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Im Rahmen der Klimakonferenz COP27 haben die Vertreter der internationalen Nuklearindustrie eine gemeinsame Erklärung vorgelegt, um damit die entscheidende Rolle zu unterstreichen, die die Kernenergie bei der Umgestaltung des Energieparadigmas und der Energiepolitik spielen muss: Um die Energiesicherheit zu verbessern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, um einen fairen und erschwinglichen Übergang zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft zu gewährleisten und um Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum zu sichern, fordert die Nuklearindustrie die Entscheidungsträger auf, die Notwendigkeit einer verstärkten Kernenergieerzeugung weltweit anzuerkennen und zu unterstützen. Es sei wichtig, bei der Vorbereitung auf die Zukunft widerstandsfähige Energiestrategien zu entwickeln, in deren Mittelpunkt sichere kohlenstoffarme Energiequellen stehen, die in der Lage sind, externe Schocks abzufedern und gleichzeitig das Wohlergehen der Bürger und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Einigkeit, gemeinsame Verpflichtungen, den Einsatz von Energie als Kriegswaffe zu beenden und unsere Klimaziele zu erreichen, sollten die treibenden Kräfte hinter der Neugestaltung der Energiepolitik sein.
Energiewende nur mit Kernenergie möglich
Der aktuelle globale geopolitische Kontext hat laut der Erklärung mehr denn je die Bedeutung eines widerstandsfähigen, dekarbonisierten und unabhängigen Energiesystems unterstrichen. Die Sicherheit der Energieversorgung und erschwingliche Preise für Bürger und Unternehmen seien dringende Anliegen von Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt. Das Erreichen der im Pariser Abkommen festgelegten Klimaziele, die Gewährleistung einer effizienteren Nutzung natürlicher Ressourcen und Investitionen in Energieinnovationen hätten weiterhin höchste Priorität. Die Kernenergie, so die Erklärung, sei eine sichere, erschwingliche und saubere Energiequelle, die rund um die Uhr zur Verfügung steht, über umfangreiche Betriebserfahrungen verfügt, seit mehr als einem halben Jahrzehnt zur Dekarbonisierung unserer Volkswirtschaften beiträgt und derzeit über 10% des weltweiten Stromverbrauchs deckt.
In der aktuellen Energiekrise und während der weltweiten Pandemie habe die Kernenergie ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, zuverlässig und rund um die Uhr Strom zu erzeugen und so den kontinuierlichen Betrieb kritischer Dienste zu gewährleisten und die soziale Stabilität aufrechtzuerhalten, indem sie Häuser, Büros, Schulen, Krankenhäuser und Internetanbieter mit Strom versorgt. Für eine Zukunft mit sauberer und erschwinglicher Energie für alle, die Beseitigung der Energiearmut und die Gewährleistung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in allen Teilen der Welt, müsse die Kernenergie im Mittelpunkt der Strategien zur wirtschaftlichen Wiederbelebung stehen. Die Energiewende ist nach Ansicht der Nuklearindustrie ohne die Beibehaltung und Ausweitung der Rolle der Kernenergie nicht möglich.
Konkrete Forderungen
Die Erklärung enthält folgende Forderungen für eine dekarbonisierte und sichere Energiezukunft:
- Investitionen in den Neubau von Kernkraftwerken sollen intensiviert und beschleunigt werden.
- Die Innovation im Nuklearbereich und die Erforschung aller Reaktortechnologien soll beschleunigt werden. Für Forschung und Entwicklung im Nuklearbereich sowie für die Ausbildung soll zusätzliche Unterstützung bereitgestellt werden.
- Strategien für sauberen Wasserstoff sollen weltweit alle kohlenstoffarmen Technologien einbeziehen, nicht nur die erneuerbaren Energien.
- Entscheidungsträger sollen bei der Gestaltung der Energiestrategien der Zukunft die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Vorteile der Kernenergie in vollem Umfang anerkennen.
Quelle
M.Re nach Euronuclear, 16. November 2022