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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2014.00327 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiber Sonderegger Urteil vom 10. Februar 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Walter Keller Obergass Rechtsanwälte Obergasse 34, Postfach 2177, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1970, teilzeitlich als selbständige Physiothera peutin tätig, erlitt am 27. Juli 2008 als Lenkerin eines Personenwagens eine Frontalkollision ( Urk. 7/16/4). Am 25. Mai 2009 meldete sie sich unter Hinweis auf ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü rich, IV-Stelle, holte Berichte der behandelnden Ärzte ein ( Urk. 7/8, 7/12, 7/20, 7/24, 7/33), zog die Akten des Haftpflichtversicherers sowie Buchhaltungsun terlagen der Versicherten bei ( Urk. 7/16/1-24, 7/29, 7/37 ), führte eine erwerbli che Abklärung für Selbständ ig erwerb ende (Bericht vom 20. April 2011, Urk. 7/39) und eine Haushaltabklärung (Bericht vom 20. April 2011, Urk. 7/40) durch und liess die Versicherte durch das Begutachtungszentrum Y.___, polydisziplinär begutachten (Gutachten vom 10. Juli 2012, Urk. 7/76). Mit Vorbescheid vom 11. September 2012 stellte die IV-Stelle aufgrund des er rechneten Invaliditätsgrades von 32,14 % die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht ( Urk. 7/91). Nachdem die Versicherte dazu mit Einwand vom 8. Oktober 2012 Stellung genommen hatte ( Urk. 7/93), erliess die IV-Stelle am 8. November 201 3 einen erneuten Vorbescheid, mit welchem sie das Vorliegen eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheits schadens vernei nte ( Urk. 7 /106). In diesem Sinne wies sie mit Verfügung vom 13. Februar 2014 das Rentenbegehren ab ( Urk. 2). 2. Dagegen liess die Versicherte am 18. März 2014 Beschwerde erheben und beantra gen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien ihr die gesetzli chen Leistungen zuzusprechen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle schloss in der Be schwerdeantwort vom 8. Mai 2014 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), wo von der Versicherten Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Ge burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver gleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 2. Die Beschwerdeführerin leidet an einem persistierenden Zervikalsyndrom und einem posttraumatischen Kopfschmerz nach kraniozervikalem Beschleuni gungstrauma ( Urk. 7/76/38). Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu 73 % im Erwerb und zu 27 % i m Haushalt tätig wäre ( Urk. 7/40/6-7, 7/91, 7/93/1 ). Die Haushaltsabklärung ergab, dass die Beschwerdeführerin im Haushalt zu 32,5 % eingeschränkt ist ( Urk. 7/40). Im Y.___ -Gutachten vom 10. Juli 2012 wird der Beschwerdefüh rerin - unter Berücksichtigung der Belastung im Haushalt - eine Arbeitsfähig keit als Physiotherapeutin von 50 % und in einer leidensangepassten Tätigkeit von 70 % (beides bezogen auf ein Vollzeitpensum) attestiert ( Urk. 7/76/39-43). 3. Die Y.___ -Gutachter diagnostizierten in ihrer Expertise vom 10. Juli 2012 ( Urk. 7/76) ein persistierendes Zervikalsyndrom bei HWS-Distorsion Grad II nach Auffahrunfall am 27. Juli 2008 (Frontalkollision) mit wechselnd stark aus geprägtem myofaszialem Bild im Bereich der HWS und der schulterstabilisie renden Muskulatur sowie bei diskreter thorakal rechtskonvexer Skoliose, thora kalem Flachrücken (klinisch) und zervikaler Streckhaltung. Weiter diagnosti zierten sie einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz nach kraniozervi kalem Beschleunigungstrauma mit HWS-Distorsion bei Status nach Verkehrs unfall vom 27. Juli 2008 (Frontalkollision im PKW) mit zervikogenem Kopf schmerz mit teils migräniformen Exazerbationen ohne radikuläre und/oder spi nale Funktionsstörung (S. 38 f.). Die Ärzte schilderten aus psychiatrischer Sicht eine leistungsorientierte, psy chisch gesunde, unauffällige Beschwerdeführerin, welche aus diesem Fachgebiet betrachtet vollschichtig arbeitsfähig sei (S. 39 f.). In neurologischer Hinsicht verwiesen sie auf die gestellte Diagnose eines chroni schen posttraumatischen Kopfschmerzsyndroms nach HWS-Distorsion mit im Vordergrund stehendem zervikogenem Schmerz sowie intermittierenden migräniformen Exazerbationen. Sie führten aus, die Entwicklung des Schmerzsyndroms sei unter Berücksichtigung der gesamten Datenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 27. Juli 2008 zurückzu führen. Es sei nachvollziehbar, dass aufgrund der chronischen posttraumati schen Kopf- und Nackenschmerzen mit jeweils belastungsabhängiger Akzentu ierung eine vollständige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich gewesen sei, dies trotz zweckmässiger Ausschöpfung vorhandener Therapie möglichkeiten. In der angestammten und zuletzt während Jahren selbständig erwerbend ausgeübten Tätigkeit als Physiotherapeutin bestehe nachvollziehbar eine Limitierung, insbesondere für Arbeiten in vorgeneigter Kopfstellung sowie für Arbeiten mit gröberer körperlicher Belastung und in vorwiegend einseitiger Körperhaltung. Bezüglich der subjektiv im Vordergrund stehenden Kopf schmerzproblematik sei aus neurologischer Sicht eine Einschränkung der Ar beitsfähigkeit um 40 % gegeben. Der in den Akten verzeichnete Verlauf der Ar beitsunfähigkeit, wie er durch die behandelnden Ärzte dokumentiert worden sei, sei nachvollziehbar, wobei die seit dem 15. Juni 2009 bescheinigte Arbeitsunfä higkeit von 50 % auch das Zervikalsyndrom berücksichtige. In einer angepass ten Tätigkeit mit Limitierung auf eine körperlich leichte Arbeit (Trage- und He belimit 5-10 kg) ohne vorwiegend einseitige Kopf- und Körperhaltung, insbe sondere Vermeiden einer repetitiven Kopfinklination sowie Vermeiden einer re petitiven Überkopfstellung der Arme, im Wechsel von Stehen, Gehen und Sit zen, wäre aus rein neurologischer Sicht – unter Berücksichtigung des chroni schen posttraumatischen Kopfschmerzsyndroms – mit einer Arbeits- und Leis tungsfähigkeit von 70 % zu rechnen, entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Die von der Beschwerdegegnerin im Rahmen einer Haushaltsabklärung ermittelte Einschränkung von 32.5 % sei aus neurologischer Sicht nachvollzieh bar (S. 40 f.). Im Rahmen der rheumatologischen Beurteilung verwiesen die Experten auf ein variables myofasziales Bild im Bereich des Nackens. Sie führten aus, bei frühe ren Untersuchungen seien vor allem eine Dysfunktion auf den Höhen der Hals wirbelkörper (HWK) 2/3 und 3 /4 rechtsbetont festgestellt worden, radiologisch habe sich in den Funktionsaufnahmen bei Flexion auf den entsprechenden Hö hen eine leichte Lordosierung anstatt wie zu erwarten Kyphosierung gezeigt. Radiologisch zeigten sich im Vergleich zu den früheren Aufnahmen keinerlei Veränderungen, nach wie vor liessen sich keine wesentlichen degenerativen Veränderungen nachweisen, im Bereich der HWS finde sich als einziger patho logischer Befund eine Streckhaltung. Diese könne schon allein durch die mus kuläre Verspannung erklärt werden. Zudem fänden sich in der aktuellen rheu matologischen Untersuchung ausgeprägte Irritationszonen, Verspannungen der Scaleni und des Levator scapulae rechtsbetont, Druckschmerzhaftigkeit auch des scapularen Ansatzes der Rhomboidei sowie der paravertebralen Zervikalmusku latur. Auch sei der gesamte Ansatz des Erector trunci an der Linea nuchae su perior druckdolent, wie auch die Suboccipitalmuskulatur. Die Beweglichkeit der HWS sei nur sehr unwesentlich eingeschränkt. Sämtliche Bewegungsausmasse lägen aber noch im Normbereich, es zeige sich jedoch eine Seitendifferenz. Myo fasziale Bilder zeigten häufig eine wechselnde Ausprägung, so könne auch ein Wechsel von rechts nach links oder zumindest ein Wechsel der Akzentuie rung von der einen auf die andere Seite festgestellt werden. Die Schmerzen wahrscheinlich etwas unterstützend, jedoch nicht alleine dafür verantwortlich, sei die Fehlform der Brustwirbelsäule (BWS) ; hier finde sich zumindest klinisch eine leichte rechtskonvexe Skoliose, letztere sei auch bereits 2008 radiologisch festgestellt worden, zudem ein Flachrücken, was zu einer etwas veränderten statischen Belastung führe, was die Nackenproblematik unterstützen, jedoch nicht alleine auslösen könne. Eine exakte Bemessung der Arbeitsfähigkeit bei einem vorwiegend muskulär beziehungsweise myofaszial bedingten Schmerz - syndrom mit entsprechenden variablen Befunden sei sehr schwierig. Wesentliche strukturelle Veränderungen im Bereich der HWS und BWS bestün den nicht. Es sei jedoch durchaus nachvollziehbar, dass die zum Teil körperlich belastende mit länger einzunehmenden Zwangshaltungen verbundene Arbeit als Physiotherapeutin durchaus zu Schmerzexazerbationen führen könne. Die Be lastungsgrenzen würden von der Beschwerdeführerin adäquat geschildert. Die aktuell 50%ige Arbeitsfähigkeit scheine realistisch. Theoretisch wäre sie in einer optimal angepassten Tätigkeit unter Vermeidung sämtlicher Zwangshaltungen, repetitiver Rotationen mit dem Oberkörper und der HWS sowie Überkopfarbei ten zu 90 % arbeitsfähig (erhöhter Pausenbedarf, S. 41 f.). Gesamtmedizinisch attestierten die Ärzte eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Physiotherapeutin sowie eine 30%ige in einer opti mal angepassten (S. 43). 4. 4.1 Grundsätzlich bedarf es für die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsscha dens einer fachärztlichen, lege artis auf die Vorgaben eines an erkannten Klassifikationssystems abgestützten Diagnose ( BGE 130 V 396 E. 6). Somatoforme Schmerzstörungen und ähnliche Leidenszustände vermögen in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken (BGE 130 V 352 E. 2.2.2 und 2.2.3). Die praxisgemässen Grundsätze gelten auch für die Beurteilung der invalidisierenden Wirkung einer spezifischen Verletzung der HWS ohne or ganisch nachweisbare Funktionsausfälle ( BGE 136 V 279 E. 3.2.3). Die Praxis fasst auch ein chronisches zervikales und zervikozephales Schmerzsyndrom nach HWS-Distorsionstrauma, ein thoracovertebrales Schmerzsyndrom sowie einen chronische n Kopfschmerz darunter (Urteil des Bundesgerichts 9C_681/2010 vom 14. Dezember 2010 E. 3.2.2). 4.2 Aus dem erwähnten Gutachten (E. 3) erhellt, dass die im Vordergrund stehende Kopfschmerzproblematik - für welche in der klinisch-neurologischen Untersu chung kein organisches Substrat festgestellt werden konnte - zwar als selbstän dige Diagnose ausgewiesen wurde. Indes ist bei der Würdigung von ärztlichen Berichten nicht allein die Diagnose massgebend, sondern unter welchen Be schwerden die versicherte Person leidet, ob diese objektiviert werden können und welche Tätigkeiten der versicherten Person trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen noch zumutbar sind ( BGE 136 V 279 E. 3.2.1). Gemäss den übereinstimmenden Ausführungen der Experten handelt es sich hier um eine Schmerzproblematik. Mithin sind die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sowohl der dominierenden Kopfschmerzen als auch der übrigen Beschwerden nach der Rechtsprechung zum Symptomenkomplex der somatoformen Störun gen beziehungsweise den unklaren Beschwerden zu beurteilen, wonach ein in validisierender Charakter nur unter spezifischen Voraussetzungen angenommen wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_75/2014 vom 10. Juli 2014 E. 4.2.2). 4.3 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin ( Urk. 1 S. 4 ff.) vermögen an diesen Folgerungen nichts zu ändern. So weisen namentlich die in rheumatologischer Hinsicht gestellten Diagnosen ( Urk. 1 S. 7) keine organische Schädigung aus, fallen doch Verspannungen und Druckdolenzen nicht darunter und wurde ein Zusammenhang der Kopfschmerzen mit der (diskreten) Fehlform der BWS sowie des Flachrückens nicht dargelegt. Auch die weiteren Diagnosen sind anhand der gutachterlich-klinischen Untersuchungen wohl dargelegt, nicht aber im Sinne einer Grunderkrankung ausserhalb der unklaren Beschwerden (BGE 139 V 547 E. 9.1.2). Denn die im Vordergrund stehende Kopfschmerzproblematik erschöpft sich gerade in den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin, welche sich nicht in objektivierter Form zur Darstellung bringen lassen. 5. 5.1 Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte BGE 130 V 352 die Sicherstel lung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Gemäss BGE 141 V 281 ist die Überwindbar keitspraxis in Änderung der Rechtsprechung aufzugeben (E. 3.5). In methodi scher Hinsicht ergibt sich Folgendes: Die Frage, ob die diagnostizierte Schmerz störung zu einer ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit führe, stellt sich nicht mehr im Hinblick auf die Widerlegung einer Ausgangsvermutung. Das bisherige Regel/ Ausnahme-Modell wird durch ein strukturiertes, normative s Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine er gebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungs hindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentia len (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Betont wird, dass die Aufgabe der Überwindbarkeitsvermutung an den Regeln betreffend die Zumutbarkeit nichts ändert, namentlich nicht am Erfor dernis einer objektivierten Beurteilungsgrundlage. Nach Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG liegt eine Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbstein schätzungen und -limitierungen, wie sie gerichtsnotorisch ärztlicherseits sehr oft unterstützt werden – wobei erst noch häufig gar keine konsequente Be handlung stattfindet –, sind auch künftig nicht als invalidisierende Gesund heitsbeeinträchtigung anzuerkennen (E. 3.7.1). Nach Aufgabe des Konzepts der Überwindbarkeitsvermutung, welche durch eine ergebnisoffene Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens als zentralem Beweisgegenstand abgelöst wird, scheint der Begriff des Kriteriums nicht mehr geeignet. Das Bundesgericht spricht fortan von Indikatoren, einem Begriff, der massgebliche Beweisthemen bezeichnet, anhand welcher ein bestimmter Sach verhalt ermittelt wird (vgl. dazu auch Peter Z.___, Probleme und offene Fragen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei Probanden mit funktionellen Körperbeschwerdesyndromen, in: SZS 2014 S. 533 und 541 [Gutachten des Prof. Dr. Z.___, Klinik A.___ vom Mai 2014 zu Fragen der Schweizer Praxis zur Invaliditätsfeststellung bei somatoformen und ver wandten Störungen]; BGE 141 V 281 E. 4.1.1 und E. 4.1.2). Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht in BGE 141 V 281 wie folgt: - Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3) - Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder – resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen; E. 4.3.2) - Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3) - Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver gleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei dens druck (E. 4.4.2) Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Einzelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern In dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3). 5.2 5.2.1 Nach neuer Praxis ist zunächst die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde näher zu prüfen. Die Schwere des Krankheitsgeschehens ist anhand aller ver fügbaren Elemente aus der Ätiologie und Pathogenese zu plausibilisieren. Die Beschwerdeführerin klagt über erhebliche Schmerzen: Seit dem Unfall persis tierten Nackenbeschwerden, welche chronische Kopfschmerzen auslösten teilweise mit Übelkeit ( Urk. 7/76 S. 14) bei einem Wert von 6 auf einer Skala von 0 bis 10 ( Urk. 7/76 S. 20). Schmerzfreie Intervalle gebe es keine, morgens gehe es jeweils etwas besser. Am wohlsten sei es ihr bei leichten Bewegungen ohne Anstrengung und Monotonie, der Schmerzcharakter sei vorwiegend pul sierend. Schmerzspitzen (bis Wert 10) gebe es bis zu drei Mal pro Monat ( Urk. 7/76 S. 25 f.). Die Ärzte hielten hierzu fest, die Beschwerden würden nüchtern und adäquat vorgetragen, die Angaben zu den Beschwerden und Ein schränkungen seien sehr präzise ( Urk. 7/76 S. 33 f.). Insgesamt erweisen sich die diagnoserelevanten Befunde – bei bestehendem, aber nicht über Gebühr beschriebenem Leidensdruck und kohärenter Schilde rung - als mittelgradig ausge prägt. 5.2.2 Zu beurteilen sind Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder resistenz. Zu diesem Indikator hielt das Bundesgericht fest, das definitive Scheitern einer in dizierten, lege artis und mit optimaler Kooperation der versicherten Person durchgeführten Therapie weise auf eine negative Prognose hin. Rückschlüsse auf den Schweregrad einer Gesundheitsschädigung ergäben sich nicht nur aus der medizinischen Behandlung, sondern auch aus der Eingliederung im Rechts sinne (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2). Dokumentiert ist, dass die Beschwerdeführerin nach der Wiederaufnahme der Arbeit innert einer Woche ihre Tätigkeit wieder niederlegen musste und auf Anraten des Hausarztes ihre Physiotherapiearbeit auf sechs Stunden pro Woche reduzierte. Hernach versuchte sie verschiedene Therapien ( Craniosakral -Thera pie, Osteopathie, Physiotherapie), was zum Weggang des aufgetretenen Tinnitus sowie zur Besserung der Konzentration und der Müdigkeit führte. N ach ein paar Monaten stagnierten indes auch die Nacken- und Kopfschmerzen. Weiter liess sie anfangs 2009 aufgetretene Blockierungen im HWS-Bereich durch einen Rheumatologen durch Manipulation und Triggerpunkttherapie behandeln, da neben bekam sie Infiltrationen, was jedoch nicht geholfen habe. Ferner nahm sie Analgetika ein. Eine Besserung der Schulterschmerzen konnte in der Folge durch eine Triggerpunktbehandlung mit Nadeln erzielt werden. Im Januar 2010 stellte die Beschwerdeführerin sämtliche Therapien ein, seit welchem Zeitpunkt die Schmerzen stagnieren ( Urk. 7/76 S. 18 f.). Diese Behandlungsgeschichte zeigt ein recht konsequentes Angehen der Schmerz problematik mittels verschiedenen Therapieformen. Dass die Therapien indes anfangs 2010 sistiert wurden, lässt die Konsequenz nicht als vollumfäng lich erscheinen und die Frage aufkommen, ob nicht eine weitere Verbesserung möglich gewesen wäre. Allerdings gingen die begutachtenden Ärzte (Mitte 2012) knapp vier Jahre nach dem Unfall sowie unter Hinweis auf den stattge habten Verlauf von einem Residualzustand aus und verwiesen lediglich noch auf medikamentöse Behandlungsv arianten sowie Akupunktur ( Urk. 7/76 S. 46). Damit ist – nach anfänglicher Besserung in verschiedener Hinsicht – in Bezug auf die verbleibende Schmerzproblematik eine gewisse Behandlungsresistenz zu erkennen. 5.2.3 Das Vorliegen einer Komorbidität ist ebenfalls ein zu prüfender Indikator im Zusammenhang mit der Frage der Überwindbarkeit gesundheitlicher Folgen von unklaren Beschwerdebildern (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3). Ein gravierendes körperliches Leiden besteht nicht. Objektivierbar sind – nebst klinisch erhobenen Druckdolenzen und Verspannungen - einzig eine leichte thorakal rechtskonvexe Skoliose, ein thorakaler Flachrücken sowie eine zervi kale Streckhaltung. Die Ärzte beschrieben die degenerativen Veränderungen als nicht wesentlich (E. 3). In psychischer Hinsicht ist die Sachlage noch eindeutiger, besteht doch diesbezüg lich gar keine Pathologie. 5.2.4 Was die persönlichen und sozialen Ressourcen der Beschwerdeführerin betrifft (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 4.3.2 und E. 4.3.3), stammt die Beschwerdeführerin aus gehobenen Einwander er kreisen aus Südafrika, ihre Eltern wanderten aus und ihr Vater ist dort Tierarzt. Auch das Physiotherapiestudium absolvierte sie in Südafrika ( Urk. 7/76 S. 21). Die seit 1998 mit einem Polizeiinstruktor verhei ratete Beschwerdeführerin hat zwei Kinder (2002 und 2005) und bewohnt ein eigenes Einfamilienhaus, in dem sie ihre Physiotherapiepraxis betreibt ( Urk. 7/76 S. 13). Das Familienleben beschrieb die Beschwerdeführerin als un auffällig mit konstruktiver und ausgewogener Aufgabenteilung ( Urk. 7/76 S. 20). Auch den sonstigen Akten sind keine Hinweise auf diesbezügliche psycho soziale Belastungen zu entnehmen. Im Rahmen der psychiatrischen Begutach tung wurde sie als leistungsorientiert, psychisch gesund und unauffällig be schrieben (E. 3). Die Beschwerdeführerin selber beschreibt sich als grundsätzlich positiven Menschen, wobei es ihr „stinke“, sie aber gelernt habe, damit (mit den Schmerzen) umzugehen. Damit verfügt die Beschwerdeführerin über intakte persönliche und soziale Res sourcen. 5.2.5 Für eine Invalidität bei unklaren Beschwerdebildern spricht eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen. Zu prüfen ist, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1). Die Beschwerdeführerin schränkte ihre Arbeitstätigkeit von ca. 70 % auf ca. 50 % ein und bedarf im Haushalt vermehrt der Hilfe der Familienangehörigen. In den übrigen Lebensbereichen erscheint sie indes nicht als wesentlich einge schränkt: Sie steht um 05.30 Uhr auf, versorgt die Hunde, nimmt um 07.00 Uhr das Morgenessen mit den Kindern ein und beginnt ab 08.00 Uhr mit der Er werbsarbeit oder dem Haushalt. Die Kinder habe n ein gefülltes Sportprogramm. Fast jeden Tag muss sie ein Kind irgendwohin fahren. Der Sohn spielt Tennis und besucht einen Selbstverteidigungskurs, die Tochter reitet und macht Ballett. Am Samstag gehen bei de in den Skiclub, wo sie hingebracht werden müssen. Manchmal holt der Ehemann die Kinder ab, da er schon um 16.00 Uhr die Arbeit beenden kann ( Urk. 7/76 S. 20). Die Beschwerdeführerin selber ist sportlich aktiv, allerdings nicht mehr im gleichen Ausmass wie früher. Das Joggen hat sie durch Crosstraining ersetzt; sie fährt weiterhin Auto und Ski ( Urk. 7/76 S. 23). Nach wie vor geht sie mit den Hunden spazieren, indes nicht mehr mit allen drei auf einmal ( Urk. 7/40/6 Ziff. 6.7). Damit zeigen sich in der Alltagsgestaltung inklusive Freizeit nur rudimentäre Einschränkungen. 5.2.6 Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist auf den tatsächlichen Leidensdruck hin (BGE 141 V 281 E. 4.4.2). Die Beschwerdeführerin hat sämtliche Behandlungen sistiert, nachdem sich keine wesentliche Besserung mehr eingestellt hatte. Es erfolgt auch keine medi kamentöse oder physiotherapeutische Basisbehandlung mehr, die Therapie be schränkt sich auf die bedarfsgerechte Einnahme eines Schmerz- und eines Migränemittels ( Urk. 7/76 S. 29). Dies deutet an sich auf einen nicht besonders ausgeprägten Leidensdruck hin, kann indes auch die nachvollziehbare Folge von zuletzt nicht mehr erfolgrei chen Therapiebemühungen sein. 5.3 Die Prüfung der verschiedenen Indikatoren ergibt, dass diese nicht als in ausge prägtem Umfang gegeben erachtet werden können. Wohl erfüllt die Beschwer deführerin einige Kriterien, das faktische Aktivitätsniveau mit praktisch inexis tenter Anpassung der Alltagsaktivitäten spricht jedoch dafür, dass ins gesamt eine Unüberwindbarkeit der Auswirkungen der Schmerzproblematik zu vernei nen ist. Damit ist der Beschwerde gegnerin zu folgen, welche nicht etwa am Schmerzge schehen zweifelten, sondern – nach der überholten bisherigen Praxis – zum Er gebnis kam, dass die vorliegende Pathologie invalidenversicherungsrechtlich nicht zu einer Leistungspflicht führt. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6. 6.1 Anzufügen bleibt, dass sich selbst bei Annahme von invalidenversiche - rungsrecht lich relevanten Einschränkungen in der Arbeitsfä higkeit und im Haushalt kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversiche rung ergibt. 6.2 Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto erzielte die Beschwerdeführerin in den letzten vier Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens ein durchschnittli ches Einkommen von Fr. 52‘925.-- (2004: Fr. 60‘900.--, 2005: Fr. 39‘900.--, 2006: Fr. 53‘100.--, 2007: Fr. 57‘800.--; Urk. 7/6). Darauf stell t e die IV-Stelle im Vorbescheid vom 11. September 2012 ab ( Urk. 7/91). Das Einkommen von Fr. 52‘925.-- indexierte sie auf, wobei aus den Akten nicht hervorgeht, auf wel ches Jahr die Indexierung erfolgt e (angesichts der Berechnungen im Jahr 2011 wahrscheinlich 2010), und kam so auf ein Valideneinkommen von Fr. 57‘182.-- ( Urk. 7/39/6 und Urk. 7/88). Dieses blieb unbestritten ( Urk. 7/93/2) und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. 6.3 6.3.1 Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allge mein der Grundsatz, dass die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Als Richtschnur bei der Interessenabwägung kann gel ten, dass die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Verzicht auf schadenmin dernde Vorkehren Rentenleistungen auslösen würde (Urteil des Bundesgerichts I 365/03 vom 8. Juli 2004 E. 4.2 mit Hinweisen; BGE 113 V 32). Ein Rentenan spruch ist dann zu verneinen, wenn die versicherte Person selbst ohne Einglie derungsmassnahmen, nötigenfalls mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Urteil des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September 2011 E. 2 mit Hinweisen). Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit nach Art. 28 Abs. 2 IVG im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weite ren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort usw. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgegli chene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (Urteile des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September 2011 E. 2 und I 365/03 vom 8. Juli 2004 E. 4.2, beide mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist eine Betriebsaufgabe nur unter strenger Voraussetzung unzumutbar und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung auf recht erhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer ge wissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil des Bundesgerichts 9C_834/2011 vom 2. April 2012 E. 4). 6.3.2 Vorliegend fällt ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin in ihrer selbständigen Arbeitstätigkeit als Physiotherapeutin lediglich im Umfang von 50 % arbeitsfä hig ist, in einer angepassten Tätigkeit indes im Umfang von 70 %. Das von ihr hypothetisch ausgeübte Pensum von 73 % könnte sie demgemäss in einer lei densangepasste n Arbeit fast vollständig ausfüllen. Die hierbei zu erwartende Einkommenseinbusse ist dabei wesentlich kleiner, als wenn sie ihren Betrieb aufrechterhält. Zu berücksichtigen ist sodann, dass die mit Jahrgang 1970 noch junge Beschwerdeführerin eine verbleibende Erwerbsdauer von gut zwei Jahr zehnten vor sich hat, was die Betriebsaufgabe umso mehr als zweckmässig er scheinen lässt. Die Verwurzelung am Arbeitsort ist insofern irrelevant, als die Beschwerdeführerin am Betriebsort wohnt. Schliesslich ist die Betriebsaufgabe mit nur rudimentären wirtschaftlichen Nachteilen verbunden. Das Anlagever mögen belief sich per 31. Dezember 2007 auf Fr. 5‘101.-- ( Urk. 7/92/1). Problematisch bei einer Erwerbstätigkeit ausser Haus ist zweifellos die er schwerte Kinderbetreuung ( Urk. 7/39/3 Ziff. 3.2). Allerdings ist die Beschwer deführerin bereits entsprechend organisiert und verfügt über eine Tagesmutter ( Urk. 7/40/6 Ziff. 6.6). Nach dem Gesagten überwiegen die Gesichtspunkte, die für eine Betriebsauf gabe und die Annahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit sprechen bei weitem, weshalb sich die Beschwerdeführerin ein entsprechendes Einkommen anrechnen lassen muss. 6.3.3 Ausgehend von einem statistischen Einkommen (LSE) von monatlich Fr. 4‘225.-- für einfache und repetitive Tätigkeiten im Jahr 2010 (wobei sich allenfalls auch ein höheres Lohnniveau aufdrängen würde) ergibt sich bei einer durch schnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden ein hypo - thetisch er zielbarer Lohn von Fr. 52‘855.-- und für das noch zumutbare Pensum von Fr. 36‘998.--. Ein Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt sich bei den für die Be schwerdeführerin in Frage kommenden Tätigkeiten lediglich diskreten Ein schränkungen nicht. 6.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 57‘182.-- und einem Invalideneinkom men von Fr. 36‘998.-- resultiert ein Invaliditätsgrad von 35 % im Erwerbsbe reich. 6.5 Damit erleidet die Beschwerdeführerin weder im Erwerbs- noch im Haushaltbe reich ( unbestrittenermassen 32.5 % ) eine Einschränkung von mindestens 40 %, weshalb ein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung ausser Betracht fällt und die Beschwerde auch unter diesem Titel abzuweisen ist. 7. Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Walter Keller - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubSonderegger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2014.00327 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiber Sonderegger Urteil vom 10. Februar 2016 in Sachen

