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Eine zweite Nacht
Bildteppich Eine zweite Nacht, 2013.
150 x 100 cm. Seide, Baumwolle, Leinen auf Leinen und Seide sowie Seide und Goldfaden auf Leinen und Seide.
Einst war es ein Triptychon [dreigeteiltes Kunstwerk] „Giorno e notte“ 1996/97. Offen: Il Giorno, 200 x 50 cm. Geschlossen: La notte, 100 x 50 cm.
Die Besitzerin glaubte nicht an den Tag und brachte ihn zur Müllabfuhr, damit diese mit der Stickerei Wohnungen heizen könne, so ihre Erklärung (Zur Ergänzung: Meine Textilien brennen nicht lichterloh, sie glimmen nur).
Die „Nacht“, die noch nicht in der Müllabfuhr landete, verlangte ich zurück. Damit wurde die „Nacht“ in ein neues Werk eingearbeitet. Eine zweite Nacht kann es immer geben.
Mich interessierte dabei jener Zustand, in dem Gut und Böse sich aufheben, sich vermischen und einander abwechseln in einer endlosen Folge von Tagen, Nächten, Jahreszeiten und einer unsagbaren Wesensart. In der totalen Finsternis der Nacht muss man an das Licht glauben.
Die dialektischen Verhältnisse interessieren mich auch auch in diesem Werk, wie Licht und Schatten, Schwere und Leichtigkeit, Transparenz und Substanz. Liegen die Punkte auf dem Werk an der Wand oder in Wirklichkeit davor? Es besteht eine Notwendigkeit für das Gefühl des Schwebens.
Die Reflexion über die Wiederverwendung alter Werke in den letzten Jahren hat in dieser Arbeit ihren Höhepunkt erhalten, ist jedoch damit auch von einer größeren Subtilität.
Dieses Werk befindet sich in Privatbesitz.