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Stefan Küng erneut Europameister im Zeitfahren
Stefan Küng ist wie im Vorjahr Europameister im Zeitfahren. Der Thurgauer setzt sich im italienischen Trient sieben Sekunden vor dem Lokalmatador Filippo Ganna durch. Stefan Bissegger wird Vierter.
Küng sicherte sich seine zweite EM-Goldmedaille mit einem starken Finish. Bei der letzten Zwischenzeit an zweiter Stelle liegend, schob er sich auf dem letzten Abschnitt noch um sieben Sekunden am italienischen Lokalmatador Filippo Ganna vorbei. Bronze ging mit 14 Sekunden Rückstand an den Belgier Remco Evenepoel. Stefan Bissegger verpasste das Podest an seiner ersten EM bei der Elite als Vierter um knapp neun Sekunden.
«Der vierte Platz an den Olympischen Spielen war eine bittere Pille, vor allem weil es so knapp war (es fehlten 0,4 Sekunden zu Bronze - die Red.). Genau das pusht mich jetzt aber jeweils, wenn ich auf die letzten Kilometer komme. Ich weiss jetzt genau, dass es auf jede Kleinigkeit ankommt», sagte der Thurgauer im Ziel.
Mit dem Sieg gegen die europäische Konkurrenz unterstrich Küng, dass die Form im Hinblick auf das WM-Zeitfahren in anderthalb Wochen stimmt. «Die EM war eine wichtige Etappe auf dem Weg zum nächsten grossen Ziel am 19. September. Auf dieses Rennen arbeite ich seit den Olympischen Spielen hin.» Seine Ambitionen an den Titelkämpfen in Flandern sind hoch: «Seit eineinhalb Jahren bin ich im Zeitfahren konstant und gehöre wirklich zur Weltspitze.»
An der EM steht am Sonntag zum Abschluss das Strassenrennen auf dem Programm. In Abwesenheit von Küng und Bissegger ruhen die Schweizer Hoffnungen auf Marc Hirschi und Gino Mäder. Letzterer verblüffte zuletzt an der Vuelta mit dem 5. Gesamtrang.