Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03278.jsonl.gz/1345

Mittwoch, 6. April 2011, 18.15 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 71, KOH-B-10
Dr. Wiktor Juschtschenko
Die Ukraine und die Weltwirtschaftskrise
Im Gefolge der internationalen Finanzkrise fiel die Ukraine seit 2008 in eine tiefe Rezession. Bis heute hat sich noch wenig an dieser Lage geändert. Wichtig wären nun strukturelle Reformen, welche eine solide Wirtschaftspolitik, Transparenz und demokratische Verlässlichkeiten nach sich zögen. Die Ukraine ist in Verfolgung eines solchen Programms auch auf ihre europäischen Partner und deren Aufmerksamkeit angewiesen. Es liegt im Interesse auch Europas, dass die Ukraine – insbesondere als wichtiger Öl- und Gasproduzent – rasch und dauerhaft aus der Krise herausfindet.
Vortrag auf Ukrainisch, deutsche Simultanübersetzung.
Kurzbiographie
Dr. Wiktor Juschtschenko absolvierte ein Studium am Ternopiler Institut für Finanzwesen und Wirtschaft. Nach zwei Jahren Armeedienst war er ab 1977 im sowjetischen Bankenwesen tätig. 1993 wurde er Vorstandsvorsitzender und 1997 Präsident der ukrainischen Nationalbank. Vom Dezember 1999 bis Mai 2001 war Juschtschenko Premierminister der Ukraine und trieb die marktwirtschaftlichen Reformen in der Ukraine voran. 2002 bis 2005 stand er dem Oppositionsblock «Unsere Ukraine» als Fraktionsvorsitzender im Parlament und als Vorsitzender der gleichnamigen Bürgerorganisation vor. In der durch die «orange Revolution» erzwungenen Wiederholung der umstrittenen Stichwahl der Präsidentschaftswahlen von 2004 ging Juschtschenko als Sieger hervor. Er hatte das Amt bis von 2005 bis 2010 inne. Seit 2010 ist er Präsident der Partei «Unsere Ukraine».