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STAR DES ABENDS
Schauspieler Michael Douglas wurde mit grossen Worten geehrt: Für seine Rolle als homosexueller Pianist Liberace im Film «Behind the Candelabra» wurde ihm der Preis als bester Schauspieler verliehen. Dem wahren und bereits verstorbenen Liberace wurde mit einem Ständchen von Elton John gedacht - im Gegensatz zum Sänger hielt der Pianist seine Homosexualität damals geheim.
Douglas war zweifelsohne der Star des Abends, für seinen Filmpartner Matt Damon hatte der Hollywood-Star dennoch ein paar Worte übrig: «Das ist ein Zwei-Personen-Stück, Matt, und du bist nur so gut wie dein Partner», sagte Douglas bei seiner Dankesrede. «Du warst umwerfend und der einzige Grund, warum ich heute hier stehe. Du verdienst also die Hälfte davon. Willst du den unteren oder den oberen Teil?» Douglas sorgte für mächtig viel Gelächter. Und für ein paar Tränchen. Trotz der aktuellen Beziehungs-Pause dankte er seiner Frau. «Ich möchte meiner Frau Catherine für ihre Unterstützung danken», sagte er. «An meinen ältesten Sohn Cameron: Ich hoffe, dass ich ihn bald sehen kann und darf.»
DIE WICHTIGSTEN GEWINNER
Es ist die absolute Königsklasse, einen Emmy für die beste Drama-Serie zu gewinnen. Dieses Jahr gabs den heiss begehrten Award für «Breaking Bad» - die Serie dreht sich um einen Chemielehrer, der aus finanzieller Not heraus ein Drogenlabor einrichtet. Das habe er nicht erwartet, erklärte Erfinder Vince Gilligan. Er sei sich sicher gewesen, dass die US-Serie «House of Cards» gewinnen würde. Die Freude bei Cast und Crew war dementsprechend riesig.
Schauspielerin Claire Danes durfte sich am Sonntagabend über eine weitere Auszeichnung freuen. Als beste Schauspielerin in der Kategorie «Drama» wurde sie bereits zum zweiten Mal für ihre Rolle in «Homeland» geehrt. Das männliche Pendant zu Danes war an diesem Abend Jeff Daniels. Als TV-Moderator in der Serie «The Newsroom» überzeugte er derart, dass er als bester Schauspieler ausgezeichnet worden ist.
In der Kategorie «Comedy» gab es zum vierten Mal in Folge den Emmy für «Modern Familiy». Die Darsteller gingen dagegen leer aus: Jim Parsons machte das Rennen in der Kategorie «Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie». Er spielt Sheldon Cooper bei «Big Bang Theory». Seine Darstellung des nerdigen Wissenschaftsfreak macht ihn sehr beliebt - bereits zum dritten Mal gewann er diesen Preis. Leute zum Lachen zu bringen sei toll, sagte er.
VERLIERER DES ABENDS
Die Macher der Serie «Mad Man» hatten sich wohl mehr erhofft. Ganze zwölf Mal wurde die Serie nominiert, doch am Ende heimste sie - genau wie im Vorjahr - keinen einzigen Preis ein.
FETTNÄPFCHEN
Es hat Tradition, dass den verstorbenen Stars gedenkt wird. Doch einem passte die ganze Würdigung so gar nicht. So wurde vor allem der an einer Drogenüberdosis gestorbene «Glee»-Darsteller Cory Monteith gewürdigt. Dem «Quincy»-Hauptdarsteller Jack Klugman kam diese Ehre erst später in der Show zuteil - das passte dessen Sohn gar nicht. Monteiths Tod sei selbstverschuldet, sagte er.