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Ernst Krummenacher (*1919) liess das viergeschossige Mehrfamilienhaus im Stadtteil St. Georgen im Jahr 1960 durch das St. Galler Architekturbüro Willy Stäbler (1920–2011) errichten. Es handelt sich um einen schlichten Putzbau unter Flachdach; einzelne Bauelemente werden durch hellroten Anstrich hervorgehoben (bspw. Balkone). Für die künstlerische Ausstattung beauftragte Krummenacher den jungen Künstler und Glasmaler Heinrich Stäubli (1926–2016), eine grossformatige Betonverglasung zu entwerfen und im Sommer 1960 auszuführen. Die Betonverglasung ist als vertikales Band oberhalb des Eingangsbereich in die Fassade eingelassen. Die Platzierung der Glasmalerei lässt fälschlicherweise ein dahinter liegendes Treppenhaus vermuten. Tatsächlich wird das Langbau durch ein mittig liegendes Treppenhaus erschlossen, die Betonverglasung zieht sich stattdessen durch alle Geschosse und die zugehörigen Wohnungen.
Der Architekt Willy Stäbler hatte mit Heinrich Stäubli bereits zwei Jahre zuvor für den Neubau und die künstlerische Ausstattung des Restaurants Adler in St. Georgen zusammengearbeitet. Möglicherweise empfahl Stäbler den Glasmaler an Krummenacher.
Osterwalder, J. (2011, März 1.). In Dorf und Welt daheim. St. Galler Tagblatt. Letzter Zugriff 25.01.2022, https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen-gossau-rorschach/in-dorf-und-welt-daheim-ld.314496.
Stäbler, W. (1997). Tausend Jahre St. Georgen. Eine Chronik. o. V.