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Die einen geben sich weitherzig liberal, weil sie sich im Besitz der Welt wähnen. Diese sagen: Zu allen Zeiten gab es in den Gesellschaften zwei Weltbilder, die die Summe der wahrgenommenen Weltfragmente zu etwas Beherrschbarem zusammenfügten. Im Namen des ersten Weltbilds wurde jeweils die Welt regiert, im Namen des zweiten wurde das erste nach Kräften bekämpft. So bis heute.
Die anderen geben sich weitherzig illiberal, weil sie wähnen, die Welt gehöre den anderen. Diese sagen: Zu allen Zeiten hat es bloss ein Weltbild gegeben, in dem die Summe der Weltfragmente vernünftig zusammenfügt war. Dieses an die Macht zu bringen gegen jene, die mit der Unvernunft ihrer Herrschaft so tun, als besässen sie die Welt, war zu jeder Zeit der notwendige Kampf. So auch heute.
Die dritten schliesslich geben sich weitherzig, weil sie vermuten, die Welt sei nicht dazu da, um besessen zu werden. Diese sagen: Was sollen Weltbilder? Alle haben sie Rahmen, die sich nicht in der Natur, sondern bloss in den Köpfen der Weltbildner finden. Diese Köpfe ab und zu laut und deutlich auszulachen, war zu allen Zeiten ein notwendiges Vergnügen. So auch heute.
(17.06.1993, 13.11.2001; 11.10.2017)