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Theres Vaucher wurde am 11. September 1927 den Eltern Jakob und Virginia Jenny-Huber als jüngstes Kind im Gässli, Rechthalten, in die Wiege gelegt. Ihr Vater bewirtschaftete ein kleines Heimwesen und arbeitete zusätzlich als Strassenarbeiter beim Staat Freiburg. Zusammen mit ihren drei Schwestern und fünf Brüdern verbrachte sie eine glückliche Jugendzeit. Die Schule besuchte sie in Rechthalten.
Nach der Schulentlassung fehlten die finanziellen Mittel, um einen Beruf erlernen zu können. Sie musste auf dem elterlichen Heimwesen mithelfen, denn die ältesten Geschwister waren schon ausser Haus, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Theres musste der Familie mithelfen beim «Trùckle», der Fertigung von Schachteln für die Kartonagenfabrik Papro in Freiburg. Während den Sommermonaten half sie ihrem Vater beim Heuen der Strassenborde.
Am 25. April 1946 läuteten die Hochzeitsglocken und sie gab Paul Vaucher aus St. Ursen ihr Ja-Wort. Theres schenkte vier Buben das Leben, welchen sie zeitlebens eine gute, liebe und fürsorgliche Mutter war. Ihrem Gatten war sie eine liebevolle, treue und fleissige Ehegefährtin.
Der Gemüse- und Blumengarten war zeitlebens ihr Stolz und sie freute sich immer riesig an der vom Schöpfer geschenkten Ernte. In jüngeren Jahren war Theres Aktivmitglied im Gemischten Chor sowie im Mütter-, Landfrauen- und Vinzenzverein St. Ursen.
Ein grosser Schicksalsschlag war es für Theres Vaucher, als ihr Gatte am 9. September 1994 unverhofft verstarb. Es war damals ihr sehnlichster Wunsch, weiterhin im Plentsch zu bleiben. Nachdem das alte baufällige Bauernhaus abgerissen und ein neues gebaut wurde, in welchem für sie eine 2-Zimmer-Wohnung zur Verfügung stand, zog sie ins neue Heim ein. Durch die räumliche Nähe zu ihrem Sohn und zur Schwiegertochter fühlte sie sich im Familienkreis gut aufgehoben.
Am liebsten war sie zu Hause in ihren vier vertrauten Wänden. Ganz besonders freute sie sich, wenn sie Besuch von ihren Kindern, Gross- und Urgrosskindern erhielt.
Vor wenigen Jahren verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand, denn eine heimtückische Krankheit, die Diabetes, machte ihr je länger je mehr zu schaffen.
Am 30. März stürzte sie so schwer, dass sie ins Spital eingeliefert werden musste. Nach einem guten Monat Spitalaufenthalt war es ihr eigener Wunsch, in ein Pflegeheim zu ziehen. So konnte sie am 8. Mai ins Pflegeheim des Sensebezirks in Tafers einziehen, wo es ihr anfangs recht gut ging und sie den Aufenthalt genoss. Sie konnte sich aber nicht mehr vom Unfall erholen. Ihre Kräfte verliessen sie zusehends. In der Nacht auf den 14. Juli 2009 konnte sie friedlich einschlafen und wurde von ihren Leiden erlöst. Eing.