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"Daten aus China erhöhen die Befürchtung, dass ein Handelsabkommen - welches ebenfalls zu entgleiten droht - möglicherweise nicht mehr ausreicht, um deflationäre Bedenken abzubauen, da der Verbraucherpreisindex auch fehlende Schätzungen enthält", sagt Paul Flood, Portfoliomanager des BNY Mellon Global Multi-Asset Income Fund bei Newton IM, einer Boutique von BNY Mellon Investment Management. Da die Handelsgespräche in Peking abgeschlossen seien und kein fester Deal vorliege, habe es Debatten über eine Verschiebung der Frist um 60 Tage durch die US-Regierung gegeben. Laut Flood deutet der jüngste Kommentar seitens der USA jedoch darauf hin, dass die Gespräche über Strukturreformen ins Stocken geraten seien.
Angesichts schwacher Daten aus China und blockierender Handelsgespräche sei das Vertrauen der Anleger über Nacht eingetrübt worden. Die asiatischen Märkte gaben einen Teil der starken Gewinne zurück, die sie in der vergangenen Woche erzielt hatten. Mit sich abschwächenden Daten und keinem Anzeichen eines Handelsabkommens könnte der Ansturm auf Emerging-Market-Werte, den wir in diesem Jahr bisher erlebt haben, ganz leicht in die andere Richtung gehen, vermutet Flood.
die Experten von Investec argumentieren, dass sich durch die Abkühlung der US-Wirtschaft und die Annäherung der Zinsen an einen möglichen Höchststand ein neuer Zyklus in den Emerging Markets abzeichne. Es sei an der Zeit, Erwartungen anzupassen. "Verzichten Sie auf Vorurteile", raten sie, "denn der nächste Zyklus wird sich von vorherigen unterscheiden".
Strukturelle Veränderungen in den Emerging Markets
Chinas schwindelerregender Aufstieg Anfang des Jahrtausends werde sich nicht wiederholen, und so würden diejenigen, die auf eine Rückkehr der spektakulären Performance des "Stellar Cycle" (2003-2012) hoffen, vergeblich warten, glauben die Investec-Experten. Gleichzeitig würden Investoren, die ihre Renditeerwartungen nach dem letzten Zyklus richten, die Bedeutung der weitreichenden strukturellen Veränderungen übersehen, die in Schwellenländern im Laufe der letzten sechs Jahre stattgefunden haben. Die Experten verweisen auf die Fundamentaldaten, die nun wieder deutlich besser seien. "Wir glauben, dass die Bewertungen diese Stärke nicht widerspiegeln. Daher sind die Vermögenswerte der Schwellenländer in der Lage, die entwickelten Märkte im nächsten Zyklus zu übertreffen. Aus unserer Sicht sind die Schwellenländer erwachsen geworden", folgern sie.