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Angefangen hatte alles auf zugefrorenen Gewässer. Doch schon seit Mitte des 19. Jahrhundert versuchte man eine künstliche Eisfläche zu erzeugen, um darauf Eishockey, Eiskunstlaufen und viele andere Sportarten zu betreiben.
Geschichte des Eishockeys
Anfangs 16. Jahrhundert gab es in Friesland und den Niederlanden schon Ballspiele auf dem Eis, noch ältere Spuren stammen aus Dänemark im Jahr 1134. Eishockey hat seine Wurzeln in Kanada, wo indianische Ureinwohner ebenfalls im 16. Jahrhundert verschiedene Ballspiele kannten. Diese wurden während der französischen Kolonisation mit den Spielen der Soldaten vermischt und mit Ankunft der Engländer Mitte des 18. Jahrhunderts mit den alten, keltischen Mannschaftspielen Hurling und Shinty ergänzt. Wegen der vorherrschenden Bedingungen wurde das Spiel dann auf dem Eis ausgeführt. Soldaten wie Studenten fanden ihren Spass daran, auf Knochenkufen mit Stock und Ball übers Eis zu gleiten. 1875 wurde dann in Montreal das erste Eishockeyspiel in einer Halle dokumentiert. Heutzutage haben die Spiele der National League A (NLA) regelmässig über 2 Millionen Zuschauer.
Kosten eines Eisfeldes
Der neue Saisonstart fiel im August, wo von Winter, Schnee und Eis noch jede Spur fehlte. Während im September die einen noch vergnügt in den See sprangen, hätten die anderen lieber schon eine Eisschicht darüber. Da stellt sich die Frage, wie nachhaltig der beliebte Sport denn ist.
Der Betrieb einer offenen Kunsteisbahn in Zürich verbraucht rund 800'000 Kilowattstunden pro Jahr. In der Schweiz gibt es rund 140 Eisbahnen, für deren Wasser- und Energieversorgung jährlich ungefähr 19 Millionen Franken hingeblättert werden. Je nach Wetter und Temperatur braucht es mehr oder weniger Energie, das Eisfeld nicht in eine Pfütze verschmelzen zu lassen.
Aussichten
Als Alternativen werden neuerdings Kunststoff-Eisfelder aufgebaut. In Zürich setzte sich dieses Verfahren aber nicht durch, da es mit erhöhtem Kraftaufwand des Sportlers verbunden ist. Füür Profisportler sei dies nur schwer umzugewöhnen. Bis auf die Reinigungsmaschine käme diese ganzjährig verwendbare Einrichtung jedoch ohne Strom und Wasser aus.
Weitere Versuche, Eisfelder etwas grüner zu gestalten kommen vom Bundesamt für Energie: Diverse Vorschläge zum Energiesparen beim Betreiben eines Eisfeldes können als PDF heruntergeladen werden. So wird zum Beispiel empfohlen, dass die Abwärme der Eisherstellung für Warmwasser der Duschen, den Restaurantbetrieb und zur Reinigung genutzt werden kann. Dies wurde in der Bossard Arena in Zug angewandt: Die erste nach Minergie-Standard zertifizierte Eishalle der Schweiz beheizt mit der Abwärme das Stadion und umliegende Gebäude.
Auch im Nachwuchs tut sich was. Die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) unterstützt beispielsweise das nationale Präventionsprogramm „cool&clean“, welches sich für fairen und sauberen Sport einsetzt. An der U18 WM 2015 in der Schweiz wurden verschiedene Bereiche wie Transport, Trinkwasser, Essen und Abfalltrennung nachhaltig gestaltet. Das bekämpft zwar nicht die Ursache des Problems, aber zumindest hilft es der Umwelt.
Weiterführende Informationen/Quellen
Bundesamt für Energie