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Zürich (awp) - Die ABB Ltd hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010 den Umsatz um 5% auf 9'179 Mio USD und den Auftragseingang um 17% auf 8'752 Mio USD gesteigert. In lokalen Währungen (LW) lagen die Wachstumsraten bei 6% für den Umsatz und bei 18% für die Bestellungen.
Der Auftragsbestand betrug per Ende Dezember 26'193 Mio USD, nach 26'593 Mio Ende September und 24'771 Mio USD per Ende 2009, wie der im Energiebereich und in der Automation tätige Konzern am Donnerstag mitteilt.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT legte um 23% auf 978 Mio USD zu und die EBIT-Marge auf 10,7 (9,1)%. Der Reingewinn verbesserte sich um 30% auf 700 Mio USD. Die Dividende soll auf 0,60 (0,51) CHF erhöht und aus den Reserven ausbezahlt werden, wonach keine Verrechnungssteuer anfallen würde.
Die Erwartungen der Analysten wurden damit in etwa getroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 8'962 Mio USD, für den Auftragseingang bei 8'742 Mio USD, für den EBIT bei 1'051 Mio und für den Reingewinn bei 710 Mio USD.
Im Gesamtjahr 2010 ergab sich ein Minus beim Umsatz von 1% auf 31'589 Mio USD (LW -2%), während der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 6% auf 32'681 Mio USD (LW +4%) zulegte. Der EBIT ging um 7% auf 3'818 Mio USD und der Reingewinn um 12% auf 2'561 Mio USD zurück. Die EBIT-Marge lag bei 12,1 (13,0)% und damit weiterhin innerhalb der langfristig für ABB geltenden Zielmarge zwischen 11 und 16%.
Wie vor drei Wochen bereits berichtet, wurde der EBIT im vierten Quartal durch zusätzliche Aufwendungen für Rückstellungen von ungefähr 120 Mio USD belastet. Die zusätzlichen Rückstellungen im Q4 fielen in der Division Energietechniksysteme an und stehen im Zusammenhang mit einem Kabelprojekt.
Im vierten Quartal habe sich der positive Trend in einem Anstieg der Basisaufträge bis 15 Mio USD um 17% mit Verbesserungen in allen Divisionen gezeigt. Die Grossaufträge erhöhten sich um 21%, was auf den Eingang mehrerer grosser Stromübertragungsprojekte in Europa und dem nahen Osten zurückzuführen sei.
In einem bereits Ende Januar überraschend vorgelegten Trading-Update hiess es seitens ABB mit Blick auf das Geschäftsjahr 2011, dass das anhaltende Industriewachstum die früh- und mittelzyklischen Geschäftsfelder im Energie- und Automationsbereich unterstützen werde. Eine umfassende Erholung der Investitionen von Energieversorgern in Stromübertragungstechnik werde erst für den späteren Jahresverlauf erwartet.
Für 2011 rechnet der Konzern in allen Regionen mit einer weiteren Belebung der Nachfrage nach Energie- und Automationslösungen. Dabei würden die Schwellenmärkte erneut wichtige Wachstumsmotoren sein, aber auch in den entwickelten Märkten werde mit einem Nachfragewachstum gerechnet. Gleichzeitig gehe man davon aus, dass sich aktuelle Wettbewerbstrends im Jahresverlauf 2011 und darüber hinaus fortsetzen werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
So werde der Aufbau von Kapazitäten im Sektor der energietechnischen Ausrüstung weiterhin Preisdruck auf die Lieferanten ausüben. Dieser werde nach Beginn der Nachfrageerholung voraussichtlich noch einige Quartale anhalten.
Das ABB-Management werde seinen Fokus im Jahr 2011 daher darauf legen, die Wachstumschancen zu nutzen, die sich im technologischen und geographischen Portfolio böten. Das Unternehmen beabsichtige, seine Investitionsausgaben zu erhöhen und den Fokus dabei auf die Stärkung seiner Position in den Schwellenmärkten zu legen.
Wie ABB weiter mitteilt, plane das Unternehmen nach Abschluss des 3-Mrd-USD-Kostensenkungsprogramm im vierten Quartal im laufenden Jahr, die Kosten nochmals um über 1 Mrd USD zu reduzieren.
Gleichzeitg mit dem Jahresabschluss gab ABB die Ernennung von Frank Duggan zum Leiter Globale Märkte sowie zum neuen Mitlied der Konzernleitung bekannt. Duggan werde in dieser Rolle die Marktorganisationen und regionalen Organisationen von ABB im Top-Management vertreten. Duggan übernimmt die Leitung des Bereichs Globale Märkte von Michel Demaré, der sich nun auf seine Rolle als Finanzchef konzentrieren wird.
cf/gab
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