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Bundesrat verlängert Corona-Entschädigung für Selbständigerwerbende
Der Bundesrat hat den Anspruch auf Corona-Entschädigung für Härtefälle, infolge Betriebsschliessung oder infolge Veranstaltungsverbot verlängert bis zum 16. September 2020. Wenn Sie bereits einen Antrag eingereicht haben, brauchen Sie nichts zu tun. Wir verlängern Ihren Anspruch automatisch. Eingestellte Auszahlungen nehmen wir rückwirkend wieder auf.
Härtefallregelung für den Erwerbsausfall
Der Bundesrat hat am 16. April 2020 beschlossen, den Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung auszuweiten. Auch Selbstständigerwerbende, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus betroffen sind, weil sie zwar weiter arbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, erhalten eine Entschädigung. Voraussetzung ist, dass Ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen 2019 zwischen 10'000 und 90'000 Franken liegt.
Sie haben Ihre Anmeldung für die Erwerbsersatzentschädigung bereits eingereicht? Dann müssen Sie nichts weiter unternehmen. Wir prüfen Ihr Gesuch.
Entschädigung wegen Betriebseinstellung: Wann und wie?
Welche Betriebe sind von den Massnahmen des Bundesrates betroffen?
Folgende Betriebe von Selbständigerwerbenden, die aufgrund des Bundesratsentscheids (Art. 6 Abs. 2 COVID-19-Verordnung 2). geschlossen werden mussten, erhalten eine Entschädigung:
- Einkaufsläden und Märkte
- Restaurationsbetriebe
- Barbetriebe sowie Diskotheken, Nachtclubs und Erotikbetriebe
- Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe: Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzerthäuser, Theater, Casinos, Sportzentren, Fitnesszentren, Wellnesszentren, Schwimmbäder, Skigebiete, botanische und zoologische Gärten und Tierparks
- Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt wie Coiffeure, Massagen, Tattoo-Studios und Kosmetik
Bekomme ich auch eine Entschädigung, wenn ich nicht zu den aufgeführten Betrieben gehöre?
Ja. Der Bundesrat hat am 16. April 2020 entschieden, dass auch Selbstständigerwerbende, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung erhalten. Voraussetzung ist, dass Ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen 2019 zwischen 10'000 und 90'000 Franken liegt.
Wann beginnt der Anspruch auf Entschädigung?
Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, also frühestens am 17. März 2020. Das gilt auch für die Entschädigung für indirekt Betroffene im Härtefall, die der Bundesrat am 16. April 2020 beschlossen hat. Sie gilt ebenfalls rückwirkend ab dem 17. März 2020.
Wann endet der Anspruch auf Entschädigung?
Der Anspruch für Selbständigerwerbende, die von Betriebsschliessungen, vom Veranstaltungsverbot oder indirekt von den beschlossenen Massnahmen betroffen sind, endet am 16. September 2020. Die Ausgleichskasse richtet Ihnen die Entschädigung wieder aus, wenn die Leistung vor diesem Datum eingestellt wurde. Sie müssen sich nicht noch einmal anmelden.
Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent Ihres durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens aber 196 Franken pro Tag.
Gibt es die Entschädigung auf jeden Fall?
Wenn Sie bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung beziehen, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung.
Wie komme ich zur Entschädigung?
Füllen Sie das Formular aus und schicken Sie es uns als PDF-Datei per E-Mail.
Die Leistungen zahlen wir Ihnen monatlich rückwirkend aus.
Bis wann kann ich die Entschädigung anmelden?
Melden Sie sich bis spätestens 16. September 2020 für die Corona Erwerbsersatzentschädigung an. Ab dem 17. September 2020 können Sie keine neuen Ansprüche mehr geltend machen und keine rückwirkenden Neuberechnungen mehr verlangen.
Kann ich die AHV-Rechnungen anpassen?
Melden Sie uns, wenn Sie weniger Löhne auszahlen bzw. ein tieferes Einkommen haben. Wir passen Ihre Akontozahlungen an. Verwenden Sie dazu das Formular «Änderung der Pauschallohnsumme während des Jahres».