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Gibt es heute noch Überlebende von der Titanic?
Alle Überlebenden der Titanic sind tot. Als letzte starb am 31. Mai 2009 Millvina Dean, sie wohnte im Süden von England. Sie überlebte den Untergang der Titanic als Passagierin der Dritten Klasse im Alter von zehn Wochen, zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder, ihr Vater starb. Sie lebte in einem Pflegeheim, da sie seit einem Unfall vor ein paar Jahren nicht mehr gehen konnte. Sie war geistig bis zu ihrem Tod topfit. Millvina nahm an drei Generalversammlungen des Titanic-Verein Schweiz teil. Sie war seit 1993 Ehrenmitglied unseres Vereins.
Hätte eine Frontalkollision mit dem Eisberg den Untergang verhindern können?
Es ist richtig, dass bei einer Frontalkollision die Titanic vermutlich nicht gesunken wäre. Mit einem eingedrückten Bug hätte sie wohl einen Hafen erreichen können, die Folge einer frontalen Kollision wären neben grossem Sachschaden dutzende Verletzte oder Tote gewesen. Die Option eines solchen Zusammenstosses ergibt sich aber erst im Wissen um den Ausgang des gewählten Manövers. Den Offizieren auf der Brücke fehlte dieses Wissen um den Untergang der Titanic, wie wir es heute haben. Ihre Aufgabe war es, eine Kollision zu verhindern. Sie haben es beinahe geschafft.
Wer heute glaubt, die Titanic hätte direkt auf den Eisberg gesteuert werden sollen, der kann sich folgende Situation vorstellen: An einer Strasse mit einer leichten Kurve steht ein einzelner Baum, ohne ein weiteres Hindernis in Sicht. Wer würde (überhöhte Geschwindigkeit vorausgesetzt) den Baum ansteuern um sich auf die Airbags zu verlassen? Die meisten würden wohl zu Recht versuchen, dem Baum auszuweichen, um einen Unfall gänzlich zu vermeiden, obwohl genau dies beim Überschlagen des Autos für die Insassen schlimmere Folgen haben kann.
Die Offiziere der Titanic wollten das Schiff ganz in Sicherheit bringen – nicht auszudenken, wie peinlich eine entsprechende Kollision gewesen wäre. Dass es noch viel schlimmer kommt, konnte niemand ahnen.
Es kursieren viele Zahlen über Opfer und Überlebende. Wie viele waren wirklich and Bord, und wie viele haben überlebt?
In der Tat findet man in vielen Büchern, Dokumentarfilmen und Webpages sehr unterschiedliche Zahlen. Vor allem in Amerika scheint der Trend anzuhalten, die Zahl der Opfer möglichst hoch und die der Überlebenden klein zu halten, um die Tragödie noch schlimmer zu machen, als sie war. In der Tat klingt es tragischer, wenn „über 1.500 Menschen“ starben, als „fast 1.500 Menschen“. Der TVS versucht aber die Geschichte auch in dieser Frage so neutral wie möglich anzugehen. Die meisten Zahlen zu Opfern und Überlebenden sind nichts mehr als aus verschiedenen Quellen überlieferte Zahlen. Auf diese Quellen wird vertraut, ohne dass man weiss, wie sie sich zusammensetzen.
TVS-Mitglied Hermann Söldner hat sich als erster die Mühe gemacht, nicht nur mit den Zahlen zu jonglieren, sondern die Namen zu ordnen, Listen zu bereinigen und dann zusammenzuzählen. Sein Resultat: Total an Bord: 2.208 Menschen, 1.496 Opfer und 712 Überlebende.
Seit der Veröffentlichung dieser Zahlen im Jahr 2000 haben wir verschiedene Autoren in aller Welt aufgefordert, die Liste auf Fehler durchzusehen. Vor allem diejenigen, die zum Beispiel an 705 Überlebenden festhalten, sollten doch von der Liste mit 712 Namen sieben streichen können, Leute also, die den Untergang nicht überlebt haben. Das gleiche gilt für die Opfer. Wenn es mehr als 1.500 Opfer gewesen sind, dann müsste sich doch die Liste der 1.496 Namen um ein paar Namen verlängern lassen. Doch seit Jahren findet niemand einen Namen, der in Hermann Söldners Liste fehlt oder zuviel ist. Darum können wir mit grosser Sicherheit davon ausgehen, dass die Zahlen seiner Statistik stimmen, auch wenn einige Titanic-Forscher nicht die Grösse haben, ihre früher verwendeten Zahlen anzupassen. Hermann Söldners Listen gibt es hier.
Auf den Listen fehlt ein Name eines Verwandten oder Bekannten meiner Familie. Warum?
