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Krämerei (1935). Seebacherstrasse 25. 1950 wohnte er am Buhnrain 1 im alten Schulhaus. Das Ladengeschäft soll aber in einem der beiden alten Häuschen unterhalb der Kirche gewesen sein. Er war gelernter Spengler. Im Nebenamt zusätzlich noch Sigrist. Er betrieb einen kleinen Mercerie-Bonneterie- & Spezereiwarenladen, welchen er offenbar von seinem Vater übernehmen konnte. Im damaligen Dialekt hiess das Gänggeliwarenladen, was vom französischen Quincaillerie abgeleitet ist.
Um zu überleben, arbeitete Ernst Rubli noch zeitweise in seinem Beruf und betrieb den Laden nebenher, was nebst der Wirtschaftskrise und dem nachfolgenden 2. Weltkrieg kaum anders ging. Dementsprechend war sein Sortiment nicht mehr so breit angelegt, wie bei seinem Vater. Es war vielmehr abenteuerlich zusammengesetzt. Dazu zählte alles zum Nähen und Stricken im weitesten Sinne, dann Fasnachtszeug, Feuerwerk (damals vor allem Chäpsli), aber auch Zältli und Kaugummi. Hier hatte er etwas weniger Konkurrenz. Zum Teil lag die Ware dennoch Jahre lang im Verkaufgestell, was sich aber nur bei den Schleckwaren gelegentlich etwas unangenehm bemerkbar machte.
Sein Umsatz war eher gering, doch lebte er mit seiner Frau sehr bescheiden und so konnten die beiden vom Erwerb leben. Da er seine Waren auf recht abenteuerliche Weise beschaffte und anscheinend die EPA in Ã?rlikon zu seinen «Lieferanten» zählte, trug er auch den vornehmen Ã?bernamen «Père dÂ?Epa».
Die Sache mit dem Lieferanten EPA ging so: Wenn ihm wichtige Artikel im Sortiment ausgingen und sein offizieller Lieferant nicht sofort liefern konnte, dann ging seine Frau per Velo nach Ã?rlikon in die EPA und kaufte dort das Fehlende günstig ein. Im Laden war dann der Preis einfach ein bisschen höher als bei der EPA.
Seine Frau sah man oft auf der Treppe sitzen und Socken stricken, die ebenfalls in den Verkauf kamen und recht beliebt waren. Der Laden soll noch bis in die 1940er Jahre hinein in Betrieb gewesen sein. Bei Festveranstaltungen, speziell auf der nahen Buhn, hatte er regelmässig einen Verkaufsstand und damit auch Gelegenheit, gewisse Ladenhüter loszuwerden.
Quellen: - Albert Bader - Ernst Benninger - Hans Rathgeb