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Ort: Raum 104 (Hauptgebäude, Hochschulstrasse 4 Bern)
Zeit: 14.15 - 16.00 Uhr
Peter F. Strawsons nennt das Unternehmen von 'Individuals' deskriptive Metaphysik. Die zentrale Frage des Buches lautet, welche grundlegenden Einzeldinge es gibt. Strawsons Antwort ist, dass raum-zeitliche lokalisierbare Einzeldinge und Personen grundlegend sind. Seine Begründung für diese Antwort und ihr Zusammenhang mit der Sprache und ihrem Gebrauch werden im Proseminar rekonstruiert.
Seitens der Studierenden wird nebst einer aktiven Teilnahme an den Diskussionen ein Referat, ein Handout sowie schriftliche Beiträge erwartet. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.
Unterrichtsmaterial
Strawsons Individuals wird auf Anfrage zugeschickt (conrad AT philo PUNKT unibe PUNKT ch)
Strawsons The Asymmetrie of Subject and Predicate
Imhofs Ontologische Argumente
Mögliche Essayfragen:
1) Beschreibe Gegenstand, Methode und Ziel von Strawsons Deskriptiver Metaphysik.
2) Rekonstruiere den Zusammenhang vom Problem der massiven Reduplikation des Universums und Strawsons Folgerung, dass raum-zeitlich verortbare Einzeldinge einen besonderen Stellenwert besitzen in unserem Begriffssystem.
3) Rekonstruiere Strawsons Argumentation dafür, dass auch in Fällen einer nicht direkt lokalisierbaren Identifikation eine volle Identifikation möglich ist. Erkläre dazu insbesondere den Stellenwert von Raum und Zeit.
4) Warum setzt sich Strawson mit der Frage auseinander, ob die Identifikation von Einzeldingen auch ohne die Annahme auskomme, es gebe materielle Körper?
5) Ist Identifikation in einer rein akustischen Welt aus der Sicht von Strawson möglich?
6) Rekonstruiere Strawsons Argumentation dafür, dass in einer rein akustischen Welt unklar ist, ob wir ein Einzelding tatsächlich identifizieren oder ob wir uns lediglich auf eine Universalie beziehen.
7) Wie interpretiert Descartes die Anwendungsbedingungen von P-Prädikaten? Weshalb kritisiert Strawson sein Vorgehen?
8) Wie interpretiert Wittgenstein die Anwendungsbedingungen von P-Prädikaten? Weshalb kritisiert Strawson sein Vorgehen?
9) Rekonstruiere Strawsons Begründung, weshalb die sogenannten P-Prädikate etwas zugeschrieben werden müssen, dass auch körperliche Eigenschaften hat?
10) Begründe, weshalb für Strawson die Verteidigung der Asymmetriethese von Subjekt und Prädikat zentral ist.
11) Zeige auf, weshalb Negation und Prädikate in einem engen Zusammenhang stehen.
12) Wie begründet Strawson seine These , dass der Satz 'Entweder ist Tom gross oder glatzköpfig' keinen zusammengesetzten Prädikatausdruck enthält. ;-)
13) Wie begründet Strawson seine These, dass der Satz 'Sowohl Tom wie auch William sind gross' keinen zusammengesetzten Subjektausdruck enthält. ;-)
14) Ist Geachs These, dass ein Satz im Rahmen der logischen Analyse sehr unterschiedlich zerlegt werden kann und je nach Interpretation ein Ausdruck entweder als Subjekt oder aber als Prädikat auftritt kompatibel mit Strawsons Sicht der Subjekt-Prädikatunterscheidung?
15) Was steckt hinter Geachs These, dass Prädikate unvollständig sind?