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Die grosse Unbekannte
Obwohl gut 80 % des Trinkwassers aus dem Grundwasser entnommen wird (siehe ), ist über die Erneuerung dieser Ressource wenig bekannt. Ein unbekannter Teil des Abflusses aus der Wasserbilanz speist die Grundwasservorkommen, eine gleiche Menge Grundwasser speist die Fliessgewässer wieder (das totale Grundwasservorkommen ändert sich nicht). Es wird davon ausgegangen (Sinreich et al. 2012), dass nur rund 10 % des theoretisch nutzbaren Grundwassers im Schweizer Untergrund nachhaltig verwendet werden kann (entspricht einem Drittel des Jahresniederschlags bzw. 18 km3). Die natürliche Neubildung des Grundwassers hängt vom Grundwasserleitertyp ab (siehe Glossar). Das Wasser kann unterschiedlich lang in einem Grundwasservorkommen verweilen. Diese Zeit geht einher mit der Geologie des Untergrundes (wie gut kann das (Regen-)Wasser versickern?), mit der Grösse des Grundwasservorkommens und mit der Anwesenheit von Fliessgewässern. Die Verweilzeit im Grundwasser kann zwischen einigen Monaten (entlang Flüssen wie im Aaretal) bis über 10 Jahre (Kalkgebiete: Teile der Alpen und Juragebirge) erreichen. Bei starkem Niederschlag in den Karstgebieten reagieren die Flüsse trotzdem überdurchschnittlich schnell, obwohl der grösste Teil unterirdisch abfliesst bevor er an einer Quelle austritt. Dies lässt sich dadurch erklären, dass nicht das ganze Grundwasservorkommen durchgemischt wird. Man kann sich einen nassen Schwamm vorstellen: Kommt zusätzlich Wasser dazu, führt der Druck dazu, dass ein Teil des im Schwamm vorhandenen Wassers hinausgepresst wird.
Veranstaltungen, Meldungen, Publikationen
Rund 200 Gäste nahmen am 28. Mai 2021 an der Online-Tagung «Wasser und Landwirtschaft – Wechselwirkungen und Zielkonflikte» teil. Ziel war es, die verschiedenen Begegnungsfelder zwischen Wasser und Landwirtschaft aus wissenschaftlicher Sicht zu beleuchten. Die abschliessende Podiumsdiskussion erweiterte den Blick von der Wissenschaft auf den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskurs. Gastgeberinnen waren die Schweizerische Hydrologische Kommission (CHy) der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT), die Schweizerische Gesellschaft für Hydrologie und Limnologie (SGHL) und die Schweizerische Gesellschaft für Hydrogeologie (SGH).Bild: Studio K.O.
The Section of Earth and Environmental Sciences at the University of Geneva and the Platform Geosciences of the Swiss Academy of Sciences (SCNAT) cordially invite you to participate in the 19th Swiss Geoscience Meeting to be held on Friday, 19 November and Saturday, 20 November, 2021 in Geneva.
Der Bericht «Auswirkungen des Klimawandels auf die Schweizer Gewässer» bietet eine kompakte Übersicht über die Ergebnisse des Projekts HydroCH-2018 und ist ein Einstieg zu weiteren Fachinformationen und Daten.Bild: BAFU
Das Hydrologische Jahrbuch der Schweiz gibt einen Überblick über das hydrologische Geschehen auf nationaler Ebene. Es zeigt die Entwicklung der Wasserstände und Abflussmengen von Seen, Fliessgewässern und Grundwasser auf und enthält Angaben zu Wassertemperaturen und zur Wasserqualität der wichtigsten Fliessgewässer der Schweiz.Bild: BAFU/OFEV/UFAM
Die Eawag hat zwei Dossiers zu den Themen Cyanobakterien/Blaualgen sowie Pestizide im Wasser zusammengestellt.Bild: Creative Commons
CHy, SGH and SGHL are organising the annual symposium on Hydrology and Hydrogeology at the Swiss Geoscience Meeting. This year, we particularly welcome contributions that improve our understanding of climate change impacts on water resources. Submit your abstract until 21 August 2020.
Jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser oder genügend Wasser für Landwirtschaft und Industrie: Was in der Schweiz selbstverständlich ist, kann in anderen Teilen der Welt zu Konflikten führen. 263 Einzugsgebiete von Flüssen oder Seen befinden sich weltweit in zwei oder mehr Staaten. Rund 300 grenzüberschreitende Grundwasservorkommen bilden für zwei Milliarden Menschen weltweit die Existenzgrundlage. Die Nutzung von Wasser über die Grenzen hinweg birgt Konfliktpotenzial. Die Schweiz versucht mit Wasserdiplomatie («Blue Peace»), mögliche Konflikte präventiv zu entschärfen.
