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Was ist bei einer Blasenentzündung zu tun?
Wenn bei unkomplizierten Episoden Antibiotika erforderlich sind, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen, um die Behandlung an die örtlichen Richtlinien und Antibiotikaresistenzen anzupassen.
Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie die Zahl der Rezidive verringern können.
Bei der Planung der Vorbeugungsstrategie sollte eine bestimmte Reihenfolge und Hierarchie der Empfehlungen eingehalten werden: RECAP
1. Identifizierung der Risikofaktoren
Mögliche (reversible und irreversible) Risikofaktoren für ein erneutes Auftreten sollten im Detail ermittelt werden.
2. Beseitigung der Risikofaktoren
Reversible Risikofaktoren sollten beseitigt werden (Restharn, geringe Flüssigkeitsaufnahme, Intrauterinpessar, Verwendung von Spermiziden usw.).
3. Aufklärung der Patienten
Die Patientinnen sollten über grundlegende mikrobiologische und physiologische Aspekte des mikrobiellen Ökosystems des weiblichen Beckens und rHWI aufgeklärt werden.
Ermöglicht es den Patienten, individuelle Risikofaktoren zu ermitteln, die dann gezielt behandelt werden können.
Die Patienten haben das Gefühl, ihre Krankheit unter Kontrolle zu haben, was sich sehr positiv auf ihre Lebensqualität auswirkt.
4. Lebensstilberatung und sonstige nicht-antimikrobielle Vorbeugung
Es sollten Ratschläge zur Lebensführung erteilt und nicht-antibiotische Vorbeugungsmethoden auf der Grundlage der ermittelten individuellen Risikofaktoren angewandt werden.
5. Antibiotikaprophylaxe
Die Antibiotikaprophylaxe sollte als letztes Mittel eingesetzt werden, wenn die nicht-antibiotische Vorbeugungsstrategie versagt hat.
Eine primäre Antibiotikaprophylaxe wird nur in schweren Fällen mit sehr häufigem wiederholtem Auftreten oder ausgeprägten Symptomen empfohlen, die zu einer starken psychischen Belastung führen.
Führen Sie eine kontinuierliche oder postkoitale antimikrobielle Prophylaxe durch, um wiederkehrenden Harnwegsinfektionen vorzubeugen, wenn nicht-antimikrobielle Maßnahmen versagt haben und die Urinkultur positiv ist.
Beraten Sie Patienten in Bezug auf mögliche Nebenwirkungen.
6. Aufklärung über die richtige Selbstbehandlung
Die Patienten sollten über die richtige Selbstbehandlung jeder akuten Blasenentzündung aufgeklärt werden. Der Verzicht auf unnötige Antibiotika ist unabdingbar.
Anwendung einer nicht-antibiotischen Prophylaxe als erste Maßnahme.
Die Art der empfohlenen nicht-antibiotischen Prophylaxe sollte den Regeln der evidenzbasierten Medizin folgen.
Fosfomycin-Trometamol, Nitrofurantoin, Pivmecillinam sollten zur Behandlung verschrieben werden, wenn Antibiotika erforderlich sind.
Hier ist ein Beispiel dafür, was in den europäischen Empfehlungen zur Vorbeugung wiederkehrender Blasenentzündungen aufgeführt ist
Aktuelle Optionen
Änderungen des Lebensstils
Verhaltensbedingte Risikofaktoren, z. B. sexuelle Aktivität und Art der Empfängnisverhütung
Empfohlene nicht-antibiotische Prophylaxe
- Immunoaktive Therapie
- Hormonersatz (für Frauen nach der Menopause)
Sonstige nicht-antibiotische Prophylaxe (nicht empfohlen)
- D-Mannose
- Laktobazillen (Probiotika)
- Cranberry-Produkte
- Ascorbinsäure
- Methenamin-Salze
Antibiotika
- Kontinuierliche niedrig dosierte Prophylaxe
- Postkoitale Prophylaxe
- Vom Patienten initiierte Therapie
RECAP = Wenn auf eine Behauptung das Symbol RECAP steht, bedeutet dies, dass diese Behauptung vom RECAP-Expertengremium befürwortet wird.