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Die Prävalenz gestörten Essverhaltens und Essstörungen im Leistungssport ist hoch und wird für weibliche Elite-Athleten mit bis zu 45% und für männliche mit bis zu 19% angegeben. Die Risikofaktoren für die Entwicklung einer Essstörung im Sport können eingeteilt werden in allgemeine, sportspezifische und geschlechtsspezifische Risikofaktoren. Im Leistungssport wird unterschieden zwischen «klassischen» Essstörungen nach ICD-10 oder DSM-5 und sportspezifischen Phänotypen gestörten Essverhaltens wie Anorexia athletica und Muskeldysmorphie. Psychiatrische Komorbiditäten im Kontext eines gestörten Essverhaltens im Sport sind psychotische Störungen, das Übertrainingssyndrom und die Sportsucht. Das vorhandene Punktesystem zur Risikostratifizierung und Entscheidungsfindung hinsichtlich Sportteilhabe, Abstand und «Return-To-Play» der Konsenserklärung der Triade Koalition sollte in der klinischen Tätigkeit Verwendung finden.