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Diese warfen Steine und schlugen Fensterscheiben der Wache ein, in der Politiker Albin Kurti von der Selbstbestimmungspartei festgehalten wurde. Kurti hatte in der vergangenen Woche im Parlament in Pristina Tränengas freigesetzt, um gegen ein Abkommen mit Serbien zu protestieren. Es kam zu Tumulten.
Der Protest der Opposition im Parlament hatte sich gegen eine Einigung mit Serbien vom August gerichtet, in der Kosovo der serbischen Minderheit zusätzliche Rechte zugestand. So dürfen die serbischen Gemeinden im Nordkosovo einen eigenen Kommunalverband gründen, der allerdings keine Exekutivgewalt erhält. Abgeordnete der Opposition störten die Parlamentssitzung zudem durch Pfeifkonzerte und Eierwürfe.
Das zu mehr als 90 Prozent von ethnischen Albanern bewohnte Kosovo war nach dem Kosovo-Krieg 1998/1999 unter internationale Verwaltung gestellt worden. 2008 erklärte sich die frühere serbische Provinz einseitig für unabhängig. Serbien hingegen betrachtet das Gebiet weiterhin als seine südliche Provinz. Der von der EU vermittelte Dialog soll die Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisieren.
(SDA)