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|Richemont will handelbare Optionsscheine an Aktionäre ausgeben|
|07.08.2020 08:40|

Genf (awp) - Der Luxusgüterkonzern Richemont plant ein Treueprogramm für Aktionärs und will handelbare Optionsscheine ausschütten. Damit will das Management Liquidität im Unternehmen halten und gleichzeitig den Anteilseignern eine Möglichkeit bieten, von einer erwarteten zukünftigen Besserung der Lage profitieren zu können, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.
Die Aktionäre müssen hierfür an der Generalversammlung am 9. September einer bedingten Kapitalerhöhung zustimmen. Die Aktionäre erhalten dabei für die von ihnen gehaltenen A- und B-Aktien je zwei A- oder B-Warrants. Der Ausübungspreis wird anhand des volumengewichteten Durchschnittpreis der Aktien bis zum 7. September festgelegt. Der Preis soll dabei dem niedrigeren Wert entweder der Periode ab heute oder ab dem 1. September entsprechen.
Das bedeutet, dass bei der Ausübung bei einem Preis von zum Beispiel 60 Franken pro A-Aktie, 60 A-Warrants nötig wären, um eine Aktie zu erhalten.
Die Optionsscheine sollen am 18. September ausgegeben werden und eine Laufzeit von drei Jahren haben. Der Handel der Titel soll am 6. September 2023 enden und die Ausübungsperiode ist für den 11. bis 13. September 2023 vorgesehen. Die Generalversammlung muss dafür der Schaffung von bedingtem Kapital im Volumen von je 22 Millionen A- und B-Aktien zustimmen.
Das Unternehmen hatte die Möglichkeit zu einem solchen Schritt bereits Mitte Mai mit der Vorlage der Jahreszahlen angedeutet. Damals gab das Unternehmen bekannt, dass sich die Aktionäre mit einer auf 1 Franken je A-Aktie halbierten Dividende zufriedengeben müssen. Als Ausgleich sollen sie dafür nun vom Treueprogramm profitieren.
Wendy Luhabe für Verwaltungsrat nominiert
Zudem wird der Generalversammlung eine Zuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Wendy Luhabe wird als Mitglied nominiert und sie soll Einsitz im Nominierungsausschuss nehmen, wie es weiter heisst. Luhabe habe eine lange Beziehung zu Richemont und stand von 2001 bis 2011 der südafrikanischen Tochtergesellschaft Vendôme South Africa vor, wie es weiter heisst.
Die Generalversammlung findet hinter verschlossenen Türen statt. Die Aktionäre können ihre Voten über Stimmrechtsvertreter abgeben.
yr/tt