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Karl Graf von Thun und Hohenstein (1803-1876)
Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber von 1850. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.
Die Abbildung zeigt den adeligen Militär als Generalmajor in ordenbehangener Uniform. Der geborene Wiener wurde 1820 Kavalleriekadett und stieg in der Rangordnung nach und nach auf. 1831 wechselte Thun zur Infanterie. Als Oberst kommandierte er ab 1848 ein Infanterieregiment, erhielt den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse und nahm an den Feldzügen in Italien und Ungarn teil. 1849 wurde er Ritter des Leopold-Ordens. Nach zwei Jahren im Amt als Festungskommandant in Budapest wurde er 1852 zum Brigadier und schliesslich zum Divisionär befördert. In den Folgejahren kommandierte er unterschiedliche Korps und Truppen unter anderem in Italien. 1862 übernahm er ein österreichisches Korps, mit dem er 1866 gegen die Preussen zog und bei Königgrätz verwundet wurde.
Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist in der Lithographischen Anstalt Johann Höfelich gedruckt worden und beim bekannten Wiener Verlag von Leopold Theodor Neumann erschienen. Die mit (1)850 datierte Lithografie ist im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers sowie derjenigen des Abgebildeten versehen. Mittig unten im Papier der Prägestempel des Verlages L.T. Neumann.
Der Zustand des in einem Passepartout hinter Glas gerahmten Blattes ist sehr gut. Der Passepartout hat am unteren Rand einen Fleck.
Lichtmasse: 42x30cm
Masse Total: 55x43cm
CHF 210.00Preis