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Licht aus der "Glühbirne" statt Drähte oder Funkwellen: Englische Forscher haben bereits über 200 Gb/s Übertragungsrate erreicht.
Ein Team von Forschern der Universität Oxford und anderer britischer Unversitäten hat im Labor mit einem neuartigen, auf Licht basierenden Datenübertragungssystem eine Bandbreite von 224 Gb/s erreicht. Dies berichten diverse britische Medien. Das System ist, mit einer gegenwärtigen Reichweite von 3 Metern, falls es zur Marktreife gebracht werden kann, für Anwendungen im Heimbereich gedacht. Potentiell, so einer der Forscher, könnten Übertragungsraten von 3 Terabit pro Sekunde oder mehr erreicht werden. Mit auf Radiowellen basierenden Datenübertragungstechnologien wird man dagegen zukünftig an physikalische Grenzen stossen. Bei Wi-Fi beispielsweise dürfte bei etwa 7 Gb/s Schluss sein, so ein Teammitglied.
"Li-Fi", auf Licht basierende Datenübertragung, könnte nach den Vorstellungen des Forscherteams irgendwann Wi-Fi als drahtlose Übertragungstechnologie für kurze Distanzen ergänzen. Dabei setzen die Forscher nicht auf Laser. Die Lichtquelle ist eine relativ normale LED-Lampe. Um eine hohe Datenübertragungsrate zu erreichen, muss der Lichtstrahl zwischen dem an der Decke angebrachten Sender und dem Empfänger aber trotzdem eng gebündelt werden. Das Licht wird dafür beim System der Briten durch eine programmierbare Flüssigkristallschicht geleitet, die es in die gewünschte Richtung schickt.
Bis die Li-Fi-Technologie marktfähig werden könnte, müssen aber noch viele Hürden genommen werden. Beispielsweise sollten sich Sender und Empfänger automatisch finden, so dass ein Fernseher oder PC, der das Signal empfangen soll, auch im Raum bewegt werden kann. Gegenwärtig ist dies noch nicht möglich. (hjm)
(Illustration: Universität Edinburgh)