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Zwischen Fiktion und Wirklichkeit
Seit je bin ich von Büchern umgeben, sogar in der Nacht, wenn ich in meinem Bett, das gleichzeitig auch als Bücherschrank funktioniert, schlafe. Ich frage mich aber nun, angeregt durch Lisa Tralcis Projekt, ob es nun ein spezielles Buch gibt, das mein Schicksal massgebend beeinflusst und geformt hat. Diese Frage kann ich nicht eindeutig beantworten. Sicher ist, dass Jan Slauerhoff, ein holländischer Schiffsarzt, Dichter und Schriftsteller, mich als Jugendlicher sehr beeindruckt hat. Slauerhoff, der sich mit Camões, einem Poète maudit, verwandt fühlte, streifte ruhe- und rastlos auf den Ozeanen und an fremden Küsten umher. Sehnsüchtig auf der Suche nach dem Glück, ohne irgendwo einen Heimhafen zu finden. Aus heutiger Sicht glaube ich vielmehr, dass Slauerhoff meine romantischen Sehnsüchte nach der Ferne gestillt hat. Seine Gedichte fanden also in meiner Seele einen guten Nährboden. Die Wirklichkeit verlief dann viel unspektakulärer. Mit dem Ozean wurde nichts, immerhin schaffte ich es rheinaufwärts, leider nur Binnenschifffahrt, nach Schaffhausen am Rheinfall und fühlte mich schon bald sehr daheim in der Schweiz.