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Konzertreihe «Klassizistische Moderne»
Paul Sacher Stiftung in Zusammenarbeit mit rund zwanzig Basler Konzertveranstaltern
14. April bis 1. Juli 1996
13.04.1996
Die Konzertreihe «Klassizistische Moderne» im Frühjahr 1996 war Teil des Veranstaltungskomplexes zum zehnjährigen Bestehen der Paul Sacher Stiftung. Sie wurde von einer grossen Anzahl Basler Konzertveranstalter getragen, die je ein oder zwei Konzerte innerhalb ihrer eigenen Veranstaltungszyklen auf diese Thematik ausrichteten. Drei von der Paul Sacher Stiftung in eigener Verantwortung durchgeführte Kammerkonzerte ergänzten das Programm. Im Zentrum standen Werke aus der Zeit zwischen 1920 und 1950, in denen sich eine «moderne», zeitgemässe Tonsprache mit «klassizistischen» Tendenzen verbindet, insbesondere mit Rückgriffen auf Formmodelle, satztechnische Konventionen und Besetzungstypen aus der Zeit vor 1800 und mit einer Orientierung an den Idealen der Prägnanz, Klarheit und Fasslichkeit. Diese Tendenzen liessen sich in Werken der bekannten Protagonisten des musikalischen Neoklassizismus wie Igor Strawinsky, Paul Hindemith oder den Vertretern des «Groupe des Six» ebenso verfolgen wie an Kompositionen von Komponisten, die in verschiedensten anderen musikalischen Traditionen standen, darunter Arnold Schönberg, Béla Bartók, Heitor Villa-Lobos oder Luigi Dallapiccola. Darüber hinaus wurden auch Werke berücksichtigt, die der Vorgeschichte des Neoklassizismus angehören bzw. dessen Nachwirkungen bis in die Gegenwart dokumentieren.
Begleitbuch: «Klassizistische Moderne. Eine Begleitpublikation zur Konzertreihe im Rahmen der Veranstaltungen ‹10 Jahre Paul Sacher Stiftung›. Werkeinführungen, Essays, Quellentexte», hrsg. von Felix Meyer, 483 Seiten.