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verschiedenster Weise durch andere Elemente und Elementgruppen ersetzt werden, besonders durch die Halogene. So entstehen z. B. folgende Derivate:
Dichlormethan CH2Cl2 (s. Methylenchlorid).
Trichlormethan CHCl3 (s. Chloroform).
Monochloräthan C2H5Cl , Aethylchlorid (s. Aether chloratus).
Monobromäthan C2H5Br , Aethylbromid (s. Aether bromatus).
Tribrommethan CHBr3 (s. Bromoform).
Trijodmethan CHJ3 (s. Jodoform).
Diäthylsulfondimethylmethan ^[img] (s. Sulfonal).
Werden in den Kohlenwasserstoffen ein oder mehrere Wasserstoffatome durch die Hydroxylgruppe (-OH) ersetzt, so ergeben sich die
Alkohole. Nach der Zahl der vorhandenen Hydroxylgruppen giebt es einwerthige und mehrwerthige Alkohole. Für uns haben nur Interesse die einwerthigen, zu welchen der gewöhnliche Alkohol gehört. Vom Methan CH4 leitet sich ab CH3OH. Der Rest vom Methan wird Methyl genannt und der Körper CH3OH erhält den Namen Methyloxydhydrat oder Methylalkohol, oder nach seiner Darstellung: Holzgeist. Dem Aethan C2H6 entspricht Aethyloxydhydrat oder Aethylalkohol C2H5OH (Spiritus) etc. Die wichtigsten Alkohole aus der homologen Reihe des gewöhnlichen Alkohols sind:
Von diesen sind besonders anzuführen:
Methylalkohol (s. Holzgeist).
Aethylalkohol (s. Alkohol, Alkohol absolutus, Spiritus vini Gallicus, Spiritus sacchari, Spiritus orýzae).
Amylalkohol (s. Amylalkohol).
Auch ein Alkohol, wenn auch nicht dieser Reihe angehörend, ist das
Amylenhydrat (s. Amylenum hydratum).
Der Cetylalkohol kommt als Palmitinsäure-Cetyläther im Walrat vor; der Cerylalkohol ist als Cerotinsäure-Ceryläther im chinesischen Wachs und der Melissylalkohol als Palmitinsäure-Melissyläther im Bienenwachs enthalten.
Aus den Alkoholen können durch Zersetzung, Substitution, Oxydation etc. unzählige andere Stoffe dargestellt werden, so z. B. von den oben erwähnten Kohlenwasserstoffen und deren Derivaten: Aethylen, Methylchlorid, Aethylchlorid, Aethylbromid, Chloroform, Bromoform, Jodoform. Besonders charakteristisch für diese Alkohole ist, dass sie bei ihrer Oxydation Aldehyde und Säuren bilden, ferner durch Verlust von ¶
Wasser in Aether übergehen und mit Säuren zusammengesetzte Aether (Ester) geben.
Einen Aether kann man sich entstanden denken durch Vereinigung von 2 Molekülen eines Alkohols unter Austritt eines Moleküls Wasser:
^[img]
Methyläther
Er erscheint sonach als das Oxyd zweier Alkoholradikale (z. B. Dimethyloxyd) oder als Wasser, in welchem beide Wasserstoffatome durch Alkoholradikale ersetzt sind. Die Zahl solcher Aether ist eine grosse; von Wichtigkeit ist aber nur der gewöhnliche
Aethyläther (s. Aether). Die praktische Darstellung desselben geschieht auf einem Umwege. Die Schwefelsäure, welche bei seiner Darstellung mit Alkohol gemischt wird, wirkt nicht direkt wasserentziehend, sondern es entsteht zunächst Aethylschwefelsäure:
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Wird diese Aethylschwefelsäure auf 140° erhitzt unter Zufluss von Alkohol, so spaltet sie sich wieder und es entsteht Schwefelsäurehydrat und Aether:
^[img]
Sind zwei Alkoholradikale durch die Atomgruppe CO verbunden, so heisst der Körper ein Keton, z. B.:
^[img] Diäthylketon, ^[?] Methyläthylketon.
Von praktischer Wichtigkeit ist nur das
Dimethylketon (CH3)2CO ^[(CH3)2CO] (s. Aceton).
Durch Oxydation gehen die gewöhnlichen Alkohole in Aldehyde über. Sie verlieren dabei 2 Atome Wasserstoff, z. B. aus Aethylalkohol CH3.CH2.OH ^[CH3 · CH2 · OH] wird CH3.OH ^[CH3 · COH] Acetaldehyd. Die wichtigste Eigenschaft der Aldehyde ist, dass sie grosse Neigung haben, Sauerstoff aufzunehmen und sich so in Säuren zu verwandeln. Diese Oxydation kann sich anderen Stoffen gegenüber als Reduktion bemerklich machen. So wird z. B. aus Silbersalzen durch Aldehyde blankes metallisches Silber reduzirt, wovon man bei der Versilberung von Glaskugeln Gebrauch macht. Der einzig wichtige Aldehyd ist der
Acetaldehyd (s. diesen).
Wirken Spuren von Salz- oder Schwefelsäure auf Acetaldehyd ein, so verdreifacht er sein Molekül, er polymerisirt sich und geht über in
Paraldehyd (C2H4O)3 ^[(C2H4O)3], eine eigenthümlich aromatisch riechende Flüssigkeit, die bei +10° erstarrt, wie der gewöhnliche Aldehyd leicht oxydirt und sauer wird und durch Destillation über etwas Schwefelsäure wieder in gewöhnlichen Aldehyd zurück verwandelt werden kann. Paraldehyd wird als Schlafmittel verwendet. ¶