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Das Prognosewerkzeug SOPRA wurde mit dem Ziel entwickelt, die Überwachungs- und Bekämpfungsmassnahmen bei Obstschädlingen zu optimieren. Unter Nutzung von “Time-varying distributed delays” wurden Phänologiemodelle auf der Basis von Stundenwerten der klimatischen Variablen Sonnenstrahlung, Lufttemperatur und Bodentemperatur für folgende Arten erstellt und validiert: Mehlige Apfelblattlaus (Dysaphis plantaginea), Apfelsägewespe (Hoplocampa testudinea), Apfelwickler (Cydia pomonella), Kleiner Fruchtwickler (Grapholita lobarzewskii), Birnblattsauger (Cacopsylla pyri), Kirschenfliege (Rhagoletis cerasi), Apfelblütenstecher (Anthonomus pomorum) und Schalenwickler (Adoxophyes orana). Die im Modell angewandten Körpertemperaturen basieren auf detaillierten Studien zur Habitatwahl und z.T. biophysikalischer Simulation der Habitatbedingungen. Auf Basis lokaler Wetterdaten wird die Altersstruktur der Schädlingspopulationen simuliert und entsprechend werden Schlüsselereignisse für den Pflanzenschutz angezeigt. Die Simulationsergebnisse werden den Pflanzenschutzberatern und Produzenten als ein umfassenden Beratungsinstrument über das Internet zur Verfügung gestellt (www.sopra.info), was die Entscheidungshilfe für die acht wichtigsten Schädlinge im Kern- und Steinobstanbau der Alpentäler und nördlich der Alpen auf lokaler und regionaler Ebene unterstützt.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.