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Ciscos langwierige Akquisition des amerikanischen Komponentenherstellers Acacia ist wieder auf Kurs. Das Unternehmen gibt bekannt, dass es eine Vereinbarung zur Übernahme von Acacia für 115 Dollar pro Aktie oder etwa 4,5 Milliarden Dollar erzielt hat.
Im Sommer 2019 kündigte Cisco die Übernahme
erstmals an. Das Angebot belief sich damals auf 70 Dollar pro Aktie oder 2,6 Milliarden Dollar. Gegenüber Analysten erklärte das Acacia-Management, dass das Unternehmen seit der Bekanntgabe des ursprünglichen Deals eine steigende Nachfrage erzielt und das Portfolio verbessert habe. Der Aktienkurs von Acacia notiert seit Anfang Dezember 2020 über der Marke von 70 Dollar pro Aktie.
Vergangene Woche wurde schliesslich bekannt, dass Acacia sich entschieden hat, die Fusionsvereinbarung mit Cisco zu kündigen
. Es seien eine Reihe von Abschlussbedingungen nicht erfüllt, was dem Unternehmen das Recht gebe, sich aus dem Vertrag zurückzuziehen.
Cisco liess daraufhin verlauten zu planen, die Kündigung anzufechten. Der Konzern bat das Gericht ausserdem um eine Verfügung, die Acacia daran hindern sollte, den Vertrag vor einer gerichtlichen Klärung der Angelegenheit zu kündigen. Acacia zeigte sich hartnäckig und reichte eine Verteidigung zusammen mit einer Gegenklage bei Gericht ein. Das Unternehmen wollte bestätigt haben, dass der Fusionsvertrag zu Recht gekündigt wurde.
Innert weniger als eine Woche scheint der juristische Hickhack offenbar erledigt. In einem Statement erklärt Acacia-CEO Raj Shanmugaraj, er sei froh, dass eine Einigung zwischen den beiden Unternehmen erzielt wurde. Er sowie die Acacia-Mitarbeitenden werden nach Abschluss der Transaktion zum Optics Business-Bereich von Cisco stossen.
Laut der Mitteilung gehen die Unternehmen davon aus, dass die Übernahme bereits im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden kann. Sie steht aber noch unter Abschlussbedingungen, einschliesslich der Zustimmung der Acacia-Aktionäre.