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Zum nationalen Frauenstreiktag werden im ganzen Land auf verschiedene Diskriminierungen von Frauen aufmerksam gemacht. Wir Hebammen erinnern an eine weitere Benachteiligung von Frauen, welche die geburtshilfliche Versorgung in Randregionen betrifft und worüber kaum gesprochen wird. Die Geburtshilfe ist überall unter ökonomischem Druck, sie zählt in den heutigen Regulationen nicht zur Grundversorgung, welche wohnortsnah angeboten werden muss. Die Folgen haben Frauen hier hautnah erfahren mit der Schliessung der Geburtshilfe in Zweisimmen. Eine Alternative für Frauen mit problemlosen Schwangerschaften ist durch die genossenschaftliche Initiative von über 300 Menschen durch die Maternité Alpine entstanden. Sie ist mitfinanziert durch Spenden von Privaten und Gemeinden und die unbezahlte Arbeit von Verwaltung und Beirat der Genossenschaft Geburtshaus Simmental-Saanenland Maternité Alpine.
Wir fragen, ist es gerecht, dass sich strukturschwache Regionen ihre wohnortsnahe geburtshilfliche Gesundheitsversorgung selbst organisieren und mitfinanzieren müssen? Ist es Zufall, dass die Rationierung in der Geburtshilfe im Verteilkampf der Mittel insbesondere die Frauen in Alpenregionen trifft? Ist es gerecht, dass alle mithelfen, Überkapazitäten in den Zentren mitzufinanzieren? «Hebammen verteidigen Frauenrechte», dies war der Slogan des diesjährigen Internationalen Hebammentages. Mit diesem möchten wir Hebammen der Maternité Alpine an die Diskriminierung von Frauen in der geburtshilflichen Versorgung in zentrumsfernen Regionen erinnern. Wir fordern alle Akteure und Entscheidungsträger in allen Regionen auf, sich für Rahmenbedingungen einzusetzen, damit alle Frauen in allen Regionen Zugang zu wohnortsnaher qualitativ hochstehender geburtshilflicher Versorgung haben! Es ist wichtig, wie wir geboren werden!
HEBAMMENTEAM DER MATERNITÉ ALPINE IN ZWEISIMMEN