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Guardo - Aus Protest gegen ausbleibende Lohnzahlungen harren spanische Bergarbeiter seit Tagen in ihrer Mine einen halben Kilometer unter der Erde aus. Dass es dort unten keine Heizung gebe und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit, sei den 50 Männern egal.
Das sagte der Führer der Bergleute, Manuel Linares Grela, am Dienstag im nordspanischen Guardo einem AFP-Fotografen, der in die Mine hinabgefahren ist. Sie wollten mit der Aktion die spanische Regierung aufrütteln.
Die Bergarbeiter hatten sich am Donnerstag geweigert, wieder ans Tageslicht zu kommen, nachdem sie bisher für August nicht bezahlt wurden. Die Bergleute fürchten, dass sie auch für September keinen Lohn bekommen werden oder die Mine sogar schliessen wird.
Die Bergbaugesellschaft Union Minera del Norte (Uminsa) erklärte, sie habe derzeit kein Geld, weil spanische Energieerzeuger nicht genug heimische Kohle abnehmen würden. Die Bergleute wollen von der Regierung erreichen, dass Energieversorger einen garantierten Anteil heimischer Kohle kaufen müssen und nicht nur auf billigere Importkohle zurückgreifen.
Die Familien der Bergleute schickten den Streikenden Decken in den Schacht und Matratzen. Die Männer legten sie auf Tische und Transportwagen, um sie vom feuchten Boden fernzuhalten. Ein Arzt betreute die Bergarbeiter, falls sie gesundheitliche Probleme bekommen sollten.
SDA-ATS