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Blütenpollen:
Was sind eigentlich Blütenpollen? Blütenpollen bestehen aus Pflanzenstaub der männlichen Keimzellen der Blütenpflanzen. Die Blütenpollen bilden sich in Staubblättern der Blüten und werden dort bis zur Reife gespeichert. Wenn die Pollensäcke, die sich am oberen Ende der Staubblätter befinden, reif sind, platzen ihre Wände und geben die Pollenkörner frei.
Wie sehen denn Blütenpollen aus? Blütenstaub hat die unterschiedlichsten Formen. Man kennt kugelige, ovale, würfel- und pyramidenförmige Pollenkörner. Auch solche mit Luftsäcken zur besseren Verbreitung durch den Wind. Zur Unterscheidung der vielen Formen und Oberflächen muss man die Pollen im Mikroskop über 100fach vergrössern, denn sie haben nur die Grösse von weniger als einem zwanzigstel Millimeter. So klein das einzelne Pollenkorn ist, so gross ist die Gesamtzahl: Bis zu mehreren Millionen pro Blüte. Die Farbe der Pollen ist nicht nur gelb oder Orange. So sind zum Beispiel die Pollen des Lavendels tiefblau.
Entdeckt man eine Biene kurz vor ihrem Heimflug, dann lassen sich an ihren Hinterbeinen oft zwei kleine Kügelchen erkennen. In den Kügelchen befinden sich tausende gesammelter Blütenpollen, zusammengeballt zu sogenannten "Pollenhöschen". Über 60000 solcher "Höschen" trägt ein einziges Bienenvolk an einem Sommertag in den Bienenstock.
Bienen wissen instinktiv, dass Honig allein- trotz seines hohen Kaloriengehaltes nicht zur Aufzucht des Nachwuchses ausreicht. Auch die Bienenkönigin wäre ohne die aus Pollen und Honig bereitete Kraftnahrung (Gelée Royale) nicht fähig bis zu 2000 Eier pro Tag zu legen.
Wie werden Pollen geerntet? Mit der Pollenfalle. Das ist nichts anderes als eine Art Kamm, der am Eingang des Bienenhauses befestigt wird und den die Bienen beim Einflug passieren. Durch dieses Verfahren werden die Pollenhöschen abgestreift. Dieser Prozess ist absolut schmerzfrei für die Biene.
Was beinhalten Blütenpollen? Pollenkörner enthalten Vitamine, Nähr- und Mineralstoffe. Nachgewiesen sind Vitamine bzw. Provitamine Karotin, der B- Komplex, Vitamin C D E und "vitaminähnlich" wirkende Flavone. Jeweils etwa ein Viertel der Pollenmasse besteht aus Eiweiss (mit essentiellen Aminosäuren) und Kohlenhydraten. Unter den gefundenen Mineralstoffen ragen mengenmässig Phosphor und vor allem Kalium hervor. Auch Magnesium und Kalzium sind in nennenswerter Menge vorhanden. Hinzu kommen Phytohormone und Fermente.
Gelée Royale:
Gelée Royal wird auch als Königinnenfuttersaft oder Weiselsaft bezeichnet. Es ist ein Sekret das die Arbeitsbienen (Ammenbienen) in ihren Hypopharynx- und Mandibeldrüsen erzeugen.
Die Bienen werden nur in den ersten 3 Tagen mit Gelée Royale gefüttert. In diesen 3 Tagen verzeichnen sie eine intensive Entwicklung. In nur drei Tage erreichen sie das 250fache an Körpergewicht. Die Larve der Arbeiterbiene erhält danach nur noch Blütenpollen und Honig. Im Sommer erreichen die Bienen ein Durchschnittsalter von 38 Tagen.
Die Bienenkönigin hingegen wird bis zur Verdeckelung ihrer Zelle mit diesem Weiselfuttersaft gefüttert. Die Königin erhält jedoch auch später noch Gelée Royale. Dadurch erreicht sie ein Lebensalter von 4 bis 5 Jahren und ist auch sonst zu Höchstleistungen fähig. In Spitzenzeiten kann sie bis zu 2000 Eier pro Tag lagen.
Die Entstehung der Bienenkönigin ist ein interessantes Forschungsthema, das auch weiterhin intensiv untersucht wird. Eine Untersuchung der Insektenkundlerin Berenbaum, hat beispielsweise ergeben, dass es einen Unterschied macht, ob die Biene Futter bekommt, dass pflanzlichen Ursprungs ist oder von den Bienen selbst erzeugt wird wie das Gelée Royal.
