Document ID: /entscheidsuche_html/filtered/documents_0421.jsonl.gz/46

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2012.00940 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin Leicht Urteil vom 31. März 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger Advokaturbureau Bertschinger Isler Wiesendanger Oberfeldstrasse 158, Postfach 5, 8408 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1966 in Y.___ geborene X.___ reiste am 23. Juli 1999 in die Schweiz ein. Mit Entscheid des Bundesamtes für Migration vom 9. August 2010, welcher im Zeitpunkt des Aktenbeizugs noch nicht rechtskräfig war, wurde sein Asylgesuch trotz Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft abgewie sen, er wurde jed och vorläufig aufgenommen (Urk. 11/53 ). In der Schweiz ging X.___ bisher keiner Erwerbstätigkeit nach. Am 29. Juli 2009 mel dete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/2). Die IV-Stelle liess in der Folge Auszüge aus dem Individuellen Konto erstellen und holte medizinische Berichte ein. Am 10. Februar 2010 ordnete sie eine medizinische Abklärung an (Urk. 11/ 23). Am 15. März 2010 teilte sie dem Beschwerdeführer mit, dass keine beruflichen Ein gliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 11/24). Am 28. Mai 2010 erstattete die Z.___ ein polydiszip linäres Guta chten (Urk. 11/28). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Juli 2012 einen Leistungsan spruch (Urk. 11/57 = Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ mit Eingabe vom 13. September 2012 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10), was dem Beschwerdeführer am 1. November 2012 mitge teilt wurde (Urk. 12). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge hen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 24 Ziff. 1 lit. b /ii des Abkommens über die Rechtsstellung der Flücht linge (Flüchtlingskonvention, FK; SR 0.142.30 ) gewähren die vertrag s schliessenden Staaten den rechtmässig auf ihrem Gebiet sich aufhaltenden Flüchtlingen die gleiche Behandlung wie Einheimischen mit Bezug auf die sozi ale Sicherheit (gesetzliche Bestimmungen über Arbeitsunfälle, Berufskrankhei ten, Mutterschaft, Krankheit, Invalidität, Alter und Todesfall, Arbeitslosigkeit, Familienlasten sowie über alle andern Risiken, die nach der Landesgesetzgebung durch eine umfassende Sozialversicherung gedeckt sind ), vorbehältlich der besonderen durch die Landesgesetzgebung des Aufenthaltslandes vorgeschrie bene n Bestimmungen, die Leistungen oder Teilleistungen ausschliesslich aus öffentlichen Mitteln vorsehen, sowie Zuwendungen an Personen, die die Bedin gungen für Auszahlung einer normalen Rente nicht erfüllen. Auf diese self-ex e cuting – das heisst innerstaatlich unmittelbar anwendbare Bestimmung – kön nen sic h Leistungsansprecherinnen und - ansprecher ab dem Datum der Aner kennung als Flüchtling, aber nicht rückwirkend, berufen (BGE 136 V 33 mit weiteren Hinweisen). Art. 1 des Bundesbeschlusses über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und Staa tenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung ( FlüB ; SR 831.131.11 ) sieht vor, dass Flüchtlinge und Staatenlose mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz unter den gleichen Voraussetzungen wie Schweizer Bürger Anspruch auf eine ordentliche Rente der Alters- und Hinterlassenen- sowie der Invalidenversicherung haben. 1.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 IVG, Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 des Bundesgesetzes über den Allgemei nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufge halten haben. 1.3 Gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung) haben Versicherte, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Bei träge geleistet haben, Anspruch auf eine ordentliche Rente. In der bis 3 1. Dezember 2007 geltenden Fassung wurde für den Anspruch auf eine ordentliche Rente der Invalidenversicherung eine Beitragszeit von mindes tens einem Jahr vorausgesetzt. 1.4 Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Im Falle einer Rente entsteht der Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG, wenn die versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähig keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliede rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann ( lit. a), sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist ( lit. b) und sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindes tens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) ist ( lit. c). 2. Der Beschwerdeführer wurde mit Entscheid des Bundesamtes für Migration vom 9. August 2010 als Flüchtling anerkannt (Urk. 11/53 S. 44 und Urk. 11/33). Dass sein Asylantrag abgewiesen und er nur vorläufig in der Schweiz aufgenommen wurde, ist für den Flüchtlingsstatus nicht relevant (vgl. Urteil des Bundesge richts 9C_963/2011 vom 6. Dezember 2012). Der Beschwerdeführer ist somit ab diesem Zeitpunkt dem FlüB unterstellt (vgl. E. 1.1). Für den Zeitraum vor de m 9. August 2010 ist der FlüB nicht anwendbar, weshalb der Beschwerdeführer für Leistungen der Invalidenversicherung die Voraussetzungen gemäss Art. 6 Abs. 2 IVG zu erfüllen hatte ( vgl. E. 1.2). 3. 3.1 Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle, gemäss der medizinischen Aktenlage gründe die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer andau ernden Persönlichkeitsstörung nach posttraumatischer Belastungsstörung. D ie Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung bestehe wahrscheinlich seit Ende der 1980iger Jahre. Bei dieser Sachlage sei der Versicherungsfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem Zeitpunkt einge treten, in dem weder die Voraussetzung der Be i tragszeit noch diejenige des Wohnsitzes in der Schweiz erfüllt gewesen sei (Urk. 2). 3.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesentlichen geltend, Die trau matisierenden Erlebnisse vor seiner Einwanderung in die Schweiz hätten seine Arbeitsunfähigkeit nicht ausgelöst. Diese sei erst durch die drohende Abschiebung aus der Schweiz nach A.___ bzw. Y.___ im Jahr 2009 aus gelöst worden. Der Zeitpunkt des Eintritt s der Arbeitsunfähigkeit werde auch im Gutachten auf Oktober 2009 festgelegt. Er sei seinen Beitragspflichten während mehr als drei Jahren nachgekommen und sei nach wie vor zu 100 % arbeitsun fähig. Die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente seien somit erfüllt (Urk. 1). 3.3 Da der Beschwerdeführer erst nach der Anmeldung bei der IV-Stelle rückwir kend ab Januar 2005 Versicherungsbeiträge bezahlt hat (Auszug aus dem indi viduellen Konto vom 31. August 2012, Urk. 11/60 sowie Korrespondenz mit der Sozialberatung Winterthur, Urk. 11/6, 11/8, 11/11), ist zu prüfen, ob die für die Entstehung des Rentenanspruchs erforderliche Beitragszeit vor Eintritt des Ver sicherungsfalls erfüllt war. Diese Anspruchsvoraussetzung für eine ordentliche Invalidenrente ist vorliegend nur dann gegeben, wenn der Versicherungsfall nicht vor Dezember 2005 eingetreten ist. Lässt sich die anspruchsbegründende Tatsache nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen, hat der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (vgl. Art. 8 ZGB). 4. 4.1 Aus den Akten geh t hervor, dass sich der Beschwerdeführer im Sommer 2001 zu Dr. med. B.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Behandlung begab. Dr. B.___ führte in seinem Bericht vom 30. November 2003 aus, der Beschwerdeführer habe damals unter Depressionen gelitten, die im Zusam menhang mit den Umständen, die er in seinem Heimatland erlebt habe, gestan den hätten. Am 30. November 2003 habe er den Beschwerdeführer im Zusam menhang mit dem negativen Asylentscheid und der drohenden Deportation wieder gesehen. Diagnostisch habe es sich um eine reaktive Depression gehan delt (Urk. 11/49). 4.2 Im Bericht der C.___ vom 16. Februar 2004 wur de n die Diagnose n einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion (ICD-10 F.43.22), Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und die Differentialdiagnose einer paranoiden Schizophrenie (ICD-10 F20.0) gestellt. Es entstehe der Gesamteindruck, dass der Beschwerde führer unter starken psychischen Störungen leide, welche mit biographischen Erlebnissen, aber auch mit der aktuell belastenden Situation zu tun hätten (Urk. 11/1 S. 7 f. ). Im B ericht derselben Klinik vom 17. November 2004 wurden die Diagnosen einer Anp a ssungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion (ICD-10 F43.22) in Abhängigkeit von der aktuellen psychosozialen Belastungs situation und Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1 ) vor allem mit intensiven nächtlichen Albträumen festgehalten. Der Verdacht auf das Vorliegen einer Schizophrenie sei nicht mehr gegeben (Urk. 11/1 S. 5 f.). Vom 3. März 2005 bis zum 15. April 2005 war der Beschwerdeführer in der C.___ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 18. April 2005 wurde eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1) diagnostiziert ( Urk. 11/1 S. 3). 4.3 Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, hielt in ihrem Bericht vom 8. Mai 2006 fest, der Beschwerdeführer sei Anfang 2003 notfall mässig in ihre Praxis gekommen, weil die Ausweisung nach Y.___ unmittel bar bevorgestanden habe. Im April 2005 sei es zu einer Exazerbation gekom men, weil der Beschwerdeführer wegen Entzugs des Fahrausweises ge dacht hab e, dass er ausgewiesen werde. Sie habe ihn deshalb in die C.___ eingewiesen (Urk. 11/1 S. 1). 4.4 Am 15. Oktober 2009 wurde der Beschwerdeführer per Fürsorgerischer Freiheits entziehung ( FFE ) in die C.___ eingewiesen. Im Austrittsbericht vom 2. November 2009 wurden folgende Diagnosen gestellt: - Akute Belastungssituation mit latenter Suizidalität, aufgrund der mutisti schen Reaktion keine Absprache möglich (ICD-10 F43.0) - Anpassungsstörung mit Angst (Arztphobie) und depressiver Reaktion (ICD-10 F.43.22) - Chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - Status nach Lungendurchschuss, Infektion und Teilresektion der linken Lunge Der Beschwerdeführer sei stark eingeengt gewesen auf die Erlebnisse in Y.___ und A.___ und in Sorge über eine allfällige Ausschaffung aus der Schweiz. Er sei durch das Asylverfahren stark belastet und verunsichert (Urk. 11/51). 4.5 Im Bericht der C.___ vom 15. Januar 2010 wurde eine chronifizierte posttraumati sche Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), bestehend seit mehreren Jahren, und eine akute Belastungssituation mit latenter Suizidalität (ICD-10 F.43.0), bestehend seit Anfang Oktober 2009, diagnostiziert. Der Beschwerde führer habe während seines Aufenthaltes in der Schweiz nie gearbeitet, da die für Asylbewerber zugängliche Arbeit zu viel körperliche Anstrengung verlange (Urk. 11/22). 4.6 Das in der Folge eingeholte psychiatrische Gutachten der Z.___ vom 28. Mai 2010 stützt sich auf die Akten, die Angaben des Beschwerdeführers und die Untersuchung vom 17. Mai 201 0. A ls Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach post traumatischer Belastungsstörung (F. 62.0) festgehalten (Urk. 11/28 S. 13). Der Beschwerdeführer sei nach der Aktenlage Opfer multipler Traumatisierungen. Aus der posttraumatischen Belastungsstörung, deren Symptome mit Albträumen und Ängsten offenbar schon vor der Einreise in die Schweiz bestanden hätten, und die zu erstmals 2001 dokumentierten starken Angstzuständen geführt habe, habe sich mittlerweile das Bild einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung ent wickelt. Darunter komme es zu einer erheblichen Beeinträchtigung der psychi schen Grundbelastbarkeit, zu sozialem Rückzug und Interaktionsschwierigkeiten sowie zu andauernden Gefühlen von Leere und Hoffnungslosigkeit. Aktuell seien die psychischen Beeinträchtigungen so ausgeprägt, dass der Beschwerde führer nicht in der Lage sei, Arbeiten von wirtschaftlichem Wert zu verrichten. Die Interaktionsfähigkeit und die psychische Grundbelastbarkeit seien zu gering. Aus psychiatrischer Sicht besteh e eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. Der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit lasse sich auf Oktober 2009, den Zeitpunkt der Notwendig keit einer stationären Krisenintervention, festlegen. Weiter zurückliegende Zeiträume seien aus psychiatrischer Sicht retrospektiv nicht zuverlässig zu beurteilen (Urk. 11/28 S. 1 2 ff. ). Im internistischen Teilgutachten vom 6. April 2010 wurde ausgeführt, die einge hende internistische Untersuchung habe keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit ergeben. Der Status nach Schussverletzung der linken Lunge mit Operation im Jahr 1993 sei abgeheilt. Aus internistischen Gründen bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/28 S. 12 f.). Im orthopädischen Teilgutachten vom 4. Mai 2010 wurde festgehalten, dass nach eingehender orthopädischer Untersuchung keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könnten. Weder aus dem Status nach Lungendurchschuss noch aus der HWS-Distorsion resultierten funktionell rele vante Folgen. Aus orthopädischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (Urk. 11/28 S. 13). 