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In Mexiko bewachen Beamte der Nationalgarde nun auch die Grenze zu den USA. Zusammen mit Polizisten und Beamten der mexikanischen Einwanderungsbehörde waren sie am Samstag am Grenzfluss Río Bravo im Einsatz.
Dieser bildet ab der Stadt Ciudad Juárez und dem texanischen El Paso die Grenze zwischen Mexiko und den USA. In den USA heisst er Rio Grande. Er führt dort nur wenig Wasser oder ist ganz ausgetrocknet.
US-Präsident Donald Trump hatte massiven Druck auf Mexiko ausgeübt, Migranten auf dem Weg in die USA aufzuhalten, und dem südlichen Nachbarn Strafzölle angedroht. Die Regierungen beider Länder beschlossen schliesslich am 7. Juni ein Migrationsabkommen. Mexiko verpflichtete sich unter anderem, im Kampf gegen die illegale Einwanderung 6000 Nationalgardisten an seiner Südgrenze einzusetzen.
Nun wurde also auch die Überwachung der Nordgrenze zu den USA verstärkt. Informationen zur Zahl der dort eingesetzten Nationalgardisten gab es zunächst aber nicht. Der Priester Francisco Javier Calvillo, der sich in Ciudad Juárez um Flüchtlinge kümmert, kritisierte die verstärkte Überwachung. Mexiko mache damit "die Arbeit der USA".
In den vergangenen Tagen versuchten mehrfach Gruppen von Migranten, trotz der verstärkten Überwachung die US-Grenze zu überqueren. Mit Gepäck und Kindern auf dem Arm versuchten die Menschen, die mehrheitlich aus zentralamerikanischen Ländern, aber auch aus Kuba, Venezuela und Brasilien kamen, das Flussbett zu durchqueren.