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Die Kirche zum heiligen Leopold - besser bekannt unter "Kirche am Steinhof" oder "Otto-Wagner-Kirche" - wurde auf Wunsch Kaiser Franz Josephs auf dem Areal der Heilanstalt für Nerven- und Geisteskranke am Steinhof (14. Bezirk) für die dortigen Patienten errichtet. Die Kirche ist dem hl. Leopold geweiht. Sie wurde in den Jahren 1904 -1907 nach Plänen von Otto Wagner erbaut.
Erzherzog Franz Ferdinand, der die Kirche feierlich eröffnete, war eigentlich ein Gegner des Jugendstils und hätte die Kirche lieber in einem dem Barock nachempfundenen Baustil errichten lassen.
Auf einem Hang des Wienerwaldes (Gallitzinberg) gelegen, stellt die Kirche am Steinhof ein weithin sichtbares Wahrzeichen Wiens und ein Hauptwerk des Wiener Jugendstils dar.
Otto Wagner trug viel zu der Gestaltung des Innenraumes bei: Altäre, Tabernakel, ein hygienischer tropfender Weihwasserspender, Beleuchtungskörper, Beichtstühle und sogar die Messgewänder wurden nach seinen Entwürfen hergestellt.
Eine besondere Atmosphäre im Innenraum der
Kirche entsteht durch die Glasmosaikfenster von Koloman Moser (1868-1918).
Mosers Riesenfenster gelten als der Höhepunkt der Glasfensterkunst im Zeitalter
des Jugendstils.
Detailansicht der Engel:
Die Fassade ist mit weißen Carrera Mamor Steinplatten verkleidet. Auf der Frontseite sind vier Engel aus Bronze zu finden, die von Othmar Schimkowitz gefertigt wurden.
Auf den beiden niedrigen Glockentürmen sind Bronzefiguren des hl. Leopold und des hl. Severin angebracht. Diese wurden von Richard Luksch gefertigt.
Zum hundertjährigen Jubiläum im Oktober 2007 erhielt die frisch renovierte Kirche am Steinhof drei neue, von der Tiroler Glockengießerei Grassmayr hergestellte Glocken. Die ursprünglichen Glocken wurden im Ersten Weltkrieg für die Waffenproduktion eingeschmolzen.
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