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Danilo Rea (piano)
Ares Tavolazzi (bass)
Es wäre Vieles im wahrsten Sinne des Wortes eintöniger, wenn es nicht als Gegengewicht zur Globalisierung die nationalen und regionalen Eigenarten gäbe. Zum Beispiel die unverbrüchliche Liebe der Italiener zur Oper, die selbst noch den Sport und die Politik zu grossem Musiktheater umformt. Der römische Jazzpianist Danilo Rea scheint in besonderer Weise für die Beschäftigung mit dieser nationalen Leidenschaft prädestiniert. Zum einen, weil er am Konservatorium Santa Cecilia in Rom ein klassisches Klavierstudium absolvierte und als Klassiker begann. Zum anderen, weil er sich auch nach seiner Hinwendung zum Jazz weniger an amerikanischen Standards orientiert, sondern am liebsten auf die eigene italienische Musiktradition von der Klassik bis zum Pop zurückgreift – mustergültig vorexerziert auch bei seinem ACT-Debüt «A Tribute to Fabrizio De André».
Rea lebte seit seiner Kindheit in Rom. Sein Debüt als Jazzpianist hatte er 1975 im «Trio di Roma» von Roberto Gatto. Er spielte auch in weiteren Gruppen von Gatto, so in den 1980er Jahren in der erfolgreichen Band «Lingomania» und war auf dessen Alben «Notes» von 1986 und (im Duo) «Improvvisi» von 1989. Im selben Jahr 1989 beteiligte er sich an der Aufführung des «Requiem per Pier Paolo Pasolini» von Roberto De Simone im Theater von San Carlo in Neapel. Als Jazzmusiker spielte er auch mit Musikern wie Chet Baker, Lee Konitz, Phil Woods, Kenny Wheeler, John Scofield und Joe Lovano. In den 1990ern spielte er in der Gruppe «Doctor 3», deren Album «The Tales of Doctor 3» 1998 als bestes italienisches Jazzalbum ausgezeichnet wurde. Danilo Rea spielt nicht nur Jazz, sondern ist auch in der Popmusik aktiv und begleitete Sänger wie Mina, Claudio Baglioni und Pino Daniele. 2007 beteiligte er sich an der Aufführung von «Uomini in frac» der Pop-Jazz Gruppe «Avion Travel». 2004 erhielt er den Django d’Or (Italien) als «Etablierter Musiker».
«Bach is in the air», Danilo Rea, Ramin Bahrami, 2017
«Something in our way» (plays Beatles & Rolling Stones), Danilo Rea, 2015