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Ein Trauma entsteht, wenn ein Mensch ein Ereignis erfahren hat, dass als "zu viel, zu schnell, zu heftig" empfunden wurde. Es geht dabei allein um das subjektive Empfinden, darum bedeutet dies für jeden Menschen etwas anderes.
Menschen geraten während eines solchen Erlebnisses in einen Zustand höchster Alarmbereitschaft. Das ganze System ist auf Überleben programmiert, alles andere ist nicht prioritär. Deshalb verlieren die Betroffenen auch den Zugang zu ihren Ressourcen und ihre Fähigkeiten, das Ereignis körperlich und seelisch zu bewältigen. Diese Form von Trauma wird Schocktrauma genannt.
Traumata entwickelt sich aber auch, wenn eine Belastung über längere Zeit und in Beziehungen besteht (zu Eltern, Erzieher*innen, Lehrpersonen und später zu Partner*innen und Vorgesetzen). Es wird deshalb auch von Beziehungs- oder Entwicklungstrauma gesprochen. Die*der Betroffene entwickelt Strategien, um mit den Belastungen umzugehen, zum Beispiel indem sie*er aus dem Kontakt geht, indem sie*er aufhört, sich (in sich selbst und andere) einzufühlen, indem es ihr*ihm schwer fällt, Vertrauen zu jemand anderem entwickeln , indem sie*er keine angemessenen Grenzen zwischen sich und anderen zieht oder indem sie*er die Fähigkeit verliert, liebevolle Beziehungen mit einer lebendigen Sexualität zu verbinden.
Unverarbeitete Traumata bewirken Stress. Das autonome Nervensystem (dorsaler Vagus) geht in einen Alarmzustand, wenn es zum Beispiel durch ein Geräusch, einen Geruch oder eine Person, die mit dem seinerzeitigen Erlebnis in Verbindung gebracht wird, aktiviert wird. Es stehen der*dem Betroffenen dann nur noch wenige Verhaltensmuster zur Verfügung, nämlich kämpfen, flüchten oder erstarren. Es geht aus Sicht des autonomen Nervensystem ums "nackte Überleben".
Während einer komplementärtherapeutischen Behandlung können Menschen mit einem Trauma in Berührung kommen. Sie erinnern sich auf einmal an bis dahin vergessen geglaubte Puzzleteile aus der damals so überwältigenden Situation. Oft sind die Erinnerungen auch "neblig", sie sehen nicht das ganze Bild, die ganze Situation. Es kann auch sein, dass durch das Vertrauen, das zwischen Klient*in und Therapeut entsteht, Ängste geweckt werden. Durch fein- und mitfühlende Begleitung des Therapeuten kann die*der Betroffene wieder die Ruhe finden, um das Puzzle zu vervollständigen und die damals unterbrochenen Prozesse abzuschliessen. So geschieht Heilung!
Jean-Michel Plattner ist mit Traumata sozusagen "bestens vertraut" (natürlich, weil er selbst viel Erfahrung damit hat). Er kann durch verbale Begleitung sowie durch Körper- und Wahrnehmungsübungen ein Feld zur Verfügung stellen, mit dessen Hilfe der betroffene Mensch die Verletzung der Seele, die damals entstanden ist, wieder in Frieden bringen kann. Sprechen Sie ihn an, wenn Sie glauben, Sie könnten selbst von einem Trauma betroffen sind oder wenn Sie an einem "posttraumatischen Belastungssyndrom" (PTBS) oder Symptome eines Beziehungs- oder Entwicklungstraume an sich wahrnehmen