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Sind die Schweizer langweilig, reich und fremdenfeindlich? Mit diesen und anderen Vorurteilen hat sich die irische Journalistin und Autorin Clare O'Dea in ihrem Buch «The Naked Swiss» auseinandergesetzt. Auf deutsch ist es kürzlich unter dem Titel «Die wahre Schweiz» erschienen.
Der Schweizer Pass war wie ein Ja zu meiner Zukunft.
Sie habe das Buch halb als Aussenseiterin, halb als Insiderin geschrieben, erzählt Clare O'Dea im Gespräch mit SRF News. Sie habe in 12 Jahren in der Schweiz viele Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt – als Mutter, als Frau, als Nachbarin als Hundebesitzerin. «Und dann hatte ich das Gefühl, ich kenne die Schweizer jetzt und ich verstehe sie.»
«Gute und schlechte Ausländer»
Zum Thema Ausländerfeindlichkeit meint Clare O'Dea, für die Schweizer gebe es gute und schlechte Ausländer. «Ich war eine gute Ausländerin, gut ausgebildet, gut integriert und aus einem Land, das die Leute toll finden.»
Nicht zuletzt weil sie auch politisch mitbestimmen wollte, ist Clare O'Dea Schweizerin geworden. Es sei höchste Zeit gewesen, sich einbürgern zu lassen. «Das war wie ein Ja zu meiner Zukunft.» Gleichzeitig habe sie befürchtet, ihre irische Identität zu verlieren.
Zur Person
Clare O'Dea ist 1971 in Dublin geboren. Sie hat Sprachwissenschaften studiert am Trinity College in Dublin und war in Irland Journalistin. 2003 kam sie in die Schweiz, nachdem sie einen Freiburger geheiratet hatte. Sie arbeitete mehrere Jahre bei Swissinfo. 2015 veröffentlichte sie das Buch "The Naked Swiss". 2018 wurde es ins Deutsche übersetzt und erschien unter dem Titel «Die wahre Schweiz».