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Erythromycin und Ivabradin beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhte Gefahr für Bradykardien und QT-Zeit-Verlängerungen
Mechanismus
Die Metabolisierung von Ivabradin erfolgt ausschliesslich über das CYP3A4-Isoenzym. In Kombination mit CYP3A4-Inhibitoren wie Erythromycin kann der Abbau von Ivabradin vermindert werden und erhöhte Konzentrationen des Arzneistoffes treten auf.
Effekt
Unter erhöhten Ivabradin-Konzentrationen kann es zu schweren Bradykardien kommen. Erythromycin hat ein bekanntes Potential bzgl. einer QT-Verlängerung [Hancox JC, 2014]. Unter Senkung der Herzfrequenz durch Ivabradin kann eine QT-Verlängerung verstärkt werden. Das Risiko für kardiale Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes kann erhöht sein.
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Gemäss Schweizer Fachinformation für Ivabradin ist die Kombination mit Erythromycin per os kontraindiziert. Ist eine gleichzeitige Gabe unumgänglich, sind eine engmaschige Überwachung der QTc-Zeit im EKG sowie Kontrollen der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium) notwendig.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018