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Der frühere ägyptische Präsident Husni Mubarak und seine Familie haben nach Angaben der Finanzaufsicht des Landes ein riesiges Vermögen angehäuft, wie es unter normalen Umständen kaum möglich wäre.
Mubarak, seine Frau und seine beiden Söhne besitzen demnach mehrere Immobilien in Ägypten, darunter Luxusappartements, Paläste, Ackerland und Grundstücke, wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur Mena weiter berichtete.
Ausserdem habe die Familie einige Bankkonten in heimischen und ausländischen Währungen. Alaa, der ältere Sohn, ist dem Bericht zufolge der reichste der Mubaraks, gefolgt von seinem Bruder Gamal. Am wenigsten Geld in der Familie hat der Expräsident selbst, hiess es. Genaue Zahlen wurden nicht genannt.
Der Ex-Präsident und seine beiden Söhne sind seit vergangener Woche in U-Haft. Mubarak, der offenbar während eines Verhörs einen Herzinfarkt erlitt, ist in einem Militärspital inhaftiert.
Schweizer Konto
Nach einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos hat inzwischen der ehemalige Informationsminister Anas Al-Fiqi gegenüber Ermittlern den Besitz eines geheimen Kontos in der Schweiz eingestanden. Auf dem Schweizer Konto habe er zwei Millionen ägyptische Pfund (rund 298'000 Franken) deponiert, soll Al-Fiqi am Montagmorgen gestanden haben.
Adnkronos berief sich dabei auf einen Bericht der ägyptischen Internetseite Al-Masri Al-Youm. Gegen den ehemaligen Informationsminister Al-Fiqi wird wegen Korruption, Geldwäscherei und der Veruntreuung öffentlicher Gelder ermittelt. Er sitzt im gleichen Gefängnis in Untersuchungshaft wie die beiden Mubarak-Söhne.
Seit dem Sturz Mubaraks am 11. Februar ermittelt die ägyptische Justiz gegen zahlreiche hohe Funktionäre des Staats und der am Sonntag verbotenen Staatspartei NDP.
Die Schweiz hat seit dem Ende des Regimes Dutzende Millionen Franken blockiert, die der ehemaligen ägyptischen Führung zugerechnet werden.
SDA-ATS