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Perikles wurde um 490 v.Chr. in Athen geboren und starb dort im Jahr 429 v.Chr. Er stammte aus einer alten aristokratischen Familie, zu der auch Kleisthenes gehörte, der für wichtige demokratische Reformen verantwortlich war. Perikles führte denn auch diese Reformen weiter. Er genoss eine gute Ausbildung und galt schon in der Antike als ein begnadeter Redner.
Schon früh kam es zur Auseinandersetzung mit der Adelspartei unter der Führung von Kimon. Es gelang Perikles, den Einfluss des Areopags (verantwortlich v.a. für Gerichtsbarkeit) einzudämmen und Kimon zu verbannen. Die Rechtssprechung wurde Geschworenengerichten übertragen, die sich aus athenischen Bürgern zusammensetzten. Um auch einfachen Bürgern die Beteiligung an der Politik zu ermöglichen, führte Perikles Sitzungsgelder, sog. Diäten ein.
Perikles nutzte sein Ansehen im Volk zum Ausbau seiner eigenen Machtstellung. Er liess sich jährlich zum Strategen wählen und bestimmte die Innen- und Aussenpolitik seiner Heimatstadt massgeblich. In seine Zeit fällt der Wiederaufbau der in den Perserkriegen zerstörten Akropolis (u.a. die Errichtung des neuen Parthenon) und die Förderung des Kulturbetriebes (Tragödienwettkämpfe).
Unter seiner Führung baute Athen seine Vorrangstellung im attischen Seebund aus, den es schliesslich völlig kontrollierte. Als vorsorgliche Massnahme liess Perikles Stadt und Hafen durch eine grosse Mauer schützen. 431 v.Chr. entstand aus der Rivalität zwischen Athen, der Seemacht, und Sparta, der Landmacht, der peloponnesische Krieg. Perikles hat diesen gewollt (oder zumindest nicht vermeiden wollen) und den Ausbruch durch eine gezielte Expansion in den Einflussbereich von Sparta gefördert.
Athen wurde von spartanischen Truppen belagert, und unter den eingeschlossenen Einwohnern brach eine Seuche aus, zu deren Opfern auch Perikles selbst gehörte. Der Krieg selbst dauerte noch bis 404 v.Chr. und endete mit der Kapitulation Athens. Doch auch Sparta selbst war stark geschwächt und verlor in der Folge seine Vormachtstellung in Griechenland ebenfalls.