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Eine Blase schützt dich. Sie isoliert dich vorm Umfeld, von der Realität. Du schwebst lautlos. Du schwimmst darin. Mal bäuchlings, mal kopfüber. Du drehst, wälzst dich darin. Die Aussenwelt schimmert durch. Doch du erkennst nichts. Du willst nicht erkennen. Du bist der Aussenwelt entrückt.
Du bist nicht alleine. Du willst die Zeit konservieren. Du willst nicht grübeln, ob und wann deine Blase platzen möge. Du willst dich nicht erinnern, dass alles, was entsteht, auch irgendwann-wie zugrunde geht. Du flatterst stattdessen, du betörst dich. Du betäubst dich. Du vergisst dich.
Deine issues werden dringlicher und wichtiger. Du musst dich bald entscheiden und wieder fokussieren. Du musst entweder lernen, dich weiterbilden oder beruflich aufsteigen. Du musst Arzttermine vereinbaren, soziale Verpflichtungen erfüllen. Du musst dich austauschen und vernetzen. Du musst allerlei.
Aber du schwebst weiterhin meterhoch überm Boden der üblichen Lebenswirklichkeit. Du bist abgehoben, aufgehoben und enthoben. Weder Wagner noch Coldplay können dich herunterholen. Du versprichst, dass du alles tust, damit die Blase nicht platzt. Du erstrebst diesen gleitenden Endzustand.
Ich wünsche mir allen frischen und jungen oder alten Pärchen, dass sie jederzeit eine Blase bilden können, wo sie sich zurückziehen und geborgen fühlen können. Eine Blase, jederzeit abflugbereit, jederzeit empfänglich. Eine Blase ohne Bedingung oder Widerstand. Wo man sein und daheimsein darf.