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Johann Georg Frech (1790–1864) war Sohn eines Uhr- und Orgelmachers. Er besuchte das Gymnasium in Stuttgart und spielte während seines Studiums Violine, Flöte, Cello, Klavier und Orgel, u. a. bei Justin Heinrich Knecht. Er machte Bekanntschaft mit Carl Maria von Weber, der zu dieser Zeit am Stuttgarter Hofe wirkte. Nach einigen Jahren als Lehrergehilfe und Musiklehrer wurde er 1820 Städtischer Musikdirektor und Organist an der Esslinger Stadtkirche St. Dionys. Sein Nachfolger in diesen Ämtern wurde ab 1860 Christian Fink.
Johann Georg Frech war zweimal (1828 und 1844) Mitherausgeber des Württembergischen Choralbuchs zusammen mit Konrad Kocher und Friedrich Silcher. Darin wurden 21 Melodien von Frech aufgenommen.
Johann Georg Frech spielte 1856 zusammen mit Jakob Adam Seitz, Friedrich Riegel und dem Ulmer Münsterkantor Dieffenbacher das erste öffentliche Konzert an der neuen Walcker-Orgel, op. 144, III/P 100 (mit legendärem Doppelpedal), damals die größte Orgel der Welt. Schüler von Johann Georg Frech waren u. a. Christian Burkhardt, Andreas Barner, Karl Friedrich Breuninger und John Zundel. [Quelle: schwaebische-orgelromantik.de]
Kompositionen von Johann Georg Frech
Johann Georg Frech war ein äusserst produktiver Komponist, sein Werk umfasst 622 Titel, darunter Messen, Kantaten, Psalmen und Chöre.
Zwei Hefte mit «Vor- und Nachspiele für die Orgel, nebst 24 Choral-Intonationen und Choral-Schlüssen» erschienen 1827 bei Seeger, Esslingen. Die choralgebundenen Werke sind als Auszug im Reprint beim Maltzahn’schen Musikverlag erschienen. Einige der freien Orgelstücke sind in den beiden Bänden «Freie Orgelmusik der Romantik» im Carus-Verlag erschienen.