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Der Weltraum, das Experimentierfeld der digitalen Fotografie
Es war im Jahre 1973, als die Firma Fairchild Imaging den ersten CCD-Sensor (Charged Coupled Device – ladungsgekoppeltes Halbleiterbauteil) auf den Markt brachte, der in der Lage war auf 100 x 100 Bildpunkten Licht in elektrische Signale umzuwandeln. Ein Jahr danach wurde erstmals mit einem CCD an einem Teleskop der Mond fotografiert.
Ende der 1970er Jahre nahmen die CCD-Sensoren Einzug in die Welt der Astronomie, wurden danach konsequent an Teleskopen eingesetzt und erzielten neben einem grossen Zeitgewinn eine viel genauere Beobachtung.
Das Weltraumteleskop Hubble war 1990 mit zwei CCD-Kameras von Texas Instruments ausgestattet, die beide je 800 x 800 Bildpunkte auflösten. Die vier CCD-Matrizen dieses Systems in der Grösse einer Briefmarke, waren extrem lichtempfindlich und konnten die schwächsten Lichtspuren entferntester Galaxien wahrnehmen, die vom menschlichen Auge nicht ausgemacht werden konnten. Jedes Element wandelte Licht in einen elektrischen Strom um, der danach in einem Pixel digital codiert wurde. Die gesamte Datenmenge wurde danach mit Hilfe eines Computers in ein Bild umgewandelt.
Illustration:
Ein Stern von wechselnder Leuchtkraft V383 Monocerotis. Dieser Stern mit wechselnder Leuchtkraft ist Teil der Einhorn Konstellation, welche 20'000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Ende Januar 2002 konnten Astronomen beobachten, dass die Helligkeit dieses Sterns beachtlich zugenommen hat, und er zu dem Zeitpunkt der hellste Stern der Milchstrasse war. Anschliessend kam er wieder auf seine alte Helligkeit zurück. Ein anderes, ebenfalls seltenes Phänomen konnte daraufhin noch beobachtet werden: Die Reflexion seines Lichts verbreitete sich in die ihn Umgebenden Schichten, dieses Lichtecho konnte noch bis 2010 wahrgenommen werden Bild aufgenommen vom Hubbleteleskop der NASA am 8. Februar 2004 (© NASA und The Hubble Heritage Team)