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Im Jahr 2021 haben die verschiedenen Wirtschaftssektoren insgesamt 24,6 Milliarden Franken für F+E-Aktivitäten in der Schweiz aufgewendet. Dies entspricht seit 2019 einem durchnittlichen jährlichen Anstieg von 4%. Ungeachtet der von der Covid-19-Pandemie verursachten aussergewöhnlichen Umstände setzt sich der seit der Jahrtausendwende beobachtete Aufwärtstrend somit fort. Die F+E-Intensität, die dem Verhältnis zwischen Intramuros-F+E-Aufwendungen und Bruttoinlandprodukt entspricht, erreichte 2021 mit 3,4% einen neuen Höchststand und zeigt damit, welche Bedeutung die Schweiz den F+E-Aktivitäten beimisst. Sie belegt im internationalen Vergleich in Bezug auf die F+E-Intensität den 4. Platz hinter Israel (5,6%), Südkorea (4,9%) und den USA (3,5%).
Privatwirtschaft und Hochschulen sind die wichtigsten F+E-Sektoren
Die Hochschulen und Privatunternehmen leisten die grössten Beiträge zur Forschung in der Schweiz. 96% der im Inland durchgeführten F+E-Aktivitäten entfallen auf diese beiden Sektoren. 2021 wendeten die Hochschulen etwas mehr als 6,9 Milliarden Franken für F+E auf. Dies entspricht 28% des Totals.
Die Privatwirtschaft wendete im gleichen Jahr 16,8 Milliarden Franken für F+E auf, was 68% der Gesamtsumme entspricht. Die beiden verbleibenden Sektoren, d. h. der Bund und die Privaten Organisationen ohne Erwerbszweck (POoE), spielen bei der F+E-Durchführung nur eine marginale Rolle. Sie steuerten 231 bzw. 642 Millionen Franken bei, was zusammen rund 4% der Gesamtsumme ausmacht.
Die F+E-Aufwendungen sind zwischen 2019 und 2021 in allen Sektoren etwa gleich stark gewachsen. Sie nahmen im Jahresmittel zwischen 2% und 4% zu.
Staat leistet grossen Beitrag an die Hochschulforschung
Der Staat, d. h. Bund und Kantone, spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der in der Schweiz betriebenen F+E. Er unterstützt die Forschung mit 6,6 Milliarden Franken (27% der Gesamtaufwendungen), wobei ein Grossteil davon an die Hochschulen geht. Gegenüber 2019 hat dieser Betrag um jährlich 3% zugenommen. Gleichzeitig finanziert der Staat auch internationale Forschungsprogramme und -projekte. 2021 sind allerdings deutlich weniger Mittel in die im Ausland durchgeführte F+E geflossen als 2019. Die entsprechenden Aufwendungen verringerten sich im Durchschnitt um 41% pro Jahr. Dieser Rückgang ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Zahlungen an die Europäische Kommission für das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon Europe» eingestellt wurden.
Die Privatwirtschaft stellte 2021 insgesamt 16,2 Milliarden Franken für F+E-Aktivitäten in der Schweiz zur Verfügung, was zwei Drittel der Gesamtaufwendungen entspricht. Davon flossen 15,4 Milliarden in ihren eigenen Sektor. Die Unternehmen bringen auch erhebliche Mittel für die Forschung im Ausland auf (2021: 7,1 Milliarden Franken). Diese sind hauptsächlich für ihre Zweigunternehmen im Ausland bestimmt.
Das F+E-Personal besteht mehrheitlich aus Forschenden
2021 beteiligten sich in der Schweiz nahezu 140'000 Personen an F+E-Aktivitäten. Ihre Zahl ist somit seit 2019 um durchschnittlich 2% pro Jahr gewachsen. In Vollzeitäquivalenten (VZÄ) waren etwas mehr als 90 800 Beschäftigte in der F+E tätig, davon entfielen 57% auf Forschende. Die Mehrheit des F+E-Personals arbeitet im Hochschulsektor (54%). In VZÄ beschäftigen hingegen die Privatunternehmen das meiste F+E-Personal. Diese unterschiedliche Verteilung ist darauf zurückzuführen, dass in der Privatwirtschaft im Durchschnitt mehr Zeit für F+E-Aktivitäten aufgebracht wird.
Etwas mehr als ein Drittel der Stellen in der F+E ist von Frauen besetzt (36%). Da die Anzahl Frauen in den letzten Jahren etwa gleich stark angestiegen ist wie das gesamte F+E-Personal, hat sich dieser Anteil kaum verändert. Allerdings ist der Frauenanteil je nach Wirtschaftssektor sehr unterschiedlich. Während Frauen in den Privatunternehmen ein Viertel des F+E-Personals stellen, sind sie beim Bund und an den Hochschulen mit 42% bzw. 46% deutlich stärker vertreten.