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Radiofrequenztherapie
Die Radiofrequenztherapie ist ein technisches Verfahren zur gezielten Beeinflussung der Schmerzleitung. Zwei Verfahren werden angewandt:
- Nicht destruktiv, indem der Nerv oder die Nervenwurzel lediglich mit elektrischem Strom behandelt wird, was zu einer Desensibilisierung führt (ähnlich wie bei der elektrischen Defibrillierung am Herzen)
- Destruktiv, indem die Nadelspitze kontrolliert erhitzt wird. Dadurch kann die Schmerzleitung in Nervenfasern teilweise oder ganz unterbrochen werden.
Vorgehen
Eine spezielle Nadel wird unter lokaler Betäubung an den zu behandelnden Nerv platziert. Über die eingeführte Thermosonde kann mit elektrischem Strom stimuliert oder die Nadelspitze erhitzt werden.
Die Sicherheit dieser Technik ist gewährleistet durch:
- röntgengesteuerte Platzierung der Nadel
- exakte Nadelpositionierung dank Kontrolle mittels Elektrostimulation
- Kontrolle von Dauer und Temperatur (42° bis 90°)
Bei korrekter Handhabung sind Beschädigungen benachbarter Strukturen ausgeschlossen.
Der Stellenwert der Radiofrequenztechnik ist bei Schmerztherapeuten international anerkannt. Dank vielfältiger Einsatzmöglichkeiten ist sie eine wertvolle, komplikationsarme Methode und ein äusserst wirksames Instrument im Kampf gegen chronische Schmerzen.
Klassisches Beispiel für die Anwendung der Radiofrequenztherapie ist die Thermokoagulation des Ganglion Gasseri bei idiopathischer Trigeminusneuralgie.