Wer einen Namen vermisst, der ist mit grösster Sicherheit einem Hochstapler aufgesessen – so schmerzhaft das im Falle eines Verwandten auch sein mag. Hunderte Menschen haben nach dem Untergang behauptet, auch dabei gewesen zu sein. Noch mehr haben angeblich das Schiff verpasst oder wären an Bord gewesen, wenn nicht dieses oder jenes dazwischen gekommen wäre. Wir kennen viele dieser Geschichten. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie sind erfunden und halten keiner Überprüfung stand. Wer also einen Namen vermisst, darf sich gerne melden, aber bitte nur mit Tickets, Bestätigungsschreiben der White Star Line, von Bord geschickten Postkarten oder ähnlichen Belegen.
Stimmt es, dass die Titanic aus schlechtem Stahl gebaut wurde und darum sank?
Die Titanic wurde mit dem zu jener Zeit für Schiffe üblichen Baustahl gebaut, also der gleiche Stahl, mit dem auch alle Schiffe gebaut wurden, die nicht sanken. Aus heutiger Sicht ist der Stahl in der Tat minderwertig, er wird bei tiefen Temperaturen spröde. Die Wassertemparatur in jener Nacht lag um den Gefrierpunkt, es ist also wahrscheinlich, dass der Stahl bei der Kollision grössere Beschädigungen davontrug als heutiger Schiffbaustahl.
Gibt es einen Nachbau der Titanic?
Seit Jahren gelangen immer wieder Firmen und Privatleute an die Öffentlichkeit und erzählen, dass sie die Titanic nachbauen wollen. In der Tat ist der Gedanke reizvoll, mit all dem Wissen über das Schiff eine Kopie zu schaffen um uns eine noch bessere Vorstellung zu geben über die Titanic, ja um die Titanic wirklich zu spüren. Alle diese Nachbauprojekte haben etwas gemeinsam. Es werden Computeranimationen und Pressemappen produziert um Investoren anzulocken. Es werden Chefdesigner ernannt und Daten für die Jungfernfahrt genannt. Und dann nach einigen Monaten oder Jahren wird es still, ganz still um das Projekt. Doch warum scheitern diese Vorhaben? Natürlich ist es nicht ganz einfach ein Schiff zu vermarkten, das eine Kopie sein soll von jenem Schiff, das Amerika nie erreichte. Ausser Schifffahrtsbegeisterten und morbiden Zeitgenossen dürfte kaum jemand mit dem Schiff fahren wollen. Viel cleverer wäre es, aus Marketinggründen zu versuchen, die erfolgreiche Schwester Olympic nachzubauen.
Doch ist es überhaupt möglich, die Titanic nachzubauen? Die Frage sollte heissen, wann ist ein modernes Schiff ein Nachbau der Titanic? Niemand trauert den menschenunwürdigen Bedingungen in den Kessel- und Maschinenräumen nach. Aber kann ein moderner Dieselmotor die Vibration, den Geruch, den Kohlestaub und das Ambiente eines Dampfschiffes ersetzen? Wenn nein, dann müsste man auch die Dampfmaschinen nachbauen – doch das praktische Wissen um diese Maschinen ist verlorengegangen. Die Titanic wurde von Millionen von Nieten zusammengehalten. Ein solches Schiff würde heute keine Betriebsbewilligung erhalten, die Nieten müssten als Attrappen aufgeklebt werden. Und die Titanic ist ja auch in die Geschichte eingegangen als ein Schiff mit zu wenig Rettungsbooten. All die fehlenden Boote müssten „versteckt“ werden, was grössere Eingriffe ins Schiffdesign bedeutet. Über das Innere der Titanic wissen wir fast gar nichts, es sind nicht einmal 50 Fotos aus dem Innern der Titanic bekannt. Einige Räume sind gut dokumentiert, aber wir wissen nicht mal wie das berühmte Treppenhaus der Titanic aussah – auch hier würde ein Nachbau der Olympic mehr Sinn machen.
Es ist durchaus davon auszugehen, dass es irgendwann ein Schiff (oder mehrere) geben wird, dessen Silhouette an die Titanic erinnert und in dem einige Räume rekonstruiert sind. Aber ein Nachbau würde ja auch bedeuten, dass die wenigsten Passagiere über ein eigenes Bad/WC in der Kabine verfügen. Und wenn alles auf die heutigen Ansprüche angepasst würde, ist es dann noch ein Nachbau? Können wir uns dann trotzdem in die Zeit hineinversetzen? Ein „richtiger“ Nachbau wär ein extremer Abenteuerurlaub für Superreiche – ein Widerspruch, genau wie ein Titanic-Nachbau in sich unsinnig wäre (ausser aus kommerziellen Gründen), denn die richtige Titanic wurde ja nur durch den Untergang unsinkbar.
Als Museum oder Hotel ist ein teilweiser Nachbau durchaus denkbar, weil er an Land nicht allen Ansprüchen eines Schiffes genügen muss, und vermutlich das Gefühl an Bord zu sein eher aufkommen kann, da die Attrappen auch exakter sein können als bei einem Funktonsfähigen Schiff – ähnlich dem partiellen Nachbau der Titanic für Camerons Titanic-Film.
