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Intranet-Glossar
In diesem Intranet-Glossar sind alle Begriffe des Buches ausführlich erklärt und mit weiterführenden Informationen angereichert.
|Begriff||Definition|
|Cache||

Cache ist im Englischen ein verstecktes Lager. Und so etwas ähnliches ist es auch für den Computer: ein Zwischenspeicher. Daten, die bei einer Computeranwendung besonders häufig verwendet werden, liegen in diesem Zwischenspeicher und können von dort aus sehr schnell abgerufen werden.
Auch die Seiten, zwischen denen man im Internet hin- und herspringt, werden im Cache gespeichert. Der Browser erledigt dies automatisch. Die jeweiligen Seiten müssen dann nicht jedes Mal wieder neu geladen (übertragen) werden. Um sicher zu sein, dass man die aktuelle Version einer Seite geladen hat, sollte man in der Navigationsleiste auf "Aktualisieren" klicken oder F5 auf der Tastatur drücken.
|Captcha||

"Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart" ist die Langform des Akronyms CAPTCHA. Sinngemäss übersetzt bedeutet es soviel wie "Automatischer Test um Computer von Menschen zu unterscheiden". Damit Anmeldeformulare im Internet nicht ohne Weiteres von automatisierten Programmen genutzt werden können, gilt es festzustellen, ob sich gerade ein Mensch oder eine Maschine (etwa ein Crawler) am anderen Ende befindet.
Bei diesem Testverfahren wird dem Gegenüber eine Aufgabe gestellt, die von Computern nur mit grossem Programmieraufwand gelöst werden kann. Vielfach kommen hierbei verzerrt dargestellte Wörter oder Texte zum Einsatz, die zur Authentifizierung in ein Eingabefeld getippt werden müssen. Im Internet finden diese Tests vielfach Verwendung, zum Beispiel beim Anlegen von Accounts in Foren, Wikis oder Blogs.
|Change Management||

Unter Veränderungsmanagement (englisch: change management) lassen sich alle Aufgaben, Massnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung - zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen - in einer Organisation bewirken sollen. Mit der Verfolgung von Änderungen an Produkten befasst sich das Änderungswesen.
|Chat, chatten||

Chat ist das englische Wort für plaudern oder schwatzen. Um zu chatten, muss man sich einen sogenannten Chatroom suchen. Über die Tastatur kann man dort eingeben, was einem gerade durch den Kopf geht. Mit der Enter-Taste abgeschickt, können alle die Nachricht lesen, die sich auch gerade in diesem Chatroom befinden. Meist muss man nicht lange warten, bis man eine Antwort erhält. Das älteste und noch heute wichtigste Chatsystem ist der IRC (= Internet Relay Chat).
Wie bei Unterhaltungen im richtigen Leben gibt es auch beim chatten bestimmte Regeln, an die sich jeder halten sollte. Andere User zu beleidigen gehört sich genauso wenig wie ellenlange Texte zu schreiben, die vielleicht noch nicht einmal zum Diskussionsthema passen. Ausserdem stellen die meisten Chatrooms eigene Benimmregeln auf, die unter der Überschrift "Netiquette" oder auch "Chatiquette" auf den Startseiten des jeweiligen Chats zu finden sind.
Auch die Nachrichtenfunktion von grossen sozialen Netzwerken wie Facebook heisst häufig "Chat". Dabei handelt es sich aber eigentlich im engeren Sinne um Instant Messaging, wie es früher vor allem über ICQ beliebt war.
|Closed User Groups||

Darunter versteht man eine geschlossene Teilnehmergruppe innerhalb einer geschützten Website.
Nur die authentifizierten Mitglieder einer bestimmten Gruppe haben Zugang zu (einem bestimmten Teil) einer Website. Zutritt zu den geschützten Inhalten erlangt man durch Eingabe eines Benutzernamens und des dazugehörenden Passworts.
Typische Beispiele:
|Cloud Computing||

Grundidee des Cloud Computing ist es, bestimmte Dienste und Anwendungen nicht mehr auf dem heimischen PC oder im firmeninternen Rechenzentrum zu pflegen, sondern die Dienste von Anbietern einzukaufen. Somit entfallen Wartungsarbeiten, es muss kein Serverpark im Unternehmen aufgebaut werden und die Daten sind an einem vermeintlich sicheren Ort, sollte ein Virus die eigenen Rechner befallen.
On-Demand (auf Abruf) können von den verschiedenen Diensteanbietern die entsprechenden Angebote auf den PC geladen werden. Die Palette reicht schon heute von einfachen Online-Festplatten über E-Mail- und Kalenderdiensten bis zu Officeanwendungen oder virtuellen Betriebssystemen. Bevor man sich für einen dieser Dienste entschliesst, sollte man unbedingt deren Sicherheitspolitik prüfen.
|CMS||

Mit einem CMS (Content Management System / Inhaltemanagementsystem) können Inhalte aufgenommen, verwaltet und für die Präsentation bereitgestellt werden. Das betrifft sowohl Inhalte für das Internet und Intranets wie auch für gedruckte Erzeugnisse. Gleichwohl wird der Begriff CMS in erster Linie in Zusammenhang mit Veröffentlichungen im Internet und Intranets genutzt.
Mit einem CMS können Redakteure oder andere Mitarbeiter Informationen oder Änderungen direkt über den Browser in das System eingeben. Dazu benötigen sie in der Regel keine HTML-Kenntnisse. Es gibt viele unterschiedliche Content-Management-Systeme - sogar auch als frei verfügbare Software. Statt CMS wird auch oft der Begriff Redaktionssystem benutzt.
|Codec||

