Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03529.jsonl.gz/2340

An der EM in Grenchen gewinnt die Schweiz in der Mannschaftsverfolgung über 4000 Meter die Silbermedaille. Nachdem das Quartett mit einem neuen Landesrekord in den Final eingezogen ist, muss es sich dort dem haushohen Favoriten Grossbritannien geschlagen geben.
Zum grossen Paukenschlag hatten Stefan Küng, Silvan Dillier, Théry Schir und Frank Pasche schon am Mittag ausgeholt. In der Hauptrunde stellten sie einen neuen Schweizer Rekord auf. In 3:56,791 blieben sie 0,252 Sekunden unter der alten Bestmarke, aufgestellt in der Höhenlage von Mexiko. Dieser Fakt und dass die Bahn in Grenchen nicht als besonders schnell gilt, machen den neuen Rekord noch wertvoller.
Die Schweizer waren am Mittag sogar schneller als Finalgegner Grossbritannien, welches im Zweikampf gegen Russland allerdings nicht den Eindruck hinterliess, an seine Grenzen zu gehen.
In der Tat kann das Quartett um den ehemaligen Tour-de-France-Sieger Sir Bradley Wiggins im Final am Abend noch Kräfte freimachen und den Schweizer Vierer bezwingen. Die Schweizer überqueren die Ziellinie in einer Zeit von 3:57,245, rund zwei Sekunden nach den Olympiasiegern und Weltrekord-Haltern. Bronze geht an Dänemark.
Nichtsdestotrotz ist auch die Silbermedaille als grosser Erfolg zu werten. Eine Medaille zu gewinnen war zwar das Ziel, doch dessen Erreichen stellt keine Selbstverständlichkeit dar. Die Schweiz hat zudem nebst Edelmetall auch wertvolle Punkte im Kampf um einen Startplatz an den Olympischen Spielen im nächsten Sommer in Rio de Janeiro gewonnen.
Im entsprechenden Ranking verbessern sie sich nach der EM um eine Position auf Platz 5. Am Ende der Qualifikationsphase – nach der WM Anfang März in London – ist der 9. Rang gefordert.
Die zweite Medaille für die Schweizer Bahnradfahrer an der Heim-EM in Grenchen holt Tristan Marguet im Scratch, dem Massenstartrennen über 60 Runden. Der 28-jährige Walliser muss in der nicht-olympischen Disziplin einzig dem Spanier Sebastian Mora den Vortritt lassen. Bronze geht an den Polen Adrian Teklinski. (ram/si)