Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03591.jsonl.gz/2971

Unter dem Begriff Suburbanisierung versteht man die Flucht aus den Städten in den Bereich des Umlandes. Dieser Trend kann heute in vielen europäischen Metropolen betrachtet werden. Gründe für einen Umzug aus der Stadt in die Vorstädte gibt es viele.
Was macht die Vorstadt attraktiv?
Zur Suburbanisierung werden auch die Entwicklungen von Villenvororten und Gartenstädten in England gezählt, die es bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab. In den USA bezeichnete man die Abwanderung großer Teile der Stadtbevölkerung in Vorstädte als Wohlstandsphänomen. Heute sind suburbane Gebiete interessant, da sie mehr Lebensqualität bieten. Wohnungen, die sich in Vororten befinden, werden weniger durch Lärm und Abgase beeinträchtigt und dadurch steigt auch die Lebensqualität. Auch die steigende Mobilität der Bevölkerung trägt wesentlich zur Suburbanisierung bei.
Die Vorstadt im Zwielicht
Doch Vorstädte haben auch ihre Schattenseiten. Viele Vorstädte fungieren als Gettos. In manchen Vorstädten, vor allem in Frankreich, leben viele sozial benachteiligte Menschen. Das hat in der jüngsten Vergangenheit bereits zu gewalttätigen Konflikten geführt, wie das Beispiel der Banlieues zeigt. Dort lieferten sich Jugendliche Gefechte mit der Polizei. Diese Vorstädte machen weltweit Schlagzeilen. Durch die Immigration wird dieses Problem noch zusätzlich verschärft.
Eine Vorstadt kann entweder mit positiven Attributen behaftet sein oder mit negativen. Dies hängt davon ab, wer in der Vorstadt lebt und wie dort der Wohnraum beschaffen ist. In noblen Vororten dominiert das Bürgertum, während in jenen Vorstädten, die durch den sozialen Wohnbau geprägt sind, die dort lebende Bevölkerung am Rande der Gesellschaft lebt.
Die Suburbanisierung muss aus diesem Grund auch differenziert betrachtet werden. Nicht alles, was glänzt, ist Gold und das gilt auch für die Entwicklung von suburbanen Gebieten auf der ganzen Welt.