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Vor einer Woche war Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius wegen Widerstands gegen seinen Modernisierungskurs zurückgetreten. Der gebürtige Litauer hatte sich für einen Umbau der von Oligarchen dominierten Wirtschaft der Ex-Sowjetrepublik stark gemacht. Ein Gesetzentwurf von Abromavicius zu Privatisierungen war mehrfach im Parlament gescheitert.
Die von einer schweren Wirtschaftskrise und dem Krieg gegen prorussische Aufständische im Donbass ausgezehrte Ukraine benötigt dringend Hilfe vom IWF. Eine neue Kredittranche ist eigentlich schon seit Oktober fällig, wird aber noch zurückgehalten.
Lagarde erklärte am Mittwochabend (Ortszeit): "Der Präsident hat mir versichert, dass er an Reformen zur besseren Kontrolle und zur Korruptionsbekämpfung festhalten wird." Man habe sich darauf geeinigt, dass es einen Aktionsplan an Massnahmen geben werde. Welche Schritte dieser beinhalten soll, liess sie offen. Auch ein Zeitplan wurde nicht genannt./tjk/ast/hma/DP/zb
(AWP)