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Di, 23. Februar 2021, Ralf Hersel
Manche Menschen müssen sehen, um zu verstehen.
Da das Internet eine riesige Ansammlung von einzelnen Netzwerken ist, die eine relativ nahtlose Kommunikation von Daten ermöglichen, schien es logisch, Linien von einem Punkt zum anderen zu ziehen. Dieses Projekt wurde über 17 Jahre lang unter dem Namen "The Opte Project" betrieben. Die Karte wurde in Hunderten von Büchern, Filmen, Museen, Bürogebäuden, Bildungsdiskussionen und zahllosen Publikationen als Symbol dafür verwendet, wie das Internet aussieht. Die Karte ist auch zu einem Lehrmittel geworden, das es visuellen Lernenden ermöglicht, das Internet und die Vernetzung schnell zu verstehen.
Sie zeichnet die Entwicklung des Netzes auf technischer Ebene, indem sie den Routing Tables folgt, die den Datenverkehr wie mit Wegweisern über die Internetknoten weltweit lotsen. Wo vor 24 Jahren noch vergleichsweise wenige, lose verästelte Verbindungen standen, hat sich bis heute ein dichtes und riesiges Netzwerk etabliert. Weiss zeigt dabei die Backbones, also die Basisinfrastruktur des Internets. Die eigentlichen Netzknoten der verschiedenen Provider und anderen Anbieter sind gemäss ihrer Region eingefärbt. Blau zeigt die Netzknoten in Nordamerika, Rot bildet den asiatisch-pazifischen Raum ab, Gelb steht für Afrika und Grün für Europa. Auch bestimmte Ereignisse lassen sich bei genauem Hinsehen nachvollziehen, etwa die grosse iranische Internet-Abschaltung von 2019.
Quelle: https://www.opte.org/