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Here We Are
Regie: Nir Bergman
Darst.: Shai Avivi, Noam Imber, Smadar Wolfman, Efrat Ben Zur, Amir Feldman, Sharon Zelikovsky, Natalia Faust, Uri Klauzner, Avraham Shalom Levi u.a.
Der Mittfünfziger Aharon, einst ein weltweit anerkannter Grafiker, dessen Illustrationen es sogar in den New Yorker schafften, hat sich aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen. Der Mittelpunkt seines Lebens ist nun sein autistischer Sohn Uri, um den er sich seit der Trennung von seiner Frau allein kümmert. Uri ist fast erwachsen, doch Aharon versucht noch immer, seinen Sohn zu behüten, seine emotionalen Reaktionen abzufangen und ihm bei der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen zu helfen. Die beiden leben in ihrer eigenen Welt, gemächlich und in liebevoller Routine verbringen sie Tag für Tag zusammen. Doch allmählich wird es Zeit, dass Uri unabhängiger wird, jedenfalls ist dies die Meinung seiner Mutter und der Behörden, ein Platz in einem spezialisierten Heim wurde endlich gefunden. Obwohl Aharon befürchtet, dass Uri die Trennung nicht verkraften wird, lässt er sich überreden, seinen Sohn ins Heim zu bringen. Auf dem Weg dorthin packen Aharon erneut Zweifel, und er beschliesst kurzerhand, mit Uri durchzubrennen. Aber vielleicht ist es gar nicht Uri, sondern Aharon, der den entscheidenden Schritt machen muss. Mit «Here We Are» ist dem 1969 in Haifa geborenen Regisseur Nir Bergman ein herzerwärmendes, zutiefst humanistisches und humorvolles Drama über väterliche Liebe und den schwierigen Ablösungsprozess gelungen, das in Israel mit vier der wichtigsten Preise, den Ophir-Awards der israelischen Film- und Fernsehakademie, ausgezeichnet wurde. «Here We Are» war in der Auswahl des letztjährigen Filmfestivals von Cannes, das wegen Corona nicht stattfinden konnte, und feierte seine Premiere am Toronto International Film Festival 2020. In der Schweiz wurde der Film am Zurich Film Festival sowie am jüdischen Filmfestival Yesh! mit grossem Erfolg gezeigt. Wendy Ide schreibt auf Screendaily: «Der neueste Film von Nir Bergman behandelt seine Themen mit Sensibilität und Respekt und ist ein gelungenes und vielschichtiges Porträt einer liebevollen Vater-Sohn-Beziehung, die sich immer wieder am Rande zu einer einengenden Co-Abhängigkeit bewegt. Das Herzstück des Films sind zwei beeindruckende schauspielerische Leistungen.»