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Drei Männer wegen gewerbsmässigen Betrugs vor Gericht
Vor dem Bundesstrafgericht beginnt heute Montag der Prozess gegen drei Schweizer wegen gewerbsmässigen Betrugs. Sie arbeiteten einst für den Millionenbetrüger Ulrich Engler.
Drei Schweizer Bürger müssen sich vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona wegen gewerbsmässigen Betrugs in Millionenhöhe verantworten. Sie sollen massgeblich daran beteiligt gewesen sein, ein als Schneeballsystem konzipiertes Vertriebssystem für Kapitalanlagen aufgebaut zu haben. Versprochen wurden Traumrenditen.
Die Vorfälle gehen auf die Jahre 2005 bis 2007 zurück. Die Beschuldigten köderten damals Anleger aus der Schweiz, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein für das so genannte Daytrading-System des deutschen Staatsbürger Ulrich Engler, der in Florida ein betrügerisches System aufgebaut hatte und dort in Saus und Braus lebte. Dessen PCO-Gesellschaften waren ein Scheingebilde.
Ulrich Engler war im Juli 2012 in den USA nach fünfjähriger Flucht verhaftet worden und geständig. Die Schadenssumme betrug über 100 Millionen Dollar. Das Landgericht Mannheim verurteilte den Anlagebetrüger im März 2013 zu acht Jahren und sechs Monaten Gefängnis. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Engler von den USA aus Anleger um gewaltige Millionenbeträge geprellt hatte.
Rund 1300 Anleger vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren auf Engler hereingefallen. Der Spiegel bezeichnete den mittlerweile 56-jährigen Engler als einen der abgebrühtesten Anlagebetrüger Europas.
Für die Hauptverhandlung vor Bundesstrafgericht, welche die Schweizer Ausläufer dieses Betrugsfalls aufarbeitet, sind acht Verhandlungstage vorgesehen. Die Urteilseröffnung ist für den 29.November anberaumt.