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2014.00327 IV.2014.00327

IV.2014.00327 III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Sozialversicherungsrichterin Fehr

Gerichtsschreiber Sonderegger

Urteil vom 10. Februar 2016

Urteil vom 10. Februar 2016 in Sachen

in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Walter Keller Obergass Rechtsanwälte Obergasse 34, Postfach 2177, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1970, teilzeitlich als selbständige Physiothera peutin tätig, erlitt am 27. Juli 2008 als Lenkerin eines Personenwagens eine Frontalkollision ( Urk. 7/16/4). Am 25. Mai 2009 meldete sie sich unter Hinweis auf ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü rich, IV-Stelle, holte Berichte der behandelnden Ärzte ein ( Urk. 7/8, 7/12, 7/20, 7/24, 7/33), zog die Akten des Haftpflichtversicherers sowie Buchhaltungsun terlagen der Versicherten bei ( Urk. 7/16/1-24, 7/29, 7/37 ), führte eine erwerbli che Abklärung für Selbständ ig erwerb ende (Bericht vom 20. April 2011, Urk. 7/39) und eine Haushaltabklärung (Bericht vom 20. April 2011, Urk. 7/40) durch und liess die Versicherte durch das Begutachtungszentrum Y.___, polydisziplinär begutachten (Gutachten vom 10. Juli 2012, Urk. 7/76). Mit Vorbescheid vom 11. September 2012 stellte die IV-Stelle aufgrund des er rechneten Invaliditätsgrades von 32,14 % die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht ( Urk. 7/91). Nachdem die Versicherte dazu mit Einwand vom 8. Oktober 2012 Stellung genommen hatte ( Urk. 7/93), erliess die IV-Stelle am 8. November 201 3 einen erneuten Vorbescheid, mit welchem sie das Vorliegen eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheits schadens vernei nte ( Urk. 7 /106). In diesem Sinne wies sie mit Verfügung vom 13. Februar 2014 das Rentenbegehren ab ( Urk. 2). 2. Dagegen liess die Versicherte am 18. März 2014 Beschwerde erheben und beantra gen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien ihr die gesetzli chen Leistungen zuzusprechen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle schloss in der Be schwerdeantwort vom 8. Mai 2014 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), wo von der Versicherten Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Ge burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver gleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 2. Die Beschwerdeführerin leidet an einem persistierenden Zervikalsyndrom und einem posttraumatischen Kopfschmerz nach kraniozervikalem Beschleuni gungstrauma ( Urk. 7/76/38). Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu 73 % im Erwerb und zu 27 % i m Haushalt tätig wäre ( Urk. 7/40/6-7, 7/91, 7/93/1 ). Die Haushaltsabklärung ergab, dass die Beschwerdeführerin im Haushalt zu 32,5 % eingeschränkt ist ( Urk. 7/40). Im Y.___ -Gutachten vom 10. Juli 2012 wird der Beschwerdefüh rerin - unter Berücksichtigung der Belastung im Haushalt - eine Arbeitsfähig keit als Physiotherapeutin von 50 % und in einer leidensangepassten Tätigkeit von 70 % (beides bezogen auf ein Vollzeitpensum) attestiert ( Urk. 7/76/39-43). 3. Die Y.___ -Gutachter diagnostizierten in ihrer Expertise vom 10. Juli 2012 ( Urk. 7/76) ein persistierendes Zervikalsyndrom bei HWS-Distorsion Grad II nach Auffahrunfall am 27. Juli 2008 (Frontalkollision) mit wechselnd stark aus geprägtem myofaszialem Bild im Bereich der HWS und der schulterstabilisie renden Muskulatur sowie bei diskreter thorakal rechtskonvexer Skoliose, thora kalem Flachrücken (klinisch) und zervikaler Streckhaltung. Weiter diagnosti zierten sie einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz nach kraniozervi kalem Beschleunigungstrauma mit HWS-Distorsion bei Status nach Verkehrs unfall vom 27. Juli 2008 (Frontalkollision im PKW) mit zervikogenem Kopf schmerz mit teils migräniformen Exazerbationen ohne radikuläre und/oder spi nale Funktionsstörung (S. 38 f.). Die Ärzte schilderten aus psychiatrischer Sicht eine leistungsorientierte, psy chisch gesunde, unauffällige Beschwerdeführerin, welche aus diesem Fachgebiet betrachtet vollschichtig arbeitsfähig sei (S. 39 f.). In neurologischer Hinsicht verwiesen sie auf die gestellte Diagnose eines chroni schen posttraumatischen Kopfschmerzsyndroms nach HWS-Distorsion mit im Vordergrund stehendem zervikogenem Schmerz sowie intermittierenden migräniformen Exazerbationen. Sie führten aus, die Entwicklung des Schmerzsyndroms sei unter Berücksichtigung der gesamten Datenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 27. Juli 2008 zurückzu führen. Es sei nachvollziehbar, dass aufgrund der chronischen posttraumati schen Kopf- und Nackenschmerzen mit jeweils belastungsabhängiger Akzentu ierung eine vollständige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich gewesen sei, dies trotz zweckmässiger Ausschöpfung vorhandener Therapie möglichkeiten. In der angestammten und zuletzt während Jahren selbständig erwerbend ausgeübten Tätigkeit als Physiotherapeutin bestehe nachvollziehbar eine Limitierung, insbesondere für Arbeiten in vorgeneigter Kopfstellung sowie für Arbeiten mit gröberer körperlicher Belastung und in vorwiegend einseitiger Körperhaltung. Bezüglich der subjektiv im Vordergrund stehenden Kopf schmerzproblematik sei aus neurologischer Sicht eine Einschränkung der Ar beitsfähigkeit um 40 % gegeben. Der in den Akten verzeichnete Verlauf der Ar beitsunfähigkeit, wie er durch die behandelnden Ärzte dokumentiert worden sei, sei nachvollziehbar, wobei die seit dem 15. Juni 2009 bescheinigte Arbeitsunfä higkeit von 50 % auch das Zervikalsyndrom berücksichtige. In einer angepass ten Tätigkeit mit Limitierung auf eine körperlich leichte Arbeit (Trage- und He belimit 5-10 kg) ohne vorwiegend einseitige Kopf- und Körperhaltung, insbe sondere Vermeiden einer repetitiven Kopfinklination sowie Vermeiden einer re petitiven Überkopfstellung der Arme, im Wechsel von Stehen, Gehen und Sit zen, wäre aus rein neurologischer Sicht – unter Berücksichtigung des chroni schen posttraumatischen Kopfschmerzsyndroms – mit einer Arbeits- und Leis tungsfähigkeit von 70 % zu rechnen, entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Die von der Beschwerdegegnerin im Rahmen einer Haushaltsabklärung ermittelte Einschränkung von 32.5 % sei aus neurologischer Sicht nachvollzieh bar (S. 40 f.). Im Rahmen der rheumatologischen Beurteilung verwiesen die Experten auf ein variables myofasziales Bild im Bereich des Nackens. Sie führten aus, bei frühe ren Untersuchungen seien vor allem eine Dysfunktion auf den Höhen der Hals wirbelkörper (HWK) 2/3 und 3 /4 rechtsbetont festgestellt worden, radiologisch habe sich in den Funktionsaufnahmen bei Flexion auf den entsprechenden Hö hen eine leichte Lordosierung anstatt wie zu erwarten Kyphosierung gezeigt. Radiologisch zeigten sich im Vergleich zu den früheren Aufnahmen keinerlei Veränderungen, nach wie vor liessen sich keine wesentlichen degenerativen Veränderungen nachweisen, im Bereich der HWS finde sich als einziger patho logischer Befund eine Streckhaltung. Diese könne schon allein durch die mus kuläre Verspannung erklärt werden. Zudem fänden sich in der aktuellen rheu matologischen Untersuchung ausgeprägte Irritationszonen, Verspannungen der Scaleni und des Levator scapulae rechtsbetont, Druckschmerzhaftigkeit auch des scapularen Ansatzes der Rhomboidei sowie der paravertebralen Zervikalmusku latur. Auch sei der gesamte Ansatz des Erector trunci an der Linea nuchae su perior druckdolent, wie auch die Suboccipitalmuskulatur. Die Beweglichkeit der HWS sei nur sehr unwesentlich eingeschränkt. Sämtliche Bewegungsausmasse lägen aber noch im Normbereich, es zeige sich jedoch eine Seitendifferenz. Myo fasziale Bilder zeigten häufig eine wechselnde Ausprägung, so könne auch ein Wechsel von rechts nach links oder zumindest ein Wechsel der Akzentuie rung von der einen auf die andere Seite festgestellt werden. Die Schmerzen wahrscheinlich etwas unterstützend, jedoch nicht alleine dafür verantwortlich, sei die Fehlform der Brustwirbelsäule (BWS) ; hier finde sich zumindest klinisch eine leichte rechtskonvexe Skoliose, letztere sei auch bereits 2008 radiologisch festgestellt worden, zudem ein Flachrücken, was zu einer etwas veränderten statischen Belastung führe, was die Nackenproblematik unterstützen, jedoch nicht alleine auslösen könne. Eine exakte Bemessung der Arbeitsfähigkeit bei einem vorwiegend muskulär beziehungsweise myofaszial bedingten Schmerz - syndrom mit entsprechenden variablen Befunden sei sehr schwierig. Wesentliche strukturelle Veränderungen im Bereich der HWS und BWS bestün den nicht. Es sei jedoch durchaus nachvollziehbar, dass die zum Teil körperlich belastende mit länger einzunehmenden Zwangshaltungen verbundene Arbeit als Physiotherapeutin durchaus zu Schmerzexazerbationen führen könne. Die Be lastungsgrenzen würden von der Beschwerdeführerin adäquat geschildert. Die aktuell 50%ige Arbeitsfähigkeit scheine realistisch. Theoretisch wäre sie in einer optimal angepassten Tätigkeit unter Vermeidung sämtlicher Zwangshaltungen, repetitiver Rotationen mit dem Oberkörper und der HWS sowie Überkopfarbei ten zu 90 % arbeitsfähig (erhöhter Pausenbedarf, S. 41 f.). Gesamtmedizinisch attestierten die Ärzte eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Physiotherapeutin sowie eine 30%ige in einer opti mal angepassten (S. 43). 4. 4.1 Grundsätzlich bedarf es für die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsscha dens einer fachärztlichen, lege artis auf die Vorgaben eines an erkannten Klassifikationssystems abgestützten Diagnose ( BGE 130 V 396 E. 6). Somatoforme Schmerzstörungen und ähnliche Leidenszustände vermögen in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken (BGE 130 V 352 E. 2.2.2 und 2.2.3). Die praxisgemässen Grundsätze gelten auch für die Beurteilung der invalidisierenden Wirkung einer spezifischen Verletzung der HWS ohne or ganisch nachweisbare Funktionsausfälle ( BGE 136 V 279 E. 3.2.3). Die Praxis fasst auch ein chronisches zervikales und zervikozephales Schmerzsyndrom nach HWS-Distorsionstrauma, ein thoracovertebrales Schmerzsyndrom sowie einen chronische n Kopfschmerz darunter (Urteil des Bundesgerichts 9C_681/2010 vom 14. Dezember 2010 E. 3.2.2). 4.2 Aus dem erwähnten Gutachten (E. 3) erhellt, dass die im Vordergrund stehende Kopfschmerzproblematik - für welche in der klinisch-neurologischen Untersu chung kein organisches Substrat festgestellt werden konnte - zwar als selbstän dige Diagnose ausgewiesen wurde. Indes ist bei der Würdigung von ärztlichen Berichten nicht allein die Diagnose massgebend, sondern unter welchen Be schwerden die versicherte Person leidet, ob diese objektiviert werden können und welche Tätigkeiten der versicherten Person trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen noch zumutbar sind ( BGE 136 V 279 E. 3.2.1). Gemäss den übereinstimmenden Ausführungen der Experten handelt es sich hier um eine Schmerzproblematik. Mithin sind die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sowohl der dominierenden Kopfschmerzen als auch der übrigen Beschwerden nach der Rechtsprechung zum Symptomenkomplex der somatoformen Störun gen beziehungsweise den unklaren Beschwerden zu beurteilen, wonach ein in validisierender Charakter nur unter spezifischen Voraussetzungen angenommen wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_75/2014 vom 10. Juli 2014 E. 4.2.2). 4.3 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin ( Urk. 1 S. 4 ff.) vermögen an diesen Folgerungen nichts zu ändern. So weisen namentlich die in rheumatologischer Hinsicht gestellten Diagnosen ( Urk. 1 S. 7) keine organische Schädigung aus, fallen doch Verspannungen und Druckdolenzen nicht darunter und wurde ein Zusammenhang der Kopfschmerzen mit der (diskreten) Fehlform der BWS sowie des Flachrückens nicht dargelegt. Auch die weiteren Diagnosen sind anhand der gutachterlich-klinischen Untersuchungen wohl dargelegt, nicht aber im Sinne einer Grunderkrankung ausserhalb der unklaren Beschwerden (BGE 139 V 547 E. 9.1.2). Denn die im Vordergrund stehende Kopfschmerzproblematik erschöpft sich gerade in den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin, welche sich nicht in objektivierter Form zur Darstellung bringen lassen. 5. 5.1 Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte BGE 130 V 352 die Sicherstel lung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Gemäss BGE 141 V 281 ist die Überwindbar keitspraxis in Änderung der Rechtsprechung aufzugeben (E. 3.5). In methodi scher Hinsicht ergibt sich Folgendes: Die Frage, ob die diagnostizierte Schmerz störung zu einer ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit führe, stellt sich nicht mehr im Hinblick auf die Widerlegung einer Ausgangsvermutung. Das bisherige Regel/ Ausnahme-Modell wird durch ein strukturiertes, normative s Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine er gebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungs hindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentia len (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Betont wird, dass die Aufgabe der Überwindbarkeitsvermutung an den Regeln betreffend die Zumutbarkeit nichts ändert, namentlich nicht am Erfor dernis einer objektivierten Beurteilungsgrundlage. Nach Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG liegt eine Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbstein schätzungen und -limitierungen, wie sie gerichtsnotorisch ärztlicherseits sehr oft unterstützt werden – wobei erst noch häufig gar keine konsequente Be handlung stattfindet –, sind auch künftig nicht als invalidisierende Gesund heitsbeeinträchtigung anzuerkennen (E. 3.7.1). Nach Aufgabe des Konzepts der Überwindbarkeitsvermutung, welche durch eine ergebnisoffene Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens als zentralem Beweisgegenstand abgelöst wird, scheint der Begriff des Kriteriums nicht mehr geeignet. Das Bundesgericht spricht fortan von Indikatoren, einem Begriff, der massgebliche Beweisthemen bezeichnet, anhand welcher ein bestimmter Sach verhalt ermittelt wird (vgl. dazu auch Peter Z.___, Probleme und offene Fragen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei Probanden mit funktionellen Körperbeschwerdesyndromen, in: SZS 2014 S. 533 und 541 [Gutachten des Prof. Dr. Z.___, Klinik A.___ vom Mai 2014 zu Fragen der Schweizer Praxis zur Invaliditätsfeststellung bei somatoformen und ver wandten Störungen]; BGE 141 V 281 E. 4.1.1 und E. 4.1.2). Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht in BGE 141 V 281 wie folgt: - Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3) - Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder – resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen; E. 4.3.2) - Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3) - Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver gleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei dens druck (E. 4.4.2) Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Einzelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern In dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3). 