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Liebe Seth-Leserinnen und -Leser
Jane Roberts und Robert Butts lebten während der ganzen Zeit, in der das Seth-Material entstand, 1963 bis 1984, in Elmira, NY. Zuerst im Haus an der West Water Street (Bild unten), später dann im Hügelhaus. In dieser Zeit waren Jane und Rob neben der Produktion der Seth-Bücher beide auch malerisch sehr aktiv und produzierten viele Ölgemälde und Aquarelle, darunter auch das bekannte Seth-Bild aus dem Jahr 1966.
Jane Roberts starb 1984, Robert Butts 2008. Danach gingen alle ihre privaten Sachen, die Bilder, alle Seth-Transkripte und anderen Gegenstände an Robs zweite Frau Laurel über, welche diesen Nachlass verwaltet. Primär aus Platzgründen sieht sie sich heute gezwungen, sich von einigen Dingen zu trennen. Ganz im Sinne von Jane und Rob gibt es außer der Universität Yale (Bild unten), wo das schriftliche Material und Ton- und Filmaufnahmen archiviert werden, keine "zentrale Seth-Organisation" oder ein Museum, das diesen Nachlass aufnehmen würde. Daher gehen viele dieser Dinge heute in die Welt hinaus, zu Menschen, die Jane und/oder Rob persönlich kannten und Freude an einem Andenken haben. Davon handelt der erste Beitrag dieses Newsletters.
In wenigen Wochen steht bereits das diesjährige Treffen der Vereinigung der Seth-Freunde in Hohenwart vor der Tür. Bereits zum 33. Mal treffen sich LeserInnen des Seth-Materials zu einem Wochenende, um sich mit anderen Menschen über die Bücher von Jane, Rob und Seth auszutauschen. Die Vereinigung der Seth-Freunde gibt es bereits seit 1981. Sie ist die älteste und am längsten bestehende Gruppe weltweit. In diesem Newsletter werfen wir einen Blick auf die SethfreundInnen und das Treffen im Oktober 2014.
Die inneren Sinne stellen ein zentrales Thema im Seth-Material dar. Sie sind für Seths Philosophie oder Weltbild so wichtig, dass Seth diese bereits ganz zu Beginn seiner Durchgaben umfassend erklärte. Am diesjährigen Seth-Treffen stehen sie daher auch im Zentrum der Aktivitäten. Band 1 der Frühen Sitzungen enthält die ausführlichsten Informationen zu den inneren Sinnen, die wir anhand zahlreicher Auszüge im dritten NL-Beitrag präsentieren.
In diesem Newsletter finden Sie also folgende Beiträge:
1. Von Elmira hinaus in die Welt
2. Die Seth-Vereinigung und ihre Seth-Treffen
3. Seth über die inneren Sinne
Mit den besten Grüßen,
Maurizio Vogrig und Ursula Lang, Ihr Seth-Verlag
VON ELMIRA HINAUS IN DIE WELT
So wie das Seth-Material seinen Weg von Elmira in die Welt hinaus gefunden hat, so gilt das auch für einige der Objekte und Bilder, an denen Jane und Rob jahrelang hingen. Während Rob mit Laurel, seiner zweiten Frau, in den Neunzigerjahren vom Hügelhaus in Elmira in Robs Heimatstadt Sayre zogen, verblieben die meisten Gegenstände und ein großer Teil der Seth-Schriften zunächst im Hügelhaus.
Nach Robert Butts' Tod 2008 wurde das Haus verkauft, so dass Janes und Robs Nachlass ebenfalls nach Sayre gelangte. In all den Jahren nach Janes Tod hatten Rob und Laurel ihre Korrespondenz mit zahlreichen Seth-LeserInnen weltweit aufrechterhalten, und Laurel pflegte auch nach Robs Hinschied diese Kontakte weiter. Auf Nachfrage war sie immer wieder bereit, sich von einigen Dingen zu trennen, vor allem von einem Teil der zahlreichen Bilder, die Jane und Rob über die Jahre gemalt hatten. Laurel wollte die Gemälde nicht einfach in Sayre in einem Zimmer gestapelt aufbewahren; vielmehr sollten sie aufgehängt werden und Freude verbreiten. Auf diese Weise kam zum Beispiel auch Janes Flieder-Bild nach Lugano.
