Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/4247

Bei den Regierungsratswahlen im Baselbiet hat sich Historisches ereignet. Die SP fliegt aus der Regierung, die Bürgerlichen sind mit vier Regierungsräten vertreten. Problemlos geschafft hat die Wiederwahl Isaac Reber von den Grünen.
Das beste Resultat machte wie erwartet Anton Lauber (CVP), gefolgt von Thomas Weber (SVP) und Isaac Reber (Grüne). Die neu gewählte Monica Gschwind (FDP) machte mehr Stimmen als ihre Parteikollegin Sabine Pegoraro (FDP). Regula Nebiker (SP) und Daniel Münger (SP) teilen sich die Plätze 6 und 7. Nebiker hat das absolute Mehr zwar geschafft, dennoch ist das Wahlergebnis für die SP ein Debakel. Daniel Münger schaffte das absolute Mehr nicht.
Chancenlos blieben nicht überraschend die Aussenseiter Matthias Imhof (BDP) und Tom Kreienbühl (parteilos).
SVP bei den Landratswahlen vorn
Bei den Landratswahlen legen SVP (+4) und FDP (+3) kräftig zu. Auf der andern Seite verlieren die Grünen einen Drittel ihrer Landratssitze (-4). In die Bedeutungslosigkeit versenkt wurde die BDP, die noch einen Sitz hat (-3). Im Gegensatz zu den Regierungsratswahlen kann die SP ihre Mandate halten, ebenso CVP, EVP und GLP.
Die SVP, die 2011 erstmals stärkste Partei wurde, hat ihren Vorsprung auf die zweitstärkste Partei, die SP, auf sieben Sitze ausgebaut. Die FDP ihrerseits hat ihren Rückstand auf die SP auf 3 Sitze verkürzt.
Die SP Baselland zeigt sich in einer ersten Medienmitteilung enttäuscht über das Resultat. Sie spricht von einer «klaren Niederlage». Enttäuscht zeigt sie sich vom Verhalten der Bürgerlichen. Diese hätte noch 2013 die Zauberformel «5 x 1» beschworen und für eine ausgewogene Vertretung aller Kräfte plädiert. Heute habe sie davon nichts mehr wissen wollen.
Die Partei finde sich in der kommenden Legislatur in der Opposition wieder. Sie wolle diese Herausforderung aber annehmen. Im Landrat habe man die Sitze zwar halten können; da jedoch die Grünen Verluste erzielt hätten, werde es für das linksgrüne Spektrum auch dort schwierig.