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Château Limbourg
Die neuere Geschichte von Château Limbourg beginnt mit dem Erwerb eines anderen Weingutes, dem Château Pontac-Monplaisir durch die Familie Maufras.
Grossvater Auguste Maufras kaufte dieses, total 50 Hektar umfassende Anwesen im Jahre 1920. 1952 erwarb sein Sohn Jean zusätzlich das Château Limbourg, das sich ebenfalls in der AOC Pessac-Léognan befindet. Hier, südlich der Stadt Bordeaux, ist es im Schnitt zwei Grad wärmer als im Médoc. Deswegen sind die Weine für Bordeaux recht voll und weich. Die sechzehn Hektar Reben von Limbourg sind hauptsächlich mit Merlot bestockt, gefolgt von Cabernet Sauvignon und etwas Sémillon und Sauvignon Blanc. Die durchschnittliche Jahresproduktion liegt bei 100'000 Flaschen, davon drei Viertel Rotwein.
Der Besitzer Jean Maufras ist ein Tüftler und misst sich an den Besten. Er braucht zum Beispiel beim Fassausbau 100% Fässer aus dem Burgund. Im Bordeaux ist das sehr ungewöhnlich. Er hat auch eine knallige, orange Etikette entworfen, weil er weiss, dass die Verpackung eines Weins wichtig ist und spricht so ein jüngeres, urbanes Publikum an.
Der Wein ist für seine Preisklasse ungewöhnlich dicht und komplex. Rene Gabriel vergibt dem Château Pontac-Monplaisir, welches neben Limbourg liegt und genau gleich von der Familie Maufras bearbeitet wird, 18 Punkte für den Jahrgang 2014. Der Limbourg ist genauso gut und verdient dieselbe Bewertung.