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geb. --.--.----
Methadon und Ondansetron beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Methadon und Ondansetron können jeweils die QT-Zeit im EKG verlängern. Es kann zu additiven Effekten kommen.
Effekt
Vor allem nach intravenöser Verabreichung von Ondansetron wurde selten eine Verlängerung des QT-Intervalls beobachtet [Charbit B, 2008]. Methadon kann ebenfalls die QT-Zeit verlängern und auch Torsades de pointes auslösen [Hanon S, 2010]. In der Kombination erhöht sich das Risiko für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand.
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Ist eine gleichzeitige Gabe unumgänglich, sind regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit notwendig. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Ondansetron i.v. appliziert wird oder hohe Dosen von Methadon oder Ondansetron eingesetzt werden. Die Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) sowie die Nierenfunktion sollten überwacht werden. Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit auf über 500ms oder um 60ms im Vergleich zur Baseline, sollte eine Therapieumstellung vorgenommen werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018