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Nicht alle Frauen blühen in der Schwangerschaft auf und dürfen diese Zeit schon fast geniessen. Es gibt Frauen, die mit teilweise massiven Beschwerden in der Schwangerschaft zu kämpfen haben und sich dadurch alles andere als wohl fühlen. Die Beschwerden in der Schwangerschaft können kaum unterschiedlicher sein: bei der einen Schwangeren schmerzt der Rücken, der anderen ist ständig schlecht und die dritte im Bunde beklagt sich über ständigen Juckreiz.
Beschwerden in der Schwangerschaft: die Übelkeit
Mit der Übelkeit ist nicht die am Morgen gemeint, mit denen manche schwangere Frau zu kämpfen hat. Nein, diese Übelkeit kann jederzeit auftreten, beispielsweise wenn die Schwangere einen bestimmten Duft einatmet. Die Zahlen der Schwangeren, die von der Übelkeit betroffen ist, ist recht hoch: zwischen 50 und 75 Prozent der werdenden Mütter kämpfen mit der Übelkeit. Der Grund, warum die Frauen bei Düften reagieren, könnte am Immunsystem der Mutter liegen, welches sich mit dem Immunsystem des Kindes auseinandersetzt. In der Regel legt sich die Übelkeit zwischen der 14. und 20. Schwangerschaftswoche von selbst.
Um die Übelkeit während der Schwangerschaft in den Griff zu bekommen, solltet ihr die Mahlzeiten über den Tag auf kleine, aber dafür häufigere Mahlzeiten aufteilen. Leichte Kost, beispielsweise auch Knäckebrot oder Zwieback eignen sich für zwischendurch. Zur Beruhigung des Magens könnt ihr Ingwerwasser oder Kamillentee trinken, um die Übelkeit etwas zu lindern. Scharfe Gewürze, fette Nahrungsmittel oder auch säurehaltige Speisen solltet ihr, wenn ihr mit der Übelkeit zu tun habt, meiden. In extremen Fällen, verordnet der Frauenarzt ein Mittel gegen die Übelkeit, meist mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat oder Doxylamin. Solltet ihr mit häufigem Erbrechen oder auch Gewichtsverlust trotz der Schwangerschaft zu kämpfen haben, solltet ihr auf jeden Fall den Arzt aufsuchen.
Heisshunger-Attacken in der Schwangerschaft
Durch den veränderten Hormonhaushalt können die Geruchs- und die Geschmackswahrnehmung beeinflusst werden. Dadurch kann es passieren, dass Schwangere eine ungezügelte Lust auf bestimmte Geschmacksaromen verspüren. Saure Gurken oder der Heisshunger auf ein Stück Torte sind bei manchen Frauen keine Seltenheit. Bei solchen Heisshunger-Attacken solltet ihr dem Drang nachgeben, aber dabei darauf achten, dass ihr nicht zu viel Zucker oder Fett zu euch nimmt. Oftmals kann eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung inklusive Ballaststoffen, von solchen Heisshunger-Attacken wegführen. Zudem könnt ihr probieren, bei den Heisshunger-Attacken auf Alternativen wie Rosinen oder Gemüsesticks zurückzugreifen.
Sodbrennen durch aufsteigende Magensäure
Das Baby wächst und wächst und kann dadurch auf die inneren Organe der werdenden Mama drücken. Diese Tatsache ist bei manchen Frauen Grund dafür, dass sie unter Sodbrennen zu leiden haben. Sodbrennen äussert sich in der Form, dass häufig nach dem Essen ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein auszumachen ist. In manchen Fällen zieht er bis in den Rachen hinein. Beim Sodbrennen steigt Magensäure in die Speiseröhre, der Magen kann nicht mehr richtig schliessen.
Kleinere Portionen und der Verzicht auf fettige, süsse, saure und schwer zu verdauende Nahrungsmittel kann Abhilfe schaffen. Statt Mineralwasser sollten Schwangere zu stillem Wasser greifen. Tritt das Sodbrennen nachts auf, hilft es, wenn ihr euren Oberkörper etwas aufrechter „bettet“. Es sind auch rezeptfreie Medikamente erhältlich, die gegen das Sodbrennen wirken, sollten aber gerade in der Schwangerschaft keine Lösung sein.
Probleme mit dem Stuhlgang
Bei Schwangeren kann es passieren, dass die Verdauung auf Sparflamme läuft. Dies hat zur Folge, dass manche Schwangere mit Verstopfung zu kämpfen hat. Grund für diese Probleme sind der veränderte Hormonhaushalt und die wachsende Gebärmutter, die den Darmtrakt immer weiter einengt. Hat die Schwangere noch Probleme mit einem zu geringen Eisengehalt im Blut und nimmt Präparate gegen Eisenmangel, kann das Problem mit der Verstopfung noch verstärkt werden. Regelmässige Bewegung und eine ballaststoffreiche Kost und viel trinken, kann hier Abhilfe schaffen.
Rückenschmerzen sind keine Seltenheit in der Schwangerschaft
So manche Schwangere kann ein Lied von Rückenschmerzen bis hin zu einem Hexenschuss singen. Dadurch, dass das Bindegewebe durch die Schwangerschaft lockerer wird und sich die gesamte Statik des Rumpfes verändert, bleiben Rückenschmerzen und -probleme nicht aus.
Gezielte Schwangerschaftsgymnastik und stärkende Übungen für die Muskulatur können hier effektiv helfen. Die akuten Schmerzen können mit einem Kirschkernkissen oder einem Wärmekissen gelindert werden – ein warmes Bad kann ebenfalls entspannend sein. Wärmepflaster und Wärmesalben sind in der Schwangerschaft nicht ratsam, auch wenn es keine Studien gibt, die die Wirkung dieser Wärmepräparate belegen. Schwimmen oder Spazierengehen kann bei Rückenschmerzen ebenfalls hilfreich und lindernd sein.
Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Stimmungsschwankungen
Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft sind leider sehr häufig. Die Schwangere macht eine Achterbahn der Gefühle durch: Vorfreude, Angst, Traurigkeit, Überforderung oder Gelassenheit wechseln sich häufig ab. Grund sind die Schwankungen durch die Umstellung der Hormone. Die Geburt, das Baby und die Lebensumstellungen dadurch bedeuten für manche ein einschneidendes Erlebnis, mit dem man sich auseinandersetzt. Dadurch kann es zu den Stimmungsschwankungen kommen – was allerdings kein Grund zur Sorge ist. Sollte allerdings eine depressive Phase auftreten, die zudem länger andauert, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig ist auch hier, auf selbst verordnete Stimmungsaufheller oder beruhigende Mittel wie Baldrian oder Johanniskraut zu verzichten.
Schlafprobleme in der Schwangerschaft
Nachts kommen manche Schwangere nicht zur Ruhe und dadurch sind sie tagsüber müde, schlapp und unkonzentriert. Und trotzdem kommen sie nachts nicht zur Ruhe. Teilweise sind Experten der Meinung, dass sich der Körper der werdenden Mutter bereits mit dem späteren Mutterdasein auseinandersetzt – und da kann es vorkommen, dass die Mutter mit wenig Schlaf auskommen muss.
Vielleicht kann ein kleiner Mittagsschlaf helfen, etwas zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken, etwas Schlaf aufzuholen. Auch eine späte Nahrungsaufnahme kann eine unruhige Nacht bescheren, solltet ihr wissen und beachten. Manche Schwangere setzen auf Entspannungsübungen, um besser in den Schlaf zu kommen und nachts besser schlafen zu können.
Wadenkrämpfe – ebenfalls Beschwerden in der Schwangerschaft
In den meisten Fällen sind Wadenkrämpfe vollkommen harmlos und können auf einen Magnesiummangel zurückzuführen sein. Dies hängt damit zusammen, da der Magnesiumbedarf in der Schwangerschaft erhöht ist. Allerdings können die Wadenkrämpfe auch andere Ursachen haben. Ihr solltet bei häufigerem Auftreten einen Arzt aufsuchen und das Ganze abklären lassen.
Mit einem entsprechenden Präparat kann der Magnesiummangel „behoben“ werden. Sollte der Wadenkrampf in der Nacht auftreten, steht auf, geht ein paar Schritte und dehnt die Wadenmuskulatur. Tagsüber können flache und bequeme Schuhe den nächtlichen Wadenkrämpfen vorbeugen.
Wassereinlagerungen
Geschwollene Füsse und Knöchel und schwere Beine treten häufig im letzten Schwangerschaftsdrittel auf. In diesem Zeitraum lagert sich mehr Flüssigkeit im Gewebe ab. Häufiges Beine-hoch-legen kann bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft für Abhilfe schaffen. Mit der Venenpumpe könnt ihr im Sitzen die durchblutung der Beine anregen. Für die so genannte Venenpumpe stellt ihr beide Füsse im Sitzen auf, drückt abwechselnd die Fersen in den Boden und zieht die Zehen gleichzeitig hoch. Dann drückt ihr die Zehenspitzen in den Boden und hebt die Fersen dabei an.
Bei manchen Schwangeren kommt es vor, dass sich ein Venenleiden entwickelt. In dem Fall kann der Arzt Kompressionsstrümpfe verordnen, die dann in der Apotheke am Morgen an die Beine angepasst werden. Auf Trinken zu verzichten, ist der falsche Weg, mit denen ihr eventuell gegen die Wassereinlagerungen ankämpfen wollt. Auch von entwässernden Mittelchen raten die Ärzte ab. Treten die Wasserablagerungen auch im Bereich des Gesichts auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, damit dieser die Ursache abklären kann.
Nicht gerade wenig, mit was sich schwangere Frauen plagen müssen. Allerdings gibt es auch viele Schwangerschaften, die vollkommen problemlos ablaufen. Sollten von den genannten Beschwerden in eurer Schwangerschaft welche auftreten, können euch unsere Tipps vielleicht etwas helfen.