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Ozon-Schäden
Ozon besteht aus drei Sauerstoffatomen, ist bei Raumtemperatur ein Gas und wird bereits in sehr hoher Verdünnung wahrgenommen. Die höchste Konzentration an Ozon weist die Stratosphäre (zweite Schicht der Erdatmosphäre) auf. Dort ist Ozon äusserst nützlich, da es die Ultraviolettstrahlung der Sonne teilweise absorbiert. In Bodennähe ist es jedoch bereits in geringer Konzentration für Mensch, Tier und Pflanzen schädlich.
Pflanzen nehmen Ozon vorwiegend durch die Schliesszellen (Stomata) auf. Die Kutikula ist dagegen nur wenig durchlässig für Ozon. Dringt Ozon ins Blattinnere ein, greift es die Blattzellen an. Dies führt zu sichtbaren Blattschädigungen. Trockenheit führt zu einer Verengung der Spaltöffnungen und damit zu einer Verminderung der Ozonaufnahme. Dadurch nimmt auch die Wirksamkeit des Ozons ab.
Ozon schädigt landwirtschaftliche Kulturen. Eine Dauerbelastung durch Ozon kann zu Ertragseinbussen bei wichtigen Kulturen, wie Weizen, Kartoffeln, Klee, Luzerne, Tomate, Soja oder Bohne führen. Es wurde auch festgestellt, dass anhaltende Ozonbelastung zu einer Veränderung des Artenspektrums von Wiesen, zu einer Ertragsminderung von Dauerwiesen und zu einer erhöhten Empfindlichkeit der Pflanze gegenüber Parasiten und anderen Krankheitserregern führt.Symptome
Symptome
Hohe oder lange dauernde mittlere Ozonkonzentrationen verursachen Schädigungen des Pflanzengewebes. Auf den Blättern werden punktförmige oder fleckige Chlorosen (Blattaufhellungen) oder Nekrosen (abgestorbene Gewebebereiche) sichtbar (Abb. 1). Oft gleichen die Symptome einer natürlichen Alterungserscheinung der Pflanzen, so dass man auch von verfrühter Seneszenz spricht.
Abb. 1. Sichtbare Ozon-Schäden an Weissklee (Trifolium repens): Punktförmige bis fleckige Nekrosen