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Gustav Mahlers 3. Sinfonie ist mit seiner unübertroffenen Dauer von 95 Minuten eine aufregende, mysteriöse, überwältigende und bewegende Komposition. In den sechs Sätzen dieser wundervollen Sinfonie drückt Mahler seine musikalische Vision von Natur und des Menschen in der Natur aus. Der Komponist nutzt, wie schon bei seiner 2. Sinfonie, Stoff seiner früheren 'Wunderhorn-Lieder'. So schliesst er den vierten Satz mit einem schönen Alt-Solo mit dem Text eines Nietzsche-Gedichts ab und lässt im fünften Satz einen gemischten Chor erklingen. Die Sinfonie bestand ursprünglich aus sieben Teilen, doch Mahler nutzte schliesslich den siebten Satz für das Ende seiner 4. Sinfonie. Dies ist eine Aufzeichnung in der Berliner Philharmonie aus dem Jahr 1992, dirigiert von Bernard Haitink, unter Teilnahme der Berliner Philharmoniker, des Tölzer Knabenchors, des Ernst Senff Chors und Florence Quivar.
YES Camerata (Young European String Camerata) und Violinist Wiliam Hagen spielen das Konzertprogramm 'Der Rote Priester und der Tanguero', welches 2007 im Academiezaal im belgischen Sint-Truiden aufgezeichnet wurde. Das Programm besteht aus 'Die Vier Jahreszeiten' von Antonio Vivaldi (1679-1741) sowie Astór Piazzollas (1921-1992) 'Las quatros estaciones porteñas' in einer Transkription von Leonid Desyatnikov. Mit dem Adjektiv porteño, welches auf jene verweist, die in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires geboren wurden, gibt Piazzolla einen Eindruck der Vier Jahreszeiten in Buenos Aires. YES Camerata ist ein junges, begeistertes Streicherensemble, das ohne Dirigent spielt. Der junge amerikanische Violinist William Hagen wurde Dritter im Concours Musical Reine Elisabeth (Königin-Elisabeth-Wettbewerb) 2015.
Das Teatro Regio wurde von dem Baumeister Benedetto Alfieri nach Planungen des Architekten Filippo Juvarra an der Piazza Castello im Stadtzentrum erbaut. 1740 fand mit der Aufführung eines Werkes von Francesco Feo die Eröffnung statt. Auf eine königliche Order hin wurde das Theater 1792 geschlossen und das Gebäude wurde als Lagerhalle genutzt. Während der französischen Besatzung Turins unter Napoleon Bonaparte wurde das Theater wieder eröffnet und in Teatro Nazionale umbenannt. Nach dem Abzug der Franzosen blieb das Theater eröffnet, wurde aber erneut in Teatro Imperiale umbenannt. Nach Zeiten finanzieller Unsicherheit wurde das Haus 1870 von der Stadt Turin übernommen. Eine Blütezeit des Hauses waren u.a. die Jahre 1895?1898 unter der Leitung von Arturo Toscanini mit zahlreichen Premieren der Werke von Richard Wagner. Weiterhin fand am 1. Februar 1896 die Uraufführung von Giacomo Puccinis La Bohème statt. In der Saison 1905/1906 wurde hier, wiederum unter dem für diese Saison zurückgekehrten Toscanini, die Oper Siberia als Premiere gespielt. 1936 brannte das Teatro Regio nieder und wurde erst ab 1967 unter Architekt Carlo Mollino wieder aufgebaut. Es wurde 1973 wieder eröffnet, mit der Aufführung von Giuseppe Verdis Oper Les vêpres siciliennes.
Das Gulbenkian Orchestra spielt unter der Leitung von Leo Hussain ein Konzertprogramm bestehend aus Ballettmusik von Mozarts Oper 'Idomeneo' und Strawinskys Petruschka. Menahem Pressler (1923-) präsentiert als Solist Mozarts 23. Klavierkonzert (K. 488). Die Karriere des in Deutschland geborenen israelisch-amerikanischen Pianisten entwickelte sich rasant, nachdem er den Hauptpreis der Debussy International Piano Competition in San Francisco gewann. Während seiner langen Wirkungszeit wurden Pressler sechs Grammy-Nominierungen, sowie eine Auszeichnung für sein Lebenswerk durch das Gramophone Magazin zuteil. Mozart vollendete sein 23. Klavierkonzert im März 1786, nur zwei Monate vor der Premiere von 'Die Hochzeit des Figaro'. Strawinskys 'Peruschka' dreht sich um die Liebe und Eifersucht dreier Puppen. Das Ballett feierte 1911 seine Premiere, von Sergei Djaghilews berühmten Ballets Russes, mit Vaslv Nijinski in der Hauptrolle. Das Konzert wurde im 2018 Grand Auditorium der Calouste Gulbenkian Foundation in Lissabon aufgenommen.
