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Das erste Anzeichen der Herzentwicklung bildet die kardiogene Platte, die sich noch kranial ausserhalb des Embryos befindet. Das Herz durchläuft dann sehr rasch 3 Hauptphasen:
- plexiforme Phase
- die tubuläre Phase
- die Schleifenphase
Durch die Flexion des Embryos gelangt das Gewebe der ursprünglich kardiogenen Platte, das von der Perikardhöhle umschlossen wird, in eine ventrale Lage. Es besteht aus Epikard, Myokard und Endokard. Vorübergehend bildet sich zwischen Myo- und Endokard eine gallertige Masse, die Herzgallerte, welche für die Schlaufenbildung von entscheidender Bedeutung ist.
Im Innern vollziehen sich auch diverse Differenzierungsvorgänge, wodurch das Blut, das vorerst seriell, später parallel durch das Herzen gepumpt wird. Folgende Umbauvorgänge finden statt:
- Verschiebung der Einflussbahn nach rechts
- Verschiebung der atrioventrikularen Ebene in die Mitte
- Trennung der Vorhöfe und Kammern durch vorwachsende Septen
- Trennung der Ausflussbahn durch Septen
Die herznahen Gefässe werden durch die Rechts-Links-Determinierung des Herzens in ihrer Entwicklung beeinflusst. So bilden sich gewisse Anteile des Venen- und Arteriensystems zurück und andere entwickeln sich weiter.
Bei der Geburt erfolgen grosse Druckveränderungen. Einerseits fällt das Niederdruckgebiet der Plazenta weg, andererseits fällt der Druck im kleinen Kreislauf durch die beginnende Atmung. Diese beiden Ereignisse führen dazu, dass der Druck im linken Herzen steigt und dafür im rechten Herzen sinkt. Dadurch verschliesst sich das Foramen ovale zwischen rechtem und linkem Vorhof und gleichzeitig erfolgt ein Verschluss des Ductus arteriosus. Nun ist der kleine vom grossen Kreislauf vollständig getrennt und sie sind hintereinander geschaltet.
Das Reizleitungssystem im Herzen ist wichtig für den koordinierten Ablauf der Herzkontraktion. Der Sinusknoten ist schon relativ früh abgrenzbar. Ihm folgen der AV-Knoten und das Hiss'sche Bündel. Die Innervierung ist dafür verantwortlich, dass das Herz Belastungen adäquate beantworten kann. Man unterscheidet sympathische, parasympathische und sensorische Anteile.
In der Pathologie des Herzens unterscheidet man Herzvitien ohne Shunt und Herzvitien mit Shunt. Bei den letzteren gibt es Rechts-Links-Shunt, welche zu einer Zyanose führen sowie Links-Rechts-Shunt, die azyanotisch sind. Daneben kennt man auch Fehlmündungen der grossen Gefässe.