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Die Tundra ist das Ergebnis eines hohen Selektionsdrucks durch lebensfeindliche Umweltbedingungen. Oder anders ausgedrückt, die Tundra ist eine Subpolare Vegetationsform, die einen durch Permafrost gekennzeichneten Landschaftsgürtel zwischen den arktischen Kältewüsten und der borealen Taiga bildet. Die dem Äquator am nächsten gelegenen Tundren erstrecken sich dabei ab dem 50. bis 60. südlichen oder nördlichen Breitengrad. Besonders ausgeprägt ist diese Vegetationsform in den nördlich des Polarkreis gelegenen Gebieten der Nordhalbkugel.
Das Pflanzenwachstum wird durch kurze (zwei bis vier Monate), kühle Sommer und lange, sehr kalte dunkle Winter mit extremer Schneebedeckungszeit der Erdoberfläche, sowie Permafrostboden mit Staunässe über gefrorenem Untergrund beeinflusst. Dementsprechend kurz ist die Vegetationsperiode der Frostresistenten Gewächse. Die Moose, Flechten und Zwergsträucher zeichnen sich durch niedrige Wuchsformen aus, die unter der isolierenden Schneedecke überwintern können.