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Identifikation
Signatur:
Ar 201.209
Entstehungszeitraum / Laufzeit:
1973-1994
Umfang:
0.45 m
Kontext
Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
In den 1980er Jahren kam es in verschiedenen Schweizer Städten zu Jugendunruhen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen rebellierten gegen eine in ihren Augen in Normen erstarrte und zur Maschinerie verkommene Gesellschaft. Zentral war dabei in allen Städten die Forderung von Räumen für eine selbstbestimmte Jugend- und Alternativkultur. Ihrem Unmut über die ablehnende Haltung des Establishments machte die Bewegung nicht nur in Krawallen Luft, sondern auch in einer Fülle von Zeitschriften und Flugblättern.
Übernahmemodalitäten
Eingegangen ab 2000 als Schenkungen mehrerer Privatpersonen.
Inhalt und innere Ordnung
Form und Inhalt
Die Dokumentation besteht vor allem aus Flugblättern und Flugschriften aus der Jugendbewegung und deren Umfeld. Es finden sich darunter aber auch einzelne Dokumente von Beobachtern der Bewegung.
In die Dokumentation sind unter der Signatur SOZARCH Ar 201.206.1a Unterlagen zur Aktion "10 Zürcher Widersprüche", 1992-1994, integriert. Die Unterlagen gelangten mit PdA-Akten aus dem Besitz von A. Weil im Sommer 2010 ins Schweizerische Sozialarchiv. Bei dieser Aktion handelte es sich um eine Art neues Zürcher Manifest. Die "10 Zürcher Widersprüche" wurden im Rahmen einer Pressekonferenz am 27.08.1992 vorgestellt. Zur Gruppe gehörten: die Sozialarbeiterin Ruth Berg, die Schriftstellerin Afra Weidmann, FraP-Kantonsrätin Anjuska Weis sowie die Schriftsteller H.U. Müller, Manfred Züfle und Jürgmeier. Die Thesen wurden am 28. Oktober 1992 in der Roten Fabrik zur Diskussion gestellt. Die "10 Zürcher Widersprüche" fanden wenig und eher kritische Resonanz. Das Thema wurde anlässlich der Tagung vom 11./12. Juni 1994 im Tagungszentrum Boldern, Männedorf, nochmals aufgegriffen.
Bewertung und Kassation
Doppel- und Mehrfachexemplare wurden kassiert oder in die Dokumentations- und Bibliotheksbestände integriert.
Neuzugänge
Es werden keine Neuzugänge erwartet.
Zugangs- und Benutzungsbedingungen
Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher Sprache
Sachverwandte Unterlagen
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Veröffentlichungen
Verzeichnungskontrolle
Informationen der Bearbeiter*in
Die Verzeichnung erfolgte im April 2007 durch Marzell Küttel.