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Werbung überträgt die Tendenzen der Gesellschaft, indem sie Informationen über ein Produkt vermittelt und dessen Eigenschaften anpreist. Wenn Werbung also stereotype Frauen und Männer oder stereotype Darstellungen von Sexualität zeigt, trägt sie dazu bei, solchen Rollenbildern Dauer zu verleihen und sie tief im kollektiven Unterbewusstsein zu verankern.
Tatsächlich sind die Darstellung der Geschlechter und geschlechtsbezogene Gewalt miteinander verbunden. Wenn die Gesellschaft, selbst stillschweigend, Stereotype einer Geschlechterhierarchie hinnimmt und übernimmt, sind Frauen stärker gefährdet, Gewalt ausgesetzt zu sein – vor allem innerhalb einer Paarbeziehung. Oder anders gesagt: Entsprechen Frauen nicht den Darstellungen, die durch Werbung vermittelt werden, so gilt Gewalt gegen Frauen als akzeptabel.
Sexistische Werbung hat einen erheblichen Einfluss auf die Problematik der Gleichstellung der Geschlechter und die Problematik häuslicher Gewalt. Das Wissen um diesen Zusammenhang muss ermöglichen, die Praktiken in der kommerziellen Kommunikation zu ändern.
Übersetzter Auszug aus BALZARETTI Sofia, L’interdiction de la publicité sexiste et la prévention de la violence fondée sur le genre, ex ante 2020
Veröffentlicht am 2. Januar 2024