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Gründe für das moderate Wachstum seien weiterhin Nachwehen der Frankenstärke und die schwache Weltkonjunktur, hiess es in der am Donnerstag veröffentlichten Sommerprognose der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF).
Im kommenden Jahr dürfte sich das Wachstum dank einer breiter abgestützten Dynamik in den entwickelten Volkswirtschaften und einer graduellen Erholung in den Schwellenländern auf 1,9 Prozent beschleunigen. Erste Anzeichen hierfür seien der Anstieg des Ölpreises auf 50 US-Dollar und der Anstieg der Preise für Landwirtschaftsgüter und Industriemetalle. Die Inflation habe die Talsohle durchschritten und bewege sich langsam wieder in den positiven Bereich
Brexit als Risiko
Ein schwer abschätzbares Risiko für die Prognose sei die bevorstehende "Brexit-Abstimmung". Ein Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU wäre mit vielen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten verbunden und könnte kurzfristig zu Verwerfungen an den Finanzmärkten führen, schrieben die Ökonomen "Dies stellt ein Abwärtsrisiko dar."
Die exportorientierten Wirtschaftszweige stünden nach wie vor unter Druck. Einige Branchen wie die Pharma- und die Medizintechnikindustrie verfügten dabei über einen grösseren Spielraum zur Preissetzung und seien weniger betroffen.
Keine Normalisierung gebe es auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei seit der Frankenaufwertung im vergangenen Jahr zwar weniger stark als erwartet gestiegen. Der Druck zur Kostensenkung bleibe aber stark und sei eine Bürde für die Arbeitsmarktentwicklung. Die der Konjunktur üblicherweise nachlaufende Arbeitslosigkeit wird im nächsten Jahr auf 3,6 Prozent steigen.
(Reuters)