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Die Entwicklung der Wirtschaftskrise in Brasilien wird von den internationalen Ratingagenturen pessimistisch eingeschätzt. Nach Fitch und Standard & Poor's hat auch Moody's die Bewertung gesenkt.
Das von Korruptionsskandalen und Rezession geplagte Brasilien verliert zusehends an Kreditwürdigkeit. Mit Moody's stufte am Mittwoch die dritte grosse Ratingagentur die Bonität der grössten Volkswirtschaft Lateinamerikas auf «Ramsch»-Status herab.
Sie vergab die entsprechende Note «Ba2» und begründete einen negativen Ausblick mit der tiefen Wirtschafts- und Schuldenkrise. Das Land werde voraussichtlich in den nächsten Jahren nur ein schwaches Wachstum erreichen.
Verteuerung neuer Kredite
Binnen drei Jahren drohe zudem die Staatsverschuldung die Grenze von 80 Prozent zu überschreiten. Finanzminister Nelson Barbosa versicherte, die Regierung arbeite weiter an der Sanierung der Staatsfinanzen.
Für Staat und Unternehmen in Brasilien hat eine Herabstufung tendenziell eine Verteuerung neuer Kredite zur Folge, da Geldgeber bei einem schlechteren Rating oft einen höheren Risikoaufschlag verlangen.
Politische Lage instabil
Vor Moody's hatten bereits Fitch und Standard & Poor's die Bonität des Landes auf «Schrott»-Niveau heruntergestuft. Die politische Lage gilt als instabil: Präsidentin Dilma Rousseff wird vorgeworfen, Steuergesetze verletzt und Staatsfinanzen manipuliert zu haben, um ihren Wahlkampf 2014 zu finanzieren. Die Staatschefin weist dies zurück. Ihre Kritiker machen sie auch für den Wirtschaftsabschwung im Land verantwortlich.
(sda/cfr)