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Das Wiedererwachen der Flüsse
Das Wiedererwachen der Flüsse
Allgemeine Informationen
Hochwasserschutz, Schifffahrt, Landwirtschaft: 200 Jahre lang haben Menschen die Flüsse im Mittelland kanalisiert. Heute aber folgen die Schweizer Gewässer wieder vermehrt ihrem natürlichen Verlauf. Sie formen Auenwälder und bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren ein neues Zuhause.
Pädagogische Informationen
Viele Flüsse im Mittelland sind in den letzten 200 Jahren durch Dämme befestigt und begradigt worden. Die Gründe für diese Verbauungen sind vielfältig und reichen von Bekämpfung des Sumpfes über Schifffahrt bis zu Ackerlandgewinn. Verbauungen wie Elektrizitätswerke, zunehmende Wasserverschmutzung durch ungeklärte Abwässer und die beschleunigte Fliessgeschwindigkeit in kanalisierten Flüssen führten zur Abnahme und schliesslich zur Ausrottung des Lachses. Mit aufwändigen Zuchtprogrammen versucht man, den Lachs in der Schweiz wieder anzusiedeln. Renaturierte Gebiete werden von vielen Tierarten wie etwa Biber, Eisvogel oder Gelbbauchunke bewohnt. Auenwälder sind ein Gewinn für die Biodiversität und überlebenswichtig für bedrohte Arten. In den naturnahen Gebieten breiten sich aber auch eingeschleppte Neophyten aus. Renaturierungsprojekte reichen von minimalen Korrekturen wie an der Linth bis hin zu grossflächigen Veränderungen am Rhein, etwa der «Petit Camargue Alsacienne». Renaturierungsprojekte führen aber auch zu Nutzungskonflikten – wie an den Beispielen Rhein, Thur, Linth und Aare gezeigt wird. Die Reihen «Natur am Rhein» und «Das Wiedererwachen der Flüsse» bestehen aus jeweils drei Folgen. Das Unterrichtsmaterial bezieht sich aufgrund der thematischen Ähnlichkeit auf Sequenzen aus beiden Reihen. Es beinhaltet Unterrichtsmaterial für Lehrpersonen mit konkreten Arbeits- und Diskussionsvorschlägen, sowie Arbeitsblättern mit Lösungen.