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Mendli
(Kt. Appenzell
I. R., Gem. Appenzell).
921-1060 m. 155 ha grosses
Feld, ö. der Strasse
Appenzell-Gais und 3 km nö.
Appenzell.
Der heutige Name ist eine Abkürzung des Ausdruckes
Allmend, als welche dieser Boden einst diente. 1061-1494 war das
Mendli
im Besitz der Roden
Lehn und
Rüte, sowie einiger Privatleute; 1495 wurde auch der Roden
Gais Miteigentümer, und 1532 kaufte
Appenzell
mit Hilfe aller übrigen Roden (mit Ausnahme von
Stechlenegg) den auf dem Grundstück lastenden Zehnten
auf die Haferernte vom Abt von St. Gallen
los.
Nachdem man 1552 den Hackbühl an die Bürger von
Gais und später den Rietliwald an einige
Private abgetreten hatte, schmolz die Fläche des einst bis zum
Stoss reichenden
Mendli auf nahezu die Hälfte zusammen. 1820 endlich
wurden die letzten der Gemeinde
Gais zustehenden Rechte abgelöst.
Das
Mendli diente lange Zeit als Pferde- und
Viehweide.
Im Hungerjahr 1817 wollte man hier Getreide anpflanzen, und 1854 bestimmte man die Hälfte der Fläche zum Ackerfeld. Da
hier aber das Getreide nicht regelmässig zur Reife gelangte, teilte man 1872 den
Boden unter die drei
Bezirke von Ausserroden auf und benutzt ihn seither ausschliesslich als Streuland.