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Weil die nächste medizinische Station mehr als 100 km entfernt war, haben wir 2011 beschlossen, ein leerstehendes Gebäude zu renovieren und eine kleine Klinik für Geburten und medizinische Erstversorgungen einzurichten. 2012 wurde die Klinik nach einer grosszügigen Spenderin und Freundin des FVH benannt.
2017 sind hier 147 Babies zur Welt gekommen, welche früher unter misslichen Umständen das Licht der Welt erblickten. Insgesamt wurden über 10’000 Patienten versorgt. Die häufigste Verletzungen stammen von Verkehrsunfällen, Schlangenbissen und mangelhafter Ernährung.
Der Betrieb der Klinik und die Saläre der medizinischen Mitarbeiter werden vom Ministry of Health in The Gambia übernommen, der FVH ist bis heute verantwortlich für den Unterhalt der Klinik und der medizinischen Geräte. Zudem verteilte der FVH im Rahmen des Engagements für die Rossi Klinik bereits mehr als 5’000 Moskitonetze an Kinder, schwangere Frauen und ältere Bewohner in 14 umliegenden Gemeinden, um der Gefahr einer Malariainfektion vorzubeugen.
Seit der Gründung im Jahr 1998 hat der Förderverein Humanitas mehr als 1 Million Schweizer Franken für Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft in The Gambia investiert. Vor Ort arbeiten wir eng mit der Regierung und den Ministerien zusammen, damit unsere Projekte den Regierungsprogrammen in diesen Bereichen entsprechen. Verschaffen Sie sich ein Überblick der aktuellen FVH-Projekte in The Gambia.
An der Generalversammlung des FVH am 2. Juni 2014 wurde der Grundstein für das «Tanji Education Center» gelegt. Ausschlaggebend hierfür war mitunter die traurige Tatsache, dass The Gambia inzwischen eines der Hauptherkunftsländer afrikanischer Flüchtlinge ist: Jeder vierte bis fünfte Flüchtling, der es über das Mittelmeer nach Europa schafft, kommt aus The Gambia.
In Pakali Ba führen wir seit 2007 das PakaliBa Farming Project. Kajali Jobarteh, ein ehemaliger Mitarbeiter des FVH in The Gambia, kehrte damals in sein Dorf zurück, um den lokalen Bauern mit unserer Unterstützung zu zeigen, wie man trotz der dürren Vegetation eine gute Ernte für den Eigengebrauch und zum Weiterverkauf erzielen kann. Der FVH stellt jedes Jahr die nötigen Werkzeuge und Samen zur Verfügung.
Der Aufbau der öffentlichen Vorschule in Kunkujang war das erste Projekt des FVH in The Gambia. Später haben wir die Schule auf 7 Klassenzimmer mit Platz für über 300 Kinder ausgebaut. Dazu kamen mit der Zeit ein Gemüsegarten, Spielplatz, Fussballfeld, Küche mit Arbeitsraum für Nähkurse.
WOW ist ein internationales Streetart-Projekt, welches 2010 vom Engländer Lawrence Williams initiiert wurde, der seit vielen Jahren in The Gambia lebt und arbeitet. Das primäre Ziel dieser aussergewöhnlichen Kunst-Aktion ist die Lenkung der weltweiten Aufmerksamkeit auf eine ländliche Region in The Gambia, die Förderung dieser Region durch einen sanften Tourismus und das Sammeln von Geldern, um in dieser Region Schulen zu bauen.
Weltbekannte Streetart-Künstler wie Sickboy, Know Hope, Xenz, Tika, David Shillinglaw, RUN, Remi Rough, ROA, Lucy McLauchlan, INSA, Eelus, Bushdwellers, Broken Crow and Best Ever setzten sich mit der Region auseinander und sprayten ihre Werke stets im Kontext zur Umgebung auf die Häuser der Bewohner in Galloya. Der Förderverein Humanitas unterstützt WOW ideell und hat 2016 ein namhafter Betrag gespendet, um die Fortsetzung dieses inspirierenden Projekts zu sichern.