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access_time veröffentlicht 15.06.2018
Eine praktikablere und genaue Messung der glomerulären Filtrationsrate (GFR)
Prof. Dr. med. Reto Krapf
Neues aus der Biologie
Eine praktikablere und genaue Messung der glomerulären Filtrationsrate (GFR)
15.06.2018
Die gemessene GFR ist weiterhin der wichtigste Biomarker für eine Nierenfunktionsstörung und von enormer prognostischer Bedeutung. Die Messungen sind aber aufwendig, weshalb in der klinischen Forschung und der Alltagspraxis auf die eGFR (allenfalls Cystatin C) trotz ihrer beträchtlichen Limiten abgestellt wird. Bei ProbandInnen mit und ohne chronisch eingeschränkter Nierenfunktion konnte mit einer einzigen intravenösen Injektion von zwei fluoreszierenden Substanzen (Rhodamin und Dextran-Abkömmlinge) sowie drei venösen Blutentnahmen (0,5 ml) über drei Stunden danach, die GFR sehr genau (im Vergleich zur Clearance-Bestimmung mit Iohexol, das weder tubulär sezerniert noch reabsorbiert wird) gemessen werden.
Zusätzlich konnte das Plasmavolumen schnell und akkurat bestimmt werden, was für eine Reihe klinischer Fragestellungen, z.B. bei Leberzirrhose oder nephrotischem Syndrom, interessante Aspekte für die Therapieindikation und -kontrolle eröffnet.
Verfasst am 13.05.2018