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24.10.2011
Fünf Mitarbeitende des Schweizerischen Erdbebendienstes verbrachten den Sommer 2011 in Grönland, wo sie auf dem Inlandeis ein seismisches Netzwerk installierten und betreuten. Als Bestandteil eines glaziologischen Projekts mit Fokus auf Tiefenbohrungen gewannen sie wichtige Messdaten über die Bewegungen des Inlandeises sowie das subglaziale Abflusssystem. Die erhobenen Daten liefern wichtige Grundlagen zur Stabilität des Inlandeises in einem wärmer werdenden Umfeld. Alle Expeditionsmitglieder kehrten mit bleibenden Eindrücken über die einzigartige arktische Landschaft zurück.
23.10.2011
Am 23. Oktober 2011 ereignete sich in der Türkei nahe der Stadt Van um 10:41 GMT (12:41 in der Schweiz) ein Erdbeben mit einer Magnitude von 7.2. Auf das Hauptbeben folgten mehrere, teils starke Nachbeben mit Magnituden von bis zu 5.7. Beben in dieser Region sind auf die Kollision der Arabischen mit der Europäischen Platte zurückzuführen, die sich dort mit ca. 24 mm/Jahr aufeinander zu bewegen.Weiterlesen...
Weil das Hypozentrum lediglich 5 Kilometer unter der Erdoberfläche lag, forderte es nach aktuellen Schätzungen zwischen 500 und 1’000 Todesopfer und richtete erhebliche Sachschäden an. Die Türkei liegt in einem tektonisch aktiven Gebiet und ist immer wieder von schweren Erdbeben betroffen.
Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:
17.10.2011
Der Jahresbericht des SED zur seismischen Aktivität in der Schweiz 2010 ist ab sofort online als pdf verfügbar. Das Dokument umfasst alle Jahresberichte seit 1996 und eine aktualisierte Einleitung.
10.10.2011
AlpArray steht für ein neues Projekt, welches den gesamten Alpenraum mit neuen seismologischen Experimenten untersucht. Der Fokus liegt auf der Installation und dem Betrieb von temporär angebrachten Breitbandseismometern. Das Hauptziel von AlpArray besteht darin, verschiedene nationale Forschungsinteressen und Instrumentenpools zu bündeln sowie die Daten in transnationaler Zusammenarbeit zu erfassen und auszuwerten. Die geodynamische Interpretation wird durch andere Disziplinen der Erdwissenschaften vervollständigt (z. B. nummerische Modellierungen, Schwereanomalie).
05.09.2011
Wie viele Erdbeben ereigneten sich im Jahr 2003 in der Schweiz?
Wie häufig bebte die Erde in den 50er Jahren?
Erfuhr die Schweiz seit Beginn des 20. Jahrhunderts mehr als 20 Mal ein Erdbeben mit einer Magnitude von über 5?
Neu steht Interessierten der Erdbebenkatalog ECOS-09 zur Verfügung, um individuelle Fragen bezüglich Erdbeben in der Schweiz zu beantworten. Er umfasst alle natürlichen und induzierten Beben im Zeitraum von 250 n.Chr. bis 2008 und deckt die Schweiz sowie das grenznahe Ausland ab. Die Eingabe ausgewählter Kenndaten in eine Suchmaske genügt, um die gewünschten Antworten zu erhalten.
04.07.2011
Ein Grundprinzip der Arbeit des SED ist die freie Verfügbarkeit der Daten der nationalen seismischen Stationsnetze. Mit der Einführung der neuesten Software-Systeme ist dieser Zugriff jetzt über das Web-Interface ArcLink möglich. Im Rahmen dieser Umstellung ist der SED auch Teil des Europäischen Integrierten Datenarchivs EIDA geworden, das Zugriff auf seismologische Wellenformdaten aus ganz Europa erlaubt. Hauptsächlich die wissenschaftliche Gemeinde, aber auch interessierte Laien mit Grundkenntnissen in der Datenvisualisierung, können nun sowohl über ein interaktives Web-Tool als auch Skript-gesteuert Daten in nahezu Echtzeit abrufen.
14.06.2011
Was passiert mit dem Gebäude des Departements für Erdwissenschaften, wenn es auf der nahegelegenen Baustelle immer wieder zu Explosionen kommt?
Um dieser Frage nachzugehen, verteilten Mitarbeitende des SED 13 seismische Sensoren in ihrem Bürogebäude an der ETH. Damit erfassten sie die Auswirkungen der Explosionen.
10.06.2011
Im Rahmen der ETH-Studienwochen schnupperten Mittelschüler/innen Forschungsluft in den Gebieten Architektur, Erdwissenschaften, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Mathematik und Physik. Was die Gymnasiasten alles über Erdbeben und Rutschungen erfahren haben, sehen Sie hier.
