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Die Schweizer Armee hat im letzten Jahr leicht mehr junge Menschen rekrutieren können als im Vorjahr. Von knapp 40'000 Stellungspflichtigen wurden zwei Drittel für militärdiensttauglich befunden, knapp 1,5% mehr als 2008.
6808 der Stellungspflichtigen erhielten den Stempel untauglich, weil sie weder für den Militärdienst noch für den Schutzdienst eingeteilt werden konnten. Das sind rund 400 weniger als im Vorjahr, teilte das Verteidigungsdepartement am Montag mit. 6256 Personen attestierten die Militärärzte Schutzdiensttauglichkeit.
Laut Angaben der Armee hat sich die Tauglichkeitsrate in den letzten Jahren bei unveränderten Kriterien bei rund 65% stabilisiert. Seit 2006 schwankt die Rate zwischen 64 und 66%. Am tiefsten lag die Rate 2005 mit 61%.
Von den für militärdiensttauglich erklärten Personen werden nicht alle in die Armee eintreten. Ein Teil von ihnen wird den eineinhalb Mal so lange dauernden Zivildienst leisten.
Letztes Jahr meldeten sich im Vergleich zu früher deutlich mehr Personen für den Zivildienst. Nachdem auf Anfang April 2009 die Gewissensprüfung hinfällig geworden war, ist die Zahl der Gesuche im letzten Jahr von 1946 auf 7213 explodiert.
Die höchste Tauglichkeitsrate verzeichnete im letzten Jahr der Kanton Appenzell Innerhoden mit 84,7%. Dahinter folgen Ob- und Nidwalden mit je 78,1%. Die tiefsten Raten weisen die Kantone Zürich mit 54,1%, der Kanton Jura mit 55,4% und das Wallis mit 59,3% auf.
Insgesamt wurden im letzten Jahr 115 Frauen rekrutiert, 90 von ihnen sind diensttauglich. Im Vorjahr waren es 124 von 157 Frauen.
swissinfo.ch und Agenturen