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Werden die Indikatoren für ungünstige Lebensumstände zusammengefasst, zeigen sich grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen Haushaltstypen. Einelternhaushalte sind besonders benachteiligt; nicht nur in Bezug auf die finanzielle Situation, prekäre Wohnverhältnisse und materielle Entbehrungen, sondern auch durch Unzufriedenheit mit ihren persönlichen Beziehungen oder ihrem jetzigen Leben.
2016 waren in der Schweiz 21,5% der Bevölkerung nicht in der Lage, innerhalb eines Monats eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken zu tätigen. Mit einem Anteil von 43,6% waren Einelternhaushalte bei Weitem am häufigsten betroffen, gefolgt von 27,3% der alleinlebenden Personen unter 65 Jahren und 23,9% der Paare mit Kindern. Kinderlose Paare unter 65 Jahren waren lediglich zu 12,9% betroffen.
Mehr als ein Viertel (25,9%) der Einelternhaushalte gaben an, nur knapp über die Runden zu kommen. Dasselbe Problem hatten 14,9% der alleinlebenden Personen unter 65 Jahren und 13,5% der Paare mit Kindern. Nur jedes fünfzehnte Paar ohne Kinder (6,5%) war davon betroffen. Insgesamt lebten 12,7% der Schweizer Bevölkerung in einem Haushalt, der Schwierigkeiten hat, über die Runden zu kommen.
Neben einer schwierigen finanziellen Lage hatten Personen, die in Einelternhaushalten lebten, häufiger Probleme mit der Wohnsituation wie zum Beispiel zu viel Feuchtigkeit oder Lärm durch Verkehr oder Nachbarn. Alleinlebende Personen unter 65 Jahren sahen sich mit ähnlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Ein Fünftel von ihnen beklagte sich über Lärmprobleme, gegenüber mehr als ein Sechstel der Paare mit oder ohne Kinder.
Personen, die in Einelternhaushalten lebten, gaben darüber hinaus doppelt so oft an, nicht in der Lage zu sein, eine Woche Ferien pro Jahr weg von zu Hause zu finanzieren, als alleinlebende Personen und Paare mit Kind(ern) (23,5% gegenüber 11,0% bzw. 9,4%). Bei den Paaren unter 65 Jahren waren es lediglich 4,3%.
Was das subjektive Wohlbefinden betrifft, waren Personen ab 16 Jahren in einem Einelternhaushalt weniger zufrieden mit ihrem jetzigen Leben oder ihren persönlichen Beziehungen als Paare mit Kindern.
Obwohl die finanzielle Situation von alleinlebenden Personen unter 65 Jahren weniger schwierig war als diejenige von Einelternhaushalten, zeigten sie sich mit ihren persönlichen Beziehungen und ihrem jetzigen Leben ähnlich unzufrieden. Ein Viertel der Alleinlebenden war mit den persönlichen Beziehungen nicht oder nur mässig zufrieden (Wert von 0–7 von 10); in Bezug auf das jetzige Leben war es nahezu die Hälfte (44%). Als Paar (mit oder ohne Kinder) zusammenzuleben, scheint in Bezug auf das subjektive Wohlbefinden entscheidend zu sein.