Diesem Bild gesellte sich vor kurzem auch eine kleine Buddha-Figur aus Messing hinzu, die man in der amerikanischen Originalausgabe von The Seth Materialsieht. Sie steht hinter Jane, die gerade in Trance für Seth neues Material diktiert. Könnte dieser Buddha doch nur erzählen, was er alles erlebt und gehört hat!
Für andere Objekte findet man auch schriftliche Bezüge. So etwa für eine schöne blaue Glasflasche, die heute bei Ursula im Büro bei Luzern steht. In Band 1 von Im Dialog mit Seth von Sue Watkins liest man in Kapitel 3 Experimente: Bei denen Tische verrückt wurden und Türen ihre Symbole enthüllten folgenden Abschnitt: Eine von Janes bevorzugten Bewusstseins-„Reisen“ ließ uns spielerisch in andere lebende Dinge reisen, zum Beispiel in ein Eichhörnchen vor dem Wohnzimmerfenster oder in die Blätter ihrer vielen Hauspflanzen. „Man sagte mir, ich solle ein Blatt von Janes Philodendron auswählen und mich hineinprojizieren“, schrieb Theodore Muldoon in seinen Notizen vom 1. September 1970. „Ich wählte ein Blatt neben einer langhalsigen Falsche mit Wasser. Als ich mich darauf konzentrierte, ein Teil des Bewusstseins dieses Blattes zu werden, spürte ich den großen Wunsch, ins kühle erfrischende Wasser in der Flasche (das Zimmer war ziemlich verraucht) hineinzutauchen. Plötzlich war der Korken kein Hindernis mehr und ich tauchte ins Wasser hinein. So ein gutes Gefühl! Im Gegenzug für diesen Gefallen wischte ich (einfallsreich) die Außenseite der Flasche ab, so dass sie besser aussah und sich besser fühlte…“
Ursula schreibt dazu: „Schon als ich diesen Text damals übersetzte, hatte ich das Gefühl, diese bestimmte Flasche irgendwo gesehen zu haben. Vielleicht stand sie damals, als ich mit Maurizio zu Besuch in Elmira war, auf einem Fensterbrett oder auf einem Regal in Robs Haus. Ich hatte Sue Watkins im Zusammenhang mit der Übersetzung deswegen gefragt, und sie bestätigte mir, dass die Flasche jeweils benutzt wurde, um die Pflanzen damit zu gießen, das heißt, dass sie meist voller Wasser in der Nähe der Pflanzen stand. Sue erwarb diese Flasche und schenkte sie mir dann viel später als dauernde Erinnerung an Jane und Rob.“
Aber was geschah eigentlich mit dem berühmten Schaukelstuhl, in welchem Jane auf obigem Bild als Seth sitzt, oder mit dem Kaffeetisch, auf welchem Rob die Texte schrieb - und was mit dem Seth-Portrait? Alle diese Dinge sind noch vorhanden, aber auch sie haben inzwischen eine Reise hinter sich. Der Schaukelstuhl, das Seth-Bild, der Tisch und viele andere Objekte stehen heute bei Ron Card zuhause, darunter etwa auch die Ordner mit den Texten aller ASW-Klassensitzungen.
Ron und seine Frau Lynda begannen 1974 das Seth-Material zu lesen und lernten Rob später auch persönlich kennen, nachdem sie schon lange Zeit mit ihm und Jane in Briefkontakt gestanden hatten. Als Janes Krankenhauskosten immer größer wurden, half Ron schon damals zusammen mit anderen Seth-FreundInnen, durch Spenden diese Last etwas zu verringern.
Er sagt über all diese Dinge, die heute bei ihm zuhause stehen: "Ich fühle mich über meine Stellung als Bewahrer dieser wichtigen Seth-Artefakte höchst geehrt und privilegiert. Ich bin mir daher meiner Verantwortung durchaus bewusst, sie auch mit anderen Seth-FreundInnen zu teilen. Seltsamerweise fiel es von den sieben Milliarden Menschen auf der Erde gerade mir zu, diese Dinge zu übernehmen. Sie stehen in meinem Haus in Virginia und blicken aus dem Fenster auf den Wald." Auf die Frage, was er in Zukunft mit diesen Objekten zu tun beabsichtigt, meint er: "Nun, ich bin jetzt 70 Jahre alt, so dass ich mich noch lange an ihnen erfreuen kann. Was ich später einmal beabsichtige zu tun, habe ich noch nicht entschieden. Wahrscheinlich werde ich sie einem guten Seth-Zweck spenden, wobei ich noch nicht weiß, worum es sich bei diesem Zweck handeln könnte."
