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FranzArmand, Parlamentarier, geb. zu Ettlingen, studierte in
Heidelberg
[* 2] Naturwissenschaften
und widmete sich dann der
Verwaltung seines Gutes zu Deidesheim in der Pfalz, wo er Mitinhaber der Weinfirma F. P. Buhl ist.
Er gehörte seit 1871 als
Vertreter des Wahlkreises
Homburg-Kusel dem
DeutschenReichstage an, wo er sich der nationalliberalen
Partei anschloß und namentlich für die Interessen der deutschen Weinkultur eintrat. Er bewirkte 1873 die
Annahme eines Gesetzes gegen die Reblaus,
[* 3] 1881 die Einführung eines
Zolls auf fremde
Trauben und hatte 1892 Anteil an dem Zustandekommen
des Weingesetzes.
Auch sonst war er besonders in volkswirtschaftlichen und socialpolit. Fragen thätig, in denen er häufig
das Kommissionsreferat hatte. Insbesondere hatte er an der Ausgestaltung der
Kranken- undUnfallversicherung sowie der Invaliditäts-
und
Altersversicherung großen Anteil. 1887-90 war Buhl erster Vicepräsident des
Reichstags.
Bei den Reichstagswahlen im Juni 1893 kandidierte
er nicht wieder. Im Okt. 1885 wurde er zum lebenslänglichen Mitglied der bayr. Kammer der Reichsräte
ernannt.