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Von den 50 Milliarden Dollar Olympia-Investitionen fliesst nur ein klitzekleiner Bruchteil in die Taschen des durchschnittlichen Bürgers von Sotschi. Dennoch scheint die Bevölkerung die Spiele eher wohlwollend zu erwarten - zumindest wenn man die Bekundungen vor den ausländischen TV-Kameras für repräsentativ hält.
Von Vorfreude, der Hoffnung auf interessante Begegnungen und aufgewertetem Stadtbild ist die Rede. In ungebremste Begeisterung brechen die Einheimischen aber nicht aus. Das mag mit der Tatsache zusammenhängen, dass die intensive Bautätigkeit offensichtlich auch eine Belastung war.
Kein Wintersportort
Oder mit der entspannten Grundhaltung der Bewohner in der 350'000-Einwohner-Stadt, die trotz der Nähe zu den Unruheregionen Abchasien und Nordkaukasus seit Jahrzehnten ein beliebter Bade- und Kurort ist und die Touristen mit dem Anblick von Palmen und Magnolien erfreut.
Das subtropische Klima trägt zum mediterran-gemächlichen Tempo in der Schwarzmeer-Stadt bei, die vor der Olympiavergabe keine Wintersport-Tradition hatte. Im Winter betragen die Tageshöchstwerte in Sotschi im Schnitt 10 Grad. Unter den Gefrierpunkt fallen die Temperaturen kaum je. Eis gibt es nur in den Kühlhäusern - und neuerdings in den olympischen Eishallen.