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Bisweilen gehen Wissenschaftler von einer optimalen Proteinzufuhr für kraftsportliche Aktivitäten im Bereich zwischen 1,5 und 2 Gramm Proteine pro Kilogramm Körpergewicht und Tag aus. Dieser Faustwert beträgt damit in etwa der doppelten Menge, die der durchschnittliche Erwachsende ohne Kraftsport zu sich nehmen sollte. Als Gründe hierfür können der erhöhte Bedarf der Muskulatur sowie des körpereigenen Immunsystems nach Protein genannt werden, welcher durch hochintensives Krafttraining bedingt wird. Werden vom Sportler hohe Gewichte innerhalb strapaziöser Kraftsporteinheiten bewegt, so entstehen in den entsprechenden Muskelfasern mikroskopisch kleine Risse, die dieser innerhalb der anschliessenden Adaptionsphase zu regenerieren versucht. Das Ziel des menschlichen Organismus ist es dabei jedoch nicht, den Zustand vor dem Training wiederherzustellen, sondern die Muskeln an den neuen Reiz anzupassen und entsprechend grösser wachsen zu lassen. Dieser Prozess wird auch als Muskelproteinsynthese bezeichnet, weil dieser über die Nahrung aufgenommenes Protein in die Erweiterung der eigenen Muskelzellen umsetzt. Durch diesen Prozess wird zudem das körpereigene Immunsystem gefordert, da dies neben der regulären Keimabwehr in der Phase der Muskeladaption auch noch mit der Reparatur von durch das Training induzieren Verletzungen beschäftigt ist. Auch in diesem Bereich wird das über die Ernährung zugeführte Protein zur Herstellung von Abwehrzellen eingesetzt.