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Es ist ein Naturspektakel. Auf einer hohen Fichte sitzen gleich mehrere Waldohreulen. «Sie bilden während den Wintermonaten eine Schlafgemeinschaft», erklärt Forti Frei, Obmann Natur- und Vogelschutz beim Ornithologischen Verein Widnau. «Im März gehen sie dann eigene Wege, oder sie verlassen den Schlafbaum als Pärchen.»
Waldohreulen gehören zu den bedrohten Vogelarten. «In der Schweiz gibt es nur noch 3000 Brutpaare», so Frei. Dies sei zu wenig, um den Bestand langfristig zu erhalten.
Waldohreule
Die Waldohreule hat eine Körperlänge von 36cm und eine Flügelspannweite von 95cm. Markant sind die steil aufgerichteten Federohren (die gar keine Ohren sind) und die oranggelben Augen. Das Gefieder ist hellbraun mit einer rindenähnlichen Marmorierung.
Eulen seien auf halboffene Lebensräume angewiesen, auf lichte Waldbereiche mit strukturreichem Kulturland, so Frei. Diese fehlten aber in einer intensiven Landwirtschaft. Hinzu komme, dass Waldohreulen keine eigenen Nester bauen. «Sie nutzen die alten Nester von Krähen und Elstern.»