Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/261273

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss einer Auswertung des SEM liegt die Arbeitsmarktintegration von vorläufig Aufgenommenen bei 55,4 Prozent, ist aber nach Geschlecht sehr unterschiedlich. Während 68,7 Prozent der Männer erwerbstätig sind, liegt der Anteil bei den Frauen nur halb so hoch (30,1%), wie eine Auswertung der Einreisenden aus dem Jahr 2014 zeigt.</p><p>- Was sind die Gründe der tieferen Erwerbsquote bei Frauen?</p><p>- Mit welchen Massnahmen wird die Erwerbsquote bei Frauen gezielt verbessert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Ende 2022 publizierten Auswertungen zeigen, dass bei Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen, die 2014 eingereist sind, die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Erwerbsquote ausgeprägter sind als bei anderen Bevölkerungsgruppen. Bund und Kantone haben sich im Rahmen der kantonalen Integrationsprogramme 2024-2027 auf das Ziel geeinigt, die berufliche Integration von geflüchteten Frauen zu verbessern. Namentlich soll bei der Ausgestaltung von Potenzialabklärungen, Qualifizierungs- und Arbeitsintegrationsangeboten sowie beim Jobcoaching den Bedürfnissen von Frauen besonders Rechnung getragen werden. Darüber hinaus hat das SEM die Integrationsvorlehre INVOL auf Branchen ausgeweitet, in welchen Frauen (z. B. Gesundheitsbereich, Detailhandel) überwiegen. Zur Erforschung der Gründe für die tieferen Erwerbsquoten bei geflüchteten Frauen prüft das SEM; eine vertiefende Studie in Auftrag zu geben. Diese soll auch konkrete Hinweise für Massnahmen (z. B. hinsichtlich Jobcoaching, Qualifizierung) liefern.</p>