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Japanischer Überraschungssieger in Boston
Yuki Kawauchi durchbrach bei starkem Wind, strömendem Regen und nur vier Grad Celsius eine lang währende afrikanische Dominanz. Der 31-Jährige beendete als erster Japaner seit Toshihiko Seko (1987) das Rennen der Männer am schnellsten.
Kawauchi distanzierte in 2:15:54 Stunden den zweitklassierten Marathon-Weltmeister von London 2017, Geoffrey Kirui aus Kenia, um fast zweieinhalb Minuten. Mit Ausnahme von Meb Keflezighi, der gebürtige Eritreer startete 2014 bei seinem Sieg für Amerika, triumphierten in Boston seit 17 Jahren ausschliesslich Läufer aus Afrika.
Bei den Frauen sorgte Desiree Linden für einen Heimsieg. Die 34-Jährige setzte sich mit einer Zeit von 2:39:54 Stunden durch. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Sarah Sellers aus den USA (2:44:04) und die Kanadierin Krista Duchene (2:44:20). Vor Linden war es Lisa Larsen Weidenbach, die im Jahr 1985 als bislang letzte einen Heimsieg in Boston feiern konnte.
Hugs vierter Sieg in Serie
Im Rollstuhlrennen der Männer setzte sich Marcel Hug bereits zum vierten Mal in Folge durch. Der von der Laureus Stiftung zum Behindertensportler des Jahres gewählte Thurgauer absolvierte die Strecke in 1:46:26 Stunden - seit 31 Jahren war kein Sieger im Rollstuhlrennen langsamer. Bei den Frauen schaffte es Sandra Graf (2:26:32) als Dritte aufs Podest.