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Titel:
Fernsehen und UKW-Radio ab Grossantenne in Gais
Thema: Wirtschaft
Datum: 16.10.1987
Standort: Privatbesitz Karl Rechsteiner, Gais; Digitalisat Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, KB-015025, KB-015026 und KB-015027
Urheber/-in:
Beschreibung:
Die Aufnahmen zeigen die Sprengung des alten, vom Sturm beschädigten Betonmastes der Grossantenne auf dem Gäbris. Die Aufnahmen stammen vom 16. Oktober 1987. Neben der Sprengung sind auf den Aufnahmen auch die Fachleute zu sehen, welche an der Aktion beteiligt waren.
Geschichte:
Als Ende der 1960er Jahre Fernsehantennen wie "Christbäume" auf den Dächern wuchsen, entstand ein ernsthaftes Problem für den denkmalgeschützten Dorfkern von Gais. Als eine der ersten Gemeinden der Ostschweiz entschloss sich deshalb Gais im Jahr 1970 zum Bau einer Gemeinschaftsanlage auf dem Gäbris.
Am 17. Februar 1973 konnte der Sendebetrieb aufgenommen werden. Sieben Fernseh- und zehn UKW-Radioprogramme konnten so über ein unterirdisches Kabelnetz von über 20 Kilometern Länge in über 300 Wohnungen im Gebiet Rotenwies, Dorf und Zweibrücken übertragen werden. Der Betonmast mit daraufgebauten Antennen erreichte eine Höhe von 15 Metern. Er war gegen Windböen von bis zu 150 km/h abgesichert.
Beim starken Föhnsturm vom 4. April 1987 wurde der Betonmast jedoch derart beschädigt, dass er ersetzt werden musste. Am 16. Oktober 1987 erfolgte dessen Sprengung. Als Ersatz wurde ein neuer Gittermast aufgestellt, welcher bis Ende der 1990er Jahre erhalten blieb. Danach wurde die Übertragung der Programme auf die Grossanlage der Cablecom in St.Gallen verlegt. Heute ist die Antenne noch als Kameraträger für die Wetterstation der Meteomedia auf dem Schwäbrig in Betrieb.
Autorin: Nina Sonderegger, Speicher
Literatur:
Mündliche Informationen von Karl Rechsteiner, Gais.
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