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Wenn der Eingriff gut durchgeführt wird und der Chirurg routiniert ist, treten bei einem Zahnimplantat keine grösseren Risiken auf. Es ist besonders wichtig, dass der Chirurg alle anatomischen Probleme im Voraus erkennt und ausreichend ausgebildet und erfahren ist, damit der operative Eingriff so wenig Zeit wie möglich dauert und keine unnötigen Risiken eingegangen werden, wie z. B. ein zu kurzes Zahnimplantat zu setzen. Wie bei allen chirurgischen Eingriffen kann es zu Infektionen kommen. Daher bekommt der Patient ein Antibiotikum, das er nach dem Einsetzen des Implantats 12 Tage einnehmen soll.
Die wichtigsten Kontraindikationen können das Setzen eines Implantas entweder unmöglich oder riskant machen.
Die Kontraindikationen, die das Setzen eines Implantats unmöglich machen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen : zum Beispiel ein vor Kurzem erlittener Infarkt, eine starke Herzinsuffizienz oder ein Herzklappenfehler (Defekt der Herzklappen).
- Krebserkrankungen: Krebsarten, bei denen die Patienten nicht in Remission sind. Eine vor Kurzem stattgefundene Radio- oder Chemotherapie sind ebenfalls Kontraindikationen. Die Risiken sind eine schlechte Osseointegration ( Verbund mit dem Knochen), eine schlechte Heilung der Wunde oder eine Infektion nach dem chirurgischen Eingriff.
- Allergische Reaktionen auf Narkosemittel
- Eine bevorstehende Organtransplantation: Die von dem Patienten hierfür einzunehmenden Medikamente verlangsamen das Immunsystem und erhöhen so das Risiko einer postoperativen Infektion.
- HIV/AIDS und die meisten Autoimmunkrankheiten (die das Immunsystem des Patienten beeinträchtigen)
- Bestimmte Kieferknochenerkrankungen: zum Beispiel Osteoporose (brüchige Knochen aufgrund fortgeschrittenen Alters, Frauen leiden stärker daran), bestimmte Behandlungen bei diesen Erkrankungen und Knochenschwund können durch eine Knochentransplantation nicht kompensiert werden (im Allgemeinen aufgrund des Alters oder sehr lange zurückliegenden Zahnextraktionen)
- Multiple Sklerose
- Ein zu junges Alter: Ein Implantat kann nicht gesetzt werden, wenn das Kieferwachstum noch nicht abgeschlossen ist (17-18 Jahre)
Die Kontraindikationen, die das Setzen eines Implantats riskant machen
- Eine Veränderung der Blutgerinnung wie Hämophilie (Blutungsrisiko)
- Ein schlecht eingesteller Diabetes mellitus
- Eine chronische Niereninsuffizienz
- Eine Schwangerschaft
- Rauchen, Alkohol und Drogenabhängigkeit: Man muss mindestens 7 Tage vor und nach dem Eingriff damit aufhören. Es wird empfohlen, während der Genesung völlig darauf zu verzichten (und im Idealfall danach).
Ganz allgemein ist ein schwacher physischer und psychischer Gesundheitszustand eine Kontraindikation beim Setzen eines Implantats.
Die möglichen Komplikationen, die beim Setzen eines Zahnimplantats auftreten können
Andere Komplikationen, die auftreten können, sind Schmerzen, der Verlust des Implantats (kann vor allem Rauchern und Patienten mit Bruxismus, d.h. Menschen die nachts mit den Zähnen knirschen, passieren). Bei mangelnder Stärke und Festigkeit des Knochenbettes kann es zu einer Verletzung des Nerv-Asts kommen, die zu einem dauerhaften oder reversiblen Taubheitsgefühl der Lippe führen kann. Dies kann verhindert werden, wenn das Panorama-Röntgenbild oder die CT vom Zahnarzt genaustens studiert wird, bevor die Länge des Implantats gewählt wird.