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«Wir trauern um Peter Freiburghaus», schreibt das Theater Duo Fischbach auf seiner Homepage. Der Komiker ist im Alter von 75 Jahren gestorben.
Die Verabschiedung von Peter Freiburghaus hat demnach bereits am 4. August stattgefunden, im kleinsten Familienkreis. Er habe «durch seine Feinfühligkeit und Kreativität – diese Welt zu einem besseren Ort gemacht», schrieb das Theater.
Bereits 2017 wurde Peter Freiburghaus mitgeteilt, dass er an Hautkrebs erkrankt sei. Er verabschiedete sich in der Folge von der Bühne, das Duo Fischbach brach seine laufende Tournee «Endspurt» ab.
Peter Freiburghaus wurde 1947 im bernischen Neuenegg geboren. Von 1969 bis 1972 bildetet er sich in Bern an der Hochschule für Musik und Theater zum Schauspieler aus. In den folgenden Jahren arbeitete er in Berlin, Bern und New York an verschiedenen Theatern als Schauspieler, Regisseur und Autor. In Berlin war er Mitbegründer des Bildertheaters und in Bern des Zampanoo’s Variétés, das er bis 1986 leitete.
Grosse Erfolge feierte er zusammen mit seiner Lebenspartnerin Antonia Limacher, nachdem sie 1981 das Duo Fischbach gegründet hatten. Mit ihrer Darstellung des Hauswartsehepaars aus der Provinz und Programmen wie «Fischbachs Weihnacht», «Fischbachs Hochzeit» oder «Fischbachs Kinder» spielten sie sich in die Herzen ihres Publikums.
2008 gründete Freiburghaus das Theater Duo Fischbach in Küssnacht am Rigi zusammen mit Jeannette Tanner. Nach seiner Krebsdiagnose und dem Ende des Duo Fischbach übernahm Jeanette Tanner das Theater.
Erfolge im Film
Kurz vor seiner Krebsdiagnose im Jahr 2017 hatte Freiburghaus im Kinofilm «Die göttliche Ordnung» als böser Schwiegervater mitgespielt, im Kurzfilm «Mecca» und in der Fernsehproduktion «Lotto». «Mecca», in dem es um einen Schweizer Pensionär ging, der einem syrischen Flüchtling dabei hilft, seine Frau in der Schweiz nach muslimischem Ritus zu bestatten, hatte es damals auf die Shortlist für einen Oscar geschafft.
Für seine Rolle im Filmdrama «Nebelgrind» wurde Freiburghaus 2012 mit einem Prix Walo ausgezeichnet. Bei den Innerschweizer Filmpreisen erhielt er 2019, zwei Jahre nachdem er sich von der Bühne verabschiedet hatte, einen Spezialpreis für seine Rolle im im Spielfilm «Lotto».
Gegenüber dem «Bote der Urschweiz» sagte er nach der Preisverleihung, dass zwei anstrengende Jahre hinter ihm lägen. «Meine Krankheit ist selten und schwierig zu behandeln. Es dauerte über zwei Jahre bis zur exakten Diagnose.» Dennoch gehe es ihm nicht schlecht. «Irgendwann sagte ich mir: ‹Jetzt bist du halt nicht nur alt, sondern auch krank.› « Die Krankheit habe er akzeptiert.