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In Wimbledon werden auf den beiden grössten Courts traditionell täglich drei Spiele angesetzt. Dabei haben die Frauen gegenüber den Männern oft das Nachsehen. An den ersten 7 Turniertagen fanden auf dem Centre Court und Court 1 25 Männer-Matches statt. Dem gegenüber stehen 17 Frauen-Partien.
Ich habe mich darauf gefreut, auf einem der grossen Plätze zu spielen.
Weltnummer 1 Angelique Kerber trug ihren Achtelfinal gegen Garbine Muguruza – immerhin ein Duell zweier Grand-Slam-Siegerinnen – auf Court 2 aus. «Um ehrlich zu sein, war ich schon etwas überrascht, dass ich auf Court 2 gespielt habe», sagte Kerber nach ihrer Niederlage. «Ich habe mich darauf gefreut, auf einem der grossen Plätze zu spielen», so die Deutsche weiter.
Ebenfalls wenig Verständnis zeigte French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko, die am Montag auf Jelina Switolina traf. «Ich denke, wir hätten es verdient gehabt, auf einem grösseren Platz als Court 12 zu spielen. Schliesslich ist Switolina auch die Nummer 4 der Welt», so die Lettin.
Es ist Realität, es spielen hier immer die gleichen Spieler auf dem Centre Court.
Richard Lewis, Geschäftsführer des All England Lawn Tennis Club, weist den Vorwurf der Diskriminierung rigoros zurück. «Es geht nicht darum, jemanden zu bevorzugen. Wir wählen die Matches aus, von denen wir denken, dass das Zuschauer- und Fernsehinteresse am grössten ist.»
Werden Murray und Federer bevorzugt?
Mit der Spielansetzung ebenfalls nicht einverstanden war Rafael Nadal. Der Spanier, der zweimal auf Court 1 «ausweichen» musste, hätte gerne öfter auf dem Centre Court gespielt. «Es ist Realität, es spielen hier immer die gleichen Spieler auf dem Centre Court. Aber es gibt auch noch andere, die in ihrer Karriere viel erreicht haben.»
Nadal dürfte namentlich Roger Federer und Andy Murray gemeint haben. Beide haben bisher sämtliche Spiele auf dem Centre Court bestritten, der Schweizer sogar immer zur gleichen Zeit.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.7.17, 14 Uhr