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In Madagaskar steht der Anjozorobe-Angavo-Primärwald unter Druck durch menschliche Aktivitäten, die eine der letzten natürlichen Bastionen des Hochlands bedrohen. Um dieses Juwel zu retten, hat sich das CEAS mit lokalen AkteurInnen zusammengetan, die sich für den Naturschutz einsetzen. Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern und gleichzeitig diese aussergewöhnliche Umwelt zu erhalten. Ein Schlüsselelement dieses Projekts ist die Errichtung eines Wasserkraftwerks, das mehr als 1100 Haushalte mit Ökostrom versorgen wird.
Die madagassische Gemeinde Mandialaza liegt im Binnenland Madagaskars vier Stunden von der Hauptstadt Antananarivo entfernt. Die Gemeinde umfasst den letzten Primärwald des Hochplateaus. Die Region verfügt über einen grossen natürlichen Reichtum und erlaubt ihrer Bevölkerung, grosse Parzellen zu bebauen, insbesondere für Reis und Ingwer. Leider hindern die Isolation der Gemeinde und der Mangel an Elektrizität die Kleinproduzentlnnen daran, ihre Ernte selbst zu verarbeiten. Sie müssen sich damit begnügen, rohe Lebensmittel zu Spottpreisen zu verkaufen.
Gleichzeitig ist die Erhaltung des Waldes durch die rücksichtslose Abholzung bedroht, mit welcher Migrantinnen mit wenig finanziellen Möglichkeiten ein Einkommen aus dem Verkauf Holzkohle erzielen. Dieses Phänomen hat bereits zum Verschwinden von 44% der Naturwälder Madagaskars geführt.
Aber dieses Verschwinden ist nicht unvermeidbar
Zumindest ist dies der Standpunkt von Fanamby, einer madagassischen NGO, die das Schutzgebiet um den Wald seit 2009 verwaltet. Ihre Erhaltungsstrategie basiert weitgehend auf der Schaffung von lokalen, umweltfreundlichen Arbeitsplätzen. Aber ihre Bemühungen werden durch den Mangel an Elektrizität stark behindert. Diese Notwendigkeit war der Ausgangspunkt für die ersten Treffen mit dem madagassischen CEAS-Team.
Gemeinsam erarbeiteten wir so ein ehrgeiziges Projekt, das ländliche Stromversorgung, einkommensschaffende Aktivitäten und Naturschutz verbindet. Der erste Schritt ist der Bau eines 200-kW-Wasserkraftwerks. Letzteres wird drei Dörfer in der Gemeinde sowie insbesondere kleine Betriebe, welche Ingwer verarbeiten, direkt beliefern. Dies entspricht etwa 6'000 Einwohnerinnen und 250 lngwerproduzentlnnen. Darüber hinaus werden umfangreiche Arbeiten zur Regularisierung von Landtiteln durchgeführt. Dies soll den Bewohnerinnen des Gebietes ermöglichen, den Besitz ihrer Grundstücke zu legalisieren und die Besetzung der an den Wald angrenzenden Gebiete zu verhindern.
Spendenaufruf
Wir haben etwa bereits die Hälfte der finanziellen Mittel für dieses Projekt gesammelt, aber wir brauchen noch weitere Unterstützung. Für die Finanzierung von 10'000 Bäumen, welche im Schutzgebiet gepflanzt werden sollen, brauchen wir finanzielle Hilfe. CHF 45 reichen aus um 100 Bäume zu pflanzen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
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