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Atlantikwald
Der Atlantikwald zog sich einst als grosses grünes Band entlang der brasilianischen Küste und bis ins Landesinnere nach Paraguay und Argentinien. Heute sind grosse Waldflächen gerodet, stattdessen sind landwirtschaftliche Produktionsflächen entstanden – allen voran für Soja.
Das Verschwinden des Waldes bedeutet das Aus für unzählige Tier- und Pflanzenarten. So kommen zum Beispiel 90 Prozent aller Amphibienarten und 50 Prozent aller Pflanzenarten des Atlantikwaldes nirgends sonst auf der Erde vor.
Stellvertretend für die reiche Tier- und Pflanzenvielfalt der Region dient der Jaguar als Indikator: wenn die Grosskatze keine ausreichend guten Lebensbedingungen mehr vorfindet, ist das ökologische Gleichgewicht insgesamt gefährdet. Von der ursprünglichen Ausdehnung des Atlantikwaldes (etwa 30 mal so gross wie die Schweiz) sind heute nur noch etwas über 7 Prozent übrig geblieben. Das Gebiet beherbergt einen der grössten Süsswasserspeicher der Welt (den Guarani-Grundwasserhorizont), war einst Grundlage für vielfältige indianische Kulturen und ernährt eine Vielzahl von Kleinbauern. Dieser Reichtum ist gefährdet, wenn wir die Zerstörung der verbleibenden Waldflächen nicht aufhalten.
Stellvertretend für die reiche Tier- und Pflanzenvielfalt der Region dient der Jaguar als Indikator: wenn die Grosskatze keine ausreichend guten Lebensbedingungen mehr vorfindet, ist das ökologische Gleichgewicht insgesamt gefährdet. Von der ursprünglichen Ausdehnung des Atlantikwaldes (etwa 30 mal so gross wie die Schweiz) sind heute nur noch etwas über 7 Prozent übrig geblieben. Das Gebiet beherbergt einen der grössten Süsswasserspeicher der Welt (den Guarani-Grundwasserhorizont), war einst Grundlage für vielfältige indianische Kulturen und ernährt eine Vielzahl von Kleinbauern. Dieser Reichtum ist gefährdet, wenn wir die Zerstörung der verbleibenden Waldflächen nicht aufhalten.
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Bereits zum dritten Mal wurde im Sommer 2013 das Waldrodungsmoratorium in Paraguay bis Ende 2018 durch den paraguayischen Kongress verlängert. Das Moratorium wäre Ende 2013 ausgelaufen. Durch nachdrückliches Vorgehen des WWF wurde es nun auf weitere fünf Jahre ausgedehnt.
Die Daten aus einem Jaguar-Monitoring Projekt in Argentinien sind ermutigend. Während der Bestand der Grosskatze zuletzt stark abgenommen hatte, scheint sich die Population im Land nun stabilisiert zu haben. 15‘000 Personen haben sich für eine Petition zum Schutz des Jaguars und seiner Lebensräume eingesetzt. Dies zeigt, dass Artenschutz-Themen lokal an Unterstützung gewinnen.
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Aufforsten und Vernetzen der WälderBis 2015 sollen im Atlantikwald mindestens sieben Aufforstungsprojekte auf einer Fläche von 500 ha die Vernetzung von fragmentierten Waldflächen sicherstellen.
Wirkungsvolles Management der SchutzgebieteBis 2015 soll das Schutzgebietssystem São Paolos effektiver gemanagt werden als im Vergleichsjahr 2010. Ausserdem soll die Anzahl der privaten Schutzgebiete erhöht werden und so eine Fläche von mindestens 4‘000 ha ausmachen.
Neue Anreize für nachhaltige WaldwirtschaftBis 2015 sollen mindestens 5% der Abholzungsunternehmen nachhaltige Methoden einführen. Datenbanken sollen dabei helfen die illegale Abholzung zu bekämpfen.
Verschärfung der Strafverfolgung für WildereiBis 2015 sollen mindestens 50’000 Personen und 20 Institutionen die Jaguar-Kampagne in Argentinien unterstützen. Ausserdem soll die Anzahl der Ranger-Patrouillen um 30% erhöht werden.
