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Chinmaya-Mission
Swami Chinmayananda (bürgerlich Balakrishna Menon, 1916–1993), der Gründer des Chinmaya-Movement, in Kerala (Südindien) geboren, schloss sich zum Studium der Upanishaden und zur Meditation für zwei Jahre Swami Sivananda (1887-1963) und für längere Zeit Swami Tapovanam (1889–1957) an. 1951 kehrte er ins tätige Leben zurück. Seine Vorträge und sein sozialer Einsatz brachten ihm vor allem bei den gebildeten Schichten Indiens hohes Ansehen. Sein Hauptzentrum «Sandeepany Sadhanalaya» befindet sich in Bombay.
Seit 1965 begab sich Swami Chinmayananda zu Vortragsreisen in den Westen, anfangs in die USA, seit 1970 auch in die Schweiz und andere Länder. Nachfolger von Swami Chinmayananda und spirituelles Haupt der Chinmaya Mission Centers weltweit war Swami Tejomayananda (Sudhakar Kaitwade, geb. 1950). Im Jahr 2017 gab Tejomayananda die Leitung der Chinmaya-Mission an Swami Swaroopananda ab.
Die Chinmaya-Mission möchte in erster Linie den Indern die heiligen Schriften insbesondere des Vedanta wieder bekannt machen. Ihre Lehrgänge stehen aber auch Nichtindern offen.
Chinmayanandas Lehre steht in der Tradition Shankaras, des grossen Lehrers und Reformators des Hinduismus (8./9. Jhdt. n.Chr.). Ziel des Menschen ist es, zum OM, zum Brahman, zum All-Eins-Sein vorzudringen. Als Weg dazu lehrte Swami Chinmayananda Meditation, philosophische Erkenntnis und selbstloses Handeln.
Die Wiederbelebung der alten Tradition verbindet sich bei Chinmayananda auch mit politischnationalistischen Anliegen. Chinmayananda gehörte zu den Gründern des «Welt-Hindu-Rates» (Vishva Hindu Parishad).