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Das Projekt 677 LADA-KLASSE, ist eine U-Boot-Klasse der russischen Marine. Die LADA-KLASSE stellt die vierte Nachkriegsgeneration dieselelektrischer Unterseeboote der sowjetisch/russischen Seekriegsflotte dar. Teilweise wird die LADA-KLASSE auch nach dem Typschiff „Sankt-Peterburg-Klasse“ genannt. Die russische Seekriegsflotte plante ursprünglich, mindestens 40 Einheiten der LADA-KLASSE zu beschaffen. Je zehn U-Boote sollten die Nordflotte, die Pazifikflotte, die Baltische Flotte und die Schwarzmeerflotte erhalten. Schwerwiegende, technische Mängel sorgten dafür, dass die russische Marine vom Kauf weiterer U-Boote des Projekts 677 im Jahr 2012 Abstand nahm und erklärte, sich anderweitig ausrüsten zu wollen. Im Februar 2013 wurde die Serienproduktion der LADA-KLASSE beschlossen. Mit Stand 2014 waren noch 8 Einheiten geplant, davon 1 U-Boot bereits indienstgestellt, 2 weitere im Bau und 5 geplant. Vom russischen Konstruktionsbüro Rubin Design wurden ursprünglich fünf Varianten des Projektes 677 entworfen: Projekt 677 Lada für die russische Seekriegsflotte, Projekt 677-1850 Amur-1850, größte Exportvariante, u. a. für die Unterstützung von Kampfschwimmern ausgelegt, Projekt 677-1650 Amur-1650, Projekt 677-950 Amur-950, Exportvariante mit dem Antischiffraketensystem SS-N-26, aber auch mit dem System SS-N-27 (Klub-S) kombinierbar, Projekt 677-550 Amur-550, kleinste Exportvariante auf Basis der „Amur-950“, für den Einsatz in Küstengewässern. Projekt 677 wurde Anfang der 1990er Jahre als Nachfolger des bekannten Projektes 877 KILO-KLASSE entwickelt. Es ist speziell auf die von den russischen Seestreitkräften an konventionell angetriebene U-Boote gestellten Anforderungen zugeschnitten. Diese umfassen die Einsatzfähigkeit zur Operation in flachen Küstengewässern unter arktischen sowie tropischen Bedingungen, Sicherung der Verteidigungsbastionen der strategischen Unterwasserkreuzer, verdeckte Operationen nahe an der gegnerischen Küste, Unterstützung der eigenen Überwasserverbände und Nahverteidigung der eigenen Stützpunkte. Für den Exportmarkt wurde die Variante Amur-1650 (gelegentlich auch „Amur-Klasse“) entworfen, die grundsätzlich gleich aufgebaut ist, jedoch nicht mit denselben Waffen- und Sensorsystemen ausgestattet ist bzw. auf Kundenwunsch mit anderer Technik ausgestattet werden kann. Mit der LADA-KLASSE stellte die russische Seekriegsflotte erstmals seit der ALFA-KLASSE wieder Einhüllen-U-Boote in Dienst. Äußerlich ähneln sie dem Projekt 877 KILO-KLASSE, lassen sich aber von ihm durch die am Turm angebrachten vorderen Tiefenruder und das aus dem Wasser ragende obere Seitenruder des Ruderkreuzes unterscheiden. Der Druckkörper bildet zugleich die Außenhülle des U-Bootes. Die maximale Tauchtiefe wird mit 300 Metern angegeben. Der Druckkörper ist in fünf Abteilungen gegliedert. Diese sind – von vorne nach achtern benannt – wie folgt angeordnet: Bugraum mit Torpedo und Raketeneinrichtungen, Operationszentrale, Unterkunftsbereiche, Dieselmaschinenraum, Elektromaschinenraum. Bug- und Elektromaschinenraum sind als Rettungsräume für den Notfall ausgelegt und verfügen über Andockstellen für DSRV-Rettungsysteme. Im Turm befinden sich zwei aufblasbare Rettungsflöße, die jeweils 20 Personen aufnehmen können. Die LADA-KLASSE verfügt über einen klassischen dieselelektrischen Antrieb. Die Verwendung eines außenluftunabhängigen Antriebes auf Brennstoffzellenbasis ist für spätere Einheiten vorgesehen. Die Maschinen, Pumpen und Aggregate sind vibrationsarm gelagert und der Rumpf ist mit einer schallabsorbierenden Schicht überzogen. Dadurch soll die LADA-KLASSE wesentlich leiser als die ohnehin schon als sehr leise bekannte KILO-KLASSE sein. Die schallabsorbierende Beschichtung der Außenhülle dämpft Sonarreflektionen und mindert so die Entdeckungswahrscheinlichkeit durch feindliche U-Boot-Abwehreinheiten. Durch den hohen Automatisierungsgrad konnte die Besatzungsstärke auf 35 Mann reduziert