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Das Wichtigste in Kürze
- Russland will das südukrainische Gebiet Saporischschja einverleiben.
- Damit würde das leistungsstärkste Kraftwerk von Europa auf russischem Boden stehen.
- Dieses würde weiter Strom an die Ukraine liefern, allerdings nur gegen Bezahlung.
Russland will das teilweise eroberte Gebiet Saporischschja in der Südostukraine künftig fest an sich binden. «Ich denke, die Perspektive der Region liegt darin, in unserer einträchtigen russischen Familie zu arbeiten.» Das sagte der russische Vize-Regierungschef Marat Chusnullin laut der Nachrichtenagentur RBK bm Besuch in der besetzten Kleinstadt Melitopol. Die Gebietshauptstadt Saporischschja selbst wird nach wie vor von ukrainischen Truppen kontrolliert.
Er sei gekommen, um bei der Integration des Gebiets «maximale Hilfe» zu leisten, sagte Chusnullin. Das Gebiet könne bei der Versorgung Russlands mit Baumaterialien helfen, da diese im Land fehlten, meinte der Regierungsbeamte. Zugleich sagte er, das von russischen Truppen eroberte Atomkraftwerk von Saporischschja solle die Ukraine nur versorgen, wenn diese bezahle.
Russland will ganze Südukraine
Chusnullin hatte schon am Montag bei einem Besuch im westlich von Saporischschja gelegenen Gebiet Cherson Ansprüche auf diese Region erhoben. Der Kreml hingegen hat bislang als Kriegsziel offiziell nur die «Befreiung» der ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk ausgegeben.
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Allerdings hatte ein russischer Befehlshaber vor einigen Wochen Pläne der Moskauer Militärs offengelegt, sich die gesamte Südukraine einzuverleiben. Damit hätte Russland etwa eine Landverbindung zur 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim.