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Der Weg der Singvögel erstaunt. Sie entspringen den Neuenbruger Bergen im XVlll Jahrhundert. Durch den Luxus und das Glitzern, die Mode und Parfums fliegen sie im 19. Jahrhundert Paris zu. Schliesslich kehren sie um1960 in die Schweiz zurück, nach Sainte-Croix, wo sie auch heute noch in Kleinstmechanik hergestellt werden.
Eine Pumpe presst Luft in eine Druckkammer. Von dort wird die Luft in eine Pfeife geleitet, in derem Innern sich ein Kolben befindet. Kurvenscheiben steuern die Luftzufuhr und somit den Gesang und die Bewegungen des Vogels.
Der fertige Singvogel öffnet den Schnabel, dreht den Kopf und schlägt mit dem Schwanz. Sein Körper ist mit richtigen Federn ausgestattet, die in Handarbeit einzeln aufgeklebt werden.
Der erste Singvogel wurde 1780 aus den Händen der Gebrüder Jaquet-Droz geboren. Man baute ihn in eine Serinette, und seine Aufgabe bestand fortan im Lehren des Gesangs an seine lebendigen Artgenossen, den Zeisigen. Im Jahre 1849 führt das Pariser Unternehmen Bontemps mit Erfolg diese grosse Tradition weiter.
In den Sechziger Jahren wird die Firma Bontemps mangels Nachfolger durch Reuge in Sainte-Croix übernommen. Die Herstellung dieser singenden Meisterwerke ist somit auch im neuen Jahrtausend gesichert. Es erstaunt die Tatsache, dass der Grundmechanismus in seiner Vollkommenheit bis heute keinerlei Veränderung bedarf.