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Es gehört zu den Aufgaben des Präsidenten, der Generalversammlung Bericht und Rechenschaft zu erstatten über die Geschehnisse im abgelaufenen Vereinsjahr. Dieser Pflicht zu genügen fällt mir heute umso leichter, als die Theatergruppe vor kurzem mit zwei Aufführungen ihre Feuerprobe bestanden hat. Lassen sie mich die Ereignisse der Reihe nach schildern.
Mit 4 Mitgliederversammlungen konnten die laufenden Geschäfte erledigt und die Mitglieder über den Theater- und Probenbetrieb orientiert werden. Nachdem der Vorstand beschlossen hatte, das Stück „Gueti Vorsätz“ von Ernst Iselin einzustudieren, konnte der Probenbetrieb im Kellerlokal des Restaurant Friesenberg aufgenommen werden. Durch den Eintritt von Beatrice Raetz, Madeleine Keel und Hansruedi Kobelt konnten die Rollen gut besetzt werden. Unter der Regie von Fredy Bont gedieh das Stück zur Bühnenreife und wir durften dem Engagement im Widmerheim in Horgen vom 28. und 29. Januar 1978 getrost entgegensehen.
Das Schweizer Fernsehen suchte im August in einem Schreiben Laiendarsteller für Kurzspielfilme. Die Theatergruppe meldete zwei unserer Damen, die jedoch nach einiger Zeit einen negativen Bescheid erhielten, da die Filme vorläufig noch nicht gedreht werden.
Am 21. Mai besuchten wir eine Aufführung in Ibach SZ. Dort konnten wir erfahren, dass auch anderswo nur mit Wasser gekocht wird.
Mit fortschreitender Gestaltung unseres neuen Stückes wurden die Platz- und Probenverhältnisse im Kellerlokal prekärer. Dank der Vermittlung von Norbert Kopp durften wir im Instruktionsraum der Forchbahn auf der Forch unsere Proben unter günstigeren Bedingungen abhalten. Da der einst vorgesehene Bühnenmeister aus mir nicht bekannten Gründen seine Aufgabe nicht übernahm, musste diese Tätigkeit einem anderen Mitglied übertragen werden. In Norbert Kopp fanden wir einen in technischen Belangen beschlagenen und versierten Ersatz. So lag es nahe, ihn mit dem Regisseur zusammen an einen Kurs zur Gestaltung von Bühnenbildern und Kulissen zu delegieren. Die Früchte dieses Kurses liessen sich unschwer auf der Bühne des Widmerheimes erkennen.
Am 2. Dezember 1977 waren wir wieder zu Gast beim „Samichlaus“. Rita und Fredy Bont verstanden es wieder ausgezeichnet, in ihrem Heim eine Atmosphäre der Gemütlichkeit und der Gastfreundschaft zu schaffen, die nicht so schnell vergessen sein wird. An dieser Stelle möchte ich auch im Namen der Theatergruppe diesen beiden liebenswerten Menschen herzlich danken.
Der ersehnte Tag, der uns die Premiere unseres Stückes brachte, kam herbei. Ich bin stolz und freue mich das in meinem Bericht erwähnen zu dürfen, es war ein Erfolg. Die Anwesenheit des Autors am zweiten Aufführungstag war für uns von besonderer Bedeutung. Herr Iselin stellte dem Regisseur und den Darstellern ein gutes Zeugnis aus und bewies seine Zufriedenheit damit, dass er uns sein neuestes Stück, das er eigens für den Dramatischen Verein Horgen zu dessen Jubiläum geschrieben hat, mit dem Zweitaufführungsrecht angeboten hatte. Ich möchte allen die in irgendeiner Form am Gelingen der für uns so wichtigen Aufführungen beteiligt waren, herzlich danken. Einen besonderen Dank auch Herrn Meier der sich uneigennützig als Theater-Coiffeur zur Verfügung stellte und uns damit zeigte, dass es für eine Sache viel Idealismus und Freude braucht.
Mit Herrn Heim vom Café Schweighof führte ich mit zwei Mitgliedern des Vorstandes ein Gespräch über die Festsetzung der Spieldaten für die Aufführungen eines Dreiakters im Frühjahr 1979. Sobald die Stückwahlkommission das von Ernst Iselin geschriebene Stück geprüft hat und dem Vorstand Vorschläge unterbreiten kann, werden die Verträge mit der FGZ abgeschlossen.
Zum Schluss bleibt mir noch die dankbare Aufgabe, meinen Vorstandskollegen für ihre Arbeit, die sie für die Theatergruppe geleistet haben, zu danken. Der Theatergruppe selbst wünsche ich für das neue Vereinsjahr einen weiteren tüchtigen Schritt nach vorwärts.
Der Präsident
Walter Schmid