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Peking - Nach dem verheereenden Erdbeben im tibetischen Hochland in Westchina ist die Zahl der Toten auf über 600 angestiegen. Über 300 Menschen wurden noch unter den Trümmern vermisst, wie die Behörden berichteten. Über 9100 Menschen seien verletzt.
Die Erdstösse der Stärke 6,9 hatten die Stadt Jiegu, den Verwaltungssitz der betroffenen Präfektur Yushu, zu mehr als 80 Prozent zerstört. Rund 15'000 Häuser seien eingestürzt, erklärten die Behörden.
"Viele, viele Menschen sind tot", sagte eine Studentin telefonisch der Nachrichtenagentur dpa in Peking. "Alles ist zerstört." In den Trümmern suchten Bergungstrupps verzweifelt nach Verschütteten.
Es fehlte dringend an medizinischer Hilfe, Medikamenten, Zelten, Nahrung und Trinkwasser. Erste Hilfslieferungen trafen in dem entlegenen Erdbebengebiet an der Grenze zu Tibet ein.
Die chinesische Regierung schickte Busse mit Helfern und Lastwagen mit Lebensmitteln und Medizin in die Region. Tausende Rettungskräfte und zahlreiche Ärzteteams wurden mobilisiert.
Ein Sportstadion in Jiegu wurde zu einem provisorischen Spital umfunktioniert. Die medizinische Versorgung der vielen Verletzten war schwierig, da es an einfachsten medizinischen Dingen fehlte. Schwerverletzte sollen ausgeflogen werden.
Kaltes Wetter, starker Wind und häufige Nachbeben erschwerten das Schicksal der Überlebenden und die Bergungsarbeiten. Die in die Region entsandten Hilfsmannschaften mussten sich in der Nacht auf den Strassen durch Sandstürme, Graupelschauer und eisige Winde kämpfen.
Da die betroffene Präfektur Yushu in rund 4000 Meter Höhe liegt, litten viele Helfer wegen des Sauerstoffmangels zudem unter der Höhenkrankheit.
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