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WERDOHL (awp international) - Der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh hat nach einer längeren Durststrecke wieder einen bedeutenden Auftrag aus China bekommen. Vossloh habe für seine Schienenbefestigungssysteme für Hochgeschwindigkeitsstrecken vom chinesischen Eisenbahnministerium eine Order im Gesamtvolumen von rund 140 Millionen Euro erhalten, teilte das Unternehmen am Montag in Werdohl mit.
Die notwendigen Verträge würden innerhalb der nächsten Wochen unterzeichnet. Vossloh soll demnach den grössten Teil der Strecke Lanzhou-Urumqi im Nordwesten Chinas ausrüsten. Die Schienenbefestigungen sollen im Wesentlichen im Jahr 2011 geliefert werden. Die im MDax notierte Aktie kletterte nach der Veröffentlichung des Auftrags um mehr als zwei Prozent nach oben.
In der Vergangenheit hatten die Sauerländer eine ganze Reihe lukrative Geschäfte mit den Chinesen gemacht und beispielsweise zwei Grossaufträge für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes ergattert. Seit Ende vergangenen Jahres konnte Vossloh dort aber keinen bedeutenden Auftrag mehr für sich an Land ziehen.
Im Frühjahr hatte Vossloh-Vorstandschef Werner Andree noch gesagt, dass er für Mitte des Jahrzehnts mit einem deutlichen Rückgang bei den Aufträgen aus China rechnet. Dann seien die hohen Investitionen in den Aufbau des dortigen Hochgeschwindigkeitsnetzes abgearbeitet. Das sei aber kein Grund zur Panik. Abgesehen davon, dass China angesichts der Grösse des Schienennetzes ein attraktiver Markt für Ersatzinvestitionen bleibe, "werden wir uns mit neuen Märkten befassen müssen"./stb/ang/tw
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