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wer hat sich nicht schon gewundert über das instrument, das sich die menschen mit der sprache geschaffen haben!
einmal traf ich eine runde junger leute, die um einen tisch saßen und mich als ihren ehemaligen lehrer begrüßten. drei jahre lang waren sie tag für tag mein gegenüber gewesen, aber unterdessen waren zehn weitere jahre vergangen, und ich kannte sie nicht mehr. so sehr hatten sie sich verändert, oder so sehr hatte sich meine erinnerung verflüchtigt, oder beides. aber in dem moment, als eines nach dem andern seinen namen sagte, fügte sich sein gesicht zu meinem früheren bild von ihm, und ich erkannte sie wieder. so wie die emmaus-jünger, beim brechen des abendbrotes, ihren jesus wiedererkannten.
das wort, der name, schaffte für mich wirklichkeit, «öffnete» mir die augen. noch nie und nie mehr seither ist mir die kraft der sprache so deutlich in erscheinung getreten.
es wird ja behauptet, das menschliche denken sei ohne die sprache gar nicht möglich. ich teile diese meinung zwar nicht. aber auch ich habe schon oft erlebt, wie mir ein sachverhalt klar wurde, wenn ich ihn zu formulieren begann; wie sich ein gedanke zu bilden begann, wenn ich vor einem weißen papier saß.