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MADAGASKAR 04/2021
Madagaskar 04/2021
Hilfe beim Bau eines Pfarrhauses
Madagaskar ist nach Indonesien der zweitgrößte Inselstaat der Welt und liegt vor der Südküste Afrikas im Indischen Ozean. Die katholische Kirche ist hier noch eine Missionskirche. Rund die Hälfte der Bevölkerung gehört traditionellen afrikanischen Religionen an. Katholiken bilden bis heute eine Minderheit von ca. 18 Prozent.
In der in Betatao ansässigen Pfarrei St. Josef steigt jedoch die Zahl der Katholiken stark. Heute sind bereits mehr als ein Drittel der Einwohner katholisch. Vor zwei Jahren gab es sogar eine Priesterweihe. Die Pfarrei liegt 135 Kilometer nordöstlich von der Hauptstadt Tananarive (früher Antanarivo) entfernt und feiert in diesem Jahr das Goldene Jubiläum ihres Bestehens. Sie erstreckt sich über ein Gebiet von über 5.000 Quadratkilometern und setzt sich aus vierzig Gemeinden zusammen. Bis 1981 waren Jesuiten für die Pfarrei verantwortlich, heute wird sie von drei Diözesanpriestern betreut.
Pfarrer Daniel Richard Rafenomanana und seine beiden Mitbrüder haben alle Hände voll zu tun. Sie müssen die zahlreichen Außenstationen regelmäßig besuchen, um den Gläubigen die Sakramente zu spenden, den Glauben zu verkünden und die Bedürftigen zu unterstützen, wobei ihnen Schwestern von der Kongregation der „Kleinen Töchter des Heiligsten Herzens Jesu“ helfen. Die katholische Kirche unterhält hier zudem mehrere Schulen und ist sehr aktiv in der Jugendarbeit.
Nun gibt es aber ein Problem: Die Priester wohnen in einem alten Haus, das in traditioneller Bauweise errichtet wurde und durch starken Wind und Regen immer weiter beschädigt wird. Außerdem ist es für die Bedürfnisse der Pfarrei zu klein, denn es werden auch Büro- und Lagerräume sowie eine Garage benötigt, dazu auch Gästezimmer, wenn z.B. der Bischof die Pfarrei besucht oder Seminaristen ihr Pastoralpraktikum dort absolvieren. Und ein Aufenthaltsraum, in dem die Priester zusammensitzen und ihre brüderliche Gemeinschaft pflegen bzw. sich mit Gästen unterhalten können, wäre ebenfalls von Vorteil.
Die Gläubigen geben, was sie können, aber die Pfarrei ist nicht in der Lage, den Bau aus eigenen Mitteln zu bewältigen. Daher möchten wir mit 12.300 Euro helfen.