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Google hat unter dem Namen "Gemma"
eine neue Familie von (relativ kleinen) KI-Modellen veröffentlicht, die von Individuen und Unternehmen kostenlos als Basis für eigene KI-Applikationen verwenden können.
Google veröffentlicht zu den Modellen auch die verwendeten Gewichtungen, aber unter einer echten Open-Lizenz wurden sie nicht veröffentlicht. Der Suchriese könnte also Anwendern Vorschriften in Bezug auf die Anwendungsgebiete oder Weitergabe ihrer auf Gemma basierenden Apps machen. Bisher gibt es aber anscheinend noch keine solchen Vorgaben.
Ein Ziel von Google ist aber klar: Man hofft, KI-Entwickler mit Gemma auf die Google Cloud locken zu können. Die Modelle können zwar auch in anderen Clouds betrieben werden, aber für die eigene Cloud seien sie "optimiert", so Google. Als Zückerli erhalten Entwickler, die zum ersten Mal Google Cloud verwenden, einen Nutzungs-Gutschein über 300 Dollar.
Klein aber fein
Die Modelle sind mit zwei oder sieben Milliarden Parametern im Vergleich zu anderen modernen generativen KI-Modellen relativ klein. Llama 2 vom Meta hat sieben bis 70 Milliarden, GPT-3 hat 135 Milliarden Parameter. Wie gross die von Google selbst verwendeten "Gemini"-Modelle sind, wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Die Gemma-Modelle sollen dafür eine grosse Leistung haben, so Google. Kleinere Modelle versprechen zudem weniger Ansprüche an die Computing-Infrastruktur und einen geringeren Stromverbrauch. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch ein Team der ETH Lausanne
, das aber mit Llama 2 arbeitet.