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Dänemark und Grönland einigen sich über Uranexport
Das Parlament Grönlands hob im Oktober 2013 ein seit 1988 geltendes Förderverbot für radioaktive Bodenschätze auf. Seit 2009 ist Grönland zwar weitgehend von Dänemark unabhängig, Aussen- und Verteidigungspolitik werden jedoch weiterhin von Dänemark geregelt. Jetzt haben sich die Regierungen Dänemarks und Grönlands über den kommerziellen Uranexport geeinigt. Nach längerer Diskussion habe man beschlossen, dass Grönland die Rechte auf die Uranförderung hat, während Dänemark die Verantwortung für die Weiterverwendung trägt, erklärte Aussenminister Kristian Jensen im Aussenpolitischen Ausschuss.
Die dänische Regierung wird dem Parlament in den kommenden Monaten einen Gesetzesvorschlag über Schutzmassnahmen und Ausfuhrkontrollen vorlegen. Gleichzeitig wird der Entwurf dem grönländischen Parlament unterbreitet.
In Kvanefjeld im Südwesten Grönlands befindet sich eines der weltweit grössten bisher bekannten Seltenerdvorkommen. Uran wird als Nebenprodukt bei der Förderung der Seltenen Erden anfallen. Die Greenland Minerals and Energy Ltd. (Gmel) schloss im Sommer 2015 eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Kvanefjeld-Projekts ab. Nachdem die Regierung im November die Entwicklungsstrategie der Gmel für dieses Projekt gebilligt hatte, begann die Genehmigungsphase.