Codec ist eine Wortschöpfung aus den englischen Begriffen "code" und "decode". Video- und Audiodaten werden in bestimmten Komprimierungsverfahren in ihrem Datenvolumen verkleinert bzw. kodiert, um eine schnellere Übertragung im Internet/Intranet zu ermöglichen. Jedes Verfahren nutzt hierzu eigene Codecs, die wiederum auf dem PC vorhanden sein müssen, um die Daten dekodieren und korrekt abspielen zu können. Das bekannteste Format ist dabei "mp3".
In der Regel bietet die Abspielsoftware automatisch an, den passenden Codec herunterzuladen, sollte er nicht bereits vorhanden sein. Funktioniert dies nicht, empfiehlt es sich, einen aktuellen Codec-Pack zu installieren.
|Community||

Eine Community ist eine Gemeinschaft von Internet/Intranet-Nutzern. Sie bildet sich zum Beispiel, um bestimmte Themen zu diskutieren. Will man Mitglied einer Gemeinschaft werden, muss man sich entsprechend den Regeln der Community anmelden.
Viele Anbieter von Websites legen Wert darauf, unter ihren Besuchern eine Community in Gang zu bringen. Sie bieten zum Beispiel Chats, Newsgroups und kostenlose E-Mail-Adressen für ihre Nutzer. Dadurch soll ein Zugehörigkeitsgefühl entstehen, das die Nutzer an die Seiten bindet.
|Content||

Statt von Inhalt wird im Zusammenhang mit dem Internet und Intranet immer häufiger von Content gesprochen, obwohl dasselbe gemeint ist. Die Qualität des Contents wird - anders als zum Beispiel bei Büchern - ganz entscheidend von seiner Aktualität bestimmt.
Internetinhalte sind zum Grossteil kostenlos, aber sowohl seriöse Anbieter (zum Beispiel Zeitungsverlage) als auch unseriöse Anbieter mit dubiosen Inhalten versuchen, sich das Abfragen von Content vergüten zu lassen.
|Cookie||

Cookie heisst im Amerikanischen eigentlich Keks oder Kuchenstück. Aber so wörtlich darf man das hier nicht nehmen. Cookies sind kleine Dateien, die beim Lesen bestimmter Internet/Intranet-Seiten vom Server auf die eigene Festplatte gespeichert werden. Dafür gibt es im Browser einen bestimmten Ordner, in dem die Cookies automatisch abgelegt werden.
Kommt man später wieder einmal auf die Internet/Intranet-Seite zurück, weiss der Server durch den entsprechenden Cookie, dass man schon einmal dort war. Und nicht nur das: im Cookie sind Informationen darüber gespeichert, wie lange man auf einer Seite war, welche Seiten man sich angesehen hat, ob man an Bildern interessiert war und anderes mehr.
Cookies sind bis heute sehr wichtig für statistische Auswertungen von Internet- und Intranetseiten. Ein neues EU-Gesetzt verbietet jedoch vermehrt den Einsatz von Cookies.
|Copy & Paste||

Copy & Paste heisst "Kopieren und Einfügen" und meint, dass man Texte, Bilder, Dateien und Ordner auf dem Computer kopiert und an anderer Stelle einfügt. Dazu markiert man den Text oder die Datei, die man kopieren möchte und drückt die Tastenkombination Strg-C. An anderer Stelle wird dies dann aus dem Zwischenspeicher mit Strg-V wieder eingefügt.
|Corporate Behaviour (CB)||

Dieser Begriff steht für das Verhalten der Mitarbeitenden einer Unternehmung untereinander und gegenüber Stakeholdern, z.B. Kund/innen. Darunter fallen Punkte wie:
Corporate Behaviour ist eines von 3 Standbeinen der Corporate Identity (CI).
|Corporate Communication (CC)||

Dieser Begriff steht für das kommunikative Erscheinungsbild einer Unternehmung.
|Corporate Design (CD)||

Dies ist das visuelle Erscheinungsbild einer Unternehmung. Es ergibt sich aus dem Zusammenspiel von:
Das CD ist bestimmend für das Design sämtlicher Auftritte einer Unternehmung und zieht sich wie ein roter Faden durch alle Massnahmen wie:
Das CD ist eines von drei Standbeinen der Corporate Identity (CI).
|Corporate Identity (CI)||

Darunter versteht man die Identität einer Unternehmung – je nach «Schule» die tatsächliche Identität (Ist) oder die anzustrebende (Soll).
Die CI beruht auf 3 Standbeinen:
Oft wird – gerade im grafischen Bereich – von «CI/CD» gesprochen resp. geschrieben, wobei dann gleichwohl nur die Rede vom optischen Erscheinungsbild (CD) ist. CI beinhaltet jedoch zusätzlich das Verhalten der Mitarbeitenden innerhalb der Unternehmung und gegen aussen sowie die interne und externe Kommunikation.
|Crowdsourcing||

Crowdsourcing bezeichnet die Auslagerung traditionell interner Teilaufgaben an eine Gruppe freiwilliger User, z. B. über das Internet. Diese Bezeichnung ist an den Begriff Outsourcing angelehnt, die Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen.
|Customer Relationship Management (CRM)||

Unter CRM versteht man das gezielte Pflegen des Kundenkontakts. Basis ist eine Datenbank mit den zentralen Daten jedes einzelnen Kunden:
CRM ist die Basis für erfolgreiche Marketingkommunikation - insbesondere für Direktmarketing: Je besser die Unternehmung ihre einzelnen Kunden kennt, desto zielgenauer kann sie diese persönlich und bedürfnisgerecht kontaktieren.