5.2 5.2.1 Nach neuer Praxis ist zunächst die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde näher zu prüfen. Die Schwere des Krankheitsgeschehens ist anhand aller ver fügbaren Elemente aus der Ätiologie und Pathogenese zu plausibilisieren. Die Beschwerdeführerin klagt über erhebliche Schmerzen: Seit dem Unfall persis tierten Nackenbeschwerden, welche chronische Kopfschmerzen auslösten teilweise mit Übelkeit ( Urk. 7/76 S. 14) bei einem Wert von 6 auf einer Skala von 0 bis 10 ( Urk. 7/76 S. 20). Schmerzfreie Intervalle gebe es keine, morgens gehe es jeweils etwas besser. Am wohlsten sei es ihr bei leichten Bewegungen ohne Anstrengung und Monotonie, der Schmerzcharakter sei vorwiegend pul sierend. Schmerzspitzen (bis Wert 10) gebe es bis zu drei Mal pro Monat ( Urk. 7/76 S. 25 f.). Die Ärzte hielten hierzu fest, die Beschwerden würden nüchtern und adäquat vorgetragen, die Angaben zu den Beschwerden und Ein schränkungen seien sehr präzise ( Urk. 7/76 S. 33 f.). Insgesamt erweisen sich die diagnoserelevanten Befunde – bei bestehendem, aber nicht über Gebühr beschriebenem Leidensdruck und kohärenter Schilde rung - als mittelgradig ausge prägt. 5.2.2 Zu beurteilen sind Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder resistenz. Zu diesem Indikator hielt das Bundesgericht fest, das definitive Scheitern einer in dizierten, lege artis und mit optimaler Kooperation der versicherten Person durchgeführten Therapie weise auf eine negative Prognose hin. Rückschlüsse auf den Schweregrad einer Gesundheitsschädigung ergäben sich nicht nur aus der medizinischen Behandlung, sondern auch aus der Eingliederung im Rechts sinne (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2). Dokumentiert ist, dass die Beschwerdeführerin nach der Wiederaufnahme der Arbeit innert einer Woche ihre Tätigkeit wieder niederlegen musste und auf Anraten des Hausarztes ihre Physiotherapiearbeit auf sechs Stunden pro Woche reduzierte. Hernach versuchte sie verschiedene Therapien ( Craniosakral -Thera pie, Osteopathie, Physiotherapie), was zum Weggang des aufgetretenen Tinnitus sowie zur Besserung der Konzentration und der Müdigkeit führte. N ach ein paar Monaten stagnierten indes auch die Nacken- und Kopfschmerzen. Weiter liess sie anfangs 2009 aufgetretene Blockierungen im HWS-Bereich durch einen Rheumatologen durch Manipulation und Triggerpunkttherapie behandeln, da neben bekam sie Infiltrationen, was jedoch nicht geholfen habe. Ferner nahm sie Analgetika ein. Eine Besserung der Schulterschmerzen konnte in der Folge durch eine Triggerpunktbehandlung mit Nadeln erzielt werden. Im Januar 2010 stellte die Beschwerdeführerin sämtliche Therapien ein, seit welchem Zeitpunkt die Schmerzen stagnieren ( Urk. 7/76 S. 18 f.). Diese Behandlungsgeschichte zeigt ein recht konsequentes Angehen der Schmerz problematik mittels verschiedenen Therapieformen. Dass die Therapien indes anfangs 2010 sistiert wurden, lässt die Konsequenz nicht als vollumfäng lich erscheinen und die Frage aufkommen, ob nicht eine weitere Verbesserung möglich gewesen wäre. Allerdings gingen die begutachtenden Ärzte (Mitte 2012) knapp vier Jahre nach dem Unfall sowie unter Hinweis auf den stattge habten Verlauf von einem Residualzustand aus und verwiesen lediglich noch auf medikamentöse Behandlungsv arianten sowie Akupunktur ( Urk. 7/76 S. 46). Damit ist – nach anfänglicher Besserung in verschiedener Hinsicht – in Bezug auf die verbleibende Schmerzproblematik eine gewisse Behandlungsresistenz zu erkennen. 5.2.3 Das Vorliegen einer Komorbidität ist ebenfalls ein zu prüfender Indikator im Zusammenhang mit der Frage der Überwindbarkeit gesundheitlicher Folgen von unklaren Beschwerdebildern (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3). Ein gravierendes körperliches Leiden besteht nicht. Objektivierbar sind – nebst klinisch erhobenen Druckdolenzen und Verspannungen - einzig eine leichte thorakal rechtskonvexe Skoliose, ein thorakaler Flachrücken sowie eine zervi kale Streckhaltung. Die Ärzte beschrieben die degenerativen Veränderungen als nicht wesentlich (E. 3). In psychischer Hinsicht ist die Sachlage noch eindeutiger, besteht doch diesbezüg lich gar keine Pathologie. 5.2.4 Was die persönlichen und sozialen Ressourcen der Beschwerdeführerin betrifft (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 4.3.2 und E. 4.3.3), stammt die Beschwerdeführerin aus gehobenen Einwander er kreisen aus Südafrika, ihre Eltern wanderten aus und ihr Vater ist dort Tierarzt. Auch das Physiotherapiestudium absolvierte sie in Südafrika ( Urk. 7/76 S. 21). Die seit 1998 mit einem Polizeiinstruktor verhei ratete Beschwerdeführerin hat zwei Kinder (2002 und 2005) und bewohnt ein eigenes Einfamilienhaus, in dem sie ihre Physiotherapiepraxis betreibt ( Urk. 7/76 S. 13). Das Familienleben beschrieb die Beschwerdeführerin als un auffällig mit konstruktiver und ausgewogener Aufgabenteilung ( Urk. 7/76 S. 20). Auch den sonstigen Akten sind keine Hinweise auf diesbezügliche psycho soziale Belastungen zu entnehmen. Im Rahmen der psychiatrischen Begutach tung wurde sie als leistungsorientiert, psychisch gesund und unauffällig be schrieben (E. 3). Die Beschwerdeführerin selber beschreibt sich als grundsätzlich positiven Menschen, wobei es ihr „stinke“, sie aber gelernt habe, damit (mit den Schmerzen) umzugehen. Damit verfügt die Beschwerdeführerin über intakte persönliche und soziale Res sourcen. 5.2.5 Für eine Invalidität bei unklaren Beschwerdebildern spricht eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen. Zu prüfen ist, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1). Die Beschwerdeführerin schränkte ihre Arbeitstätigkeit von ca. 70 % auf ca. 50 % ein und bedarf im Haushalt vermehrt der Hilfe der Familienangehörigen. In den übrigen Lebensbereichen erscheint sie indes nicht als wesentlich einge schränkt: Sie steht um 05.30 Uhr auf, versorgt die Hunde, nimmt um 07.00 Uhr das Morgenessen mit den Kindern ein und beginnt ab 08.00 Uhr mit der Er werbsarbeit oder dem Haushalt. Die Kinder habe n ein gefülltes Sportprogramm. Fast jeden Tag muss sie ein Kind irgendwohin fahren. Der Sohn spielt Tennis und besucht einen Selbstverteidigungskurs, die Tochter reitet und macht Ballett. Am Samstag gehen bei de in den Skiclub, wo sie hingebracht werden müssen. Manchmal holt der Ehemann die Kinder ab, da er schon um 16.00 Uhr die Arbeit beenden kann ( Urk. 7/76 S. 20). Die Beschwerdeführerin selber ist sportlich aktiv, allerdings nicht mehr im gleichen Ausmass wie früher. Das Joggen hat sie durch Crosstraining ersetzt; sie fährt weiterhin Auto und Ski ( Urk. 7/76 S. 23). Nach wie vor geht sie mit den Hunden spazieren, indes nicht mehr mit allen drei auf einmal ( Urk. 7/40/6 Ziff. 6.7). Damit zeigen sich in der Alltagsgestaltung inklusive Freizeit nur rudimentäre Einschränkungen. 5.2.6 Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist auf den tatsächlichen Leidensdruck hin (BGE 141 V 281 E. 4.4.2). Die Beschwerdeführerin hat sämtliche Behandlungen sistiert, nachdem sich keine wesentliche Besserung mehr eingestellt hatte. Es erfolgt auch keine medi kamentöse oder physiotherapeutische Basisbehandlung mehr, die Therapie be schränkt sich auf die bedarfsgerechte Einnahme eines Schmerz- und eines Migränemittels ( Urk. 7/76 S. 29). Dies deutet an sich auf einen nicht besonders ausgeprägten Leidensdruck hin, kann indes auch die nachvollziehbare Folge von zuletzt nicht mehr erfolgrei chen Therapiebemühungen sein. 5.3 Die Prüfung der verschiedenen Indikatoren ergibt, dass diese nicht als in ausge prägtem Umfang gegeben erachtet werden können. Wohl erfüllt die Beschwer deführerin einige Kriterien, das faktische Aktivitätsniveau mit praktisch inexis tenter Anpassung der Alltagsaktivitäten spricht jedoch dafür, dass ins gesamt eine Unüberwindbarkeit der Auswirkungen der Schmerzproblematik zu vernei nen ist. Damit ist der Beschwerde gegnerin zu folgen, welche nicht etwa am Schmerzge schehen zweifelten, sondern – nach der überholten bisherigen Praxis – zum Er gebnis kam, dass die vorliegende Pathologie invalidenversicherungsrechtlich nicht zu einer Leistungspflicht führt. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6. 6.1 Anzufügen bleibt, dass sich selbst bei Annahme von invalidenversiche - rungsrecht lich relevanten Einschränkungen in der Arbeitsfä higkeit und im Haushalt kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversiche rung ergibt. 6.2 Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto erzielte die Beschwerdeführerin in den letzten vier Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens ein durchschnittli ches Einkommen von Fr. 52‘925.-- (2004: Fr. 60‘900.--, 2005: Fr. 39‘900.--, 2006: Fr. 53‘100.--, 2007: Fr. 57‘800.--; Urk. 7/6). Darauf stell t e die IV-Stelle im Vorbescheid vom 11. September 2012 ab ( Urk. 7/91). Das Einkommen von Fr. 52‘925.-- indexierte sie auf, wobei aus den Akten nicht hervorgeht, auf wel ches Jahr die Indexierung erfolgt e (angesichts der Berechnungen im Jahr 2011 wahrscheinlich 2010), und kam so auf ein Valideneinkommen von Fr. 57‘182.-- ( Urk. 7/39/6 und Urk. 7/88). Dieses blieb unbestritten ( Urk. 7/93/2) und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. 6.3 6.3.1 Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allge mein der Grundsatz, dass die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Als Richtschnur bei der Interessenabwägung kann gel ten, dass die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Verzicht auf schadenmin dernde Vorkehren Rentenleistungen auslösen würde (Urteil des Bundesgerichts I 365/03 vom 8. Juli 2004 E. 4.2 mit Hinweisen; BGE 113 V 32). Ein Rentenan spruch ist dann zu verneinen, wenn die versicherte Person selbst ohne Einglie derungsmassnahmen, nötigenfalls mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Urteil des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September 2011 E. 2 mit Hinweisen). Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit nach Art. 28 Abs. 2 IVG im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weite ren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort usw. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgegli chene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (Urteile des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September 2011 E. 2 und I 365/03 vom 8. Juli 2004 E. 4.2, beide mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist eine Betriebsaufgabe nur unter strenger Voraussetzung unzumutbar und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung auf recht erhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer ge wissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil des Bundesgerichts 9C_834/2011 vom 2. April 2012 E. 4). 6.3.2 Vorliegend fällt ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin in ihrer selbständigen Arbeitstätigkeit als Physiotherapeutin lediglich im Umfang von 50 % arbeitsfä hig ist, in einer angepassten Tätigkeit indes im Umfang von 70 %. Das von ihr hypothetisch ausgeübte Pensum von 73 % könnte sie demgemäss in einer lei densangepasste n Arbeit fast vollständig ausfüllen. Die hierbei zu erwartende Einkommenseinbusse ist dabei wesentlich kleiner, als wenn sie ihren Betrieb aufrechterhält. Zu berücksichtigen ist sodann, dass die mit Jahrgang 1970 noch junge Beschwerdeführerin eine verbleibende Erwerbsdauer von gut zwei Jahr zehnten vor sich hat, was die Betriebsaufgabe umso mehr als zweckmässig er scheinen lässt. Die Verwurzelung am Arbeitsort ist insofern irrelevant, als die Beschwerdeführerin am Betriebsort wohnt. Schliesslich ist die Betriebsaufgabe mit nur rudimentären wirtschaftlichen Nachteilen verbunden. Das Anlagever mögen belief sich per 31. Dezember 2007 auf Fr. 5‘101.-- ( Urk. 7/92/1). Problematisch bei einer Erwerbstätigkeit ausser Haus ist zweifellos die er schwerte Kinderbetreuung ( Urk. 7/39/3 Ziff. 3.2). Allerdings ist die Beschwer deführerin bereits entsprechend organisiert und verfügt über eine Tagesmutter ( Urk. 7/40/6 Ziff. 6.6). Nach dem Gesagten überwiegen die Gesichtspunkte, die für eine Betriebsauf gabe und die Annahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit sprechen bei weitem, weshalb sich die Beschwerdeführerin ein entsprechendes Einkommen anrechnen lassen muss. 6.3.3 Ausgehend von einem statistischen Einkommen (LSE) von monatlich Fr. 4‘225.-- für einfache und repetitive Tätigkeiten im Jahr 2010 (wobei sich allenfalls auch ein höheres Lohnniveau aufdrängen würde) ergibt sich bei einer durch schnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden ein hypo - thetisch er zielbarer Lohn von Fr. 52‘855.-- und für das noch zumutbare Pensum von Fr. 36‘998.--. Ein Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt sich bei den für die Be schwerdeführerin in Frage kommenden Tätigkeiten lediglich diskreten Ein schränkungen nicht. 6.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 57‘182.-- und einem Invalideneinkom men von Fr. 36‘998.-- resultiert ein Invaliditätsgrad von 35 % im Erwerbsbe reich. 6.5 Damit erleidet die Beschwerdeführerin weder im Erwerbs- noch im Haushaltbe reich ( unbestrittenermassen 32.5 % ) eine Einschränkung von mindestens 40 %, weshalb ein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung ausser Betracht fällt und die Beschwerde auch unter diesem Titel abzuweisen ist. 7. Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Walter Keller - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubSonderegger

X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Walter Keller

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Walter Keller Obergass Rechtsanwälte

Obergass Rechtsanwälte Obergasse 34, Postfach 2177, 8401 Winterthur

Obergasse 34, Postfach 2177, 8401 Winterthur gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1970, teilzeitlich als selbständige Physiothera peutin tätig, erlitt am 27. Juli 2008 als Lenkerin eines Personenwagens eine Frontalkollision ( Urk. 7/16/4). Am 25. Mai 2009 meldete sie sich unter Hinweis auf ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü rich, IV-Stelle, holte Berichte der behandelnden Ärzte ein ( Urk. 7/8, 7/12, 7/20, 7/24, 7/33), zog die Akten des Haftpflichtversicherers sowie Buchhaltungsun terlagen der Versicherten bei ( Urk. 7/16/1-24, 7/29, 7/37 ), führte eine erwerbli che Abklärung für Selbständ ig erwerb ende (Bericht vom 20. April 2011, Urk. 7/39) und eine Haushaltabklärung (Bericht vom 20. April 2011, Urk. 7/40) durch und liess die Versicherte durch das Begutachtungszentrum Y.___, polydisziplinär begutachten (Gutachten vom 10. Juli 2012, Urk. 7/76). Mit Vorbescheid vom 11. September 2012 stellte die IV-Stelle aufgrund des er rechneten Invaliditätsgrades von 32,14 % die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht ( Urk. 7/91). Nachdem die Versicherte dazu mit Einwand vom 8. Oktober 2012 Stellung genommen hatte ( Urk. 7/93), erliess die IV-Stelle am 8. November 201 3 einen erneuten Vorbescheid, mit welchem sie das Vorliegen eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheits schadens vernei nte ( Urk. 7 /106). In diesem Sinne wies sie mit Verfügung vom 13. Februar 2014 das Rentenbegehren ab ( Urk. 2).

