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Rassismuskritische Offene Arbeit mit Kindern im Alter von 6-11 Jahren
Grundlagen für rassismuskritisches Agieren von Fachpersonen und Vorschläge für Rassismus-Sensibilisierung der Adressat*innen
Rassismus ist Alltag, auch in der Schweiz. People of Color erfahren tagtäglich Diskriminierungen, viele weisse Menschen, sehen das Problem nicht. Auch unter Kindern sind rassistische Diskriminierungen Realität. Kinder in der mittleren Kindheit kennen das Konstrukt Hautfarbe bereits. Während sie Weisssein positiv werten, wird Schwarzsein eher negativ konnotiert. Im Zentrum der vorliegenden Arbeit steht die Frage, welche Fähigkeiten Fachpersonen der Soziokulturellen Animation in der Offenen Arbeit mit Kindern im Alter von 6-11 Jahren brauchen, um rassismuskritisch zu agieren und die Adressat*innen für das Thema Rassismus zu sensibilisieren. Anhand eines rassismustheoretischen Ansatzes, welcher Rassismus als gesamtgesellschaftliches Phänomen betrachtet, konnten Erklärungen für das Phänomen Rassismus in der Gesellschaft gefunden werden. Basis dafür ist die Konstruktion von Race, wodurch die Einteilung in ein „Wir“ und „Nicht-Wir“ möglich wird. Durch die Anwendung einer Sozialisationstheorie kann aufgezeigt werden, wie Kinder durch den Vorgang der Realitätsverarbeitung „rassistisches Wissen“ aus ihrer Umgebung aufnehmen und somit vorherrschende gesellschaftliche Machtstrukturen verinnerlichen. Rassismuskritische Offene Arbeit verlangt von den Fachpersonen, sich Wissen über Rassismus anzueignen und eine rassismussensible Sprache zu lernen. Weisse Fachpersonen haben zudem die Aufgabe sich mit ihrem eigenen Weisssein und den damit verbundenen Privilegien in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Vorschläge für die Sensibilisierungsarbeit werden auf Basis von Zielen des Anti-Bias Ansatzes, der eine Thematisierung aller Formen von Diskriminierungen vorsieht, erarbeitet.