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Das satirische Porträt von nichts weniger als der gesamten modernen Welt – einer der wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts!
Wyatt Gwyon wächst als Priestersohn unter der rigiden Obhut seiner Tante in der Provinz Neuenglands auf und entwickelt ein zeichnerisches Talent. Schliesslich landet er Ende der vierziger Jahre im New Yorker Greenwich Village, wo er aus Not zu einem genialen Kunstfälscher wird. Doch er kopiert nicht etwa die alten Meister, sondern erfindet neue »Originale« und arbeitet damit korrupten Händlern und Hehlern in die Hände. Um ihn herum gibt es ein ganzes Heer an Künstlern, Kunstexperten, Schriftstellern, Geistlichen, Forschern und Politikern, die sich alle in einem Netz aus Lügen an der Fälschung der Welt beteiligen. Mit diesem sprachgewaltigen, amüsant und wild wuchernden Epos, das 1955 in den USA erschien, ist William Gaddis ein grosser Wurf gelungen, ein Zeitroman über eine bodenlose, auf Lug, Trug und Schein aufgebaute Welt, ein Paukenschlag von einem Buch, das zu den bedeutendsten Meisterwerken der Literatur zählt und als Schlüsselroman der Moderne gilt.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 08.07.13 Über 1200 Seiten Literatur die einen umhaut. Die Fälschung der Welt wurde erstmal 1955 veröffentlicht und gilt heute als einer der grossen Klassiker der amerikanischen Literatur. William Gaddis (1922-1998) wurde mehrfach für seine Werke ausgezeichnet. Mit diesem Roman beweist er seine Beobachtungsgabe einer Gesellschaft, die sich immerzu selbst betrügt. Die Fälschung der Welt ist kein Roman, sondern ein Ereignis.
Portrait
William Gaddis (1922-98) zählt mit Don DeLillo, Richard Ford und Thomas Pynchon zu den bedeutendsten amerikanischen Schriftstellern unserer Zeit. Nach dem Studium in Harvard reiste er mehrere Jahre durch Europa, Zentralamerika und Nordafrika und arbeitete an seinem ersten Roman, 'Die Fälschung der Welt', der 1955 in Amerika erschien. Die Kritik vermisste das Positive und schickte den Autor in die Wüste. Jahrelang arbeitete Gaddis als Produzent von Lehrfilmen in der Industrie und für das Militär. Erst zwanzig Jahre später, 1975, erschien sein zweiter Roman, 'J R'. Es folgten 'Die Erlöser' und 'Letzte Instanz'. Kurz vor seinem Tod vollendete Gaddis das Hörspiel 'Torschlusspanik' sowie einen letzten Roman 'Agape, Agape'. Marcus Ingendaay, geboren 1958, Studium der Anglistik und Germanistik in Köln und Cambridge. Tätigkeit als Werbetexter und Reporter, danach freier Übersetzer mit mehrfachen Auszeichnungen. Romanveröffentlichung.