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Feigwarzen sind gutartige Hautveränderungen, meist an den Geschlechtsteilen. Sie entstehen Monate nach einer Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV).
Feigwarzen sind zusammen mit anderen durch HPV (humanes Papillomavirus) verursachten Genitalwarzen die am häufigsten durch Viren ausgelöste Geschlechtskrankheit weltweit. Von dem Erreger sind mehr als 100 bekannte Vertreter bekannt.
Die auch als spitze Kondylome (lat.: Condylomata acuminata) bezeichneten Feigwarzen treten überwiegend an den Schamlippen, der Scheide und am Penis auf (daher die Bezeichnung Genitalwarzen). Feigwarzen rufen oft nur geringe bis keine Symptome hervor und sind leicht zu übersehen. In seltenen Fällen breiten sich durch HPV verursachte Warzen im Genitalbereich aber aus und können sich zu bösartigen Tumoren entwickeln.
Die Feigwarzen-Behandlung ist unter anderem davon abhängig, wie weit die Warzen sich ausgebreitet haben. In leichten Fällen helfen spezielle Salben. Ausserdem lassen sich die durch HPV bedingten Hautveränderungen wie Feigwarzen mit Kryotherapie (durch Vereisen), Elektrotherapie und per Laser entfernen.
Humane Papillomaviren gehören zu den häufigsten Ursachen von Geschlechtskrankheiten, sind aber oft harmlos.
Feigwarzen, auch als Condylomata acuminata oder spitze Kondylome bezeichnet, sind durch HPV (humane Papillomviren) verursachte gutartige Hautveränderungen, die überwiegend den Genitalbereich betreffen.
Da HPV sexuell übertragbar sind, zählen Feigwarzen ebenso wie alle anderen durch HPV bedingten Genitalwarzen zu den Geschlechtskrankheiten (sexually transmitted diseases, STD).
Feigwarzen zeigen sich als flache, einzelne oder beetartig angeordnete kleine Knötchen an den Schamlippen, der Scheide, am Penis oder am Analbereich. Die grau-bräunlichen oder weisslichen Verdickungen können stecknadelgross sein oder sogar zu mehreren Zentimetern grossen, blumenkohlartigen Gebilden heranwachsen. Häufig treten sie gehäuft auf.
Schätzungen zufolge hat in den westlichen Ländern 1 von 100 sexuell aktiven Erwachsenen Feigwarzen. Die meisten Betroffenen sind bei der Erstinfektion zwischen 15 und 30 Jahre alt. Da die meisten HPV-Infektionen der Genitalien kaum Beschwerden bereiten, wissen mehr als die Hälfte der Infizierten nichts von ihrer Erkrankung.
Gemeinsam mit anderen durch HPV (humane Papillomaviren) verursachten Genitalwarzen zählen Feigwarzen zu den häufigsten durch Viren ausgelösten sexuell übertragbaren Krankheiten.
Feigwarzen (Condylomata acuminata) liegen Infektionen mit einem bestimmten Virus namens HPV (humanes Papillomavirus) als Ursachen zugrunde. Dieser Erreger gehört zur Familie der Papillomaviren.
Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der Symptome beträgt ein bis acht, durchschnittlich drei Monate. Es können jedoch auch mehr als acht Monate vergehen.
Je nach Erreger können HP-Viren nicht nur Feigwarzen, sondern auch andere Veränderungen der Haut und der Schleimhäute hervorrufen – sowohl im Genitalbereich als auch an anderen Körperstellen. Einige humane Papillomaviren können zu bösartigen Veränderungen führen, etwa zu Gebärmutterhalskrebs.
Die Einteilung dieser Erreger erfolgt – je nachdem, wie hoch das mit ihnen verbundene Krebsrisiko ist – in HPV-Typen mit geringem Risiko (sog. Low-Risk-Typen) und in HPV-Typen mit hohem Risiko (sog. High-Risk-Typen). Die Erreger der Feigwarzen zählen zu den Low-Risk-Typen – das Risiko, durch diese HPV-Typen an Krebs zu erkranken, ist also gering.
Weltweit sind mehr als 100 unterschiedliche HPV-Typen bekannt. Die für folgende Warzen verantwortlichen humanen Papillomaviren gehören zu den Low-Risk-Typen:
Die für Feigwarzen (Condylomata acuminata) verantwortliche HPV-Infektion hat ihre Ursachen in kleinsten Verletzungen (Mikroverletzungen) von Haut und Schleimhaut. Die Übertragung der Erreger kann auf verschiedenen Wegen erfolgen; vorwiegend kommt es beim Geschlechtsverkehr zur HPV-Infektion. Entsprechend haben junge, sexuell aktive Erwachsene ein besonders hohes Risiko für eine Ansteckung mit Feigwarzen. Rauchen und die Antibabypille begünstigen eine HPV-Infektion.
Seltener erfolgt die Übertragung durch eine Schmierinfektion, etwa wenn verunreinigte Gegenständen wie Handtücher gemeinsam benutzt werden. Ausserdem kann sich ein Kind während der Geburt mit HPV infizieren, wenn die Mutter Feigwarzen hat.
