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(lat.), Vorwort, ein Redeteil, der meist dem von ihm regierten Wort vorausgeht. Alle Präpositionen haben
bestimmte Kasus bei sich, und zwar werden im Deutschen die Richtung woher und der Ort wo im allgemeinen durch den Dativ, die Richtung
wohin aber durch den Akkusativ bezeichnet; manche Präpositionen regieren aber, je nachdem sie den Ort allein
oder zugleich die Richtung wohin bezeichnen, bald den Dativ, bald den Akkusativ, so: an, auf, hinter, in, neben, über, unter,
vor und zwischen.
Nur nach und zu regieren stets den Dativ. Den Genitiv regieren 1) die zu Präpositionen gewordenen Substantive: statt,
halben, oberhalb, unterhalb, innerhalb, außerhalb, diesseit, jenseit, kraft, vermöge, längs, laut, trotz, wegen, um -
willen, zufolge; trotz und längs werden auch mit dem Dativ verbunden, ebenso zufolge, wenn es dem Substantiv nachfolgt;
2) die zu Präpositionen gewordenen Adverbien: binnen, unweit, während, ungeachtet, vermittelst. Auch die übrigen
Präpositionen sind in einer frühern Periode des Sprachlebens sämtlich Substantive, dann Adverbien gewesen.
Der allgemeine Weg zur Entstehung einer Präposition, wenigstens in den indogermanischen Sprachen, ist, wie die vergleichende Sprachforschung
gezeigt hat, der, daß zunächst ein beliebiger Kasus eines Substantivs oder Pronomens durch häufigen Gebrauch konventionell
wird und zum Adverbium erstarrt.
Als solches kann es sich dann ebensowohl mit einem Nomen wie einem Verbum enger verbinden, um dessen Bedeutung
näher zu bestimmen; daher die aus einer ältern Sprachperiode noch übrigen festen Verbindungen der Präpositionen mit Verben.
Je länger je mehr schließen sich aber die Präpositionen an die Substantive an, indem diese ihre Kasusendungen
verlieren und zum Ausdruck der Kasusbedeutung der nähern Bestimmung durch Präpositionen bedürfen. So werden z. B.
im Französischen der Genitiv und Dativ nicht mehr durch besondere Endungen, sondern nur durch Vorsetzung der Präpositionen
de und à ausgedrückt.
Vgl. Pott, Etymologische Forschungen, Teil 1 (2. Aufl., Detm. 1859).