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John Updike 1998 bei den National Book Awards (Keystone)
John Updike - Satiriker der Suburbia
Der Schriftsteller John Updike, seit Jahrzehnten einer der bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Literatur, starb am 27. Januar 2009 im Alter von 76 Jahren. Der zweifache Pulitzer-Preisträger erlag einem Lungenkrebsleiden.
Die Rabbit-Romane
Zu seinen berühmtesten Büchern gehören die fünf Rabbit-Romane von «Hasenherz» 1960 bis zu «Rabbit, eine Rückkehr» 2002. Updike, der sich schon in jungen Jahren zum Ziel gesetzt hatte, jedes Jahr ein Buch zu veröffentlichen, kam im Laufe seiner brillanten Karriere auf etwa 60 Bände. Neben Romanen schrieb er auch Kurzgeschichten und Gedichte. Updike wurde zwei Mal mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet und galt seit langem auch als Anwärter für den Literaturnobelpreis.
Ohne Häme
In seinen mehr als 20 Romanen entwarf Updike ein meisterhaftes Porträt der amerikanischen Mittelstandsgesellschaft. Satirisch, aber nie hämisch deckte er ihre Lebenslügen auf und schaute hinter die Fassade. Liebe und Leidenschaft, Untreue und Verrat, Sex und Ehebruch - das waren die Themen, die er mit unnachahmlicher Beobachtungsgabe virtuos erzählte.
Auf der Leinwand
Zu seinen bekanntesten Werken neben den Rabbit-Romanen gehört «Die Hexen von Eastwick», das 1987 mit Jack Nicholson, Susan Sarandon, Cher und Michelle Pfeiffer hochkarätig verfilmt wurde. 2008 erschien der Nachfolgeroman «Die Witwen von Eastwick».
Vergleiche mit Salinger und Nabokov
Seine frühen Geschichten erinnerten Kritiker an die emotionale Empfindsamkeit seines Landsmannes J.D. Salinger («Der Fänger im Roggen»). Die stilistische Virtuosität seiner späteren Werke wurde mit denen von Vladimir Nabokov verglichen.
Bostonian
Updike kam am 18. März 1932 als Sohn eines Mathematiklehrers und seiner künstlerisch ambitionierten Frau im ländlichen Pennsylvania zur Welt. Seine Begeisterung für den Baseball-Star Ted Williams und die Liebe zum Meer zogen ihn 1957 in die Gegend von Boston, wo er sich bis an sein Ende wohlfühlte.
Treuer «New Yorker»
Während eines Studienjahres in England, begann er für das renommierte Literaturmagazin «The New Yorker» zu schreiben. Er blieb der Zeitschrift, die auch Beiträge seiner Mutter (unter ihrem Mädchennamen) und später seines Sohnes David veröffentlichte, ein Leben lang treu.
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