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806 wurde die Provinz in Ober- und Unterrätien durch Karl den Grossen geteilt, das Engadin wurde Teil von Oberrätien. 916 fiel das Oberengadin an das Herzogtum Schwaben. Die Grafen von Gamertingen verkauften 1139 es an das Bistum Chur, von dem sich die Oberengadiner erst 1494 freikaufen konnten. Seit 1367 war das Oberengadin Teil des Gotteshausbundes, eine begrenzte Selbstverwaltung war trotzdem möglich. Politische Nutzniesser waren die bischöflichen Ministerialen aus dem Hause von Planta, deren Aufstieg nach 1250 einsetzte.
1137 erwirbt Bischof Konrad I. somit auch das Dorta. Aus dieser Zeit stammt auch der Name «Dorta»: Churer Aussenhof: Curia Orta.
Im 11. Jahrhundert wurde ein turmartiges Gebäude errichtet. Die sogenannten Wohntürme, in Zuoz über 20, hatten die Hauseingänge auf einer Höhe von 1.5 bis 3 Meter über dem Boden. Für den Zugang wurde eine Leiter benutzt, die hochgezogen werden konnte – auf diese Weise konnten Plünderer und Strolche abgewehrt werden.
Im Jahre 1499, während des Schwabenkrieges, zündeten die Einheimischen ihre eigenen Häuser zum Schutz vor Plünderung an. Zuvor wurden vor allem die Vorräte vergraben. Die Taktik «verbrannte Erde» funktionierte, und so zogen sich die Österreicher zurück.
Stübli, Chadafö, Chamineda, Schlafkammer und Wohnturm wurden kurz nach dem Brand wieder neu aufgebaut. 1560 wurde zusätzlich eine Scheune erbaut und 1610 alles zu einer Einheit verbunden. Um 1650 wurden bei allen Holzhäusern die Stuben und Schlafkammern, zwecks Brandschutz,eingemauert.