Übrigens: Wer auch Freude an einem von Jane oder Rob gemalten Bild hätte, der wird auf der Homepage von Laurel Davies Butts fündig. Laurel bietet seit Kurzem sehr schöne Drucke von Bildern aus dem Jane-Rob-Nachlass an, gleich mit Rahmen oder auch ungerahmt. Sie hat vor, einen großen Teil der Arbeiten auf diese Weise der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zum Beispiel die links abgebildete Winterlandschaft, die Jane damals vom Hügelhaus aus malte.
(c) Seth-Verlag, 2014
DIE VEREINIGUNG DER SETH-FREUNDINNEN UND -FREUNDE
Als Jane Roberts 1972 das erste rein von Seth und für die Öffentlichkeit geschriebene Buch veröffentlichte, Seth Speaks, gab es kaum einen vergleichbaren Text auf dem Buchmarkt. Dieses erste Seth-Buch stellte den Wegbereiter für eine Geistesrichtung dar, die allgemein als New Age bezeichnet wird. 1979 wurde Seth Speaks als Gespräche mit Seth im deutschsprachigen Raum veröffentlicht, und wie sieben Jahre zuvor in den U.S.A., so löste es auch in Europa einen Boom aus, in dessen Heckwelle eine ganze Schar weiterer Channels folgen sollte - aber vor allem zahlreiche Menschen, die von Jane Roberts' Seth-Material begeistert waren.
Zu diesen Menschen gehörte auch Ruedi Anner. Weil er vom Seth-Material so fasziniert war, suchte er mehrere Jahre lang Gleichgesinnte, denen die Seth-Bücher auch so viel bedeuteten. Schließlich stieß er auf eine Kleingruppe, in der Gespräche mit Seth diskutiert wurde. Nach weiteren Jahren des Abwägens gründete Ruedi dann die Vereinigung der Seth-Freunde und verfasste im Juni 1981 das erste Mitteilungsblatt, dieMultidimensionale Wirklichkeit. PR-mäßig geschickt war in der Folge Ruedis Idee, den damaligen Ariston- und später den Goldmann-Verlag um einen Hinweis in den Büchern auf die Vereinigung der Seth-Freunde zu bitten: So meldeten sich ausschließlich begeisterte Seth-LeserInnen, welche die Bücher kannten und schätzten, und weitere Werbung erübrigte sich. Bereits ein Jahr später wurde das erste Treffen der Seth-Freunde organisiert, das im Oktober 1982 in Horgen am Zürichsee stattfand.
Von Anfang an hatte die Vereinigung klare und einfache Ziele, die in ihren Statuten festgehalten sind, nämlich:
1) Menschen zusammenzubringen, die sich vom Seth-Material angesprochen fühlen und die bestrebt sind, das darin enthaltene Wissen in gelebte Wirklichkeit zu übertragen, und
2) die Erhaltung des durch Jane Roberts vermittelten Seth-Materials.
Seither findet jedes Jahr im Herbst ein Seth-Wochenende statt, meistens in Deutschland, weilinzwischen der größte Teil der Vereinsmitglieder von dort stammt, aber auch immer wieder mal in der Schweiz, in Österreich oder Frankreich. Eine ganze Seth-Woche, die allen TeilnehmerInnen als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleibt, wurde sogar einmal in Tunesien abgehalten.
Zu Beginn der Seth-Treffen fanden sich oft weit über hundert Menschen zu den gemeinsamen Wochenenden zusammen, vor allem in jener Zeit, als die so genannten Seth-Bestsellerveröffentlicht wurden - Gespräche mit Seth, Die Natur der persönlichen Realität, Individuum und Massenschicksal usw. Und immer wieder wurden Gäste aus den U.S.A. an solche Treffen eingeladen, die entweder Jane und Rob als Teilnehmer der ASW-Klassen kennengelernt hatten - Rick Stack und Richard Kendall - oder Personen, die in Amerika Seth-Gruppen und Seth-Publikationen gegründet hatten, allen voran Maude Cardwell.
