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In den Jahren 1964 bis 1971 wurden rund 140'000 Kubikmeter Bauschutt, Sperrgut, Aushub, Schlacke, Hauskehricht und Gewerbeabfälle aus der öffentlichen Abfallentsorgung – vorwiegend aus der Gemeinde Uzwil - in einer tieferliegenden Prallhangschlaufe der Glatt abgelagert. Aufgrund der Ufererosion ist dieses Gewässer nun in Gefahr.
Im Rahmen der Altlastenuntersuchung wurde vor rund fünf Jahren festgestellt, dass die Deponie Niederglatt sanierungsbedürftig ist. Damit die fortschreitende Ufererosion keine Abfälle in die Glatt freisetzt und abschwemmt, wurde 2015 als Sofortmassnahme eine temporäre Verbauung mit Raubäumen ausgeführt.
Bachbett wird eingeengt
Der Gemeinderat Oberuzwil erteilte einem Ingenieurbüro Ende 2017 den Auftrag zur Ausarbeitung eines definitiven Sanierungskonzeptes. Zwischenzeitlich wurde ein Variantenstudium durchgeführt und mit Kanton und Bund haben diverse Vorprüfungen und Besprechungen stattgefunden.
Um die Deponie langfristig zu sanieren, soll das linke Ufer der Glatt mit 17 Steinbuhnen – vom Ufer zur Flussmitte hin errichtete Verbauungen – gesichert werden. Diese lenken die Strömung vom Ufer weg in die Bachmitte und wirken langfristig der Erosion entgegen. Dadurch wird das Bachbett eingeengt, die Durchflussbreite verringert sich und führt gleichzeitig zur Erhöhung der Wassertiefe.
Uzwil zahlt gut die Hälfte
Die Kosten sollen sich auf 1,26 Millionen Franken belaufen. Daran beteiligt sich der Bund mit rund 40 Prozent. Der grösste Kostenanteil, nämlich 53,75 Prozent, muss von der Gemeinde Uzwil getragen werden. Oberuzwil hat als Standortgemeinde das Projekt leiten und 0,7 Prozent der Kosten zu übernehmen. Die restlichen Kosten werden gemäss Kostenverteiler sechs weiteren Regionsgemeinden belastet.
Das Projekt wird vom 9. April bis 8. Mai öffentlich aufgelegt. Danach kann bestimmt werden, wann genau die Umsetzung erfolgt. (gk)