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Man solle flächendeckend in den Schulen regelmässig testen, so könne man Virus-Ausbrüche kontrollieren, sagte Berset am Freitagabend. Die Kantone müssten hier mehr tun. Die Empfehlung des Bundes sei klar. Wenn das Virus weniger zirkuliere, zirkuliere es auch weniger für Kinder unter 12 Jahren, die sich bislang nicht impfen lassen könnten.
In der Schweiz gelte aber der Föderalismus, erklärte Berset. Man könne diesen nicht ständig preisen, um dann in bestimmten Fällen doch den Bundesrat anzurufen. Für die Schulen seien die Kantone zuständig.
Es gebe in Bezug auf die Tests an Schulen ziemlich grosse Unterschiede zwischen den Kantonen, sagte der Bundesrat. Die Kantone hätten jetzt aber gemerkt, dass die Situation ernster sei, als man vor einigen Wochen oder Monaten angenommen habe. Es sei nur «eine organisatorische Frage der Schule». Repetitive Tests in Schulen und Betrieben würden weiterhin vom Bund finanziert.
Kantone diskutieren Maskenpflicht
Zur Verwendung von technischen Geräten wie etwa Luftfiltern, Luftqualitätsmessgeräten appellierte Berset an die Eingenverantwortung der Schulen.
Im Kampf gegen die wieder steigenden Corona-Fallzahlen diskutieren die Gesundheitsdirektoren der Kantone derzeit über die Einführung einer Maskenpflicht an Schulen, wie Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), am Donnerstag vor den Medien in Bern sagte. Auch er hielt regelmässige Tests bei Schülern und Lehrern für ein gutes Mittel, um Ansteckungen zu entdecken. Solche Spucktests werden laut dem Bund derzeit nicht flächendeckend durchgeführt.