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IV-Glossar für Ärzte
Arbeitsfähigkeit / Arbeitsunfähigkeit
Die Arbeitsunfähigkeit ist die medizinisch begründete Unfähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit in einem bestimmten zeitlichen und funktionellen Umfang auszuüben.
Erwerbsfähigkeit / Erwerbsunfähigkeit
Die Erwerbsunfähigkeit bedeutet die Beeinträchtigung der Erwerbsmöglichkeiten in der aktuellen Tätigkeit und in anderen zumutbaren beruflichen Tätigkeiten. Die Erwerbsunfähigkeit wird ausschliesslich von der IV festgelegt.
Valideneinkommen / Invalideneinkommen
Das in angestammter (ursprünglich erlernter) oder zuletzt ausgeübter Tätigkeit erzielte Einkommen wird als Valideneinkommen bezeichnet. Das mit eingeschränktem Gesundheitszustand erzielbare Einkommen ist das Invalideneinkommen.
Invaliditätsgrad / IV-Rente
Der Invaliditätsgrad ist ein wirtschaftlicher und kein medizinischer Begriff. Der Invaliditätsgrad vergleicht das Invalideneinkommen mit dem Valideneinkommen und beziffert die prozentuale Erwerbseinbusse, die durch einen lang dauernden Gesundheitsschaden verursacht ist. Je nach Invaliditätsgrad (prozentuale Erwerbseinbusse) resultiert eine Viertelsrente, eine halbe Rente, eine Dreiviertelsrente oder eine ganze Rente.
Berufliche Massnahme / Eingliederung vor Rente
Die IV handelt nach dem Grundsatz ’Eingliederung vor Rente’ und prüft deshalb bei jeder Rentenanmeldung unaufgefordert, ob berufliche Massnahmen möglich und sinnvoll sind. Die IV kann nur berufliche Massnahmen unterstützen, die zur Verbesserung oder Erhaltung des Einkommens führen. Massnahmen als therapeutisches Mittel, z.B. zur psychosozialen Stabilisierung, werden nicht unterstützt.
Geschützter Arbeitsplatz
Arbeitende an einem geschützten Arbeitsplatz sind ’ausserhalb der freien Wirtschaft’ tätig. Sie üben (invalidenrechtlich gesehen) weder eine angepasste Tätigkeit aus, noch können sie in der Regel ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen.