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Glossar
Auf dieser Seite werden wichtige und immer wieder auftauchende Abkürzungen, Begriffe und Bezeichnungen aus der Welt des Hundetrainings und des Hundesportes erklärt.
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0-9
Unter der Abkürzung 5R werden bei Hundesportbewerben die Rassen Riesenschnauzer, Boxer, Airedale, Rottweiler und Dobermann zusammen gefasst. Diese Rassen gelten im Malinois (eine Varietät des Belgischen Schäferhundes) bzw. Schäferhund-dominierten Hundesport als Exoten, weshalb für die 5R eigenständige Prüfungen und Meisterschaften durchgeführt werden. Die Prüfungsordnungen sind jedoch ident mit jenen, die bei herkömmlichen Prüfungen und Wettbewerben Anwendung finden.
A
Darunter versteht man eine weit verbreitete Hundesportart. Im Mittelpunkt steht ein Parcours mit Hindernissen, der möglichst schnell und fehlerfrei bewältigt werden muss. Hundeführer und Hund bilden ein Team, das gemeinsam den Parcours bewältigen muss. So werden auch beide bewertet. Da der Hund während des Bewerbes ohne Leine und Halsband läuft und vom Hundeführer nicht berührt werden darf, muss der Hund einen Grundgehorsam aufweisen. Auch aus diesem Grund muss vorher die Begleithundeprüfung bestanden werden. Die Hunde müssen gesund sein und dürfen auch keine Schädigung des Bewegungsapparates aufweisen. Die Hunde dürfen keinesfalls überfordert werden, denn im Mittelpunkt der Spass oder wie es Anhänger dieser Sportart formulieren: "Agility is fun!".
B
BH ist die Abkürzung für Begleithund und hat zwei Bedeutungen. Zum Einen steht BH für Begleithund, dessen Aufgabe es ist, seinen Halter zu begleiten. Zum Anderen steht BH für die Begleithundeprüfung. Das ist eine Grundprüfung, mit der sowohl der Gehorsam des Hundes als auch sein Verhalten in der Öffentlichkeit geprüft wird, zum Beispiel, wie sich ein Hund verhält, wenn er auf einen Fussgänger trifft, einen Kinderwagen sieht etc. Das erfolgreiche Bestehen dieser Prüfung ist die Voraussetzung dafür, weitere Prüfungen absolvieren und an Wettkämpfen teilnehmen zu können. Beispielsweise Agility, Obedience, Fährtenarbeit u. a.
C
Beim Clickern oder Klickertraining wird ein kleines Gerät eingesetzt, das ein akustisches Signal bzw. ein Geräusch erzeugt, das wir als "klick" wahrnehmen. Zeigt der Hund ein gewünschtes Verhalten, so wird das "klick" erzeugt, dadurch der Hund in seinem Verhalten bestätigt und bestärkt. Auf diese Weise wird ein gewünschtes Verhalten bei entsprechendem Training wiederholbar gemacht.
F
Die Fédération Cynologique Internationale ist die Weltorganisation der Kynologie. Sie umfasst über 80 Mitglieds- und Partnerländer (nur ein Verband pro Land), welche ihrerseits eigene Ahnentafeln ausstellen und die Richter ausbilden. Die F.C.I. garantiert innerhalb ihrer Organisation die gegenseitige Anerkennung der Abstammungsurkunden (Pedigrees) der Länder, wie auch der Richter.
H
HD ist die Abkürzung für Hüftgelenkdysplasie, auch bezeichnet als Hüftdysplasie. Dabei handelt es sich um eine oftmals erblich bedingte Fehlentwicklung der Hüftgelenke, die zu einer schweren Arthrose und somit zu chronischen Schmerzen führen kann. Betroffen sind grundsätzlich alle Hunderassen, wobei mittelgrosse und grosswüchsige Rassen häufiger betroffen sind. Zusätzliche Faktoren, die die Ausprägung einer Hüftgelenkdysplasie begünstigen, sind eine falsche Ernährung und eine falsche Haltung. Häufig bleibt als Behandlungsmethode nur mehr der operative Ersatz des Hüftgelenks oder eine dauernde Therapie mit Schmerzmitteln. Mit Hunden mit HD sollte keinesfalls gezüchtet werden. Zur Beurteilung gibt es in der Schweiz zwei eigene Dysplasiekommissionen Bern und Zürich.
