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Projekt Schwebebahn 2025
Die Säntis-Schwebebahn beabsichtigt die bestehende, bald 50-jährige Pendelbahn, durch eine neue, auf modernster Seilbahntechnik basierenden Schwebebahn, zu ersetzen.
Im Verlaufe des Jahres 2022 hat sich das Projektteam der Säntis-Schwebebahn intensiv mit der Planung des Ersatzprojektes der bestehenden Schwebebahn befasst. Nachdem im Sommer 2021 die Vorprüfung erfolgte, konnte im Dezember 2021 das Dossier für das Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr eingereicht werden. Zudem wird im Verlaufe des Jahres 2022 der politische Prozess für die Festlegung einer Baulinie, von der Talstation zur Bergstation entlang der bestehenden Bahnstrasse, beschritten.
Im Oktober 2022 fand auf der Schwägalp ein Informationsanlass mit den Non Governmental Organisationen statt. Sie waren eingeladen, Ihre Anliegen einzubringen. Weil der Säntis-Schwebebahn die Naturverträglichkeit am Herzen liegt, sind im Bauprojekt «Ersatz der Schwebebahn» bereits viele Vorkehrungen eingeflossen, welche das Landschaftsbild aufwerten. Aufgrund der positiven Rückmeldung der Non Governmental Organisationen kann davon ausgegangen werden, dass keine zusätzlichen Anliegen eingebracht werden.
Kostengünstige Lösung
Die Talstation auf der Schwägalp kann weiterverwendet werden und die baulich notwendigen Anpassungen bleiben gering. Das Erscheinungsbild der Talstation wird praktisch nicht verändert. Für die fix abgespannten Tragseile müssen hinter der Talstation lediglich zwei neue Seilpoller positioniert werden. Die Bergstation wird im bestehenden Mehrzweckgebäude auf dem Säntis, bergwärts blickend 26 Meter weiter links eingebaut, so dass am bestehenden Gebäude keine grösseren Veränderungen vorgenommen werden müssen. Die einzige noch verbleibende Seilbahnstütze, im Bereich der heutigen «Stütze 2», wird ersetzt. Diese neue Stütze wird als «V-Stütze» konzipiert und vor die Felskannte, gut 25 Meter talwärts, positioniert. Somit wird sie sowohl vom Toggenburg her, wie auch von der Schwägalp, weit weniger dominant einsehbar sein.
Vorteile der neuen Schwebebahn
Mit einer neuen Schwebebahn, basierend auf zeitgemässen Technologie, können die Betriebs- und Unterhaltskosten in den nächsten Jahren massiv reduziert werden. Auch bezüglich Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit werden die Voraussetzungen verbessert. Moderne Pendelbahnen, mit endlos gespleisstem Zugseil, benötigen keine Fangbremsen mehr. Damit ist die Gefahr für eine unbegründete Fangbremsauslösung eliminiert. Zudem sind neue Bergbahnen mit dem System zur «Integrierten Räumung» ausgerüstet. Dieses System stellt sicher, dass die Fahrgäste durch technische, organisatorische und betriebliche Massnahmen jederzeit mit dem Fahrzeug in die Stationen zurückgeführt werden können. Eine Bergebahn, wie sie heute im Einsatz steht, ist nicht mehr notwendig. Bei extremen Witterungsverhältnisse, wie sie am Säntis ja oft vorkommen, besteht zudem die Möglichkeit, die bergseitige Schwebebahnkabine in die Talstation zurückzuführen und sie dort über Nacht zu parkieren.
Attraktive Schwebebahnfahrt
Die neuen, modern konzipierten Schwebebahnkabinen sollen die Fahrt auf den Säntis zu einem besonderen Erlebnis machen. Die grossen, bis an den Boden reichenden Panoramafenster sind auf der Bergseite hinaufgezogen, damit der faszinierende Blick hinauf zum Säntis für alle Gäste möglich ist. Auf der Talseite ist der Kabinenboden abgesetzt und mit einer Sitzbank versehen. Mit zeitgemässen Materialien wird für ein gemütliches Ambiente und eine angenehme Akustik gesorgt. Zudem sind viele Raffinessen vorgesehen, die ein flexibles Anpassen an besondere Gästebedürfnisse ermöglichen.
Vorausgesetzt, die Säntis-Schwebebahn kann die Finanzierung des Ersatzprojektes sicherstellen, wird 2023 der Baustart für die neue Säntis-Schwebebahn.