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entspringt unter dem Namen Bovelbach oberhalb
Lienz an den tieferen
Gehängen des Hohen
Kasten in 510 m, durchfliesst
Lienz, geht an
Rüti vorbei und mündete früher am Fuss des
Hirschensprung
von links in denRhein.
Heute ist er in das Entwässerungsnetz des untern
Rheinthales mit einbezogen und
mündet in einen seitlichen Kanal, der auch das
Wasser der zahlreichen anderen
Bäche dieser Thalseite sammelt.
Alle diese
Bachmündungen müssen wie die Sammelkanäle später von neuem reguliert werden, sowie einmal der jetzt im Bau begriffene
Rheinkanal bei
Diepoldsau fertig gestellt sein wird.
(Kt. Bern,
Amtsbez. Laufen).
524 m Gem. und Pfarrdorf, in einem gegenüber der Station Liesberg der Linie
Delsberg-Basel von
links auf die
Birs sich öffnenden kleinen Thal. Das Dorf liegt 1,2 km nw. der Station und ist durch eine gute Strasse mit
ihr verbunden. Postbureau, Telegraph, Telephon. Gemeinde, mit
Liesbergmühle und Niederriederwald: 109
Häuser, 725 Ew.
(wovon 86 Reformierte); Dorf: 73
Häuser, 460 Ew. Landwirtschaft, Holzhandel. Bei der Station eine grosse Zement- und Kalkfabrik,
die jährlich 2000 Wagenladungen Portlandzement und 1200 Wagenladungen hydraulischen Kalk versendet.
Eine neue
Fabrik zur Herstellung von weissem Kunstzement ist im Bau begriffen. Liesberg ist das erste
deutsche Dorf ö. von
Delsberg. An seine Umgebungen knüpfen sich viele merkwürdige Volkssagen, deren Schauplatz meist die
benachbarten Lokalitäten
«Hölle» und
«Teufelsküche» sind. Reste von Römerbauten; Steinkammer und Scherben von Töpferwaren
aus der Steinzeit;
Höhle mit menschlichen Resten aus der Renthierzeit. Reiche Fundstelle von Fossilien
(besonders von den sonst seltenen Kelchen von Krinoiden) im obern Oxford und untern Rauracien (Zementsteinbruch).
Vom 13. bis 15. Jahrhundert erscheint in den Urkunden ein Edelgeschlecht von Liesberg. Im 15. Jahrhundert wurde das Dorf
von einer Räuberbande, den sog. Kappellern, geplündert, mit welcher Angelegenheit am sich
die eidgenössische Tagsatzung beschäftigte. Die Basler führten hier die Reformation ein; doch kehrten die Bewohner schon 60 Jahre
später wieder zum alten Glauben zurück. Die Kirche zu
St. Peter ist 1707 geweiht und 1840 vergrössert worden. Sie
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enthält schöne Altarblätter und wertvolle Glasmalereien. In Albad eine Marienkapelle, zu der gewallfahrtet wird.