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TCS MyMed
Autore: Mediscope
Man versteht unter einer Thrombose die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Blutgefäss und die dadurch hervorgerufene Einengung bzw. Verstopfung dieses Gefässes.
Am häufigsten sind die tiefen Bein- und Beckenvenen betroffen. Durch Verschleppung des Thrombus droht eine Lungenembolie, die im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Risikofaktoren sind u.a. langes Sitzen (lange Flugreisen oder Busreisen, auch Reisethrombose genannt), Krampfadern, eine erhöhte Blutgerinnungsneigung nach einer Operation oder Entbindung oder eine vererbte Gerinnungsstörung (Thrombophilie).
Für die Entstehung einer Beinvenenthrombose müssen im Allgemeinen verschiedenen Faktoren zusammen kommen. Dazu gehören:
Oberflächliche Thrombosen:
Zur Diagnose einer Beinvenenthrombose oder einer Lungenembolie werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Eine Thrombose ist eine Notfalldiagnose und muss so schnell wie möglich behandelt werden. Die Behandlung richtet sich nach Ort und Grösse der Thrombose und hat als oberstes Ziel die Wiederherstellung des Blutdurchflusses.
Medikamente: Blutverdünnung mit Heparin plus Vitamin-K-Antagonisten (orale Blutverdünnung, sog. Antikoagulation). Dauer der Therapie: Mindestens 3-6 Monate.
Für die Lungenembolie gilt die gleiche Behandlung. Bei grossem Thrombus (Embolus) in einer grossen Lungenarterie ist eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig. Diese Situationen könne lebensbedrohlich sein. Neben kreislaufunterstützenden Massnahmen ist unter Umständen eine Thrombusauflösung (Thormbolyse) oder operativ eine Eröffnung des verstopften Gefässes (Thrombektomie) oder eine Überbrückung des geschlossenen Gefässabschnittes durch einen Venenbypass notwendig. Bei stattgefundener Lungenembolie muss länger blutverdünnt werden.
Bilden sich trotz Medikamenten immer wieder Thromben, kann das Einbringen eines Siebes (Cava-Schirm) verhindern, dass die Thromben in die Lungen gelangen.
Nach einer Operation ist eine möglichst schnelle Mobilisation notwendig.
Zusatz-Behandlung der akuten Lungenembolie (stationär): Bettruhe, Schmerzbekämpfung, Sauerstoffgabe.
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