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«Der Poet ist kein Snob, der die Wirklichkeit verachtet / nein, er will sagen, wie sie ihm erscheint», schreibt Aurelio Buletti. Das ist sein Credo, seine Ästhetik, seine Lyrik. Sie ist von verspielter Leichtigkeit, elegant und doch im Alltäglichen verhaftet; sie soll ein Vergnügen sein, und sie soll den Dialog aufnehmen mit den Leserinnen und Lesern, sie zu unverhofften Gedankensprüngen verführen. Buletti liebt die epigrammatische Kürze, die verblüffende Wende, die ironische Reflexion, die aphoristische Prägnanz. Seine Gedichte handeln von der Liebe, der Zeit, der Zerbrechlichkeit des Lebens und vom Schreiben selbst. Und bei aller Verspieltheit und Ironie sucht er doch eine Orientierung am Leben, dem sein Schreiben dienen soll: «Wenn ich dem Leser irgendwie nützlich sein könnte, wäre ich sehr glücklich.»
Autorentext
Aurelio Buletti, 1946 in Giubiasco geboren, studierte in Mailand und war viele Jahre als Sekundarlehrer tätig. Er veröffentlichte mehrere Gedichtbände und schreibt regelmässig für Anthologien und Literaturzeitschriften. 2006 erhielt er für sein Gesamtwerk den Schillerpreis. Aurelio Buletti lebt heute als freier Schriftsteller in Lugano.