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DER DEUTSCHE AUTOR, REGISSEUR UND MALER HERBERT ACHTERNBUSCH IST GESTORBEN
13.01.2022 Der am 23. November 1938 in München als Herbert Schild geborene deutsche Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuch- und Hörspielautor, Schauspieler, Filmregisseur und Maler Herbert Achternbusch (Bild) ist im Januar 2022 gestorben. Herbert Achternbusch gilt u.a. als bedeutender Vertreter des deutschen Autorenfilms der 1970er-Jahre. Bei seinen Filmen war er meist Autor, Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Personalunion. Zu Achternbuschs sechzigstem Geburtstag ehrte ihn die Stadt München, indem Aphorismen des Künstlers auf Flaggen in der ganzen Stadt zu sehen waren. Das Filmfest München würdigte ihn 2008 mit einer umfassenden Retrospektive. Anlässlich des siebzigsten Geburtstags zeigte das Museum Moderner Kunst in Passau eine umfassende Ausstellung zum malerischen Werk des Künstlers von 1990 bis 2008.* 1982 erhielt Achternbusch den Spezialpreis des Filmfestivals Locarno.
Foto: Harald Bischoff, 2015, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Haraldbischoff?uselang=de - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Herbert_Achternbusch_8230.jpg?uselang=de
Subversion als Urinstinkt
Das bayerische Originalgenie Herbert Achternbusch ist im Alter von 83 Jahren gestorben, der einzig anerkannte Nachfahre Karl Valentins.
Christine Dössel
Zweifellos der grösste Anarchist
Man könnte eine Erinnerung an Herbert Achternbusch problemlos nur mit Kalendersprüchen aus dem Mund des bajuwarischen Faktotums füllen. Eine seiner bekanntesten Weisheiten lautete: "Du hast keine Chance, aber nutze sie!". Es sind die Schlussworte in seiner Komödie "Die Atlantikschwimmer" von 1976, in der ein Briefträger und ein Bademeister für eine Ozeanüberquerung trainieren.
Andreas Busche
Nichts ist besser als gar nichts
Wer ihn belächelt, als lustigen (und bestenfalls listigen) Dilettanten, hat nichts verstanden von Herbert Achternbusch. Was der aber, andererseits, schon deshalb nicht übelnehmen durfte, weil es er war, der einst gesagt hat, dass heutzutage jeder von allen verstanden werden wolle. Nur er nicht. Ihm reiche es völlig, wenn ihn niemand verstehe.
Claudius Seidl
Es war ihm ein Leichtes, beim Filmen vom Boden abzuheben
Der Regisseur, Autor und Maler Herbert Achternbusch war als bayerischer Rebell ein Star der westdeutschen Kulturwelt und geriet dann ein wenig in Vergessenheit – natürlich zu Unrecht. Eine Huldigung.
Wolfgang Höbel
Berühmt wurde Herbert Achternbusch in den 1970er- und 1980er-Jahren als der verspielt-verrückte Anarchist des "Neuen Deutschen Films". Der Regisseur, der für ein paar Jahre in einem Atemzug mit Rainer-Werner Fassbinder, Werner Herzog und Wim Wenders genannt wurde, gehörte er zu den interessantesten und wagemutigsten deutschen Regisseuren.
Nur scheinbar wollte der Bayer ja ständig weg, "Ab nach Tibet", nach Amerika ("Hick’s Last Stand") oder nach Grönland ("Servus Bayern"). Dort schaute er als erstes mit dem Fernglas in seine Heimat zurück, wo er "nicht einmal gestorben sein" wollte. Ein Satz, den die bayerische Landesregierung "schlicht für eine Sauerei" hielt, weshalb sie bereits bewilligte Fördergelder strich.
Cosima Lutz
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Achternbusch's Heilt Hitler: Die Unterhosen vom Starnberger See
Herbert Achternbusch Ausstellung in Marktoberdorf
52 Beste Bücher: Herbert Achternbusch: Ich bin ein Schaf, Radio DRS 2, 25.8.1996
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