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Neophyten
Was sind Neophyten?
Seit der Entdeckung der «Neuen Welt» 1492 ermöglichten es die regen Handelsbeziehungen vielen Pflanzen per Bahn, Schiff oder Flugzeug aus Nordamerika und Ostasien nach Europa vorzudringen. Solche Pflanzen werden als Neophyten bezeichnet. Manche von ihnen wurden als Nutz- oder Gartenpflanzen eingeführt, andere gelangten als blinde Passagiere in Waren bzw. im Verpackungsmaterial, als Beimengungen von Getreide, Saatgut oder Vogelfutter hierher.
Warum sind invasive Neophyten eine Bedrohung?
Fremde Pflanzen können sich rasch ausbreiten und grossen Schaden an der einheimischen Pflanzenwelt verursachen:
Neophyten verdrängen einheimische Pflanzen, führen aber auch zu genetischen Veränderungen von Populationen verwandter einheimischer Arten durch Hybridisierung.
Als Unkräuter in der Land- und Forstwirtschaft führen sie zu Ertrags- und Qualitätseinbussen.
Einige Neophyten gefährden die Gesundheit, z.B. durch Allergien, Verbrennungen.
Neophyten verursachen Schäden an Infrastrukturanlagen, was zu Mehrkosten für den Unterhalt von Strassen, Gleisanlagen, Uferböschungen, und Grünanlagen führt.
Die wichtigsten Neophyten:
- Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia)
- Sommerflieder (Buddleja davidii)
- Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
- Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum)
- Kanadische und spätblühende Goldrute (Solidago canadensis, Solidago gigantea)
- Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
- Japanischer Staudenknöterich (Reynoutria japonica)
Gesetzliche Grundlagen zu den Neophyten
Die Freisetzungsverordnung vom Oktober 2008 regelt den Umgang mit gebietsfremden Organismen. Dadurch sollen Tiere und Pflanzen, Lebensgemeinschaften und Lebensräume vor schädlichen Einwirkungen durch den Umgang mit gebietsfremden Organismen in der Umwelt geschützt werden.
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