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I AM-Bewegung
anderer Name: Saint Germain Foundation
1934 Anfang der 30er Jahre nahmen der Bergbauingenieur Guy Ballard (1878–1939) und seine Frau Edna in Los Angeles die aus Indien stammende Theosophie auf. Sie schufen eine weitere, «amerikanische» theosophische Lehre von Gott und seinem Wirken.
Ballard behauptete, ihm seien «Ascended Masters», Aufgestiegene Meister, zu welchen er auch Jesus zählte, persönlich erschienen. Er fand Anhänger, und die Bewegung wuchs sehr rasch. Schliesslich bildeten sich auch in Europa kleinere Anhängerkreise.
Die I-Am-Bewegung lehrt, Gott als der «Grosse I AM» gebe seine Kräfte und auch seinen Willen durch die «Ascended Masters», Aufgestiegene Meister, an die Menschen weiter. Zu diesen göttlichen «Ascended Masters» gehörte neben Jesus auch der Graf Saint Germain, der während der Französischen Revolution in Paris gelebt haben soll.
Der Name «I Am» wird mit dem «Ich bin» von 2Mos. 3,14 und den Ich-bin-Worten des Johannesevangeliums in Verbindung gebracht. Es soll angedeutet werden, «dass in dem Bewusstsein des ‹Ich bin› die Individualisierung Gottes und die Gegenwart göttlicher Energie im Individuum zum Aus-druck kommt». Der Mensch besitzt nicht nur dieses Leben. Durch stete Wiederverkörperung muss er seine Erlösung erstreben. Die Anrufung der «Ascended Masters» ist die dazu nötige Hilfe.
Diese Hauptgedanken, die nicht im Sinne des Spiritismus verstanden werden sollen, werden durch theosophische Aussagen untermauert und ergänzt. Die Reading Rooms der I AM-Bewegung sind frei zugänglich. Hingegen sind Versammlungen und Einführungsklassen nicht öffentlich und nur jenen zugänglich, die die Grundwerke der Saint Germain Press in Chicago gelesen haben.
In der Schweiz bestehen Tempel in Bern, Genf, Lausanne und Zürich sowie Sanctuaries in Grenchen und Luzern.