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Ehren- statt Podestplätze für die Schweizer Bahnfahrer
Nach Platz 5 mit dem Schweizer Bahnvierer können Claudio Imhof und Valère Thiébaud an der Multisport-EM in München auch in der Einzelverfolgung nicht in den Kampf um die Medaille eingreifen.
Thiébaud schrammte auf der schwierigen, weil 50 Meter kürzer als üblich, Bahn in 4:15,579 nur knapp an einer persönlichen Bestzeit vorbei. Das reichte dem Romand zu Platz 6, womit er sich direkt vor seinem Teamkollegen Imhof klassierte. Der routinierte Thurgauer, seines Zeichens zehnfacher EM-Medaillengewinner, ist nach seinem schweren Sturz im Frühling bereits wieder ordentlich unterwegs, aber noch nicht ganz dort, wo er gemessen an seinem Potential sein könnte.
Einem Medaillengewinn am Samstag am nächsten kam Michelle Andres, die mit Rang 5 in einem von Stürzen geprägten Ausscheidungsfahren hinter vier World-Tour-Fahrerinnen ihr bislang wertvollstes Ergebnis in der Karriere einfuhr. Dazu die 25-jährige Aargauerin: "Ich war nach dem zweiten Sturz sehr nervös, kam aber gut wieder rein. Nach dem letzten Überholmanöver fehlten mir die Körner, aber unter dem Strich bin ich sehr zufrieden.“
Beim zweiten Massensturz, der für einen halbstündigen Unterbruch sorgte, verletzte sich Weltmeisterin Letizia Paternoster so schwer, dass sie mit der Bahre von der Bahn getragen werden musste. Über den Gesundheitszustand der Italienerin wurde zunächst nichts weiteres bekannt.