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An einer alten Bruchsteinmauer mitten im Dorf Egerkingen (SO) habe ich am 18. August 2007 ein Männchen gefunden, Anfang August 2014 an einem Gartenschopf zwischen Waldrand und einer kleinen Pferdeweide drei Weibchen dieser Art. Beide Beobachtungen sind Erstfunde für die Schweiz. Auf dieser Webseite finden Sie genauere Information darüber in einer meiner Publikationen.
Zwei Alysson-Arten habe ich in der Region nur in Kiesgruben gefunden, ein Weibchen dieser Art am 8. August 1999 in der Kiesgrube Studenweid in Däniken (SO).
Zwei Weibchen habe ich am 17. Juli 1996 am Rand des Steinbruchs Vorberg in Egerkingen (SO) gefunden.
Von 2012 bis 2018 habe ich zwischen je Mitte Juli und Ende September fünf Weibchen in einer kleinen Waldlichtung am Nordrand der Stadt Olten (SO) beobachtet. Davon waren drei Weibchen auf den beiden ersten Hinterleibsringen dunkelrot und der restliche Körper schwarz. Zwei Weibchen waren total schwarz. Der Wegwespen-Spezialist Heinrich Wolf (Publikation 1972 in Insecta Helvetica) fand zu seiner Zeit die total schwarze Form ausschliesslich südlich der Alpen und die Form mit dem teilweise dunkelroten Hinterleib ausschliesslich nördlich davon. Daraus schloss er, dass es sich um zwei Unterarten handelt: C. notatus notatus (schwarz) und C. notatus affinis (Hinterleib vorne dunkelrot). Die Tatsache, dass neuerdings beide Formen am selben Ort auftreten können, spricht aber gegen Unterarten, weil solche unterschiedliche Verbeitungsgebiete haben und in einem allfälligen Überlappungsraum bastardieren, wie beispielweise Rabenkrähen und Nebelkrähen. Christian Schmid-Egger (D) ist der Ansicht, dass die schwarzen Formen ihr Puppenstadium an wärmeren Stellen überlebt haben als die Formen mit teilweise dunkelrotem Hinterleib. Dieser Überlegung kann ich mich anschliessen. In einem kleinen Waldschlag sind unterschiedlich warme Erdstellen auch sehr kleinräumig vorhanden.
Dasselbe Phänomen kommt auch bei der etwas häufigeren Art Auplopus albifrons vor, für die Heinrich Wolf seinerzeit zwei Unterarten aufgestellt hat: A. albifrons obscurus (ganz schwarze Wespen, nur südlich der Alpen) und A. albifrons albifrons (Wespen mit teilweise rotem Hinterleib nur nördlich der Alpen). Am selben Ort wie die vorher besprochene Art kommen in diesem Jahrzehnt beide Formen vor und können hier oft sogar am selben Tag beobachtet werden.
Von dieser Art habe ich ein Männchen Ende Mai 1985 und ein Weibchen am 22. Juli im Pro Natura-Reservat Chilpen in Diegten (BL) fast am selben Ort gefunden.
Ein Weibchen habe ich am 18. August 2014 an einer Sandhalde der alten Kiesgrube beim Elektrizitätswerk Wynau in Schwarzhäusern (BE) entdeckt. In der Schweiz nördlich der Alpen gab es 1993 erst einen einzigen Fund von Felix Amiet in der Westschweiz.
In einer kleinen Waldlichtung am Nordrand der Stadt Olten (SO) habe ich am 22. Mai 2005 ein Weibchen gesehen.
Ein Männchen habe ich Anfang Juni 2008 in einer Wiese am Waldrand Rebenrain Stüsslingen (SO) gefunden. Davon gab es bis anhin nur zwei aktuelle Funde von Mike Herrmann, einer im Thurgau, der andere im Vorderrheintal (GB).
In einer Schafweide der Gemeinde Oberbuchsiten (SO) habe ich Ende April 1994 ein Weibchen gefangen. Dies ist der einzige aktuelle Fund nördlich der Alpen in diesem Jahrhundert. Im letzten Jahrhundert gab es ein paar weitere Nachweise, die meisten in der Westschweiz und einen in der Region Olten.
Artmann-Graf Georg | CH-4600 Olten, Schweiz | Tel. 062 212 71 04 | <email-pii>