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Vor 80 Jahren: Kinderhilfe des SRK
1942 startete das Schweizerische Rote Kreuz seine grosse Hilfsaktion für kriegsgeschädigte Kinder.
Mitten im Zweiten Weltkrieg begann das Schweizerische Rote Kreuz, Kinder aus den kriegführenden Ländern zur Erholung in die Schweiz zu holen. Zwischen 1942 und 1956 nahmen Schweizer Gastfamilien oder Pflegeeinrichtungen über 180’000 Kinder aus dem zerstörten Europa auf. Die kriegsverehrten Kinder reisten mit Sonderzügen an und kehrten nach drei Monaten wieder in ihre Heimat zurück. Die 14 Jahre dauernde SRK-Kinderhilfe ist bis heute eine der umfangreichsten humanitären Aktionen des SRK.
Kamen in der Anfangszeit vor allem kriegsgeschädigte Waisen, obdachlose Kinder und Kinder von Kriegsgefangenen in die Schweiz, waren später ausschliesslich medizinische Kriterien massgebend wie etwa Unter- oder Mangelernährung. Viele der Kinder hatten Flöhe oder Läuse oder litten an Krätze oder Tuberkulose. Da man in der Schweiz die Verbreitung ansteckender Krankheiten befürchtete, unterzog man die Ankömmlinge vor dem Grenzübertritt einer ärztlichen Untersuchung, wusch und entlauste sie. Kleider und Schuhe wurden desinfiziert. Ungefähr 15 Prozent der Kinder kamen direkt nach ihrer Ankunft ins Spital.