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Amtssprache ist Niederländisch. Papiamentu ist Umgangssprache (75 % der Bevölkerung),
eine Kreolsprache auf portugiesischer Basis mit spanischen, niederländischen und
englischen Einflüssen. Auf Bonaire und Curaçao wird eine Rechtschreibung auf phonetischer
Grundlage genutzt. Auf Aruba hingegen wird eine etymologische Rechtschreibung genutzt.
Die Insel besteht aus zwei Teilen, dem grüneren hügeligen nördlichen Teil und der
flachen Südhälfte. Der Hauptort Kralendijk befindet sich im Übergangsgebiet. Auf
der ganzen Insel findet man wilde Esel und Leguane. Die meisten Esel sind inzwischen
aber im Eselreservat nahe dem Flughafen untergebracht. Es wachsen auf der ganzen
Insel baumgroße Säulen- und Kandelaberkakteen. Die Säulenkakteen wurden und werden
als Material für ziegensichere Hecken verwendet.
Im Norden trocknen Sonne und Wind den Boden weniger stark aus, darum ist die Vegetation
dichter und artenreicher. Die Bewohner bewirtschaften hier und da noch private Miniplantagen,
die sie ihren „Knuku“ nennen. Durch Abholzung hat die Insel ihre ursprüngliche Vegetation
verloren, besonders in der englischen Zeit (Französische Revolution). Der Norden
ist aber heutzutage immer noch grün. Eine sehr charakteristische Baumart ist der
Divi-Divi-Baum, der seine Krone wie eine Fahne nach dem Passatwind richtet. Der nordwestliche
Teil der Insel ist ein Naturpark (Washington Nationaal Park). Sie ist das Gebiet
der ehemaligen Plantage Washington, einschließlich des natürlichen Hafens Slagbaai
(Schlachtbucht), von wo das Pökelfleisch verschifft wurde.
Die Südhälfte war immer schon eine Kakteenwüste. Hier waren die natürlichen Salzseen,
die zu Salinen ausgebaut wurden. Mittlerweile wird im Süden ein Viertel der gesamten
Landfläche der Insel zur Salzgewinnung genutzt. Mitten in diesem Gebiet können Flamingos
beobachtet werden, denen man dort ein Schutzgebiet für den Bau ihrer Schlammnester
eingerichtet hat. Da dieses Sanktuarium mitten in diesen Salinen liegt, ist es ruhig
und wird von den Flamingos gut angenommen. Der Salzsee im Norden, das Gotomeer, ist
Teil des „Washington Nationaal Park“ und als solches geschützt. Auch hier können
Flamingos beobachtet werden.
Im Jahre 1971 wurde der Bonaire Marine Park gegründet, mit dem Ziel, die Unterwasserwelt
der Gegend zu schützen. 1997 erklärte ihn die Regierung offiziell zum Naturschutzgebiet.
Die intakten Riffe und das klare Wasser ziehen jedes Jahr etwa 50.000 Touristen zum
Tauchen und Schnorcheln an. Bonaire wurde 2007 von Forbes Traveller auf den vierten
Platz der weltweit besten Tauchgebiete gewählt. Um dieses Paradies nicht zu gefährden,
wurden strenge Regeln zum Schutze der Unterwasserwelt eingeführt. Tauchtouristen
stellen für Bonaire einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor da. Gut zugängliche Tauchplätze
sind am Straßenrand mit gelben Steinen markiert. Besondere Tauchplätze auf Bonaire
sind zum Beispiel im Norden 1000 Steps und im Süden Angel City sowie das Wrack der
Hilma Hooker.
Vor der Westküste liegt die unbewohnte kleine Insel Klein Bonaire. Auf der Ostseite
der Insel, dem ewig wehenden Nord-Ost-Passat zugewandt, ist die Küste schroff und
felsig und das Meer wild, hier und da unterbrochen von schönen sandigen Buchten.
Die größte Bucht ist Lac mit einem Mangrovenwald. Hier wurden in vergangenen Jahrhunderten
große Meeresschnecken (Carcós) gefischt (heute verboten), deren Schalen dort noch
in großen Haufen herum liegen.
Quelle: Wikipedia
Bonaire
Die Insel Bonaire ist geographisch Teil der Kleinen Antillen. Politisch ist die Insel
eine besondere Gemeinde der Niederlande. Sie ist die zweitgrößte der ABC-Inseln (Aruba,
Bonaire, Curaçao). Touristisch attraktiv wird das Taucherparadies Bonaire durch die
Unterwasserwelt. Die Gesamtfläche beträgt 288 km², die Bevölkerungszahl etwa 15.000.
Inselhauptstadt ist Kralendijk; die älteste Siedlung ist Rincon. Der Stern der Flagge
Bonaires hat sechs Spitzen, diese Spitzen stehen für die sechs Wohngebiete, die Bonaire
früher hatte. Durch das starke Wachstum und die daraus resultierenden Wohngebietsvergrößerungen
sind fünf dieser Gebiete zu Kralendijk (Korallendeich) zusammengewachsen.