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Zuletzt waren am 19. Mai alle Augen auf die St. George's Chapel in Windsor gerichtet. Vor Freunden und Familie sowie Millionen von Fernsehzuschauern gaben sich Prinz Harry, 34, und Meghan Markle, 37, hier das Jawort. Den gleichen Ort haben sich nun, knapp fünf Monate später, auch Prinzessin Eugenie, 28, und Jack Brooksbank, 32, für ihre Trauung ausgesucht. Und damit führen sie eine grosse Tradition im britischen Königshaus fort.
Die Kapelle gilt als «Eigenkirche» der britischen Monarchen, quasi als Hauskirche. Denn die St. George's Chapel ist auf dem Gelände des Windsor Castle beheimatet, einem der offiziellen Wohnsitze von Queen Elizabeth II., 92.
Wenn man schon eine eigene Hauskriche hat, ist auch klar, dass hier die meistens kirchlichen Familienfeierlichkeiten stattfinden. Prinz Edward etwa, mit 54 das jüngste Kind von Queen Elizabeth und Prinz Philip, 97, gab hier 1999 Herzogin Sophie, 53, das Jawort. Auch die zweite Ehe von Prinz Charles, 69 mit Camilla, 70, wurde hier zelebriert: Zwar nicht als eigentliche Hochzeit, aber mit einer Segnung. 2008 wählten Peter Phillips, 40, ein Enkel der Queen, und Autumn Kelly, 39, die Kapelle als ihre Hochzeits-Location. Und zuletzt eben Harry und Meghan.
Die royalen Hochzeiten in der St. George's Chapel im Überblick:
Die royalen Hochzeiten in der St. George's Chapel
Am 18. Juli 1992 heiratete Lady Helen Windsor in der St. George's Chapel Timothy Verner Taylor. Lady Helen ist die Tochter von Prince Edward, Herzog von Kent, einem Cousin von Queen Elizabeth II.Gettyimages
Die St. Georges Chapel wird aber nur dann gewählt, wenn ausdrücklich ein privater Rahmen gewünscht und auch möglich ist. So war etwa die Hochzeit des Thronfolgers Prinz Charles und Diana, †36, im Jahr 1981 quasi ein Staatsanlass, der entsprechend in der St. Paul's Cathedral in London stattfand.
800 Gäste haben Platz
Klar ist aber auch: Vom angeblich «privaten Rahmen» sollte man sich nicht täuschen lassen. Denn mit 72 Metern Länge ist die St. George's Chapel eher eine Kathedrale als eine Kapelle und bietet immerhin noch 800 Personen Platz.
Erbaut wurde die St. George's Chapel 1475 - die Bauarbeiten dauerten fünf Jahrzehnte. Es folgten mehrere Anbauten und Restaurierungen. Heute gilt die Kirche als einer der bedeutendsten spätgotischen Bauten weltweit. Besonders eindrücklich ist das Chorgestühl für die «Ritter des Hosenbandordens». Diesem altehrwürdigen Orden dient die Kapelle schon seit Jahrhunderten als geistliche Heimat. Sichtbar ist dies beispielsweise an den vielen Bannern der aktuellen Mitglieder über dem Gestühl. Darunter auch die Banner von Prinz Philip, Prinz Charles, Prinz William, 36, oder Prinzessin Anne, 68.
Aber auch von aussen macht die Kirche mächtig Eindruck.
Die Beerdigungen
Noch viel häufiger als Hochzeiten finden in der St. George's Chapel übrigens royale Beerdigungen statt. So wurden fast alle Trauerfeiern für Mitglieder der britischen Königsfamilie in den letzten Jahrzehnten in dieser familieneigenen Kapelle abgehalten. Darunter auch jene für Elizabeths Schwester, Prinzessin Margaret, †71, im Jahr 2002. Die öffentlichen Trauerfeiern für die Eltern von Queen Elizabeth, King George VI., †56, und Elizabeth Bowes-Lyon, besser bekannt als «Queen Mum», †101, fanden zwar in London statt, privat nahm die Familie aber ebenfalls hier nochmals Abschied.
Die royalen Beerdigungen in der St. George's Chapel im Überblick:
Schwelgen Sie im sechsten Teil unserer Serie in den Erinnerungen an die schönsten royalen Brautkleider der letzten Jahre - und erfahren Sie, was Prinzessin Eugenie an ihrem grossen Tag tragen könnte.