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Das Trauma
Nicht jedes Ereignis, welches als potenziell traumatisierendes Geschehen charakterisiert wird, muss zu einer psychischen Störung führen. Nicht die äussere, die objektive Intensität des Ereignisses löst die Störung aus, sondern die innere, die subjektive Wahrnehmung des Geschehens, d.h. die persönliche, individuelle Wirkung auf und die Bewertung und Beurteilung durch die betroffene Person. Je belastender die Situation ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Ausbildung einer posttraumatischen Belastungsstörung und bei länger andauernden, chronischen Traumatisierungen grösser als bei einmaligen Ereignissen.
Im LOM® Lösungsorientierten Malen werden die traumatischen Bilder aus der Perspektive der betroffenen Person gemalt. Der Ablauf des Traumas wird über solche Bilder dem Bewusstsein wieder zur Verfügung gestellt und gleichzeitig entschärft. Das letzte Bild, das Bild dass aufzeigt, dass das Trauma beendet ist, ist dasjenige Bild welches das Gehirn im Zusammenhang mit den traumatischen Geschehnissen erinnern wird. Erinnerte Bilder, körperliche Reaktionen und heftige Gefühle lösen sich auf und das Trauma hat keine Wirkung mehr.
„Was hast du aus deinen Augen gesehen, gerade bevor es geknallt hat?“ Die vom Autounfall Betroffene konnte das lange nicht sagen, sie erinnerte sich dann aber an das Armaturenbrett. Dieses wurde gemalt.
An dieser Stelle des Bildes erinnerte sich die Malende an „Winkel“. Als die Winkel gemalt wurden, stellten sie sich als Scheibenwischer heraus. Anschliessend war es ganz einfach, das fehlbare Auto zu malen das den Unfall verursacht hatte.
Die Kindergärtnerin hatte vor dem Malen wegen ihres Schleudertraumas nur noch 50% arbeiten können, den Rest ihrer Lebenszeit verbrachte sie meistens liegend, ihre Sozialkontakte waren verkümmert. Nach dem Malen konnte sie ihr Leben neu gestalten, arbeitet heute 80% und hat eine Familie gegründet. Der Versicherungsfall konnte abgeschlossen werden.
(Siehe Egger/Merz: „Lösungsorientierte Maltherapie“ Huber Verlag 2013)