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In der Schweiz wird jährlich bei rund 270 Personen ein Hodgkin-Lymphom diagnostiziert, rund 30 sterben jedes Jahr daran.
Das Hodgkin-Lymphom gehört zu den selteneren Krebsarten. Weltweit erkranken jedes Jahr rund 83'000 Menschen daran.
Um zu verstehen, was ein Hodgkin-Lymphom ist, ist es hilfreich, etwas über das Lymphsystem (auch bekannt als das lymphatische System) zu wissen.
Das Lymphsystem ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems, das den Organismus vor Infektionen und Krankheiten schützt. Es durchläuft den gesamten Körper und besteht aus einem Netzwerk von Lymphgefässen, Lymphknoten und lymphatischen Organen. Die Lymphknoten bestehen aus bestimmten Typen von Lymphozyten.
Es gibt zwei Haupttypen von Lymphozyten:
Das Hodgkin Lymphom beginnt normalerweise in B-Lymphozyten
Das Hodgkin-Lymphom ist nach dem britischen Arzt Thomas Hodgkin (1798–1866) benannt, der die Krankheit im Jahr 1832 zum ersten Mal beschrieb.
Rund 95 Prozent aller Fälle sind klassische Hodgkin-Lymphome (cHL). Die Krebszellen bei dieser Form sind in der Regel eine abnorme Art von B-Lymphozyten und werden Reed-Sternberg-Zellen genannt.
Unterschieden werden 4 Formen des klassischen Hodgkin-Lymphoms:
Die meisten Betroffenen zeigen eine leicht tastbare und oft schmerzlose Schwellung eines oder mehrerer Lymphknoten am Hals, in der Achselhöhle oder in der Leistenbeuge. Die betroffene Stelle kann nach dem Genuss von Alkohol schmerzhaft werden. Sie kann sich im Laufe der Zeit vergrössern oder es können neue vergrösserte Lymphknoten in der Nähe oder in anderen Teilen des Körpers auftreten.
Dennoch: Die meisten vergrösserten Lymphknoten sind kein Anzeichen für ein Hodgkin-Lymphom. Besonders bei Kindern sind die meisten vergrösserten Lymphknoten durch eine Infektion verursacht. Die betroffenen Lymphknoten schmerzen in der Regel, wenn sie berührt werden.
Weitere, sogenannte B-Symptome, sind:
Weitere mögliche Symptome sind:
Diese Symptome können auch andere, harmlosere Ursachen als eine Krebserkrankung haben. Sie sollten jedoch immer ärztlich abgeklärt werden. Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen.
Die Risikofaktoren für die Erkrankung an einem Hodgkin-Lymphom sind bis heute noch unklar und das Vorhandensein eines oder mehrerer Risikofaktoren bedeutet nicht, dass die Krankheit auch wirklich auftritt. Viele Menschen, die am Hodgkin-Lymphom erkranken, haben nur wenige oder keine bekannten Risikofaktoren.
Zu den bekannten Risikofaktoren zählen:
Weitere mögliche Risikofaktoren sind:
Nur wenige der Risikofaktoren für das Hodgkin-Lymphom können beeinflusst werden. Deshalb ist es aktuell nicht möglich, die Mehrheit der Krankheitsfälle zu verhindern.
Ein beeinflussbarer Risikofaktor ist das Rauchen. Der Verzicht auf Tabak kann das Risiko, am Hodgkin-Lymphom zu erkranken, minimieren.
Nach einer Hodgkin-Lymphom-Diagnose bestehen gute Aussichten auf langfristige Heilung. Zur Behandlung des Hodgkin-Lymphoms kommen generell die Chemotherapie mit oder ohne Strahlentherapie zum Einsatz. Mögliche Optionen bei Wiederauftreten der Erkrankung oder wenn die Therapie nicht anschlägt, sind die Stammzelltransplantation, die zielgerichtete Therapie oder die Immuntherapie.
In der Schweiz wird jährlich bei rund 270 Personen ein Hodgkin-Lymphom diagnostiziert.2Betroffen sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 30 Jahren.