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Reisen Sie mit der Transsibirischen Eisenbahn in fahrplanmässigen Regelzügen und entdecken Sie die Weite Sibiriens auf eigene Faust! Die Vorteile dieser Reisevariante sind mehr Freiheit in der Programmgestaltung und die Begegnungen mit Mitreisenden aus verschiedenen Ländern. Sie reisen in Regelzügen mit russischen, mongolischen und chinesischen Mitreisenden. Diese Reiseart bedingt jedoch etwas Reiseerfahrung, grössere Flexibilität und teilweise Bereitschaft zum Komfortverzicht im Vergleich zu Reisen im Sonderzug.
Abteile und Schlafwagen im Regelzug: viele Züge führen Wagen mit Abteilen in der 1. Klasse (meistens zwei untere Betten) und in der 2. Klasse (4-Bett-Abteil mit zwei unteren und zwei oberen Betten). Jeweils an den Waggonenden befinden sich Toiletten und Waschräume. Nur die wenigsten Züge verfügen über eine Duschmöglichkeit und diese kann in keinem Fall garantiert werden.
Bahnbillette und Preise: Bahnbillette können nur mit Reservationen kombiniert ausgestellt werden. Somit sind die Billette nur am gebuchten Datum auf dem gebuchten Zug gültig und können nicht umgebucht werden. Während der Hochsaison und auf einigen Strecken das ganze Jahr hindurch sind einzelne Züge jeweils sehr früh ausgebucht. Häufig muss in diesen Fällen für den Bezug der Bahnbillette auf Zwischenhändler zurückgegriffen werden, was einen erheblich höheren Preis zur Folge hat.
Fahrplan Regelzug: die Züge verkehren in der Regel sehr pünktlich! Alle paar Stunden stoppt der Zug an einem grösseren Bahnhof 10 bis 30 Minuten. Da die Transsibirische Eisenbahn sieben verschiedene Zeitzonen durchfährt, ist auf den Bahnbilletten oft die Moskauzeit erwähnt. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten auf Ihrem Reiseprogramm entsprechen jedoch der vor Ort herrschenden Lokalzeit.
Gepäck: der Platz in den Abteilen ist beschränkt. Normalerweise gibt es Stauraum unter den Betten sowie über der Türe des Abteils. Wir empfehlen Ihnen, eine flexible Reisetasche sowie ein zweites, kleineres Gepäckstück mit Dingen für den täglichen Gebrauch mitzuführen. Schalenkoffer sind für eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn nicht geeignet und auf keinen Fall zu empfehlen!
Grenzübertritte: die Einreiseformalitäten an der mongolischen und an der chinesischen Grenze nehmen mehrere Stunden in Anspruch. Bis Ihre Grenzformalitäten erledigt sind, werden Sie zum Teil gebeten, im Abteil zu bleiben. An der chinesischen Grenze wird zudem das Fahrgestell der Waggons von der russischen und mongolischen Breitspur auf die Normalspur in China umgestellt, was zusätzlich einige Zeit in Anspruch nimmt.
Mitreisende im Regelzug: während der Zugfahrt schliessen Sie Bekanntschaften. Andere Touristen, aber auch lokale Mitreisende freuen sich während der mehrtägigen Bahnfahrten über Abwechslung. So werden Schweizer Schokolade und russischer Wodka schnell ausgepackt und geteilt! Auf der Strecke über die mongolische und chinesische Grenze werden zudem viele Händler mit ihren Handelswaren den Zug benützen. Geschäftiges Treiben und kurze Weile sind garantiert!
Reservationen für den Regelzug: der reguläre Verkauf der Bahnbillette beginnt normalerweise 45 Tage vor Abreise des Zuges. Wir haben die Möglichkeit, Ihre Reservation für die meisten Züge bereits weiter im Voraus zu tätigen. Trotzdem kann es in Ausnahmefällen vorkommen, dass aufgrund einer geänderten Zugskomposition oder einer Regierungsdelegation, welche die Abteile für sich beansprucht, bereits bestätigte Reservationen kurzfristig umgebucht werden müssen. Darauf können wir leider keinerlei Einfluss nehmen.
