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1972 sollen die Weinberge in Lavaux durch ein Bauvorhaben verunstaltet werden. Franz Weber gründet die Vereinigung «Sauver Lavaux» und lanciert im Februar 1973 eine Volksinitiative mit dem Ziel, einen Passus über den definitiven Schutz des gesamten Gebiets von Lavaux in die Waadtländer Verfassung einzuführen.
1977 nimmt das Waadtländer Stimmvolk die Initiative an! Der Schutz des Lavaux wird offiziell in Artikel 6bis der Verfassung des Kantons verankert, und die Bestimmung 1979 durch die «Loi sur le plan de protection de Lavaux» konkretisiert.
Doch die Versuche der Immobilienindustrie, das Lavaux zu überbauen und damit die wunderschöne Region zu verunstalten, dauern an. Die Vereinigung «Sauver Lavaux» muss noch mehrere Male einschreiten, um dem Einhalt zu gebieten.
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Bei der Überarbeitung der Waadtländer Verfassung im Jahr 2002 wird der Artikel 6bis ausser Kraft gesetzt. Währenddessen schreitet die Überbauung im Lavaux voran. So ruft Franz Weber eine zweite Initiative «Rettet das Lavaux» ins Leben. Sie fordert die Wiedereinführung des Schutzes in die Verfassung und wird 2005 von den Waadtländern mit 81 Prozent der Stimmen angenommen.
Die Ruhe währt nicht lange. 2007 wird das Weingebiet in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Sie ist indes nicht rechtsverbindlich und weckt Begehrlichkeiten. «Sauver Lavaux» lanciert 2009 eine Gesetzesinitiative, um eine stärkere Rechtsverbindlichkeit zu erreichen. Die kantonalen Behörden unterbreiten einen Gegenvorschlag. Am 18. Mai 2014 geben die Waadtländer dem Gegenvorschlag den Vorzug.
Die Vereinigung «Sauver Lavaux» setzt ihre Arbeit der Überwachung und des Dialogs mit den kommunalen Behörden fort, um zu verhindern, dass das einmalige Weingebiet der Gier von Bauunternehmen zum Opfer fällt.
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