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Issue 3
Tennis
SFr.15.00 On Sale
«Deliciously smart… a game-set-match of literary bona fides» — The New York Times T Magazine
«A rare tennis magazine with taste» — i-D
Hier ist der Eröffnungsabsatz von RACQUET’s Issue 3 Coverstory:
To be in the backseat of a car, the cyanotype night on some minor highway, and pass at a distance of one or two hundred yards a rectangle of total green under pooled white lights is to see North American heaven. A community baseball field, a high school football field. A tennis court, occasionally. Say you’re a tennis-playing child from an oil town in Siberia where there are no courts, and no oranges, and in photographs of home it’s always snowing or sleeting or for another reason it’s gray. Around the age of 6, having first picked up a secondhand racket on the clay courts in Sochi, off the Black Sea, you arrive in Bradenton, Florida, home of Tropicana Products and IMG’s Bollettieri tennis academy. Will you ever get over it, the way the green lies shining against the dark? Maria did not. Maria Sharapova was, for a brief lambent time between 2004 and 2006, when she was 17 and 18 and 19, the best female tennis player on grass.
Und nicht nur das: Sharapova war zwischen 2005 und 2015 die bestbezahlte lebende Sportlerin überhaupt, und gilt immer noch als die Reichste der Geschichte. Gleichzeitig haftet ihr ein Image an, dass keiner gegen sein eigenes tauschen will: Die Ivanka Trump des Tennis, die schamlose Promoterin, die nur aufs Geld aus ist, die Eiskönigin. Während die Nike Werbung von Tennis Nummer 1 Serena Williams mit Wörtern wie “legendär” oder “kämpferisch” unterlegt, läuft im Maria-Ad des gleichen Sportschuhgiganten im Hintergrund der Song “I feel pretty”. Seit dem 7. März 2016 ist Maria Sharapova vor allem eines: Die Doperin. Paris hat ihr die Wild Card für ihre Rückkehr für Roland Garros verweigert, und auch Wimbledon macht ihr den Gefallen nicht.
Für jeden, der sich für Tennis interessiert, ist die Sharapova-Story eine der wichtigsten der letzten zehn, vielleicht gar zwanzig Jahre. Und in Sachen Tennis-Journalismus ist RACQUET derzeit das einzige Tennismagazin, das sowas stemmen kann. Dass sie Sarah Nicole Prickett auf Sharapova angesetzt haben, ist gleichzeitig ein cleverer Move: Prickett hat die Aussensicht auf Tennis, sie ist Founding Editor des ADULT Magazine und schrieb bisher in anderen journalistischen Ecken: Dazed & Confused, Artforum, n+1, New York Times Style Magazine. Mit jemandem wie Prickett auf der Byline zieht RACQUET nicht nur die Tennisfanatiker, sondern auch alle Laien auf seine Seiten, die eine Geschichte zum Aufstieg und Fall eines Ausnahmetalents lesen wollen.
Es ist RACQUET’s grösste Story bisher, und nach vielen Komplimenten aus der Magazinwelt (New York Times T Magazine, i-D), fassen sie nun mit Issue 3 vielleicht auch in der breiteren Tenniswelt Fuss. Zeit dafür wär’s: Sie sind so ziemlich die einzigen im Tennisjournalismus, die noch etwas wirklich Interessantes zu erzählen haben, oder sich trauen, jemanden wie Sharapova kritisch in die Mangel zu nehmen. Wenn wir darauf wetten würden, wo der nächste Tennisessay à la David Foster Wallace publiziert wird, gibt’s für uns momentan nur ein Name: RACQUET.
Sprache: Englisch