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Das Rennfeuer
Ein Rennfeuer ist eine Technik zum Gewinnen von Eisen aus Eisenerz.
Dieses Verfahren wurde vermutlich schon um 2000 v. Ch im nahen Osten angewandt.
In Europa wurde die aufwendige Technik ab ca. 700 v.Ch beherrscht und erst in der Neuzeit durch Hochöfen verdrängt welche flüssiges Roheisen erzeugen.
In einem zweitägigen Verfahren wird, teils in einer Grube, ein kleiner Schacht errichtet. Kleine ebenerdige Öffnungen dienen zur Belüftung.
Der Rennofen wird warmgeheizt und dann wechselschichtig mit Holzkohle und fein zerkleinertem Erz befüllt.
Bei Temperaturen von 1000 bis 1100 °C verflüssigen sich die Steinbestandteile des Erzes zu Schlacke.
Diese läuft (rann, daher der Name) beim Abstich in die Herdgrube.
Der Rest, die Eisenoxide im Erz die in den metallischen Zustand reduziert sind, bleiben im festen Zustand.
Die sogenannte Luppe ist noch mit Schlacke und Holzkohle durchsetzt, die ausgeschmiedet werden müssen.
Marek Krähenbühl