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Europa Di. 15. Juli 2008 - 07:36 Uhr / PN
Transporte mit Saumtieren statt per Bahn
Vor dem Bau der Kastenbahn transportierten Säumer mit ihren treuen Vierbeinern alles Notwendige hinauf zum 1891/92 erstellten Berggasthaus «Hoher Kasten». Mit der Eröffnung der Bahn im Sommer 1964 fand diese Tradition ihr Ende. Am Platze des alten Gasthauses steht heute ein modernes Drehrestaurant. (Bild: pe)
polizeinews.ch
Mit der Eröffnung des Drehrestaurants auf dem Hohen Kasten ist für den Aussichtsberg Hoher Kasten eine neue Epoche angebrochen. - PNSchon früher aber war der Berg ein beliebtes Ausflugsziel. Allerdings blieb Bergfreunden nur der Fussmarsch, und alle Waren wurden mit Saumtieren auf den Gipfel befördert.
1848 wurde auf dem Hohen Kasten eine einfache Hütte erstellt. Der Zuspruch war enorm, so dass 1869 ein neues Gebäude entstand. 1880 wurde der Bau einer Drahtseilbahn ab Sennwald diskutiert, deren Realisierung den Hohen Kasten stark belebt hätte. Die Sache verlief dann aber im Sand. 1891/92 wurde die alte Wirtschaft durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt. Der «Kastensepp» genannte Wirt J. A. Dörig reichte am 13. Dezember 1951 beim eidgenössischen Post- und Eisenbahndepartement ein Konzessionsgesuch für eine Waren- und Personentransportseilbahn ab Brülisau ein. Dann aber wurde das Projekt der heutigen Luftseilbahn aktuell, und gleichzeitig forcierten Rheintaler Kreise den Bahnbau ab Lienz. Nach langem Hin und Her entschied das eidgenössische Bundesgericht in Lausanne zugunsten der Innerrhoder, und am 11. August 1964 wurde der Bahnbetrieb ab Brülisau aufgenommen.
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