Im Laufe der Jahre und des immer größer werdenden Esoterikbooms nahm die Leserschaft der Seth-Literatur und der TeilnehmerInnen der Seth-Treffen zwar stetig ab, aber inzwischen wurde ein stabiles Niveau von 40 bis 50 Menschen erreicht, die sich immer noch jedes Jahr für einige Tage zu Diskussionen und Workshops treffen. Längst haben sich zwischen den regelmäßigen TeilnehmerInnen Freundschaften entwickelt, die auch in der Zeit zwischen den Seth-Treffen rege gepflegt werden. Erfreulicherweise finden sich aber auch immer wieder Menschen ein, die zum ersten Mal an ein Treffen der Seth-FreundInnen fahren - und dann ganz erstaunt sind, dass das ja alles völlig normale und vernünftige Leute sind, die da zusammenkommen! Und da sich alle "alten Hasen" noch an "ihr erstes Mal" und an die vielleicht mehr oder minder starke Schwellenangst vor so einem Treffen erinnern können, werden alle Neuankömmlinge stets offen und freudig begrüßt.
Die Treffen laufen heutzutage so ab, dass jeweils Vorträge, Lesungen und Workshops organisiert werden, die alle auf die eine oder andere Weise das Seth-Material zum Thema haben. So wurdeetwa zum 30-jährigen Treffenjubiläum Mary Dillman nach Hohenwart ans Seth-Wochenende eingeladen. Mary arbeitet seit Jahrzehnten als ehrenamtliche Seth-Archivarin und Forscherin in der Sterling-Memorial-Bibliothek der Universität Yale, wo sie sich ausschließlich mit den dort gelagerten so genannten Jane Roberts Papersbefasst.
So digitalisiert sie zum Beispiel die viele Tausende Seiten umfassenden von Hand geschriebenen Dokumente von Jane Roberts und Robert Butts oder interviewt in ganz Amerika die Menschen, welche auf die eine oder andere Weise mit Jane Roberts und/oder Rob Butts bekannt waren und fügt diese wertvollen Tondokumente der Sammlung in Yale bei. Zudem wird sie häufig an Seth-Treffen in den U.S.A. eingeladen, wo sie von ihren neuesten Forschungsergebnissen berichtet. Außerdem hat sie vor kurzer Zeit im Nachlass von Jane und Rob wertvolle Tonaufnahmen gefunden, die sie als CD veröffentlicht hat. Dieser CD, auf der sowohl Jane und Rob als auch Seth zu hören sind und die den Titel Seth's Overview of the Seth Material (Seths Überblick über das Seth-Material) trägt, liegt übrigens eine komplette deutsche Übersetzung bei. Am Treffen der Seth-FreundInnen hielt Mary einen faszinierenden Vortrag über Jane Roberts' und Rob Butts' Leben und über die Hintergründe zum Seth-Phänomen, der alle Anwesenden begeisterte.
Übrigens: Die Treffen stehen allen offen, man braucht also nicht Mitglied bei den Seth-FreundInnenzu sein.
Zu den Bildern (von oben nach unten):
1) Treffen-Plakat anlässlich des Seth-Treffens 2013 in Hohenwart
2) Abendessen am Seth-Treffen 2010 auf der Boldern oberhalb des Zürich-Sees
3) Nachmittags-Diskussionen am Seth-Treffen 2012 in Strasbourg
5) Vortrag von Mary Dillman über Jane Roberts am Seth-Treffen 2011 in Hohenwart
6) Büchertisch mit Seth-Büchern am Seth-Treffen 2010 auf der Boldern b. Zürich
(Alle Bilder von Richard Dvorak)
Nachsatz:
An zahlreichen Stellen finden sich sowohl in den persönlichen Texten von Jane Roberts als auch im Seth-Material Stellen, die sich mit dem Thema "Organisationen" befassen. Jane und Rob wehrten sich stets beide vehement gegen Bestrebungen, die darauf hinausliefen, das Seth-Material zum Zentrum eines neuen Kultes werden zu lassen. Dass dies nie der Sinn des Materials war, geht aus den Seth-Büchern deutlich hervor. Auch die Seth-Vereinigung hat sich von Anfang an stets gewehrt, solche Tendenzen zu unterstützen oder zu fördern. Wer von den Teilnehmern an den Treffen hofft, bei den Seth-FreundInnen eine neue Ersatz-Religion zu finden, wird daher enttäuscht. An den Seth-Treffen lernt man einfach Menschen kennen, die sich über dieses fantastische Material austauschen möchten.
