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Die amerikanische Cybersecurity-Behörde CISA kündigt einen neuen Verbund im Kampf gegen Cybercrime an. Die Joint Cyber Defense Collaborative (JCDC) soll sich als Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Sektoren auf den Schutz der kritischen US-Infrastruktur konzentrieren.
"Der einzigartige Mehrwert des JCDC besteht darin, eine proaktive Fähigkeit für die Regierung und den privaten Sektor zu schaffen, eng zusammenzuarbeiten, bevor ein Vorfall eintritt, um die Erkenntnisse zu verbessern und ein gemeinsames Verständnis der Prozesse zu gewährleisten", sagte CISA-Direktorin Jen Easterly auf der Sicherheitskonferenz Black Hat in Las Vegas.
Zu den ersten Industriepartnern, die dem JCDC beigetreten sind, gehören Microsoft, Google Cloud, Amazon Web Services, AT&T, Crowdstrike, FireEye, Mandiant, Lumen, Palo Alto Networks und Verizon. Auf Regierungsseite gehören neben der CISA unter anderem das Justiz- und das Verteidigungsministerium, das US Cyber Command und das FBI zum Verbund.
Mit der Gründung der JCDC reagieren die Behörden auch auf Forderungen von US-Präsident Joe Biden. Dieser veröffentlichte Ende Juli ein nationales Sicherheitsmemorandum als Reaktion auf die Welle von Cyberangriffen. Zuvor hatte Biden vor einem "echten Krieg" als Folge von Cyberattacken gewarnt.
In einer Erklärung sagte CISA-Chefin Easterly, der Fokus der Gruppe werde zunächst auf der Bekämpfung von Ransomware und der Planung eines Rahmens zur Koordinierung von Vorfällen liegen, die sich auf Cloud-Dienstleister auswirken.
JCDC werde damit beauftragt sein, landesweite Cyber-Abwehrpläne zu entwerfen und umzusetzen, Erkenntnisse an Interessengruppen weiterzugeben, defensive Cyber-Operationen zu koordinieren und gemeinsame Übungen zur Verbesserung der Cyber-Defense-Operationen durchzuführen.