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Japan: Tsuruga-2 auf aktiver Störungszone
Ein Expertenbericht über eine unterhalb der Kernkraftwerkseinheit Tsuruga-2 liegende geologische Störungszone kommt zum Schluss, dass diese aktiv ist und ein Erdbeben auslösen könnte. Die Experten führten seit 2012 zwei Untersuchungen vor Ort durch und konzentrierten sich auf die seismische Bruchlinie unterhalb des Reaktorgebäudes von Tsuruga-2. Die NRA nahm 2013 eine Beurteilung der Störungszone vor und folgerte, sie sei aktiv. Sie nahm anschliessend weitere Analysen vor, da die Japan Atomic Power Co. (JAPC) – die Betreiberin von Tsuruga – wiederholt Einwände gegen die Bewertung vorbrachte. Die JAPC vertritt die Meinung, wesentliche Aspekte fehlten, Fakten wurden falsch interpretiert und Schlussfolgerungen beruhten nicht auf beobachteten Daten. Sie plane jedenfalls, ein Wiederinbetriebnahmegesuch für Tsuruga-2 einzureichen.
Jetzt hat die NRA den Schlussbericht der Expertengruppe genehmigt. Dies könnte zur Stilllegung von Tsuruga-2 führen, da die neuen Sicherheitsregelwerke das Vorhandensein von Reaktorgebäuden und anderen Schlüsseleinrichtungen oberhalb einer aktiven Störungszone verbieten.