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JAKOBSKAPELLE
DIE JAKOBSKAPELLE VON TAFERS LIEGT AUF DEM JAKOBSWEG. SIE IST MIT EINEM AUSSENFRESKO AUS DEM JAHR 1769 DEKORIERT, DAS DIE LEGENDE DES GALGEN- UND HÜHNERWUNDERS ERZÄHLT.
Auf dem angrenzenden Friedhof stehen zwei Kapellen im späten Barockstil, darunter die Jakobskapelle, die 1665 erbaut wurde und ein älteres Gebäude ersetzte. Im Inneren zieren die Statuen der Heiligen Jakobus, Johannes und Petrus (schon seit 1640) den schönen Altar von Jean-François Reiff. Auch ein Heiliger Jakob von Hans Gieng aus dem Jahr 1530 kann hier bewundert werden, zahlreiche Freiburger Brunnen tragen die Handschrift des Freiburger Bildhauers.
Auf der Fassade illustrierte Jakob Stoll 1769 das Galgen- und Hühnerwunder. Von dieser in ganz Europa bekannten Legende werden verschiedene Versionen erzählt und sie wird an vielen heiligen Stätten dargestellt. Die Hauptrollen spielen zwei Pilger, Vater und Sohn, die auf dem Weg nach Santiago de Compostela waren. In einer Herberge wurden sie des Diebstahls beschuldigt. Um seinen Vater zu retten, akzeptierte der Sohn den Tod durch den Strick. Der Vater setzte seinen Weg fort und betete zum Heiligen Jakobus. Bei seiner Rückkehr begegnete er seinem lebendigen Sohn und einem verblüfften Richter.
Eine der mittelalterlichen Pilgerstrassen nach Santiago de Compostela, die zum Grab des Apostels im spanischen Galizien führt, verläuft direkt durch Tafers. Pilger aus der Ostschweiz, Deutschland und Osteuropa nehmen diesen Abschnitt.
Die Jakobsbruderschaft, der alle Pilger angehören, die die Reise zurückgelegt haben, gab die dem Schutzheiligen gewidmete Kapelle in Auftrag. Jedes Jahr am 25. Juli feiert die Bruderschaft, die heute Gruppe Santiago heisst, das Fest des Heiligen Jakobs.
Die Geschichte des Galgen- und Hühnerwunders beginnt links, mit den zwei Szenen oben, gefolgt von jenen unten, anschliessend muss man rechts weiterlesen. Auf dem letzten Bild bekräftigt der Wirt «Wie diese Hühner am Spiess, so ist auch dein Sohn tot. », während er zusieht, wie zwei Hühner davonfliegen!