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Bulgariens früherer Präsident Georgi Parwanow hat drei Monate vor den Neuwahlen eine eigene Partei gegründet. Die Alternative für Bulgariens Wiedergeburt (ABW) ging am Samstag aus der gleichnamigen Bürgerbewegung Parwanows hervor.
Der 57-jährige frühere Sozialistenchef wurde bei der Gründungskonferenz in Sofia zum Vorsitzenden der neuen Partei gewählt. ABW wolle sich auf dem «Fundament der traditionellen Linken» behaupten, sagte Parwanow.
Im EU-Mitgliedsland Bulgarien soll es am 5. Oktober eine weitere vorgezogene Parlamentswahl geben. Parwanow setzt sich im Vorfeld der Abstimmung für das Erdgasprojekt South Stream mit Russland ein sowie für die Abschaffung der «sozial ungerechten» Einheitssteuer auf alle Einkommen. Um Regierungskrisen wie derzeit in Bulgarien zu vermeiden, will Parwanow eine Verfassungsänderung in Richtung Präsidentenstaat durchsetzen.
Vor seinen zwei Amtszeiten als Präsident war Parwanow bis Ende 2001 Vorsitzender der jetzt regierenden Sozialisten (BSP) gewesen. Wegen Dissidententätigkeit und Meinungsverschiedenheiten mit Sozialistenchef Sergej Stanischew wurde er im März aus der Partei ausgeschlossen. (sda/dpa)