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Jährlich werden weltweit über 300.000 Babys mit Sichelzellkrankheit geboren. Wie es schon der Name beschreibt, sind bei dieser Krankheit die roten Blutkörperchen nicht rundlich, sondern sichelförmig. Dadurch verklumpen die roten Blutkörperchen miteinander und verstopfen kleine Blutgefäße, wodurch Entzündungen und Verschlüsse von Arterien entstehen.
Die seltene Krankheit führt zu einer schweren chronischen Blutarmut und äußert sich in Symptomen wie starke Schmerzen im ganzen Körper (Sichelzellkrise), lebensbedrohliche Durchblutungsstörungen, Schlaganfälle, Nieren-, Lungen- und Herzprobleme, Müdigkeit, Anfälligkeit für Infektionen, langsames Wachstum und Sehschwierigkeiten. Da Sichelzellen zudem sehr schnell abgebaut werden, entsteht zusätzlich eine chronische Blutarmut (Anämie). Die Lebenserwartung der Betroffenen ist durch die Sichelzellkrankheit gemindert und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.
Zum 10. Mal findet am 19. Juni der offizielle Tag der Sichelzellanämie statt. Diese 24 Stunden stehen unter dem offiziellen Motto „Shine a light on sickle cell“, um Aufmerksamkeit für die seltene, schwerwiegende Erbkrankheit zu schaffen.