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Videos haben seit den Achtzigerjahren Einzug in die Kunst gehalten, ohne dass sie Filme sein wollten. Sie werden in der bildenden Kunst meist als Teil einer Installation verwendet. Die Projektion des Videos ist die künstlerische Aussage, nicht das Video an sich. Deshalb fehlt es Videokunst oft an einer klassischen Erzählung oder Storyline. Vielmehr wird das Video als Medium benutzt, ähnlich wie ein Pinsel oder ein Meißel. Man kann die Videokunst deshalb auch als Malerei mit bewegten Bildern bezeichnen. Videokunst wird auf Fernsehern, kleinen und großen Monitoren und auf Großleinwänden sowie bisweilen auch Häuserwänden gezeigt. Es gibt eine enge Beziehung zum Experimentalfilm, die Grenzen zwischen beiden Genres sind unscharf.
Einer der ersten Videokünstler war der Südkoreaner Nam June Paik, der Fernsehbilder mit einem Magneten so stark verzerrte, dass einen neues Bild entstand. In den Sechzigerjahren folgten einige Künstler seinem Beispiel und versuchten zunächst, bestehende TV-Bilder zu stören und zu verändern.
Erst in den Siebzigerjahren gab es brauchbare Videoausrüstungen, um auch selbst filmen zu können. Dabei stand aber immer auch die Verfremdung im Mittelpunkt des künstlerischen Interesses. Eine Möglichkeit war, die Farben zu verändern, sie zu übersteuern, die Sättigung zu verändern oder dem Bild einen bestimmten Stich zu geben.