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Die Polizei nahm insgesamt sechs Menschen fest. Sie hatten die Fäkalien vor dem Gebäude des Medienunternehmens Daily Mail and General Trust (DMGT) ausgekippt, dem etwa die Zeitung «Daily Mail» gehört. Die Demonstranten kletterten auf Baugerüste und hängten Protestbanner auf. Eine ähnliche Aktion am Gebäude des «Telegraph» verhinderte die Polizei.
Anschliessend zogen Demonstranten mit Bannern und Fahnen durch die Londoner Innenstadt und am Parlament vorbei. Dabei riefen sie Parolen und zündeten Rauchtöpfe. Organisiert wurde der Protest von der Initiative Extinction Rebellion. Sie kritisierten die enge Verbindung zwischen milliardenschweren Eigentümern der britischen Verlage und der Politik und forderten ein Ende «der Medienkorruption, die aus Profitgründen die Wahrheit aus der Öffentlichkeit verdrängt».
Viele Verlage in Grossbritannien sind in der Hand einiger schwerreicher Unternehmer wie Rupert Murdoch («The Sun», «The Times»), Frederick Barclay («The Daily Telegraph»), Jonathan Harmsworth («Daily Mail») oder Alexander Lebedew («Evening Standard», «The Independent»).
Bei einer weiteren Protestaktion demonstrierten am Sonntag ebenfalls in London Menschen für eine Öffnung von Diskotheken und Clubs. Die Regierung hatte diesen Schritt für den 21. Juni geplant, wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus aber um vier Wochen verschoben.