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Statistisch gesehen verzehrt jeder Schweizer 38,1 Kilogramm Zucker pro Jahr. Dabei brauchen wir diesen Stoff gar nicht. Kohlenhydrate aus Getreide (Vollkorn), Kartoffeln, Hülsenfrüchten und frischem Obst liefern uns die nötige Energie, die der Körper benötigt. Zucker liefert uns nichts, ausser leere, überflüssige Kalorien die Übergewicht und eine Reihe von Krankheiten fördert.
Haushaltszucker (Saccharose) besteht aus einem Teil aus Traubenzucker (Glucose) und aus einem Teil Fruchtzucker (Fructose). Die beiden Stoffe werden im Körper unterschiedlich verarbeitet. Traubenzucker verarbeitet der Körper mit Hilfe des Hormons Insulin. Insulin benötigt es, damit der Traubenzucker in die Körperzellen aufgenommen werden kann, um so in den Kraftwerken der Zellen - den Mitochondrien - zu Energie zu werden. Gerät unser Insulinhaushalt ausser Kontrolle, entsteht Diabetes Mellitus Typ 2.
Fruchtzucker wird über den Dünndarm ans Blut abgegeben und landet in der Leber. Diese kann nun vorwiegend zwei Stoffe daraus bilden. Traubenzucker oder Fett. Dieses Fett wird nicht nur sichtbar als Hüftgold abgelagert, sondern auch innerlich. Ein hoher Verzehr von Fruchtzucker begünstigt eine Fettleber, die schon Kinder bekommen können. Eine Fettleber, ähnlich wie Alkoholiker sie bekommen. Sie kann ein frühes Anzeichen des Metabolischen Syndroms sein, das ein ganzes Bündel von Krankheiten begünstigt: Diabetes Mellitus Typ 2, Adipositas und Herzkreislauferkrankungen.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Fruchtzucker weniger satt macht als andere Zuckerarten. Dies birgt die Gefahr, mehr zu essen. Dennoch werden immer mehr Produkte mit Fruchtzucker gesüsst, wie beispielsweise Ketchup, Sossen und Müesli. Das Wort "Frucht" lässt Zucker harmlos erscheinen, deshalb werben sogar einige Hersteller damit.
Süsser Geschmack verkauft sich gut, deshalb enthalten fast alle Fertiggerichte Zucker. Zucker aktiviert zudem das so genannte Belohnungssystem im Gehirn. Es werden "Glückshormone" ausgeschüttet, die uns veranlassen noch mehr Zucker zu wollen. Nicht selten entsteht dadurch Kontrollverlust und Essgelüste.
In eine tägliche gesunde Ernährung gehören demnach möglichst viele frische unverarbeitete Produkte wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Wie bei allem ist es eine Frage der Häufigkeit und Dosis: Bei einem aktiven Lebensstil kann Zucker in den richtigen Mengen problemlos genossen werden.
Wer mehr zum Thema Zucker erfahren möchte: Es finden immer wieder Kurse dazu statt, siehe Kurse.