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PU Marchetti, zu Hause in Airolo, dem letzten Dorf vor dem Gotthard, bedient mit seinen Postautos zusammen mit PU Barenco aus Faido die ganze Leventina-Linie bis in den Kantonshauptort Bellinzona. Zum Einsatz kommen seit November 2010 vier fabrikneue Volvo 8700LE, nachdem der Versuch, die Flotte durch Irisbusse zu ersetzen, an der Höhe der Fahrzeuge bzw. einer Unterführung in Faido scheiterte... Bellinzona, 28.11.2010.
Am anderen Endpunkt der Linie, in Airolo, wartet am 10.7.2011 TI 241'032 auf die Abfahrt nach Bellinzona. Dahinter ist der Setra 313UL Nr. 6 abgestellt; Der einzige Setra 313UL im alten Design, seit 1999 in Airolo, fährt heute noch einzelne Zusatzkurse wie den morgendlichen Zubringer zur Standseilbahn Ritom mit Anschluss aus dem Norden (die normalen Kurse verpassen diesen Anschluss um wenige Minuten).
Die Leventina-Linie stellt diverse Bahnanschlüsse her, um die Fahrt aus den Dörfern nach Bellinzona zu verkürzen (sie dauert mit dem Bus 1.5 Stunden...). In Faido besteht Anschluss aus Airolo an der Zug nach Bellinzona und vom Zug aus Arth-Goldau an die Busse weiter talwärts. Im Gegensatz zu den meisten anderen Buslinien im Tessin wird diese Hauptlinie bis spätabends gefahren: Faido, 24.11.2010.
In Rodi-Fiesso werden die Anschlüsse an die Barenco-Linie nach Dalpe hergestellt. Ein Setra 313UL der neuesten Generation wartet am 22.5.2010 auf den Neoplan 312K, der nacher über Quinto ebenfalls nach Airolo fahren wird. Die 4 2005/2006 für die Hauptlinie beschafften Wagen wurden 2010 ersetzt durch Volvo 8700LE, da sie nach 4 Betriebsjahren bereits über 500'000 Kilometer auf dem Tacho hatten... Sie sind heute bei der Regie Lugano beheimatet und lassen in Airolo nur die Wagen 5 und 6 für Pässe- und Zusatzfahrten übrig.
Ein Volvo 8700LE am 28.11.2010 im Dorf Faido. Dieses liegt ein rechtes Stück unterhalb des Bahnhofs, weshalb viele der Reisenden, die in Faido einsteigen, bereits hier den Bus wieder verlassen...
Weiter geht die Fahrt talwärts über Chiggiogna (bekannt wegen einer grossen NEAT-Deponie) nach Lavorgo mit seinen Anschlüssen an die Barenco-Kleinbusse nach Chironico oder Sobrio. Schon kurz nach 6 Uhr abends liegt das Dorf auch am 19.6.2011 schon im Schatten, was dafür eine genug lange Belichtung für die LED-Anzeigen des neuen Volvos ermöglicht...
Dieser Wagen, ein MB Sprinter 416CDI 4x4 in der grösstmöglichen Ausführung, kommt auf den schmalen Linien ins Bedrettotal und nach Lurengo zum Einsatz. Am 22.4.2009 entstand diese Aufnahme in Airolo vor einem Einsatz ins schneereichste Tal der Schweiz - auch im April dürfte der Wagen noch einige Lawinenkegel zu queren haben.
In der Sommersaison ist die Strasse dagegen auch für etwas grössere Wagen gut befahrbar - ein Vario aus 2004 bedient dann die meisten Kurse im Bedrettotal. Der Wagen ist am 10.7.2011 in Ossasco zu sehen, dem Ausgangspunkt für eine Wanderung über den Cristallinapass nach San Carlo (Bavona).
Das kleinste Fahrzeug der Flotte ist ein VW-Kleinbus, ebenfalls aus 2004. Nur die rote, hinter den Scheibenwischern versteckte Tafel weist darauf hin, dass der Bus soeben eine Fahrt über Altanca nach Lurengo und zurück hinter sich hat, als er am 10.7.2011 die Umsteigehaltestelle Piotta Nord passiert. Der Wagen fährt an schulfreien Tagen diese sehr schwach frequentierte und äusserst schmale bergstrecke nach Lurengo. An Schultagen quält sich der Sprinter oder gar der Vario durch die engen Dörfchen an der Strada Alta Leventina.
Nebst den "normalen" Postautolinien in der Leventina bedient PU Marchetti, Airolo, zusammen mit anderen die Pässefahrten in den Zentralalpen. Dafür wird meist der 2006 beschaffte Setra 313UL Nr. 5, im Gegensatz zu seinen Schwesterfahrzeugen ohne Rollstuhllift ausgestattet, verwendet. Am 14.7.2009 wartet er in Airolo nebst einem Integro von PU Mattli, Wassen, auf die Abfahrt zum Nufenen.
Die Rundfahrt ab Airolo führt jeweils, nach einer Fahrt über den Gotthard nach Andermatt und zurück, über Nufenen-, Furka- und Gotthardpass. Nachdem die Mittagspause des Wagens aus verschiedenen Gründen nach Oberwald verlegt wurde, gibt es beim berühmten Hotel Belvedere am Furkapass nur noch eine kurze Pause. 14.7.2009.
Der letzte Pass der Runde ist auch der bekannteste (und meistüberschätzte) von allen. Nicht absprechen lässt sich dem ansonsten recht erignislosen Pass allerdings die historische Bedeutung, die hier auch an der Hausmauer sichtbar ist, als am 01.07.2012 der Setra auf die Abfahrt nach Airolo wartet. Typisch auch die Wetterscheide: Während sich das Wetter im Süden noch einigermassen hält, kriecht von Norden der Nebel über die Passhöhe.
Nach der Rundfahrt gibt es noch eine letzte Fahrt ab Airolo auf den Nufenenpass und zurück. Falls keine Kunden vorhanden sind, wendet der Bus allerdings bereits bei der Abzweigung Corno-Gries wieder und fährt leer nach Airolo. Trotz schlechten Wetters waren am 14.7.2009 immerhin vier Kunden anwesend, die nun auf der Passhöhe den Bus verlassen haben und auf den - ebenfalls reservationspflichtigen - letzten Kurs nach Oberwald warten.
Für den morgendlichen Nufenen-Kurs ab Airolo bis zur Passhöhe ergab sich keine Möglichkeit der Linienverknüpfung, weshalb dort jeweils Wagen 6, Setra 313UL aus 1999, eingesetzt wird. Das Fahrzeug, einst auf der Hauptlinie eingesetzt, fährt heute vorwiegend weniger wichtige Kurse ab Airolo nach Lurengo, Nante und ins Bedrettotal. Aufnahme am 10.7.2011 in Ossasco auf der Rückfahrt vom Nufenen nach Airolo.