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In der Schweiz gibt es rund 160'000 Bienenvölker (Stand 2010), welche von rund 16'000 Imkern gehalten werden. Ein gutes Bienenvolk besteht aus einer Königin, rund 1'000 Drohnen und je nach Jahreszeit bis zu 30'000 Arbeiterinnen. Die Bienen werden zumeist von Nebenberufs- oder Liebhaberimkern gehalten. Hauptberufliche Imker findet man in der Schweiz nur sehr vereinzelt.
Der Honig ist das wichtigste Produkt der Bienen. Ein Schweizer Bienenvolk liefert pro Jahr rund 15 Kilogramm Honig. Herr und Frau Schweizer essen pro Jahr rund 1,4 Kilogramm Honig. Mehr als die Hälfte davon ist Importhonig. Der Schweizerhonig wird grösstenteils von den Imkern direkt an die Kunden verkauft. Beim Honig kann man zwischen Blüten- und Waldhonig unterscheiden. Während die Bienen den Blütenhonig aus dem Nektar insbesondere von Obst, Löwenzahn und Raps machen, wird der dunklere Waldhonig aus zuckerhaltigem Pflanzensaft gewonnen, den Läuse aussondern.
Bienenrassen
Weltweit werden in der Imkerei am häufigsten die Rassen der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) eingesetzt. Schweizer Imker verwenden vor allem die graue Biene (Apis mellifera carnica), die hier ursprünglich heimischen dunklen Nigra (Apis mellifera mellifera) und die Zuchtrasse Buckfastbiene. Um Winterverluste auszugleichen und schlechte Völker zu ersetzen, bilden Imker regelmässig Jungvölker mit einer jungen Königin. Für die Zucht sind Sanftmut, Krankheitstoleranz oder Honigertrag wichtige Kriterien.