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Wahlen in Angola: Starke Herausforderung für Regierungspartei
Im südwestafrikanischen Angola haben die Menschen am Mittwoch begonnen, ein Parlament und damit auch ihren Präsidenten zu wählen.
Im südwestafrikanischen Angola haben die Menschen am Mittwoch begonnen, ein Parlament und damit auch ihren Präsidenten zu wählen.
Die Abstimmung ist ein enges Rennen zwischen der Regierungspartei MPLA, angeführt von dem derzeitigen Präsidenten João Lourenço, und der grössten Oppositionspartei Unita mit Vorsitzendem Adalberto Costa Júnior. In dem ölreichen Land bestimmt die Partei, die eine einfache Mehrheit der 220 Sitze gewinnt, das Staatsoberhaupt. Etwa 14 Millionen der rund 35 Millionen Angolaner sind für die Wahl in der ehemaligen portugiesischen Kolonie registriert.
Lourenço (68) und seine MPLA versprechen Wirtschaftsreformen, Investitionen in den öffentlichen Gesundheitssektor sowie ein Ende weitläufiger Korruption. Die Oppositionspartei Unita will die auf Öl fokussierte Wirtschaft diversifizieren und bessere Einkommensmöglichkeiten für eine breite Schicht der Gesellschaft schaffen. Damit haben Unita und Kandidat Júnior (60) besonders in Städten und unter jungen Wählern Zuwachs verzeichnet.
Insgesamt sieben Parteien und eine Koalition stehen zur Wahl; unter den Präsidentschaftskandidaten befindet sich mit Bela Malaquias (63) zum ersten Mal seit der Einführung demokratischer Wahlen 1992 eine weibliche Bewerberin.
Schlangen bildeten sich an Wahllokalen bereits in den frühen Morgenstunden. Ergebnisse werden erst einige Tage nach der Wahl erwartet.