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Die UNO (United Nations Organization) wurde 1945 nach dem zweiten Weltkrieg von 51 Staaten gegründet, um den internationalen Frieden, Sicherheit und gute Beziehungen zwischen allen Staaten zu stärken sowie soziale und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und die Einhaltung der Menschenrechte zu sichern.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen spielt eine zentrale Rolle bei der weltweiten Koordination, der technischen Unterstützung und der Vernetzung der Forschung im
Bereich der Ernährungssicherheit, der Existenzgrundlagen der ländlichen Bevölkerung und der nachhaltigen Nutzung und Verwaltung von natürlichen Ressourcen.
Mit ihren 193 Mitgliedsstaaten sind die Vereinten Nationen in vielen Fragen von weltweiter Bedeutung die einzige Organisation, in der sich alle interessierten Länder und Akteure an einer Diskussion beteiligen können. Die UNO ist so universell wie keine andere Organisation. Dies gilt sowohl für die behandelten Themen als auch für ihre Mitglieder, ihre Beteiligung an Entscheidungsprozessen, ihre Rolle bei der Erarbeitung internationaler Normen und Standards sowie für ihre weltumspannende Ausstrahlung. Trotz gewisser Unzulänglichkeiten besitzt sie weltweit nach wie vor eine einzigartige Legitimität.
Die Vereinten Nationen haben mit zahlreichen Organen, Sonderprogrammen und Spezialorganisationen die Werkzeuge geschaffen, um die unterschiedlichsten Aufgaben zu bewältigen. Dazu gehören die Welternährungsorganisation (bekannt unter dem Kürzel FAO für Food and Agriculture Organization of the United Nations), das Welternährungsprogramm (WFP) sowie der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), alle mit Sitz in Rom.
Die Schweiz wird als UN-Mitglied durch ihre ständige Vertretung (Mission) bei FAO, WFP und IFAD in Rom vertreten. Die Mission unterstützt das Engagement der Schweiz für die Bekämpfung des weltweiten Hungers und der Armut sowie für eine nachhaltige und effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen in der landwirtschaftlichen Produktion. Zu den spezifischen Interessen der Schweiz zählen dabei insbesondere:
- Festlegung und Einhaltung von Standards für eine verbesserte Nahrungsmittelqualität und - Sicherheit sowie für die Nachhaltigkeit der gesamten Lebensmittel-Wertschöpfungskette
- Wissensgenerierung und -verbreitung im Bereich nachhaltiger Landwirtschaft und beim Management natürlicher Ressourcen
- Optimale Vorbereitung für eine effektive Reaktion auf Situationen mit Ernährungsunsicherheit
FAO
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation oder auch Welternährungsorganisation (bekannt unter dem Kürzel FAO für Food and Agriculture Organization of the United Nations) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom, die 1945 gegründet wurde. Die FAO zählt 194 Mitgliedstaaten, zwei assoziierte Mitglieder und eine Mitgliedsorganisation (Europäische Union). Geleitet wird die FAO seit dem 1. Januar 2012 von José Graziano da Silva (Brasilien).
Leitgedanke der FAO ist das Bestreben, Ernährungssicherheit für alle Menschen zu erreichen. Das Konzept der Ernährungssicherheit wurde 1996 am Welthungergipfel in Rom definiert. Gemäss der von über 100 Staatschefs unterzeichneten Erklärung von Rom, ist die Ernährungssicherheit dann erreicht, wenn alle Menschen zu jeder Zeit physisch und ökonomisch Zugang zu ausreichend gesunden und nahrhaften Lebensmitteln haben, die ihren Energiebedarf decken und ihren Essgewohnheiten entsprechen, um ein gesundes und aktives Leben zu führen.
Um dieses Ziel weltweit zu erreichen, bedarf es internationaler Koordination, wofür die FAO eine zentrale Rolle spielt. Ihre drei spezifischen Ziele sind:
- Bekämpfung von Hunger, Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung
- Beseitigung von Armut und Förderung des sozialen und wirtschaftlichen Fortschritts für alle
- Nachhaltige Management und Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser, Luft, Klima und genetische Ressourcen zugunsten heutiger und künftiger Generationen.
Das wichtigste Mittel der FAO zur Erreichung dieser Ziele ist die technische Hilfeleistung. Aber die FAO ist ebenfalls aktiv als Forschungs- und Wissensnetzwerk im Bereich Agrarwissenschaft und Ernährung und berät die Staaten bei ihrer Agrar- und Entwicklungspolitik. Gleichzeitig ist die FAO eine Plattform für den internationalen Austausch über Agrar- und Ernährungsthemen.
Die Schweiz ist seit 1946 Mitglied der FAO. Die beiden verantwortlichen Bundesämter sind das BLW mit dem Schweizerischen nationalen FAO Komitee (CNS-FAO). Die Schweiz ist Mitglied in mehreren Komitees der FAO: Committee on World Food Security, Committee on Agriculture, Committee on Forestry und Committee on Commodity Problems sowie in der Commission on genetic resources for food and agriculture.
Das Arbeitsprogramm der FAO wird über obligatorische und freiwillige Beiträge finanziert. Ihr Budget für 2014-2015 beträgt 2,4 Milliarden US-Dollar und setzt sich zu 41 Prozent aus Pflichtbeiträgen der Mitgliedstaaten und zu 59 Prozent aus freiwilligen Beiträgen der Mitgliedstaaten und anderer Partner zusammen.
Letzte Änderung 10.03.2017