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Atomkraft
Atomkraft ist keine Lösung fürs Klimaproblem – ein Aufruf des Vorstandes PSR/IPPNW Schweiz [1] (Aus „PSR-News“, 12.6.2019)
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Atomkraft löst die Klimakrise nicht. In der Tat verschärft die weitere Nutzung von Atomkraft die globale Erwärmung durch die Verhinderung des Einsatzes von sauberen Energiesystemen.
Die gesellschaftliche Diskussion zum Klimawandel ist in vollem Gange. Diese Aktualisierung im Bewusstsein für das seit Jahren erkannte, für das Überleben der Menschheit existentielle Problem ist zu begrüssen, kommt jedoch sehr spät. Sie bewegen die Gesellschaft, insbesondere die junge Generation, die ihre Ängste mit Demonstrationen auf der Strasse artikuliert. Dass andererseits auch der Ruf nach Atomenergie als saubere Lösung des Klimaproblems lautstark ertönt, ist höchst bedenklich.
Diese Haltung lässt sich nicht vertreten – hier seien die Gründe genannt:
Atomenergie ist:
• Zu schmutzig: Atomreaktoren und die nukleare Brennstoffkette produzieren riesige Mengen an tödlichem Atomabfall; dieser Abfallberg wächst mit jeder Nutzung von Atomkraft. Die nukleare Brennstoffkette ist verantwortlich für weitaus mehr Kohlenstoffemissionen als die Produktion erneuerbarer Energien und verbesserter Energieeffizienz. Alle Reaktoren produzieren im Normalbetrieb Strahlung und Atommüll. Wissenschaftler stimmen darin überein, dass es keinen «sicheren» Wert für Strahlenbelastung gibt.
• Zu gefährlich: Die weitere Nutzung von Atomkraft führt unausweichlich zu weiteren Unfällen wie in Tschernobyl und Fukushima. Die zur Produktion von atomarer Energie verwendete Technologie und verwendeten Materialien können zu Atomwaffenprogrammen umgeleitet werden.
• Zu teuer: Atomkraft ist die teuerste Art Kohlenstoff- und Methanemissionen zu verringern; deren Verwendung zieht Investitionen in saubere Energiequellen ab.
• Zu langsam: Die Nutzung von Atomkraft zur Reduktion der Emissionen durch fossile Brennstoffe würde ein noch nie dagewesenes Programm zum Bau von Atomreaktoren erfordern, weit außerhalb der Kapazitäten der Hersteller weltweit innerhalb eines akzeptablen Zeitrahmens.
• Zu unbedeutend: Atomenergie deckt lediglich etwa 2% des Weltenergiebedarfs ab.
Saubere Energie, einschließlich von Solarenergie, Windenergie, Geothermie, Energie-Effizienz, dezentraler Produktion, Speicherung von Elektrizität können den Weltenergiebedarf ohne Kohlenstoff- und Methanemissionen, Atommüll und andere Schadstoffe decken.