4.7 Am 13. Juli 2010 nahm der RAD zur Frage des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit Stellung und führte aus, gestützt auf das Gutachten hätten die Traumatisierun gen, die zum Gesundheitsschaden geführt hätten, vor der Einreise in die Schw eiz stattgefunden. Die Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung seien anamnestisch schon vor der Einreise in die Schweiz vorhanden gewesen und seien erstmals 2001 dokumentiert. Der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt habe, nämlich die posttraumatische Belastungsstö rung, die dann in eine Persönlichkeitsänderung übergegangen sei, sei mit über wiegender Wahrscheinlichkeit vor der Einreise in die Schweiz vorhanden gewesen. Es sei jedoch schwierig, die Arbeitsfähigkeit bei Einreise in die Schweiz festzulegen. Im Gutachten werde festgehalten, dass die 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Oktober 2009 bestehe und dass für weiter zurücklie gende Zeiträume keine zuverlässige Beurteilung möglich sei. Die vorhandenen Arztberichte seien nicht konklusiv. Erst ab 2001 seien im Rahmen der posttrau matischen Belastungsstörung starke Angstzustände und eine Arztphobie doku mentiert, die wahrscheinlich die Arbeitsfähigkeit einschränkten. Zusammenfas send könne fest gehalten werden, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Gesundheitsschaden bei der Einreise in die Schweiz im Juli 1999 schon vor handen gewesen sei, dieser habe aber erst im Jahr 2001 zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt (Urk. 11/36 S. 3 f. ). 5. 5.1 Aus dem Gutachten der MEDAS geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2009 zu 100 % arbeitsunfähig sei und seine Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum vor Oktober 2009 aus psychiatrischer Sicht retrospektiv nicht zuver lässig beurteilt werden könne (Urk. 11/28 S. 12). Umstritten ist, ob bereits vor Oktober 2009 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 40 % bestand. Der Beschwerdeführer begab sich nach seiner Einreise in die Schweiz nur sporadisch in ärztliche Behandlung. Den vorhandenen Arztberichten ist zu entnehmen, dass er insbesondere dann, wenn eine Wegweisung drohte, einen Arzt aufsuchte. Im Bericht der C.___ vom 16. Februar 2004 wurde die Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belas tungsstörung (ICD-10 F.43.22) gestellt (Urk. 11/ 1 S. 7 ). Im Bericht derselben Klinik vom 18. April 2005 wurde schliesslich eine chronifizierte posttraumati sche Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1) diagnostiziert (Urk. 11/1 S. 3 ). Der Gut achter geht davon aus, dass die posttraumatische Belastungsstörung bereits vor der Einreise in die Schweiz bestanden und 2001 erstmals zu dokumentierten Angstzuständen geführt habe (Urk. 11/28 S. 14). Echtzeitliche Arztberichte, wel che sich zur Frage der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äussern würden, liegen allerdings nicht vor. Dies liegt wohl daran, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz nie einer Erwerbstätigkeit nachging. Daraus, dass die Arbeitsfähig keit aus medizinischer Sicht nie beurteilt wurde, kann aber nicht geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer uneingeschränkt arbeitsfähig war. Dass er bis Oktober 2009 voll arbeitsfähig hätte sein sollen, ist angesichts der gravie renden Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung und der ab Oktober 2009 attestierten 100 % igen Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar. Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die drohende Abschiebung im Jahr 2009 der Auslöser für die plötzliche Arbeitsunfähigkeit gewesen sei (Urk. 1 S. 6), ist schon deshalb nicht schlüssig, weil bereits im Jahr 2003 eine Weg weisung gedroht hatte. Im Übrigen ist angesichts des Krankheitsverlaufs nicht einleuchtend, dass im Jahr 2009 plötzlich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ein getreten sein soll. Gestützt auf die seit 2004 erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen scheint d er Gesundheitszustand des Beschwerdeführer s weitgehend unverändert zu sein. Anhaltspunkte für eine vorübergehende erhebliche, min destens ein Jahr dauernde Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind nicht ersichtlich. 5.2 Nach dem Gesagten gelingt der Nachweis, dass der Beschwerdeführer vor Okto ber 2009 uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen wäre, nicht. Er hat deshalb die Folgen der Beweislosigkeit seines Standpunktes zu tragen. Es ist vielmehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde führer bereits vor Ende 2004 in rentenbegründendem Mass arbeitsunfähig gewesen war. Weitere diesbezügliche Abklärungen erübrigen sich daher. 5.3 Somit ist der Invaliditätsfall vo r Dezember 2005 eingetreten und der Beschwerde führer hat die einjährige Beitragsz eit gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) nicht erfüllt. Er hat daher keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. 6.1 Der Beschwerdeführer stellte ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Vorliegend sind die Voraussetzungen gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) erfüllt, weshalb dem Gesuch des Beschwerdeführers zu entsprechen ist. Gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer ist der Beschwerdeführer zur Nachzahlung verpflichtet, s obald er da zu in der Lage ist. 6.2 Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 8 00.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Ge währung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 6.3 Dem Beschwerdeführer ist in der Person von Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger ein unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren zu bestellen, wel cher aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. Der Rechtsvertreter machte mit Honorarnote vom 28. März 2014 einen Gesamt aufwand von 14,92 Stunden und Barauslagen von Fr. 74.60 geltend (Urk. 13). Da Positionen, welche vor Erlass der angefochtenen Verfügung datieren, nicht im Zusammenhang mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren stehen, ist dem unentgeltlichen Rechtsvertreter bloss der nach Erlass der angefochtenen Verfü gung entstandene Aufwand von insgesamt 5,26 Stunden zu entschädigen. Eine weitere Stunde Aufwand kann zudem anerkannt werden, wenn berücksichtigt wird, dass der Rechtsvertreter das Urteil mit dem Beschwerdeführer noch zu besprechen hat. In Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 200.-- (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) ist dem unentgeltlichen Rechtsver treter daher eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 1‘432.75 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 1 3. September 2012 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Recht spflege gewährt, und es wird ihm Rechtsanwalt Ivo Wiesendan ger als unentgeltliche r Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt, und erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Ivo Wiesendan ger, wird mit Fr. 1‘432.75 (inkl. Barauslagen und MwSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstLeicht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2012.00940 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin Leicht Urteil vom 31. März 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger Advokaturbureau Bertschinger Isler Wiesendanger Oberfeldstrasse 158, Postfach 5, 8408 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1966 in Y.___ geborene X.___ reiste am 23. Juli 1999 in die Schweiz ein. Mit Entscheid des Bundesamtes für Migration vom 9. August 2010, welcher im Zeitpunkt des Aktenbeizugs noch nicht rechtskräfig war, wurde sein Asylgesuch trotz Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft abgewie sen, er wurde jed och vorläufig aufgenommen (Urk. 11/53 ). In der Schweiz ging X.___ bisher keiner Erwerbstätigkeit nach. Am 29. Juli 2009 mel dete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/2). Die IV-Stelle liess in der Folge Auszüge aus dem Individuellen Konto erstellen und holte medizinische Berichte ein. Am 10. Februar 2010 ordnete sie eine medizinische Abklärung an (Urk. 11/ 23). Am 15. März 2010 teilte sie dem Beschwerdeführer mit, dass keine beruflichen Ein gliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 11/24). Am 28. Mai 2010 erstattete die Z.___ ein polydiszip linäres Guta chten (Urk. 11/28). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Juli 2012 einen Leistungsan spruch (Urk. 11/57 = Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ mit Eingabe vom 13. September 2012 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10), was dem Beschwerdeführer am 1. November 2012 mitge teilt wurde (Urk. 12). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge hen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 24 Ziff. 1 lit. b /ii des Abkommens über die Rechtsstellung der Flücht linge (Flüchtlingskonvention, FK; SR 0.142.30 ) gewähren die vertrag s schliessenden Staaten den rechtmässig auf ihrem Gebiet sich aufhaltenden Flüchtlingen die gleiche Behandlung wie Einheimischen mit Bezug auf die sozi ale Sicherheit (gesetzliche Bestimmungen über Arbeitsunfälle, Berufskrankhei ten, Mutterschaft, Krankheit, Invalidität, Alter und Todesfall, Arbeitslosigkeit, Familienlasten sowie über alle andern Risiken, die nach der Landesgesetzgebung durch eine umfassende Sozialversicherung gedeckt sind ), vorbehältlich der besonderen durch die Landesgesetzgebung des Aufenthaltslandes vorgeschrie bene n Bestimmungen, die Leistungen oder Teilleistungen ausschliesslich aus öffentlichen Mitteln vorsehen, sowie Zuwendungen an Personen, die die Bedin gungen für Auszahlung einer normalen Rente nicht erfüllen. Auf diese self-ex e cuting – das heisst innerstaatlich unmittelbar anwendbare Bestimmung – kön nen sic h Leistungsansprecherinnen und - ansprecher ab dem Datum der Aner kennung als Flüchtling, aber nicht rückwirkend, berufen (BGE 136 V 33 mit weiteren Hinweisen). Art. 1 des Bundesbeschlusses über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und Staa tenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung ( FlüB ; SR 831.131.11 ) sieht vor, dass Flüchtlinge und Staatenlose mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz unter den gleichen Voraussetzungen wie Schweizer Bürger Anspruch auf eine ordentliche Rente der Alters- und Hinterlassenen- sowie der Invalidenversicherung haben. 1.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 IVG, Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 des Bundesgesetzes über den Allgemei nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufge halten haben. 1.3 Gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung) haben Versicherte, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Bei träge geleistet haben, Anspruch auf eine ordentliche Rente. In der bis 3 1. Dezember 2007 geltenden Fassung wurde für den Anspruch auf eine ordentliche Rente der Invalidenversicherung eine Beitragszeit von mindes tens einem Jahr vorausgesetzt. 1.4 Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Im Falle einer Rente entsteht der Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG, wenn die versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähig keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliede rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann ( lit. a), sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist ( lit. b) und sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindes tens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) ist ( lit. c). 2. Der Beschwerdeführer wurde mit Entscheid des Bundesamtes für Migration vom 9. August 2010 als Flüchtling anerkannt (Urk. 11/53 S. 44 und Urk. 11/33). Dass sein Asylantrag abgewiesen und er nur vorläufig in der Schweiz aufgenommen wurde, ist für den Flüchtlingsstatus nicht relevant (vgl. Urteil des Bundesge richts 9C_963/2011 vom 6. Dezember 2012). Der Beschwerdeführer ist somit ab diesem Zeitpunkt dem FlüB unterstellt (vgl. E. 1.1). Für den Zeitraum vor de m 9. August 2010 ist der FlüB nicht anwendbar, weshalb der Beschwerdeführer für Leistungen der Invalidenversicherung die Voraussetzungen gemäss Art. 6 Abs. 2 IVG zu erfüllen hatte ( vgl. E. 1.2). 3. 3.1 Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle, gemäss der medizinischen Aktenlage gründe die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer andau ernden Persönlichkeitsstörung nach posttraumatischer Belastungsstörung. D ie Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung bestehe wahrscheinlich seit Ende der 1980iger Jahre. Bei dieser Sachlage sei der Versicherungsfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem Zeitpunkt einge treten, in dem weder die Voraussetzung der Be i tragszeit noch diejenige des Wohnsitzes in der Schweiz erfüllt gewesen sei (Urk. 2). 3.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesentlichen geltend, Die trau matisierenden Erlebnisse vor seiner Einwanderung in die Schweiz hätten seine Arbeitsunfähigkeit nicht ausgelöst. Diese sei erst durch die drohende Abschiebung aus der Schweiz nach A.___ bzw. Y.___ im Jahr 2009 aus gelöst worden. Der Zeitpunkt des Eintritt s der Arbeitsunfähigkeit werde auch im Gutachten auf Oktober 2009 festgelegt. Er sei seinen Beitragspflichten während mehr als drei Jahren nachgekommen und sei nach wie vor zu 100 % arbeitsun fähig. Die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente seien somit erfüllt (Urk. 1). 