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Die Zecke in Kürze
- Die Zecke ist ein Spinnentier.
- Die Zecke kommt in verschiedenen Arten in der ganzen Schweiz vor. Der Holzbock («Ixodes ricinus») ist die in der Schweiz am häufigsten auftretende Zeckenart.
- Die Zecke ist besonders im Frühling und Herbst aktiv. Um aktiv zu werden, benötigen Zecken Wärme und Feuchtigkeit.
- Die Zecke lebt vor allem im Unterholz und an Wald- und Wegrändern. Sie steigt von der Bodenschicht auf Pflanzen bis ca. 1,5 m über Boden.
- Der Lebenszyklus der Zecke wird in drei Stadien unterteilt: Larve (sechs Beine), Nymphe (acht Beine) und erwachsene Zecke (acht Beine).
- Um sich entwickeln zu können, benötigen Zecken in allen drei Stadien einmal Blut.
- Die Zecke befällt vorbeistreifende Tiere und Menschen; sie sucht sich dabei eine geeignete Körperstelle.
- Der Stich der Zecke erfolgt schmerzlos. Ist die Zecke fest mit der Haut verbunden, saugt sie während mehrerer Tage Blut.
- Zecken können u. a. die Erreger der Lyme-Borreliose oder/und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen.
Lebensraum der Zecke: So lebt die Zecke
In der Schweiz findet man Zecken bis in Höhenlagen von ca. 2’000 m über Meer. Insbesondere Waldränder, Waldlichtungen, Waldwege und Hecken von Laub- und Mischwäldern mit üppigen Gräsern, Sträuchern und Büschen sowie hohes Gras- und Buschland bilden den bevorzugten Lebensraum der Zecke. Selten vorzufinden sind Zecken dagegen in regelmässig gepflegten Hausgärten und städtischen Parkanlagen, welche nicht in Waldnähe liegen, sowie in reinen Nadelholzwäldern.
Auf niedrig wachsenden Pflanzen (bis max. 1,5 m) warten Zecken auf einen vorübergehenden Wirt und lassen sich von diesem abstreifen. Kleine Nagetiere, Vögel oder grössere Wildtiere wie Hasen und Rehe, Haustiere (Katzen und Hunde) – teilweise auch der Mensch – dienen der Zecke als Wirt.
Entwicklung der Zecke: So wächst die Zecke
In allen drei Stadien (Larve, Nymphe oder erwachsenes Tier) müssen Zecken einmal Blut saugen, um sich entwickeln zu können. Bei Larven dauert dieser Saugvorgang zwei bis drei Tage, bei ausgewachsenen Weibchen beansprucht er sieben bis elf Tage. Das Gewicht der 0,5 bis 6 mm grossen Zecken kann sich dabei bis zum Hundertfachen erhöhen. Das Rostrum, der Rüssel der Zecke, bohrt sich in die Haut und hält sich mittels vieler kleiner, als Widerhäkchen dienenden Zähne, fest. Das Herausziehen gestaltet sich aus diesem Grund schwierig. Wegen einer betäubenden Substanz, welche beim Stich abgesondert wird, bleiben Zeckenstiche häufig unbemerkt.
Die Zecke als Krankheitsüberträger
Zecken können in der Schweiz verschiedene Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Die zwei wichtigsten sind das Bakterium Borrelia burgdorferi, der Erreger der Lyme-Borreliose, und ein Virus, welches die Frühsommer-Meningoenzephalitis (auch Zeckenenzephalitis oder kurz FSME genannt) verursacht.
5 bis 30 Prozent (teilweise sogar bis zu 50 Prozent) der Zecken in der Schweiz sind mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi infiziert. An der Lyme-Borreliose, welche durch dieses Bakterium hervorgerufen wird, erkranken in der Schweiz jährlich schätzungsweise 6’000 bis 12’000 Personen. Rechtzeitig erkannt und mit Antibiotika behandelt, kann in der Regel diese Krankheit vollständig geheilt werden.
Endemiegebiete mit Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen, kommen vorwiegend in der Nordostschweiz, aber auch anderen Schweizer Regionen vor. Etwa 1 Prozent der Zecken in diesen Gebieten trägt das Virus in sich. Jährlich werden zwischen 100 und 250 Fälle von Zeckenenzephalitis registriert, ca. 80 Prozent dieser Patienten müssen im Spital behandelt werden.
Zecken-Risikogebiete in der Schweiz
In der Karte des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) werden die Daten des obligatorischen Meldesystems seit 1984 und die Resultate von Studien zu infizierten Zecken berücksichtigt. Die Gebiete mit Impfempfehlung für die FSME sind rot dargestellt. Die interaktive Karte erlaubt die Suche nach Gemeinde oder Postleitzahl.