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Das Meereis der Arktis nimmt kontinuierlich ab und dies verändert die physischen und physikalischen Merkmale der marinen Ökosysteme. Eisbären sind besonders anfällig auf diese Veränderungen der Meereisbedingungen. Jedoch bestehen immer noch viele Fragen und es hat sich gezeigt, dass es grosse regionale Unterschiede in Bezug auf die Meereisentwicklung gibt. Daher stellt sich auch die Frage, wie die verschiedenen Eisbärenpopulationen in den nächsten Jahrzehnten sich entwickeln werden. Eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Stephen Hamilton der Universität Alberta hat einen Blick in die Zukunft der kanadischen Eisbären gewagt. Dabei benutzten die Forscher Meereisvorhersagen für den kanadischen Arktisarchipel von 2006 – 2100 und Schätzungen von Modellen über Eisbärenenergetik. Daraus konnten sie einen Einblick in die Herausforderungen zum Schutz von Eisbären gewinnen, die durch den Verlust von Lebensraum bedroht sind.
Die Verschiebung vom mehrjährigen Eis zur jährlichen Meereisbildung in der gesamten Region und die Verlängerung der eisfreien Zeiträume könnten kritisch für Eisbären werden noch vor dem Ende des 21. Jahrhunderts. Voraussetzung dafür ist die vorhergesagte Erwärmung. Jede untersuchte Eisbärenpopulation im Archipel wird mit 2 – 5 Monaten eisfreier Bedingungen konfrontiert werden, was vorher noch in dieser Form existierte. Unter „Business as usual"-Vorhersagen für das Klima, d.h. die Erde erwärmt sich wie sie es bisher getan hatte, könnten dann Eisbären im gesamten Archipel bis zum Jahr 2100 von Hunger und Schwangerschaftsabbrüchen bedroht sein. „Wir sagen voraus, dass beinahe ein Zehntel der weltweiten Eisbärenlebensräume und rund ein Viertel der weltweiten Eisbärenpopulation signifikante Habitatsverluste erfahren werden... wenn wir so weitermachen, wie bisher", erklärt Stephen Hamilton.
Quelle: Stephen Hamilton, PLOS One, www.plosone.org
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