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Im Gegensatz zu Wikipedia weist Google Knol jedem Artikel eine eindeutige Autorenschaft zu.
P. Baumgartner kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Richtigkeit der Wikipedia-Einträge „demokratisch“ ausgehandelt wird. Man spricht auch von einem NPOV = Neutrale Point Of View Viele Autoren sehen das gerade als Stärke von Wikipedia an. Was aber, wenn ein Experte, der über das meiste und beste Wissen verfügt, sich im Artikel nicht durchsetzen kann?
Ausserdem werden auf diese Weise Widersprüche oder kontroverse Meinungen eingeebnet, was einer weiternetwicklung des Wissens im Wege steht.
Die relative Anonymität der Autorenschaft bei Wikipedia verhindert zudem, den Background der Autoren wahrzunehmen. Zumindest Wissen, welches sehr Kontext-bezogen ist, wird so nicht im Zusammenhang verstehbar.
Ich habe selber auch einen Blick auf Googel Knol geworfen: Im jetzigen Stadium besteht sicher eine grosse Schwäche darin, dass die Artikel wenig vernetzt sind. Es gibt auch keine erkennbare Systematik der Themen. Ich bin gespannt, ob sich das ändert, wenn das Artikelvolumen bei Google Knol einen gewisse kritische Grösse erreicht hat. Möglicherweise spricht Google Knol eine Autorenschaft an, die weniger auf Kooperation aus ist und die Web 2.0-Intentionen gar nicht teilt.
Der Kommentar-Verfasser Michael Dreisz ist der Ansicht, dass Google Knol möglicherweise eine Alternative zu den wissenschaftlichen Fachzeitschriften werden könnte.