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Die Arbeitsgruppe Bewertung schafft Transparenz über die Grundlagen der Bewertung. Sie publiziert hierfür grundlegende Informationen zu allgemeinen und spezifischen Bewertungsthemen.
In der Checkliste zur Bewertung von Fachanwendungen (publiziert per 7.4.2021) werden die Rahmenbedingungen der digitalen Archivierung und die Vorgehensweise zur archivischen Bewertung und zur Ablieferung aus Fachanwendungen tabellarisch dargestellt, erläutert und durch Beispiele des Staatsarchivs des Kantons Bern konkretisiert.
Statements Übernahme aus elektronischen Fachanwendungen
Die Statements zur Übernahme aus elektronischen Fachanwendungen gingen aus einem länderübergreifenden Austausch D, A, CH hervor. Die benachbarten Arbeitsgruppen «VdA-Arbeitskreis Archivische Bewertung», «VÖA-AG Überlieferungsbildung» und «VSA-AG Bewertung» besprachen 2021 und 2022 an vier virtuellen Treffen aktuelle Bewertungsthemen und hauptsächlich die Bewertung von und die Ablieferung aus Fachanwendungen. Insbesondere wurden Möglichkeiten erörtert, wie Fachanwendungen kategorisiert und priorisiert werden können. Mitgliederarchive verfassten dazu schriftliche Statements. Die «VÖA-AG Überlieferungsbildung» und «VSA-AG Bewertung» haben sich entschieden, diese Erfahrungsberichte der interessierten Fachcommunity auf ihren Webseiten zur Verfügung zu stellen.
Statement des Schweizerischen Bundesarchivs (Oktober 2022)
Statement des Staatsarchivs Basel-Stadt (Dezember 2022)
Statement des Staatsarchivs des Kantons Bern (August 2022)
Statement des Staatsarchivs des Kantons Zürich (Dezember 2022)
Im Leitfaden Stichprobenziehung / Sampling vom 19.5.2010 werden die wichtigsten Begriffe erklärt und Hinweise und Tipps für den Prozess der Samplebildung in Schweizer Archiven gegeben.
Das Staatsarchiv Zürich hat im Jahr 2012 untersucht, ob sich bei Klumpenstichproben nach Nachnamen mit bestimmten Buchstaben eine bessere Annäherung an Repräsentativität erreichen lässt als mit anderen. Das Ergebnis der Untersuchung ist unter dem Titel „Gibt es gute Buchstaben?“ im Archiv 2014/1 auf S. 64ff. veröffentlicht worden.
In den seit März 2022 online zur Verfügung stehenden Memoriav Empfehlungen sind alle bisher publizierten Empfehlungen zur Erhaltung audiovisueller Dokumente in den Bereichen Fotografie, Ton, Film und Video zusammengeführt. In Kapitel 6 „Bewertung, Auswahl und Priorisierung von audiovisuellen Dokumenten“ finden sich nützliche Hinweise und Kriterien zur Bewertung von audiovisuellen Beständen und zur Selektion einzelner AV-Dokumenten innerhalb des Bestandes. In den Unterkapiteln wird spezifisch auf die Bewertung von Fotografien, Tondokumenten und Videos eingegangen.
In der Liste Diplomarbeiten zum Thema Bewertung sind zum Teil nicht veröffentlichten Arbeiten aus den Hochschulen HEG- Genève, MAS ALIS und FH Graubünden aufgeführt, die sich mit dem Thema der archivischen Bewertung auseinandersetzen.
Jährlich werden an den Ausbildungsstätten im Bereich Information und Dokumentation Abschlussarbeiten verfasst, die sich auch mit dem Thema der archivischen Bewertung auseinandersetzen. Um einen kurzen Überblick über die zum Teil nicht veröffentlichten Arbeiten zu erhalten, werden an dieser Stelle die Abschlussarbeiten der folgenden Hochschulen nach den im Zentrum stehenden Archivalientypen (Aktentypen, Elektronische Unterlagen, AV-Medien, Sammlungsgut und Dokumentationen) aufgelistet:
- Haute école de gestion, Genève, Information documentaire (HEG-Genève)
- Universität Bern und Universität Lausanne, Weiterbildungsprogramm Archiv-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft; Master of Advanced Studies in Archival, Library and Information Science (MAS ALIS)
- Fachhochschule Graubünden ehemals Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur, Informationswissenschaft, Diplomarbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten (FH Graubünden)
Weiterführende Hinweise zu archivischer Bewertungsliteratur sind in der internationalen Archivbibliographie der Archivschule Marburg zu finden.