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Einst sind sie vor Mitgliedern des libyschen Gaddafi-Clans aufgetreten, jetzt sehen sich viele Promis angesichts der Gewalt in dem nordafrikanischen Land zu Stellungnahmen gezwungen.
Nachdem die kanadische Sängerin Nelly Furtado ankündigt hatte, die Gage für ein Konzert vor dem Gaddafi-Clan zu spenden, meldete sich nun auch R&B-Star Beyoncé zu Wort.
Sie habe ihr Geld für einen Auftritt vor Angehörigen der Gaddafi-Familie bereits vor einem Jahr für den Wiederaufbau in Haiti gespendet, sagte ihre Sprecherin am Mittwoch. Unmittelbar nachdem Beyoncé erfahren habe, dass der Veranstalter des Auftritts Verbindungen zu den Gaddafis unterhalte, sei der Betrag überwiesen worden.
Auch Usher, Lohan, Carey und Richie
Das Konzert fand demnach 2009 auf einer Silvesterparty auf der Karibik-Insel St. Barts statt. Der "New York Post" zufolge hatte Gaddafis Sohn Hannibal die Party geschmissen. Beyoncé habe damals fünf Lieder zum Besten gegeben. Auch ihr Mann Jay Z, der Sänger Usher und US-Starlet Lindsay Lohan seien auf der Feier gewesen.
Auch die US-Sängerin Mariah Carey zeigte sich beschämt wegen eines Privatkonzerts für die Gaddafi-Familie. Sie sei naiv gewesen und habe nicht gewusst, für wen sie aufgetreten sei, sagte Carey in New York.
Auch Carey hatte auf der Karibik-Insel St. Bart's für die Gaddafis aufgespielt. Sie betrachte das Konzert im Jahr 2008 als Lektion, aus der alle Künstler lernen sollten, zeigte sich Carey am Donnerstag zerknirscht. Berichten zufolge soll auch Lionel Richie schon für die Gaddafis aufgetreten sein.
SDA-ATS