Jeffry Tate dirigiert das English Chamber Orchestra bei einer Aufführung von Mozarts 41. 'Jupiter-Sinfonie' (KV 551). Diese Sinfonie ist die letzte von dreien, die Mozart im Sommer 1788 schnell hintereinander komponierte. Die Sinfonie ist für ihren Humor, ihre überbordende Energie und ihren grosse Rahmen für eine Sinfonie der damaligen Zeit bekannt, daher heisst sie 'Jupiter-Sinfonie'. Normalerweise arbeitete Mozart auf Auftrag, Wissenschaftler haben jedoch für diese 41. Sinfonie keine Hinweise darauf gefunden. Es ist gut möglich, dass Mozart das Stück in der Hoffnung komponierte, es bei einem Konzert in Wien zeigen oder verkaufen zu können. Regie: János Darvos.
Leonard Bernstein, David Bowie, Bill Clinton, Michail Gorbatschow – sie alle erzählten einst die Geschichte des weltberühmten sinfonischen Märchens von 'Peter und der Wolf' (1936), komponiert von Sergej Prokofjew (1891-1953). In diesem Werk wird jede Figur durch ein anderes Instrument (oder eine andere Passage) repräsentiert. Peter selbst wird beispielsweise von den Klängen der Streichinstrumente repräsentiert, sein mürrischer Grossvater vom tiefen Fagott, die Katze von der spielerischen Klarinette und der Vogel von der Flöte. Wann immer die Figuren im Laufe der Geschichte miteinander agieren, verflechten sich auch die musikalischen Motive miteinander. Diese Performance von 2018 wird erzählerisch begleitet und dirigiert von Marin Alsop. Für musikalische Begleitung sorgt das Britten-Pears Orchester.
Vilde Frang, Tabea Zimmermann und Dirigent/Pianist András Schiff vereinen ihre Kräfte anlässlich der 25-jährigen Jubiläumsausgabe des schweizer Verbier Festivals 2018. Er wird in einer Interpretation von Mozarts Sinfonia concertante von Vilde Frang, einer Superlative der Mozart-Interpretationen, und der meisterhaften Violinistin Tabea Zimmermann begleitet. Das Werk ist exemplarisch für ein breites Spektrum an Emotionen, die Mozart gekonnt in einem einzigen Werk vereinen kann: von gelassen und froh in den äusseren Bewegungen, bis hin zu traurig und gedankenverloren in der zentralen Bewegung. In der Interpretation der Werke von Schumann und Brahms, die das Violinrepertoire des 19. Jahrhunderts perfekt repräsentieren, begleitet Schiff die meisterhafte Violinistin Tabea Zimmermann. Im Gegensatz zu Schumann, dessen Märchenbilder bereits mit Rücksicht auf die Violine komponiert wurden, hatte Brams sein Op. 120 ursprünglich für Klarinette und Piano geschrieben. Er fügte jedoch rasch eine Violin-Transkription hinzu, die innerhalb kürzester Zeit die Erfolge des Originals überbot.
Das Osterfestival ist eine international bekannte Veranstaltung bei Liebhabern der klassischen Musik, das traditionell in Moskau am Ostersonntag eröffnet wird. Jedes Jahr reisen das Mariinsky Theater Orchester und sein musikalischer Regisseur Valery Gergiev durch Russland – seit 10 Jahren! In diesem Jahr können wir ein aussergewöhnliches musikalisches Geschenk präsentieren: Das Mariinsky Theatre Symphony Orchestra unter der Leitung von Valery Gergiev führt den kompletten Zyklus von Sergej Prokofjews Sinfonien und Klavierkonzerten auf – ein Komponist, mit dem Maestro Gergiev und das Orchester besonders im Einklang stehen. Komplettes Programm: Sinfonie Nr. 4, Klavierkonzert Nr. 4 'linke Hand', Encore Sonate Nr.7, III, 'Romeo & Julia – Masken, Friar Laurence, Montagues & Capulets'.
Mit der Serie 'Meisterwerke Entdecken' präsentieren wir audiovisuelle Konzertführer der grossen Meisterwerke der klassischen Musik. Die Serie enthält 20 halbstündige Dokumentationen über 20 Meisterwerke der Klassik. Angesehene Experten, berühmte Solisten und herausragende Dirigenten versetzen Sie zurück in die Zeit und an die Orte ihrer Entstehung. In der heutigen Dokumentation geht es um Ludwig van Beethovens ,Sinfonie Nr. 5'. Das Stück übt gleich zu Beginn mit dem Vierton-'Schicksalsmotiv' eine starke Anziehungskraft aus und zieht den Zuhörer in seinen Bann. Der deutsche Musikwissenschaftler Armin Koch beschäftigt sich mit der Analyse des Werkes und der deutsche Beethoven-Experte Wulf Konold veranschaulicht die raffinierten Variationen des Schicksalsmotivs auf dem Klavier und erläutert ausserdem weitere Merkmale dieses grossartigen Werks.
