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5. Der Banken-Index
Ich habe einen Index aus zehn wichtigen Bankaktien aus aller Welt entwickelt. Folgende Werte sind in diesem Index gleichmässig nach ihren Euro-Kursen gewichtet: Mitsubishi UFJ, JPMorgan, Bank of America, Banco Santander, BNP Paribas, HSBC, Citigroup, UniCredit, Deutsche Bank, UBS.
Auch dieser Index gibt uns wie der Swiss Market Index bei einem 20-Wochen-Hoch ein Kaufsignal, bei einem 33-Wochen-Tief ein Verkaufsignal. Bankaktien haben den Vorteil, eine Finanzkrise und deren Ende etwas schneller anzuzeigen als ein durchschnittlicher Aktienindex. Ein Anleger, der sich seit Anfang 1998 an diese Verkauf- und Kaufzeitpunkte gehalten hätte, würde insgesamt bis heute (bei Kauf und Verkauf des SMI) aus 10 000 CHF immerhin 25 880 CHF erzielen, was einer jährlichen Rendite von 5,75 Prozent entspricht.
6. Summe der fünf Signale
Wir haben nun fünf Signale, und die Mehrheitsentscheidung gibt dann jeweils unser eigentliches Signal. Ein Anleger, der seine Investitionen danach ausgerichtet hätte, wäre am 25. Mai 2007 vor der Finanzkrise ausgestiegen, am 1. Mai 2009 wieder eingestiegen. Er hätte auch die Baisse 2011 durch einen rechtzeitigen Ausstieg am 3. Juni 2011 (Wiedereinstieg erst Ende Dezember 2011) vermieden.
Längere Ausstiegsperioden von mehreren Monaten gab es seit 1998 insgesamt sieben Mal. Während ich diese Zeilen schreibe, Ende März 2015, liegen alle fünf Signale im Plus, geben also Kaufsignale und werden wöchentlich weiter überprüft. Ein Anleger, der sich diesem Gesamtsignal seit Anfang 1998 anvertraut hätte, könnte bis heute, bei Kauf und Verkauf des Swiss Market Index und einer Anfangsinvestition von 10 000 CHF immerhin auf stolze 37 467 CHF verweisen, was einer jährlichen Rendite von 8,1 Prozent entspricht, Dividenden und Erträge aus Geldanlagen in den Auszeiten nicht gerechnet. Und er wäre in den schweren Markteinbrüchen von 2000 bis Frühjahr 2003, von Mai 2007 bis Mai 2009 und Juni 2011 bis Dezember 2011 nicht in Aktien investiert gewesen.
Völlig fehlerfrei ist kein System, auch dieses nicht, das speziell für unsere Leser konzipiert wurde und sich fast ausschliesslich auf schweizerische Daten stützt. Insgesamt sieben Mal kam es auch vor, dass sich ein Verkaufsignal als Fehlsignal erwies und nach ein bis zwei Wochen wieder korrigiert werden musste. Das lag ausschliesslich am Signal 3, das sehr kurzfristig reagiert und in einer Situation, die ohnehin auf der Kippe steht, zu schnell wechselnden Gesamtsignalen führen kann. Wer das vermeiden möchte, akzeptiert ein Verkaufsignal der Methode 3 erst, wenn es sich drei Wochen hintereinander bestätigt.
Den Unterschied in der Performance seit 1997 können Sie in den beiden Grafiken verfolgen: Zunächst die Performance des Daueranlegers im Swiss Market Index und dann die Performance unseres Gesamtsignals.
Anlegern, die sich nicht nur auf schweizerische Daten stützen, sondern weltweit investieren wollen, stehen in «Börsensignale» (www.boersensignale.ch) noch weitere erfolgreiche Systeme mit erzielten Renditen bis zu 12 Prozent zur Verfügung.