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Herausforderungen und Bedeutung des interkulturellen Dolmetschens in der Schweiz
25.01.2023
Interkulturelles Dolmetschen (auch Community-Dolmetschen genannt) ist eine besondere Form des Dolmetschens, die in vielen verschiedenen Kommunikationsbereichen eingesetzt werden kann. Die Anwendungsgebiete sind breit gefächert: öffentliche Einrichtungen (Schulen, Universitäten, soziale Einrichtungen), soziale Dienste, Fach- und Beratungsstellen, Einrichtungen des Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Heime usw.), Bürgerrechte, Gerichtsangelegenheiten, öffentlicher Wohnungsbau und Verkehr, Berufsausbildung, Wirtschaftsbehörden, Flüchtlings- und Integrationszentren, Einwanderungsbehörden, Polizeistationen/Gefängnisse und Justizvollzugsanstalten, kirchliche Einrichtungen oder Notfälle jeglicher Art.
Hinweis: In diesem Artikel wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit ausschliesslich die männliche Form verwendet. Sie bezieht sich aber auf Personen jeden Geschlechts.
Warum ist interkulturelles Dolmetschen so wichtig?
Das Hauptziel des interkulturellen Dolmetschens besteht darin, die Kommunikation zwischen zwei Gruppen von Menschen zu ermöglichen, die nicht dieselbe Sprache sprechen, und es wird benötigt, um wichtige Gemeinschaftsdienste zu leisten. Interkulturelle Dolmetscher sollten über einschlägige Kompetenzen verfügen, dank derer sie den Inhalt des zu verdolmetschenden Gesprächs voll erfassen und entsprechend vermitteln können. So wird gewährleistet, dass Angehörige einer sprachlichen Minderheit den gleichen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen haben wie Sprecher der Mehrheitssprache.
Darüber hinaus sollten interkulturelle Dolmetscher über berufliche Qualifikationen und ausreichende Erfahrung im Dolmetschen verfügen und sich an einen Berufskodex halten, um Sprachbarrieren erfolgreich überwinden, sämtliche von Behörden erbrachte Dienstleistungen darlegen und Transparenz in Sozialangelegenheiten gewährleisten zu können. Zu ihrem Kompetenzbereich gehören zudem die Erleichterung der Kommunikation im Bildungswesen – insbesondere zwischen Eltern und Lehrern – sowie die genaue Verdolmetschung wichtiger Informationen vor Gericht oder im Rahmen eines Asylverfahrens.
Interkulturelles Dolmetschen wird immer wichtiger, da die Welt immer globaler wird und Grenzen zunehmend an Bedeutung verlieren. Es ist für das tägliche Leben der Menschen auf der ganzen Welt äusserst wichtig geworden, denn es ermöglicht eine reibungslose Kommunikation.
Leider haben Sprachbarrieren dazu geführt, dass in einigen Bereichen ein Ungleichgewicht zwischen qualitativ hochwertigen und weniger hochwertigen öffentlichen Dienstleistungen herrscht. Das Community-Dolmetschen erleichtert den Zugang zu vielen grundlegenden Leistungen und ist besonders dann wertvoll, wenn Menschen nervös sind, unter Stress stehen oder Schwierigkeiten haben, für sich selbst zu sprechen.
Was beinhaltet das interkulturelle Dolmetschen?
Für diese Art des Dolmetschens braucht es Fachkräfte, die auf viele verschiedene Fachbereiche und öffentliche Dienste spezialisiert sind und als Fürsprecher und Überbringer von Botschaften zwischen zwei Gruppen fungieren können. Die interkulturellen Dolmetscher helfen einer Gruppe, mit der Unterstützung einer anderen Gruppe Zugang zu Gemeinschaftsdiensten in einem bestimmten Bereich zu erhalten oder diese Dienste zu erbringen, indem sie Sprachbarrieren abbauen, die in vielen Bereichen ein grosses Problem darstellen, wenn es um bessere Leistungen oder weitreichendere Unterstützung geht. Allgemein geht es um die Teilhabe und Integration von Menschen, die noch keine der Schweizer Amtssprachen beherrschen, aber dennoch Teil unserer Gesellschaft sind.
Das interkulturelle Dolmetschen, bei dem in der Regel die Technik des Verhandlungsdolmetschens zum Einsatz kommt, unterscheidet sich vom herkömmlichen Simultan– oder Konsekutivdolmetschen bei Konferenzen oder Vorträgen insofern, als beim interkulturellen Dolmetschen durch die gesprochene Sprache und die Gestik/Mimik eine besondere Beziehung zwischen den Rednern und dem Dolmetscher entsteht.
