Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03423.jsonl.gz/2260

Prozess
Der Prozess ThermoSeed® (ThermoSem), entwickelt in den 1990er Jahren in Schweden, beinhaltet eine thermische Behandlung des Saatgutes. Die Kombination von Hitze, Feuchtigkeit und der nötigen Zeitdauer unter kontrollierten Bedingungen erlaubt eine Desinfektion des Saatgutes und führt zu Unterdrückung von samenbürtigen Krankheiten. Durch diesen Prozess kann die chemisch-synthetische Saatgutbehandlung durch diese ökologische und ressourcenschonende Variante ersetzt werden.
Das Grundprinzip von ThermoSem® basiert auf einer selektiven Wirkung auf das Saatgut. Die samenbürtigen Krankheitserreger reagieren viel empfindlicher auf die Wasserdampfbehandlung als das Saatgut selbst. ThermoSem® ist eine Weiterentwicklung der Heisswasser-Behandlungsmethode, die bis in die 1960er Jahren eingesetzt wurde. Die Heißwasser-Methode hatte jedoch eine geringe Kapazität, sie war mühsam und energieaufwendig. Darüber hinaus litt sie unter einer geringen Präzision, die oft zu einer unzureichenden Desinfektion oder einer verminderten Keimfähigkeit führte. Thermosem® kann diese Qualitätslücken schliessen und brilliert mit einem hervorragendem Ergebnis.
Das gereinigte Saatgut wird gleichmässig in die Anlage eingefüllt. Im ersten Schritt wird durch Zuführen von Wasserdampf Staub entfernt und Pilzsporen abgetötet. Durch die ständige Rüttelbewegung der Anlage wird das Saatgut gleichmässig behandelt und vorwärtsgetrieben.
Nach der Wasserdampfbehandlung gelangt das Saatgut in den nächsten Prozessschritt. Zuerst wird es durch warme Luft getrocknet und anschliessend durch kalte Luft abgekühlt.
Das Saatgut fällt in Paloxen und nach einer kurzen Verweilzeit ist es bereit für die Absackung.
Impressionen der ThermoSem Anlage
Zertifizierung vom Getreidesaatgut nach der Dampfbehandlung
Das mit Dampf behandelte Saatgut wird nach diesem Prozess durch Agroscope zertifiziert.