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Lombard,
Leihhaus, Pfandhaus; Lombardgeschäft, das Darlehnsgeschäft gegen Faustpfand, insbesondere das von Banken gegen Verpfändung von Warenvorräten, Edelmetallen und Wertpapieren betriebene Darlehnsgeschäft, welches nur kurze Termine mit jeweiligen Prolongationsbewilligungen gestattet, im Interesse der Sicherheit leicht verkäufliche Pfänder verlangt, welche nur bis zu einem gewissen Prozentsatz ihres Wertes beliehen werden dürfen, und für die bei eintretender Preiserniedrigung Nachlieferung verlangt wird.
In der Bestimmung dieses
Satzes und des Darlehnszinsfußes hat die
Lombardbank
(Leihbank) ein
Mittel in der
Hand,
[* 2] ihre
Lombardgeschäfte
auszudehnen oder zu beschränken (vgl.
Banken, S. 329).
Lombardbestände, die bei solchen Anstalten hinterlegten
Pfänder;
Lombardscheine, die von den Leihanstalten ausgestellten
Scheine als Eigentumsbeweis für den Verpfänder;
Lombardzinsfuß,
der für ein
Lombarddarlehen bewilligte
Zinsfuß;
lombardieren, verpfänden oder auch
Lombardgeschäfte betreiben.
Lombarden
werden auch die
Aktien der Österreichischen Südbahn genannt. Der
Name
Lombard wird darauf zurückgeführt, daß im
Mittelalter
die
Lombardgeschäfte meist von
lombardischen Geldwechslern betrieben wurden.