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Mit Schärfe und Ironie schildert Simone de Beauvoir die Gesellschaft der Neureichen, in der Gefühle zu Werbespots werden. Die Menschen dieses Romans ersticken an den Lügen und Heuchelein der spätkapitalistischen Welt, beherrscht von Statussymbolen, von "schönen Bildern".
«Was haben die anderen, was ich nicht habe?» - Die schöne
junge Laurence hat alles, was man nur haben kann: einen Ehemann,
der sie liebt, einen Geliebten, der sie anbetet, zwei wohlgeratene
Töchter, einen Beruf, der ihr Freude macht, und außerdem
Geld. Eine glückliche Frau? Eines Tages stellt ihr die
zehnjährige Tochter Catherine die klassische Frage: «Mama,
warum ist man auf der Welt?» Das Kind fragt, weil es entdeckt
hat, daß nicht alle Menschen im Wohlstand leben, daß
es Ungerechtigkeit und Unterdrückung gibt. Der Mutter aber
wird mit Bestürzung bewußt, daß sie über
dem Kult der schönen Dinge, dem Landhaus, dem neuen Wagen,
der Stereoanlage und den flauschigen Teppichen die rechte Antwort
verloren hat. Sie erkennt, daß die Welt, in der sie lebt,
völlig leer und nur von schönen Bildern umstellt ist,
die die anderen für Wirklichkeit halten.
Auflage: 29. A.
Verlag: Rowohlt Taschenb.
Seiten: 124 S.
Erscheinungsjahr: 2011
Ausführung: Kartonierter Einband (Kt)