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Geprägt durch die auf dem christlichen Glauben gründende Wohltätigkeit ihrer Eltern in Bolivien und angeregt durch die Idee ihrer Schwiegermutter setzte sich Miriam Rocabado Sager intensiv mit dem Gedanken zur Gründung eines eigenen Projekts auseinander.
Von Kind an war sich Miriam gewohnt, dass der Esstisch ihrer bolivianischen Familie immer mit vielen Personen besetzt war und man sich gegenseitig unterstützte. Mit der Absicht die Armut und Hilfsbedürftigkeit ihrer Landsleute zu mindern und ihren Kindern den Kontakt zu ihrem Heimatland zu ermöglichen, fokussierten sich Miriams Gedanken immer mehr um ein Mittagstischprojekt für unterstützungsbedürftige Kinder und Jugendliche. Als Miriams schwangere Schwägerin Silvia für einige Zeit die Schweiz besuchte, bewunderte Miriam deren Arbeitshaltung sehr und sie entschied sich ihr Porjekt gemeinsam mit ihr und ihrem Bruder Jorge in Santa Cruz einzurichten. Diese Absicht stellte Miriam anfangs Dezember 2003 ihrer Schwiegermutter und zwei ihrer Schwägerinnen und einer Cousine vor. Die drei Frauen waren sofort bereit Miriam zu unterstützen und mit ihrer finanziellen Hilfe das Projekt aufzubauen.
Innerhalb von zwei Wochen konnten 14 Patinnen und Paten gefunden werden, die ein Patenkind in Santa Cruz/Bolivien unterstützen wollten. Am 8. Januar 2004 reiste Miriam für drei Wochen nach Bolivien, wo sie in der Nähe einer Schule eine geeignete Liegenschaft für das Projekt fanden. Gemeinsam mit Silvia und ihrem Bruder Jorge richtete Miriam am neuen Wohnort der beiden die Casita Rosalie Sager ein, welche noch im selben Monat eröffnet werden konnte.