Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03400.jsonl.gz/1713

IBM möchte unter Mithilfe von Microsoft auch in der Exchange-E-Mail-Archivierung ein Wörtchen mitreden.
Das "Data Management Service Product" beinhaltet Planung, Design und Implementation von Datenbankkomponenten, die beim effizienteren Management von Daten helfen sollen. Der Name des "Data Warehouse Service Products" spricht eigentlich für sich selbst. Es geht um Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Planung, dem Design, der Implementation, der Verbesserung oder der Migration von "Datenlagerhäusern".
Die drei weiteren Pakete stammen aus dem Bereich Storage: Beim "Information Lifecycle Management (ILM) Service Product" geht es um Compliance, die Bewertung von Daten sowie ihre adäquate Speicherung, Sicherung und Archivierung. Das "Implementation Services for Storage Service Product" beinhaltet allgemeinere Services zur Einrichtung von Speicherinfrastrukturen und das Migration Services for Data Service Product soll bei der Transferierung der Daten auf neue Infrastrukturen helfen.
Archivierung nun auch in Windows-Umgebungen
Gestern hat IBM zudem eine weitere Kooperation mit Microsoft bekannt gegeben, in deren Rahmen die beiden Unternehmen eine Komplettlösung für die E-Mail-Archivierung aus Exchange heraus entwickeln. Das Gesamtpaket besteht aus IBMs "CommonStore"-E-Mail-Archivierungsoftware, die auf Windows portiert wurde, "Windows Server 2003 R2" sowie IBMs "Storage Archive Manager". Als Hardware sind ein System x BladeCenter Server, sowie das DS4200 Express Disk-Speichersystem von IBM vorgesehen. Es wird Anfangs des nächsten Jahres erhältlich werden.
Die Archivierungslösung für Exchange soll einerseits über IBM-Partner vertrieben werden, aber auch Microsoft-Partner sollen in Zukunft ihren Kunden die IBM-Hard- und Software empfehlen.
No Linux, please, meint Redmond
Microsofts Marketing Director Claude Lorenson beeilte sich in einem Gespräch mit 'Computer Business Review' zu betonen, dass die Partnerschaft mit IBM grundsätzlich nicht exklusiv sei und dass man auch gerne auch mit anderen Herstellern zusammenarbeiten werde. Allerdings müssten diese dann wohl Linux aus ihren Archivierungssystemen verbannen (oder es sehr gut verdstecken).
Lorenson erklärte explizit, dass im Falle von EMC die Tatsache, dass deren "Centera"-Speichersysteme eine Linux-Variante verwenden, als Hinderungsgrund dafür, ein entsprechendes Paket zu entwickeln. Dass auch auf IBMs DS4200 kein Windows läuft, ist Microsoft dagegen egal, da die Kunden nicht diesem Betriebssystem interagieren würden. (hjm)