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Im Untersuchungsverfahren um den Konkurs von Servette erliess Richter Marc Tappolet einen internationalen Haftbefehl gegen den Ex-Präsidenten Marc Roger. Marc Roger erschien seit Juli 2005 nie mehr vor dem Untersuchungsrichter.
Seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft im vergangenen Juli befindet sich Roger in Frankreich. Sollte er sein Heimatland verlassen, würde er verhaftet und an die Genfer Justiz ausgeliefert. Soweit muss es gemäss Tappolet nicht unbedingt kommen: "Kommt er freiwillig nach Genf, verzichten wir auf eine erneute Inhaftierung." Frankreich selber wird Roger wohl kaum ausliefern.
Nach dem Konkurs hatte die Polizei Marc Roger im März 2005 verhaftet und in Untersuchungshaft gesetzt. Nach drei Monaten kam er gegen eine Kaution von 300 000 Franken frei. Roger werden betrügerischer Konkurs, ungetreue Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung vorgeworfen.
Roger blieb seit seiner Freilassung allen Anhörungen aus gesundheitlichen Gründen fern. Tappolet stellt jedoch die Glaubwürdigkeit der Arztzeugnisse in Frage. Dies umso mehr, als Roger in den letzten Wochen lange Fernsehinterviews zum Finanzdebakel von Servette gegeben hatte. Der Verein hatte unter der Führung von Roger über elf Millionen Franken Schulden angehäuft und war im Februar 2005 bankrott gegangen. Tagesanzeiger - online