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Die württembergische Softwareschmiede SAP mit Sitz in Walldorf geht Korruptionsvorwürfen in der Republik Südafrika (ZAF) nach: Dort beurlaubte der Konzern eigenen Angaben zufolge nach Medienberichten über Schmiergeldzahlungen vier hochrangige Führungskräfte. Das Unternehmen nehme die Anschuldigungen sehr ernst, sagte SAP-Topmanagerin Adaire Fox-Martin, die unter anderem für die Kontrolle des Vertriebs in Afrika verantwortlich ist.
Ihren Worten zufolge wurde sowohl eine interne Untersuchung gestartet als auch eine unabhängige Anwaltskanzlei mit einer Prüfung beauftragt. Südafrikanische Medien berichteten, SAP habe in Form von Vertriebsprovisionen Schmiergelder an eine Firma der politisch einflussreichen Gupta-Familie gezahlt, die zu den Geschäftsfreunden von Präsident Jacob Zuma gehört. Ziel sei gewesen, sich einen Auftrag des Bahnunternehmens Transnet und anderer staatseigener Firmen über umgerechnet 66 Millionen Euro zu sichern.