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Der Caffenbericht ist von den Vorstandsmitgliedern, HHrn. Dittmar und Schmelzer, geprüft worden, welche über das Resultat dieser Prüfung Bericht abstatteten.
Hr. Dittmar: Hr. Schmelzer und Redner haben sich gemeinschaftlich der in Rede stehenden Reviston unterzogen und die Cassen= verwaltung für die Jahre 1865 und 1866 in allen Punkten als ordnungsmäßig befunden. Die beiden Revisoren beantragen demnach,
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dem Vorstande bezüglich der Cassenverwaltung in den Jahren 1865 und 1866 Decharge zu er= theilen."
Nach einstimmiger Annahme dieses Antrages geht die Ver= sammlung in die
Discussion, betreffend die Redactionsverhältnisse der Zeitschrift, über, nachdem seitens zweier Mitglieder die Vollmachten der einzelnen Mitglieder, die Stimmen von Abwesenden zu vertreten, einer Prüfung unterzogen worden sind. In Betreff der projectirten Reorganisation in der Redaction der Zeitschrift liegen zwei Anträge vor, und zwar:
1) Der Antrag des Vorstandes:
„Die Redaction der Zeitschrift besorgt ein Hauptredacteur, welchem eine Anzahl Special- und Fachredacteure zu Hülfe gegeben wird. Der Hauptredacteur, dessen Wohnort am Druckorte der Zeitschrift sein muß, wird für eine Dauer von 5 Jahren von dem Vorstande erwählt. Seine Wahl unterliegt der Bestätigung der nächsten Hauptversammlung. Das contractliche Verhältniß des Hauptredacteurs dem Vereine gegenüber regelt der Vorstand. Die Specialredacteure werden auf Vorschlag des Vorstandes alljährlich neu gewählt resp. bestätigt"; und ferner :
2) Der Antrag des Berliner Bezirksvereines:
„Die Redaction der Zeitschrift verbleibt in den Händen einer Commission, deren Mitglieder in der Mehrzahl in Berlin wohnen, deren technisches Mitglied jedenfalls seinen Wohnsiz in Berlin hat. “
Zunächst nimmt das Wort
Hr. Director Grashof: M. H. Die Anträge, zu welchen der Vorstand auf Grund der Verhandlungen in seiner Conferenz am Ende des vorigen Jahres in Betreff einer Aenderung der Redaction der Zeitschrift sich veranlaßt gesehen hat, sind in drei Paragraphen des revidirten Statutes enthalten, welches wir vor= gelegt haben, und das sich bereits in Ihren Händen befindet. Id) will, um Ihr Gedächtniß zu unterstüßen, die sämmtlichen Bestim= mungen dieses revidirten Statutes, die sich auf die Redaction der Zeitschrift bezichen, verlesen. Es heißt zunächst im §. 11:
„Die Redaction der Zeitschrift besorgt ein Hauptredacteur, welchem eine Anzahl Special- oder Fachredacteure zur Hülfe gegeben werden. Der Hauptredacteur nimmt an allen Berathungen des Vorstandes Antheil, auch wenn er nicht gewähltes Vorstandsmitglied ist.
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Ich will in Bezug auf diesen lezten Saz nebenbei bemerken, daß wir nachträglich die eine redactionelle Äenderung wünschen, zu sagen: „an den Berathungen" statt: an allen Berathungen", weil immerhin Fälle vorkommen können, wo die Theilnahme des Hauptredacteurs an den Berathungen entweder nicht angemessen oder wenigstens zwecklos sein würde. Es lautet ferner der S. 17 a: „Der Hauptredacteur, dessen Wohnort am Druckorte der Zeitschrift sein muß, wird für eine Dauer von 5 Jahren von dem Vorstande erwählt. Seine Wahl unterliegt der Bestätigung der nächsten Hauptversammlung. Das con= tractliche Verhältniß des Hauptredacteurs dem Vereine gegenüber regelt der Vorstand.
Die Specialredacteure werden auf Vorschlag des Vorstandes alljährlich neu gewählt resp. bestätigt.
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Und endlich der §. 23:
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Vorstz und Vorstandsmitgliedschaft sind Ehrenämter. Der Director, der Geschäftsführer und die Specialredacteure werden durch eine jährlich von der Hauptversamm= lung festzusehende Sumine für ihre Mühwaltung entschädigt.
M. H. Die Gründe, welche uns veranlaßt haben, diese allerdings tief in die Verhältnisse eingreifenden Anträge zu stellen,
finden sich ausführlich auseinandergesezt in dem Berichte über die Conferenz des Vorstandes, welche in den leßten Tagen des vergangenen Jahres in Berlin stattgefunden hat, und ich kann mich demnach sehr kurz fassen. Indem ich also vorläufig auf jenen Bericht verweise, will ich nur noch einmal ganz im Kurzen die Hauptpunkte hervorheben, welche uns zur Stellung dieser Änträge genöthigt haben.
