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Titel des Forschungsprojektes
Lernen, dem Alkohol zu widerstehen: Inhibitionstraining für Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit
Inhalt und Ziele des Forschungsprojektes
Im Projekt wird die Wirkung eines computergestützten Inhibitionstrainings untersucht. Dabei üben alkoholabhängige Patienten, ihre Reaktionen auf alkoholbezogene Reize (z.B. Alkoholreklamen) zu kontrollieren.
Hauptziel ist, den Einfluss des Trainings auf die Häufigkeit und die Intensität des Alkoholkonsums während und nach der Behandlung zu untersuchen. Zusätzlich wird noch der Frage nachgegangen, ob die Tageszeit des Trainings einen Einfluss auf den Behandlungseffekt hat, denn körpereigenes Cortisol, das v.a. am Morgen gebildet wird, könnte den Lerneffekt verstärken. Ausserdem wird die Hirnaktivität der Patienten vor und nach dem Training untersucht, um festzustellen, welche neurophysiologischen Prozesse durch das Training verändert werden und wie deren Bezug zum Behandlungserfolg ist.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojektes
Alkoholabhängigkeit ist eine der am weitesten verbreiteten psychischen Störungen mit beträchtlichem Schadenpotenzial. Neurowissenschaftliche Forschung zeigte, dass bei alkoholabhängigen Patienten alkoholbezogene Reize automatisch eine zu starke Anreizwirkung auslösen, die zum Grossteil auf unbewussten Prozessen beruht und dass ausserdem die Kontrollprozesse (z.B. die Inhibition) zu schwach sind. Trainingsverfahren, die diese Anreizwirkung schwächen oder die Kontrolle stärken, können die Rückfallverhütung bei Alkoholabhängigkeit wirkungsvoll ergänzen.