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In der Kleinen Emme wurde früher Gold gewaschen. Um das Jahr 1500 verspätete sich eines Abends ein Goldwäscher aus den Niederlanden und errichtete unter einem Felsvorsprung sein Nachtlager. Von da an blieb dieser Niederländer in unserer Gegend, und nachdem sich eine Erscheinung des Goldwäschers im Volke herumgesprochen hatte und verschiedene wunderbare Heilungen erfolgten, wurde das vom Goldwäscher selbst errichtete Gebetshäuschen im Jahre 1520 durch eine Kapelle mit drei Altären ersetzt. In den Jahren 1608 bis 1616 wurde aufgrund des grossen Pilgerstroms die heutige Kirche erbaut. 1630 und 1636 folgte dann der Bau des Klosters, in welches die Franziskaner einzogen, um die grosse Pilgerschar zu betreuen. Noch heute wird der grosszügig angelegte Kreuzgang bestaunt, der im Anschluss an den Klosterbau vollendet wurde.
In der Hochblüte der Wallfahrt (im 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts) pilgerten pro Jahr mehrere zehntausend Menschen nach Werthenstein, um Mut, Trost, Zuversicht und Heilung zu erbitten. Die Franziskaner haben über 400 Wunderzeichen festgehalten. Auch die Quelle am Weg zur Wallfahrtskirche (Gnadenbrünneli), die 1636 erstmals erwähnt wird, erfreut sich heute noch grosser Beliebtheit.