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Der Bahnhof St. Gallen
Der Bahnhof St. Gallen ist durch seinen barock schwingenden Haupttrakt mit der grossen Schalterhalle, den langgezogenen, gleichmässig rhythmisierten Mittelteil und den kleineren Westteil geprägt. Er wurde 1911–1913 von Alexander von Senger erbaut. Neben der Überdachung der ehemaligen Gleishalle des Zürcher Hauptbahnhofs von 1865 und der 1912 erstellten Perronhalle von Lausanne besteht in St. Gallen die dritte und letzte der grossen einschiffigen Perronhallen in der Schweiz. Das neue Aufnahmegebäude fand in St. Gallen breite Zustimmung. Der «modernisierte Barock», die Anlehnung an das Wahrzeichen der Stadt, gefiel der öffentlichen Meinung laut St. Galler Tagblatt besser als die «in den letzten Jahren gepflegte Flächenarchitektur». In der Fachwelt hingegen war von Sengers Gebäude sehr umstritten. Neben dem Aufnahmegebäude werden auch die dazugehörigen Gebäude wie der Güterbahnhof, die Lokremise, der Wasserturm, das Badhaus und das Stellwerk im Kunstführer beschrieben. Auch zur Sprache kommen der Nebenbahnhof und der Bahnhofplatz sowie die Hauptpost, die – wie viele Gebäude dieser Zeit – in einem Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Zukunft steht.