3.3 Da der Beschwerdeführer erst nach der Anmeldung bei der IV-Stelle rückwir kend ab Januar 2005 Versicherungsbeiträge bezahlt hat (Auszug aus dem indi viduellen Konto vom 31. August 2012, Urk. 11/60 sowie Korrespondenz mit der Sozialberatung Winterthur, Urk. 11/6, 11/8, 11/11), ist zu prüfen, ob die für die Entstehung des Rentenanspruchs erforderliche Beitragszeit vor Eintritt des Ver sicherungsfalls erfüllt war. Diese Anspruchsvoraussetzung für eine ordentliche Invalidenrente ist vorliegend nur dann gegeben, wenn der Versicherungsfall nicht vor Dezember 2005 eingetreten ist. Lässt sich die anspruchsbegründende Tatsache nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen, hat der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (vgl. Art. 8 ZGB). 4. 4.1 Aus den Akten geh t hervor, dass sich der Beschwerdeführer im Sommer 2001 zu Dr. med. B.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Behandlung begab. Dr. B.___ führte in seinem Bericht vom 30. November 2003 aus, der Beschwerdeführer habe damals unter Depressionen gelitten, die im Zusam menhang mit den Umständen, die er in seinem Heimatland erlebt habe, gestan den hätten. Am 30. November 2003 habe er den Beschwerdeführer im Zusam menhang mit dem negativen Asylentscheid und der drohenden Deportation wieder gesehen. Diagnostisch habe es sich um eine reaktive Depression gehan delt (Urk. 11/49). 4.2 Im Bericht der C.___ vom 16. Februar 2004 wur de n die Diagnose n einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion (ICD-10 F.43.22), Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und die Differentialdiagnose einer paranoiden Schizophrenie (ICD-10 F20.0) gestellt. Es entstehe der Gesamteindruck, dass der Beschwerde führer unter starken psychischen Störungen leide, welche mit biographischen Erlebnissen, aber auch mit der aktuell belastenden Situation zu tun hätten (Urk. 11/1 S. 7 f. ). Im B ericht derselben Klinik vom 17. November 2004 wurden die Diagnosen einer Anp a ssungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion (ICD-10 F43.22) in Abhängigkeit von der aktuellen psychosozialen Belastungs situation und Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1 ) vor allem mit intensiven nächtlichen Albträumen festgehalten. Der Verdacht auf das Vorliegen einer Schizophrenie sei nicht mehr gegeben (Urk. 11/1 S. 5 f.). Vom 3. März 2005 bis zum 15. April 2005 war der Beschwerdeführer in der C.___ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 18. April 2005 wurde eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1) diagnostiziert ( Urk. 11/1 S. 3). 4.3 Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, hielt in ihrem Bericht vom 8. Mai 2006 fest, der Beschwerdeführer sei Anfang 2003 notfall mässig in ihre Praxis gekommen, weil die Ausweisung nach Y.___ unmittel bar bevorgestanden habe. Im April 2005 sei es zu einer Exazerbation gekom men, weil der Beschwerdeführer wegen Entzugs des Fahrausweises ge dacht hab e, dass er ausgewiesen werde. Sie habe ihn deshalb in die C.___ eingewiesen (Urk. 11/1 S. 1). 4.4 Am 15. Oktober 2009 wurde der Beschwerdeführer per Fürsorgerischer Freiheits entziehung ( FFE ) in die C.___ eingewiesen. Im Austrittsbericht vom 2. November 2009 wurden folgende Diagnosen gestellt: - Akute Belastungssituation mit latenter Suizidalität, aufgrund der mutisti schen Reaktion keine Absprache möglich (ICD-10 F43.0) - Anpassungsstörung mit Angst (Arztphobie) und depressiver Reaktion (ICD-10 F.43.22) - Chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - Status nach Lungendurchschuss, Infektion und Teilresektion der linken Lunge Der Beschwerdeführer sei stark eingeengt gewesen auf die Erlebnisse in Y.___ und A.___ und in Sorge über eine allfällige Ausschaffung aus der Schweiz. Er sei durch das Asylverfahren stark belastet und verunsichert (Urk. 11/51). 4.5 Im Bericht der C.___ vom 15. Januar 2010 wurde eine chronifizierte posttraumati sche Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), bestehend seit mehreren Jahren, und eine akute Belastungssituation mit latenter Suizidalität (ICD-10 F.43.0), bestehend seit Anfang Oktober 2009, diagnostiziert. Der Beschwerde führer habe während seines Aufenthaltes in der Schweiz nie gearbeitet, da die für Asylbewerber zugängliche Arbeit zu viel körperliche Anstrengung verlange (Urk. 11/22). 4.6 Das in der Folge eingeholte psychiatrische Gutachten der Z.___ vom 28. Mai 2010 stützt sich auf die Akten, die Angaben des Beschwerdeführers und die Untersuchung vom 17. Mai 201 0. A ls Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach post traumatischer Belastungsstörung (F. 62.0) festgehalten (Urk. 11/28 S. 13). Der Beschwerdeführer sei nach der Aktenlage Opfer multipler Traumatisierungen. Aus der posttraumatischen Belastungsstörung, deren Symptome mit Albträumen und Ängsten offenbar schon vor der Einreise in die Schweiz bestanden hätten, und die zu erstmals 2001 dokumentierten starken Angstzuständen geführt habe, habe sich mittlerweile das Bild einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung ent wickelt. Darunter komme es zu einer erheblichen Beeinträchtigung der psychi schen Grundbelastbarkeit, zu sozialem Rückzug und Interaktionsschwierigkeiten sowie zu andauernden Gefühlen von Leere und Hoffnungslosigkeit. Aktuell seien die psychischen Beeinträchtigungen so ausgeprägt, dass der Beschwerde führer nicht in der Lage sei, Arbeiten von wirtschaftlichem Wert zu verrichten. Die Interaktionsfähigkeit und die psychische Grundbelastbarkeit seien zu gering. Aus psychiatrischer Sicht besteh e eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. Der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit lasse sich auf Oktober 2009, den Zeitpunkt der Notwendig keit einer stationären Krisenintervention, festlegen. Weiter zurückliegende Zeiträume seien aus psychiatrischer Sicht retrospektiv nicht zuverlässig zu beurteilen (Urk. 11/28 S. 1 2 ff. ). Im internistischen Teilgutachten vom 6. April 2010 wurde ausgeführt, die einge hende internistische Untersuchung habe keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit ergeben. Der Status nach Schussverletzung der linken Lunge mit Operation im Jahr 1993 sei abgeheilt. Aus internistischen Gründen bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/28 S. 12 f.). Im orthopädischen Teilgutachten vom 4. Mai 2010 wurde festgehalten, dass nach eingehender orthopädischer Untersuchung keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könnten. Weder aus dem Status nach Lungendurchschuss noch aus der HWS-Distorsion resultierten funktionell rele vante Folgen. Aus orthopädischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (Urk. 11/28 S. 13). 4.7 Am 13. Juli 2010 nahm der RAD zur Frage des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit Stellung und führte aus, gestützt auf das Gutachten hätten die Traumatisierun gen, die zum Gesundheitsschaden geführt hätten, vor der Einreise in die Schw eiz stattgefunden. Die Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung seien anamnestisch schon vor der Einreise in die Schweiz vorhanden gewesen und seien erstmals 2001 dokumentiert. Der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt habe, nämlich die posttraumatische Belastungsstö rung, die dann in eine Persönlichkeitsänderung übergegangen sei, sei mit über wiegender Wahrscheinlichkeit vor der Einreise in die Schweiz vorhanden gewesen. Es sei jedoch schwierig, die Arbeitsfähigkeit bei Einreise in die Schweiz festzulegen. Im Gutachten werde festgehalten, dass die 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Oktober 2009 bestehe und dass für weiter zurücklie gende Zeiträume keine zuverlässige Beurteilung möglich sei. Die vorhandenen Arztberichte seien nicht konklusiv. Erst ab 2001 seien im Rahmen der posttrau matischen Belastungsstörung starke Angstzustände und eine Arztphobie doku mentiert, die wahrscheinlich die Arbeitsfähigkeit einschränkten. Zusammenfas send könne fest gehalten werden, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Gesundheitsschaden bei der Einreise in die Schweiz im Juli 1999 schon vor handen gewesen sei, dieser habe aber erst im Jahr 2001 zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt (Urk. 11/36 S. 3 f. ). 5. 5.1 Aus dem Gutachten der MEDAS geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2009 zu 100 % arbeitsunfähig sei und seine Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum vor Oktober 2009 aus psychiatrischer Sicht retrospektiv nicht zuver lässig beurteilt werden könne (Urk. 11/28 S. 12). Umstritten ist, ob bereits vor Oktober 2009 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 40 % bestand. Der Beschwerdeführer begab sich nach seiner Einreise in die Schweiz nur sporadisch in ärztliche Behandlung. Den vorhandenen Arztberichten ist zu entnehmen, dass er insbesondere dann, wenn eine Wegweisung drohte, einen Arzt aufsuchte. Im Bericht der C.___ vom 16. Februar 2004 wurde die Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belas tungsstörung (ICD-10 F.43.22) gestellt (Urk. 11/ 1 S. 7 ). Im Bericht derselben Klinik vom 18. April 2005 wurde schliesslich eine chronifizierte posttraumati sche Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1) diagnostiziert (Urk. 11/1 S. 3 ). Der Gut achter geht davon aus, dass die posttraumatische Belastungsstörung bereits vor der Einreise in die Schweiz bestanden und 2001 erstmals zu dokumentierten Angstzuständen geführt habe (Urk. 11/28 S. 14). Echtzeitliche Arztberichte, wel che sich zur Frage der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äussern würden, liegen allerdings nicht vor. Dies liegt wohl daran, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz nie einer Erwerbstätigkeit nachging. Daraus, dass die Arbeitsfähig keit aus medizinischer Sicht nie beurteilt wurde, kann aber nicht geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer uneingeschränkt arbeitsfähig war. Dass er bis Oktober 2009 voll arbeitsfähig hätte sein sollen, ist angesichts der gravie renden Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung und der ab Oktober 2009 attestierten 100 % igen Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar. Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die drohende Abschiebung im Jahr 2009 der Auslöser für die plötzliche Arbeitsunfähigkeit gewesen sei (Urk. 1 S. 6), ist schon deshalb nicht schlüssig, weil bereits im Jahr 2003 eine Weg weisung gedroht hatte. Im Übrigen ist angesichts des Krankheitsverlaufs nicht einleuchtend, dass im Jahr 2009 plötzlich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ein getreten sein soll. Gestützt auf die seit 2004 erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen scheint d er Gesundheitszustand des Beschwerdeführer s weitgehend unverändert zu sein. Anhaltspunkte für eine vorübergehende erhebliche, min destens ein Jahr dauernde Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind nicht ersichtlich. 5.2 Nach dem Gesagten gelingt der Nachweis, dass der Beschwerdeführer vor Okto ber 2009 uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen wäre, nicht. Er hat deshalb die Folgen der Beweislosigkeit seines Standpunktes zu tragen. Es ist vielmehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde führer bereits vor Ende 2004 in rentenbegründendem Mass arbeitsunfähig gewesen war. Weitere diesbezügliche Abklärungen erübrigen sich daher. 5.3 Somit ist der Invaliditätsfall vo r Dezember 2005 eingetreten und der Beschwerde führer hat die einjährige Beitragsz eit gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) nicht erfüllt. Er hat daher keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. 6.1 Der Beschwerdeführer stellte ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Vorliegend sind die Voraussetzungen gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) erfüllt, weshalb dem Gesuch des Beschwerdeführers zu entsprechen ist. Gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer ist der Beschwerdeführer zur Nachzahlung verpflichtet, s obald er da zu in der Lage ist. 6.2 Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 8 00.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Ge währung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 6.3 Dem Beschwerdeführer ist in der Person von Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger ein unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren zu bestellen, wel cher aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. Der Rechtsvertreter machte mit Honorarnote vom 28. März 2014 einen Gesamt aufwand von 14,92 Stunden und Barauslagen von Fr. 74.60 geltend (Urk. 13). Da Positionen, welche vor Erlass der angefochtenen Verfügung datieren, nicht im Zusammenhang mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren stehen, ist dem unentgeltlichen Rechtsvertreter bloss der nach Erlass der angefochtenen Verfü gung entstandene Aufwand von insgesamt 5,26 Stunden zu entschädigen. Eine weitere Stunde Aufwand kann zudem anerkannt werden, wenn berücksichtigt wird, dass der Rechtsvertreter das Urteil mit dem Beschwerdeführer noch zu besprechen hat. In Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 200.-- (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) ist dem unentgeltlichen Rechtsver treter daher eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 1‘432.75 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 1 3. September 2012 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Recht spflege gewährt, und es wird ihm Rechtsanwalt Ivo Wiesendan ger als unentgeltliche r Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt, und erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Ivo Wiesendan ger, wird mit Fr. 1‘432.75 (inkl. Barauslagen und MwSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstLeicht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2012.00940 IV.2012.00940

