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Franken unter dem Hakenkreuz
Der Nationalsozialismus in Bayerns Norden
Info
2008
Zwischen 1920 und 1933 führten die Nationalsozialisten einen ebenso hartnäckigen wie brutalen Kampf um die Macht in Bayern und im Deutschen Reich. Nach dem missglückten Putsch Hitlers 1923 fiel Franken dabei eine Schlüsselrolle zu. Hier bildeten sich sehr früh schlagkräftige NSDAP-Ortsgruppen. In Mittel- und Oberfranken errang die NSDAP überdurchschnittlich gute Wahlergebnisse. Nach der Machtergreifung ließ Hitler in Nürnberg das gigantische Reichsparteitagsgelände errichten. Im Zweiten Weltkrieg musste Franken einen furchtbaren Blutzoll entrichten: Würzburg, Nürnberg und andere Orte wurden fast vollständig zerstört. Am Main und an der Pegnitz tobten im April 1945 die letzten, völlig sinnlosen Schlachten auf bayerischem Boden.
In jahrelangen Recherchen wurden in fränkischen Archiven bisher unbekannte Filme und Fotos zum Nationalsozialismus in Franken entdeckt. Sie bildeten auch die Grundlage für die Ausstellung "BilderLast. Franken im Nationalsozialismus" des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, die 2008 stattfand.
Ebenfalls sind Filme aus den 1920er-, 30er- und 40er-Jahren zu sehen, die der Autor Stefan Meining in den National Archives in Washington, D.C. gefunden hat. In einzigartiger Weise dokumentiert dieses Archivmaterial den Aufstieg und Untergang des Nationalsozialismus in Franken.
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