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Seidenhuhn
Das Seidenhuhn ist eine sehr frühe Haushuhnrasse aus dem ostasiatischen Raum.
Seidenhuhn
GALLUS GALLUS DOMESTICUS
Das Seidenhuhn (Wugu-ji) ist in der asiatischen Literatur seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar und auch in Europa schon länger bekannt. Der griechische Philosoph Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) erwähnte schwarze und weisse Hühner mit «Katzenhaar» aus dem Reich von Mangi, dem heutigen China. Über Händler wie Marco Polo wurde es im Mittelalter als Kuriosität nach Europa eingeführt, wo es aufgrund seines feinen Gefieders gar als Kreuzung zwischen Huhn und Kaninchen angepriesen worden sein soll. Die für Seidenhühner charakteristische blaue Haut schimmert leicht durch das seidige, daunenähnliche Deckgefieder, welches dieser Haushuhnrasse den Namen gegeben hat.
Die Hennen der Seidenhühner werden gerne als Ammen zur Aufzucht von Enten- und Fasanenküken geschätzt, so auch im Natur- und Tierpark Goldau.
Anders als die meisten Hühnervögel besitzen Seidenhühner fünf Zehen pro Fuss, wobei die Füsse ebenfalls befiedert sind. Neben der weissen Variante werden auch schwarze, rote, gelbe, graue und blaue Farbschläge gezüchtet. Seidenhühner können aufgrund ihres feinen, fransigen Gefieders nicht fliegen, da die Federnfahnen keine zusammenhängende Feder bilden.
Im Natur- und Tierpark Goldau laufen die Seidenhühner in der Region des Eingangsbereichs frei herum, den sie sich mit den Zwerg-Welsumer teilen. Ihr gemeinsamer Stall befindet sich im Durchgang neben dem Murmeltiergehege.