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deren einer als Bewässerungskanal in nö. Richtung gegen die
Rhone verläuft, während der andere die
Wiesen w.
Monthey und
Collombey durchfliesst und das Anfangsstück des grossen
Canal Stockalper bildet, der bis zum
Genfersee geht.
St. Florentinkapelle. Viehzucht. Sehr schöne Aussicht auf den
Combin und die
Cime de l'Est der
Dent du Midi. Das Dorf und sein
anbaufähiger Boden liegen auf einer aus Juragesteinen und Neocom bestehenden Terrasse, auf die nach oben der Flyschhang
von
SaintTanaire folgt. Vor etwa 15 Jahren hat man nahe über dem Dorf einen Schieferbruch geöffnet,
der aber bald wieder aufgegeben werden musste, da er kein einheitliches Material lieferte und zudem das Dorf mit einem
Bergsturz
bedrohte. Das zum Thaltransport des Schiefers benutzte Luftkabel, das von Mex über die Felswand nach
Épinassey hinunter
gespannt worden ist, dient heute noch zum Warentransport, da kein fahrbarer Weg nach Mex hinaufführt.
Ein alter Damm mit vorliegendem
Graben über dem Dorf zeigt, dass man schon früher Abbrüche am Berghang befürchtete.
Die grössere Hälfte besass 1377 ein
Jeande Mey, von dem sie dann der Reihe nach
an die Chissey, Comte und 1585 an die de
Charrière kam, die sie als eigene
Herrschaft bis 1798 behielten.
Heute gehört den
de
Charrière in Mex noch ein grosses Landgut mit alter Burg und modernem Herrenhaus.
Die kleinere Hälfte
ging ebenfalls an verschiedene Familien (de
Bussy, de
Montagny, Aymon, Loys etc.) über und wurde zuletzt auch Eigentum des
Geschlechtes de
Charrière. 1483-1798 gehörte Mex zur gemeinen Landvogtei
Orbe-Échallens. 1147:
Mais;
1177: Maiz;
1371:
May.
Vom spätlateinischen mansum = Landgut herzuleiten.
Eine auf Veranlassung von Voltaire
gebaute 4 km lange Strasse führt von Meyrin nach Fernex. Ein vom
Avril gebildeter grosser
Sumpf nw. vom
Dorf dient im Winter zum Schlittschuhlaufen. Die heutige Pfarrkirche 1839 erbaut. Je eine Gewehrschäfte- und Möbelfabrik. 1153 besass
das Priorat von
Saint Jean de
Genève oder
Saint Jean des
Grottes hier eine Kirche. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts
gehörte Meyrin zu der dem Herzog von Savoyen eigenen Vogtei Gex. Die
Herren des
Pays de Gex gehörten zur Verbindung der sog.
Chevaliers de la Cuiller (Löffelritter), die die Stadt
Genf unablässig bedrängten.
Aus diesem Zustand entspannen sich zahlreiche Scharmützel, deren für die
Genfer ruhmreichstes 1530 bei Meyrin
stattfand. Damals wurden etwa 100 fourragierende
Genfer von 700 Savoyarden und Burgundern überfallen, von denen sie 80 töteten
und die übrigen in die Flucht jagten, während sie selbst nur einen einzigen Mann verloren. Im 18. Jahrhundert war Meyrin
eine
Grafschaft. 1794 wurden Meyrin und
Mategnin zu einer einzigen Gemeinde verschmolzen, die eine zeitlang
den Namen Meyrin-Unie trug.
Während der Dauer der Besetzung des Landes durch österreichische Truppen (31. Dezember 1813-24. März 1814) wurde das Dorf geplündert
und zum Teil in Asche gelegt und dann das folgende Jahr vom 28. Juni bis 6. Juli neuerdings von den Oesterreichern besetzt. Durch
den Pariser
Frieden von 1815 kam die Gemeinde Meyrin an den Kanton Genf.
Das Dorf hatte vom Februar 1536 bis der
Republik Bern
und vom bis der Stadt
Genf gehört und kam somit 1815 zum drittenmal an die
Schweiz. Vergl.
Verchère.Épisodes de la Révolution française à Meyrin im Bulletin de l'Institut genevois 1894;
Tombet. Notice histor. sur Meyrin.Genève 1895.
(Pizdi) (Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2894 m. Gipfel, im nö. Abschnitt der
Albulagruppe; dem
Stock des
Piz Vadret vorgelagert und zwischen
dem Quellthälchen Arpschella, dem
Val Sarsura und dem imposanten Sarsuragletscher; 4-5 Stunden w. von
Zernez. Wird (von
Zernez und
Süs aus) nur selten bestiegen, obwohl er einen schönen Ueberblick über den Sarsuragletscher
bietet. 500 m sw. vom Piz di Mez liegt vor dem
Gletscher der kleine
LaiAlb (etwa 1700 m).
Der Berg besteht in der
Höhe aus
Hornblendeschiefer, im Uebrigen aus Gneis (Augengneis).
Albulapasshöhe und von Samaden aus. Wird begrenzt im S. vom Val Chamuera, im W. und N. vom Inn und einem bei Zuoz ins Unter
Engadin einmündenden Seitenthal, das von der Alp Arpiglia herabkommt. Gegen O. steht der Bergstock über den Piz Sutèr und
PizCorn mit dem Casannagebirge im engeren Sinn in Verbindung. Kann von Zuoz aus in 5 Stunden bestiegen
werden und bietet eine herrliche Aussicht auf das ganze Ober Engadin. Der geologische Aufbau des Piz Mezaun ist höchst lehrreich
und kompliziert.
Wenn man durch Val Pschaidas gegenüber Madulein aufsteigt, findet man von unten nach oben folgende Schichtgruppen:
krystalline Gesteine (Glimmer- und Casannaschiefer), rote quarzitische Konglomerate und Sandstein des Verrucano (Buntsandstein),
Muschelkalk, Partnachschichten, Arlbergdolomit, Obere Rauhwacke oder Raiblerschichten und Hauptdolomit, der mächtiger als
die übrigen Schichtenglieder entwickelt ist. Theobald glaubte seiner Zeit, dass dieser Hauptdolomit bis zu oberst reiche;
in Wirklichkeit folgen aber auf ihn lange vorher die Kössenerschichten des Rät mit Terebratula gregaria
und Krinoidenstielen.
Den Schluss endlich bilden graue bis schwarze Schiefer, die als Allgäuschiefer (Lias) gelten dürften. Vor der Spitze des
Mezaun erscheinen auf dem Grat gegen den PizCorn (2957 m) nach O., diskordant auf den Allgäuschiefern ruhend, heller Dolomit
und darauf glimmerige, sandige Schiefer des Buntsandsteines, die der ganzen Schichtenreihe in völlig
verkehrter Lagerung aufsitzen. Der eben genannte Dolomit ist wahrscheinlich paläozoischen Alters und zieht sich schräg zum
Val Chamuera herab. Das Ganze bildet nach E. Böse eine grossartige Ueberschiebung, deren Fläche nach O. einfällt und
die mit einer ebensolchen des Val Trupchum im N. parallel läuft. Vergl. Böse, E. Zur Kenntnis der SchichtenfolgeimEngadin (in der Zeitschrift der deutschen geolog. Gesellsch. 48, 1896).