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Im Jahr 2019 begann ich meinen Master in Strategischer Kommunikation, als die Welt gerade mit den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie zu kämpfen hatte. Die Umstellung auf Online-Lernen ermöglichte es mir, mein Studium fortzusetzen, auch wenn ich die Studiengebühren für die letzten drei Module noch nicht bezahlt hatte. Trotz dieser finanziellen Hürde gelang es mir, meine Prüfungen abzuschliessen und meine Dissertation zur Bewertung einzureichen, und ich wartete mit Bangen auf mein letztes Gespräch vor meinem Abschluss.
In Vorbereitung auf meine Reise an die Gen-Schule in der Schweiz hatte ich das nötige Geld gespart und hoffte, noch etwas mehr für eine andere wichtige Investition zu haben: ein Stück Land, das ich Anfang des Jahres gekauft hatte. Im Mai 2023 befand ich mich in einer schwierigen Situation. Ich musste meinen gut bezahlten Job aufgrund der Firmenpolitik aufgeben, aber nach einem Monat erhielt ich ein Angebot für einen einmonatigen Vertrag für 6 Stunden pro Woche mit einem deutlich geringeren Gehalt als bei meiner vorherigen Stelle. Diese befristete Stelle gab mir aber die Möglichkeit, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, während ich mich auf meine bevorstehende Reise vorbereitete.
Gleichzeitig erhielt ich von meiner Universität die lang erwartete Bestätigung, dass ich im Juli 2023 meinen Abschluss machen konnte. Das war eine fantastische Nachricht, aber der Zeitpunkt stellte mich vor ein weiteres finanzielles Dilemma, da ich mir diese beiden gleichermassen wichtigen Vorhaben in meinem Leben nicht leisten konnte.
Im Juni, als die Termine für meine Reise und meinen Abschluss näher rückten, vertraute ich auf Gottes Liebe. Ich begab mich auf eine Pilgerreise zu den ugandischen Märtyrern und bat Gott, mir bei der Beschaffung der notwendigen Mittel zu helfen. Während des Gottesdienstes notierte ich akribisch alle wichtigen Details, die sowohl den Abschluss als auch die Reise zur Gen Schule betrafen. Kurz vor Ende des Gottesdienstes verkündete der Priester, der den Gottesdienst leitete, den Anwesenden, dass alle unsere Gebete an diesem Tag rechtzeitig erhört würden.
Nach der Messe war mein Herz voller Hoffnung, denn ich spürte, dass Gott sich für mich eingesetzt hatte. Schon bald begann ich, alle Kästchen meiner Bitten im Gebet abzuhaken. Ich verwendete das Geld, das ich für die Reise gespart hatte, um meine Schulkosten zu decken, wobei mir mein Vater zusätzlich half. Zwei Wochen später meldete sich ein Freiwilliger der ugandischen Fokolar-Bewegung bei mir, um sich nach meinen Möglichkeiten der Reise zu erkundigen. Er bot mir an, mir das Geld für die Buchung eines Hinflugtickets zu leihen.
Während ich mich auf das nächste Eingreifen Gottes freute, um die verbleibenden Punkte auf meiner Gebetsliste zu erfüllen, erhielt ich eine unerwartete e-Mail von meinem früheren Arbeitsplatz. Man teilte mir mit, dass ich berechtigt sei, eine beträchtliche Geldsumme zu erhalten, was sich in diesem Moment als ein Geschenk des Himmels erwies. So konnte ich dem grosszügigen Freiwilligen, der mir geholfen hatte, das Geld zurückzahlen, den Grundstückskauf abschliessen und die notwendigen Mittel für meinen Beitrag zur Gen Schulel und mein Rückflugticket aufbringen. Es war, als hätte sich die Welt so ausgerichtet, dass mein Glaube und meine Entschlossenheit rechtzeitig und unerwartet gesegnet wurden.