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(mmo) Wenn für ein Rennen 38 Pferde genannt werden, schliesslich 37 als Starter angegeben sind und nach Adam Riese 21 als überzählig eliminiert werden (16 sind in Frauenfeld maximal startberechtigt), dann gibt es Handlungs- und Erklärungsbedarf. Nicht zuletzt dann, wenn am selben Tag ein Hürdenrennen mit vier Dreijährigen stattfindet (uns haben etliche E-Mails mit genau dieser Frage erreicht).
So geschehen für das 6. Rennen vom Sonntag, 28.10.2012, in Frauenfeld mit der Ausschreibungsnummer 1471 für 4- bis 10-Jährige mit einer Gewinnsumme von 0 bis 75'000 Franken. Man hätte also zwei Rennen daraus machen können, dann hätten wenigstens nur 5 Pferde zu Hause bleiben müssen.
Wir haben Jean-Pierre Kratzer mit der Frage konfrontiert, weshalb Suisse Trot das Rennen nicht geteilt hat - wie Galopp Schweiz dies in analogen Fällen versucht und notabene auch zwei ursprünglich in Maienfeld geplante Rennen nun in Frauenfeld untergebracht hat.
Die Argumente von Jean-Pierre Kratzer lauten (Zitat, übersetzt):
"Wir machen unser Möglichstes zusammen mit Suisse Trot, Galopp Schweiz, Frauenfeld und Avenches, damit diese Saison so schön wie möglich wird. Die Statistiken werden zeigen, dass die Saison 2012 trotz der Absenzen von Arosa, Zürich und teilweise Saignelégier und Maienfeld als eine der umfangreichsten in die Geschichte unserer Rennen eingehen wird", erklärte der Präsident von Suisse Trot sowie IENA auf Anfrage, nicht ohne zu ergänzen, dass das Rennbudget für IENA dieses Jahr über 3.33 Millionen Franken übersteigen wird.
Geteilte Rennen für Traber auf deutschschweizer Gras sind und bleiben also eine Seltenheit. Wir haben die Gras-Rennen im September unter dieser Problematik unter die Lupe genommen: Am 23. September 2012 gab es in Aarau in einem Rennen für genau dieselbe Kategorie wie am Sonntag (0 - 75'000) 12 Eliminierte, am 9. September ebenfalls in Aarau einmal 9 und einmal 16.
Gerade nach der Maienfeld-Absage wäre ein zusätzliches Rennen wichtig und sehr willkommen gewesen. Denn weil am zweiten Maienfelder Renntag diejenigen Traber Vorrang gehabt hätten, die am ersten nicht auf der Startliste standen, sind nun diejenigen, die voll auf den abgesagten zweiten Sonntag gesetzt (und den 7. Oktober ausgelassen) hatten, die "Dummen". Sie haben nun, wenn sie in Frauenfeld zu den 21 Eliminierten zählten, ganze 6 Monate (von Ende September bis im April in Fehraltorf) kein Gras-Rennen.
Der Schreibende ist der Meinung, dass es nicht so schwierig oder gar unmöglich gewesen wäre, noch ein zusätzliches Rennen auf die Beine zu stellen. Vielleicht ohne Wetten, mit 6000 Franken Dotation (die Traber sind ja bekanntlich genügsam). Eine Reaktion zu gunsten der Aktiven wäre angebracht gewesen.
So bleiben den "Verschmähten" noch die vier November-Samstage in Avenches auf Sand. Jeder weiss: Dort werden Starter für die Premium-Rennen benötigt.
Die Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt: Ist zwingend ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt?