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Die Wahrzeichen von Vientiane: Die Goldene Stupa und der Triumphbogen
Liebes Reisetagebuch,
für den heutigen Tag hatten wir uns zwei der bekanntesten Sightseeing Attraktionen Vientianes herausgepickt: Die Goldene Stupa und den Triumphbogen.
Mit dem Tuk Tuk ging es zunächst zum Pha That Luang (= Goldene Stupa). Der Legende nach, sollen bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. Missionare an diese Stelle eine Stupa errichtet haben. Als der König Sai Setthathirath I die Hauptstadt von Luang Prabang nach Vientiane verlegte, ließ er dann an der gleichen Stelle eine Stupa erbauen. Fertiggestellt wurde sie im 16. Jahrhundert. Für die Laoten ist die Goldene Stupa das nationale Wahrzeichen, welches den Buddhismus und die Unabhängigkeit Laos symbolisiert.
Auch den gleichnamigen Tempel, dem Wat That Luang Tai, direkt neben der Goldenen Stupa schauten wir uns noch an. Der liegende Buddha sowie die große bemalte Versammlungshalle sind definitiv einen Abstecher wert.
Das zweite Ziel des heutigen Tages war der Triumphbogen (= Patuxai), der irgendwie verloren in einem riesigen Kreisverkehr steht. Als Denkmal für Laos‘ Unabhängigkeit von Frankreich wurde Patuxai in den 60er Jahren erbaut, aber nie richtig fertiggestellt.
Auffällig ist, dass die Zahlen vier und sieben in den Abmessungen des 49 Meter hohen Bauwerks wiederkehren. In der Höhe, 7*7 Meter, und in den vier Säulen, die jeweils 4*4 Meter messen. Im Inneren des Triumphbogens befindet sich in der Kuppel eine indische Zeichnung. Schön und auch kitschig und im vollen Kontrast zu dem Betonbau.
Vom obersten Stockwerk des Monumentalbaus soll man eine gute Sicht auf Vientiane haben. Wir kauften uns zwei Tickets und stiegen die sieben Stockwerke nach oben. Auf den obersten Etagen durchquerten wir ein paar Souvenirshops, bis wir bei der sechsten Etage wieder ins Freie kamen. Das siebte Stockwerk befindet sich in der Mitte des Dachs und besteht aus einer kleinen Wendeltreppe in einem Turm. Die Sicht von oben auf das recht versmokte Vientiane ist nicht gerade berauschend, doch man bekommt einen tollen Überblick über die Stadt.
Unten angekommen, suchten wir uns das nächste Tuk Tuk. Wir hatten Hunger und Appetit auf ein Banh Mi Paté. Anscheinend soll es das beste Banh im PVO Restaurant geben, welches in der Nähe vom Wat Si Muang liegt. Wir gingen auf eine kleine Gruppe Tuk Tuks zu und los ging das Verhandeln um den Fahrtpreis. Erst nachdem ein Fahrer mitbekommen hatte, dass wir Deutsche sind, erhielten wir einen fairen Preis. Wie sich herausstellte, lebte unser Fahrer 30 Jahre in Deutschland bei Wangerooge und hat dort auch eine Ausbildung gemacht. Während er sich durch die Strassen schlängelte, erzählte er fleißig über seine Zeit in Deutschland und stellt die ein oder andere Frage. Die Fahrt verging so wie im Flug und zufrieden kamen wir im Wat Si Muang an.
Der Wat Si Muang gehört zu den meistbesuchten Tempel in Vientiane, da sie die Stadtsäule (= lák méuang), Heimat des Schutzgeistes der Stadt, enthält. Die Versammlungshalle (= sim) ist in zwei Räume aufgeteilt und rund um die Säule errichtet. Die von geweihten Tüchern umgebende Säule soll aus der Khmer Zeit stammen. Damit wäre die Anlage gute 1.000 Jahre alt.
Wir zogen unsere Schuhe aus und betraten die Eingangshalle des Sim, die nach Räucherstäbchen duftete. Leise durchquerten wir diese, um die Laoten nicht im Gebet zu stören. Ein gut besuchter Wat, der gerade frisch renoviert wurde. Nachdem wir uns alles in Ruhe angeschaut hatten – die Farben waren klasse – trieb uns der Hunger weiter.
Im gut befüllten PVO Restaurant ergatterten wir den letzten freien Tisch. Wir waren nicht die einzigen Europäer die dem guten Ruf des vietnamesischen Restaurants gefolgt sind. Wir entschieden uns für ein „Baguette mit allem“ sowie zwei Lemon Shakes. Das Baguette war ein Traum und in Vietnam habe ich kein besseres gegessen. Ein Abstecher, der sich absolut lohnt!
Bestückt mit zwei vietnamesischen Eiskaffees ging es über den Chao Anouvong Park zum gleichnamigen Denkmal und wieder zurück zu unserem Hotel. Bis zum Sonnenuntergang packten wir unsere Rucksäcke, bestellten ein Taxi zum Flughafen und suchten uns das Phak Khao La Restaurant für unser letztes Abendessen in Vientiane aus.