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Umfrage zur gemeinsamen elterlichen Verantwortung
Im Namen der Schweizerischen Vereinigungen für Gemeinsame Elternschaft haben mannschafft und der VeV eine Umfrage bei allen amtierenden National- und Ständeräten durchgeführt. Wir wollten wissen, was die Parlamentarier von den Zielen unseres Gesetzesvorschlages halten. 46 von ihnen haben geantwortet - praktisch alle positiv!
Ergebnisse der Umfrage zur Gemeinsamen Elterlichen Verantwortung
Online-Befragung im September 2007; E-Mail an 200 Nationalräte und 46 Ständeräte (S), Antworten bis 30.9.07
Gestellte Fragen
- Väter sollen mehr Rechte und Pflichten in Sachen Kindererziehung erhalten
- Der Staat betrachtet Eltern als fähig, die Angelegenheiten in Bezug auf ihre Kinder selbst zu regeln
- Die betroffenen Eltern regeln solche Angelegenheiten so weit wie möglich selbst
- Der Staat unterstützt die Eltern beim Finden einer gütlichen Einigung
- Nur bei Versagen der Eltern greift der Staat (Richter, Behörden) ein
- Vater und Mutter sind zu gleichen Teilen für die Erziehung und Betreuung verantwortlich
- Eheliche und uneheliche Kinder werden in Bezug auf ihre Beziehung zu den Eltern gleich gestellt
- Als getrennt lebende Eltern haben sie sich, in einer Vereinbarung, über ihre Anteile an der Kinder-Betreuung sowie über die Verteilung der Unterhaltskosten zu verständigen.
- Können sich die Eltern bei diesen Fragen für das Kind nicht einigen, haben sie sich einem Vermittlungsverfahren zu unterziehen.
- Können sie sich selbst danach immer noch nicht einigen, so üben beide Elternteile die Betreuung des Kindes je zur Hälfte aus und der Richter entscheidet über die Einzelheiten.
- Wer dem anderen Elternteil die Wahrnehmung seiner Betreuungsaufgaben verweigert oder verunmöglicht, wird auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldbusse bestraft.
- Der Elternteil, bei dem sich das Kind aufhält, soll alltägliche sowie dringliche Entscheidungen für das Kind alleine treffen. Wichtige Entscheidungen für das Kind sind von beiden Elternteilen gemeinsam zu treffen.
- Unterstützen Sie eine gesetzliche Regelung der gemeinsamen elterlichen Sorge, die nach den oben genannten Kriterien ausgestaltet ist?
- Werden Sie die Diskussion in ihrer Partei bzw. im Parlament im Sinne Ihrer oben gegebenen Antworten zu beeinflussen suchen?
Die Fragen sind bei den antwortenden Parlamentariern auf weitgehende Zustimmung gestossen. Eine Ausnahme bildet die Frage 11 (Strafbarkeit der Umgangsvereitelung). Hier fielen die Antworten kontrovers aus. Es wird nun an den Parlamentariern liegen, die Gesetze so auszuformulieren, dass mehr als nur toter Buchstabe darstellen werden.
Die Ergebnisse als PDF finden Sie hier .