Gelée Royale besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser; die restlichen 30 Prozent sind zur Hälfte Proteine. Dazu kommen unter anderem Kohlenhydrate und Fette. Die Detailzusammensetzung finden Sie hier.
Honigwein (Met):
Original Met, auch Honigwein genannt, ist eine alkoholisches Getränk aus Honig, Wasser und Hefe und wird heute professionell hergestellt. Heutzutage kreiert man auch oft Mixgetränke mit Met, Fruchtsäften und Gewürzen.
Honig gehörte jedoch bereits bei den frühesten Kulturvölkern zu den kostbarsten Gütern. Dies gilt auch für den daraus erzeugte Met. Das Wort "Met" kommt aus dem indogermanischen "Medhu", was so viel wie süsser Trank bedeutet. Es gilt als gesichert, dass die ersten alkoholischen Getränke der Menschheit Met und Wein waren, wobei die Metgewinnung etwas älter als das Verfahren zur Weinherstellung sein soll. Wein war in Vorderasien und Ägypten schon seit 3500 v. Chr. bekannt.
Eine Erklärung für die frühe Erfindung von Met ist die ungenügend luftdichte Lagerung von Pollen. Wie Ausgrabungen beweisen, wurden Pollen im Winter und auf längeren Schiffsreisen von den nordischen Völkern zur Verhinderung von Skorbut (Vitaminmangelkrankheit) eingenommen. Diese Pollenvorräte wurden, um sie vor dem Verderben zu bewahren, mit Honig überschichtet. Danach setzte eine Spontangärung ein, wenn beispielsweise zu wasserhaltigem Honig verwendet wurde oder wenn ein Behälter undicht war und der Inhalt aus der Luft Wasser entziehen konnte. So entstand unbeabsichtigt Met.
Aufgrund dieser Spontangärung glaubten unsere Vorfahren über Tausende von Jahren, dass Met ein Geschenk der Götter sei. Er war in der vorchristlichen Mythologie der Trunk des Festes und der Freude. Met erschien ihnen in seiner Süsse wie ein Göttertrunk, mit dessen Hilfe bei ihren Festen und Gelagen göttliche Kraft auf Menschen übertragen werden konnte und sie so mit den Göttern in Verbindung brachte.
Später lernte man in Rom den köstlichen Met zu schätzen. Erbeutete Met-Krüge erhielten begeisterte schriftliche Erwähnung in den Annalen der Römischen Geschichtsschreibung. Met erhielt einen Ehrenplatz an römischen Festtafeln, neben den billigeren aus Weintrauben gekelterten Getränken. Wegen der wesentlich einfacheren Herstellung blieb der Wein aus Weintrauben auch nach dem Zerfall des römischen Reiches mengenmässig das verbreitetste Tafelgetränk.
Die Wikinger erlangten erst durch ihre Raubzüge und den späteren Handel das Wissen, um Met herzustellen. Aufgrund des kalten Klimas war der Anbau von Wein in Skandinavien nicht möglich und so konnten sie keinen Wein keltern. Doch war den Nordmännern dieses Getränk von den Römern her bekannt und nicht umsonst waren sie für ihren Einfallsreichtum bekannt. Also nahmen sie Honig und gaben erbeuteten Wein hinzu und es entstand ein süsses alkoholisches Getränk. Da Alkohol die Zunge lockert, benannten die Wikinger das Getränk nach dem Skaldenmet, dem Trank der nordischen Mythologie "der jedem, der davon genoss die Gabe der Dichtkunst verlieh."
Propolis:
Die Bezeichnung Propolis stammt aus dem Griechischen und bedeutet pro = vor, Polis = Stadt. Das bedeutet, das die Feinde müssen vor der Stadt bleiben müssen.
Es handelt sich also um eine Substanz, welche das Bienenvolk vor schädlichen Krankheitserregern schützt. Propolis ist eine kittähnliche braune Substanz, mit welcher die Bienen ihren Stockeingang, die Stockwände und die Waben überziehen. Die Bienen sammeln von Knospen und Rinden verschiedener Bäume Harz ein, welches sie dann mit Sekreten aus ihrem Körper zu Propolis aufwerten.
Inhalt: Vitamine, zahlreiche Säuren, Fettsäuren, Zimtsäure, Zimtalkohol, Mineralstoffe, viele Spurenelemente, Harze, Balsame und Wachs, ätherische Öle, Enzyme und Flavone.