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Mittelhäusern
Das ehemals landwirtschaftlich genutzte Gehöft im Berner Mittelland verfügt über verschiedenste, gut erhaltene, exemplarische Merkmale der architektonischen und handwerklichen Baukunst aus dem 18. Jahrhundert. Diese sind, trotz vieler, teils unsensiblen baulichen Überlagerungen in ihrem gegenseitigen Kontext ablesbar.
Das Bauernhaus mit der charakteristischen ruhigen Dachfläche, welche Wohn- und Ökonomieteil unter einem Giebel vereint, findet seinen Abschluss in einer typischen Ründe, welche sich über den vorgelagerten Bauerngarten auslädt. Der Rückwertig gelegene Wirtschaftshof kann durch die Eingriffe der vergangenen Jahre nicht mehr als solcher gelesen werden. Das Gehöft soll mit den Ansprüchen an die heutigen Wohnformen transformiert werden. Hierbei setzen die städtebaulichen und räumlichen Qualitäten der früheren Nutzung den Rahmen für die Setzung und Interpretation neuer Volumina und der damit eingehenden Raumfigur bestehend aus Landschaft, Haus und Hof.
Das Projekt sieht vor, den Wirtschaftshof von den unzähligen Anbauten zu befreien. Die neuen Volumina – ein Mehrfamilienhaus sowie ein Ateliergebäude – bilden zusammen mit dem bestehenden Bauernhaus und dem dazugehörigen Stöckli ein Konglomerat. Die Referenzierung der neuen Volumina auf die ursprünglichen Scheunenbauten spannen den ursprünglichen Hof auf, wobei die markante Rampe das Zentrum bildet. Weitere „Ökonomiebauten“ wie die Autounterstellplätze ordnen sich diesem Konglomerat unter und fungieren als Abschlüsse zur Landschaft.
Das Raumprogramm passt sich in die ursprüngliche Gebäudestruktur ein und versucht, diese in den neuen Volumina in die heutigen Vorstellungen von Wohnnutzungen zu adaptieren. So soll das Projekt auf die unterschiedlichen Gegebenheiten eines einstigen Ortes eingehen. Seine ursprünglichen Qualitäten honorieren und diese in der Nutzung und der Ausformulierung nicht nur transformieren, sondern adaptieren.
Auftraggeber Privat
Aufgabe Studie
Projektiert 2015