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• Beide Unternehmen bringen "bereits ausgereifte Produkte und bewährte Technologien" mit
• Ziel: Industrielle Lösungen, um Dieselgeneratoren durch effizientere Systeme zu ersetzen
• NEL und SFC Energy wollen Beitrag zur Dekarbonisierung der Weltwirtschaft leisten
Wie NEL in einer Pressemitteilung schreibt, wollen die beiden Unternehmen in ihrer Entwicklungspartnerschaft "bereits ausgereifte Produkte und bewährte Technologien der jeweiligen Parteien als Basis für das integrierte Angebot" verwenden. SFC Energy, mit Hauptsitz in Brunntal bei München, bringt dabei mehr als 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit Brennstoffzellen mit in das Projekt. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als führenden "Anbieter von Wasserstoff- und Methanol-Brennstoffzellen für stationäre und mobile Hybrid-Stromversorgungslösungen", betreibt Produktionsstandorte in den Niederlanden, Rumänien und Kanada und hat bisher mehr als 50'000 Brennstoffzellen verkauft. NEL kann seine Expertise in Sachen Elektrolyseur- und Speichertechnologie mit in das Projekt einbringen.
Beitrag zur Dekarbonisierung der Weltwirtschaft
Die Partnerschaft werde sich, wie NEL in seiner Pressemitteilung erklärt, "auf die Entwicklung industrieller Lösungen konzentrieren, um weniger effiziente Dieselgeneratoren durch effizientere Systeme auf Basis von Wasserstoffbrennstoffzellen in Kombination mit der Produktion von grünem Wasserstoff durch Elektrolyse zu ersetzen". Zunächst wollen sich die beiden Unternehmen auf Anwendungen im Leistungsbereich bis 50 kW mit einer täglichen Betriebszeit von zwei bis zehn Stunden konzentrieren. Diese können zum Beispiel als zuverlässige Notstromaggregate für kritische Stromanwendungen fungieren. Mittelfristziel sei jedoch die Entwicklung von Systemen im Leistungsbereich bis 500 kW für die Bereiche Telekommunikation, Rechenzentren und Notstromversorgung. Die ersten Produkte sollen im zweiten Halbjahr 2022 auf den Markt kommen.
Die Elektrolyseure von NEL sollen durch die Nutzung erneuerbarer Energien, wie Solar- oder Windkraft, den für das Gesamtsystem benötigten Wasserstoff produzieren, der dann in einem Tank gespeichert werde. Die Wasserstoff-Brennstoffzelle von SFC Energy transformiere den Wasserstoff bei Bedarf dann klimaneutral wieder in elektrische Energie. NEL und SFC Energy wollen damit einen "wesentlichen Beitrag zum Race-to-Zero und zur Dekarbonisierung der Weltwirtschaft" leisten.
Zwei Markt- und Technologieführer
Sowohl NEL als auch SFC Energy zeigen sich sehr zuversichtlich für die Zusammenarbeit. "Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit SFC Energy, um gemeinsam unser industrielles Angebot für umweltfreundliche, dezentrale Energieerzeugung und -speicherung zu erweitern. Mit ihrer nachgewiesenen Erfolgsbilanz und langjährigen Erfahrung sehen wir ein erhebliches Potenzial in der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen für den Markt der dezentralen Stromerzeugung, wo wir gute Wachstumsaussichten sehen", wird CEO Jon André Løkke in der NEL-Pressemitteilung zitiert.
Dr. Peter Podesser, CEO von SFC Energy, erklärt laut SFC-Pressemitteilung: "Mit NEL haben wir einen visionären und innovativen Partner gewonnen. Gemeinsam mit einem echten Technologie- und Marktführer schaffen wir eine neue Produktkategorie, um Dieselgeneratoren auf breiter Front durch eine 100 % nachhaltige und emissionsfreie Lösung zu ersetzen. Damit erschliessen wir einen schnell wachsenden Multi-Milliarden-Euro-Markt für industrielle, kritische und Kommunikations-Infrastrukturen sowie Smart-Grid-Anwendungen. Dies ist auch ein wichtiger Schritt, um den grossen Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Der Weltklimabericht hat uns deutlich gezeigt, dass wir jetzt handeln müssen. Gemeinsam mit unserem Partner NEL wollen und werden wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität und einer kohlenstoffarmen Gesellschaft leisten."
NEL-Aktie und SFC Energy-Aktie im Fokus
Auch die Anleger zeigten sich erfreut von dem gemeinsamen Projekt. Die SFC Energy-Aktie, die im CDAX notiert ist, konnte nach Ankündigung der Zusammenarbeit am 18. August im XETRA-Handel im Hoch um mehr als 13 Prozent auf 29,95 Euro zulegen. Für die NEL-Aktie ging es an der Börse in Oslo zeitweise um fast neun Prozent hoch auf 14,59 Norwegische Kronen.
Redaktion finanzen.ch