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Geschichte Die wichtigsten Stationen in der Geschichte der Bank des Zürcher Volkes. Gründerjahre Am 15. Februar 1870 eröffnete die Zürcher Kantonalbank ihren ersten Schalter. Hypothekarkredite und sonstige Kapitalbedürfnisse für Arbeiter, Handwerker und Angestellte, für landwirtschaftliche und gewerbliche Betriebe sowie für kleinere und mittlere Industrieunternehmungen wurden von den damaligen Privatbanken weitgehend vernachlässigt. Hier sollte die "Bank des Zürcher Volkes" einspringen. Der Kanton Zürich stellte das Dotationskapital zur Verfügung, garantierte die Verbindlichkeiten der Bank (Staatsgarantie) und bestellte die obersten Organe. Der öffentliche Leistungsauftrag und damit die gesellschaftspolitische Verantwortung wurde im Gegenzug gesetzlich festgeschrieben. Aufschwung um die Jahrhundertwende Gegen Ende des 19. und zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts erlebte die Zürcher Wirtschaft einen beachtlichen Aufschwung. Parallel dazu wuchs auch die Bevölkerung stark an. Die Folgen waren eine vermehrte Nachfrage nach Wohnungen sowie steigende Mietzinsen. Der Hypothekarbestand der Zürcher Kantonalbank nahm daraufhin markant zu. Sicher durch die Krisenzeit Die Zürcher Kantonalbank blieb trotz gelegentlicher Rückschläge in den kriegs- und krisengeschüttelten Jahren zwischen 1914 und 1950 eine zuverlässige Stütze im Kanton. Dank ihres gesetzlichen Auftrages liess sie sich nicht zu gewagten Geschäften hinreissen und überstand auch die Kreditkrise Anfang der 1930er-Jahre ungeschoren. Von der Hypobank zur führenden Finanzdienstleisterin In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die schweizerische Wirtschaftsmetropole Zürich zu einem der bedeutendsten Finanzplätze. Die Zürcher Kantonalbank hielt mit dieser Entwicklung Schritt, indem sie ihr Geschäftsvolumen ausdehnte und ihre Leistungen vielfältiger ausgestaltete. Zwischen 1960 und 1988 hatte sich die Bilanzsumme der Zürcher Kantonalbank verzehnfacht; sie stieg von CHF 3,8 Milliarden auf fast CHF 35 Milliarden. Gleichzeitig nahm die Zahl der Mitarbeitenden von 986 auf 3740 zu. Die Schwerpunkte bildeten in dieser Zeit Spar- und Hypothekargeschäfte. Gegen Ende des Jahrhunderts entwickelt sich aus der Hypothekarbank eine innovative, international agierende Universalbank. Die Immobilienkrise Mitte der 1990er Jahre zwingt auch die Zürcher Kantonalbank zu Korrekturen. Die Bank reorganisiert sich und richtet sich auf Kundensegmente aus. Stabilität und Nachhaltigkeit wird wichtiger Das neue Jahrhundert beginnt für die grösste Schweizer Kantonalbank ausgezeichnet. Sie entwickelt sukzessive ihr Vorsorge- und Anlagegeschäft und zählt zu den bedeutendsten Vermögensverwaltern der Schweiz. Dank Kostenkontrolle, verstärktem Engagement im Handel und im Anlagegeschäft gelingen zwischen 2004 und 2006 drei Rekordjahre, in denen die Bilanzsumme auf über 100 Milliarden Franken ansteigt, gefolgt von einem immer noch ausgezeichneten 2007. Davon profitieren insbesondere der Kanton und die Zürcher Gemeinden, die durch die Gewinnausschüttung direkt am Erfolg der Bank teilhaben. 2008 erlebt die Finanzbranche die grösste Krise seit den 1930er Jahren. Das Geschäftsmodell der Zürcher Kantonalbank, das auf Ertragsdiversifikation und Nachhaltigkeit setzt, bewährt sich in Zeiten der globalen Vertrauenkrise. Während das Handelsgeschäft teilweise einbricht, bewährt sich das Zinsdifferenzgeschäft als stabiler Ertragspfeiler. Die Zürcher Kantonalbank erreicht im Wirtschaftsraum Zürich bei Privat-, Firmen- und Geschäftskunden (kleinere Unternehmen) eine marktführende Stellung. Die Bank erweitert ihre Geschäftsleitung auf neun Mitglieder und startet eine Wachstumsinitiative, von der sie sich ein weiteres Ertragswachstum verspricht.