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Bei einem erneuten Erdrutsch in einer Jade-Mine in Myanmar sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben vom Dienstag wurden die Opfer in der Ortschaft Hpakant im nördlichen Bundesstaat Kachin verschüttet.
Die Zahl der Opfer könnte sich einem Gemeindevertreter zufolge noch erhöhen, da zum Zeitpunkt des Unglücks rund 50 Menschen in der stillgelegten Mine nach Jade gesucht hätten.
Ein Einwohner berichtete der Nachrichtenagentur AFP, der Erdrutsch sei in der Nacht zum Dienstag von heftigen Regenfällen ausgelöst worden. Zu dem Zeitpunkt hätten bis zu 200 Menschen in den Gruben nach übriggebliebenen Jade-Steinen gesucht.
Das südostasiatische Land ist der grösste Jade-Produzent weltweit, der Schmuckstein steht vor allem in China hoch im Kurs. Die Bergbaufirmen, die vielfach mit der früheren Militärjunta in Verbindung stehen und im Verborgenen arbeiten, verdienen mit dem Abbau Unsummen.
Von den Milliardengewinnen werden tausende Wanderarbeiter angezogen, die im Schutz der Dunkelheit den Aushub stillgelegter Jade-Minen nach den kostbaren Schmucksteinen durchsuchen. Da solche Abfallberge nur lose aufgeschüttet sind, kommt es immer wieder zu tödlichen Erdrutschen.
Im November waren bei einem ähnlichen Unglück in Hpakant mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Anfang Mai starben bei einem Erdrutsch in einer Jade-Mine im Bundesstaat Kachin 13 Menschen. (sda/afp)