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Sogenannte digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) gewinnen zunehmend an Bedeutung. China möchte sein Experiment als Erstes in die Tat umsetzen und das bestehende Pilotprogramm für den digitalen Yuan auf 11 weitere Städte ausweiten. Einige der Einwohner haben sich bereits dem lokalen Wallet-System angeschlossen.
Chinas Staatsbank, die People’s Bank of China, wird ihr Pilotprojekt mit ihrem CBDC ausweiten. Diese Ausweitung umfasst 11 weitere Städte, die zu der ohnehin schon grossen Auswahl an Städten hinzukommen, in denen der CBDC aktiv ist. Zu diesen Städten gehört auch Hangzhou, das im September 2022 die asiatischen Spiele ausrichten wird.
Expansion in neue Städte
Zu den neuen Städten, die an dem Pilotprogramm teilnehmen werden, gehören Tianjin, Chongqing, Guangzhou, Fuzhou, Xiamen und die Provinz Zhejiang. Einige Einwohner dieser Städte können bereits seit dem 1. April auf die digitalen Yuan-Wallets zugreifen, die durch die Nutzung während der Olympischen Winterspiele auch international bekannt wurden.
Die Zahl der Transaktionen pro Sekunde (tps) liegt derzeit bei 10’000 und soll in Zukunft bei 300’000 tps liegen. Berichten zufolge wurden mit dem digitalen Yuan Transaktionen im Wert von über 13.75 Mrd. USD durchgeführt. Einem Bericht zufolge wurden zwar viele Wallets eröffnet, aber nicht so viele, die tatsächlich genutzt werden. Für Personen, die weniger Transaktionen durchführen möchten, reicht es aus, sich mit einer Telefonnummer für eine Wallet anzumelden. Höhere Transaktionslimits und Nutzungen erfordern mehr KYC-Informationen. Dies hat zu Fragen des Datenschutzes geführt, die bei der Entwicklung der Technologie durch die Regierung weiterhin ein Problem darstellen.
In der Zwischenzeit beginnen andere Länder gerade mit der Arbeit an ihren eigenen CBDCs. Die Vereinigten Staaten haben angekündigt, dass sie die ersten Schritte zur Prüfung eines digitalen Dollars unternehmen werden. Indien, eine der am schnellsten wachsenden grossen Volkswirtschaften, hat ebenfalls eine Prüfung einer digitalen Rupie angekündigt.
Einführung eines CBDCs trotz Krypto-Verbot
Chinas Experimente mit dem digitalen Yuan waren durchaus erfolgreich und haben dazu geführt, dass sich andere Länder bemühen, nachzuziehen. China gehört zu den ersten Ländern, die einen CBDC in einem so umfangreichen Massstab eingeführt haben, und allem Anschein nach sind Chinas technikbegeisterte Bürger mit dem Projekt zufrieden. Was Kryptowährungen selbst angeht, so hat China den Besitz und den Handel mit Kryptowährungen sowie das Krypto-Mining verboten.
Der Oberste Gerichtshof des Landes hat Kryptotransaktionen als „illegale Geldbeschaffung“ bezeichnet. Denjenigen, die mit Krypto-Transaktionen handeln, drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis oder 79’000 Dollar Geldstrafe. China sei trotzdem sehr daran interessiert, die Blockchain-Technologie von der Lieferkette bis hin zu administrativen Anwendungsfällen zu nutzen, wie es in seiner Blockchain-Strategie für das kommende Jahrzehnt heisst.