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Geboren wurde Giovanni Segantini in Arco, das damals zum Kaisertum Österreich gehörte. Nach dem Tod seiner Mutter lebte er in Mailand bei seiner Halbschwester, zu der er keine gute Beziehung aufbauen konnte. Segantini riss immer wieder von zu Hause aus, bis seine Halbschwester bei den österreichischen Behörden erwirkte, dass ihm die Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Als siebenjähriger Knabe war er also staatenlos und sollte es bis zum Ende seines Lebens bleiben. Streng genommen ist Segantini also kein Schweizer. Dennoch hat er die Schweizer Bergwelt wie kein anderer gemalt und durch seine Gemälde das Bild der Schweiz massgeblich mitgeprägt.
Weitere Infos unter #Woodvetia
Hergestellt in Zusammenarbeit mit:
Forstbetrieb Pontresina/Samedan
P. Aecherli AG, Regensdorf
CNC - Holzbearbeitung Vock GmbH, Wohlen
Lux Guyer Architektin (1894–1955) war die erste selbstständige Architektin der Schweiz. Sie wurde 1894 in Zürich geboren und absolvierte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Durch ihre gestalterische Arbeit begann sich Guyer für Architektur zu interessieren. Sie eignete sich ihr Wissen als Fachhörerin an der ETH Zürich und als Mitarbeiterin in verschiedenen Architekturbüros in Zürich und Berlin an.
Im Jahr 1924 wagte Lux Guyer den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete ihr eigenes Büro. Ihre Architektur zeichnete sich durch eine meisterliche Durchdachtheit und Modernität aus. Guyer brach in ihrer Architektur bewusst mit klassischen Raumaufteilungen. Sie wehrte sich damit gegen gesellschaftliche sowie kulturelle Vorurteile und schuf Architektur, die die Bedürfnisse der berufstätigen Frau miteinbezieht.
Im Jahr 1926 entwirft sie im Auftrag der Zürcher Frauenzentrale die Frauenwohnkolonie Lettenhof in Zürich.
Ein Jahr darauf wird sie zur Chefarchitektin der ersten Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) in Bern ernannt. Im Rahmen der Ausstellung gestaltet Guyer das SAFFA-Haus. Es ist das erste modulare Fertighaus aus Schweizer Holz. Sie bezeichnet es als zeitgenössisches, günstiges und behagliches Haus für den Mittelstand. Die Modularität des Hauses lässt einen mehrmaligen Auf- und Abbau des Gebäudes zu. So stand das SAFFA-Haus zwischenzeitlich in Aarau und dient heute als Eltern-Kind-Zentrum in Stäfa.
Die #WOODVETIA-Figur von Lux Guyer wurde aus einem 95 Jahre alten Nussbaum aus Zürich Höngg gefertigt. Um Guyers aussergewöhnliche Leistung im Bereich der Architektur zu würdigen, wurde ihre Statue in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich in der Baubibliothek und der Materialsammlung am Hönggerberg eingeweiht.
Hergestellt in Zusammenarbeit mit:
Die einzige #Woodvetia Figur die nicht durch unsere Hände ging.
Johanna Spyri wurde im Jahr 1827 in Hirzel geboren. Die malerische Landschaft, in der Spyri eine naturnahe Kindheit verbrachte, diente ihr später als Inspirationsquelle für «Heidi», ihrem berühmtesten Werk. Mit 15 Jahren zog «Hanni» zu ihrer Tante nach Zürich. 1852 heiratete sie den Juristen Bernhard Spyri.
Johanna Spyris Mutter unterhielt verschiedene Kontakte nach Bremen, unter anderem auch zu Pastor Cornelius Rudolph Vietor. Er erkannte und förderte Johanna Spyris schriftstellerisches Talent. 1871 veröffentlichte sie ihr erstes Werk «Ein Blatt auf Vrony’s Grab», das bereits bemerkenswerte Erfolge feierte. Fortan fokussierte sich Spyri auf Kinder- und Jugendromane. Ihre Romane und Geschichten waren jeweils mit der Widmung «Eine Geschichte für Kinder und auch für solche, welche die Kinder lieb haben» versehen.
