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1923 und 1954 war der Nuntius, der päpstliche Botschafter in der Schweiz, auf Besuch in Basel. Fiel die Audienz 1923 noch nüchtern und verhalten aus – zuviel Aufmerksamkeit sollte der hohe Katholik in der protestantisch geprägten Stadt nicht erhalten – glich sie 1954 dem Empfang eines Staatsgasts. Mit dieser geschickten Diplomatie, die sich gegenüber 1923 verändert hatte, trug die Basler Regierung einen Teil dazu bei, dass sich die Katholiken immer stärker von ihrem Diaspora-Denken lösten und sich in die städtische Gesellschaft integrierten.