werden. Ein Schiffskontrollsystem gewährleistet die technische Sicherheit des U-Bootes im Seebetrieb. Die Seeausdauer wird mit 45 Tagen angegeben. Die LADA-KLASSE ist mit sechs Bugtorpedorohren des Kalibers 533 mm ausgerüstet. Es können insgesamt bis zu 18 USET-80K-Torpedos oder Klub-S-Antischiffraketen mitgeführt werden. Bei reiner Minenladung können 24 Seeminen mitgeführt werden. Daneben besteht die Möglichkeit, Kampfschwimmer abzusetzen und wieder aufzunehmen. Varianten der LADA-KLASSE: Projekt 677 LADA-KLASSE: Die Variante Amur-1850 war die größte Exportvariante. Aus finanziellen Gründen wurde die Entwicklung gestoppt. Projekt 677 Amur-1650. Die Variante Amur-1650 ist im Grunde nur eine LADA-KLASSE veränderter bzw. abgespeckter Ausrüstung. Projekt 677 Amur-950. Die Variante Amur-950 stellt eine SSG-Modifikation der LADA-KLASSE dar. Es ist das erste konventionelle U-Boot mit Senkrechtstartsystemen (VLS) für Anti-Schiff-Raketen. Das VLS befindet sich hinter dem Turmaufbau, was die Amur-950 äußerlich den SSBNs der alten YANKEE-KLASSE ähneln lässt. Das U-Boot ist in der Lage, einen Raketenschlag mit SS-N-26-(P-800-Jachont)-Lenkwaffen auf See- oder Landziele in 300 km Entfernung zu führen. Durch die Unterbringung der Flugkörper in separaten Rohren können sämtliche Raketen innerhalb von zwei Minuten abgefeuert werden, ohne nachladen zu müssen und die Torpedorohre zu blockieren. Projekt 677 Amur-550. Dieser kleinste Entwurf war ausschließlich auf Operationen in Küstengewässern ausgelegt. Die Entwicklung wurde eingestellt.
B-585 Sankt Peterburg
Am 26. Dezember 1997 wurde das erste U-Boot, B-585 "SANKT PETERBURG", in den Admiralitätswerften in Sankt Petersburg auf Kiel gelegt. Die Werft finanzierte den Bau vor, die Auslieferung war für 2001 angekündigt. Der Bau des U-Bootes kam aus finanziellen Gründen ins Stocken, wurde schließlich eingestellt und später wieder aufgenommen. Am 28. Oktober 2004 lief die K-585 "SANKT PETERBURG" schließlich vom Stapel. Auf der St. Petersburger International Marine Defence Show 2005 wurde die K-585 "SANKT PETERBURG" im Juni/Juli 2005 der Öffentlichkeit präsentiert. Im selben Jahr wurde sie bei der WMF offiziell in Dienst gestellt, bleib aber weiterhin in der Werfterprobung. Im Jahr 2007 wurde sie von der WMF übernommen verbrachte die folgenden beiden Jahre mit der Erprobungsfahrten. 2009 wurde öffentlich bekannt, dass es Schwierigkeiten mit der Fertigstellung der hydroakustischen Ausstattung des U-Boots, des Informations- und Kampfführungssystems sowie der Hauptenergieanlage gibt und damit einen Stapellauf der beiden U-Boote B-586 "KRONSHTADT" und B-587 "SEVASTOPOL" hinauszögert. 2010 wurde sie in den aktiven Dienst der Seekriegsflotte gestellt und der Baltischen Flotte zugeteilt. Im Februar 2012 gab die Marine dann schließlich bekannt das Projekt nicht weiter verfolgen zu wollen, da es offenbar technisch nicht ausgereift ist und ständiger Nachrüstbedarf besteht. Im Sommer 2012 wurde jedoch bekannt, dass der Bau der LADA-KLASSE fortgesetzt wird und die K-585 "SANKT PETERBURG" wurde der Nordflotte unterstellt. Bis 2014 unternahm sie weitere ErprobungsfahrtenWeitere Einheiten der LADA-KLASSE, die Amur-1650. Das erste U-Boot der LADA-KLASSE wurde gleichzeitig mit der K-585 "SANKT PETERBURG" am 26. Dezember 1997 auf Kiel gelegt. Das U-Boot wurde für eine nicht näher genannte ausländische Marine begonnen, seine Indienststellung war für 2002 geplant. Man spekulierte, dass das "AMUR" getaufte U-Boot entweder von Indien oder der Volksrepublik China in Auftrag gegeben wurde, doch keines der beiden Länder hat das U-Boot gekauft. Die B-586 "KRONSHTADT". Am 28. Juli 2005 wurde das zweite U-Boot der LADA-KLASSE auf Kiel gelegt. Für B-586 "KRONSHTADT" sollte 2007 die Erprobung beginnen, derzeit ist der Bau gestoppt. B-587 "SEVASTOPOL". Am 10. November 2006 wurde bereits das dritte U-Boot als B-587 "SEVASTOPOL" auf Kiel gelegt,das nach seiner Fertigstellung der Schwarzmeerflotte übergeben werden soll.