Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03187.jsonl.gz/2160

Das Wichtigste in Kürze
- Das russische Militär hat mit rund 10'000 Soldaten neue Manöver abgehalten.
- Dies, obwohl vor wenigen Tagen Gespräche zwischen dem Westen und Russland stattfanden.
- Immer noch sind 100'000 Soldaten im Einsatz an der Grenze zur Ukraine.
Nach Krisengesprächen zwischen Russland und westlichen Staaten hat das russische Militär neue Manöver abgehalten. Im Wehrbezirk Ost habe es eine nicht angekündigte Überprüfung der Gefechtsbereitschaft gegeben. Das teilte das Verteidigungsministerium am Freitag in der Hauptstadt Moskau mit.
Es veröffentlichte dazu ein Video, das Kolonnen von Militärfahrzeugen zeigte und wie Panzer auf Eisenbahnwagons verladen wurden. Soldaten seien zu entfernten Übungsplätzen gebracht worden. Ein Augenmerk habe auf der Infrastruktur gelegen, «um den Transport von Truppen innerhalb einer bestimmten Zeit zu gewährleisten», hiess es.
Die USA hatten Russland erst in dieser Woche vorgeworfen, im Ukraine-Konflikt bislang keine Bemühungen um eine Entspannung gezeigt zu haben. Russland habe weiterhin rund 100'000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine im Einsatz. Das sagte die US-Botschafterin bei der Nato, Julianne Smith, dem US-Sender CNN.
10'000 russische Soldaten mit Manövern
Bereits am Mittwoch begannen im Süden Russlands mehr als 10'000 Soldaten auf mehr als 20 Übungsplätzen mit Manövern. Am selben Tag führten Vertreter der 30 Nato-Staaten und Russlands das erste Mal seit zweieinhalb Jahren Gespräche. Diese waren über den Ukraine-Konflikt und Sicherheitsgarantien, die Moskau von dem transatlantischen Militärbündnis fordert.
Dazu gab es am Donnerstag auch eine Sitzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Bereits am Montag wurde ein hochrangiges Treffen von Vertretern Russlands und der USA in Genf abgehalten.