Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03234.jsonl.gz/3047

"Die Flüchtlinge sitzen auf den griechischen Inseln und auf dem Festland fest und sind viel zu schlecht ausgerüstet, um der eisigen Kälte zu trotzen", wird Sulamith Begemann, Kampagnenleiterin Migration von Amnesty Schweiz, in einer Mitteilung zitiert.
Zu dieser menschenunwürdigen Situation sei es gekommen, weil die EU und die europäischen Länder darauf bestanden hätten, die Balkanroute zu schliessen. Gleichzeitig hätten sie aber ihre Zusagen zur Umsiedlung von Flüchtlingen nicht erfüllt.
Im vergangenen Sommer hatte die EU die Umsiedlung von 40'000 und später dann nochmals von 120'000 Flüchtlingen beschlossen, um Länder wie Italien oder Griechenland zu entlasten. Die Schweiz hat sich bereit erklärt, freiwillig an den EU-Umsiedlungsprogrammen teilzunehmen. Im Rahmen des ersten EU-Programms hatte sie zugesagt, 1500 Flüchtlinge aufzunehmen.
Dieser Prozess verlaufe aber nur schleppend, kritisiert Amnesty. Aus Griechenland seien bis anhin nur gerade 28 Personen in der Schweiz aufgenommen worden.
(SDA)