Wie klingt das All? Das fragte sich Komponist Aart Strootman, artist in residence beim Theater Tilburg und Gewinner des Gaudeamus-Preises für Komposition 2017. Er zog die letzten Daten zu Rate, die die NASA 2003 von der Raumsonde Pioneer 10 empfing, und übersetzte diese Geräusche in geheimnisvolle Musik für sein Ensemble TEMKO. Die dünnen langen Wellen, die kurzen Explosionen, die Elektronik und die Stimmen ergaben zusammen eine in der Tat kosmische Erfahrung. Im vorigen Jahr bearbeitete Strootman diese faszinierende Partitur auf Ersuchen der philharmonie zuidnederland für sein eigenes Ensemble TEMKO und das Orchester. Das Resultat war – wenn überhaupt möglich – noch faszinierender, was unter anderem an den Videobildern mit Weltraum-Impressionen lag, die Dries Alkemade zur Musik schuf. Da etliche Bitten um eine Wiederholung des Programms hereinkamen, kehrt Darkness Rises nun unverändert als Teil von November Music zurück. Genau wie im Vorjahr steht das Ganze unter der Leitung von Dirigent Karel Deseure. Eine bewusstseinserweiternde Erfahrung für jeden Ersthörer und eine schöne Gelegenheit für alle Zweithörer, neue Facetten zu entdecken.
'Benjamin Britten – Konflikt und Frieden' ist ein Drama-Dokumentarfilm in Spielfilmlänge aus der Feder von Regisseur und Produzent Tony Britten. Der starbesetzte Film von 2013 untersucht, wie sich Brittens pazifistisches Gedankengut von einer jugendlichen Neugierde an Kommunismus und seiner Verbindung zum Pazifismus schliesslich zur der Realisation entwickelte, dass ein Bekenntnis zu politischen Friedensbewegungen in einer Zeit des Faschismus nicht die Antwort auf seine Fragen war. Seine Werte und Weltansicht führten den im englischen Suffolk geborenen Künstler letzendlich zu einer 'puristischen' Form des Pazifismus, der sich in einer Vielzahl seiner Kompositionen manifestierte, insbesondere im weltberühmten War Requiem. Gespielt wird der junge Benjamin Britten von Alex Lawther, bekannt aus diversen Netflix Film- und Serienproduktionen. Wie Benjamin Brittens nicht verwandter Namensvetter Tony erläutert, sind die 'dramatischen Elemente des Films von elementarer Wichtigkeit für die Handlung, da sie eine prägende Phase in Brittens Leben und musikalischer Entwicklung widerspiegeln, die nur durch dramatische Inszenierung realitätsgetreu veranschaulicht werden können'. Der Film vermittlet einen authentischen Eindruck darauf, wie es einst für Britten gewesen sein muss, in den 1920ern eine englische Public School zu besuchen.
Das Kommunale Theater von Modena ist längst ein Begriff für höchste italienische Qualität und Einzigartigkeit. Es trägt den Namen Teatro Luciano Pavarotti, benannt nach dem grössten Tenor aller Zeiten, und ist weltweit als eines der bedeutendsten Nationalen Opernhäuser Italiens bekannt. Kein Name könnte treffender sein, denn es war hier in Modena, wo Pavarotti seine aussergewöhnliche Karriere begann. Er war Vorbild für eine neue Generation von Opernsängern ? so auch für die Sänger in dieser Inszenierung von Nabucco, wo wir hinter die Kulissen blicken dürfen.
Petr Nekoranec | Themen: Wolfgang Amadeus Mozart: 'O wie ängstlich' aus 'Die Entführung aus dem Serail' (K. 384) / Georg Friedrich Händel: 'Waft her, angels, through the skies' (Jephtha) / Gaetano Donizetti: 'Ah! mes amis, quel jour de fête!' aus 'La fille du régiment' | Gäste: Petr Nekoranec (Tenor), Martin Dubé (Klavier)
Tenor Petr Nekoranec (Tschechien, 1992), begleitet von Martin Dubé, in der ersten Runde des Arien-Wettbewerbs beim Concours musical international de Montréal 2018 (CMIM). Auf dem Programm stehen Konstanze . O wie ängstlich aus Mozarts Die Entführung aus dem Serail (K. 384), Händels Waft her, angels, through the skies (Jephtha) und Donizettis Ah! mes amis, quel jour de fête! aus La fille du régiment. Der Concours musical international de Montréal (CMIM) wurde 2002 ins Leben gerufen. Jedes Jahr lockt das Ereignis tausende Zuschauer in die Konzertsäle sowie Zuhörer vor Radio und Internet. Mit dem Wettbewerb sollen herausragende Musiker entdeckt und gefördert werden. Er wird als einziger jährlich in Nordamerika ausgetragen und die internationalen Teilnehmer werden in drei Disziplinen (Gesang-Violine-Piano) im Turnus von drei Jahren ausgezeichnet.
