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1971 bekamen die Schweizer Frauen, als eine der letzten weltweit, das Stimm- und Wahlrecht. Seither steigt der Anteil und der Einfluss der weiblichen Bevölkerung in der Politik kontinuierlich an. Trotzdem haben die Frauen fast überall immer noch weniger zu sagen als die Männer (Ausnahme: die Abstimmungen!). Ein wenig müssen sie sich auch an der eigenen Nase nehmen: Die Frauen beteiligen sich we...
Auch wenn die Wahlen jeweils zum Medienspektakel werden: Sie sind in der Schweiz weniger wichtig als in anderen Ländern. Und auch ein wenig langweiliger; meistens zumindest. Die grossen Umbrüche in Sachen Wahlen haben in der Schweiz vor 100 und vor 50 Jahren stattgefunden.
Die Schweiz ist weltweit eines der wenigen Länder, das keine gesetzliche Regelung zur Finanzierung von Parteien und Abstimmungs-Kampagnen kennt. Eine Offenlegung der Finanzen passe nicht zum direktdemokratischen System der Schweiz, war bisher die Standardantwort von Regierung und (bürgerlichen) Parteien. Das könnte sich nun ändern.
Das Volk, der Souverän, ist in der Schweiz noch etwas souveräner als in anderen Ländern. Allerdings ist gar nicht so klar, wer denn dieses Volk eigentlich ist, und was es will? Klar ist dagegen: Die Gesamtbevölkerung wird sowohl beim Stimmvolk wie auch im Parlament nur unzureichend abgebildet.
In repräsentativen Demokratien können Parlamente (und Regierungen), wenn sie mal gewählt sind, schalten und walten, wie sie wollen (zumindest theoretisch). In der Schweiz steht dem Parlament immer noch das Volk als Korrektiv gegenüber. Am wichtigsten im Parlament sind die Kommissionen, denen ein genialer Dokumentarfilm ein Denkmal gesetzt hat.