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Das Antlitz des Fremden - Münzen der Hunnen und Westtürken in Zentralasien
Winterthur
14.05.2016 - 09.04.2017 | jeweils Di, Mi, Sa, So 14.00 - 17.00 Uhr
Die Hunnen symbolisieren wie kein anderes Volk im kollektiven Gedächtnis der westlichen wie auch der östlichen Welt die Bedrohung der Wanderbewegungen nomadischer Völkerschaften aus dem asiatischen Steppenraum. Unter “Hunnen“ werden im Laufe der Zeit verschiedene Gruppierungen verstanden, von jenen Völkerschaften, zu deren Abwehr die Chinesische Mauer erbaut wurde, bis zu den Verbänden, die unter der Führung Attilas in der Mitte des 5. Jahrhunderts Europa verheerten. Wesentlich wirkungsstärker aber waren die Hunnen und ihre türkischen Nachfolger in Zentralasien und Nordindien, wo sie sich ab der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts festsetzten und die Kultur und Geschichte der Region wesentlich prägten. Dort bildeten sie eine ganz eigentümliche Mischkultur aus, die griechische, sasanidische und indische Elemente miteinander verband, und zwar auch in religiöser Hinsicht. Die Münzprägung der Hunnen in Zentralasien ist das wichtigste Zeugnis dieser Epoche - das Münzkabinett Winterthur widmet ihr eine Ausstellung.
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