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Jede Form der Teilnahme bzw. Mitgliedschaft in Vereinen und Gruppen ist ein Zeichen der aktiven Mitgestaltung der Lebensumwelt und damit ein Ausdruck der sozialen Integration.
2016 beteiligten sich 42,3% der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz als Aktivmitglieder an den Aktivitäten von Vereinen, Gesellschaften, Klubs, politischen Parteien oder anderen Gruppen. 25,8% waren Passivmitglieder in einer Gruppe oder einem Verein. Die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund engagiert sich dabei signifikant häufiger als die Bevölkerung mit Migrationshintergrund, dies sowohl im Rahmen von Aktivmitgliedschaften (50,5% gegenüber 28,5%) als auch von Passivmitgliedschaften (34,8% gegenüber 15,1%).
Zwischen 2014 und 2015 gab es eine signifikante Erhöhung der Teilnahme, entweder aktiv oder passiv, in einem Verein oder in einer Gruppe, sowohl in der Bevölkerung mit als auch ohne Migrationshintergrund. Im Jahr 2016 sanken diese Werte wieder. Der grösste Rückgang ist bei den Passivmitgliedern zu beobachten (von 35,3% auf 25,8% bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und von 22,5% auf 15,1% bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund).
Aufgrund von methodischen Änderungen in der Datenbasis sind die Werte ab 2014 nicht mehr direkt mit den Vorjahren vergleichbar.
In jeder Grossregion beteiligt sich die Bevölkerung mit Migrationshintergrund weniger häufig (aktiv oder passiv) am Vereins- oder Gruppenleben als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Die grössten relativen Unterschiede nach Migrationsstatus zeigen sich bei den Aktiv- und Passivmitgliedschaften im Espace Mittelland, in der Genferseeregion und in Zürich. In diesen Regionen weist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund 1,6- bis 2,4-mal tiefere Anteile aus als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.
Tabellen
Definitionen
Bei der Definition dieses Indikators zur Mitgliedschaft in einem Verein oder einer Gruppe werden die Freiwilligenarbeit (selbst wenn die Person keiner Gruppe oder Organisation angehört) sowie religiöse Aktivitäten, Vereinsaktivitäten, Aktivitäten von Gesellschaften, Klubs, anderen Gruppen und politischen Parteien berücksichtigt.
Der Indikator zur Aktivmitgliedschaft berechnet sich anhand der Anzahl Personen, die folgende Frage bejaht haben: «Haben Sie im Lauf der letzten zwölf Monate an Aktivitäten von Vereinen, Gesellschaften, Klubs, politischen Parteien oder anderen Gruppen teilgenommen?».
Freiwilligenarbeit: Sie wird auch dann berücksichtigt, wenn die befragte Person keiner Gruppe oder Organisation angehört. Darunter fallen z.B. das Kochen oder Einkaufen für hilfsbedürftige Menschen, die Reinigung von Stränden usw.
Religiöse Aktivitäten: Dazu zählen die Teilnahme an religiösen Festen und die Freiwilligenarbeit für religiöse Gruppen.
Aktivitäten in Vereinen, Gesellschaften, Klubs, anderen Gruppen: einen Stand betreuen, Flugblätter verteilen, an Freizeitaktivitäten teilnehmen, usw. Dabei kann es sich z.B. um Umweltschutzgruppen, Bürgerinitiativen, Nachbarschaftsgruppen, Sport-, Hobby- oder Freizeitvereine handeln.
Aktivitäten politischer Parteien: Demonstrationen, Petitionen, Briefe an die Medien usw.
Der Indikator zur Passivmitgliedschaft berechnet sich anhand der Anzahl Personen die folgende Frage bejaht haben: «Sind Sie aber trotzdem Unterstützungsmitglied oder Passivmitglied von Vereinen, Gesellschaften, Klubs, politischen Parteien oder anderen Gruppen?». Diese Frage mussten alle Personen beantworten, die die Frage nach einer Aktivmitgliedschaft verneint hatten.
Methodologie
Infolge des neuen Stichprobenrahmens und der Verbesserung des Gewichtungsmodells sind die Resultate ab 2014 nicht mehr direkt mit den Resultaten der Vorjahre vergleichbar (Bruch in der Zeitreihe). Mehr dazu im unten stehenden Dokument.