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Basel, 17. Jh.
Eichenholz mit Eisenbeschlag
H. 22,6 cm, Dm. am Boden 12,8 cm
Inv. 1875.31.b.
Fürsorgewesen und Krankenpflege waren im Mittelalter weitgehend Aufgaben der Kirche. Die rasche Entwicklung der Städte im 13. Jahrhundert führte zu neuen Formen der Armen- und Krankenfürsorge. Die Städte begannen, eigene Spitäler zu führen; sie boten nicht nur Kranken, sondern auch Armen und Alten Unterkunft und Pflege. Als mit dem Durchbruch der Reformation in Basel 1529 die religiöse Werkheiligkeit wegfiel, ging auch die kirchliche Sozialfürsorge unter. Mit der Übernahme des Fürsorgewesens erwuchsen der Stadt neue sozialpolitische Aufgaben. Neben dem Spital führte die Stadt zwei wichtige Fürsorgeeinrichtungen: Die "Elendenherberge" bot armen Fremden Unterkunft, während das "Almosen" keine Personen aufnahm, sondern Bedürftigen Kleider, Nahrung und Geld verteilte. Das eingebrannte Antoniuskreuz, die beiden Pilgerstäbe und die Baselstäbe weisen auf die Verwendung der Büchse als staatliche Almosenbüchse hin. Sie ist wie eine moderne Sammelbüchse so konstruiert, dass die Öffnung zwar zum Hineinstecken des Geldes, nicht aber zum Entleeren geeignet ist.