Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/102151

<h2>SubmittedText<h2><p>Vor Kurzem tauchten interne E-Mails von Forschern der Climatic Research Unit (CRU) der University of East Anglia im Internet auf. Gemäss diesen sollen u. a. Datensätze verändert worden sein, um Trends zur klimatischen Abkühlung zu verdecken. Auch wurde zum Boykott gegen Zeitschriften aufgerufen, in welchen Klimakritiker publizierten.</p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat die Situation?</p><p>- Sind die Aussagen und Folgerungen des IPCC, welche seine Daten primär vom CRU erhält, noch wissenschaftlich tragbar?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die IPCC-Berichte basieren auf unzähligen Studien von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt und auf einer Vielzahl von Datensätzen, die an unabhängigen Institutionen erarbeitet wurden. Sie wurden in einem transparenten und nachvollziehbaren Prozess erstellt und einer rigorosen Überprüfung durch unabhängige Experten und Regierungen unterzogen. Die Hauptaussage, dass der grösste Teil der Erwärmung der letzten fünfzig Jahre vom Menschen verursacht ist, ist solide. Die Climatic Research Unit (CRU) der University of East Anglia ist eine der zahlreichen Forschungsinstitutionen im Netzwerk des IPCC. Seit Ende November kursieren Auszüge aus E-Mails, welche bei einem Hackerangriff auf die Server der CRU gestohlen wurden. Inhalte und Aussagen wurden aus dem Zusammenhang gerissen und zu propagandistischen Zwecken anonym auf diversen Websites veröffentlicht. Die angeblichen Manipulationen von Daten und weitere Vorwürfe an einzelne Klimawissenschaftler der CRU werden von einer unabhängigen Kommission untersucht. Der klimawissenschaftliche Hintergrund als Basis für die Klimakonferenz in Kopenhagen lässt keinen Zweifel an der dringenden Notwendigkeit, die Treibhausgasemissionen auf ein klimaverträgliches Niveau zu reduzieren.</p>