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Hausbesetzung in Gebäude der SBB in Luzern
In der Stadt Luzern haben sich Hausbesetzer in der Nacht auf Mittwoch in einer leerstehenden Wohnung niedergelassen. Die betroffene Wohnung befindet sich in einem Gebäude der SBB.
Die besetzten Räume sollen unter anderem der Autonomen Schule Luzern (ASL) zur Verfügung stehen, schreiben die Besetzer unter dem Namen Rosa Lavache in einer Mitteilung. Die Wohnung werde ab sofort genutzt, geplant seien in den kommenden Tagen ein öffentlicher Apéro, Konzerte und Kinoabende. Sobald eine «stabile juristische Lösung» gefunden sei, finde konstanteres Schulprogramm statt. Das Gebäude der SBB befindet sich an der Gütschstrasse 7 südlich des Bahnhofs.
Weder die Polizei noch die SBB konnten auf Anfrage Angaben zur Besetzung machen. Wie die Besetzer in das Gebäude gelangten und wie viele Personen sich darin aufhalten, war vorerst nicht zu erfahren. Man habe sich um den Dialog bezüglich einer sinnvollen Nutzung mit der Besitzerin des Hauses bemüht, schreiben die Besetzer.
Das 1766 Quadratmeter grosse Grundstück, auf dem unter anderen das besagte Gebäude steht, ist im Besitz der SBB. Laut einer Meldung des Online-Portals «Zentralplus» vom vergangenen Juni wurde den Mietern der Immobilie aus dem Jahr 1905 gekündigt, weil das Haus bezüglich Statik in einem sehr schlechten Zustand und die Erdbebensicherheit nicht mehr gewährleistet sei.
Wiederholte Besetzungen
In den vergangenen Jahren kam es in Luzern wiederholt zu Hausbesetzungen. Im April 2017 räumte die Polizei eine besetzte Villa an der Obergrundstrasse. Zwei Hausbesetzerinnen wurden im August zu Geldstrafen verurteilt. Das Nachbargebäude war bereits im April 2016 während knapp drei Wochen von einer Gruppe namens Gundula besetzt worden. 27 Personen wurden in der Folge wegen Hausfriedensbruchs oder Gehilfenschaft dazu mit Geldstrafen und Bussen belegt.
Im Juni 2016 hatte ein Kollektiv unter dem Namen Stella Matta ein Haus an der Sternmattstrasse 68 während neun Tagen besetzt. Danach zogen sie friedlich aus.
Quelle: 20Minuten
3.1.2018