Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03347.jsonl.gz/2228

Das in Holz gebaute Haus Zimmermann wurde 1933 für eine alleinstehende, berufstätige Frau gebaut und ist formal der gemässigten Moderne zuzurechnen.
Der Basler Architekt Rudolf Zimmermann baute 1933 ein erschwingliches Holzhaus für die alleinstehende Gärtnerin Elsa Zimmermann. Das zweigeschossige Haus liegt etwas von der Strasse zurückversetzt und ist mit einem leicht geneigten, überkragenden Pultdach gedeckt. Die dunkelbraune Fassade ist horizontal verschalt, die Fensterläden sind rot und die Fensterrahmen weiss gestrichen. Das Haus steht auf einem Betonsockel und wurde als Holzriegel-Konstruktion ausgeführt. Im Erdgeschoss befanden sich zur Strasse hin Küche, Windfang und Treppe, die zu den Schlafräumen im Obergeschoss führte. 1938 wurde im Obergeschoss im Hinblick auf die Aufteilung in zwei separate Wohnungen vom Architekten Hans Hindermann eine Küche eingebaut.
Das Haus ist formal der gemässigten Moderne zuzuordnen. Der traditionelle Baustoff Holz wurde mit modernen Formen kombiniert und teilweise kamen normierte Bauteile zur Verwendung. Auch andere Schweizer Architekten des Neuen Bauens setzten sich mit dem Werkstoff auseinander, wie unter anderem Paul Artarias (1892–1959) Publikation ‹Schweizer Holzhäuser aus den Jahren 1920–1940› dokumentiert. Moderne Holzhäuser wie das Atelierhaus Wenk, der Haus-Prototyp für die Landhaus AG oder das Haus von Sury wurden in diesem Zeitraum in Riehen errichtet.
Autorin / Autor: Felix Steininger | Zuletzt aktualisiert am 26.12.2022
Anselmetti, Romana: 12. Haus Zimmermann. In: Heimatschutz Basel und Gemeinde Riehen (Hg.): Baukultur entdecken. Neues Bauen in Riehen. Riehen / Basel 2005.
Artaria, Paul: Schweizer Holzhäuser aus den Jahren 1920–1940. 3. Aufl. Basel 1947.