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Unmittelbarkeit
Nach dem Grundsatz der Unmittelbarkeit der Hauptverhandlung entscheiden die Sachgerichte (erster und zweiter Instanz) auf der Grundlage der Beweise, die sie selbst in einer mündlichen, kontradiktorischen und in der Regel öffentlichen Verhandlung erhoben haben. In der Schweizerischen Strafprozessordnung gilt der Grundsatz der Unmittelbarkeit des Verfahrens schon vor dem erstinstanzlichen Gericht und noch mehr vor dem Berufungsgericht nur eingeschränkt. Die entsprechenden Verfahrensvorschriften verdienen es, einerseits im Lichte des höherrangigen Rechts (in erster Linie der Europäischen Menschenrechtskonvention und in zweiter Linie der Bundesverfassung) und der daraus abgeleiteten Mindestanforderungen und andererseits der Rechtsprechung des Bundesgerichts, die das Abgleiten in den "Prozess nach Aktenlage" einzudämmen sucht, geprüft zu werden.