Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03617.jsonl.gz/1323

Der Umsatz ging im Geschäftsjahr um 20,1 Prozent auf 1,36 Milliarden US-Dollar zurück. Die Verkäufe lagen damit ungefähr in der Mitte der vom Unternehmen zuletzt im Januar bestätigten Bandbreite von 1,3 bis 1,4 Milliarden US-Dollar. Im zweiten Semester hat sich dabei die Situation etwas verbessert, das Umsatzminus lag noch bei 12,2 Prozent.
Der Auftragseingang belief sich auf 1,3 Milliarden Dollar, was einem währungsbereinigten Rückgang von 6,2 Prozent entspricht. Der Rückgang wird vor allem auf die Pandemiekrise sowie auf regulatorische Verzögerungen bei Projektgenehmigungen in den USA zurückgeführt.
Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn EBITDA lag mit 139,6 Millionen Dollar um über 40 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge verringerte sich gleichzeitig um 3,7 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent. Unter dem Strich resultierte wegen eines hohen Abschreibers ein Verlust von 392,4 Millionen US-Dollar, nach einem Gewinn von 113 Millionen im Jahr davor.
Aufgrund von Covid hatte Landis+Gyr die Geschäftsaussichten der massgeblichen Geschäftseinheiten des Konzerns umfassend überprüft. Infolge dessen kam es zu einer einmaligen Wertminderung des Goodwills des Americas-Geschäfts in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar, wie Landis+Gyr bereits im Januar wissen liess. Der abgeschriebene immaterielle Wert stammt aus der Übernahme von Landis+Gyr durch Toshiba im Jahr 2011.
Trotz des Verlustes will das Unternehmen die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 10 Rappen auf 2,10 Franken je Aktie erhöhen.
Für das Geschäftsjahr 2021/22 wird ein Nettoumsatzwachstum zwischen 7 und 11 Prozent in Aussicht gestellt. Darüber hinaus wird eine bereinigte EBITDA-Marge von 9,0 bis 10,5 Prozent erwartet sowie ein freier Cashflow im Bereich von 80 bis 100 Millionen Dollar.