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Der Mountainbiker Joel Roth will in diesem Jahr alle Titel gewinnen
Es war ein beeindruckender Herbst des Köllikers Joel Roth. Bei der Mountainbike-WM in Leogang holte er Bronze im U23-Rennen. Nachdem er in die Startrunde als Fünfter absolviert hatte, steigerte er sich kontinuierlich und fuhr schliesslich aufs Podest. Nur das Führungsduo, das in der ersten Runde bereits einen Vorsprung herausgefahren hatte, konnte er nicht mehr einholen.
Bereits eine Woche später stand die Heim-EM in Monteceneri auf dem Programm. Aufgrund seines WM-Rennens und der Tatsache, dass die beiden anderen Podiumsfahrer der WM nicht am Start standen, ging der 22-Jährige als Topfavorit ins Rennen im Tessin. Und der Kölliker liess keine Zweifel an der Favoritenrolle aufkommen. Souverän fuhr Roth den Sieg ein und krönte sich zum Europameister.
Eine etwas andere Vorbereitung auf die Saison
Die Vorbereitung auf das neue Wettkampfjahr unterschied sich deutlich von den vorherigen. Im Januar tauschte der Kölliker sein Mountainbike gegen das Quer-Rad ein. Auf ungewohntem Terrain fand sich Roth trotzdem gut zurecht. Deswegen ist er zufrieden mit seinem Experiment: «Ich bin froh, dass ich es gemacht habe.» Danach war der Mountainbike-Europameister in Kroatien auch noch an mehreren Strassenrennen dabei. «Das Team unterstützt mich in meinen Plänen, auch in anderen Disziplinen an den Start zu gehen», erklärt Roth. «Es war ein Ausprobieren, denn ich finde es schön, wenn man sich nicht nur auf etwas fokussiert», sagt der Aargauer über sein Experiment im Frühjahr, «ich möchte im Sommer wieder an ein bis zwei Strassenrennen teilnehmen.»
Nun richtet sich der Fokus aber wieder auf die Mountainbike-Saison. «Ich sollte im Mai in Topform sein», sagt Joel Roth hinsichtlich der ersten Weltcup-Rennen. Das Ziel ist dann, an der Schweizer Meisterschaft Ende Mai den Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen. Gleichzeitig möchte er unter den besten drei im U23-Cross-Country-Weltcup landen.
Roth hat grosse Ziele für den Spätsommer
Danach strebt der Kölliker Mitte August seine Titelverteidigung an der Europameisterschaft in Novi Sad in Serbien an. Das letzte Saisonhighlight steht dann Ende August auf dem Programm. An der Weltmeisterschaft in Val di Sole in Italien will sich der 22-Jährige zum Abschluss seiner U23-Zeit noch den Traum vom Weltmeistertitel erfüllen.
Es sind ambitionierte Ziele, die sich Joel Roth vor dem Saisonstart setzt. Dass er sich damit zu viel Druck aufsetzt, glaubt er indes nicht: «Ich glaube, ich funktioniere mit Druck besser. Er hilft mir, dass ich den Fokus nicht verliere.» Diesen Fokus wird er gebrauchen. Roth ist aber zuversichtlich, die Erwartungen an sich selbst erfüllen zu können: «Ich sehe keinen Grund, wieso ich es nicht schaffen sollte.» Die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr geben ihm jedenfalls recht.