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Spieluhr,
ein Uhrwerk, welches zu bestimmten
Zeiten, etwa nach
Ablauf
[* 2] einer
Stunde, ein oder mehrere musikalische
Stücke
spielt. Bei den Glocken
spieluhren, welche früher nicht selten mit Turmuhren verbunden wurden, schlagen kleine, durch eine
Stift- oder Daumenwalze gehobene
Hämmer in bestimmter Abwechselung taktmäßig an abgestimmte
Glocken.
In ähnlicher
Weise wurden auch
Flötenwerke und Harfensaiten mit Uhrwerken in
Verbindung gebracht. Gegenwärtig sind die sogen.
Stahlspielwerke
(Carillons) am gebräuchlichsten, welche sich in einem kleinen
Raum (in Taschenuhren,
Dosen,
Albums etc.) unterbringen
lassen.
Sie bestehen aus abgestimmten Stahlfedern, welche durch die Stifte einer mittels des Uhrwerks in Umdrehung versetzten Walze geschnellt werden. Befindet sich ein solches Spielwerk in einer Uhr, [* 3] so ist dasselbe von dem Gang- und Schlagwerk derselben ganz unabhängig, indem es selbständig durch ein Gewicht oder eine Feder getrieben wird, und es findet eine Verbindung zwischen beiden nur in der Weise statt, daß das Uhrwerk in bestimmten Zeiten das Spielwerk auslöst, d. h. seine Triebkraft frei macht, worauf letzteres sofort zu spielen beginnt und damit fortfährt, bis es durch die Arretierung wieder zum Stillstehen gebracht wird. Die Stahlspielwerke werden hauptsächlich in der Schweiz [* 4] angefertigt.