Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/130734

<h2>SubmittedText<h2><p>Unerwünschte Werbeanrufe ärgern viele Leute. Es sind ausländische Anrufer mit der Vorwahl +33, +39 oder +49, aber es sind auch Anrufer aus der Schweiz, z. B. mit der Vorwahl 044. Und wenn der Eintrag im Telefonverzeichnis mit Stern vermerkt ist, also keine Werbung gewünscht wird, foutieren sich die Anrufer darum. Für mich ist es keine Lösung, meine Nummer aus dem Telefonbuch zu entfernen. Aber ich wünsche mir, dass man solche Nummern sperren lassen kann, wie es bei Spam-Mails möglich ist.</p><p>Sieht der Bundesrat eine Möglichkeit dazu?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Bundesrat ist das Problem bekannt. Er ist auch in seiner im Herbst 2010 publizierten "Evaluation des Fernmeldemarktes" darauf eingegangen. In der Zwischenzeit hat eine wesentliche Verbesserung stattgefunden: Wer sich über den Sterneintrag im Telefonbuch hinwegsetzt, wird sich ab dem 1. April 2012 strafbar machen. Dies ist eine Folge der Revision des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Vor allem bei der Verwendung ausländischer Nummern bleiben aber Umgehungsmöglichkeiten, die kaum zufriedenstellend bekämpft werden können. Callcenter können technisch eine beliebige andere Telefonnummer aus irgendeinem Land als Rufnummer anzeigen. Eine Sperrung solcher Nummern wäre zwar grundsätzlich möglich. Sie würde aber grossen Aufwand verursachen und wäre mit Fehlern verbunden.</p><p>Vor allem könnte sie aber einfach umgangen werden und wäre rasch wirkungslos. Deshalb erachtet der Bundesrat solche Sperrungen nicht als sinnvoll. Den Konsumenten und Konsumentinnen bleibt noch die Möglichkeit, bei ihrem eigenen Telefon bestimmte Nummern zu sperren. Aber auch da besteht das Problem der gefälschten Rufnummern.</p>