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Die Sopranistin Olga Pasichnyk, die in Riwne (Ukraine) geboren wurde und dort auch ihre musikalische Ausbildung in den Fächern Klavier und Musikpädagogik begann, studierte später Gesang am Konservatorium von Kiew und an der Chopin-Akademie in Warschau. In der polnischen Hauptstadt begann sie ihre Laufbahn als Mitglied der dortigen Kammeroper und machte parallel dazu international durch Wettbewerbserfolge auf sich aufmerksam, so bei der Konkurrenz von s’Hertogenbosch (1994), bei der «Mirjam Helin Singing Competition» in Helsinki (1999) und beim «Concours Reine Elisabeth» in Belgien (2000). Seither war Olga Pasichnyk an zahlreichen renommierten Bühnen und Konzerthäusern zu Gast: am Théâtre des Champs-Elysées und der Opéra National de Paris, an der Bayerischen Staatsoper, dem Theater an der Wien oder am Théâtre Royal de la Monnaie, im Amsterdamer Concertgebouw, dem Berliner Konzerthaus und der Salle Pleyel. Ihr Repertoire ist denkbar breit angelegt und erstreckt sich von Monteverdi bis zu den Komponisten der Gegenwart. Werke der Alten der Musik erarbeitet sie vorzugsweise mit den Protagonisten der historisch informierten Aufführungspraxis, darunter Ivor Bolton, Frans Brüggen, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Paul McCreesh, Marc Minkowski oder Trevor Pinnock. Auch ist sie eine gefragte Interpretin polnischer Komponisten, etwa der Werke von Witold Lutoslawski, Krzysztof Penderecki und Karol Szymanowski, in dessen Oper Król Roger sie gerade an der Pariser Opéra Bastille die weibliche Hauptpartie gestaltete. Olga Pasichnyk hat mehr als 40 CDs eingespielt und wurde dafür zwei Mal mit dem «Fryderyk», dem renommierten polnischen Plattenpreis, ausgezeichnet. Ausserdem wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt zur besten Sängerin der Saison 2004/05 gewählt und mit dem Preis der Münchner Opernfestspiele 2006 geehrt.
Mai 2009