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«Emily’s List» unterstützt demokratische Kandidatinnen.
Frauen brechen Rekorde
Für die kommenden US-Wahlen kandidieren so viele Frauen wie nie zuvor. Bei parteiinternen Vorwahlen hatte dies bereits Folgen.
In den USA werden im November alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses und 35 der 100 Sitze des Senats neu gewählt. Nach parteiinternen Vorwahlen im August steht fest, dass so viele Frauen wie noch nie im November kandidieren werden. Dies geht aus Zahlen des «Center for American Women and Politics» der Rutgers University (CAWP) hervor.
Siege bei Vorwahlen
Sowohl bei der demokratischen wie der republikanischen Partei kandidiert parteiintern eine Rekordzahl von Frauen. Und nun hat eine Rekordzahl die parteiinternen Vorwahlen gewonnen:
- Repräsentantenhaus: Mindestens 200 Frauen beider grosser Parteien kandidieren für einen Sitz in der Abgeordnetenkammer. Die Zahl der Kandidatinnen wird schlussendlich noch höher sein, da in einigen Bundesstaaten die parteiinternen Vorwahlen erst stattfinden werden. Mit mindestens 200 Frauen ist der bisherige Rekord von 167 Kandidatinnen bei den Wahlen 2016 deutlich gebrochen. Die meisten gehören der Demokratischen Partei an.
- Senat: Bisher haben 19 Kandidatinnen die parteiinterne Vorwahl gewonnen. 25 Kandidatinnen sind gescheitert. Bisheriger Rekord sind 18 Siege bei den parteiinternen Vorwahlen im Jahr 2012. Die Zahl der Kandidatinnen wird wegen der noch ausstehenden parteiinternen Vorwahlen vermutlich noch steigen.
Erfolg für Frauenbewegung
Die Rekordzahlen gelten als Erfolg der Frauenbewegung. Zahlreiche Vereine und Komitees unterstützen Frauen, die ein politisches Amt anstreben. Eine der ältesten und einflussreichsten ist «Emily’s List», die Kandidatinnen der Demokratischen Partei finanziell unterstützt. Sie meldete bereits letztes Jahr eine Rekordzahl von Frauen, die landesweit für ein politisches Amt kandidieren wollen.
Tiefe Frauenanteile
In den USA sind Frauen in politischen Ämtern stark untervertreten. Im Kongress liegt der Frauenanteil nur bei einem Fünftel. Mit dem Frauenanteil von 19 Prozent im Repräsentantenhaus stehen die USA auf der Rangliste der Interparlamentarischen Union vor Kirgisistan und hinter Indonesien auf Rang 102 von 193 Ländern. Deborah Walsh, Direktorin des «Center for American Women and Politics» hofft, dass die USA jetzt einen Schritt vorwärts machen: «Mit der Rekordzahl von Kandidatinnen in diesem Jahr sind wir zuversichtlich, dass der Frauenanteil 2019 höher sein wird», sagte sie dem Magazin «Politico».
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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