Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03265.jsonl.gz/3575

Ektoparasitikum für Katzen
ATCvet: QP53AX65
Zusammensetzung1 Pipette enthält:
Antiox.: E 320, E 321
Excipiens q.s. pro vase
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenFipronil ist ein Insektizid und Akarizid aus der Phenylpyrazol-Familie. Seine Wirkung beruht auf einer Interaktion mit Rezeptoren der Chloridionenkanäle, insbesondere mit solchen, die auf den Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure (GABA) ansprechen. Hierbei kommt es zu einer Hemmung des prä- und postsynaptischen Chloridionenaustausches durch die Zellmembranen. In Folge der gestörten ZNS-Aktivität tritt der Tod der Insekten und Akariden ein.
Pyriproxyfen ist ein Insektenwachstumshemmer (IGR). Es wirkt durch Kontakt. Pyriproxifen imitiert das Juvenilhormon, das das Häuten der Insekten beim Übergang in ein neues Lebensstadium reguliert. Pyriproxifen stoppt den Lebenszyklus des Flohs durch Einleitung einer vorzeitigen Eiablage und durch Unterdrückung der Dotterbildung in Floheiern, was zu einer Produktion infertiler Eier führt. Pyriproxifen blockiert ausserdem die Entwicklung juveniler Stadien (Larven und frühe Puppenstadien) zu adulten Formen. Dies verhindert die Kontamination der Umgebung des behandelten Tieres mit unreifen Flohstadien.
PharmakokinetikSowohl Fipronil als auch Pyriproxifen werden innerhalb eines Tages nach der Applikation gut auf der Haut und im Haarkleid der Katze verteilt. Fipronil wird nach äusserlicher Anwendung hauptsächlich zu Fipronilsulfon metabolisiert, das ebenfalls insektizide und akarizide Eigenschaften besitzt. Die antiparasitäre Wirkung wird vor allem durch Kontakt und weniger durch die systemische Aufnahme vermittelt.
Die Konzentrationen von Fipronil und Pyriproxifen im Haarkleid verringern sich mit der Zeit, sind aber mindestens 84 Tage nach der Applikation nachweisbar. Die Konzentration von Fipronilsulfon blieb unterhalb der Quantifizierungsgrenze von 100 ng/ml nach der Applikation des Produktes.
Die maximalen Plasmakonzentrationen von Fipronil und Pyriproxifen werden rasch innerhalb eines Tages nach Applikation erreicht. Die Plasmakonzentrationen nehmen mit der Zeit wieder ab, und sind bei der Katze bis zu 3 Tage für Fipronil resp. 42 Tage für Pyriproxifen nach der Applikation nachweisbar. Die Konzentration von Fipronilsulfon blieb unterhalb der Quantifizierungsgrenze von 100 ng/ml nach der Applikation des Produktes.
IndikationenBei Katzen und Katzenwelpen (Mindestalter 10 Wochen; Mindestgewicht 1 kg): Gegen Flohbefall, allein oder in Verbindung mit Zeckenbefall.
Flöhe (Ctenocephalides felis):
Zecken (Ixodes ricinius, Rhipicephalus turanicus):
Die empfohlene Minimaldosierung beträgt 8.3 mg/kg Fipronil und 10 mg/kg Pyriproxifen.
Der Mindestabstand zwischen zwei Behandlungen beträgt 4 Wochen.
Art der Anwendung:Nehmen Sie die Pipette aus dem Blister. Halten Sie die Pipette senkrecht. Klopfen Sie an den engen Teil der Pipette, damit sich der Inhalt im Hauptteil der Pipette befindet. Knicken Sie die Verschlusskappe der Pipette entlang der markierten Linie ab.
Scheiteln Sie das Fell im Nackenbereich vor den Schulterblättern, bis die Haut sichtbar wird. Setzen Sie die Pipettenspitze direkt auf die Haut und drücken Sie die Pipette mehrmals sanft, um den Inhalt an einer oder zwei gesunden Hautstellen zu entleeren. Ein Ablaufen oder eine mehr oberflächliche Anwendung auf dem Fell ist zu verhindern.
Drop-Stop System: (der Inhalt wird nur durch Drücken des Hauptteils der Pipette entleert)
ÜberdosierungIn Verträglichkeitsstudien wurden bei 10 Wochen alten Katzenwelpen, die mit der 5fachen der maximal empfohlenen Dosis dreimal im Abstand von 4 Wochen und mit der maximal empfohlenen Dosierung sechsmal im Abstand von 4 Wochen behandelt wurden, keine unerwünschten Arzneimittelwirkungen beobachtet.
Das Risiko von unerwünschten Wirkungen kann jedoch im Falle einer Überdosierung steigen, deshalb sollten Tiere entsprechend ihres Körpergewichts immer mit der korrekten Pipettengrösse behandelt werden.
Anwendungseinschränkungen
KontraindikationenNicht anwenden bei Welpen im Alter unter 10 Wochen und/oder mit einem Körpergewicht unter 1 kg, da hierfür keine Untersuchungen vorliegen.
Nicht bei Kaninchen anwenden, da es zu Unverträglichkeiten, unter Umständen auch mit Todesfolge, kommen kann.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe oder einem der übrigen Bestandteile.
