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Zum ersten Mal seit vier Jahren bestritten an einem WTA-Turnier zwei Qualifikantinnen den Final. Clara Tauson (WTA 139) - vor zwei Jahren bei den Juniorinnen die Nummer 1 der Welt und Gewinnerin des Australian Open - wurde dabei ihrer Favoritenrolle gerecht. Die 18-jährige Dänin gab während der sieben Indoors-Partien in Lyon keinen einzigen Satz ab.
Schon im Januar in den Emiraten hatte Tauson einen Final (am 25'000-Dollar-Turnier von Fajairah) gegen Viktorija Golubic gewonnen, damals noch in drei Sätzen. Das zweite Aufeinandertreffen verlief weniger spannend: Golubic erwischte zwar einen Blitzstart und führte 2:0, verlor danach aber vier Games in Folge und lief permanent Rückständen hinterher. Den ersten Satz gewann Tauson nach 50 Minuten mit dem fünften Satzball, womit Golubics Widerstand bereits gebrochen war.
Trotz der deutlichen Finalniederlage durfte Viktorija Golubic mit ihrer Turnierwoche sehr zufrieden sein. Sie siegte nach überstandener Qualifikation im Hauptfeld sowohl gegen Vera Lapko (in der 1. Runde) wie gegen Fiona Ferro (im Halbfinal) in drei Sätzen und jeweils nach Breakrückstand im Entscheidungssatz.
Golubic stand erst zum dritten Mal in ihrer Karriere in einem Final: Vor fünf Jahren feierte sie in Gstaad (im Final gegen Kiki Bertens) den bislang einzigen Turniersieg in ihrer Karriere; drei Monate später folgte in Linz ein zweites Endspiel. Mit Caroline Garcia (WTA 47) und Fiona Ferro (WTA 46) besiegte Golubic in Lyon erstmals seit anderthalb Jahren wieder Top-100-Spielerinnen.
In der Weltrangliste nähert sich Viktorija Golubic dank der sechs Siege in Lyon wieder den Top 100 an. Am Montag spuckt der WTA-Computer sie als Nummer 101 aus. Vor vier Jahren ist Golubic im Ranking bis auf Platz 51 vorgestossen.
Clara Tauson verbessert sich sogar von Position 139 auf Platz 96 - und die Dänin bleibt weiterhin unter Wert klassiert. Denn sie kann in den nächsten Monaten voll punkten: In Lyon bestritt sie erst ihr drittes Tour-Turnier.