Sicherheit im Regelzug: jeder Schlafwagen wird von einem Schaffner betreut, der für die Sicherheit und die Sauberkeit zuständig ist. Wertsachen und Fotoapparate sollten jedoch nicht unbeaufsichtigt im Abteil gelassen werden.
Verpflegung im Regelzug: die meisten Züge führen Speisewagen mit, die während den Essenszeiten geöffnet sind und einfache, währschafte Mahlzeiten servieren. In jedem Waggon befindet sich zudem ein Samowar mit heissem Wasser, das Sie zur Zubereitung von Tee, Kaffee oder Instant-Suppen nutzen können. Vergessen Sie daher nicht Ihre Tasse einzupacken. Zudem haben Sie die Möglichkeit, während der Zwischenhalte an kleinen Kiosken auf dem Perron Getränke und Snacks zu kaufen.
Kasan, das Zentrum des Islams in Russland, liegt an der Wolga. Die Stadt vereint Orient und Okzident auf ganz eigene Weise, was sie zu einer der schönsten Städte entlang der Transsib macht.
Jekaterinburg bildet die Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Mit dem heimtückischen Mord an der Zarenfamilie endete hier aber auch das russische Zaren-Zeitalter.
Omsk, die Millionenstadt am Irtysch und Om, war bis in die 90er-Jahre für Ausländer gesperrt. Heute präsentiert sich die Stadt als interessantes, vielschichtiges Kunst- und Kulturzentrum.
Nowosibirsk ist die grösste Stadt Sibiriens und verdankt ihre Gründung der Transsib. Mit drei Universitäten und dem berühmten Vorort Akademgorodok zeigt sich die Stadt innovativ und dynamisch.
In keiner anderen Stadt sind so viele reich mit Schnitzereien verzierte Häuser erhalten geblieben wie in Tomsk. Tauchen Sie in das alte, ursprüngliche Sibirien ein!
Krasnojarsk liegt am Ufer des hier fast zwei Kilometer breiten Jenissejs. Besonders lohnenswert ist ein Ausflug in den nahe gelegenen Stolby-Nationalpark mit seinen skurrilen Felsformationen.
Anders als viele Städte, die an der Transsibirischen Eisenbahn liegen, entstand Irkutsk bereits vor dem Bau der Strecke im 17. Jahrhundert und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Sie gilt auch heute noch als heimliche Hauptstadt Sibiriens. Als Ausgangspunkt für den Besuch des Baikalsees, der sich ca. 80 km von der Stadt entfernt befindet, sollte Irkutsk auf einer Reise mit der Transsib als mehrtägiger Zwischenhalt auf keinen Fall fehlen.
Ulan Ude ist als Hauptstadt der Burjaten, einem verwandten Volk der Mongolen, äusserst asiatisch geprägt. So ist es kaum verwunderlich, dass die Stadt auch das Zentrum des russischen Buddhismus ist.
Chabarowsk ist eine lebhafte, fernöstliche Metropole im Mündungsgebiet von Amur und Ussuri, nur wenige Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt.
«Alles Aussteigen bitte!» Nach 9’288 km endet die längste Bahnstrecke der Welt in Wladiwostok. Als Russlands «Tor zum Pazifik» brachte es die Stadt durch den Handel schnell zu Wohlstand und Ansehen.
Die vielfältigste und landschaftlich interessanteste Strecke der Transsib bietet die Transmongolische Eisenbahn. Bei Ulan Ude verlassen Sie die Hauptroute, die nach Wladiwostok führt und fahren gegen Süden in die Mongolei. Durch die endlos scheinende Steppe erreichen Sie die mongolische Hauptstadt Ulan Bator. Weiter führt Sie die Strecke durch die Ausläufer der Wüste Gobi, wo Sie vom Zug aus Kamelreiter und mit etwas Glück wilde Gazellen sehen können, bis nach China. So bereisen Sie in einem Zug zwei Kontinente und drei Kulturen!