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Der erste Teil dieses Werkes, dessen Form in der modernen deutschen Literatur einmalig ist, besteht aus kleinen, dichten Bildnissen von Menschen aus allen sozialen Schichten und jeden Alters. Es sind Momentaufnahmen aus dem Leben dieser Menschen, Träume, Gedanken, wirkliche Erlebnisse, die ihre Beziehungen und ihre Art zu fühlen wie im Blitzlicht sichtbar machen. Auf ein Portrait nur sei hingewiesen, das zeigen soll, wie Späth Gefühle und unterschwellige Beziehungen gestaltet: Ein junger Mann ist an der Fastnacht auf eine als Zigeunerin Verkleidete und Maskierte scharf, bedrängt sie und hat auch einigen Erfolg, bis sie sich die Maske vom Gesicht reisst. Sie ist seine Mutter und beschimpft ihn voller Hass. Wie in dieser Geschichte spiegeln alle Episoden tief verborgene Wünsche, verdeckten Hass und Neid. Eine Commedia des Unbewussten, die Georg Büchner in die Frage zusammenfasste: "Was ist das, was in uns hurt, lügt, stiehlt und mordet?" - Eine weitere Komödie spielt in diesem Museum, in dem Kleider, Küchengeräte, Hosenträger und vieles andere ausgestellt sind. Ein tauber Kurator erzählt einer Gesellschaft von Reisenden zu jedem dieser Ausstellungsstücke eine Geschichte. Seine Geschichten werden umso fantastischer, je weniger sich die Besucher für das interessieren, was sie hören und sehen. Sie nehmen nichts wahr, auch sich gegen-seitig nicht, was unter anderem darin zum Ausdruck kommt, dass die Gegenstände immer seltsamer und die Räume dunkler werden, bis schliesslich fast alle, angeführt vom Kurator als Tod, in diesem mit Dingen angefüllten Labyrinth verschollen bleiben.