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Liechtensteins Landesfürst Hans-Adam II. weist Kritik zurück
Liechtensteins Landesfürst Hans-Adam II. hat sich erstmals zum Treffen zwischen westeuropäischen Rechtspopulisten und Anführern der russischen Eurasien-Bewegung Ende Mai im Stadtpalais in Wien geäussert.
Wien/Vaduz. – Wie der «Tages-Anzeiger» berichtete, fand am 31. Mai im Wiener Palais Liechtenstein ein Treffen zwischen westeuropäischen Rechtspopulisten und Anführern der russischen Eurasien-Bewegung statt. Dabei sei auch darüber gesprochen worden, wie Europa vor Liberalismus und der «satanischen Schwulenlobby» zu retten sei.
Junge Freie Liste und die «Linke»
Die Junge Freie Liste empörte sich am 10. Juni im «Liechtensteiner Volksblatt» in einem Leserbrief, dass das Fürstenhaus der «Rechten» die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte, und forderte sodann eine Erklärung. Diese folgte am Donnerstagabend. «Die Räumlichkeiten in unserem Stadtpalais wurden von einer Agentur gemietet, und wir hatten keinen Einfluss auf die Gästeliste», schreibt Landesfürst Hans-Adam II. in einem Leserbrief.
Abgesehen davon, dass es schon aus technischen Gründen nicht möglich sei, die Gästeliste bei so einem Empfang auf ihre politische Einstellung zu überprüfen, wäre dies auch eine unzulässige Einmischung in die Innenpolitik eines befreundeten Nachbarstaates, betont das Staatsoberhaupt weiter. Ausserdem stelle sich die Frage, ob sich die Junge Freie Liste auch dann beklagt hätte, wenn sich im Stadtpalais nicht die «Rechte», sondern die «Linke» getroffen hätte. (so)