Noch kontrollieren die Kantone den Schutz der Gewässer auf Bauernbetrieben sehr unterschiedlich. Deshalb soll nun eine schweizweit gültige Liste für einen einheitlichen und wirksameren Vollzug in der Landwirtschaft sorgen. Sie umfasst Kontrollpunkte und ein Handbuch für die zuständigen Behörden.
Die Beseitigung von Schadstoffquellen und der Schutz natürlicher Lebensräume sowie der Arten- und Pflanzenvielfalt nützen nicht nur der Umwelt, sondern auch der menschlichen Gesundheit. Ein von den Bundesämtern für Umwelt (BAFU) und Gesundheit (BAG) gemeinsam herausgegebener Bericht zeigt auf, wie sich Umwelt und Gesundheit auf vielfältige Weise gegenseitig beeinflussen, welche Fortschritte im Umweltschutz unserer Gesundheit zugutekommen und wo Handlungsbedarf besteht.
Der vorliegende Bericht zeigt, dass vor allem Nitrat und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln die Grundwasser-Qualität nachhaltig beeinträchtigen. Auch künstliche, langlebige Substanzen aus Industrie, Gewerbe und Haushalten sind im Grundwasser, der wichtigsten Trinkwasserressource der Schweiz, nachweisbar. Betroffen sind vor allem die Grundwasservorkommen im intensiv landwirtschaftlich genutzten und dicht besiedelten Mittelland. Da sich Grundwasser nur langsam erneuert, kommt vorausschauenden Massnahmen zu Schutz und Erhalt der Grundwasserressourcen besondere Bedeutung zu.
In der Schweiz sind wir es gewohnt, dass aus Grundwasser qualitativ einwandfreies Trinkwasser in ausreichender Menge gewonnen werden kann. Dies ist heute jedoch nicht mehr selbstverständlich, denn die Grundwasservorkommen weisen zunehmend Verunreinigungen auf, die mehrheitlich aus der Landwirtschaft stammen. Zu diesem Schluss gelangt der Bericht der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA, den das BAFU kürzlich veröffentlicht hat.
Perchloratsalze können das Grundwasser verunreinigen und ins Trinkwasser gelangen. Ein Monitoring des Schweizer Grundwassers, aus dem 80 % des Trinkwassers gewonnen werden, hat ergeben, dass die durchschnittliche Perchlorat-Konzentration kein Gesundheitsrisiko für die Verbraucherinnen und Verbraucher darstellt.
Die ausgeprägte Niedrigwassersituation in den Schweizer Gewässern hält auch im September noch an. Einzelne Regentage haben die Flüsse und Seen kurzfristig ansteigen lassen, die Situation aber nicht grundsätzlich entschärft. Während einige Gewässer im Osten des Landes wieder etwas mehr Wasser führen, ist nun auch die Westschweiz zunehmend von tiefen Wasserständen betroffen, wie das Beispiel vom Lac des Brenets zeigt.
Wegen der anhaltenden Wärme und Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in der Schweiz gestiegen. Die Niveaus der Gewässer sind tiefer als normal in dieser Jahreszeit, die Wassertemperaturen höher. Das BAFU informiert in ihrem neuen Webdossier über die Auswirkungen der fehlenden Niederschläge auf Flüsse, Seen, Grundwasser, Wälder und Gletscher.
Das Hydrologische Jahrbuch der Schweiz wird vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) herausgegeben und liefert einen Überblick über das hydrologische Geschehen auf nationaler Ebene. Es zeigt die Entwicklung der Wasserstände und Abflussmengen von Seen, Fliessgewässern und Grundwasser auf und enthält Angaben zu Wassertemperaturen sowie zu physikalischen und chemischen Eigenschaften der wichtigsten Fliessgewässer der Schweiz. Die meisten Daten stammen aus Erhebungen des BAFU.
Diese Publikation beschreibt ein Verfahren zur Untersuchung und Beurteilung des Überwachungs- und Sanierungsbedarfs von belasteten Standorten in Karstgebieten hinsichtlich des Schutzguts Grundwasser. Das Verfahren stützt sich auf die Altlasten-Verordnung (AltlV) und auf das Schadstoffpotential, das Emissionsverhalten am Standort sowie die Untersuchung der Karstquellen im Abstrombereich des Standorts.
Eidgenössische Volksinitiative 'Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz' lanciert.
Kleine Fliessgewässer sind mit einer Vielzahl von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden belastet. Eine im Auftrag des Bundesamts für Umwelt erstellte Studie zu fünf Schweizer Bächen zeigt: In keinem Fall wurden die gesetzlichen Anforderungen an die Wasserqualität eingehalten. Selbst Stoffkonzentrationen, die für Gewässerorganismen als akut toxisch gelten, wurden überschritten. Biologische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Lebensgemeinschaften unter den Stoffgemischen leiden. Massnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität werden zurzeit im nationalen «Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln» erarbeitet.
