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Spaceman
von Leegrid Stevens
Regie:
Philipp Jescheck
Bühne:
Michaela Mandel
Kostüme:
Sybille Welti
Deutschsprachige Erstaufführung
«Was werden Ihre ersten Worte sein, die Sie sagen, wenn Sie den Mars betreten? Werden Sie Armstrong toppen?»
Der erste Mensch auf dem Mars soll eine Frau sein. Seit acht Monaten ist Molly in ihrer Raumkapsel unterwegs zum roten Planeten. Mit an Bord sind ihre Pflanze Sip und Jim, eine computeranimierte Stimme, mit der sie einfache Gespräche führt und die ihr Nachrichten und Interviews von der Erde vorspielt. Die Funkverbindung mit Houston ist stabil. Das Team der Kontrollstation ist ihr einziger realer Kontakt. Doch jedes Mal dauert es zehn Minuten, bis ein Satz in Houston ankommt, und genauso lange braucht die Antwort. Wirkliche Kommunikation sieht anders aus.
Die Astronautin verfolgt leidenschaftlich gerne Rugbyspiele, ist Meteoritenstürmen ausgesetzt und träumt mit einer Nahrungstube in der Hand von Eiern mit Speck.
Houston erwartet von ihr, dass sie funktioniert. Sie soll sich bei Interviews so präsentieren, wie es Sponsoren und Publikum erwarten, und sich in ihre Rolle fügen. Molly gerät immer stärker unter Druck. Je mehr sie sich von der Erde entfernt, umso näher kommt sie ihrer eigenen Wahrheit. Sie will nicht mehr funktionieren.
Stückeinführungen
Bei einigen Vorstellungen finden Stückeinführungen um 19.30 Uhr (sonntags um 16.30 Uhr) im Zuschauerraum statt und dauern 15 Minuten.