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Dieses Jahr verbrachte die Delegation der Frankophonie des e-Tourismus anlässlich der Woche des e-Tourismus #ETRUN einige Tage auf La Réunion. Die Tatsache, dass der Tourismus zu Beginn des Jahres durch die Berichterstattung über die Tourismusfeindlichkeit ziemlich durchgeschüttelt wurde, hat dazu geführt, dass die Tourismusexperten das Digitale in Klammern setzten, um den grundsätzlichen Werten des künftigen Tourismus nachzugehen.
Einer dieser Werte bezieht sich auf den Stellenwert der residenten Bewohner, deren Umfeld sich in den touristischen Destinationen befindet. Der Bewohner muss seinen Platz im Bereich der touristischen Entwicklung wiederfinden. Dazu kommt der Umweltaspekt. Die Lebensfähigkeit des Sektors hängt von der Möglichkeit ab, eine einheitliche Tourismuspolitik zu schaffen, die respektvoll ist und sich im Einklang mit der lokalen Bevölkerung befindet. Nicht nur deshalb, weil die Residenten eine wesentliche Rolle beim touristischen Konsum auf ihrem Territorium spielen, sondern auch deshalb, weil ihre lokale Erfahrung zu einem Grundpfeiler wird, durch welchen sich die Destination definieren und unterscheiden kann.
Der Bewohner – wer ist das?
Er kann das ganze Jahr auf dem Gebiet leben oder nur vorübergehend (Saisonarbeiter, Inhaber von Zweitwohnsitzen). Es kann auch sein, dass er nicht mehr hier lebt, aber dass er weiterhin mit seinem Gebiet stark verbunden ist, wie beispielsweise die Auswanderer.Er ist aber in jedem Fall ein Konsument des Territoriums.
Ein Konsument in der Destination
Der Bewohner ist vor allem der erste Konsument des Territoriums. Einige Destinationen haben dies bereits verstanden und überdenken ihre Angebote und ihre Gebiete, um sich dieser Tatsache wieder anzunähern.
Die Hotellerie öffnet sich zunehmend für Dienstleistungen aus der Umgebung. Die Programme AccorLocal, MinutUp und Resort Pass beispielsweise ermöglichen es den Kunden, eine Flasche Wein oder Gebäck zu kaufen, an Sportveranstaltungen teilzunehmen, Hotelparkings zu benützen usw. Die neue Hotelier Generation wie Mob Hotel of People ist bestrebt, angenehme Lebensumstände zu schaffen, indem sie Konzerte oder andere Happenings organisiert, die manchmal eher an eine Genossenschaft erinnern als an das eigentliche Unternehmertum. Dies betrifft auch die ländlichen Gebiete. Die Etablierung der «Auberge de Pays» in diesen Sommer, die durch «Logis Hôtels» erfolgte, dürfte den kleinen Gemeinden frischen Wind bringen.
Die Hybridisierung der Orte gilt auch für die institutionellen Strukturen. Die «Boutique Mazette» mit lokalen Produkten der TOs von Cape Ferret ist zu einer unverzichtbaren Adresse geworden. In Montérégie teilt sich der Touristenempfangspunkt seine Lokale mit der SAQ (Société des alcools du Québec), die den Verkauf von Alkohol, Weinen und Spirituosen von Quebec verwaltet.
Dennoch wird das Potenzial der lokalen Konsumation oft ignoriert oder kaum genutzt. Diesen Kunden kennen Viele nicht und seine Erwartungen werden nicht identifiziert. Vielleicht müsste man, mit dem Ziel einer verbesserten Marktförderung und Entwicklung, die Vertriebsmodelle überprüfen und eine Umverteilung des Budgets vornehmen.
Residente als touristische Akteure auf dem Territorium
Der Residente ist zu einem touristischen Schlüsselfaktor auf dem Territorium geworden, wenn man ihn mit einer proaktiven oder ähnlichen Form in die Werbung, die Kreation des Angebots und sogar in die Strategie einbindet.
