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New York - Ein Schiff aus dem 18. Jahrhundert ist an der Baustelle des neuen World Trade Centers in New York gefunden worden. Der mindestens 200 Jahre alte und neun Meter lange Schiffsrumpf liegt mitten in Manhattan sechs bis neun Meter unter dem Strassenniveau.
Nun soll der Holzrumpf möglichst schnell gesichert werden, um seinen Verfall zu verhindern, wie die "New York Times" am Donnerstag berichtet. Eine historische Karte zeigt, dass in der Nähe des Fundgebietes, zwischen der heutigen Liberty und Cedar Street, 1797 noch zwei Kais lagen: Lindsey's und Lake's Wharf.
In späterer Zeit gab es immer wieder Aufschüttungen, um dem Fluss Hudson Land abzuringen. Auch der Aushub des ersten World Trade Centers, das 2001 durch Terroristen zerstört wurde, war zur Aufschüttung verwendet worden. Der Battery Park an der Südspitze Manhattans war dabei grösser geworden.
Die Archäologen vermuten, dass einst auch das Schiff als Füllmaterial für die Aufschüttung an der Liberty Street verwendet wurde. Das regnerische Wetter der vergangenen Tage kommt den Forschern zu Gute, der Schlamm bleibt feucht.
"Wir müssen möglichst schnell alles aufnehmen und erfassen. Die Analyse kommt später", sagte Doug Mackey, Chefarchäologe der Denkmalbehörde des Bundesstaates New York, der "New York Times".
Die Sonne hätte den Zerfall des Holzes, das 200 Jahre durch den Schlamm konserviert wurde, zusätzlich beschleunigt. 1982 wurde das letzte Mal ein Schiff in Manhattan gefunden. Das Frachtschiff aus dem 18. Jahrhundert wurde in der Water Street entdeckt.
SDA-ATS