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Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat gegen die 26-jährige Brasilianerin ein Strafverfahren eröffnet, die nach bisherigen Ermittlungen einen rassistischen Angriff in Stettbach frei erfunden hatte.Dieser Inhalt wurde am 18. Februar 2009 - 13:52 publiziert
Das Strafverfahren läuft wegen Verdachts auf Irreführung der Rechtspflege, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten.
Verfügt wurde gleichzeitig eine in solchen Fällen übliche Pass- und Schriftensperre. Damit wird sichergestellt, dass die Frau in der Schweiz bleibt, solange ihre Anwesenheit im Strafverfahren erforderlich ist.
Das Bezirksgericht Zürich bestellte der Brasilianerin am Dienstag zugleich einen amtlichen Verteidiger. Weitergeführt wird auch das Verfahren, das nach der Anzeige des mutmasslichen Gewaltopfers am vergangenen 12. Februar eröffnet worden war.
Die 26-jährige Juristin hatte der Polizei angegeben, am Montagabend vergangener Woche in Zürich beim Bahnhof Stettbach von drei Neonazis überfallen und verletzt worden zu sein. Sie habe in der Folge auf der Bahnhoftoilette ihre Zwillinge verloren, mit denen sie im dritten Monat schwanger gewesen sei.
Die Stadtpolizei trat erst am vergangenen Freitag vor die Medien, nachdem Bilder der Verletzungen - in die Haut eingeritzte "SVP"-Zeichen und Linien - durch brasilianische Medien veröffentlicht worden waren. Der "Fall" sorgte in Brasilien für eine Entrüstungswelle.
Dass die anfänglich zurückhaltende Information der Stadtpolizei offensichtlich dem Schutz der Frau diente, zeigten die ersten Ermittlungsergebnisse: So war sie zum Tatzeitpunkt gar nicht schwanger.
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