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(17.11.10) Die Zahl der "Working Poor" in der Schweiz hat sich 2008 deutlich verringert. Laut Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) ging der Anteil der armen Arbeitnehmenden von 4,8% im Jahr 2007 auf 3,8% im Jahr 2008 zurück. Diese Entwicklung lässt sich mit dem positiven Wirtschaftswachstum und dem starken Rückgang der Arbeitslosigkeit in den Jahren 2006 bis 2008 erklären.
Als arm gelten alle Personen zwischen 20 und 59, die in einem Haushalt leben, dessen Monatseinkommen nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und Steuern unter der Armutsgrenze liegt. Innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe werden diejenigen als Working Poor eingestuft, die mindestens eine Stunde pro Woche arbeiten und in einem Haushalt leben, der insgesamt mindestens über ein volles Erwerbspensum verfügt.
In der Schweiz galten 2008 rund 118'000 Personen trotz Arbeit als arm, was einem Anteil von 3,8% der Arbeitnehmenden entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ging die Quote damit um einen Prozentpunkt zurück.
Das Risiko der Arbeitsarmut ist nicht für alle Beschäftigten gleich hoch. Es hängt von soziodemografischen und arbeitsmarktrelevanten Faktoren ab. Die Risikogruppen sind über die Jahre unverändert geblieben. Dem BFS zufolge ist das Risiko, zu den Working Poor zu zählen, bei Personen in Alleinerziehendenhaushalten und in Paarhaushalten mit drei oder mehr Kindern besonders hoch.Weitere Risikogruppen sind ausländische Arbeitnehmende, Personen mit niedriger Bildung, Selbstständige (besonders die ohne Angestellte), Personen mit einer befristeten Anstellung und Personen mit Erwerbsunterbrechungen.
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