1. X.___, geboren 1970, teilzeitlich als selbständige Physiothera peutin tätig, erlitt am 27. Juli 2008 als Lenkerin eines Personenwagens eine Frontalkollision ( Urk. 7/16/4). Am 25. Mai 2009 meldete sie sich unter Hinweis auf ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü rich, IV-Stelle, holte Berichte der behandelnden Ärzte ein ( Urk. 7/8, 7/12, 7/20, 7/24, 7/33), zog die Akten des Haftpflichtversicherers sowie Buchhaltungsun terlagen der Versicherten bei ( Urk. 7/16/1-24, 7/29, 7/37 ), führte eine erwerbli che Abklärung für Selbständ ig erwerb ende (Bericht vom 20. April 2011, Urk. 7/39) und eine Haushaltabklärung (Bericht vom 20. April 2011, Urk. 7/40) durch und liess die Versicherte durch das Begutachtungszentrum Y.___, polydisziplinär begutachten (Gutachten vom 10. Juli 2012, Urk. 7/76). Mit Vorbescheid vom 11. September 2012 stellte die IV-Stelle aufgrund des er rechneten Invaliditätsgrades von 32,14 % die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht ( Urk. 7/91). Nachdem die Versicherte dazu mit Einwand vom 8. Oktober 2012 Stellung genommen hatte ( Urk. 7/93), erliess die IV-Stelle am 8. November 201 3 einen erneuten Vorbescheid, mit welchem sie das Vorliegen eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheits schadens vernei nte ( Urk. 7 /106). In diesem Sinne wies sie mit Verfügung vom 13. Februar 2014 das Rentenbegehren ab ( Urk. 2). 2. Dagegen liess die Versicherte am 18. März 2014 Beschwerde erheben und beantra gen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien ihr die gesetzli chen Leistungen zuzusprechen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle schloss in der Be schwerdeantwort vom 8. Mai 2014 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), wo von der Versicherten Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 8).

2. Dagegen liess die Versicherte am 18. März 2014 Beschwerde erheben und beantra gen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien ihr die gesetzli chen Leistungen zuzusprechen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle schloss in der Be schwerdeantwort vom 8. Mai 2014 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), wo von der Versicherten Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Ge burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Ge burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

1.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver gleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver gleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 2. Die Beschwerdeführerin leidet an einem persistierenden Zervikalsyndrom und einem posttraumatischen Kopfschmerz nach kraniozervikalem Beschleuni gungstrauma ( Urk. 7/76/38). Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu 73 % im Erwerb und zu 27 % i m Haushalt tätig wäre ( Urk. 7/40/6-7, 7/91, 7/93/1 ). Die Haushaltsabklärung ergab, dass die Beschwerdeführerin im Haushalt zu 32,5 % eingeschränkt ist ( Urk. 7/40). Im Y.___ -Gutachten vom 10. Juli 2012 wird der Beschwerdefüh rerin - unter Berücksichtigung der Belastung im Haushalt - eine Arbeitsfähig keit als Physiotherapeutin von 50 % und in einer leidensangepassten Tätigkeit von 70 % (beides bezogen auf ein Vollzeitpensum) attestiert ( Urk. 7/76/39-43).

2. Die Beschwerdeführerin leidet an einem persistierenden Zervikalsyndrom und einem posttraumatischen Kopfschmerz nach kraniozervikalem Beschleuni gungstrauma ( Urk. 7/76/38). Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu 73 % im Erwerb und zu 27 % i m Haushalt tätig wäre ( Urk. 7/40/6-7, 7/91, 7/93/1 ). Die Haushaltsabklärung ergab, dass die Beschwerdeführerin im Haushalt zu 32,5 % eingeschränkt ist ( Urk. 7/40). Im Y.___ -Gutachten vom 10. Juli 2012 wird der Beschwerdefüh rerin - unter Berücksichtigung der Belastung im Haushalt - eine Arbeitsfähig keit als Physiotherapeutin von 50 % und in einer leidensangepassten Tätigkeit von 70 % (beides bezogen auf ein Vollzeitpensum) attestiert ( Urk. 7/76/39-43). 3. Die Y.___ -Gutachter diagnostizierten in ihrer Expertise vom 10. Juli 2012 ( Urk. 7/76) ein persistierendes Zervikalsyndrom bei HWS-Distorsion Grad II nach Auffahrunfall am 27. Juli 2008 (Frontalkollision) mit wechselnd stark aus geprägtem myofaszialem Bild im Bereich der HWS und der schulterstabilisie renden Muskulatur sowie bei diskreter thorakal rechtskonvexer Skoliose, thora kalem Flachrücken (klinisch) und zervikaler Streckhaltung. Weiter diagnosti zierten sie einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz nach kraniozervi kalem Beschleunigungstrauma mit HWS-Distorsion bei Status nach Verkehrs unfall vom 27. Juli 2008 (Frontalkollision im PKW) mit zervikogenem Kopf schmerz mit teils migräniformen Exazerbationen ohne radikuläre und/oder spi nale Funktionsstörung (S. 38 f.).

3. Die Y.___ -Gutachter diagnostizierten in ihrer Expertise vom 10. Juli 2012 ( Urk. 7/76) ein persistierendes Zervikalsyndrom bei HWS-Distorsion Grad II nach Auffahrunfall am 27. Juli 2008 (Frontalkollision) mit wechselnd stark aus geprägtem myofaszialem Bild im Bereich der HWS und der schulterstabilisie renden Muskulatur sowie bei diskreter thorakal rechtskonvexer Skoliose, thora kalem Flachrücken (klinisch) und zervikaler Streckhaltung. Weiter diagnosti zierten sie einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz nach kraniozervi kalem Beschleunigungstrauma mit HWS-Distorsion bei Status nach Verkehrs unfall vom 27. Juli 2008 (Frontalkollision im PKW) mit zervikogenem Kopf schmerz mit teils migräniformen Exazerbationen ohne radikuläre und/oder spi nale Funktionsstörung (S. 38 f.). Die Ärzte schilderten aus psychiatrischer Sicht eine leistungsorientierte, psy chisch gesunde, unauffällige Beschwerdeführerin, welche aus diesem Fachgebiet betrachtet vollschichtig arbeitsfähig sei (S. 39 f.).

Die Ärzte schilderten aus psychiatrischer Sicht eine leistungsorientierte, psy chisch gesunde, unauffällige Beschwerdeführerin, welche aus diesem Fachgebiet betrachtet vollschichtig arbeitsfähig sei (S. 39 f.). In neurologischer Hinsicht verwiesen sie auf die gestellte Diagnose eines chroni schen posttraumatischen Kopfschmerzsyndroms nach HWS-Distorsion mit im Vordergrund stehendem zervikogenem Schmerz sowie intermittierenden migräniformen Exazerbationen. Sie führten aus, die Entwicklung des Schmerzsyndroms sei unter Berücksichtigung der gesamten Datenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 27. Juli 2008 zurückzu führen. Es sei nachvollziehbar, dass aufgrund der chronischen posttraumati schen Kopf- und Nackenschmerzen mit jeweils belastungsabhängiger Akzentu ierung eine vollständige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich gewesen sei, dies trotz zweckmässiger Ausschöpfung vorhandener Therapie möglichkeiten. In der angestammten und zuletzt während Jahren selbständig erwerbend ausgeübten Tätigkeit als Physiotherapeutin bestehe nachvollziehbar eine Limitierung, insbesondere für Arbeiten in vorgeneigter Kopfstellung sowie für Arbeiten mit gröberer körperlicher Belastung und in vorwiegend einseitiger Körperhaltung. Bezüglich der subjektiv im Vordergrund stehenden Kopf schmerzproblematik sei aus neurologischer Sicht eine Einschränkung der Ar beitsfähigkeit um 40 % gegeben. Der in den Akten verzeichnete Verlauf der Ar beitsunfähigkeit, wie er durch die behandelnden Ärzte dokumentiert worden sei, sei nachvollziehbar, wobei die seit dem 15. Juni 2009 bescheinigte Arbeitsunfä higkeit von 50 % auch das Zervikalsyndrom berücksichtige. In einer angepass ten Tätigkeit mit Limitierung auf eine körperlich leichte Arbeit (Trage- und He belimit 5-10 kg) ohne vorwiegend einseitige Kopf- und Körperhaltung, insbe sondere Vermeiden einer repetitiven Kopfinklination sowie Vermeiden einer re petitiven Überkopfstellung der Arme, im Wechsel von Stehen, Gehen und Sit zen, wäre aus rein neurologischer Sicht – unter Berücksichtigung des chroni schen posttraumatischen Kopfschmerzsyndroms – mit einer Arbeits- und Leis tungsfähigkeit von 70 % zu rechnen, entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Die von der Beschwerdegegnerin im Rahmen einer Haushaltsabklärung ermittelte Einschränkung von 32.5 % sei aus neurologischer Sicht nachvollzieh bar (S. 40 f.).

In neurologischer Hinsicht verwiesen sie auf die gestellte Diagnose eines chroni schen posttraumatischen Kopfschmerzsyndroms nach HWS-Distorsion mit im Vordergrund stehendem zervikogenem Schmerz sowie intermittierenden migräniformen Exazerbationen. Sie führten aus, die Entwicklung des Schmerzsyndroms sei unter Berücksichtigung der gesamten Datenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 27. Juli 2008 zurückzu führen. Es sei nachvollziehbar, dass aufgrund der chronischen posttraumati schen Kopf- und Nackenschmerzen mit jeweils belastungsabhängiger Akzentu ierung eine vollständige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich gewesen sei, dies trotz zweckmässiger Ausschöpfung vorhandener Therapie möglichkeiten. In der angestammten und zuletzt während Jahren selbständig erwerbend ausgeübten Tätigkeit als Physiotherapeutin bestehe nachvollziehbar eine Limitierung, insbesondere für Arbeiten in vorgeneigter Kopfstellung sowie für Arbeiten mit gröberer körperlicher Belastung und in vorwiegend einseitiger Körperhaltung. Bezüglich der subjektiv im Vordergrund stehenden Kopf schmerzproblematik sei aus neurologischer Sicht eine Einschränkung der Ar beitsfähigkeit um 40 % gegeben. Der in den Akten verzeichnete Verlauf der Ar beitsunfähigkeit, wie er durch die behandelnden Ärzte dokumentiert worden sei, sei nachvollziehbar, wobei die seit dem 15. Juni 2009 bescheinigte Arbeitsunfä higkeit von 50 % auch das Zervikalsyndrom berücksichtige. In einer angepass ten Tätigkeit mit Limitierung auf eine körperlich leichte Arbeit (Trage- und He belimit 5-10 kg) ohne vorwiegend einseitige Kopf- und Körperhaltung, insbe sondere Vermeiden einer repetitiven Kopfinklination sowie Vermeiden einer re petitiven Überkopfstellung der Arme, im Wechsel von Stehen, Gehen und Sit zen, wäre aus rein neurologischer Sicht – unter Berücksichtigung des chroni schen posttraumatischen Kopfschmerzsyndroms – mit einer Arbeits- und Leis tungsfähigkeit von 70 % zu rechnen, entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Die von der Beschwerdegegnerin im Rahmen einer Haushaltsabklärung ermittelte Einschränkung von 32.5 % sei aus neurologischer Sicht nachvollzieh bar (S. 40 f.). Im Rahmen der rheumatologischen Beurteilung verwiesen die Experten auf ein variables myofasziales Bild im Bereich des Nackens. Sie führten aus, bei frühe ren Untersuchungen seien vor allem eine Dysfunktion auf den Höhen der Hals wirbelkörper (HWK) 2/3 und 3 /4 rechtsbetont festgestellt worden, radiologisch habe sich in den Funktionsaufnahmen bei Flexion auf den entsprechenden Hö hen eine leichte Lordosierung anstatt wie zu erwarten Kyphosierung gezeigt. Radiologisch zeigten sich im Vergleich zu den früheren Aufnahmen keinerlei Veränderungen, nach wie vor liessen sich keine wesentlichen degenerativen Veränderungen nachweisen, im Bereich der HWS finde sich als einziger patho logischer Befund eine Streckhaltung. Diese könne schon allein durch die mus kuläre Verspannung erklärt werden. Zudem fänden sich in der aktuellen rheu matologischen Untersuchung ausgeprägte Irritationszonen, Verspannungen der Scaleni und des Levator scapulae rechtsbetont, Druckschmerzhaftigkeit auch des scapularen Ansatzes der Rhomboidei sowie der paravertebralen Zervikalmusku latur. Auch sei der gesamte Ansatz des Erector trunci an der Linea nuchae su perior druckdolent, wie auch die Suboccipitalmuskulatur. Die Beweglichkeit der HWS sei nur sehr unwesentlich eingeschränkt. Sämtliche Bewegungsausmasse lägen aber noch im Normbereich, es zeige sich jedoch eine Seitendifferenz. Myo fasziale Bilder zeigten häufig eine wechselnde Ausprägung, so könne auch ein Wechsel von rechts nach links oder zumindest ein Wechsel der Akzentuie rung von der einen auf die andere Seite festgestellt werden. Die Schmerzen wahrscheinlich etwas unterstützend, jedoch nicht alleine dafür verantwortlich, sei die Fehlform der Brustwirbelsäule (BWS) ; hier finde sich zumindest klinisch eine leichte rechtskonvexe Skoliose, letztere sei auch bereits 2008 radiologisch festgestellt worden, zudem ein Flachrücken, was zu einer etwas veränderten statischen Belastung führe, was die Nackenproblematik unterstützen, jedoch nicht alleine auslösen könne. Eine exakte Bemessung der Arbeitsfähigkeit bei einem vorwiegend muskulär beziehungsweise myofaszial bedingten Schmerz - syndrom mit entsprechenden variablen Befunden sei sehr schwierig. Wesentliche strukturelle Veränderungen im Bereich der HWS und BWS bestün den nicht. Es sei jedoch durchaus nachvollziehbar, dass die zum Teil körperlich belastende mit länger einzunehmenden Zwangshaltungen verbundene Arbeit als Physiotherapeutin durchaus zu Schmerzexazerbationen führen könne. Die Be lastungsgrenzen würden von der Beschwerdeführerin adäquat geschildert. Die aktuell 50%ige Arbeitsfähigkeit scheine realistisch. Theoretisch wäre sie in einer optimal angepassten Tätigkeit unter Vermeidung sämtlicher Zwangshaltungen, repetitiver Rotationen mit dem Oberkörper und der HWS sowie Überkopfarbei ten zu 90 % arbeitsfähig (erhöhter Pausenbedarf, S. 41 f.).

