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Der Stadtrat hat in seiner ablehnenden Stellungnahme vom 16. April 2019 zur Motion 533/2019 «Ausarbeitung eines Ausführungsprojektes und einer Kreditvorlage für eine SBahn- Haltestelle «Oberuster» folgendes ausgeführt:
«Im Rahmen der Grundlagenklärung der Revision Ortsplanung, Projekt «Stadtraum Uster 2035», hat sich der Stadtrat mit der Thematik der Bahnhalte aus kommunaler Sicht auseinandergesetzt und die bestehenden als auch potenzielle S-Bahn-Haltestellen im Raum Uster prüfen lassen. Auslöser war vor allem der «Masterplan 2050, Raum Uster-Volketswil», welcher die künftige Anordnung des Bahnhofs Nänikon infrage stellt. Dabei wurde aufgrund des oben erwähnten Leitfadens auch ein Bahnhalt «Oberuster» auf sein Potenzial geprüft. Der Bericht zeigt, dass das Gebiet in Oberuster bereits heute durch das bestehende Busangebot sehr gut erschlossen ist. Mit der zusätzlichen S-Bahn-Haltestelle «Oberuster» könnten keine Einsparungen bei den Buslinien getätigt werden. Oberuster ist vorwiegend durch Regionallinien erschlossen. Diese müssten weiterhin zum Bahnhof Uster verkehren. Somit würde ein neuer Bahnhalt «Oberuster» infolge zusätzlicher Bahnabfahrten die Jahresbeiträge an den ZVV deutlich ansteigen lassen, ohne dass dies aber mit einer Verbesserung der ÖV-Güteklasse verbunden wäre.»
Ich stelle dem Stadtrat folgende Fragen:
1. Wer hat die oben erwähnte Untersuchung durchgeführt und wie lauteten die zu untersuchenden Fragestellungen?
2. Wann wurde die Untersuchung durchgeführt?
3. Welches Auftragsvolumen (Finanzmittel) umfasste die Untersuchung?
4. Welches Potenzial stellten die Untersuchenden für eine S-Bahn-Haltestelle Oberuster fest? Welche Annahmen trafen sie bezüglich anzuhaltender S-Bahn-Linien?
5. Berücksichtigten sie künftige Halte der S14 und einer zu verlängernden S 9 (d.h. 1/4-hTakt) resp. welche Annahmen trafen die Untersuchenden bezüglich künftiger Halte in Oberuster?
6. Welche zusätzlichen Jahres-Kosten an den ZVV würden der Stadt Uster für eine neue SBahn-Haltestelle Oberuster effektiv anfallen? (1/4-h-Takt mit Halten der S14 und einer zu verlängernden S9).
7. Sind die Untersuchungen der Stadt Uster von der Öffentlichkeit einsehbar?
8. Wieviele Personen wohnen innerhalb von Einzugskreisen von 300, 400, 500 und 600 Metern Radius um die geplante Haltestelle Oberuster? Wo befinden sich diese Wohngebiete?
9. Wieviele Arbeitsplätze befinden sich in den gleichen Einzugskreisen? Wo befinden sich die Arbeitsplätze genau?
10. Welche S-Bahn-Haltestellen im Bereich des ZVV weisen vergleichbare Wohn- und Arbeitsplatzdichten auf wie eine neue S-Bahn-Haltestelle Obeuster?
11. Wie ist das Arbeitsplatz-Areal Trümpler heute mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen?
12. Könnte eine S-Bahn-Haltestelle Oberuster die seit Jahren gewünschte Erschliessung des Trümpler-Areals durch einen leistungsfähigen und attraktiven öV zu erschwinglichen Kosten ermöglichen?
13. Haben die Untersuchenden auch mitberücksichtigt, dass die Buslinien von Oberuster zum Bahnhof Bahnhof Uster regelmässig in den Staus stecken bleiben? Und dass mit einer Bushaltestelle bei einer neuen S-Bahn-Haltestelle Oberuster mindestens ein Teil der öV-Benutzer dort auf die S-Bahn umsteigen kann? Vor allem auch in Richtung Wetzikon-Rüti-Rapperswil-Pfäffikon/SZ?
14. Haben die Untersuchenden auch berücksichtigt, dass von Norden her eine Buslinie über den Talweg bis zur neuen Haltestelle Oberuster geführt werden kann, um den Benützerkreis der S-Bahn-Haltestelle zu vergrössern? (Bitte keine Gelenkbusse der VZO, sondern Kleinbusse, allenfalls Midibusse vorsehen).
15. Hat der Stadtrat vor, in Oberuster eine Umfrage in der Bevölkerung und im Trümpler-Areal über die Wünschbarkeit einer Haltestelle Oberuster durchzuführen? Wenn nein, weshalb nicht?