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Angebot
Herzsprung - Freundschaft, Liebe und Sexualität ohne Gewalt
Herzsprung evaluiert
Um die Wirkung von Herzsprung – Freundschaft, Liebe und Sexualität ohne Gewalt (Herzsprung)/Sortir Ensemble et Se Respecter (SE&SR) zu ermitteln, wurde zwischen 2018 und 2020 eine nationale Wirkungsevaluation mit 1'273 Jugendliche aus 10 verschiedenen Kantonen durchgeführt.
Die Daten zeigen, dass die Jugendlichen mit dem Programm sehr zufrieden sind. Sie bewerten das Programm als informativ, interessant, nützlich und mit einem klaren Bezug zu ihrer Lebensrealität. Auch die Moderierenden sind mit dem Programm sehr zufrieden. Der Vergleich vor und nach den Durchführungen zeigen folgende signifikante Ergebnisse:
- Gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen werden von den Jugendlichen stärker abgelehnt.
- Jugendliche wenden häufiger Konfliktbewältigungsstrategien an, für welche sie soziale Kompetenzen benötigen.
- Jugendliche können in einer Beziehung besser ihre eigenen Bedürfnisse ausdrücken und Grenzen setzen.
- Ein deutlich gesteigerter Anteil der Jugendlichen weiss, wen sie um Hilfe bitten können, wenn sie sich in einer missbräuchlichen Beziehung befinden.
Bize R, Debons J, Stadelmann S, Amiguet M, Vujovic K, Lucia S. Evaluation du programme «Sortir Ensemble et Se Respecter» et «Herzsprung - Freundschaft, Liebe und Sexualität ohne Gewalt». Lausanne, Unisanté – Centre universitaire de médecine générale et santé publique, 2020.
Die Evaluation wurde von Unisanté, Universitätszentrum für Allgemeinmedizin und öffentliche Gesundheit in Lausanne unter Mitarbeit der Pädagogischen Hochschule Zürich durchgeführt. Die Schweizerische Gesundheitsstiftung RADIX gab die Evaluation im Rahmen seiner nationalen Koordination des Programms und mit der finanziellen Unterstützung von der Oak Foundation und Gesundheitsförderung Schweiz in Auftrag.
Die Daten wurden mittels Fragebögen bei den Jugendlichen erhoben. Das Ziel war, die Zufriedenheit mit dem Programm, die kurzfristigen Auswirkungen sowie die effektivsten Bedingungen für die Umsetzung zu ermitteln. Darüber hinaus wurden fünf Fokusgruppen und drei Interviews mit Jugendlichen und Moderierenden durchgeführt, um das Programm aus einer qualitativen Perspektive zu bewerten.