Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/107412

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Möglichkeiten zu prüfen, wie der Schüleraustausch zwischen den Sprachregionen der Schweiz massiv verstärkt werden könnte.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Artikel 70 Absatz 3 der Bundesverfassung beauftragt den Bund und die Kantone, die Verständigung und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften zu fördern. Diese Ziele sind auch im Gesetz über die Sprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften, Sprachengesetz (SpG), enthalten, das seit dem 1. Januar 2010 in Kraft ist. Seine Ausführungsverordnung (SpV) ist seit dem 1. Juli 2010 in Kraft und enthält die konkreten Massnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Schulische Austausche tragen zur Verbesserung der Verständigung und der Kenntnisse der Sprachgemeinschaften bei. Damit können die Teilnehmenden ihre Kompetenzen in einer oder mehreren Landessprachen verbessern. </p><p>Die Umsetzung des Auftrags zur Förderung des schulischen Austausches wurde der Ch-Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit übertragen. Die Ch-Stiftung hat bereits heute auf Vertragsbasis der Kantone und einzelner Bundesdienste die Funktion eines nationalen Kompetenzzentrums für schulische Austausche inne.</p><p>Im Rahmen des SpG sind Bund und Kantone aufgefordert, den Austausch von Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen auf allen Schulstufen zu fördern. Das SpG konkretisiert diese Ziele ab 2010 namentlich durch die Gewährung jährlicher Finanzhilfen an die Ch-Stiftung. Die Zahl der Teilnehmenden an solchen Austauschprogrammen soll damit in den nächsten fünf Jahren von 15 000 auf 30 000 erhöht werden. Die Angebote der Sprachregionen, insbesondere der kleineren Regionen, werden ausgebaut, damit das Austauschangebot ausgedehnt werden kann. Das neue SpG gewährleistet somit eine sehr viel aktivere und ehrgeizigere Politik der Sprachaustausche als bisher.</p><p>Der Gegenstand des Postulates - eine ehrgeizigere Politik in Belangen des Sprachaustausches und eine engere Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Akteuren - ist auf den bestehenden gesetzlichen Grundlagen und ihrer Ausführungsbestimmungen bereits erfüllt. Neue Massnahmen sind daher nicht nötig.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.