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Am 19. bis 21. November fand in College Station der Art Adamson Schwimmwettkampf statt. Am Wettkampf starteten die Teams der Universitäten Texas A&M, Incarnate Word und LSU unter strengen COVID-Bedingungen wie Maskenpflicht bis kurz vor dem Start und einem Mindestabstand von 6 ft (2m).
Im Vorfeld wurde nur gering mit der Trainingsintensität heruntergefahren und das ganze Team startete daher mit etwas anderen Erwartungen als in den Vorjahren. Ich schwamm, wie gewohnt, die 200y-Lagen - und die Bruststrecken. Am ersten Tag qualifizierte ich als Erster für das B-Finale, welches ich mit einer Zeit von 1:48.8 beendete. Dies war eine erfreuliche Steigerung von mehr als 1 Sekunde im Vergleich zum Morgen. In der 400y-Lagen-Staffel schwamm ich eine Zeit von 53.6, was für mich auch gut war.
Am zweiten Tag ging es mit 100y Brust weiter. Am Morgen, sowie am Nachmittag schwamm ich eine Zeit von 54.6 und beendete das Rennen auf dem fünften Platz. Im Finale hätte ich mir bisschen mehr erhofft, da ich normalerweise am Nachmittag noch einen Zacken zulegen kann. In der 4x50y Lagen-Staffel beendeten wir das Rennen als drittes Team nach Texas A&M A und B.
Es war leider sichtbar, dass wir wichtige Schwimmer verloren haben und daher in den Staffeln leider nicht gross punkten konnten. Am letzten Wettkampftag beendete ich das 200y-Brust Rennen in einer Zeit von 1:59.1 auf dem vierten Platz.
Die Rennen haben sich gesamthaft ziemlich gut angefühlt. Man muss auch im Hinterkopf behalten, dass die Trainingsbedingungen über den Sommer mit COVID sicher nicht optimal waren.
Ich weiss, dass es im Februar dann sicher noch einiges schneller gehen wird, wenn ich mich richtig auf den Wettkampf vorbereite und mich im Vorfeld genügend ausruhe. Es war jedoch gut sichtbar, dass ich bis im Februar speziell am Startsprung und an den Wenden arbeiten muss, damit ich mit den anderen Brustschwimmern mithalten kann. Schwimmerisch war ich - wie immer - super dabei, jedoch tauchten die anderen Schwimmer nach dem Startsprung und der Tauchphase bereits eine halbe Körperlänge vor mir auf.
Während den nächsten zwei Wochen muss ich mich jedoch noch einmal richtig anstrengen mit Lernen, damit ich mein Unisemester gut abschliessen kann. Schöne Adventszeit Luca
Es ist schon einige Zeit vergangen, seit ich im August in Baton Rouge gelandet bin. Die Saison startete diese Jahr ein bisschen anders als in den vergangenen Jahren. Anstatt direkt mit meinen Schwimmkameraden zu trainieren, hiess es für mich zuerst einmal 10 Tage in Quarantäne zu verbringen. Zum Glück startete die Universität zur gleichen Zeit, so dass ich wenigstens etwas zu tun hatte. Nach einer Woche auf "freiem Fuss" wurde ich mit Corona infiziert und musste daher wieder 2 Wochen in Quarantäne gehen. Es war echt schwierig, sich zu beschäftigen, während 2 Wochen im gleichen Apartment zu sein... . Im Alltag baute ich daher 1 Stunde Training ein und widmete mich der Meditation 20 Min pro Tag, wenn ich nicht gerade am Lernen war.
Der erste Schritt aus dem Apartment fühlte sich sehr befreiend an. Noch nie hatte ich die frische Luft so genossen, wie zu diesem Zeitpunkt. Mit dem Training fing es zum Glück eher leicht an und über die Wochen wurde dann Intensität und Volumen hinzugefügt.
Die Trainer und unsere Medical-Assistentin haben definitiv alle Hände voll zu tun, da es sehr schwierig ist, die Trainingsbedingungen und das COVID-Schutzkonzept zu vereinbaren. Jeder Schwimmer muss am Beckenrand eine Maske tragen, die Hände desinfizieren und während einer gewissen Zeit musste auch die Körpertemperatur vor jedem Training gemessen werden.
