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Yoga Nidra ist eine Technik zur Tiefenentspannung und zum Erlernen des leichten, bewussten und erholsamen Schlafs. Es ermöglicht zudem, die Nacht bewusst zu erleben und in die tiefen Schichten des Traums und des Schlafs vorzustossen, um sich gegenüber anderen Dimensionen des Bewusstseins zu öffnen.
Die Übungen beruhen auf einer intensiven Erkundung der Sinne. Der Atem ist dabei das Instrument, um einen Zustand zwischen Wachsein und Schlaf zu erreichen. Während die Entspannung eine Voraussetzung für das Wohlbefinden ist, ist Yoga Nidra eine Suche auf dem Weg zur Innerlichkeit.
Yoga Nidra beruht auf einer Beobachtung, einer Wahrnehmung und einem starken Empfinden der Sinne – allen voran des Tastsinns, des Sehens und des Hörens. Yoga-Nidra-Sitzungen sind nichts anderes als klassische Meditationen, die durch spezifische einschlaffördernde Yoga-Nidra-Elemente und bestimmte Atemtechniken (verlängerte, verlangsamte oder unregelmässige Atemzüge), dank denen ein Zustand zwischen Wachsein und Schlaf erreicht werden kann, ergänzt werden. Bei diesen Sitzungen wird die Technik der tantrischen Imagination (verschiedene auf Empfindungen beruhende Szenarien) eingesetzt.
Man muss selbstverständlich loslassen und sich hingeben können, ohne dabei die Wachsamkeit zu verlieren. In diesem Zustand zwischen Wachsein und Schlaf, Bewusstsein und Vergessen ist die Beherrschung der Atemtechnik, der Konzentration und der Meditation nützlich, wenn nicht gar unerlässlich, um Durchgänge zu passieren, die im Wachzustand in der Regel praktisch undurchdringbar sind.
Während die Entspannung eine Voraussetzung für das Wohlbefinden ist, ist Yoga Nidra eine Suche auf dem Weg zur Innerlichkeit.