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Unter Metropole versteht man eine «wichtige» Stadt. Die kann gross sein, muss sie aber nicht. Entscheidend ist, dass sie für ein bestimmtes Thema bedeutsam ist. So werden Paris und Mailand Modemetropolen genannt, weil dort besonders viele Leute Kleider entwerfen. Es gibt auch Wirtschafts-, Kunst-, Shopping- und Schwulenmetropolen.
Mir kommt ein alter Kinofilm in den Sinn: Er heisst «Metropolis», wurde vor 90 Jahren gedreht und ist ein Science-Fiction-Film, spielt also in der Zukunft. Er handelt von einer Stadt mit vielen Maschinen und herzlosen Menschen. Zum Glück sind unsere Städte nicht so geworden. Es gibt aber immer mehr sogenannte Mega-citys. Die haben 10, 20 oder sogar 30 Millionen Einwohner, so wie Mumbai oder Tokio. Dort gibt es kaum Platz für Bäume, Wiesen, Bäche. Wo da die Kinder an der frischen Luft spielen können, weiss ich nicht.
Kindermetropolen gibt es übrigens nur als Spiel: In Berlin zum Beispiel konnten im letzten Sommer Tausende von Kindern in der Spielstadt «FEZitty» so tun, als ob die Welt ihnen gehörte. Solche Freiräume wünschte ich den Kindern in jeder Metropole. MM
Diese Frage hat Lenia (8) aus Wil SG gestellt.
Autor: Gabriela Bonin