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Richenthal um 1905
Ridu, wie die ehemalige Gemeinde von den Einheimischen genannt wird, ist ein Bauerndorf in einer linksseitigen Verzweigung des Wiggertals im Nordwesten des Kantons Luzern. Das gesamte frühere Gemeindegebiet ist hügelig. Östlich des Dorfs erhebt sich der teilweise bewaldete Schallberg (auf Gemeindegebiet bis maximal 614 m.ü.M.).
Geschichte
Richental wird im Jahr 1036 erstmals erwähnt, als Graf Ulrich I. von Lenzburg dem Chorherrenstift Beromünster die örtliche Kirche schenkt. Die Gemeinde muss also eigentlich schon vorher existiert haben. Die Oberherrschaft geht von den Lenzburgern an die Habsburger über. Diese verlieren sie faktisch nach der Schlacht bei Sempach im Jahr 1386 an die expandierende Stadt Luzern. Dennoch übernimmt Luzern erst 1415 offiziell die Regentschaft. Zusammen mit Langnau bei Reiden bildet Richenthal bis 1478 das Amt Richenthal, in welchem der Chorherrenstift Beromünster die niedere Gerichtsbarkeit hat. Von da an bis 1798 gehört der Ort zur Landvogtei Willisau. Von 1798 bis 1803 gehört Richenthal zum Distrikt Altishofen, seither zum neu gegründeten Amt Willisau.
Die Kirche (Patrozinium Caecilia) wurde dem Stift vor 1036 von den Lenzburgern geschenkt, 1346 inkorporiert. 1803-07 Neubau der Kirche, 1951 und 1973 Renovation, 2007 Orgelneubau.
1846 trennte sich Langnau bei Reiden ab und wurde eine eigenständige Gemeinde.
1899 Eröffnung der Kneippkuranstalt Blum (heute Park-Hotel Richenthal).
Am 1. Januar 2006 wurden beide Gemeinden mit Reiden fusioniert.
Bevölkerungsentwicklung