Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03307.jsonl.gz/1071

Das Schloss in 1767 Herrliberger
Weitere Luftaufnahmen von Rue
Das Dorf von Rue steht auf einer Molassenerhöhung an der östlichen Flanke des oberen Broye Tales. Da hier in der Nähe der alte Weg, der vom Genfer See zu Moudon und zu Avenches führte und eine Strasse in Richtung des Glâne Tales überging - gewann es im Mittelalter stark an Bedeutung daher war die Einrichtung einer befestigten Stelle nötig.
In den Dokumenten erscheint Rue das erste Mal in 1155 als Eigentum einer Familie der kleinen Noblesse, Vasallen der Genfer Grafen. Das wahrscheinliche Datum des Werkes liegt im 12. Jahrhundert auf Basis des enormen und soliden viereckigen Wachtturms an der Nordostseite, der den Zugang zum felsigen Kap verteidigen musste. Vor dem Turm wurde der Graben durch eine Zugbrücke überquert. Der Molassenhügel an den Steilabhängen wurde seinerseits durch eine Umfriedungsmauer und im Westen durch einen Verteidigungsturm geschützt, der noch heute aufrecht steht. Die Fläche des Schlosses wurde durch Wohnungs- und Dienstanhänge besetzt. Die ursprüngliche Struktur bleibt jedoch verborgen.
Im 13. Jahrhundert wurde das bescheidene Schloss Rue in den Kämpfen involviert, die durch das Haus von Savoyen im Norden des Genfer Sees stattfanden. Zweimal wurde es beschädigt, am schlimmsten in 1237, aber jedes Mal zögerte man nicht, es wieder aufzubauen. Vermutlich wurde zu dieser Zeit das Niveau des Hofes durch Schutt erhöht.
Nach der savoyischen Invasion residierten die Herrschaften von Rue weiterhin auf der Festung ihrer Vorfahren, aber dieses Mal als Ministerialen des Hauses von Savoyen. Am besten bekannt ist der Savoyarden Graf, Pierre II, dem man die Gründung des kleinen Dorfes Rue zuschreibt, das unterhalb des Schlosses auf der Südseite, aber noch innerhalb seiner Umfriedungsmauern gebaut wurde. Errichtet in der savoyischen Zeit waren die fünf ausgedehnten Keller der Gebäude. Die Gewölbebögen wurden zum Teil in den Felsen gegraben. Das Gebäude selbst, das am Ende der felsigen Spore aufgerichtet wurde, wurde erst im 17. Jahrhundert errichtet.
Im Innenhof
Vom Schloss aus
Der Moléson vom Schloss aus
Oberhalb des Brunnens
Geprägt durch einen massiven Treppenturm mit einem viereckigen Grundriss ist es ein sehr schönes Gebäude aus der späten Renaissance. Nachdem sich Freiburg Rue während der Burgund Kriege bemächtigt hatte, nahm Freiburg es in 1536 definitiv in Besitz. Freiburg liess einige der wichtigsten Mauerwerke des Werkes nach 1618 wieder aufbauen insbesondere diejenigen die zum Sitz des Vogtes, zur am Turm angrenzenden Scheune und zum Tor wurden.

Ihrerseits wurde die Umfriedungsmauer durch einige barocke Türmchen verstärkt. Diese Konstruktionen, mit dem Brunnen, der erst 1735 erbaut wurde, und mehrere mittelalterlichen Elemente charakterisieren die Architektur und den Stil des derzeitigen Werkes.
Über dem Haupttor
Seit ungefähr 3 Jahrhunderten im Besitz des Kantons Freiburg, gelangte das Schloss Rue im 19. Jahrhundert in die Hände von Privatpersonen.
Bibliographie