IV.2012.00940 IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna

Sozialversicherungsrichter Vogel

Gerichtsschreiberin Leicht

Urteil vom 31. März 2014

Urteil vom 31. März 2014 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger

vertreten durch Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger Advokaturbureau Bertschinger Isler Wiesendanger

Advokaturbureau Bertschinger Isler Wiesendanger Oberfeldstrasse 158, Postfach 5, 8408 Winterthur

Oberfeldstrasse 158, Postfach 5, 8408 Winterthur gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1966 in Y.___ geborene X.___ reiste am 23. Juli 1999 in die Schweiz ein. Mit Entscheid des Bundesamtes für Migration vom 9. August 2010, welcher im Zeitpunkt des Aktenbeizugs noch nicht rechtskräfig war, wurde sein Asylgesuch trotz Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft abgewie sen, er wurde jed och vorläufig aufgenommen (Urk. 11/53 ). In der Schweiz ging X.___ bisher keiner Erwerbstätigkeit nach. Am 29. Juli 2009 mel dete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/2). Die IV-Stelle liess in der Folge Auszüge aus dem Individuellen Konto erstellen und holte medizinische Berichte ein. Am 10. Februar 2010 ordnete sie eine medizinische Abklärung an (Urk. 11/ 23). Am 15. März 2010 teilte sie dem Beschwerdeführer mit, dass keine beruflichen Ein gliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 11/24). Am 28. Mai 2010 erstattete die Z.___ ein polydiszip linäres Guta chten (Urk. 11/28). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Juli 2012 einen Leistungsan spruch (Urk. 11/57 = Urk. 2).

