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In Spitälern in den USA und in Europa stecken sich jedes Jahr etwa eine Million Menschen mit der Clostridium difficile Infektion CDI an. Bei etwa 60'000 endet die Krankheit tödlich. Ausgelöst wird CDI durch Antibiotika.
«Die einzige Therapie bisher war der Einsatz von noch stärkeren Antibiotika», erklärt Mattias Ivarsson (Bild links). «Ein Teufelskreis.» Ivarsson hat nun einen neuen Wirkstoff ohne Antibiotika entwickelt. Erste Tests mit Mäusen hätten positive Resultate gebracht.
Mit dem Erlös des Heuberger-Preises will er weitere Testreihen finanzieren. Das helfe ihm, Investoren zu finden. Auch dieses Geld dürfte jedoch nicht reichen, um sein Medikament selber zu produzieren.
In der Schlussphase seien die Tests zu aufwändig und zu teuer für ein kleines Unternehmen wie sein Startup, welches sich immer noch im Aufbau befindet.
Ivarsson, ein schweizerisch-schwedischer Doppelbürger, der in der Westschweiz aufgewachsen ist, plant deshalb, das Patent seines Medikaments einer grossen Pharma-Firma zu verkaufen. «Kontakte bestehen schon», erklärt er dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». In etwa acht Jahren – so hofft er – dürfte sein Medikament auf den Markt kommen.
Weitere Preisträger
Neben Ivarsson wurden zwei weitere Zürcher Startups aus dem Bereich Life Science ausgezeichnet. «rqmicro» entwickelte ein Testsystem, um Krankheitserreger im Wasser zu identifizieren. «CellSpring» erfand eine Methode, mit welcher Pharmafirmen neue Medikamente besser testen können.
Jungunternehmerpreis
Der Heuberger Jungunternehmerpreis gilt als einer der bestdotiertesten Schweizer Preise dieser Art. Verliehen wird er von einer Stiftung des Winterthurer Immobilienunternehmers Robert Heuberger. Dotiert ist er mit 150'000 Franken.