Als die Seth-Vereinigung vor über 30 Jahren gegründet wurde, gab es die so genannten sozialen Medien wie Skype oder Twitter noch nicht. Ein Austausch unter Gleichgesinnten gestaltete sich also um einiges komplizierter und kam oft nur über Annoncen in der Zeitung zustande. Heute ist das natürlich alles anders und auch viel einfacher. Aber trotzdem ziehen es immer noch einige Menschen vor, sich gelegentlich von Du-zu-Du mit anderen auszutauschen und nicht nur in praktisch annonymen Chats oder Foren, von deren Teilnehmern oftmals nicht einmal der richtige Name bekannt ist. Für Menschen, die gelegentlich den wirklich persönlichen Austausch bevorzugen, bietet die Seth-Vereinigung nach wie vor eine gute Anlaufstelle. Und immer wieder bilden sich aufgrund der Jahrestreffen neue Kleingruppen von Menschen, die plötzlich entdecken, dass sie ja gar nicht die einzige Person in der Stadt X oder dem Dorf Y sind, die das Seth-Material kennt, und gerade das ist ja der Hauptzweck der Seth-Vereinigung: Kontakte unter den Seth-FreundInnen zu schaffen.
Und was meinte Jane zu solchen Gruppen? Was folgt, ist ein Auszug aus einem Telefoninterview, das am 4. Dezember 1975 über einen Radiosender in San Francisco ausgestrahlt wurde:
Ed (Moderator): Wenn Leute bei uns anrufen, dann machen wir von Zeit zu Zeit Umfragen um herauszufinden, wie die Leute von unserer Sendung erfahren haben, und hier sehe ich, dass jemand wohl über eine Anzeige von “der Seth-Gruppe” davon erfahren hat. Was sind Seth-Gruppen, Jane?
Jane: Ich weiß es nicht. Ich habe wirklich keine Ahnung.
Ed: Ich glaube, das können wir herausfinden. Diese Person ist gerade am Telefon. Was ist eine Seth-Gruppe?
Anrufer: Oh, das ist eine Gruppe, die ich gegründet habe.
Ed: Sie haben sie gegründet?
Anrufer: Nun, ich traf mich mit ein paar Leuten, die ebenfalls die Bücher lasen, und wir wollten sie besser verstehen, so dass wir darüber diskutierten.
Ed: Wie viele Leute sind in ihrer Gruppe?
Anrufer: Fünzehn oder vierzehn, unterschiedlich.
Ed: Und wie haben Sie die anderen Leute kennengelernt, die Janes Arbeiten lesen?
Anrufer: Ich traf ein paar Leute, und irgendwie sind wir dann einfach darauf gekommen ... wir haben es uns einfach einander erzählt.
Ed: Wissen Sie, ob es in der Bay Area (Gebiet um die Bucht von San Francisco) noch andere Seth-Gruppen gibt?
Anrufer: Nein, aber ich habe versucht, noch eine weitere zu gründen, da ich mich noch mehr dafür eingagieren möchte.
Jane: Ich finde das toll! In diesem Sinne gibt es tatsächlich im ganzen Land Seth-Gruppen, bei denen Leute einfach zusammenkommen, und manchmal setzen sie eine Zeitungsannonce auf und fragen, ob sonst noch jemand die Bücher liest. Und ich nehme an, dass sie sich dann treffen und versuchen, auf ihre eigene Art und Weise die Natur der Realität zu ergründen, und sie lesen die Bücher und schauen, was darin vorgeschlagen wird...
(c) Seth-Verlag, 2014
SETH ÜBER DIE INNEREN SINNE
Hauptthema des diesjährigen Seth-Treffens sind die inneren Sinne, die von Seth vor allem in Band 1 der Frühen Sitzungenausführlich beschrieben werden. Als Einstimmung auf das Oktober-Treffen der Seth-FreundeInnen in Hohenwart präsentieren wir hier eine Auswahl an Zitaten von Seth zu diesem faszinierenden Thema.
