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Anzeiger Region Bern
Der Gemeinderat bekennt sich zum fairen Handel. Er will Bern zur «Fair Trade Town» machen. Die internationale Kampagne zeichnet Städte und Gemeinden aus, die sich für den fairen Handel einsetzen.
STADT BERN
Die Kampagne «Fair Trade Town» startete im Jahr 2000 in einer Kleinstadt in Grossbritannien. Inzwischen gibt es weltweit über 1600 solcher Städte in 26 Ländern. Seit 2014 läuft die Kampagne auch in der Schweiz. Sie wird getragen vom Dachverband der Organisationen «Swiss Fair Trade», die im Sommer 2015 an die Stadt Bern herangetreten ist. «Fair Trade Town» zu werden bedeutet, ein Zeichen für eine gerechte Welt zu setzen.
Damit Bern als «Fair Trade Town» ausgezeichnet wird, gilt es, fünf Kriterien zu erfüllen. Die Stadtregierung muss sich zum Mitwirken bekennen und für die Koordination der Massnahmen eine Arbeitsgruppe einsetzen. Dies hat der Gemeinderat beschlossen. Weiter muss eine gewisse Anzahl von Betrieben in der Stadt Bern entsprechende Produkte anbieten: Mit über 10 Detailhandelsläden und 20 Betrieben in der Gastronomie oder Hotellerie ist dieses Kriterium ebenfalls bereits erfüllt.
Weiteres Vorgehen
Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe wird sich nun um die Erfüllung der zwei weiteren Kriterien bemühen. Dabei gilt es, weitere Institutionen und Unternehmen zu bewegen, Fair-Trade-Produkte zu verwenden, und dafür zu sorgen, dass der Bevölkerung der faire Handel nähergebracht wird. Anschliessend wird sich die Stadt um die Auszeichnung bewerben.
Mit dem Projekt kann sich die Stadt Bern als Vorbild für andere Schweizer Städte positionieren. Sie erhält ein weiteres Argument bei der Standortpromotion und kann die Bevölkerung für den fairen Handel sensibilisieren. Die Kosten für den Jahresbeitrag an die Kampagne richten sich nach der Zahl der Einwohnerinnen und Einwohnern. Für Bern bedeutet das eine jährliche Zahlung von 2500 Franken. Dazu kommt der Aufwand der Arbeitsgruppe. Die Leitung dieser Arbeitsgruppe wird das Wirtschaftsamt der Stadt Bern übernehmen.