1. Der 1966 in Y.___ geborene X.___ reiste am 23. Juli 1999 in die Schweiz ein. Mit Entscheid des Bundesamtes für Migration vom 9. August 2010, welcher im Zeitpunkt des Aktenbeizugs noch nicht rechtskräfig war, wurde sein Asylgesuch trotz Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft abgewie sen, er wurde jed och vorläufig aufgenommen (Urk. 11/53 ). In der Schweiz ging X.___ bisher keiner Erwerbstätigkeit nach. Am 29. Juli 2009 mel dete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/2). Die IV-Stelle liess in der Folge Auszüge aus dem Individuellen Konto erstellen und holte medizinische Berichte ein. Am 10. Februar 2010 ordnete sie eine medizinische Abklärung an (Urk. 11/ 23). Am 15. März 2010 teilte sie dem Beschwerdeführer mit, dass keine beruflichen Ein gliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 11/24). Am 28. Mai 2010 erstattete die Z.___ ein polydiszip linäres Guta chten (Urk. 11/28). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Juli 2012 einen Leistungsan spruch (Urk. 11/57 = Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ mit Eingabe vom 13. September 2012 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10), was dem Beschwerdeführer am 1. November 2012 mitge teilt wurde (Urk. 12).

2. Dagegen erhob X.___ mit Eingabe vom 13. September 2012 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10), was dem Beschwerdeführer am 1. November 2012 mitge teilt wurde (Urk. 12). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge hen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge hen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 24 Ziff. 1 lit. b /ii des Abkommens über die Rechtsstellung der Flücht linge (Flüchtlingskonvention, FK; SR 0.142.30 ) gewähren die vertrag s schliessenden Staaten den rechtmässig auf ihrem Gebiet sich aufhaltenden Flüchtlingen die gleiche Behandlung wie Einheimischen mit Bezug auf die sozi ale Sicherheit (gesetzliche Bestimmungen über Arbeitsunfälle, Berufskrankhei ten, Mutterschaft, Krankheit, Invalidität, Alter und Todesfall, Arbeitslosigkeit, Familienlasten sowie über alle andern Risiken, die nach der Landesgesetzgebung durch eine umfassende Sozialversicherung gedeckt sind ), vorbehältlich der besonderen durch die Landesgesetzgebung des Aufenthaltslandes vorgeschrie bene n Bestimmungen, die Leistungen oder Teilleistungen ausschliesslich aus öffentlichen Mitteln vorsehen, sowie Zuwendungen an Personen, die die Bedin gungen für Auszahlung einer normalen Rente nicht erfüllen. Auf diese self-ex e cuting – das heisst innerstaatlich unmittelbar anwendbare Bestimmung – kön nen sic h Leistungsansprecherinnen und - ansprecher ab dem Datum der Aner kennung als Flüchtling, aber nicht rückwirkend, berufen (BGE 136 V 33 mit weiteren Hinweisen).

1.1 Gemäss Art. 24 Ziff. 1 lit. b /ii des Abkommens über die Rechtsstellung der Flücht linge (Flüchtlingskonvention, FK; SR 0.142.30 ) gewähren die vertrag s schliessenden Staaten den rechtmässig auf ihrem Gebiet sich aufhaltenden Flüchtlingen die gleiche Behandlung wie Einheimischen mit Bezug auf die sozi ale Sicherheit (gesetzliche Bestimmungen über Arbeitsunfälle, Berufskrankhei ten, Mutterschaft, Krankheit, Invalidität, Alter und Todesfall, Arbeitslosigkeit, Familienlasten sowie über alle andern Risiken, die nach der Landesgesetzgebung durch eine umfassende Sozialversicherung gedeckt sind ), vorbehältlich der besonderen durch die Landesgesetzgebung des Aufenthaltslandes vorgeschrie bene n Bestimmungen, die Leistungen oder Teilleistungen ausschliesslich aus öffentlichen Mitteln vorsehen, sowie Zuwendungen an Personen, die die Bedin gungen für Auszahlung einer normalen Rente nicht erfüllen. Auf diese self-ex e cuting – das heisst innerstaatlich unmittelbar anwendbare Bestimmung – kön nen sic h Leistungsansprecherinnen und - ansprecher ab dem Datum der Aner kennung als Flüchtling, aber nicht rückwirkend, berufen (BGE 136 V 33 mit weiteren Hinweisen). Art. 1 des Bundesbeschlusses über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und Staa tenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung ( FlüB ; SR 831.131.11 ) sieht vor, dass Flüchtlinge und Staatenlose mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz unter den gleichen Voraussetzungen wie Schweizer Bürger Anspruch auf eine ordentliche Rente der Alters- und Hinterlassenen- sowie der Invalidenversicherung haben.

Art. 1 des Bundesbeschlusses über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und Staa tenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung ( FlüB ; SR 831.131.11 ) sieht vor, dass Flüchtlinge und Staatenlose mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz unter den gleichen Voraussetzungen wie Schweizer Bürger Anspruch auf eine ordentliche Rente der Alters- und Hinterlassenen- sowie der Invalidenversicherung haben. 1.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 IVG, Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 des Bundesgesetzes über den Allgemei nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufge halten haben.

1.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 IVG, Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 des Bundesgesetzes über den Allgemei nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufge halten haben. 1.3 Gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung) haben Versicherte, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Bei träge geleistet haben, Anspruch auf eine ordentliche Rente.

1.3 Gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung) haben Versicherte, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Bei träge geleistet haben, Anspruch auf eine ordentliche Rente. In der bis 3 1. Dezember 2007 geltenden Fassung wurde für den Anspruch auf eine ordentliche Rente der Invalidenversicherung eine Beitragszeit von mindes tens einem Jahr vorausgesetzt.

In der bis 3 1. Dezember 2007 geltenden Fassung wurde für den Anspruch auf eine ordentliche Rente der Invalidenversicherung eine Beitragszeit von mindes tens einem Jahr vorausgesetzt. 1.4 Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Im Falle einer Rente entsteht der Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG, wenn die versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähig keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliede rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann ( lit. a), sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist ( lit. b) und sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindes tens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) ist ( lit. c).

1.4 Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Im Falle einer Rente entsteht der Anspruch nach Art. 28 Abs. 1 IVG, wenn die versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähig keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliede rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann ( lit. a), sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist ( lit. b) und sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindes tens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) ist ( lit. c). 2. Der Beschwerdeführer wurde mit Entscheid des Bundesamtes für Migration vom 9. August 2010 als Flüchtling anerkannt (Urk. 11/53 S. 44 und Urk. 11/33). Dass sein Asylantrag abgewiesen und er nur vorläufig in der Schweiz aufgenommen wurde, ist für den Flüchtlingsstatus nicht relevant (vgl. Urteil des Bundesge richts 9C_963/2011 vom 6. Dezember 2012). Der Beschwerdeführer ist somit ab diesem Zeitpunkt dem FlüB unterstellt (vgl. E. 1.1). Für den Zeitraum vor de m 9. August 2010 ist der FlüB nicht anwendbar, weshalb der Beschwerdeführer für Leistungen der Invalidenversicherung die Voraussetzungen gemäss Art. 6 Abs. 2 IVG zu erfüllen hatte ( vgl. E. 1.2).

2. Der Beschwerdeführer wurde mit Entscheid des Bundesamtes für Migration vom 9. August 2010 als Flüchtling anerkannt (Urk. 11/53 S. 44 und Urk. 11/33). Dass sein Asylantrag abgewiesen und er nur vorläufig in der Schweiz aufgenommen wurde, ist für den Flüchtlingsstatus nicht relevant (vgl. Urteil des Bundesge richts 9C_963/2011 vom 6. Dezember 2012). Der Beschwerdeführer ist somit ab diesem Zeitpunkt dem FlüB unterstellt (vgl. E. 1.1). Für den Zeitraum vor de m 9. August 2010 ist der FlüB nicht anwendbar, weshalb der Beschwerdeführer für Leistungen der Invalidenversicherung die Voraussetzungen gemäss Art. 6 Abs. 2 IVG zu erfüllen hatte ( vgl. E. 1.2). 3.

