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Die Wissenschaftlerinnen der University of Washington liessen 39 Babys und ihre Eltern im Labor während eines Monats regelmässig für eine Viertelstunde spielen. Dabei hörten 20 der kleinen Probanden Musik im Walzertakt, zu der ihre Eltern mit ihnen den Rhythmus klopften. Die anderen 19 Babys spielten mit Klötzen, Spielzeugautos oder anderen Objekten, aber ohne Musik.
Nach zwölf dieser “Spielstunden” untersuchten die Forscherinnen mittels Hirnscan, wie die Gehirne der Kinder auf Musik oder Gesprochenes mit Rhythmusunterbrüchen reagierten. Bei den Babys, die das “Musiktraining” mitgemacht hatten, reagierten spezifische Hirnregionen stärker auf die Unterbrüche als bei den Kindern der Kontrollgruppe, wie die Forscherinnen im Fachjournal “PNAS” berichten.
Das weise darauf hin, dass die Spiele zu Musik die Fähigkeit der Babys verbesserten, Muster zu erkennen, schrieb die University of Washington in einer Mitteilung.
Babys erleben eine Welt voller Sinneseindrücke, die sich ständig verändern. “Der Job eines Babys ist, die Aktivitätsmuster zu erkennen und vorherzusehen, was als nächstes passiert”, erklärte Studienautorin Patricia Kuhl in der Mitteilung. Mustererkennung sei eine wichtige kognitive Fähigkeit, und sie früh zu verbessern, könnte langfristige Effekte aufs Lernen haben.
Sprache ist ebenso wie Musik stark von rhythmischen Mustern geprägt. Das Timing von Silben hilft dem Zuhörer, einen Sprachlaut von anderen zu unterscheiden und das Gesagte zu verstehen. Ebendiese Fähigkeit, Unterschiede zwischen Sprachlauten zu erkennen helfe Babys, sprechen zu lernen, schrieb die Hochschule.
(SDA)