Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03555.jsonl.gz/1474

14.7.2017
Professor Zeyaur Khan, der Erfinder der Push-Pull Methode, besuchte Biovision in Zürich und beschrieb die momentanen Herausforderungen dieser agroökologischen Methode, die die Ernten der Bäuerinnen und Bauern wesentlich verbessert.
Khan, der für das Internationale Forschungsinstitut für Insektenphysiologie und Ökologie (icipe) arbeitet, entwickelte Push-Pull in den späten 1990er Jahren (Push-Pull Film). Von Beginn weg gab es Herausforderungen, welche jedoch mit intensiver Forschung gelöst werden konnten. Die Klimaveränderung, die in Sub-Sahara Afrika bereits sehr starke Auswirkungen hat, machte das dürreresistentere Desmodium zu einer wichtigen Kulturpflanze. Bracchiaria erwies sich in den Feldeversuchen als besser gewappnet gegen Dürren als das ursprünglich verwendete Napiergras, das um die Felder herum gepflanzt wird.
Die momentanen Herausforderungen sind Wachstumsstörungen bei Napiergras und der Heerwurm, der in 20 Ländern Afrikas die Ernten vernichtet (siehe auch Videostatement von Khan).
Das erste Problem wurde in enger Zusammenarbeit mit Bäuerinnen und Bauern gelöst, indem resistente Arten gefunden wurden. Erstaunlicherweise schädigt der Heerwurm Push-Pull Felder fast gar nicht. Doch die Wissenschaftler wollen herausfinden, was der Grund dafür ist.
Weitere Herausforderungen werden zweifellos auftauchen, aber Khan und sein Team arbeiten ständig an Lösungen für solche Probleme. Mit der kürzlich durchgeführten Expansion der Push-Pull Methode nach Sambia und Malawi, wird auch die lokale Anpassung sicher noch mehr Forschung benötigen.