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Geschichte
Das Dekret über die «Aufstellung der Behörden zu Verwaltung und Leitung aller gemeinen katholischen Fonds und Anstalten im Kanton» schafft 1813 die Basis zur Gründung des Katholischen Konfessionsteils. Am 18. Februar wird der erste Administrationsrat gewählt. Ihm gehören unter anderem auch alle sechs katholischen Regierungsräte an.
Gestützt auf die neue Kantonsverfassung, wird das konfessionelle Gesetz erlassen, gemäss dem die katholischen Mitglieder des «Grossen Rats» (Kantonsparlament) gleichzeitig das «Katholische Grossratskollegium» bilden. Der Konfessionsteil gibt sich eine eigene Verfassung.
1833 wird das Doppelbistum Chur-St.Gallen einseitig durch die St.Galler aufgekündigt. 1847 wird das Bistum St.Gallen errichtet. Basis bildet das Konkordat zwischen dem Kanton St.Gallen und Rom. Dem Bischof und der Bistumsverwaltung werden Gebäudeteile des ehemaligen Klosters zugewiesen, die der Konfessionsteil zu verwalten hat. Zur Besoldung der Bistumsleitung und der Seelsorger an der Kathedrale sowie zum Unterhalt der Gebäude sollen unveräusserliche Fonds und Kapitalsummen dienen. 1862 wird das Verhältnis zwischen Kirche und Staat neu geregelt. Das Kollegium setzt sich nicht mehr aus Grossräten, sondern aus Abgeordneten des katholischen Bevölkerungsteils zusammen, die dieser direkt wählt.
50 Jahre später stimmen die St.Galler Katholiken der Einführung einer Zentralsteuer zu, mit der die Aufgaben des Konfessionsteils und des Bistums finanziert werden. 1979 erfolgten letztmals eine Totalrevision der Organisation sowie der Erlass der geltenden Verfassung. 2006 wird die Verfassung teilweise revidiert. Unter anderem führt der Konfessionsteil das Ausländerstimmrecht ein.