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1-5 Prozent aller Männer zwischen 18 und 75 Jahren hat nach wissenschaftlichen Untersuchungen auf das kindliche oder jung-jugendliche Körperschema gerichtete sexuelle Fantasien (Quelle: kein-taeter-werden.de), in der Schweiz demzufolge 20’000 -100'000 Männer. Vielen gelingt es nicht, ihre Neigungen dauerhaft zu kontrollieren. Sie begehen sexuelle Übergriffe auf Kinder oder nutzen Missbrauchsabbildungen im Internet, sogenannte Kinderpornografie. Anderen gelingt es bisher, die auf Kinder und junge Jugendliche gerichteten sexuellen Impulse zu unterdrücken, befürchten jedoch, die Kontrolle zu verlieren und ein Delikt zu begehen.
Ein Teil der Betroffenen verfügt über ein Problembewusstsein und ist offen für professionelle Hilfe. Allerdings fehlten bis vor einiger Zeit spezifische Therapieangebote in der Schweiz. Das Forensische Institut Ostschweiz bietet seit 2009 ein entsprechendes Beratungs- und Therapieangebot im Einzel- und Gruppensetting an.
Ziel dieser Angebote ist einerseits die Kontrolle der sexuellen Impulse und damit der Schutz von Kindern vor sexuellen Übergriffen. Andererseits sollen Betroffene mit einer Präferenzbesonderheit, die keine Übergriffe begehen wollen, in ihrem präventiven Engagement gestärkt werden. Die Angebote nehmen unter anderem Bezug auf die seit Jahren erfolgreichen Programme des Instituts für Sexualmedizin der Charité in Berlin. Durchgeführt werden die Gruppentherapien mit bis zu 6 Teilnehmern in diskretem Rahmen an einem anonymen Ort. Sie werden von zwei Psychotherapeuten geleitet, einer Frau und einem Mann.