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Feigwarzen sind Warzen, welche sich in der Genitalregion manifestieren und durch den humanen Papillomavirus (HPV) bedingt sind. Feigwarzen sind ungefährlich. Der humane Papillomavirus ist aber auch verantwortlich für verschiedene Krebsarten, wie zum Beispiel den Gebärmutterhalskrebs und den Analkrebs. Der humane Papillomavirus, welcher Feigwarzen verursacht, unterscheidet sich allerdings vom Virustyp, welcher Krebs verursachen kann.
Der Analkrebs ist eine seltene Krebsart in der Schweiz, nimmt aber in den letzten Jahren stetig zu. Als Risikofaktor gelten ein nachgewiesener Papillomavirus vom Risikotyp, Rauchen, eine Immunschwäche und anale Sexualpraktiken.
Symptome
Feigwarzen und Analkrebs machen keine spezifischen Symptome. Im Frühstadium bleiben beide oft unbemerkt. Meist werden sie vom Patienten erst bemerkt, wenn mehrere Warzen auftreten oder der Analkrebs an Grösse zunimmt. Manchmal können anale Blutungen oder eine Sekretion ein frühes Zeichen einer Infektion mit dem humanen Papillomavirus sein.
Diagnose
Feigwarzen sind eine Blickdiagnose, da ihr Aussehen sehr typisch ist. Nur in seltenen Fällen braucht es eine Gewebeprobe. Die Diagnose eines Analkrebses ist ungleich schwieriger, da dem Analkrebs ein typisches Erscheinungsbild fehlt. Hier ist eine Gewebeprobe zwingend, um eine Verdachtsdiagnose zu bestätigen oder zu verwerfen.
Jeder atypische Befund in der Analregion muss biopsiert werden!
Da sich ein Analkrebs aus Vorstufen entwickelt, ist die Diagnose einer Krebsvorstufe entscheidend! Die Entwicklung eines Analkrebses ist sehr langsam und verläuft über Jahre.
Therapie
Feigwarzen können medikamentös (durch eine Salbentherapie) behandelt oder mittels Kälte, Strom oder Laser zerstört werden. Welche Methode im konkreten Fall die beste ist, muss mit dem betroffenen Patienten besprochen werden.
Im Fall eines Analkrebses besteht die Therapie meist aus einer Kombination von Medikamenten und einer Bestrahlung. In selteneren Fällen kann der Analkrebs chirurgisch entfernt werden. Die Prognose eines Analkrebses ist in der Regel gut!
Häufig gestellte Fragen:
Woher kommen Feigwarzen?
Der humane Papillomavirus wird in der Regel sexuell übertragen. Damit entsprechen Feigwarzen einer sexuell übertragenen bzw. übertragbaren Krankheit. Da der Virus jedoch sehr ansteckend und sehr stabil ist, sind auch andere Übertragungswege möglich (z.B. von der Hand zur Analregion). Eine Sexualkontakt ist also für eine Ansteckung nicht zwingend.
Kann eine Impfung gegen den humanen Papillomavirus auch im Erwachsenenalter gegen eine Ansteckung schützen?
Diese Frage wird kontrovers diskutiert. Eine Impfung wird nur für Kinder (Mädchen und Knaben) empfohlen bis zum jungen Erwachsenenalter – sie wird in diesem Fall auch von der Krankenkasse übernommen. Es ist aber denkbar, dass auch Erwachsene von einer Impfung profitieren, auch wenn bereits einmal Feigwarzen oder Papillomavirus-bedingte Veränderungen vorhanden waren. Ein therapeutischer Nutzen besteht jedoch nicht.
Wie soll ich mich meinem Partner gegenüber verhalten, wenn ich einen Papillomavirus im Genitalbereich habe?
Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Eine Übertragung des humanen Papillomavirus kann praktisch nicht verhindert werden, da der Virus die gesamte Genitalregion betreffen kann, was eine Ansteckung des Partners sehr wahrscheinlich macht. Man muss sich jedoch vor Augen führen, dass ca. 40% der Erwachsenen bereits einen Paillomavirus in der Genitalregion haben.