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Cahier 2
Stefan Sonderegger
Althochdeutsch als Anfang deutscher Sprachkultur
Freiburg/Schweiz 1997, 96 S., 13 Abb.
ISBN 3-7278-1060-2, brosch.
Diese Themenstellung lenkt den sprachgeschichtlichen Blick auf die erste volkssprachliche Schriftlichkeit und die Anfänge einer Buchkultur im deutschen Frühmittelalter. Damit ist ebenso die Grundlegung eines deutschen Sprachbewusstseins wie die erste Phase einer aus verschiedenen südgermanischen Stammesdialekten vereinheitlichten neuen Sprachform zu verstehen. Diese erfüllt sich im Aufbau eines muttersprachlich-christlich orientierten Instrumentariums für Bibel, Katechetik, Bildung und dichterische Verkündigung, womit gleichzeitig der erste geschlossene deutsche Sprachraum im Mitteleuropa des 8. bis 11. Jahrhunderts entsteht.
Das Buch sei jedem an althochdeutscher Sprache und Literatur interessierten Nichtgermanisten als kenntnisreiche und gut lesbare Darstellung des Gegenstandsbereichs zur Lektüre empfohlen.
(Hans Ulrich Schmid, Deutsches archiv für Erforschung des Mittelalters)
The many facets of this detailed, serious investigation of what we can learn about the history of the German-speaking world form textual evidence dated circa 800-1100 demonstrate Sonderegger’s ability to see the forest and the trees. I can think of no better introduction to the earliest era of the significant contribution of written German or to the interpretation of early-medieval literature in a popular idiom.
(John M. Jeep, Speculum - A Journal of Medieval Studies)