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Voith Aquatarder PWR für MAN Common Rail Dieselmotoren D20/D26
Warum muss ein Retarder immer mit Öl arbeiten? Können wir zum Bremsen nicht ein Medium verwenden, das bereits da ist: das Kühlmittel? Liesse sich dadurch der Wartungsaufwand nicht erheblich verringern? So oder ähnlich dürften die Fragen gelautet haben, als die Entwicklung des ersten Wasserretarders der Welt begann. Das Ergebnis fährt auf der Strasse: Der Voith Aquatarder.
Der Aquatarder arbeitet als Primärretarder: Er ist vorne am Motor angebaut und direkt mit der Kurbelwelle verbunden. Wie alle Voith Retarder nutzt er das hydrodynamische Prinzip: Die Motorkurbelwelle treibt einen Rotor an. Dieser beschleunigt das Betriebsmedium, in diesem Fall das Kühlmittel. Ein Stator, der dem Rotor gegenübersteht, verzögert das Medium wiederum. Dieses Bremsmoment wirkt über den Rotor und die Kurbelwelle auf den Antriebsstrang des Fahrzeugs. Die Folge: Es wird abgebremst.
Ganz einfach: Weil es ohnehin da ist. Beim Bremsen mit Retarder wird die Bewegungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt. Das Kühlmittel nimmt die Wärme direkt auf und transportiert sie zur Fahrzeugkühlanlage; dort wird sie abgebaut. Ihr Vorteil: Sie bremsen nicht nur ohne Verschleiss, sondern auch wartungsfrei.
Merkmale und Vorteile