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Wie geht man mit dem plötzlichen Verschwinden einer geliebten Person um?
Kannte man eigentlich diesen Menschen, dem man vertraute und den man zu lieben glaubte? Carol Anshaw lotet in einer Geschichte voller psychologischer Spannung die Vermeintlichkeit von Sicherheiten aus.
Christine Snow, Therapeutin in Chicago, hat nach einigen Umwegen zu einem halbwegs häuslichen Glück mit ihrer Geliebten Taylor Heyes, einer Fotografin, gefunden. Sie teilen ein Haus, einen Hund, ein Leben, das auf Dauer angelegt scheint, bis Taylor eines Morgens nach einem bedeutungslosen Streit spurlos verschwindet.
Anshaws Erzählen ist voller Witz, mit pointierten, schnellen Dialogen und sensiblen Beschreibungen eines Verlustes, der ebenso die andere Person wie das eigene Leben in Frage stellt.
(Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)