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Als ihn der Basler Theaterintendant Andreas Beck anfragte, ob er Bertolt Brechts Dreigroschenoper inszenieren wolle, habe er zunächst gezögert, sagt Dani Levy. Er habe grossen Respekt vor dieser Aufgabe gehabt und deshalb erst zugesagt, nachdem er einen besonderen Zugang zum Stück fand.
Levys Version der Dreigroschenoper spielt nun in einer futuristischen Klinik für psychisch Kranke; in diese Klinik werden Menschen eingewiesen, die wegen ihrer Krankheit aus der kapitalistischen Welt herausgefallen sind und durch die Dreigroschenoper geheilt werden sollen.
Levys Ideen wären noch weitergegangen, nur wurde ihm die Umsetzung nicht in allen Punkten erlaubt. Die Dreigroschenoper stammt aus der Feder von Bertold Brecht, die Lieder schrieb Kurt Weill 1928. Die Erben der beiden Familien achten heute noch sehr streng darauf, dass das Stück möglichst originalgetreu aufgeführt wird.
Levy wurde 1957 in Basel geboren, lebt aber schon seit 1980 in Berlin, wo er eine Firma für Filmproduktionen betreibt. Vielen ist Levy noch als «Peperoni» aus der Fernsehserie «Motel» bekannt. In der Zwischenzeit produzierte Levy eine ganze Reihe von Filmen und erhielt dafür zahlreiche Auszeichnungen. Nach Basel komme er immer wieder gerne, sagt Levy: «Für mich ist es immer wieder eine Rückkehr in eine vertraute, aber auch gleichzeitig fremde Welt.»