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Woher stammt der kleinste Hund der Welt? Der Chihuahua, so hiess es, sei der Heilige Hund der Maya, Tolteken, Azteken: Sie verehrten und opferten ihn, als Begleiter der Seelen ins Paradies, als Vermittler zwischen Diesseits und Jenseits.
Gemäss gewisser Überlieferungen gilt der Chihuahua als Nachfahre des "Techichi", eines kleinen Hundes der Tolteken. Die Tolteken waren Ackerbauern, die das Gebiet von Mexico noch vor den Azteken besiedelt hatten. Ausgrabungen von Tongefässen, auf denen chihuahuaähnliche Hunde auszumachen sind, bezeugen deren Existenz. Diese Techichi hätten - so eine Auffassung - als Wildhunde in der Provinz Chihuahua gelebt, seien von den Tolteken eingefangen und domestiziert worden.
Wahrscheinlicher scheint die Theorie, dass die Azteken, welche die Tolteken besiegten und als die eigentlichen Ureinwohner Mexikos gelten, im 14. Jahrhundert Chihuahuas gehalten haben. Nicht ganz von der Hand zu weisen ist dazu jene Theorie, die besagt, dass portugiesische Seefahrer oder spanische Eroberer wie Cortes um 1519 kleine Hunde auf den neuen Kontinent gebracht haben.
Seit den 60er Jahren werden jedoch immer mehr Zweifel laut an der mexikanischen Herkunft des Chihuahua: Man fand in ägyptischen Pyramiden Bilder und Knochen von Mini-Hunden, man entdeckte auf einem Fresko der Sixtinischen Kapelle das Bild eines Hundes, der aussah wie ein Chihuahua-Malteser. Und daraus schloss man:
Der Chihuahua ist nicht in Mexiko, sondern in Ägypten entstanden. Da es aber in Mexiko schon einen kleinen Hund, den "Techichi", gab, als die ersten Spanier das Land betraten, soll er - lange vor Kolumbus - von ägyptischen Seefahrern mitgebracht worden sein, die Handelsbeziehungen nach Amerika gehabt hätten.
Das sind grosse Legenden um einen sehr kleinen Hund :-)
Er gehört - auch ohne diese Sagen - zu den aller ältesten Hunderassen der Welt. Und er hat eine beeindruckende Geschichte. Moderne Gen-Forscher haben berechnet: Alle Hunde dieser Welt sind vor 40'000 Jahren in Ostasien entstanden. Genau am selben Ort zur selben Zeit aber lebten auch die Vorfahren der Ur-Indianer. Und als die sich dann auf ihren langen Weg über die Beringerstrasse nach Amerika machten, nahmen sie die Hunde und die Hundemythen "Diesseits und Jenseits" aus der eurasischen Steinzeit mit.