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Unwetter im Rückblick
Zwei Tornados in NRW
Immense Gebäudeschäden
Am 23.02.2002 gab es in Nordrhein-Westfalen gleich zwei Tornados. Gegen 11:30 Uhr wurden in Hörstel-Riesenbeck im nördlichen Münsterland mehr als 100 Häuser teils schwer beschädigt. Der Tornado zog eine etwa 1,5 Kilometer lange und 150 Meter breite Schneise. Augenzeugen beobachteten, wie der Tornado ein Terrassendach um circa 30 Zentimeter anhob. Eine frisch gemauerte Wind stürzte ein, zahlreiche Dachpfannen fielen von den Dächern. Auch Autos wurden beschädigt.
Gegen 14 Uhr trat ein weiterer Tornado derStärke F2in Bünde (Kreis Herford, NRW) auf. Er richtete immensen Schaden an einem landwirtschaftlichen Hof an. Der Giebel der Scheune war komplett herausgebrochen, Teile des Mauerwerks und Reste des Gebälks lagen auf dem Acker. Vom Wohngebäude fehlte die komplette linke Dachhälfte, zahlreiche Dachpfannen lagen im Hof verteilt. Trümmerteile des Pferdestalls waren weit verstreut in einem kleinen Wäldchen. Der Bauer konnte den Bodenkontakt des Tornado-Rüssels zuvor gut beobachten. Die Tornadoschneise war fünf Kilometer lang und bis zu 300 Meter breit. Anschließend zog der Tornado nach Südosten weiter auf eine Siedlung zu, löste sich jedoch kurz vor den Wohnhäusern auf.