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Inhalt
Gemeinsame Entwicklung des Gebiets Lätten
Das Gebiet Lätten befindet sich auf der östlichen Seite der Autobahn A3. Zurzeit als Reservezone im Nutzungsplan definiert, ist das Lätten im regionalen Richtplan als Siedlungsgebiet mit hoher baulicher Dichte eingetragen. Die Stadt Adliswil möchte dieses Gebiet zusammen mit der Eigentümerschaft langfristig entwickeln.
Eine Machbarkeitsstudie, welche im Auftrag der Stadt Adliswil letztes Jahr erstellt wurde, hat gezeigt, wie das Areal genutzt werden könnte. Ein wesentlicher Aspekt sind dabei die bestehenden Lärmemissionen entlang der Autobahn. Die Studie kommt zum Schluss, dass eine reine Wohnnutzung im Gebiet Lätten nicht realistisch ist, da heute die Lärmgrenzwerte grossflächig über den Perimeter hinaus überschritten werden. Hierzu wurden entsprechende Lärmberechnungen durchgeführt. Die Studie konnte aber auch aufzeigen, dass eine bauliche Entwicklung grundsätzlich möglich ist. Mit der zweckmässigen Anordnung von Gewerbe- und Wohnbauten, allenfalls in Zusammenhang mit weiteren Lärmschutzmassnahmen entlang der Autobahn, kann die heutige Lärmsituation für die Wohnquartiere in der Stadt Adliswil, der Gemeinde Kilchberg und der Stadt Zürich wesentlich verbessert werden. Direkt beim Autobahnzubringer Wollishofen gelegen, ist das Gebiet zudem attraktiv für produzierendes Gewerbe. Die situationsgerechte Erschliessung des Areals könnte über eine Anbindung an den Zwängiweg erfolgen, wobei die entsprechende Verkehrssituation auf dem angrenzenden Verkehrsnetz mitgeplant werden muss. Die Ansiedlung von Gewerbebauten entlang der Autobahn könnte einen Lärmriegel schaffen, damit östlich davon Wohnliegenschaften erstellt werden können. Im Rahmen der Gebietsentwicklung Lätten kann eine bessere Quartierversorgung (z.B. mit einem Laden für den täglichen Bedarf) sowie die direkte Anbindung an das übrige städtische Siedlungsgebiet erfolgen.
Mittels eines Masterplanverfahrens soll eine für alle Beteiligten attraktive Lösung gefunden werden. Es ist vorgesehen, 2019 drei Workshops durchzuführen. Als Schlussprodukt wird ein konkretes städtebauliches Zielbild unter Berücksichtigung der Aspekte Nutzung, Freiraum, Verkehr und Lärm resultieren. Das Ergebnis dient als Grundlage für den weiteren Planungsprozess.
Eine Begleitkommission aus Mitgliedern der Stadt Adliswil, der Stadt Zürich, der Gemeinde Kilchberg, der Eigentümerschaft und einer Anrainervertretung, sowie aus Fachleuten von Verkehrsplanung, Städtebau und Landschaftsarchitektur, werden zusammen mit einem Planerteam aus verschiedenen Disziplinen eine Bestlösung erarbeiten. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sowie der Prozess für das weitere Vorgehen wurden bereits mit Vertretern des Kantons abgesprochen und werden von diesen unterstützt.