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Von der theoretischen Beschreibung des Telefons durch Charles Boursel 1854,
bis zur marktreifen Lösung, dauerte es über 20 Jahre.
Ohne Kenntnis von der Idee von Charles Boursel stellte Philipp Reis, ein deutscher Lehrer,
1861 Versuche zur Sprachübertragung über den elektrischen Strom an.
1863 hatte er dem physikalischen Verein Frankfurt sein Gerät vorgestellt.
Die Anwesenden erkannten den Wert der Erfindung nicht. Entmutigt durch die
Beurteilung seiner Erfindung entwickelte er diese nicht mehr weiter und liess sie
auch nicht patentieren. Aus seiner kleinen Produktion ist auch ein Gerät in die USA
gelangt, welches 1875 Bell zu Gesicht bekam.
Antonio Meucci entwickelte in New York ein funktionstüchtiges Telefon und hatte bereits
von 1871 bis 1873 ein vorläufiges Patent angemeldet. Da er jedoch die Mittel für eine
Aufrechterhaltung über diesen Zeitpunkt hinaus nicht aufbringen konnte, verfiel dieses.
Der aus Schottland in die USA eingewanderte Taubstummenlehrer Alexander Graham Bell
patentierte eine Apparatur über welche Sprache übermittelt werden kann. Entwickelt
hatte er es in dem Labor, in dem Meucci sein Material gelagert hatte. Aus diesem Grund
hat Meucci 1887 versucht, Bell das Patent in einem Betrugsverfahren abzuerkennen.
Durch den Tod von Meucci im Jahr 1889 geriet die Angelegenheit jedoch in Vergessenheit.
Während Bell zu Weltruhm gelangte, ist der Name Meucci heutzutage nur Wenigen geläufig.
Nicht nur Apparate:
Viele alte Postkarten zeigen, wie sehr die Möglichkeit der Technik, erstmals eine vertraute Stimme aus der Ferne ganz nahe am Ohr zu haben, die (auch erotische) Phantasie beflügelte.