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Der Primus inter pares
Ian Fleming kam ziemlich genau an seinem Geburtstag auf die Welt. Seine Jugend verlief unspektakulär, zumal Fleming weder in den Watergate-Skandal verwickelt war, noch eine Briefkastenfirma in Panama bessas. Nach Wanderjahren auf Militärakademien und Privatschulen knüpfte er erste Kontakte zum britischen Geheimdienst. Die Briten, seit jeher Verfechter des Stils und der Barmherzigkeit, prägten das Weltbild des jungen Ian.
Anno 1939 (in dem Jahr also, in welchem die Hörnli-Pasta erfunden wurde) trat er dem Marine-Nachrichtendienst bei und legte eine klassische Militärkarriere hin. Die Karriere war sogar so klassisch, dass er irgendwann merkte, dass die Armee eigentlich gar nichts bringt. Also beschloss er, etwas in seinem Leben zu ändern: er kündigte sein Crossfit-Abo (er glaubte bis zu seinem Tod, dass er eine Zeitschrift abonniert hatte), Trank vor 16 Uhr nur noch leichte Getränke -obergäriges Bier zum Beispiel- und bezog ein Haus auf Jamaica (wenn man Wikipedia glauben mag, aber wer macht das schon). Dieser Sinneswandel erfüllte Ian mit viel Inspiration, Lebensenergie und natürlich mit seinem Lieblingsnektar, dem Alkohol.
In den 1950er Jahren wechselte er zur Sunday Times. Mit diesem Schritt erhoffte er sich wieder etwas Struktur im Leben. Nachdem er im Vollrausch den Limbo-Dance und auch das Twerking erfunden hatte (Take this, Miley Cyrus!), wollte er seine blühende Phantasie endlich auf Papier bringen. Als Nebeneffekt kreierte er die wohl berühmteste Figur seit Spiderman, nämlich keinen geringeren als James Bond. Total erfand er zwölf Romane über Bond, neun Kurzgeschichten, drei Teletubby-Figuren -Lala kam erst später dazu- und eine komplett neue Masseinheit, das metrische System (da ein Brite aber auf Fuss und Yards schwört, wurde diese Erfindung retrospektiv Napoleon Bonaparte untergejubelt). Ian Flemming wurde durch seine veröffentlichten Geschichten so berühmt, dass ihm die Welt zu Füssen lag. Er wurde über die Jahre zum Star – wenn es Youtube schon gegeben hätte, hätter er Milliarden mit Klicks verdient. Frauen bekamen weiche Knie, wenn sie ihn sahen und das beste daran: er prägte die Fliegen-Kultur wie kein zweiter. Konsequent wie er war, ging er sogar mit einer Fliege ins Bett (verhütete aber zum Glück) und machte das edle Stück Stoff salonfähig. Es gab sogar eine Zeit (das war am 20. Juni 1958 von 09:12 bis 10:15 am Morgen), in der Mann «Flemming» und «Fliege» als Synonym benutzte.
Was lernen wir daraus?
Wir sagen nicht, dass du zum zweiten Ian Flemming wirst, wenn du eine stregli-Fliege kaufst, wir sind uns aber sicher, dass du die Welt ein Stück besser machst, wenn du ein solch exquisites Produkt erwirbst (zudem steigt dein Coolness-Indikator um 1000 Prozentpunkte). Und wollen wir das nicht alle ein bisschen?