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Dätwyler sei am Sonntag in Altdorf gestorben, teilte die Dätwyler Holding am Dienstag mit. Dätwyler war 1960 ins Familienunternehmen eingetreten, dessen Grundstein sein Vater Adolf 1915 mit der Übernahme der konkursiten Schweizerischen Draht- und Gummiwerke gelegt hatte.
Dätwyler studierte Chemie und Ökonomie und übernahm 32-jährig die Führung der Dätwyler-Tochter Firestone in Pratteln BL. Mit 50 Jahren kehrte er in den Kanton Uri zurück und leitete fortan zusammen mit seinem Bruder Peter bis 1990 die Dätwyler Holding. Bis 1999 sass er im Verwaltungsrat der Firma, die heute als globaler Industriezulieferer mit Sitz in Altdorf weltweit über 6500 Mitarbeitenden zählt.
Dätwyler hatte auch eine musische Ader. Aus der elterlichen Villa machte er ein Zuhause für die Musikschule Uri. Er initiierte und finanzierte das Haus für Kunst Uri und ermöglichte dort den Danioth-Pavillon für das Werk des Urner Malers, Schriftstellers und Satirikers Heinrich Danioth. Zusammen mit seinem Bruder Peter schuf er die gemeinnützige Dätwyler Stiftung.
(sda)