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Schnee und Eis können durch Aufnahme oder Abgabe von Spurengasen die Luftqualität der Atmosphäre direkt beeinflussen. In diesem Projekt werden die molekularen Grundlagen, wie Spurengase mit Schnee oder Eis wechselwirken, genauer untersucht.
Insbesondere die Frage ob Schnee und Eis auch als langzeit Reservoir für Spurengase dienen könnten steht im Mittelpunkt. Ein solches Reservoir könnten die Grenzflächen zwischen einzelnen Eiskristallen sein.
Eine weitere offene Frage betrifft die Rolle der Dissoziation von Spurengasen an der Eisoberfläche. Mit einem Fluoreszenzspektrometer und oberflächenselektiven Farbstoffen ist es möglich zu bestimmen, zu welchem Anteil die jeweiligen Spezies an der Oberfläche dissoziieren.
Bedeutung: Das Projekt will zum einem dazu beitragen die Aufnahme von bisher wenig untersuchten atmosphärischen Spurengasen auf die Eisoberfläche zu beschreiben, um so die Computermodelle mit denen die Atmosphärenchemie simuliert wird zu verbessern. Die Rolle der Kristallgrenzflächen als Reservoir für Spurengase soll untersucht werden; ebenso soll das Verständnis des Aufnahmeprozesses durch Untersuchung der Säure-Base Eigenschaften des Schnees oder Eises vertieft werden.