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Die Grafen von Strassberg hatten nach dem Verlassen ihrer gleichnamigen Burg ihren Wohnsitz in das Städtchen Büren verlegt. Aber es ist nicht wahrscheinlich, dass sie hier eine neue Burg bauten; sie werden vielmehr in einem schönen Sässhaus gewohnt haben. Das gleiche muss der Fall gewesen sein bei den bernischen Vögten (Schultheissen), die nach der Eroberung Bürens, 1388, Städtchen und Herrschaft verwalteten. Erst 1620 wurde mit dem Bau eines eigentlichen Landvogteischlosses begonnen, nachdem beim "Unteren Torturm" - dem leider seit 1906 verschwundenen! - vier Häuser zu diesem Zwecke erworben und niedergerissen worden waren. Die Bauzeit betrug fünf Jahre. -Das Schloss ist ein schönes Beispiel der Spätrenaissance und zeigt eine hübsch gegliederte Fassade aus Hausteinen, unterbrochen durch schmucke Fenstergruppen. Die zwei hohen Erker beidseits kommen malerisch zur Geltung. Bemerkenswert ist aber auch die Toranlage mit altem Gusserker und Schiessscharten, sowie der Treppenturm und die Innenansicht des Schlosshofes. Heute noch dient das Gebäude als Amthaus.
J. Plepp um 1645
Bibliographie