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Der frühere Kreml-Finanzchef Pawel Borodin weigert sich, die in Genf verhängte Geldbusse über 300'000 Franken wegen Geldwäscherei zu bezahlen.Dieser Inhalt wurde am 15. März 2002 - 13:37 publiziert
Da Borodin schon von der russischen Justiz entlastet worden sei, lehne er die Berufung durch die Genfer Staatsanwaltschaft ebenso ab wie deren Entscheid zur Bezahlung des Bussgeldes. Das erklärten Borodins Anwälte am Freitag in Moskau.
Der Genfer Staatsanwalt Bernard Bertossa hatte am 6.März gegen Borodin das Bussgeld verhängt. Sollte Borodin bezahlen, stellte Bertossa die Einstellung des Verfahrens in Aussicht.
Lukrative Renovierung
Borodin war verdächtigt worden, über die Schweiz 30 Mio. Dollar an Bestechungs-Geldern gewaschen zu haben, die er von den Tessiner Firmen Mabetex und Mercata erhalten haben soll. Im Gegenzug habe er den Unternehmen lukrative Aufträge bei der Renovierung des Kreml zugeschoben und ihnen die Nutzung des russischen Präsidentenflugzeugs ermöglicht.
Russland hatte 5 Mio. Franken Kaution bezahlt. Dadurch kam der zuvor in den USA gefasste Borodin am 11. April 2001 aus Schweizer Haft frei und reiste zurück nach Russland. Dieses Geld wird Moskau erst mit der Beendigung des Verfahrens zurückerstattet. Borodin begab sich nach seiner Freilassung mehrere Male zu Vernehmungen nach Genf, an welchen er jeweils kein Wort von sich gab.
Die russische Staatsanwaltschaft hatte im März 2001 bekannt gegeben, dass die Ermittlungen gegen Borodin keine Hinweise ergeben hätten, die in Russland ein Gerichtsverfahren gegen ihn rechtfertigen würden.
swissinfo und Agenturen
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