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Paris - In Frankreich hat die Regierung eine landesweite Debatte über die nationale Identität gestartet. Bis zum 31. Januar sollen die Chefs der Départements in allen Bezirken Debatten mit Eltern, Gewerkschaftern, Verbandsvertretern und anderen organisieren.
Zusätzlich sollen alle Abgeordneten des Regierungsblocks die Debatte in ihre Wahlkreisen tragen. Den Startschuss zu dem Diskussionsmarathon gab der Minister für Einwanderung und nationale Identität, Éric Besson, mit der Eröffnung einer Debatten-Website für die Bürgerinnen und Bürger.
Besson schlägt einen "Republikanischen Vertrag über Integration" vor, in dem Einwanderer sich auf das Erlernen von Französisch und die Werte der Republik verpflichten. Franzosen sollen die Einwanderer als "Paten" begleiten.
Die Schulen sollen sich den eingewanderten Eltern öffnen, um sie mit den Werten der Republik vertraut zu machen. Der "Vertrag mit der Nation" sieht für Einwanderer ein "Assimilierungsgespräch" vor. Der Erwerb der Staatsbürgerschaft soll in einer würdevollen Zeremonie begangen werden.
Im Februar will Besson als Ergebnis der Debatte Massnahmen vorschlagen, um die Werte der Nation und den "Stolz, Franzose zu sein", zu bekräftigen.
Die Opposition ist gespalten, ob sie die Debatte aufnehmen soll. Gemäss Umfragen sehen zwei von drei Franzosen in der Initiative einen Versuch der Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy, bei der Regionalwahl in fünf Monaten enttäuschte konservative Wähler zurückzugewinnen.
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