Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03364.jsonl.gz/370

Kindgerechte Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden in den Zentren des Bundes
Evaluation des Pilotprojektes des Bundes
At a glance
- Project leader : Prof. Dr. Eva Mey
- Deputy of project leader : Dr. Samuel Keller
- Project team : Kushtrim Adili, Clara Bombach, Prof. Dr. Mirjam Eser Davolio, Milena Gehrig, Dr. Konstantin Kehl, Dr. Dilyara Müller-Suleymanova
- Project status : completed
- Funding partner : Federal government (Staatssekretariat für Migration SEM)
- Contact person : Eva Mey
Description
Ein interdisziplinäres Forschungsteam der ZHAW hat das Pilotprojekt zur kindes- und altersgerechten Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) in den Zentren des Bundes systematisch evaluiert.
Ausgangslage
Im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Asylwesens und der Einführung des beschleunigten Asylverfahrens ist eine maximal 140 Tage dauernde Unterbringung und Betreuung der UMA in den neuen Bundesasylzentren (BAZ) vorgesehen. Während dieser Zeit ist das Staatssekretariat für Migration (SEM) die zuständige Behörde für die Unterbringung und Betreuung der UMA. Um diese kindes- und altersgerecht zu gestalten, hat das SEM im Rahmen eines Pilotprojektes besondere Standards für die Unterbringung und Betreuung der UMA ausgearbeitet und an zwei Standorten getestet.
Ziele
Das Hauptziel der Evaluation bestand in der Beantwortung der Frage, wie gut die vom SEM ausgearbeiteten Standards geeignet sind, um in den BAZ eine kindes- und altersgerechte Unterbringung und Betreuung sicherzustellen. Davon ausgehend galt es, Empfehlungen im Hinblick auf die schweizweite Unterbringung und Betreuung von UMA in den BAZ auszuarbeiten.
Methode
Die Evaluation umfasste insgesamt fünf Module. Die aus dem Evaluationsauftrag abgeleiteten Fragen wurden über diese fünf Module bearbeitet.
1. Ein Grundlagenmodul, in dem die relevanten rechtlichen und theoretischen Grundlagen zur Kindes- und Altersgerechtigkeit aufgearbeitet und entsprechende Evaluationskriterien abgeleitet wurden.
2. Eine Analyse von Falldossiers.
3. Mündliche Interviews mit involvierten Fachpersonen.
4. Eine anonyme Online-Befragung des mit UMA konfrontierten Betreuungspersonals in allen Zentren des Bundes.
5. Beobachtungen und Gruppengespräche mit den UMA.