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Ende Januar waren in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Wallis 9003 Arbeitslose eingetragen, d.h. 1 mehr als Ende Dezember. Die Arbeitslosenquote verharrt unverändert bei 5,6%.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert. Die saisonalen Abmeldungen von der Arbeitsvermittlung aus dem Tourismus vermochten die saisonalen Anmeldungen aus den Berufsgruppen des Baugewerbes auszugleichen. Im Jahresvergleich kann seit mehreren Monaten festgestellt werden, dass sich bei der Anzahl Arbeitslosen der Abstand zum gleichen Monat im Vorjahr verringert.
Mit Blick auf die Regionen nahm die Arbeitslosigkeit im Oberwallis im Vergleich zum Dezember stark ab und dies vor allem im Tourismus, aber auch im Baugewerbe. Der Tourismus als wirtschaftliches Schwergewicht bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Erwerbskombination mit dem Baugewerbe, sodass Arbeitslose aus dem Baugewerbe vorübergehend im Tourismus arbeiten können. Im Mittel- und Unterwallis nahm die Arbeitslosigkeit hingegen zu. Hier wurden mehr Anmeldungen zur Arbeitsvermittlung aus dem Baugewerbe als Abmeldungen aus anderen Berufsständen verzeichnet.
Die Zahl der Arbeitslosen aus dem Baugewerbe stieg im Jahresvergleich nur leicht an, wobei sich diese in den Regionen gegensätzlich entwickelte: Anstieg im Oberwallis, leichter Rückgang im Mittelwallis und Stillstand im Unterwallis.
Das Wallis hat im Januar aufgrund saisonaler Faktoren seinen Höchststand der Arbeitslosigkeit erreicht. Dies zeigt der Anstieg der Zahl der Kurzzeitarbeitslosen (1-6 Monaten arbeitslos). Auch bei den Langzeitarbeitslosen (mehr als 12 Monate arbeitslos) wurde infolge der Wirtschaftsverlangsamung der letzten Monate eine leichte Zunahme festgestellt. Hierzu muss man wissen, dass der Arbeitsmarkt generell mit einer Verspätung von mehreren Monaten auf die Wirtschaftsentwicklung reagiert.
Die Tatsache, dass die Zahl der mittelfristig (7-12 Monate) arbeitslosen Personen zurückging, weist darauf hin, dass sich der Druck auf dem Arbeitsmarkt verringert. Sollte diese Entwicklung längerfristig andauern, bestätigt sich ein Wirt-schaftsaufschwung.