Im Rahmen der rheumatologischen Beurteilung verwiesen die Experten auf ein variables myofasziales Bild im Bereich des Nackens. Sie führten aus, bei frühe ren Untersuchungen seien vor allem eine Dysfunktion auf den Höhen der Hals wirbelkörper (HWK) 2/3 und 3 /4 rechtsbetont festgestellt worden, radiologisch habe sich in den Funktionsaufnahmen bei Flexion auf den entsprechenden Hö hen eine leichte Lordosierung anstatt wie zu erwarten Kyphosierung gezeigt. Radiologisch zeigten sich im Vergleich zu den früheren Aufnahmen keinerlei Veränderungen, nach wie vor liessen sich keine wesentlichen degenerativen Veränderungen nachweisen, im Bereich der HWS finde sich als einziger patho logischer Befund eine Streckhaltung. Diese könne schon allein durch die mus kuläre Verspannung erklärt werden. Zudem fänden sich in der aktuellen rheu matologischen Untersuchung ausgeprägte Irritationszonen, Verspannungen der Scaleni und des Levator scapulae rechtsbetont, Druckschmerzhaftigkeit auch des scapularen Ansatzes der Rhomboidei sowie der paravertebralen Zervikalmusku latur. Auch sei der gesamte Ansatz des Erector trunci an der Linea nuchae su perior druckdolent, wie auch die Suboccipitalmuskulatur. Die Beweglichkeit der HWS sei nur sehr unwesentlich eingeschränkt. Sämtliche Bewegungsausmasse lägen aber noch im Normbereich, es zeige sich jedoch eine Seitendifferenz. Myo fasziale Bilder zeigten häufig eine wechselnde Ausprägung, so könne auch ein Wechsel von rechts nach links oder zumindest ein Wechsel der Akzentuie rung von der einen auf die andere Seite festgestellt werden. Die Schmerzen wahrscheinlich etwas unterstützend, jedoch nicht alleine dafür verantwortlich, sei die Fehlform der Brustwirbelsäule (BWS) ; hier finde sich zumindest klinisch eine leichte rechtskonvexe Skoliose, letztere sei auch bereits 2008 radiologisch festgestellt worden, zudem ein Flachrücken, was zu einer etwas veränderten statischen Belastung führe, was die Nackenproblematik unterstützen, jedoch nicht alleine auslösen könne. Eine exakte Bemessung der Arbeitsfähigkeit bei einem vorwiegend muskulär beziehungsweise myofaszial bedingten Schmerz syndrom mit entsprechenden variablen Befunden sei sehr schwierig. Wesentliche strukturelle Veränderungen im Bereich der HWS und BWS bestün den nicht. Es sei jedoch durchaus nachvollziehbar, dass die zum Teil körperlich belastende mit länger einzunehmenden Zwangshaltungen verbundene Arbeit als Physiotherapeutin durchaus zu Schmerzexazerbationen führen könne. Die Be lastungsgrenzen würden von der Beschwerdeführerin adäquat geschildert. Die aktuell 50%ige Arbeitsfähigkeit scheine realistisch. Theoretisch wäre sie in einer optimal angepassten Tätigkeit unter Vermeidung sämtlicher Zwangshaltungen, repetitiver Rotationen mit dem Oberkörper und der HWS sowie Überkopfarbei ten zu 90 % arbeitsfähig (erhöhter Pausenbedarf, S. 41 f.). Gesamtmedizinisch attestierten die Ärzte eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Physiotherapeutin sowie eine 30%ige in einer opti mal angepassten (S. 43).

Gesamtmedizinisch attestierten die Ärzte eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Physiotherapeutin sowie eine 30%ige in einer opti mal angepassten (S. 43). 4.

4. 4.1 Grundsätzlich bedarf es für die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsscha dens einer fachärztlichen, lege artis auf die Vorgaben eines an erkannten Klassifikationssystems abgestützten Diagnose ( BGE 130 V 396 E. 6). Somatoforme Schmerzstörungen und ähnliche Leidenszustände vermögen in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken (BGE 130 V 352 E. 2.2.2 und 2.2.3). Die praxisgemässen Grundsätze gelten auch für die Beurteilung der invalidisierenden Wirkung einer spezifischen Verletzung der HWS ohne or ganisch nachweisbare Funktionsausfälle ( BGE 136 V 279 E. 3.2.3). Die Praxis fasst auch ein chronisches zervikales und zervikozephales Schmerzsyndrom nach HWS-Distorsionstrauma, ein thoracovertebrales Schmerzsyndrom sowie einen chronische n Kopfschmerz darunter (Urteil des Bundesgerichts 9C_681/2010 vom 14. Dezember 2010 E. 3.2.2).

4.1 Grundsätzlich bedarf es für die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsscha dens einer fachärztlichen, lege artis auf die Vorgaben eines an erkannten Klassifikationssystems abgestützten Diagnose ( BGE 130 V 396 E. 6). Somatoforme Schmerzstörungen und ähnliche Leidenszustände vermögen in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken (BGE 130 V 352 E. 2.2.2 und 2.2.3). Die praxisgemässen Grundsätze gelten auch für die Beurteilung der invalidisierenden Wirkung einer spezifischen Verletzung der HWS ohne or ganisch nachweisbare Funktionsausfälle ( BGE 136 V 279 E. 3.2.3). Die Praxis fasst auch ein chronisches zervikales und zervikozephales Schmerzsyndrom nach HWS-Distorsionstrauma, ein thoracovertebrales Schmerzsyndrom sowie einen chronische n Kopfschmerz darunter (Urteil des Bundesgerichts 9C_681/2010 vom 14. Dezember 2010 E. 3.2.2). 4.2 Aus dem erwähnten Gutachten (E. 3) erhellt, dass die im Vordergrund stehende Kopfschmerzproblematik - für welche in der klinisch-neurologischen Untersu chung kein organisches Substrat festgestellt werden konnte - zwar als selbstän dige Diagnose ausgewiesen wurde. Indes ist bei der Würdigung von ärztlichen Berichten nicht allein die Diagnose massgebend, sondern unter welchen Be schwerden die versicherte Person leidet, ob diese objektiviert werden können und welche Tätigkeiten der versicherten Person trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen noch zumutbar sind ( BGE 136 V 279 E. 3.2.1). Gemäss den übereinstimmenden Ausführungen der Experten handelt es sich hier um eine Schmerzproblematik. Mithin sind die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sowohl der dominierenden Kopfschmerzen als auch der übrigen Beschwerden nach der Rechtsprechung zum Symptomenkomplex der somatoformen Störun gen beziehungsweise den unklaren Beschwerden zu beurteilen, wonach ein in validisierender Charakter nur unter spezifischen Voraussetzungen angenommen wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_75/2014 vom 10. Juli 2014 E. 4.2.2).

4.2 Aus dem erwähnten Gutachten (E. 3) erhellt, dass die im Vordergrund stehende Kopfschmerzproblematik - für welche in der klinisch-neurologischen Untersu chung kein organisches Substrat festgestellt werden konnte - zwar als selbstän dige Diagnose ausgewiesen wurde. Indes ist bei der Würdigung von ärztlichen Berichten nicht allein die Diagnose massgebend, sondern unter welchen Be schwerden die versicherte Person leidet, ob diese objektiviert werden können und welche Tätigkeiten der versicherten Person trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen noch zumutbar sind ( BGE 136 V 279 E. 3.2.1). Gemäss den übereinstimmenden Ausführungen der Experten handelt es sich hier um eine Schmerzproblematik. Mithin sind die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sowohl der dominierenden Kopfschmerzen als auch der übrigen Beschwerden nach der Rechtsprechung zum Symptomenkomplex der somatoformen Störun gen beziehungsweise den unklaren Beschwerden zu beurteilen, wonach ein in validisierender Charakter nur unter spezifischen Voraussetzungen angenommen wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_75/2014 vom 10. Juli 2014 E. 4.2.2). 4.3 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin ( Urk. 1 S. 4 ff.) vermögen an diesen Folgerungen nichts zu ändern. So weisen namentlich die in rheumatologischer Hinsicht gestellten Diagnosen ( Urk. 1 S. 7) keine organische Schädigung aus, fallen doch Verspannungen und Druckdolenzen nicht darunter und wurde ein Zusammenhang der Kopfschmerzen mit der (diskreten) Fehlform der BWS sowie des Flachrückens nicht dargelegt. Auch die weiteren Diagnosen sind anhand der gutachterlich-klinischen Untersuchungen wohl dargelegt, nicht aber im Sinne einer Grunderkrankung ausserhalb der unklaren Beschwerden (BGE 139 V 547 E. 9.1.2). Denn die im Vordergrund stehende Kopfschmerzproblematik erschöpft sich gerade in den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin, welche sich nicht in objektivierter Form zur Darstellung bringen lassen.

4.3 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin ( Urk. 1 S. 4 ff.) vermögen an diesen Folgerungen nichts zu ändern. So weisen namentlich die in rheumatologischer Hinsicht gestellten Diagnosen ( Urk. 1 S. 7) keine organische Schädigung aus, fallen doch Verspannungen und Druckdolenzen nicht darunter und wurde ein Zusammenhang der Kopfschmerzen mit der (diskreten) Fehlform der BWS sowie des Flachrückens nicht dargelegt. Auch die weiteren Diagnosen sind anhand der gutachterlich-klinischen Untersuchungen wohl dargelegt, nicht aber im Sinne einer Grunderkrankung ausserhalb der unklaren Beschwerden (BGE 139 V 547 E. 9.1.2). Denn die im Vordergrund stehende Kopfschmerzproblematik erschöpft sich gerade in den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin, welche sich nicht in objektivierter Form zur Darstellung bringen lassen. 5.

5. 5.1 Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte BGE 130 V 352 die Sicherstel lung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Gemäss BGE 141 V 281 ist die Überwindbar keitspraxis in Änderung der Rechtsprechung aufzugeben (E. 3.5). In methodi scher Hinsicht ergibt sich Folgendes: Die Frage, ob die diagnostizierte Schmerz störung zu einer ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit führe, stellt sich nicht mehr im Hinblick auf die Widerlegung einer Ausgangsvermutung. Das bisherige Regel/ Ausnahme-Modell wird durch ein strukturiertes, normative s Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine er gebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungs hindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentia len (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Betont wird, dass die Aufgabe der Überwindbarkeitsvermutung an den Regeln betreffend die Zumutbarkeit nichts ändert, namentlich nicht am Erfor dernis einer objektivierten Beurteilungsgrundlage. Nach Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG liegt eine Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbstein schätzungen und -limitierungen, wie sie gerichtsnotorisch ärztlicherseits sehr oft unterstützt werden – wobei erst noch häufig gar keine konsequente Be handlung stattfindet –, sind auch künftig nicht als invalidisierende Gesund heitsbeeinträchtigung anzuerkennen (E. 3.7.1).

5.1 Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte BGE 130 V 352 die Sicherstel lung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Gemäss BGE 141 V 281 ist die Überwindbar keitspraxis in Änderung der Rechtsprechung aufzugeben (E. 3.5). In methodi scher Hinsicht ergibt sich Folgendes: Die Frage, ob die diagnostizierte Schmerz störung zu einer ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit führe, stellt sich nicht mehr im Hinblick auf die Widerlegung einer Ausgangsvermutung. Das bisherige Regel/ Ausnahme-Modell wird durch ein strukturiertes, normative s Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine er gebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungs hindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentia len (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Betont wird, dass die Aufgabe der Überwindbarkeitsvermutung an den Regeln betreffend die Zumutbarkeit nichts ändert, namentlich nicht am Erfor dernis einer objektivierten Beurteilungsgrundlage. Nach Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG liegt eine Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbstein schätzungen und -limitierungen, wie sie gerichtsnotorisch ärztlicherseits sehr oft unterstützt werden – wobei erst noch häufig gar keine konsequente Be handlung stattfindet –, sind auch künftig nicht als invalidisierende Gesund heitsbeeinträchtigung anzuerkennen (E. 3.7.1). Nach Aufgabe des Konzepts der Überwindbarkeitsvermutung, welche durch eine ergebnisoffene Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens als zentralem Beweisgegenstand abgelöst wird, scheint der Begriff des Kriteriums nicht mehr geeignet. Das Bundesgericht spricht fortan von Indikatoren, einem Begriff, der massgebliche Beweisthemen bezeichnet, anhand welcher ein bestimmter Sach verhalt ermittelt wird (vgl. dazu auch Peter Z.___, Probleme und offene Fragen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei Probanden mit funktionellen Körperbeschwerdesyndromen, in: SZS 2014 S. 533 und 541 [Gutachten des Prof. Dr. Z.___, Klinik A.___ vom Mai 2014 zu Fragen der Schweizer Praxis zur Invaliditätsfeststellung bei somatoformen und ver wandten Störungen]; BGE 141 V 281 E. 4.1.1 und E. 4.1.2).

