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Wie die am Freitag veröffentlichten Daten der brasilianischen Weltraumforschungsagentur Inpe zeigen, erreichte die Abholzung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes in den ersten sechs Monaten des Jahres einen neuen Rekordwert. Innert sechs Monaten wurden in der Region 3988 Quadratkilometer gerodet.
Die Fläche entspricht fünfmal der Grösse von New York City. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist dies ein Anstieg von zehn Prozent. Seit die Behörde 2015 mit der Messung der Daten begann, ist dies der höchste Wert.
Unter dem internationalen Druck der USA und Europas verpflichtete sich die brasilianische Regierung unter Präsident Jair Bolsonaro, illegale Abholzungen bis 2028 zu beenden. Beim Weltklimagipfel in Glasgow im November 2021 unterzeichnete die Regierung ein globales Abkommen.
Mehr als 100 weitere Staaten unterzeichneten vor gut einem halben Jahr das Abkommen ebenfalls. Dieses sieht vor, grossflächige Rodungen zu beenden.
Wissenschaftler werfen der Regierung vor, illegale Rodungen zu dulden. Spekulanten rechneten mit Straflosigkeit und würden immer wieder Urwaldgebiete roden. Genutzt werde die freie Fläche für den Anbau von Soja und die Rinderzucht.
(Reuters)