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Der Ausdruck Produktionsmittel wird beliebig verschieden verwendet. Ein grosser Unterschied beruht darauf, dass er einerseits anhand der Produktion von Waren als Produktionsfaktor und andrerseits - ökonomisch - im Sinne von Investitionen, etwa für konstantem Kapital verwendet wird.
Als Produktionsmittel bezeichne ich - tautologicherweise - die Mittel, die zur Produktion erforderlich sind, also die materiellen Elemente, die im Produktionsprozesses konsumiert werden.
Wenn ich produziere, bearbeite ich etwas mit etwas in einer Umwelt. Ich bearbeite materielle Arbeitsgegenstände mit Werkzeugen an einer Produktionsstätte. Ich bearbeite beispielsweise Holz mit einer Säge in einer Werkstatt oder Erzgestein mit einem Bohrer in einem Bergwerk.
Als Produktionsmittel bezeichne ich also:
Die Erde als Natur und der Ort auf der Erde, wo ich produziere, begreife ich nicht als Produktionsmittel, sondern als Voraussetzung jeder Produktion. Die Werkstatt steht auf Boden, der damit besetzt ist (Besitz), sie füllt einen Raum, der damit besetzt ist. Ich könnte natürlich auch im Freien unter einem Baum arbeiten, aber ich kann nichts produzieren, ohne ein Stück Erde, das mich trägt und das Material meiner Produktion liefert.
Die Infrastruktur wird teilweise öffentlich zugeteilt, Strom- und Wasserzuleitung oder Strassen. Das geht als anteiliges Material in die Produktion ein, was ich mit Steuern begleiche.
Das Wissen und die Fertigkeiten, die ich anwende, sind keine Produktionsmittel, weil sie nicht jenseits von mir existieren. Handbücher, die ich in der Werkstatt benutze, sind dagegen Produktionsmittel.
Der Kapitalist investiert langfristig in Bearbeitungsmittel und Infrastruktur und kurzfristig in Arbeitskraft und Rohstoffe.
Unter kapitalistischen Verhältnissen wird als Produktionsmittel alles, was zum konstanten Kapital gehört, gesehen, deshalb wird auch der Boden, der als Grundeigentum gilt, oft zu den Produktionsmittel gezählt.
Im Bewusstsein, dass Arbeitskraft kein Ding und die einzige Quelle des Kapitals ist, wird sie in der politischen Ökonomie nicht zu den Produktionsmittel gerechnet, sondern als das gesehen, was die Produktionsmittel nutzt.
Ein weiteres, ausführlicheres Beispiel:
Textproduktionsmittel
Literatur:
"Die einfachen Momente des Arbeitsprozesses sind die zweckmäßige Tätigkeit oder die Arbeit selbst, ihr Gegenstand und ihr Mittel." (MEW23, 193):
Als Natur erscheint alles, was ohne Arbeit gegeben ist, sie ist der allgemeine "Gegenstand" der menschlichen Arbeit. So etwa die Beute, die nur gefangen wird, das Holz, das im Urwald gefällt wird, das Erz, das aus seiner Ader losgebrochen wird.
Wenn bereits Arbeit darauf verwendet wurde, bezeichne ich es als Rohmaterial (Hier wird der Ausdruck Material eingeführt, für das, was geformt wird!)
Ein Problem finde ich, dass K. Marx an sehr vielen Stellen "Arbeit" und "Tätigkeit" gleichsetzt und oft sogar von "zweckmässiger" Tätigkeit spricht, ohne die Differenz zu benennen.
"Sobald überhaupt der Arbeitsprozeß nur einigermaßen entwickelt ist, bedarf er bereits bearbeiteter Arbeitsmittel." (MEW23, 194):
K. Marx unterscheidet "bearbeitete Arbeitsmittel" etwa von Steinen, die unbearbeitet eingesetzt werden.
"... vermittelte Arbeitsmittel dieser Art sind z.B. Arbeitsgebäude, Kanäle, Straßen usw." (MEW23, 195)
K. Marx unterscheidet vermittelte Arbeitsmittel von der Erde etwa als Ort eines Ackers, auf welchem etwas natürlich wachsen oder gesät werden kann.
"... Produkt ist ein Gebrauchswert, ein durch Formveränderung menschlichen Bedürfnissen angeeigneter Naturstoff.(MEW23, 194)
K. Marx über Aneignung
"Betrachtet man den ganzen Prozeß vom Standpunkt seines Resultats, des Produkts, so erscheinen beide, Arbeitsmittel und Arbeitsgegenstand, als Produktionsmittel und die Arbeit selbst als produktive Arbeit (MEW23, 196)
"Da jedes Ding vielerlei Eigenschaften besitzt und daher verschiedner Nutzanwendung fähig ist, kann dasselbe Produkt das Rohmaterial sehr verschiedner Arbeitsprozesse bilden. Korn z.B. ist Rohmaterial für Müller, Stärkefabrikant, Destillateur, Viehzüchter usw. Es wird Rohmaterial seiner eignen Produktion als Samen. So geht die Kohle als Produkt aus der Minenindustrie hervor und als Produktionsmittel in sie ein.(MEW23, 197)
Nicht was gemacht wird, sondern <195> wie, mit welchen Arbeitsmitteln gemacht wird, unterscheidet die ökonomischen Epochen.
"Unter den Arbeitsmitteln selbst bieten die mechanischen Arbeitsmittel, deren Gesamtheit man das Knochen- und Muskelsystem der Produktion nennen kann, viel entscheidendere Charaktermerkmale einer gesellschaftlichen Produktionsepoche als solche Arbeitsmittel, die nur zu Behältern des Arbeitsgegenstandes dienen und deren Gesamtheit ganz allgemein als das Gefäßsystem der Produktion bezeichnet werden kann, wie z.B. Röhren, Fässer, Körbe, Krüge usw" (MEW23, 194) damit behauptet K. Marx, das Werkzeuge die wesentlichen Artefakte sind.