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veranlassen, wenn sie innen sorgfältig geputzt, oder namentlich, wenn sie mit glasierten
Thonröhren gefüttert sind, ebenfalls
eine nur geringe
Reibung.
[* 2] Bei gemauerten Schornsteinen gibt man dem
Querschnitt ihrer Mündung gewöhnlich 3/5, dem untern
Querschnitt ⅓ der freien Rostfläche (s.
Rost) und verlängert den
Kanal
[* 3] um 0,5-1 m unter die Raucheinführung.
Blechschornsteinen gibt man gewöhnlich eine schwach konische Gestalt, eine Blechstärke von 3-4
mmoben und 5-6
mm unten und
befördert ihre
Stabilität durch Verankerung mittels
Drähte oder
Drahtseile.
Die Schornsteine in Wohngebäuden liegen am zweckmäßigsten nicht in den Umfassungswänden, um vor Abkühlung möglichst
geschützt zu sein, müssen zur Verhinderung der Feuersgefahr mit dem
Lichten 25
cm von jeglichem Holzwerk
entfernt bleiben und dürfen keine geringere Wandstärke als ½ Backsteinlänge erhalten. In der
Regel ist es gestattet, die
engsten, sogen. russischen Rauchröhren zu 16
cm, die weitern zu 21-26
cm im
Geviert oder besser im
Durchmesser weit anzulegen,
wenn sie für geschlossene (verdeckte)
Feuerungen (für Stubenöfen, für sogen.
Sparherde und die meisten
technischen
Feuerungsanlagen)
[* 4] dienen.
Soll das
Rohr zur
Reinigung von
Menschen bestiegen werden, so erhält es eine Weite von 40-47
cm und bis 47
cm im
Quadrat. Im allgemeinen
führt man die Schornsteine wenigstens 0,25 m bis über die Dachfirste hinaus,
bei niedrigern Schornsteinen wird der
Rauch durch Windstöße häufig zurückgetrieben. Der
Wind läßt den Zug
mindestens ganz
unverändert;
ja, man darf voraussetzen, daß wagerecht wehender
Wind saugend wirke. Nach
Buff befördert der
Wind, in welcher
Richtung er auch wehen mag, die Zugkraft hoher, frei stehender Schornsteine. Um aber das Aufsteigen
des
Windes am S. zu begünstigen, ist es nötig, den
Kranz am obern Ende des
Rohrs nach
oben abzurunden und nur wenig über die
Fläche der Seitenwand hervortreten zu lassen. Um das Eintreten des
Windes in die Schornsteinöffnung sowie das die
Luft abkühlende
Einregnen zu verhindern, bedient man sich auch wohl eines besondern Schornsteinaufsatzes.
Der einfachste besteht aus einer auf mehreren Säulchen ruhenden wagerechten Deckplatte.
Andre mehr oder minder brauchbare
Schornsteinaufsätze sind teils fest, teils beweglich, teils von
Metall, teils von
Thon und laufen darauf hinaus, den
Wind durch
mehrere Öffnungen unten aufzufangen und
oben wieder austreten zu lassen, wodurch der Rauchabzug, statt
gehindert, befördert wird. Der im S. aufsteigende
Rauch entweicht teils durch die untern, teils durch die obern Öffnungen.
S. auch
Rauchverbrennung.
[* 5]
(Siliqua), zweifächerige
Kapsel, welche wandständige, an den Rändern der Scheidewand befindliche
Samenträger hat und derart zweiklappig aufspringt, daß die beiden
Klappen sich vollständig von dem stehen bleibenden
Samenträger
und der Scheidewand ablösen.
selbst aus Eisen
[* 23] gefertigt und mit der Schiffshaut wasserdicht verbunden, teilen sie den
innern Schiffsraum in eine größere Anzahl für sich wasserdicht abgeschlossener Abteilungen, so daß durch ein Loch in dem
unter Wasser befindlichen Teil des Schiffs nicht dessen ganzer innerer Raum volllaufen kann (vgl. Schiff,
[* 24] S. 459).
arab. Name für die im N. und Süden des Atlas
[* 25] sich in Reihen hinziehenden Salzsümpfe, die bis dicht an die GroßeSyrte herantreten. Nördlich vom Atlas erstreckt sich das große Steppenplateau der Schotts, auch Region des Halfagrases (wegen
der außerordentlichen Verbreitung desselben) genannt, von Algerien
[* 26] bis nach Tunis hinein. Die bedeutendsten
dieser Schotts sind das S. el garbi, S. esch scharki, S. es Saida u. a. Sie enthalten in ihren zuweilen sehr tiefen, von steilen
Felsufern eingefaßten Betten nach Regengüssen beträchtliche Wassermengen, ohne jedoch auch nur annähernd gefüllt oder
auch nur am Boden bedeckt zu sein, trocknen aber im Sommer mit Hinterlassung einer blendend weißen Kochsalzschicht
fast aus. In einigen finden sich enge, unergründlich tiefe Trichter, welche beständig intensiv salziges Wasser enthalten.
Ein noch weit bedeutenderes Gebiet von Schotts zieht sich am Nordrand der Sahara vom südwestlichen Algerien durch das südliche
Tunis bis zum Golf von Gabes. Es sind das S. Meruan, S. el Melrhir, S. Gharsa, S. Dscherid, S. el Fedschedsch
mit vielfachen Verzweigungen. Diese Schotts sind als Reste eines ehemaligen größern Binnensees anzusehen, der durch die
zunehmende Trockenheit des nordafrikanischen Klimas mehr und mehr einschrumpfte, so daß der Spiegel
[* 27] des S. el Melrhir sogar
bis 25 m unter den Meeresspiegel gesunken ist.
Man hat diese Reihe von Schotts für einen Golf des Mittelmeers
[* 28] angesehen, allein nach der geognostischen Untersuchung des Riegels
von Gabes erscheint dies fraglich. Derselbe besteht nämlich aus tertiären Kalksteinplatten, Quarzsandstein und Gips.
[* 29] Dieser
Querriegel erhebt sich 60-100 m ü. M. und hat eine Breite
[* 30] von mindestens 20 km. Und diese Höhe und Breite
hat insbesondere Anlaß dazu gegeben, daß man von dem Projekt einer Durchstechung der Landenge abstand, wodurch das ganze Gebiet
der Schotts, eine Fläche von 14,000 qkm (250 QM.), unter Wasser gesetzt werden könnte, ohne die schönen Oasen des Suf zu überschwemmen;
nur die kleinen Oasen von Necira und Denduga würden untergehen. Der besonders von Roudaire befürwortete Plan veranlaßte wiederholte
Vermessungen durch ihn selbst und andre; allein man fand, daß die Kosten sich auf mehr als eine MilliardeFrank belaufen und
doch keine der Verdunstung entgegenwirkenden Veränderungen des Klimas innerhalb der algerischen Sahara
erreicht werden würden.