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Der Verband St.Galler Kantons und Gemeindepersonal vertritt seine Mitglieder bei den jährlichen Lohnverhandlungen mit der Regierung.
Anfangs September hört die Regierung die Verhandlungsdelegation der Präsidentenkonferenz (siehe Sozialpartnerschaft) an. Diese Anhörung und Diskussion erfolgt im Rahmen von ein bis zwei Sitzungen. In diesen Gesprächen bringt die Verhandlungsdelegation Anliegen und Argumente des Personals vor. Bei den Gesprächen über die Besoldungsanpassung spielen immer auch politische Überlegungen eine grosse Rolle, weil letztlich der Kantonsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben über die Genehmigung der Besoldungsanpassungen entscheidet.
Nach Art. 21 der Besoldungsverordnung (sGS 143.2; abgekürzt BVO) berücksichtigt die Regierung bei der Festlegung der Besoldungsanpassungen die Entwicklung der Lebenshaltungskosten, die allgemeine Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage sowie die Finanzlage des Kantons. Dabei kann sie jedoch nicht beliebig von der Jahresteuerung abweichen. Es gelten die Grenzen von Art. 22 BVO. Die Personalverbände achten darauf, dass die unteren Grenzen eingehalten werden und dass die nötigen Besoldungsverbesserungen erfolgen. Eine angemessene und zeitgemässe Besoldung ist erforderlich für nachhaltige Motivation.
Etwa Mitte September beschliesst die Regierung aufgrund der Gespräche über die Besoldungsanpassungen und leitet ihre Anträge dem Kantonsrat mit dem Budget zur Beschlussfassung zu. Der Kantonsrat beschliesst darüber in der November-Session.
Falls Sie erhebliche Mängel des Besoldungssystems feststellen, machen Sie uns eine Mitteilung!