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Dieses Gesuch sei bewilligt worden, heisst es weiter. Die Fäden bei Sempione Fashion hat nun ein Sachwalter in den Händen. Das Unternehmen beschäftigt rund 1150 Mitarbeitende.
Trotz umfangreicher Anstrengungen, Sparmassnahmen und Investitionen habe die Gesellschaft bisher keine profitable Basis für ihr Schweizer Geschäft erreicht, heisst es weiter. Die italienische Modemarke OVS habe sich nicht wie gewünscht am Schweizer Markt positioniert. Die anhaltend ungenügenden Umsätze hätten daher zu massiven finanziellen Engpässen geführt, so das Unternehmen.
Ziel dieser Nachlassstundung sei es nun, einen Konkurs und damit die sofortige Einstellung des Betriebs zu verhindern, wobei der operative Betrieb für eine beschränkte Dauer aufrecht erhalten bleiben solle. Dies soll primär ermöglichen, einen Liquidationsverkauf der Waren durchzuführen. Zudem sollen in dieser Phase Verhandlungen geführt werden, um einen Teil der Verkaufsfilialen an Dritte zu übertragen.
Der Verwaltungsrat bedauere, keine andere Lösung gefunden zu haben, schreibt das Unternehmen. Erst vor ungefähr zwei Wochen hatte die Gewerkschaft Unia den Modehändler kritisiert und mehr Transparenz und Verhandlungen von diesem verlangt.
Die Unia hatte OVS unter anderem vorgeworfen, die Verpflichtungen bei Massenentlassungen zu umgehen. Die Filialen würden eine nach der anderen geschlossen, so dass immer zu wenige Entlassungen erfolgten, um das bei Massenentlassungen vorgeschriebene Verfahren durchführen zu müssen.
Die rund 140 OVS-Geschäfte in der Schweiz entstanden aus den ehemaligen Filialen von Charles Vögele, die im Dezember 2016 an OVS verkauft worden waren. Die Vögele-Läden wurden komplett umgebaut und in OVS umbenannt. OVS ist an der Mailänder Börse kotiert.