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|Verona
ist eine Stadt in der italienischen Region
Venetien. Sie hat 256.110 Einwohner und ist Hauptstadt der Provinz Verona.
Sie liegt an der Etsch etwa 59 m über dem Meeresspiegel am Austritt
der so genannten Brenner-Linie in die Poebene. Dort treffen auch einige
Hauptverbindungen der oberitalienischen Bahnlinien zusammen. Der altdeutsche
Name für Verona ist Bern bzw- Wälsch-Bern (der germanische Sagenheld
'Dietrich von Bern' kam aus Verona). Analog dazu wird im Zimbrischen Idiom
der Dreizehn Gemeinden, einer Alttiroler Sprachinsel in Venetien, Verona
als Bearn bezeichnet.

Verona war in vorchristlicher Zeit eigentlich eine Gründung der Räter und Euganeer, war zeitweise keltisch besetzt und wurde erst 89 v. Chr. römische Kolonie. Aus der Antike stammt auch das zweitgrößte und am besten erhaltene Amphitheater, Arena genannt. Es wurde unter Diokletian etwa 290 errichtet. Es besitzt 45 Sitzreihen und bietet circa 22'000 Besuchern Platz.
Später war Verona eine der Residenzen des Ostgotenkönigs Theoderich und des Langobardenkönigs Alboin. Im 10. Jahrhundert gehörte die Mark Verona gar zum Herzogtum Bayern und noch später auch zu Kärnten. Erst im 12. Jahrhundert wurde Verona selbständig und besaß eigene Stadtrechte. An der Gründung des Lombardischen Städtebundes war Verona 1164 maßgeblich beteiligt. Im späten Mittelalter herrschten hier die Scaliger. Verona wurde 1797 österreichisch und kam 1866 als Ergebnis des Deutschen Kriegs zum Königreich Italien. Unter österreichischer Herrschaft war der Ort Teil des oberitalienischen Festungsvierecks (it.: Quadrilatero), das 1815 zur Verteidigung der österreichischen Besitztümer in Italien in den Orten Peschiera, Mantova (Mantua), Legnago und Verona errichtet wurde.
In Verona gibt es außerdem bedeutende Bibliotheken, Museen für Kunst, Naturwissenschaften und Altertümer (Museo lapidario Maffeiano, gegründet 1716), mehrere Theater, sowie Lehrerbildungsinstitute (Istituto tecnico und Istituto industriale).
Die Stadt ist bekannt für ihr mittelalterliches Stadtbild und ihr römisches Amphitheater. Dort finden Opernfestspiele statt.
Die Handlung von Shakespeares Schauspiel Romeo und Julia spielt in Verona. In der Stadt kann der zugehörige berühmte Balkon besichtigt werden, der allerdings nur zu touristischen Zwecken gebaut worden ist.
Die Piazza delle Erbe, der heutige Gemüsemarkt, ist wohl einer der malerischsten Plätze Italiens. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Piazza dei Signori mit der Loggia del Consiglio (1476) und der Palazzo del Commune (1193).