Anreizsystem zur Aufwertung der WälderBis 2015 halten sich mindestens 60 Waldbesitzer an die Waldschutzgesetze und empfangen finanzielle Anreize für aktive Umweltschutz-Massnahmen.
Ökologisierung der LandwirtschaftBis 2015 sollen 50 Familien mit kleinem Landbesitz in mindestens fünf wichtigen Wassereinzugsgebieten Better Management Practices (BMP) anwenden. Ausserdem sollen mindestens 10% des in der Region produzierten Soja den Kriterien des Round table on responsible soy (RTRS) entsprechen.
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Aufforsten und Vernetzen der Wälder
Der WWF ist auf einem guten Weg, die gesetzten Aufforstungsziele zu erreichen, um Wälder zu vernetzen. In Argentinien wurde so beispielsweise eine zusammenhängende Waldfläche von 360'000 ha wiederhergestellt.
Wirkungsvolles Management der Schutzgebiete
Sowohl in Brasilien als auch in Argentinien laufen bislang nur die Vorbereitungen für ein Gutachten über das Management der Schutzgebiete.
Die angestrebte Fläche von privaten Schutzgebieten wurde in Argentinien nicht erreicht und auch in Brasilien zeigen die Bemühungen noch keine fassbaren Ergebnisse. Bislang wurden nur Voraussetzungen geschaffen.
Neue Anreize für nachhaltige Waldwirtschaft
In Paraguay wurde bislang erst eine Machbarkeitsstudie für die Zertifizierung von Abholzungsfirmen erstellt. Datenbanken für den Kampf gegen illegale Abholzung wurden bislang nicht eingerichtet, allerdings wurde ein Gesetz verabschiedet, dass von den Behörden die Einrichtung eines Registers für illegale Abholzungstaten fordert.
Verschärfung der Strafverfolgung für Wilderei
Bis April 2012 haben 14’393 Personen und 38 Organisationen die Jaguar-Kampagne unterstützt. Verglichen mit 2011 ist dies ein positiver Trend.
Der WWF hat bisher mit Behörden verhandelt, es aber noch nicht geschafft, eine tatsächliche Verstärkung der Ranger-Patrouillen zu erreichen.
Ausgleichszahlungen zur Aufwertung der Wälder
Es gibt kleine aber vielversprechende Fortschritte dabei, die Waldbesitzer für Umweltschutzmassnahmen zu entlohnen. Allerdings ist es noch zu früh, um festzustellen, ob mit der angewandten Methode je 20 Waldbesitzer in den drei Ländern Argentinien, Paraguay und Brasilien erreicht werden können.
Ökologisierung der Landwirtschaft
Der grösste Erfolg wurde in Brasilien erreicht, wo 4.7% der gesamten Zuckerrohr-Anbaufläche mit dem Bonscuro Zertifikat ausgezeichnet wurde. In Argentinien und Paraguay wurden einige Kleinbauern in nachhaltigen Landwirtschaftspraktiken ausgebildet.
In Anbetracht des langfristigen Ziels, 10% der Sojaproduktion nach den Kriterien des „Roundtable on Resposible Soy“ (RTRS) zu zertifizieren, gibt es noch zu wenige Fortschritte in diesem Bereich.
In Paraguay zeigt sich das Ausmass der Zerstörung besonders deutlich: seit Beginn der 1970er Jahre sind hier in einigen Regionen bis zu 90 Prozent des Waldes zerstört worden. Der Wald wird abgeholzt und abgebrannt, um Platz für Sojafelder, Industriebetriebe, neue Siedlungen und Strassen zu machen. Auf Drängen des WWF hat die Regierung Paraguays daher Ende 2004 ein Abholzungsmoratorium erlassen und dieses inzwischen bereits zum dritten Mal bis Ende 2018 verlängert.
In der Provinz Misiones im Nordosten Argentiniens ist der ursprüngliche Atlantikwald heute zwar noch zur Hälfte erhalten. Die steigende Nachfrage nach Holz für die Papierherstellung und die Rinderzucht bedroht jedoch auch hier den Lebensraum des Jaguars. Der argentinische Partner des WWF, die Stiftung Vida Silvestre, setzt sich daher in diesem Gebiet intensiv für den Erhalt der noch vorhandenen Waldflächen und deren Vernetzung, für nachhaltige Wirtschaftsweisen und den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt ein – und dies mit Erfolg.