Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03106.jsonl.gz/1297

Brunner/Hüberli zurück am Ort ihres grössten Erfolgs
Am Mittwoch beginnen die Europameisterschaften in Wien. Tanja Hüberli und Nina Brunner kehren an jenen Ort zurück, wo sie vor zwei Jahren EM-Gold gewonnen haben.
Am Mittwoch beginnen die Europameisterschaften in Wien. Tanja Hüberli und Nina Brunner kehren an jenen Ort zurück, wo sie vor zwei Jahren EM-Gold gewonnen haben.
Das Turnier 2021 war mit vielen Emotionen verbunden. Nur zwei Wochen nach dem bitteren Ausscheiden im Olympia-Achtelfinal in Tokio nutzten Brunner/Hüberli an der EM in der österreichischen Hauptstadt die Abwesenheit einiger Topteams und holten sich den ersten grossen Titel ihrer Karriere.
Auch an der EM im vergangenen Jahr in München erreichten die Zugerin und die Schwyzerin wie schon 2018 den Final, der gegen das lettische Duo Graudina/Samoilova verloren ging. Bei Hüberli kommt ausserdem der Silbergewinn von 2014 an der Seite von Tanja Goricanec hinzu. Eine Bilanz, die sich sehen lässt. Und die Chancen stehen gut, dass das EM-Palmarès von Brunner/Hüberli in diesem Jahr Zuwachs in Form einer weiteren Medaille erhält.
Die 27-jährige Brunner und die drei Jahre ältere Hüberli gehen als topgesetztes Duo ins Turnier. Dem messen die Athletinnen jedoch nicht viel Gewicht bei. «Es hat bestimmt sechs oder sieben Teams, die auf Augenhöhe mit uns sind», sagte Hüberli im Interview mit dem Verband Swiss Volley. Daher prophezeien die beiden, dass im Kampf um die Medaillen die Tages- und Turnierform entscheiden werde.
Drei weitere Frauenteams
Zu den Mitfavoritinnen gehören auch Anouk Vergé-Dépré und Joana Mäder. Die Europameisterinnen von 2020 befinden sich nach Mäders Schulterverletzung, die eine gut zehnmonatige Wettkampfpause zur Folge hatte, aber immer noch in der Findungsphase. Nach ansprechendem Start in die Saison folgten zuletzt die Vorrunden-Outs am Heimturnier in Gstaad sowie zwei Wochen später in Edmonton. Dabei deuteten die beiden 31-jährigen Schweizerinnen zwar an, dass sie weiter auf Topniveau spielen können, die Konstanz fehlte allerdings noch.
Neben den zwei routinierten Teams treten mit Esmée Böbner/Zoé Vergé-Dépré und Menia Bentele/Anna Lutz zwei weniger erfahrene Duos für die Schweiz an. Die Setzliste wollte es, dass die beiden in der gleichen Gruppe landeten, womit es bereits in der Vorrunde zu einem Schweizer Duell kommen könnte.
Nur ein Männerteam
Während der EM-Final bei den Frauen in den letzten fünf Jahren viermal mit Schweizer Beteiligung stattfand, liegt der letzte Medaillen-Gewinn bei den Schweizer Männern bereits 17 Jahre zurück. 2006 gewannen Patrick Heuscher und Stefan Kobel in Den Haag Bronze.
Auch in diesem Jahr dürfte die Durststrecke kaum beendet werden. Mit Quentin Métral und Yves Haussener hat es nur ein Duo aus der Schweiz ins Feld der 32 Mannschaften geschafft. An der letztjährigen EM scheiterte das Team im Sechzehntelfinal.