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Die Geschichte der Route 66
Die Route 66 (eigentlich: U.S. Highway 66) wurde 1926 gebaut und bis 1938 vollständig geteert. Sie war die erste durchgehende Verbindung von Chicago nach Los Angeles und für Hunderttausende der Weg in den vermeintlich Goldenen Westen. Sie unterstrich die Bedeutung des Automobils und sie verkörperte für die Amerikaner Freiheit und Mobilität.
Ihre Mythenbildung begann schon in den Jahren der Konstruktion.
In den 30er Jahren wüteten schreckliche Sandstürme über dem Mittleren Westen, vernichteten Farmen und ganze Landstriche. Etwa 210.000 Menschen versuchten Ihr Glück in einer Flucht nach Kalifornien. Mit teilweise abenteuerlichen Fahrzeugen machten sie sich auf den Weg. Viele kamen nie an, die wenigsten waren willkommen. Die Zeit der "Dust Bowl" und des Massenexodus gen Westen beschreibt John Steinbeck in seinem Buch "Früchte des Zorn" (siehe Buchtipps).
Während des zweiten Weltkrieges pumpte die Regierung enorme Gelder die Kriegsindustrie in Kalifornien, hauptsächlich in das Gebiet um Los Angeles. Hier und beim Straßenbau entstanden Tausende von Arbeitsplätzen. Die Straße wurde immer wichtiger, der Straßenverkehr immer mehr zur Konkurrenz zur Eisenbahn. Sie war Bindeglied zwischen dem industrialisierten Nordosten und Mittelwesten und dem bis dahin fast isolierten und schwach bevölkerten Westen.
Auch der Tourismus profitierte nach dem zweiten Weltkrieg von der Route 66: Viele Amerikaner hatten nun die Möglichkeit, in Kalifornien und dem Südwesten zu überwintern oder hier einen Urlaub zu machen. Einige verabschiedeten sich für immer vom kalten Winter Chicagos, New-Yorks und Bostons und blieben im Westen. Unter ihnen auch der Sänger und Komponist Robert William Troup, dessen Song ihn und die Route 66 weltweit berühmt machten.
Die Route 66 wurde zu einem florierenden Highway. Tankstellen, Motels, Diners und Geschäfte schossen aus dem Boden. Viele kleine Orte, die dank der Route 66 nun an die Metropolen angeschlossen waren, entwickelten sich zu boomenden Orten. Bis dann in den 60er Jahren die Umkehr kam.
Präsident Eisenhower, angetan von deutschen Autobahnen, entschloss sich, die Route 66 durch ein vierspuriges Highwaysystem zu ersetzen. Die neuen Interstates führen entlang oder überlagern die Route 66, teilweise verlassen sie die alte Streckenführung weitläufig. Für viele Geschäfte und sogar Orte bedeutete diese Entwicklung den Ruin.
Aber der Geist der Route 66 lebt immer noch! Die Straße ist nicht tot - im Gegenteil: Es haben sich in jedem Bundesstaat und auch weltweit Organisationen gebildet, mit dem Ziel, die alten Strecken zu erhalten. Im Jahre 2000 sind etwa 20.000 Fans die Tour gefahren. Es sind noch über 80% der Originalstrecke befahrbar, aber einige Fragmente führen in Sackgassen oder sind privatisiert. Deshalb kommt man nicht um einen guten Reiseführer und Vorbereitungen herum.
Die Route 66 zu befahren ist ein Abenteuer und sie ist für viele Amerikaner und auch Europäer immer noch die "Straße der Sehnsucht". Die Route 66 mit dem E-Bike zu bewältigen ist eine besondere Herausforderung und ein unvergessliches Erlebnis. (Quelle: www.route66tour.de)
3945km Asphalt
Die Route 66 mit dem E-Bike zu bewältigen ist eine besondere Herausforderung und ein unvergessliches Erlebnis. An vielen Stellen ist der ursprüngliche Asphalt noch zu finden. Meistens ist er sehr rauh und grobkörnig. Die Farbe ergibt aus den Baumaterialien welche in der Umgebung zur Verfügung standen. So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Stück welches von einem Teilabschnitt zwischen Williams AZ und Seligman AZ stammt, rötlich erscheint.