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…Blickt man auf die lange Tradition der Thai Massage zurück, wird sehr deutlich, dass sie nie als typische ‚Arbeit‘ angesehen wurde. Massage wurde immer als spirituelle Übung verstanden, die sehr eng mit den Lehren des Buddhas verbunden war. Bis vor kurzer Zeit wurde Massage in Buddhistischen Tempeln gelehrt und ausgeübt. Die Errichtung von legitimen Massageeinrichtungen ausserhalb der Tempel ist die Entwicklung einer neuen Zeit.
Im Gegensatz zu den typischen westlichen Massage Stilen, arbeitet die traditionelle Thai Massage nicht in erster Linie mit dem physischen Körper, sondern mit dem Energiekörper des Menschen. Das in der westlichen Massage verbreitete Kneten von Muskeln fehlt in der Thai Massage völlig, hier werden stattdessen Energiepunkte stimuliert oder es wird generell Druck ausgeübt. Es gibt viele Dehnungen und einige Übungen können sogar als ‚angewendetes physisches Yoga‘ (Hatha Yoga) bezeichnet werden. Man könnte ‚Thai Massage‘ auch sehr gut als ‚Thai Yoga Massage‘ bezeichnen; es würde die Begriffsdefinition besser treffen.
Das Ausüben einer Massage wurde als physische Anwendung von ‚Metta‘ angesehen. ‚Metta‘, ist das Pali (und Thai) Wort, das im Theravada Buddhismus für ‚liebevolle Güte‘ steht. Ein wahrhaft guter Masseur führt seine Massagekunst in einer meditativen Stimmung aus. Er beginnt mit einer Puja, einem meditativen Gebet, um sich komplett auf die Heilarbeit einzustimmen. Er arbeitet mit voller Aufmerksamkeit, Bewusstsein und Konzentration. Es liegen Welten zwischen einer Massage die mit einem meditativen Geist ausgeführt wird, und einer Massage die als reine Arbeit verstanden wird. Nur ein Masseur mit meditativen Geist kann die Intuition für den Energiefluss im Körper und die Prana-Linien entwickeln.