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Thailands Behörden haben einen kritischen Dokumentarfilm über den Grenzkonflikt mit Kambodscha doch noch freigegeben. Es sei ein Fehler gewesen, das Werk von Regisseur Nontawat Numbenchapolauf auf den Index zu setzen, teilte die Zensurbehörde am Freitag mit.
Ein Unterausschuss der Behörde habe nur eine Szene des Film "Boundaries" beanstandet, da er den König in schlechtem Licht darstelle und nicht das Verbot des ganzen Films beantragt, hiess es. Regisseur Nontawat sagte der Zeitung "Bangkok Post", er habe kein Problem damit, diese Szene herauszuschneiden.
Thema des Films, der vor kurzem bei der Berlinale Premiere hatte, ist die Rolle des Militärs in der heutigen Politik in Thailand. Es folgt unter anderem einem Soldaten, der 2010 bei den Unruhen in Bangkok gegen regierungsfeindliche Demonstranten im Einsatz war und dann an die kambodschanische Grenze verlegt wurde.
Dort kam es im Streit um einen umstrittenen Tempelbezirk Preah Vihear 2011 zu blutigen Zusammenstössen mit kambodschanischen Soldaten. Über den Territorialstreit wird zur Zeit vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verhandelt.
SDA-ATS