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Sechseläuten
Das heutige Sechseläuten hat verschiedene Ursprünge. Die ersten, diffusen Spuren entstammen der Frühgeschichte und berichten von einer Feier der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche und den damit verbundenen Feuer- und Exekutionsbräuche. Hierher gehören auch der Böögg als Symbol des besiegten Winters mit den um das Feuer galoppierenden Reiter.
Im 13. oder 14. Jahrhundert wurde das Feierabendläuten durch die damals geltende Gewerbeordnung für die Sommerszeit auf 6 Uhr festgesetzt, erstmals an der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche. Auf den Trinkstuben wurde dieses Ereignis freudig und festlich begangen. Dabei fanden auch Zunftbesuche statt, seit dem 19. Jahrhundert unter Begleitung von Musikanten.
Es ist weitgehend das Verdienst eines Widderzünfters, des Metzgers, Volksdichters und Organisators Heinrich Cramer, aus diesen Wurzeln die heutige Form des Sechseläutens geschaffen zu haben. 1839 trafen erstmals Constaffel und alle Zünfte auf dem Lindenhof zusammen. 1902 wurde die Richtstätte des Bööggs auf den heutigen Sechseläutenplatz verlegt. Damit war das Sechseläuten das geworden, was es noch heute ist.
Für allgemeinen Informationen zum Sechseläuten (Platz der Kantone, Kinderumzug, Zug zum Feuer etc.) verweisen wir auf die Homepage des Zentralkomitees der Zünfte Zürichs (ZZZ).
Sechseläuten-Video 2011