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Die Schweiz ermittelt gegen eine russische Ex-Ministerin wegen des Verdachts auf Geldwäscherei. Sie soll laut russischen Medienberichten 140 Millionen Dollar veruntreut haben.
Die Bundesanwaltschaft bestätigte am Donnerstag auf Anfrage, dass sie im Frühjahr 2013 gegen eine Ex-Landwirtschaftsministerin und andere Personen Ermittlungen aufgenommen habe. Es seien Gelder blockiert worden. Russland sei um Rechtshilfe angegangen worden, gab Sprecherin Linda von Burg bekannt, ohne nähere Angaben zur Person oder zur Höhe der beschlagnahmten Gelder zu machen.
Ex-Ministerin lebt in der Schweiz
Russische Medien berichteten jüngst, die Schweiz habe auf Konten von Elena Skrynnik, die von 2009 bis 2012 russische Landwirtschaftsministerin war, 60 Millionen Franken blockiert. Skrynnik wohne heute in der Schweiz, berichtete die Nachrichtenagentur AFP weiter.
Unabhängig von diesem Verfahren führt die Bundesanwaltschaft auch eine Strafuntersuchung in einer Veruntreuungsaffäre um das russische Staatsunternehmen Rosagroleasing gegen einen ehemaligen Vize-Landwirtschaftsminister. Dieses Verfahren war ebenfalls im Frühjahr 2013 eröffnet worden.
Geldfluss in die Schweiz
Dem Ex-Vize-Minister wird in Russland im Zusammenhang mit dem Skandal um das Landwirtschafts-Kreditinstitut vorgeworfen, staatliche Unterstützungsgelder in der Höhe von über einer Milliarde Rubel (heute rund 15,2 Millionen Franken) ertrogen zu haben, wie die Bundesanwaltschaft im vergangenen Sommer mitgeteilt hatte. Ein Teil des Geldes soll in die Schweiz geflossen sein. Nach russischen Angaben handelt es sich um Alexej Baschanow.
(sda/ise/me)