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Wundersame Platzvermehrung
Anlässlich der Pressekonferenz des Kreuzlinger Stadtrats wurde verkündet, dass mit dem Stadthaus auf der Festwiese mehr Grünfläche geschaffen wird. Diese wundersame Vermehrungstheorie kann man so nicht stehen lassen. Tatsache ist: Nur mit einer Tiefgarage kann die die zurzeit bestehende Festwiese ganzjährig frei gehalten und für grössere Anlässe genutzt werden (GEWA, Jahrmarkt u.a. mehr). Dazu braucht es überhaupt kein neues Stadthaus, mit welchem die mit der Tiefgarage geschaffene Freifläche wieder massiv reduziert würde (übrigens lancierte eine Investorengruppe vor über 10 Jahren ein Tiefgaragenprojekt bei der Festwiese, erhielt dazu aber keine Bewilligung). Im weitern wird argumentiert, ein Neubau an der Martkstrasse hätte mit Einsprachen zu kämpfen. Nur, dort könnte ein Verwaltungsbau reglementskonform erstellt und damit das Risiko von gewichtigen Einsprachen reduziert werden, was beim geplanten Stadthaus auf der Bärenwiese bekanntlich nicht der Fall ist: Die Stadtverwaltung ahnte dies damals und ging das Risiko von Einsprachen bewusst ein. Bis die Einsprachen gegen das Projekt auf der Bärenwiese vor Bundesgericht landen und dort entschieden sind dauert es noch einige Jahre. Fazit: Ein in der Tat dringend benötigtes neues Stadthaus, z.B. an der Marktstrasse, könnte in kürzerer Frist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung zur Verfügung stehen.
Paul Altwegg, Kreuzlingen