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Im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zieht Peter Gilliéron zum Jahresende 2018 schon mal Bilanz und gibt zu, dass die Ereignisse während und nach der WM in Russland auch «eine Rolle gespielt» hätten, weshalb er sich nicht nochmals zu einer weiteren Amtsperiode habe überreden lassen.
«2009 sagte ich mir: Ich mache nicht länger als acht Jahre. Ich wollte 2017 aufhören, doch ich liess mich überzeugen, noch einmal zwei Jahre anzuhängen. Vielleicht wäre es jetzt nochmals ähnlich gelaufen, und ich wäre bis 2021 geblieben», so Gilliéron.
Realität hat die Träume übertroffen
Trotz dieser unerfreulichen Sommertage blickt Gilliéron positiv auf die letzten zehn Jahr zurück. «Ich bin kein Träumer, aber wenn ich es wäre, hätte die Realität meine Träume übertroffen.» Und er rechnet vor: «Es gibt bei den Männern nur drei europäische Teams, welche bei den letzten drei Turnieren die Achtelfinals erreicht haben: Frankreich, Belgien und wir.»
Die Verpflichtung von Vladimir Petkovic sei in diesen Jahren sein bester präsidialer Entscheid gewesen, zusammen mit der Vertragsverlängerung vor Ottmar Hitzfeld trotz gescheiterter EM-Qualifikation 2012. «Auch wenn das viele Leute damals nicht verstanden haben.»
Generationenwechsel 2012 nicht gelungen
Gilliéron zeigte sich im Gespräch aber auch (selbst-)kritisch. So haben man die EM 2012 verpasst, weil der Generationenwechsel nicht gelungen sei. Vielleicht hätte man die Generation um Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri früher bringen sollen, sinniert Gilliéron. Und: «Ich hätte die Ereignisse des letzten Sommers besser antizipieren sollen. Ich bedaure es, nicht früher reagiert zu haben.»