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Der Sturm «Ana» hatte sich Ende der vergangenen Woche über der Ostküste von Afrikas grösster Insel Madagaskar gebildet. Heftige Regenfälle lösten Überflutungen und Schlammlawinen aus. 48 Menschen kamen in Madagaskar ums Leben. Die Behörden und Rettungskräfte der drei Länder sind noch dabei, das Ausmass der Schäden zu ermitteln.
Wegen der starken Regenfälle schwollen die Flüsse in Madagaskar deutlich an. Die gewaltigen Wassermassen zerstörten Brücken und überschwemmten Felder. Vielerorts ertrank das Vieh, das die Lebensgrundlage für viele Familien in dem Land darstellt. 130'000 Menschen flohen aus ihren Häusern. In der Hauptstadt Antananarivo wurden Schulen und Turnhallen zu Notunterkünften umfunktioniert.
Am Montag traf «Ana» auf das afrikanische Festland und sorgte auch in Mosambik für schwere Regenfälle. In Malawi tauchte der Sturm weite Teile des Landes in Dunkelheit. Der Energieversorger Electricity Generation Company sah sich angesichts des Hochwassers gezwungen, seine Stromgeneratoren vorübergehend abzustellen. Die Regierung rief den Notstand aus.
Aus Malawi wurden 11 Todesopfer gemeldet, aus dem Nachbarstaat Mosambik 18. Die Ausläufer des Sturms waren noch in Simbabwe spürbar, wo es jedoch keine Todesopfer gab.
Der mosambikanische Wetterdienst warnte am Donnerstag, dass über dem Indischen Ozean bereits ein neuer Sturm aufziehe. «Batsirai» werde in den kommenden Tagen auf das Festland treffen. Das Unwetter «könnte sich in den nächsten Tagen zu einem schweren Tropensturm entwickeln», warnte die Uno.