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[04-12-2015] Ist XMP die beste Lösung, um bei einem Digitalisierungsprojekt selbst definierte Metadatenpaare in PDF/A-2 zu speichern?
Im Katalog archivischer Dateiformate KaD weisen wir darauf hin, dass wir dateiintegrierte Metadaten für die Langzeitarchivierung nicht unbedingt als eine überzeugende Lösung erachten (siehe https://kost-ceco.ch/cms/Verworfene-Kriterien.html und dort Metadatenunterstützung). Für das Handling von Bild- oder PDF-Datenbeständen, wie sie bei einem Digitalisierungsprojekt entstehen, ist aber das Einbinden der Metadaten in die Datei via IPTC oder XMP durchaus sinnvoll.
In der Regel können IPTC- oder XMP-Metadaten von Bilddatenbanken automatisch extrahiert werden. Auf gleiche Weise können diese Metadaten auch beim Ingest ins Archivrepository aus IPTC oder XMP in den Metadatenbereich des AIP extrahiert werden. Dass sie dort dann doppelt vorliegen (im Bild/PDF und im Metadatenfile des AIP) ist grundsätzlich kein Problem. Es gibt nach unserem Wissen mehrere technische Lösungen, wie die XMP-Metadaten im Ingest aus der PDF-Datei extrahiert werden können.
Adobe sieht XMP als Weiterentwicklung von IPTC und als Lösung, um Metadaten bei allen Dateiformaten auf gleiche Weise anhängen zu können. Es können mit XMP auch beliebige Metadaten angeheftet werden, und dadurch, dass es XML-basiert ist, ist XMP auch weitgehend transparent. Wieweit es sich durchsetzen wird, ist noch nicht klar. Im Archivischen Umfeld wird XMP wahrscheinlich hauptsächlich als Metadatenspeicher für den Transport von Metadaten zwischen dem Digitalisierungsdienstleister und dem Archiv Anwendung finden und anschliessend die Metadaten für die Langzeitarchivierung extrahiert werden.
Seit 2012 ist XMP kein proprietärer Adobe-Standard mehr sondern ein ISO Standard: ISO 16684-1:2019 Graphic technology — Extensible metadata platform (XMP)