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Wie bereits im vorherigen Abschnitt aufgeführt, macht Mediation insbesondere dort Sinn, wo die beteiligten Parteien auch weiterhin in einer Beziehung zueinander stehen (müssen). Im wirtschatlichen Umfeld sind oft Gruppenmediationen, das heisst die Beteiligung von mehreren Personen und Parteien, notwendig. Um dieser besonders komplexen Situation Rechnung tragen zu können, wird häufig in einer sogenannten Komediation gearbeitet, das heisst, es sind zwei oder mehrere Mediatoren beteiligt. Gelegentlich sind auch die Anwälte der Parteien involviert, damit der gesetzliche Rahmen oder die rechtlichen Interessen der Teilnehmenden gewahrt bleiben.
Konflikte innerhalb der Firma
• Spannungen oder Konflikte innerhalb eines Teams
• Spanungen zwischen einem Team und dem Vorgesetzten
• Spannungen und Konflikte zwischen Teams
• beim Zusammenführen zweier Abteilungen zu einer neuen Einheit
• bei der Integration einer Gruppe in eine bestehende Gruppe
• Konflikte auf der Basis Arbeitgeber – Arbeitnehmer
• Konflikte bei Nachfolgeregelungen in Familiengesellschaften
Konflikte zwischen Firmen
• Uneinigkeit bei Vertragsverhandlungen
• Nichteinhaltung von Verträgen zwischen Geschäftspartnern
• Konflikte zwischen Verbänden und Firmen
• Konflikten mit Konkurrenten (unlauterer Wettbewerb usw)
Andere Konflikte mit wirtschaftlichem Hintergrund
• Auseinandersetzungen und Spannungen mit Behörden
• Konflikte zwischen Gesellschaftern eines Unternehmens
• Zwist bei den Modalitäten bei Kündigungen
• Konflikte und Spannungen mit der örtlichen Nachbarschaft
Mediation eignet sich insbesondere dort, wo die Beteiligten auch nach der Beilegung des Konfliktes miteinander in Beziehung stehen: in Arbeitskonflikten oder bei Mobbing, bei gestörten Kundenbeziehungen, bei Konflikten zwischen Nachbarn, zwischen Behörden und Einzelpersonen oder im Bereich von Auseinandersetzungen zwischen Interessengruppen, um nur einige Beispiele zu nennen.
Mediation ist ein aussergerichtliches, interdisziplinäres Verfahren der Konfliktbearbeitung, in dem neutrale Dritte die Konfliktbeteiligten darin unterstützen, ihren Streit einvernehmlich zu lösen. In freiwilligen und vertraulichen Verhandlungen entscheiden die Parteien selbst über ihre Möglichkeiten und Ergebnisse. Die Mediatorinnen und Mediatoren fördern als neutrale Dritte den Verhandlungsprozess. Sie sind allen Parteien gleichermassen verpflichtet. Sie sind interessenunabhängig und sorgen für einen fairen, transparenten und effizienten Ablauf der Mediation.
Aus dem Leitbild des Schweizerischer Dachverbandes Mediation SDM-FSM
2. Problemerfassung
Die Parteien stellen den Konflikt aus ihrer Sicht dar; die Uneinigkeit kommt
zur Sprache, die Positionen werden herausgearbeitet, die zu bearbeitenden Probleme aufgelistet.
3. Konfliktbearbeitung
Die Konfliktbearbeitung erlaubt die Herausarbeitung der tatsächlichen Interessen der Parteien, zu dem, was ihnen wirklich wichtig ist. Ziel ist die einvernehmliche Beschreibung der gemeinsam zu lösenden Probleme bei unterschiedlicher Sichtweise.
4. Lösungen erarbeiten
Die Parteien erarbeiten Lösungsansätze. In dieser Phase ist Kreativität
gefragt. Die Lösungsoptionen werden aufgrund der Parteieninteressen bewertet, Gemeinsamkeiten kommen zur Sprache. Ziel ist die Darstellung
von (gemeinsamen) Lösungsmöglichkeiten.
5. Mediationsvereinbarung
Die Parteien wählen eine Lösung auf und einigen sich auf deren Umsetzung. Abschluss dieser Phase bildet eine von allen Parteien getragene und unterzeichnete Vereinbarung.
6. Nachbearbeitung
Je nach Notwendigkeit kann eine Nachbearbeitung sinnvoll sein, um die Parteien bei der Einführung zu unterstützen und die Umsetzung der Vereinbarung zu überprüfen.