der Vorrunde gegen die Teams aus Deutschland (40:64), Polen (62:71), den Europameister aus den Niederlanden (64:33), Spanien (31:84) konnte der Sieg gegen Lettland (55:67) nicht mehr ändern, denn das entscheidende Spiel gegen Israel ging am 16. August mit 63:45 verloren. So spielten die Schweizer heute gegen Lettland um Platz 11, den sie sich mit einem Sieg (66:46) sicherten.
Bogenschiessen
Für Pascal Héritier (Vetroz ) waren die Europameisterschaften schon nach dem ersten Compound-Wettkampf zu Ende. Er schied im Sechzehntelfinale gegen den Franzosen Maxime Guérin (130:143) aus. Damit entsprach die EM nicht seinen Erwartungen: «Ich bin nicht zufrieden mit meiner Leistung, ich hatte mehr von mir erwartet.»
Tennis
Die beiden jungen Schweizer Tennisspielerinnen Nalani Buob (Baar) und Angela Grosswiler (Walchwil) zeigten im Doppel eine starke Leistung und konnten um die Bronzemedaille spielen. Leider unterlagen in einem spannenden Match den beiden Deutschen Katharina Kruger und Britta Wend mit 2:6 und 4:6. Im Einzel konnten sie sich nicht durchsetzen. Angela Grosswiler unterlag der sehr routinierten Spanierin Lola Ochoa (2:6/1:6). Nalani Buob gewann das erste Match gegen die Italienerin Silvia Morotti (6:1/6:1), verlor dann aber den Viertelfinal gegen Lucy Shuker, die Weltnummer 13 aus England. Trainerin Eva Stutzki zieht dennoch eine positive Bilanz: «Die European Para Championships waren eine super Erfahrung für die beiden Athletinnen. Sie haben absolut tolles Tennis gezeigt und man sieht, dass sie sich in den letzten Monaten weiter verbessert haben».