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Geräteturnen unterscheidet sich in der Schweiz vom Kunstturnen, im Gegensatz zum internationalen Verständnis, wo der Begriff Geräteturnen mit dem Begriff Kunstturnen gleichgesetzt wird. Im Geräteturnen sind die Schwierigkeitsgrade tiefer als im Kunstturnen. Die korrekte technische Ausführung der Elemente und eine saubere Haltung werden stärker gewichtet als der Schwierigkeitswert.
Die Männer turnen an den Einzelwettbewerben an fünf Geräten (Barren, Boden, Reck, Schaukelringe, Minitramp-Sprung). Die Frauen bestreiten einen Vierkampf mit Boden, Reck, Schaukelringe und Minitramp-Sprung.
Das Vereinsgeräteturnen ist eine typisch schweizerische Spezialität. Ein Verein, eine Riege mit mindestens 6 Turnenden präsentiert eine Vorführung zu Musik. Bewertet werden die Einzelausführung, die Synchronität und die Programmgestaltung.
Gymnastik ist eine ausdrucksstarke Sportart. Zu Musik wird entweder mit konventionellen (z. B. Reif, Ball) oder unkonventionellen Handgeräten (z. B. Hut, Schirm, Tuch) oder ohne Handgerät eine Choreographie präsentiert. Die meist theatralischen, oft aber auch witzigen Darbietungen harmonieren mit der Musik und sind mit Sprüngen und Pirouetten gespickt. In der Vereinsgymnastik und der Gymnastik zu Zweit werden zudem noch Hebefiguren eingebaut.
1998 wurde der erste Aerobic Cup mit 30 teilnehmenden Gruppen durchgeführt. Jedes weitere Jahr stieg das Wettkampfniveau und die Teilnahmezahlen. Immer mehr Vereine wagten sich an die Aerobic. 2003 hatte sich die fitnessorientierte Sportart im Schweizerischen Turnverband zu einer meisterschaftswürdigen Disziplin entwickelt. Aerobic in der Schweiz boomt und hat Zukunft.
Leichtathletik wird im STV vor allem in Form von Mannschaftswettkämpfen wie dem Leichtathletik-Mannschafts-Mehrkampf (LMM) angeboten. Die Einzeldisziplinen werden insbesondere an Turnfesten angeboten – sowohl als Einzelwettkampf wie auch innerhalb des Vereinswettkampfes. Gemessen an den Disziplinenstarts an Turnfesten ist die Leichtathletik mit über 50 Prozent Anteil die klare Nummer 1.
Steinstossen, Steinheben, Hochweitsprung, Ringen, Schwingen – das ist Nationalturnen!
Die traditionsreiche Sportart ist eine Domäne des Eidgenössischen Nationalturnverbandes (ENV) – dem Fachverband des Schweizerischen Turnverbandes (STV). Der ENV fördert diese einzigartige und traditionsreiche Sportart und vertritt seine Interessen in der Öffentlichkeit. Die Zusammenarbeit STV/ENV ist vertraglich geregelt und betrifft vor allem die Bereiche Anlässe und Technik. Der Eidgenössische Nationalturnverband (ENV) wurde im Jahre 1933 in Bern gegründet und konnte somit im Jahre 2008 sein 75-jähriges Verbandsjubiläum feiern.
Nationalturnen ist eine traditionsreiche Sportart, die geistig und körperlich viel Beweglichkeit, Vielseitigkeit und Flexibilität abverlangt. Bereits seit rund fünfhundert Jahren bestreitet man diesen Wettkampf, welcher nur in der Schweiz ausgeübt wird. Voraussetzungen zu einem erfolgreichen Nationalturner sind: Schnelligkeit, Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer, sowie taktisches und technisches Flair.
Als spezielle Wettkampfangebote stehen den Turnenden – neben den Angeboten aus den Bereichen Leichtathletik, Geräteturnen und so weiter – ein Jugendparcours, die Fachteste Allround, Korbball, Unihockey und Volleyball sowie Fit+Fun offen. Diese werden an den Turnfesten, Turn- und Jugendriegetagen mit viel Engagement genutzt.