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Wie die Zeitung "Daily Mail" (London) berichtete, werden Falkner und Naturschutzzentren mit Kaufanfragen "überschwemmt", und das noch bevor der Film über den Zauberlehrling an diesem Freitag in die britischen Kinos kommt.
"Die Zahl der Anrufe, die wir gehabt haben, ist absolut verrückt", sagte Leigh Holmes, Besitzer einer Falknerei in der südenglischen Grafschaft Kent. "Jeden Tag rufen hier fünf oder sechs Leute an, die eine Eule für ihr Kind kaufen wollen, weil sie das im Harry Potter- Film gesehen haben." In Großbritannien gibt es keine Bestimmungen, die Kindern die Haltung von Eulen verbieten.
Die Zahl der Schleiereulen, die als Haustiere gehalten werden, soll die Zahl der wild lebenden Vögel - etwa 4000 - bereits übersteigen. Eine Schleiereule ist schon für umgerechnet etwa 100 Mark (50 Euro) im Handel zu haben. Eine Schnee-Eule, wie Harry sie hat, kostet dagegen über 600 Mark (300 Euro).
Doch Tierschützer und Vogelkundler rieten dringend von einer solchen Anschaffung ab. "Eine Eule ist kein einfaches Haustier", sagte Mike Everett vom britischen Vogelschutzbund. "Das ist nicht wie ein kleiner Hund oder ein Kätzchen." Der Falkner Holmes berichtete: "Bei uns hat schon eine Frau eine Eule abgegeben, die sie für ihre beiden Söhne von neun und zwölf Jahren gekauft hatte." Sie seien enttäuscht gewesen, dass ihnen der Raubvogel nicht wie im Film zutraulich auf die Schulter geflogen sei. "Und sie hatten herausgefunden, dass er ziemlich scharfe Krallen und einen spitzen Schnabel hat." (dpa, 16. November 2001)