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In ihrer im Rahmen des Forschungsprojekts entstehenden Dissertation geht Tabea Buri den Anfängen der europäischen Sammlung des heutigen MKB nach. Sie interessiert sich insbesondere für das breite Netzwerk, durch das Eduard Hoffmann-Krayer als erster Vorsteher der Abteilung Europa deren Sammlung entstehen liess. Im Fokus stehen seine Zulieferer*innen, die mit ihrem Wissen und ihren Objekten die Basler Sammlung massgeblich prägten.
Zwischen 1904 und 1936 kamen rund 12 000 Zeugnisse materieller Kultur aus vielen Teilen Europa in die Sammlung des heutigen Museums der Kulturen Basel (MKB). Gemeinhin wird dafür Eduard Hoffmann-Krayer (EHK) verantwortlich gemacht – dabei agierte er mehrheitlich als Koordinator, so die These dieser Untersuchung. Im Fokus stehen EHKs ZuliefererInnen, die Objekte „vom Feld“ nach Basel brachten oder bringen liessen.
Es soll die Frage untersucht werden, ob und inwiefern die ZuliefererInnen die frühe europäische Sammlung des heutigen MKB geprägt haben. Dazu ist erstens zu untersuchen, inwiefern die ZuliefererInnen mit der Auswahl angebotener Objekte sowie mit den mitgelieferten Zusatzinformationen eigene Ideen und Interpretationen eingebrachten hatten. In einem zweiten Schritt stellt sich die Frage nach der Rolle EHK: Wessen Wissen und Ideen liess er in seine Arbeit einfliessen? Welche Einflüsse auf seine Sammlungsinteressen lassen sich im Laufe der Zeit feststellen?
Das Ziel der Untersuchung ist zweifach: Erstens will sie einen Beitrag zur Provenienzforschung leisten und dabei die Relevanz dieser Forschung gerade auch für europäische Sammlungen aufzeigen. Zweitens soll ein differenziertes Bild von EHK, seiner Arbeit gezeichnet und dem Einfluss bisher wenig bekannter SammlerInnen auf die Basler Sammlung aufgezeigt werden.