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Station 10: Von der Panzersperre zum Naturschutzgebiet
1941 wurde zwischen dem Stanserhorn und Mueterschwandenberg als wichtiges Teilstück der Nidwaldner Réduit-Strategie eine Geländepanzersperre erbaut.
In der Gegend nördlich von Rohren wurde in der Zeit des Zweiten Weltkrieges ein Hindernis gebaut, um feindlichen Panzerfahrzeugen ein Durchkommen zu verunmöglichen. Das Hindernis bestand aus abgeschrägten, massiven Betonklötzen mit vorgelagertem Graben und einem aufgeschütteten Erddamm. Dazu wurde das Aushubmaterial der gleichzeitig stattfindenden Melioration Drachenried verwendet. Zusätzlich entstand auf der gleichen Höhe wie die Geländesperre ein Stauwehr bei der Brücke über den Mehlbach. Durch dieses hätte der Bach gestaut und die Kantonsstrasse geflutet werden können.
Die abgeschrägten Betonblöcke wurden an der Südflanke nur bis zum Waldrand hochgezogen. Der vorgelagerte Graben wurde jedoch im Wald weitergeführt und war auf der ganzen Länge mit Stacheldrahthindernissen verstärkt. Das zur Festung Mueterschwandenberg gehörende Infanteriewerk Blattiberg hätte die Sperre zusätzlich gesichert.
Die Panzersperre ist heute Teil des Bauinventars der Gemeinde Ennetmoos. Dadurch wird sie als Spur und nationales Zeugnis der Umsetzung des «Plans Wahlen» und als Relikt des kalten Krieges in dieser landschaftlich einmaligen Situation gewürdigt.
Heute dient dieses Objekt aus dem Zweiten Weltkrieg dem Naturschutz. Pro Natura Unterwalden hat das Ziel, rund um die bemoosten Betonblöcke den Amphibien ein Stück Lebensraum zurückzugeben. In der Zwischenzeit haben Bergmolche, Gelbbauchunken, Kröten, Spinnen und anderes Getier eine neue Heimat gefunden.
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