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Die Denkmalpflege Nidwalden hat sich im Archiv der Schweizerischen Bauernhausforschung umgesehen und ausgewählte Bilder aus Nidwalden aus der Zeit zwischen 1975 und 1991 für eine Publikation zusammengetragen. Daraus geht ein unbeschwerter Umgang beim Weiterbauen in der Landschaft hervor, der in der breiten Verwendung von Holz einen gemeinsamen Nenner findet. Die Publikation versteht sich als Ergänzung zu den Bänden der Bauernhausforschung. Die wissenschaftlich motivierten Untersuchungen werden mit einer Bildersammlung erweitert, die von der Forschung nicht ausgewertet wurde. Die Auswahl nach fotografisch- gestalterischen Kriterien verfolgt die Absicht, den Fächer zu öffnen und die Auseinandersetzung mit dem Bild des Bauernhauses, des Stalles oder deren Nebenbauten neu zu eröffnen. Die Bilder zeigen umgebaute, erweiterte, teilweise stark veränderte Gebäude, so wie sie von den Inventarisatoren in den 1980er Jahren vorgefunden wurden. Wissenschaftlich im engeren Sinne ist die Zusammenstellung nicht. Die Auswahl erfolgte nach Kriterien, die sich aus dem Archivbestand ergaben.
Reyner Banhams Aussage von 1966, dass „Scheunen, die wahllos mit einigen Fenstern versehen sind“, an brutalistische Einfamilienhäuser erinnern, lässt sich am Nidwaldner Hausbestand überprüfen.
Gerold Kunz, September 2017