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Die Möglichkeit zur irregulären Ansiedelung einer Eizelle ist dadurch gegeben, dass die Befruchtung bereits im Eileiter stattfindet. So bleibt eine Eizelle gelegentlich ausserhalb der Gebärmutter „stecken“ und es kommt zur sog. extrauterinen Schwangerschaft.
Orte ausserhalb der Gebärmutterhöhle sind jedoch mit der normalen Entwicklung eines Kindes nicht vereinbar. Der Embryo stirbt meist innerhalb der ersten drei Monate, aber bis dahin entstehen am Ort der falschen Implantation (Ansiedlung) teilweise folgenschwere Zerstörungen.
Die normal verlaufende Entwicklung eines Embryos setzt voraus, dass die befruchtete Eizelle durch den Eileiter transportiert wird und sich in der Gebärmutter (Uterus) ansiedelt. Nur die Gebärmutter hält mit dem Wachstum des ungeborenen Kindes Schritt. Sie muss sich so stark vergrössern, dass bis zum Geburtstermin ein Neugeborenes von etwa 50 Zentimetern Länge mitsamt 1,5 Litern Fruchtwasser Platz findet. Zudem muss ausreichend Muskelmasse vorhanden sein, damit das Kind unter Wehen geboren werden kann.
Ausstossen eines toten Fetus mit weniger als 500 Gramm Gewicht vor der 22. Schwangerschaftswoche.
Das Kind kommt nach der 22. Schwangerschaftswoche tot zur Welt, es wiegt mehr als 500 Gramm.
lateinisch „tuba uterina“: Dies ist ein schlauchartiger Verbindungsgang zwischen den Eierstöcken und der Gebärmutter.
Das werdende Kind in seiner frühesten Entwicklungsphase bis zur 12. Schwangerschaftswoche. In dieser Zeit entwickeln sich die Organe.
Eigenschaftswort, bedeutet „ausserhalb des Uterus liegend“. Das Wort findet sich in der Bezeichnung „extrauterine Schwangerschaft“ wieder, kurz auch EUG (extrauterine Gravität) genannt. Daneben wird der Begriff ektope Schwangerschaft verwendet.
Das Ungeborene von der 13. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt. Die Organe wachsen und beginnen, ihre Funktion aufzunehmen.
Geburt vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche.
Eine von Kind und Mutter gemeinsam gebildete, innen an der Gebärmutter haftende Gewebsplatte, durch die der Fetus mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Verbindungsglied zwischen Plazenta und Kind ist die Nabelschnur, der die Funktion einer „Versorgungsleitung“ zukommt. Adjektiv zu Plazenta: plazentar.
Die Unterscheidung von Frühgestosen und Spätgestosen erfolgt aufgrund des zeitlichen Auftretens. Bekanntes Beispiel einer Frühgestose ist das meistens harmlose morgendliche Erbrechen in den ersten drei Monaten. Schwerwiegender sind die gegen Ende der Schwangerschaft auftretenden Spätgestosen. Weil sie Vorboten einer Eklampsie sein können, bezeichnet man die Spätgestosen auch als Präeklampsie.
Gebärmutter: Mit Schleimhaut ausgekleideter Hohlmuskel; hier erfolgt die Entwicklung des Kindes. Mit Hilfe der Kontraktionen des Muskels (Wehen) wird das Kind geboren.
Eine Schwangerschaft am „falschen“ Ort entsteht, wenn die befruchtete Eizelle nicht in die Gebärmutter gelangt, sondern sich in einem Eileiter, einem Eierstock, irgendwo in der Bauchhöhle (Bauchhöhlenschwangerschaft) oder im Gebärmutterhals einnistet und hier zu entwickeln beginnt. Ursachen sind:
Viele extrauterine Schwangerschaften werden bis zum Abort kaum oder nicht bemerkt. Oft machen sich einseitige, dumpfe oder ziehende Unterbauchschmerzen bemerkbar. Die Regelblutung ist überfällig. Bisweilen treten Schmierblutungen auf, meist sechs bis acht Wochen nach Ausbleiben der Regelblutung. Dauern diese längere Zeit, kann eine Anämie entstehen. Solche Symptome werden jedoch vielfach nicht oder fehlinterpretiert.
Stirbt der Embryo im Eileiter, weist eine Vaginalblutung darauf hin, dass die Schwangerschaft beendet ist. Schmerzhafte Koliken im Unterbauch können den Zustand begleiten.
Kommt es durch das Wachstum des Embryos zum Zerreissen oder Aufplatzen eines „schwangeren Eileiters“, entsteht mit akut einsetzendem Unterleibsschmerz eine Blutung in die freie Bauchhöhle (Abbildung). Diese kann massiv sein und im Extremfall zum Schock oder sogar Verblutungstod führen. Die Frau wird blass, die Pulsfrequenz stark beschleunigt; manchmal kommen Übelkeit und Erbrechen hinzu. Man spricht in diesem Fall von Tubenruptur.
Nach einer Eileiterschwangerschaft ist das Risiko erhöht, dass künftig wieder eine solche vorkommen wird, auch auf der anderen, nicht betroffenen Seite. Sterilität kann die Folge sein, wenn es nicht gelingt, die Ursache zu beseitigen, also zum Beispiel den Eileiter zu reparieren oder Verwachsungen zu lösen.
Es ist keine willkürliche Einflussnahme darauf möglich, wo sich eine befruchtete Eizelle einnisten und weiter entwickeln wird. Bei Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft ist der Arztbesuch unerlässlich. Warme Bauchwickel und Bettruhe lindern zwischenzeitlich die Bauchschmerzen.
Vorbeugen lässt sich nur indirekt durch das Vermeiden oder das frühzeitige Behandeln einer Adnexitis.