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Dieselben Vorsichtsmassnahmen, die in Europa getroffen wurden, wie die Schliessung von Unternehmen und Ländergrenzen sowie die Quarantäne, lassen die guatemaltekische Bevölkerung hungern, da mindestens 60% im informellen Sektor arbeiten und von ihrem täglichen Einkommen leben [2]. Drastischere Massnahmen wie die Einstellung des öffentlichen Verkehrs und die Ausgangssperre haben viele Menschen ohne Möglichkeiten gelassen, sich fortzubewegen und ihre Produkte zu verkaufen. In diesem Kontext ist die Corona-Krise in vielen ländlichen Gemeinden längst zu einer Hungerskrise geworden.
Unterdessen zeigt die Regierung ihre Unfähigkeit, die Grundversorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen, weswegen die Bevölkerung darauf angewiesen ist, sich selbst zu organisieren.
Wir von „Comunidades Solidarias“ (s.u.) haben Kontakt zu fünf Gemeinden und Organisationen in ländlichen Regionen Guatemalas. Diese entwickelten bereits Strategien zur Überwindung der Notsituation oder beginnen mit dem Aufbau von Initiativen, um die Krise zu überwinden und die Einwohner*innen mit dem Nötigsten wie Nahrung zu versorgen. Wir wollen mit diesem Fundraising dieses Engagement unterstützen, das sich auf Selbstorganisation und Ernährungssouveränität konzentriert.
Falls es von unseren Partner*innen noch keine selbstorganisierte Initiative gibt, wollen wir aufgrund der akuten Notsituation die gespendeten Gelder zunächst als direkte Hilfe für Lebensmittel-Pakete zur Verfügung stellen.
Sobald die Prioritäten unserer Partner*innen sich ändern und sie die Gelder für die Unterstützung von Initiativen zur Ernährungssicherheit oder -souveränität einsetzen, werden wir es hier und auf unseren Kanälen (s.u) veröffentlichen.
Unter den Profilen der Gemeinden/ Organisationen finden Sie unter folgendem Link dann auch genaue Beschreibungen der fünf Initiativen.
Wir kooperieren mit folgenden Gemeinden/ Initiativen:
- Comunidad El Remate, Flores, Petén
- Asociación Campesina Río Negro Trece de Marzo Maya Achi, Comunidad Pacux, Rabinal, Baja Verapaz
- UVOC (Unión Verapacense de Organizaciones Campesinas), Cobán, Alta Verapaz
- Proyecto de Reforestación Chico Mendes, Comunidad Pachaj, Quetzaltenango
- Comunidad Quixayá, Sololá (CEPEK >>Centro Eco Productivo y Educativo K’uxyá; CEPC Tolimán Centro Educativo de Permacultura- Tolimán, Sololá)
Über UnsComunidades Solidarias (Solidarische Gemeinden) ist aus der Zusammenarbeit zwischen Chico Mendes Alemania und dem Red de Iniciativas Comunitarias (Netzwerk von Gemeinschaftsinitiativen) (RICO e.V.) hervorgegangen, und setzt sich aus GuatemaltekInnen und Deutschen zusammen.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Bemühungen von Gemeinschaften und Organisationen in Guatemala, die eine gemeinschaftliche Antwort auf die durch die Corona-Pandemie verschärfte humanitäre Krise suchen, zu vereinen und zu unterstützen.
Das Red de Iniciativas Comunitarias (RICO) ist ein Netzwerk von Gemeinden und Einzelpersonen in Lateinamerika und Europa, das als Brücke von Wissen und Praktiken fungiert und lokale Initiativen fördert, die das soziale, kulturelle, ökologische und materielle Wohlergehen von Gemeinden unterstützen. Angesichts dieser breiten Ausrichtung hat RICO keine besondere Spezialisierung; die Aufgabe besteht darin, den Dialog zwischen den Gemeinschaften zu katalysieren und die Prozesse zu unterstützen, die sie selbst als vorrangig erachten.
Chico Mendes Alemania wurde in Solidarität mit dem "Chico Mendes Wiederaufforstungsprojekt" – einem ökologischen, sozialen und Bildungsprojekt in Pachaj, Quetzaltenango – gegründet. Seit mehr als 22 Jahren leistet das Projekt einen wichtigen und aktiven Beitrag zur Erhaltung des Waldes, des Wassers, der Luft und des Territoriums der Maya K’iche‘. Durch Konferenzen, Workshops und praktische politische Aktionen schafft Chico Mendes Alemania einen Raum für den Austausch (zwischen AktivistInnen in Guatemala und Deutschland) mit dem Ziel, das Bewusstsein für die Situation der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die sozialen Ungleichheiten und die Umweltzerstörung in Guatemala zu schärfen.