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Die negativen Schlagzeilen über das Schweizer Unternehmen reissen nicht ab. Wieder wehren sich verzweifelte Bürger, weil, wie sie glauben, Nestlé ihnen überlebenswichtiges Wasser “stiehlt”.
Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern und das grösste Industrieunternehmen der Schweiz hat jetzt noch mehr erbitterte Feinde. Ein kleiner Michiganer Stadtbezirk stellt sich gegen Nestlé und will verhindern, dass das Unternehmen Millionen Liter Grundwasser für abgefülltes Wasser abpumpt. Bürger in der Nähe von Evart, Michigan wurden empört, als Nestlé vorschlug, noch grössere Pipelines zu bauen, um den Wasserfluss zu seinem Werk in Standwood zu erhöhen.
Die zusätzliche Kapazität, die durch die vorgeschlagene Druckerhöhungspumpe bereitgestellt wird, würde es Nestlé ermöglichen, geschätzte 1.500 Liter Grundwasser pro Minute zu entnehmen, was mehr als 4,2 Millionen Flaschen Wasser in einem Zeitraum von 24 Stunden entspricht. Das sind 794 Millionen Liter Wasser pro Jahr. Wie Global News CA berichtet, “ist das Unternehmen derzeit auf die Förderung von 945 Litern pro Minute beschränkt, was deutlich mehr ist als seine Obergrenze von 2015 mit 565 Litern pro Minute.”
Nestlé und seine Aktionäre machen so einen unmoralischen Reibach. Im September schätzte Bloomberg, dass Nestlés 20-Jahres-Liefervertrag mit dem kalifornischen United States Forest Service, eine dem Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten unterstellte Behörde, rund $ 0,000001 für das Wasser in jeder Flasche bezahlt. In Flaschen verkauftes Wasser ist das am meisten konsumierte abgefüllte Getränk in Nordamerika im Jahr 2017. Allein im letzten Jahr machte Nestlé mit dem Verkauf von Flaschenwasser 7,4 Milliarden Dollar, während das Unternehmen selbst nur sehr wenig an die Gemeinden zahlte.
Nestlé saugt so viele Gemeinden in den VSA praktisch aus. Man wird weder der Verantwortung als Konzern mit diesem schädigenden Verhalten gerecht und schädigt auch so permanent das Ansehen der Schweiz in aller Welt.