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Unterschieden wird zwischen primären und sekundären Lymphödemen. Primäre Lymphödeme sind angeboren und zeigen sich meist zwischen dem 15. bis 25. Lebensjahr. Sekundäre Lymphödeme sind erworben und können insbesondere nach Infektionen, Operationen, Krebserkrankungen, Bestrahlungen und traumatischen Schädigungen der Lymphgefässe auftreten. Sind die Lymphbahnen unterentwickelt oder beschädigt, wird der Abfluss der Lymphe beeinträchtigt. Es kommt zu schmerzlosen Schwellungen der betroffenen Gliedmassen und zu Gefässeinlagerungen.
Lymphödeme erhöhen die Infektanfälligkeit der betroffenen Gliedmassen. Eine sorgfältige Hautpflege und rasche Behandlung bei drohenden Infektionen ist daher wichtig. Lymphödeme, die nicht behandelt werden, sind irreversibel und können gravierende Ausmasse annehmen, wie z.B. einen schweren chronischen Ulcus (Geschwür) oder Elephantiasis (Elefantenbein). Sehr selten entwickelt sich als Spätkomplikation ein Lymphgefässkrebs (Lymphangiosarkom).