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Kirche & Gemeindhaus
Die Madeleine-Kirche - Sie ist eine der ältesten Kirchen in Genf. Die ersten Zeichen einer Kapelle an der selben Stelle finden sich seit der Zeit der Römer.
Ab dieser Epoche wurden an diesem Ort Kirchen abgerissen oder wieder gebaut und durch grössere ersetzt. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche nach einem weiteren Brand in ihrer heutigen, gotischen Form wiedererrichtet. Ihre Gemeinde war im Mittelalter eine der reichsten der Stadt und das drückte sich auch in ihrem Prunk und Reichtum aus. Mit der Reformation verwandelt sich die Kirche in ihrer schlichten und sachlichen Form zu einem “temple protestant”.
Hier predigten unter anderem Guillaume Farel und Jean Calvin. Es soll auch der Ort sein, an welchem Calvin in Genf am liebsten predigte. Aber auch ein mittelalterliches Drama ereignete sich hier, als Michel Servet, der die Trinität Gottes leugnete, im August 1553 verhaftet wurde.
Seit 1926 wird die Madeleine-Kirche von der Eglise Protestante de Genève der Deutschschweizer Reformierten Kirchgemeinde in Genf zur Verfügung gestellt. So wie heute zeigt sie sich seit 1975, nach der letzten Renovation. Sie bietet eine sehr gute Akustik und ist daher sehr gefragt, um Konzerte durchzuführen. Im Turm der Kirche hängt die älteste Glocke von Genf, Sie stammt von 1420 und gibt den Menschen mit ihrem Stundenschlag heute noch die Tageszeit zu hören.
Die Fenster der Kirche stammen von dem Künstler Alexandre Mairet aus dem Jahr 1926. Wir finden sie im Chor, über dem Eingang in der Rosette und links und rechts oben in der Kirche, so wie links neben der Orgel. Die Fenster in den Kapellen stammen vom chilenischen Künstler José Venturelli, der sie 1987 respektive 1991 beendete. Er war in Genf untergekommen als politischer Flüchtling, der aus dem Land der Militärdiktatur stammte. Das letzte Kirchenfenster finden wir gleich beim Eingang auf der Nord-Seite. Es wurde von der Künstlerin Alice Dabbous-Flückiger realisiert. Es ist Marie Madeleine gewidmet.
Wir wünschen Ihnen einen ansprechenden Rundgang durch unsere Kirche und hoffen, dass Sie mitten im Betrieb der lebhaften Stadt im freien Raum der Stille durchatmen mögen.