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Im Jahr 1761 wird in Herrliberg erstmals eine Feuerspritze angeschafft und ein Spritzenhäuschen erstellt. Bereits auf einem Plan von 1795 ist an der heutigen Schulhausstrasse ein Spritzenhäuschen eingezeichnet, das zürichwärts der Büchsenschmitte steht. Das spätere Häuschen stammt aus dem Jahr 1842 und wird seit 1920 zeitweise als Arrestlokal benutzt. Dank des gut erhaltenen Riegelwerks kann es 1974 bei der Verlegung der Schulhausstrasse gerettet und neben das Restaurant Rössli an der Schulhausstrasse 49 versetzt werden.
Das Löschwasser für die Feuerspritzen wird den Weihern oder den gestauten Teichen entnommen. Im Unter- und Oberdorf sind dies der Tobelweiher und der Teich an der Alten Dorfstrasse. Weitere Teiche oder Löschbecken bestehen im Rain, im Sellholz, in Wetzwil, oberhalb der Kittenmühle und im Rütihof. Zusätzlich werden in den Siedlungskernen kleinere «Wassersammler» angelegt, deren Wasserpegel überwacht werden muss. Der Feueralarm erfolgt durch Glockengeläut und Blasen von Feuerhörnern, aber auch mit Mörserschüssen. Mit der 1967 in Betrieb genommenen Telefon-Alarmanlage im neuen Feuerwehrgebäude am Rennweg geht diese Zeit zu Ende.
Der Tobelweiher besteht noch, jedoch sind heute alle Feuerlöschteiche aufgehoben und Hydranten übernehmen deren Funktion als Wasserlieferanten. Löschposten, bestehend aus einer Schlauchkiste, sowie Löschdepots mit Schlauchwagen (z.B. Ecke Geissbüelstrasse/Sunnhaldenstrasse-Ost) sind früher dezentral über die Gemeinde verteilt. Das alte Hauptdepot der Feuerwehr im Dorfzentrum wird 1965 abgerissen, um den Vorplatz des im gleichen Jahr neu erstellten Feuerwehrgebäudes am Rennweg 43 zu vergrössern.
In Wetzwil steht nahe der Kirche an der Abzweigung Lindenstrasse/Hofacherweg ein 1863 erbautes Spritzenhäuschen. Im Rütihof wird ein Teil der Milchhütte aus dem Jahr 1912 als Spritzenhäuschen genutzt.