- Die Botschafter
Der Botschafter trägt auf eine direkte oder indirekte Art zu der Strahlkraft seiner Destination bei. Wovon spricht man dabei genau?
Gästempfangsleute. Sie sind freiwillig tätig, ihr eigener Chef oder sie arbeiten für eine touristische Organisation, indem sie sich um die Weitergabe von touristischen Informationen kümmern. Die Pfadfinder von Québec, die den Radtouristen Auskünfte erteilen und sie unterstützen, oder auch «1818» auf den Pisten von Thyon 2000 sind dafür ein hervorragendes Beispiel.
Die Botschafter, die nicht zwangsläufig dem touristischen Milieu entstammen und üblicherweise eine Gemeinschaft bilden, die den Anspruch erhebt, mit der Destination verbunden zu sein. Das Elsass und Lyon, um nur zwei zu erwähnen, profitieren von einer starken Gemeinschaft von Botschaftern. Im Pas-de-Calais heben die TO’s von Béthune Bruay die Gemeinschaft der Botschafter mit einer eigenen Seite auf ihrem Internetauftritt hervor.
Quelle: Béthune Bruay
Influenzer oder Makro-Influenzer, welche eine direkte Beziehung zu der Destination pflegen, indem sie sich als Sprachrohr in den sozialen Netzwerken oder über Blogs profilieren.
Die Solidarischen. Sie leben nicht auf dem Gebiet. Sie sind Eltern und Freunde der Residenten. Im Verlaufe ihrer Besuche knüpfen sie Verbindungen mit der Destination, für die sie eine starke Mund-zu-Mund Kommunikation pflegen.
Die Auswanderer sind im Ausland ebenfalls enthusiastische Botschafter der Destination. Sie bleiben häufig mit ihrem Territorium verbunden und tragen zu seiner Bekanntheit bei, indem sie die besonderen Werte vermitteln oder Veranstaltungen organisieren. Bsp.: Réunionnais du monde.
- Die Mit-Gestalter
Sie sind proaktiv tätig und nehmen an dem Aufbau des Angebots auf ihrem Territorium teil.
Die lokalen Experten. Sie stellen ihre guten Ideen zur Verfügung und möchten ihre bevorzugten Orte zum Ausgehen, Essen oder für Besuche mit den Besuchern teilen. Sie sind die «Einflüsterer von Geheimnissen», die «Teilungswilligen von Besonderheiten», die nicht zögern, manchmal Zugang zu einem ganz intimen Teil ihrer Persönlichkeit zu gewähren.
Quelle: Aunis Marais Poitevin
Sehr institutionalisierte Kommunikations-Tools, wie die bekannte touristische Karte, werden überdacht und auch für Einheimische konzipiert, wie in Nantes oder in Saint-Quentin.
Die greeters. Sie wollen den Besuchern begegnen und übernehmen die Rolle des ehrenamtlichen Fremdenführers, um die Entdeckung des Territoriums zu ermöglichen oder zumindest einen Teil seiner Geschichte.
Die Akteure der Sharing Economy. Sie nehmen auf eine sehr direkte Weise an der Schaffung eines neuen Beherbergung- Angebots, an der Gastronomie, dem Transport usw. teil, indem sie einen Teil ihres Appartements vermieten, ihr Haus tauschen oder auch bereit sind, Mahlzeiten zu teilen.
Die lokalen Produzenten. Sie hängen häufig nicht vom touristischen Sektor ab, nehmen aber am wirtschaftlichen Leben der Destination teil. Es sind Metzger, Bäcker, Gemüseproduzenten, Apotheker, Optiker usw. Sie tragen zu einer Verbesserung der Qualität des Dienstleistungsangebots und den verfügbaren Produkten in der Destination bei.