3. 3.1 Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle, gemäss der medizinischen Aktenlage gründe die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer andau ernden Persönlichkeitsstörung nach posttraumatischer Belastungsstörung. D ie Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung bestehe wahrscheinlich seit Ende der 1980iger Jahre. Bei dieser Sachlage sei der Versicherungsfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem Zeitpunkt einge treten, in dem weder die Voraussetzung der Be i tragszeit noch diejenige des Wohnsitzes in der Schweiz erfüllt gewesen sei (Urk. 2).

3.1 Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle, gemäss der medizinischen Aktenlage gründe die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer andau ernden Persönlichkeitsstörung nach posttraumatischer Belastungsstörung. D ie Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung bestehe wahrscheinlich seit Ende der 1980iger Jahre. Bei dieser Sachlage sei der Versicherungsfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem Zeitpunkt einge treten, in dem weder die Voraussetzung der Be i tragszeit noch diejenige des Wohnsitzes in der Schweiz erfüllt gewesen sei (Urk. 2). 3.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesentlichen geltend, Die trau matisierenden Erlebnisse vor seiner Einwanderung in die Schweiz hätten seine Arbeitsunfähigkeit nicht ausgelöst. Diese sei erst durch die drohende Abschiebung aus der Schweiz nach A.___ bzw. Y.___ im Jahr 2009 aus gelöst worden. Der Zeitpunkt des Eintritt s der Arbeitsunfähigkeit werde auch im Gutachten auf Oktober 2009 festgelegt. Er sei seinen Beitragspflichten während mehr als drei Jahren nachgekommen und sei nach wie vor zu 100 % arbeitsun fähig. Die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente seien somit erfüllt (Urk. 1).

3.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesentlichen geltend, Die trau matisierenden Erlebnisse vor seiner Einwanderung in die Schweiz hätten seine Arbeitsunfähigkeit nicht ausgelöst. Diese sei erst durch die drohende Abschiebung aus der Schweiz nach A.___ bzw. Y.___ im Jahr 2009 aus gelöst worden. Der Zeitpunkt des Eintritt s der Arbeitsunfähigkeit werde auch im Gutachten auf Oktober 2009 festgelegt. Er sei seinen Beitragspflichten während mehr als drei Jahren nachgekommen und sei nach wie vor zu 100 % arbeitsun fähig. Die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente seien somit erfüllt (Urk. 1). 3.3 Da der Beschwerdeführer erst nach der Anmeldung bei der IV-Stelle rückwir kend ab Januar 2005 Versicherungsbeiträge bezahlt hat (Auszug aus dem indi viduellen Konto vom 31. August 2012, Urk. 11/60 sowie Korrespondenz mit der Sozialberatung Winterthur, Urk. 11/6, 11/8, 11/11), ist zu prüfen, ob die für die Entstehung des Rentenanspruchs erforderliche Beitragszeit vor Eintritt des Ver sicherungsfalls erfüllt war. Diese Anspruchsvoraussetzung für eine ordentliche Invalidenrente ist vorliegend nur dann gegeben, wenn der Versicherungsfall nicht vor Dezember 2005 eingetreten ist. Lässt sich die anspruchsbegründende Tatsache nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen, hat der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (vgl. Art. 8 ZGB).

3.3 Da der Beschwerdeführer erst nach der Anmeldung bei der IV-Stelle rückwir kend ab Januar 2005 Versicherungsbeiträge bezahlt hat (Auszug aus dem indi viduellen Konto vom 31. August 2012, Urk. 11/60 sowie Korrespondenz mit der Sozialberatung Winterthur, Urk. 11/6, 11/8, 11/11), ist zu prüfen, ob die für die Entstehung des Rentenanspruchs erforderliche Beitragszeit vor Eintritt des Ver sicherungsfalls erfüllt war. Diese Anspruchsvoraussetzung für eine ordentliche Invalidenrente ist vorliegend nur dann gegeben, wenn der Versicherungsfall nicht vor Dezember 2005 eingetreten ist. Lässt sich die anspruchsbegründende Tatsache nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen, hat der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (vgl. Art. 8 ZGB). 4.

4. 4.1 Aus den Akten geh t hervor, dass sich der Beschwerdeführer im Sommer 2001 zu Dr. med. B.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Behandlung begab. Dr. B.___ führte in seinem Bericht vom 30. November 2003 aus, der Beschwerdeführer habe damals unter Depressionen gelitten, die im Zusam menhang mit den Umständen, die er in seinem Heimatland erlebt habe, gestan den hätten. Am 30. November 2003 habe er den Beschwerdeführer im Zusam menhang mit dem negativen Asylentscheid und der drohenden Deportation wieder gesehen. Diagnostisch habe es sich um eine reaktive Depression gehan delt (Urk. 11/49).

4.1 Aus den Akten geh t hervor, dass sich der Beschwerdeführer im Sommer 2001 zu Dr. med. B.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Behandlung begab. Dr. B.___ führte in seinem Bericht vom 30. November 2003 aus, der Beschwerdeführer habe damals unter Depressionen gelitten, die im Zusam menhang mit den Umständen, die er in seinem Heimatland erlebt habe, gestan den hätten. Am 30. November 2003 habe er den Beschwerdeführer im Zusam menhang mit dem negativen Asylentscheid und der drohenden Deportation wieder gesehen. Diagnostisch habe es sich um eine reaktive Depression gehan delt (Urk. 11/49). 4.2 Im Bericht der C.___ vom 16. Februar 2004 wur de n die Diagnose n einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion (ICD-10 F.43.22), Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und die Differentialdiagnose einer paranoiden Schizophrenie (ICD-10 F20.0) gestellt. Es entstehe der Gesamteindruck, dass der Beschwerde führer unter starken psychischen Störungen leide, welche mit biographischen Erlebnissen, aber auch mit der aktuell belastenden Situation zu tun hätten (Urk. 11/1 S. 7 f. ). Im B ericht derselben Klinik vom 17. November 2004 wurden die Diagnosen einer Anp a ssungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion (ICD-10 F43.22) in Abhängigkeit von der aktuellen psychosozialen Belastungs situation und Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1 ) vor allem mit intensiven nächtlichen Albträumen festgehalten. Der Verdacht auf das Vorliegen einer Schizophrenie sei nicht mehr gegeben (Urk. 11/1 S. 5 f.). Vom 3. März 2005 bis zum 15. April 2005 war der Beschwerdeführer in der C.___ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 18. April 2005 wurde eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1) diagnostiziert ( Urk. 11/1 S. 3).

4.2 Im Bericht der C.___ vom 16. Februar 2004 wur de n die Diagnose n einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion (ICD-10 F.43.22), Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und die Differentialdiagnose einer paranoiden Schizophrenie (ICD-10 F20.0) gestellt. Es entstehe der Gesamteindruck, dass der Beschwerde führer unter starken psychischen Störungen leide, welche mit biographischen Erlebnissen, aber auch mit der aktuell belastenden Situation zu tun hätten (Urk. 11/1 S. 7 f. ). Im B ericht derselben Klinik vom 17. November 2004 wurden die Diagnosen einer Anp a ssungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion (ICD-10 F43.22) in Abhängigkeit von der aktuellen psychosozialen Belastungs situation und Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1 ) vor allem mit intensiven nächtlichen Albträumen festgehalten. Der Verdacht auf das Vorliegen einer Schizophrenie sei nicht mehr gegeben (Urk. 11/1 S. 5 f.). Vom 3. März 2005 bis zum 15. April 2005 war der Beschwerdeführer in der C.___ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 18. April 2005 wurde eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1) diagnostiziert ( Urk. 11/1 S. 3). 4.3 Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, hielt in ihrem Bericht vom 8. Mai 2006 fest, der Beschwerdeführer sei Anfang 2003 notfall mässig in ihre Praxis gekommen, weil die Ausweisung nach Y.___ unmittel bar bevorgestanden habe. Im April 2005 sei es zu einer Exazerbation gekom men, weil der Beschwerdeführer wegen Entzugs des Fahrausweises ge dacht hab e, dass er ausgewiesen werde. Sie habe ihn deshalb in die C.___ eingewiesen (Urk. 11/1 S. 1).

4.3 Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, hielt in ihrem Bericht vom 8. Mai 2006 fest, der Beschwerdeführer sei Anfang 2003 notfall mässig in ihre Praxis gekommen, weil die Ausweisung nach Y.___ unmittel bar bevorgestanden habe. Im April 2005 sei es zu einer Exazerbation gekom men, weil der Beschwerdeführer wegen Entzugs des Fahrausweises ge dacht hab e, dass er ausgewiesen werde. Sie habe ihn deshalb in die C.___ eingewiesen (Urk. 11/1 S. 1). 4.4 Am 15. Oktober 2009 wurde der Beschwerdeführer per Fürsorgerischer Freiheits entziehung ( FFE ) in die C.___ eingewiesen. Im Austrittsbericht vom 2. November 2009 wurden folgende Diagnosen gestellt:

4.4 Am 15. Oktober 2009 wurde der Beschwerdeführer per Fürsorgerischer Freiheits entziehung ( FFE ) in die C.___ eingewiesen. Im Austrittsbericht vom 2. November 2009 wurden folgende Diagnosen gestellt: - Akute Belastungssituation mit latenter Suizidalität, aufgrund der mutisti schen Reaktion keine Absprache möglich (ICD-10 F43.0)

Akute Belastungssituation mit latenter Suizidalität, aufgrund der mutisti schen Reaktion keine Absprache möglich (ICD-10 F43.0) - Anpassungsstörung mit Angst (Arztphobie) und depressiver Reaktion (ICD-10 F.43.22)

Anpassungsstörung mit Angst (Arztphobie) und depressiver Reaktion (ICD-10 F.43.22) - Chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)

Chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - Status nach Lungendurchschuss, Infektion und Teilresektion der linken Lunge

Status nach Lungendurchschuss, Infektion und Teilresektion der linken Lunge Der Beschwerdeführer sei stark eingeengt gewesen auf die Erlebnisse in Y.___ und A.___ und in Sorge über eine allfällige Ausschaffung aus der Schweiz. Er sei durch das Asylverfahren stark belastet und verunsichert (Urk. 11/51).

