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Die Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, wie stark die Parteiensysteme der lateinamerikanischen Staaten institutionalisiert sind und welche Faktoren einen Einfluss auf die sich divergierenden Entwicklungsniveaus ausüben. Zur Klärung des ersten Teils der Fragestellung werden mittels einer länderübergreifenden komparativen Studie die Parteiensysteme der lateinamerikanischen Staaten systematisch erfasst. Dazu soll ein neuer Institutionalisierungsansatz kreiert werden, welcher die Kritiken an bestehenden Ansätzen aufnimmt sowie mittels Konsultation der aktuellsten Forschungs-ergebnissen erweitert wird. In einem weiteren Teil wird auch auf die Performanz der Parteiensysteme eingegangen, wobei eine Brücke zu Kitschelts Linkage Konzept geschlagen wird. Anhand der Dissertation soll eruiert werden, in welchem Ausmass die verschiedenen Linkage-Typen (programmatic, clientelist sowie personalistic Linkages) von den Parteien in den jeweiligen Systemen als Mobilisierungsstrategie eingesetzt werden. Klientelistische wie auch personalistische / populistische Strukturen wirken sich dabei negativ auf die Performanz der Parteiensysteme aus, programmatische hingegen positiv. Zur Beantwortung des zweiten Teils der Fragestellung werden Hypothesen hergeleitet, welche die sich divergierenden Entwicklungen der Parteiensysteme bezüglich des Grades an Institutionalisierung erklären sollen. Als mögliche Erklärungsfaktoren stehen dabei der Critical Juncture der neoliberalen Ära sowie die marea rosa, also das (Wieder-) Erstarken linker Parteien auf dem Subkontinent, speziell im Fokus.