Nach einigen Wochen haben wir uns daran gewöhnt und was einmal "speziell" war, wird zum gängigen Alltag. Seither bin ich wieder fleissig am Trainieren. Bereits habe ich neben einigen Prüfungen auch schon mein erstes Dualmeet gegen Alabama absolviert. Alabama zeigte uns einmal mehr, dass sie ein Top-Schwimmteam sind und dass wir hart arbeiten müssen, um in der South Eastern Conference etwas zu erreichen. Neben Brooks Curry, unserem SEC-Champion, konnte kaum einer unserer Schwimmer ein Rennen für sich entscheiden.
Ich musste mich auch mit den zweiten und dritten Plätzen zufrieden geben, obwohl meine Zeiten eigentlich ziemlich gut waren, wenn man Corona in Betracht zieht.
Meine Resultate:
50y Brust 24.8 (Staffel)
100y Brust 56.07 (3.)
200y Brust 2:02.9 (2.)
200y Lagen 1:53.9 (5.)
Nun geht es nächste Woche mit dem Art-Adamson-Invite Schwimmwettkampf in Texas weiter. Hoffentlich können wir dort eine gute Leistung erbringen.
Im März reiste ich dieses Jahr früher als sonst zurück in die Schweiz. Als die ganze Corona-Geschichte in den Vereinigten Staaten ins Rollen kam, ging es schnell und die Universitäten beschlossen, den Unterricht auf online Vorlesungen zu wechseln, und die Coaches mussten das Training für den Rest der Saison absagen. Mit diesen Rahmenbedingungen musste ich mich schnell entscheiden, ob ich nun in den Staaten bleibe oder in die Schweiz zurück komme. Ich habe mich dann für Letzteres entschieden, da ich in solchen Zeiten lieber bei der Familie sein wollte und ein Praktikum in der Schweiz über den Sommer geplant war.
In der Schweiz angekommen, trainierte ich bestmöglich für eine Weile nur an Land. Glücklicherweise konnte ich mit 4 KollegInnen eine kleine Sportgruppe gründen, welche eine gute Routine in den Alltag brachte und eine Abwechslung zu den Vorlesungen bot. Es war auch deutlich einfacher, sich in der Gruppe zu motivieren, und es machte neben dem Muskelkater auch wirklich Spass ;-).
Nach ca. 2 Monaten konnte ich dann das Training in Oerlikon mit den Limmat Sharks unter speziellen Hygienemassnahmen wieder aufnehmen. Seither bin ich wieder oft am Trainieren, doch ohne klares Ziel vor Augen wie zum Beispiel ein Zielwettkampf, fällt es einem schon eher schwer, die Motivation aufrecht zu erhalten.
Mitte Mai nun habe ich dann mein 3-monatiges Praktikum bei GE (General Electrics) in Baden begonnen, welches mir einen spannenden Einblick in den Alltag eines Ingenieurs bietet. Momentan lerne ich viel über Ventile, Pumpen, Turbinen, Kondensatoren oder ganz allgemein über Gaskraftwerke. Ich kann mir durchaus vorstellen, später einmal im Energiesektor zu arbeiten, aber dann werde ich sicherlich etwas nachhaltigeres im Visier haben...
Mittlerweile habe ich auch gemerkt, dass ein 80%-Pensum inklusive meinem 20h Trainingsumfang pro Woche ziemlich an den Energiereserven zerren kann. Trotzdem geniesse ich die Zeit in Zürich sehr. Unter der Woche bin ich viel mit meinen Schwimmkollegen unterwegs und am Wochenende geht es meistens zurück zur Familie nach Luzern.
Die nächsten Schritte sind momentan noch sehr unklar, da in den USA immer noch die Zahlen der Corona-Ansteckungen steigen und mittlerweile Reisebeschränkungen verkündet wurden. Ich werde darum meine Entscheidung wohl erst anfangs August treffen, ob ich zurückfliege... bis dahin ist hoffentlich alles ein bisschen besser und klarer. Obwohl meine Coaches an der Uni davon ausgehen, dass die Schwimmsaison inklusive Wettkämpfe stattfindet wird, bin ich persönlich da eher noch ein bisschen skeptisch...
