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Der Jugendquotient (Prozentverhältnis der 0-19-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen) ging ab 1980 deutlich zurück. In den 1990er Jahren blieb der Quotient stabil, weil nun die Babyboomgeneration Kinder bekam. Nach einem Rückgang in den 2000er Jahren hat sich der Trend ab 2016 wieder gekehrt und dürfte sich künftig bei rund 30 Prozent einpendeln.
Der Altersquotient (Prozentverhältnis der über 64-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen) ist zwischen 1980 und 2014 von 30 auf 27 Prozent gesunken. Seitdem steigt der Altersquotienten wieder und es ist mit einem weiteren Anstieg auf 34 Prozent im Jahr 2050 zu rechnen. Im Vergleich zu anderen Regionen ist der Anstieg relativ moderat, weil die Stadt St.Gallen vermutlich auch künftig eine starke Zuwanderung junger Menschen zu Studien- und Arbeitszwecken verzeichnen wird, die dann aber mit zunehmenden Alter oft in das nahe Umland abwandern.
Je höher der Jugendquotient, desto höher sind die Aufwendungen der erwerbsaktiven Generation für die Betreuung, Erziehung und Schulung der nachwachsenden Generationen. Je nach Organisation von Betreuung, Erziehung und Schulung (vollprivat versus vollgemeinschaftlich) werden die Aufwendungen unterschiedlich verteilt.
Je höher der Altersquotient, desto grösser ist, wenn sonst alles gleich bleibt, der Beitragsbedarf zulasten der erwerbsaktiven Altersgruppen im Bereich der Sozialen Sicherung der älteren Generationen. Die Art der Ausgestaltung der Sozialen Sicherungssysteme (z.B. Deckungs- oder Umlageverfahren) und die Produktivitätsentwicklung der erwerbsaktiven Generation sind wichtige Einflussgrössen bezüglich dem Beitragsbedarf der erwerbsaktiven Altersgruppen.
Jugendquotient: Verhältnis der Anzahl an unter 20-Jährigen zur Anzahl an 20-64-Jährigen.
Altersquotient: Verhältnis der Anzahl an über 64-Jährigen zur Anzahl an 20-64-Jährigen.
Es wird die ständige Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz berücksichtigt. Personen mit Nebenwohnsitz und ausländische Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen oder im Asylverfahren gehören nicht dazu. Die Bevölkerungsszenarien der Fachstelle für Statistik stellen im Wesentlichen Regionalisierungen der kantonalen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) dar. Es werden drei Szenarien berechnet: "Trend", "Hoch" und "Tief". Die Ergebnisse aus den kantonalen Bevölkerungsszenarien des BFS (AR-00-2020, BR-00-2020 und CR-00-2020) zu den Bevölkerungsbewegungen werden eins zu eins als Vorgabe für die Regionalisierung übernommen. Hierzu zählen die Geburten- und Sterbezahlen sowie das Wanderungsvolumen. Die Leistung der regionalisierten Bevölkerungsszenarien besteht vor allem darin, die von den BFS-Szenarien vorgegebenen gesamtkantonalen Entwicklungen zur Bevölkerungsbewegung unter Beachtung der lokalen Besonderheiten kleinräumig herunterzubrechen.
Nächste Aktualisierung bis spätestens: 15.01.2023
Die Infografik und die Zahlen, die ihr zugrunde liegen,...