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Vor einigen Tagen hat Shia LaBeouf, dessen grösstes Talent darin besteht, dämlich dreinschauend vor Riesenrobotern wegzurennen, auf seiner Website seinen Kurzfilm HowardCantour.com veröffentlicht, in dem es um einen Onlinefilmkritiker geht. Der Schauspieler wollte damit laut eigenen Aussagen verstehen, wie die bösen Kritiker ticken. Und obwohl er mit dem Kurzfilm auf positives Feedback stiess, liess ihn LaBeouf bereits kurze Zeit später wieder von seiner Website entfernen. Denn einigen Zuschauern entgingen die krassen Parallelen zwischen LaBeoufs Kurzfilm und Daniel Clowes Comic Justin M. Damiano, der sich derselben Thematik annimmt, nicht.
Wer jetzt meint, dass sich diese beiden Werke vermutlich zufällig ähneln, der irrt. LaBeouf übernahm ganze Textpassagen aus Clowes‘ Comic, wie zum Beispiel den folgenden Monolog, der so eins zu eins auch im Film zu finden ist: „A critic is a warrior, and each of us on the battlefield have the means to glorify or demolish (whether a film, a career, or an entire philosophy) by influencing perception in ways that if heartfelt and truthful, can have far-reaching repercussions.“ Clowes war natürlich entsprechend schockiert. „I actually can’t imagine what was going through his mind.”, gab er zu Protokoll.
LaBeouf, der zufälligerweise auch noch ein grosser Fan von Clowes ist, aber während der ganzen Promotiontour für den Kurzfilm (HowardCantour.com lief auch in Cannes) oder in den Credits des Films nie erwähnte, von wem die Vorlage stammt, liess sich daraufhin zu einem Statement auf Twitter verleiten, in dem er deutlich machte, dass er den Kurzfilm tatsächlich nicht selber erdacht hat.
Copying isn't particularly creative work. Being inspired by someone else's idea to produce something new and different IS creative work.
— Shia LaBeouf (@thecampaignbook) December 17, 2013
Dumm nur – und jetzt wird’s erst richtig spannend – dass BuzzFeed herausgefunden hat, dass diese Entschuldigung ebenfalls nicht auf LaBeoufs Mist gewachsen ist. Eine Benutzerin beantwortete eine Frage auf Yahoo! Answers mit fast denselben Worten: „Merely copying isn’t particularly creative work, though it’s useful as training and practice. Being inspired by someone else’s idea to produce something new and different IS creative work, and it may even revolutionalize the „stolen“ concept.“
Danach folgten dann erwartungsgemäss ein paar reuige Tweets, wirklich ein Schuldeingeständnis machte LaBeouf aber nicht – er war auch als der Shitstorm auf ihn niederprasselte noch der Auffassung, dass Clowes ihn lediglich inspiriert hatte und sein Fehler darin bestand, ihn nicht zu nennen. Dass er schamlos ein Werk kopiert hatte, war LaBeouf offenbar nicht bewusst. Immerhin gab es noch ein wunderbar reumütiges Schlusswort vom Schauspieler:
I fucked up.
— Shia LaBeouf (@thecampaignbook) December 17, 2013
Patton Oswalts trockener Kommentar, der es eigentlich wunderbar auf den Punkt bringt:
.@thecampaignbook Yes. Most recently, your bullshit "apology."
— Patton Oswalt (@pattonoswalt) December 17, 2013