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Neubau eines Einzelkindergartens als Teil eines gewonnen Wettbewerbes in Holzrahmenkonstruktion /Elementbauweise.
Der Umstand, dass das neue Gebäude auf einem bestehenden Bau errichtet werden musste, hat das Projekt massgeblich beeinflusst. Der Neubau besteht aus einem zweigeschossigen Holzkörper und ruht auf der Betondecke der Zivilschutzanlage. Im Erdgeschoss weist ein rotgestrichener Windfang den Weg zum Eingangsbereich des Kindergartens und führt die Besucher zum Empfangsraum und den Garderoben. Das Erdgeschoss ist mittels durchlaufender, tragender Wandschrankelemente in zwei Zonen unterteilt. Der schmalere Teil umfasst den Eingang, die Toiletten und eine Küche. Der grössere Teil besteht aus einem Klassenzimmer, welches eine Höhe von zwei Geschossen aufweist. Oberhalb der Nebenräume befindet sich eine Galerie, welche den Kindern als Puppen- sowie Bauecke dient. Im Klassenzimmer geben grosse Fenster den Blick auf die Landschaft und die umliegenden Berge frei.
Die Holzrahmenkonstruktion wurde einerseits deshalb gewählt, weil sie nur eine kurze Bauzeit erfordert, andererseits aber auch wegen ihres geringen Eigengewichts und der entsprechend kleineren Belastung der darunter liegenden Zivilschutzanlage. Als Hülle dient eine vertikale Schalung aus unbehandeltem Lärchenholz. Sie wickelt sich wie ein Tuch um das Gebäude und rundet die Ecken ab. Dadurch entsteht eine Art hölzerner Vorhang zwischen der horizontalen Fläche des Betonsockels und der Giebelplatte aus rostfreiem Stahlblech. Die Innenwände sind mit eingeölten Dreischichtplatten aus Fichte und Tanne verkleidet. Die Wandschränke sind als Pin- Board mit rotem Korklinoleum beplankt. Eine Spaltentäfelung an der Decke optimiert die Akustik der Innenräume.
Publiziert in:
Lignum 11
Öffentliche Bauten in Holz
Wettbewerb Juli 2003
Fertigstellung Februar 2005
Projekt und Ausführungsplanung: Niklaus Lohri, Chur
Bauleitung: Erwin Pelican, Tomils