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Bedingt durch trockene und heisse Sommer könnten Körnerhirse oder Grünhirse eine Alternative zu Mais werden. Die Hirsen (auch bekannt als Sorghum) zeigten in Versuchen unter Schweizer Bedingungen aber deutliche Nachteile bei Trockensubstanzertrag und NEL-Gehalten. Der Blausäuregehalt vieler Hirsearten kann ein Problem bei der Fütterung darstellen.
Ueli Wyss hat unter anderem in Grangeneuve (FR) an zahlreichen Hirseversuchen mitgewirkt: Er hat insbesondere die Silierbarkeit und die Nährwertgehalte erforscht.
Die Wachstumsbedingungen im Anbaujahr 2021 waren für die Hirse ungünstig. Im hinteren Teil wurde die Hirse einmal geschnitten, vorne wurde 3 Woche vor der Tagung ein zweiter Schnitt gemacht.
Unter dem Oberbegriff Sorghum werden verschiedene Hirsearten zusammengefasst. Alle sind sogenannte C4-Pflanzen wie Mais, und damit optimal an die trockene Bedingungen angepasst.
Sorghum bicolor kann zur Körnernutzung oder als Ganzpflanzensilage genutzt werden. Sorghum sudanese kann sogar mehrmals geschnitten werden und eignet sich als Grünfutter oder zum Silieren.
In allen geprüften Kriterien ausser dem Rohproteingehalt bleibt Sorghum hinter Mais zurück. Es gibt jedoch grosse Unterschiede zwischen den geprüften Sorten, welche züchterisch bearbeitet werden könnten.
Mit Fütterungsversuchen wurde die Genauigkeit der Laboranalysen für Hirsen überprüft. Die relativ tiefen NEL-Gehalte konnten bestätigt werden.
Mehrschnittige Hirsen weisen höhere Protein- und NEL-Gehalte auf. In den Versuchen konnten trotz sehr tiefem TS-Gehalt gute Silagequalitäten hergestellt werden.
Gemäss Forscher Ueli Wyss schneidet Hirse schlechter als Mais ab, was den Ertrag und die Energiemenge pro Hektare angeht. Dafür hat Mehrschnitt-Hirse mehr Protein als Silomais.