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Begriffe
Im Folgenden sollen die wichtigsten Begriffe zum Verständnis der vorliegenden Publikation erklärt werden.
Als Energie wird die in einem physikalischen System steckende Fähigkeit, Arbeit zu verrichten bezeichnet. Die gebräuchlichsten Masseinheiten sind das Joule (J), die Kilowattstunde (kWh) und die Kalorie (cal) (vgl. auch Kapitel Hilfstabellen). Es gilt an dieser Stelle, die vielfältigen Erscheinungsformen der Energie in Erinnerung zu rufen: So gibt es Energieträger - das heisst Stoffe, mit deren Hilfe sich Energie nutzen lässt - die in der Natur vorkommen (sog. Primärenergieträger) und solche, die man nur durch Umwandlung erhält (sog. Sekundärenergieträger).
Primärenergieträger sind z.B. Holz, Erdgas, Rohöl, Wasserkraft oder Kernbrennstoff. Unter die Sekundärenergieträger fallen z.B. Elektrizität, Benzin oder Fernwärme. Bei der Erzeugung von Sekundärenergie müssen jeweils Umwandlungsverluste in Kauf genommen werden. Diese werden zusammen mit weiteren Verlusten in eine Energiebilanz integriert und führen so schlussendlich zum Endenergieverbrauch als aussagekräftigste Verbrauchsgrösse. Der Energieverbrauch ohne alle Verluste wird dabei als Bruttoenergieverbrauch bezeichnet, wobei hier im Ausland anfallende Verluste nicht berücksichtigt sind (z.B. importiertes Benzin oder importierte Elektrizität).
Der Bruttoverbrauch entspricht der Summe aus inländischer Gewinnung und den Saldi des Aussenhandels sowie der Lagerveränderungen. Dies betrifft sowohl Primär- wie auch Sekundärenergieträger. Mit der Endenergie wird die letzte Stufe des Handels erfasst. Hinzu kommt ab 1990 der Verbrauch von erneuerbaren Energien, die gar nie erst in den Handel kommen (Bsp. Kollektorwärme). Die Endenergie beinhaltet somit die vom Konsumenten für einen bestimmten Nutzen eingekaufte bzw. selbst produzierte Energie, wie zum Beispiel Strom für Licht oder Benzin fürs Auto. Die Differenz zur Bruttoenergie sind im Wesentlichen die Umwandlungs- und Netzverluste. Der Heizwert bezeichnet die Energiemenge, die bei vollständiger Verbrennung eines Energieträgers frei wird. Spricht man vom Brennwert (=oberer Heizwert) wird zusätzlich die Kondensationswärme des bei der Verbrennung entstandenen Wasserdampfs genutzt. Dies geschieht mittels Kondensation der Abgase.