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Was macht den Oman zu einer Oase des Orients? Was ist anders als in anderen arabischen Staaten? Was verzaubert seinen Besucher und lässt ihn so manche Befürchtung oder gar Vorurteile über Bord werfen?
Der Oman, ein Staat im Osten der Arabischen Halbinsel, fast so gross wie Deutschland, hat aber nur etwa 4,2 Mio. Einwohner. Das Land ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde, weite Landstriche sind nahezu menschenleer. Die Rub’-al- Khali-Wüste im Südosten des Landes erstreckt sich über weite Teile des omanischen Südostens bis hinein nach Saudi Arabien, den Jemen und die Vereinigten Arabischen Emirate und beinhaltet innerhalb von 650’000 Quadratkilometern nichts als Sanddünen, weshalb man diese Region auch als «Empty Quarter», das leere Viertel des Landes, bezeichnet. Wenn man auf der Autobahn am Golf von Oman oder durch die Vororte der Hauptstadt Muskat fährt, wo beinahe jedes Gebäude ein Meisterstück modernster Architektur darstellt, so fällt es einem schwer zu glauben, dass dieses Land erst 1970 zum Sprung ins 20. Jahrhundert angesetzt hat.
Der Sultan ist überall
Der aktuelle Alleinherrscher des Landes, Sultan Qabus ibn Sa’id Al Sa’id, verbrachte seine Kindheit im Süden des Omans in Salalah. Mit den Einnahmen aus dem reichlich sprudelnden Erdöl im Norden des Oman und in den Wüstengebieten baute er Strassen, Schulen, Universitäten und Krankenhäuser. Jeder Omani sollte Zugang zu diesen Einrichtungen haben, war seine Maxime. Da er dem Volk darüber hinaus Steuerfreiheit und kostenlose medizinische Versorgung bietet, ist die Anerkennung hierfür und seine Beliebtheit unter dem Volk sehr hoch. Der unter der Regierung des Sultans entstandene Wohlstand der Omanis macht das Land bei extrem niedriger Kriminalität sehr sicher. Dank des fortschrittlichen Denkens wurde das Sultanat ein moderner Staat. Qabus ibn Sa’id Al Sa’id engagiert sich immer wieder für die Natur und den Schutz dieser und hat aus diesem Grund die Schaffung von Naturreservaten vorangetrieben. Auf Streifzügen durch Berglandschaften, Savannen, unberührte Strände und Wüstengebiete mit perfekt modellierten Dünen – von rosa bis gelb getönt – überrascht die Vielfalt von Flora und Fauna immer wieder aufs Neue. Wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht muten die fjordähnlichen Buchten der Halbinsel Musandam ganz im Norden des Landes gelegen, an. Überall findet man Lehmhäuser und Festungen neben futuristisch anmutenden Palästen, arabische Dhows, welche die Routen der Supertanker kreuzen, Felsen und majestätische Berglandschaften auf dem Jebel al-Akhdar, Luxushotels zwischen grünen Gärten und weissen Stränden, Wüstencamps mitten in den goldenen Dünen. Im Sultanat Oman prägen lebendige, alte Traditionen das tägliche Leben der neuen arabischen Welt! Und auch hier, wie überall auf der Arabischen Halbinsel, fällt einem die ausserordentlich herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen auf.
Muskat – modern und doch authentisch
Die Hauptstadt des Sultanats liegt an der Nordküste direkt am Golf von Oman, umgeben von schroffen, mächtigen Gebirgsfelsen, die sich bis an das Meer schieben, schillernden weissen Siedlungen und prächtigen Moscheen und Palästen. Dazwischen gibt es auch erstaunlich viele Grünflächen, und auch die weissen Sandstrände und das azurblaue Meer sieht man von der Hauptstadt aus immer wieder. Die langen typischen Gewänder der Männer sind in der Stadt allgegenwärtig, und auch wenn viele Frauen kaum mehr ganz verhüllt sind, bleibt der arabische Ursprung dank viel Gold und bunten Kopftüchern gut sichtbar. Nur ein paar Minuten vom Kern entfernt, direkt am Hafen, kann der Besucher in das bunte Treiben des Obstund Fischmarktes eintauchen, wo eine riesige Auswahl an fangfrischem Fisch feilgeboten wird. Im berühmten Souk von Muttrah gegenüber, ist die Luft erfüllt vom Duft edler Gewürze und Weihrauch. Durch die engen Gässchen schlendern, das Geschehen beobachten, sich ins Getümmel stürzen und um gute Preise feilschen: Dieser authentische Souk ist ein echter Höhepunkt. In den Ladenboxen türmen sich farbige Stoffe, edle Tücher, Gold- und Silberschmuck, Haushaltgeräte – was immer das Herz begehrt.
Sultan Qaboos Grand Mosque in Muskat
Die grosse Sultan-Qaboos-Moschee ist einen Besuch wert – nicht überall hat man so einfachen Zutritt zu einem solch prachtvollen islamischen Bauwerk. Die
Moschee wurde 2001 eröffnet und ist eine der imposantesten des Landes. Das gesamte Areal erstreckt sich über 416’000 Quadratkilometer – die Moschee ist ganz in weissem und grauem Marmor gehalten und bietet Platz für 22’000 Menschen.
