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Am Sonntag wurde in Genf neben anderem auch über ein Verbot von kommerzieller Werbung im öffentlichen Raum abgestimmt.
Die Genferinnen und Genfer haben eine entsprechende Initiative abgelehnt. Kultur-, Sport- und Bildungsplakate wären bei einem Ja weiterhin erlaubt gewesen, ebenso wie Sponsoring. Im Stadtparlament hat die Initiative eine Mehrheit gefunden. Dagegen wurde das Referendum ergriffen.
Bei der Volksabstimmung darüber stimmten nun 51,9 Prozent gegen die Initiative. Für ein Werbeverbot haben sich gemäss SRF News 48,1 Prozent ausgesprochen.
Mit einer Annahme der Initiative wäre Genf zur ersten werbefreien Stadt der Schweiz geworden.
Die Initiative «Zéro pub» (null Werbung) wurde von den Linken und Bürgerbewegungen lanciert. Sie argumentierten mit einem «exzessiven Konsum der Gesellschaft». Deshalb wollten sie sämtliche Aufforderungen zu übermässigem Konsum verbieten.
Die Gegner aus dem rechten Lager sowie der Wirtschaft meinten dagegen, die Initiative sei undemokratisch, weil sie Zensur und Verbote bringe. Sie rechneten auch vor, dass der Stadt ohne kommerzielle Plakate jährlich rund vier Millionen Franken Einnahmen entgehen würden.
Die Idee einer werbefreien Stadt Genf keimte 2017 auf. Damals blieben die Werbeplakate drei Wochen lang werbefrei. Der Vertrag mit der Aussenwerbefirma war ausgelaufen, ein neuer noch nicht abgeschlossen. Die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt nützten die kurze Werbepause und malten auf die leeren Flächen kleine Kunstwerke.