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Joven kann es sich nicht erklären, aber im Moment scheint alles gut zu sein.
Vermutlich tanzen zurzeit alle Volanter*innen zufrieden durch ihr Leben.
Joven kann es sich nicht erklären, aber im Moment scheint alles gut zu sein.
Vermutlich tanzen zurzeit alle Volanter*innen zufrieden durch ihr Leben.
Bello begleitete mich auf meinen Streifzügen über die Insel und auf dem Ozean. Ich gewöhnte ihn an das Boot und nahm ihn mit, wenn ich zum Leuchtturm fuhr.
Bei der Frau des Bücherladens bestellte ich zwei Hunde-Ratgeber und versuchte mein Bestes mit dem Tier, was mir zu gelingen schien. Wenn ich die Bilder des Alten katalogisierte oder meine Notizen schrieb, lag er mir zu Füssen und döste.
Er freundete sich mit Lola und den zwei anderen Schafen an. Doch wenn ich ihn nicht im Auge hatte, jagte er sie mit freudigem Gebell aus dem Stall und trieb sie auf der Weide vor sich hin.
Text: Susan Brandy
Ich war ihm zum ersten Mal kurz nach seiner Geburt begegnet, als er noch ein hilfloser Welpe war. Bello war der schwächelnde Zweite, den die Hündin des Schafbauern im Sommer geboren hatte.
Früher hatte ich mir oft einen Hund gewünscht, mich aber stets vor der Verantwortung gescheut. Als mich der Schafbauer jedoch vor wenigen Wochen fragte, ob ich das Tier aufnehmen möchte, sagte ich ohne zu zögern ja und richtete dem Hund einen Schlafplatz vor dem Kamin ein. Im Sommer würde er draussen bei den Schafen bleiben.
Text: Susan Brandy
Die Insel war den Winterstürmen untertan geworden – die Fähre fuhr nur noch jeden zweiten Tag und brachte wenige Besucher mit. So legte sich, wenn der Nordwind die Wellen nicht über die Klippen schlagen liess, eine ungewohnte Stille über den Ort. Bei Ebbe zog sich das Meer weit zurück: Die Fischerboote lagen für Stunden auf dem Trockenen, bevor die Flut sie wieder aufhob.
Ich spürte seine Angst, dass ich der Insel im Winter nicht gewachsen sein könnte. Nur fürchtete ich mich weder vor den Stürmen, welche die Schafe in das warme Dunkel des Stalles trieben, noch vor der Stille.
Text: Susan Brandy
Er solle aufpassen, dass er vom Wind nicht mitgenommen werde, warnt ihn der Herr an der Küste. Joven belehrt ihn, dass er zu wenig Angriffsfläche für den Wind habe. Wagt es aber nicht den Herren zu warnen, der sollte doch selber genug Erfahrung haben.
Nachdem ich mich dazu entschlossen hatte, das Haus des Alten noch nicht zu verkaufen, dachte ich über mein eigenes auf dem anderen Kontinent nach und freundete mich mit der Vorstellung an, auf unbestimmte Zeit auf der Insel zu bleiben.
Natürlich vermisste ich meine Freunde, doch hatten wir schon immer nur wenig persönlichen Kontakt zueinander gepflegt. Wir schrieben uns und würden es auch weiterhin tun. Ich spürte, dass es mir nicht schwerfallen würde, mein mir fremd gewordenes Leben in der Ferne loszulassen.
Seit ich auf der Insel war, hatte sich vieles verändert. Ich hatte mir eine neue Realität erschaffen – eine, die mir gefiel.
Text: Susan Brandy