Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/140046

<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Kann er sich vorstellen, zusammen mit den Kantonen eine nationale Strategie für Männer-/Väterhäuser zu erarbeiten?</p><p>2. Wie können die Kantone unterstützt werden, genügend Plätze in Männerhäusern zur Verfügung zu stellen (v. a. im Bereich der Finanzierung, Qualität, Rahmenbedingungen)?</p><p>3. Wo können Männer, Kinder und Jugendliche Schutz finden, falls die Kantone keine Schutzhäuser für Männer zur Verfügung stellen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Wie in der Antwort zur Interpellation 13.4071, "Nationale Strategie für Frauenhäuser", erwähnt, erstellt das Generalsekretariat der Schweizerischen Konferenz der Sozialdirektorinnen und -direktoren in Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden eine Situations- und Bedarfsanalyse zu den Frauenhäusern in der Schweiz. Im Rahmen dieses Berichtes wird auch die Frage des Bedarfs an Schutzplätzen für männliche Opfer häuslicher Gewalt betrachtet werden. Der Bericht wird voraussichtlich im Winter 2014/15 vorliegen.</p><p>2. Ziel der Situations- und Bedarfsanalyse ist es, den aktuellen Handlungsbedarf zu definieren und Empfehlungen zur Sicherung von Schutzplätzen für Opfer häuslicher Gewalt zu formulieren. Diese umfassen namentlich die Frage nach der Anzahl der in der Schweiz benötigten Schutzplätze und ihrer Finanzierung. Aufgrund der Ergebnisse wird zu prüfen sein, ob der Bund die Kantone allenfalls im Bereich der Koordination unterstützen kann. Die Ausgestaltung und die Finanzierung von Schutzunterkünften fallen indes in die Zuständigkeit der Kantone. </p><p>3. Die geeignete Unterbringung von gefährdeten Personen liegt in der Kompetenz der Gemeinden und Kantone. Eine federführende Rolle nehmen dabei die regionalen und lokalen Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden ein. Sie verfügen über konkrete Informationen zu den in den einzelnen Kantonen zur Verfügung stehenden Einrichtungen. Zu erwähnen sind weiter die kantonalen Opferberatungsstellen, zu deren gesetzlichem Auftrag es nach Artikel 14 Absatz 1 des Opferhilfegesetzes gehört, Opfern oder ihren Angehörigen bei Bedarf eine Notunterkunft zu besorgen.</p>  Antwort des Bundesrates.