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1964 entstand in Loppiano bei Florenz die erste Siedlung der Fokolar-Bewegung. Heute leben dort etwa 800 Menschen aus 60 Ländern, vorwiegend Jugendliche und Familien. Viele von ihnen verbringen dort einige Monate oder ein bis zwei Jahre der Schulung, circa 300 Bewohner haben ihren festen Wohnsitz in Loppiano. Sie wollen Zeugnis geben von einer Gesellschaft, in der die gegenseitige Liebe "Grundgesetz" ist. Das ist der Grundgedanke dieser Siedlungen, von denen es inzwischen weltweit mehr als 30 gibt.
Je nach Nation haben die Siedlungen der Fokolar-Bewegung eine typische Prägung und Charakteristik: in Brasilien und in Asien sind Sozialstationen angeschlossen, in den USA ist sie Ort für die Begegnung zwischen verschiedenen Rassen und Religionen, in Deutschland hat sie eine ökumenische Ausrichtung (Ottmaring bei Augsburg). In Kamerun wurde die Siedlung Fontem zum Modell einer gleichberechtigten Entwicklung: das dort lebende Volk der Bangwa war wegen der hohen Kindersterblichkeit vom Aussterben bedroht. Heute blüht das Dorf und ist das Zentrum einer ganzen Region geworden.
In der Schweiz ist die Siedlung „Eckstein“ mit dem zugehörigen Begegnungs- und Bildungszentrum seit 1976 ein beliebter Treffpunkt. In Montet (Broye) in der französischen Schweiz befindet sich ein zweites internationales Begegnungs- und Bildungszentrum der Bewegung.