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Luft: Zustand
Die Belastung der Luft wird in beiden Kantonen an verschiedenen Standorten gemessen [1]. Die Resultate werden anhand der Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung beurteilt. Bei den Grenzwerten wird unterschieden zwischen Jahresgrenzwerten, welche die Dauerbelastung anzeigen, und Tages- oder Stundengrenzwerten, welche die Spitzenbelastungen wiedergeben. Übermässige Luftbelastung besteht heute noch bei Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ozon. Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid sowie Staubniederschlag sind heute grossräumig kein Problem mehr. Die Belastung der Luft ist geografisch unterschiedlich, je nach Schadstoff und Exposition zu den Emissionsquellen.
Bei der Luftbelastung durch Stickstoffdioxid bestehen grosse räumliche Unterschiede. Der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid liegt entlang von stark verkehrsbelasteten Strassen (städtische Strassenschluchten, Autobahnen) immer noch deutlich über dem Jahresgrenzwert. An solchen Lagen kommen nach wie vor Überschreitungen des Tagesgrenzwertes vor. An weniger stark verkehrsexponierten Orten in Basel-Stadt liegt die Belastung heute im Bereich des Jahresgrenzwertes. In der Agglomeration Basel wird dieser seit dem Jahr 1998 eingehalten. Im ländlichen Gebiet erreichen die Messwerte weniger als die Hälfte des Jahresgrenzwertes. Mit Ausnahme der stark verkehrsexponierten Standorte wird überall seit Beginn der Messungen ein deutlicher Rückgang der Belastung beobachtet.
Seit Beginn der Messungen von Feinstaub (PM10) ist die Belastung leicht zurückgegangen. An den stark verkehrsexponierten Orten liegt die Dauerbelastung heute noch knapp über dem Jahresgrenzwert. An den übrigen Lagen in der Stadt und in der Agglomeration Basel sowie im ländlichen Gebiet wird der Jahresgrenzwert heute eingehalten. Überschreitungen des Tagesgrenzwertes sind vor allem meteorologisch bedingt und treten im Winter während kalten, austauscharmen Tagen auf. Dann sind alle Tallagen in der Agglomeration gleichermassen von Feinstaubbelastungen betroffen.
Ozon entsteht bei starker Sonneneinstrahlung aus den Vorläuferschadstoffen Stickoxid und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Die chemische Umwandlung erfolgt während des Transportes der Luft mit dem Wind. Deshalb ist die Ozonbelastung im ländlichen Gebiet und am Nachmittag am höchsten und das Ausmass der Ozonbelastung stark abhängig von der Sommerwitterung. Im Jahrhundert-Hitzesommer 2003 war die Häufigkeit der Überschreitung des Stundengrenzwertes für Ozon am höchsten. In den Jurahöhen und im ländlichen Gebiet ist seit Messbeginn ein Rückgang der Ozonbelastung festzustellen. Im Siedlungsgebiet ist sie gleich geblieben. Die Ozonbelastung liegt im Sommer häufig grossräumig über den Grenzwerten.