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Studien in Deutschland und in den USA zeigen, dass Menschen, die in der Nähe von Windenergieanlagen wohnen, windenergiefreundlicher sind als solche, die keine Erfahrung mit Windenergieanlagen haben.
Rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland unterstützen einer Umfrage zufolge den Bau neuer Windräder. Bei Menschen, in deren Wohnumfeld bereits Windenergieanlagen stehen, liegt die Zustimmung sogar noch höher, nämlich bei fast 70 Prozent. Nach einem leichten Rückgang der Beliebtheit der Windenergie im Jahr 2016 stieg sie laut einer jährlich durchgeführten repräsentativen Umfrage der deutschen Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) bis zur Jahresmitte 2017 wieder fast auf das Niveau der Jahre zuvor – siehe Grafik.
Auch in den USA ist die Akzeptanz von Windenergie bei Menschen, in deren Wohnumfeld (Umkreis von 5 Meilen) Windräder stehen hoch: 57 Prozent stehen ihr positiv oder sehr positiv gegenüber, weitere 34 Prozent neutral. Das geht aus einer Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory hervor. Die Forschenden haben zudem herausgefunden, dass nur 16 Prozent der Anwohner im 5-Meilen-Umkreis von Windenergieanlagen jemals Geräusche der Turbinen wahrgenommen haben und nur die Hälfte von ihnen sich dadurch gestört fühlte.
Eine hohe Akzeptanz der Windenergie ist für das Gelingen der Energiewende in Deutschland entscheidend, denn Strom aus Windkraft wird dort immer mehr zu einer tragenden Säule der Energieversorgung: Im vergangenen Jahr lag die Stromproduktion aus Wind erstmals vor der aus Atom und Steinkohle.