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Simona Aebersold, Joey Hadorn, Matthias Kyburz und Elena Roos schaffen in Neuenburg die erfolgreiche Titelverteidigung.
Die Sprint-Staffel steht erst seit ein paar Jahren bei internationalen Titelkämpfen im Programm. Bei der siebenten Austragung holte die Schweiz zum dritten Mal Gold - nach der Premiere bei der WM 2014 in Italien und der EM 2018 im Tessin.
Das Schweizer Mixed-Quartett setzte sich nach 56:55 Minuten, 15,4 km und 106 Posten mit 55 Sekunden Vorsprung auf Co-Favorit Schweden durch. Bronze ging an Norwegen mit anderthalb Minuten Rückstand.
Die Vorentscheidung zugunsten der Schweiz führten zwei Emporkömmlinge herbei. Simona Aebersold und Joey Hadorn, die vor der Coronavirus-Krise den Vorstoss in die Weltspitze bereits geschafft oder zumindest angedeutet hatten, holten auf den ersten zwei Sektionen eine halbe Minute Vorsprung heraus. Die beiden hatten bereits am vergangenen Wochenende mit dem Sieg an den Schweizer Meisterschaften in Zwingen ihre Top-Form unter Beweis gestellt. Der Sprint-Europameister Matthias Kyburz schickte die Schlussläuferin Elena Roos mit 52 Sekunden Vorsprung ins Rennen. Die Tessinerin behielt die Nerven im Griff und setzte sich nochmals etwas von Schweden ab. Die ETH-Absolventin war als einzige des Quartetts bereits 2018 in der Goldformation gestanden. Kyburz hatte 2014 Anteil am Sieg gehabt.
Simona Aebersold und Joey Hadorn feierten ihre erste Goldmedaille an Welt- oder Europameisterschaften in der Elitekategorie. «Ich wollte mit einem schnellen Start die Spitze übernehmen, damit ich in Ruhe laufen und entscheiden kann», sagte die Seeländerin. Dieses Unterfangen setzte sie um. Auch Roos profitierte zum Schluss davon, dass sie nicht durch eine Konkurrentin bedrängt wurde. Da nicht alle Läuferinnen dieselben Posten anlaufen mussten und der Weg teilweise in ein Labyrinth mit Absperrgittern führte, war höchste Konzentration gefragt. Roos löste die Aufgabe souverän und münzte wie schon 2018 die Vorarbeit ihrer Equipe in Gold um. Diesmal jubelte sie in der Maladière, dem Stadion von Neuchâtel Xamax.
«Es lief heute wie am Schnürchen», sagte Kyburz. Ein Vorsprung von fast einer Minute durfte nicht erwartet werden.