Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03364.jsonl.gz/1145

BVD
Die Bovine Virus Diarrhoe BVD ist eine der bedeutendsten Viruserkrankungen beim Rindvieh. Sie kommt auf der ganzen Welt vor und verursacht hohe wirtschaftliche Schäden. Die BVD soll in der Schweiz ausgerottet werden. Die eidgenössischen und kantonalen Veterinärbehörden haben in enger Zusammenarbeit mit den SRP ein Ausrottungskonzept entwickelt, welches ab dem Frühjahr 2008 umgesetzt wurde.
Krankheit
Die Bovine Virusdiarrhoe (BVD) ist eine alte Krankheit, die in den Rinderbeständen auf der ganzen Welt vorkommt. Eine Virusinfektion eines Rindes führt zu einer vorübergehenden Erkrankung mit Durchfall und bei trächtigen Tieren eventuell zu Aborten. Unter besonderen Bedingungen erkranken die Tiere an der tödlichen Schleimhautform der BVD, der so genannten Mucosal Disease (MD).
In den meisten Fällen verlaufen akute Infektionen mit dem BVD-Virus klinisch asymptomatisch oder mit milden Symptomen (leichtes Fieber, Durchfall). Tiere mit normal entwickeltem Immunsystem bilden beim Kontakt mit dem Virus spezifische Antikörper und sind lebenslang vor einer weiteren BVD-Infektion geschützt.
Problematischer ist die Krankheit bei trächtigen Tieren. Je nach Trächtigkeitsstadium kann eine Infektion einen Frühabort auslösen oder sogar zu Missbildungen beim Kalb führen. Am schwerwiegendsten sind die Folgen jedoch während des 2. bis 4. Trächtigkeitsmonats: Die in diesem Stadium in der Gebärmutter infizierten Kälber tragen das Virus in sich (man spricht von persistent infizierten Tieren oder PI-Tieren) und scheiden täglich Viren aus und infizieren dadurch andere Tiere.
Ausrottung
Auf Anregung der SRP und ihrer Mitglieder hat das Bundesamt für Veterinärwesen eine BVD-Ausrottungskampagne in der Schweiz im Frühling 2008 lanciert. Die Ausrottung ist aktuell noch nicht am Ende.