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Das Chief Investment Office der Schweizer Grossbank UBS hat heute einen neuen Vergleich veröffentlicht, der Preise und Löhne in 77 Städten der Welt genauer unter die Lupe nimmt. Die Studie, welche seit 1971 im Dreijahres-Rhythmus durchgeführt wird und nun bereits zum 17. Mal erscheint, vergleicht 128 Preise verschiedener Güter und Dienstleistungen sowie die durchschnittlichen Löhne von 15 Berufen.
Die aktuell publizierte Studie der UBS zeigt: Zürich behält seine Position als teuerste Stadt der Welt, gefolgt von Genf, Oslo, Kopenhagen und New York. In Deutschland ist das Leben vergleichsweise günstig: München liegt auf Platz 23, Frankfurt auf Platz 27 und Berlin auf Platz 30. Vor drei Jahren noch weiter zurück, haben die Rangverschiebungen der Deutschen Grossstädte vor allem mit der starken Euro-Aufwertung zu tun. Kiew, Lagos und Kairo belegen die letzten drei Plätze.
Die höchsten Bruttolöhne erhalten Arbeitnehmer in Genf, Zürich und Luxemburg. In Kiew, Mumbai und Kairo, welche zu den Schlusslichtern der Rangliste gehören, verdienen Angestellte nur rund acht Prozent des durchschnittlichen Bruttolohns von Genf. Wie gross die Kaufkraftunterschiede sind, zeigt UBS an einem Friseurbesuch: In Zürich beispielsweise ist ein Frauenhaarschnitt mit 73 Euro ziemlich teuer. In Kiew kostet er knapp 22 Euro, in Kairo gar mickrige 6,50 Euro. Um das Geld dafür zu verdienen, muss man in Zürich nur gut drei Stunden arbeiten, in Kairo müssen Frauen sechs Stunden schuften, in Kiew gar zwölf Stunden.
Dieses Beispiel zeigt: Die Limmatstadt mag zwar sehr teuer sein, Zürcherinnen und Zürcher kommen dank ihres hohen Verdienstes dennoch ziemlich gut zurecht. Deshalb liegt Zürich in einem zweiten Ranking, das vergleicht, wie weit Einwohner mit ihren Einkommen kommen, auf dem zweiten Platz. Der durchschnittliche Lohn eines Arbeiters in Los Angeles hat die höchste Kaufkraft weltweit. Die Einwohner der weitläufigen Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien können sich damit fast ein Viertel (23,9%) mehr leisten als die New Yorker.
Auf den Plätzen drei und vier folgen Miami und Genf. München, Frankfurt und Berlin belegen die Plätze 11,12 und 15. «Unser Kaufkraftindex zeigt deutlich, dass die Konkurrenz aus Übersee stärker wird, denn in den Top 10 sind nur noch drei europäische Städte vertreten, die alle gegenüber 2015 an Boden verloren haben», sagt Daniel Kalt, Chefökonom und Chief Investment Officer für die Schweiz von UBS Global Wealth Management.