1880 erschien «Heidis Lehr- und Wanderjahre», der erste von zwei Heidi-Romanen, der auf einer Alp oberhalb von Maienfeld in der Bündner Herrschaft spielt. Der Legende nach soll Spyri die Geschichte auf einem Spaziergang in Jenins eingefallen sein.
Sie brachte sie in nur wenigen Wochen zu Papier und schuf damit eines der bis zum heutigen Tag beliebtesten und erfolgreichsten Kinder- und Jugendbücher der Welt. Heidi wurde in über 50 Sprachen übersetzt und mehr als zehnmal verfilmt.
Die #WOODVETIA-Figur von Johanna Spyri wurde aus Schweizer Holz geschaffen, genauer gesagt, aus einer ungefähr 203 Jahre alten Waldföhre aus Maienfeld, dem Heimatort von Heidi und ihrem Grossvater. Die Figur wurde als praxisorientiertes Studentenprojekt im ibW Technologiezentrum in Maienfeld durch Nachwuchstalente der Teilschulen Wald, Holz, Bau & Gestaltung der ibW Höheren Fachschule Südostschweiz zusammen mit Inigo Gheyselinck gefertigt.
Alfred Escher zählt zu einer der grössten Persönlichkeiten der Schweizer Geschichte. Was viele nicht wissen: Escher ist nicht nur die Fertigstellung des Gotthard-Tunnels zu verdanken. Er beteiligte sich auch an der Gründung der heutigen ETH Zürich, der Credit Suisse sowie der Swiss Life. Auch in der Politik wurde Escher eine prägende Figur. Er amtete als Nationalratspräsident und zeichnete sich durch seinen visionären Pioniergeist aus. Im 19. Jahrhundert lag die Leistungsfähigkeit der Schweizerischen Eisenbahn im europäischen Vergleich weit zurück. Die Schweiz stand kurz davor, von ökonomisch hochrelevanten Verkehrswegen ausgegrenzt zu werden.
In seiner Position als Nationalrat verhalf Escher dem wichtigen Eisenbahngesetz zum Durchbruch, das den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur überhaupt erst ermöglichte. Mit seinem Engagement für die Schweizerische Bahn legte Escher ein starkes wirtschaftliches Fundament, das für den Wohlstand der Schweiz bis heute prägend ist.
Den Bau des Gotthard-Tunnels muss man als Lebenswerk in Eschers überaus bemerkenswerter Biografie interpretieren. Leider war es ihm nie vergönnt, die Reise durch das Massiv anzutreten. Escher verstarb nämlich, bevor der Tunnel offiziell in Betrieb genommen wurde. Dies möchte #WOODVETIA mit der Platzierung von Eschers Statue ändern.
Am 20. Februar 2017 wurde Alfred Eschers Figur sitzend in eine SBB-IC-Komposition verschraubt, die danach von Zürich durch den Gotthard-Basistunnel nach Lugano fuhr. Escher kam also endlich zu seiner wohlverdienten Reise durch den Gotthard. Die Statue wird in Zukunft auf allen grösseren IC-Strecken der Schweiz anzutreffen sein, damit dieser bedeutende Schweizer Pionier allen Bahnreisenden lebhaft in Erinnerung gerufen wird.
Das Holz für Alfred Eschers #WOODVETIA-Figur stammt aus einem SBB-Schutzgehölz, das die Bahnlinie zwischen Zürich und Regensdorf sichert. Die Statue wurde aus einer 150 Jahre alten Stieleiche gefertigt. Diese ist für ihre Härte bekannt und dient der SBB deshalb bis heute als verlässliche Weichenschwelle.
Hergestellt in Zusammenarbeit mit:
Amt für Landschaft und Natur, Zürich, Staatswald Katzensee, Regensdorf
P. Aecherli AG, Regensdorf
CNC - Holzbearbeitung Vock GmbH, Wohlen
Film über die Entstehung von Alfred Escher MAKING OF