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Überbauung Albanteich Promenade, Basel
Neubau von vier Hochhäusern und zwei Einstellhallen
Projekt
Die bestehende Wohnüberbauung mit vier 17-geschossigen Scheibenhochhäusern und zwei Einstellhallen an der Albanteichpromenade wird durch weitere Bauten ergänzt. Das Neubauprojekt sieht die Erstellung von zwei zusätzlichen zweigeschossigen Autoeinstellhallen mit Split-Level und vier weiteren Hochhausbauten mit Wohnnutzung vor. Die vier projektierten Hochhäuser weisen je achtzehn Geschosse über Terrain mit insgesamt 168 Wohnungen und je ein oder zwei Untergeschossen auf. Sowohl die Einstellhallen, als auch die Hochhausbauten werden an die bestehende Überbauung angeschlossen und stellenweise in die bestehende Bausubstanz eingebaut.
Baugrube
Da die projektierten Gebäude direkt in die bestehenden Bauten eingebaut oder an diese angebaut werden, stellen sich an die Baugrube diverse Anforderungen. Die bestehenden Gebäude weisen bis auf ein Hochhaus nur je ein Untergeschoss auf. Sowohl die zweigeschossigen Einstellhallen, als auch die beiden Hochhäuser mit zwei Untergeschossen liegen einerseits unter dem Grundwasserspiegel und andererseits auch unter dem Fundationsniveau der bestehenden Bauten. Die Wasserhaltung besteht aus einer Grundwasserabsenkung mittels Grossfilter- und untiefer Senkbrunnen, sowie einer Bauwasserhaltung im Inneren der Baugrube. Im Schutz der Grundwasserabsenkung erfolgt der Aushub mit frei geböschten Bereichen, Magerbetonauflagen, diversen schlitzweise erstellten und verankerten Gebäudeunterfangungen, verankerten Felssicherungen und bei kritischen Platzverhältnissen mit Baumeisterrühlwänden und rückverankerten oder eckgespriessten Spundwänden.
Fundation
Die projektierten Autoeinstellhallen werden auf Fels oder dem anstehenden Schotter flach fundiert. Die höherliegende Bodenplatte des Splitlevelbereichs muss aufgrund des tieferliegenden tragfähigen Baugrundes auf Pfählen fundiert werden. Zwei der neuen Hochhausbauten werden auf einer Bodenplatte mit lokalen Verstärkungen flach auf Fels fundiert. Die anderen beiden Hochhausbauten liegen zwar im tragfähigen Schotter, werden jedoch aufgrund der Nähe zu den Bestandeshochhäusern und dem damit verbundenen Setzungsrisiko auf Pfählen fundiert. Die Pfahlfundation besteht insgesamt aus 72 Grossbohrpfählen d = 0.80m und 22 Grossbohrpfählen d = 1.0m, welche in den anstehenden Fels einbinden.
Gebäudetragstruktur
Die Tragstruktur der projektierten vier Hochhausbauten und der beiden Einstellhallen ist als Massivbau mit Flachdecken und Stahlbetonkernen, -wänden und -stützen konzipiert. Die Tragstruktur der bestehenden Gebäude bleibt unverändert. Im Bereich der projektierten Einbauten in die bestehenden Einstellhallen werden die Bestandesdecken auf neuen Stützen, Wänden und Bodenplattenbereichen gelagert. Lokal sind Verstärkungsmassnahmen an der bestehenden Tragstruktur notwendig. Bestehende Dilatationen werden beibehalten und entlang neuer, eingebauter Baukörper weitergeführt. Dabei bildet die Abdichtung der im Wasser liegenden Dilatationsfugen diverse bautechnische Herausforderungen.
Gebäudestabilität
Die Stabilität der neuen Hochhäuser wird mit den über die Stockwerke durchlaufenden Kernwänden und der Aussenwand gegen die Bestandesbauten sichergestellt. Die vier projektierten Hochhausneubauten werden als eigenständige Gebäude von den Bestandesbauten getrennt erstellt. Die dazwischenliegende Fuge wird mit einer Breite von 70cm erdbebengerecht ausgebildet, damit die Gebäude unabhängig voneinander schwingen können.
Bauherr
Generalplaner
Architekt
Bauzeit
2019-2020
Bausumme
Fr. 100 Mio.