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«Editorisch hält auch dieser Band das hohe Niveau der vorangegangenen Bände, thematisch spiegelt sich die die Vielfalt der internationalen Beziehungen am Ende der 1960er Jahre unter dem Blickwinkel schweizerischer Aussen- und Interessenpolitik, methodisch die Dialektik von Aussen- und Innenpolitik.
[…] Internationale Probleme prägten den Kontext der schweizerischen Aussenpolitik, ihre Neutralität änderte daran nichts, sie reagierte aufgrund eigener Interessen oder Prinzipien. In diesen Zeitraum fiel etwa der Vietnam-Krieg, die Niederschlagung des ‹Prager Frühlings› durch die Sowjetunion, die forcierte Ostpolitik der Regierung Brandt/Scheel, der Präsidentenwechsel in Frankreich von Charles de Gaulle zu Georges Pompidou, die Veränderungen in der Europapolitik in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre mit einer Stärkung der EG durch den Fusionsvertrag vom 1. Juli 1967 – fürwahr eine Fülle zentraler internationaler Ereignisse.
Die Edition kombiniert die Dokumentation solcher Herausforderungen instruktiv mit der Präsentation traditioneller Prämissen und ökonomischer Interessen der Schweiz.
[…] Alles in allem bietet der vorzüglich gearbeitete Band eine Fülle von Einsichten nicht allein in die Geschichte der Schweizer Neutralität und ihrer unter veränderten Bedingungen pagmatischen Aussenpolitik, sondern auch in die zentralen europapolitischen und weltpolitischen Entwicklungen am Ende der 1960er Jahre – aus der Sicht eines Outsiders als Insider.»
Horst Möller, Frankfurter Allgemeine Zeitung