Wer trägt die Schuld am Untergang der Titanic?
Die Schuldfrage ist nicht einfach zu beantworten. Wie meistens bei solchen Katastrophen ist erst das Zusammenspiel zahlreicher Faktoren notwendig, damit es überhaupt so weit kommt. Im Falle der Titanic waren es Dutzende solcher Faktoren, wie zum Beispiel: Die gesetzlichen Vorschriften jener Zeit, das Wetter, die Technikhörigkeit, die Jahreszeit und der milde Winter im Vorjahr, die der Witterung nicht angepasste Geschwindigkeit, der Kohlestreik in England in jenen Wochen, die Angewohnheiten der Kapitäne auf der Route, die Konstruktion der Titanic, die Sprachenvielfalt an Bord, die Rivalität auf dem Nordatlantik, Missverständnisse, die Uhrzeit des Unglücks, menschliche Fehlentscheidungen, die verwendeten Baustoffe, die astronomischen Umstände jener Nacht, die Ausbildung der involvierten Besatzungsmitglieder, der Fahrplan der Reederei u.s.w. Die Liste liesse sich fast beliebig verlängern – hätte man aber nur einen Faktor ausschalten können, bewusst oder unbewusst, so wäre vermutlich die Titanic nicht gesunken, oder aber viel mehr Menschen hätten gerettet werden können. Aber gerade die Vielfalt an sehr aussergewöhnlichen Faktoren macht den Untergang der Titanic aus heutiger Sicht zur „perfekten Katastrophe“.
Warum war die Titanic nicht ausgebucht auf ihrer Jungfernfahrt?
Heute möchte man glauben, dass die Titanic damals in aller Munde war und ihre erste Überfahrt ein gesellschaftliches Ereignis erster Güte. Doch die Titanic war relativ unbekannt und lediglich Vielreisenden und Schiffsinteressierten ein Begriff. Schiffe mussten sich jedoch auch damals schon bewähren. Erst nach vielen Jahren gab es eine Anzahl Stammkunden, die, wenn immer möglich, nur mit diesem oder jenem Schiff fuhren. Die Titanic war neu, und obwohl infolge des Kohlestreiks andere Schiffe ihre Überfahrten absagen mussten, fanden sich nicht genug Passagiere, um das Schiff ganz zu füllen. Es war nämlich nicht Hochsaison, doch gerade die Passagiere der Ersten Klasse planten ihre Reisen wenn möglich immer zur gleichen Jahreszeit, nur wenige nahmen dann Rücksicht auf ein bestimmtes Schiff. Glücklicherweise war die Titanic nicht voll ausgebucht, sonst wären beim Untergang noch viele Menschen mehr gestorben.
Ist die alte Rose im Spielfilm von James Cameron eine echte Überlebende, oder wird sie von einer Schauspielerin gespielt?
Die ganze Geschichte, die den Handlungsstrang um Rose und Jack ausmacht, ist fiktiv. Also auch die alte Rose. Trotzdem erinnert einem die von Gloria Stuart gespielte „Old Rose“ an richtige Überlebende der Titanic, nicht an eine, sondern an mehrere. So wurden ihr und anderen fiktiven Charakteren im Film Aussagen von Überlebenden in den Mund gelegt.
Wie war das mit dem Schiff, das nicht zur Hilfe kam?
Es ist richtig, dass von der sinkenden Titanic aus Lichter am Horizont gesehen wurden, die viele Überlebende für Schiffslicher hielten. Andere Überlebende dagegen waren der Meinung, es sei ein besonders heller Stern gewesen. Bereits im April 1912 wurde intensiv nach dem Schiff gesucht, das in der Nähe der Titanic gewesen sein könnte und das deren Notsignale missachtet hat. Ein verdächtiges Schiff wurde ermittelt: Die Californian von der Leyland Line. Besatzungsmitglieder hatten zugegeben, dass von ihrem Schiff aus in der fraglichen Nacht Raketen gesichtet wurden, die von einem anderen Schiff abgeschossen worden sind. Allerdings liegt die Position der Californian in der Nacht zum 15. April 1912 vermutlich zu weit entfernt von der letzten Position der Titanic, als dass sich die beiden Schiffe direkt gesehen haben können. Die Nautiker auf der Californian müssten sich bei ihrer Positionsbestimmung deutlich verrechnet haben und/oder die Californian müsste einer aussergewöhnlich starken Strömung ausgesetzt gewesen sein, wenn sie wirklich in Sichtweite der sinkenden Titanic gewesen ist.
Auch von dem Dampfer Mount Temple aus sollen in jener Nacht die Notraketen der Titanic gesehen worden sein, ohne dass darauf reagiert wurde. Diese Gerüchte wurden 1912 im Vergleich zu den Vorwürfen gegenüber der Californian nur oberflächlich untersucht und vom Kapitän der Mount Temple als gegenstandslos abgetan.
