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Spezielle Schwindeldiagnostik
Die Schwindeldiagnostik dient der Messung der Messung der Antworten von Körper und Auge auf spezifische Reizungen des Gleichgewichtsorganes eines Ohres. Bei dieser apparativen Schwindeldiagnostik kann der Schwindel dahingehend abgeklärt werden, ob ein peripherer (Innenohr mit vestibulärem System) oder ein zentraler (vom Stammhirn zum Grosshirn) Schwindel vorliegt (Video-Nystagmographie, VNG).
Mit modernen Messmethoden lassen sich heutzutage die Ursache der Gleichgewichtsstörung sehr genau orten. Diese Ortung kann wichtige Befunde für die genaue Schwindeldiagnose liefern. Mit einer Messung der Antworten von Muskelpotentialen, die vom Gleichgewichtssinn ausgelöst werden, können vestibulär evozierten myogenenePotentiale (VEMP) gemessen werden und dadurch Informationen über die Funktion des Sacculus und des damit verbundenen Nervensystems gewonnen werden. Die Messung der „O-VEMP’s“ eröffnet Informationen über den Utrikulus und wird mit akustischer Stimulation durchgeführt. Das System verfügt über eine Funktion , um den Muskeltonus zu überwachen. Die VEMP-Antwort wird dem Muskeltonus entsprechend skaliert und beim Rechts-/Links-Vergleich eingerechnet. Damit ist eine sehr genaue Diagnose der Gleichgewichtserkrankung möglich.
Der videographisch gestützte Kopf-Impuls-Test (VHIT) ist ein modernes Messverfahren, um einen ein – oder beidseitigen Gleichgewichtsorganausfall messen zu können. Mit dem Test werden die Funktion der drei Bogengänge seitengetrennt gemessen. Gemessen wird ein natürlicher vorhandener vestibulo-okulärer Reflex, der ein Reflex zwischen Gleichgewichtsorgan und Auge ist. Bei Gesunden sollte der Reflex normal auslösbar sein, wenn der Kopf passiv gedreht wird.