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Keine Mechanik besitzt einen eigenen Willen. Eine Waffe schiesst nicht von selbst. Eine Aktion, wie etwa das Betätigen des Abzuges, das Aufschlagen der Waffe usw, kann einen Schuss auslösen. Die Waffen selber sind "sicher". Gefährlich sind fehlerhafte Manipulationen an der Waffe und der fahrlässige Umgang damit.
Die Sicherheit einer Waffe richtet sich also nach dem Ausbildungsstand und der Erziehung des Schützen. Ist ihm während dieser Ausbildung eingeprägt worden, den Respekt vor der Waffe zu wahren und die vier Sicherheitsgrundregeln zu befolgen, kann Unfällen vorgebeugt werden. Zwischenfälle sind möglich, nicht aber Unfälle.
Zwischenfälle oder Unfälle mit Waffen werden nicht nur im Schiessstand oder auf dem Schiessplatz verursacht, sondern überall dort, wo damit hantiert wird. Sicherheitsgrundregeln sind deshalb sowohl beim Schiessen, als auch im Umgang mit der Waffe immer zu beachten bzw. anzuwenden.
Die Anwendung der vier Sicherheitsgrundregeln wird von allen Waffenträgern vorausgesetzt und ist Pflicht.
Die 4 Sicherheitsregeln
1. Alle Waffen sind immer als geladen zu betrachten.
Es gibt keine Ausnahmen. Der Umgang mit der Waffe ist konsequent und bedingungslos ernst zu nehmen. Unfälle ereignen sich immer mit vermeintlich ungeladenen Waffen.
2. Nie eine Waffe auf etwas richten, das man nicht treffen will.
Die meisten Schiessunfälle ereignen sich wegen Nichteinhaltung dieser Regel. Wenn jemand diese Regel verletzt und darauf aufmerksam gemacht wird, so lautet die Antwort meistens "meine Waffe ist gar nicht geladen!".
(Alle Waffen sind immer als geladen zu betrachten).
3. Solange die Visiervorrichtung nicht auf ein Ziel gerichtet ist, ist der Zeigefinger ausserhalb des Abzugbügels zu halten.
Ein angeborener Reflex des Menschen ist das Verkrampfen der Hände in Stresssituationen. Die Kraft, die eine aufgeschreckte Person dabei ausübt, kann bis 20 kg betragen. Befindet sich der Zeigefinger am Abzug, kann dies eine ungewollte Schussabgabe auslösen.
4. Seines Zieles sicher sein.
Vor dem Schiessen ist das Ziel immer zu identifizieren. Der Schütze muss sich über die Konsequenzen bei Querschlägern im Klaren sein. Er ist für jeden abgegebenen Schuss verantwortlich.