Im Laufe der Jahre wurden immer wieder Schiffe genannt, die angeblich das Schiff waren, das von der sinkenden Titanic aus gesehen wurde, aber dem untergehenden Liner nicht zu Hilfe kamen; zum Teil waren es Besatzungsmitglieder jener Schiffe, die mit diesen Selbstbezichtigungen in die Öffentlichkeit gingen. Alle dieser späteren Bezichtigunen konnten bisher mit sicheren Quellen widerlegt werden.
Bekannt ist, dass am Morgen des 15. April 1912 in jenem Seegebiet ausser dem Rettungsschiff Carpathia auch die Mount Temple und die Californian waren und sich gegenseitig gesehen haben. Auf dem Weg von ihrer nächtlichen Position zu Notrufposition der Titanic und danach zur Carpathia, die an anderer Stelle die Überlebenden aus den Rettungsbooten aufnahm, sah die Californian noch ein weiteres Schiff, die Almerian, die sich damit auch in der Nähe aufgehalten hatte und von der Tragödie der Titanic nichts wusste, da sie keine Funkstation an Bord hatte.
Bis heute konnte nicht zweifelsfrei ermittelt werden, welches Schiff in Sichtweite des Untergangs der Titanic keinen Rettungsversuch unternommen hat – sofern das helle Licht nicht doch nur ein Stern gewesen ist.
Was bedeutet das R.M.S. in „R.M.S. Titanic“?
R.M.S. steht für „Royal Mail Ship“, also „Königliches Postschiff“. Nicht jedes Schiff durfte Post befördern, das ist übrigens noch heute so. Wenn also ein Schiff von der Postverwaltung für sicher und schnell genug empfunden wurde, dann schloss man mit der Reederei einen Vertrag über die Beförderung von Postsendungen ab. Es war nicht nur eine Art „Auszeichnung“, ein „Königliches Postschiff“ zu betreiben, sondern es war auch lukrativ, zahlte doch die Post für jeden beförderten Postsack Geld. Ein sehr sicheres Geschäft.
Andere Bezeichungen die man ab und zu sieht: „S.S. Titanic“ steht für „Steam Ship“ (Dampfschiff) oder „T.S.S. Titanic“ steht für „Tripple Screw Steamer“ (Dreischrauben-Dampfer).
Und wenn wir schon den Namen der Titanic analysieren: Der Name Titanic passt in die Tradition der White Star Line, welche die meisten ihrer Schiffe mit der Endung -ic taufte. Und die „Titanen“ waren jene griechischen Halbgötter, welche im Kampf mit Zeus unterlagen. Ironischerweise nahm der Name somit das Schicksal geradezu vorweg. Das war sicherlich nicht die Absicht der Namensgeber, etwas „titanisches“ wird in erster Linie mit Grösse und Stärke assoziiert, nicht mit Niederlage.
Ist es nicht furchtbar, wie heute das Wrack der Titanic von Grabräubern geplündert wird?
Dieser Meinung darf man natürlich sein, in unserem Verein darf jeder denken und in der TiPo veröffentlichen, was er will, das gilt auch für die Bergungsfrage. Die meisten Titanicer waren anfänglich sehr skeptisch gegenüber der Bergung von Artefakten, da der Mitentdecker Dr. Robert D. Ballard alle an der Bergung beteiligten Wissenschafter als Grabräuber beschimpfte. Erst nach und nach wurde bekannt, wie sehr Ballard genau dies selber tun wollte, doch als schlechter Verlierer das Lager wechselte. Von den meisten Wracks werden Gegenstände geborgen und auch verkauft, in manchen Fällen liegt der Untergang auch weniger weit zurück als bei der Titanic. Natürlich ist der Gedanke verlockend, dass alles unberührt bleibt, doch wem würde das nutzen? Wenn die Titanic wirklich ein Mahnmal sein soll, dann muss man sie besuchen können, doch das ist technisch heute für breite Massen nicht möglich. Können wir nicht mehr von den Gegenständen lernen, wenn wir sie bergen, statt sie zerfallen zu lassen? Wenn wir nicht zur Titanic können, dann kann sie vielleicht auf diese Weise zu uns kommen? Dreidimensionale Exponate bewegen mehr als Fotos oder Filme derselben. Viele TItanicer sind heute der Ansicht, dass Bergungen in Ordnung sind, solange die Sachen nicht verkauft werden. Doch genau dort liegt auch das Risiko für die Artefakte. Seit der feindlichen Übernahme der Firma RMS Titanic Inc. (welche die Bergerechte innehat) im Jahr 1999 unterstehen die Artefakte einer Geschäftsleitung, die aus Profitgier mehrmals versucht hatte, die Gegenstände zu verkaufen. Die Rechtsstreits dauern an und der Titanic-Verein Schweiz beobachtet die Entwicklung genau. Die Bergungsfrage wird wohl immer wieder Anlass zu berechtigten Diskussionen geben. Im Titanic-Verein Schweiz sind alle Meinungen willkommen.
Warum hatte die Titanic zu wenig Rettungsboote an Bord?
