Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03396.jsonl.gz/695

Kurz vor Ende des GP von Baku will Haas-Pilot Mick Schumacher seinen Teamkollegen Nikita Mazepin überholen. Doch auf einmal zieht der Russe bei Tempo 300 nach rechts und drängt den Deutschen beinahe in die Mauer. Schumacher lässt seinem Frust freien Lauf.
«Was zur Hölle war das?! Echt jetzt? Will er uns umbringen?», schimpft Schumacher über Funk, nachdem er Mazepin schon mittels Handzeichen zu verstehen gegeben hat, was er von seiner riskanten und unnötigen Aktion hält. Renningenieur Gary Gannon versucht zu beruhigen und funkt, dass er den Ärger des 22-Jährigen verstehe. «Es wurde alles beobachtet.»
Schumacher, der trotzdem an Mazepin vorbeikommt und sich letztlich auf Rang 13 klassiert, bleibt auch nach dem Rennen bei seiner Meinung. «Das war im Auto gar nicht schön. Ich muss mir das Video noch mal ansehen», sagt er bei «Sky».
Mazepin meint zum gefährlichen Manöver nur: «Meine Batterie war leer, da war ich ein bisschen Passagier.» Haas-Teamchef Günther Steiner spricht von einem Missverständnis: «Wir sind alle okay und schauen nach vorne. Da war eine Situation auf der Geraden, die wurde gelöst, und wir haben die Wogen geglättet.»
Beim spektakulären Rennen in Aserbaidschan gewinnt Sergio Perez im Red Bull nach einer chaotischen Schlussphase vor Sebastian Vettel und Pierre Gasly. WM-Leader Max Verstappen setzte seinen Red Bull in der viertletzten Runde in die Mauer. Auch für Lewis Hamilton, der sich beim Restart nach dem Rennunterbruch übel verbremst, gibt es keine Punkte.