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Die Geschichte vom Seebad Seewen
Es war einmal ein See...
Die Heilquelle und Bad Seewen reichten am 30. August 1710 das Recht auf Badewasser ein.
1718 wurde das erste Badehaus an der südlichen Seeseite errichtet.
Der Lauerzersee wurde 1718 in den Reiseschriften zum ersten Mal als Badeort erwähnt: "Diese liebreizende Gegend, insbesondere in den späteren Stunden des Tages, wenn die Sonne die herrliche Fläche erleuchtet und die Mythen rötlicherscheinen, die Stille, … eignet sich für einen Ort für Reisende."
1720 Der Kampf ums Heilwasser begann. Herr Ab Yberg reichte beim Landrat eine Genehmigung ein. Für 150 Gulden Gebühr durfte dieser nun sich dem Heilwasser bedienen und es den Einheimischen und Gästen ausschenken.
1732 Erste Erfolge der Kuren auf Grund des Heilwassers
1780 Ein Pfarrer wurde von höchster Stelle beauftragt, das dem ärgerlichen Baden abgeholfen werde
1804 Die besten Chemiker untersuchen das Heilwasser mit positiven Berichten
Der Goldauer Bergsturz vom 2.9.1806 fügte dem Dorf Seewen durch eine mächtige Sturzwelle beträchtlichen Schaden zu. Die Gebäude des westlichen Sees wurden zerstört und ohne vorheriges Wissen hätte man nicht sagen können, wo diese gestanden wären.
1818 wurde stets darauf Aufmerksam gemacht, das das Baden unter freien Himmel verboten sei
1823 übernimmt der Kreuzwirt das Obere Badehaus. Das Seewener Mineralwasser wurde geboren.
1824 wurde erstmals die rechte Uferseite als Reizvoll beschrieben
1836 beschreibt man als Glanzzeit des Oberen Bades aufgrund des Badehauses Kreuz, der Badebetrieb und Postwechselstation. Per sofort verkehrten 3x wöchentlich der Post-Kurs Richtung Luzern.
Rigi und Seewen sind im 1900 Jahrhundert die einzigen Kurorte der Innerschwyz
Die Bade-Welt spielte sich beim heutigen Steinbruch ab.
Künstler entdeckten die Schönheit vom Urmiberg, Zingel, Rigi und Mythen. Die schönen Parkanlagen mit Wallfahrtskapelle lockten die ersten Touristen an.
Herr Augustin Schuler leitete die Heilquelle in seinen Keller um, damit die Patienten jederzeit Zugang zum Heilwasser hatten. Sie bedienten sich dem "Tropfbad" oder der sogenannten "Douche".
1853 wurde das Baden im SEE als ehrbare Angelegenheit für Männer gefördert.
Gründung des Männerbad Seewen (Kosten des Baus: 500 Franken)
1882 ist der Höhepunkt der Mineralbäder Seewen. Täglich verkehren Züge!
1889 erwähnte man in den Werbeschriften besonders die Reizvolle Stimmung nahe "Zingel". Prächtige Grünanlagen mit Sommer-Wirtschaft machten den Zingel unstreitig zu einer der schönsten Ausflugsziele.
Doch bald darauf wurde die Adria erschlossen.
1902 Erschliessung des Steinbruchs, zunehmender Bahnbetrieb, Automobile, Staub und Lärm werden als Niedergang der Bade-Welt beschuldigt.
1913 Bau des Seebad Seewen
Mit 7500 Franken, davon ein Drittel Spenden, wurde der Bau der Badi finanziert. Schlussendlich entstanden Kosten für das Männerbad von 18'000 Franken.
Der Eintritt von 20 Rappen wurde erhoben.
1949 beschloss der Gemeinderat eine Sanierung von 158'000 Franken.
Am Anfang bestand auch in dieser Anlage die Geschlechtertrennung. Gekennzeichnet durch den Bach und die Hecke. Nur beim Kinderplanschbecken durften beide Geschlechter beisammen sein.
Bach und Sträucher wurden zum späteren Zeitpunkt saniert und bei Sprengungen im Steinbruch mussten die Gäste auch nicht mehr ins Badegebäude flüchten.
2014 Der Hamburgexpress übernimmt die Badi und eröffnet die Badi Lounge.
2016 Wiederbelebung: Das Schwanau-Schwimmen wieder wieder statt.