Die Titanic hatte zwar nicht für alle an Bord einen Platz im Rettungsboot, trotzdem hatte sie nicht zuwenig Rettungsboote. Wie das möglich ist? Die White Star Line erfüllte die zu jener Zeit gültigen gesetzlichen Vorschriften. Ein Emigrantendampfer (als solcher war die Titanic registriert) musste ab einer Grösse von 10.000 BRT 16 Rettungsboote mit sich führen. Diese Vorschrift des Britischen Handelsministeriums stammte aus dem Jahr 1894, als es kaum grössere Schiffe gab. Die Titanic hatte mit 20 Booten (14 Rettungsboote zu 65 Personen, 2 Notboote zu 40 Personen und 4 Faltboote zu 47 Personen) Platz für 1.178 Menschen in den Rettungsbooten, mehr als vom Gesetzgeber verlangt. Man rechnete auch nicht damit, dass man das Schiff vor dem Eintreffen eines Rettungsschiffes verlassen musste, die Boote waren in erster Linie zum Übersetzen der Passagiere gedacht.
Da aber diese Gesetze bald ändern sollten, installierte die White Star Line in weiser Vorraussicht neuartige Bootskräne des Ingenieurs Axel Welin. Mit diesen Davits konnte man nacheinander mehrere Boote zu Wasser lassen. Ein Nachrüsten der Titanic wäre bei einer Gesetzesänderung also problemlos möglich gewesen. Bis dahin wartete man jedoch ab und gönnte den Passagieren der Ersten und Zweiten Klasse ein aufgeräumtes Bootsdeck. Praktisch kein grösseres Schiff fuhr damals mit mehr Booten als nötig, erst nach dem Untergang wurden die Gesetze angepasst, doch die Reedereien rüsteten ihre Schiffe sofort freiwillig nach. „Genug Boote für alle“, über Nacht war dies ein gutes Verkaufsargument.
Da es an Bord der Titanic nicht nur zu wenig Boote gab, ist es fraglich, ob in jener Nacht mehr Boote auch mehr Menschen das Leben gerettet hätten.
Wo gibt es Ausstellungen über die Titanic?
Neben kleinen, lokalen Ausstellungen gibt es auch grosse Wanderausstellungen oder sogar permanente Titanic-Museen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen konventionellen Titanic-Ausstellungen und sogenannten Artefakte-Ausstellungen, die fast ausschliesslich mit vom Meeresboden geborgenen Exponaten bestückt sind.
Stimmt es, dass die Schwesternschiffe Olympic und Titanic 1912 vertauscht wurden, weil die Olympic nach mehreren Unfällen schrottreif war und so alias Titanic versenkt wurde, um die Versicherung zu betrügen?
Dieses abstruse Geschichte war in erster Linie ein Verkaufsgag für das Buch „The Riddle of the Titanic“ (dt. „Die Titanic-Verschwörung“). In einem Kapitel verfolgt das Autorenduo die Idee, dass die Olympic versenkt wurde, während die Titanic als Olympic bis 1935 im Dienst stand. Die Autoren glauben, dass nur die Namenschilder vertauscht werden mussten. Wer sich aber mit der Geschichte der Schiffe der Olympic-Klasse befasst, weiss, dass die Schwesternschiffe dutzende Unterschiede aufwiesen. Hunderte, teilweise viele Tonnen schwere Bauteile waren mit den Baunummern der Schiffe versehen. Alle diese Teile hätten innerhalb weniger Stunden diskret vertauscht werden müssen, von einer handvoll Männer, die das Geheimnis in ihr Grab mitnehmen mussten. Denn alle geborgenen Artefakte, die mit solchen Baunummern versehen waren, trugen die Baunummer „401“ der Titanic. Auch die Crew der Titanic – pardon Olympic – hätte natürlich eingeweiht werden müssen, denn ein Schiff, das seit zehn Monaten im Dienst ist, hätte kein Seemann fraglos als nagelneu akzeptiert. Und wenn man schon die Versicherung betrügen wollte, dann hätte man kaum das Schiff unterversichert. Die Idee der Verschwörung klingt im ersten Moment raffiniert, taugt aber zu nichts mehr als zur Erheiterung über die Tatsache, wie clever und einfach man mit der Titanic Geld machen kann.
Der Zusammenstoss zwischen der Olympic und der Hawke (hier nach der Kollision) soll nach Ansicht einiger Phantasten zu einem Versicherungsschwindel geführt haben.
Hat der Kapitän der Titanic den Untergang überlebt?
Nein, der 62-jährige Edward John Smith starb in der Untergangsnacht. Wann und unter welchen Umständen er ums Leben kam, ist nicht genau überliefert, es gibt mindestens ein halbes Dutzend mehr oder weniger heroische Geschichten über sein Ende, links im Bild ist die Legende abgebildet, wie er ein Baby zu einem Rettungsboot brachte und sich danach abwendete und seine Rettung verweigerte. Neben Kapitän Smith kamen auch der Chefoffizier Henry Tingle Wilde und der 1. Offizier William McMaster Murdoch ums Leben. Das ranghöchste Crewmitglied unter den Überlebenden war der 2. Offizier Charles Herbert Lightoller.
