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Wie auch immer die Schlacht um Midway verlaufen ist, sie ist Gegenstand einer Legende, um die es hier - jenseits aller Geschichtsschreibung - geht.
Die Midwayinseln (Midway-Atoll) sind ein Atoll im Pazifik, und waren namensgebender Ort der Schlacht um Midway, bei welcher die US-Navy die eigentlich überlegene japanische Flotte besiegt hatte, wobei die Japaner wegen strategischer Fehlern und vielen Zufällen (Schicksal) ihre wichtigsten Kriegsschiffe verloren haben. Einen ziemlich abgeschmackten Schlachtbericht kann man in der Wikipedia dazu lesen, in welchem die Heterarchie-Legende von W. McCulloch und H. von Foerster, um die es hier geht, allerdings nicht mal am Rand vorkommt.
Die Legende - die als Beispiel für Heterarchie von W. McCulloch oder für Selbstorganisation etwa von H. von Foerster propagiert wird - besagt, dass die US-Navy zu Beginn der Schlacht um Midway ihr Flagschiff verloren habe, so dass die Kommandeure der andern Schlachtschiffe ohne zentrale Steuerung agieren mussten. Dabei habe jeder quasi vor Ort als dezentral Entscheidungen getroffen und die ganze Flotte habe sich deshalb ganz anders verhalten, als die japanischen Kommandeure es erwartet haben (von Foerster: Erfindung eines Lügners, S. 90ff). Diese Heterarchie habe zum Sieg geführt.
2 Anmerkungen:
Die Geschichte ist offenbar ziemlich frei erfunden, reflektiert aber, dass im von W. Mc Culloch beschriebenen Nervensystem bestimmte Entscheidungen dezentral getroffen werden.
Ich finde sehr erstaunlich (oder vielleicht gerade nicht), dass solche Geschichten sich wie Lauffeuer verbreiten und nicht einmal mit der Wikipedia abgeglichen werden. Umgekehrt haben die Wikipedia-Autoren der Midwayschlacht offensichtlich noch nie etwas von dieser Legende gehört, also den Ausdruck Midway auch noch nie gegoogelt.