SITZUNG 14:
"Auf eurer Ebene ist es die Wahrnehmung von Schönheit durch eure Sinne, die den Auslöser für nachfolgende innere Wahrnehmungen darstellt. Diese beiden Aspekte sind zum Beispiel durch Musik sehr eng miteinander verbunden, die nur durch die Sinne verstanden und geschätzt werden kann. Es finden dann Vorgänge auf psychischer Ebene statt, die das Individuum über seine Sinne hinausführen kann. Hierzu wäre noch viel mehr zu sagen. Es gibt einen Ausdruck, den ich erst später erklären werde und der für euch äußerst interessant sein wird: innere Sinne. Damit meine ich Sinne innerhalb der Sinne. Ich könnte auch sagen, dass diese hinter den Sinnen liegen, was aber verwirrend wäre."
"Wie ihr inzwischen wahrscheinlich schon vermutet, ist in allen Dingen Bewusstsein. Jedes Teilchen des Universums besitzt ein eigenes Bewusstsein – ob es für euch nun sichtbar ist oder nicht. Schmerz und Freude, die beiden stärksten Aspekte jeden Bewusstseins, werden von jedem Teilchen seiner Ausprägung entsprechend mehr oder minder stark erfahren. Die Differenziertheit variiert natürlich, und es ist dieser unterschiedliche Differenzierungsgrad, durch den sich jedes Bewusstsein unterscheidet. Bei einigen Fragmenten, zum Beispiel von vielen Pflanzen und vegetativem Leben, werden bestimmte innere Sinne sehr stark gebraucht. Deine Steine, Joseph, bezeichne ich als vegetativ. Steine sind bei weitem nicht leblos. Andere Typen von Leben, zu welchen auch eures gehört, verlassen sich auf die bekannten äußeren Sinne. Ideal wäre aber natürlich ein Bewusstsein, das versteht, sowohl die inneren als auch die äußeren Sinne vollumfänglich zu gebrauchen."
"Wenn eure Fähigkeiten in Bezug auf die Umgebung eurer Ebene wachsen, dann ist es euch möglich, euch umzusehen, die inneren Sinne zu gebrauchen und euren Handlungsbereich auszuweiten. Das ist nur natürlich. Das Überleben auf einer Ebene hängt von der Konzentration auf diese ab."
SITZUNG 16:
"Die inneren Sinne sind die eigentlichen Kanäle, durch welche die gesamte Zusammensetzung einer jeglichen Ebene wahrgenommen und aufrechterhalten wird. Es sind die inneren Sinne, die es den mentalen Enzymen ermöglichen, auf die Vitalität einzuwirken, die – wie ich schon gesagt habe – selbst die Struktur des Universums ist. Mit anderen Worten sind die inneren Sinne die Mittel, die mentalen Enzyme die Werkzeuge und die Vitalität das eigentliche Material, welches das Universum als Ganzes formt."
SITZUNG 18:
"Neben den bekannten äußeren Sinnen und den inneren Sinnen, welche ihr gerade erst kennen zu lernen beginnt, gibt es noch andere innere und sogar äußere Sinne, die ihr zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht begreifen könnt. Sie haben mit feineren als den euch bekannten Unterscheidungen zu tun und können etwa mit der Art Fähigkeit eures Körpers verglichen werden, die Aggression einer anderen Person zu spüren. So wie euer Körper Temperaturunterschiede fühlt, so fühlt er auch den psychischen Zustand nicht nur von anderen Menschen, sondern auch – glaubt es oder glaubt es nicht – von Tieren und zu einem geringeren Grad auch denjenigen von Pflanzen und vegetativer Materie."
SITZUNG 19:
"Die inneren Sinne befassen sich mit den Energien hinter der Camouflage. Diese inneren Sinne sind – wenn ich nochmals eine Analogie verwenden darf – wie verborgene, unterirdische Züge, die wichtigen Kraftstoff von einem Land zu einem anderen transportieren. In den verschiedenen Ländern kann dieser Kraftstoff dann für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Die Bewohner dieser imaginären Länder können die Erscheinung des Kraftstoffs verändern, aber er entstammt trotzdem immer noch der gleichen Quelle und versorgt jedes einzelne Land, während der Zug selbst tief in jedes Land hineinreist und keine Schranken vorfindet, die ihn aufhalten könnten."
