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Am Donnerstag feierte der Weltranglisten-Erste den 24. Erfolg im 26. Duell mit dem Tschechen. Sechsmal nahm er Berdych bei erneut kalten und feuchten Bedingungen in Roland Garros den Aufschlag ab. Zittern musste er bloss im zweiten Game des dritten Satzes, als er verärgert das Racket auf den Boden schmeissen wollte, es ihm aber entglitt und in beeindruckender Geschwindigkeit Richtung Linesman hinter ihm katapultiert wurde. Wäre der Referee getroffen worden, hätte es die Disqualifikation zur Folge gehabt.
Am Freitag trifft Djokovic im Halbfinal auf den Österreicher Dominic Thiem (ATP 15), der sich gegen den Belgier David Goffin (ATP 13) 4:6, 7:6 (9:7), 6:4, 6:1 durchsetzte. Thiem ist nach Jürgen Melzer und Thomas Muster erst der dritte Österreicher, der bei einem Grand-Slam-Turnier unter die letzten vier vorstösst. Gegen Djokovic hat der Niederösterreicher die zwei bisherigen Begegnungen klar verloren, allerdings fanden sie auf Hartplatz statt. Auf Sand hat Thiem in diesem Jahr mehr Matches (25) gewonnen als jeder andere Spieler und zudem die Turniere in Nizza und Buenos Aires für sich entschieden.
Djokovic ist selbstredend auch im Halbfinal der klare Favorit. Im Viertelfinal musste er nie fürchten, die vierte Saisonniederlage zu kassieren. Er agierte auf dem Weg zu seinem 30. Grand-Slam-Halbfinal sicher. Müdigkeit wegen des doch gedrängten Programms, das der 29-Jährige wegen des anhaltend schlechten Wetters in Paris absolvieren muss, war ihm nicht anzumerken. Auch der Nieselregen, der im dritten Satz für einen kurzen Spielunterbruch sorgte, störte ihn nicht weiter.
Mehr als 30 Grand-Slam-Halbfinals haben seit Beginn der Open Era (1969) nur zwei Spieler erreicht: Roger Federer (39) und Jimmy Connors (31). Die letzte Niederlage bei einem Major kassierte Djokovic vor fast genau einem Jahr im French-Open-Final gegen Stan Wawrinka. Dieser steht am Freitag gegen Andy Murray wieder im Einsatz.
(SDA)