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http://www.itingen.ch/de/portrait/portraitgeschichte/
16.12.2018 01:54:35

Ortsgeschichte

1226 wird Utingen erstmals erwähnt
Der Name weist auf den alemannischen Ursprung dieser Siedlung hin und dokumentiert damit geschichtliche Vergangenheit. Obschon bereits gegen Ende des 17. Jahrhunderts die heutige Schreibweise "Itingen" üblich war, hat sich das ursprüngliche Utingen (1226), Uitingen (1360) und Uetingen (1498) bis zum heutigen Tag mit dem in der Umgangssprache allgemein gebräuchlichen "Ütige" zu behaupten gewusst. Das alte Dorf erinnert mit seiner geschlossenen doppelten Häuserzeile an mittelalterliche Verhältnisse. Im 15. Jahrhundert waren die Eptinger Besitzer des Dorfes. 1467 verkaufte Hans Münch von Gachnang, Gemahl der Verena von Eptingen, «das dorffly Utingen» mit allen Rechten der Stadt Basel, die es zum Farnsburger Amt schlug. Im 18. und 19. Jahrhundert lebte das Dorf vorwiegend von der Posamenterei und der Landwirtschaft.
Ortsbild
Trotz dem raschen Wachstum der Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist es gelungen, den alten Dorfkern weitgehend zu bewahren: 1986 ist er in das Inventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz aufgenommen worden. Das Dorfbild ist nicht so sehr durch einzelne bemerkenswerte Bauten geprägt als vielmehr durch die geschlossene Häuserreihe zu beiden Seiten der Dorfstrasse. Viele Häuser tragen noch das weit herabgezogene alemannische Schirmdach, aber die ehemaligen Bauernhäuser, Scheunen und Ställe sind hinter den alten Fassaden zu modernen Wohnungen umgebaut worden.
Im Wandel der Zeit
Bis etwa 1930 veränderte sich das Dorfbild kaum. Einige Jahre zuvor (1925) hatte Itingen, dank der Initiative einiger Einwohner, eine SBB-Haltestelle bekommen, was sicher auf die weitere Entwicklung des Dorfes einen Einfluss hatte.
In den vierziger Jahren wurden zunächst östlich des Dorfkerns einige neue Häuser erstellt. Später setzte dann eine rege Bautätigkeit ein, und nebst den Quartieren um das "alte" Dorf entstanden weitere nördlich der Bahnlinie und am Sonnenberg.
Die Bewohnerzahl hat in den vergangenen 30 Jahren stark zugenommen. Es kann davon ausgegangen werden, dass unser Dorf im Verlaufe des Jahres 2011 mehr als 2000 Einwohnerinnen und Einwohner zählen wird. Aus dem ehemaligen Bauern- und Posamenterdorf entwickelte sich eine Siedlung mit Einfamilienhäusern und einigen Wohnblöcken, deren Bewohner vorwiegend auswärts arbeiteten. Seit der Ansiedlung grosser Industrieunternehmen hat sich die Situation geändert. Heute gibt es auch für auswärtige Pendler ungefähr 1200 Arbeitsplätze.
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