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Investitionsrechnung
Die Definition der Investitionsrechnung
gemäß der Buchführung
Nach ihrer buchführungsgemäßen Definition ist die Investitionsrechnung eine mathematische Methode, um die Vorteilhaftigkeit von Investitionen zu prüfen und damit eine objektive Analyse von Anschaffungen im Sinne ihrer finanziellen Bewertung zu ermöglichen. Dazu kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung, aus denen immer eine Entscheidungsempfehlung resultiert. Diese sollte bei einer tatsächlichen Investitionsentscheidung mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent berücksichtigt werden.
Welche verschiedene Methoden der Investitionsrechnung gibt es?
Bei der Investitionsrechnung wird grundsätzlich zwischen der statischen und der dynamischen Rechnung unterschieden. Die statische Investitionsrechnung setzt sich zusammen aus …
- Kostenvergleichsrechnung
- Gewinnvergleichsrechnung
- Rentabilitätsrechnung
- und Amortisationsrechnung.
Anstatt die Einzeldaten aus Nettozahlungen und Anfangsauszahlung zu verwenden, werden bei der statischen Investitionsrechnung lediglich Durchschnittswerte für eine einzige Rechnungsperiode gebildet. Das begrenzt sowohl den Datenerhebungs- als auch den Rechenaufwand, doch für langfristige Betrachtungen ist das Verfahren nicht empfehlenswert. Die dynamische Investitionsrechnung umfasst im Einzelnen …
- die Kapitalwertmethode
- die Methode des internen Zinsfußes
- die Annuitätenmethode
- und die Endwertmethode.
Bei der dynamischen Investitionsrechnung werden stets mehrere Perioden und die konkreten Zeitpunkte der Einzahlungen und Auszahlungen berücksichtigt. Ihre Rechnungsverfahren sind deutlich komplizierter, liefern allerdings auch eine solide Grundlage für die Entscheidungen des Managements.
Welche sind die wichtigsten Funktionen der Investitionsrechnung?
Zu den wichtigsten Funktionen der Investitionsrechnung zählt die fundierte Vorbereitung von Investitionsentscheidungen. Dank der Ermittlung des durch Investitionsvorhaben generierten Zahlungsstroms lassen sich Zielgrößen formulieren, zum Beispiel die Rentabilität. Diese wiederum sind die Voraussetzung dafür, die Vorteilhaftigkeit, also den Nutzen der Investition beurteilen zu können. Die absolute Vorteilhaftigkeit wird dabei am erwartbaren Beitrag eines Investitionsprojekts zur Erfüllung der monetären Unternehmensziele gemessen. Doch auch der relative Nutzen im Vergleich zu anderen Investitionsprojekten muss ermittelt werden – denn meistens stehen mehrere von diesen an, die jedoch nicht alle gleichzeitig finanziert werden können. Mithilfe der Investitionsrechnung werden die vorteilhaftesten Projekte ausgewählt und in das Investitionsprogramm integriert.
Wie funktioniert die Investitionsrechnung in Kombination mit der Finanzierung?
Obwohl die Investitionsrechnung sich eingehend mit der gewinnbringenden Verwendung finanzieller Mittel beschäftigt, kümmert sie sich nicht um deren Herkunft. Dies ist Aufgabe der Finanzierung. Deren Entscheidungsträger legen fest, ob für eine Investition zum Beispiel Eigen- oder Fremdkapital herangezogen wird, mit dem aufgrund der rechnerisch ermittelten Analyse ein positiver Effekt für das Unternehmen erreicht werden soll. Es gibt allerdings auch eine Ausnahme, bei der die Investitionsrechnung nur in engster Kombination mit der Finanzierung funktioniert: wenn für bestimmte Wirtschaftsgüter separate Finanzierungen vorgeschrieben sind – etwa aufgrund von staatlichen Förderungen. Solche Rahmenbedingungen müssen unweigerlich in die Investitionsrechnung mit einfließen.