Dirigent Paolo Arrivabeni leitet das Orchester und den Chor der Opéra Royal de Wallonie in dieser Performance der Aida. Obgleich er insgesamt 56 Opern zu seinem Repertoire zählt, markiert diese Performance das erste Mal, dass er 'Aida' dirigierte. Der von Publikum und Kritikern gefeierte Maestro blickt auf eine sehr erfolgreiche internationale Karriere zurück, deren besonderer Fokus auf dem Werk der italienischen Komponisten des 19. Jahrhunderts liegt. Aida ist eine Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi, die auf dem italienischen Libretto von Antonio Ghislanzoni basiert. Der Schauplatz der Handlung ist das sogenannte 'Alte Reich', vermutlich in Ägypten. Aida handelt von verstrickten Handlungssträngen und Liebschaften, die durch politische Affären und äussere Einflüsse zusätzlich erschwert werden. Hauptfiguren sind Aida, eine äthiopische Prinzessin, die von den Ägyptern versklavt wurde, der ägyptische Militärbefehlshaber Radamès, dessen Gefühle für Aida für Konflikt mit seiner politischen Loyalität sorgen, und die Königstochter Amneris, die wiederum in Radamès verliebt ist. Die Oper wurde von Kairos Khedivial Opera House in Auftrag gegeben und dort am 24. Dezember 1871 uraufgeführt. Solisten dieser Interpretation, aufgenommen 2014 in Lüttich, Belgien, sind Kristin Lewis, Massimiliano Pisapia, Nino Surgulazde, Mark Rucker, Luciano Montanaro, Roger Joakim und Chantal Glaude Giovanni Iovino.
Jirí Belohlávek (1946-2017) dirigiert das Sinfonieorchester des Prager Konservatoriums bei einer Aufführung von Bedrich Smetanas (1824-1884) Má vlast ('Mein Vaterland'), einem Zyklus aus sechs sinfonischen Dichtungen, der zwischen 1874 und 1879 komponiert wurde. Wenngleich es oft als Einzelwerk in sechs Sätzen gezeigt wird, sind die sechs Stücke jedoch eigenständig. Die Premiere des Gesamtwerks fand 1882 in Prag statt. Smetana vereint die von Liszt begründete Form der sinfonischen Dichtung mit den Idealen der nationalistischen Musik. Jedes Gedicht beschreibt einen Aspekt der Landschaft, Geschichte oder Legenden Böhmens. Aufgenommen beim 66. Musikfestival Prager Frühling 2011 unter der Regie von Tomás Simerda.
Aleeksander Madzar und das Royal Philharmonic Orchestra spielen unter der Leitung von Andre Previn Mozarts 27.Klavierkonzert, KV 595, aufgenommen im Wiener Schloss Schönbrunn. Im Jahr 1791, wenige Monate bevor sein kurzes Leben so schmerzvoll und unerwartet zu Ende ging, widmete sich Mozart wieder dem Kompositionsstil, der ihm wohl am ehesten entsprach: das Konzert für Klavier und Orchester. Man würde erwarten, dass unter den schwierigen Umständen vor Mozarts Tod ein ernstes und schwermütiges letztes Klavierkonzert entstehen würde, doch dieses Werk ist ganz und gar positiv und erhebend. Mozart erfreut sein Publikum mit einem gefühlvollen Kinderlied, das die Freuden der Jugend und des Frühlings heraufbeschwört. Vielleicht eine Erinnerung an die ruhigen Tage, als das brillante Wunderkind erstmals Geschmack daran fand, ein 'Mozart on Tour' zu sein.
Am 18. Dezember 2017 spielte das Valerius Ensemble im Concordia in Enschede ein Weihnachtskonzert. Das Ensemble, bestehend aus Robert Windak (Geige), Annemarie van Vliegen (Geige), Eva Susliková (Bratsche) und Réne Geesing (Cello,) spielt im Concordia in Enschede ein Weihnachtskonzert. Das Programm beinhaltet Das neugeborne Kindelein aus Bachs Cantata BWV 122, das Largo aus Vivaldis Winter, das Allegro aus Mozarts Divertimento in D (KV. 136), Méditation aus Massenets Oper Thaïs, The Entertainer von Scott Joplin, das Vilja-Lied aus Léhars Die Lustige Witwe und das lebhafte rumänische Volksliedand Geampara. Das Ensemble schliesst mit Piazzollas Ave Maria (Tanti anni prima).
Wie klingt das All? Das fragte sich Komponist Aart Strootman, artist in residence beim Theater Tilburg und Gewinner des Gaudeamus-Preises für Komposition 2017. Er zog die letzten Daten zu Rate, die die NASA 2003 von der Raumsonde Pioneer 10 empfing, und übersetzte diese Geräusche in geheimnisvolle Musik für sein Ensemble TEMKO. Die dünnen langen Wellen, die kurzen Explosionen, die Elektronik und die Stimmen ergaben zusammen eine in der Tat kosmische Erfahrung. Im vorigen Jahr bearbeitete Strootman diese faszinierende Partitur auf Ersuchen der philharmonie zuidnederland für sein eigenes Ensemble TEMKO und das Orchester. Das Resultat war – wenn überhaupt möglich – noch faszinierender, was unter anderem an den Videobildern mit Weltraum-Impressionen lag, die Dries Alkemade zur Musik schuf. Da etliche Bitten um eine Wiederholung des Programms hereinkamen, kehrt Darkness Rises nun unverändert als Teil von November Music zurück. Genau wie im Vorjahr steht das Ganze unter der Leitung von Dirigent Karel Deseure. Eine bewusstseinserweiternde Erfahrung für jeden Ersthörer und eine schöne Gelegenheit für alle Zweithörer, neue Facetten zu entdecken.
