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Wer zahlt bei einem Konkurs die ausstehenden Löhne?
Wird über den Arbeitgeber der Konkurs eröffnet, gibt es eine rasche und sichere sowie langsamere und unsichere Möglichkeit, um zum Geld zu kommen. Beide Möglichkeiten müssen aber ausgeschöpft werden, sonst gibt es gar kein Geld.
Die Insolvenzentschädigung zahlt für die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses den Lohn, samt Anteil 13. Monatslohn sowie nicht ausbezahlten Ferientage und Überstunden. Maximal versichert ist ein Monatslohn von CHF 12'350. Der Antrag auf Insolvenzentschädigung muss bei der kantonalen Arbeitslosenkasse innert 60 Tage nach der Publikation des Konkurses im Schweizerischen Handelsamtsblatt eingereicht werden.
Gleichzeitig müssen die ausstehenden Lohnforderungen im Konkurs angemeldet werden. Dort werden die Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis für die Zeit von sechs Monaten vor Konkurseröffnung und die Forderungen bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist in der ersten Klasse zugeordnet. Die anderen Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis werden der fünften Klasse zugeordnet. Im Konkurs werden zuerst alle Gläubiger der ersten Klasse befriedigt. Ist genug Geld vorhanden, kann die erste Klasse unter Umständen voll zum Zuge kommen. Wenn noch mehr Geld vorhanden ist, werden die nachfolgenden Klassen der Reihe nach ausbezahlt.