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Der Hurrikan «Harvey» fegte am 27. August mit mehr als 200 Stundenkilometer über den US-Bundesstaat Texas hinweg und verursachte Milliardenschäden. Die meisten Schäden sind nicht von Versicherungen gedeckt.
Binnen weniger Tage fielen im Bundesstaat Texas bis zu 1 250 Liter Regen pro Quadratmeter – für das Festland der USA eine Rekordmenge. Flüsse traten über die Ufer, was vielerorts zu Überschwemmungen führte. Der Hurrikan richtete schwere Verwüstungen an: Mindestens 30 Menschen starben, viele wurden obdachlos.
Der durch Harvey verursachte Schaden wird auf 190 Milliarden Dollar geschätzt. Der Tropensturm wurde zu einer der teuersten Naturkatastrophen in den USA. Weil viele Betroffene nicht ausreichend versichert sind, bleiben sie auf den teuren Reparaturrechnungen sitzen.
Neben Benzin wurden auch die Versorgung von Trinkwasser und an einigen Stellen die Nahrungsmittel knapp. Das Benzin wurde aus Nachbarstaaten eingeführt. Aus diesem Grund stiegen die Benzinpreise rapide. In einigen Gegenden von Texas wuchs sogar die Gefahr von Seuchen.
Zirka eine Woche später zogen die nächsten Tropenstürme «Maria» und «Irma» über Florida und mehrere Karibik-Inseln hinweg. Unter anderem waren Puerto Rico, Guadalupe und Dominica betroffen.
Hurrikans brauchen gewisse Grundvoraussetzungen, damit sie entstehen können. Sie bilden sich über dem Meer. Sie brauchen ein grosses Tiefdruckgebiet und eine bestimmte Oberflächentemperatur des Meeres (mindestens 26 Grad Celsius). Bei der Entstehungsphase eines Hurrikans darf es auch keine grossen Windunterschiede haben, diese würden den Sturm auseinandertreiben.
Ob bei den immer häufig und stärker werdenden Hurrikans der Klimawandel einen Einfluss hat, ist umstritten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind mit ihren Antworten vorsichtig. Einige warnen sogar vor einer direkten Verbindung von Hurrikan «Harvey» und dem Klimawandel. Es gäbe immer wieder extreme Wetterereignisse. Ein spezielles Ereignis dem Klimawandel zuzuschreiben, sei nicht möglich. Die Mehrheit der Klimaforscher geht aber davon aus, dass die Erderwärmung und der Klimawandel extreme Niederschläge fördern und dazu führen, dass es immer häufiger heftige Unwetter geben wird.
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