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Giuseppe Quintarelli als etwas anderes als eine Legende im Veneto und tatsächlich in ganz Italien zu beschreiben, wäre ein Sakrileg an dem Menschen, seinen Weinen und seiner Hingabe an die absolute Qualität. Das Weingut im Herzen des Valpolicella-Gebietes in der Nähe von Negrar übernahm 'Bepi', wie er auch genannt wurde, von seinem Vater. Obwohl er viel experimentierte, neue Rebsorten pflanzte und die Weine länger als üblich in den botti reifen liess, folgte er stets seinen eigenen Regeln und richtete sich nicht nach modischen Trends in der Weinbranche. So pflanzte er als einer der ersten im Valpolicella-Gebiet die Rebsorten Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon und kreierte sein berühmtes Cuvée Alzero. Der Amarone wird ausschliesslich in guten Jahrgängen und aus dem besten Traubengut vinifiziert. Der Wein reift anschliessend überdurchschnittlich lange in den botti und kommt als einer der letzten auf den Markt.
Markenzeichen von Giuseppe Quintarelli sind die handgeschriebenen Etiketten. Obwohl die Weine von Quintarelli zu den teuersten und gesuchtesten Weinen des Valpolicella-Gebietes gehören, ist der Winzer immer sehr gastfreundlich geblieben. Seine aufgeschlossene Art führte dazu, dass sich jeder Besucher, der sich auf sein Weingut verirrte, bestens aufgehoben gefühlt hat.
Im Alter von 84 Jahren starb der legendäre Produzent im Januar 2012 nach seinem langjährigen Kampf gegen die Parkinson-Krankheit. Seine Frau Franca zwei Jahre später. Die Tochter Fiorenza mit ihrem Ehemann Giampaolo Grigoli und deren Kinder Francesco und Lorenzo führen den Betrieb des Weinguts im Sinne und nach den Qualitätsansprüchen von Bepi weiter.