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Winterstürme entstehen im Zusammenhang mit intensiven Tiefdruckgebieten. In Mitteleuropa steigt die Häufigkeit von Sturmereignissen in Perioden mit hoher atlantischer Zyklonenaktivität. Die Häufigkeit der starken Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik hat seit den 1930er Jahren zugenommen. Als Folge der Klimaänderung sagen viele Modellrechnungen eine Zunahme der Zyklonenaktivität im östlichen Nordatlantik und über Westeuropa voraus. In Westeuropa werden intensivere Stürme als mögliche Entwicklung eingestuft.
Die globale Klimaänderung könnte die Wahrscheinlichkeit der Voraussetzungen für die Entstehung von extremen Winterstürmen verändern. So wird zum Beispiel praktisch einhellig eine Zunahme des Wasserdampfs in der Atmosphäre vorausgesagt, was sich verstärkend auf Intensität und Häufigkeit von Sturmtiefs auswirken kann.
Viele Studien mit globalen Klimamodellen sagen voraus, dass die Zyklonenaktivität im östlichen Nordatlantik und über Westeuropa zunehmen wird. Die verantwortlichen physikalischen Prozesse sind jedoch noch nicht klar. So bleibt unbeantwortet, ob die Zyklonenaktivität wegen einer erhöhten Häufigkeit oder einer erhöhten Intensität von Tiefdruckgebieten zunimmt.
Quelle: OcCC (Hrsg.), 2003. Extremereignisse und Klimaänderung. Bern.