Grand Canyon Jebel Shams
Der Jebal Shams ist mit 3 005 Metern der höchste Berg des Sultanats. Hier befindet sich auch der Grand Canyon von Arabien, der grösste Canyon der Arabischen Halbinsel. Am schönsten ist es, den Canyon zu Fuss zu entdecken. Die Wanderung im westlichen Hajar-Gebirge ist spektakulär: Atemberaubend der Blick auf die imposanten Hänge, die sich am späten Nachmittag rosa färben.
Musandam – die Fjorde Arabiens
Musandam ist buchstäblich das i-Tüpfelchen von Oman. Ein etwa 90 Kilometer breiter Korridor trennt das Mutterland von der Exklave an der nördlichen Spitze der arabischen Halbinsel. Hier fallen die Felswände des Hadjar- Gebirges besonders steil ins Meer. Der wild zerklüfteten Fjordlandschaft verdankt dieser Landesteil auch die Bezeichnung Norwegen des Mittleren Osten. Derzeit leben etwa 35’000 Menschen in dieser Felsenregion, die meisten davon in der Regionalhauptstadt Khasab, dem grössten und fruchtbarsten Ort der Halbinsel. Viele von ihnen sind Halbnomaden; im Sommer leben sie an der Küste, im Winter in den Bergen.
Wahiba-Sands-Wüste
Sand, wohin das Auge reicht: Die Rima al Wahiba befindet sich in Omans Osten und bedeckt mit rund 10’000 Quadratkilometern eine überschaubare Fläche. Nur zwei Stunden Autofahrt von der Hauptstadt Muskat entfernt befindet sich das nördliche Eingangstor zur Wahiba-Wüste. Hinter dem kleinen Dorf Al-Mintirib, wo die in der Wüste lebenden Beduinen ihre Vorräte auftanken, beginnt das Abenteuer: keine gepflasterten Strassen, nur noch Sand und Dünen, die sich bis zu 200 Metern auftürmen. Die Einheimischen haben unlängst die Kamele als Transportmittel gegen wendige Allrad-Pick-ups eingetauscht. Die Wüste ist der Lebensraum einer erstaunlich vielfältigen Fauna: Über 100 Vogelarten, Wölfe, Füchse, Wildkatzen und Mungos wie auch unzählige wirbellose Tiere nennen die Wahiba Sands ihr Zuhause. Auch birgt sie eine kleine geologische Sensation: Das weltweit grösste zusammenhängende Areal von versteinerten Sanddünen kann hier bestaunt werden.
Al Jabal Al Akhdar
Der grüne Berg des Hajar-Gebirges ist bekannt für seine bemerkenswerte Fruchtbarkeit. Der in der Region verhältnismässig oft fallende Niederschlag wird im Felsmassiv gespeichert und gelangt über Bewässerungskanäle in Felder und Obstgärten. In der Region gedeihen vor allem Granatäpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Walnüsse und Mandeln sowie die Rosen, aus denen das bekannte Rosenwasser gewonnen wird. Zwischen Ende März und Ende Mai werden die Blüten geerntet, wenn möglich vor Sonnenaufgang, sodass sie noch taufrisch sind. Das daraus gewonnene Rosenöl verleiht Tee, Kaffee und Süssspeisen eine aussergewöhnliche Note, kommt aber auch für Kosmetik und Naturheilmittel in Verwendung.
Wer eine Abkühlung in den Bergen anstatt im Meer sucht, findet am Rande eines Canyons das Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort. Dank seiner Lage auf 2 000 Metern inmitten einer imposanten Felslandschaft ist es rund 15 Grad kühler als im restlichen Land. So lässt sich nicht nur das Resort, sondern auch die Umgebung in vollen Zügen geniessen. Aktive Gäste begeben sich mit dem hauseigenen Mountain-Guru, also einem einheimischen Experten, auf Kletter-, Bike- oder Wandertouren und lernen die Berge bei spannenden Entdeckungsreisen kennen. Das Hotel gehört zu den höchstgelegenen Luxusresorts der Welt und fügt sich trotz aller Exklusivität nahtlos in das umgebende Naturschauspiel ein. Es verfügt über 82 Zimmer sowie 33 Villen mit eigenem Pool und Butler-Service. Mit seinen vier Restaurants und dem besonderen Dining-by-Design- Angebot bietet das Hotel eine wahre kulinarische Vielfalt.
Salalah
Salalah, die Stadt im Süden des Landes, ist schon seit Jahrtausenden dank seiner Weihrauchbäume bekannt. Hier war der Beginn der Weihrauchstrasse, und der Duft des Harzes ist allgegenwärtig in den Dörfern und Städten Dhofars. Die Frauen der Region sind berühmt für ihre exquisiten Räuchermischungen aus Weihrauch, Myrrhe, Sandelholz und Blütenessenzen. Die Rezepte sind geheim und werden von der Mutter an die Tochter weitergegeben.
Neu: Länderkombination Oman & Malediven
Eine einzigartige Kombination zweier Länder zwischen Tradition & Moderne. Andere Länder, andere Geschichten: das Sultanat, mit seiner 5 000-jährigen Seehandelstradition, ein moderner arabischer Staat, der seine Kultur und Überlieferung pflegt. Lehmhäuser stehen neben futuristisch anmutenden Palästen. Anschliessend fliegen Sie mit Oman Air und mit 1 001 Eindrücken auf die Malediven, welche mit türkisfarbenem Wasser, 19 Atollen & 1 195 Inseln zum Verweilen einladen.