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Die Bandbreite an Ursachen für Verdauungsprobleme ist fast so gross wie deren Symptome.
Ursachen:
- Der Hund hat ungeeignete oder giftige Substanzen gefressen. Kontaktieren Sie umgehend Ihren Tierarzt.
- Die Ernährung: Ihr Hund verträgt etwas in seiner Nahrung nicht (Getreide, Gluten, Zusatzstoffe etc.), was zu Entzündungen im Verdauungstrakt führen kann.
- Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit: Der Hund reagiert auf eine oder mehrere Zutaten oder Zusatzstoffe allergisch oder unverträglich.
- Angst und Stress: Verdauungsprobleme können auch bei Angst und Stress auftreten.
- Würmer: Verdauungsbeschwerden können durch Würmer ausgelöst werden. Testen Sie Ihren Hund regelmässig auf Würmer mit Hilfe des Wurmchecks.
- Medizinische Ursache: Der Hund kann unter einem medizinischen Problem leiden, welches zu Verdauungsproblemen führt. Ein Tierarzt sollte kontaktiert werden.
- Sensible Verdauung: Wie unter den Menschen gibt es auch bei den Hunden Individuen mit einer sensiblen Verdauung. Das kann seinen Ursprung in der genetischen Veranlagung, der Zusammensetzung des Futters oder der medizinischen Vorgeschichte haben, niemand weiss das genau.
Der Verdauung eine Pause gönnen
Zeigt Ihr Hund keine Anzeichen einer schweren Erkrankung, ist es oft hilfreich, ihn einmal 12-24 Stunden hungern zu lassen. Wasser sollte aber selbstverständlich immer zur Verfügung stehen.
Kochen Sie Ihrem Hund eine Moro’sche Karottensuppe
Dies ist ein altbewährtes Heilmittel aus der Humanmedizin. Beim Kochen der Karotten entstehen kleinste Zuckermoleküle (Oligosaccharide). Sie sind den Darmrezeptoren zum Verwechseln ähnlich, so dass die Bakterien statt an der Darmwand an den Zuckermolekülen andocken und einfach ausgeschieden werden. Auf diese Weise kommt die Darmflora wieder ins Lot.
Zutaten:
¾ Karotten
¼ Poulet-Fleisch (nicht zwingend notwendig, dient lediglich der Akzeptanz)
1 Prise Meersalz (um die verlorenen Elektrolyte wieder zuzuführen)
Zubereitung:
Kochen Sie die Karotten mindestens eine Stunde lang. Das Fleisch können Sie gegen Ende der Kochzeit mitkochen.
Servieren Sie die Suppe lauwarm. Füttern Sie mehrmals täglich kleine Portionen. Sie können mehrere Liter auf einmal kochen und die Suppe über mehrere 1-7 Tage verfüttern. Sie hält sich problemlos im Kühlschrank.
Sobald die Verdauungsbeschwerden verschwunden sind, dürfen Sie langsam mit unserem Magen/Darm schonend Menü aufbauen. Füttern Sie hierzu zu Beginn ¾ Suppe und ¼ Menü. Wird das gut vertragen, erhöhen Sie nach und nach den Anteil am «Magen/Darm schonend Menü».
Hinweis: Die Suppe darf keinesfalls als Ersatz für eine Tierärztliche Therapie verstanden werden.