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- Überflutete Strassen, zerstörte Häuser: Tropensturm «Sally» hat an der US-Golfküste beträchtliche Schäden angerichtet.
- Im Küstenort Orange Beach kam mindestens ein Mensch ums Leben, eine weitere Person wird vermisst.
- In den Bundesstaaten Alabama und Florida fiel in rund einer halben Million Haushalten und Geschäften der Strom aus.
- Behörden bezeichnen diese Hurrikansaison bereits als aussergewöhnlich.
«Überall liegen Boote: Auf den Strassen, vor Geschäften, in den Hinterhöfen. In gewisser Weise ist es komisch», sagt der Bürgermeister des Küstenorts Orange Beach dem Portal AL.com. Der Sturm habe sie vom Hafen in die Stadt gespült. Zahlreiche Häuser seien ausserdem von umgestürzten Bäumen beschädigt worden.
Der Ort an der Golfküste wurde besonders hart vom Sturm erwischt. Ganz in der Nähe, in Gulf Shores, war «Sally» am Mittwochmorgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde als Hurrikan der Stufe zwei von fünf auf Land getroffen.
Nachdem «Sally» auf Land getroffen war, hatte sich der Hurrikan zwar zu einem tropischen Wirbelsturm abgeschwächt. Da er sich aber nur langsam fortbewegt – zuletzt mit rund 15 Stundenkilometern –, bringt er den betroffenen Regionen heftigen Regen und führte in Alabama und Florida zu schweren Überschwemmungen.
Autos blieben in den Fluten stecken
In Pensacola in Florida stand das Wasser fast einen Meter hoch in den Strassen. «In vier Stunden fiel so viel Regen wie sonst in vier Monaten», sagte die Feuerwehrchefin dem Sender CNN. «Eines unserer grössten Probleme waren Autos, die in den Fluten steckenblieben», sagte der Bürgermeister dem Sender ABC. Er rief die Menschen auf, daheim zu bleiben.
In der überfluteten Gegend wurden hunderte Menschen in Sicherheit gebracht. Die Unterbringung in Notunterkünften ist aber schwierig. Wegen der Corona-Pandemie seien die Kapazitäten begrenzt, sagen die Behörden.
Aussergewöhnliche Sturmsaison
- Tropische Orkane werden im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik Hurrikans genannt.
- Im Atlantik könnte die diesjährige Hurrikansaison, die von Juni bis November dauert, nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA eine der heftigsten überhaupt werden.
- «Sally» sei bereits der achte Sturm, der in dieser Saison auf das US-Festland traf und stark genug war, um einen Namen zu erhalten, schrieb der Meteorologe an der Colorado State University, Philip Klotzbach, auf Twitter. So viele seien es bis zum 16. September bislang in keiner Saison gewesen.
Experten erwarten, dass der Sturm in nordöstlicher Richtung weiterzieht. Damit dürfte er sich auch auf Teile von Georgia, South und North Carolina sowie Virginia auswirken. Für die betroffenen Gebiete wurden Flutwarnungen herausgegeben.
«Sally» ist bereits der achte Sturm, der in dieser Saison auf das US-Festland traf und stark genug war, um einen Namen zu erhalten, wie der Meteorologe Philip Klotzbach von der Colorado State University auf Twitter schrieb. So viele seien es bis zum 16. September bislang in keiner Saison gewesen.