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15. September 2021
19:44
Das Areal «Sonne» in Windisch wurde im Rahmen der kürzlich erfolgten Ortsplanungsrevision neu der Zentrumszone zugeteilt. Für Neuüberbauungen und Umgestaltungen, die das Quartierbild und die Quartierstruktur wesentlich verändern, sind Gestaltungspläne erforderlich – dies trifft auch auf das Areal «Sonne» zu.
Zentrale Elemente des Gestaltungsplans «Sonne» sind laut Planungsbericht zwei Baubereiche A und B, in denen eine vier- respektive fünfgeschossige Baute entstehen soll. Der Baubereich A orientiert sich zum Sonnenweg hin und nimmt bezüglich Höhen und Gliederung Bezug zum ansteigenden südlichen Quartier mit kleinteiligen Bauten. Der Baubereich B steht einerseits direkt und prominent an der Zürcherstrasse, und anderseits vermittelt er zwischen dem Wohnbereich zum Sonnenweg. Der Baukörper im Baubereich B bildet den städtebaulich prägenden Kopf einer mehrteiligen Abfolge von urbanen Bauten entlang der Zürcherstrasse. Der Sonnenweg soll weiterhin, mit Ausnahme der bisherigen Anstösser, autofrei sein.
Zürcherstrasse aufgewertet
Gleichzeitig unterliegt das Gebiet der Bestimmung «Aufwertung des Siedlungs- und Strassenraums». Der vorliegende Gestaltungsplan macht konkrete Aussagen zur Umgestaltung der Zürcherstrasse, die als Kantonsstrasse K117 entlang des Areals verläuft, stark belastet ist und aufgewertet werden soll. Die Schaffung einer Gewerbefläche im Erdgeschoss der neuen Bebauung und in unmittelbarer Zentrumsnähe trage zur gewünschten Aktivierung und Belebung bei; die übrige Wohnnutzung der beiden Baukörper entspreche voll und ganz der Innenentwicklungsstrategie der Siedlungsentwicklung gemäss kantonalem Richtplan.
Parallel zur vorliegenden Planung erfolgte die Erarbeitung des Gestaltungsplans für das gegenüberliegende Areal «Via Romana». Da beide Projekte ähnliche Anforderungen aufweisen, wurde die Entwicklung und Koordination der beiden Projekte im Rahmen eines Gutachterverfahrens aufeinander abgestimmt.
Die beiden Richtprojekte, die im Rahmen eines Gutachterverfahrens in drei gemeinsamen Workshops gegenübergestellt, gesamtheitlich beurteilt und weiterentwickelt wurden, dienten als Basis zur Definition der vorliegenden Gestaltungsgrundsätze. Die Vorstudie K117, erarbeitet von der Gemeinde Windisch und dem Kanton Aargau, gab den Rahmen für die Strassenraumgestaltung der Zürcherstrasse vor. Durch Abklärungen mit Behörden und Beizug von Fachexperten der Bereiche Denkmalpflege, Archäologie, Verkehr und Lärmschutz konnten wichtige Parameter für das Areal «Sonne» festgelegt werden. Beispielsweise wird im Rahmen des Gestaltungsplans entlang des Sonnenwegs ein gemeinschaftlich genutzter Freiraum festgelegt, der sich mit den Aussenräumen des angrenzenden Quartiers verbindet. Das sich im Besitz der Gemeinde Windisch befindende Spritzenhaus wurde dabei in die Überlegungen miteinbezogen.
Parallel zum Gestaltungsplanverfahren führte die Kantonsarchäologie Aargau bis zum Sommer archäologische Grabungen durch. Dabei wurden Lage und Ausmass der gemäss Richtprojekt vorgesehenen Baugrube berücksichtigt.
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