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Im Rahmen des Lehrprojekts habe ich mich fotografisch mit den Auswirkungen der Klimakrise in unserer Gesellschaft auseinandergesetzt. Ich fotografierte einen Kapitän, dessen Schiff auf dem ausgetrockneten Grund lag, einen Förster der das Absterben seiner Bäume durch Borkenkäfer beobachtet und einen Hüttenwart dessen Gäste den Berg aufgrund des brüchigen Gletschers nicht mehr besteigen können. Während ich unermüdlich nach Möglichkeiten suchte, die Folgen der Klimakrise zu visualisieren, begann ich zu realisieren, dass sich das, wonach ich suche, in meinem Alltag abspielt – meine eigene Krise. Durch diese Erfahrung entstand der Bildband «Where the sunflowers grow». Eine Suche nach Identität, Halt und Geborgenheit.
In der Thesis wurden Bilder von vier verschiedenen Tageszeitungen (New York Times, NZZ, The Guardian, Tagesanzeiger) zum Thema Klimakrise analysiert. Ziel war es, herauszufinden, wie die Fotografie – ein Medium welches sich auf die Gegenwart richtet – die Klimakrise mit ihren Zukunftsproblemen visualisieren kann.
Dafür wurde die zweiteilige quantitative Bildtypenanalyse verwendet, welche Bilder anhand von Bildmotiven erfasst, in Bildtypen gruppiert und deren Bedeutungen interpretiert.
Die Analyse zeigte, dass die Bildtypen «Folgen» und «Akteure» in der fotografischen Berichterstattung dominieren. Die Bilder dokumentieren Menschen in den Auswirkungen der Klimakrise oder zeigen verwüstete Landschaften. Mögliche Ursachen und Lösungsansätze sind weniger präsent, obwohl sie für ein umfassendes Verständnis der Thematik wichtig wären.