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"Es gibt Branchen, die über die Mittel verfügen, eine Lohnerhöhung mitzutragen, und die dies zweifellos auf der Grundlage der Sozialpartnerschaft tun werden. Andere Branchen, die sich in Schwierigkeiten befinden, haben einfach nicht die Mittel dazu", sagte Regazzi in einem Interview, das am Freitag in der "Tribune de Genève" und "24 Heures" veröffentlicht wurde.
Dazu gehörten vor allem Wirtschaftssektoren, die stark von der Coronakrise betroffen worden seien oder die sich "wegen des Ukraine-Kriegs in einer Phase der Unsicherheit befinden".
Bei den Steuern ansetzen
Angesichts der Forderungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds Anfang August nach "dringenden und notwendigen Lohnerhöhungen" räumte Regazzi eine wichtige Rolle der Unternehmen beim Ausgleich der Inflation von 3,4 Prozent ein. "Aber sie können nicht ständig die Feuerwehr spielen und die Löhne ins Unendliche erhöhen".
Auch der Staat müsse "eine Anstrengung unternehmen" und den "steuerlichen Hebel" ansetzen, meint der Nationalrat (Mitte/TI). Auch weitere andere Lösungswege verdienten es, erforscht zu werden.
Regazzis Meinung nach müssten die Hilfen jedoch vor allem auf die Mittelschicht abzielen. "Sie leidet am meisten, weil sie weder über das Vermögen der wohlhabenden Klassen verfügt noch die Unterstützung für die schwächeren Klassen erhält".
(AWP)