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Das metabolische Syndrom ist eine arbiträr definierte Entität mehrerer kardiovaskulärer Risikofaktoren, die stark miteinander assoziiert sind. So beinhalten die verschiedenen Definitionen eines metabolischen Syndroms folgende Elemente :
abnorme Glucosetoleranz.
Dyslipidämie.
arterielle Hypertonie.
abdominelle Obesitas.
Das so definierte metabolische Syndrom ist etwa gleich häufig wie die Prävalenz der Obesitas, nämlich ungefähr 20% in den USA.
Pathophysiologisch ist das Übergewicht und die daraus resultierende Insulinresistenz sicher einer der Hauptfaktoren für die Entstehung eines Diabetes, einer Hypercholesterolemie und Hypertriglyzeridämie sowie einer Hypertonie, auch wenn die genauen molekularen Mechanismen noch nicht im Detail bekannt sind. Trotzdem wurde in den letzten Jahren immer klarer, dass das Fettgewebe hormonähnliche Proteine und Zytokine sezerniert, die bei der Pathogenese des metabolischen Syndroms sicher eine wichtige Rolle spielen.
Für den Praktiker ist es weniger relevant sich mit den verschiedenen und zum Teil auch leicht widersprüchlichen Definitionen des metabolischen Syndroms oder der molekularen Pathophysiologie zu befassen ; vielmehr ist die Hauptproblematik diejenige der Abschätzung des absoluten kardiovaskulären Risikos eines individuellen Patienten für die nächsten fünf bis zehn Jahre und gegebenenfalls das Ergreifen adäquater primär-präventiver Massnahmen. Nun ist gerade für diese Fragestellung das Konzept des «metabolischen Syndroms» wenig hilfreich, existieren doch Risikoscores für Herzinfarkt und Schlaganfall, die allesamt nicht auf den Kriterien der Definition des metabolischen Syndroms beruhen.
Ziel dieses Workshops ist es daher dem Praktiker aufzuzeigen :
welche klinischen und biochemischen Untersuchungen bei einem Patienten mit Verdacht auf metabolisches Syndrom durchgeführt werden sollen (oder eben nicht).
Wie aus diesen Parametern das absolute kardiovaskuläre Risiko abgeschätzt werden kann.
Wie aus den oben erwähnten Daten adäquate (das heisst auch kosteneffektive) primär-präventive Massnahmen eingeleitet werden sollen, die sowohl diätetische (welche ?) und pharmakologische (Statine, Aspirin (s. Tabellen 1-3 aus USPSTF Recommendation Statement) oder Metformin) Interventionen umfassen.