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Der Verzehr von fettarmen Milchprodukten wirkt sich vermutlich positiv auf die Blutdruckwerte aus. Bei übergewichtigen Menschen ist der Effekt besonders deutlich, wie eine niederländische Langzeitstudie zeigte. Die Wissenschaftler hatten über 2.200 Frauen und Männer ab 60 Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und mehrmals zu Studienbeginn, nach zwei und nach sechs Jahren den Blutdruck bestimmt. Im Laufe der Studie wurde in 984 Fällen Bluthochdruck diagnostiziert.
Als fettarm galten Milchprodukte mit einem Fettgehalt von weniger als zwei Gramm pro 100 Gramm; fettarmer Käse enthielt weniger als 20 Gramm Fett pro 100 Gramm. Wer mehr als vier Portionen fettarme Milchprodukte (in der Studie 690 Gramm) täglich verzehrte, hatte nach zwei Jahren ein etwa dreißig Prozent geringeres Risiko für Hypertonie. Nach sechs Jahren ließ sich der Effekt nur im Trend nachweisen.
Wahrscheinlich kann der Verzehr von fettarmen Milchprodukten die Entstehung einer Hypertonie nur verzögern und nicht verhindern, erklären die Forscher. Der positive Effekt der fettarmen Milch ist vermutlich auf bestimmte Mineralstoffe, wie Kalzium, Magnesium und Kalium, oder Eiweiße in der Milch zurückzuführen. Käse und Milcherzeugnisse mit einem Fettgehalt von 3,5 Prozent hatten keinen Einfluss, da der höhere Gehalt an gesättigten Fettsäuren die positive Wirkung anderer Inhaltsstoffe möglicherweise abschwächt, vermuten die Autoren.
Quelle: American Journal of Clinical Nutrition, Bd. 89, Nr. 6, S. 1877-1883, 2009