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Wenn man eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in ganz Paris aufsuchen möchte, dann sollte man einen Besuch in der Pfarrkirche La Madeleine
auf keinen Fall versäumen. Man findet diese Kirche im 8. Arrondissement, etwa 400 m von der
Place de la Concorde
entfernt und in der Nähe der
Opéra Garnier
.
Dass die Pfarrkirche La Madeleine nach Beginn des Baus überhaupt fertiggestellt wurde, ist für viele ein Wunder. Immerhin hat sich der Bau der heute
so beliebten Sehenswürdigkeit über 85 Jahre gezogen. Da sich Frankreich in der Zeit, in welcher die Pfarrkirche La Madeleine gebaut wurde, sowohl
politisch als auch gesellschaftlich in einer brenzligen Lage befand, musste der Bau mehrere Wochen pausiert werden und so kam die Fertigstellung der
Kirche nur sehr schleppend voran.
1764, als König Ludwig XV. den Auftrag zum Bau dieser Kirche gab, betraute er den Architekten Pierre Contant d'Ivry damit, die Pfarrkirche
La Madeleine zu konstruieren. Ursprünglich wollte Ludwig damit einen einmaligen Ausblick auf die heutige Place de la Concorde haben. 1791
mussten die Arbeiten aber schon unterbrochen werden, da die Französische Revolution den weiteren Bau verhinderte. In der Zeit der Revolution
wurden verschiedene Ideen gesammelt, was man mit dem angefangenen Bau, der lediglich aus Teilen der Aussenwand und einigen Säulen bestand,
machen sollte. Im Gespräch war, dass man dem Bau als Börse, Handelsgericht oder Parlamentsgebäude nutzt.
Als Napoleon an der Macht war, beschloss er 1806, dass aus dem Bau eine Ruhmeshalle für seine Soldaten werden sollte. Von der Architektur her
ähnelt die Konstruktion des Architekten Pierre-Alexandre Vignon einem antik-römischen Podiumstempel. Touristen sind immer fasziniert von den
52 korinthischen Säulen, die der Pfarrkirche La Madeleine einen besonderen Glanz verleihen.
Napoleon setzte seinen Plan der Ruhmeshalle aber nicht um, sondern kehrte zur ursprünglichen Idee, den Bau zu einer Kirche umzufunktionieren, zurück.
Als Napoleon gefallen war, setzte König Ludwig XVIII. das Vorhaben fort und beschloss, daraus ein Andenken an Ludwig XVI und Marie Antoinette zu
machen. Abgeschlossen wurde der Bau der Pfarrkirche La Madeleine 1842 unter der Aufsicht von Louis-Philippe. Drei Jahre später wurde das Gebäude
schliesslich als Pfarrkirche geweiht.
Heute steht die Pfarrkirche La Madeleine zur Besichtigung offen. Viele Touristen bestaunen dabei sowohl die römisch-antike Architektur, als auch die
Innenräume, die im Stil römischer Therme gestaltet wurden. Besonders beeindruckend und sehenswert bei der Pfarrkirche La Madeleine ist auch die Orgel,
welche im Stile der italienischen Renaissance gestaltet wurde. Wegen ihrer Schönheit und Einzigartigkeit, wurde die La Madeleine schon zu den
Totenmessen von berühmten Persönlichkeiten genutzt, unter anderem für Frédéric Chopin und Marlene Dietrich.