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Darf die Krankenkasse die Kostenübernahme der Pflege zuhause ablehnen?
Ja. Sind Sie pflegebedürftig und grundversichert und möchten lieber zuhause wohnen anstatt in einem Alters- oder Pflegeheim, dann darf die Krankenkasse diese Pflegeleistung ablehnen.
Wirtschaftlichkeit ist entscheidend
Seit der per Anfang 2014 umgesetzten neuen Pflegefinanzierung gilt zwar der Grundsatz „ambulant vor stationär“. Die obligatorische Krankenkasse übernimmt einen Anteil an den ambulanten Pflegeleistungen, sofern sie aufgrund einer ärztlichen Anordnung erbracht werden. Allerdings müssen die Pflegeleistungen wirtschaftlich sein. Insbesondere bei einem grossen täglichen Pflegeaufwand ist eine stationäre Betreuung im Pflegeheim günstiger. Die Krankenkasse darf entsprechend ihren Beitrag kürzen und nur diejenigen Kosten übernehmen, welche sie auch für die stationäre Pflege bezahlen müsste.
Kantone und Gemeinden beteiligen sich
Ungeachtet dessen, ob Sie sich zu Hause oder im Heim pflegen lassen, bezahlt der Kanton oder die Gemeinde einen bestimmten Betrag der Kosten. Auch Sie müssen einen Anteil – maximal 20 Prozent – der Pflegekosten übernehmen. Gegebenenfalls sind Sie gezwungen, auch auf Ihr Vermögen zurückzugreifen, sofern dieses 37‘500 CHF (Alleinstehende) bzw. 60‘000 CHF (Ehepaare) übersteigt. Im Falle eines Vermögens in Form eines Eigenheims sind die Freibeträge höher, zwischen 112‘500 CHF und 300‘000 CHF.