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Mit dem WorldMapCreator können auf einfache Art und Weise unterschiedliche Kartenprojektionen generiert und miteinander verglichen werden. Dieses Online-Tool demonstriert eindrücklich, welche Vielfalt von alternativen Weltansichten neben der im Internet üblicherweise verwendeten Web Mercator-Projektion (z.B. Google Maps; EPSG:3857) existieren. Die Webseite wurde von Julia Mia Stirnemann und Fabrice Tereszkiewicz entwickelt (Hochschule der Künste in Bern).
Während dem Kalten Krieg baute die Sowjetunion Fehler in Karten ein, um den Feind zu verwirren (Monmier 1996: 114-115). Später wurden leichte Abwandlungen (Gebäude, Strassen, Küstenverläufe etc.) eingebaut, um die Konkurrenz zu enterlaven, falls sie das Kartenmaterial kopiert (SRF 2016). Heute versuchen listige Kartographinnen und Kartographen Scherze bzw. sogenannte ‹Easter Eggs› einzubauen, welche möglichst lange unentdeckt bleiben sollen. Untenstehend sind einige der bekanntesten Beispiele aufgeführt, welche bisher in den Schweizer Landeskarten gefunden wurden:
Eine Karte soll verständlich und leicht lesbar sein. Ein aktuelles Kartenbeispiel, wo dieser Grundsatz nicht eingehalten wurde, publizierte die ‹Schweiz am Wochenende› am 19.5.2018.
Die ungeschickte Farbwahl bei der untenstehenden Karte zum Bevölkerungsverlust während des 30-jährigen Kriegs führt dazu, dass die Karte schwierig zu lesen ist, trotz des eigentlich einfachen Sachverhalts. Ohne Legende wäre die Karte nicht interpretierbar. Bei dieser Art von thematischen Karten wird üblicherweise eine Variation der Farbhelligkeit eines Farbtons verwendet: Je heller desto geringer und je dunkler desto grösser war der Bevölkerungsverlust während des Kriegs.
Ein nützliches, wenn auch leicht verstecktes Feature in QGIS: Im Voransichtsmodus kann getestet werden, ob die gewählten Farben für Personen mit einer Farbsehschwäche gut unterscheidbar sind. Gemäss Recherchen von SRF (2015) leiden vor allem Männer an Farbsehschwächen: 1% sind von einer sogenannten Rotblindheit betroffen, 1% an einer Grünblindheit sowie 5% aller Männer an einer Grün-Sehschwäche.
Wie pünktlich sind unsere öffentlichen Verkehrsmittel? Wie unterscheiden sich diesbezüglich die öV-Transportunternehmen? Welche Auswirkungen hatte der gestrige Schneefall auf den öV?
Die Farbwahl ist wichtig für die Lesbarkeit und Verständlichkeit einer Karte. Die untenstehende Karte ist aufgrund des fehlenden Farbkonzepts kaum mehr lesbar. Im Beitrag ‹Überlegungen zur Farbwahl› wird mit ColorBrewer ein nützliches Tool vorgestellt, welches vordefinierte Farbpaletten für Kartenprojekte bereitstellt.
2015 erhielten die Abstimmungskarten von SRF neue Farben: Aus Grün und Rot wurde Blau und Rot. Durch diese Änderung verbesserte sich die Lesbarkeit der Karten für Personen mit Rot-Grün-Sehschwäche.
Die Farbwahl wird bei der Erstellung von Karten, zumindest in meiner Wahrnehmung, vielfach unterschätzt. Es entstehen aufwändige Karten, die visuell überzeugen, jedoch nicht barrierefrei sind oder nur farbig gut wirken. Je nach Ausgangslage muss auch berücksichtigt werden, dass eine Karte in schwarz/weiss lesbar sein sollte (Vervielfältigung mit dem Kopierer). Dies hat zur Folge, dass die für die Karte zur Verfügung stehenden Farben und die Anzahl möglicher Ausprägungen reduziert werden.
Ein einfach zu bedienendes Tool, welches bei der Farbwahl unterstützt, ist ColorBrewer. Die Webseite stellt je nach Anforderung geeignete Farbpaletten zur Verfügung: Anzahl Klassen eingeben, Datentyp auswählen und Farbpalette aussuchen. Fertig. Bei Bedarf können auch nur diejenigen Farbpaletten angezeigt werden, welche beispielsweise für Farbenblinde lesbar (colorblind safe) sind.
Wie veränderte sich mein Wohnort in den letzten 20 Jahren? Welche Quartiere gab es in Basel vor 100 Jahren bereits? Solche Fragestellungen lassen sich mit der WebGIS-Applikation von swisstopo beantworten. Die Zeitreise geht zurück bis ins Jahr 1844 (Erscheinungsjahr der ersten Dufourkarte).