Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/1917

Um 1191 entstand in der neu gegründeten Zähringerstadt Bern ein erster Apsidensaal, der im 13. Jahrhundert durch einen dreischiffigen Bau abgelöst wurde. Zunächst waren die Kirche und das sich in Bau befindende Münster Pfarrkirche, betreut von den Deutschherren von Köniz. 1484 erfolgte die Loslösung vom Orden und Gründung eines Chorherrenstifts. Das dem hl. Vinzenz geweihte Münster blieb bis 1528 Stiftskirche und diente nach der Reformation wieder als Pfarrkirche. Die Grundsteinlegung zum Neubau des Münsters fand am 11. März 1421 statt. Abgeschlossen wurden die Bauarbeiten im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts. In den Fenstern des Altarraumes befindet sich der wichtigste spätgotische Glasmalereizyklus der Schweiz, entstanden zwischen 1441–1460. Zahlreiche weitere Scheiben des 15.–20. Jahrhunderts befinden sich im Langhaus des Münsters.
Luc Mojon, Das Berner Münster (Die Kunstdenkmäler des Kantons Bern IV), Basel 1960.
Christoph Schläppi et al., Machs na. Ein Führer zum Berner Münster, 2 Bde., Bern 1993.
Brigitte Kurmann-Schwarz, Die Glasmalereien des 15. bis 18. Jahrhunderts im Berner Münster, Bern 1998.