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Wanderfalken sind die der am weitesten verbreitete Vogelart auf unserem Planeten. Die neunzehn Unterarten kommen auf allen Kontinenten, mit Ausnahme von der Antarktis, vor und sie können in den verschiedensten Landschaften brüten, sofern sie einen felsenähnlichen Nistplatz finden. So besiedeln sie inzwischen auch Kirchtürme und Industrieanlagen in Städten.
Durch die Beringung und Satelitenforschung kann heute gezeigt werden, wo sich die Tiere aufhalten und welche Lebensräume sie zum Nisten oder für die Überwinterung benötigen und wo sie gerne jagen oder rasten. Das kann helfen die Lebensräume für die Tiere gezielter zu schützen. Die Daten aus den USA zeigen, dass Vögel die in Nordamerika brüten, zum Überwintern oft nach Südamerika ziehen.
Einigen Wanderfalken gelingt es sogar den Atlantischen Ozean zu überqueren, das zeigt eine neue Studie aus den USA. Am Faszinierendsten ist dabei ein Wanderfalkenweibchen, welches im Jahr 1993 in Wisconsin schlüpfte und beringt wurde. Ihre Überreste wurden 2008 auf einem Berg in der Schweiz gefunden. Das ist 7017 km (4360 miles) vom Ort entfernt, an dem sie geschlüpft ist.
Zwar sei nicht auszuschliessen, dass Menschen eingegriffen haben, meint Thomas C. J. Doolittle vom U.S. Fish and Wildlife Service. Jedoch wurden keine Hinweise darauf gefunden und obwohl solche langen Flüge für Raubvögel selten seinen, wäre es plausibel, dass sie den weiten Weg ohne Hilfe zurück gelegt hat.
Bild: Kevin Cole [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons