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Von: Christoph Pfluger (mit freundlicher Genehmigung des Zeitpunkt Verlags)
Der Erfolg war nicht zu erwarten: 64 Jahre nach der Staatsgründung Indiens und der Verankerung der Gleichberechtigung in der Verfassung stehen die Landlosen und Kastenlosen Indiens vor einer umfassenden Besserstellung.
Sinnbild dieses langen Weges ist der «Jan Satyagraha», der Lange Marsch indischer Landloser und Adivasi, der am 2. Oktober, dem Geburtstag Gandhis in Gwalior begann und einen Monat später in Delhi enden sollte.
Die mediale Aufmerksamkeit des fünf Jahre lang geplanten Marsches war so gross, dass die indische Regierung schon im Vorfeld versuchte, ihn mit halbherzigen Zugeständnissen zu verhindern – ohne Erfolg. So machten sich am 3. Oktober 50’000 Menschen bei brütender Hitze von 37 Grad auf den langen Weg nach Delhi. Der Druck der gewaltfreien Masse auf die Regierung war enorm – und sie gab endlich nach. Am 11. Oktober unterzeichnete Jairam Maresh, Minister für ländliche Entwicklung, das von der Jan Satyagraha-Führung geforderte Zehn-Punkte-Programm zu einer umfassenden Landreform, und der Marsch konnte vorzeitig beendet werden. Ein echter Durchbruch und ein weltweites Musterbeispiel für die Kraft der Gewaltlosigkeit!