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Ungarn: weiterer Schritt in Richtung Paks-II-Bau
Die MEKH bewertete die Kompatibilität des geplanten Kernkraftwerks Paks-II mit dem ungarischen Stromnetz und seinen Beitrag zur langfristigen Versorgungssicherheit, sagte Istvan Mittler, Sprecher von Paks II Ltd., in einer Erklärung. Die endgültige Baugenehmigung erteilt die HAEA. Sie prüft das Projekt aus Sicht der nuklearen Sicherheit. Das Unternehmen hatte Ende Juni 2020 ein Baugenehmigungsgesuch für zwei neue Kernkraftwerkseinheiten bei der HAEA eingereicht. Die HAEA muss einen Entscheid spätestens im Herbst 2021 fällen.
Eine Umweltgenehmigung und eine Standortgenehmigung für das Projekt wurden bereits 2017 erteilt.
Das Kernkraftwerk Paks II basiert auf dem russisch-ungarischen Regierungsabkommen vom 14. Januar 2014. Geplant sind zwei WWER-1200-Einheiten. Sie sind als Ersatz für die vier bestehenden kleineren Einheiten vorgesehen, die zwischen 1983 und 1987 ans Netz gingen. Russland stellt zudem ein variabel verzinsliches Darlehen von bis zu EUR 10 Mrd. zur Verfügung, was rund 80% der Finanzierung entspricht. Ungarn will die restlichen 20% bereitstellen.