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- 10.03.2012
- Japan
Am 11. März 2011 wurde Japan vom schwersten Erdbeben seiner Geschichte erschüttert, auf welches ein Tsunami folgte und zur Katastrophe im Atomkraftwerk in Fukushima führte. Die Glückskette erhielt 18,8 Millionen Franken an Spenden und unterstützt nach der Nothilfe nun ein umfangreiches Wiederaufbauprojekt: In einem ehemaligen Spital in Onawaga werden Unterkünfte und umfassende Betreuung für 100 bedürftige Betagte eingerichtet.
Für die Glückskette stand nach einer Evaluation vor Ort ein einzelnes grösseres Projekt im Vordergrund, welches innert kurzer Zeit realisiert werden kann, um den Betroffenen rasch zu helfen. Das Schweizerische Rote Kreuz und Caritas arbeiten gemeinsam als Konsortium für dieses Projekt mit dem Japanischen Roten Kreuz zusammen. Die Glückskette beteiligt sich mit 15 Millionen Franken am Wiederaufbau.
In der betroffenen Region im Nordosten Japans leben viele ältere Menschen, die bei der Katastrophe alles verloren haben und in vielen Fällen auch nicht die Mittel haben, sich wieder eine neue Existenz aufzubauen. Sie sind im Moment in Container-Dörfern untergebracht. Deshalb fiel der Entscheid auf das frühere und beim Tsunami beschädigte örtliche Spital in Onawaga, das wieder instand gestellt und ein Teil davon in ein Pflegeheim für die Betreuung von 100 bedürftigen Betagten umgebaut wird. Dazu kommen 19 Betten für allgemeine Medizin sowie ein Wohntrakt mit 42 Einheiten für betagte Langzeitbewohner. Die Bauarbeiten sollen Ende April abgeschlossen sein.
Die Nothilfe in der Höhe von 1,7 Millionen Franken, welche direkt nach der Katastrophe von japanischen Partnern der Schweizer Hilfswerke geleistet wurde, war rund sechs Monate später abgeschlossen. Weitere Hilfsprojekte im Bereich Rehabilitation werden von der Projektkommission noch geprüft.