Nach Aufgabe des Konzepts der Überwindbarkeitsvermutung, welche durch eine ergebnisoffene Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens als zentralem Beweisgegenstand abgelöst wird, scheint der Begriff des Kriteriums nicht mehr geeignet. Das Bundesgericht spricht fortan von Indikatoren, einem Begriff, der massgebliche Beweisthemen bezeichnet, anhand welcher ein bestimmter Sach verhalt ermittelt wird (vgl. dazu auch Peter Z.___, Probleme und offene Fragen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei Probanden mit funktionellen Körperbeschwerdesyndromen, in: SZS 2014 S. 533 und 541 [Gutachten des Prof. Dr. Z.___, Klinik A.___ vom Mai 2014 zu Fragen der Schweizer Praxis zur Invaliditätsfeststellung bei somatoformen und ver wandten Störungen]; BGE 141 V 281 E. 4.1.1 und E. 4.1.2). Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht in BGE 141 V 281 wie folgt:

Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht in BGE 141 V 281 wie folgt: - Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)

Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3) - Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)

Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder – resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder – resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen; E. 4.3.2)

Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen; E. 4.3.2) - Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)

Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3) - Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)

Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver gleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver gleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei dens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei dens druck (E. 4.4.2) Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Einzelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern In dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3).

Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Einzelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern In dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3). 5.2

5.2 5.2.1 Nach neuer Praxis ist zunächst die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde näher zu prüfen. Die Schwere des Krankheitsgeschehens ist anhand aller ver fügbaren Elemente aus der Ätiologie und Pathogenese zu plausibilisieren.

5.2.1 Nach neuer Praxis ist zunächst die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde näher zu prüfen. Die Schwere des Krankheitsgeschehens ist anhand aller ver fügbaren Elemente aus der Ätiologie und Pathogenese zu plausibilisieren. Die Beschwerdeführerin klagt über erhebliche Schmerzen: Seit dem Unfall persis tierten Nackenbeschwerden, welche chronische Kopfschmerzen auslösten teilweise mit Übelkeit ( Urk. 7/76 S. 14) bei einem Wert von 6 auf einer Skala von 0 bis 10 ( Urk. 7/76 S. 20). Schmerzfreie Intervalle gebe es keine, morgens gehe es jeweils etwas besser. Am wohlsten sei es ihr bei leichten Bewegungen ohne Anstrengung und Monotonie, der Schmerzcharakter sei vorwiegend pul sierend. Schmerzspitzen (bis Wert 10) gebe es bis zu drei Mal pro Monat ( Urk. 7/76 S. 25 f.). Die Ärzte hielten hierzu fest, die Beschwerden würden nüchtern und adäquat vorgetragen, die Angaben zu den Beschwerden und Ein schränkungen seien sehr präzise ( Urk. 7/76 S. 33 f.).

Die Beschwerdeführerin klagt über erhebliche Schmerzen: Seit dem Unfall persis tierten Nackenbeschwerden, welche chronische Kopfschmerzen auslösten teilweise mit Übelkeit ( Urk. 7/76 S. 14) bei einem Wert von 6 auf einer Skala von 0 bis 10 ( Urk. 7/76 S. 20). Schmerzfreie Intervalle gebe es keine, morgens gehe es jeweils etwas besser. Am wohlsten sei es ihr bei leichten Bewegungen ohne Anstrengung und Monotonie, der Schmerzcharakter sei vorwiegend pul sierend. Schmerzspitzen (bis Wert 10) gebe es bis zu drei Mal pro Monat ( Urk. 7/76 S. 25 f.). Die Ärzte hielten hierzu fest, die Beschwerden würden nüchtern und adäquat vorgetragen, die Angaben zu den Beschwerden und Ein schränkungen seien sehr präzise ( Urk. 7/76 S. 33 f.). Insgesamt erweisen sich die diagnoserelevanten Befunde – bei bestehendem, aber nicht über Gebühr beschriebenem Leidensdruck und kohärenter Schilde rung - als mittelgradig ausge prägt.

Insgesamt erweisen sich die diagnoserelevanten Befunde – bei bestehendem, aber nicht über Gebühr beschriebenem Leidensdruck und kohärenter Schilde rung - als mittelgradig ausge prägt. 5.2.2 Zu beurteilen sind Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder resistenz. Zu diesem Indikator hielt das Bundesgericht fest, das definitive Scheitern einer in dizierten, lege artis und mit optimaler Kooperation der versicherten Person durchgeführten Therapie weise auf eine negative Prognose hin. Rückschlüsse auf den Schweregrad einer Gesundheitsschädigung ergäben sich nicht nur aus der medizinischen Behandlung, sondern auch aus der Eingliederung im Rechts sinne (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2).

5.2.2 Zu beurteilen sind Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder resistenz. Zu diesem Indikator hielt das Bundesgericht fest, das definitive Scheitern einer in dizierten, lege artis und mit optimaler Kooperation der versicherten Person durchgeführten Therapie weise auf eine negative Prognose hin. Rückschlüsse auf den Schweregrad einer Gesundheitsschädigung ergäben sich nicht nur aus der medizinischen Behandlung, sondern auch aus der Eingliederung im Rechts sinne (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2). Dokumentiert ist, dass die Beschwerdeführerin nach der Wiederaufnahme der Arbeit innert einer Woche ihre Tätigkeit wieder niederlegen musste und auf Anraten des Hausarztes ihre Physiotherapiearbeit auf sechs Stunden pro Woche reduzierte. Hernach versuchte sie verschiedene Therapien ( Craniosakral -Thera pie, Osteopathie, Physiotherapie), was zum Weggang des aufgetretenen Tinnitus sowie zur Besserung der Konzentration und der Müdigkeit führte. N ach ein paar Monaten stagnierten indes auch die Nacken- und Kopfschmerzen. Weiter liess sie anfangs 2009 aufgetretene Blockierungen im HWS-Bereich durch einen Rheumatologen durch Manipulation und Triggerpunkttherapie behandeln, da neben bekam sie Infiltrationen, was jedoch nicht geholfen habe. Ferner nahm sie Analgetika ein. Eine Besserung der Schulterschmerzen konnte in der Folge durch eine Triggerpunktbehandlung mit Nadeln erzielt werden. Im Januar 2010 stellte die Beschwerdeführerin sämtliche Therapien ein, seit welchem Zeitpunkt die Schmerzen stagnieren ( Urk. 7/76 S. 18 f.).

Dokumentiert ist, dass die Beschwerdeführerin nach der Wiederaufnahme der Arbeit innert einer Woche ihre Tätigkeit wieder niederlegen musste und auf Anraten des Hausarztes ihre Physiotherapiearbeit auf sechs Stunden pro Woche reduzierte. Hernach versuchte sie verschiedene Therapien ( Craniosakral -Thera pie, Osteopathie, Physiotherapie), was zum Weggang des aufgetretenen Tinnitus sowie zur Besserung der Konzentration und der Müdigkeit führte. N ach ein paar Monaten stagnierten indes auch die Nacken- und Kopfschmerzen. Weiter liess sie anfangs 2009 aufgetretene Blockierungen im HWS-Bereich durch einen Rheumatologen durch Manipulation und Triggerpunkttherapie behandeln, da neben bekam sie Infiltrationen, was jedoch nicht geholfen habe. Ferner nahm sie Analgetika ein. Eine Besserung der Schulterschmerzen konnte in der Folge durch eine Triggerpunktbehandlung mit Nadeln erzielt werden. Im Januar 2010 stellte die Beschwerdeführerin sämtliche Therapien ein, seit welchem Zeitpunkt die Schmerzen stagnieren ( Urk. 7/76 S. 18 f.). Diese Behandlungsgeschichte zeigt ein recht konsequentes Angehen der Schmerz problematik mittels verschiedenen Therapieformen. Dass die Therapien indes anfangs 2010 sistiert wurden, lässt die Konsequenz nicht als vollumfäng lich erscheinen und die Frage aufkommen, ob nicht eine weitere Verbesserung möglich gewesen wäre. Allerdings gingen die begutachtenden Ärzte (Mitte 2012) knapp vier Jahre nach dem Unfall sowie unter Hinweis auf den stattge habten Verlauf von einem Residualzustand aus und verwiesen lediglich noch auf medikamentöse Behandlungsv arianten sowie Akupunktur ( Urk. 7/76 S. 46).

Diese Behandlungsgeschichte zeigt ein recht konsequentes Angehen der Schmerz problematik mittels verschiedenen Therapieformen. Dass die Therapien indes anfangs 2010 sistiert wurden, lässt die Konsequenz nicht als vollumfäng lich erscheinen und die Frage aufkommen, ob nicht eine weitere Verbesserung möglich gewesen wäre. Allerdings gingen die begutachtenden Ärzte (Mitte 2012) knapp vier Jahre nach dem Unfall sowie unter Hinweis auf den stattge habten Verlauf von einem Residualzustand aus und verwiesen lediglich noch auf medikamentöse Behandlungsv arianten sowie Akupunktur ( Urk. 7/76 S. 46). Damit ist – nach anfänglicher Besserung in verschiedener Hinsicht – in Bezug auf die verbleibende Schmerzproblematik eine gewisse Behandlungsresistenz zu erkennen.

Damit ist – nach anfänglicher Besserung in verschiedener Hinsicht – in Bezug auf die verbleibende Schmerzproblematik eine gewisse Behandlungsresistenz zu erkennen. 5.2.3 Das Vorliegen einer Komorbidität ist ebenfalls ein zu prüfender Indikator im Zusammenhang mit der Frage der Überwindbarkeit gesundheitlicher Folgen von unklaren Beschwerdebildern (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3).

5.2.3 Das Vorliegen einer Komorbidität ist ebenfalls ein zu prüfender Indikator im Zusammenhang mit der Frage der Überwindbarkeit gesundheitlicher Folgen von unklaren Beschwerdebildern (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3). Ein gravierendes körperliches Leiden besteht nicht. Objektivierbar sind – nebst klinisch erhobenen Druckdolenzen und Verspannungen - einzig eine leichte thorakal rechtskonvexe Skoliose, ein thorakaler Flachrücken sowie eine zervi kale Streckhaltung. Die Ärzte beschrieben die degenerativen Veränderungen als nicht wesentlich (E. 3).

Ein gravierendes körperliches Leiden besteht nicht. Objektivierbar sind – nebst klinisch erhobenen Druckdolenzen und Verspannungen - einzig eine leichte thorakal rechtskonvexe Skoliose, ein thorakaler Flachrücken sowie eine zervi kale Streckhaltung. Die Ärzte beschrieben die degenerativen Veränderungen als nicht wesentlich (E. 3). In psychischer Hinsicht ist die Sachlage noch eindeutiger, besteht doch diesbezüg lich gar keine Pathologie.

In psychischer Hinsicht ist die Sachlage noch eindeutiger, besteht doch diesbezüg lich gar keine Pathologie. 5.2.4 Was die persönlichen und sozialen Ressourcen der Beschwerdeführerin betrifft (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 4.3.2 und E. 4.3.3), stammt die Beschwerdeführerin aus gehobenen Einwander er kreisen aus Südafrika, ihre Eltern wanderten aus und ihr Vater ist dort Tierarzt. Auch das Physiotherapiestudium absolvierte sie in Südafrika ( Urk. 7/76 S. 21). Die seit 1998 mit einem Polizeiinstruktor verhei ratete Beschwerdeführerin hat zwei Kinder (2002 und 2005) und bewohnt ein eigenes Einfamilienhaus, in dem sie ihre Physiotherapiepraxis betreibt ( Urk. 7/76 S. 13). Das Familienleben beschrieb die Beschwerdeführerin als un auffällig mit konstruktiver und ausgewogener Aufgabenteilung ( Urk. 7/76 S. 20). Auch den sonstigen Akten sind keine Hinweise auf diesbezügliche psycho soziale Belastungen zu entnehmen. Im Rahmen der psychiatrischen Begutach tung wurde sie als leistungsorientiert, psychisch gesund und unauffällig be schrieben (E. 3). Die Beschwerdeführerin selber beschreibt sich als grundsätzlich positiven Menschen, wobei es ihr „stinke“, sie aber gelernt habe, damit (mit den Schmerzen) umzugehen.

5.2.4 Was die persönlichen und sozialen Ressourcen der Beschwerdeführerin betrifft (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 4.3.2 und E. 4.3.3), stammt die Beschwerdeführerin aus gehobenen Einwander er kreisen aus Südafrika, ihre Eltern wanderten aus und ihr Vater ist dort Tierarzt. Auch das Physiotherapiestudium absolvierte sie in Südafrika ( Urk. 7/76 S. 21). Die seit 1998 mit einem Polizeiinstruktor verhei ratete Beschwerdeführerin hat zwei Kinder (2002 und 2005) und bewohnt ein eigenes Einfamilienhaus, in dem sie ihre Physiotherapiepraxis betreibt ( Urk. 7/76 S. 13). Das Familienleben beschrieb die Beschwerdeführerin als un auffällig mit konstruktiver und ausgewogener Aufgabenteilung ( Urk. 7/76 S. 20). Auch den sonstigen Akten sind keine Hinweise auf diesbezügliche psycho soziale Belastungen zu entnehmen. Im Rahmen der psychiatrischen Begutach tung wurde sie als leistungsorientiert, psychisch gesund und unauffällig be schrieben (E. 3). Die Beschwerdeführerin selber beschreibt sich als grundsätzlich positiven Menschen, wobei es ihr „stinke“, sie aber gelernt habe, damit (mit den Schmerzen) umzugehen. Damit verfügt die Beschwerdeführerin über intakte persönliche und soziale Res sourcen.

Damit verfügt die Beschwerdeführerin über intakte persönliche und soziale Res sourcen. 5.2.5 Für eine Invalidität bei unklaren Beschwerdebildern spricht eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen. Zu prüfen ist, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1).

5.2.5 Für eine Invalidität bei unklaren Beschwerdebildern spricht eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen. Zu prüfen ist, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1). Die Beschwerdeführerin schränkte ihre Arbeitstätigkeit von ca. 70 % auf ca. 50 % ein und bedarf im Haushalt vermehrt der Hilfe der Familienangehörigen. In den übrigen Lebensbereichen erscheint sie indes nicht als wesentlich einge schränkt: Sie steht um 05.30 Uhr auf, versorgt die Hunde, nimmt um 07.00 Uhr das Morgenessen mit den Kindern ein und beginnt ab 08.00 Uhr mit der Er werbsarbeit oder dem Haushalt. Die Kinder habe n ein gefülltes Sportprogramm. Fast jeden Tag muss sie ein Kind irgendwohin fahren. Der Sohn spielt Tennis und besucht einen Selbstverteidigungskurs, die Tochter reitet und macht Ballett. Am Samstag gehen bei de in den Skiclub, wo sie hingebracht werden müssen. Manchmal holt der Ehemann die Kinder ab, da er schon um 16.00 Uhr die Arbeit beenden kann ( Urk. 7/76 S. 20). Die Beschwerdeführerin selber ist sportlich aktiv, allerdings nicht mehr im gleichen Ausmass wie früher. Das Joggen hat sie durch Crosstraining ersetzt; sie fährt weiterhin Auto und Ski ( Urk. 7/76 S. 23). Nach wie vor geht sie mit den Hunden spazieren, indes nicht mehr mit allen drei auf einmal ( Urk. 7/40/6 Ziff. 6.7).

