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Protest gegen städtische "Luxussiedlung" im Zürcher Seefeld
Mit einem überparteilichen Komitee wehren sich bürgerliche Exponenten in Zürich gegen die "Luxuswohnungen" der geplanten gemeinnützigen Wohnsiedlung Hornbach. Die Stimmberechtigten stimmen am 14. Juni über einen 100-Millionen-Franken-Kredit dafür ab.
Michael Baumer, FDP-Gemeinderat und städtischer Parteipräsident, kritisierte, der Landpreis werde mit 10,6 Millionen Franken zu niedrig angegeben. Der Marktwert dürfte zwei- bis viermal höher liegen. Nicole Barandun (CVP) monierte den Abbau von Parkplätzen. Gerade für das Gewerbe – in der Siedlung sollen auch Gewerberäume entstehen – seien auf Parkplätze angewiesen.
Die "Luxuswohnungen" sollen günstig vermietet werden. Laut Mauro Tuena (SVP) werde etwa für eine 4,5-Zimmer-Wohnung von 95 bis 109 Quadratmetern Fläche gerade mal 1670 Franken verlangt. Dies sei "ein Spottpreis" verglichen mit den üblichen Mieten im Quartier, wo keine "einigermassen moderne" 4,5-Zimmer- Wohnung unter 3000 Franken mehr zu finden sei. Mit "Seefeldisierung", benannt nach dem Quartier, in dem die Siedlung Hornbach geplant ist, bezeichnet man in Zürich die Gentrifizierung.
Die gemeinnützige Siedlung verknappe - und verteure somit - das Angebot für private Mieter. Diese müssten also erstens mehr zahlen für ihre Wohnungen und zweitens bezahlten sie günstige Wohnungen "für ein paar Auserwählte". (sda/aes)