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Auf bilateraler Ebene unterhält die ROHMA regelmässig Kontakte zu Aufsichtsorganen anderer Handelsplätze. Die Intensität dieser Kontakte hängt von den Aktivitäten von Schweizer Rohstoffunternehmen in den betroffenen Staaten ab.
Im Rohstoffsektor bildet die konsolidierte Aufsicht über international tätige Rohstoff-Firmen den Schwerpunkt der Zusammenarbeit. Die ROHMA wird als Aufsichtsbehörde im Sitzland dann aktiv, wenn im Ausland tätige Schweizer Unternehmen, deren Zweigniederlassungen oder Filialen betroffen sind. Sie kann sich aber auch bei Zweigniederlassungen und Filialen von ausländischen Rohstoff-Firmen in der Schweiz einschalten.
Die Zusammenarbeit nationaler Aufsichtsbehörden bei der Überwachung des physischen Rohstoffhandels dient vor allem dem Austausch von Informationen über mögliche Verstösse (Handel mit Konfliktmineralien, Veruntreuung öffentlicher Gelder, Menschenrechtsverletzungen etc.), die von einer Schweizer Firma im Ausland oder von einer ausländischen Firma in der Schweiz oder via die Schweiz begangen wurden. Dieser Informationsaustausch kann zu rechtlichen Klagen von Betroffenen und dementsprechend zu Gerichtsentscheiden führen.
Aktuell unterstützt die ROHMA auf internationaler Ebene zum Beispiel die „Financial Conduct Authority“ (FCA) des Vereinigten Königreichs darin, den Geltungsbereich ihrer Aufsichtspflichten auf den physischen Rohstoffhandel auszuweiten. Daneben arbeitet die ROHMA gemeinsam mit der FCA und entsprechenden Behörden anderer EU-Länder sowie der „Securities and Exchange Commission“ (SEC) in den USA daran, Standards und Best Practice-Beispiele für die Zahlungstransparenz von Rohstofffirmen an Regierungsstellen in den Förderländern zu entwickeln.