- Bei der Erarbeitung von territorialen Strategien engagierte Bürger
Sie sind Bürger und ihr Wille zu handeln, geht über die rein touristischen Motive hinaus. Es sind positive Kräfte und Freiwillige, die in erster Linie in die Destinationen investieren und sie in den Augen anderer attraktiv machen möchten, um sich selbst dort niederzulassen und tätig zu werden. Sie sind damit beschäftigt, dem Gebiet erneut ein positives Image zu verschaffen. Beispiele: Die Gemeinschaft der Gemeinden von Ambert Livradois-Forez im Puy-de-Dôme.
Wie kann man die Bewohner einsetzen?
Die beteiligten Kräfte mobilisieren. Dies betrifft alle diejenigen, die tätig sind, auch wenn sie nur indirekt an dem wirtschaftlichen und sozialen Leben des Territoriums teilnehmen.
- Touristische – institutionelle Organisationen
- Erstlieferanten
- Zweitlieferanten – Sharing Economy
- Arbeiter und Saisonniers
- Bewohner (Nachbarschaftsdienste)
- Bewohner
- Die Solidarischen
- Gewählte
Sensibilisierungsarbeit. Am Anfang steht vermutlich die Sensibilisierung für den Tourismus. Diese Etappe stützt sich auf den Gedanken, dass der Tourismus verstanden und akzeptiert wird wie ein Wirtschafts- und Identitätsvektor für das Gebiet. Die Integration des Tourismus in die Schulprogramme geht in diese Richtung. Im Oberwallis ist ein derartiges Projekt im Gang. Diese Phase der Sensibilisierung kann auch durch Anreize begleitet werden, um sein Gebiet besser kennen zu lernen (Ermässigungen, privilegierter Zutritt, Willkommenspass, Willkommen Zuhause usw.).
Die Integration der Bewohner muss auch im Bereich der touristischen Behörden erfolgen, um sich vorerst zu vergewissern, ob das portierte Image der Destination mit den Werten der Bevölkerung übereinstimmt, oder um aufzuzeigen, was die Öffnung und Anziehungskraft bremsen könnte.
Das Niveau des Engagements identifizieren. Der Grad des Engagements variiert. Nicht jeder hat ein besonderes Interesse sich einzubringen. In dem Fall gilt es, das «Warum des Desinteresses» zu verstehen, um es zu beheben. Im Übrigen handelt es sich darum, die Bevölkerungsschichten zu erkennen, die stolz und informiert sind und dementsprechend besser zugunsten des lokalen Tourismus mobilisiert werden können.
Anerkennen und bewerten. Die Anerkennung der Behörden und der Reisenden ist wesentlich für die Mobilisierung der Residenten.
Der Stellenwert der Botschafter kann sich unterschiedlich zeigen, wie durch Makro-Influenzer realisierte Porträts, die durch die sozialen Netzwerke verbreitet werden, aufzeigen. Man kann sich auch thematisch Begegnungen unter den Botschaftern vorstellen, die es ermöglichen, das «Universum» des einen oder anderen zu entdecken, um auf dieser Basis Empfehlungen ausarbeiten zu können. Auch die Einführung eines Botschafterausweises mit bestimmten Vorteilen (Einladung zu Vorpremieren, verschiedene Ermässigungen, Gratiseintritte in die Sehenswürdigkeiten und Museen usw.) könnte hilfreich sein.
Fähigkeit zu mobilisieren: Überprüfen Sie die Begegnung
Sie wollen Ihre Residenten und Partner auf die Werte der Gastfreundschaft und Geselligkeit sensibilisieren? Sorgen Sie für attraktive und dynamische Begegnungen, indem Sie die Umgebung überprüfen, in der Sie Ihre Botschaft übermitteln wollen. Bringen Sie ihre Ausschüsse oder Generalversammlungen im Rahmen einer Barbecue- oder Fondueveranstaltung wieder auf den «Geschmack»! Das Schlusswort bleibt Géraldine Huet von der Tourismusvereinigung von La Réunion: «Was gut ist für die Menschen von La Réunion, ist auch gut für unsere Besucher». Damit ist Alles gesagt.
Source photo une: Wikipedia common. ©Chris93