Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03286.jsonl.gz/3006

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar laufen die Schweizer mit ihren neuen Trikots auf. Puma, der Ausrüster der Schweizer Nationalmannschaft, hat das Design an die 90er Jahre angepasst. So will man bei der WM 2022 das Gefühl der 1990er Jahre hochleben lassen. Damals nahmen die Schweizer nach drei Jahrzehnten ohne Großturnierteilnahme an der WM 1994 in den USA teil und auch zum ersten Mal an einer EM - und zwar an dem Turnier im Jahr 1996, das in England ausgetragen wurde.
Symbolbild von Michal Jarmoluk / pixabay.com
Die Schweizer Nati in den 1990er Jahren
Die Teilnahme an der WM 1994 war für die Schweizer ein enormer Erfolg. Denn zuvor waren die Schweizer 28 Jahre bei keiner WM dabei - bei der WM in England 1966 war das Schweizer Team vertreten, verlor jedoch alle drei Gruppenspiele (5:0 gegen Deutschland, 2:1 gegen Spanien und 2:0 gegen Argentinien).
Bei der WM 1994 überstanden die Schweizer die Gruppenphase. Nach einem Remis gegen Gastgeber USA und einem 4:1 Sieg gegen Rumänien, durfte man auch gegen Kolumbien mit 2:0 verlieren, um hinter Rumänien als Gruppenzweiter in das Achtelfinale einzuziehen. Jedoch traf man hier auf die Spanier und ging mit 3:0 unter.
Bei der WM 1996 traf man in der Gruppe A auf England, die Niederlande und Schottland - und schied mit einem Punkt, den man gegen die Engländer holen konnte, als Gruppenletzter aus.
3 Niederlagen in vier Spielen
Das rote Trikot mit weißen Streifen, die im Schulterbereich sind, hat aber im Jahr 2022 noch nicht so viel Glück gebracht. Denn während die Schweizer Nationalmannschaft die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Katar problemlos in den alten Trikots überstanden hat, musste man in der Nations League drei Niederlagen in vier Spielen wegstecken.
Gegen Tschechien wurden erstmals die neuen Trikots getragen - die Tschechen gewannen die Partie mit 2:1. Gegen Portugal gab es eine 4:0 Niederlage und gegen die Spanier verlor man mit 1:0. Am vierten Spieltag konnten die Schweizer jedoch Portugal mit 1:0 besiegen und sich über ihre ersten drei Punkte in der Gruppe 2 der Liga A freuen.
Die letzten beiden Partien, die gegen die Spanier und gegen Tschechien ausgetragen werden, sind sogleich die Generalprobe für die Weltmeisterschaft in Katar, die am 21. November angepfiffen wird - für die Schweiz beginnt die WM am 24. November.
Was sich die Fans erwarten
Wenn die WM in Katar angepfiffen wird, wird wohl auch die Zahl der Sportwetten Schweiz steigen. Die Favoriten? Brasilien, Frankreich, England, Deutschland, Argentinien, Spanien sowie die Niederlande und Belgien. Aber welche Rolle kann die Schweiz mit ihren neuen Trikots spielen?
In der Gruppe G trifft man auf Kamerun, Brasilien und auf Serbien. Gegen Brasilien und Serbien ging es auch bei der WM 2018 - anstelle Kameruns war jedoch Costa Rica in der Gruppe. Die Schweizer erkämpften ein 1:1 gegen Brasilien, gewannen 2:1 gegen Serbien und spielten gegen Costa Rica 2:2, sodass man als Gruppenzweiter in das Achtelfinale aufsteigen konnte. Jedoch unterlag man hier 1:0 gegen Schweden.
Dass man sich in der Schweiz den Aufstieg in das Achtelfinale erhofft, mag nicht überraschend sein. Auch wenn die Schweizer in der Nations League nicht überzeugt haben, so konnte man in der WM-Qualifikationsgruppe als Gruppenerster sogar Italien hinter sich lassen. Und bei dem letzten Großereignis haben die Schweizer ebenfalls überzeugt - und zwar bei der EM 2020, die pandemiebedingt erst im Jahr 2021 stattgefunden hat.
Denn bei der EM überstanden die Schweizer die Gruppe mit Italien, Wales und Türkei auf Platz 3 und konnten in das Achtelfinale einziehen. Im Elfmeterschießen gewann man gegen Frankreich - im Viertelfinale musste man sich im Elfmeterschießen Spanien geschlagen geben.
Symbolbild von Phillip Kofler / pixabay.com
Die Erfolge der Nationalmannschaft
Die Schweizer Nationalmannschaft hat bislang an elf Weltmeisterschaften teilgenommen, wobei die größten Erfolge 1934, 1938 und 1954 gefeiert wurden. Damals haben die Schweizer das Viertelfinale erreicht. Zudem konnte man an fünf Europameisterschaften teilnehmen - der größte Erfolg wurde 2021 gefeiert, als die Schweizer in das Viertelfinale gekommen sind. Bei den Olympischen Spielen 1924 gewann die Schweizer Nationalelf die Silber-Medaille.