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Das Dorf Makaani
Die Häuser der typischen Streusiedlung sind über viele Hügel verteilt und können zum Teil nur über steile, ausgewaschene Wege erreicht werden. Die meisten BewohnerInnen bewirtschaften als Kleinbauern ihr eigenes, meist kleines Stück Land. Sie bauen v.a. Mais und Bohnen für den Selbstbedarf an. Je nach Ertrag können sie ab und zu etwas auf dem Markt verkaufen.
In rund 80 Haushalten leben an die 500 Personen, davon 80 Männer, 130 Frauen sowie 290 Kinder und Jugendliche. Exakte Zahlen über die Familienzusammensetzung sind nicht vorhanden. Die Familien haben zwischen einem und fünf Kindern.
Ca. 10 der 80 Familien können ihren Lebensunterhalt gut bestreiten und sogar Verwandte unterstützen.
Ca. 50 Familien können sich vom Ertrag ihrer Felder ausreichend ernähren und ab und zu ein Kleidungsstück anschaffen. Geld fehlt jedoch für ausserordentliche Ausgaben wie Schulgeld, Schuluniformen oder Krankheitskosten. Dafür werden Familienmitglieder, die in die Stadt ausgewandert sind, angefragt. Einen Teil der Schulkosten übernimmt zudem FoM.
Ca. 20 Familien sind so arm, dass sie für den täglichen Lebensunterhalt auf Hilfe angewiesen sind. Betroffen sind Grosseltern, die ihre verwaisten Grosskinder aufziehen, Witwen und alleinerziehende Frauen. Seit kurzem richtet Kenia kleine Beiträge an betagte, bedürftige Menschen aus. Andere staatliche Unterstützungen kennt das Land nicht. Hier beteiligt sich FoM massgeblich an den Schulkosten und hilf in Form von Lebensmittelhilfe und kleinen Zuwendungen in bar.
Oft reicht das Einkommen nicht aus, um regelmässig das Schulgeld für alle Kinder, die Schuluniformen oder ausserordentliche Ausgaben, wie zum Beispiel Krankheitskosten, zu bezahlen. Zahlreiche Männer haben ihre Familien verlassen; sie arbeiten in Nairobi in schlecht bezahlten Jobs und gründen nicht selten eine neue Familie. Geld schicken sie nur unregelmässig oder gar nicht ins Dorf. Auch in Makaani hat Aids viele Familien zerstört. Die verwaisten Kinder werden von Verwandten, meist den Grosseltern, aufge-nommen.
Mango- und Papayabäume gedeihen reichlich. Die Früchte können im nächsten Ort verkauft werden. Für die Kinder ist der Schulweg während dieser Zeit ein Fest. Viele Bäume sind jedoch von einem Schädling befallen, der die Früchte ungeniessbar macht.
Durch das Dorf führt eine neue Stromleitung. Die Anschlussgebühren sind jedoch so hoch, dass sie sich erst wenige Haushalte und kaum ein Geschäft leisten können. Noch immer werden die schädlichen Kerosen-Lampen verwendet. Gekocht wird allgemein auf dem offenen Holzfeuer. Atemwegserkrankungen sind die häufigste Krankheitsursache von Kindern und Erwachsenen.
Um diese Situation zu verbessern, gibt FoM saubere, effiziente Kochöfen sowie Solarlampen zur Hälfte des Anschaffungspreises ab.
Die Strasse zwischen den Dörfern und in den Provinzhauptort ist nicht geteert, voller Schlaglöcher und in der Regenzeit kaum befahrbar. Am Morgen fährt ein Bus nach Nairobi; am Abend kommt er zurück. Für die 150 km lange Strecke benötigt er 6 Stunden. Tagsüber gibt es Motorradtaxis. Die Transportkosten sind in Relation zu den Einkommen sehr hoch; die meisten BewohnerInnen von Makaani sind zu Fuss unterwegs.
Das Dorf: News
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