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Das Reiz-Reaktions-Modell ist eine Theorie über das Verhalten von Lebewesen, das der psychologischen Richtung des Behaviorismus (behaviour =Verhalten) entstammt. Entwickelt wurden die Theorien Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein äusserer Reiz wird dabei an eine bestimmte Reaktion gekoppelt, wobei das Gehirn in die Rolle einer Black Box schlüpft.
Das heisst, Denken, Motivation, Erinnerungsvermögen oder Kreativität sind für die Reizantwort nicht von Bedeutung.
Beispiel zum Reiz-Reaktions-Modell
Was so theoretisch klingt, wird an einem simplen Beispiel deutlich. Stellen Sie sich vor, jemand wirft Ihnen einen Ball zu. Was passiert nun in Ihrem Körper, damit Sie den Ball tatsächlich fangen?
Alles beginnt mit einem Reiz. Der besteht zunächst darin, dass Ihr Auge das vom Ball ausgehende Licht wahrnimmt, das den eigentlichen Reiz darstellt. Auf der Netzhaut befinden sich Rezeptoren, die diesen Lichtreiz empfangen und sofort in Nervenimpulse umwandeln, falls die dort auftreffende Energiemenge für eine Reaktion ausreicht.
Blitzschnell erfolgt dann eine Weiterleitung dieser Impulse über die Nervenbahnen, auch Afferenz genannt. Zielort ist das Zentrale Nervensystem (ZNS), das aus Gehirn und Rückenmark besteht. Dort ange-kommen, wird der Impuls erst einmal sortiert und als Ball identifiziert.
Im nächsten Schritt überlegt das ZNS: „Was machen wir nun mit diesem Ball? Fangen oder nicht?“ Ist die Entscheidung zum Fangen getroffen, müssen die Arme und gegebenenfalls auch die Beine aktiviert werden, falls die Distanz zu gross ist. Das erfolgt über Efferenz genannte Nervenbahnen, die zu den sogenannten Effektoren führen. In diesem Fall die Muskeln, die eine Reaktion durchführen und alles vorbereiten, um den Ball aufzufangen.
Auch ein Trigger ist ein Reiz, auf den Ihre unmittelbare Reaktion erfolgt. Diese entspringt Ihrem erworbenen Verhaltensrepertoire, auch Prägung genannt. Das bedeutet, Sie haben sich auf bestimmte Schlüsselreize eine Reaktion angewöhnt, die automatisch abläuft, sobald der Trigger in Ihren persönlichen Orbit eintritt.
Sie sind nicht hilflos ausgeliefert!
Das Tückische an solchen mentalen Programmen: Sie werden vom Gehirn gerne auf Lebenszeit beibehalten. Schliesslich ist es ja besonders bequem, wenn der Schlüssel perfekt ins Schloss passt. Bedeutet das nun, Sie sind Ihren Triggern hilflos ausgeliefert? Mitnichten.
Die gute Nachricht ist, dass Sie lernen können, die auf Sie treffenden Reize neu zu bewerten und Ihre Reaktionen durch eine Verhaltensänderung anzupassen.
Das Buch „Trigger mich, bitte!“ zeigt Ihnen, wie Sie mit Kritik, Beleidigungen und Kränkungen gelassener umgehen.
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