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Cyrano de Bergerac
aus: Staaten und Reiche des Mondes
Am nächsten Morgen mit Sonnenaufgang trat mein Dämon ein. »lch will Wort halten«, sagte er, »du sollst solider frühstücken, als du gestern zu Abend gegessen hast.« Bei diesen Worten erhob ich mich, und er führte mich an der Hand hinter den Garten des Hauses, wo eines der Kinder des Wirtes uns erwartete mit einer Waffe in der Hand, etwa wie unsere Flinten. Es fragte meinen Führer, ob ich ein Dutzend Lerchen wolle, denn die Hundsaffen - dafür hielt er mich - nährten sich doch von diesem Fleische. Kaum hatte ich ja gesagt, so drückte der Jäger los, und zwanzig oder dreissig Lerchen fielen uns, fertig gebraten, vor die Füsse. Sofort fiel mir ein, was man sich bei uns erzählt von einem Lande, wo die Lerchen schon gebraten herunterfallen. Zweifellos war einer von hier zurückgekommen. »Du brauchst nur zu essen«, sagte mein Dämon. »Sie besitzen die Kunst, unter die Mischung, die das Wild tötet, rupft, brät, gleich die Sachen zu tun, mit denen man es würzen muss.« Ich hob einige auf und ass davon auf seine Aufforderung hin, und wahrhaftig, ich habe nie zuvor in meinem Leben etwas so Köstliches gekostet.
|Cyrano de Bergerac

Franz. L'autre monde ou les États et Empires de la Lune, Éd. critique par Madeleine Alcover, Paris, Librairie Honoré Champion, 1977
oder Deutsch: Die andere Welt oder Reise zu den Staaten und Reichen des Mondes (1657-1662), in: Die Reise zu den Mondstaaten und Sonnenreichen, Heyne Verlag, München, 1986, S. 60 f.