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Demādes,
Redner und Staatsmann zu Athen, [* 2] talentvoll, schlagfertig und voll Mutterwitz und, obwohl ohne höhere Bildung, von hinreißender Beredsamkeit, aber gesinnungslos u. käuflich; von niederer Herkunft, diente er in frühern Jahren als Ruderknecht, schwang sich aber bald zum Rival des Demosthenes empor, gegen den er wiederholt auftrat, ohne selbst eine bestimmte Politik zu verfolgen. Bei Chäroneia 338 v. Chr. in makedonische Gefangenschaft geraten, erwarb er sich durch kecken Freimut die Gunst Philipps, bewirkte seine und der übrigen athenischen Gefangenen Freilassung, ward aber zugleich durch reiche Geschenke für das makedonische Interesse gewonnen. Nach ¶
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Philipps Tod gelang es ihm in Gemeinschaft mit Phokion, die Rache Alexanders von Athen abzuwenden; er sicherte sich auch die Gunst
dieses Königs und benutzte dieselbe, um den großen Aufwand zu bestreiten, welchen seine üppige Lebensweise erheischte.
Mehrmals zogen ihm seine Bestechlichkeit und sein Luxus bedeutende Geldstrafen und selbst die Atimie zu;
von letzterer entbanden ihn jedoch die Athener, als sie seiner zu einer Gesandtschaft an Antipatros bedurften, um von demselben
die Zurückziehung der makedonischen Besatzung aus Munychia zu erlangen. Aber Antipatros, durch aufgefangene Briefe von verräterischen
Umtrieben des
Demades auch gegen seine Person unterrichtet, ließ ihn mit seinem Sohn Demeas hinrichten (319
oder 318). Das Fragment einer Rede (abgedruckt in Bekkers »Oratores attici«, Bd.
3, Berl. 1823),
das von ihm herrühren soll, ist wahrscheinlich unecht.
Vgl. H. Lhardy, De Demade oratore atheniensi (Berl. 1834).