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Die amerikanische Comedy-Serie „Silicon Valley“ wurde im November 2014 erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Die Produktion aus dem Hause HBO lief auf dem Bezahlsender „Sky Atlantic“ und umfasst bislang fünf Staffeln, mindestens eine weitere ist jedoch geplant.
Wie der Name bereits verrät, spielt sich das Geschehen der Serie im Tal der Start-Ups, Technikgeeks und IT-Experten ab. Einer davon ist der Entwickler Richard, der auf seinen Durchbruch im Silicon Valley wartet, denn keine seiner bisherigen Ideen hatte sonderlich viel Erfolg. Zusammen mit seinen Freunden Big Head, Bertram und Dinesh lebt und arbeitet er im sogenannten „Hacker Hostel“, einem Gründerzentrum, in dem die jungen Visionäre an ihren Ideen feilen können. Die Räumlichkeiten werden von Erlich zur Verfügung gestellt, der im Gegenzug zehn Prozent des möglichen Gewinns erhält.
Als Richard einen Kompressionsalgorithmus schreibt, mit dessen Hilfe man Songs erkennen und die Daten ohne Qualitätsverlust komprimieren kann, scheint die Gruppe ihrem Traum näher zu kommen. Schnell wird Richard vor die Wahl gestellt: Er kann das eben gegründete Unternehmen, das den Namen „Pied Piper“ erhält, für zehn Millionen Dollar verkaufen oder den Weg der Selbstständigkeit wählen. Die Gruppe entscheidet sich für die zweite Variante und hat fortan mit jeder Menge Probleme zu kämpfen. Das konkurrierende Unternehmen „Hooli“ zum Beispiel arbeitet an dem gleichen Logarithmus und erzielt schnell weitaus größere Fortschritte als Richard und seine Freunde. Erst im letzten Moment, während einer Veranstaltung, in der beide Unternehmen ihren jeweiligen Stand präsentieren, gelingt ihm eine drastische Verbesserung, sodass „Hooli“ ausgestochen werden kann.
„Silicon Valley“ ist eine kurzweilige Serie mit aktuellem Bezug. Ob es dafür wirklich mehr als fünf Staffel braucht, sei dahingestellt – warum sollte man schließlich einstellen, was derart gute Einschaltquoten bringt? Anspruchsvoll wird die HBO-Produktion allerdings nie. Gut und Böse sind klar aufgeteilt: Auf der einen Seite befinden sich die jungen Gründer, auf der Gegenseite der gierige Konzern „Hooli“, der an Google angelehnt ist. Ansonsten bedient sich auch „Silicon Valley“ einer Vielzahl von Klischees, angefangen mit der Unfähigkeit der Freunde im Umgang mit Frauen (von denen es zu Beginn der Serie übrigens kaum welche gab, erst nach öffentlicher Kritik gab es auch weibliche Hauptrollen), bis hin zur Überforderung Richards mit dem neu entstandenen Druck. Davon jedoch abgesehen, ist die Serie genau das, was sie sein will: Eine unterhaltsame Sitcom, die von ihren Charakteren lebt, der Gegenwart einen Spiegel vorhält und dabei auch noch witzig ist.