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1'152 Personen sind in der Schweiz im Jahr 2011 inaktivitätsbedingt gestorben. Das sind knapp 2% der 62'091 Todesfälle im Jahr 2011 in der Schweiz. Davon machen mit 42% die ischämischen Herzerkrankungen den grössten Anteil aus, vor allem Herzinfarkte. In 21,6% ist Hypertonie, in 18,7% ein Hirnschlag die Todesursache. Das Herzkreislaufsystem ist also in über 80% der Fälle betroffen.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Körperliche Aktivität kann vor vielen nichtübertragbaren Krankheiten (NCD) schützen. Bekannt ist der Zusammenhang von körperlicher Inaktivität unter anderem mit ischämischen Herzkrankheiten, Hirnschlag und Hypertonie, mit Adipositas und Diabetes Typ 2, mit Rückenschmerzen und Osteoporose, mit Darm- und Brustkrebs sowie mit Depression. Diese Krankheiten wiederum können zu einer erhöhten Mortalität führen. Wären alle Personen in der Bevölkerung gemäss den Richtlinien körperlich aktiv, dann würden ensprechend weniger Personen an den angegebenen Krankheiten sterben.
Die gezeigte Zahl der Todesfälle, die der Inaktivität zugeschrieben werden können, steht in Bezug zum Ziel der Strategie NCD, die vorzeitigen Todesfälle durch nichtübertragbare Krankheiten zu senken.
Definition
Der Indikator zeigt eine Berechnung von Todesfällen, die der Inaktivität zugeschrieben werden (in der Mitte des Ringdiagramms). Es werden zudem die Anteile verschiedener Krankheiten an allen diesen inaktivitätsbedingten Todesfällen ausgewiesen.
Körperliche Inaktivität wurde definiert gemäss den Schweizer Bewegungsempfehlungen. Wer weniger als 150 Minuten körperliche Aktivität mittlerer Intensität oder auch weniger als 75 Minuten Sport hoher Intensität pro Woche ausführt, ist ungenügend aktiv.
Dieser Indikator basiert auf den Schätzungen der Studie von Mattli et al. (2014). Datengrundlagen für die Schätzungen sind verschiedene Datenquellen wie MedStat, NICER sowie die Todesursachenstatistik. Aufgrund der Prävalenz der körperlichen Inaktivität und der "risk ratio" (Risiko einer Krankheit bei körperlicher Inaktivität) werden die "population attributable fractions" (PAFs) pro Krankheit ermittelt und anschliessend auf die Anzahl Todesfälle übertragen. Die detaillierte Methodik der im Indikator gezeigten Resultate ist im Studienbericht von Mattli et al. (2014) direkt zu entnehmen.
Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen
Medienauskünfte
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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