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Der Spektakelmacher - Der Kanadier Todd Elik produzierte Scorerpunkte am Laufmeter und noch viel mehr Strafen.
Zwei unbefriedigende Saisons nach dem Meistertitel setzte man beim EVZ auf bedingungslose Offensive. Mit Paul DiPietro und Chris Tancill hatte man bereits zwei ausländische Topstürmer unter Vertrag. Doch Sportchef Renato Eugster wollte noch mehr und holte von Langnau den umstrittensten Stürmer auf Schweizer Eis nach Zug: den Kanadier Todd Elik, der zuvor im Dress von Langnau und Lugano die gegnerischen Abwehrreihen demontiert und gleichzeitig am meisten Strafen in der NLA gesammelt hatte. Rock’n’Roller, Bösewicht, Spektakelmacher, Strafenkönig waren nur einige seiner Übernamen in der Presse, die er regelmässig mit Schlagzeilen versorgte.
Das sollte sich auch in seinen zwei Zuger Saisons nicht ändern: Zweimal dribbelte sich der geniale Techniker und kaltblütige Scorer zum teaminternen Torschützenkönig, zweimal prügelte sich der leicht erregbare Stürmer im Namen der Gerechtigkeit zum ligaweiten Strafenkönig. Wenn er sich ungerecht behandelt fühlte, und das war oft der Fall, legte er sich mit allen an: dem Gegner, den Schiedsrichtern und dem Publikum. Gleichzeitig begeisterte er seine Fans mit sensationellen Pässen und Toren. An seiner Klasse hatte ja auch niemand gezweifelt: Schliesslich bestritt er vor seinem Wechsel nach Lugano 1997 für Los Angeles, Minnesota, Edmonton, San Jose, St. Louis und Boston 500 Spiele in der NHL und erzielte dabei 371 Scorerpunkte.
Die Zuger fanden allerdings auch mit der offensiven Trio-Power-Packung Elik-Tancill-DiPietro nicht zu meisterlicher Form zurück und blieben in den Playoffs zweimal in der ersten Runde auf der Strecke. Elik erhielt keine Vertragsverlängerung mehr und kehrte wieder nach Langnau zurück. 2004 ging seine NLA-Karriere in Davos zu Ende – nach 315 Spielen, 371 Punkten und 1274 Strafminuten!
Der Kanadier hängte noch ein paar Saisons in der NLB, in Österreich und Slowenien an und versuchte danach vergeblich, in der Schweiz im Coaching-Business Fuss zu fassen. 2014 erhielt er einen Trainerjob beim Erstligisten Saint-Imier, wurde aber in der zweiten Saison wieder freigestellt. Bisher hat sich kein neuer Verein gemeldet. Die negativen Schlagzeilen aus seiner sportlichen Vergangenheit sind wohl eine zu grosse Hypothek.
Wie aus seinem Umfeld zu vernehmen war, ist Todd Elik wieder nach Kanada zurückgekehrt und arbeitet dort im Bauunternehmen seiner Frau.
|Anzahl Punkte||117|
|Anzahl Tore||35|
|Anzahl Assists||82|
|Anzahl Spiele||83|