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2. HÄLTERUNG DER LARVEN
Dynastes hercules septentrionalis, L3 ca. 50 Gramm schwer
Man kann die Larven zusammenhalten, allerdings sind diese Behälter zumeist sperrig, da pro Larve mindestens 10 Liter Substrat eingeplant werden sollten. Außerdem verletzen sich die Larven, die eigentlich nicht kannibalisch veranlagt sind, manchmal gegenseitig. Dies geschieht während der Häutung, wenn die Larve noch weich und wehrlos ist. Da ich zu den Menschen gehöre, die lieber alles unter Kontrolle haben, stört mich v. a. an der Gemeinschaftshaltung, dass man speziell zur Zeit der Verpuppung, leicht den Überblick und unter Umständen auch Tiere verliert...
Eine bessere Methode wurde mir von H. Snuverink vorgestellt, auch ich verfahre nun nach dieser und kann sagen, dass sie sicher, einfach, und das wird die meisten Käferzüchter freuen, auch außerordentlich Platz sparend ist. Man hält die Larven einzeln in 4 Liter Vorratsdosen (PHOTO). Vorteil: Man kann die Larven individuell überwachen, der Substratwechsel wird einfacher und man kann gesetzt den Fall Holz oder Blätter werden schneller gefressen, diese einfach wieder nachfüllen. Außerdem erleichtert es die Haltung der Geschlechter in unterschiedlichen Bedingungen, beispielsweise eine wärmere Haltung der Männchen, falls absehbar ist, dass sich Männchen und Weibchen in unterschiedlich langen Zeiten entwickeln. (Siehe C. caucasus Zuchtbericht). Eine ausreichende Anzahl von Larven vorausgesetzt, bieten diese Dosen Platz für Experimente. Pferdemist soll zu guten Ergebnissen bei der Größe der Imagos erzielen, Ergebnisse meinerseits stehen hierzu noch aus.
Der einzige Nachteil des Boxen - Systems beginnt, wenn die Larven sich im dritten Stadium befinden, ca. 80 bis 130 Gramm schwer sind und sich verpuppen wollen. Nun benötigt man größere Boxen, zwischen 10 und 20 Liter Fassungsvermögen sollte in Ordnung sein, in welche man die Larven überführt. Ach ja, ein kleiner Einschub noch: Man benötigt die größeren Dosen ausschließlich für die männlichen Larven, die Weibchen verpuppen sich problemlos in den 4 Liter. Dosen... Wenn die Larven gelb werden ist das ein gutes Zeichen dafür, dass sie sich Verpuppen wollen. hat man die Larven umgesetzt, werden sie bald mit der Verpuppung beginnen. Diese findet am Boden des Containers statt, wo man alles recht gut beobachten kann. Während der Verpuppung und des Puppenstadiums ist es sehr wichtig auf die Feuchtigkeit des Substrates zu achten. Wieder einmal sollte sie nicht zu feucht, aber auch nicht zu trocken sein. Wichtig ist es auch, darauf zu achten, dass sich keine Regenwürmer im Substrat befinden, da diese das Substrat fressen, es damit dichter und nässer machen und sich zusätzlich in den Kokon graben und die Puppenwiege zerstören...
Hat die Larve erst einmal ihre Puppenwiege angelegt, beginnt die Zeit des Wartens. Bis der Käfer schlüpft, kann es schon einmal bis zu drei Monaten dauern (Verpuppung nach ca. 4 Wochen. Puppe zu Käfer nach bis zu 8 Wochen)
Wenn man die Dosen mit nur wenigen und kleinen Belüftungsöffnungen versieht, muss man nicht, wie bei offenen Containern die Feuchtigkeit regelmäßig überprüfen, allerdings sollte man dies beim Befüllen der Dosen sehr gründlich tun...
Ein weiterer Vorteil der Dosenhaltung, vor allem in letzter Zeit, ist, dass Krankheiten (Siehe Krankheiten) sich nicht so leicht ausbreiten können, wie es beispielsweise bei offenen Containern der Fall wäre.
Diese Methode mag anfangs ein wenig schwieriger sein (v. a. bis man weiß welche Feuchtigkeit für die Larven am besten ist), nach einiger Zeit ist sie aber eindeutig leichter und besser und v. a. Zeitsparender.
1. Einleitung und Substrat
2. Haltung der Larven
3. Haltung der Imagos
4. Tricks um größere Imagos zu erzielen
5. Unterscheidung der Unterarten
6. Gewichtstabellen und Schluss
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