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Vor 45‘000 Jahren war es in Niederweningen so richtig kalt und der Boden lag unter einer dicken Eisschicht. Ideales Klima für die mit dickem Fell ausgestatteten Mammute. Niederweningen ist der Ort mit den meisten Mammutfunden in der Schweiz. So wurden bis heute zehn der ausgestorbenen Tiere rund um die Gemeinde nahe Baden gefunden.
Durch einen Zeitkanal werden die Besucher im Mammutmuseum von der Gegenwart über das Mittelalter, durch die Eisen- und Bronzezeit bis zurück in die Eiszeit versetzt. Dort begegnet ihnen das echte Skelett eines Mammutkalbs, sowie die Nachbildung eines ausgewachsenen Mammutskeletts. Eine Bildergalerie zeigt, wie Mammute und Menschen miteinander lebten. Ausserdem zeigt das Museum Funde von Insekten und anderen kleinen Tieren wie Mäusen, Fischen und Fröschen.
Auch die Pflanzenwelt und die klimatischen Veränderungen während der Eiszeit werden im Mammutmuseum thematisiert. Wer möchte, kann sich in Niederweningen noch weiter in der Zeit zurückversetzten lassen, bis zur 150 Millionen Jahre zurückliegenden Epoche des Jurameers. Diverse Fossilien aus dieser Zeit wurden im Wehntal gefunden und sind im Mammutmuseum ausgestellt.
Wusstest du…
…dass das Mammut ursprünglich aus Afrika stammt und sich sowohl in Europa, Asien und Nordamerika verbreitete? Es gab sehr viele verschiedene Mammutarten, die sich in ihrer Körpergrösse und ihrem Gewicht stark unterschieden. Die bekannteste Mammutart, das Wollhaarmammut, wurde vom Menschen gejagt. Sein Fleisch diente als Nahrung, aus seinem Fell wurden Kleider und Decken hergestellt und aus Knochen und Stosszähnen wurden Werkzeuge und Waffen gefertigt. Die letzten Wollhaarmammute starben erst vor 4000 Jahren aus.