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Belinda Bencic nützt in Toronto ihre gute Ausgangslage nicht. Sie scheitert im Viertelfinal als bestklassierte in der oberen Tableauhälfte verbliebene Spielerin an Beatriz Haddad Maia 6:2, 3:6, 3:6.
Chancen zu einem weiteren Sieg boten sich Belinda Bencic durchaus: Im ersten Satz trat sie dominant auf. Und im Entscheidungssatz führte die 24-jährige Schweizerin mit Breakvorsprung 2:0.
Nach den überzeugenden Erfolgen gegen die ehemaligen Weltnummern 1 Serena Williams (6:2, 6:4) und Garbiñe Muguruza (6:1, 6:3) traf Bencic indessen auf eine Gegnerin, die sich markant besser in Form befindet als die Gegnerinnen zuvor. Beatriz Haddad Maia fand im zweiten Satz ins Spiel und rang danach die Schweizerin nieder. Die 26-Jährige erreichte diese Woche als erste Brasilianerin an einem WTA-1000-Event zuerst die Viertel- und jetzt die Halbfinals, ausserdem besiegte sie als erste Brasilianerin in den Achtelfinals mit Iga Swiatek eine amtierende Weltnummer 1.
Haddad Maia verfügte nach dem Erfolg über Swiatek auch über mehr Selbstvertrauen als Bencic, obwohl diese am Vortag erstmals in diesem Jahr auf Hartplatz auch eine Top-10-Spielerin geschlagen hatte. Ab dem zweiten Satz gewann Bencic die wichtigsten Ballwechsel nicht mehr.
Belinda Bencic verlor in Toronto erst zum zweiten Mal ein Einzel (11:2 Siege). Vor sieben Jahren gewann sie als Jüngste seit Jennifer Capriati mit Siegen über Serena Williams und Simona Halep das Turnier, und bei ihrer einzigen anderen Teilnahme vor diesem Jahr schaffte sie es in die 3. Runde.
Die Niederlage gegen Haddad Maia bedeutet für Bencic gewiss kein Weltuntergang. Die Brasilianerin besiegte zuletzt fünf Top-10-Spielerinnen hintereinander und gewann gegen Top-20-Gegnerinnen (wie Bencic) acht der letzten zehn Spiele. Seit Juni errang sie 15 Siege – mehr als jede andere Spielerin auf der Tour (Turniersiege in Nottingham und Birmingham). Anfang Jahr in Sydney hat Bencic gegen Haddad Maia noch hochüberlegen in der Startrunde 6:3, 6:2 gewonnen.
In der Weltrangliste wird Belinda Bencic nächsten Montag Emma Raducanu (von 10 auf 11) und Coco Gauff (von 11 auf 12) überholen und vom 12. auf den 10. Platz vorstossen.