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Glarus den 17. Mai 1841.
Mein theurer Escher!
Schon seit mehrern Wochen harre ich täglich auf einen Brief von dir, u. ich kann das lange Ausbleiben desselben nun nicht mehr überhäuften Geschäften zuschreiben, sondern es muß mich auf den beunruhigenden Gedanken bringen, daß du krank seyest u. desshalb nicht schreiben könnest. Ich bitte dich daher mir, wenn du nicht sonst bald auf meinen letzten Brief antworten kannst, wenigstens darüber, auf irgend welche Art Nachrichten zukommen zu lassen. – Alles Weitere übergehend, will ich dir mit Bezug auf deine beabsichtigte Pfingstexkursion noch melden, daß der Offiziersball, von dem ich einmal mit dir redete, bereits den 2. d. M. stattgefunden hat, also dieser Grund, den Weg nach unserm Canton einzuschlagen, für dich wegfällt. Um so bestimmter erwarte ich dich dann aber in den Sommerferien, wo du in Begleitung von Alfr. Aepli u. Zwingli Wirth kommen kannst, welche diese Zeit mit Zwicki auf einer Alp zubringen wollen. Letztrer («der Eremit vom Sool berg») lebt bereits als Einsiedler in einem Berghäuschen mit herrlicher Aussicht, 1½ Stunden oberhalb Mollis, u. läßt dich grüßen. – Herzlich grüßt dich
dein
J J Blumer.