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Ein Klient im fortgeschrittenen Alter erzählt mir heute von seinem ersten Schultag. Es war an dem Tag der zweiten Schweizer Mobilmachung während des 2. Weltkrieges.
Er erinnert sich noch genau, dass alle Rucksäcke ausverkauft waren und die Mutter die ganze Nacht lang Rucksäcke für ihre drei Kinder nähte. So wären sie für eine Evakuierung vorbereitet, falls die Deutschen angreifen würden.
Aber der Feind kam nicht zu uns, sondern griff Frankreich an. Also schickte die Mutter ihre Kinder in die Schule. Sie wohnten ausserhalb des Dorfes.
«Geht einfach ins Dorf hinunter und dort dann den anderen Kindern nach», sagte sie. «So werdet ihr die Schule schon finden.»
Gebannt lausche ich seinen Erinnerungen und muss zwangsläufig an den Brief denken, den ich gestern Abend von der Schule meiner Söhne bekommen habe.
Es ist derselbe Brief, den alle Eltern halbjährlich erhalten, mit der wiederholten Aufforderung, ihren Nachwuchs nicht zur Schule zu fahren. Das hohe Verkehrsaufkommen der Elterntaxis vor der Schule sei eine Gefahr für die Kinder geworden.