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Ölpreise wieder auf Sinkflug16.12.2014
Am Dienstag sind die Ölpreise weiter gesunken. Ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Morgen 60.60 US-Dollar. Das waren 46 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 37 Cent auf 55.54 US-Dollar. Die Ölpreise verzeichnen einen Rückgang um fast 45 Prozent seit Mitte 2014 und bewegen sich auf dem tiefsten Niveau seit über fünf Jahren.
Die Mitgliedsstaaten der Organisation Erdöl exportierender Länder ist sich uneinig über das Vorgehen in Hinblick auf die tiefen Ölpreise. Diejenigen Länder, die bereits stark unter den Preisverlusten leiden, möchten die Ölförderung drosseln. Dies würde das Überangebot am Markt verringern und die Ölpreise wieder stärken. Der grösste OPEC-Produzent Saudi-Arabien, sowie die Vereinigten Arabischen Emirate, sind jedoch nach wie vor gegen eine Produktionskürzung. Die Sicherung der Marktanteile scheint wichtiger.
Die amerikanischen Schieferölproduzenten hatten ihre Ölförderung in den letzten Monaten stetig ausgebaut. Da die Ölförderung mittels der Fracking-Methode kostenintensiver ist, könnte der tiefe Ölpreis den US-Produzenten bald zu schaffen machen.
Die russische Zentralbank hat unter anderem wegen dem starken Fall der Ölpreise den Leitzins von 10.5 auf 17 Prozent angehoben. Der Rubel hatte bereits stark an Wert verloren; Mit der Zinserhöhung will man das Inflationsrisiko verringern. Russlands Wirtschaft ist stark von den Einnahmen aus dem Ölgeschäft abhängig.
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Stand: 16.12.2014, nächstes Update: 17.12.2014
Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl, Diesel und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.
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