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Der US-Milliardär Michael Bloomberg will seiner früheren Universität 1.8 Milliarden Dollar spenden. Das ist vermutlich die grösste Spende an eine Hochschule überhaupt.
Mit dem Geld sollen dauerhaft Stipendien der Johns-Hopkins-Universität für Studenten aus einkommensschwächeren Familien finanziert werden, wie der frühere New Yorker Bürgermeister am Sonntag erklärte.
Er selbst habe Glück gehabt und dank eines Studiendarlehens und eines Studentenjobs an der Eliteuniversität studieren können, schrieb der Sohn eines Buchhalters in der «New York Times». «Mein Hopkins-Diplom hat mir Türen geöffnet, die sonst verschlossen geblieben wären, und hat mir erlaubt, den amerikanischen Traum zu leben.»
Auch andere junge Menschen sollten diese Möglichkeit haben, schrieb der 76-Jährige weiter. Mit Hilfe seiner Spende solle die Johns-Hopkins-Universität «grosszügigere finanzielle Hilfe» anbieten und Studiendarlehen in Stipendien umwandeln können. Geldfragen sollten beim Zugang zu der Universität «nie wieder» eine Rolle spielen. Studenten solle erspart bleiben, nach ihrem Studium vor einem grossen Schuldenberg zu stehen.
Eliteuniversitäten kosten in den USA häufig mehr als 50'000 Dollar pro Jahr. Für viele junge Menschen ist das eine unüberwindbare Hürde.
Bloomberg hatte der Johns-Hopkins-Universität im Jahr nach seinem Abschluss erstmals Geld gespendet – damals noch fünf Dollar. Inzwischen hat er bereits 1.5 Milliarden Dollar gespendet. Die nun verkündeten 1.8 Milliarden Dollar kommen oben drauf.
Zugleich betonte Bloomberg, Privatspenden allein seien nicht ausreichend. Auch die Regierung müsse Studenten stärker unterstützen.
Der aus bescheidenden Verhältnissen stammende Bloomberg wurde als Investmentbanker und später Gründer einer Finanznachrichtenagentur reich. Von 2002 bis 2013 war er Bürgermeister von New York. (sda/afp)
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