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Die Familien- und Firmengeschichte Waffenschmidt
Die Waffenschmidt’s stammen ursprünglich aus Neustadt (D) an der Weinstrasse. Karl Waffenschmidt, 1879 in Zürich geboren, lernte den Gärtnerberuf. Auf seiner „Walz“ erreichte er 1899 den Badeort Teplitz-Schönau im Sudetenland. (Damals noch k.u.k Monarchie.) Dort gründete er die erste Gärtnerei Waffenschmidt und heiratete später Franziska Hulha. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die ganze Familie im Zusammenhang mit dem Exodus der Sudetendeutschen vertrieben und kehrte mittellos und von den Ereignissen des 2. Weltkriegs gezeichnet, in die Schweiz zurück. Sie hinterliessen grosse materielle Werte, welche später von der Tschechischen Regierung verstaatlicht wurden. Im Sudetenland kamen die Kinder Hellmuth, Liesel und Heinz zur Welt.
Sohn Hellmuth (1920) Waffenschmidt mit seiner Frau Rosa (-Elmer) (1919) erwarben Ende 1960 eine alte, kleine Gärtnerei samt Scheune und Wohnhaus neben der Kirche in Russikon.
Hellmuth und Rosa erstellten schon bis1963 mit gewaltigen Anstrengungen eine schmucke, kleine Gärtnerei. Die ersten Einnahmen wurden durch Verkäufe von Sämereien, Gemüsesetzlingen, dem Wochenmarkt Winterthur und dem Friedhof in Russikon erzielt.

In den Folgejahren entstanden Treibbeet-Kästen, Kunststofftreibhäuser und auf gepachteten, landwirtschaftlichen Flächen Schnittblumenbeete. Als Einnahmequelle galt je länger je mehr die Pflanzen-Produktion, die in Russikon, an Blumen-Grossisten und am Wochenmarkt in Winterthur verkauft wurde. In den 60er und 70er Jahren entstanden die ersten EFH Quartiere in Russikon.

Im Bild Rosa Waffenschmidt mit Oma Franziska. Oben rechts erster Neubau an der Wettsteinstrasse! Hellmuth und Rosa haben zwei Söhne, Helmut (1951) und Hans-Peter (1955). Helmut lernte in Deutschland den Gärtnerberuf und kehrte 1969 nach Russikon zurück. Helmut jun. überbaute 1970 das Grundstück in Russikon mit einem damals modernen Glas-Gewächshaus. Grund Fläche:1300m2 für eine Zierpflanzen-Produktion.
Die alten Kunststofftreibhäuser (unten) wurden später am Geburtsort von Rosa Waffenschmidt-Elmer in der Faichrüti bei Pfäffikon wieder aufgestellt. Ihr Bruder Jakob Elmer und seine Frau Hanni Elmer arbeiteten zuerst auf ihrem Landwirtschaftsbetrieb. Später gaben sie aus gesundheit-lichen Gründen die Landwirtschaft auf und halfen bis zur Pensionierung in der Gärtnerei. Somit entstand eine Erweiterung der Pflanzenproduktion.
1977 bis 1979 wurde in Russikon die knapp an der Hausecke der Gärtnerei vorbei führende Hauptstrasse verlegt. Dadurch entstand die Möglichkeit, Land für neue Parkplätze zu erwerben. Diese Parkplätze bildeten den Grundstein für eine Nutzungsänderung der Gärtnerei. Vom Produktionsbetrieb zum Garten-Center
Der gelbe Lastwagen (oben) im Hintergrund steht noch auf der alten Strasse. Im rechten Bild (oben rechts), die neue Strasse Richtung Rumlikon. Die neuen Park-Flächen werden mit Wandkies gekoffert.
1979 übernahm Helmut jun. mit seiner Ehefrau Margrit Waffenschmidt-Brauch, den Gärtnerei-Betrieb von seinen Eltern. Daraufhin wurde das Wohnhaus inkl. Scheunenteil teilweise abgebrochen, umgebaut und es entstanden einige Wohnungen, ein Blumenladen, Büroräumlichkeiten und ein schmuckes Palmen-Paradies für Pflanzen im Glashaus von 1970.
Zur selben Zeit wurden in der Faichrüti die Kunststofftreibhäuser durch moderne Stahlkonstruktionsgewächshäuser mit Plexiglasplatten ersetzt.
Das neue Garten-Center mit Blumenbinderei in Russikon wurde 1980 eröffnet. Nach der Heirat von Helmut und Margrit kamen Hannes (1982), Jonas (1983) und Peter Lukas (1986) zur Welt.
Bilder von der Eröffnung 1980 mit Promi Walter Roderer. In den darauffolgenden Jahren stieg der Personalbestand von 6 bis auf 25 Mitarbeiter an. Die Gartenbauabteilung erfuhr dabei die stärkste Steigerungsrate.
Margrit Waffenschmidt in ihrem damals von der Schreinerei Wilfried Schmid gestalteten, nigelnagel neuen Blumen-Laden mit Erker. Heute ist an dieser Stelle die Caféteria vom Ehriker Beck.
1988 eröffnete das erste Mal der Christkindlimärt in Russikon. Diese Konstellation mit dem grossen Gewächshaus und dem Garten-Center dauerte von 1980 bis 2013. Während dieser langen Phase wurden im Gesamtbetrieb über 90 Lehrlinge als Gärtner und Floristinnen ausgebildet. Von den drei Waffenschmidt Söhnen begannen Hannes und Jonas in dieser Zeit mit einer umfangreichen gärtnerischen Ausbildung. Sohn Peter-Lukas studierte an der ETH in Zürich Maschinenbau.
(Unten noch einige Bilder des legendären Christkindlimarktes.
2011 wurden in der Faichrüti die alten Kastenanlagen und Folientunnel durch moderne Doppel-Foliengewächshäuser ersetzt.
2012 konnte das Magazin der Gartenbauabteilung aus dem Garten-Center Areal Russikon, in die neu erworbene Scheune an die Schlatterstrasse 1 gezügelt werden. Somit hat die Gartenbauabteilung erstmals in der Geschichte einen eigenen Werkhof.
2013 begann für die Familie Waffenschmidt in Russikon die grösste Erneuerung des Betriebes. Das Glashaus aus dem Jahre 1970 wurde aus energetischen und betrieblichen Gründen abgebrochen.
Während der Bauzeit wurde die Gärtnerei Faichrüti für 3 Jahre zu einer schmucken Verkaufs-Gärtnerei umgewandelt.

