Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03621.jsonl.gz/1554

aa. Ich laufe durch die historische Basler Altstadt, durchs “Glaibasel”. Passanten unterhalten sich entlang der Gasse. Gleich neben einer Beiz befindet sich eine Tür, ich öffne sie, ziehe meine Schuhe aus – was sonst, denn da steht “Schuhe bitte hier ausziehen” bevor ich auf den Teppich treten kann. Ich höre ein paar ältere Männer reden, trinken Tee am Eingang, ich begrüsse sie, laufe hinunter in die Frauenabteilung, es ist niemand da, ein schlichter leerer Raum mit einem Lavabo, zwei Spiegeln und vielen weisen Sprüchen auf veralteten DINA4-Blättern an Wänden und Türen – es herrscht Stille. Ich suche mir “meinen” Gebetsteppich mit den gelb-grünen Mustern, auf dem ich gerne bete und welcher mich während einer Phase meines Studiums durch dick und dünn begleitete. Gleich ertönt der Ruf zum Gebet, via Audiobox höre ich, wie das Gebet beginnt. Ruhe verbreitet sich in mir in diesem Kleinbasler Gebetsraum.