Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03363.jsonl.gz/2257

Mein Name ist Lennox. Ich durfte mit Frau Professorin Buchmann ein Interview über «Schwitzen Wiesen und Wälder so wie wir?» führen.
Ich war nervös, weil sehr viele gute Fragen im Vortrag schon gestellt wurden.
Frau Nina Buchmann ist Professorin an der ETH Zürich. Sie arbeitet am Institut für Landwirtschaft und ist in einem internationalen Team.
5 Fragen durfte ich für das Interview vorbereiten.
Interview mit Nina Buchmann
Lennox: Ich habe in der Schule gelernt, dass 71% der Erde aus Wasser besteht. Das meiste ist im Meer und anderen Gewässern gespeichert. Wieviel Prozent Wasser ist im Herbst in den Wiesen und Wäldern gespeichert?
Nina Buchmann: Dass 1% der Erde aus Süsswasser besteht, das andere ist Salzwasser. Wir haben noch Seen und Flüsse. Es sind ungefähr 0.5 % im Herbst in den Wäldern und Wiesen gespeichert.
Lennox: Ich bin erstaunt, dass es nur so wenig ist! Im Herbst ist doch sehr viel Wasser im Boden, weil es viel regnet.
Eine weitere Frage: Wenn ich an einem heissen Sommertag in die Badi gehe, warum ist die Wiese unter dem Badetuch nicht feucht? Sie schwitzt ja.
Nina Buchmann: Der Wasserdampf der verdunstet, vermischt sich oft mit dem Wasser, mit dem man sich aufs Badetuch legt.
Lennox: Diese Information fand ich sehr spannend! Der Kinder-UZH-Dozent Reik Leiterer hat mir erklärt, dass man mit einem Farbenspektrometer messen kann, wieviel Wald es hat. Macht man es auch so um herauszufinden, wieviel Wasser in der Schweiz im Wald verdunstet?
Nina Buchmann: In Davos und auf den Lägern gibt es einen 50m hohen Turm, der misst, wieviel Wasser im Wald verdunstet. Dieser Turm sendet pro Sekunde 20 mal Laserwellen aus. Das nennt man 20 Herz. Er arbeitet 365 Tage im Jahr und ist seit Januar 1997 in Betrieb. Es ist eine der ältesten Messungen der Welt!
Es gibt auch Satelliten und Drohnen, die über die Wälder fliegen und mit einem Farbenspektrometer messen wieviel Wasser verdunstet. Aber man kann so nicht messen, wieviel Wasser in den unteren Blättern und am Boden ist. Es misst nur die Baumkronen.
Lennox: Wir haben einen 1.70m grossen Busch und einen gleichgrossen Menschen. Wer schwitzt mehr, wenn der Busch und der Mensch am gleichen Ort sind? In der Vorlesung habe ich schon gelernt, dass ein Baum 1-1 ½ l Wasser schwitzt. Im Gegensatz dazu schwitzt der Mensch nur ½ -1l. Das bedeutet der Busch schwitzt mehr.
Lennox: Wieviel Wasser kann eine 10m grosse Eiche an Wasser aufnehmen und wieviel verdunstet davon an einem 30°C heissen Tag?
(Bei dieser Frage musste Frau Professorin Buchman nachdenken.)
Nina Buchmann: Man muss zuerst ausrechnen muss wie gross die Fläche ist 4x5m= 20m2 bei der Eiche. Im Vortrag hat sie uns berichtet, dass 1 Quadratmeter 2l verdunstet. Danach 20x2l=40l. Eine 10m Eich schwitzt 40l an einem heissen Tag, wenn genügend Wasser im Boden ist.
Fazit
Ich habe in diesem Interview sehr viel gelernt und es hat mir Spass gemacht mit Frau Buchman ein Interview zu führen!
Am spannendsten fand ich, wie man misst wieviel Wasser im Wald verdunstet. Auch sehr spannend war das Bild mit den Spaltöffnungen.
Und sehr spannend fand ich, dass Menschen durch Poren schwitzen und Büsche aus mundförmigen Spaltöffnungen.
Ich danke Frau Professorin Buchmann für das coole Interview und die tolle Vorlesung!