Pierre-Laurent Aimard | Themen: Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge BWV 1080 Nr. 4, 10, 12, 14 / Elliott Carter: Matribute, Two Diversions / George Benjamin: Shadowlines I – VI / Ludwig van Beethoven: Sonate As-Dur op. 110
Die vierteilige Serie 'Legato' präsentiert Stars der Klavierwelt, die mit ihrer Leidenschaft für Virtuosität und ihrem beständigen Streben nach neuem Repertoire unser Musikleben entscheidend bereichert haben. Heute im Scheinwerferlicht: Pierre-Laurent Aimard (*1957), der französische Spezialist für Klassik und Avantgarde. Er spielt Werke von Johann Sebastian Bach (Die Kunst der Fuge BWV 1080 Nr. 4, 10, 12, 14), Elliott Carter (Matribute, Two Diversions), George Benjamin (Shadowlines I – VI) und Ludwig van Beethoven (Sonate As-Dur op. 110).
'Celebrate St. Patrick' (2017) fand in der St. Patrick's Cathedral von Downpatrick statt, tief im Heimatland des Heiligen. Selbst Chöre aus dem weit entfernten kalifornischen Santa Barbara nutzten die Gelegenheit, zum St. Patrick's Day nach Irland zu kommen und mit irischen Musikern und der Kirchgemeinde dieser historischen Kathedrale zu musizieren. Das Konzert vereint geistliche Musik mit traditionellen irischen Musikinstrumenten und Musik aus der irischen Diaspora. Die Stimmgewalt des berühmten Chores Voices of Ireland passt zur Zartheit der irischen Harfen und zu den Stimmen von Aisling Oir. Avalon vereint eine spezielle Mischung aus traditionellen irischen Flöten und klassischen Streichinstrumenten. Zusammen mit Lesungen aus den Schriften des Heiligen Patrick und HD-Archivmaterial der Grafschaften Armagh und Down ist 'Celebrate St. Patrick' ein Fest für Ohren und Augen.
Sergej Beljawski (1993, Russland) interpretiert 9. Ungarische Rhapsodie, 'Carnival in Pest', S244/9 und Grandes Études de Paganini, S141 im Halbfinale I (Transkription) des 11. internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs, veranstaltet 2017 im TivoliVredeburg, Utrecht. Der Wettbewerb präsentiert und unterstützt aktiv talentierte Pianisten aus aller Welt. Dadurch hat er sich als eine Veranstaltung etabliert, die vielen jungen Musikern berufliche Türen öffnet. Der internationale Franz Liszt Wettbewerb fand erstmals 1986 in der Niederlande statt und gilt seither als einer der bedeutendsten Klavierwettbewerbe der Welt.
Wie klingt das All? Das fragte sich Komponist Aart Strootman, artist in residence beim Theater Tilburg und Gewinner des Gaudeamus-Preises für Komposition 2017. Er zog die letzten Daten zu Rate, die die NASA 2003 von der Raumsonde Pioneer 10 empfing, und übersetzte diese Geräusche in geheimnisvolle Musik für sein Ensemble TEMKO. Die dünnen langen Wellen, die kurzen Explosionen, die Elektronik und die Stimmen ergaben zusammen eine in der Tat kosmische Erfahrung. Im vorigen Jahr bearbeitete Strootman diese faszinierende Partitur auf Ersuchen der philharmonie zuidnederland für sein eigenes Ensemble TEMKO und das Orchester. Das Resultat war – wenn überhaupt möglich – noch faszinierender, was unter anderem an den Videobildern mit Weltraum-Impressionen lag, die Dries Alkemade zur Musik schuf. Da etliche Bitten um eine Wiederholung des Programms hereinkamen, kehrt Darkness Rises nun unverändert als Teil von November Music zurück. Genau wie im Vorjahr steht das Ganze unter der Leitung von Dirigent Karel Deseure. Eine bewusstseinserweiternde Erfahrung für jeden Ersthörer und eine schöne Gelegenheit für alle Zweithörer, neue Facetten zu entdecken.
Beethovens drei letzte Sonaten – Opus 109, 110 und 111 befassen sich mit den intimen Windungen der menschlichen Seele, von Verzweiflung bishin zur Verwandlung. Zu Zeiten ihrer Entstehung war Beethoven bereits Gefangener seiner Taubheit, was das Verhältnis zu seinen Mitmenschen und seiner Umwelt stark beeinflusste. Diesen 'psychologischen Rahmen' erforscht Mariano Nante, indem er den Pianisten Alexandre Tharaud in einen Film versetzt, der an das filmische Universum von Tarowski erinnert. Dieses Werk, das in verlassenen Schlössern gefilmt und von Kameraoperator Yorgos Arvanitis belichtet wurde, schafft eine Atmosphäre der Einsamkeit und lädt ein auf eine introspektive Reise durch Bilder und Musik.
