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Drohnen und Flugmodelle
Drohnen sind ferngesteuerte, meist kleinere Fluggeräte. Sie sind rechtlich den Flugmodellen gleichgestellt. Bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm dürfen sie grundsätzlich ohne Bewilligung eingesetzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der «Pilot» jederzeit Sichtkontakt zu seiner Drohne hat. Zudem dürfen keine Drohnen über Menschenansammlungen betrieben werden.
Bei Drohnen handelt es sich um unbemannte, ferngesteuerte Luftfahrzeuge, die bestimmten Zwecken dienen wie etwa Bildaufnahmen, Vermessungen, Transporten, wissenschaftlichen Untersuchungen usw. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Einsatz gewerbsmässig, privat, beruflich oder wissenschaftlich erfolgt. Im Gegensatz dazu stehen Flugmodelle wie Modellflugzeuge, Modellhelikopter usw., die für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Hier steht die Ausführung des Fluges und die Freude daran im Vordergrund.
Für den Betrieb von Drohnen und Flugmodellen mit einem Gewicht von über 30 Kilogramm braucht es eine Bewilligung des BAZL. Das Amt legt die Bedingungen für die Zulassung und den Betrieb in jedem einzelnen Fall fest.
Die Vorgaben für den Betrieb von Drohnen und Flugmodellen bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm finden sich in der «Verordnung des UVEK über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien.
Die wichtigsten Regelungen sind nachfolgend aufgeführt:
- Sofern der «Pilot» jederzeit direkten Augenkontakt zu seinem Flugobjekt hat, dürfen Drohnen und Flugmodelle ohne Bewilligung betrieben werden.
- Will jemand technische Hilfsmittel wie Feldstecher oder Videobrillen einsetzen, um die natürliche Sichtweite der Augen zu erweitern, ist dafür eine Bewilligung des BAZL erforderlich (Bewilligungsverfahren).
- Innerhalb des Sichtbereiches des «Piloten» ist der Betrieb mit Videobrillen und dergleichen gestattet, sofern ein zweiter «Operateur» den Flug überwacht und bei Bedarf jederzeit in die Steuerung des Fluggerätes eingreifen kann. Der «Operateur» muss sich am gleichen Standort befinden wie der Pilot.
- Ein automatisierter Flug (autonomer Betrieb) innerhalb des Sichtbereiches des «Piloten» ist erlaubt, sofern dieser bei Bedarf jederzeit in die Steuerung eingreifen kann.
- Luftaufnahmen sind zulässig, sofern die Vorschriften zum Schutz militärischer Anlagen berücksichtigt werden. Zu beachten sind dabei auch der Schutz der Privatsphäre respektive die Vorschriften des Datenschutzgesetzes.
- Über Menschenansammlungen bzw. im Umkreis von 100 Metern von Menschenansammlungen dürfen Drohnen grundsätzlich nicht betrieben werden (weitere Informationen und Bewilligungsverfahren).
- Wer eine Drohne oder ein Flugmodell mit mehr als 500 Gramm Gewicht betreibt, muss für allfällige Schäden eine Haftpflichtdeckung im Umfang von mindestens 1 Million Franken gewährleisten.
- In der Nähe von Flugplätzen bestehen Einschränkungen für Flüge von Drohnen und Flugmodellen. Es ist zum Beispiel nicht gestattet, solche Fluggeräte näher als 5 Kilometer von den Pisten entfernt fliegen zu lassen.
- Kantone und Gemeinde können ergänzende Einschränkungen für den Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen erlassen.
- Für öffentliche Flugveranstaltungen, an denen ausschliesslich Modellflugzeuge oder Drohnen eingesetzt werden, ist nach wie vor keine Bewilligung des BAZL erforderlich. Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL
Weiterführende Links
Rechtliche Grundlagen:
Flyer Multikopter Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL
Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL
Bewilligungen für Drohnenbetrieb ohne direkten Augenkontakt oder über Menschenansammlungen
Bundesgesetz über den Datenschutz
Videoüberwachung mit Drohnen durch Private
Verordnung des UVEK über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien
Fernsteuerungen und Bildübertragung:
Will jemand technische Hilfsmittel wie Feldstecher oder Videobrillen einsetzen, um die natürliche Sichtweite der Augen zu erweitern, ist dafür eine Bewilligung des BAZL erforderlich.
Innerhalb des Sichtbereiches des „Piloten“ ist der Betrieb mit Videobrillen und dergleichen gestattet, sofern ein zweiter „Operateur“ den Flug überwacht und bei Bedarf jederzeit in die Steuerung des Fluggerätes eingreifen kann. Der «Operateur» muss sich am gleichen Standort befinden wie der Pilot.
2.4 GHz Frequenzband
Anlagen, die in diesem Frequenzband arbeiten, können auch ausserhalb von Gebäuden betrieben werden. Die abgestrahlte Leistung von Anlagen ist auf maximal 100 mW begrenzt.
5.8 GHz Frequenzband
Das 5.8 GHz Frequenzband wird für die Bildübertragung vom Flugmodell zur Bodenstation verwendet. (Bsp. FPV-Flug). Die abgestrahlte Leistung von Anlagen ist auf maximal 25 mW begrenzt.
Fernsteuerungen: Radio Interface Regulation RIR1010
Bildübertragung: Radio Interface Regulation RIR1008
Breitband-Datenübertragungssysteme
Allgemeiner Kurzstreckenfunk
Harmonisierte Frequenzbereiche
Flugmodelle im 35 Mhz und 40 MHz Band
Spezialflüge
Spezialflüge Anmelden Skyguide
Adressen für weitere Auskünfte:
Bundesamt für Zivilluftfahrt
Anschrift: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), 3003 Bern
Telefon: +41 31 325 80 39
Mail: <email-pii>
Homepage:www.bazl.admin.ch
Bundesamt für Kommunikation
Anschrift: Zukunftstrasse 44, Postfach 252, 2501 Biel
Telefon: +41 32 327 55 11
Mail: <email-pii>
Homepage: www.bakom.admin.ch