Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03258.jsonl.gz/1166

Einerseits ist die Arteriosklerose (medizinisch auch Atherosklerose) ein natürlicher Alterungsprozess. Anderseits können Risikofaktoren wie hohe Cholesterinwerte, Rauchen, Diabetes, hoher Blutdruck etc. die Bildung von Ablagerungen (sogenannte Plaques) in den Gefässen stark fördern.

Zu viel Eigelb
kann den Gefässen
schaden

Solche Plaques fördern die Arterienverkalkung und damit die Arterienverengung, was das Risiko für Herzkreislauferkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) stark erhöht.
Ob der Konsum von Eigelb die Plaquebildung beeinflusst, wollten die Wissenschaftler mit dieser Studie herausfinden.
Mittels Ultraschall massen sie an 1'231 Patienten, im Schnitt ca. 61-jährig, die sich regelmässig zu Herzuntersuchungen in der Klinik einfanden, die Grösse solcher Plaques in der Halsschlagader (medizinisch Carotis). Zusätzlich mussten die Teilnehmer zu ihren Essgewohnheiten (insbesondere des wöchentlichen Ei-Konsums), zu ihrem Raucherstatus und anderen Lebensstilfragen Auskunft geben.
Ab dem 40. Lebensjahr zeigte sich eine lineare Beziehung zwischen dem Eigelb-Konsum und der Grösse der Plaques in den Arterien: das heisst, je mehr Eigelb konsumiert wurde, desto grösser waren die Plaques. Und: Bei den Rauchern waren diese Plaques noch grösser.
Verglichen mit altersbedingter Plaquebildung war diejenige bei den Eigelb- sowie Tabakkonsumenten etwa zwei bis dreimal höher. Signifikant war auch, dass sich die Arteriosklerose bei drei Eigelb pro Woche deutlicher zeigte gegenüber Personen, die nur zwei Eigelb wöchentlich konsumierten.
Fazit der Forscher: Personen, die ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen haben, d.h. entsprechende Risikofaktoren wie Rauchen, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, hoher Blutdruck, starkes Übergewicht etc. aufweisen, sollten beim Eigelbkonsum vorsichtig sein.
Für eine definitive Schlussfolgerung, dass Eigelb tatsächlich den Gefässen schadet, brauche es aber weitere und vor allem auch vergleichende Begleitstudien, die noch zusätzliche Risiken wie z.B. die sportlichen Aktivitäten oder auch den Hüftumfang mit einbeziehen, so die Forscher.
Mehr zum Thema