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Swisstopo-Landeskarten - Schweizerische Eidgenossenschaft.
Aufgrund der Einschnitte von Reuss, Aare, und Sarner Aa zeigen sich die Urner Alpen nach aussen hin als eine ganz klar umrissene geografische Einheit. Die Grenzen bilden im Norden der Vierwaldstättersee, im Osten wie im Süden die Reuss und Furkareuss, im Südwesten der Furka- und der Grimselpass sowie im Westen das Haslital, der Brünigpass und der Verlauf der Sarner Aa. Der Sustenpass teilt das Gebiet fast seitengleich in eine nördliche und südliche Zone.
Archäologische Funde, darunter der Stamm einer Zirbelkiefer und Torf, weisen darauf hin, dass der Sustenpass in vorgeschichtlicher Zeit zeitweise gletscherfrei war. Der Name leitet sich ab von Sust, was so viel wie Lager oder Warenhaus bedeutet. Spätestens seit dem Mittelalter führte eine Handelsverbindung über den Susten. 1810 beschlossen die Kantonsregierungen von Bern und Uri, die Strasse über den Susten auszubauen. Auf der Berner Seite begann man 1811 und stellte den Ausbau um 1817 fertig. Für den Bau wandte die bernische Regierung den für damalige Zeiten hohen Betrag von 210'279 Schweizer Franken auf. Vor dem Zweiten Weltkrieg forderte die Armee aus strategischen Gründen eine besser ausgebaute Verbindung. Die neue 45 km lange Strasse führt neben der alten Strasse vorbei und wurde mit grosszügig angelegten Serpentinen in den Hang gebaut. Sie wurde 1945 nach 8-jähriger Bauzeit dem Verkehr übergeben. Ihr Bau umfasst 26 Brücken und 26 Tunnels und hatte 32 Millionen Schweizer Franken gekostet, was nach heutigen Preisstand etwa 160 Mio. Schweizer Franken ausmachen würde. Heute dient die Passstrasse vor allem dem Tourismus, und ist in der Regel nur von Juni bis Oktober offen. Die Strasse beginnt in Wassen an der Nordrampe des Gotthardpasses und führt durch die im Meiental liegenden Dörfer Meien und Färnigen. Die Passhöhe wird auf 2'224 m in einem Scheiteltunnel unterquert. An der Westrampe im Berner Oberland geht der Abstieg am Steingletscher vorbei, durch die Orte Gadmen und Nessental im Gadmertal. In Innertkirchen vereinigen sich die Strassen vom Sustenpass und vom Grimselpass.
Landschaftlich verdient sich der Susten besonders gute Noten, denn die Anfahrt zur Passhöhe ist wirklich beeindruckend. Schon nach den ersten Kurven hinter Wassen öffnet sich der Blick ins Meiental und in die wohl berühmtesten Berge des Meientals, die Fünffingerstöcke, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die ganze Strecke hinauf zum Pass auf 2224 m steht die hochalpine Gebirgswelt vor Augen. Dass selbst moderne Alpenstrassen wie die zum Sustenpass der Natur nicht trotzen können, zeigte sich im März 1989: der Berg gab nach, es lösten sich Steinlawinen und rissen einen Teil der Sustenstrasse hinab ins Tal. Monatelang war die Durchfahrt gesperrt.
Tourenfotos September 2012
Abstieg: Vom Gipfel zum Obertaljoch. Durch den Rückgang des Obertal Gletschers, Abseilen auf den Gletscher. Über den Obertal Gletscher zum kleinen Bergsee bei etwa P.2516. Auf sichtbaren Wegspuren durch das Obertal zurück zur Sustenpassstrasse (P.2039).
Der Chli Sustlifirn darf trotz seiner geringen Grösse nicht unterschätzt werden und ist relativ spaltig. Die Tour ist durch den Rückgang des Chli Sustlifirn und des Obertal Gletscher und ihre Ausaberung anspruchsvoller geworden als noch vor einigen Jahren.
Abwechslungsreiche und mit den spitzigen Felszacken rundherum, landschaftlich eine sehr reizvolle 1Tages-Rundtour.
Zum Fünffingerstöck (2994 m) sind es rund 1200 Höhenmeter und etwa 5 Std.
und rund 8 bis 9 Std. für die Roundtour
SAC-Schwierigkeitsgrad: ZS = ziemlich schwierig.