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Man kann das nicht in allen Ländern tun, aber in vielen, so auch in der Schweiz. Für viele Leute, die sich ausbürgern lassen, ist das ein schmerzhafter Schritt. Meist tun das Doppelbürger, also Leute mit zwei Staatsangehörigkeiten. Sie lassen sich zum Beispiel von einem ihrer Staaten ausbürgern, weil sie sonst steuerliche Nachteile erfahren oder weil ihre Staaten Doppelbürgerschaften nicht zulassen.
Dadurch werden Leute gezwungen, sich für nur eine Staatszugehörigkeit zu entscheiden. Das müssen sie gut abwägen, denn eine Ausbürgerung bringt Nachteile: Man wird dadurch im eigenen Land ein Ausländer, darf politisch nicht mehr mitbestimmen, wird bei der Arbeit benachteiligt und muss den Pass abgeben. Gewisse Pässe gibt man nicht gern her: Mit dem Schweizer Pass etwa kann man fast überall problemlos herumreisen. Ohne ihn wirds enger.
Die Schweiz erlaubt Doppelbürgerschaften. Das zeigt, wie weltoffen und fair sie ist, denn eine Staatsangehörigkeit hat nicht nur mit Rechten und Pflichten zu tun, sie macht auch, dass man «dazugehört», fast wie in einer grossen Familie.
Daher die Begriffe wie «Vaterland» oder «Väterchen Staat». Stell dir vor, du müsstest dich zwischen dem Familienkreis deines Vaters oder dem deiner Mutter entscheiden: Würde dir so eine Entscheidung nicht auch schwerfallen?
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Autor: Gabriela Bonin