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«Die Nationale Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung NIKE, Mitglied der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW sowie von Europa Nostra, setzt sich für die Erhaltung der Kulturgüter in der Schweiz ein. Ihre Tätigkeit gründet auf den Schwerpunkten Sensibilisierung, Koordination und kulturpolitische Arbeit. 35 Fachverbände und Organisationen, denen rund 60’000 Mitglieder angehören, bilden den Verein NIKE. Als Dienstleistungszentrum im Bereich der Kulturgüter-Erhaltung vernetzt und informiert die NIKE die Fachleute und organisiert fachspezifische Weiterbildungen. Sie macht politische Behörden, Medien und die breite Öffentlichkeit mit der gesellschaftlichen Bedeutung und den vielfältigen Anliegen der Kulturgüter-Erhaltung vertraut.» → NIKE
Höheren Unterhaltungswert besitzen die jeweiligen → Bulletins •
Studie des am 29. Dezember 1479 in Florenz gehenkten Bernardo di Bandino Baroncelli.
Am 26. April 1478 wurde Giuliano de’ Medici zum Auftakt der sog. Pazzi-Verschwörung von Francesco Pazzi und Bernardo di Bandino Baroncelli während der Ostermesse im Dom zu Florenz ermordet. Baroncelli floh an den Hof des Sultans in Konstantinopel, wurde jedoch an die Medici ausgeliefert.
«Ende 1479 brachte ihn Antonio de‘ Medici nach Florenz zurück. Das Todesurteil durch Erhängen an den Fenstern des Podestà durch die Otto erging am 28. Dezember, die Exekution erfolgte im Morgengrauen des folgenden Tages. Das Urteil bestimmte, dass Bandini in denselben Kleidern, in denen er aus Konstantinopel nach Florenz gekommen war, gehenkt werden sollte. Er trug offenbar immer noch türkische Gewänder, und es sollte mit dieser Verfügung wahrscheinlich herausgestellt werden, daß er nicht nur den Staat, sondern auch den Glauben verraten hatte. Die exotische Kleidung muß dem jungen Leonardo da Vinci so interessant vorgekommen sein, daß er den Gehenkten zeichnete und mit penibler Genauigkeit dessen Kleidungsstücke notierte. Auch der Name eines anderen berühmten Künstlers ist mit der Pazzi-Verschwörung verbunden. Am 21. Juli verfügten die Otto die Zahlung von vierzig Fiorini an Sandro Botticelli für die Ausführung der Schandbilder der Verräter. Es war Brauch, die Bilder der Verbrecher (ursprünglich nur der Bankrotteure) zur Schmach und zur Abschreckung auf die Wände öffentlicher Gebäude zu malen. Botticellis Schandbilder sind wie fast alle dieser Art nicht erhalten, obwohl solche Darstellungen oft erst nach Jahrzehnten übertüncht wurden.» Ingeborg Walter: Der Prächtige. Lorenzo de Medici und seine Zeit, München 2. Aufl. 2011, 161 •
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