Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03143.jsonl.gz/393

- Ein sich rasch ausbreitender Waldbrand hat in Kalifornien zahlreiche Camper und Touristen eingeschlossen.
- Mit Militärhelikoptern sind am Sonntag über 200 Menschen beim Stausee Mammoth Pool Reservoirs evakuiert worden. 20 Verletzte wurden in Spitäler gebracht.
- Am Samstagmorgen waren noch rund 1000 Menschen auf einem Campingplatz im Nationalpark der Sierra Nevada von den Flammen eingeschlossen. Die einzige Zugangsstrasse war wegen des Waldbrandes nicht passierbar.
Mithilfe von Militärhelikoptern wurden die eingeschlossenen Camper und Touristen gerettet, berichtet die Feuerwehr der Stadt Fresno. 20 Menschen mussten in Spitäler gebracht werden, 65 Menschen wurden am Flughafen Fresno Yosemite medizinisch versorgt.
Die von den Flammen des sogenannten Creek Fire bedrohten Camper waren zuvor angewiesen worden, sich im äusserten Notfall ins Wasser des Stausees Mammoth Pool Reservoirs zu retten, berichtete die Zeitung «The Fresno Bee».
Laut der Feuerwehr sind bis zu 3000 Häuser von den Flammen bedroht. Für mehrere Orte wurde eine Evakuierung angeordnet.
Das Feuer im Sierra National Forest, südlich des Yosemite-Nationalparks, war am Freitagabend ausgebrochen. Es hat sich auf einer Fläche von 150 Quadratkilometer ausgebreitet.
Waldbrände ungewöhnlich früh
Kalifornien wird immer wieder von schweren Waldbränden heimgesucht. Gewöhnlich brechen diese aber erst im Herbst aus. Nordkalifornien ist in diesem Jahr besonders früh davon betroffen. Gouverneur Gavin Newsom rief wegen der «historischen Waldbrände» schon Mitte August den Notstand aus.
In ganz Kalifornien waren laut der Feuerwehr über 14'800 Einsatzkräfte damit beschäftigt, 23 grössere Brände einzudämmen. Seit den Blitzeinschlägen, die Mitte August die ersten Brände ausgelöst hatten, seien mehr als 900 Feuer ausgebrochen. Gut 6'000 Quadratkilometer Land sind verbrannt. Das entspricht mehr als der doppelten Fläche Luxemburgs. Mindestens acht Menschen sind bisher ums Leben gekommen.
Knapp 3300 Häuser sind bereits zerstört. Noch immer könnten über 10'500 Menschen nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Die beiden grössten Brände wüteten zuletzt nahe der Metropole San Francisco.
Die Feuerwehr rief die Anwohner der betroffenen Regionen auf, wegen der steigenden Temperaturen an diesem langen Feiertagswochenende möglichst wenig Zeit draussen zu verbringen. Unter den derzeitigen Wetterbedingungen könnten leicht neue Brände auflodern. Am Montag wird in den USA der Labor Day, ein Gedenktag der Arbeiterbewegung, gefeiert.