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Im Jahr 1896 gründete Julius Brann die gleichnamige Kaufhauskette Brann. 1900 zog man an die Bahnhofstrasse 75, wo aber bald schon der Platz knapp wurde (auf dem Foto ganz rechts). 1912 konnte man in das neu erstellt Gebäude an selber Adresse einziehen. Die Julius Brann AG war in den 30er Jahren das grösste Schweizer Detailhandelsunternehmen. 1939 übernahm Oscar Weber das Unternehmen und benannte es 1941 in Oscar Weber AG um. Anfang der 80er Jahre verschwanden die Oscar Weber Filialen immer mehr und wurden teilweise in EPA-Filialen (Einheispreis AG) umgewandelt. Für die Bahnhofstrasse 75 entschied man sich aber anders. Das Gebäude wurde 1984 für 30 Jahre an Manor (Maus und Nordmann) vermietet. Unterdessen ist der Vertrag abgelaufen, und der Besitzer der Immobilie (Swiss Life) möchte das Gebäude anderweitig vermieten. Eine Interessengemeinschaft wehrt sich gegen dieses Vorhaben. www.ig-manor-bahnhofstrasse.ch
Der 1971 in Betrieb genommene Lichterbaldachin war die erste Weihnachtsbeleuchtung, welche sich über die gesamte Länge der Bahnhofstrasse erstreckte. Sie war 34 Jahre in Betrieb, bis 2005 die moderne künstlerischen Variante „Timepiece“ als Ersatz installiert wurde. Diese weissen Neonröhren liessen bei der Bevölkerung allerdings kaum Weihnachtsstimmung aufkommen. Schon 2010 wurden diese wieder abgeschafft und durch die aktuelle Beleuchtung „Lucy“ ersetzt.
Hier fällt direkt auf, dass der Escher-Brunnen mit Denkmal nicht mehr am selben Ort steht. Der Brunnen wurde Ende der 60er-Jahre wegen dem Bau des Shop-Ville entfernt und um ein paar Meter versetzt wieder aufgebaut.
Aber nicht nur beim Escher-Denkmal gab es Änderungen. Beim ganz genauen Hinschauen bemerkt man, dass die Statuen seitlich der Bahnhofsuhr nicht mehr dieselben sind. Sogar die Löwen haben sich verändert.
Das Cinébref wurde 1937 als Aktualitätenkino eröffnet. Da man damals noch kein Fernseher im eigenen Zuhause hatte, ging man in diese Spielhäuser um die aktuelle Wochenschau mit Neuigkeiten aus aller Welt zu schauen. Ende der 80er hat das Kino an der Beatengasse schon mehrere Wandel durchlebt und endete als Nonstop Sexkino. Im Sommer 1993 wurde das Kino sowie auch das Gebäude am rechten Bildrand abgerissen.
Heute gibt es am selben Ort eine PKZ-Women Filiale und die Hiltl Dachterasse.
Auf dem Foto von 1894 sieht man das damals kürzlich erbaute Gebäude mit der Adresse Bahnhofplatz 1. An dieser Adresse befindet sich heute unter anderem eine Filiale des Apple-Partners Data Quest. Gleich daneben steht noch das alte Haus des Cafe und Restaurant Du Nord (Waisenhausgasse 8), welches 1895 schliesslich abgetragen und an dessen Stelle der Neubau des Bahnhofplatz 2 und 3 erstellt wurde. Das „du Nord“ bezog auch den Neubau und führte dort über viele Jahr das „Grand Cafe du Nord“. Seit dem Jahr 2000 ist in den selben Lokalitäten im Erdgeschoss die Newsbar und im ersten Stock das Restaurant Au Gratin.
Als dieses Foto im Jahr 1986 aufgenommen wurde, befanden sich die Gebäude gerade in der Vorbereitung, um ab Ende des selben Jahres als Theaterprovisorium genutzt werden zu können. Diese wurden ursprünglich von der Armee als Zeughaus, Reithalle und Stallung genutzt. Ab 1993 wurde dann per Volksabstimmung beschlossen, dass das Theater als fester Betrieb geführt werden kann. Weitere Bestandteile neben dem Theater sind das Restaurant Reithalle und die Bar Stall6.
Die Bahnhofshalle des Züricher Hauptbahnhofs während eines Umbaus im Jahre 1959. Im Hintergrund sind noch die grossen Lindt und Parisiennes Werbeschriften zu sehen. Wo früher Fahrräder abgestellt wurden, kehrt man heute in der Brasserie Federal ein. Seit 1997 können sich die Leute übrigens auf ihrer Reise sicherer schätzen: der von Niki de St. Phalle zum 150. jährigen Bahnhofsjubiläum geschenkte Engel (auf diesem Foto sieht man nur sein Hinterteil) beschützt von der Bahnhofsdecke aus die Reisenenden bei Tag und Nacht.
An dieser Ladenstrasse hat sich neben der Deckenbeleuchtung auch die Besetzung der Ladenlokale teilweise geändert. Globus betreibt auch heute noch die kleine Filiale im Zürcher Hauptbahnhof. Ebenso gibt es immer noch den Vilan, welcher aber schon auch wieder seit längerem Manor heisst. Hinten rechts erkennt man noch den Floristikladen Blume 2000, welcher aber nach der Jahrtausendwende veraltet getönt hätte und jetzt Blume 3000 heisst. Man ist nun also für die nächsten fast 1000 Jahre aktuell.
Das am 23. Juni 1889 errichtete Denkmal war nicht überall beliebt. Sogar die Armee musste den am Festtag frisch enthüllten Brunnen vor der verärgerten Arbeiterschaft schützen. Man prophezeite, dass das als Provokation betrachtete Escher-Denkmal früher oder später abgetragen werden müsse. Die geschah sogar, aber nur temporär: 1984 bis 1987 wurde das Shopville errichtet, und der Brunnen musste während der Bauzeit eingelagert werden.
Vor dem Bahnhof eingereiht stehen zwei Busse der Swissair, welche zwischen Zürich HB und Flughafen verkehren