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Moto2: Das Podest
- 1. Tom Lüthi (Sz)
- 2. Luis Salom (It)
- 3. Simone Corsi (It)
Während 18 Runden lieferte sich Lüthi mit Franco Morbidelli beim Nacht-Rennen auf dem Wüstenkurs ein spannendes Duell an der Spitze. «Ich habe ihn zunächst die Führungsarbeit machen lassen. Es war ein harter Fight, denn er konnte am Schluss nochmals zulegen», beschrieb der Berner hinterher.
Es braucht nicht viel, dass man dann auch einen Zucker macht.
Doch eingangs der letzten von 20 Runden überholte der Emmentaler seinen einzig verbliebenen Kontrahenten und konnte den Triumph souverän über die Ziellinie retten. Dabei spielte der Kalex-Pilot auch seine Routine aus: Er bestritt bereits 217 Grand Prix, während der 21-jährige Italiener erst auf 36 Starts kommt.
Der 29-jährige Schweizer feierte unter Flutlicht den 11. GP-Sieg seiner Karriere (den 6. in der Moto2-Klasse) und einen Saisonstart nach Mass. Dabei hatte der 10. Rang im Qualifying den Berner nach starken Trainingstagen in Katar kurzzeitig ins Grübeln gebracht. Aufgrund des Forfaits von Lorenzo Baldassarri war Lüthi in der Starthierarchie noch um eine Position vorgerückt, legte dann aber einen Blitzstart hin.
Zwei Ereignisse haben Lüthis Vorpreschen früh im Rennen entscheidend begünstigt:
- Johann Zarco löste einen Frühstart aus. 5 Piloten aus den vordersten Reihen folgten ihm und wurden folgerichtig mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Sie mussten die Boxengasse passieren und verloren dadurch rund je 30 Sekunden. «Es braucht nicht viel, dass man in einer solchen Situation auch einen Zucker macht. Doch ich wusste, dass ich selbst nicht zu früh losgegangen war», sagte Lüthi über den Vorteil. Nach dem Rennen war auch noch Morbidelli mit einer 20-Sekunden-Strafe gebüsst worden und fiel auf Rang 7 zurück.
- Pole-Position-Inhaber und Vorjahressieger Jonas Folger stürzte bereits in der 2. Runde und landete in Führung liegend im Kiesbett.
Die weiteren Schweizer
Auch Dominique Aegerter profitierte vom Startchaos. Er, der an den Vortagen grosse Mühe bekundet hatte, klassierte sich mit 16 Sekunden Rückstand auf dem starken 5. Schlussrang. Jesko Raffin (18.) und Robin Mulhauser (20.) verpassten die Punkteränge.
MotoGP: Der Weltmeister schlägt zu
In der MotoGP-Konkurrenz setzte sich Jorge Lorenzo am Ende klar durch mit 2,019 Sekunden Vorsprung gegen Ducati-Fahrer Andrea Dovizioso.
Sendebezug: SRF info, sportlive, 20.03.2016 17:05 Uhr