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Nach monatelanger Probearbeit waren die Musikvereine aus allen Teilen der Schweiz bereit zu zeigen, was sie erarbeitet hatten. Nach dem Satz: “Ich bitte Sie nun die Türen zu schliessen”, wurde es leise im Saal und nach einer kurzen wortlosen Pause wurden der vortragende Verein und seine vorbereiteten Stücke angesagt. Wenn der Dirigent das Ok der Jury hatte, hob er den Taktstock und stimmte das erste Stück an. Jeder Verein spielte zwei Stücke, ein Aufgaben- und ein Selbstwahl-Stück. Alle Vereine aus der gleichen Stärkeklasse spielten das gleiche Aufgabenstück, wofür sie eine genau festgelegte Vorbereitungszeit hatten. Die Vereine wurden in verschiedene Stärkeklassen unterteilt, dadurch ermöglichte man einzelnen Musikgesellschaften, sich mit Vereinen auf gleichem Niveau zu messen.
Unterhaltende Premiere
Das erste Mal in der Geschichte des Eidgenössischen Musikfestes wurde auch unterhaltende Blasmusik in die Wettbewerbe des Musikfests mit einbezogen. Im Unterschied zu den anderen Wettbewerben stellten die Vereine in dieser Kategorie anstatt zwei Stücke ein 20-minütiges Konzertprogramm zusammenstellte und dies zum Besten gab. Die Juroren bewerteten Dynamik, Intonation, technische Fähigkeiten und den Gesamteindruck. Aufgrund dieser Kriterien vergaben sie anschliessend eine Punktzahl. Als Abschluss der Unterhaltungs-Blasmusikwettbewerbe spielte die Musikverein Melodia Goldach im vollbesetzten Stadttheater ein Konzertprogramm mit dem Titel “It’s Love”. Die Zuhörer waren vom ausgewogen gestalteten Programm begeistert und applaudierten kräftig.
Marschmusik begeistert
Auch auf den Strassen bekam der Zuschauer einiges zu hören. Genau in den vorgegebenen Reihen, die Füsse in einem Winkel von 60 Grad zueinander, standen die Musikantinnen und Musikanten bereit, um ihre Marschmusikkünste zu beweisen. Nachdem ein Experte die Grundaufstellung des Musikvereins bewertet hatte, marschierten sie los und spielten dazu ein selbst ausgewähltes Marschmusikstück. Der Dirigent gab mit einem speziellen Taktstock den Takt an und warf ihn dazu durch die Luft. Die Zuschauer klatschten im Takt der Musik und schauten den Musikanten gespannt beim Marschieren zu.
Feiern und Festen
Nicht nur musikalisch, sondern auch freundschaftlich verband die Musizierenden einiges. Nach der Rangverkündigung feierten viele Vereine ihren gelungenen Tag und freuten sich meist über die erzielten Ergebnisse. Überall wo man Musikanten sah, hörte man Jubelrufe und fröhliche Stimmen. Nicht nur mit Mitgliedern des eigenen Vereins, sondern auch mit Mitgliedern aus anderen Vereinen wurde angestossen und gefeiert. Die Erleichterung nach getaner Arbeit merkte man den Vereinen in ausgefallener Stimmung gut an. Einige sangen sogar vor Freude, weit in den Samstagabend hinein.