Die junge italienische Pianistin Beatrice Rana (1993) präsentiert 2018 eine buntes Klavierspiel im Grand Auditorium der Calouste Gulbenkian Foundation in Lissabon. Rana öffnet mit zwei Kompositionen Schumanns. Sein 'Blumenstück, Op. 19, ist ein kurzes Klavierstück aus dem Jahre 1839 und hebt sich von den meist poetisch inspirierten und abenteuerlichen Stücken des Komponisten ab. Im Anschluss gibt Rana eine hochtechnische Performance der Sinfonischen Etüden, Op. 13 zum Besten. Nach Schumanns Werken widmet sich Rana dem 20. Jahrhundert und damit Maurice Ravels impressionistischem fünfteiligen Klavierzyklus 'Miroirs'. Rana rundet ihr Konzert mit Guido Agosti's Transkription von Igor Stravinsky's Feuervogel ab.
Der weltberühmte amerikanische Komponist und Texter Cole Porter hat schon längst die Herzen und Liederbücher in aller Welt erobert. Die Dokumentation Looking for Cole von Wilfried van den Brande, die über 3 Jahre aufgenommen wurde, gewährt einen einzigartigen Einblick in das spannendes Leben des Künstlers als 'grosser Mann von Welt'. Van den Brande kann sich wahrlich als Porter-Experten bezeichnen, denn er hat über das Thema promoviert und die bis dato grösste Porter-Anthologie aufgenommen sowie Konzertaufnahmen von 325 Porter-Songs online veröffentlicht. In Looking for Cole reist Van den Brande auf den Spuren des Komponisten, spricht mit zahlreichen Experten über dessen Arbeit und Leben und teilt sich die Bühne mit Musikern wie Kim Criswell, Wayne Marshall, dem WDR Funkhaus Orchester und den Brüsseler Philharmonikern.
Die argentinische Cellistin Sol Gabetta kehrte 2018 zu den Luzerner Festspielen zurück, um Bohuslav Martins 1. Cellokonzert (H. 196) zu interpretieren, gefolgt von Manfred Grafs Arrangement von Lenskys Arie aus Tschaikowskis Eugene Onegin. Sie wird vom Mahler Kammermusikorchester unter der Leitung von Dirigent François-Xavier Roth begleitet. Dieses Konzert wird eröffnet von Bartóks Divertimento für Streichorchester (Sz 113) und abgeschlossen mit Georges Bizet, Kinderspiele – Petite Suite für Orchester, Op.22 und Haydns Sinfonie Nr. 83. Aufgenommen im Lucerne Festival Hall im Jahr 2018.
In diesem exquisiten Konzert aus der Moskauer Tchaikovsky Concert Hall wird das Russian National Orchestra von Dirigent Michail Pletnjow durch ein Programm mit wunderbaren Suiten von Nikolai Rimski-Korsakow geleitet. Das Konzert ist eine Produktion der Moscow Philharmonic Society, die einst der in Sankt Petersburg geborene Komponist Dimitri Schostakowitsch selbst als eine extrem einflussreiche Instanz 'in der Entwicklung des musikalischen Lebens [in Russland]' beschrieb. 'Sie ist eine Art universitätsähnliche Institution, die von hunderten Musikfans und tausenden Musikern frequentiert wird', so Dimitri Schostakowitsch. Die Moscow Philharmonic Society wurde 1922 vom damaligen Kulturabgeordneten des Landes, Anatoli Lunatscharski, gegründet und ist inzwischen Russlands führende Instanz für Konzertorganisation.
Pietro Tagliaferri (Klarinette) und Francesco Attesti (Klavier) spielen eine Suite mit Filmusik (C'era una volta il West – Mission – Nuovo Cinema Paradiso) des berühmten italienischen Filmkomponisten Ennio Morricone. Arrangiert für Klavier und Klarinette von Massimo Berzolla. Ennio Morricone ist einer der erfolgreichsten Filmkomponisten. Er komponierte Musik für über 500 Filme und Fernsehserien und gewann mit 86 einen Oskar für seine Arbeit an Tarantinos The Hateful 8 (2015). Dadurch wurde er zum ältesten Gewinner des Preises. Aufgenommen im Konzertsaal in Yamaha, Lesmo. Regie: Pietro Tagliaferri.
Denis Matsuev und die Sankt Petersburger Philharmoniker bringen unter der Leitung von Dirigent Yuri Termikanov das Annecy Classic Festival 2013 zu einem krönenden Abschluss mit einer Performance diverser Stücke von Sergei Rachmaninoff. Pianist Matsuev, der als Co-Artistic Director des Festivals und Artistic Director der Sergei Rachmaninoff Foundation aktiv ist, bietet eine virtuose und leidenschaftliche Interpretation von Rachmaninoffs Piano Concerto No.2. Ins Leben gerufen wurde das Festival 1967 von der renommierten französischen Pianistin Eliane Richepin. Damals eine beschauliche Veranstaltung für Anwohner und lokale Künstler, ist das Festival heute eine kulturell wertvolle Kollaboration der französischen und russischen Klassikszene.
