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Man kann die Geschichte der menschlichen Gesellschaft auch über die Entwicklungsgeschichte des Aussenraums und der für die jeweilige Gesellschaft ihr innewohnenden Bedeutung, erzählen.
Seit der Prähistorie sind bewusst gebildete Freiräume nachweisbar. Im Altertum sind es die griechischen und römischen Raumschöpfungen, die eine präzise Formulierung des urbanen Freiraums erkennen lassen. Mittelalter, Renaissance und Barock entwickeln das Thema weiter und lassen spezifische Typologien entstehen. Nach der französischen Revolution entwickeln sich neue gesamtgesellschaftliche Freiraumthemen. (Stichwort Park, Volkspark). Im 20. Jahrhundert, vorab in der zweiten Hälfte zeichnet sich eine Hybridisierung der Freiraumtypologien ab.
Mit der intensiven konsumorientierten Bewirtschaftung des Freizeitbegriffs wandeln sich auch die Nutzung und Beanspruchung der Freiräume und mit dem Internet etabliert sich auch der virtuelle Raum als öffentlicher Raum.
Von der Brandrodung als aktive Handlung einen Freiraum zu schaffen, bis zum World Wide Web lässt sich so eine Entwicklungsgeschichte der Menschheit erzählen, die auch über unsere Wahrnehmung, unseren Anspruch und unseren Umgang mit Raum Auskunft gibt.
Einführungsreferat von Christoph Haerle, anschliessend Podiumsdiskussion mit André Schmid, moderiert durch Jean-Daniel Strub.
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