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Zwischen der Sponsoringorganisation der Patrouille de Glaciers und der Armee schwelt seit einigen Monaten ein Streit. Nun wird die Zusammenarbeit der Vereinigung zur Unterstützung, Verwaltung und Förderung der Patrouille des Glaciers (ASPdG) und der Armee auf Eis gelegt.
Die ASPdG habe diesen Entscheid nach den Ereignissen der letzten Monate getroffen, die dem Image und dem Ruf der Patrouille des Glaciers schweren Schaden zugefügt hätten, teilte sie am Freitag mit.
Die Armee hatte ihre Zusammenarbeit im November ausgesetzt und die ASPdG aufgefordert, «ihre internen Probleme zu regeln».
Im Februar gab das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) nach einer externen Prüfung der Finanzen und des Managements der ASPdG dann bekannt, dass es die Zusammenarbeit mit der Organisation wieder aufnehme.
Organisation des nächsten Rennens gefährdet
Am 16. April bat die ASPdG das VBS jedoch um eine Mediation. Sie war der Ansicht, dass mit «der Anhäufung von Hindernissen die derzeitige Situation nicht mehr haltbar und die Organisation des nächsten Rennens gefährdet sei».
Am 21. April fand laut ASPdG eine Krisensitzung statt. Aber das VBS weigerte sich nach Angaben der Sponsoringorganisation, «den Kommandanten der Patrouille des Glaciers und die OK-Mitglieder zusammenzubringen, um reinen Tisch zu machen».
Die Weigerung des VBS, einen Konfliktlösungsmechanismus einzurichten, sei das erste Anzeichen für das unvermeidliche Scheitern der Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien, moniert die ASPdG. Sie habe deshalb die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung ausgesetzt und werde ihre Mitglieder an der nächsten ordentlichen Generalversammlung bitten, diese zu beenden.
Markenname wird zur Verfügung gestellt
Die ASPdG will das VBS nicht daran hindern, den Anlass 2022 alleine zu organisieren. Sie stelle für diese nächste Ausgabe den Markennamen «Patrouille des Glaciers/PdG» und das Logo, deren Rechte ihr gehören, zur Verfügung, heisst es.
Die Patrouille des Glaciers fand 1943 zum ersten Mal statt. Sie geht auf die Grenzbesetzung im Zweiten Weltkrieg zurück und wird von der Schweizer Armee veranstaltet. Die 1995 gegründete private und zivile ASPdG verwaltet Sponsoren und Promotionen. Diese Organisation wird von verschiedener Seite subventioniert, darunter vom Bund und vom Kanton Wallis.
Mit dem alpinen Rennen sollen die Ausdauer und Widerstandskraft der Soldaten getestet werden. Die Strecke führt von Zermatt über 53 Kilometer und 8000 Höhenmeter nach Verbier. Im Jahr 2018 nahmen 1600 militärische und zivile Patrouillen aus dem In- und Ausland teil. Die Ausgabe 2020 wurde wegen des Coronavirus abgesagt, das nächste Rennen soll 2022 stattfinden.