Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03586.jsonl.gz/937

Von den Novemberunruhen zum Landesstreik
Datum
Uhrzeit
Der Landesstreik vom November 1918 war nicht der Ausgangs- oder der Endpunkt, sondern der Mittelpunkt einer ganzen Reihe von Demonstrationen, Streiks und Ausschreitungen, welche die Schweiz am Ende des Ersten Weltkriegs erschütterten. Schon die Novemberunruhen von 1917 hatten zu mehreren Toten, zahlreichen Schwerverletzten und der ständigen Präsenz von Ordnungstruppen in Zürich geführt. Mit dem Landesstreik 1918 und den Generalstreiks in Basel und Zürich 1919 setzten sich die gewaltsamen Auseinandersetzungen weiter fort.
Ausgehend von diesen Ereignissen werden im Referat zentrale Probleme der schweizerischen Kriegswirtschaft im Ersten Weltkrieg thematisiert. Gemeinsam mit den ungenügenden Massnahmen der Behörden und den teilweise hohen, zunehmend als störend empfundenen Kriegsgewinnen der Unternehmen bereiteten sie den Boden für die Streiks und Demonstrationen. Gleichzeitig werden die zentralen Forderungen der Streikenden dargestellt, welche die Politik der SP zum Teil noch während Jahrzehnten prägen sollten.
Mit Roman Rossfeld, Koordinator des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Forschungsprojekts «Krieg und Krise: Kultur-, geschlechter- und emotionshistorische Perspektiven auf den schweizerischen Landesstreik vom November 1918» an der Universität Bern und Mitherausgeber von «14/18: Die Schweiz und der Grosse Krieg», Baden 2014.