Könnte sich eine solche Katastrophe heute wiederholen?
Bei einer solchen Katastrophe spielen immer viele Faktoren mit. Diese Faktoren verändern sich stets und sind nie gleich. Die Frage muss somit aufgesplittet werden. Noch immer sinken jährlich zahlreiche Schiffe nach Kollisionen mit Eisbergen, darunter auch immer wieder grössere Passagierschiffe. Die Vorschriften zum Rettungsmaterial, das ein Passagierschiff heute mitführen muss, sind nicht mehr dieselben, und so ist das Risiko von einer so hohen Opferzahl relativ gering. Ausserdem ist heute die Kommuniktion an Bord einfacher und auch Notrufe können auf effizientere Weise abgesetzt werden. Das Risiko einer „identischen“ Katastrophe ist also sehr klein, doch es wäre vermessen zu behaupten, dass sich bei einer Verkettung unglücklicher Umstände eine ähnliche Katastrophe mit verschobenen Faktoren nicht jederzeit wieder abspielen könnte.
Stimmt es, dass die Titanic das „Blaue Band“ für die schnellste Atlantiküberfahrt holen wollte?
Besonders im deutschen Sprachraum ist die Legende weit verbreitet, dass die Titanic auf ihrer Rekordfahrt um das Blaue Band (Auszeichnung für die schnellste Atlantiküberquerung) mit einem Eisberg kollidierte und sank. Die Beharrlichkeit, mit der sich die Legende hält, verdanken wir dem in unserem Sprachraum am weitesten verbreiteten Titanicbuch: „Titanic, Die Tragödie eines Ozeanriesen“ von Josef Pelz von Felinau. Dem Buch stand ein angeblicher überlebender Offizier der Titanic Pate, Max Dittmar-Pittmann. Obwohl das Buch als Roman künstlerische Freiheit zulässt, betonte der Autor immer wieder, wie historisch exakt seine Schilderung sei.
Die Titanic war aber für eine solche Rekordfahrt gänzlich ungeignet. Sie hatte eine maximale Geschwindigkeit von ca. 24 Knoten. Zu jener Zeit hiess die Rekordhalterin Mauretania und brachte es bereits 1909 auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit (!) auf der Westpassage von 26.06 Knoten. Das viel kleinere Schiff war mit einer wesentlich leistungsfähigeren Maschinenanlage ausgerüstet als die grössere Titanic. Von einer Rekordfahrt um das Blaue Band kann also nicht die Rede sein, viel mehr setzte die White Star Line auf Grösse, Zuverlässigkeit und Komfort.
Ganz unwichtig war aber die Geschwindigkeit nicht. Es gab durchaus Bestrebungen, die Titanic möglichst schnell über den Atlantik zu „jagen“, um bei der prestigeträchtigen ersten Fahrt vielleicht eine Schlagzeile zu erhaschen, wonach der neue Liner unerwartet schnell sei. Es ging nicht um einen Streckenrekord, sondern die Titanic sollte einfach überraschend schnell in New York sein. Und sie war auf dem besten Weg, wenige Stunden vor der Kollision mit dem Eisberg wurde die Presse informiert, dass die Titanic bereits am Dienstagabend (17. April 1912) statt im Laufe des Mittwochs in New York sein wird. Ein Körnchen Wahrheit ist also doch dran an der Rekordfahrt, aber mehr nicht.
Wann und vom wem wurde das Wrack der Titanic entdeckt?
Wer „Titanic Entdecker“ bei Google eingibt wird schnell fündig: Dr. Robert D. Ballard fand am 1. September 1985 das Wrack der Titanic. Zumindest feiert sich der Wissenschafter seit Jahrzehnten als der Entdecker der Titanic. Nun, er war in der Tat dabei, zumindest physisch auf dem Schiff in seiner Koje, als die ersten Bilder der Titanic auf den Monitoren auftauchten. Ebenfalls unbestritten ist, dass Ballard lange von der Entdeckung der Titanic träumte und die Expedition mit französischen Wissenschaftern organisierte – dann aber die Sensation der Welt im Alleingang verkündete. Es gibt interessante Hinweise darauf, dass Ballard bereits vor der Expedition die Koordinaten gekannt hat. Der umtriebige Medienmann verstand es, nach der Entdeckung geschickt eine jahrelange Kampagne gegen die Bergung von Artefakten zu starten, nachdem ihm dies selbst verwehrt wurde. Dadurch blieb er stets als Saubermann im Rampenlicht und stellte andere an den Pranger. Über die Jahre manövrierte sich Ballard mit fragwürdigen Aussagen immer mehr ins Abseits, so dass sich heute kaum ein ernstzunehmender Wissenschafter findet, der mit ihm zusammenarbeiten möchte.
