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Bei einem massiven Erdrutsch in Nepal sind am Samstag mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Dutzende Dorfbewohner wurden nach dem Unglück im Nordosten des Himalaya-Staates vermisst.
Da viele Häuser von den Erdmassen begraben oder von dem sich stauenden Flusswasser überspült wurden, hatten die Rettungsdienste am Samstag zunächst noch keinen genauen Überblick über Vermisste, sagte Polizeisprecher Arun Chetri. Es werde befürchtet, dass die Zahl der Toten noch steige.
Bei dem Erdrutsch in den frühen Morgenstunden wurden zwei Dutzend Häuser verschüttet, bevor sich die Masse aus Schlamm und Steinen in den Sunkoshi-Fluss nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu ergoss.
Da der Fluss durch die Erdmassen blockiert wurde, staute sich das Wasser gefährlich auf. Es bestand das Risiko, dass sich die Wassermassen unkontrolliert flussabwärts ergiessen könnte. Ein Regierungsvertreter sagte, sie suchten nach Wegen, um einen sicheren Abfluss des Wassers zu ermöglichen.
Die Gegend wurde demnach zur Flut-Krisenzone erklärt und die Armee angewiesen, mit Sprengstoff den Weg für das Wasser freizusprengen. Die Arniko-Fernstraße, die von Nepal nach Tibet führt, wurde gesperrt und Dorfbewohner aufgefordert, sich an höher gelegene Orte zu begeben.
Erdrutsche kommen im gebirgigen Nepal während des Monsunregens vom Juni bis September oft vor. (aeg/sda/afp/dpa)