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Die Kombibahn in La Berra öffnet jedes Jahr am 1. Juli. Das ist später als andere Freiburger Bergbahnen. Grund dafür ist ein Abkommen, das die einzige Wildruhezone im Kanton Freiburg schützt. Grossrat Nicolas Galley (SVP) sieht darin eine «echte finanzielle Bremse», wie er in einem Fragenkatalog an den Staatsrat schreibt.
Darin fragt Galley, ob es nicht möglich wäre, früher zu öffnen. Die Wetterverhältnisse würden es schon zeitiger im Jahr erlauben, die Bike-Pisten zu benutzen. Oder es könnten Schulausflüge organisiert werden, auf denen die Kinder von Spezialisten sensibilisiert werden, schlägt der Grossrat vor. In seiner Antwort schreibt der Staatsrat, dass das Biken auch ohne die Kombibahn ausgeübt werden könne. «Dasselbe gilt für die Schulen, die die Region und die Wildruhezone jederzeit besuchen und die Sensibilisierung für den Schutz von Wildtieren als erfreuliches Ziel integrieren können.»
Bedingung für Konzession
Weiter fragt Nicolas Galley, ob das Ski- und Wandergebiet für diese Einschränkungen entschädigt werde. Die Bergbahnen hätten die Konzession unter der Bedingung erhalten, dass die Kombibahn ihren Betrieb frühestens am 1. Juli aufnimmt. «Es wurde keine Entschädigung vorgesehen, da es sich um eine Bedingung des Bundesamts für Verkehr für die Installation einer Seilbahn an diesem Standort handelte», so die Antwort seitens des Staatsrats. Die beiden Ranger, die den Auftrag haben, die Besucherinnen und Besucher auf die Vorschriften aufmerksam zu machen, werden entschädigt. Bussen verteilen die beiden Ranger nicht, sondern sie rapportieren ihre Beobachtungen an das Amt für Wald und Natur. Die Ausflügler werden daran erinnert, zwischen dem 1. Dezember und dem 30. Juni auf dem Weg zu bleiben und Hunde an der Leine zu führen. Für den Winter und das Frühjahr gibt es zwei verschiedene offizielle Routennetze.
Die einzige Wildruhezone
Aus der Antwort des Staatsrats geht hervor, dass die Wildruhezone 2013 im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens für die Kombibahn entstanden ist. Es ist die einzige Wildruhezone im Kanton mit Ausnahme der eidgenössischen Jagdbanngebiete. Der Kanton Bern hat im Vergleich 78 solcher Zonen. Sie werden errichtet, um die Wildtiere speziell im Winter zu schützen. «Zu den Tierarten, die im Kanton Freiburg am meisten zurückgegangen sind, gehören jene, die am empfindlichsten auf Störungen reagieren.» Um ihre Population aufrechtzuerhalten, werden weitere Wildruhezonen nötig sein, wie der Staatsrat weiter schreibt.