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Englisch und Deutsch sind zwei wichtige Sprachen. Deutsch ist die meistgesprochene Sprache in der EU. Englisch wird zwar weltweit nicht am meisten gesprochen, etablierte sich aber als wichtigste Verkehrs- und Kommunikationssprache weltweit. Wenn man in Europa lebt, schadet es also nicht, wenn man diese beiden Sprachen beherrscht.
Zahlreiche Texte werden tagtäglich vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Nur leider klappt das nicht immer so recht. Das fällt vor allem im Netz auf.
Was im Internet passiert
Es kommt immer wieder vor, dass ich nichtsahnend im Internet surfe und auf einen Text stosse, dessen Überschrift mir interessant erscheint. Dann lese ich ihn. Und erschrecke. Oft werden Texte aus dem Englischen als Basis genommen, da auf Englisch sehr viel mehr Texte produziert werden als auf Deutsch. In der Unterhaltungsbranche zum Beispiel. Oder auch, wenn es um News geht. Texte werden oftmals telquel in die andere Sprache übernommen, ohne die nötigen Kenntnisse darüber zu haben. Das Ergebnis: Schlecht übersetzte Texte, die irritieren und unschön zu lesen sind. Das ist der Hauptgrund, weshalb ich immer mehr Inhalt im Netz direkt auf Englisch konsumiere.
Worauf man achten muss
Was aber löst diese Irritation bei uns aus? Word würde wahrscheinlich nichts unterstreichen und Google Translate könnte es nicht besser übersetzen. Aber: Der Text wirkt fremd. Bezüge stimmen nicht, es wird von Dingen gesprochen, die das Zielpublikum nicht kennt. Das können konkrete Dinge sein wie Produkte oder auch gesellschaftliche Ereignisse. So ist zum Beispiel die Rede von einem Blue Moon, das sehr erfrischend sein soll. Wissen Sie, was ein Blue Moon ist? Ein (anscheinend) sehr leckeres, amerikanisches Weissbier. Das wusste ich aber bis jetzt nicht. Wenn das Produkt in der Kultur des Zielpublikums nicht bekannt ist, löst das Irritationen aus. Dann muss man nachschlagen und recherchieren. Aber das ist eigentlich die Aufgabe des Übersetzers; solche Dinge gehören lokalisiert. Aus dem Blue Moon könnte man ein Hoegaarden oder ein 1664 Blanc machen, die sind hier in Europa wesentlich bekannter. Ein anderes, simples Beispiel, ist ein reines Wort-/Übersetzungsproblem: Wenn in einem Geschäftsbericht von geteilten Plattformen die Rede ist, die eigentlich gemeinsam genutzte Plattformen sind, irritiert das bei der ersten Lektüre.
Fragen Sie Supertext
Wenn man den Adressatenkreis beachtet, das Weltwissen der Zielgruppe einigermassen einschätzen kann und den Kontext richtig einordnet, passieren diese Patzer nicht. Dafür muss man sich aber mit dem Text auseinandersetzen. Und das braucht Zeit und vor allem Übung. Bei uns müssen Sie sich keine Sorgen darüber machen, dass der Text beim Zielpublikum falsch ankommen könnte. Wir arbeiten nur mit erfahrenen Textprofis zusammen, die genau diese Schritte beachten, damit Ihre Übersetzung so ankommt, wie sie sollte.
Bild: D. Fuka auf Flickr (CC BY-SA 2.0)