Was wurde aus der White Star Line, der Reederei, der die Titanic gehörte?
Die Reederei verlor im Ersten Weltkrieg mehrere Schiffe durch U-Bootangriffe und Minen. Die grössten Verluste wurden mit Reparationszahlungen von Deutschland in Form von Schiffen wieder gutgemacht. Am 1. Januar 1927 wurde die White Star Limited gegründet mit dem Ziel, Aktien von der Oceanic Steam Navigation Company zu übernehmen und so wieder in britischen Besitz zu gelangen. Am 10. Mai 1934 wurde auf Druck der britischen Regierung die Cunard-White Star Limited gegründet. Rund zwei Drittel der Aktien gingen an Cunard, ein Drittel an White Star. Die Cunard Steam Ship Company kaufte 1947 die Anteile der White Star Line auf. Ab dem 1. Januar 1950 übernahm die Cunard Steam Ship Company die Geschäfte der Cunard-White Star Ltd. Die White Star Line war somit Geschichte und komplett in Cunard aufgegangen. Die zahlreichen Besitzerwechsel der Cunard Line hier aufzuführen würde zu weit führen.
Wie weit der Untergang der Titanic und der damit verbundene Imageschaden zum Verschwinden der White Star Line beigetragen hat ist nicht bekannt, da weitere Faktoren wie Krieg, technische Entwicklung und Rezension am Schicksal der Reederei beteiligt waren.
Wie konnte das Schiff sinken, wo es doch als „unsinkbar“ bezeichnet wurde?
Das Problem der Unsinkbarkeit liegt darin, dass wir das Wort heute falsch verstehen, es „wörtllich“ verstehen wollen. Die Unsinkbarkeit bedeutete nämlich nicht, dass ein Schiff nicht untergehen kann, sonden war eine Art Gütesiegel, eine Bezeichnung für Schiffe, bei denen bestimmte Konstruktionsrichtlinien eingehalten wurden. Ein Schiff wurde also einfach durch die Einhaltung von Vorgaben zum „unsinkbaren“ Dampfer. Damals waren defacto alle grossen Passagierschiffe unsinkbar, da der Rumpf durch Querwände (Schotten) in einzelne Kammern unterteilt war. Die Definition für ein „unsinkbares „Schiff schrieb vor, dass zwei benachbarte Abteilungen mit Wasser geflutet werden konnten, ohne dass das Schiff untergeht. Diese Bedingung war bei der Titanic erfüllt. Auch wenn die ersten vier Abteilungen voll Wasser waren, ging das Schiff nicht unter. Bei der Kollision wurden die ersten fünf Kammern beschädigt. Die Titanic ging also unter, obwohl sie laut technischer Definition „unsinkbar“ war.
Wieviel kostete eine Überfahrt mit der Titanic?
Naturgemäss variierten die Preise in den drei Schiffsklassen enorm. Alle nachstehend angegebenen Preise sind für die Zwischensaison, also zu der Zeit als die Titanic auf Jungfernfahrt ging. Der oft genannte Tarif von $4.350 für eine Parlour Suite der Ersten Klasse (für 1-2 Reisende, inklusive mitreisende Bedienstete) kam also nicht zur Anwendung.
Den meisten Passagieren in der Dritten Klasse berechnete die White Star Line ab Southampton £8 S1 ($41) für die reine Überfahrt. Doch die meisten kauften mit ihrem Ticket auch die Anreise von ihrem Wohnort bis zu ihrem Bestimmungsort. Dann wurde die eigentliche Überfahrt günstiger, diese Preise sind sehr unterschiedlich, mitunter konnte so ein Package sogar billiger sein als die reine Überfahrt
In der Zweiten Klasse kosteten die meisten Tickets um £13 ($65). Hier entstanden grosse Unterschiede, wenn zum Beispiel eine ganze Vierbett-Kabine gebucht wurde (ohne dass weitere Reisende in der Kabine einquartiert wurden).
Die grössten Unterschiede gab es in der Ersten Klasse. Wenn jemand alleine reiste und sich mit einer Innenkabine zufrieden gab, konnte er ab £30 ($150) in der Ersten Schiffsklasse reisen, teilten sich drei Personen eine kleine Innenkabine zahlte der einzelne noch £27 ($135). Diese Kabinen waren jedoch sehr einfach eingerichtet. Wer ein eigenes Bad und Toilette wollte, war alleine ab £110 ($550) dabei, bei Dreifachbelegung zahlte jeder £43 ($217).
