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Amnesty International begrüsst die Verabschiedung des Gesetzes für die Abschaffung der Todesstrafe im Bundesstaat Illinois und fordert den Gouverneur Pat Quinn auf, das Gesetz sobald als möglich zu unterzeichnen, damit es in kraft treten kann.
«Die historische Entscheidung in Illinois ist das jüngste Anzeichen dafür, dass sich die USA langsam aber sicher von dieser grausamen und unmenschlichen Bestrafung abwenden», kommentiert ein Sprecher von Amnesty International.
Seit 1977 wurden 12 Personen in Illinois hingerichtet und 20 Gefangene aus der Todeszelle entlassen nachdem Zweifel an ihrer Schuld aufgekommen sind. «Mit den vielen Entlassungen aus der Todeszelle hat Illinois bewiesen, dass es immer wieder zu fatalen Fehlern bei Todesurteilen kommen kann», so der Amnesty-Sprecher. «Der Gouverneur hat nun Gelegenheit ein positives Zeichen zu setzen für andere Staaten, die ebenfalls die Abschaffung in Betracht ziehen.»
Mit der erwarteten Unterzeichnung des Gesetzes durch den Gouverneur dürfte Illinois zum 16. Bundesstaat in den USA ohne Todesstrafe werden. Die letzten beiden Bundesstaaten, die sie ebenfalls abgeschafft haben, sind New Mexiko im Jahr 2009 und New Jersey im Jahr 2007.