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Mityukov ging das Rennen wie am Vortag, als er als Halbfinal-Schnellster in 1:56,22 seinen eigenen Landesrekord unterboten hatte, sehr zügig an. Bis zur Wende nach 150 m lag der 22-jährige Schweizer wiederum in Führung, ehe er zunächst vom neben ihm schwimmenden und am Ende siegreichen Franzosen Yohann Ndoye Brouard sowie danach auch von Benedek Kovacs aus Ungarn und Luke Greenbank überholt wurde.
In 1:56,45 fehlten Mityukov, der im Mai 2021 in Budapest über diese Distanz die EM-Bronzemedaille gewonnen hatte, exakt drei Zehntel zum drittklassierten Briten.
Noè Ponti wird in Rom über 100 m Delfin seinerseits um die Medaillen kämpfen. Der Tessiner war in der Disziplin, in welcher er vor Jahresfrist in Tokio Olympia-Bronze gewonnen hatte, im Vorlauf der Schnellste (in 51,56).
Am Abend im Halbfinal schlug er nochmals vier Zehntel früher an, was hinter dem ungarischen Europarekordhalter und Weltmeister Kristof Milak zum 2. Rang reichte. Ponti überzeugte in beiden Einsätzen vor allem auf der zweiten Bahnlänge. Gelingt ihm am Sonntagabend nochmals eine leichte Verbesserung, so ist der 21-Jährige hinter Topfavorit Milak erster Anwärter auf Silber.
Milak war nur wenige Minuten zuvor EM-Zweiter über 100 m Crawl geworden. Er hatte sich dabei einzig David Popovici geschlagen geben müssen. Der erst 17-jährige Rumäne - vor sechs Wochen in Budapest Doppelweltmeister über 100 und 200 m geworden - sorgte dabei im Römer Freiluftbecken für den ersten Weltrekord dieser Titelkämpfe. Popovic unterbot in 46,86 die vom Brasilianer Cesar Cielo 2009 ebenfalls in Rom aufgestellte und in einem Ganzkörperanzug geschwommene Marke um fünf Hundertstel.
(sda)