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Der Betreiber der Webseite „Ganba Kesennuma“, bei dem ich immer aktuelle Fotos ausleihe, erzählte mir kürzlich, dass heute, fast fünf Monate nach dem Tsunami, viele Städte an der Bucht von Kesennuma (Miyagi) immer noch gleich aussehen wie auf dem rechten Foto unten bei meinem letzten Beitrag. Immerhin wurden die Trümmer auf dem Land teilweise beseitigt, auf dem Meeresgrund liegen hingegen immer noch Teile von Häusern, Fahrzeuge und Leiche ungeborgen herum.
„Die staatliche Hilfe ist schon da, aber sie ist nicht sehr gut organisiert und vor allem die Menge der Trümmer hat eine unvorstellbares Ausmass. Sie können es nicht glauben; auch Strassen und Gleise wurden vom Tsunami einfach weggespült. Man muss deshalb zuerst die Strassen wieder aufbauen, um überhaupt mit Hilfsgüter in die Regionen zu kommen.“
Die Eisenbahn sei auch noch nicht in Betrieb genommen worden, darüber berichtet aber kein Medium, erzählt er. Auch über das AKW Fukushima werde nichts mehr berichtet. Alle hätten das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Alle hätten Angst, weil die Medien nur die unheimlichen Folgen des Atomunfalls erzählen, über die aktuelle Situation wird jedoch nicht mitgeteilt.