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Nava Ebrahimi aus Österreich gewinnt den Bachmann-Preis 2021
Die im Iran geborene und in Graz lebende Autorin Nava Ebrahimi ist am Sonntagvormittag bei der virtuell gehaltenen Preisverleihung mit dem 45. Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden.
Nava Ebrahimi hat sich mit ihrem Text "Der Cousin" im Stechen gegen die Deutsche Dana Vowinckel durchgesetzt. Sie wird mit dem Hauptpreis geehrt, der mit 25'000 Euro dotiert und nach der in Klagenfurt geborenen Autorin Ingeborg Bachmann (1926-1973) benannt ist.
Nach diesem Hauptpreis werden die übrigen drei Jury-Preise vergeben. Anwärter dafür sind neben Vowinckel ("Gewässer im Ziplock") auch Timon Karl Kaleyta ("Mein Freund am See"), Necati Öziri ("Morgen wache ich auf und dann beginnt das Leben"), Anna Prizkau ("Frauen im Sanatorium"), Leander Steinkopf ("Ein Fest am See") und die Julia Weber ("Ruth"), die alle ebenso auf die Shortlist gesetzt wurden. Dazu kommt ein per Internet-Stimmenabgabe ermittelter Publikumspreis.
Wie im Vorjahr konnte die Veranstaltung nicht unter Normal-Bedingungen durchgeführt werden. Neun Autorinnen und fünf Autoren stellten sich mit ihren Texten, deren Lesungen voraufgezeichnet worden waren, bei dem Literaturwettbewerb einer im ORF-Theater von Klagenfurt diskutierenden siebenköpfigen Jury unter dem erstmaligen Vorsitz von Insa Wilke. Live-Publikum war keines zugelassen. Im Vorjahr war der Bachmann-Preis an die deutsche Autorin Helga Schubert gegangen.