25.05.2011
Signale des Bebens auf den Mess-Stationen des SED
Öffentlicher Vortrag des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH Zürich vom Donnerstag 17. März 2011
Durch das zerstörerische Erdbeben von Christchurch (M6.3, 22. Februar), und das katastrophale Beben mit nachfolgendem Tsunami vor der Küste von Japan (M9, 11. März) sind Erdbeben und ihre Folgen für unsere Gesellschaft wieder einmal ins zentrale Interesse der Öffentlichkeit gerückt. Trotz der intensiven Berichterstattung bleiben viele Fragen zu dem Wie und Warum dieser schweren Erdbeben in den Medien ungeklärt. Prof. Domenico Giardini, Leiter des Schweizerischen Erdbebendienstes, und seine Kolleginnen und Kollegen, berichten über den wissenschaftlichen Stand der Erkenntnisse zu den Beben, ihre seismologischen Folgen, und was wir daraus speziell auch für die Schweiz lernen können.
PDF der Präsentation Deutsch (7.5Mb)
PDF der Präsentation Englisch (7.5Mb)Weiterlesen...
Unter folgenden Links finden Sie mehr seismologische Informationen zu dem M9 Erdbeben vom 11. März (in der Regel auf Englisch):
11.03.2011
Das Tohoku Erdbeben vom 11 März 2011 war das bisher stärkste Beben, welches sich im südjapanischen Graben seit Beginn der Messreihen ereignet hat. Mit einer Magnitude von 9.0 (Momenten-Magnitude) nimmt es den vierten Platz auf der Rangliste der stärksten Erdbeben weltweit ein. In der Schweiz ist ein Erdbeben mit einer Magnitude von 9.0 ausgeschlossen. Starke Beben mit schwerwiegenden Folgen können aber auch in der Schweiz jederzeit auftreten.Weiterlesen...
Obwohl Japan wie kein anderes Land auf Erdbeben und damit einhergehende Tsunamis vorbereitet war, verursachte das Beben unermesslich hohes Leid. Den guten Vorbereitungen in Japan ist es aber zu verdanken, dass ein dichtes Netzwerk an seismologischen Messstationen besteht. Die vor, während und nach dem Tohoku Erdbeben gesammelten Daten eröffnen Seismologen neue Möglichkeiten, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen.
Trotz der intensiven Berichterstattung zu dem Tohoku-Beben und dem Beben in Christchurch am 22. Februar 2011 bleiben viele Fragen zu dem Wie und Warum ungeklärt. Prof. Domenico Giardini, Leiter des Schweizerischen Erdbebendienstes, und seine Kolleginnen und Kollegen, berichteten in der Woche nach dem Beben über den wissenschaftlichen Stand der Erkenntnisse zu den Beben, ihre seismologischen Folgen, und was wir daraus speziell auch für die Schweiz lernen können.
11.11.2010
The annual report of the SED on the seismic activity in Switzerland 2009 is now available online as pdf. The document contains all reports since 1996 and an updated introduction.
03.11.2010
Gemeinsam mit den anderen Fachstellen des Bundes für Naturgefahren ist der SED an der geoprotecta 2010 in St. Gallen vertreten.
02.08.2010
Nach 15 Jahren SED Präsenz auf dem Internet wird es Zeit für ein neues Erscheinungsbild. Über ein Jahr hat eine kleine Gruppe engagierter MitarbeiterInnen an dem neuen Web-Auftritt gearbeitet, unterstützt von den ETH-Informatikdiensten, der SED-IT Gruppe, und vielen Helfern.
Wir hoffen dass die neue Gestaltung gefällt, und aktuelle und interessante Informationen zu Erdbeben und Seismologie jetzt noch einfacher als vorher gefunden werden können.
Bitte haben Sie ein wenig Geduld wenn noch nicht alles 100%ig fertig ist, manche Übersetzungen fehlen, und einige Angebote noch im Bau sind.
Für Rückmeldungen und Kommentare sind wir jederzeit dankbar.
05.02.2010
Das erdwissenschaftliche Forschungs- und Informationszentrum focusTerra der ETH Zürich beherbergt neu einen Erdbebensimulator, der am Sonntag, 24. Januar 2010 mit einer Eröffnungsveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Der Erdbebensimulator ist eine Art Containerraum, der mit Tischen und anderen beweglichen Gegenständen eingerichtet ist, und in dem bis zu 10 Personen Platz finden. Mit dem über drei Tonnen schweren Gerät lassen sich die Bodenbewegung von Erdbeben bis Intensität VIII simulieren.
24.10.2007
An der Züspa 2007 hat der Schweizerische Erdbebendienst den Erdbebensimulator betreut.
