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Der Anteil mit gut 80 bedrohten Vogelarten blieb in den letzten zehn Jahren zwar stabil, wie die Vogelwarte am Dienstag mitteilte. Sie hat die rote Liste aus dem Jahr 2010 aktualisiert.
Die Liste ist unterteilt in die vier Kategorien «ausgestorben», «vom Aussterben bedroht», «stark gefährdet» und «verletzlich». Nicht gefährdet sind 81 Arten, potenziell gefährdet 41.
Weil immer mehr Arten als «potenziell gefährdet» eingestuft werden mussten, habe sich die Situation aber insgesamt leicht verschlechtert, hält die Vogelwarte fest. Der Anteil der Vogelarten in dieser als «Vorwarnliste» geltenden Kategorie stieg auf 20 Prozent. Für 25 Arten hat sich die Lage verschlechtert, 17 Arten sind weniger stark bedroht als noch bei der letzten Erhebung.
Schweiz keine Musterschülerin
Die Schweiz sei keine Musterschülerin in Sachen Vogelschutz. Hierzulande seien dreimal mehr Vogelarten bedroht als im europaweiten Vergleich.
Als besonders bezeichnet die Vogelwarte die Situation in den Feuchtbiotopen, wo 64 Prozent der Vogelarten auf der Roten Liste stehen, und im Kulturland. Hier sei mit 48 Prozent fast die Hälfte der Vogelarten bedroht, darunter auch Feldlerche und Wachtel. Als Grund für die Entwicklung nennt sie die Intensivierung der Landwirtschaft.
38 Prozent der Bergvögel bedroht
Aber auch in den Bergen steigt der Druck auf die Vogelpopulationen. 38 Prozent der Bergvögel gelten als bedroht, was unter anderem mit der Klimaerwärmung sowie der zunehmenden Freizeitnutzung zusammenhängen dürfte.
Erholen konnten sich dagegen etwa Dohle, Weissstorch und Kiebitz. Diese werden mit Fördermassnahmen unterstützt, etwa durch Lebensraumaufwertungen, sanfte Bewirtschaftungsmethoden und Nisthilfen.