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Spielfilm von
Billy Wilder
mit Marilyn Monroe, Tony Curtis, Jack Lemmon, George Raft, Pat O'Brien, Joe E. Brown, Nehemiah Persoff, Joan Shawlee, Billy Gray u.a.
USA 1959, 120', 35mm, OV/d
Chicago, 1929: Die Musiker Joe und Jerry werden als unfreiwillige Zeugen eines Massakers von der Mafia verfolgt, auf der Flucht treten sie als Frauen verkleidet einer Damenkapelle bei.
Unter dem Einfluss des Production Codes, einer selbstauferlegten Zensur Hollywoods, galt es, die Darstellung von Sexualität derart zu verschlüsseln, dass nur Vorwissen den Zugang zum Wissen ermöglichte. In Some Like It Hot geschieht dies auf äusserst vergnügliche Weise in einer völlig unglaubwürdigen Geschichte der beiden mittellosen Musiker, die im Chicago der Prohibitionszeit als unfreiwillige Zeugen des berühmt-berüchtigten Massakers am Valentinstag von der Mafia verfolgt werden. Das von tragischer Hintergründigkeit bestimmte Geschehen ist von zweideutigen Wortspielen geprägt, noch wichtiger als deren Bedeutung jedoch ist die Art, in der diese geäussert werden: die Modulation der Stimme, Gestik und Körpersprache in Verbindung mit der Musik. Ergreifend spielt Marylin Monroe die Verwundbarkeit der Rollenfigur, in der sich auch die eigene offenbart. «Selbst die Kostüme, die sich wie transparente Häute um ihren Körper legen und, unterstützt durch die Lichtsetzung, keine Grenzlinie zwischen Stoff und Haut zu erkennen geben, unterstreichen weniger den Reiz der Nacktheit als die Tragik eines ungeschützten Menschen» (Susanne Marschall in «Filmregisseure», S. 756)
Eine der unverschämtesten und zugleich klügsten Komödien aller Zeiten!