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Dreispitz-Areal in Münchenstein soll zu Uni-Quartier werden
Das Dreispitzareal In Münchenstein wurde einst von Lagerhäusern, Industrie- und Gewerbebetrieben dominiert. Nun soll es zu einem Uni-Quartier werden. Ein Studienauftragsverfahren wurde vom Team mit dem Architekturbüro Grafton gewonnen.
Quelle: Visualisierung: Team Grafton Basler
Ein bestehendes Parkhaus und Lagerhallen sollen durch Ergänzungen, Ein- und Aufbauten als Universitätscampus nutzbar werden. Rechts in der Visualisierung ist das bestehende Wohnhaus «Helsinki» von Herzog & der Meuron zu erkennen.
Das Areal «im Dreispitz» erhielt seinen Namen von ener Strassengabelung am östlichen Rand des Quartiers Gundeldingen: Wer von Basel her kam, musste hier entscheiden, ob es weiterging ins Birseck, am Nordhang des Juras, oder direkt das Tal der Birs hinauf in Richtung Delémont. Nach links führt die Strasse hinab in die Brüglinger Ebene, in Richtung Münchenstein, das jenseits des Flusses liegt, nach rechts die andere dem Ostrand des Bruderholzes entlang nach Reinach.
Das Dreispitzareal erstreckt sich hinter der Gabelung im annähernd ebenen Gelände vom «Spitz» über rund 1,5 Kilometer nach Süden. Auf der Karte hat es die Form eines länglichen Faustkeils. Die Gemeindegrenze zwischen Basel und Münchenstein, die gleichzeitig auch die Kantonsgrenze ist, verläuft in einem spitzen Winkel von Nordosten nach Südwesten mitten durch das Areal und gibt die Richtung der internen Querverbindungen vor.
Die rund 50 Hektaren Boden im Dreispitz gehörten zum weiter östlich liegenden Landgut Brüglingen, einst Eigentum der traditionellen Stadtbasler Familie Merian. Sie wurden landwirtschaftlich genutzt. Dieser Besitz ging 1857 an die wohltätige Christoph Merian Stiftung (CMS) über. Im späteren 19. Jahrhundert wurde wenige Meter nördlich der Gabelung der Rangier- und Güterbahnhof Wolf angelegt.
Bald war der Dreispitz von einem Schienen- und Strassennetz durchzogen, denn die Stiftung und der Kanton Basel-Stadt einigten sich 1900 vertraglich auf die Verpachtung des Landes an den Staat und einen Betrieb durch die staatliche Dreispitzverwaltung, der 1901 begann. Ziel des Vertrags war die koordinierte Schaffung öffentlicher Materiallagerplätze. 1922 kam ein Zollfreilager hinzu, ausserdem siedelten sich an dieser hervorragend erschlossenen Lage Produktions- und Dienstleistungsbetriebe im Unterbaurecht an.