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Die Thunersee-Gegend ist Naturlandschaft, selbstverständlich vermessene: Der See ist 17,5 Kilometer lang und maximal 3,5 Kilometer breit. Seine Fläche beträgt 47,69 Quadratkilometer. Die maximale Tiefe beträgt 217 Meter. Und seit 2011 wird rund um den Thunersee ein 56 Kilometer langer Panorama-Wanderweg mit mehreren grossen Hängebrücken angelegt. Eroberung oder, milder ausgedrückt, Erschliessung der Natur, um mit Sicherheit jene Bilder zu generieren, die wir im Kopf haben.
Doch manches ist auch unsichtbar, etwa die Tatsache, dass der See ein Munitionslager ist. Bis in die 1960er-Jahre versenkte die Schweizer Armee 8000 Tonnen Munition im Thuner-, Brienzer- und Vierwaldstättersee.
Einige Bilder des Buches erinnern daran, dass der Niesen mehr ist als ein Berg. Der Niesen ist ein Berg-Berg, eine Berg-Metapher an sich. Der Niesen ist eine Ikone der Malerei. Johannes Itten, Cuno Amiet, Jean-Frédéric Schnyder, aber auch August Macke und Paul Klee: Alle malten sie dieses Wahrzeichen der Region. Christian Helmle richtet seine Kamera nicht nur direkt auf den Berg, er lässt die Pyramide hinter sich und richtet seinen Blick auf ihren Schatten.
In einer 1816 verfassten Notiz schreibt Lord Byron: "Thun mit einem Schiff verlassen, das uns in drei Stunden über die ganze Länge des Sees brachte. Der See klein, aber die Ufer schön: Felsen bis hinunter zur Wasserfläche."
Bilder: Christian Helmle, Text: Auszüge aus dem Vorwort von Konrad Tobler