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In den Jahren 2015 bis 2017 prüfte Agroscope in vergleichenden Sortenversuchen an sechs Standorten sieben Neuzüchtungen von xFestulolium braunii (K. Richter) A. Camus und vier Sorten von Futtertrespen (Bromus spp.) auf ihre agronomischen Eigenschaften. Untersucht wurden die Merkmale Ertrag, Jugendentwicklung, Bestandesgüte, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke (nur xF. braunii), Winterhärte und Verdaulichkeit der organischen Substanz. Ein für jede Sorte berechneter Indexwert erlaubt den Vergleich mit den bereits empfohlenen Standardsorten. Da für xFestulolium braunii keine empfohlenen Sorten existieren, wurden diese mit vier empfohlenen Sorten von Bastard-Raigras (Lolium x hybridum Hausskn.) verglichen. Die geprüften Sorten von xFestulolium braunii blieben in ihren Leistungen hinter den Erwartungen zurück. Nur die von Agroscope gezüchtete Sorte Felimare erreichte das Niveau der Standardsorten, ohne aber die Mindestanforderung für eine Empfehlung zu schaffen. Die Aufnahme einer oder mehrerer Sorten von xFestulolium braunii auf die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen bleibt somit weiterhin aus. Bei der Futtertrespe kann die neue Sorte DLF BSI-3301, eine Sitkatrespe (B. sitchensis), auf die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen aufgenommen werden, sobald sie die rechtlichen Voraussetzungen für ein Inverkehrbringen in der Schweiz erfüllt, was zurzeit noch nicht gegeben ist.
Pflanzenbau
Spring J.-L., Reynard J.-S., Zufferey ,Verdenal T., Bieri S., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Rienth M., Cléroux M.
Die Untersuchung einer Syrah-Population aus dem nördlichen Teil des Weinbaugebiets Côtes du Rhône (F) führte zur Auswahl von drei neuen Syrah-Klonen mit sehr interessanten Eigenschaften, die über die Schweizer Zertifizierung verbreitet werden.
Ein später Schnitt der Reben hat einen begrenzten Nutzen für die Laubarbeit im Weinbau. Die Auswirkungen auf das Wachstum der Seitentriebe und die Zusammensetzung des Mostes sind gering.
Pflanzenschutzmittel enthalten Wirkstoffe und sogenannte Beistoffe. Agroscope untersuchte erstmals die Rückstände von Beistoffen auf behandelten Pflanzen und liefert damit Grundlagen für die Beurteilung der Risiken für Konsumentinnen und Konsumenten.