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Sälischlössli
Der habsburgische Aargau wurde 1415 durch die Eidgenossen innert kürzester Zeit erobert, nachdem König Sigismund zur Besetzung der Länder des geächteten Herzogs Friedrich von Österreich aufgerufen hatte. Diesem Kriegszug fielen beide Wartburgen zum Opfer, gemäss einem zeitgenössischen Bericht wurden sie damals von einer privaten Kriegerschar ohne obrigkeitlichen Befehl geplündert und in Brand gesteckt. Während die Alt-Wartburg fortan Ruine blieb, richteten die Hallwyler die Neu-Wartburg aber wieder her. Im Kappelerkrieg, einem bewaffneten Konflikt zwischen den eidgenössischen Orten während der Reformationszeit, waren die Hallwyler vorsichtiger geworden und legten eine Besatzung in die Burg. Solothurn fürchtete dadurch einen Eingriff in seine landesherrlichen Rechte und liess sich schriftlich bestätigen, dass dem nicht so sei. Bald darauf, im Jahr 1539, konnte Solothurn Burg und Herrschaft für 1040 Gulden von den Hallwylern erwerben. In der Neu-Wartburg wurde nun ein Wohnsitz für einen Feuerwächter eingerichtet. Als erster wurde 1547 Hans Säli von Wangen eingesetzt, und seine Nachkommen behielten das Hochwächter-Amt bis 1774. Der Name der Familie übertrug sich dabei auf die Burg, die heute noch im Volksmund als "Sälischlössli" bekannt ist.
Nachdem die Hochwacht 1856 aufgegeben worden war, setzte der Zerfall der Burg ein. 1863 erwarb die Stadt Olten die Ruine, die ab 1870 durch den Oltner "Säliclub" in einer historisierenden Form wieder aufgebaut wurde.
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