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BP muss noch immer für die Bewältigung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko aus dem Jahr 2010 viel Geld aufbringen. Das schmälert den Gewinn unter dem Strich und treibt die Schulden in die Höhe. Die Kosten im Zusammenhang mit der Havarie der Bohrplattform Deepwater Horizon, die eine schwere Ölpest zur Folge hatte, summieren sich inzwischen auf über 60 Milliarden Dollar. In der ersten Jahreshälfte beliefen sich die Aufwendungen auf 4,3 Milliarden Dollar. Im zweiten Halbjahr dürften sie aber wesentlich niedriger ausfallen, so BP. Auch soll der Verkauf von Öl- und Gasfeldern mehr abwerfen.
Der Nettogewinn betrug im zweiten Quartal 144 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatte an gleicher Stelle aber noch ein Verlust von 1,4 Milliarden Dollar in den Büchern gestanden. Der Schuldenstand kletterte Ende Juni auf knapp 40 Milliarden Dollar. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 10 Cent für das Quartal erhalten. Bezahlt wird sie aus dem Barmittelfluss.
Analysten zeigten sich insgesamt zufrieden mit der Quartalsbilanz. Vor allem das Geschäft mit der Gewinnung von Öl- und Gas habe sich besser als erwartet entwickelt, so die Schweizer Bank UBS. Auch die Beteiligung am russischen Ölförderer Rosneft habe mehr eingebracht als gedacht.
Vor BP haben bereits andere Ölkonzerne Zahlen vorgelegt wie Shell , Exxon, Chevron oder Total. Ihnen allen half der gestiegene Ölpreis, der im Vorjahr deutlich unter Druck geraten war. Alle Konzerne hatten daher begonnen, ihre Kosten zu senken und Investitionen zu kappen. Zudem werden nach wie vor Unternehmensteile verkauft. /she/tav/fbr
(AWP)