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Das Vallée de Joux, eine zwischen jurassischen Bodenfalten abgegranzte geographische Entität, diejedoch auch willkürlich durch eine schon im 12. Jahrhundert errichtete Grenze unterbrochen wurde, verfügt über kurz oder lang über unleugbare Trümpfe.
Was heute Vorteile sind, waren seinerzeit Handicaps und Zwang. Seine Lage als geschlossenes Becken auf über 1000 M. Höhe und der Mangel an Verkehrsmitteln waren der Grund, weshalb die Besiedlung langsam und mühsam und spät voranging. Das Klosterzeitalter öffnet den Weg der ersten Siedler und einiger Familien, die sich an diesem Wurzelplatz niederlassen.
Pest, Hungersnot, Brände und Naturkatastrophen verschonen diese ersten Siedler nicht. Schwierigkeiten jeder Art veranlassen diese zur Überlegung und Findigkeit. Zum Beispiel: der Brand, der im Jahre 1705 den grössten Teil der Wälder zerstörte. Er wurde von der Bevölkerung als das grösste Unheil angesehen, vor allem von der Gemeinde Chenit, deren Bewohner am meisten betroffen waren, da sie von der Arbeit des Holzes dieser Wälder lebten.
Obwohl es einerseits ein Unheil war, führte es später zum Guten, denn durch dieses Geschehen wurden alle Bewohner, die ausschliesslich vom Holz lebten, gezwungen, andere Mittel zur Lebensexistenz zu finden.
Mehrere Personen, speziell unter den Jungen, zeigte eine Neigung für Kunst und Berufe ...Darunter befanden sich sogar einige, die anfingen, Uhren aus Holz zu fabrizieren. Auf diese Weise entwickelten sich nach und nach die Talente. Man lernte Uhren oder Pendülen aus Eisen und Messing zu fabrizieren, Waffen zu reparieren, Spangen zu machen,Schlösser, Messer, usw.
Doch wo befinden sich die Wurzeln dieser glänzenden Industrie, deren Meisterwerke man noch heute bewundert?
Die Uhrmacherkunst des Vallée de Joux liegt fast drei Jahrhunderte zurück. Sie ist die Fortsetzung der Eisenindustrie, welche seit uralten Zeiten durch Nagelschmiede, Schlosser, Messerschmiede und sogar Waffenschmiede vertreten war. Diese Schmiede verübten ihre Tätigkeit, die unentbehrlich ist als Parallel zu den mageren Produkten eines kargen Bodens.
Auch die von den Comiers erlernte Fingerfertigkeit für präzise und wiederholte Bewegungen beim Schneiden der Facetten der Edelsteine und gefärbten Gläser, eine Steinindustrie, die anfangs des 18. Jahrhunderte von Joseph Guignard im Lande Gex eingeführt wurde, begünstigte das Aufblühen der Uhrmachertalente.
Auf diese Weise gewannen die wirtschaftlichen und touristischen Entwicklungen an Wichtigkeit, was uns erlaubt, heute die Resultate zu bewundern.