Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03512.jsonl.gz/2774

Out in den Achtelfinals in Melbourne, Forfait in Paris und Aufgabe in der 1. Runde von Wimbledon: Das Grand-Slam-Jahr von Maria Scharapowa ist bislang alles andere als wunschgemäss verlaufen. Nach Dopingsperre und Verletzungspech hat die Russin nie mehr ganz zu alter Stärke zurückgefunden. 2019 hat sie bisher lediglich 14 Partien bestreiten können.
Im WTA-Ranking ist die 5-fache Grand-Slam-Siegerin (darunter die US Open 2014) mittlerweile auf Position 87 abgerutscht. Und mit einem solchen Ranking kann es nicht verwundern, dass es die Losfee in New York nicht zwingend gut meinen würde. Scharapowa trifft in Runde 1 umgehend auf Serena Williams. Ihrerseits 6-fache Gewinnerin der US Open und in New York immer für einen Exploit gut.
Erstes Duell an den US Open
Scharapowa und Williams haben sich in ihren langen Karrieren grosse Duelle geliefert. In Melbourne, in Paris und in Wimbledon standen sie sich bereits im Final gegenüber. Bei den US Open jedoch wird es das allererste Duell zwischen der 32-jährigen Russin und der 5 Jahre älteren Amerikanerin sein.
Die beiden Top-Spielerinnen haben in den letzten Jahren auch bei Sponsoring und Einkommen neue Massstäbe gesetzt. 2016 war Scharapowa im Forbes-Ranking noch die Nummer 1, heute ist es Williams. Sie ist die einzige Frau in den Top 100.
15 Jahre warten auf einen Sieg
Angesichts von Ranking, aktueller Form und dem 19:2-Vorteil im Head-to-Head müsste die Erstrunden-Partie in Flushing Meadows eigentlich eine mehr als eindeutige Angelegenheit zugunsten der Amerikanerin sein. Der letzte Sieg von Scharapowa gegen ihre ewige Rivalin datiert aus dem Jahr 2004.
Ich liebe immer noch, was ich tue.
Zuletzt schaffte es Scharapowa in Cincinnati dank einem Sieg gegen Alison Riske (der erste seit Mallorca im Juni) immerhin in die 2. Runde, wo sie danach gegen Ashleigh Barty chancenlos blieb. Scharapowa möchte dies bald wieder ändern: «Ich liebe immer noch, was ich tue», sagte sie in Cincinnati. Sie habe sich in den Trainings steigern können, und der angeschlagenen Schulter gehe es wieder besser.
Die jüngsten Partien in Toronto und Cincinnati haben Scharapowa gezeigt, dass der Weg zurück an die Spitze allerdings noch lang sein könnte: «Ich habe solche Sachen bereits durchgemacht und überstanden. Ich denke, so ist es einfach, wenn man zurückkommen will.»
Sendebezug: SRF zwei, sportflash, 22.08.2019, 20:00 Uhr