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Etappensieg für Sioux in Standing Rock: Dakota Access Pipeline muss Betrieb einstellen
Am Montag hat das Bezirksgericht im US-Bundestaat Columbia entschieden, dass die Dakota Access Pipeline (DAPL) ihren Betrieb am 5. August einstellen muss. Die Betreiberfirma Energy Transfer hätte gegen geltende Umweltauflagen verstossen. Es wird nun eine unabhängige Studie in Auftrag gegeben, welche die Folgen der Pipeline auf die Umwelt untersuchen soll. Bis dahin bleibt der Betrieb der Pipeline eingestellt.
Wichtiger Erfolg für die Sioux
Dieser Gerichtsentscheid ist ein grosser Etappensieg für die Sioux in Standing Rock, welche sich seit Jahren gegen die Pipeline wehren. Der frühere US-Präsident Barack Obama ordnete die Einstellung der Bauarbeiten an, sein Nachfolger Donald Trump hingegen setzt sich für die Fertigstellung der Röhren ein. Die unter der Erde verlegte und knapp 1’900 Kilometer lange Pipeline bringt Öl aus der Fracking-Förderung im Bundesstaat North Dakota nach Illinois. Die Röhre verläuft entlang eines Reservats der Sioux in Standing Rock, weswegen sie und Umweltschützer Wasserverunreinigungen und die Zerstörung heiliger Stätten befürchten.
Crédit Suisse muss Konsequenzen ziehen
Die Crédit Suisse unterhält noch immer eine Finanzbeziehung zur Pipeline Betreiberin Energy Transfer. Mit dem gestrigen Beschluss muss in den Augen den GfbV nun ein dringendes Umdenken stattfinden. «Es ist dringend nötig, dass die CS der Selbstbestimmung indigener Gemeinschaften endlich Rechnung trägt», sagt Kampagnenleiterin Angela Mattli. «Im Fall DAPL hat die Crédit Suisse der Firma, welche die Pipeline betreibt, Kredite erteilt. Mit der Sistierung der Pipeline muss auch hier zwingend ein Umdenken stattfinden. Menschenrechtsverletzungen sind ein Verlustgeschäft.»