In a world where demands for freshwater are ever growing, and where limited water resources are increasingly stressed by over-abstraction, pollution and climate change, neglecting the opportunities arising from improved wastewater management is nothing less than unthinkable.
Im 25. Jahr nach der Verabschiedung des Gewässerschutzgesetzes und des Wasserbaugesetzes durch den Bundesgesetzgeber erscheint nun auch die erste umfassende Kommentierung zu diesen zentralen Erlassen des Umweltrechts. Seit Erlass wurde das einschlägige Recht durch mehrfache Eingriffe des Gesetzgebers und durch die Vollzugsbehörden weiterentwickelt. Der vorliegende Kommentar zeigt den aktuellen Forschungsstand und die Praxis zum Gewässerschutzgesetz, zum Wasserbaugesetz und zu kantonalen Ausführungsgesetzen auf.
Die vorliegende Publikation dokumentiert den Stand des Wissens in der Schweiz bezüglich der ober- und unterirdischen Gewässer anhand ausgewählter Aspekte und Resultate. Grundzüge und Übersichten zur Hydrologie der Schweiz stehen im Mittelpunkt.
The North American energy landscape is undergoing dramatic change. Unconventional oil and gas resources are fuelling an energy boom that is having profound economic, environmental, and social impacts across much of the continent, including Canada. At the forefront of this change is shale gas, which has been characterized as a “game changer” because it is abundant, often close to major markets, and relatively inexpensive to produce. Understanding potential impacts is critical for policy makers as they consider how best to manage this resource. This report comes at the request of Environment Canada, which asked the Council to assemble a multidisciplinary expert panel to consider the state of knowledge of potential environmental impacts from the exploration, extraction, and development of Canada’s shale gas resources.
Die Trink- Quell- und Mineralwasserverordnung schreibt allen Trinkwasserversorgern vor, mindestens einmal jährlich über die Qualität des abgegebenen Trinkwassers zu informieren. Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches als nationale Fachorganisation publiziert diese Daten auf dieser Webseite. Als Konsumentin oder Konsument können Sie nach dem gewünschten Ort suchen und erhalten damit die entsprechenden Wasserqualitätsdaten.
Jubiläumsband zum 225-jährigen Bestehen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern
Grundwasser ist unsichtbar. Diese Broschüre soll allen Interessierten das Unsichtbare sichtbar machen und einen Blick in den Untergrund ermöglichen. Sie wurde in Zusammenhang mit der Wanderausstellung "Grundwasser - ein Schatz auf Reisen" erarbeitet.
Das Grundwasser ist in der Schweiz die mit Abstand wichtigste Trinkwasserressource. Trotz generell guter Qualität enthält es verbreitet Spuren von unerwünschten Fremdstoffen. Dies zeigen die neusten Resultate des landesweiten Messprogramms NAQUA.
Gewässer dienen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, als Erholungsraum für die Bevölkerung und als Trinkwasserressource. Dank Schutzmassnahmen und dem Ausbau der Kläranlagen ist die Qualität der Schweizer Gewässer heute grösstenteils sehr gut. Mit Links zu Oberflächengewässern, Grundwasserschutz, Restwasser, Abwasser, Landwirtschaft sowie Gesetzen und Verordnungen.
Im hydrologischen Jahrbuch der Schweiz werden die Messdaten aller Stationen, die vom BAFU betrieben werden in Form von Tabellen, Grafiken und Karten veröffentlicht: Wasserstände von Seen und Grundwasser, Abflussmengen, Wassertemperatur, Schwebstoffführung sowie physikalische und chemische Merkmale von Fliessgewässern.
Dargestellt werden die Auswirkungen des Hitzesommers auf die Hydrologie und den Zustand der Oberflächengewässer, das Grundwasser, die Feuchtgebiete, die Wasserentnahmen und Wassereinleitungen, die Fische und die Fischerei, die Badegewässer, die Trinkwasserversorgung, die Produktion von elektrischer Energie und die Schifffahrt. Wo möglich werden Vergleiche mit den Trockenjahren 1976 und 1947 angestellt.
Das «Leitbild Fliessgewässer Schweiz» der Bundesämter BUWAL, BWG, BLW und ARE bringt die drei Entwicklungsziele für unsere Fliessgewässer den Fachleuten und Interessierten näher: - Ausreichender Gewässerraum - Ausreichende Wasserführung - Ausreichende Wasserqualität. Das Leitbild skizziert Massnahmen, wie die Kantone, Regionen und Gemeinden vorgehen können. Nicht zuletzt will es den Fachleuten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern gute Beispiele liefern.
Akten: Zwiespältige Papierberge - Grundwasser: Böden ausgepresst wie eine Zitrone - Parasitenkiller: Zucker als Waffe gegen Malaria - Spitze? Wie der Forschungsplatz Europa attraktiver wird
am Beispiel Naturlabor Buechberg SH
inkl. Karte der Grundwasserströme und Grundwasserbecken