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Ecluse–Plan (Neuchâtel)
|Kürzel||EP|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1890-10-27|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1890 eröffnete, zentral in der Stadt Neuenburg gelegene und anfangs mit Wasserballast betriebene EP war eine Aktiengesellschaft. Mit dem Bau der ursprünglich dreischienigen Anlage betraute man die Firma Bell Maschinenfabrik AG Kriens. Die EP wurde 1906 von der Compagnie des Tramways de Neuchâtel (TN) aufgekauft, wobei man das Anlagekapital von 249'557 auf 72'284 Franken herabsetzte. In der Folge konnte die Statistik die Finanzzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung sowie zur Bilanz der EP nicht mehr gesondert ausscheiden (sie sind bei den TN enthalten).
Die ganzjährig verkehrende EP diente der innerstädtischen Erschliessung. Von den insgesamt 92 angebotenen Plätzen pro Wagen waren 60 Stehplätze. Bis zur Übernahme durch die TN konnte die EP aus den Betriebsergebnissen ihre laufenden Verpflichtungen eher schlecht als recht decken. Ab 1896 stieg der Passivsaldo Jahr für Jahr an. Dividenden konnte die EP keine ausschütten. Fragen werfen die Zahlen für das Jahr 1904 auf, namentlich was den kurzzeitlich heftigen Anstieg der Betriebskosten anbelangt, doch die Statistik lieferte dazu keine näheren Begründungen. Unklar ist ebenfalls, warum die Zahl der Reisenden 1904 und 1905 so markant einbrach.
Ab 1907 – nun im Besitz der TN – wurde die EP umfassend saniert, wofür die TN rund 120'000 Franken investierten. Neben der Elektrifikation (Gleichstrom) und erneuertem Rollmaterial gehörte dazu der Umbau zu einem zweischienigen Gleissystem, wobei die Zahnstange entfernt wurde. Die Fahrgeschwindigkeit der EP erhöhte sich von 1.04 Metern pro Sekunde auf 1.5 Meter pro Sekunde. Die Federführung bei den Erneuerungen übernahm die Firma Von Roll AG Bern. Schon 1908 nahmen die Passagierzahlen sprunghaft zu und stiegen auch danach weiter an – ein Trend, der selbst in den Kriegsjahren ab 1914 anhielt. Die Betriebsergebnisse der EP blieben bis 1920 stets deutlich im Plus.
Die Bruttobaukosten der EP waren mit 943'000 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1920) sehr hoch, wozu die Erneuerungen, die ab 1907 auf dem Baukonto erschienen, einiges beitrugen. Allerdings lagen die Ausgaben mit 623'000 Franken pro Bahnkilometer schon vorher klar über dem Durchschnitt. Eine Aufteilung der Bruttobaukosten nach Rubriken (Unterbau usw.) ist bei der EP wenig sinnvoll, weil die Statistik nur die Nettobaukosten anzeigte. Es ist ungewiss, wo genau die 1906 erfolgten Abschreibungen von 177'273 Franken im Einzelnen vorgenommen wurden. Die Rollmaterialkosten berechnete die EP ab 1911 anders als zuvor, indem die Aufwendungen für das Drahtseil und die Seiltragrollen von nun an separat ausgewiesen wurden.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: