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Crotalus m. nigrescens
Schwarzschwanz- Klapperschlange, GLOYD 1936
Lebensraum
Crotalus molossus nigrescens bewohnt das Zentral- Mexiko bis auf eine Höhe von 2000 meter. Auch auf der Insel Tiburon soll sie heimisch sein.
Die Elterntiere Gruppe A, NZ von 2010, wurden aus Huizache, San Luis, Mexiko (bezeichnet mit A) gefangen und Importiert.
Das zweite Adulte Paar nigrescens kommt aus Sierra del Nido, (Chihuahua) Mexiko Karte
Beide leben in verschiedenen Habitate was das ganze durchaus sehr Interessant gestaltet. Auch das aussehen Variert zwischen den beiden Gruppen.
Die Gruppe A, das Päärchen von 2010 kommt aus Huizache, San Luis Potosi, Mexiko und lebt vorwiegend in einer trockenen Gegend mit einer Dornen- Buschlandschaft und Savanne. Obwohl trockener, sind die Temperaturen eher etwas tiefer als in Veracruz.
Die Gruppe B kommt aus dem Gebirge.
Haltung A
Die Tiere haben ein Trockenbiotop mit einem Sanderdegemisch als Bodengrund, verschiedene Steine, Korkrinden und ein Tablar als Sonnenplatz erhalten. Ein paar Pflanzen und ein Wasserbecken vervollständigen die Einrichtung. Das Terrarium befindet sich im sogenannten Klimaraum. In diesem Raum findet eine grosse Nachtabsenkung statt. Als Beleuchtung habe ich eine T5 Röhre plus ein 35 Watt HQI Strahler als Sonnenplatz.
Nachzuchten der Huizache Tiere
Ab Juni 2013 konnte man gut sehen, dass das Weibchen Trächtig ist. Sie lag öffters beim Sonnenbaden und die Leibesfülle nahm stetig zu. Das Weibchen hatte vor der Geburt der Babys das fressen eingestellt. Nur das Männchen hatte weiterhin gefressen. Bei der fast täglichen Kontrolle des Terrariums war es dann am 10.07.2013 endlich soweit. Ein Tier konnte leider nicht aus der Eimembrane schlüpfen, doch vier Tiere waren schon sehr Lebendig. Am 11.07.2013 wurden nochmals zwei Tiere geboren. Schon am nächsten Tag hat das Weibchen wieder gefressen. Ich habe das Füttern probiert weil ich das gefühl hatte, das Weibchen hat Hunger. In den darauffolgenden Tagen hat das Weibchen immer wieder eine kleine Ratte bekommen und gierig gefressen. Die Geschlechtsverteilung der kleinen ist genau 3.3
Das erste Baby ist ein Weibchen, 22,9g schwer und 34cm lang. Erste Häutung war am 20.07.2013
Das zweite Baby ist ein Männchen, 26,6g schwer und 34cm lang. Erste Häutung war am 21.07.2013
Das dritte baby wieder ein Weibchen von 29,7 g und 37cm länge. Erste Häutung war am 20.07.2013
Das vierte Babx ein Männchen, 28,8g schwer und 35cm lang. Erste Häutung war am 21.07.2013
Das fünfte Baby ist ein Weibchen von 26g und 35cm länge.
Das sechste Baby ist ein Männchen von 25,8g und 34,5cm länge. Beide haben sich am 21.07.2013 das erste mal gehäutet.
Haltung B
Die Tiere leben im Gebirge zwischen Steinen und Tannenwälder. Als Bodengrung habe ich Torfersatz genommen. Steine, Wurzeln und Korkrinden sind weitere Elemente im Terrarium. Ein Sonnenplatz mit einem 35Watt HQI Strahler sollte nicht fehlen wie auch ein Wasserbecken.
Giftwirkung und Symptome
Das Gift von nigescens wird vermutlich gegenüber der Nominatform nicht wesentlich anderst sein, deshalb schreibe ich hier das gleiche wie bei molossus molossus auf.
Toxin
Die Toxine sind meist thrombinähnliche Enzyme; proteolytische Enzyme, Kollagenasen und Hyaluronidasen, RN- und DN-ase, 5 Nukleoidase
Phospholipase A2; Phosphomonestherase
Giftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können:
Autopharmakologische Gifteffekte
- Übelkeit und Erbrechen
- wiederkehrende Episoden arterieller Hypotension und Tachykardie; unter anderem erhöhte Kapillarpermeabilität mit Flüssigkeitssequestration in den Extravasalraum und direkte hypotensive Giftwirkung
Lokale Gifteffekte
- Schmerzen
- ausgedehnte Schwellung
- Ekchymosen
- hämorrhagische Blasen
Hämostatische Gifteffekte
- Generalisierte Ekchymosis
- systemische Blutung
- Koma
- Meningismus
Therapie
- Flüssigkeitssubstitution
- Behandlung der Hypovolämie/ des hypovolämischen Schocks
Antivenin
- CROFAB oder Antivipmyn aus Mexiko, welches sich noch besser eignen könnte.
Wirkung des Antivenin
Bezüglich der Entwicklung von Nekrosen hat die Gabe von Antivenin keine Wirkung.
Wirkung zeigt es jedoch für hämostatische Gifteffekte. Blutungen werden gestoppt.
Erste Hilfe
- Notarzt und Krankenwagen anrufen und Ruhe bewahren
- Haustüre aufschliessen, Schmuck wie Ringe abziehen
- Seiten- oder Schocklagerung
- Keine Kompressionsbinde anlegen, gebissenes Körperteil jedoch sehr ruhig halten, eventuell Schienen
(Notfall-Handbuch Gifttiere, Th. Junghanss + M. Bodio 1996)