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Der Ersatzneubau eines Wohnhauses mit Scheune befindet sich im Ortskern von Hofstetten. An Stelle des baufälligen Gebäudes tritt ein zweigeschossiges Haus mit Einliegerwohnung. Der Zugang erfolgt einerseits vom Ortskern her, andererseits rückwärtig über den langgezogenen Garten, wo sich an der Strasse ein Autounterstand mit Geräteraum befindet.
Der Ersatzbau übernimmt weitgehend Dachform und Fassadenfluchten des Bestandsbaus. Einzig die nordseitigen, mit flacherem Dach versehenen, Anbauten werden zugunsten einer besseren Belichtung eingekürzt. Ein offener Durchgang im Erdgeschoss verbindet den Garten im Norden mit dem Vorgarten im Süden und bietet einen gedeckten Zugang für die Wohnungen. Er befindet sich an der Schnittstelle von ehemaligem Wohnhaus und Scheune und wird akzentuiert durch den Einschnitt auf der Nordfassade und den Balkon auf der Südseite. Die 2-Zimmer-Wohnung befindet sich im Erdgeschoss auf der Westseite des Durchgangs. Der offene Wohn-/Essraum mit Küche öffnet sich gegen Westen zum privaten Sitzplatz. Ein Kern mit Dusche und Küche gliedert den offenen Grundriss der 5-Zimmer-Wohnung in Ess- und Wohnbereich. Beide orientieren sich zu den jeweiligen Gärten hin. Die einläufige Treppe folgt dem Dachverlauf und verbindet den überhohen Essraum mit der Galerie des Zimmergeschosses, das sich über die Einliegerwohnung und die ganze Gebäudelänge erstreckt. Im Bereich des volumetrischen Einschnittes und Balkons wird der Gang zum Steg, womit Tiefe und Höhe der ehemaligen Scheune erlebbar werden.
Materialisierung und Bauweise thematisieren das Vorhandene. Verputzte Aussenwände aus Dämmstein, akzentuierte Fensterleibungen mit Glattputz, leichte Dachvorsprünge aus Holz, Kupferrinnen und flache Dachziegel werden zeitgemäss eingesetzt und integrieren das Gebäude dennoch harmonisch in den dörflichen Kontext.