Viele Menschen, die Dolmetschdienste in der Gemeinde benötigen, sind Einwanderer oder Flüchtlinge, bei denen es sich oftmals um Familien mit Kindern handelt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Familien an Orte ziehen, an denen sie sich sicherer fühlen, aber leider nicht dieselbe Sprache sprechen wie der Rest der Gemeinschaft. Der Bedarf an öffentlichen Dienstleistungen wie Sozialversicherung, Familiendienstleistungen und Gesundheitsfürsorge macht das Dolmetschen für Menschen, die die Landessprache nicht beherrschen, zu einem wichtigen Aufgabenbereich.
Welchen Herausforderungen müssen sich die Community-Dolmetscher täglich stellen?
Community-Dolmetscher sehen sich täglich Herausforderungen gegenüber, vor denen andere Dolmetscher nicht stehen.
Sie müssen nicht nur die zu verdolmetschenden Sprachen perfekt beherrschen und fliessend sprechen, sondern darüber hinaus mit den betreffenden öffentlichen Diensten vertraut sein und sich der kulturellen Auswirkungen ihrer Dolmetschertätigkeit bewusst sein.
Im Bereich des interkulturellen Dolmetschens müssen sowohl sprachliche Unterschiede als auch kulturelle, klassen-, rassen-, geschlechts- und sozioökonomische Ungleichheiten überwunden werden. Der interkulturelle Dolmetscher muss sich der zahlreichen Möglichkeiten für Missverständnisse oder mangelnde Kommunikation bewusst sein, die aus all diesen Unterschieden heraus entstehen können. Ebenso muss er sich im Klaren sein über das Potenzial für Rassenvorurteile und den Unterschied zwischen dem Status und der Macht des Dienstleisters auf der einen und der relativen Machtlosigkeit des Antragstellers auf der anderen Seite. Durch eine Fehlkommunikation erhöht sich beispielsweise das Risiko für medizinische Fehler, unangemessene Behandlungen oder fälschlich erhobene Beschuldigungen, verhängte Gefängnisstrafen, Bussgelder oder sonstige Sanktionen.
Worin bestehen die Vorteile des interkulturellen Dolmetschens?
Der Einsatz eines interkulturellen Dolmetschers bringt zahlreiche Vorteile mit sich, u. a. bei der Kommunikation, der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen und der Minimierung von Risiken. Interkulturell verdolmetschte Gespräche können sich direkt und entscheidend auf das Leben der Menschen auswirken: Viele Familien, die einen interkulturellen Dolmetscher in Anspruch nehmen, wurden vertrieben oder sind Flüchtlinge. Durch die Inanspruchnahme eines Dolmetschers zur Überwindung einer Sprachbarriere können diese Familien die öffentlichen Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die sie benötigen. Wird ein interkultureller Dolmetscher bemüht, um öffentliche Dienstleistungen in einem Gebiet zu erbringen, in dem diese kaum vorhanden waren, verändert ebenfalls das Leben vieler Menschen, die ohne diese besondere Dolmetschleistung keinen Zugang zu den nötigen Zuwendungen bekommen hätten.
Abschliessend sei gesagt, dass Sprachbarrieren ein Problem darstellen, das jedoch durch einen interkulturellen Dolmetscher gelöst werden kann, der Patienten und Akteure der Gesundheitsberufe bei der Kommunikation hilft oder Familien dabei unterstützt, einen sicheren Ort zum Leben zu finden. Die Menschen müssen, egal an welchem Ort sie leben, miteinander kommunizieren können, und eine fremde Sprache oder kulturelle Vielfalt müssen kein Hindernis für eine effektive Kommunikation sein.
CB Multilingual verfügt über viel Erfahrung im Bereich des Community-Dolmetschens und kann mit seinem Netzwerk hochqualifizierter Sprachexperten in verschiedenen Disziplinen die richtigen Lösungen für diese Art von interkulturellen Kommunikationsherausforderungen bieten. Die Verpflichtung zur Einhaltung etablierter Qualitätsstandards und die konstante Erfolgsbilanz bei der Kundenzufriedenheit machen CB Multilingual zur idealen Lösung für Ihre spezielle Situation.
Sie können sich jederzeit gern mit uns in Verbindung setzen, und wir werden den richtigen interkulturellen Dolmetscher für Ihren Bedarf finden.