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25 Spielsperren - Dieser Check ähnelt stark demjenigen von Almquist gegen Suri
Harte Checks und Körperspiel gehören zum Eishockey dazu wie das Toreschiessen. Doch manchmal wird es definitiv übertrieben - so wie im Falle von Adam Almquist und Raffi Torres.
Dass der EV Zug im ersten Finalspiel den SC Bern besiegt hat und den Innerschweizern somit das Break gelungen ist, gibt viel weniger zu reden als die 48. Minute, in der Reto Suri nach einem Check von Adam Almquist zu Boden ging. Der Verteidiger des SC Bern traf Suri mit voller Geschwindigkeit am Kopf. Der Stürmer des EV Zugs blutete stark aus dem Mund und musste vom Eis begleitet werden.
Laut MySports wurde Suri daraufhin nicht sofort ins Spital gebracht, sondern zuerst im Stadion gepflegt. Er wird vermutlich trotzdem nicht ohne Gehirnerschütterung davonkommen.
Auch wenn die Regeln in den letzten Jahren immer mehr zum Schutz der Spieler angepasst worden sind, gab es - vor allem in der körperbetonten NHL - so einige grobe und fahrlässige Checks. Man stelle sich vor, es wäre nicht der mit 79 kg verhältnismässig leichte Almquist auf Suri gesprungen, sondern eine Wand namens Zdeno Chara, der 205 cm gross ist und 113 kg auf die Waage bringt.
Ähnlicher Check in der NHL mit harten Folgen
Vor ziemlich genau sieben Jahren gab es in der NHL ebenfalls einen hässlichen Check, der demjenigen von Adam Almquist gegen Reto Suri ziemlich ähnelt. Raffi Torres hiess damals der Übeltäter, der Marian Hossa frontal erwischte und brutal zu Boden streckte. Hossa musste mit der Bahre vom Eis getragen werden und fiel mehrere Monate inklusive Beginn der Folgesaison aus. Für die Aktion bekam Torres 25 Spielsperren aufgebrummt, die später auf 21 reduziert wurden.
Das folgende Video analysiert den Check von Torres ziemlich genau und kann praktisch identisch auf denjenigen von Almquist angewendet werden. Drei Regelverstösse stechen besonders heraus: Behinderung, «Charging» (unerlaubter Körperangriff) und illegaler Check gegen den Kopf.
Almquist wird nicht gleich mit 25 Spielsperren rechnen müssen. Torres war nämlich ein Wiederholungstäter. Er wurde zuvor bereits in fünf verschiedenen Aktionen für mehrere Spiele gesperrt. Almquist hingegen ist noch nicht gross aufgefallen, weshalb er vermutlich mit deutlich weniger Spielsperren davonkommt.
Es war übrigens nicht die höchste Strafe in der Karriere von Torres: 2015 streckte er Jakob Silfverberg nieder und erhielt als Wiederholungstäter satte 41 Spielsperren. Danach war seine Karriere praktisch beendet.