Nun stellt sich natürlich die Frage, wieviel Geld das in heutiger Währung ist. 1912 verteilten sich die Lebenskosten prozentual ganz anders als heute. Weder Fernseher, Versicherungen oder Ferien standen im Budget, dafür waren Lebensmittel im Verhältnis teurer. Ein Arbeiter verdiente im Monat rund £5 ($25). Ein Ticket der Dritten Klasse kostete also ca. zwei Monatslöhne, eines in der Ersten Klasse mindestens das Einkommen von sechs Monaten. Um aber zwei volle Monatslöhne zu sparen, dafür benötigen auch heute viele Leute mehrere Jahre. Oft legten ganze Familen Geld zusammen, um ein Ticket zu kaufen. Hatte dieser Reisende in Amerika Erfolg, dann schickte er sogenannte „Prepaid Tickets“ nach Europa. Darin liegt auch der Grund, warum die Reedereien die Passagiere in der Dritten Klasse so gut behandelten. Die „Einmalkunden“ konnten durchaus zu Multiplikatoren werden, wenn sie also zufrieden waren, dann würden sie die Familien mit der gleichen Reederei nachholen.
Wer trotzdem eine Umrechnung in heutiges Geld möchte, wird sich mit dem Bruttosozialprodukt des jeweiliges Landes, der Inflation, den veränderten Steuern, Arbeitszeit, Warenkörben und der Kaufkraft beschäftigen müssen. Dabei ist die Webseite http://www.measuringworth.com/ukcompare/ hilfreich. Demnach würde heute ein Ticket der Titanic für einen Alleinreisenden auf der Titanic mindestens £.2900 in der Dritten Klasse kosten, £4.700 in der Zweiten Klasse und £10.800 in der Ersten Klasse. Die teuerste Kabine, die sogenannte Parlour Suite, kostete in der Zwischensaison £660 ($3.300), das wären heute rund £240.000. Diese Zahlen sind jedoch mit grosser Vorsicht zu geniessen und die Umrechnung in andere Währungen macht noch weniger Sinn, würde man nämlich die Preise zu den Wechselkursen von 1912 umrechnen und dann in heutiges Geld hochrechnen kommt man auf komplett andere Resultate als wenn man zuerst in die heutige Zeit umrechnet und dann mit aktuellen Wechselkursen den Vergleich sucht. Somit ist es grundsätzlich sinnvoller, mit den Monatslöhnen von damals zu rechnen.
Wo kann ich Titanic-Memorabilia kaufen?
Das kommt natürlich darauf an, was man genau sucht. Heute wechseln viele Sammlerstücke auf Ebay den Besitzer. Meist handelt es sich dabei um relativ normale Dinge wie Bücher, Postkarten, Filmsouvenirs, Kitsch etc. Nur selten liegen die Preise über 1.000 Euro. Wenn das Budget weniger eingeschränkt ist, dann darf man sich auch an ein richtiges Auktionshaus wenden. Spezialisiert auf maritime Auktionen mit einem Schwerpunkt auf Titanic haben sich die Auktionshäuser Atlantic Crossing Auction in Southampton und Henry Aldridge & Son in Devizes. Ebenfalls regelmässig tauchen Sammlerstücke der Titanic bei Sotheby’s und Christie’s auf.
Was wurde aus dem Schwesternschiff, der Olympic?
Nach dem Untergang der Titanic erfuhr die Olympic grundlegende Änderungen in ihrer Konstruktion. Als „The New Olympic“ fuhr sie bis zum Ersten Weltkrieg. Während dem Krieg fuhr sie als Truppentransporter. Ihr Einsatz bescherte ihr den Spitznamen „The Old Reliable“, also „Die Alte Zuverlässige“. Sie rettete im Oktober 1914 250 Besatzungsmitglieder der sinkenden HMS Audacious. Vor dem Erreichen der Englischen Küste rammte und versenkte die Olympic im Mai 1918 das U-Boot U-103. Nach dem Krieg wurde sie auf Ölfeuerung umgestellt und durchlief mehrere Umbauten. 1934 rammte die Olympic das Nantucket Feuerschiff; beim Untergang des Leuchtschiffes starben sieben Menschen. Als 1935 die Reedereien White Star Line und Cunard Line fusionierten, stellte man die Olympic als ältester der Riesendampfer ausser Dienst und wrackte sie ab. Die Inneneinrichtung wurde versteigert, vieles ist in England noch heute zu sehen, anderes ist verschollen. Seit Juni 2000 fährt ein Teil der Olympic wieder auf See, das Restaurant des Celebrity Cruisers Millennium ist getäfelt mit den Wänden des Olympic-Restaurants.
Fehlt eine wichtige Frage?
Wenn ja, dann freuen wir uns auf diese Frage, die wir vielleicht bald auf diese Seite aufnehmen und dann beantworten. Einfach die Frage über das Kontaktformular stellen.
Gibt es auch andere Meinungen/Antworten zu den den einzelnen Fragen und Themen?
Der Titanic-Verein Schweiz hat keine „Vereinsmeinung“, das heisst jeder darf seine Sicht der Dinge mitteilen. Andere Titanicer würden die oben gestellten Fragen vielleicht anders beantworten. Der Autor der FAQ’s, Günter Bäbler, versuchte, die Fragen so objektiv wie möglich und frei von eigenen Interessen nach aktuellen Erkenntnissen zu beantworten.