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Soziale und wirtschaftliche Inklusion von Geflüchteten aus Berg-Karabach
Nach der militärischen Eskalation in Berg-Karabach im September 2023 ist fast die gesamte armenische Bevölkerung aus Angst vor ethnischen Säuberungen nach Armenien geflohen. Die weit über 100 000 Vertriebenen haben Schwierigkeiten, ihre Grundbedürfnisse wie Unterkünfte, Lebensmittel, Hygiene und Gesundheitsversorgung zu decken. Ausserdem leiden sie unter psychischem Stress, der sich zu einem schweren Trauma auswachsen kann, wenn er nicht angemessen behandelt wird. Zusätzlich sehen sich die Vertriebenen mit Unsicherheiten hinsichtlich ihres rechtlichen Status und ihrer Rechte konfrontiert.
Das Projekt zielt darauf ab, den Vertriebenen aus Berg-Karabach lebenswichtige Unterstützung und Hilfe zukommen zu lassen, um ihre Resilienz zu stärken und ihnen den Übergang zu einem stabilen und würdigen Leben in Armenien zu erleichtern.
Projektteilnehmende:
Am Projekt nehmen sowohl die Vertriebenen in den ausgewählten Gemeinden als auch die Bevölkerung dieser Aufnahmegemeinden teil. 6150 Menschen aus 40 bis 50 Gemeinschaften profitieren direkt von den Aktivitäten, mindestens die Hälfte davon sind Frauen. Indirekt profitieren weitere 20 000 Menschen vom Projekt, darunter Arbeitgebende, Angestellte und Partner:innen der unterstützten Firmen, Familienmitglieder der Teilnehmenden der Weiterbildungs- und Schulungsprogrammen und die lokalen und nationalen Regierungen Armeniens, die von einer gestärkten Bevölkerung profitieren.
Ziele:
Ziel des Projekts ist die Förderung der sozialen und wirtschaftlichen Inklusion der Geflüchteten aus Berg-Karabach in Armenien. So sollen ihre Aussichten auf eine nachhaltige, langfristige Existenzsicherung verbessert werden.
Aktivitäten:
Das Projekt fokussiert auf drei Bereiche. Erstens werden die Menschen in Notunterkünften mit Lebensmitteln, Medikamenten, Hygieneartikeln und weiterer Soforthilfe unterstützt und die Kinder erhalten Zugang zu guter Bildung und psychosozialer Unterstützung.
Zweitens werden Programme zur Umschulung und Weiterbildung angeboten, damit sich die Vertriebenen in den lokalen Arbeitsmarkt integrieren und ein Einkommen erwirtschaften können.
Drittens werden gemeinsame Aktivitäten für die vertriebene Bevölkerung und die Bevölkerung der Aufnahmegemeinden initiiert, um den Zusammenhalt und die Integration zu fördern.