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In der Flur Heinimürler befand sich einst ein römischer Gutshof. Dieser Flurname soll von Heidenmürli kommen.
Das Herrenhaus befand sich auf einer kleinen Terrasse ungefähr 70 Meter über dem Tal. Es war noch Südsüdwesten orientiert, d.h. mit Blick in das Wehntal.
Im Endausbau war dieses Herrenhaus 43 Meter lang und 35 Meter breit. Der Kernbau bestand aus einem Wohntrakt (ca. 26 x 13 Meter). Auf der Talseite davor befand sich ein Porticus.
In einer späteren Bauphase entstanden seitliche Annexe mit weiteren Wohnräumen auf dieser Südseite. Vermutlich wurde der Porticus hufeisenförmig erweitert. Noch später entstand mit einer Vergrösserung ein kleines Bad auf der Westseite.
Das separate Badegebäude befand sich rund 10 Meter östlich der Nordostecke. Nach drei Umbauten war es ca. 22 x 14 Meter gross und hatte 8 Räume. 4 davon wiesen einen Hypokaust auf und wurden von einem einzigen Raum aus beheizt. In diesem Raum befand sich auch ein runder Backofen.
Die Entdeckung und Erforschung dieser römischen Villa erstrecke sich über mehrere Etappen. 1850 wurde eine Wasserleitung und 1857 ein Hypokaust entdeckt. Damals war hier ein Rebgelände. Ein weiterer Hypokaust wurde 1889 gefunden. Eine Ausgrabung des Herrenhauses und des Badegebäudes fand 1913/14 statt.
Die Funde waren spärlich. Im Ostannex des Herrenhauses wurden die Reste eines Mosaikbodens gefunden. Dieser wies einen orthogonalen Rhombensternrapport auf und wird in die Zeit um 157 bis 200 n. Chr. datiert. Im Raum nördlich des Mosaiks wurden grössere Wandmalereireste gefunden. Im Badegebäude befanden sich Teile der Sockelmalerei und Gesimsfragmente. Im Weiteren wurden eine Säule mit Kapitell und Bruchstücke von Halbsäulen aus Jurakalk entdeckt. Als Kleinfunde werden Geräte, Waffen, Geschirr und Münzen erwähnt. Das Mosaik befindet sich heute im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich.
Heute gibt es eine Heinimürlerstrasse und einen parallel dazu verlaufenden Römerweg, welcher sich im nordwestlichen Teil von Oberweningen befindet. Dies stimmt ungefähr mit der Standortbeschreibung im Buch „Die Römer in der Schweiz“ überein. Somit könnte sich der Gutshof dort befunden haben.
Der Ortsplan beim Gemeindehaus erwähnt, dass nach der Ausgrabung der Fund wieder zugedeckt wurde. Darauf wird ebenfalls auf eine Ausgrabung von 1926 und eine von 2002 hingewiesen. Bei letzterer wurde auf einem Kiesplatz, welcher im späten 2. Jahrhundert n. Chr. neben einem grossen Nebengebäude des Guthofs aufgeschüttet wurde, eine 8 cm. hohe Bronzebüste der Minerva gefunden. Das Nebengebäude wird als Lagerhaus gedeutet.
Kurzbeschreibung:
|Was||ja/nein||Bemerkung|
|Im Gelände Sichtbar||Nein|
|Informationstafel||Nein||Auf dem Ortsplan beim Gemeindehaus wird auf den Gutshof hingewiesen|
|- mit Detailinformationen||-|
|- mit Skizze(n)||-|
|Beschilderung||Nein|
|Schutzbau||-|
|Immer zugänglich||-|
|Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung||-|
|Weiteres|
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