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Die Performance dieses mit 864 Servern bestückten Untersee-Rechenzentrums, das in rund 30 Metern Tiefe lag, wurde rund zwei Jahre lang kontinuierlich überwacht. Nun hat Microsoft die an ein Mini-U-Boot erinnernde Kapsel in diesem Sommer wieder an Land gezogen, um sie einem genauen Augenschein zu unterziehen, wie Microsoft-Mann John Roach in einem Blogpost schreibt.
Das Projekt habe gezeigt, so Roach, dass Untersee-Rechenzentren nicht nur funktionieren, sondern auch ökonomisch Sinn machen könnten und zudem umweltverträglich seien. Microsoft werde daher weiterhin an der Idee festhalten.
Microsoft glaubt, dass in den kommenden Jahren immer mehr Edge-Rechenzentren in der Nähe von Ballungsgebieten gebaut werden müssen. Der Platz dort ist aber rar und teuer. Im Meer platzierte, automatisierte Rechenzentren könnten eine Lösung für alle Städte sein, die in Küstennähe liegen. Unterwasser-RZs könnten zudem energiesparender gekühlt werden und, wenn man sie beispielsweise mit Offshore Windmühlen verbindet, auch komplett klimaneutral betrieben werden.
Eines der Resultate des Tests könnte zudem Auswirkungen darauf haben, wie künftig auch RZs auf dem Land betrieben werden. Von den 864 Servern in der Kapsel fielen zwar im Laufe der Jahre einige aus. Aber insgesamt waren sie laut Projektmanager Ben Cutler achtmal verlässlicher als Server in normalen Rechenzentren.
Das Team glaubt, dass dies zwei Hauptursachen hat. Erstens wurde die Unterwasserkapsel komplett mit Stickstoff gefüllt, der weniger Korrosion verursacht, als Sauerstoff. Ausserdem fehlten Menschen, die in Rechenzentren auch mal aus Versehen ans Equipment stossen und es beschädigen.
Insbesondere die Server, die im Untersee-Rechenzentrum ausgefallen sind, möchte das Projektteam nun noch genauer unter die Lupe nehmen. Möglicherweise könne man daraus Rückschlüsse ziehen, wie man auch Rechenzentren an Land so gestalten könnte, dass sie verlässlicher werden.