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Es gibt verschiedene Asthmatypen. Früher sprachen Ärzt*innen hauptsächlich von allergischem Asthma und nicht-allergischem Asthma. In den letzten Jahren wurde viel über Asthma geforscht. Es hat sich gezeigt, dass bei sehr vielen Patientinnen und Patienten eine bestimmte Art der Entzündung, die sogenannte Typ-2-Entzündung zugrunde liegt. Asthma ohne Typ-2-Entzündung ist übrigens seltener und kann z. B. durch Übergewicht oder die vermehrte Aktivität von bestimmten Immunzellen, wie Neutrophilen, entstehen.
EINE TYP-2-ENTZÜNDUNG KOMMT NICHT IMMER ALLEIN
Es kann also vorkommen, dass manche Menschen Asthma und Neurodermitis oder auch eine chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen gleichzeitig haben. Mehr Information hier.
Phänotypen sind Ausprägungen der Asthma Erkrankung, welche sich durch klinische Merkmale (wie z.B. das
Vorhandensein einer Allergie) und/oder laborchemische Biomarker (wie z.B. die Vermehrung von
Bluteosinophilen oder erhöhtes fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid*) voneinander abgrenzen lassen.
Die Unterteilung in Phänotypen ist aus klinischer Sicht sinnvoll, wenn sich Konsequenzen für die Therapie
ergeben.
Allergisches Asthma tritt häufig bereits ab dem Kindesalter und auch familiär gehäuft auf. Bei dieser Form von Asthma lösen eigentlich harmlose Substanzen (Allergene) eine allergische Reaktion und dadurch die Asthma-Beschwerden aus. Typische Allergene sind z. B. Pflanzenpollen, Milben, Tierhaare oder bestimmte Nahrungsmittel.
Namensgeber dieser Form des Asthmas sind die sogenannten eosinophilen Granulozyten – eine bestimme Unterform der weissen Blutkörperchen. Dies sind Zellen, die zum angeborenen Immunsystem zählen. Beim eosinophilen Asthma kommen sie in einem ungesunden Übermass im Blut und im Lungengewebe vor und verursachen in den Atemwegen eine überschiessende Entzündungsreaktion.
Bei vielen Asthmatikern kann körperliche Anstrengung Asthma Beschwerden auslösen und gilt daher als Asthma-Auslöser.
Bei fast der Hälfte aller erwachsenen Menschen mit Asthma liegt eine Mischform vor. Dabei können sowohl Allergene als auch unspezifische Reize wie kalte Luft, Zigarettenrauch, Infekte oder Parfüm eine Symptomverschlechterung auslösen.
*Fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid ist ein quantitatives, nichtinvasives und unkompliziertes Verfahren zur Messung von Atemwegsentzündungen