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Seit dem 10. Jahrhundert vor Christus hatten sich Siedler aus dem latinischen Zweig der indogermanischen Italiker auf dem Palatin und anderen Hügeln Roms niedergelassen. Es waren Bauern, die Pferd, Rind und Schaf kannten. Ihr höchster Gott war Jupiter, der auf dem Kapitol verehrt wurde. Zu diesen Hütten der Latiner gesellten sich bald auch die Sabiner (Sage des Raubs der Sabinerinnen). Die Siedlung der Latiner auf dem Palatin lag besonders günstig, sie lag an einer alten Salzstraße von den Salzwiesen am unteren Tiber nach Osten ins Landesinnere, außerdem wurde der Tiber von dort an schiffbar, und eine Brücke führte über den Fluß. Trotzdem bestand diese Ansiedlung aber nur aus ein paar kleinen Dörfchen, erst von den Etruskern wurde sie zur Stadt erhoben, die ab etwa 600 die ,,Siebenhügelgemeinden`` regierten.
Die Etrusker erschienen zu Beginn des ersten Jahrtausends vor Christus in Italien, man vermutet, daß sie über See aus Kleinasien gekommen waren. Sie gründeten viele Städte, Etrurien (die heutige Toscána) wurde die Zentrallandschaft der Etrusker. Die etruskischen Städte waren selbständig und wurden zuerst von Königen, später von Adelsgeschlechtern regiert. Da sich die etruskischen Stadtstaaten (die mächtigsten waren Tarquínii und Véji) nur selten verbündeten, war ihre Herrschaft nicht von Bestand.
Der Name Rom stammt wahrscheinlich vom etruskischen Adelsgeschlecht der Romulier. Die Römer erdachten sich später eine sagenhafte Gründungsgeschichte. Rom soll von den Urenkeln Romulus und Remus des aus Troja geflüchteten Äneas gegründet worden sein, die am Ufer des Tibers ausgesetzt, von einer Wölfin ernährt und schließlich von einem Hirten gefunden und aufgezogen worden sein sollten. An der Stelle, an der sie von der Wölfin gerettet wurden, sollen sie dann im Jahre 753 vor Christus Rom gegründet haben, dieses Datum markiert auch den Anfang der römischen Zeitrechnung ab urbe condita.
Stefan Röhrich <email-pii>