In dem Dokumentarfilm Mariinsky on Tracl, begleitet Stingray Brava das gefeierte Mariinsky Orchester auf einer Zugfahrt durch die Weiten von Russland. Der derzeitige Chefdirigent des Orchesters Valery Gergiev hat im Jahr 2002 das Moskauer Osterfestival gegründet. Die 2013er Ausgabe dieses Musikfestivals umfasste Auftritte in grossen Städten in den verschiedenen Regionen Russlands. Neben herausragenden Konzertfilmen zeigt uns Mariinsky on Track den Ansatz der Musiker für das Projekt und informiert uns über das harte Leben auf Tour. Seien Sie dabei bei diesen unvergesslichen musikalischen Momenten mit einem der ältesten und besten Musikensembles Russlands.
Das Gustav Mahler Jugendorchester wurde 1986 auf Claudio Abbados Initiative gegründet und ist heute eins der besten Jugendorchester der ganzen Welt. Das Repertoire des Orchesters ist, wie der Name verspricht, stark vom Werk Gustav Mahlers und der besonderen Beziehung zwischen dem Maestro und seinen Musikern geprägt. Claudio Abbado ist ohne Frage der grosse Mahler-Dirigent unserer Zeit und seine andauernde Hingabe zu dessen Werk findet in dieser aufwühlenden Performance von Mahlers letzter Sinfonie ihren Höhepunkt. Dieser Film folgt den Vorbereitungen des Gustav Mahler Jugendorchesters auf seine Interpretation von Mahlers 9. Sinfonie unter der Leitung von Dirigent Claudio Abbado. Aufgenommen 2004 in der Accademia di Santa Cecilia in Rom, verdeutlichen die Aufnahmen den Enthusiasmus, das Talent und die Professionalität der jungen Musiker.
2013 wurde der finnische Dirigent Hannu Linto zum leitenden Dirigenten des finnischen Radio Sinfonieorchester ernannt. Lintu studierte einst Klavier und Cello an der Sibelius-Akademie und dem Turku-Konservatorium im Südosten Schwedens. Er nahm sich an der Sibelius-Akademie auch erstmals des Dirigierens an. Die zahlreichen Konzerte, in denen er 2012 das finnische Radio Sinfonieorchester leitete, qualifizierten ihn eindeutig als direkten Nachfolger Sakri Oramos, dessen Vertrag 2012, nach einigen Jahren als Dirigent und Konzertmeister, endete. Das Orchester hat sich auf Interpretationen finnischer Musik spezialisiert, doch es spielt auch gelegentlich Meisterwerke von Gustav Mahler und Béla Bartók. Der finnische Komponist Jean Sibelius zählt zu den Favoriten des Orchesters und auch des Dirigenten selbst. Gemeinsam mit Yle, der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Finnlands, produzierte das Orchester 2015 eine Konzertserie bestehend aus den sieben Sinfonien des Komponisten. Nach einer kurzen Einleitung in die Thematik, um die sich das Stück dreht, interpretiert das Orchester die gesamte Sinfonie. Sibelius feierte seinen 50. Geburtstag 1915 mit der Premiere seiner 5. Sinfonie. Als er das Stück zum ersten Mal ausgeführt hörte, war er nicht zufrieden damit, also nahm er es vorerst aus seinem Repertoire. Nachdem er die Sinfonie überarbeitet hatte, veröffentlichte er sie 1919 erneut. Aufgrund dieser Überarbeitungen besteht sie aus nur drei Teilen, statt der üblichen vier. Eine weitere Besonderheit sind die Hornsignale, die zu Beginn jeder Bewegung ertönen. Sie sind der Grundstein für das, was folgt.
Die drei Zigeuner (S383), Die Zelle in Nonnenwerth (S382bis) und La lugubre gondola (S134bis) im Halbfinale (Kammermusik) des 11. internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs, veranstaltet 2017 im TivoliVredeburg, Utrecht. Der Wettbewerb präsentiert und unterstützt aktiv talentierte Pianisten aus aller Welt. Dadurch hat er sich als eine Veranstaltung etabliert, die vielen jungen Musikern berufliche Türen öffnet. Der internationale Franz Liszt Wettbewerb fand erstmals 1986 in der Niederlande statt und gilt seither als einer der bedeutendsten Klavierwettbewerbe der Welt.
Mozarts Oper Cosi fan tutte, basierend auf einem Libretto von Lorenzo da Ponte, ist eine Romantikkomödie, die sich mit der Komplexität der zwischenmenschlichen Beziehungen von Männern und Frauen befasst. Im Einklang mit seiner sinnlichen und leidenschaftlichen Musik stellt Mozart fundamentale Fragen über die Liebe und fügt dem Libretto überraschenden Tiefgang und Ernsthaftigkeit hinzu, die in der Originalfassung nicht zu finden sind. Für die Produktion der Oper des Teatro Real Madrid kreierte Michael Haneke ein modernes Bühnenbild. Der Chor und das Orchester des Teatro bieten eine beeindruckende Interpretation des Meisterwerkes, begleitet von Solisten wie Anett Fritsch, Paola Gardina, Juan Francisco Gatell, Andreas Wolf, Kerstin Avemo und William Shimell.