Ein erster Punkt ist der Wunsch, eine größere Stetigkeit und Dauerhaftigkeit in die Verwaltung unserer Redaction hineinzubringen. Es liegt in der Natur der Sache, daß, wenn sämmtliche Mitglieder der Redactionscommission wie bisher und so auch dasjenige Mitglied, welchem die Geschäftsführung vorzugsweise obliegt, jährlich gewählt werden, wir auch jährlich wieder auf's Neue in die Lage kommen können, eine Aenderung in der Person eintreten zu lassen. Es liegt ferner in der Natur der Sache, daß, wenn die Entschädigung, welche der Verein für diese Mühwaltung bietet, immerhin wie bisher nur von sehr geringem Betrage ist, eine solche Entschädigung bei einer etwaigen Verbesserung, welche sich anderweitig für die Lebensstellung des betreffenden Vereinsmitgliedes bietet, durchaus nicht in die Wagschale fallen kann, und es war unser Wunsch, in dieser Beziehung eine größere Stetigkeit herbeizuführen. Das haben wir durch zwei Momente herbeizuführen gesucht, erstens durch die Wahl auf einen Zeitraum von mehreren Jahren, und zweitens durch Inaus sichtnahme einer solchen Entschädigung, welche an und für sich schon die Lebensstellung wenn nicht vollständig begründet, so doch zum größten Theile sichert.
Ein zweiter Punkt, welcher uns genöthigt hat, diese Anträge zu stellen, ist der, daß die Arbeiten des geschäftsführenden Redacteurs in einem solchen Grade gewachsen sind, daß es durchaus nicht mehr möglich ist, diese Arbeiten nur nebenbei als Neben= functionen zu verrichten. Wir müßten denn darauf verzichten wollen, daß sie ferner ebenso gut verrichtet werden, als es bisher geschehen ist. Wodurch hauptsächlich die Arbeiten des geschäftsführenden Redacteurs in den lezten Jahren so außerordentlich groß geworden sind, das ist die Maßregel, welche durch Hrn. Professor Ludewig mehr und mehr in Ausführung gebracht wurde, um einen Paragraphen unserer Statuten zur Wahrheit zu machen, worin es heißt, jedes Mitglied sei verpflichtet, Beiträge zur Zeitschrift zu liefern, an dem stofflichen Inhalte unserer Zeitschrift sich zu betheiligen. Früher hatten wir in dieser Beziehung uns darauf beschränkt, es darauf ankommen zu lassen, ob uns aus freiwilliger Thätigkeit von diesem oder jenem Mitgliede Beiträge zugestellt würden. Nur gelegentlich hatten wir hier und da angepocht; Sie werden aber wissen, daß der ausübende Techniker, wenn man es ihm nicht bequem und leicht macht, und ohne besondere Aufforderung sich selten entschließt, mit seinen praktischen Erfahrungen an die Oeffentlichkeit zu treten, die Feder einmal in die Hand zu nehmen und etwas zu schreiben. Es war deshalb vorzugsweise unsere Idee und namentlich die des Hrn. Professor Ludewig; die Referate über technische Artikel, welche in anderen Zeitschriften erschienen, nicht von Redactionswegen zu besorgen, wobei man sich lediglich darauf beschränken müßte, das, was gerade materiell vorliegt, in kurzer Zusammenfassung wiederzugeben, während man aus Mangel eigener Erfahrung unmöglich Neues hineintragen und ein kritisches Urtheil abgeben kann. Wir wollten dagegen möglichst viele Mitglieder veranlassen, die Berichterstattung über diese literarischen Erscheinungen nun ihrerseits in die Hand zu nehmen und ihre praktischen Erfahrungen in die Referate hineinzuarbeiten, so daß mehr und mehr unsere Zeitschrift eine Zusammenfassung der technischen Erfahrungen unserer Mitglieder darstellen möchte. Bei dieser Art der Geschäftsführung ist aber begreiflicherweise eine sehr umfassende Correspondenz zu führen. In dem Berichte über unsere Vorstandsconferenz ist durch einige Zahlen ungefähr angedeutet, in welchem Umfange durch diese Maßregel die Geschäfte bisher gewachsen sind, und ste wachsen noch immer mehr, so daß sie gegenwärtig schon einen solchen Umfang angenommen haben, daß die Thätigkeit des Hauptredacteurs, wie er in unserem Antrage hingestellt ist, durch diese Arbeit vollständig ausgefüllt würde, vorausgesezt eben, daß ste in diesem Umfange fortgeführt wird, wie wir es doch für wünschenswerth halten müssen.
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Endlich ein dritter Grund, welcher uns auch in besonderem Grade veranlaßt, unsere Anträge zu stellen, ist der, daß wir dadurch, daß wir nur einen Redacteur, im Sinne unseres Antrages den Hauptredacteur, veranlassen, am Druckorte der Zeit