Feigwarzen treten meist im Genitalbereich auf – sie können sich aber auch an anderen Körperstellen zeigen. Kondylome können unterschiedlche Symptome hervorrufen, je nachdem, an welcher Stelle die Hautveränderungen auftreten: Viele Genitalwarzen sind kaum sichtbar und machen sich nur wenig oder gar nicht bemerkbar.
Die auch als Condylomata acuminata oder spitze Kondylome bezeichneten Feigwarzen bilden sich etwa vier Wochen bis einige Monate nach der Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Dann entstehen als Symptome zunächst flache, einzelne oder beetartig angeordnete kleine Knötchen (Papeln), die schwer zu erkennen sind. Eine Feigwarze (Kondylom) kann weiterwachsen und eine hahnenkamm- oder blumenkohlartige Form mit rötlicher, grau-bräunlicher oder weisslicher Farbe annehmen.
Typischerweise treten diese Warzen an den Schamlippen, der Scheide und am Penis auf (daher die Bezeichnung Genitalwarzen), aber auch in Harnröhre, Analkanal, Enddarm und in seltenen Fällen am Gebärmutterhals. Da die Papeln bei Feigwarzen sehr infektiös sind, kann es zu HPV-Infektionen aufeinanderliegender Hautfalten kommen.
Die Kondylome können monate- bis jahrelang bestehen bleiben. Die Symptome können aber auch von alleine wieder verschwinden.
Manchmal kommt es zu
Nur selten verursachen Kondylome Schmerzen.
Neben den Feigwarzen können Infektionen mit HPV zu weiteren Haut- und Schleimhautveränderungen führen, die durch unterschiedliche Symptome gekennzeichnet sind: Condylomata plana (flache Warzen), Buschke-Löwenstein-Tumoren sowie pigmentierte papulöse Effloreszenzen im Genitalbereich oder auch gewöhnliche Warzen an anderen Körperstellen.
An den für die klassischen spitzen Feigwarzen (Condylomata acuminata) typischen Stellen können HPV-Infektionen weitere Kondylome hervorrufen, deren Symptome ein anderes Erscheinungsbild ergeben: Bei den sogenannten Condylomata plana bilden sich flache und meist hautfarbene Warzen, weshalb sie sehr leicht zu übersehen sind.
In seltenen Fällen können länger bestehende Feigwarzen auch stärker ausgeprägt sein – etwa, wenn das Immunsystem des Betroffenen geschwächt ist: Die durch HPV-Infektion entstandenen Feigwarzen vergrössern sich und lagern sich auf den Genitalien zu grossen Beeten zusammen – es entstehen sogenannte Riesenkondylome oder Buschke-Löwenstein-Tumoren.
Bei dieser Verlaufsform der Kondylome können schwere Symptome auftreten: Die Wucherung kann in das Gewebe eindringen und es zerstören. Ausserdem können sich Fisteln zur Harnröhre, in den Analkanal oder den Enddarm bilden. Der Übergang zu einem Plattenepithelkarzinom ist möglich.
Neben Feigwarzen kann eine Infektion mit HPV (humanes Papillomavirus) auch Symptome auslösen, die nicht dem typischen Bild einer Warze entsprechen: pigmentierte, papulöse Effloreszenzen. Hierbei handelt es sich um halbkugelige oder flache Hautveränderungen mit oder ohne bräunliche Pigmentierung, die sich an den für Genitalwarzen typischen Stellen befinden. Im Gegensatz zu den Warzen neigen die Effloreszenzen nicht zur Beetbildung. Ein Übergang zur bösartigen (malignen) Entartung ist möglich.
Neben Feigwarzen und anderen Warzen im Genitalbereich können humane Papillomaviren (HPV) auch an anderen Körperstellen Symptome einer Hautinfektion auslösen: Solche Verruca vulgaris beziehungsweise gemeine Warzen treten am Unterbauch, am Oberschenkel, an den Händen oder im Gesicht auf. Typisches Anzeichen für diese Warzen ist eine scheinbar hornig verdickte Hautschicht.
Bei Feigwarzen und anderen durch HPV (humane Papillomaviren) hervorgerufenen Genitalwarzen gelingt die Diagnose in den meisten Fällen bereits anhand des typischen Erscheinungsbilds. Im Anfangsstadium sind die Papeln auf der betroffenen Haut jedoch unter Umständen nicht oder nur schlecht zu sehen. Um sie sichtbar zu machen, besteht die Möglichkeit, sie mit einer dreiprozentigen Essigsäure zu betupfen: Dadurch verfärben sich die Warzen weiss.
Da Feigwarzen und andere durch HPV verursachte Warzen im Genitalbereich auch mit der Entstehung von Hautkrebs verknüpft sein können, ist es im Zweifelsfall nötig, zur Diagnose eine Gewebeprobe zur mikroskopischen Untersuchung zu entnehmen. Ausserdem ist es wichtig, die Infektion mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen auszuschliessen, da sie die HPV-Infektion verstärken oder durch diese verdeckt sein können.
