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Trotz Lucas Aussagen weigern sich die Gerichte, den Jungen anzuhören. Sie halten ihn aufgrund seiner starken Beeinträchtigungen – das Kind ist seit dem Angriff blind und querschnittgelähmt – für nicht glaubwürdig.
Die Ernennung eines neuen Richters Ende 2002 weckte bei den Eltern Mongelli und ihren Unterstützern neue Hoffnungen. Doch diese wurden einige Monate später erschüttert, als das Gutachten eines neuen Sachverständigen die These bestätigte, Luca sei vom Familienhund angegriffen worden. Damit war der Fall endgültig abgeschlossen. Erschöpft von ihrem vergeblichen Rechtsstreit, beschlossen die Mongellis, die Sache fallen zu lassen. Tina, die Mutter, beschloss, mit Luca nach Italien zurückzukehren, um sich auf die gesundheitliche Rehabilitation ihres Sohnes zu konzentrieren. Im Jahr 2009 kam erneut Bewegung in den Fall. In einer weit verbreiteten Petition wurde zunächst die Wiederaufnahme der Untersuchung gefordert. Dann wurde eine beunruhigende Zeichnung von Lucas Bruder, der als damals fünfjähriger Zeuge der Ereignisse war, der Akte hinzugefügt und von der Walliser Justiz untersucht. All diese Elemente änderten nichts an der Linie der Walliser Justiz, die beschloss, die Ermittlungen nicht wieder aufzunehmen – eine neuerliche schwere Enttäuschung für die Familie Mongelli. Nicola Mongelli, der Vater, hat die Hoffnung nie aufgegeben, dass endlich Licht in das Geschehen um seinen Sohn am Abend des 7. Februar 2002 gebracht wird. 2014 begann er, eigene Nachforschungen anzustellen, die er 2018 in einem Buch veröffentlichte.