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Positive Kontaktabzüge ab 1840
Das Vorhandensein eines Negativs erfordert einen Positivabzug. Frédéric Dillaye dachte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts Folgendes dazu:
«Die Sonnenbestrahlung von behandeltem Papier, oder wenn Sie so wollen das Übertragen eines Lichtdrucks auf Papier, ist ein äusserst delikates Verfahren, dessen sich einige Amateure nicht bewusst sind. Aus Nichtwissen oder aber Faulheit gehen einige so weit, dass sie diesen Teil ihrer Kunst vernachlässigen und all ihre Negative dem erstbesten «Fotoarbeiter» anvertrauen (…). Wie arglos, wirklich! (…) Der wahre Künstler ist der Einzige, der das zu Ende bringen kann, was immer noch die Abbildung seines Werkes ist.»
Der Kopierrahmen
Die Belichtung von Fotopapier erfolgt mit Hilfe eines Kopierrahmens, eines Geräts, dessen Hauptaufgabe darin besteht, den bestmöglichen Kontakt zwischen Negativ und Positiv sicherzustellen.
Die Belichtung wird bei Tageslicht durchgeführt, wobei die Kopierrahmen auf ein neigbares Gestell gelegt werden, damit sie die Lichtstrahlen möglichst gut auffangen können. Die Belichtung kann bei starkem Sonnenschein zehn Minuten dauern, bei bedecktem Himmel einen Tag… Direkt schwärzendes Papier ermöglicht, die Bildintensität jederzeit zu kontrollieren, indem ein Kassettenschieber auf der Rückseite des Rahmens geöffnet wird.
Nach korrekter Belichtung wird der Abzug getont und fixiert, dann gewässert und getrocknet.
Illustration:
Ausstellungsraum mit Druckrahmen bei Tageslicht im Schaffhauser Fotografen Studio von Carl Koch, 1890 (Fotoarchiv Koch, Schaffhausen, Neg. no LR18872 – S)