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Der Schlagersänger Roy Black ist vor 20 Jahren möglicherweise an starkem Alkoholkonsum gestorben. Es sei ein hoher Alkoholwert im Blut des Verstorbenen festgestellt worden, sagte der Rechtsmediziner Wolfgang Eisenmenger.
Er hatte die Sektion des Leichnams vor 20 Jahren vorgenommen. Eisenmenger bestätigte gegenüber deutschen Nachrichtenagenturen einen Bericht der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. "Es war ein Wert, der üblicherweise nur bei vorliegender Alkoholkrankheit überhaupt erreicht und überlebt wird", sagte Eisenmenger der Zeitung.
Unter Berufung auf Unterlagen aus Justizkreisen wurden dem Bericht zufolge vier Promille Alkohol im Urin und drei Promille im Blut festgestellt. Diese Werte unterlägen der Schweigepflicht, sagte Eisenmenger. Er wolle diese jedoch nicht dementieren.
"Absoluter Blödsinn"
Das Sektionsprotokoll ende zwar mit der Feststellung, dass die Herzkrankheit des Sängers den Tod ausreichend erklären könne. Bei dem hohen Wert sei aber keines Falls auszuschliessen, dass der Alkoholkonsum "Teil des Todesgeschehens" war, "weil Alkohol in diesen Mengen Gift für den Herzmuskel ist", sagte Eisenmenger am Mittwoch.
Blacks Bruder Walter Höllerich wies die Behauptung zurück, der Sänger sei vor seinem Tod betrunken gewesen. Das sei "absoluter Blödsinn", sagte Höllerich gegenüber der "Passauer Neuen Presse" vom Donnerstag. "Ich höre das zum ersten Mal. Mein Bruder hat sich nicht totgesoffen."
Black musste mehrmals am Herzen operiert werden - er litt seit seinem sechsten Lebensjahr an einem Herzklappenfehler - und war wiederholt wegen Problemen mit Alkohol in die Schlagzeilen geraten.
Roy Black starb am 9. Oktober 1991 in seiner Fischerhütte am Silbersee im oberbayerischen Heldenstein. Als offizielle Todesursache gilt ein Herzanfall, allerdings halten sich bis heute Spekulationen über einen Selbstmord.