Die Beschwerdeführerin schränkte ihre Arbeitstätigkeit von ca. 70 % auf ca. 50 % ein und bedarf im Haushalt vermehrt der Hilfe der Familienangehörigen. In den übrigen Lebensbereichen erscheint sie indes nicht als wesentlich einge schränkt: Sie steht um 05.30 Uhr auf, versorgt die Hunde, nimmt um 07.00 Uhr das Morgenessen mit den Kindern ein und beginnt ab 08.00 Uhr mit der Er werbsarbeit oder dem Haushalt. Die Kinder habe n ein gefülltes Sportprogramm. Fast jeden Tag muss sie ein Kind irgendwohin fahren. Der Sohn spielt Tennis und besucht einen Selbstverteidigungskurs, die Tochter reitet und macht Ballett. Am Samstag gehen bei de in den Skiclub, wo sie hingebracht werden müssen. Manchmal holt der Ehemann die Kinder ab, da er schon um 16.00 Uhr die Arbeit beenden kann ( Urk. 7/76 S. 20). Die Beschwerdeführerin selber ist sportlich aktiv, allerdings nicht mehr im gleichen Ausmass wie früher. Das Joggen hat sie durch Crosstraining ersetzt; sie fährt weiterhin Auto und Ski ( Urk. 7/76 S. 23). Nach wie vor geht sie mit den Hunden spazieren, indes nicht mehr mit allen drei auf einmal ( Urk. 7/40/6 Ziff. 6.7). Damit zeigen sich in der Alltagsgestaltung inklusive Freizeit nur rudimentäre Einschränkungen.

Damit zeigen sich in der Alltagsgestaltung inklusive Freizeit nur rudimentäre Einschränkungen. 5.2.6 Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist auf den tatsächlichen Leidensdruck hin (BGE 141 V 281 E. 4.4.2).

5.2.6 Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist auf den tatsächlichen Leidensdruck hin (BGE 141 V 281 E. 4.4.2). Die Beschwerdeführerin hat sämtliche Behandlungen sistiert, nachdem sich keine wesentliche Besserung mehr eingestellt hatte. Es erfolgt auch keine medi kamentöse oder physiotherapeutische Basisbehandlung mehr, die Therapie be schränkt sich auf die bedarfsgerechte Einnahme eines Schmerz- und eines Migränemittels ( Urk. 7/76 S. 29).

Die Beschwerdeführerin hat sämtliche Behandlungen sistiert, nachdem sich keine wesentliche Besserung mehr eingestellt hatte. Es erfolgt auch keine medi kamentöse oder physiotherapeutische Basisbehandlung mehr, die Therapie be schränkt sich auf die bedarfsgerechte Einnahme eines Schmerz- und eines Migränemittels ( Urk. 7/76 S. 29). Dies deutet an sich auf einen nicht besonders ausgeprägten Leidensdruck hin, kann indes auch die nachvollziehbare Folge von zuletzt nicht mehr erfolgrei chen Therapiebemühungen sein.

Dies deutet an sich auf einen nicht besonders ausgeprägten Leidensdruck hin, kann indes auch die nachvollziehbare Folge von zuletzt nicht mehr erfolgrei chen Therapiebemühungen sein. 5.3 Die Prüfung der verschiedenen Indikatoren ergibt, dass diese nicht als in ausge prägtem Umfang gegeben erachtet werden können. Wohl erfüllt die Beschwer deführerin einige Kriterien, das faktische Aktivitätsniveau mit praktisch inexis tenter Anpassung der Alltagsaktivitäten spricht jedoch dafür, dass ins gesamt eine Unüberwindbarkeit der Auswirkungen der Schmerzproblematik zu vernei nen ist.

5.3 Die Prüfung der verschiedenen Indikatoren ergibt, dass diese nicht als in ausge prägtem Umfang gegeben erachtet werden können. Wohl erfüllt die Beschwer deführerin einige Kriterien, das faktische Aktivitätsniveau mit praktisch inexis tenter Anpassung der Alltagsaktivitäten spricht jedoch dafür, dass ins gesamt eine Unüberwindbarkeit der Auswirkungen der Schmerzproblematik zu vernei nen ist. Damit ist der Beschwerde gegnerin zu folgen, welche nicht etwa am Schmerzge schehen zweifelten, sondern – nach der überholten bisherigen Praxis – zum Er gebnis kam, dass die vorliegende Pathologie invalidenversicherungsrechtlich nicht zu einer Leistungspflicht führt. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

Damit ist der Beschwerde gegnerin zu folgen, welche nicht etwa am Schmerzge schehen zweifelten, sondern – nach der überholten bisherigen Praxis – zum Er gebnis kam, dass die vorliegende Pathologie invalidenversicherungsrechtlich nicht zu einer Leistungspflicht führt. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6.

6. 6.1 Anzufügen bleibt, dass sich selbst bei Annahme von invalidenversiche - rungsrecht lich relevanten Einschränkungen in der Arbeitsfä higkeit und im Haushalt kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversiche rung ergibt.

6.1 Anzufügen bleibt, dass sich selbst bei Annahme von invalidenversiche rungsrecht lich relevanten Einschränkungen in der Arbeitsfä higkeit und im Haushalt kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversiche rung ergibt. 6.2 Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto erzielte die Beschwerdeführerin in den letzten vier Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens ein durchschnittli ches Einkommen von Fr. 52‘925.-- (2004: Fr. 60‘900.--, 2005: Fr. 39‘900.--, 2006: Fr. 53‘100.--, 2007: Fr. 57‘800.--; Urk. 7/6). Darauf stell t e die IV-Stelle im Vorbescheid vom 11. September 2012 ab ( Urk. 7/91). Das Einkommen von Fr. 52‘925.-- indexierte sie auf, wobei aus den Akten nicht hervorgeht, auf wel ches Jahr die Indexierung erfolgt e (angesichts der Berechnungen im Jahr 2011 wahrscheinlich 2010), und kam so auf ein Valideneinkommen von Fr. 57‘182.-- ( Urk. 7/39/6 und Urk. 7/88). Dieses blieb unbestritten ( Urk. 7/93/2) und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.

6.2 Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto erzielte die Beschwerdeführerin in den letzten vier Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens ein durchschnittli ches Einkommen von Fr. 52‘925.-- (2004: Fr. 60‘900.--, 2005: Fr. 39‘900.--, 2006: Fr. 53‘100.--, 2007: Fr. 57‘800.--; Urk. 7/6). Darauf stell t e die IV-Stelle im Vorbescheid vom 11. September 2012 ab ( Urk. 7/91). Das Einkommen von Fr. 52‘925.-- indexierte sie auf, wobei aus den Akten nicht hervorgeht, auf wel ches Jahr die Indexierung erfolgt e (angesichts der Berechnungen im Jahr 2011 wahrscheinlich 2010), und kam so auf ein Valideneinkommen von Fr. 57‘182.-- ( Urk. 7/39/6 und Urk. 7/88). Dieses blieb unbestritten ( Urk. 7/93/2) und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. 6.3

6.3 6.3.1 Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allge mein der Grundsatz, dass die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Als Richtschnur bei der Interessenabwägung kann gel ten, dass die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Verzicht auf schadenmin dernde Vorkehren Rentenleistungen auslösen würde (Urteil des Bundesgerichts I 365/03 vom 8. Juli 2004 E. 4.2 mit Hinweisen; BGE 113 V 32). Ein Rentenan spruch ist dann zu verneinen, wenn die versicherte Person selbst ohne Einglie derungsmassnahmen, nötigenfalls mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Urteil des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September 2011 E. 2 mit Hinweisen).

6.3.1 Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allge mein der Grundsatz, dass die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Als Richtschnur bei der Interessenabwägung kann gel ten, dass die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Verzicht auf schadenmin dernde Vorkehren Rentenleistungen auslösen würde (Urteil des Bundesgerichts I 365/03 vom 8. Juli 2004 E. 4.2 mit Hinweisen; BGE 113 V 32). Ein Rentenan spruch ist dann zu verneinen, wenn die versicherte Person selbst ohne Einglie derungsmassnahmen, nötigenfalls mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Urteil des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September 2011 E. 2 mit Hinweisen). Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit nach Art. 28 Abs. 2 IVG im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weite ren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort usw. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgegli chene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (Urteile des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September 2011 E. 2 und I 365/03 vom 8. Juli 2004 E. 4.2, beide mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist eine Betriebsaufgabe nur unter strenger Voraussetzung unzumutbar und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung auf recht erhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer ge wissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil des Bundesgerichts 9C_834/2011 vom 2. April 2012 E. 4).

Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit nach Art. 28 Abs. 2 IVG im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weite ren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort usw. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgegli chene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (Urteile des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September 2011 E. 2 und I 365/03 vom 8. Juli 2004 E. 4.2, beide mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist eine Betriebsaufgabe nur unter strenger Voraussetzung unzumutbar und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung auf recht erhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer ge wissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil des Bundesgerichts 9C_834/2011 vom 2. April 2012 E. 4). 6.3.2 Vorliegend fällt ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin in ihrer selbständigen Arbeitstätigkeit als Physiotherapeutin lediglich im Umfang von 50 % arbeitsfä hig ist, in einer angepassten Tätigkeit indes im Umfang von 70 %. Das von ihr hypothetisch ausgeübte Pensum von 73 % könnte sie demgemäss in einer lei densangepasste n Arbeit fast vollständig ausfüllen. Die hierbei zu erwartende Einkommenseinbusse ist dabei wesentlich kleiner, als wenn sie ihren Betrieb aufrechterhält. Zu berücksichtigen ist sodann, dass die mit Jahrgang 1970 noch junge Beschwerdeführerin eine verbleibende Erwerbsdauer von gut zwei Jahr zehnten vor sich hat, was die Betriebsaufgabe umso mehr als zweckmässig er scheinen lässt. Die Verwurzelung am Arbeitsort ist insofern irrelevant, als die Beschwerdeführerin am Betriebsort wohnt. Schliesslich ist die Betriebsaufgabe mit nur rudimentären wirtschaftlichen Nachteilen verbunden. Das Anlagever mögen belief sich per 31. Dezember 2007 auf Fr. 5‘101.-- ( Urk. 7/92/1).

6.3.2 Vorliegend fällt ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin in ihrer selbständigen Arbeitstätigkeit als Physiotherapeutin lediglich im Umfang von 50 % arbeitsfä hig ist, in einer angepassten Tätigkeit indes im Umfang von 70 %. Das von ihr hypothetisch ausgeübte Pensum von 73 % könnte sie demgemäss in einer lei densangepasste n Arbeit fast vollständig ausfüllen. Die hierbei zu erwartende Einkommenseinbusse ist dabei wesentlich kleiner, als wenn sie ihren Betrieb aufrechterhält. Zu berücksichtigen ist sodann, dass die mit Jahrgang 1970 noch junge Beschwerdeführerin eine verbleibende Erwerbsdauer von gut zwei Jahr zehnten vor sich hat, was die Betriebsaufgabe umso mehr als zweckmässig er scheinen lässt. Die Verwurzelung am Arbeitsort ist insofern irrelevant, als die Beschwerdeführerin am Betriebsort wohnt. Schliesslich ist die Betriebsaufgabe mit nur rudimentären wirtschaftlichen Nachteilen verbunden. Das Anlagever mögen belief sich per 31. Dezember 2007 auf Fr. 5‘101.-- ( Urk. 7/92/1). Problematisch bei einer Erwerbstätigkeit ausser Haus ist zweifellos die er schwerte Kinderbetreuung ( Urk. 7/39/3 Ziff. 3.2). Allerdings ist die Beschwer deführerin bereits entsprechend organisiert und verfügt über eine Tagesmutter ( Urk. 7/40/6 Ziff. 6.6).

Problematisch bei einer Erwerbstätigkeit ausser Haus ist zweifellos die er schwerte Kinderbetreuung ( Urk. 7/39/3 Ziff. 3.2). Allerdings ist die Beschwer deführerin bereits entsprechend organisiert und verfügt über eine Tagesmutter ( Urk. 7/40/6 Ziff. 6.6). Nach dem Gesagten überwiegen die Gesichtspunkte, die für eine Betriebsauf gabe und die Annahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit sprechen bei weitem, weshalb sich die Beschwerdeführerin ein entsprechendes Einkommen anrechnen lassen muss.

Nach dem Gesagten überwiegen die Gesichtspunkte, die für eine Betriebsauf gabe und die Annahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit sprechen bei weitem, weshalb sich die Beschwerdeführerin ein entsprechendes Einkommen anrechnen lassen muss. 6.3.3 Ausgehend von einem statistischen Einkommen (LSE) von monatlich Fr. 4‘225.-- für einfache und repetitive Tätigkeiten im Jahr 2010 (wobei sich allenfalls auch ein höheres Lohnniveau aufdrängen würde) ergibt sich bei einer durch schnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden ein hypo - thetisch er zielbarer Lohn von Fr. 52‘855.-- und für das noch zumutbare Pensum von Fr. 36‘998.--. Ein Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt sich bei den für die Be schwerdeführerin in Frage kommenden Tätigkeiten lediglich diskreten Ein schränkungen nicht.

6.3.3 Ausgehend von einem statistischen Einkommen (LSE) von monatlich Fr. 4‘225.-- für einfache und repetitive Tätigkeiten im Jahr 2010 (wobei sich allenfalls auch ein höheres Lohnniveau aufdrängen würde) ergibt sich bei einer durch schnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden ein hypo thetisch er zielbarer Lohn von Fr. 52‘855.-- und für das noch zumutbare Pensum von Fr. 36‘998.--. Ein Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt sich bei den für die Be schwerdeführerin in Frage kommenden Tätigkeiten lediglich diskreten Ein schränkungen nicht. 6.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 57‘182.-- und einem Invalideneinkom men von Fr. 36‘998.-- resultiert ein Invaliditätsgrad von 35 % im Erwerbsbe reich.

6.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 57‘182.-- und einem Invalideneinkom men von Fr. 36‘998.-- resultiert ein Invaliditätsgrad von 35 % im Erwerbsbe reich. 6.5 Damit erleidet die Beschwerdeführerin weder im Erwerbs- noch im Haushaltbe reich ( unbestrittenermassen 32.5 % ) eine Einschränkung von mindestens 40 %, weshalb ein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung ausser Betracht fällt und die Beschwerde auch unter diesem Titel abzuweisen ist.

6.5 Damit erleidet die Beschwerdeführerin weder im Erwerbs- noch im Haushaltbe reich ( unbestrittenermassen 32.5 % ) eine Einschränkung von mindestens 40 %, weshalb ein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung ausser Betracht fällt und die Beschwerde auch unter diesem Titel abzuweisen ist. 7. Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.

7. Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Walter Keller

Rechtsanwalt Dr. Walter Keller - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

GräubSonderegger