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Sperren in Graubünden
Alles was das Herz eines Sperrenbegeisterten begehrt – auf einer Seite.
Alle 250 Sperren verteilt auf 40 Festungen in Graubünden inklusive Bilder und Geschichte finden Sie hier in unserem Sperrenarchiv. Werden Sie zum Experten zum Thema Festungen in Graubünden bequem von ihrem Wohnzimmer aus.
1284 Gadenstätt - Stelserberg
Weitere Sperren
Gadenstätt - Stelserberg
Beschreibung
Auffallend ist, dass im gesamten Bündnerischen Abwehrdispositiv des Zweiten Weltkrieges keine einzige feste Sperre direkt an der Grenze gebaut worden war, sondern dass man die ersten Sperren teilweise über 10 km zurückversetzt von der Grenze erstellte (Ova Spin auf dem Ofenpass, Berninapass, Malojapass). Das grenznahe Vorland wurde genutzt, um den Gegner in einem Verzögerungskampf mit beweglicher Infanterie zu schwächen und seinen Nachschub mit der Sprengung von Brücken und anderer neuralgischer Verkehrsinfrastruktur zu behindern.
Die Konsequenz dieser Strategie war, dass man teilweise auf topografisch ideale Sperrstellen in Grenznähe verzichten und die Sperre dann an weniger geeigneten Stellen errichten musste.

Sperrstellenkurzbeschreibung:
Augenfällig ist die Tatsache des Verzichts auf einen Bau der Festungsanlagen bei Engpässen in drekter Grenznähe in St. Antönien, dem grössten Seitental des Prättigaus in Richtung österreichischer Grenze. Es wäre festungsbautechnisch leicht gewesen, die Passübergänge an der Grenze (z.B. Grüen Fürggli, Gruebenpass, Palseggenpass) mit einfachen Mitteln zu sperren. Darauf wurde verzichtet. Stattdesen errichtete man bei St. Antönien Ascharina eine Vorsperre, die die Talenge mit 2 Mgs sperren konnte. Die Hauptsperre befand sich erst unterhalb von St. Antönien Ascharina. Man war dadurch gezwungen, die etwa 3 km breite unübersichtliche westliche Talflanke in Richtung Stelserberg zu befestigen. Für diese aufwändige Sperre mussten so insgesamt 12 Kavernen- oder Bunkerstellungen erbaut werden.
Standorte und Bewaffnung