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Obtasna,
romanisch Sur Tasna (Kt. Graubünden, Bez. Inn). Verwaltungs- und Gerichtskreis im obern Abschnitt des Unter Engadin, das im S. an der Puntota (der «hohen Brücke») bei Brail vom Ober Engadin geschieden wird; grenzt ferner im SO. und O. mit den Bergen der Ofenpassgruppe an das Münsterthal und mit dem Val Tasna an den Kreis Untertasna, im N. und NW. mit den östlichsten Ausläufern des Rätikon an den Hinter Prätigau und mit der Albulakette an Davos. Eine Menge von Bächen mündet von links und rechts in den den Kreis seiner ganzen Länge nach in der Richtung SW.-NO. durchfliessenden Inn; die bedeutendsten sind links der bei Süs mündende Flüelabach und rechts der aus der Ofenpassgruppe kommende Spöl.
Der Kreis umfasst die Gemeinden Ardez (Steinsberg), Guarda, Lavin, Süs (Susch), Tarasp und Zernez. 2329 Ew.; 1763 Reformierte und 566 Katholiken; 2003 Ew. sprechen romanisch, 172 deutsch, 149 italienisch und 5 eine andere Sprache. Die Gemeinde Tarasp ist katholisch (268 Katholiken und 10 Reformierte), während alle übrigen Gemeinden reformiert sind. Doch haben z. B. Ardez neben 477 Reformierten noch 135 Katholiken (meist Pächter und Angestellte) und Zernez neben 514 Reformierten noch 82 Katholiken.
Haupterwerbsquellen der Bewohner sind Wiesenbau und Alpwirtschaft mit Viehzucht. Zahlreiche Bürger des Kreises wandern als Zuckerbäcker, Gastwirte etc. periodisch ins Ausland aus. Handel und Industrie sind von geringer Bedeutung; die Fremdenindustrie hat nur in Tarasp (grossartige neue Hotelbauten) und in Guarda festen Fuss gefasst. Ausser der den Kreis seiner ganzen Länge nach durchziehenden Engadiner Thalstrasse führen von Zernez aus die Ofenbergstrasse ins Münsterthal und von Süs aus die Flüelastrasse nach Davos. Guarda am linksseitigen Thalgehänge und Tarasp rechts über dem Inn sind mit ¶
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der Thalstrasse durch kleinere Kunststrassen verbunden.