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In der herben, wilden Landschaft des Bavonatals, in Gannariente, zwischen einer Masse enormer Felsblöcke, steht das Kirchlein der Geburt Jesu. Der Glockenturm wird von einer konisch zulaufenden, steinbedeckten Spitze charakterisiert. 1595, vermutlich an der Stelle einer früheren Kultstätte erbaut, erinnert das Kirchlein an den verheerenden Berg sturz, der Foroglio ein Jahr zuvor heimgesucht hatte. Die Kapelle mit einer kleinen Vorhalle weist im Innern ungewöhnliche Merkmale auf. Das Schiff ist vom Chor, der fünf Stufen höher liegt, durch ein eindrucksvolles Gitter getrennt, das den ganzen Triumphbogen abschliesst. Die Wände der Apsis sind vollständig mit Fresken bemalt, die Szenen aus dem Marienleben darstellen. Sie wurden von einem u nbekannten volkstümlichen Künstler geschaffen, vermutlich im 18. Jahrhundert.
Der antike Flügelaltar nördlicher Herkunft, das Geschenk eines Einheimischen, ist nun im Museum des Maggiatals in Cevio zu sehen. Das 1566 in Deutschland gekaufte Werk eines unbekannten Künstlers ist von sorgfältiger Machart und wurde 1998 restauriert.
Nach einer uralten Tradition ist Gannariente jedes Jahr am ersten Maisonntag das Ziel einer Prozession, an der zahlreiche Leute aus dem Tal teilnehmen.
- Geschlossen.
- Der Schlüssel für die Kirche kann man Herrn Rotanzi Fausto Tel. +41 91 759 00 10 anfragen.