Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03224.jsonl.gz/1015

Zurzeit befindet sich der Jupiter in bester Stellung für eine Beobachtung von der Erde aus.
Am 7. April steht der grösste Planet unseres Sonnensystems der Sonne genau gegenüber. Die Astronomen bezeichnen diese Stellung als Opposition. In dieser Konstellation ist der Abstand zum Jupiter am geringsten und er leuchtet am hellsten. Zudem ist er die ganze Nacht hindurch gut zu beobachten; seinen höchsten Stand erreicht er jeweils um
Mitternacht.
Jupiter ist im Durchmesser rund elfmal grösser als unsere Erde. Seine Grösse und Leuchtkraft fiel schon früheren Völkern auf. So trägt er den Namen des römischen Hauptgottes und in Babylonien galt er wegen seines goldenen Lichtes als Königsstern. Fast der ganze Planet besteht aus Gasen. Die turbulenten Wolkenbänder enthalten Kristalle aus gefrorenem Ammoniak. In einer Wolkenschicht südlich des Äquators befindet sich der grösste Wirbelsturm des Sonnensystems – in ihm hätte unsere Erde zweimal Platz! Dieser gigantische Wirbel konnte schon vor 300 Jahren mit den damaligen Fernrohren beobachtet werden. Nach heutiger Kenntnis besitzt Jupiter mindestens 67 Monde. Seine grössten vier Monde beobachtete Galileo Galilei bereits 1610 durch sein Fernrohr, deshalb werden sie auch die Galileischen Monde genannt.
Foto: NASA/Roman Tkachenko