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Die moderne Medizin hat enorme Fortschritte zum Wohle der Menschen gemacht - insbesondere auch aufgrund von Tierversuchen. Zahlreiche Krankheiten werden heute besser verstanden, dank der Forschung sind viele heilbar oder das Leiden der Betroffenen kann dank medizinischer Erfolge gelindert werden.
Medizinischer Fortschritt dank Tierversuchen
Die Entdeckung etwa von Insulin, Antibiotika, die Entwicklung von Impfstoffen, Behandlungen gegen Krebs und Herzkreislaufstörungen sowie moderne chirurgische und diagnostische Methoden wären ohne Laborversuche an Tieren nicht möglich gewesen.
Die Universität Zürich ist sich bewusst, dass viele Menschen den Einsatz von Versuchstieren kritisch sehen und nur mit Vorbehalten akzeptieren. Sie setzt deshalb wenn immer möglich alternative Methoden ein und forscht nur mit Tieren, wenn nicht anders möglich. Dabei verpflichtet sie sich zu einer vorbildlichen Tierhaltung, sachgerechter Ausbildung der beteiligten Personen, sorgfältiger Versuchsplanung und die Nutzung aller Möglichkeiten, um die Belastungen für die Tiere zu vermindern. Sie regelt dies mit einer strengen Policy sowie einer vorbildlichen Umsetzung der 3R-Prinzipien «Replace, Reduce, Refine» (Ersetzen, Verringern, Verbessern).
Tierversuche vorwiegend mit Nagern
Im Jahr 2020 wurden in der Schweiz 556'107 Tiere für Tierversuche eingesetzt, 2,8% weniger als 2019. Gemäss Statistik des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen waren knapp 72% der in Schweizer Universitäts- und Industrielabors verwendeten Tiere Mäuse (62,3%) und Ratten (9,5%). Dann folgen Vögel (inkl. Geflügel) mit einem Anteil von 11,9%, Fische mit 6,0% sowie Amphibien und Reptilien mit 5,5%. Mehr als zwei Drittel der Tiere (70,3%) erfuhren keine oder nur geringe Belastungen. 26,2% der Tiere waren einer mittelschweren Belastung und 3,5% einer schweren Belastung ausgesetzt.
Güterabwägung für jedes Forschungsgesuch
Der Einsatz von Tieren für wissenschaftliche Studien erfolgt wie alle beantragten tierexperimentellen Studien erst nach intensiver Prüfung durch die kantonalen Behörden. Die Tierversuchskommission führt für jedes eingereichte Gesuch für Tierversuche eine Güterabwägung durch. Der Nutzen der beantragten Studie wird dabei den für die Tiere entstehenden Belastungen gegenübergesetzt. Nur wenn der Nutzen der Studie überwiegt, empfiehlt die Tierversuchskommission dem Kantonalen Veterinäramt, das Gesuch zu bewilligen. Zudem beurteilen Tierversuchskommission und Veterinäramt, ob das 3R-Prinzip eingehalten wird.