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[Mobilfunk] Mobile Daten sind in der Schweiz 3 Mal teurer als in Deutschland
In den letzten Jahren sind neue, verlockende Handy-Abos in den Schweizer Mobilfunkmarkt eingetreten. Doch wie lässt sich die Realität dieses Marktes auf nationaler, europäischer und globaler Ebene einordnen? Um dies herauszufinden, haben wir den Preis für ein Gigabyte (GB) mobile Daten in 233 Ländern und Gebieten verglichen, um die Schweiz im weltweiten Vergleich zu positionieren.
- Im Jahr 2022 ist die Schweiz das 7. teuerste Land der Welt für mobile Daten (7,25 Franken für ein GB).
- Im Durchschnitt zahlen die Schweizer dreimal mehr für mobile Daten als die Deutsche.
- In der Schweiz ist der Durchschnittspreis für ein Handy-Abo innerhalb von vier Jahren um 20 % von 37,14 Franken auf 29,84 Franken gesunken.
Quelle: cable.co.uk
Gut zu wissen
Diese auf dieser Karte dargestellten Preisdaten werden jedes Jahr von der Website cable.co.uk auf der Grundlage einer Stichprobe von 5 000 Handy-Abos aus der ganzen Welt zusammengestellt.
Die Schweiz als 7. teuerstes Land der Welt für mobile Daten
Die Untersuchung der weltweiten Preise für mobile Daten zeigt sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Gebieten. Aus der folgenden Grafik geht es hervor, dass:
- Mit einem durchschnittlichen Preis von 7,25 Franken für ein GB liegt die Schweiz auf dem 7. weltweiten Platz und an 1. Stelle in Europa der Länder mit den teuersten mobilen Daten.
- Der Weltrekord für die teuersten mobilen Daten geht an die Menschen im Jemen, die im Durchschnitt 16,32 Franken für ein GB mobile Daten bezahlen müssen, doppelt so viel wie in der Schweiz.
- Wenn man ähnliche Lebensstandards vergleicht, sind mobile Daten nur in Südkorea (12,35 Franken) teurer als in der Schweiz (nämlich 5 Franken mehr).
Quelle: cable.co.uk
Gut zu wissen
Die sehr hohen Preise für mobile Daten in der Schweiz lassen sich dadurch erklären, dass der Schweizer Mobilfunkmarkt zu 58 % von einem einzigen etablierten Betreiber, der Swisscom, kontrolliert wird und somit weniger Möglichkeiten für kleinere Akteure bietet.
Die Schweizer zahlen dreimal mehr für mobile Daten als Deutsche
Wenn die Schweiz auf europäischer Ebene alle Länder bei den Preisen für mobile Daten übertrifft, ist es nur logisch, dass sie auch ihre Nachbarländer übertrifft. Die Analyse der folgenden Grafik zeigt nämlich, dass:
- Deutschland ist das Nachbarland, das dem Preis der Schweiz für mobile Daten am nächsten kommt, aber mit einem durchschnittlichen Preis von 2,63 Franken für ein GB (64 % weniger als in der Schweiz) dennoch deutlich darunter liegt.
- Mit 23 bzw. 12 Rappen pro GB sind die Preise in Frankreich und Italien außergewöhnlich niedrig. In Frankreich zahlen Nutzer durchschnittlich 31 Mal weniger für mobile Daten als in der Schweiz, in Italien sogar bis zu 60 Mal weniger.
Quelle: cable.co.uk
In 4 Jahren ist der Durchschnittspreis für ein Handy-Abo in der Schweiz um 20 % gesunken
Trotz der galoppierenden Inflation, die die Schweizer Wirtschaft seit mehreren Monaten heimsucht, scheinen einige Märkte wie der Mobilfunkmarkt davon relativ unberührt zu bleiben. Wenn man die parallele Entwicklung der durchschnittlichen Tarifbedingungen für ein Handy-Abo und des Landesindexs der Konsumentenpreise (LKI) betrachtet, beobachtet man, dass:
- Im Jahr 2022 kostet ein Handy-Abo im Durchschnitt 20 % weniger als 2018. Die Kosten sind nämlich von 37,14 auf 29,84 Franken gesunken, was einem Preisniveau entspricht, das es bis dahin noch nie gegeben hat.
- Parallel dazu blieb der LKI zwischen 2018 und 2021 stabil. Im Jahr 2022 stieg er jedoch stark um 3 % an und erreichte am Jahresende 103,9 Punkte. Dies spiegelt direkt die allgemeine Inflation der Produkte und Dienstleistungen wider, die den durchschnittlichen Warenkorb der Schweizer Haushalte ausmachen.
LIK: Landesindex der Konsumentenpreise (Dezember 2020 = 100)
Durchschnittpreis für ein Handy-Abo Prix: Durchschnittspreis der günstigsten Angebote für einen mittleren Warenkorb in der Schweiz
Quellen: Bundesamt für Statistik und Bundesamt für Kommunikation
Gut zu wissen
Warum wird der durchschnittliche Preis für ein Handy-Abo mit dem LIK verglichen?
Der Grund dafür ist, dass der Index, der die Teuerung von Güter und Dienstleistungen in der Schweiz misst, auch die Telekommunikationsdienste in seine Berechnung einbezieht. Daher schien es uns interessant zu beobachten, ob sich diese Parameter im Laufe der Zeit auf die gleiche Weise entwickeln oder ob sie unkorreliert sind. Die obige Grafik deutet auf Letzteres hin.
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