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« Spenden allein lösen die schlimme Krise im Jemen nicht, aber es ist dringend notwendig Leben zu retten» erklärte der Generaldirektor von Islamic Relief Naser Haghamed, an der Konferenz der Vereinten Nationen über die Situation im Jemen, am 26. Februar 2019 in Genf.
Durch den Krieg leiden verschiedene Regionen des Landes an Hunger und 80% der Bevölkerung ist auf humanitäre Hilfe angewiesen um zu überleben.
Die humanitären Organisationen fordern zusätzliche Gelder von 4 Milliarden Dollars, um die Versorgung des Landes aufrecht zu erhalten.
Da Islamic Relief in Sachen Lebensmittelhilfe eine der wichtigsten Akteure im Jemen ist, intervenierte sie bei der Konferenz der Vereinten Nationen am 26. Februar 2019 in Genf und hat über die Krise gesprochen. Das war für Islamic Relief eine Gelegenheit die Mitgliedstaaten für die Dringlichkeit in der sich der Jemen seit 4 Jahren befindet zu sensibilisieren. Unser Plädoyer umfasste unter anderem die Bereiche Ernährung, sowie den extrem gefährlichen Zugang zur Bevölkerung.
« Fast alle öffentlichen Einrichtungen sind komplett zusammengebrochen. Der Kauf von Grundnahrungsmitteln, wie Mehl, ist für Millionen Menschen unerschwinglich geworden. Unsere Leute haben Männer gesehen, die in Verteilungszentren transportiert werden mussten, da sie zu schwach waren auf ihren Füssen zu stehen und wegen mangelnder Flüssig- und Nahrungszufuhr angefangen haben zu fantasieren. Jeden Tag sahen wir hunderte Mütter ihre unterernährten Kinder in das Ernährungszentrum bringen.
Einige so durch den Hunger und präventiven Krankheiten, wie Durchfall, geschwächt, dass sie nicht sicher waren den Tag zu überleben. Der Bedarf ist so gross, dass unsere Leute oft 18 Stunden pro Tag und sieben Tage die Woche arbeiten, um diesen Kindern, die sogar zu schwach zum Weinen oder ganz regungslos sind, eine Chance zu geben sich wieder zu erholen.»
«Das ganze Geld der Welt kann diese Krise nicht lösen. Unser Kampf, den Menschen zu helfen, stösst wegen der extrem unsicheren Situation immer wieder an ihre Grenzen. Die kürzlich vereinbarte Waffenruhe in Hodeida hat nun die Lage entspannt, aber die Situation bleibt dramatisch. Letzten Monat wurde einer unserer humanitären Mitarbeiter durch einen Querschläger getötet, als er im Begriff war Hilfe zu liefern. Sie hatten am Rande der Strasse bei einer Garage angehalten, um einen Reifen zu wechseln. Aber im Jemen kann eine einfache Arbeit wie diese im Alltag tödlich enden. Wie können wir hoffen, alle bedürftigen Familien zu erreichen, wenn unsere Mitarbeiter bei alltäglichen Aufgaben ihr Leben riskieren?»
Trotz der hervorragenden Arbeit unserer Teams vor Ort, ist uns bewusst, dass der Bedarf noch immens ist. Dank Ihrer Spenden können wir dieser so oft vergessenen Bevölkerung weiterhin helfen.