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ITER und die grossen Herausforderungen der Kernfusion
Referat von Dr. André Grosman, stellvertretender Leiter des französischen Instituts für magnetische Plasmaforschung beim Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA)
Die Energiegewinnung aus Kernfusion ist Gegenstand europäischer und weltweiter Forschungsprogramme. Das Grossprojekt ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor, lateinisch: «der Weg») konzentriert diese Bemühungen im südfranzösischen Cadarache. ITER ist eine Versuchsanlage mit dem Ziel, über längere Zeit ein extrem heisses Plasma aufrechtzuerhalten (noch ohne Stromerzeugung). Bevor es jedoch soweit ist, sind noch einige Hürden zu überwinden, von den Herausforderungen an die Zulieferindustrie bis zur Montage und Inbetriebnahme der Anlage.
André Grosman ist seit zehn Jahren stellvertretender Leiter des Instituts für magnetische Plasmaforschung beim Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA) und in dieser Position verantwortlich für die Strategie des Instituts und die Evaluation des wissenschaftlichen und technischen Programms. In seinem Vortrag gibt er einen Überblick über das ITER-Projekt und zeigt auf, welche Herausforderungen bei ITER und bei der Fusion im Allgemeinen noch zu meistern sind, bevor uns diese praktisch unerschöpfliche, sichere und umweltfreundliche Energiequelle zur Verfügung stehen wird.
Diesen Anlass führt das Nuklearforum zusammen mit dem Centre Patronal im Waadtland durch. Gerne verweisen wir Sie auf unser Faktenblatt zur Fusion.