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Umweltaktivisten gedenken geschmolzener Gletscher
Mehr als 200 Personen haben am Sonntag am Fuss des Trient-Gletschers an die 500 bereits geschmolzenen Gletscher in der Schweiz erinnert. Sie wollten mit der Gedenkfeier auf die Bedrohung durch die Klimaerwärmung aufmerksam machen, wie die Klima-Allianz mitteilte.
Der Trient-Gletscher habe in den vergangenen 30 Jahren mehr als tausend Meter verloren, sagte Olivier Couach, Gemeinderat von Trient VS, an der Veranstaltung. Wenn nichts unternommen werde, um den Temperaturanstieg zu bremsen, könnte auch dieser Gletscher bis ins Jahr 2100 wegschmelzen. Im letztes Jahr hatten Umweltaktivisten bei einer ähnlichen Aktion einen Trauermarsch zum stark geschmolzenen Pizol-Gletscher im Kanton St.Gallen gemacht.
Die Klima-Allianz sowie Entwicklungs- und Umweltschutzorganisationen riefen am Sonntag die Parlamentarierinnen und Parlamentarier dazu auf, wirksame Massnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstosses durchzusetzen. Der Nationalrat und der Ständerat befassen sich an der am Montag beginnenden Herbstession erneut mit dem CO2-Gesetz.
Menschen überall bedroht
Der Klimawandel bedrohe die Menschen überall auf der Welt, schrieb die Klima-Allianz Schweiz in einer Mitteilung. Am stärksten betroffen seien leicht verletzbare Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern. Viele Bauern und Bäuerinnen des Südens hätten nicht die Mittel, sich dagegen zu wehren.
«Die Regenfälle werden selten und wenn sie kommen, sind sie heftig und führen zur Zerstörung von Häusern, Strassen und Ernten», sagte der aus Ruanda stammende Autor César Murangira an der Veranstaltung am Trient-Gletscher. Diese wurde von der Klima-Allianz sowie weiteren Organisationen wie Brot für alle, Fastenopfer und der Gletscherinitiative organisiert.
Yvan Maillard Ardenti von Brot für alle sagte, Klimagerechtigkeit erfordere, dass die Industrieländer nicht nur ihre CO2-Emissionen reduzierten, sondern auch die Bevölkerungen in Entwicklungsländern finanziell unterstützten, damit sie sich besser an den Klimawandel anpassen könnten.