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Christian Schmid ist Soziologe, Geograph und Stadtforscher. In den 1980er Jahren war er als Video-Aktivist, Kulturveranstalter und Stadtforscher in Zürich tätig. Er war Teil der Forschungs- und Aktionsgruppe Ssenter for Applied Urbanism (SAU) und arbeitete im Kulturzentrum Rote Fabrik. 1991 war er Gründungsmitglied des International Network for Urban Research and Action (INURA). 1999 wurde er wissenschaftlicher Leiter des Projektes Die Schweiz: ein städtebauliches Portrait am neugegründeten ETH Studio Basel. Das gleichnamige Buch wurde 2005 von Roger Diener, Jacques Herzog, Marcel Meili, Pierre de Meuron und Christian Schmid publiziert. Seit 2001 ist er Dozent für Soziologie und seit 2009 Titularprofessor am Departement Architektur der ETH Zürich. Er ist Autor, Co-Autor und Mitherausgeber zahlreicher Publikationen zur Stadtentwicklung Zürichs, zur internationalen vergleichenden Analyse der Urbanisierung sowie zu Theorien der Stadt und des Raumes. Sein Buch Stadt, Raum und Gesellschaft - Henri Lefebvre und die Theorie der Produktion des Raumes vermittelt eine kritische Rekonstruktion dieser umfassenden raum-zeitlichen Gesellschaftstheorie. Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 65 beschäftigte er sich mit der Analyse von urbanen Qualitäten in der Metropolitanregion Zürich, und im Rahmen des ETH Future Cities Laboratory Singapore (FCL) leitet er eine vergleichende Untersuchung von Urbanisierungsprozessen in Tokyo, Hong Kong/ Shenzhen/Dongguan, Kolkata, Istanbul, Lagos, Paris, Mexiko Stadt und Los Angeles. Zusammen mit Prof. Neil Brenner (GSD Harvard) arbeitet er gegenwärtig zu Fragen der planetaren Urbanisierung.
Martin Krenn, geboren 1970 in Wien, ist Künstler, Kurator und lehrt seit 2006 an der Universität für angewandte Kunst Wien. Er studierte Malerei an der Universität für angewandte Kunst Wien von 1991 bis 1997 und elektronische Musik an der Universität für darstellende Kunst Wien von 1992 bis 1996. 2016 promovierte er an der Ulster University (Belfast, UK) zu "The Political Space in Social Art Practices". 2017 wurde er an der Universität für angewandte Kunst Wien für das Fach „Kunst und kommunikative Praxis“ habilitiert. Krenn verschränkt in seiner Praxis Kunst, soziales Engagement und politischen Aktivismus. Seine Projekte, Fotoarbeiten und Filme widmen sich schwerpunktmäßig der Rassismuskritik, der Erinnerungs- und Gedenkarbeit sowie verschiedenen Kampagnen zu Bleiberecht, Asylwesen und Migration. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
31. Oktober, 18.15-19.45 Uhr, Rämistrasse 59, 8001 Zürich, Hörsaal RAA-G-15