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(Pitschna)(Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2725 m. Wenig bedeutender Gipfel, rechts über dem
Val Fenga, zwischen diesem und einem der
Quellarme des das
Val Chöglias entwässernden
Baches und 1 km s. der österreichisch-schweizerischen Grenze.
2800-2116 m. Oberer, schweizerischer Anteil am österreichischen Fimberthal, das mit einer Länge von 16 km von der Fuorcla Tasna
nach NNO. absteigt, um bei Ischgl ins Paznaun (das zusammen mit dem Stanzerthal bei Landeck sich mit dem Innthal vereinigt)
auszumünden. Das Fimberthal ist eines der zahlreichen vom Silvrettamassiv aus nach N. absteigenden Thälchen.
Links wird es von der mächtigen Kette des Fluchthornes, rechts von der im Bürkelkopf gipfelnden n. Randkette des Samnaun begleitet.
Die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Oesterreich springt vom Gemsbleisspitz (5 km nördlich vom Fluchtborn) quer durch
das Thal zum Piz da Val Gronda und Spi da Chöglias (nahe dem Piz Roz) hinüber. Der schweizerische Abschnitt
des Thales, das Val Fenga, ist der grossartigere; er bildet einen Thalzirkus mit ebenem oder wenig gewelltem Boden und wird
von ziemlich beträchtlichen Firnfeldern umrahmt, von denen der Vadret da Fenga oder Fimberferner der mächtigste ist.
Darüber erheben sich Fluchthorn (3403, 3402 und 3344 m), Krone (3195 m), Grenzeckkopf (3051 m), der breite
Piz davo Lais (3030 m) und andere Hochgipfel. Diese grossartige Hochgebirgslandschaft zieht im Sommer zahlreiche Besucher
an, denen die ausgezeichnet eingerichtete Heidelbergerhütte des D. u. Oe. A. V. als Ausgangspunkt für ihre Exkursionen dient.
Die Hütte liegt auf Schweizer Boden. Die Alpweiden des Thales sind von altersher Eigentum der Gemeinden
Remüs und Sent im Engadin, werden aber von diesen zur Bewirtschaftung an Tiroler Sennen verpachtet.
Mit der Schweiz steht das Val Fenga in Verbindung über den Fimberpass oder Cuolmen Fenga (2612 m; ValFenga-ValSinestra-Remüs
4-5, umgekehrt 6 Stunden) und zwei andere Einschartungen (2598 m, s. vom Fimberpass; 2654 m, n. vom Fimberpass),
die gleichfalls ins ValChöglias-Sinestra hinüberführen und von denen der letztgenannte hauptsächlich bei der Besteigung
des Piz Roz von der Klubhütte aus begangen wird. Früher konnte der Fimberpass mit Wagen befahren werden; seitdem aber die
Eigentümer der Alpweiden auf deren eigene Bewirtschaftung verzichtet haben, liessen sie den Weg nicht mehr unterhalten,
so dass er heute blos noch als guter Maultierpfad gelten kann. In anderer Richtung führt die Fuorcla Tasna (2857 m) ohne
Schwierigkeiten über den Fimbergletscher ins Val Tasna und von da nach Fetan oder Ardez (5 oder, in umgekehrter
Richtung, 6½ Stunden).