VorsichtsmassnahmenEs ist wichtig darauf zu achten, dass das Tierarzneimittel an einer Stelle appliziert wird, die das Tier nicht ablecken kann und sicherzustellen, dass sich behandelte Tiere nicht gegenseitig belecken können.
Dieses Tierarzneimittel kann Schleimhaut- und Augenreizungen verursachen. Deshalb jeden Kontakt mit Mund und Augen vermeiden.
Das Tierarzneimittel nicht auf Wunden oder Hautläsionen anwenden.
Die Verträglichkeit des Tierarzneimittels bei kranken und geschwächten Tieren wurde nicht untersucht.
Der Einfluss von Baden/Shampoonieren auf die Wirksamkeit des Tierarzneimittels bei Katzen wurde nicht untersucht. Wenn die Katze shampooniert werden muss, ist es besser, dies vor der Behandlung zu tun.
Es kann auch bei behandelten Tieren zum Ansaugen einzelner Zecken kommen. Unter ungünstigen Bedingungen kann daher eine Übertragung von Infektionskrankheiten nicht völlig ausgeschlossen werden.
Sobald die Zecken abgetötet sind, fallen sie im Allgemeinen vom Tier ab, verbleibende Zecken sollten mit sanftem Zug entfernt werden. Es sollte dabei sichergestellt werden, dass nicht Teile des Mundwerkzeugs in der Haut verbleiben.
Tiere und Anwender, von denen eine Überempfindlichkeit gegen Insektizide oder Alkohol bekannt ist, sollten nicht in Kontakt mit dem Arzneimittel kommen.
Anwendung während der Trächtigkeit und LaktationLaboruntersuchungen mit Fipronil und Pyriproxifen ergaben keine Hinweise auf teratogene oder embryotoxische Wirkungen. Es wurden keine Studien mit diesem Tierarzneimittel an tragenden oder säugenden Katzen durchgeführt. Daher sollte die Anwendung während der Trächtigkeit oder Laktation nur nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt erfolgen.
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
Vorübergehende kosmetische Effekte wie ein nasses Aussehen oder leichte Schuppenbildung können an der Applikationsstelle auftreten.
Nach Ablecken kann vorübergehend vermehrter Speichelfluss auftreten, hauptsächlich verursacht durch die Trägerstoffe.
Die gesammelten Erfahrungen mit Spot-on Präparaten mit den beiden Wirksubstanzen zeigen, dass vorübergehende Hautreaktionen an der Applikationsstelle (Schuppenbildung, lokaler Haarausfall, Juckreiz, Erythem, Hautverfärbung) sowie generalisierter Juckreiz oder Haarausfall auftreten können. In Ausnahmefällen wurden auch Speicheln, reversible neurologische Erscheinungen (Überempfindlichkeit, Depression, nervöse Symptome), Atemprobleme oder Erbrechen beobachtet.
WechselwirkungenKeine bekannt.
Sonstige HinweiseFlöhe von Heimtieren verseuchen oft Körbchen, Liegedecken und gewohnte Ruheplätze wie z.B. Teppiche und Polstermöbel, die mitbehandelt werden sollten, besonders bei starkem Befall und zu Beginn der Bekämpfung. Hierfür bieten sich geeignete Insektizide und regelmässiges Staubsaugen an.
Die alkoholische Trägerlösung kann bestimmte Materialien, z.B. bemalte, lackierte oder andere Oberflächen oder Möbel angreifen.
Nicht über 30°C in der Originalverpackung lagern, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Trocken lagern. Das Präparat darf nur bis zum auf dem Behälter mit 'EXP' bezeichneten Datum verwendet werden.
Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Vorsichtsmassnahmen für den Anwender:Dieses Tierarzneimittel kann neurotoxische Symptome verursachen.
Das Präparat kann schädlich sein, wenn es versehentlich geschluckt wird.
Kontakt mit Haut und Mund vermeiden.
Eine Einnahme, einschliesslich Hand-zu-Mund-Kontakt ist zu vermeiden.
Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Bis die Applikationsstelle trocken ist, sollten behandelte Tiere nicht berührt werden und Kinder sollten nicht mit behandelten Tieren spielen. Es wird daher empfohlen, die Tiere nicht während des Tages, sondern am frühen Abend zu behandeln. Frisch behandelte Tiere sollten nicht bei den Besitzern, insbesondere bei Kindern, schlafen.
Die Pipetten bis zur Verwendung in der Originalverpackung aufbewahren und gebrauchte Pipetten sofort entsorgen.
Bei versehentlichem Hautkontakt diese mit Wasser spülen.
Bei versehentlicher Einnahme sofort ärztlichen Rat aufsuchen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzeigen.
Vorsichtsmassnahmen für die Umwelt:Fipronil und Pyriproxifen können im Wasser lebende Organismen schädigen. Deshalb dürfen Teiche, Gewässer oder Bäche nicht mit dem Tierarzneimittel oder leeren Behältnissen verunreinigt werden.
PackungenFaltschachteln mit 4 und 24 Pipetten.
Informationsstand: 10/2015
Dieser Text ist behördlich genehmigt.