I
Unter IPO wird im Hundesport die Internationale Prüfungsordnung verstanden. Diese wird von der F.C.I. ausgearbeitet und ist die Grundlage der sogenannten Gebrauchshundeprüfung. Diese Prüfung ist in unterschiedliche Klassen aufgeteilt und wird durch Prüfungsrichter der einzelnen Mitgliedsländer abgenommen. An diese internationale Prüfungsordnung müssen sich alle Mitgliedsländer halten. Die Prüfung umfasst die Bereiche Fährte, Unterordnung und Schutzdienst und wird umgangssprachlich oftmals als Vielseitigkeitsprüfung bezeichnet.
K
K9 ist im englischen Sprachgebrauch die Verballhornung des Begriffs „canine“ (canine = hundeartig, zur Familie der Hunde gehörig) und wird als landläufige Bezeichnung für Hundestaffeln verwendet. So zum Beispiel Rettungshundestaffeln, Lawinenhundestaffeln und andere. So hat auch das Schweizer Kompetenzzentrum SK-9 diese Abkürzung in seinem Namen.
Unter Kynologie wird die Lehre von Rassen, von der Zucht und Pflege, dem Verhalten, der Erziehung und von Krankheiten der Haushunde verstanden. In der Schweiz besteht zum Beispiel seit 1883 die SKG - Schweizerische Kynologische Gesellschaft, der auch die meisten Züchter von Rassehunden angehören. Eine der Aufgaben solcher kynologischer Gesellschaften ist die Einhaltung und Wahrung sogenannter Rassestandards bei der Zucht.
L
Bei Longieren mit einem Hund läuft dieser aussen um einen markierten Kreis und erhält dabei Kommandos vom Hundeführer. Zu Beginn wird der Hund mit einer langen Leine geführt, später lediglich mit Hand- und Rufzeichen. Damit ist es möglich, die Kommunikation zwischen Hund und Hundeführer zu verbessern und zu festigen. Longieren dient auch zur Lockerung der Muskulatur und Verbesserung der Kondition des Hundes. Oder einfach als Beschäftung aus Spass für den Hund.
O
Wortwörtlich übersetzt bedeutet obedience "Gehorsam". Im Bereich des Hundesportes wird oft auch von der "hohen Schule der Unterordnung" gesprochen. Davon zu sprechen, dass der Hund einfach gehorchen soll, greift zu kurz. Zusätzlich zu allgemein bekannten Übungen wie Bei-Fuss-Gehen, Sitz, Platz, Bleib, Abrufen etc. kommen noch etliche andere Elemente hinzu, wie zum Beispiel Apportieren, Suchen von Gegenständen, Positionswechsel auf Distanz - Sitz-Platz-Steh etc. Geprüft wird hier auch die Wesensfestigkeit, vor allem gegenüber anderen Hunden. Bei der Obedience-Prüfung wird nicht nach einem festen Schema geprüft, sondern man erfährt erst während der Prüfung wie gelaufen werden muss. Zudem werden unter anderem auch die Form, die Geschmeidigkeit, die Präzision bewertet, mit der die Übungen durchgeführt werden. Voraussetzung für die Obedience-Prüfung ist eine erfolgreich bestandene Begleithundeprüfung. Bei Obedience ist ein gut eingespieltes Mensch-Hund-Team Voraussetzung. Mensch und Hund müssen sich dabei sozusagen „blind“ verstehen.
Omega-3-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren, sie werden vom Körper unbedingt benötigt, können aber vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Das heisst, sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. So wie der Mensche benötigt auch der Hund diese essentiellen Fettsäuren. So sind sie wichtig als Energieträger, werden benötigt zum Aufbau der Zellmembranen und dienen als Ausgangssubstanz für viele weitere Stoffe wie z. B. Hormone oder Stoffwechselprodukte, die die Entzündungsreaktionen beeinflussen. Quellen dieser Fettsäuren sind Pflanzen und Samen, die höchste Konzentration findet sich in fettreichen Fischen und in Fischöl. Mögliche Symptome für einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren sind z. B. trockene Haut, Schuppen, zunehmender Haarverlust.
Von operantem Konditionieren wird gesprochen wenn durch Hörzeichen, etwa „Platz“, „Sitz“, „Steh“ oder auch „Voran“, oder durch richtungweisende Handzeichen eine erfolgte und belohnte Leistung wiederholbar gemacht wird. Der Hund lernt also am Erfolg, eben durch Belohnung, dass er auf einen bestimmten Befehl hin eine bestimmte Tätigkeit ausführen soll.
