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Der Bodenwassergehalt spielt eine wichtige Rolle in den verschiedensten Bereichen der Geowissenschaften, vor allem in Bezug auf die Energie- und Wasserbilanz des Untergrundes und der Atmosphäre, aber z.B. auch bezüglich der Stabilität von Gebirgshängen. Hierbei beeinflusst der Wassergehalt die thermische und hydraulische Leitfähigkeit von ungefrorenem aber auch gefrorenem Untergrund, und er bestimmt die Menge an latenter Wärme die bei Gefrier-und Tauprozessen verbraucht beziehungsweise freigesetzt wird.
Trotz dieser vielfältigen Bedeutung für das Boden-Atmosphäre System gibt es bisher keine ausgedehnten operationellen Bodenwassergehaltsmessungen in Mittel- und Hochgebirgen, in denen saisonaler oder dauerhaft (Permafrost) gefrorener Untergrund vorherrscht. Das Projekt SOMOMOUNT versucht diesen Mangel an Daten sowie dem damit verbundenen ungenügenden Prozessverständnis bezüglich des Einflusses eines räumlich wie zeitlich variablen Wassergehaltes auf das thermische Regime bei Gefrier- und Tauprozessen in den Schweizer Gebirgsregionen auszugleichen.
Die Ziele des Projekts sind wie folgt:
1) Aufbau eines Bodenfeuchtenetzwerks in verschiedenen Mittel- und Hochgebirgsregionen der Schweiz
2) Anwendung neuer geophysikalischer Methoden zur Bestimmung der 2-dimensionalen Verbreitung von ungefrorenem und gefrorenem Wasser im Untergrund
3) Analyse des Einflusses von räumlicher und zeitlicher Variabilität der Bodenfeuchte auf das thermische Regime von teilweise oder vollständig gefrorenem Untergrund unter Verwendung des gekoppelten Wärme- und Massentransportmodells COUP.
Die Kombination dieses neuen operationellen Messnetzes mit geophysikalischen Untergrunddaten sowie einer numerischer Modellierung aller wichtigen Energie- und Wasserflüsse ermöglicht eine detaillierte Analyse des Einflusses des Bodenwassergehaltes auf die zukünftige Entwicklung des thermischen Regimes in den Gebirgsregionen der Schweiz.