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Quelle: Schweizerische Bauzeitung vom 15.05.1920; von der Elektrifizierung der Rhätischen
Bahn
Erfasst: 30.09.2018
Die Verwaltung der Rhätischen Bahn (RhB) fasste 1910 den Beschluss, ihr bis dato
bestehendes Streckennetz zu elektrifizieren. Als Versuchsstrecke diente der Abschnitt
zwischen Bever (off. Bevers) und Scoul (dt. Schuls). Folglich beschaffte die RhB
im Jahr 1912 die erste elektrische Lokomotive. Im Juli 1913 wurde der elektrische
Betrieb auf den Engadiner Strecken zwischen Bever und St. Moritz sowie zwischen Samedan
und Pontresina erfolgreich aufgenommen. Nach dem ersten Weltkrieg folgte der elektrische
Ausbau auf der Strecke Bever - Filisur. Im Jahr 1920 wurde der Abschnitt zwischen
Filisur und Davos von Dampf auf Strom umgestellt. 1922 war die Elektrifizierung der
Rhätischen Bahn abgeschlossen.
Um einzelne elektrifizierte Streckenabschnitte während dem Betrieb abschalten zu
können, wurden auf allen Stationen Schalteinrichtungen mit sogenannten Hörnerschaltern
installiert, welche bei einigen Stationen im Freien auf Schaltgerüsten montiert wurden.
Nichtzuletzt wegen den schwierigen klimatischen Verhältnissen wurden die Schaltanlagen
bei einigen Stationen jedoch in gemauerten Schalthäuschen untergebracht, welche heute
unter Denkmalschutz stehen.
Das modernisierte Schalthaus von Filisur entstand vor 1920. Es steht unweit des Aufnahmegebäudes
Filisur im Bahnbetriebsgebiet. Ihm kommt an seinem Standort als Verteilstation eine
besondere Bedeutung zu und seine elektrischen Anlagen wurden damals dementsprechend
ausgebaut und vor dem klimatischen Verhältnissen geschützt. Weitere Schaltturmanlagen
der Rhätischen Bahn sind am Tunnelportal von Solis, bei den Station Cinous-Chel-Brail
(S-Chanf), Ardez, Susch, Preda, Spinas, Davos-Platz und Davos-Wiesen zu finden.