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Lateinische Bezeichnung
Anguilla anguilla
Biosystematik
Klasse: Strahlenflosser
Ordnung: Aalartige
Familie: Süsswasseraale
Körpermerkmale
Der schlangenförmige Körper des Aals mit dem dunkelgrünen bis schwarzen Rücken wird beim ausgewachsenen Weibchen ca. 1 Meter lang (in Ausnahmefällen bis 1.50 m) und beim Männchen höchstens 60 cm. Wenn der Bauch weiss gefärbt ist, dann handelt es sich um einen Aal, der auf dem Weg ins Meer ist (Blankaal). Ist der Bauch dagegen Gelb (Gelbaal), handelt es sich um einen Aal , der sich hauptsächlich im Süsswasser aufhält. Der Körper ist mit kleinen, kaum sichtbaren Schuppen bedeckt, die tief in der Haut sitzen und von einer dicken Haut umgeben sind. Das Maul des Aals ist endständig und mit kleinen, bürstenartigen Zähnen bestückt. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen langen, einheitlichen Flossensaum, von dem nur die kleinen Brustflossen abgesetzt sind.
Man unterscheidet zwei Aalarten in unseren Gewässern:
Der Spitzkopfaal ernährt sich in erster Linie von Pflanzen, Insektenlarven, Würmern, Schnecken und Krebsen.
Der Breitkopfaal wird auch als Raubaal bezeichnet und ernährt sich von kleinen Fischen, Fischlaich und Krebsen. Dadurch wächst dieser wesentlich schneller als der Spitzkopfaal.
Beide Arten existieren auch nebeneinander in den gleichen Gewässern, wobei die prozentuale Verteilung ausschließlich vom Nahrungsangebot abhängt. So wird man in Gewässern mit einem übermäßigen Bestand an kleinen Fischen und einem geringen Bestand an Krebsen bis zu 90 % Breitmaulaale im Verhältnis zu Spitzmaulaalen finden und umgekehrt.
Vorkommen
Der Aal ist in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika beheimatet. Der Aal kommt in fast allen Gewässern vor. In den Unter- und Mittelläufen der Flüsse ist er häufiger vertreten als im Oberlauf. In Seen und Teiche gelangt er hauptsächlich durch Besatzmassnahmen und Kanalisierung. In kleinen Bächen (Forellenregion) wird der Aal jedoch nicht gern gesehen, da er sich hier als Laichräuber betätigen kann.
Lebensweise
Aale sind katadrome Wanderfische, was bedeutet, dass sie zum Laichen vom Süßwasser ins Meer ziehen. Aale laichen in der Saragossa-See vor der Küste Floridas und den Bahamas. Die Aallarve wird wegen ihrer Form auch Weidenblattlarve genannt. Die Larven treiben mit dem Golfstrom auf einer dreijährigen Reise über den Atlantik nach Europa.
In der Nähe der europäischen Küstengewässer wandelt sich die Larve zum 6 bis 8 cm langen Glasaal. Der Glasaal ist dünn und durchsichtig, man kann die inneren Organe sehen.
Der Glasaal beginnt seinen Aufstieg ins heimatliche Gewässer. Auf dieser mehrmonatigen Reise wechselt er seine Farbe zum Gelbaal. Als Gelbaal wächst er dann über die Jahre zu einem stattlichen Fisch von 6 kg und mehr heran.
Nach etwa 10 Jahren erreicht der Aal die Geschlechtsreife, hört auf zu fressen, sein Verdauungstrakt wird zurück- und die Geschlechtsorgane ausgebildet. Er wechselt erneut seine Farbe und wird zum Blank- oder Silberaal mit schwarzem Rücken und hellem Bauch. Er verlässt die Heimatgewässer Richtung Saragossasee wo er laicht und dann stirbt.
Ernährung
Fliegen- Zuckmückenlarven, Würmer, Flohkrebse, Schnecken, Muscheln, Krebse und der Breitkopfaal vor allem kleine Fische.
bearbeitet von Neptune