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Das ehemals industriell geprägte Maag-Areal im boomenden Westend von Zürich wurde in einem über zehnjährigen Entwicklungsprozess zu einem gemischt genutzten Stadtquartier transformiert. Die Freiraumgestaltung zielt auf die Ausbildung eines fliessenden Freiraumkontinuums von hoher Durchlässigkeit, die eine räumliche Verzahnung mit den umliegenden Freiräumen ermöglicht. Von der Hardbrücke kommend durchschreitet man eine Abfolge von differenten Stadträumen: vom harten Stadtplatz über den parkartigen Maaghof und hybriden Platzpark zum abgesenkten Pfingstweidpark. Der durchgehende «Stadtboden» mit teilgebietsspezifischer Ausformulierung, ist aufgespannt zwischen den Fassaden, ohne Strassenräume oder Parzellengrenzen abzuzeichnen.
Der urbane Mobimoplatz um das Hotelhochhaus und Bürogebäude wird geprägt durch hohe Öffentlichkeit und vielfältige Erschliessungsanforderungen. Der fraktal aufgebrochene Betonbelag ist gegliedert durch Kiesfelder mit mehrstämmigen Baumsträussen, Sitzebenen und tetraeder-artigen Pollern. Im Bereich der unterirdischen Einstellhalle wurzeln die Grossbäume in grossvolumigen «Erdkernen» die eine Verbindung zum Untergrund erlauben. Die mächtige «No Problem Sculpture» von Not Vital setzt einen stadträumlichen Akzent an der Arealeinfahrt.
Der parterreartiger «Platz-Park» beim «Wohnen am Pfingstweidpark» kann als ein «Hybrid mittlerer Härte» charakterisiert werden, mit durchgehendem Betonbelag, eingeschriebenen Belags- und Vegetationsfeldern und linearen Baumpflanzungen. Das fraktale Fugenbild des Mobimoplatzes wird hier in eine streng orthogonale Komposition aus Linien, Bändern und Feldern mit einer feinen Tektonik überführt. Flächige Staudenkissen und Heckenbänder prägen die gartenhaften Hofräume. Monotypischen Baumreihen durchmessen als lineares Baumballett den Raum und springen über verschiedene Grün- und Belagsfelder. Beim Wohnhochhaus am Gleisfeld weitet sich der Raum platzartig auf und schafft eine Anbindung an die Gleisbogenpromenade.
Der Maaghof bildet die grüne Mitte des hochverdichteten Maag-Areals. Der dichtbepflanzte Park ist präzise zwischen die hofbildende Bebauung eingespannt und öffnet sich als Landschaftsfenster zum Gleisfeld hin. In die weich modellierte Wiesenlandschaft ist ein peristaltisch, verschlungenes Wegnetz eingeschrieben. Klar geschichtete Pflanzhorizonte gliedern den Raum auf unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen. Organisch geformte Pflanzkissen mit aufrecht wachsenden Sträuchern und horstigen Gräsern umfassen Aufenthaltsbereiche und formen dramaturgisch spannungsvolle Wegräume. Darüber schwebt eine hainartige Baumwolke aus Schnurbäumen und mehrstämmigen Kleinbäumen, die einen transparenten «Laubfilter» zwischen den rigiden Wohnzeilen bilden.