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Nick Kyrgios stellt nach seinem Ausraster in Cincinnati ein Video auf Instagram, das belegen soll, dass er im Vergleich mit Rafael Nadal ungerecht behandelt wird.
Der rüpelhafte Auftritt von Nick Kyrgios am ATP-Turnier in Cincinnati hat für den Australier finanzielle Konsequenzen. Die ATP büsste das «Enfant Terrible» für sein Verhalten während der Zweitrundenpartie gegen den Russen Karen Kachanov mit 113'000 Dollar. Von einer Sperre im Hinblick auf die US Open sieht der Verband indessen ab.
Kyrgios, der die Partie in drei Sätzen verlor, hatte sich wiederholt mit dem Schiedsrichter Fergus Murphy angelegt, zudem nahm er eine nicht genehmigte Toilettenpause, zertrümmerte in den Katakomben zwei Rackets und verweigerte am Ende den Händedruck mit dem Referee.
Als Kyrgios im zweiten Satz allmählich den Faden verlor, echauffierte er sich auch über Rafael Nadal, der immer mal wieder länger braucht, als die erlaubten 25 Sekunden zwischen seinen Aufschlägen. «Bring mir Aufnahmen von einem Game von Rafa, in dem er so schnell spielt. Wenn du eines findest, werde ich ruhig sein und nie wieder sprechen. Aber ich garantiere, dass du keine einzige solche Aufnahme findest», so Kyrgios am an die Adresse des Schiedsrichters.
Nun wird der gebüsste Australier selbst aktiv: Auf Instagram teilt er ein Video, das einen Vergleich der beiden Spieler zeigt: Nadal liess sich im Montreal-Endspiel gegen Daniil Medvedev einmal 41 Sekunden Zeit – ohne sanktioniert zu werden. Im Vergleich dazu die Szene, die Kyrgios in Cincinnati zur Weissglut trieb.
Bei Kyrgios stoppt die Uhr nach rund 28 Sekunden. Der Australier, der im Normalfall als «Schnellspieler» gilt, ärgert sich nicht zum ersten Mal über die Zieh-, Streich- und Zupf-Marotten des Spaniers, die dazu führen, dass Nadal oft mehr Zeit beansprucht als erlaubt.
In der Kommentarspalte gehen die Meinungen indes weiter auseinander, wobei die Anzahl der Nadal-Sympathisanten zu überwiegen scheint: «Vergleich dich nicht mit Rafa, er ist viel grösser als du», oder: «Hör auf zu heulen. Nadal gewinnt Grand Slams, du kassierst Strafen», ist etwa zu lesen. Vielleicht hätte Kyrgios nicht fragen sollen. Was denken Sie?