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Selbstlosigkeit hat sich in der Evolution nicht, wie bisher angenommen, mit zunehmender Gehirnmasse oder Intelligenz entwickelt. Forscher der Universität Zürich haben in Kollaboration mit internationalen Forschern herausgefunden, welcher Faktor den sozialen Umgang entscheidend prägt. Denn nicht nur Menschen handeln uneigennützig, auch einige Affenarten opfern sich für andere auf, ohne direkt davon zu profitieren. Unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen, verhalten sich viel seltener altruistisch als Krallenäffchen.
Jungenaufzucht als Gruppenarbeit
Die Studie, Link öffnet in einem neuen Fenster ergab, dass die Arten, die uneigennützig handeln, ihre Jungen gemeinschaftlich aufziehen – nebst der Mutter kümmern sich auch Väter, Geschwister und andere Sippenmitglieder um den Nachwuchs. Zum Beispiel war dies bei goldenen Löwenäffchen zu beobachten. Sie handeln hochgradig gemeinnützig und sorgen für das Wohl ihrer Gruppenmitglieder.
Für die in «Nature Communications» publizierte Studie wurden Sozialverbände von 15 verschiedenen Primatenarten untersucht (siehe Box: Versuchsanordnung). In einer ähnlichen Anordnung testeten die Forscher zum Vergleich, wie altruistisch Kinder im Kindergartenalter handeln.
Versuchsanordnung
Ausserhalb des Geheges und der Reichweite der Tiere wurde ein Leckerbissen auf ein bewegliches Brett gelegt, das mit Hilfe eines Griffs herangezogen werden konnte. Jedoch konnte das Tier, das daran zog, die Belohnung nicht selbst erhalten, sondern nur sein Artgenosse (siehe unten stehendes Video des Experiments mit Weisskopfsakis).