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«Wilderness Act»
Seit 50 Jahren ist die US-Wildnis geschützt
In den USA wird Freiheit gross geschrieben. Seit 50 Jahren auch für Tier und Natur. Im September 1964 hat Präsident Johnson den «Wilderness Act» unterzeichnet, durch den die amerikanische Wildnis unantastbar wurde.
In der Schweiz wird dieses Jahr das 100-jährige Jubiläum des Nationalparks gefeiert. Die Bündner Wildnis bestand also schon lange, bevor der Begriff «Wildnis» in den Vereinigten Staaten überhaupt definiert wurde. Dies geschah am 3. September 1964, also vor genau 50 Jahren, als der Damalige Präsident, Lyndon B. Johnson, den «Wilderness Act» unterzeichnete und somit 37'000 Quadratkilometer unter Schutz stellte. Zum Vergleich: Der Schweizer Nationalpark ist 170 Quadratkilometer gross.
Seit 1964 wissen die Amerikaner also, was sie unter «Wildnis» verstehen sollen. Mit einer gesetzlichen, aber dennoch durchaus poetischen Definition ist der Begriff im Gesetz verankert:
«Eine Wildnis, im Gegensatz zu den Gebieten, in denen der Mensch und seine eigenen Werke die Landschaft dominieren, ist hiermit als Gebiet anerkannt, in dem die Erde und ihre Lebensgemeinschaft vom Menschen ungehindert ist, wo ein Mensch ein Besucher ist, der nicht bleibt.»
Um das fünfzigjährige Bestehen des «Wilderness Act» zu feiern, hat das Smithsonian Institute, die US-Forschungs- und Bildungseinrichtung in Washington D.C., die gleichzeitig den grössten Museumskomplex der Welt darstellt, einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Unter über 5000 Einsendungen von Profi- und Amateurfotografen wurde nun eine Ausstellung aus 50 Bildern zusammengestellt, die noch bis im Sommer 2015 im Nationalmuseum für Naturgeschichte zu sehen sind. Eine Auswahl der Bilder sehen Sie in der Galerie oben.