Bleibt gesund Luca
Die South Eastern Conference Championships (SEC) meines dritten Jahres sind bereits wieder Geschichte. Ich brauchte ein bisschen Zeit nach dem Wettkampf, um mir einen klaren Kopf über meine Leistungen zu machen. Grundsätzlich bin ich zufrieden mit meinen Resultaten, obwohl ich mein Zielzeit über 200y Brust nicht ganz erreichen habe. Ich konnte mich jedoch über beide Bruststrecken stark verbessern und ich bin nun nur noch ganz knapp von den Schulrekorden über 100y- und 200y Brust entfernt. Für die NCAA's hat es dieses Jahr leider nicht gereicht, da ich mit meiner Zeit von 52.9 und 1:55:3 nicht schnell genug war. Um an den NCAA's teilzunehmen, müsste ich noch circa 0.5 Sek und 0.8 Sekunden schneller schwimmen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass ich es nächstes Jahr schaffen werde, da ich mich im Yards-Pool immer wohler fühle und das Rennen an sich besser zusammenpasst (Zugzahlen). Zusätzlich war ich an den zwei wichtigsten Tagen ziemlich krank und konnte nur dank Medikamenten die Rennen schwimmen, daher sollte da schon noch ein bisschen Spielraum sein für die nächste Saison.
In der 4x100y Staffel konnte ich zum ersten Mal einen Schulrekord mit dem Team erreichen, was sich super angefühlt hatte. Leider hatte unser Rückenschwimmer nach seinem Einzelrennen die Motivation komplett verloren, da es ihm nicht wie erhofft lief und dies wiederspiegelte sich dann in der Staffel... Dies war ein bisschen enttäuschend, da wir uns ansonsten für die NCAA's qualifizieren hätten können. Dieses Jahr wollte es wohl einfach nicht sein ;-)
Resultate:
100y Brust 52.91 (12. Platz) pB
200y Brust 1:55.3 (10. Platz) pB
200y Lagen 1:48.66
4x100y Lagen 3.07.02 (Schulrekord!!9
Obwohl sich ein 10. Platz nicht wirklich beeindruckend anhört, konnte ich einige Punkte für das Team sichern. Schlussendlich landeten wir auf dem 9. Rang vor South Carolina. Unser Team hatte insgesamt einen ziemlich durchzogenen Wettkampf. Auf der einen Seite konnten unsere Seniors die Erwartungen nicht erfüllen, was ziemlich merkwürdig war, da alle eine sehr gute Saison hatten. Die Juniors, zu welchen ich gehöre, konnte vereinzelnd Punkte ergattern, jedoch fehlte es uns in der Breite. Das heisst nur 2 von uns schafften es Punkte zu holen. Die Sophomores und Freshmen zeigten ein gute Leistung und viel Potential für die nächsten Jahren. Speziell beeindruckend war die Leistung unseres Crawlschwimmers Brooks Curry, welcher in seinem ersten Jahr bereits den Sieg und den zweiten Platz über 100y und 200y Freistil erreichte. Obwohl wir mit Brooks ein Ass im Ärmel hatten für die Staffeln, reichte es immer nur um Haaresbreite nicht für die nötige NCAA A-Limite. So wie es aussieht können wir die Limite jedoch gewiss erreichen, wenn wir einen guten Tag haben.
Nach den SECs lag ich dann eine Woche flach, da sich mein Körper von den Strapazen des Wochenendes inklusive Krankheit, erholen musste. Nun befinde ich mich bereits wieder im normalen Universitätsalltag mit Prüfungen und Trainings, damit ich schnellst möglich wieder fit für die Langbahnsaison bin.
Am letzten Donnerstag (15. Feb) veröffentlichte die Neue Luzerner Zeitung einen Artikel über meine Zeit in den Vereinigten Staaten und mein Kindheitstraum, die Teilnahme an den Olympischen Spiele in Tokyo. Hier findet ihr den Artikel: