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In der Schweiz leben gemäss einer neuen Schätzung der Schweizerischen Alzheimervereinigung rund 148 000 Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz, wobei nur knapp die Hälfte der Fälle diagnostiziert wird. Die Häufigkeit von Demenz-erkrankungen nimmt mit steigendem Alter zu. Von den über 65-Jährigen sind rund 9% erkrankt. Die Mehrheit sind Frauen.
Alzheimer ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der langsam, aber stetig fortschreitend Nervenzellen absterben. Eine Studie im Auftrag der Schweizerischen Alzheimervereinigung zeigt, dass Demenzkrankheiten im Jahr 2009 zu Kosten von insgesamt mehr als 6.9 Milliarden Franken führten, wobei der grösste Teil auf die Pflege und die Betreuung entfiel.
Nur etwa 40% der Demenzbetroffenen leben in Heimen. Die anderen werden zu Hause durch Angehörige oder Freunde gepflegt, was oft eine grosse psychische und körperliche Herausforderung bedeutet. Im November 2013 haben Bund und Kantone die Nationale Demenzstrategie 2014 – 2017 verabschiedet, die von mehreren parlamentarischen Vorstössen gefordert worden war und mittlerweile bis 2019 verlängert wurde. Ziel dieser Strategie ist unter anderem die Förderung von bedarfsgerechten Angeboten für Demenzbetroffene, die Sicherstellung von Versorgungsqualität und Fachkompetenz sowie eine bessere Versorgungsplanung. Forschungsanreize für die Entwicklung neuer Therapien, die entscheidend sein können, um die individuelle und soziale Krankheitslast von Demenz zu mindern, sind indes nicht vorgesehen.