Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/64638

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, im Rahmen der nächsten KVG-Revision die Möglichkeit eines Systems zu prüfen, das einen Anreiz schafft für die vermehrte Verwendung von Generika. Dieses System könnte folgende Elemente enthalten:</p><p>1. Existiert ein Generikum, so erstattet die Krankenkasse nicht den Preis des Originalpräparates, sondern denjenigen des Generikums (mindestens 30 Prozent günstiger). Dies gilt für ambulante wie auch für stationäre Behandlungen. Stehen mehrere Generika zur Verfügung, so wird deren durchschnittlicher Preis verrechnet.</p><p>2. In speziellen medizinischen Fällen kann das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) die Ausnahmen der obengenannten Regel festlegen.</p><p>3. Die Co-Marketing-Arzneimittel "me too" werden übernommen, jedoch nicht zum Preis des Originalpräparates, sondern zu einem um mindestens 30 Prozent niedrigeren Preis.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat unterstützt das Ziel, vermehrt Anreize zur Verschreibung von Generika zu setzen. Er ist ebenfalls der Ansicht, dass die Eigenverantwortung gestärkt und das Kostenbewusstsein der Versicherten gefördert werden muss. Basierend auf dieser Zielsetzung wurden bereits verschiedene Massnahmen getroffen, wie z. B. die Einführung der differenzierten Kostenbeteiligung bei Medikamenten. Der Bundesrat ist bereit, weitere Massnahmen zu prüfen und gegebenenfalls die entsprechenden Gesetzesänderungen vorzuschlagen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.