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Erste urkundliche Erwähnung einer "Metzg" in Zürich.
1866
Das alte Schlachthaus am Limmatquai wird abgetragen – ein Neubau auf dem Walcheareal, am damaligen Stadtrand, entsteht. Der Stadtrat von Zürich schreibt allen Metzgern im Stadtgebiet die Benützung des stadteigenen Schlachthofs vor.
1905
Nachdem im Laufe der Jahre der Standort im Walcheareal durch Eingemeindungen zum inneren Stadtgebiet Zürichs zählt, beginnt man in Aussersihl mit dem Bau einer neuen Anlage.
1909
Am 1. August wird der neue Schlachthof eröffnet.
1911
Auf Initiative des Verbandes der Schweizer Metzgermeister wird ein kantonaler Metzgermeisterverband gegründet.
1914
Durch erschwerte Bedingungen im 1. Weltkrieg drohen den schweizerischen Mästern die Kraftfuttervorräte auszugehen. Nachschub aus dem Ausland kann kaum beschafft werden. Zu Fleischrationierungen kommt es allerdings während der gesamten Kriegszeit nicht.
1920
Der Züricher Metzgermeisterverein nimmt über die Stadtgrenzen hinaus Einfluss. Metzger aus den umliegenden Gemeinden Oerlikon, Seebach, Zollikon und aus dem Limmattal bemühen sich um Aufnahme.
1932
Im Zuge umfangreicher Renovierungen und Umbauten werden zahlreiche Bauten und Anlagen erneuert oder instand gesetzt.
1939
Durch kriegsbedingte Beschränkungen wird nur noch an zweieinhalb bis drei Tagen pro Woche geschlachtet. Das Personal wird mit Unterhaltsarbeiten beschäftigt oder in der Landwirtschaft eingesetzt.
1957
Der Vollausbau des Schlachthofs wird in Angriff genommen. Die Wagenwäscherei und Grossviehstallung wird erweitert – zwischen Ausladebuchten und Stallungen entsteht eine Unterführung.
1960
Der Metzgermeisterverein organisiert die erste Schweizerische Metzgereifachausstellung MEFA.
1965
Der Metzgermeisterverein erwirbt erste Liegenschaften für Personalwohnungen.
1973
Eine mechanische Ausschlachtanlage für Schweine wird installiert.
1974
Bau einer kombinierten Grossvieh- und Kälberschlachtstrasse.
1980
Der Bau eines neuen Schlachthofgebäudes wird im Stadtrat verabschiedet. Das 42,1 Millionen Franken teure Projekt wird durch Abstimmung der Züricher Wahlberechtigten klar angenommen.
1981
Der alte Schlachthof wird als Objekt von überregionaler Bedeutung unter kantonalen Denkmalschutz gestellt.
1982
Das Neubauprojekt wird in Angriff genommen. Umfangreiche Provisorien sichernden Betrieb des Schlachthofs während der Bauzeit.
1985
Der neue Schlachthof nimmt den Betrieb auf. Nutzbare Altbauflächen werden an Verbundbetriebe vermietet.
1986
Der Schlachthof erhält mit der Schlachtbetrieb Zürich AG SBZ (Gründerpräsident Rolf Hornecker), eine neue Betreiberin und löst somit den Metzgermeisterverein ab. Ein Drittel des Aktienkapitals liegt bei der Stadt Zürich, zwei Drittel beim Metzgermeisterverein, elf grossen Metzgerfirmen sowie dem Platzverband der Viehhändler.
1989
Das städtische Gesundheits- und Wirtschaftsamt, das Bauamt II, der Metzgermeisterverein sowie verschiedene auf dem Areal eingemietete Firmen bilden die „Interessengemeinschaft Schlachthof“, um Entwicklungsmöglichkeiten im Sinne einer optimalen Nutzung des gesamten Areals auszuloten.
1995
Neuregelung der betrieblichen Führung: Die Stadt verkauft ihre SBZ-Aktien, verlässt den Verwaltungsrat und beschränkt sich weitgehend auf gesundheitspolizeiliche Aufgaben.
1996
Nach dem Einbruch des Schlachtvolumens seit den 80er-Jahren nimmt die Nachfrage wieder zu. Hauptgrund dafür ist die Schliessung des Luzerner Schlachthofs. In den Folgejahren hält dieser Trend stetig an.
2006
Der Schlachthof St. Gallen wird neu gebaut und lässt, um den Betrieb aufrechterhalten zu können, seine Schlachtungen in Zürich ausführen. Die Züricher Anlage stösst mehrfach an ihre Kapazitätsgrenzen.
2007
Vertragliche Regelung mit dem Stadtrat über den Verbleib des Schlachthofs am heutigen Standort bis 2020.
2015
Stadtratsbeschluss über die Vertragsverlängerung bis 2029.