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Alltag in der Agglomeration
Eine qualitativ-empirische Studie der Lebenswelt Agglomeration im Kontext der Stadtwerdung der Agglomeration
Die Agglomeration Zürichs gilt als eines der Gebiete mit der höchsten Entwicklungsdynamik der Schweiz. Auf Grund des schnellen Bevölkerungswachstums und den damit einhergehenden Herausforderungen für die politischen Gemeinden und die Gesellschaft ist die Agglomeration für die Raumplanung von besonderer Bedeutung. In den letzten Jahren entstanden auf allen Ebenen des politischen Systems der Schweiz Konzepte und Strategien zur Steuerung der Entwicklung der Agglomeration. Das wichtigste Konzept wurde im Rahmen des nationalen Forschungsprogramm NFP65 «Neue urbane Qualitäten» entwickelt, welches unter dem Titel Stadtwerdung der Agglomeration bekannt wurde. In besonderem Masse sind die Bewohnenden der Agglomeration von dieser Entwicklung betroffen. Die subjektive Wahrnehmung der Bewohnenden der Agglomeration findet jedoch in den entsprechenden Konzepten wenig Beachtung. Diese Master-Thesis erforscht deshalb anhand eines qualitativ-empirischen Forschungsdesign die subjektive Wahrnehmung der Lebenswelt Agglomeration seitens der Bewohnenden und sucht nach den Strukturen, die diese Lebenswelt prägen. Die Arbeit geht dabei von einer gegenseitigen Bewirkung von Struktur und Lebenswelt aus und nimmt das Gesellschaftsmodell der modale Strukturierungstheorie nach Gregor Husi als Interpretationsfolie. Die Arbeit hat zum Ziel, die subjektive Wahrnehmung der Lebenswelt Agglomeration seitens der Bewohnenden der Agglomerationsgemeinden in die Diskussion über die Entwicklung der Agglomeration einzubringen und entwickelt anhand der Theorie des kleinstmöglichen Eingriffs nach Lucius Burckhardt sowie der Diskurstheorie nach Jürgen Habermas einen Vorschlag, wie die Herausforderungen der Agglomeration als Chancen zur Entwicklung einer neuen Form der Stadt genutzt werden könnten.