22.10.2007
Im Rahmen des Sonntagsprogrammes "Wissenschaft erleben" von Science City an der ETH Hönggerberg stellte sich der Schweizerische Erdbebendienst (SED) am 21. Oktober 2007 vor. An verschiedenen Exponaten konnten die Besucher erleben, wie der SED Erdbeben in der Schweiz überwacht, wie ein Seismometer funktioniert, wo Erdbeben auf der Welt und in der Schweiz auftreten, und wie sich seismische Wellen durch das Erdinnere ausbreiten. An zwei Kurzvorlesungen (à 20 Minuten) wurde Interessierten ein Einblick in die Arbeit des SED und die Erdbebengefährdung in der Schweiz gegeben.
11.07.2006
Der SED war von 2006 bis zum Ende des Projekts verantwortlich für die unabhängige Überwachung der Seismizität, die im Rahmen des Geothermieprojekts 'Deep Heat Mining' in Basel-Kleinhüningendurch durch das Einpressen von Wasser in den Untergrund ausgelöst wurde.
Die Information über die beobachteten Erdbeben und zu weiteren relevanten seismologischen Themen wurden auf einer eigenen Website der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Seit Projektende wird diese Website nicht mehr aktiv betrieben.
Im Rahmen der Ausstellung "Le Valais Bouge!" an der Foire du Valais 2006 in Martigny, konnten sich die Besucher und vor allem Schulkinder ein Bild über die Erdbebengefährdung im Wallis verschaffen. Insbesondere liessen sich die Auswirkungen eines stärkeren Bebens (wie z. B. das Erdbeben von 1946 in Sierre) auf gegenwärtige Gebäude beobachten. Daneben verwies die Ausstellung auf den Einfluss der Untergrundeigenschaften und klärte die Besucher über erdbebensichere Bauweisen auf.
Der Schweizer Erdbebendienst war neben Crealp, SIA, SGEB, OFEV und EPFL einer von 6 Partnern bei dieser Ausstellung.
An der OLMA 2006 war der Schweizerische Erdbebendienst (SED) im Pavillon des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS) präsent. Hauptattraktion an dieser Ausstellung war der Erdbebensimulator, der es den Besuchern ermöglicht ein simuliertes Erdbeben zu fühlen. Der SED hat diesen Simulator wissenschaftlich betreut und zum Thema Erdbeben informiert.
Welten des Wissens – Die Erde bebt: In den zwei Wochen der Ausstellung (vom 22. April bis 8.Mai 2005) auf dem Platzspitz haben sich etwa 160'000 Besucher eingefunden um mehr über die Forschung an der ETH zu erfahren - ein überwältigendes Interesse, dass zu langen Schlangen vor den Zelten geführt hat.
Beim Schweizerischen Erdbebendienst (SED) konnten die Besucher die Naturerscheinung Erdbeben hautnah und dreidimensional erleben. Angefangen bei der Entstehung von Erdbeben, dessen Wellenausbreitung durch und rund um die Erde bis hin zur Aufzeichnung mittels Seismometer und deren Auswertung wurde die Arbeit des schweizerischen Erdbebendienstes dem Besucher näher gebracht. Dem Seismologen bei der Arbeit konnte über die Schulter geschaut werden, wenn Sie einen Erdbebenherd lokalisierten und die Stärke eines Bebens bestimmt haben. Weitere Schwerpunkte in der Ausstellung war die Erdbebengefährdung der Schweiz und die Entstehung und Ausbreitung von Tsunamis. Durch die Enge Zusammenarbeit mit den Bauingenieuren (Erdbebensicheres Bauen), Geotechniker (Bodenverflüssigung) und den Limnologen (Seeforschung) wurde den Besuchern die Wichtigkeit der Forschung im Bereich dieser Naturgefahr nähergebracht.
Rapid earthquake data to Pagers, users, e-mail recipients, and authorities
RedPuma ist ein Software-System, das in den frühen 2000er Jahren am SED von Urs Kradolfer entwickelt wurde. Zu dieser Zeit war es eines der ersten (und schnellsten) Systeme, welches Erdbebenmeldungen von verschiedenen seismologischen Observatorien verarbeiten konnte um diese zu gruppieren und zu analysieren und dann selbst Meldungen an Abonnenten zu verteilen.
RedPuma gewann schnell an Bedeutung und wurde weltweit von zahlreichen Personen (Seismologen und anderen Interessierten) verwendet um verlässliche Erdbebeninformationen in nahezu Echtzeit zu erhalten.
Die ursprüngliche RedPuma Software wurde mittlerweile durch die nächste Generation des Alarmsystems ersetzt. Dabei wurden die Grundzüge des Konzepts erhalten sowie die Bezeichnung, welche weltweit Bekanntheit geniesst und mit dem SED verbunden wird.
Die original RedPuma Webseiten sind zwischenzeitlich nicht mehr in Betrieb.