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Inhalt dieses Fachartikels:
- Was bedeutet der Augendruck?
- Wie ensteht hoher Augendruck?
- Welche Risikofaktoren beeinflussen den Druck in den Augen?
- Messungsmethoden
- Folgen des hohen Druckes im Auge
- Vorbeugungsmassnahmen
- Zusammenfassung
Der Augendruck
Der Augendruck ist entscheidend für die Sehfähigkeit. Er gewährleistet die Stabilität der einzelnen Schichten und gibt dem Auge seine Form. Der Normalwert für den Augeninnendruck eines Erwachsenen liegt bei 10 bis 21 mmHg. Der äussere Augendruck beträgt etwa 5 mmHg.
Der Augeninnendruck ist abhängig vom Kammerwasser. Kammerwasser bildet sich im Ziliarkörper des Auges. Über das Kammerwasser wird die Ernährung von Linse und Hornhaut sichergestellt. Die Regulierung des Augeninnendrucks erfolgt über den Abfluss des Kammerwassers.
Wie entsteht hoher Augendruck? (Ursachen)
Sobald der Ausgleich zwischen Produktion und Abfluss des Kammerwassers nicht mehr gewährleistet ist, steigt der Augeninnendruck.
Die Ursache für zu hohen Augendruck kann sowohl in einer erhöhten Kammerwasserproduktion als auch in einer Beeinträchtigung des Abflusses liegen. Krankheiten, Fehlbildungen sowie die Einnahme bestimmter Medikamente kommen als Auslöser in Frage.
Welche Risikofaktoren beeinflussen den Augeninnendruck?
In seltenen Fällen neigen Patienten auf Grund genetischer Faktoren zur Entstehung eines erhöhten Augeninnendrucks. Dunkelhäutige Personen leiden häufiger unter erhöhtem Augeninnendruck als hellhäutige Menschen.
Die Gefahr eines erhöhten Augendrucks steigt mit zunehmendem Alter. Oft sind Menschen mit starker Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie Patienten mit chronischen Augenentzündungen betroffen.
Migräne und Diabetes können zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks führen. Wenn die Erhöhung des Augeninnendrucks festgestellt wird, sollten auch die Nebenwirkungen eingenommener Medikamente Beachtung finden.
Wie wird der Augeninnendruck gemessen?
Der Augeninnendruck wird vom Augenarzt gemessen. Vor einer Messung führt der Augenarzt eine genaue Anamnese durch, um Risikofaktoren für eine Erhöhung des Augeninnendrucks schnell zu erkennen.
Die Messung des Augeninnendrucks wird auch als Tonometrie bezeichnet. Möglich ist eine erste Messung durch Fingerdruck auf das halbgeschlossene Auge des Patienten. Diese Methode ermöglicht Ärzten mit langjähriger Erfahrung bereits eine erste, sehr verlässliche Einschätzung.
Die qualifizierte Messung erfolgt mit dem Applanationstometer. Mit dieser nach Goldmann entwickelten Apparatur wird die Kraft gemessen, die notwendig ist, um ein Druckkörperchen soweit in die Hornhaut zu drücken, dass eine Fläche von 3 Millimetern abgeflacht wird.
Über die gemessene Kraft kann der Augendruck dargestellt werden. Die Applanationstonometrie gilt als die am häufigsten genutzte und sicherste Methode zur Messung des Augendrucks.
Ein weiteres Verfahren zur Messung des Augendrucks ist die Impressionstonometrie. Bei der nach Schiötz entwickelten Methode wird der Augeninnendruck durch einen Stift festgestellt.
Der Augendruck lässt sich in Abhängigkeit vom Einsinken des Stiftes in die Hornhaut feststellen. Wenn der Augendruck im normalen Bereich liegt, sinkt der Stift tief ein. Bei erhöhtem Augendruck kann der Stift nur minimal einsinken.
Eine dritte Methode zur Messung des Augeninnendruckes stellt die Luftstoss-Tonometrie dar. Dabei erfolgt die Abplattung der Hornhaut durch einen Luftstoss. Über die Messung der Abplattung kann der Augendruck festgestellt werden. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass kein direkter mechanischer Kontakt notwendig ist.
Die Tonometrie mit Hilfe eines Tono-Pens findet auch bei starken Unregelmässigkeiten in der Hornhaut Anwendung. Mit Hilfe der Spitze des Tono-Pens, der an die Hornhaut gehalten wird, kann der Augendruck dargestellt werden.
Welche Folgen hat ein erhöhter Augendruck?
Zu hoher Augendruck kann zu einer irreversiblen Schädigung des Sehnervs, der Netzhaut sowie zur Minderung der Sehfähigkeit bis hin zur Erblindung führen. Die Zunahme des Augendrucks bleibt lange unbemerkt.
Zur Vorbeugung wird die kontinuierliche Prüfung des Augendrucks durch den Augenarzt für Patienten ab dem 40. Lebensjahr empfohlen.
Erhöhter Augeninnendruck gilt als eine Ursache für die Bildung eines Grünen Stars (Glaukom). Möglich ist jedoch auch das Auftreten eines Glaukoms ohne gleichzeitige Zunahme des Augendrucks.
Das Glaukom löst in den meisten Fällen keine Schmerzen aus. In seltenen Fällen kommt es zu einem schmerzhaften Glaukom-Anfall. Patienten berichten zudem von plötzlich auftretenden starken Kopf- oder Augenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Der Glaukom-Anfall stellt einen Notfall dar und muss sofort behandelt werden.
Möglichkeiten zur Vorbeugung
Die wichtigste Möglichkeit, um einer Erhöhung des Augeninnendrucks vorzubeugen, ist die kontinuierliche Überprüfung durch den Augenarzt.
Ab einem Alter von 40 Jahren sollte der Besuch des Augenarztes und eine Augendruckmessung mindestens einmal jährlich eingeplant werden.
Zudem sollten vor allem Menschen, in deren Familien Augenerkrankungen wie der Grüne Star gehäuft auftreten, auf jede Veränderung der Sehfähigkeit achten.
Gesunde Ernährung und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie die tägliche Bewegung stärken die Durchblutung und tragen zu einer Gesunderhaltung der Augen bei.
Zusammenfassung
Hoher Augendruck kann zu ernsthaften Erkrankungen des Auges und zum Verlust der Sehfähigkeit führen.
Eine gesunde Lebensweise, die Beachtung von Veränderungen der Sehkraft und die kontinuierliche Prüfung des Augeninnendrucks helfen, Schädigungen des Auges zu vermeiden bzw. so früh wie möglich medikamentöse oder operative Therapien einzusetzen.
Bei erhöhtem Augendruck muss zuerst die Ursache festgestellt werden. Anschliessend wird Ihr Augenarzt eine drucksenkende Therapie einleiten und wenn möglich das zugrunde liegende Problem beheben.
Unser Augenarzt in Zürich Opfikon neben Schwamendingen misst gerne Ihren Augendruck und bei Problemem berät Sie und behandelt Sie gerne.