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De Rugy war früher Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Nationalversammlung und hatte sich zu Jahresbeginn bei der Linken-Vorwahl für die Präsidentschaftskandidatur beteiligt. Bei der Parlamentswahl in diesem Monat war er dann für La République en Marche angetreten.
Die Mitte-Partei des sozialliberalen Präsidenten Emmanuel Macron hatte 308 der 577 Sitze in der Nationalversammlung gewonnen, die verbündete Zentrumspartei MoDem kam auf 42 Plätze.
Die Sozialisten und die bürgerliche Rechte, die über Jahrzehnte hinweg die Geschicke des Landes bestimmten, landeten weit abgeschlagen. Die Opposition in der ersten Parlamentskammer ist zersplittert. Fast drei Viertel aller Abgeordneten im Parlament sind Neulinge.
Eigentlich war erwartet worden, dass erstmals eine Frau die Präsidentschaft der Nationalversammlung übernimmt. Für den prestigeträchtigen Posten gab es mehrere Kandidatinnen, auch in den Reihen von La République en Marche.
(SDA)