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Der Agrochemiekonzern Syngenta hat in den USA mit den Anwälten mehrerer kommunaler Wasserversorgern einen Vergleich bezüglich des Unkrautbekämpfungsmittels Atrazin getroffen.
Der Vergleich komme aber keinesfalls irgend einem Schuldgeständnis gleich; auch hätten die Kläger anerkannt, dass es ihres Wissens keine neue Studien bezüglich Atrazin gebe, hiess es in einer Mitteilung von Syngenta.
Konkret wird Syngenta und deren Tochter Syngenta Crop Protection Inc. (SCPI) vorgeworfen, in den USA wissentlich «beträchtliche» Gewinne durch den fortgesetzten Verkauf des Unkrautvernichtungsmittels erzielt zu haben - dies, obwohl sie gewusst hätten, dass das Mittel Trinkwasservorkommen verunreinige.
Atrazin soll weiter vermarktet werden
Im Rahmen des Vergleichs richtet Syngenta einen Fond über 105 Millionen Dollar ein, aus welchem Entschädigungen für die Kläger bezahlt werden. Einen Teil der Kosten, welche 2012 verbucht werden, werde man durch Rückstellungen kompensieren. Die Belastung werde sich voraussichtlich mit rund 0,50 US-Dollar auf den Gewinn pro Aktie auswirken - 2011 hatte sich dieser auf 16,80 Franken belaufen.
Der Konzern will Atrazin in den USA weiterhin vermarkten, wie es in der Mitteilung heisst. Die geplante Vergleichsvereinbarung braucht noch die Zustimmung des zuständigen Gerichts im US-Bundesstaat Illinois.
(tno/vst/awp/sda)