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Das Nationale Beobachtungsnetz für Luftfremdstoffe (NABEL) misst die Luftverschmutzung an 16 Standorten in der Schweiz. Die Stationen sind über das ganze Land verteilt und messen die Belastung an typischen Standorten (z.B. Strassen in Stadtzentrum, Wohngebiet, ländliche Station).
Das NABEL hat seinen Betrieb 1979 etappenweise aufgenommen. In den Jahren 1989 bis 1991 wurde das Messnetz modernisiert und von 8 auf 16 Stationen erweitert.
Gemäss Artikel 39 der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) führt das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft Erhebungen über die Luftverschmutzung im gesamtschweizerischen Rahmen durch. Das NABEL dient der Erfüllung dieser gesetzlichen Aufgabe: Es misst Leitschadstoffe von nationaler Bedeutung und Verbreitung (z.B. Stickstoffdioxid, Ozon, Feinstaub etc.). Für diese sind in der Luftreinhalte-Verordnung Immissions-Grenzwerte festgelegt. Es ist somit ein wichtiges Vollzugsinstrument der LRV, indem es vor allem der Erfolgskontrolle über die gegen die Luftverschmutzung ergriffenen Massnahmen (Art. 44 des Umweltschutzgesetzes) dient.
Die mit dem NABEL erhobenen Daten stehen überdies für wissenschaftliche Untersuchungen über Luftschadstoffe zur Verfügung (Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit, Zusammenhang mit der Meteorologie, atmosphärenchemische Studien u.a.). Das NABEL ist ausdrücklich als Beobachtungs- und nicht als Alarmsystem konzipiert.
Datenaustausch mit mehreren internationalen Messprogrammen
Das NABEL pflegt einen intensiven Datenaustausch mit mehreren internationalen Messprogrammen. Seit Beginn der Messaktivitäten sind verschiedene ländliche Stationen Teil des «European Monitoring and Evaluation Program» (EMEP), das insbesondere die grossräumige Ausbreitung von Luftschadstoffen über Europa untersucht. Im weiteren stellt das NABEL dem europäischen EUROAIRNET Daten zur Verfügung, das von der europäischen Umweltagentur aufgebaut wurde und insbesondere Stationen aus den Städten und Agglomerationen aller europäischen Staaten beinhaltet.
Schliesslich ist die Station Jungfraujoch Teil des «Global Atmosphere Watch» (GAW) der World Meteorological Organization (WMO). Sie dient zusammen mit zwei anderen hochalpinen Stationen in Deutschland und Österreich als Hintergrundstation für die freie Troposphäre im mitteleuropäischen Raum.
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Letzte Änderung 26.06.2019