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Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat festgestellt, dass die Banca Credinvest im Umgang mit venezolanischen Kundenbeziehungen schwer gegen die Geldwäschereibestimmungen verstossen hatte. Die FINMA schloss kürzlich ein entsprechendes Enforcementverfahren ab und verordnet verschiedene Massnahmen.
Die FINMA öffnete im November 2018 ein Enforcementverfahren gegen Banca Credinvest, um Hinweisen auf Verstösse gegen die Geldwäschereibestimmungen nachzugehen. Diese Hinweise standen im Kontext des mutmasslichen Korruptionsfalls rund um den venezolanischen Ölkonzern PDVSA. Dieses Verfahren ist jetzt abgeschlossen.
Die FINMA stellte fest, dass das Geldwäschereidispositiv und das Risikomanagement der Bank ungenügend waren. Insbesondere im Zeitraum 2013 bis 2017 verstiess die Bank gegen die Sorgfaltspflichten im Bereich der Geldwäschereibekämpfung. Namentlich identifizierte die Bank ihre Kunden und wirtschaftlich Berechtigte ungenügend, überwachte Transaktionen dieser Kunden unzureichend, dokumentierte die Prozesse lückenhaft und meldete Verdachtsmomente zu spät der MROS.
FINMA verfügt eine Reihe von Massnahmen
Zur Wiederherstellung des ordnungsgemässen Zustandes verfügt die FINMA verschiedene Massnahmen, deren Umsetzung von der Bank bereits eingeleitet wurde. Unter anderem muss die Bank alle Private-Banking-Kunden überprüfen, um mögliche erhöhte Geldwäschereirisiken zu identifizieren und angemessen zu begrenzen. Zudem muss sie den von ihr selbst beschlossenen Ausstieg aus allen Kundenbeziehungen mit einem Bezug zu Venezuela rasch vervollständigen und darf während drei Jahren oder bis zur Umsetzung aller, zu einem späteren Zeitpunkt überprüften Massnahmen keine neuen Kunden mit erhöhten Risiken (z.B. politisch exponierte Personen) aufnehmen. Weiter ordnet die FINMA verschiedene organisatorische Massnahmen an, um die Geldwäschereibekämpfung und das Risikomanagement zu verstärken.
FINMA geht konsequent gegen Verstösse im Geldwäschereibereich vor
Der Schweizer Finanzplatz war in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit internationalen Korruptionsfällen (Petrobras, Odebrecht, 1MDB, Panama Papers, FIFA oder PDVSA) stark exponiert. Die FINMA hat ihren Aufsichtsfokus in der Geldwäschereibekämpfung deshalb auf den Umgang der Institute mit solchen internationalen Geldwäschereifällen (Dossier Geldwäschereibekämpfung) gerichtet. Die FINMA betrachtet die Geldwäschereigefahr weiterhin als ein Hauptrisiko des Finanzplatzes. Entsprechend bleibt dieses Thema ein Schwerpunktthema ihrer Aufsichtstätigkeit (Risikomonitor).
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Vinzenz Mathys, Mediensprecher
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