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Bei Verdacht auf eine HBV-Infektion werden ein HBs-Antigen-Test sowie ein HBc-Antikörper-Test durchgeführt. Ist der HBs-Antigen-Test positiv, liegt eine aktive Hepatitis B vor. HBc-Antikörper sind auch vorhanden, wenn ein Patient früher eine Hepatitis-B-Infektion durchgemacht hat.
Weitere Untersuchungen erfolgen bei positivem HBs-Antigen, beispielsweise gibt die Bestimmung des HBe-Antigens und der HBe-Antikörper sowie der Virusmenge im Blut Auskunft über die Aktivität der Hepatitis. Ebenfalls sollte eine Untersuchung der Leberwerte (Transaminasen) und des Fibrosestadiums erfolgen.
Bei Vorliegen einer HBV-Infektion sollte der Patient für die weitere Behandlung an einen Spezialisten überwiesen werden (einen Hepatologen, Gastroenterologen, Infektiologen oder – bei Vorliegen einer Suchterkrankung – einen Suchtmediziner).
Bei einem Verdacht auf eine HCV-Infektion wird zuerst ein Antikörpersuchtest im Blut durchgeführt. Die Antikörper sind ungefähr sechs bis neun Wochen nach einer Infektion detektierbar. Es sind Schnelltests verfügbar, die mit Serum, Plasma, Blut aus der Fingerkuppe oder Speichel eine HCV-Infektion bestimmen können. Ist der Test negativ, liegt in der Regel keine HCV-Infektion vor. Bei Verdacht auf eine kurz zurückliegende Infektion oder bei immunsupprimierten Patienten ist jedoch ein PCR-Test angezeigt.
Fällt das Ergebnis des Antikörpertests positiv aus, folgt ein PCR-Test. Dieser zeigt, ob es sich um eine ausgeheilte oder eine aktive Hepatitis C handelt. Bei negativem Testergebnis handelt es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um eine frühere, ausgeheilte oder behandelte Infektion. Bei Vorliegen eines positiven PCR-Tests liegt eine aktive Hepatitis-C-Infektion vor. Danach folgen weitere Untersuchungen, insbesondere die Bestimmung des Genotyps des Virus und des Fibrosestadiums der Leber.
Eine akute Infektion heilt in 20 Prozent der Fälle spontan aus. Erfolgt die Ausheilung nicht innerhalb von sechs Monaten, ist die Infektion als chronisch zu qualifizieren.
Bei Vorliegen einer HCV-Infektion sollte der Patient für die weitere Behandlung an einen Spezialisten überwiesen werden (einen Hepatologen, Gastroenterologen, Infektiologen oder – bei Vorliegen einer Suchterkrankung – an einen auf Hepatitis C spezialisierten Suchtmediziner).