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Lay summary
Die klassische moderne Linguistik hat zum Ziel, sprachliche Einheiten in die kleinsten Bausteine zu zerlegen und deren Regeln der Verknüpfung zu ermitteln. In vielen Bereichen hat sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass in der Sprachbenutzung oft grössere, möglicherweise ganzheitlich gespeicherte und verarbeitete Einheiten vorkommen. In diesem Forschungmodul wird dem Status und der Genese solcher typischen Muster nachgegangen: Korpora werden genutzt, um präferierte Gebrauchsmuster von Sprache offen zu legen und in ihrer Funktion zu analysieren. Mit verschiedenen korpuslinguistischen Methoden sollen Sprachmuster unterschiedlicher Komplexität (Kollokatio¬nen, Phrasen, satzübergreifende Strukturen) identifiziert und in ihrer historischen und kulturellen Geprägtheit untersucht werden. Der innovative Gesichtspunkt besteht darin, dass neben den traditionell erfassten Mustern (festen Wendungen) auch abstraktere, nicht lexikalisch gebundene Muster in Texten und Diskursen identifiziert und analysiert werden sollen.In den Teilprojekten des Forschungsmoduls werden die folgenden Fragestellungen bearbeitet:-die Identifikation von kollektiven Mustern in verschiedenen thematisch bestimmten Diskursen-die historische Veränderung von Kollektivstilen/typisierter Sprache -der individuelle Erwerb von typischen Mustern in der Sprachgemeinschaft.Thema und Fragestellung, Hypothesen, Methoden und Gegenstandsdomänen dieses Forschungsmoduls sind geeignet, DoktorandInnen auszubilden, die sich nicht nur für weitere wissenschaftliche Tätigkeit qualifizieren, sondern auch in anderen Berufsfeldern und Institutionen fundiert und gesellschaftsrelevant über Sprache nachdenken und linguistische Kenntnisse vermitteln können.