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Mammutbäume sind uralte Wesen. Vor 65 bis 110 Millionen Jahren waren sie auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet und teilten den Lebensraum mit den Dinosauriern. Doch dann verschlechterte sich das Klima und ein Grossteil starb aus.
Nur drei Arten überlebten bis heute: Der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens), der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) und der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides). Sie alle gehören zur Familie der Zypressengewächse.
Obschon die Ureinwohner der amerikanischen Sierra Nevada den Riesenmammutbaum kannten, ihn liebevoll als «Ahne» oder «Grossmutter» bezeichneten, wurde die Art erst 1853 offiziell entdeckt und botanisch bestimmt. Die Entdeckung war eine Sensation. Schon bald gelangten die ersten Mammutbäume nach Europa, wo sie in botanischen Gärten, in Parks und als Statussymbole Reicher gepflanzt wurden. In ihrer Heimat hingegen wurden die Riesen nach ihrer Entdeckung massenhaft gefällt, bis sich der Naturforscher John Muir und der Bergarbeiter Hale Tharp für ihren Schutz einsetzten. Dank ihnen sind die Riesen seit 130 Jahren an ihrem letzten natürlichen Standort, dem westlichen Hang der Sierra Nevada in Kalifornien, geschützt. Dort wachsen sie in Höhen zwischen 1500 und 2500 Metern.
Der Riesenmammutbaum gehört zu den grössten Lebewesen unseres Planeten. Trotz ihrer Grösse sind die Bäume harmonisch proportioniert und wirken majestätisch. Mit ihren schuppenförmigen, nicht stechenden Nadeln und der weichen Borke strahlen sie eine tiefe Friedfertigkeit aus. Die grösseren Vertreter erhielten Namen: «General Sherman» gilt als grösster seiner Art, er ist 85 Meter hoch. Sein Stammdurchmesser beträgt an der Basis mehr als 11 Meter, die untersten Äste sind zwei Meter dick. Das Gewicht des Baumes wird auf ungefähr 2000 Tonnen, das Alter auf 2300 Jahre geschätzt.
Die Riesenmammutbäume sind weitgehend resistent gegen Waldbrände, ja, sie sind für ihre Vermehrung sogar auf Feuer angewiesen. Die weiche, teilweise mehr als einen halben Meter dicke Borke schützt den Baum vor Feuer, ihr hoher Tanningehalt vor Schadinsekten. Die Zapfen können jahrelang am Baum bleiben. Erst durch die Hitzeeinwirkung von Feuer öffnen sie sich und lassen die Samen frei. Das Feuer reinigt gleichzeitig den Boden von Konkurrenzpflanzen und organischem Material und schafft so ideale Bedingungen für die Jungpflanzen.
Der älteste bisher bekannte Mammutbaum wies 3200 Jahrringe auf, das heisst, dass er die Weltgeschichte von der Spätbronzezeit bis ins 20. Jahrhundert miterlebt hat! Damit zählen die Mammutbäume nebst den Grannenkiefern zu den langlebigsten Erdbewohnern.
Den Indianern waren die Mammutbäume heilig. Sie galten als Antennen, die höhere Kräfte auf die Erde hinunterleiteten und den Geist des Menschen für andere Realitäten öffneten. Einer so herausragenden Pflanze sollten eigentlich auch heilende Kräfte innewohnen, dennoch finden sich nur wenige Hinweise auf eine medizinische Verwendung. Die Indianer nutzten die innere Rinde bei Gelbsucht, den Saft als stärkendes Tonikum.
Interessante Resultate ergab eine homöopathische Mittelprüfung, die von zwei verschiedenen Gruppen durchgeführt worden ist: Unter dem Einfluss der homöopathischen Verreibung von Samen und Zweigspitzen verstärkte sich bei den Prüfpersonen die Verbindung zu ihrem Höheren Selbst. Verschüttete Fähigkeiten wie Intuition, telepathisches Wissen und Verstehen traten hervor.
In der Gemmotherapie wird die Essenz junger Sprossspitzen eingesetzt. Das Hauptanwendungsgebiet sind Alterungsprozesse bei Männern und Burnout.
Es gibt kein Mittel, das uns ewige Jugend schenken kann. Unser Leben ist ein Lernprozess, der sich bis ins Alter fortsetzt und vollendet. Die körperlichen Kräfte nehmen zwar ab, aber Lebenserfahrung und Lebensweisheit geben einen neuen inneren Reichtum.
Er stärkt Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnis, wirkt mentaler Müdigkeit entgegen und gibt wieder Frische und Lebensfreude.
Bei einer gutartigen Prostatavergrösserung lindert die Knospenessenz des Mammutbaumes die Entzündung, wirkt einer weiteren Vergrösserung der Prostata entgegen und erlaubt eine bessere Blasenentleerung. Eine Kombination mit der Knospenessenz von Schwarzer Johannisbeere verstärkt die Wirkung.
Ausserdem stimuliert die Essenz die knochenbildenden Zellen, fördert damit die Heilung von Knochenbrüchen und beugt Osteoporose vor. Darüber hinaus hält sie die Bänder geschmeidig – dies natürlich auch bei Frauen. Die «Grossmutter» der Indianer verleiht aber nicht zuletzt ein Gefühl der Geborgenheit, eine sanfte, wärmende Energie – wie eine Umarmung durch die Grossmutter.