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Noch stehe genügend Butter zur Verfügung, schreibt die BOM in einer Mitteilung. Damit die Versorgung mit Butter über das ganze Jahr gesichert bleibt, sollten in der Schweiz Ende April 4000 bis 5000 Tonnen Butter in den Tiefkühllagern liegen, es sind derzeit aber nur rund 1500 Tonnen. Deshalb hat die BOM in dieser Woche dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ein Gesuch für den Import von 1000 Tonnen gestellt. Zum Vergleich führt die BO Milch an, dass in der Schweiz pro Jahr rund 43‘000 Tonnen Butter verkauft würden.
Der Entscheid für ein Importgesuch sei nicht leichtgefallen, so die Branchenorganisation. Auch sie hätte lieber Butter aus einheimischer Produktion. Doch das Angebot an Milchfett sei knapp, Preiserhöhungen im Schweizer Buttermarkt deswegen zu erwarten. Der Entscheid für Butterimporte sei in der BOM nur möglich gewesen, weil man sich gleichzeitig auf ein System für die Weitergabe des Mehrwerts, der aus dem höheren Marktpreis für Butter entstehen wird, einigen konnte, heisst es in der Mitteilung. Die betroffenen Milchlieferanten können von einer Preiserhöhung pro Kilogramm Milch zwischen 0,6 bis 1,0 Rappen profitieren.
Der SBV erachtet den Entscheid der BOM als komplett unverständlich und als No-Go, schreibt er in einer Mitteilung. Butterimporte seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht angezeigt, da die Butterlager in den letzten Wochen gewachsen seien. Die in Aussicht gestellte Erhöhung der Produzentenpreise auf Juli sei zudem ungenügend.