In dieser 3 jährigen Bau-Zeit entstehen in Russikon ein neues modernes Garten-Center mit Floristikgeschäft und ein „Cafi-Beck“ mit dem „Ehriker-Beck“ als Partner. Ebenfalls werden 2 neue Wohngebäude mit 13 „behinderten-gerechten“ Wohnungen gebaut. Das neue Glashaus ist kleiner als die alten Häuser. Es wird aber so gebaut, dass es am Tag als Gärtnerei-Verkaufsfläche dient, und am Abend oder sonntags im Handumdrehen zum Eventlokal umgebaut werden kann. Zuerst wird das gesamte Grundstück unterkellert um genügend Tiefgaragenplätze für Mieter und Mitarbeiter zu haben.
Bedingt durch keinen Unterbruch infolge Winters, kamen die Bauarbeiten schnell voran. Schon im ersten Monat 2014 konnte der Hochbau beginnen. Für uns alle war diese Zeit sehr arbeitsintensiv, weil wir uns nebst der eigenen Grossbaustelle auch noch um unser Kerngeschäft, die vielen Garten-Baustellen kümmern mussten. Nur durch die tadellose Arbeit der Architekten und der vielen am Bau beteiligten Handerwerker, konnte in dieser Geschwindigkeit gebaut werden.
(Nachfolgend noch einige Aufnahmen vom Hochbau)
Wahrzeichen des neuen Glashauses „unicum“ sind die Kronleuchter. Sie wurden in Tschechien herge-stellt, nur unweit von Teplitz/Eichwald entfernt, wo die 1. Gärtnerei Waffenschmidt einmal war !!!!!
Für neue und bessere Parkplätze hinter dem Haus wurde die alte Abfahrt zur Tief-Garage aufgehoben und mit den Nachbarn zusammen eine zentrale und bessere Lösung für alle Beteiligten gefunden.
Das Schwesterchen des grossen Bruders „unicum“ wurde als Bushäuschen am 11.11.14 eingeweiht.
Zur Rohbauansicht der neuen Wohnungen und dem neuen Geschäft luden wir die Nachbarn ein.

Nach zweijähriger Bauzeit wurden am 30. November 2014 das neue Glashaus (unicum), das neue Blumenfachgeschäft und die Filiale des Ehriker-Beck eröffnet. Die Familie Waffenschmidt und die Familie Hofer als Mieter probieren die Zusammenlegung zweier Gewerbebetriebe als Herausforderung für eine bessere Zukunft durch Synergie von Blumengeschäft, Gärtnerei und Café-Beck mit Bistro-Restaurant!
Ebenso wurden die 12 Wohnungen und das Studio in den Neubauten bezogen.
(Bild unten: 3. Generation mit Helmut in der Mitte und 4. Generation mit Hannes links und Jonas rechts)
In den folgenden Tagen durften wir und der Ehriker Beck mit grossem Stolz unsere neuen Anlagen zeigen.
Bilder vom Blumen-Laden und dem „unicum“!
Bild unten: Peter-Lukas Waffenschmidt der „Nichtgärtner“, der sich aber auch sehr freut!
Nach der Eröffnung müssen während des Winters bis zum Frühling noch die Aussenanlagen mit dem Spielplatz gebaut werden. Im Mai 2015 ist dann alles fertig und es findet nochmals eine Feier statt!

Im Mai 2015 ist alles fertig und nach 3 Jahren sieht es wieder nach einer richtigen Gärtnerei aus

Auch die Hauseingänge der beiden neuen Wohnblocks und das Hochzeitsgärtchen auf dem benachbarten Kirchgarten haben sich von der Bauerei erholt und sind wieder funktionstüchtig.
Ab 2015 führen wir wieder regelmässig im November und Dezember auf unserem Areal den beiliebten Weihnachtsmarkt durch, der neu „Winterzauber“ heisst. Wie eh und je gibt es viele Kinder-Attraktionen, Karussell und Märliland mit Glitzerparadies, Kerzenziehen und Blumen-Ausstellung. Im Gegensatz zu früher gibt es weniger Holz-Stände, dafür ein ganzes Dorf aus Jurten.
Sollte es aus den beiden Knirpsen an der Hand von Grossmutter „Memi-Margrit Waffenschmidt“ (unten) auch einmal Gärtner geben, wären sie bereits die 5. Generation. Geboren im Jahre 2015!
Links an rechter Hand Noah von Lea und Hannes und rechts der kleine Luis von Mirjam und Jonas.
Hier endet die Familiengeschichte, sie wird aber jedes Jahr nachgeführt.
Helmut Waffenschmidt, Dezember 2016