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„Rhinos Without Borders“ rettete vor kurzem ein junges Nashorn und seine Mutter aus einem Wilderer-Hotspot in Südafrika. Ziel des Projekts ist es, mindestens 100 Nashörner aus solchen Bereichen zu entfernen und in Botsuana in die Wildnis zu bringen, wo es praktisch keine Wilderei gibt und strenge Richtlinien dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Die Organisation fuhr die Tiere per Lkw durch die Wüste Kalahari und brachte sie zum Okavango-Delta – dem Grasland in Botsuana, in dem Flusspferde, Elefanten, Löwen und Leoparden zuhause sind. Dort wartete Fotograf Neil Aldridge bereits.
Der britische Fotojournalist hatte sich einem Team von Rhino Conservation Botswana angeschlossen. Das junge Nashorn lag betäubt und mit verbundenen Augen in einem grossen Behälter mit Metallwänden, der als „Boma“ bezeichnet wird. Es musste von seiner Mutter getrennt werden. Es gab viele Aktivität um das Tier herum, Lkws, die es bewegten, Tierärzte, die seine Gesundheit überwachten, Hubschrauber, die es vor Wilderern schützten. Dennoch war Aldridge plötzlich allein mit dem jungen Nashorn. Das Bild, das er aufnahm, fasst den gesamten Vorgang zusammen. Er nannte es „Waiting for Freedom“.
„Ich hielt inne und drehte mich um, da ich wusste, dass dies ein seltener Moment der Ruhe in einem unglaublich rasanten Unterfangen sein würde“, sagt Aldridge. „Dieses Bild für mich war einer der Momente, die ich einfach festhalten musste. Nachdem alle anderen den Boma verlassen hatten, musste ich alles stehen und liegen lassen. Ich nahm drei Bilder auf, die die Situation perfekt zusammenfassten.“
„In diesem Moment hatte das Nashorn Frieden gefunden. Es zeigt den Moment, in dem es sich von einem Nashorn in der Krise zu einem Nashorn verwandelte, das bald freigelassen würde und eine zweite Chance im Leben erhält. Ich habe das Nashorn und diesen Moment eingefangen. Aus diesem Grund ist es das herausragende Bild der gesamten Reihe.“