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In den Walliser Alpen hat schmelzendes Gletschereis erneut menschliche Überreste freigegeben. Auf dem Corbassièregletscher oberhalb der Gemeinde Val de Bagnes fand die Polizei in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe am Montag Knochen eines Menschen.
Immer mehr Leichen freigelegt
Die Überreste wurden geborgen und an die Gerichtsmedizin weitergeleitet, wie die Kantonspolizei Wallis am Dienstag mitteilte. Für die Identifizierung der Knochen wurde zudem die kriminaltechnische Abteilung der Kantonspolizei beigezogen. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.
Aufgrund der Gletscherschmelze werden immer häufiger Leichen von Personen freigelegt, die seit Jahrzehnten verschwunden sind. Die Walliser Polizei verfügt über eine Liste mit Personen, die seit 1925 vermisst werden.
Bergung von Flugzeug geplant
Auf dem Aletschgletscher entdeckte ein Bergführer Anfang August Teile eines 1968 abgestürzten Flugzeugs. Aus dem Wrack wurden drei Leichen geborgen. Die Überreste der Maschine sollen in dieser Woche eingesammelt und ins Tal gebracht werden. Bei guter Witterung soll die Aktion am Donnerstag durchgeführt werden
Ende Juli waren Knochen auf dem Stockji-Gletscher in Zermatt VS gefunden worden. Damit konnte ein seit August 1990 vermisster deutscher Alpinist identifiziert werden. Der damals 27-jährige Mann wollte von Chamonix (F) zu Fuss nach Domodossola (I). Dort traf er nie ein. Suchaktionen blieben erfolglos.
Anfang August fanden Alpinisten auf dem Chessjen-Gletscher in der Gegend von Saas Fee VS ein weiteres Skelett. Dessen Identifizierung steht noch aus.
(sda/osc)