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Im Kanton Luzern sind die Durchschnittstemperaturen seit Messbeginn 1871 bis heute (2020) bereits um gut 2 °C angestiegen. Die bisherige Erwärmung ist in allen Jahreszeiten ähnlich gross. Ohne globalen Klimaschutz ist damit zu rechnen, dass die Durchschnittstemperatur auf dem Pilatus bis um 2060 um rund 3 °C gegenüber der Normperiode von 1981 bis 2010 beziehungsweise um rund 4,5 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit steigt (siehe Infografik zu 2060). Bis um 2085 ist ohne Klimaschutz gar von einem Temperaturanstieg um rund 4,5 °C gegenüber der Normperiode von 1981 bis 2010 beziehungsweise um rund 6 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auszugehen (siehe Infografik 2085). Selbst mit einem konsequenten Klimaschutz wird bis um 2060 ein Temperaturanstieg gegenüber der Normperiode von rund 1,5 °C und gegenüber der vorindustriellen Zeit von rund 3 °C erwartet.
Weniger Schneetage
Die steigenden Durchschnittstemperaturen haben vor allem in den kalten Jahreszeiten die Konsequenz, dass es weniger Schneetage gibt. Die mittlere Nullgradgrenze wird ohne Klimaschutz bis um 2060 auf bis zu knapp 1350 m.ü.M. klettern gegenüber 820 m.ü.M. während der Normperiode von 1981 bis 2010. Bis um 2085 wird die Nullgradgrenze ohne Klimaschutz gar auf 1750 m.ü.M. steigen. Die Anzahl Neuschneetage in der Stadt Luzern verändert sich ohne Klimaschutz von 13 Tagen pro Jahr während der Normperiode auf 6 bis 13 Tage pro Jahr bis um 2060. Auf dem Napf wird ein Rückgang von 56 Tagen auf 27 bis 39 Tage erwartet, und auf dem Pilatus von 96 Tagen auf 59 bis 74 Tage.
Noch stärker als die durchschnittlichen Wintertemperaturen erhöhen sich die Temperaturen der kältesten Tage des Jahres. Die Anzahl Eistage, an denen das Thermometer ganztags unter null Grad Celsius bleibt, verringern sich im Kanton Luzern bis um 2060 deutlich. Wurden während der Normperiode von 1981 bis 2010 in der Stadt Luzern noch 19 Eistage pro Jahr registriert, sind es um 2060 noch 7 bis 11. Auf dem Napf reduzieren sich die Eistage von 55 auf 25 bis 34 und auf dem Pilatus von 92 auf 46 bis 64.