Der Beschwerdeführer sei stark eingeengt gewesen auf die Erlebnisse in Y.___ und A.___ und in Sorge über eine allfällige Ausschaffung aus der Schweiz. Er sei durch das Asylverfahren stark belastet und verunsichert (Urk. 11/51). 4.5 Im Bericht der C.___ vom 15. Januar 2010 wurde eine chronifizierte posttraumati sche Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), bestehend seit mehreren Jahren, und eine akute Belastungssituation mit latenter Suizidalität (ICD-10 F.43.0), bestehend seit Anfang Oktober 2009, diagnostiziert. Der Beschwerde führer habe während seines Aufenthaltes in der Schweiz nie gearbeitet, da die für Asylbewerber zugängliche Arbeit zu viel körperliche Anstrengung verlange (Urk. 11/22).

4.5 Im Bericht der C.___ vom 15. Januar 2010 wurde eine chronifizierte posttraumati sche Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), bestehend seit mehreren Jahren, und eine akute Belastungssituation mit latenter Suizidalität (ICD-10 F.43.0), bestehend seit Anfang Oktober 2009, diagnostiziert. Der Beschwerde führer habe während seines Aufenthaltes in der Schweiz nie gearbeitet, da die für Asylbewerber zugängliche Arbeit zu viel körperliche Anstrengung verlange (Urk. 11/22). 4.6 Das in der Folge eingeholte psychiatrische Gutachten der Z.___ vom 28. Mai 2010 stützt sich auf die Akten, die Angaben des Beschwerdeführers und die Untersuchung vom 17. Mai 201 0. A ls Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach post traumatischer Belastungsstörung (F. 62.0) festgehalten (Urk. 11/28 S. 13). Der Beschwerdeführer sei nach der Aktenlage Opfer multipler Traumatisierungen. Aus der posttraumatischen Belastungsstörung, deren Symptome mit Albträumen und Ängsten offenbar schon vor der Einreise in die Schweiz bestanden hätten, und die zu erstmals 2001 dokumentierten starken Angstzuständen geführt habe, habe sich mittlerweile das Bild einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung ent wickelt. Darunter komme es zu einer erheblichen Beeinträchtigung der psychi schen Grundbelastbarkeit, zu sozialem Rückzug und Interaktionsschwierigkeiten sowie zu andauernden Gefühlen von Leere und Hoffnungslosigkeit. Aktuell seien die psychischen Beeinträchtigungen so ausgeprägt, dass der Beschwerde führer nicht in der Lage sei, Arbeiten von wirtschaftlichem Wert zu verrichten. Die Interaktionsfähigkeit und die psychische Grundbelastbarkeit seien zu gering. Aus psychiatrischer Sicht besteh e eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. Der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit lasse sich auf Oktober 2009, den Zeitpunkt der Notwendig keit einer stationären Krisenintervention, festlegen. Weiter zurückliegende Zeiträume seien aus psychiatrischer Sicht retrospektiv nicht zuverlässig zu beurteilen (Urk. 11/28 S. 1 2 ff. ).

4.6 Das in der Folge eingeholte psychiatrische Gutachten der Z.___ vom 28. Mai 2010 stützt sich auf die Akten, die Angaben des Beschwerdeführers und die Untersuchung vom 17. Mai 201 0. A ls Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach post traumatischer Belastungsstörung (F. 62.0) festgehalten (Urk. 11/28 S. 13). Der Beschwerdeführer sei nach der Aktenlage Opfer multipler Traumatisierungen. Aus der posttraumatischen Belastungsstörung, deren Symptome mit Albträumen und Ängsten offenbar schon vor der Einreise in die Schweiz bestanden hätten, und die zu erstmals 2001 dokumentierten starken Angstzuständen geführt habe, habe sich mittlerweile das Bild einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung ent wickelt. Darunter komme es zu einer erheblichen Beeinträchtigung der psychi schen Grundbelastbarkeit, zu sozialem Rückzug und Interaktionsschwierigkeiten sowie zu andauernden Gefühlen von Leere und Hoffnungslosigkeit. Aktuell seien die psychischen Beeinträchtigungen so ausgeprägt, dass der Beschwerde führer nicht in der Lage sei, Arbeiten von wirtschaftlichem Wert zu verrichten. Die Interaktionsfähigkeit und die psychische Grundbelastbarkeit seien zu gering. Aus psychiatrischer Sicht besteh e eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. Der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit lasse sich auf Oktober 2009, den Zeitpunkt der Notwendig keit einer stationären Krisenintervention, festlegen. Weiter zurückliegende Zeiträume seien aus psychiatrischer Sicht retrospektiv nicht zuverlässig zu beurteilen (Urk. 11/28 S. 1 2 ff. ). Im internistischen Teilgutachten vom 6. April 2010 wurde ausgeführt, die einge hende internistische Untersuchung habe keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit ergeben. Der Status nach Schussverletzung der linken Lunge mit Operation im Jahr 1993 sei abgeheilt. Aus internistischen Gründen bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/28 S. 12 f.).

Im internistischen Teilgutachten vom 6. April 2010 wurde ausgeführt, die einge hende internistische Untersuchung habe keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit ergeben. Der Status nach Schussverletzung der linken Lunge mit Operation im Jahr 1993 sei abgeheilt. Aus internistischen Gründen bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/28 S. 12 f.). Im orthopädischen Teilgutachten vom 4. Mai 2010 wurde festgehalten, dass nach eingehender orthopädischer Untersuchung keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könnten. Weder aus dem Status nach Lungendurchschuss noch aus der HWS-Distorsion resultierten funktionell rele vante Folgen. Aus orthopädischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (Urk. 11/28 S. 13).

Im orthopädischen Teilgutachten vom 4. Mai 2010 wurde festgehalten, dass nach eingehender orthopädischer Untersuchung keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könnten. Weder aus dem Status nach Lungendurchschuss noch aus der HWS-Distorsion resultierten funktionell rele vante Folgen. Aus orthopädischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (Urk. 11/28 S. 13). 4.7 Am 13. Juli 2010 nahm der RAD zur Frage des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit Stellung und führte aus, gestützt auf das Gutachten hätten die Traumatisierun gen, die zum Gesundheitsschaden geführt hätten, vor der Einreise in die Schw eiz stattgefunden. Die Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung seien anamnestisch schon vor der Einreise in die Schweiz vorhanden gewesen und seien erstmals 2001 dokumentiert. Der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt habe, nämlich die posttraumatische Belastungsstö rung, die dann in eine Persönlichkeitsänderung übergegangen sei, sei mit über wiegender Wahrscheinlichkeit vor der Einreise in die Schweiz vorhanden gewesen. Es sei jedoch schwierig, die Arbeitsfähigkeit bei Einreise in die Schweiz festzulegen. Im Gutachten werde festgehalten, dass die 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Oktober 2009 bestehe und dass für weiter zurücklie gende Zeiträume keine zuverlässige Beurteilung möglich sei. Die vorhandenen Arztberichte seien nicht konklusiv. Erst ab 2001 seien im Rahmen der posttrau matischen Belastungsstörung starke Angstzustände und eine Arztphobie doku mentiert, die wahrscheinlich die Arbeitsfähigkeit einschränkten. Zusammenfas send könne fest gehalten werden, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Gesundheitsschaden bei der Einreise in die Schweiz im Juli 1999 schon vor handen gewesen sei, dieser habe aber erst im Jahr 2001 zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt (Urk. 11/36 S. 3 f. ).

4.7 Am 13. Juli 2010 nahm der RAD zur Frage des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit Stellung und führte aus, gestützt auf das Gutachten hätten die Traumatisierun gen, die zum Gesundheitsschaden geführt hätten, vor der Einreise in die Schw eiz stattgefunden. Die Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung seien anamnestisch schon vor der Einreise in die Schweiz vorhanden gewesen und seien erstmals 2001 dokumentiert. Der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt habe, nämlich die posttraumatische Belastungsstö rung, die dann in eine Persönlichkeitsänderung übergegangen sei, sei mit über wiegender Wahrscheinlichkeit vor der Einreise in die Schweiz vorhanden gewesen. Es sei jedoch schwierig, die Arbeitsfähigkeit bei Einreise in die Schweiz festzulegen. Im Gutachten werde festgehalten, dass die 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Oktober 2009 bestehe und dass für weiter zurücklie gende Zeiträume keine zuverlässige Beurteilung möglich sei. Die vorhandenen Arztberichte seien nicht konklusiv. Erst ab 2001 seien im Rahmen der posttrau matischen Belastungsstörung starke Angstzustände und eine Arztphobie doku mentiert, die wahrscheinlich die Arbeitsfähigkeit einschränkten. Zusammenfas send könne fest gehalten werden, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Gesundheitsschaden bei der Einreise in die Schweiz im Juli 1999 schon vor handen gewesen sei, dieser habe aber erst im Jahr 2001 zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt (Urk. 11/36 S. 3 f. ). 5.

