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Patenschaft SüdosteuropaSpaltung der Gesellschaft überwinden
Weniger als ein Drittel der Roma-Kinder in Südosteuropa schliessen die Grundschule ab. Die Ausgrenzung von Minderheiten im Schulsystem muss überwunden werden.
Offenheit als Antwort auf Vielfalt
Mazedonien, Moldawien und Serbien sehen sich ähnlichen Herausforderungen gegenüber: Die Diskriminierung ethnischer Minderheiten macht auch vor dem Schulsystem nicht Halt. Überwunden werden kann die systematische Ausgrenzung jedoch nur durch Bildungsreformen im Sinne der Kinderrechte und durch die Förderung interkultureller Kompetenzen der Lehrpersonen.
- Die Trennung der Schulklassen nach der jeweiligen Sprache der Kinder verhindert in Mazedonien das Entstehen eines interkulturellen Verständnisses.
- Gesetze fordern inklusiven Unterricht in Moldawien, jedoch findet im Unterricht eine starke Diskriminierung von Roma und Kindern aus Kinderheimen statt.
- Auch in Serbien begünstigen ethnisch getrennte Schulen das Entstehen von Vorurteilen und gesellschaftlich akzeptierter Diskriminierung.
Die drei Programmländer in Südosteuropa
Mazedonien
Die Arbeitslosigkeit im Land ist vor allem bei Jugendlichen (50 Prozent) und der Roma Bevölkerung (fast 70 Prozent) bedenklich hoch. 21,5 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze und offene Diskriminierungen sowie ethnische Intoleranz machen dem Land zu schaffen. Eine politische Krise seit den Neuwahlen 2014 erschwert die Entwicklung des Landes zusätzlich.
Moldawien
Seit seiner Unabhängigkeit 1991 ist das kleine Land nie zu Ruhe gekommen. Rund 30 Prozent seiner Einwohner haben seither das Land verlassen, um Arbeit im Ausland zu finden. Rund 100'000 Kinder sind so zu Sozialwaisen geworden, viele von ihnen leben in Heimen. Wie Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen haben auch die Sozialwaisen unter Diskriminierungen zu leiden.
Serbien
Bis heute sind in Serbien die Folgen des Jugoslawienkrieges spürbar. Das Land erholte sich nur langsam von der Zerstörung der Infrastruktur und Industrie. Dazu kamen Sanktionen, welche bis ins Jahr 2000 dem Land die wirtschaftliche Entwicklung erschwerten. Hinzu kommt die zunehmende Gewalt unter Jugendlichen sowie grosse Spannungen zwischen den verschiedenen Volksgruppen des Landes.
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Argine Nahapetyan
Programmverantwortliche Südosteuropa
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