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Das Europäische Netzwerk End FGM sowie zwei andere Organisationen gelangen in ihrem Bericht zum Schluss, dass das Ausmass der Praxis der weiblichen Genitalbeschneidung in Ländern des Nahen Ostens und Asiens unterschätzt wird.
Laut UNICEF sind weltweit rund 200 Millionen Mädchen und Frauen in 32 Ländern von weiblicher Genitalbeschneidung betroffen. In den Berechnungen von UNICEF werden aber nur jene Länder berücksichtigt, die über breit angelegte Studien verfügen. Im Rahmen des Berichts «FGM – a Call for a Global Response» wurden nun auch kleinere Studien und Berichte berücksichtigt. Die Resultate zeigen : In 60 weiteren Ländern gibt es empirische Hinweise darauf, dass FGM/C in gewissen Gemeinschaften praktiziert wird – etwa in Sri Lanka, in Oman oder in Singapur.
Das Ausmass der Praxis scheint somit systematisch unterschätzt zu werden. Gerade in Ländern des Nahen Ostens sowie Asiens muss das Engagement gegen FGM/C deutlich verstärkt werden. Forschungslücken müssen geschlossen und strafrechtliche Massnahmen verstärkt werden, um die Praxis wirksam bekämpfen zu können.