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Am 4. Januar 2021 wird das Londoner Gericht das Urteil im US-Auslieferungsverfahren gegen den WikiLeaks-Herausgeber Julian Assange verkünden. Die Anklageschrift gegen Assange ist politisch motiviert. Richterin Vanessa Baraitser, die den Vorsitz bei der Anhörung führt, hat die politische Natur dieses Falles sogar anerkannt, als sie beschloss, nicht eher zu entscheiden als früestens nach den US-Präsidentschaftswahlen am 3. November 2020.
Das Urteil wird nicht nur über das Leben von Assange entscheiden, sondern auch über die Zukunft des Journalismus. Die extraterritoriale Machtüberschreitung, die darin besteht, dass die US-Regierung einen Journalisten, der ihre Kriegsverbrechen aufgedeckt hat, unter dem Spionagegesetz anklagt, bedroht die Pressefreiheit überall. Aus diesem Grund haben sich mittlerweile alle großen Medien- und Menschenrechtsorganisationen gegen das Auslieferungsverfahren gegen Assange ausgesprochen.