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Pflanzliche Nahrung enthält organische Phosphorverbindungen, die jedoch von Schweinen normalerweise nicht verdaut werden können. Der größte Teil der Phosphate, so erklärt Teammitglied Serguei Golovan von der kanadischen University of Guelph, "kommt am anderen Ende wieder heraus".
Zusammen mit seinen Kollegen baute der Molekularbiologe deshalb ein Gen des Bakteriums Escherichia coli in das Erbgut von Versuchsschweinen ein - eine Methode, die von den Forschern bereits erfolgreich an Mäusen getestet worden war.
Durch das fremde Gen konnten die Tiere die so genannte Phytase produzieren. Dieses im Speichel enthaltene Enzym ermöglicht es den Schweinen, Phosphorverbindungen in der Pflanzenkost aufzubrechen. Der Mist der transgenen Schweine, so ergab eine Analyse, enthielt 75 Prozent weniger Phosphat als die Ausscheidungen normaler Tiere.
Zwar kann man Phytase auch ins Viehfutter mischen, doch das Enzym muss aufwendig mit Hilfe von Bakterien produziert werden. Golovan hält seine genmanipulierten Tiere auf lange Sicht für kostengünstiger: "Ihre Herstellung ist zwar teuer", sagte der Forscher gegenüber "Nature Science Update", "danach lassen sie sich jedoch wie normale Schweine züchten." (Spiegel online, 01. August 2001)