"Eure Elemente, also diejenigen, die ihr kennt, und jene, die ihr noch entdecken und auch die, welche ihr erschaffen werdet, stellen nur Camouflagen des Grundstoffs oder der Vitalität dar, die ihr mit euren äußeren Sinnen nicht entdecken werdet. Eure Wissenschaftler werden erkennen, dass ihre Instrumente nicht länger ausreichen. Da der Mensch so sehr zur Neugier neigt, werden die Wissenschaftler auf eurer Ebene schließlich gezwungen sein, ihre eigenen inneren Sinne zu benutzen. Andernfalls werden sie es immer nur mit der Camouflage zu tun haben und sich so selbst in einer Sackgasse finden. Nicht etwa, weil ihre Augen geschlossen wären, sondern weil sie nicht das richtige Paar Augen benutzen. Ihr werdet dem Verständnis der fünften Dimension nicht näher kommen, außer ihr benutzt die inneren Sinne als Instrumente der Wahrnehmung."
"Der Geist empfängt Daten durch die inneren Sinne und erschafft die notwendige Camouflage. Der Geist setzt sich unbewusst oder unbefangen mit den Grundgesetzen gemäß der Camouflage-Wirkung auseinander, die für das Überleben auf eurer physischen Ebene lebenswichtig sind. Der Geist ist das Instrument, das gebraucht werden muss. Das Gehirn setzt sich ausschließlich mit Camouflage-Mustern auseinander. Der Geist gibt sich mit den grundlegenden Prinzipien ab, die allen Ebenen eigen sind. Das Gehirn selbst ist ein Teil des Camouflage-Musters und kann durch physikalische Instrumente gedeutet und erforscht werden. Der Geist aber kann nicht mit physikalischen Instrumenten untersucht werden. Er kann nicht einmal mit physikalischen Instrumenten gefunden werden. Der Geist ist das verbindende Glied. Es wird hier sein, wo die Geheimnisse des Universums entdeckt werden, und der Geist selbst ist das Instrument, das zu dieser Entdeckung führen wird."
SITZUNG 20:
"Die inneren Sinne, mein lieber Joseph, sind Sinne, die sich mit Realitäten jenseits der Camouflage-Muster befassen und welche die Informationen dieser Realitäten, dieser inneren Realitäten, zum Körper hin tragen. Diese inneren Sinne sind also absolut fähig, in das Innere des Körpers zu sehen, und zwar auf eine Art, wie es den äußeren Augen nicht möglich ist. So, wie die äußeren Sinne des Sehens, des Hörens und des Riechens nach außen gerichtet zu sein scheinen und dem physischen Körper Daten von einem äußeren, beobachtbaren Camouflage-Muster bringen, so scheinen die inneren Sinne nach innen gerichtet zu sein und dem physischen Körper wichtige Daten der inneren Realität zuzutragen. Auch hier spielt ein Umformungsprozess mit, der jenem sehr ähnlich ist, auf den wir stießen, als wir über die Erschaffung eines Bildes sprachen. Der physische Körper ist ein Camouflage-Muster, das innerhalb eines größeren Camouflage-Musters agiert. Aber anders betrachtet sind der physische Körper und alle Camouflage-Muster auch Transformatoren des vitalen inneren Stoffs des Universums, wodurch es dieser Vitalität schließlich ermöglicht wird, unter neuen und andersartigen Bedingungen zu agieren."
"Ich möchte euch noch genauere Informationen über die inneren Sinne geben. Tatsächlich lassen sie sich nicht mit den äußeren Sinnen vergleichen, was euch – wie ich fürchte – erschrecken mag, und zwar einfach darum, da es nichts zu sehen, zu riechen, zu hören oder zu berühren gibt, wie ihr euch das gewohnt seid. Das ist äußerst schwierig zu erklären, da ich euch nicht den Eindruck vermitteln möchte, dass eine Existenz ohne euer spezielles Set von Camouflage-Mustern farblos und langweilig ist, denn das ist nicht der Fall. Die inneren Sinne verfügen über eine große Unmittelbarkeit und eine köstliche Intensität, die den äußeren Sinnen fehlt. Es gibt keine Zeitverzögerung bei der Wahrnehmung, denn Zeit existiert nicht."
