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Im Jahr 1998 entdeckten Forscher eine Familie, die über Generationen hinweg Sprachstörungen aufwies: Probleme mit der Aussprache von Worten, aber auch mit dem Erlernen von Grammatik und Rechtschreibung. Dies bewies, dass Sprache eine erbliche Komponente besitzt. Aber welche?
Die Sprache wird nicht nur durch eine einzige Komponente bestimmt. Dafür ist sie ein viel zu komplizierter Vorgang. Aber Wissenschaftler entdeckten ein– FOXP2 – das direkt an der Sprechfähigkeit beteiligt ist. Überraschenderweise kommt dieses Gen nicht nur beim Menschen, sondern auch in vielen anderen Tierarten, wie Affen, Vögeln und Reptilien, vor.
Woher wissen wir, dass dieses Gen in so vielen anderen Tierarten vorkommt?
Dies verdanken wir einer Software, genannt BLAST (Basic Local Alignment Search Tool), die weltweit von Wissenschaftlern genutzt wird, um Gen- oder Proteinsequenzen zu vergleichen. Damit fand man heraus, dass FOXP2 in vielen verschiedenen Arten vorkommt, und dass auch viele andere in so unterschiedlichen Arten wie Mensch und vorhanden sind. Und zudem, dass dies auch auf viele andere zutrifft, die in unterschiedlichen Arten wie Mensch und vorkommen können.
BLAST zeigte, dass FOXP2 nicht nur beim Menschen vorkommt. Folglich müssen andere Faktoren für unsere Sprache mitverantwortlich sein. Dennoch spielt FOXP2 eine wichtige Rolle in der Kommunikation.
So wird FOXP2 in jungen Vögeln exprimiert, wenn diese singen lernen. Und die Menge an FOXP2 ändert sich, je nachdem, ob ein Vogelmännchen zum eigenen Vergnügen singt, oder um ein Weibchen zu verführen …