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Niklaus PfyfferLuzern 1836 – 1908 Luzern
«Das Haus Treib am Vierwaldstättersee mit Blick auf den Pilatus» – 1892
Unten links signiert Nikl. Pfyffer. Verso auf der Leinwand bezeichnet Nikl. Pfyffer v. Altishofen i. u. v. Luzern 1892.
Öl a/Lwd., 58 × 88 cm
Kunstauktion 17.11.2001 | Lot-Nr. 96
Provenienz:
Basler Privatbesitz.
„Vom Haus an der Treib erfahren wir erstmals aus einer Urkunde von 1365, in der die Zugehörigkeit der „Kilchgenossen von Seewlisberg“ durch die Grenzen bestimmt ist, auch von der Letzi, der Schiffswehre, wie sie heute genannt wird, ist darin die Rede. In dieser Urkunde ist das Haus bereits genannt, der Ort war ein Zufluchtshafen für die in Seenot geratenen Schiffe der Nauengesellschaften, aber auch ein befristeter Zufluchtsort für Flüchtlinge, die in den Maschen des Gesetzes hängen geblieben sind. Wahrscheinlich ist die Treib viel älter, denn vom Ort Seelisberg gibt uns eine aus dem Jahre 1284 erhaltene Urkunde Kenntnis, in der von einer Kapelle die Rede ist, die dem Erzengel Michael geweiht war und zu Altdorf gehörte. Es darf mit Sicherheit angenommen werden, dass der damals wie heute einzige Ausladeplatz an der geschützten Ecke zwischen dem Urnersee und dem Gersauerbecken schon bestand. 1882 ist wiederum vom „Schiffer- und Schirmhaus an der Treib“ die Rede. Im Winter 1657 brannte das Haus ab, im folgenden Jahr wurde ein Neubau erstellt, zu dem u. a. die Schwyzer Fenster und Wappenscheiben schenkten. Von 1637-1767 wurden im Haus an der Treib 72 Tagsatzungen der Urkantone und anderer Orte der alten Eidgenossenschaft abgehalten. 1902 wurde das total baufällig gewordene Haus abgetragen und unter Verwendung der noch brauchbaren Teile in der alten Form und Bauweise wieder hergestellt“. Quelle: E. P., Kleine Geschichte des Hauses an der Treib, Zürich 1953.