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Hewlett-Packard wird bis Ende Monat entscheiden, wie es mit der PC-Sparte weitergeht. Eine Abtrennung scheint zurzeit wieder weniger wahrscheinlich.
Es mehren sich die Hinweise, dass Hewlett-Packard die PC-Sparte wohl doch behalten wird. Nach der überraschenden Ankündigung im Sommer, dass man erwäge, den Computerbereich zu verkaufen oder abzutrennen, gab es viele Spekulationen. Nachdem die HP-Führung bereits am Canalys Channels Forum vergangener Woche signalisiert hatte
, dass die Beibehaltung des Status quo wahrscheinlicher ist als ein Verkauf, geht nun auch ein Bericht des 'Wall Street Journal' grundsätzlich in diese Richtung.
Gewisse Führungskräfte bei HP sollen zum Schluss gekommen sein, dass die Kosten einer Abspaltung höher wären als die möglichen Vorteile. Die neue CEO Meg Whitman schaue sich die Berechnungen ihres Vorgängers Leo Apotheker sehr genau an, schreibt das 'Journal' unter Berufung auf gut informierte Quellen. Eine Entscheidung haben jedoch bislang weder Whitman noch der Verwaltungsrat gefällt. Whitman möchte die Angelegenheit bis Ende Oktober abschliessen.
Eine Abtrennung der Sparte würde bedeuten, dass HP weniger Skaleneffekte erzielen könnte: Ein Verlust der Einkaufsmacht und damit kleinere Gewinnmargen wären wohl unumgänglich. Auch IBM musste nach dem Verkauf der PC-Sparte vor sieben Jahren rückläufige Margen im Server-Geschäft hinnehmen. Im Nachhinein hat sich die Trennung vom PC-Geschäft für IBM aber gelohnt. Doch die beiden Fälle sind nicht vergleichbar, weil IBMs PC-Geschäft damals verlustreich war. HP hingegen hat letztes Jahr über 40 Milliarden Dollar in der PC-Sparte umgesetzt - bei einem operativen Gewinn von 2 Milliarden Dollar. (mim)