5. 5.1 Aus dem Gutachten der MEDAS geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2009 zu 100 % arbeitsunfähig sei und seine Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum vor Oktober 2009 aus psychiatrischer Sicht retrospektiv nicht zuver lässig beurteilt werden könne (Urk. 11/28 S. 12). Umstritten ist, ob bereits vor Oktober 2009 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 40 % bestand. Der Beschwerdeführer begab sich nach seiner Einreise in die Schweiz nur sporadisch in ärztliche Behandlung. Den vorhandenen Arztberichten ist zu entnehmen, dass er insbesondere dann, wenn eine Wegweisung drohte, einen Arzt aufsuchte. Im Bericht der C.___ vom 16. Februar 2004 wurde die Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belas tungsstörung (ICD-10 F.43.22) gestellt (Urk. 11/ 1 S. 7 ). Im Bericht derselben Klinik vom 18. April 2005 wurde schliesslich eine chronifizierte posttraumati sche Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1) diagnostiziert (Urk. 11/1 S. 3 ). Der Gut achter geht davon aus, dass die posttraumatische Belastungsstörung bereits vor der Einreise in die Schweiz bestanden und 2001 erstmals zu dokumentierten Angstzuständen geführt habe (Urk. 11/28 S. 14). Echtzeitliche Arztberichte, wel che sich zur Frage der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äussern würden, liegen allerdings nicht vor. Dies liegt wohl daran, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz nie einer Erwerbstätigkeit nachging. Daraus, dass die Arbeitsfähig keit aus medizinischer Sicht nie beurteilt wurde, kann aber nicht geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer uneingeschränkt arbeitsfähig war. Dass er bis Oktober 2009 voll arbeitsfähig hätte sein sollen, ist angesichts der gravie renden Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung und der ab Oktober 2009 attestierten 100 % igen Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar. Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die drohende Abschiebung im Jahr 2009 der Auslöser für die plötzliche Arbeitsunfähigkeit gewesen sei (Urk. 1 S. 6), ist schon deshalb nicht schlüssig, weil bereits im Jahr 2003 eine Weg weisung gedroht hatte. Im Übrigen ist angesichts des Krankheitsverlaufs nicht einleuchtend, dass im Jahr 2009 plötzlich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ein getreten sein soll. Gestützt auf die seit 2004 erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen scheint d er Gesundheitszustand des Beschwerdeführer s weitgehend unverändert zu sein. Anhaltspunkte für eine vorübergehende erhebliche, min destens ein Jahr dauernde Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind nicht ersichtlich.

5.1 Aus dem Gutachten der MEDAS geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2009 zu 100 % arbeitsunfähig sei und seine Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum vor Oktober 2009 aus psychiatrischer Sicht retrospektiv nicht zuver lässig beurteilt werden könne (Urk. 11/28 S. 12). Umstritten ist, ob bereits vor Oktober 2009 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 40 % bestand. Der Beschwerdeführer begab sich nach seiner Einreise in die Schweiz nur sporadisch in ärztliche Behandlung. Den vorhandenen Arztberichten ist zu entnehmen, dass er insbesondere dann, wenn eine Wegweisung drohte, einen Arzt aufsuchte. Im Bericht der C.___ vom 16. Februar 2004 wurde die Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belas tungsstörung (ICD-10 F.43.22) gestellt (Urk. 11/ 1 S. 7 ). Im Bericht derselben Klinik vom 18. April 2005 wurde schliesslich eine chronifizierte posttraumati sche Belastungsstörung (ICD-10 F.43.1) diagnostiziert (Urk. 11/1 S. 3 ). Der Gut achter geht davon aus, dass die posttraumatische Belastungsstörung bereits vor der Einreise in die Schweiz bestanden und 2001 erstmals zu dokumentierten Angstzuständen geführt habe (Urk. 11/28 S. 14). Echtzeitliche Arztberichte, wel che sich zur Frage der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äussern würden, liegen allerdings nicht vor. Dies liegt wohl daran, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz nie einer Erwerbstätigkeit nachging. Daraus, dass die Arbeitsfähig keit aus medizinischer Sicht nie beurteilt wurde, kann aber nicht geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer uneingeschränkt arbeitsfähig war. Dass er bis Oktober 2009 voll arbeitsfähig hätte sein sollen, ist angesichts der gravie renden Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung und der ab Oktober 2009 attestierten 100 % igen Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar. Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die drohende Abschiebung im Jahr 2009 der Auslöser für die plötzliche Arbeitsunfähigkeit gewesen sei (Urk. 1 S. 6), ist schon deshalb nicht schlüssig, weil bereits im Jahr 2003 eine Weg weisung gedroht hatte. Im Übrigen ist angesichts des Krankheitsverlaufs nicht einleuchtend, dass im Jahr 2009 plötzlich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ein getreten sein soll. Gestützt auf die seit 2004 erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen scheint d er Gesundheitszustand des Beschwerdeführer s weitgehend unverändert zu sein. Anhaltspunkte für eine vorübergehende erhebliche, min destens ein Jahr dauernde Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind nicht ersichtlich. 5.2 Nach dem Gesagten gelingt der Nachweis, dass der Beschwerdeführer vor Okto ber 2009 uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen wäre, nicht. Er hat deshalb die Folgen der Beweislosigkeit seines Standpunktes zu tragen. Es ist vielmehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde führer bereits vor Ende 2004 in rentenbegründendem Mass arbeitsunfähig gewesen war. Weitere diesbezügliche Abklärungen erübrigen sich daher.

5.2 Nach dem Gesagten gelingt der Nachweis, dass der Beschwerdeführer vor Okto ber 2009 uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen wäre, nicht. Er hat deshalb die Folgen der Beweislosigkeit seines Standpunktes zu tragen. Es ist vielmehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde führer bereits vor Ende 2004 in rentenbegründendem Mass arbeitsunfähig gewesen war. Weitere diesbezügliche Abklärungen erübrigen sich daher. 5.3 Somit ist der Invaliditätsfall vo r Dezember 2005 eingetreten und der Beschwerde führer hat die einjährige Beitragsz eit gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) nicht erfüllt. Er hat daher keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

5.3 Somit ist der Invaliditätsfall vo r Dezember 2005 eingetreten und der Beschwerde führer hat die einjährige Beitragsz eit gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) nicht erfüllt. Er hat daher keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6.

6. 6.1 Der Beschwerdeführer stellte ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Vorliegend sind die Voraussetzungen gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) erfüllt, weshalb dem Gesuch des Beschwerdeführers zu entsprechen ist. Gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer ist der Beschwerdeführer zur Nachzahlung verpflichtet, s obald er da zu in der Lage ist.

6.1 Der Beschwerdeführer stellte ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Vorliegend sind die Voraussetzungen gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) erfüllt, weshalb dem Gesuch des Beschwerdeführers zu entsprechen ist. Gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer ist der Beschwerdeführer zur Nachzahlung verpflichtet, s obald er da zu in der Lage ist. 6.2 Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 8 00.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Ge währung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.

6.2 Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 8 00.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Ge währung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 6.3 Dem Beschwerdeführer ist in der Person von Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger ein unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren zu bestellen, wel cher aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.

6.3 Dem Beschwerdeführer ist in der Person von Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger ein unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren zu bestellen, wel cher aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. Der Rechtsvertreter machte mit Honorarnote vom 28. März 2014 einen Gesamt aufwand von 14,92 Stunden und Barauslagen von Fr. 74.60 geltend (Urk. 13). Da Positionen, welche vor Erlass der angefochtenen Verfügung datieren, nicht im Zusammenhang mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren stehen, ist dem unentgeltlichen Rechtsvertreter bloss der nach Erlass der angefochtenen Verfü gung entstandene Aufwand von insgesamt 5,26 Stunden zu entschädigen. Eine weitere Stunde Aufwand kann zudem anerkannt werden, wenn berücksichtigt wird, dass der Rechtsvertreter das Urteil mit dem Beschwerdeführer noch zu besprechen hat. In Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 200.-- (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) ist dem unentgeltlichen Rechtsver treter daher eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 1‘432.75 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.

Der Rechtsvertreter machte mit Honorarnote vom 28. März 2014 einen Gesamt aufwand von 14,92 Stunden und Barauslagen von Fr. 74.60 geltend (Urk. 13). Da Positionen, welche vor Erlass der angefochtenen Verfügung datieren, nicht im Zusammenhang mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren stehen, ist dem unentgeltlichen Rechtsvertreter bloss der nach Erlass der angefochtenen Verfü gung entstandene Aufwand von insgesamt 5,26 Stunden zu entschädigen. Eine weitere Stunde Aufwand kann zudem anerkannt werden, wenn berücksichtigt wird, dass der Rechtsvertreter das Urteil mit dem Beschwerdeführer noch zu besprechen hat. In Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 200.-- (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) ist dem unentgeltlichen Rechtsver treter daher eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 1‘432.75 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Das Gericht beschliesst:

Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 1 3. September 2012 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Recht spflege gewährt, und es wird ihm Rechtsanwalt Ivo Wiesendan ger als unentgeltliche r Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt,

In Bewilligung des Gesuchs vom 1 3. September 2012 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Recht spflege gewährt, und es wird ihm Rechtsanwalt Ivo Wiesendan ger als unentgeltliche r Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt, und erkennt:

und erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 8 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Ivo Wiesendan ger, wird mit Fr. 1‘432.75 (inkl. Barauslagen und MwSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Ivo Wiesendan ger, wird mit Fr. 1‘432.75 (inkl. Barauslagen und MwSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger

Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

HurstLeicht