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Olympiasieger Justin Gatlin hört mit 40 Jahren auf
Der amerikanische Sprinter Justin Gatlin tritt zurück. Dies kündigte der 40-Jährige in den sozialen Medien an.
Der amerikanische Sprinter Justin Gatlin tritt zurück. Dies kündigte der 40-Jährige in den sozialen Medien an.
Die Karriere von Justin Gatlin, des 100-m-Olympiasiegers von 2004, war geprägt von Weltmeistertiteln und Olympia-Medaillen, aber auch von mehreren Doping-Sperren.
«Ich habe dich geliebt, du Bahn. Du hast mir Tränen der Traurigkeit und der Freude geschenkt, Lektionen, die ich nie vergessen werde. Die Fackel ist weitergereicht worden, aber die Liebe wird nie erlöschen. Auf die Plätze, fertig... los!», schrieb Gatlin auf seinem Instagram-Account.
Olympiasieger in Athen
Seinen grössten Erfolg feierte der New Yorker 2004 in Athen, als er den Olympia-Final über 100 m in 9,85 Sekunden für sich entschied. Ein Jahr später bestätigte er seine Dominanz mit den WM-Titeln über 100 m und 200 m in Helsinki. Zwölf Jahre später wurde Gatlin in London noch einmal Weltmeister über 100 m, als er im Final Usain Bolt in die Schranken wies. Sein persönliche Bestzeit von 9,74 lief er 2015 in Doha.
Überschattet wurde die Karriere Gatlins aber auch von zwei positiven Dopingproben. 2001 wurde ihm die Einnahme von Amphetaminen nachgewiesen, worauf er Berufung einlegte. Dabei berief sich der Amerikaner auf eine in der Kindheit diagnostizierte Aufmerksamkeitsstörung, die ihn seiner Meinung nach zur Einnahme dieser Substanzen gezwungen hatte.
Reduzierte Sperre dank Kronzeugen-Aussage
Im Frühjahr 2006 wurde Gatlin positiv auf Testosteron getestet. Als Wiederholungstäter drohte ihm eine lebenslange Sperre, die aber auf acht und später auf vier Jahre reduziert wurde, weil er als Kronzeuge gegen seinen ehemaligen Trainer aussagte. Die Folgen seiner Dopingvergangenheit bekam Gatlin nach seiner Rückkehr auf die Bahn immer wieder zu spüren, weil er von einigen Veranstaltern nicht mehr eingeladen wurde oder die Ablehnung durch das Publikum zu spüren bekam.
Nachdem Gatlin 2019 in Doha seinen letzten WM-Titel mit der 4x100-m-Staffel gewonnen hatte, träumte er davon, seine Karriere bei den Spielen 2021 in Tokio zu beenden, doch eine Oberschenkelverletzung an den amerikanischen Trials in Eugene verhinderte dies.