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Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut, die sich in einer fortschreitenden Ausdünnung und Auswölbung äussert, bei der die Hornhaut spitz zuläuft und die Form eines Kegels einnimmt (Protrusion). Die Folge dieser Auswölbung ist ein unregelmässiger Astigmatismus (unregelmässige Verformung), der zu einer Abnahme und einer irreversiblen Sehstörung führt, die durch eine Brille nicht verbessert werden kann. Diese Krankheit betrifft zwischen 1 und 5 Personen pro 1000 und befällt grösstenteils junge Menschen zwischen 9 und 28 Jahren.
Die genaue Ursache von Keratokonus ist nicht weitläufig bekannt. Zu den Hauptrisikofaktoren gehört jedoch das Reiben der Augen (nach einer allergischen Konjunktivitis), wodurch die Hornhaut geschwächt werden könnte. Chromosomale Erkrankungen wie das Down-Syndrom werden ebenfalls in Verbindung gebracht mit einer höheren Inzidenz von Keratokonus. Es besteht eine auch genetische Veranlagung, die eine Übertragung dieser Krankheit in bestimmten Familien nach sich zieht (in 6 % bis 10 % der Fälle).
Patienten beschweren sich über fortschreitenden Sehverlust, Verzerrungen, Sehstörungen und Lichtempfindlichkeit (Photophobie). Es ist möglich, dass sich der Patient zu Beginn der Erkrankung über keinerlei Symptome beschwert. In der Tat kann ein Keratokonus während einer Routineuntersuchung oder sogar während einer Untersuchung auf die Eignung für eine Myopie-Operation festgestellt werden.
Die Keratokonus-Diagnose wird auf Grund einer klinischen und paraklinischen Beiweislage (zusätzliche Untersuchungen) gestellt. Die augenärztliche Untersuchung zeigt eine Verschlechterung des Sehvermögens und Astigmatismus. In schweren Fällen kann man auch Trübungen und Hornhautnarben erkennen. Die primäre Zusatzuntersuchung ist die Hornhauttopographie. Diese geografische Karte der Hornhaut mit Farbstufen ermöglicht es, das Relief der Hornhaut zu sehen. Auf diese Weise kann man eine abnormale Ausbuchtung der Hornhaut erkennen und ein Screening für Keratokonus durchführen, bzw. diesen überwachen.
Es gibt zahlreiche Behandlungen für Keratokonus und die Auswahl hat sich in den letzten Jahren beträchtlich gesteigert. Die angebotenen Behandlungen variieren je nach Schweregrad der Erkrankung. Von Kontaktlinsen bis Hornhauttransplantationen – das therapeutische Arsenal ist breit.
Die Behandlung des Keratokonus erfolgt zunächst über eine Kontaktlinse, mit der die Hornhautoberfläche abgeflacht werden kann. In Bezug auf das Sehvermögen ist dies die beste Behandlung für Keratokonus. Darüber hinaus liefern harte Linsen bessere Ergebnisse als flexible Linsen, sie sind jedoch nicht immer leicht verträglich. Bei fortgeschrittenem Keratokonus, wenn Patienten die Linsen nicht mehr vertragen, können andere Behandlungen angeboten werden.
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