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Der Schallschutz, auch Lärmschutz genannt, bezeichnet alle Methoden, die die Übertragung von Schall von einer Quelle zum Empfänger verringern bzw. unterbinden. Ziel ist, dass Lärm – also die störende Variante von Schall – keine gesundheitsschädliche Wirkung entfalten kann. Erfahren Sie in diesem Beitrag, was Schall ist, was guten Schallschutz ausmacht und wie man diesen umsetzen kann.
Schall wirkt sich auf unterschiedliche Art auf das tägliche Leben aus. Manche Schallquellen sind ein Teil des Alltags, an den man sich gewöhnt hat, andere wiederum erzeugen Lärm, der sich unter Umständen negativ auf die Gesundheit auswirkt. Schallschutzmassnahmen sollen verhindern, dass sich der Schall bzw. der Lärm ungehindert fortbewegen kann und ein Akustikproblem erzeugt.
In diesem Zusammenhang ist nicht nur der Schallschutz in Wohnbauten und öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Bibliotheken etc. relevant, sondern beispielsweise auch die Schallschutzmauer an der Autobahn.
Schall entsteht, wenn Körper in Schwingung geraten. Eine gezupfte Saite an einem Instrument versetzt auch die Luft in Schwingung und erzeugt eine Schallwelle, da sich der Luftdruck an dieser Stelle ändert. Schall ist also primär eine Luftdruckveränderung. Die Veränderungen im Luftdruck werden mit dem Schalldruckpegel ausgedrückt.
Je höher dieser Pegel ist, desto lauter ist ein Geräusch/Klang/Ton für einen Menschen. Ist der Schalldruckpegel so hoch, dass er störend wirkt, so wird der Schall zum Lärm. Die Schallwelle bewegt sich über ein festes, flüssiges oder gasförmiges Trägermedium fort. Die drei verschiedenen Trägermedien geben der Schallart jeweils ihren Namen:
Schallschutz und Lärmschutz werden häufig als Synonyme verwendet, bezeichnen aber im Grunde zwei verschiedene Dinge. Schall ist messbar und muss nicht zwingend störend sein. Lärm ist die Art Schall, die als störend empfunden wird, aber nicht messbar ist, da der Lärm nicht von allen Menschen gleich gespürt wird. Meist ist es jedoch so, dass der Bereich ab 100 Dezibel (dB) als Belastung wahrgenommen wird.
Gegen Lärm helfen verschiedene Schallschutzmassnahmen. Diese sind nötig, um den Schalldruckpegel zu senken und das Wohlbefinden in Wohn- und Arbeitsräumen zu gewährleisten. Lärm, der sich ungehindert ausbreiten kann, beeinflusst die Sprachverständlichkeit, die Konzentrationsfähigkeit, die Schlafqualität und somit die physische und psychische Gesundheit.
Die verschiedenen Vorgehensweisen, die sich für den Schallschutz anbieten, werden entweder beim Bau eines Gebäudes mitgedacht – je nach vorherrschendem Geräuschpegel ist dies für Neubauten sogar Pflicht – oder als nachträgliche Abhilfe gegen Lärm verbaut. Man spricht in diesem Zusammenhang von folgenden Methoden:
Die verschiedenen Schallschutzmassnahmen – dämmend und dämpfend – können wie folgt aussehen:
Um Schallschutz an der Wand durchzusetzen, muss man bedenken, ob der Schall daran gehindert werden soll, von draussen in den Wohn- oder Arbeitsbereich einzudringen, oder ob dieser nicht von drinnen nach draussen gelangen soll, wie etwa bei einem Hobbyraum, in dem Musik gemacht wird.
✓ Für die Dämmung von Schall, also als baulicher Schallschutz, kann eine Wand mit Vorsatzschalen ausgestattet werden. Freistehend oder an der Massivwand befestigt werden die Wandverkleidungen mit schallabsorbierenden Materialien gefüllt, wie etwa Steinwolle, Mineralwolle oder Perlit.
✓ Die Dämpfung kann im Nachhinein realisiert werden. Dies passiert an Wänden in der Regel mit Schallschutzplatten und Wandabsorbern aus verschiedenen Stoffen, die den Schall aufnehmen bzw. schlucken und in Wärmeenergie umwandeln. Eine weitere Möglichkeit sind Akustikbilder, die sowohl als Designobjekt als auch als Absorber dienen.
Auch der Boden und die Decke bestehen in Räumen in der Regel aus schallharten Oberflächen wie Beton oder Holz.
✓ Als bauliche Schallschutzmassnahme können schwimmende Estriche verlegt werden bzw. kann unter dem Bodenbelag eine Trittschalldämmung installiert werden. Für die Decke bietet es sich an, unter der Massivwand eine abgehängte Decke zu montieren, die aus schallabsorbierenden Stoffen besteht.
✓ Für die nachträgliche Montage eignen sich einerseits Methoden, die auch an der vertikalen Wand installiert werden können, wie etwa punktuell platzierte Akustikdecken. Weiters gibt es vielseitige Akustik-Deckensegel, die an Seilen abgespannt das Plafond teilweise oder gänzlich überspannen.
Fenster und Türen sind in den meisten Bauten eine Schwachstelle, wenn es um Schallschutz geht. Neue Isolierungen können den Raum beruhigen, wirkungsvolle Schallschutzmassnahmen für die Fenster und die Tür sind folgende:
✓ Für Fenster gibt es im Bereich der Dämmung nur den Einbau neuer Schallschutzfenster der Absorptionsklasse 5 oder 6. Möchte man kostengünstiger die Raumakustik verbessern, so bietet sich ein Akustikvorhang Sie dämpfen den Schall und sind entweder lichtdurchlässig oder abdunkelnd und dienen als Sichtschutz.
✓ Was die Türe angeht, so sind ebenfalls neue Isolierungen ein guter Ansatz. Weiters können diverse Schallschutzmodule für die Wand – etwa Wandabsorber – auch an der Tür Abhilfe gegen das Akustikproblem schaffen.
Diverse Schallschutzmassnahmen sind für viele Wohn- und Arbeitsbereiche unabdingbar, um die Schlafqualität, die Sprachverständlichkeit, die Konzentrationsfähigkeit und weitere Faktoren zum Positiven verändern zu können. Als dämmende und dämpfende, also bauliche und nachträglich installierte Methoden, eignen sich diverse Produkte von Akustikform und unserem Partner maxakustik.
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