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26.04.23
Biofilme sind im organischen Leben allgegenwärtig. Sie können einige Risiken, wie Infektionen im Spitalumfeld und beim Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln, mit sich bringen. Nur durch Veränderungen der physikalischen Bedingungen und des Nährstoffangebotes lassen sich Biofilme verringern.
Ein Biofilm ist definiert als eine strukturierte mikrobielle Gemeinschaft von mehrheitlich Bakterien und/oder höheren Mikroorganismen, die in einer selbst produzierten extrazellulären Polysaccharid Matrix (EPS = ExoPolySaccharide Matrix) eingeschlossen sind und sich an einer biotischen (lebendigen) oder abiotischen (nicht-lebendigen) Oberfläche anhaften. Darauf können sich wiederum planktonische Mikroorganismen (z.B in Lösungen befindliche Bakterien und/oder Pilze) absetzen und den sessilen Biofilm erweitern. Abhängig vom spezifischen Umfeld sind Biofilme heterogene Gemische biologischer und nicht-biologischer Bestandteile.
Chemische Gradienten, die im gesamten Biofilm erzeugt werden, ermöglichen es Bakterien in einer Vielzahl von physiologischen Zuständen zu existieren, wodurch eine verbesserte Anpassungsfähigkeit an die sich verändernde Umgebung erzielt wird. Biofilme können aus mehreren Spezies bestehen, bilden meist eine spezialisierte Gemeinschaft, die miteinander interagiert und kommuniziert.