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Die Problematik, die in «Mur» thematisiert wird, ist für einmal weniger politischer Natur als vielmehr sozialer. Zwei Menschen werden zusammengeführt. Doch treffen Qualitäten wie Grosszügigkeit und Nächstenliebe auf Egoismus, Ignoranz und Faulheit. Der Mann ist nicht bereit, seiner Rolle als Bettler, mit anderen Worten als Schmarotzer, zu entsagen. Er treibt es so weit, dass am Ende die Frau verzweifelt, erschöpft und desillusioniert dessen Platz auf der Strasse einnimmt.
Dieser Film ist reich an Symbolik, beispielsweise das angedeutete Kreuz als Anspielung auf den Leidensweg der Frau, ihre Aufopferung, Hingabe, ja Selbstaufgabe. Oder die Mauer, die für Trennung, Einsamkeit, Enge, aber auch Überwindung und Durchbrechung steht. Die Bilder, die Farbgebung und die Musik transportieren eindrücklich dieses Einzelschicksal. Insbesondere die Lichteffekte gestalten die beklemmende Atmosphäre des Filmes.