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Aus einem Dossier über die Trinkwasserversorgung des Artilleriewerkes A1750 Gross Tosse stammt dieser handkolorierte Plan der geologischen Verhältnisse. © Bundesarchiv
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Das ehemalige Artilleriewerk Krattigen (A1952) wurde nach seiner Zeit als Kampfanlage für andere Zwecke verwendet. Vieles über diese Zeit ist aber unklar respektive nicht zugänglich. Zumindest bis Anfang der 1990er Jahre waren zwischen den Artilleriebunkern noch Baracken vorhanden (Galerie).
Im Zeitraum 1970 bis 1976 wurde die Anlage nach Auskunft eines ehemaligen Armeeangehörigen als nicht permanente Funkzentrale für den Kontakt zu den Schweizer Botschaften im Ausland benutzt. Im WK wurden jeweils die Funkanlagen installiert. Jedenfalls deuten diverse Umbauten in der Festungsanlage (zusätzliche Motoren, zahlreiche Anschlussdosen) auf diese Nutzung hin.
In einer noch späteren Phase wurde die Anlage vom geheimen Widerstand (SpezD und kurzzeitig der P-26) zur Ausbildung verwendet.
Leider ist über die Zeit als Funkzentrale resp. als Ausbildungsanlage bisher kaum etwas bekannt und lässt zur Geschichte dieser speziellen Anlage noch sehr viele Fragen offen.
Das Festungsmuseum Naters erhält vier neue Themenräume. Neben einem Sanitätszimmer und der Totenkammer werden neu auch die Nationalbank sowie die Festungswächter den Besuchern näher gebracht.
Das Museum der Simplonfestung Naters wird schrittweise ausgebaut. An der der Generalversammlung des Vereins «Freunde der Festung Naters» im April werden die neuen Themenräume vorgestellt. Das Sanitätszimmer sowie die Totenkammer wurden wieder originalgetreu hergerichtet. Und: Auch die im Zweiten Weltkrieg im Artilleriewerk A9000 gelagerten Reserven der Nationalbank sind ein Thema. Zudem erhalten die Festungswächter einen eigenen Raum.
Man hat im Wallis aber noch weitere Ausbaupläne: In nächster Zeit soll beim Eingang eine Rezeption nebst Buvette sowie ein öffentliches WC erstellt werden. 2019 sollen eine Waffenkammer und ein Materialmagazin errichtet werden und eine Ausstellung, die dem Schweizer Medizinnobelpreisträger Werner Arber gewidmet ist, der in der Festung Naters Militärdienst leistete.