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Divine Life Society / Swami Sivananda
Swami Sivananda Saraswati (bürgerlich Kuppuswami, 1887–1963) war ursprünglich Arzt, wurde aber nach dem Studium indischer religiöser Schriften und der Bibel hinduistischer Mönch. 1936 gründete er mit seinen Schülern in Indien die Divine Life Society und 1948 in Rishikesh die Yoga Vedanta Forest Academy.
Swami Sivananda blieb Zeit seines Lebens in Indien. Die Verbreitung seiner Lehren im Westen vollzog sich erst durch einige seiner (von ihm dazu beauftragten) Schüler, d.h. durch einige bedeutende aus der Akademie in Rishikesh hervorgegange Swamis.
1959 brachte Swami Chidananda (bürgerlich Sridhar Rao, 1916-2008) die Divine Life Society nach Amerika, von wo sie sich auch nach Europa ausbreitete. 1963 übernahm er in Nachfolge von Swami Sivananda die Leitung der Divine Life Society in Indien.
Sivananda fasste sein Programm in die vier Worte zusammen: diene, liebe, meditiere, verwirkliche. Er lehrte den «integralen Yoga», mit dem er auf harmonisierende Art den Weg der Werke (Karma-Yoga), der Erkenntnis (Jnana-Yoga), der leiblich-seelischen Schulung (Raja-Yoga) und der Praxis des Japa (sich wiederholende Rezitation eines Mantra oder eines göttlichen Namens, wodurch der Meditierende innere Reinigung und Gottesverwirklichung findet) zusammenfasste. Swami Sivananda und die weiteren Swamis aus seiner Schule wollen geachtet, jedoch nicht als göttliche Heilsbringer verehrt werden. Ihre Lehren, auch die «Yoga-Praxis für den Westen», wurzeln im Neu- oder Reformhinduismus. Die Divine Life Society war in Deutschland bis in die 80er Jahre vertreten. Sivanandas Einfluss auf den Yoga des Westens bleibt durch seine Schriften und durch die vielen Schüler, die sich auf ihn berufen, auch ohne eigentliche Organisation ungebrochen.