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Ralph Baer, der als Erfinder der Spielkonsole gilt, ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Er wurde unter anderem mit dem Orden "National Medal of Technology" geehrt.
Ralph Baer, der als Erfinder der Spielkonsole gilt, ist am 6. Dezember 2014 im Alter von 92 Jahren gestorben. Der deutsch-amerikanische Spieleentwickler flüchtet im Jahr 1939 nach Amerika. Im August 1966 kam er zum ersten Mal auf die Idee einer Heimkonsole, die man an ein Fernsehgerät anschliessen konnte. Er wollte ein solches Gerät entwickeln und es für 19,95 US-Dollar verkaufen, als er noch beim Militärzulieferer Sanders Associates gearbeitet hat. Das Projekt begeisterte seinen Arbeitgeber allerdings wenig, doch Ralph Baer blieb hartnäckig und verfolgte seine Idee weiter, zusammen mit seinen Kollegen Bill Harrison und Bill Rusch.
Er lizenzierte seine Arbeit an Magnavox (später von Philips gekauft) und brachte im Jahr 1972 die erste Heimspielkonsole der Welt auf den Markt, die Magnavox Odyssey. Die Konsole verkaufte sich nur 350.000 Mal. Der Nachfolger, Odyssey II, kam später auf über eine Million verkaufte Geräte. Atari war zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgreicher sowie technisch fortschrittlicher und konnte den ersten Konsolenkrieg für sich entscheiden.
Das für die Magnavox Odyssey veröffentlichte Ping-Pong-Spiel diente Atari übrigens als Vorlage für das berühmte "Pong", was im Jahr 1982 bei einem Gerichtsverfahren wegen einer Patentverletzung festgestellt wurde. Magnavox/Philips stieg zwar aus dem Geschäft mit Videospielkonsolen aus, aber man bekam noch über Jahre Gelder aus Patentklagen gegen Atari. Im Januar 2006 wurde Ralph Baer vom US-Präsidenten George W. Bush für seine Leistung im Bereich der Videospiele mit dem Orden "National Medal of Technology" geehrt. Das ist die höchste US-Auszeichnung im Bereich der Wissenschaft und Technik.
Mehr Infos zu Ralph Baer findet ihr auch bei Wikipedia.