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Mortalitätsdaten sind ein zentrales Element für die Quantifizierung von Gesundheitsproblemen. Die Anzahl Todesfälle und die Mortalitätsrate sind die einfachsten Indikatoren, um die Sterblichkeit einer Bevölkerung zu analysieren. Sie können zur Festlegung von Prioritäten und zur Überprüfung der Entwicklung von Zielsetzungen im Gesundheitsbereich eingesetzt werden. Die Mortalitätsrate misst den Anteil der Todesfälle in der Bevölkerung im Berechnungsjahr. Die Mortalitätsrate einer Bevölkerungsgruppe oder eines bestimmten Zeitraumes darf nur mit derjenigen anderer Gruppen oder Zeiträume verglichen werden, wenn die Altersstrukturen vergleichbar sind. Der hier vorgestellte Indikator wurde deshalb altersstandardisiert. Er beschreibt die Mortalitätsrate (alle Todesursachen) bezogen auf 100 000 Einwohner und Einwohnerinnen.
Anzahl Todesfälle (alle Todesursachen) pro Jahr bezogen auf 100 000 Einwohner und Einwohnerinnen, sowie Verteilung der häufigsten Todesursachen in Prozent.
Die standardisierte Rate wurde anhand der direkten Methode wie folgt berechnet:
Nij: Zahl der Personen in der Altersgruppe i und Geschlecht j in der Standardbevölkerung
rij: Alters- und geschlechtsspezifische Rate
Als Standardbevölkerung wurde die europäischen Standardpopulation 2010 (Eurostat, 2013) verwendet.
Das Vertrauensintervall ist ein Mass für die Präzision der Schätzung. Es definiert Grenzen, innerhalb derer der Wert mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% zu finden ist. Der Standardfehler und die 95% Konfidenzintervalle wurden basierend auf einer Gamma-Approximation der Varianz der Rate berechnet (Tiwari et al., 2006).