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Derzeit kommt die Tigermücke im Wallis nur in der Stadt Monthey vor. Im Rahmen des Programms zur Überwachung und Bekämpfung dieses Insektes wurden 2020 im Wallis keine weiteren Exemplare der Tigermücke verzeichnet. In Monthey hat sie sich seit der Entdeckung des ersten Exemplars 2019 ausgebreitet. Die bereits eingeführten Massnahmen zur Überwachung und Bekämpfung werden 2021 fort-gesetzt und intensiviert. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, sich an der Überwachung und am Kampf gegen die Ausbreitung der Tigermücke zu beteiligen, indem sie zeitweilige kleine Wasseransammlungen vermeidet und Verdachtsfälle meldet.
Im Rahmen des Programms zur Überwachung und Bekämpfung der Tigermücke wurden im Jahr 2020 rund um Monthey, Brig und Veyras bis zum Ende der Saison über 40 Fallen aufgestellt. Die Ergebnisse der jüngsten Analysen zeigen, dass die Tigermücke derzeit nur in Monthey vorkommt, wo sie 2019 erstmals gemeldet wurde. Seither hat sie sich verbreitet, weshalb mehr Fallen und eine intensivere Behandlung des Oberflächen- entwässerungssystems erforderlich sind. Die Ergebnisse im Zusammenhang mit den Fallen haben auch die Meldungen aus der Bevölkerung bestätigt, die von den kantonalen und kommunalen Behörden sensibilisiert worden war.
Dies zeigt auch, wie rasch sich diese Mückenart trotz des unverzüglichen Eingreifens nach den ersten Meldungen ausbreitet. Folglich werden die Massnahmen 2021 verstärkt, um die Ausbreitung der Tigermücke einzudämmen und das Risiko einer Übertragung von exotischen Krankheiten zu begrenzen. Mit diesem Ziel wird die Überwachung im Zollgebiet von Brig fortgesetzt und die Bemühungen zur Überwachung und Bekämpfung in Monthey intensiviert. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit gelegt, insbesondere durch eine Präventionskampagne, die in Zusammenarbeit mit den Kantonen und französischen Departementen rund um den Genfersee durchgeführt wird. Verhindert werden kann die Ausbreitung der Tigermücke durch die systematische Beseitigung jeglicher zeitweiliger Wasseransammlungen. Aus einer einzigen Mücke können innerhalb von zwei Monaten 70 Millionen Individuen entstehen.
Die Tigermücke ist eine grosse Plage, sticht tagsüber und oft mehrmals. Sie kann zudem verschiedene tropische Krankheiten (Dengue-, Zika- und Chikungunya-Virus) übertragen. Allerdings ist eine lokale Übertragung einer solchen Krankheit nur möglich, wenn die Mücke mit einer bereits infizierten Person in Kontakt war. Das gesundheitliche Risiko ist deshalb sehr gering, bisher wurde in der Schweiz noch kein Fall einer Krankheitsübertragung durch eine Tigermücke gemeldet.
Um einen langfristigen Gesundheitsschutz sicherzustellen, ist die Kontrolle der Ausbreitung der Mücke von grösster Bedeutung. Abgesehen von den gesundheitlichen Aspekten sind die durch ihre Stiche verursachten Unannehmlichkeiten für die Menschen besonders lästig. Deshalb rufen die Kantonsbehörden die Bevölkerung dazu auf, sich am Kampf gegen die Ausbreitung der Tigermücke im Wallis folgendermassen zu beteiligen:
• Beseitigung jeglicher Behälter, in denen sich Wasseransammlungen bilden können, wie Giesskannen, Pflanzenuntertöpfe (oder diese mit Sand füllen), Eimer, Reifen, Rinnen, Regenwassertonnen, usw.
• Meldung von Verdachtsfällen über die Internetseite: https://www.zanzare-svizzera.ch/de/home-de/
So erkennt man die Tigermücke:
• Sie ist kleiner als die meisten einheimischen Mückenarten. Ihr Körper misst ungefähr 5 mm, das heisst nicht grösser als ein 5-Räppler.
• Sie hat schwarz-weiss gestreifte Beine.
• Sie hat einen weissen Streifen auf der Brust.
• Sie sticht tagsüber, mehrmals und nur in urbanen Gebieten.
Die ursprünglich aus Asien stammende Tigermücke (Aedes albopictus) hat sich durch menschliche Aktivitäten auf allen Kontinenten verbreitet. Die Mücke nutzt im Allgemeinen den Strassenverkehr, um sich fortzubewegen. Die Klimaerwärmung begünstigt ihre Vermehrung. In unseren Breitengraden ist die Tigermücke ausschliesslich in städtischen Gebieten anzutreffen. Ihre grosse Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihr, sich in verschiedenen kleinen Wasseransammlungen in unseren Gärten oder auf unseren Balkons (Giesskannen, Behälter, Untertöpfe, usw.) zu vermehren. Natürliche Stehgewässer und Gartenteiche, in denen die Larven dem Risiko ausgesetzt sind, von anderen Wasserorganismen gefressen zu werden, meidet sie hingegen.