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Degorgieren: Nachdem der Champagner die zweite Reifung im Liegen durchgemacht hat, und die Hefe sich nicht mehr weiterentwickelt, muss der Satz raus. Dafür wird die Flasche langsam aufgerichtet und dabei immer wieder gedreht, damit sich die ganze Hefe im Flaschenhals sammelt (le remuage). Danach wird der Flaschenhals Kopfüber in Stickstoff getunkt damit der Hefesatz gefriert. Der provisorische Verschluss gelöst. Durch den Druck wird der gefrorene Pfropfen rausgespickt. Nachher wird die Flasche mit dem richtigen Zapfen wieder verschlossen.
Dosage: Um die durch die Dosage verlorene Flüssigkeit wieder aufzufüllen wird dem Champagner eine Mischung aus Zucker und Traubensaft zugefügt. Die sogenannte Liqueur dexpédition. Je nach Zuckergehalt dieser Mischung wird der Champagner als
Ultra-Brut (weniger als 8 Gramm Zucker pro Liter),
Brut (weniger als 15 Gramm) Extra-Sec (12 bis 20 Gramm)
Sec (17 bis 35 Gramm)
Demi-Sec (33 bis 50 Gramm)
Extra-Doux (mehr als 50 Gramm) klassifiziert.
Jahrgangschampagner (Millésime): Aus dem besten Traubensaft, dem Cuvée, entstehen ein paar wenige Flaschen (ca. 5 Prozent der ganzen Produktion), die nicht mit anderen Pressungen oder Vins de Reserve assembliert werden. Diese Flaschen sind denn auch um einen grossen Batzen teurer.
Vins de Reserve: Jedes Jahr gehen etwa 40 Prozent des gepressten Traubensaftes in das Fass des Vins de Reserve. Dieser Vins de Reserve wird für die Assemblage benutzt, also der Mischung von Wein verschiedener Pressungen. Durch diese Mischung kann der Winzer seinem Champagner einen typischen Charakter geben, der sich jedes Jahr ähnelt.
Engelsfurz: Lasst die Korken knallen! Doch eigentlich sollte man beim Champagneröffnen genau das Gegenteil machen, nämlich den Korken so leise als möglich entfernen, damit das Aroma nicht verpufft. Idealerweise sollte nur ein leises Plopen oder halt ein Engelsfürzchen (Pête d’ange) zu hören sein. Kleiner Tipp: statt den Korken zu drehen, umschliessen sie diesen mit der Hand und drehen sie dann die Flasche.
Pressung: Bei der Champagnerproduktion wird zwischen verschiedenen Pressungen unterschieden: Die erste Pressung wird «Cuvée» genannt, sie ergibt den besten Traubensaft und wird für die Prestige Produkte verwendet. Die 2. und 3. Pressung heisst «Taille», und wird für Weine mit kürzerer Reifezeit genommen.
Traubensorten: Die für den Champagner verwendten Traubensorten sind Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Champagner der nur aus Chardonnay Trauben gemacht wird heisst Blancs de Blancs. Blanc de Noirs wird auschliesslich aus Pinot Noir und Pinot Meunier gekletert und Rosé ist meist ein Verschnitt aus roten und weissen Trauben.