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Die Schweiz engagiert sich in Nordkorea im Rahmen der Friedensförderung und der humanitären Hilfe. Sie war mehrfach Gastgeberin für Vermittlungsgespräche zwischen China, den USA und Nordkorea.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Demokratische Volksrepublik Korea
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz ist Mitglied der Neutralen Überwachungsorganisation (Neutral Nations Supervisory Commission, NNSC), das Rechtsinstrument zur Verhütung von Feindseligkeiten auf der koreanischen Halbinsel. Die Schweiz führt mit Nordkorea einen regelmässigen politischen Dialog; im Oktober 2013 fand das elfte Treffen in Pyongyang statt.
Die Botschaft in Peking ist in Pyongyang akkreditiert, während das DEZA-Koordinationsbüro vor Ort für die Humanitäre Hilfe zuständig ist. Nordkorea unterhält sowohl eine Botschaft in Bern, als auch eine permanente Mission in Genf.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sind nicht intensiv. Nordkorea ist an einer engeren Zusammenarbeit mit einigen Schweizer Firmen interessiert.
Zusammenarbeit im Bildungsbereich
Forschende und Kulturschaffende aus Nordkorea können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Der Nahrungsmittelmangel treibt die Bauern dazu, steilste Hänge zu bewirtschaften. Dies führt zu Abholzung und Erosion und erhöht das Risiko von Naturkatastrophen. Die DEZA fördert deshalb seit 2005 gemeinsam mit der Regierung und lokalen Partnern eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion. Seit 2012 führt die Schweiz in Nordkorea ein rein humanitäres Programm. Die Ziele sind eine verbesserte Nahrungs- und Einkommenssicherheit, Wasserversorgung und Abwasserbewirtschaftung sowie Umweltschutz.
Schweizerinnen und Schweizer in Nordkorea
Ende 2013 lebten acht Schweizer Staatsangehörige in Nordkorea.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Nach dem Ende des Koreakriegs 1953 wurde die Schweiz für die Neutrale Überwachungskommission (NNSC) an der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea nominiert. Es handelte sich dabei um den ersten Auslandeinsatz Schweizer Armeeangehöriger. 1974 nahm die Schweiz diplomatische Beziehungen zu Nordkorea auf. Seit 2003 unterhält die Schweiz mit Pyongyang einen regelmässigen politischen Dialog, 1997–1999 beherbergte die Schweiz in Genf Vierparteiengespräche zwischen den beiden Koreas, China und den USA. Die Schweiz war Gastgeberin dreier weiterer, wichtiger Treffen zwischen den USA und Nordkorea (Nordkorea) in Genf. Dabei ging es um die Normalisierung ihrer bilateralen Beziehungen und die Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Sechsparteiengespräche zur Denuklearisierung Nordkoreas.
1995 wurde die humanitäre Hilfe in Nordkorea aktiv und setzte sich für die von einer schweren Hungersnot betroffene Bevölkerung ein. Der Schwerpunkt der Aktivitäten verschob sich zunehmend Richtung Entwicklungszusammenarbeit, weshalb die Schweiz 1997 in Pyongyang ein Koordinationsbüro eröffnete.