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Chris Froome kann sich des vierten Tour-Siegs innert fünf Jahren praktisch gewiss sein. Der 32-jährige Brite verteidigte im 22,5 km langen Zeitfahren in Marseille als Dritter seinen Vorsprung gegenüber Rigoberto Uran (8. Rang) und Romain Bardet souverän.
Froomes Vorsprung im Gesamtklassement vor dem Schlusstag, an welchem der Leader traditionellerweise nicht mehr angegriffen wird, beträgt 54 Sekunden auf den Kolumbianer Uran. Bleibt der 32-Jährige vom Team Sky am Sonntag von einem Unglück verschont, so gewinnt er die Grande Boucle nach 2013, 2015 und 2016 zum bereits vierten Mal.
Während Uran im 22,5 km langen Zeitfahren als Achter eine starke Leistung zeigte, fiel der vormalige Zweite Bardet noch fast vom Tour-Podest. Der Franzose zog einen ganz schlechten Tag ein und verpasste die Top 50. Mit dem Rückstand von 2:20 Minuten auf Froome behauptete Bardet den 3. Gesamtrang gegenüber dem Spanier Mikel Landa nur gerade um eine Sekunde.
Der Sieg in Marseille ging überraschend an Maciej Bodnar. Der Pole, in seiner über zehnjährigen Profi-Karriere noch ohne grossen Sieg, triumphierte mit einer Sekunde Vorsprung vor seinem prominenteren Landsmann Michal Kwiatkowski. Dritter wurde mit sechs Sekunden Rückstand Froome. Vierter wurde der deutsche Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (0:14 zurück).
Stefan Küng, der auch zu den Anwärtern auf den Sieg gehört hatte, klassierte sich nur auf dem 9. Platz. 34 Sekunden fehlten ihm am Ende zu Sieger Bodnar. Schon bei der ersten Zwischenzeit nach den flachen ersten 10 der insgesamt 22,5 km in Marseille lag der verhalten gestartete BMC-Profi um 16 Sekunden hinter der Spitze zurück. Er sei sich unsicher gewesen, welche Geschwindigkeit er anschlagen solle, gab Küng danach zu, «da in der Mitte schliesslich ein steiler Berg wartete».
Dieser «Berg» war ein 1,2 km langer Anstieg mit durchschnittlich 9,5 Prozent Steigung hinauf zur Marien-Wallfahrtskirche Notre-Dame de la Garde. Ihm bleibe nichts anderes, als dieses Zeitfahren als eine weitere Erfahrung abzuhaken, so der 23-jährige Ostschweizer. Vorwürfe mache er sich aber keine. «Ich gab das Maximum. Doch zuvor waren es drei harte Wochen.» (abu/sda)