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Was steckt hinter dieser Illusion?
Warum funktioniert es hier,
jedoch mit einem Klavier nicht?
Hier wird bei der Tonmischung manipuliert.
Bei den Tönen handelt es sich nämlich nicht um reine
Töne, sondern um Klänge mit einem ganz bestimmten Lautstärkenverhältnis
der enthaltenen Harmonischen.
Das Notenbild dieses Effekts zeigt vier
gleichzeitig gespielte Halbtonfolgen, die sich jeweils um eine
Oktave voneinander unterscheiden. Alle Folgen erstrecken sich über
eine Oktave. Das besondere an der Tonfolge sind die Lautstärken
innerhalb der Einzelstimmen:
Die Lautstärke der höchsten
Stimme nimmt ab: Sie beginnt bei halbem Volumen und erreicht
am Ende der Oktave den Wert Null.
Die Lautstärke der zweithöchsten
Stimme fällt ebenfalls: Sie beginnt bei vollem Volumen und
erreicht am Ende der Oktave das halbe Volumen.
Die Lautstärke der dritthöchsten
Stimme nimmt zu: Sie beginnt bei halbem Volumen und erreicht
am Ende der Oktave das volle Volumen.
Die Lautstärke der tiefsten Stimme
steigt ebenfalls: Sie beginnt bei null und erreicht am Ende der
Oktave das halbe Volumen.
Der Effekt dieser Konstruktionsvorschrift
ist verblüffend:
Obwohl ein Zuhörer den Eindruck gewinnt, dass die Tonfolge permanent ansteigt, ist der letzte Ton mit dem ersten identisch. Durch dieses langsame Ein- und Ausblenden wird gerade erreicht, dass nach acht Ganztonschritten wieder derselbe Klang wie zu Beginn erreicht ist:
Eine steigende Melodie, die niemals wirklich höher wird!