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Treibhausgasemissionen
In der Schweiz sind die menschenverursachten Auswirkungen auf das Klima zum grossen Teil auf den energiebedingten Ausstoss von Kohlendioxid zurückzuführen. Die bedeutendste Quelle für CO2-Emissionen ist derzeit der Verkehr, gefolgt von den Gebäuden und der Industrie. Der Hauptanteil der Lachgas-und der Methanemissionen stammt aus der Land- und Abfallwirtschaft.
Die Treibhausgasemissionen sind insgesamt zwischen 1990 und 2016 um 10% gesunken (die grossen jährlichen Schwankungen sind auf die Witterung zurückzuführen). Mit der Revision des CO2-Gesetzes von 2011 wurden weitere Reduktionsmassnahmen definiert. Die Umsetzung dieser Massnahmen ab 2013 führte zu einer stärkeren Emissionsreduktion. Wenn die Entwicklung sich in diesem Ausmass fortsetzt, liegt die Einhaltung des Ziels im Jahr 2020 in Griffnähe. Deshalb wird die Entwicklung als positiv beurteilt.
Die Entwicklung verlief nicht in allen Sektoren gleich. Im Jahr 2016 hat der Verkehr mit 32% den höchsten Anteil an den Gesamtemissionen und diese gehen erst seit wenigen Jahren leicht zurück. Sie liegen 2016 immer noch 3% über dem Niveau von 1990. Hingegen konnten die Emissionen in den Sektoren Gebäude und Industrie um 23% bzw. 17% gegenüber von 1990 gesenkt werden.
Sektorielle Zwischenziele wurden in der CO2-Verordnung für das Jahr 2015 festgelegt, um zu überprüfen, ob sich die unterschiedlichen Sektoren hinsichtlich der Reduktion der Treibhausgasemissionen auf Zielkurs befinden. Die Sektoren Gebäude und Industrie erreichen ihre Zwischenziele, jedoch nicht der Verkehr (siehe Indikator THG-Emissionen nach Sektor).
Das CO2-Gesetz definiert verschiedene Massnahmen, welche die Erreichung des Reduktionsziels im Kyoto-Protokoll und im CO2-Gesetz sicherstellen sollen. Dies sind unter anderem die Erhöhung der CO2-Lenkungsabgabe auf Brennstoffen verbunden mit einer Erhöhung der Beiträge an das nationale Gebäudeprogramm, welches Energieeffizienz und Verwendung erneuerbarer Energie im Gebäudebereich fördert. Daneben wurden Emissionsvorschriften für Neufahrzeuge erlassen, das Emissionshandelssystem für energieintensive Industriebetriebe erweitert und eine teilweise Kompensationspflicht der Treibstoffemissionen durch die Importeure eingeführt.
Im Rahmen der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und des Kyoto Protokolls werden die THG-Emissionen aller Industriestaaten nach detaillierten Vorgaben berechnet. Die Einhaltung der Richtlinien wird von Expertengremien überprüft. Die THG-Inventare der UNFCCC werden von verschiedenen internationalen Organisationen verwendet (z. B. von der Europäischen Umweltagentur EUA, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD oder der Comission of Sustainable Development CSD).
Die Daten stammen aus dem THG-Inventar der Schweiz, welches jedes Jahr vom BAFU nach den Richtlinien der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) erstellt wird. Die Methoden sind ausführlich im National Inventory Report dokumentiert und entsprechen den technischen Handbüchern des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Dieser Indikator zeigt die Summe aller Treibhausgasemissionen seit 1990 in Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, d. h. die verschiedenen Treibhausgase werden entsprechend ihrer Klimawirksamkeit skaliert und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Methodische Änderungen oder die Verfügbarkeit neuer Daten erfordern eine Neuberechnung der kompletten Zeitreihen seit 1990.
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