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Die rund tausend Jahre alten Rebterrassen in den Dörfern des unteren Maggia-Tals erleben eine Renaissance. Seit vier Jahren arbeiteten lokale Betriebe in Maggia, Lodano, Gordevio und Giumaglio an der Wiederherstellung der traditionellen Terrassenlandschaften. Sie bauten einige hundert Meter Trockenmauern, errichteten für die Pergolen mehrere hundert Granitpfeiler und legten Kilometer von Kastanienholzlatten darauf. Damit erlebt der traditionelle Anbau der Merlot-Traube und der „uva americana“ für die Herstellung von Grappa eine Renaissance.
Im Maggia-Tal sind in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Rebterrassen in Vergessenheit geraten, weil vielen Weinbauern der Anbau auf den schlecht erschlossenen Terrassen zu mühsam geworden war. Um den schleichenden Zerfall dieser kulturhistorisch und ökologisch bedeutenden Terrassenstrukturen zu stoppen, wurde 2000 die „Vereinigung zum Schutz des künstlerischen und architektonischen Kulturgutes im Maggia-Tal (APAV) gegründet. Sie arbeitete eng mit der SL zusammen, die sich zum Ziel gesetzt hat, mit dem Programm „Proterra“ den Erhalt von Terrassenlandschaften zu fördern.