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Hyaluronsäure-Viskosupplementierung zur Schmerzlinderung bei Osteoarthritis und zur Verbesserung der Mobilität
Was ist Osteoarthritis?
Osteoarthritis ist eine degenerative Gelenkerkrankung und die häufigste Form von Arthritis, von der weltweit Hunderte Millionen Menschen betroffen sind. Die Häufigkeit der Erkrankung nimmt mit dem Alter zu, sie kann jedoch in jedem Alter auftreten.
Osteoarthritis ist gekennzeichnet durch Gelenkschmerzen, Steifheit und Gelenkinstabilität. Arthrose wird häufig als „Verschleiß“-Arthritis bezeichnet. Sie wird durch eine Verschlechterung des Knorpels verursacht, der die Enden der Knochen bedeckt, was bei Bewegungen Reibung im Gelenk verursacht. Außerdem wird die Gelenkflüssigkeit, die das Gelenk schmiert, abgebaut und verliert ihre schmierenden und stoßdämpfenden Eigenschaften1. Infolgedessen wird das Gelenk schmerzhaft und steif, was die Beweglichkeit einschränkt. Der Schweregrad von Gelenkschmerzen kann sehr unterschiedlich sein und jedes Gelenk betreffen, am häufigsten sind jedoch Knie, Hände, unterer Rücken, Nacken oder Hüften beeinträchtigt.
Wie sieht der typische Behandlungsverlauf bei Osteoarthritis aus?
Die Behandlung von Osteoarthritis kann pharmakologische und nicht-pharmakologische Ansätze umfassen. Bei leichten Symptomen können konservative Behandlungsansätze wirksam sein, um die Beschwerden zu lindern. Zu diesen Ansätzen gehören Anpassungen des Lebensstils, wie z. B. sportliche Betätigung und die Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts. Wenn die Krankheit fortschreitet, kann eine pharmakologische Behandlung erforderlich sein, um die Symptome zu lindern. Zu den häufig verwendeten Optionen gehören Schmerzmittel, die entzündungshemmend wirken, wie etwa orale nichtsteroidale Antirheumatika (NSAID) und Kortikosteroide. Diese Behandlungen bieten eine schnelle, aber kurzlebige Schmerzlinderung und sind mit häufigen Nebenwirkungen verbunden, so dass sie für eine längere Anwendung ungeeignet sind. Orale NSAID erhöhen das Risiko unerwünschter Ereignisse wie etwa einer gastrointestinalen Blutung, Nierenverletzung, eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls2. Häufige Kortikosteroid-Injektionen werden nicht empfohlen, da sie das Fortschreiten der Osteoarthritis beschleunigen, den Knochen schwächen, die Durchblutung stören und das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen können3.
Welche Rolle spielt Hyaluronsäure im Gelenk?
Hyaluronsäure (auch Hyaluronan oder Natriumhyaluronat genannt) ist ein Biopolymer, das natürlicherweise in der Gelenkflüssigkeit um die Gelenke herum vorkommt. Hyaluronsäure trägt zur Aufrechterhaltung der Viskosität der Gelenkflüssigkeit bei und ist wichtig für die Verringerung der Reibung im Gelenk. Sie wirkt auch als Stoßdämpfer und federt das Gelenk ab4. Bei Patienten mit Arthrose verschlechtert sich die Qualität der Gelenkflüssigkeit aufgrund einer geringeren Konzentration von Hyaluronsäure. Dies kann zu größerer Reibung und Knorpelschäden führen. Injektionen von Hyaluronsäure in das Gelenk (sogenannte Viskosupplementierung) können die körpereigene Versorgung verbessern, die Reibung im Gelenk verringern, Stöße abfedern, die Bewegung erleichtern und Schmerzen lindern. Durch Wiederherstellung der natürlichen Eigenschaften der Gelenkflüssigkeit zielt die Viskosupplementierung auf den Schutz vor Knorpelschäden ab4.
Wie effektive sind Hyaluronsäureinjektionen bei der Behandlung von Osteoarthritis?
Bis zum Einsetzen der Schmerzlinderung nach einer Hyaluronsäure-Behandlung kann es 1-4 Wochen dauern, und sie kann bis zu 6 Monate anhalten. Infolgedessen können die Patienten zwischen den Behandlungen von einer langen Symptomlinderung profitieren. Die Behandlung zeichnet sich durch eine hohe Patientenzufriedenheit und eine hohe Erfolgsquote aus: 80 % der Patienten sprechen gut auf die Behandlung mit Hyaluronsäure an6,7. Die Viskosupplementierung hat sich als wirksam erwiesen für:
- Verlängerung des Zeitraums bis zu einer Gelenkersatzoperation8
- Verbesserung der Gelenkfunktion5,6 und der Mobilität8
- Schmerzlinderung6,10 und Verringerung der Einnahme von Schmerzmitteln9,11,12
Gibt es Nebenwirkungen bei einer Hyaluronsäure-Injektion?
Hyaluronsäure ist gut verträglich und kann bei Patienten mit Komorbiditäten sicher angewendet werden. Hyaluronsäure ist ein körpereigenes Molekül, das vom menschlichen Körper natürlich produziert wird und das in der Haut, in den Gelenken und in den Sehnen vorkommt. Infolgedessen sind unerwünschte Reaktionen auf Hyaluronsäure selten. Die häufigsten Nebenwirkungen sind örtlich begrenzte Entzündungen oder Schwellungen, die innerhalb kurzer Zeit abklingen6,7,11. Biofermentierte Hyaluronsäure nichttierischen Ursprungs hat ein besseres Sicherheitsprofil als Hyaluronsäure aus tierischen Erzeugnissen. Hyaluronsäure aus tierischen Quellen, wie etwa aus Hahnenkämmen, birgt ein höheres Risiko für unerwünschte Reaktionen, wie Schwellungen und Entzündungen13.
Wie wird die Behandlung durchgeführt?
Die Hyaluronsäure-Viskosupplementierung wird als intraartikuläre Injektion verabreicht, d. h. sie wird direkt in das Gelenk gespritzt. Die Behandlung sollte nur von Ärzten durchgeführt werden, die in intraartikulären Injektionen ausgebildet und erfahren sind. Die Behandlung ist am wirksamsten, wenn die Injektion durch Ultraschall gesteuert wird, was eine präzise Zielsetzung der Injektion ermöglicht. Je nach Wahl der Injektion kann es sich um eine einzelne Spritze oder um eine Serie von bis zu fünf Injektionen handeln.