S
Mit SchaSu wird die Hunde-Schatzsuche bezeichnet, die eine spezielle Trainingsmöglichkeit für den Hund darstellt und vor allem in der Schweiz angeboten wird. Hunde verfügen über die Fähigkeit, feinste Gerüche unterscheiden zu können, eine Fähigkeit, die bereits seit langem bei Spürhunden trainiert wird. Dieser extrem feine Geruchssinn wird auch bei SchaSu trainiert und der Hund lernt, auch kleinste Gegenstände unter einer Vielzahl anderer Gegenstände in unterschiedlicher Umgebung aufzuspüren.
So wie bei SchaSu steht auch bei SchnüffelNose der ausgeprägte Geruchssinn des Hundes im Mittelpunkt. Dabei lernt der Hund durch Training, einen bestimmten Geruch zu erkennen. Diesen Geruch - beispielsweise Kamille, Trüffel aber auch Sprengstoffe, Schimmel - kann er dann aus einer Reihe verschiedenster anderer Gerüche erriechen und anzeigen. SchnüffelNose erfordert höchste Konzentration, ist physisch wie auch psychisch anstrengend. Angefangen vom reinen Hundesport, um den Hund auszulasten, bis hin zum professionellen Einsatz reichen die Möglichkeiten. So können Hunde trainiert werden, Schimmel in Wohnungen anzuzeigen oder beispielsweise sogar geringste Spuren von Erdnüssen und einen Allergiker warnen.
Die SK-9 GmbH ist die erste und alleinige ISO 9001:2008 + eduQua zertifizierte Firma der Schweiz im Bereich Sprengstoffsuche und Ausbildung. Sie ist als einzige Firma im Besitz aller amtlichen benötigten Bewilligungen.
SKG ist die Schweizerische Kynologische Gesellschaft und als solche Vertreterin der Schweiz bei der Fédération Cynologique Internationale. Die SKG ist der Dachverband der meisten Hundezüchter in der Schweiz. Neben der Einhaltung der Rasse- und Zuchtstandards ist es Aufgabe der SKG, darauf zu achten, dass die Haltung, die Erziehung und die Ausbildung von Hunden nach modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgen. Die SKG bemüht sich zudem um eine sportlich-faire Gesinnung und um die Beachtung der Grundsätze des Tierschutzgedankens.
In der Schweiz schreibt das Tierschutzgesetz vor, dass jeder Hundebesitzer einen Sachkundenachweis (SKN) erbringen muss. Dieser setzt sich zusammen aus einem Theorieteil, der vor dem Kauf absolviert werden muss, und einem Praxisteil, der innerhalb eines Jahres nach Anschaffung des Hundes nachzuweisen ist. Den theoretischen Teil müssen nur jene besuchen, die noch nie einen Hund besessen haben, währenddessen der praktische Kurs von allen Hundebesitzern mit jedem einzelnen Hund absolviert werden muss. Theorie- und Praxisteil müssen eine Dauer von je vier Stunden aufweisen, um als Sachkundenachweis zu gelten.
T
Die Tellington TTouches wurden von der Kanadierin Linda Tellington-Jones in den 1970er- und 1980er-Jahren entwickelt. TTouch für Hunde beinhaltet gezielt eingesetzte manuelle Techniken am Körper des Hundes, die mit speziellen Führtechniken und Parcoursarbeit mit verschiedenen Hindernissen am Boden ergänzt werden können. Die Methode wird vor allem bei Verhaltensproblemen des Tieres, bei Krankheit und bei Rekonvaleszenz eingesetzt.
Beim Trick- und Kniff-Training, auch bekannt als Tricky-Dog-Training, werden dem Hund verschiedene Kunststücke beigebracht, etwa „Sich-Verneigen“, „Slalom zwischen den gespreizten Beinen des stehenden Hundeführers“ oder diverse andere Kniffs und Fertigkeiten mehr.
Z
ZOS wurde in Deutschland entwickelt und steht für eine Spezialdisziplin im Hundesport, die sogenannte Zielobjektsuche. Dabei wird der Hund trainiert, Gegenstände, die zuvor versteckt wurden, zu suchen, aufzufinden und anzuzeigen. Ähnlich wie bei SchaSu macht man sich hier die Fähigkeit zunutze, dass Hunde feinste Gerüche erkennen und differenzieren können.