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Das International Peace Bureau ruft auf zur Verteidigung des INF-Vertrages.
IPB, in Zusammenarbeit mit unseren Partnern, möchte den beigefügten Aufruf in der Zeitung The Guardian am 8. Dezember veröffentlichen. Wir möchten uns zusammenzuschließen und ein öffentliches Bewusstsein schaffen, um die Politik davon zu überzeugen, den INF-Vertrag zu erhalten.
Aus diesem Grund sammeln wir Unterschriften von Personen und Organisationen, die bereit sind, uns mit den Kosten für die Veröffentlichung des Aufrufs zu unterstützen. Gerne kann diese E-Mail unter Freunden, Verwandten und Partnern verteilt werden.
Der Aufruf kann mithilfe dieses Links unterzeichnet werden
oder auch durch eine E-Mail an das IPB Büro in Berlin in der Sie Ihre Absicht, den Aufruf zu unterstützen, kundtun.
Sowohl Personen als auch Organisationen sollten uns kurz Ihren Namen und das Land in der E-Mail nennen.
Wir möchten die unterzeichnenden Personen bitten 20€/$/CHF oder mehr und Organisationen 50€/$/CHF oder mehr zu spenden.
Die Zahlung kann über PayPal getätigt werden oder durch eine Überweisung an unser Schweizer Bankkonto. Die Kontodaten können Sie weiter unten einsehen.
Der Aufruf:
Führende Kräfte in Europa: Verteidigt den INF-Vertrag
Präsident Trumps angekündigte Aufkündigung des Washingtoner Vertrags über nukleare Mittelstreckensysteme (INF Vertrag) stellt eine gefährliche Eskalation, die den Weg zu einem amerikanisch-russischen Kalten Krieg im 21. Jahrhundert dar.
Der INF-Vertrag, von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt erstritten, wurde 1987 ausgehandelt. Er markierte das Ende des Kalten Krieges und erreichte die Beseitigung und dauerhafte Zerstörung sowie das Verbot zukünftiger Entwicklung aller nuklearen landgestützten Mittelstreckenraketen (500 bis 5000 km Reichweite) der USA und Russlands. Er reduziert die Gefahr eines Atomkrieges in Europa.
Die Kündigung des INF Vertrags, in Verbindung mit dem möglichen Auslaufen des START-Abkommens, würde alle Atomwaffenabkommen zwischen den beiden Großmächten beenden.
Trumps Drohung, den Vertrag aufzugeben, ist ein weiterer Ausdruck seines Engagements für eine Politik der Dominanz der USA – auch mit dem Ziel einer und Einkreisung Chinas. Diese Aufrüstungspolitik basiert auf den jüngsten Expansionsvorhaben der NATO, den Stationierungsplänen von “einsatzfähigeren” Atomwaffen (mini nukes) in Europa, dem Rückzug aus dem ABM-Vertrag und der Entwicklung und Stationierung einer neuen Generation US-amerikanischen Atomwaffen sowie ihrer dazugehörigen Trägersysteme und Raketenabwehrsysteme.
Präsident Putin bekräftigte das Engagement Russlands für die Aufrechterhaltung des „Gleichgewicht des Schreckens“ (MAD-Doktrin). Atomraketen wurden in Kaliningrad stationiert. Er kündigte weitere Gegenmaßnahmen an.
Wir rufen dringend zu Verhandlungen zur Bewahrung und Bekräftigung des INF-Vertrags auf.
Des Weiteren muss ein Verbot des atomaren Ersteinsatzes ausgehandelt werden. Das atomare Rüstungskontroll- und Abrüstungssystem muss ausgebaut werden, um zur Erfüllung der Abrüstungsverpflichtungen des INF-Vertrags und des Atomwaffensperrvertrags beizutragen. Die eingesparten Gelder sollen für die Beseitigung von sozialen und menschlichen Nöten eingesetzt werden. China sollte in zukünftige Verhandlungen zum INF-Vertrag miteinbezogen werden.
Wir rufen die Regierungen aller Länder auf, den Atomwaffenverbotsvertrag, der 2017 von 122 Ländern ausgehandelt wurde zu ratifizieren und somit einen soliden internationalen Rahmen für die Beseitigung aller Atomwaffen zu schaffen.
Wir rufen auf, sämtliche politischen und diplomatischen Mittel einzusetzen, um den INF-Vertrag zu verteidigen und für eine atomwaffenfreie Welt zu wirken.
Handelt jetzt. Für das Leben!