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(Kt. Bern,
Amtsbez. Nidau).
Kleiner Bach; entspringt den
Sümpfen von
Belmund in 510 m, nimmt in
Jens den Hürbisbach auf und
mündet nach 5 km langem
Lauf in der Richtung nach NW. in 438 m in einen der
Aare parallel ziehenden Kanal.
(Kt. Bern,
Amtsbez. Nidau).
Trigonometrisches
Signal in 611
m. Bewaldeter Molasserücken, n. über
Jens, zwischen der kanalisierten
Aare und dem
Seeland und 4 km sw.
Biel. Erstreckt sich von
Belmund
(Belmont) im W. bis
Studen im O. auf eine
Länge von 4,5 km und bildet den letzten nö. Ausläufer des Hügellandes am rechten Ufer des
Neuenburger- und
Bielersees.
Der Jensberg ist steil geböscht; am
N.-Hang findet sich noch die Abrissnische eines einstigen
Bergsturzes, der zu unbekannter
Zeit niedergegangen ist und die
Zihl aus ihrem alten
Lauf verdrängt haben muss.
Besonders bemerkenswert ist der Jensberg aber durch die zahlreichen Ueberreste von prähistorischen Befestigungsanlagen,
die sich auf ihm noch erhalten haben. Auf dem höchsten Punkt findet sich das Refugium der sog.
Knebelburg, eine der beträchtlichsten
Festungen aus keltischer Zeit. Etwas weiter gegen O. sieht man den von einem doppelten
Graben bewehrten
Keltenwall, der sich quer über den Bergrücken zieht und der seiner weiten Aussicht wegen ohne Zweifel auch von den Römern
als Beobachtungsposten benutzt worden ist. Am O.-Fuss bei
Studen endlich stand die Römerstadt
Petinesca, ein Etappenort an
der Strasse Aventicum-Solodurum, in welche hier die über die
Pierre Pertuis führende Strasse einmündete.
Man hat hier zu wiederholten Malen Nachgrabungen vorgenommen. Zuerst suchten die Bewohner der Gegend an dieser Stelle nach
verborgenen Schätzen, dann nahm 1830 die
Berner Regierung die Sache für eine Zeit lang an Hand, und neuerdings hat sich
zum Zwecke systematischer Nachforschungen 1898 die Gesellschaft
«ProPetinesca» mit Sitz in
Biel gebildet, die von der schweizerischen
Gesellschaft zur Erhaltung historischer Kunstdenkmäler und vom Erziehungsdepartement des Kantons Bern
finanziell unterstützt wird.
Diese Grabungen haben bis 1903 zahlreiche Reste von Wohnhäusern und Kultstätten, die Mauern eines Castrums, ein Stadttor,
Wasserleitungen, ein Wasserreservoir, eine Badanstalt und eine mächtige
Mauer aufgedeckt, hinter der
sich ein ganzes System von
¶
mehr
unterirdischen Kanälen hinzieht. Auf Grund dieser Ausgrabungen kann man jetzt schon erkennen, dass hier zuerst eine gallische
Siedelung gestanden hat, auf die dann später die römische gefolgt ist.