"Ich gehe absichtlich nur langsam voran. Und momentan gebrauche ich Ruburts Stimme, ohne zu versuchen, sie mit meiner eigenen zu überlagern. Und dies aus gutem Grund. Ich möchte nicht, dass dieses Material als Kauderwelsch verstanden wird. Es handelt sich hierbei nicht um einen Kult in der Art, in welcher Menschen oftmals Material betrachten, das scheinbar von einer Quelle stammt, die erhabener ist als das Individuum, welches das Material durchgibt. Zunächst einmal sind die Bezeichnungen Geist, Medium und so weiter lächerlich. Ihr gebraucht ganz einfach eure inneren Sinne. Diese Sinne sind nicht magisch, haben in keiner Hinsicht etwas mit Religion zu tun und ich bin auch keine verkümmerte Zweitpersönlichkeit Ruburts. Ich möchte auch nicht mit einem langbärtigen, knopfäugigen Geist verglichen werden, der auf Wolke Neun sitzt."
SITZUNG 21:
"Einige, aber nicht alle Fälle von Geisteskrankheit sind Ausdruck der Unfähigkeit der Persönlichkeit, mit einem bestimmten Problem fertig zu werden, während sie sich zur gleichen Zeit weigert, den inneren Sinnen zu gehorchen, die ihr befehlen, den Kurs zu wechseln. Bei solchen Gelegenheiten tauchen Informationen vergangener Leben durch die inneren Sinne auf. Die Persönlichkeit ist nicht mehr länger fähig, sich selbst vor diesem Material abzuschirmen, wenn es einmal einen bestimmten Punkt überschritten hat. Das bedeutet also, dass die Persönlichkeit jetzt gegen sich selbst arbeitet."
SITZUNG 23:
"Der einzige Grund, warum das Gesamtselbst nicht viel bewusster und zugänglicher ist, liegt alleine in eurer störrischen Weigerung, dies zuzulassen. Ich kann das nicht noch stärker betonen. Die Welt derCamouflage-Muster wird durch den Geist erschaffen, und ich gebrauche diesen jetzt in seiner wahren Bedeutung als Teil der inneren Welt. Energie wird vom Geist durch die inneren Sinne empfangen und durch den Gebrauch mentaler Enzyme in Camouflage-Muster umgewandelt. Es gibt keinen Grund, wieso sich die Menschheit dieser Umwandlung nicht bewusst sein könnte, wenn sie es dem Gesamtselbst, das dies ermöglicht, einmal erlaubt hat, ins Dasein zu treten."
"Die Zeit ist eine eurer offensichtlichsten Camouflagen, und das Studium der Zeit wird euch ziemlich direkt vom verschleierten physischen Selbst zum inneren Selbst führen, das ihr ignoriert. Eure Psychologen sprechen jetzt sogar vom Unterschied zwischen der physischen Zeit, aufgrund derer ihr eure Uhren einstellt, und der psychischen Zeit. Die so genannte psychische Zeit ist ein Teil des inneren Selbst, also des Geistes. Sie stellt jedoch ein Bindeglied dar, ein Teil eines der inneren Sinne, den wir der Einfachheit halber den zweiten inneren Sinn nennen wollen. Die äußere physische Zeit stellt eine völlige Camouflage dar und ist auf eurer Ebene im Grunde unnötig, aber aufgrund eurer Weigerung, die inneren Sinne als ein Teil eurer Gesamtpersönlichkeit anzuerkennen, habt ihr es fertig gebracht, dass sie notwendig zu sein scheint, und daher ist es euch nicht möglich gewesen, aus der psychischen Zeit ihren größten Nutzen auf eurer Ebene zu ziehen. Die psychische Zeit ist, wie ich gesagt habe, ein natürlicher Weg, ein Teil eines inneren Sinnes, der als einfacher Zugang von der inneren zur äußern Welt und wieder zurück gedacht war. Ihr aber gebraucht sie nicht auf diese Weise."
(c) Seth-Verlag, 2014