Cast
Anett Fritsch, Paola Gardina, Juan Francisco Gatell, Andreas Wolf, Kerstin Avemo, William Schimell
Daniel Harding dirigiert das Orchestre de Paris bei einem Programm aus Mozart, Mahler und Strauss. Das Konzert beginnt mit Mozarts 'Maurerischer Trauermusik', die er ursprünglich für eine Gedenkveranstaltung der Wiener Freimaurer komponierte. Das Hauptstück des Abends sind jedoch Gustav Mahlers 'Kindertotenlieder' zu Gedichten von Rückert. Die Solistin ist Christianne Stotijn, Preisträgerin des 'Echo Rising Star' und des 'BBC New Generation Award'. Das Konzert endet mit 'Ein Heldenleben' von Richard Strauss. Dieses autobiografische Stück zeigt, wie sich der Komponist seinen Kritikern stellt und frühere Werke zitiert, die in einer Apotheose sterben, aber nicht ohne den wechselhaften Charakter seiner Frau Paulette zu skizzieren, bevor er mit einer wunderschönen musikalischen Liebeserklärung endet.
Solistin Mitsuko Uchida spielt mit dem Mozarteumorchester unter Leitung von Jeffrey Tate im Rahmen der Salzburger Festspiele das 9. Klavierkonzert, KV 271. Mozart komponierte das Werk mit dem Spitznamen 'Jeunehomme' ursprünglich für Victoire Jeramy, die Tochter seines Freundes, des Tänzers und Choreografen Jean-Georges Noverre.
Anush Hovhannisyan | Themen: Gioachino Rossini: 'Bel raggio lusinghier' aus 'Semiramide' / Richard Strauss: 'Frühling' aus 'Vier letzte Lieder' / Wolfgang Amadeus Mozart: 'Al destin, che la minaccia' aus 'Opera seria Mitridate, Re di Ponto' (K. 87) | Gäste: Anush Hovhannisyan (Sopan), Martin Dubé (Klavier)
Sopranistin Anush Hovhannisyan (Armenien, 1986), begleitet von Martin Dubé, in der ersten Runde des Arien-Wettbewerbs beim Concours musical international de Montréal 2018 (CMIM). Auf dem Programm stehen Bel raggio lusinghier aus Rossinis Semiramide, Frühling aus Richard Strauss' Vier letzte Lieder und Al destin, che la minaccia aus Mozarts Opera seria Mitridate, Re di Ponto (K. 87). Der Concours musical international de Montréal (CMIM) wurde 2002 ins Leben gerufen. Jedes Jahr lockt das Ereignis tausende Zuschauer in die Konzertsäle sowie Zuhörer vor Radio und Internet. Mit dem Wettbewerb sollen herausragende Musiker entdeckt und gefördert werden. Er wird als einziger jährlich in Nordamerika ausgetragen und die internationalen Teilnehmer werden in drei Disziplinen (Gesang-Violine-Piano) im Turnus von drei Jahren ausgezeichnet.
Patrick Debrabandere dirigiert den Vox Mago Chor in einer Performance des Dettinger Te Deum (HWV 283), in einem Lobgesang von Georg Friederich Händel, komponiert 1743. Am 27. Juni 1743 gewannen die Britische Armee und ihre Verbündeten die Schlacht bei Dettingen gegen die französische Armee. Da anlässlich der Rückkehr des Königs ein Tag der öffentlichen Danksagung veranstaltet werden sollte, wurde Händel beauftragt, ein Te Deum (Lobgesang) zu komponieren. Die Solisten der Performance sind Bart Uvyn (Alt), Denzil Delaere (Tenor), Helena Maes (Sopran) und Joris Stroobants (Bass). Aufgenommen 2018 in der Onze-Lieve-Vrouw-Kirche in Gent.
Das Tafelmusik Baroque Orchestra, auch unter dem einfachen Namen Tafelmusik bekannt, ist ein aus Toronto stammendes, kanadisches Barockorchester, das sich auf Alte Musik spezialisiert hat. Die musikalische Leitung des Orchesters wird von der Violinistin Jeanne Lamon übernommen. Gemeinsam mit dem Trio Arabica feiert das Ensemble die Musik und Kultur des 18. Jahrhunderts. Die Städte Leipzig und Damaskus befinden sich gleichermassen an den Schnittpunkten uralter Handelsrouten und waren ihrerzeit wichtige Epizentren für Gelehrte. Besonders berühmt waren beide Städte ausserdem für ihre Kaffeehäuser, in denen regelmässig die brillantesten Musiker der damaligen Zeit auftraten. Dieses Konzert beinhaltet Werke von Bach, Telemann, Händel und wahre Schätze der klassischen arabischen Musik. Musik, Worte und Bilder warden in diesem interkulturellen Setting verwendet, um zu verbildlichen, wie die Menschen, die damals geografisch durch grosse Distanzen voneinander getrennt waren dennoch dank Handel, Kunst und geteiltem Ideengut Gemeinsamkeit fanden und sich verbunden fühlten. Die Aufnahme entstand bei einem Konzert im Aga Khan Museum in Toronto. Konzipiert von Alison Mackay, mit einem Bühnenbild von Marshall Pynoski.