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Taunus TC 1970-73
Im Herbst 1970 erschien der neue "Taunus" als Ersatz der 12M/15M-Modelle.
Das bisherige Konzept wurde völlig auf den Kopf gestellt: Heck- statt Frontantrieb,
Reihen- statt V4-Motoren. Der neue Taunus ist eine Parallelentwicklung zum gleichzeitig
erschienen Cortina Mk III. Sind beim Taunus alles OHC-Motoren (1,3 / 1,6 / 1,6 GT / 2,0)
kommen beim Cortina die bisherigen, unverwüstlichen Kent-Motoren zu Einsatz.
Einzig der sog. Pinto-Motor mit 2,0-Liter Hubraum kommt in beiden Modellen zum Einsatz.
Ab 1971 ist der Taunus zudem mit den aus dem P7 bekannten V6 Motoren mit 2,0 und 2,3-Liter Hubraum lieferbar.
Basismotor für GT und GXL war der 1,6-l-GT-Motor mit 88 PS.
Karosserieformen sind: 2- und 4-türige Limousine, Fastback-Coupé und 4-türiger Turnier (Kombi).
Ein Coupé-Variante gibt es beim Cortina nicht. "Hervorstehendes" Merkmal ist die sog. Knudsen-Nase.
Damit gemeint ist die mittig stark vorstehende Motorhaube (mit Kühlergrill),
die auf den damaligen Ford-Präsidenten Semon E. Knudsen zurückgeht, der dieses Design-Merkmal
allen neuen Modellen verordnet hatte. Knudsen war allerdings nicht sehr lange im Amt….
Der Taunus war in folgenden Ausstattungsvarianten lieferbar: Basis, L, XL, GT, GXL.
Während XL eine luxuriöse Ausstattungsvariante bezeichnete, u.a. mit Einzelsitzausformung
der hinteren Sitzbank, rechteckigen Scheinwerfern und mehr Chrom, hatte der GT sportliche
Armaturen mit 4 Rundinstrumenten in der Mittelkonsole, Zusatzscheinwerfer, Sportfelgen und
vordere Sitze mit integrierten Kopfstützen. Der GXL verband beide Ausstattungsvarianten,
verbunden mit einem Vinyldach und Seitenschutzleisten. Anfänglich wurden in der Schweiz Neuwagen
mit einer Single-Schallplatte "The TC Theme" ausgeliefert.
Obwohl der Taunus anfänglich an Qualitätsproblemen litt, war der Verkaufserfolg durchschlagend.
Auch in der Schweiz verkaufte sich die mittlere Modellreihe von Ford Deutschland besser als ihr
englisches Pendant. Dies lag sicher an der klareren, gestreckten Linienführung, an der lieferbaren
Coupé-Variante und an der mangelnden Lieferfähigkeit des Cortina infolge ständigen Streiks in England.
Diese Streiks läuteten den Niedergang praktisch der gesamten englischen Autoindustrie ein.
1973 erfolgte ein Facelift. In gewisser Fachliteratur wird das Modell '70 als TC bezeichnet
und ab Modell '74 als Taunus 1. Anderorts werden die Modelle 70-75 als "Kundsen" bezeichnet,
ab '76 als Taunus 2 und 79-82 als Taunus 3.
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