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Karate ist die Kunst des Kämpfens mit leeren, unbewaffneten Händen. Es ist eine Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung, bei dem ein Karateka lernt Abwehr- (Uke), Schlag- (Uchi), Stoss- (Zuki) und Trittechniken (Geri), jedoch auch Würfe und Hebel anzuwenden. Dennoch gibt es keinen 1. (Initial)Angriff = Karate ni sente nashi (jap). Karate-do ist Selbstverteidigung, Körperschulung, Philosophie und eine dynamische Kampfsportart. Karate-do kann helfen, Gesundheit und Kraft zu fördern und zu stabilisieren. Im Zentrum steht das Entdecken und Entwickeln unserer gesamten menschlichen Ressourcen.
Die Geschichte des Karate kann bis 500 n. Chr. zurückverfolgt werden:
Der Legende nach entwickelte der indische Mönch Bodhidharma (Begründer des Chan-Buddhismus in japanisch Zen), die Grundlagen der Shaolin-Kampfkünste.
Bodhidharma praktizierte Yoga und studierte intensiv die Bewegungsabläufe kämpfender Tiere. Aus all diesen Beobachtungen und seinem Wissen schuf er das Shi Pa Lo Han Sho – „18 Hände der Buddha-Schühler“. Diese 18 Formen sind der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Kampfkünste. Durch Reisende gelangten so geheime Kampfkunstpraktiken nach Okinawa, einer südlich von Japan gelegenen Inselgruppe. Die feudale Obrigkeit verbot das tragen von Waffen; umso schneller verbreitete sich im Geheimen die waffenlose Selbstverteidigung.