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Meilensteine in der Geschichte der Suva
Seit über 100 Jahren versichert die Suva Arbeitnehmende in der Schweiz gegen Unfälle. Zwar brauchte das Gesetz für eine Unfallversicherung zwei Anläufe bei der Stimmbevölkerung. Doch seither ist es eine Erfolgsgeschichte. Auf dieser Seite zeichnen wir die wichtigsten Eckdaten in der Historie der Suva nach.
Inhalt
Kurz und bündig
Dem Unfallversicherungsgesetz und der Gründung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt gingen harte politische Auseinandersetzungen voraus. Dann kam der Erste Weltkrieg dazwischen. So konnte die Suva nach Annahme des Unfallversicherungsgesetzes 1912 erst 1918 ihren Betrieb aufnehmen. Doch seither ist sie eine wahre Erfolgsgeschichte. Die Meilensteine:
- 1918: Betriebsaufnahme
- 1974: Eröffnung der ersten Rehaklinik in Bellikon
- 1984: Obligatorische Unfallversicherung für alle Angestellten
- 1999: Eröffnung der zweiten Rehaklinik in Sion
- 2005: Übernahme Militärversicherung
- 2015: Revision Unfallversicherungsgesetz
Seit über 100 Jahren sorgt die Suva dafür, dass Arbeit und Freizeit in der Schweiz sicherer werden.
Chronologie einer Erfolgsgeschichte
Seit mehr als 100 Jahren sorgt die Suva dafür, dass Arbeit und Freizeit in der Schweiz sicherer werden. Davor hatten Arbeitnehmende kaum eine Absicherung, wenn sie verunfallten. Eine obligatorische Unfallversicherung zumindest in gefährlichen Berufen lag auf der Hand.
In einem ersten Versuch wurde nach dem Vorbild Deutschlands eine Haftpflicht für Eisenbahner und Fabriken 1875 respektive 1877 eingeführt. Diese Lösung erwies sich jedoch nicht als praktikabel. In der Folge wurde ein erster Gesetzesentwurf für eine Unfallversicherung propagiert.
Das Gesetz für eine Unfallversicherung brauchte zwei Anläufe, bis es von der Stimmbevölkerung 1912 angenommen wurde. Damit waren die Rahmenbedingungen für die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva erfüllt. Die Meilensteine in der Historie der Suva:
1918: Betriebsaufnahme
Der Erste Weltkrieg verzögert die Aufbauarbeiten der Versicherungsanstalt. Und so kann die Suva ihren Betrieb erst 1918 aufnehmen. Ihr Auftrag umfasst von Beginn an die obligatorische Unfallversicherung und die Arbeitssicherheit in den Betrieben. Bereits im selben Jahr versichert die Suva über 30000 Betriebe. Im Jahr 1920 zählen die Hälfte aller Betriebe oder rund 61 Prozent der Beschäftigten zum Versichertenkreis der Suva.
1974: Erste Rehaklinik
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewinnt die Bedeutung der Unfallverhütung und die Rehabilitation der Verunfallten an Bedeutung. Deshalb eröffnet die Suva 1974 in Bellikon eine Rehaklinik, 1999 folgt die Clinique romande de réadaption in Sion.
1984: Systemwechsel
Die Verabschiedung des neuen Unfallversicherungsgesetzes UVG führt zu einem grundlegenden Systemwechsel. Neu ist die Unfallversicherung für alle Angestellten obligatorisch. Neben der Suva dürfen jetzt auch andere Versicherer die obligatorische Unfallversicherung anbieten. Gleichzeitig wird die Abteilung Arbeitssicherheit in der Suva neu organisiert.
2005: Übernahme Militärversicherung
Im Auftrag des Bundes führt die Suva seit dem 1. Juli 2015 die Militärversicherung als separaten Sozialversicherungszweig mit eigenem Gesetz und eigener Rechnung. Die Militärversicherung deckt während Sicherheits- und Friedensdiensten alle Gesundheitsschädigungen und deren wirtschaftlichen Folgen. Finanziert wird die Militärversicherung vom Bund.
2015: Revision Unfallversicherungsgesetz
Das Schweizer Parlament stimmt der Revision des Unfallversicherungsgesetzes UVG zu. Es schliesst damit einen Prozess ab, der 2006 begonnen hatte. Die verabschiedete Vorlage stimmt in den meisten Punkten mit dem von den Sozialpartnern und den Versicherern ausgearbeiteten Kompromiss überein. Die UVG-Revision schliesst Deckungslücken und regelt die Problematik von Überentschädigungen. Ausserdem wird die Unfallversicherung der arbeitslosen Personen im UVG und in dessen Vollzugsverordnung verankert.