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Die Pygmäen in Zentralafrika, die Aborigines in Australien, die Tuareg in den Wüsten Nordafrikas, die Guarani in den Regenwäldern des Amazonas oder die Inuit im Polargebiet: Rund vier Prozent der Weltbevölkerung gehören einer sogenannten indigenen Ethnie an, also einer Gemeinschaft, die seit langer Zeit in einem Land lebt, dort aber nicht die nationale Regierung kontrolliert. Bis 2007 erfuhren Indigene keine besondere Unterstützung auf internationaler Ebene, erst mit der UNO-Deklaration über die Rechte indigener Völker änderte sich dies. Diese Deklaration feierte diese Woche ihren 10 Geburtstag.
Auch das Volk der Samen in Lappland gehört zu einer Minderheit, deren Alltag lange Zeit von Diskriminierung und Ausgrenzung geprägt war. Diese Woche lief in der Schwedischen Filmreihe in der Cinématte mit «Sami – A Tale from the North» ein berührender Film, der schonungslos aufzeigt, wie die kleine indigene Gemeinde, deren Siedlungsraum sich im hohen Norden von Norwegen bis Russland erstreckt, tagtäglich mit Vorurteilen, Erniedrigung und Rassismus zu kämpfen hatte.