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Monokulturen und der Einsatz hochgezüchteter Nutzpflanzen haben dazu geführt, dass die Kulturen immer anfälliger auf Krankheiten und Schädlinge geworden sind. Im Zweiten Weltkrieg kamen erstmals wirksame, chemische Mittel gegen eine Vielzahl von Schaderreger zum Einsatz. Der Erfolg dieser Mittel war zu Beginn gewaltig und war ein wesentlicher Faktor für den Beginn der "Grünen Revolution" in den sechziger Jahren. Bald traten aber auch negative Effekte auf: Neben den Schädlingen wurden auch Nützlinge beeinträchtigt, Rückstände von schwer abbaubaren Pflanzenbehandlungsmitteln erwiesen sich als problematisch (z.B. DDT) und es wurde festgestellt, dass die Schaderreger mit der Zeit resistent gegen diese Mittel wurden.
Heute wird der Kampf gegen Krankheiten und Schädlinge nicht mehr nur mit der chemischen Keule geführt. Pflanzenschutzmittel haben immer noch eine grosse Bedeutung, aber sie werden heute nur noch dann eingesetzt, wenn es absolut nötig ist. Zudem sind die modernen Mittel weniger problematisch als früher, sie wirken gezielter und werden im Boden rasch abgebaut. Aber auch mit anderen Massnahmen (zum Beispiel mit der richtigen Fruchtfolge, dem Anbau resistenter Sorten) kann der Landwirt den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum reduzieren.