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Sprachgebrauch
Die basalen Fertigkeiten des Sprachgebrauchs erwirbt der Mensch sehr früh. Bereits im Mutterleib lernt das Ungeborene kleinste Lauteinheiten und die Melodie der gesprochenen Muttersprache. Im zehnten Lebensmonat hat das Kind im Wesentlichen den Erwerb dieser ersten Bausteine der Lautunterscheidungen und Lautkategorisierungen abgeschlossen. Die weiteren Ebenen der Sprachverarbeitung werden erst später entwickelt. Interessant dabei ist, dass dieser komplexe und immer spezifischere Aufbau sprachlicher Kompetenz in anderen Hirnregionen stattfindet als die basalen ersten Fertigkeiten. Damit nicht genug: Je nachdem ob ich lese, etwas vortrage, beim Aufsatz schreiben möglichst gute Formulierungen suche, auf Grammatik und Rechtschreibung achte oder einem Vortrag zuhöre, sind jeweils unterschiedliche Hirnregionen beteiligt. Dies erklärt, warum die Diagnose und Behandlung von Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich einem komplexen Sachverhalt gerecht werden muss.
Mit Neurofeedback werden, je nach Symptomatik einer Lese-Rechtschreibschwierigkeit oder weiteren Bereichen des Sprachgebrauchs, unterschiedliche Hirnregionen trainiert.