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Der britische Bekleidungskonzern French Connection Group Plc konnte in der erste Hälfte des Geschäftsjahres 2021/22 seinen Verlust deutlich reduzieren. Zudem erzielte das Unternehmen ein kräftiges Umsatzplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das entsprechende Niveau des Vorkrisenjahres 2019/20 sei allerdings klar verfehlt worden, teilte der Bekleidungsanbieter am Dienstag mit. Das seit Jahren schwächelnde Unternehmen hatte in der vergangenen Woche ein Übernahmeangebot des Bieterkonsortiums MIP akzeptiert.
In den Monaten Februar bis Juli belief sich der Konzernumsatz von French Connection auf 40,2 Millionen Britische Pfund (47,3 Millionen Euro). Im Vergleich zur ersten Hälfte des vergangenen Jahres, in der die Auswirkung der Covid-19-Pandemie die Geschäfte noch erheblich stärker belastet hatten, bedeutete das eine Steigerung um 68,2 Prozent. Im eigenen Einzelhandel wuchsen die Erlöse um 12,9 Prozent auf 11,4 Millionen Britische Pfund, im Großhandelsgeschäft legten sie um 108,7 Prozent auf 28,8 Millionen Britische Pfund zu.
Aufgrund von strategischen Ladenschließungen und pandemiebedingten Belastungen liegt der Umsatz deutlich unter dem Vorkrisenniveau
Gegenüber dem ersten Halbjahr 2019/20 sank der Umsatz damit allerdings um 22,2 Prozent. Das Unternehmen begründete den Rückgang mit der strategischen Verkleinerung des Filialnetzes und den pandemiebedingten zeitweiligen Ladenschließungen zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres.
Seine operativen Kosten konnte der Bekleidungsanbieter durch umfangreiche Sparmaßnahmen gegenüber den beiden vergangenen Jahren deutlich reduzieren. So fiel der um Sondereffekte bereinigte operative Verlust mit 0,9 Millionen Britischen Pfund deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum (-12,2 Millionen Britische Pfund) und in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019/20 (-3,6 Millionen Britischen Pfund).
Auch der auf die Anteilseigner entfallende Nettoverlust wurde erheblich verringert: Er belief sich auf 0,9 Millionen Britische Pfund (1,1 Millionen Euro), nachdem in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres noch ein Fehlbetrag von 13,2 Millionen Britischen Pfund ausgewiesen worden war. Vor zwei Jahren musste French Connection einen Halbjahresverlust in Höhe von 4,8 Millionen Britischen Pfund verbuchen.
Der scheidende Konzernchef Marks sieht „erhebliche Fortschritte“ bei der Sanierung
Stephen Marks, der Chairman und CEO des Unternehmens, zeigte sich mit der Entwicklung in den vergangenen Monaten zufrieden. Die Verbesserungen, die zu Beginn des ersten Halbjahres erkennbar gewesen seine, hätten sich im Laufe des Berichtszeitraums fortgesetzt, erklärte er in einer Mitteilung und verwies auf die einschneidenden Reformen, denen sich der Bekleidungsanbieter unterzogen hatte: „In den vergangenen fünf Jahren haben wir erhebliche Fortschritte bei unseren Plänen gemacht, die Größe des Store-Portfolios zu rationalisieren und den Konzern wieder profitabel zu machen.“
Marks, der die Marke 1972 gegründet hatte und derzeit noch größter Einzelaktionär von French Connection ist, bekräftige seine Ankündigung, nach dem Vollzug der von ihm befürworteten Übernahme durch MIB von seinen Posten zurückzutreten: Für ihn sei der „richtige Zeitpunkt“ für den Abschied gekommen, erklärte er. Der Kauf des Konzerns durch das Bieterkonsortium, das der zweitgrößte Anteilseigner Apinder Singh Ghura zusammen mit einigen Geschäftspartnern gegründet hat, soll im Schlussquartal des laufenden Jahres abgeschlossen werden.
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