Wichtig ist ausserdem, dass sich eventuelle Sexualpartner ebenfalls untersuchen lassen, da Feigwarzen ansteckend sind.
Bei Feigwarzen und anderen durch HPV (humanes Papillomavirus) bedingten Genitalwarzen richtet sich die Therapie immer danach, wie weit sich die Feigwarzen ausgebreitet haben, wo diese zu finden sind (z.B. im Genitalbereich oder in der Analregion) und wie sie beschaffen sind.
In leichten Fällen kann es ausreichen, wenn man die Feigwarzen mit speziellen Lösungen oder Salben betupft. Hilft diese Behandlung nicht oder treten die Warzen wieder auf, kann ein kleiner chirurgischer Eingriff nötig sein.
Feigwarzen können sich spontan und ohne Behandlung nach ein paar Monaten von selbst zurückbilden. Das geschieht in etwa einem Drittel aller Fälle und dann meist innerhalb von vier Monaten. Bleiben Feigwarzen unbehandelt, können jedoch auch Jahre vergehen, bis sie abheilen. Sie können sich allerdings auch schnell vermehren. Obwohl Feigwarzen sehr häufig auftreten, sind sie ein Tabuthema – dennoch sollten Sie bei Verdacht auf Feigwarzen mögliche Schamgefühle überwinden und den Arzt aufsuchen. Er kann mit Ihnen besprechen, welche Behandlung infrage kommt.
Folgende Massnahmen kommen bei der Feigwarzen-Behandlung zum Einsatz:
Während der Schwangerschaft dürfen Sie die üblichen Warzenmittel nicht verwenden – in diesem Fall kann die Ärztin Trichloressigsäure auf die Kondylome tupfen.
Achtung: 70 Prozent der Partner beziehungsweise Partnerinnen von Personen mit Feigwarzen haben sich angesteckt – daher ist es sinnvoll, wenn sich die bessere Hälfte ebenfalls untersuchen und gegebenenfalls behandeln lässt!
Nach der Feigwarzen-Behandlung sind Nachkontrollen wichtig: Auch, wenn keine Warzen mehr zu sehen sind, können äusserlich unauffällige, aber noch infizierte Gewebezellen vorhanden sein, sodass sich irgendwann erneut Feigwarzen bilden. Es gibt momentan noch keine Behandlung, die einen Rückfall zu 100 Prozent verhindern kann.
Behandelte Feigwarzen und andere durch HPV (humane Papillomviren) bedingte Warzen zeigen in der Regel einen guten Verlauf. Gelegentlich kommt es auch ohne Behandlung zu Spontanheilungen. Etwa 30 Prozent der erfolgreich behandelten Feigwarzen treten jedoch erneut auf, unabhängig von der Art der Behandlung. Das liegt daran, dass sich nicht immer alle Viren beseitigen lassen.
Unter bestimmten Umständen beginnen die Warzen zu wuchern und breiten sich stark aus (sog. Buschke-Löwenstein-Tumoren).
Selten können sich HPV-bedingte Genitalwarzen zu bösartigen Tumoren verändern. Humane Papillomaviren werden in verschiedene Typen eingeteilt – einige von ihnen sind mit einen erhöhten Risiko für bösartige Veränderungen verbunden. Ärzte unterscheiden
Während von Low-Risk-Typen ein geringes Krebsrisiko ausgeht, ist das Risiko bei High-Risk-Typen eher hoch.
Feigwarzen entstehen in der Regel durch humane Papillomviren vom Low-Risk-Typ, und zwar durch die Typen 6 und 11. Nur selten breiten sich Condylomata acuminata aus und entwickeln sich zu bösartigen Tumoren. Meist liegt dann zusätzlich zur Infektion mit den Low-Risk-Typen eine Infektion mit High-Risk-Typen vor.
In seltenen Fällen können HPV-bedingte Feigwarzen bei schwangeren Frauen zu einer Komplikation führen: Durch Buschke-Löwenstein-Tumoren kann es zu einer Verlegung der Geburtswege kommen. Ein ausgedehnter Befall macht daher eine Entbindung durch einen Kaiserschnitt erforderlich.
Feigwarzen und anderen durch HPV (humane Papillomviren) verursachten Genitalwarzen können Sie auf verschiedene Weise vorbeugen. Da die HPV-Infektion durch sexuelle Übertragung entsteht, besteht eine mögliche Massnahme darin, beim Geschlechtsverkehr konsequent Kondome zu verwenden: Dadurch lässt sich das Risiko einer HPV-Übertragung senken. Ein vollständiger Schutz vor einer HPV-Infektion ist jedoch nur durch sexuelle Enthaltsamkeit oder durch Monogamie beider Partner ab dem ersten Sexualkontakt möglich.
Da sich in fast allen Fällen von Gebärmutterhalskrebs HPV nachweisen lässt, ist für alle Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren zum Vorbeugen von Gebärmutterhalskrebs eine Impfung gegen die HPV-Typen 6,11, 16 und 18 empfehlenswert. Auch im Alter ab 15 Jahren kann die Impfung noch gemacht werden.